Infineon : Milliardenbau trotz Kurzarbeit Trotz massiver Sparmaßnahmen und
Umsatzeinbrüchen hält der angeschlagene Chip-Hersteller Infineon am Bau einer
neuen Firmenzentrale in München fest , meldet die " Welt am Sonntag " in einem
Bericht . Nach Informationen der Zeitung will Konzernchef Ulrich Schumacher am
kommenden Freitag das Projekt erstmals der Öffentlichkeit vorstellen . Das
Campeon genannte Projekt betreibt die Firma MoTo als Bauherr , während
Siemens-Tochter Infineon offiziell nur als Mieter auftritt . Erst am vergangenen
Montag hatte Infineon die Hälfte der Belegschaft in den Werken München und
Regensburg in Kurzarbeit geschickt . Für rund 2500 Betroffene gelten ein halbes
Jahr verkürzte Arbeitszeiten . Infineon hatte die Sparmaßnahme im Juli als
Reaktion auf drastische Verluste in Folge der Krise am Markt für Halbleiter
angekündigt . Außerdem streicht das Unternehmen wie geplant rund 5000
Arbeitsplätze , knapp die Hälfte davon noch in diesem Jahr . Am Standort Dresden
mit mehr als 3000 Mitarbeitern ist vorerst keine Kurzarbeit geplant . In den
vergangenen Wochen hatten Spekulationen über eine drohende Zahlungsunfähigkeit
das Unternehmen zusätzlich belastet . Thüringen : Millionen für
Microsoft-Lizenzen in Ämtern Die Thüringer Landratsämter und andere Behörden
rechnen offenbar mit Zusatzausgaben in Millionenhöhe ( Mark ) für die
Anschaffung neuer Software-Lizenzen . Der Software-Konzern Microsoft habe die
Lizenzmodelle für die EDV in den Verwaltungen eingeführt , berichtete MDR 1
Radio Thüringen am Sonntag . Die Verwaltungen seien angehalten , die neuen
Softwarelizenzen zu kaufen , sagte der Geschäftsführer des Thüringer
Landkreistages , Klaus Vetzberger , dem Radiosender . Sonst liefen sie Gefahr ,
dass die Systeme veralteten oder dass sie in kurzen Abständen komplett neue
Betriebssysteme anschaffen müssten . Der Kreis Hildburghausen etwa wolle für die
300 Computer der Kreisverwaltung 220.000 Mark ( 112.000 Euro ) zahlen , um die
neuen Lizenzen zu erwerben , hieß es in dem Bericht weiter . Das Geld solle als
außerplanmäßige Ausgabe über den Nachtragshaushalt finanziert werden . Nach
Ansicht Vetzbergers zeige dies einmal mehr die Monopolstellung von Microsoft .
Pocket PC als Komfort-Handy Zum Ende der Einführungsveranstaltung von Microsofts
neuem Betriebssystem für Taschencomputer PocketPC-2002 in San Francisco wurden
noch ein besonders schickes Kombi-Gerät von Mobiltelefon und Handheld sowie ein
PocketPC von NEC angekündigt . Das von der taiwanischen Firma HTC gefertigte und
in Kooperation mit dem britischen Telekomkonzern O2 ( ehemals BT Cellnet )
vermarktete Gerät soll noch im Laufe des Jahres unter dem Namen O2 xda auf den
Markt kommen und werde derzeit noch in Feldversuchen getestet . Demnach soll das
Gerät rund 13 mal 7 mal 2 Zentimeter groß sein , etwa 190 Gramm wiegen und mit
einem Steckplatz für SD/MMC-Karten ausgestattet sein . Das integrierte
Dual-Band-Handy unterstützt EGSM and GPRS , aber nicht das in den USA verwendete
GSM . Der Hersteller selbst gibt derzeit noch keine technischen Spezifikationen
bekannt , genauso wenig wie Preise . Ein Link von der Microsoft-Website auf die
hundertprozentige deutsche O2-Tochtergesellschaft VIAG Interkom ist derzeit noch
tot , suggeriert jedoch , dass man das Gerät auch in Deutschland erwerben kann .
Auch NEC hat bereits ein Pocket-PC-taugliches Gerät mit StrongARM-Prozessor in
der Pipeline und in San Francisco gezeigt : Den MC/PG 5000 Pocket Gear . Ohne
Japanisch-Kenntnisse kann man sich auf deren Web-Site schon die Fotos davon
ansehen . Die technischen Daten gibt es jedoch nur in der Landessprache . NEC
hatte an einem eigenen MIPS-Prozessor entwickelt , den etwa Casio in seinen
Taschen-Computer einsetzen wollte . Microsoft hatte sich allerdings
ausschließlich auf die ARM-Prozessorarchitektur festgelegt und damit NEC das
Wasser abgegraben . Unter Szenenapplaus stellte Waldmann auf der
Einführungsveranstaltung in San Francisco auch Microsofts Telefoniesoftware für
die neue Pocket-PC-Generation vor , die unter anderem eine Direktwahl aus Pocket
Outlook sowie komfortable Konferenzschaltungen ermöglicht . Ex-Hacker Kimble
will " Geldquellen des Terrors töten " Auf seiner neuen Web-Site www.kill.net
ruft der als Hacker bekannt gewordene Kim Schmitz zur Finanzierung seiner
elektronischen Anti-Terror-Truppe Yihat auf . " Unsere Mission ist es , die
Geldquellen des Terrors zu töten " , heißt es dazu in einer Mitteilung : " Jeder
im Netz kann bei uns mitmachen , um seinen Teil an der Anti-Terror-Arbeit zu
leisten . " Der Yihat-Fond habe als Grundkapital 500.000 US-Dollar von bisher
fünf " Investoren " , aber jeder könne Geld spenden . Der Fond finanziere Hacker
und Informationen . Yihat ( Young Intelligent Hackers Against Terror ) bestehe
bisher aus 31 professionellen Hackern aus 9 Ländern , habe aber täglich 20
Anfragen von weiteren Hackern , die mitmachen wollten . In einigen US-Medien
wurde bereits vor einigen Tagen auf Grund einer Pressemitteilung von Schmitz
berichtet , nach der die Gruppe unter Führung von Kimble die Al Shamal Islamic
Bank gehackt , dort Konten von Bin Laden und seiner Al Quaeda gefunden und diese
Informationen dem FBI übergeben haben will . Gegenüber diesem angeblichen Hack
gibt es jedoch auch ein gehöriges Maß an Skepsis ; das FBI hat die Angaben von
Schmitz jedenfalls bislang nicht bestätigt . Auf der kill.net-Site ruft Kim
Schmitz Politiker auf , 0,1 Prozent der Staatshaushalte abzuführen und preist
sich selbst als verurteilten Computer-Kriminellen an , der anschließend ins
Geschäft um Datensicherheit eingestiegen sei . In diesem Bereich aber laufen
gerade gegenseitige Klagen von Schmitz und dem ehemaligen Partner TÜV Rheinland
im Zuge des Konkurses der TÜV Data Protect . Experten bemängeln deutschen
Gesetzentwurf zum E-Commerce Anlässlich der Anhörung des Wirtschaftsausschusses
zum Thema elektronischer Handel bekräftigten Wirtschaftsverbände ihre Kritik an
dem angeblichen deutschen Sonderweg bei der Umsetzung der EU-Richtlinie zum
E-Commerce . In schriftlichen Stellungnahmen zu einem Gesetzentwurf der
Bundesregierung ( Elektronisches Geschäftsverkehr-Gesetz EGG ,
Bundestagsdrucksache 14/6098 ) bemängelten die Sachverständigen vor allem , dass
in Deutschland für Verbraucher ein Günstigkeitsvergleich beim anzuwendenden
Recht eingeführt werden soll . Die EU-Richtlinie geht lediglich vom "
Herkunftslandprinzip " aus , das das Rechtssystem des Landes als verbindlich
festlegt , in dem der E-Commerce-Anbieter seinen Sitz hat . Gegenstand der
Richtlinie sind Dienstleistungen , die auf Abruf im Fernabsatz und auf
elektronischem Weg angeboten und erbracht werden . Der Deutsche Industrie- und
Handelskammertag ( DIHK ) erinnerte daran , dass Internetseiten in der gesamten
EU abgerufen werden können , sodass ein Diensteanbieter allein in der EU mit 15
Rechtsordnungen konfrontiert sei . Durch die von der Regierung geplante
Umsetzung des Herkunftslandprinzips durch Prüfung des internationalen
Privatrechts und anschließenden Günstigkeitsvergleich würde die Rechtslage aber
komplizierter als bisher , was dem Ziel der Richtlinie widerspreche . Würde das
Herkunftslandprinzip eindeutig gelten , wäre die Rechtslage dagegen von
vornherein klar , meint der DIHK . Für Anbieter in Deutschland würde deutsches
Recht gelten , was Rechts- und Planungssicherheit im grenzüberschreitenden
elektronischen Geschäftsverkehr brächte . Dagegen stünde nach der geplanten
Umsetzung das anwendbare Recht nicht von vornherein fest . Im Einzelfall könnten
Gerichte erst auf Grund eines Günstigkeitsvergleichs entscheiden , ob deutsches
Recht oder ausländisches Recht anzuwenden ist . Ähnlich argumentierte der
Bundesverband der Deutschen Industrie ( BDI ) , der im Günstigkeitsvergleich
selbst eine unzulässige Regel des internationalen Privatrechts sieht , die im
Ergebnis zu " absurden Aufspaltungen der rechtlichen Wertung einheitlicher
Lebenssachverhalte " führe . Unter Umständen erfahre der Diensteanbieter erst
nach mehreren Instanzen vor Gericht , welches Recht das " günstigere " gewesen
sei . Dadurch würde das Ziel , Rechtsklarheit und -sicherheit zu schaffen , ins
Gegenteil verkehrt . Für einfache und einheitliche Regelungen plädierte auch der
Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft , ZAW . Das Internet sei ein Raum
ohne Binnengrenzen . Aus diesem Grund passe das Herkunftslandprinzip auch so gut
zum Internet , während die " überkommenen Regeln " des internationalen
Privatrechts Probleme aufwürfen . Das Herkunftslandprinzip sollte nach Meinung
des Zentralverbandes so umgesetzt werden , dass für deutsche Unternehmen
deutsches Recht und für Anbieter in anderen Mitgliedstaaten deren Recht gilt .
Der Bundesverband Informationswirtschaft , Telekommunikation und Neue Medien (
Bitkom ) betonte , der europäische Binnenmarkt könne für den Handel nur durch
ein umfassendes Herkunftslandprinzip eröffnet werden . Für die Anbieter
elektronischer Dienste sei es von Bedeutung , dass allein das Recht des
Niederlassungsorts maßgeblich ist . Dagegen hielt Professor Karl-Heinz Fezer von
der Universität Konstanz die wörtliche Übernahme des Herkunftslandsprinzips aus
der EU-Richtlinie im Hinblick auf die Rechtssicherheit nicht für sinnvoll .
Damit würden Auslegungsschwierigkeiten den Gerichten überlassen .
Hausdurchsuchung wegen gecrackter PDF-Datei ( Update ) Die Staatsanwaltschaft
München hat die Computeranlage eines Website-Betreibers beschlagnahmen lassen ,
weil er eine urheberrechtlich geschützte und noch dazu gecrackte PDF-Datei
angeboten haben soll . Nach Angaben des Betroffenen drangen mindestens fünf
Beamte in seine Wohnung ein und nahmen einen PC mit Monitor sowie zwei Scanner
und einige Disketten mit . Bei dem Corpus Delicti handelt es sich um eine
PDF-Datei , die auf einer CD dem " Handbuch der Printmedien " beiliegt . Der
Website-Betreiber sagte heise online , die Staatsanwaltschaft werfe ihm nun vor
, die Datei mit Hilfe der Software " Advanced PDF Recovery " der russischen
Firma ElcomSoft gecrackt zu haben . Diese Software , die in einer Demoversion
kostenlos heruntergeladen werden kann , entschlüsselt Adobe Acrobat PDF-Dateien
, die mit einem Besitzer-Passwort versehen sind , um sie vor Veränderungen ,
Ergänzungen , Drucken , Extrahieren von Text oder Bildern zu schützen . Einer
der Programmierer von ElcomSoft steht zur Zeit in den USA vor Gericht , weil er
den Schutz eines anderen Adobe-Programmes geknackt haben soll . In dem
Durchsuchungsbeschluss , der offenbar auf eine Strafanzeige des
wissenschaftlichen Springer-Verlags zurückgeht , wird dem Verdächtigen ein
Verstoß gegen das Urheberrecht vorgeworfen . Üblicherweise wird in solchen
Fällen auf dem zivilrechtlichen Weg ein Unterlassungsanspruch durchgesetzt . Der
Leiter der zuständigen Münchner Staatsanwalt , Dr. Hubert Vollmann , bestätigte
gegenüber heise-online , dass im Zuge eines Ermittlungsverfahrens eine
Hausdurchsuchung durchgeführt wurde . Die Auswertung der beschlagnahmten
Beweismittel würde etwa sechs Wochen dauern . Erst dann sei mit Ergebnissen zu
rechnen . " Eine Verhältnismäßigkeit ist schon allein deshalb gegeben , weil ein
Richter , der die Richterliche Unabhängigkeit genießt , den Beschluß
unterzeichnet hat . " Nähere Angaben zum Verfahren und den gesuchten
Beweismitteln wollte er nicht machen , betonte jedoch , dass er sich den
Durchsuchungsbeschluß ( der heise-online vorliegt ) nicht für das mit einer
Stunde Vorbereitungszeit angesetzte Gespräch habe kommen lassen . Chef der
holländischen KPN kurz vor dem Rücktritt Der stark verschuldete niederländische
Telekom-Konzern KPN hat am Montagmorgen indirekt Presseberichte über einen
bevorstehenden Rücktritt seines Vorstandsvorsitzenden Paul Smits bestätigt . Die
Wirtschaftszeitung " Het financieele Dagblad " hatte den Rücktritt am Montag
noch für den selben Tag in Aussicht gestellt . Das Blatt berief sich dabei auf
die britische Website des Wirtschaftsblatts " Financial Times " . In einer
knappen Presseerklärung bestätigte KPN zugleich , dass mit Banken Gespräche über
neue Kreditlinien geführt worden seien . Diskussionen über beide Themen sollten
noch im Laufe des Montag abgeschlossen werden , hieß es . Man gehe davon aus ,
noch vor Börsenschluss eine entsprechende Ankündigung machen zu können . Eine
solche Kreditvereinbarung sei vom KPN-Aufsichtsrat zur Voraussetzung für die
Anstellung eines neuen Chefs gemacht worden . Der neue Kredit soll bestehende
Finanzierungen ergänzen . Bei Vorlage der Halbjahreszahlen hatte KPN vergangene
Woche erklärt , dass die Finanzierung des Konzerns bis Sommer kommenden Jahres
sichergestellt sei . KPN ist auch die Muttergesellschaft des deutschen
Mobilfunkunternehmens E-plus , um das es heute bereits Übernahme-Spekulationen
gab . Neuer Chef für KPN Wie das Unternehmen heute mitteilte , tritt an die
Stelle des bisherigen Vorstandsvorsitzenden Paul Smits ( 54 ) nun Ad
Scheepbouwer ( 57 ) , der bisher das Postunternehmen TPG geführt hat . Der an
die Person Scheepbouwer gebundene neue Kreditrahmen soll bei Bedarf in Anspruch
genommen werden können . Smits , der erst im Mai vorigen Jahres die Führung des
Konzerns übernommen hatte , bleibt weiter im Vorstand und wird dort den Bereich
Mobile Kommunikation leiten . Dadurch könne er Scheepbouwer unterstützen , der
spätestens zum 1. Januar sein neues Amt antreten will und einen Schatz von
Erfahrung mitbringe , hieß es von KPN . Bei der Vorlage der Halbjahresergebnisse
hatte KPN in der vorigen Woche bestätigt , dass die Finanzierung des Konzerns
unter den bisherigen Umständen nur bis Sommer nächsten Jahres gesichert sei .
Nach Bekanntgabe der Veränderungen kletterte der Kurs der KPN-Aktie an der Börse
in Amsterdam entgegen dem allgemeinen Abwärtstrend um 14,3 Prozent auf 2,72 Euro
. In den letzten Wochen war der Kurs unter anderem wegen des Scheiterns von
Fusionsgesprächen mit dem belgischen Telekomkonzern Belgacom stark abgesackt .
Außerdem gab es Gerüchte , KPN wolle seine deutsche Tochtergesellschaft E-plus
wegen deren Belastung durch die teure UMTS-Lizenz verkaufen . Scheepbouwer war
bisher bereits Mitglied des Aufsichtsrats von KPN . Das von ihm erfolgreich
geführte Unternehmen TPG gehörte ebenso wie KPN zur einstmals staatlichen
niederländischen Postverwaltung . 1998 wurde es von KPN getrennt und als
eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht . Auch an der Spitze des
KPN-Aufsichtsrats gibt es eine Veränderung . Der bisherige Vorsitzende Karel
Hubee übergibt das Amt an seinen Ratskollegen Ton Risseeuw . Hubbee bleibe im
Aufsichtsrat , bis er bei der nächsten Jahresversammlung der Aktionäre aus
Altersgründen ausscheide , teilte KPN mit . Bessere Einwahl mit Handys im
Ausland durch " Cops " Die Software-Architektur " Common Operations " ( Cops )
soll einer Mitteilung des Unternehmens zufolge in den kommenden Jahren den
Anbietern drahtloser Kommunikation die technische Möglichkeit geben , " globales
Roaming " einzuführen . Bisher brauchen Handy-Nutzer , die weltweit unterwegs
sind , oftmals verschiedene Geräte zum drahtlosen Telefonieren , weil sich
Frequenzbänder oder Netzwerktypen stark unterscheiden . Das zurzeit von den Bell
Labs entwickelte Cops versteht sich nach den Angaben der Wissenschaftler auf
verschiedene Standards wie GSM , CDMA oder UMTS und Wireless LAN nach 802.11 .
Übertriebene Erwartungen sind jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht angezeigt : So
müssen erst Chips und Hardware entwickelt werden , die Cops beherrschen .
Zweitens wären für die Einführung internationale Kooperationen zwischen den
Mobilfunkanbietern dieser Welt nötig . Polaroid sucht Schutz vor den Gläubigern
Offenbar steht das traditionsreiche Sofortbild-Unternehmen Polaroid kurz vor
einem Verfahren zur Konkursabwendung , weil es seine Schulden nicht zurückzahlen
kann . Nach einem Bericht des Wall Street Journal könnte die im
US-amerikanischen Cambridge ansässige Firma schon am heutigen Mittwoch Ortszeit
ein Verfahren bei Gericht beantragen und um Gläubigerschutz nach Chapter 11 des
US-Konkursrechts nachsuchen . Für die bankrotte Firma oder Teile von ihr würden
nun verstärkt Käufer gesucht , heißt es . Die Terroranschläge vom 11. September
als Mitverursacher der Misere sieht offensichtlich wie so viele andere Firmen
auch Polaroid . Demnach hatte das Unternehmen ähnlich wie Kodak nach den
Anschlägen mit extremen Umsatzeinbußen zu kämpfen . CompuServe kritisiert
Telekom wegen DSL und Flatrate Zehn Jahre nach dem Start in den deutschen Markt
wartet der US-Internetprovider CompuServe hierzulande nach eigenen Angaben
weiter auf offenere Marktbedingungen . Die Deutsche Telekom behindere den
technischen Fortschritt und die Bildung wirtschaftlicher Preise , sagte der
deutsche CompuServe-Chef Ralf Gresselmeyer am Montagabend in München . Die
CompuServe-Mutter AOL Deutschland warte " sehnsüchtig " auf die Gewährung einer
Großhandelsflatrate . Nur so könne der derzeit verlustreiche
Internet-Pauschaltarif profitabel gestaltet werden . " Bei AOL kostet die
Flatrate knapp 40 Mark , bei 80 Mark wäre sie wirtschaftlich " , sagte eine
Marketingsprecherin . Auch die Einführung der Breitbandtechnologie DSL bei
CompuServe hänge damit zusammen , ob die Deutsche Telekom ihr DSL-Netz mit denen
der Wettbewerber zusammenschließe . " Wir prüfen zwar auch andere technische
Möglichkeiten , aber am einfachsten ist es natürlich , wenn die Telekom nachgibt
" , sagte Gresselmeyer . Nach der Fusion von AOL und Time Warner wartet die
Branche auf neue Inhalte-Strategien des Internetproviders und seiner Töchter
Netscape und CompuServe . Gresselmeyer wollte sich dazu aber nicht äußern . Das
Unternehmen befinde sich zum zehnjährigen Deutschland-Jubiläum in gutem Zustand
. Allein seit der Einführung des Office-Tarifs im Mai 2000 habe sich die Zahl
der Nutzer auf gut 620.000 verdreifacht . Durchsuchung bei Kabel New Media
Hamburger Staatsanwaltschaft und Polizei haben die Privat- und Firmenräume von
ehemaligen Verantwortlichen des insolventen Hamburger Internet-Dienstleisters
Kabel New Media durchsucht und ermitteln gegen die zurückgetretenen Chefs wegen
Insidergeschäften , Kursmanipulation und Vermögensentnahmen . Nach einem Bericht
der Online-Ausgabe der Financial Times Deutschland handelt es sich um die beiden
ehemaligen Vorstände Peter Kabel und Fritz Mathys . Der Sprecher der Hamburger
Staatsanwaltschaft , Rüdiger Bagger , bestätigte gegenüber heise online , dass
am Mittwoch vergangener Woche bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung
Beweismittel auch elektronischer Art sichergestellt worden seien . Wie lange die
Auswertungen der Staatsanwaltschaft dauern , ließe sich nicht sagen . Bagger gab
als Grund für die Ermittlungen drei Strafanzeigen von Anwälten und
Privat-Anlegern an . Die Vorwürfe lauten Insidergeschäfte , Bankrott durch
Verringerung des Vermögens und Kursmanipulation durch falsche Ad-hoc-Meldungen ,
so Bagger . " Es bestehe der Verdacht , die Verantwortlichen hätten ein
Aktienpaket zu einem Zeitpunkt verkauft , als schon klar war , dass das Ganze
nicht gut läuft " , sagte der Sprecher gegenüber heise online zu den
Insidergeschäften . Bei den falschen Ad-hoc-Meldungen handelt es sich um
Mitteilungen an potenzielle Anleger , die über den wahren Stand der Dinge
getäuscht würden , um den Kurs kurzfristig zu beeinflussen . Schon Mitte Juli
habe das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel eine Voruntersuchung wegen
auffälliger Kursbewegungen angestrengt . Die Firma hatte am 2. Juli beim
Amtsgericht Hamburg Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt .
Anfang August hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg ein Ermittlungsverfahren
gegen den Gründer der Internet-Agentur Kabel New Media , Peter Kabel ,
eingeleitet , der Vorstandschef trat dann Ende August zurück . Am 4. September
ist das Insolvenzverfahren bei Kabel New Media über das Vermögen der
Multimedia-Agentur Kabel New Media AG eröffnet worden . Bereits am 1. September
war dies auch mit den Tochtergesellschaften Kabel New Media GmbH in Hamburg ,
Berlin , München und Bonn sowie über die Kabel New Media Friedrichshafen
geschehen . Zum Semesterstart bietet das Internet vielfältige Unterstützung Zum
Start des Wintersemesters 2001/2002 im Herbst werden nach Schätzungen der
Kultusministerkonferenz 250.000 neue Studenten ihre universitäre Ausbildung
beginnen . Die angehenden Akademiker sind eine begehrte Zielgruppe , zwei
Drittel der Studenten tummeln sich laut einer Untersuchung des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin im Netz . Beim Kampf
durch den Uni-Dschungel gewinnt das Internet immer mehr Bedeutung . Bei grin
etwa finden Studierende Links und Informationen zu verschiedensten Studiengängen
, Erfahrungsberichte von Studienbeginnern , Tipps zum Auslandsstudium und sogar
einen Speiseplan der deutschen Uni-Mensen . Kernstück von grin , laut Gründer
Patrick Hammer mit mehr als 100.000 Mitgliedern " größtes Studentenportal in
Deutschland " , ist das Hausarbeitenarchiv . Neben dem Hausarbeitenarchiv und
Studientipps sei vor allem der Chat bei den grin-Nutzern beliebt . Der Vermutung
, die Mitglieder der grin-Gemeinschaft seien Online-Junkies , will Hammer
vorbeugen : " Die Leute nutzen dieses Forum , um sich zu verabreden , und gehen
dann auch mal ein Bierchen trinken " , sagt er . " Sozialphobiker " gebe es bei
grin nicht . Einen ähnlichen Ansatz wie grin verfolgt allstudents.de . " Wir
wollen unsere eigenen Uni-Erfahrungen weitergeben " , sagt Mitgründer Boris
Brunst . 1999 hatte der BWL-Student aus München mit zwei Kommilitonen die
Web-Site zvs-opfer.de ins Internet gestellt , nachdem ihm die Zentralstelle für
die Vergabe von Studienplätzen ( ZVS ) in Dortmund nicht den gewünschten
Studienplatz zugeteilt hatte . Daraus entwickelte sich Brunst zufolge eine der
größten Studienplatztauschbörsen im deutschsprachigen Internet . Inzwischen ist
zvs-opfer.de mit den Seiten studentenpreise.de und studis-online.de zu
allstudents fusioniert worden . Besonders gefragt sei hier neben der
Studienplatztauschbörse der Bafög-Rechner , so Brunst . Für wechselwillige
Nachwuchs-Akademiker gibt es auch unter unicum.de einen großen Marktplatz für
Studienplätze . Bei diplom.de sind rund 4000 wissenschaftliche Abschlussarbeiten
einzusehen . Tausende Mitfahrgelegenheiten finden Studierende auf der Website
mitfahrzentrale.de , die auch an die meisten Studentenportale angeschlossen ist
. Einen Klick wert sind zudem das Unimagazin der Bundesanstalt für Arbeit in
Nürnberg unimagazin.de sowie die Uniseiten der großen Verlagshäuser etwa
unispiegel.de und solcher bundesweit erscheinender Unizeitschriften wie Audimax
oder Unicompact . In der Internet-Stadt students , die im Oktober 1999 ans Netz
gegangen ist , haben sich nach Angaben des Betreibers in Augsburg bereits 73.000
Studierende registriert . " Die Einwohner besprechen hier Probleme der
Alltagswelt und tauschen Studientipps aus " , sagt Günter Flott , der als "
Bürgermeister " für Recht und Ordnung in der 4students-Stadt sorgt . Nach dem
Chat würden sich viele auf dem Campus ihrer Universität verabreden , etwa um
gemeinsam in die Mensa zu gehen . Vor allem Studienanfänger könnten so schnell
Kontakt zu Kommilitonen aus ihrer Uni-Stadt bekommen . Bei der studentischen
Web-Site uniparties.de mit Veranstaltungshinweisen und Party-Tipps steht vor
allem der Spaßfaktor im Vordergrund . Auch die Universitäten rüsten im Internet
auf : Studienordnungen , Vorlesungsverzeichnisse und Einschreibeformulare gibt
es auf vielen Uni-Websites schon zum Herunterladen . " Das Interesse der
Studierenden an unserem Online-Angebot ist enorm " , stellt Remco van
Capelleveen fest , der an der Freien Universität ( FU ) Berlin das Web-Team
leitet . Bis zu 120.000 Zugriffe im Monat würden die FU-Seiten mit allgemeinen
Studieninformationen verzeichnen , davon entfielen allein 20.000 auf das
Vorlesungsverzeichnis . Durch das umfangreiche Internet-Angebot hat die
Nachfrage nach Informationen in Papierform bereits abgenommen , bestätigt die
Studienverwaltung der Universität . An der Universität Trier und der
Fachhochschule Flensburg können sich Studenten nach Angaben des
Hochschul-Informations-Systems Bibit und Paybox arbeiten im m-commerce zusammen
Der auf europäischer Ebene arbeitende Payment-Serviceprovider Bibit Internet
Payment und die paybox.net AG haben eine internationale Zusammenarbeit im
mobilen Handel ( m-commerce ) angekündigt . Im Zuge des Abkommens hat Bibit das
Paybox-Verfahren , eine Zahlungsmethode per Handy , in seinen Payment-Service
integriert . Händler , die Bibits Software und Dienstleistungen nutzen , können
damit ab sofort automatisch auch Paybox anbieten und sind somit in der Lage ,
ihren Kunden in Deutschland , Österreich , Spanien , Schweden und Großbritannien
eine sichere Zahlungsart für ihre Einkäufe im Internet zu offerieren . Das
Unternehmen wickelt Zahlungen aus Online-Kanälen ebenso wie solche aus
herkömmlichen Läden über eine einheitliche Internet-Infrastruktur ab . Derzeit
setzen nach Herstellerangaben über 1000 Shops den Bibit-Service ein , darunter
Händler mit verschiedenen Verkaufskanälen ( wie Läden , Web , Versand ,
Automaten ) , reine Webshops , Call-Center und andere Ladengeschäfte in ganz
Europa . Durch die beschlossene Kooperation erhält Paybox Zugriff auf die
Kundenliste von Bibit und kann dadurch auf einen Schlag seine internationale
Präsenz enorm erhöhen . Paybox wird nach eigenen Angaben schon von mehr als 1000
renommierten deutschen Webshops und Internetportalen genutzt , darunter eBay ,
WEB.DE , Fleurop , AOL und Yahoo! . Hinzu kommen mehr als 4000 Akzeptanzstellen
in Ladengeschäften und Verkaufsstellen . Bereits ein Jahr nach dem Start im Mai
2000 zählte Paybox nach Aussagen des Anbieters 260.000 Nutzer allein in
Deutschland . Geld für Chipfabrik in Frankfurt Oder Brandenburgs
Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß ( CDU ) sieht die Finanzierungen zum Bau der
HighTech-Anlage bis Ende dieses Jahres als gesichert an . Das sagte der
Politiker am Mittwoch nach einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses des
Landtages in Potsdam . Zugleich signalisierten die Fraktionen von SPD , CDU und
PDS ihre Unterstützung für die Errichtung des Halbleiterwerkes . Die notwendige
Zustimmung einer Mehrheit des Landesparlamentes steht noch aus . Vertreter des
Chipfabrik-Betreibers Communicant und des Chipherstellers Intel hatten die
Abgeordneten über das Milliardenprojekt informiert . Die Deutsche Bank hatte
ihre Besuch im Landtags-Ausschuss wegen der Terrorangriffe in den USA abgesagt .
Nach Meinung des Aufsichtsratsvorsitzenden von Communicant , Professor Abban
Ourmazd , liegt das Vorhaben gut im Zeitplan . Von einer " Zitterpartie " könne
keinesfalls die Rede sein , sagte er . Dirk Obermann , Vorstandsmitglied bei
Communicant und ehemaliger Mitarbeiter des Wirtschaftsministers , bezeichnete
das Projekt als eine Chance für Brandenburg , die es nie wieder geben werde .
Die Chipfabrik sei keinesfalls ein " Luftschloss " , sagte der SPD-Abgeordnete
Lothar Kliesch . Der SPD-Wirtschaftsexperte Heiko Müller plädierte für eine
parteiübergreifende Unterstützung des Projekts . Der PDS-Wirtschaftspolitiker
Ralf Christoffers sprach von großen Chancen für die gesamte Region . Allerdings
werde es über den in der nächsten Woche im Landtag zur Verabschiedung
anstehenden Nachtragshaushalt noch Debatten geben , kündigte der PDS-Politiker
an . Das Web solidarisiert sich mit den Opfern Das Internet ist Drehscheibe bei
der Information über die Katastrophe , der Suche nach Vermissten und der Hilfe
für die Opfer . Besonders nachgefragt sind Angebote die helfen wollen ,
Gewißheit über Leben oder Tod von Verwandten oder Freunden zu schaffen . So hat
die Uni Berkeley eine Datenbank online gestellt , in der man nach Angehörigen
suchen oder als Überlebender eine Nachricht hinterlassen kann . Die Seite ist
allerdings zurzeit schwer zu erreichen . Shunn.net mußte seine
Registrierungsseite bereits unter der " überwältigenden Nachfrage " schließen ,
so Betreiber Ben Shunn . Jedoch findet sich dort eine Liste mit den Namen von
sehr vielen Überlebenen sowie Links zu weiterführenden Seiten . Um den Kontakt
zu Freunden und Verwandten in Amerika zu erleichtern , haben einige
Telefon-Anbieter in Österreich Gratisverbindungen in die USA geschaltet , meldet
der ORF auf seiner Internetseite Futurezone . Angesichts der schon aufgestockten
, aber wohl zeitweilig immer noch zu knappen Transatlantik-Leitungen gewinnen
die sofort im angeschlossenen Forum erhoben Forderungen Gewicht , den Null-Tarif
für Gratisgespräche in die USA nicht zu nutzen , wenn man nicht wirklich in
Sorge sei . Ein Tag nach dem Terroranschlag ist immer noch unklar , wer dahinter
steckt . Auch die Auswertung der Passagierlisten und die von verschiedenen
Seiten gemeldeten Handy-Telefonate , die aus den entführten Maschinen geführt
worden sind , haben offenbar noch keine heiße Spur ergeben . Die
US-Bundespolizei FBI möchte nun Hinweise und Beobachtungen zum Attentat und den
Flugzeugentführungen auch über eine eigens eingerichtete Website entgegennehmen
. Das Angebot ist jedoch wenige Sekunden nach seiner öffentlichen Bekanntgabe
zusammengebrochen . Es gibt zwar noch keine Täter , aber es werden bereits
Stimmen laut , die der US-Regierung eine gewisse Mitschuld geben . So hat cnet
news das Aussenministerium bezichtigt , durch den fortgesetzten Einsatz
veralteter Computer in den Botschaften und Konsulaten , keine wirklich
wasserdichte Kontrolle von Visa-Anträgen ermöglicht zu haben . Zwischen die
üblichen Geschäftsmeldungen mischen sich nun vermehrt Mitteilungen vom Tod von
Firmenangehörigen , die sich in einem der Flugzeuge oder getroffenen Gebäude
befanden ( wir berichteten ) . Aus verständlichen Gründen steht in den USA nur
Wenigen der Sinn nach " Business as usual " und so reagieren auch die IT- und
Internetfirmen dort unterschiedlich . Während der Online-Shopping-Anbieter
Amazon prominent zur Blut- und Geldspende auffordert ( siehe Meldung vom
Nachmittag ) dürfen beim virtuellen Auktionshaus Ebay keine Gegenstände mehr
versteigern werden , die irgendetwas mit dem Pentagon und dem World Trade Center
zu tun haben . Deutsche Unis surfen nur mit halber Kraft in die USA Die üblichen
Amerika-Verbindungen des Deutschen Forschungsnetzes ( DFN ) sind durch den
Terroranschlag auf das World Trade Center gekappt und werden nur durch eine
Notleitung ersetzt . Die zwei von der Telekom angemieteten
Transatlantikleitungen des Internetdienstleisters für zahlreiche deutsche
Forschungsstätten und Universitäten sind in Manhatten unterbrochen . Das DFN
unterhielt zwei Leitungen in die USA mit je 622 MBit/sec Kapazität und hält den
Betrieb nunmehr über eine " Backup-Leitung " mit dem kurzfristig auch auf 622
MBit aufgestockten Durchsatz aufrecht . Eine weitere Sicherung bestehe nicht ,
jedoch reichten die Kapazitäten noch aus . Wie lange die Störung noch dauern
wird , ist gegenwärtig nicht absehbar . " Die haben da andere Probleme , und wir
werden natürlich in dieser Situation keine Druck machen " , so Waibel . Kleine
Profiteure des Terrors Ein dubioser Fax-Service will offenbar aus dem Entsetzen
über die Terroranschläge in den USA Profit schlagen , indem er zu einer
kostenpflichtigen Abstimmung über die richtigen Gegenmaßnahmen animiert . Die
geschickt formulierten " Wahlscheine " in Din-A4-Größe erreichen die
Bundesbürger unverlangt ohne Absender-Kennung per Fax . Sie enthalten die Frage
: " Sind Sie für ein Vorgehen mit aller militärischer Macht gegen den/die
Staat/en und Hintermänner , die für diese Terroranschläge verantwortlich sind ?
" Die Antwort soll an eine 0190er-Nummer gefaxt werden , die Gebühren von 3,63
Mark pro Minute verursacht . Angeblich sollen namhafte Politiker und Medien vom
Ergebnis benachrichtigt werden . In derselben Form hatte das Unternehmen bereits
früher politische Fragen zur Abstimmung gestellt . Makabrerweise hat der auf dem
" Wahlschein " genannte Veranstalter , die IRC-Reseach Corporation , seinen Sitz
in den USA , ist dort aber unter den auf der Website angegebenen Nummern
telefonisch nicht zu erreichen . Auf der Web-Site finden sich tatsächlich einige
Angaben über Ergebnisse , zusätzlich wird hier wegen der hohen Kosten noch
einmal zu " einer kleinen Spende " für mehr Demokratie aufgerufen . Der
Pressesprecher des Bundesministeriums für Verbraucherschutz , Andreas Schulze ,
hielt die Aktion in einer ersten Einschätzung für " unsauber " und sprach
gegenüber heise online von einem Verdacht auf Versand von unverlangter Werbung
per Fax und E-Mail . Die Unterlassungsansprüche hiergegen müsse aber leider
jeder Betroffene zivilrechtlich durchsetzen . Dies betrifft jedoch nur den Weg
der Faxe zu den Bürgern . Der Service-Partner für die 0190er-Nummer ist nicht
die Telekom , die ihre Teilnehmer nach eigener Darstellung gründlich überprüft ,
sondern die Schottener Firma ETS-Servatel . Dort war kurzfristig niemand in der
Lage , zu dem Vorgang abschließend Stellung zu nehmen . Spendenwelle für die
Terror-Opfer rollt an Damit sollen die Familien der am Dienstag gestorbenen
Hilfskräfte unterstützt werden , hieß es von Seiten des Unternehmens , das nach
eigenen Angaben ein Drittel seiner Geschäfte in den USA abwickelt . Unsere tiefe
Anteilnahme gilt den Opfern und ihren Familien und jedem , der von der
schrecklichen Situation betroffen ist . Gleichzeitig hat das Unternehmen seine
Mitarbeiter zu Spenden aufgerufen . Eigenen Angaben zufolge haben sich über
20.000 Beschäftigte an der Aktion beteiligt . Vorläufiges Ende der dubiosen
Fax-Abstimmung Der 0190er-Fax-Dienst für das Zurücksenden von Pseudo-Wahlzetteln
zum Thema US-Anschläge ist nach dem gestrigen Bericht von heise online durch den
deutschen Betreiber ETS-Servatel abgeklemmt worden . Ruft man die Nummer an ,
heißt es jetzt : " Es tut uns Leid , aber Ihr Anruf kann nicht weiter verbunden
werden . " Die als " Wahlscheine " bezeichneten Faxe erreichen die Bundesbürger
unverlangt per Fax und ohne Absender-Kennung . Sie enthalten Ankreuzfelder , ob
man für einen Gegenschlag auf die Terrorattacken mit aller militärischer Macht
sei oder nicht . Die Antwort soll zu einer 0190er-Nummer , die Gebühren von 3,63
Mark pro Minute verursacht , gefaxt werden . Als Gegenleistung sollen namhafte
Politiker und die Medien vom Ergebnis benachrichtigt werden . Dahinter steht die
IRC-Research Corporation mit Sitz in den USA . Da die Faxe ihre Adressaten nicht
via 0190-Nummer , sondern über andere Kanäle ohne Nutzerkennung erreichen ,
dürfte das Verschicken trotzdem weitergehen . Die IRC muss sich nun wohl einen
neuen Fax-Dienstleister suchen , die Nummer kann sie dabei mitnehmen . Dieses
regelt eine Bestimmung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation über die
freie Portierung von Rufnummern . Buecher.de geht an Konkurrenten Booxtra Nach
einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa will der neue Inhaber die Mitarbeiter
von buecher.de nicht übernehmen . Mediantis will dem Bericht zufolge auch den
Börsenmantel veräußern . Das Erreichen der Gewinnschwelle im Jahr 2003 sei noch
in weiter Ferne gewesen , sagte demnach Vorstandschef Georg Heusgen am Freitag
in München . Ein Verkauf mache für Kunden und Aktionäre Sinn . Werde kein Käufer
für den Mantel gefunden , sei auch eine Liquidation mit anschließender
Auszahlung der Barmittel möglich , sagte Heusgen . Auch für die schweizer
Tochtergesellschaft der Mediantis AG sowie das Zentrale Verzeichnis
Antiquarischer Bücher ( ZVAB ) , ein Online-Antiquariat mit Sitz in Berlin ,
sucht Mediantis Käufer . Der Online-Shop buecher.de wird von Booxtra im
gewohnten Design und unter Beibehaltung der wichtigsten Serviceleistungen
weitergeführt . Die Veräußerung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung
der Hauptversammlung der Mediantis AG . Spendenwelle rollt weiter Neben
Microsoft und Bertelsmann wollen auch die IT-Unternehmen Sony und
Hewlett-Packard Millionenbeträge für die Terroropfer in den USA stiften .
Autohersteller Ford will eine Million spenden und die jeweiligen Beträge der
Mitarbeiter doppeln . Vodafone will Mehrheit bei Japan Telecom Bisher hat das
weltweit größte Unternehmen der Mobilfunkbranche 45 Prozent bei der Japan
Telecom , die ihrerseits 54 Prozent am dortigen Mobilfunkanbieter J-Phone hält .
Nach einem Bericht des Wall Street Journal vom Montag verhandelt Vodafone dazu
mit der ostjapanischen Eisenbahn , die Anteile von 15,2 Prozent besitzt und zwei
Drittel davon abgeben will . Den Angaben zufolge soll das Geschäft den Segen der
japanischen Aufsichtsbehörde haben . Wiederbeginn des US-Börsenhandels mit
Spannung erwartet Nach einer Aussetzung des Handels wegen des blutigen Anschlags
auf das benachbarte World Trade Center will die US-Börse heute um 15.30 Uhr
deutscher Zeit ihren normalen Betrieb wieder aufnehmen . Nachdem weltweit die
Kurse in den Vortagen nachgegeben haben , blickt die Finanzwelt nun gespannt auf
die globale Leitbörse . Experten befürchten einen deutlichen Einbruch der Kurse
, besonders bei den Wertpapieren der Fluggesellschaften und der Tourismusbranche
. Um die Kurse zu stabilisieren , hat die amerikanische Börsenaufsicht SEC die
Auflagen für Firmen gelockert , die eigene Aktien zurückkaufen wollen . Unter
anderem Cisco hatte sich in der vergangenen Woche zu diesem Schritt entschlossen
. Außerdem können sich Firmen , deren Datenverkehr durch die Folgen des
Anschlags gestört wurde , vorübergehend von anderen Unternehmen bei
Transaktionen helfen lassen . Am Wochenende waren die zum Teil reparierten
Kommunikationsverbindungen zwischen Börse und Händlern erfolgreich getestet
worden . Wegen des erwarteten Ansturms auf den Handel befürchten Experten ein
Zusammenbrechen der wieder hergestellten Online-Verbindungen . Behörde will
Providerdaten vom 11. September konservieren Die neu geschaffene Behörde gegen "
Cybercrime " mit Sitz in London hat Telefon- und Internetfirmen aufgefordert ,
alle aufgezeichneten Kommunikationsdaten vom Dienstag nicht zu löschen , sofern
sie relevante Informationen zu den Terror-Anschlägen auf die USA enthalten .
Dies bezieht sich auf Nachrichten per E-Mail , Text oder Sprache im Internet ,
Mobilfunk und Festnetz . Nach Aussagen des Chefs der " National High-Tech Crime
Unit " , Len Hynds , wolle man damit die amerikanischen Behörden effektiv bei
ihren Nachforschungen unterstützen und erhoffe sich wichtige Hinweise auf die
Identität der Attentäter . Die Kooperation der Telekommunikations- und
Internetindustrie sei freiwillig . Mehr zu diesem Thema in Telepolis : Mehr
Überwachung Nachfrage nach Audio- und Videokonferenzen boomt Nach den
Terroranschlägen auf die USA verzeichnen Anbieter von Videokonferenzen einen
Anstieg des Umsatzes und der Aktienkurse . Nach einem Bericht des Wall Street
Journal gehen in den USA Unternehmen verstärkt dazu über , den Kontakt zu
Geschäftspartnern und Kollegen in anderen Standorten über Telefon- und
Videokonferenzen zu halten , anstatt Mitarbeiter ins Flugzeug steigen zu lassen
. In der letzten Woche habe sich wegen der angespannten Lage und dem Wegfall
vieler Flugverbindungen die Nutzung sprunghaft um bis zu 50 Prozent erhöht .
Auch die Aktienkurse vieler in dem Geschäftsfeld tätigen Unternehmen seien stark
gestiegen . In dem Bericht werden Zahlen von 2 bis 47 Prozent genannt . Wegen
der Ausssicht auf dauerhafte Verspätungen und Behinderungen im Flugverkehr
erwarten viele Experten demnach auch nach der Normalisierung des Lebens in den
USA weiter ein starkes Wachstum vieler Unternehmen , die Konferenzschaltungen
oder auch Bildübertragung via Internet anbieten . Dieser Trend sei schon in den
letzten zwei Jahren angelaufen , begünstigt von neuen Diensten , die Firmen mit
speziellen Verträgen automatische Konferenzen ohne Beteiligung einer Vermittlung
erlaubten . Nachtragshaushalt für Chipfabrik in Brandenburg SPD und CDU in
Brandenburg haben noch einmal ihre Unterstützung für die geplante Chipfabrik in
Frankfurt ( Oder ) bekräftigt . Sie sei eine " Riesenchance " für das Land ,
sagte Finanzministerin Dagmar Ziegler ( SPD ) am Mittwoch im Landtag . Die große
Koalition will eine Entscheidung des Parlaments , um das finanzielle Risiko des
Milliardenprojektes auch über Landesmittel abdecken zu können . Der am
Donnerstag zur Abstimmung stehende Nachtragshaushalt soll 80 Prozent einer
92-Millionen-Mark-Bürgschaft der Deutschen Bank absichern . Sie ist für ein
Darlehen des arabischen Investors Dubai Airport Freezone an die
Betreibergesellschaft Communicant bestimmt . Der Nachtragshaushalt sei dafür der
richtige Weg , betonte auch Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß ( CDU ) . Der
Wirtschaftsexperte der oppositionellen PDS , Ralf Christoffers , lehnte dagegen
den vorgesehenen Nachtragshaushalt bei dessen erster Lesung ab . Wenn das Land
wirklich vorbehaltlos hinter der Investition stehe , solle es eine
Garantieerklärung abgeben . Die endgültigen Entscheidungen über die Finanzierung
können sich jedoch nach Aussagen des Wirtschaftsministers angesichts der
Situation in den USA um zwei bis drei Wochen verzögern . Intel hatte seine
Bauabsicht in Gemeinschaft mit dem Emirat Dubai und dem Unternehmen Communicant
vor kurzem bekräftigt . In der Fabrik sollen einmal rund 1500 Arbeitsplätze
entstehen . Deutsches Office für Mac OS X noch im November ( Update ) Microsoft
will die deutsche Office-Version für Apples neues Betriebssystem noch vor
Weihnachten in die Regale bringen . " Das Produkt wird fast zeitgleich mit der
US Version im November gelauncht " , sagte die Produktmanagerin Bettina Mertel
gegenüber heise online . Das nunmehr als office:mac v. X oder Office v. X for
Mac bezeichnete Büropaket setzt nach Aussagen des Herstellers vollständig auf
dem Unix-basierten Mac OS X auf , ist also " carbonisiert " , und enthält sogar
einige Verbesserungen gegenüber der bereits über ein Jahr alten Version von
office:mac 2001 für die Systemversionen bis 9.2 . Auffälligste Änderung wird die
Anpassung der enthaltenen Programmen Word , Excel , PowerPoint und Entourage an
die peppige X-Oberfläche " Aqua " sein . Dazu hat Microsoft die Werkzeugleisten
und Schaltflächen angeglichen und über 700 Icons im neuen Look geschaffen , die
auch auf Überfahren mit der Maus reagieren . Alle Applikationen und deren
Funktionen unterstützen das Dock von Mac OS X sowie dessen " visuelles Feedback
" genannte Hüpfanimation . Zu den neuen Funktionen in Office v. X zählen die
Wiederherstellung des Ursprungformats von Text sowie Markieren nicht
zusammenhängender Textpassagen in Word X ; Shortcuts und Autospeichern in Excel
X oder mehr Animationen für QuickTime-Movies in PowerPoint X. Mit ins Paket
integriert ist der MSN Messenger für Mac OS in der neuen Version 2.1 , der die
.NET-Technologie unterstützt und die Anmutung des Systems annimmt , unter dem er
läuft - sei es Mac OS 8 , 9 or X. Da Office v. X auch für die neue
Grafiktechnologie " Quartz " mit Display-PDF ausgelegt ist , läuft es nicht
unter den früheren Systemversionen bis 9.2 . Außerdem setzt es auch das
voraussichtlich im Oktober verfügbare Update auf Mac OS 10.1 voraus . Die
Vollversion wird 709 Euro ( ca. 1390 Mark ) kosten ; ein Update von der 2001er
Version 389 Euro . Word v. X allein soll mit 509 Euro ( 995 Mark ) zu Buche
schlagen ; ein entsprechendes Update mit 209 Euro . HP muss Verkaufszahlen von
CD-Brennern nennen Das Oberlandesgericht Stuttgart hat in einer jetzt bekannt
gewordenen Entscheidung Hewlett-Packards Berufung im Streit um
Urherberrechtsabgaben auf CD-Recorder abgewiesen . Das Landgericht Stuttgart
hatte dies schon am 21. Juni entschieden , nun ist der Einspruch von HP aus
prozessualen Gründen abgewiesen worden . Der Aufwand , die Auskunft über
Verkaufszahlen zu erteilen , bewege sich unter dem für Berufungen notwendigen
Maß von 1500 Mark , erklärte der Pressesprecher des OLG Stuttgart , Martin
Würthmann , im Gespräch mit heise online . Auslöser des Verfahrens war eine so
genannte Stufenklage , mit der die Zentralstelle eine Urheberrechtsabgabe auf
alle CD-Recorder durchsetzen möchte . Dazu hatte sie im ersten Schritt
rückwirkend bis 1. Februar 1998 die genauen Verkaufszahlen der Hersteller wissen
wollen , um entsprechende Zahlungsaufforderungen zu erstellen . Die nächste
gerichtliche Stufe soll dann die Durchsetzung der finanziellen Forderungen sein
. Die jetzige Entscheidung für die Auskunftspflicht bedeutet also keine
grundsätzliche Anerkennung der Abgaben , jedoch mussten die Richter für diese
Feststellung tendenziell von einer berechtigten Forderung ausgehen , so die
Einschätzung von Würthmann . Hewlett-Packard betont hingegen in einer
Pressemitteilung , dass in der Sache selbst keine endgültige Entscheidung
gefallen ist . Sollte das Landgericht Stuttgart im weiteren Verlauf des
Verfahrens HP dazu verurteilen , Urheberrechtsabgaben auf CD-Brenner zu
entrichten , so habe das Unternehmen weiterhin alle Möglichkeiten , dieses
Endurteil im Wege der Berufung durch das OLG Stuttgart überprüfen zu lassen . HP
hält Urheberrechtsabgaben für unangebracht , so Hans-Jochen Lückefett , Mitglied
der Geschäftsführung bei HP : Nahezu täglich hören wir von Online-Medien ,
Verlagen und Plattenlabels , die ihr bisher kostenloses Angebot nur noch gegen
Bezahlung und mit Kopierschutz zur Verfügung stellen . Dänische UMTS-Lizenzen
sind versteigert Zu den erfolgreichen Bietern zählen die Tochtergesellschaft des
ehemaligen Monopolisten Tele Danmark " TDC Mobile International AS " , die
schwedische " Telia Mobile AB " , die France-Telecom-Tochter " Orange " sowie
das in Hongkong ansässige Konsortium " HI3G Denmark " . Letzterer kam
überraschend und sehr spät als fünfter Bewerber hinzu . Dadurch warf er die
Telenor aus Norwegen , deren Tochtergesellschaft Sonofon in Dänemark als
zweitgrößter Mobilfunkanbieter rangiert , aus dem Rennen . Dies ist den vorher
festgelegten Regeln nach so viel , wie der letzte erfolgreiche Bewerber geboten
hat . Fallstricke beim Lottospiel im Web Web.de hat in Zusammenarbeit mit jaxx
eine Lotto-Annahmestelle im Internet eröffnet . Teilnehmen dürfen nur
registrierte Nutzer : auf sie wartet ein Spiel mit einem gewissen Risiko . Auf
den ersten Blick hat das Angebot viele Vorteile : Rund um die Uhr können
Web.de-Kunden Lotto-Tipps abgeben und das am Ziehungstag noch bis 17.30 Uhr ,
während die meisten Annahmestellen am Samstag um 16 Uhr schließen . Die Gewinne
werden automatisch überwiesen und die Spieler erhalten vorab eine E-Mail .
Außerdem können die Lottospieler per Einzugsermächtigung oder Kreditkarte zahlen
, wohingegen die Web-Sites der 16 stattlichen Lottogesellschaften , auf die man
über www.lotto.de gelenkt wird , nur Zahlungen von einem vorher eingerichteten
und entsprechend gefülltem Konto erlauben . Liest man jedoch die Allgemeinen
Geschäftsbedingungen , wird man über die vorbehaltliche Annahme durch eine
Lottogesellschaft aufgeklärt . Anbieter wie Web.de , jaxx und Tipp24.de sind
demnach keine Kooperationspartner des Deutschen Lottoblocks , sondern Vermittler
zwischen ihren Kunden und der Lottoannahmestelle . Ob dieser " Neffe " dann
tatsächlich dort mit den korrekten Zahlen ankommt oder die 10 Mark einsteckt ,
ist dann von dessen Zuverlässigkeit abhängig . Denkbar wäre sogar , dass ein
unseriöser Vermittler auf eigene Kappe arbeitet und Gewinne aus eigner Tasche
zahlt . Dies würde sich abgesehen von einem Millionengewinn immer noch rechnen ,
da beim Lotto ja ein Großteil der Einzahlungen nicht als Gewinn wieder an die
Spieler zurückgehen . Laut der Fluxx-Sprecherin gehen alle Tipps von jaxx und
web.de an die Lottogesellschaft von Schleswig-Holstein , was natürlich die
anderen Bundesländer mit Argwohn betrachten . Unklar ist noch , ob dies durch
die bestehenden Gesetze zum Glückspiel und die Kooperationsvereinbarungen
zwischen den 16 Gesellschaften gedeckt ist . Auch andere bundesweite Anbieter
wie Faber , wo alles in den Topf von Nordrhein-Westfalen fließt , haben
Schnittstellen zu nur einer Gesellschaft . Die Staatlichen Lottogesellschaften ,
von denen es pro Bundesland eine gibt , dürfen wegen der sehr restriktiven
Gesetzgebung und staatlicher Kontrolle keine Spiele auf Kredit erlauben . Die
Zahlung per Kreditkarte ist zwar in einigen Bundesländern möglich , aber
offenbar nur , weil die jeweiligen Gesellschaften das Verbot durch eine
Bezahlgarantie ihres Finanzdienstleisters umgehen . Zudem müssen die staatlichen
Betreiber etwa in Niedersachen am Samstag die Annahme um 16 Uhr schließen , da
dann ein Notar die Tipps versiegelt . Einen Vorteil haben die Kunden jedoch bei
den staatlichen Tipp-Sites : Sie nehmen sicher an den Sonderauslosungen des
jeweiligen Landes teil . Web.de kann dies nicht garantieren . Außerdem hat dort
der Tipper keinen Einfluss auf die erst später zugeteilte Nummer des Scheines ,
also auch nicht auf die Superzahl für den nächsten Jackpot . Zu dieser Meldung
gibt es eine Gegendarstellung . VeriSign will Geschäft mit WTC-Terror-Domains
stoppen Die kommerzielle Ausschlachtung der Terror-Attacken auf die USA über
Domains mit entsprechenden Namensbestandteilen will der Dienstleister VeriSign
durch Entzug der Rechte stoppen . Nach einem Bericht des US-Newsdienst Cnet hat
einer der größten Internet-Namenshändler damit begonnen , Domains , deren Namen
an die Terror-Anschläge vom 11. September erinnern , vom Netz zu nehmen .
VeriSign prüfe , ob ein Missbrauch vorliege und schalte die Domains dann
gegebenenfalls ab . Man wolle damit Anbietern , die wirklich Opfern oder
Hinterbliebenen mit ihren Websites helfen wollten , natürlich nicht schaden .
Gleichzeitig hat der Internetregistrar den Handel mit ähnlichen Domains
unterbrochen . Der Mitbewerber Register.com prüft dem Bericht zufolge auch
ständig die von ihm vergeben Namen und schreitet ein , sobald ein Profitabsicht
oder anderer Missbrauch erkannbar ist . Hintergrund sei ein in der letzten Woche
entstandener Ansturm auf die Registrierung entsprechender Domains wie "
www.worldtradecenterdisaster.com " oder " www.09112001.com " . Microsoft
verbietet im Kleingedruckten " Herabsetzung " Anwender des Web-Editors Frontpage
dürfen auf ihren Webseiten nichts allzu Negatives über Microsoft-Produkte
schreiben . In den Lizenzbedingungen von Frontpage 2002 , einem Bestandteil von
Office XP , heißt es wörtlich : " Sie sind nicht berechtigt , die Software in
Verbindung mit einer Site zu verwenden , die Microsoft , MSN , MSNBC , Expedia
oder deren Produkte oder Dienstleistungen herabsetzt . " Die Passage findet sich
versteckt im Kleingedruckten unter den üblichen Einschränkungen gegen
Veränderung oder den Handel . Erstmals auf die Bestimmungen aufmerksam machte
der Autor Ed Foster im News-Dienst InfoWorld in einem Kommentar zu der
Entscheidung der US-Regierung , im Kartellprozess gegen Microsoft nicht länger
die Zerschlagung des Unternehmens zu verlangen . " Gute Sache , dass InfoWorld
nicht FrontPage 2002 benutzt , um diese Kolumne zu posten " , heißt es darin
weiter . Foster erhebt in dem Artikel den Vorwurf , Microsoft versuche zu
kontrollieren , wie Kunden OEM-Software benutzen , wie sie ihre Produkte
upgraden und was sie über Microsoft sagen . Er endet mit den Worten : Schlechte
Zeiten für Internet-Werbung Das Volumen der Online-Werbung ging laut einer
US-Studie im ersten Halbjahr um 7,8 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im
Vorjahr zurück . Nach einem Bericht des Wall Street Journal soll die Ursache
dafür in der allgemein schwächelnden Wirtschaft liegen , die weniger Geld für
Werbung ausgibt . Dies sei das Ergebnis einer Studie des " Interactive
Advertising Bureau " , einer Anbieter-Vereinigung von Online-Publikationen . Die
Studie weist auch einen Rückgang der Umsätze mit Bannerwerbung von 51 auf 36
Prozent innerhalb eines jeweils sechsmonatigen Zeitraums in diesem und im
letzten Jahr aus . Gleichzeitig sei der Anteil der " Big Player " , also der
zehnumsatzstärksten Medienunternehmen , von 70 auf 76 Prozent angestiegen . So
hat DoubleClick , einer der Großen im Geschäft mit der Online-Werbung , dem
Bericht zufolge behauptet , seine Verluste hätten sich im letzten Quartal durch
die Ereignisse vom 11. Septenber zusätzlich erhöht . Seybold : Adobe stellt
InDesign 2.0 vor Die überarbeitete Version des DTP-Programms InDesign wurde
heute auf der Seybold-Herbstkonferenz im kalifornischen San Francisco
angekündigt . Die Version 2.0 bietet zahlreiche neue Funktionen für
Cross-Media-Publishing und läuft auch unter Mac OS X. Zu den auffälligsten
Neuerungen zählen die Unterstützung von XML , Transparenz-Effekte mit weichem
Schattenwurf und Überblendeffekten á la Photoshop , komfortable
Tabellen-Editierung sowie eine Indexfunktion und Inhaltsverzeichnisse für lange
Dokumente . Außerdem ist die Abstimmung mit anderen Adobe-Programmen zugunsten
eines homogenen Workflows verbessert worden : Das betrifft den Import aus
Photoshop , Illustrator und aus dem PDF-Format . Es können aber auch XML oder
formatierte Tabellen aus Word und Excel einfach übernommen werden . Basis dafür
ist das ebenfalls neu vorgestellte Format XMP ( Extensible Metadata Platform ) ,
das die Integration von dokumentenbezogenen Zusatzdaten erleichtert und sich
nach Aussagen des Herstellers an Spezifikationen des W3C ( World Wide Web
Consortium ) wie XML orientiert . Mit dem neuen Jahrtausend beginne eine neue
Ära des " Network-Publishing " , verkündete der kalifornische Softwarehersteller
bei der Präsentation und InDesign 2.0 sei dafür bestens gerüstet . Dank XML
könne die Software Form und Inhalt voneinander trennen und damit überflüssige
Arbeitsprozesse beim Publizieren in mehreren Ausgabeformaten einsparen . Während
InDesign-Anwender lange auf das Update warten mussten , soll das Programm an
sich mit Geschwindigkeitszuwächsen von bis zu 1700 Prozent rekordverdächtig sein
. Dies ist auch dringend nötig , denn die Vorversion konnte in punkto
Performance dem direkten Konkurrenten QuarkXPress nicht das Wasser reichen . Die
deutschsprachige Version von InDesign 2.0 für Windows 98 , NT 4.0 ( mit Service
Pack 5 oder 6 ) , Me , 2000 und XP sowie Mac OS 9.1 , 9.2 und X soll im Laufe
des ersten Quartals 2002 erscheinen . Das Vollprodukt wird voraussichtlich den
gleichen Preis haben wie die aktuelle Version von InDesign . Der Preis für das
Upgrade soll sich auf etwa 230 Euro ( 450 Mark ) belaufen . Wer nach dem
heutigen Tag die derzeit aktuelle Version Adobe InDesign 1.5 erwirbt , hat gegen
Vorlage des Kaufbelegs Anrecht auf ein kostenloses Upgrade auf InDesign 2.0 .
TÜV Data Protect beim Konkursrichter Die gemeinsame Tochterfirma von TÜV
Rheinland/Brandenburg und Kim Schmitz , alias Hacker " Kimble " , hat vor dem
Amtsgericht München Insolvenz beantragt . Das Verfahren ist jedoch noch nicht
eröffnet worden . Die TÜV Data Protect war auf das Aufspüren von
Sicherheitslücken im Computerbereich spezialisiert und von Kim Schmitz gegründet
worden . Anfang 2000 hatte der TÜV Rheinland/Brandenburg 80 Prozent an dem unter
der genauen Bezeichnung " Data Protect Consulting GmbH " firmierenden Münchner
Unternehmen übernommen . Zwanzig Prozent blieben im Besitz von Schmitz . Der als
vielfacher Millionär geltende Jungunternehmer hatte in Zusammenhang mit der
Rettung von letsbuyit.com für negative Schlagzeilen gesorgt . In der Branche
galt es als offenes Geheimnis , dass der TÜV nicht sonderlich glücklich über die
Wandlung seines einstigen Imageträgers war . " Die Partnerschaft hat sich im
Laufe der Zeit nicht bewährt und ihre Erwartungen nicht erfüllt " , sagte der
Sprecher des TÜV Rheinland , Rainer Strang , im Gespräch mit heise online .
Offizieller Grund für den Konkurs ist seinen Worten zufolge die schlechte
Auftragslage . Während manche Mitarbeiter aus München , zu denen offenbar auch
die eigentlichen Hacker im Dienste der Sicherheit zählen , wohl zunächst ohne
Arbeit sind und nur mit einem Insolvenzausfallgeld rechnen können , sind einige
andere zum TÜV in Köln gewechselt . Dessen Tochter " TÜV Secure IT GmbH " will
den Markt für Sicherheitschecks nun eigenständig weiter bedienen . Nach Aussagen
Strangs werde sich der TÜV aber bemühen , die wenigen verbliebenen Mitarbeiter
zu vermitteln : " Wir gehen nicht davon aus , dass sie arbeitslos werden . "
Unterdessen sammelt Kim Schmitz im Internet weitere Investoren für seine so
genannte " StartUp Factory " Kimvestor und die dazugehörigen " Kimpanies " ,
darunter auch weiterhin die TÜV Data Protect GmbH . Zehn Prozent der
Kimvestor-Anteile können sich risikobereite Anleger schon heute vorbörslich
sichern . Mindesteinlage : 50.000 Euro , zahlbar auf Schmitz' Privatkonto . Der
Prospekt , der Investoren eine Beteiligung schmackhaft machen soll , ist derzeit
aber nicht auf dem neuesten Stand . Sun stellt Rechner mit 106 Prozessoren vor
Sun will heute den lang erwarteten neuen Highend-Server " Starcat " vorstellen ,
der bis zu 106 UltraSparc-III-Prozessoren mit 900 Megahertz beherbergt .
Innerhalb der nächsten drei Monate sollen die offiziel als " Sun Fire 15K "
bezeichneten Rechner in Stückzahlen zur Auslieferung kommen . Der Rechner kann
später mit weiteren und auch schnelleren Prozessoren nachgerüstet werden . Jede
Partion kann komplett andere Jobs bearbeiten , sodass ein Starcat mehrere
unabhängige Server ersetzen kann . Sun arbeitet an einer Software , um mehrere
der neuen Supercomputer zu einem Cluster zu verbinden . Nach Angaben des
Herstellers soll der Fire 15K fünf Mal schneller als sein Vorgänger E10000 "
Starfire " sein . Diese von Cray entwickelte Maschine wird jedoch weiter
verkauft , da ältere Versionen des Betriebssystems Solaris nicht auf dem
Nachfolger laufen . Hauptmarkt der Maschinen soll der Unix-Server-Bereich sein ,
aber auch der Einsatz als Mainframe sei denkbar . Hauptkonkurrent IBM hatte
jüngst sein 32-Prozessor-System " Regatta " vorgestellt . EU will für Behinderte
bessere Websites Der EU-Kommissar Erkki Liikanen forderte heute in Brüssel
Web-Designer auf , bei der Gestaltung von Online-Angeboten mehr an Gehörlose ,
Blinde und ältere Menschen zu denken . Dazu stellte der für die
Informationsgesellschaft zuständige Kommissar konkrete Vorschläge vor und
bekundete das starke Interesse der EU am Thema . Für Seh- , Gehör- oder
Körperbehinderte könne die Art und Weise , wie ein Web-Angebot gestaltet wird ,
über soziale Integration oder Ausgrenzung entscheiden , ergänzte der Präsident
des Europäischen Behindertenforums ( EDF ) , Yannis Vardakastanis , bei der
Vorstellung der Vorschläge in Brüssel . Mit der Zunahme von elektronischen
Behördendiensten ( eGovernment ) , Gesundheitsberatung ( eHealth ) und
Bildungsangeboten ( eLearning ) wachse die Gefahr einer ernsthaften sozialen
Ausgrenzung wegen der technischen Hindernisse , die diesen Bevölkerungsgruppen
die Nutzung des Internet erschwerten . Die Europäische Union hat sich daher die
Leitlinien zu eigen gemacht , die die Web Accessibility Initiative des World
Wide Web Consortium ( W3C/WAI ) mit Unterstützung des Forschungsprogramms der
Europäischen Kommission für Telematikanwendungen erarbeitet hatte . Als Beispiel
für Web-Design , das ungünstig für Behinderte ist , nannte Liikanen Tabellen in
Web-Sites , die von den Bildschirmlesern blinder Menschen nicht vorgelesen oder
in Braille-Schrift umgesetzt werden könnten . Entwickler könnten dies leicht
durch Ersatztexte und spezielle Codes umgehen . Ein anderes Beispiel seien
multimediale Inhalte wie Filme , Animationen und Videokonferenzen , die im
Fernunterricht , elektronischen Handel , in den Nachrichten oder in der
Unterhaltung verstärkt Einzug hielten , von denen viele für Gehörlose und Blinde
aber nur teilweise zugänglich sind . Die meisten dieser Probleme seien leicht
durch Ergänzung beschreibender Texte respektive durch Transkriptionen
audiovisueller Inhalte zu lösen . Es bleibt bei dem zuletzt angekündigten Termin
vom 25. Oktober 2001 . Erwartet werden wichtige Industrie-Chefs und die
Führungsriege von Microsoft . Während auf der Homepage von Microsoft XP die
Leser noch zu einem Ratespiel über den Ort der Einführung aufgefordert werden ,
hat die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit die Antwort schon verraten . " Start
spreading the news ... " Data Protect : Der als Hacker " Kimble " bekannt
gewordene Kim Schmitz wirft den Mitgesellschaftern vom TÜV Rheinland/Brandenburg
vor , die gemeinsame Firma TÜV Data Protect absichtlich in die Insolvenz
getrieben zu haben . Als Reaktion auf den Insolvenz-Antrag kündigte Schmitz in
einem Schreiben an , seine Gesellschaft Kimvestor AG verklage den Gesellschafter
TÜV Rheinland/Brandenburg und den Geschäftsführer der TÜV Data Protect , Detlev
Henze , auf Schadenersatz . Außerdem sei Strafanzeige gegen Henze gestellt
worden . " Der Gesellschafter TÜV Rheinland/Brandenburg und der Geschäftsführer
Detlev Henze haben nach Ansicht der Kimvestor AG das Unternehmen TÜV Data
Protect GmbH absichtlich in die Insolvenz geführt " , heißt es in dem Schreiben
, das inzwischen auch auf der Web-Site von Kimvestor zu besichtigen ist .
Schmitz wirft dem TÜV darin weiter vor , er wolle dasselbe Geschäft zukünftig
mit seiner hundertprozentigen Tochterfirma TÜV Secure IT alleine machen und sei
seit jeher nur an einem Know-how-Transfer interessiert gewesen . " Ich werte das
als klassischen Fall von Betrug , wobei die ganze Aktion sehr dilettantisch
angesetzt wurde " , sagte Schmitz gegenüber heise online . Außerdem hätten die
Gesellschafter ein Wettbewerbsverbot vereinbart , welches es verbiete , mit der
TÜV Data Protect in Konkurrenz zu treten . Die TÜV Secure IT betreibe aber
bereits seit Monaten das Geschäft der TÜV Data Protect . Man habe systematisch
Kunden und Mitarbeiter abgeworben und damit die Gewinne nach Köln verlagert , so
Schmitz . Screensaver als Werbefläche Einige britische Universitäten wollen
ihren Studenten PC-Bildschirmschoner mit kommerziellen Botschaften vorsetzen ,
um etwas Geld in die Kasse zu bekommen . Nach einem Bericht des britischen
Fachmagazins The Chronicle of Higher Education hat sich die Londoner Firma
Oxigen das Ganze ausgedacht und schon einige Universitäten in Essex , Exeter ,
Leeds und Manchester für das Projekt gewonnen . Ab dem Herbst hofft die Firma
250.000 Nachwuchsakademiker an 35 Colleges zu erreichen . In einem wöchentlich
wechselnden Programm erscheint für jeweils 15 Sekunden eine von insgesamt 60
Werbe-Botschaften . Sobald Studenten , Professoren oder andere Mitarbeiter Maus
oder Tastatur des Uni-Rechners benutzen , verschwindet die Werbung . Nach
Schätzungen von Oxigen sollen die Unis rund 250 Mark pro PC einnehmen . mp3.com
streicht Zahlungen an Musiker zusammen Ab dem ersten Oktober will der für Surfer
kostenlose Musikservice den Künstlern durch ein geändertes Lizenzmodell
insgesamt weniger zahlen . Die entsprechende Mitteilung auf der Web-Site liest
sich zwar zunächst wie ein großer Schritt nach vorne , doch dürfte davon keiner
der Musiker profitieren . Das sind lediglich 28 Prozent des bisherigen
Festbetrags . Als Ausgleich lobt mp3.com ein etwas undurchsichtiges
Bonus-Programm in Höhe von 50.000 US-Dollar aus und hebt die Ausschüttung aus
dem " Business Music Service " , dem Musik-Vermietungs-Modell für
Geschäftskunden wie Kaufhäuser , um 10.000 US-Dollar an . Die Summe ist aber
immer noch deutlich niedriger als die bisherige Million . Um an dem
Payback-Programm und somit an der Verteilung des Geldes überhaupt teilnehmen zu
können , mussten Musiker seit dem 1.4.2001 bereits 20 US-Dollar pro Monat
bezahlen und sich für den sogenannten " Premium Artist Service " einschreiben .
Da mp3.com selbst von etwa 170.000 Musikern und Bands als Mitglieder spricht und
keine Zahlen über den Anteil von Premium-Teilnehmern nennt , ist man auf
Schätzungen angewiesen . mp3.com hat darüber hinaus noch Einnahmen aus dem
Verkauf gebrannter CDs , Werbung und sogenannten Auktionen , wo meistbietend
prominente Werbeplätze versteigert werden . Für alle Musiker , die weniger als
4000 Plays pro Monat und somit Ausschüttungen unter 20 US-Dollar erreichen ,
wird mp3.com nunmehr zum Verlustgeschäft . Insider rechnen jetzt mit einem
drastischen Rückgang der Angebote , dies legen auch die Reaktionen der Musiker
in den Diskussionsforen nahe . Seit der Übernahme durch den Branchenriesen
Vivendi/Universal Anfang des Jahres befürchteten viele unabhängige Musiker die
Schließung dieses guten Präsentationsforums für ihre Stücke . Die Umstellung zum
ersten Oktober wird von vielen als ein Schritt in diese Richtung bewertet .
Apples zartes Messe-Comeback Apple hat keine Stände mehr bei deutschen
Computer-Messen wie der ( immerhin weltgrößten ) CeBIT , will jetzt aber bei der
Mac-Ecke der Systems in München ( 15. bis 19. Oktober ) mit Vorträgen und
Grußwort auftreten . Nach der rigorosen Ansage von Apple-Boss Steve Jobs , keine
Stände mehr auf Messen zu errichten , die die Firma nicht dominieren könne ,
zeigen sich die regionalen Mitarbeiter nun auf der Showbühne der erstmals
stattfindenden MacSolutionsArea im Rahmen der Systems . Bei täglich zwei
Vorträgen von je 45 Minuten über Themen wie Mac OS X 10.1 , iDVD2 und Final Cut
Pro präsentiert der kalifornische Hersteller seine neuesten Produkte . Die
Grußadresse ( sie heißt nicht etwa Keynote ) zur Eröffnung der Mac-Ecke hält der
deutsche Apple-Geschäftsführer Frank Steinhoff dort am Montag um 13.15 Uhr .
Auch sonst bekommen die Mac-Anwender auf der MacSolutionsArea , die in einem
Teil der Halle A3 der Systems stattfindet , einiges zu sehen . Immerhin ist sie
nach der Absage der Apple-Expo Paris und der Verschiebung der Maxpo Köln aufs
nächste Jahr der einzige Messe-Termin für deutsche Mac-Fans in diesem Jahr . Auf
den insgesamt 1300 Quadratmetern der Mac-Ecke finden sie Aussteller wie Adobe ,
ComputerWorks , Corel , Extensis , Heidelberg , Hermstedt , Lacie , Macromedia ,
Microsoft , NEC , Ragtime , Roxio , Topix und Xerox , die unter dem Dach von
Cancom und Hauser Bürotechnik spezielle Mac-Lösungen zeigen . Die
Eröffnungsveranstaltung der PDF 2001 Tour findet ebenfalls auf der
MacSolutionsArea statt , und zwar am Freitag , dem 19. Oktober auf dem
Messegelände . Neben der Apple-Promotion können die Besucher auf der Showbühne
laufend kostenlosen Workshops , Vorträgen und Präsentationen zum Thema Mac
lauschen . Zu den Vortragenden zählen einige der oben genannten Aussteller
genauso wie Experten aus der Druckvorstufe . Den genauen Zeitplan des
Veranstaltungsprogramms sollten Interessierte ab Oktober unter
http://messe.systems.de im Internet finden . Wirtschaftsministerium : Wer bietet
( online ) weniger ? Mit inversen Auktionen im Internet will der
Bundeswirtschaftsminister Geld bei öffentlichen Ausschreibungen sparen : Den
Zuschlag bei diesen Versteigerungen erhält der Bieter mit dem niedrigsten
Angebot . Die Ergebnisse einer Studie der KPMG Consulting zeigten , dass der
Staat mit inversen Auktionen durchaus Ausgaben senken könne . So seien
beispielsweise Einsparungen von fast 8 Prozent bei der Beschaffung von Streusalz
und gut 22 Prozent beim Einkauf von Computern erzielt worden . Die Art der
nachgefragten Waren konzentriere sich im Wesentlichen auf leicht zu
spezifizierende Standardgüter , die etwa 10 bis 15 Prozent des gesamten
Beschaffungsvolumens der Öffentlichen Hand ausmachten und deren wesentliches
Bewertungskriterium der Preis sei . Im Mittelpunkt der Studie stand die
Übertragbarkeit der in der Wirtschaft bereits erfolgreich angewendeten Methode
in den öffentlichen Bereich . Als schwierigste Hürde wurde der
Vertraulichkeitsgrundsatz bei der Vergabe öffentlicher Aufträge herausgearbeitet
. Durch die notwendige Offenlegung der Preise bei inversen Auktionen sei die
erforderliche Vertraulichkeit nicht mehr gewährleistet . Das
Bundeswirtschaftsministerium ( BMWi ) untersucht zurzeit , ob Änderungen im
deutschen Vergaberecht nötig sind . Zu diesem Zweck will das BMWi in Kürze
ausgewählte Behörden ermächtigen , probeweise inverse Auktionen durchzuführen .
Mögliche Einigung über CD-Kopierschutz begünstigt Microsoft Der lachende Dritte
bei einer sich abzeichnenden Einigung um den Kopierschutz von Audio-CDs könnte
Microsoft mit seinem mp3-Konkurrenz-Format Windows Media Audio ( WMA ) sein .
Nach Berichten in US-Medien könnte die neue Formel etwa so aussehen : Auf jeder
Musik-CD sind zum einen die üblichen Audio-Daten gespeichert , allerdings in
einer kopiergeschützten Form . Zum zweiten liegen die Stücke noch einmal im
komprimierten Format des Windows Media Players vor , das eine Überspielung auf
den Computer ermöglicht , jedoch dank integriertem Digital Rights Management (
DRM ) das Kopieren unter starke Einschränkungen stellt . Die Hauptentwickler für
die neue Kombination von Audio und WMA sind den Berichten zu Folge Macrovision
und SunnComm , während Bertelsmann mit seiner BMG Entertainment die führende
Rolle bei der Erprobung im Markt einnimmt . Die Musikindustrie hätte damit ihr
Entgegenkommen beim Wunsch der Kunden um Überspielung auf den Computer bewiesen
- nicht unerheblich etwa in Auseinandersetzungen mit der deutschen Politik , die
angesichts der verbreiteten Versuche , Audio-CDs mit Kopierschutz auszustatten ,
schon über gesetzlichen Regelungen nachdenkt , private Kopien weiterhin zu
erlauben . Zugleich aber bremst die Musikindustrie die inflationäre Verbreitung
ihrer Produkte über mp3-Tauschbörsen wie Napster entscheidend . Wie lange sich
die CD-Ripper von dem neuen Schutz aufhalten lassen , ist dann die nächste Frage
. PC-Verkäufe gehen noch weiter zurück Merrill Lynch korrigiert die eigenen
Voraussagen für die Computer-Verkäufe in diesem und im nächsten Jahr nach unten
. Die Unternehmensberatung hält nach einer Mitteilung nunmehr einen Rückgang des
PC-Absatzes von weltweit 17 Prozent in diesem Jahr für wahrscheinlich . In den
USA sollen die Verkäufe lediglich um sechs Prozent schrumpfen . Als Ursache
werden neben der globalen Rezession die Terror-Attacken in den USA genannt .
Noch vor kurzem hatte Merrill Lynch den Rückgang des Umsatzes im Jahr 2001 auf
13,7 Prozent geschätzt und den Wert nun auf 17,6 Prozent korrigiert . Die
Rückkehr zu Steigerungsraten soll demnach nun nicht mehr Anfang bis Mitte 2002
stattfinden , sondern erst im dritten Quartal . Die Studie spricht auch von
einem Rückgang der Stückzahlen und des durchschnittlichen Stück-Preises .
Online-Bezahldienst PayPal geht an die Börse Einzelpersonen können sich via
E-Mail schnell Beträge überweisen und dabei auf Kreditkarten oder normale
Bankkonten zurückgreifen , was besonders bei Online-Auktionen gefragt ist . Nach
Angaben im Börsenprospekt , den PayPal bei der US-Handels- und Börsenaufsicht
Securities and Exchange Commission ( SEC ) eingereicht hat , kommen rund 70
Prozent des Transaktionsvolumens , das der Dienstleister verzeichnen kann , von
Online-Auktionshäusern , darunter besonders eBay . Bisher hatte PayPal schon 225
Millionen durch Investitionsrunden vor allem mit japanischen , europäischen und
amerikanischen Banken eingenommen . Telekom vertreibt alle Netscape-Produkte In
Kombination mit Netscape-eigenen Consultants möchte man Unternehmen auf ihrem
Weg ins Inter- bzw. Intranet begleiten und bei der Stange halten . Für
Netscape-Mitgründer Jim Clark ist der Weg vorgezeichnet : " Es ist logisch , daß
die Deutsche Telekom , der heute das Netzwerk gehört , in Zukunft auch zu einem
vollwertigen Serviceanbieter wird " . Weltweit arbeite man derzeit mit 37
Anbietern von Telekommunikationsdiensten zusammen ; in Deutschland liege der
Fokus der Zusammenarbeit derzeit , allerdings ohne einen Anspruch auf
Exklusivität , auf der Deutschen Telekom . Y2K : Entwarnung in Krankenhäusern
Die medizinische Versorgung der Bundesbürger ist auch nach dem Wechsel ins Jahr
2000 gesichert . Wie Umfragen der Ärzte-Seite bei Medizinern und in
Krankenhäusern zeigten , arbeiteten die medizinischen Geräte nach dem
Jahreswechsel ohne Störungen . Auch in kleineren Krankenhäusern gab es überall
Entwarnung . In fast allen Klinken waren aber die Chefärzte anwesend , um bei
Notfällen und Schwierigkeiten auf Grund des Y2K-Bugs eingreifen zu können : "
Bemerkenswert war überall die Spannung in den Krankenhäusern " , kommentiert die
Ärzte-Seite . Nach dpa-Berichten haben einige Krankenhäuser vorsichtshalber den
Großteil ihrer Patienten nach Hause geschickt und nur die Notfälle weiter
behandelt . Medizintechniker gehen davon aus , dass auch in den nächsten Tagen
in den Krankenhäusern keine Störungen durch den Y2K-Bug auftreten . Anders als
die Computer bei diversen Firmen und Behörden , die ihre Rechner zum
Jahreswechsel vorsichtshalber heruntergefahren haben , mussten nahezu alle
medizinischen Systeme den Jahreswechsel in eingeschaltetem Zustand überleben .
Daher erwarten die Experten , dass in Krankenhäusern keine unerwarteten Fehler
mehr auftauchen . Die erste Babys des Jahres 2000 wurde in Deutschland übrigens
30 Sekunden nach Mitternacht geboren : Zwillinge begrüßten mit ihren ersten
lautstarken Äußerungen das Jahr 2000 . Gateway verkauft Amiga Wieder wechselt
der legendäre Multimedia-Computer Amiga den Besitzer . Der Computerhersteller
Gateway verkauft die Rechte an dem Namen und sämtliche noch existierende
Hardware an die Firma Amino Development . Außerdem übernimmt Amino die Rechte an
allen Internet-Domains , die mit dem Amiga zu tun haben und bislang von Gateway
gehalten werden . Wieviel Gateway für das Gesamtpaket erhält , gaben die beiden
Firmen bislang nicht bekannt . Die Anhänger des Amiga , der unter seinen Fans
Kultstatus genießt , durchliefen in den vergangenen Jahren ein Wechselbad der
Gefühle : Hoffnungsvollen Ankündigungen einer Wiederbelebung der
Hardware-Plattform folgten immer wieder Rückzieher . Commodore , einer der
Pioniere unter den Computerherstellern und Produzent des Amiga , musste 1995
Konkurs anmelden . Amiga wurde dann an Escom verkauft - nur um im März 1997 ,
nachdem auch Escom Pleite gemacht hatte , an Gateway überzugehen . Gateway
erklärte nach der Übernahme , neue Amiga-Modelle bauen zu wollen , von denen
aber danach nie etwas zu sehen war . 1999 kündigte Jim Collas , unter Gateways
Führung verantwortlich für den Amiga , dann einen Multimedia Convergence
Computer an . Dies wurde kurze Zeit später , nach der Ablösung von Collas durch
Tim Schmidt , wieder zurückgenommen : Nun sollte Amiga keine eigene Hardware
mehr bauen , sondern nur noch Software für Settop-Boxen und intelligente
Hausgeräte entwickeln . Den Bereich Software verkauft Gateway nicht an Amino
Development , sondern integriert ihn in die eigene Abteilung zur Entwicklung
sogenannter Internet Appliances für den Internet-Zugang ohne PC . Unter Gateways
Führung hat sich Amiga zu einer Software-Firma entwickelt , die an einem neuem
Betriebssystem für Internet Appliances arbeitet . Wie es um die Zukunft der
Amiga-Hardware bestellt ist , bleibt allerdings noch etwas im Dunkeln . " Jetzt
können wir den Job beenden , der 15 Jahre zuvor begonnen wurde " , kommentierte
Bill McEwen , Chef von Amino Development , zwar , wollte sich aber bislang nicht
weiter dazu äußern , was dies für die Amiga-Systeme zu bedeuten hat .
SMS-Übertragung in der Schweiz zusammengebrochen In der Schweiz ist in der
Silvesternacht die SMS-Übertragung im Mobilfunknetz zusammengebrochen , weil
sich zu viele Handy-Besitzer gleichzeitig Grußbotschaften schicken wollten . Das
bestätigte der Sprecher der Swisscom , Christian Neuhaus , in Bern . Experten
seien dabei , das Netz wieder aufzuschalten , erklärte er am Neujahrsmorgen .
Preisänderungen beim Telefonieren zum Jahreswechsel Nach den stürmischen Jahren
1998 und 1999 hat sich der Festnetzmarkt 2000 sichtlich konsolidiert . Dennoch
gab es in den letzten Wochen eine ganze Reihe von Änderungen und ein Blick in
die Tarifvergleiche rentiert sich wieder mal . Die wichtigste Nachricht :
Telefonieren wird nicht mehr immer nur billiger , sondern manchmal auch wieder
teurer . Bereits seit Anfang Dezember gelten neue Inlandspreise bei o.tel.o . So
entfiel hier der Sonderpreis für günstige Mittagsverbindungen zu 6,9 Pfennigen
je Minute . Dafür berechnet die Firma in der Abendzeit zwischen 18 und 22 Uhr
nun 4,2 statt 5 Pfennige . Kräftig zugeschlagen hat der Anbieter Viatel : Er
erhöht die Preise für deutschlandweite Call-by-Call-Gespräche in der Hauptzeit (
wochentags von 9.00 bis 18.00 Uhr ) von 9 auf 12 Pfennige pro Minute . Die
Preisänderung , die der Anbieter ohne Pressemitteilung heimlich still und leise
im Amtsblatt der Regulierungsbehörde publiziert hat , gilt quasi rückwirkend ab
20. Dezember 2000 . Teldafax krempelt unterdessen die gesamten Zonen im Ausland
um , was in vielen Fällen schlicht und ergreifend zu einer Preiserhöhung führt .
Ebenfalls teurer werden die Auslandsverbindungen bei dem Anbieter prompt , der
die Preise innerhalb der Zone International 1 von 66 auf 77 Pfennige pro Minute
erhöht . Auch abseits der Tarife hat sich in der letzten Zeit einiges getan :
Statt Nikoma heißt es nun Tiscali , aus First Telecom wurde Atlantic , die
Festnetzsparte von Drillisch firmiert nun unter dem Namen ElisaNet ; und Arcor
hat sich in den letzten zwölf Monaten drei Stadtnetzbetreiber einverleibt ,
gehört aber seit der Übernahme von Mannesmann durch die Vodafone-Gruppe zum
britischen Mobilfunkkonzern . Aktuelle Tarifübersichten und Meldungen zum
Telekommunikationsmarkt finden sich wie immer in ttarif auf heise online . Neuer
Aktienindex für mitteldeutsche Hightech-Werte DAX , Eurostoxx und Nemax bekommen
überraschenden Zuwachs . Vom morgigen Dienstag an gibt es den MAX , den
Mitteldeutschen Aktienindex mit zunächst 18 Werten aus Thüringen ,
Sachsen-Anhalt und Sachsen . Aus der Taufe gehoben wurde der MAX vom
Mitteldeutschen Rundfunk ( MDR ) und der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen
Zeitung in Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und
der Stadt- und Saalkreissparkasse Halle . In dem neuen Börsenbarometer
dominieren nach MDR-Angaben vom heutigen Montag Firmen der Informations- und
Telekommunikationstechnik . Im MAX registriert sind : Analytik Jena , Asclepion
, Biltrain , Biolitec , Cybio , DEBW , Funkwerk , Gera Therm Medical , Intershop
, Jenoptik , Lintec , Mühl Product , PC-Ware , Pixelnet , Q-Soft , Sachsenmilch
, Sachsenring Automobiltechnik und SAP Sl . Veröffentlicht wird der aktuelle
Börsenstand des MAX in der Mitteldeutschen Zeitung , im Nachrichten-Radio MDR
info jeweils um 12.45 Uhr und 17.45 Uhr sowie in der Spätausgabe der
Fernsehnachrichten MDR aktuell um 21.45 Uhr . Ob der MAX allerdings eine
ähnliche Bedeutung wie DAX oder Nemax erlangen wird , darf mit Fug und Recht
bezweifelt werden . Selbst die Beteiligten sehen den Index aber vor allem als
regionales Instrument zur Wirtschaftsförderung . Die Chefredakteurin der
Mitteldeutschen Zeitung , Monika Zimmermann , bewertete den MAX als Hilfe , die
Entwicklungen und Trends in der mitteldeutschen Wirtschaft besser zu verstehen :
" Wir erwarten , dass sich dadurch ein Index etabliert , der wie ein Seismograph
Auskunft über die Situation und die Perspektiven der regionalen
Börsenunternehmen aus Sachsen , Sachsen-Anhalt und Thüringen geben kann . "
MDR-Programmchef Christian Schneider kommentierte : " Wir wollen den Blick noch
stärker auf die innovativen Firmen in unserem Sendegebiet lenken . " Der
Chefredakteur des MDR-Fernsehens , Wolfgang Kenntemich , meinte : " Der tägliche
MAX ist für uns eine gute Möglichkeit , die wirtschaftliche Dynamik dieser
Region zu zeigen und den Zuschauer an komplizierte ökonomische Zusammenhänge
heranzuführen . " Die Formel für den Index wurde an der
Martin-Luther-Universität Halle unter Regie der Professoren Heinz P. Galler und
Reinhard Schmidt entwickelt . " Für uns ist das ein wunderbares Anwendungsfeld "
, meint Schmidt , Lehrstuhlinhaber für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre .
Jahreswechsel : C-Netz abgeschaltet Während das Netz bei den Endkunden praktisch
keine Rolle mehr spielte , erfordert die Abschaltung etwa bei der Bahn einige
Umstellungen , denn die Bordtelefone in den Zügen arbeiteten recht erfolgreich
mit dem alten analogen Netz . Die Telefone werden nun zum Jahreswechsel durch
GSM-Geräte ersetzt , was in puncto Verfügbarkeit durchaus eine Verschlechterung
mit sich bringen kann . Denn das alte C-Netz galt in dieser Disziplin nach wie
vor als ungeschlagen . Dafür meint die Bahn , dass man mit den neuen
Bord-Telefonen , bei denen die Gesprächsgebühren von den Reisenden mittels
T-Card bezahlt werden , in den Zügen billiger telefoniert . Jahreswechsel :
Handy-Verbot am Steuer Ab 1. Februar 2001 ( nicht wie ursprünglich geplant ab 1.
Januar ) gilt das neue Verbot für die Nutzung von Handys ohne
Freisprecheinrichtung im Straßenverkehr . Um den gewünschten Gesprächspartner
anzuwählen , ist auch mit Freisprecheinrichtung nur der Druck auf eine
Kurzwahltaste gestattet , das Wählen kompletter Nummern darf nur im Stand
erfolgen . Das Verbot der Handy-Nutzung ohne Freisprecheinrichtung gilt auch für
Stop-and-go-Verkehr und das Halten an einer roten Ampel . Lediglich in einem
Stau , in dem sich nichts mehr bewegt und der Motor abgestellt wird , darf der
Fahrer sein Handy auch ohne Freisprecheinrichtung nutzen . Ansonsten muss man
zum Telefonieren an den Straßenrand beziehungsweise einen Parkplatz fahren , den
Wagen vollständig zum Stillstand bringen und den Motor abstellen . Java macht
sich nützlich Schluss mit der Applet-Programmierung ! Java hat offensichtlich
seinen Platz gefunden und macht sich auf dem Server nützlich . Auf der
diesjährigen CeBit stellen die Firmen ihre Java-Application-Server deutlich
stärker in den Mittelpunkt als die Programmierwerkzeuge . Entwickler finden aber
trotzdem bei den üblichen Verdächtigen frische Versionen der
Entwicklungsumgebungen . Die gute Nachricht für die Linux-Gemeinde : Auf der
Java-Entwickler-Workstation fühlt sich der Pinguin ebenso wohl wie auf dem
Deployment-Server . IBM ( Halle 2 , Stand D28 ) bringt Visual Age for Java in
der Version 3 zum ersten Mal für Linux heraus . Zusätzlich unterstützt IBM neben
Windows nach wie vor OS/2 . Zielplattform ist noch das JDK 1.1 ;
Windows-Entwickler dürfen alternativ ein Early Adopters Environment mit
Unterstützung für Java 2 ( JDK 1.2 ) einsetzen . Große Sprünge dürfen die
Entwickler allerdings nicht erwarten . Der nächste große Schritt ist für die
Version 4 geplant , die auf das JDK 1.3 aufsetzen soll , das nicht - wie
ursprünglich vorgesehen - diesen Sommer erscheint wird . Auf der CeBIT zu sehen
sein wird aber eine neue Version des Application-Server . EJB 1.1 , RMI über
IIOP und der integrierte CORBA-ORB gehören zu den Highlights . Visual Café
glänzt mehr mit einem neuen Besitzer als neuen Features . Mit Forté kam eine
anspruchsvolle Team-Entwicklungsumgebung mit ins Boot , die in erster Linie der
Unterstützung des Application-Servers iPlanet dient . Das kostenlose NetBeans
glänzt durch den modularen Aufbau , mit dem der Entwickler die Umgebung nach
seinen Bedürfnissen zusammenbaut . Sun hat NetBeans in die Forté-Familie
aufgenommen und in Forté for Java Community Edition umgetauft . Mit Blick auf
dynamische Web-Sites spielen Java Server Pages ( JSP ) eine wachsende Rolle .
Die Application-Server unterstützen JSP , aber das Erstellen dieser Seiten ist
zum Großteil noch Handarbeit . Der HTML-Editor Homesite von Allaire bietet
zumindest eine farbliche Kennzeichnung der JSPs . In NetObjects frischgebackenen
Fusion 5 ist bei JSP-Unterstützung ebenso Fehlanzeige wie in Macromedias
Dreamweaver 3 . Beide Firmen haben jeweils ein separates Angebot zur visuellen
Erstellung von JSPs : NetObject Authoring Server und Macromedia Drumbeat 2000 .
Auf der CeBit sind die Produkte von Macromedia und NetObjects bei Softline (
Halle 4 , Stand B12 ) zu sehen . Nokia trumpft auf Der finnische
Telekommunikationskonzern Nokia hat nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 1999
die besten Ergebnisse der Unternehmensgeschichte erzielt . Das übersteigt alle
Erwartungen der Börsen : Analysten hatten eine Gewinnsteigerung um 32 Prozent
prognostiziert . Nokia , nach dem Börsenwert die wertvollste Firma in Europa ,
konnte die Verkäufe von Handys um 63 Prozent steigern . Allein im vierten
Quartal 1999 erreichte der finnische Konzern einen Anstieg der Handy-Verkäufe um
57 Prozent . Kein Wunder , dass der Nokia-Chef Jorma Ollila mit
stolzgeschwellter Brust den Geschäftsbericht präsentierte : " Wir haben unsere
Position als Nummer 1 der Mobilfunk-Branche gestärkt und haben allen Grund ,
über unsere Leistungen erfreut zu sein . " Und schon im Dezember 1999 hatte
Ollila die Erwartungen für 2000 nach oben korrigiert . Auf einem Treffen mit
Börsenanalysten erklärte er , Nokia erwarte dieses Jahr eine weitere Steigerung
bei den Handy-Verkäufen um 40 Prozent . Mit dem Geschäftsergebnis für 1999 kann
Nokia jedenfalls seine Konkurrenten Motorola und Ericsson weiter abhängen . Die
Börsen zeigen sich erfreut : In Frankfurt lag der Kurs der Nokia-Aktie heute
Mittag bei 194,20 Euro , eine Steigerung um 10,20 Euro gegen dem Schlusskurs von
184,00 Euro am Vortag . Zwischenzeitlich kratzte der Kurs des Papiers mit 197
Euro sogar an der 200-Euro-Schwelle . SZ : Telekom und Kirch in Internet-Allianz
Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung planen die Kirch-Gruppe , größter
Fernsehbetreiber und Filmhändler Deutschlands , und die Deutsche Telekom eine
Allianz für das Kabelfernsehen und das Internet . Die beiden Unternehmen wollen
gemeinsam die Voraussetzungen schaffen , Kunden einen Internet-Zugang über das
breitbandige TV-Kabelnetz anzubieten . Die Allianz soll durch eine
Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent der Telekom am Kirch-Tochterunternehmen Beta
Research realisiert werden . Die Firma hat den Decoder d-box entwickelt , der
den Zugang zum digitalen Fernsehen wie etwa dem Pay-TV-Sender Premiere World
ermöglicht . Die nächste Generation der Settop-Box soll einen Internet-Zugang
via Kabel bieten . Kirch würde weiterhin 49 Prozent an Beta Research halten .
Beide Unternehmen bestätigten gegenüber dem Blatt " Gespräche " über eine
Zusammenarbeit . Pokemon katapultiert Nintendo-Umsatz in die Höhe Der
beispiellose Erfolg des Videospiels " Pokemon " hat den Deutschland-Umsatz des
japanischen Unterhaltungs-Elektronik-Konzerns Nintendo im vergangenen Jahr in
die Höhe katapultiert . Die Gesamterlöse seien um rund 52 Prozent gestiegen ,
berichtete Nintendo-Deutschland-Chef Axel Herr zur Eröffnung der Internationalen
Spielwarenmesse in Nürnberg . Angaben über die absolute Umsatzhöhe lehnte Herr
mit Hinweis auf die noch unveröffentlichte Konzern-Bilanz ab . Auch zur
Ertragslage machte der deutsche Nintendo-Chef keine Angaben . Dies entspreche
einer Steigerung von 46 Prozent . Ein neues portables Spielgerät und zwei neue
Spielserien aus der Pokemon-Reihe sollen auch im nächsten Jahr für einen
Umsatz-Steigflug von Nintendo auf dem deutschen Markt sorgen . Im April will der
Konzern mit den schon länger angekündigten Goldenen und Silbernen Editionen des
Pokemon-Spiels auf den Markt kommen . Im Sommer werde das Unternehmen den
Gameboy Advance herausbringen . Met@box hält an Planzahlen für 2001 fest Nach
der deutlich verfehlten Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr hält die
Met@box AG trotzdem an ihren Planzahlen für 2001 fest . Es gebe feste Verträge
mit nicht genauer genannten Kunden für die Lieferung neuer Settop-Boxen für
Internet über TV-Geräte . Ähnlich wie schon bei früheren Aufträgen wollte
Dormeyer nicht sagen , wer in diesem Jahr zu den Käufern der Settop-Boxen gehöre
. Die Kunden wollten anonym bleiben , um nicht in einen Wettbewerbsnachteil zu
geraten . Das Gebiet des interaktiven Fernsehens , dass Met@box erschließe , sei
so neu , dass noch niemand sein Geschäftsmodell preisgeben wolle , sagte Domeyer
. Schon früher musste sich Met@box gegen Zweifel an der Seriosität einiger
vermeldeter Großaufträge erwehren . Domeyer bedauerte , dass sein Unternehmen in
der Vergangenheit bei den Anlegern Vertrauen verloren habe . Die Aktien waren
von einem Höchststand von 45 Euro auf unter fünf Euro abgestürzt . Das werde
sich aber " schlagartig ändern , wenn die Kunden in Erscheinung treten . " Die
Aktie von Met@box konnte sich nach einer Erholung am gestrigen Mittwoch am
heutigen Donnerstagvormittag bislang wiederum um 4,55 Prozent auf einen Kurs von
5,28 Euro hocharbeiten . Ron Sommers Breitbandpläne rund um DSL und UMTS Für Ron
Sommer steht fest : " Mit der Breitbandkommunikation wird das Internet noch
einmal neu erfunden " . Auch werde sich " die Dynamik der Internet-Entwicklung
noch einmal erhöhen " . Mit einem neuen Portal - T-Vision - will er das Internet
in diesem Jahr " spannender , dreidimensionaler und bewegter " machen .
Erklärtes Ziel des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom ist es , " noch
innerhalb dieses Jahres den breitbandigen Zugriff auf das Internet in
Deutschland zu einem Massenmarkt zu machen " . Da bleibt noch einiges zu tun .
Tausende DSL-Anträge liegen dagegen in der Warteschleife . Beim Ausbau der
notwendigen technischen Infrastruktur gestand Sommer gestern auf dem
Internationalen Pressekolloquium der Deutschen Telekom denn auch " anfängliche
Schwierigkeiten " ein . Schuld sei " die Industrie " , die mit der Lieferung der
notwendigen Komponenten wie Ports für die Vermittlungsstellen nicht nachgekommen
sei . Doch Knappheit vergrößert die Nachfrage , glaubt Sommer : " Und darauf
müssen Sie ja auch warten . " Heute liegt die potenzielle Abdeckungsrate , die
allerdings durch direkte Anschlussprobleme relativiert wird , bei 60 Prozent .
Bedeckt hielt sich Sommer in der Frage der zukünftigen Preisgestaltung für T-DSL
. Der Einführungspreis - der Breitbandzugang war für ISDN-Kunden momentan für
pauschal 9,90 plus zusätzlichen Minutengebühren zu haben - sei zunächst "
gezielt an die ISDN-Community gerichtet gewesen " . Beim Einführungspreis werde
es daher nicht bleiben . Und murmelte etwas davon , dass " wir weiterhin
aggressiv im Preis sein werden " . Gleichzeitig ließ Sommer aber durchblicken ,
dass es vom Regulierer bereits ein Signal gegeben habe , dass die momentan
verlangten Gebühren " zu aggressiv " seien . Diesen angeblichen Wink mit dem
Zaunpfahl konnte Manfred Overhaus , Staatssekretär im Bundesfinanzministerium ,
allerdings nicht ganz verstehen . Dafür seien " Preissenkungen von erheblicher
Bedeutung . " Auf Breitband im Mobilbereich werden die Kunden laut Sommer noch
länger warten müssen als auf ihren DSL-Anschluss . Der Telekom-Manager , der wie
viele seiner Kollegen Milliarden für die nächste Generation im drahtlosen Netz
investiert hat , rechnet damit , dass UMTS im Jahr 2004 " zehn Prozent des
Geschäfts " ausmachen werde . Dass rund um M-Commerce und das mobile
Breitbandnetz inzwischen Ernüchterung eingekehrt ist und Frankreich sogar seine
UMTS-Pläne verschieben musste , begrüßt Sommer . " Die Goldgräbermentalität ist
verschwunden " , freut sich der Telekom-Chef . Kritik übt Sommer weniger an der
deutschen Regulierungsbehörde als vielmehr an den unterschiedlichen
Vergabeprozeduren für die begehrten Wellen in europäischen Ländern : " Es ist
bedauerlich , dass in Europa nicht die Chance genutzt wurde , ein gemeinsames
Verfahren einzuführen . " Finanzstaatssekretär : Steuerfreies Internet kann es
nicht geben Viel Erfreuliches konnte Manfred Overhaus , Staatssekretär im
Bundesfinanzministerium , am gestrigen Mittwochabend auf dem Internationalen
Pressekolloquium der Deutschen Telekom dem Internet abgewinnen : Es helfe bei
der Entwicklung der Demokratie durch die Förderung der Meinungsvielfalt - auch
wenn diese staatlich nicht mehr zu kontrollieren sei . Doch damit war Overhaus
auch schon an einem wunden Punkt des globalen Datennetzes angelangt : " Eine der
Gefahren des Internet liegt in der guten Möglichkeit , die Umsatzsteuer zu
umgehen " , ärgert sich der Staatskassenwart . Overhaus forderte daher "
international abgestimmte Regeln " , um die virtuellen Steueroasen auszutrocknen
. So gebe es keinen Grund , für einen PC keine Steuer zu zahlen , nur weil ihn
jemand übers Netz bestelle . " Ein steuerfreies Internet " , machte der
Staatssekretär unmissverständlich klar , " kann es nicht geben . "
Schwierigkeiten räumte Overhaus allerdings bei der Besteuerung von digitalen
Gütern ein , die vollständig über das Netz abgewickelt werden und keine "
Auslieferung " durch den Paketdienst erfordern . " Es ist schwer , den Download
von Musikstücken zu erfassen " , kommentierte der Finanzwächter . " Diese Frage
müssen wir langsam angehen . " Bisher haben Politiker weltweit keine
durchsetzbare Lösung für die Besteuerung digitaler Konsumgüter gefunden . Die
Europäische Kommission hat zwar im Sommer einen Regelungsvorschlag vorgestellt .
Doch der wird wegen seiner verworrenen Mixtur aus Bestimmungs- und
Ursprungslandsprinzip sowie einer zusätzlichen Trennung zwischen Firmen- und
Privatkunden von Experten abgelehnt . Dass sich sogar Anbieter digitaler Musik
oder Filme aus Drittländern , die Kunden innerhalb der EU bedienen , für ihre
Umsätze mit Privatverbrauchern in einem Land der Union registrieren lassen
müssen , dürfte sich in der Praxis wohl als Makulatur erweisen . Die USA haben
angesichts der Probleme ein Moratorium für E-Steuern erlassen : Elektronische
Transaktionen sind demnach bislang von der Mehrwertsteuer freigestellt . Doch in
diesem Jahr steht eine neue Verhandlung des Moratoriums an . Hubert Burda outet
sich als Napster-gläubig Viele Blütenträume rund um den E-Commerce habe es
gegeben , sagte der Verleger von Magazinen wie der " Bunten " oder dem " Focus "
auf dem Internationalen Pressekolloquium der Deutschen Telekom - und sparte sich
selbst nicht davon aus : Überleben werden seiner Meinung nach allerdings nur
Webangebote , die bereits frühzeitig eine Community aufgebaut haben . Als
Erfolgsmodell sieht Burda in diesem Sinne vor allem die umstrittene
Musikplattform Napster . Um diese würden sich zwar Diskussionen wie zwischen
Katholiken und Protestanten ranken , doch Burda stammt eben aus dem katholisch
geprägten Süden und tippt daher auf Sieg für die Bertelsmänner , die nach dem
Einstieg bei der Site im Sommer ihr neues Bezahlmodell vorstellen wollen : "
Wenn Napster die Musik nimmt und vom Community-Gedanken neue Services dazugibt ,
könnte es den Erfolg von AOL wiederholen " , glaubt der Verleger . Massive
Preissenkung bei ATI-Grafikkarten Bislang musste man für eine ATI-Grafikkarte
der neuesten Generation deutlich mehr bezahlen als für eine Grafikkarte mit dem
GeForce2-Chip des Kokurrenten Nvidia . Mit einigen zusätzlichen 3D-Funktionen
und besseren Eigenschaften bei DVD-Wiedergabe hielt es ATI für gerechtfertigt ,
höhere Preise anzusetzen . Jetzt hat ATI diese Politik deutlich revidiert - der
Grafikkartenhersteller senkt die Preise massiv , wie Sprecher des Unternehmens
gegenüber heise online bestätigten . Im Mainstream-Segment hat man sich mit der
" Radeon 32 MB SDR TV out " jetzt erstaunlich genau auf das Niveau
gleichwertiger Karten mit einem GeForce2 MX eingependelt und verlangt nur noch
339 Mark . Die Variante mit 32 MByte DDR-RAM für anspruchsvolle
Spiele-Enthusiasten liegt mit 469 Mark sogar leicht unter dem Preis einer
entsprechenden GeForce2-GTS-Karte . Neu ist eine " Radeon 32 SDR TVout " in
PCI-Ausführung für 359 Mark . Der Handel wird die von ATI empfohlenen Preise
wohl noch leicht unterbieten . " Bulk-Ausführungen " , die teilweise langsamer
getaktet sind und nur eine minimale Softwareausstattung besitzen , sind
gegenüber den genannten " Retail-Varianten " noch einmal deutlich günstiger .
Musikindustrie : Das Handy als Jukebox Die Internationale Föderation der
Phonografischen Industrie ( IFPI ) kündigte an , Musiktitel per Internet über
das Handy unterstützen zu wollen . Noch in diesem Jahr beabsichtigen die
Plattenlabels , die Möglichkeit zum Bestellen und Abhören von Songs per Handy zu
schaffen , erklärte der Vorsitzende der deutschen Sektion der IFPI , Wolf-D .
Gramatke , gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der deutschen Tochter der
Universal Music Group , ist der Ansicht , das Internet werde den Plattenfirmen
in Deutschland in den kommenden Jahren deutlich steigende Umsätze bescheren .
Für die Musik per Handy geht er davon aus , dass Nutzer bis zu 3 Mark pro Song
bezahlen müssen . Samsung mit dem Anycall MP und Ericsson mit einem MP3-Modul
für die hauseigenen Handys hatten bereits Mobiltelefone mit Musikunterstützung
angekündigt . Die IFPI geht nun offensichtlich davon aus , dass die
Musikkonzerne unter anderem per Handy und WAP ihr Geschäft auch ins Internet
ausdehnen können - ohne mit den vieldiskutierten Kopierschutzproblemen
konfrontiert zu sein . Für die Branche erhofft sich Gramatke dadurch eine
Rückgewinnung fast schon verloren gegebener Kunden : Die aktuellen Songs könnten
per Internet und WAP-Handy nun auch in ländlichen Gebieten wieder jederzeit
verfügbar gemacht werden . Wann einzelne Musikkonzerne mit entsprechenden
Projekten starten und in welchen Formaten die Musik fürs Handy angeboten werden
soll , ließ Gramatke allerdings noch offen . Sprecher der IFPI standen heute für
Nachfragen nicht zur Verfügung . " So viel Aufbruch war selten ... " Hintergrund
: Die Aussteller und Veranstalter klingen zum Abschluß der CeBIT geradezu
euphorisch . Die Messe legte aber auch Probleme offen . Der Kanzler mit seinem
Sinn für medienwirksame Formeln nannte das Fazit der diesjährigen CeBIT schon
bei der Eröffnung . " So viel Aufbruch war selten in Deutschland " , sagte
Gerhard Schröder vor einer Woche in Hannover zum Auftakt der weltgrößten
Computermesse . Die alljährliche Mega-Schau der Wachstumsbranchen Informations-
und Kommunikationstechnik hat noch nie mit Superlativen gegeizt . In diesem Jahr
aber verbuchen die drei Vorstandsmitglieder der Hannover Messe gut gelaunt neue
Aussteller- und Besucherrekorde . " Der Knoten ist geplatzt " , urteilen Manager
. Der Veränderungsdruck für die Wirtschaft ist ebenso enorm wie der dadurch
erwartete Investitionsschub . Alle reden von E-Commerce und E-Business , von
Wap-Handys und Bluetooth und investieren . Die Auftragsbücher der
CeBIT-Aussteller sind besser gefüllt als je zuvor , auch wenn manches noch nicht
ausgereift ist : So ist die Internet-Übertragung in die Handys mit Wap-Technik
der ersten Generation für das schnelle Medium noch zu langsam . Bei aller
Euphorie hat die CeBIT auch Probleme offen gelegt . Noch fehlen einheitliche
Regelungen für Datenschutz und Datensicherheit im Internet . Für den
massenhaften Datenverkehr des E-Commerce sind die breitbandigen
Übertragungstechniken zwar entwickelt , aber noch nicht massenhaft verfügbar .
Abhilfe hat der Bundeskanzler zumindest für das Personalproblem der deutschen
Wirtschaft versprochen . Doch die Freude über Schröders Ankündigung einer "
Green Card " nach US-Vorbild für ausländische High-Tech-Spezialisten hat
nebenbei ein Licht auf Versäumnisse der deutschen Branche geworfen . Seit Jahren
klagt sie über den stetig wachsenden Mangel an Fachkräften , den sie durch
Warnungen vor einem Ingenieurstudium Anfang der 90er Jahre selbst mit ausgelöst
hat . Jetzt verlangt der Bundeskanzler im Gegenzug zur Visa-Regelung , selbst
mehr für die Umschulung arbeitsloser deutscher Ingenieure zu tun . Wie die
Firmen das umsetzen wollen , wusste der Sprecher der Aussteller , Jörn-Peter
Stielow , in der CeBIT-Abschlusspressekonferenz allerdings noch nicht recht zu
sagen . Das Internet treibt die Unternehmen zueinander : Nie zuvor wurden rund
um eine CeBIT so viele Kooperationen , Zusammenschlüsse oder Übernahmen
vermeldet wie in diesem Jahr . Die Newcomer im Internet verbünden sich mit
Marktführern der alten Ökonomie . Diese Entwicklung hat inzwischen alle Branchen
selbst bis weit hinein in die noch lokal oder regional orientierten Betriebe
erfasst . " Auch der Mittelstand bewegt sich endlich " , lautet das Resumee
vieler Aussteller . Marktführer wie IBM oder Siemens nennen bereits einen Trend
der nächsten CeBIT : Application Service Provider . Dahinter verbirgt sich die
Überlegung , dass kleine Unternehmen im Zeitalter des elektronischen
Geschäftsverkehrs zwar über die Endgeräte verfügen , ihre Rechnerleistung und
den Service aber über das Internet von einem Großanbieter beziehen . Konkrete
Lösungen für das E-Business seien das kommende Thema . Oder wie ein Sprecher es
ausdrückt : " Nach der CeBIT ist vor der CeBIT . " Lucent lagert LAN- und
Telefonie-Geschäft aus In einem überraschenden Zug kündigte Lucent , führender
Hersteller für Telekomunikationsequipment , an , das komplette Geschäft mit
Telefonanlagen , Netzwerkverkabelung und Geräten für lokale Netzwerke in ein
eigenes Unternehmen auslagern zu wollen . Der Verwaltungsrat von Lucent hat dem
Plan heute bereits zugestimmt . Vonstatten gehen soll die Etablierung des neuen
Unternehmens , für das noch nach einem Namen gesucht wird , durch die (
steuerfreie ) Ausgabe von Aktien an die Lucent-Anteilseigner . Der Vorgang soll
bereits zum 30. September 2000 , dem Ende des vierten Geschäftsquartals ,
abgeschlossen sein . Lucent selbst war durch eine Verselbstständigung der
Abteilungen für Netzwerk- und Telekom-Equipment aus dem Telefonkonzern AT&T
hervorgegangen . Lucent auf der anderen Seite will sich durch die Auslagerung
Luft verschaffen , um sich auf Bereiche konzentrieren zu können , in denen das
Management die größten Wachstumsraten erwartet . Dazu gehören vor allem optische
Netze auf Basis von Dense Wavelength Division Multiplexing ( DWDM ) , CDMA- und
TDMA-Funknetze sowie Hardware und Dienstleistungen für die
Internet-Infrastruktur . Die Börsen begrüßten den Schritt von Lucent . Nach der
Ankündigung stieg der Kurs der Lucent-Aktie massiv an und lag heute gegen 12 Uhr
amerikanischer Ortszeit mit über 69 US-Dollar fast 10 US-Dollar höher als
gestern kurz vor Börsenschluss . Anfang Januar erst war das Papier stark
eingebrochen , nachdem Lucent die Gewinnerwartungen der Börsianer auf Grund von
Lieferschwierigkeiten bei optischen System nicht erfüllen konnte . IDF : Intel
will stationäre und mobile Netze verschmelzen Mit einer ganzen Palette neuer
Hardwarekomponenten und Entwicklertools will Intel stationäre und mobile
Netzwerke der Zukunft zusammenschweißen . Eine einheitliche Technologie für
Sprach- und Datenübertragung ist dabei laut Intel die vorrangige Herausforderung
für künftige Netzwerkarchitekturen . Während ihrer Keynotes auf dem Intel
Developer Forum ( IDF ) haben die Vizepräsidenten Ron Smith und Mark Christensen
, verantwortlich für Wireless Computing beziehungsweise Network Communications ,
Intels Internet Exchange Architecture ( IXA ) für stationäre sowie die Personal
Internet Client Architecture ( PCA ) für Verbindungen zu mobilen Clients als die
Schlüsselkomponenten in Intels Netzwerkstrategie bezeichnet . Neben dem nach
Intel-Angaben weltweit ersten Gigabit Ethernet Controller auf einem Chip stellte
Christensen eine ganze Reihe neuer Komponenten für optische Netzwerke vor . Vor
allem aber lassen sich Daten über verschiedene Techniken wie ATM , Packet over
SONET , Packet over Fiber und 10 Gigabit Ethernet übertragen . Auf Client-Seite
soll der Persistant Storage Manager 3.0 ( PSM ) , Teil von Intels
Flash-Memory-Familie , einfachere Speicherdesigns für Handhelds und Smartphones
ermöglichen . In Verbindung mit StrataFlash kombiniert PSM alle nichtflüchtigen
Speicherfunktionen unter einem Dach , indem die Software als Daten- und
Medienmanager dient sowie Code Execution , File Storage und Registry Backup
ermöglicht . Auch wenn es in der langjährigen Ehe zwischen Intel und Miocrosoft
schon einmal kriselt , hat es Intel sich nicht nehmen lassen , den PSM auf
Windows CE zuzuschneiden . Damit auch alles schön in den Händen Intels bleibt ,
machte Smith der Entwicklergemeinde die Bibliotheken mit den Namen Integrated
Performance Primitives ( IPP ) für StrongARM- und Xscale-Prozessoren schmackhaft
. Ein konkretes und äußerst unterhaltsames Beispiel für IPP zeigte der
Profi-Musiker und Beatnik-Gründer Thomas Dolby Robertson mit der Beatnik Audio
Engine für Wiedergabe in CD-Qualität . Unter dem Beifall des Publikums "
entfernte " er die Stimme von Britney Spears aus einem ihrer Songs , um sich in
Karaoke zu versuchen . Wer allerdings glaubte , die Engine könne in Echtzeit
filtern , wurde getäuscht , denn Robertson blendete lediglich die Stimme wie bei
einem Mischpult-Kanal aus . EU-Kommission dreht an der Software-Patentschraube
Die EU-Kommission will auf Druck der Patentlobby nun doch schneller als geplant
den Weg freimachen für eine Richtlinie , die weitreichende
Patentschutzmöglichkeiten für Software vorsieht . Damit könnte die Praxis des
Europäischen Patentamts , schon heute zwischen Soft- und Hardwarepatentschutz so
gut wie nicht mehr zu unterscheiden , fest zementiert werden . Zur weiteren
Diskussion des Papiers hat die Binnenmarkt-Direktion Stellungnahmen von den
nationalen Regierungen angefordert , die bereits am 12. März zur nächsten Tagung
des Ministerrats in Brüssel vorliegen sollen . Der neue Vorstoß kommt umso
überraschender , als die Kommission erst im Herbst einen Konsultationsprozess
rund um die umstrittene Thematik in Gang gesetzt und ihre Richtlinienpläne
vorerst auf Eis gelegt hatte . Offiziell gibt es in Europa im Gegensatz zu den
USA keine Patente auf Software . Um die auch von der Kommission bereits seit
längerem geforderte Streichung des Artikels 52 Absatz 2c der Europäischen
Patentübereinkunft , der " Computerprogrammen als solchen " den Patentschutz
verwehrt , hat sich in den vergangenen Monaten eine heftig geführte Debatte
entwickelt . Vor allem in der Open-Source-Gemeinde formierte sich frühzeitig der
Widerstand gegen eine Veränderung der bisherigen Rechtslage . Selbst die Leiter
der Europäischen Patentämter einigten sich bei ihrer " Diplomatischen Konferenz
" Ende November in München darauf , vorerst alles beim Alten zu lassen .
Inzwischen sind bei der Binnenmarkt-Direktion mehr als 1300 Positionspapiere
eingegangen , deren Autoren sich gegen die Ausdehnung des Patentschutzes auf
Algorithmen aussprechen . Allein 1200 davon hat die Allianz Eurolinux
zusammengetragen , die im Sommer bereits Zehntausende von Unterschriften für
eine Petition gegen Softwarepatente gesammelt hatte . Die Einwände stammen nicht
nur aus der Open-Source-Szene , sondern kommen auch von kleinen und mittleren
Unternehmen oder Universitätsprofessoren . Rund 100 an die Kommission geschickte
Schreiben haben allerdings auch für Softwarepatente Position bezogen . Die
Auswertung der bisherigen Stellungnahmen ist in Brüssel nicht abgeschlossen .
Noch sind nicht einmal alle Briefe auf der Website veröffentlicht . Eurolinux
zeigt sich daher besorgt über das Tempo , mit dem die EU-Richtlinie nun über das
Parkett geschleift werden soll . In einem Brief an Binnenmarktkommissar Frits
Bolkestein , der heise online vorliegt , fordert der Lobbyverband die Kommission
auf , vor weiteren Schritten zunächst die Konsultation ernsthaft zu Ende zu
bringen . Das Vorpreschen von Bolkestein hat auch in deutschen Ministerien zu
Kopfschütteln geführt , wo die Meinungsbildung zum Thema Softwareprozessen noch
im Gange ist . Das Bundeswirtschaftsministerium wartet auf die Ergebnisse eines
Gutachtens , das es beim Fraunhofer Institut für Systemtechnik und
Innovationsforschung ( ISI ) in Auftrag gegeben hat . Ein erstes Gutachten zum
Thema Softwarepatente und Open Source , das die vom Berliner Informatikprofessor
Bernd Lutterbeck geleitete Forschungsgruppe Internet Governance erstellt hat ,
liegt bereits vor . Die Autoren bemängeln unter anderem , dass das bestehende
Patentwesen " Großunternehmen begünstigt " , Wissen - " die wichtigste Ressource
für die Ökonomie der Informationsgesellschaft " - dem Einfluss der Marktkräfte
entzieht und die Innovationsgeschwindigkeit auf Softwaremärkten verringert .
Generell geht es den Forschern aber nicht um das " Ob " von Softwarepatenten ,
sondern um das " Wie " . So sollen ihrer Meinung nach zumindest
Open-Source-Programme von Patentansprüchen verschont werden . Sollte sich
Brüssel trotz aller Einwände zu einer vorzeitigen Verabschiedung einer
Richtlinie entschließen , dürften die Weichen für die zukünftige Patentpolitik
kaum mehr umgestellt werden können . Im Europäischen Rat wird sich jedenfalls
kaum eine Mehrheit gegen Softwarepatente finden lassen . CeBIT-Special auf heise
online Was macht der CeBIT-Gast vor dem 22. März ? Er plant seinen Messerundgang
im Internet - das CeBIT-Special von heise online hilft ab dem heutigen
Donnerstag dabei . Von A wie Ausstellersuche bis Z wie Zimmervermittlung haben
wir alle wichtigen Planungswerkzeuge für die An- und Abreise , die Quartiersuche
und den Messeaufenthalt zusammengestellt . Für Messebesucher , die mit dem Auto
nach Hannover reisen wollen , steht ein Europa-Routenplaner zur Verfügung , der
auch bei der Orientierung innerhalb Hannovers hilft . Wo man in Hannover am
besten isst , verrät unserer Restaurant-Führer : Er bietet die Wahl zwischen
rund 100 ausgesuchte Restaurants , Snack-Bars , Szene-Lokalen und
Gourmet-Tempeln im Großraum Hannover . Natürlich fehlt auch in diesem Jahr nicht
das beliebte Verzeichnis der mittlerweile legendären Messepartys . Die aktuelle
Liste der Standfeten schalten wir am 21. März frei , einen Tag vor Messebeginn .
Telekom erhöht Tarife für Auslandsauskunft Die Deutsche Telekom hat ihre Tarife
für die Auslandsauskunft drastisch erhöht . Wie das Unternehmen am heutigen
Donnerstag mitteilte , werden ab sofort 1,09 Mark für einen Abrechnungstakt von
20 Sekunden berechnet . Bisher kostete eine Auslandsauskunft 0,12 Mark alle 3,8
Sekunden , plus einmalig 0,97 Mark . Bei einem Gespräch von etwas mehr als einer
Minute Dauer ergibt sich dadurch eine Tarifsteigerung von 38 Prozent . Bei drei
Minuten liegt die Preiserhöhung sogar bei 48 Prozent . Nur wer weniger als 20
Sekunden lang die Auslandsauskunft anruft , kommt mit den neuen Tarifen
günstiger weg . Die durchschnittliche Verbindungsdauer beträgt nach Angaben der
Telekom 80 Sekunden . Wie es bei dem Konzern hieß , sei ab sofort auch der
Weitervermittlungsdienst in die wichtigsten europäischen Länder und in die USA
ohne Mehrkosten möglich . Neue Sammelklage von Intershop-Aktionären in den USA
Nach dem dramatischen Kurseinbruch der Aktie der Jenaer Intershop AG haben
Anwälte nach eigenen Angaben eine Sammelklage von Aktionären gegen das
Software-Unternehmen in den USA eingereicht . Sie sei Ende Februar bei Intershop
in San Francisco vorgelegt worden , teilten die Kanzleien Shalov Stone & Bonner
und Rotter am Donnerstag in München mit . Unternehmenssprecher Heiner Schaumann
bestätigte dies zunächst nicht . " Uns liegt bisher nichts vor " , sagte er auf
Anfrage . Zurzeit gibt es nach seinen Angaben nur eine Aktionärsklage gegen das
Unternehmen , bei der sich ein Anwalt aus Deutschland selbst vertritt .
Intershop hatte nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung für das vierte Quartal 2000
den Kontakt zu Aktionärsvertretern in Deutschland gesucht . Die Kanzleien warfen
dem Software-Hersteller vor , von Mai 2000 bis Januar 2001 die Marktstellung von
Intershop in den USA positiver dargestellt zu haben als sie war . Intershop habe
bereits im Mai gewusst , dass die in der Öffentlichkeit verbreiteten Umsatz- und
Gewinnprognosen für die weiteren Quartale nicht erreicht würden . In dieser Zeit
habe die Software-Firma führende Mitarbeiter in den USA verloren . Immer mehr
Kunden hätten Zahlungen mit Hinweis auf Probleme bei der
Software-Implementierung verweigert . Schaumann sagte , die Geschäftsentwicklung
von Intershop habe im ersten Halbjahr 2000 über Plan gelegen . Wegen guter
Umsätze auch in den USA seien im zweiten Quartal schwarze Zahlen geschrieben
worden . Erste Signale für eine Rezession in der IT-Branche hätten sich erst
viel später abgezeichnet . Nach dem Börsen-Debakel zu Jahresbeginn hatte es
immer wieder Klage-Drohungen gegen Intershop gegeben . Die Intershop-Mitteilung
zur Umsatz- und Gewinnwarnung Anfang Januar war vom Bundesaufsichtsamt für den
Wertpapierhandel routinemäßig geprüft worden . Das Bundesamt hatte keine
Pflichtverletzung des Unternehmens festgestellt . US-Exportlizenz für
revolutionäres Kryptoverfahren Die US-Softwareschmiede Foolproof Systems hat von
den zuständigen US-Behörden eine Lizenz für den Export starker Kryptographie
erhalten . Nachdem diese Genehmigung erteilt wurde , will die Firma " in wenigen
Wochen " ihr Verschlüsselungsprogramm rot-156 auch in Europa anbieten . Bislang
durfte Foolproof Systems nur die Sonderversion rot-FL ( financial level ) an
Banken und Kreditinstitute liefern . Pete N. Sziffa von Foolproof freut sich
über die neuen Möglichkeiten , nun auch den Endkundenmarkt zu erschließen : "
Ohne die Genehmigung hätten wir nur die Minimalversion rot-26 liefern dürfen ,
die keine ausreichende Sicherheit bietet . " Anders soll das bei rot-156 sein .
Wie viele andere Verschlüsselungsverfahren soll es rundenweise arbeiten . Durch
die sechsfache Iteration des vergleichsweise einfachen Basis-Algorithmus will
Foolproof eine hohe Sicherheit Gewähr leisten . Bislang ist der
rot-156-Algorithmus allerdings noch nicht offen gelegt : " Wir müssen zunächst
einen umfassenden Patentschutz auch in Europa erreichen " , meinte Sziffa .
Jeder Lizenznehmenr musste bislang eine strenge Schweigeverpflichtung ( NDA ,
Non-Disclosure Agreement ) abgeben ; somit liegen bislang auch keine Kommentare
unabhängiger Fachleute zu dem Verfahren vor . Vor Kinderkrankheiten hat der
Anbieter trotzdem keine Angst : " Das Produkt ist ja nicht neu , wir werden
demnächst Version 1.4 in Europa verbreiten " , erklärt Sziffa . Zur Sicherheit
seines Produkts meint der Chef von Foolproof : Die Klartextzeichen werden durch
die hypersymmetrische rot-156-Verschlüsselung derart bearbeitet , dass sie
wiederum einen sinnvollen Text ergeben . AT&T steigt bei Net2Phone ein AT&T ,
der größte US-Telekommunikationskonzern , steigt beim Telefonieren über das
Internet ein . Die Firma kontrolliert nach eigenen Angaben rund 40 Prozent des
Marktes für Telefonie-Anwendungen über das öffentliche Internet . An dem
Konsortium , das in Net2Phone investiert , sind neben AT&T selbst die British
Telecom und AT&Ts Liberty Media Group beteiligt . Die British Telecom und AT&T
sind bereits Kooperationspartner bei Concert , einem Joint Venture , das Sprach-
und Datendienste für internationale Unternehmen bereitstellt . Von Net2Phone
direkt erhält das Konsortium vier Millionen neu ausgegebener Aktien für 75
US-Dollar das Stück . Da es sich um so genannte Class-A-Aktien handelt , hält
das Konsortium nach Abschluss der Transaktion einen Aktien-Anteil von 32 Prozent
an Net2Phone , hat aber gleichzeitig einen Stimmanteil von 39 Prozent . Nimmt
das Konsortium diese Option war , hat es anschließend 48 Prozent Aktien- und 59
Prozent Stimmanteil an Net2Phone . Siehe dazu auch den Hintergrundbericht :
Ritterschlag für die Internet-Telefonie Ritterschlag für die Internet-Telefonie
Die Beteiligung von AT&T an Net2Phone ist die erste große Investition einer
klassischen Telefonfirma in ein Unternehmen , das mit der Technik des
Telefonierens über das Internet Geschäfte macht . Das Telefonieren über das
öffentliche Internet , bei dem für Endanwender normalerweise nur die Gebühren
für lokale Verbindungen bei beliebigen nationalen und internationalen Gesprächen
fällig werden , wurde lange Zeit als große Gefahr für das Geschäft der
klassischen Carrier wie der Deutschen Telekom oder AT&T angesehen . Inzwischen
sehen aber viele Anbieter in der Internet-Telefonie wieder eine Chance , im
Endkundenmarkt einen Vorteil vor der Konkurrenz zu gewinnen . Mit der
Beteiligung an Net2Phone erhalte man einen Vorsprung von 18 bis 20 Monaten vor
der Konkurrenz : " Das ist wirklich die erste Firma , die das Internet mit dem
öffentlichen Telefonnetz zusammenbringt . " Zusätzlich gab es laut dem
Finanzdienst Bloomberg Informationen aus AT&T-nahen Kreisen , dass Microsoft
nächste Woche in Net2Phone investieren und eine Kooperation mit der Firma
ankündigen werde . IDT verkauft im Rahmen des angekündigten Deals einen Teil
seiner Net2Phone-Aktien an AT&T . Die Investition von AT&T dürfte die
Blütenträume von AOL aber etwas dämpfen . Nach Meinung einiger Analysten hoffte
AOL , selbst eine Mehrheit an Net2Phone zu bekommen , um nach der Fusion mit
Time Warner als Komplettanbieter für Daten- und Sprachdienste sowie Inhalte
gegenüber den Endkunden auftreten zu können . Es gibt bereits Abkommen zwischen
Net2Phone und AOL , die Internet-Telefonie in AOLs Instant Messenger zu
integrieren . AT&T ist allerdings einer der härtesten Konkurrenten für die
Vorhaben von AOL : Als Internet-Provider tritt der Konzern unter dem Label
WorldNet auf , seine Beteiligung an Excite@Home bringt zudem
Hochgeschwindigkeits-Internet über Kabel zu den Privatkunden . Mit dem Einkauf
bei Net2Phone macht AT&T die Internet-Telefonie nicht nur gesellschaftsfähig ,
sondern gewinnt auch einen Vorsprung vor AOL , um Privatanwendern Sprach- und
Datendienste über einen Internet-Zugang anbieten zu können . Web-Site gecrackt :
Porno-Links statt Immobilien ( update ) Heute am 1. April erlaubten sich einige
Unbekannte offensichtlich einen besonderen Aprilscherz mit der
Online-Immobilienbörse ImmobilienScout24 . Statt Wohnungs- , Haus- oder
Grundstücksangeboten bekommen überraschte Surfer momentan Porno-Seiten von
Persian Kitty's Adult Links zu sehen . Die Seiten des Online-Immobilien-Shops
lagern bei der Telefongesellschaft Colt aus Großbritannien ; deren Domain
colt.net ist nach ersten Untersuchungen in der Datenbank von Network Solutions
korrekt eingetragen . Der Rechner host.de.colt.net mit der IP-Adresse
62.96.251.195 , der die Web-Seiten der Immobilienbörse ausliefert , war auch der
europäischen Registry Ripe wohl bekannt - die entsprechenden Einträge verweisen
auf das korrekte IP-Netz , das der Immobilien Scout GmbH zugewiesen ist . Auch
die Routen scheinen danach richtig gesetzt zu sein . Ein traceroute auf den
Server des Immobilien-Händlers erbrachte keine Hinweise auf ungewöhnliche
Zwischenstationen . Die Web-Seiten der Porno-Site liegen dagegen normalerweise
im IP-Netz 209.81.0.0 , das der Firma Meow Media aus Washington zugewiesen ist ;
das Unternehmen hat laut NSI-Datenbank diverse Domain-Namen registriert , die
alle angesichts ihrer Bezeichnungen auf Porno-Sites schließen lassen . Nach
Angaben des Administrators bei immobilienscout24 gegenüber c't ist ein Cracker
in das System eingedrungen , auf dem der DNS-Server des Betreibes läuft , und
hat die Zone-Files manipuliert . Die Maschine , eine HP 9000 unter dem
Betriebssystem HP-UX 10.20 , wird allgemein als nicht besonders anfällig
gegenüber Angriffen angesehen - der Mitarbeiter der Betreiberfirma geht daher
davon aus , dass es ein Cracker war , der sich gut mit dem System auskennt .
Zwischenzeitlich lässt sich unter der Adresse www1.immobilienscout24.de die
korrekte Seite der Immobilien-Börse finden . Was war . Was wird . Wie immer
möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Was war . Insofern haben die unwilligen Leser vielleicht
doch Recht . Die nette Gemeinheit mit dem Aprils Fools' Day haben wir Mark Twain
zu verdanken , dem erklärten Liebhaber der deutschen Sprache . Was er allerdings
nicht erklären wollte , das ist die Herkunft der Aprilscherzerei , die viele als
Payback-System der anderen Art verstehen . Sie wird sträflich vernachlässigt ,
weil kaum jemand weiß , dass der erste April ein Ehrentag ist , dass er gefeiert
wird , weil am 31. März zum 1. April vor 405 Jahren etwas Folgenschweres
passierte . Da wurde René Descartes geboren , ein Denker , den jeder
Programmierer kennt - oder kennen sollte . Er erfand die Methode des
systematischen Zweifels , vulgo Aprilscherz . Als Erstes fragte sich Descartes :
" Was bin ich ? " Und fand , dass er ein Frühchen war . Darum haben wir den 1.
April bekommen . Zumindest ist das ein schöner Gedanke . Das beweist einmal mehr
der Kommentar der Dame zu den Plänen , Links , so sie denn der freiheitlich
demokratischen Grundordnung zuwider laufen , unter Strafe zu stellen . Immerhin
: Sie denkt , also ist sie , virtuell , wie hoffentlich auch ganz real . Das
gilt wohl für diverse Kommentare in Online-Foren - nicht nur bei Heise . Das
Internet funktioniert doch - trotz aller Abartigkeiten finden sich in dem
Misthaufen immer wieder Perlen . Möge nur jetzt niemand beleidigt sein , weil
ich ihn oder sie oder seinen oder ihren Lieblingsfeind nicht namentlich erwähnte
- er oder sie möge sich mit der Anthropologie der " Meister der Kommentare "
trösten , die Kollege Gerald Jörns von Telepolis bereits geschrieben hat .
Irgendwie bin ich heute in versöhnlicher Stimmung ... Denn eine Anthropologie
ganz anderer Sorte war dieser Woche in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu
lesen . Zumindest ließe sich eine Anthropologie der Verdränger daraus erstellen
. Völlig frei von jedem Descartes'schem Zweifel präsentierte sich die Firma IBM
in der FAZ . In der Sparte " Unternehmensnachrichten " erschien ein Artikel von
Manfred Wahl mit dem seltsamen Titel " Die Ordensrückgabe ist eine Beleidigung
für jeden Deutschen " . Gemeint war der Titel , den IBM-Präsident Thomas J.
Watson von Hitler bekam und später wieder zurückgab . Manfred Wahl , von 1963
bis 1975 IBM-Chef in Deutschland , versucht sich in der Unternehmensnachricht an
der ersten offiziellen deutschen Stellungnahme von IBM zum Buch von Edwin Black
, das unter dem Titel " IBM und der Holocaust " erschienen ist . In der
Verteidigung von Wahl findet sich der berühmte Lehrsatz von der Neutralität der
Technik , über den schon Descartes gelacht haben dürfte : Erinnert sei an den
Dehomag-Vorstand Otto Kiep ( ein Verwandter des CDU-Politikers Walter Leisler
Kiep ) , der zum Kreis des 20. Juli gehörte und gegen die Nationalsozialisten
kämpfte ( was Edwin Black übrigens in seinem Buch unterschlägt ) . Otto Kiep
wurde 1944 verhaftet , gefoltert und gehängt . Ein von James Conolly im Auftrag
der IBM geschriebenes Buch über die " History of Computing in Europe " erwähnte
im Jahre 1968 die Rolle von Kiep im Widerstand . Es musste auf Geheiß des
europäischen IBM-Vorstandes ( mit Manfred Wahl ) deswegen eingestampft werden .
Die Retter der Unschuld der Technik wandeln auf verschlungenen Pfaden . Die
unsägliche Patriotismus-Debatte , die einige Herren und Damen vom Zaun gebrochen
haben , führt sich angesichts mancher Leistungen von Deutschen und angesichts
vieler Vorkommnisse in Deutschland selbst ad absurdum . Mag der
Scheuklappenbewehrte auch ganz neutral Stolz auf die Dehomag-Maschinen in den KZ
oder die Enigma-Kryptographiemaschine des deutschen Militärs sein - nur
Dumpfbacken leiten aus solchermaßen angeblich neutraler Technik Nationalstolz ab
- oder aus dem schlichten historischen Zufall , dass der Zusammenfluss von Rhein
und Mosel " Deutsches Eck " heißt . " Stolz , ein Deutscher zu sein " , weil der
Rhein hier entlang fließt ? Dann sind wir gleich bei " Von der Maas bis an die
Memel " : Jedes Volk hat die Parolen , die es verdient . Und die Techniker , die
es zu Grunde richten - oder auch nicht . So hat ebenfalls in der letzten Woche
ebenfalls die Firma IBM sich etwas wirklich Hübsches geleistet . Denn Kunst muss
sein in dieser von lauteren Maschinen wimmelnden Welt . So lud die Firma
Studenten der " führenden europäischen Ausbildungsstätten für Fotografie " , wie
IBM sich stolz in die Brust wirft , zu einem Wettbewerb ein . Die Aufgabe war
geradezu trivial , ein Knips mit dem Kasten zum Thema " At ease with e-business
" . Gewonnen hat die Engländerin Lousia Walsh . Ihr Motiv in der Beschreibung
laut IBM-Pressemeldung ( ein Foto wurde nicht mitgeliefert ) : Und die
Begründung von IBM zum Schluss vom Manager , der seine Dauerwelle richtet : Da
sind wir aber platt . Das ist eine hoch aktuelle Zeitschrift , die mit dem Föhn
gelesen werden will . Schließlich hat der Spiegel gründlichst recherchiert und
die ersten deutschen Leit-Bobos ausfindig gemacht , Dirk Maxeiner und Michael
Miersch , die das Mefisto-Prinzip predigen : Immer dagegen und böse wie ein
Freigraf von Gutmensch . Die zweiten Germanobobos nach diesen Topleuten müssten
eigentlich von der Firma Met@box kommen . Sie schafften es wie viele andere
Firmen der New Economy nicht , rechtzeitig die Bilanzen vorzulegen . Es ist dies
ein feiner Beweis für das von der New Economy gepredigte Just-in-Time und B2B ,
wenn das nicht klappt , was große Konzerne der alten Ökonomie können . Met@box
schießt indes den Vogel mit der Begründung ab , man könne die Bilanz nicht
rechtzeitig liefern , weil die Akten von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt
worden seien . Diese sucht nach illegalen Transaktionen und fiktiven
Kaufofferten , die den Kurs der Met@box fördern sollten . Diese Luftblasen sind
offensichtlich unersetzlich und werden dringend für den Finanzbericht gebraucht
. Es gingen ja viele Vorschläge nach dem Aufruf in der letzten Wochenschau ein .
Kaum eine Firma , kaum ein Projekt , kaum eine Initiative oder Organisation ,
die nicht das harmlose " a " zu einem vermeintlich Modernität und Hipness
demonstrierenden " commercial at " verunzieren müsste . So sei das @
unverdienterweise stellvertretend für all die ausgeflippten Bobos der New
Economy und für alle dem Hype hinterher hechelnden Bürokraten der Old Economy
mit der Auszeichnung gestraft - in der verzweifelten Hoffnung , dass nächstes
Jahr alles besser wird . Die CeBIT hatte erst in dieser Woche großen Kehraus .
Eitel Sonnenschein gab es daher reichlich , beim Veranstalter , den Ausstellern
und den Beuteltieren . Nur die Hacker wollten nicht so richtig mitziehen am
großen digitalen Strang unter der Leitung von Findulin und Gerd " the Nerd "
Schröder . Beim OpenHack-Wettbewerb der Firma Argus Systems und Fujitsu-Siemens
passierte offensichtlich das Gleiche wie in den USA . Ein Hacker kam durch ,
verpasste aber ein gesetztes Zeitlimit . Doch das Rennen PitBull gegen Bitbull
scheint noch nicht zu Ende : Wenn eine Lösung geknackt werden kann , auch wenn
das außerhalb der gesetzten Zeit passiert , so ist sie doch geknackt . Oder
nicht ? Das mussten auch diejenigen erfahren , die nach dem ganzen Tamtam um
Windows XP die Betaversion dieses kommenden Knallers bestellen wollten . Sie
gelangten auf eine Order-Site , die zwingend Microsoft Passport voraus setzt .
Wer dennoch an das System kommen wollte , musste sich bei Passport anmelden ,
einem Dienst , der nette AGBs enthält . Ein Passport-Benutzer gestattet ohne
Widerrufsmöglichkeit der Firma Microsoft : " 1. Use , modify , copy , distribute
, transmit , publicly display , publicly perform , reproduce , publish ,
sublicense , create derivative works from , transfer , or sell any such
communication . Sublicense to third parties the unrestricted right to exercise
any of the foregoing rights granted with respect to the communication . Diese
Klauseln mögen irritierend wirken . Insgesamt stellen sie doch bündig dar ,
warum das von Microsoft initiierte P3P-Projekt schaumiger und inhaltsleerer ist
als ein Sahnebecher in einem Taifun . Wer sich auf diese Form von Passport
einlässt , hat sein Hirn an der CeBIT-Kasse vergessen . So etwas kann vorkommen
. Was wird . Von wegen Spirit of Tomorrow . Weg ist der rote Strudel und Leere
im Hirn . Nach der CeBIT lahmt die Branche traditionell und intellektuell . Zu
vermelden ist für nächste Woche ein Auftritt von Bill Gates bei der CHI 2001 in
Seattle . Dort hat der Gute ein Heimspiel und darf ohne Schaden an Leib und
Seele von der " Bedeutung der Benutzerschnittstelle " reden . Die offizielle
Microsoft-Ankündigung der Keynote von Bill Gates gibt sich schlicht : " Seit 16
Jahren definiert Microsoft die Schnittstellen . " Gemeint ist Windows 1.0 , das
im Herbst 1985 erstmals demonstriert wurde . Ein weiteres Ereignis steigt bei
der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin . Dort fragt man sich immer noch , wer
eigentlich das Internet regiert . Cogito , ergo Internet . Das endgültige Aus
für Quantums Festplattengeschäft Nun ist es offiziell : Quantum zieht sich aus
dem Festplatten-Geschäft zurück . Die im Oktober vergangenen Jahres
ausgehandelte Übernahme der Harddisk-Abteilung des traditionsreichen Herstellers
durch Maxtor wurde am Freitag von den Aktionären abgesegnet . Nach 21 Jahren in
diesem Geschäft gibt Quantum damit , wie im Oktober zwischen den beiden Firmen
ausgehandelt , die Produktion der Festplatten vollständig ab . Der Name Quantum
verschwindet damit aber nicht vom Markt : Der Hersteller will sich künftig auf
Massenspeicherlösungen vor allem auf Basis von Bandlaufwerken und
Speicher-Servern konzentrieren , für die die Festplattenlaufwerke dann extern
eingekauft werden . Damit tritt Quantum künftig noch stärker in Konkurrenz zu
großen Namen in diesem Bereich : Bislang stellen mit EMC , IBM und Compaq drei
Heavyweights die Marktführer in diesem Segment . Mit 3.000 Mitarbeitern will
Quantum aber ein kräftiges Wörtchen mitreden : Durch die DLT-Technologie sieht
sich Michael A. Brown , Chef von Quantum , beispielsweise in einer besseren
Position als die Hersteller von Ultrium-Laufwerken ( Linerar Tape Open , LTO ) ,
da die neueren DLT-Laufwerke abwärtskompatibel zu älteren DLT-Techniken seien .
Auch will Quantum mit Komplettlösungen für Massenspeicher einschließlich
Dienstleistungen für Unternehmen punkten . Darüber hinaus sieht Quantum nun
eines seiner Hauptgeschäftsfelder in Storage Area Networks , kompletten
Netzwerken von Massenspeichern für den transparenten Zugriff über
Unternehmensnetze . CDU fordert Konzeption für Computerausstattung an Schulen
Die CDU im baden-württembergischen Landtag strebt eine mehrstufige Konzeption
für die künftige Ausstattung der Schulen mit Computern an . CDU-Fraktionschef
Günther Oettinger kündigte in einem dpa-Gespräch dazu eine " faire Aufteilung
der Kosten " zwischen Land , Kommunen und freien Schulträgern an . Das gelte
auch für den Ausbau der Ganztagesbetreuung . Vor kurzem hatte der Gemeindetag
eine grundlegende Reform der Schulfinanzierung vor allem hinsichtlich der
Multimedia-Ausstattung und der Schulsozialarbeit gefordert . Die Schulbildung
muss nach Oettingers Worten auf die raschen technologischen und
gesellschaftlichen Veränderungen vorbereiten sowie auf den Bedarf der Wirtschaft
und des Arbeitsmarktes ausgerichtet sein . Der CDU-Politiker sagte : Über die
flächendeckende Einführung von tragbaren Computern für Schüler hatte es wenige
Wochen vor der Landtagswahl in der CDU heftige Differenzen gegeben . Gut zwei
Wochen vor der Wahl hatte Ministerpräsident Erwin Teufel ( CDU ) erklärt ,
dieses Vorhaben sei wegen der Kosten in Milliardenhöhe nicht zu verwirklichen .
Oettinger rechnet damit , dass mit der weiteren technischen Entwicklung auch die
Kosten für entsprechende Geräte sinken . So sei denkbar , dass in absehbarer
Zeit für einen robusten Schüler-Laptop nur 800 bis 1.500 Mark statt gegenwärtig
zwischen 3.000 und 6.000 Mark fällig sind . Lotus verliert Chef-Technologen Nick
Shelness Der Wechsel von Cliff Reeves zu Microsoft sollte nicht der letzte
Abgang der alten Garde bei Lotus sein : Nun verläßt auch Chief Technology
Officer Nick Shelness das Unternehmen . Künftig wird er als Chef-Technologe für
United Messaging und als Fellow von Differentis tätig sein . Shellness war seit
1994 Lotus-Fellow und seit 1999 IBM-Fellow . Er stieß 1994 durch die Akquisition
von SoftSwitch zu Lotus . Bei SoftSwitch verantwortete er vier Jahre als Chief
Scientist die Architektur von EMX ( dann Lotus Messaging Switch ) . Davor war er
drei Jahre bei der British National Oil Corporation und zehn Jahre als Dozent
der University of Edinburgh tätig . Dieses mit dem früheren Lotus-Chef Jeff
Papows eingerichtete Arrangement funktionierte mit dem jetzigen Lotus-Chef Al
Zollar nicht mehr so recht . Shelness entschloss sich deshalb , Lotus zu
verlassen und sich neuen Aufgaben zu widmen . Jenoptik-Chef trotz Turbulenzen in
der Chip-Branche optimistisch Trotz der Turbulenzen in der Halbleiterindustrie
sieht Jenoptik-Chef Lothar Späth keinen Grund für Pessimismus in diesem Jahr . "
Wir haben keinen Anlass für Korrekturen bei unseren Prognosen " , sagte der
Vorstandsvorsitzende der Jenoptik AG ( Jena ) der dpa . Der Umsatz des
Technologiekonzerns , der weltweit beim Bau neuer Chipfabriken engagiert ist ,
soll 2001 bis zu 20 Prozent zulegen . " Wir haben eine stabile Situation und
sind im Augenblick von der Halbleiterkrise nicht betroffen " , sagte Späth .
Fabrikneubauten , für die Aufträge vorliegen , seien nicht gestoppt worden . Er
verwies unter anderem auf neue Aufträge in China , seiner Ansicht nach einem der
künftigen Schlüsselmärkte für Mikroelektronik . " Ich habe den Eindruck , dass
der Konjunkturzyklus in der Halbleiterindustrie kürzer wird " , meinte Späth .
Einige Hersteller hatten in den vergangenen Wochen mit Hinweis auf den
Preisverfall bei Schaltkreisen ihre Geschäftserwartungen gedämpft . Seine
optimistische Prognose für dieses Jahr begründete der Vorstandschef auch damit ,
dass der Jenoptik-Geschäftsbereich Anlagenbau/Reinraumtechnik ( Clean Systems )
auf eine breitere Basis gestellt wurde . Dazu gehörten Projekte für die
Pharmaindustrie . Um die eigenen Kapazitäten in diesem Bereich zu erweitern ,
sei jetzt ein Ingenieurbüro mit etwa 200 Mitarbeitern übernommen worden . Clean
Systems erwirtschaftet etwa zwei Drittel des Konzernumsatzes . Jenoptik mit der
zweiten Industriesparte Optoelektronik und einer Risikokapitalgesellschaft , die
Börsenkandidaten betreut , beschäftigt rund 6.000 Mitarbeiter . Kartellamt
untersucht Aus für Handy-Subventionen Das Kartellamt nimmt die
Mobilfunkbetreiber unter die Lupe : Nach einem Bericht des Focus in seiner
neuesten Ausgabe wollen die obersten Wettbewerbshüter prüfen , ob es zwischen
den Firmen zu Preisabsprachen darüber kam , Handys künftig nicht mehr
subventioniert anzubieten . Die Mobilfunkfirmen hatten im Laufe der CeBIT in
überraschender Einmütigkeit erklärt , dass sie Handys in Zukunft nicht mehr zu
Spottpreisen auf den Markt bringen und die entsprechenden Subventionen abbauen
wollen . Ein Sprecher des Kartellamtes meinte laut Focus : Wir sind noch in der
Phase der Prüfung . Die Mobilfunkanbieter stehen vor dem Problem , dass viele
der subventionierten Billig-Handys ihnen keine Einkünfte durch Gesprächgebühren
einbringen . So meinte etwa der Chef von D1 , rund 10 Prozent der Handy-Besitzer
hätten in den letzten drei Monaten kein einziges Gespräch geführt . Das
Kartellamt stolperte aber nun offensichtlich über die scheinbar konzertierte
Aktion , mit der vor allem die vier Netzbetreiber ihre Absichten verkündeten .
Ein Arbeitsgruppe der japanischen Regierung hat Ende der Woche ein
ambitioniertes Aktionsprogramm mit über 200 Maßnahmen vorgestellt , mit dem die
zweitstärkste Volkswirtschaft der Welt Rückstände beim Wettlauf der Nationen in
die Netzgesellschaft wett machen will . Im Vordergrund steht ähnlich wie bei
vergleichbaren Aktionsprogrammen zahlreicher Staaten weltweit das Ziel , durch
Liberalisierung ein positives Umfeld für den E-Commerce zu schaffen . Aber auch
die Regierungsarbeit und die öffentliche Verwaltung sollen konsequent auf die
digitalen Medien umgestellt werden . Das e-Japan Prioritätsprogramm , das die
vom japanischen Premierminister Yoshiro Mori geleitete Information Technology
Strategy Task Force ausgearbeitet hat , legt fünf Aktionsschwerpunkte fest .
Dabei geht es um konkrete Maßnahmen in den Bereichen Infrastruktur , Bildung ,
E-Business , E-Government und IT-Sicherheit . Dazu kommen übergeordnete
Zielsetzungen wie das Verhindern einer digitalen Spaltung der Gesellschaft
innerhalb Japans . Aber auch gegen den Aufriss einer virtuellen Kluft zwischen
einzelnen Nationen will sich die Expertentruppe stark machen . Zudem drängt sie
die Politiker und Unternehmensführer auf der Insel , aktiver an der
internationalen Standardisierung von Vorschriften und Spezifikationen
mitzuwirken . Bisher hält die zu 46,7 Prozent dem Staat gehörende Nippon
Telegraph and Telephone ( NTT ) vor allem im Ortsbereich ein Monopol und
kontrolliert rund 90 Prozent der Leitungen . Nun soll noch 2001 eine der
deutschen Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP )
vergleichbares " Komitee zur Lösung von Interessenskonflikten im
Telekommunikationsbereich " für mehr Wettbewerb sorgen . Auch noch in diesem
Jahr will die Regierung die Frequenzen für den funkgestützten
Hochgeschwindigkeitszugang zum Netz erweitern . Gleichzeitig ist eine Initiative
vorgesehen , die auch die Lehrer im Umgang mit dem PC schult . Damit die für die
Online-Welt getrimmten Nutzer im Web auch genügend Einkaufsmöglichkeiten finden
, will die Regierung einen sicheren Rahmen für E-Händler schaffen . Herauskommen
soll dabei aber nicht nur ein beliebiges " Fernabsatzgesetz " oder eine
E-Commerce-Richtlinie , wie sie die Europäische Union ihren Mitgliedsstaaten
vorschreibt . Der japanische Plan geht so weit , dass fortan jedes zukünftige
Gesetz auf seine Verträglichkeit mit dem Internet und dem E-Commerce überprüft
werden soll . Im gleichen Jahr werden laut Fahrplan praktisch alle Anwendungs-
und Berichterstattungsverfahren der Verwaltung online abgewickelt . Weniger
ehrgeizig sind die Japaner im Bereich Sicherheit . Bis 2002 steht zwar die "
Standardisierung der Verschlüsselungstechnologien " auf dem Programm . Doch erst
bis 2003 sind die Ressorts aufgefordert , ihre Sicherheitspraktiken und die "
kritischen Infrastrukturen " zu bewerten und zu überprüfen . Die " verstärkte
Aufklärung " der Anwender über die Folgen von unbefugten Zugriffen auf Rechner
in Netzwerken und Computerviren ist ebenfalls erst bis 2003 vorgesehen . Dass es
die Regierung nicht so eilig hat mit dem Kampf gegen die in Europa und den USA
so gefürchteten Hacker und Computer-Saboteure , erklärt sich eventuell mit der
bisher vergleichsweise geringen Nutzung des Internet über den PC in Japan .
Während dank i-mode fast jeder Teenager übers Handy längst permanent online ist
, verhindern hohe Telefon- und Internetgebühren eine verstärkte Nutzung des
Internet vom heimischen Schreibtisch aus . Selbst Premierminister Mori hat
mehrfach zugegeben , vor Sommer vergangenen Jahres nie eine Computer-Tastatur
berührt zu haben . Der e-Japan-Plan , der auf einem bereits 1999 vorgelegten
Weißbuch zur Telekommunikation sowie einer im November veröffentlichten Eingabe
einer vom Sony-Chef Nobuyuki Idei geleiteten Beratungsgruppe zurückgeht , fällt
Kritikern daher gerade im Bereich der Liberalisierung zu schwach aus . Sie
befürchten , dass das Monopol von NTT nur halbherzig angegangen wird . Infineon
sieht keinen Anlass für Gewinnwarnung Der Chip-Hersteller Infineon ist trotz der
momentanen Schwäche auf den weltweiten Hightech-Märkten weiterhin optimistisch .
Infineon-Chef Ulrich Schumacher sagte in einem Interview des in Düsseldorf
erscheinenden Handelsblatt , er gehe davon aus , dass sich im zweiten Halbjahr
die Preise für Speicherchips erholten . Auch die eingetrübten Erwartungen der
Mobilfunk- und PC-Industrie seien nur " Wachstumsdellen " . Für eine
Gewinnwarnung sieht Schumacher keine Notwendigkeit : " Anlass für eine
Gewinnwarnung gibt es nur , wenn wir die Erwartungen , die im Markt sind , nicht
mehr erfüllen können . " " Mit diesen Schätzungen können wir gut leben " ,
meinte Schumacher . Schumacher plant zwar Zukäufe , Großakquisitionen in
Milliardenhöhe seien aber unwahrscheinlich , meinte der Infineon-Chef .
Domino/Notes R5 auf den letzten Drücker verfügbar Auf den letzten Drücker , eine
Viertelstunde vor Mitternacht , hat Lotus sein Versprechen eingelöst , R5 " noch
im ersten Quartal 99 " auszuliefern . Jedenfalls beinahe : Auf der Notes Web
Site kann man ab sofort zumindest den Notes-Client für Windows sowie die
Domino-Server für Windows , AIX und Solaris herunterladen . Das sind nicht alle
versprochenen Plattformen - noch fehlen die Server für OS/2 und HP-UX sowie der
Macintosh-Client . Solange stünden noch die letzten Betas zur Verfügung . S/390
, AS/400 und Linux finden bislang keine Erwähnung . Die sogenannten
Tier-One-Sprachversionen ( Deutsch , Französisch , Italienisch , Japanisch ,
Portugiesisch und Spanisch ) folgen innerhalb der nächsten dreißig Tage .
Datenschützer : Vorsicht bei Online-Banken Der Hamburger Datenschützer Peter
Schaar sieht beim elektronischen Bankgeschäft ein Restrisiko . Mit
Spähprogrammen könnten auf Festplatte gespeicherte Passworte ausgekundschaftet
werden , sagte der Experte in einem dpa-Gespräch . Auch das neue Suchprogramm "
Kenjin " berge Gefahren . Das Programm läuft im Hintergrund und kann alle
privaten sowie beruflichen elektronischen Dokumente analysieren . Die
Online-Banken würden allerdings schon aus eigenem Interesse Schritte ergreifen ,
um die Datensicherheit zu erhöhen , sagte Schaar . Die digitale Unterschrift
funktioniere bereits einwandfrei . Am Besten sei sowieso ein doppelt bis
dreifacher Schutz , bei dem zum Beispiel Kartensysteme mit der digitalen
Unterschrift kombiniert werden . Später könnten auch besondere Geräte dazu
kommen , die den Kunden am Fingerabdruck oder der Iris einwandfrei
identifizieren . Entwarnung gibt der Experte für den Informationsfluss vom
Kunden zur Bank . " Die Übertragung der Daten ist sicher " , sagte Schaar . Auch
die illegale Entschlüsselung der Geheimzahlen sei sehr kompliziert . Nach drei
Fehlversuchen bei der Zahlenangabe schalteten sich die Bankensysteme automatisch
ab . Mittels " SuperPins " ließe sich die Sperrung zwar aufheben . Aber auch
hier gebe es nur geringe Anzahl von Versuchen , bis die Karten endgültig
gesperrt würden : " Durch Ausprobieren geht es nicht . " Das " Riesenproblem der
Banken " liege bei juristischen Fragen , erklärte Schaar . Falls ein Kunde
bestreitet , einen Auftrag gegeben zu haben , müsste die Bank ihm zweifelsfrei
das Gegenteil nachweisen . Zwar könnten die Home-Pages der Online-Banken
zeitweilig wegen technischen Problemen lahm gelegt sein . Aber auch
traditionelle Bankfilialen könnten nicht immer für die Kunden bereitstehen : "
Normale Banken können ausbrennen . " Die Ansicht von Schaar , Kartenleser und
digitale Signaturen würden die Sicherheitsprobleme beim Online-Banking lösen ,
wird allerdings durch die geringe Akzeptanz von GeldKarte und Kartenlesern
konterkariert . Auch der Einsatz von digitalen Signaturen für Online-Geschäfte
steckt noch in den Kinderschuhen . Zwar räumten Experen SmartCard-basierten
Systemen auf der Konferenz PerfectCash 2000 mittelfristig die größten Chancen
ein . Bislang aber bieten nur wenige Banken entsprechende Lösungen an . Und von
den Benutzern verwenden bislang gerade einmal 2 Prozent elektronische
Zahlungssysteme für das Online-Shopping - kein gutes Omen für die Einführung
entsprechender Sicherungssysteme beim Online-Banking . Neue Telekom-Regulierung
in der Diskussion Die verantwortlichen EU-Fachminister für Telekommunikation
werden bei ihrem Treffen am Dienstag in Brüssel über eine Lockerung der
Wettbewerbsregeln für die Branche beraten . Ein Vorschlag der EU-Kommission
sieht vor , den Unternehmen deutlich mehr Spielraum zu gewähren . Vor kurzem
hatte das Bundeswirtschaftsministerium bereits ein Eckpunktepapier zur
Telekom-Regulierung vorgelegt , das zumindest für den Ortsbereich ,
beziehungsweise die " letzte Meile " keine Notwendigkeit für eine Änderung der
Regulierung sieht . Nach den derzeitigen Regeln hat ein Unternehmen mit mehr als
25 Prozent Anteil in einem bestimmten Telekommarkt bereits eine " beträchtliche
Marktmacht " und muss Wettbewerbsauflagen erfüllen . Diese zur Liberalisierung
des Marktes eingeführte Hürde habe sich aber in dem sich rasch entwickelnden
Markt nun aber als Hindernis gezeigt , hieß es im Vorfeld des Treffens . So
versuchten Anbieter im Mobilfunk , unter der 25-Prozent-Schwelle zu bleiben .
Nach Plänen der Kommission soll die Marke deshalb auf etwa 40 Prozent angehoben
werden . Wie der neue Rechtsrahmen genau aussehen soll , ist noch offen . Die
Minister werden zwar darüber beraten , nicht aber entscheiden . Die
EU-Kommission will im nächsten Monat ihre Richtlinienvorschläge vorlegen ;
Entscheidungen der verantwortlichen EU-Minister und des Europaparlaments werden
aber erst 2001 erwartet . Weiterbildung über das Internet Die Anbieter sprechen
von einer Revolution auf dem Bildungsmarkt , die Gegner von einer Nische für
Computerfreaks und Eigenbrötler . Die Rede ist vom E-Learning - auch bei
moderner Weiterbildung darf das modische " E " heutzutage nicht mehr fehlen .
E-Learning ist nach Ansicht vieler Experten der dritte große Internet-Trend nach
E-Mail und E-Commerce . Der Begriff bezeichnet das wachsende Angebot an
interaktiven Lehr- und Lernangeboten . Dazu zählen etwa Fernlehrkurse ,
multimediale CD-Roms , Video-Übertragungen aus Hörsälen , Newsgroups und
Online-Nachhilfe für Schüler . Die Vorteile liegen auf der Hand : Lernen wird
unabhängig von Raum und Zeit , zudem interdisziplinärer , internationaler und
individueller . Je nach Lerntempo , Vorwissen und Interesse stellen sich die
Schüler ihr Lernprogramm selbst zusammen . Die virtuelle Darbietung ist oft
stimulierender als herkömmliche Schulmedien . Und die Interaktivität trägt der
alten Lehrerweisheit Rechnung : Am besten lernt , wer selbstständig lernt . Das
Internet-Angebot des Verlages macht deutlich , warum sich das Medium der
Information und Kommunikation so für die Bildung eignet : learnetix.de ist
Lern-Community und kommerzieller Nachhilfeanbieter in einem . Die Schüler können
sich als Kunstfigur durch 3D-Welten bewegen , Lerntipps und -tricks abrufen oder
sich von den Online-Lehrern Dr. Mathe , Dora Deutsch und Super James im
Live-Chat und per E-Mail weiterhelfen lassen . Erst wenn Hausaufgaben korrigiert
und wöchentliche Arbeitsblätter zugeschickt werden sollen , entstehen
zusätzliche Kosten . Auch bei der Konkurrenz gibt es seit Beginn des Jahres
Online-Training für Schüler , das nach einer Probephase kostenpflichtig ist .
Das Klett-Lerntraining versteht sich als Ergänzung zum Unterricht und als
Lernhilfe : " Es macht keinen Sinn , irgendeinen Kurs ins Internet zu stellen "
, sagt Sprecherin Claudia Manteufel in Stuttgart . " Man muss das Angebot dem
Medium und seinen Möglichkeiten anpassen . " Das Internet eigne sich
beispielsweise nicht für die Interpretation von Gedichten , wohl aber als
Nachschlagewerk über den Autoren . Auch Sprachunterricht lässt sich gut über das
Medium Internet erteilen . Wer auf " learning by doing " nicht vertrauen möchte
, findet bei Englishtown zahlreiche Nachhilfeangebote : 24 Standard- und acht
branchenspezifische Businesskurse stehen kostenlos zum Selbststudium oder unter
Begleitung eines Lehrers kostenpflichtig zur Verfügung . Dazu kommen Text- und
Voice-Chats , Foren über Sprache und Kultur , Spiele oder eine Rubrik zum
Kennenlernen neuer Brieffreunde . Mit diesem breiten Angebot steht Englishtown
nicht allein . Auch globalenglish.com verbindet Internet-Techniken mit einem
ausführlichen Sprachtraining : Zu den Unterrichtsstunden in verschiedenen
Schwierigkeitsgraden kommen Online-Wörterbücher , Grammatikhilfen und
weiterführende kulturelle Informationen . Der umfangreiche Einstufungstest ist
wie bei allen Anbietern kostenlos : Das gilt auch für die Internetangebote der
Sprachschule Berlitz , die gerade mit dem Gütesiegel der Staatlichen
Zentralstelle für Fernunterricht in Köln ausgezeichnet wurden . Das Gütesiegel
haben bisher erst sieben kommerzielle Lehrgänge erhalten . Schließlich ist die
Technik noch jung und die Prüfung durch die Zentralstelle umfassend : Die
Qualität eines Lehrgangs ist für den Laien naturgemäß schwierig zu beurteilen .
Interessenten rät Vennemann die Lernziele und das Preis-Leistungs-Verhältnis
genau zu überprüfen . Dazu kommt die Technik : Wer nicht über die nötige
Ausrüstung und ein gewisses technisches Verständnis verfügt , wird an den
Online-Schulungen nicht viel Freude haben . " Es können immer mal wieder
Probleme bei den Formatierungen auftreten " , so Vennemann . Und ein Computer
mit Internet-Anschluss allein genügt nicht : Für die Voice-Chats etwa braucht
man eine Soundkarte , Boxen und Mikrofon . Das Lernen im virtuellen
Elfenbeinturm hat aber auch seine Grenzen . So haben Online-Anbieter etwa
festgestellt , dass die Online-Kommunikation viel besser läuft , wenn sich die
Teilnehmer zu Beginn des Kurses auch real kennen gelernt haben . " Egal was man
macht , man kommt nie ganz weg von Präsenzteilen " , betont Linda Gallasch ,
Fachleiterin für Fremdsprachen an der Volkshochschule Norderstedt . ( Deike
Uhtenwoldt , gms ) Finanzielle Turbulenzen um Microsoft Die Meinungen , welche
Auswirkungen eine Aufspaltung Microsofts auf die EDV-Branche hätte , gehen noch
auseinander - aber jetzt schon lösten das Urteil von Richter Thomas Penfield
Jackson und der Strafantrag der Kläger im Kartellprozess gegen den
Software-Konzern aus Redmond einige finanzielle Turbulenzen aus . Microsoft ist
notorisch dafür , im Vergleich zu anderen amerikanischen Hightech-Firmen relativ
niedrige Grundgehälter zu zahlen - böse Zungen sprechen sogar von " beschissenen
Löhnen " . Ausgeglichen wird dies durch Aktien des Unternehmens . Daher sieht
sich der Konzern angesichts der zeitweise nahezu Halbierung des Kurses in den
letzten Tagen veranlasst , allen Mitarbeiten eine einmalige Verdopplung der
Aktienoptionen anzubieten . Alternativ können sie sich die Differenz zwischen
dem Preis und dem aktuellen Kurs auszahlen lassen - eine Maßnahme , die
Microsoft teuer zu stehen kommen dürfte . Aber Unruhe und Unzufriedenheit unter
den Angestellten zu riskieren , die auf Grund des Prozesses offensichtlich
sowieso unter starkem psychologischem Druck stehen , kann sich Microsoft auf der
anderen Seite auch nicht leisten . Mag man die finanziellen Auswirkungen des
Kartellprozesses auf die Microsoft-Mitarbeiter noch als " innere Angelegenheit "
des Unternehmens betrachten , zeigen die Auswirkungen auf Aktionäre und
Fondgesellschaften , dass die amerikanische Gesellschaft inzwischen teilweise
von Wohl und Wehe des Konzerns abhängt . Nun gut , der einzelne Aktionär steht
verdutzt vor der Tatsache , dass auch die scheinbar so sichere Geldanlage im
Microsoft-Papier im Zweifelsfall dem Auf und Ab der Börse unterliegt .
Amerikaner , die überhaupt Geld für eine Altersvorsorge übrig haben , legen dies
oft bei Fondgesellschaften an . Und ähnlich wie Einzelaktionären schien den
Finanzinstituten das Microsoft-Papier eine sichere Bank . Nicht alle Analysten
sehen bei einer Aufspaltung Microsofts und einer nachfolgenden Beruhigung beim
Börsenwert der Redmonder Besserung kommen . Bislang ist umstritten , ob der
kombinierte Kurs von möglicherweise zwei " Baby Bills " den früheren Wert des
Microsoft-Papiers erreichen kann . " Wenn ich Aktionär wäre , würde ich eine
Aufspaltung befürworten " , meinte ein Börsianer unter Verweis auf die
Abtrennung der lokalen Telefongesellschaften ( " Baby Bells " ) vom
Mutterkonzern AT&T ( " Ma Bell " ) vor einigen Jahren . Der zusammengefasste
Wert der daraus resultierenden Aktien ist heutzutage weitaus höher als der Kurs
des AT&T-Papiers vor der Aufspaltung . Zwei " Baby Bills " könnten nach Meinung
einiger Experten zusammen einen Wert von bis zu 134 US-Dollar pro Aktie haben .
Allerdings würde diese Erholung und Steigerung des Kurses über den bisherigen
Höchststand des Microsoft-Papiers einige Monate , wenn nicht Jahre dauern . Die
meisten Börsianer gehen davon aus , dass , sollte der Richter die Aufspaltung
beschließen , der Kurs noch weiter einbricht und sich auch während des ganzen
Berufungsverfahrens nicht vollständig erholt . Andere Analysten sind allerdings
der Ansicht , dass der kombinierte Wert zweier Microsofts nur zwischen 52 und 59
US-Dollar pro Aktie liegen könnte - noch unter dem niedrigsten Kurs , auf den
das Microsoft-Papier in den letzten Tagen einbrach . Dies könnte den " kleinen
Mann " in den USA hart treffen : Nicht nur als Einzelaktionär , sondern auch als
Einwohner eines Landes , dessen " soziale Systeme " offensichtlich sogar von den
Auswirkungen eines Kartellprozesses auf den Aktienkurs eines einzigen
Unternehmens abhängig sind . Die " Baby Bills " und das Microsoft-Monopol Raider
heißt jetzt Twix , sonst ändert sich nix ? Manche Beobachter sind der Ansicht ,
eine Aufspaltung Microsofts in zwei Teile , wie vom US-Justizministerium und den
Vertretern der 19 amerikanischen Bundesstaaten im Kartellprozess gefordert , sei
zu kurz gegriffen und hätte kaum Auswirkungen auf die Branche . Zu den
Unterzeichnern gehören unter anderem William D. Nordhaus , Professor in Yale und
ehemals einer der Berater Präsident Clintons in Wirtschaftsfragen , sowie
Frederic M. Scherer , Professor in Harvard und früher Direktor bei der Federal
Trade Commission ( FTC ) . Nach ihrem Vorschlag sollte Microsoft viergeteilt
werden . Sie wollen zusätzlich zu einer Abtrennung der Applikations- von der
Betriebssystem-Sparte die resultierende Windows-Company in drei unabhängige
Unternehmen aufgespalten sehen . Diese sollen dann unabhängig voneinander auf
dem Markt für PC- und Server-Betriebssysteme konkurrieren . Auch wenn sich viele
nicht unbedingt dem Vorschlag der Ökonomen anschließen würden , scheint doch die
einhellige Meinung vorzuherrschen , dass eine Zweiteilung Microsofts am
Windows-Monopol kurz- und mittelfristig nicht viel ändern wird . Die Marktmacht
Microsofts auf dem Betriebssystemmarkt ist deutlich : Eine halbe " Baby Bill " ,
die nur für Windows zuständig wäre , ist immer noch größer als viele andere
Hightech-Firmen , und kann auf eine installierte Basis von Systemen
zurückgreifen , die ein beruhigendes Polster für das weitere Vorgehen bilden .
Ein direkter Vorteil für Konkurrenten , etwa die Distributoren von Linux oder
das Multimedia-System BeOS , ist kaum auszumachen . Allerdings kommt bei einer
Aufteilung Belebung von der anderen Seite : Eine Office-"Baby-Bill" hat
natürlich ein Interesse , die hauseigenen Anwendungen möglichst weit zu
verbreiten - also auch auf anderen Plattformen , wie dies ja momentan schon mit
dem MacOS geschieht . Die gewohnte Office-Umgebung auf Linux ? Manch Unternehmen
, manch Privatanwender könnte dies als letzten Schub betrachten , das
Open-Source-System als ernsthafte Alternative für den Arbeitsplatzrechner in der
Firma oder den heimischen PC in Betracht zu ziehen . Dem steht natürlich
entgegen , dass Microsofts Anwendungen durch die Programmierschnittstellen und
weitgehend proprietäre Interfaces nur schwer auf andere Systeme zu portieren
sind - ganz abgesehen davon , dass die enge Verzahnung zwischen Betriebssystem
und Anwendung erst einmal aufgelöst werden muss . Diese Trennung zwischen
Anwendung und System , eigentlich die klassische Vorgehensweise ( das System
verwaltet die Ressourcen , die Anwendungen nutzen sie ) , könnte mittelfristig
aber der Stabiliät von Software und Plattform entgegen kommen . Oft beklagt ,
nie richtig geändert : Die Zuverlässigkeit von Windows wird durch vieles
beeinträchtigt . Nicht zuletzt , weil Änderungen durch den Anwender an den
Applikationen oft ungeahnte Auswirkungen auf das Gesamtsystem haben , könnte
eine striktere Trennung von Anwendung und Betriebsystem durch Spaltung
Microsofts in zwei unabhängige Firmen der Software-Stabilität entgegenkommen .
Dafür allerdings muss der Benutzer eine weniger nahtlose Integration in Kauf
nehmen , an die sich viele , gerade unerfahrene User gewöhnt haben . Für viele
mag beispielsweise als Nachteil erscheinen , dass der Web-Browser in Zukunft
eben nicht mehr automatisch mit dem Betriebssystem installiert würde . Auf der
anderen Seite hat der Prozess schon jetzt einige Auswirkungen , und zwar nicht
nur finanzieller Natur . Wohl kaum hätten sich Firmen wie Compaq oder Dell , die
in vielen Bereichen von kostengünstigen Lizenzen für Windows abhängig sind , vor
Anlaufen des Verfahrens getraut , Linux als Alternative auf den eigenen Rechnern
anzubieten . Die Unabhängigkeit der PC-Hersteller wird natürlich größer - und
Alternativsysteme bekommen unter Umständen eine größere Chance . Viele
Beobachter befürchten allerdings auch , dass die Preise für Software steigen
könnten . Dieses Monopol war übrigens auch nicht Gegenstand des Verfahrens :
Allein die gesetzwidrige Ausnutzung des Monopols in einem Markt zur
Wettbewerbsbehinderung in anderen Bereichen war Inhalt der Klage . So könnte
eine Zweiteilung des Redmonder Konzerns , wird sie irgendwann tatsächlich
rechtskräftig , denn auch erst der Anfang eines langen Prozesses sein : Eines
Prozesses , in dem konkurrierende Systeme wie Linux erst einmal beweisen müssen
, dass sie es mit Windows auf Desktop-Rechnern in der Gunst der normalen
Anwender aufnehmen können ; und eines Prozesses , der ähnlich wie bei der
Aufteilung AT&Ts durch begleitende Gesetze möglicherweise eine stärkere
Regulierung der Software-Branche mit sich bringt - etwa durch Veränderungen der
Copyright-Gesetze , die in Zukunft mehr Rücksicht auf die unbestrittenen
Vorteile von Open-Source-Software nehmen könnten . Die Frage bleibt , ob der
eigentliche Gegenstand des Kartellprozesses und das Betriebssystemmonopol
Microsofts überhaupt noch diese Rolle spielen , die sie scheinbar auf Grund der
Geschehnisse rund um das Verfahren haben . Auf der anderen Seite liegt hier die
Bedeutung des Verfahrens : Eine Aufspaltung Microsofts kann von vornherein
verhindern , dass der Konzern bei PDAs , Internet-Infrastruktur und Servern mit
den gleichen Mitteln operiert wie im " Browser War " . Kein Wunder also , dass
in den Begleitdokumenten zum Strafantrag der Kläger Microsofts Vorgehen gegen
den PDA-Hersteller Palm eine wichtige Rolle spielte . Und bei Server-Software
droht den Redmondern neuer Ungemach : Die EU untersucht , ob Microsoft Windows
2000 so gestaltet hat , dass man praktisch gezwungen ist , die Server-Software
von Microsoft zu kaufen , will man Windows auf den Arbeitsplatzrechnern
einsetzen . Genau dies wäre die wettbewerbswidrige Ausnutzung eines Monopols ,
die dem Unternehmen im laufenden US-Verfahren vorgeworfen wird . Daher
beobachten die US-Behörden sehr genau , zu welchen Schlüssen die EU kommt ; der
stellvertretende US-Justizminister Joel Klein verwies bereits darauf , dass er
das Vorgehen Microsofts im Server-Markt für überprüfenswert halte . Die Meinung
mancher amerikanischer Beobachter , die letztlich keine großen Auswirkungen des
Prozesses erwarten , erscheinen zu kurz gegriffen : Es geht bei den Resultaten ,
die eine Verurteilung und mögliche Aufspaltung Microsofts mit sich bringt ,
nicht mehr um Windows und Internet-Browser . Diese Schlacht ist geschlagen . Es
geht vielmehr darum , ob wir in einer veränderten EDV-Welt mit denselben
Praktiken Microsofts leben müssen , ob wir mit einem vergleichbaren
Microsoft-Monopol wie bei Windows auch bei PDAs , Surf-Terminals und
Internet-Anwendungen konfrontiert sind . Sie versprechen vielmehr eine Belebung
und Beschleunigung des neuen Umfelds , in dem wir in Zukunft mit Internet und
Computern umgehen werden . Gates sieht dies natürlich anders : Laut Microsofts
Chief Software Archictect verhindere eine Spaltung Microsofts , dass "
großartige neue Software " entstünde . Genau diese Arroganz hat mit zum
Kartellprozess und dem beantragten harten Strafmaß geführt - die Industrie
ebenso wie die Open-Source-Gemeinde hat durch den Prozess die Chance für den
Beweis bekommen , dass eben nicht nur Microsoft die Systeme und Anwendungen für
die Rechner und das Netz der Zukunft entwickeln kann . Wenn sie diese Chance
nicht wahrnehmen , hat Microsoft den Prozess gewonnen , Zweiteilung hin oder her
. Besser als Asteroids Der Medienkünstler , Programmierer und Erfinder Thomas
Broomé ( im Bild rechts ) vom Interactiveinstitute in Stockholm zeigt auf der
Expo 2000 das Spiel Brainball . Wer dieses Spiel gewinnen will , muss seine
Hirnaktivität ( Alpha- und Theta-Wellen ) bewusst herunterdrehen , sich
entspannen . Das Faszinierende daran ist , dass das Bestreben zu gewinnen
kontraproduktiv wirkt : Nur der ganz besonders Absichtslose hat gegen einen
trainierten Brainballer wie Thomas Broomé eine geringe Chance , wie wir am
eigenen Leib erfahren mussten . Die bunten Bänder an der Stirn der beiden
Spieler enthalten Sensoren , die die Hirnaktivität messen . Broomé setzt die
gemessenen Alpha- und Theta-Wellen mit Hirnaktivität und emotionaler Erregung
gleich . Ziel des Spiels ist es , einen Ball , der durch Magneten unter dem
Tisch gezogen wird , ins Tor des Gegners zu befördern . Der Brainball-Tisch auf
der Expo ist derzeit der Einzige weltweit und kann im schwedischen Pavillon auf
der Expo bewundert und bespielt werden . Ein must-play . Kartell-Prozess :
Letzte Argumente von Microsoft Rund zwei Jahre nach dem Beginn des
Kartellprozesses gegen Microsoft steht nun die Urteilsverkündung bevor .
Microsoft reichte am Mittwoch Abend ( amerikanischer Ortszeit ) beim zuständigen
Bundesgericht in Washington letzte Argumente gegen das Vorschlagsbündel des
Justizministeriums zur Bestrafung des Unternehmens ein . Dabei wandte sich der
Konzern erneut vehement gegen den Plan einer Zerschlagung in zwei getrennte
Firmen . Das US-Justizministerium und 19 US-Bundesstaaten hatten den weltgrößten
Software-Hersteller wegen Missbrauchs seiner Monopolstellung beim Betriebssystem
Windows verklagt . Im April hatte Jackson den Klägern Recht gegeben und
Microsoft des Verstoßes gegen die Kartellgesetze für schuldig befunden . In
einer Anhörung in der vergangenen Woche zeigte der Richter Sympathien für die
Empfehlung der Kläger , Microsoft aufzuspalten . Er deutete sogar an , dass er
eine Zerschlagung in drei statt zwei Teile befürwortet , um die Bildung neuer
Monopole zu verhindern . Das Justizministerium hatte am Freitag nach
Aufforderung des Richters eine leicht revidierte Fassung seiner Empfehlungen
vorgelegt . In der nun eingereichten Stellungnahme des Konzerns wird der
Zerschlagungsplan zur Verhinderung künftiger Kartellrechtsverstöße als "
fehlerhaft " , " vage " und " vieldeutig " kritisiert . Wenn sich ein solcher
drastischer Schritt ganz und gar nicht abwenden ließe , betonen die
Microsoft-Anwälte weiter , dann müssten dem Unternehmen zwölf Monate Zeit
gegeben werden , um einen Teilungplan zu erarbeiten . Der Vorschlag des
Ministeriums sieht nur vier Monate dafür vor . In seiner Stellungnahme vom
Mittwoch beklagte Microsoft auch , dass der Richter die weitere Anhörung von
Verteidigungszeugen verweigert habe . In einem 19-seitigen Anhang wurden mehrere
prominente Topmanager genannt , die vor Gericht vor den " verbraucherschädlichen
" Folgen einer Microsoft-Zerschlagung gewarnt hätten , wäre ihnen die
Möglichkeit dazu gegeben worden . Unter anderem wurde Jeffrey Katzenberg
aufgeführt , einer der Chefs des Filmstudios DreamWorks . Der Konzern möchte den
Antrag ergänzt wissen , um Zugang zu den APIs ohne Offenlegung des Quelltexts zu
ermöglichen - diese Vorschläge seien essenziell , um die Rechte von Microsoft zu
schützen , hieß es in Redmond . Karneval und hohe Politik am ersten Expo-Tag Mit
den Worten " Willkommen zur Weltausstellung " eröffnete Bundespräsident Johannes
Rau heute Morgen die Expo 2000 in Hannover . Genau genommen handelte es sich
dabei bereits um die zweite Eröffnung , denn am Vorabend hatte bereits
Bundeskanzler Schröder verkündet : " Ich erkläre hiermit die Expo 2000 in
Deutschland hier in Hannover für eröffnet . " Aber das war eigentlich nicht so
geplant . Sie lebt . Mit strahlendem Sonnenschein begrüßte jedenfalls am
heutigen Donnerstag Hannover die ersten Expo-Gäste . Enge , Gedrängel und
Warteschlangen waren in den frühen Morgenstunden Fremdworte und sogar in den
S-Bahnen bekam man leicht einen Sitzplatz . Gegen 9 Uhr waren auch die meisten
Parkplätze noch autofrei und erst gegen mittag bildeten sich erste Schlangen an
den Pavillons . In Vergleich zu einem typischen CeBIT-Tag wirkt der Andrang
nicht überwältigend - das mag aber daran liegen , dass das Messe-Gelände für die
Expo deutlich erweitert wurde . Im Detail will sich die Expo-Gesellschaft zum
Thema Besucherzahlen am ersten Tag der Weltausstellung frühestens morgen äußern
. Vermutlich seien 80.000 Karten für den ersten Tag verkauft , sagte
Expo-Sprecher Lampersbach . Virtuell ist die Expo zwar nicht , aber Virtuelles
und Multimediales gibt es allerorten zu bestaunen . Der " Mediale Garten " im
Deutschen Pavillon verwöhnt mit einer Videoshow auf 19 riesigen bewegten
Plasma-Displays , die auf ukrainischer Militärtechnik aufbauen . 35 Video- und
Tonspuren hat der Künstler Eric Veenstra zu einem faszinierenden Gesamtbild
zusammengemischt . Neuer US-Telekomriese perfekt Die USA haben nach dem
Zusammenschluss der beiden großen Telefonunternehmen Bell Atlantic und GTE einen
neuen Telekomgiganten . Die Fusion wurde am Freitag endgültig abgeschlossen .
Die fusionierte Gesellschaft firmiert als Verizon Communications . Dies teilten
die Bell Atlantic und die GTE am Freitag ( Ortszeit ) mit . Die GTE-Aktionäre
erhalten 1,22 Aktien der neuen Verizon je eigene Aktie . Die Verizon
Communications ist die größte amerikanische Regionaltelefongesellschaft . Die
Gesellschaft verfügt auch über Hochgeschwindigkeits-Datennetze und ist in 40
Ländern in Nord- und Südamerika , Europa , Asien und im pazifischen Raum aktiv .
Die Firmen mussten auf Anweisung der Wettbewerbshüter in Washington das große
Internet-Telekommunikationsnetz von GTE in die neu gebildete Firma Genuity
einbringen . Verizon darf sich vorerst nur mit 9,5 Prozent an Genuity beteiligen
. Erst wenn Verizon seine eigenen lokalen Telefonmärkte Ferngesprächsanbietern
wie AT&T öffnet , darf die Beteiligung an der Internetfirma auf bis zu 80
Prozent aufgestockt werden . Die GTE verfügte über starke lokale Telefonnetze in
vielen Landesteilen , ein großes Mobilfunknetz und ein starkes Internet-Geschäft
. Im Frühjahr hatte die Bell Atlantic im Zuge ihrer US-Partnerschaft mit der
britischen VodafoneAirTouch Plc die Mobilfunkfirma Verizon Wireless gebildet ,
die seitdem bereits am amerikanischen Markt aktiv ist . Verizon Wireless hat das
größte amerikanische Mobilfunknetz . Nach der Konsolidierung in der
US-Telekommunikationsbranche sind nur noch vier von ehemals sieben regionalen
Nachfolgegesellschaften des Telefonmonopolkonzerns American Telephone &
Telegraph ( AT&T ) übrig geblieben . Dieser war 1984 in die regionalen
Telefongesellschaften und in die AT&T als Ferngesprächsfirma aufgespalten worden
. Vielen deutschen Dot.Coms geht bald das Geld aus Rund einem Drittel der
Internet-Unternehmen , die am Neuen Markt in Deutschland notiert sind , geht
bald das Geld aus . Das ist das Ergebnis einer Studie der Wirtschaftsprüfungs-
und Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers , berichtet der Spiegel in seiner am
Montag erscheinenden Ausgabe . Demnach geraten in den kommenden drei Jahren 20
von 56 untersuchten Online-Firmen in Finanznot . Bei vier Unternehmen reicht das
Kapital sogar nur noch sechs Monate . Vor allem Software- und E-Commerce-Firmen
stehen auf der Kippe : Die Euphorie der Analysten für die New Economy weicht
damit offensichtlich auch hier zu Lande realistischeren Einschätzungen - nicht
mehr jedes Startup , dass sich mit dem Begriff " Internet " schmückt , wird
jubelnd begrüßt . Bereits nach der Pleite des Internet-Händlers Boo.com
prophezeite PricewaterhouseCoopers den britischen Online-Firmen eine ähnliche
Zukunft wie jetzt den deutschen Unternehmen . Und Forrester Research begründete
die Einschätzung , die meisten der amerikanischen E-Commerce-Plattformen würden
bis Ende 2001 wieder verschwunden sein , mit wackeligen Finanzierungskonzepten ,
Kapitalflucht von Investoren und wachsende Konkurrenz im elektronischen Handel .
After the Goldrush : So kann man die Stimmung unter Dot.Coms und Martkforschern
momentan wohl beschreiben . Immer mehr werden die Firmen der New Economy an
Umsätzen , Gewinnchancen und Geschäftsaussichten beurteilt - und nicht nur
danach , ob die Internet-Euphorie ihre Aktienkurse in die Höhen treibt oder ob
sie das Geld der Anleger schneller verbrennen als es nachfließt , um ihre
vermeintlich einzige Chance zu nutzen , nämlich möglichst viele Geschäftsfelder
im Internet möglichst schnell zu besetzen . LinuxTag : Corel gibt CorelDraw für
Linux frei Auf dem LinuxTag führt Corel seine Linux-Grafiksuite CorelDraw 9
bereits vor ( Stand 5.1.1.9 ) . Obwohl es anfangs hieß , das Paket werde
voraussichtlich erst im Herbst veröffentlicht , kam dann Freitag Nacht das Okay
von der Corel-Zentrale in Kanada : CorelDraw 9 für Linux ist jetzt freigegeben
und soll in zwei bis drei Wochen im Laden stehen , allerdings nicht kostenlos .
Die Bildbearbeitung Photo-Paint steht dagegen schon jetzt im Web gratis zum
Download bereit . Oracle-Präsident Ray Lane überraschend zurückgetreten Der
Präsident des weltweit größten Datenbank-Anbieters Oracle , Raymond Lane ( 53 )
, ist am Freitag überraschend zurückgetreten . Oracle-Konzernchef und
Verwaltungsratsvorsitzender Larry Ellison gab den Rücktritt von Lane ohne
Angaben von Gründen bekannt . Lane hatte acht Jahre bei Oracle gearbeitet und
den Präsidentenposten 1996 übernommen . Er war damit Mann Nummer zwei bei Oracle
, doch stand er ganz im Schatten von Ellison . Dabei wollte Oracle nachweisen ,
dass Microsoft heimlich Gruppen finanziert hatte , die sich für den
Software-Branchenführer in der Kartellklage gegen Microsoft stark gemacht hatten
. Ellison hatte die volle Verantwortung für diese Aktion übernommen . Nach
Angaben des amerikanischen Blatts seien die Aufgaben von Lane im vergangenen
Jahr beschnitten worden . Ellison habe die Gesellschaft zunehmend in eine andere
Richtung gesteuert als von Lane empfohlen , der für die Tagesgeschäfte zuständig
war . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den
Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar ,
Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Diese
Seufzer sind auch zu hören anlässlich so mancher Geburts- , Todes- oder
Jahrestage . Hat aber nicht mehr geklappt . Und Jack Lemmon oder Jim Ellis sind
auch schon tot , leider . Die recht toleranzdemonstrierende Antwort auf das
filmische Geständnis von Jack Lemmon , er sei ein Mann , war lapidar : "
Nobody's perfect " . Die Quintessenz einer der berühmtesten Schlussszenen der
Filmgeschichte sollten sich manche User dieses Usenet einmal hinter die Ohren
schreiben . Vollständig , wie es noch Denis Diderot für sein Projekt
beanspruchte , ist das Wissen , das sich im Internet verbreiten soll , auch
schon lange nicht mehr - moderne virtuelle Wissensmeere erscheinen gegen
Diderots Vorhaben eher wie der Versuch , obskure Verschwörungstheorien in all
ihrer vollständigen Pracht zu versammeln . Vor 100 Jahren aber entdeckte Sir
Harry Johnston , Gouverneur von Uganda , ein Tier , was seinen Zeitgenossen
lange wie unsereins Nessi vorgekommen sein muss : Das Okapi betrat die Bühne der
Welt . Das mit den Giraffen verwandte Tier war lange vorher aus Erzählungen der
Eingeborenen bekannt , doch traute damals niemand den Pygmäen besonders viel zu
. Der Fund begründete einen neuen Forschungszweig , der sich fesch
Kryptozoologie nannte . Seitdem jagen die Bio-Ufologen fabelhaft schlaue Wesen
wie Nessi , den Yeti oder Jim Morrison . Dabei sollten doch klar sein , dass His
Nessness sich längst geschickt verbohrt hat und Yeti unerkannt in einer Band von
Verrückten Krach macht . Und wer war noch gleich Jim Morrison ? Oder zumindest
knuddelnd in den Arm genommen ? Letzte Woche ? Der internationale Tag des
Systemadministrators liegt vier Tage zurück ; bei einer ebenso kurzen wie
unrepräsentativen Befragung durch meine Wenigkeit kann sich kein Admin an
herzige Szenen erinnern . 364 Tage im Jahr erfahren die Admins keinerlei Respekt
und müssen erleben , dass ihre Arbeit an den Patchkabeln und Management-Konsolen
fast vom Image des Müllwerkers geprägt ist . Also sollen es ruhig 365 Tage sein
, an denen man sich nicht um den Admin kümmert , auch wenn er immer die richtige
Erklärung zur vertrackten Technik für uns parat hat . Wer dennoch nachträglich
gratulieren will , kann den Herrn der Netze per Dresscode einfach finden : Wie
das Okapi hat er Streifen auf der Hose und einen Hängebauch . Bei der Herrin bin
ich mir nicht ganz so sicher . Das könnte man für einen Spruch eines Admins
halten , stammt aber vom nahen Verwandten Mumin . Schlichter kann man den Tod
nicht ausdrücken und besser den Kindern die Angst vor dem Dunkeln nicht nehmen .
In der letzten Woche starb Muminmutter Tove Jansson , was umso schmerzlicher war
, als viele Nachrufe Gedankenlosigkeiten über " lustige Flusspferdgeschichten "
schrieben . Die finnischen Mumins und Flusspferde ! Mit 450.000 deutschen Fans
ist die " Community " von e-Cyas wahrscheinlich größer als die der Freunde der
Muminsippe , und dennoch hat es nicht gereicht zum profitablen Gteschäftsmodell
. So wird der Cycosmos geschlossen und der Presse theatralisch berichtet , dass
für viele Jugendliche eine Welt zusammenbricht . Dass Firmenboss Peter Kabel
jedenfalls das Aus für viele Bobo-Gründungen einmal höchst kennerisch als "
Pixelfehler der Neuen Ökonomie " chrakterisierte , hat einen hübschen Sinn :
Auch bei den Pixelfehlern der LCDs weiß man nie , wo sie auftauchen .
Verständlich wird der Satz durch die fordernde Unterzeile : " You need a
different kind of Software ! " Warum soll es nur ein AOL-Stadion für den HSV
geben , oder einen 3Com Park für die 49ers ( der aber wieder Candelstick Park
heißt ) , und ein Telekom-Team für notleidende Asthmatiker ? Muss ich auf das
IBM-Festspielhaus in Bayreuth warten ? Microsoft ebenso und bekommt eine ganze
Olympiade ( deren Vermarktung früher einmal eine IBM-Spezialität war ) . Überall
herrscht gute Stimmung und die Richter sind bekanntlich dufte Kumpel . Gelingt
es Microsoft noch , die amerikanische Regierung davon zu überzeugen , dass die
Rettung der Wirtschafts nur durch restriktive Copyrights digitaler Güter
gelingen kann , ist die Stimmung perfekt . Was bedeutet schon ein SmartTag oder
gar keines ? Richtig unpassend erscheint da ein warnender offener Brief , den
Jim Barksdale an diesem Wochenende an die Medien verteilt , passenderweise durch
eine eigens beauftragte PR-Agentin mit dem hübschen Namen Leslie Bottom of Da
Bomb : " Ich hoffe , dass die Regierung und die Gerichte , die nun den Fall neu
verhandeln werden müssen , nicht die fundamentale Tatsache aus dem Gedächtnis
verlieren werden , dass Microsoft für schuldig befunden wurde . " Unter A wie
Aigle findet sich in der Erläuterung der Enzyklopäden nun keineswegs nur die
Beschreibung eines Federviehs , sondern die Darstellung eines lächerlichen
Vogels namens Heiliger Geist . Dagegen findet sich unter dem Stichwort " Peuple
" ( Volk ) eine leidenschaftliche Beschreibung vom harten Los der Arbeiter . Das
Okapi taucht bei Diderot nicht auf , nur die Pygmäen als Ypaini , hinter denen
sich freilich die Beschreibung der Eucharistie als heidnisches Ritual versteckt
. An Diderot erinnerte dieser Woche Alan Kay auf einer Pionierstagung in Bonn .
Es ist wie mit Gutenberg und dem Buchdruck : Die ersten richtigen Seitenzahlen
und Verweise , die Bücher nutzbar machten , kamen 50 Jahre später . Die
Computerrevolution wird erst dann beginnen , wenn die Menschen sich mit dem
Computer in ihrem Wissen bewegen können , wie sich die ( gebildeten ) Menschen
im 18. Jahrhundert in ihrer Encyclopédie bewegen konnten . Was wird . Hamburg
hat nicht nur das AOL-Stadion , es hat auch eine SPD-regierte Bürgerschaft , die
die nächste Wahl gewinnen will . Da trifft es sich bestens , dass AOL und SPD
gemeinsam einen Kongress veranstalten und sich sogar auf einen interessanten
Titel einigen konnten : Eine Welt . Die Reihe darf fortgesetzt werden : Ein AOL
, eine SPD . Damals schrieb man , dass ungeachtet aller Armutsbarrieren jeder
Teil der Welt in jedem Medium ein Recht auf den " Free Flow of Information "
haben muss . Seitdem hat man kräftig am " Many " gearbeitet , bis allein das "
One " übrig geblieben ist . Sollte sich jemand an den Anglizismen stören ? Aber
nicht doch : Die Einladung zum Kongress am DESY ist mit " Parteivorstand der SPD
" überschrieben und die Unterschrift lautet " Powered by AOL " . Und wie man
sich bettet , so redet Frau Bildungsministerin Bulmahn mit Herrn Rifkin und
AOL-Chef Gerald Levin über die Zukunft des Internet , während Staatsminister
Nida-Rümelin vom Hauptamt Kultur mit Jörg Tauss über Neue Kultur , Neues Lernen
und die alten Compuserve-Accounts parliert , unter denen beide früher zu
erreichen waren . Merke : Es gibt immer eine Welt und zwei Geschäftspartner .
Während in AOLburg das Netz strahlt , findet in Benzgart der längste Tag der
Welt statt . Vier Tage dauert nun der Linux-Tag , der das Motto " where .com
meets .org " trägt . Auch hier ist also Englisch angesagt : " Wo Kohle die Basis
trifft " wäre wohl nicht gegangen . Da der Überbau in Hamburg antritt , muss in
Stuttgart die Basis in Form zweier Staatssekretärinnen ran und den Tag eröffnen
. Wer fehlt , ist Microsoft , das derzeit alle Register zieht , um das Konzept
der " Shared Source " unter die Leute zu bringen . Noch hat niemand bedacht ,
was passieren kann , wenn die Fraktion der Open-Source-Anhänger Microsoft mit
dem neuen Konzept beim Wort nimmt ... Staatsanwalt ermittelt gegen Gründer von
Kabel New Media Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Gründer der
im Insolvenzverfahren stehenden Internet-Agentur Kabel New Media . Ein Sprecher
der Behörde bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der Financial
Times Deutschland . Die Ermittlungen seien nach Eingang von zwei Strafanzeigen
eingeleitet worden . Dem Unternehmer Peter Kabel werde vorgeworfen , gegen das
Kreditwesengesetz verstoßen zu haben , ergänzte der Sprecher . Zuständig ist die
Abteilung für Wirtschaftsstrafsachen , die prüft , ob die Vorwürfe zutreffen .
Die Internet-Agentur hatte Anfang Juli die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens
beantragt , nachdem Gespräche mit potenziellen Geldgebern gescheitert waren .
Das Unternehmen zählte zu den großen Internet-Dienstleistern in Deutschland und
wollte das Geschäft auf Strategieberatung ausdehnen . Intershop kämpft weiter
gegen die roten Zahlen Auch im zweiten Quartal 2001 sieht die Bilanz des
Anbieters von E-Business-Lösungen aus Jena nicht gut aus : Dabei konnte
Intershop in den vergangenen drei Monaten einige größere Kunden wie Quelle , den
Buchshop bol.de aus dem Hause Bertelsmann oder die Continental AG gewinnen . Die
dabei erzielten Einnahmen glichen die Verluste aus dem operativen Geschäft
allerdings nicht aus . Insgesamt ist das gerade zu Ende gegangene Quartal das
vierte Vierteljahr in Folge , in dem Intershop rote Zahlen schreibt . Zuletzt
schaffte es der Softwarekonzern genau vor einem Jahr , fürs zweite Quartal 2000
einen Profit auszuweisen . Intershop-Chef Stephan Schambach zeigt sich trotz der
Verluste insgesamt " zufrieden " mit der Entwicklung . Die " weltweite
Wirtschaftslage " , die sich vor allem im IT-Bereich auswirke , stelle das
Unternehmen zwar weiterhin vor " große Herausforderungen " . Allerdings greife
langsam das " Turnaround-Programm " , das sich Intershop bereits Anfang des
Jahres verordnet hatte . Damit sollen vor allem die weltweite
Organisationsstruktur von Intershop sowie das Produktangebot und die Verkaufs-
und Vertriebskanäle effektiver ausgerichtet werden . Gegenüber dem ersten
Quartal hat die Firma so beispielsweise weitere 67 Stellen abgebaut . Sie
beschäftigt aber immer noch über 1100 Mitarbeiter . Für Nord- und Südamerika hat
Intershop zudem mit Ray Schaaf einen neuen Präsidenten gefunden . Er soll
verhindern , dass das schwächelnde US-Geschäft vollkommen wegbricht . " Wir sind
dabei , unsere Hausaufgaben zu machen " , gibt sich Intershop-Sprecher Heiner
Schaumann optimistisch . Zumindest habe man keine Gewinnwarnung ausgeben müssen
. Den Nettoverlust habe man um 18 Prozent reduzieren können . Schaumann verweist
außerdem auf die Situation der Mitbewerber , die gerade im zweiten Quartal noch
stärker unter der Konjunkturschwäche der Branche litten als die Jenaer . So
hatte der US-Konkurrent BroadVision vergangene Woche 40-prozentige
Einnahmeeinbußen vermelden müssen . 200 bis 300 Mitarbeiter von 1500 sollen
eingespart werden . Er ist damit deutlich höher als im Hause Intershop . Die
Jenaer haben im vergangenen Quartal 31 Lizenzen für ihr inzwischen in Version
2.2 vorliegendes " Schlachtschiff " Enfinity verkauft und insgesamt 135 neue
Kunden gewonnen . Dass darunter Namen wie Quelle oder Bertelsmann sind , hat für
Schaumann " Signalwirkung " . Auch wenn nicht sofort " viele Millionen " bei den
Geschäften flössen , könne man trotzdem eventuell mit Folgeaufträgen rechnen .
Generell übt man sich nach der Entzauberung der New Economy bei Intershop in
Understatement : " Umsätze in der Höhe von 20 Millionen macht in Deutschland
jeder gute Bäckereibetrieb " , gibt Schaumann zu . Es sei nun nötig , das
Geschäft zunächst auf " kleiner Basis " in die schwarzen Zahlen zu bugsieren ,
um dann langsam zu wachsen . Der Ausblick , den der fürs operative Geschäft
zuständige Intershop-Manager Wilfried Beeck gibt , ist allerdings noch nicht
besonders rosig : " Bei der derzeitigen Marktlage und den bekannten Auswirkungen
der Sommerferien in Europa ist davon auszugehen , dass die Gesamtumsätze im
dritten Quartal etwa in gleicher Höhe wie im zweiten Quartal 2001 liegen werden
. " Für das gesamte Jahr 2001 geht er von einem Umsatz aus , der unter dem des
letzten Jahres liegt . Das Wort " Gewinn " vermeidet Beeck momentan tunlichst .
Lieber verweist er darauf , dass Intershop zumindest das Beratungsunternehmen
Accenture als Partner gewinnen konnte . Gerade in den USA läuft das
E-Business-Geschäft fast ausschließlich über große Consultants . Telecom Italia
soll sich aufs Kerngeschäft konzentrieren Die Telecom Italia soll nach dem
Willen der neuen Mehrheitseigentümer Pirelli und Edizione Holding binnen drei
Jahren auf das Kerngeschäft ausgerichtet werden . Zudem solle die internationale
Ausrichtung vorangetrieben werden . Indessen haben nach Angaben von Pirelli die
Banken Unicredito Italiano und IntesaBCI Interesse an jeweils zehn Prozent einer
neu zu gründenden Beteiligungsholding bekundet . Die Banca di Roma sei ebenfalls
an einer Beteiligung interessiert , berichtete die Zeitung La Repubblica unter
Berufung auf Firmenkreise . Pirelli und die Edizione Holding , die sich im
Besitz der Familie Benetton befindet , hatten am Wochenende die Übernahme der
Kontrolle über Telecom Italia angekündigt . Eine Zusammenlegung der
Telefon-Gesellschaft mit dem Mutterkonzern Olivetti hatten die neuen Eigner
ebenfalls in Aussicht gestellt . Ob die Pläne von Pirelli und Benetton
problemlos durchgeführt werden können , ist allerdings noch nicht ganz sicher :
Angeblich hat auch die Deutsche Telekom wieder einmal Interesse an der Telecom
Italia angemeldet . Mobilfunkriese Vodafone will angeblich Brokat stützen Der
Mobilfunkkonzern Vodafone will dem angeschlagene Softwareunternehmen Brokat nach
Angaben der Düsseldorfer Wirtschaftswoche unter die Arme greifen . Das
berichtete das Magazin in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe . Dabei sei
eine Beteiligung oder eine lebenserhaltende Finanzspritze ohne Beteiligung im
Gespräch . Sprecher von Vodafone und Brokat wollten sich zu dem Bericht nicht
äußern . Sollte Vodafone einsteigen , hätte die Suche nach einem Investor für
das Stuttgarter Unternehmen doch noch zum Erfolg geführt . In den vergangenen
Tagen waren bereits IBM und Siemens als " Retter in der Not " für den mit
massiven Finanzproblemen kämpfenden Softwarekonzern genannt worden . Während
Siemens dementierte , hatte IBM dazu keinen Kommentar abgegeben . Dabei geht es
um die Aufrüstung des Vodafone-Mobilfunknetzes mit Spezialservern und einer
Software , die das Bezahlen über das Handy ermöglicht . Hintergrund sind
Sonderabschreibungen auf zwei im vergangenen Jahr erworbene Unternehmen in den
USA . E-Learning : Wachstumsmarkt mit Hindernissen Die Forscher mit der
Glaskugel prophezeien den Anbietern von Schulungs- und Weiterbildungskursen für
Unternehmensmitarbeiter übers Internet immer wieder glänzende Aussichten . Die
Wachstumraten sehen die Berliner Wirtschaftsforscher bei rund 50 Prozent . Als
Motor für das Wachstum werden von allen Beobachtern mittelfristige
Einsparungspotenziale durch das zeit- und ortsunabhängige Lernen am Bildschirm
ausgemacht . Reise- und Spesenkosten für Mitarbeiterseminare sollen wegfallen
und die sich so ergebenden Einsparungen die hohen Anlaufkosten für virtuelle
Schulungsprogramme vergessen machen . Doch der E-Learning-Markt ist bisher ein
Sektor voller Hindernisse . " Viele Unternehmen haben die Chancen , die
E-Learning bietet , noch nicht ausreichend erkannt und verhalten sich derzeit
noch zurückhaltend " , wissen die Berlecon-Forscher . Darüber hinaus erschwert
der unübersichtliche Markt die Auswahl des passenden Herstellers oder
Dienstleisters . " Lernkulturelle Hindernisse " haben auch Wissenschaftler
ausgemacht , die im Auftrag der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen im Frühjahr
eine Studie zum " Web Based Training " erstellten . Die untersuchten kleineren
und mittleren Unternehmen seien bei der Auswahl von Produkten überfordert und
von der Qualität der Angebote enttäuscht . Erst sieben Prozent der befragten
Unternehmen setzen auf E-Learning , 49 Prozent wollen darauf auch in absehbarer
Zeit verzichten . Der Wachstumsmarkt E-Learning wächst so bisher nicht schnell
genug , um von der Krise des Technologie-Sektors verschont zu bleiben . Erstaunt
horchte die Branche vor wenigen Wochen auf , als die Münchner Firma Trilog
Insolvenz anmeldete . Der E-Learning-Spezialist gehörte zu den
Fullservice-Anbietern , denen Berlecon die besten Aussichten verspricht , und
galt als " gut im Geschäft " . Anfang des Jahres musste zudem bereits die
Berliner Virtual Heaven eLearning GmbH trotz Großaufträgen wie etwa von Karstadt
die Segel streichen . Gegen die Konjunkturschwäche kämpft auch die Schweizer
Viviance new education . Der E-Learning-Pionier machte kürzlich sein mit 19
Mitarbeitern besetztes Büro in den USA dicht und konzentriert sich nun auf das
Europa-Geschäft . Im Visier hat Viviance zudem nur noch Konzerne , die große
Projekte anstoßen wollen . Ohne eine in Aussicht gestellte Mindestgröße für
Aufträge werden die Berater der Schweizer Firma gar nicht mehr aktiv . 50 Jahre
Deutsche Forschungsgemeinschaft Neuanfang vor einem halben Jahrhundert : Am 2.
August 1951 ging die zentrale Selbstverwaltungsorganisation der deutschen
Wissenschaft , die DFG , aus der Fusion von Notgemeinschaft der deutschen
Wissenschaft und Deutschem Forschungsrat hervor . Darüberhinaus berät sie
Parlamente und Behörden in wissenschaftlichen Fragen und pflegt Verbindungen der
Forschung zur ausländischen Wissenschaft und zur Wirtschaft . Erster Präsident
wurde der preußische Kultusminister Friedrich Schmitt-Ott , sein Stellvertreter
der Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physikalische Chemie Fritz Haber ,
der im Krieg den völkerrechtswidrigen Giftgaseinsatz geleitet hatte . Als
Untertitel führte die DFG seit 1929 den Namen " Deutsche Forschungsgemeinschaft
" . Im Nationalsozialismus wurde sie politisch und ideologisch
instrumentalisiert und als nachgeordnete Behörde dem
Reichswissenschaftsministerium unterstellt . Ein Jahr nach der Machtergreifung
gelangt 1934 mit Johannes Stark ein Vertreter der antisemitischen " Deutschen
Physik " ins Präsidentenamt ; ihm folgt mit Rudolf Mentzel ein " Wehrchemiker "
. In dieser Zeit förderte die DFG unter anderem Experimente des SS-Arztes Josef
Mengele im Konzentrationslager Auschwitz sowie die tödlichen Versuche an
Häftlingen im KZ Dachau zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen Malaria . Als
erster Schritt gilt die 1999 im Verlag C.H. Beck erschienene Auftragsstudie des
Frankfurter Historikers Notker Hammerstein " Die Deutsche Forschungsgemeinschaft
in der Weimarer Republik und im Dritten Reich " . Nach dem Ende des Zweiten
Weltkriegs wurde die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft am 11. Januar
1949 ein zweites Mal gegründet - in Bonn , das kurze Zeit später der
provisorische Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland wurde . Daneben
entstand auf Initiative der Akademien in Göttingen , Heidelberg und München
sowie der Max-Planck-Gesellschaft der Deutsche Forschungsrat , der die Regierung
der jungen Bundesrepublik in wissenschaftlichen Fragen beraten sollte - eine
Aufgabe , die für Bund und Länder seit 1957 der Wissenschaftsrat wahrnimmt .
Heute rühmt sich die DFG unter dem jetzigen Präsidenten , dem Molekularbiologen
Ernst-Ludwig Winnacker , mit ihrer " Gutachterdemokratie " ein " Garant für
wissenschaftliche Qualität " zu sein . Jeder promovierte Wissenschaftler kann
Anträge auf Forschungsförderung stellen , die von ehrenamtlich tätigen und in
den einzelnen Fächern für jeweils vier Jahre gewählten Fachgutachtern geprüft
werden . Zurzeit steht die DFG durch ihr Eintreten für die Forschung mit humanen
embryonalen Stammzellen im Rampenlicht der öffentlichen Diskussion und im
Schatten der Vergangenheit zugleich . Die einen sehen in dem Verbrauch von
Embryonen zu Experimenten den Einstieg in eine " sanfte " Eugenik und
Menschenzüchtung , von der die Nazis nur hätten träumen können , die anderen
argumentieren mit den vagen Heilsversprechen künftiger Therapien und beschwören
das Mithalten im internationalen Forschungswettbewerb . Die Spaltung der
Gesellschaft in dieser Frage erfasst inzwischen auch zwei ehemalige
DFG-Präsidenten : Der Kernpunkt der Auseinandersetzung reduziert sich letztlich
auf die Frage , ob ein Verein von Forschungsorganisationen , der Steuermittel an
die Wissenschaft verteilt , Grenzen der wissenschaftlichen Forschung akzeptiert
. Netscape : Objekte im Web Dazu lizenziert die Firma den Object Request Broker
( ORB ) von Visigenic Software ( http://www.visigenic.com ) , der den
CORBA-Standards der Object Management Group ( http://www.omg.org ) entspricht .
Für die Kommunikation zwischen verschiedenen Object Request Brokern über das
Netz verwendet Visigenics ORB-Implementation das Internet Inter-ORB-Protocol ,
das die OMG zum Standard für diesen Zweck auserkoren hat . Über dieses Protokoll
ist auch die Zusammenarbeit zwischen Anwendungen auf Basis von Netscapes
ONE-Technologie und normaler CORBA-Software zu erreichen . Entwickler werden
dadurch von der Notwendigkeit befreit , in der Interface Definition Language der
CORBA programmieren zu müssen . Börsenmanipulation per Internet : Verdächtiger
festgenommen Eine gefälschte Presseerklärung , die über den PR-Newsservice
Internet Wire verbreitet wurde , ließ vor einigen Tagen den Börsenkurs des
Fibre-Channel-Spezialisten Emulex kurzfristig um bis zu 62 Prozent einbrechen -
und die amerikanischen Behörden nahmen den Vorfall , der ein börsennotiertes
Unternehmen im schlimmsten Fall in den Ruin treiben kann , so ernst , dass sich
das FBI in die Ermittlungen einschaltete . Die US-Bundespolizei hat nun einen
Verdächtigen festgenommen . Wie schon von einigen Analysten befürchtet , diente
der Hoax dem 23-Jährigen offensichtlich dazu , durch Kursmanipulationen schell
hohe Börsengewinne zu erzielen . Das FBI verdächtig den Mann , durch die
Kursauschläge der Emulex-Aktie mehr als 240.000 US-Dollar eingenommen zu haben .
So verwundert es nicht , dass einige geschädigte Emulex-Aktionäre , die aufgrund
der Falschmeldung Aktien mit Verlust verkauft haben , Klage nicht nur gegen
Internet Wire eingereicht haben , sondern etwa auch gegen den Nachrichtendienst
Bloomberg , der die Meldung offensichtlich ohne Überprüfung übernommen hatte .
Die Kläger wollen in diesen Fällen den Status einer Sammelklage erreichen .
Allerdings beeilten sich die Behörden , die schnelle Aufklärung des Falls in den
Vordergrund zu rücken : Da sich der Verdächtige für seine Manipulationsversuche
allein auf das Internet verlassen habe , habe man seine Spur recht schnell
aufnehmen können . Da zudem einige Formulierungen in der Falschmeldung auf
interne Kenntnisse der Arbeitsweise von Internet Wire hingewiesen hätten ,
konnte man dann sehr schnell eine Verhaftung vornehmen . Die amerikanische
Börsen- und Finanzaufsicht Securites and Exchange Commission ( SEC ) und das FBI
erklärten unisono , sie hofften , dass die schnelle Aufklärung dieses Falls
andere Betrüger von solchen Vorgehensweisen abschrecken würde . Der Verdächtige
muss nun mit einem Strafprozess wegen Börsenbetrugs sowie mit einer Zivilklage
der SEC rechnen . Schwere Bedenken der EU gegen die Fusion AOL/Time Warner AOL
hat sich mit seinen Plänen , den Mediengiganten Time Warner zu übernehmen ,
offensichtlich nicht viele Freunde geschaffen . Schon bei einer Anhörung vor der
US-amerikanischen Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission ( FCC )
mussten die beiden Firmen sich gegen schwere Bedenken verteidigen . Nun will
nach einem Bericht des Wall Street Journal auch die EU-Kommission die Fusion
blockieren oder zumindest mit einschneidenden Auflagen versehen . Außerdem
könnte der neue Mega-Konzern die digitale Distribution von Musik und Filmen
sowie die entstehenden Märkte für TV und Unterhaltung per Internet dominieren .
In den US-Untersuchen geht es darüber hinaus darum , dass die Kombination aus
dem Online-Dienst und dem TV-Kabelnetz von Time Warner den Wettbewerb behindern
könne - Time Warner ist einer der größten Kabelnetzbetreiber in den USA , der
über dieses Netz auch schon Breitband-Internetzugänge anbietet . Ende August
hatte die EU-Kommission AOL und Time Warner aufgefordert , zu der geplanten
Fusion genauer Stellung zu nehmen . Nach Angaben des US-Blatts wurden diese
Aufforderungen von zwei vertraulichen Dokumenten begleitet , die die Bedenken
der EU-Kommission im Detail aufführen . Die Bedenken bezögen sich bei weitem
nicht nur auf die Beherrschung des Musikmarkts . Das Wall Street Journal zitiert
die Wettbewerbshüter mit der Warnung , dass AOLs Kunden innerhalb dieser
Umzäunung der Zugriff zu der Masse an Inhalten im Internet verweigert werden
könnte , ebenso wie zu Angeboten , die mit AOL/Time Warner konkurrieren . In der
kommenden Woche nun wollen die EU-Wettbewerbshüter mit den beteiligten
Unternehmen über die Fusionspläne beraten . Eine Entscheidung über den
Zusammenschluss von EMI und Time Warner soll am 18. Oktober fallen , die über
die Fusuion AOL/Time Warner am 24. Oktober . In den USA ist die Untersuchung
durch zwei beteiligte Instanzen etwas komplizierter : Zum einen prüft die
Federal Trade Commission ( FTC ) die Fusion unter wettbwerbsrechtlichen
Gesichtspunkten , zum anderen untersucht die FCC aus " öffentlichem Interesse "
den Zusammenschluss wegen der Einflüsse auf die TV-Kabel-Netze und
Internetzugänge . Die FTC will eine Entscheidung Ende September oder Anfang
Oktober bekannt geben , während die FCC ihre Untersuchung Mitte Oktober
abgeschlossen haben will . Cisco steigt bei Video übers Internet ein Nach
Ansicht von Cisco stellt TV und Video über das Internet einen wichtigen
Zukunftsmarkt dar - entsprechende Anwendungen würden in Zukunft einen Großteil
des Datenverkehrs im Netz ausmachen . Mit der Übernahme von Pixstream wolle man
seine Position in diesem Markt stärken und zukünftig eine führende Stellung
einnehmen . Durch Einbeziehung der Pixstream-Lösungen können man Kunden nun ein
komplettes Angebot unterbreiten , um Video- und TV-Dienste , Video on Demand und
Multiplayer-Games über das Internet und andere IP-basierte Netze auszuliefern ,
zu verwalten und abzurechnen . Gezielt sei dies vor allem auf Dienstleister mit
DSL- und Kabelzugängen sowie Funknetzen . Alle 156 Beschäftigten von Pixstream
werden von Cisco übernommen ; die Firma untersteht in Zukunft Lou Santora ,
Cisco-Vize-Präsident und Chef der Abteilung für Service-Provider . Damit nähert
sich der Konzern , der Anfang August wieder einmal äußerst positive
Geschäftszahlen vorlegen konnte , den Vorgaben des Chefs John Chambers : Dieser
sprach Ende 1999 davon , man wolle im Jahr 2000 20 bis 25 Firmen übernehmen , um
die Geschäftsfelder weiter auszubauen und die eigene Marktposition zu stärken .
Internet und Handys bereiten Auslandstelegrammen den Garaus Moderne
Kommunikation via Fax , E-Mail oder Mobilfunk haben die traditionsreiche
Auslandstelegrafie endgültig verdrängt : Nach 150 Jahren stellt die Deutsche
Telekom wegen " geringer Nachfrage " ihren Auslandstelegrammdienst zum 31.
Dezember 2000 ein . Das Verschicken telegrafischer Nachrichten innerhalb
Deutschlands sei von dieser Maßnahme nicht betroffen , teilte der Telefonkonzern
am heutigen Freitag mit . Dieser Dienst wird seit Mitte 1998 durch die Deutsche
Post erbracht . 1999 schrumpfte die Zahl auf 263.000 . Im laufenden Jahr sollen
es voraussichtlich nur noch 70.000 sein . Durch den am 26. Juli 1850 zwischen
den Bevollmächtigten der Regierungen von Preußen , Österreich , Bayern und
Sachsen abgeschlossenen Vertrag über die Bildung eines deutsch-österreichischen
Telegrafenvereins wurde die Benutzung der Telegrafie in den beteiligten Staaten
geregelt , in Kraft trat der Vertrag am 1. Oktober 1850 . Heute kostet nach
Angaben der Telekom ein Telegramm von Deutschland nach Österreich mit höchstens
20 Worten rund 40 Mark . Dieser Preis kann natürlich nicht einmal mit dem
eigentlich recht teuren Verschicken einer SMS-Nachricht per Handy mithalten -
und schon gar nicht mit kostenlosen SMS-Diensten im Internet oder dem
Verschicken von E-Mails , bei dem maximal die lokalen Internet-Zugangsgebühren
fällig werden . Massiver Ausbau der Chipfabriken Die Chip-Industrie boomt und
kann die Nachfragen nach vielen Bauteilen kaum noch befriedigen - und die
Hersteller von Halbleiterproduktionsmaschinen reiben sich die Hände . Die
massive Ausdehnung der Fertigungskapazitäten beschert den Maschinenbauern nicht
nur gut gefüllte Auftragsbücher , sondern auch exorbitante Umsatzsteigerungen .
Für den Monat Juli gab die Organisation der Produzenten der Fertigungsanlangen ,
die SEMI , schon ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,23 an : Die Auftragseingänge
überstiegen die Verkäufe um 23 Prozent . Am gestrigen Donnerstag verkündete die
SEMI nun die weltweiten Verkaufszahlen für Chip-Equipment : Sie stiegen im
ersten Halbjahr 2000 um 112 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs
. Die Steigerungsraten betrafen dabei nach Angaben der SEMI alle Bereiche
gleichermaßen . Angesichts der gut gefüllten Auftragsbücher werden sich die
Hersteller von Chipmaschinen auch in den kommenden Monaten über ausgezeichnete
Geschäfte freuen dürfen . Die Hersteller der Fertigungsanlagen profitieren damit
von der anhaltend hohen Nachfrage nach Bauteilen , die unter anderem der
Handy-Boom ausgelöst hat . Besonders der Mobilfunkbranche bereitet die
Bauteile-Knappheit schwere Kopfschmerzen , kann sie doch gar nicht so viele
Handys produzieren , wie sie verkaufen könnte . Aber selbst die Computer-Branche
befürchtet schon Lieferschwierigkeiten auf Grund des Chip-Mangels .
Deutsch-italienischer Wettstreit um Telekom-Firma Infostrada Am Kauf des
italienischen Festnetzbetreibers Infostrada sollen auch die Konkurrenten Wind
und Albacom interessiert sein , berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung Il
Sole 24 Ore . Auch der Deutschen Telekom , die nach dem Ausstieg bei Wind ohne
italienischen Partner dasteht , wird seit einiger Zeit ein Interesse an der
Übernahme von Infostrada nachgesagt . Seit der Übernahme von Mannesmann gehört
Infostrada zur britischen Vodafone . Ein Sprecher von Vodafone bestätigte der
italienischen Nachrichtenagentur ANSA lediglich die Absicht , im Herbst 49
Prozent von Infostrada an die Börse zu bringen . Vor einigen Wochen hatte
Vodafone-Chef Chris Gent jedoch auch einen Verkauf von Infostrada an ein anderes
Telekommunikationsunternehmen nicht ausgeschlossen . Ein Angebot der beiden
italienischen Telekom-Konkurrenten stehe nun unmittelbar bevor , schreibt die
Zeitung unter Berufung auf britische Investmentbanker . Wind ( im Besitz des
italienischen Energieversorgers Enel und von France Telecom ) und Albacom ( an
der British Telecom , Mediaset und Eni beteiligt sind ) wollten sich zu den
Spekulationen am heutigen Freitag allerdings nicht äußern . Mit einem
Marktanteil von 13 Prozent an Fern- und Auslandsgesprächen und 27 Prozent der
Internet-Kunden ist Infostrada heute der größte Konkurrent von Telecom Italia .
Italienische UMTS-Auktion mit sieben Bietern Von den ursprünglich acht Bewerbern
um eine Teilnahme an der italienischen UMTS-Auktion werden wohl nur sieben
Mitbieter übrig bleiben . Die italienische Regierung teilte am heutigen Freitag
mit , dass der achte Interessent Anthill nicht zur Versteigerung zugelassen
werde . Das Konsortium war überraschend aus dem Nichts aufgetaucht und hatte
kurz vor Ablauf der Bewerbungsfrist am 24. August seine Bewerbung eingereicht .
Inzwischen hat sich herausgestellt , dass das Konsortium ein Zusammenschluss
kleiner süditalienischer Unternehmen ist ; anfangs hatte es gerüchteweise
geheißen , der französische Telekom-Konzern Alcatel sei ebenfalls beteiligt .
Anthill erfülle einige formale Voraussetzungen zur Teilnahme nicht , erklärte
die Regierung nun . Vor allem verfüge kein Teilnehmer des süditalienischen
Konsortiums über die geforderte dreijährige Erfahrung im
Telekommunikationssektor . Zugelassen wurden erwartungsgemäß die vier
Mobilfunkbetreiber Tim ( Telecom Italia ) , Omnitel ( Mannesmann-Vodafone ) Blu
( British Telecom , Mediaset , Eni ) , und Wind ( Enel , France Telecom ) . Auch
die Konsortien Andala ( Tiscali , Hutchison Whampoa ) und Ipse ( Telefonica ,
Sonera , Fiat ) dürfen an der Versteigerung Anfang Oktober teilnehmen . Das am
Vortag des Bewerbunsschlusses aufgetauchte Konsortium Ati ( Tlc Utilities , IES
) mit Sitz im sizilianischen Catania wurde zu der Auktion ebenfalls zugelassen .
Italien will insgesamt fünf UMTS-Lizenzen vergeben . Besucherzahlen sinken zum
Ferienende Mit dem Ende der Sommerferien sind auch die Besucherzahlen der
Weltausstellung in Hannover gesunken . Die Expo-Gesellschaft zählte nach Angaben
vom heutigen Freitag in der 13. Woche der Veranstaltung 801.000 Menschen auf dem
Gelände , rund 8.000 weniger als in der Vorwoche . Expo-Sprecher Andreas
Lampersbach zeigte sich trotz des leichten Rückgangs zuversichtlich , dass sich
die Werte noch bessern würden . Auch die Werte für den Vorverkauf gingen
allerdings zurück . Setzte die Expo in der Vorwoche noch 739.000 Karten im
Vorverkauf ab , waren es in der vergangenen Woche 721.000 . Nach den
anfänglichen Problemen mit dem schwachen Besuch der Wochenenden hat sich
inzwischen der Samstag mit bis zu 150.000 Besuchern zum stärksten Tag auf der
Weltausstellung entwickelt , sagte Lampersbach . Der schwächste Tag sei nach wie
vor der Sonntag . Zur Steigerung des Interesses seien noch mehrere Aktionen mit
dem Norddeutschen Rundfunk und " verschiedene andere sympathische Dinge "
geplant . An den Eintrittspreisen werde aber " überhaupt nichts mehr geändert "
, betonte der Expo-Sprecher . Sun : Mit Star Office ins Web Die Nebel lichten
sich und StarOffice lebt als .com Office weiter : Auf Suns Web-Site kann sich
jeder die Office-Suite besorgen . Wie schon berichtet , will Sun auch den
Source-Code freigeben - allerdings nicht unter der GPL ( GNU General Public
License ) , sondern nach den Bestimmungen des Sun Community Source Licensing .
Danach behält Sun unter anderem die Oberaufsicht über den Quelltext . Star
Office soll es von Sun auch weiterhin für Windows , Linux , OS/2 und Solaris
geben - einige Sun-Mitarbeiter betonten sogar ausdrücklich , dass man jetzt auch
OS/2-Software anbiete ... Über die Weiterentwicklung der verschiedenen Versionen
des Pakets machte Sun aber bislang keine konkreten Angaben . Star Division ist
nach der Übernahme ( die bereits am 5. August abgeschlossen war ) eine
hundertprozentige Tocher von Sun . Alle Mitarbeiter bekommen ein Angebot , in
Zukunft für Sun zu arbeiten ; die Entwicklungsabteilung in Hamburg möchte Sun
weiterführen . Marco Börries , Chef der bisherigen Star Division , wird
Vizepräsident von Suns Abteilung Webtop Software & Applications . Das
verdeutlicht schon das zentrale Interesse von Sun an Star Division : das
StarPortal soll in Zukunft Office-Software übers Netz zur Verfügung stellen .
Sun betrachtet dies als weiteren Schritt in der sogenannten .com-Strategie , die
den Übergang von " Fat Clients " zu " Thin Clients " fördern soll . " Wir
möchten nicht mit Technologie der 70er und 80er Jahre mit Microsoft konkurrieren
" , meinte John Loiacono , Marketing-Vizepräsident bei Sun . " Wir wollen diese
Technologie haben , um sie ins Web zu bringen . " Wie verdient man aber mit
einer vollständig kostenlosen Office-Software Geld ? Natürlich war die Rede von
Service und Support . Am deutlichsten machte die Erwartungen , die Sun mit dem
Kauf von Star Division verbindet , aber wieder einmal Scott McNealy , recht
offenherziger Chef von Sun : " Hey , it sells more hardware , servers , disk
arrays - I love it ! " Star-Division-Übernahme läßt Microsoft cool Gelassen
reagiert Microsoft bislang auf die Übernahme von Star Division durch Sun . Sie
habe keine Auswirkungen auf die Strategie von Microsoft für die
Weiterentwicklung und das Marketing der hauseigenen Office-Suite , meinte Andrew
Dixon , Produktmanager für Microsoft Office , in einem Gespräch mit der
Presseagentur Reuters : " Wir glauben , dass die Kunden weiterhin Microsoft
Office als das Desktop-Produkt ihrer Wahl benutzen werden . " Anderen Berichten
zufolge plant Microsoft nicht , Office zu einem Applikationsserver vergleichbar
zu Star Portal zu entwickeln , überprüft aber laut Dixon immer noch , ob eine
Linux-Version von Microsoft Office möglich und notwendig wäre . Marco Börries ,
bislang Chef von Star Division , sieht die Landschaft nach der Übernahme von Sun
natürlich anders . Er gehe davon aus , dass viele Anwender nun von Microsoft zu
Star Office wechseln werden . Mit der Übernahme durch Sun hat das Office-Paket
aus Hamburg nun eine weitaus bessere Position im amerikanischen Markt als zuvor
. Obwohl Börries die Zentrale von Star Division schon vor einiger Zeit ins
amerikanischen Silicon Valley verlegte , gelang der Durchbruch in den USA nicht
so recht - nicht einmal die kostenlose Abgabe des kompletten Office-Pakets für
den privaten Gebrauch löste größere Resonanz in den amerikanischen Medien aus .
Einige amerikanische Analysten gehen auch davon aus , dass Sun genau den
richtigen Zeitpunkt für die Übernahme von Star Division erwischt habe . " Wir
haben es mit einer User-Basis von Microsoft-Office zu tun , die relativ
unzufrieden ist " , sagt Rob Enderle von der Giga Information Group . Cisco
kauft IBMs LAN-Technik auf IBM verkauft das Tafelsilber der hauseigenen
LAN-Technologie : Im Gegenzug bietet IBMs Dienstleistungsabteilung Global
Services in Zukunft Router und Switches von Cisco an , wobei die beiden Partner
auch gemeinsame Lösungen für E-Commerce und Netzwerke entwickeln wollen .
Unternehmen sollen in der Zukunft in der Lage sein , den kompletten Support für
Cisco-Produkte auch von der IBM-Serviceabteilung zu erhalten . Intel will den
Netzwerkmarkt aufmischen Intels teuerster Einkauf muss sich langsam auszahlen ,
also baut man auf Basis der mit Level One übernommenen Technologien und
Chipsätze eine ganze Architektur für Netzwerkprozessoren auf . Die Intel
Internet Exchange Architecture ( IXA ) soll im Netzwerkbereich den Erfolg
wiederholen , den der Chipbäcker mit Prozessoren hat . Das erste greifbare
Produkt im Rahmen der IXA ist der IXP 1200 , ein Prozessor auf Basis von
Level-One-Technik , der für Telefonie-Systeme , Router und vergleichbare
Telekommunikationsgeräte einsetzbar ist . Intel möchte die Produktlinie in
absehbarer Zukunft um weitere Komponenten ergänzen , unter anderem für
Kommunikationsserver , für Sprach/Daten-Gateways oder für Router in Netzen mit
Datenverschlüsselung . Intel hofft wohl , durch die Entwicklung allgemein
einsetzbarer und nahezu frei programmierbarer Netzwerk- und Kommunikationschips
möglichst viele Segmente des Marktes auf einmal abdecken zu können . Auch sollen
die Preise den Marsch Intels zu neuen Ufern beschleunigen : In größeren Mengen
soll der IXP 1200 beispielsweise nur etwa 200 US-Dollar pro Stück kosten . Was
war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für
die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und
Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Alles kalter Kaffee ;
wir brauchen das nicht . Brockhaus lebt , und er ist mitten unter uns ! Das
geballte Fachwissen unserer Leserschaft steht uns ständig zur Verfügung , um
Fehler und Ungenauigkeiten zu verbessern . Ein Kollege hatte beispielsweise vor
kurzem in einer Meldung vom geringeren Leistungsverbrauch einer technischen
Neuentwicklung geschwärmt . Mahnende Leserbriefe wiesen ihn darauf hin , dass
Leistung sich nicht verbrauchen ließe , er möge doch stattdessen den schönen
Begriff " Energieumsatz " verwenden . Dabei weiß doch jeder halbwegs gebildete
Mensch , dass in bundesdeutschen Netzen seit 1992 zehn Volt Spannung mehr
anliegen . Und letzte Woche habe ich dann auch noch behauptet , der Mond wäre
800.000 km von der Erde entfernt . Nur kurze Zeit später tauchte im Forum die
erste Richtigstellung dieses katastrophalen Fehlers auf , die aber leider auch
nicht völlig präzise war . Natürlich sind es im Durchschnitt etwa 384.401 km ,
die maximale Distanz beträgt etwa 406.700 km , die minimale Entfernung 356.400
km . Und bevor die ersten Mails ankommen , möchte ich betonen , dass diese
Zahlen selbstredend nur Näherungswerte darstellen ( wer es noch genauer wissen
möchte , sollte sich mit dem Artikel über die Lasermessung der Erde-Mond-Distanz
vergnügen ) . Um weiteren Einwänden zuvorzukommen , stelle ich weiterhin klar ,
dass ich von DEM Mond spreche , und nicht von irgendeinem möglicherweise
existierenden Zweitmond . Auf eben genau diesem Mond wollten übrigens , wie uns
jetzt das Bulletin of the Atomic Scientists erzählt , die USA in den sechziger
Jahren eine militärische Basis errichten . Ganz ernsthafte Wissenschaftler
erarbeiteten hochgeheime Studien und schlugen vor , den bösen Russen im
Kriegsfall vom Mond eine Atombombe auf die seinerzeit noch bolschewistischen
Köpfe zu werfen . Oder nicht ? Aber denkste : Die Errungenschaften der modernen
Zivilisation entkommt man auch auf Gomera nicht , kein Mensch merkte , wie die
letzten beiden WWWWs über diverse Telefonnetze aus dem Valle Gran Rey in
Hannovers Nebel gelangten . Kleine Digitalpäckchen materialisierten sich auf dem
Bildschirm eines Kollegen in der Redaktion von heise online , der netterweise
die Bearbeitung der so zu ihm gelangten Wochenschau übernahm , weste doch mein
Stammbearbeiter ebenfalls ab . Das hat übrigens schon ein anderer berühmter
Mensch im ersten Drittel des letzten Jahrhunderts bemerkt , allerdings in einem
etwas anderen Zusammenhang . Walter Benjamin dachte keineswegs an digitalisierte
Textfiles , sondern beschäftige sich eher mit Kunstwerken und ihrer Originalität
. Waren also die letzten WWWWs gar nicht echt ? Nach Benjamins Das Kunstwerk im
Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit sollte man das fast glauben . Es
erscheint Benjamin aber falsch verstanden , ihn in diesem Sinne wörtlich zu
nehmen . Hat da jemand MP3 gerufen ? Genau : Was als echte Kopie erscheint und
nicht vom Original zu unterscheiden ist , ist nicht etwa das Kunstwerk , wenn
man bei manchen Songs , die so über Napster laufen , überhaupt von Kunstwerk
reden will - aber das ist eine andere Diskussion . Das Internet ist im Gegenteil
der offensichtlich schlagendste Beweis für Benjamins These : Das vermeintlich
neue Medium krankt eben daran , dass die Technik Originalität und Echtheit nicht
schafft , sondern nur behauptet . Insofern zeigt sich , dass MacLuhan Unrecht
hat : Das Medium ist eben nicht die Botschaft ; momentan erscheint es nur so ,
meist aus Neugier an eben der Technik . Die Botschaft aber fehlt : Originalität
und Echtheit sucht man weit gehend vergeblich , oder man entdeckt sie ob der
Technik nicht . Mögen unsere Bobos von all den Dot.Coms auch das Internet an
sich zur Botschaft erheben - selbst die Börsen folgen ihnen da nicht mehr . An
der Grenze zu Spanien verlor er die Hoffnung , den Häschern der Gestapo zu
entkommen : In Gedenken an Benjamin noch einmal Brecht : Ihr aber lernet , wie
man sieht statt stiert Und handelt , statt zu reden noch und noch . Oder besitzt
etwa noch jemand die Original-Pressung von Cantaloupe Island ? Die
Vinyl-Pressung eines Master-Bands war vielleicht noch mehr Original als die
MP3isierung einer CD , die sich sowieso nicht vom Glasmaster unterscheiden lässt
. Aber noch weiter : Was ist nun das Original , was ist echt ? Herbie Hancock
jedenfalls ist echt gut . Jedenfalls gehen gerade die Olympischen Spiele in
Sydney zu Ende . Wie es sich für ein Sportereignis erster Güte im Zeitalter
seiner technischen Reproduzierbarkeit gehört , spielten Computer die Hauptrolle
, in allen Disziplinen . Sie messen die Zeiten und die Distanzen , wenn die
Wetware seltsame Gegenstände durch die Luft schmeißt und sich allerlei Torturen
aussetzt . Sie messen die Datenleitungen im Blute der Wetware und zeigen die
rote Karte , wenn Grenzwerte auch nur haarfein überschritten sind . Und sie
schicken alle Ergebnisse in Sekunden rund um den Erdball . An dieser Stelle
gebührt unser Lob natürlich IBM , das all die Computer und Programme stellte ,
die Olympia nun einmal ausmachen . In Atlanta patzte die nämliche Firma noch
ganz schrecklich , und das nicht etwa , weil das Hauptquartier verwaist war . Es
mischten damals einfach zu viele Firmen mit . Nun verkündet IBM in Sydney den
Sieg auf ganzer Linie : Kein Cisco-Router , kein Apache-Server , no Linux ,
nicht die leiseste Spur von Fremdware aka Doping ? Eine Kampagne für das neue
ViaVoice 8.0 behauptet , dass " Ein PC , der zuhört " ganz oben auf der
Weihnachtswunschliste der Computerfans steht . Dazu verschickt IBM Fotos mit dem
Papa und seinem Thinkpad auf der Couch , Weihnachtsbaum und Familie im
Hintergrund , wie er mit dem Computer parliert und sich einen Deubel um das Fest
des Friedens kümmert . Dafür hat er nämlich keine Zeit : Der PC hört zwar zu ,
doch von Verstehen hat IBM schließlich nix gesagt . Der weihnachtliche Frieden
ist aber noch in anderer Hinsicht trügerisch : In Reaktion auf die neue Kampagne
verschickt Microsoft Pressemeldungen , das Hidden Markov Toolkit ( HTK ) für
alle Interessierten frei verfügbar zu machen . HTK gehört zu den wichtigsten
Grundlagen der Spracherkennung und wurde von Microsoft mit dem Kauf der Firma
Entropic geschluckt . Mit der allgemeinen Verfügbarkeit über die Universität
Cambridge möchte Microsoft sicherstellen , dass die Forschung die
Spracherkennung professionalisiert . Der olympische Gedanke steht unter
Anfangsverdacht . Nun traf es sich , dass letzte Woche in dem Gebäude , in dem
auch Passlogix residiert , ein Bordell für Börsianer von der Polizei ausgehoben
wurde . Die Reaktion der Passlogix-Chefs war konsequent : Sie mieteten sofort
die Reste des Bordells und setzten ihre Entwickler in die Räume , die aus
Zeitmangel nicht renoviert werden . Eine weitere Bobo-Truppe agiert beim StartUp
SocialNet und ließ sich als Werbegag einfallen , die eigene Chefin zu
prostituieren : Das beschäftigt uns und ihre Mutter . Aus der Sammelwut unserer
Kleinen hat die Zeitschrift iBusiness die einzig richtige Bobo-quenz gezogen .
Ganz im Pokemon-Stil finden sich hier Hinweise auf das Können und die zukünftige
Entwicklung der Internet-Gurus . Ganz unten steht der mitunter saftige Preis ,
den ein Guru-Tierchen für einen Vortrag verlangt . Wolfgang Bleh , Ossi Urchs ,
Jeanette Hofmann , Harald Summa , Norbert Bolz , Tim Cole , Matthias Hors und
Rena Tangens . Den höchsten Preis pro Vortrag nimmt übrigens unser
Lieblings-Bobo Matthias Horx , der als Berufsangabe Trendforscher und
Begriffsdrechsler führt . Seine Guru-Session kostet 10.000 Mark . Pro Stunde .
Plus Spesen . Dieser Mann wird überall als Internet-Urgestein herumgereicht ,
obwohl er an der Entwicklung des Internet niemals beteiligt war . Immerhin hat
Ossi Urchs die gleichen Zotteln wie Jaron Lanier , der diese Woche kräftig über
Linux und den allgemeinen Stand der Softwareentwicklung herzog . Für ihn ist
Linux das beste Beispiel dafür , wie Menschen verblöden können . Unsere
Intelligenz , so Lanier , wird keinen Turing-Test mehr bestehen können , denn
sie geht gegen /dev/null . Bitte sehr : Die Panzermine von morgen soll mit ihren
Kumpanen in einem Sperrgürtel kommunizieren . Wird eine Robotermine gesprengt ,
sollen sich die anderen neu im Gelände verteilen , um die Lücke zu schließen .
Hintergrund der ganzen Geschichte ist die Ottawa Convention , die
Anti-Personen-Minen als Kriegswaffen ächtet . Weil die USA mit der
Unterzeichnung dieses Vertrages ihre Panzerminen nicht mehr durch
Anti-Personen-Minen abschirmen kann , ist die Entwicklung der explosiven Roboter
notwendig . Gute Ideen sind das sicher auch . Manche Leute müssen aber immer
gleich übertreiben . Der San Francisco Chronicle berichtet jüngst über einen
kontraproduktiven Werbegag : Auf Anraten ihrer Werbeagentur verschickte die
Anwaltskanzlei Quinn Emanuel Briefbeschwerer in Form von Plastik-Handgranaten .
" Das ist Silicon Valley - die Leute hier sind jung , ehrgeizig und aggressiv ,
darum sind Handgranaten genau das Richtige " , zitiert die Zeitung einen
Firmensprecher . Blöderweise sollen die Teile so realistisch ausgesehen haben ,
dass mehrere Empfänger sofort das Bombenräumkommando alarmiert hat . Ich bin
gespannt , wann die ersten Pseudo-Viren auftauchen , die sich wenig später als
Werbegag einer Anti-Viren-Firma entpuppen . Etliche Firmen der New Economy
machten dieser Woche dicht . Dort wurde letzte Woche das unter www.tv1.de
startende erste christliche Internet-Fernsehprogramm Deutschlands vorgestellt .
Es gibt ein Netz nach dem Tode . Was wird . Ab übermorgen wird zurück geschossen
: Die Feiern zur deutschen Einheit stehen an , vernunftbegabte Menschen flüchten
. Ich habe die Öffnung der Mauer in den USA im Fernsehen gesehen , weil dort
gerade die Computermesse Comdex die Pforten öffnete . Eine Reihe von Deutschen
tanzte und soff in dem billigen Hotel mit angeschlossenem Spielcasino , in dem
auch ich untergebracht war . Die Mengen an Alkohol , die sie dabei konsumierten
, waren entgegen der allgemeinen Stimmung nicht " frei Haus " . Am nächsten Tag
hörte ich das erste Mal das Wort " Scheiss-Ossi " . In einem atemlosen Ton
berichten darin die Microsoftler , wie toll es ist , in der schönsten Firma der
Welt täglich dem Urknall beiwohnen zu können . Das Buch soll , so Bill Gates ,
ein Meilenstein bei der Vorbereitung zur 50-Jahr-Feier von Microsoft sein .
Leider geht Inside Out nicht weit genug : Bei allem Tamtam um die Entwicklung
des Explorers fehlt die Gebietsabsprache , die Microsoft mit einem deutschen
Rechtsanwalt getroffen hat . Jedenfalls in der englischen Version . Eine
deutsche Ausgabe soll im November erscheinen . Sommerliches Herbstwetter
beschert Expo Besucherrekord Das sommerliche Herbstwetter hat der Expo in
Hannover erneut einen Besucherrekord beschert . Nach Angaben der
Expo-Gesellschaft strömten am Samstag 208.000 Menschen auf das
Weltausstellungs-Gelände . " Wir freuen uns sehr , dass so viele Menschen in den
letzten Wochen noch die Gelegenheit nutzen , auf die Expo zu kommen " , sagte
eine Sprecherin . Auch am Sonntag herrschte an den Eingängen und an beliebten
Attraktionen wie dem " Planet of Visions " großer Andrang . In den kommenden
Tagen rechnet die Expo-Gesellschaft wegen des Feiertages am 3. Oktober weiter
mit zahlreichen Besuchern . Stephen Hawking sieht schwarz für das menschliche
Leben Der britische Astrophysiker Stephen Hawking befürchtet , dass die
Menschheit ein " weiteres Jahrtausend " nicht überleben wird . Die Menschheit
könne nur überleben , wenn sie sich auf einem anderen Planeten ansiedle , ließ
der fast vollständig gelähmte Wissenschaftler seine Zuhörer bei der Vorstellung
seines neuen Buchs " The Universe in a Nutshell " wissen . Der Wissenschaftler
leidet unter der Lähmungserkrankung Amyotrophe Lateralsklerose ( ALS ) und kann
sich nur per Sprachcomputer verständigen . " Ich befürchte , dass die Atmosphäre
immer heißer wird , und dass sie wie Venus zu brodelnder Schwefelsäure wird " ,
meinte Hawking . " Ich mache mir Sorgen um den Treibhauseffekt . " Ohne die "
Kolonialisierung " anderer Planeten sei die Menschheit vom Aussterben bedroht .
Hauptaufgabe der theoretischen Physik des 21. Jahrhundert sei es , der
Menschheit eine lückenlose Theorie über das Geschehen im Universum anzubieten .
" Wir glauben , wir haben die Endstücke einer vollständigen und einheitlichen
Theorie gefunden , aber in der Mitte ist noch viel auszufüllen " , sagte Hawking
. Ex-Compaq-Chef geht zu Intershop Eckhard Pfeiffer , Ex-Chef von Compaq und
dort vor kurzem wegen schlechter Geschäftsergebnisse geschasst , wird Präsident
von Intershop . Bisher allerdings konnte Intershop jenseits des großen Teiches
noch nicht den gewünschten Erfolg verzeichnen . Stefan Schambach , Gründer und
Chef des Unternehmens , sagte Anfang des Jahres in einem Gespräch mit c't , es
sei für deutsche Firmen sehr schwierig , sich gegen US-Konkurrenz zu behaupten ,
auch wenn man das bessere Produkt habe . Allein von Deutschland aus sei dies
überhaupt nicht zu machen ; deshalb habe sich Intershop auch entschlossen , die
Zentrale in die USA zu verlegen . Angesichts dieser Situation dürfte die
Ernennung von Pfeiffer zum Präsidenten ein geschickter Schachzug sein . Auch
wenn Pfeiffer aus Deutschland stammt , hat er doch in seiner Rolle als
Compaq-Chef wohl genug Kontakte und Bekanntheit aufbauen können , um einer
deutschen Firma gegen solche Heavyweights wie etwa IBM in den USA auf die
Sprünge helfen zu können . Entsprechend sieht Pfeiffer auch seine neue Rolle bei
Intershop : Ich werde mein Wissen über die Industrie weitergeben und einem
relativ jungen Team meine großen Erfahrungen zur Verfügung stellen . Pfeiffer
hat selbst in Intershop investiert , aber bislang den Umfang der Beteiligung
nicht bekannt gegeben . Momentan macht die Firma noch Verluste , will aber im
Jahr 2000 schwarze Zahlen schreiben . 10 Jahre Mauerfall : Wendekalender im
Internet Seit 10 Jahren ist er weg , der " antifaschistische Schutzwall " : Im
Herbst 1989 ließ sich die Bevölkerung der DDR nicht mehr einschüchtern ; das
SED-Regime mußte seinen Bankrott erklären . Aus Anlass des Mauerfalls bietet der
MDR ab Sonntag ein Tagebuch der Ereignisse , beginnend mit der Schließung der
Grenze zwischen DDR und Tschechoslowakei am 3. Oktober 1989 . Unter www.mdr.de
rekonstruiert der Wendekalender für jeden Tag die Geschehnisse ; zu den
einzelnen Ereignissen können weitere Hintergrundinformationen abgerufen werden .
Ab dem 8. November will der MDR dann unter www.mdr.de/ddr-alltag auf über 200
Seiten den Alltag in der DDR darstellen . Network-Publishing : Die Netzwerke als
Medium Damit es auch alle mitbekommen , lud die Firma am gestrigen Dienstag zu
einer Konferenz in San Jose , Kalifornien , ein , und verkündete der anwesenden
Presse die frohe Botschaft . Dabei handelt es sich natürlich um Inhalte , die
mit Adobes zahlreicher Software erstellt wurden . Um diese Vision zu
verwirklichen - und die Vorherrschaft und weitere Verbreitung von Adobes
Produkten voranzutreiben - bildete Adobe mit Firmen wie RealNetworks , Nokia ,
Hewlett-Packard , ATG und Interwoven strategische Partnerschaften . Zusammen mit
Nokia will man beispielsweise eine WML-1.1-Authoring-Umgebung für Adobe GoLive
5.0 entwickeln . Sie bietet eine grafische Bedienoberfläche in GoLive , die
Inhalte für Nokias WAP-Handys auf einem Emulator darstellt , um optimale
Bildqualität zu gewährleisten . Adobe sieht die Network-Publishing-Zukunft
jedenfalls in rosigen Farben . Im Rahmen der Veranstaltung kündigte Adobe auch
ein neues Produkt an : Adobe Studio . Dahinter verbirgt sich ein Design-Netzwerk
für Arbeitsgruppen . Es ermöglicht diesen Teams , mit Hilfe von Web-basierten
Anwendungen ihre Projekte gemeinsam zu verwalten und zu koordinieren . Adobe
Studio kommt im ersten Quartal 2001 auf den Markt kommen und kostet rund 40
US-Dollar pro Anwender . Eine öffentliche Beta-Version soll es Anfang Januar
geben . Keine Sicherheit vor illegalen Machenschaften im Internet Im Internet
wird es nach Auffassung von Experten auch in Zukunft keine absolute Sicherheit
vor kriminellen Machenschaften geben . " Mit diesem Risiko muss man leben lernen
" , sagte der Sicherheitsexperte der Universität Freiburg , Günter Müller , am
Dienstagabend am Rande einer Expertendiskussion zum Thema " E-Security " , die
das Insitut für Wirtschaftsinformatik der Goethe-Universität Frankfurt
veranstaltete . Eine Möglichkeit , die Sicherheit zu erhöhen , sei , die
technologischen Anforderungen ernorm nach oben zu schrauben . Allerdings würde
das Internet dadurch schwieriger und unfreundlicher für die Benutzer ,
erläuterte der Wissenschaftler . Ein weiterer Weg sei , eine
Schadensersatzlösung einzuführen , um gegen die Verursacher mangelnder
Sicherheit juristisch vorzugehen . Dann würden die Dienstleistungsanbieter zur
Rechenschaft gezogen . " Ein Plus an Sicherheit gibt es derzeit nur durch
Verschlüsselung . " Vor dem Hintergrund des Hacker-Angriffs auf den
Software-Giganten Microsoft sagte Müller , dass es für geschulte kundige Leute
kein Problem sei , sich in ein solches System einzuklinken . Wenn ein Student
nach seinem Studium nicht das theoretische Potenzial habe , sich bei einer Bank
einzuloggen , dann habe er etwas falsch gemacht . Auch für die Zukunft sieht
Müller keinen Grund zur Entwarnung . " Die Kriminalität im Netz wird zunehmen ,
es wird immer mehr zu klauen geben . " Es gebe eine typische Trivialität bei der
Auswahl von Zugangscodes . So werde oftmals der eigene Name als Passwort
genommen . Die Menschen müssten lernen , sich vernünftige Zugangscodes mit
Sonderzeichen auszudenken , um den illegalen Zugriff auf Daten zu erschweren .
Ebenso müssten die Nutzer bei der Kommunikation mit dem Internet Texte
verschlüsseln , sagte Holland bei der Veranstaltung . Senioren agil , (
Internet- ) Wirtschaft senil ... Wer über 50 ist und sich zum ersten Mal ins
Internet wagt , findet sich dort nur selten zurecht . Speziell gestaltete Seiten
, die Neueinsteiger an die Hand nehmen , sind die Ausnahme , spezielle Angebote
für Senioren selten . Die Industrie versäume es , rechtzeitig eine kaufkräftige
Schicht an das neue Medium zu binden , warnen Experten . " Senioren agil ,
Wirtschaft senil " , lautet der Titel einer Tagung in Frankfurt , die sich am
24. November mit dem Thema ältere Menschen und Internet beschäftigt . Menschen
über 50 sind die am schnellsten wachsende Gruppe unter den Internetnutzen . Die
Gesellschaft für Konsumforschung ( GfK ) fand heraus , dass bereits 18 Prozent
der WWW-Nutzer älter sind als 50 Jahre ( August 2000 ) . Vor fünf Jahren
stellten die über 50-Jährigen erst drei Prozent . Wegen der hohen Ansprüche
dieser Zielgruppe müssten sich die Anbieter jedoch auch mehr anstrengen , meint
der Saarbrücker Unternehmensberater Gundolf Meyer-Hentschel , der sich seit
Jahren mit Seniorenmarketing beschäftigt . " Eine platte Shopping-Seite " habe
weniger Chancen bei diesem " komplizierten Kunden " als ein Angebot , das
speziell für Ältere gestaltet sei . Orientierungsfreundlich mit ruhigem Design
sollten die Seiten sein und vor allem das Bedürfnis nach Unterhaltung und
Austausch berücksichtigen . Wer sich mit einem solchen Angebot früh im Markt
positioniere , könne mit enormen Gewinnen rechnen , glaubt Meyer-Hentschel .
Bisher sei die Industrie aber " noch fest am Schlafen " . Professor Bernd Skiera
, Inhaber des Lehrstuhls für E-Commerce an der Frankfurter Goethe-Universität ,
hat Verständnis für die Zurückhaltung der Branche : " Zunächst müssen mehr
Senioren ins Netz , dann erst macht es Sinn , sie speziell anzusprechen . " Als
Zielgruppe seien Pensionäre natürlich hoch interessant , weil finanziell potent
. E-Commerce mache für Senioren schon allein deshalb Sinn , weil viele nicht
mehr so mobil sind . Skiera warnt jedoch davor , lukrative Geschäftsfelder nur
im Konsum zu sehen . Ein Sensor etwa , der in regelmäßigen Abständen Blutdruck
oder Zuckerwerte misst und die Daten online zu Experten übermitteln , die prüfen
, ob alles in Ordnung ist . " Das ist ein sehr , sehr großer Markt , und mit
Hilfe des Internet sind hier viele intelligente Lösungen denkbar " , sagt Skiera
. Bisher sei die Zielgruppe Senioren aber einfach zu schwer über das neue und
ungewohnte Medium zu erreichen . Aber das wird sich schnell ändern , glaubt
Skiera : Den Durchbruch erwarten Branchenkenner von den Settop-Boxen . DGB warnt
vor Lohndumping bei Call Centern Vor Lohn- und Sozialdumping in der
Call-Center-Branche hat der Deutsche Gewerkschaftsbund ( DGB ) gewarnt . 80
Prozent der knapp 1.500 Unternehmen in Deutschland zahlten Stundenlöhne zwischen
neun und 14 Mark , kritisierte der stellvertretende Vorsitzende des DGB Nord ,
Ingo Schlüter , am Mittwoch in Schwerin . Viele Beschäftigte hätten keine festen
Arbeitszeiten , sondern würden nach Bedarf eingesetzt . Hinzu komme , dass
Urlaubsregelungen oft unklar seien und Urlaubstage mit gesetzlichen Feiertagen
verrechnet würden . Im Einzelhandel hätten sich die Gewerkschaften schon vor
langer Zeit gegen unsoziale und unvorhersehbare Arbeitszeiten eingesetzt , als
es um so genannte kapazitätsorientierte Arbeitszeiten gegangen sei , teilte
Schlüter mit . Softwarehersteller mb mit Gewinnen mb Software ist spezialisiert
auf Anwendungen für Architekten sowie Bauunternehmen und
3D-Visualisierungsapplikationen . Die Firma hat insgesamt 15 Tochterunternehmen
und Mehrheitsbeteiligungen . mb Software machte inzwischen auch seinen Einstieg
in den asiatischen Markt perfekt . Mit einem Fünf-Jahres-Vertrag wurde eine
Kooperation mit dem japanischen IT-Unternehmen CPU Inc. vereinbart . BinTec
entlässt Mitarbeiter Als Antwort auf den anhaltenden Verlustkurs hat der
Nürnberger Netzwerk-Spezialist BinTec einen Stellenabbau beschlossen . Das
Unternehmen habe insgesamt 37 Mitarbeitern gekündigt , dies entspreche knapp 17
Prozent der zurzeit noch 219-köpfigen Belegschaft , teilte der Vorstand am
heutigen Freitag mit . Der Stellenabbau solle sozialverträglich gestaltet werden
. Insgesamt seien Abfindungen in einer Höhe von 197.000 Mark geplant , hieß es
in einer Pflichtmitteilung . Unterdessen drehte sich das Personal-Karussell an
der BinTec-Spitze weiter . Rund drei Monate nach dem Rücktritt von
BinTec-Vorstandssprecher Claus Wortmann nahm jetzt auch Vorstandsmitglied Gregor
Krawczuk seinen Hut . Krawczuk verlasse das Unternehmen " aus persönlichen
Gründen " , betonte BinTec . Für ihn werde der zweite Mitbegründer der Firma ,
Stephan Feige ( 38 ) , nachrücken . Feige hatte bisher die
Technologie-Entwicklung des Unternehmens geleitet . Die BinTec-Aktie , die in
den vergangenen Monaten einen rasanten Kurssturz von einem Hoch bei 44,10 Euro
erlebt hatte , erholte sich am Freitag leicht . Am Neuen Markt notierte das
Papier bislang mit knapp 3,4 Euro um rund 1,5 Prozent fester als am gestrigen
Donnerstag . In den ersten neun Monaten hatte der kriselnde Netzwerkspezialist
seinen Verlust nach Abschreibungen im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahreszeitraum verdreißigfacht . Online-Versteigerung von Mitnick-Andenken
gesperrt Zur Aufbesserung seiner Kasse bietet der bekannte Ex-Hacker Kevin
Mitnick , der aufgrund seiner Bewährungsauflagen drei Jahre lang keine Modems ,
Computer oder Mobiltelefone benutzen kann , jetzt einige Kuriositäten auf
Auktionsseiten im Internet an . Anfang der 90er Jahre war Mitnick wegen mehrerer
Einbrüche in Computersysteme des Militärs und großer US-Konzerne als " meist
gesuchter Krimineller der USA " gejagt und in einer dramatischen Verfolgungsjagd
im Februar 1995 geschnappt worden . Erledigen muss die Versteigerung nun Alan
Mitnick , der Vater des Ex-Hackers . Über eBay hat er bereits ein Handy und
einen TRS-80-Computer verkauft , und er bietet noch unter 507580398 " Kevin
Mitnick's Ham Radio - Alinco DR-610TQ " an . Allerdings bekommen Interessierte
hier bereits die Meldung : " This functionality is currently unavailable . "
Außerdem hatte Mitnick noch seinen Gefängnisausweis angeboten , was eBay aber
offenbar zu heiß wurde , weswegen man diese Auktion gleich vom Netz genommen hat
. Genauso lief es bei amazon.com und yahoo.com . Dafür aber wird der Ausweis
jetzt auf www.dutchbid.com angeboten und steht mittlerweile immerhin bei 2010
US-Dollar . dutchbid.com wirbt explizit damit , dass die anderen Auktionsseiten
damit nichts zu tun haben wollten . Für Mitnick verstößt die Auktion nicht gegen
das Gesetz . Die Vorgehensweise der Auktionsseiten nennt er " lächerlich und
absurd " . " Es ist illegal , etwas zu verkaufen , was der Regierung gehört " ,
sagt Amazon-Sprecher Richele Craveiro . " Wenn er den Gegenstand wieder
eintragen will , muss er eine schriftliche Genehmigung der Regierung vorlegen ,
dass er ihn verkaufen darf . " Von der für Gefängnisse zuständigen Behörde kam
bislang noch keine Äußerung , dutchbid.com ist jedoch nach juristischer Beratung
der Meinung , die Versteigerung sei rechtmäßig . Mitnick wird seiner Ansicht
nach durch die " willkürlichen Entscheidungen " der Auktionssites diskriminiert
. Mehr in Telepolis : Yahoo , eBay und Amazon sperren Versteigerung von
Mitnick-Andenken . GEDYS entlässt fast ein Viertel der Mitarbeiter Die
Braunschweiger GEDYS Internet Products AG will zwei ihrer insgesamt 19 Standorte
schließen und fast ein Viertel der Mitarbeiter entlassen . Die Zahl von 292
Angestellten werde um rund 70 reduziert , teilte das Unternehmen , das unter
anderem auf Lotus Notes/Domino spezialisiert ist , am heutigen Freitag mit .
Geschlossen werden die Standorte in Dresden und Aachen . GEDYS habe auf eine
starke Expansion gesetzt . Im Ausland hätten sich die Erwartungen weitgehend
erfüllt , in Deutschland wachse das Unternehmen aber nicht so stark wie erhofft
, hieß es . Deshalb werde es nötig , Kosten zu senken . In die Gewinnzone will
GEDYS im Jahr 2001 kommen . Standard für Web-Anwendungen vorgeschlagen
Web-Anwendungen sind inzwischen auch für Microsoft ein zentrales Thema : Mit der
Version 1.0 von SOAP ( Simple Object Access Protocol ) stellte die Windows-Firma
gestern eine Technik vor , der Standard-Applikationen einfach Web-fähig machen
soll . Der Software-Riese hat SOAP 1.0 auch bei der Internet Engineering Task
Force ( IETF ) eingereicht , um den Vorschlag als offiziellen Internet-Standard
absegnen und als RFC ( Request for Comment ) veröffentlichen zu lassen . Schon
im September hatte Microsoft erreicht , dass eine vorläufige Version des
Vorschlags als Internet Draft veröffentlicht wurde . SOAP soll nach Angaben von
Microsoft völlig unabhängig von Betriebssystemen und Objektmodellen wie dem
hauseigenen DCOM oder CORBA der Object Management Group ( OMG ) sein . Statt der
in diesen Objektstandards definierten Kommunikationsprotokolle , etwa dem
Internet Inter-ORB Protocol ( IIOP ) der OMG , baut SOAP auf Remote Procedure
Calls und XML auf . Etwas süffisant formuliert Microsoft in einer Einführung zu
SOAP , es gebe auf der Welt wirklich keinen Mangel an Protokollen zur
Kommunikation zwischen verteilten Objekten . Keines von ihnen könne aber
unverändert in der bestehenden Internet-Infrastruktur benutzt werden . SOAP
solle dies ändern . Die Vorlage von SOAP 1.0 bei der IETF könnte sich jedenfalls
als geschickter Schachzug von Microsoft erweisen : Die Firma kam durch die
Übernahme von Star Division durch Sun unter Druck . Sun setzt nach eigenen
Aussagen vollständig auf die Nutzung von Standardanwendungen mit " schmalen "
Clients über das Web . Dem hatte Microsoft anfangs nicht viel entgegen zu setzen
, bemühte sich aber , mit der Ankündigung einer Web-Version von Microsoft Office
Pari zu bieten . Ob SOAP sich als Seifenblase entpuppt , die schnell platzt ,
wird sich zeigen . Die Definition eines Standards für solche Web-Anwendungen ,
der als offizielles Internet-Protokoll verabschiedet wird , kann Microsoft einen
Vorteil gegenüber Konkurrenten wie Sun oder auch Oracle und IBM verschaffen .
Diese Firmen setzen auf Java und CORBA für Web-fähige Applikationen - gegenüber
SOAP nehmen sie bislang eine abwartende Haltung ein . Desktop und Anwendungen
aus dem Web ( update ) Nach desktop.com startet nun nach langer Vorlaufphase mit
myWebOS ein zweiter Anbieter mit einem Web-Betriebssystem und kostenlosen
Anwendungen über das Internet . Zum Start des Dienstes stehen allerdings bislang
nur Kalender , Adressverwaltung , Notizzettel und eine Textverarbeitung zur
Verfügung . Später soll eine komplette Office-Suite unter dem Namen HyperOffice
folgen . Die Performance des Dienstes , offiziell noch im Beta-Stadium , ist
jedoch bislang nicht gerade berauschend . Lange Ladezeiten und träge Reaktionen
auf Benutzereingaben muss man schon aushalten . Außerdem blockiert das im
Browser geladene WebOS nahezu vollständig das lokale Betriebssystem : Selbst auf
einem mit 128 MByte Hauptspeicher ausgestatteten NT-Rechner war bei einem ersten
Test das Arbeiten mit lokaler Software praktisch nicht mehr möglich . Zudem
beschwerte sich NT schon nach kurzer Zeit , dass nicht genug Speicher zur
Verfügung stehe . Versucht man den Zugriff auf das WebOS gar mit einem Mac ,
erhält man nur eine lapidare Fehlermeldung , berichteten Leser : Das System
arbeite nur mit dem Internet Explorer 5 unter Windows 9x oder NT . Da hat die
Firma wohl noch etwas Arbeit vor sich . Und die sollte sie schnell erledigen ,
wenn ihr Geschäftsmodell funktionieren soll : Denn im Unterschied zu desktop.com
möchte myWebOS sich nicht über Werbung finanzieren , sondern durch den Verkauf
von Entwicklungsumgebung und -werkzeugen . Firmen sollen damit für ihr Intranet
oder Internet-Provider für ihre Kunden eine eigene Version des WebOS herstellen
können . Angesichts des momentanen Status der Software dürfte die angepeilte
Zielgruppe sich aber wohl noch zurückhalten . Auch Anwender werden wohl kaum von
ihren gewohnten Applikationen auf Web-Software umschwenken , wenn diese derartig
träge und fehlerhaft reagiert . Und zu Bedenken bezüglich des Datenschutzes
verliert die Firma bislang kein Wort - welcher Nutzer aber vertraut schon gerne
seine persönlichen Daten und Dokumente einen weitgehend unbekannten
Web-Dienstleister an ? Peter de Jager , ein kanadischer EDV-Berater , und die
Marketingfirma Tenegra hatten 1995 unter der URL www.year2000.com ein
Beratungszentrum zu Y2K-Fehlern eingerichtet . " Year2000.com hat unseren Zielen
gute Dienste geleistet " , erklärten die beiden Betreiber der Domain . Nach dem
Ergebnis der Versteigerung zu urteilen , leistete die URL den bisherigen
Besitzern jedenfalls auch noch am ersten Tag des neuen Jahres ausgezeichnete
Dienste ... Y2K-Bug in schwedischen Krankenhäusern Die EKG-Geräte in drei
schwedischen Krankenhäusern haben den Wechsel in das Jahr 2000 nicht überstanden
. Die Systeme zur Überwachung des Herzschlags von Patienten in den Kliniken von
Uppsala , Karlstad und Linköping interpretierten das Datum 1. Januar 2000 falsch
und stellten daraufhin den Betrieb ein , berichtet die schwedische Tageszeitung
Svenska Dagbladet . Die Geräte wurden von GE Marquette produziert , einer
Tochter des amerikanischen Elektronik- und Energiekonzerns General Electric .
Jonas Kopcke , Manager des Unternehmens , erklärte , man habe trotz aller Tests
übersehen , eine bestimmte Datei in der Software der EKG-Geräte zu ändern .
Allerdings seien nur die schwedischen Versionen der Systeme von dem Fehler
betroffen . Eine schwedische Regierungssprecherin sprach von einem ernsten
Problem , das aber die Sicherheit keines Patienten gefährdet habe . Das
Klinikpersonal habe andere Überwachungsgeräte benutzen und öfters selbst den
Herzschlag der Patienten kontrollieren müssen . Intershop veröffentlicht
Gewinnwarnung Nicht für alle beginnt das neue Jahr gut ; und die New Economy
macht scheinbar nahtlos da weiter , wo sie letztes Jahr aufgehört hat . Die
Jenaer Intershop AG , Spezialist für Online-Shop- und B2B-Software , hat ihre
Umsatz- und Ertragserwartungen für das vierte Quartal 2000 nach unten korrigiert
. Das Minus im vierten Quartal soll einem Nettoverlust je Aktie zwischen 0,36
und 0,38 Euro entsprechen . Der gegenüber den Erwartungen geringere Umsatz sei
auf die Verlangsamung von IT-Investitionen und eine Verlängerung der
Vertriebszyklen zurückzuführen , begründete Intershop die reduzierten
Umsatzerwartungen . Vor diesem Hintergrund hätten viele Unternehmen die für das
vierte Quartal erwarteten E-Commerce-Investitionen auf das Jahr 2001 verschoben
. Wilfried Beeck , Finanzchef von Intershop , zeigte sich über das erwartete
Ergebnis nicht besonders begeistert : Zahlreiche potenzielle Aufträge in
Millionenhöhe , die wir für Ende des Quartals erwartet hatten , wurden ins
nächste Jahr verschoben . Dies gilt insbesondere für die USA , wo wir weiterhin
unsere Vertriebsaktivitäten ausweiten . Der Kurs der Intershop-Aktie ging am
Neuen Markt in den freien Fall über : LetsBuyIt-Aktien wieder gehandelt Die
Aktien des angeschlagenen Internet-Händlers LetsBuyIt.com sind am heutigen
Dienstag wieder gehandelt worden . Zur Eröffnung brach der Kurs um bislang 60
Prozent auf 0,50 Euro ein ; zwischenzeitlich war der Kurs auf ein neues
52-Wochen-Tief von 0,40 Euro abgesackt . Der Handel war am vergangenen Freitag
ausgesetzt worden , nachdem das niederländische Unternehmen einen Antrag auf ein
vorläufiges Zahlungsmoratorium nach niederländischem Recht gestellt hatte .
Schon der Börsengang des Co-Shopping-Anbieters an den Neuen Markt in Frankfurt
gestaltete sich schwierig und musste zweimal verschoben werden . Der
Emissionspreis betrug schließlich im Juli 3,50 Euro . Hintergrund : Brüche in
der deutschen Erfolgsgeschichte Intershop Die Erfolgsgeschichte Intershops war
fast zu schön , um wahr zu sein : In ihrer Heimatstadt Jena haben die
Intershopler in den vergangenen zwei Jahren einen ungeahnten Gründerboom
angefacht und sind gerade in das markanteste Hochhaus der Saalestadt gezogen ,
den 29 Stockwerke hohen ehemaligen Uniturm , der im Volksmund nur als "
Keksrolle " bekannt ist . Doch inzwischen trifft die " Dot.com-Bombe " mit etwas
Verspätung auch den viel gelobten Anbieter von E-Business-Systemen hart : Die
Umsatzzahlen schrumpfen und die Aktienkurse fallen und fallen - am heutigen
Börsentag mittlerweile um gut 64 Prozent . Wir sind zwar ein Unternehmen der New
Economy , doch unsere Kunden finden sich in der finanzstärkeren Old Economy ,
hieß die Losung . Eine neue Version der Verkaufssoftware Enfinity sollte
weiterhin für Wachstum , Umsatzzahlen und mittelfristig auch Jahresgewinne
sorgen . " Wir sind gerade erst am Anfang , wo es richtig losgeht " , verkündete
Bernhard Marbach , Präsident Europa und Asien bei Intershop , ganz in diesem
Sinne vor kurzem noch . Es sei doch zu erleben , dass die Unternehmenstanker
gerade in den elektronischen Handel voll einsteigen würden . Doch die Rechnung
scheint nicht aufzugehen : Die Schuld schob Finanzchef Wilfried Beeck vor allem
auf das schlechte USA-Geschäft . Das dürfte in nächster Zeit auch nicht an Fahrt
gewinnen , da sich die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten allgemein in einer
Abkühlungsphase befindet und Unternehmen ihre Ausgaben für Informationstechnik
allgemein zurückfahren . Intershop wird von den Sparmaßnahmen insofern besonders
betroffen sein , als das Unternehmen jenseits des Atlantiks kürzlich zu einer
Verkaufsoffensive ausholte und seine Wachstumsprognosen weitgehend auf steigende
Investitionen von US-Firmen ins E-Geschäft aufbaute . Doch auch die von Beeck
geäußerte Hoffnung , dass sich wenigstens der europäische Markt als stabil
erweisen würde , könnte zerrinnen : Einer Umfrage der Investmentbank Morgan
Stanley Dean Witter in 400 europäischen Konzernen zufolge will jede dritte Firma
die Investitionen in E-Business-Lösungen 2001 nicht erhöhen . Das sind doppelt
so viele wie noch vor sechs Monaten . Ein schwacher Trost mag es angesichts
dieser wenig erfreulichen Prognosen für Intershop sein , dass auch den ganz
Großen der Branche - im Softwarebereich vor allem Microsoft , Oracle und SAP -
ein stürmischer Wind im neuen Jahr um die Nase wehen wird . Wenig nützen dürften
den Jenaern angesichts der allgemeinen Stimmung in der neuen wie der alten
Ökonomie auch die vor kurzem veröffentlichten Ergebnisse eines
Benchmarking-Tests der neuen Enfinity-Version , die der Softwarelösung für
Großunternehmen " hervorragende Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit "
bescheinigten . Zum Vergleich : Kooperation statt Streit bei Internet-Seite
mtv.de Auf Bus und Bahn statt Rock und Pop stießen bisher viele Jugendliche nach
Eingabe der Internet-Adresse www.mtv.de . Doch das soll sich bald ändern . Nach
zähen Verhandlungen haben Musikkanal und Verkehrsgesellschaft beschlossen , noch
in diesem Monat auf der begehrten Seite zu kooperieren , wie der Geschäftsführer
der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft , Ralf Scholz , mitteilt . Wahrscheinlich
im Herbst soll die Seite dann ganz an den Musiksender gehen . Die
Verkehrsgesellschaft MTV hatte sich bereits Ende 1995 die Internet-Seite
gesichert und war damit dem in München ansässigen deutschen Ableger des
internationalen Musiksenders Music Television ( MTV ) zuvorgekommen . Der Sender
beanspruchte die Seite relativ spät , weil er erst Ende der 90er Jahre sein
zuvor europaweit auf Englisch ausgestrahltes Programm wieder nationaler
gestaltete und deutsche Moderationen einführte . Erst da benötigte er auch die
Adresse mit .de am Ende . Mit seinem Programm fuhr er gut - hinsichtlich der
Marktanteile hat er inzwischen seinen Konkurrenten , den Kölner Musiksender Viva
, eingeholt . Seinen Internet-Auftritt bestreitet der Sender jedoch immer noch
mit der recht sperrigen Adresse mtvhome.de . Man habe kein " Domain-Grabbing "
gegenüber dem Sender betrieben , betont Geschäftsführer Scholz von der
Verkehrsgesellschaft . Aber man sehe schon das " berechtigte Interesse " des
weitaus bekannteren Senders an der MTV-Adresse , sagt Scholz . Deshalb habe man
sich auch auf Verhandlungen eingelassen . Diese dauern nun schon drei Jahre .
Erster Erfolg war das Musiksender-Logo auf der MTV-Seite , das Verirrte nun per
Klick schnell zur Seite des Musiksenders lotst . Über die Internet-Adresse zu
prozessieren , hätte der Leiter der Online-Abteilung des Musiksenders , Joel
Berger , " idiotisch " gefunden - auch wenn die Verhandlungen mit den Hofheimern
nicht immer leicht waren und jüngste Gerichtsurteile zeigen , dass der weltweit
operierende Sender wahrscheinlich Erfolg hätte . Um Geld sei es übrigens nie
gegangen , doch die Verkehrsgesellschaft will eine angemessene Ersatzadresse ,
wenn sie auf mtv.de verzichten soll . Und die ist nicht so leicht zu bekommen ,
zum Teil auch wegen Domain-Grabbern . Solange nicht für adäquaten Ersatz gesorgt
ist , will die 1987 im Zuge der Regionalisierung des öffentlichen Nahverkehrs
gegründete Verkehrsgesellschaft die Rechte an der MTV-Adresse behalten , sagt
Scholz . Deshalb sucht der Musiksender derzeit fieberhaft nach einer
Ersatzadresse für die MTV Hofheim . Zudem arbeiten Web-Designer des Senders an
einer neuen MTV-Seite , die Ende dieses Monats in Betrieb gehen soll und die
dann grafisch geteilt ist : eine Hälfte Bus und Fahrpläne und eine Hälfte Musik
und Szene . Was darüber hinaus an Zusammenarbeit der schicksalhaft aneinander
geratenen Unternehmen entsteht , ist derzeit noch unklar . Dazu gebe es im
Moment keine konkreten Pläne , sagt Scholz . " Aber wir hätten natürlich nichts
dagegen . " Das Internet hält Einzug in die Politik Bis solche Meldungen durch
die Medien gehen , dürfte noch einige Zeit vergehen . Aber schon jetzt hält das
Internet immer stärker Einzug in die Politik . Experten gehen davon aus , dass
das Datennetz Stil und Inhalte politischer Auseinandersetzungen ähnlich
revolutionieren wird wie in den 60er Jahren das Fernsehen . Der Berliner
Soziologe Steffen Wenzel glaubt gar : " Wahlkämpfe werden in wenigen Jahren im
World Wide Web entschieden . " So haben die Bewerber für die
US-Präsidentschaftswahl im November Hunderttausende von Dollars investiert , um
mit innovativen Internet-Seiten die Schlacht um den Einzug ins Weiße Haus zu
gewinnen . " Vor allem wird das Internet eingesetzt , um für Spenden zu werben "
, weiß Steffen Wenzel , der die Redaktion des Hamburger Politik-Onlinedienstes
politik-digital leitet . Transparenz , Interaktivität , echte demokratische
Mitbestimmung : So mancher Internet-Experte verspricht sich vom World Wide Web
eine Art politisches Schlaraffenland . Wenzel verweist etwa auf die
amerikanische Regierung , die Gesetzentwürfe im Frühstadium auf ihre Webseiten
stellt und dort zu Kritik und Verbesserungsvorschlägen einlädt . Vor allem
betonen die Digitalpropheten die neuen Vernetzungsmöglichkeiten , die das World
Wide Web für Umweltaktivisten , Menschenrechtsgruppen oder sonstige
Nichtregierungsorganisationen ( NGO ) in aller Welt bietet . Ein Beispiel ist
die weltweite Kampagne gegen Landminen : Ein buntes Häuflein unterschiedlichster
Vereinigungen konnte dank Internet billig und schnell eine beispiellose Kampagne
entfachen . Das weltweite Medienecho brachte ihnen 1997 den Nobelpreis und der
Welt eine Konvention über das Verbot von Landminen ein . So waren die westlichen
Tageszeitungen während des Kosovo-Krieges voll mit E-Mail-Texten serbischer
Bürger , als Telefon- und andere Leitungen kaum mehr funktionierten . Autoritäre
Staaten wie China , Burma oder Weißrussland wissen , dass das Internet wie ein
digitaler Lautsprecher denen eine Stimme verleiht , die sich sonst kein Gehör
verschaffen können . Deshalb kritisierte die Pariser Journalistenorganisation
Reporter ohne Grenzen vor kurzem in einem Bericht " 20 Feindstaaten des Internet
" , die versuchen , die Maschen des Datennetzes zu schließen und damit die freie
Meinungsäußerung zu strangulieren . Genau die entgegengesetzte Mission verfolgt
der Parlamentarische Staatssekretär im Wissenschaftsministerium , Siegmar
Mosdorf ( SPD ) : Andere befürchten , das Internet werde die politische
Debattenkultur verflachen . Als Beweis für die Skandalisierung der Politik durch
das Internet sehen Viele die Veröffentlichung des Starr-Reports : Als im
September 1998 auf verschiedenen Web-Seiten der Untersuchungsbericht des
US-Sonderermittlers mit schlüpfrigen Details über die Sex-Affäre Bill Clintons
zu lesen war , brach auf den entsprechenden Seiten ein Ansturm von Millionen
interessierter Surfer los . Dass Ähnliches auch in Deutschland bevor steht ,
glaubt SPD-Pressesprecher Michael Donnermeyer jedoch nicht . T-Online vor einem
Strategiewechsel Noch gilt für den neuen T-Online-Chef Thomas Holtrop eine
Schonfrist . Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Vorstandsvorsitzender
der Telekom-Tochter auf einem Pressekolloquium in Berlin ließ der ehemalige
Banker aber seine Vorstellungen schon einmal aufblitzen . " Das Potenzial im
Internet ist noch nicht annähernd ausgeschöpft " , sagte er bei einer
Podiumsdiskussion über die Zukunft des Internet . Die Branche stehe im
elektronischen Handel erst am Anfang der Entwicklung , meinte er . Über die
künftigen Geschäftsstrategien von T-Online selbst wollte sich Holtrop allerdings
nicht äußern . Wie diese Strategie in den Grundzügen aussehen könnte , ließ er
indirekt mit seiner Einschätzung zur nachlassenden Börsen-Euphorie über
Internetfirmen durchblicken . Dabei schloss er T-Online ein . Die starke
Korrektur der Aktienkurse bezeichnete Holtrop als gesund : " Man hat die
Realität wieder gefunden " . Seit dem Börsengang des Unternehmens im April 2000
ist das Papier nach einem kurzzeitigen Hoch ( 48 Euro ) tief in den Keller
gefallen : Am gestrigen Donnerstag sackte die Aktie noch einmal um 5,50 Prozent
auf 13,23 Euro ab . Investoren , die beim Börsengang von T-Online Aktien
zugeteilt bekamen , haben bis heute mehr als die Hälfte der Summe verloren . Mit
Spannung warten Aktienanalysten und Journalisten auf die erste Pressekonferenz
am 13. März in Frankfurt , auf der Holtrop eine " neue " T-Online vorstellen
will . In der Darmstädter Unternehmenszentrale sei der neue Chef jedenfalls gut
angekommen , meinte ein Mitarbeiter des Unternehmens . Dabei steht Holtrop vor
keiner einfachen Aufgabe : Nicht nur der eingeknickte Börsenkurs macht dem
Unternehmen und dem Mutterkonzern zu schaffen . Die Online-Tochter war mit dem
Weggang von Wolfgang Keuntje Ende August auch in eine tiefe Führungskrise
geraten . Neben dem Ex-Vorstandschef warf fast die komplette Führungsmannschaft
das Handtuch . Die Suche nach einem neuen Vorstandschef gestaltete sich
langwierig . Erst Ende vergangenen Jahres wurde Telekom-Vorstandschef Ron Sommer
fündig und präsentierte seine Wahl , den Banker Holtrop . Schröder : Green Card
auch außerhalb der IT-Branche Bundeskanzler Gerhard Schröder macht sich
offensichtlich einige Forderungen der Wirtschaft in der Debatte um
Aufenthaltserlaubnisse für ausländische Spezialisten und Einwanderung zu Eigen .
Schröder plädierte dafür , die Green-Card-Regelung über die Computerbranche
hinaus auch auf andere Bereiche auszudehnen . Die deutsche Wirtschaft dürfe sich
einem solchen Schritt nicht verschließen , wenn sie wettbewerbsfähig bleiben
wolle , sagte Schröder beim Jahresempfang der rheinland-pfälzischen Kammern am
Donnerstag in Mainz . In dem Zusammenhang forderte der Kanzler eine offenere
Zuwanderungsdebatte . Die deutsche Wirtschaft hat nach Ansicht Schröders ein
Modernitätsdefizit , das sie dringend abbauen muss . Dazu müsse die
Frauenerwerbsquote deutlich erhöht werden . Zumindest bei der Einwanderung und
einer Ausdehnung der Green-Card-Regelung dürfte der Bundeskanzler bei der
Wirtschaft offene Türen einrennen . So meinte schon DIHT-Präsident Hans Peter
Stihl Ende Januar , um den Fachkräftebedarf der Internet-Wirtschaft zu decken ,
sei eine moderne Einwanderungspolitik notwendig , die über die
Green-Card-Regelung hinausgehe . Qualifizierte Arbeitskräfte sollten
grundsätzlich " die Perspektive eines dauerhaften Aufenthalts " erhalten . Aus
einzelnen Branchen , vor allem der Elektrotechnik , war bereits zu hören , auch
hier bestehe ein massiver Fachkräftemangel , der durch eine Ausdehnung der Green
Card auf Bereiche außerhalb der IT-Branche behoben werden müsse . IBM-Chef :
IT-Branche ist " die Waffe " gegen Arbeitslosigkeit Die Informationsbranche ist
nach Meinung des Chefs von IBM Deutschland , Erwin Staudt , " die Waffe " zum
Abbau der Arbeitslosigkeit in Deutschland . Durch Investitionen in diese
Wachstumsindustrie entstünden jährlich bundesweit bis zu 150.000 neue
Arbeitsplätze , sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der IBM Deutschland
GmbH am Donnerstagabend in Halle . Nach Ansicht von Staudt vollzieht sich in der
Gesellschaft ein Wandel von der Produktions- zur Informationsgesellschaft . "
Wir werden dies bereits Mitte 2001 erreichen " , sagte er zur Zahl der
Internet-Nutzer beim Halleschen Wirtschaftsgespräch . Auseinandersetzungen um
Länder-Domain .us Vor einem Ausverkauf der " öffentlichen Ressource " der
Länder-Domain für die USA , .us , warnten gestern 25
Nichtregierungsorganisationen ( NGOs ) und Bildungsinstitutionen in Washington .
In einem offenen Brief an die National Telecommunications and Information
Administration ( NTIA ) forderten sie , das Management der US-amerikanischen
Länderdomain auf keinen Fall einem privaten Vertragspartner zum Zwecke der
Maximierung finanzieller Profite zu überlassen . Die Spitze richtet sich dabei
nicht zuletzt gegen Domain-Marktführer Verisign/Network Solutions Inc. ( NSI ) .
NSI hat als Vertragspartner der NTIA seit November die operative Kontrolle über
die Registrierung in .us wieder selbst übernommen , nachdem das Unternehmen sie
über Jahrzehnte der University of California Los Angeles ( UCLA ) überlassen
hatte . Nun , da in einem Jahr der Vertrag zwischen NTIA und NSI über den
Registry-Betrieb endgültig ausläuft , hat NSI das Geschäft wieder selbst
übernommen . " Noch hat NSI zwar keine Änderungen hinsichtlich des Betriebs von
.us angekündigt " , meint Karen Kopp von der Benton-Stiftung , die gestern mit
dem gemeinsamen Brief an die NTIA in die Öffentlichkeit ging . Der
vergleichsweise komplizierte Aufbau von Adressen wie san-diego.ca.us/ hat .us
bislang ein eher bescheidenes Dasein fristen lassen . Allerdings sind , so heißt
es in der Pressemitteilung der Benton-Stiftung und des Media Access Project ,
vor allem öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Bibliotheken in der
US-Länderdomain vertreten . Auch der künftige Status der für die Registrierung
der Sublevel-Domains zuständigen rund 800 Vergabestellen ist unklar . Man sei ,
erklärte Kopp gegenüber heise online , keineswegs grundsätzlich gegen
Veränderungen in .us , sondern begrüße solche sogar . Man sei allerdings der
Meinung , dass bei der Entscheidung über eine veränderte Registrierpolitik das
öffentliche Interesse stärker berücksichtigt werden müsse . An dem von der NTIA
im zweiten Halbjahr 2000 abgehaltenen schriftlichen Konsultationsverfahren
hatten sich die betroffenen Domaininhaber kaum beteiligt . Mindestens ein
öffentliches Hearing , so der Protestbrief , sei nötig . Das Geld soll nach
Ansicht der Organisationen etwa Programmen zur Bekämpfung des Digital Divide
zugute kommen . Trojaner klaut AOL-Passwörter Der Antiviren-Spezialist McAfee
sieht sich gezwungen , vor einem Trojaner und seinen Varianten zu warnen , die
eigentlich bereits seit mehreren Monaten bekannt sind . Laut McAfee allerdings
habe sich die Zahl der betroffenen User im letzten Monat massiv erhöht . Dies
liege an einer neuen Variante des Schädlings , der unter anderem als
APStrojan.qa geführt wird . Gegenüber dem Wall Street Journal bestätigte ein
AOL-Sprecher die Existenz der neuen Variante des Trojaners . Man habe zwar
bislang nicht feststellen können , dass die Anzahl der AOL-User , die davon
betroffen seien , gestiegen wäre . Man nehme die Warnung von McAfee aber sehr
ernst . Der Trojaner befällt das System eines AOL-Users , um dessen User-ID und
Passwort bei dem Online-Dienst zu stehlen und an den Autor des Schädlings
weiterzuleiten . Diese Trojaner-Variante verbreite sich schnell , da sie die
Fähigkeit habe , sich selbst per E-Mail zu verbreiten . Betroffen seien alle
Anwender der Versionen 4 und 5 der AOL-Software ; wer AOL 6.0 einsetzt , dessen
Computer könne nach dem Befall abstürzen . Eine Weiterverbreitung ist allerdings
nur möglich , wenn der Trojaner auf AOL 4 trifft : Dann schickt er sich selbst
an alle Screennames , die in der Buddy List stehen und die im Moment des Befalls
des lokalen Systems bei AOL angemeldet sind . Der Trojaner ist in Visual Basic
geschrieben und kommt als Attachment einer E-Mail . Das angehängte File hat den
Dateinamen mine.zip und eine Größe von 77.855 Byte ; die Betreff-Zeile der
entsprechenden Mail lautet " hey you " . Weiter gibt der Text vermeintlich
Hinweise darauf , wie mit ZIP-Dateien umzugehen sei . Wer eine solche Mail
bekommen hat und den Anhang ausführen ließ , findet bei McAfee eine Anleitung
zum Entfernen des Trojaners . Alle Antivirenhersteller bieten auch aktuelle
Virensignatur-Dateien an , die den Trojaner erkennen können . Generell sollte
man Mails mit Datei-Anhängen sehr reserviert gegenüberstehen und die Attachments
nie direkt ausführen . Wer auf Nummer sicher gehen will , sollte im Zweifelsfall
eine E-Mail mit Attachment sofort löschen . Hinweise zur Vermeidung von Viren ,
Würmern und Trojanern , Download-Möglichkeiten von kostenloser
Antiviren-Software sowie Links zu Herstellern von Antiviren-Programmen bietet
c't auf einer speziellen Antiviren-Seite . Telekom interessiert an UMTS-Lizenz
in Frankreich Die Deutsche Telekom hat den französischen Mobilfunkmarkt noch
nicht abgeschrieben und bleibt an einer UMTS-Lizenz interessiert . Dies machte
Telekom-Vorstandschef Ron Sommer in einem Gespräch mit der französischen
Wirtschaftszeitung La Tribune deutlich . " Wir haben niemals definitiv Nein zu
Frankreich gesagt " , erklärte Sommer . Angesichts der UMTS-Kosten " können wir
nicht überall vertreten sein " , sagte der Vorstandschef . Nachdem es nach der
ersten Runde in Frankreich nur zwei Bewerber für vier Lizenzen gibt , " werden
wir aufmerksam verfolgen , was sich jetzt tut " , sagte Sommer der Zeitung . Er
wollte sich dabei nicht zu Spekulationen darüber äußern , ob die Telekom sich
unter veränderten Bedingungen allein oder zusammen mit dem französischen
Betreiber Bouyges Telecom für eine Lizenz interessieren könnte . Das
französische Finanzministerium hatte am Donnerstag eine neue Ausschreibung für
zwei Lizenzen Ende 2001 oder 2002 angekündigt . Die Regierung hat noch nicht zu
erkennen gegeben , den Preis zu senken . RTL übernimmt Breitband-Gruppe von
Bertelsmann Die Bertelsmann Broadband Group - bislang Teil der Bertelsmann
eCommerce Group , die auch für den Deal mit der Musiktauschbörse Napster
verantwortlich zeichnet - wird gesellschaftsrechtlich von der RTL-Gruppe
übernommen . Die RTL-Gruppe , zu der auch der deutsche Fernsehsender RTL gehört
, ist in Europa an 23 Fernsehsendern und 17 Radiostationen beteiligt . Die
Broadband Group des Medienriesen Bertelsmann wurde 1999 als Pilotprojekt
gegründet und führte bislang Versuche in 10 deutschen Städten für interaktives
TV und neue Medien per Kabel und Satellit durch . Beispielsweise kooperierte die
Bertelsmann-Abteilung in Berlin mit der Deutschen Telekom , um digitales
Fernsehen über rückkanalfähige Breitbandkabel zu testen . Die
E-Commerce-Aktivitäten der Broadband Group verbleiben bei Bertelsmann . Daraus
entsteht der neue Unternehmensbereich BeBroadband . Die Gruppe soll sich dem
weltweiten Aufbau von E-Commerce-Aktivitäten über breitbandige Anbindungen wie
Kabel und Satellit kümmern . Eine im Rahmen des Verkaufs an RTL geschlossene
Vereinbarung sieht vor , dass diese neue Sparte als " bevorzugter Partner "
Zugang zu der geplanten interaktiven TV-Plattform von RTL und zu den Kunden des
TV-Konzerns erhält . Ewald Walgenbach von der RTL meinte , beide Unternehmen
versprächen sich von der Vereinbarung einen " klaren Wettbewerbsvorsprung vor
anderen Anbietern von interaktiven Breitbandprogrammen in Europa " . In
Deutschland sei RTL bereits Markführer in interaktiven Medienangeboten : Damit
werde man den Kabelnetzbetreibern " hochattraktive und innovative Medienpakete "
anbieten können . Pixelpark enttäuscht mit Quartalszahlen Der
Multimedia-Dienstleister Pixelpark hat mit den jüngsten Quartalszahlen die Börse
enttäuscht . Die Aktie der Bertelsmann-Tochter rutschte am Freitag nach der
Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse für das Rumpfgeschäftsjahr 2000 ( 1.
Juli bis 31. Dezember ) ab . Das vierte Quartal sei ausgesprochen schlecht
verlaufen , hieß es bei Analysten . Dies entspreche einem Wachstum von 123
Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum , erklärte Pixelpark . Pixelpark
erklärte , man halte daran fest , für das Geschäftsjahr 2001 einen positiven
EBITDA erzielen zu wollen . Der Verlust sei unter anderen durch die Integration
des Beratungsunternehmens ZLU und des französischen IT-Dienstleisters K2 sowie
durch Anlaufverluste der neuen Standorte in Spanien und Osteuropa verursacht
worden . Künftig werde der Schwerpunkt noch mehr als bisher auf profitables
Wachstum gelegt . Das Unternehmen werde sich noch stärker auf Kerneuropa
fokussieren . Daher werde auch der geplante Aufbau eines Büros in der Türkei
verschoben . Die im zweiten Halbjahr 2000 erworbenen Firmen ZLU und K2 würden ab
1. Januar konsolidiert , teilte Pixelpark mit . "Explorer"-Suche - Trauer im
Netz Am 31.1.2001 um 24 Uhr ist die Frist für ein ungewöhnliches
Preisausschreiben abgelaufen . Initiiert von Andreas Klostermeier hatte ein
Gruppe von Internet-Nutzern die Suche nach der Software " Explorer " der
Ratinger Firma Symicron Internet-öffentlich ausgeschrieben . Wer ein Exemplar
dieser Software vorweisen könnte , sollte nach dem letzten Stand des Wettbewerbs
2500 Mark Belohnung erhalten . " In aller Stille begraben wir die Hoffnung ,
jemals ein lebendes Exemplar der Gattung Symicron Explorer zu Gesicht zu
bekommen " , schreiben nun die Autoren des Aufrufes in ihrem Nachruf zu dieser
Aktion . Mitte Februar soll die Vorführung in den Räumen der Ratinger
Software-Firma stattfinden . Nach Auskunft der Redaktion der Internet World habe
sich kein früherer Termin finden können , da Symicron nach eigenen Angaben mit
Arbeit überlastet sei und die Geheimhaltungspflicht gegenüber dem BKA als Nutzer
der Software zu Komplikationen geführt habe . Wegen der Benutzung des Namens "
Explorer " hat Symicron unzählige Unternehmen und Website-Betreiber abgemahnt
oder verklagt . Der einzige bisher bekannte Beleg dafür erscheint jedoch
fragwürdig . Die Kritiker der Abmahnpraxis bezweifeln daher , dass Symicron den
Namen " Explorer " jemals selbst benutzt hat . Das Aus für Topware Das seit
Jahren in Gerichtsverfahren verwickelte Mannheimer Softwareunternehmen Topware
AG ist am Ende . Das Unternehmen teilte am heutigen Freitag mit , dass es einen
Insolvenzantrag gestellt habe . Grund sei unter anderem die Niederlage in den
Prozessen mit der Telekom um die früher von Topware hergestellten
Telefonbuch-CDs . Außerdem habe ein früherer Berater Schaden verursacht . Die
umfassenden Sanierungsbemühungen hätten nicht den erhofften Erfolg gebracht .
Topware hatte in den neunziger Jahren die Telefonbücher der Telekom ohne deren
Einwilligung kopiert und als CD-ROM unter dem Label D-Info verkauft . Damit
machte das Unternehmen Millionengewinne , handelte sich aber Klagen der
Telekom-Tochter DeTeMedien ein . Im Herbst 1999 hatte das Mannheimer Landgericht
der DeTeMedien Recht gegeben , aber noch nicht über die Entschädigungssumme
entschieden . Bei dem Berater handelt es sich um den im Gefängnis sitzenden
Klaus Steiner , früher Topware-Treuhänder in Österreich . Deswegen war er vor
einem Jahr vom Mannheimer Landgericht zu vier Jahren und elf Monaten Haft
verurteilt worden . Die Mannheimer Staatsanwaltschaft leitete auch gegen
Hassinger ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung
ein . PC-Markt in Deutschland wächst nur schwach Der Computermarkt in
Deutschland konnte auch im Schlussspurt des vergangenen Verkaufsjahres kaum an
Boden gewinnen . Der PC-Absatz stieg im vierten Quartal 2000 erneut lediglich um
drei Prozent gegenüber dem Vorjahr . Er legte damit aber immer noch etwas mehr
zu als der gesamteuropäische Computer-Verkauf ( 2,2 Prozent ) . Das ist das
Ergebnis einer aktuellen Studie des Forschungsinstituts Dataquest in London ,
die am Freitag veröffentlicht wurde . Grund für das schlechte Quartalsergebnis
sei vor allem die anhaltende Schwäche des Euro , die besonders das
Großkundengeschäft negativ beeinflusse , sagte Thomas Reuner , Analyst bei
Dataquest . In dem Großkundensegment schrumpfte die Computerindustrie in
Deutschland um 2,4 Prozent . Nach der Dataquest-Studie lief das
Konsumentengeschäft dagegen mit 11,3 Prozent Wachstum gut . " Die erfolgreiche
Promotion des PC-Herstellers Medion über die Lebensmittelkette Aldi hat dem
Markt erneut positive Impulse verliehen , auch wenn die Euphorie vergangener
Tage eher einem Hauch von Normalität gewichen ist " , sagte Reuner . Marktführer
Fujitsu Siemens verlor hierzulande über vier Prozent Marktanteil und machte bei
den Stückzahlen sogar 14 Prozent minus , bleibt aber mit 21,1 Prozent
Marktanteil auf dem deutschen Markt für Computer , Notebooks und Server an der
Spitze . Es folgten Compaq ( 11,8 Prozent ) , Hewlett-Packard ( 6,0 Prozent )
und IBM ( 4,7 Prozent ) . Für das laufende Jahr rechnet Dataquest mit einem
positiven Trend . Die sich abzeichnende Erholung des Euro und die schwächer
werdende US-Konjunktur werde den Markt in ganz Europa ankurbeln , so
Datquest-Analyst Reuner . MP3 mit Verfallsdatum Bereits auf der Internationalen
Funkausstellung in Berlin im letzten Jahr hatte Cirrus Logic den MP3-fähigen
Mikrocontroller EP7209 vorgestellt , der als Single-Chip-Lösung zum Bau von
digitalen Audio-Spielern gedacht ist . Nun will der Hersteller auch Methoden zum
Kopierschutz und zum Copyright-Management in Chips einbauen , die als zentrale
Bauteile von MP3-Playern dienen . Cirrus hat sich dafür mit Intertrust
zusammengetan - der Sicherheitsspezialist arbeitet bereits mit einigen anderen
Firmen an Anwendungen für das so genannte Digital Rights Management ( DRM ) .
Der EP7339 von Cirrus soll nun ermöglichen , dass Benutzer Songs aus dem
Internet laden können , ohne die Rechte der Musikfirmen oder Radio-Stationen
einzuschränken . So soll der Chip etwa eine Art Verfallsdatum für komprimierte
digitale Musik bieten : Musikanbieter könnten einschränken , wie oft ein
Anwender ein bestimmtes Musikstück , das er sich über das Internet besorgt hat ,
hören darf . Musikkonzerne wären dadurch in der Lage , Songs im Internet zum
Download anbieten und erst nach einer bestimmten Zahl von Abspielvorgängen
Gebühren zu verlangen . Auch eine Art " Pay-per-Listen " wäre wohl machbar .
Laut dem Wall Street Journal will Cirrus den Chip noch diese Woche der
Öffentlichkeit präsentieren . Sprecher von Cirrus erklärten , man habe bereits
eine Reihe von Kunden , die noch in diesem Jahr Player mit dem EP7339 vorstellen
wollen . Mit Diamond beispielsweise ist Cirrus eng verbandelt - der Hersteller
des Rio-MP3-Players benutzt bereits Cirrus-Technologie . Citroen bringt das
Windows-Auto Citroen folgt als einer der ersten Autohersteller Bill Gates'
Vorstellung vom Auto-PC . Auf dem Internationalen Automobilsalon in Genf stellte
der französische Autobauer den Xsara Windows CE vor . Mit einem Internet-Zugang
ausgestattet , liest der Rechner im Wagen E-Mails vor und kann per
Sprachsteuerung zur Bedienung von Radio , CD-Player , Telefon und
Navigationssystem benutzt werden . Im Unterschied zur deutschen Firma megaCar ,
die ihr Internet-Auto vor allem für Firmenvorstände mit Chauffeur gebaut hat ,
will Citroen durch die Sprachsteuerung auch dem Fahrer selbst Anschluss ans
Datennetz bieten - ohne das Risiko , dass er durch das Lesen von E-Mails oder
das Eintippen von Befehlen vom Verkerhsgeschehen abgelenkt wird . Das komplette
System soll rund 6.000 Mark kosten - zusätzlich natürlich zum Kaufpreis für das
Auto selbst . Anfangs soll es den Windows-Xsara allerdings nur in Frankreich
geben . Andere Hersteller hinken Citroen nicht weit hinterher . So will General
Motors ab April für seine Luxuskarossen in den USA zusammen mit der
GM-Servicetochter OnStar sprachgesteuerte Dienste über das Internet im Auto
anbieten . Auch BMW oder DaimlerChrysler sind mit entsprechenden
Forschungsprojekten beschäftigt . BMW arbeitet etwa an neuen Bedienungssystemen
, die das Unfallrisiko durch Displays und Internet-Zugang im Auto nicht erhöhen
sollen ; DaimlerChrysler hat schon mehrere Projektstudien zu Internet-Autos
vorgestellt . Auch die Autobranche kann sich offensichtlich dem Internet nicht
mehr entziehen . Highspeed-Datenverbindungen mit SDSL Das Kölner
Telekommunikationsunternehmen QSC will den Ausbau seines SDSL-Netzes ( Symmetric
Digital Subscriber Line ) beschleunigen . SDSL-Anschlüsse mit bis zu 2,3 MBit/s
möchte das Unternehmen bereits bis Juli diesen Jahres in 40 deutschen
Ballungszentren anbieten . Im November hatte die Firma in Köln den SDSL-Betrieb
aufgenommen ; seit Februar gibt es die von QSC speedway genannte Technik auch in
Hamburg und München . Noch im März sollen Berlin , Dortmund , Düsseldorf ,
Bremen , Essen , Frankfurt , Hannover und Stuttgart hinzukommen . Mit dem
SDSL-Anschluss von QSC ist aber , anders als etwa bei KKF.net , noch nicht der
Internet-Zugang gewährleistet - der wird über entsprechende Vertragspartner von
QSC bereit gestellt . QSC selbst liefert nur den reinen Netzanschluss . Immerhin
bietet die SDSL-Technik der Firma den Kunden das so genannte Always On - damit
steht praktisch eine Standleitung zur Verfügung . Die Preise für SDSL sind bei
QSC allerdings recht gesalzen - für Privatanwender dürfte sich das Angebot in
den wenigsten Fällen lohnen . Insgesamt gibt es fünf verschiedene Preisstufen ,
abhängig von der zur Verfügung gestellten Bandbreite . Für 144 KBit/s beträgt
der Obolus 295 Mark im Monat ; möchte man mit 2,3 MBit/s arbeiten , zahlt man
schon 990 Mark pro Monat . Kosten für die notwendigen Zugangsgeräte wie
DSL-Router entstehen allerdings nicht ; die Hardware bekommt der Kunde von QSC
für die Dauer des Vertrags kostenlos geliehen . Wahlkampf für die
Internet-Verwaltung gestartet Die Internet Corporation for Assigned Names and
Numbers ( ICANN ) , zuständig für alle Fragen der Nummern- und Namensvergabe im
Netz , ist auf Wählerfang . Noch in diesem Jahr sollen Internet-Nutzer weltweit
über die Besetzung von neun der neunzehn Direktorenposten der Organisation zur
Verwaltung des Internet mitentscheiden . So will es die Satzung der ICANN , die
auf Betreiben der Clinton Regierung vor knapp zwei Jahren eingerichtet wurde . "
Wir sind immer noch zu amerikanisch " , sagte ICANN-Vorsitzende Esther Dyson bei
einem Treffen in Brüssel Anfang des Monats . Mit der " Globalwahl " soll sich
das ändern . Ausserdem erhofft sich die Organisation durch den Wahlprozess mehr
Legitimation für ihre Entscheidungen zu allen Fragen der Domain-Politik .
Bislang wird der ICANN-Prozess stark von Lobbyisten der IT-Branche beeinflusst .
Das soll sich durch die in den allgemeinen freien Netzwahlen gewählten
Direktorinnen und Direktoren ändern . Letzte Details für den Wahlmodus der
ersten " Globalwahl " werden in der kommenden Woche beim ICANN-Treffen in Kairo
festgelegt . Seit dem Start der Mitglieder-Web-Seite haben sich bereits über
3.500 Nutzer registriert , so einer der ICANN-Direktoren . Die Voraussetzungen
für die Mitgliedschaft hat die ICANN bewusst bescheiden formuliert : eine
E-Mail-Adresse und eine gültige Postadresse müssen Antragsteller liefern .
Außerdem müssen sie bereit sein , ihre Adresse und Identität überprüfen zu
lassen , um eventuellem Wahlbetrug vorzubeugen . Die Mitgliedschaft wird erst
durch ein elektronisch zugestelltes Passwort und eine auf dem Postweg versandte
PIN-Nummer gültig . Bei Wahlfälschung oder etwaigen Verstößen gegen die
Forums-Netiquette droht der Ausschluss . Wählen dürfen , ganz im Sinne des
Mediums , bereits 16-Jährige . So schön die Idee einer weltweiten Wahl ist ,
noch ist nicht abzusehen , ob eine repräsentative User-Zahl den Weg zur
virtuellen Urne machen wird . Denn abgesehen von der Wahl der so genannten
At-large-Direktoren , die zudem höchst wahrscheinliche eine indirekte Wahl sein
wird , bringt die Mitgliedschaft keine besonderen Einflussmöglichkeiten auf die
ICANN-Politik . " Werden Sie Mitglied und helfen Sie uns dabei , für ein
stabiles und sich entwickelndes Internet zu sorgen , das jederman dient " ,
heißt es ermunternd auf der ICANN-Web-Site . Über weitere
Mitbestimmungsmöglichkeiten für die Individualmitglieder werde nachgedacht .
Deshalb ist die ICANN-Führung auch optimistisch , dass man das selbstgesteckte
Ziel erreicht , 5.000 Wähler weltweit zu begeistern . Allgemein geht man
allerdings davon aus , dass Afrika , Lateinamerika und Asien unterrepräsentiert
sein werden . So kommt die Mehrzahl der in den ersten Tagen der Kampagne
registrierten User denn auch aus Nordamerika ( 2.500 ) und Europa ( 700 ) , aber
nur 300 aus der Region Asien-Pazifik , 70 aus Lateinamerika und 40 aus Afrika .
In Deutschland haben inzwischen der ICANN-Studienkreis unter Leitung des
Völkerrechtlers Wolfgang Kleinwächter und die Bertelsmann-Stiftung die
Unterstützung des deutschen und europäischen " Wahlkampfs " angekündigt . Der
ICANN-Studienkreis veranstaltet Ende März eine Tagung , bei der es auch darum
geht , mögliche Kandidaten für das At-large-Direktorium zu finden . NSI gibt Top
Level Domains .net und .org ab Als " guten Deal für die Internet Community "
bezeichnete der CEO der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (
ICANN ) , Mike Roberts , den Entwurf neuer Verträge zwischen ICANN und dem
Ex-Monopolisten für Domain-Registrierungen , VeriSign Global Registry/NSI . Die
Trennung des Datenbank- und Rootserver-Managements ( Registry-Funktion ) auf der
einen und der Vermarktung der Adressen ( Registrar-Funktion ) auf der anderen
Seite sollte für mehr Wettbewerb im Domainmarkt sorgen . Heute nun schlugen
ICANN und VeriSign gemeinsam eine radikale Kehrtwendung vor : Grundsätzlich soll
es für .com , .net und .org jeweils gesonderte Registry-Vereinbarungen geben .
Der Vorschlag liegt jetzt zur Begutachtung auf der ICANN-Webseite aus und wird
Gegenstand einer Diskussion bei der Tagung der ICANN in Melbourne vom 9. bis 13.
März sein . Auch wenn Roberts in einer Konferenzschaltung mit
Wallstreet-Analysten und Journalisten einräumte , dass die neue Vereinbarung
durchaus auch im Interesse der VeriSign/NSI-Aktionäre sei , betonte er , dass
man sich davon angesichts der geänderten Marktsituation mehr verspreche als von
der Trennung von Registry- und Registrarfunktion . Mit der Zulassung neuer Top
Level Domains , die die ICANN im vergangenen November beschlossen hat , ändere
sich bald auch die Situation beim Registry-Wettbewerb . Nicht ohne Ironie ist
dabei , dass in dem Vorschlag darauf verwiesen wird , dass die erst kürzlich für
die neuen TLDs entworfene Registry-Vereinbarung " nur noch eine strukturelle ,
nicht aber eine eigentumsmäßige Trennung von Registrar und Registry vorsieht " .
Auch davon profitiert unter anderem NSI als Mitglied des Afilias-Konsortiums ,
das den Zuschlag für die neue Top Level Domain .info erhielt . VeriSign will
diese strukturelle Trennung nun zusätzlich durch die Ausgliederung eines
Unternehmensteils für die Registry gewährleisten . Da für VeriSign durch die
Vereinbarung mehr Planungssicherheit entstehe , habe man auch mehr
Investitionsspielraum , sagte VeriSigns Präsident und CEO Stratton Sclavos .
Beim Finanzierungsbeitrag zur ICANN soll VeriSign künftig den neuen TLDs gleich
gestellt sein . Überhaupt würden durch den Ersatz der bislang bestehenden
speziellen VeriSign/NSI-Verträge durch die Standardverträge auch die Spuren der
Sonderstellung des Ex-Monopolisten nach und nach verschwinden , heißt es in dem
Vorschlag . VeriSign würde eine Registry wie andere , vorerst allerdings trotz
der Einbußen mit einem erklecklichen Marktanteil . Noch nicht geklärt ist dabei
eine ganze Reihe von Fragen : Wie soll der Übergangsprozess von .org zu einer
TLD erfolgen , die dann wieder Registrierbeschränkungen unterliegen würde ? Und
welche Veränderungen sind beim Wechsel der Registry-Vereinbarung für die Kunden
zu erwarten ? Schließlich dürften bei der Übergabe von .org an eine stark
subventionierte Non-Profit-Organisation , der man die technische Unterstützung
gleich auch noch anträgt , VeriSigns Chancen nicht schlecht stehen , als
Technik-Provider am Ball zu bleiben . Nach Aussagen von Sclavos hat VeriSign
bereits mehrere Angebote für die VeriSign/NSI-Registrarfunktion erhalten .
Sollten die jetzt gemachten Vorschläge nicht durchgehen , werde man diesen Weg
weiterverfolgen . Dass man die neuen Vorschläge auch im Hinblick auf den
schwachen Kapitalmarkt gemacht habe , wies interessanterweise nicht Sclavos ,
sondern Roberts entschieden zurück . Modem-Klassiker U.S.Robotics kehrt zurück
Im April sollen PC Cards , PCI-Adapter und Access-Points für Wireless LAN nach
IEEE 802.11b mit 11 MBit/s auf den Markt kommen . Die PC-Karte kostet 349 Mark ,
die PCI-Lösung 449 Mark und der Wireless Access Point 899 Mark . Ebenfalls im
April bringt U.S.Robotics eine passive PCI-ISDN-Karte heraus , ein 56k-Faxmodem
mit USB-Anschluss soll im Mai folgen . Einen passiven externen USB-TA , ein
DSL-Modem für USB und ein Kabelmodem will das Unternehmen ebenfalls
herausbringen . U.S.Robotics möchte außerdem den V.92-Verbindungsstandard
vorantreiben . Dadurch kann der Anwender die Modem-Verbindung " on hold " setzen
. Die Aktualisierung bestehender Modems ist kostenlos , allerdings gibt es noch
keine Internet-Provider , die V.92 anbieten . IDF : Seagate zeigt Festplatte mit
Serial ATA Auf dem Intel Developer Forum ( IDF ) hat Seagate den lauffähigen
Prototypen einer Serial-ATA-Festplatte vorgestellt . Die Platte hängt an einem
PCI-Host-Busadapter für Serial ATA der Firma APT Technologies . Serial ATA als
designierter Nachfolger der heutigen parallelen ATA-Schnittstelle zum Anschluss
von Festplatten , CD-Laufwerken und Ähnlichem bietet nach der ersten Version der
Spezifikation Transferraten von bis zu 1,5 GBit/s . In späteren Revisionen soll
sie doppelt bis vier Mal so schnell sein . Vor allem aber wird die Beschränkung
auf vier Laufwerke wegfallen , denn das Interface wird acht und mehr
Point-to-Point-Verbindungen zulassen . Das macht gleichzeitig das umständliche
Jumpern der Laufwerke überflüssig , da sie nicht mehr an einem gemeinsamen Bus
hängen . Zudem macht Serial ATA Schluss mit dem umständlichen Kabelsalat , da
die Kabel und Stecker nur noch ein Bruchteil so breit sind wie beim Vorgänger .
Das auf dem IDF vorgestellte Referenzdesign kommt allerdings ohne Parallel ATA
noch nicht aus , denn die Seagate-Platte läuft über ein Parallel-Interface , das
an den ersten IDE-Kanal angeschlossen ist . Auch die Platine mit der Steuerlogik
wirkt noch wie nachträglich " draufgeklebt " . Seagate selbst rechnet damit ,
dass Serial-ATA-Laufwerke erst gegen Ende dieses Jahres auf den Markt kommen
werden . Entsprechende Chipsätze dürften wohl erst Anfang nächsten Jahres das
Licht der Welt erblicken . Die Einbindung ins Betriebssystem erfolgt über die
normalen ATA-Treiber , Modifikationen werden also nicht nötig sein . Die ICANN
erinnert sich an ihre Mitglieder Erstmals seit der Wahl von fünf
ICANN-Direktoren erhielten Mitglieder der Adressen- und Namensraumverwaltung
Internet Corporation for Assigned Names and Numbers Post von der Organisation :
Man hofft dabei auf die breite Unterstützung durch möglichst viele
Organisationen in aller Welt . Die Metastudie ist umstritten , weil sie die
Notwendigkeit einer Nutzervertretung innerhalb der für Nummern , Protokolle und
vor allem das DNS zuständigen Organisation nicht als Vorbedingung betrachten
soll . Vielmehr wünscht sich die ICANN eine generelle Überprüfung , inwieweit
eine Beteiligung der Nutzer Sinn ergibt . ICANN-Kritiker befürchten nach wie vor
, dass die Vertretung der Internet-Nutzer zur Disposition steht . Kritik gibt es
auch an der nun vervollständigten Besetzung des Komitees , das von gegenwärtigen
und ehemaligen Mitgliedern der ICANN sowie ISOC-Vertretern dominiert wird .
ICANNs Direktoren müssen diese Liste offensichtlich noch absegnen . Die
Mitglieder selbst oder auch regionale Listen wie ICANN Europe seien wieder
einmal vor vollendete Tatsachen gestellt worden , bedauert die Berliner
Politikwissenschaftlerin und ICANN-Wahlkandidatin Jeanette Hofmann . Sie
fürchtet auch , dass das mit vielen Zeitverzögerungen sich konstituierende
Gremium unter einen extremen Zeitdruck geraten könnte . Die
Politikwissenschaftlerin gehört zur Gruppe NGO and Academic ICANN Study ( NAIS )
, die eine eigene Studie zur so genannten At-Large-Wahl und Mitgliedschaft
vorlegen will . " Wir warten derzeit noch auf den versprochenen Zugang für die
Daten zur Mitgliedschaft " , erklärte Hofmann , die beim ICANN-Treffen in
Melbourne NAIS mit vorstellen wird . Für die NAIS-Mitglieder steht aber bereits
fest , dass ihre Studie die Notwendigkeit einer Mitgliedschaft nicht infrage
stellen wird . Welche weiteren Gruppen einen Beitrag leisten wollen - der
übrigens nicht von ICANN finanziert wird - , dafür gibt es möglicherweise in
Melbourne erste Hinweise . Das für die Gesamtorganisation zuständige
Studienkomitee wird dagegen aller Voraussicht nach in Australien noch nicht
einmal vollzählig anwesend sein , zumindest hat Carl Bildt die Leitung des
ersten Treffens gleich an seinen Stellvertreter Pindar Wong abgegeben . Wer auch
künftig Post von Bildt und Kollegen erhalten will , muss das per " opt-in "
unter http://www.atlargestudy.org/ kundtun . IDF : Xeon-CPU mit 900 MHz und
großem L2-Cache Der Xeon-900 hat , wie Intel auf dem Developer Forum ( IDF )
bekannt gab , grundsätzlich 2 MByte Cache , vermutlich aus Kostengründen hat
Intel den kleineren und preiswerteren 1-MByte-Bruder gestrichen . Preis und
Verfügbarkeit sind noch nicht klar . Darüber hinaus verriet General Manager Mike
Fister , dass der für Sommer erwartete Foster ( Pentium 4 für Server ) ebenfalls
den offiziellen Namen Xeon tragen wird . IDF : Intel will AMDs HyperTransport
ausstechen Das gab der Chef der Desktop-Gruppe Louis Burns am letzten Tag des
Developer Forums ( IDF ) bekannt . Offenbar musste Intel zumindest mit der
Ankündigung einer Ankündigung ( " mehr auf dem nächsten IDF " ) reagieren ,
bevor der Firma die I/O-Felle wegschwimmen . Zu dem für externe Verbindungen
gedachten Standard InfiniBand äußerte sich Burns überhaupt nicht . Das gemeinsam
mit IBM , HP , Compaq und anderen entwickelte InfiniBand steht in einer gewissen
Konkurrenz zu Intels dritter I/O-Generation , denn auch für InfiniBand gab es
Ansätze für On-Board-Verbindungen . Verlust bei Openshop gestiegen Der am Neuen
Markt notierte Softwarehersteller Openshop ist tiefer in die roten Zahlen
gerutscht . Das Unternehmen warnte zugleich , wegen der " derzeit schwierigen
Marktlage " werde der Umsatz im ersten Quartal 2001 vermutlich zurückgehen . Die
gestiegenen Verluste seien auf Investitionen wie die Erweiterung der
Produktpalette , den Personalaufbau und die Anpassung der Unternehmensstrukturen
zurückzuführen , hieß es . Dennoch liege das Ergebnis im Rahmen der beim
Börsengang im vergangenen März angekündigten Vorgaben , betonte ein
Unternehmenssprecher . Die schwierige Marktlage führte das Unternehmen unter
anderem auf die " Ernüchterung der Börsen beim Thema Internet und E-Business "
zurück . Der Markt für Lizenzprodukte von Standard-Software habe sich in den
vergangenen Monaten nicht so schnell entwickelt wie von Marktforschern und
Analysten angekündigt . Im Gesamtjahr 2001 werde jedoch wieder ein deutliches
Umsatzplus erwartet . Das Unternehmen wird seit März von dem neuen Vorstandschef
Bruno Rücker geführt . Der 51-Jährige ist Nachfolger von Thomas Egner , der Ende
Januar bei einem Flugzeugabsturz nahe Augsburg ums Leben gekommen war . teamwork
verkauft verlustreiche Töchter Die Paderborner teamwork information management
AG , die Anfang Januar das Insolvenz-Verfahren eröffnen musste , hat die beiden
verlustreichen Tochtergesellschaften EDM Software und What's Up verkauft . Der
Verkauf sei Teil des von der Gläubigerversammlung genehmigten
Sanierungskonzeptes des am Neuen Markt börsennotierten IT-Dienstleisters ,
teilte Insolvenzverwalter Frank Kebekus am Freitag mit . Damit habe das
ostwestfälische Unternehmen im Rahmen der Restrukturierung die Kosten um etwa 40
Prozent im Vergleich zur Vorinsolvenzphase senken können . teamwork gehört zu
den Lotus Business Partnern und Notes-Spezialisten , die in den letzten Monaten
in die Krise schlitterten . Trotz Insolvenz werde aber der Geschäftsbetrieb in
vollem Umfang weitergeführt , hieß es . Erhebliche Kosten habe man bereits durch
den Personalabbau von 138 auf 90 Mitarbeiter an den deutschen Standorten
eingespart . Ziel sei es , 2001 schwarze Zahlen zu schreiben . Big Brother NSA
in der EU-Kommission Desmond Perkins , Chef des für die Sicherheit der
elektronischen Kommunikation der EU-Kommission zuständigen Büros , ist stolz
darauf , eng mit der National Security Agency zusammenzuarbeiten . Der
US-Geheimdienst , gab der Brite jüngst offen zu , " checkt regelmäßig unsere
Systeme und prüft dabei , ob sie dicht sind und korrekt verwendet werden . " Die
Äußerungen , über die die französische Tageszeitung Liberation am gestrigen
Donnerstag berichtete , machte Perkins bereits Anfang Februar in einer Anhörung
vor dem Europäischen Parlament . Sie wurden erst jetzt bekannt , da so gut wie
keine Abgeordneten bei dem Hearing zugegen waren . Allein der bayerische
SPD-Europa-Parlamentarier Gerhard Schmid , der wegen seiner harten Linie im
Kampf gegen Cybergangster auch als " Überwachungsonkel " bekannt wurde , zeigte
sich besorgt . Er schrieb einen Brief an Perkins Vorgesetzten , den
EU-"Außenminister" Chris Patten , und beklagte sich darüber , dass der
Verschlüsselungsexperte der Kommission seine Äußerungen öffentlich gemacht habe
und damit die Brüsseler Verwaltung " heftiger Kritik " aussetzen könnte . Darauf
erhielt er allerdings vom Kabinettschef der Kommission , Anthony Cary , nur eine
sybillinische Antwort : Niemand habe davon gesprochen , dass die NSA im Besitz
der geheimen Schlüssel sei und damit die Kommunikation problemlos mitlesen könne
. Über derartige Äußerungen können Verschlüsselungsexperten allerdings nur
lachen . Wenn Kenner ein Verschlüsselungssystem durchsuchen , könnten sie ohne
großen Aufwand " jede Menge Angriffsstellen " finden . Die müssten gar nicht mit
den Verschlüsselungsalgorithmen selbst zusammenhängen , da etwa ihre
Implementierung viel sensibler sei . Die Offenheit der Kommission betrachtet
Zieschang daher als " höchst beunruhigend " , da sie der NSA einen "
wahnsinnigen Gewinn an Know-how " beschere . Perkins Büro ist die Schaltzentrale
, über die die Kommunikation der Kommission mit der gesamten Welt abgewickelt
wird . Von dort aus gehen Nachrichten nicht nur an die Ständige Vertretung des
Auswärtigen Amts in Brüssel , sondern auch an die Welthandelsorganisation ( WTO
) . Dabei geht es natürlich auch um wichtige wirtschaftliche Verhandlungspunkte
, bei denen die EU und die USA nicht immer einer Meinung sind . Noch brisanter
wird die " Sicherheitsprüfung " in Anbetracht der Tatsache , dass die Union
gerade ein eigenes Verteidigungssystem aufbaut , das von Ex-Nato-Generalsekretär
Javier Solana betreut wird . Die Freundschaft mit der NSA , der sich Perkins
rühmt , ist selbst nicht weiter verwunderlich . In Kooperation mit
Großbritannien sowie Kanada , Neuseeland und Australien hat die NSA das
gigantische Lauschsystem Echelon aufgebaut . Es ist Teil eines globalen
Überwachungssystems , das bereits über 50 Jahre alt ist . In Verknüpfung
unterschiedlichster Abhörstationen werden dabei Kommunikations-Satelliten ,
Nachrichten aus dem Internet , von Unterseekabeln und Funkübermittlungen
abgehört . " Das müsste sich eigentlich inzwischen selbst innerhalb der EU
herumgesprochen haben " , unkt Zieschang . Schließlich hat der
Geheimdienstexperte Duncan Campbell bereits im Frühjahr 1999 über das EU-Komitee
" Sciencific and Technological Options Assessment " ( STOA ) einen ausführlichen
Bericht über die Funktionsweise von Echelon und die " Abhörmöglichkeiten im Jahr
2000 " vorgelegt . Darin kritisiert Campbell auch , dass die USA jahrelang ihren
Handelspartnern die Kontrolle von Kryptographieprodukten im Rahmen ihrer
Key-Recovery-Allianz , die staatliche Stellen mit Nachschlüsseln zur
Internetkommunikation versehen sollte , ans Herz gelegt hatten . Doch durch die
Politik Perkins' wird Key-Recovery zumindest auf Kommissionsebene natürlich
hinfällig . Im Bundeswirtschaftsministerium , das im Web mit einer
Informations-Site für " Sicherheit im Internet " wirbt , gilt die Kommunikation
der Kommission mit ihren Mitgliedsstaaten seit langem als " Katastrophe " . Kaum
jemand habe bisher Einblick gewonnen in die Arbeit von Perkins Büro , die
Abläufe dort würden größtenteils geheim gehalten . Aber auch bei deutschen
Ministerien wird die Vertraulichkeit der digitalen Kommunikation , über die
letztlich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) wacht
, nicht immer groß geschrieben . So gibt es keine offizielle Anordnung , die den
Gebrauch von Verschlüsselungsprogrammen bei der täglichen Kommunikation vorsieht
. Der Informationsverbund Bonn-Berlin ( IVBB ) , über den der
Informationsaustausch zwischen verteilten Häusern abläuft , ist allerdings
zumindest in Form eines Virtual Private Networks ( VPN ) angelegt . Siehe dazu
auch den Artikel Das Ohr der NSA in der Europäischen Kommission in Telepolis und
Verrat oder Naivität : Die NSA-EU-Connection . UMTS-Lizenzen in Belgien ohne
Auktion vergeben Die Lizenzen für die neue Mobilfunkgeneration UMTS in Belgien
sind an die im Land bereits aktiven Unternehmen vergeben worden . Eine zunächst
ins Auge gefasste Auktion kam nicht zu Stande , teilte das belgische Institut
für Post und Telekommunikation am Freitag in Brüssel mit . Ursprünglich waren
vier Lizenzen angeboten worden . Anfang Februar waren die französischen
Mischkonzerne Suez Lyonnaise des Eaux und Vivendi abgesprungen . 8000 Mark
Landnutzungsgebühr für UMTS-Masten Die Nutzung von Acker-Standorten für ihre
Mobilfunktürme soll die UMTS-Lizenznehmer mindestens 8.000 Mark Nutzungsgebühr
pro Jahr an die bäuerlichen Grundeigentümer kosten . Eine entsprechende
Mindesthöhe der Nutzungskosten pro Standort hat der Westfälisch-Lippische
Landwirtschaftsverband ( WLV ) den Bauern am heutigen Freitag in Münster
empfohlen . Zum Aufbau der UMTS-Mobilfunknetze würden bevorzugt Grundstücke in
der Nähe von Autobahnen oder Kreisstraßen gesucht , teilte der Verband mit Bezug
auf entsprechende Anfragen der Lizenznehmer mit . Am Dienstag hatte die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post in Bonn klargestellt , dass
die Lizenznehmer jeweils ein eigenes Mobilfunknetz aufbauen müssten . Es gebe
keinen Spielraum für einen gemeinsamen Netzaufbau mehrerer Anbieter . Die
Angebote einiger Gesellschaften lägen bei einem jährlichen Nutzungsentgelt von
6.000 Mark , was dem WLV zufolge " auf jeden Fall zu wenig " ist . Der Verband
verwies auf Absprachen mit der Deutschen Telekom , wonach je nach Standort
zwischen 8.000 und 35.000 Mark an Nutzungsgebühr pro Jahr gezahlt würden .
Während ländliche Standorte mit 8.000 Mark eingestuft würden , koste der
Funkturm im Dorf immerhin schon 10.000 Mark Nutzungsgebühr pro Jahr . In einer
Art vorauseilendem Gehorsam will die Musik-Tauschbörse Napster Filter einführen
, die das Tauschen bestimmter Songs blockieren sollen . Wie Napster-Anwalt David
Boies während der gerichtlichen Anhörung am heutigen Freitag erklärte , will der
Dienst die Filter schon dieses Wochenende aktivieren . Napster habe eine Technik
entwickelt , um einzelne Dateinamen zu überwachen und je nach Bedarf aus den
Angebotslisten der Napster-Server ausschließen zu können , erklärte Boies .
Zwischen dem Upload einer MP3-File-Liste durch einen Napster-User und dem
Aufnehmen der Dateien in den Index von Napster habe man einen Zwischenschritt
geschaltet , der die Dateilisten auf die zu blockierenden Songs untersuche und
diese vom Tauschen über Napster ausschließe . Bislang hat Napster allerdings
immer erklärt , eine Blockierung einzelner Songs sei technisch nicht möglich .
In dem Verfahren gegen die Tauschbörse vor dem zuständigen Bezirksgerichts
Nord-Kalifornien forderte die Musikindustrie dagegen genau dies : Napster solle
durch technische Maßnahmen das Tauschen nicht-lizenzierter Musikstücke
unterbinden . Die Labels können sich dabei auf das Urteil des Berufungsgerichts
stützen . Dieses hatte zwar die Entscheidung der ersten Instanz kassiert ,
Napster müsse vollständig vom Netz ; allerdings soll das Bezirksgericht die
einstweilige Verfügung dahingehend modifizieren , dass Napster das nach Meinung
des Gerichts illegale Tauschen unterbinden muss . Was dies im einzelnen zu
bedeuten hat , darum drehte sich die heutige Verhandlung . Die Musikindustrie
will nur einzelne Song-Titel benennen ; Napster wäre nach diesen Vorstellungen
dann dafür verantwortlich , dass die entsprechenden MP3-Dateien , unabhängig vom
Dateinamen , gesperrt würden . Napster dagegen fordert von der Musikindustrie ,
sie solle nicht nur Listen mit Musikstücken liefern , sondern mit den genauen
Dateinamen , die der Dienst dann sperren könne . Grundsätzlich kommt Napster mit
der Einführung der Filter immerhin den Forderungen der Musikindustrie entgegen ,
die verlangte , der Dienst solle alle Songs sperren , über deren illegalen
Tausch er von den Inhabern der Rechte informiert wird . Patel fällte nach Ende
der Verhandlung am späten Freitagabend deutscher Zeit noch kein abschließendes
Urteil , kündigte jedoch an , bald eine überarbeitete Fassung ihrer
einstweiligen Verfügung gegen das Unternehmen vorzulegen . " Wir akzeptieren das
" , betonte Boies . US-Rechtsexperten rechneten bereits zuvor nicht mit einer
allzu schnellen Neufassung der einstweiligen Verfügung , da Patel erst alle
technischen Aspekte prüfen dürfte , damit ihre Entscheidung nicht erneut
kassiert wird . Napster hatte schon zuvor Berufung angekündigt und eine Anhörung
vor dem vollständig besetzten Berufungsgericht beantragt , um die Entscheidung
der zweiten Instanz nochmals überprüfen zu lassen . Napster solle Honorare mit
den Plattenfirmen einzeln aushandeln , meinte die RIAA-Chefin Hillary Rosen .
Zur technischen Herausforderung , geschützte Titel herauszufiltern , sagte Rosen
: " Wir sind bereit zu helfen . " Siehe dazu auch den Artikel Der
Metallica-Filter in Telepolis . Was war . Was wird . Wie immer möchte die
Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche
Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau
zugleich . Was war . Die Tagträume des zivilisierten und gebildeten
Wissenarbeiters sind seltsam archaisch : Die Leute , die es geschafft haben ,
mittelmäßige Software zum Mittelpunkt der Computerwelt zu machen , sollte die
gerechte Strafe ereilen . Wie aus der Leinwand herniedergestiegen erschien der
gütige , aber doch gestrenge silberlockige Richter , der dem bösen Monopolisten
Einhalt gebieten will . Endlich siegt auch im wirklichen Leben mal das Gute über
das Böse , der Monopolist wird zerschlagen und die belebende Kraft des befreiten
Software-Marktes lässt tausend tolle Anwendungen blühen . Und jetzt ? Jetzt wird
verhandelt und gedealt und am Ende hat uns doch das wirkliche Leben wieder ; was
am Ende zählt , ist wieder nur das Kleingedruckte in irgendwelchen
Einigungsverträgen . Bill Gates wird nicht gevierteilt und auch die animierte
Büroklammer wuselt weiter über unsere Bildschirme . Wenn die Redmonder
Programmierer wirklich so clever wären , würden sie Tools entwickeln , die den
Rachegelüsten ihrer Kunden entgegenkommen : Statt Moorhühner könnte man
beispielsweise widerspenstige Anwendungen abschießen und die allzu vorlaute
Autokorrektur der Textverarbeitung könnte man fesseln und knebeln , statt
einfach nur einen Haken in der Checkbox anzuklicken . Jürgen Rüttgers ,
ehemaliger Zukunftsminister der Regierung Kohl , führt mit einer
Postkartenaktion gegen die Anwerbung ausländischer Computerspezialisten einen
heißen Wahlkampf in NRW . Nur so kommt Rüttgers' CDU an die Adressen derer , die
Angst vor Ausländern und Computern haben , Angst vor diesem ganzen bösartigen
Inder-Net eben . " Wir wollen über die Postkarten mit den Bürgern in einen
konstruktiven Dialog treten und ihnen weiteres Material zu diesem Thema zukommen
lassen " , erklärte Rüttgers in einem Rundfunkinterview . Die Bürgerdaten würden
zu diesem Zwecke in einer Datenbank gespeichert und ausgewertet . Information
Drilling nennt man das . Die CDU setzt dabei eine SQL-Datenbank ein , die vor
vielen Jahren von einem Inder namens Umang Gupta entwickelt wurde . In Bangalore
. An den Slogan " Kinder statt Inder " , der aus dem Umfeld des feinsinnigen
Jürgen Rüttgers stammt ? Grundfalsch . Richtige Computerkenner denken natürlich
an Festplatten . Hintergrund dieser Expertenmeinung von Franz Georg Strauß ist
ein Laptop , der seinem Bruder Max Strauß gehört . Gegen Max Strauß läuft eine
Ermittlung wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung . Die Staatsanwaltschaft
München hatte seinen Laptop beschlagnahmt und untersuchen lassen . Die
Spezialfirma Convar fand auf der Festplatte Datenfragmente in einer
Gesamtkapazität von 16.241 KByte , die jedoch jeweils nur 4 bis 24 Bit groß
seien und keinen lesbaren Sinn ergäben . Die verkorksten Daten sollen von einem
Virus zerstört worden sein . Das bestreitet nun der computererfahrene Bruder .
Die Festplatte sei neu und daher " blank wie ein Kinderhintern " gewesen . Das
habe er spüren können , als er versuchte , einem Computervirus auf die Spur zu
kommen . Als er verseuchte Disketten auf diesem Laptop geladen habe , sei die
leere Festplatte zerstört worden , erklärte Franz Georg Strauß in der letzten
Woche . Sachen gibt s . Bundesverteidigungsminister Scharping nimmt die
Sparmaßnahmen der Regierung bitter ernst und setzt bei der Musterung auf den
Ganzkörperscanner Contour der besagten Firma . Der ermittelt die exakten
Größenangaben eines Neu-Soldaten und schickt sie zwecks verbesserter
Lagerhaltung über das Intranet zur Klamottenproduktion . Ein weiterer
erstaunlicher Pluspunkt aus der Abteilung " Sachen gibt s " : " Die Bundeswehr
nutzt die Informationen für die ergonomische Anpassung von Fahrzeugen und
Nutzgeräten . " Die Panzer-Maßschneiderei kommt für den Soldaten 08/15 aus dem
Roman von Hans-Helmut Kirst zu spät . Aber der wollte Uniform und Waffen
überhaupt loswerden , nicht " passgenau wie maßgeschneidert " . So viel Spass
war nie . Geneigten Lesern dieser Wochenschau sei noch einmal die Lektüre der
Auseinandersetzung zwischen "Bild"-Zeitung und Bundesfamilienministerium nahe
gelegt - und die Reaktion des Regierungssprechers . Muss man dazu noch ein Wort
verlieren ? Vielleicht nur eines : Verwunderlich ist es ja nicht , dass nach der
ersten Aufregung , in der sich einige Hinterbänkler diverser Parteien
profilieren wollten , nichts mehr aus dieser Ecke kam . Wer sich aber den
Original-Artikel der "Bild"-Zeitung ansieht , merkt schnell , dass der
zuständige Mensch sehr genau wusste , was er da tat . Kommentatoren wie eine
gewisse Annette Widmann-Mauz , ihres Zeichens Vorsitzende der Gruppe der Frauen
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion , wussten dies eher nicht : Allerdings meinte die
gute Frau nicht den Artikel , sondern den Link zu Powercat auf der Home-Page des
Ministeriums . So amüsant die ganze Geschichte im Nachhinein erscheinen mag ,
ein ernster Hintergrund bleibt , der in der ganzen Debatte weit gehend unerwähnt
blieb : Was ist eigentlich Pornographie ? So erschrecken offensichtlich die Dame
von der CDU nackte Männerhintern im Web mehr als nackte Frauenbrüste in der
"Bild"-Zeitung . Seltsame Bündnisse gibt s . Der Mensch wird geboren und schon
hat er einen Namen . " Namen können Scheiße sein " , sagte mein Schulkamerad
Hansi immer . Etwas Ähnliches müssen die Herren Denis Bauer , Sebastian Betzin ,
Tom Lawson und Sebastian Uhlig gedacht haben . Sie schickten eine "
Pressemitteilung " , nach der sie sich am 31. 3. um 10:30 auf dem Standesamt
Mannheim in Denis Wiewas , Sebastian Wowie , Tom Waswo und Sebastian Werwas
umbenamsten . Die aktiven Mittzwanziger wollen damit auf ihr Internet-StartUp
Infosphinx.de aufmerksam machen . Ob der Standesbeamte Reiner Stuss hieß , ist
von Hannover aus nicht zu ermitteln . Auf Infosphinx kann man Fragen stellen und
die Fragen wie die Antworten bewerten . Die meisten Fragen stellte bis dato ein
Mitglied namens Sutur . Suturs beste Frage : Kann man die Welt betrügen ? Unsere
Antwort : Was wird . Zu den kleineren Betrügereien zählte in der letzten Woche
die Meldung vom großen Kreditkartenklau , bei dem ein Hacker mit dem wirklich
guten Namen " Saint of E-Commerce " sogar die Daten von Bill Gates seiner
Kreditkarte gemopst haben soll . Das Dementi folgte auf dem Fuße . Nix Gates der
Große . Nur ein ominöser W. Gates mit einem Kreditlimit von 2000 US-Dollar soll
unter den Daten gefunden worden sein . Vielleicht stand das W für Waswiewerwo ,
auch nicht schlechter als Hal - ich wurde in meiner Jugend immer Ibm gerufen .
Extra für den lieben Bill wurden jedenfalls die Schlichtungsverhandlungen
zwischen der US-Justiz und Microsoft verlängert . Am 7. April wissen wir
vielleicht dann doch , wie der Kompromiss aussieht . Ich will ein Bild der
chinesischen Mauer , die laut Microsoft in all den Jahren in Seattle stand ,
zwischen der Abteilung für Betriebssysteme und den Leuten , die Anwendungen
programmierten . Die Chronologie des Microsoft-Prozesses Microsoft steht seit
Jahren unter Druck der US-Kartellbehörden , die einen Missbrauch der
monopolartigen Stellung des weltgrößten Softwarekonzerns in Einzelmärkten
vermuten . Die wichtigsten Etappen des Streits im vergangenen Jahrzehnt : Erste
Sony-Organizer mit PalmOS Sony hatte sich für seine geplanten elektronischen
Organizer schon vor Monaten für PalmOS und gegen Windows CE entschieden . Nun
tauchen die ersten Bilder der neuen PalmOS-VAIO-Geräte auf , die vorerst nur in
Japan zu kaufen sein sollen . Sony hatte in den vergangenen 12 Monaten die
Strategie des Gesamtkonzerns darauf ausgerichtet , seine Inhalte für den
Endverbraucher überall zugänglich zu machen . Der Elektronikabteilung kommt
dabei die Rolle zu , Sony-Endgeräte , die bevorzugt die Inhalte der eigenen
Content-Sparte zugänglich machen , für alle Lebenslagen unter die Völker zu
werfen . Mit CBS , Sony Music und diversen anderen Film- , TV- und
Medienabteilungen hat sich Sony in der Vergangenheit bereits zu einem der
größten Inhalte-Anbieter der Welt gemausert . Mit den VAIO-Computerprodukten
sollen die Büros , mit der Playstation2 die Wohnzimmer erobert werden .
Unterwegs - und hier schließt sich der Kreis - sollen nun Sony-PalmOS-Geräte die
Sony-freie Zeit überbrücken helfen . Da Microsoft ähnliche Pläne verfolgt ,
konnte Sony auf keinen Fall Windows CE als Betriebssystem akzeptieren - im
harten Konkurrenzkampf darf man sich schließlich nicht vom Hauptgegner abhängig
machen . Das mögliche Ende eines Erfolgsrezepts Nach dem Scheitern der
Verhandlungen über eine außergerichtliche Einigung im Microsoft-Prozess liegt
nun alles erst einmal wieder in der Hand des Richters Thomas Penfield Jackson .
Nach seinen deutlichen Worten in der Tatsachenbewertung vom November letzten
Jahres erwarten Beobachter für Microsoft schon das Schlimmste , was der Konzern
selbst immer heftigst bekämpft hat : Die Aufspaltung des Unternehmens . Dies
würde das Ende für ein Erfolgsrezept bedeuten , mit dem Bill Gates seine
Software-Bude zur wertvollsten Firma der Welt gemacht hat - diesen Platz machte
den Redmondern erst vor wenigen Tagen der Router-Spezialist Cisco streitig . Die
Erfolgsgeschichte von Bill Gates begann vor 20 Jahren : 1980 kontaktierte der
Computerriese IBM die damals noch sehr kleine und unscheinbare Softwarefirma
Microsoft . Gates und sein Kompagnon Paul Allen sollten IBM das Betriebssystem
für den ersten Personal Computer von IBM liefern . Gates erkannte die einmalige
Chance für sein Unternehmen . Er kaufte hastig für 50.000 US-Dollar von einem
Programmierer in Seattle die Rechte an einem System QDOS , benannte die Software
in MS-DOS um - und legte damit das Fundament für eine in der Industriegeschichte
einmalige Karriere . Gates war sich damals bereits sicher , dass der am 12.
August 1981 vorgestellte PC von IBM eine ganze Industrie begründen würde . Zwar
wurde der erste Firmen-Leitspruch " A PC on every desk and in every home " bis
heute selbst in den USA nicht erreicht . Dennoch sind PC mit einem
Microsoft-System rund um den Globus allgegenwärtig und sorgen für stetigen
Umsatz für die Gates-Firma . Als Lieferant des Betriebssystems achtete der
damals 24 Jahre alte Gates in den Verhandlungen mit IBM clever darauf , nicht
die gesamten Rechte abzugeben , sondern nur auf der Basis von Lizenzverträgen zu
liefern . Zweite Säule des Geschäfts bei Microsoft sind die Anwender-Programme ,
vor allem das Büro-Paket Office . Es besteht aus einzelnen Programmen wie
Textverarbeitung ( " Word " ) , Tabellenkalkulation ( " Excel " ) , Präsentation
( " PowerPoint " ) oder Datenbank ( " Access " ) . Der Umsatz mit den
Anwendungsprogrammen und Entwicklungswerkzeugen überstieg 1999 sogar den
Windows-Anteil leicht : Zur Zauberformel von Bill Gates gehören die weit
reichenden Synergieeffekte zwischen der Betriebssystemprogrammierung und der
Entwicklung der Microsoft-Anwendungsprogramme . Technisch sind Windows und das
Office-Paket durch Technologien wie OLE , Active X oder COM eng miteinander
verbunden . Im aktuellen Windows 98 ist der Browser " Internet Explorer " Teil
des Betriebssystems . Konkurrenzfirmen wie WordPerfect oder Lotus beklagten sich
immer wieder darüber , dass sie von Microsoft viel zu spät über die aktuellen
Entwicklungen bei Windows informiert wurden . Sie gingen davon aus , dass die
Office-Entwickler sich die notwendigen Informationen auf dem Microsoft-Campus in
Redmond bei Seattle von ihren Windows-Kollegen längst besorgt hatten . Die
Gates-Firma bestritt allerdings immer diskriminierende Praktiken . Da sich das
Office-Paket von Microsoft als Quasi-Standard in den Büros in aller Welt
durchgesetzt hat , sind inzwischen auch die Hersteller von
Windows-Konkurrenzsystemen auf Microsoft angewiesen . Sonst hätten sich zum
Höhepunkt der Apple-Krise wohl noch mehr Anwender von der damals bedrohten
Macintosh-Plattform abgewendet . Und die ständig wachsende Linux-Gemeinde wartet
bislang vergebens auf ein Office-Programm für ihr Betriebssystem , das es mit
Microsoft Office aufnehmen kann und entsprechend populär in den Büros dieser
Welt wird . Bei einer nun wieder möglichen Aufspaltung von Microsoft geht es vor
allem um die Herauslösung der Windows-Entwicklung aus dem Gesamtkonzern , um die
enge Verquickung mit der Anwendungsprogrammierung aufzulösen . In einer dritten
Firma könnte das Internet-Geschäft von Microsoft zusammengefasst werden . Gates
hatte vergleichsweise spät den Internet-Trend erkannt und am 7. Dezember 1995
angekündigt , dass Microsoft die PC-Plattform in das Internet integrieren möchte
. Mit Milliarden-Investitionen versucht Microsoft seitdem , den Vorsprung von
Firmen wie AOL auszugleichen . Inzwischen bietet Microsoft einen Internetdienst
sowie Web-Angebote zu Reisen , Autos und anderen Themen an . Knackt AMD die
letzte Intel-Bastion ? AMD ist dabei , die letzte Intel-Bastion Dell zu erobern
. Nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Forbes stehen die Chancen für AMD
gut , größere Stückzahlen des fürs zweite Quartal vorgesehenen Low-Cost-Athlons
( Codename Spitfire ) an Dell zu verkaufen . Analysten befürchten allerdings ,
Intel könnte , ähnlich wie beim X-Box-Deal mit Microsoft , durch
Dumping-Angebote AMD wieder aus dem Wettbewerb werfen . Den Aufschwung bei AMD
beeinträchtigen indes auch solche Befürchtungen nicht : Der Aktienkurs stieg
letzte Woche auf den absoluten Rekordwert von 60 Dollar . Um AMDs neuen
Spitfire-Prozessor werden derzeit auch andere Spekulationen heiß diskutiert -
vor allem Frage der Cache-Größen . Das wäre dann die gleiche Cache-Konstellation
, die der nächste Sockel-7-Prozessor ( K6-2+ ) aufweisen soll , den AMD für den
Notebook-Markt vorgesehen hat . Der Duden erklärt die New Economy Mausbeutung ,
Kodierklitsche , Chaosmanagement und Stock Exchange : Die inzwischen nicht mehr
ganz so neue New Economy trägt nicht nur zum rasanten Wandel des
Wirtschaftslebens bei , sondern verändert auch die Sprache . Abhilfe schaffen
will der Mannheimer Duden-Verlag mit einem Wörterbuch der New Economy . Das Werk
dürfte Fremdwort-Kritikern reichlich Nahrung liefern : Die große Mehrheit der
fast 1000 aufgeführten Wörter ist englischen Ursprungs . Internet , Modem und
die Abkürzung IT für Informationstechnologie sind in den vergangenen Jahren
bereits in den allgemeinen Sprachschatz eingegangen . Viele andere Wörter
hingegen sind außerhalb der Branche bisher unbekannt : " Chinese Wall " etwa
bezeichnet nicht die chinesische Mauer , sondern Informationsbarrieren innerhalb
eines Unternehmens . " Karoshi " - Tod durch Überarbeitung . " E-conomy " für
die Internet-Branche , " Work-Culture " für das Arbeitsleben , " Stock-Exchange
" für Börse und Finanzen , " New Marketing " für Reklame , "
Knowledge-Management " für neue Trends in der Unternehmensführung und "
Life-Sciences " für die Biotechnologie . Poppig aufgemacht und flott geschrieben
, erinnert das neue Werk des von Umsatzrückgängen geplagten Mannheimer Verlags
nur wenig an einen traditionellen Duden . Es ist das zweite gemeinsame Projekt
mit dem Hamburger Trendbüro . Im vergangenen Jahr hatten Duden und Trendbüro
bereits das " Wörterbuch der Szenesprachen " aufgelegt , das sich über 40.000
Mal verkaufte . Die deutschen Ausdrücke entstammen häufig der Sphäre des
Galgenhumors : Diese ermöglicht es dem videospielenden Mitarbeiter bei
Herannahen eines Vorgesetzten , das Spiel vom Bildschirm verschwinden zu lassen
. Manchem Ausdruck dürfte eine ähnlich kurze Lebensdauer bemessen sein wie
vielen Internet-Firmen . " Viele Wortneubildungen verschwinden wieder ,
insbesondere bei Produktbezeichnungen und in der Werbesprache " , sagt Gerhard
Stickel , der Leiter des ebenfalls in Mannheim ansässigen Instituts für Deutsche
Sprache ( IdS ) . Eine Forschungsgruppe des Instituts stellte fest , dass sich
in den neunziger Jahren nur etwa 1.000 Neubildungen durchsetzen konnten . "
Davon waren etwa 40 Prozent Anglizismen , 40 Prozent deutsche Neubildungen wie
der Warmduscher und 20 Prozent Mischformen " , sagt Stickel . Heutzutage seien
Anglizismen die Prestige-Ausdrücke , während es noch vor wenigen Jahrzehnten die
französischen Fremdwörter waren . " So wurde das Mannequin zum Model . " Das
Wörterbuch der New Economy ist nicht beschränkt auf reine Worterklärungen : Es
finden sich auch Zitate von 100 Managern , die die New Economy teilweise
eigenwillig definieren : " Für mich bedeutet New Economy , die Firma Beate Uhse
international auszurichten . " , schreibt Beate Rotermund , die Chefin der
Erotik-Kette . Beteiligung von Vodafone an Swisscom perfekt Der britische
Mobilfunkriese Vodafone hat seine Beteiligung an der Schweizer Swisscom , mit 84
Prozent Mehrheitseigner von debitel , unter Dach und Fach gebracht . Swisscom
erhielt die erste Tranche aus dem Verkauf einer 25-Prozent-Beteiligung an
Swisscom Mobile von Vodafone . Damit sei die angekündigte Partnerschaft zwischen
Swisscom Mobile und Vodafone perfekt , erklärte Swisscom . Für Swisscom ist der
Einstieg von Vodafone nach eigenen Aussagen " die Basis für den erfolgreichen
Einstieg von Swisscom Mobile in die UMTS-Technologie " . Außerdem sichere man
sich damit den Zugang zum gesamteuropäischen Markt der dritten
Mobilfunkgeneration . Hollywood macht das World Wide Web immer mehr zum
weltweiten Werbemedium in eigener Sache . Zur Zeit findet eine Kampagne statt ,
die alles in den Schatten stellt , was es bisher an Online-Reklame für ein
Kinoereignis gab . " Der Herr der Ringe " kommt im Dezember auf die Leinwand ,
als Weihnachtsgeschenk für Millionen von Fans des Fantasy-Epos aus der Feder von
J.R.R. Tolkien . Und schon jetzt betreibt das amerikanische Studio New Line
Cinema für alle Hobbit-Freunde eine überaus populäre Website . Paddison leitet
in seinem Studio das " interaktive Marketing " und hat damit einen Posten , den
es vor zwei Jahren in Hollywood noch gar nicht gab . Inzwischen aber hat die
Filmmetropole erkannt , wie wichtig das Internet ist , wenn es darum geht , mit
überaus preiswerten Methoden Millionen von potenziellen Filmzuschauern
anzulocken . Die offizielle Website von New Line Cinema ist dabei nur die Spitze
des Eisbergs . Gefördert oder zumindest geduldet wird auch die Explosion der
inoffiziellen Internet-Gerüchteküche . Hunderte von Internet-Seiten rund um die
Welt verbreiten mehr oder weniger zutreffende Details über die im vergangenen
Dezember in Neuseeland abgeschlossenen Dreharbeiten zur Kino-Trilogie " Der Herr
der Ringe " . Amerikanische Sites wie www.tolkienmovies.com oder
www.theonering.net berufen sich auf Insiderinformationen und berichten seit
Monaten unter Berufung auf ihre obskuren Quellen vor allem über die
Filmlandschaften , die Darsteller und ihre Kostüme all dies sind Informationen ,
die New Line Cinema nicht offiziell verbreitet , aber auch nicht dementiert .
Solche Werbung ist schließlich unbezahlbar , gibt Gordon Paddison ganz offen zu
. Die Gerüchte , die von den amerikanischen Sites publiziert werden , verbreiten
sich dann in rasender Geschwindigkeit rund um den Erdball . Auch
deutschsprachige Adressen wie www.herr-der-ringe-film.de oder
www.tolkiens-welt.de gehören zu diesem weltweiten Verbund der Tolkien-Fansites .
Die Gerüchte-Lawine , die sich immer schneller und immer breiter im Internet
ausbreitet , wird in Hollywood vor allem dann losgetreten , wenn es darum geht ,
Filme mit Fantasy- , Science-Fiction- oder Horrorthemen bekannt zu machen .
Gerade diese Streifen sind schließlich bei der Bevölkerungsgruppe beliebt , die
traditionell die große Mehrheit der Websurfer stellt : Junge Männer mit
Interesse an Technik . Als Meisterstück einer Internet-Werbekampagne gilt in der
Filmbranche immer noch die Arbeit des Verleihs Artisan Films , der 1999 den
Horrorstreifen " The Blair Witch Project " zum Überraschungshit des Kinosommers
machte . Artisan startete mit einer geschickt gestalteten eigenen Website , die
gezielt den wahren Hintergrund des Spielfilms verschleierte und ihn als
grausigen Dokumentarstreifen darstellte . Dutzende von Fan-Websites beteiligten
sich als unbezahlte Mithelfer an der Reklamekampagne . Auf einen ähnlichen
Effekt hoffen nun auch andere Hollywood-Studios . Fox etwa tritt mit
www.planetoftheapes.com an , um für das Remake des Science-Fiction-Klassikers
rund um den Affenplaneten zu werben . Und George Lucas' eigene Firma Lucasfilm
versucht gezielt , im Internet die Aufregung um einen Film zu steigern , der
erst im kommenden Jahr ins Kino kommt . Nokia bekommt Großaufträge für
3G-Mobilfunknetze Gleich zwei Großaufträge konnte Nokia an Land ziehen . Für
Hutchison wird Nokia sowohl das Kern- als auch das Zugangsnetz auf Basis von
WCDMA bauen . An dem britischen Unternehmen sind Hutchison Whampoa mit 65
Prozent , die japanische NTT DoCoMo mit 20 Prozent und die niederländische KPN
Mobile , Muttergesellschaft von E-Plus , mit 15 Prozent beteiligt . Auch in
Australien liefert Nokia Core- und Access-Netzwerk für den 3G-Mobilfunk auf
Basis von WCDMA . Zusätzlich baut Nokia für Optus die EDGE-Technik zur schnellen
Datenübetragung mittels vorhandener Netze . Optus nutzt für sein GPRS-Netz
bereits Nokia-Technik . Call-by-Call-Anbieter : Telekom will Außenstände
eintreiben Die Deutsche Telekom will von einer Reihe von Call-by-Call-Anbietern
konsequent Außenstände eintreiben und ihnen notfalls die Leitungen sperren .
Dies könnte zum Aus zahlreicher säumiger Anbieter auf diesem
Telefon-Billigsegment führen . Das börsennotierte Unternehmen Teldafax
beantragte nach eigenen Angaben wegen drohender Zahlungsunfähigkeit ein
Insolvenzverfahren ; die bevorstehende Abschaltung ihres Netzanschlusses durch
die Telekom sei mit Ursache dafür gewesen , meinte das Unternehmen in einer
Mitteilung . Die Aktie von TelDaFax , die bereits in den vergangenen Wochen
abgesackt war , wurde am Montag in Frankfurt vom Handel ausgesetzt . Callino
hatte den Antrag auf ein Insolvenzverfahren bereits am vergangenen Freitag
gestellt . Das Münchener Unternehmen bestritt aber einen Zusammenhang mit
Forderungen der Telekom , sondern verwies auf den Rückzug seiner
US-Muttergesellschaft Formus Communications aus dem Europa-Geschäft . " Wir
brauchen das Geld " , betonte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek zu den
unbeglichenen Rechnungen . Diese Zahl wollte Lissek nicht kommentieren . Beim
Call-by-Call fungiert die Telekom mit ihrem Leitungsnetz als Voranbieter .
Kunden können Gespräche durch Vorwahl einer gesonderten Nummer führen . Sie
müssen der Telekom , der sie mit Billigtarifen Kunden abjagen wollen , für die
Nutzung der Leitungen Miete zahlen . Dann könnten sich auch die Kunden
rechtzeitig darauf einstellen . Wegen unbeglichener Rechnungen hat die Telekom
TelDaFax aber wichtige Leitungen bereits gekappt . Die Sperrungen beträfen die
Servicenummern 0180 und 0190 über TelDaFAx , sowie Zugänge zum Mobilfunk und
Auslandsgespräche , erfuhr dpa von der Telekom in Bonn . Zahlreiche Wettbewerber
der Telekom wie Teldafax , Callino oder RSL COM stünden bei Telekom auch nach
Mahnungen in der Kreide und würden ihre Schulden nicht begleichen , hieß es im
Spiegel . Die RSL COM Deutschland GmbH aus Frankfurt/Main wies die Angaben
allerdings mit der Erklärung zurück , das Unternehmen habe sämtliche fälligen
Rechnungen auch bezahlt . Die Telefongesellschaft verfüge nach dem Verkauf der
Telegate-Anteile über ausreichend liquide Mittel Der Insolvenzantrag der
Muttergesellschaft habe zudem keine Auswirkungen auf die RSL COM Deutschland
GmbH . Die Telekom hatte zuvor bereits dem Unternehmen Star Telecom und der
Pleite-Firma Gigabell die Leitungen gekappt . Andere Anbieter gaben schon auf .
Es handele sich um eine " normale Marktbereinigung " , meinte Lissek gegenüber
dpa . Landesrundfunkanstalt strebt Netzwerk zur Medienerziehung an Ein
landesweites Netzwerk zur Medienerziehung von Kindern möchte die
nordrhein-westfälische Landesanstalt für Rundfunk ( LfR ) knüpfen . Mit dem
Kooperationsmodell wolle man vor allem Eltern den Zugang zu Erziehungshilfen in
Sachen Fernsehen oder Internet erleichtern . Dies sagte der Vorsitzende der
Rundfunkkommission , Wolfgang Hahn-Cremer , am heutigen Montag in Köln bei der
Vorstellung der LfR-Studie Förderung kindlicher Medienkompetenz durch die Eltern
. Bislang gebe es allerdings noch keine konkreten Pläne , wann und in welcher
Form das Netzwerk gestartet werden solle . Dabei seien vielen Eltern die
ausreichend vorhandenen Erziehungskonzepte nicht bekannt . Das angedachte
Netzwerk könne eine Informations-Offensive der einzelnen Einrichtungen zur
Erwachsenenbildung landesweit koordinieren . Dazu gehörten unter anderem die
direkte Verbreitung von Material an Kindergärten und Schulen oder die
Ausstrahlung von Werbespots . ICANN sichert marktbeherrschende Stellung von NSI
bei .com In einer Telefonkonferenz am heutigen Montagnachmittag entschieden die
Direktoren der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN )
mehrheitlich für einen neuen Vertrag mit NSI/VeriSign Global Registry , der dem
.com- , .net- und .org-Anbieter auf unbestimmte Zeit eine marktbeherrschende
Stellung sichert . Gegen den Willen der zuständigen ICANN-Gremien und die
Stimmen von drei der 19 ICANN-Direktoren ( bei einer Enthaltung ) erlauben sie
damit VeriSign , gleichzeitig als Manager der zentralen Datenbank ( Registry )
und Domainhändler ( Registrar ) für die begehrten .com-Adressen aufzutreten .
Eine ganze Reihe von VeriSign-Konkurrenten hatten sich im Vorfeld der
Entscheidung mit Klagen an die ICANN gewandt , dass VeriSign seine Position zu
Gunsten seines eigenen Registrars VeriSign/Network Solutions Inc. ( NSI )
ausnutze . Nach der Entscheidung des Names Council ( NC ) , in dem die für
Domainfragen zuständigen Fachgruppen vertreten sind , habe er nicht damit
gerechnet , dass der Vorstand heute für den neuen Vertrag votieren werde , sagte
der von europäischen Nutzern gewählte ICANN-Direktor Andy Müller-Maguhn
unmittelbar nach der Sitzung im Gespräch mit heise online . Das NC hatte sich in
der vergangenen Woche gegen die neuen Verträge ausgesprochen , da es um einen
fairen Wettbewerb im Domaingeschäft fürchtet . Gemäß den bestehenden Verträgen
hätte VeriSign sich bis Mitte Mai von seinem Registrargeschäft trennen müssen .
Auf einen nochmaligen Hinweis des kanadischen Direktoriums-Mitglieds Ken Fockler
auf die NC-Entscheidung und die Kritik an den neuen Verträgen reagierten laut
Müller-Maguhn der Vorsitzende Vint Cerf und CEO Stuart Lynn mit dem Verweis auf
weitere Veränderungen des Vertragswerks . So soll VeriSign künftig keine Rabatte
mehr für große Kunden bei der Domainregistrierung - also vor allem VeriSign/NSI
- einräumen . Auch bei der Wechselgebühr von einem Provider zu einem andern soll
es laut Müller-Maguhn Veränderungen geben . Noch stehen sich aber auf ICANNs
Webseite die von der Organisation geforderten Veränderungen und die von VeriSign
zugestandenen gegenüber ; welche ICANN-Forderungen Eingang in den endgültigen
Vertragstext gefunden haben , ist noch nicht ersichtlich . " Ich habe beantragt
, dass uns noch etwas Zeit für eine Durchsicht der am Wochenende erneut
abgeänderten Verträge zugestanden wird , wir kennen Variante C immerhin erst
seit gestern " , betonte Müller-Maguhn . Doch habe man über diesen Antrag noch
nicht einmal abgestimmt . Vor allem der auch für die Direktoren erzeugte
Zeitdruck ärgere ihn besonders , kommentierte Müller-Maguhn . Gemeinsam mit dem
spanischen Direktor Amadeu Abril i Abril und dem von nordamerikanischen Nutzern
gewählten Karl Auerbach stimmte der CCC-Sprecher gegen den neuen Vertrag . Für
ihn sind die wettbewerbsrechtlichen Bedenken keineswegs ausgeräumt .
Beispielweise ließ der Registrierungs-Gigant und Ex-Monopolist nicht mehr aktive
Domains über den von ihm aufgekauften Domainhändler GreatDomains verkaufen ; ein
anderer Registrar kommt hier gar nicht zum Zug . Auch bei der Einführung der
nicht-englischen Domains verloren VeriSign/NSI-Konkurrenten an die 150.000
registrierte Domains . Mit Spannung warten Beobachter nun auf die Reaktion des
Department of Commerce , das dem überarbeiteten Vertrag nun ebenfalls zustimmen
muss . Das DoC , das nach wie vor die Kontrolle über das DNS-Management hat ,
hatte im November 1999 den ursprünglichen Vertrag mit den für NSI ( vor dem
Verkauf an VeriSign ) verbundenen Auflagen unterzeichnet . Es könnte unter
Hinweis auf den fehlenden ICANN-internen Konsens seine Zustimmung verweigern .
ICANN war in den vergangenen Wochen Gegenstand mehrerer Senats- und
Kongresshearings . Der republikanische Senator Conrad Burns forderte vergangene
Woche gar eine grundsätzliche Überprüfung der Rechtmäßigkeit des ICANN-Prozesses
nach US-amerikanischem Recht . Auch die EU-Wettbewerbshüter könnten sich nach
der VeriSign-Entscheidung wieder auf den Plan gerufen fühlen . Die
Kartellwächter der Europäischen Kommission haben bereits 1999 ein Verfahren zur
Überprüfung der Sonderrolle von NSI eröffnet . Unklar ist nach dieser
Entscheidung , wie es mit dem .org-Adressraum weitergeht . Zwar haben laut
Müller-Maguhn mehrere Direktoren in der heutigen Sitzung eine Umwidmung des
Adressbereichs zu rein nichtkommerziellen Zwecken eine Absage erteilt .
Entschieden werde darüber aber wohl erst , wenn die .org-Registry 2002 von ICANN
neu ausgeschrieben wird . Adobe verspricht Beseitigung der PDF-Sicherheitsluecke
Auf den Bericht über die Sicherheitslücken in Acrobats PDF-Dateien ( siehe
http://www.heise.de/newsticker/data/jk-29.04.97-000 ) hat Adobe mit dem
Versprechen reagiert , schnell Abhilfe zu schaffen . Folgende Stellungnahme (
leicht gekürzt ) gab Adobe USA gegenüber c't ab : Eine neue Version 3.0.1 von
Acrobat wird entsprechende Ausführungen von Acrobat Reader und Acrobat Exchange
enthalten , die das Problem beheben . Wir werden ab Mitte Mai für alle
Plattformen eine englische Betaversion des Acrobat Readers 3.0.1 über unsere Web
Site anbieten . Entsprechende Betaversionen in Deutsch , Französisch , Spanisch
, Italienisch , Schwedisch und Niederländisch werden kurz danach zur Verfügung
stehen . Die finale Version wird voraussichtlich Anfang Juli in den genannten
Sprachen und ebenfalls für alle Plattformen erhältlich sein . Diese Versionen
von Acrobat Reader und Acrobat Exchange werden die Anwender informieren , daß
ein Programm oder eine ausführbare Datei gestartet oder ein Befehl ausgeführt
werden soll . Mannesmann : Das Ende eines Traditionskonzerns Wenn Klaus Esser am
kommenden Montag das letzte Mal vor die Aktionäre der Mannesmann AG tritt ,
könnte es bei seinem Abschied ganz familiär zugehen . Rund 99 Prozent des
Aktienkapitals des Konzerns , der Ende des 19. Jahrhunderts mit den nahtlos
geschweißten Rohren der Firmengründer Max und Reinhard Mannesmann entstanden war
, gehört inzwischen dem Mobilfunkriesen Vodafone AirTouch . Mit Ablauf des
Aktionärstreffens räumt Esser des Feld : Nach dem teuersten Unternehmenskauf und
der bislang größten Übernahmeschlacht der Geschichte sieht der Verlierer keinen
Platz mehr für sich in dem Unternehmen . Zu weit hatte sich Esser aus dem
Fenster gelehnt und gegen die Übernahme durch Vodafone Dampf gemacht . In der
mehrmonatigen Abwehrschlacht hatte er alle Register gezogen - und alles verloren
. Beim Aktionärstreffen in Düsseldorf werden der " Herr der Zahlen " ( Esser )
und der " Macher " ( Gent ) noch einmal Geschlossenheit und Eintracht
demonstrieren - der eine als scheidender Vorstandschef , der andere als neuer
Aufsichtsratsvorsitzender . Seinen Posten gibt der 52-jährige Esser an den
Vodafone-Mann Julian Horn-Smith ab , der stellvertretender Direktor des
Mobilfunkkonzerns ist . Ein Prozent verbleibende Mannesmann-Anteile - das sind
nach Angaben des Konzerns noch rund 10.000 Mannesmann-Aktionäre . Davon wiederum
wird erfahrungsgemäß nur ein kleiner Teil an der Hauptversammlung teilnehmen .
Einfluss auf Unternehmensentscheidungen haben sie ohnehin nicht mehr . Das
Aktionärstreffen ist deshalb kaum mehr als eine Pro-Forma-Veranstaltung : Vor
einem Jahr gab sich die Mannesmann-Führung vor den Aktionären noch voller
Tatendrang und akquisitionshungrig : In Italien hatte das Unternehmen gerade die
Gesellschaften Omnitel und Infostrada gekauft , und die Übernahme von Orange
stand noch bevor . Ein Jahr später ist Mannesmann kaum wieder zu erkennen . Der
geplante Börsengang von Atecs Vor wenigen Tagen trennte sich Vodafone
schließlich von einer Perle des Mannesmann-Konzerns : Vodafone musste Orange aus
Wettbewerbsgründen abgeben . Verkauft wurde außerdem das defizitäre
Röhrengeschäft , das sich die Salzgitter AG angelte . Mehrere Interessenten gibt
es für die Luxusuhren . Auf die Telekommunikation und insbesondere auf den
Mobilfunk ( D2 , Omnitel ) hatte es Vodafone schließlich abgesehen . Diese
Sparten sollen in den britischen Konzern integriert werden . Dabei ist nicht
auszuschließen , dass sich Vodafone als reiner Mobilfunkbetreiber auch vom
Festnetzgeschäft trennt . Für den kommenden Herbst erwägt Gent den Börsengang
von Mannesmann Arcor und der italienischen Infostrada . Doch er beteuert : " Die
Mehrheit bleibt bei Vodafone " . Versprechungen dieser Art hatte es auch in
Sachen Atecs gegeben - und dann kam alles doch ganz anders . Spionage-Software
gegen Napster-User " Welcome to the home of Media Enforcer ... " begrüßt eine
Web-Seite recht harmlos interessierte Besucher . Dahinter verbirgt sich aber ein
Angebot für eine Software , die auf MP3-Tauschbörsen wie Napster nach Angeboten
von urheberrechtlich geschütztem Material sucht , das illegal zur Verfügung
gestellt wird . Nach Angaben des ( anonymen ) Programmierers liefert das
Programm genügend Informationen ( etwa Nickname und IP-Adresse eines Benutzers )
, um von Dienstanbietern wie Napster eine Sperrung des entsprechenden Accounts
verlangen oder den User gar vor Gericht verklagen zu können . Als Kontakt ist
auf der Web-Seite nur eine Mail-Adresse beim Freemail-Service Hotmail zu finden
. Der Entwickler meint lapidar , er wünsche eigentlich , die Notwendigkeit für
den Media Enforcer existiere gar nicht : In einem Interview mit zeropaid , einer
Site , die Dienste wie Napster , Gnutella oder Scour zur freien Verteilung von
MP3-Dateien vorstellt , erklärte der Entwickler , es gehe nicht darum , solche
Dienste komplett zu verbannen . Wer glaube , File-Sharing im Internet sei
grundsätzlich schlecht und sollte vollständig ausgeschaltet werden , liege
völlig falsch . Media Enforcer wird vom Entwickler kostenlos abgegeben - jeder
kann die Software benutzen . Momentan kann die Anwendung nur Napster-Server
kontrollieren . Laut dem Programmierer ist aber schon eine Version im Test , die
auch auf Gnutella und Scour angewendet werden kann . Während Bands wie Metallica
noch einen speziellen Dienstleister für teures Geld beauftragen mussten , um
Informationen über Napster-Accounts zu erhalten , kann sich mit dem Media
Enforcer praktisch jeder Surfer zum " Internet-Blockwart " , wie das in
Diskussionsforen schon bezeichnet wurde , aufschwingen . Europäisches
OS/2-Festival in Karlsruhe ( Update ) Totgesagte leben länger - und das gilt
nach Ansicht des Team OS/2 Deutschland e. V. auch für OS/2 für Privat- und
Endanwender . Daher findet auch dieses Jahr die europäische Messe Warpstock
statt . Auch IBM scheint sich dieses Jahr eines Besseren besonnen zu haben : Der
Konzern , dem eigentlich ja Einiges an der Propagierung des hauseigenen
PC-Betriebssystems gelegen sein sollte , tritt als Hauptsponsor der
Veranstaltung auf . AMDs Thunderbird hängt Pentium III ab AMDs neuer Prozessor
Thunderbird ist dem Pentium III bei gleichem Takt in weiten Teilen überlegen und
dabei auch noch preisgünstiger . Im c't-Labor konnte eine 700-MHz-CPU schon
einmal ihre Leistungsfähigkeit demonstrieren . Nur bei speziell für den Pentium
III optimierter Software konnte sich der Intel-Konkurrent behaupten . Bei dem
getesteten Prozessor handelte sich um eine Vorabversion , wie sie AMD
Hardwareherstellern zur Verfügung gestellt hat . Es ist daher möglich , dass
Exemplare aus der Serienproduktion etwas andere Ergebnisse erreichen . Welche
Preise AMD für die neuen Prozessoren haben will , ließ sich aus diversen Quellen
ebenfalls schon eruieren - sie sind aber von AMD offiziell noch nicht
autorisiert : 750 MHz : 180 US-Dollar 800 MHz : 250 US-Dollar 850 MHz : 333
US-Dollar 900 MHz : 450 US-Dollar 950 MHz : 605 US-Dollar 1 GHz : 850 US-Dollar
Wie bereits berichtet , will AMD die neue Athlon-Prozessorgeneration am
kommenden Montag zur Eröffnung der Computex in Taiwan offiziell vorstellen . Man
erwartet Versionen von 700 MHz bis 1 GHz . Es verdichten sich aber die Anzeichen
, dass AMD auch eine 1,1-GHz-Version zeigen will . Daneben wird man auch gut
gekühlte übertaktete Versionen sehen können , etwa vom Kryotech . VIA hatte auf
der eigenen Computex-Website schon eine Zeitlang die Demonstration eines
1,4-GHz-Systems angekündigt , dies aber zwischenzeitlich wieder entfernt .
Mitbestimmung über die Zukunft von Java Sun hat die Teilnehmer der beiden
Komitees für das Java Community Process Programm ( JCP 2.0 ) veröffentlicht .
Die Mitglieder bestimmen die Zukunft der Java-Technologie mit . Dabei
konzentriert sich ein Komitee auf die Entwicklung im Desktop- und Server-Bereich
und somit die Zukunft von Java 2 Standard Edition ( J2SE ) und Java 2 Enterprise
Edition ( J2EE ) ; die andere Gruppe ist für den Embedded Bereich mit der Java 2
Micro Edition ( J2ME ) zuständig . Sun war immer wieder ins Kreuzfeuer geraten ,
da die eigene Sonderstellung den anderen Teilnehmern zu mächtig war . Auch jetzt
sind die Kritiker nicht verstummt . Zu den prominentesten gehört IBM : Big Blue
fordert eine weitere Liberalisierung . Dennoch gehört IBM dem JCP-Komitee an .
Die wichtigsten Firmen im JCP lesen sich wie ein " Who-Is-Who-But-Not-Microsoft
" der Computer- und Embedded-Branche : Apache Software Foundation , Apple , BEA
, Caldera , Compaq , Fujitsu , HP , IBM , IONA , Inprise , Insignia , Matsushita
, Motorola , Nokia , Novell , Oracle , Palm , Philips , Siemens , Sony , Sun
Microsystems und Wind River . Die Hoffnung vieler Entwickler und Firmen aber ,
Java einer ISO-Standardisierung zu unterziehen und zum offenen Standard zu
erklären , sind mit Suns Ablehnung im Dezember letzten Jahres zumindest auf
absehbare Zeit enttäuscht worden . France Telecom bleibt bei UMTS-Partnerschaft
mit Mobilcom Die Telefongesellschaft Mobilcom hat Signale aus Frankreich
erhalten , die France Telecom werde nach wie vor gemeinsam mit der Mobilcom um
eine UMTS-Lizenz bieten . " France Telecom setzt die Allianz mit Mobilcom fort "
, sagte Unternehmenssprecher Stefan Arlt am Freitag in Büdelsdorf ( Kreis
Rendsburg-Eckernförde ) . Danach müsste France Telecom eventuell seine
UMTS-Bewerbung über die neue Tochter Orange zurückziehen , die als Teil des 3
G-Konsortiums bietet . Die beiden Unternehmen haben bislang ein
Gemeinschaftsunternehmen im Rennen , dessen Anteile nach der Genehmigung durch
die europäischen Kartellbehörden zu 100 Prozent auf Mobilcom übertragen werden .
Im Gegenzug erhält France Telecom 28,8 Prozent der Mobilcom-Aktien . Die
Versteigerung der vier bis sechs Lizenzen für den neuen Mobilfunk-Standard UMTS
soll am 31. Juli beginnen . Elf Unternehmen sind noch im Rennen . Der Präsident
der Regulierungsbehörde , Klaus-Dieter Scheurle , hatte bei der Zulassung der
Bieter moniert , dass France Telecom über die Tochtergesellschaft Orange auch an
der Bietergemeinschaft 3 G beteiligt ist . Nach den Richtlinien kann jedes
Unternehmen sich nur einmal um eine der begehrten Lizenzen bewerben . Hält
France Telecom an der Partnerschaft mit Mobilcom fest , müsste sich Orange aus
dem 3 G-Konsortium zurückziehen . Microsoft attackiert Oracle Noch im Juni soll
laut Microsoft eine neue Version des SQL-Servers in den Beta-Test gehen . Neue
Funktionen bestehen nach Aussagen von Microsoft-Mitarbeitern etwa in
symmetrischer Replikation zwischen zwei oder mehr Servern , Replikation für
mobile Anwender und Row-Level Locking . Letzters ist besonders für die
Implementierung von R/3-Anwendungen interessant , da SAP die Nutzung dieser
Funktion schon in R/3 eingebaut hat . Unterstützung für sehr große Datenbanken
im Bereich mehrerer Terabyte und für Cluster-Systeme sollen ebenso integriert
werden . Die neue High-End-Version des SQL-Servers möchte Microsoft darüber
hinaus mit Plato , Microsofts OLAP-Server ( Online Analytical Processing ) ,
ausliefern . Mit diesem SQL Server 7.0 will die Firma offensichtlich ein großes
Stück vom Kuchen der High-End-Datenbanken und Online-Warehouse-Lösungen
abbekommen , den bislang Oracle und IBM weitgehend unter sich aufteilen .
Erhätlich soll der SQL Server 7.0 im zweiten Halbjahr 1998 sein . Intel steigt
groß in Internet-Telefonie ein Intel langt wieder einmal zu .
Dialogic-Telefoniekarten setzen viele Produzenten von Computertelefonie- und
Sprachintegrationslösungen als Hardwarekomponente ein , auf die sie selbst
entwickelte Software aufsetzen . Nach dem Aufkauf von LevelOne ist das ein
weiteres Schnäppchen , mit dem Intel seine Position im Bereich der LANs sowie
der integrierten Daten- und Sprachnetze stärken will . Nach Abschluß der
Übernahme soll Dialogic vollständig in Intels Enterprise Server Group
eingegliedert sein . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von
Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist
Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war
. Ihre Vorschläge für meine über das Wochenende zusammen programmierte Web-Firma
können sich sehen lassen . Besonders hilfreich natürlich die Hinweise nach dem
richtig zündenden Domain-Namen , weil wwww.de bekanntlich von den Watteartikeln
von Walter Winkler aus Waltenhofen bewirtschaftet wird . In meinem Cybershop
sollte bekanntlich Wasser in H20 aufgelöst werden , so sollte auch der Name
schon geschäftsmäßig wirken . Leider ist auch www.HAzweiOh.de schon vergeben :
Dort verkauft man Badezimmer und wird bei BusinessNet.de gehostet . Dieser
Provider erhielt letzte Woche gute Publicity , ist er doch der Freemail-Provider
eines Herrn Ernst August Prinz von Hannover , der in der FAZ eine ganzseitige
Anzeige buchte , um seine E-Mail-Adresse für den gepflegten Dialog
veröffentlichen zu können : wps@businessnet.de lautet sie . WPS ? Aber nicht
doch : Es ist eine so genannte Welfen-Presse-Stelle . Welfen.de , die offizielle
Adresse des Hauses Hannover , durfte nicht für die Kommunikation à la FAZ
benutzt werden , denn dieser Bereich wird von Heinrich von Hannover betreut ,
dem Bruder Ernst-Augusts . Besser wäre in jedem Fall ein türkischer
Freemail-Provider gewesen . Aber lassen wir das mit München und bleiben wir bei
Hannover und auch ganz kurz einmal bei den Welfen . Allen , die meinen , die
Leinestadt sei eher eine graue Maus unter den deutschen Städten , sei nun gesagt
: Wir haben die Expo , und hier residieren die durchlauchtigst blaublütigen
Nachfahren Heinrichs des Löwen ! Deren Söhne werden übrigens seit 1629 immer
wieder gerne " Ernst-August " genannt , und der Jüngste dieses Namens , Seine
königliche Hoheit Ernst August , Prinz von Hannover , Herzog zu Braunschweig und
Lüneburg , königlicher Prinz von Großbritannien und Irland , sorgt nun auch im
Internet für Furore - allerdings weniger als Ernst , denn als August . Schon hat
sich eine Braunschweiger Media-Agentur diesen einschlägigen Domainnamen
reservieren lassen . Grund genug für das britische Königshaus , den Prinzen aus
der Liste der Gäste und der Thronfolge zu streichen . Aber wir Hannoveraner
stehen endlich wieder weltweit in den Zeitungen - wenn auch nur im Sommerloch .
Warum bietet der Prinz von Hannover in der FAZ einen Dialog darüber an , ob er
sich " auf den Grund und Boden des türkischen Staates " erleichtert haben soll
oder nicht ? Warum schafft es die durchaus honorige ZEIT in ihrem
verschnarchtesten Abteil namens Leben , ein fünf Jahre altes Cluetrain-Manifest
als neuestes Mittel zu feiern , die Welt aus den Angeln zu heben - während ein
Cluetrain-Protagonist auf der Website von Synge.com nachrechnet , dass all der
finanzielle Aufwand um Elian dazu gereicht hätte , die gesamte Bevölkerung von
Kuba zwei Jahre lang zu ernähren ? Warum gibt es Online-Demonstrationen mit
einer Software , hinter der eine nicht weiter bekannte Jury steht , die über die
Rechtmäßigkeit einer Demonstration mit ihrer Software entscheiden will ?
Unterhaltungen unter Menschen hören sich menschlich an . Angesichts dieser
elementaren Einsichten dürfte er seine ganze Theorie der Kommunikation doch
endlich auf den Müll werfen müssen . Cluetrain bringt diese Einsichten für die
Clueless - oder rollt da nur der Zug der Ahnungslosen über uns hinweg ? Das
Bla-bla des geschickt lancierten und inzwischen zu einem guten Geschäft
gewordenen Cluetrain-Manifests verstopft selbst die Spalten der guten alten
Tante Zeit . Das ist wahrer Boboismus : Den Anti-Boboismus wird zur Grundlange
einer Werbe-Kampagne für die nächste Bobo-Company . Der abfahrende Ahnungs-Zug
der New Economy überrollt aber wohl wirklich nur die Ahnungslosen : History
Repeating . H2O löst sich nicht in Wasser auf . Oracle behauptete zum letzten
WWWW , dass man mit seiner Software über das Wochenende einen kompletten
WWW-Start wie www.productfact.com schaffen würde . Nach dem letzten Wochenende
schaffte es Oracle immerhin zuzugeben , dass eine Detektei im Namen , doch nicht
ganz im Auftrag von Oracle Papierkörbe von Organisationen durchschnüffelte , die
Microsoft-freundlich sind . Was aber ist mit den Papierkörben von Organisationen
wie der Software and Information Industry Association ( SIIA ) oder der Computer
and Communications Industry Association ( CCIA ) , die von Oracle gesponsert
werden ? Das Gros der NRW-Lehrer freut sich besonders darüber , " zu Hause
erstellte Arbeitsblätter per Mail in der Schule verfügbar zu haben " . Nur die
Schüler , die die " in der Pause aktualisierten Printouts " bekommen , müssen
ihren Rücken anstrengen . Eine Anfrage an die Initiative , warum denn die
Schüler keine Mail bekommen dürfen , wurde " aus sicherheitstechnischen
Überlegungen " nicht beantwortet . " Damit Ihr PC wasserdicht wird ! " lautet
der Slogan . Wer pinkelt da auf einen Rechner ? Ihnen sei mein Dank auf ewig
sicher : Sie haben mit der Erinnerung an Herrn Rossi mein Wochenende gerettet .
Ich esse , wenn Leute mir sagen , dass ich essen muss . Ich denke , wenn Leute
mir sagen , dass ich denken soll . Kein Wunder , dass ihm das nicht reicht :
Herr Rossi sucht das Glück , zusammen mit Gastone , dem Hund seines Chefs . Ganz
ohne New Economy - und natürlich ganz ohne Bobos . Begeben wir uns also selbst
auf die Suche . Und angesichts der Cluetrain-Dödeleien bin ich mehr als
zufrieden , wenn ich Herrn Rossi dabei finde . Was wird In den nächsten Wochen
wird eine Firma namens KinderCampus an den Start gehen und Kindern eine
Online-Community bieten . Dafür will die Firma einen zweistelligen
Millionenbetrag in die Werbeszene pumpen . Zum Start gab es eine Party , die um
6 Uhr morgens zur After-Hour-Party vom Christopher Street Day umfunktioniert
wurde . Das alles ist der stolzen Pressemeldung dieses Startups zu entnehmen .
Telekom mit vollen Taschen auf Brautschau Die Deutsche Telekom nimmt
offensichtlich den nächsten Anlauf , endlich ihre Internationalisierungspläne in
die Tat umzusetzen . In einem dpa-Gespräch erklärte der Deutsche Telekom-Chef
Ron Sommer : Mit Blick auf die seinem Konzern nachgesagten Ambitionen auf dem
US-Markt blieb der Telekom Vorstandschef jedoch verschlossen : " Wir haben
Optionen im Auge , wollen momentan aber aus verständlichen Gründen nicht darüber
reden . " Erstaunt zeigte er sich darüber , dass sich die Telekom als Kandidat
für eine Übernahme des US-Unternehmens Sprint im Zentrum der Spekulation
befindet . Die Kartellwächter in Brüssel und USA hatten vor kurzem die geplante
Mammutfusion zwischen den US-Telekomriesen WorldCom und Sprint untersagt .
Fragen zu Spekulationen , wonach die Telekom den zehnprozentigen Sprint-Anteil
des einstigen Partners France Telecom per Tauschgeschäft erwerben könnte , wich
Sommer aus . Die Franzosen sind mit der Telekom wegen der geplanten Übernahme
der Telecom Italia 1999 tief zerstritten . Als Konsequenz der geplatzten
Partnerschaft mit den Franzosen hat Sommer eine Erkenntnis gewonnen : " Es ist
die Erkenntnis , dass Fusionen uns nicht voranbringen , sondern Akquisitionen
und einfache Strukturen . " Beim Milliardenpoker um die UMTS-Mobilfunklizenzen
für die nächste Handy-Generation macht die Telekom auf europäischer Ebene Druck
für Auktionsverfahren . Der Markt müsse entscheiden , und das schließe eine
kostenlose Lizenz-Vergabe aus : " In Finnland und Spanien sind Lizenzen
verschenkt worden , und das französische Verfahren ähnelt stark dem spanischen .
" Sommer verglich die Bewerber-Auswahl in diesen Ländern mit einem
Schönheits-Wettbewerb . " Es sind Methoden des 18. , aber ganz bestimmt nicht
des 21. Jahrhunderts " , wetterte der Telekom-Chef . Das Internet - unendliche
Weiten - in Französisch ... Das frankophone Quebec macht gerne alles anders als
der Rest Kanadas . Daran haben sich die Bewohner des Landes längst gewöhnt .
Kuriose Internet-Regeln sind nun das neueste Kapitel in der langen Geschichte
der Provinz-Alleingänge . Die Anbieter von Audio- und Videoinhalten wie Fernseh-
und Radio-Sender werden zentral aus der Bundeshauptstadt Ottawa reguliert . Und
von diesem Recht macht die Separatisten-Provinz Gebrauch . Quebec hinkt bei der
Zahl der Bürger mit Internet-Anschluss dem kanadischen Durchschnitt hinterher ;
in der Provinz sind nur 16 Prozent der Bewohner online , landesweit sind es aber
23 Prozent . Daran ist angeblich der Überfluss an englischsprachigem Material
schuld , sagen regionale Sprachhüter . Die staatlichen Aufpasser verlangen
zweisprachige Websites von Quebecs Betrieben , und drohen notfalls mit
Geldstrafen . Aber für Kleinbetriebe sind die Übersetzungskosten zu hoch . Und
im Fall von Michel Soucy wäre es nach Meinung des Website-Betreibers sogar
völlig absurd , online auch auf Französisch präsent zu sein . Im Internet bietet
er einen Hilfsservice für Computer-Neulinge an . Trotzdem verlangt Quebec
Sprachbehörde L'Office de la langue francaise von Soucy die Übersetzung seines
Angebots ; ihm droht bei einer fortgesetzten Weigerung eine Geldstrafe von
umgerechnet knapp 2.000 Mark . Soucy ist empört , vor allem , weil er die
Behördenmaßnahmen als Verschwendung von Steuergeldern ansieht . " Die Regierung
surft im Internet herum und versucht Bürger einzuschüchtern , die einfach nur
ihren Lebensunterhalt verdienen wollen " , flucht Soucy . Die Sprachbehörde
Quebecs bestreitet aber , dass sie ihre Mitarbeiter für die gezielte Suche nach
Sprachsündern bezahlt . Man reagiere ausschließlich auf Beschwerden aus der
Bevölkerung , teilte ein Sprecher mit . Eine solche Beschwerde brachte auch dem
Fotografen Michael Calomiris aus Laval großen Ärger ein . Er erhielt wie Soucy
eine offizielle Aufforderung , seine Website ins Französische zu übersetzen .
Aber der Kleinunternehmer wehrt sich und nutzt wie Soucy das Internet , um auf
sein Anliegen aufmerksam zu machen . Während der Computerexperte unter
www.michelsoucy.com detailliert seinen Fall schildert , bietet Calomiris unter
www.michaelsphoto.com Einsicht in sein Gästebuch . Es gibt im Gästebuch
Calomiris allerdings auch Ermahnungen - etwa die eines stolzen Bürgers Quebecs ,
der den Fotografen an seine griechische Herkunft erinnert . Es sei doch wohl
normal , als Einwanderer die Gesetze eines neuen Heimatlandes zu respektieren ,
schreibt der Regionalpatriot auf Französisch . Auf solche Vorwürfe haben die
Freunde Calomiris eine eindeutige Antwort : " Wir gehorchen den Gesetzen unseres
Landes , und das heißt KANADA " , schrieb eine Mitbürgerin dem Fotografen .
Bildungsministerin will " Virtuelle Deutsche Universität " gründen
Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn will eine erste " Virtuelle Deutsche
Universität " gründen . Sie wolle jetzt mit den Kultusministerin der Länder
beraten , wie ein solches Konzept umgesetzt werden kann . Mit einer virtuellen
Universität könnten die Spitzenleistungen der deutschen Hochschulen und der
Forschung weltweit präsentiert werden , meinte die Ministerin weiter . Dies sei
auch eine Werbung für den " Studienstandort Deutschland " und könne mit dazu
beitragen , mehr junge Ausländer von der Qualität einer wissenschaftlichen
Ausbildung in der Bundesrepublik zu überzeugen . Gleichzeitig eröffne eine
virtuelle Universität Berufstätigen wie Studierenden interessante Möglichkeiten
der Weiterbildung . Der Einsatz von neuen Medien und Kommunikationstechniken
müsse im Bildungsbereich " konsequent genutzt werden " , sagte Bulmahn weiter .
Das Lehrangebot der " Virtuellen Deutschen Universität " soll nach den
Vorstellungen der Bundesbildungsministerin auch in englischer Sprache erfolgen .
Hintergrund : Der im vergangenen Jahr gestartete Berliner Provider Planet
Internet hatte sich viel vorgenommen für dieses Jahr : Mit einer
millionenschweren Werbekampagne blies die Tochter des niederländischen
Telekommunikations-Konzerns KPN im Frühjahr in TV , Radio und Print zur großen "
Internet-Offensive " . Doch seit Freitag ist die Aufbruchsstimmung in der
"Planet"-Zentrale in Tempelhof abrupt am Ende . Obwohl die Werbekampagne dem
Provider momentan täglich fast 2.000 Neukunden zuführt , will die selbst auf
einem Schuldenberg in Milliardenhöhe sitzende Mutter KPN den Geldhahn zugedrehen
. Für die rund 100 Planet-Mitarbeiter in Berlin kam die Entscheidung
überraschend . Ungute Gefühle hatten zwar den einen oder anderen Angestellten
sicher schon seit ein paar Wochen geplagt angesichts der Krise der in insgesamt
15 Ländern agierenden KPN , der in Deutschland auch der Mobilnetzbetreiber
E-Plus gehört . So hatten der Marketingleiter und der PR-Manager das sinkende
Schiff bereits vor zwei Wochen verlassen . Doch den Rest der Belegschaft traf
die rote Karte am Freitag um so härter . Übrig bleiben soll zunächst nur ein "
Kernteam " , das den Service weiter betreibt . Gegenüber seinen rund 100.000
Kunden hat sich Planet Internet in den Geschäftsbedingungen verpflichtet , den
Netzzugang mindestens noch einen Monat lang weiterzuführen . Bisher nimmt das
Unternehmen , für das KPN einen Käufer sucht , auch immer noch weitere Kunden an
. Klar ist nur , dass rund 25 Mitarbeiter aus dem holländischen Mutterhaus
wieder dorthin zurückgezogen werden . Vermutlich rund 70 Angestellten wird
gekündigt - für sie gilt der " Sozialplan " von KPN , sagte eine Sprecherin von
Planet Internet gegenüber heise online . Streiks bei Alcatel gegen Fabrikverkauf
Rund 2500 Beschäftigte der Alcatel SEL AG haben nach Angaben der IG Metall am
heutigen Montag an den Produktionsstandorten Stuttgart , Gunzenhausen , Bonndorf
und Arnstadt kurzfristig die Arbeit niedergelegt . Sie protestierten nach
Angaben der Gewerkschaft gegen die Pläne des Alcatel-Konzerns ,
Produktionsstätten zu veräußern . Der französische Telecom-Ausrüster Alcatel
hatte am Freitag in Paris mitgeteilt , dass bis Ende 2002 rund 50 Fabriken
abgestoßen würden . Betroffen seien davon rund 13.500 Beschäftigte . Derzeit
verfügt der Alcatel-Konzern noch über rund 100 Produktionsstätten und
beschäftigt insgesamt 110.000 Arbeitnehmer . Der Gesamtbetriebsrat der Alcatel
SEL AG hält diesen von der Konzernleitung eingeschlagenen Weg für grundsätzlich
falsch . Internet-Agentur Kabel New Media zahlungsunfähig Die angeschlagene
Hamburger Internet-Agentur Kabel New Media hat die Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens beantragt . Die am Neuen Markt notierte Gesellschaft teilte
am heutigen Montag mit , man habe sich " nach erneuter eingehender Prüfung der
Geschäfts- und Finanzlage und nach weiteren Gesprächen mit potenziellen
Investoren und Geldgebern " zu diesem Schritt entschlossen , da das Geld nicht
ausreiche , um die künftigen Verpflichtungen zu erfüllen . Noch am Vormittag
waren Gespräche mit potenziellen Geldgebern und Investoren geführt worden , um
das Unternehmen möglicherweise ohne Insolvenzverfahren über die Runden zu
bringen - ohne Erfolg . Bereits am Freitag hatte die Kabel New Media einen
Zahlungsstopp verkündet ; die Aktie des einstigen Börsenlieblings war daraufhin
um über 50 Prozent auf 0,50 Euro eingebrochen , die Einleitung des
Insolvenzverfahrens war bereits zu diesem Zeitpunkt eigentlich erwartet worden .
Das Unternehmen hatte hohe Wertberichtigungen auf gekaufte Firmenbeteiligungen
vornehmen müssen , die sie während des Internet-Booms zu weit überhöhten Preisen
gekauft hatte und die heute zum Teil wertlos sind . Zudem war ein Großkunde ,
die Sport-Marketinggesellschaft ISL Worldwide , nicht mehr zahlungsfähig . Kabel
New Media erwartet nun , dass das Hamburger Amtsgericht einen vorläufigen
Insolvenzverwalter bestellt ; Ziel sei es nach wie vor , die Arbeitsplätze und
das Kerngeschäft zu erhalten . Das Unternehmen beschäftigt laut dpa rund 800
Mitarbeiter . EADS wegen Sperrung durch NSI offline Am Mittwoch und Donnerstag
vergangener Woche erhielten Surfer , die die Münchner European Aeronautic
Defense und Space Company ( EADS ) unter ihrer Webadresse www.eads.net
ansteuerten , nur die berüchtigte Fehlermeldung " host not found " . An
Mitarbeiter des Unternehmens gerichtete E-Mails kamen als " unzustellbar "
zurück . Doch keine Denial-of-Service-Attacke oder andere Hackerspielereien
hatten die Server der vormals als DASA bekannten Rüstungsfirma in die Knie
gezwungen : Die kalifornische Domain-Verwalterin VeriSign hatte vielmehr die
Netz-Immobilie aus ihrem zentralen Adressverzeichnis fürs Internet gestrichen
und EADS so offline gestellt . Begründet hatte der " Herrscher des Internet " ,
als den das Magazin Fortune VeriSign kürzlich bezeichnete , den kurzzeitgen
Rausschmiss aus dem Netz mit dem Argument , EADS habe die Rechnungen für die
Bereitstellung der Domain nicht beglichen . " Dabei hatten wir bereits viermal
bezahlt " , empört sich ein EADS-Sprecher . Die Münchner prüfen den Fall
momentan mit ihren Anwälten und wollen als erstes zumindest die
Registrierungsstelle wechseln . VeriSign hält nach der Übernahme des
Alt-Monopolisten Network Solutions ( NSI ) und langwierigen Verhandlungen mit
der Netzverwaltung ICANN allerdings noch bis Juni 2005 die Kontrolle über alle
.net- und bis 2007 über die .com-Domains . Auch Domain-Käufer , die sich ihre
Adresse über eine andere Registrierungsstelle besorgen , unterliegen damit
weiterhin der Oberaufsicht VeriSigns . 2005 soll die .net-TLD versteigert werden
. Red Hat und Ericsson schließen Pakt für mobilen Internet-Zugang Linux für
Server oder für professionelle Endanwender reicht dem Linux-Distributor Red Hat
nicht mehr : Durch einen Pakt mit dem Mobilfunkspezialisten Ericsson , dem
drittgrößten Handy-Hersteller der Welt , möchte die Firma aus North Carolina
einen Fuß in den Markt mit mobiler Kommunikation und Internet-Lösungen für
private Verbraucher bekommen . Die beiden neuen Freunde wollen gemeinsam
Endgeräte entwickeln , die auf dem Embedded Linux von Red Hat und Java aufbauen
. Natürlich sollen sie auch Breitband-Netzzugang bieten und zukünftig Bluetooth
unterstützen , wie Ericsson und Red Hat betonten . Das erste Ergebnis der
Partnerschaft möchten die beiden Unternehmen schon Ende dieses Jahres der
Öffentlichkeit zugänglich machen : Beide Teile des Geräts sollen unter Embedded
Linux von Red Hat arbeiten . Offensichtlich wollen Ericsson und Red Hat die so
genannten Internet Appliances aber nicht selbst an die Verbraucher bringen :
Gedacht sind sie nach Angaben von Red Hat vor allem für Telekom-Firmen und
Internet-Provider , die die Geräte als zusätzlichen Service für möglichst
einfachen und mobilen Netz-Zugang ihren Kunden anbieten könnten . Über die
Präsentation von WebPads und Screen Phones hinaus möchten die beiden Partner die
Entwicklungs-Tools für Embedded Linux vorantreiben . Nach Ansicht der beiden
Unternehmen gibt es eine große Gemeinde von kommerziellen Firmen und
Open-Source-Programmierern , die nur darauf warten , mit entsprechenden
Werkzeugen Anwendungen für mobile Internet-Geräte wie die zu entwickeln , die
aus der Partnerschaft von Ericsson und Red Hat hervorgehen sollen . Der Deal mit
Ericsson bedeutet das erste große Geschäft eines Linux-Distributors mit einem
der großen Konzerne des Mobilfunks . Und für Embedded Linux könnte dies ein
weiterer Schritt sein , sich zu einer Art Standard für den Internet-Zugang
jenseits des PC und für mobile Netz-Terminals zu entwickeln : Für Ericsson
dagegen ist eine Kooperation mit Red Hat als einem der größten
Linux-Distributoren eine gute Chance , seine eigenen Probleme mit der
Handy-Vermarktung durch neue Geräte zu beheben , die auf dem erwarteten
Boom-Markt für Internet-fähige Telefone und Surf-Terminals reüssieren . Die
Folgen des E-Commerce unter der Lupe Das Internet kommt mit einer Menge
Verheißungen daher : Das Netz soll beim Energie sparen helfen und Abfall
vermeiden . Jeden Bürger wird es mit allen gewünschten Informationen versorgen
und auch kleinsten Firmen den Zugang zu den größten Märkten verschaffen . Das
Internet , heißt es im Aktionsprogramm " Innovation und Arbeitsplätze in der
Kommunikationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts " der deutschen Bundesregierung
, unterstützt " die nachhaltige und umweltverträgliche Entwicklung unserer
Gesellschaft " . Doch was passiert , wenn das Netz sich zukünftig auf schnöde
Einkaufsorgien reduziert und lediglich den Güterkonsum weiter in die Höhe treibt
? Was , wenn durch das Netz die Innenstädte veröden und niemand mehr das Haus
verlässt ? Antworten auf diese und ähnliche Fragen versucht ein britisches
Forschungsprojekt seit Anfang des Jahres unter dem Titel " Digital Futures -
E-Commerce , Society , Environment " zu geben . Das Projekt soll die positiven
und negativen Folgen des elektronischen Handels für Gesellschaft und Umwelt
abschätzen und gegeneinander abwägen . Die Denkfabrik Forum For The Future des
Umweltaktivisten Jonathon Porrit leitet und koordiniert das Mammutvorhaben . "
Wir glauben , dass gerade E-Commerce und die digitale Wirtschaft ein großes
Potenzial haben , der Gesellschaft und der Umwelt nützlich zu sein " , stellt
James Wilsdon , Politikberater bei Forum For The Future , grundsätzlich klar .
Auch die beteiligten Wirtschaftsunternehmen heften sich im Rahmen des Projekts
soziale Verantwortung ans Revers , wie etwa Shanker Trivedi , Vize-Präsident
England und Irland des Computer- und Software-Konzerns Sun , versichert . Neben
Geld stellen die beteiligten Firmen den Forschungsinstituten ihr Fachwissen zur
Verfügung . Eine der Sorgen der Forscher ist zum Beispiel , dass die größten
Nutznießer des Internet " privilegierte Gruppen " sein werden : "
Einkaufsgemeinschaften im Internet drücken zwar die Preise und sind eine gute
Sache für jeden Verbraucher " , erklärt Alex MacGillivray ,
Forschungsgruppenleiter beim Institut New Economics Foundation ( NEF ) . Welche
Konsequenz hat das vermeintlich bequeme Online-Shopping für die Umwelt ? Musik ,
Software und irgendwann auch Bücher können direkt auf den Rechner geliefert
werden . Fernseher , Schuhe und Küchenmaschinen kommen als Paket an die Haustür
. Der Mausklick spart demnach den Sprit und die Abgase für die individuelle
Spritztour ins Einkaufszentrum . Zugleich erhöht er aber die Zahl der
Lkw-Fahrten und den Verpackungsaufwand für die Anlieferung der Ware . An der
Universität von Sussex beschäftigt sich eine Forschergruppe ( Science and Policy
Research Unit ) mit den " Umweltkosten " durch einen vom E-Commerce geänderten
Lebensstil : Was tut die Kleinfamilie , wenn sie dank Online-Shopping am Samstag
nicht mehr zum Großeinkauf in die Stadt muss ? Bleibt sie zu Hause oder nutzt
sie die gewonnene Zeit zu gleichfalls umweltschädlichen Ausflügen im
Familienwagen ? Erste Antworten auf all diese Fragen hoffen die Wissenschaftler
im kommenden Jahr liefern zu können . ( Rüdiger Haum , gms ) Ein
Telekom-Kandidat für das Direktorium der Internet-Verwaltung Winfried Schüller
von der Deutschen Telekom AG ist der erste offizielle deutsche Kandidat für die
direkte Mitgliederwahl zum ICANN-Verwaltungsrat ( Board of Directors ) .
Schüller ist Direktor International IP-Services der Telekom , die sich ganz
offensichtlich immer stärker in der Domain-Verwaltung engagiert und bereits als
Sponsor verschiedener ICANN-Veranstaltungen aufgetreten ist . Zuletzt hatte sie
für die Übersetzung der ICANN-Seiten zur so genannten At-Large-Wahl der
Direktoren durch das Internet-Volk ins Deutsche gesorgt . Wie Deutschlands
At-large-Mitglieder auf die Idee reagieren , einen Vertreter des
marktbeherrschenden Onlinedienstes und Infrastrukturanbieters ins Board zu
entsenden , bleibt allerdings abzuwarten . Fast gleichzeitig mit der
Veröffentlichung einer Statistik über die Wählerregistrierungen gab die Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers bekannt , wen seine rund 160.000
neuen Mitglieder wählen könnten . Am gestrigen Dienstag Abend legte das
siebenköpfige Nominierungskomittee eine Liste mit 18 Kandidaten vor , die seiner
Meinung nach würdig sind , einen der fünf regionalen Direktorenposten
einzunehmen . Einer der bekanntesten Kandidaten dürfte der Standford-Jurist
Lawrence Lessig ( ebenfalls Nordamerika ) sein . Zu Europa fiel den Nominierern
offensichtlich am meisten ein - für die Region Europa wurden fünf Kandidaten
nominiert , die nach Ansicht des Komitees den Anforderungen genügen . Angeführt
wird die Liste von der einzigen Frau unter ICANNs Vorschlägen , der
Generalsekretärin der Internationalen Handelskammer Maria Livanos Cattaui , die
als Griechin mit Schweizer Pass und Harvard-Abschluss allen Ansprüchen an
Internationalität entsprechen müsste . Alf Hansen ist Direktor von Uninett FAS
in Trondheim und betreut die Registry des norwegischen NIC . Oliver Popov gelte
, heißt es in ICANNS Pressemitteilung , als Schlüsselfigur beim Aufbau des
Internets in Mazedonien . Er ist Informatikprofessor an der Universität von St.
Cyril und Methodius , Präsident des Mazedonischen Forschungsnetzwerks und der
Zentral- und Osteuropäischen Networking Assocication . Auch aus Frankreich kommt
ein Kandidat vom Ex-Staatsmonopolisten : Olivier Muron ist Chef
Entwicklungsabteilung für IP Technologie und E-Commerce bei France Telecom . Die
Kandidaten , die nicht aus Europa kommen , sind im einzelnen : Der Umstand ,
dass das Nominierungskomitee so viele Europa-Kandidaten kürte - für die USA und
Asien/Pazifik wurden vier , für Lateinamerika nur drei und für Afrika lediglich
zwei Kandidaten benannt - wirft noch eine weitere Frage auf : Wieviele
Kandidaten können die ICANN-Mitglieder nun in der zweiten Nominierungsphase bis
31. August selbst aufstellen ? In Yokohama haben ICANNs amtierende Direktoren
die Zahl der Kandidaten pro Region auf lediglich sieben festgelegt . Begründet
wurde die Begrenzung mit Kapazitätsproblemen des ICANN-Büros , dass für jeden
Kandidaten eine Homepage erstellen wird , um ihn der Wählerschaft zu
präsentieren . Allerdings haben es gerade die Europakandidaten auch nicht leicht
, die Anmeldekriterien zu erfüllen . Entsprechend der von ICANN vorgegebenen
Mindestzahl an Unterstützern - zwei Prozent der Region aus mindestens zwei
Ländern - muss jeder europäische Kandidat mindestens 719 virtuelle
Unterschriften sammeln . Nur in Asien ist die Hürde noch höher , durch den
Spitzenplatz bei den Mitgliederzahlen ( 93.782 ) muss ein Bewerber über 1.800
Mitglieder für sich gewinnen können . Im Vergleich dazu : für Nordamerika
genügen 431 Unterschriften ( 21.596 Mitglieder ) , für Lateinamerika 130 ( 6.486
Mitglieder ) , und in Afrika greift bei einer rechnerischen Zahl von nur 16
erforderlichen Unterstützern ( 787 Mitglieder ) die Regelung , dass ein Minimum
von 20 Unterschriften notwendig ist . Seit gestern und bis zum 14. August nimmt
das Nominierungskomitee nun die Vorschläge und Selbstbewerbungen entgegen ,
zwischen dem 15. und 31. August können sich dann die Mitglieder per
CGI-Interface für einen der Kandidaten ihrer Wahlregion aussprechen . Am Ende
werden die Kandidaten mit den meisten Unterstützern nominiert . Nur bei
Stimmgleichheit könnte es mehr als sieben Kandidaturen geben , so die
ICANN-Wahlregeln , und damit gibt es eine letzte Hintertür für Aktivisten , die
gern mehr Kandidaten selbst bestimmen möchten : Sie müssten für Stimmgleichheit
mehrerer Favoriten sorgen . Eine Verlängerung der Registrierung für potenzielle
ICANN-Mitglieder wird es übrigens nicht geben : Nach der Ablauf der Frist am 31.
Juli schloss die ICANN wie geplant die entsprechende Site . Trotz der
Schwierigkeiten , die viele Interessierte mit der Registrierung wegen
Überlastung der Datenbank hatten , denkt die ICANN nicht an eine Ausdehnung des
Registrierungszeitraums . In einer Erklärung spricht die Organisation von einem
" überwältigenden Erfolg " , da sich über 158.000 Nutzer registriert hätten -
muss aber gleichzeitig auch zugeben , dass sie dies nicht erwartet und es
deshalb technische Probleme gegeben habe . Das System sei für weniger als 10.000
Registrierungen eingerichtet gewesen - und trotz einiger Upgrades sei es mit der
Nachfrage nicht zurecht gekommen . Eine Verlängerung der Registrierung sei aber
nicht möglich , da man dann den Zeitplan für die Wahl der Direktoren durch die
ICANN-Mitglieder nicht einhalten könne . Warum allerdings die ICANN bei
Millionen von Internet-Nutzern nur mit so wenigen Interessierten an der Wahl des
Direktoriums gerechnet hat , darauf blieb sie die Antwort schuldig . Immerhin
schränkt die geringe Anzahl von Wählern , die nun tatsächlich die
At-large-Direktoren der ICANN bestimmen können , deren demokratische
Legitimation weiter ein - noch über die verbreitete Kritik an den
ICANN-Strukturen und den Modus der Wahl hinaus . Intel baut Abteilung für
Netzwerk-Prozessoren aus Trillium Digital Systems aus Los Angeles ist
spezialisiert auf Software-Lösungen für die Kommunikations- und
Netzwerkindustrie , vor allem auf SS7 ( Signalling System 7 ) für den
Signalisierungsverkehr der Telekom-Carrier , ATM , drahtlose Infrastruktur ,
H.323 für Voice over IP und ISDN . Nach Abschluss der Übernahme soll Trillium
als Teil der Network Processing Group von Intel arbeiten . Die Abteilung ist
unter anderem für die Netzwerk-Prozessoren und Intels Internet Exchange
Architecture ( IXA ) für frei programmierbare Netzwerk-Chips zuständig . In die
IXA und entsprechende Netzwerk-Prozessoren von Intel soll nun auch Trilliums
Software eingebaut werden . Mit IXA will Intel eine führende Rolle bei den
Netzwerk-Prozessoren spielen : Die mit rekonfigurierbarer Logik ausgestatteten
Netzwerkchips sollen die bislang meist ab Werk festgelegten Funktionen von
Netzgeräten frei konfigurierbar machen und ermöglichen , Geräte wie Router ,
Switches oder Access-Server einfach durch ein Software-Update mit neuen
Funktionen nachzurüsten . King Kong : Stephen King und die E-Books Stephen King
scheint einen Erfolg vermelden zu können : Der Erfolgsautor vermarktet den
Thriller The Plant exklusiv über seine Homepage . Damit verlässt der
Literaturstar die üblichen Pfade der Buchindustrie und bringt Literatur am
Verlag vorbei direkt zum Leser . Nach dem Flop mit seiner digitalen Erzählung
Riding the Bullet hat sich King für die Bezahlung diesmal etwas Ungewöhnliches
einfallen lassen - jenseits der gewohnten Vertriebs- und Verkaufsstrukturen von
Verlagswesen und Buchhandel . Wer möchte , kann einen Obulus von einem US-Dollar
an Herrn King zahlen . Damit die Bezahlmotivation steigt , stellte der Meister
allerdings eine Bedingung : Nur wenn mindestens 75 Prozent derer , die sich das
Kapitel laden , auch dafür bezahlen , will er die nächsten Teile nachschieben .
Und King zeigt sich vom Erfolg der Aktion selbst überrascht : Über 76 Prozent
der Downloader hätten den Dollar bereits über den Tisch des Autors geschoben -
mehr als er erwartet habe . Die vorerst nur versprochenen Dollars würden so
langsam bereits bei ihm eintrudeln . Damit hat King bislang schon mit dem ersten
Kapitel fast die gesamten bislang angefallenen Kosten von 124.150 US-Dollar
hereingeholt - nach seinen Angaben entstanden durch die Internet-Gebühren und
zwei Print-Anzeigen für The Plant in amerikanischen Zeitungen . Die Tatsache
aber , dass King an der Verlagsbranche vorbei operiert und damit auch noch
Erfolg hat , ist weit weniger wichtig , als es zunächst den Anschein hat . Denn
der Coup kann nur deshalb gelingen , weil dieser Schriftsteller den meisten
Kollegen eines voraus hat : Einen weltweit bekannten Namen . Diese Aktion wird
den Verlagschefs daher kaum den Angstschweiß auf die Stirn treiben . Nachahmer
von King müssen aller Vorraussicht nach im anonymen Web mangels Zahlungsmoral
auf die Einkünfte in gewohnter Höhe verzichten . Die Aktion zeigt dagegen einer
ganz anderen Klientel , wie man 's macht . All diejenigen , die davon träumen ,
im Web das große Geld zu verdienen , ohne vorher viel investieren zu müssen ,
können sich bei Stephen King eine Scheibe abschneiden : Der Autor musste sich
nicht einmal an die Tastatur setzen , denn The Plant liegt laut
Agentur-Berichten bei ihm schon seit Jahren unveröffentlicht in der Schublade -
immerhin verspricht King , noch an dem Roman weiterzuarbeiten . Das Manuskript
in eine risikoarmen Geldmaschine zu verwandeln , ist aber die eigentliche Lehre
dieses E-Books . Fortsetzung folgt ... Urheberrechtsstreit führt zu Boom für
MP3-Tauschbörsen Ob die Musikindustrie ein Eigentor registrieren muss oder die
Klagen gegen die MP3-Tauschbörsen letztlich zu einer friedlichen Aufteilung der
Märkte für Internet-Musik führen , wird sich erst noch weisen . Bislang
jedenfalls führten die Klagen gegen Napster & Co. eher zu einem
Popularitätsschub für Tauschbörsen und Internet-Abieter . Napster.com jedenfalls
soll in der vergangenen Woche , als zuerst die einstweilige Verfügung die
Schließung des Diensts forderte und Napster dann deren Aussetzung erreichen
konnte , die am meisten besuchte Unterhaltungsseite im Internet gewesen sein .
Auch andere Musik-Börsen verzeichnen durch die Diskussion Zulauf .
gnutella.wego.com , ein Server mit Diensten für Gnutella-Anwender , registrierte
bis zu 72.000 Zugriffe pro Stunde , verglichen mit normalerweise 1.800 .
Möglicher Fehlstart für neue Mobilfunkgeneration in den USA Ursprünglich sollten
die Frequenzbänder für die nächste Generation des Mobilfunks in den USA ab dem
6. September dieses Jahres versteigert werden . Die Federal Communications
Commission ( FCC ) hat die Auktion nun aber auf das nächste Jahr verschoben :
Neuer Starttermin ist der 6. 3. 2001 . Offizielle Begründung der FCC : Man wolle
den Bietern mehr Zeit zur Vorbereitung und Planung geben . William E. Kennard ,
Chef der amerikanischen Regulierungsbehörde , erklärte in einem Statement , eine
Verlegung des Termins sei für eine vernünftige Verwaltung des Frequenzspektrums
notwendig . Viele der an den Lizenzen interessierten Firmen hätten um eine
Verschiebung gebeten , da sie mehr Zeit bräuchten , Geschäftspläne für die neue
Mobilfunkgeneration zu entwickeln . Außerdem werde die Situation für die Firmen
dadurch kompliziert , dass die für die Versteigerung vorgesehenen Frequenzen (
747 bis 762 MHz und 777 bis 792 MHz ) bislang von TV-Sendern benutzt werden .
Zumindest zwei Mitglieder der FCC sehen die Situation aber ganz anders : Sie
pochen darauf , dass die FCC auf die Vorgaben des US-Kongresses verpflichtet sei
und nicht einfach den Zeitplan umwerfen könne , um den Firmen bessere
Gewinnchancen zu bieten und höhere Einkünfte für den Staat aus der Auktion zu
erzielen . Bislang jedenfalls wollen die TV-Sender , die die vorgesehenen
Frequenzen belegen , diese keineswegs aufgeben - und die Verträge mit den
Anstalten laufen erst 2006 aus , und das auch nur , wenn mindestens 85 Prozent
des TV-Bereichs , in dem sie senden , bis dahin digitalisiert ist . Eine
Telekom-Firma , die eine Lizenz für eine solche Frequenz ersteigerte , müsste
also möglicherweise noch knapp 6 Jahre oder länger warten , bis sie mit dem
neuen Mobilfunk in den USA an den Start gehen könnte : Keine sehr attraktive
Vorstellungen angesichts der hohen Lizenzpreise , die auch in den USA erwartet
werden , und den notwendigen Infrastrukturinvestitionen . Bislang ging die FCC
einfach davon aus , die Telekom-Firmen , die eine Lizenz ersteigern , würden
sich schon mit dem TV-Companies einigen . Das Wall Street Journal berichtet nun
, die Mobilfunkanbieter befürchteten , die TV-Sender würden exorbitant hohe
Summen für die Freigabe der Frequenzen verlangen . Potenzielle Bieter hätten
daher der FCC erklärt , die Situation sei unhaltbar . Kennard will nun
offensichtlich etwas mehr Zeit haben , um Vorkehrungen zu treffen , damit die
Lizenzen für die Telekom-Firmen nicht wertlos werden . Nach seinen Worten denkt
er daran , ein " besseres Management des Frequenzspektrums " zu realisieren ,
etwa mittels einer Art Unter-Vermietung bestimmter Bereiche durch die
gegenwärtigen Frequenz-Nutzer . Viel Zeit bleibt Kennard allerdings auch nach
der Verschiebung der Auktion nicht mehr . US-Firmen beschweren sich bereits
darüber , dass sie nun bei der nächsten Mobilfunkgeneration gegenüber den
Europäern und Japanern durch Mangel an verfügbaren Frequenzen ins Hintertreffen
geraten könnten : Die Auktionen für die UMTS-Frequenzen in Europa laufen oder
sind bereits abgeschlossen , in Japan will die NTT DoCoMo bereits Anfang 2001
mit UMTS starten . Und die US-Mobilfunkunternehmen sehen schließlich mit Sorge ,
dass europäische Hersteller und Anbieter ihnen schon bei den gegenwärtigen
Handy-Techniken den Rang ablaufen . IG Metall und Philips einigen sich über
Chip-Firma Der Konflikt bei der deutschen Philips-Gruppe um die
Branchenzugehörigkeit und den Tarifvertrag bei einer neugegründeten
Tochtergesellschaft ist beigelegt . Philips und die IG Metall einigten sich auf
einen Haustarif bei der Philips Semiconductors GmbH . Damit sei eine größere
Flexibilität in der Gestaltung der Arbeitszeiten und Entlohnung in den
Halbleiter-Produktionsbetrieben in Hamburg und Böblingen möglich . Der Wechsel
von den Metalltarifen zu den Chemietarifen sei zunächst zurückgestellt worden .
Zu Auseinandersetzungen zwischen der Gewerkschaft und dem Philips-Konzern war es
gekommen , weil es sich bei der Produktion in dem neu gegründeten Unternehmen
nach Ansicht der Unternehmensleitung weniger um Metallverarbeitung denn um
chemische Verfahren handelt . Die Firma hatte deshalb den wesentlich flexibleren
Chemietarif angestrebt . Dadurch wären die Einstiegsgehälter abgesenkt und
wesentlich längere Wochenarbeitszeiten eingeführt worden . Die Arbeitnehmer
hatten mit Streik gedroht , um ihre alten Metall-Tarifverträge sowie
Schichtmodelle zu behalten . Mit der Einigung auf den Haustarifvertrag konnte
ein Arbeitskampf vermieden werden . Die Regelung sieht jetzt im
Angestelltenbereich eine verlängerte Wochenarbeitszeit bis maximal 40 Stunden ,
im Schichtbereich in Hochlaufphasen bis 37,5 Stunden vor . Die neue Gesellschaft
unter dem Philips-Dach beschäftigt an beiden Standorten rund 3.000 Arbeitnehmer
und ist der zweitgrößte Hersteller von Halbleitern in Deutschland . Gründer der
insolventen mb Software verlassen Vorstand Bei der in finanzielle
Schwierigkeiten geratenen mb Software AG in Hameln werden die Weichen neu
gestellt . Die beiden Firmengründer Bernhard Mursch und Klaus Wassermann haben
ihre Vorstandsämter niedergelegt . Alleiniger Vorstand sei nun Bernd-Wolfgang
Diekmann , teilte das am Neuen Markt notierte Unternehmen am heutigen Donnerstag
mit . Der Spezialist für Bau-Software hatte am 20. Juli Insolvenzantrag gestellt
. Mit dem Ausstieg der beiden Firmengründer sei der Weg frei für " unbelastete "
Gespräche mit Investoren , meinte Insolvenzverwalter Helge Wachsmuth . Eine
Unternehmenssprecherin sagte gegenüber dpa , allein in dieser Woche würden
mehrere Gespräche mit in- und ausländischen Investoren geführt . Dabei gehe es
um eine komplette Übernahme und Beteiligungen . Interesse hätten reine Geldgeber
sowie Unternehmen aus der Branche gezeigt . Die Finanzierung des laufenden
Geschäftsbetriebs sei gesichert . Ein Termin für die Entscheidung über die
Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stehe noch nicht fest . Der Kurs von mb
Software war bereits am Mittwoch vor Bekanntgabe der Personalentscheidung um
mehr als 40 Prozent auf 0,70 Euro gestiegen . Am Donnerstag legte die Aktie bei
hohen Umsätzen zunächst auf über 0,80 Euro zu , ehe sie sich bei 0,75 Euro
einpendelte . Der Vorstand von mb Software hatte die finanziellen Probleme vor
allem mit einer umfangreichen Bilanzbereinigung und der Branchensituation am Bau
begründet , von der das Unternehmen stark abhängig sei . Vor allem
außerplanmäßige Abschreibungen bei den Beteiligungen hatten das Ergebnis nach
unten gedrückt . Hintergrund : Die " Welt " färbt sich für AOL ein Die " Welt "
schreibt an diesem Samstag deutsche Pressegeschichte : Erstmals lässt eine
Zeitung aus Werbezwecken ihre Titelseite blau einfärben . Damit wird das vom
Axel Springer Verlag in Berlin herausgegebene Blatt , das an seinem ehemaligen
Standort Hamburg stark verankert ist , für die Umbenennung des Hamburger
Volksparkstadions in " AOL Arena " werben . Die Aktion für den weltweit größten
Online-Anbieter mit seinem blauen Logo , der dafür eine nicht bekannte Summe
zahlt , liegt im Trend . Ungewöhnliche Anzeigenformate werden bei Printmedien
beliebter , wie die verlegereigene Zeitungs Marketing Gesellschaft ( ZMG )
berichtet . Zumindest die farbige Titelseite ist umstritten : Der Deutsche
Journalisten-Verband ( DJV ) befürchtet eine Aufweichung der vorgeschriebenen
Trennung von redaktionellem Teil und Anzeigen . So heißt es im Kodex des
deutschen Presserats , " dass die Werbung für den Leser als Werbung klar
erkennbar " sein muss . Charlotte Rybak vom Axel Springer Verlag betont , dass
die " Welt " auf ihrer blauen Titelseite den " presserechtlichen Anforderungen "
mit einem besonderen Hinweis nachkommen werde . Das Blatt sieht die Aktion als
Teil eines " innovativen Marketingkonzepts " . Dank neuer Techniken und dem
Siegeszug des Vierfarbendrucks sind in den Zeitungen auch bei den Anzeigen neue
Formen möglich . Dabei geht es um kleine Anzeigeninseln , die im redaktionellen
Teil gestreut sind . Auf den Titelseiten sind inzwischen auch so genannte
Eckfeld-Anzeigen denkbar . " Das sind Entwicklungen , die es vor einigen Jahren
noch nicht gab " , stellt Jochen Wilhelm von der ZMG-Geschäftsleitung in
Frankfurt/Main fest . Wichtig sei jedoch , " geschickt " mit der
Werbeplatzierung umzugehen . Gerade auch die Titelseite hat in dieser Hinsicht
eine Schlüsselfunktion . Der DJV-Bundesvorsitzende Siegfried Weischenberg hält
die farbige "Welt"-Seite für " problematisch " , weil sie einen
Glaubwürdigkeitsverlust für Qualitätsjournalismus bedeute . Weischenberg ,
Professor für Journalistik in Hamburg , sieht auch einen Zusammenhang zur
Anzeigen-Misere in diesem Jahr : " Immer dann , wenn der Werbemarkt schlechter
wird , ist auch die Gefahr groß , in der Redaktion oder auch im Anzeigenbereich
Dinge zu machen , die man sonst nicht machen würde " . Der Axel Springer Verlag
, der mit der vor zwei Jahren neu konzipierten " Welt " die " junge Info-Elite "
erreichen will , weist solche Kritik zurück : " Bisher hat die
Auflagenentwicklung gezeigt , dass unsere Leser mit ihrer Zeitung überaus
zufrieden sind und das zeigt , dass innovative Konzepte honoriert werden " ,
sagt Rybak . " Natürlich sind wir gespannt auf die Reaktionen " , räumt sie ein
. In der Hansestadt ist die Umbenennung des HSV-Stadions sehr umstritten , die
Fans sind dagegen regelrecht Sturm gelaufen . Keine neue Anhörung im
Microsoft-Prozess Das Berufungsgericht in Washington hat am heutigen Donnerstag
den Antrag von Microsoft auf eine neue Prüfung des Kartellurteils abgelehnt .
Der Softwarekonzern war nicht damit einverstanden , dass das Berufungsgericht im
Juni ein früheres Urteil aufrecht erhalten hatte , wonach Microsoft den Code für
seinen Browser Internet Explorer illegal in den Code für das
Windows-Betriebssystem integriert hatte . Daraus resultierte das Urteil ,
Microsoft habe sein Monopol für Betriebssysteme wettbewerbswidrig ausgenutzt .
Allerdings hatten die Berufungsrichter das von der ersten Instanz verhängte
Strafmaß verworfen : Nach Ansicht des Berufungsgerichts sei die geforderte
Zerschlagung des Konzerns nicht ausreichend begründet . Mit der Entscheidung des
Berufungsgerichts ist eine Auseinandersetzung über Windows XP vorprogrammiert ,
das im Herbst auf den Markt kommen soll . Microsoft will auch in dem neuen
System Software etwa für den Media Player und das Instant Messaging System
integrieren . Damit verstößt Microsoft nach Ansicht einiger Rechtsexperten in
den USA erneut gegen die Kartellgesetze . Einige Justizminister der
US-Bundesstaaten haben bereits Schritte gegen die Markteinführung von Windows XP
in Aussicht gestellt ; auch einige US-Parlamentarier sind der Ansicht ,
Microsoft verletzte mit Windows XP das Wettbewerbsrecht . Vor dem
Justizausschuss des US-Senats ist bereits eine Anhörung zu dieser Frage
angesetzt . Microsoft machte im Juli gegen das Urteil des Berufungsgerichts
vergeblich geltend , es basiere auf mangelndem Verständnis für die
Softwarearchitektur . Das Gericht in Washington verwarf am heutigen Donnerstag
aber auch einen Antrag der Klägerseite , das Verfahren zur Feststellung des
Strafmaßes gegen Microsoft möglichst schnell an ein niedrigeres Gericht
zurückzuverweisen . Talkline " hemmt " Entwicklung bei dänischer TDC Der größte
dänische Telekommunikationskonzern TDC ( Tele Danmark ) hat im zweiten Quartal
unter anderem durch Schwierigkeiten bei der deutschen Tochter Talkline
Gewinneinbußen verzeichnet . Vorstandschef Henning Dyrmose erklärte , die
schwierige Marktlage in Deutschland wirke sich " hemmend " auf die Entwicklung
für TDC aus . Die Schwierigkeiten des Unternehmens führte er auf die " harte
Konkurrenz " bei Handy-Operateuren in Deutschland zurück . TDC , das im eigenen
Land weiter den alten Namen TeleDanmark führt , ist als früheres staatliches
Monopolunternehmen bei der Telekommunikation eine Tochter des US-Telekonzerns
SBC , der 41,6 Prozent der Anteile hält . Justizminister : Online-Dienste müssen
gegen Rechtsradikalismus vorgehen Nordrhein-Westfalens Justizminister Jochen
Dieckmann drängt die Online-Dienste zu schnellen Maßnahmen gegen rechtsradikales
Gedankengut im Internet . " Ich bin nicht bereit , die Provider aus ihrer
Verantwortung in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus zu entlassen "
, sagte Dieckmann am Samstag in einem dpa-Gespräch . Der Markt müsse zeigen ,
dass er mit dem Problem selbst fertig werde . " Wenn das nicht zufriedenstellend
gelingt , werden wir gemeinsam mit unseren internationalen Partnern nach anderen
Lösungen suchen . " Dies sei eine Frage von wenigen Monaten . " Wir sind da
stand-by " , sagte Dieckmann . Unterstützung erhält die nordrhein-westfälische
Regierung durch technische Maßnahmen des Regierungspräsidiums in Düsseldorf ,
dem in Nordrhein-Westfalen die Überwachung der Einhaltung des
Medienstaatsvertrags obliegt . Sie setzt auf eine spezielle Suchmaschine , um
rechtsradikale und jugendgefährdende Inhalte im Internet aufzuspüren , wie die
zuständige Abteilungleiterin am gestrigen Freitag gegenüber c't bestätigte .
Providern , die auf entsprechende Hinweise der nordrhein-westfälischen Behörden
nicht reagieren , drohen bis zu 500.000 Mark Geldbuße . Staatsanwaltschaften und
Gerichte in Nordrhein-Westfalen reagieren nach Dieckmanns Worten schnell und mit
harten Urteilen auf rechtsradikale und fremdenfeindliche Straftaten . Das
schnelle Urteil nach dem Skinhead-Überfall auf die KZ-Gedenkstätte Kemna in
Wuppertal sei keine Einzelfall , sagte Dieckmann . Die drei Rechtsradikalen
waren nur fünf Wochen nach dem Überfall zu Jugendstrafen ohne Bewährung
verurteilt worden . Gegen fünf Skinheads , die Anfang Juli in Düsseldorf auf
einen Türken und einen Afghanen eingeprügelt hatten , sei nach nur drei Wochen
Anklage erhoben worden . " Dies sind Belege , dass die Strafjustiz schnelle und
harte Antworten auf die rechte Gewalt gibt " , sagte Dieckmann . Er werde darauf
achten , dass dies auch weiterhin so bleibe . Die Bekämpfung des
Rechtsradikalismus werde auch ein Schwerpunktthema seines Jahrestreffens mit den
Leitern der 19 nordrhein-westfälischen Staatsanwaltschaften sein . Sein Ziel sei
es , dass die Staatsanwälte die Möglichkeiten des beschleunigten Verfahrens und
des vereinfachten Jugendverfahrens noch stärker nutzen . In den ersten sechs
Monaten dieses Jahres haben die Staatsanwaltschaften in Nordrhein-Westfalen
2.506 Ermittlungsverfahren wegen rechtsextremistischer und ausländerfeindlicher
Straftaten eingeleitet , etwa 650 weniger als im ganzen Vorjahr . Die
Halbjahreszahl enthält nach Angaben des Justizministeriums aber Doppelzählungen
. In Zusammenhang mit Ermittlungen gegen den Betreiber eines Versandhandels sind
auch gegen 950 seiner Kunden Verfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet worden
, die bei mehreren Staatsanwaltschaften bearbeitet werden . ( Kabel- ) Pech der
Telekom Am gestrigen Freitag hatte die Deutsche Telekom gleich zwei Mal Pech :
In Kiel und in Frankfurt wurden bei Erdarbeiten TV- und Telefon-Kabel zerstört .
In Kiel beschädigte ein Bagger zwei Glasfaserkabel in der Innenstadt und
unterbrach die Sprach- und Datenleitungen der Telekom . Wie viele
Teilnehmeranschlüsse in Kiel davon betroffen waren , konnte die Telekom bislang
nicht genau feststellen ; immerhin war die Unterbrechung am gestrigen späten
Abend wieder beseitigt . Etwas komplizierter gestaltete sich der Schaden am
TV-Kabel- und Telefonnetz in Frankfurt . Eine Spezialfirma sollte nach
Darstellung der Telekom ein Rohr verlegen . Dafür setzte sie einen automatischen
Kanalbohrer ein , der die ausgebohrte Erde automatisch hinter sich spült . Der
Bohrer habe nicht nur die Kabelkanal-Anlage getroffen und alle Leitungen "
sauber durchtrennt " , sondern anschließend noch 15 Kubikmeter Spülwasser in den
Kabelkanal und den dazu gehörenden Kabelschacht gespült . Rund 65.000
Kabel-Kunden in Frankfurt mussten am Freitag auf das Fernsehen verzichten . Nach
Auskunft eines Telekom-Sprechers waren die Frankfurter Innenstadt , das
Bahnhofsviertel sowie die Stadtteile Ostend , Bornheim und Fechenheim betroffen
. Außerdem waren zumindest in Mühlheim , Heusenstamm ( beide Kreis Offenbach )
und Neu-Isenburg insgesamt 3.200 Haushalte ohne Telefonanschluss . Aber auch
Kunden , die mit lokalen Telefonanbietern in Frankfurt arbeiten , mussten mit
Unterbrechungen bei den Telefondiensten leben . Erschwerend kam bei den
Reparaturarbeiten nach Unternehmensangaben hinzu , dass sich der Bohrer
festgefressen hatte und nicht zurückgezogen werden konnte . Zwölf Kabel wurden
zerstört . Am gestrigen Freitag Abend begann die Telekom damit , Ersatzleitungen
freizuschalten . Spätestens am heutigen Samstag sollen die Kunden wieder
Fernsehen empfangen und Telefonieren können . Der Empfang der Übertragung des
Länderspiels am heutigen Samstag zwischen Deutschland und Griechenland sei
gesichert , versprach das Unternehmen . Milliardenschweres Investitionsprogramm
für Bildung und Forschung Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn bereitet
nach Informationen von dpa mit UMTS-Zinsersparnissen ein milliardenschweres
Zukunftsinvestitions-Programm für Bildung und Forschung vor . Gefördert werden
sollen die deutsche Human-Genomforschung im Kampf gegen Krebs und Alzheimer ,
das weltweite Anwerben von Spitzen-Wissenschaftlern für die deutschen
Universitäten , die Computer-Ausstattung von Hochschulen wie Berufsschulen ,
Schüler-Laptops für Kinder aus einkommensschwächeren Familien sowie der Aufbau
von Technologie-Zentren in den neuen Bundesländern . Dies geht aus einem
Maßnahmekatalog von Bulmahns Ministerium hervor , der bei der Haushaltsklausur
der Fraktionsspitzen von SPD und Grünen Anfang der Woche in Germering vorlag .
Dabei geht es um Forschungen über Wirkstoffe gegen Krebs , Alzheimer und neue
Infektionskrankheiten sowie wichtige Erkenntnisse über biologischen Organersatz
. Länder wie die USA , Japan und Großbritannien würden derzeit deutlich mehr in
diesen zukunftsträchtigen Bereich investieren , heißt es in der Vorlage . Für
die deutschen Hochschulen sollen in den Zukunftsfächern der Naturwissenschaft ,
der Medizin , aber auch der Wirtschafts- und Erziehungswissenschaften weltweit
die besten Wissenschaftler angeworben werden . Geplant sind für diese " besten
Köpfe " 30 bis 40 mehrjährige Forschungsprofessuren . Maßgeblich fördern will
Bulmahn auch das " virtuelle Studium " und die weitere Ausstattung der
Hochschulen mit Neuen Medien . Im Bereich der Informations- und
Kommunikationstechnik soll bei Bonn ein " Center of Excellence " mit
internationaler Spitzenausstattung entstehen . Sie müssten für die neuen Berufe
in der Computerbranche , der Elektronik und Mikrotechnologie fit gemacht werden
. Erwartet werden dadurch zugleich Impulse für die regionale
Wirtschaftsentwicklung vor Ort . Um das Lernen am Computer bereits in den
Schulen zu fördern , will Bulmahn einkommensschwachen Eltern die Kosten für das
Leasing von Schüler-Laptops erstatten . Voraussetzungen sind neben dem Nachweis
der Bedürftigkeit die Bestätigung der Schule , dass der Computer im Unterricht
eingesetzt wird und die Schüler die geeignete Jahrgangsstufe erreicht haben .
Sie sollen die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschung verbessern ,
der Wirtschaft Impulse geben und bei der Erschließung neuer Märkte helfen .
Politik und Plattenlabels fordern Doppelstrategie gegen Online-Piraterie
MP3-Tauschbörsen und Musikanbieter im Internet , die in Konkurrenz zu den großen
Labels treten , haben das Thema Urheberrecht und Copyright im Internet auch für
die Politik auf die Tagesordnung gesetzt . Erwin Huber , Staatsminister in
Bayern , möchte eine " Doppelstrategie " fahren , um das Raubkopieren im
Internet zu unterbinden . Während eines " Roundtable-Gesprächs " , das die
Bayerische Landeszentrale für neue Medien und der Bundesverband der
Phonographischen Wirtschaft Ende der Woche in München veranstalteten , erklärte
Huber , die technischen Schutzmechanismen müssten fortwentwickelt werden .
Außerdem müssten " die rechtlichen Möglichkeiten konsequent ausgeschöpft "
werden . " Musik genießt wie andere künstlerische Darbietungen den besonderen
Schutz von Recht und Verfassung " , erklärte Huber . Ganz aus der Pflicht will
er die Musikindustrie aber auch nicht lassen : Eine überraschende Einschätzung
der Auseinandersetzung zwischen der MP3-Tauschbörse Napster und der
Musikindustrie gab während der Veranstaltung Thomas M. Stein ,
Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Phonographischen Wirtschaft und
Chef der Geschäftsleitung von Bertelsmanns BMG Entertainment in Deutschland .
Napster strebt nach seinen Worten mit der MP3-Tauschbörse eine
Marktkapitalisierung in einer Größenordnung wie die größten Musikkonzerne an . "
Ein illegaler Vorgang darf nicht dazu führen , dass letztlich die legale
Wirtschaft ausgekauft werden kann " , kommentierte er das Geschäftsmodell , das
Napster nach seiner Ansicht verfolgt . Offensichtlich sieht der Deutschland-Chef
von BMG die Auseinandersetzung zwischen MP3-Tauschbörsen und Plattenindustrie
als Kampf darum , wer letztlich neue Distributionswege kontrolliert und aus
ihnen Gewinn erzielen kann . Da befindet sich Stein ganz auf Linie mit seinem
obersten Chef , Bertelsmann-Vorstand Thomas Middelhoff . Der hatte schon vor
einiger Zeit erklärt , Napster sei ein Phänomen , das auch das Versagen der
Industrie verdeutliche , und die Unternehmen aufgefordert , Vorreiter im
Internet zu spielen . In ein ähnliches Horn wie Middelhoff stießen auch
Politiker von FDP und SPD bei der Veranstaltung in München . Der
medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion , Hans-Joachim Otto ,
meinte , das Urherberrechtsgesetz könne ein wenig helfen , aber nicht viel .
Jörg Tauss , Medienexperte der SPD-Bundestagsfraktion , zeigte sich wie der
Leiter der Abteilung Handels- und Wirtschaftsrecht im Bundesjustizministerium ,
Elmar Hucko , skeptisch gegenüber der Wirksamkeit von neuen Gesetzen gegen
Urheberrechtsverletzungen im Internet . Hucko meinte , die Gesetzgebung könne
mit der technischen Entwicklung kaum noch Schritt halten . Tauss sieht das
Problem vor allem in der technischen Durchsetzbarkeit . Die Branche selbst müsse
Mechanismen für den Kopierschutz entwickeln : " Die Lösung dieses Problems steht
und fällt mit der Entwicklung digitaler Wasserzeichen ; allein mit Gesetzen
kommen wir nicht mehr hinterher . " Kopierschutzmechanismen sehen die
Verbandsvertreter der Musikindustrie allerdings skeptisch : " Digitale
Wasserzeichen und geschlossene Sicherhungssysteme helfen dort nicht weiter , wo
Dateien von bestehenden CDs kopiert und ins Netz gestellt werden " , erklärte
Martin Schaefer , Geschäftsführer des Phono-Verbands . Es soll durch
Ausschlusslisten illegale Downloads schon beim Zugriff verhindern . Auch der
Vorwurf , die Situation nur wehklagend zu beobachten , wiesen die
Verbandsvertreter zurück : " Wir stehen an der Spitze der Bewegung " , meinte
Peter Zombik , Geschäftsführungsvorsitzender des Phono-Verbands . " Es ist
jedoch schwierig , eine Tankstelle zu eröffnen , wenn links und rechts illegale
Ölquellen sprudeln . " Während sich die Musikindustrie noch Sorgen um das
mögliche Versiegen einst sprudelnder Einnahmequellen macht , geht Frank Dostal ,
Alt-Rocker und Mitglied des Aufsichtsrats der Rechte-Verwertungsgesellschaft
GEMA , noch einen Schritt weiter : Mit dem Verfall des Urheberrechts werde den
Musikern ihre Lebensgrundlage entzogen , meinte er auf der Münchener Tagung .
Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) und die
Mobilfunkbetreiber D1 ( T-Mobil ) und D2 ( Mannesmann Mobilfunk ) streiten sich
nach Informationen von dpa über den Zahlungstermin für die milliardenteuren
UMTS-Lizenzen . Sie hatte als Zahlungstermin den 1. September festgesetzt . Die
Unternehmen vertreten aber die Auffassung , dass sie erst am Montag , 4.
September , zahlen müssen . D1 veröffentliche vorsichtshalber am gestrigen
Freitag bereits eine Erklärung , nach der der Betrag angewiesen sei : Der
Spiegel zitierte einen Telekommunikationsmanager : Angesichts des Finanzhungers
der Telekom-Gesellschaften wegen UMTS wohl ein nicht zu verachtender Betrag ...
Nach Informationen der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung will der Bund von
den säumigen Unternehmen die Erstattung dieses Zinsverlustes verlangen . Die
Behörde hatte die Übergabe der Zahlungsbescheide für Samstag , 19. August ,
angekündigt . Nach Darstellung der Zeitung standen die Vertreter der Behörde bei
Mannesmann Mobilfunk in Düsseldorf vor geschlossenem Tor . Bei T-Mobil in Bonn
verweigerten Angehörige eines Sicherheitsdienstes die Annahme des Briefes .
Deshalb habe es eine " Ersatzzustellung " gegeben : Die Bescheide wurden bei den
Polizeipräsidien in Düsseldorf und Bonn hinterlegt . Die Regulierungsbehörde
beharrt aber auf einer Wertstellung zum 1. September . OS/2-Version für
Netzwerk-Computer Nun hat sich IBM doch durchgerungen , das abgespeckte OS/2 für
Netzwerk-Computer offiziell anzukündigen . WorkSpace On-Demand heißt das neue
System , der bislang kolportierte Codename " OS/2 Bluebird " wurde
fallengelassen . Angepriesen wird es als " IBM's Intel-basiertes
Netzwerkbetriebssystem , das OS/2-Anwendern beim Umstieg auf eine
Netzwerkcomputer-Umgebung hilft , die für 100 Prozent Pure Java optimiert ist "
. Dahinter steckt eine Client/Server-Lösung , bei der sämtliche Administrations-
und Konfigurationsaufgaben auf einem OS/2 Warp Server durchgeführt werden . Der
Client benutzt eine lokale Platte nur noch für den virtuellen Speicher , also
die Auslagerungsdatei . Alle Anwendungen werden ebenfalls vom Server geladen ,
in der Standardausführung kann WorkSpace On-Demand alle DOS- , OS/2- und
16-Bit-Windows-Anwendungen ausführen . Durch Zusatzprodukte wie etwa on Citrix
kommt der WorkSpace-Nutzer dann auch in den Genuß von Win32-Applikationen . Nur
in technischen Papieren hebt die IBM darauf ab , daß auch der Client-Code auf
dem gewohnten OS/2 basiert . Dem Anwender würde das wahrscheinlich auch nicht
auffallen - standardmäßig bootet der Client in eine stark vereinfachte Shell ,
die etwas an OS/21.1 erinnert . Auf welche Anwendungen der User Zugriff hat ,
wie sich das Menü präsentiert , oder ob die Shell gar nur aus dem Netscape
Browser besteht , legt allein der Administrator am Server fest . WorkSpace
On-Demand soll im November zu einem Preis von 729,- US-Dollar verfügbar sein .
Darin enthalten sind die Verwaltungs- und Administrationswerkzeuge für den
Server , der Client-Code , die Java Virutal Machine , der Netscape Browser und
eine Client-Lizenz . Ein OS/2 Warp Server ist nicht Teil des Pakets , aber
Voraussetzung , um es einsetzen zu können . Zusätzliche Client-Lizenzen kommen
auf 249,- US-Dollar . Olicom gibt den Token-Ring-Markt auf Olicom , bislang
einer der führenden Herstellern von Geräten und Adaptern für Token-Ring-Netze ,
zieht sich in einer überraschenden Wendung aus diesem Markt zurück : Olicom hat
zwar auch Ethernet-Produkte im Angebot , war aber bislang vor allem als
Token-Ring-Hersteller bekannt . Madge dagegen beendete die Versuche , mit der
Übernahme von LANnet in den Ethernet-Markt einzusteigen , durch den Verkauf der
Firma an Lucent . Mit der Übernahme der Token-Ring-Division von Olicom wird
Madge nun nach IBM zum größten Anbieter von Token-Ring-Hardware . Der Verkauf
dient Olicom offensichtlich dazu , wirtschaftliche Probleme in den Griff zu
bekommen . Denn gleichzeitig kündigte die Firma an , im Rahmen eines "
weitergeführten Restrukturierungsprozesses " die Anzahl der Mitarbeiter "
substantiell " zu reduzieren . Ausserdem würden Verhandlungen weitergehen ,
weitere Unternehmensaktivitäten einzustellen oder zu verkaufen . Darüber hinaus
erhielt Olicom von der Kopenhagener Börse die Genehmigung , die Ergebnisse für
das zweite Quartal und das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres erst
Ende September bekannt geben zu müssen , lange nach dem Datum , an dem diese
Geschäftsberichte eigentlich vorliegen müssen . Olicom schrieb im vergangenen
Geschäftskahr tiefrote Zahlen und hofft nun , zumindest die Ergebnisse für die
laufenden Perioden durch die Verkäufe etwas verbessern zu können . Neue
Notes/Domino-Version 5.05 mit erweiterten Funktionen Seit Ende September gibt es
auf der Iris-Webseite das Quarterly Maintenance Release ( QMR ) 5.05 von Notes
und Domino als Download . Neben zahlreichen Fixes bringt die Release eine ganze
Reihe neuer Funktionen mit . Insbesondere die unter dem Projektnamen Bluejay
entwickelte Integration von Microsoft-Produkten ist bemerkenswert : Das Domino
Network File Store ( DNFS ) exportiert Domino-Datenbanken als SMB-Shares ,
sodass man sie unter Windows wie freigegebene Laufwerke nutzen kann . DNFS wird
nicht automatisch installiert , sondern findet sich im Verzeichnis \\APPS auf
der CD von Domino 5.05 . Momentan ist DNFS nur unter Windows 2000 und Windows NT
verfügbar . Lotus wird den Service auch auf anderen Serverplattformen anbieten ,
hat sich aber noch nicht auf ein Erscheinungsdatum festgelegt . Während der "
normale " Kunde deshalb auf eine CD-Lieferung warten muss , können Lotus
Business Partner diese Komponente über die Software Delivery des
Partnerprogramms bekommen . Auf den DOLS/iNotes-SyncManager für OS/2-Clients
warten wir jedoch weiterhin . DOLS realisiert auch eine weitere Neuerung der
Version 5.05 : Durch iNotes Access for Microsoft Outlook kann nun auch ein
Outlook-Client über MAPI auf Domino-Server zugreifen . Dabei stehen ihm Mail und
der Kalender zur Verfügung . Die erforderliche Software wird automatisch über
DOLS auf den Client übertragen . Zudem ermöglicht diese Komponente auch den
Offline-Zugang auf den Postkorb , analog einer lokalen Replik bei Lotus Notes .
DOLS verwendet als Übertragungsprotokoll HTTP ; es ist deshalb erforderlich ,
die entsprechende Erweiterung mit dem Namen " ndolextn.dll " in das Feld " DSAPI
filter file filename " im Server-Dokument einzutragen und den HTTP-Task einmal
neu zu starten . Besonders gründlich hat Iris die Mail-Schablone überarbeitet .
Die wichtigste Neuerung dürfte der Ersatz der Java-Applets für Outline und View
durch entsprechende HTML-Komponenten darstellen . Dies bringt die Performance
des Templates endlich wieder in für Modemverbindungen erträgliche Dimensionen .
Wenn man eine neue Mail verfasst , dann verzichtet das neue Template zunächst
auf den Java-Rich-Text-Editor , der auf Wunsch nachgeladen wird . Neben der
bekannten Schablone mail50.ntf gibt es nun eine weitere mit dem Namen
mail50ex.ntf , die für DOLS vorbereitet ist . Damit lässt sich der Postkorb auch
mit einem Browser auf den lokalen Rechner replizieren . Kalender und To-Do-Liste
sind davon vorerst ausgenommen . Die neuen Single-SignOn-Funktionen sind eher
für die Entwicklung von Web-Anwendungen wichtig . Bei der Verwendung von "
Session Login " kann sich ein Benutzer nun auf einem Server der Domäne anmelden
und danach Datenbanken auf anderen Servern benutzen , ohne sich dort erneut
anzumelden . Alle Server müssen dafür auf dem Release-Stand 5.05 sein . Auch das
versprochene Single-SignOn zwischen Domino und WebSphere Application Server 3.5
realisiert Iris über diese Methode . Statt einen neuen Session-Cookie zu
genieren , übernimmt der Domino-Server den bereits bestehenden . Holpriger Start
für ICANN-Wahl Gestern fiel endgültig der Startschuss zur Wahl für das
Direktorium der Internet-Verwaltung ICANN . Für die Wahl hat das Unternehmen
Election.com eine eigene Web-Seite ins Internet gestellt , auf der sich die
Wähler mit ICANN-Mitgliedsnummer , Passwort und PIN anmelden müssen . Zumindest
hoffte die ICANN wohl , dass Election.com nicht mit den Schwierigkeiten zu
kämpfen hat , mit denen die Internet-Verwaltung selbst in der
Registrierungsphase konfrontiert war : Die ICANN-Server hielten dem Ansturm der
Surfer , die sich für eine Mitgliedschaft interessierten , kaum stand , und
wiesen anmeldungswillige Internet-Nutzer oft wegen Überlastung zurück . Ganz so
problemlos wie erhofft scheint sich auch der Wahlprozess nicht zu gestalten :
Viele ICANN-Mitglieder sahen sich am gestrigen Sonntag beim Versuch der
Stimmabgabe mit der Meldung konfrontiert , der Wahlvorgang könne momentan nicht
durchgeführt werden . Und in manchen Fällen antwortete der Server von
Election.com nach erfolgreicher Anmeldung bei der eigentlichen Stimmabgabe mit
einem ASP-Fehler ( Active Server Pages ) zurück , die Anmeldung sei nicht gültig
. Am heutigen Montag scheint sich die Situation nach dem ersten Ansturm am
Sonntag noch nicht so recht beruhigt zu haben : Oft war am Vormittag eine
Anmeldung nicht möglich , klappte sie dann , war in der Regel wenigstens eine
ordnungsgemäße Stimmabgabe möglich . Erst kurz vor der Wahl hatte die ICANN das
Unternehmen bekannt gegeben , das für die technische Durchführung der Abstimmung
zuständig ist . Jeder Wähler kann beliebig viele der antretenden Kandidaten auf
die Plätze eins bis sieben setzen . Erhält bei der ersten Auszählung kein
Kandidat über fünfzig Prozent der abgegebenen Stimmen , wird der Konkurrent mit
den wenigsten Stimmen gestrichen . Die Wähler des Verlierers werden dann mit
ihrer Zweitstimme berücksichtigt und es wird neu ausgezählt . Dieses Verfahren
wird solange wiederholt , bis ein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht hat .
Auf der Kandidatenliste für Europa stehen sieben Bewerber , darunter auch drei
Deutsche : Andy Müller-Maguhn und Jeanette Hofmann , die durch die
ICANN-Mitglieder selbst auf die Kandidatenliste gelangten , und der
Telekom-Manager Winfried Schüller , den das Nominierungskomitee der ICANN auf
die Liste setzte . Weitere Kandidaten für Europa sind Maria Livanos Cattaui (
Schweiz ) , Alf Hansen ( Norwegen ) , Olivier Muron ( Frankreich ) und Oliver
Popov ( Mazedonien ) . Für jede Region kann aus der jeweiligen Kandidatenliste
maximal ein Direktoriumsmitglied gewählt werden . Rund 76.000 ICANN-Mitglieder
sind stimmberechtigt , aus Europa alleine knapp über 23.000 . Hostadapter-Chip
unterstützt verschiedene Speicherkarten Beide Speichermedien sind
Konkurrenzprodukte , die beispielsweise in Digitalkameras und MP3-Playern Daten
speichern . Abwärtskompatibilität besteht zu den so genannten MultiMedia-Karten
, auf denen beispielsweise Canons Camcorder Standbilder speichern . Der neuen
Chip kommt mit 3,3 V SD-Memory-Karten , MultiMedia-Karten sowie 3,3 V und 5 V
SmartMedia-Karten zurecht . Beim Stromverbrauch hält sich Toshiba an die
PCI-Power-Management-Spezifikation in der Revision 1.1 ; ACPI ( Advanced
Configuration and Power Interface ) wird ebenso unterstützt wie Remote Wake Up
und der Suspend-Modus . Toshiba entwickelte die beiden Kartensystemen zugrunde
liegende Flash-Memory-Technik , weshalb es der Firma gleichgültig sein dürfte ,
welcher Standard sich letztlich durchsetzt . Die Massenproduktion des neuen
Hostadapter-Chips soll Ende diesen Jahres anlaufen . Handy-Boom : Deutsche
überholen Italiener Der internationale Handy-Boom hat inzwischen auch die
Deutschen voll erfasst . " Anfang nächsten Jahres werden in Deutschland 50
Millionen mobil erreichbar sein " , berichtete das Bundeswirtschaftsministerium
am heutigen Montag . Dies entspräche nach Angaben der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) der Ende 2000 erwarteten Zahl von
Festnetzanschlüssen . " Wir sind später gestartet als andere Länder , bewegen
uns jetzt aber mit hoher Geschwindigkeit auf der Überholspur " , sagte
Wirtschaftsminister Werner Müller zur wachsenden Beliebtheit der Handys . Mit
dem Start der neuen Mobilfunkgeneration UMTS von 2002 an erwartet Müller einen
besonders intensiven Wettbewerb der sechs Lizenznehmer . " Bis dahin werden die
Deutschen die Vorteile der Mobilität so sehr verinnerlicht haben , dass UMTS
schnell zum Erfolg werden wird . " Nvidia bringt neue 3D-Chips der GeForce-Reihe
heraus Wer rastet , der rostet : Nach diesem Motto präsentiert der
Grafik-Spezialist Nvidia eine Neuauflage der erfolgreichen GeForce-Chips unter
dem Label " Titanium " . Diesmal geht es weniger um neue Features als um höhere
Taktfrequenzen und gesteigerte Leistung , die Nvidia durch Verbesserungen in der
Fertigung erreicht . Der GeForce2 Ti ist für aufwendige OpenGL- und
DirectX-7-Spiele ausgelegt und läuft mit 250 MHz Chiptakt und 200 MHz
Speichertakt . Beim Vorgänger GeForce2 Pro sind es jeweils 200 MHz für Chip und
Speicher . Der GeForce3 Ti 200 ist für 175/200 MHz spezifiziert und bietet
DirectX-8-Fähigkeiten wie Vetex- und Pixel-Shader . Das Flaggschiff GeForce3 Ti
500 richtet sich an Spiele-Enthusiasten und erreicht 240/250 MHz . Beide sollen
den Vorgänger GeForce3 ersetzen , der für 200/230 MHz ausgelegt ist . Alle Chips
der Titanium-Reihe verfügen nach wie vor über vier Pixelpipelines mit jeweils
zwei Textureinheiten sowie ein 128-Bit-Speicherinterface für DDR-DRAMs . Beide
Funktionen ermöglichen neue Effekte in 3D-Szenen , wie volumetrisches Licht oder
Nebelschwaden und Schatten mit weichen Konturen . Die höheren Taktfrequenzen
kommen Spielen und anderen Anwendungen mit aufwendiger 3D-Grafik zugute und
sorgen für einen schnellen Bildaufbau bei hohen Bildpunktauflösungen und bei
aktiviertem Antialiasing für die Kantenglättung . Interessant ist etwa ein
Vergleich des GeForce2 Ti mit dem kürzlich vorgestellten Radeon 7500 des
Konkurrenten ATI . Mit zweifachem Antialiasing fällt der ATI-Chip allerdings
zurück . Im DirectX-7-Spiel Mercedes Benz Truck Racing schneidet der Radeon 7500
ebenfalls schlechter ab und erzielt nur 75 Prozent des Nvidia-Wertes von 57 fps
. Bei Dragothik high des 3DMark2001 , bei dem der Chip seine mit einer
dreifachen Textureinheit bestückten Pixel-Pipelines ausspielen kann , ist der
Radeon 7500 dem GeForce2 Ti jedoch um rund 30 Prozent überlegen . Mit dem
GeForce3 Ti 500 kann Nvidia die guten Vorgaben des Vorgängers noch einmal
steigern , und zwar zwischen 7 ( Giants ) und 15 Prozent ( Q3A ) . Besonders
eindrucksvoll spielt er seinen höheren Durchsatz in Nature aus , bei dem er auf
einem 1,4-GHz-Pentium-4-System den GeForce3 mit 40 fps um 20 Prozent übertrifft
. Der DirectX-8-Stress-Test des 3DMark2001 setzt zahlreiche Vertex- und
Pixel-Shader-Effekte ein . Produkte mit den Titanium-Chips sollen in den
nächsten Monaten mit 64 MByte DDR-DRAM unter anderem von Elsa , Asus und Sparkle
erscheinen . Grafikkarten mit dem GeForce2 TI werden 350 bis 370 DM kosten .
Gainward kündigt etwa die GeForce2 Ti XP/500 an , für die der Hersteller dank
speziellem Platinen-Layout und schnellen 4-ns-Speicherchips sogar den sicheren
Betrieb mit 270/250 MHz garantiert . Das Produkt verfügt zudem über Video-Ein-
und -Ausgang sowie eine Video-Editing-Software und soll für unter 400 Mark in
den Handel kommen . Karten mit dem GeForce3 Ti 200 und 500 kosten rund 650
beziehungsweise 950 Mark . Vivendi lenkt ein und zahlt UMTS-Lizenz Dies teilte
die Vivendi-Tochter SFR/Cegetel , einer der beiden Lizenznehmer , am Dienstag in
Paris mit . Das Unternehmen verlangte gleichzeitig " vertiefte Diskussionen "
über den Lizenzpreis und die Modalitäten der Bezahlung . Die Pariser Regierung
soll bereits längere Laufzeiten für die Lizenz erwägen . Sie ist zum Gespräch
mit SFR/Cegetel bereit . SFR/Cegetel hatte die fällige erste Überweisung an den
Staat wegen veränderter wirtschaftlicher Bedingungen zunächst verweigert und die
Summe stattdessen auf einem Sperrkonto hinterlegt . Die Regierung stellte
daraufhin ein Ultimatum und drohte Sanktionen an , falls nicht bis Montag um
Mitternacht gezahlt werde . Der Konzern führt auch Verzögerungen bei der
technischen Entwicklung der dritten Mobilfunk-Generation und die schwierige
Marktlage nach den Anschlägen in den USA ins Feld . Content Management fürs Web
von IBM Bislang war IBM im Bereich Web Content Management eher schlecht
positioniert und ging deshalb Partnerschaften mit Interwoven und Vignette ein .
Nun präsentiert das Unternehmen die Lotus Web Content Management Solution , die
aus eigenen Software-Produkten , Beratungsleistungen durch Lotus Professional
Services und Andersen sowie dem Content-Management-System Aptrix des
australischen Software-Anbieters Presence Online besteht . Die Besonderheit an
Aptrix : Aptrix bedient sich einiger Lotus-Produkte , die in die angekündigte
Lösung einfließen , darunter Lotus Workflow , das Dokumentenmanagement
Domino.Doc , die Konferenz- und Instant-Messaging-Software Sametime sowie die
Web-Groupware QuickPlace . Die Lotus Web Content Management Solution wird durch
IBM-Produkte aus dem Websphere-Portfolio , etwa dem Websphere Application Server
, dem Websphere Portal Server und der Websphere Personalization vervollständigt
. Bislang hatte Lotus sich mit Domino.Doc zu sehr auf die allgemeine
Dokumentenverwaltung konzentriert und dabei den Markt der
Content-Management-Systeme fürs Web zu wenig beachtet . Durch Aptrix könnte IBM
wieder Anschluss an diesen Markt finden . Es bleibt abzuwarten , wie IBM sich
langfristig weiterbewegen wird . Zur Wahl stehen hier Weiterentwicklungen der
eigenen Produkte , etwa des auf DB2 basierenden IBM Content Manager und von
Domino.DOC , eine Akquisition von Presence Online oder aber eine vollständige
Neuentwicklung . Für die Produktgruppen um Domino.DOC und den Content Manager
ist die aktuelle Ankündigung in jedem Fall ein deutlicher Weckruf . IBM stärkt
durch das neue Angebot die eigene Position als Portal-Anbieter , und das vor dem
Hintergrund , dass sich bei den Konkurrenzprodukten derzeit zahlreiche bi- und
multilaterale Allianzen bilden , etwa zwischen Bea Systems , dem Portalanbieter
Epicentric , der bereits erwähnten Firma Interwoven und verschiedenen
Dienstleistern wie EDS oder PricewaterhouseCoopers . Strikte Regeln für
Kabelnetzbetreiber gefordert Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und
Vorsitzende der Medienkommission der Länder , Kurt Beck ( SPD ) , hat rechtliche
Auflagen für die Kabelnetzbetreiber gefordert . Die Verpflichtung , die
bestehenden privaten und öffentlich-rechtlichen Programme ohne weitere
Einschränkung in das Netz einzuspeisen , sollte im Rundfunk-Staatsvertrag
festgeschrieben werden , sagte Beck am Montag in Berlin . Er habe Zweifel , dass
sich die Kabelfirmen einer Selbstverpflichtung bei der so genannten "
Must-carry-Regelung " unterwerfen werden , sagte Beck nach einer
medienpolitischen Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung . In dieser Frage gebe
es auch eine zunehmende Übereinstimmung zwischen öffentlich-rechtlichen und
privaten Sendern . Bestehende Programme dürften nicht von den
Kabelgesellschaften auseinander gerissen und als neues " Bouquet " gegen höhere
Gebühren wieder angeboten werden . Einen entsprechenden Vorschlag wolle er den
Ministerpräsidenten am 26. Oktober in Saarbrücken vorlegen . Allerdings dürfe es
nicht zu einem " Kreuzzug " gegen die Netzbetreiber kommen . Vor allem mit Blick
auf die hohen Kosten beim Ausbau eines digitalen Kabelnetzes müssten die
Investoren auf ihre Kosten kommen , betonte Beck . Die Deutsche Telekom hatte
ihre regionalen TV-Kabelnetze an die US-Konzerne Liberty Media Corporation und
Callahan sowie an das britische Konsortium Klesch verkauft . Sie wollen neben
den bestehenden Programmen auch eigene Programme und digitale Angebote über das
Kabelnetz vertreiben . Die nächste Pleite am Neuen Markt Die Paderborner
teamwork information management AG hat sich am Donnerstag für zahlungsunfähig
erklärt . In einer Mitteilung des am Neuen Markt registrierten Datenverarbeiters
hieß es , das dritte Quartal sei " unter Plan " verlaufen . Dem Unternehmen
seien nicht genügend Mittel zugeflossen . Unternehmenssprecher Wilfried Eickholz
sagte auf Anfrage , Verhandlungen über einen Kredit im unteren einstelligen
Millionenbereich seien gescheitert . teamwork information management mit 320
Mitarbeitern und Tochtergesellschaften in Großbritannien , Frankreich und Polen
ist nach eigenen Angaben einer der führenden deutschen Anbieter von
Informationsmanagementlösungen für Industrie und Handel . Die
Zahlungsunfähigkeit gelte nur für die deutsche Gesellschaft mit 100
Beschäftigten , sagte Eickholz . Der Kurs der Aktie war zuvor am Donnerstag um
17,82 Prozent auf 3,55 Euro gesunken . Der Emissionspreis hatte 19 Euro betragen
. Die Aktie des seit 14. Juli 1999 an der Börse notierten Unternehmens hatte im
März dieses Jahres ihren Höchststand von 56 Euro erreicht . Gute Geschäfte mit
High-Speed-Internet Die Nachfrage nach High-Speed-Hardware für das Internet ist
so hoch wie nie . Immerhin wächst nach amerikanischen Untersuchungen die Zahl
der Internet-Hosts jährlich um 46 Prozent . Während sich aber die
Übertragungsgeschwindigkeit alle zwei Jahre verdoppelte , haben die
Verzögerungen im Internet ( Round Trip Delays ) zugenommen . Laut einer Studie
von Ende Oktober sind sie seit 1995 von 240 auf 370 Millisekunden gestiegen .
Kein Wunder , dass Ausrüster wie Lucent oder Nortel Networks glänzende Geschäfte
machen . Lucent konnte beispielsweise im dritten Quartal des laufenden
Geschäftsjahres seine Umsätze vor allem mit optischen Datennetzen um 32 Prozent
steigern , verglichen mit dem gleichen Quartal des Vorjahres . Die Nachfrage vor
allem nach optischen Komponenten für Hochgeschwindigkeitsnetze ist allerdings so
groß , dass die Hersteller mit Produktionsengpässen und Lieferschwierigkeiten zu
kämpfen haben . Nortel hatte gerade erst auf der Telecom 99 in Genf ein
WDM-System für eine Bandbreite von 6,4 Terabit/s vorgestellt . Außerdem will
Nortel 5000 neue Mitarbeiter in der Abteilung für optische Netzwerke einstellen
. Intel erwartet steigende Umsätze mit Netzen Craig Barrett , Chef von Intel ,
erwartet im Netzwerk- und Internet-Geschäft des Prozessorbäckers ein enormes
Wachstum . Er gehe davon aus , dass das Internet im nächsten Jahrzehnt die
treibende Kraft der IT-Industrie sein werde , genauso wie es der PC in den
letzten 10 Jahren gewesen sei : " Unser Wachstum wird in der Zukunft von einer
Kombination aus unserem alten Kerngeschäft , den Mikroprozessoren , und den
neuen Internet-Elementen bestimmt sein " , fügte er hinzu . Neben
Netzwerkhardware wie LAN-Chips und -Adapterkarten sowie Switches , Hubs und
Routern bietet Intel seit kurzem auch das Internet-Dienstleistungen an . Durch
Aufkäufe von Firmen wie dem Produzenten von Web-Load-Balancern IPivot , dem
Anbieter von IP-Telefonie-Lösungen Dialogic oder dem Hersteller von Netz-Chips
Level One hatte Intel bereits die eigene Position im Internet- und Netzwerkmarkt
gestärkt . Vodafone will zügigen Börsengang von Arcor Das britische
Mobilfunkunternehmen Vodafone möchte einen Teil seiner Mehrheitsbeteiligung
Mannesmann Arcor rasch an die Börse bringen . " Wir halten an unseren Plänen für
den Börsengang im März fest und verlangen schnellstmöglich eine Entscheidung " ,
sagte Vodafone-Europa-Chef Julian Horn-Smith der Welt am Sonntag . Die
Telefongesellschaft Arcor ist im Festnetz der stärkste Konkurrent der Deutschen
Telekom . Offenbar gebe es unterschiedliche Vorstellungen der drei Eigentümer
Vodafone ( 74 Prozent ) , Deutsche Bahn ( 18 ) und Deutsche Bank ( 8,0 Prozent )
um den Einfluss der Bahn nach einem Börsengang , den Bahn-Chef Hartmut Mehdorn
verstärken will , schreibt die Zeitung . Er soll daher die von Bahn-Finanzchef
Diethelm Sack unterschriftsreif verhandelten Verträge mit den Gesellschaftern
wieder gekippt haben . Auf der für Mittwoch geplanten Aufsichtsratssitzung der
Deutschen Bahn AG solle auch über den Börsengang der Mannesmann Arcor AG & Co (
Eschborn ) diskutiert werden , schreibt das Blatt . Vodafone möchte mit den
Einnahmen aus dem Börsengang das weitere Wachstum von Arcor finanzieren . Auch
künftig möchte Vodafone Mehrheitsgesellschafter bleiben , sagte Horn-Smith .
Ende Juni dieses Jahres waren bei dem Unternehmen gut 6500 Mitarbeiter tätig .
Hintergrund : Lotus Business Partner schlittern in die Krise Als am 2. November
2000 abends um 19:00 Uhr teamwork-Vorstandvorsitzender Heinz Ikenmeyer seinen
Mitarbeitern die Zahlungsunfähigkeit ihrer Firma erklärte , wurde in
Braunschweig bei der Konkurrenz schon in die Tasten gehauen . Gerade einmal drei
Stunden später hatte GEDYS die eigene Webseite um drei Hotline-Nummern ergänzt .
Beliebt hat sich GEDYS mit dieser Leichenfledderei in der Branche allerdings
nicht gemacht . IntraWare startete am 12. Mai 2000 mit 28 Euro und erreicht im
Folgemonat den Höchstkurs von 34 Euro ; seitdem befindet sich das Papier im
stetigen Sinkflug auf nunmehr rund 3 Euro . teamwork ging bereits am 14. Juli
1999 mit einem Emissionspreis von 19 Euro an den Neuen Markt , stieg schwunghaft
im Dezember auf über 45 Euro und notierte dann am 9. März 2000 bei 56 Euro .
Nach einem kräftigen Absturz im Mai auf rund 25 Euro notiert das Unternehmen
aktuell nur noch mit 3 Euro . Die drei Unternehmen machten dann auch in den
letzten Wochen mit negativen Schlagzeilen von sich reden . Bei Intraware schied
mit Joachim Weber einer der beiden Gründer aus dem Vorstand aus . Teamwork
meldete diese Woche , dass sich das Unternehmen von mehr als einem Drittel der
Mitarbeiter trennt . Auch bei GEDYS muss nun ein Viertel der Belegschaft gehen ,
um die ausufernden Kosten in den Griff zu bekommen . In den ersten neun Monaten
2000 konnte der Umsatz gerade einmal Löhne , Gehälter und Sozialabgaben decken .
Für 2001 erwartet der Vorstand den Break-Even . Selbst Lotus ist mittelbar von
der schlechten Performance seiner Business Partner betroffen . Nicht umsonst
sitzen mit Fritz Fleischmann , Vice President und General Manager Lotus EMEA ,
und Hans-Peter Bauer , Geschäftsführer Deutschland und Managing Director Lotus
Central Europe , zwei hochkarätige Manager in den Aufsichtsräten von GEDYS und
Teamwork . Mit Ruhm bekleckert haben sie sich in diesen Posten allerdings
offensichtlich nicht . BSD-Unix auch für iMac , Power Mac G3/G4 und Cube Wer
schon immer einmal ein Unix-System auf seinen Macintosh-Rechnern der neuesten
Generation einsetzen wollte , kann seit dem gestrigen Freitag bei OpenBSD
zugreifen . Bei NetBSD gibt es bislang die Beta 2 des Release 1.5 mit
Unterstützung für diese Macintosh-Versionen ; das am 25. November freigegebene
Release 1.4.3 dieses BSD-Systems läuft auf den aktuellen Apple-Rechnern noch
nicht . Für FreeBSD existieren mehrere Projekte , das Unix-Derivat auf andere
Plattformen als Intel-Rechner zu portieren , darunter auch Apples
PowerPC-Maschinen und Intels 64-Bit-Architektur IA64 . Insgesamt umfasst die
Liste der Änderungen zwischen OpenBSD 2.7 und 2.8 nach Angaben der Entwickler
über 700 größere Aktualisierungen . Zu den von OpenBSD unterstützen
Rechner-Plattformen gehören neben den Apple-Rechnern unter anderem
Alpha-Maschinen , 68K-Amigas , die meisten 68K-Macintosh , SPARC-Rechner von Sun
, VAX-Maschinen von DEC und natürlich auch Intel-Rechner . In das neue Release
haben die Entwickler nach eigenen Angaben unter anderem Unterstützung für die
meisten Gigabit-Ethernet-Karten und zahlreiche USB-Geräte ,
Synchronisationsmöglichkeiten für die elektronischen Organizer von Handspring
sowie File-Transfer mit den MP3-Playern von Diamond/Rio eingebaut . Auch
Verbesserungen in der Sicherheit sollen nicht zu kurz gekommen sein : Außerdem
wurden Anwendungen und Subsysteme wie XFree , gcc , Apache , sendmal , ncurses
oder OpenSSH auf den neuesten Stand gebracht . Auf den Websites von OpenBSD gibt
es Hinweise zur Installation von OpenBSD und zum Bestellen einer
Distributions-CD-ROM ; eine Liste von Mirror-Servern gibt Auskunft über die
nächstgelegenen Server zum Download der kompletten Distribution . Source-Code
von Solaris 8 veröffentlicht Nachdem Sun bereits seit einiger Zeit Solaris 8
ohne Lizenzgebühren abgibt , hat die Unix-Firma nun auch endlich das Versprechen
wahr gemacht , den Source-Code des Unix-Derivats zu veröffentlichen . Der als
Solaris 8 Foundation Source bezeichnete Quelltext enthält laut Hersteller den
Original-Code von Solaris 8 , der von Sun entwickelt wurde , sowie Binaries ,
die von Drittherstellern kommen . Updates , die Sun herausgibt , sollen in die
Source-Distribution aber offensichtlich nicht automatisch einfließen . Außerdem
muss man einem so genannten Foundation Source code license agreement zustimmen ,
bevor man Zugriff auf den Code erhält . Die generelle Installation von Solaris
auf den Rechnern einer Firma durch Einsatz des Source-Codes ist ebenso verboten
wie kommerzielle Nutzung oder die Distribution eigener Lösung auf Basis des
Solaris-Codes , sei es als Binaries oder als Quelltext . Explizit spricht Sun
davon , der Code werde freigegeben , um Forschung , Ausbildung sowie "
Innovation und Prototyping " zu fördern . Der in der Lizenz so genannte
Reference Code , den Sun veröffentlicht , ebenso wie der Covered Code , der die
Änderungen und technischen Spezifikationen umfasst , werden als vertraulich
eingestuft : Man darf sie nur an diejenigen weitergeben , die für den Quelltext
ebenfalls eine Lizenz nach Suns Bestimmungen haben . Für die Zustimmung zu der
Lizenz reicht es nicht , sich einfach auf der Webseite damit einverstanden zu
erklären - man muss das gesamte Dokument ausdrucken , eigenhändig unterschreiben
und an Sun zurückfaxen . Man erhält erst über eine URL mit Seriennummer Zugang
zum Download-Bereich , wenn Sun die gemachten Angaben überprüft hat . Um aus dem
Quelltext ein eigenes System zu compilieren , ist das Build-Environment eines
Original-Solaris-8-Systems notwendig ; darüber hinaus braucht man Suns Visual
WorkShop C++ 5.0 . Beides ist aber auf den Media-Kits für Sparc- und
Intel-Prozessoren enthalten . Die Auslieferung dieser Kits soll am 15. Dezember
beginnen . Arbeitsamt rechnet mit 4.000 Green Cards Die Bundesanstalt für Arbeit
rechnet damit , dass bis Jahresende 4.000 Green Cards für ausländische
Computerspezialisten erteilt werden . Wöchentlich würden im Durchschnitt bis zu
200 Green Cards erteilt . Da die Verfahren " äußerst schnell und unbürokratisch
" von statten gingen , könnte bis Ende Dezember die Zahl von 4.000 erreicht
werden . In der Wirtschaft wird das Programm , das dem Fachkräftemangel in der
Telekom- und EDV-Branche abhelfen soll , mit großer Zufriedenheit betrachtet : "
Die Green Card ist ein voller Erfolg " , sagte Stephan Pfisterer , Sprecher des
Branchenverbandes Bitkom dem Blatt . " Das Verfahren ist schlank und einfach ,
die Bundesregierung hat einen guten Job gemacht . " 81 Prozent der Genehmigungen
entfielen auf Betriebe mit bis zu 500 Beschäftigen , 64 Prozent auf Unternehmen
mit weniger als 100 Beschäftigten . Dies zeige , dass die Green Card " ein
absolutes Mittelstandsinstrument " sei . Pfisterer erneuerte die Forderung der
Wirtschaft , die Befristung der Green Card auf fünf Jahre aufzuheben : " Diese
Beschränkung muss fallen , sonst können wir den Interessenten keine dauerhafte
Perspektive bieten . " Eine Begrenzung verunsichere und schrecke ab . Pfister
warnte gegenüber der Berliner Zeitung auch davor , in der Debatte um
Einwanderung und Arbeitserlaubnisse von " falschen Voraussetzungen " auszugehen
. Der zusätzliche Arbeitskräfte-Bedarf sei nicht kurzfristig und auch nicht
konjunkturell bedingt . Nach Angaben von Bitkom sind die Green Cards zwischen
den neuen und den alten Bundesländern höchst ungleich verteilt . Auf
Ostdeutschland entfielen bislang nur 4,6 Prozent der erteilten Genehmigungen ,
davon allein die Hälfte auf Sachsen . Kosten für private Computer teilweise
steuerlich absetzbar Die Kosten für privat angeschaffte Computer können nun zum
Teil abgesetzt werden , wenn die Geräte auch beruflich genutzt werden . Der
baden-württembergische Finanzminister Gerhard Stratthaus ( CDU ) wertete die
Abkehr von der bisher strikten Praxis des Einkommenssteuergesetzes am Samstag in
Stuttgart als " großen Erfolg " für die Initiative Baden-Württembergs . Das Land
hatte eine entsprechenden Antrag zur Änderung der Steuergesetze in den Bundesrat
eingebracht . Vorerst wurde nun eine Regelung auf der Verwaltungsebene gefunden
. Bisher wurden die Kosten eines Personalcomputers nur anerkannt , wenn eine
private Nutzung so gut wie ausgeschlossen war . Insbesondere Lehrer hatten
dieses Vorgehen der Finanzämter kritisiert . Von sofort an können die Kosten
entsprechend dem beruflichen genutzten Anteil steuerlich anerkannt werden . Der
Philologenverband Baden-Württemberg begrüßte die neue Verwaltungsregelung .
Verbandschef Volker Stich erinnerte an die 16.000 dem Minister übergebenen
Unterschriften von Gymnasial- und Berufsschullehrern gegen die bisherige
Handhabung . Er meinte : " Das ist eine längst überfällige Regelung , wenn man
bedenkt , dass jeder Freiberufler seinen PC im Rahmen der Betriebskosten
steuerlich uneingeschränkt geltend machen kann . " Der Minister will an einer
Bundesratsinitiative festhalten , um die jetzt gefunden Lösung in Gesetzesform
zu gießen . Er forderte die SPD- geführten Länder im Bundesrat auf , dem Vorstoß
mit Blick auf die wachsende Bedeutung moderner Informations- und
Kommunikationstechnik für immer mehr Berufe zuzustimmen Whistler : noch viel
Arbeit für die Entwickler Unter dem Codenamen Whistler werkelt Microsoft an
einen gemeinsamen Nachfolger für Windows 9x/ME und Windows 2000 . Die erste
Vorabversion zeigt im Hinblick auf die Endkundentauglichkeit allerdings noch
viel Arbeit für die Entwickler . Die endgültige Version von Whistler soll in der
zweiten Jahreshälfte 2001 erscheinen . Wie das Produkt letztlich heißen soll ,
steht noch nicht fest . Bekannt ist nur , dass das neue Windows nicht nur in
einer "Professional"-Version für Geschäftskunden , sondern auch als
"Personal"-Ausgabe für private Nutzer auf den Markt kommen soll . Der
Software-Hersteller aus Redmond will damit endlich auch das Windows für
Privatleute auf die technische Basis von NT stellen . Die Vorabversion von
Whistler läuft auf identischer Hardware träger als Windows 9x und nimmt nach der
Installation fast ein ganzes GByte Platz ein . Für Besitzer älterer Rechner
steht deshalb bei einem Wechsel zu dem neuen Betriebssystem auch gleich ein "
PC-Update " an . Zumindest für die Anfangsphase ist mit Treiberproblemen zu
rechnen , wie sie bei Windows 2000 immer noch bestehen . Nutzer von Windows 9x
werden auch eine Weile benötigen , um sich zurechtzufinden , beispielsweise bei
der Systemverwaltung . Hinsichtlich der Spieletauglichkeit bringt die
Betaversion von Whistler gegenüber Windows 2000 keinen wirklichen Fortschritt .
Sie würde also Windows-9x-Anwender noch nicht zufriedenstellen . Die erste
Betaversion hat noch viele Ecken und Kanten , heißt es im Fazit eines ersten
Whistler-Tests durch c't . An einen produktiven Betrieb ist derzeit kaum zu
denken . Ein Treiber deckt zukünftig alle aktuellen Windows-Varianten ab . Die "
Verschmelzung " dürfte auch dazu führen , dass die weitere Entwicklung nur eines
Systems stringenter verläuft , denn bisher programmierten bei Microsoft zwei
Teams hintereinander her . Funk-Standard Bluetooth kommt voran Der neue Standard
Bluetooth zur drahtlosen Kommunikation zwischen Rechnern , Peripheriegeräten ,
Handys , PDAs und anderen Geräten hat eine wichtige Hürde genommen . Gestern gab
die Bluetooth Special Interest Group bekannt , dass sich nun auch Microsoft ,
Lucent , Motorola und 3Com an der Entwicklung und Durchsetzung von Bluetooth
beteiligen . Gegründet von Ericsson , Nokia , IBM , Intel und Toshiba ,
entwickelte das Konsortium unter dem Namen Bluetooth einen Standard , der die
kabellose Kommunikation zwischen beliebigen Geräten ermöglichen soll . Bislang
hatte sich allerdings vor allem Microsoft noch recht bedeckt gehalten , was die
Unterstützung von Bluetooth anging . Ohne entsprechende Ausrüstung der
Windows-Systeme hätte der Standard aber einige Schwierigkeiten bekommen , sich
am Markt durchzusetzen . Microsoft beteiligt sich nun wie die anderen Neuzugänge
und die Gründungsmitglieder der Bluetooth-SIG an der sogenannten Promoter Group
, die die Aktivitäten der SIG leiten und koordinieren soll . Außerdem werde die
Gruppe für die Weiterentwicklung der Spezifikation und die Gewährleistung der
Interoperabilität zwischen verschiedenen Bluetooth-Implementationen zuständig
sein , heißt es in einer Mitteilung der Bluetooth-SIG . Dies könnte sich mit der
neu gebildeten Promoter Group allerdings schnell ändern . Cisco : Cisco ,
größter Hersteller von Internet-Equipment , hat offensichtlich noch große Pläne
: In einem Analysten-Briefing , das Cisco gestern veranstaltete , kündigte
Firmenchef John Chambers an , im nächsten Jahr 20 bis 25 weitere Firmen
aufkaufen zu wollen , um bestimmte Technologien in das eigene Portfolio zu
integrieren . Damit will Cisco offensichtlich eine Strategie fortstetzen , die
das Unternehmen schon in den letzten Jahren verfolgte : Dort , wo es Lücken im
eigenen Angebot gibt , kauft Cisco entsprechende Firmen auf . Besonders dieser
Zukauf zeigt den Bereich , in dem Cisco wohl auch die nächste Zeit shoppen wird
: Cerent ist Spezialist für Router und Switches , die optische mit herkömmlichen
Netzen verbinden . Gerade im Bereich Wavelength Division Multiplexing ( WDM ) ,
der Technik für optische Netze , die Datenraten im Bereich von mehreren Terabit
pro Sekunde ermöglichen soll , hat Cisco gegenüber Konkurrenten wie Lucent und
Nortel bislang noch das Nachsehen . Vizepräsident Don Listwin äußerte sich auf
dem Analysten-Meeting widersprüchlich : " Wir brauchen WDM nicht " ; erklärte er
, betonte aber gleichzeitig , dass diese Technik sehr wohl ein Thema für das
Unternehmen sei : Jedoch gibt es für die Finanzverantwortlichen von Cisco wohl
ein Problem : Aufkäufe werden immer teuerer . Wie schon die Übernahme von Cerent
zeigte , sind Firmen , die im Bereich der optischen Netze aktiv sind , keine
Schnäppchen . Cisco soll zwar starkes Interesse am WDM-Hersteller Ciena und an
der europäischen Firma Italtel haben , Listwin betonte aber , Cisco sei nicht
bereit , weiterhin überhöhte Preise zu zahlen . " Wir lassen uns nicht zu
irgendwelchen irrationalen Aktivitäten verlocken " , meinte Listwin , und fügte
hinzu , es wäre weitaus einfacher , Entscheidungen zu fällen , wenn es
vernünftige Firmenbewertungen gäbe . Trotzdem betonte Litwins Chef Chambers ,
dass sich die Strategie seines Unternehmens nicht ändern werde . Trotz der hohen
Preise , die bei Firmenaufkäufen momentan zu bezahlen seien , werde Cisco
weiterhin auch durch Übernahmen wachsen : " Wir sind in der Lage , nahezu jede
Firma aufzukaufen , die auf dem Markt auftaucht . " Die Börsenmakler jedenfalls
scheinen mit dem Kurs der Cisco-Führung zufrieden zu sein . Die Firma übertraf
mit dem Abschluß für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2000 selbst die
hochgesteckten Erwartungen der Börsianer ; AT&T : Kein Anschluss unter dieser
Nummer Acht Stunden lang kein Internet-Zugang : Nutzer des WorldNet-Diensts ,
dem Internet-Zugang des amerikanischen Telecom-Riesen AT&T , standen gestern vor
verschlossenen Toren . Ein AT&T-Sprecher führte den Ausfall auf falsche
Routing-Tabellen zurück . Diese habe ein anderer Internet-Provider ins Netz
eingespeist . Erst nachdem dieser die Tabellen korrigiert hatte , sei auch
wieder die Einwahl ins Internet über AT&T möglich gewesen . Durch falsche
Routing-Tabellen sollten in der Regel zwar Einwahlzugänge nicht berührt werden -
das Netz sucht sich , wenn Daten nicht über die angegebenen Routen
weitergeleitet werden können , selbst einen Weg . Aufgrund notwendiger
Umleitungen sowie Fehler bei der Verschickung von Paketen entstand aber
offensichtlich soviel zusätzlicher Datenverkehr , dass das AT&T-Netz ausgelastet
war und die Einwahlzugänge blockiert wurden . Napster gewinnt erstes
Platten-Label als Partner Die edel music AG , nach eigenen Angaben das
zweitgrößte unabhängige Platten-Label der Welt , will mit der Musiktauschbörse
Napster zusammenarbeiten . Zu Neujahr erst hatte Napsters Chef Hank Barry
verkündet , das neue Geschäftsmodell der Tauschbörse sei eigentlich bereits
fertig , werde aber noch nicht der Öffentlichkeit vorgestellt . In der ersten
Jahreshälfte werde es aber einige interessante Ankündigungen geben . Barry
meinte damit wohl unter anderem Vereinbarungen mit anderen Platten-Labels neben
der entsprechenden Sparte von Bertelsmann - auch nach dem Einstieg des
Gütersloher Medienkonzerns hatten sich die Labels bislang nicht dafür begeistern
können , mit der Online-Tauschbörse zusammenzuarbeiten . Die Vereinbarung mit
edel ist nun ein erster Durchbruch für die Kooperation Bertelsmann/Napster ,
auch wenn bislang keine der großen Firmen wie Sony , Universal , Warner Music
oder EMI mit im Boot ist . edel music will in der Kooperation mit Napster seinen
gesamten Katalog für den Internet-Tausch zur Verfügung stellen , den Napster
derzeit mit der Bertelsmann eCommerce Group entwickelt . Die Musik-Tauschbörse
hat nach dem Einstieg von Bertelsmann vor , in Zukunft ein gebührenpflichtiges
Abonnement-Modell einzuführen und dann auch Lizenzabgaben an die Rechteinhaber
der Songs zu zahlen , die über Napster getauscht werden . " Wir freuen uns über
Napsters Versprechen , die Interessen der Künstler , Songwriter und anderer
Rechte-Inhaber durch das neue Business Modell zu schützen " , sagte Michael
Haentjes von der edel-Gruppe . Das Internet eröffne der Musikindustrie neue und
überraschende Wege , ein wachsendes Publikum zu erreichen . Und natürlich freut
sich auch Bertelsmann eCommerce Group über die Vereinbarung , die mit sofortiger
Wirkung in Kraft treten soll : " Für Napster ist dies ein bedeutender Schritt
nach vorne " , sagte Andreas Schmidt , Chef der eCommerce Group. edel music sei
das erfolgreichste unabhängige europäische Label der letzten zehn Jahre . Es
freue Bertelsmann , dass edel music mit seiner Kooperationsbereitschaft ein
zukunftsweisendes Signal gesetzt habe , kommentierte Schmidt und betonte erneut
, dass der Konzern alle anderen Labels ausdrücklich einlade , Napster zu
unterstützen . Die Tauschbörse biete die ideale Plattform , Musik erfolgreich zu
vermarkten . Asiatische Staaten planen elektronisches Handelsnetz In Asien gibt
es nach japanischen Informationen Bestrebungen für eine gemeinsame elektronische
Handelsinfrastruktur . Wie die führende japanische Wirtschaftszeitung Nihon
Keizai Shimbun am heutigen Mittwoch unter Berufung auf Regierungskreise
berichtete , sollen hierfür die rechtlichen und technologischen Unterschiede in
der Region angeglichen werden . Zu diesem Zweck sollen im Mai auf einem Forum
zunächst die gegenwärtig im asiatischen Raum vorhandenen Technologien und
angewandten Standards untersucht werden . In den folgenden fünf bis zehn Jahren
sollen dann gemeinsame Richtlinien für öffentliche Infrastrukturen erarbeitet
sowie technologische Hilfen für Staaten bereitgestellt werden , die im Gebrauch
von Informationstechnologien noch hinterherhinkten . Als Teilnehmer würden die
Regierungen sowie private Unternehmen in Japan , Südkorea , Singapur , Indien ,
Thailand , Malaysia und Taiwan sowie möglicherweise auch Australien erwartet ,
hieß es . Das Asia PKI Forum , ein von asiatischen Konzernen Mitte Dezember
gegründetes Konsortium zur Förderung einer Public Key Infrastructure , wolle
zudem mit entsprechenden Foren von US-Unternehmen zur Schaffung globaler
Standards kooperieren . Microsoft erhöht Marktanteil bei Betriebssystemen
Microsoft würde eigentlich gerne den jüngsten Gewinnwarnungen , die das
Unternehmen ausgeben musste , auch eine gute Seite abgewinnen : Nämlich eine
Argumentationsschiene im US-Kartellprozess , dessen nächste Runde für Februar
dieses Jahres ansteht . Denn rückläufige Umsätze und Gewinne seien schließlich
ein Zeichen dafür , dass Microsoft sehr wohl von der Konkurrenz hart auf dem
Markt attackiert werde und man keineswegs von einem Monopol sprechen könne .
Ganz so einfach wird es für den Softwarekonzern aus Redmomd nicht , die
schlechten finanziellen Nachrichten gewinnbringend zu nutzen . Wie die
Marktforscher von IDC gegenüber dem US-amerikanischen Magazin Computerworld
erklärten , stieg der Marktanteil von Microsoft bei Betriebssystemen über die 87
Prozent , die die vorherigen Erhebungen erbrachten . Auch bei den
Server-Betriebssystemen , bei denen es Microsoft bislang schwer hatte , sich
gegenüber Unix-Konkurrenten wie Sun oder der wachsenden Linux-Anhängerschaft zu
behaupten , konnte der Konzern zulegen und laut IDC seinen Marktanteil von 38
Prozent erhöhen . Genaue Zahlen wollen die Marktforscher allerdings erst gegen
Ende des Monats vorlegen . " Microsoft kann seine Position halten " , meinte ein
IDC-Mitarbeiter . Und ein früherer Mitarbeiter des Anwaltsteams der Kläger im
Kartellprozess kommentierte gleich erfreut , der Rückgang bei PC-Verkäufen möge
vielleicht den finanziellen Wert des Microsoft-Monopols verringern , aber nicht
die Monopolstellung selbst . George W. Bush jr. jedenfalls wird nicht nur auf
Grund seiner Äußerungen im Präsidentschaftswahlkampf eine weitaus positivere
Haltung gegenüber Microsoft nachgesagt als der Clinton-Regierung . Mündliche
Verhandlungen sind für den 26. und 27. Februar vorgesehen . Insolvenzverfahren
für teamwork eröffnet Für die Paderborner teamwork information management AG ist
das Insolvenzverfahren eröffnet worden . Wie der am Neuen Markt notierte
IT-Dienstleister am Mittwoch bestätigte , soll der Geschäftsbetrieb in vollem
Umfang weitergeführt werden . Insbesondere durch den Personalabbau von 138 auf
90 Mitarbeiter an den deutschen Standorten des Unternehmens seien erhebliche
Kosten eingespart worden . Ziel sei es , im Jahr 2001 schwarze Zahlen zu
schreiben . " Kommunikationsabgabe " statt Rundfunkgebühr gefordert Die Länder
werden nach und nach für eine allgemeine Kommunikationsabgabe aktiv : Nach
Günther Oettinger , Chef des CDU-Bundesfachausschusses Medienpolitik und
Stuttgarter CDU-Fraktionsvorsitzender , hat sich auch Niels Jonas , Chef der
Staatskanzlei Sachsen-Anhalts , für die Ersetzung der Rundfunkgebühr durch eine
allgemeine Abgabe ausgesprochen . Künftig würden die Angebote der
öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten über die verschiedensten Geräte in
einem Haushalt empfangen werden können , erklärte Jonas laut dpa . Dazu gehöre
neben dem Fernseher und dem Radio auch der PC . " Daher soll eine
Kommunikationsabgabe für jeden Haushalt die bisherige Rundfunkgebühr auf
Fernseher und Radios ersetzen . " Diese neue Gebühr würde nicht mehr wie bisher
für das Bereithalten eines Rundfunkempfangsgeräts gezahlt . Stattdessen solle
sie auf einen Haushalt bezogen sein , gleichgültig , welche technischen
Einrichtungen dort für den Empfang öffentlich-rechtlicher Medienangebote genutzt
würden . Jonas sah zudem durch die neuen Medien Probleme beim Jugendschutz .
Derzeit unterlägen Radio und Fernsehen einerseits und die Internet-Angebote
andererseits unterschiedlichen Standards . " Was im Fernsehen erst in den
Nachtstunden gezeigt werden darf , ist im Internet rund um die Uhr verfügbar . "
Intershop will Trendwende ohne Entlassungen Nach dem wirtschaftlichen Debakel im
vierten Quartal soll das Software-Unternehmen Intershop auf mehr Effizienz
getrimmt werden . " Ziel muss sein , dass wir 2001 schwarze Zahlen erreichen " ,
sagte Finanzvorstand Wilfried Beeck am Mittwoch in einem dpa-Gespräch . Ein
Stellenabbau in Europa , wo das Geschäft weiterhin gut laufe , sei nicht
vorgesehen . Trotz des drastisch gesunkenen Börsenwertes sieht Beeck Intershop
nicht als Übernahmekandidat . Intershop hatte am Dienstag die Börse mit einer
Gewinn- und Umsatzwarnung und tiefroten Zahlen für das vierte Quartal geschockt
. Die Aktie des Unternehmens , eines der Index-Schwergewichte und bisherigen
Musterknaben am Neuen Markt , war danach um mehr als 70 Prozent eingebrochen und
hatte andere Software-Titel ins Minus gerissen . Eine Prognose für das laufende
Geschäftsjahr wollte der Finanzvorstand nicht abgeben . " Wir müssen alles
nochmals abklopfen . " Zur Prognose für 2001 werde sich das Unternehmen bei der
Vorlage der endgültigen Geschäftszahlen für das Vorjahr Ende Januar äußern ,
kündige Beeck an . " Nach der kritischen Situation mit einem in dieser
Größenordnung verpassten Quartal müssen wir genau analysieren , bevor wir
Entscheidungen treffen " , sagte er . Erstmals seit Gründung des Softwarehauses
sei im vierten Quartal 2000 der Umsatz gegenüber dem Vorquartal zurückgeblieben
. " Wir müssen in den Märkten , in denen wir Probleme hatten , die Umkehr
schaffen " , sagte Beeck . Das betreffe vor allem die USA , wo im vierten
Quartal fast alle E-Commerce-Investitionen gestoppt worden seien . " Das wird
sich so nicht fortsetzen . " Kundengespräche müssten klären , wann und in
welchem Umfang Aufträge nachgeholt werden . Der Umsatzanteil von Intershop in
den USA , der sonst etwa 40 Prozent betrage , sei im vierten Quartal auf zwölf
Prozent gesunken . " Die Investitionen von New-Economy-Firmen sind stark
zurückgegangen , aber auch Großunternehmen haben sich wegen der abflachenden
Konjunktur zurückgehalten . " Zu möglichen Änderungen bei der US-Mannschaft mit
250 Mitarbeitern wollte sich Beeck nicht äußern . " Wir müssen schauen , wie wir
eine höhere Effizienz erreichen . " Am Ausbau des Software-Entwicklungszentrums
in Jena wolle Intershop festhalten . Es sei aber fraglich , ob die ursprünglich
geplante Steigerung um 500 auf 1100 Mitarbeiter bis Jahresende " in diesem Maß
erfolgen wird " . Neueinstellungen müssten der neuen Entwicklung angepasst
werden . Die seit Gründung 1992 schnell gewachsene Intershop AG beschäftigt
weltweit 1200 Mitarbeiter , davon etwa die Hälfte in Jena . Infomatec
verscherbelt österreichische Tochter Das angeschlagene Softwareunternehmen
Infomatec will seine Finanzen durch den Verkauf einer österreichischen Tochter
aufbessern . Wie das am Neuen Markt notierte Unternehmen am heutigen Mittwoch in
Augsburg mitteilte , wurde die Infomatec Application Service Providing
Gesellschaft zum symbolischen Preis von einem Schilling an das zypriotische
Unternehmen Dellington Industrial Venture Limited verkauft . Die
Kosteneinsparungen durch den Verkauf beliefen sich jedoch auf rund 818.000 Euro
monatlich . Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern reduziere sich damit um 131 .
Zum Ende des dritten Quartals 2000 hatte Infomatec 654 Mitarbeiter beschäftigt .
Infomatec begründete den Schritt mit der Entwicklung des europäischen Marktes
für Application Service Providing ( ASP ) . Diese verlaufe langsamer als
erwartet . Der Verkauf sei außerdem Teil einer strategischen Konzentration auf
den Bereich interaktives Fernsehen , hieß es weiter . Infomatec hatte die
Prognosen im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrfach nach unten korrigiert . Zwei
ehemalige Vorstände sitzen seit Oktober in Untersuchungshaft . Die
Staatsanwaltschaft Augsburg wirft ihnen unter anderem verbotene Insidergeschäfte
vor . LetsBuyIt.com hält nach Investoren Ausschau Der angeschlagene
niederländische Internet-Händler LetsBuyIt.com hält weiterhin Ausschau nach
geeigneten Kooperationspartnern und Investoren . Allerdings darf der
Internet-Händler auf Anweisung des Amsterdamer Gerichts zur Zeit keine Produkte
mehr kaufen oder verkaufen . Dies verbiete das niederländische Recht , sagte der
geschäftsführende Direktor für die Benelux-Länder , Ernst Bokenkamp , am
Mittwoch der dpa . LetsBuyIt.com hatte am vergangenen Freitag einen Antrag auf
vorläufigen Zahlungsaufschub gestellt , um sich Luft für die Suche nach neuen
Investitionsmöglichkeiten zu verschaffen . Das so genannte Moratorium , das nach
Auskunft von Experten in der Regel nur durch zahlungsunfähige Unternehmen
erfolgt , läuft im März aus . Es könnte allerdings noch verlängert werden ,
sagte der Geschäftsführer . " Wir brauchen Zeit , um neue Partner zu finden oder
neues Kapital aufzunehmen " , erklärte Bodenkamp . Obgleich LetsBuyIt.com noch
über genügend Gelder zur Fortführung der Geschäfte verfüge , sei das Moratorium
" der richtige Schritt " für das Unternehmen gewesen : " Die Umsätze bröckelten
, und wir dachten , es sei besser zu handeln , bevor es zu spät ist . " Das
beantragte Moratorium " friere " LetsBuyIt.com in seiner momentanen Situation
ein . Nach niederländischem Recht erörtern von richterlicher Seite bestimmte
Treuhänder gemeinsam mit der Geschäftsführung die finanzielle Situation eines
Unternehmens und erarbeiten einen Finanzierungsplan . Bokenkamp rechnet
weiterhin damit , ab 2003 schwarze Zahlen zu schreiben . Das Unternehmen
startete in Schweden und hat seinen Firmensitz nun in Amsterdam . Die
Hauptverwaltung sitzt in London . Microboss möchte Gigabell-Reste übernehmen Die
Microboss Software AG aus Duisburg hat den Aktionären der insolventen
Frankfurter Gigabell AG einen Aktientausch angeboten . Für 20 Gigabell-Aktien
bietet das nicht börsennotierte Duisburger Unternehmen eine Microboss-Aktie .
Die Microboss-Aktien werden bislang lediglich von dem Freimakler und
außerbörslichen Händler Future Securities offeriert . Besondere Absichten hegt
das Duisburger Unternehmen jedoch nicht mit dem , was von Gigabell nach dem
Ausverkauf an die finnische Jippii-Gruppe übrig blieb : " Das ist der schnellste
Weg , an den Neuen Markt zu kommen " , sagte Firmengründer und
Microboss-Vorstand Sudhir Bhatia am Mittwoch der dpa . Mit der angestrebten
Übernahme von Gigabell wolle er nach der spektakulären Pleite des Frankfurter
Unternehmens auch ein Zeichen setzen . Der Gigabell-Kurs zog am heutigen
Mittwoch zwischenzeitlich stark auf 3,50 Euro an und pendelte sich zum Abend bei
1,95 Euro ein , ein Anstieg um 50 Prozent im Vergleich zum Vortag . Microboss
ist nach eigenen Angaben ein Anbieter von MP3-Software und -Dienstleistungen ,
der seine Produkte mit Gewinn anbietet . Der Telefonie- und Internet-Provider
Gigabell war die erste Pleite-Firma am Neuen Markt . LinuxWorld : Popstar Linus
( update ) Über 2000 Zuhörer feierten den Linux-Erfinder Linus Torvalds auf
seiner Keynote zur LinuxWorld - und das nachdem sie teilweise über eine Stunde
auf den Einlass gewartet hatten . Kreischende Teenies wie noch zur Eröffnung der
Comdex wurden allerdings nicht gesichtet . Viel neues hatte Torvalds jedoch
nicht zu erzählen . Immerhin kündigte er an , nach seiner Heimkehr ins sonnige
Kalifornien endlich den Code-Freeze für die nächste Kernel-Version abzuschließen
und eine Vorversion des Kernel 2.4 freizugeben . Der neue Kernel soll USB ,
FireWire und 3D-Grafik unterstützen . Außerdem kündigte Torvalds an , dass bis
Ende des Jahres mindestens zwei Journaling File Systems verfügbar seien : Auch
Unterstützung für Acht-Prozessor-Maschinen soll im neuen Kernel enthalten sein .
Zudem betonte Torvalds einmal mehr , dass mittlerweile die interessantesten
Veränderungen im Linux-Bereich nicht mehr den Kernel betreffen , sondern
beispielsweise auf dem Desktop stattfinden . ( Jürgen Schmidt )
Milliarden-Sammelklage gegen AOL Verärgerte AOL-Nutzer haben in den USA eine
Sammelklage gegen den Online-Dienst eingereicht . Der Grund : Die Version 5 der
AOL-Software greife so tief in das Betriebssystem ein , dass andere auf dem
Rechner installierte Internet-Dienste behindert würden . Mehrere Benutzer
beschwerten sich , dass es zu massiven Systemfehlern gekommen sei - die
Zugangssoftware von AOL-Konkurrenten funktioniere nach der Installation der
AOL-Software nicht mehr , außerdem würden E-Mail-Programme und beispielsweise
die Finanzsoftware Quicken beeinträchtigt . Farhad Khazai aus Maryland , der die
Klage eingereicht hat , fordert von AOL für jeden Anwender 1000 US-Dollar
Schadensersatz oder den Ausgleich der tatsächlichen Schäden , je nach dem ,
welcher Betrag höher ist . Sie seien völlig haltlos . Die Version 5 der
AOL-Software biete eine stabile Internet-Verbindung und zahlreiche zusätzliche
Möglichkeiten . Amazon.com : Verluste und Gewinne Gute Nachrichten gab es vom
Book-Shop , dem ursprünglichen Kernbereich von Amazon . Nach Angaben von
Firmensprechern schrieb die Abteilung im vierten Quartal 1999 zum ersten Mal
scharze Zahlen . Außerdem erwartet die Firma , dass die Gesamtverluste in den
nächsten Monaten immer weiter zurückgehen . Die Investitionen in Marketing und
Vertriebskanäle würden sich jetzt langsam auszahlen . Offensichtlich gehen die
Analysten davon aus , dass die Firma nunmehr stärker darauf achten wird ,
tatsächlich in die Gewinnzone zu kommen und die Kosten in den Griff zu bekommen
. Schon die Ankündigung des Online-Shops , 150 Mitarbeiter zu entlassen sorgte
zwar für einige Unruhe , aber auch für die Hoffnung , die E-Commerce-Firmen
hätten die Zeichen der Zeit erkannt . Aktienhändler kommentierten , dies sein
ein eindeutiger Hinweis , dass Amazon bereit sei , unangenehme Entscheidungen zu
fällen , um endlich Umsätze und Gewinne zu erreichen , die dem Börsenwert des
Unternehmens halbwegs entsprächen . Elsa auf dem Weg ins drahtlose Netz Elsa (
Halle 9 , Stand C62 ) konzentriert sich auf der diesjährigen CeBIT auf Bluetooth
für die nahezu selbstständige Kommunikation zwischen beliebigen Geräten sowie
auf drahtlose Datennetze . Drei Neuzugänge will die Aachener Firma für Bluetooth
vorstellen . Alle Geräte will Elsa nach der CeBIT im März 2000 bereits liefern
können . Für die drahtlose Datenkommunikation verspricht Elsa Komplettlösungen
nach dem Standard IEEE 802.11b ( HR ) für Funk-LANs mit einer Datenrate von 11
MBit/s . Außerdem stellt Elsa endlich einen ISDN-Router aus der LANcom-Familie
mit integriertem Hub vor . Das Gerät will Elsa im Paket mit Netzwerkkarten und
-Kabeln unter dem Namen Weblink ISDN ausliefern . Anleger klagt gegen Intershop
Auf die Jenaer Software-Firma Intershop AG kommt nach den Kurseinbrüchen der
vergangenen Wochen eine Anlegerklage zu . Der Jenaer Anwalt Said Kuhlig hat beim
Landgericht Hamburg Klage eingereicht , teilte er am Freitag mit . Damit
bestätigte er einen Bericht der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag . " Die
Anleger sind bewusst getäuscht worden " , sagte Kuhlig . Die Prognosen für das
vierte Quartal hätten sich als falsch erwiesen . Kuhlig fordert Schadenersatz in
Höhe von 15.000 Mark . Intershop wies die Vorwürfe zurück . Der Anleger bezieht
sich auf zwei Ad-hoc-Mitteilungen und ein Fernsehinterview vom Oktober 2000 .
Darin seien Umsatz- und Ergebnisprognosen höher angegeben gewesen als sich
später herausstellte . Firmenchef Stephan Schambach und Finanzvorstand Wilfried
Beeck hätten das mehrere Wochen vorher wissen müssen , meinte Kuhlig . " Dem ist
nicht so " , sagte Investorkontakt John Lange zu den Vorwürfen . Intershop liege
keine Klage vor . Im Oktober 2000 rechnete das Unternehmen für das dritte
Quartal mit einer Umsatzverdreifachung , schrieb aber auch da schon rote Zahlen
. Nach Spekulationen über mögliche Anlegerklagen wegen des Kurseinbruchs Anfang
Januar sah das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel keine Hinweise auf
eine Pflichtverletzung . Eine Sprecherin der Schutzgemeinschaft der
Kleinaktionäre hatte gesagt , sie sehe keine große Chancen für eine Klage .
Dabei ging es um die Gewinnwarnung Anfang Januar . Telefonica übernimmt
deutschen Carrier Mediaways Nach dem italienischen Telecom-Konzern Tiscali , der
vor kurzem den Provider AddCom übernahm , steigt nun auch der spanische
Telekommunikationsriese Telefonica stärker in Deutschland ein . Wie Telefonica
mitteilte , soll der Kauf des deutschen Internet- und Netzwerkdienstleisters die
Grundlage der Expansion Telefonicas bei der Datenübertragung in Europa bilden .
Mediaways war 1996 als Joint Venture von Bertelsmann und debis Systemhaus
gegründet worden . Im vergangenen Jahr erwarb Bertelsmann die debis-Anteile .
Mediaways betreibt nach eigenen Angaben eines der größten
Internet-Protokoll-Netzwerke ( IP ) in Europa und liegt im Markt für
Internet-Dienstleistungen und Network-Providing lediglich hinter der Deutschen
Telekom . Mediaways arbeitet unter anderem als Carrier für AOL und Commundo ,
aber auch die Anfang Dezember vorgestellte ADSL-Flatrate des Internet-Providers
NGI läuft über Mediaways . Bertelsmann und Telefonica wiederum sind bereits
Partner : Bei der Übernahme der US-Internetfirma Lycos durch die
Telefonica-Tochter Terra war Bertelsmann involviert , weil die Gütersloher an
Lycos Europe beteiligt waren . Bertelsmann war der eigentliche Gewinner des
Deals zwischen Telefonica und Lycos : Der Medienkonzern wurde bevorzugter
Lieferant von Inhalten für Terra-Lycos , das mit Bertelsmann Online ( BOL )
zudem in Lateinamerika das Geschäft mit dem elektronischen Handel erschließen
soll . Regierungs-Einfluss auf Internet-Namensraum wächst Am wachsenden Einfluss
der Regierungen auf Entscheidungen zum Internet-Namensraum ( DNS ) lässt sich
offensichtlich nichts mehr ändern . Bei der zweiten Tagung des
ICANN-Studienkreises am gestrigen Freitag und heutigen Samstag in Zürich
kündigte etwa François Maurer vom der Schweizer Bundesamt für Kommunikation (
BAKOM ) für den Sommer eine Verordnung an , in der ein Registry-Registrar-Modell
und möglicherweise auch Grundsätze der Registrierungspolitik für die
Länderdomain ( ccTLD ) .ch niedergelegt werden . Der Vertreter des deutschen
Wirtschaftsministeriums , Michael Leibrandt , erklärte bei der Konferenz : "
Eine Delegation von .de an die Bundesregierung , die dann ihrerseits das
Managment weitervergibt , ist ebenso denkbar wie eine Delegation direkt an das
DENIC . " Auch eine stärkere Arbeitsteilung bei der Gestaltung der
Registrierpolitik zwischen dem DENIC und der Bundesregierung seien möglich :
Wahrscheinlicher wäre demnach eine Art Code of Conduct . Die vom
Regierungsbeirat ( GAC ) der ICANN formulierten Prinzipien für das Verhältnis
von ICANN , ccTLDs , und nationalen Regierungen eröffne aber genau diesen
Spielraum . Die Regierungen hätten ganz klar die Belange der Gesellschaft
insgesamt zu vertreten und nicht nur der Internet-Community . Mit Blick auf das
aktuelle Machtverhältnis zwischen ICANN und Regierungen könne man , so sagte
Leibrandt in der Diskussion , durchaus einmal die Frage stellen , ob das nicht
verkehrte Welt sei : " Vielleicht sollte ja eher ICANN die Regierungen beraten .
" Die Länderdomain-Manager waren immerhin ein klein wenig überrascht über solche
deutlichen Worte . Sabine Dolderer , Geschäftsführerin der
.de-Registrierungsstelle DENIC wollte dann aber doch lieber der ICANN ( und den
Länder-Registries ) eine Chance geben . " Wir sind durchaus für einen Einfluss
der Regierung , und unterliegen ja ohnehin allen deutschen Gesetzen " ,
kommentierte Dolderer . Da das Verhältnis zwischen DENIC und Regierung daher
ihrer Meinung klar ist , brauche das DENIC nur einen Vertrag mit ICANN , die die
zentralen Root-Server betreibt . Eine Veränderung des Status Quo hält die
DENIC-Chefin für unnötig . Mit Blick auf strengere Registrierungsrichtlinen
verweist sie darauf , dass in anderen europäischen Ländern Nutzer im
Zweifelsfall in den .com-Bereich auswanderten . " Warum soll man etwas
reparieren , das funktioniert " , fragte auch Fay Howard vom Council of National
Top Level Domain Registries ( Centr ) . Auch auf Seiten der ICANN weiß man noch
immer nicht , wie man das heikle Problem in den Griff bekommen soll . Ein
Briefentwurf , mit dem die ICANN alle Regierungen bitten wollte , sich zu ihren
ccTLD-Managern zu äußern , ist nun jedenfalls in den Mülleimer gewandert . Mit
dem Brief sei niemand so richtig glücklich gewesen , räumte Andrew McLaughlin
von der ICANN ein . Erneut steht die ICANN damit vor der Frage , wie sie zu
stabilen Vertragsbedingungen mit den Länderdomainmanagern kommen soll , ohne die
von Regierungsseite geforderte Mitsprache bei der Delegation und Redelegation zu
übergehen . Solche hätten allerdings durch den Brief erst ins Rollen gebracht
werden können . Die Sonderstellung der US-Regierung , die ICANNs
Selbstregulierungsanspruch auch nicht gerade untermauert , stand in Zürich
ebenfalls auf der Tagesordnung . Die aus Anlass der Einführung neuer generic Top
Level Domains ( gTLD ) anstehenden Kongressanhörungen machen diese Sonderrolle
erneut deutlich . Sie verzögern die Einführung der neuen Top Level Domains noch
weiter , große Änderungen erwarten die neuen Anbieter allerdings nicht . Von "
Folklore " sprach ICANN-Direktor Hans Kraaijenbrink . " Auch wenn ich eine
Überprüfung der Entscheidung durchaus für sinnvoll halte , ein unabhängiges
Gremium wäre dafür eigentlich geeigneter " , meinte ICANN-Direktor Andy
Müller-Maguhn . Daneben denkt die US-Regierung keinesfalls daran , die Aufsicht
über den für das DNS zentralen a-Rootserver in Zukunft völlig abzugeben , wie
Studienkreis-Organisator Wolfgang Kleinwächter bemerkte . Der deutsche
Regierungsvertreter warnte angesichts dieser Aussage Kleinwächters daher schon ,
dass es im Falle eines Handelskrieges durchaus möglich sei , dass die USA ein
Abschalten der Länderadressbereiche als Druckmittel gegen ihre Kontrahenten
einsetzen könnte . Der Hintergrund für die US-Haltung hinsichtlich des
Rootserver sei aber lediglich , dass sie im Falle eines Scheiterns der ICANN
wieder die Verantwortung für den Fortbestand des DNS übernehmen könne ,
erläuterte McLaughlin . Selbstregulierung ohne Sicherheitsnetz traut man den "
Internetties " heute offenbar nicht mehr zu . Müller-Maguhn will daher quasi zur
Sicherheit einen " alternative Root " nicht ganz aus den Augen verlieren . Sex
im Internet : Deutsche machen es am längsten Ein Drittel der deutschen
Internetnutzer klickt sich einer Erhebung zufolge regelmäßig auf Sex- und
Erotikseiten . Einer Studie des Eschborner Markforschungsinstituts NetValue
Deutschland zufolge nehmen die Deutschen mit 33,4 Prozent einen europäischen
Spitzenplatz ein . Nur in Spanien suchen mit rund 39 Prozent mehr Internetnutzer
Sex im Web . Die Deutschen brauchen jedoch am längsten : Sie verbleiben
durchschnittlich rund 70 Minuten im Monat auf Sexseiten . Die Spanier halten
sich 66 Minuten dort auf , die Briten nutzen Sexseiten nur 36 Minuten pro Monat
. Am häufigsten besuchen die 15 bis 34 Jahre alten Männer das
Internet-Erotikangebot . Bei Männern über 34 Jahren flaut das Interesse für
Erotikseiten aber ab . In dieser Altersgruppe nutzen nur 25 Prozent solche
Websites . Nur jeder fünfte Klick stamme von Frauenhand , heißt es in der Studie
. NetValue installierte für die Untersuchung ein Programm auf den Rechnern von
16.564 Internetnutzern in Deutschland , Dänemark , Großbritannien , Frankreich
und Spanien . Die Software speichert das Surfverhalten der Testpersonen .
Friedliche Stimmung zwischen Microsoft und US-Justizministerium Das Vorgehen in
der nächsten Runde des US-Kartellprozesses gegen Microsoft dürfte nunmehr
feststehen : In einer gemeinsamen Eingabe legten Microsoft , das
US-Justizministerium und die am Verfahren beteiligten 19 US-Bundesstaaten einen
Vorschlag vor für den Ablauf der mündlichen Berufungsverhandlung vor dem Appeals
Court am 26. und 27. Februar dieses Jahres . In diesem Verfahren geht es darum ,
ob das Urteil von Richter Thomas Penfield Jackson in der ersten Instanz ,
Microsoft müsse wegen wettbewerbswidriger Ausnutzung eines Monopols in zwei
Teile aufgespalten werden , Bestand hat . Die mündliche Verhandlung soll sich
nach dem Willen der beiden Streitparteien vollständig auf die sachlichen
Argumente konzentrieren , die im erstinstanzlichen Verfahren zur Sprache kamen .
Die Äußerungen von Jackson , die der Richter außerhalb des Verfahrens gemacht
hatte und die ziemlich harsch gegenüber Microsoft ausfielen , sollen keine Rolle
spielen . Microsoft wolle sich bei der mündlichen Verhandlung voll auf die Frage
konzentrieren , ob es erlaubt gewesen sei , Browser und Betriebssystem zu
bundeln , und ob man in Redmond wettbewerbswidrige Praktiken an den Tag gelegt
habe , um ein Monopol aufrecht zu erhalten . In vorherigen Eingaben an das
Berufungsgericht hatte Microsoft Richter Jackson heftig unter Beschuss genommen
. Microsoft hatte bereits in der letzten Eingabe als Antwort auf die von der
Regierung vorgelegte Argumentation seine Kritik an Jackson etwas in den
Hintergrund gerückt und versucht , vor allem die inhaltliche Begründung , die
dem Urteil der ersten Instanz zu Grunde lag , anzugreifen . Microsoft hofft
dabei vor allem darauf , dass ein zentraler Punkt des Verfahrens gekippt werden
kann : Das Berufungsgericht , vor dem nun der Kartellprozess weitergeht , hatte
in einer früheren Entscheidung schon festgestellt , dass die Auslieferung des
Internet Explorer mit Windows 95 technisch begründet und daher nicht zu
verurteilen sei . Insgesamt soll die Anhörung nach dem gemeinsamen Vorschlag von
Microsoft und Justizministerium viereinhalb Stunden dauern . Am 26. Februar
wollen beide Seiten zwei Themen behandeln : Für beide Bereiche wollen sich die
Parteien insgesamt anderthalb Stunden Zeit nehmen . Der einzige Unterschied
zwischen den juristischen Streithähnen besteht darin , dass Microsoft vorschlägt
, die Richter könnten zusätzliche Zeit vorsehen , damit die Beteiligten auf
Fragen eingehen könnten , die während der Anhörung auftauchten . Außerdem könnte
so jede Seite eine Zusammenfassung der gesamten Argumentation geben . " Die
Anwälte der USA und der Bundesstaaten glauben nicht , dass zusätzliche Zeit
notwendig ist " , heißt es dagegen in dem Schreiben von Microsoft und
US-Justizministerium an das Gericht . Es ist nicht zu erwarten , dass das
Berufungsgericht von dem gemeinsamen Vorschlag der beiden Parteien abweichen
wird . Rechtsexperten in den USA gehen nun davon aus , dass bereits im April
oder Mai dieses Jahres eine Entscheidung des Berufungsgerichts ergehen könnte .
Wie diese ausfällt , ist bislang noch völlig offen : Das Verfahren könnte an die
erste Instanz zurück verwiesen werden , das Gericht könnte das Urteil bestätigen
, es komplett verwerfen und Microsoft freisprechen , oder aber die faktische und
juristische Bewertung der ersten Instanz aufrecht erhalten , aber ein milderes
Strafmaß zumessen . Danach besteht für beide Parteien die Möglichkeit , das
Urteil des Appeals Court vor dem obersten US-Bundesgericht ( Supreme Court )
anzufechten . Viele Beobachter zweifeln allerdings schon daran , dass die
US-Regierung , falls das Urteil des Berufungsgerichts zu Gunsten Microsofts
ausfällt , tatsächlich in Berufung geht . Der neue US-Justizminister John
Ashcroft erklärte zwar während der Anhörungen über seine Ernennung im US-Senat ,
er habe sich noch keine Meinung zu dem Verfahren gebildet , viele US-Beobachter
glauben aber , dass er eher geneigt ist , das Verfahren einschlafen zu lassen .
Free Software Foundation Award 2000 verliehen Zum dritten Mal hat die Free
Software Foundation ( FSF ) ihren Award for the Advancement of Free Software
vergeben . In einer Zeremonie im Musee d'Art et d'Histoire du judaisme , Paris ,
übergab Richard Stallman , Gründer und Präsident der FSF , den "
Open-Source-Preis " an Brian Paul , Mitarbeiter beim US-amerikanischen
Linux-Spezialisten VA Linux , für seine Arbeit an der Grafikbibliothek Mesa 3D .
" Die Mesa 3D Grafik-Bibliothek erlaubt den Nutzern freier Software die
Modellierung und das Rendering in echtem 3D " , erklärte Jeff Bates , der
Vorsitzende der Jury , die über die Preisträger entschied . " Die Bibliothek
fügte dem GNU/Linux-System Werkzeuge und Fähigkeiten hinzu , die von Leuten auf
der ganzen Welt verwendet werden . " " Wir begannen den Free Software Foundation
Award als einen Weg , um die zu ehren , die unermüdich ihre Zeit und ihr
immenses Talent der Förderung der Free-Software-Bewegung zur Verfügung gestellt
haben " , sagte Richard Stallman , Gründer und Präsident der Free Software
Foundation laut einer Mitteilung der FSF zu der Preisverleihung . " Obwohl nur
einer der drei Finalisten die Auszeichnung in Empfang nehmen wird , so verdienen
doch alle Anerkennung für ihre unschätzbaren Beiträge . " Paul wurde laut der
FSF aus drei Finalisten für die Auszeichnung ausgewählt ; die übrigen waren
Donald Becker für " seine Arbeit an den Netzwerktreibern für das
GNU/Linux-System " sowie Patrick Lenz für " seine Arbeit an freshmeat.net " .
Zwei weitere Auszeichnungen gab 's dann neben dem FSF Award auch gleich noch :
Daniel Riek , Chef des Linux-Dienstleisters ID-Pro , erhielt ein Certificate of
Appreciation für seine Unterstützung der FSF Europe . Und Loic Dachary , Autor
von Catalog für Web-Directories und Initiator von Senga , bekam eine
Auszeichnung für " seine Arbeit und unerschütterliche Hingabe an Freie Software
in den letzten 14 Jahren " . Bryan Ferry live im Web Seit 5 Jahren Schweigen :
Bryan Ferry , Ex-Frontmann der legendären Roxy Music , ließ bis Ende letzten
Jahres nichts mehr von sich hören . Inzwischen ist er auf Tournee in Deutschland
. Wer die bisherigen Konzerte verpasst und auch nicht die Möglichkeit hat ,
einen noch ausstehenden Auftritt zu besuchen , kann sich im Web behelfen . Am 4.
März ab 20 Uhr kann man das Konzert in Baden-Baden zumindest hören - chart-radio
überträgt es als RealAudio-Stream . Vorraussetzung ist der RealPlayer G2 . Zu
sehen gibt s nichts , und die Qualität des Sounds dürfte ebenfalls kaum mit dem
echten Live-Erlebnis mithalten können - aber zumindest wird man wohl einen
Eindruck bekommen , was Bryan Ferry , mit immerhin 54 Jahre auch schon ein
Dinosaurier des Pop , heutzutage musikalisch so veranstaltet . E-Commerce-Update
für OS/390 IBM bereitet eine Aktualisierung für OS/390 , dem Betriebssystem für
die Mainframe-Serie des Typs S/390 vor . IBM möchte damit nach eigenen Angaben
besonders die Einsatzfähigkeit der Großrechner für E-Commerce-Anwendungen
befördern . OS/390 Version 2 Release 9 soll Ende März verfügbar sein und bessere
Skalierbarkeit sowie verbessertes Management bieten . IBM will erreichen , dass
mit der neuen Software mehr als 1.000 gleichzeitige Internet-Verbindungen
möglich sind , unter anderem durch engere Einbindung von SSL in das System . Mit
Siebel und Trilogy arbeitet IBM zusammen , um die Anwendungen für das so
genannte Customer Relationship Management ( CRM ) der beiden Firmen auf OS/390
zu portieren . CRM-Software wird eingesetzt , um Kundendaten und -beziehungen im
E-Commerce zu verwalten . Unterstützungskampagne für MP3-Tauschbörse Bereits im
Dezember hatte die amerikanische Musikindustrie eine Klage gegen Napster
eingereicht . Die Firma , die Server betreibt und entsprechende Clients anbietet
, mit denen eine Tauschbörse für MP3-Dateien im Web realisiert wurde , soll
Copyright-Verletzungen fördern . Die Meinungen von Experten , ob Downloads von
Kopien lizenzierter Musik über das Internet strafbar sind , gehen zwar weit
auseinander - klar scheint hingegen zu sein , dass das Anbieten entsprechender
Musikstücke illegal ist . Die Internet-Gemeinde jedenfalls wird langsam aktiv ,
um Napster zu unterstützen , damit die Möglichkeit für eine freie
MP3-Tauschbörse im Internet erhalten bleibt . Studenten an der Universität von
Indiana etwa haben eine Petition ins Web gestellt . Sie wollen erreichen , dass
die Administratoren von internen Netzwerken an öffentlichen Institutionen die
Sperrung der Napster-Server in den Firewalls und das Verbot der Client-Programme
wieder aufheben . Allerdings gerät auch der Hersteller der Server und Clients
selbst in die Diskussion . So hat Napster etwa Betreiber von Web-Sites , die das
Napster-Protokoll dokumentierten , aufgefordert , die Informationen wieder von
den Seiten zu entfernen . Sie sind aber notwendig für Projekte wie OpenNap , die
einen Open-Source-Server für Napster entwickelt haben . Napster ist schließlich
nicht nur für den Austausch von MP3-Dateien sinnvoll - prinzipiell lassen sich
mit der Software auch beliebige Dateien zwischen Anwendern im Internet
austauschen . Telekom im Kaufrausch Nach amerikanischen Berichten hat die
Deutsche Telekom Interesse an drei US-Gesellschaften : Qwest , US West und
Global Crossing . Während Qwest der viertgrößte nationale Carrier in den USA ist
, handelt es sich bei US West um einen regionalen Telefonkonzern . Global
Crossing betreibt ein globales Glasfasernetz , zu dem unter anderem
Transatlantik-Verbindungen zwischen Europa und den USA sowie Netze in einzelnen
Ländern und Kontinenten gehören . Qwest und US West sind eigentlich gerade dabei
, den Zusammenschluss der beiden Firmen zu vollziehen . Manager von Qwest hätten
bereits Gespräche mit der Telekom über eine Fusion geführt , ohne den
eigentlichen neuen Partner US West zu informieren . Telekom-Chef Ron Sommer soll
Qwest und US West aufgefordert haben , ihre Differenzen über einen möglichen
Zusammenschluss einer oder beider Firmen mit der Telekom beizulegen , bevor die
Fusionsgespräche weiter vorangingen . Es wird erwartet , dass weitere Maßnahmen
und Verhandlungen in drei bis vier Wochen folgen . Die Gespräche mit Global
Crossing dagegen hat die Deutsche Telekom vor einigen Wochen aufgenommen . Die
Börsianer zeigten sich jedenfalls schon beeindruckt von den Übernahmegerüchten .
Die Aktie der Telekom erreichte am Freitagmorgen in Frankfurt mit 104,20 Euro
einen neuen Rekord . Vertreter von Global Crossing erklärten , zum jetzigen
Zeitpunkt seien noch keine weiteren Gespräche über eine mögliche Fusion
vereinbart . Die Deutsche Telekom verweigert momentan zu allen drei
Fusionsgerüchten jeden Kommentar : Man äußere sich nicht zu den Berichten und
Spekulationen . Die Deutsche Telekom war in den letzten Monaten in die Kritik
geraten , da sie bei der Globalisierung der Telekommunikationsmärkte ins
Hintertreffen gerate . Nachdem MCI Worldcom die drittgrößte amerikanische
Telefongesellschaft Sprint übernommen hatte , war auch das
Gemeinschaftsunternehmen Global One , das die Telekom zusammen mit France
Telecom und Sprint betrieb , in die Diskussion geraten . Mit der Übernahme von
Qwest , US West oder Global Crossing hätte die Telekom den Kritikern an der
fehlenden Internationalisierungsstrategie endlich mehr als nur markige
Ankündigungen Ron Sommers entgegenzusetzen , man werde weltweit investieren .
Novell unterstützt Macintosh Spät kommt er , doch er kommt : Der
NetWare-5-Client für Macintosh-Rechner von Novell . Offensichtlich haben die
Erfolge von Apple in letzter Zeit die NetWare-Company umgestimmt . Zumindest
kündigte Novell an , im Laufe des Jahres 2000 die File and Print Services auch
für Apple-Rechner anbieten zu wollen . Mit dem Client sollen sich alle
Funktionen von NetWare 5.1 nutzen lassen ; außerdem wird er nach Angaben von
Novell direkten IP-Support für den Zugriff auf NetWare-Server bieten . Die
Vereinbarung mit Prosoft , die vor zwei Jahren geschlossen wurde , beendete
Novell mit dieser Ankündigung . Die Firma hatte den ursprünglichen
Macintosh-Client für NetWare von Novell gekauft , weiterentwickelt und auch den
Support gewährleistet . Allerdings unterstützt der Prosoft-Client nur IPX als
Netzwerkprotokoll ; der Zugriff auf NetWare-Server über IP , wie er mit der
Version 5 des Novell-Systems eingeführt wurde , ist nicht möglich .
NetWare-5-Server müssen für Macintosh-Clients bislang daher noch IPX anbieten .
Prosoft wird allerdings den eigenen Client weiter ausliefern und Support dafür
leisten ; auch die NetWare 5 Services for Appleshare will Prosoft
weiterentwickeln . Ein genaues Release-Datum sowie Preisvorstellungen für den
neuen Macintosh-Client für NetWare gab Novell noch nicht bekannt . Telekom-Chef
Sommer stößt auf Kritik im eigenen Haus Nach dem Kurssturz der T-Aktie , Klagen
von Kleinaktionären und Rücktrittsforderungen aus der Politik droht Telekom-Chef
Ron Sommer nun auch Ärger aus dem eigenen Haus . Anlass für den internen
Aufstand ist laut Spiegel ein Rundschreiben , das Sommer vor einigen Tagen
verschickt hat . Darin macht er vor allem die von " Halbwahrheiten " geprägte "
Medienberichterstattung " für den schlechten Kurs der T-Aktie verantwortlich .
Diese Analyse gehe an der Realität vorbei , glaubt die Gruppe der Manager .
Sommer und Teile seines Vorstandes verdrängten Probleme wie die " eklatante
Ertragsschwäche " in fast allen Geschäftsbereichen , anstatt Lösungen zu suchen
. Die Bundesregierung hatte Sommer jedoch erst am vergangenen Wochenende den
Rücken gestärkt , nachdem Berichte aufgetaucht waren , der Telekom-Chef habe
bereits selbst an Rücktritt gedacht , da die Regierung ihm gegenüber keine "
Ehrenerklägung " abgegeben habe . Der stellvertretende Regierungssprecher Bela
Anda betonte daraufhin , die Regierung arbeite vertrauensvoll mit dem
Vorstandschef der Telekom zusammen . Personalentscheidungen treffe nach
Aktienrecht allein der Aufsichtsrat . Sommer selbst hatte immer wieder beteuert
, er werde seine Posten nicht aufgeben . Online-Buchen spielt nur Nebenrolle für
Reisebranche Nach Ansicht des Deutschen Reisebüro- und
Reiseveranstalterverbandes ( DRV ) wird das Internet bei der Buchung von Reisen
auch künftig nur eine Nebenrolle spielen . Mindestens 80 Prozent der Reisen
würden weiter über die Reisebüros gebucht werden , sagte
Verbandshauptgeschäftsführer Jochen Martin . Die Reisebüros müssten allerdings "
mit den neuen Medien klarkommen und die Vertriebsstrukturen und
Marketingmöglichkeiten des Internet mit ins Geschäft einbeziehen " . Martin
erwartet ein kräftiges Wachstum der Reisebranche , " obwohl das vergangene Jahr
gut genug war " . So hätten die Reiseveranstalter um sieben Prozent zugelegt ,
die Reisebüros um fünf Prozent . Trotz der geringen Bedeutung , die der Verband
den Online-Buchungen zuweist , ist das Thema Elektronik in der Reisebranche
erneut ein Schwerpunkt der fünftägigen Internationalen Tourismus-Börse ( ITB ) ,
die am heutigen Samstag offiziell ihre Pforten öffnete . " Die dramatischen
Veränderungen der Vertriebsstrukturen in der Reisebranche machen vor allem den
mittelständischen Unternehmen zu schaffen " , heißt es . Während die Großen in
das Internet als Werbe- und Vertriebsweg investieren , würden viele kleine
Unternehmen noch auf herkömmliche Verkaufsmethoden setzen . Weltweit gilt die
ITB in Berlin als der wichtigste Branchentreff . Wer rund um den Globus im
milliardenschweren Reisegeschäft bleiben will , muss an der Spree präsent sein .
In Berlin werden zum einen die touristischen Trends gesetzt , auf der anderen
Seite aber auch weltumspannende Verträge in Millionenhöhe geschlossen . Napster
appelliert an die Musikindustrie " Das ist ein Streit , der beigelegt werden
sollte . " Mit diesen Worten appellierte Napster-Chef Hank Barry nach der
mündlichen Anhörung über die einstweilige Verfügung gegen die Musik-Tauschbörse
an die Musikindustrie . Warner , Univerisal , Sony und EMI hätten während des
Verfahrens weit härtere Maßnahmen verlangt , als sie das Berufungsgericht
vorgesehen habe , meinte Barry , der bezeichnenderweise die Bertelsmann Music
Group nicht mehr erwähnte - obwohl die Musik-Abteilung des deutschen
Medienriesen , der mit Napster eine Allianz einging , ihre Klage offiziell noch
nicht zurückgezogen hat . Napster hatte während der Verhandlung am gestrigen
Freitag angekündigt , bestimmte Musikstücke zu blockieren , über deren illegalen
Tausch man von der Musikindustrie und von Musikern informiert worden sei . Die
Forderungen der Industrie liefen dagegen darauf hinaus , Napster komplett zu
schließen . " Wir kämpfen darum , die Napster-Community und das Erlebins des
File-Sharing über Napster zu erhalten " , betonte Barry . Inzwischen
argumentiert Napster offensichtlich nicht mehr damit , der Dienst sei für
Aktionen seiner Nutzer gar nicht verantwortlich , die die Urheberrechte von
Künstlern und Labels verletzten . Die Tauschbörse hatte immer dargelegt , das
private Tauschen von Musikkopien sei erlaubt ; wenn nun User den Dienst für
illegales Tauschen einsetzten , könne Napster genauso wenig dafür verantwortlich
gemacht werden wie die Hersteller von Videorecordern für das illegale Kopieren
von Filmen . Von dieser Argumentation ist in den letzten Tagen nichts mehr zu
hören : Napster betont immer wieder , es gehe darum , sicherzustellen , dass die
Inhaber der Urheberrechte angemessen honoriert würden . Dafür möchte Napster
aber nur eine Pauschallizenz zahlen statt mit den einzelnen Label getrennte
Vereinbarungen über Lizenzen für die jeweiligen Musikstücke zu treffen , die
über den Dienst laufen . Eine solche Pauschallizenz lehnt die Mehrheit der
Majors momentan allerdings noch ab . Derzeit konzentriert sich der Streit auf
die Methode , wie nicht-lizenzierte Musikstücke von der Tauschbörse
auszuschalten sind . Napster möchte von den Labels Listen haben , die Song-Titel
und Künstlername enthalten , darüber hinaus aber auch einen oder mehrere
Dateinamen von MP3-Files , unter denen die entsprechenden Songs über Napster
getauscht werden . Diese werde man dann im Index der Napster-Server blockieren .
Die Musikindustrie will aber nur die Songtitel und Urheber der Titel benennen ,
die Napster vom Tausch ausschalten soll - es sei dann Sache von Napster , die
eigenen Server daraufhin zu überwachen , dass die zugehörigen MP3-Dateien
blockiert würden , egal , unter welchen Dateinamen sie auftauchten . Dies
verweigert Napster bislang mit der Argumentation , dies sei technisch nicht
machbar . Man wolle aber mit der Musikindustrie zusammenarbeiten , um eventuell
wechselnde Dateinamen herauszubekommen . Dafür könne man alle zwei Wochen ein
Gremium aus Napster- und Musikindustrievertretern einberufen . Immherin begrüßte
Hillary Rosen , Chefin der Vereinigung der US-Musikindsutrie ( RIAA ) , schon
einmal die freiwillige Einführung von Song-Filtern durch Napster . Dies könne
ein erster Schritt zu einem legalen Online-Musikmarkt sein . Allerdings erwartet
sie von der Richterin Marilyn Hall Patel , die in den nächsten Tagen die
überarbeitete einstweilige Verfügung gegen Napster veröffentlichen will ,
härtere Auflagen für die Tauschbörse : Demgegenüber bittet der Napster-Chef die
Musikindustrie geradezu flehentlich : " Lassen Sie uns nie aus den Augen
verlieren , dass die Mitglieder der Napster-Community weltweit die
leidenschaftlichsten Musikfans und die besten Kunden der Industrie sind . " Nur
eines vergaß Barry offensichtlich zu erwähnen : Siehe dazu auch : Napster
blockiert nicht-lizenzierte Musikstücke . Telekom erwartet von T-Mobil "
Gewinnexplosion " Die Deutsche Telekom erwartet von ihrer Mobilfunktochter
T-Mobil im Jahr 2001 eine " Gewinnexplosion " , berichtet der Focus in seiner
neuen Ausgabe unter Berufung auf Kreise der Konzernführung . Die Telekom habe
dank massiv subventionierter Handys zahlreiche neue Kunden in Deutschland ,
Österreich und England gewinnen können . Auch das kurz vor der Übernahme durch
die Telekom stehende US-Mobilfunkunternehmen Voicestream soll bereits im Jahr
2002 erstmals Gewinne vor Steuern erzielen . Zum Kurssturz des
Tochter-Unternehmens T-Online meinte Telekom-Chef Ron Sommer : Mitgründer
verlässt Lernout & Hauspie Jo Lernout ist raus aus dem Geschäft mit
Spracherkennungssystemen - zumindest offiziell . Am gestrigen Freitagabend gab
Philippe Bodson , nach dem Rücktritt von John Duerden Chef des angeschlagenen
Spezialisten für Sprachsoftware , den Rücktritt von Lernout als Chief Technology
Officer bekannt . Lernout habe seine Funktion bereits zum 28. Februar aufgegeben
, werde aber dem Konzern weiter als Berater zur Verfügung stehen und "
Informationen liefern " . Lernout und die ihn umgebende " alte Garde " bei
Lernout & Hauspie waren unter anderem auch für den Rausfwurf Duerdens
verantwortlich gemacht worden - angeblich sollen sie mit dem Versuch des
früheren Dictaphone-Chefs nicht einverstanden gewesen sein , die Betrugsvorwürfe
um die Bilanzen des Konzerns aufzuklären und entsprechende Konsequenzen zu
ziehen . Bodson betonte , das seit Wochen kriselnde Unternehmen hoffe , bald
Gespräche abschließen zu können , um die Übersetzungsabteilung Mendez zu
verkaufen . IBM : Peace , Love und ... Nun setzt IBM eine eigene Kampagne auf -
für Linux natürlich , wie sich angesichts des Engagements von Big Blue für das
freie Betriebssystem unschwer vermuten lässt . Der Pinguin , unter dem Namen Tux
schon lange das Maskottchen von Linux , soll die IBM-Anzeigen dominieren . Für
einen Konzern wie IBM aber etwas überraschend ist der Zusammenhang zur Hippie-
und Friedensbewegung der 60er und 70er Jahre , der in der Kampagne hergestellt
wird : Linux als das revolutionäre System , das üblen Monopolisten das Wasser
abgräbt ? Jedenfalls verwendet IBM in den Anzeigen unter dem Motto " Peace ,
Love & Linux " unter anderem das Peace-Zeichen , außerhalb der USA soll dies
durch andere Symbole ersetzt werden , in Europa etwa durch die Friedenstaube .
Auch symbolische Reminiszenzen beispielsweise an die Hippies und Woodstock
werden in der Kampagne auftauchen . IBM möchte das Open-Source-System vor allem
kleineren Firmen näher bringen , zielt mit den neuen Anzeigen nach eigenen
Angaben aber auch auf alle an Technik Interessierten . Nach Ansicht von IBM ist
Linux bei größeren Firmen und Internet-Providern schon weit verbreitet , während
kleinere Firmen und auch Privathaushalte die Vorteile des Systems noch nicht so
recht erkannt hätten . Man wolle ein etwas schärferes Bild erzeugen , dass die
Linux-Bewegung feiert , hieß es aus IBM-Kreisen . IBM-Sprecher Trink Guarino
meinte gegenüber dem US-Newsdienst CNet , es gehe um freie Meinungsäußerung ,
Kreativität , Innovation und Zusammenarbeit . Auf einer Konferenz mit
Geschäftspartnern in dieser Woche erklärten IBM-Vertreter zudem , " Peace , Love
& Linux " sei als eine Parole für offene Standards zu verstehen . Offene
Standards und offene Software wie Linux mache heterogenen Systemen die
Zusammenarbeit über Netzwerke wie das Internet einfacher und schwächten solche
proprietären Betriebssysteme wie Microsofts Windows und Suns Solaris , hieß es
auf der Konferenz . Für das alles stehe die neue Kampagne , die von Linus
Torvalds , dem " Erfinder " von Linux , abgesegnet worden sei . Firmen wie Sun
oder Microsoft hatte IBM-Chef Lou Gerstner schon Mitte Dezember als die "
letzten großen proprietären Spieler " bezeichnet , " die man für lange Zeit in
der IT-Branche sehen wird " . Ob IBM mit solchen Aussagen auch das eigene
Unix-Derivat AIX meint , ließ der Konzern bislang allerdings offen .
Lotus-Topmanager wechselt zu Microsoft Cliff Reeves , der bis Dezember bei Lotus
für den gesamten Bereich Knowledge Management zuständig war , heuert ab dem
kommenden Montag bei Microsoft an . Reeves wird in Redmond als Vice President
für das Marketing der Server Group zuständig sein und zusammen mit Dave Thompson
, Development Manager von Windows 2000 Server , an Brian Valentine berichten ,
den Senior Vice President der Microsoft Windows Division . Reeves war seit mehr
als 20 Jahren bei IBM und später bei Lotus beschäftigt und gilt in der Branche
als der eigentliche Macher der Erfolgsgeschichte von Notes/Domino - kein Wunder
also , dass er bei Microsoft entsprechenden Respekt genießt . Vor gut einem Jahr
meinte er in einem Interview mit c't noch recht spöttisch : " Niemand bezahlt
für Exchange . " Als Reeves im Dezember bei Lotus zurücktrat , wurde er für den
Kokurrenten aus Redmond zur höchst interessanten Person . Für den Wechsel zu
Microsoft verzichtet Reeves auf umfangreiche Vergünstigungen , die ihm nach so
langer und hochrangiger Tätigkeit bei IBM zustehen . Da muss Microsoft
tatsächlich einiges geboten haben , um sich diese Koryphäe zu sichern . Reeves
ist nicht der erste und wird auch nicht der letzte Abgang aus der
Lotus-Führungsriege sein , die sich nach dem Ausscheiden des langjährigen CEO
Jeff Papows neu orientiert . Mittlerweile wächst ein neue Generation nach .
Reeves' Position bekleidet heute Scott Cooper . Konkurrenz bei
Domain-Registrierung gewinnt an Fahrt Bei der ICANN-Informationsveranstaltung in
Leipzig Ende letzter Woche zogen die deutschen Wettbewerber von Network
Solutions ( NSI ) , dem Ex-Monopolisten für die Registrierung der Top Level
Domains , eine erste Bilanz . 100.000 Adressen in .com- , .org- und .net-Domains
hat der Core-Registrar Computer Service Langenbach diesen Monat registriert ,
ungefähr dieselbe Anzahl bringen andere internationale und deutsche
Core-Mitglieder wie Knipp Medien und die Wespe GmbH zusammen . Seit Mitte Januar
ist auch die EPAC " theoretisch operativ " , sagte in Leipzig Newcomer Alexander
Böker . " Wir können und dürfen .com- , .net- und .org-Domains registrieren ,
das müssen wir erst einmal verdauen " , erklärte Böker . Die Preise bewegen sich
bei den verschiedenen Firmen zwischen einem Euro pro Monat und den ursprünglich
von NSI eingeführten 35 US-Dollar pro Domain und Jahr . Registrieren in den
Top-Level-Domains ist damit deutlich günstiger als das Ausweichen in die mehr
und mehr für alle offenen Länder-Domains . Eine österreichische .at-Domain
kostet immerhin 1000 Schilling im Jahr . " Das österreichische Network
Information Center bietet dafür aber auch mehr Service " , meinte Sabine
Dolderer vom DENIC , der Registrierungsstelle für .de-Domains . Recht
unterschiedlich gehen die verschiedenen Länder-Stellen nach wie vor mit
Einschränkungen beim Registrieren um . " Wir registrieren auch tralala.at und
fragen uns allenfalls , ob das nicht ein komischer Domain-Name ist " , erklärte
ein Vertreter der Registratur für die österreichische Domain . In der Schweiz
werden dagegen Gemeinde- und Ortsnamen nur nach Rücksprache mit den jeweiligen
Behörden vergeben : Bei Streitigkeiten um die Domain-Namen vermitteln gerade die
kleinen Registries noch in vielen Fällen selbst . Beim DENIC , das gerade an die
Marke von zwei Millionen registrierter .de-Domains gelangt , ist das kaum
möglich . Das neue Streitschlichtungsverfahren der ICANN wurde überwiegend
positiv beurteilt . Inzwischen sind deutlich über 200 Fälle anhängig , eine
Ausweitung der Verfahren über reine Cybersqattingfälle hinaus will die ICANN
aber vermeiden . Ohnehin geben sich ICANN-Vertreter größte Mühe , die Funktion
der Organisation als rein-technische Dienstleisterin der Community zu definieren
. ICANNs Aufgabe sei nicht politisch , wurde Rob Blokzijl bei der Diskussion um
die ICANN-Wahl nicht müde zu betonen . Allenfalls hätten manche der technischen
Entscheidungen " politische Implikationen " . Die Anzahl der registrierten
Domain-Namen in der Länder-Domain .de wächst explosionsartig . Das DENIC , die
Registrierungsstelle für die deutsche country code Top Level Domain ( ccTLD ) ,
konnte nun den zweimillionsten Domain-Namen in der .de-ccTLD verzeichnen .
Inzwischen verdoppeln sich die .de-Domains alle sechs Monate , erklärte das
DENIC . Anfang Oktober 1999 waren es dann schon eine Million . Die .de-Domain
sei die größte in Europa ; nur in den USA würden mehr Domain-Namen vergeben als
hier zu Lande . Mannesmann-Vorstand angezeigt Die Anzeige gegen Klaus Esser ,
dem Noch-Chef von Mannesmann , hat die klagende Kanzlei nun auf dem gesamten
Vorstand des Konzerns ausgedehnt . Die erweiterte Anzeige beschuldigt nun dem
gesamten Mannesmann-Vorstand der Untreue . Mit der millionenteuren
Abwehrschlacht habe der Vorstand seine aktienrechtlichen Pflichten verletzt .
Abwehrmaßnahmen seien nur in seltenen Ausnahmefällen denkbar . Nach dem
Übernahmekodex der Börsensachverständigenkommission dürfe ein Vorstand nach
Bekanntgabe eines öffentlichen Angebots keine Maßnahmen ergreifen , " die dem
Interesse der Wertpapierinhaber , von dem Angebot Gebrauch zu machen ,
zuwiderlaufen " , erklärten die Kläger . Nach Ansicht der Anwälte ist die
Übernahme von Mannesmann durch den britischen Mobilfunkkonzern Vodafone aber im
Sinne von Mannesmann . Dies sei inzwischen auch vom Mannesmann-Vorstand und
-Aufsichtsrat eingeräumt worden . An Stelle einer emotionalen und
kostenträchtigen Kampagne hätte sich jedem objektiv und vernünftig denkenden
Vorstand die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung aufgedrängt ,
um die Meinung der Aktionäre zu dem Übernahmeangebot einzuholen , schreiben die
Anwälte . Schwache US-Konjunktur erschüttert Asiens Elektronik-Industrie Sim
Wong Hoos Mitarbeitern blieb nur ein Trostpflaster . 500.000 Singapur-Dollar ,
rund 609.000 Mark , zahlte der Chef des weltgrößten Soundkarten-Herstellers
Creative Technology in Singapur jüngst aus eigener Tasche an 100 seiner
Beschäftigten - weil sie in wenigen Wochen auf der Straße stehen werden . " Es
tut weh , aber wir mussten es tun " , sagt Sim . Seit die Schockwelle der
lahmenden US-Konjunktur Asien erreicht hat , stöhnt die lebenswichtige
Elektronik-Industrie in der Region unter Entlassungen , vollen Lagern und
erwarteten Produktionsausfällen in Milliardenhöhe . Mancher sieht schon das
Gespenst einer neuen Krise umgehen , Experten und Regierungen korrigieren hastig
Wachtumsprognosen nach unten . Die Branche gilt als Herz der asiatischen
Wirtschaft , und ein unersättlicher US-Markt als wichtigster Abnehmer sorgte
schon bald nach der verheerenden Krise der Jahre 1997/98 mancherorts für
zweistellige Zuwächse in der Industrie . Außerhalb Japans trug das Geschäft mit
Halbleitern , Komponenten und fertigen PCs fast zur Hälfte zur wirtschaftlichen
Gesundung bei , fand eine Studie heraus . Entsprechend groß ist die Abhängigkeit
: Die Ernüchterung kam fast über Nacht : Im Januar gingen in den USA 20 Prozent
weniger PCs über den Ladentisch als im Vorjahresmonat . " Dass die
Registrierkassen in der amerikanischen Computerläden plötzlich verstummen , hat
Asien völlig unvorbereitet getroffen " , befindet das Magazin Asiaweek . " Noch
nie habe ich in all den Jahren in der Industrie so etwas Schlimmes miterlebt " ,
klagt Creative Technology-Chef Sim . Die Folge : Erst kürzlich kündigte der
weltgrößte Hersteller von Computer-Laufwerken Seagate Technology Inc. an , sein
Werk auf der malaysischen Insel Penang zu schließen . 4.000 Menschen sind nun
zur Jobsuche gezwungen . In den Regierungsbüros ob in Kuala Lumpur , Singapur ,
Seoul , oder Bangkok macht sich Nervosität breit . Die Asiatische
Entwicklungsbank ( ADB ) rechnet für Malaysia , Indonesien , Südkorea , Thailand
und die Philippinen nach einem Durchschnittswachstum von 7,1 Prozent im vorigen
Jahr 2001 nur noch mit einem Plus von etwa 4 Prozent . Und fügt im Einklang mit
der ADB hinzu : " Aber wir sind recht optimistisch , dass es nicht zu einer
neuen Asienkrise kommt . " Darauf möchte man sich mancherorts nicht verlassen .
Malaysias Ministerpräsident Mahathir Mohamad kündigte eine
Milliarden-Konjunkturspritze an - in banger Erwartung eines mächtigen Dämpfers
durch die schwächelnde US-Wirtschaft . Wie es heißt , wird in Bangkok insgeheim
schon an einem ähnlichen Finanzpaket getüftelt . Bertelsmann : Ein Durchbruch
für Napster Warner und EMI als Retter der Allianz zwischen Bertelsmann und der
Musiktauschbörse Napster ? Fast sieht es so aus . Nachdem sich Warner Music ,
EMI und die Bertelsmann Music Group mit Real Networks zusammengetan haben , um
eine Technik zum Rechtemanagement digitaler Inhalte zu vermarkten , freut sich
Bertelsmann über einen Durchbruch für Napster . Die neuen Partner gründeten mit
MusicNet eine Firma , die nicht exklusive Lizenzen ihrer Musiktitel vertreiben
sollen - und die umstrittene Musiktauschbösre Napster ist der erste Lizenznehmer
. Nach Aussagen von Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff in einem Interview mit
der FAZ wird Napster alle Musiktitel der drei Majors anbieten - und zwar ab dem
1. Juli , wenn die Tauschbörse ihren Abo-Service , über den nur noch lizenzierte
Songs zu bekommen sein sollen , aktiviert habe . Dies stelle den Durchbruch für
die Allianz dar , meinte Middelhoff . Nach seiner Ansicht verteilt sich der
Markt für Online-Musik künftig auf zwei Parteien : MusicNet und damit auch
Napster auf der einen , Sony und Vivendi mit ihrem gemeinsamen Projekt Duet auf
der anderen Seite . Allerdings werde MusicNet den Wettbewerb wegen seiner
Großhandelsfunktion nicht beschränken , meinte Middelhoff . Er betonte außerdem
, dass die Fusionsverhandlungen mit EMI " sehr gut laufen " . " Wenn wir die
Genehmigung für MusicNet bei den Kartellbehörden bekommen , dann haben wir eine
Inhalte-Allianz zwischen AOL Time Warner und Bertelsmann/EMI . " Ob allerdings
Napster eine Überlebenschance mit Lizenzen der drei Majors Warner , EMI und
Bertelsmann Music Group hat , muss sich erst noch erweisen . Zumindest dürften
die Befürchtungen von Bertelsmann , Napster könnte nach Einführung des
kostenpflichtigen Abo-Dienstes durch das Fehlen von Lizenzen für Musiktitel
völlig austrocknen , erst einmal beschwichtigt sein . Sollten sich allerdings
Universal und Sony nicht dazu durchringen können , Napster ebenfalls Lizenzen zu
erteilen , sieht die Zukunft von Napster immer noch recht düster aus . Ein
gewisser Prozentsatz der bisherigen Napster-User dürfte auch einen
kostenpflichtigen Service akzeptieren : Aber nur , wenn alle wichtigen Labels
Lizenzen erteilen , sodass Zugriff auf ihre Songs über Napster möglich ist .
Zumindest Universal hat aber nach der vollzogenen Übernahme durch Vivendi nicht
mehr grundsätzlich etwas dagegen , mit Napster zusammenzuarbeiten . Nokia baut
mit am UMTS-Netz für MobilCom Nach den Abkommen mit Hutchison und Cable &
Wireless Optus kann Nokia gleich drei weitere Großaufträge für die
Mobilfunknetze der dritten Generation an Land ziehen . Neben Ericsson wird der
finnische Handy-Marktführer der zweite UMTS-Ausrüster für das Büdelsdorfer
Unternehmen MobilCom . Von der Hereinnahme Nokias verspricht sich MobilCom einen
verbesserten Zugang zu UMTS-Endgeräten und vom Netzstart an eine breitere
Auswahl an Anwendungen . Beide Lieferanten beabsichtigen laut MobilCom , auch
die Finanzierung des Netzaufbaus anteilig zu übernehmen . Orange ist die
Mobilfunktochter von France Telecom ; der französische Telecom-Konzern ist auch
mit 28 Prozent an MobilCom beteiligt . In Frankreich operiert Orange noch unter
dem Namen Itineris . Danach wird Nokia neben Alcatel in Großbritannien und
Frankreich das Kern- und das Access-Netzwerk für Orange bauen . CDU : Die neue
Internet-Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion , Martina Krogmann , hat im
Vorfeld der am heutigen Dienstag in Bonn stattfindenden Anhörung zum neuen
Entwurf für eine Telekommunikations-Überwachungsverordnung ( TKÜV ) die Pläne
der rot-grünen Bundesregierung scharf kritisiert . Ihrer Meinung nach sind vor
allem die Auflagen für Internet-Provider , die auf eigene Kosten zum großen
Lauschangriff auf die E-Mail-Kommunikation ihrer Kunden gezwungen werden sollen
, " unverhältnismäßig " hoch . Die Verordnung sei insgesamt " sachlich verfehlt
" , da sie das Leitbild der " klassischen Telefonie " auf das Internet übertrage
. Krogmann , die Mitte Februar zur Internet-Expertin der Konservativen befördert
wurde , zweifelt vor allem an , ob und inwieweit durch die Installation eines
teuren Überwachungsapparates mit jederzeit verfügbaren Schnittstellen für die
Strafverfolger " überhaupt in nennenswertem Umfang Erkenntnisse gewonnen werden
können " . Verschlüsselungsprogramme würden es den staatlichen Stellen
schließlich " nahezu völlig unmöglich machen " , den Inhalt elektronischer
Botschaften zu lesen . Da die Software teilweise kostenlos im Netz verfügbar sei
, hätten auch Kleinkriminelle die Gelegenheit , ohne Kenntnis des Staates
miteinander zu kommunizieren . Aber auch die problemlose Möglichkeit zur
Anonymisierung der Nutzer durch Dienste wie Safeweb erschwere die Zuordnung
abgefangener Daten . Krogmanns Folgerung : Vor diesem Hintergrund stelle sich
deutlich die Kosten-Nutzen-Problematik . Der vorliegende Entwurf für eine TKÜV
dürfe daher in seiner jetzigen Form keinesfalls bestehen bleiben . Die Verfasser
des Entwurfs - eine vom alten Post- ins Wirtschaftsministerium übergewechselte
Truppe von Telefon-Abhörspezialisten - behaupten dagegen , mit den
Ausnahmeregeln für kleine Provider und die Betreiber von Nebenstellenanlagen
oder Firmennetzwerken bereits den gesamten vom Gesetzgeber vorgegebenen
Spielraum ausgeschöpft zu haben . Die Abhörverpflichtungen sind vor allem im
Telekommunikationsgesetz ( TKG ) sowie im " Geheimdienstgesetz " G 10 , in §100
der Strafprozessordnung und dem Außenwirtschaftsgesetz angelegt . Laut Krogmann
ist es allerdings " unzutreffend , dass das Telekommunikationsgesetz eine so
weit reichende Regelung zwingend vorschreibt . " In Wirklichkeit biete das TKG
einen weiten Spielraum , der " im Interesse des IT-Standorts Deutschland "
genutzt werden sollte . Die CDU-Parlamentarierin ist mit ihrer Kritik nicht
allein . Bereits gleich nach der Veröffentlichung der Pläne der Bundesregierung
durch Telepolis äußerten sich Wirtschaftsverbände wie der BITKOM , der
Bundesverband der Deutschen Industrie ( BDI ) sowie der Verband der deutschen
Internet-Wirtschaft Eco empört über den neuen TKÜV-Entwurf . Die Reaktionen aus
der Wirtschaft reichten von " geschockt " bis " nichts dazugelernt " . Auch
Vertreter der FDP und der Bündnisgrünen distanzierten sich von der Verordnung in
ihrer jetzigen Form . Dass nun auch die in Abhörfragen sonst nicht gerade
zimperliche CDU/CSU-Fraktion Sturm läuft gegen die TKÜV , entbehrt allerdings
nicht einer gewissen Ironie . Schließlich stammt der erste , noch wesentlich
schärfere und völlig an der Netzrealität vorbei schrammende Entwurf aus den
Zeiten der Kohl-Regierung . Die CDU nimmt inzwischen allerdings für sich in
Anspruch , dass eine Partei auch dazulernen dürfe . Offen wird in CDU-Kreisen
inzwischen zugegeben , dass sich die alte Regierung und ihr Kanzler für das
Internet schlicht nicht interessiert hätten . Außerdem habe keiner in der Partei
den technischen Fortschritt ­ etwa im Bereich der Kryptographie ­ vorher gesehen
. SPD will WDR mehr Internet-Angebote erlauben Die SPD-Landtagsfraktion will die
Mediengesetzgebung in Nordrhein-Westfalen reformieren und dem Westdeutschen
Rundfunk ( WDR ) die Ausweitung seines Internet-Angebots erlauben . Dies sehen
die am heutigen Dienstag von der Fraktion einstimmig verabschiedeten Eckpunkte
für eine neue Medienpolitik vor . Ein stärkeres Engagement des WDR im
Online-Bereich sei ein entscheidender Beitrag zur Zukunftssicherung des
öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems , heißt es in dem Papier . Bislang ist
dem WDR nur ein programmbegleitendes Internet-Angebot erlaubt . Die
Zeitungsverleger haben die beabsichtigte Ausweitung der Rechte des WDR bereits
scharf kritisiert . Die Zulassung von Rundfunk- und Medienprogrammen soll nach
den SPD-Vorstellungen künftig von der Vergabe der Übertragungskapazitäten
entkoppelt werden . Den Kabelnetzbetreibern sollten nur noch Rahmenvorgaben für
die Belegung von Kabelplätzen gemacht werden . Bisher ist die Landesanstalt für
Rundfunk für die Vergabe der Plätze zuständig . Außerdem will die SPD die
Medienaufsicht straffen . Die verfassungsrechtlich notwendigen Entscheidungen
sollten von einer nur noch 15 Mitglieder großen Landesmedienkommission getroffen
werden . Die Mitglieder dieser Kommission sollen mit Zwei-Drittel-Mehrheit vom
Landtag gewählt werden . Offenes Netzforum diskutiert " Bildung für freie Bürger
" Die den Bündnisgrünen nahe stehende Heinrich-Böll-Stiftung hat ein offenes
Webforum gestartet , in dem interessierte Surfer gemeinsam mit den Initiatoren
ein eManifest zum Thema " Bildung für freie Bürger " verfassen können . Während
der dreitägigen Tagung , für die sich die Böll-Stiftung die Unterstützung der
debis AG und der Alfred Herrhausen Gesellschaft für internationalen Dialog
gesichert hat , stehen Fragen nach der Zukunft des Copyrights in der
Netzgesellschaft , nach der Wissensproduktion und der Verteilung von Wissen im
Mittelpunkt . Thesen entwerfen und über die Vorschläge anderer Autoren und
Diskussionsteilnehmer abstimmen kann jeder Netzbürger , der sich bei dem Forum
anmeldet . Gedanken machen dürfen sich die Surfer auch über mögliche
Finanzierungsformen der Aus- und Weiterbildung . Das Besondere an dem
gemeinsamen Autoren-Projekt sind die technischen Spielregeln . Innerhalb der
Verfassungsprinzipien darf jeder User seinen Senf zum Manifest dazugeben . Nur
Sexismus , Rassismus und Hassparolen sollen draußen bleiben . Die Textvorschläge
stehen jeweils 48 Stunden zur Diskussion . Kurz vor dem Start des Kongresses
wird das Manifest redaktionell überarbeitet und eine namentliche Endabstimmung
durchgeführt . Die Software für die "Open-Content"-Weblösung wurde nach Angaben
der Böll-Stiftung extra für das eManifest entwickelt . Die ersten
Green-Card-Inhaber können wieder einpacken Hände ringend suchten Konzerne aus
der IT-Branche und junge Firmen aus der New Economy während des vergangenen
Jahres ausländische Fachkräfte , die sie mit der Green-Card-Regelung der
Bundesregierung nach Deutschland zu locken hofften . " Sind sie Inder ? " ,
fragte beispielsweise das Berliner Startup datango vor gut zehn Monaten
provokant auf Plakaten - und landete einen PR-Coup . Doch jetzt , da die
Wachstumsträume zahlreicher Firmen am Platzen sind , dürfen die ersten "
GreenCardler " ihre Siebensachen schon wieder einpacken : Die Berliner Canto
Software AG hat zwei erst vor einem halben Jahr angeworbene Informatiker - einen
aus der Ukraine und einen von der Elfenbeinküste - noch während der Probezeit
von heute auf morgen vor die Tür gesetzt . Die 1990 gegründete Firma , die sich
mit der viel gelobten Produktreihe " Cumulus " zur Verwaltung von
Multimedia-Dateien einen Namen gemacht hat , gibt sich bedeckt zu den
Hintergründen der Entlassungen . " Wir befinden uns in einer Phase der
Umstrukturierung " , lautet der kurze Kommentar der Unternehmenssprecherin
Sharron Sawyer . Ob weitere Angestellte ihren Hut nehmen müssen , ist bisher
unklar . Herauskristallisiert hat sich aber , dass es sich bei der Aktion nicht
um einen Aprilscherz handelt . Am morgigen Mittwoch will Canto trotz der sich
nach wie vor verschlechternden Stimmung am Neuen Markt die Wirtschaftspresse
über " die wirtschaftliche Substanz " sowie den " geplanten Börsengang " der
Firma informieren . Die Kündigung der ausländischen Fachkräfte kommt auch
deswegen überraschend , weil Canto lange als Vorzeige-Unternehmen gerade im
Bereich Mitarbeitermotivation galt . Die redegewandte Unternehmerin , die auch
Schatzmeisterin bei der Initiative D21 ist und während der auflebenden
Gründerzeit von einer Podiumsveranstaltung zur nächsten gereicht wurde , führte
sogar Fußmassagen für ihre Angestellten ein , um ihnen das Arbeiten so angenehm
wie möglich zu machen und sie ans die Firma zu binden . Die nun vor die Tür
gesetzten Green-Card-Informatiker , die bei Canto für ein nicht gerade üppiges
Jahresgehalt in Höhe von 65000 Mark arbeiteten , suchen nun verzweifelt nach
einem neuen Job in Deutschland . Ihre letzte Hoffnung besteht darin , eventuell
bei einer anderen Mitgliedsfirma von D21 unterzukommen . Der von der
Bundesregierung und von der Wirtschaft gemeinsam getragenen
Vernetzungsinitiative gehören Unternehmen wie Brokat , Cisco , Intel , Intershop
oder Siemens an . Linux und Windows 2000 machen Novell Probleme Nach einen
äußerst erfolgreichen Geschäftsjahr 1999 und ausgezeichneten Zahlen für das
erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres sah sich Novell gestern nach
Börsenschluss gezwungen , eine Gewinnwarnung für das zweite Quartal zu geben .
Man rechne nur noch mit einem Gewinn von 8 Cent pro Aktie - im ersten Quartal
2000 waren es noch 13 Cent pro Aktie und im zweiten Quartal 1999 11 Cent pro
Aktie . Die endgültigen Zahlen will Novell am 23. Mai nach Börsenschluss bekannt
geben . Damit liegt die NetWare-Company überraschend weit unter den Erwartungen
der Wall Street . Die Börsianer hatten mit einer Steigerung des Gewinns auf rund
16 Cent pro Aktie im zweiten Quartal gerechnet . Schlimmer noch : Die bekam
Novell von Caldera , nachdem der Linux-Spezialist mit Microsoft einen Vergleich
in der Auseinandersetzung um die Behinderung von DR-DOS geschlossen hatte . Ohne
diese Einmalzahlung von Caldera hätte Novell im zweiten Quartal praktisch
überhaupt keinen Gewinn gemacht . Nach Angaben von Novell ist ein "
signifikanter Rückgang bei den Verkäufen " der hauptsächliche Grund für die
unerwartet geringen Umsätze . Außerdem sei das Geschäft mit den Site-Lizenzen
für große Unternehmen rückläufig . Etwas widersprüchlich formuliert Novell aber
die Gründe für die niedrigeren Umsätze : So heißt es in einer Erklärung , man
glaube , dies auf Management- und Organisationsprobleme zurückführen zu können .
Gleichzeitig meinte die Firma allerdings auch , man sei mit schwachen Verkäufen
über die weltweiten Distributionskanäle auf Grund der Einführung von Windows
2000 und des schnell wachsenden Interesses für Linux konfrontiert . Außerdem
stellten viele Partner auf ein Application-Service-Provider-Modell um ; in
diesem boomenden Markt müsse Novell erst noch Bewusstsein für die eigenen
Produkte schaffen . Man habe gerade erst angefangen , in diesen Bereich zu
investieren . Auch Novells Finanzchef Dennis Raney erklärte , Kunden hätten
Anschaffungen unter anderem wegen des enormen Schubs für IBMs Linux-Angebote und
für Windows 2000 verschoben . Raney betonte , Novell müsse schnell die neue
Produktstrategie für Internet-Dienste umsetzen und Bewusstsein über die Angebote
Novells in diesem Markt schaffen . Taiwanische LAN-Hersteller mit neuem
Glasfasersystem 3M konnte ein Konsortium von 14 taiwanischen Netzwerkherstellern
dafür gewinnen , das hauseigene Steckersystem für LAN-Glasfaserleitungen
einzusetzen . Vor allem Backbone-Leitungen und LAN-Umgebungen , in denen es auf
möglichst hohe Datenraten oder Störsicherheit ankommt , waren bislang die Domäne
von Glasfaserkabeln . Die Lichtwellenleiter gelten vielfach immer noch als zu
teuer und zu kompliziert bei der Konfektionierung , um sie zu einer ernsthaften
Alternative zu Kupferkabeln im lokalen Netzwerk zu machen . Trotz der
unbestreitbaren technischen Vorteile der Glasfaser arbeiten die meisten LANs mit
Twisted-Pair-Kabeln der Kategorie 5 oder gar noch mit Koax-Kabeln . Die
Industrie , vor allem die Hersteller von Stecker-Systemen und Kabeln , setzt
aber alles daran , durch Vereinfachung der Konfektionierung und bessere
Verbindungstechniken die Situation zu Gunsten der Glasfaser zu ändern . Vor
allem 3M mit VF-45 Volition und AMP mit MT-RJ wollen mit neuen Systemen die
bisherigen SC- und ST-Stecker für Glasfaserleitungen im Netzwerk ablösen . Beide
Techniken zielen darauf ab , die Arbeitskosten und Materialkosten deutlich zu
reduzieren und die Portdichte durch einen geringeren Platzbedarf der Buchsen und
Tranceiver zu erhöhen . Beide Hersteller konnten schon einige große Firmen aus
der Netzwerk- und Mikroelektronikbranche für ihre jeweiligen Systemen gewinnen .
Durch die Vereinbarung mit dem taiwanischen Konsortium hat 3M nun einen Erfolg
für sein Verbindungssystem verbucht . Die Vereinigung ist darüber hinaus der
Ansicht , dass sich weitere Firmen anschließen werden und der Einfluss des
Konsortiums bei der Durchsetzung des 3M-Glasfasersystems zunehmend größer wird .
Die beteiligten Unternehmen wollen im Juni mit der Auslieferung von Produkten
für Glasfasernetze mit VF-45-Verbindern starten . Bertelsmann verschiebt
Börsengang von BOL Nach dem Kursdebakel von Lycos Europe und anderen
Internet-Unternehmen verschiebt der Bertelsmann-Konzern den Börsengang seines
Online-Shops Bertelsmann Online ( BOL ) . Das Tochterunternehmen , das als
Internet-Buchladen gestartet war und inzwischen etwa auch Musik und Geschenke
vertreibt , werde zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht an die Börse geführt , gab
der Bertelsmann-Multimedia-Vorstand Klaus Eierhoff am Mittwoch in Gütersloh
bekannt . Diese Entscheidung sei im Einvernehmen mit der konsortialführenden
Bank Dresdner Kleinwort Benson getroffen worden . Der Börsengang von BOL war
ursprünglich für Mai oder Juni vorgesehen . Nach Auffassung Eierhoffs ist
derzeit kein ideales Kapitalmarkt-Umfeld für die Internet-Werte gegeben , " bei
dem die Wachstumsstärke von bol.com ausreichend gewürdigt würde " . Der Ausbau
und die Internationalisierung von bol.com werde aber mit unverminderter Kraft
fortgesetzt , betonte er . Ende Februar hatte Heinz Wermelinger ,
Vorstandsvorsitzender von BOL International , noch erklärt : Erst Ende März war
Bertelsmann mit Lycos Europe , einem Netzwerk von Internet-Marken , an die Börse
gegangen . Lycos war nach seinem Start zeitweise deutlich unter den
Aktien-Emissionskurs gerutscht , außerdem gab es teilweise heftige Kritik am
Vorgehen Bertelsmanns bei dieser Neu-Emission . Die Verwendung von Chipkarten im
Gesundheitswesen geht in eine neue Runde - nicht bei den Versicherten , aber bei
den Ärzten . Wie Gottfried Dietzel , Leiter der Projektgruppe Telematik im
Bundesgesundheitsministerium , zum Auftakt der am 4. und 5. Mai in Berlin
stattfindenden Abschlusskonferenz für das Global Healthcare Applications Project
( GHAP ) mitteilte , hat sich eine Expertenrunde von Vertretern der G8-Länder
jetzt auf eine gemeinsame Interoperabilitäts-Spezifikation für die Health
Professional Card ( HPC ) verständigt . Die HPC ist ein elektronischer
Ärzteausweis in Form einer SmartCard , der auf dem Cover den Namen , ein Foto
und die Kennnummer des Arztes enthält , dank des Prozessors auf der Karte aber
auch digitale Signatur- , Authentisierungs- und Verschlüsselungsfunktionen
übernimmt . Der Ausweis soll in erster Linie in Praxen und Krankenhäusern
genutzt werden und dient dem sicheren Dokumentenaustausch sowie zur Sicherung
der Kommunikation über offene Netze . Aus Performancegründen findet die
Verschlüsselung von Dokumenten und die End-zu-End-Sicherung von Online-Dialogen
allerdings nicht auf der Karte selbst , sondern in einem separaten
Security-Toolkit auf den beteiligten Rechnern statt ; die HPC übernimmt nur die
Vereinbarung und Überprüfung der kryptografischen Schlüssel . Die Einigung ist
ein Ergebnis des GHAP-Teilprojekts Internationale Harmonisierung beim Einsatz
von Datenkarten im Gesundheitswesen . " Damit wird in Zukunft der deutsche Arzt
in Japan als Empfänger vertrauenswürdiger medizinischer Informationen anerkannt
werden " , erklärte Dietzel in Berlin . Die HPC ist aber auch die Voraussetzung
für die Einführung einer erweiterten Versichertenkarte . Der Zugriff auf den
geschützten Bereich der Karte ist dann nur dem Arzt mit der HPC möglich .
Weitere Teilprojekte des unter deutscher Federführung stehenden GHAP widmen sich
unter anderem der Telemedizin , der weltweiten Vernetzung von
Public-Health-Datenbanken , dem Aufbau von Referenz-Datenbanken für medizinische
Bilddaten sowie der Aus- und Fortbildung über interaktive TV- und
Multimedia-Programme wie beispielsweise der Internationalen Online-Akademie für
Zahnheilkunde und orale Medizin . Das GHAP-Programm war 1995 von einer
Ministerkonferenz der G8-Staaten als einer von elf Schwerpunkten auf dem Weg zur
" globalen Informationsgesellschaft " ins Leben gerufen worden . Hersteller
sollen Markennamen im Internet sperren dürfen Geht es nach der WIPO ( World
Intellectual Property Organization ) , einer Organisation der UNO , dürfen
Firmen bald Internet-Adresse sperren lassen , die weltweit bekannte Marken- oder
Herstellernamen des jeweiligen Unternehmens benutzen . Nur noch die Hersteller
selbst sollen danach Domain-Namen und Web-Adresse registrieren können , die sich
auf solche dem Markenrecht unterliegende Bezeichnungen beziehen . Diese Regelung
soll weltweit , also für alle Top-Level- und Länder-Domains gelten . Zu ihrer
Durchsetzung schlägt die WIPO eine Art Gerichtshof im Internet vor , der auf
Antrag eines Unternehmens dem Besitzer einer Domain die Adresse entziehen kann ,
wenn sie einem Marken- oder Herstellernamen entspricht . Diese Regelung , die im
Abschlußbericht der Internet-Kommission der WIPO vorgeschlagen wird , würde den
Namenshändlern im Internet gründlich ihr Geschäft vermiesen . Bislang sahen sich
Firmen oft mit der Tatsache konfrontiert , daß ein Markenname schon als
Internet-Adresse registriert war und der Besitzer ihn nur für teueres Geld
hergeben wollte . Gewiefte Händler registrierten in manchen Fällen berühmte
Markennamen schon einmal prophylaktisch in großen Mengen - immer in der Hoffnung
, mit dem entsprechenden Hersteller ins Geschäft zu kommen . Zuerst müssen alle
Mitgliedsstaaten der UN-Organisation zustimmen . Zudem hat die ICANN ( Internet
Corporation for Assigned Numbers and Names ) , die neue Oberaufsicht über
Adressen und Namen im Internet , natürlich auch noch ein Wörtchen mitzureden .
Aktionärs-Schutzgemeinschaft kritisiert Mannesmann-Zerlegung Auf der Versammlung
der noch verbliebenen Aktionäre der Mannesmann-Holding am Montag steht
Vodafone-Chef Chris Gent heftige Kritik ins Haus . Deutsche Aktionärsvertreter
werfen dem britischen Mobilfunkkonzern Wortbruch bei der Mannesmann-Übernahme
vor . Entgegen den gemachten Zusagen werde die Industriesparte Mannesmann Atecs
an Bosch und Siemens verkauft , statt sie an die Börse zu bringen . Dagegen sei
nun ein Börsengang für Mannesmann Arcor im Gespräch , der das Konzept
integrierter Dienste für Mobilfunk und das Festnetz zunichte mache . "
Mannesmann wird im Eiltempo zerlegt und versilbert " , unterstrich Pluta . Die
britische Vodafone-Gruppe habe sich beim Kaufpreis für den Düsseldorfer Konzern
eindeutig übernommen . Außerdem seien Milliarden für neue Mobilfunk-Lizenzen
aufzubringen . " Die UMTS-Lizenzen sind das Eintrittsgeld , um auf den
europäischen Märkten weiter mitmischen zu können " , erläuterte er . Hinzu kämen
nötige Milliarden-Investitionen in die UMTS-Technik . Deshalb versuche Vodafone
weltweit , Kapital zu mobilisieren . " Das zeigt sich an allen Ecken und Enden .
" Er rechne damit , dass die Luxus-Uhren-Sparte von Mannesmann auch bald
verkauft ist . Die Schutzvereinigung will auf der Mannesmann-Hauptversammlung an
diesem Montag den Verkauf des Mobilfunkeranbieters Orange zum Thema machen . Die
verbliebenen Kleinaktionäre , die noch rund ein Prozent des Grundkapitals
hielten , hätten ein Recht auf Information und eine Abstimmung . Vodafone sollte
nun eine Barabfindung für die restlichen Aktien anbieten . Dabei wären wie beim
erfolgten Tausch in Vodafone-Papiere 350 Euro je Mannesmann-Aktie anzusetzen .
Digitale Kommmunikationswege verändern Etikette Der Einsatz digitaler
Kommunikationsmittel wirkt sich bereits auf die Etikette aus . Unangemeldete
Anrufe gelten in der US-Hightech-Branche mittlerweile als Belästigung . Anderen
fernmündlich die eigene Zeit aufzuzwingen gilt zunehmend als unfein . Wenn man
genauso gut eine E-Mail schicken kann , sollte man deshalb niemanden anrufen .
E-Mails sind für den Empfänger auch angenehmer als Faxe , da der Text problemlos
weiterverarbeitet werden kann . Doch das Fehlen sozialer Normen macht sich
bemerkbar . Weltweit formiert sich Widerstand gegen das Kommunikationschaos . Ob
Buchdruck oder Schreibmaschine , ob Telegraf oder Telefon : Jede neue
Kommunikationstechnik löst früher oder später Debatten um ihren sozialen
Gebrauch aus . So wie es zum Anfang des Buchdrucks einem Affront glich , einem
Mann von Stand ein gedrucktes Buch zu offerieren , galt es Mitte der 90er in den
USA noch als unfein , Geburtstags- oder Festtagswünsche per E-Mail zu versenden
. Mittlerweile sind virtuelle Grüße jedoch völlig akzeptabel . Digitale
Kommunikation verändert gleichzeitig das Verhalten der Nutzer . Untersuchungen
zeigen , dass Onliner jedweder Nationalität dazu neigen , in ihren E-Mails
direkter und aufrichtiger zu sein als sonst im beruflichen und privaten Alltag .
Wissenschaftler beobachten eine Absenkung der Hemmschwelle , die dem Verhalten
Maskierter im Karneval gleicht . E-Mail erfordert jedoch wegen der
Dauerhaftigkeit ein größeres Maß an Vorsicht . Sommer : Orange-Übernahme
Panikkauf von France Telecom Ron Sommer , Chef der Deutschen Telekom , ist um
deftige Sprüche nie verlegen . So bedauert er nun France Telecom nach der
Übernahme des britischen Mobilfunkanbieters Orange . Der französische Konzern
hat nämlich nach Ansicht von Sommer viel zu viel für die ehemalige britische
Mannesmann-Tochter bezahlt . Das französische Unternehmen habe " den Panikknopf
gedrückt " , sagte Sommer nach einem Bericht des Daily Telegraph während eines
Besuchs in London . " Orange ist ein gutes Unternehmen " , gab Sommer zu . Es
sei aber höchstens zehn Prozent mehr wert als One2One . Er kritisierte auch ,
dass Vodafone für Orange eine zehnprozentige Beteiligung an France Telecom
bekommt . " Es ist seltsam , wenn man zehn Prozent seiner eigenen Anteile an
einen Konkurrenten vergibt " , wurde Sommer vom Daily Telegraph zitiert . Ein
bisschen allerdings dürfte es sich bei der Kritik von Sommer auch um das
berühmte Pfeifen im Walde handeln . Immerhin entwickelt sich France Telecom zu
einem der schärfsten Konkurrenten der Deutschen Telekom in Europa - und das ,
nachdem ursprünglich schon eine enge Partnerschaft zwischen den Franzosen und
dem rosa Riesen angedacht war . Angesichts dessen mag Sommer etwas Kritik an den
finanziellen Transaktionen des französischen Konzerns für das eigenen Geschäft
förderlich halten ... Internet-Telefonie : Texas Instruments steigt ein Hat das
Telefonieren über TCP/IP und Internet eine Zukunft ? Zumindest sieht es so aus ,
betrachtet man die Aufkäufe von IP-Telefonie-Firmen durch die Großen der
EDV-Branche . Die Übernahme soll in Form eines Aktientauschs erfolgen . Telogy
ist Spezialist für Software , die eine Integration von Daten- und Sprachdiensten
beispielsweise in klassischen IP-Routern ermöglicht . Ende 1998 erst schloß
Telogy eine Vereinbarung mit Nortel , nach der der kanadische
Telekommunikationsgigant die Telogy-Software für die eigenen
Kommunikationsgeräte einsetzt . Ähnliches vereinbarte Cisco Ende Mai dieses
Jahres mit Telogy . Das Interesse von Texas Instruments an Telogy scheint vor
allem darin zu bestehen , die eigenen digitalen Signalprozessoren ( DSP ) besser
auf dem Markt für IP-Telefonie verkaufen zu können . DSPs sind zentrale
Bestandteile , um Paket-orientierte Netze wie das Internet oder Intranets mit
der Fähigkeit für Sprachdienste auszurüsten . Texas Instruments hofft
offensichtlich , durch die Kombination der eigenen DSPs mit der Telogy-Software
ein großes Stück von diesem Kuchen abzubekommen . Rund 24 Prozent der Web-Surfer
geben für die gleichen Produkte und Dienstleistungen , die sie zuvor in realen
Geschäften gekauft haben , beim Einkaufen online mehr Geld aus . Dies ist das
Ergebnis einer Umfrage des amerikanischen Marktforschungsunternehmens NFO
Interactive . Über 24 Prozent der Online-Shopper wollen nach dieser Studie ihre
Einkäufe zunehmend ins Web verlagern : Sie würden nach eigenen Aussagen in
Zukunft weniger Geld in normalen Geschäften und dafür mehr in Internet-Shops mit
dem gleichen Produktangebot ausgeben . Bestätigen sich diese Zahlen , könnten
sie die oft geäußerte Vermutung , E-Commerce würde für die Anbieter nur zu einer
Verlagerung ihrer Umsätze führen , zumindest teilweise widerlegen . NFO
Interactive führte die Umfrage online durch . e-Business-Magazin der
Wirtschaftswoche am Ende Die Verlagsgruppe Handelsbatt hat mit sofortiger
Wirkung ihr Vorzeigeprojekt rund um die " Neue Wirtschaft " nach vier Monaten
Marktlaufzeit eingestellt : Das Heft e-Business war als Ableger der
Wirtschaftswoche im März gestartet ; der Verlag hatte es als " Magazin für die
Internet-Wirtschaft " positioniert . Die Düsseldorfer hatten beweisen wollen ,
dass die Umstellung auf das digitale Business keine Eintagsfliege ist und dass
sich damit auch im Medienmarkt Geld verdienen lässt . Doch jetzt hat die
Geschäftsführung nach Absprachen mit dem Aufsichtsrat das Objekt abrupt beendet
- die Ausgabe vom gestrigen Montag wird zugleich die letzte sein . Als Grund für
das Scheitern nennt die Verlagsgruppe die schlechte Marktlage im IT-Bereich
sowie die daraus folgenden Einbrüche bei den Werbeschaltungen . " Die Aussichten
für den Anzeigenbereich sind mittelfristig sehr vage " , erläutert
Firmensprecher Andreas Knaut . " Das haben wir so nicht erwartet . " Dass der
Rücklauf bei den Buchungen im zweiten Quartal so stark zugenommen habe , hätte
die Verlagsleitung im ersten Quartal nicht absehen können . Das Heft sei in
einer Zeit lanciert worden , in der die Krise der New Economy bereits deutlich
zu spüren gewesen sei . Die Produktplaner hätten die Prognosen für den
Anzeigenmarkt schlicht falsch eingeschätzt . Die rund 40 Mitarbeiter in der
Münchner Stammredaktion und mehreren Korrespondentenbüros trifft die Einstellung
des Magazins aus heiterem Himmel . Erst im Mai hatte e-Business-Herausgeber und
Wirtschaftswoche-Chefredakteur Stefan Baron fünf Redakteure und drei weitere
Angestellte in München entlassen . Damals gab er die Parole aus , dass der Job
aller , die das " Massaker " überlebt hatten , sicher sei . Mit " erstklassigen
Nachrichten und Hintergrundinformationen " wollte Baron so e-Business zum
Marktführer im Sektor der Magazine rund um die vernetzte Wirtschaft machen .
Verkauft hatten sich am Kiosk rund 10.000 Exemplare pro Ausgabe . Insgesamt
beziffert der Verlag die Auflage mit einer Größe zwischen 25.000 und 30.000
Stück . Bei einem gerade erfolgten Copytest , so Knaut , habe das Heft "
hervorragend bei der Leserschaft abgeschnitten " . Die Ironie an der Geschichte
ist , dass Baron sein Ziel von der Marktführerschaft jetzt fast erreicht hätte :
Auch e-Market trägt damit der " schlechten Entwicklung des Anzeigenmarkts
Rechnung " . Ob das Heft nach dem Aus für den Wirtschaftswoche-Ableger
fortgeführt wird , ist bislang noch unklar . Nach Verlagsangaben sei vorläufig
eine " sichere Basis " für das Magazin und die Redaktion erreicht worden . Doch
das hatten die e-Business-Mitarbeiter bis gestern auch noch geglaubt . Gerüchte
hatte es zwar bereits seit längerem gegeben , dass der lange Atem der
Verlagsgruppe Handelsblatt in einen Hustenanfall ausarten könnte . Doch mit der
in eine aktuelle Unternehmens-Rundmail neben Verkaufsanzeigen für ein "
3-Sitzer-Sofa " und einen " Denon-Verstärker " eingebauten Nachricht von der
Einstellung des Blattes hatte dann doch so schnell keiner gerechnet . Momentan
verhandelt der Betriebsrat in München mit der Geschäftsführung über die
geplanten Entlassungen . " Die Redaktion wird aufgelöst " , lässt Knaus keinen
Zweifel am Schicksal der Truppe . Man bemühe sich aber um einen " fairen
Ausstieg " . Der eine oder andere Redakteur könne sicher auch im Hause der
Verlagsgruppe weiter beschäftigt werden . Allzu viel Spielraum wird der
Verlagsgeschäftsführung bei Umschichtungen allerdings nicht bleiben . Auch der
Umfang der Wirtschaftswoche ist im letzten Quartal anzeigenbedingt kräftig
geschrumpft . Und gerade die Tele-Börse , das Anlegermagazin des Hauses , "
leidet " , wie Knaus zugibt . Intershop steigert Umsatz und macht Gewinn Die
Intershop Communications AG , 1992 in Jena als NetConsult gegründeter Spezialist
für E-Commerce- und Webshop-Software , hat bei anhaltendem Umsatzwachstum im
zweitem Quartal erneut schwarze Zahlen geschrieben . " Wir sind sehr zufrieden
mit der Umsatz- und Gewinnentwicklung in diesem Quartal " , meinte
Finanzvorstand Wilfried Beeck . " Wir haben nicht nur zum zehnten Mal
hintereinander ein deutliches Wachstum gezeigt , sondern Umsatz und Ertrag haben
abermals unsere Erwartungen übertroffen . " Sie seien der treibende Faktor für
den Erfolg im zweiten Quartal , hieß bei Intershop . Ein deutlicher
Umsatzbeitrag sei auch aus Asien gekommen , wo innerhalb weniger Monate nach dem
ersten Auftritt von Intershop bereits acht Prozent des Gesamtumsatzes erzielt
worden seien . Das Unternehmen beschäftigt momentan etwa 750 Mitarbeiter , die
meisten davon in Jena . Dort sollen in diesem Jahr 200 neue Beschäftigte
eingestellt werden . Microsoft beantragt Abweisung privater Kartellrechtsklagen
In Verfahren vor dem Bezirksgericht des 4. US-Justizbezirks in Baltimore
beantragte Microsoft gestern , 62 Klagen von Privatleuten gegen den
Softwarekonzern abzuweisen . 37 dieser Privatklagen waren zu einem Verfahren
zusammengefasst worden . In den Klagen wird Microsoft Verletzung des
Wettbewerbsrechts vorgeworfen ; sie waren in der Folge des Kartellprozesses
eingereicht worden , in dem sich das US-Justizministerium und Microsoft vor den
US-Gerichten gegenüberstehen . In den Verfahren geht es den Klägern darum , dass
Microsoft von Kunden überhöhte Preise für seine Software verlangt habe .
Microsoft argumentiert nun mit Urteilen in anderen Prozessen , nach denen ein
Hersteller nicht für die Preise verantwortlich gemacht werden könne , die
Verbraucher bei Zwischenhändlern oder beim Kauf eines Computers mit
Microsoft-Software bezahlt hätten . Die Kläger in allen Verfahren hatten die
Programme nicht direkt bei dem Software-Konzern gekauft . Die Redmonder beziehen
sich nach einem Bericht des Wall Street Journal bei ihrer Argumentation auf eine
Grundsatzentscheidung des obersten US-Bundesgerichts , in dem eine Baufirma vom
Vorwurf der überhöhten Preise freigesprochen wurde , den der US-Bundesstaat
Illinois erhoben hatte . Die Firma hatte ihre Produkte für ein Bauprojekt in
Illinois nicht direkt , sondern an Zwischenhändler und Kontraktfirmen verkauft .
Über 130 Privatklagen wegen Verletzung des Kartellrechts durch überhöhte Preise
sind gegen Microsoft momentan anhängig ; schon zuvor waren aber einige Gerichte
der Argumentation der Redmonder gefolgt und hatten einzelne Verfahren gegen den
Software-Konzern eingestellt . Einen Einfluss auf den Fortgang des
Kartellprozess gegen Microsoft haben die Entscheidungen der Gerichte in diesen
Fällen allerdings nicht . Dort wird im September die Entscheidung erwartet , ob
über die Berufung Microsofts gegen das Zerschlagungs-Urteil der ersten Instanz
direkt vor dem obersten Bundesgericht verhandelt wird . EU eröffnet erstmals
Wettbewerbsverfahren gegen Microsoft Die EU-Kommission hat am heutigen
Donnerstag in Brüssel ein förmliches Wettbewerbsverfahren gegen Microsoft
eröffnet . Der Konzern werde verdächtigt , seine marktbeherrschende Stellung bei
der Software für PC-Betriebssysteme missbraucht zu haben , um auch bei
Server-Software zu dominieren , sagte eine Sprecherin des obersten
Wettbewerbshüters der EU , Mario Monti . Microsoft habe nach Marktuntersuchungen
bei PC-Betriebssystemen mit einem Marktanteil von rund 95 Prozent eine Stellung
als Quasi-Monopolist . Microsoft versuche nun , auf dem Markt für größere
Unternehmensrechner Fuß zu fassen . Der Kommission liegt nach eigenen Angaben
eine Wettbewerbs-Beschwerde des US-Software-Unternehmens Sun Microsystems vom
Dezember 1998 vor . Sun habe dabei auch beklagt , Microsoft sei bei der
Lizenzvergabe diskriminierend vorgegangen und habe grundsätzliche Informationen
über das Windows-Betriebssystem verweigert . In der Erklärung der Kommission zur
Eröffnung des Verfahrens heißt es , die meisten PCs seien heutzutage über Server
in Netzwerken miteinander verbunden . Wörtlich führt die Kommission aus : Ohne
interoperable Software und auf Grund der überwältigenden Dominanz von Microsoft
auf dem Markt für PC-Betriebssysteme müssen die mit Windows-Betriebssystemen
ausgerüsteten Computer de facto Windows-Server-Software verwenden , wenn sie
eine vollkommene Interoperabilität erreichen wollen . Die Kommission kommt zu
dem Schluss , dass " Microsoft der Verpflichtung zur Offenlegung ausreichender
Interface-Informationen über das PC-Betriebssystem nicht nachgekommen ist " .
Microsoft habe Informationen an Wettbewerber nur nach Gutdünken und auf
diskriminierende Weise weitergegeben beziehungsweise sich geweigert ,
Wettbewerbern Interface-Informationen zur Verfügung zu stellen . Bei den
Untersuchungen geht es erst einmal um die Betriebssysteme Windows 95 , 98 und NT
4 . Allerdings untersuchen die EU-Wettbewerbshüter seit Februar bereits , ob die
Bündelung von verschiedenen Varianten des neuen Betriebssystems Windows 2000 im
Gegensatz zu den Wettbewerbsregeln der EU stehen könnte - dies hat aber noch
nicht zur Eröffnung eines förmlichen Verfahrens geführt . " Im Kern geht um den
gleichen Vorwurf " , sagte aber ein Sprecher von Monti . Die Kommission
eröffnete mit diesem Schritt erstmals ein förmliches Wettbewerbsverfahren gegen
den US-Konzern . Allerdings unterscheide sich dieses Verfahren vom
Kartellprozess gegen Microsoft in den USA : Im dortigen Prozess gehe es darum ,
dass Microsoft seine beherrschende Stellung bei PC-Betriebssystemen durch
wettbewerbswidrige Maßnahmen zementieren wolle . Das nun eingeleitete Verfahren
der EU behandle dagegen die Ausdehnung der Microsoft-Monopolstellung auf den
Server-Bereich , erklärte die EU-Kommission . Siemens kommt mit der
Handy-Produktion nicht mehr nach Siemens will in die Spitzengruppe der drei
weltgrößten Handy-Anbieter vorstoßen - bislang führt Nokia diese Liste an ,
gefolgt von Motorola und Ericsson . Dazu will der Müncher Elektronik-Konzern
seine Fertigung kräftig aufstocken . Die eigenen Kapazitäten reichten nicht mehr
aus , erklärte Rudi Lamprecht , Vorstandschef des Mobilfunkbereichs , am
heutigen Donnerstag in München . Man habe bereits in der Vergangenheit Teile der
Computerproduktion an Flextronics abgegeben und gute Erfahrungen gemacht ,
betonte Lamprecht . Derzeit werde eine Auslagerung der Produktion von bis zu 40
Prozent angepeilt , sagte Lamprecht . " Wie sind nach wie vor optimistisch und
nehmen von unseren Zahlen nichts zurück . " Die Summe soll sich gleichmäßig auf
die Bereiche Entwicklung , Fertigung und Marketing verteilen . Auf dem Reich der
Mitte ruhten große Hoffnungen der Siemens-Tochter . Bereits in den kommenden
zwei Jahren wolle man dort " ein Viertel des gesamten ICM-Umsatzes erzielen " ,
sagte der Siemens-Mobile-Chef . Im Januar 2001 will Siemens auch auf dem
amerikanischen Markt starten . Hinsichtlich der dortigen Investitionshöhe hüllte
sich Lamprecht in Schweigen , meinte aber , der Betrag falle geringer aus als in
China . heise online mit neuer Technik - Webserver im Umzugskarton Viele Leser
von heise online werden es bemerkt haben : Am gestrigen Mittwoch und heutigen
Donnerstag arbeiteten vor allem die Foren zu Newsticker-Meldungen und Artikeln
aus c't , iX oder Telepolis nur langsam , während die Meldungen und Artikel
selbst recht zügig ausgeliefert wurden . Der Grund ist schnell erklärt : heise
online zieht im laufenden Betrieb um und setzt gleichzeitig die neue Technik für
den Web-Server ins Werk . Die Maschine ist mit vier 400-MHz-Prozessoren (
UltraSPARC-II ) ausgerüstet , denen zwei GByte Hauptspeicher zur Seite stehen .
Die E450 stand beim kpnQuest-POP in Hannover und war mit einer 34-MBit-Leitung
an den zentralen Backbone von kpnQwest angebunden . Im Hintergrund werkeln auf
dem Web-Server noch eine MySQL-Datenbank und ein NNTP-Server ( DNews ) , die für
die Bedienung der Newsticker-Foren zuständig sind . Schon vor zwei Wochen nun
vollzog sich , von außen weit gehend unbemerkt , der erste Teil des Umzugs .
Beim neuen Provider von heise online , der Firma Plus.line , ging ein
Server-Cluster mit zwei Load-Balancern in Betrieb , auf dem anfangs allerdings
noch nicht die Newsticker-Foren und auch nicht Telepolis liefen . Diese blieben
vorerst auf der E450 in Hannover - die Load-Balancer waren neben der Bedienung
des Clusters dafür zuständig , Anfragen an die Foren von Frankfurt nach Hannover
auf die E450 umzuleiten . Am Dienstag dieser Woche dann wurde hilfsweise der
Vorläufer der E450 , ein Sparc-Clone mit vier 125-MHz-Prozessoren , in den
Cluster in Frankfurt aufgenommen , um die Newsticker-Foren zu beherbergen . Da
MySQL und der NNTP-Server eine hohe Prozessorlast erzeugen , führte dies in der
Konsequenz dazu , dass die Arbeit mit den Foren über das Internet durch die
langsamere Maschine behindert wurde . Heute nun zog die E450 physisch um : Nach
dem Transport von Hannover nach Frankfurt geht sie im Laufe des Abends innerhalb
des Clusters in Betrieb und wird die Newsticker-Foren wieder übernehmen . Im
dann abgeschlossenen Ausbau des Clusters , der als Web-Server für heise online
dient , arbeiten vier Linux-Rechner mit jeweils zwei Pentium-III-Prozessoren (
650 MHz ) . Jedes dieser Systeme ist mit einem GByte Speicher ausgestattet .
Dazu kommt die E450 mit Solaris und der bereits existierenden
Hardware-Ausstattung . Angesteuert wird der Cluster über zwei Load-Balancer von
F5 ( BIG/ip HA ) - einer davon ist für die Lastverteilung auf die Rechner
innerhalb des Clusters zuständig , das zweite Gerät dient als Fallback im Falle
eines Ausfalls des ersten BIG/ip . Die Synchronisierung der Daten auf die
einzelnen Maschinen des Clusters besorgt eine eigens selbstentwickelte Anwendung
. Verbunden sind die Maschinen des Clusters untereinander und mit den
Load-Balancern über ein geswitchtes 100-MBit-Ethernet ; an den zentralen
DE-CIX-Knoten ist der Cluster ebenfalls mit 100 MBit/s angebunden . Im Laufe des
heutigen Abends wird der Cluster vollständig sein und alle Aufgaben des
Web-Servers von heise online übernehmen . Dann arbeiten auch die Newstickerforen
wieder mit angemessener Geschwindigkeit - die gesamte Installation
einschließlich der neuen Netzwerkanbindung sollte dann bei der Auslieferung von
rund 1,5 Terabyte an Daten pro Monat zügiger zur Sache kommen und größere
Reserven für hohe Zugriffslasten haben als die bisherige Single-Server-Lösung .
UMTS-Auktion gewinnt an Fahrt Mit deutlich höheren Geboten und schnelleren
Bietphasen hat die Auktion der UMTS-Mobilfunklizenzen am heutigen Donnerstag
nach zögerlichem Beginn mehr Schwung bekommen . Ein Ende der bislang größten
Versteigerung in Deutschland ist derzeit allerdings noch lange nicht absehbar .
Alle sieben Bewerber , darunter auch die vier deutschen Mobilfunkbetreiber ,
befinden sich weiter im Rennen . Insgesamt werden zwölf Frequenzblöcke ( a fünf
Megahertz ) versteigert . Mindestens zwei Pakete müssen , höchstens drei dürfen
ersteigert werden . Daraus ergibt sich eine Gesamtzahl von vier bis sechs
UMTS-Lizenzen . Enttäuschende Internet-Berichterstattung aus dem US-Wahlkampf
Die Revolution fand nicht statt . Das Internet sollte den Wahlkongress der
Republikaner zum Auftakt der heißen Phase des Wahlkampfs um die
US-Präsidentschaft so radikal verändern wie es das Fernsehen vor 50 Jahren tat .
Doch die groß angekündigte Berichterstattung rund um die Uhr war enttäuschend .
Die im Internet übertragenen daumengroßen Videobilder vom Parteitag waren meist
verwackelt , und die Leitungen brachen oft zusammen . Auch mit der Aktualität
haperte es . Selbst auf der offiziellen Webseite der Republikaner wurde der
Auftakt des Kongresses verschlafen . Groß angekündigt waren unter anderem die
360-Grad-Kameras der Webseite Pseudo.com , die Internet-Nutzern nie dagewesene
Einblicke liefern sollten . Doch viele Interessierte scheiterten am ersten Tag
bei dem Versuch , die Bilder zu laden . Zudem mussten erst mehrere
Zusatzprogramme in den Computer geladen werden , bevor die Kamera ihren Dienst
tat . Dann ließen sich die Kameras zwar leicht mit Hilfe der Maus steuern und
lieferten auch Bilder aus jedem Winkel , doch sie erinnerten in ihrer Qualität
an die Fernsehaufnahmen der ersten Mondlandung . Die Aufnahmen waren daumengroß
, zu dunkel und ließen nur gelegentlich Personen erkennen . Zudem gab es
keinerlei Ton . Auch die im Netz live übertragenen Reden der Delegierten konnten
qualitativ nicht überzeugen , boten aber immerhin die Möglichkeit , sich auch
die Reden anzusehen , die von den meisten Fernsehsendern nicht übertragen wurden
. Ein Plus waren auch die Texte der Reden , die sehr schnell ins Netz gestellt
wurden und damit jederzeit abrufbar waren . In den zahlreichen Chatrooms hielt
sich die Beteiligung eher in Grenzen . Auch die vom Diskussionsforum
speakout.com angekündigte Live-Umfrage zu den Reden fand wenig Begeisterung .
Ein großes Problem stellte für die zahlreichen Webseiten die Aktualisierung
ihres Angebots dar . Zwar arbeiteten diesmal fast tausend Online-Journalisten
auf dem Parteitag , doch in mehreren Fällen boten die Texte alte News . So
vermeldete die Webseite der Republikaner noch Stunden nach Beginn des
Parteitages , dass " wenige Tage " vor Beginn nun die letzten Vorbereitungen für
den Kongress liefen . Ansonsten verwiesen die Republikaner auf ihrer Webseite
gopconvention.com auf die 360-Gradkamera von Pseudo.com . Die meisten Webseiten
hatten allerdings auch mit dem selben Problem zu kämpfen wie viele Fernsehsender
. Es gab nur wenig Spannendes vom Parteitag der Republikaner zu berichten , da
alle Entscheidungen wie die Wahl des Präsidentschaftskandidaten bereits vorher
gefallen waren . Das dürfte sich für die Internet-Nachrichtendienste ebenso
negativ ausgewirkt haben wie für die großen Fernsehsender . NBC , ABC , und CBS
verzeichneten auch in diesem Jahr wieder einen deutlichen Zuschauerrückgang .
Dabei hatten sie ihre tägliche Berichterstattung von der Convention auf nur noch
30 bis 60 Minuten weiter zurückgeschraubt und die Politik ihren
Nachrichtenablegern im kostenpflichtigen Kabelnetz überlassen . Die ersten Tage
des Wahlkongresses wurde in diesem Jahr nur von sechs bis acht Prozent der
Zuschauer gesehen - 1992 waren es noch über 20 Prozent . Die Demokraten wollen
nun Mitte August auf ihrem Parteitag alles besser machen . Sie kündigten an ,
dass sie für ihre Webseite dems2000.com bis zu zehn 360-Grad-Kameras aufbieten ,
um den Kongress komplett abzudecken . Auch die Internet-Nachrichtendienste
dürften dann eine neue Chance haben , bei der Berichterstattung zumindest eine
Evolution in kleinen Schritten einzuleiten . Auch die erste
Fernsehberichterstattung von den US-Parteitagen vor 50 Jahren hatte schließlich
nicht alle Zuschauer auf Anhieb überzeugt . Siemens baut weitere Stellen ab Der
Siemens-Konzern wird nach Informationen der Financial Times Deutschland mehr
Stellen abbauen als die bislang angekündigten 10.000 . Vor allem im
Problembereich Netzwerke werden etwa 5.000 zusätzliche Stellen gestrichen ,
schreibt das Blatt unter Berufung auf Unternehmenskreise in seiner
Freitagausgabe . Auch beim Informationstechnologie-Dienstleiter Siemens Business
Services ( SBS ) reiche der im Juli angekündigte Abbau von 2.000 Stellen
offenbar nicht aus . Bei der Abteilung Information and Communication Networks (
ICN ) werde nun vor allem die Fertigung unter die Lupe genommen . Das bisher
bekannte Sparprogramm betraf vor allem den Vertrieb und den Service . Siemens
gab der Zeitung zunächst keine Stellungnahme ab . Die Maßnahmen befänden sich in
der Planung , weshalb zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage gemacht werden könne
, sagte ein Unternehmenssprecher . Disney schneidet besser als erwartet ab Die
Walt Disney Company hat die Auswirkungen der schwachen US-Konjunktur mit Hilfe
von Kostensenkungen ausgeglichen und für das dritte Quartal des laufenden
Geschäftsjahres etwas mehr verdient als von der Wall Street erwartet . " Disneys
Gesamtleistung ist angesichts der schwachen Wirtschaft solide " , sagte
Firmenchef Michael D. Eisner laut dpa . Er hob das starke Wachstum der
Filmstudios hervor . In den Freizeitparks hat Disney rigorose Kostenkontrolle
betrieben und hat damit den Rückgang in den Besucherzahlen weitgehend
ausgeglichen . Die Verbraucherprodukt-Sparte litt unter den schwächeren Umsätzen
der Disney-Geschäfte . Er hielt sich aber mit Angaben über ein angebliches
Kaufinteresse von Disney an der AT&T-Kabelfernsehsparte zurück . Eisner wollte
zu den Spekulationen keine Stellung nehmen . Er erklärte lediglich , dass man
sicherlich die Augen offen halte . Die Konjunkturabkühlung auf dem gesamten
Werbemarkt hat sich nach Angaben der Nielsen Werbeforschung auch im Internet
bemerkbar gemacht . Allerdings seien die Auswirkungen nicht so stark wie bei den
klassischen Medien Print , Hörfunk , TV und Plakat gewesen . Die Angaben der 26
Vermarkter , die in der Untersuchung erfasst wurden , decken rund 70 bis 80 des
gesamten deutschen Internet-Werbemarktes ab . Mehr als die Hälfte des
Online-Werbeumsatzes entfällt auf die Nielsen-Kategorien Telekommunikation ,
Dienstleistungen , Banken und Sparkassen , Ausbildung und Medien sowie
EDV/Hardware/Software . Umsatzstark sei auch der Bereich , der Imagewerbung und
Werbung für Erotikdienste umfasst . Sanierungsexperte neuer Aufsichtsrat bei
Brokat Das angeschlagene Software-Unternehmen Brokat hat den als
Sanierungsexperten bekannten Geschäftsmann Dirk Pfeil in seinen Aufsichtsrat
berufen . Der 53-Jährige solle Brokat " bei der Neuausrichtung des Unternehmens
und der Kostensenkung unterstützen " . Dem Unternehmen könnte ansonsten noch in
diesem Quartal das Geld ausgehen . Brokat teilte mit , dass drei Aufsichtsräte ,
darunter der frühere Deutschland-Chef des Computerkonzerns Hewlett-Packard ,
Jörg Menno Harms , ihre Mandate niedergelegt hätten . Pfeil solle nach dem
Willen des Brokat-Vorstandes zum künftigen Vorsitzenden des vierköpfigen
Gremiums gewählt werden . Zuletzt war Dirk Pfeil als Insolvenzverwalter der
Telefon-Firma Gigabell unter anderem mit scharfer Kritik an deren Management und
den Methoden des New-Economy-Unternehmens in der Öffentlichkeit aufgefallen .
Steigende Preise für Inlandstelefonate befürchtet Die Telefonpreise für
Ferngespräche im Inland ziehen nach Ansicht des Telekommunikationsverbandes VATM
wieder an : Auslöser hierfür sei die Deutsche Telekom , die mit allen Mitteln
versuche , die Kosten der Wettbewerber in die Höhe zu treiben , sagte Jürgen
Grützner , Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations-
und Mehrwertdienste ( VATM ) . So seien unter anderem durch die Inkasso-Regelung
Kosten auf die Wettbewerber verlagert worden . Sollte es der Telekom außerdem
gelingen , höhere Preise für Durchleitung von Telefonaten der Wettbewerber durch
ihre Netze zu erzielen , drohe den Kunden ein noch stärkerer Preisanstieg im
Ferngesprächsmarkt . " Der Erfolg der Liberalisierung steht auf dem Spiel " ,
warnte der VATM-Chef . Im Juli hatte das Statistische Bundesamt einen
Preisanstieg bei Inlandsferngespräche von 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat
festgestellt . Gegenwärtig liegen die Telefonpreise aber immer noch auf
niedrigem Niveau . Im Kampf um Marktanteile haben sich die Wettbewerber nach
Ansicht von Marktbeobachtern zum großen Teil in die Bredouille gebracht , indem
sie die Tarife so weit absenkten , dass keine oder nur noch knappe Margen übrig
blieben . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber
den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar
, Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Das ist
ein seltsames Bekanntheitsbarometer , das in den USA eine Rolle spielt und IBM
immerhin eine Pressemeldung außerhalb der täglichen Ration an Linux-Nachrichten
wert ist . Deep Blue hat also einen Q-Quotienten von 9 , gleichauf mit Personen
wie Gilbert Gottfried und Count Chocula , die mir nix sagen . IBM schweigt weise
, was Q9 auf der nach oben offenen Q-Skala bedeutet . Albert Einstein hat einen
Spitzenplatz mit Q56 , Elvis immerhin noch Q33 . Doch die Blechkiste von IBM hat
schlagweg zwei unserer liebsten EDV-Spezialisten überrundet : Das ist schade ,
denn Schmidt ist Chef von Novell und ein blitzgescheiter Kerl . Er ist so
gescheit , dass er es anderen überlässt , wie die Firma gesundgeschrumpft werden
kann , die einstmals als der " Rote Riese " betitelt wurde . Er ist nicht so
gescheit , aus dem nun anrollenden Prozess gegen die Timpanogas Research Group
die richtigen Konsequenzen zu ziehen . Diese Firma will ein Metropolitan Area
Network Operating System ( MANOS ) auf den Markt bringen , das kompatibel zur
Netware sein soll . Gleichzeitig verkündet die Firma , ihr Geld vor allem mit
eDirectories ( the Mischmasch formerly known as NDS ) verdienen zu wollen . Und
Eric Schmidt benennt den Roten Zwerg um : The bobos formerly known as Novell .
Das dachte sich wohl auch die Pünktchen-Partei in Gestalt ihres schmissigen
Generalsekretärs Guido Westerwelle . Ich weiß nicht , welchen Wert der auf der
Q-Skala erreicht : Jedenfalls scheint es ihm zu wenig zu sein , und so ruft er
die Netizens zu Hilfe . Beim Programm der FDP für die nächste Bundestagswahl
sollen die Internet-Surfer den Mannen um Wolfgang Gerhardt , Jürgen Möllemann
und Westerwelle unter die Arme greifen und eifrig dran mitschreiben . 900.000
sollen es gleich sein , die sich als Autoren hergeben , um der FDP zum
Bundeskanzlerposten zu verhelfen . Das wird sicher lustig : Möllemann landet mit
dem Fallschirm auf dem DE-CIX-Gebäude , um von dort die E-Demokratie auszurufen
, in der jeder kostenlos ins Internet darf , um von der Bertelsmann-Stiftung
gefilterten " Content " von AOL/Time Warner zu genießen . Da wünscht man sich
die Zeiten zurück , als Karl Liebknecht in Deutschland die Räterepublik ausrufen
wollte . Wenn dein starker Arm es will , liegen alle Mäuse still . Eine
Differenz , die IDC mit kulturellen Vorbehalten begründet , nicht aber mit der
fehlenden Flatrate , die in Deutschland oder England so manchen Provider dahin
rafft . Das bringt mich natürlich zur Meldung , in der FDP-Chef Wolfgang
Gerhardt kalkulierbare Großhandelspreise von der Telekom fordert , damit
Provider richtige Flatrates anbieten können . Alles Flaschen , die nicht rechnen
können ? So bleibt nur die denkenswerte Aussage der Möllemann-Partei : "
Flaschenhälse und Hürden für den Zugang zum Internet müssen aus dem Weg geräumt
werden . " Da stehen also Hürden herum , und zwischen ihnen liegen Flaschenhälse
. Und Europa wird wieder einmal von Amerika abgelascht . Dort sprinten sie
wahrscheinlich über Flaschenhälse . Vielleicht dopen sie aber auch nur besser .
Und nicht nur die : Der gelbe Hai ist eine fürchterliche Gefahr in der digitalen
Ökonomie . Wenn die Bagger anrücken , erwischen sie garantiert immer ein
wichtiges Kabel , so wusste es schon Baggerführer Willibald McMurphy . Die
Telekom schlug diesmal in Frankfurt zu . Zu der gekappten Sprach- und
Datenübertragung gehörte eine Verbindung von der Deutschen Flugsicherung in
Langen zum Flughafen von Frankfurt . Allein die Lufthansa musste 20 Flüge
streichen . Während die Banken in der Innenstadt über physisch redundante
Netzanschlüsse verfügen , wird dies bei den Airlines als überflüssig angesehen .
Da bekommt Fly by Wire nach und nach eine andere Bedeutung . Die schönsten
Szenen spielten sich in Frankfurt ab , wo Manager hastig ihr Notebook und das
Handy anwarfen , um in der besten Tradition eines Home-Officers die wichtiges
Reports in die Welt zu beamen . Wenn Sportler bei den Olympischen Spielen etwas
Ähnliches versuchen sollten , werden sie ausgeschlossen , weil sie dann
technisch " Journalisten " sind und gegen den Olympischen Eid verstoßen haben .
Sollen sie doch lieber Flaschenhälse stemmen - solange die Flaschen noch heile
sind . Offensichtlich gibt es da noch mehr Flaschen , die es zu stemmen gälte ,
aber dieses Mal vielleicht von irgendwelchen Betriebswirtschaftsprofessoren .
Bislang dachte ich immer , zumindest das kleine Einmaleins müsste man für BWL
beherrschen - oder auch nur , wenn 's um eine Firmengründung geht . Das scheint
in Zeiten der Dot.Coms aber nicht mehr notwendig zu sein ; da reicht es , ein
Angebot auf den Markt zu schmeißen , um Venture Capital und User-Gebühren
abzuzocken . Wenn die Rechnung dann nicht aufgeht , gibt 's genug Schuldige ,
die in der Landschaft herumstehen und nur darauf warten , als Hassobjekt zu
neuem Einsatz zu kommen . Komisch , kannten unsere Flatratler die Gebühren nicht
im Voraus ? Aber vielleicht waren sie bei der Firmengründung ja auch gerade als
Flatliner unterwegs . Denn offensichtlich kann der gemeine Internet-User , der
meist wenig von BWL weiß , besser rechnen als unsere Herren Firmengründer . Da
haben die User mehr Bewusstsein als sich die Flatrate-Anbieter ihres Seins
bewusst wären . Ganz offensichtlich hat also ein Leser der letzten Wochenschau
Recht , der kritisierte , in den Schriften des damals genannten Herrn aus Trier
wäre nicht nur zu finden , das Sein bestimme das Bewusstsein , sondern auch das
Umgekehrte : Ein dialektisches Verhältnis eben . Denn mit Dialektik ( die
seltsamerweise auch für das Verhältnis von Angebot und Nachfrage gilt ) darf man
den Dot.Coms nicht kommen . Wie formulierte einst der rechtsgewendete
Theater-Author Botho Strauss : Aber es muss sein : So heißt es in der
Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN-Vollversammlung vom 10.12.1948
in Artikel 19 . Ob MP3-Tauschbörsen , Rechtsradikalismus oder sonstiges
unliebsames Zeug : Suchmaschinen und Filtersysteme sind also die geeignete
Instanzen , um zu beurteilen , was nach diesem Artikel im Internet erlaubt ist
und was nicht . Manche Seite zu Rechtsradikalismus und
Antifaschismus/Antirassimus dürfte den Filtersystemen wegen Benutzung
inkriminierter Begriffe kaum entgehen und anschließend nicht mehr sichtbar sein
. Eine Seite etwa wie Burkhard Schröders Informationspage . Burkhard Schröder ?
Fehlt bloß noch , dass die ICRA ihr Filtersystem " 23 " nennt . Was wird . Geht
es nach der US-Regierung , wird der Prozess gegen Microsoft vor dem höchsten
US-Gericht weitergehen und nicht eine trödelige Warteschleife durchlaufen . Das
verspricht für die Zukunft manche Gaudi . Nicht minder lustig dürfte es in
Gütersloh zugehen . Dort steigt nächste Woche die Konferenz Filtersysteme unter
dem irreführenden Titel " Selbstregulierung im Internet " : Niemand reguliert
etwas selbst , wenn ein nicht einsehbarer Filter Webseiten wegsperrt . Die
hochkarätigen internationalen Experten dürfen dann wählen , zwischen der
Mitarbeit bei Negativlisten oder bei Weißlisten . Für eine binäre Welt ist das
sicher eine richtige Wahl . Telekom will angeblich spanischen Internet-Provider
Die Verhandlungen seien weit fortgeschritten und könnten noch diese Woche
abgeschlossen werden , schrieb das Blatt am Wochenende . Der deutsche Konzern
wolle damit den Sprung nach Spanien , Portugal und Lateinamerika schaffen .
Jazztel wäre seinerseits künftig zu etwa einem Prozent an der Internet-Tochter
der Telekom beteiligt . Ya.com bietet einen kostenlosen Internet-Zugang und
zählte Ende März etwa 250.000 Kunden . Das seit Juni 1999 bestehende Unternehmen
sollte im vergangenen Frühling eigentlich an die Börse gebracht werden .
Angesichts der schwachen Konjunktur der Technologiewerte hatte Firmenchef Martin
Varsavsky das Vorhaben aber auf Eis gelegt . Im März hatten sich Jazztel und
Deutsche Telekom im Bieterkonsortium Movilweb ohne Erfolg um eine
UMTS-Mobilfunklizenz in Spanien beworben . Im Herbst wollen sie erneut gemeinsam
bei einer Lizenzvergabe in Portugal antreten . Die Übernahmeverhandlungen seien
durch den überraschenden Rücktritt von T-Online-Chef Wolfgang Keuntje
kurzfristig ins Stocken geraten . Gewitterstürme über Sonnet : Kein Zugang zu
Flatrate-Anbieter Die Probleme bei Flatrate-Anbietern häufen sich . Wohl um
einer Situation wie bei dem Pleite gegangenen Provider Surf1 zu vermeiden ,
griff Sonnet zu einschneidenden Maßnahmen . Am Freitag versprach der
Flatrate-Anbieter Sonnet noch , dass sich " sofort eine Verbesserung der
Einwahlsituation ergeben " werde - durch Maßnahmen wie ein Anmeldestopp für die
Pauschaltarife und die Kündigung von so genannten " Powerusern " , die mehr als
15 Stunden täglich online seien , sollte die schlechte Erreichbarkeit von Sonnet
, mit der viele Kunden des Providers konfrontiert wurden , verbessert werden .
Seit der Nacht von Samstag auf Sonntag ging bei Sonnet nun aber gar nichts mehr
. Anfangs gelang die Einwahl noch , die Anmeldung wurde aber mit einem "
Authentification Error " zurückgewiesen . Später bekam man bei Einwahlversuchen
in der Regel ein " Gassenbesetzt " - also die Meldung des Netzes , dass kein
Einwahlport zur Verfügung stehe . Selbst wenn Kunden durchkamen , ertönte nur
das Klingelzeichen . Danach passierte nichts mehr , wie Leser gegenüber heise
online berichteten . Aber nicht nur die Einwahl war gestört : Weitere Probleme
bei Sonnet scheinen sich ebenfalls in den letzten Tagen herauszukristallisieren
: So wurde einigen Kunden die Einwahl durch das System verweigert , da sie nicht
bezahlt hätten - und das trotz erteilter Einzugsermächtigung . Teilweise kommt
ein Kontakt zu Stande , in den meisten Fällen erhält man allerdings doch ein "
Gassenbesetzt " . Erreicht man die Support-Telefonnummer , verweist ein
Ansagetext darauf , dass angeblich für alle Online-Dienste der Zugang über das "
zuständige Telekommunikationsunternehmen " teilweise gestört sei - man kümmere
sich aber darum , die Einwahl wieder zu gewährleisten . Bis wann die
Einwahlschwierigkeiten vollständig behoben sind , konnte Sonnet noch nicht
mitteilen . Die Telekom-Störungsstelle erklärte gegenüber Sonnet-Kunden lapidar
, man habe da ein Problem mit Sonnet . Auf Anfrage von c't meinten
Telekom-Mitarbeiter am heutigen Sonntag nur , das könne eine Netzüberlastung
sein - darum müsse sich aber der Anbieter selbst kümmern , man habe keinen
Zugriff auf die Informationen zu den Nummern von Sonnet . Von generellen
Problemen mit dem Telekom-Netz sei nichts bekannt . Mitarbeiter von Sonnet
erklärten gegenüber c't , die Einwahlprobleme bestünden schon länger ; die
offizielle Sprachregelung auf der Homepage behalte ihre Gültigkeit , dass man
eine sehr hohe Anzahl an Sonne-Mitgliedern habe , und dass ca. 10% der
Mitglieder Einwahlschwierigkeiten hätten , was ausreichend sei , um eine hohe
Welle zu schlagen . Warum es am gestrigen Samstag und am heutigen Sonntag zu den
massiven Problemen bei der Einwahl kam , wollten Sonnet-Mitarbeiter nicht
kommentieren . Die Muttergesellschaft Versatel , deren 0800-Nummern problemlos
funktionieren , erklärte gegenüber c't , man wisse über die Situation Bescheid
und sei dabei , die Situation zu überprüfen - die eigentlich zuständigen
Mitarbeiter seien am Wochenende aber nicht im Haus . Nähere Auskünfte könne man
daher nicht geben . Bei Technik-Entwicklung auf Senioren achten Die heutige
Technik-Gesellschaft berücksichtigt die Bedürfnisse alter Menschen zu wenig .
Neue Produkte würden immer kleiner und komplizierter und damit für alte Menschen
zunehmend schwerer zu bedienen , sagte Heinrich Reents , Professor für
Produktionsautomatisierung an der Märkischen Fachhochschule Iserlohn in einem
dpa-Gespräch . " Technik soll aber den Menschen dienen , und nicht andersherum "
, sagt Reents . Durch diese Entwicklung würden Gesellschaft und Wirtschaft eine
große Bevölkerungsgruppe und damit ein bedeutendes Marktsegment vernachlässigen
. Ein Beispiel seien mobile Telefone mit kleinen Tasten und Schriften , die alte
Menschen nur schwer bedienen könnten . Häufig sei auch das Öffnen der eigenen
Wohnungstür ein Problem . Ein Ausweg sieht Reents in der so genannten
Geronto-Technik . In der Planung und Entwicklung neuer Produkte müssten
Ingenieure und Designer auf die physischen , psychischen und kognitiven
Fähigkeiten alter Menschen Rücksicht nehmen . Wirtschaft und Gewerkschaften
fordern " Computerführerschein " Wirtschaft , Politik und Gewerkschaften haben
sich für die Einführung eines " Computer-Führerscheins " ausgesprochen . Das ist
das Ergebnis einer Umfrage der Tageszeitung Die Welt . Nach Ansicht des
Hauptgeschäftsführers des Deutschen Industrie- und Handelstags ( DIHT ) , Franz
Schoser , sollte jeder Jugendliche in Deutschland die Möglichkeit haben , in
seiner Schule einen " Computer-Führerschein " zu machen . " Ein solches
Zertifikat würde Grundkenntnisse im Umgang mit Computern und dem Internet
nachweisen " , sagte Schoser der Zeitung . Ein " Computer-Führerschein " habe
gleich zwei Vorteile : Er halte die Schulen zu einer systematischen Ausbildung
in modernen Informationstechniken an und könne den Schülern eine Hilfe für den
Berufseinstieg sein . Ein entsprechendes Zertifikat für Schüler und Lehrer
forderte auch der Bildungsexperte des Deutschen Gewerkschaftsbundes ( DGB ) ,
Hans Ulrich Nordhaus . Lehrer müssten stärker als bisher dazu motiviert werden ,
sich im Bereich Computer fortzubilden . Einhellig stellten sich laut Welt alle
Experten gegen den Vorschlag , ein eigenes Schulfach Internet und neue
Technologien einzurichten . In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts
Forsa hatten sich dagegen in der vergangenen Woche 58 Prozent der Befragten für
ein eigenes Schulfach Internet/Neue Technologien ausgesprochen . Die
Branchenvereinigungen Bitkom und E-Nef erklärten , sie seien froh über jede
Maßnahme , die die Computer-Fähigkeiten von Nachwuchskräften verbessere . Neue
Untersuchungen in den USA zur Fusion AOL/Time Warner Erst mussten AOL-Chef Steve
Case und Time-Warner-Boss Gerald Levin die geplante Fusion von AOL und Time
Warner bei einem FCC-Hearing verteidigen ; und erst letzte Woche äußerte die
EU-Kommission schwere Bedenken gegen den geplanten Mega-Konzern . Nun sind die
beiden Firmen mit neuen Untersuchungen in den USA konfrontiert . Die Federal
Communications Comission ( FCC ) , eine Art US-amerikanischer
Regulierungsbehörde für Telekommunikationsmärkte , fordert von AOL und Time
Warner erneut detailliertere Informationen , wie sie gewährleisten wollen , dass
Konkurrenten den gleichen Service im TV-Kabelnetz von Time Warner wie der
Konzern selbst erhalten . Die Unternehmen sollen nun die Zugangsmöglichkeiten
zum TV-Kabel für Konkurrenten dokumentieren und technische Gesichtspunkte näher
erläutern . Dies ist allerdings schon die vierte Aufforderung der FCC , weitere
detaillierte Angaben zu machen . Zudem weckt die Möglichkeit , Internet-Zugang
über das TV-Kabel zu bieten , immer stärkeres Interesse bei der FCC : Die
Kombination aus dem größten Online-Dienst der Welt und Time Warner als
zweitgrößter Kabelbetreiber der USA sorgt für einigen Widerspruch bei der
Konkurrenz . Auch der US-Kongress will sich der geplanten Fusion noch einmal
annehmen . In einem Hearing vor dem Telekommunikations-Subkomitee sollen Levin
und Case die Pläne für AOLTV , den interaktiven TV-Dienst des Konzerns , näher
erläutern . Der Sprecher des Vorsitzenden des Komitees erklärte laut dem
Finanzdienst Bloomberg , wenn die Fusion genehmigt werde , würde AOL/Time Warner
offensichtlich eine zentrale Rolle bei interaktivem Fernsehen spielen . Der
Schwerpunkt bei dem Hearing liege auch nicht auf alten , sondern neuen
Gesichtspunkten , darunter eben , wie die Zukunft des interaktiven TV aussehen
werde . IBM kündigt Netzwerkprozessoren an Nachdem IBM seine klassische
Netzwerkhardware für Router und Switches an Cisco abgestoßen hat , will man
Intel nun auf dem schnell wachsenden und lukrativen Markt der
Netzwerkprozessoren mit einer eigenen Architektur Paroli bieten . Erste
Prototypen will IBM zum Ende des Jahres vorstellen . Gemeinsam mit C-Port möchte
IBM zudem eine Standard-API entwickeln , die Entwicklern die Erstellung von
Anwendungen ermöglicht , die direkt auf die Netzwerkprozessoren zugreifen .
Netzwerkprozessoren können die fest verdrahten Chips in allen Netzwerkgeräten
ersetzen : Spezialisierte Chips ermöglichen zwar hohe Durchsatzraten ,
Änderungen erfordern aber immer einen Austausch der kompletten Hardware-Logik .
Netzwerkprozessoren sind dagegen zwar besonders für Kommunikationsaufgaben
ausgelegt , bieten aber einfache Aktualisierungen und Erweiterungen durch neue
Software . Dadurch umgeht man zwei Probleme , die bislang unterschiedliche
Herangehensweisen erforderten : Besonders schnelle Router etwa mussten mit
Spezialchips aufgebaut werden ; bei möglichst weitgehender Flexibilität dagegen
wurden Standard-Prozessoren eingesetzt , denen man die Kommunikationsfunktionen
per Software beibrachte - was nicht gerade der Geschwindigkeit zu Gute kam . Die
Geschwindigkeiten , die sie bei Beibehaltung der Flexibilität erreichen ,
dürften denen von fest verdrahteter Logik entsprechen . Microsoft :
Office-Dienste im Web kommen Microsoft zeigt nun doch eine ernsthafte Reaktion
auf die Übernahme von Star Division durch Sun und die Ankündigung von Star
Portal . Nach einem Bericht der Financial Times stellte Steve Ballmer ,
Präsident von Microsoft , klar : " Wir werden ganz sicher Web-basierende
Office-Dienste haben , da gibt es gar keinen Zweifel " . Ballmer ließ sich aber
nicht über Terminpläne und eventuelle Benutzungsgebühren aus ; das Angebot soll
auf der vorhandenen Version von Microsoft Office aufbauen . Ballmer stellte
Funktionsumfang und Kompatibilität von Star Office und Star Portal in Frage : "
Wir haben mit ihnen seit Jahren konkurriert " , sagte er . Das nun .com Office
genannte Produkt betrachte er weiterhin nicht als ernsthafte Konkurrenz .
Ballmer meinte , dass die große Frage für Microsoft und alle anderen Anbieter
sei , ob Kunden in Zukunft für Produkte zahlen wollen , die sie selbst auf ihren
eigenen Rechner installieren , oder für solche Dienste , auf die sie übers Web
zugreifen : Neue Übernahme-Gerüchte um 3Com 3Com ist in den vergangenen Monaten
immer wieder als Übernahmekandidat ins Gespräch gekommen - diese Woche nun
tauchten solche Gerüchte wieder auf und führten zu einem Anstieg des
3Com-Aktienkurses . Nach Berichten von Börsenspezialisten aus den USA wäre es
möglich , dass 3Com aufgeteilt und dann verkauft wird . Laut Reuters
kommentierte ein Börsenmakler , 3Com sei schließlich einer der wenigen
übriggebliebenen Kandidaten , wenn jemand in das Netzwerk- und
Kommunikationsgeschäft einsteigen wolle . Zuletzt wurde Siemens als heißer
Kandidat für eine 3Com-Übernahme gehandelt - die enge Kooperation schien für ein
großes Interesse des deutschen Kommunikationskonzerns an der Netzwerkfirma zu
sprechen . Nachdem das geplante Joint Venture zur LAN-Telefonie allerdings
wieder abgebrochen wurde , scheinen sich die Beziehungen etwas abgekühlt zu
haben . 3Com lehnte bislang wie zuvor bei ähnlichen Gerüchten jegliche
Stellungnahme ab . Kostbare Buchstaben : Das Online-Geschäft mit TV , TO und NU
Neun Atolle im Pazifik , knapp 11000 Einwohner auf 26 Quadratkilometern - das
ist Tuvalu . Der Name des Inselreichs hat unter den Internet-Experten der
Fernsehbranche neuerdings einen guten Klang , und das liegt an einer virtuellen
Länderkennung : Die Internet-Adressen des Ministaates enden auf .tv . Für
Fernsehsender aus aller Welt sind Adressen mit diesen beiden Buchstaben äußerst
attraktiv . Das unverhofft aufgetauchte Phänomen macht das Winzland jetzt reich
und die Konkurrenz aus anderen Kleinstaaten neidisch . Erfahrene
US-Geschäftsleute versuchen im Interesse von Ländern wie dem Südseereich Tonga
oder der Insel Niue ( Neuseeland ) Nutzer für die Domains .to und .nu zu finden
. Das Tongan Network Information Center ( Tonic ) in San Francisco hat nach
eigenen Angaben seit 1997 etwa 50.000 .to-Abnehmer registriert , die 100 Dollar
( rund 220 Mark ) bezahlen . Bill Semich , Chef der Firma .NU Domain Ltd ,
vergibt für eine geringe Gebühr von 45 Dollar .nu-Domains aus seinem Büro im
Bundesstaat Massachusetts . Ein Viertel seiner Einnahmen führt er nach Niue ab .
80.000 Kunden hat Semich bereits , vor allem im skandinavischen Raum , wo das
Wort " nu " mit der Bedeutung " jetzt " als Teil einer Web-Adresse sehr beliebt
ist . Die Gelben Seiten ( Gula Sidorna ) Schwedens etwa sind im Web unter
gulasidorna.nu zu finden . " Auch in Deutschland haben wir Kunden , zum Beispiel
jemanden , der vor kurzem <im.nu> registrieren ließ " , berichtet Semich . Ein
völliger Reinfall allerdings wurde der Handel mit der Länder-Domain für
Turkmenistan . Das Kürzel .tm ergab in Verbindung mit anderen Worten leider
häufig eine für Turkmenen unakzeptable Obszönität , weshalb .tm vorläufig aus
dem Verkehr gezogen wurde . Unter den Kleinstaaten mit Web-Ambitionen ist Tuvalu
aber der große Star . Die Bewerbung um diese Anerkennung kostete 30-000 Dollar .
Den Betrag konnte das Land erst jetzt aufbringen , als Folge des ertragreichen
Geschäfts mit der .tv-Domain . Für den Vertrieb der .tv-Namen wurde in
Kalifornien die Firma Dot TV gegründet . Etwa ein Drittel des Geldes wurde nach
Angaben von Dot TV bereits ausbezahlt . Generatoren sorgen in Tuvalu neuerdings
für eine stabile Stromversorgung auf allen Inseln , Krankenhäuser und Schulen
konnten mehr Personal einstellen . Außerdem dient das Geld der Tourismuswerbung
und dem Ausbau des Flughafens . Die Preisliste für die Internet-Adressen beginnt
bei 100 Dollar , aber besonders attraktive Web-Adressen wie free.tv erzielten
schon bis zu 100-000 Dollar , sagt Dot TV-Sprecherin Sarah Alcorn . Seit dem
Geschäftsstart im Mai diesen Jahres hat es nach ihren Angaben bereits "
Hunderttausende " von .tv-Neuregistrierungen gegeben . Zu den Abnehmern gehören
prestigeträchtige Organisationen wie die amerikanische Academy of Television
Arts & Sciences , die ihre Fernsehpreis-Verleihung im Internet jetzt erstmals
unter emmys.tv präsentierte . Und auch in Deutschland fand Dot TV schon Kunden .
Musik-Tauschbörse Napster bleibt vorerst am Netz Die Musik-Tauschbörse Napster
kämpft vor dem Berufungsgericht des 9. US-Justizbezirks in San Francisco um ihr
Überleben . Dies wies das dreiköpfige Richtergremium jedoch vorerst zurück und
vertagte die Verhandlung nach der Anhörung erst einmal . Die einstweilige
Verfügung , die Richterin Marilyn Hall Patel im Juli erlassen hatte und die erst
in letzter Minute ausgesetzt wurde , zogen die Richter allerdings in Zweifel :
Patel hatte Napster angewiesen , die Server vom Netz zu nehmen . Die
Berufungsrichter wollen prüfen , ob Patel mit dem Beschluss , Napster müsse
seine Dienste ganz einstellen , nicht zu weit gegangen ist . Napster-Anwalt
David Boies bestritt in seiner 20-minütigen Erklärung , dass die Internetfirma
die Urheberrechte systematisch verletzte . Er verglich die Napster-Technologie
mit einem Videorekorder , mit dem man auch ohne Probleme mit dem Urheberrecht
Aufnahmen für den persönlichen Gebrauch machen könne . Die Anwälte der
Musikindustrie warfen Napster dagegen vor , die Webseite einzig und allein zum
illegalen Austausch von Musikstücken geschaffen zu haben . Andere Firmen hätten
im Wettbewerb keine Chance , solange Napster die Musikstücke verschenke . Die
Richter ließen die Argumentation von Napster-Anwalt Boies allerdings nicht ganz
ungeschoren : Sie stellten die Frage in den Raum , ob die Beziehung von Napster
zu seinen Nutzern nicht viel direkter sei als das Verhältnis eines
Videorekorder-Herstellers zu den Käufern der Geräte . Beide Seiten in dem
Verfahren messen dem Vergleich mit Videorekordern große Bedeutung zu : Nach dem
Audio Home Recording Act und diversen Gerichts-Entscheidungen in den USA ( etwa
dem so genannten Betamax-Urteil ) kann ein Hersteller von elektronischen Geräten
, die zu normalem legalen Gebrauch vorgesehen sind , nicht dafür verantwortlich
gemacht werden , wenn mit ihnen auch Verletzungen des Urheberrechts möglich sind
. Die Musikindustrie sieht aber Napster in einer ganz anderen Position wie etwa
die Hersteller von Videorekordern - diese Ansicht stützen etwa auch das
Copyright Office und das Patent and Trademark Office der US-Behörden , die den
Gerichtsentscheidungen und dem Audio Home Recording Act für Napster keine
Gültigkeit zumessen . Napster sieht das natürlich anders - und erhält wiederum
Unterstützung von einigen Organisationen der Medien- und Internet-Branche , die
das Gesetz gerade auf solche Tauschbörsen angewendet sehen wollen . Die Richter
stellten aber auch die Argumentation der RIAA-Anwälte teilweise in Frage . Die
Musikindustrie fordert etwa , dass Napster kontrollieren muss , was über den
Dienst ausgetauscht wird - was dem Richtergremium aber wohl als nicht
durchführbar erscheint . Zudem halten sie es offensichtlich für unrealistisch ,
eine juristische Entscheidung herbeizuführen , die jede einzelne mögliche
Urheberrechtsverletzung und damit jeden eventuell illegal über Napster
getauschten Song aufführt . Wie sich das Berufungsgericht letztlich entscheidet
, ist momentan noch nicht abzusehen : Im einfachsten Fall könnten sie das
Verfahren an die vorherige Instanz zurück verweisen . US-Beobachter gehen aber
davon aus , dass das Berufungsgericht selbst zu einer Entscheidung kommen will -
einen Zeitplan dafür gibt es aber nicht . Siehe dazu auch Napster bleibt vorerst
online in Telepolis . Chinas Staatsrat reguliert Telekommunikation und Internet
Unliebsamen Inhalten im Web hat der chinesische Staatsrat den Kampf angesagt .
Und 60 Tage lang sollen in Zukunft chinesische Internet Service Provider ihre
Verbindungsdaten bereit halten , um sie " im Fall rechtmäßiger Ermittlungen der
zuständigen Behörden diesen auszuhändigen " . Das gleiche gilt auch für
Inhaltsanbieter im World Wide Web . In zwei getrennten Dokumenten hat der
chinesische Staatsrat gestern die seit einem Jahr erwarteten Regeln für
Telekommunikationsdienstleistungen allgemein und Internet-Contentanbieter im
besonderen veröffentlicht . Sie waren vom Staatsrat entsprechend einer Vorlage
von Ministerpräsident Zhu Rongji Mitte September verabschiedet worden . Nicht
genehmen Inhalten hat man mit einer für die Ideologiewächter der Kommunistischen
Partei typischen , langen und interpretationsfähigen Liste ins Visier genommen .
Verfassungswidrige Inhalte , Staatsgeheimnisse oder Sicherheitsrelevantes ,
Obszönes , Pornographisches und Gewalttätiges sollen die Provider ebenso
unterbinden und zur Anzeige bringen wie Gerüchte , rassistische Inhalte und
Dinge , " die die soziale Ordnung stören " . Auch hier erinnern manche
Formulierungen an die Diskussion hierzulande . " Sollte ein Anbieter in einem
allgemein zugänglichen Informationsangebot entdecken , dass ein Angebot klar den
in Paragraph 57 genannten Inhalten entspricht , muss er es augenblicklich
sperren , die entsprechenden Logfiles aufbewahren und Meldung bei den
zuständigen Behörden machen . " Freilich ist auch alles verdächtig , was der
Kommunistischen Partei politisch gegen den Strich geht : Ein eigenes Kapitel hat
man ausserdem auch Hackern gewidmet ; und nach mehreren
Self-made-IP-Telefonie-Bastlern wird auch dieser Startup-Idee gleich ein Riegel
vorgeschoben : Für Basisdienste schreiben die ausführlichen Regeln für
Telekommunikation in der Volksrepublik China die in den WTO-Verhandlungen den
USA zugestandenen 49 Prozent als Höchstbeteiligung für ausländische Investoren
fest . Für die Mehrwertdienste wird keine Höchstbeteiligung angegeben . Für die
Contentprovider in China läuft nun eine Frist von 60 Tagen , innerhalb derer sie
sich um eine Lizenz bei den Telekomregulierern , etwa dem Ministry of
Information Industry ( MII ) , zu bemühen haben . Je nach Angebot müssen sie
sich zuvor Genehmigungen bei den für Print oder audiovisuelle Medien zuständigen
Behörden verschaffen . Außerdem brauchen sie auch weiterhin die Zustimmung zum
Börsengang im In- und Ausland . Auch für alle Arten von
Telekommunikationsdienstleistungen gilt : " Ein Unternehmen oder ein Privatmann
, die keine Lizenz für TK-Dienstleistungen haben , können solche
Dienstleistungen nicht anbieten . " Trotz aller ideologischer Bedenken und
Lizenzauflagen , die zudem noch immer von den verschiedensten Stellen einzuholen
sind , soll das neue Regelwerk den TK-Markt auch fördern . Zahlreiche Klauseln
regeln das Verhältnis der Diensteanbieter zum Kunden und das der Marktteilnehmer
untereinander . Viele Serviceprovider in China waren bislang an deren Preis- und
Vertragsgestaltung des Telekomriesen gescheitert . Klimaforscher widerspricht
Hawking : Keine Auslöschung des Lebens " Nur wenn wir alle Kohlenstoffvorräte
der Erde verheizen würden , könnten wir theoretisch eine heiße Atmosphäre
ähnlich wie auf dem Planeten Venus schaffen " , sagte Manfred Stock vom
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung . " Ich gehe jedoch davon aus , dass
wir es schaffen , den Ausstoß der Treibhausgase zu reduzieren . " Nach
Befürchtungen des britischen Astrophysikers Stephen Hawking wird die Menschheit
ein weiteres Jahrtausend nicht überleben . Nach Ansicht von Stock wird die
Menschheit jedoch in rund 50 Jahren wesentlich auf alternative Energien
umgestiegen sein . Aussichtsreich seien Wasserstoff-Autos und Solarenergie .
Erstens sei der Abbau von fossilen Energien in absehbarer Zukunft nicht mehr
wirtschaftlich . " Keiner will einen Benzinpreis von mehr als zehn Mark bezahlen
. " Zweitens sollte der Mensch auch aus Umweltschutzgründen den Ausstoß von
Treibhausgasen drosseln . " Wir haben im System Erde jedoch ein paar
Überraschungseffekte , die wir kaum abschätzen können " , sagte Stock . Ungewiss
seien die Folgen , falls Methaneis-Lager aus den Ozeanböden abgebaut werden .
Auf Grund der jetzt schon beginnenden Erwärmung könnte Methan zudem aus den
Ozeanen oder auftauenden Permafrostböden freigesetzt werden - und das könne das
Klima in Richtung der Vorhersagen Hawkings bewegen . Microsoft-Prozess zieht
sich in die Länge Der Kartellprozess gegen Microsoft , in dem der Konzern in der
ersten Instanz wegen wettbewerbswidrigem Verhaltens zur Aufteilung in zwei
unabhängige Firmen verurteilt wurde , scheint sich wie erwartet in die Länge zu
ziehen , nachdem das oberste US-Bundesgericht die Berufung nicht angenommen und
sie an das eigentlich zuständige Berufungsgericht verwiesen hat . Das Verfahren
vor dem Berufungsgericht ( Appeals Court ) des US-Justizbezirks Columbia kann
noch über 6 Monaten dauern , geht es nach Microsoft . Im Kartellprozess , den
das US-Justizministerium und 19 US-Bundesstaaten gegen den Konzern führen ,
strebte die Regierung durch eine Verhandlung vor dem Supreme Court eine schnelle
endgültige Entscheidung an ; Microsoft dagegen wollte von vornherein angesichts
der Bedeutung des Prozesses und der nach Ansicht des Konzerns notwendigen
umfangreichen weiteren Beweiswürdigung das normale Berufungsverfahren einhalten
. Der Software-Gigant konnte sich mit diesem Antrag auch durchsetzen - nun hat
Microsoft dem Berufungsgericht einen Vorschlag für das weitere Vorgehen
unterbreitet . Danach hätten beide Seiten 60 Tage Zeit , grundsätzliche
Stellungnahmen einzureichen . Nach weiteren 30 Tagen müssten die jeweiligen
Reaktionen auf die Schriftstücke der Gegenseite dann beim Gericht vorliegen .
Microsoft möchte zudem erreichen , dass die Dokumente weitaus umfangreicher sein
können als eigentlich im normalen Verfahren vorgesehen : 56.000 Wörter statt
14.000 für die ersten Schriftstücke und 28.000 statt 7.000 Wörter für die
Reaktionen auf die Dokumente der Gegenseite . In einer mündlichen Anhörung
sollen nach Vorlage der Dokumente beide Kontrahenten einen Vortrag von 90
Minuten halten dürfen , um auf die Argumente der Gegenseite einzugehen .
Anschließend solle eine weitere Frist möglich sein , um zusätzliche Dokumente
für die Stützung der eigenen Position einzureichen . Erst danach wäre das
Gericht nach Microsofts Vorschlag in der Lage , eine Entscheidung über die
Berufung zu treffen . Selbst dann wäre der Prozess aber nicht zu Ende : Es ist
nicht davon auszugehen , dass Microsoft oder das Justizministerium , sollten sie
in der Berufungsinstanz unterliegen , sich damit zufrieden geben würden . Der
nächste Schritt , wird das Verfahren nicht einfach an die erste Instanz zurück
verwiesen , ist dann der Supreme Court , vor dem Berufung oder Revision gegen
die Entscheidung des Appeal Courts eingelegt werden kann - ein Verfahren , das
nach den bisherigen Zeitvorstellungen von Microsoft wohl kaum im Jahr 2001
abgeschlossen wäre . Bis es überhaupt so weit kommt , gibt es aber noch andere
Fristen : Ob der Zeitplan , den Microsoft vorschlägt , angenommen wird , kann
der Appeals Court frühstens am 10. Oktober entscheiden . Bis Donnerstag dieser
Woche hat die Regierung Zeit , auf Microsofts Vorschlag zu reagieren ; Erst dann
starten die Firsten , die das Gericht festlegt - egal , ob es nun dem Zeitplan
aus Redmond folgt , den ausstehenden Vorschlag des US-Justizministeriums annimmt
oder einen eigenen Plan aufstellt . Eine schnelle Entscheidung über das
endgültige Urteil im Kartellprozess wird es offensichtlich nicht geben . Je
länger sich das Verfahren hinzieht , desto wahrscheinlicher wird es , dass die
Berufungsinstanz das Verfahren einfach an Richter Thomas Penfield Jackson zurück
verweist zur erneuten Überprüfung und unter Umständen mit gewissen Auflagen ,
was das Strafmaß angeht . US-Rechtsexperten gehen inzwischen davon aus , dass
Microsoft zwar letztlich doch wegen wettbewerbswidrigem Verhalten verurteilt
wird - aber mit einer weitaus geringeren Strafe und mit weit weniger Aplomb ,
als dies in der ersten Instanz geschah . Nicht zuletzt sprechen dafür auch
frühere Entscheidungen des Berufungsgerichts : Es hob beispielsweise eine
einstweilige Verfügung von Richter Jackson im Verlauf des Prozesses auf , nach
der Microsoft verpflichtet gewesen wäre , den Web-Browser strikt von Windows zu
trennen . EU öffnet Telefon-Ortsnetze Die EU kurbelt die Konkurrenz im
Telefon-Ortsnetz an und verbilligt damit Gespräche und das Internet-Surfen in
Europa . Mehr Konkurrenz gibt es dann bereits vom kommenden Jahr an . Der
Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium , Siegmar
Mosdorf , sprach laut dpa von einem wichtigen Schritt Europas hin zu einer
digitalen Wirtschaft . Auch der Bürger werde von mehr Wettbewerb in den
Ortsnetzen profitieren : " Wir werden Preisdividenden bei den Kunden haben . "
Das Europaparlament wird sich voraussichtlich noch im Oktober mit dem Thema
befassen . Eine endgültige Entscheidung der EU-Minister wird dann für Dezember
erwartet . Dadurch , dass diese neuen Vorschriften als Verordung und nicht als
Gesetz konzipiert wurden , werden sie nach Verabschiedung unmittelbar gültig und
müssen nicht erst in den einzelnen Ländern in nationales Recht umgewandelt
werden . Mosdorf sagte , in Deutschland sei die Öffnung der Ortsnetze schon 1998
beschlossen worden . " Wir sind schon sehr weit . " Andere EU-Länder hätten es
schwerer , die neuen EU-Regeln zu befolgen . Deutschland drängte laut
EU-Diplomaten bei Detailformulierungen darauf , dass neuen Anbietern vom
bisherigen Betreiber nicht unter allen Umständen der Zugang zum Telefonkunden
gewährt werden müsse . Die Öffnung der letzten Meile wurde vergleichsweise
schnell auf den Weg gebracht . EU-Industriekommissar Erkki Liikanen legte seinen
Vorschlag im Juli vor , nachdem die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem
Gipfel in Lissabon im März die Richtung vorgegeben hatten . Dem finnischen
Kommissar sind die hohen Preise für Ortsgespräche in der Union schon seit
längerem ein Dorn im Auge . Von der Neuregelung , die die Kommission am 12. Juli
verabschiedete und dann den Fachministern zuleitete , sollen wichtige Impulse
auf Industrie und das Internet ausgehen . Nach der Beschlussvorlage der
EU-Kommission vom Juli sollen beispielsweise die bisherigen Inhaber der
Telekommunikationsmonopole in Europa , die über die Telefonanschlüsse in die
Wohnungen verfügen - die so genannte letzte Meile - , diese Zugänge nicht mehr
nur komplett vermieten dürfen , sondern auch Teile davon anbieten müssen . Damit
wäre es dann möglich , dass beispielsweise die Telekom die Sprachdienste
überträgt , während ein anderer Anbieter den Internet-Anschluß übernimmt .
Geöffnet sind die Ortsnetze laut EU-Kommission bereits in Österreich , Dänemark
, Finnland , Italien , Deutschland und den Niederlanden . Frankreich , Spanien ,
Irland und Großbritannien planen Regelungen für Januar 2001 . Zu den anderen
EU-Ländern gab es keine Angaben . Kommunen fördern E-Commerce für
Tante-Emma-Läden Vorbei sind offenbar die Zeiten , in denen man sich noch selbst
bewegen musste , um irgendetwas zu kaufen . Doch der scheinbar grenzenlose
Fortschritt hat auch seine Schattenseiten : Immer mehr kleinere Einzelhändler
bangen um ihre Zukunft . " Uns treibt die Sorge , dass der Einzelhändler vor Ort
die Auswirkungen des Onlinehandels in den nächsten Jahren zu spüren bekommt " ,
sagte Hans Eveslage , Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes
. Und es scheint , als ob das Internet-Shopping seinen größten Boom noch vor
sich hat . Schon im nächsten Jahr soll er sich mehr als verdreifachen , sagen
die Experten . Eveslage befürchtet , dass gerade die örtlichen Geschäfte große
Probleme bekommen , im virtuellen Konzert mitzuspielen - denn wer denkt schon
beim Online-Einkauf als erstes an den Tante-Emma-Laden um die Ecke . Hier
scheinen die Internet-Angebote der großen Konzerne attraktiver . Der Verbund hat
nun zusammen mit örtlichen Banken , Einzelhändlern , Versicherungen und anderen
einen " virtuell-lokalen Marktplatz " geschaffen . Die Adresse ist die jeweilige
Stadt oder Gemeinde mit der Endung " 4U.de " . Dieses Leitsystem soll sich
irgendwann durch ganz Deutschland ziehen . In Niedersachsen sind seit August
schon rund 70 Gemeinden dabei , weitere sollen folgen . Träger der Initiative
ist der Gemeindebund Niedersachsen , in denen Städte- und Gemeindebund und der
Städtetag sehr eng zusammenarbeiten . Genau hier liegt ein weiteres Problem :
Der Werbeaufwand , um www.gemeinde4U.de ins Bewusstsein der Menschen zu bringen
, ist groß . Doch mit diesem neuen Angebot können Menschen in ihrer Region in
den ihnen bekannten Geschäften rund um die Uhr einkaufen . So können
beispielsweise auch Reklamationen schneller und persönlicher geklärt werden .
Vivendi/Universal : Zugeständnisse an EU-Wettbewerbshüter Fusionen im Medien-
und Internet-Bereich erfreuen sich gesteigerter Aufmerksamkeit der
Wettbewerbshüter . Diese zumindest für die Konzerne leidvolle Erfahrung mussten
schon AOL , Time Warner und EMI machen , die sich eifrig bemühen , die
Zusammenlegung der Warner Music Group mit EMI doch noch zu retten . Mit
Zugeständnissen im Musik- und Filmbereich will nun auch der französische
Mischkonzern Vivendi den Wettbewerbshütern in Brüssel die milliardenschwere
Übernahme der Seagram Universal schmackhaft machen . Das sagte der Vivendi-Chef
Jean-Marie Messier der Pariser Wirtschaftszeitung La Tribune . Messier bot laut
dpa an , die Musik von Universal nicht exklusiv über Vivendis Internetportal
Vizzavi zu vermarkten , sondern auch über andere Internetportale . Allerdings
wollte er eine befristete Exklusivität nicht ausschließen . Außerdem will
Vivendi in Frankreich und Spanien die Filmangebote der Universal-Studios dem
Wettbewerb überlassen und nicht nur über die konzerneigene Canal+ vermarkten .
Die EU-Kommission kann aber auch noch eine monatelange vertiefende Prüfung
anordnen . Die USA und Kanada haben dagegen keine Wettbewerbsbedenken gegen die
Übernahme von Seagram/Universal durch Vivendi . Im zweiten Halbjahr rechnet der
Konzern mit einem andauernden Wachstum des Gewinns , das im Medienbereich " über
60 Prozent " liegen dürfte . Die Zahl der Mobilfunkkunden von Vivendis SFR stieg
im ersten Halbjahr um 64 Prozent auf 8,5 Millionen . Das sind 36,5 Prozent des
französischen Marktes . Mannesmann-Tochter geht offenbar an Enel Der größte
börsennotierte Energiekonzern Europas , die italienische Enel SpA , steht
offenbar kurz vor der Übernahme des Telefonunternehmens Infostrada SpA .
Offiziell bereitete man noch Anfang September bei der britischen
Mobilfunkgesellschaft den Börsengang des italienischen Internet- und
Festnetzunternehmens Infostrada vor . Allerdings verstummten die Gerüchte nie ,
dass die italienische Gesellschaft und Mannesmann-Tochter vielleicht doch
komplett verkauft werden soll . Immerhin sind die Briten nach dem Kauf von
Mannesmann im Frühjahr und den Erwerbungen von UMTS-Lizenzen in Großbritannien
und Deutschland finanziell unter Druck geraten und brauchen dringend liquide
Mittel . Der Energiekonzern wolle Infostrada mit seiner Telefonfirma Wind
verschmelzen , an der auch France Telecom 43,4 Prozent hält . Wind war schon
einige Zeit ein Interesse an der Übernahme von Infostrada nachgesagt worden .
Auch die Deutsche Telekom , die sich nach der Tändelei mit Telecom Italia Ärger
mit France Telecom und Enel eingehandelt hatte und deshalb aus dem gemeinsamen
Joint-Venture Wind ausstieg , soll ein Auge auf Infostrada geworfen haben . Die
Bekanntgabe des Verkaufs von Infostrada an Enel werde noch für diese Woche
erwartet , hieß es . France Telecom muss damit nicht befürchten , wegen der
Finanzierung der Infostrada-Übernahme seine Kreditwürdigkeit zu beeinträchtigen
. Infostrada war im Besitz von Mannesmann und kam durch die Übernahme des
deutschen Traditionsunternehmens zu Vodafone . Chiphersteller ZMD übernimmt
Belegschaft von AMI Der Chiphersteller Zentrum Mikroelektronik Dresden ( ZMD )
hat die meisten Beschäftigten der AMI Microsystems GmbH übernommen . Die
deutsche Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Chip-Konstrukteurs AMI hatte
ihren Sitz kürzlich aus der sächsischen Landeshauptstadt nach München verlegt .
Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Thilo von Selchow hat ZMD rund 60 der
etwa 70 Dresdner AMI-Mitarbeiter eingestellt . Der diesjährige Umsatzzuwachs von
gut 30 Prozent stimme das Unternehmen optimistisch . ZMD entwickelt und
produziert Mikroelektronikbauteile vor allem für die Kommunikations- , Medizin-
und Automobiltechnik . Zurzeit beschäftigt das Unternehmen mehr als 700
Mitarbeiter . ZMD versteht sich als eine der drei Säulen des " Silicon Saxony "
, wie Dresden in Anlehnung an die amerikanische Hightech-Region Silicon Valley
mitunter bezeichnet wird . Das Unternehmen war 1999 an die Sachsenring AG (
Zwickau ) privatisiert worden . Gegenwärtig hält der Autozulieferer nach
ZMD-Angaben noch etwa zehn Prozent der Geschäftsanteile .
Mehrheitsgesellschafter ist die Beteiligungsgesellschaft Global Asics ( Dresden
) , an der auch das Management beteiligt ist . First Tuesday besiegelt das Ende
der New Economy Die New Economy ist tot . Zu Grabe getragen wurde sie am
gestrigen Dienstagabend in der Bauruine des unvollendeten U-Bahnhofs "
Kanzleramt " in der Hauptstadt . " Wir wollen die Unterscheidung Old und New
Economy endgültig besiegeln " , verkündete Dirk Stettner , Vorstand von First
Tuesday Deutschland , im Berliner Untergrund bei der Eröffnung des
traditionellen Monatstreffens des " neuen Unternehmertums " , wie die
Organisatoren des Gründernetzwerks ihre Klientel seit einen halben Jahr
bezeichnen . Die meisten Beobachter würden darunter höchstens noch die " Kunst "
verstehen , möglichst schnell viel Geld zu machen . Einen passenderen
Veranstaltungsort hätten sich die Planer von First Tuesday für den offiziellen
Beerdigungsakt kaum suchen können . Den sich noch im Rohzustand befindlichen
Bahnhof hat ebenso wie zahlreiche hochfliegende Projekte der Startup-Gründer das
Schicksal eines Baustopps ereilt , der vermutlich nicht mehr aufgehoben wird .
Die Entscheidung fiel in einer Zeit , in der zahlreiche Durchstarter von ihren
Investoren ähnliche Töne hörten und ihre Unternehmensträume einäschern konnten .
" Die Verkrustung der deutschen Wirtschaft wurde aufgebrochen " , führt der
Berliner Gründer eines Softwareunternehmens als Erfolg der Startup-Szene an .
Geschadet habe die Entwicklung dem Standort Deutschland damit nicht . Von den
Netzwerken in 120 Städten , die im Frühjahr noch zugange waren , sind zwar 30
nicht mehr am Laufen . Die monatlichen Dienstagstreffen verzeichnen jedoch
deutlich geringere Besucherzahlen als noch vor anderthalb Jahren , und das
vermutlich nicht nur , weil die Getränke seit kurzem nicht mehr kostenlos sind .
Trotzdem , so Stettner , gehe nach der strafferen Strukturierung des Netzwerks
alles seinen Gang . " Wir werden wie bisher die besten Anbieter für die besten
Nachfrager vermitteln . " Stettner hofft , dass First Tuesday nach der
Konsolidierung weiterhin als " Barometer " dient , an der sich die Stimmung des
Marktes ablesen lässt . Die " Sehnsucht nach Erfolgsgeschichten " sei jedenfalls
da , sodass die Voraussetzungen für Gründer wieder besser würden . Das glaubt
auch Nikesh Arora , Chef der Telekom-Tochter T-Motion in London . In seiner
Keynote sagte der Mobile-Commerce-Pionier , dass der momentane ökonomische
Abschwung für angehende Jungunternehmer auch seine guten Seiten habe : " Das
bedeutet , dass weniger Leute versuchen , ein Business in Gang zu bringen . "
Und das wiederum verheiße weniger Ausgaben für PR-Dienstleistungen und Marketing
sowie billigere Büromieten . Seine Schlussfolgerung : " Der Markt ist reif für
neue Startups . " Furcht vor Anschlägen fördert Videokonferenzen Die Anschläge
auf das World Trade Center und das Pentagon haben die Wirtschaft weltweit hart
getroffen . Seit dem 11. September verkündet ein Großunternehmen nach dem
anderen heftige Umsatzeinbrüche oder Massenentlassungen als Folge der
verheerenden Attacke . Bei den Anbietern von Videokonferenzlösungen hingegen
herrscht Hochkonjunktur . " Viele Geschäftsleute wollen oder können derzeit
nicht fliegen und suchen nach sicheren Alternativen , ihre Besprechungen und
Termine zu organisieren " , sagt Andreas Wienold , Europachef des
Videokonferenzanbieters VCON , stellvertretend für die gesamte Branche . " Wir
verzeichnen eine enorm gestiegene Nachfrage nach Videokonferenzsystemen , und
unsere Webpage registriert derzeit drei Mal so hohe Besucherzahlen wie vor dem
Anschlag . " Die Anbieter von Videokonferenzanlagen warten seit vielen Jahren
auf den Durchbruch . Nur eine vergleichsweise kleine Zahl von Großunternehmen
gehört zu regelmäßigen Nutzern von Video-Fernkonferenzen . In vielen anderen
Unternehmen gilt jedoch noch der Grundsatz , dass ein Händedruck nicht durch ein
Fax oder ein Videobild ersetzt werden kann . Außerdem halten die Skeptiker
Videokonferenzen für zu teuer oder technisch nicht ausgereift . Auch die Börse
sah bislang keine große Zukunft für die Videokonferenztechnologie . So dümpelte
der Kurs des nach eigenen Angaben weltweit führenden Anbieters Polycom an der
Wall Street vor sich hin . Auch die Übernahme des Konkurrenten PictureTel , dem
größten Anbieter von PC-basierten Konferenzsystemen , half dem Polycom-Papier
nicht . Auch die Aktien der Videokonferenzanbieter WebEx und Ptek Holdings (
Premiere Conferencing ) waren nach dem Anschlag stärker gefragt . Die rasch
gestiegene Nachfrage nach Videokonferenz-Systemen kann von den Anbietern zum
Teil gar nicht spontan befriedigt werden - zumindest nicht so schnell , wie sich
die Neukunden das vorstellen . Die Kölner MVC Teleconferencing GmbH , nach
eigenen Angaben größter Anbieter von Videokonferenzstudios- und dienstleistungen
, will hier in die Bresche springen : Alcatel kündigt weiteren deutlichen
Stellenabbau an Der französische Telecom-Ausrüster Alcatel hat einen weiteren
deutlichen Stellenabbau angekündigt . Dies soll der Anpassung an den "
gegenwärtigen Abschwung im Markt für Unterseekabel und an die Abschwächung im
Markt für Glasfaserkabel " dienen , nachdem beide Sparten in den letzten Jahren
außergewöhnliche Wachstumsraten verzeichnen konnten , wie es bei Alcatel in
Paris hieß . Die Belegschaft der Unterseekabelsparte wird bis Sommer 2002 um 48
Prozent reduziert . Der Abbau soll durch Frühverrentung ,
Arbeitsplatz-Verlegungen und die Nicht-Verlängerung von Zeitverträgen erfolgen .
Gleichzeitig soll die Glasfasersparte von den gleichen Maßnahmen betroffen sein
. In diesem Geschäftsfeld soll die Belegschaft um 17 Prozent verringert werden .
Die Unterseekabel-Produktion in Port Botany ( Australien ) werde im Rahmen der
Kostensenkungsmaßnahmen Mitte August vorerst eingestellt und in einen "
Standby-Modus " überführt . In sechs Fabriken in Frankreich , einer Kabel-Fabrik
in Großbritannien und der Glasfaserfertigung in den USA sind Kürzungen geplant .
Im gesamten Arbeitsplatzabbau sei die Schließung der Kabelfabrik in Portland in
den USA im Mai inbegriffen ; bereits Ende Juli hatte Alcatel massive
Stellenstreichungen verkündet . Auch möchte der französische Konzern , der bis
Mitte des Jahres rund 110.000 Beschäftigte hatte , rund die Hälfte seiner
Produktionsstätten abstoßen . Nürnberg präsentiert " Problem-Haushalt " im
Internet Über die Krise der Nürnberger Stadtfinanzen können sich Bürger der
fränkischen Großstadt künftig vom heimischen Computer aus informieren . Erstmals
präsentiere die städtische Kämmerei die Kernpunkte des städtischen Etats im
Internet , dabei veranschaulichten Diagramme und Erläuterungen die Eckpunkte des
Zahlenwerks , teilte die Stadtverwaltung mit . Die Bürger könnten sich auf der
städtischen Webseite zudem über Einsparmöglichkeiten bei städtischen Gebühren
informieren . Ferner enthält das Internet-Angebot Hinweise auf die sich deutlich
abzeichnende Finanzkrise Nürnbergs im kommenden Jahr . Als Grund führt das Amt
neben steigenden Personalkosten und gestiegenen Kosten für Bauinvestitionen auch
die schwache Steuerentwicklung an . Vor allem bei der Gewerbesteuer erwartet die
Stadt 2002 einen Einbruch . E-Government : Großer Markt mit großen Problemen
Bund , Länder und Kommunen wollen im Rahmen der Verwaltungsreform groß ins
E-Business einsteigen . Durch die Vernetzung der Behörden sollen die
Geschäftsprozesse an die Bedürfnisse der Bürger angepasst werden , lange
Wartezeiten in Amtsstuben entfallen , die demokratischen Teilhabemöglichkeiten
der Bürger an der Regierungsarbeit gestärkt und nicht zuletzt Millionen durch
Online-Transaktionen eingespart werden . Doch trotz seit Jahren laufender
Initiativen allerorten entpuppt sich der Umbau der Rathäuser und Verwaltungen
zum E-Government schwieriger als gedacht . Auf dem Berliner First Tuesday am
gestrigen Dienstagabend , der sich neben der Vernetzung von Gründern mit
Geldgebern erstmals auch um die Vernetzung von Bürgern und Politik bemühte ,
wiesen Experten auf die zahlreichen Probleme und Herausforderungen bei der
Verwaltungsmodernisierung aus dem Geiste des Internet hin . Als die wichtigsten
Barrieren machten sie fehlende Finanz- und Personalmittel , mangelnde
Unterstützung der oberen Administrationsetagen , unabgestimmte Strategien und
technische Standards , aber auch zu strenge Datenschutzbestimmungen aus . " Wir
reden von einem gewaltigen Aufholprozess " , stellte Karsten Ernst ,
Projektmanager bei IBM Deutschland , klar . Das fange bei der schlechten
technischen Ausrüstung der Verwaltungen an und höre bei einem fehlenden
Rahmenwerk für interoperable E-Government-Systeme auf . Von den gut 10.000
größeren deutschen Rathäusern sind bislang noch nicht einmal die Hälfte im Netz
, zog Habbel eine vorläufige Bilanz . Nur 4.800 Städte oder Gemeinden verfügten
über eine eigene Homepage . Davon seien 80 Prozent rein "
Schaufenster-orientiert " . Nur 20 Prozent böten interaktive Dienste an , etwa
mit downloadbaren Formularen . Die Verwaltungen seien eben " große Tanker " ,
die nicht so einfach um 180 Grad zu drehen seien , nahm Horst Ulrich , Leiter
des Referats Stadtinformationssystem und Online-Dienste des Berliner Senats ,
seine Kollegen in Schutz . Das im Rahmen einer Public-Private-Partnership
betriebene Hauptstadtportal Berlin.de dümpelt seit Jahren vor sich hin . Noch in
diesem Jahr , so Ulrich , werde aber zumindest bei der Kommunikation der
Architektenkammer mit der Bauverwaltung die elektronische Signatur zum Einsatz
kommen . 20 weitere konkrete Anwendungen sollen folgen . Um den Bürgern den
Umgang mit der Verwaltung erleichtern zu können , hält Ulrich auch Lockerungen
beim Datenschutz für nötig . Selbst habe er sich geärgert , dass er für die
Beantragung des Kindergelds zwei fast identische Formulare ausfüllen musste ,
obwohl " zwei DIN-A4-Seiten voll mit meinen persönlichen Daten " in seiner
Verwaltungskartei gespeichert waren . Hier sei ein " Datenschutz mit dem
Skalpell " erforderlich , um unnötige Verbotsklauseln beim internen
Informationsabgleich zu verhindern . " Da hat sich schon manch anderer Planer
eine blutige Nase geholt . " Auch bei den Städten und Gemeinden würde sich
Habbel schon freuen , wenn in drei Jahren " 70 Prozent der Geschäftsprozesse "
online abgewickelt würden . Seine Forderung lautet , dass gleichzeitig bereits
vorhandene Vergleichsdaten über die Kosten von Verwaltungsservices öffentlich
gemacht werden . Den beim First Tuesday versammelten Gründern machte Peter Spohn
, Senior Vice President Public bei der Deutschen Telekom , Hoffnung auf einen
großen Markt . Die Kommunen " schreien " seiner Meinung nach geradezu nach
Lösungen für Portale und Sicherheitsanwendungen auf Basis des Signaturgesetzes .
" Junge Softwarefirmen haben gute Chancen " , glaubt auch Peter Liebscher von
der Beratungsfirma KPMG . Vor falschen Hoffnungen auf schnelle Geschäfte warnte
der Liebscher aber : " Sie brauchen einen langen Atem , um mit der Verwaltung
Geschäfte zu machen . " Kein Grund für Handy-Panikkäufe vor Weihnachten Wer am
Heiligabend ein Handy verschenken möchte , muss im Weihnachtsgeschäft
schlimmstenfalls nehmen , was übrig bleibt . Handys gehören zu den
Geschenke-Rennern . Hersteller und Experten gehen aber davon aus , dass es nicht
zu den Schwierigkeiten wie im Dezember vergangenen Jahres kommen wird , als die
mobilen Telefone zur extremen Mangelware wurden . Philips gehe aber davon aus ,
dass es nicht so schlimm wird wie 1999 . " Die Hersteller haben rechtzeitig
reagiert . " Fest stehe allerdings , dass bei den Handys ähnlich wie in der
Unterhaltungselektronik ein Gutteil der Geräte in den letzten drei Monaten des
Jahres verkauft wird . Von einer " extremen Spitze im Jahresendgeschäft " geht
auch Walter Hühn aus , Manager beim US-amerikanischen Hersteller Motorola in
Wiesbaden . Der Markt habe sich in 2000 einfach explosionsartig entwickelt ,
sagt auch Christoph Pangritz , Produktmanager für Mobiltelefone bei Panasonic in
Hamburg . " Und im Weihnachtsgeschäft steigt die Nachfrage natürlich noch einmal
. " " Die große Nachfrage schreckt uns nicht . " Ähnlich ist die Einschätzung
bei Ericsson in Düsseldorf : " Wir haben die Produktpalette deutlich erweitert
und ausreichend Stückzahlen vorrätig " , sagt Pressereferentin Anja Klein . "
Schwierigkeiten bei einzelnen Modellen sind aber denkbar . " Zwar sei es
einfacher , ein Handy mit Prepaid-Karte ohne festen Vertrag zu verschenken . "
Damit halst man dem Beschenkten keine Folgekosten auf " , sagt Klasen .
Spontankäufe kurz vor Heiligabend seien deshalb nie zu empfehlen : Handys
sollten immer mit Bedacht ausgesucht werden , betont der Verbraucherschützer -
auch und gerade in der Weihnachtszeit . Ganz abgesehen davon , dass in den
Monaten nach Weihnachten auch neue Mobilfunktechniken wie GPRS marktreif sein
dürften - für die natürlich wieder neue Handys notwendig werden . Sony :
Playstation 2 ist keine Spielkonsole Sony will notfalls rechtliche Schritte
gegen die Europäische Kommission einlegen , wenn diese die Playstation 2
weiterhin als Spielkonsole wertet . Dies berichtete die Financal Times unter
Berufung auf Ken Kutaragi , Präsident von Sony Computer Entertainment . Der
Hintergund : Bislang betrachtet die Europäische Kommission die Playstation 2 als
Videospiel-Konsole , was zur Folge hat , dass Sony für jedes importierte Gerät
2,2 Prozent Zoll zahlen muss . Nach Meinung von Sony sollte die Konsole aber als
Computer gewertet werden . Immerhin sei sie mit einer 128-Bit-RISC-CPU
ausgestattet , könne als DVD-Player eingesetzt werden und habe das Potenzial ,
mit dem Internet Verbindung aufzunehmen . Auf nach Europa importierte Computer
werden im Unterschied zu Spielkonsolen keine Zölle erhoben . Ein Antrag auf
Wertung der Playstation 2 als Computer wurde bereits im letzten Monat von der
britischen Zollbehörde abgewiesen . Die Playstation 2 kommt Ende des Monats in
Europa auf den Markt . Aktien der zahlungsunfähigen teamwork ausgesetzt Dies
bestätigte die Deutsche Börse AG am Freitag . Bereits am Vorabend wurde der
Handel gestoppt , nachdem der Paderborner IT-Dienstleister seine
Zahlungsfähigkeit bekannt gegeben hatte . Der letzte Kurs wurde am
Donnerstagabend in Frankfurt bei 3,55 Euro festgestellt . Inzwischen meldete
sich das osthessische Softwareunternehmen IntraWare zu Wort : Die Firma will die
Kundenaufträge von teamwork übernehmen . Nach dpa-Informationen ist eine
Übernahme des Unternehmens aber nicht geplant . IntraWare in Petersberg bei
Fulda stellt Unternehmens-Software her und ist wie teamwork unter anderem
Spezialist für Lotus Notes/Domino . Seit Mai dieses Jahres ist die Firma am
Neuen Markt notiert . Zur Unternehmensgruppe der IntraWare gehören sieben Firmen
mit insgesamt 185 Beschäftigten . UMTS-Versteigerung in Österreich stockt Die
Versteigerung der Lizenzen für die dritte Mobilfunkgeneration in Österreich
stockt . Da die sechs Teilnehmer für jeweils zwei der zwölf Frequenzen ein
Angebot abgegeben haben , könnte die am gestrigen Donnerstag begonnene Auktion
schon am heutigen Freitag beendet sein . Die österreichische Regulierungsbehörde
Telekom Control , die über das Verfahren wacht , beriet am Vormittag in Wien die
Lage . Sie wollte die sechs Bieter-Unternehmen noch einmal daran erinnern , dass
verbotene Absprachen den Ausschluss aus dem Verfahren zur Folge hätte . Web.de
wächst bei hohen Verlusten Gerade erst vermeldeten die Marktforscher von
Forrester Research als Ergebnis einer Studie , die goldenen Zeiten für
Internet-Portale seien vorbei . Und nun gab das deutsche Internetportal Web.de
bekannt , dass die Firma ihren Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden
Geschäftsjahres vervierfacht habe . Allerdings zeichnet Vorstandschef Matthias
Greve ein rosiges Bild der Zukunft von Web.de : Im vierten Quartal 2001 rechnet
er mit dem Erreichen der Gewinnschwelle , früher , als beim Börsengang
angekündigt . Am heutigen Freitag pendelte sich die Aktie nach einem
anfänglichen Rückgang auf 16,11 Euro bei 16,50 Euro ein . Das 52-Wochen-Hoch des
Papiers lag dagegen immerhin bei 71 Euro . Die Netto-Erlöse aus dem Börsengang
seien noch vollständig vorhanden , hieß es . Die stelle sicher , dass die
Wachstumsziele aus eigener Kraft erreicht werden können , betonte Greve .
UMTS-Versteigerung in Österreich fortgesetzt Die Versteigerung der Lizenzen für
die dritte Mobilfunkgeneration UMTS in Österreich ist am Freitagnachmittag
fortgesetzt worden . Zuvor hatte die Telekom-Kontrollkommission , die über das
Verfahren wacht , die Lage beraten und die sechs Bieter-Unternehmen noch einmal
daran erinnert , dass verbotene Absprachen den Ausschluss aus dem Verfahren zur
Folge hätten . Die sechs Teilnehmer hatten am Ende der ersten Auktionstages am
Donnerstag für jeweils zwei der zwölf Frequenzen ein Angebot abgegeben .
Daraufhin hatten Beobachter die Vermutung geäußert , dass die Versteigerung
bereits beendet sein könnte . Ein Bewerber muss mindestens zwei Frequenzpakete
ersteigern . Maximal können drei Pakete erworben werden . Um den Verlauf der
Auktion zu verfolgen , hat die österreichische Regulierungsbehörde eine eigene
Web-Seite eingerichtet . UMTS-Versteigerung in Österreich nun doch beendet Eben
noch setzte die österreichische Regulierungsbehörde die Versteigerung der
UMTS-Lizenzen in der Alpenrepublik nach einer Ermahnung der Bieter fort , keine
illegalen Absprachen zu treffen - und schon ist die Auktion zu Ende , und das
nach nur zwei Tagen Dauer . Die Telekom Control , die über das Verfahren gewacht
hatte , teilte am heutigen Freitagnachmittag das überraschend frühe Ende mit .
Die sechs Teilnehmer an der Versteigerung hatten zuletzt für je zwei der
insgesamt zwölf angebotenen Frequenzen geboten . Damit kamen alle Bewerber zum
Zug . AlterNIC-Gründer verhaftet Eugene Kashpureff , Gründer des AlterNIC , ist
in Kanada verhaftet worden . Zwar entschuldigte sich Kashpureff bei der
Internet-Gemeinde kurz darauf für diese Aktion , und eine Klage des InterNIC
gegen ihn wurde außergerichtlich beigelegt . Das FBI allerdings scheint der
Ansicht zu sein , daß dies nicht nur die Privatsache der Firma Network Solutions
ist , dem Hauptbetreiber des InterNIC . Das Internet-Auto von General Motors
Mitte 2000 soll es endlich soweit sein : Als Bedienschnittstelle kommt
Sprachsteuerung und -synthese zum Einsatz : Die Nachrichten und Mails liest eine
sanfte Frauenstimme vor , demonstrierte General Motors auf einer Veranstaltung .
Auch das Abspielen von MP3-Files direkt aus dem Internet führten Firmenvertreter
vor . Der Fahrer oder andere Autoinsassen können das System über gesprochene
Kommandos steuern ; ein Bildschirm zur Anzeige von Informationen ist nicht
vorgesehen . Welche Informationen ein Anwender erhält , soll er über eine
personalisierte Web-Seite einstellen können . Schon heute können GM-Kunden
darüber verschiedene Services abonnieren , darunter Routenplanung , Verfolgung
eines gestohlenen Wagens oder das Öffnen der Türen , falls man die Schlüssel im
Innern vergessen hat . Momentan kostet der Service zwischen 17 und 33 US-Dollar
im Monat und hat 100.000 Kunden . General Motors erwartet , dass sich diese Zahl
schnell auf eine Million erhöht . Was war . Was wird . Wie immer möchte die
Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche
Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau
zugleich . Was war . Nicht der Große sollte in dieser Ära den Kleinen fressen ,
sondern der Schnelle den Langsamen . Täglich geht ein Dutzend Firmen baden , die
auf lange Traditionen blicken können , mithin schon anno 1998 gegründet worden
sind . Immerhin gibt es stilvolle Abstürze und weniger stilvolle . Zu den
gekonnten Abgängen zählt Pets.com , die an dieser Stelle schon einmal erwähnt
wurden . Die Firma versucht derzeit , 21 Tonnen Hundefutter aus Lagerbeständen
in Alaska abzuwerfen , wo mindestens 5.000 Hunde dem Hungertod nahe sind . Der
Verkauf des Domain-Namens soll die Aktion finanzieren . Im Tierreich wären das
Aasgeier , im Menschenreich gibt es Bertelsmänner . Der zeichnete ursprünglich
alle Sendungen von Kabelanstalten rund um Los Angeles auf und verschickte sie in
der ganzen Welt . Wie Napster verschied RecordTV an Urheberrechtsklagen , die
die Bertelsmänner mit " strategischen weltweiten Kooperationsmodellen " ganz
lässig zur Seite schieben werden . Alles ist ihnen recht , um eine drohende
Fernsehfirma namens Microsoft verhindern zu können . RecordTV soll nicht in den
USA ausgestrahlt werden , sondern den Inhalt in Europa absetzen . An dieser
Stelle muss de Saram einfach erwähnt werden , weil er sich in sein Heimatland
abgesetzt hat , um dort mit Arthur C. Clarke den Computer HAL zu bauen , der mir
in meiner Jugend so schwer zu schaffen machte . Ein Mädchen küsste mich und
fühlte sich schwerelos : War das wegen dem beknackten Computer ? Oder wegen dem
erbärmlich kalten Morgen auf Fehmarn , als Jimmy Hendrix auftreten sollte und
diese blöde Filmmusik dudelte ? I'm sorry Dave , aber das musste wohl einmal
gesagt werden . Gewerkschaften gehörten zur grauen Vorzeit der Old Economy , die
begeisterten Dot.com-Eigentlich-Mit-Firmeninhaber hatten sowas nicht nötig .
Angesichts einiger sehr wenig stilvoller Abstürze mag sich manch dauerarbeitende
New-Economy-Jüngling , manch eifrige Startuperin an die gute alte Zeit erinnern
, als Großvater von Hobos und den Wobblies erzählte . So weit ist es noch lange
nicht ; aber nicht nur Jeff Bezos von Amazon zeigte sich leicht gereizt ob
überraschender gewerkschaftlicher Aktivitäten . Dass 13 der Entlassenen aus der
Kundendienstabteilung kamen , in der vor wenigen Tagen ein Antrag auf
Gewerkschaftswahlen gestellt wurde , ist natürlich reiner Zufall . Und ein
Schuft ist , wer Böses dabei denkt . Hart am Rande des Rinderwahnsinns gibt es
seitdem Philoso-Viehtreiber und Philosofie-Treiber und Zeitschriften wie die FAZ
, die das alles niemals haben wollte . Wer wie die FAZ das Web nicht mag und die
Rechtschreibrephorm ablehnt , muss wohl zwangsläufig in den Irrsinn verfallen ,
eine Gruppe wie Edge als Visionäre der " nächsten fünf Dezennien " zu feiern und
Hubert Burda als größten deutschen Systemveränderer zu preisen , natürlich in
einer Laudatio von Frank Schirrmacher . Nun warten wir nur noch , dass Edge
neben den Manifestos von Lernerter und Lanier die Tagebücher von Helmut Kohl
abdruckt - die Lizenz soll Herausgeber John Brockmann in der Tasche haben . Die
Filme von Jean-Luc Godard kommen zwar kaum noch in die deutschen Kinos , dafür
arbeitet er , gar nicht außer Atem , an den " histoire(s) du cinema " . Trotzdem
: Ein Ereignis in den USA . In Deutschland stolpern dagegen Heike Makatsch oder
Benno Führmann als Superstars über die Leinwand ; zur grauen Eminenz des
deutschen Kinos entwickelt sich die Nazi-Propagandistin Leni Riefenstahl . Die
hat zwar ihre Montage- und Schnitt-Technik auch nur von Sergej Eisenstein und
ihre dräuende Ästhetik von Wagner geklaut , macht aber nichts : Nützlich ist sie
trotzdem , und sei es nur für eine Gehirnwäsche , die offensichtlicht den
Krakelern im Gästebuch von Sebnitz verabreicht wurde . Dass eine Dauervorführung
des NSDAP-Parteitagsfilms " Triumph des Willens " gar Schreckliches auslösen
kann , war mir ja schon früher klar ... Man hätte den Leuten von Sebnitz den Rat
geben sollen , das Gästebuch nicht zu löschen , sondern zu drucken : Länger als
eine halbe Stunde halte er Wagner nicht aus , er bekomme sonst das Bedürfnis ,
in Polen einzumarschieren . Wagner , Riefenstahl und Sebnitz hin oder her : Im
Leben gibt es trotzdem Momente von einer bizarren Schönheit . Unter dem Titel "
Way out of the Microsoft Maze " wollten Sun und Oracle ein so genanntes
E-Seminar online stellen , das sich mit der .NET-Strategie von Microsoft befasst
. Ein Fehler in der Oracle-Datenbank führte jedoch dazu , dass die Surfer zwei
Tage lang einem Vortrag über Carnivore , Altivore und Echelon lauschen konnten ,
den ein FBI-Mitarbeiter für Oracle produziert hatte . Mit diesen Worten
eröffnete der irische Nobelpreisträger Sean McBride im Jahre 1979 eine
UNESCO-Konferenz über " Kommunikationsprobleme zwischen den Welten " . Auf ihr
meldete sich der junge NASA-Forscher Tony Rutkowski und erklärte , dass es gar
kein Problem geben würde . Bald würden alle Menschen miteinander über ein
Terminal kommunizieren können , behauptete Rutkowski . Nicht wenige hielten den
guten Mann für plemplem . Rutkowski gründete wenig später die Internet Society .
In der letzten Woche erhielt diese Society die UNESCO-Ehren als offizielle NGO (
Non-Governmental Organization ) und konnte gleich ihren ersten Aufruf
präsentieren , ganz im Sinne von Tony Rutkowki . Was wird . In der nächsten
Woche wird Eazel einen neuen Desktop für Linux vorstellen , eine Oberfläche ,
die unter dem Namen Nautilus bei Dell Linux unter den End-Anwendern verbreiten
soll . Bei Eazel sind qualifizierte Leute am Werke , etwa Andy Herzfeld , der
beim Mac den Desktop konstruierte , oder Bud Tribble , der den NeXT von Steve
Jobs bestückte und nun Chef bei Eazel ist . " Bald wird die ganze Welt nur noch
über Eazel reden " , verkündete Tribble . Neue Top Level Domains - die EU will s
genau wissen Die EU-Kommission lädt für den 11. Januar zu einem öffentlichen
Hearing mit den Betreibern der neuen Top Level Domains in Brüssel . Dabei sollen
Vertreter der von der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (
ICANN ) für die Einrichtung von .biz , .info , .pro , .name , .coop , .museum
und .aero ausgewählten Unternehmen und Organisationen ihre Konzepte vorstellen .
Die Kommission rechnet , wie sie in einer Einladung schreibt , mit 200 bis 250
Teilnehmern . Das Treffen sei für alle potenziellen Nutzergruppen ,
Service-Provider , Registrare und die Registry-Gemeinde von Interesse und solle
besonders im Fall der spezialisierten Domains die Teilhabe der entsprechenden
Gruppen erleichtern - wie etwa europäischer Genossenschaften oder Museen im Fall
von .coop beziehungsweise .museum . Mit diesem Schritt bekräftigt die Kommission
den Anspruch der Regierungen auf ein Mitspracherecht bei der Auswahl der neuen
Top Level Domains . Die im Regierungsbeirat ( GAC ) der ICANN vertretenen
Staaten hatten in einem eigenen Papier die Direktoren der ICANN aufgefordert ,
trotz der gebotenen Eile auch nach der getroffenen Auswahl eine Art
internationaler Konsultation zuzulassen . Die EU-Mitgliedstaaten hatten mit
einem Entwurf für dieses Papier die Diskussion im GAC ins Rollen gebracht . Zwar
habe die von der ICANN bei ihrer Jahrestagung Mitte November getroffene Auswahl
viele Bedenken verschiedener GAC-Mitglieder gegenstandslos gemacht , sagte
Christopher Wilkinson , GAC-Mitglied für die EU-Kommission . Dennoch , so
Wilkinson , der auch Organisator des Hearings ist : " Wir wollen mit den
Bewerbern reden . " Zu klären seien etwa Fragen wie die Verwendung der
Country-Codes auf der zweiten Ebene wie im Vorschlag für
www.guggenheim.us.museum . Mit einem grundsätzlichen Veto aus den Kreisen des
GAC gegen einen der neuen Registry-Bewerber rechnen Beobachter aber nicht mehr .
Vorgespräche mit dem US-amerikansichen Department of Commerce , das derzeit noch
immer die ultimative Entscheidung über Veränderungen der Root-Zone trifft
beziehungsweise die Oberaufsicht über den a-Root-Server hält , sind demnach
offensichtlich bereits im Vorfeld der Auswahl geführt worden . Allerdings
offenbart sich in den Forderungen der GAC-Mitglieder gegenüber der ICANN , dass
die Regierungen sich nicht mehr mit ihrer beratenden Rolle innerhalb der für das
DNS zuständigen Selbstregulierungsorganisation zufrieden geben . Auch im Kampf
um den Einfluss bei der Auswahl der Manager der jeweiligen Länderdomain ( ccTLD
) hat das GAC einen Teilerfolg erzielt . Die ICANN wird in nächster Zeit
brieflich bei allen Regierungen nachfragen , ob sie " mit dem aktuellen
ccTLD-Manager zufrieden " sind . Hat in der Vergangenheit also vor allem die auf
Staatsferne bedachte IANA Delegationsfragen geklärt , führt in Zukunft kein Weg
mehr vorbei an den Regierungen , wenn es um die Verwaltung des Namensraums im
Internet geht . Unterhaltungselektronik-Branche setzt auf Surfen per TV Während
die PC-Hersteller im Weihnachtsgeschäft in die Krise schlittern , verspürt die
Branche der Unterhaltungselektronik Rückenwind . Dies entspreche einem Zuwachs
von zehn Prozent . Mit der Vorweihnachtszeit breche für Hersteller und Handel
die wichtigste Zeit des Jahres an . Auf den Wunschzetteln der Bundesbürger stehe
auch in diesem Jahr die Unterhaltungselektronik ganz oben , sagte Hecker . Der
Renner im Weihnachtsgeschäft sei der DVD-Spieler mit Heimkino-Anlage , die wegen
der digitalen Qualität Klangeffekte wie im Kino ermöglicht . Im nächsten Jahr
sollen in Deutschland eine Millionen dieser Geräte verkauft werden . Aber auch
hochwertige Fernsehgeräte im Bildformat 16:9 seien gefragt . Insgesamt sei das
Wachstum von Handel und Herstellern aber " nicht gerade dynamisch " , schränkte
Hecker ein . Künftig wird der Fernseher nach Heckers Worten mehr und mehr das
Gerät für den Zugang zum weltumspannenden Computernetz Internet . Wir müssen
diesen Markt im Gegensatz zu den PC-Herstellern nicht mehr erobern . Schon jetzt
werde daran gearbeitet , über die Fernbedienung des Fernsehers eine im Programm
eingeblendete Internetadresse anklicken zu können . Dann teile sich der
Bildschirm und parallel zum Programm könne der Verbraucher das Internetangebot
mit zusätzlichen Informationen nutzen . Das werde auch neue Möglichkeiten für
das Online-Shoppen mittels Fernseher ergeben , meinte Hecker . Met@box tief in
den roten Zahlen Met@box , Hersteller von Settop-Boxen zum Surfen per Fernseher
, steckt tief in den roten Zahlen . Die Eigenkapitalquote sank von 92,7 auf 55,9
Prozent . Als Ursache für die tiefroten Zahlen in den ersten drei Quartalen gibt
das Unternehmen hohe Vorlaufkosten für die Entwicklung der neuen Geräteserien (
met@box 1000 und 2000 ) an . Met@box ist seit einiger Zeit in der Kritik , da
auf Grund der Informationspolitik Zweifel an einigen Großaufträgen des
Unternehmens auftauchten . Met@box hat entgegen ursprünglicher Ankündigungen bis
heute nicht die Identität der Auftraggeber für die Lieferung von Settop-Boxen
preisgegeben . Met@box-Sprecher Bernd Fenske meinte im August dieses Jahres , es
sei auch immer noch nicht klar , wann dies geschehen werde . Hier müssten erst
Absprachen mit den Auftraggebern getroffen werden . Bislang ist aber noch keine
weitere Ankündigung erfolgt . Auch bei der jüngsten Erfolgsmeldung über die
Lieferung von 100.000 Settop-Boxen nach Großbritannien blieb der Auftraggeber
bislang anonym . Zumindest aber Met@box selbst will keine Zweifel an den
Aufträgen aufkommen lassen . Diese optimistischen Prognosen dürfte allerdings
eine weitere Nachricht aus dem Unternehmen nicht gerade stützen : Den
Geschäftsabschluss für 1999 muss Met@box nachträglich korrigieren . Schon auf
der Hauptversammlung im Juli war Kritik am Bericht aufgekommen : Met@box hatte
den gesamten Jahresabschluss von Armstrad in die Geschäftsbilanz aufgenommen -
obwohl dies nach Bilanzrecht nur für die Zeit nach der Übernahme erlaubt gewesen
wäre . Immerhin gibt es wenigstens ein Trostpflaster : Die Firma hat den Auftrag
zu einer erneuten Prüfung des Geschäftsberichts gegeben . Die Aktie von Met@box
stürzte am Freitag zwischenzeitlich auf 5 Euro ab . Nach einer kurzfristigen
Erholung auf 7,5 Euro ging es wieder nach unten : Der Schlusskurs betrug wie am
Donnerstag 6 Euro . Das Met@box-Papier hatte schon ein 52-Wochen-Hoch von 45,80
Euro erreicht . ARD-Ratgeber entdeckt Trojaner und Identitätsklau Mit Aplomb
hatte die ARD eine Sendung ihres Ratgeber Technik angekündigt : Am heutigen
Sonntag wollte man demonstrieren , dass " auf bekannte Verschlüsselungen kein
Verlass ist " . Demnach seien die angeblich sicheren Verschlüsselungen , die
Kriminellen den Zugang zu Konten versperren sollen , kinderleicht aufzubrechen .
Was sich zumindest im Vorfeld als Versuch anhörte , die
Verschlüsselungstechniken bei SSL , SET oder HBCI zu knacken , entpuppte sich
nun aber als Darstellung eigentlich bekannter Probleme : Die
Verschlüsselungstechniken bei diesen Standards sichern nur den Übertragungsweg
der Daten ab , nicht aber die Eingabe auf dem lokalen Rechner oder die
Transaktion auf dem Server einer Bank oder eines Online-Shops . Auch die
Belauschung von Transaktionen durch eine " Man-in-the-Middle-Attack " oder einen
Einbruch im Server des Anbieters sind eigentlich bekannte Gefahren für die
Sicherheit im Internet . Das Fazit der Autoren allerdings : Verschlüsselung der
Datenübertragung sei nur ein Verkaufstrick . Aber auch die Biometrie-Systeme ,
die durch Fingerabdruck- oder Iris-Scan eine eindeutige Identifizierung und
Authentifizierung des Kunden ermöglichen sollen , werden als Sicherheitsrisiko
betrachtet . Kevin Mitnick , Ex-Hackerstar und unter harten Bewährungsauflagen
seit kurzem wieder auf freiem Fuß , wies darauf hin , dass Biometrie-Systeme nur
so sicher sind wie die entsprechenden Einrichtungen auf Anbieter-Seite . Das
Problem aus seiner Sicht : Kann man beispielsweise den Administratoren trauen ?
Oder hat die russische Mafia die zuständigen System-Verwalter gekauft ?
Sicherheit gebe es jedenfalls nur durch die Kombination verschiedener Techniken
, meinen die Autoren des Beitrags . Dafür reiche aber momentan die Kapazität der
eingesetzten Computer noch nicht aus . Daher kam der ARD-Ratgeber zu der
Empfehlung : " Finger weg vom Online-Banking ! " Internet-Parteitag der Grünen
als Erfolg gewertet Die Vorsitzende der baden-württembergischen Grünen , Monika
Schnaitmann , hat den ersten virtuellen Grünen-Parteitag als Erfolg gewertet . "
Ich bin sehr begeistert " , sagte Schnaitmann zum Abschluss des zehntätigen
Internet-Parteitages der dpa am heutigen Sonntag auf Anfrage . Es sei eine
wesentlich größere Basis zu Wort gekommen als bei normalen Parteitagen . Für
Menschen , die bei üblichen Parteitagen den Gang auf das Podium scheuten , sei
die Hemmschwelle übers Netz erheblich niedriger . " Klar ist , dass so etwas
wieder kommt " , resümierte die Tübinger Grünen-Politikerin . Die Delegierten
verabschiedeten den Leitantrag des Landesvorstands zur teilweisen
Liberalisierung der Ladenschlusszeiten . 43 Abstimmungsteilnehmer votierten
dafür , dass die Kommunen die Öffnungszeiten in einem bundeseinheitlichen
Zeitkorridor werktags von sechs bis 22 Uhr lokal aushandeln dürfen . Sonn- und
Feiertage sollen weiterhin geschützt werden . Prüfen wollen die Grünen , ob
Unternehmen mit bis zu fünf Angestellten aus wettbewerbspolitischen Gründen ihre
Öffnungszeiten völlig frei wählen können . In einem weiteren Antrag sprach sich
eine Mehrheit des virtuellen Parteitags dafür aus , die neuen
Kommunikationstechniken für eine Demokratisierung der Gesellschaft zu nutzen ,
etwa zur leichteren Beteiligung von Bürgern an Planungsverfahren . Alle
öffentlichen Dokumente und Gesetzesvorhaben müssten bis 2007 elektronisch
bereitgestellt werden . Höchsten Zuspruch erhielt eine Resolution zu den
Konsequenzen aus der BSE-Krise . 71 Delegierte verlangten unter anderem
flächendeckende BSE-Schnelltest , die Förderung von Biobetrieben durch spezielle
Landesprogramme sowie die Verleihung des Herkunfts- und Qualitätszeichen
Baden-Württemberg nur an solche Höfe , die auch Futter aus dem Südwesten
verfüttern . Zudem soll das Angebot in den Kantinen des Landes , der Kommunen
und der Krankenhäuser auf Produkte aus ökologischem Anbau umgestellt werden .
Schnaitmann kann sich vorstellen , ein großes Internet-Kommunikationsforum wie
den Parteitag zu wichtigen aktuellen Fragen wieder einzurichten . Sterbehilfe ,
Verkehrspolitik oder Gentechnik seien Themenkomplexe , bei denen aus gegebenem
Anlass ein Meinungsbild abgefragt werden könnte . " Das Internet bietet auch
eine neue Chance , Entscheidungen des Landesvorstands noch stärker mit der Basis
rückzukoppeln . " Nach der wissenschaftlichen Auswertung dieses nach
Grünen-Angaben weltweit ersten virtuellen Parteitages sei zu überlegen , was
verbessert werden könnte . Die Grünen habe für die Untersuchung die
Heinrich-Böll-Stiftung beauftragt . Zu Erwägen sei auch eine thematische und
zeitliche Straffung , sagte Schnaitmann . Am ersten Tag , dem 24. November , sei
die Seite 7.500 Mal angeklickt worden . Neben den Delegierten hätten sich 215
zusätzliche Parteimitglieder Passworte geholt , um mitzudiskutieren . Der
Verlauf konnte von jedem beobachtet werden , der Internet-Zugang hat .
Abstimmungsberechtigt waren 115 Delegierte , abgestimmt haben 74 Grüne . Die
Diskussionsfreude hätte eigentlich nahe gelegt , dass mehr Delegierte
entscheiden , meinte Schnaitmann . " 80 bis 90 Leute hätten es schon sein können
. " Aber anders als bei einem normalen Parteitag hätten Abwesende nicht aus dem
Cafe zum Votieren geholt werden können . UK-Behörden fordern totale
Kommunikations-Kontrolle Mit dem umstrittenen Gesetz über die
Ermittlungsbefugnisse der Behörden ( RIP , Regulation of Investigatory Powers )
ist offensichtlich noch nicht das Ende der Begehrlichkeiten bei den britischen
Sicherheitsorganen erreicht . Und natürlich will man auch die Möglichkeiten
schaffen , Millionen von Telefongesprächen und gespeicherte E-Mails nach
bestimmten Begriffen durchsuchen zu können . Notwendig sei dies , um besser die
Cyberkriminalität , die Verwendung von Computern durch Pädophile , Terroristen
und das organisierte Verbrechen bekämpfen zu können . Dringend notwendig sei
aber ein klarer gesetzlicher Rahmen , da die vorgesehenen
Überwachungsmöglichkeiten mit dem Gesetz über Menschenrechte , dem
Datenschutzgesetz und Gesetzen der EU kollidieren könnten . Das britische
Innenministerium bestätigte zwar den Erhalt des Papiers , erklärte aber bislang
zu den Forderungen der Sicherheitsbehörden lediglich , dass noch keine
Entscheidungen getroffen worden seien . Mehr zu den Plänen und zu ersten
Reaktionen darauf in dem Artikel Britische Geheimdienste und Polizeibehörden
wollen alle abhören in Telepolis . Ellison : Schmeißt den ganzen EDV-Müll weg
Larry Ellison , Chef des Datenbankherstellers Oracle und bekannt für provokante
Sprüche , hat wieder einmal zugeschlagen . Auf einer BusinessWeek-Konferenz zur
Digitalen Ökonomie forderte er von Firmen , ihre bestehende IT-Infrastruktur
wegzuschmeißen und ganz von vorne anzufangen . " Euer Problem ist all der Müll ,
den ihr in den letzten 20 Jahren gekauft habt " , teilte Ellison einer Runde
etwas überraschter EDV-Manager auf der Konferenz mit . Er erklärte kategorisch ,
die Software-Industrie sei noch nicht erwachsen und habe ihre Kunden auf den
falschen Weg geführt : Was wir unseren Kunden verkauft haben , ist falsch .
Immerhin gab Ellison zu , er stelle ziemlich bizarre Forderungen : Niemand werde
jetzt den Saal verlassen und seine Rechner und die Software wegschmeißen : "
Aber genau das solltet ihr tun . " Er erklärte aber auch den ernsthaften
Hintergrund seiner markigen Sprüche : Firmen aus der Internet-Ökonomie wie
Amazon oder ETrade hätten gegenüber klassischen Unternehmen riesige Vorteile .
Sie hätten ihr Geschäft von Grund auf um das Internet und zentralisierte
Datenhaltung gestaltet . Bei bestehenden Firmen sähe das ganz anders aus als bei
den sogenannten dot.com-Companies : Larry Ellison verfolgt mit solchen Szenarien
natürlich ein bestimmtes Ziel : Die Durchsetzung einer neuen Form von
Client/Server-Architektur , die wie zu Mainframe-Zeiten auf zentralisierten
EDV-Strukturen beruht : Diese Diskussion ist nicht neu : Das Thema Total Cost of
Ownership führt schon längere Zeit zu Vorstellungen , den Anwendern wieder die
Gewalt über die Rechenleistung an ihrem Platz zu nehmen , um die Betriebskosten
möglichst niedrig zu halten . Ellison fügt diesen Überlegungen allerdings durch
den Verweis auf die Internet-Ökonomie eine neue Begründung hinzu :
Kundenorientierung und die Gewährleistung von Kundenloyalität ist seiner Ansicht
nach nur über eine zentralistische EDV-Struktur zu erreichen . Nach seinen
eigenen Aussagen ist Oracle übrigens auf dem besten Weg , Ellisons Forderungen
umzusetzen : Ende 2000 will das Unternehmen eine interne Umstellung
abgeschlossen haben , bei der nur noch zwei zentrale Zentren für alle Kunden-
und Bestandsdaten übrig bleiben . In den Büros seien dann nur noch
standardisierte Anwendungen erlaubt , die nicht modifiziert werden dürften .
Vorstand von LetsBuyIt.com zurückgetreten Der Vorstand des angeschlagenen
niederländischen Internet-Händlers LetsBuyIt.com ist zurückgetreten . Wie das
Unternehmen am gestrigen Mittwochabend mitteilte , haben sich der Aufsichtsrat
und die Verwalter der Gesellschaft " mit dem bisherigen Vorstand auf dessen
Rücktritt mit sofortiger Wirkung geeinigt " . Das Unternehmen mit Sitz in
Amsterdam hatte in der vergangenen Woche bei Gericht einen Antrag auf ein
vorläufiges Zahlungsmoratorium nach niederländischem Recht gestellt .
LetsBuyIt.com hält weiterhin Ausschau nach geeigneten Kooperationspartnern und
Investoren . Allerdings darf der Internet-Händler auf Anweisung des Amsterdamer
Gerichts zur Zeit keine Produkte mehr kaufen oder verkaufen . Wie das
Unternehmen weiter mitteilte , sollten die aktuelle Finanzlage des Unternehmens
und die Möglichkeit der Fortführung des Geschäftsbetriebes geprüft werden . Das
werde etwa vier Wochen dauern . Die Gesellschaft beabsichtige , in diesem
Zeitraum Gespräche mit potenziellen Investoren fortzuführen und zielt darauf ab
, den Verkaufsbetrieb zum frühest möglichen Zeitpunkt wieder aufzunehmen .
Bokenkamp zufolge hat LetsBuyIt.com den Antrag auf vorläufigen Zahlungsaufschub
gestellt , um sich Luft für die Suche nach neuen Investitionsmöglichkeiten zu
verschaffen . Network Associates hat einen neuen Chef Nach dem katastrophalen
Geschäftsergebnis des Antivirus- und Sicherheitssoftwarespezialisten Network
Associates ( NAI ) im vierten Quartal traten gleich mehrere Vorstandsmitglieder
zurück - darunter der NAI-CEO Bill Larson . Nun hat Network Associates einen
neuen Chef : Auf Larson folgt George Samenuk , ein IBM-Veteran , der nach 22
Jahren bei Big Blue zuletzt als Präsident bei dem Startup tradeout.com anheuerte
. Die Firma , bei der Samenuk insgesamt ein Jahr arbeitete , betreibt
Business-to-Business-Marktplätze im Internet , unter anderem für
Computer-Produkte und Industriegüter . Angesichts des finanziellen Debakels von
NAI kursierten bereits Gerüchte , die Firma stecke in ernsten finanziellen
Schwierigkeiten , zumal NAI angesichts der schlechten Zahlen auf hohe
Lagerbestände und notwendige Rückkäufe der firmeneigenen Produkte von Händlern
verwies . Die Aktien von NAI fielen nach der Vorstellung des vorläufigen
Berichts über das vierte Quartal um über 60 Prozent . Samenuk erklärte nun ,
zuallererst wolle er sich darauf konzentrieren , die weltweiten Verkäufe von NAI
nach oben zu treiben . Dafür sei seine Erfahrung in der Führung einer
internationalen Vertriebsorganisation sehr hilfreich . Interessanterweise wird
einer der Hauptkonkurrenten von NAI , Symantec , ebenfalls von einem ehemaligen
IBM-Manager geführt , der bei IBM der direkte Vorgänger von Samenuk war .
Samenuk löste damals John W. Thompson als Chef der IBM-Organisation für Nord-
und Südamerika ab , als Thompson zu Symantec wechselte . Adaptec sagt Börsengang
von Roxio ab Adaptec hat den geplanten Börsengang von Roxio abgesagt . Gegenüber
der US-amerikanischen Finanz- und Börsenaufsicht Securities and Exchange
Commission ( SEC ) erklärte Adaptec nun , man habe sich entschieden , den
geplanten Börsengang von Roxio derzeit nicht weiter verfolgen zu wollen . Da
sich diese Umstände kaum gebessert haben , hat Adaptec den Börsengang von Roxio
jetzt vorerst ganz aufgegeben . Kabelnetz-Betreiber Callahan in Schwierigkeiten
Der neue Eigentümer des TV-Kabelnetzes in Baden-Württemberg , das amerikanische
Unternehmen Callahan Associates , kann den Kaufpreis für die Übernahme nicht
rechtzeitig zahlen . " Wir erwarten einen Abschluss im Frühjahr " , sagte die
Callahan-Sprecherin Petra Vohn . Ursprünglich war der 1. Januar 2001 als
Zahlungstermin vorgesehen . Vohn bestätigte einen entsprechenden Bericht der
Financial Times Deutschland . Callahan hatte bereits im Mai vergangenen Jahres
einen Vertrag mit der Telekom-Tochter Kabel Deutschland GmbH über den Kauf des
Netzes im Südwesten abgeschlossen . Das regionale Netz in Nordrhein-Westfalen
hat Callahan ebenfalls übernommen und auch bereits bezahlt . Für
Baden-Württemberg sei eine gemischte Finanzierung aus Eigen- und Fremdkapital -
darunter Bankkredite und die Ausgabe von festverzinslichen Wertpapieren -
vorgesehen . Eine Sprecherin der Landesanstalt für Kommunikation ( LfK ) in
Stuttgart sagte , der Markt für die Finanzierung von Telekom-Investitionen sei
nach der UMTS-Auktion " schwierig " . Die Medienanstalt rechne allerdings nicht
mit einer Blockade des Verkaufs . Callahan will nach dem Abschluss des Deals mit
der Analyse und dem Test des Netzes beginnen . " Wir reden bereits mit
Kunden-Fokusgruppen und Inhalteanbietern " , sagte Vohn . Auch eine neue Marke
für das Kabelnetz sei geplant . " In Baden-Württemberg geht die Umsetzung dann
schneller , weil die Produkte bereits entwickelt sind . " Callahan will nach
früheren Angaben das Kabelnetz aufrüsten , sodass auch schneller Internet-Zugang
und Multimedia-Dienste über das TV-Kabel angeboten werden können . Erste
Informationen bietet das Unternehmen für NRW im Internet an . Callahan steht
nach Vohns Angaben derzeit in keinen konkreten Verhandlungen über den Kauf
weiterer regionaler Kabelnetze in Deutschland . EU-Wettbewerbshüter haben
Microsoft im Visier Microsoft wird möglicherweise mit einem zweiten
EU-Wettbewerbsverfahren konfrontiert . Die im Februar 2000 begonnenen
Untersuchungen zur Bündelung von verschiedenen Varianten des Betriebssystems
Windows 2000 könnten zu einem Beschwerdebrief an das Unternehmen führen , hieß
es am Donnerstag in Brüssel in Kreisen der EU-Kommission . Eine Entscheidung ist
aber laut dpa noch nicht gefallen . Bei dem im August eingeleiteten
Wettbewerbsverfahren ging es bisher darum , ob Microsoft seine
marktbeherrschende Stellung bei PC-Betriebssystemen ausnutzt , um auf
angrenzende Märkte für Server vorzustoßen . Dabei dreht es sich allerdings um
Windows NT sowie 9x . Die Kommission kam zu dem Schluss , dass " Microsoft der
Verpflichtung zur Offenlegung ausreichender Interface-Informationen über das
PC-Betriebssystem nicht nachgekommen ist " . Microsoft habe Informationen an
Wettbewerber nur nach Gutdünken und auf diskriminierende Weise weitergegeben
beziehungsweise sich geweigert , Wettbewerbern Interface-Informationen zur
Verfügung zu stellen . Daher wurde ein offizielles Verfahren eröffnet .
Ausgangspunkt war eine Beschwerde von Sun vom Dezember 1998 . Sun beklagte ,
Microsoft sei bei der Lizenzvergabe diskriminierend vorgegangen und habe
grundsätzliche Informationen über das Windows-Betriebssystem verweigert . Die
Untersuchungen zu Windows 2000 könnten nun mit dem EU-Wettbewerbsverfahren gegen
Microsoft zusammengelegt werden . Dafür müsste laut Wettbewerbsexperten bei der
Windows-2000-Prüfung ebenfalls ein offizielles EU-Verfahren begonnen werden .
Bei einem EU-Kartellverfahren droht ein hohes Bußgeld , bis zu zehn Prozent des
Weltumsatzes des Konzerns . Einen Zusammenhang zwischen dem US-Kartellprozesses
gegen Microsoft und den EU-Verfahren haben die Brüsseler Wettbewerbshüter immer
verneint . Vor allem unterschieden sich die Verfahren und Ermittlungen von den
Vorwürfen in den USA , hieß es in Brüssel . Im US-Prozess gehe es generell darum
, dass Microsoft seine beherrschende Stellung bei PC-Betriebssystemen durch
wettbewerbswidrige Maßnahmen zementieren wolle . Die Untersuchungen der EU
behandelten dagegen die Ausdehnung der Microsoft-Monopolstellung auf den
Server-Bereich sowie die besondere Situation bei Windows 2000 . Hintergrund :
Das neue Polizei-Informationssystem Trotz der Schwierigkeiten bei der Einführung
feiert das Bundeskriminalamt sein Computersystem INPOL-neu als " historischen
Kraftakt " für die deutsche Polizei . Damit ist ein Betriebssystemwechsel von
Unix auf Windows verbunden . Die beiden Systeme sollen von April an für sechs
Monate parallel laufen , bis dann INPOL-alt abgeschaltet wird . Angeschlossen an
INPOL sind das BKA , die Länder-Polizeien , der Bundesgrenzschutz und die
Zollbehörden . Im Unterschied zum alten System wird bei INPOL-neu jede
Information nur einmal eingegeben und kommt in einen gemeinsamen Daten-Pool .
Damit kommt der Ersteingabe eines Datensatzes auf den Revieren der
Länder-Polizeien eine erheblich höhere Bedeutung zu . In der Vergangenheit
mussten die Sachbearbeiter ein und denselben Fall mehrfach in die verschiedenen
parallelen Länder- und Bundessysteme einschreiben , die sich zudem noch in
unterschiedliche Daten-Töpfe aufteilten . Bei Überlastung der Mitarbeiter
unterblieben häufig die Einträge in das bundesweite System , berichtet der
BKA-Experte Peter Sehr . An die Stelle der wenigen Eingabestellen von INPOL-alt
etwa bei den Landeskriminalämtern muss daher ein enges Netz geknüpft werden , an
das im Idealfall jeder polizeiliche Arbeitsplatz angeschlossen ist . Das BKA
spricht von einem " flächendeckenden Sachbearbeiterprinzip " , für das aber
vielerorts die Rechner fehlen . Die bisherigen Unix-Computersysteme der meisten
Länder-Polizeien können dafür nach BKA-Meinung nicht verwendet werden .
Datenschützer haben in der Vergangenheit die Möglichkeit kritisiert , künftig
die gesamte " kriminelle Karriere " jeder Person abbilden zu können . Das BKA
müsse sich bei seiner Erfassung auf " Straftaten mit länderübergreifender ,
internationaler oder erheblicher Bedeutung " beschränken , heißt es in einer
Entschließung der Datenschutzbeauftragten vom März vergangenen Jahres . Der
unterschiedliche Zugang zu der Datenbank soll über hierarische
Zugangsberechtigungen geregelt werden , sodass nicht jeder Nutzer jede
Information erhalten kann . Im System INPOL-alt sind nach BKA-Angaben derzeit
rund 790.000 Personenfahndungen enthalten , wobei allerdings der Großteil von
etwa 580.000 auf Ausweisungsverfügungen gegen untergetauchte Ausländer
zurückgeht . Den Großteil machen verschwundene Ausweispapiere ( 3,6 Millionen )
und Fahrräder ( 1 Million ) aus . Ebenfalls enthalten sind 160.000 gesuchte
Schusswaffen , 40.000 Lastwagen und 37.000 Krafträder . Mobilcom macht Dampf mit
SDSL Durch eine Kooperation mit Cisco will Mobilcom Internet-Zugänge über SDSL (
Symmetrical Single Pair Digital Subscriber Line ) anbieten . Im Vergleich zu
ADSL-Zugängen wie etwa T-DSL der Telekom ist SDSL gleich schnell in beide
Richtungen und kann größere Entfernungen zwischen Teilnehmer und
Vermittlungsstelle überbrücken ( siehe auch c't 19/99 , S. 230 ) . Während die
Telekom mit der Firma Eutelis in Ratingen ein lokales ADSL-Projekt vorstellte ,
ließ Mobilcom-Chef Gerhard Schmid im benachbarten Düsseldorf die virtuellen
Korken knallen : Im zweiten Quartal 2000 soll in 22 deutschen Großstädten ein
Mobilcom-SDSL-Service für kleine Firmen und Privatkunden an den Start gehen .
Die Netzwerkspezialisten von Cisco liefern die nötigen Switches , die Mobilcom
direkt in den Hauptverteilstellen der Deutschen Telekom aufstellen kann . " Wir
nutzen für die letzten 150 Meter das Kupfer der Telekom , der Rest läuft in
unserer Infrastruktur " , betonte Schmid . Möglich wird das Projekt , weil
Mobilkom dieser Tage die von der Telekom geleasten Backbone-Strecken abklemmt
und zu einem eigenen Glasfaser-Backbone komplett mit Cisco-Hardware umschaltet .
" Bits und Bytes kosten uns zwischen Hamburg und München nichts mehr " ,
verkündete Schmid . Sein kesser Ausspruch besagt für die Kunden das genaue
Gegenteil : Sobald wie möglich will Schmid für alle Dienste die Abrechnung nach
dem übertragenen Datenvolumen einführen und das Zeittaktmodell abschaffen .
Schmid stellte sein ambitioniertes DSL-Projekt im Beisein von Cisco-Chef John
Chambers vor , der über die digitale Ökonomie referierte . Nach Chambers ist die
nächste Welle der e-Conomy im Anrollen . Sie vollziehe sich auf drei Ebenen . Da
entdecken die kleinen Unternehmen die Vorteile der Vernetzung , dann folge das
e-Learning und das Re-Engineering der Schulsysteme und schließlich erfolge das
virtual manufacturing bei den Großfirmen . " Im Ökosystem von Cisco spielen die
kleinen und mittleren Unternehmen nun die erste Geige " , verkündete Chambers .
Ganz uneigennützig ist das natürlich auch nicht , denn mit jedem SDSL-Anschluss
der Mobilcomm werde eine CD-ROM voller " Business-Tools " ausgeliefert , mit
denen kleine Firmen ohne technisches Know-How per Mausklick ein sicheres
Intranet oder Extranet aufbauen könnten . Für kleine Firmen , die mal eben ihre
Lagerbestände koordinieren wollen , gibt es nichts . Annäherungswerte will er
auf der CeBIT in Hannover bekannt geben . Sicheres IP-Netz für Börsianer Equant
und Reuters gründen ein Unternehmen , das für Finanzdienstleister sichere
IP-Verbindungen in einem eigenen Netzwerk anbieten soll . Über dieses Netz soll
vor allem das Finanzgeschäft im E-Commerce ablaufen , aber auch das
Wertpapier-Clearing und die Vermittlung von Börseninformationen . Das neue
Unternehmen , dessen Name noch nicht feststeht , soll zu 51% von dem Nachrichten
und Informationsdienst Reuters getragen werden . Equant ist der Rechtsnachfolger
des privaten SITA-Netzes der Fluggesellschaften , die über Equant ihren gesamten
Flugdatenverkehr abwickeln . Damit betriebt Equant das weltgrößte private
Datennetz . Der Deal von Reuters und Equant ist direkt gegen die Nummer 2 unter
den streng abgesicherten Privatnetzen gerichtet : Die von Banken bestellte
Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications ( S.W.I.F.T. )
betreibt ein Netzwerk , über das zahlreiche internationale Banknetze realisiert
sind . Die S.W.I.F.T. befindet sich gerade in der Umbauphase zu Stufe III des
S.W.I.F.T.-Netzes , das ebenfalls durchgängig als IP-Netz aufgezogen wird . Am
S.W.I.F.T.-Arbeitsplatz , nunmehr S.W.I.F.T. Alliance Webstation genannt , kommt
statt des herkömmlichen S.W.I.F.T-Terminals ein normaler Browser mit Java und
1024-Bit-Verschlüsselung zum Einsatz . Die Airliner von Equant und die
Nachrichtendienstler von Reuters rechnen sich gegen das neue S.W.I.F.T.-Netz
gute Chancen aus , weil dort die Banken das Sagen haben und die Zulassung zum
Netz restriktiv ist . Die Hausbanken der Unternehmen haben Probleme , Dritte in
ihr Revier zu lassen . Noch 1997 musste sich die französische Postbank ihren
Zugang zum S.W.I.F.T.-Netz in einem Prozess erstreiten . Das von Reuters und
Equant getragene neue Unternehmen will den Kreis der Finanzdienstleister
großzügiger auslegen . Als Partner hat man sich bereits Tibco Software ins Boot
geholt , um auf diese Weise als Plattform für TIB-gestützte Anwendungen
attraktiv zu sein . Navigation mit dem Handy Auf der CeBIT 2000 will die Firma
Benefon ( Halle 26 , Stand A54 ) serienreife Modelle des Esc! personal
Navigation-Phone zeigen . Einen Prototypen dieses Mobitelefons mit integriertem
GPS-Navigator hatte der Handy-Hersteller auf der Telecom 99 in Genf vorgestellt
. Lieferbar soll das GPS-Handy dann in der ersten Hälfte diesen Jahres sein .
Zur Grundausstattung des Handys gehören nach Herstellerangaben eine
elektronische Karte , ein GPS-Navigator , ein Personal-Organizer und ein
Dual-Band-GSM-Telefon . Die von GPS-Handhelds gewohnten Featurers wie Wegpunkte
, Routen , Geschwindigkeit über Grund , Kurs oder Uhrzeit bietet das Handy
ebenso wie eine NMEA-Schnittstelle . Über einen PC mit Web-Browser lassen sich
neue Karten auf das Handy übertragen . Was war . Was wird . Wie immer möchte die
Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche
Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau
zugleich . Was war . Die französische Version der Veranstaltung wartete mit
Kopf- oder Halstüchern auf . Unwahr aber ist , dass die Journalisten zu einer
Pyjama-Party mit Bill Gates auflaufen mussten , um das Erscheinen von " Windows
2000 , dem ersten Betriebssystem mit Unterstützung für XML " zu feiern . Wer
Gates' Rede über die weltumspannende Bedeutung von XML mitnahm , bekam zum
Schlafanzug den passenden Morgenmantel . Hoffen wir , dass es keine bleibenden
Schäden hinterlässt , wenn hart gesottene Journalisten in diesem Outfit mit
ihrem Tux-Kuscheltier ins Bett steigen . Schließlich gibt es nicht nur den mild
gestimmten Bill Gates , der diese Woche Millionen für die Aids-Forschung
spendete , sondern auch Produktmanager wie Doug Miller , die den Niedergang von
Linux erblickt haben . Bei den bekannt gewordenen Spenden von Bill Gates machte
mich im letzten Jahr eine Gabe an die American Legacy Foundation stutzig .
Schließlich kennt man ja das Gerede von den Legacy-Applikationen . Was an der
Sendung des WDR wirklich stutzig macht , ist die Aussage , dass die Arbeit bei
Microsoft der Olymp eines jeden Programmierers ist . Aha . Und in Walhalla gehen
nur die Suffbrüder von der Linux-Fraktion ein . Ein DV-technisch scheinbar
unergiebiges Treffen ist ein anderes Gelage , die Osnabrücker Mahlzeit , die von
einem Grünkohlkönig präsidiert wird . Voller Stolz präsentiert sich die Völlerei
als größter Männerstammtisch Europas . Zur Mahlzeit wird der Grünkohlkönig für
das nächste Jahr gewählt , heuer der Chef eines lokalen Autowerks , der
anwesenden Mercedes-Managern " die auf Stahl gravierte Internet-Adresse
Mercedes.100.com " überreichte , der schöneren Bildlichkeit halber direkt auf
einen Laptop-Schirm aufgeklebt . " Die Herausforderung Internet macht auch vor
dem Grünkohl nicht Halt " , unkte der König . Die " Great Culinary Search for
Delicious Aliens " ist in Zeiten von BSE beliebter als seti@home oder die
kommende Kepler-Mission . Vom Mercedes sei der Schwenk zu Volvo gestattet , wo
findige Marketing-Manager den Terminus Technicus Revolvolution besetzten . Unter
Hinweis auf die millionenschwere Kampagne ( und entsprechenden Schadensersatz )
versuchte man , auch Revolution.com zu bekommen , mit der hübschen Argumentation
, dass die Revolution auch nicht mehr das ist , was sie dereinst war .
Heutzutage ist die Revolution eine Website fürs Shopping , ein kleines Licht
oder " some errors encountered " . Steinewerfenderweise durch Frankfurts Straßen
gezogen zu sein hindert heutzutage nicht , auf der Münchner Konferenz zur
Sicherheitspolitik eine europäische Armee als Ergänzung zur NATO zu propagieren
. Da kann man auch als Friedrich Merz nicht hintanstehen . Mit gebrochener
Geschichte führt man eben heutzutage Kriege im Kosovo oder zwingt
Internet-Nutzer zwangsweise zur Identifizierung . Kein Wunder , dass Merz sowas
auch haben will - seine gebrochene Geschichte bleibt aber wohl bei Jung-Merz auf
der Kreidler Florett hängen , über die Dörfer knatternd und Kühe verdutzt
zurücklassend . Früher lag unter dem Pflaster der Strand und man wünschte sich
die Phantasie an die Macht . Heute kommt sie mit F daher und ist nicht an der
Macht , sondern in den fiebertaumelnden Köpfen seltsamer Leute mit seltsamer
Software . Ob auch die Spieler von den Kameras zwecks Verbrechensbekämpfung
erfasst wurden , teilten die Polizeibehörden in Tampa nicht mit . "
L'imagination aux pouvoir " hieß das . Man schreibt Fantasie und redet von
McMagination . Besser ? Jedenfalls für Compaq , denn hinter McMagination
verbirgt sich ein von den Texanern entwickeltes Kiosk-System , das nun in vielen
McDonalds-Buden in den USA und Europa als " In-Store-Computersystem " mit
jeweils 12 Computerspielen installiert werden soll . " So wird auch Kindern ,
deren Eltern über keinen Computer verfügen , der Anschluss an die
Technologiegesellschaft in einer Umgebung , der Erziehungsberechtigte vertrauen
können , ermöglicht " , teilte McDonalds diese Woche mit . Und Compaq ergänzt ,
" dass Compaq dabei hilft , die Kreativität und das schöpferische Potenzial von
Kindern zu entfalten " . In den USA , wo die ersten McMaginations bereits
installiert wurden , gibt es Beschwerden . Die kreativen kleinen Schöpfer
wünschen sich Quake , Doom und Half-Life . " Solange das Internet keine
Fernsehqualität hat , steckt es noch in den Anfängen " , verkündete Novell am
Freitag und gründete eine neue Firma . Gelingt der Trick , kann man die lästige
NetWare an ein Startup verkaufen , in der Bobos einen dieser mit Pez gebauten
Business-Pläne entwickeln . Es ist sehr lange her , da lief die besagte NetWare
auf Apple-Rechnern , ehe zum 286er Intel migriert wurde . " NetWare wird
existieren , solange Apple existiert " , sagte damals Ray Noorda . Profettore ,
profittore ? Eigentlich eine gute und längst fällige Idee , mit der das
Thomas-Dehler-Haus in der vergangenen Woche die Web-Gemeinde überrascht hat .
Über das künftige Bundestagswahlprogramm der Liberalen sollen nicht wie üblich
Kommissionen und Auschüsse entscheiden , sondern Otto Normalsurfer . Motto : "
mitdebattieren , mitabstimmen " . Offenbar tragen die hitziger
Partizipationsdebatten der 60er und 70er nun doch noch späte Früchte . Dabei ist
die Idee der Liberalen längst noch nicht ausgereizt - mit etwas Fantasie an der
Macht in der Pünktchen-Partei ließen sich auch ganz profane Probleme des
liberalen Alltags sozusagen web-demokratisch lösen . Etwa die Frage , wer im
Girlscamp die FDP-Fahne hissen darf . Westerwelle ? Oder doch besser der
Möllemann ? Für Westerwelle spricht eindeutig die bessere Föhnfrisur und
Big-Brother-Erfahrungen . Dagegen ist Möllemann unbestritten der begabtere
Fallschirmspringer , landet aber wie im Parkstadion gelegentlich auf dem Bauch .
Sowas kommt im Girlscamp sicherlich nicht gut an . Was wird . Die Ausschau auf
die nächste Woche ist verschneit . Hier ein Kongresschen , dort ein Plenum . Ein
Stück des Weges weiter warten die Geräte , die unseren Gen-Code dechiffrieren ,
ehe sie ein paar Hunnies ausspucken . Am Ende der Woche öffnet die
Multimedia-Messe Milia in Cannes ihre Pforten . Sie wirbt mit dem Slogan , dass
alle Menschen bald in www träumen - gemeint ist wohl eher html oder vielleicht
auch http . Xerox möchte Vermögenswerte verkaufen Xerox hat nach Angaben der
Zeitung Gespräche mit Firmen wie Kohlberg Kravis Roberts , mit Clayton ,
Dubilier & Rice , mit Silver Lake Parnern und der Texas Pacific Group geführt .
Außerdem habe Xerox mehrere Investmentbanken und Risikokapitalfirmen konsultiert
, die sich Xerox-Vermögenswerte anschauen sollten . Es handelt sich nach
Darstellung der Zeitung in allen Fällen um vorläufige Gespräche . Es hätten noch
keine ernsthaften Verhandlungen begonnen . Zu den Vermögenswerten , die zum
Verkauf stehen , gehören eine 25-prozentige Beteiligung an einem Joint Venture
mit Fuji Photo Film , eine Beteiligung an der Forschungssparte Xerox PARC , das
Tintenstrahl-Geschäft , eine europäische Papiersparte und die Ingenieursparte .
Es sei nicht sicher , ob die gesamte Gesellschaft zum Verkauf stehe . Analysten
bezweifelten , dass ein Käufer bereit sei , die Xerox-Schulden zu übernehmen .
Xerox will in diesem Jahr in die schwarzen Zahlen kommen und hatte in dieser
Woche die Streichung von 4.000 Stellen angekündigt . ICANN und die Leidenschaft
der Cyberdemokraten Woher kommt sie bloß , die Leidenschaft , mit der Menschen
rund um die Welt reisen , um sich in teuren Hotels hinter wackelige Mikrofone zu
stellen und anderen Menschen ihr Verständnis von der bestmöglichen Organisation
im Cyberspace zu Gehör zu bringen ? Alan McCluskey , Herausgeber von Connected ,
stellte diese Frage den Teilnehmern der zweitägigen Tagung des
ICANN-Studienkreises in Zürich . Gut 150 Teilnehmer kamen zu der von der
Schweizer Registrierungsstelle Switch , der Leipziger Netcom , der
.de-Registrierungsstelle DENIC und der Bertelsmann-Stiftung veranstalteten
Tagung zum Namensraum und dem Streit darum . McCluskey , selbst Aktivist der
DNS-Wars Mitte der 90er-Jahre , gab selbst die Antwort auf die
"Leidenschafts"-Frage : " Wir sind nicht zufrieden damit , uns einfach von den
Leuten vertreten zu lassen , die wir gewählt haben . " Auch wenn McCluskey nicht
so weit ging wie Andy Müller-Maguhn , der davon sprach , dass für manche
Netizens " Regierungen evolutionär überholt " seien , sieht McCluskey den Grund
für die ICANN-Leidenschaft genau darin . " Politik muss wieder viel stärker in
den Alltag der Menschen integriert werden " , meinte McCluskey . Dafür biete die
Internet- und Namensraum-Verwaltung ICANN und hier vor allem die At-large-Idee (
die ICANN-Mitgliedschaft der Internet-Nutzer ) ein wunderbares Forum . Und weil
Kommunikation nicht das gleiche sei wie die Wasserversorgung , sei eine breite
Beteiligung auch durchaus angebracht , urteilte der SPD-Bundestagsabgeordnete
Jörg Tauss . Zudem , meinte Andy Müller-Maguhn , führe man auch bei
infrastrukturpolitischen Entscheidungen durchaus nicht nur technische
Diskussionen , wie der Ausstieg aus der Kernenergie zeige . " Ähnlich kann ich
mir auch den Ausstieg aus der Unix-Technologie bis 2020 in den nächsten Jahren
durchaus mal in einem Parteiprogramm vorstellen " , lästerte Müller-Maguhn : "
Was gibt es in ICANN noch zu diskutieren , wenn die neuen Top Level Domains
eingeführt und ICANNs organisatorische Fragen gelöst sind ? " , fragte
ICANN-Direktor Hans Kraajienbrink . Trotz seiner Mahnung , ICANNs Mandat nicht
auf soziale oder gar moralische Fragen auszuweiten , anerkannte der als "
Sesselkleber " beschimpfte Kraaijenbrink eine Teilhabe durch At-large-Mitglieder
. Andrew McLaughlin , bei der ICANN für die Organisation der Direktoren-Wahlen
durch die At-large-Mitglieder der ICANN im vergangenen Herbst verantwortlich ,
meinte allerdings : " Ich beurteile At-large nicht so als Erfolg wie Hans
Kraaijenbrink . " Er sehe die At-large-Mitgliedschaft inzwischen kritischer und
verwies zur Begründung auf die Probleme der Manipulation der vergleichsweise
immer noch geringen Wählerschaft und der aufgetretenen Ungleichgewichte bei der
Repräsentanz der verschiedenen geographischen Regionen . " Wesentlich finde ich
die Frage , ob die Nutzer aktiv oder passiv repräsentiert sein sollten . " Wie
in Zukunft die Endnutzer innerhalb der ICANN vertreten sein sollen , will die
ICANN in einer Studie bis Ende des Jahres klären lassen . Dazu hat sie kürzlich
den viel beschäftigten UN-Kosovo-Botschafter Carl Bildt zum Vorsitzenden eines
Studienkomitees berufen . Bildt und die außerdem vom ICANN-Vorstand ausgewählten
Charles Costello und Pindar Wong sollen nun ein bis zu neunköpfiges
Studienkommittee zusammenrufen , das selbst allerdings eher Projektstudien in
aller Welt anregen und sammeln soll . Bildt bekam aus Zürich denn auch gleich
Post von NAIS , der " NGO and Academic ICANN Study " , einer internationalen
Forschergruppe , die sich selbst um die Evaluierung der Wahl und die
Vorstellungen der At-large-Mitglieder kümmern wollen . Anders als bei der von
ICANN erhobenen Forderung nach einer von bisherigen Entscheidungen zur
At-large-Mitgliedschaft unabhängigen Evaluierung , dürfte bei NAIS klar die
Erhaltung der At-Large-Repräsentanz forschungsleitendes Interesse sein . Die
Clean-Sheet-Study widerspreche ganz grundsätzlich den Interessen der
At-Large-Mitgliedschaft , sagte die Berliner Politikwissenschaftlerin Jeanette
Hofmann , eine der NAIS-Forscherinnen . Die Forschergruppe möchte nun Zugang zu
den Datensätzen der Registrierungs- und Wahlserver . " Ein Datenbankexperte wird
für uns Datensätze erstellen , die wir dann auf der ICANN-Seite veröffentlichen
, sodass alle Interessierten Zugriff haben " , sagte McLaughlin am Rande der
Veranstaltung . Einen Bericht von Election.com erwarte man ebenfalls ; die
US-Firma hatte die technische Seite der Wahlen durchgeführt . Bisher hatte die
ICANN unter Hinweis auf den Datenschutz keine Daten herausgegeben . Und auch
jetzt soll jede Identifizierbarkeit der Nutzer vermieden werden , betonte
McLaughlin . Für etwaige qualitative Nutzerstudien werden NAIS und andere
Forscher wohl selbst noch einmal auf die Mobilisierung der Wähler zurückgreifen
müssen . ICANN-Mitglieder übrigens gibt es derzeit gar nicht mehr . " Drei
Monate nach der Wahl erlischt die Mitgliedschaft " , erklärte McLaughlin .
Server des Weltwirtschaftsforums geknackt Auch eine Form der Demonstration gegen
das Weltwirtschaftsforum in Davos : Angreifer haben die Server des World
Economic Forum ( WEF ) geknackt und vertrauliche Daten von Teilnehmern gestohlen
. Insgesamt seien die Daten von Tausenden von WEF-Teilnehmern zugänglich gewesen
, darunter auch die von Bill Clinton und Bill Gates . " Das ist ein Fall von
Cyberkriminalität " , sagte der Kommunikationschef des WEF , Charles McLean ,
nach Schweizer Zeitungsberichten . " Wir haben sofort die Polizei verständigt .
" Die Kreditkartenunternehmen haben die Karten weltweit gesperrt . Die Angreifer
hatten einen WEF-Server geknackt , auf dem die vertraulichen Daten von
Teilnehmern des Treffens der letzten vier Jahre gespeichert waren . Die
geklauten Daten wurden nach Angaben der Schweizer Sonntagszeitung dem Blatt von
WEF-Gegnern auf einer CD anonym zugespielt . Insgesamt seien darauf 80.000
DIN-A-4-Seiten an Daten gespeichert . Bislang seien die Daten jedoch noch nicht
benutzt worden . Für Anti-WTO-Aktivist Giovanni Schuhmacher ist die CD mit den
Daten aus dem WEF-Computer der Beweis für die Ungefährlichkeit der WEF-Gegner :
Warum allerdings das WEF die Daten von vier Jahren so lange auf dem Server ließ
, konnten die Zuständigen der Veranstaltung bislang nicht beantworten . Auch
über die offensichtlich mangelnden Sicherheitsvorkehrungen ließen sich die
Verantwortlichen bislang nicht näher aus . Gegner des WEF protestierten am
Samstag in Bern friedlich gegen den massiven Polizeieinsatz , der vor einer
Woche eine Kundgebung gegen das Forum in Davos verhindert hatte . Der Protest
der rund 1000 Demo-Teilnehmer verlief nach Angaben der Polizei friedlich . Die
Demonstranten forderten auf Transparenten " freie Meinungsäußerung und
Bewegungsfreiheit " . Der Zorn der Demonstranten , die nicht nach Davos
vordringen konnten , hatte sich in Zürich entladen . Bei Krawallen wurden in der
Nacht zum vergangenen Sonntag Autos und Container in Brand gesetzt und
Fensterscheiben eingeworfen . Zur Kritik am WEF und den Protesten gegen die
Veranstaltung siehe auch Weltwirtschaftsforum vor dem Aus ? Datenschützer
fordert Gütesiegel für E-Commerce Ein Gütesiegel für geprüfte Qualität bei
Internet-Geschäften hat Joachim Jacob , der Bundesbeauftragte für den
Datenschutz , gefordert . Der elektronische Handel werde nur dann ein Erfolg ,
wenn die Internet-Firmen aufhörten , ihre Kunden auszuspionieren , wird Jacob in
der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom morgigen Montag zitiert . Die
Privatsphäre müsse im virtuellen Kaufhaus ebenso respektiert werden wie im
Geschäft um die Ecke , sagte Jacob . " Wenn sich die Verbraucher unwohl fühlen ,
kommt der E-Commerce nicht in die Gänge " , sagte Jacob . Kunden in den USA
könnten per Mausklick mitentscheiden , wie sie beworben werden wollten . Über
ein Gütesiegel sollten das auch die deutschen Internet-Händler zusichern ,
forderte Jacob . Bei der Kontrolle dieses Standards setzt der Datenschützer laut
HAZ auf die konkurrierenden Unternehmen . Von der gegenseitigen Kontrolle sei
dabei mehr zu erwarten als von staatlichen Behörden . Angesichts global
agierender Konzerne könnten die nationalen Gesetzgeber neuen Trends immer nur
hinterherhinken . Internetnutzer lesen Online-Tageszeitung seltener
Onlinezeitungen werden nach einer Studie der Universität Bamberg für
Internetnutzer immer unwichtiger . Die Surfer brächten Tageszeitungen im
Internet immer weniger Aufmerksamkeit entgegen , berichtete der
Kommunikationswissenschaftler Prof. Joachim Höflich von der Universität Erfurt
am Freitagabend in Bamberg . Eine Nutzerbefragung dreier lokaler bayerischer
Online-Tageszeitungen habe gezeigt , dass die Nutzungshäufigkeit der
Zeitungsangebote von 1999 bis 2000 signifikant gesunken sei . Laut Umfrage
stuften im Jahr 2000 nur noch 21,5 Prozent der Befragten Online-Tageszeitungen
als wichtigen Teil ihrer Internet-Gewohnheiten ein . Im Vorjahr waren es noch 30
Prozent gewesen . Gleichzeitig verbrächten User monatlich aber immer mehr Zeit
im Internet . Waren es 1999 noch 30 Stunden , stieg die Zeit im Jahr 2000 auf 40
Stunden . Für die Untersuchung wurden 670 Nutzer befragt . Auf einem von den
Mitarbeitern der Forschungsstelle für neue Kommunikationsmedien organisierten
Workshop " Die Zukunft der Zeitung " erklärten die Experten , dass die
Verlagsbranche fünf Jahre nach dem Einstieg ins Online-Geschäft ihr
Internet-Engagement zwar als Zukunftssicherung sehe , Erfolg bringende
Strategien aber fehlten . Das Angebot an Internet-Seiten entwickle sich
explosionsartig . " Der Aufmerksamkeit der Nutzer sind aber ergonomische und
kognitive Grenzen gesetzt " , sagte die Leiterin der Untersuchung , Prof. Anna
Maria Theis-Berglmair von der Universität Bamberg . Der künftige Mediennutzer
überlege sich deshalb sehr genau , wie er seine Aufmerksamkeit verwende und für
was er zusätzlich Geld zahlen wolle . Der seit Jahren verzeichnete
Reichweiten-Rückgang der Verlage schreite daher weiter voran , und die Einnahmen
aus dem Anzeigengeschäft schrumpften . Zudem sind Verlage laut Studie zwar an
Nutzern interessiert , aber sie nutzen das interaktive Potenzial des Internets
zu wenig . So würden viel zu selten Erkenntnisse aus E-Mails geschöpft ,
berichtete Prof. Theis-Berglmair . Die Euphorie , die einst in manchen
Medienhäusern vorgeherrscht habe , sei verflogen , bilanzierte Christoph
Neuberger von der katholischen Universität Eichstätt . Arbeitsplätze im
Onlinebereich würden bereits wieder abgebaut , um Kosten zu minimieren . Novell
steigt ins " Content Management " ein Lange ist es her , dass Novell Investoren
wie Kunden positive Nachrichten verkünden konnte . Im letzten Quartal des
Geschäftsjahres 2000 schaffte der NetWare-Hersteller mit Ach und Krach eine "
scharze Null " - wenn die Kosten für die Umstrukturierung des bei
Netzwerkbetriebssystemen lange Zeit führenden Konzerns nicht berücksichtig
blieben . Novell-Chef Eric Schmidt versprach aber schon im November letzten
Jahres , dass sich die Lage bessern werde , sobald neue Geschäftsfelder
erschlossen würden - viel Hoffnungen auf NetWare allein setzt Novell
offensichtlich nicht mehr , geriet das Server-Betriebssystem , in früheren Tagen
unangefochten Nummer Eins in diesem Bereich , doch durch Linux ebenso wie
Windows NT und Windows 2000 zunehmend unter Druck . Nun will Novell schon einmal
mit einer Firmengründung in neue Geschäftsbereiche vorstoßen , die das
Unternehmen wie versprochen zum eBusiness-Netz-Service-Plattform-Provider machen
sollen . Volera soll sich im Bereich des Content Management und Content Delivery
tummeln - zwei der neuesten Buzzwords der EDV-Industrie , die Ansätze
umschreiben , Internetinhalte möglichst zielgenau und schnell an die Surfer zu
bringen . Begründet hat dieses Business eigentlich Akamai - die Firma betreibt
ein Netz von Serverfarmen in der ganzen Welt , die über eine Art globales
Load-Balancing möglichst schnellen Zugriff auf Webinhalte bieten sollen . Eine
gewisse Berühmtheit erlangte Akamai in den letzten Tagen , als Microsoft nach
den Problemen mit den eigenen DNS-Servern Akamai beauftragte , mit zusätzlichen
DNS-Servern im Akamai-Netz die Ausfallsicherheit der Name-Server für Microsofts
Netzwerk zu erhöhen . Die beiden Partner von Novell bei Volera sollen nach
Angaben der beteiligten Firmen Minderheitsanteile an dem neuen Unternehmen
halten . Volera soll Kunden fürs Web Caching-Systeme bereitstellen , die ihnen
bei der Verwaltung und Auslieferung von multimedialen Inhalten , aber auch
Web-basierten Anwedungen helfen . Nortel , einer der Partner bei Volera , kam
erst vor wenigen Tagen von Datenschützern unter Beschuss , da das von dem
kanadischen Telecom-Konzern vorgestellte Personal Internet Befürchtungen
auslöste , damit würde eine weitere Aufweichung der Privatsphäre von Surfern
ermöglicht . Nortel soll nun nach der Vereinbarung zur Gründung von Volera
gemeinsam mit dem neuen Unternehmen Produkte für das Web-Caching , die Novell in
die Firma einbringt , weiterentwickeln und vermarkten . Accenture wird für
Volera-Kunden Dienstleistungen anbieten . Der Aufsichtsrat von Novell stimmte
zudem dem Plan zu , dass Volera als Aktiengesellschaft gebildet wird , mit dem
Ziel , das Unternehmen Anfang 2002 an die Börse zu bringen . Chairman von Volera
wird der Novell-CEO Eric Schmidt , Präsident wird Simon Khalaf , bislang
Vizepräsident von Novell und Chef der Abteilung Net Content Services .
IT-Branche rechnet weiter mit Arbeitskräftemangel Die deutsche Informations- und
Telekommunikationsbranche rechnet auch für die Zukunft mit verschärften
Problemen auf dem Arbeitsmarkt . Der Branchenverband Bitkom geht davon aus ,
dass die Zahl der offenen Stellen in Westeuropa , die nicht mit Universitäts-
oder FH-Absolventen besetzt werden können , bis Ende 2003 von derzeit 1,9
Millionen auf 3,8 Millionen anwachsen wird . Dies habe eine Studie ergeben , die
der Verband demnächst vorstellen will , sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer
Bernhard Rohleder dem Handelsblatt . In Deutschland falle der Mangel an
Arbeitskräften dabei am dramatischsten aus . Bis Ende 2003 werde die Nachfrage
nach Arbeitskräften um 7,5 Millionen auf 22 Millionen anwachsen . Nur 5,6
Millionen davon könnten die Bildungssysteme bereitstellen . Der Saldo von 3,8
Millionen müsse durch ausländische Spezialisten gedeckt werden . British Telecom
: Europaweiter Highspeed-Mobilfunk Der britische Telekom-Konzern kündigte an ,
sich in ganz Europa um Lizenzen für die kommenden Mobilfunktechnik UMTS (
Universal Mobile Telecommunications System ) bewerben zu wollen . " British
Telecom ist fest entschlossen , sich diese Lizenzen unter anderem in Deutschland
, Frankreich oder auch Spanien und Italien zu sichern " , erklärte der Präsident
von British Telecom Europa , Pat Gallagher , in einem Gespräch mit der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung . Bereits im September letzten Jahres hatten die
Briten ein Abkommen mit dem US-Riesen AT&T geschlossen , um die Mobilfunknetze
der beiden Firmen einheitlich nutzbar zu machen und gemeinsam weltweit Dienste
für Handys anbieten zu können . Auch mit Microsoft hat Britisch Telecom ein
Joint Venture gegründet , um in den Markt für Internet-Zugänge per Handy
einzusteigen . Mit UMTS sollen sich über Mobilfunknetze bis zu 2 MBit/s
übertragen lassen - ideale Voraussetzungen , um das Internet per Handy oder
Funk-PDAs vernünftig nutzbar zu machen . Ende Februar erst gab die
Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation ( RegTP ) die Lizenzen für
UMTS-Frequenzbereiche zur Versteigerung frei : Bis Ende April können Unternehmen
ihre Bewerbungen einreichen , zur Jahresmitte sollen die Lizenzen dann
versteigert werden . AOL und Medion erweitern Partnerschaft Medion , der
PC-Bauer hinter den Aldi-Computern , und AOL Europe wollen ihre Partnerschaft
weiter ausbauen . Nun haben der Online-Konzern und der Rechner-Hersteller eine "
gemeinsame Organisationseinheit " gegründet , die PCs mit AOL-Zugang in mehreren
europäischen Ländern über diverse Vetriebskanäle verkaufen soll . In Zukunft
sollen demnach auch Österreicher , Engländer , Franzosen , Belgier ,
Niederländer und Luxemburger mit Medion-PCs und AOL-Software beim
Lebensmitteleinkauf beglückt werden . Die beiden Partner wollen sogar in den
Markt der mobilen Internet-Zugänge einsteigen : Es sollen Produkte für das
Surfen mit Handy oder PDA entwickelt werden . Worum es sich dabei genau handeln
soll , ließen AOL und Medion allerdings noch im Dunkeln . Green-Card-Diskussion
: Der DGB meldet sich zu Wort Der Streit um die von Bundeskanzler Schröder
vorgeschlagene " Green Card " für ausländische EDV-Spezialisten nimmt kein Ende
. Nachdem sich die Einzelgewerkschaften bislang offensichtlich nicht auf eine
einheitliche Linie einigen konnten , meldet sich nun der Deutsche
Gewerkschaftsbund ( DGB ) zu Wort . Ursula Engelen-Kefer , stellvertretende
Vorsitzende des DGB , erklärte in einem dpa-Gespräch , verschiedene Indikatoren
deuteten darauf hin , dass der Mangel an IT-Fachleuten rückläufig sei . Die
DGB-Vize warf den Unternehmen vor , dass sich die Versäumnisse in der Aus- und
Weiterbildung jetzt rächen würden . Etwa 10.000 Jugendliche seien 1999 bei der
Suche nach einem entsprechenden Ausbildungsplatz leer ausgegangen ; die Zahl der
neuen Ausbildungsverhältnisse sei im vergangenen Ausbildungsjahr lediglich um
4.000 gestiegen . " Über die Kurzatmigkeit betrieblicher Ausbildungspolitik
könne man sich nur wundern " , kommentierte Engelen-Kefer . Gleichzeitig sprach
sich Engelen-Kefer gegen eine generelle Öffnung der Grenzen für ausländische
Arbeitskräfte aus . Der Bedarf an EDV-Spezialisten wird nach Ansicht der
Gewerkschaftsfunktionärin in absehbarer Zeit wieder zurückgehen :
Veröffentlichungen während der CeBIT zeigten " deutliche Bremsspuren " bei den
Gehältern in der IT-Branche - das deute auf eine nachlassende Verknappung hin .
Der Fachkräftemangel behindere zudem nach Studien die Geschäfte der Branche
weniger als noch vor einem Jahr . Außerdem sei das Instrumentarium zur Anwerbung
ausländischer Arbeitnehmer schon jetzt flexibler als allgemein bekannt . Es wäre
fahrlässig , die Einreise ausländischer Spezialisten generell zu erleichtern ,
ohne den eigentlichen Schwerpunkt auf die Aus- und Weiterbildung inländischer
Fachleute zu setzen . Berichte in der Presse der letzten Tage sehen allerdings
schon seltsame Allianzen in der Diskussion um die so genannte " Green Card " .
So schrieb die Süddeutsche Zeitung heute : Die Argumentation des DGB mit
deutschen Arbeitslosen könnte von interessierten Kreisen nur zu schnell zur
Panikmache vor einer Ausländerschwemme benutzt werden . Insofern erscheint die
Haltung von Arbeitsminister Riester inzwischen recht vernünftig , der erst
einmal fundierte Zahlen über die tatsächliche Arbeitsmarktsituation in der
IT-Branche erheben möchte . Denn momentan wirft anscheinend jede der beteiligten
Parteien mit den Daten um sich , die gerade zur Argumentationsschiene passen -
eine Diskussion über ein allgemeines Einwanderungsgesetz wird dabei zurzeit
geflissentlich vermieden . So lange die Behörden blockten und man nicht wisse ,
wie ernst es der Politik mit dem Green-Card-Vorstoß tatsächlich sei , bleibe
fraglich , ob Deutschland tatsächlich genügend Personal für die vielen
erwarteten " E-Jobs " finde , kommentierte die Süddeutsche . Was war . Was wird
. Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details
schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse .
Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Während das Publikum hastig zu
den Ausgängen drängelte , soll Gates nach Augenzeugenberichten ruhig von der
Bühne gegangen sein . Besagte Augenzeugen berichten gar , dass er ein wenig
nachdenklich gewesen sei . Auf diesem wackeligen Planeten waren in der letzten
Woche vor allem die Gerichte schwer gefragt , etwa im Fall Microsoft , wo
Richter Jackson geschickt in die Rolle eines plappernden Deppen manövriert wurde
. Fangen wir mit AOL an . Die Firma verlor vor dem Berufungsgericht in Richmond
ihren Streit mit AT&T . Nix da , entschied das Gericht , das auch IM als Kürzel
für den Instant Messenger nicht für AOL reservierte . Das Urteil erinnert etwas
an unsere Tagesschau , die nach 10-jährigem Rechtsstreit in dieser Woche die
Quittung bekam , dass " Tages " in Verbindung mit -report oder -blick keineswegs
die Marke verletzt . Selbst ein Tages-WWWW ist erlaubt . In exakt dieser
Schreibweise im Betreff einer Mail erhielten rund 3000 Kunden der Firma Networld
Solutions eine Einladung zu einem Seminar . Das musste nach dieser Einladung
gestrichen werden , die im Auftrag der Networld Solutions von der International
Data Group ( IDG ) verschickt wurde . IDG steht nun vor einer happigen
Schadensersatzklage von Empfängern der Mail wie vom Auftraggeber selbst . Das
Gegenteil von " You have Mail " ist vielleicht " You have no Mailer " : In einer
überraschenden Entscheidung hat Hewlett-Packard bekannt gegeben , dass die Firma
das Mailsystem OpenMail bald nicht mehr fortführen wird . OpenMail fiel den hart
streichenden Rotstiften des kriselnden Konzerns zum Opfer , weil das Mailsystem
" keine Chance auf Profitabilität " besitze . Unter den Fortune 1000 , die bei
HP immer stolz als Nutzer des Programms aufgeführt wurden , ist der Unmut groß ,
auch wenn der Support für weitere fünf Jahre garantiert wird . Einige Nutzer
wollen HP auffordern , OpenMail in die Open-Source-Entwicklung zu überführen .
Das aber wird abgelehnt , weil OpenMail ein unternehmenskritisches Programm ist
. Love , Peace und IBM sind Dinge , die man eigentlich nicht in einem Gedanken
unterbringen kann . Die Werbung macht 's aber möglich . Fehlt nur noch , dass
die IBM-Truppen auf die Straßen ziehen , um das Pflaster unter dem Strand zu
finden und dabei trällern : Manch enttäuschter User dürfte dann allerdings
fragen , wo denn OS/2 abgeblieben sei . Aber egal : Weit weniger Aufsehen
erregte da eine Presse-Mitteilung von Ericsson . Der Handy-Macher , der keiner
mehr ist , will die Straßen erobern und seine Techniker als " Streetfighter "
ausbilden . Nicht a la mode de Fischer , sondern allein zum Wohle des Internet .
Blip nennt sich das Projekt bei Ericsson , ausgeschrieben Bluetooth Infotainment
Point . Jede Litfasssäule , jede Anzeigenwand , alles , was auf der Straße
irgendwie wirbt , soll in Zukunft blippen . Die kreative Neuschöpfung bezeichnet
den Versuch von Werbeflächen , Bluetooth-Geräte in der Umgebung zu erkennen und
ihnen Werbung zu übermitteln , etwa Gutscheine für den nächsten Burgerbräter .
Wenn die Streetfighter gesiegt haben , werden wir " Dancing in the Street " von
den Mamas and Papas auflegen und zucken , zucken , zucken was das Zeug hält ,
wenn unser " Infotainment-Portal " - the device formerly known as Telefon - uns
blippend im Trab hält . Der Anspruch von Napster , alle Permutationen eines
Titels zu benötigen , um ihn aus den Tauschlisten zu entfernen , dürfte noch für
manchen Lacher gut sein . Wie komisch , dass Hilary Rosen von der Musikindustrie
dagegen kaum Lacher mit der Schlagzeile erntete , dass die Verkaufszahlen der
Plattenbranche zurückgehen . Diese Aussage gilt nur für Single-CDs , deren
Umsatz um 39 Prozent fiel . Bei den übrigen CDs stiegen die Verkäufe . Wenn man
nachrechnet , findet man heraus , dass Singles insgesamt ein Prozent des
Umsatzes der Plattenbranche ausmachen . Vor weiteren Krokodilstränen wird
gewarnt . Brav . Zur Belohnung gibt es ein hübsches Faktoid über die namenlosen
Helden der neuen Ökonomie . Die Karierre-Site Vault befragte 560 Karrieristen ,
die online einen Job suchen . 14 Prozent der Sucher gaben zu , wichtige Fakten
in ihrem Lebenslauf hinzu gedichtet zu haben , 20 Prozent des Rests gestand eine
gewisse Beschönigung ein . Mit der Zunahme der Kündigungen bei den Dot.Coms
werden diese Raten steigen , warnt Vault in seiner Untersuchung . Mein Tipp :
auf die Chinesisch-Kenntnisse achten ! Sie werden wichtig . Im Jahre 2007 , so
verkündet gerade eine Studie von Accenture , wird Chinesisch Englisch als die
dominante Sprache des Internet ablösen , ab 2010 werden RFCs nur noch in
Chinesisch akzeptiert . Und " You have Mail " , das war einmal . Als
Schreckensruf , bei dem entsetzt zusammenzuckt , wer sich nicht sicher ist , was
er da so bekommt . Denn man weiß ja nie , ob nicht selbst ernannte
Internet-Säuberer gleich die Zerstörung des Rechners fordern , mit dem die Mail
empfangen wurde . Viel besser ergeht es GMX momentan nicht , denn von dem
Freemailer hätte eine Internet-Antifa gerne , dass er alle Accounts löscht , mit
denen irgendwo Sachen gepostet wurden , die den Antifas unliebsam erscheinen .
Aber es ist ein kompliziertes Ding mit diesen Freiheiten - nicht immer sind sie
angenehm , und Freiheiten wären es nicht , bestünden sie nur bei schönem Wetter
und liebsamen Ansichten . Nicht nur die Linke bekommt Probleme , wenn sie meint
, unliebsame Gedanken , so schwachsinnig sie auch immer sein mögen , verbieten
zu können - denn aus den Köpfen sind sie nicht , und irgendwann brechen sie sich
doch Bahn , dann meist mit Gewalt . Ans Herz gelegt sei der voluntaristischen
Internet-Putzgruppe ein bisschen Lektüre : " Freiheit ist immer auch die
Freiheit des Andersdenkenden " , wie eine einst berühmte , heute leider nur noch
wenigen bekannte Frau bemerkte . Und noch früher erklärte ein zu seiner Zeit
recht anerkannter Herr : " Ihre Meinung ist mir zwar widerlich , aber ich werde
mich dafür totschlagen lassen , dass sie sie sagen dürfen . " Noch nicht ganz so
lange her ist der Historikerstreit , den ein gewisser Ernst Nolte vom Zaune
brach . Und der wurde glücklicherweise nicht etwa unter den Tisch gekehrt ,
sondern ausgefochten - und Nolte verlor . Angesichts aktueller Auswüchse des
Kampfs gegen Rechts überrascht es jedoch nicht , wenn unbedarfte Zeitgenossen
die Linken und die Rechtsradikalen in einen Topf werfen : Es wundert manches Mal
schon , wie sich manch angeblich Linke in Dumpfbackigkeit und Zensurwut ihren
ärgsten Gegnern annähern . Was wird . Hal wird auf alle Fälle intelligenter .
Jedenfalls der Hal , der in Israel gerade das Sprechen lernt . Er soll sich so
überzeugend ausdrücken wie ein 15 Monate altes Kind und liegt damit
beispielsweise weit vor meiner Überzeugungskraft . Stutzig macht allein die
Tatsache , dass die Ankündigung der Existenz dieses Hal etwas älter ist . Sie
stammt vom VTV-Forum " Künstliche Intelligenz " auf der CeBIT des Jahres 1987 .
Das macht 14 Jahre Arbeit für ein 15 Monate altes Kind . Aber nach Moore
beschleunigt sich ja noch der dümmste Rechner unaufhaltsam . Manch entsetzter
Leser wird es schon bemerkt haben , sie naht und mit ihr die tollen Tage des
Jahres . Veranstalter ist das Embassi-Projekt , ein wirklich selbsterklärendes
Kürzel für " Elektronische Multimediale Bedien- und Service-Assistenz " .
Gedacht ist an Geräte , die sich überzeugend ausdrücken und zuhören wie ein 15
Monate altes Kind . Wie erklären sie es so schön : Ein jeder nach seinen
Bedürfnissen , ein jeder nach seinen Fähigkeiten , wer hat das bloß in seiner
Powerpoint-Präsentation gehabt ? Was es nun aber mit Fähigkeiten und
Bedürfnissen in der Juristenwelt auf sich hat , darüber gibt möglicherweise ein
allseits berühmter Anwalt demnächst seine Ansichten online ab . Nun hat er ihn ,
den sehnlichst erwünschten Chat auf heise online , in dem er seine virtuose
Kunst des Cut&Paste live zeigen kann : Das gibt zu denken - auch wenn er sich in
der Mitteilung gleich von sich selbst distanziert . Der Meister jedenfalls
spricht , zu allen Themen , ob Prima-Bella.de oder Msg=251 . seti@home nach fünf
Tagen wieder online Einen Tag später als ursprünglich geplant hat die Suche nach
außerirdischem Leben , für die etwa 500.000 Internetnutzer im Projekt seti@home
Rechenzeit zur Verfügung stellen , wieder begonnen . Die Arbeiter haben sich -
so die Universität Berkeley - durch die ob ergiebiger Regenfälle reichlich
vorhandenen Schlammmassen gekämpft und in 5 Tagen die für das Projekt
lebenswichtige Glasfaserverbindung wieder hergestellt . Der befürchtete
Zusammenbruch des Server ist nicht eingetreten , weil ein wirksamer
Bandbreiten-Begrenzer die Leitung überwacht . Allerdings müssen die Teilnehmer
an dem Projekt damit rechnen , dass ihre Ergebnisse mehrfach verbucht werden und
es mehrere Anläufe braucht , um eine neue Work Unit zu erhalten . In der
Vergangenheit ist es bereits vorgekommen , dass etliche Ergebnisse nach
Ausfällen für ungültig erklärt und gelöscht wurden . Etwas Geduld der Teilnehmer
kann also nicht schaden . Reisebuchung per Internet fast verdoppelt 15 Prozent
der Deutschen können sich für die Zukunft eine Ferienbuchung per Mausklick
vorstellen , 81 Prozent lehnen das neue Medium bei der Reisebuchung weiter ab .
Diese Zahlen teilte die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen ( F.U.R ) aus
Hamburg auf der Internationalen Tourismus-Börse ( ITB ) in Berlin mit . Die
Untersuchung bestätigt trotz der großen Steigerungsraten damit grundsätzlich die
Einschätzung der Branche , das Online-Buchen werden nur eine Nebenrolle spielen
. Für die kommenden Jahre gehen die Experten zwar von einer weiterhin wachsenden
Bedeutung der Cyberwelt für das Buchungsverhalten der Bundesbürger aus , das
Netz sei dabei aber eine Ergänzung und nicht etwa ein Ersatz der klassischen
Vertriebswege wie etwa der Reisebüros , sagte Martin Lohmann vom Institut für
Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa ( NIT ) in Kiel , der an der
Erstellung der F.U.R-Reiseanalyse mitgewirkt hat . Als Informationsmedium bei
der Reiseplanung spielt das Web derzeit noch eine untergeordnete Rolle : Nur
sechs Prozent der befragten Deutschen gaben an , schon einmal bei der
Urlaubsvorbereitung gesurft zu haben . Für 42 Prozent sind der Studie zufolge
Freunde und Kollegen die wichtigste Informationsquelle , für 35 Prozent ist es
das Reisebüro . Billigaktien für Met@box-Manager Die Met@box AG ( Hildesheim ) ,
Hersteller von Settop-Boxen für den Internet-Zugang per TV-Gerät , hat nach
einem Bericht des Spiegel neue Aktien weit unter dem Börsenkurs ausgeben . Bei
mehreren Kapitalerhöhungen wurden die Papiere teilweise zum Preis von einem Euro
von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern gezeichnet . Met@box-Chef Stefan
Domeyer erklärte dem Magazin , die jüngsten Aktientransaktionen stünden im
Zusammenhang mit dem Einstieg eines US-Investors im vergangenen Herbst . Dafür
sei die kurzfristige Bereitstellung von handelbaren Aktien eine Voraussetzung
gewesen . Die von den Altaktionären im Wege eines Darlehens zur Verfügung
gestellten Aktien wurden zu " marktnahen Preisen " an die Investoren
weitergegeben , erklärte Domeyer . Im Gegenzug habe Met@box mit diesen
Altaktionären eine Kapitalerhöhung durchgeführt , um die geliehenen Aktien
zurückzuführen . Die Met@box AG ist am Frankfurter Neuen Markt gelistet ; das
Unternehmen kam in den letzten Monaten ins Gerede wegen verschiedener
Großaufträge , deren Auftraggeber bislang nicht bekannt sind . Zweifel an der
Seriosität dieser Aufträge und tiefrote Zahlen in der Bilanz ließen den Kurs der
Aktie einbrechen . Seit kurzem ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Met@box
wegen Verdachts auf Kapitalanlage- und Kursbetrug . Inzwischen ist im
Met@box-Aufsichtsrat ein weiterer Abgang zu verzeichnen . Manfred Schuhmacher ,
früher stellvertretender Chefredakteur des Magazins Focus , legte vor zwei
Wochen seinen Sitz im Kontrollgremium nieder . " Das Internet ist kein
rechtsfreier Raum " Die Angst vieler Menschen vor dem Internet als rechtsfreiem
Raum ist nach Ansicht des Augsburger Rechtswissenschaftlers Stephan Lorenz
unbegründet . Für viele juristische Probleme im Internet gebe es bereits Gesetze
, betonte Lorenz . Dies gelte auch für scheinbar neue Problemstellungen . Ein
neues allumfassendes " Cyberlaw " sei deshalb nicht notwendig . Nur für einige
internet-spezifische Probleme wie den Schutz von Domain-Namen müssten dringend
Regeln geschaffen werden . Allerdings tauchen viele rechtliche Probleme nach
Auskunft von Lorenz seit dem Aufkommen des Internet sehr viel häufiger auf . "
Jeder kann über eine eigene Homepage urheberrechtlich geschützte Fotos seines
Lieblingsstars ins Netz stellen " , sagte der Jurist . Früher seien derartige
Verstöße gegen das Urheberrecht etwa in Zeitungen und Zeitschriften einfacher zu
entdecken gewesen . Die Unübersichtlichkeit des Internet mache es zwangsläufig
schwieriger , Gesetze durchzusetzen . Für ein zentral angelegtes Internet-Recht
seien die Rechtsfragen allerdings zu komplex , meinte Lorenz . " Jedes Gebiet
muss sich mit dem Internet befassen . " Ein allumfassendes " Cyberlaw " könne
die auftretenden Probleme deshalb nicht als Ganzes erfassen , meinte der Jurist
. WIPO schlägt Schlichtungsstellen für Länder-Domains vor Die World Intellectual
Property Organisation ( WIPO ) möchte künftig auch Domainstreitigkeiten
innerhalb der Länderadressbereiche , den country code Top Level Domains ( ccTLDs
) , schlichten . Das "Best-Practices"-Papier für die über 260 ccTLDs weltweit
entwirft Mindeststandards für Domainregistrierung und Whois-Datenbanken , mit
denen auch den Cybersquattern unter .de , .us oder .as der Garaus gemacht werden
soll . Als neutrale Schiedsstelle für Domainkonflikte bietet sich die WIPO den
Managern der Länderdomains gleich selbst an und kann dabei auf einige Erfahrung
aus dem Bereich der gTLDs verweisen . Im vergangenen Jahr wurden der WIPO mehr
als 1.800 Fälle nach der auf Vorschlag der Adressen- und Namensraumverwalter der
ICANN für .com , .net und .org eingeführten Uniform Domain Name Dispute
Resolution Policy ( UDRP ) vorgelegt ( zur UDRP siehe auch den Artikel
Namenspatron in Ausgabe 24/1999 der c't ) . Immer mehr Länderdomains lassen
Registrierungen auch aus dem Ausland zu oder vermarkten ihre Domain sogar
gezielt weltweit . Dot.TV hat sich daher der Einfachheit halber gleich der UDRP
unterworfen , die Zahl der anhängigen Fälle ist mit 15 sehr gering . 18 weitere
ccTLDs lassen ihre Domainstreitigkeiten ebenfalls von der WIPO schlichten . So
durfte das Unternehmen Hugo Boss vor kurzem einen Sieg über den Inhaber der
Domain hugoboss.as feiern . Jetzt kann der schwäbische Modehersteller also sein
Fähnchen auch in Amerikanisch-Samoa ( .as ) hissen . Auch in China hat am 1.
Januar dieses Jahres eine Schiedsstelle ihre Arbeit aufgenommen . Das DeNIC
sieht im .de-Bereich dagegen keinen Bedarf für alternative Schlichtungsverfahren
und beschränkt sich darauf , die Transfers umstrittener Domains solange zu
blockieren , bis ein Streit zwischen den Parteien oder von einem Gericht
entschieden ist . " Eindeutige Grabber-Fälle werden von den deutschen Gerichten
eigentlich recht zügig entschieden " , sagt DeNIC-Geschäftsführerin Sabine
Dolderer . Der Zeitgewinn durch eine UDRP-Entscheidung fällt weg . In der
Mehrzahl der Konflikte hätten inzwischen beide Parteien einen Anspruch auf den
Namen , " die Wildwest-Stimmung ist eigentlich schon vorbei " . Allerdings sind
dies deutlich mehr als in den extrem konservativen und daher auch kleineren
Registries wie .fr oder .se . Die deutschen .de-Adressen können inzwischen auch
durch Ausländer registriert werden , doch sichert die DENIC ihre neutrale
Position im Streitfall dadurch ab , dass ausländische .de-Inhaber eine
Kontaktperson in Deutschland als administrativen Kontakt , der im Streitfall als
Zustellbevollmächtigter fungiert , angeben müssen . Aber nicht nur die wachsende
Zahl der Länderdomains , die sich Registrierungen aus dem Ausland öffnen ,
bereitet den Markenschützern Kopfzerbrechen . " Auch eine Domain , die in einer
geschlossenen ccTLD registriert wird , kann Markenrechte in mehreren
Rechtsordnungen verletzen , weil sie eine globale Präsenz möglich macht " ,
urteilt das WIPO-Papier - und erteilt dem länderorientierten ccTLD-Konzept damit
schon eine halbe Absage . Die Ausdehnung von Markenrechten auf geschlossene
ccTLDs in Ländern , in denen ein Markeninhaber seine Marke noch nicht einmal
eingetragen hat , ist allerdings recht fragwürdig . Auch wenn
Schlichtungsverfahren im einen oder anderen Fall von Vorteil sein können , etwa
wenn die Gerichte sehr langsam arbeiten , hofft die DeNIC-Geschäftsführerin ,
dass man mit den WIPO-Vorschlägen den ccTLDs nicht ihre eigenen Gesichter nehmen
will . Auch wenn die " Best Practices " keinesfalls als maßgeschneidertes Modell
in den einzelnen ccTLDs eingeführt werden sollen , hält die WIPO doch ein
gewisses Maß an Einheitlichkeit für überaus vorteilhaft , heißt es in dem Papier
. Grundsätzlich soll sich nach WIPO-Vorstellungen jeder ccTLD-Kunde gleich bei
seiner Registrierung einem Verfahren zur Konfliktlösung im Streitfall
unterwerfen und sich zudem verpflichten , nicht wissentlich Markenrechte zu
verletzen . Drastische Sanktionen schlägt die WIPO auch in der Frage nach
korrekten Kontaktdaten vor : Die Angabe falscher Daten oder die
Nichtaktualisierung bei Änderungen sollen " eine Verletzung des Vertrags mit der
Registrierstelle " darstellen . Heftig umstritten ist die Frage nach der
Vorhaltung der Whois-Daten . Das DeNIC hat erst kürzlich alle persönlichen Daten
mit Ausnahmen von Name und Postadresse aus ihren Datensätzen genommen , um
deutschen Datenschutzanforderungen zu entsprechen . Auch mit Blick auf das
Europäische Datenschutzrecht müsste die WIPO von ihrer Liste Abstriche machen .
Für völlig undenkbar hält Sabine Dolderer darüber hinaus Abfragen , bei denen
ausgehend vom Namen des Kunden alle von ihm registrierten Domains abgefragt
werden können . Insoweit würden sich die Markeninhaber also möglicherweise auch
ins eigene Fleisch schneiden . Möbel Hellmonds ist in Ostdeutschland ein Begriff
. Nun will Geschäftsführer Gerhard A. Hellmonds über das Internet neue
Käuferschichten erschließen . Seit Mitte Februar kann online die künftige
Schrankwand zusammengestellt und bestellt werden . Ausgeliefert wird bundesweit
und ins europäische Ausland . Damit entwickelt sich das Unternehmen gegen den
allgemeinen Trend in der Branche . " Wenn uns der herkömmliche Markt nicht will
, dann suchen wir uns eben einen neuen " , begründet Hellmonds das
Internet-Engagement . Gegründet wurde mit der Furny-direct.de GmbH eine
hundertprozentige Tochter der Hellmonds Möbelwerke GmbH . Auf 200.000 Mark
beliefen sich die Kosten für Entwicklung und Werbung . Für das laufende Jahr
rechnet der Geschäftsführer mit nochmals 100.000 Mark Werbekosten . Mindestens
zwei Jahre soll der neuen Tochter Zeit gegeben werden , sich zu entwickeln . "
Wir verkaufen schließlich keine Bücher oder Sex-Artikel " , begründet Hellmonds
den langen Atem . Der Verkauf von größeren Produkten im Netz sei erfahrungsgemäß
eher zäh . Die Umsatzprognose ist für 2001 daher vorsichtig angesetzt . " Wenn
wir 100.000 Mark im ersten Jahr schaffen , wäre das schon ein Riesenerfolg . "
Die Entwicklung für das Online-Projekt dauerte rund ein Jahr . Eine im
nordrhein-westfälischen Lemgo sitzende Internet-Agentur realisierte den Auftritt
. Abheben wollen sich die Wismaraner von der Konkurrenz durch die Möglichkeit ,
dass im Netz die neue Schrankwand oder anderer Einrichtungen individuell nach
Größe , Form und Ausstattung zusammengestellt werden können . Pioniere sind die
Möbelwerke mit ihrem Auftritt zwar nicht . Das bestätigt auch der Verband der
Deutschen Möbelindustrie ( VDM ) . Über die ersten Gehversuchen der Branche beim
Verkauf im Netz äußerte sich der in Bad Honnef sitzende Verband aber
zurückhaltend . Der Kunde werde das Medium vor allem als zusätzliche
Informationsquelle benutzen . " Das ersetzt aber nicht das Anfassen und
Einsitzen . " Informationen im Netz können über das Unternehmen aus
Mecklenburg-Vorpommern bereits seit 1998 abgerufen werden . Die Homepage ist in
Deutsch , Englisch und Französisch verfasst . Seit dem Start hat es nach
Informationen des Geschäftsführers rund 250.000 Zugriffe auf die Seiten gegeben
. Hellmonds schätzt , dass rund drei Prozent dieser Gruppe Testkäufe im Netz
machen wird . Vor allem die 20- bis 45-Jährigen hat er im Visier . Die Möbel
sollen bis zu 25 Prozent unter dem Ladenpreis angeboten werden . Zu ähnlichen
Prognosen gelangt auch das Marktforschungsunternehmen Forrester Research .
Hellmonds will mit seiner Internet-Tochter perspektivisch zehn Prozent am
Gesamtumsatz der Möbelwerke erwirtschaften . Hauptgeschäftspartner des
ostdeutschen Unternehmens ist der schwedische Möbelkonzern Ikea , der weit mehr
als die Hälfte des Auftragsvolumens ausmacht . Bis 2004 läuft der Vertrag mit
dem schwedischen Unternehmen mit Deutschlandsitz im hessischen Wallau . Verrat
oder Naivität : Die NSA-EU-Connection Die Ausmaße der in Brüssel herrschenden
Unsicherheitskultur werden immer deutlicher . Während nach dem Bekanntwerden der
engen Zusammenarbeit des Verschlüsselungsexperten der EU-Kommission mit dem
amerikanischen Supergeheimdienst NSA ( National Security Agency ) Ende
vergangener Woche in Brüsseler Direktionsbüros Krisenstimmung herrscht und
Journalisten nur noch an die Pressestelle der Kommission verwiesen werden , will
das Europäische Parlament nun den Schleier rund um die " Sicherheitspraktiken "
lüften . Schon jetzt zeichnet sich ab , dass die politischen Lenker der
Europäischen Union gravierende Schwächen beim Geheimnisschutz haben und bei
ihrer externen Kommunikation im " Mittelalter " des Informationszeitalters
stecken geblieben sind . Der Regensburger Europa-Abgeordnete Gerhard Schmid
stellte gegenüber heise online zunächst klar , dass die sich mit bunten
Programmen rund um eEurope schmückende Kommission beim " geheimen "
Informationsaustausch mit Außenstellen und Weltorganisationen bisher
grundsätzlich nicht auf E-Mail zurückgreift : " Die gesamte Kommunikation mit
Washington , Russland oder Genf wird zunächst ausgedruckt und dann in ein
Kryptofax gesteckt . " Pläne zur Umstellung auf verschlüsselte E-Post gebe es
frühestens für das nächste Jahr . " Der Stand der Kommunikation ist nicht auf
der Höhe der Zeit " , kritisiert der SPD-Politiker . Selbst das auch nicht immer
als Schneller Brüter bekannte Auswärtige Amt kommuniziere mit Botschaften in
aller Welt inzwischen per verschlüsselter Mail . Nun mag ein Kryptofax ja
vielleicht sogar mehr Vertraulichkeit bieten als eine von der Stange gekaufte
E-Mail-Verschlüsselungssoftware . Doch die beiden bei der Kommission in Brüssel
ihre Dienst verrichtenden Siemens-Geräte sind gut zehn Jahre alt und arbeiten
hauptsächlich mit dem reichlich angestaubten Chiffriersystem Saville . Wirklich
hanebüchen wird der bereits damit so gut wie ausgehebelte Dokumentenschutz bei
der EU aber durch die Tatsache , dass der bei der Kommission über die
Verschlüsselungstechnik wachende Beamte Desmond Perkins damit prahlte , das
System von der NSA regelmäßig checken zu lassen - und zwar just vor einer
Anhörung des Echelon-Ausschusses des EU-Parlaments Anfang Februar . In der
Sitzung wollten sich die Abgeordneten eigentlich von einem Fachmann darüber
aufklären lassen , wie man das globale Spionagesystem der NSA überlisten könnte
. Für Schmid , der den Echelon-Ausschuss leitet , stellt sich daher nun die
Frage , wie groß das Sicherheitsloch der Kommission in Brüssel wirklich ist .
Zwei Möglichkeiten sieht der Abgeordnete : Zum einen könnte der 65-jährige
Perkins die Geräte wirklich für 14 Tage in die USA zur NSA gebracht haben . "
Das käme eigentlich einem Verrat gleich , da der Geheimdienst dann Hintertüren
hätte einbauen können " , fürchtet Schmid . Andererseits könnte der alte
Haudegen der Royal Navy nur den verschlüsselten Text der NSA zugespielt haben
und seine Freunde dort zum Knacken der Botschaft aufgefordert haben . " Das
würde einen Abgrund an Naivität aufzeigen , aber nicht sofort auf ein echtes
Sicherheitsproblem hinweisen " , urteilt der Ausschuss-Leiter . Die drängenden
Fragen will das Parlament in einer Anhörung mit dem kurz vor der Pensionierung
stehenden Perkins am kommenden Dienstag besprechen . " Wir erwarten von der
Kommission eine genauere Erklärung " , verlangt Parlamentssprecher David Harley
in einer Stellungnahme gegenüber heise online . Die bisher bekannt gewordenen
Fakten ließen auf eine grobe " Insensibilität " der Kommissionsmitglieder
schließen - " um es mal vorsichtig auszudrücken " . Gleichzeitig pflegt er
allerdings die Laissez-faire-Haltung , dass die NSA mit ihren Abhörsatelliten
sowieso " alles mitlese " . Kommissionssprecher Jonathan Faull bemüht sich
gleichzeitig um Schadensbegrenzung . Er bezeichnet die ganze Angelegenheit als "
größeres Missverständnis " und betont immer wieder , dass " die Kommission zu
keinem Zeitpunkt ihr System Dritten gegenüber geöffnet " habe . Außerdem würden
die Maschinen ständig mit neuer Software auf den aktuellen Stand der Technik
gebracht , um Sicherheitsbrüche zu vermeiden . Warum die Amerikaner in der
Vergangenheit allerdings beispielsweise schon vor GATT-Verhandlungsrunden im
Rahmen der Welthandelsorganisation über die Position der Europäer Bescheid
wussten , kann der eifrige PR-Doktor nicht erklären . Die bisherigen Reaktionen
aus Deutschland zu dem Security-Snafu der sonst immer so auf Sicherheit im
Internet pochenden und scharf gegen Cybercrime vorgehenden EU-Kommission sind
von Unverständnis und Kritik geprägt . Nach Ansicht von Jörg Tauss ,
Beauftragter für neue Medien der SPD-Bundestagsfraktion , schielt die Kommission
seit langem in Sicherheitsfragen zu stark nach Amerika . Gleichzeitig würde für
die europäische Kryptoindustrie zu wenig getan . Spätestens die Diskussion um
die den großen Lauschangriff auf die Surfer fordernden Enfopol-Papiere , die in
enger Zusammenarbeit von europäischen und amerikanischen Polizeistellen hinter
verschlossenen Türen ausgearbeitet wurden , hätten gezeigt , aus welcher
Richtung der Wind wehe . Andere Beobachter bemühen sich gleichzeitig um
Schadenbegrenzung : Um das Vertrauen der Mitgliedsstaaten in die Kommission
wiederherzustellen , schlägt Helga Schumacher , Sprecherin des
Bundesdatenschutzbeauftragten , die Einrichtung eines Begleitgremiums mit
Vertretern nationaler Experten vor . Es solle die Sicherheit der
Kommunikationssysteme in Brüssel überprüfen . Otto Ulrich , Mitglied des
Kollegiums der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen
wissenschaftlich-technischer Entwicklungen in Bad Neuenahr-Ahrweiler , geht noch
einen Schritt weiter . Der langjährige Referatsleiter im Bundesamt für
Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) fordert in Analogie zum neuen
Verbraucherschutzministerium ein " Minsterium zum Schutz vor Überwachung durch
befreundete Dienste " . Siehe dazu auch Big Brother NSA in der EU-Kommission und
den Artikel Das Ohr der NSA in der Europäischen Kommission in Telepolis .
Finanzminister : Telekom ist ein solides Unternehmen Die Deutsche Telekom ist
trotz der rasanten Talfahrt der T-Aktie nach Ansicht von Bundesfinanzminister
Hans Eichel ein solides Unternehmen . In der Welt am Sonntag sagte Eichel , er
wolle zur Kursentwicklung der Aktie keine Prognosen abgeben , dass müsse der
Markt entscheiden . " Ich sage nur , dass die Telekom ein werthaltiges , solides
Unternehmen ist . " Nach dem Kurssturz der T-Aktie und Klagen von
Kleinaktionären droht Telekom-Chef Ron Sommer inzwischen allerdings Ärger aus
dem eigenen Haus . Der Telekom-Chef sieht aber für seinen auch von verschiedenen
Politikern geforderten Rücktritt keinen Grund : " Ich laufe nicht davon " ,
sagte er dem Focus . Met@box : Keine Billigaktien für Manager Die Met@box AG ,
Hersteller von Settop-Boxen für das Surfen über den Fernseher , wies am Sonntag
einen Bericht des Spiegel zurück , nach der die Firma neue Aktien weit unter dem
Börsenkurs ausgeben habe . Bei mehreren Kapitalerhöhungen seien die Papiere
teilweise zum Preis von einem Euro von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern
gezeichnet worden , heißt es in der neuesten Ausgabe des Spiegel . Met@box
bezeichnete die Vorwürfe in einer Mitteilung als " haltlos " . Dem Chefredakteur
des Spiegel liege inzwischen eine einstweilige Verfügung sowie eine
Unterlassungsverpflichtungserklärung vor ; das Unternehmen behalte sich weitere
rechtliche Schritte vor . Der Spiegel habe " offenkundig " den Nennwert von
Aktien , zu dem sie im Handelsregister eingetragen werden , verwechselt mit den
tatsächlichen Ausgabekursen . Die Kapitalerhöhung vom April 2000 habe vor allem
der Bezahlung der 100-prozentigen Übernahme der Amstrad GmbH gedient . Bei den
anderen monierten Kapitalerhöhungen sei dem Spiegel die Tatsache entgangen ,
dass die Altaktionäre zunächst ein Wertpapierdarlehen gaben , um die
Kapitalerhöhung durchzuführen . Dies sei ein übliches Verfahren , um den neuen
Investoren umgehend handelbare Aktien zur Verfügung zu stellen , betonte Met@box
. Ein Gutachten einer auf Aktienrecht spezialisierten Kanzlei unterstütze die
Position von Met@box , erklärte die Firma . Die Börse und die
Wirtschaftsjournalisten Wirtschaftsjournalisten machen Schlagzeilen - allerdings
nicht nur als Autoren , sondern neuerdings auch als mutmaßliche Straftäter . Der
Verdacht der Kursmanipulation lässt Wertpapieraufsicht und Staatsanwälte auch
Redakteure ins Visier nehmen . Schärfere Gesetze und das Börsenfieber deutscher
Anleger bringen die Verfasser von Aktientipps und Unternehmensberichten in eine
brisante Situation . Seit die Anleger massenhaft die Empfehlungen der Magazine
und TV-Sendungen beherzigen und damit die Börsenkurse bewegen , wächst auch bei
Journalisten die Versuchung , diesen Effekt für den eigenen Wohlstand
auszunutzen . " Gierige Zocker findet man freilich nicht nur unter Lesern ,
sondern auch unter Journalisten " , stellte bereits das Fachblatt journalist
fest . " Für manche Redakteure gehören Berichterstattung und privates
Börsengeschäft längst zusammen . " Zum spektakulärsten Fall wurde der
Frankfurter Börsenjournalist Egbert Prior , der Ende 1998 wegen des Verdachts
verbotener Insidergeschäfte angeklagt wurde . Die Staatsanwaltschaft war
überzeugt , Prior habe Aktien gekauft und anschließend mit Empfehlungen in der
Börsensendung von 3sat die Kurse hochgetrieben . Zu einem Prozess kam es wegen
der schwierigen Beweislage aber nicht . Anfang 2001 kam Prior in einem weiteren
Fall mit einer geringen Geldbuße davon . Ein Verfahren wegen vermuteter
Kursmanipulation wurde eingestellt . Der erste Haftbefehl in Deutschland wegen
des Verdachts auf Insidergeschäfte wurde im Herbst ebenfalls gegen einen
Finanzjournalisten erlassen : Der stellvertretende Chefredakteur der Zeitschrift
Der Aktionär , Sascha Opel , musste für kurze Zeit in Untersuchungshaft . Er
soll zusammen mit einem Finanzdienstleister Aktien als heiße Tipps empfohlen
haben , um den Kurs in die Höhe zu treiben . Das Magazin Focus Money kam -
bereits wenige Tage nach dem Start im Frühjahr 2000 - in die Schlagzeilen . Der
damalige Chefredakteur Manfred Schumacher musste das Blatt verlassen . Der
Verdacht , Insiderwissen zu verwenden , stand im Zusammenhang mit der Tätigkeit
seiner Frau als Chefin einer Unternehmensberatung . Focus-Chef Helmut Markwort
beteuerte allerdings , es sei zu keiner " Verquickung von Privatem und
Geschäftlichem " gekommen . Die grundsätzliche Problematik noch vor der
strafrechtlichen Schwelle wird innerhalb des Berufsstandes hierzulande erst seit
kurzer Zeit mit Nachdruck diskutiert . In den USA und Großbritannien gelten
schon längst scharfe Standesregeln . Weil der Pressecodex im Journalistenalltag
selten eine wichtige Rolle spielt , greifen einzelne Verlagshäuser nun selbst zu
schärferen Mitteln . So verlangen Publikationen der Handelsblatt-Gruppe von
ihren Redakteuren Angaben über den Aktienbesitz . Damit soll verhindert werden ,
dass die Berichterstattung über Firmen vom eigenen Anlageinteresse beeinflusst
werden könnte . Forderungen nach Offenlegung oder gar Verzicht auf Wertpapiere
werden in der Zunft aber nicht einhellig geteilt . So etwas sei " abwegig " ,
argumentiert der Chefredakteur von Börse Online , Johannes Scherer . Er nimmt
sogar eine konträre Position ein . Wer über Geld und Aktien schreibe , müsse "
die Börse spüren " , indem er Aktien besitze und " dadurch ganz nah am Markt ist
" . Erste Beta der nächsten Notes-Version Eine Beta ohne Namen : Kurz nach der
Lotusphere im Januar erschien eine erste Preview-Version für Business Partner .
Jetzt traut sich Iris Associates , die für die Notes-Entwicklung eigentlich
zuständige Lotus-Tochter , mit einer ersten Betaversion an die Öffentlichkeit .
Zeitgleich sind Notes-Clients für Macintosh und Windows sowie die Domino-Server
für AIX , Linux , Solaris und Windows zum Download verfügbar . Diese erste Beta
ist noch nicht mit allen geplanten Funktionen ausgestattet ; es werden weitere
Versionen folgen , bevor Lotus einen Testbetrieb bei IBM sowie ausgewählten
Kunden beginnt . Der Download erfordert eine vorherige Registrierung auf
Notes.net . Daten oder Sprache - die Kosten des Mobiltelefonierens Wir haben uns
daran gewöhnt : melodische Klingeltöne in der Bahn , im Wartezimmer beim Arzt
oder im Restaurant . Das versetzt uns nicht mehr in Erstaunen , die Art der
Gesprächsthemen allerdings schon : Der subjektive Eindruck trügt nicht : Die
Statistik beweist , dass das Handy eher selten zur Weitergabe geschäftlicher
oder sehr dringender Nachrichten verwendet wird . Nach einer Studie des Stern
nutzen rund 80 Prozent das Gerät nur privat - ein Spaß , den sich die Deutschen
einiges kosten lassen . Mehr als die Hälfte der Deutschen hat ein Handy . Damit
ist die Zahl der Festnetzanschlüsse deutlich überschritten . Mobil zu
telefonieren ist heute Alltag und gleichzeitig ein Luxus , den sich etliche
Kunden offenbar gar nicht leisten können : In den D-Netzen zahlt jeder
Handy-Kunde im Schnitt 78 Mark pro Monat . In den E-Netzen liege die
Monatsrechnung bei 65 Mark , so die Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post in Bonn . Dabei ist die Spannbreite der Tarife groß : Noch nicht
eingerechnet sind die monatlichen Grundgebühren zwischen zehn Mark und 270 Mark
für Vieltelefonierer . Großen Anteil am Umsatz der Mobilfunkanbieter haben nach
Angaben des T-Mobil-Pressesprechers Philipp Schindera die Kurznachrichten per
SMS . Das Abrechnungsproblem , dass die Mobilfunkfunkgesellschaften einige Zeit
beschäftigte , scheint mittlerweile gelöst zu sein . Nur noch selten laufen bei
Besitzern einer Prepaid-Karte Schulden auf , weil der Anbieter die SMS nicht
zeitgleich abgerechnet hat , sagt Peter Knaack , Telekommunikationsexperte der
Stiftung Warentest in Berlin . Je nach Tarif müssen für den netzinternen Versand
einer SMS oder einer E-Mail über das Handy zwischen 15 und 39 Pfennig bezahlt
werden , netzextern werden zwischen 20 und 59 Pfennig berechnet . Mit neuen
Standards und schnellerer Datenübertragung sollen den Handy-Telefonierern
künftig weitere Dienstleistungen wie verbessertes mobiles Internet oder gar die
Übertragung von Filmen angeboten werden . Als Mobilfunkstandard der Zukunft
steht UMTS schon fest , wenn es nach dem Willen der Telefongesellschaften geht .
Derzeit in der Markteinführung begriffen ist GPRS . Zum Telefonieren allein
braucht es kein GPRS , aber auf Internet-basierte Dienste soll mit Hilfe des
neuen Standards zugegriffen werden . " Allerdings ist es viel zu teuer , über
GPRS ins Internet zu gehen " , sagt Peter Knaack . Zwar wird nicht nach
Verbindungszeit abgerechnet , sondern nach übertragener Datenmenge . Die Kosten
für die Übertragung liegen je nach gewähltem Tarifmodell zwischen 19 und 69
Pfennigen pro zehn Kilobyte . " Diese Datenmenge ist bei einem etwas
aufwendigeren WAP-Dienst schon mit dem Abruf einer einzigen Seite erreicht " ,
sagt Knaack . Hinzu kommen zusätzliche Grundgebühren von bis zu 20 Mark
monatlich oder je nach Anbieter eine Tagespauschale von rund 50 Pfennig . Um
diese Kosten beim Kunden durchzusetzen , fehlt es Knaack zufolge noch an einer "
Killerapplikation " - einem Service , den alle unbedingt haben wollen . Etwas
zuversichtlicher ist man beim größten deutschen Mobilfunkanbieter T-Mobil in
Bonn : T-Mobil geht davon aus , dass die Deutschen in wenigen Jahren monatlich
durchschnittlich rund 120 Mark fürs Mobiltelefonieren ausgeben werden . So hohe
Erwartungen lassen sich zumindest durch die Stern-Studie nicht rechtfertigen :
Zwar bekundet jeder zweite Handy-Nutzer Interesse an neuen Mobilfunkstandards
wie GPRS oder UMTS . Mehr Geld möchte dagegen kaum jemand für die damit
verbundenen neuen Services zahlen . Nur neun Prozent würden mehr als 20 Mark
zusätzlich im Monat ausgeben ; 17 Prozent akzeptieren zusätzliche Ausgaben von
bis zu 20 Mark . Der überwiegenden Mehrheit der Befragten - 74 Prozent - wäre
UMTS und GPRS keine zusätzlichen Ausgaben wert . Zumindest gelte das für
Privatkunden . Sinnvoll sind die neuen Standards Knaack zufolge vor allem für
den geschäftlichen Bereich : " Zum Beispiel könnten Außendienstmitarbeiter ihre
Daten unterwegs pflegen und ans Unternehmen schicken . " T-Mobil-Sprecher
Schindera hingegen geht davon aus , dass UMTS und GPRS für alle Verbraucher
bezahlbar sein werden - nicht nur für die Profis . EU-Rat will Einigung über
Telekom-Wettbewerbsregeln Der EU-Ministerrat trifft am heutigen Mittwoch in
Luxemburg zusammen , um sich über Regeln für den Wettbewerb auf den
liberalisierten Telekommunikations-Märkten zu einigen . Damit soll die
unterschiedliche Rechtslage in den 15 Staaten der Europäischen Union
vereinheitlicht werden . Auf dem Tisch der Minister beziehungsweise deren
Stellvertreter liegt ein Vorschlag von dem für Telekommunikation zuständigen
EU-Kommissar Erkki Liikanen . Danach soll der gesamte und bislang streng
regulierte Sektor möglichst schnell in das allgemeine Wettbewerbsrecht
einbezogen und damit den Unternehmen mehr Spielraum gegeben werden . Unterstützt
wird er dabei von Deutschland . Der Mehrzahl der EU-Staaten fordert jedoch
Übergangszeiten mit Sonderregelungen . Sie wehren sich unter anderem gegen eine
präzise Definition zur Feststellung einer gemeinsamen Marktbeherrschung durch
mehrere Unternehmen . Mit den Übergangszeiten soll der Situation Rechnung
getragen werden , dass die Telekommunikationsmärkte lange Zeit von staatlichen
Gesellschaften beherrscht wurden . Internet-Provider PSINet vor der Pleite
PSINet , einer der größten Internet-Provider und Backbone-Betreiber der Welt ,
ist in schweren finanziellen Schwierigkeiten . Das Unternehmen kann mit seinen
Einnahmen die laufenden Ausgaben nicht mehr decken . Nun droht dem
Internet-Provider die Streichung aus dem Nasdaq Stock Market . Die Nasdaq
forderte jedoch zunächst den angeschlagenen Provider auf , weitere Informationen
zur Lage des Unternehmens zur Verfügung zu stellen . Der Provider strebt nun
unter Berufung auf Chapter 11 des Federal Bankruptcy Code Gläubigerschutz für
eine Reorganisation des Unternehmens an . Das Unternehmen berief sich dabei auf
einen Finanzberater von Dresdner Kleinwort , der mit dem Unternehmensvermögen
die Rückzahlung der Schulden an die Gläubiger gesichert sieht . PSINet selbst
beurteilt die zukünftige Entwicklung des Unternehmens sehr skeptisch . Anteile
von PSINet , die im vergangenen Jahr noch einen Wert von 35 US-Dollar besaßen ,
liegen zurzeit bei nur 19 Cent . Nach Auskunft von PSINet Deutschland sind
deutsche Kunden und Lieferanten von den Problemen der amerikanischen
Muttergesellschaft vorerst nicht betroffen . Gespräche gescheitert : Telekom
kappt alle TelDaFax-Leitungen Die Deutsche Telekom wird dem säumigen
Telefon-Billiganbieter TelDaFax am morgigen Donnerstag die Leitungen endgültig
sperren . Damit reagiere die Telekom auf ein Scheitern der Gespräche , teilte
der Konzern am heutigen Mittwoch in Bonn mit . Bisherige TelDaFax-Kunden müssen
sich ab Donnerstagmittag ein neues Unternehmen suchen . Das von
Zahlungsunfähigkeit bedrohte Marburger Unternehmen hatte noch am Dienstag
mitgeteilt , einen drohenden Konkurs mit einem neuen Eigentümer aus den USA
abwenden zu wollen . Dann werde der Vorstand zusammentreten , um einen
Finanzierungsplan für TelDaFax vorzulegen . Zuvor hatte die am Neuen Markt der
Frankfurter Börse notierte TelDaFax wegen der Schulden ein Insolvenzverfahren
beantragt . Gespräche über die Service-Nummern 0180 und 0190 sowie Zugänge zum
Mobilfunknetz und ins Ausland waren bereits seit kurzem nicht mehr möglich . Mit
der Entscheidung , die anderen Leitungen erst an diesem Donnerstag ab 12.00 Uhr
nicht mehr bereitzustellen , will die Telekom nach eigenen Angaben den
TelDaFax-Kunden ermöglichen , ein anderes Unternehmen zu beauftragen und somit
die telefonische Erreichbarkeit zu gewährleisten . EU-Ministerrat will mehr
Wettbewerb im Telekom-Bereich Die EU will weitere Schritte für mehr Wettbewerb
auf den europäischen Telekommunikationsmärkten unternehmen . " Wir sind uns
einig , dass die Wettbewerbsregeln voll angewendet werden müssen " , sagte der
schwedische Industrieminister und amtierende EU-Ratspräsident Björn Rosengren am
Mittwoch beim Treffen der für die Telekommunikation zuständigen Minister der
Gemeinschaft in Luxemburg . Die Frage nach dem Wann blieb bei den Beratungen zur
EU-weiten Harmonisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen in diesem Sektor
jedoch zunächst offen . Deutschland und die EU-Kommission wollen möglichst
schnell eine Übernahme des allgemeinen EU-Wettbewerbsrechts und damit das freie
Spiel der Kräfte auf diesen Märkten . " Es gibt keine Notwendigkeit zu
regulieren , wo der Wettbewerb für gesunde Märkte sorgt " , sagte Staatssekretär
Alfred Tacke vom Bundeswirtschaftsministerium . " Die Branche lebt von der
Fantasie und dem Angebot der Unternehmen , nicht der Fantasie der Regulierer . "
Die Mehrzahl der EU-Mitgliedstaaten will aber zunächst eine Beibehaltung von
Sonderregelungen . Damit sollen offenbar die lange von Staatsunternehmen
beherrschten Telekommärkte geschützt werden . Auf dem Tisch des EU-Ministerrates
lag ein Paket von Vorschlägen der Kommission zur Harmonisierung der
Rahmenbedingungen und mehr Wettbewerb . Nach dem Willen der EU-Staats- und
Regierungschefs soll die umfassende Reform bis Ende dieses Jahres unter Dach und
Fach sein , um Anfang 2003 zu greifen und die Stellung der europäischen
Industrie im internationalen Wettbewerb zu stärken . Der angepeilte Rechtsrahmen
soll im Vergleich zu den bisherigen EU-Regelungen wesentlich einfacher sein .
Die derzeit 28 Rechtsvorschriften sollen auf 8 reduziert werden . Dabei geht es
unter anderem um die Genehmigung , den Zugang , die Nutzerrechte und den
Datenschutz bei Telekommunikationsdiensten . Die Telekommärkte waren in nahezu
allen EU-Mitgliedstaaten Anfang 1998 liberalisiert worden . Seitdem ist die
Anzahl der Telekomanbieter in der Union auf rund 500 angestiegen . Europäische
Regeln für Mobilfunkmarkt gefordert Die europäischen Mobilfunkmärkte brauchen
nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums langfristig einen
gemeinsamen Ordnungsrahmen . Damit sollten Kartelle und Monopole im
UMTS-Mobilfunk der Zukunft verhindert werden , erklärte der Parlamentarische
Staatssekretär im Wirtschaftsministerium , Siegmar Mosdorf , im DeutschlandRadio
Berlin . Die deutsche Regulierungsbehörde werde langfristig Kompetenzen in der
Beaufsichtigung und Steuerung des Mobilfunkmarktes abgeben müssen . Eine
pan-europäische Regulierungsbehörde hält Liikanen allerdings nicht für eine gute
Idee . Der Kartellamtspräsident Dr. Ulf Böge hingegen stellt die
sektorspezifische Regulierung des Telekommunikationsmarkts durch eine spezielle
Behörde grundsätzlich in Frage : " Das Bundeskartellamt hat immer die Auffassung
vertreten , dass es keine sektorspezifische Regelungen geben sollte , zumindest
nicht auf Dauer " , erklärte Böge im Gespräch mit c't . ( Das vollständige
Interview mit Böge bringt c't in Ausgabe 10/2000 , die ab dem 8. Mai im Handel
ist . ) Staatssekretär Siegmar Mosdorf jedenfalls sieht offensichtlich
dringenden Bedarf , Monopole und Kartelle auf dem neu entstehenden Markt für
Highspeed-Mobilfunk zu verhindern - vor allem angesichts der Bedeutung der neuen
Mobilfunktechniken : Mit UMTS könne Europa die USA in der Weiterentwicklung des
Internets überholen , sagte Mosdorf . " Wir können geradezu vorbeispringen an
bestimmten Entwicklungen , die es in den USA bereits gibt , weil wir in der
Mobilfunktechnologie in vielen Sektoren weiter sind . " Allerdings sei eine gute
Ausbildung deutschen Nachwuchses für die Informationstechnologie nötig . Spanien
opponiert gegen europäischen Telekom-Konzern Die geplante Fusion des spanischen
Telekom-Konzerns Telefonica mit dem niederländischen Marktführer KPN droht am
Widerstand der Regierung in Madrid zu scheitern . Der spanische Staat ist nach
Presseberichten vom Donnerstag entschlossen , den Zusammenschluss notfalls mit
seiner so genannten " Goldenen Aktie " zu verhindern . Hintergrund ist die
43-prozentige Beteiligung des niederländischen Staates an KPN . Bei einer Fusion
würde dieser rund 17 Prozent des Kapitals des neuen Konzerns halten . " Wir
werden nicht zulassen , dass Den Haag der Hauptaktionär wird " , hieß es im
Wirtschaftsministerium in Madrid . Voraussetzung sei ein Abbau der hohen
Staatsbeteiligung . Telefonica hat für den Nachmittag eine Sondersitzung des
Vorstandes einberufen , um über den Zusammenschluss zu beraten . Somit könne
möglicherweise der Widerstand der Regierung in Madrid gebrochen werden .
Telefonica war zwar 1997 privatisiert worden . Der spanische Staat hat sich mit
der " Goldenen Aktie " aber das Recht vorbehalten , strategische Entscheidungen
zu blockieren , falls diese gegen " nationale Interessen " verstoßen . Darunter
fällt auch eine Beteiligung eines ausländischen Unternehmens an Telefonica von
zehn Prozent und mehr . Mit der Fusion wollen beide Unternehmen offenbar unter
anderem genügend Mittel freimachen , um in verschiedenen Ländern bei der
Versteigerung der neuen UMTS-Mobilfunklizenzen mitzubieten .
Urheberrechts-Aufschlag für CD-Rohlinge Wie schon kurz berichtet , hat sich die
deutsche Musikindustrie mit den Herstellern von Rohlingen über eine Abgabe
geeinigt , die der zunehmenden Nutzung der Scheiben für Kopien von Musik-CDs
Rechnung tragen soll . Dies gab der Bundesverband der Phonographischen
Wirtschaft auf seiner Jahrespressekonferenz bekannt . Da ein gesetzliches
Kopierverbot bislang noch nicht zu Stande kam , versucht die Musikindustrie auf
andere Weise , die entgangenen Umsätze zurückzuholen . Nach Angaben von Peter
Zombik , dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung des Bundesverbandes , werden die
Hersteller von Rohlingen 50 Prozent der produzierten Scheiben so lizenzieren ,
wie dies jetzt schon mit speziellen Audio-Rohlingen geschieht , die in solchen
CD-Brennern eingesetzt werden , die unabhängig von einem Computer arbeiten . Pro
Stunde Speicherkapazität bedeutet dies eine Abgabe von 12 Pfennig . Stein
betonte jedoch , dass diese Abgabe den wirtschaftlichen Schaden durch das
Kopieren von Audio-CDs keineswegs decke . Allein der Wert der Rechte einer in
den Charts vertretenen CD betrage rund acht Mark . Daher werde die Industrie in
diesem Jahr in großem Stil nicht kopierbare Musik-CDs auf den Markt bringen ,
was 1999 bereits in einzelnen Fällen ( etwa bei der Popgruppe HIM ) versucht
wurde . KPN/Telefonica : Gezerre um Staatsbeteiligungen Die geplante Fusion
zwischen den holländischen und spanischen Telefonkonzernen KPN und Telefonica
entwickelt sich zu einem ziemlichen Gezerre zwischen der Politik und den
beteiligten Firmen . Die spanische Regierung hatte angekündigt , gegen eine
Fusion vorzugehen , wenn der holländische Staat durch seine Beteiligung an KPN
einen 17-prozentigen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen erhalte . KPN hat
nun wiederum mit der Regierung in Den Haag Gespräche über den künftigen Umfang
der Staatsbeteiligung von derzeit 43,7 Prozent vereinbart . Diese Gespräche
seien bereits beim Erwerb der Anteile am deutschen Mobilfunkbetreiber E-Plus im
Dezember letzten Jahres abgesprochen worden , betonte ein KPN-Sprecher
allerdings heute in Den Haag . " Unseretwegen braucht der niederländische Staat
seinen Anteil nicht zu reduzieren " , erläuterte der Sprecher . KPN habe den
Großaktionär als kooperativen Partner empfunden . Es könne aber bei
Verhandlungen über Allianzen hilfreich sein , wenn der Staat bereit sei ,
Anteile zu übertragen . Der Sprecher lehnte jeden Kommentar zur Frage ab , ob
der niederländische Staat dies plane . Auch die Frage nach einer etwaigen
Zustimmung der niederländischen Regierung zur geplanten Fusion mit Telefonica
stieß auf die Reaktion " kein Kommentar " . Was war . Was wird . Wie immer
möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Was war . Die aberwitzigsten Preise wurden für das
Gewächs gefordert und auch gezahlt . So manch ein Vermögen wurde in den Sand
gesetzt , doch manchmal glückte auch der große Coup . Danach liefen vorzeitliche
Bobos durch die Gassen , mit einem grossen T in den Augen . Erinnert diese
Tulipomanie nicht an die Internet-Euphorie der Börsen , wo Boo zum Trotz Leute
mit einem kleinen e in den Augen herumlaufen ? Die guten Menschen hielten sich
an einen Sommerparty-Ratschlag des Spiegel-Reporters : So wird jede Party ein
Gewinn . Ganz so lustig war es in Amsterdam nicht . Als die Soziologen an die
Referatsreihe kamen , die die Nettocracy feierten , das Consumariat verdammten
und das NET als logische Folge des Fortschritts feierten , das nach GOTT und der
NATION die Menschen beglückt , kam ein Zwischenruf aus dem Publikum : " Who is
prepared to die for the Net ? " Dem Mann wurde das Mikrofon weggenommen .
Offensichtlich findet dieser Biologismus noch heute Gefallen , vor allem unter
den Dot.com-Finanziers , die ihre Schäfchen-Zwiebeln ins Trockene bringen wollen
. " Darwin - Business in the Information Age " heißt darum eine neue
Internet-Zeitschrift , die in den USA vom IDG-Konzern eigens für Geschäftsleute
entwickelt wurde . Untertitel : " Fressen Sie , bevor Sie gefressen werden " .
In leicht verständlicher Wirtschafts-Sprache soll Darwin den Geschäftsleuten die
Internet-Revolution erklären . Die Zeitung soll vorerst nur auf den großen
US-Flughäfen verkauft werden , wo Manager mindestens beim Takeoff Zeit haben ,
das Blatt zu lesen . Der Kartoffel-Jux schlug in der letzten Woche hohe Wellen .
Dabei ist nach der Amsterdamer Konferenz klar , dass einzig Tulpenzwiebeln einen
Web-Server auf Trab halten können . Angeblich wurden diese 2 Millionen platziert
, um den Bau eines Sex-Museums zu torpedieren , das Peter Norton himself , der
Viruskiller mit den verschränkten Armen , finanzieren will . Es ist vielleicht
out of context , aber dennoch sei in diesem Zusammenhang daran erinnert , dass
Peter Norton auch Prüderie achtet . Er ersteigerte auf einer Auktion die
feurigen Liebesbriefe , die der Schriftsteller J.D. Salinger an seine Geliebte
geschickt hatte - um sie anschließend Salinger zu schenken . Der wollte partout
nicht , dass seine pikante Prosa bekannt wird . Microsoft ist auf der Flucht .
Wie bitte : Steve Ballmer in Abschiebehaft , und Bill Gates im "
Asylantenwohnheim " ? Seltsame Vorstellung , aber in British Columbia bereitete
man offensichtlich schon Auffanglager für bedrohte Microsofties vor . Die schöne
Stadt Vancouver in Kanada habe sich der Softwarekonzern , der in letzter Zeit
für seinen eigenen Geschmack vom US-Justizministerium etwas arg belästigt wurde
, als neues Hauptquartier ausgesucht , hieß es bei der BBC . Immerhin ,
angeblich soll Vancoucer nicht so verregnet sein wie das notorisch von Schauern
geplagte Seattle , in dessen Einzugsgebiet der Microsoft-Campus in Redmond
bislang liegt . Microsoft allerdings dementiert heftig : Es gebe keine Pläne ,
das Hauptquartier zu verlegen . Nun , man mag das für vernünftig halten : Das
Image eines flüchtigen Waffenschiebers , der sich nach Kanada absetzt , könnte
auch die frisch eingesetzte Good-Will-Beauftragte nicht mehr korrigieren .
Microsoft-Sprecher Jim Cullinan nahm die Geschichte jedenfalls gleich zum Anlass
, erneut zu beteuern , die Gates-Company werde den Kartell-Prozess in den USA
gewinnen . Und wenn nicht ? Es bleibt dann nur die spannende Frage , ob Gates
als " Wirtschaftsflüchtling " wieder abgeschoben wird oder als " politisch
Verfolgter " Asyl bekommt . Wohl kaum . Dafür dürften erboste Expo-Gegner aber
inzwischen ans Auswandern denken : Da mobilisiert man 10 Jahre lang gegen das
Mammut-Spektakel in Hannover , und keinen scherts . Und dann demonstrieren auch
noch die Veranstalter , wie man so eine Show so richtig blockiert . Man mag ja
gar nicht mehr darauf herumreiten , was denn die Welt von einer Weltaustellung
halten soll , die vom Blondlöckchen der Nation in konzertierter Aktion mit einem
abgehalfterten Show-Sänger , der verschüchterte Kiddies nur noch durch Brüllen
zum Mitsingen animieren kann , eröffnet wird : Schön ist es , auf der Welt zu
sein , das hätte gerade noch gefehlt . Nun aber schafft es die Expo auch noch
selbst , die Besucher auszuschließen . Wenn denn jemand Karten kaufen will ,
dann kann er es nicht - zumindest nicht im Vorverkauf . " Mensch , Natur ,
Technik " : Generalkommissarin Breuel vergaß wohl , dass so eine Weltausstellung
ohne Menschen ( zumindest in der Form von Besuchern ) wenig Reiz hat , dass aber
die Technik halbwegs funktionieren muss , wenn diese Menschen mehr machen sollen
als sich grausend abzuwenden angesichts eines Gottschalk , der Wasser aus dem
Auspuff eines Öko-Autos trinkt . Und unter Natur verstehen diese Menschen
vielleicht auch etwas anderes als eine Ansammlung von Pavillons , in denen sich
die Bäume nach dem Boden strecken . Nun ja : Über die paar Hanseln , die sich
angesichts eines Polizeiaufgebots wie zu Brokdorfer Zeiten selig wohl schon kurz
vor dem Bürgerkrieg sahen , redet wahrscheinlich in ein paar Wochen niemand mehr
. Was wird . Nichts wird aus der Konferenz Open Source und Open Society , die
als Nachfolgekonferenz der Berliner Wizards of OS im Oktober im ZKM in Karlsruhe
stattfinden sollte . Für Debatten um die gesellschaftliche Funktion von Linux
sei kein Bedarf , heißt es in der ersten Begründung der Absage . Außerdem müsse
das ZKM viel Geld sparen und Open-Source-Kongresse würden dank der
Mittellosigkeit der Referenten und der Einstellung der Besucher nun einmal
keinen Gewinn bringen , so das ZKM . Was dagegen vielleicht fertig wird , ist
A-Earth , ein Projekt des MIT . Dort will man dieser Tage eine interaktive
Spielzeugerde für Kinder vorstellen , die VRML-Guru Mark Pesce entwickelt hat .
Drückt man auf ein Teil der Erde , so ploppt ein Bildschirm raus und erzählt ,
wo dort der Schuh drückt . Daten zu Zoologie , Botanik , Bevölkerung und Wetter
sollen dabei in Echtzeit über das Internet vor Ort abgeholt werden : " So kann
ein Kind das Wunder der Erde endlich in seiner vollen Dimension begreifen . "
Die Kinder früherer Zeiten hatten dafür nur eine Scheibe , Buch genannt .
Deswegen hielten sie die Erde auch für eine Scheibe voller Affen und Tulpen .
Das Ende der E-Commerce-Träume von C&A Wie der Spiegel in seiner morgigen
Ausgabe berichtet , gibt der Handelskonzern C&A seine hochfliegenden Pläne für
das Online-Shopping wieder auf . Das Unternehmen , das sich als Bekleidungshaus
in letzter Zeit ein modernes Image für die " junge Generation " verschaffen
wollte , hatte erst im Januar einen vollständig neu gestalteten Internet-Laden
eröffnet . " Ein richtungsweisendes und zukunftssicheres Online-Angebot " ,
trommelte C&A damals . " Funktionalität und Übersichtlichkeit platzieren diesen
Auftritt an der Spitze der deutschen Mode-Sites " , lobte sich das Unternehmen
selbst . Eine Besonderheit des Angebots war unter anderem , dass man online
bestellte Waren in jeder C&A-Filiale umtauschen konnte . Doch die Umsätze
blieben weit hinter den Erwartungen zurück , schreibt der Spiegel nun . Nach nur
fünf Monaten online empfiehlt C&A seinen Kunden nun die traditionellen Geschäfte
des Konzerns . Auf der Homepage heißt es lapidar : Selbstverständlich werden wir
Sie auch künftig über Aktuelles rund um C&A auf dem Laufenden halten . Nach der
spektakulären Pleite des Internet-Modehauses boo.com ist dies der nächste
Versuch , Kleidung über das Internet zu verkaufen , der offensichtlich kläglich
scheitert . EU-Kommission legt Pläne zur Internet-Besteuerung vor Die
EU-Kommission hat ihre lange geplanten Vorschläge für die Besteuerung von
Anbietern von Internet-Dienstleistungen fertig gestellt . Nach Angaben eines
Sprechers des für den EU-Binnenmarkt zuständigen niederländischen Kommissars
Frederik Bolkestein handelt es sich vor allem um wichtige Änderungen etwa an der
bestehenden Richtlinie zur Mehrwertsteuer . So soll bei elektronischen
Geschäften zwischen Unternehmen der Käufer die Steuer abführen müssen . Wird
aber an einen Privatkunden verkauft , so soll der Verkäufer die Steuer an das
Finanzamt weiterleiten . Insgesamt wird auch ein EU-gültige Regelwerk für eine
Art " Download-Steuer " gesucht , also die Belegung mit Steuern auf digitale
Produkte wie Software , Musik oder Filme , die aus dem Internet auf den Computer
geladen werden . Ziel der Änderungen der Steuergesetze sei es , Rechtssicherheit
im elektronischen Handel und im digitalen Geschäft zu schaffen , hieß es in
Kommissionskreisen weiter . Damit werde auch die Ausweitung des E-Commerce
gefördert . Schon Anfang März hatte Harald A. Summa , Chef des deutschen
Branchenverbands eco Electronic Commerce Forum , im Gespräch mit c't solch eine
Download-Steuer als " nicht schädlich " bezeichnet . Bolkestein werde die Pläne
an Mittwoch der kommenden Woche seinen Kommissions-Kollegen zur Abstimmung
vorlegen , sagte der Sprecher des Kommissars am Samstag gegenüber dpa . Es sei
anzunehmen , dass diese Änderungen bestehender Richtlinien gebilligt würden .
Bertelsmanns E-Commerce-Offensive : Nun geht Middelhoff , angeblich die "
wichtigste Persönlichkeit im deutschen Internet-Business " und Chef des
Bertelsmann-Konzerns , den nächsten Schritt zur Erreichung seiner ehrgeizigen
Ziele : Der Mediengigant fasst seine E-Commerce-Geschäfte in der Bertelsmann
e-Commerce Group zusammen . Wie Bertelsmann am Samstag mitteilte , sei es Ziel
der Bündelung , " die Ausrichtung von Bertelsmann zum weltweit führenden
Anbieter von Medien-E-Commerce weiter zu beschleunigen " . Die neue
Unternehmensgruppe gliedert sich in fünf Einzelbereiche . Zu den drei Bereichen
E-Commerce , M-Commerce ( Mobile Commerce ) und der Neuschöpfung B-Commerce (
Broadband Commerce ) gehören Unternehmen wie barnesandnoble.com , bol.com -
mittlerweile in 13 Ländern und bald in Japan aktiv - und die Bertelsmann
Broadband Group . Zusätzlich will die E-Commerce Group über einen eigenen
Risiko-Kapitalfonds ( BeCG Ventures ) in die Entwicklung und den Ausbau neuer
Technologien und Marken investieren . In der Strategic Alliances Division werden
zudem die globalen Allianzen von Bertelsmann mit AOL und TerraLycos gebündelt
und weiterentwickelt . Damit decke die Bertelsmann-Gruppe als einziges
E-Commerce-Unternehmen alle wichtigen Distributionskanäle über Internet ,
Mobilfunk und Breitband/Kabel/TV ab , hieß es in Gütersloh . Der elektronische
Handel über das Internet und künftig auch über den Mobilfunk sowie über
Breitband-Technologien ( etwa mit schnellen Internet-Zugängen über TV-Kabel )
ist der strategische Schwerpunkt von Bertelsmann . Middelhoff sieht darin die
Möglichkeit , die vorhandenen Medieninhalte des Unternehmens digital optimal zu
verbreiten . Dabei werden wir konsequent neue Plattformen aufbauen ,
zukunftsweisende Technologien einsetzen und entwickeln sowie neue Marken
aufbauen . Bertelsmann ist in den USA über seine Beteiligung an
Barnesandnoble.com hinter Weltmarktführer Amazon.com Zweitplazierter bei den
Online-Medienhsops - in Europa ist der Konzern mit Bertelsmann Online ( BOL ) in
der gleichen Position . Die E-Commerce Group ist Teil des künftigen
Unternehmensbereichs Bertelsmann Direkt , in dem die Multimedia- , Club- und
Direktkundengeschäfte unter Leitung von Vorstandsmitglied Klaus Eierhoff
zusammengefasst werden . Schmidt wird Mitglied des Bereichsvorstands . Bevor er
zu AOL Europe kam , war er Chefredakteur von TV TODAY und Geschäftsführer der
G+J Electronic Media Service . Von 1990 bis 1993 war er Chefredakteur von TV
MOVIE . Neue Runde bei AOL vs. Telekom Bereits Ende Mai hatte AOL-Sprecher Frank
Sarfeld im Gespräch mit c't den Sonntags-Pauschaltarif ISDN-XXL der Telekom
scharf kritisiert . Nun gehen die Auseinandersetzungen zwischen der Deutschen
Telekom und ihrem Internet-Konkurrenten AOL Deutschland in eine neue Runde -
diesmal wieder vor Gericht . AOL hat gegen den neuen Telekom-Tarif XXL , der
gegen einen monatlichen Aufpreis kostenloses Telefonieren und Internet-Surfen an
Sonn- und Feiertagen erlaubt , Klage eingereicht , bestätigte Sarfeld . Nach
Auffassung von AOL räumt die Telekom ihrer Tochter T-Online und den Konkurrenten
nicht - wie von der Regulierungsbehörde gefordert - die gleichen
Nutzungsmöglichkeiten für den Tarif ein . Einen Antrag auf aufschiebende Wirkung
, der die Einführung des XXL-Tarifs durch die Telekom erst einmal ausgesetzt
hätte , konnte AOL allerdings wohl bislang nicht durchsetzen . Nach Lage der
Dinge sei das XXL-Angebot nur von T-Online zu realisieren , meinte Sarfeld . Die
Telekom übermittle wichtige Kunden-Daten für die Nutzung des Angebots wegen des
Geschäftsgeheimnisses nicht an Konkurrenten . T-Online erhalte diese Daten aber
offensichtlich . Die Telekom hatte allerdings schon früher gegenüber c't diese
Vorwürfe zurückgewiesen : Informationen darüber , wie beispielsweise AOL seinen
Kunden ein XXL-Angebot unterbreiten könne , habe man bereitwillig herausgegeben
. Das Problem liege wohl darin , dass AOL diese Informationen nicht entsprechend
" auseinanderpfriemeln " könne , erklärte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek Ende
Mai . Unterdessen hat AOL beim Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung
durchgesetzt , die der Telekom und T-Online mehrere Werbeaussagen zu dem ab 1.
Juni geltenden Tarif T-Online Eco untersagt . Der Tarif kostet bei einer
Grundgebühr von acht Mark im Monat " ab 2,9 Pfennig pro Minute " , wobei zwei
bisher enthaltene Freistunden entfallen . Erst am Donnerstag war AOL auf
Initiative der Telekom mit 200.000 DM Ordnungsgeld belegt worden , weil es trotz
Verfügung weiter mit dem Namen " der Premium-Onlinedienst " geworben hatte .
Computex : PC- und Chiphersteller optimistisch Die größte Computermesse Asiens ,
die Computex in Taipei ( Taiwan ) , öffnet morgen ihre Pforten . Gute Stimmung
herrscht im Vorfeld bei den vornehmlich asiatischen Ausstellern : Alle hoffen ,
dass die Messe der Auftakt für gute Geschäfte ist . Gründe für Optimismus gibt
es dieses Jahr genug . Gleich am ersten Tag geben sich die Großen der
Computerbranche die Ehre : Auf das meiste Interesse dürfte sicher die
Vorstellung des Athlon-Nachfolgers Thunderbird von AMD stoßen . Marktführer
Intel will auf einem " Technical Briefing " weitere Details zum i815-Chipsatz (
" Solano " ) lüften , der am 19. Juni offiziell eingeführt wird . Noch
spannender ist die Frage , welche Board-Hersteller Intel denn nun mit dem i815
beliefern wird und welche Stückzahlen die seit dem i820-Desaster reichlich
gebeutelten Produzenten aus Fernost abbekommen werden . Intels Angstgegner VIA
hat dem Branchenprimus mit der vorgestern erfolgten Vorstellung eines
Solano-Konkurrenten ja bereits etwas Butter vom Brot gekratzt . Passende
Chipsätze für DDR-RAM will VIA noch in diesem Jahr auf den Markt bringen .
Selbiges gilt auch für ALI , die Chipsatz-Schmiede aus dem Acer-Konsortium . Auf
den Fachbesucher warten also jede Menge Neuheiten : Boards für AMDs Thunderbird
im Sockel A , Leiterplatten mit integrierter Grafik und AGP-Steckplatz auf Basis
von Intels i815 oder VIAs PM133 sowie diverse Boards mit besonderen Features ,
wie etwa integrierten IDE-RAID-Adaptern oder 1394-Schnittstellen . Daneben
findet man auf der Computex natürlich auch eine breite Palette von
PC-Komponenten und -Zubehör . Doch der scheiterte letztlich an den gigantischen
Ausmaßen des geplanten " Computex Tower " : So expandiert die nach der CeBIT und
der Comdex drittgrößte Computershow der Welt erst mal in die Breite . Sehr zum
Leidwesen der Besucher , die sich zwischen drei getrennten Ausstellungsbereichen
hin und her bewegen müssen : dem World Trade Center ( Halle 1 ) , dem
International Convention Center ( Halle 3 ) schräg gegenüber und der zur Halle 2
erklärten Büroetage . Diese erreicht man wahlweise mit einem 15-minütigem
Fußmarsch in brütender Hitze oder mit einem Shuttle-Bus nach einer Fahrt
ungewisser Dauer durch die verstopften Straßen Taipeis . Zur offiziellen
Ausstellungsfläche gesellen sich noch diverse Suiten im benachbarten Hyatt Hotel
, wo auch der Heise-Verlag im 11. Stock ( Suite 1128 ) Unterschlupf gefunden hat
. Über mangelnde Bewegung kann der Computex-Besucher also nicht klagen . 50000
neue DE-Domains pro Monat Nach Ansicht des Denic , der Registrierungsstelle für
deutsche Domain-Namen , nimmt der Run auf kommerzielle und private Web-Seiten in
Deutschland inzwischen ähnliche Ausmaße wie in den USA an . Ende 1998 gab es
erst 230.000 DE-Domains , Ende April 1999 waren es schon 500.000 , berichtete
Michaela Merz , Denic-Vorstandsmitglied und Geschäftsführerin von Germany.net ,
in einem Gespräch mit dpa . Das Denic registriere momentan etwa 50.000 neue
Domain-Namen pro Monat , erklärte Merz weiter . Zurückzuführen sei dieser Boom
unter anderem auf fallende Preise für Domain-Namen : Die Registrierung einer
DE-Domain sei teilweise schon für eine Mark pro Monat zu bekommen . Außerdem
gäbe es neben einer immer größeren Zahl von Firmen mit Web-Site einen Ansturm
privater Anwender , die ihre eigene Home-Page haben wollen : Allein Germany.net
habe 50.000 private Home-Pages eingerichtet . Bis sich die neue
Verwaltungsstruktur für das Internet unter der Ägide des ICANN ( Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ) durchgesetzt hat und auch auf die
Länder-Domains ausgedehnt wird , ist es allein für die DE-Domains zuständig . (
Zu ICANN und den Auseinandersetzungen über die Verwaltung des Internet siehe
auch c't 9/99 und den Bericht über die ICANN-Tagung in Berlin in c't 12/99 , die
ab Montag am Kiosk erhältlich ist . ) Mit 100 Sachen durchs Internet
Internet-Nutzer in Atlanta , USA , kommen als erste in den Genuß des bislang
schnellsten Internet-Zugangs für Endkunden , über den zudem gleichzeitig Sprach-
und Video-Signale übertragen werden können . BellSouth , eine aus der
Zerschlagung von AT&T hervorgegangene amerikanische Telefongesellschaft ( Baby
Bell ) , möchte noch dieses Jahr einen Internet-Zugang über ein Passives
Optisches Netzwerk ( PON ) testen . Damit sind Geschwindigkeiten zwischen
Endkunden und Internet-Backbone von 100 MBit/s und mehr möglich , weitaus mehr ,
als beispielsweise mit ADSL realisiert werden kann . Zudem hat ein PON nicht die
Beschränkungen in der maximalen Leitungslänge wie ADSL . Auf Endkundenseite sind
bei einem PON keine aktiven Komponenten und zusätzlichen Stromquellen notwendig
. In einer ersten Ausbaustufe sollen 400 Anwender in Atlanta über ein PON an die
zentralen Zugangsstellen von BellSouth angeschlossen werden . Lucent und Oki
Electric liefern die Ausrüstung , die bei den Teilnehmern aus einem
Netzwerk-Terminierungsmodul besteht . Es ist für die Umsetzung der Signale aus
dem PON , das mit ATM ( Asynchronous Transfer Mode ) arbeitet , auf
Fast-Ethernet-Anschlüsse zuständig . Zusätzlich extrahiert das Modul Video- und
Audio-Signale aus dem PON . Die Kunden können dann mittels der gewohnten Kabel
TV- und Radiogeräte anschließen , während der PC über eine
Standard-Fast-Ethernet-Karte Zugang zum Internet findet . Die Dienstleistungen
für die Teilnehmer der Testinstallation sollen nach Angaben von BellSouth in
einem Internet-Zugang mit 100 MBit/s , 120 digitalen und 70 analogen
Video-Kanälen sowie 31 digitalen Audio-Kanälen bestehen . Von Anwendern des
neuen Netzzugangs möchte BellSouth knapp 60 Dollar pro Monat haben . In den USA
vor allem auf den Südwesten konzentriert , bietet die Firma Mobilfunk auch
USA-weit an . Außerhalb der USA beschränken sich die Aktivitäten von BellSouth
größtenteils auf Mobilfunkangebote ; in Deutschland ist das Unternehmen mit 22,5
Prozent an E-Plus beteiligt . Streit um Whois-Datenbank der .de-Registry DENIC
Der Streit um die Übernahme des Whois-Service für .de-Domains durch das DENIC ,
verantwortlich für die Domain-Registrierung hier zu Lande , ist noch nicht
ausgestanden . Vor allem Reseller der .de-Domains lieferten sich heftige
Grabenkämpfe mit den DENIC-Verantwortlichen über die ihrer Meinung nach " hinter
verschlossenen Türen " geplante Aktion . Vergangene Woche hatte RIPE , zuständig
für die Vergabe von IP-Adressen in Europa , Domainabfragen mit einem Verweis auf
die DENIC-Datenbank beantwortet . Allerdings waren die DENIC-Whois-Datensätze
stark verändert und in Teilen - wie im Fall der fünfstelligen Postleitzahlen -
fehlerhaft . Die Provider selbst starteten eine Unterschriftenaktion gegen die
Art und Weise , in der die DENIC die Umstellung durchgeführt hat . Das DENIC
argumentiert mit einer längst fälligen Anpassung an gängige
Datenschutzbestimmungen . Allerdings diskutierte man hausintern am heutigen
Dienstag Nachmittag nach dem Ansturm der Provider die Frage , wie schnell
verschiedene derzeit ausgefilterte Angaben wieder aufgenommen werden können .
Noch in dieser Woche sollen demnach die Telefon- und Faxnummern der technischen
und Zonenadministratoren wieder aufgeführt werden . Eine grundsätzliche Änderung
will man aber nicht zurücknehmen : Eine Veränderung der Datensätze , der so
genannten Handles , ist in Zukunft nur noch für DENIC-Mitglieder möglich . "
Sobald die Personenhandles ebenfalls vom RIPE ans DENIC übergeben werden ,
müssen Updates über die Mitglieder gemacht werden " , erklärte Dolderer .
Reseller können dann nicht mehr mit selbst verfassten Maintainern arbeiten , sie
müssen alle Veränderungen über " ihr " DENIC-Mitglied abwickeln . Den Verdacht ,
dass dadurch sanfter Druck auf die Reseller ausgeübt werden soll , doch einmal
eine DENIC-Mitgliedschaft in Erwägung zu ziehen , weist Dolderer nicht zurück :
Man orientiere sich in dieser Hinsicht an Vorbildern wie dem englischen NIC mit
2000 bis 3000 Mitgliedern . " Ich werde für meine Reseller ein Webinterface
anlegen , das ihnen nach Authentifizierung die Pflege der Daten ermöglicht " ,
sagt DENIC-Aufsichtsratsmitglied Elmar Knipp . Seiner Meinung nach wird die
Umstellung den Endkunden letztlich zugute kommen . Denn nicht alle Anbieter
hätten in der Vergangenheit die WHOIS-Daten ausreichend gegen die Manipulation
durch Unberechtigte geschützt . Allerdings werde man sich wegen Änderungen im
Benzinverkauf ja auch nicht an den Öl-Scheich , sondern an die Aral-Tanktstelle
wenden . Kostenlos werde die Datenabfrage übrigens auch in Zukunft sein ,
erklärte Knipp . Man habe , so heisst es beim DENIC , nicht mit einem solchen
Aufschrei gerechnet und komme mit der Migration lediglich der Forderung des RIPE
nach , den Betrieb der Datenbanken selbst zu übernehmen . " Letztlich standen
wir vor einem Ultimatum von RIPE , bis Ende Juni das WHOIS selbst zu übernehmen
" , erklärt Dolderer . Man hätte sich gerne mehr Zeit für die technische
Vorbereitung gelassen , sagte sie mit Blick auf die technischen Pannen .
Zellteilung der Photonik-Abteilung von Lucent Lucent , einer der größten
Hersteller von Netzwerk- und Telekommunikations-Equipment , kommt nicht aus den
Schlagzeilen . Während Hauptkonkurrent Nortel stolz seine Erfolge bei optischen
Netzen präsentiert , sieht sich Lucent veranlasst , seine Sparte für Photonik in
zwei Bereiche aufzuspalten . Der Grund sei , eine Konzentration auf lukrative
Märkte zu ermöglichen , hieß es bei Lucent . Die eine der neuen Abteilungen ,
Optical Networking genannt und von Jeong Kim , bislang Chef der Optical
Networking Group , geführt , soll sich um Weitverkehrsnetze und
Backbone-Techniken kümmern . Der Konzern musste mit fallenden Aktienkursen an
der Börse leben , nachdem Lucent zwar im dritten Geschäftsquartals eine
Steigerung des operativen Gewinns bekannt gab , gleichzeitig aber auf Grund von
Firmenaufkäufen und Abschreibungen einen Gesamtverlust auswies . Außerdem warnte
Lucent bei der Vorstellung dieses Geschäftsberichts , dass der Umsatzzuwachs in
den nächsten Quartalen nicht so hoch ausfallen werde wie erwartet . Da es zudem
einige Verwirrung um den Geschäftsbericht gab , der die Betonung für viele
Analysten zu sehr auf den operativen Gewinn legte , waren die Börsianer nicht
sehr begeistert . Besonders das Geschäft mit den großen Telekom-Carriern scheint
für Lucent nicht so zu laufen , wie der Konzern das erwartet - Nortel konnte
nach Meinung vieler Marktbeobachter Lucent bei diesen wichtigen Kunden den Rang
ablaufen , meint das Wall Street Journal . Schon in vorangegangen Quartalen
hatte Lucent Probleme , weil das Unternehmen ausgerechnet bei den Geräten für
optische Netze , mit denen momentan ausgezeichnete Geschäfte gemacht werden ,
Lieferschwierigkeiten hatte . Dies habe man zwar inzwischen im Griff , hieß es
bei Lucent , und verwies auf Umsatzsteigerungen in diesem Bereich - trotzdem
sieht sich der Konzern nun offensichtlich veranlasst , durch weitere Maßnahmen
einem Verlust von Marktanteilen zu begegnen . Da sich die beiden Geschäftsfelder
, die die beiden neuen Abteilungen betreuen sollen , auch technisch
unterscheiden würden , könne man mit der Aufteilung der Sparte für optische
Netze größeres Wachstum durch bessere Konzentration auf die Anforderungen
erreichen , meinte Lucent . Studie : Zerschlagung von Microsoft schadet der
Weltwirtschaft Ende Juli hatten die Marktforscher der Giga Information Group
festgestellt , Microsoft sei das meistgehasste IT-Unternehmen , nun nehmen sie
sich des Software-Konzerns erneut an - diesmal unter dem Aspekt , welche
Auswirkungen es hätte , wenn das Urteil im Kartellprozess gegen Microsoft
rechtskräftig würde . Und sie sehen schlechte Zeiten auf User und Wirtschaft
zukommen : Eine Zerschlagung von Microsoft hätte erhebliche negative
Auswirkungen auf die Weltwirtschaft , urteilen die amerikanischen Analysten .
Schon heute würden Privatverbraucher und Unternehmen unter den Folgen des
Anti-Trust-Prozesses , heißt es in der Studie Microsoft vows to prevail in
ongoing DoJ suit , but users are losers long term . Die Marktforscher begründen
ihre Ansicht damit , dass es durch eine Zerschlagung von Microsoft zu
Verzögerungen bei der Entwicklung neuer Softwareprodukte und dadurch zu
Produktivitätsverlusten in der Wirtschaft kommen werde . Bereits die späte
Auslieferung von Windows 2000 führt Giga teilweise auf das Gerichtsverfahren
zurück . Künftig müssten sich die Anwender auf noch längere Verzögerungen bei
neuen Produkten einrichten , prognostizieren die Analysten . Sinkende
Softwarepreise erwartet Giga auf Grund einer Zweiteilung Microsofts erst recht
nicht . Nach Ansicht der Marktforscher wird Microsoft auch künftig die
Preisgestaltung an der Maxime " Erst Märkte erobern , dann beherrschen "
orientieren . Zunächst würden Wettbewerber mit Niedrigpreisen aus einem
Marktsegment heraus gedrängt . Besitze Microsoft dann die dominante
Marktposition , werde diese genutzt , um das Preisniveau anzuheben .
Microsoft.Net bezeichnet Giga als " goldene Brücke " zwischen der Windows-Ära
der Vergangenheit und der Internet-Zeit . Microsoft werde bei einer eventuellen
Aufspaltung sein .Net-Konzept nicht in der Windows-Company ansiedeln , sondern
in der Applikations- und Internet-Division . Dann bliebe in der gerichtlich
erzwungenen eigenständigen Windows-Gesellschaft lediglich noch ein Rest alter
Betriebssystemtechniken ohne langfristige Marktrelevanz übrig . Ob sich die
Kartellwächter in den USA von dem Bericht der Marktforscher irritieren lassen ,
dürfte allerdings fraglich sein : Bislang haben sie das Verfahren trotz mancher
Marktuntersuchungen und Umfragen , die sich gegen eine Aufteilung Microsofts
aussprachen , konsequent durchgezogen - zumal es auch diverse Stimmen gibt , die
anderer Ansicht sind als die Marktforscher von Giga . Auch die EU-Kommission
ließ sich bislang von Untersuchungen der Vorgehensweisen von Microsoft auf
Verletzung des Wettbewerbsrechts nicht abhalten : Gestern erst eröffnete sie ein
offizielles Verfahren , in dem Microsoft vorgeworfen wird , seine
marktbeherrschende Stellung bei PC-Betriebssystemen zu benutzen , um eine
ähnliche Position bei Server-Systemen zu erlangen . Kleine Unternehmen hinken
bei Internet-Nutzung hinterher Werner Müller , im Kabinett von Bundeskanzler
Gerhard Schröder Chef des Wirtschaftsministeriums , sieht bei der Nutzung des
elektronischen Geschäftsverkehrs in Deutschland noch immer Nachholbedarf . Nach
einer in seinem Auftrag erstellten Studie breitet sich der so genannte
E-Commerce zwar in hohem Tempo aus . Im Vergleich mit den USA , Großbritannien ,
Finnland und den Niederlanden habe er aber in Deutschland noch einen weiten Weg
vor sich . Vor allem kleine und mittlere Unternehmen hinkten der Entwicklung
nach wie vor hinterher . Laut der Untersuchung der Bonner empirica Gesellschaft
für Kommunikations- und Technologieforschung haben inzwischen zwei Drittel der
500 befragten deutschen Unternehmen Zugang zum Internet . Fast die Hälfte ist
mit einer eigenen Website im Netz präsent . Gut ein Viertel der Betriebe kaufen
online ein . 14 Prozent vertreiben über diesen Weg eigene Produkte . Allerdings
sehen kleine und mittlere Unternehmen vielfach noch keinen Nutzen im E-Commerce
oder fühlen sich davon nicht betroffen . Außerdem blieben die ostdeutschen
Firmen beim elektronischen Geschäftsverkehr insgesamt deutlich hinter
West-Unternehmen zurück . Je höher die Beschäftigtenzahl sei , desto öfter
würden auch neue Informationstechniken wie E-Mail , Internet oder Videokonferenz
genutzt . Unter den einzelnen Wirtschaftszweigen seien hingegen keine größeren
Unterschiede zu erkennen . Die deutschen Privathaushalte allerdings seien im
Vergleich mit Großbritannien , den USA , Finnland und den Niederlanden
überdurchschnittlich gut mit Computern ausgestattet . Jedoch könnten nur 30
Prozent damit auch elektronisch einkaufen . Auf der Webseite des
Wirtschaftsministeriums gibt es eine Kurzfassung der Studie sowie ein
Tabellenband zum Download . Bei der Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen
haben die Höchstgebote am Freitag die Zwölf-Milliarden-Marke durchbrochen . Nach
wie vor sind alle sieben Bieter im Rennen . Eine Ende der Versteigerung , die am
Montag fortgesetzt wird , ist nicht in Sicht . Netware mit Netscape Web-Server
Novell bemüht sich eifrig , nach den personellen und finanziellen Turbulenzen
der letzten Zeit wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen . Außerdem soll
die Entwicklungsumgebung LiveWire von Netscape mit dieser Netware-Version
ausgeliefert werden . Offiziell gibt Novell zu diesen Plänen noch keine
Kommentare ab . Mitarbeiter der Firma deuteten aber an , daß in einem Monat
Genaueres bekanntgegeben würde . Identitätsklau via Internet Schauspielerin
Sandra Bullock machte es vor . Sie kämpfte als Angela im Thriller Das Netz gegen
eine Doppelgängerin , die unter Angelas Namen auftrat . Sie wurden zu Opfern von
raffinierten Identitätsbetrügern , die gezielt das Internet nutzen . Der so
genannte ID Fraud , der Identitätsschwindel , hat inzwischen die US-Regierung
und die amerikanischen Verbraucherschützer auf den Plan gerufen . Am Anfang des
Betrugs steht eine in den USA zentrale Ziffernfolge : Die neunstellige
Sozialversicherungsnummer . Wer den Namen und die Sozialversicherungsnummer
einer Person kennt , kann seinen Auftritt als Doppelgänger beginnen . Das
Internet erleichtert diesen Start . Dort liefern professionelle Dienste wie
docusearch.com zahlenden Kunden für durchschnittlich 50 Dollar die persönlichen
Daten beliebiger Personen . Es geht auch billiger , wie der Fall Thomas Seitz
beweist , der inzwischen im Gefängnis sitzt . Der 23 Jahre alte Hacker stieß in
einer schlecht geschützten Datenbank auf Namen und Sozialversicherungsnummern
renommierter Manager . Seitz besorgte sich außerdem im Internet einen
nachgemachten Führerschein mit seinem Bild und dem gestohlenen Namen . Der
leicht zu fälschende Führerschein im Kreditkartenformat gilt in den USA als
Personalausweis , und im Internet boomt der Handel mit nachgemachten Dokumenten
. Der Betrug flog erst auf , als ein Autohändler den von Seitz vorgelegten
Ausweis zufällig einer Routineprüfung unterzog und eine Kopie an die
Führerscheinbehörde faxte . Seitz wurde festgenommen und sitzt derzeit eine
dreijährige Haft ab . Unlängst allerdings war er der Stargast bei einer Anhörung
des US-Senats . Es ging um die Verbrechenswelle unter dem Stichwort ID Fraud ,
und der erfahrene " Identitäts-Betrüger " durfte aus seinen Erfahrungen
berichten . Entsetzte Regierungsvertreter erfuhren unter anderem , dass Seitz
sich bei Internet-Anbietern bedienen konnte , die ganz offen Handel mit
Führerschein-Druckvorlagen treiben . Im kommenden Herbst werden erneut
Senatsanhörungen zum Thema ID-Fraud stattfinden . Diese Maßnahmen ergreift die
US-Regierung , weil sie bestürzende Zahlen vor Augen hat . Bei der Verwaltung
der Sozialversicherung gingen im vergangenen Jahr 30.000 Beschwerden über den
Missbrauch der wichtigen Nummern ein . Im Vorjahr waren es nur 11000 Beschwerden
, und den Zuwachs führen Experten fast ausschließlich auf den immer weiter um
sich greifenden ID-Fraud zurück . Bei der Federal Trade Commission ( FTC )
klingeln seit Beginn dieses Jahres die Telefone heiß . Eine gebührenfreie
Hotline wurde in den vergangenen acht Monaten schon von über 20000 Menschen
angewählt . Immer mehr Personen melden sich , weil in ihrer Post plötzlich hohe
Kreditkartenrechnungen auftauchen . Betrüger hatten unter falschem Namen einen
bargeldlosen Großeinkauf gemacht , und es kostet die Opfer dann oft Wochen , die
Kreditgeber von ihrer Unschuld zu überzeugen . Eine amerikanische
Versicherungsgesellschaft wittert bereits ein gutes Geschäft . Die Travellers
Property Casualty Corp. bietet neuerdings eine Police für Opfer eines
Identitätsbetrugs . Abgedeckt werden die üblichen Kosten eines solchen Falls :
Die Telefonanrufe mit Kreditkartengesellschaften etwa , außerdem die
Anwaltsgebühren und der Lohnausfall während der vielen Stunden , in denen der
eigene gute Ruf bei Kreditgebern mühsam wieder hergestellt werden muss .
Jugendlicher wegen Handel mit MP3-Songs verurteilt In den USA bekämpfen sich
MP3-Tauschbörsen und Plattenlabels vor Gericht ; in Deutschland fordern
Politiker und Wirtschaft schärfere Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen .
In Norwegen kann die Musikindustrie nun erstmals einen juristischen Erfolg gegen
einen Privatmann verbuchen , der Songs im MP3-Format rechtswidrig weitergegeben
hat . Ein Jugendlicher wurde wegen Handels mit illegal vom Internet kopierter
Musik im MP3-Format verurteilt . Wie die Osloer Zeitung Aftenposten am heutigen
Montag meldete , verhängte das zuständige Amtsgericht gegen den Angeklagten ,
dem auch Geldfälschung vorgeworfen worden war , eine Haftstrafe von zwei Jahren
und sechs Monaten , die zur Bewährung ausgesetzt wurde . Die Höhe des Strafmaßes
war allerdings vor allem durch die Geldfälschung bedingt ; die Verurteilung
erfolgte aber nicht nur auf Grund der Herstellung von Blüten , sondern auch
wegen des MP3-Handels . Vertreter der norwegischen Musikindustrie bezeichneten
das Urteil daher als " bahnbrechend " . Der Jugendliche war von einer
Plattenfirma und einem Copyright-Büro in Oslo angezeigt worden . Raue Zeiten für
Telekom-Finanzierung Die Hersteller von Telekommunikations-Equipment haben
möglicherweise bald größeren Abschreibungsbedarf , der ihre Geschäftsbilanzen
belasten könnte . Wie das Wirtschaftsmagazin Barron's berichtet , geraten die
Firmen durch die Methoden , wie sie den Verkauf von Geräten und
Infrastruktureinrichtungen an Telekom-Firmen finanzieren , unter Druck . Gerade
die kleineren Gesellschaften bekommen in vielen Fällen Unterstützung durch die
Hersteller : Das Problem für die Hersteller : Viele kleinere Telekom-Carrier
geraten offensichtlich auf Grund hoher Kosten für Infrastrukturinvestitionen und
Kundenwerbung in Schwierigkeiten und können die Kredite und Anleihen nur schwer
bezahlen . Die Ausrüster wiederum haben selbst hohen Kapitalbedarf , um die
Investitionen in die Entwicklung neuer Geräte zu finanzieren . Auslöser der
Diskussion war eine Aktion von Lucent : Der größte Hersteller von
Telekom-Equipment versuchte Anleihen zu verkaufen , die er für den Carrier
WinStar ausgegeben hatte , um deren Kauf von Lucent-Geräten zu finanzieren . Das
Angebot von Lucent lag aber weit unter dem eigentlichen Wert der Anleihe -
teilweise wurden die Papiere für 90 Cent pro US-Dollar offeriert . Der Verkauf
wurde allerdings gestoppt , als WinStar protestierte . Solche
Finanzierungsgeschäfte , um die eigene Hardware an Carrier verkaufen zu können ,
sind allerdings keine Spezialität von Lucent . Andere Firmen wie Alcatel geben
solche Zahlen aber nicht bekannt . Diese Beträge könnten noch weiter stark
ansteigen , da die Carrier die Infrastruktur für die nächste Netzwerkgeneration
vor allem im Mobilfunk finanzieren müssen - der Finanzhunger der Carrier zum
Aufbau der UMTS-Netze beispielsweise ist riesig . Die Hersteller beteuern aber
unisono , ihre Verkäufe würden weit stärker steigen als die Hilfen zu ihrer
Finanzierung . Laut Barron's suchen sie aber bereits nach Auswegen , um nicht
möglicherweise durch notwendige Abschreibungen unter Druck zu geraten : So
könnten sie die Anleihen verstärkt auf dem Markt verkaufen und sich stärker nach
Investoren und Kreditinstituten als Finanziers umsehen . Einen Zusammenbruch der
Finanzierungshilfen können sie sich jedenfalls nicht erlauben : Nicht nur würden
ihre eigenen Bilanzen stark belastet , unter Umständen könnte das einige
Carriers in den Ruin treiben , was sich wiederum nicht gerade positiv auf die
Geschäfte der Equipment-Hersteller auswirken würde . Mannesmann und T-Mobil
zahlen UMTS-Gebühren verspätet Die Marktführer auf dem deutschen Mobilfunkmarkt
, Mannesmann ( D2 ) und T-Mobil ( D1 ) , sind nach Angaben der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) säumige Zahler .
Wie bereits am Wochenende vermutet , haben die Töchter der Telekom und von
Vodafone bei der Überweisung der Gebühren für die von ihnen ersteigerten
UMTS-Lizenzen die Zahlungsfrist überschritten . Zur Stunde laufe das Geld der
beiden D-Netzbetreiber ein . Die Zahlungsfrist war nach Ansicht der RegTP am
Freitag vergangener Woche abgelaufen . Als Erster hatte die KPN-Tochter E-Plus
die Summe auf ein Sonderkonto des Bundes überwiesen . Die Entscheidung hierüber
müsse das Bundesfinanzministerium treffen . Die beiden Mobilfunkunternehmen sind
allerdings über den Zahlungstermin anderer Ansicht als die RegTP : Sie erklärten
, dass die Frist erst am heutigen 4. September abläuft , da die
Zahlungsbescheide nicht am Samstag , den 19. August , zugestellt wurden - die
Boten der Regulierungsbehörde standen an diesem Tag bei D1 und D2 vor
verschlossenen Türen und hinterlegten die Zahlungsbescheide als "
Ersatzzustellung " bei den zuständigen Polizeibehörden . Damit begann nach
Ansicht von D1 und D2 die vereinbarte Zahlungsfrist von 10 Tagen nach Zustellung
auch erst am 21. August . Die Telekom hatte aber bereits am Freitag letzter
Woche vorsichtshalber eine Erklärung veröffentlicht , der Betrag sei angewiesen
worden . Scheurle zeigte sich laut dpa zuversichtlich , dass sich mit sechs
Wettbewerbern UMTS-Dienste auf dem deutschen Markt schnell durchsetzen werden .
Angesichts der hohen Lizenzkosten rechnet er nicht damit , dass sich einer der
Bewerber aus dem Markt zurückzuziehen wird . Die Unternehmer werden aus
ökonomischer Notwendigkeit schnell UMTS-Dienste anbieten müssen , betonte er .
Erste Dienstleistungen wird es nach den Worten Scheurles " hier und dort "
bereits Ende 2001 gegeben . Bis Ende 2003 müssen die sechs Anbieter 25 Prozent
der Bevölkerung mit UMTS-Diensten erreichen , bis 2005 sogar die Hälfte . Kritik
aus der Branche , die deutsche Auktion werde wegen der enormen Kosten die
Durchsetzung eines paneuropäischen Netzes erschweren , wies Scheurle zurück :
Einkaufstour von T-Online freut die Anleger Mit dem Kauf der spanischen
Internetfirma Ya.com baut die Telekom-Tochter T-Online ihr internationales
Geschäft weiter aus . Für T-Online bedeute der Zukauf den Einstieg in einen
weiteren europäischen Schlüsselmarkt , sagte Telekom-Vorstandschef Ron Sommer am
heutigen Montag in Bonn . " Mit Ya.com bauen wir zielgerichtet die
Online-Kommunikation im Massengeschäft aus . " Bis 14 Uhr am heutigen Montag
kletterte die Notierung der T-Aktie um 5,8 Prozent auf 48,90 Euro . T-Online ,
das schwerste Gewicht am Neuen Markt , stieg um fast fünf Prozent auf 33,32 Euro
. Nach der Übernahme von Ya.com bewege sich die Teilnehmerzahl im
internationalen Geschäft auf die erste Million zu , sagte der
Vorstandsvorsitzende von T-Online , Detlev Buchal laut dpa . T-Online ist auch
über Club Internet auch in Frankreich sowie mit Töchtern in Österreich und der
Schweiz vertreten . Die spanische Neuerwerbung Ya.com will im Jahr 2004 aus der
Verlustzone kommen . Im so genannten Portalgeschäft sei das Unternehmen bereits
der zweitstärkste Anbieter hinter Terra . Die Telefonica-Tochter Terra hatte im
Mai durch die Übernahme von Lycos ( unter Einbeziehung von Bertelsmann ) von
sich Reden gemacht . Ya.com habe sich besonders beim E-Commerce und der
Online-Werbung eine starke Marktposition aufgebaut ; Spiegel-Verlag bündelt
Internet-Aktivitäten Nach der Burda-Gruppe , die ihre Online-Aktivitäten als
Focus Digital gebündelt hat , fasst nun auch der Spiegel seine
Internet-Auftritte in einer eigenen Gesellschaft zusammen . Allerdings ist laut
Werner E. Klatten , Chef der neuen SPIEGELnet AG , im Unterschied zu Focus
Digital ein Börsengang des neuen Unternehmens derzeit nicht geplant : Die
Holding SPIEGELnet des Hamburger Verlagshauses vereinigt unter ihrem Dach
künftig Spiegel online , Manager Magazin online , die Vermarktungsgesellschaft
Quality Channel sowie die portal1 Internet GmbH . Karl Dietrich Seikel ,
Geschäftsführer des Verlags , meinte , man werde bei allen Aktivitäten im
Bereich der Neuen Medien größtes Gewicht auf die " Sicherung der
journalistischen Unabhängigkeit und Qualität " legen . Neben Vorstandschef
Klatten wird Hans-Dieter Degler zweiter Vorstand der SPIEGELnet und
verantwortlich für die Inhalte . Degler ist bislang Chefredakteur von Spiegel
online . Nach einer bevorstehenden Kapitalerhöhung wird der Spiegel-Verlag 86
Prozent der Anteile an SPIEGELnet halten , der Rest verteilt sich auf die
Manager Magazin Verlagsgesellschaft ( 7% ) , die Spiegel-Mitarbeiter ( 2,4% ) ,
Rudolf Augstein ( 1,2% ) , der Verlag Gruner+Jahr ( 1,2% ) . Vorstand und
Manager bei SPIEGELnet werden mit 2,2% beteiligt sein . Für das gesamte Jahr
rechnet der Verlag in diesem Bereich allerdings wie in den Vorjahren mit
Verlusten , laut Spiegel-Verlag bedingt durch Weiterentwicklung und Vermarktung
der Online-Auftritte . Billigeres und schnelleres Internet durch Photonik
Kommunikations-Dienstleistungen werden künftig noch billiger . Das liege an der
immer schnelleren Datenübertragung etwa durch verbesserte Glasfaserkabel und
Techniken wie Wavelength Division Multiplexing ( WDM ) , erklärte der Vorstand
des Siemens-Bereichs Informations- und Kommunikationsnetzwerke , Jost Spielvogel
, am Montag auf der 26. Europäischen Konferenz über optische Kommunikation (
ECOC ) in München . Der Preisverfall beim immer leistungsfähigeren Datentransfer
sei vergleichbar mit dem bei Computer-Speicherchips , geschehe allerdings noch
schneller , meinte Spielvogel . Der ständig steigende Bedarf an Bandbreite sei
vor allem auf das rasante Wachstum in den Bereichen Internet und Mobilfunk
zurückzuführen . Der Boom des optischen und optoelektronischen Markts , der in
den USA schon zu einer Konzentrationswelle unter den Herstellern führte , wird
sich nach Ansicht von Spielvogel auch in Deutschland fortsetzen . Der Markt habe
hier zu Lande zwar einen späten Start gehabt und hinke dem amerikanischen Markt
um zwei bis drei Jahre hinterher . Deutschland hole aber auf . Zahlen über
Umsatz- und Beschäftigtenzahlen lägen auf Grund der fließenden Grenzen zu
anderen Branchen allerdings nicht vor , hieß es bei der Informationstechnischen
Gesellschaft im Verband der Eletrotechnik , Elektronik , Informationstechnik (
VDE ) . Und die Firmen übertrumpfen sich mit immer neuen
Geschwindigkeitsrekorden über Glasfaserstrecken : Auf der ECOC stellte Siemens
ein neues System vor , das nach Angaben des Herstellers Datenübertragungen mit
einer Rate 3,2 Terabit/s über eine einzige Faser ermöglicht ( 40 Gigabit/s über
einen Wellenlängenkanal bei bis zu 80 Kanälen auf einer Faser und einer
überbrückbaren Distanz von bis zu 1000 Kilometer ) . Anfang März erst hatte der
Netzwerk-Konzern Lucent 3,3 Terabit pro Sekunde über eine einzige Faser
demonstriert . Israel öffnet den Telekom-Markt Die israelische Regierung hat den
heimischen Telekommunikationsmarkt für nationale und internationale Unternehmen
frei gegeben . Damit wird der bisherige Telekom-Monopolist , die staatliche
Gesellschaft Beseq , auf dem Binnenmarkt erstmals verschärftem Wettbewerb
ausgesetzt . Die Liberalisierung betrifft ab heute auch den Markt für
Inlands-Festnetzanschlüsse , nachdem die Bereiche für internationale
Ferngespräche und Mobilfunk schon früher geöffnet wurden . Am Kampf um den
israelischen Markt können sich nach Auskunft von Telekom-Minister Benjamin
Ben-Elieser auch ausländische Unternehmen beteiligen , wenn mindestens 20
Prozent des Kapitals in israelischem Besitz bleiben . Details zu den möglichen
Lizenzen für den israelischen Telekommunikationsmarkt gab das Ministerium in
einer Erklärung bekannt . Beschränkungen gibt es dabei beispielsweise in den
Möglichkeiten für lokale Gesellschaften , sich selbst oder über
Tochterunternehmen an weiteren Lizenznehmern zu beteiligen Ben-Elieser kündigte
laut dpa gleichzeitig an , die Vorbereitungen zur Privatisierung von Beseq
innerhalb der nächsten drei Monate abzuschließen . Die Regierung plant den
Verkauf von insgesamt 53,5 Prozent des Unternehmens . Gleichzeitig soll Beseq
innerhalb weniger Wochen eine Lizenz zum Betrieb von ADSL-Internetanschlüssen
erhalten . Dot.Nokia , Dot.Lycos oder Dot.Weltgesundheitsorganisation Die ICANN
veröffentlichte jetzt die Liste der Bewerber und der von ihnen vorgeschlagenen
Domains . Harte Prüfungen hätten die Bewerber durchgemacht , sagt Werner Staub ,
Sekretär des in Genf angesiedelten Council of Registrars ( CORE ) , der sich
allein , im Konsortium mit einer Gruppe von ICANN-Registraren und als
Technik-Provider mehrerer in Genf angesiedelter internationaler Organisationen
beworben hat . Auch so steht ICANN vor einem sehr schwierigen Auswahlprozess .
Da nur eine Handvoll neue Domains für die erste Runde ausgewählt werden soll ,
muss sie sich gute Gründe für die Ablehnung der Mehrzahl der Bewerber überlegen
. Allein fünf Bewerbungen für eine gTLD .biz hat die Organisation erhalten ,
mehrfach stehen auch .kids , .xxx und .tel auf den Wunschlisten der mehrheitlich
US-amerikanischen Domain-Provider . Ob die ICANN hier versuchen wird , auf
Kooperationen hinzuwirken , ist noch nicht abzusehen und hängt letztlich auch
davon ab , ob die einzelnen Registry-Modelle miteinander vereinbar sind . Einige
Unternehmen haben sich bereits für ihre Bewerbungen zusammengetan . Für den
.nom-Vorschlag konkurriert CORE mit einem anderen internationalen Konsortium ,
in dem sich auch Lycos engagiert . Daneben muss sich ICANN auch mit den
Unternehmen auseinander setzen , die bereits alternative Rootserver betreiben .
Gleich 118 verschiedene Domains meldete Paul Garrin , der ewige Gegner von
Ex-Monopolist Network Solutions Inc. ( NSI ) und Gründer von Name.Space Inc. ,
an , von .ads bis .zone . Neben den üblichen Verdächtigen im Domaingeschäft gibt
es auch ein paar unerwartete Bewerber . Novell hätte gerne die gTLD .dir . Dass
bei den Bewerbungen aus Europa die Schweiz die Nase vorne hat , liegt an den
Bewerbungen der International Air Transport Association ( .travel ) , der
Weltgesundheitsorganisation ( .health ) und des Weltpostvereins ( .post ) , die
allesamt ihren Sitz in der neutralen Schweiz haben . Für die beiden
letztgenannten liefert CORE die Technik ebenso wie für .museum , der vom
Schwedischen Naturkundemuseum in Stockholm koordiniert wird . Ein deutsches
Unternehmen ist nicht auf der Liste . Wie die mit grossen technischen Problemen
angelaufene Direktoriums-Wahl durch die ICANN-Mitglieder wird auch dieses
Auswahlverfahren ein Prüfstein für das Funktionieren von ICANN sein . Die
Organisation wird zumindest versuchen müssen , einigermaßen mehrheitsfähige und
gut begründete Entscheidungen zu fällen , warum sie bestimmten Domains den
Zuschlag gibt und andere abweist . Vorerst hat man sich eine " Quiet Period "
ausgebeten , in der ICANNs Büro und die Direktoren möglichst keine Anfragen von
Bewerbern und der Öffentlichkeit zum Verfahren beantworten wollen . Mit
gerichtlichen Auseinandersetzungen von abgewiesenen oder auf spätere Runden
vertrösteten Bewerbern wird die ICANN allerdings ohnehin rechnen . Immerhin hat
sie ihre Kriegskasse nicht schlecht gefüllt : Ansturm auf die Lotusphere 2001
Auf der Konferenz versammelt Lotus Entwickler und Administratoren , um sie vor
allem über neue Entwicklungen bei Lotus und Domino zu informieren und sie in
technischen Sessions genauer mit den Produkten vertraut zu machen . Da die
Nachfrage nach Plätzen für die Entwicklerkonferenz schon seit einigen Jahren bei
weitem das Angebot übersteigt , reservieren viele potenzielle Besucher zur
Sicherheit eine Karte , müssen dann aber zurückziehen , weil sie beispielsweise
die Reise nicht genehmigt bekommen . Für Interessierte kann deshalb durchaus
sinnvoll sein , sich auf der Warteliste einzutragen . Eine gute
Informationsquelle zur Lotusphere ist darüber hinaus die Totally Unofficial
Gonzo Lotusphere Page . Hier werden regelmässig überzählige Registrierungen kurz
vor der Veranstaltung angeboten . Transmeta-Aktien sollen bis zu 13 US-Dollar
kosten Transmeta hat am Montag in einem Antrag bei der US-amerikanischen Börsen-
und Finanzaufsicht Securities and Exchange Commission ( SEC ) Details zum
geplanten Börsengang des Herstellers der Crusoe-Prozessoren eingereicht . Nach
dem Börsengang gibt es ingesamt 126.052.486 Transmeta-Aktien . Den maximalen
Ausgabekurs gibt Transmeta in dem SEC-Filing mit 13 US-Dollar an , das Minimum
mit 11 US-Dollar . Der Hersteller strebt einen Termin im Oktober für den ersten
Handel mit Transmeta-Aktien an . Einen genauen Zeitpunkt gibt es allerdings noch
nicht , dafür schon das Symbol für die Börsenticker : TMTA . Konsortialführer
für den Börsengang sind Morgan Stanley Dean Witter und die Deutsche Bank . Auch
wenn das Umfeld für Neuausgabe von Hightech-Aktien momentan nicht besonders
günstig scheint , geben sich die Konsortialbanken und Transmeta optimistisch .
Und Transmeta-Chef Ditzel versucht den Anlegern den Mund wässrig zu machen :
Erst vor wenigen Tagen erklärte er , die Prozessor-Schmiede , die sich auf
stromsparende CPUs für mobile Geräte konzentriert , habe fünf Jahre Vorsprung
vor Konkurrenten wie AMD oder Intel . Gewinne dagegen hat Transmeta bislang noch
nicht vorzuweisen , auch wenn 2000 die erste Umsätze nicht nur über
Lizenzabkommen , sondern auch mit Produktverkäufen erzielt wurden . Vodafone
sticht in China die Deutsche Telekom aus Die Deutsche Telekom , NTT DoCoMo und
Britisch Telecom streiten sich - und Vodafone ist der lachende Vierte : In den
letzten Tagen gab es immer wieder Berichte , dass der größte börsennotierte
Mobilfunkkonzern in China Investoren suche , um weitere Firmen in der
Volksrepublik China aufzukaufen . Mit der Investition , durch die die Briten
einen Anteil von 2,6 Prozent an China Mobile erhalten , geht laut Vodafone eine
" strategische Allianz " einher . Die beiden Firmen wollen in China bei der
Erschließung des Marktes und der Technik-Entwicklung zusammenarbeiten ; unter
anderem lizenziert Vodafone seine Entwicklungen für Sprach- und
Datenkommunikation per Mobilfunk an China Mobile . Beide neuen Partner wollen
zudem prüfen , ob Joint-Ventures zur Erschließung neuer Märkte in China sinnvoll
sind . China Mobile ist bereits der führende Netzbetreiber in sechs chinesischen
Provinzen ; glückt die geplante Übernahme der sieben Stadtnetze , baut der
Konzern seine führende Position noch weiter aus . Internet-Kongress :
Expertenmangel verschärft sich Der schwer wiegende Expertenmangel in der
Computerbranche wird auch auf längere Sicht den Hochtechnologieunternehmen zu
schaffen machen und das Wachstum bremsen . Das sagten am Mittwoch
übereinstimmend Fachleute auf dem fünften Deutschen Internet-Kongress in
Karlsruhe . Würden derzeit europaweit noch 500.000 Experten wie
Softwareentwickler und Netzwerk-Administratoren zusätzlich gesucht , werde das
Defizit in drei Jahren bereits auf bis zu 2,1 Millionen geschätzt , sagte Ralf
Bultschnieder , Vorstand der Personalberatung PKO International Consulting
gegenüber dpa . In Deutschland beenden derzeit lediglich 7.000 Informatiker pro
Jahr ein Studium , berichtete Staatssekretär Siegmar Mosdorf ( SPD ) vom
Bundeswirtschaftsministerium auf dem Kongress . Das entspreche gerade dem
Jahresbedarf der Technologiefirmen Siemens , SAP und Intershop eines Jahres . "
Wir werden diese Lücke nicht schließen können , wenn wir nicht offen sind " ,
sagte Mosdorf mit Blick auf die Einstellung von ausländischen Fachkräften über
die Green-Card-Regelung der Bundesregierung . " Wir brauchen internationale
Profis " . Bislang seien 2.000 Green Cards ausgegeben worden , mindestens 70.000
Fachleute werden nach Branchenschätzungen aber gesucht . Über die so genannte
Green Card sollen in zwei Schritten bis zu 20.000 Experten aus Nicht-EU-Ländern
in Deutschland arbeiten dürfen . In den USA hatte erst am Dienstag der Senat
beschlossen , in den kommenden sechs Jahren bis zu 600.000 Spezialisten
zusätzlich die Arbeit in den USA zu ermöglichen . Das zeige das weltweite
Defizit in der ganzen Branche , sagte Mosdorf . Nach Ansicht von Mark Mall von
der US-Zeitschrift Computerworld wird in den USA der Mangel an Arbeitskräften
auf zwischen 600.000 und drei Millionen geschätzt . Das werde sich kurzfristig
weltweit nicht beheben lassen , sagte er in Karlsruhe . Die Bundesregierung will
nach den Worten Mosdorfs weiter eine Doppelstrategie aus Green Card und
verstärkter Ausbildung fahren . Wie Personalberater Bultschnieder sagte , sei
der Mangel jedoch keine Krise der gesamten Internet-Industrie . Vielmehr würden
in diesem stark boomenden Wirtschaftszweig sehr spezialisierte Mitarbeiter
gesucht . Das betreffe vor allem Softwareentwickler , die beispielsweise die
Programmiersprache Java beherrschten und Kenntnisse des Betriebssystems Unix
besäßen . IT-Branchenverband sieht keine weltweite Rezession Auf seiner
Herbstpressekonferenz wählte der Bundesverband Informationswirtschaft ,
Telekommunikation und neue Medien ( Bitkom ) beruhigende Töne : Zwar habe der
Consumer-Markt dieses Jahr Einbußen hinnehmen müssen , besonders
Business-to-Business-Geschäfte entwickelten sich jedoch weiterhin stabil .
Wirtschaftliche Belebungen verschöben sich allerdings " durch die politische
globale Bewegung " , womit der Bitkom unter anderem die Besorgnisse nach den
Terroranschlägen in den USA meint . Die derzeitige Verunsicherung im IT-Markt
durch die Massenentlassungen und Firmenpleiten seien aber überzogen . Insgesamt
sei der IT-Markt immer noch einer der Wachstumsmotoren der Volkswirtschaft ,
meint der Bitkom . Das gesamte Wachstum schätzt der Verband in diesem Jahr auf
etwa vier bis fünf Prozent , im Vorjahr lag es bei 10,7 Prozent . Die stärksten
Antriebskräfte kämen aus den Bereichen Internet , Software , IT-Services und
Mobilfunktdienste . Schwach schnitten dagegen Mobilfunkendgeräte und PCs ab : "
Im Vorjahr wurden die Handys gekauft , in diesem Jahr wird telefoniert . "
Volker Jung , Präsident des Bitkom , setzte sich auch vehement gegen eine
Absenkung der Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung bei
Mobilfunksendeanlagen ein . Mit Hinweis auf die Handy-Notrufe meinte er : " Das
Handy dürfte eine der besten lebensrettenden Einzelmaßnahmen seit der Entdeckung
des Penicillins sein . " Office-Pakete : Perfekte Allround-Talente sind
Mangelware Office-Pakete werden als wahre Alleskönner für das Büro und den
heimischen Schreibtisch angepriesen . Im Praxistest jedoch kann keines der
derzeit erhältlichen Pakete in allen relevanten Bereichen überzeugen . Neben
Microsofts Office 2000 und Suns StarOffice standen im c't-Test auch SmartSuite ,
WordPerfect Office und RagTime auf dem Prüfstand . Erstellung von
Standardbriefen , Gestaltung großer Dokumente , Verwaltung von Börsenkursen
mittels Tabellenkalkulationen , Layoutfähigkeit sowie der Export in Webseiten .
Einfache Textverarbeitung für den Hausgebrauch beherrscht jedes der
Office-Pakete ohne Probleme . Im Layout-Bereich dagegen konnte keines der
Programme so recht überzeugen . Wer beispielsweise eine Vereinszeitschrift
erstellen möchte , sollte besser auf ein spezielles DTP-Programm zurückgreifen .
Sehr umfangreiche Dokumente wie beispielsweise eine Doktorarbeit sollten besser
mit einem Satzprogramm erstellt werden . Auch die Tabellenkalkulationen
erfüllten bei der gestellten Testaufgabe nicht alle Erwartungen . Bei den
meisten Anwendungen gehört der HTML-Export immer noch zu den fehleranfälligsten
Aufgabenbereichen . Irgendwie gelang die Umformatierung fürs Web zwar allen
Testkandidaten , aber überzeugend war sie nicht . Marktführer Microsoft musste
sich in vielen Disziplinen zeigen lassen , dass die Konkurrenz besser ist . In
puncto Preis-Leistungs-Verhältnis hat das kostenlose Programmpaket StarOffice
von Sun ohnehin die Nase vorn . Bislang größtes Handelssystem auf Linux-Basis in
Japan Die nach Firmen-Angaben bislang umfangreichste kommerzielle Installation
von Linux hat IBM an eine japanische Einzelhandelskette verkauft . Lawson ,
einer der größten Einzelhandelskonzerne in Japan , will in jedem seiner rund
7.600 Läden zwei IBM xServer installieren , die unter Linux arbeiten . Insgesamt
mehr als 15.000 Linux-Maschinen werden als Server für Multimedia-Terminals
dienen , die in den Märkten der Kette aufgestellt sind . Sie sollen es den
Kunden von Lawson ermöglichen , Musik und Filme aus dem Internet zu laden und im
Netz zu surfen . Bislang ist es über die Terminals in den Geschäften bereits
möglich , Flugtickets und Konzertkarten zu buchen . " Wir haben erkannt , dass
das schnelle Wachstum von Linux außer Frage steht , und wir wollten daraus
Nutzen ziehen " , meinte Makoto Takayama , Chef der New Business Division bei
Lawson : " Linux war unsere erste Wahl , um die neuen Anwendungen zu realisieren
, da es einfach zu warten ist und seine Einführung weniger kostet als bei
anderen Betriebssystemen . " Die komplette Installation soll in allen
Lawson-Läden im März nächsten Jahres abgeschlossen sein . Die Linux-Server
werden dann zentral administriert , sodass die Angestellten in den einzelnen
Geschäften sich darum nicht kümmern müssen . Die Ankündigung von IBM kam passend
zu der Veröffentlichung einer Marktuntersuchung von IDC in dieser Woche : Danach
werden in Japan dieses Jahr 41.200 Linux-Systeme verkauft , ein Zuwachs um über
144 Prozent gegenüber dem Vorjahr . Massive technische Probleme bei eCircle "
Puh " , stöhnt Holger Schibbe , Community-Manager beim Diskussionsgruppen- und
Mailinglisten-Provider eCircle . Dass es mal wieder zu einem Rückstau beim
Aussenden von E-Mails gekommen sei , habe er als Hüter über den Datenverkehr von
Listen im Bereich Wirtschaft und Finanzen mitbekommen . Generell dauert es schon
seit Monaten oft mehrere Stunden , bis eine über eCircle versendete Mail die
Listenmitglieder erreicht . Wer eine neue " E-Mail-Community " bei dem Startup
anmelden will , muss angesichts der Reaktionszeiten des Server für die Homepage
von eCircle reichlich Geduld und Zeit mitbringen . Doch seit vergangenem
Wochenende , als die Firma sich an einem Upgrade ihrer Server versuchte , wird
der Ärger für die fleißigen Diskutanten und E-Mail-Schreiber immer größer . Am
Freitagabend vor einer Woche war die eCircle-Site überhaupt nicht erreichbar .
Eine kurze Mitteilung klärte die Surfer nur über die dringenden Wartungsarbeiten
auf und versprach , dass " alle " eingehenden E-Mails ausgeliefert würden . Bis
heute warten viele User auf die an jenem Wochenende verschickten Botschaften ,
die im digitalen eCircle-Nirvana verschwunden sind . Von all dem weiß Schibbe
nichts , dafür erklärt er aber , dass es seit Donnerstag dieser Woche erneut "
massive Probleme mit dem Server " gebe . In der Nacht zum gestrigen Freitag sei
es zu einem Rückstau gekommen . Seitdem würden die E-Mails aus der Schlange
herausgenommen und " sukzessive abgearbeitet " . Am heutigen Samstag beschwerten
sich trotzdem nach wie vor Mailinglisten-Manager über ausstehende Nachrichten
sowie über die Unerreichbarkeit der Webarchive ihrer Listen . eCircle passt sich
mit dem Mail-Desaster ein in die Geschichte zahlreicher Startups , die mit dem
eigenen Wachstum nicht mithalten konnten . Stolz veröffentlichte das Unternehmen
just fast gleichzeitig mit dem prekären Server-Upgrade vergangene Woche neue
Zahlen , wonach allein im Oktober 800.000 Nutzer neu zu dem " Home for
Communities " gestoßen seien . Warum der Anstieg des Mailaufkommens nicht mit
neuer Technik bewältigt werden kann , ist angesichts der reichen
Kapitalrücklagen , über die eCircle verfügt , ein Rätsel . Mit der Summe sollte
allerdings vor allem die Expansion ins europäische Ausland gefördert werden -
und da bleibt für den Heimatmarkt anscheinend nicht viel übrig . " Wir schieben
ständig neue Hardware rein " , beteuert Schibbe allerdings . Doch nicht genügend
, wie der Community-Manager im Startup-Alltag immer wieder erfährt . " Das ist
momentan nicht der Zustand , wie wir ihn uns wünschen " , gibt er zu . Doch in
zwei bis vier Wochen wolle man eine zufrieden stellende Stabilität erreicht
haben . Dass angesichts des Dauer-Ausnahmezustands , in dem sich eCircle
befindet , die Münchner gerade von Focus-Money und der Unternehmensberatung Bain
& Company zum " besten B2C-Startup " ( Business-to-Consumer ) gekürt wurden ,
dürfte für die Leid geprüften Nutzer schwer nachvollziehbar und für die Macher
nur ein schwacher Trost sein . Denn wie die " E-Commerce-Experten " , die
bereits zum zweiten Mal einen Index der 25 besten deutschen
Internet-Neugründungen zusammenstellten , zu ihren Ergebnissen kamen , erscheint
mehr als zweifelhaft . So schenkten sie eCircle ausgerechnet im Bereich "
operative Ausführung " fast die volle Punktzahl - und bewerteten das Unternehmen
sogar im Sektor " Innovationsgrad " ziemlich hoch , obwohl die Münchner Gründer
ihre Idee schlicht beim amerikanischen Konkurrenten namens eGroups abkupferten .
Vielleicht war es eher die Tatsache , dass eCircle sich Mark Wössner als
Aufsichtsratsvorsitzenden an Bord holen konnte , die die Juroren blendete . Für
den ehemaligen Bertelsmann-Vorstandsvorsitzenden , dessen Sohn Lars Wössner als
Manager bei dem Startup arbeitet , steht außer Frage , " dass ich mit eCircle
von Beginn an auf das richtige Unternehmen gesetzt habe " . Telekom ermittelt
gegen Ex-T-Online-Chef Keuntje Die Deutsche Telekom hat nach Informationen der
Welt am Sonntag intern Untersuchungen gegen den ehemaligen Vorstandschef von
T-Online , Wolfgang Keuntje , eingeleitet . Das Unternehmen prüfe , ob der Ende
August gegangene Keuntje von unerlaubten Nebentätigkeiten von vier hochrangigen
T-Online-Managern gewusst habe und an ihren Aktivitäten finanziell beteiligt war
. Falls sich der Verdacht der Vorteilsnahme bestätige , drohe Keuntje die
Rückzahlung der Abfindung an den Konzern und ein strafrechtliches Verfahren ,
berichtet das Blatt unter Berufung auf Kreise des Bonner Konzerns .
Napster/Bertelsmann-Allianz erwartet rege Beteiligung Der Bertelsmann-Konzern
rechnet mit der Beteiligung weiterer Musik-Firmen an der MP3-Tauschbörse Napster
. Wenige Tage nach dem angekündigten Einstieg von Bertelsmann bei Napster sagte
Bertelsmanns E-Commerce-Chef Andreas Schmidt der Welt am Sonntag , in
Vorgesprächen hätten Partner signalisiert , sich an den Plänen für Napster
beteiligen und mit Bertelsmann gemeinsam ein Zukunftsmodell entwickeln zu wollen
. Auch künftig werde es allerdings keine Abrechnung einzelner Musik-Titel geben
, erklärte Schmidt und relativierte damit frühere Äußerungen von
Bertelsmann-Mitarbeitern , die von einer Abrechnung für Download oder Nutzung
der Songs gesprochen hatten . Denkbar sei vielmehr eine Mitgliedschaft . Der
Gütersloher Medienriese , bisher ebenfalls ein erbitterter Gegner von Napster ,
hatte bereits bei der Bekanntgabe der Napster-Übernahme angekündigt , das
Geschäftsmodell von Napster zu ändern und damit Urheberrechte zu berücksichtigen
. Napster-Gründer Shawn Fanning erklärte gegenüber der Zeitung , er gehe davon
aus , dass die Nutzer bereit seien , 4,95 Dollar im Monat für den
Napster-Service zu zahlen . Diesen Vorschlag hatte bereits Napster-Chef Hank
Barry im Rahmen des Rechtsstreits mit der Vereinigung der amerikanischen
Musik-Industrie ( RIAA ) gemacht - war allerdings damals bei den Labels nicht
auf große Gegenliebe gestoßen . Die Chefin der RIAA , Hilary Rosen , erklärte in
einer Reaktion auf die Bertelsmann/Napster-Allianz immerhin , die Vereinbarung
mit Bertelsmann zeige , dass Napster zur gleichen Ansicht gekommen sei , die die
RIAA von Anfang an vertreten habe : Der Prozess gegen Napster werde allerdings
erst einmal weiter gehen ; Bertelsmann wolle seine Klage gegen Napster zwar
zrückziehen , der Konzern sei aber nur einer von mehreren Klägern : " Die
Gerichte müssen klarstellen , dass Firmen wie Napster , im Gegensatz zu dem ,
was Napster beansprucht habe , eine Erlaubnis benötigen , bevor sie ein Geschäft
auf anderer Leute künstlerischem Eigentum aufbauen . " In der Zwischenzeit hat
die American Society of Composers , Authors and Publishers ( ASCAP ) erklärt ,
sie sei bereit , Napster eine Lizenz für die Songs der Künstler zu geben , die
sie vertrete . Die ASCAP ist die weltgrößte Organisation zur Wahrung der
Urheberrechte von Künstlern . Mehr als 100.000 Komponisten , Songschreiber und
Produzenten sind nach Angaben der ASCAP Mitglied der Vereinigung . Als Reaktion
auf die Allianz zwischen Bertelsmann und Napster erklärte Bergman gegenüber
US-Zeitungen , die ASCAP wäre glücklich , wenn die Tauschbörse wachsen und
gedeihen würde . Einzige Bedingung sei , dass die Künstler angemessen für die
Nutzung ihrer Werke honoriert würden . Bereits im Juni hatte die ASCAP eine
Vereinbarung mit der Musik-Site MP3.com getroffen , nach der es dem Anbieter
erlaubt ist , Songs von ASCAP-Mitgliedern als Streaming Audio im Internet
auszustrahlen . Microsoft-Prozess : AOL darf doch ... Im Hickhack um die
Beteiligung von AOL am weiteren Verlauf des Kartellprozesses gegen Microsoft hat
das zuständige Berufungsgericht nun seine Entscheidung gefällt : Am gestrigen
Freitag gaben die Richter bekannt , dass AOL einen so genannten amicus brief
einreichen darf . Microsoft hatte sich gegen eine solche Entscheidung
ausgesprochen , da AOL als Muttergesellschaft von Netscape eigentlich Partei in
dem Verfahren sei . Allerdings entschieden die Richter , dass , wie von
Microsoft gewünscht , AOL nur ein gemeinsames Dokument mit drei
Industrievereinigungen vorlegen darf . Sie sollen dem Gericht bei seiner
Entscheidungsfindung helfen . In der Regel werden sie zu Gunsten einer der
streitenden Parteien eingereicht . AOL wollte ursprünglich einen eigenen amicus
brief zur Unterstützung der Argumentation des US-Justizministeriums gegen
Microsoft vorlegen - genauso wie die Computer and Communications Industry
Association ( CCIA ) , die Software and Information Industry Association ( SIIA
) und das Project to Promote Competition and Innovation in the Digital Age (
ProComp ) . Gegen eine Einreichung getrennter amicus briefs dieser vier
Antragsteller hatte Microsoft schärfsten Widerspruch eingelegt : Der Konzern
betrachtet AOL und die Organisationen mehr oder weniger als identisch , da die
Vereinigungen maßgeblich von Microsoft-Konkurrenten und AOL-Partnern beeinflusst
würden . Und gegen einen amicus brief von AOL hatte Microsoft grundsätzliche
Einwände : Man könne den Online-Dienst wohl kaum als " friend of court " im
eigentlichen Sinne bezeichnen . Die jetzige Entscheidung revidiert zumindest
eine frühere Ansicht des Berufungsgerichts , das ursprünglich nur einen amicus
brief für jede Seite akzeptieren wollte . Auch einigen anderen Organisationen
und Einzelpersonen gestattete das Gericht nun , solche Dokumente einzureichen .
Zumindest kann Microsoft aber in diesem Geplänkel auf einem
Nebenkriegsschauplatz einen Teilerfolg verzeichnen : Das US-Justizministerium
hatte in einer Stellungnahme erklärt , es habe nichts dagegen , wenn jede
interessierte Person , Firma oder Organisationen einen eigenen amicus brief
einreiche - was nicht weiter verwunderte , denn alle bis dahin beantragen amicus
briefs hätten die Klägerseite im Verfahren gegen Microsoft gestützt . Das
Projekt gegen den Expo-Müll Das Duale System Deutschland ( DSD ) demonstrierte
am gestrigen Samstag an einem Tag der offenen Tür die automatische
Müllsortieranlage SORTEC 3.0 in Hannover-Anderten . Dieses dezentrale
Expo-Projekt hat unter anderem den wiederverwertbaren Müll verarbeitet , den die
Besucher während der Weltausstellung zurückließen . Der anfallende Müll wird
zerkleinert , gereinigt und mit Druckluft , Wasser und Magneten in Rohstoffe wie
Papier , Polyethen , Polyethylterephthalat ( PET ) oder Weissblech getrennt .
Ein Wirbelstromsichter fängt Aluminium , indem rotierende Magnete einen
elektrischen Strom in den Metallschnipseln induzieren , der wiederum ein
Sekundärmagnetfeld hervorruft . Durch diesem Wirbelstromeffekt bleiben die
Aluminiumstückchen dann an einem weiteren Magneten hängen , während elektrisch
nicht leitfähige Teile weiterwandern . Bröckchen , die nur aus einem Material
bestehen , verlassen die Anlage als Granulat und werden als Rohstoffe verkauft .
Problemverpackungen aus Verbundmaterialien , etwa Getränkekartons , die nach
Aussagen der SORTEC-Betreiber nur erstaunliche fünf Prozent des Gesamt-Inputs
ausmachen , werden dagegen nur zu Ballen gepresst und gehen einem nicht näher
beschriebenen Schicksal entgegen . Der interessanteste Bereich der Anlage , in
dem spektroskopische Sensoren und Bilderkennungssysteme diese Getränkekartons
aussortieren , war leider nur aus der Ferne zu beobachten . Auch dadurch kam es
, dass sich die Anlage mehr erschnüffeln als besichtigen ließ : Im Inneren der
Gebäude ist ein gewisser Gestank wohl unvermeidbar , während sich die
Maschinerien größtenteils in geschlossenen Gehäusen verstecken . Trotzdem
erschien der Publikumsandrang ganz anders als in den ersten Monaten auf der Expo
: In Anderten versammelten sich nämlich viel mehr Besucher , als die
Veranstalter offenbar erwartet hatten . Bevor man im Gedrängel an einer Führung
teilnehmen durfte , war eine halbe Stunde Wartezeit fällig . Der
DSD-Expo-Pavillon Cycle-Bowl hat mitsamt den Hinweisen auf die heutige
Veranstaltung offenbar viel Neugier geweckt . Mit ein bisschen Volksfest und
viel Detailinformation hat das DSD die Gelegenheit genutzt , manchen Besucher
von seiner Effizienz zu überzeugen . Hinweise , welche Verpackungen der Umwelt
am wenigsten zumuten , blieben allerdings aus - aber die hat wohl eh niemand auf
einer solchen Veranstaltung erwartet . Beraten und verkauft : PC-Kauf im
Versandhandel Anonyme Testkäufer sollten im Auftrag von c't Komplett-PCs mit
DVD-Laufwerk und TV-Ausgang im Versandhandel einkaufen : Schlechte Beratung ,
späte Lieferung und bedenkliche Geschäftsbedingungen sind das Fazit des
Einkaufsbummels . Getestet wurden Qualität der Beratung , Güte der gelieferten
Geräte und Allgemeine Geschäftsbedingungen ( AGB ) . Der PC sollte nicht mehr
als 3000 Mark kosten , ein DVD-Laufwerk enthalten und die Möglichkeit bieten ,
Filme auf dem Fernseher anzusehen . Dazu benötigt man neben dem DVD-Laufwerk
einen TV-Ausgang und eine Abspielsoftware ( DVD-Decoder ) . Bei der Beratung
versuchten die Verkäufer konsequent , den Anrufern teurere Systeme
aufzuschwatzen , ohne das Preislimit von 3000 Mark zu beachten . Die
c't-Redaktion hätte bei den Beratern mehr technisches Know-how erwartet , stieß
jedoch auf viel Halb- und Nichtwissen . Nicht einmal die Kenntnis des eigenen
Produktangebotes kann vorausgesetzt werden . So konnte kaum ein PC die
Anforderungen erfüllen . Groß war auch die Enttäuschung bei der Überprüfung der
AGB durch einen Rechtsanwalt . Mit besonders vielen ungültigen Bestimmungen zum
Nachteil des Kunden glänzt der Versender Gateway . Lediglich Insight/Computer
Profis und HOT sind offenbar mehr um Kulanz bemüht und erfreuen durch recht
kundenfreundliche Geschäftsbedingungen . Die größte Überraschung war der
Vertrieb illegaler Windows-Versionen durch die Firma Syncron . Die Software
wurde ohne Handbuch und Echtheitszertifikat ausgeliefert . Ein weißer Aufkleber
mit der Seriennummer klebte direkt auf der CD-Hülle . Laut Microsoft handelt es
sich dabei um ein manipuliertes Produkt , das zudem mit einem gefälschten
Produkt-Key ausgeliefert wurde . Microsoft wird nun rechtliche Schritte gegen
den Händler einleiten . Enttäuschung in Österreich nach UMTS-Versteigerung
Politiker und Medien in Österreich haben enttäuscht auf die nach nur zwei Tagen
beendete Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen reagiert . Verbotene
Absprachen unter den sechs Bewerbern - darunter max.mobil , die 100-prozentige
Tochter der Deutschen Telekom - hätten sich jedoch nicht nachweisen lassen ,
berichtete die österreichische Regulierungsbehörde Telekom Control als
Veranstalter . Finanzminister Karl Heinz Grasser ( FPÖ ) bedauerte zwar die
geringen Einnahmen für seinen Staatshaushalt , fand aber doch etwas Positives .
Da die sechs Unternehmen die Lizenzen so günstig erhalten hätten , besäßen sie
jetzt mehr Geld für einen schnellen Netzaufbau , was Österreich zu einem
Standortvorteil gereiche . Die " als Sonderangebot über den Ladentisch
gegangenen " UMTS-Frequenzen bewirken nach Ansicht einiger heimischer
Finanzexperten aber auch Positives . Denn die Privatisierung dieses Unternehmens
wurde nicht durch hohe Verbindlichkeiten ihrer Tochter Mobilkom bei der
UMTS-Versteigerung belastet . Nach ersten vorsichtigen Informationen aus den
Banken soll das als Volksaktie geplante Telekom-Papier sich bereits zu einem
Renner entwickeln . Der Staat hatte mit einem fünfprozentigen Abschlag für
Kleinanleger auf die ohnehin günstig angebotene Aktie auch einen Anreiz geboten
. Die Stunde der Wahrheit für diesen größten Börsengang in der Geschichte
Österreichs kommt aber erst am 21. November . Systems : Die IT-Messe wächst -
und der Fachkräftemangel " Internationale Fachmesse für Informationstechnologie
, Telekommunikation und Neue Medien " heißt sie mit vollem Namen und beginnt am
morgigen Montag in München : An den fünf Ausstellungstagen würden rund 140.000
Besucher erwartet , sagte der Geschäftsführer der Messe München , Joachim Enßlin
. Im Vorjahr waren es noch 133.000 Interessierte , die den Weg nach München
fanden . Die Besucher erwarten dieses Jahr auf insgesamt 160.000 Quadratmetern
rund 3.200 Aussteller , 500 mehr als 1999 . Eigentlich hatten es die
Veranstalter in den letzten Jahren nicht einfach : Angesichts der fast schon
übermächtig erscheinenden Konkurrenz der CeBIT fragten sich viele Besucher und
Aussteller , ob die IT-Messe in München überhaupt noch eine Zukunftschance hat .
Zwei große Computermessen in Deutschland erschien doch als zu viel des Guten .
Auch dieses Jahr aber zeigen sich die Veranstalter nach einer positiven
Entwicklung in der letzten Zeit vom Erfolg der Messe überzeugt . Passend dazu
konnte die Messe München auf aktuelle Zahlen des Marktforschungsinstituts
Infratest Burke verweisen : Danach kann die Systems 98 Prozent Fachbesucher
anziehen ; die Aussteller lobten laut der Untersuchung vor allem im Vergleich zu
anderen Messen geringe Streuverluste und die hohe Qualität der Kontakte . Im
Vorfeld der Systems plagt die IT-Branche aber der nach ihrer Ansicht weiter
zunehmende Fachkräftemangel : Er werde für die Informations- und
Telekommunikationsindustrie zur Konjunkturbremse . " Europa läuft im Jahr 2003
Gefahr , ein zusätzliches Wachstum von drei Prozent zu verschenken , weil die
Spezialisten fehlen , um die Wachstumspotenziale auszuschöpfen " , sagte der
Chef des Bundesverbandes Informationswirtschaft , Telekommunikation und Neue
Medien ( BITKOM ) , Bernhard Rohleder . Zwar liege das europäische Wachstum in
der IT- und Telekommunikationbranche mit einem Plus von 11,3 Prozent im
laufenden Jahr über dem weltweiten Durchschnitt . Im Jahr 2003 solle dann hier
zu Lande die 300-Milliarden-Grenze geknackt werden . Die Green-Card-Aktion der
Bundesregierung biete zwar eine erste Hilfe , reiche aber nicht aus . Man müsse
auf eine " aktive Einwanderungspolitik " und eine Reform des Bildungssystems
setzen . So gelte es , mehr Frauen für entsprechende Studiengänge zu gewinnen
sowie flexible Abschlussmöglichkeiten für Studenten anzubieten . Microsoft
vernetzt das Eigenheim Microsoft will Netzwerke auch den Home-Usern schmackhaft
machen . Zielgruppe sind alle Anwender , die zu Hause mehrere PCs besitzen und
sie gerne miteinander verbinden würden . Microsoft ist der Ansicht , daß diese
Gruppe bislang nur vor den Inverstitionen für spezielle Netzwerkkarten , Kabel
und Hubs zurückschreckte - die neue Kooperation soll diese Bedenken ausräumen .
Tut Systems hat eine Technologie mit Namen HomeRun entwickelt , die in einem
Haus oder einer Wohnung schon verlegte Telefonkabel für die Vernetzung nutzt .
Spezielle Verkabelung oder Hubs/Switches sollen nicht notwendig sein . Auf
PC-Seite kommt entweder eine normale Netzwerkkarte mit Adapter oder eine
HomeRun-Karte zum Einsatz . Änderungen an der Kabel-Installation sind nicht
notwendig , das normale Telefonieren wird nicht gestört . Die Geschwindigkeit
ist allerdings auf 1,5 MBit/s begrenzt , die Kabellänge auf 150 Meter . Ob und
wann diese Kooperation zwischen Microsoft und Tut Systems auch in Deutschland zu
Produkten führt , war bislang nicht zu erfahren . Intelligente Häuser in Berlin
Laut Berliner Messegesellschaft sind Heimautomation und vernetzte sowie
intelligente Häuser " ein zukunftsorientierter Markt , in dem in den nächsten
Jahren Milliardenumsätze erwartet werden " . Vom 9. bis 12. November 2000 will
die Messegesellschaft daher im ICC Berlin eine Kongressmesse zu dem Thema unter
dem Namen e/home veranstalten , die danach alle zwei Jahre über die Bühne gehen
soll . Ziel ist es , einen Gesamtüberblick über den Stand der Technik zur
Vernetzung von Hausgeräten und Automatisierung in Eigenheimen und Wohnungen zu
geben . Ein Sprecher der Messegesellschaft meinte aber gegenüber c't , er gehe
davon aus , dass sich alle wichtigen Anbieter von Heimautomation und
Vernetzungsmöglichkeiten für Häuser und Wohnungen beteiligen . Auf dem Kongress
mit angeschlossener Ausstellung sollen sich nach den Vorstellungen der Berliner
Messegesellschaft Handwerker , Elektroinstallateure , Architekten und
Projektentwickler über das technisch Machbare informieren . Aber auch Anwender
seien angesprochen , da die Techniken für Heimautomation laut der
Messegesellschaft Anfang des nächsten Jahrtausends Standard in jedem Haushalt
sein würden . Einen ausführlichen Bericht über Stand und Zukunft der
Heimautomation bringt c't in der Ausgabe 22/99 , die noch bis Sonntag im Handel
ist . AT&T baut GSM-Mobilfunknetz Als einer der Ersten der großen
Mobilfunkkonzerne in den USA will AT&T Wireless ein Netz nach dem europäischem
GSM-Standard einführen . Bislang arbeiten die meisten Mobilfunknetze in den USA
nach TDMA- und CDPD-Verfahren . Zwar gibt es einige GSM-Anbieter in den USA ,
die aber in der Regel kein flächendeckendes Netz anzubieten haben . Dazu gehört
auch die Gesellschaft Voicestream , deren Übernahme durch die Telekom noch
ansteht . Allerdings arbeiten GSM-Netze in den USA auf dem Frequenzband 1900 MHz
, während europäische Installationen auf den Bändern 900 und 1800 MHz funken .
Nach dem Einstieg des japanischen Konzerns NTT DoCoMo bei AT&T Wireless will die
Mobilfunktochter von AT&T nun Anfang nächsten Jahres mit der Einführung von GSM
in ihrem US-weiten Netz beginnen . Dabei will AT&T gleich GPRS mit etablieren ,
um schnellere Datentransfers über Mobilfunk zu ermöglichen . UMTS soll dann
bereits im Jahr 2002 folgen - sobald " Equipment und Endgeräte verfügbar sind "
, wie AT&T erklärt . Für ein UMTS-Netz müsse man zudem nicht auf die
Versteigerung der zusätzlichen Frequenz-Lizenzen in den USA warten , da man
bereits in mehr als 70 der 100 größten US-Mobilfunkmärkte Lizenzen für
Frequenzen habe , die den Betrieb von UMTS ermöglichten , hieß es bei AT&T . Die
existierenden Mobilfunknetze von AT&T , die mit TDMA ( Time Division Multiple
Access ) und CDPD ( Cellular Digital Packet Data ) arbeiten , sollen aber
bestehen bleiben und nach Bedarf weiter ausgebaut werden . Für den Aufbau des
GSM-Netzes hat sich AT&T Wireless Ericsson und Nokia ins Boot geholt : Als
erstes GPRS/GSM-Handy will der Konzern das R520 von Ericsson anbieten , das mit
allen Frequenzbändern für GSM ( 900 , 1800 und 1900 MHz ) arbeiten kann . Damit
bekommt die Deutsche Telekom einen stärkeren Konkurrenten in den USA als
ursprünglich erwartet . Zwar ist Voicestream nicht der einzige GSM-Anbieter in
den USA , die Technik war aber eines der Hauptargumente , warum die Gesellschaft
für die Telekom so interessant war . Sie bedeutete den Einstieg in den
amerikanischen Mobilfunkmarkt , und zwar in einem Bereich , der noch nicht von
den Großkonzernen dominiert wurde . Die Telekom gibt sich bislang aber gelassen
: Ein weiterer GSM-Netzbetreiber werde der Voicestream-Kampagne Rückenwind geben
, erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber dem Handelsblatt . Voicestream
habe darüber hinaus den Vorteil , im Unterschied zu AT&T bereits ein
funktionsfähiges Netz zu betreiben . Allerdings ist die eigene Netzabdeckung von
Voicestream in den USA noch nicht besonders groß ; mit einigen anderen
GSM-Netzbetreibern hat die Gesellschaft allerdings Roaming-Abkommen und kann
ihren Kunden bei entsprechender Handy-Ausstattung auch die Nutzung der normalen
Mobilfunknetze anderer US-Anbieter ermöglichen . Handy-Websites und Instant
Messenger ziehen die Kids an Der Handy-Boom bei den Jugendlichen macht sich auch
bei der Nutzung des Internet bemerkbar . Die Zehn- bis 19-Jährigen nutzen
entsprechende Angebote im Netz doppelt so häufig wie andere Internet-Surfer ,
ergab eine Studie des Internet-Marktforschungsinstituts MMXI , die am heutigen
Montag vorgestellt wurde . Jeder dritte der jungen Surfer besuchte im Oktober
mindestens einmal eine Website mit Service-Möglichkeiten für das Handy oder zum
Versenden von Kurzmitteilungen , berichtete MMXI , eine Tochter der Nürnberger
GfK-Gruppe . Auch Instant Messenger , die den Surfern mitteilen , welcher
Bekannte gerade online ist , und den direkten Austausch von Text-Botschaften
ermöglichen , stehen bei den Jugendlichen hoch im Kurs . Fast jeder vierte von
ihnen nutzte der Untersuchung zufolge eines der Instant-Messaging-Systeme . "
Insgesamt zeigt sich , dass Teenager im Internet Spaß und Kommunikation suchen "
, sagte der Geschäftsführer von MMXI Deutschland , Thomas Pauschert , gegenüber
dpa . Jugendliche nutzten häufig Handys mit einem begrenzten Gebühren-Kontingent
. " Da ist es klar , dass junge Surfer die Möglichkeiten des Internets nutzen ,
um kostenlos Short Messages zu verschicken " , erläuterte Pauschert . Insgesamt
gehören 17 Prozent der deutschen Internet-Nutzer zur Gruppe der Zehn- bis
19-Jährigen . Keine Handys mehr im Knast Ein System zum Aufspüren von Handys in
Haftanstalten soll in Nordrhein-Westfalen künftig verbotene Gespräche hinter
Gittern stoppen . " Die rasch fortschreitende technologische Entwicklung der
Mobiltelefone lässt befürchten , dass die Gefahr von illegalen Außenkontakten
von Gefangenen in Zukunft weiter zunehmen wird " , sagte der
nordrhein-westfälische Justizminister Jochen Dieckmann am heutigen Montag bei
der Vorstellung des neuen Systems in der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen .
Mit dem von Informatikern der Gelsenkirchener Fachhochschule entwickelten
Verfahren können die Mobiltelefone zielgenau lokalisiert werden . Ein mit dem
Messempfänger verbundener Computer schlägt rund um die Uhr Alarm , sobald die
charakteristischen Funkwellen von Handys empfangen werden . In den 38
Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen werden derzeit nach Angaben des
Ministers pro Monat etwa drei bis vier eingeschmuggelte Handys sichergestellt .
Es sei jedoch mit einer hohen Dunkelziffer zu rechnen . Mit Hilfe heimlich
geführter Telefonate könnten Gefangene etwa Ausbrüche planen oder einen "
schwunghaften Rauschgifthandel " von ihrer Zelle aus organisieren . " Das trifft
den Strafvollzug ins Mark " , sagte Dieckmann . Bislang seien Erfolge beim
Auffinden der Handys eher Zufallstreffer gewesen . Auch die Durchsuchung von
Besuchern schütze nicht ausreichend vor den eingeschmuggelten Winzlingen . Aus
rechtlichen Gründen sei auch der Einsatz von Störsendern zum Verhindern von
Telefonaten bei den oft in Wohngebieten gelegenen Haftanstalten nicht möglich
gewesen . Nach einem rund sechsmonatigen Probebetrieb in Gelsenkirchen soll das
neue System zunächst in den Haftanstalten in Köln , Wuppertal , Aachen ,
Dortmund und Werl eingeführt werden , kündigte Diekmann an . Es sei jedoch an
einen flächendeckenden Einsatz in den nordrhein-westfälischen
Justizvollzugsanstalten gedacht . Auch eine Reihe anderer Bundesländer habe
schon während der laufenden Forschungsarbeiten " reges Interesse " an der neuen
Technik bekundet , sagte Dieckmann . Schweizer UMTS-Lizenzen vom Nikolaus Wenn
Mittwoch St. Nikolaus in der Schweiz an die braven Kindern Geschenke verteilt ,
so gehören in diesem Jahr zu den Beschenkten auch die vier Telekom-Unternehmen
Swisscom , Orange , Sunrise/diAx und Telefonica . Sie erhalten aber kein
physisch greifbares Präsent aus dem nikolaus'schen Sack , sondern eine Lizenz ,
um künftig in der Schweiz ein UMTS-Mobilfunknetz betreiben zu dürfen . Die
Freude an der " heißen Luft " dürfte groß sein , selbst wenn im Unterschied zum
heidnischen Vorweihnachtsbrauch für das Geschenk noch etwas Kleingeld
hingeblättert werden muss . Die Vorgeschichte ist bekannt : Am 13. November
platzte der erste Versuch , die vier Lizenzen zu versteigern . Die
Kommunikationsbehörde ComCom beschloss daraufhin , die Vergabe der
UMTS-Bewilligungen nicht wie geplant durchzuführen . Stattdessen wollte sie
untersuchen zu lassen , ob im Vorfeld wettbewerbsverzerrende Absprachen zwischen
den Telekomunternehmen getroffen worden seien . Am vergangenen Donnerstag hat
ComCom nun bekannt gegeben , dass am ursprünglichen Vorgehen festgehalten wird .
Das heißt : Am Mittwoch findet die Auktion unter denselben Bedingungen statt ,
wie sie auch schon vor dreieinhalb Wochen hätte stattfinden können . Die
Wettbewerbskommission hat beim allmählichen Schrumpfen des ursprünglich zehn
Gesellschaften umfassenden Bieterfeldes auf die vier verbleibenden
Telekomunternehmen sowie bei der Sunrise/diAx-Fusion keine unzulässigen
Absprachen gefunden . Die niedrigen Preise , für die in der Schweiz die vier
UMTS-Mobilfunklizenzen zu haben sind , geben zu mancherlei Spekulationen Anlass
. So behauptet etwa Martin Naville , Direktor bei der Unternehmensberatung
Boston Consulting Group , dass es sich dabei nicht um einen Wettbewerbsvorteil
handle . Für die Unternehmen stehe viel weniger auf dem Spiel und der Aufbau der
Netze könne auf sich warten lassen . Rechtlich hätte diese Möglichkeit bestanden
, hieß es aus dem Departement Leuenberger . Man habe jedoch die Unabhängigkeit
der auktionsdurchführenden Kommunikationsbehörde ComCom respektiert und außerdem
nicht einen jahrelangen Rechtsstreit mit den vier Bietern riskieren wollen . Von
den politischen Parteien sind es wie bereits beim ersten Versteigerugsversuch
die Sozialdemokraten , die sich am lautesten vernehmen lassen . Sie sprechen gar
davon , dass mit dem Entscheid der ComCom , am Auktionsprozedere festzuhalten ,
" die Interessen des Standortes Schweiz und des Bundes krass verletzt " würden .
Die bürgerlichen Parteien haben sich in diesem Zusammenhang kaum geäußert -
nicht weiter erstaunlich , steht doch ebenfalls am Mittwoch die Wahl eines neuen
Regierungsmitglieds aus den Reihen der konservativen Schweizerischen Volkspartei
auf der Tagesordnung des eidgenössischen Parlaments . Und da ist im Vorfeld
anderweitig für genügend Turbulenzen gesorgt . Keine Entscheidung über neuen
RegTP-Chef Der Beirat der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (
RegTP ) hat am heutigen Montag noch keine Vorentscheidung über die Nachfolge des
bisherigen Präsidenten Klaus-Dieter Scheurle getroffen . Über den Vorschlag für
das Präsidentenamt werde am 15. Januar in Berlin entschieden , teilte die
Behörde mit . Der Beirat hat nach § 66 Abs. 3 des Telekommunikationsgesetzes (
TKG ) das Vorschlagsrecht für die Besetzung der Ämter des Präsidenten und
Vizepräsidenten . Ernannt wird der Chef der Behörde von der Bundesregierung .
Vor gut einer Woche hatte Scheurle angekündigt , zum 1. Januar 2001 sein Amt als
oberster Aufseher über die deutschen Telekommunikations- und Postmärkte
niederzulegen . Neuer Arbeitgeber Scheurles wird die Schweizer Investmentbank
Credit Suisse . Kurth selbst gilt als der aussichtsreichste Kandidat für die
Nachfolge Scheurles . Im Umfeld des Rücktritts von Scheurle war es immer wieder
zu Spekulationen gekommen , der RegTP-Chef sei dem Druck von Telekom und Post
auf das Bundeswirtschaftsministerium gewichen . Selbst ein " freundliches
Verhalten " gegenüber der Telekom als Bedingung für die offizielle Ernennung
Kurths zum Scheurle-Nachfolger wurde nicht ausgeschlossen . Das
Bundeswirtschaftsministerium wies solche Spekulationen in den letzten Tagen
zurück . Aus Branchenkreisen wurden allerdings ebenfalls Befürchtungen laut ,
der Rücktritt Scheurles könne zu negativen Auswirkungen auf den Wettbewerb im
Telekommunikationsmarkt führen . Pilotprojekt für elektronische Auftragsvergabe
des Bundes Die technischen und organisatorischen Abläufe bei einer
elektronischen Auftragsvergabe der öffentlichen Hand sollen mit einem
Pilotprojekt ausgelotet werden . Bei dem Projekt " E-Vergabe " fungieren das
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung und das Beschaffungsamt des
Innenministeriums als Auftraggeber , teilte das Bundeswirtschaftsministerium als
Projektinitiator am heutigen Montag mit . Ferner sei die Frage der digitalen
Unterschrift und Änderungen in der Behördenorganisation zu prüfen . Mit
Unterstützung des Bremer Online Services Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft
werde ein Anforderungskatalog entwickelt , in dem die Vorgaben des Vergaberechts
zusammengefasst werden . Mit dem Projekt komme die Bundesregierung dem Ziel ,
alle internetfähigen Dienstleistungen des Bundes bis Ende 2005 online zu
ermöglichen , einen großen Schritt näher . NEC will schrumpfen und sich
konzentrieren Nach Informationen der führenden japanischen Wirtschaftszeitung
Nihon Keizai Shimbun vom heutigen Freitag ist dies Teil der Bemühungen ,
weltweit Ressourcen verstärkt auf vielversprechende Gebiete wie die neue
Generation von Kommunikationstechniken und Digitalgeräten zu konzentrieren . NEC
führe bereits Verhandlungen mit potenziellen Käufern für ein Mobilfunkwerk in
Mexiko , hieß es . NEC werde jedoch an seinen Werken für die Chip-Produktion
festhalten . Ausnahme sei ein strategisch wichtiges Mobilfunkwerk in China . NEC
werde diese Werke möglicherweise an lokale Hersteller verkaufen . Vier
Computerwerke auf den Philippinen sowie in Malaysia und Frankreich seien
ebenfalls Verkaufskandidaten . Hintergrund sei ein scharfer Rückgang der
Profitabilität bei der Fertigung von Personal Computern und
Telekommunikationsausrüstungen in Übersee . Intershop noch unter Druck Nach dem
Absturz der vergangenen zwei Tage ist die Aktie der Jenaer Software-Firma
Intershop auch am gestrigen Donnerstag weiter abgerutscht . In den letzten Tagen
war der Kurs bereits um rund 70 Prozent eingebrochen . Nachdem sämtliche
Intershop-Manager mit einer Charme-Offensive dagegenhalten , konnte sich die
Aktie am heutigen Freitag bislang stabilisieren : Nach einer anfänglichen
Erholung um bis zu 8 Prozent pendelt der Kurs momentan zwischen 8 und 9 Euro .
Damit ist die Aktie meilenweit von ihrem 52-Wochen-Hoch von 140,36 Euro entfernt
. Inzwischen kündigte Intershop auch eine neue Strategie für den US-Markt an . "
Wir wollen uns in den USA auf Business-to-Business-Kunden konzentrieren " ,
sagte der Intershop-Sprecher Heiner Schaumann , ganz getreu der Linie , die sich
schon auf der Entwickler- und Kundenkonferenz Intershop Open Ende Oktober
letzten Jahres andeutete . Der Einbruch des Kurses sei auf Nordamerika
zurückzuführen . In Europa habe Intershop die angepeilten Zahlen erfüllt . Der
Anteil des Intershop-Umsatzes in den USA war nach Firmenangaben im vierten
Quartal auf zwölf Prozent gesunken . Sonst haben die USA etwa 40 Prozent vom
Gesamtumsatz gebracht . Nach einer negativen Gewinnprognose am Dienstag war der
Aktienkurs um rund 70 Prozent eingebrochen und hatte andere Software-Titel mit
ins Minus gerissen . Online-Händler eToys entlässt 700 Mitarbeiter Der
angeschlagene Online-Spielzeughändler entlässt rund 700 Angestellte , 70 Prozent
der Gesamtbelegschaft von 1.000 Mitarbeitern . Außerdem will eToys insgesamt
zwei Vertriebs- und Lagerzentren in den USA schließen . Bereits am Donnerstag
hatte eToys angekündigt , seine europäische Filiale in Großbritannien zum 19.
Januar dicht zu machen . Welches Ausmaß sie annehmen würden , davon war damals
allerdings keine Rede . Immerhin aber musste eToys schon im Dezember eingestehen
, dass der Firma bald das Geld ausgeht : Mitte März 2001 dürfte der
Spielzeughändler das gesamte Kapital der Investoren verbrannt haben , wenn er
nicht eine neue Finanzspritze erhält . Inzwischen gibt es bereits Überlegungen
bei eToys , die Besitztümer der Firma oder gar das komplette Unternehmen zu
verkaufen . Ob sich allerdings dafür noch viele Interessenten finden werden ,
ist angesichts der desolaten Lage fraglich . Auch die Begeisterung neuer
Investoren für eToys dürfte sich in Grenzen halten : Schon bei der letzten
Finanzierungsrunde im Juni 2000 musste der Online-Shop für die damalige Zeit
überraschend harte Bedingungen akzeptieren , um überhaupt noch weiteres Kapital
zu erhalten . Auch wenn die gesamte Internet-Ökonomie und dabei vor allem die
Online-Shops im Business-to-Consumer-Geschäft nicht gerade mit rosigen Zeiten
konfrontiert ist , scheint besonders bei den Online-Spielzeughändlern das Ende
der Fahnenstange erreicht zu sein . Nicht nur eToys ist in existenziellen
Schwierigkeiten : Toytime.com und Disneys Toysmart wurden schon geschlossen ,
KBKids.com entließ 30 Prozent der Belegschaft , während Toys'r'Us , Marktführer
in den USA , den größten Teil seiner Online-Geschäfte inzwischen über Amazon
abwickelt . US-Coshopping-Anbieter Mercata ist pleite Erst kam die Absage des
geplanten Börsengangs , nun das endgültige Aus : Mercata , ein Online-Händler in
den USA , der sich auf das so genannte Coshopping spezialisiert hat , macht zum
Ende dieses Monats den Laden dicht . Die Firma , die unter anderem von der
Venture-Kapital-Firma des Microsoft-Mitgründers Paul Allen finanziert wurde ,
war einer der Pioniere des Konzepts , bei dem sich mehrere Kunden im Internet
zusammenschließen , um durch größere Bestellungen Mengenrabatte für bestimmte
Produkte herauszuschlagen . Mercata selbst nennt als Gründe für die Pleite , es
sei nicht mehr möglich gewesen , weitere Finanziers zu finden , obwohl man
bislang alle Geschäftsziele erreicht habe . Gewinne hat die Firma allerdings
noch nicht gemacht ; auch gab sie bislang keine Pläne bekannt , wann sie denn in
die schwarzen Zahlen kommen wolle . Im August 2000 erhielt Mercata zwar ein
US-Patent auf Techniken , die für Coshopping im Internet benutzt werden - dies
half der Firma jedoch nicht weiter . Coshopping wurde lange Zeit als eines der
innovativen Konzepte betrachtet , die erst durch das Internet für Endkunden
möglich würden . Zudem : Auch diese Anbieter stehen immer stärker unter
Konkurrenzdruck , denn Online-Auktionshäuser wie eBay , die Großen der
Internet-Branche wie AOL , Amazon oder Yahoo sowie klassische
Einzelhandelsketten wildern zunehmend in ihren Gefilden . Microsoft steigt bei
digitalen Videorecordern ein Neben der Spielkonsole Xbox , die Microsoft nun
überraschend schon am morgigen Samstag zur Eröffnung der Consumer Electronics
Show ( CES ) der Öffentlichkeit präsentieren will , hat der Software-Konzern
offensichtlich noch andere Joker im Ärmel . Nach einem Bericht des Wall Street
Journal will Microsoft auf der CES auch einen digitalen Videorecorder vorstellen
. Über die Software wird es dann möglich , aktuelle Fernsehprogramme anzuhalten
und sie am gleichen Punkt wieder fortzusetzen , als würde die Fernsehanstalt
eine Pause machen - die Festplatte arbeitet als Puffer , um die in der
Zwischenzeit angefallenen Daten zwischenzuspeichern . Erste Berichte über den
TV-Dienst Ultimate TV tauchten bereits auf , als bekannt wurde , dass Microsofts
Tochter WebTV an einem eigenen Prozessor für Settop-Boxen werkelt . Solche
Funktionen gibt es bereits in anderen digitalen Videorecordern - allerdings hat
bislang kein Hersteller seine Geräte mit zwei Tunern ausgestattet . Damit wird
es möglich , zwei digitale Satelliten-Programme gleichzeitig aufzunehmen ,
beziehungsweise während der Aufnahme ein anderes Programm zu sehen oder zwei
Programme aufzuzeichnen und ein bereits gespeichertes abzuspielen . ( Mehr zur
Technik der digitalen Videorecorder und zum Einsatz des PC für diese Anwendung
im Schwerpunkt Der PC als digitaler Videorecorder in Ausgabe 26/2000 der c't . )
Insgesamt soll man mit dem Microsoft-Gerät bis zu 35 Stunden Programm
aufzeichnen können . Microsoft arbeitet bei Ultimate TV mit DirecTV zusammen ,
einem Dienst der General-Motors-Abteilung Hughes Electronics . Die Hardware soll
von Sony und Thomson RCA hergestellt werden , die Software kommt von der
Abteilung Microsoft TV des Redmonder Konzerns . Ein Internet-Zugang ist in das
Gerät ebenfalls integriert , er wird über Microsofts WebTV realisiert . Die
Geräte sollten ursprünglich erst zu Weihnachten 2001 auf den Markt kommen , nun
aber bereits Ende Januar oder im Laufe des Februars erhältlich sein , will das
Wall Street Journal erfahren haben . Der Kostenpunkt : 499 US-Dollar für
Ultimate TV einschließlich Satellitenschüssel ; in den USA kommen dazu
monatliche Gebühren von rund 40 US-Dollar hinzu ( 9,95 US-Dollar für den
Ultimate-TV-Service , mindestens 29 US-Dollar für DirecTV ) . Allerdings wird es
das Gerät nicht direkt von Microsoft geben : Offensichtlich soll der Vertrieb
über DirecTV laufen . Ob und wann die Box nach Europa kommt , steht in den
Sternen . Im Vorfeld der CES trommelt Microsoft schon heftig für den geplanten
Auftritt von Bill Gates mit Xbox und Ultimate TV zur Eröffnung der Messe . Unter
dem Motto " Microsoft brings it home " scheint sich eine weitere Neuausrichtung
des Konzerns abzuzeichnen : Ist mit .NET nach Ansicht der Redmonder schon die
Basis gelegt , um alle Microsoft-Produkte auf das Internet auszurichten ,
scheint sich der Software-Konzern nun auch zunehmend aus Verbraucher-Sicht um
die " Zeit nach dem PC " zu kümmern . Die bisherigen Versuche , im Feld des
interaktiven TV Fuß zu fassen , gestalteten sich recht holprig . Und die
weitgehend etablierte Konkurrenz der großen Unterhaltungselektronikkonzerne
dürfte einen Newcomer nicht einfach freie Hand lassen - auch wenn er Microsoft
heißt . Gläubiger-Schutz für Lernout & Hauspie ( Update ) Das Unternehmen sei
damit bis Ende Juni von Zahlungsverpflichtungen befreit , entschied das
Handelsgericht im belgischen Ypern am Freitag . Vor dem 1. März müsse eine
außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden , um den Aktionären die Lage
darzustellen . Es müsse dabei auch darüber gesprochen werden , ob
verantwortliche Manager den Hut nehmen müssen . Das Gericht hatte noch keine
Beweise für individuelle Verantwortlichkeiten ; es bestehe aber Betrugsverdacht
. Im Rahmen eines Sparplans sollen 20 Prozent des weltweiten Personals von etwa
6.600 Menschen abgebaut werden . In Belgien sind etwa 80 bis 100 Stellen
betroffen . Die Richter hatten erst im Dezember den Gläubigerschutz , auf dem
eine Sanierung des Konzerns basieren soll , verweigert . Es fehlten korrekte und
genaue Zahlen . Das High-Tech-Unternehmen befindet sich seit Wochen in schweren
finanziellen Turbulenzen . Die Aktie stürzte in den Keller . Lernout & Hauspie
werden Fehler und Unregelmäßigkeiten in seinen Bilanzen vorgeworfen . Zudem
gerieten die Geschäfte mit rund 30 kleineren Software-Firmen unter Beschuss ,
die Lernout & Hauspie zum einen den Vorwurf des Betrugs eintrugen , zum anderen
wegen einer Verbindung zum deutschen Auslandsnachrichtendienst BND für Aufsehen
sorgten . Intershop will mehr Transparenz für Aktionäre Die Jenaer Intershop AG
will nach dem Kurseinbruch wegen hoher Verluste im vierten Quartal ihre
verunsicherten Aktionäre bei der Stange halten . " Wir wollen Transparenz
herstellen und haben sofort Kontakt zu den Aktionärs-Schutzvereinigungen
aufgenommen " , sagte Unternehmenssprecher Heiner Schaumann am Freitag der dpa .
Ein Treffen mit den Vertretern der Anteilseigner , bei dem über die aktuelle
Situation des Unternehmens informiert wird , sei für die nächsten Tage
vereinbart . Etwa 65 Prozent der Papiere des Softwareunternehmens , das auf
Programme für den elektronischen Handel im Internet spezialisiert ist , sind
nach seinen Angaben im freien Umlauf . 26 Prozent sind im Besitz der drei
Gründer , die sich laut Schaumann verpflichtet haben , keine Aktien zu verkaufen
. Ein Prozent der Papiere halten die Mitarbeiter , sechs Prozent
Risikokapitalgesellschaften . Intershop gehört zu den Index-Schwergewichten am
Neuen Markt . Der Intershop-Kurs , der seit der Gewinn- und Umsatzwarnung zu
Wochenbeginn zeitweise auf ein Viertel seines Wertes von Ende 2000 abgestürzt
war , konnte sich am Freitagnachmittag bei 8,30 Euro auf niedrigem Niveau
stabilisieren . Intershop will Ende Januar mit der Vorlage der endgültigen
Geschäftszahlen für 2000 seine Prognose für dieses Jahr präzisieren . Die Kosten
des Unternehmens , das als einer der Technologieführer bei E-Commerce-Systemen
gilt , sollen der Umsatzentwicklung angepasst werden . Trotz der aktuellen
Probleme hat Intershop nach Angaben des Sprechers keine Schwierigkeiten ,
Mitarbeiter zu gewinnen . In dieser Woche seien in Jena fast 50 Mitarbeiter
eingestellt worden , sagte Schaumann . Intershop beschäftigt weltweit rund 1.200
Programmierer , Computerexperten und Vertriebsleute . Das
Software-Entwicklungszentrum in Jena soll weiter ausgebaut werden ,
möglicherweise aber nicht in dem Umfang wie ursprünglich für 2001 geplant .
Intershop hatte die Verluste im vierten Quartal vor allem mit der
Investitionszurückhaltung von Kunden in den USA begründet . Die US-Probleme
hätten sich erst zwei Wochen vor Jahresende abgezeichnet . CES : Die
Computerbranche macht in Unterhaltungselektronik Am morgigen Samstag um 19 Uhr
deutscher Zeit öffnet die Consumer Electronic Show ( CES ) , die weltgrößte
jährliche Unterhaltungselektronikmesse , in Las Vegas ihre Tore . Doch auch wenn
er damit keinen Zuhörer mehr überraschen dürfte , gibt es auf der CES noch
einiges zu entdecken : Immerhin sind in diesem Jahr über 1800 Aussteller am
Start , zudem finden im " Rahmenprogramm " der Messe über 100 Veranstaltungen
mit mehr als 300 Experten statt . Erwartet werden 110.000 Besucher aus über 100
Ländern . Die Messe wurde erstmals 1967 durchgeführt - damals mit bescheidenen
200 Ausstellern und 17.500 Besuchern . Auf der CES können Interessierte sich
über sämtliche Facetten der Unterhaltungselektronik informieren - aber natürlich
stehen auch wieder einige Themen besonders im Mittelpunkt . In diesem Jahr sind
dies neben Digital Audio ( einschließlich MP3 ) und Digital Video noch drahtlose
Netzwerke und das mobile Internet . Die viertägige Messe wird allerdings nicht
mehr alleine von Firmen wie Sony und Panasonic beherrscht , die in den
vergangenen Jahren mit CES-Premieren wie der MiniDisk ( 1993 ) oder der DVD (
1996 ) das Interesse auf sich zogen . So stellte Analyst Tim Bajarin von
Creative Strategies fest , dass die " PC Guys " in diesem Jahr den Ton angeben .
Allerdings dringen diese , wie Intel mit ihrem jüngst angekündigten MP3-Player ,
auch in das Revier der Elektronikriesen ein . Zudem wachsen " klassische
Unterhaltungselektronik " und " klassiche Computertechnik " immer mehr zusammen
. Im Blickpunkt stehen dabei dieses Jahr so genannte " DVD-Prozessoren " . Diese
All-in-one-Chips leisten Audio- und Videosignalverarbeitungen wie MPEG2-Video ,
MP3- , Dolby Digital- und DTS-Dekodierung und bilden damit die Grundlage für
Spielkonsolen und Internet-fähige DVD-Player . Schließlich dürften auf lange
Sicht digitale Videorecorder die analogen Aufnahmegeräte verdrängen . Doch die
CES bietet ihren Besuchern nicht nur einen Ausblick auf die Technologie von
morgen . Ihre Veranstalter sehen in " The Show " , wie die Messe liebevoll
genannt wird , auch die Möglichkeit , ein Informations- und Diskussionsforum zu
schaffen . Dies passt zur geplanten offiziellen Einführung des neuen Standards
Dolby Surround Pro Logic II der Firma Dolby und der Präsentation der ersten
Scheiben für DVD Audio mit DTS-Ton . Bei der enormen Zahl an Ausstellern und
Veranstaltungen reicht das Messezentrum der Stadt , das Las Vegas Convention
Center , alleine schon lange nicht mehr aus : Weitere Messeorte sind die Hotels
Las Vegas Hilton , Riviera und Alexis Park . Studie : Nur wenige
Mobilfunk-Firmen überleben in Europa Der europäische Mobilfunkmarkt wird sich in
den kommenden 15 Jahren nach einer Studie auf eine Hand voll dominierende
Anbieter reduzieren . Zu den " sicheren " Überlebenskandidaten würden T-Mobil (
Deutsche Telekom ) , die britische Vodafone Group ( unter anderem Mannesmann/D2
) , Orange ( France Telecom ) sowie Cellnet ( British Telecom ) gehören . Zu
diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Forrester Research nach einer
Befragung von 26 europäischen Mobilfunkanbietern . " Größe ist ein
Schlüsselfaktor in einem wenig profitablen Markt mit hohen Kapitalkosten " ,
befand Forrester . Ab 2007 dürften die Mobilfunkanbieter mit Verlusten
konfrontiert werden , da der Erlös je Nutzer sich immer weiter verringere .
Marktdominierende Anbieter in kleineren Ländern wie Norwegen und Schweden werden
laut der Studie gezwungen sein , sich den größeren Unternehmen anzuschließen .
Dagegen dürften die Neulinge auf dem Markt nach 2007 wieder ganz von der
Bildfläche verschwunden sein . Als Grund nannte Forrester die hohen Ausgaben in
Ländern wie Deutschland und Großbritannien für die künftige Mobilfunkgeneration
UMTS . Eine Erholung des Marktes erwarten die Experten nicht vor 2013 . 3Dfx :
Voodoo-Zauber und Verluste Einer der größten Hersteller von Grafik-Chips , 3Dfx
, entlässt 130 Angestellte - rund 20 Prozent des Mitarbeiterstabs . Dies
berichtet der Wirtschaftsdienst Bloomberg . Ziel sei es , die Kosten zu
reduzieren und wieder in die Gewinnzone zu kommen . Neben Entlassungen hat 3Dfx
noch weitere Maßnahmen in Aussicht gestellt . Die Special Technologies Group ,
die Hardware für Grafik-Workstations unter Windows NT herstellt , soll in eine
eigene Firma ausgelagert werden . Für das vierte Quartal erwarten Börsianer
einen Verlust von 56 Cents pro Aktie . Auch neue Produkte sollen offensichtlich
die Rückkehr in die Gewinnzone befördern . Auf der CeBIT 2000 will 3Dfx zum
ersten Mal die bereits angekündigten Voodoo4 und Voodoo5 vorführen . Mit ihnen
möchte die Firma wieder Marktanteile von Nvidia zurückerobern . IBM mit Thin
Clients für Windows 2000 IBM will die eigenen Thin Clients nun auch mit
Unterstützung für Windows 2000 ausliefern - mit dem Nebeneffekt , dass sie sich
dann auch mit dem Windows Terminal Server für NT betreiben lassen . Die
entsprechenden Dienste in Windows-2000-Servern sind eine aktualisierte Version
der Software für NT . Bislang war für den Zugriff auf Windows-Server mit IBMs
Thin Clients MetaFrame von Citrix Voraussetzung , einer Ergänzung zu Windows
Terminal Server , die auch Nicht-Windows-Clients den Zugang öffnete . Die neuen
Thin Clients mit direkter Unterstützung für Windows 2000 sollen ab April
ausgeliefert werden . Die auch Netzwerk-Computer genannten Thin Clients sollen
vor allem die Kosten für den Betrieb von Unternehmensnetzen senken . Thin
Clients sind geschlossene Systeme , die in der Regel ohne lokalen Speicherplatz
oder lokale Anwendungen auskommen . User-Daten und Software halten die Geräte
auf einem Server vor . Im ersten Halbjahr 1999 sind laut IDC die Umsätze mit
Thin Clients für Unternehmen um 83 Prozent gestiegen . Auch Delta Airlines
verschenkt PCs Ähnlich wie Ford will die Fluggesellschaft Delta Airlines ihre
Angestellten mit Computern versorgen . Alle Mitarbeiter sollen mit Rechnern
einschließlich Monitor und Lautsprechern sowie Zugang zum Internet und dem
Intranet von Delta Airlines ausgestattet werden . Im Unterschied zu Ford müssen
die Delta-Angestellten allerdings 12 US-Dollar pro Monat bezahlen und einen
3-Jahres-Vertrag unterschreiben - Ford will von seinen Mitarbeitern nur rund 10
Mark pro Monat für den Internet-Zugang . Welcher Hersteller die Computer für
Delta Airlines liefern soll , steht nach Aussagen von Firmensprechern noch nicht
fest . In Frage kämen Hewlett-Packard , die auch die PCs für Ford liefern ,
Toshiba , Compaq und IBM . Bertelsmann mit neuem Aktionär und Mehrheit an RTL
Die belgisch-kanadische Finanzgruppe Groupe Bruxelles Lambert ( GBL ) übernimmt
25,1 Prozent der Anteile an der Bertelsmann AG ( Gütersloh ) . Im Gegenzug
übernimmt das Medienunternehmen die 30 Prozent der GBL-Anteile an Europas
führender TV- und Radioholding RTL Group , teilte das Unternehmen am heutigen
Montag mit . Damit ist eine Sperrminorität ausgeschlossen . Überraschenderweise
ist Bestandteil des Vertrags , dass ab 2004 GBL seine Anteile an der Bertelsmann
AG an die Börse bringen kann - ein Vorgang , der bislang von den
Bertelsmann-Eignern abgelehnt wurde . Auch eine Fremdbeteiligung an Bertelsmann
wiesen die Inhaber bislang zurück . Mit dem Austausch der Beteiligungen wird
Bertelsmann der beherrschende Aktionär der RTL Group , an der das Unternehmen
gemeinsam mit der WAZ-Gruppe bereits 37 Prozent hält . Bertelsmann und die
WAZ-Gruppe teilen sich ihre Beteiligung im Verhältnis 80 Prozent Bertelsmann und
20 Prozent WAZ . Die GBL-Anteile erwirbt Bertelsmann ohne Beteiligung der WAZ .
Ein weiterer Gesellschafter der RTL Group ist die britische Pearson TV mit 22
Prozent . GBL , CLT-UFA und Pearson hatte im April 2000 die Fusion vereinbart .
In Deutschland gehören zum Portfolio Europas größter Werbeträger RTL sowie VOX
und Beteiligungen an Super RTL und RTL II . Der Einstieg der Finanzgruppe stellt
einen einschneidenden Meilenstein in der Geschichte von Bertelsmann dar . Thomas
Middelhoff , Chef des deutschen Medienkonzerns , sprach von einem " strategisch
und firmenhistorisch bedeutsamen Schritt , der die Zukunft des Unternehmens
nachhaltig prägen wird " . " Alle Beteiligten sind gemeinsam der Überzeugung ,
dass Bertelsmann unter Beibehaltung der unternehmerischen Eigenständigkeit eine
richtungweisende Möglichkeit gefunden hat , sich neuen Entwicklungen anzupassen
und auch eigene Aktien als Akquisitionswährung einzusetzen " , hieß es in
Gütersloh . Der Medienkonzern ist im Besitz der Bertelsmann-Stiftung sowie der
Familie von Reinhard Mohn . Der Rückkauf der einstigen Zehn-Prozent-Beteiligung
der ZEIT-Stiftung war im vergangenen Jahr von Bertelsmann angekündigt worden und
soll bis spätestens 2004 abgeschlossen sein . Mohn hatte bislang stets
ausgeschlossen , dass die Holding jemals an die Börse gebracht würde . Erst vor
wenigen Tagen hatte Bertelsmann die Broadband Group für interaktive Medien über
Kabel und Satellit gesellschaftsrechtlich an RTL übertragen . Intershop will
schwarze Zahlen schreiben Die Jenaer Software-Firma Intershop AG will bis Ende
des Jahres wieder in die Gewinnzone kommen , erwartet für das Gesamtjahr jedoch
einen zweistelligen Millionenverlust . " Gegen Ende des Jahres wollen wir
schwarze Zahlen schreiben " , sagte Finanzvorstand Wilfried Beeck der dpa . Der
Aktienkurs war zu Jahresbeginn um bis zu 70 Prozent eingebrochen . Er sank nach
der schlechten Bilanz nochmals von 9,70 Euro am Mittwoch auf 7,85 Euro am
Freitag . Wegen des Kurseinbruchs hatten Anleger schon angekündigt , gegen
Intershop klagen zu wollen . Im Januar wurden weltweit rund 200 Stellen
gestrichen . In den USA musste fast ein Drittel der 256 Mitarbeiter gehen . Vor
allem auf dem amerikanischen Markt musste das in den USA trotz großer
Werbekampagne noch immer recht unbekannte Unternehmen schwere Einbußen hinnehmen
. Die Geschäfte in Deutschland laufen nach Worten von Beeck dagegen besser . "
In Jena werden Mitarbeiter in der Entwicklung hinzukommen " , kündigte er an .
Europa bleibt nach Ansicht des Finanzvorstands das Zugpferd für Intershop . " In
England haben wir sehr gut aufgeholt . " IBM vom Erfolg von Linux überzeugt IBM
kann sich in seiner Begeisterung für Linux offensichtlich kaum noch zurückhalten
. Linux setze sich zunehmend bei unternehmenskritischen Anwendungen durch ,
sagte Clementi . Als erste Investmentbank hatte Dresdner Kleinwort Wasserstein
in der vergangenen Woche angekündigt , das Open-Source-Betriebssystem auch im
Risikomanagement einzusetzen . " Was gibt es Kritischeres als Risikomanagement ?
" , meint Clementi . IBM und Shell entwickeln gemeinsam einen Supercomputer für
die Erdölförderung , der auf Linux basiert und an der Grenze zwischen
wissenschaftlichen und kommerziellen Anwendungen arbeitet . Das schwedische
Telekom-Unternehmen Telia lässt die Internet-Daten seiner Kunden auf einer S/390
verwalten , auf der über Partionierung mehrere unabhängige Linux-Installationen
gestartet werden können . Nach Clementis Angaben steht Linux als Betriebssystem
bei neu ausgelieferten Servern hinter dem Konkurrenten Windows NT/2000 von
Microsoft zwar noch auf Platz zwei . " Mit einem Plus von 24 Prozent war Linux
im vergangenen Jahr aber die am schnellsten wachsende Plattform überhaupt " ,
betont der 42 Jahre alte IBM-Manager . Clementi sagte , die lange Verzögerung
des erst seit Anfang des Jahres erhältlichen Linux-Kernel 2.4 bedeute " keine
unübliche Verspätung " . Er sprach sich dafür aus , das bisherige Prinzip der
Weiterentwicklung und Autorisierung beizubehalten : " Dieser Prozess hat sehr
viel dazu beigetragen , dass es heute nur ein Linux gibt und dass wir ein extrem
stabiles und sicheres System haben . " IBM werde weiterhin die Unabhängigkeit
des Betriebssystems unterstützen . " Es ist Voraussetzung für den Erfolg von
Linux , dass dies ein Standard bleibt , der nicht von einem Unternehmen
kontrolliert wird . " Für die Provider werde das ganze Registrargeschäft sowieso
zunehmend uninteressant , weil es beratungsintensiv und dabei von einem massiven
Preisverfall gekennzeichnet sei , urteilt Michael Schneider , ISP-Vertreter im
Names Council der Internet- und Namensraumverwaltung Internet Corporation for
Assigned Names and Numbers ( ICANN ) . Der gefürchtete D-Day , wenn die neuen
Domains registriert werden können , werde also doch wohl eher zu einem "
1000-Meter-Lauf " an einer Uni werden , meint Schneider . Schließlich hat sich
die ICANN beim Auswahlverfahren auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert - ganz
abgesehen davon , dass in den USA am kommenden Donnerstag bei einer ersten
Anhörung die Fairness des Auswahlprozesses von einem Kongress-Ausschuss unter
die Lupe genommen wird . Selbst mancher ICANN-Direktor räumt ein , dass man
tatsächlich keine so präzisen Kriterien bei der Auswahl 7 aus 44 hatte . " Weil
es keine technischen Spezifikationen für neue Domains gebe , wurde eher nach
politischen Erwägungen entschieden " , sagt ICANN-Direktor Helmut Schink . Man
werde sich aber um die Formulierung von Standards bemühen , künftig soll die
Auswahl neuer Domains dann praktisch " automatisch " funktionieren .
Gesichtspunkte wie der akustische Wohlklang von " iii " sollen dann keine Rolle
mehr spielen . Leider , so CORE-Sekretär Werner Staub , habe der lange
verschleppte Prozess um die Einführung der neuen Domains ein Phänomen offenbart
, das man mit der substraktiven Farbmischung vergleichen müsse . Dabei ergäben
alle Farben am Ende nur noch weiß : " Die kollektive Intelligenz " , so Staub ,
" konnte tatsächlich nicht mehr weiter reduziert werden . " Staub , der für die
gescheiterte CORE-Bewerbung um .nom mitverantwortlich war , kritisiert ICANNs
Entscheidung vor allem auch deshalb , weil der Vorstand sich fast durchweg für
kommerzielle Registry-Konzepte entschieden hat . Gewinnorientierung auf dem
öffentlichen Rücken nennt der Schweizer das und einen Schlag ins Gesicht
derjenigen , die den alten Gedanken des " public service " im Netz weiter
verfolgten . Umso mehr riet Staub den Teilnehmern der Tagung des
ICANN-Studienkreises in Zürich : Dazu verriet Gescheiterte auch das " unfehlbare
Erfolgrezept " für künftige Bewerbungen um eine " get rich quick TLD " . Vor
allem und in erster Linie rät er zu " blauen Zahlen " in der Bewerbung . "
Verwenden Sie blaue Zahlen , nicht rote , nicht schwarze und erfinden Sie diese
frei " , so seine kritische Analyse des Auswahlverfahrens . " 99,9 Prozent , das
klingt einfach gut . " Stimmen müsse es nicht . Von Vorteil sei auch , wenn es
aussehe als verfüge man über " wahnsinnig viel Kapital " . Ein Blick in die
manchmal mehrere hundert Seiten starken Bewerbungen zeige auch , dass man
offensichtliche Details auf jeden Fall seitenlang erklären müsse und auf
Schlagwörter auf keinen Fall verzichten dürfe . Erklären sollte man solche
Schlagwörter nicht , das habe CORE etwa im Fall der Privacy-Regelung allenfalls
geschadet . " Das Privacy-Problem ist dadurch gelöst , dass wir dem EU-Recht
unterstehen " , hätte die erfolgreiche Konkurrenz geschrieben , das sei völlig
ausreichend . Bei 44 Bewerbungen mit teilweise mehreren hundert Seiten könne man
das schließlich nicht mal von der ICANN erwarten . Allenfalls werde quer gelesen
und anhand eines Punktekatalogs mit den anderen Bewerbungen verglichen . Einen
Evaluierungsbericht , den sich das ICANN-Büro von Beratern und Anwälten
erstellen ließ , bekamen die Vorstandsmitglieder teilweise erst auf dem Weg zur
entscheidenden Sitzung . Nicht zu vergessen , sich von US-Anwälte vertreten zu
lassen , gehört laut Werner Staub auch noch zum Erfolgsrezept . Vielleicht
findet sich diese nicht ganz ernst gemeinte Liste ja bald in einem
standardisierten ICANN-Fragebogen für gTLD-Bewerber ? Berlinale der Software
Neben dem Filmfestival stehen in Berlin derzeit auch künstlerische Software und
interaktive Videos auf dem Programm . Aber anders als in den Kinos werden hier
nicht nur perfekte Produkte präsentiert : " Do it yourself " lautet das Motto
des gestern eröffneten Medienkunstfestivals Transmediale 0.1 , das von der
Bundeszentrale für politische Bildung und Unternehmen wie Lucent Technologies ,
Siemens Fujitsu und Apple gefördert wird . Mit steigender Rechnerleistung ,
höherer Übertragungsgeschwindigkeit und neuen Komprimierungsverfahren rückt das
Internet näher an klassische Unterhaltungs-Medien heran , so der Ausgangspunkt
der Veranstaltung . Sei es Musik , Video oder eine Flash-Animation , via
Internet könnten viele Künstler ihre Zielgruppe schnell bedienen . Richtig
etablieren werde sich die künstlerische Contentproduktion aber erst dann , wenn
sich so etwas im Internet auch bezahlt mache . So lautet auch ein Schwerpunkt
der Veranstaltung , was im digitalen Zeitalter die Begriffe Copyright und Autor
noch bedeuten . Auch die Frage , inwieweit das Internet zum Demokratie-förderden
Medium taugt , beschäftigt die Teilnehmer der Veranstaltung . Die Transmediale ,
die im Internet mitverfolgt werden kann , endet am 12. Februar mit einer
Preisverleihung für Software und Videos mit neuen künstlerischen Ideen .
Bundesinnenminister : Internet schafft urdemokratische Zustände Für
Bundesinnenminister Otto Schily hängt die Lebensqualität der Bürger davon ab ,
wie gut und wie schnell der Staat Dienstleistungen erbringt . 69 Prozent der
Bürgerinnen und Bürger wünschen sich , ihre Behördenangelegenheiten über das
Internet erledigen zu können , betonte Schily heute zum Auftakt des Berliner
Kongresses Effizienter Staat - Resümee der Modernisierung . Der Bürger wolle
staatliche Dienstleistungen schneller und unkomplizierter in Anspruch nehmen .
Daher müsse die öffentliche Verwaltung einfacher und unbürokratischer
organisiert werden . " Die heute 13-Jährigen werden es in fünf Jahren nicht mehr
verstehen , wenn sie ihren Personalausweis oder ihren Führerschein nicht über
das Internet beantragen können " , mahnte Schily . Erneut bestätigte er , es sei
das Ziel der Bundesregierung , bis Ende 2005 alle internetfähigen
Dienstleistungen der Bundesverwaltung online anzubieten . Auch die Wirtschaft
habe ein Interesse daran , dass der Staat seine Dienstleistungen elektronisch
anbiete , sagte Schily . Daher müsse die durch E-Commerce-Anwendungen erwirkte
Neugestaltung der Datenabläufe in Unternehmen auch in der Verwaltung stattfinden
. " E-Government ist das Pendant zu E-Commerce " , erklärte der
Bundesinnenminister . Ebenso wie beim elektronischen Supermarkt Kosten
eingespart werden könnten , müsse auch die Verwaltung mehr leisten und
gleichzeitig weniger kosten . Als Beispiele für bereits umgesetzte Konzepte auf
dem Weg zum BundOnline nannte Schily die elektronische Arbeitsvermittlung durch
die Arbeitsämter . In Kürze werde jeder Bürger bei der Bundesanstalt für Arbeit
Auskunft über den Stand seines Rentenkontos erhalten , kündigte Schily an .
Vorbildlich sei auch das Bundesverwaltungsamt mit der Abwicklung der
BaföG-Rückzahlung über das Internet . Seit dem 1. November 2000 haben 500.000
BaföG-Rückzahler die Möglichkeit , mit ihrem Sachbearbeiter über das Internet zu
kommunizieren . Noch in diesem Jahr werden die ersten Behörden-Beschaffungen
über das Internet abgewickelt . Dieser E-Commerce der Rathäuser spare Kosten in
Milliardenhöhe , stellte Schily in Aussicht . Auch die Bundesdruckerei , die
täglich 60.000 Personalausweise und 30.000 Führerschein auf elektronischem Wege
bereitstelle , habe Vorbildfunktion für moderne Verwaltungsabläufe . Gemeinden
können Personbalausweisanträge elektronisch an die Bundesdruckerei übermitteln .
Dadurch werde im Vergleich zum Schneckenpostweg eine Woche Bearbeitungszeit
eingespart . Obwohl Deutschland eine Massendemokratie sei , stelle das Chatten
und Mailen im Internet urdemokratische Zustände wieder her , schwärmte Schily .
Vergleichbar dem politischen Marktplatz der alten Athener , der Agora , gebe es
im digitalen Zeitalter die E-Gora . Gleichzeitig musste Schily allerdings
einräumen , dass er selbst mit der prompten Beantwortung der via E-Mail an ihn
gerichteten Fragen nicht immer nachkomme . Dies sei aber nur ein Hinweis darauf
, dass jede Verwaltung , die ihre Dienstleistungen online anbieten wolle ,
bereit sein müsse , ihre Verwaltungsabläufe radikal zu ändern , betonte Schily .
Lahme Ministerien bremsen britisches E-Government Nach einer Untersuchung des
Beratungsunternehmens Forrester Research wird die britische Regierung ihre
selbst gesteckten Ziele in Sachen E-Government nicht erreichen . Die Analysten
bei Forrester vergaben an 9 von 14 untersuchten Ministerien und Ämtern die Note
" D " oder " E " ( auf einer Skala von A bis F ) . Während das Erziehungs- ,
Handels- , Innen- , Kultus- und Umweltministerium immerhin noch die Note " C "
erhielten , mussten sich unter anderem die Ministerien für Auswärtiges , Technik
, Nordirland und Landwirtschaft mit der Note " D " begnügen ; das staatliche
Statistikamt , prädestiniert für Informationsangebote über das Web , erlangte
zusammen mit drei weiteren Ministerien die schlechteste Note " E " . Gerade jene
Ministerien , die ihre Dienstleistungen noch am ehesten über das Netz
präsentieren und auf dem Weg zur digitalen Demokratie eine Führungsrolle
einnehmen könnten , erhielten mit die schlechtesten Noten . Die Untersuchung von
Forrester basiert auf Interviews mit Beschäftigten in den 14 untersuchten
Ministerien und auf Nachfragen bei Lieferanten , die öffentliche Stellen mit
technischer Ausrüstung beliefern . In 12 Kategorien vergab Forrester Punkte an
die Ministerien , unter anderem für ihre langfristigen Zukunftspläne , wie
engagiert sie sind , um das gesteckte Ziel zu erreichen , ihre Meinung , von
welchen Partnern aus der Wirtschaft sie dazu Unterstützung benötigen würden und
mit welchen Kosteneinsparungen sie dadurch rechnen . Das Fazit von Forrester
Research : Die Forscher haben daher starke Zweifel , ob die Regierung um
Premierminister Tony Blair ihr Ziel in der vorgegebenen Zeit erreichen wird .
Aus den Reihen der befragten Lieferanten trauen der Regierung das nur noch 13
Prozent zu . Die Autorin der Untersuchung , Caroline Sceats , macht dafür die
Einstellung in den einzelnen Ministerien verantwortlich , die zu lange über
ihrer Vision brüten anstatt endlich zu handeln . Dabei bleibt auch der
Premierminister nicht ungeschoren . Hatte Tony Blair im vergangenen Jahr noch
jede Woche eine Internet-Übertragung aus der Downing-Street abgehalten , so
stammt die letzte Aufzeichnung aus dem November . Eine ungeschickte
Demonstration , denn " beim Bürger Interesse zu wecken war noch das Einfachste
am ganzen Plan " , meint Sceats . Eine Veränderung der verkrusteten Bürokratie
wird dagegen noch schwerer , denn hier ist die Tradition noch stärker als der
Wille zur Veränderung . Durch die anvisierte Deadline macht es sich die
Regierung zudem selbst noch schwerer . Einen so knapp bemessenen Zeitplan
könnten nur kleine und sehr dynamische Firmen umsetzen , meint Sceats . Große
Firmen dagegen bewegen sich nur langsam . Vielleicht sollte sich die Regierung
besser diesem Tempo anpassen , so der gute Rat der Autorin . Dass es in
überschaubareren Einheiten wirklich besser funktioniert , zeigen die
Fortschritte in den einzelnen Regierungsbezirken auf der Insel . Erst vor einer
Woche hatten die 110.000 Einwohner der Städte Bracknell , Crowthorne , Sandhurst
und Winkfield eine digitale Identität erhalten . Und das britische
Justizministerium will in Zukunft zumindest bei kleineren zivilrechtlichen
Rechtsstreitigkeiten ein papierloses Verfahren ermöglichen , indem Zivilklagen
über ein vorgefertigtes Formular per Internet eingereicht werden können . Eine
kurze Linux-Ehe Diese Linux-Ehe währte nicht lange : Erst Ende Juni 2000
verschmolzen die bis dahin selbstständige Karlsruher Colibri GmbH und der
Linux-Dienstleister innominate AG aus Berlin zu einem Unternehmen . Am 1.
Februar 2001 trennten sich die badischen Software-Spezialisten wieder von dem
Berliner Linux-Haus , das Ende Dezember eine Änderung der Geschäftstrategie
verkündet hatte . Florin Spanachi , Gesellschafter und Geschäftsführer der alten
wie der neuen Colobri GmbH über die Gründe , die zu der Trennung führten : " Wir
hatten zu unterschiedliche Vorstellungen von Unternehmenskultur . " Wichtig
seien für ihn vor allem langfristige Kundenbindung und zufriedene
Geschäftspartner . Die innominate AG , die bereits Mitte Dezember ihre Hamburger
Niederlassung sowie die erst sechs Wochen vorher eröffnete Düsseldorfer Filiale
schloss , verliert damit einen weiteren Standort . Dabei hatte Vorstandssprecher
Raphael Leiteritz noch im vergangenen Jahr den Zusammenschluss mit Colibri als "
wichtigen Schritt in der überregionalen Expansionsstrategie " bezeichnet . Erst
Ende 2000 hatte innominate sich von rund zwanzig Beschäftigten und zwei
Vorstandsmitgliedern getrennt ; mit der Aufgabe des Karlsruher Standortes
schmilzt die Mitarbeiterzahl um weitere 18 Angestellte . Elf von ihnen wechseln
zur Colibri GmbH . " Die Erfahrungen mit der New Economy waren nicht sonderlich
überzeugend " , meint Colibri-Geschäftsführer Florin Spanachi . Kundenzahl bei
D2 Vodafone übersteigt 20 Millionen Nahezu jeder vierte Deutsche telefoniere im
D2-Netz . Allerdings ist die Telekom-Tochter T-Mobil ( D1 ) dem Düsseldorfer
Konkurrenten dicht auf den Fersen : Ein Sprecher bezifferte die D1-Kundenzahl
auf derzeit 19,9 Millionen . Die Marktanteile seien im Kern bereits verteilt .
D2 Vodafone habe eine hervorragende Ausgangslage für die erfolgreiche
Vermarktung von multimedialen Datendiensten . Auf D2 und T-Mobil entfallen
jeweils rund 40 Prozent der Mobilfunkkunden in Deutschland . Im vergangenen Jahr
hatte sich die Zahl der Handybesitzer auf 48 Millionen mehr als verdoppelt . Was
war . Was wird Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die
Details schärfen : Immer wieder gibt es Informationsbröckchen , die es nicht zur
richtigen Nachricht schaffen . Sie mögen nicht in das Bild passen , das eine
Firma von sich präsentieren will . Manches bleibt auch unterhalb der
Aufmerksamkeitsschwelle : Menschen , Computer , Sensationen verdecken den Blick
auf Hintergründiges und Zusammenhängendes . Die Wochenschau ist Kommentar ,
Ausblick und Analyse . Was war Ich übrigens auch nicht . Ein paar Anmerkungen
erscheinen aber noch notwendig . Allenthalben herrscht nur Zufriedenheit . Die
Messegesellschaft brüstet sich mit neuen Rekorden ; die Aussteller werfen zwar
diverse Zahlen in den Raum , wie viele Arbeitskräfte denn fehlen und wie
schlecht es der Branche darob geht , schwafeln aber im gleichen Atemzug von
unzähligen " Kundenkontakten " und sehen unerhörte Profite auf sich zukommen .
Kein Wunder , dass der Veranstalter der CeBIT angesichts all der Begeisterung
auch ein Stückchen vom Kuchen abbekommen will : Eine Ausdehnung der CeBIT um ein
oder zwei Tage oder gar eine Aufspaltung in zwei Messen sind in der Diskussion .
Die Ritter der Virtualität satteln ihre Rosse und reiten in Hannover ein , um
sich ganz real gleich über eine Woche oder mehrmals im Jahr zu treffen ? Klasse
Idee . Ich plädiere für eine virtuelle CeBIT , eine E-CeBIT , um einmal ganz aus
der Reihe das in der letzten Wochenschau gekürte Unwort , beziehungsweise den
Un-Buchstaben des Jahres 1999 aufzugreifen . Keine Staus mehr auf dem
Messeschnellweg , keine überfüllten Restaurants mit zur fünften hannoverschen
Jahreszeit schnell heraufgesetzten Preisen , keine wund gelaufenen Füße mehr .
Paradiesische Zustände . Aber die Branche ist wohl noch nicht intelligent genug
, um sich auf intelligente Veranstaltungen einzulassen . Vielleicht gibt es
Newsticker-Leser , die das Akronym IQ mit Intelligenzquotient auflösen . Das ist
ab sofort nur noch bedingt richtig . IQ wird beim Elektronikkonzern Electrolux
gerade zu einem Markennamen für einen neuen Herd umgebaut , für das " kochende
Superhirn , das verschiedene Gerichte auf mehreren Ebenen gleichzeitig
zubereitet " . Die dafür notwendigen automatischen Kochprogramme werden von
einem aufwändigen Verfahren namens Multitasking gesteuert , versichert uns
Electrolux . " Die Programme werden mit einem vernetzten elektronischen Kochbuch
und einem elektronischen Stift bedient " . Multitasking betreibt der Mensch ,
der morgens Kaffee und Eier kocht , einen Toast anwirft und dabei wwww liest ,
ganz ohne IQ . Nicht wirklich - die Qualitätssicherung deutscher Firmen ist nun
einmal mangelhaft , was die Zusammenstellung einer Master-CD anbelangt . Ist es
ein Zeichen von Intelligenz , wenn Microsoft und MSN alle Werbebanner-Anzeigen
bei den Online-Angeboten storniert , die über diesen Lapsus berichteten ? Ja ,
denn Microsoft begründete die Stornierung mit möglichen Sicherheitseinbrüchen
auf den hauseigenen Servern . Wie viel IQ braucht es , um einen Benutzeraccount
und ein Passwort zu ändern , wenn der Fehler aufgeflogen ist ? Heute geht er
anders : You are watching Big Brother . Etwa Einstein , der die Zunge
rausstreckt , die Explosion der Raumfähre Challenger oder der Blackpower-Gruß
bei den olympischen Spielen in Mexiko . All diese Bilder gehören der Firma
Corbis , die wiederum einem bekannten Namen unserer Branche gehört : Bill Gates
. Im Jahre 1995 begann Gates , Corbis mit Milliarden zum größten Bilderfundus
der Welt aufzubauen . In der letzten Woche konnte Corbis gleich drei Neuzugänge
melden : Gegenüber den Millionen nehmen sich die 2500 Fotografien von Ansel
Adams bescheiden aus , doch mit ihnen kaufte Corbis amerikanische Ikonen . Was
Corbis anbelangt , so ist die Firma weit weg von ihren Anfängen als "
Interactive Home Systems " . Zusammen betreiben sie Teledesic , ein Unternehmen
, das zur Beförderung der Datenkommunikation viele kleine Satelliten in den
Himmel schießen will . Iridium ist das weltumspannende Satellitensystem für
globales Telefonieren , das im Sternbild des Pleitegeiers fliegt . Am Wochenende
spuckten nun die Redaktionsfaxe eine Stellungnahme von Eagle River aus , nach
der es keine weitere Finanzspritzen für Iridium geben wird . Sprache ist out ,
wie man gut an den anstehenden UMTS-Versteigerungen sehen kann . Stattdessen
will sich Eagle River darum bemühen , die datenzentrierte Londoner ICO Global
Comunnications mit Teledesic zu verschmelzen . Die Internet-Verbindung soll die
Killer-Anwendung des selbstorganisierenden Funknetzes sein , Sprache wird hier
nur als Voice-over-IP realisiert werden . Am vorletzten Messetag der CeBIT gab
es die erste öffentliche DIRC-Kommunikation in einem größeren Rahmen . Sie war
ein Lehrstück deutscher Gründlichkeit : 4 Professoren referierten ausführlich
zwei Stunden lang über die Grundlagenforschung , die hinter DIRC steht , erst
danach gab es eine Demonstration der DIRC-Stationen . " Wenn DIRC etwas braucht
, dann ist dies ein potenter Investor " , hieß es lange Zeit . Mit MCI/Worldcom
hat man anscheinend einen Investor gefunden , der sich auf das Abenteuer
einlässt , die Deutschen von der Telekom-Orientierung zu befreien . Wenn DIRC
etwas braucht , dann ist es ein PR-Berater . Spätestens , wenn Gates und McCaw
sich an dem Laden beteiligen , wird sich zeigen , wie solch ein Konzept
vermittelt werden kann . Was wird Kaum ein Wirtschaftsteil , in dem nicht
Artikel über das neue deutsche Börsenfieber zu finden sind , in dem nicht vor
dem Bauernglauben der Anleger gewarnt wird . Zurzeit sind Warnungen eine
ziemlich zwecklose Sache , fast jede Internet-Emission startet an den Börsen mit
Karacho . So dürfte es auch im Fall des Börsenganges der Suse Linux AG gehen .
Nun will sich in den nächsten Wochen ein echter deutscher Verein gründen , der
über die Börse 51 Prozent der Suse-Aktien übernehmen soll . Ziel des Vereins ist
es , nach der erfolgreichen feindlichen Übernahme von Suse das " Auslaufen der
derzeitigen von Suse vertriebenden Linux-Distribution " zu verkünden und sie
durch " die Unterstützung einer hier nicht genannten freien anderen Distribution
" zu ersetzen . Auch eine nette Sache : Statt Religionskriegen zwischen
Microsoft-Soldaten und Linux-Guerillas nun der finale Fight zwischen den
Ideologen der diversen Linux-Distributionen . Anscheinend gibt es momentan in
der EDV-Branche nichts , was man sich nicht vorstellen könnte . Noch suchen die
Initiatoren allerdings die zur Vereinsgründung notwendigen sieben Mitglieder .
Eine neue Qualifizierungsoffensive kann anlaufen . Wir sehen ihn schon , den
Vorwurf , dass die Obdachlosen die Linux-Szene abzocken . Bewegung in der
"Green-Card"-Debatte Nachdem sich gestern auch die stellvertretende
DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer in der Diskussion um Arbeitserlaubnisse für
ausländische IT-Spezialisten zu Wort gemeldet hatte , kommt nun Bewegung in die
Diskussion um eine so genannte " Green Card " zur Behebung des
Facharbeitermangels in der EDV-Branche . Auch innerhalb der rot-grünen
Bundesregierung scheinen sich die Wogen zu glätten . Kanzleramtschef
Frank-Walter Steinmeier soll die unterschiedlichen Positionen von Wirtschafts- ,
Bildungs- und Arbeitsministerium unter einen Hut bringen . Der Aufenthalt für
Arbeitsmigranten müsse deshalb eine " auf Dauer angelegte Regelung sein " .
Damit kommt Schily den Forderungen von Fachleuten entgegen . So sprach sich der
Osnabrücker Migrations-Experte Professor Klaus Bade für eine umfassende
Einwanderungsgesetzgebung aus . Ein auf wenige Jahre begrenztes Angebot zur
vorübergehenden Einwanderung nehme deutschen Unternehmen die Chance ,
international anerkannte Topleute zu verpflichten . " Die kommen nicht , wenn
sie hinterher wieder hinausgeworfen werden " , erklärte er gegenüber dpa . Es
dürfte tatsächlich keine verlockende Vorstellung für ausländische
IT-Spezialisten sein , drei oder vier Jahre in Deutschland zu arbeiten , um
anschließend in Abschiebehaft zu landen ... Auch in der Wirtschaft mehren sich
die Stimmen , die eine auf wenige Jahre begrenzte " Green Card " für zu kurz
gegriffen halten . Der Finanzvorstand von DaimlerChrysler , Manfred Gentz ,
erklärte in einem Interview mit der B.Z. am Sonntag , eine Arbeitserlaubnis von
zwei oder drei Jahren sei möglicherweise zu kurz . Man dürfe aber auch nicht den
Fehler der 60er-Jahre wiederholen , Gastarbeiter in großer Zahl anzuwerben .
Probleme , dass eine zeitlich befristete " Green Card " einen möglichen
Arbeitskräftemangel nicht beheben könnte , sieht der Bochumer
Innovationsforscher Professor Erich Staudt noch auf einer anderen Ebene . Vor
allem in Russland und Indien sei das Potenzial an High Tech-Kräften durch
Anwerbungen dezimiert . " Die Amerikaner waren schon da " , kommentierte Staudt
. Die Gewerkschaften dagegen halten bislang von dem Schröder-Vorstoß wenig .
Nach DGB-Vize Engelen-Kefer , die sogar einen rückläufigen Fachkräfte-Bedarf
sieht , äußerten sich auch Sprecher der Einzelgewerkschaften skeptisch .
IG-Metall-Chef Klaus Zwickel kritisierte , es werde der Versuch unternommen ,
eigene Versäumnisse mit einer kurzsichtigen Lösung zu kaschieren und
andererseits die billigste Lösung für die deutsche Wirtschaft zu suchen . Auch
der ÖTV-Chef Herbert Mai warnte vor einer generellen Anwerbung ausländischer
Fachkräfte und der gleichzeitigen Vernachlässigung der vereinbarten
Ausbildungsverbesserungen . Die Gewerkschaften befinden sich mit dieser Kritik
auf einer Linie mit der CDU/CSU und der Mehrheit der bundesdeutschen Bevölkerung
. Und CSU-Chef Edmund Stoiber sprach von einer " Bankrotterklärung der Politik "
. Der bayerische Landeschef ruderte aber gleich wieder etwas zurück : Seine
Regierung stehe der Schröder-Initiative nicht im Wege . 56 Prozent der
Bundesbürger würden allerdings der Gewerkschafts- und CDU/CSU-Linie zustimmen :
So viele halten nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts dimap die
Idee für falsch , ausländische Computer-Experten nach Deutschland zu holen ; nur
37 Prozent finden die Idee dagegen richtig . Unter den Arbeitslosen ist die
Ablehnung noch deutlicher : 75 Prozent sprachen sich gegen die " Green Card "
aus . Ob letztlich aus der "Green-Card"-Idee ein befristetes Angebot für eine
Art High Tech-Aushilfsjob oder tatsächlich eine generelle Einwanderungspolitik
entwickelt wird , dürfte sich spätestens zeigen , wenn die Kommission des
Arbeitsministeriums erste Ergebnisse ihrer Überlegungen vorstellt .
Telekom-Pläne stoßen auf Widerstand Die Pläne der Deutschen Telekom ,
amerikanische Telekom-Konzerne aufzukaufen , stoßen auf Widerstand . US West ist
nun mit den Gesprächen , die Telekom-Chef Ron Sommer angeblich schon mit dem
Qwest-Vorstand über einen Zusammenschluss geführt hat , gar nicht einverstanden
. Die Gespräche zwischen Qwest und Deutscher Telekom verletzten eindeutig die
Fusionsvereinbarungen zwischen den beiden Unternehmen , soll der Vorstand von US
West an Qwest geschrieben haben . Dieser Betrag war in der Vereinbarung zwischen
den beiden Konzernen festgelegt worden , sollte einer der beiden Partner von dem
Vertrag zurücktreten . Zwar benötigt der deutsche Telekom-Konzern dringend
internationale Partner , um angesichts der Globalisierung der Telefon-Märkte
mithalten zu können . Der Widerstand von US West gegen eine Übernahme durch die
Deutschen und die Auseinandersetzungen zwischen den beiden potenziellen
US-Partnern lassen eine Übernahme von Qwest inzwischen zumindest als
problematisch erscheinen . Daher soll die Telekom die Verhandlungen mit dem
globalen Netzbetreiber Global Crossing wiederbelebt haben . Branchenexperten
raten der Telekom sowieso von einer Qwest-Übernahme ab und empfehlen stattdessen
Verhandlungen mit Global Crossing oder dem britischen Konzern Cable & Wireless .
Global Crossing betreibt ein weltumspannendes Glasfasernetz einschließlich
unterseeischer Transatlantik-Leitungen . Cable & Wirless ist die zweitgrößte
Telefongesellschaft in Großbritannien und einer der größten Internet-Carrier in
den USA . Mit jedem der beiden Unternehmen bekomme die Telekom einen furiosen
Einstieg in den globalen Markt , während die Übernahme von Qwest ihr nur eine
US-Telefongesellschaft verschaffe , erklärten Analysten . Zudem würde der Kauf
von Qwest angesichts deren Fusion mit US West bedeuten , dass sich die Telekom
mit den Unwägbarkeiten der US-Regulierung für regionale Carrier auseinander
setzen müsse . Die Börsianer erwarten , dass die Telekom innerhalb der nächsten
Tage oder Wochen eine Entscheidung bekannt gibt , welches Unternehmen nun
tatsächlich gekauft werden soll . Über das Internet bestellen und bezahlen - das
gibt es schon lange . Doch beim elektronischen Handel stand der Konsument nur am
Anfang allein im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit . Schnell verlagerte sich der
Schwerpunkt auf das so genannte Business-to-Business-Geschäft ( B2B ) zwischen
Unternehmen , die auf eigenen Online-Marktplätzen ihre Waren kostengünstiger und
schneller einkaufen können . Ein Beispiel dafür ist Japan : Der Service i-mode
gilt weltweit als Vorreiter des mobilen Internet , und nach einer
Ericsson-Studie entfallen dabei 40 Prozent des Datenverkehrs auf Angebote zur
Unterhaltung . Besonders junge Japaner laden sich gegen Gebühren
Fantasie-Figuren , Horoskope und Karaoke-Texte auf ihr Handy . Auch in
Deutschland setzen die Pioniere des M-Commerce , die sich selbst gern als die
Yahoos und Amazons der Zukunft sehen , vor allem auf Klingeltöne und Logos für
das Mobiltelefon . Die ersten dieser neuen Internet-Portale mussten allerdings
bereits Konkurs anmelden . Denn dass sich die Verbraucher ein M für ein E
vormachen lassen , ist trotz der allgemeinen Euphorie noch ungewiss : WAP , der
erste Übertragungsstandard für mobile Internet-Dienste , erwies sich wegen der
langsamen Geschwindigkeit bislang als Flop . Für GPRS , das zumindest die
Datenrate drastisch erhöhen soll , kommen die ersten Geräte erst langsam auf den
Markt . Dennoch bleibt die Industrie optimistisch : Ausgerechnet Erwin Staudt ,
Deutschland-Chef des Computerriesen IBM , hält das Mobiltelefon für den "
Knaller " der nächsten Jahre . Dann soll es auch schon mehr mobile als
Festnetz-Nutzer im Internet geben . Nicht alle Vorteile des Handys im Vergleich
zum PC liegen sozusagen auf der Hand , einer ist sogar unter dem Plastikgehäuse
versteckt : Es ist der Chip , mit dem jedes Mobiltelefon ausgestattet ist . Wer
den gleichen Standard für seinen Computer zu Hause wünscht , müsste sich erst
ein Kartenlesegerät anschaffen . " Bisher ist die Bezahlung im Internet
eingeschränkt , unbequem oder unsicher " , meint Stefan Röver , Vorstandschef
des Software-Unternehmens Brokat , das ein Patent für die elektronische
Unterschrift erhalten hat . Wenn für die Propheten des M-Commerce alles nach
Plan läuft , könnte es künftig völlig normal sein , zum Beispiel am
Getränke-Automaten mit dem Handy zu bezahlen . Entscheidend ist dabei die Frage
, was die neuen Dienste kosten . In Deutschland haben sechs Netzbetreiber pro
Einwohner 1200 Mark für die UMTS-Lizenzen ausgegeben . Ob die Branche diese
Summe in den nächsten fünf , zehn oder gar zwanzig Jahren überhaupt wieder
einspielen kann , ist bei Analysten umstritten . Vermutlich werden nicht alle
Unternehmen den Schritt ins mobile Internet überleben . Die Besucher der CeBIT
sind daher nicht schlecht beraten , wenn sie in diesem Jahr nicht nur die
Produkte der Aussteller testen , sondern zusätzlich auch einen Blick in die
Geschäftsberichte werfen . Siehe dazu auch den Schwerpunkt zum mobilen Internet
( Surfer on the Road ) in Ausgabe 4/2001 von c't . Telekom und Vodafone streiten
über Marktführerschaft Die Deutsche Telekom ( D1 ) und Vodafone ( D2 ) streiten
sich um Platz eins auf dem deutschen Mobilfunkmarkt . Nachdem Telekom-Chef Ron
Sommer in einem Interview des Nachrichtenmagazins Focus angekündigt hatte , D2
überholt zu haben , konterte am heutigen Montag ein Sprecher der britischen
Vodafone-Tochter , da sei wohl der Wunsch Vater des Gedanken gewesen . D2
Vodafone liege vor T-Mobil unverändert mit einem Abstand von 100.000 Teilnehmern
in Front . Wie Telekom-Chef Sommer in dem Interview weiter sagte , liege T-Mobil
bei Vertrags- und Geschäftskunden schon lange vor D2 Vodafone , im übrigen
Bereich gebe es ein Kopf-an-Kopf-Rennen . Dieser Einschätzung widersprach der
Düsseldorfer Konkurrent allerdings entschieden : " Die Telekom weiß überhaupt
nicht , wie viele Geschäftskunden D2 Vodafone hat " . Intels größter Einkauf :
Level One Dies stellt die größte Firmenübernahme in Intels
Unternehmensgeschichte dar . Sie soll durch einen Aktientausch von 0,43
Intel-Aktien für jede Level-One-Aktie erfolgen . Level One ist einer der
führenden Hersteller von Chips und kompletten Chip-Sätzen für alle Formen der
Datenkommunikation . Dazu gehören auch DSL- und HDSL-Bausteine ,
T1/E1-Transceiver sowie Repeater und Transceiver für Fast Ethernet . Dazu kommen
Chips für Routing und Switching im LAN und WAN . Intel möchte damit
offensichtlich die eigene Netzwerk-Abteilung auf eine breitere Basis stellen ,
und das mit im eigenen Haus hergestellter Technik . Level One soll nach Abschluß
der Übernahme in den alleinigen Besitz von Intel übergehen und direkt Intels
Network Communications Group unterstellt sein . Multimedia-Katalog wird zur
Tauschbörse Außerdem lassen sich Dateien auf dem eigenen Rechner mit dem Scour
Exchange oder Scour Media Agent genannten Programm über den Online-Dienst
anderen Anwendern zur Verfügung stellen . In einer späteren Version soll die
Software auch mit Chat-Funktionen ausgestattet werden ; außerdem möchte Scour
einen Streaming-Server integrieren , mit dem Benutzer eigene MP3-Dateien im
Internet über eine Art privater Radio-Station ausstrahlen können . Lokale ebenso
wie über das Internet gefundene Dateien organisiert Scour Exchange nach
Medientypen ( Audio , Video , Bilder ) . Über Hotlists lassen sich die Angebote
bestimmter User im Internet gezielt anspringen . Nahezu beliebig viele Dateien
kann ein Anwender zum Up- oder Download vorsehen - das Programm kümmert sich
selbst darum , sie nacheinander abzuarbeiten und in die lokale Media Library zu
integrieren . Als Protokolle für den Transfer von Dateien und den Zugriff auf
die Suchfunktionen der Web-Seite unterstützt Scour http und ein
selbstentwickeltes Scour Transfer Protocol . Das Nachrichtenformat , das für die
Kommunikation notwendig ist , hat Scour zumindest in Grundzügen veröffentlicht .
Zusätzlich unterstützt Scour für den Datei-Transfer auch das Netzwerkprotokoll
SMB , das beispielsweise von Windows-Systemen , OS/2 oder Samba unter Unix
benutzt wird . Wem Scour Exchange bekannt vorkommt , dürfte nicht ganz falsch
liegen : Der Vergleich mit der MP3-Tauschbörse Napster liegt nahe . Auch der
inzwischen von Nullsoft beziehungsweise von AOL zurückgezogene Napster-Clone
Gnutella wendet sich an eine ähnliche Benutzer-Klientel - im Unterschied zu
Napster arbeitete Gnutella allerdings nicht mit zenralen Servern . Die
Scour-Software leitet ähnlich wie Napster alle Anfragen und Angebote über den
zentralen Rechner des Dienstes . Eventuelle Downloads erfolgen dann aber direkt
von den Rechnern der Anwender , die die Dateien zur Verfügung stellen .
Rechtlichen Fragen versucht Scour schon im Vorfeld aus dem Weg zu gehen . Um
nicht mit Klagen der Musik- und Multimedia-Industrie wie bei Napster oder im
Fall des Beam-It-Service von mp3.com überzogen zu werden , hat Scour seine
eigenen Lizenzbestimmungen entsprechend ergänzt : " Als Voraussetzung für Ihre
Lizenz , die Software Scour Exchange zu benutzen und auf den Scour-Dienst
zuzugreifen , dürfen sie die Rechte am intellektuellen Eigentum anderer in
keiner Weise verletzen . " Gegenmaßnahmen droht der Dienst ebenfalls an : Ob
sich etwa die Muskindustrie durch diese Bestimmungen beruhigen lässt , bleibt
abzuwarten . Napster haben vergleichbare Bestimmungen in den Nutzungsbedingungen
nicht davor bewahrt , von der RIAA , dem Verband der amerikanischen
Musikverleger , verklagt zu werden . Optik-Konzern kauft Technik für photonische
Switches Der Boom der optischen Netz bringt die Konzentrationswelle unter den
Herstellern weiter in Schwung . Cronos ist ein Spezialist für so genannte
optische MEMS ( micro-electro-mechanical systems ) . Ähnlich wie die Geräte des
kürzlich von Nortel aufgekauften Herstellers Xros dient die Technik von Cronos
dazu , rein optische Vermittlung in Routern und Switches zu realisieren . Cronos
entwickelt Chips , die mechanisch steuerbare Silizium-Mikrostrukturen enthalten
, die zur Steuerung , Verstärkung und Umlenkung von Lichtwellen genutzt werden
können . Fusion zwischen Deutscher und Dresdner Bank geplatzt Wie die Deutsche
Bank bekannt gab , ist die geplante Fusion mit der Dresdner Bank gescheitert .
Der Vorstand der Dresdner Bank habe den Vorstand der Deutschen Bank über die
Entscheidung informiert , die Fusionsgespräche mit sofortiger Wirkung
abzubrechen , heißt es in einer Erklärung der Deutschen Bank . Ursache : Von der
Fusion waren große Auswirkungen auf das Geschäft mit den Privatkunden erwartet
worden , unter anderem eine zunehmende Verlagerung dieses Bereichs ins Internet
. Vor einigen Tagen hatte die Dresdner Bank noch mit der Ankündigung Aufsehen
erregt , Kunden mit weniger als 200.000 Mark Vermögen würden automatisch zur
Deutschen Bank 24 transferiert . Die grundsätzliche Umorientierung im
Privatkundengeschäft möchte die Deutsche Bank aber offensichtlich trotz der
geplatzten Fusion nicht aufgeben : In der Erklärung des Instituts heißt es , man
werde die E-Commerce-Strategie konsequent weiterverfolgen . Dazu gehöre auch die
Konsolidierungsstrategie im Retail-Banking . Die beiden Kreditinstitute werfen
sich zwischenzeitlich gegenseitig die Schuld am Scheitern der Fusion vor . " Die
Deutsche Bank hat durch ihr Verhalten der geplanten Fusion die Vertrauensbasis
entzogen " , erklärte ein Sprecher der Dresdner Bank . Entgegen der Absprache
habe die Deutsche Bank gefordert , die Investment-Banking-Sparte Dresdner
Kleinwort Benson ganz oder in Teilen zu verkaufen . Deutsche-Bank-Chef Rolf
Breuer erklärte dagegen , eine Fusion unter Gleichen sei nie das Thema gewesen .
Mit dem Scheitern der Fusion zwischen den beiden Banken sind auch die Pläne vom
Tisch , die Allianz für das Privatkundengeschäft und andere Geschäftszweige mit
ins Boot zu nehmen . Der Kurs des Versicherungskonzerns , den viele Analysten
als eigentlichen Gewinner der Fusion sahen , fiel daraufhin an der Frankfurter
Börse um 13 Prozent ; die Notierungen der beiden Bank-Institute dagegen stiegen
nach einer zeitweiligen Aussetzung des Handels sogar um jeweils gut 4 Prozent .
Computer-Panne legt Londoner Börse lahm Die Londoner Börse konnte heute erst mit
rund achtstündiger Verspätung den Handel mit Aktien eröffnen . Eine
Computer-Panne hatte die Börse lahm gelegt . Ein Sprecher erklärte , die
Schwierigkeiten seien durch " zerstörte Daten " ausgelöst worden , wollte aber
keine näheren Details nennen . Der Handel in London wurde erst um 15:30 Uhr
Ortszeit ( 16:30 deutscher Zeit ) aufgenommen . Um die Verspätung auszugleichen
, bleibt die Börse heute länger geöffnet : Erst um 18:30 Ortszeit ( 19:30
unserer Zeit ) endet der Handel . Lucent dementiert Gerüchte über Konkurs Der
größte amerikanische Telecom-Ausrüster Lucent hat Gerüchte über einen
Konkursantrag in scharfer Form als " grundlos und verantwortungslos "
zurückgewiesen . Finanzchefin Deborah Hopkins erklärte : Das Unternehmen sehe
bereits positive Auswirkungen des umfassenden Umstrukturierungsprogramms .
Lucent werde im weiteren Verlauf dieses Monats die Fortschritte erläutern wenn
die Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres bekannt gegeben werden
. Lucent war durch Management-Fehler in die Krise getaumelt , Aktionäre warfen
der Unternehmensführung vor , Mickey Mouse hätte den Telecom-Ausrüster besser
geführt . Um wieder in ruhigere und gewinnträchtigere Fahrwasser zu kommen ,
will der Telecom-Ausrüster 10.000 Mitarbeiter entlassen , insgesamt gehen wohl
16.000 Arbeitsplätze verloren . Ende Februar erst konnte sich Lucent neue
Kredite sichern , die die Umstrukturierung des Konzerns absichern sollen .
Lucent , eigentlich Hightech-Vorzeigeunternehmen unter anderem im Bereich der
optischen Netze und einstiger Liebling der Wall Street , erlebte an der Börse
auf Grund der hausgemachten Krise eine lange Talfahrt . Im nachbörslichen Handel
konnte sich die Aktie dann auf 7,35 US-Dollar erholen . Das 52-Wochen-Hoch des
Papiers hatte noch im Juli vergangenen Jahres bei 62,98 US-Dollar gelegen ; in
den Monaten zuvor kratzte der Kurs sogar an der 80-Dollar-Marke . Telekom
richtet Hotline für TelDaFax-Kunden ein Die Deutsche Telekom hat für Kunden ,
die von der TelDaFax-Abschaltung betroffen sind , eine Hotline eingerichtet .
Auch Kundenanfragen speziell zu TelDaFax könnten über die Nummer 08003301000 an
die Telekom gerichtet werden , teilte das Unternehmen mit . Die Telekom-Hotline
empfiehlt , wie eine kurze Stichprobe ergab , dabei beispielsweise für
Preselection-Kunden nicht nur die Telekom selbst , sondern erklärt , welches
Verfahren bei der Telekom oder anderen Telefonie-Anbietern ein Kunde einleiten
muss , um neue Verträge zu erhalten . Die Telekom wird die Leitungen des bei ihr
verschuldeten Telefon-Anbieters TelDaFax an diesem Donnerstagmittag um 12 Uhr
endgültig sperren : TelDaFax bietet unter anderem Call-by-Call-Gespräche über
das Leitungsnetz der Telekom an . Am Montag hatte das Unternehmen auf Grund der
drohenden Abschaltung der Leitungen vorsorglich Insolvenz-Antrag gestellt .
World Access , neuer Eigentümer von TelDaFax , hatte der Telekom vorgeworfen ,
trotz finanzieller Zusagen durch das US-Unternehmen ein Konkursverfahren
erzwingen zu wollen , um die Telekom-Monopolstellung zu sichern . Dies wies die
Telekom als " ziemlich dreist " zurück . Deutsche Konkurrenz für dot.cd Josef
Kabila , Nachfolger seines Vaters im Präsidentenamt der Demokratischen Republik
Kongo , soll heute dem deutschen Kanzler bei einem gemeinsamen Gespräch ein
etwas extravagantes Gastgeschenk überreichen : die Domain gerhard.schröder.com .
Nicht dass das vom Bürgerkrieg zerrissene Land ein Vorreiter bei der Einführung
multilingualer Domains wäre - vielmehr handelt es sich dabei um einen kleinen
Marketing-Gag des Friedrichsthaler Unternehmens Key-Systems , das künftig die
kongolesischen Domains unter .cd verwalten und weltweit vermarkten wird . Für 50
Euro können laut der Erklärung des Startup-Unternehmens ab kommender Woche die
cd-Domains registriert werden , Neukunden im Kongo sollen zwischen 18 und 30
Euro bezahlen . Spezielle Preise sind für Adressen mit nur drei Buchstaben
geplant , etwa abc.cd . " Ein regelrechter Kauf der Domain wäre im dortigen
Parlament nicht durchgegangen " , sagt Horst Siffrin , Diplomat und
Senior-Berater von Key-Systems . Daher sieht der nun ausgehandelte Vertrag nach
Angaben des Unternehmens eine prozentuale Beteiligung des für den Bereich
zuständigen Telekommunikationsministeriums an den Registriergebühren vor . Wie
hoch der Anteil ist , wollte das Unternehmen nicht mitteilen . Man fürchtet
angeblich , der Konkurrenz einen zu genauen Einblick in die eigene Kalkulation
zu gewähren . Mehrere Konkurrenten hatten sich offensichtlich ebenfalls für die
Länderdomain interessiert . Die Jagd auf die möglicherweise für die Musikbranche
interessante Domain offenbart den Trend , immer mehr Länderdomains ( ccTLDs )
als echte Top Level Domains über die eigenen Ländergrenzen hinweg zu vermarkten
oder vom Ausland aus vermarkten zu lassen . Key-Systems , das sich bislang als
Mitbegründer des Council of European Registrars ( CO-EUR ) um die eu-Domain
kümmert und die von der ICANN nicht gern gesehenen Vorregistrierungen für die
sieben neuen Top Level Domains und die noch umstritteneren mehrsprachigen
Domains entgegennimmt , hatte .cd bei der Suche nach einer attraktiven
Länderdomain entdeckt . " Es war dann allerdings ziemlich schwierig , den
bisherigen Manager aufzuspüren " , berichtet Alexander Siffrin . Der Mann , dem
Jon Postel verschiedene afrikanische ccTLDs übertragen hatte , lebt in der
Schweiz , und hatte die Domain offenbar in Eigenregie und unabhängig vom
kongolesischen Ministerium betrieben . " Semilegal " bezeichnet Siffrin das
Geschäftsgebaren . Ein Vertreter innerhalb der kongolesischen Administration
habe möglicherweise mitverdient . Viele afrikanische Domains werden derzeit noch
vom Ausland aus betrieben , sagt Pierre Ouedraogo vom Serverzentrum des Institut
francophone des Nouvelles Technologies de l'Informations et de la Formation (
INTIF ) . Ein zentrales Anliegen für ihn ist dabei vor allem , die Verträge so
zu gestalten , dass die jeweiligen Länder die Domains selbst managen können ,
sobald die technischen Voraussetzungen dafür gegeben sind . " Eigentlich gehört
das ccTLD-Management schon ins eigene Land , genauso wie die Entscheidung über
andere Infrastrukturen . " Die INTIF unterstützt afrikanische Länder beim Aufbau
eigener Strukturen . Der Vertrag von Key-Systems ist zunächst einmal unbefristet
. Es seien auch namensrechtlich bedenkliche Domains dabei , fürchtet Siffrin ,
die man gerne nach kongolesischem Recht behandelt sehen möchte . Für
Neuregistrierungen aus Deutschland und Europa , die auf hiesigen Servern liegen
, soll in Zukunft , meinte Horst Siffrin , deutsches Recht gelten . Bei der
Streitschlichtung will man auf die Regelung für den europäschen Adressbereich
warten und nicht die von ICANN für die gTLDs entworfene Unified Dispute
Resolution Procedure ( UDRP ) zurückgreifen . ICANN muss die Redelegation
übrigens noch vollziehen , mit der behördlichen Zustimmung aus dem Kongo im
Rücken glaubt sich Key-Systems allerdings auf der sicheren Seite . "
Möglicherweise wird ICANN zwar versuchen , das parallel für den Kongo noch
aktive .zr ( für Zaire ) , für das wir ebenfalls verantwortlich sind ,
abzuschaffen " , so Horst Siffrin . Aber auch andere Länder verfügten doch über
mehr als eine Top Level Domain . " Die USA haben immerhin neben us auch noch gov
, mil oder edu . " Am Rande des heutigen Staatsbesuchs will Key-Systems der
kongolesischen Delegation übrigens gleich noch weitergehende Pläne des deutschen
Startups darlegen . Weil innerhalb des Kongos die
Telekommunikationsinfrastruktur völlig defizitär ist , soll das dort noch zu
gründende Tochterunternehmen mit lokalen Partnern Internet über das Stromkabel
anbieten . Spiegel-Verlag legt Portal-Pläne ad acta Die Hamburger SPIEGELnet AG
stellt ihre Pläne , mit der portal100 internet GmbH ein Nachrichten-Portal im
Internet aufzubauen , ein . Klatten ist künftig alleiniger Vorstand der im
September vergangenen Jahres gegründeten SPIEGELnet AG , die neu ausgerichtet
werde . Mit dem für Inhalte zuständigen Vorstandsmitglied Hans-Dieter Degler ,
bis Dezember 2000 unter anderem Chefredakteur von Spiegel online , und dem
Anfang des Jahres berufenen Finanzvorstand Hartmut Scheunemann sind "
Verhandlungen mit dem Ziel aufgenommen worden , aus dem Vorstand auszuscheiden "
. Degler werde ein neuer Aufgabenbereich in der Spiegel-Gruppe angeboten . Die
Umstrukturierung führe darüber hinaus zum Abbau von zehn Arbeitsplätzen bei der
Holding und bei portal100 . Damit werde auch der derzeit angespannten Lage auf
dem Werbemarkt Rechnung getragen . Unter dem Dach der SPIEGELnet AG sind die
Internet-Aktivitäten SPIEGEl ONLINE GmbH , manager magazin ONLINE GmbH , die
Werbe-Vermarktungsgemeinschaft Quality Channel sowie bislang die portal100
internet GmbH zusammengefasst . Letztere entwickelte spezielle Internetportale
und war für die Bündelung und Vermarktung von Inhalten zuständig . Die
SPIEGELnet AG will sich künftig auf ihre " Kernkompetenzen wie den Auf- und
Ausbau ihrer journalistischen Marken sowie der Vermarktung von
Qualitätsprodukten " konzentrieren . An der Diversifikationsstrategie des
Spiegel-Verlags werde sich durch die Restrukturierung der SPIEGELnet AG nichts
ändern , hieß es . Karl Dietrich Seikel , Aufsichtsratsvorsitzender der
SPIEGELnet AG und Geschäftsführer des SPIEGEL-Verlages betonte , die SPIEGELnet
AG sei Teil der Wachstumsstrategie des Verlags : Internetportale wollen mit "
Content " in die schwarzen Zahlen Die Betreiber von Webseiten haben die
steigende Lust der Internetsurfer auf Nachrichten entdeckt . Neue Allianzen
werden geschlossen . Besonders aktiv war in letzter Zeit der Axel Springer
Verlag . Unklar bleibt jedoch weiterhin im bewegten Internetmarkt , wie sich das
Geld verdienen lässt . Ein schon lange im Content-Markt engagiertes Unternehmen
machte nämlich am heutigen Donnerstag einen Rückzieher . Die Hamburger
SPIEGELnet AG wird das Geschäft ihrer portal100 internet GmbH einstellen . Die
für die Branche erschreckende Begründung aus dem Vorstand : Unternehmen , die
nicht im klassischen Mediengeschäft tätig sind , suchen sich in jüngster Zeit
jedoch passende Partner . Ein Beispiel : der größte deutsche Internetprovider
T-Online , der Kooperationen mit dem ZDF und Bild online von Springer startet .
Erst diese Woche online gegangen ist das Frauenportal Sheego.com , ein
Gemeinschaftsprojekt des Otto Versands und des Axel Springer Verlags . Auch die
strategische Allianz von Yahoo und Europas größtem Softwarehaus SAP soll
Medieninhalte auf die virtuellen Marktplätze heben . Bei dem gemeinsamen
Nachrichten- und Entertainmentportal bild.t-online.dewird Springer 63 Prozent
und die Telekom-Tochter T-Online International AG 37 Prozent der
Geschäftsanteile halten , kündigten Springer-Zeitungsvorstand Mathias Döpfner
und Telekom-Chef Ron Sommer an . Das neue Angebot stehe nicht in Konkurrenz mit
der Kooperation von T-Online mit dem ZDF , sagte Sommer . Die heute-Redaktion
des ZDF wird künftig Nachrichten liefern . Die Ausweitung der Online-Angebote
öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten verstößt allerdings nach Ansicht des
Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger ( BDZV ) gegen den neuen
Rundfunkstaatsvertrag . Wegen dieser Zwicklage beendete das ZDF auch die
bisherige Online-Partnerschaft mit Microsoft und dem Fernsehsender NBC ( MSNBC )
zum August dieses Jahres . Voll Zuversicht blicken der Otto-Versand und der Axel
Springer Verlag auf das gemeinsame Projekt Sheego.com . Das Frauenportal richtet
sich an Nutzerinnen zwischen 20 und 39 Jahren . Die Webseite verknüpft
redaktionelle Inhalte mit den Möglichkeiten des Online-Einkaufs . Für den
Hamburger Otto-Versand ist Sheego.com ein strategischer Schritt beim Aufbau des
elektronischen Handels . " In der heutigen Zeit will man nicht nur kaufen " ,
sagte Christina Zigfeld , Sprecherin des Hamburger Otto-Versands . Der Kunde
wolle nicht nur den Kochtopf erwerben , sondern auch direkt die passenden
Pflegetipps erhalten . Post und Innenministerium planen " Baden-Württemberg Card
" Die Deutsche Post und das baden-württembergische Innenministerium wollen
gemeinsam eine " Baden-Württemberg Card " entwickeln . Damit soll den Bürgern
der Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen via Internet ermöglicht werden ,
teilte die Deutsche Post World Net mit . In einem ersten Pilotversuch würden
1.000 Karten in öffentlichen Einrichtungen eingesetzt , zum Beispiel für die
Kfz-Zulassung oder zur Beantragung von Fördermitteln in der Landwirtschaft .
Laut einem Kooperationsvertrag stellt das Trustcenter Signtrust , eine Tochter
der Deutschen Post , ihre Technik für die digitale Signatur zur Verfügung .
Langfristig seien flächendeckende so genannte " eBürgerdienste " für die bequeme
Abwicklung von Anträgen , Anmeldungen oder Ausschreibungen geplant , hieß es .
Das Innenministerium Baden-Württemberg übernimmt nach der Vereinbarung die
Koordination der einzelnen Projekte und sichert einheitliche Standards und
projektübergreifende Schnittstellen . Datenschutzbericht : Kräftiges Wachstum
der Telefon-Überwachung Genau 12.651 Fälle einer richterlich angeordneten
Telefonüberwachung durch amtliche Strafverfolger verzeichnet die Justizstatistik
für das Jahr 1999 - ein Zuwachs um 170 Prozent gegenüber 1995 und um 30 Prozent
im Vergleich zum Vorjahr . Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz , Joachim
Jacob , der heute seinen zweijährigen Tätigkeitsbericht 1999 bis 2000 an
Bundestagspräsident Thierse übergab , verfolgt die Entwicklung mit Sorge . Doch
über die Gründe kann er nur spekulieren . Niemand weiß , wie effektiv das
Instrument des §100a der Strafprozessordnung zur Gewährleistung des staatlichen
Strafverfolgungsanspruchs tatsächlich ist , denn empirische Untersuchungen oder
Erkenntnisse , wie mit diesem massiven Eingriff in die bürgerlichen Freiheiten
in der Praxis umgegangen wird , gibt es bisher nicht . " Da gibt es nur
Mutmaßungen " , erklärte er vor der Bundespressekonfernz in Berlin . Jacob
fordert deshalb eine gesetzliche Berichtspflicht . " Der Gesetzgeber sollte
darüber informiert sein , wie die Telefonüberwachung in der Praxis wirkt , wie
viele Personen betroffen waren , welche Erfolge sie gebracht hat , was sie
gekostet hat , und was mit den nicht mehr für das laufende Ermittlungsverfahren
benötigten Daten geschieht . " Die Verhältnismäßigkeit der Mittel sieht der
oberste Datenschützer des Bundes auch bei der Bekämpfung der
Internet-Kriminalität in Gefahr . Natürlich sei das Internet kein rechtsfreier
Raum , aber " zu viel Überwachung schadet jeder Demokratie " . " Das Interesse
der privaten Wirtschaft an Transparenz und Aufklärung ihrer Kunden war nicht
sehr ausgeprägt " , klagt er . Kunden würden verunsichert , weil Händler ihre
Adressdaten anders nutzten als sie dies auf ihrer Webseite versprächen . Dies
übrigens ganz legal : Bestellt jemand online bei einem Internet-Kaufhaus , so
gilt für die Daten , die beim Bestellen im Online-Teil dieses Handels anfallen ,
das strengere Teledienstedatenschutzgesetz , das die Weitergabe dieser
Nutzungsdaten an Dritte verbietet . Die Angaben jedoch , die zur Abwicklung des
Handels und zur korrekten Auslieferung offline nötig sind - etwa Lieferadresse
und Bezeichnung der bestellten Ware - unterliegen den weniger strengen
Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes und dürfen weitergegeben werden ,
sofern der Kunde dem zuvor nicht explizit widersprochen hat . So täuschen
pauschale Zusicherungen den vertraulichen Umgang mit den erhobenen Kundendaten
oftmals nur vor und können gebrochen werden , ohne geltendes Recht zu verletzen
. Abhilfe erhofft sich Jacob von der geplanten Einführung eines
Datenschutz-Audits , das ähnlich wie die bereits eingeführten Qualitäts- und
Umweltaudits die Einhaltung gewisser Standards in den Firmen prüfen und nach
außen hin dokumentieren soll . Deutliche Kritik äußerte der
Bundesdatenschutzbeauftragte an der Untätigkeit , die der Gesetzgeber bisher
gegenüber dem Einsatz von Informationstechnik zur Überwachung von Arbeitnehmern
in Unternehmen an den Tag legte . " Die Angebote von Software , die jeden
Mausklick oder jede Internet- und E-Mail-Adresse registriert und
arbeitsplatzbezogen auswertet , werden immer häufiger sowie günstiger " ,
erklärte er , doch " da gesetzliche Regelungen zum Arbeitnehmerdatenschutz nach
wie vor weitgehend fehlen , ist die Rechtslage auf Grund einer notwendigerweise
lückenhaften , aber auch schwer zu erschließenden Rechtsprechung vielfach nicht
eindeutig " . Der Deutsche Bundestag hat in der Vergangenheit die
Bundesregierung bereits mehrfach aufgefordert , einen entsprechenden
Gesetzentwurf vorzulegen , doch auch die rot-grüne Koalition hat ihre
diesbezügliche Zusage bislang nicht eingelöst . Die Ankündigung sollte endlich
umgesetzt werden , appelliert Jacob an die Bundesregierung , " damit
Rechtsklarheit und Rechtssicherheit für alle Beteiligten geschaffen wird " .
Siehe zum Bericht des Datenschutzbeauftragten auch : " Spürbare Sanktionen " bei
Datenschutz-Verstößen gefordert . Rasend schnell durchs Internet Die kanadische
Firma , einer der größten Telecom-Ausrüster , kündigte eines der ersten
kommerziellen Produkte an , daß über eine einzige Faser in einem
Lichtwellenleiter gleichzeitig 160 Datenkanäle mit jeweils 10 Gigabit pro
Sekunde übertragen kann . Mit D-WDM ist es möglich , mehrere Wellenlängen über
eine Glasfaser zu übertragen , wobei jede Wellenlänge einen eigenen Kanal zur
Datenübertragung bildet . Nortel will die Technik im Laufe diesen Jahres in
existierenden Telekommunikationsnetzen testen und ab Anfang 2000 anbieten .
Computex : AMD startet Thunderbird-Präsentation AMD würdigte damit die gute
Zusammenarbeit mit den taiwanischen Herstellern von Boards und Chipsätzen . In
seiner Rede hob Ruiz hier besonders den strategischen Partner VIA hervor . AMDs
Thunderbird besitzt , wie bereits berichtet , nun einen integrierten 256 KByte
großen L2-Cache , der wie der von Intels Pentium III mit vollem CPU-Takt
arbeitet . Der " Athlon with performance-enhancing on-chip L2 cache " , wie der
neue Chip etwas umständlich heißt , arbeitet mindestens so schnell wie ein
gleichgetakteter Pentium III . Bei einigen Tests schlägt er , wie
c't-Untersuchungen ergaben , den Intel-Konkurrenten sogar . ( Den vollständigen
Testbericht bringt c't in Ausgabe 12/2000 , die seit heute im Handel ist . )
Entgegen den im Internet kursierenden Gerüchten wird der neue Athlon doch nicht
so günstig angeboten wie zunächst erwartet . AMD gab in Taipei folgende
Preisliste für OEM-Stückzahlen ( 1000er-Preise ) bekannt : Athlon 1 GHz : 990
US-Dollar Athlon 950 MHz : 759 US-Dollar Athlon 900 MHz : 589 US-Dollar Athlon
850 MHz : 507 US-Dollar Athlon 800 MHz : 359 US-Dollar Athlon 750 MHz : 319
US-Dollar Die neue CPU , die in Austin ( Texas ) in einem 0,18µ-Aluminiumprozess
und in Dresden in einem 0,18µ-Kupferprozess gefertigt wird , soll ab sofort in
Stückzahlen als Sockel-A-Version verfügbar sein . Für den Slot A plant AMD
lediglich Lieferungen in kleinen Mengen an ausgewählte Partner . Eher beiläufig
stellte Ruiz auch noch den Duron-Prozessor vor . Dieser kommt mit Taktraten von
600 MHz ( 112 US-Dollar ) , 650 MHz ( 154 US-Dollar ) und 700 MHz ( 192
US-Dollar ) und wird , so betonte der AMD-CEO , bereits jetzt an nicht näher
bezeichnete Partner ausgeliefert . Nähere technische Details , etwa Angaben zur
Performance , blieb man allerdings ebenso schuldig . Nach dem , was bisher
bereits durchgesickert ist , soll der Duron einen integrierten L2-Cache von
lediglich 64 KByte Größe besitzen . Dieser arbeitet , so steht zu vermuten , wie
der des Cyrix III von VIA als so genannter Victim-Cache . Computex : Intel
lockert Zügel für Board-Hersteller Wohl um den wachsenden Unmut der
Board-Hersteller nach dem Desaster mit dem i820-Chipsatz etwas zu dämpfen , hat
Intel sich pünktlich zum Beginn der Computex entschlossen , die Zügel etwas
lockerer zu lassen . Boards mit dem für den 19. Juni erwarteten i815-Chipsatz (
Solano ) werden auf der Messe mit Erlaubnis von Intel bereits offen gezeigt .
Weitere Details zum neuen Chipsatz will Intel selbst noch im Laufe der Computex
bekannt geben . Computex : Sockel-A-Boards von Gigabyte für AMD-CPUs Pünktlich
zur offiziellen Vorstellung von AMDs neuer Athlon-Version ( Thunderbird ) und
der Einstiegs-CPU Duron erweitert Gigabyte seine Board-Palette für AMD-CPUs .
Die bislang etablierten Modelle für den alten Athlon sollen zügig durch neue
Modelle mit Sockel A abgelöst werden . Neben ATX- und Micro-ATX-Platinen auf
Basis von VIAs KT133-Chipsatz bietet Gigabyte auch zwei Modelle mit dem Irongate
( AMD750 ) von AMD an . Dies ist vor allem deshalb bemerkenswert , weil der
Sockel-Thunderbird ob des geänderten Businterfaces ( Push/Pull statt Open Drain
) eigentlich nicht mit diesem Chipsatz zusammenarbeiten soll . Gigabyte löst das
Problem mit Hilfe eines über dem AGP-Slot untergebrachten Microcontrollers .
Dieser programmiert den Chipsatz eigenständig nach einem Reset und stellt so
sicher , dass das System startet . Als weiteren Leckerbissen zeigte Gigabyte
einen ersten Prototyp von AMDs kommenden 760-Chipsatz mit Unterstützung für
Double Data Rate SDRAM ( DDR-SDRAM ) . Nähere Details zu dem mit zwei
DIMM-Sockeln bestückten Board wollte Gigabyte aber noch nicht preisgeben .
Computex : Notebooks Marke Gigabyte Die Firma Gigabyte kennt man hier zu Lande
vornehmlich als Hersteller von Motherboards . Zwar produzierte die taiwanische
Firma auch in der Vergangenheit bereits andere Geräte wie etwa Barebone-PCs ,
Grafikkarten oder Notebooks , doch diese tauchten bislang nur getarnt als
Produkte anderer Anbieter auf . Jetzt hat sich Gigabyte entschlossen , zumindest
Grafikkarten und Notebooks auch unter eigenem Label zu vermarkten . Speziell die
Notebook-Produktpalette hat man dazu um einige interessante Geräte erweitert .
Mit 10,4-Zoll-XGA-TFT-Display präsentierte Gigabyte auf der Computex das kleine
Modell MNB-5900 , das wahlweise mit Intels Mobil-Celeron oder Mobil-Pentium-III
( 450 und 500 MHz ) zu haben ist . Ein größeres Display ( 12,1 Zoll TFT ) und
einen schnelleren Prozessor ( Mobile-Pentium-III-650 ) sowie ein integriertes
CD- oder DVD-Laufwerk zeichnen das Modell MNB-7650 aus . Wann und zu welchem
Preis diese Notebooks auf den deutschen Markt kommen , dazu ließ Gigabyte
allerdings noch nichts verlauten . Computex : 19-Zoll-Server mit Linux aus
Taiwan Neben Notebooks und Sockel-A-Platinen präsentierte Gigabyte auf der
Computex noch eine Erweiterung des hauseigenen Produktspektrums : Auch Server im
19-Zoll-Format sind jetzt im Angebot des Motherboard-Spezialisten . Als Basis
der drei Geräte dienen zwei Dual-Prozessor-Boards mit VIAs 694X-Chipsatz aus
eigenem Hause . Als Betriebssystem entschied man sich für Immunix , einer
Linux-Variante der amerikanischen Software-Schmiede WireX , die nun offizieller
Kooperationspartner von Gigabyte ist . Alle Server sind mit bis zu zwei
Pentium-III-Prozessoren im FC-PGA-Format erhältlich und ermöglichen einen
Speicherausbau von maximal 2 GByte . Das kleinste Modell mit nur einer
Höheneinheit ( HE ) wurde WEBville getauft ( links im Bild ) . Es bietet Platz
für maximal zwei IDE-Festplatten . Das nächstgrößere Modell GROUPville benötigt
zwei HE ( rechts im Bild ) . Beide Geräte können ob des begrenzten Platzes für
Kühlkörper maximal mit 900-MHz-CPUs bestückt werden . Genug Luftraum für
schnellere Pentium-III-Versionen bietet das vier HE große Modell NASville . Ihm
spendierte Gigabyte obendrein vier Hotswap-Einschübe für IDE-Laufwerke . Die
Steuerung des RAID-Verbundes übernimmt ein auf dem Board untergebrachter
Host-Adapter von Promise mit ATA100-Interface . Online-Angebot der FAZ bleibt
kostenlos Das Online-Angebot der Verlagsgruppe F.A.Z. bleibt auch in absehbarer
Zukunft kostenlos , erklärte Redaktionsleiter Frank Gaube ein halbes Jahr nach
Aufnahme des Online-Dienstes faz.net . Die aktuellen Überlegungen anderer
Verlage oder etwa der BBC , Geld für den Abruf des Internet-Angebots zu
verlangen , seien zwar nachvollziehbar , für faz.net kämen solche Pläne aber zu
früh . " Wir müssen uns erst einmal unsere Stamm-User erarbeiten " , betonte
Gaube in einem Gespräch mit dpa . " Alle Erfahrungen zeigen , dass es keinen
halbwegs erfolgreichen Dienst gibt , der von Anfang an kostenpflichtig war oder
nach zu kurzer Zeit kostenpflichtig wurde . " Mögliche Einnahmequellen für die
Zukunft sieht Gaube in zusätzlichen kostenpflichtigen Premiumangeboten . Die FAZ
habe zwar das Ziel , das Online-Angebot zu refinanzieren , die Redaktion stehe
aber nicht unter Druck : " Die Verlagsgruppe ist sich darüber bewusst , dass sie
spät in das Internet gestartet ist und dass der Wettbewerb sehr hart ist . " Vor
kurzem hatte sich der FAZ-Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Wolfgang Pfeifer für ein
kostenpflichtiges Internet-Angebot ausgesprochen . Bisher ist das elektronische
Angebot unentgeltlich zu nutzen ; wer die gedruckte Frankfurter Allgemeine
Zeitung vollständig im Netz lesen will , muss jedoch Abonnent sein . Gaube
kündigte für die kommenden Monate weitere Schwerpunktseiten an , die nach der
Erfahrung zum Beispiel mit dem CeBIT-Angebot besonders erfolgreich seien . So
werde faz.net im Juli bei der Love-Parade in Berlin vertreten sein und schon
eine Woche vor Beginn des Spektakels mit der Berichterstattung beginnen . Auch
für die Tour de France sei ein Special geplant . Künftig soll laut Gaube auch
das Serviceangebot besser präsentiert und die Interaktivität ausgebaut werden .
Ziel der 36-köpfigen Redaktion sei es , drei Viertel des Angebots selbst zu
produzieren . " Qualität und Transparenz sind eine wesentliche Voraussetzung ,
um uns das Vertrauen der Nutzer zu erarbeiten " , betonte Gaube . Inzwischen
laufe die Technik seit fünf Monaten reibungslos . Probleme - wie der
Zusammenbruch des Netzes zum Start und eine Ausgabe mit dem Datum 32. Januar
statt 1. Februar - gehörten der Vergangenheit an . HP Deutschland möchte
Lohnverzicht Damit will die Geschäftsführung die Voraussetzungen schaffen , um
die Kostenstrukturen auf das Niveau der Wettbewerber zu bringen , sagte
HP-Deutschland-Chef Heribert Schmitz am Donnerstag in Stuttgart . Das geplante
Umsatzwachstum von 15 Prozent werde HP im laufenden Jahr nicht erreichen .
Entlassungen will der Computerkonzern vermeiden . Aber mit dem Ausnutzen der
normalen Fluktuation und einem Vorruhestandsprogramm werde die Zahl der
Arbeitsplätze Ende des Jahres bei etwa 6000 liegen . HP Deutschland leidet vor
allem unter den Schwierigkeiten auf dem PC-Markt und dem schwachen Geschäft mit
Servern und Workstations . Andere Bereiche wie HP Services und HP Consulting
können dagegen teilweise hohe zweistelligen Zuwachsraten aufweisen . Deshalb
wurden im laufenden Geschäftsjahr 2000/2001 dort auch 250 neue Arbeitsplätze
geschaffen , sodass HP am Jahresende immer noch mehr Beschäftigte haben wird als
vor einem Jahr . Rund 5500 Mitarbeiter bekamen in diesen Tagen einen Brief , in
dem sie gebeten wurden , freiwillig für vier Monate auf zehn Prozent Lohn oder
acht Tage Urlaub oder auf eine Kombination von beiden zu verzichten . Es sei
auch möglich , sich nicht an der Sparkation zu beteiligen . Die Anonymität sei
gesichert , keiner der 800 Führungskräfte im Haus könne erfahren , wer sich an
der Aktion beteiligt habe und wer nicht , sagte Personalchef Fritz Schuller .
Das Management habe sich bereiterklärt , 15 Prozent des Gehalts zu sparen .
Schmitz zeigte sich optimistisch , mit dem Ausbau der Dienstleistungen und einer
noch stärkeren Kundenorientierung wichtige Weichen für die Zukunft stellen zu
können . Außerdem schaut sich HP Deutschland auch nach Akquisitionen bei jungen
Internet-Unternehmen um , die momentan unter den extrem schlechten Kursen leiden
und deshalb günstig zu bekommen sind . OS/2 : Simply the Best Geht es nach den
Usern von deja.com , dem Web-Service für Newsgroups , ist OS/2 immer noch Spitze
. Nach der Auswertung der Bewertungen , die Anwender für einzelne
Betriebssysteme auf der Web-Seite abgeben können , führt OS/2 die Favoritenliste
an , gefolgt von BeOS und Linux . Kriterien für die Bewertung sind
Leistungsmerkmale , einfache Bedienung , Geschwindigkeit und
Preis/Leistungs-Verhältnis . NT , Windows 98 und Windows 95 landen abgeschlagen
auf den Plätzen 12 , 13 und 14 , noch hinter AmigaOS , NeXTSTEP oder MacOS .
Selbst DOS und Windows 3.11 bewerten die Anwender besser als die aktuellen
Microsoft-Systeme . .de-Registry Denic mit eigenen Kunden und neuen Servern Bis
September diesen Jahres sollen die Mitglieder des Denic , der Registry für die
.de-Domains , die im Mai von der Gesellschafterversammlung beschlossenen neuen
Verträge bei der Domainregistrierung einführen . Mit der Veränderung will das
Denic klarstellen , dass ein direktes Vertragsverhältnis zwischen dem
Domaininhaber und der Denic eG zu Stande kommt , heißt es in einer
Pressemitteilung von dieser Woche . Gleichzeitig startete die Denic ihren
eigenen Secondary Name Server im europäischen Ausland - nicht nur eine
Sicherheitsmaßnahme , sondern auch eine Reaktion auf den zunehmenden Traffic in
der .de-Zone . Geplant sind neben dem jetzt in Betrieb genommenen Server in Wien
ein Zweiter in Amsterdam noch im August und weitere in Europa und den USA .
Geteilt werden die Betriebskosten mit anderen europäischen Länderregistries .
Weniger positiv als der wachsende Domainmarkt stimmen manchen Internet-Provider
( ISP ) die neuen Denic-Vertragsbestimmungen . Um die Verschiebung der Gewichte
im Dreiecksverhältnisses zwischen Denic , Provider und Kunden gab es bereits
direkt nach der Entscheidung durch die Gesellschafter im Mai heftige
Diskussionen . Eine Reihe von Providern warfen der Genossenschaft dagegen vor ,
sich in Richtung " Heavy Registry " zu bewegen und die Provider-Kunden auf
Kosten der ISP an das Denic zu binden . Die Provider würden zu bloßen
Handelsvertretern herabgestuft . Tatsächlich ist es für den Kunden künftig
leichter , den Provider zu wechseln . " Durch die Klarstellung " , heißt es der
Erklärung des Denic , " wird deutlich , dass die Rechte an dem Domainnamen beim
Inhaber verbleiben , auch wenn er seinen Provider wechselt oder der Provider den
Geschäftsbetrieb aufgibt . " Registrierte Domains können von den Providern nicht
einfach gelöscht werden . Schließt der Nutzer keinen Vertrag mit einem neuen
Provider ab , werden dabei allerdings die Denic-Preise fällig : 226 Mark für das
erste , 113 für jedes weitere Jahr . Mancher ISP befürchtet angesichts der "
Klarstellung " für sich allerdings Schwierigkeiten , wenn er Geld beim "
Denic-Kunden " eintreiben muss - bisher war das " Abklemmen " der Domain ein
denkbares ( Droh- ) Mittel in solchen Auseinandersetzungen . Für das Denic
bleiben die Verträge eine Verbesserung , außerdem habe man
datenschutzrechtlichen Bedenken Rechnung getragen . Dies ist auch das
Hauptargument beim vom Denic übernommenen Whois-Service . Für die Verwaltung
seiner Daten , schrieb Denic-Geschäftsführerin Sabine Dolderer an einen Kritiker
, könne ein Kunde auch jederzeit direkt zum Denic kommen . Er gebe dann den
Provider als Vermittler auf . Allerdings stelle diese Variante für das Denic
nach wie vor eher den letzten Ausweg dar . Grundsätzlich sollen die ISP die
Denic-Kunden weiterhin betreuen und auch mit anderen Internet-Dienstleistungen
versorgen . Extrakosten für UMTS durch Engpässe befürchtet Wegen
Produktionsengpässen kommen auf die Mobilfunkanbieter , die bei der UMTS-Auktion
in Mainz eine Lizenz ersteigern , nach Einschätzung der Unternehmensberatung
Arthur D. Little voraussichtlich enorme Extrakosten zu . Personalprobleme bei
Softwareentwicklern und Herstellern von Hardware-Elementen würden wahrscheinlich
dazu führen , dass die UMTS-Netze nicht rechtzeitig ausgebaut werden könnten .
Deshalb müssten erhebliche Verzögerungen bei der Markteinführung von UMTS
einkalkuliert werden , erläuterte der Leiter des Telekom- und Elektronikbereichs
von Arthur D. Little in Deutschland , Arno Wilfert , am Samstag . Die
Verzögerung treffe vor allem die Unternehmen , die derzeit noch nicht auf dem
deutschen Mobilfunkmarkt vertreten seien , weil die vier etablierten Anbieter D1
, D2 , E-Plus und Viag Interkom in dieser Zeit weiter Einnahmen aus dem jetzigen
GSM-Netzbetrieb bekämen . Durch die Vergabe der UMTS-Lizenzen müssten in Europa
fast gleichzeitig bis zu 60 Netze errichtet werden . In den vergangenen Jahren
seien dagegen durchschnittlich nur rund fünf GSM-Netze gleichzeitig aufgebaut
worden . Zudem seien die UMTS-Netze wegen ihrer höheren Funkanlagen-Dichte
erheblich aufwändiger . " Mobilfunkbetreiber werden es mit Engpässen bei der
Belieferung von Sendeanlagen , aber auch mit Schwierigkeiten bei der Akquisition
von Standorten für die Sendeanlagen sowie beim Erhalt von Bau- und
Betriebsgenehmigungen von Sendeanlagen zu tun haben " , erläuterte Wilfert . Die
Lieferanten von Komponenten für den Netzausbau wollten ihre Kapazitäten gar
nicht so stark wie kurzfristig nötig ausweiten , weil sie dann nach dem
UMTS-Boom von 2003 oder 2004 an auf personellen Überkapazitäten sitzen würden .
Schließlich könnte der Verbraucher nach Ansicht der Unternehmensberatung für
weitere Verzögerungen sorgen , wenn die GSM-Netze bis dahin so leistungsstark
seien , dass der Vorteil durch UMTS für den Verbraucher begrenzt sei . Japan
plant riesiges Forschungs-Netzwerk Die japanische Regierung plant zu
Forschungszwecken ein flächendeckendes Netzwerk aus Hochleistungscomputern . Wie
die japanische Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun am Samstag berichtete ,
will das zuständige Amt für Wissenschaft und Technologie zu diesem Zweck 62
Großrechner in 31 staatlichen Forschungsinstituten sowie Universitäten im ganzen
Land mit Hochgeschwindigkeits-Leitungen verbinden . Auf diese Weise entstehe das
größte Datenverarbeitungs-System Japans . Die Regierung wolle damit die
Forschung in Bereichen wie der Gendaten-Analyse sowie auf anderen strategischen
Feldern erheblich beschleunigen , hieß es . Das Netzwerk solle überall in Japan
zugänglich gemacht werden . Die Leitungen werden die Daten mit einer
Geschwindigkeit von 2,4 GBit/s transportieren . Danach solle das Netzwerk
privaten Unternehmen zugänglich gemacht werden , hieß es . Was war . Was wird .
Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details
schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse .
Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . ( La Rochefoucauld ) In der
letzten Woche starb Wau Holland . Sein Körper , " ein biologisches Experiment "
( Wau ) , wollte nicht mehr . Ein kurzer Nachruf in diesem Ticker ist
mittlerweile zu einer Diskussion über Zensur und Meinungsfreiheit mutiert , ganz
sicher im Sinne des großen Querulanten der Datenfresserszene . Bleiben soll von
ihm Wauland , und es soll überall sein . Hier soll es temporäre befreite Zonen (
TAZ ) gegeben haben , ganz im Sinne verschiedener Alterspräsidenten . Als der
Inselhaufen noch Jungferninseln genannt wurde , sollte er vom
kaiserlich-kriegerischen Deutschland annektiert werden . Infineon macht es vor
und hat dabei mit Heinz-Harald Frentzen einen wirklich kongenialen Werbepartner
. Derweil muss sich es erst erweisen , ob Terratec zum Geißböcklein des 1. FC
Köln passt und wie es in der AOL-Arena so zugeht . Und ja , nicht jeder will
eine blaue Zeitung haben , ganz egal , ob es " Die Welt " ist oder die
österreichische Zeitung " Der Standard " . Die erschien bereits am 24. Oktober
1998 als Werbung für die Mobilfunker von Connect auf blauem Papier . Das
AOL-Management aber sucht nun weitere produktaffine Werbeträger . Doch wer
möchte in der Blauen Grotte online gehen ? Es wird zunehmend schwerer , über die
netzweite Auseinandersetzung von AOL mit Microsoft Nachrichten zu finden , die
interessant sind . Wie wär es mit dieser hier ? Anscheinend ist man bereit , die
Firma kunstvoll zu zerlegen und die Einzelteile zu verkaufen . Ein trauriges
Ende für ein System , das einstmals von so renommierten Firmen wie der
Hildesheimer Pios AG für ihre Rechner verwendet werden sollte . Aber Pios
verwandelte sich zur Metabox und Be schaffte es niemals , die schwere Niederlage
zu vergessen , als bei Apple die Ex-IBM-Managerin Ellen Hancock ein neues
Betriebssystem suchte . Hancock entschied sich für Be , doch Apple für Jobs .
Der Rest ist Geschichte , traurig und zum Lernen völlig ungeeignet . Manche
Firmen muss man einfach lieben , wenn man auf diesem Planeten leben möchte .
Darwin & Co tippen auf Judy , während es die Philosophen mehr mit Clarence
halten . Und was kann der Mensch vom Menschen lernen , so er nicht des Wolfes
Bruder ist ? Ein gewisser Paul Morgan möchte seine gelähmten Beine
guillotinieren und dies kostenpflichtig im Internet übertragen . Die Einnahmen
sollen bei der Beschaffung von vernünftigen Prothesen helfen . Ob die
Selbstverwandlung zum Cyborg gut geht , möchte ich erst beurteilen , wenn der
Bau der Guillotine im Netz beginnt . Der Bau der Website macht skeptisch . Was
das Gelähmtsein anbelangt , so gibt es Grenzen des Mitleids . Steve Ballmer ist
ihnen das missing link , und sie legen als Beweis das schon erwähnte
Liebes-Video vor , das den Auftritt des Gates-Nachfolgers vor einer
Microsoft-Mitarbeiterversammlung zeigt . Nun sind Affen keine Microsoft-Chefs -
oder bin ich vielleicht ein schielender Löwe ? Es wäre jedenfalls nicht das
erste Mal , dass Ballmer als Mischung aus Prediger und Gebrauchtwagenhändler das
Gruseln lehrt . " Die Welt " übrigens macht einen halben Rückzieher und schreibt
am gestrigen Samstag verschämt über der ersten Schlagzeile : " Die Einfärbung
der Titelseite ist eine Anzeigenbuchung . " Für wen oder was wird jedoch nicht
deutlich - auch bei eifrigem Studium . So müssen Welt-Leser wohl dumm bleiben ,
wenn sie nicht auch andere Medien studieren , in denen die Verblauung der Welt
bereits diskutiert wurde . Oder der Welt-Leser führt sich eine Verlagsbeilage
der Samstagsausgabe zu Gemüte , die mit dem Titel " Welt Special
Sport-Sponsoring " Spannung pur verspricht . Jedenfalls erschließt sich hier
Sinn und Zweck der eingefärbten Titelseite . In der Beilage gibt es übrigens
einen netten Artikel über den " Medienstandort Hamburg " , an dessen Schluss
explizit auf " Medienunternehmen in Hamburg " hingewiesen wird . Mit zwei URLs :
www.asv.de , wohinter sich der Springer-Verlag verbirgt , und www.aol.de . Aha .
Das qualifiziert Hamburg natürlich zum dynamischen Medienstandort . Im Internet
übrigens blieb die Welt ganz unblau . Was wird . Mit Spannung wartet die
Fachwelt in der nächsten Woche auf die Ankunft von Kontiki . Es soll das
Peer-to-Peer-Floß schlechthin sein , weil Topleute der einstmals legendären
Firma Netscape mit an Bord sind . Unter dem Namen Zodiac Networks gestartet ,
der im Silicon Valley zu stark an den Zodiac Killer erinnerte , möchten
Andreessen und seine Crew mit Kontiki den Erfolg von Netscape wiederholen und
Napster vergessen machen . Habe ich etwas vergessen ? Der edle Wettstreit ist
darum ausgesetzt . Zum Mauerbau vor 40 Jahren werden für das nächste WWWW Texte
und Schnippsel gesucht , zur Mauer in den Köpfen , auch zur Mauer zwischen
System- und Anwendungsprogrammierern , zu virtuellen wie digitalen Mauern . Und
unserer Mauer schlechthin . Wau Holland überwand die Mauer auf seine Weise und
siedelte sich zeitweise in Jena an . Zu seinem Andenken findet am Freitag in
Holland eine Memorial-Session statt . Und eines vergesse ich sicher nicht :
Seiner von ihm über alles geliebten und selbst kreierten Legende nach wurde er
nämlich am 4. Juli des Jahres 1900 geboren , am amerikanischen Nationalfeiertag
der Jahrhundertwende . Dies mag manchen als Bestätigung eines Vorurteils dienen
: Wer aber Armstrong nur in seiner Rolle als " Onkel Tom " sieht , als
gutmütigen Jazz-Neger mit breitem Grinsen , übersieht den Musiker und Trompeter
, von dem sich nicht nur etwa Miles Davis so manche Scheibe abschnitt . Ganz zu
schweigen von Wynton Marsalis , dessen historisierende und gleichzeitig
geschichtsfälschende Jazz-Interpretation jedoch Armstrongs Ding überhaupt nicht
gewesen wäre . Und wer nicht mit Armstrong vorlieb nehmen möchte , der hat ja
vielleicht Glück und Keith Jarrett findet mit seinem Trio den Weg in die Stadt .
Was der nie um Begeisterung für guten Jazz verlegene Michael Naura als " Keith
Jarretts Glücksversprechen " bezeichnete , kann in diesen komischen Zeiten , in
denen Hitzewellen vernünftige Diskussionen zu verhindern scheinen , den Kopf
durch klare und doch berauschende Klänge freispülen . So mag sich das Sommerloch
mit guter Musik füllen . Die news to end all news , die endgültige Propfung zur
Stopfung des Sommerlochs , die absolute Nachricht , die keine Flamewars über
Nazis , Kinderpornographie oder Zensur ermöglicht , dafür aber gepflegte
Ablästerei über den armen Kolumnisten , der wieder einmal im Dienste von Friede
und Freude in den Heise-Foren seinen malträtierten Kopf hinhält . Hier nun also
das , was niemand sich vorstellen konnte , und was doch passierte : In der Nacht
zum 4. August fiel in der Stadt Tientsin in der gleichnamigen chinesischen
Provinz ein Sack Reis um . Der Unfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden
direkt neben einer Fabrik des Chipherstellers Motorola . Die genauen Umstände
sind noch unklar . Nach Shanghai ist Tientsin das zweitgrößte Wirtschaftszentrum
der Volksrepublik China . Die Pressestelle von Motorola wollte keine Stellung
nehmen . In einem Gespräch mit heise online versicherte Pressesperecherin Debbie
Esposito jedoch : " Die chinesischen Fabriken gehören zu unseren wichtigsten
Standorten und wurden durch diesen bedauerlichen Vorfall nicht gefährdet . " Die
chinesische Polizei vernimmt derzeit alle Anwohner der Straße , in der der Sack
Reis umfiel . Ersten Berichten zufolge handelte es sich dabei um die in der
Volksrepublik weit verbreitete Marke " Huaihua " . Die Pressestelle der
chinesischen Regierung in Peking wollte zu diesem Zeitpunkt Sabotage noch nicht
ausschließen . Die Folgen für die chinesische Wirtschaft sind derzeit jedenfalls
nicht abschätzbar . Analysten zufolge könnte diese Kursschwankung aber auch auf
eine Aussage von Alan Greenspan vom Freitag zurückzuführen sein , als dieser
sich in hohem Maße abfällig über das Unternehmen geäußert hatte . Greenspan ,
der Vorsitzende der US-amerikanischen Notenbank , gilt als graue Eminenz hinter
dem internationalen Finanzmarkt . Eine Rückfrage bei Greenspans Sekretariat
ergab allerdings , dass der Finanz-Guru sich lediglich über den leeren Akku
seines Handys aufgeregt hatte . Den obigen Absatz darf jeder ausdrucken und sich
auf den Monitor kleben , wenn mal wieder das Gelüste aufkommt , Nachrichten für
unwichtig zu halten . In diesem Sinne bleibt nur noch , ein schönes
(Rest-)Wochenende und immer volle ( oder extra leere , je nach Gusto )
Handy-Akkus zu wünschen . Chip-Zulieferer Wacker-Chemie ruft zu Lohnverzicht auf
Angesichts der Flaute in den Technologiebranchen ruft nach dem
Computerhersteller Hewlett-Packard nun auch der Halbleiter-Zulieferer
Wacker-Chemie die Mitarbeiter zum teilweisen Lohnverzicht auf . Nach einem
Bericht des Focus habe das Management der Belegschaft mitgeteilt , das
Unternehmen müsse " über eine Entgeltsenkung ( möglich bis zu 10 Prozent ) zu
einer Reduzierung des gesamten Personalaufwands kommen " . Nur so ließen sich "
zumindest für die nächste Zeit " Entlassungen vermeiden . Die Gehaltskürzung
solle zeitlich befristet sein und könnte ab Oktober greifen . Wacker-Chemie
gehört weltweit zu den größten Zulieferern der Halbleiterindustrie . Das
Unternehmen hatte im vergangenen Jahr vor allem dank der Halbleitersparte
Rekord-Ergebnisse erzielt . Die Firma hatte sich jedoch bereits besorgt über die
Branchenkonjunktur gezeigt . Der Geschäftsbereich Halbleiter von Wacker-Chemie ,
die Wacker Siltronic , ist weltweit der drittgrößte Anbieter von Wafern für die
Halbleiterproduktion . Hewlett-Packard hatte bei einer ähnlichen Aktion im Juli
die Mehrheit der Mitarbeiter in Deutschland zu einem freiwilligen
Gehaltsverzicht aufgerufen . Der Konzern hatte weltweit zu den Sparmaßnahmen
aufgerufen - was hierzulande bei der Gewerkschaft nicht auf große Begeisterung
gestoßen war : Die IG Metall hielt das Vorhaben für " peinlich und abstrus " ,
zumal HP weit davon entfernt sei , in die Verlustzone zu geraten , auch wenn die
ehrgeizigen Wachstumsziele im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich nicht
erreicht würden . Weltweit kündigte HP inzwischen an , trotz des Lohnverzichts
in den USA und Deutschland weitere 6.000 Stellen zu streichen . Weltraum-Robot
besucht Vulkan-Mond Die amerikanische Raumsonde Galileo befindet sich im Anflug
auf den Jupitermond Io , den sie am Montag 200 Kilometer über der schwefligen
Oberfläche des Himmelskörpers passieren soll . Es ist der fünfte Io-Vorbeiflug
der betagten Veteranensonde , die im zwölften Dienstjahr das All durchquert und
seit sechs Jahren im Jupiter-System unterwegs ist . Die aktiven Vulkane auf Io
hatten bereits in den siebziger Jahren die Voyager-Sonden entdeckt .
Mittlerweile haben die Forscher über 100 von ihnen auf der Io-Oberfläche
ausgemacht . Der Lava-Ausstoß und die Hitzeproduktion auf Io ist größer als auf
der Erde , erklärt Rosaly Lopes , Vulkanologin im Galileo-Team des Jet
Propulsion Laboratory ( JPL ) in Kalifornien . Von dort wird die Sonde für die
NASA gesteuert ; auch die Auswertung der Bilder und Daten übernimmt das JPL . Er
wird heftig zwischen Jupiter und den Nachbarmonden Europa und Ganymed hin und
her gerissen . Galileo wird bei seinem Vorbeiflug den Nordpol des Mondes
passieren - eine gute Gelegenheit magnetische Messungen durchzuführen . Denn die
Forscher treibt immer noch die Frage um , ob das Magnetfeld des Mondes durch das
Feld des Jupiters induziert oder durch einen eigenen " magnetischen Dynamo "
hervorgerufen wird . Die Messergebnisse und Bilder werden in den kommenden zwei
Monaten schrittweise zur Erde gefunkt werden . Nach 31 Vorbeiflügen an Jupiter
und seinen großen Monden funktioniert das Raumschiff aber immer noch zufrieden
stellend . Nach zwei weiteren Io-Begegnungen im nächsten Jahr soll der
Weltraum-Robot 2003 den inneren Mond Amalthea ansteuern und darauf für immer in
der turbulenten Jupiter-Atmosphäre verschwinden . Oder die NASA verlängert doch
noch einmal Galileos Dienstzeit ... OS/2 Merlin : IBM setzt sich unter Zeitdruck
IBM läßt sich offensichtlich durch die Freigabe von Windows NT 4.0 unter
Zeitdruck setzen . Die Ankündigung der neuen Version soll am 10. September
erfolgen . IBM will dann schon fertige Pakete vorweisen können - klappt das
nicht , ist als Alternativ-Termin der 24. September vorgesehen . Begeisterung
hat das bislang noch nicht ausgelöst : In den entsprechenden Diskussionsforen im
Internet und auf Compuserve schlugen die Wellen hoch . Viele Entwickler und
professionelle Nutzer glauben offensichtlich , IBM solle sich mehr Zeit lassen ,
um alle Ungereimtheiten , Bugs und existierenden Probleme für das endgültige
Release in den Griff zu bekommen . Biotechnologie-Unternehmen auf dem Vormarsch
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es pro Kopf und Einwohner nach Berlin bundesweit
die meisten Biotechnologie-Unternehmen . Seit 1996 ist die Branche nach Angaben
der Kontaktstelle BioRegio in Greifswald , einer von 17 Bioregionen in
Deutschland , um 23 Unternehmen auf inzwischen 65 gewachsen . " Wir werden als
Standort international registriert " , sagte Heinrich Cuypers von der
Kontaktstelle . 700 Firmen pro Monat lassen sich im Internet Informationen über
Produkte geben , die in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt werden . Die
Kontaktstelle des Landes versucht , die Unternehmen bei der Vermarktung ihrer
Produkte zu unterstützen . Mit eigenen Fachkonferenzen , wie vom 7. bis 9.
September in Warnemünde unter dem Thema 2nd International Conference Biosystems
and Medical Technology will die Region als " BioCon Valley " im Nordosten
Deutschlands international Aufmerksamkeit erregen . Cuypers hofft , den
Standortnachteil der Randlage durch vielfältige Fördermöglichkeiten für die
Unternehmen und durch das wissenschaftliche Know-how wettmachen zu können . Am
Mittwoch wird offiziell der Verbund BioCon Valley Mecklenburg-Vorpommern
gegründet . Für die Firma Teraklin in Warnemünde stellt der Vertrieb einer der
Schwerpunkte dar . " Wir wissen , dass wir im Bereich der Blutreinigung im
Leberversagen Marktführer sind " , sagte Stephan Aldinger , Vorstandsmitglied
des Unternehmens . Mit einem international angelegten Vertriebsnetz soll das
Produkt vermarktet werden . Dafür beschäftigt die Firma 18 Mitarbeiter in
Hamburg , Berlin , München , Essen sowie in Großbritannien , Spanien und
Frankreich . Im Technologiezentrum Warnemünde arbeiten 35 Mitarbeiter . Schon
vor Jahren habe man die Vertriebsabteilung in Hamburg errichtet , um näher an
den potenziellen Kunden zu sein . Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens ,
Mathias Klingler , arbeitet von Hamburg aus für Teraklin und für das Unternehmen
Bioserv . Derzeit bemühen sich die Unternehmen um die Zulassung ihrer Produkte
in den USA . Mit Krediten , neuen Kapitalbeteiligungen und Fördermitteln werden
derzeit die Kosten bestritten . " Noch werden die Kosten nicht durch die Umsätze
gedeckt " , räumt Klingler ein . Daher erwägt das Siegerunternehmen des Start-Up
Wettbewerbes 1997 im nächsten Jahr an die Börse zu gehen . Mit der Förderung
durch das Land zeigt sich Jung-Unternehmer Aldinger zufrieden . Schließlich
seien Abwanderungen wie die geplante Verlagerung von Teilen der Verwaltung des
Biotechnik-Unternehmens PlasmaSelect ein Wermutstropfen . Das ist nach Ansicht
des Geschäftsführers der Firma Nordum , Ralf Becker , zu wenig . " Dieses
Potenzial müsste das Land noch ausbauen . " Andere Regionen in Deutschland seien
da viel stärker . Die Unternehmensführung setzt auf die neuen Medien . Kürzlich
gründete sie die Dienstleistungbörse Offerix . " Der E-Commerce-Bereich bietet
uns die Chance , relativ preisgünstig Kontakte über das Bundesland hinaus
aufzubauen " , erläutert Becker . Für die Rostocker Unternehmer stellt sich die
Verkehrsanbindung als das größte Problem dar . " Hier ist man nicht schnell
genug erreichbar " , kritisiert Nordum-Geschäftsführerin Anita Plantikow .
Aldinger stimmt ihr zu : Die Nähe zur Universität und zu anderen Firmen finden
Aldinger und Plar und Plantikow positiv . Aldinger ist überzeugt , dass die
schwache Infrastruktur eines Landes keine Rolle mehr spielt , wenn ein Produkt
am Markt bekannt ist : Lycos Europe steigert Umsatz - und Verluste Von Gewinnen
scheint das Internet-Unternehmen aber noch weit entfernt zu sein . Trotz der
hohen Verluste zeigt sich Lycos Europe optimistisch : Mit Angaben zu hohem
Wachstum der Benutzerzahlen und der Werbekunden möchte die Firma offensichtlich
auf gute Geschäftsentwicklung in den nächsten Quartalen verweisen . In
Deutschland liege das Portal bei der Reichweite an zweiter Stelle . Die Anzahl
der täglichen Seitenaufrufe sei von 4,4 Millionen im Juni 1999 auf 12,8
Millionen im Juni 2000 gestiegen . Im vierten Quartal habe man 1.066
Anzeigenkunden gehabt , ein Zuwachs von 261 Prozent gegenüber dem vierten
Quartal des Vorjahrs . Im März nach der Börseneinführung am Neuen Markt war
Lycos Europe in die Kritik geraten , da der Kurs des Papiers schon kurz nach der
Erstnotierung unter den Ausgabepreis von 24 Euro sank . Inzwischen dümpelt der
Kurs zwischen 10 und 12 Euro . Communities : " Gläserne Surfer " für
Internet-Werber ? Zunehmend wird das Internet nicht bloß als Informations- ,
sondern auch als Kontaktbörse für Gleichgesinnte genutzt . Zu diesem Zweck
wurden virtuelle Gemeinschaften geschaffen : Internet-Communities . Aber
besonders für die Werbebranche sind diese Gemeinden hochinteressant , denn dort
finden sie Menschen mit gleichen Interessen , eine homogene Zielgruppe . Das
wiederum erleichtert eine gezielte Ansprache - Werbung der Zukunft . Doch
bereits für dieses Jahr werde mit Steigerungsraten von 200 bis 300 Prozent
gerechnet . Die Communities würden dabei eine große Rolle spielen . Nickel : "
Diese personalisierte Werbung wird weiter zunehmen " . Der Grund : Um Werbung so
individuell wie möglich zu gestalten , brauchen die Agenturen möglichst genaue
Daten über die Zielgruppe . Hierbei hilft die Web-Community : In der Regel wird
der User aufgefordert , bei der Anmeldung einen " persönlichen Steckbrief " mit
oft umfangreichen Angaben zur eigenen Person zu erstellen . Ein etwas anderes
Konzept verfolgt Cycosmos - mit rund 350.000 Mitgliedern eine der größten
deutschsprachigen Communities . Dort erstellt das neue Mitglied gleich eine
eigene virtuelle Persönlichkeit . " Unsere Mitglieder erschaffen meist einen
digitalen Doppelgänger , denn sonst würde es schnell langweilig " , sagt
Cycosmos-Sprecher Gunnar Sohn . Einen anderen Weg geht die Düsseldorfer
Online-Media-Agentur planetactive mit ihrer Community . Dort machen neue
Mitglieder einen Psychotest , der eine Grob-Kategorisierung in bestimmte
Lifestyle-Typen ermöglichen soll . " Wir arbeiten an einer weiteren Verfeinerung
" , sagt Matthias Kurwig , Geschäftsführer von planetactive . Eine weitere
Neuerung sei eine monatliche Chat-Talkshow mit einem Prominenten , an der alle
Mitglieder teilnehmen können . Kurwig : " Mit Bild und Ton sollen diese
Talkshows künftig auch Image-Werbung transportieren . " Für die Anmeldung bei
ciao.com , einer Verbraucher-Community , ist indessen nur ein Spitzname und eine
E-Mail-Adresse erforderlich . In so genannten Erfahrungsberichten beschreiben
die Mitglieder Produkte oder Dienstleistungen . " Da wird schnell klar , wer
welche Interessen hat " , sagt Franziska Deecke , Sprecherin von ciao.com . Die
europaweite Gemeinschaft zählt nach eigenen Angaben allein in Deutschland rund
200.000 Mitglieder . " Den gläsernen Verbraucher halte ich trotzdem für nicht
möglich , es sei denn der Konsument gibt sein Einverständnis " sagt Nickel , der
auch Sprecher des Deutschen Werberates ist . Durch das vorbildliche deutsche
Datenschutz-Recht sei die Weitergabe persönlicher Daten sogar strafbar . "
Außerdem schaut die Konkurrenz mit Argusaugen auf jeden Verstoß " , sagt Bernd
Michael , Geschäftsführer der Grey-Werbegruppe in Düsseldorf . Trotzdem rät
Helga Zander-Hayat von der Verbraucherzentrale NRW den Internet-Nutzern , nur
seriösen Anbietern persönliche Daten anzuvertrauen : " Grundsätzlich sollte man
die Datenschutzpassage in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen prüfen und dann
so wenig Daten wie möglich preisgeben . " Bei Verstößen empfiehlt sie , sich an
einen der Datenschutzbeauftragten der Länder zu wenden . Microsoft integriert
Digital-TV in Windows-2000-Nachfolger Erst musste der niederländische
TV-Kabel-Betreiber UPC seine Digital-TV-Pläne wegen Entwicklungsschwierigkeiten
bei Microsoft TV zurückschrauben . Kurze Zeit später wurden Überlegungen von
AT&T bekannt , sich bei einem anderen Anbieter von Software für interaktives
Fernsehen zu bedienen , da Microsoft nicht rechtzeitig liefern könne . Nun soll
die endgültige Version von Microsoft TV in den gemeinsamen Nachfolger von
Windows 2000 und ME , bislang unter dem Code-Namen Whistler bekannt , eingebaut
werden . Microsoft erhofft sich davon wohl einen Anreiz für Anbieter wie für
Verbraucher , Windows nicht nur als PC-System einzusetzen : Nach einem Bericht
des Wall Street Journal will Microsoft die Pläne offiziell auf der International
Broadcasting Convention in Amsterdam am Freitag dieser Woche vorstellen . Mit
einem PC-Betriebssystem , das gleichzeitig die Aufgaben einer Settop-Box
übernehmen kann , hätte Microsoft zumindest einen entscheidenden Vorteil
gegenüber der Konkurrenz wie etwa OpenTV oder PowerTV : Die Dienstleister und
TV-Sender müssten für Digital-TV den Kunden nicht zuerst teilweise recht teure
Settop-Boxen verkaufen . Zudem wäre das Argument gegen Settop-Boxen hinfällig ,
bei ihnen sei der normale Internet-Zugang im Vergleich zum PC bislang relativ
umständlich und unübersichtlich . Microsoft geht jedenfalls mit der Integration
von Whistler einen Schritt weiter in dem Bemühen , Windows-Systeme zur zentralen
Steuerungseinheit für das " vernetzte Heim " zu machen . keine Verlängerung der
Weltausstellung Expo-Generalkommissarin Birgit Breuel empfindet die Diskussion
um eine Verlängerung der Expo als " großes Kompliment " . Das zeige , dass " die
Expo eben doch große Sympathien hat bei vielen Menschen " , sagte Breuel am
Dienstag in einem Interview mit dem WDR 5 . Jedoch blieb sie dabei , dass es
keine Verlängerung der Weltausstellung geben werde : " Am 31. Oktober werden die
Tore der Expo geschlossen . " Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte sich vor gut
einer Woche für eine Verlängerung der Expo ausgesprochen . " Das wäre ja sehr
schön , um eine Erinnerung , eine Erbschaft der Expo weiterhin leben zu lassen .
" Breuel räumte ein , dass die finanzielle Bilanz der Weltausstellung am Ende "
katastrophal " ausfallen werde . Das inhaltliche Fazit sei jedoch " vorzüglich "
. Daher erwarte sie die Gesamtbilanz betreffend keine großen Überraschungen mehr
. Ende August über 1000 Green Cards ausgestellt Die Zahl der erteilten Green
Cards für ausländische Computer-Spezialisten hat sich Ende August auf mehr als
1.000 erhöht . Zum 29. August hatten die Arbeitsämter genau 1.144 der besonderen
Arbeitserlaubnisse erteilt , berichtete die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung
( ZAV ) am heutigen Dienstag in einer Zwischenbilanz . Davon stammten 208
Green-Card-Inhaber aus Indien , 177 aus Russland , Weißrussland , der Ukraine
und dem Baltikum , 122 aus Rumänien und 81 aus dem Ex-Jugoslawien und Kroatien .
Die aktuellsten Zahlen sollen an morgigen Mittwoch veröffentlicht werden . Bei
einer Vermittlungsbörse der Bundesanstalt seien inzwischen mehr als 10.000
Bewerbungen eingegangen . Die gebürtige Texanerin sei Spezialistin für
Internet-Auftritte , berichtete die ZAV . Als Grund für ihre Bewerbung in
Deutschland gab die Computer-Fachfrau das rasante Wachstum des elektronischen
Handels in Deutschland an . Nirgendwo entwickele sich der so genannte E-Commerce
so schnell wie in Deutschland . Unternehmen hätten in die elektronische Jobbörse
im Gegenzug 632 Job-Angebote eingestellt , hieß es bei der ZAV . Insgesamt soll
die Arbeitslosigkeit in Deutschland im Monat August nur leicht gesunken sein .
Das entspräche einem Rückgang von 15.000 bis 20.000 Jobsuchern im Vergleich zum
Vormonat . Gegenüber dem Wert vom August 1999 wären dies rund 230.000
arbeitslose Männer und Frauen weniger . Die offiziellen Zahlen des Arbeitsmarkts
gibt der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit , Bernhard Jagoda , ebenfalls am
morgigen Mittwoch bekannt . Zeichnungsfrist für Börsengang von SAP SI endet
vorzeitig Die Aktien der SAP SI sind inzwischen mehrfach überzeichnet - die
Orderbücher für die Titel der SAP SI sollen daher bereits vorzeitig am morgigen
Mittwoch ( 6. September ) um 17:00 Uhr geschlossen werden , sagte Eberhard
Dilger von der Commerzbank in Frankfurt der dpa . Die Aktien von SAP SI kommen
zum Preis von 16 bis 19 Euro an die Börse . Einen Tage vor dem Start am Neuen
Markt am 13. September soll der Ausgabepreis bekannt gegeben werden . Mit dem
Börsengang will das Unternehmen seine Expansion in den Vereinigten Staaten und
in Europa finanzieren . An den drei Unternehmen hielten SAP , Siemens und die
Software AG Anteile . Das Unternehmen hat derzeit 1.200 Mitarbeiter . Das Ende
des Sommerlochs : Nessie-Jagd per Unterwasser-Webcam Eigentlich ist ja gar kein
Sommer mehr . Aber einen richtigen Sommer gab 's ja sowieso nicht . Eine der
klassischen Gestalten , die früher das " Sommerloch " füllten , taucht aber
trotzdem aus den Untiefen schottischer Gewässer auf . Es ist das Ungeheuer "
himself " , das vom Loch Ness natürlich . Es steht künftig 24 Stunden am Tag ,
365 Tage im Jahr unter Videoüberwachung . Im vergangenen Jahr war bereits eine
Kamera aufgestellt worden , die Nessie über der Wasseroberfläche ins Visier
nehmen soll . Wie Scotland On Line berichtet , gelang einem texanischen Ehepaar
am 5. Juni 1999 angeblich die weltweit erste Online-Sichtung des Monsters .
Seitdem hat die Site über 800.000 Besucher verzeichnet . Die neue
Unterwasser-Kamera steht auf dem steinigen Grund des Sees an einer Stelle , wo
das Monster schon mehrmals gesehen worden sein soll . Da Nessie erfahrungsgemäß
nur selten das Bedürfnis nach frischer Luft verspüre , könne man ihm unter
Wasser wahrscheinlich viel häufiger begegnen , sagte Pat Kelly von Scotland On
Line am Dienstag gegenüber dpa . Willie Cameron , ein Sprecher des mit Scotland
On Line kooperierenden Werbeverbands Loch Ness Marketing sagte , Nessie werde
auch in seinem dritten Millennium ein gefragtes Phänomen bleiben . Die erste
dokumentarisch verbürgte Sichtung datiert aus dem Jahre 565 nach Christus . Da
kann man den neuzeitlichen Nessie-Jägern nur viel Glück wünschen - denn so
richtig wollen Viele trotz dieser frühen " Dokumente " immer noch nicht an
Nessie glauben ... Schleppender Start : Green Card behebt Experten-Mangel nicht
Die Green-Card-Aktion der Bundesregierung ist nur schleppend angelaufen . Bisher
wurden nur 2.000 Arbeitserlaubnisse für außereuropäische Computer-Experten
ausgegeben . Benötigt werden in Deutschland aber nach Schätzungen momentan
mindestens 70.000 Experten . Staatssekretär Siegmar Mosdorf vom
Bundeswirtschaftsministerium zeigt sich aber optimistisch : Die Zahl der Green
Cards solle bis Ende des Jahres auf bis zu 15.000 steigen . Die Ursache für den
schleppenden Start könnte auch in den Unternehmen selbst liegen : " Vor allem
das mittlere Management und die Personalabteilungen bremsen den guten Willen der
Firmenleitungen aus " , sagt Personalberater Ralf Bultschnieder am Mittwoch beim
fünften Deutschen Internet-Kongress . Die Einstellung von Experten aus
Nicht-EU-Ländern scheitert demnach oft an kulturellen Problemen und der
Provinzialität einiger Abteilungsleiter in den Firmen . Während global agierende
Unternehmen meist weniger Berührungsängste haben , treten bei mittleren
Unternehmen zum Teil offenbar Konkurrenzangst und Komplexe gegenüber den oft
jungen Russen oder Indern auf . " Vielleicht liegen bei einem Chef einer
Abteilung selbst die Englischkenntnisse im Argen " , sagt Bultschnieder . Da
gewinne leicht die Angst vor der Blamage vor der eigenen Truppe die Oberhand .
Das Sprachenproblem sei nach wie vor nicht zu unterschätzen . Viele Unternehmen
befürchteten Verständigungsprobleme , Missverständnisse und zusätzlichen Aufwand
bei der Einarbeitung . " Es gab bislang kein derartiges Einwanderungsmodell in
Deutschland " , betont Staatssekretär Mosdorf . Kurzfristig dürfe daher niemand
ein Lösung erwarten . Grundsätzlich sehe die Bundesregierung ein kulturelles
Problem jedoch nicht . Doch auch von anderer Seite drohen Hindernisse : Während
die ausländischen Experten nach Deutschland kommen sollen , gehen viele deutsche
Experten offenbar umgekehrt selbst ins Ausland . Dies berichtet die Agentur The
American Dream , die in Sachen US-Visa berät , unter Berufung auf eine Studie
der amerikanischen Georgetown-Universität . Danach gingen im vergangenen Jahr
insgesamt 2.451 deutsche Spezialisten mit einem H-1B-Visum in die USA . Dieses
Visum entspreche in etwa der in Deutschland eingeführten Green Card . Diese "
Abwerbung " betrifft nicht nur die Hightech-Unternehmer , sondern auch die
Ausbilder , die das Defizit beheben sollen . " Es gibt kaum fähige Leute , und
die werden Ihnen sofort abgeworben " , berichtete in Karlsruhe ein Vertreter der
Industrie- und Handelskammern . Dadurch könnte auch das Ziel der Regierung
gefährdet werden , die Absolventenzahlen ( derzeit 7.000 Informatiker jährlich )
zu verdoppeln und die Zahl der Ausbildungsplätze auf 60-000 aufzustocken . Auch
das Arbeitsamt kann kaum weiterhelfen : " Gesucht werden superspezialisierte
Leute , Softwareentwickler mit Kenntnissen bestimmter Programmiersprachen wie
Java " , sagt Bultschnieder . Der Chef des Internetportals web.de , Matthias
Greve , sagt : " Es gibt zu wenig Leute , die diese Arbeit wirklich lieben . "
Das Potenzial im Ausland sei in jedem Fall vorhanden : Während die Inder
insgesamt lieber in die USA und nach Großbritannien gingen , wollten vor allem
Russen , Weißrussen und Ukrainer nach Deutschland . Doch auch im Ausland werde
es mittelfristig kaum genug Arbeitskräfte geben , um in der boomenden
Internet-Ökonomie alle Stellen zu besetzen , sagte Mosdorf . Greve : " Wir
müssen lernen , ohne sie auszukommen . " Yellouts letzter Schrei Die Berliner
Yellout AG , eines der bekanntesten Internet-Startups der Hauptstadt , hat am
gestrigen Donnerstag Insolvenz angemeldet . " Es machte keinen Sinn mehr , gegen
diesen Markt anzutreten " , erläuterte Patrick Setzer , einer der Gründer und
bislang Vorstandsvorsitzender der Dienstleistungsplattform , die " traurige "
Entscheidung im Gespräch mit heise online . Doch wie zahlreiche andere Gründer
von Internet-Firmen musste er die Erfahrung machen , dass die Investoren
inzwischen taub sind für die Bedürfnisse der Branche . " Wir töten die Gelben
Seiten " , lautete der Kampfschrei , mit dem Setzer und seine Mitstreiter im
Herbst 1999 zur Hochzeit des Hypes rund um die " Infomediaries " und
Serviceportale in die wilde Web-Welt eintauchten . Die Erlebnisse des ersten
hektischen Startup-Jahres beschrieb der Yellout-Chef , die Sache trotz des
marktschreierischen Namens relativ ruhig anging , in seinem " Gründertagebuch "
in der inzwischen auch eingeschmolzenen Netzbeilage der Welt . " Die
Business-Modelle kristallisieren sich erst noch heraus . " Das Geschäftsprinzip
von Yellout hält der knapp 30-Jährige nach wie vor mittelfristig für tragfähig .
Auch die Software , die vor anderthalb Jahre ans Netz ging , habe funktioniert .
Momentan werde allerdings " wahllos " alles plattgemacht von den kurzfristigen
Investoren , die keine Deals mit Dot.coms mehr machen . " Da wird aktiv Wert
vernichtet " , sagt Setzer . Volkswirtschaftlich sei das ein " Trauerspiel " .
Obwohl der Gründer als Vorstand bereits entlassen wurde , will er nun gemeinsam
mit dem Insolvenzverwalter einen Käufer für die Plattform finden . Die rund 25
verbliebenen Mitarbeiter sollen zunächst weiter beschäftigt werden , um das
System am Laufen zu halten . Ursprünglich hatte Setzer vorgesehen , bereits
Anfang 2001 die Gewinnschwelle zu überschreiten . Genaue Zahlen über die mit
Hilfe von Yellout eingefädelten Vermittlungsdienste hat die Firma jedoch bis
heute nicht veröffentlicht . Auch die Eröffnung des
Business-to-Business-Marktplatzes Yellout Pro , die Vermittlung öffentlicher
Ausschreibungen und im Sommer eingefädelte Kooperationen mit viel frequentierten
Websites wie msn.de , freundin.com , n-tv.de oder preisauskunft.de spülten nicht
genug Geld in die Kasse . Selbst das vor einem Jahr gestartete Vorhaben , über
politische Talkrunden Aufmerksamkeit zu erzielen , brachte nicht die gewünschten
Erfolge . die nächste Generation der Pocket PCs Zeitgleich in London und San
Francisco haben Microsoft und seine Partner die nächste Generation der Pocket
PCs vorgestellt . Casio , Compaq und Toshiba zeigten ihre neuen stiftbedienten
Organizer vor ; Acer , NEC , Fujitsu und Samsung wollen innerhalb der nächsten
Monate mit eigenen Geräten auf den Markt kommen . Hewlett-Packard dagegen hat
zumindest in den USA bereits mit der Auslieferung seiner neuen Jornadas 565 und
568 begonnen und bringt zusätzlich eine Reihe von Erweiterungsmodulen . Alle
Geräte besitzen einen 206 MHz Intel StrongARM-Prozessor , USB-Anschlüsse , fast
ausnahmslos 64 MByte RAM , ein reflektives TFT-Display und ermöglichen dank
Flash-ROM ein späteres Update der System-Software . Wie wichtig die
Markteinführung der zweiten Pocket-PC-Generation für Microsoft ist , lässt sich
daran ablesen , dass niemand anderes als Firmenchef Steve Ballmer den Vorhang
lüftete . Viele Hersteller brachten zudem Updates ihrer Software mit , die an
das neue Betriebssystem angepasst sind . Während der krisengeschüttelte
PDA-Marktführer Palm mit einer Halbierung seiner Umsätze zu kämpfen hat und die
Einführung neuer Geräte sowie seine alljährliche Entwicklerkonferenz verschieben
musste , gewinnen Organizer mit dem Microsoft-System weiter Marktanteile und
Momentum . Selbst der koreanische Großkonzern Samsung hat inzwischen die
Produktion von Pocket PCs mit integriertem Mobiltelefon angekündigt ; der
japanische Elektronikkonzern NEC will bis Ende des Jahres mit einem
entsprechenden Gerät auf den Markt kommen , mochte aber noch keine Angaben zu
Preis und Spezifikationen machen . Das Gerät hat separate Erweiterungsschächte
für CompactFlash-Type-II- und SD-Karten und kann mit einem auf der Rückseite
angesteckten Adapter auch PC-Cards verwenden . Das Modul hat eine eigene 950 mAh
Lithium-Batterie , ein gleichartiges Modell versorgt das Hauptgerät bis zu 10
Stunden lang mit Strom . Einzigartig am E-200 ist die USB-Hostfunktion , mit der
sich beispielsweise Mäuse , Tastaturen , Drucker und CD-ROM-Laufwerke
anschließen lassen - zumindest theoretisch , denn ohne spezielle Treiber dürfte
das nicht funktionieren . Der E-200 soll im Januar auf den deutschen Markt
kommen , ein genauer Preis steht noch nicht fest , wird sich aber wohl am
US-Preis von 599 Dollar orientieren . Ausschließlich in den USA wird der bislang
eher unbekannte Hersteller Audiovox einen umgelabelten Toshiba e570 unter dem
Markennamen Maestro verkaufen . Das Gerät besitzt lediglich 32 MByte RAM und
soll nur zusammen mit einem Mobilfunkvertrag von Verizon erhältlich sein . Auch
Hewlett-Packard nutzte die Veranstaltung , um neue Produkte vorzustellen . Eine
Batterie mit doppelter Kapazität soll die ab November erhältlichen Jornadas 556
und 568 bis zu 28 Stunden mit Strom versorgen . Eine weitere Batterie besitzt
einen integrierten SD-Slot , macht das Gerät etwa 5 Millimeter dicker und soll
80 US-Dollar kosten . Eine Mini-Aufstecktastatur soll im Dezember für 50
US-Dollar erhältlich sein , war bei der Vorstellung jedoch nicht funktionsfähig
. Ebenfalls bis Jahresende will HP ein Aufsteckmodul für den Einsatz von
PC-Cards auf den Markt bringen , das etwa 1,5 Zentimeter dick und etwas leichter
als sein iPAQ-Pendant ist . Das 150 US-Dollar teure Modul wird über den
CompactFlash-Slot mit dem Gerät verbunden und besitzt eine eigene fest
eingebaute Batterie , ein zweiter Schacht erlaubt den Einsatz einer zusätzlichen
Batterie . " Aggressiver Preiskampf " : Umsatz- und Gewinnwarnung bei AMD Der
US-Chiphersteller AMD hat auf Grund eines " sehr aggressiven Preiskampfes " mit
Intel und fallender PC-Chip-Preise im dritten Quartal 2001 einen starken
Umsatzrückgang verbucht . AMD hatte im August prognostiziert , der Umsatz werde
im dritten Quartal um 15 Prozent fallen . Wall-Street-Analysten hatten mit einem
Quartalsverlust von zwölf Cents je Aktie gerechnet . Auch bei den
Flash-Speicherchips , lange Zeit einer der großen Gewinnbringer bei AMD , kommt
der Konzern in Schwierigkeiten : AMD machte dafür die Schwäche im
Kommunikationssektor verantwortlich . NetCologne steht nicht mehr zum Verkauf
Das Kölner Telekommunikationsunternehmen NetCologne steht nicht mehr zum Verkauf
. Das teilte NetCologne am Freitag nach einem Beschluss der Gesellschafter GEW
Köln AG ( 64,9 Prozent ) , Stadtsparkasse Köln ( 25,1 Prozent ) und
Kreissparkasse Köln ( 10 Prozent ) mit . Es sei nach mehr als einem Jahr
Verhandlungen kein geeigneter Partner gefunden worden . Der regionale Carrier
wollte ursprünglich mit Hilfe eines Partnerunternehmens zu einem größeren
Verbreitungsgebiet gelangen ; im November 2000 hatte es geheißen , die
Verhandlungen mit dem US-Kabelnetzbetreiber Callahan stünden kurz vor dem
Abschluss . Callahan hat inzwischen in Deutschland die regionalen
Kabelgesellschaften in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg übernommen .
Bieterwettstreit um Sprint entschieden Die Übernahmeschlacht um die drittgrößte
amerikanische Telefongesellschaft Sprint ist entschieden . Da konnte der
Aufsichtsrat von Sprint wohl nicht mehr Nein sagen ; am Montag Abend akzeptierte
er die Offerte von MCI . Details der Übernahme wollen Sprint und MCI im Laufe
des heutigen Tages bekannt geben . MCI rückt mit dem Kauf von Sprint weiter an
den Branchenprimus AT&T heran und gewinnt mit Sprints Mobilfunknetz gleich einen
neuen Geschäftsbereich hinzu . Auch bei Internet-Zugängen sind beide Firmen
stark vertreten . Der Zusammenschluß von MCI und Sprint stellt die größte
Firmenübernahme in der Geschichte dar . Spekulationen , die mit 10 Prozent an
Sprint beteiligte Deutsche Telekom wolle auch noch in die Übernahmeschlacht
einsteigen , bewahrheiteten sich nicht . Zusammen mit France Telekom und Sprint
betrieb die Telekom bislang das Konsortium GlobalOne , das sich vor allem an
große Unternehmen richtet . Nach der Auseinandersetzung um die versuchte
Übernahme der Telekom Italia durch die Deutsche Telekom und dem Einstieg von
France Telecom bei dem D1-Konkurrenten E-Plus sieht es für GlobalOne und die
Zusammenarbeit zwischen France Telekom und den Deutschen schlecht aus . Schon
länger kursierten Berichte über Schwierigkeiten bei GlobalOne , nicht zuletzt
gestützt durch entsprechende Bemerkungen des Telekom-Chefs Ron Sommer . Mit
einem Scheitern von GlobalOne und der Sprint-Übernahme durch MCI würde die
Telekom erst einmal alle Hoffnungen begraben müssen , einen Fuß in den größten
Telekommunikationsmarkt der Welt zu bekommen . Internet zu teuer : Boykott in
Saudi-Arabien Erboste Internet-Surfer aus Saudi-Arabien planen für Freitag einen
Internet-Boykott , berichtet Reuters . Eine ungewöhnliche Aktion in einem Land ,
in dem normalerweise jede Form des öffentlichen Protests unterbunden wird .
Schaut man sich die Preise für einen Internet-Zugang in Saudi-Arabien näher an ,
fühlt man sich hier zu Lande angesichts der aktuellen Gebühren fast schon wie im
Paradies . Zu einem jährlichen Obolus von 53 US-Dollar kommen laut der
saudischen Tageszeitung Al-Hayat noch 40 US-Dollar pro Monat und 1,20 US-Dollar
pro Stunde . Die Verluste für die örtlichen Internet-Provider könnten sich auf
192.000 US-Dollar belaufen , wenn der Streik erfolgreich sei , meinte die
Zeitung weiter . Pixelpark bringt Schwung in den Neuen Markt Einen erfolgreichen
Börsenstart feierte Pixelpark , die Bertelsmann-Tochter für
Multimedia-Dienstleitungen und Web-Auftritte . Der erste Kurs der Aktie wurde
gestern mit 16,30 Euro festgelegt , fast neun Prozent über dem Ausgabekurs von
15 Euro . Pixelpark brachte damit wieder etwas Schwung in den sogenannten Neuen
Markt der Frankfurter Börse , an dem vor allem Wachstumsunternehmen aus dem
Medien- und High-Tech-Bereich gehandelt werden . Dort hatte in letzter Zeit
Flaute geherrscht - die Euphorie um Internet- und Hochtechnologiewerte war
verflogen . Banken verschoben sogar den Börsengang einiger von ihnen betreuter
Kleinfirmen und hoffnungsvoller Neu-Aktiengesellschaften . In den vergangenen
drei Monaten ist der Index des Neuen Marktes um 21 Prozent gefallen ; letzte
Woche lag er unter dem Niveau von Ende 1998 . Montag stieg er immerhin um 3,1
Prozent : Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber
den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar
, Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Also
nicht " Mit Jürgen W. Möllemann vom Himmel fallen " , wie mir das in dieser
Woche eine Website namens Handwerk.com in dutzendfacher Ausfertigung in die
Mailbox stopfte . Der Erfolg fällt nicht vom Himmel , aber Jürgen W. Möllemann ,
der Jung-Bobos fördern möchte : " Bei mir lernen Existenzgründer fliegen " .
Jeder Leser kann jetzt mit einer Schaufel bewaffnet vor die Haustür treten und
loslegen . Vielleicht findet er die deutsche Light-Kultur von Herrn Merz . Nicht
gefunden ? Das scheint an der Grabungstechnik zu liegen : Am 7. November wird
dort gewählt , und eigentlich müsste jeder Netizen mit US-Wahlberechtigung den
Vater des Internet krönen . Al Gore hat tatsächlich was für das Internet getan ,
Bill Gates aber noch mehr : Microsoft unterstützt die Website Youth-e-Vote , auf
der junge Leute abstimmen können und so " lebendige Demokratie von unten "
kennen lernen , wie Microsofts PR-Agentur das feierte . Wählen konnten die
Jugendlichen bislang nur zwischen Bush und Gore , Ralph Nader ließ man
praktischerweise gleich weg . Nun gibt es einen Menschen , den Gates , Ballmer
und der Rest von Microsoft liebend gerne unter der Erde sähen : Larry Ellison .
In der letzten Woche wäre das beinahe passiert . Am Donnerstag berichteten
Medien von Gerüchten , dass Ellison gestorben sei . " Wenn Bill Gates stirbt ,
bricht sicherlich die Börse zusammen " , kommentierte ein Banker den Rutsch von
Oracle . Cyber-Guru Nicholas Negroponte stürzte dieser Tage von der Treppe und
brach sich die Kinnlade und einen Backenknochen . Dennoch will er als Keynoter
auf einer Reihe von teuren Konferenzen auftreten und mit Gebärden das Neueste
aus Digitalien verkünden . " Man muss daran glauben , dann geht alles " ,
verkündet die PR-Stelle des Meisters . Zusammen mit seinem Co-Head Global
Christmas Markets ( The Artist formerly known as Knecht Ruprecht ) möchte dieser
Startup die Geschenk-Distribution über Private Schenking Centers zu einer neuen
Form des Christian Branding führen , das Core-Competences deutlich updated . Wer
diesem Ansatz nicht traut , sollte einfach bei http://www.outofbusiness.com
vorbeischauen . Unter meinen Lesern gibt es solche , die so lange graben , bis
sie ein besonders schlammiges Stück Erde gefunden haben und das werfen , wenn
das Wort Bobo auftaucht . Dabei gibt es noch viel seltsamere Vorschläge , unsere
Helden der New Economy mit einem besonderen Titel zu versehen . Wie wär 's mit
Boboru : Ins Gespräch gebracht hat dies vor einiger Zeit eine Website , die sich
den " Horror Stories of Working the Web " widmet . Wen die Netslaves als Burned
out , but optimistic ( for reasons unknown ) bezeichnen , der hat wohl wirklich
nichts mehr zu lachen . Also bleiben wir doch beim Bobo ? Gemach , gemach !
Vielleicht ersetzen wir hier auf heise online den Bobo durch das Yeti , das
Young Entrepreneurial Tech-based Individual . Wenn Siemens an den Yeti glaubt ,
hat der Bobo ausgespielt und muss in die hohen Berge fliehen . Aber seine CRM
wird furchtbar sein ! Die Investoren drängeln , endlich sollte doch mal langsam
Geld in die Honigtöpfe der New Economy zurückfließen - stattdessen verbrennt
Napster Dollar um Dollar in endlosen Prozessen . Aber Parzival Middelhoff auf
der Suche nach dem heiligen Gral der Neuen Medien naht in weißer Rüstung und
schmeißt gleich noch ein paar Dollars hinterher : Aber das Fußvolk will nicht
mitspielen , schließlich enthält der Gral immer noch der Zaubertrank gegen die
böse Old wie die grausige New Economy . Customer Relationship Management bekommt
eine ganz neue Bedeutung : Die Protagonisten des rechtsfreien Internet dürften
sich ganz schön umsehen , wenn die Relationship ganz schlicht durch die
Staatsanwaltschaft gemanaged wird , und zwar wie das Klauen von CDs bei WOM . Es
wächst halt wieder einmal zusammen , was zusammen gehört - man darf beim Graben
nur nicht vergessen , auch noch das bisschen Gras wachsen zu hören . Vielleicht
sollten manche von ihnen kurz nachdenken , bevor sie mit dem Rächen anfangen .
Oder schreibt wenigstens die richtige URL ab ! Derzeit geht die kleine Firma CRC
Publishing Company-Eagle Rock Books baden , zu finden unter crcpub.com . Zornige
Netizens bombardieren den Verlag , der auf Minderheitenliteratur spezialisert
ist . Der Zorn gilt freilich der CRC Press , zu finden unter crcpress.com .
Dieser Verleger brachte unlängst die Concise Encyclopedia of Mathematics heraus
, geschrieben von Eric Weisstein . Im Zuge des Autorenvertrags beansprucht nun
die CRC Press die Rechte der Website des Autors , bekannt unter dem Namen Eric's
Treasure Trove . Das war einmal . Eric Weisstein hat einen Vertrag unterzeichnet
, der alle Websites des Autors zum Eigentum des Verlages erklärt . Nun bemüht
sich CRC Press , recht bekannte Algorithmen ihrem Fundus zuzuordnen . Und die
Indianer leiden . Was wird . Sie bietet eine Software namens Facemail an , die
PGP und andere Techniken obsolet machen will . IdentAlink verschickt laufend
verschlüsselte News aus der Welt der Biometrie , die mangels Facemail nach
/dev/null rauschen . Wie man ein Gesicht entschlüsseln kann , ist nächste Woche
Thema einer Tagung der Datenschützer , die in Schwerin stattfindet . Das
automatische Destillieren einer bedrohlichen Geste aus einem Videofeed will
schließlich genauso gelernt sein wie die Suche nach Wortmustern , die das
antiquierte Echelon bekannt machte . Immerhin finden zum Wochenende hin in
Amsterdam die Doors of Perception statt . Dieses Jahr ist das Thema die
Lightness , das Leichte , Schwebende . Wenn wir nicht graben können , dann
wollen wir fliegen . Wir aber schleppen uns über die Systems , die am Montag
anfängt und uns mit all den üblichen Bobo-Themen quält : M-Commerce , E-Business
, Neue Medien . Aber vielleicht verhagelt die nächste Pleite am Neuen Markt den
aufstrebenden Startups , deren Server vor lauter Wagniskapital nicht laufen
können , die schöne neue Welt . T-Mobile-Chef : Fünf Telekomkonzerne bleiben
übrig Mit dem Erwerb weiterer UMTS-Mobilfunklizenzen will die Deutsche Telekom
in Europa im mobilen Internet künftig eine führende Rolle spielen . Insgesamt
geht es nach seinen Worten um zehn Länder unter anderem in Osteuropa . Dazu
gehört auch Österreich , wo die Telekom-Tochter max.mobil am vergangenen Freitag
eine Lizenz ersteigert hatte . Nach Großbritannien , Deutschland und den
Niederlanden verfügt die Telekom damit über vier UMTS-Lizenzen in Europa . Noch
besser positioniert ist die britische Vodafone , die auch in Spanien und Italien
erfolgreich gewesen war . Nach weiteren Angaben von Ricke wird sich die Telekom
in Belgien mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um eine Konzession bewerben .
Geprüft wird eine UMTS-Bewerbung noch in Frankreich und Portugal . Auf dem
Telekommunikationsmarkt sei die Konzentration noch nicht abgeschlossen , sagte
der T-Mobile-Vorstandschef weiter . Am Ende dieses Prozesses stehen seiner
Meinung nach fünf globale Anbieter : Hierzu zählte er neben der Telekom die
japanische NTT DoCoMo , Vodafone , France Telecom sowie eine Gruppe um AT&T und
British Telecom ( BT ) . Als nicht abgeschlossen bezeichnete er die Themen
Telefonica und Telecom Italia . Der spanische Konzern wurde mehrfach mit der BT
in Verbindung gebracht und Telecom Italia mit der Deutschen Telekom . Mitte 1999
war die geplante deutsch-italienische Allianz geplatzt , als der Olivetti-Gruppe
eine feindliche Übernahme der Telecom Italia gelang . Die Logik eines
Zusammenschlusses von Telecom Italia und Telekom bezeichnete Ricke erneut als "
bestechend " , fügte aber hinzu , dass sich in dieser Frage nichts tue . Alles
brauche seinen richtigen Zeitpunkt , sagte er . Nach Expertenmeinung würden sich
beide Unternehmen hervorragend ergänzen : Während sich die Telecom Italia in
Deutschland nicht um eine UMTS-Lizenz bewarb , verzichteten die Bonner umgekehrt
auf eine Bewerbung in Italien . In Frankreich , wo Telecom Italia an Bouygues
Telecom beteiligt ist , wäre ein gemeinsamer Einstieg ins französische
UMTS-Geschäft über den drittgrößten Mobilfunkanbieter des Landes möglich .
Universal bleibt gegenüber Napster hart Während Bertelsmann und Napster darauf
hoffen , dass sich andere Plattenlabels an einem kostenpflichtigen Angebot der
MP3-Tauschbörse beteiligen , hat Universal bereits angekündigt , sich nicht an
der Allianz des deutschen Medienriesen mit Napster beteiligen zu wollen . In
einem Interview mit der französischen Tageszeitung Le Figaro erklärte Pascal
Negre , Chef von Universal Music Frankreich , es gebe keine Pläne , sich
Bertelsmann anzuschließen , um die Tauschbörse als Abonnement-Dienst
weiterzuführen . Negre meinte , es sei unwahrscheinlich , dass die User zu dem
neuen Dienst wechseln würden , der die kostenlose Tauschbörse zu einem Service
verändere , der für die Musikindustrie und die Künstler Geld einbringt .
Universal werde aller Wahrscheinlichkeit nach seine Klage gegen Napster nicht
fallen lassen ; der Dienst solle dafür bezahlen , dass er 18 Monate lang die
Songs von Universal gestohlen habe . Allerdings sieht er anscheinend auch die
Probleme , die der Prozess der Musikindustrie bereitet : Das Verfahren habe
Napster einen Bekanntheitsgrad verschafft , wie es nie hätte geschehen sollen .
Universal verfolgt auch im Prozess gegen den Musikanbieter MP3.com eine harte
Gangart : Die Seagram-Tochter ist das letzte verbliebene Label , dass gegen den
Service my.mp3.com klagt ; alle anderen Labels haben sich inzwischen auf
Lizenzzahlungen mit MP3.com geeinigt . Bertelsmann-Vorstandschef Thomas
Middelhoff hat derweil in einem Interview mit dem Spiegel wie schon zuvor
Bertelsmanns E-Commerce-Chef Andreas Schmidt die Erwartung geäußert , dass sich
andere Plattenlabels an der Bertelsmann/Napster-Allianz beteiligen . Seiner
Ansicht nach führt wohl kein Weg daran vorbei : " Dem File-Sharing gehört die
Zukunft " , betonte er gegenüber dem Magazin . Die Musikindustrie habe einen
Entwicklungsprozess durchmachen müssen , währenddessen diese Erkenntnis gereift
sei . Es werde aber keinen Alleingang von Napster und Bertelsmann geben , meinte
Middelhoff . Ein möglicher Abonnementpreis und weitere Einzelheiten sollten in
Gesprächen mit Vertretern der Musikindustrie festgelegt werden . Vorstellbar
seien ein weiterhin kostenloser Promotion-Service zum Anhören einzelner
Musiktitel und ein Mitgliedsbeitrag , der den Zugang zu einer bestimmten Zahl
von Titeln ermöglicht : " Wer dann mehr will , kann ein Premium-Angebot wählen .
" Zugleich kamen neue Spekulationen über eine mögliche Übernahme der britischen
EMI-Group durch Bertelsmann auf . Bertelsmann-Sprecher Manfred Harnischfeger
wollte aber die Gerüchte am Samstag gegenüber dpa nicht kommentieren : Bereits
im Oktober hatte es nach der geplatzten Fusion von EMI und Time Warner geheißen
, die Bertelsmann-Musik-Tochter BMG könnte bei EMI einsteigen , um sich den
umfassende Rechtekatalog der Briten mit einer wertvollen Palette klassischer
Rock-Musik zu sichern . Insolvenzverwalter hält teamwork für sanierungsfähig Der
Insolvenzverwalter der Paderborner teamwork information management AG , Frank
Kebekus , hält den am Neuen Markt notierten IT-Dienstleister grundsätzlich für
sanierungsfähig . Er habe bereits Gespräche über die Integration strategischer
Partner in die Sanierungsbemühungen aufgenommen , teilte der Düsseldorfer
Rechtsanwalt am Wochenende mit . teamwork hatte am Freitag einen Antrag auf
Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt . Kebekus betonte , es habe bisher
keine Verhandlungen oder Abschlüsse über die Veräußerung einzelner
Vermögensgegenstände gegeben . Entsprechende Medienberichte entbehrten jeglicher
Grundlage . Die Gehälter der teamwork-Mitarbeiter seien vorfinanziert worden .
teamwork hat 320 Mitarbeiter und bietet Informations-Managementlösungen für
Industrie und Handel an und ist unter anderem Spezialist für Anwendungen auf
Basis von Lotus Notes/Domino . Nach Bekanntgabe der Zahlungsunfähigkeit lag der
letzte Kurs am Donnerstagabend bei 3,55 Euro . teamwork ist nach der Frankfurter
Gigabell das zweite Unternehmen des Neuen Markts , das ein Insolvenzverfahren
beantragt hat . Mein Hemd , mein Computer Wie Reuters berichtet , ist eine
Kooperation mit dem Hersteller Xybernaut in Vorbereitung , mit der die beiden
Firmen schon existierende wearable computer von Xybernaut mit
Forschungsergebnissen von IBM zusammenbringen wollen . Außerdem möchten IBM und
Xybernaut neue Techniken und Produkte gemeinsam entwicklen und vertreiben . Sie
verzichten auf einen Gürtel und integrieren Rechner direkt in die Kleidung (
siehe dazu auch den Bericht über die Zukunft des " Intelligenten Hauses " in c't
22/99 ) . Hochsee-Regatta live am PC Die Challenger-Rennen für die
Hochsee-Regatta America's Cup , die im Februar 2000 stattfindet , lassen sich in
einer interessanten Mischung aus Simulation und echten Daten live am PC
verfolgen . Unter dem Namen Louis Vuitton Cup werden seit Oktober diesen Jahres
bis Anfang Februar 2000 über 270 Rennen veranstaltet ; die zweite
Challenger-Regatta aus dieser Serie startet am 6. November . Jedes Boot ist mit
einem Funkmodem ausgestattet , das über GPS die Position bestimmt und sie
zusammen mit Informationen über Windgeschwindigkeit und -richtung sowie Längen-
und Breitengrade ins Internet überträgt . Eine Software namens Virtual Spectator
extrapoliert daraus und mittels vorhandener Bilder Sequenzen , die laut dem
Veranstalter der Regatta realen Fernsehbildern entsprechen sollen . Ist auf
einem PC das zugehörige Client-Programm installiert , kann der Benutzer nicht
nur die Informationen über die Position und die Wetterbedingungen für jedes Boot
abrufen , sondern auch sechs virtuelle Kamerapositionen und Blickrichtungen
auswählen . Der Haken an der Sache : 69 US-Dollar kostet die Client-Software für
jeden PC , die dann aber auch für den America's Cup selbst und andere
Sportereignisse benutzt werden kann , die diese Technik für Live-Übetragungen
über das Internet einsetzen . China forciert Urheberschutz im Internet Ein
Gericht in Peking hat mit Chinas erstem Urteil über Urheberrechte im Internet
den Schutz geistigen Eigentums von Autoren auf einer Website garantiert . Ein
Pekinger Verlag hatte nach Ansicht der Richter illegal 25 Kurzgeschichten von
einer Schanghaier Website als Buch veröffentlicht , berichtete die Zeitung
Shanghai Daily am heutigen Dienstag . Das Urheberrecht von Literatur im Internet
müsse denselben gesetzlichen Schutz genießen wie das von gedruckter Literatur ,
auch wenn sich kein Paragraf des Gesetzes speziell auf das Internet beziehe ,
begründete das Gericht der Zeitung zufolge seine Entscheidung . Der Verlag wurde
zu einer Geldstrafe von umgerechnet gut 1.000 US-Dollar verurteilt . Der
unzureichende Schutz geistigen Eigentums und die schwierige juristische
Durchsetzung von Urheberrechten zählen zu den letzten Hürden für den erwarteten
Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation ( WTO ) . Die Pekinger Regierung hat
deutliche Verbesserungen auf diesem Gebiet angekündigt . Mitte Oktober hatte ein
Schanghaier Gericht im ersten Prozess der Stadt um illegalen Wettbewerb dem
Kläger aus den USA Recht gegeben und einer einheimischen Firma die Nutzung eines
fremden Warenzeichens untersagt . Telefonieren im Auto nur noch mit
Freisprecheinrichtung Tempo 200 , die eine Hand am Lenkrad und die andere am
Handy : Solche Bilder sollen vom 1. Februar 2001 an der Vergangenheit angehören
. Mit in Kraft treten des Handyverbots darf künftig - wenn überhaupt - im Auto
nur noch mit Hilfe einer Freisprecheinrichtung telefoniert werden . Doch bei der
Vielzahl der angebotenen Geräte fällt die Auswahl schwer - ganz zu schweigen
davon , dass sich damit nach Meinung vieler Experten auch keine absolut sichere
Kommunikation während der Fahrt gewährleisten lässt . Grundsätzlich sieht die
Sache so aus : Wer von Februar an im Auto sein Handy zum Telefonieren ans Ohr
bewegen will , muss vorher anhalten und den Motor ausschalten . Zwar darf im
Stau bei absolutem Stillstand weiter das Handy genutzt werden . Beim
Stopp-and-Go-Verkehr in Innenstädten gilt das jedoch nicht .
Freisprecheinrichtungen sind als Alternative zugelassen . Um den gewünschten
Gesprächspartner anzuwählen , ist aber auch hier nur der Druck auf eine
Kurzwahltaste gestattet , das Wählen kompletter Nummern darf nur im Stand
erfolgen . Wer sich nun aufmacht , rechtzeitig zum Beginn des Handyverbotes eine
Freisprecheinrichtung zu erstehen , steht vor der Qual der Wahl . An erster
Stelle stehen fest eingebaute Freisprecheinrichtungen . Sie sind laut ADAC in
München meist mit der Radio-Anlage verbunden , bieten die Sprachausgabe über die
Autolautsprecher , eine " Radio-Stummschaltung " und je nach Modell auch die
Möglichkeit , den Gesprächspartner per Spracheingabe anzuwählen . " Die fest
eingebauten Anlagen sind die besten - aber der Aufwand beim Einbau ist
entsprechend hoch " , sagt Stefan Schlesinger , Leiter der Fahrzeugtechnik beim
Automobilclub von Deutschland ( AvD ) in Frankfurt . Im Vergleich mit anderen
Freisprechmöglichkeiten sei hier die Verständigung am besten , Nebengeräusche
würden gut unterdrückt . Jedoch kosten solche Geräte 300 bis 500 Mark , mit den
Kosten für den Einbau kommen laut Schlesinger schnell 700 bis 1.000 Mark
zusammen . Und beim Handywechsel ist meist eine neue Anlage fällig . Günstiger ,
aber nicht so perfekt sind Geräte für 50 bis 270 Mark , die am
Zigarettenanzünder angeschlossen werden . Der Wechsel von einem Auto in ein
anderes ist daher vergleichsweise einfach . Zu den Nachteilen gehört , dass
häufig keine externe Antenne angeschlossen werden kann . Auch fehlen hier viele
Funktionen , über die Festeinbauten verfügen . Die Kabel sind meist lose verlegt
, und die Verständigungsqualität ist nicht immer befriedigend . Die
Verständigung ist bei dieser Kombination aus Mikro und Ohrhörer in der Regel gut
. " Das Problem ist , ob der Hörer am Ohr hält oder nicht " , sagt Stefan
Schlesinger . Außerdem müssen die Geräte vor der Fahrt aufgesetzt und mit dem
Handy verbunden werden . Nachteile sind , dass der Handy-Akku laut ADAC nicht
aufgeladen wird , eine Buchse für eine Außenantenne sowie hilfreiche
Zusatzfunktionen meist fehlen . Für diejenigen , die verhältnismäßig selten im
Auto telefonieren , sind Head-Sets laut Schlesinger aber durchaus eine
Alternative . " Eine Freisprecheinrichtung im Auto sollte generell kein
Freibrief zum Telefonieren während der Fahrt sein " , sagt Rainer Hillgärtner ,
Sprecher des Auto Club Europa ( ACE ) in Stuttgart . " Auch beim Telefonieren
mit einer solchen Anlage ist die Ablenkung beachtlich - das ist etwas anderes ,
als mit einem Beifahrer zu reden . " Hillgärtner empfiehlt daher , für ein
Telefongespräch im Auto besser den nächsten Parkplatz anzusteuern .
Verfassungsschützer im Web gegen Rechtsextremismus Die Verfassungsschützer der
norddeutschen Bundesländer haben am heutigen Dienstag im Internet eine
gemeinsame Website gegen Rechtsextremismus gestartet . Auch Hilfe wollen die
Verfassungsschützer anbieten , etwa zum Verhalten in Konfliktsituationen oder zu
Kontaktmöglichkeiten , damit Bürger Beobachtungen über Aktivitäten von
Rechtsradikalen melden können . Die Behörden unterstützen mit ihrer Website
zudem ein spezielles Projekt , das sich an potenzielle Aussteiger aus der
Neonazi-Szene wendet . Die Seite exit Deutschland soll Ratschläge , darunter
auch juristische Hilfe , geben , wie man aus dem rechtsradikalen Milieu
herauskommt . Die Website der Verfassungsschutzämter geht auf einen Beschluss
der Innenminister Bremens , Hamburgs , Mecklenburg-Vorpommerns , Niedersachsens
, Sachsen-Anhalts und Schleswig-Holsteins vom Sommer zurück . Kooperation für
Leiterplattenfertigung mit Lasern Ausrüster für Leiterplattenhersteller aus
Göttingen , Garbsen und Berlin wollen bei der Entwicklung und Produktion von
Leiterplatten künftig kooperieren . Das Göttinger Elektronikunternehmen Lambda
Physik AG , die LPKF Laser- und Electronics AG ( Garbsen bei Hannover ) und die
Berliner Atotech Deutschland GmbH haben einen entsprechenden Vertrag
unterzeichnet , gab Lambda Physik am heutigen Dienstag bekannt . Die 1971
gegründete Lambda Physik zählt nach eigenen Angaben zu den Pionieren und
weltweit führenden Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung gepulster
UV-Laser wie Excimerlaser und diodengepumpter Festkörper . Bis dahin liefen noch
Entwicklungsarbeiten . Bei dem Projekt gehe es um die Bearbeitung kleinster
Strukturen auf Leiterplatten . Ziel sei die Strukturierung von hochintegrierten
Hybridleiterplatten , die etwa beim Bau von Mobiltelefonen verwendet werden .
Lambda Physik und LPKF sind am Neuen Markt notiert . Die Atotech Deutschland ist
eine Tochter der französischen Industriegruppe Atofina , der Chemie-Sparte des
Ölkonzerns TotalFinaElf ( Elf Aquitaine ) , und ist auf den Bau von Systemen zur
Leiterplattenfertigung spezialisiert . Nokia korrigiert angesichts des
anhaltenden Handy-Booms seine Erwartungen nach oben : Gleichzeitig glaubt Nokia
, dass es 2002 bereits mehr Internet-fähige Mobiltelefone und Terminals geben
wird als PCs . Die Zahl der Mobilfunk-Kunden in dieser Weltregion soll danach
von 152 Millionen im Jahr 1999 auf 389 Millionen im Jahr 2004 steigen . Größter
Wachstumsmarkt sei dabei China , meinen die Marktforscher : Neben China werde
Japan weiterhin der bestimmende Markt sein . In Japan sowie Südkorea , Hongkong
und Singapur habe die Zahl der Mobilfunkkunden die der Festnetz-Kunden
inzwischen überholt . Dass Nokia bei diesen hoch gesteckten Prognosen einen
guten Teil des erwarteten Umsatzes in die eigenen Kassen lenken will , dürfte
niemanden verwundern . Bis einschließlich 2003 erwartet der Mobilfunkhersteller
nun auch ein jährliches Umsatzwachstum von 25 bis 30 Prozent ; dabei sollen die
Gewinne wie in den bisherigen Jahren sprudeln . Nokia geht übrigens davon aus ,
stark vom Markt mit Ersatzgeräten zu profitieren : In den kommenden Jahren werde
diese Rate auf 70 bis 80 Prozent ansteigen . IBM verstärkt Biotech-Engagement
Die erst im August gegründete Sparte Life Sciences von IBM wird verstärkt . Mit
der Abteilung will sich der Computer-Konzern im Bereich der Bioinformatik und
Gentechnik umtun - sie soll unter anderem aus den vorhandenen Hard- und
Software-Technologien des Konzerns Angebote und Dienstleistungen für die
Gentechnik-Industrie entwickeln . Erst Ende November hatte sich IBM zudem mit
einer Minderheitsbeteiligung bei der Bioinformatik-Firma Structural
Bioinformatics ein festes Standbein in der Branche verschafft . Dies soll dazu
dienen , ein eigenes Verkaufsteam aufzubauen sowie weitere Partnerschaften und
Beteiligungen im Bereich der Bioinformatik zu ermöglichen . IBM sieht im Bereich
der Gentechnik und der Bioinformatik einen boomenden Absatzmarkt für seine
Hochleistungsrechner , Clusterlösungen und die zugehörige Software , da
Gen-Analyse und Medikamentenentwicklung nach immer mehr Rechenleistung verlangen
. Die Sparte Life Sciences soll dafür sorgen , dass IBM ein möglichst großes
Stück von diesem Markt abbekommt . EU einigt sich auf Öffnung der
Telefon-Ortsnetze Damit werde die Konkurrenz in den europäischen
Telefon-Ortsnetzen angekurbelt und Gespräche und das Internet-Surfen billiger ,
hieß es bei der EU . Das Europaparlament hatte der Vorlage bereits im Oktober
zugestimmt ; die verantwortlichen EU-Minister verabschiedeten nun am heutigen
Dienstag in Brüssel einen entsprechenden Beschluss , teilte die EU-Kommission
mit . Die EU-Länder sind nun verpflichtet , die Ortsnetze bis Jahresende zu
öffnen . Mehr Konkurrenz gibt es dann in allen europäischen Ländern bereits vom
kommenden Jahr an , da die neuen Vorschriften als Verordung und nicht als Gesetz
konzipiert wurden . Sie werden nach ihrer jetzigen Verabschiedung unmittelbar
gültig und müssen nicht erst in den einzelnen Ländern in nationales Recht
umgewandelt werden . Lokale und regionale Telefonnetze sind in Europa vielfach
noch in der Hand von Staatskonzernen oder früheren Branchen-Monopolisten .
Ortsnetze sind deshalb oft noch nicht voll liberalisiert . Geöffnete Ortsnetze
gibt es laut EU-Kommission bereits in Österreich , Dänemark , Finnland , Italien
, Deutschland und den Niederlanden . Auswirkungen auf den deutschen Markt dürfte
die EU-Entscheidung daher auch kaum haben : Dass es um diese Vorgabe allerdings
immer wieder heftige Auseinandersetzungen gibt , zeigte nicht zuletzt die
Entscheidung der Regulierungsbehörde über die Großhandels-Flatrate Mitte
November . Internet-Buchhändler geht gegen Buchpreisbindung vor Der belgische
Internet-Buchhändler Proxis hat sich bei der EU-Kommission über fünf deutsche
Buch-Grossisten beschwert . Das Unternehmen wirft den Großhändlern KNO , Libri ,
Umbreit , Wehling und Könemann wettbewerbswidriges Verhalten vor . Sie hätten es
abgelehnt , Proxis mit deutschsprachigen Büchern zu beliefern . Die
EU-Kommission bestätigte den Eingang der Beschwerde . " Wir prüfen das " , sagte
eine Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti am heutigen Dienstag
gegenüber dpa . Nähere Angaben zum Inhalt wurden nicht gemacht . Das belgische
Unternehmen bereitet nach Agenturberichten eine Ausweitung seiner Aktivitäten
auf den deutschen Markt vor , wo Bücher einer Preisbindung unterliegen . Nach
Darstellung von Proxis gilt die Buchpreisbindung , wie sie zwischen den
deutschen Verlagen und der EU-Kommission abgestimmt wurde , nicht für den
grenzüberschreitenden Handel . Seit dem 1. Juli sind in Deutschland verlegte
Bücher im grenzüberschreitenden Handel auch tatsächlich grundsätzlich nicht von
der Preisbindung erfasst . Dies gilt allerdings nicht , wenn Bücher zum Zwecke
des Re-Imports nach Deutschland in andere Länder ausgeführt wurden - darauf
beriefen sich beispielsweise die Verlage in ihrer Auseinandersetzung mit dem
Online-Buchhändler lion.cc . Allerdings darf ein Vorgehen gegen unzulässigen
Re-Import zum Unterlaufen der Buchpreisbindung nach Ansicht der EU-Kommission
nicht dazu führen , dass Boykott-Absprachen mit dem Wettbewerbsrecht kollidieren
. Daher leitete sie gegen deutsche Verlage und Grossosten bereits eine
Untersuchung ein , ob diese sich beim Boykott von lion.cc wettbewerbswidrig
verhalten hätten . Streit um künftige Telekom-Regulierung Gestern erst hat der
Beirat der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post die Entscheidung
über den neuen Chef der RegTP auf Mitte Januar verschoben ; heute kochen die
Auseinandersetzungen über einen möglichen Kurswechsel in der Telekom-Regulierung
über : Wirtschaftsverbände und CDU/CSU warnten vor einer Richtungänderung in der
Politik der Regulierungsbehörde . Auslöser für die Kritik war ein Papier des
Vorsitzenden des Bundestags-Unterausschusses für Telekommunikation und Post ,
Klaus Barthel ( SPD ) . Darin werden Akzentverschiebungen in der
Regulierungspolitik gefordert . Nach den Erfolgen bei der Schaffung von
Wettbewerb durch die Regulierungsbehörde müsse nun den Marktveränderungen seit
Ende des Monopols der Deutschen Telekom Anfang 1998 Rechnung getragen werden .
Die Telekom werde zurzeit über Gebühr belastet , meinte der SPD-Politiker laut
dpa . " Wir wollen Kontinuität für Bewährtes , Berechenbarkeit für die
Marktteilnehmer in einer sensiblen Branche und Verbesserungen dort , wo sich
berechtigte Kritik angesammelt hat " , heißt es in dem Thesenpapier . Die
personellen Veränderungen an der Spitze der Regulierungsbehörde hätten mit
dieser Diskussion nichts zu tun . Schon Anfang letzter Woche wollte der Focus
allerdings aus Kreisen der Regulierungsbehörde erfahren haben , Kurth werde nur
neuer RegTP-Chef , wenn er gegenüber Deutscher Telekom und der Post mehr
Wohlverhalten zeige als der bisherige Präsident Klaus-Dieter Scheurle . Das
Bundeswirtschaftsministerium hatte solche Berichte bislang als völlig
unzutreffend zurückgewiesen . Der Deutsche Industrie- und Handelstag ( DIHT )
hat nun erneut vor einer Aufweichung des Regulierungskurses gewarnt . Die
Auffassung , es gebe schon ausreichenden Wettbewerb , sei aus Sicht der
Wirtschaft und der Verbraucher falsch , erklärte der DIHT zu den
Auseinandersetzungen um den künftigen Kurs der Regulierungsbehörde . Nicht
nachvollziehbar sei das Argument , die bisherige Regulierung habe Investitionen
blockiert . Richtig sei vielmehr , dass Wettbewerber immer noch auf Hemmnisse
stießen , die den Marktzutritt erschwerten . Ohne die mutigen
Regulierungsentscheidungen Scheurles stünden sie heute schlechter da . Die
jüngste Flatrate-Entscheidung der Regulierungsbehörde sei beispielsweise
geradezu zwingend gewesen . Fragwürdig sei es nur , wenn jetzt gesagt werde ,
diese Entscheidung müsse wieder kassiert werden , weil sie auf Druck bestimmter
Wettbewerber zu Stande gekommen sei und dem Verbraucher so nichts bringe . Mit
den jüngsten Vorstellungen aus der SPD-Fraktion würden verbraucherfreundliche
Entwicklungen auf dem Telefonmarkt gestoppt und die Kunden müssten in Form von
höheren Telefongebühren die Zeche zahlen , sagte auch die Vorsitzende des
Beirates der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post , Elmar Müller (
CDU ) , am heutigen Dienstag in Berlin . Zugleich gerieten die bei den neuen
Telefonfirmen geschaffenen über 150.000 Arbeitsplätze in Gefahr . Noch vor der
Wahl des neuen Präsidenten der Regulierungsbehörde müsse die Bundesregierung
eine klare Aussage darüber treffen , wie die künftige Regulierungspraxis
aussehen wird , forderte Müller . Barthel greife in einem Rundumschlag alle
zentralen Forderungen auf , mit denen die Telekom seit Monaten versuche , bei
politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit Stimmung gegen den
Wettbewerb zu machen , kritisierte der Geschäftsführer des Verbandes der
Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwegdiensten ( VATM ) , Jürgen Grützner
. AT&T erster westlicher Telekomanbieter in China AT&T wird der erste westliche
Telekommunikationsdienstleister in der Volksrepublik China . Laut einer
Mitteilung unterzeichnete das Unternehmen heute in Shanghai ein Übereinkommen
für ein Jointventure mit der staatlichen Shanghai Telecom und der Shanghai
Information Investment Gesellschaft . Das neue Jointventure mit dem klangvollen
Namen Shanghai Symphony Telecommunications ( Shanghai Xintian Tongxin ) soll
nach Berichten der Shanghaier Jugendzeitung vor allem multinationalen
Unternehmen in Pudong , etwa General Motors und der Citibank , breitbandige
Telekommunikationsdienstleistungen anbieten . Nach der Gründung des neuen
Unternehmens sollen die Netze der Shanghai Telecom weiter mit High-Speed-Routern
, Switches und direkten Glasfaserverbindungen zu den Kunden nachgerüstet werden
. Auch die Shanghai Telecom wollte derzeit noch keine genaueren Angaben machen .
Die Shanghaier Jugendzeitung berichtete jedoch bereits Ende letzter Woche , die
Gesellschaft werde selbst mit 60 Prozent der Mehrheitseigner des Jointventures .
AT&T erklärte heute , man selbst werde 25 Prozent der Anteile halten . Die im
Bereich der Shanghaier Kabelnetze aktive Shanghai Information Investment
Gesellschaft ist mit 15 Prozent dabei . Ein solches erstes Jointventure in der
Telekommunikations-Branche sei ohne die Unterstützung des Staatsrat , des
Ministeriums für Informationsindustrie , der Shanghaier Stadtregierung und der
China-Telecom-Gruppe nicht denkbar , urteilten die chinesischen Kommentatoren .
An der Unterzeichnung der Verträge am heutigen Dienstag in Shanghai nahmen
folgerichtig neben den direkten Vertragspartnern auch der Vizebürgermeister von
Shanghai und der Direktor der Planungsabteilung des Ministeriums für
Informationsindustrie , Dai Shuang , teil . Der Direktor der Shanghai Telecom ,
Cheng Xiyuan , meinte : " Die Gründung dieses Jointventure symbolisiert den
Beginn einer Politik der offenen Tür in Chinas Telekommunikationsindustrie . "
Die Gründung von Shanghai Symphony ist ein erster Schritt hin zur Öffnung der
bislang nationalen Anbietern vorbehaltenen Telekommunikationsbranche . Dazu
hatte sich China im Zuge der WTO-Beitrittsverhandlungen verpflichtet . Zunächst
sollen die inzwischen in der neuen Telekommunikationsrichtlinie als zulässig
erklärten ausländischen Beteiligungen 49 Prozent nicht übersteigen . Bezeichnend
ist , dass sich wiederum Shanghai an die Spitze der Entwicklung setzt . Weitere
staatliche Telekommunikationsunternehmen wie etwa die China Netcom haben bereits
ihr Interesse an ausländischen Beteiligungen geäußert . Dell bringt
Server-Appliances und 32-CPU-System Dell vertreibt im Marktsegment für
Großunternehmen künftig das Unisys-Serversystem mit 32 Prozessoren . Zum Einsatz
kommt darauf Windows 2000 Datacenter Server . Damit will Dell sein Engagement
bei Lösungen für Unternehmensrechenzentren unterstreichen . Zudem kündigte der
PC-Hersteller noch Rack-optimierte " dünne " Server an - mit einer Höheneinheit
. Der PowerEdge 1550 ist dualprozessorfähig und setzt Pentium-III-CPUs mit bis
zu 1 GHz Taktrate und bis zu 2 GByte SDRAM-Speicher ein . Ab Februar 2001 sollen
4 GByte Hauptspeicher möglich sein . Das System ist mit 108 GByte
Plattenspeicher ausgestattet . Zwei PCI-Slots ( 64 Bit/66 MHz ) und integriertes
Ethernet ergänzen die Ausstattung . Die Rechner arbeiten mit dem
Server-Set-Chipsatz von ServerWorks und laufen unter Windows NT , Windows 2000
oder Red Hat Linux 7.0 . Kostenpunkt : ab 5199 Mark . Dell sieht den PowerEdge
1550 als Web- oder Applikationsserver sowie als Maschine für kleine
Arbeitsgruppen . Beispielsweise an Service-Provider und Rechenzentren will Dell
den Server PowerEdge 350 verkaufen . Bei geringem Platzverbrauch können Anbieter
mehrere Server relativ kostengünstig parallel betreiben . Die PowerEdge 350 hat
nur einen Intel Pentium III oder Celeron Prozessor , bis 1 GByte RAM und maximal
80 GByte Festplattenplatz . Die Preise beginnen bei 3667 Mark , als
vorkonfigurierte Server-Appliance wird der Rechner unter dem Namen PowerApp.web
110 etwas teurer angeboten . Datenschützer befürchtet " Big Brother im Internet
" Das Internet könnte sich nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns
Datenschützer Werner Kessel zu einem umfassenden Überwachungsnetz entwickeln .
Mit der von den Innenministern geforderten Protokollpflicht für Netz-Anbieter
würde ein " Big Brother im Internet " geschaffen , warnte Kessel am gestrigen
Dienstag in einem dpa-Gespräch . Es sei gut und verständlich , dass die
Innenminister auf die sich entwickelnde Internet-Kriminalität reagieren wollen .
Wegen der Vergehen Einzelner dürfe aber nicht ein ganzes Volk überwacht werden .
Die Datenschutzbeauftragten von 15 Bundesländern hatten sich in einer in der
vergangenen Woche verabschiedeten Erklärung gegen eine von den Innenministern
geforderte Protokollpflicht für das Internet ausgesprochen , die die Speicherung
umfangreicher Nutzer-Daten für die Strafverfolgung umfassen soll . Das lehnen
die Datenschützer als verfassungswidrig ab . In den Augen mancher Kritiker
nähern sich die deutschen Innenminister schon den Begehrlichkeiten der
britischen Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden an , die bereits eine
komplette Protokollierung der kompletten Kommunikation und ihrer Speicherung für
sieben Jahre fordern . Das weltweite Computernetz dürfe nicht zum Fahndungsnetz
werden , erklärten dagegen die deutschen Datenschützer zu den Plänen der
Innenminister . Lediglich Thüringen hatte sich der Initiative des Schweriner
Datenschützers Werner Kessel und seines Hamburger Kollegen Hans-Hermann Schrader
nicht angeschlossen . Die von der Innenministerkonferenz geforderte Regelung
würde nach Kessels Ansicht zu einer Rundumbeobachtung der Bürger führen . Die
Forderung wäre vergleichbar mit einer Verpflichtung der Post , künftig alle
Absender- und Empfängerdaten von Briefen zu speichern und für eine
Strafverfolger bereit zu halten . Nach Ansicht der Datenschützer sei das
Verfahren zur Strafverfolgung ohnehin untauglich , weil Kriminelle ohne Probleme
auf Anbieter im Ausland ausweichen könnten . Siehe zu dem Thema auch Warnung vor
einem europäischen Abhörgesetz nach britischem Vorbild in Telepolis . Fusion von
Vivendi mit Universal unter Dach und Fach Die Fusion der kanadischen Getränke-
und Unterhaltungsgruppe Seagram , zu der auch das Medienunternehmen Universal
gehört , mit dem französischen Mischkonzern Vivendi ist endgültig perfekt . Nach
den Aktionären von Seagram am Nachmittag stimmten auch die Aktionäre Vivendi am
Dienstagabend in Paris der Fusion zu . Sie machten damit den Weg frei für den
nach AOL/Time Warner weltweit zweitgrößten Medienkonzern mit Namen Vivendi
Universal . 94,87 Prozent des Vivendi-Kapitals stimmten für den Zusammenschluss
, bei Seagram lag die Zustimmung bei 90,4 Prozent . Die EU-Kommission und die
französische Medienkontrollbehörde CSA hatten die Fusion zuvor bereits genehmigt
. Dabei hatte die EU-Kommission unter anderem die Abgabe von Vivendis
23-Prozent-Minderheitsanteil an dem britischen Bezahlfernseh-Unternehmen BSkyB
verlangt . Im Besitz von Seagram ist die Universal-Gruppe mit ihrer Film- und
Schallplattensparte ; Vivendi hält die Mehrheit an Canal+ , dem größten
europäischen Unternehmen im Bereich Pay-TV . Gemeinsam wollen Seagram und
Vivendi dem bisher weltweit führenden Medienkonzern Time Warner/AOL die
Spitzenstellung streitig machen . Brüssel hatte sich vor allem gesorgt , dass
die mehrheitliche Vivendi-Tochter Canal+ ihre beherrschende Stellung in vielen
EU-Ländern noch ausbauen könnte . Um dies zu verhindern , sollen Produktionen
und Ko-Produktionen von Universal auch anderen TV-Gesellschaften zur Verfügung
stehen . DaimlerChrysler und T-Online bauen Internet-Portal Mit einem gemeinsam
entworfenen Internet-Portal wollen DaimlerChrysler und T-Online künftig den
Kontakt zum Kunden verstärken . Der Autokonzern hält an dem
Gemeinschaftsunternehmen 51 Prozent , die Telekom-Tochter 49 Prozent . " Für uns
ist dies nicht nur eine Vision , sondern echtes Business " , sagte der
kommissarische Vorstandsvorsitzende von T-Online , Detlev Buchal . Zunächst soll
das Portal für die Marke Mercedes-Benz aufgebaut werden , später könnten andere
, auch konzernfremde Marken integriert werden , prophezeite Hubbert : Nach der
Grobauswahl " Blumen " oder " Events " kann er einen Strauß roter Rosen oder
Karten für ein Musical auswählen . Die Reservierungsbestätigung kommt per SMS
auf sein Mobiltelefon . " Der Kunde soll unser Portal vom Computer ebenso wie
per Mobiltelefon oder im Auto nutzen können " , meinte Hubbert gegenüber dpa .
Das neue Portal soll kein virtuelles Autohaus sein , sondern " fahrzeugnahe
Informationen und Dienstleistungen " anbieten . Es wird jedoch einen Link auf
die Mercedes-Homepage geben , wo der Kunde sich dann sein Traumauto selbst
zusammenstellen kann . Aber Hubbert und Buchal rechnen schon einmal mit 100.000
Kunden in den nächsten zwei Jahren . Und die angepeilte Zielgruppe meinen die
beiden Partner sehr genau zu kennen : Nokia : Auf einer Veranstaltung für
Analysten in den USA hat der finnische Telekommunikationskonzern Nokia seine
Erwartungen für die nächsten Jahre nach oben korrigiert . Nokia-Chef Jorma
Ollila teilte den Börsianern mit , seine Firma erwarte 2000 Jahr eine Steigerung
von bis zu 40 Prozent im Verkauf der Mobiltelefone : " Das würde unsere
Erwartungen an die langfristigen Steigerungsraten von 25 bis 35 Prozent noch
übertreffen . " Für die folgenden Jahre gehe er fest davon aus , dass sich
dieser Anstieg der Verkaufszahlen fortsetzen werde . Man verfolge das Ziel ,
weiterhin schneller als der Gesamtmarkt für Mobiltelefone zu wachsen , sagte
Ollila . Daher werde auch weiterhin der Schwerpunkt auf diesem Geschäft liegen .
Ein weiteres wichtiges Thema sei die Entwicklung des Marktes für mobile
IP-Netzwerke . Nachdem Nokia es diese Woche schon geschafft hatte , die Deutsche
Telekom an der Börse zu überholen , stiegen die Nokia-Aktien nach diesen
Ankündigungen noch einmal um 8,6 Prozent . Offensichtich gestehen die Börsen
Nokia eine glänzende Zukunft zu . Angesichts des boomenden Mobilfunkmarktes und
der starken Postion von Nokia betrachten die Börsianer Lieferschwierigkeiten bei
WAP-Handys wohl nur als Randerscheinung , die die Gewinnerwartungen nicht
schmälert . Erster internationaler Domain-Streit Anfang November hatte die
Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) , die neue
unabhängie Oberaufsicht über das Internet , ihr Verfahren zur Klärung von
Namensstreitigkeiten bei Internet-Domains beschlossen ( siehe dazu auch c't
24/99 ) . Am Freitag nun wurde die erste Beschwerde über einen unrechtmäßig
beanspruchten Domain-Namen bei der WIPO ( World Intellectual Property
Organisation ) eingereicht . Diese Organisation der UNO zu Fragen des Copyright
und der Rechte an geistigem Eigentum ist dafür zuständig , ein Expertengremium
zur Entscheidung über Rechte an Domain-Namen im Internet einzusetzen . Die
sogenannte Uniform Dispute Resolution Policy der ICANN folgt Vorschlägen , die
die WIPO Anfang des Jahres ausgearbeitet hatte . Domain-Inhaber müssen sich
danach einem Schiedsverfahren vor dem Expertengremium stellen , wenn ein nach
Markenrecht und Copyright begründeter Antrag auf Löschung der Domain vorliegt .
Genauere Informationen zu dem ersten Fall , in dem eine solche Beschwerde bei
der WIPO eingegangen ist , wollte die Organisation bislang nicht bekannt geben .
Der Antrag auf Löschung der Domain richtet sich an die Firma Melbourne IT , eine
der ersten neuen Registraturen für Domain-Namen , die von der ICANN als
Konkurrenz zum bisherigen Monopolisten Network Solutions akzeptiert wurden . Die
WIPO will die beteiligten Parteien und den in Frage stehenden Domain-Namen erst
nennen , wenn das Expertengremium zu einer Entscheidung in dem anstehenden
Schiedsverfahren gekommen ist . Cisco : Nachdem Cisco schon mit seinem Einstieg
in den Markt der Kabelmodems Aufsehen erregt hat , will der Netzwerk-Gigant nun
auch bei Heim-Automation und -Vernetzung Fuß fassen . Auf der Consumer
Electronics Show ( CES ) in Las Vegas demonstrierte Cisco das neu entwickelte
Internet Home Gateway . Es soll komplette Wohnungen und Eigenheime mit
Internet-Anschluss versorgen - einschließlich aller PCs und Haushaltsgeräte ,
die die Bewohner ihr eigen nennen . Das Gateway will Cisco aber nicht direkt an
Endkunden verkaufen . Das Internet Home Gateway werde als Schnittstellen zur
großen weiten Welt Kabelmodems , DSL und Funk einsetzen , erklärte Cisco . In
Kooperationen mit GTE und Sun möchte Cisco außerdem die passende Infrastruktur
schaffen . Dazu sollen unter anderem von GTE entwickelte Dienstleistungen für
Endkunden gehören , die Provider vermarkten können . Und Sun ist für Anwendungen
zur Heim-Automation auf Basis von Java und Jini zuständig . Darüber hinaus
schloss Cisco eine Vereinbarung mit Whirlpool , einem der führenden Hersteller
von Haushaltsgeräten , zu dem auch Bauknecht gehört . Beide Firmen wollen
gemeinsam die Entwicklung von netzwerkfähiger " weißer Ware " forcieren . Die
von den beteiligten Firmen entwickelten Techniken und Produkte einschließlich
des Internet Home Gateway sollen unter einem gemeinsamen Label vermarktet werden
. Auf der CES führt Cisco erste Elemente dieses Connected Family Environment vor
; Feldversuche sollen noch diesen Sommer starten . SMS-Betrug in der Schweiz Ein
von Deutschland und Österreich aus agierender Telefonsex-Anbieter hat tausende
Handy-Besitzer in der Schweiz mit ungebetenen und kostspieligen SMS-Botschaften
belästigt . Wie der Züricher Tages-Anzeiger am heutigen Samstag unter Berufung
auf den Schweizer Netzbetreiber Swisscom berichtete , verschickt ein Computer
wahllos und ohne weiteren Hinweis Kurzmitteilungen mit der Aufforderung , eine
bestimmte Nummer zurückzurufen . Wer zurückruft , erlebt eine böse Überraschung
, denn der Anruf auf dieser Business-Nummer kostet 4,23 Franken pro Minute -
mehr als fünf Mark . Es folgt laut Tages-Anzeiger ein Tonband , auf dem " ein
Mann und eine Frau in breitem Wienerisch ein betuliches Gespräch führen , das
allmählich in Obszönitäten abgleitet " . Hinter der Nummer soll sich eine Wiener
Firma verbergen , die wiederum für einen deutschen Telefonsexanbieter tätig ist
. Die Swisscom erklärte gegenüber der Zeitung , sie sei gegen die unerwünschten
SMS-Botschaften weitgehend machtlos . CES : Neuer portabler Audio-Player setzt
auf AAC Panasonic hat vor der offiziellen Eröffnung der Consumer Electronics
Show ( CES ) einen portablen Audio Player vorgestellt , der zwar noch MP3-Files
abspielen kann , aber eher auf das Audio-Kompressionsverfahren AAC ( Advanced
Audio Coding ) ausgerichtet ist . Panasonic wählte nach eigenen Angaben dieses
Kompressionsverfahren für den Player mit der Typenbezeichnung SV-SD 75 , da
dieses Format in der Kompressionsrate MP3 überlegen ist - bei besserer
Klangqualität . Der Player gehört zudem zu einer Reihe neuer Podukte , mit dem
Panasonic seine SD Memory Card pushen will . Entsprechend soll das Gerät mit
einem USB-Lese-/Schreibgerät und einer 64 MByte SD-Card ausgeliefert werden .
Auf diese Speicherkarte lassen sich 86 Minuten in Hifi-Qualität und 129 Minuten
im "Long-Player"-Modus speichern . Der Player selbst ist ein wahrer Winzling ,
der sich leicht in einer Zigarettenschachtel verstecken ließe . Mit einer
Alkali-Batterie soll der Player sechs Stunden ohne Unterbrechung laufen können .
Eine wiederaufladbare Batterie einschließlich Ladegerät will Panasonic gleich
mitliefern . Der SV-SD 75 wurde so gestaltet , dass das zweizeilige LC-Display
mehr als 50 Prozent der " Oberfläche " des Spielers einnimmt . Hierauf werden
Interpret , Album-Titel und abgelaufene Spielzeit angezeigt . Zudem erhält der
Benutzer durch eine vierstufige Anzeige Informationen zum Zustand der Batterie .
Passend zu den geschrumpften Maßen des Geräts will Panasonic auch nicht mehr nur
die " klassische " Tragweise am Gürtel unterstützen . Stattdessen wirbt das
Unternehmen damit , dass sich der Player an einer Kordel um den Hals oder mit
einem elastischem Band um den Arm tragen ließe . Da es in dieser Position nicht
auszuschließen ist , dass der Nutzer gegen eine der Tasten kommt , wurde das
Gerät mit einer Verriegelungsfunktion ( " Hold " ) ausgestattet . Das Gerät soll
noch in diesem Monat für 399 US-Dollar auf den amerikanischen Markt kommen .
Eine zügige weltweite Einführung kündige Panasonic während der Präsentation
bereits an , hielt sich aber mit Details zurück . Neben dem SV-SD 75 wird auf
der CES noch der SV-SD 05 gezeigt , ein Audio-Player , der in einen Kopfhörer
integriert ist . CES : Sony bringt Super Audio CD mit Mehrkanalton Neben
DVD-Audio ist die von Sony und Philips entwickelte Super Audio CD ( SACD ) das
zweite Audiosystem , mit dem die Industrie auf Jagd nach audiophil
ausgerichteten Kunden geht , die nach extremem Dynamik und Frequenzbereichen
dürsten . Doch während das Konkurrenzsystem von Beginn an Mehrkanalton
unterstützte , hängt SACD in diesem Punkt hinterher . Zwar gibt es offiziell in
den USA bereits 14 Titel von Virgin Records , Telarc und anderen Labels , die
weltweit abzuspielen wären - Player kamen aber bislang nur in der
Zweikanal-Version auf den Markt . Im ( späten ) Frühjahr soll es nun endlich die
ersten Player aus dem Hause Sony geben , die auch mit der Mehrkanalvariante der
SACD zurechtkommen . Um zugleich noch mehr Kunden , die zwischen den beiden
Formaten schwanken , die Entscheidung für SACD leichter zu machen , wird der
SCD-CE 775 zum Preis von 500 US-Dollar im April auf den amerikanischen Markt
kommen , sein großer Bruder SCD-C555ES aus der Esprit-Reihe einen Monat später
für 1600 US-Dollar . Bei beiden Geräten handelt es sich um 5-fach Wechsler . Auf
Nachfrage von heise online erklärte Sony , dass man als Kunden Personen anpeile
, die ihren alten CD-Player ersetzen wollten und in dem Wechslersystem neben
SACD einen Mehrwert sehen dürften . Darüber , ob die Europäer ebenso denken ,
ist man sich bei Sony anscheinend noch nicht einig : Zwar betont das Unternehmen
, auch in Europa schnellstmöglich Mehrkanal-SACD-Systeme anbieten zu wollen , ob
es sich dabei aber um die vorgestellten Modelle handeln wird , konnte ein
Firmensprecher aber nicht sagen . Branchenverband sieht deutsche IT-Firmen in
guter Verfassung Der Einbruch der Aktien von Internetfirmen verstellt nach
Einschätzung des Branchenverbandes BITKOM die Sicht auf die guten Aussichten der
Informationstechnologie . " Der Branche geht es gut in Deutschland " , sagte der
Chef des Bundesverbandes Informationswirtschaft , Telekommunikation und neue
Medien ( BITKOM ) , Bernhard Rohleder , im Saarländischen Rundfunk am heutigen
Samstag . Die Lage sei anders als in den USA , wo die Internetfirmen im Dezember
10.000 Mitarbeiter entlassen hätten . Man müsse unterscheiden " zwischen den
Verwerfungen an der Börse und der Lage der Branche " , sagte Rohleder . Seit
1992 habe es 200.000 Firmengründungen in der Informationstechnologie gegeben ,
davon 2.000 Internetfirmen . Die Zahl der Konkurse sei aber in Deutschland noch
" an einer Hand abzählbar " . In einem sich schnell wandelnden Markt sei es
normal , dass immer wieder Unternehmen den Markt verlassen müssten . In den USA
hätten viele Investoren an der Technologiebörse NASDAQ auf eine Idee gesetzt , "
der die Substanz gefehlt " habe , sagte Rohleder . In Deutschland gebe es viele
tragende Ideen . " Wenn wir eine zweite SAP haben , dann hat sich der Aufwand
auch an der Börse gelohnt . " CES : Mobiles Internet , TV und Video von Sony
Schon vor Eröffnung der Consumer Electronic Show hat Sony einen ersten Blick auf
eine neue Produktgattung gestattet , die TV , Video und Web portabel machen soll
. Hinter der neuen Produktreihe , die den Namen Wireless AV/IT Gateway trägt ,
verbergen sich Geräte von der Größe eines Laptops , die aber eine wesentlich
geringere Tiefe aufweisen und leichter als tragbare Computer sind . Bereits bei
erster Benutzung erinnert ein solches Gerät eher an eine zu groß geratenen
programmierbaren Fernbedienung mit Touchscreen-Display . Das ist auch gar nicht
so falsch , da das Gerät tatsächlich auch als solches eingesetzt werden kann und
vor allem aus einem TFT-Touchscreen besteht . Der eigentliche Witz des Gerätes
ist jedoch , dass von einem mitgelieferten Sender auf einer Frequenz von 2,4 GHz
praktisch beliebige Video- und Audiodaten übertragen werden können . Für alle ,
die lieber Fernsehen schauen , hat Sony einen TV-Tuner eingebaut . Wechsel der
Quelle oder des Senders sind dabei über eine integrierte
On-Screen-Fernbedienungsfunktion möglich . Dass dies funktioniert ,
demonstrierte Sony im Vorfeld der CES . Auf den ersten Blick unschön : Die
Auflösung von 800 mal 600 Bildpunkten wirkt etwas gering . Allerdings hinterließ
das Bild dennoch einen sehr guten Eindruck und war stets klar zu erkennen -
selbst bei schräger Draufsicht . Bis zu drei Geräte sollen in einem Haus
unabhängig voneinander betrieben werden können . Allerdings sollten die Japaner
noch an der Lebensdauer der Akkus arbeiten . Das mitgelieferte Pack reicht laut
Sony lediglich für einen einstündigen Dauerbetrieb , selbst das optional
erhältliche Zusatz-Pack kommt nur auf maximal 3 Stunden portables Vergnügen am
Stück . Das Sony darauf hinweist , dass es ein Netzteil geben wird , ist nur ein
schwacher Trost . Dennoch dürfte das Gerät , dessen Einführungszeitpunkt
ebensowenig wie der Preis feststeht , seine Fans finden . Passend zu der neuen
Produktgattung hat Sony übrigens auch gleich noch ein selbstständiges Web-Pad
vorgestellt . eVilla genannt , ist es wohl im Unterschied zu dem Gateway eher
als Zweitgerät für Internet-Surfer gedacht , die nicht immer den PC benutzen
wollen . eVilla besteht im Prinzip aus einem flachen 15-Zoll-CRT-Bildschirm mit
Maus und Tastatur und nutzt ein eingebautes Modem oder einen integrierten
Ethernet-Anschluss für den Zugang zum Internet . Der Bildschirm ist im
Hochformat ausgeführt , um Web-Seiten besser darstellen zu können . Als
Betriebssystem kommt die Appliance-Version BeIA der Software-Schmiede Be zum
Einsatz , als Web-Browser Opera . eVilla bringt mehrere Optionen für
Massenspeicher mit : So können Daten auf Sonys Memory Stick untergebracht werden
, über zwei eingebaute USB-Ports lassen sich auch ZIP-Drives anschließen , und
zudem bietet Sony den eVilla-Benutzern 10 MByte an Online-Speicherplatz . Das
ganze soll in den USA im April auf den Markt kommen und 500 US-Dollar kosten ,
dazu kommt eine monatliche Gebühr von 21,95 US-Dollar für unbegrenzten
Internet-Zugang . Ob Sony das Gerät auch in Europa auf den Markt bringen will ,
ist bislang unklar . CES : Für Panasonic hat die "Post-PC"-Ära begonnen Dass der
Prozessor-Gigant Intel mit seinem ersten portablen MP3-Player in den Bereich der
Unterhaltungselektronik eindringt , scheint ein harter Schlag für den
Branchenriesen Panasonic zu sein . Immerhin fühlte sich die Führungsriege des
US-Ablegers der Matsusitha-Tochter um Hideatsu " Andy " Takani im Vorfeld der
Consumer Electronics Show ( CES ) offenbar zu der Aussage genötigt , dass die
"Post-PC"-Ära begonnen habe : Computer hätten heute den Ruf , wenig verständlich
, dafür aber unfreundlich zu sein . Zudem mache es keinen Sinn , mal einerseits
Handys , DVD-Player und andere Produkte aus dem Bereich der
Unterhaltungselektronik zu benutzen , für andere Aufgaben dann aber wieder einen
PC einschalten zu müssen . Als typisches Beispiel nannten die Panasonic-Mannen
Internet-TV , das heute an der Schwelle zum Massenmarkt stehe . Es sei nicht
einzusehen , warum man hierfür auch nur eine Beistellbox benötige - alle
Komponenten ließen sich auch einfach in den Fernseher integrieren . Nach
Auffassung von Takani geht es aber nicht darum , sich über Standards zu streiten
- dies würde schon genügend Gruppen machen . Ziel sei es vielmehr ,
All-in-One-Lösungen für die Zukunft zu schaffen , die möglichst einfach zu
bedienen sind . Alle Endgeräte sollten zudem einem offenen Standard folgen und
drahtlos via Bluetooth miteinander zu verbinden sein . Um diese Aufgabe erfüllen
zu können , will Panasonic seine einzelnen Abteilungen neu strukturieren . Audio
, Video und Kommunikation sollen dabei zusammengefasst werden . Mehr
Aufmerksamkeit will Panasonic schließlich den Kunden schenken . Es gehe darum ,
eine " lebenslange Partnerschaft mit dem Kunden " einzugehen . Für Gelächter
unter den Anwesenden auf der Panasonic-Veranstaltung sorgte immerhin die
Bemerkung des Vorstands , man sei gerne bereit , den Amerikanern bei der
nächsten Präsidentschaftswahl unter die Arme zu greifen . Als Produkt hierfür
habe man die elektronischen Kassen im Auge , die das Unternehmen an McDonalds
verkauft . Surfer im Schweizer Kabelnetz fast zwei Tage offline Der größte
Schweizer TV-Kabelnetz-Betreiber Cablecom bereitete seinen Kunden , die das
Kabel zum Internet-Zugang nutzen , am Donnerstagabend eine böse Überraschung :
Die Surfer , die das Kabelnetz mit dem amerikanischen DOCSIS-Standard ( Data
over Cable Services Interface Specification ) für den Internet-Zugang
verwendeten , kamen nicht mehr ins Netz . Betroffen waren rund 12.000
Cablecom-Kunden . Am heutigen Samstagmorgen wurde das System nach Angaben von
Cablecom wieder hochgefahren . Ursache sei ein " Fehler in der Kommunikation
verschiedener Software " gewesen . Anscheinend gab es , glaubt man den
Problembeschreibungen von Cablecom , einen Fehler in den von der Firma
eingesetzten Cisco-Routern , die für die Surfer keine IP-Adressen per DHCP mehr
herausrückten . Das Problem soll laut Cablecom am heutigen Samstag um 5.30 Uhr
behoben worden sein , offensichtlich kommen aber einzelne Surfer noch immer
nicht ins Netz . Den Internet-Zugang über das Kabelnetz nach dem DOCSIS-Standard
führte Cablecom im Sommer 2000 in der Schweiz ein . Allerdings ist wohl noch
nicht das gesamte Netz des Anbieters von den älteren Com21-Systemen darauf
umgerüstet , sodass nicht alle Kunden von dem Fehler betroffen waren . CES :
Intel sieht den PC als " Zentrum des digitalen Universums " Deine Rede sei ja ,
ja , nein , nein : Mag alle Welt beispielsweise die Vorstellung eines portablen
MP3-Players oder eines Web-Pads durch Intel als Diversifizierung für die Zeit
nach dem PC betrachten , so sieht das Intel selbst doch ganz anders : Wenn die
Unterhaltungselektronikkonzerne wie Panasonic schon einmal , erschreckt durch
das Eindringen Intels in ihre angestammten Gefilde , das Ende der PC-Ära
erklären , bleibt Barrett dagegen dabei , dass dem PC eine glänzende Zukunft
bevorstehe . Auch die momentane Flaute bei den PC-Verkäufen schreckt Barrett
nicht . Alles , was man so an Gadgets und Appliances verkaufen könne , sei der
beste Weg , mehr PCs abzusetzen . MP3-Player , Web-Pads und andere Mobilgeräte
erweitern den PC nach Barretts Ansicht , sie ersetzen ihn nicht . Bei
MP3-Playern sei dies ganz deutlich : Sie erforderten einen PC , um die
Musikstücke zu encodieren , zu verwalten und in den Player zu überspielen . So
seien auch die neuen Prozessorgenerationen nicht primär dafür gedacht , die
gewohnte Software schneller auszuführen , sondern neue Multimedia-Anwendungen
über das Internet zu ermöglichen . Kein Wunder , dass die Appliances , die Intel
sich vorstellt , auf den PC aufbauen : " Wir versuchen wirklich aus einem
bestimmten Grund , mehr Prozessorleistung in die PCs zu packen " , erklärte
Barrett , denn um all die mobilen Geräte und Appliances mit Internet und
multimedialen Inhalten zu versorgen , sei eine enorme Rechenleistung
erforderlich . Auch in Heim-Netzwerken sieht der Intel-Chef offensichtlich den
PC als das zentrale Element , dass all die Informationen verwaltet und an
beliebige Geräte verteilt - auch an den Fernseher , und nicht umgekehrt . Der
Nutzwert des PC wachse exponenziell , wenn durch neue Geräte immer mehr
Funktionen an ihn angeschlossen würden , betonte Barrett . Mobilfunkkonzern
Vodafone steigt in Mexiko ein Vodafone , größter Mobilfunkkonzern der Welt und
in Deutschland nach der Übernahme von Mannesmann prominent vertreten , steigt
mit 35 Prozent beim mexikanischen Branchenzweiten Iusacell ein . Die Briten
kaufen die Anteile nach einer Meldung nach Finanznachrichten-Agentur Bloomberg
von der Familie Peralta und anderen Aktionären . In den kommenden fünf Jahren
soll die Zahl der Handy-Nutzer auf 35 Millionen steigen . Iusacell ist unter
anderem in den Ballungsräumen Mexiko-Stadt und Guadalajara aktiv . Dem Einstieg
von Vodafone muss auch der US-Telefonkonzern Verizon zustimmen , der vor vier
Jahren die unternehmerische Führung von Iusacell übernommen hatte . CES : Ein
Gerät für alle DVD-Speichermedien Sony hat auf der CES angekündigt , dass man
der Verwirrung um die verschiedenen beschreibbaren DVD-Medien , die oft
zueinander inkompatibel sind , ein Ende setzen will - allerdings erst Mitte 2002
. Dann wollen die Japaner den so genannten " Dual Compatible RW Recoder " auf
den Markt bringen , der neben der gewöhnlichen DVD-Video-Wiedergabe auch das
Speichern und Lesen von Daten mit Medien vom Typ DVD-R , DVD-RW und DVD+RW
beherrschen soll . Das Gerät , von dessen Bezeichnung bislang nur die ersten
Buchstaben " DR " bekannt sind , soll zudem in Echtzeit MPEG2-Video-Encoding und
Dolby-Digital-Audio-Encoding beherrschen , letzteres allerdings nur mit maximal
2 Kanälen . Auf der CES präsentiert Sony bereits einen " Prototypen " , bei dem
es sich aber um nicht mehr als eine Designstudie handeln dürfte . Den
angepeilten Preis für das Gerät konnte der japanische Konzern noch nicht nennen
. CES : Bill Gates präsentiert Microsofts Spielkonsole Xbox Eigentlich war die
Spannung schon raus : Zu Bill Gates' Keynote auf der Comsumer Electronics Show (
CES ) wusste praktisch jeder Zuhörer von Beginn an , was sich unter dem grauen
Tuch auf der Säule in der Mitte der Bühne befand . Und auch Bill Gates machte
kein Geheimnis daraus , dass die erste Spielkonsole aus dem Hause Microsoft das
Finale seiner Keynote krönen sollte . Als es dann endlich so weit war und die
Zuschauer einen Blick auf die " Wunderkiste " werfen durften , konnte der eine
oder andere seine Enttäuschung aber nur schwer verbergen : Dieser Eindruck wird
noch einmal durch die vier Controlleranschlüsse auf der Front des Gerätes
verstärkt , wo sich ansonsten nur der Ein-/Aus-Schalter und ein Reset-Knopf
befindet . Angeschlossen werden die Controller via USB , was für eine einfache
Verbindung mit anderen Eingabegeräten spricht . Jeder Controller , der ein
vergleichsweise großes X-Logo trägt und eine Rumble-Funktion integriert hat ,
wird seinerseits zwei Erweiterungsanschlüsse haben . Gates vermied es komplett ,
die Rückseite des Gerätes zu zeigen , die auch nicht auf den Leinwänden erschien
. Dann hätten ja auch alle gesehen , welch großer Lüfter die Rückseite ( noch )
verunziert . Versuche , eigene Fotos der Konsole zu machen , wurden übrigens vom
anwesenden Sicherheitspersonal strikt unterbunden . Dennoch betonte Gates , dass
es sich hierbei um die endgültige Version handele - " abgesehen von einigen
Spezialchips , die erst bei Beginn der Massenfertigung bereit stehen " . Um
welche es sich hierbei handelt und ob dazu auch der Grafikchip von Nvidia zählt
, wollte Gates die Anwesenden allerdings nicht wissen lassen . Auf jeden Fall
besitze die Konsole " drei Mal mehr Grafikpower als jedes bislang erschienene
Gerät " , kommentierte Gates in gewohnter Nonchalance die Hardware der
Spielkonsole . Statt vieler Worte wollte Gates lieber Bilder sprechen lassen .
Bei beiden waren zwar überaus detaillierte Bilder zu sehen , doch nur Malice
zeigte Texturen und Lichtreflektionen , wie sie bei heutigen PC-Spielen und auch
auf der Playstation 2 von Sony noch nicht zu sehen waren . Auf die Demonstration
des Titels " WWF Raw is War " verzichtete Microsoft , da die Entwicklungsversion
bislang nur ein Fünftel der Verkaufsversion leiste . Dafür erschien der
WWF-Wrestler " The Rock " auf der Bühne und erklärte brav , dass selbst diese
Leistung alle bisherigen Konsolen schlagen würde . So etwas hätte Bill Gates
selbst ja nie behauptet ... CES : Microsoft propagiert den " Extended PC " Zu
Beginn seiner Eröffnungsrede auf der Consumer Electronics Show ( CES ) stellte
sich Bill Gates erst einmal hinter Intel-Chef Craig Barrett , der bei seiner
Keynote den PC als " Zentrum des digitalen Universums " bezeichnet hatte .
Barrett habe erkannt , worum es gehe : Die endgültige Aufhebung der Trennung von
Computertechnologie und Unterhaltungselektronik . Der erste Schritt in diese
Richtung seien MP3-Player gewesen , der nächste dürften Produkte ( wie Sonys
Wireless AV/IT Gateway ) sein , die es ermöglichen , den PC überall im Haus zu
benutzen . Das Endziel ist nach Meinung des Microsoft-Vorstandsvorsitzenden aber
der " Extended PC " , der 24 Stunden am Tag läuft und auf dem Microsofts
kommendes Beriebssystem Whistler sein Werk verrichtet . Diese Entwicklung habe
für die Anwender gleich zwei Vorteile , meinte Gates : Einerseits könne der PC
so als ideale Schaltzentrale im ganzen Haus agieren , andererseits sei das
kommende Windows perfekt auf den Multiuser-Betrieb abgestimmt . Schließlich habe
man bei Microsoft erkannt , dass die wenigsten Rechner nur von einer Person
alleine benutzt werden . Bei Whistler werde man daher das ewige
Log-In/Log-Out-Prozedere beenden : Alle User sind angemeldet , die Aktionen der
Benutzer , die gerade nicht am PC arbeiten , treten jeweils in den Hintergrund .
So wurde neben einem elektronischen Bilderrahmen , der als Diashow die Fotos der
Lieben zeigt , noch ein Radiowecker vorgestellt . Letzterer bezieht nicht nur
drahtlos seine Playlist und ganze Terminplanungen vom Rechner , sondern alle
Inhalte wie Lieder und Sprache . Hierzu arbeite Microsoft an einem verbesserten
Treibermodell , das " universal plug & play " ermögliche . Wer zukünftig eine
Digitalkamera via USB mit einem PC verbinde , erhalte beispielsweise gleich die
Möglichkeit , die auf der Kamera enthaltenen Bilder auf den Rechner zu laden .
Einen Klick später könnten diese dann schon via Internet auf Omis digitalem
Bilderrahmen erscheinen . Zu den Vorstellungen von Microsoft und Bill Gates über
die weitere Entwicklung in der EDV-Welt siehe auch Bill Gates präsentiert
Microsofts Spielkonsole Xbox und Pocket PC Plus - die PDA-Zukunft laut Microsoft
sowie Microsoft steigt bei digitalen Videorecordern ein . CES : Pocket PC Plus -
die PDA-Zukunft laut Microsoft Bill Gates hat während seiner Keynote auf der
Consumer Electronics Show ( CES ) einen beeindruckenden Ausblick darauf
geliefert , wie Microsoft sich die Zukunft der elektronischen Organizer und die
Nachfolger der Pocket PCs vorstellt : Nachdem Gates zuvor lange vom " Extended
PC " geschwärmt hatte , war natürlich klar , dass sich auch diese neue
Produktreihe in die Welt des Whistler-PC einfügt . So gleichen die neuen
Mini-Rechner nach Microsofts Vorstellungen ihre Daten selbstständig stets mit
dem Hauptrechner ab und dienen auf Wunsch auch schon mal als programmierbare
Fernbedienung für die heimische Stereoanlage . Interessanter war jedoch zu
erfahren , mit welchem Erfolg Microsoft an der Spracherkennung gearbeitet hat -
schließlich gehört Reden mit dem ( Pocket ) PC laut Gates zu den " natural
inputs " . Recht eindrucksvoll war dann auch die Demonstration eines
Compaq-Prototypen , der selbst lange Sätze mit schwer zu unterscheidenden
Wörtern absolut problemlos erkannte . Diese Vorstellung wurde nochmals zum
Erstaunen der Zuhörer übertroffen , als das Gerät nach einem Satz wie " Ich
möchte mich mit Bill am 10. Januar um 11 Uhr für eine Stunde in Seattle treffen
" selbstständig und korrekt einen entsprechenden Eintrag in seinem Kalender
vornahm . Weniger Begeisterung konnte hingegen der Einsatz des Pocket PC Plus
als Audio- und Video-Player hervorrufen . Dass Handhelds auch MP3s abspielen
können , ist schließlich nichts Neues . Die Wiedergabe eines Demovideos im
WMV-Format war hingegen etwas zähflüssig , sodass man als Zuschauer den Eindruck
bekam , das Video würde gleich ganz stoppen . Angaben , wann Geräte als Pocket
PC Plus verfügbar sein sollen , machte Gates allerdings nicht . CES : MP3 nur
noch zweite Wahl ? Die CES hat kaum begonnen , da zeichnet sich bereits eine
Entwicklung ab : Geht es nach der Unterhaltungselektronikindustrie , verliert
MP3 mehr und mehr an Bedeutung . Hatte bereits Panasonic bei der Vorstellung
seines portablen Audio-Player Advanced Audio Coding ( AAC ) favorisiert , zieht
nun auch Samsung nach . " Es geht nicht mehr um MP3 allein " , so die Aussage
des Konzerns bei der Vorstellung ihrer neuen Player YP-MF und YP-MFN64 aus der
YEPP-Reihe auf der Consumer Electronics Show ( CES ) . Vielmehr verstehen sie
sich auch auf die Wiedergabe von WMA- und AAC-Files . Dies stelle eine echte
Zeitersparnis für alle dar , die es hassen , ihre Lieblingslieder extra in das
MP3-Format umzuwandeln , meinte Russell Bleeker , für diesen Bereich zuständiger
Manager bei Samsung USA . Neben dem gewohnten USB-Port bringen die Player 64
MByte Flash Memory mit , weitere 32 oder 64 MByte Speicher können mit Hilfe von
Smart-Media-Speicherkarten zur Verfügung gestellt werden . Beide Geräte sollen
im zweiten Quartal 2001 für 249 US-Dollar auf den US-Markt kommen . Der
Unterschied bei den beiden Modellen liegt im Detail : Während der Käufer mit dem
YP-MFN64 ein Gerät mit schickem Cyberdesign und Fernbedienung erhält ,
unterstützt der YP-MF das Format Solid State Floppy Disk Card ( SSFDC ) . Ende
2001 will Samsung dann voll aufdrehen und mit dem Multi YEPP für 499 US-Dollar
einen Audio/Video-Player herausbringen , der zugleich als Digitalkamera fungiert
. Was war . Was wird . Immer wieder gibt es Informationsbröckchen , die es nicht
zur richtigen Nachricht schaffen . Sie mögen nicht in das Bild passen , das eine
Firma von sich präsentieren will . Manches bleibt auch unterhalb der
Aufmerksamkeitsschwelle : Menschen , Computer , Sensationen verdecken den Blick
auf Hintergründiges und Zusammenhängendes . Die Wochenschau von Hal Faber möchte
hier ein bisschen gegensteuern und den Blick für die Details schärfen . Sie ist
Kommentar , Ausblick und Analyse . Was war Manchmal versagen sie und schon
debattiert die Republik über das Fax des Kommandos Helmut Kohl . Die Fälschung
vor einigen Tagen mit der Mitteilung , Kohl wolle die Spender doch nennen ,
schaffte es , von einigen Nachrichtenagenturen verbreitet zu werden , die keine
Zeit zur Überprüfung des Faxes hatten . Das Kommando hatte Tatzeit wie Tatort
gut gewählt , einen Sonntagnachmittag in unterbesetzten Agenturen . Eine E-Mail
mit denselben Behauptungen wäre wohl glatt nach dev null gewandert . Damit sich
solche Pannen nicht wiederholen , wollen die Agenturen jetzt Codes an Parteien
und Verbände ausgeben , die häufig Pressemeldungen faxen . Fehlt der Code , ist
das Fax nicht authentisch . Bei E-Mail , deren Anteil am Nachrichtenaufkommen
noch minimal ist , soll das Verfahren nicht eingesetzt werden . Der Enten-Schutz
sei hier nicht nötig , weil die Kennung viel schwieriger zu fälschen sei , meint
ein dpa-Mann . Eine mutige Aussage im Zeitalter des Spam . So nennt sich das
wichtigste US-amerikanische Sportereignis des Jahres beim Football . Wo starke
Männer mit einem dicken Ei herumrennen , konnte Apple vor langer Zeit im Jahre
1984 mit einem Video Filmgeschichte schreiben : Eine Sprinterin läuft und läuft
, einen langstieligen Hammer in den Händen . Am Ende schmettert sie ihn in einen
großen Überwachungs-Bildschirm und löst damit ein Bataillon Zombies aus der
Starre . Die Anspielung auf den PC , der seine Anwender zu willenlosen
Marionetten der Firma IBM degradiert , wurde damals nicht von allen verstanden .
Was bei diesem Superbowl eingeblendet wurde , konnte jeder verstehen : Insgesamt
17 Internet-Firmen schalteten Werbung zum Superbowl , indem sie ihre Adresse
einblendeten . Tags darauf berichtete die Firma stolz von einem 550-Prozentigen
Anstieg der Netzlast auf ihren Servern . Eine andere Rechnung machte ein
Werbeanalyst der Firma Media Matrix auf : Stimmt die Rechnung , so hat jeder
Besucher 38 US-Dollar gekostet . Irgendwo muss sich das viele Geld aus den
Börsengängen ja niederschlagen , sagt der Netz-Meteorologe in US . Der Kauf von
Andover.Net durch VA Linux Systems ist so einer , driften doch unabhängige
Meinungsforen wie Slashdot unter die Regie eines Hardwareherstellers . Rob Malda
, einer der Slashdot-Gründer , hatte sich in einem Interview vor einiger Zeit
gegen den Einfluss von Firmen wie Linux Systems ausgesprochen . Vergebens . Auch
die Heise-Foren leben von ihnen und ertragen dafür so manchen weltanschaulichen
Unsinn . Nun kommt die Preisfrage : Wie lange hält sich solch ein Forum und wem
gehören seine Inhalte ? Bei Spiegel Online beantwortete man das Problem auf
Gutsherrenart . In der letzten Woche waren dann mit einer halbstündigen
Vorwarnung alle Themen im aktuellen Forum dran , die in diesem Jahr noch keine
neuen Beiträge aufwiesen . Nun schäumen die Fourmsteilnehmer und gehen auf
anderen Websites ins Exil , etwa bei der ZEIT im Internet . In seinem Roman Tina
beschreibt der große Arno Schmidt das Nachleben von Schriftstellern , die
gestorben sind . Sie müssen so lange in einem Zwischenhimmel ausharren , bis der
letzte gedruckte Nachweis ihres Namens verschwunden ist . Hat das Prinzip im
Internet Bestand , so wird das Zwischenreich in alle Unendlichkeit expandieren ,
wie das Universum . Tröstlich nur , dass Wissenschaftler in Potsdam , USA ,
nachgewiesen haben , dass sich die Zeit auch wieder zurückbewegen kann . Wo
Küken wieder in die Eier steigen , könnten auch ausufernde Foren wieder
schrumpfen , gar das ganze Internet verschwinden . Was wird Im Vorfeld der
Leistungsschau an der Leine verschnaufen viele Firmen und heben sich ihre
Erkenntnisse für Hannover auf . Eine Ausnahme macht das BSI . Dort haben sich
ausnahmsweise Wirtschaftswissenschaftler und keine Sicherheitstechniker mit dem
Computer beschäftigt . Sie stellten eine simple Frage : Was kostet es eigentlich
, wenn ein Computer abstürzt ? Die Antwort auf diese Frage wird am nächsten
Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt . Die vorab bekannt gewordenen
Antworten der Hersteller machen neugierig . Ein großer amerikanischer Hersteller
behauptete , dass seine Rechner ab Werk nicht abstürzen können , ein anderer ,
der in Deutschland fertigen lässt , verwies auf einen self-healing-mode .
Computer kosten also nur Strom - und Nerven . Oder war da noch was ?
Bildungsministerium : Kostenloses Internet für Schulen Die
Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn will Bertelsmann-Chef Thomas
Middelhoff offensichtlich beim Wort nehmen : Nach Informationen von dpa haben
Bulmahn , Middelhoff und Telekom-Chef Ron Sommer ein Gespräch über eine
Initiative verabredet , alle Schulen ans Internet anzuschließen . Middelhoff
hatte in einem Interview kostenlosen Internet-Zugang für alle Schulen gefordert
- und dafür nicht nur die Hilfe seines Konzerns in Aussicht gestellt . Er
äußerte auch die Erwartung , die Telekom oder AOL würden sich an einer
finanziellen Unterstützung für ein solches Regierungsprojekt beteiligen . Die
Kultusminister verwiesen gleichzeitig darauf , dass die Kosten in Deutschland im
weltweiten Vergleich sehr hoch seien . In anderen Ländern gebe es zudem bereits
spezielle Vereinbarungen für den Internet-Zugang an Schulen . Suche nach
Hinterbliebenen von Konten-Inhabern per Internet Die Schweizerische
Bankiervereinigung hat am gestrigen Montag eine dritte Liste mit Konten ins
Internet gestellt , um Angehörige der Konten-Inhaber mehr als 50 Jahre nach Ende
des Zweiten Weltkrieges aufzuspüren . Mit den Informationen über 21.000 Konten
im weltweiten Datennetz sollen unter anderem anspruchsberechtigte Angehörige von
Holocaust-Opfern erreicht werden . Auf der Liste der so genannten
nachrichtenlosen Vermögen finden sich auch die Namen Albert Einstein , Germany
und Sigmund Freud , Austria . Ob es sich dabei allerdings um den in Deutschland
geborenen Physiker und den österreichischen Begründer der Psychoanalyse handelt
, ist laut Bankiervereinigung unklar . Einstein hatte beim Schweizer Patentamt
gearbeitet und war 1955 in den USA gestorben . Freud unterhielt Beziehungen zu
Schweizer Psychiatern , ohne in der Schweiz gelebt zu haben . Er starb 1939 im
englischen Exil . Bereits auf den 1997 von den Schweizer Banken veröffentlichten
Listen hatte sich ein prominenter Name befunden : Uljanow , Wladimir , Zürich
Dies ist der bürgerliche Name des russischen Revolutionsführers Lenin , der 1914
bis 1917 in Zürich gelebt hatte . Sein Guthaben betrug weniger als 100 Franken .
Wie die Bankiervereinigung weiter mitteilte , wird mit der Veröffentlichung der
inzwischen dritten Liste eine Bestimmung des Vergleichs zwischen jüdischen
Organisationen in den USA und Schweizer Banken erfüllt . Die Organisationen
verlangen dies , weil die Banken nach dem Zweiten Weltkrieg unter Hinweis auf
fehlende Totenscheine oder Unterlagen nicht alle Vermögen an Hinterbliebene
ausgezahlt hatten Online-Shop eToys erwartet das bittere Ende Am gestrigen
Montagabend feuerte der krisengeschüttelte Online-Spielzeugwarenhändler eToys
weitere 293 Mitarbeiter . Die Angestellten erhielten die Mitteilung , dass sie
bis spätestens 6. April ihren Arbeitsplatz verlieren . Gleichzeitig aber hieß es
, dass eToys " nicht glaubt , dass für die Firma zusätzliches Kapital
bereitstehen wird " . eToys werde momentan offenstehende Rechnungen nicht
bezahlen , um mit den vorhanden Mitteln den Geschäftsbetrieb vorerst aufrecht
erhalten zu können . Die US-Hightechbörse Nasdaq hat eToys inzwischen eine Frist
von 90 Tagen gesetzt . eToys hatte über die USA hinaus einige Berühmtheit
erlangt durch die juristische Auseinandersetzug mit der Künstlergruppe etoy um
die Markenrechte an " etoys " . Die Gruppe versucht nun , die Marke und den
entsprechenden Domain-Namen durch eine Klage zu erhalten - bevor der
Spielwarenhändler endgültig pleite ist . Spätestens nach einem äußerst schwachen
Weihnachtsgeschäft war eToys in die Bredouille geraten . Die Probleme des
Online-Shops sind zwar offensichtlich zum Teil hausgemacht , aber auch andere
Online-Spielzeughändler gerieten schon unter die Räder , selbst Disney schloss
seine Tochter Toysmart . Analysten in den USA meinten bereits , man müsse
realisieren , dass für jeden Dollar , der online ausgegeben werde , sieben
Dollar im normalen Handel umgesetzt würden . Nur wenn man mehrere Verkaufskanäle
nutze , könne man auch an allem etwas verdienen - den reinen Online-Shops würden
die klassischen Händler , die auch das Internet nutzen , nach und nach das
Wasser abgraben . IBM : Internationale Beschäftigungspolitik notwendig Der Chef
von IBM Deutschland , Erwin Staudt , mischt sich in die aktuelle Debatte um
Arbeitserlaubnisse für ausländische IT-Fachkräfte ein . Seiner Ansicht nach ist
eine Beschäftigungspolitik in Deutschland erforderlich , die stärker
international ausgerichtet ist . Beschäftigungspolitik sei " nur noch im
internationalen Zusammenhang zu sehen " , meinte er in einem Interview mit der
Bild-Zeitung von heute . Dies dürfe allerdings nicht dazu führen , dass man nur
noch EDV-Spezialisten von außen hole , betonte Staudt : " Wir müssen die
Mangelbereiche definieren und in unsere gesamten Bildungsbestrebungen einbetten
. " Das Zahlenwerk in der Diskussion um den Vorschlag einer " Green Card " für
ausländische IT-Fachkräfte bereicherte Staudt gleich noch um eine neue Prognose
: Er geht davon aus , dass bis Ende 2002 in der Branche 150.000 Spezialisten
fehlen . Das könne man gar nicht aus dem Inland decken . Wenn Deutschland in der
EDV-Branche zur Spitzengruppe gehören wolle , brauche man weltweit die besten
Leute , erklärte Staudt und kritisierte im gleichen Atemzug die deutschen
Techniker : Bei vielen deutschen Ingenieuren und Informatikern gebe es leider
oft Defizite im Ausbildungsprofil , beim Alter und der Flexibilität . Bedenken
der Gewerkschaften und in der Bevölkerung , Visas für ausländische IT-Fachkräfte
führten zu Lohn-Dumping , hält Staudt allerdings für unbegründet . Die deutschen
Arbeitgeber seien an tarifliche Regelungen gebunden , betonte er . Telekom :
Großfusion möglich ( update ) Trotz der Berichte über geplante Aufkäufe von
amerikanischen Telekom-Konzernen durch die Deutsche Telekom halten sich die
Vorstände des deutschen Telefonriesen noch immer mit Kommentaren zurück . Einzig
Telekom-Chef Ron Sommer wagt sich etwas aus der Deckung : " Wir sind täglich für
eine Überraschung gut " , meinte er in einem Interview mit der Welt von heute .
Konkret wollte aber auch Sommer nicht zu den angeblich bevorstehenden Übernahmen
der viergrößten amerikanischen Telefongesellschaft Qwest und des Betreibers
globaler Glasfasernetze Global Crossing Stellung nehmen . Die Deutsche Telekom
steht aber nach den Worten Sommers vor weiteren Firmenübernahmen ; eine
Großakquisition will er nicht ausschließen . Sommer tritt in der Diskussion um
mögliche Übernahmen anderer Konzerne recht selbstbewusst auf : Da die Telekom
weltweit eines der wertvollsten Unternehmen sei , gebe es kaum einen
Übernahmekandidaten , der für seine Firma außer Reichweite liege . Er habe "
keine Scheu vor Mega-Akquisitionen " , erklärte Sommer : Inzwischen hat Qwest
bestätigt , dass es Verhandlungen über eine Übernahme gebe . Heute morgen
erklärte das Unternehmen nach einem Bericht des Wirtschaftsdiensts Bloomberg ,
man sei mit " einer bedeutenden Telekommunikations-Firma " in Gesprächen über
eine mögliche Übernahme von Qwest und US West . Den Verhandlungspartner wollte
der amerikanische Telekom-Konzern allerdings nicht nennen ; Analysten
kommentierten aber bereits , der wahrscheinlichste Partner sei logischerweise
die Deutsche Telekom . Quest erklärte gleichzeitig , man werde keiner
Übereinkunft zustimmen , wenn es nicht auch eine Einigung zwischen US West und
dem möglichen Partner für eine Übernahme von US West geben werde . ITU : Der
Internet-Telefonie gehört die Zukunft Telefonieren über das Internet ist im
Kommen . Das sind zwar bislang nur drei Prozent des internationalen
Telefonverkehrs , aber die Entwicklung verläuft rasant . In diesem Jahr soll der
Gesprächsverkehr über IP-Netzwerke um mehr als 50 Prozent wachsen , heißt es in
einer Studie zu IP-Telefonie , die die ITU im Vorfeld des 2001 World
Telecommunication Policy Forum ( WPTF ) veröffentlichte . Die Internet-Telefonie
sei attraktiv , weil Gespräche wesentlich billiger seien als über herkömmliche
Leitungen . Die anfangs mangelhafte Gesprächsqualität werde immer besser . Auch
private Anrufer könnten von den günstigen Preise profitieren . Allerdings
verlören vor allem die staatlichen Telekom-Unternehmen in Entwicklungsländern
Geld : Der Grund : Im internationalen Telefonverkehr zahlt die Gesellschaft ,
die den Anruf im Ursprungsland vermittelt , der Gesellschaft im Ankunftsland
einen Teil der Einnahmen aus dem Gesprächen . Länder , aus denen traditionell
viele Bürger im Ausland leben , die regelmäßig zu Hause anrufen , haben davon in
der Vergangenheit erheblich profitiert . Dies könnte bei einem weiteren Boom der
Internet-Telefonie stark zurückgehen . Universal möchte mit Napster
zusammenarbeiten Universal , bislang einer der entschiedensten Gegner der
Musiktauschbörse , könnte für den ersten großen Durchbruch für die Bemühungen
der Allianz aus Bertelsmann und Napster sorgen , die großen Labels mit ins Boot
zu holen . Nach der Übernahme von Seagram/Universal durch den französischen
Mischkonzern Vivendi deutet sich eine Änderung in der Haltung gegenüber Napster
an . Der Vivendi-Chef Jean-Marie Messier erklärte am gestrigen Montag auf einer
Medienkonferenz in London , er könne sich vorstellen , in den nächsten Monaten
zu einer Vereinbarung mit Napster zu kommen . Er sei ermutigt durch die
Bemühungen von Napster , das kostenlose Tauschen urheberrechtlich geschützter
Werke zu blockieren , für die der Dienst keine Lizenz habe . Messier deutete an
, Duet , das geplante Joint Venture mit Sony zum Musikvertrieb über das Internet
, könne Songs an Napster lizenzieren , sobald die Tauschbörse ihren
kostenpflichtigen Abo-Service einführe . " Falls sie einen rechtmäßigen Service
entwickeln , der den Einsatz einer sichere Technologie beweist , könnten wir
Duet-Inhalte an Napster lizenzieren " , meinte der Vivendi-Chef . Man werde aber
keine Exklusivvereinbarungen treffen , sondern die eigenen Inhalte auch an
andere Anbieter wie Yahoo oder MSN lizenzieren : " Wir müssen unsere Inhalte auf
allen Plattformen verfügbar machen " , betonte Messier . Napster hatte bereits
vor wenigen Tagen an die Musikindustrie appelliert , die Rechtstreitigkeiten
über die Verletzung des Urheberrechts friedlich beizulegen . Als eine Art
freiwillige Vorleistung , bevor eine neue einstweilige Verfügung gegen die
Tauschbörse ergeht , hatte Napster angekündigt , einige nicht-lizenzierte
Musikstücke , über die der Dienst von der Musikindustrie informiert wurde , ab
dem Wochenende zu sperren . Verzögerungen bei UMTS in Japan Die japanischen
Telecom-Konzerne wollten die Ersten weltweit sein , die Mobilfunk der dritten
Generation einführen . Nun muss das erste Unternehmen den Starttermin
verschieben : Japans drittgrößter Konzern , Japan Telecom , an dem die britische
Vodafone-Gruppe beteiligt ist , gab bekannt , man werde 3G-Mobilfunk frühestens
im Juni 2002 anbieten können . Bislang sprach Japan Telecom noch vom Ende dieses
Jahres . Der Grund liege in Verzögerungen bei der technischen Entwicklung der
Netzwerk-Infrastruktur und der Endgeräte , hieß es bei Japan Telecom . " Ich bin
sehr enttäuscht " , meinte Konzern-Chef Haruo Murakami , aber die Verschiebung
sei unvermeidbar gewesen . Japan Telecom will wie NTT DoCoMo , dem größten
Anbieter in Japan , W-CDMA für den Mobilfunk der nächsten Generation nutzen .
Die Überarbeitung des Standards im Dezember habe es notwendig gemacht , die
neuesten Definitionen in der Entwicklung der Geräte zu berücksichtigen ,
erklärte Murakami . NTT DoCoMo geht bislang noch davon aus , mit dem neuen Netz
in einzelnen Regionen Japans bereits im Mai starten zu können . Japan Telecom
meinte allerdings , man wolle lieber den Start verschieben als durch
unterschiedliche Implementationen des Standards die Kunden zu verwirren . Der
zweitgrößte Anbieter in Japan , DDI , hat noch keinen Starttermin für sein neues
Netz bekannt gegeben . Ende Februar hatte auch der französische
Telecom-Ausrüster Alcatel gemutmaßt , bei der Einführung von UMTS in Europa
könne es Verzögerungen um bis zu drei Jahre geben . Auch damals wurde als Grund
der bislang unterschätzte Entwicklungsbedarf für die Technik angegeben .
Micrologica beantragt Insolvenzverfahren Die am neuen Markt gelistete
Software-Firma Micrologica steht vor dem Aus . Der Vorstand habe beim
Amtsgericht Reinbek die Einleitung des Insolvenzverfahrens beantragt , da
künftige Verbindlichkeiten der Firma nicht mehr erfüllt werden könnten , teilte
Micrologica am gestrigen Montag in Bargteheide mit . Ein privater Investor habe
eine Kreditlinie gekündigt . Das Insolvenzgericht habe den Anwalt Berthold
Brinkmann aus Hamburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt . Micrologica
hatte die drohende Zahlungsunfähigkeit bereits in der Vorwoche angekündigt . Mit
dem vorläufigen Insolvenzverwalter werde Micrologica zügig klären , ob und wie
die Geschäfte weitergeführt werden sollen und wie die ausstehenden Gehälter für
die 130 Mitarbeiter gezahlt werden können , hieß es weiter in der Mitteilung .
Die Software-Schmiede aus Schleswig-Holstein ist bereits 1998 an den Neuen Markt
gegangen und gehörte zu den Altstars des Börsensegments . Die Firma beschäftigt
sich mit Computer-Telephony-Integration ( CTI ) . Da die Produkte einen guten
Ruf haben , stieg der Kurs der Aktie nach dem Börsengang kräftig an und
erreichte zu Beginn des Jahres 1999 mit mehr als 130 Euro ihren Höchststand .
Die Aktie gehörte zum Index Nemax-50 , den sie aber schon lange wieder verlassen
musste . Nach einer Analyse der DG Bank , die das Unternehmen als
Konsortialführer an die Börse brachte , haben Folgen des Börsengangs dem
Unternehmen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten eingetragen . " Aus der
Rückschau ist zu erkennen , dass die Gesellschaft dabei ihre Schlüsselmärkte aus
den Augen verlor und sich von ihrer Kernkompetenz entfernte " , schreibt die
Bank . Eurocard : Betrug im Internet wächst rasant Betrügereien bei
Kreditkartenzahlungen im Internet nehmen laut der Kreditkartengesellschaft
Eurocard rasant zu . Dies entspreche rund fünf Prozent des gesamten Umsatzes ,
den der deutsche Marktführer Eurocard im Datennetz verzeichnet . " Allein bei
Eurocard hat das Betrugsvolumen um rund 32 Prozent zugenommen . " Der
Gesamtschaden durch Betrug macht bei Eurocard dagegen lediglich 0,1 Prozent des
Transaktionsvolumens aus . Fortschritte verspricht Eurocard durch den
Sicherheitsstandard SET ( Secure Electronic Transaction ) , der bereits länger
existiert , aber noch nicht sehr weit verbreitet ist . Seit Herbst akzeptiert
Eurocard nur noch Händler , die im Internet SET anbieten . Kurzfristig mehr
Sicherheit auch bei Zahlungen ohne SET soll zudem eine weitere Neuerung bieten :
Vom 1. April an müssen bei Kreditkartenzahlungen drei weitere Ziffern eingetippt
werden , die zwar auf der Kreditkarte stehen , aber nicht auf dem Magnetstreifen
gespeichert sind und daher auch nicht auf Kreditkartenbelegen ausgedruckt werden
. Die Steigerungsraten bei den Betrügereien im Internet relativieren sich
allerdings , wenn man sie in Bezug setzt zur Zunahme der Zahl der
Internet-Surfer - und der Online-Shops . Zudem dürfte ein Teil der von Eurocard
beklagten Reklamationen auch zu Lasten der Online-Shops gehen , die durch
unklare Geschäftsbedingungen und mangelnde Logistik die Erwartungen der Kunden
enttäuschen . Unterdessen hat Eurocard im Wettbewerb der Kreditkartenanbieter
die führende Position in Deutschland gehalten . " Damit konnte Eurocard ihre
Marktführerschaft mit gut 52 Prozent Marktanteil erneut behaupten " , berichtete
der Chef der EURO Kartensysteme , Jan Hendrikx . Der Durchschnittsumsatz pro
Transaktion stieg um 4,5 Prozent auf 179 Mark , während die Anzahl der
Geschäftsvorgänge um 1,3 Prozent auf 188 Millionen zurückging . AOL gibt
Netscape 6 frei Am späten Abend unserer Zeit war es endlich soweit : Wie bereits
angekündigt , stellte auf der Messe Spring Internet World in Los Angeles
AOL-Boss Steve Case höchstpersönlich in seiner Keynote-Rede die Preview-Release
1 von Netscape 6 vor . Der neue Browser basiert auf der Gecko-Technologie und
rendert Web-Seiten um einiges schneller als zuvor . Das Paket braucht mit 5,5
MByte nur halb so viel Platz auf der Festplatte wie sein Vorgänger . Zu den
neuen Funktionen zählen außerdem eine personalisierbare Funktionsleiste ( My
Sidebar ) , sechs Auto-Übersetzungsprogramme , Net2Phone für Internet-Telefonie
und mehrfache Email-Accounts für POP , IMAP oder SMTP . AOL-User können ihre
E-Mail ebenfalls direkt mit Netscape 6 lesen . Der Browser bietet vollen Support
für XML , HTML 4.0 , W3C , DOM Level 0 und 1 , JavaScript 1.5 und RDF . Außerdem
ist er plattformübergreifend : Windows , Linux und Macintosh werden unterstützt
, Portierungen auf HP-UX , AIX , Solaris und BeOS sind geplant . Netscape 6
Preview Release 1 gibt es ab sofort als Download von Netscapes Netcenter .
Gateway und AOL bringen Surf-Terminals Auf der Messe Spring Internet World in
Los Angeles stellten AOL und Gateway erstmals ihre Linie von Surf-Geräten (
Internet-Appliances ) vor : Ein Web-Pad , ein so genanntes Countertop-Device mit
drahtlosem Keyboard , und ein Desktop-System . Das Countertop-Gerät , im Prinzip
ein LCD-Bildschirm mit Halterung , soll zum Weihnachtsgeschäft 2000 auf den
Markt kommen . Die beiden anderen Geräte folgen im nächsten Jahr . Der
Desktop-Rechner sieht aus wie eine graue Version des iMac und soll laut Gateway
unter 500 US-Dollar kosten . Andere Internet-Provider als AOL werden allerdings
nicht unterstützt . Alle Geräte lassen sich direkt an eine Telefonleitung
anschließen und wählen sich nach dem Anschalten automatisch ins AOL-Netz ein .
Steve Case , Chef des Online-Dienstes , fand während seiner Keynote auf der
Spring Internet World große Worte zu den neuen Geräten , die doch vor allem dem
Online-Dienst helfen sollen , seine Strategie AOL Anywhere durchzusetzen : " Wir
haben die Verpflichtung , jungen Menschen dabei zu helfen , Nutzen aus der
vernetzten Gesellschaft zu ziehen . " Yahoo : Mehr Gewinn , fallender Aktienkurs
, rosige Zukunft Trotz dieser Erfolgsmeldungen und trotz der Tatsache , dass
Yahoo eine der wenigen Internet-Firmen ist , die tatsächlich Geld verdienen ,
fiel der Aktienkurs des Unternehmens . Ein zeitweises Minus von fast 10
US-Dollar konnte der Kurs nicht mehr ganz wettmachen : Die Aktie schloss zum
Ende des Handels am Mittwoch mit einem Verlust 1,81 US-Dollar . Im
nachbörslichen Handel fiel der Aktienkurs zudem weiter . Dies führen Beobachter
unter anderem darauf zurück , dass der Gewinn pro Aktie mit 10 Cent nicht ganz
den Gerüchten entsprach , die an der Wall Street kursierten . Danach erwarteten
viele Analysten einen Gewinn von 11 bis 12 Cent pro Aktie . Aber auch andere
Nachrichten waren nicht so gut , wie die grundlegenden Geschäftszahlen erwarten
ließen : Obwohl mehr Surfer bei Yahoo vorbeischauten und die Gewinne gestiegen
sind , sank der durchschnittliche Umsatz pro User in der letzten Zeit . Für die
Zukunft prophezeien Börsenexperten Yahoo allerdings rosige Zeiten . In wenigen
Jahren könnte Yahoo laut Analysten eine der profitabelsten Firmen der Welt sein
. So ähnlich sieht das auch das Management von Yahoo : " Unsere einzigartige
Position ermöglichte es uns , schnell und effizient vorwärts zu gehen " ,
erklärte Yahoo-Präsident Jeff Mallett . Und der Aufsichtsratsvorsitzende Tim
Koogle fügte hinzu : " Wir beabsichtigen , unsere Position aggressiv auf allen
Ebenen so weit wie möglich auszubauen . " Dazu gehöre auch , zum weltweit
größten Transaktionsanbieter durch die unterschiedlichsten Handelsdienste im Web
zu werden , heißt es bei Yahoo . Intel netzwerkt drahtlos Intels Zusammenarbeit
mit Proxim , dem Spezialisten für Funk-LANs , trägt Früchte : Auf der Spring
Internet World in Los Angeles stellte der Prozessorbäcker eine PC-Card und einen
externen USB-Adapter für die drahtlose Vernetzung vor . Die so genannten
AnyPoint-Geräte basieren auf der SWAP-Spezifikation ( Shared Wireless Access
Protocol ) der HomeRF Working Group ( siehe dazu c't 6/99 über drahtlose Netze )
. Die Technik baut auf den IEEE-Standards für drahtlose Netze auf und arbeitet
mit 2 MBit/s . Intel liefert vorerst allerdings keinen Access Point , mit dem
die Reichweite eines Funknetzes vergrößert werden kann und ein Übergang in
drahtgebundenes Ethernet möglich ist . Auch die Zusammenarbeit mit vorhandenen
Funk-LANs ist nicht gewährleistet : Zwar sind HomeRF und IEEE 802.11 verwandt ,
aber nicht miteinander austauschbar . Der Vorteil soll aber laut dem
HomeRF-Konsortium darin bestehen , dass sich SWAP-Geräte billiger herstellen
lassen als klassische Funk-LANs nach den IEEE-Standards - die haben aber
inzwischen eine Datenrate von 11 MBit/s erreicht ( IEEE 802.11b ) . Die ersten
Produkte von Intel scheinen zumindest die Kosten-Argumentation der HomeRF-Gruppe
zu stützen : In den USA kostet die PC-Card für Notebooks 129 US-Dollar , der
externe USB-Adapter 119 US-Dollar . Wann und zu welchem Preis die Geräte in
Deutschland auf den Markt kommen , war noch nicht in Erfahrung zu bringen . Laut
Intel wird IBM das AnyPoint-Funknetz in den NetVista-PC einbauen , der im Mai in
den USA verfügbar sein soll . Zusätzlich stellte Intel neue Geräte für die
Vernetzung über schon installierte Telefonleitungen vor . Die nach den Standards
der Home Phoneline Networking Alliance ( HomePNA ) arbeitenden Adapter
beherrschen inzwischen eine Datenrate von 10 MBit/s . Sie sollen die vorhandenen
HomePNA-Produkte von Intel ergänzen , die noch auf eine Datenrate 1 MBit/s
begrenzt sind . Die HomePNA-Technik wird bislang aber vor allem in den USA
eingesetzt - in Europa dürften die wenigsten Haushalte mit einer
Telefoninstallation ausgestattet sein , die den Einsatz der Geräte zulässt .
Web-Server unter Unix erwiesen sich in einem Test als fünfmal besser erreichbar
als solche unter Windows NT . In einem breit angelegten Test überprüfte c't 32
Tage lang alle zehn Minuten die Erreichbarkeit von über 100 der meistbesuchten
deutschen Web-Server und zählte Häufigkeit und Dauer der Ausfälle . Auf allen
Unix-Systemen kam der Web-Server Apache zum Einsatz . Die NT-Server nutzten
Microsofts Internet Information Server ( IIS ) . Windows 2000 , der Nachfolger
von Windows NT , wird noch zu selten eingesetzt , um gesicherte Aussagen zu
ermöglichen . Bei der Auswertung der Ausfallzeiten pro Betriebssystem schnitten
die NT-Server deutlich schlechter ab als ihre Konkurrenten aus dem Unix-Lager .
Sie waren im Schnitt während der Dauer des Tests knapp 15 Stunden nicht
erreichbar , also etwa 1,9 Prozent der Zeit . Vor allem das Wochenende schlägt
sich bei NT in deutlich erhöhten Ausfallzeiten nieder . Offensichtlich erfordern
Web-Server unter NT eine intensivere Betreuung durch Administratoren . Systeme
mit dem frei erhältlichen Betriebssystem Linux waren im Durchschnitt vier
Stunden und damit 0,5 Prozent der Zeit nicht zu erreichen . Noch etwas besser
schnitten die Server mit Suns kommerziellem Unix Solaris ab , die mit lediglich
2,5 Stunden nur etwa 0,3 Prozent der Testzeit nicht online waren . An English
version of the complete article is available . Finanz-Portale in der
Börsenflaute Die Flaute an den Börsen setzt auch die Finanz-Portale im Internet
unter Druck . Die Zugriffszahlen gingen zuletzt dramatisch nach unten . So
verzeichnete OnVista im Februar einen Einbruch von knapp 26 Prozent bei der Zahl
der angeklickten Seiten , bei Finanztreff gingen die Zugriffe binnen Monatsfrist
um knapp 29 Prozent zurück. wallstreet:online registrierte ein Minus von rund 16
Prozent . Dennoch geben sich die Betreiber der Finanzseiten gelassen und hoffen
auf bessere Zeiten . In den kommenden Jahren dürfte jedoch der ein oder andere
auf der Strecke bleiben . Die Analystin Patricia Neuhaus vom
Marktforschungsinstituts Jupiter MMXI rechnet fest mit einer Konsolidierung
unter den derzeit etwa 40 bis 50 Anbietern von Finanz-Informationen im
deutschsprachigen Internet . " Außerdem wird es zu Kooperationen und Aufkäufen
kommen " . Die Zahl der Seitenzugriffe ist entscheidend für die Höhe der
Werbeeinnahmen . Das 1998 gegründete Unternehmen mit rund 110 Beschäftigten
arbeitet mit einer eigenen Wirtschaftsredaktion , bietet eine
Wertpapier-Handelsplattform , Diskussions-Foren , Datenbanken und
Kursinformationen . Mit einem geänderten Angebot geht die gatrixx AG Mitte April
an den Start . Dann wollen die Berliner die Finanzseiten gatrixx.de , instock.de
und finanztreff.de zusammenlegen . " Diese Maßnahme hatten wir ohnehin geplant ,
das hat mit der Entwicklung an der Börse nichts zu tun " , sagt die Sprecherin
Stephanie Chevallier . " Die Segmentierung macht keinen Sinn mehr und treibt
außerdem die Marketingkosten hoch , das können wir uns nicht mehr leisten . " In
Deutschland unterhält das Unternehmen mit 75 Mitarbeitern bisher sechs
Finanzseiten im Internet - darunter auch eine Frauenfinanzseite . Zum Angebot
gehören Nachrichten und Hintergrundberichte aus einer eigenen Redaktion ,
Interviews , Analysen , Kurse und Charts . gatrixx finanziert sich ebenfalls
durch Werbung und den Verkauf von Inhalten , zu Umsatz- und Ergebniszahlen gibt
es keine Angaben . Im Gegensatz zu wallstreet:online und gatrixx bietet die
Kölner OnVista AG kein eigenes redaktionelles Angebot . Informiert wird über
Aktien , Fonds , Optionsscheine , geplante Börsengänge und Nachrichten aus der
Finanzwelt . Außerdem kann der Surfer Real-Time-Kurse abrufen . " Unsere
Zielgruppe ist der eher erfahrene Anleger , deswegen haben wir auch weniger
unter der Börsenbaisse gelitten als andere " , sagte Pressesprecherin Anja Seipp
. Im vergangenen Jahr schrieben die Kölner mit 125 festen Mitarbeitern erstmals
schwarze Zahlen . Haupteinnahmequelle war mit 53 Prozent der Verkauf von
Inhalten , 41 Prozent der Erlöse resultierten aus Werbung .
Multimedia-Arbeitsplatz : Schick doch deinen Avatar Zum Beginn des kommenden
Jahres geht das Projekt Multimedia Arbeitsplatz der Zukunft ( map ) des
Bundeswirtschaftsministeriums in seine erste Testphase . Dann sollen Bauleiter
von ihrer Baustelle aus per " kleinem " Laptop oder " großem " Handy
Bauplanänderungen sofort übergeben und damit verbundene notwendige Bestellungen
oder Aufträge abwickeln können . " Agenten " sollen das mobile Arbeiten leichter
machen . " Die Baubranche ist aber nur eine erste Spielwiese , die map-Idee kann
genauso in der Verwaltung oder anderen Branchen zur Anwendung kommen " , sagte
map-Projektleiter Michael Weiss am Rande einer Tagung zum Thema Kooperative
Technikgestaltung für neue Arbeitswelten bei der Alcatel-Stiftung in Stuttgart .
Kerngedanke von map ist die Verknüpfung von Funktionen und die leichtere
Bedienbarkeit für den Endanwender . Das vom Wirtschaftsministerium drei Jahre
lang geförderte Projekt läuft immerhin unter dem Stichwort "
Mensch-Maschine-Interaktion " . " Wenn der Bauleiter den Agenten losschickt , um
Beton zu bestellen , ist das schon eine Herausforderung " , meint Weiss . " Bei
Bedarf soll das System , das auch als Avatar gestaltet sein kann , beim Nutzer
rückfragen . " Eine Besonderheit des Projektes ist , dass es sich auch um die "
weichen " Faktoren bei der Entwicklung mobiler Arbeitswelten kümmert . Der
Leiter des beim Deutschen Gewerkschaftsbund angesiedelten Forums Soziale
Technikgestaltung , Welf Schröter , leitet map-intern die Expertengruppe
arbeit21 . Die beschäftigt sich mit der Frage , was die Zunahme mobiler Arbeit
für den " klassischen Arbeitsplatz " und das " Normalarbeitsverhältnis "
bedeutet . Die erste Empfehlung der Experten von arbeit21 an die Techniker
lautet : Statt den Einsatzort für mobile Agenten nur im " Idyll " der
Großunternehmen oder bei deren Außendienstmitarbeitern zu sehen , sollte man
viel stärker an Kleinunternehmen und Selbstständige denken . Laut Schröter
werden Technologien wie Map die " Entbetrieblichung " extrem vorantreiben . Die
Lösung von Qualifizierungs- und auch Akzeptanzfragen bei diesem Umbau hinken
aber hinter den technischen Möglichkeiten weit hinterher . Ein Beispiel für
dafür lieferte Gastgeber Alcatel gleich mit : Nur 20 von 1000 Entwicklern hatten
sich vor einigen Jahren für das Angebot alternierender Teleheimarbeit
interessiert . Technikvorstand Heinrich Kreutzer warnte allerdings , neue
Generationen von Software-Entwicklern seien ohne neue " Arbeitsplatz-Modelle "
nicht mehr zu halten . Intershop will korrigierte Prognose halten Das Jenaer
Softwarehaus Intershop hat Spekulationen über einen weiteren Umsatzeinbruch im
ersten Quartal zurückgewiesen . Es gebe keinen weiteren Korrekturbedarf .
Mehrere Wettbewerber von Intershop hatten in den vergangenen Tagen ihre
Geschäftserwartungen für das erste Quartal deutlich gedämpft . Intershop hatte
am Donnerstag eine Kooperation mit der UBIS AG ( Berlin ) bekannt gegeben .
Gemeinsam sollen Großkunden künftig E-Business-Lösungen angeboten werden .
Intershop-Chef Stephan Schambach hatte angekündigt , dass das Unternehmen seine
Programme für den elektronischen Handel im Internet zunehmend über Partner
vertreiben will . Den Verkauf , die Umsetzung von Kunden-Projekten und den
Service sollen andere Firmen übernehmen , während sich Intershop auf das
Kerngeschäft konzentriert . Nach schwachen Umsatzzahlen hatte Intershop die Zahl
der Beschäftigten um 200 auf 1000 verringert . Justizministerin hält
Selbstregulierung im Netz für unzureichend Die Problemfelder , mit denen das
Internet die " Offline-Gesellschaft " konfrontiert , gehen nach Ansicht der
SPD-Politikerin weit über die Vergabe von Domain-Namen und die Kontrolle über
den Namensraum des Internet hinaus . Das sei aber eine Illusion . Däubler-Gmelin
wies der Internet Corporation for Assignend Names and Numbers ( ICANN ) daher
allein die Rolle zu , über die Weiterentwicklung des numerischen Adressraums zu
wachen und sich auf eine größere Verfügbarkeit des Internet zu konzentrieren .
Damit teilt sie die Selbstbeschreibung der ICANN , die sich selbst als eine Art
rein technische Koordinierungsstelle sieht . Kritiker sind dagegen der
Auffassung , dass ihre Entscheidungen automatisch viel weiter in den Bereich der
Netzregulierung eingreifen . " Hier müssen alle kooperieren , auch die
bestehenden internationalen Organisationen mit ihrer jeweils eigenen Sachkunde "
, sagte die Ministerin . Ausdrücklich begrüsste sie in diesem Zusammenhang ,
dass sich die Weltorganisation für geistiges Eigentum ( WIPO ) frühzeitig in die
Schlichtung von internationalen Streitigkeiten rund um Domain-Namen eingebracht
hat : " Das WIPO-System funktioniert . " Auch im Internet müssen nach Meinung
der Ministerin " Mechanismen etabliert werden , die einen effektiven Schutz der
Inhaber gewerblicher Schutzrechte und Namensrechte sicherstellen . " Die freie
Entfaltung der Aktivitäten im Internet dürften dabei aber nicht " über Gebühr "
behindert werden . Weiter forderte die Bundesjustizministerin ein
entschiedeneres internationales Vorgehen gegen " Angreifer auf das Internet " ,
Netzbetrüger und -piraten sowie Verbreiter von Hass . Sie erinnerte an die "
Berliner Erklärung " , die sie vor einem knappen Jahr in Berlin vorgestellt
hatte . Dadurch soll ein Mindestbestand an Strafbestimmungen vereinbart und die
internationale Strafverfolgung verbessert werden . Dabei will Herta
Däubler-Gmelin auch mit dem Europarat zusammenarbeiten . Dessen geplante
Konvention gegen Cyberkriminalität ist allerdings heftig umstritten . Aber den
Kampf gegen die dunklen Seiten des Netzes will auch die Ministerin nicht allein
mit anderen Regierungen stemmen . Die Bertelsmann-Stiftung ist schließlich einer
der größten Förderer der Internet Content Rating Association ( ICRA ) , deren
Filterplattform nach Angaben der Medienbeauftragten der Stiftung , Ingrid Hamm ,
" im Sommer gelauncht wird " . Däubler-Gmelin sieht in dieser Initiative einen "
vielversprechenden Ansatz " für die " Ko-Regulierung " , für die sich
Bertelsmann seit längerem stark macht . Siehe dazu auch : Das Internet und das
Recht - neue Regeln für ein neues Medium . Infineon setzt Hoffnungen auf
Chipkarten und Autoelektronik Infineon setzt angesichts des schwierigen
Halbleitermarktes seine Hoffnungen in diesem Jahr auf Chipkarten und
Autoelektronik . " Wir sind zuversichtlich , dass wir in diesen Bereichen unsere
Umsätze und Margen gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern können " , sagte
Vorstandschef Ulrich Schumacher am heutigen Freitag in Stuttgart auf der ersten
Hauptversammlung der ehemaligen Siemens-Sparte . Das Wachstum für mobile
Kommunikation habe sich hingegen deutlich abgeschwächt . " Prognosen für die
weitere Marktentwicklung sind hier derzeit schwierig " , meinte Schumacher . Er
erwarte aber für den Mobilfunk und sowie für die Speicherprodukte im PC-Markt in
der zweiten Jahreshälfte wieder eine steigende Nachfrage . Schumacher zog eine
positive Bilanz für das junge Unternehmen : Der Aktienkurs habe seit dem
Börsengang am 13. März 2000 besser abgeschnitten als die Papiere der
Wettbewerber . Ein Sprecher der Deutschen Schutzgemeinschaft für
Wertpapierbesitz ( DSW ) sagte , er habe bei der Ausgabe der Volksaktie "
Warnhinweise " auf die starken Schwankungen des Halbleitermarktes vermisst . Die
Aktionäre hätten angesichts der unsicheren Entwicklung für Technologiewerte
inzwischen " das Zittern gelernt " . Der Aktionärsvertreter kritisierte auch den
neuen Aktienoptionsplan , der auf der Hauptversammlung zur Abstimmung stand .
Mit der Senkung der Ausübungshürde auf 105 Prozent des Ausgabekurses " beglückt
sich das Management selbst " . Stattdessen sollten sich die Anstrengungen auf
eine Steigerung des Kurses konzentrieren . Schumacher betonte , dass der
bisherige Optionsplan international nicht konkurrenzfähig sei . Den Aktionären
wurde auf der Hauptversammlung die Auszahlung einer einmaligen Dividende in Höhe
von 0,65 Euro je Stückaktie vorgeschlagen . Schumacher sagte , Infineon werde
auch in Zukunft auf den Kommunikationsmarkt für Mobiltelefone sowie optische
Netzwerke und Internet-Zugang setzen . Bei Sicherheitssystemen wie zum Beispiel
Chipkarten sei Infineon Weltmarktführer , mit Halbleiter-Technologien für Auto
und Industrie die Nummer zwei . Das seit September kränkelnde Geschäft mit
Speicherchips blieb im ersten Quartal trotz Einbußen die umsatzstärkste Sparte
des Unternehmens . Auf der Hauptversammlung waren knapp drei Viertel des
stimmberechtigten Kapitals vertreten . Die Siemens AG hält noch 71 Prozent der
Anteile . Mediengiganten drängen in das Internet-Musikgeschäft Nach jahrelanger
Zurückhaltung rücken die Milliarden-schweren Mediengiganten massiv in den
Internet-Musikmarkt vor . Mit Allianzen und Investitionen wollen sie den
Online-Vertieb erschließen , den sie zuvor ignoriert oder bekämpft hatten . "
Die Unternehmen sind aufgeschreckt " , sagte Analyst John Corcoran von CIBC
World Markets . Die Majors reagieren damit auf den Trend der Online-Branche :
Viele Menschen laden Musik aus dem Internet , ohne dafür zu zahlen . Zunächst
zog die Rock-Gruppe Metallica gegen die US-Musiktauschbörse Napster vor Gericht
. Metallica beklagte , dass ihre Songs kostenlos aus dem Internet
heruntergeladen werden könnten . Plattenindustrie und Künstler wollten auf ihre
Entgelte nicht verzichten . Lange bekämpften sich die amerikanische
Plattenindustrie und die populäre Tauschbörse Napster unter großem öffentlichem
Interesse vor Gericht . Napster darf inzwischen auf einstweilige Verfügung einer
amerikanischen Richterin keine kommerziellen Titel mehr anbieten . Innerhalb
weniger Tage wurden jetzt die großen Medienkonzerne im Internet-Musikmarkt aktiv
. Sony Music und Vivendi Universal taten sich zusammen und gaben am Donnerstag
bekannt , mit dem Internetportal Yahoo einen gebührenpflichtigen Musikkanal
aufzubauen . " Das ist ein Schritt in eine neue Welt " , tönte US-Sony-Chef
Howard Stringer . Über eine Zusammenarbeit von Vivendi und einer der ältesten
MP3-Musikplattformen , Emusic , wurde am Freitag ebenfalls berichtet . Nur
wenige Tage älter ist die Bekanntgabe der Online-Plattform MusicNet . In ihr
schlossen sich Warner Music , Bertelsmann Music Group ( BMG ) und EMI zusammen .
Napster tauchte in der ersten Pressemitteilung nur noch in einem Nebensatz auf ,
als einer der möglichen Kunden für die Musikrechte . Andere Unternehmen ziehen
nach . Neben einem Versuch des Musiksenders MTV , ins Onlinegeschäft
einzusteigen , stellte der Software-Riese Microsoft diese Woche ein neues Portal
ins weltweite Datennetz . Dort kann allerdings nur Musik gehört und dann über
einen Plattenversand bestellt werden . Auch einzelne Künstler streben ins Netz .
Neben Napster existieren weitere Tauschbörsen im Netz . Gegen sie ist es jedoch
teilweise schwer , juristisch vorzugehen , da sie im Gegensatz zu Napster nicht
über einen einzigen zentralen Server verfügen oder gar ganz auf sie verzichten .
Hunderte von Server-Betreibern oder gar jeder einzelne Nutzer müssten wegen des
illegalen Tausches verklagt werden . Strittig ist vor allem bei amerikanischen
Analysten , ob in dem Markt Geld verdient wird . Vivendi-Chef Jean-Marie Messier
meint jedoch : ICANN-Forscher : Experiment der globalen Online-Wahlen
gescheitert Als die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN
) im vergangenen Jahr die Surfer zu den ersten globalen Online-Wahlen aufrief ,
waren die Hoffnungen groß auf eine Neugeburt der Demokratie aus dem Geiste des
Netzes . Doch Pannen bei der Registrierung und die ungleichmäßige Verteilung der
Wählerschaft weltweit ließen schon früh Zweifel an der Durchführung der Wahl von
fünf ICANN-Direktoren durch die Nutzer selbst aufkommen . Nun erklärte der
Giessener Politologe Claus Leggewie das Experiment grundsätzlich für gescheitert
. Ausschlaggebend für seine Einschätzung sind weniger die technischen
Schwierigkeiten bei der Wahl . Leggewie hat vielmehr ernsthafte Zweifel an der
Idee einer allgemeinen Vertretung der Nutzer ( der so genannten "
At-large-Mitglieder " ) in einem internationalen Internet-Gremium selbst .
Bauchschmerzen hat Leggewie vor allem mit der Vorstellung des gut informierten
Netzbürgers , der sich effektiver an Regulierungsfragen beteiligt . Er zeigte
sich enttäuscht über die im Internet wabernden Diskurse , die zu keinen
repräsentativen Ergebnissen führten . Genau mit diesem Modell sei aber die
ICANN-Wahl immer wieder in Verbindung gebracht werden . Diesen Ansprüchen sei
das Repräsentationssystem rund um die ICANN-Mitglieder allerdings nicht
gewachsen . Ganz beiseite wischen lässt sich das Experiment aber nicht mehr ,
meint Leggewie . Seiner Meinung nach muss die Internet-Community nun mit dem "
Danaergeschenk " der At-large-Mitgliedschaft umgehen lernen . Denn auch wenn das
Ganze nichts gebracht habe , seien die Kosten des Prozesses zu hoch gewesen , um
einfach an die Anfänge zurückzukehren . Leggewies Vorschlag lautet nun , keine
weiteren Wahlen durch die Nutzer durchzuführen , aber gleichzeitig ein Gremium
zu schaffen , das Druck auf die ICANN und quasi eine Überwachungsfunktion ausübt
. Die noch vier offenen Sitze im Aufsichtsrat der ICANN , bei deren Bestallung
die Nutzer eigentlich direkt ein Wort mitreden sollen , sollen nach Leggewies
Ansicht durch diese " Pressure Group " ausgewählt beziehungsweise " ko-optiert "
werden . Die Ausführungen des Politologen waren Wasser auf die Mühlen des
altgedienten ICANN-Direktors Hans Kraaijenbrink . Der Niederländer bezeichnete
die Idee der At-large-Mitgliedschaft als " unheilvolles Vermächtnis " aus der
Geschichte der Netzverwaltung . Ira Magaziner , der als Beauftragter der
Clinton-Regierung einer der " Bauherren " ICANNs war , hätte mit At-large seine
Träume von globaler Repräsentativität verwirklichen wollen . Aber letztlich habe
ICANN nur an Geschwindigkeit verloren durch die Durchführung des langwierigen
Experiments . Für Andy-Müller-Maguhn , den von den europäischen Nutzern
gewählten ICANN-Direktor , ist das letzte Wort rund um den Zankapfel At-large
dagegen noch lange nicht gesprochen . Im Gespräch mit heise online erinnerte der
Sprecher des Chaos Computer Clubs ( CCC ) daran , dass ICANN extra ein Komitee
ins Leben gerufen habe , dass mit Hilfe zahlreicher Wissenschaftler zunächst
Hinweise zur Zukunft der Surferbeteiligung erarbeiten solle . Das sei gefährlich
. Immer neue ILOVEYOU-Varianten Nach der Attacke des E-Mail-Wurms ILOVEYOU
beziehungsweise VBS/LoveLetter und ersten Ablegern , die mit anderen
E-Mail-Subjects arbeiten , verbreiten sich immer neue Varianten des E-Mail-Wurms
im Internet . Eine der inzwischen bekannten Versionen trägt den Titel "
Muttertag " . Sie ist noch gefährlicher als ILOVEYOU , da sie Dateien
überschreibt , die der Computer nach dem Einschalten zum Starten benötigt ,
erklärten die Anti-Viren-Spezialisten von F-Secure . " Wenige Tage vor dem
Muttertag ist diese Attacke ziemlich glaubwürdig " , sagte F-Secure-Manager
Mikko Hypponen . Andere Abarten von ILOVEYOU geben sich als Warnmeldung aus und
liefern dem Empfänger angeblich eine Datei , um sich gegen Manipulationen des
Systems zu schützen . Tatsächlich installieren sie beim Öffnen aber den Virus .
Eine anscheinend besonders fiese Variante sollte offensichtlich über
Mailing-Listen verbreitet werden : Die Firma stellt auch Anti-Viren-Tools her .
Im Text heißt es , man solle sich Updates der Software besorgen , als
Sofortmaßnahme sei ein Visual Basic Script beigefügt , dass vor ILOVEYOU schütze
. Das angehängte VB-Script ist tatsächlich aber eine Abwandlung von ILOVEYOU ,
die sich ebenfalls an alle Mail-Partner eines Anwenders aus dem
Outlook-Adressbuch verbreitet ; im Unterschied zu ILOVEYOU befällt der Wurm
neben beispielsweise JPEG- und MP3-Dateien auch ausführbare Dateien mit der
Endung .com sowie Batch-Files . Außerdem versucht er , die Startseite des
Internet-Explorer auf Porno-Sites einzustellen und noch weitere Manipulationen
an Microsofts Web-Browser vorzunehmen . Angesichts solcher Ableger können wir
nur unsere Warnung wiederholen : Es scheint eine große Versuchung darzustellen ,
die Verunsicherung der Anwender auszunutzen und hierüber selbst einen Virus oder
ein Trojanisches Pferd zu verbreiten . Schutz-Programme sollte man bei einer
bekannten vertrauenswürdigen Antivirus-Firma selbst vom Server holen ,
keinesfalls aber aus unsicherer Quelle ( z. B. E-Mail , Hackerseiten ,
Newsgroups ) oder von Autoren mit unsicherer Qualifikation beziehen , die wenig
Erfahrung im Umgang mit Viren haben . c't empfiehlt außerdem dringend ,
prinzipiell keine ausführbaren Anhänge in E-Mails zu starten , die nicht
explizit verabredet wurden . Ein amerikanischer Microsoft-Sprecher lehnte es
trotz der zunehmenden Kritik und immer neuer ILOVEYOU-Varianten ab , die
fraglichen Optionen aus den betroffenen E-Mail-Programmen Microsofts zu
entfernen . Stattdessen sollten die Benutzer dessen eingebauten Warnfunktionen
nutzen und die fraglichen Dateien vor dem Öffnen mit einem Anti-Viren-Programm
untersuchen . Der schwedische Virus-Experte Fredrik Björck , der schon an der
Auffindung des Melissa-Autors beteiligt war , behauptet inzwischen , ein
deutscher Austauschstudent in Australien namens " Michel " sei Urheber von
ILOVEYOU . Er habe sich durch Spuren in Usenet-Gruppen verraten . " Michel "
habe den E-Mail-Wurm auf den Philippinen aktiviert , was aber nicht unbedingt
bedeute , dass er sich dort befunden habe . Mehrere andere Virus-Experten
äußerten sich allerdings skeptisch über die Angaben Björcks zum Urheber von
ILOVEYOU . Bislang gingen der philippinische Internet-Provider , über den der
E-Mail-Wurm ursprünglich abgeschickt wurde , und das amerikanische FBI davon aus
, dass es sich bei dem Urheber um einen Einwohner der Philippinen handle .
Internet-TV-Box der Telekom ab 2001 Die Deutsche Telekom und der Chip-Hersteller
Texas Instruments wollen ihre bereits angekündigte Heimunterhaltungs-Box in der
zweiten Hälfte des kommenden Jahres auf den Markt bringen . Sie soll alle
technologischen Vorteile des Computers bieten , gleichzeitig aber so einfach in
der Handhabung sein wie ein Fernsehgerät , erklärte ein Vertreter von Texas
Instruments im Laufe der offiziellen Vorstellung der Settop-Box während des
Fernsehfestivals in Montreux . Die Box soll einen Breitband-Internetzugang mit
einem Pay-TV-Zugang , Videos aus dem Internet und anderen interaktiven
Anwendungen verbinden . Als Beispiel für interaktive TV-Anwendungen nannten
TI-Vertreter Pilotprojekte , bei denen Zuschauer beim Anschauen eines Films
einen der Hauptdarsteller anklicken können , um die Biografie des Schauspielers
zu lesen . Wem die Schuhe des Filmhelden gefielen , der könne sie ebenfalls
anklicken und sofort über das Internet bestellen . Intel baut Funknetz fürs Heim
Intel forciert seine Bemühungen um die Heimvernetzung weiter . In Kooperation
mit Proxim , einem führenden Hersteller von drahtlosen Netzwerken , will der
Prozessorbäcker Geräte entwickeln , die der SWAP-Spezifikation ( Shared Wireless
Access Protocol ) der HomeRF Working Group entsprechen ( siehe dazu auch c't
6/99 über drahtlose Netze ) . Um die Kooperation abzusichern , beteiligte sich
Intel gleich noch an Proxim - 320.000 Aktien gingen in den Besitz von Intel über
, was einem Anteil von 2,9 Prozent an Proxim entspricht . Zusätzlich meldete
Intel eine Option auf zusätzliche 96.000 Proxim-Aktien an . Die HomeRF Working
Group ( HRFWG ) wurde im März 1998 als Industriekonsortium gegründet , um die
Grundlage für die drahtlose Vernetzung beliebiger elektronischer Geräte zu
entwickeln . Sie baut dabei auf die Standards für Funk-LANs der IEEE auf .
Inzwischen sind über 40 Firmen Mitglied der HRFWG , darunter eben Intel und
Proxim , aber auch beispielsweise 3Com , Apple , Casio , Compaq , Ericsson oder
France Telecom . Proxim hat mit der Produktserie Symphony schon Geräte für die
drahtlose Heimvernetzung im Angebot , die aber nicht der SWAP-Spezifikation
entsprechen . 3Com will alles drahtlos vernetzen Alles will 3Com drahtlos
vernetzen . Auf der Networld+Interop in Las Vegas , die am 10. Mai beginnt ,
wird der Netzwerkhersteller voraussichtlich Pläne bekannt geben , Techniken und
entsprechende Produkte zur drahtlosen Vernetzung zu entwickeln . Um dies zu
ändern , bildete 3Com eine eigene Abteilung für Funknetze , die der seit Anfang
März existierenden Personal Connectivity Business Unit unterstellt ist . Sie
soll 3Com neue Märkte bei Endanwendern und bei der Heimvernetzung erschliessen ,
von denen sich das Unternehmen rasantes Wachstum erwartet . 3Com beschränkte die
Aktivitäten im Bereich der Funknetze bislang darauf , die drahtlose Anbindung an
Access-Router für Service-Provider zu ermöglichen . So kündigte die Firma vor
einigen Tagen ein Modul für die Total-Control-Serie an , mit der eine
Datenanbindung mit 64 KBit/s über CDMA ( Code Division Multiplexing Access )
möglich sein soll . Damit könnten beispielsweise Internet-Provider Kunden
drahtlos ins Internet bringen . Entwicklerkonferenz JavaOne startet Heute
eröffnet Suns Obmann Scott McNealy zum fünften Mal die JavaOne . Die
Entwicklerkonferenz , die wieder in San Francisco stattfindet , ist das zentrale
Ereignis des Jahres für Java-Programmierer . Letztes Jahr durchbrach die
Teilnehmerzahl die Grenze von 20.000 Besuchern , womit die JavaOne zu den
größten Entwicklerkonferenzen überhaupt gehört . Zu den Highlights dieses Jahres
gehören XML , Java unter Linux , Web-Applikationen mit Java Server Pages ( JSP )
und Servlets im Rahmen von Application-Servern . Nicht zu vergessen die Zukunft
von Java auf dem Desktop mit erweiterten Java Foundation Classes ( JFC ) . Im
Gepäck hat Sun die noch ofenfrischen Versionen des JDK 1.3 für Windows und
Solaris sowie die Java 2 Enterprise Edition für Linux . Am ersten Tag steht
neben Scott McNealy mit Pat Sueltz eine prominente " Überläuferin " auf der
Bühne : Auf der JavaOne 1999 redete sie noch als führende Managerin von IBM und
wechselte später nach über 20 Jahren bei Big Blue als Chefin der Abteilung
Software Products and Platforms zu Sun . Die Meinungsverschiedenheiten
hinsichtlich der Lizenzierung und Standardisierung von Java zwischen Sun und IBM
, wo Pat Sueltz für Java und XML federführend verantwortlich war , verleiht
ihrem Auftritt eine pikante Note . Die meisten Entwickler werden allerdings vor
allem die morgigen Keynotes erwarten : Die Java-Väter James Gosling und Bill Joy
eröffnen den zweiten Tag der JavaOne . Vor der Entscheidung : Fronten im
Microsoft-Prozess unverändert Im US-Kartellprozess gegen Microsoft bleiben die
Fronten wenige Tage vor der erwarteten Bekanntgabe des Strafmaßes verhärtet .
Das US-Justizministerium lehnte am Montag praktisch alle neu formulierten
Vorschläge des Softwareriesen zu den von den Klägern geforderten Auflagen ab und
machte in seinem revidierten Antrag nur geringfügige Änderungen . Ein
Microsoft-Sprecher sprach von rein kosmetischen Änderungen im neuen Papier des
Justizministeriums : " Sie akzeptierten Wörter und Kommas . " Die
Regierungsanwälte lehnten unter anderem den Vorschlag ab , Microsoft mehr Zeit
zur Vorbereitung der Aufteilung in zwei Unternehmen zu geben . Microsoft wollte
im Falle eines entsprechenden Urteils zwölf Monate Zeit haben , der
Regierungsvorschlag sieht vier Monate vor . Insgesamt hatte Microsoft 100
Änderungen am Antrag der Klägerseite vorgeschlagen , von denen das
US-Justizministerium in seiner Stellungnahme nun 20 akzeptierte . Im Umfeld des
Verfahrens hieß es , die Klägerseite habe praktisch in keinem entscheidenen
Punkt nachgegeben . Die wenigen vorgeschlagenen Änderungen , die das
US-Justizministerium aufnahm , drehten sich größtenteils um Schreibfehler und
Begriffsdefinitionen . Letzte Woche hatte die US-Regierung noch
überraschenderweise um Zeit für eine neue Stellungnahme nachgesucht . Der
Änderungsvorschlag von Microsoft , der ursprünglich der letzte Antrag vor der
Verkündung des Strafmaßes sein sollte , enthalte Punkte , die sinnvoll seien ,
hieß es am Donnerstag aus Regierungskreisen . Nun hat das US-Justizministerium
allerdings die meisten Vorschläge Microsofts scharf zurückgewiesen : Sie würden
Schlupflöcher aufreißen und Microsoft die Gelegenheit geben , weiterhin mit
wettbewerbsschädlichen Praktiken zu arbeiten . So sprachen sich die
Regierungsanwälte beispielsweise auch gegen die in Redmond angestrebte Löschung
von Vorschriften für Lizenz- und Discount-Vereinbarungen aus , da dies dem
Konzern erlaube , Wohlverhalten durch unterschiedliche Preise und
Lieferbedingungen zu erzwingen . Microsoft hat nun bis Mittwochvormittag
Gelegenheit , eine letzte Reaktion auf den Regierungsantrag einer Zerschlagung
des Unternehmens einzureichen . Die Entscheidung über das Strafmaß in dem
Verfahren wird von Richter Thomas Penfield Jackson noch diese Woche erwartet -
die meisten Beobachter gehen davon aus , dass Jackson seine Entscheidung am
Freitag nach Börsenschluss bekannt geben wird . Der Richter hatte bereits im
April befunden , dass Microsoft sein Quasi-Monopol beim Betriebssystem Windows
zum Schaden der Verbraucher missbraucht habe . Bei einer Anhörung vor wenigen
Tagen hatte Jackson zudem zu erkennen gegeben , dass er eine Zerschlagung des
Konzerns befürwortet . Cisco wegen Patentverletzung von Alcatel verklagt Die
Auseinandersetzungen um den Markt der optischen Netze gehen auch vor Gericht
weiter : Die französische Alcatel , zweitgrößter Hersteller von
Telekommunikations- und Netzwerkgeräten in Europa , hat Cisco wegen
Patentverletzungen verklagt , berichtet der Finanzdienst Bloomberg . Cisco , der
Marktführer bei Internet-Routern , versucht seit einiger Zeit vor allem durch
Firmenaufkäufe bei optischen Netzen zu den Platzhirschen der Branche Lucent und
Nortel aufzuschließen . Alcatel wirft dem Unternehmen nun vor , es habe Patente
verletzt , die Methoden zum Schalten von optischen Ein- und Ausgangssignalen in
Netzwerkgeräten betreffen , wie es in der Klageschrift heißt . Sie wurde bereits
am 1. Juni bei einem Gericht in Texas von der amerikanischen Alcatel-Dependance
eingereicht . Alcatel erklärte zudem , die kürzlich von Cisco übernommene Firma
Monterey Networks habe gezielt Alcatel-Mitarbeiter abgeworben , die intime
Kenntnisse von vertraulichen Informationen über Alcatels Produkte und
Geschäftspläne gehabt hätten . Außerdem habe Cisco Geschäftsgeheimnisse und
urheberrechlicht geschützte Informationen über Computer-Programme von Alcatel
gestohlen . In einem zweiten Verfahren verklagte zudem die Abteilung
Internetworkung von Alcatel USA am 31. Mai Cisco wegen des Diebstahls von
patentierten Erfindungen , die Routing-Informationen in Kommunikationsnetzen
betreffen . Eine Reaktion von Cisco auf die Alcatel-Klagen steht noch aus .
Rocket eBook startet in Deutschland Mit dem Rocket eBook kommt der erste
E-Book-Reader nach Deutschland . Das 600 g schwere Gerät in Buchgröße zeigt eine
Seite auf einem Graustufendisplay mit Hintergrundbeleuchtung an . Bertelsmanns
Online-Buchhändler BOL vertreibt das Rocket eBook exklusiv für 675 Mark . Mit 16
MByte Speicher ausgerüstet bietet es Platz für rund 50 Bücher . Das
deutschsprachige Leseangebot beläuft sich im Moment auf weniger als 400 Werke
und wird von BOL und dem auf E-Books spezialisierten Online-Shop dibi.de
vertrieben . NuvoMedia musste viel Überzeugungsarbeit leisten , bis Verlage
damit einverstanden waren , Bücher als E-Books herauszugeben . Nur mit der
rigiden geräteabhängigen Verschlüsselung konnte man die Verlage wohl überzeugen
. Eigentlich wollte NuvoMedia schon kurz nach dem US-Start des Rocket eBook vor
18 Monaten auf den europäischen Markt bringen - doch das magere Leseangebot lies
dies nicht zu . In den nächsten Wochen soll die Zahl der Bücher immerhin auf
über 500 steigen . Ausgelöst werde dieser Boom unter anderem auch durch den
E-Mail-Wurm ILOVEYOU , der vielen Unternehmen die Schwächen des Internet und der
eigenen Sicherheitsvorkehrungen drastisch vor Augen geführt habe . Es mangelt
laut den Marktforschern an Informationen zu den erhältlichen Tools und an Wissen
über ihre Funktionsweise : Hier seien die Anbieter gefordert . Bezogen auf die
einzelnen Produktfamilien bescheinigt die Studie dem Firewall-Sektor den
höchsten Sättigungsgrad , der Markt für Intrusion-Detection-Tools befinde sich
hingegen noch ganz am Anfang seiner Entwicklung . Diese Werkzeuge lösen Alarm
aus , sobald jemand von außerhalb oder innerhalb eines Netzes versucht , die
Sicherheitsregeln zu durchbrechen . An dem Boom werden allerdings nicht alle
Anbieter von Sicherheitssoftware auch langfristig Freude haben . Die
Marktforscher prophezeien dem Gesamtmarkt für Internetsystemsicherheit einen
sich zusehends verschärfenden Wettbewerb . Datev : Euro-Umstellung der EDV
verspätet Kaum ein Unternehmen in Deutschland hat nach Ansicht des
EDV-Dienstleisters Datev bisher seine betriebliche Software auf den Euro
umgestellt . " Wir schieben eine Bugwelle vor uns her " , sagte der
Vorstandsvorsitzende der Datev eG , Dieter Kempf , am Donnerstag in Nürnberg .
Dieses Problem dürfe aber nicht unterschätzt werden . Die Nürnberger Datev
Datenverarbeitung und Dienstleistung für den steuerberatenden Beruf eG , eines
der größten Softwarehäuser in Deutschland , will in diesem Jahr neue
Geschäftsfelder besetzen und im Ausland wachsen . " Steuerberater können künftig
mit unserer Hilfe über Grenzen hinweg Mandate im Ausland aufbauen " , kündigte
Kempf an . Zudem bietet die Datev ihren Mitgliedern künftig Internet-Services an
. Insgesamt rechnet der Vorstand für das Jahr 2000 mit einem Umsatzplus von zwei
Prozent . Geplant sei zunächst die Expansion in der Tschechischen Republik , in
Polen , Italien und Österreich , hieß es . Zudem können Mitglieder ab sofort
über eine gesicherte Internetanbindung Providerdienstleistungen wie e-Mail ,
Internet oder Nachrichtenübermittlung nutzen . " Das ist angesichts des
Wachstums in der Branche nicht berauschend , aber dahinter verbirgt sich ein
enormer Strukturwandel " , sagte der Datev-Vorsitzende . Das Unternehmen habe
sich im vierten Jahr seiner Neuausrichtung vom traditionellen Rechenzentrum zu
einem Software- und Servicedienstleister gewandelt . Der Anteil des
Rechenzentrums am Gesamtumsatz habe 1999 nur noch bei 55 Prozent gelegen . In
diesem Jahr werde er auf 50 Prozent sinken . Dieser Rückgang sei aber durch
Wachstum in den Bereichen Software und Services kompensiert worden . Compaq und
IBM vereinbaren Massenspeicher-Deal Bislang waren sie scharfe Konkurrenten bei
Massenspeichern für Unternehmensnetze und Großinstallationen - in Zukunft wollen
Compaq und IBM in diesem Bereich zusammenarbeiten . Beiden Firmen vereinbarten
eine Kooperation , die neben Technologie-Austausch auch einen gemeinsamen
Vertrieb bestimmter Speicher-Lösungen beinhaltet . Compaq will in Zukunft auch
die Storage-Server aus IBMs Shark-Produktlinie verkaufen und die
Management-Software der IBM-Tochter Tivoli anbieten . Im Gegenzug nimmt Big Blue
die Speicher-Arrays aus Compaqs StorageWorks-Serie in das eigene Portfolio auf ,
die wiederum mit IBM-Festplatten arbeiten . Außerdem wird IBM in Zukunft die
VersaStor-SANs ( Storage Area Networks ) der Houstoner unterstützen . Beide
Firmen möchten dafür sorgen , dass ihre jeweiligen Massenspeicher-Lösungen
nahtlos zusammenarbeiten . Die neue Freundschaft zwischen den beiden Firmen
kommt überraschend - musste doch IBM erst Mitte Mai eine Schlappe im
Festplatten-Geschäft hinnehmen , als EMC , einer der größten Hersteller von
großen Speicherlösungen , seine Kooperation mit Big Blue aufkündigte . Als Grund
gab EMC damals die Schwierigkeiten von IBM an , Qualitätsstandards und
Lieferfristen bei Highend-Festplatten einzuhalten - ausgerechnet den Harddisks ,
die Compaq in seine Speicher-Arrays einbauen will . Selbst IBM-Chef Lou Gerstner
musste Probleme in diesem Bereich eingestehen : Nicht gerade eine Empfehlung für
eine Kooperation mit einem anderen Hersteller . Compaq erhofft sich aber
offensichtlich , durch ein gemeinsames Auftreten mit IBM seine eigene
ausgezeichnete Position im Massenspeichergeschäft weiter ausbauen zu können .
Und Big Blue auf der anderen Seite dürfte erwarten , von den Erfolgen Compaqs
bei Speicherlösungen profitieren zu können . Infineon : Keine Kapitalerhöhung um
jeden Preis Der angeschlagene Chiphersteller Infineon schließt eine Absage der
geplanten Kapitalerhöhung nicht aus . " Wir werden die Aktien natürlich nicht zu
jedem Preis platzieren " , sagte ein Infineon-Sprecher am heutigen Freitag in
München . Nach den ersten drei Tagen der Road Show bei Investoren habe man aber
ein " sehr positives Feedback " . Gerüchte über eine Absage der Kapitalerhöhung
hatten den Infineon-Aktienkurs am Freitagvormittag kurzzeitig Auftrieb verliehen
. Den Börsen-Spekulationen zufolge könnte Infineon die Kapitalerhöhung
möglicherweise absagen , wenn der Kurs unter 25 Euro fällt . Der
Infineon-Aktienkurs zog zwischenzeitlich gegen den Trend um gut ein Prozent auf
27,10 Euro an , gab die Gewinne dann aber wieder ab . Der Konzern-Sprecher
wollte die mögliche Schallmauer von 25 Euro für eine Absage der Emission nicht
bestätigen . Nach dem Sturz in die Verlustzone will sich Infineon durch die
Ausgabe von bis zu 60 Millionen neuer Aktien frisches Kapital beschaffen .
Konzernchef Ulrich Schumacher hatte bei der Präsentation der Pläne eingeräumt ,
er rechne bei Privatanlegern nach der Kurs-Talfahrt der vergangenen Monate nicht
mit großer Nachfrage . Daher will Infineon die Aktien primär bei
institutionellen Anlegern platzieren . Schumacher sagte , er rechne mit einem
Ausgabepreis " in der Gegend " des aktuellen Kurses von gut 27 Euro . Der
Emissionspreis soll unter Berücksichtigung des aktuellen Marktpreises am letzten
Tag der Bookbuilding-Phase festgelegt werden . Was war . Was wird . Wie immer
möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Was war . Das beste Indiz sind die Felder , auf denen
sich ein Monarch namens König Fußball tummelt , der in Gestalt einer deutschen
Nationalmannschaft als nasser fauler Sack einen " Neuaufbau " mit altbewährten
Kräften durchzieht . In den niederen Regionen , in denen meine Kinder nun durch
hochmotivierte Jugendtrainer durch seltsame Aufbauprogramme gejagt werden ,
beginnt wieder die Kutscherzeit . Tausende von Eltern transportieren geduldig
Mannschaftsteile der C- , D- , E- , F-Jugend über die Dörfer und lauschen auf
dem Rückweg bei der Schlusskonferenz der Bundesliga den wenigen Radioreportern ,
die ein Schrottspiel noch ein Schrottspiel nennen . Aber es geht auch anders .
Die Schlusskonferenz der Bundesliga wurde vom DFB vorgestern an den
Internet-Dienstleister Altus verkauft , der sie exklusiv in seinem bundesliga.de
vermarkten darf . Bemerkenswert ist das vor allem , weil Altus offenbar an die
Geschichte von der wunderbaren Beschleunigung der Handy-Technik glaubt , die
dieser Tage von Tomorrow und Spiegel verzapft wird . Dann soll sich jeder Mensch
am Handy seine persönliche Konferenzschaltung zusammenstellen können , behauptet
Herr Look von Altus . Aber warum reicht die herkömmliche Schalttechnik des
Radios nicht , bei der ein Toooor-brüllender Reporter automatisch seinen Task in
den Vordergrund schiebt ? In den Wochendausgaben der Presse ist viel von der
Steuergerechtigkeit die Rede , die wohl ein schützenswertes Gut darstellt . Ganz
anders sieht der Schutz aus , den die Firma Content Technologies in die
Steuerdiskussion geworfen hat . Ihr Produkt Websweeper soll die Arbeitnehmer
zuverlässig vor der geplanten Internet-Steuer schützen , behauptet die
PR-Mitteilung . Die Software fertigt ein detailliertes Protokoll von Anlass ,
Datum und Uhrzeit des Internet-Gangs an , inklusive der besuchten Webseiten ,
das vom Finanzamt anerkannt wird . Für zwei bis fünf Pfennig Steuerersparnis
führt sich der Überwachungsstaat ganz von selbst ein . Das beweist die Firma
RealNetwork , die dieser Tage aus ihrem neuesten Produkt RealDownload ein
Feature entfernt , das mit einem Global Unique Identifier arbeitet , der den
Mitschnitt der Speicher-Gewohnheiten eines Anwenders gestattet . Schon früher
hatte die Firma einen Hang zu dieser Technik . Ihr Chef Rob Glaser machte sich
in der letzten Woche mit einigen pointierten Sätzen für Napster stark . Könnte
Napster eine GUID für jeden Downloader liefern , wäre es der Darling der
Plattenindustrie und nicht ihr Buhmann , der mit allen juristischen Mitteln
bekriegt wird . Ich frage mich unterdessen , was mit den DASP passieren wird .
In diesem Fall steht das Kürzel für Digital Asset Service Provider , wie es die
schweizerische Upaq als europäisches Gründungsmitglied der DASP Association ist
. Im allgemeinen Getümmel um Napster tauchte dieser Tage mit Explorer.exe ein
weiterer uns wohl bekannter Name auf , der juristisch schwer umstritten ist .
Klickt man auf das Produkt , entfaltet es sich freilich zum Express Loader der
Firma Laplink , die mit http://www.laplinkit.com beim selbst organisierten
Tausch von MP3-Dateien und anderem Material mit verdienen möchte . Es gab einmal
einen Text , der nannte sich Die Kathedrale und der Basar . Eigentlich ging es
da um Open-Source-Entwicklung , also die Programmierung von Software , die frei
vertrieben wird , einschließlich der Quelltexte . Jeder darf sich die Programme
nehmen , sie ändern , anpassen , verbessern , verschlechtern , ganz wie er mag .
Und es ging um die klassische Software-Entwicklung , in der große Teams
innerhalb einer hierarchischen Struktur - der Kathedrale eben - damit kämpften ,
anständige Software zu produzieren . Eigentlich sind sie damit zum Scheitern
verurteilt , die Insassen der Kathedrale - so jedenfalls die Ansicht des
Waffennarren Eric Raymond und Autoren eben dieses Textes . Die Gemeinde jubelte
, auch wenn Raymond als Open-Source-Papst , zu dem die geneigte Öffentlichkeit
ihn machte , von eben dieser Gemeinde unter Beschuss geriet . Open Source kennt
nun mal keine Päpste , höchstens Gurus . Mit denen hat zwar schon John
McLaughlin schlechte Erfahrungen gemacht , aber das historische Gedächtnis der
Welt ist kurz . Denn MP3-Tauschbörsen sind von Übel , da sie den Musikern ihre
Einkünfte nehmen , meint Raymond in einem Statement zur Auseinandersetzung
zwischen Plattenlabels und Napster . Der gute Mann verwechselt offensichtlich
Zwischenhändler und Produzenten . Immerhin bemüht sich Napster um immer mehr
Verbündete gegen die Plattenindustrie . Auch der " Buy-Cott " , den der Dienst
ausgerufen hat , wurde von Newsticker-Lesern schon passend kommentiert : Klasse
Marketing-Gag für ein paar Bands , die mit unverhofften Verkäufen rechnen dürfen
. Interessanterweise geht Napster ähnliche Wege wie mp3.com . Nachdem man schon
eine Kooperation mit Liquid Audio geschlossen hat , um Musik in Zukunft
urheberrechtlich geschützt zum Tausch anzubieten , gibt es nun auch erste
Gespräche mit EMusic , einen Musik-Vertrieb im Internet . Die wurden aber erst
einmal auf Eis gelegt , nachdem Napster am Netz bleiben darf - die
Musik-Tauschbörse hofft offensichtlich , allein durchzukommen . EMusic wiederum
war vor allem an den User-Informationen interessiert , die Napster nur noch
wenig genutzt hätten , wenn die Firma gezwungen gewesen wäre , ihre Server
herunter zu fahren . Es offenbart sich hier aber wohl das Geschäftsmodell von
Napster , um das der Internet-Dienst bislang ein so großes Geheimnis macht . Wie
so viele andere Firmen versucht die Musik-Tauschbörse , unter massivem Einsatz
von Kapital erst einmal einen Markt zu besetzen , koste es , was es wolle . Bei
den Usern kann man dann abkassieren , wenn man erst einmal etabliert ist . Die
Plattenindustrie sieht 's mit Neid . So gesehen kann ein Gerichtsverfahren auch
eine Aufforderung zur friedlichen Aufteilung eines lukrativen Markts sein . Das
Konzept ist ja recht faszinierend , und offensichtlich auch von zunehmendem
Erfolg geprägt . Ob es aber wirklich trägt , dürfte sich in den nächsten Monaten
erweisen . Ein schönes Ergebnis , unabhängig davon , ob die Untersuchungen
näherer Überprüfung standhalten . Jetzt werden einige Leute aber wohl übermütig
: Sun will im Oktober den Source-Code von Star Office herausrücken , und schon
tauchen die verrücktesten Projekte auf . Es bleibt abzuwarten , ob sich aus der
Sun-Aktion mehr ergibt als der verdutzte Blick auf einige hunderttausend Zeilen
Quelltext - schon das aus Netscape entstandene Mozilla-Projekt ist ja nicht
gerade von berauschenden Ergebnissen geprägt . Hybris oder Dummheit ? Ein
Office-Paket jedenfalls ist kein Emacs , bei dem sich Freaks das zusammenbasteln
, was sie gerade brauchen - und das dann unters Volk schmeißen nach dem Motte "
Friss oder stirb " . Emacs liebt man oder hasst man . Ein Office-Paket will man
benutzen , um einen Brief ans Finanzamt oder einen Liebesbrief an die Angebetete
zu schreiben - Liebe oder Hass konzentrieren sich da mehr auf die Empfänger .
Features , Features , Features , und immer an den Anwender denken . Vielleicht
sind solche Projekte der endgültige Lackmus-Test , ob Open-Source-Entwicklung
tatsächlich Zukunft hat . Was wird . Auf einer Pressekonferenz will Boris Becker
in der nächsten Woche sein Internet-Projekt vorstellen , das baldigst an die
Börse soll . Mit beteiligt ist die Firma AOL , bei der das Kürzel die besondere
Funktion erfüllt , die Bedeutung des A im Namen zu verdecken . Ein weiteres
Großereignis findet bei einer Firma mit dem Kürzel IKEA statt , die ab morgen
ihre erste Website zum weltweiten Billykauf per Internet startet . Ist Schweden
Europa ? Ist Europa überhaupt Europa ? Wohl meinende wissbegierige WWWW-Wittümer
vermissen ja die große Perspektive bei Was Wird , die in die Zukunft zeigt .
Etwa so weit wie bei der Firma Vtech , die die Redaktion mit einer Mappe von
Weihnachtsliedern überraschte , um rechtzeitig zum Fest ihr " interaktives
Plüsch " der Lörni-Serie anzupreisen . Doch so weit wie Biene Sumsie , Ripsi
Raupe und Tip-Tap Bär kann niemand blicken . Vor Weihnachten häufen sich
auffällig viele Konferenzen , die Europa ins Visier nehmen . Wird Europa endlich
die USA überholen , fragt sich das European IT Forum der IDC . Gibt es in Europa
einen Graben zwischen Europa und dem Rest von Europa , untersucht das
HighTech-Forum von Esther Dyson in einer Konferenz . Ist Europa leicht im Sinne
von Italo Calvino , fragt sich die Doors of Perception , eine weitere Konferenz
in den Niederlanden . War Europa nicht ein Stier , oder ritt die Dame nur darauf
, oder wie , oder was ? Ex-RTL-Chef baut Internet-Sportportal auf Der frühere
RTL-Chef Helmut Thoma plant nach Angaben des Spiegel mit weiteren Beteiligten
den Aufbau eines neuen Internet-Portals für Sportinformationen . Er würde damit
wieder zum Konkurrenten seines früheren TV-Rivalen Leo Kirch , der ebenfalls ein
Online-Angebot unter dem Namen Sport1 aufbaut . Gesellschafter des
voraussichtlich in Köln sitzenden Informations-Anbieters seien der ehemalige
Tennisstar Boris Becker , die Berliner Multimedia-Agentur Pixelpark und der
Deutsche Sportbund ( DSB ) . Später solle noch der Online-Dienst AOL dazustoßen
. Es handele sich um einen " komplett neuen Ansatz " , wird Thoma zitiert .
Drehstart für den virtuellen Wilsberg Szene 81 im Drehbuch des neuesten
ZDF-Krimis um den chaotisch-charmanten Privatdetektiv Georg Wilsberg passt dem
Schwaben gar nicht in den Kram . Auch Tanja , die wie der Schwabe nicht ihren
vollen Namen ins Internet stellt , mäkelt per E-Mail am Drehbuch , diesmal über
Szene 41 : " Auf jeden Fall wäre es wesentlich fesselnder , wenn man zwar als
Zuschauer ahnt , dass Wilsbergs Tarnung bald auffliegen wird , man aber weiß ,
dass dieser noch nichts davon ahnt " , findet die Amateur-Krimiautorin . Am
Drehbuch für jüngsten TV-Krimi um den von Autor Jürgen Kehrer geschaffenen
Münsteraner Privatdetektiv hatte der Mainzer Sender erstmals die Öffentlichkeit
interaktiv beteiligt . Wilsberg-Fans konnten Vorschläge zum weiteren
Handlungsverlauf sowie für Handlungsorte anhand eines ins Netz gestellten
Münsteraner Stadtplans machen . Der vierte Teil der erfolgreichen Wilsberg-Reihe
, der am Dienstag ( 8. August ) im Münsteraner Hafen Drehstart hat und im Januar
2001 ausgestrahlt werden soll , entstammt daher vielen Federn . Die
Rahmenhandlung allerdings war durch den Roman vorgegeben . Die Redaktion
kommentierte die neuen Szenen jeweils und stellte sich im Internet-Forum der
Diskussion . Geheim blieb indessen das szenische Ende , um die Spannung zu
halten . Die drei fleißigsten Online-Autoren werden laut ZDF mit Statistenrollen
oder Praktika am Set belohnt . Für Wilsberg-Schöpfer Jürgen Kehrer war die
Zusammenarbeit mit fernen und unbekannten Co-Autoren im Internet eine
ungewöhnliche Erfahrung : Mit dem Produkt sei er jedoch zufrieden . Insgesamt
sind nach Angaben des Autors bereits zwölf Krimis mit dem Ex-Anwalt und Detektiv
auf dem Markt . Ein Ende sei nicht in Sicht : " Solange mir was einfällt und der
Verlag es will , schreibe ich weiter " , sagt Kehrer , der neben den fiktiven
Geschichten auch Historisches über die Kriminalität im Münsterland verfasst .
Der neue Fernsehkrimi spielt diesmal allerdings kaum in der historischen
Altstadt , sondern im vergleichsweise unbekannten Hafengebiet von Münster am
Dortmund-Ems-Kanal . Dort soll Wilsberg ( Leonard Lansink ) im Auftrag einer
Versicherung eine Autowerkstatt mit verdächtig vielen Schadensfällen überwachen
und stolpert prompt über eine Leiche . Gericht fordert von Yahoo Kundendaten
wegen Apple-Klage Vor wenigen Tagen stellte Apple Strafanzeige gegen Unbekannt
wegen der Veröffentlichung geheimer Produktspezifikationen im Internet - nun
aber hofft Apple , bald eine konkrete Person vor Gericht zerren zu können .
Besonders aufgefallen waren die Postings auf der "Gerüchte"-Site von
AppleInsider , die unter dem Pseudonym worker bee veröffentlicht wurden . Laut
der Nachrichtenagentur AP muss nun Yahoo die Daten eines Accounts , der eben
dieses Pseudonym worker bee bei der Tochterfirma GeoCities benutzte , gegenüber
dem Gericht offenlegen . Richter Gregory H. Ward vom Superior Court ordnete
bereits Ende letzter Woche an , dass GeoCities die entsprechenden Informationen
über den Kunden herausgeben müsse . Apple möchte von GeoCities den Namen , die
Anschrift , E-Mail- und IP-Adresse haben , unter der sich worker bee
normalerweise im Internet bewegte . Das Unternehmen bestätigte laut AP aber
bislang lediglich die Anordnung von Ward . Datenschützer in den USA fordern
allerdings , dass die Kundendaten von Surfern , die unter Pseudonym Nachrichten
und Forenbeiträge im Internet schreiben , zumindest so lange vertraulich bleiben
sollten , bis gerichtlich tatsächlich eine Rechtsverletzung festgestellt wurde .
AOL will Lauschfunktion aus Netscapes SmartDownload entfernen Als Reaktion auf
eine Sammelklage will AOL die Schnüffelfunktion aus Netscapes SmartDownload
wieder entfernen . Gegenüber US-Medien kündigte ein Sprecher von AOL an , in
künftigen Versionen des Netscape-Tools , das Dateiübertragungen aus dem Internet
vereinfachen soll , werde die Übertragung von User-Informationen an die
Netscape-Server nicht mehr enthalten sein . Wann diese neuen Versionen ohne
Schnüffelfunktion herauskommen sollen , darüber ließ sich AOL bislang aber nicht
aus . Andrew Weinstein , Sprecher von AOL , meinte allerdings , dies sei nur die
Neuauflage einer alten Geschichte für einen Prozess ohne jeden sachlichen Gehalt
. Die Funktion sei in die Software eingebaut worden , um technischen Support
bieten zu können , man habe aber niemals Informationen über User oder
übertragene Dateien benutzt : " Wir planen , dies aus zukünftigen Versionen des
Produkts zu entfernen . " Warum AOL die Funktion überhaupt eingebaut hat , wenn
die dadurch gesammelten Informationen nie verwendet wurden , ließ Weinstein
allerdings offen . Die Übertragung recht detaillierter Angaben über Surfer ,
wenn SmartDownload benutzt wurde , hatte Befürchtungen ausgelöst , AOL
beziehungsweise Netscape versuche , präzise Profile vom Download-Verhalten der
Anwender zu erstellen . Pornografie im Internet : Kinderschutzbund fordert
schärfere Gesetze Im Fall von Pornografie im Internet in Schleswig-Holstein
prüft die Staatsanwaltschaft weiter , ob gegen den 26-jährigen Verdächtigen
Anklage erhoben wird . Der Mann aus Wahlstedt bei Bad Segeberg hatte gestanden ,
auf seiner Homepage die Anleitung zur Entführung , Vergewaltigung und Ermordung
eines zehnjährigen Mädchens installiert zu haben . Er war nach seinem Geständnis
dem Haftrichter vorgeführt worden . Es habe jedoch kein Haftgrund vorgelegen ,
so dass der Verdächtige wieder frei gelassen wurde . Unterdessen hat der
Deutsche Kinderschutzbund mit Blick auf den jüngsten Fall von Kinder-Pornografie
im Internet schärfere Gesetze gegen Gewalt gefordert . Der Fall habe eine völlig
neue Qualität , sagte die Sprecherin des Kinderschutzbundes , Gabriele Wichert ,
in einem dpa-Gespräch in Hannover . Das mache ein härteres Vorgehen gegen
Gewaltverherrlichung erforderlich . Die Kinderschutzbund lobte grundsätzlich den
Einsatz der Polizeibeamten : " Positiv ist , dass die Polizei seit drei Jahren
auch ohne Anzeige ermittelt " , sagte Wichert . Das könne auf mögliche Täter
abschreckend wirken . Daneben seien aber auch Internet-Nutzer gefragt , solche
Fälle der Polizei zu melden . " Wir halten viel vom Internet als
Informationsbörse " , betonte Wichert . Allerdings bestehe die Gefahr , dass das
Internet als Plattform für Kinderpornografie und Förderung von
Kinderprostitution ausgenutzt werde . " Daher haben wir gefordert , dass die
Adressen der Internet-Nutzer von den Providern länger gespeichert werden , um
eine Rückverfolgung zu ermöglichen . " Streik beim US-Telefonriesen Verizon
85.000 Beschäftigte der US-Telefongesellschaft Verizon sind am Sonntag in den
Streik getreten . Vertreter des Unternehmens und der Gewerkschaft verhandelten
die ganze Nacht durch und setzten die Verhandlungen auch nach dem Termin für den
Streikbeginn ( 24 Uhr Ortszeit gestern Nacht ) fort . Die Gewerkschaften (
Communication Workers of America und die International Brotherhood of Electrical
Workers ) wollen vor allem erreichen , dass auch die stark expandierenden
drahtlosen Dienste in den Tarifvertrag eingebunden werden und Mitarbeiter aus
den herkömmlichen Bereichen dorthin wechseln können . Die aus dem
Zusammenschluss von Bell Atlantic und GTE entstandene Verizon Communications ist
der größte Anbieter von lokalen Telefondiensten in den USA . Die Gesellschaft
verfügt auch über Hochgeschwindigkeits-Datennetze und ist in 40 Ländern in Nord-
und Südamerika , Europa , Asien und im pazifischen Raum aktiv . Nachgelegt :
neue Treiber und BIOS-Versionen Kaum ein Hersteller entzieht sich den schnellen
Entwicklungszyklen im PC-Markt . Jeder versucht , als Erster vom rasenden
Fortschritt zu profitieren und seine fertigen Produkte zu verkaufen . Doch so
richtig fertig sind Mainboards , Grafikkarten oder andere Geräte oft noch nicht
, wenn sie beim Händler und schließlich beim Kunden landen . Time-to-Market
scheint einigen Herstellern wichtiger zu sein als ein stabiles Produkt ; das
Attribut " ausgereift " verkommt quasi zum Synonym für " veraltet " . Auf der
anderen Seite kann keine Entwicklungsabteilung alle vorhandenen Geräte und
Programme oder gar zukünftige Techniken berücksichtigen . Viele Konflikte
entstehen nicht unter " Laborbedingungen " , sondern tauchen erst in der großen
rauen Computerwelt auf . Glücklicherweise lassen sich viele Fehler nachträglich
mit einem BIOS- oder Treiber-Update ausbügeln , was die Hersteller auch fleißig
nutzen . So findet man eine wahre Flut von neuen Versionen , Beta-Treibern ,
vorläufigen BIOSsen , inoffiziellen Releases oder sonstigen Dateien . Creative :
Elsa : Matrox : EnTech hat die Version 2.72 von PowerStrip veröffentlicht . Die
neue Version kann mit aktuellen Treibern umgehen , darunter auch solche für
Voodoo5.Mainboards Es enthält keine neuen Treiber , sondern kombiniert nur die
bisherigen ( AGP Miniport V4.61 , IDE Busmaster V1.21 , IRQ-Router V1.00 ,
Win95-AGP V1.20 ) mit einem Installationsprogramm für Windows 95/98 und NT4 (
nicht jedoch Windows 2000 ) . Der IDE-Busmaster-Treiber in V1.21 ist von
Microsoft WHQL-zertifiziert , im Unterschied zu den weiteren Versionen 1.22 und
1.24 , die AMD einzeln zum Download anbietet.BIOS-Updates Asus : Der virtuelle
Pranger Für den Würzburger Jura-Studenten Björn Jörges und seine Mitstreiter ist
die Homepage im Internet nicht nur Spaß . Mit der Seite www.rache-ist-suess.de
wollen sie einigen Zeitgenossen auch einen Spiegel vorhalten - auf die
humorvolle Art , wie sie meinen . Die Opfer des nach eigenen Angaben größten
deutschen Racheclubs aber biegen sich nicht immer vor Lachen . Auch der
Würzburger Psychologe Wolfgang Schneider kann dem wenig abgewinnen . Er wertet
das Rache-Forum als einen Ausdruck des Phänomens , Privatheit an die
Öffentlichkeit zu zerren , als eine Form des derzeit zwar gängigen aber seiner
Ansicht nach zweifelhaften Seelenstriptease - ob nun per Talkshow oder Internet
spiele dabei keine Rolle . Da tobt ein Twen über seine Ex-Freundin , die ihn zum
Ende der Beziehung ausgenommen und hintergangen haben soll . Auch dies ist für
Jörges eindeutig ein Fall für Rache- ist-suess.de - damit dem Gehörnten
Genugtuung widerfahre . Vor sieben Jahren startete Jörges mit seiner
Internetseite - rein privat , wie er sagt , weil er sich tatsächlich " maßlos "
über einen Mitstudenten geärgert hatte und seinen Gefühlen Luft machen wollte .
Damals dachte noch niemand an gleich lautende Fernsehsendungen . Inzwischen gibt
es nicht nur die Internet-Seite , sondern auch den Rache.Club , dem mittlerweile
weltweit 4300 Mitglieder zwischen 14 und 60 Jahren angehören . Da seien auch
Polizisten und Juristen darunter , betont der Student der Rechtswissenschaften ,
der im Herbst zu seinem ersten Staatsexamen antreten will . Denn nichts geht im
Original ins Netz . Spielt die Geschichte eigentlich in Köln , wird der Ort des
Geschehens zum Beispiel nach München verlagert . Geändert wird auch das Alter
der Betreffenden und natürlich wird der Name immer gestrichen . " Wir stellen
niemand bloß " , betont Jörges . Er und seine Mitstreiter wollen sich mit dieser
Vorgehensweise nicht nur juristisch absichern . Es gehe auch darum , sich von "
unseriösen Rache-Seiten " abzugrenzen , die alles so ins Netz stellen , wie es
ihnen übermittelt werde , mit vollständigen Namen und Adressen . Die Notiz im
Netz ist aber nicht das Einzige , das der Club bietet . Auf Wunsch der
Rachsüchtigen wird einigen Zeitgenossen gar ein Streich gespielt - wie jenem
Lehrer , der nach Ansicht seiner Schüler zu oft unangemeldete Tests schreiben
ließ . Mit Unterstützung seiner Frau hätten Mitglieder des Clubs dem Lehrer
vorgespielt , er habe seine Einberufung zur Bundeswehr verschlafen . Der Lehrer
soll den Streich mit Erleichterung aufgenommen haben , von Zorn keine Spur .
Nicht alle , die ihre Geschichte im Internet wiederfinden , nehmen die
Angelegenheit so gelassen . Böse Worte sind dann das Mindeste , was sich die
Aktiven des Rache-Clubs anhören müssen . Einige Opfer drohten mit dem
Rechtsanwalt , manche versuchten gar , per Gerichtsverfügung zu erreichen , dass
trotz Verfremdung ihre Geschichte herausgenommen wird . " Keiner hatte bisher
Erfolg " , sagt Jörges . Club-Mitglied Carlos ( 21 ) kann die Aufregung einiger
Opfer nicht verstehen . Die Streiche seien stets humorvoll , argumentiert er : "
Der Betreffende bekommt sein Fett ja nicht ganz unverdient ab . " Für den
Würzburger Psychologie-Professor Schneider spielt es keine Rolle , ob das Opfer
den Schabernack verdient hat oder nicht . So viel Öffentlichkeit ist ihm nicht
nur suspekt . Selbst wenn dadurch ein Ventil für Aggressionen geschaffen werde ,
erscheinen ihm solche modernen Pranger doch " höchst primitiv " . Viele
Einschränkungen bei neuen Namen-Domains Ab dem 1. November soll ein dritter
neuer Adressraum seine Tore öffnen , eigens für die ganz persönliche Netzadresse
im Stil von lieschen.mueller.name . Das verkündete in der vergangenen Woche der
Präsident der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) ,
Stuart Lynn . Man sei erfreut , damit einen weiteren Meilenstein bei der
Einführung neuer Top Level Domains ( TLDs ) erreicht zu haben , ließ Lynn
verlauten . .name geht damit nach .info und .biz als dritte von insgesamt sieben
neuen .com-Konkurrenten an den Start , die ICANN im vergangenen November aus
einer Vielzahl von Bewerbern ausgewählt hatte . Vorregistrierungen sollen ab
September von den bei der ICANN akkreditierten Registraren entgegengenommen
werden . Bevor Lynn den Vertrag endgültig unterzeichnen konnte , musste sich das
19-köpfige ICANN-Direktorium allerdings noch einmal mit einem Einspruch des
spanischen ICANN-Direktors Amadeu Abril i Abril auseinander setzen . Abril i
Abril hatte noch einmal darauf hingewiesen , dass GNR über ein Monopol beim
geplanten Mailservice für die Personenadressen verfügen werde . Um möglichst
vielen Muellers eine Chance zu geben , ihre persönliche Adresse zu bekommen ,
behält GNR selbst alle Second-Level-Adressen . Andy Mueller , Milton Mueller und
Lieschen Mueller teilen sich also praktisch die von GNR verwaltete
mueller.name-Domain . Die Folgen sind klar : Der komplette E-Mail-Verkehr der
Personenadressen werde damit über die Server der Registry abgewickelt . " Mit
Blick auf die Sicherheit , auf Kontrollmöglichkeiten , Zensur , Datenschutz ,
Spamming und Datamining birgt das große Gefahren " , so Abrils Warnung . Und
immerhin verlangt GNR 20 US-Dollar für den Weiterleitungsdienst . Auch der für
Europa gewählte ICANN-Direktor Andy Müller-Maguhn stimmt gegen den Vertrag ,
doch konnten sich die Kritiker nicht gegen die Direktoriumsmehrheit durchsetzen
. Dabei gibt es durchaus noch weitere Einschränkungen für die potenziellen
Nutzer . So können die Inhaber von Markenrechten gegen Bezahlung von je 6000
US-Dollar ganze Adressbereiche wie etwa irgendwer.krupp.name ( oder auch
krupp.irgendwer.name ) für 10 Jahre sperren . Für Nutzer , die dann doch noch
versuchen wollen , an " ihre " Domain zu kommen , hat sich GNR zusätzlich zum
offiziellen Schlichtungsverfahren für Domain-Streitigkeiten , der so genannten
UDRP , noch ein spezielles Verfahren ausgedacht , die so genannte Eligibility
Requirements Dispute Resolution Policy ( ERDRP ) , die die Ansprüche auf die
persönliche Domain klären sollen . Registriert werden können auch fiktionale
Namen , auch hier aber haben die Inhaber der entsprechenden Markenrechte den
Vorzug . Und schließlich gibt es als weiteren Dienst für Markeninhaber auch noch
den so genannten NameWatch-Service an , bei dem die Registry täglich auf "
feindliche " Registrierungen eines gewünschten Namens abgefragt wird ,
Kostenpunkt 50 US-Dollar pro Jahr . Wie viele persönliche Namen angesichts
dieser Bedingungen privaten Nutzern am Ende zur Verfügung stehen , ist momentan
jedenfalls noch völlig unklar . Software-Patente : Gegner zahlenmäßig überlegen
Im Streit um das Für und Wider der Ausweitung des Patentschutzes auf "
computer-implementierte Erfindungen " - Software und rechnergestützte
Geschäftskonzepte , die anders als in den USA bisher vom Wortlaut des Deutschen
Patentgesetzes wie auch der Europäischen Patentübereinkunft ( EPÜ ) nicht
patentfähig sind - hatte die EU-Generaldirektion Binnenmarkt im Oktober
vergangenen Jahres einen Konsultationsprozess gestartet . Aus diesem Grunde war
die bereits geplante Streichung der Software-Ausschlussklausel im EPÜ auf der
Münchner Vertragskonferenz der EPÜ-Mitgliedsstaaten im November vergangenen
Jahres noch einmal vertagt worden . Die EU und ihre Mitgliedsländer stehen in
einem gewissen Zugzwang . In international rechtskräftigen Verträgen wie dem
TRIPS-Abkommen von 1994 , einem Anhang zur Charta der Welthandelsorganisation (
WTO ) , haben sie sich zur " Harmonisierung " genannten Angleichung ihres
Patentrechts an die Vorgaben der WTO verpflichtet . In der Behandlung von
computer-gestützten Erfindungen wird die konkrete Ausgestaltung nun zu einem
schwierigen Balanceakt : Um dem Vorwurf der einseitigen Ausrichtung des
Patentrechts an einer einflussreichen Industrielobby zu entgehen , sollten
Betroffene und Interessierte Gelegenheit bekommen , ihre Ansichten in den
Diskussionsprozess einzubringen . Die machten davon ausgiebig Gebrauch ;
insgesamt gingen knapp 1450 Stellungnahmen ein . Der größte Teil davon - rund
1200 - unterstützte die Petition der Eurolinux Alliance gegen die Ausweitung des
Patentschutzes . Der Verband von mehr als 200 kommerziellen Softwarehäusern und
gemeinnützigen Organisationen zur Förderung von offenen Standards und
Open-Source-Software hatte Mitglieder wie interessierte Öffentlichkeit
aufgerufen , zum Zwecke größerer Transparenz des Verfahrens die Eingaben an die
Kommission über ihn einzureichen . Die Auswertung der zahlreichen Stellungnahmen
war offenbar selbst der Generaldirektion zu viel . Sie beauftragte damit die
britische Beratungsgesellschaft PbT Consultants Ltd. Der Report ( " The Results
of the European Commission Consultation Exercise on the Patentability of
Computer Implemented Inventions " ) wurde jetzt veröffentlicht . Er dokumentiert
die beiden Lager , die sich in dieser Frage gegenüberstehen : Akademiker ,
Entwickler und kleine Firmen befürchten überwiegend negative Auswirkungen auf
Interoperabilitätsstandards , lähmende Rechtsstreitigkeiten um das geistige
Eigentum und Gefahren für die Entwicklung von Open Source Software . Zum "
liberalen " Lager , das für einen weit gehenden Monopolschutz eintritt , zählen
vor allem Patentanwälte , etablierte Großkonzerne und Patentbehörden . " Es war
klar , dass die Gruppe der Softwarepatent-Gegner ( 91% ) numerisch die
eingegangenen Antworten dominiert " , heißt es in dem Report ; Auf diese
feinsinnige Gliederung der Mehrheitsverhältnisse folgt dann unverblümt die
realpolitische Gewichtung : Zur weiteren Diskussion hat die Generaldirektion
Binnenmarkt ein Online-Forum eingerichtet . Marktführer im PC-Geschäft verlieren
im deutschen Markt Die Flaute im Geschäft mit PCs scheint in Deutschland vor
allem die Marktführer zu treffen ; besonders die PC-Platzhirsche verlieren
weiterhin Anteile . Im Vergleich zum Vorjahr setzte Fujitsu Siemens im zweiten
Quartal 20,5 Prozent weniger ab . Compaq machte einen Verlust von 35,8 Prozent ,
gab das Marktforschungsinstitut Gartner Dataquest am heutigen Montag bekannt . "
Der deutsche PC-Markt verzeichnet das schlechteste Ergebnis in seiner Geschichte
" , sagte Dataquest-Analyst Thomas Reuner . Grund für den Rückgang des deutschen
PC-Markts um 11,9 Prozent sei vor allem das schlechte Konsumentengeschäft . Nur
Dell hätte durch eine aggressive Preispolitik 22,9 Prozent Marktanteil hinzu
gewinnen können . Damit muss der Vorjahres-Dritte auf dem deutschen Markt , IBM
, seine Stellung an Dell abgeben : Der PC-Hersteller erzielte mit 0,9 Prozent
Zuwachs ein nahezu gleich gebliebenes Ergebnis . Hewlett-Packard machte ein Plus
von 7,8 Prozent und profitierte laut Dataquest von einem effizienten
Vertriebsweg besonders bei Kleinbetrieben . Noch sei das Rennen um die beste
Marktposition offen , sagte Reuner gegenüber dpa . Bereits in der vergangenen
Woche hatte Dataquest die Zahlen für den europäischen PC-Markt veröffentlicht -
danach schrumpfte der Absatz in Europa zwar auch , aber nur um vier Prozent .
Deutschland muss damit einen weit stärkeren Rückgang verbuchen als andere
europäische Länder ; Frankreich konnte sogar eine weitere Zunahme der
Absatzzahlen vermelden . Lohnverzicht bei Chip-Zulieferer Wacker-Chemie möglich
Der Aufruf zum teilweisen Lohnverzicht bei dem Halbleiterzulieferer
Wacker-Chemie ist nach Angaben des Unternehmens auf gute Resonanz bei den
Verhandlungspartnern gestoßen . Der Betriebsrat und die Vertreter der leitenden
Angestellten seien sehr gesprächsbereit , sagte eine Sprecherin am heutigen
Montag . Die Einzelheiten zu der Lohnkürzung sollen Anfang September festgelegt
werden . Betroffen seien rund 13.500 Beschäftigte an den deutschen Standorten ,
die große Mehrzahl davon in Bayern . Die Beschäftigten sollen nach den Plänen
des Unternehmens wegen eines Gewinneinbruchs durch die Halbleiterflaute
vorläufig auf bis zu 10 Prozent ihres Lohns verzichten . Durch die Lohnkürzungen
will die Firma nach ihren Angaben drohende Verluste im laufenden Jahr verhindern
. Der Konzern erwarte Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe . In einem
Aushang für die Mitarbeiter begründete die Geschäftsführung die geplanten
Kürzungen mit der angespannten Geschäftslage . " Die wirtschaftliche Situation
unseres Unternehmens hat sich in den letzten Monaten drastisch verschlechtert
und eine kurzfristige Verbesserung ist derzeit nicht erkennbar " , heißt es laut
dpa in dem Aufruf . Die Lohnkürzungen seien der einzige Weg , weitere Schritte
zunächst zu vermeiden . " Nur auf diese Weise wird es möglich sein , zumindest
für die nächste Zeit und unter der Annahme , dass sich die Unternehmenssituation
nicht noch weiter verschlechtert , auf Entlassungen zu verzichten . " Selbst
durch die möglichen Einsparungen durch die Lohnkürzungen wird der Gewinnrückgang
im laufenden Jahr nach Angaben der Firmensprecherin nicht aufgefangen werden
können . Wacker-Chemie gehört weltweit zu den größten Zulieferern der
Halbleiterindustrie . Der Geschäftsbereich Halbleiter von Wacker-Chemie , die
Wacker Siltronic , ist weltweit der drittgrößte Anbieter von Wafern für die
Halbleiterproduktion . MobilCom startet Online-Office MobilCom eBusiness startet
am heutigen Montag offiziell das kommerzielle Web-basierte Office-Portal mdesk .
Das auf der CeBIT vorgestellte Online-Office-Paket beruht auf Suns WebTop , der
Web-Version von Star Office . Obwohl das Angebot primär Großkunden ansprechen
soll , können auch private Anwender für 20 Euro im Monat das Office-Portal
nutzen . Die Java-Software arbeitet mit den üblichen Browsern unter Windows ,
Linux und Solaris . Macintosh-Benutzer können wegen Problemen der Java Virtual
Machine unter Mac OS noch nicht alle Funktionen nutzen . Benutzer installieren
die Anwendung wahlweise als Plug-In oder starten bei jeder Verwendung ein
Java-Applet . Unterstützung für portable Geräte wie Palm-PDAs und Handys will
MobilCom im Herbst zur IT-Messe Systems fertig haben . Die Office-Anwendungen
umfassen eine Textverarbeitung , eine Tabellenkalkulation , ein Zeichenprogramm
und eine Präsentations-Software . Zusätzlich gehört zu mdesk eine Mail- und eine
Calendering-Anwendung , die nicht auf Star Office , sondern auf Software von
iPlanet basieren , dem aus der Netscape-Server-Abteilung hervorgegangenen
Jointventure von Sun und AOL . Der Anwender speichert standardmäßig seine Daten
auf dem Server , auf dem im Basisangebot 100 MByte Platz zur Verfügung stehen .
Die Renaissance der Telekom-Aktien Selbst erfahrene Börsenprofis sind von der
jüngsten Erholung europäischer Telekom-Aktien überrascht . Wochenlang zeigten
sich Analysten angesichts milliardenschwerer Kosten für Lizenzen der nächsten
Mobilfunk-Generation ( UMTS ) pessimistisch zu den Aussichten dieser Werte .
Noch in der vergangenen Woche schrieb Frank Wellendorf von WestLB Panmure : "
Die Kurse werden sich in den nächsten Wochen wahrscheinlich nicht so schnell
erholen . " Börsennotierte Unternehmen der Telekom-Branche in ganz Europa
gewannen in wenigen Tagen mehr als zehn Prozent . Selbst Aktien der
estländischen Eesti Telekom AS verteuerten sich an Frankfurter Börse noch um
über zehn Prozent . Die Aktie der Deutschen Telekom legte nach einem Jahrestief
von etwas mehr als 42 Euro am Dienstag zwischenzeitlich auf gut 48 Euro zu .
Überzeugende Erklärungen sind nicht leicht zu finden . Es warnt jedoch davor ,
den jüngsten Aufschwung schon als Beginn eines dauerhaften Trends zu sehen . "
Ich glaube , die Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Italien wird wieder
Unsicherheit in den Markt bringen . " Experten rechnen auch im Oktober in
Italien mit einem Milliarden-Ergebnis bei der Versteigerung . Dort gibt es schon
jetzt mehr Handys als Festnetzapparate . " Es gibt keinen Auslöser dafür " ,
sagt Pfänder . Die Vorliebe der Anleger für bestimmte Branchen sei auch Moden
unterworfen . Nachdem die Kosten für die UMTS-Lizenzen bekannt und in den Kurse
berücksichtigt seien , würden nun eher die Chancen der neuen Technologie gesehen
. Monatelang zeigten sich die Kurse der Telefongesellschaften wegen der
Versteigerung von UMTS-Lizenzen in Europa schwach . Anleger waren besorgt , dass
der Erwerb einer der teuren Lizenzen die Gewinne stark belasten . Als Gewinner
der UMTS-Einführung sahen Analysten deshalb in den vergangenen Monaten vor allem
die Hersteller von Mobilfunkgeräten und Netzwerkausstatter wie die
skandinavischen Anbieter Nokia und Ericsson . Sie können bereits verdienen ,
während die Telefongesellschaften noch mindestens zwei Jahre auf erste Umsätze
warten müssten , lautete die gängige Begründung . Allerdings hätten sich
inzwischen die Unternehmen darauf geeinigt , die Netze vollständig auf
gegenseitiger Kreditbasis aufzubauen , sagt Christoph Vogt , Analyst der
Privatbank MM Warburg . Diese müssten erst zurück gezahlt werden , wenn die
Telefongesellschaften die ersten Einnahmen erzielten . Firmen wie Siemens ,
Alcatel oder Nokia seien gezwungen , Kredite aufzunehmen . Dies belastet das
Ergebnis und damit die Aktien - das Vorgehen hatte auch schon in den USA zu
Bedenken über die künftigen Geschäftszahlen der Netzwerkausrüster geführt . (
Rüdiger Schoß , dpa-AFX ) Halbleiter-Verkäufe steigen um 50 Prozent Nachdem
Anfang September schon die Hersteller von Chipfertigunsanlagen neue Rekordzahlen
für Umsätze und Auftragseingänge vorlegen konnten , zogen jetzt die
Halbleiter-Hersteller nach . Die Industrievereinigung Semiconductor Industry
Association ( SIA ) legte detaillierte Zahlen für den Juli 2000 vor . Bereits
seit Ende letzten Jahres erreichen die Verkäufe von Chips fast ständig neue
Rekordwerte . Den erneuten großen Zuwachs begründet die SIA mit anhaltend hoher
Nachfrage nach Halbleitern für Handys und Unterhaltungselektronik . Aber auch
die anziehenden Verkäufe von Settop-Boxen seien inzwischen bei der Steigerung
der Absatzzahlen zu spüren , erklärte die SIA . Die SIA zeigte sich
zuversichtlich , dass die erwartete Umsatzsteigerung der Halbleiterindustrie von
31 Prozent für das gesamte Jahr problemlos erreicht werden könne . Die
Ausweitung der Fertigungskapazitäten hat den Chip-Herstellern zwar geholfen ,
die Verkäufe nach oben zu treiben - ein Ende der Lieferengpässe bei bestimmten
Chips dürfte aber noch lange nicht in Sicht sein . Lucent investiert Millionen
in Lichtwellenleiter Der Netzwerkkonzern Lucent , der in letzter Zeit besonders
bei den optischen Netzen Marktanteile an den Hauptkonkurrenten Nortel verlor und
recht gemischte Geschäftszahlen vorlegen musste , baut seine Glasfaserabteilung
aus . Zu dem Ausbauprogramm gehört auch die Einrichtung neuer Reinräume ( Class
1000 ) , um die Entwicklung neuer Glasfasertechniken zu ermöglichen . Mehrere
hundert neue Arbeitsplätze sollen durch den Ausbau weltweit ebenfalls entstehen
. In den Werken stellt Lucent nicht nur optische Glasfasern für kurze Distanzen
und Kabel sowie Montageelemte her , sondern auch Erbium-dotierte Glasfasern ,
dispersionskompensierende Module , optische Kanalmonitore und industrielle
Glasfaserkommunikationssysteme . Derzeit entwickelt die Kabelabteilung von
Lucent eine optische Plastikglasfaser , die für Verbindungen von weniger als
hundert Meter den Einsatz von Lichtwellenleitern verbilligen soll . Lucent
erwartet angesichts des Booms der optischen Netze natürlich auch eine steigende
Nachfrage nach allen Glasfasertypen - das Investitionsprogramm soll
offensichtlich die Position des Konzerns gegenüber Konkurrenten wie Nortel ,
aber auch Spezialisten wie Corning oder JDS Uniphase verbessern . Gerade die
Firmen , die sich bislang auf die Herstellung von Lichtwellenleitern
konzentriert haben , versuchen in letzter Zeit , ein größeres Stück vom
Netzwerkmarkt abzubekommen , indem sie als Komplettanbieter auftreten oder
engere Kooperationen mit Equipment-Produzenten eingehen . Nortel und Corning
planten eine Zeit lang sogar , die Bauteile-Sparten zusammenzulegen - im Tausch
für eine Mehrheitsbeteiligung von Nortel an Corning . Und JDS Uniphase ist auf
Einkaufstour : Der Glasfaserspezialist hat sich bereits einige
Komponentenhersteller einverleibt . Lucent dagegen musste wohl auf Grund von
Lieferschwierigkeiten in vergangenen Monaten den Einbruch bei den Marktanteilen
hinnehmen . Photonik-Spezialist Ciena kann Rechnungen nicht eintreiben Gerade
die kleineren Telekom-Carrier scheinen zunehmend in Probleme zu kommen , die
hohen Kosten für Infrastruktur-Investitionen und Kundenwerbung irgendwann durch
Umsätze so auszugleichen , dass auch Gewinne zu Stande kommen . Betroffen davon
ist jetzt auch einer der führenden Spezialisten für optische Netzwerke . Im
dritten Quartal hatte Ciena einen Gewinn von 19 Cents pro Aktie ausgewiesen - ob
mit der Abschreibung im vierten Quartal noch ein Gewinn möglich ist , ließ Ciena
offen . Der Grund für die außerordentliche Belastung liegt bei dem britischen
Carrier und Betreiber eines europaweiten optischen Netzwerks iaxis . Seit dem
heutigen Mittwoch steht die Firma nun unter Aufsicht eines Konkursverwalters -
und Ciena geht davon aus , dass die Rechnungen für Geräte , die iaxis bereits
gekauft hat , nicht mehr bezahlt werden . Ciena betonte , die Situation sei nur
in den Schwierigkeiten einer einzelnen Firma begründet , nicht etwa in einem
nachlassenden Boom bei optischen Netzen . Der ist auch tatsächlich nicht in
Sicht : Die Warnung von Ciena kommt allerdings nur wenige Tage , nachdem das
Wirtschaftsmagazin Barron's über mögliche Schwierigkeiten der Telekom-Ausrüster
berichtete , die Verkäufe an die Carrier auch zu finanzieren .
Massenspeicher-Hersteller kauft Web-Caching-Anbieter Die Firma ist spezialisiert
auf Software für Content-Management sowie Verteilung und Caching von
Web-Angeboten . Network Appliance vollzieht mit dem Firmenkauf einen weiteren
Schritt bei einer Neuausrichtung des Unternehmens . Vom Anbieter spezialisierter
Speicherlösungen will sich die Firma verstärkt zum Lieferanten kompletter
Angebote für Daten- und Content-Verwaltung für große Unternehmen und
Internet-Provider entwickeln . Bereits seit einiger Zeit bietet Network
Appliance eigene Internet-Caching-Lösungen an ; Ende August erst beteiligte sich
das Unternehmen an einem Konsortium , das Cisco mit dem Ziel gründete , einen "
offenen Standard " für Web-Caching und Content-Distribution zu schaffen . Die
Allianz tritt damit als direkter Konkurrent zu einer Partnerschaft auf , die
unter anderem AOL und Inktomi ebenfalls fürs Web-Caching geschlossen haben . Nur
Marktführer Akamai steht in diesem Markt noch als Einzelkämpfer da . Kaum
Aussicht auf fallende RAM-Preise Während die Halbleiter-Hersteller generell auf
exorbitant gute Geschäfte verweisen können - vor allem durch die hohe Nachfrage
nach DSPs und Flash-Speicher , aber auch nach analogen Bauteilen - gibt es erste
Befürchtungen , dass die goldene Zeit für Produzenten von RAM , vor allem
DRAM-Modulen , bald vorbei sein könnte . An der koreanischen Börse verloren
Samsung und Hyundai in den letzten Tagen rund ein Fünftel ihres Börsenwerts .
Und das auf Grund von Befürchtungen der Investoren , sinkende Preise bei DRAMs
wiesen darauf hin , dass es bald eine Überkapazität bei der Produktion dieser
Speicherchips gebe . Ein Analyst erklärte laut dem Finanzdienst Bloomberg , die
Hersteller würden ihre Produktionskapazitäten in Erwartung großer Nachfrage auch
im nächsten Jahr ausbauen , aber die Anteilseigner seien besorgt , dass die
Speicherproduzenten gar nicht so viel wie erwartet absetzen könnten . Der Preis
für 64-MBit-DRAM-Chips auf dem Spot-Markt ist in den letzten sieben Wochen um
rund 7 Prozent gefallen . Davon haben die Endkunden bei ihren Händlern bislang
allerdings nichts gemerkt : Der Spot-Markt , auf dem freie Liefermengen für
kurzfristigen Bedarf umgesetzt werden , machte nämlich in den letzten Monaten
maximal 10 Prozent der gesamten Umsätze mit DRAM-Chips aus . Wie beim Spot-Markt
für Erdöl sehen Investoren nach Ansicht von Bloomberg diese Preisentwicklung
aber als Hinweis für zukünftige Umsatzmöglichkeiten . Jedoch erzielten die auf
dem Spot-Markt verfügbaren DRAM-Chips in den letzten Wochen teilweise sogar nur
5 Prozent der Umsätze des gesamten DRAM-Markts : Eher ein Hinweis darauf also ,
dass es kaum Chips gibt , die nicht mit festen Lieferverträgen abgenommen und
frei gehandelt werden können . Ob der Spot-Markt tatsächlich ein Hinweis auf
drohende Überkapazitäten bei DRAMs ist , stellen einige Beobachter daher in
Frage . Samsung , viertgrößter Chip-Hersteller der Welt , sieht die Situation
dementsprechend auch ganz anders als die meisten Investoren in Korea . Lee Yoon
Woo , Chef der Halbleiter-Abteilung von Samsung , meinte , die Nachrage nach
Unterhaltungselektronik wie DVD-Playern , Digital-TVs oder Kameras gleiche die
schwachen Verkäufe von PCs in den USA bei weitem aus . Die Ansicht von Samsung ,
einen Engpass bei DRAM-Chips werde es so schnell nicht geben , teilen auch
einige Börsianern , die sich auf den Hightech-Markt spezialisiert haben .
Gegenüber Bloomberg erklärte ein koreanischer Analyst , die Umsätze mit
DRAM-Herstellungsmaschinen müssten eigentlich rund 40 Prozent des gesamten
Markts für Halbleiter-Produktionsequipment ausmachen - es seien aber momentan
nur 25 Prozent . Die Bedenken der Investoren gegen Firmen wie Samsung seien auf
Grund falscher Informationen oder der Unfähigkeit , die Informationen richtig zu
verstehen , entstanden . Eigentlich sprechen die Tatsachen auch eine deutliche
Sprache : Von Überkapazitäten bei der RAM-Fertigung ist nichts in Sicht .
Infineon beispielsweise hat die gesamte Produktion dieses Jahres mit festen
Lieferverträgen bereits verkauft . Auch die bislang von den
Industrievereinigungen der Bauteile-Hersteller und Produzenten von
Chipfertigungsanlagen vorgelegten Zahlen sprechen nicht unbedingt für ein Ende
der Bauteileknappheit . Die Semiconductors Industry Association ( SIA ) konnte
einen Anstieg der Chip-Verkäufe um 50 Prozent vermelden ; bei den Produzenten
von Fertigungsanlagen übertrafen nach Zahlen der SEMI die Auftragseingänge die
Verkäufe um 23 Prozent , während die Verkaufszahlen selbst um 112 Prozent
stiegen . Im Mai dieses Jahres legten laut SIA die Verkäufe von DRAMs im
Vergleich zum Vorjahr um 75 Prozent zu - ein Ende der Steigerungen sei noch
nicht in Sicht . Novell entlässt 16 Prozent der Belegschaft Nicht ganz so
schlimm wie vor einigen Tagen vermutet kommt es für die Belegschaft von Novell ,
ernst wird es aber für den gebeutelten Konzern und seine Belegschaft allemal .
Statt der nach Insiderinformationen ursprünglich geplanten 30 Prozent entlässt
die NetWare-Company nun 16 Prozent der gesamten Belegschaft . Nach der Kündigung
von 900 Mitarbeitern werden noch 4.600 Angestellte für den Spezialisten für
Server-Betriebssysteme arbeiten , gab Novell am heutigen Mittwoch bekannt .
Darüber hinaus sollen auch bestimmte Vermögenswerte abgeschrieben werden . Schon
der Finanzbericht für das dritte Quartal sah nicht besonders rosig aus : Novell
schrammte nur knapp an den roten Zahlen vorbei . Novell will nun durch die
Entlassungen , die sich wohl vor allem in Bereichen abspielen sollen , die nicht
zum Kerngeschäft mit NetWare und den Novell Directory Services ( NDS ) gehören ,
und andere Maßnahmen massiv Kosten senken , um die weitere Zukunft zu sichern .
Bei seiner Internet-Strategie will sich Novell dabei vor allem auf die Novell
Directory Services ( NDS ) , in Novells neuem Sprachgebrauch NDS eDirectory
genannt , stützen . Aber auch eine neue NetWare-Version , die für das erste
Halbjahr 2001 angekündigt wurde , soll Umsatzverlusten durch zurückgehende
NetWare-Verkäufe entgegen wirken . Im ersten Monat 1.360 Green Cards ausgestellt
Die Arbeitsämter in Deutschland haben seit dem 1. August 1.360 so genannte Green
Cards für ausländische Computerexperten erteilt . Allein 270 davon seien an
ausländische Absolventen deutscher Fachhochschulen und Hochschulen gegangen ,
berichtete der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit , Bernhard Jagoda , am
heutigen Mittwoch . Bei Green-Card-Inhabern dominierten Computerfachleute aus
Indien , Russland , Weißrussland , Ukraine , den Baltischen Staaten und Rumänien
. Bisher seien nur 35 Anträge abgelehnt worden . Nach Angaben der Zentralstelle
für Arbeitsvermittlung ( ZAV ) vom gestrigen Dienstag sind inzwischen mehr als
10.000 Bewerbungen für eine Green Card eingegangen . Microsofts MSN kommt über
Sprints Mobilfunknetz Microsoft bringt MSN Mobile 2.0 , die Inkarnation des
Microsoft Network für Handys und andere Mobilgeräte mit Internet-Zugang , für
Kunden des digitalen Mobilfunknetzes Sprint PCS des Telekomkonzerns Sprint . Zu
den Diensten , die über das Sprint-Netz ab nächster Woche zu empfangen sind ,
gehören unter anderem der Nachrichtendienst MSNBC , der Finanzservice
MoneyCentral und die Reiseseite Expedia . Hotmail-Nutzer können zudem ihre
E-Mails über das Handy empfangen und verschicken . Einen Web-Service für Handys
bietet der Konzern bereits seit September 1999 an . Die geplante Fusion der
Gesellschaft mit dem Konzern Worldocm war im Juni dieses Jahres am Verbot der
EU-Wettbewerbshüter gescheitert - allerdings hat Worldcom dagegen inzwischen
Berufung vor dem Europäischen Gerichtshof eingelegt . Mit Sprint hat Microsoft
die dritte Telefongesellschaft im Boot , die das MSN-Portal für Mobilgeräte
nutzen . Bereits im Mai letzten Jahres beteiligte sich Microsoft an Nextel und
vereinbarte mit dem Carrier , über desen Netz MSN auszuliefern . Japanischer
Mobilfunkkonzern will in München forschen Der japanische Mobilfunkriese NTT
DoCoMo baut seine Präsenz in Europa weiter aus : Von November an werde der
Konzern sein europäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum in München
aufbauen , teilte Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu am gestrigen Freitag
mit . In München will NTT DoCoMo Forschung in den Bereichen
Netzwerk-Infrastrukturen , IC/USIM-Karten der neuesten Generation und
Sicherheitstechniken für den Mobilfunk betreiben . München konnte sich laut
Wiesheu in einem europaweiten Standortwettbewerb durchsetzen . NTT DoCoMo ist
eine Tochter des japanischen Telekommunikations-Giganten NTT . Die Firma wurde
1991 gegründet und beschäftigt mittlerweile mehr als 15.000 Mitarbeiter . NTT
DoCoMo versucht seit einigen Monaten recht aggressiv , seine Expansion in Europa
voranzutreiben . So ist der Konzern mit KPN , Muttergesellschaft von E-Plus ,
verbandelt , um ein Mobilfunknetz der dritten Generation aufzubauen . Die beiden
Unternehmen wollen außerdem i-mode , den Internet-Dienst fürs Handy von NTT
DoCoMo , über europäische Mobilfunknetze bereitstellen . Das virtuelle Rathaus
ist im Bau Das virtuelle Rathaus ist keine Zukunftsmusik : Bürgerservice
kommunaler Verwaltungen soll mehr und mehr auch im Internet angeboten werden .
Die Verwirklichung moderner Dienstleistungskonzepte schreite rasch voran - das
ist das Ergebnis der zwölften Deutsch-Dänischen Bürgermeisterkonferenz im
Ostseebad Glücksburg am gestrigen Freitag . Gleichzeitig warnten die Delegierten
vor einer Zweiklassengesellschaft der regen Nutzer und der Nichtanwender . "
Solches müssen wir verhindern " , sagte der schleswig-holsteinische Minister für
Wirtschaft und Technologie , Bernd Rohwer ( SPD ) . Er sprach sich für die
weitere Verbesserung flächendeckender Bildungsangebote im Multimedia-Bereich aus
. Auch soziale Einrichtungen sollten berücksichtigt werden . " Das Internet kann
ein Qualitätssprung für öffentliche Dienstleistungen sein " , sagte Rohwer .
Auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gebe es mit einer
Internet-Zusammenarbeit erhebliche Chancen für abgelegene Regionen . Weitere
Entfernungen ließen sich mit Hilfe des weltweite Computer-Netz kompensieren .
Auch der stellvertretende Geschäftsführer des Städteverbandes Schleswig-Holstein
, Kurt Rohde , sprach sich für bessere Beratung und Angebote für die Bürger in
den Kommunen aus . Dafür sollen moderne Medien und ein " offensives
Informationsmanagement " sorgen . Die dänischen Konferenzteilnehmer verwiesen
darauf , dass in ihrem Land bereits zahlreiche Schritte zum Aufbau eines
Internet- und Intranet-Netzwerks ( " Digitale Kommune " ) des öffentlichen
Sektors erfolgreich angelaufen seien . " Informationstechnologie steht bei uns
ständig auf der politischen Tagesordnung " , sagte Poul Bernet Jensen ,
IT-Chefberater im Kopenhagener Forschungsministerium . Zur Konferenz trafen sich
rund 100 Verwaltungschefs aus der Region Soenderjylland/Schleswig . Die Tagung
zu jeweiligen Schwerpunktthemen wird jährlich vom Städtebund des nördlichsten
Bundeslandes in Zusammenarbeit mit dem Kopenhagener Kontaktbüro der deutschen
Volksgruppe in Dänemark veranstaltet . Bayern plant Sozial-Informationssystem im
Internet Mit einer ausgeklügelten Internet-Datenbank will Bayern künftig
Fachleute und Hilfsbedürftige durch den unübersichtlichen " Dschungel " sozialer
Dienstleistungen lotsen . Ein entsprechendes Sozial-Informationssystem hat der
Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung ,
Famile , Frauen und Gesundheit , Georg Schmid , am gestrigen Freitag in Nürnberg
angekündigt . Selbst Fachleute hätten inzwischen angesichts der Vielzahl
sozialer Hilfen den Überblick über die Angebote verloren . Mit dem Aufbau der
landesweiten Datenbank solle umgehend begonnen werden , betonte der Politiker .
Das Auskunftssystem soll künftig Interessierten mittels einer Computer-Suchmaske
helfen , das auf sie zugeschnittene Hilfsangebot im Freistaat sekundenschnell
ausfindig zu machen . Eine Standardisierung der Angebote solle zudem die
Vergleichbarkeit der jeweiligen Dienstleistungen erlauben , berichtete Schmid .
Ein bereits für die Region Regensburg entwickeltes Pilot-Projekt will die
Staatsregierung auf der am 9. und 10. November veranstalteten Sozial-Messe
ConSozial 2000 in Nürnberg vorstellen . " Mit dem Informationssystem werden die
Daten über die sozialen Dienstleistungen allen zugänglich , weit aktueller als
bisher und werden damit eine hohe Transparenz schaffen " , unterstrich der
Sozial-Staatssekretär . In dem bereits bestehenden Sozial-Informationssystem für
die Region Regensburg sind nach Angaben der Betreiber bislang 600 soziale
Angebote von annähernd 200 Anbietern abrufbar . Eine Weiterentwicklung sei
geplant . Bereits in der ersten Projektphase habe sich gezeigt , wie wichtig
etwa die Vereinheitlichung der zur Beschreibung der Angebote verwendeten
Begriffe sei . Fachleute sprächen vielfach nicht mit einer Sprache ,
Hilfsangebote seien oft sehr uneinheitlich bezeichnet , berichten die
Systembetreiber . Dies sorge bei Hilfesuchenden für Verwirrung .
Gesundheitsministerin für Apotheken in Netz Mitte Juli bereits sprach sich
Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer dafür aus , den Vertrieb von
Arzneimitteln im Internet auszubauen . Nun erklärte sie , die Apotheker selbst
sollten sich in den umstrittenen Medikamentenhandel im Internet einschalten .
Offenbar will sie darüber erreichen , dass den Kritikern des Arzneihandels im
Netz der Wind aus den Segeln genommen wird . Fischer wies laut dpa beim
Parteitag der baden-württembergischen Grünen am gestrigen Freitagabend in
Schwäbisch Gmünd auf die großen Gefahren hin , die mit dem Arzneimittelhandel im
weltweiten Netz verbunden sind . Da es aber unmöglich sei , diese Form des
Vertriebs von Medikamenten zu untersagen , sollten die Apotheken ihre Kompetenz
einbringen , um hier für Beratung und größere Sicherheit zu sorgen . " Damit
könnte man den vielen Scharlatanen den Wind aus den Segeln nehmen " , sagte
Fischer . Sie habe auch schon begonnen , entsprechende Vereinbarungen mit den
Apothekern zu treffen . Ziel müsse es sein , den Bedarf von Patienten nach
zuverlässiger Information über Medikamente und nach der Gewährleistung von
Qualität auch beim elektronischen Handel zu erfüllen . ( Bild : mit freundlicher
Genehmigung des Heinz Nixdorf MuseumsForum ) Am 6. Oktober 1951 arbeitete zum
ersten Mal ein elektronischer Computer auf deutschem Boden . Etwa drei Wochen
lang war der " Nimrod " der englischen Firma Ferranti der Star der Berliner
Industrieausstellung . Der Nimrod war kein universell programmierbarer Rechner ,
sondern eine Spezialmaschine mit 480 Vakuumröhren für das Spiel Nim . Nimrod war
von Ferranti ursprünglich für das Festival of Britain in London gebaut worden .
Nach dem Ende des englischen Festivals wurde das " Elektronen-Gehirn "
kurzfristig zur Industrieausstellung auf dem Messegelände Charlottenburg
geflogen und dort im Britischen Pavillon aufgestellt . Dort spielten Besucher
gegen den Rechner und hatten in der Regel keine Chance , wenn sie die Logik von
Nim nicht verstanden . So erging es am Eröffnungstag der Ausstellung , dem 6.
Oktober 1951 , auch dem damaligen Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard , der
in drei Spielen drei Mal verlor . Bundeskanzler Konrad Adenauer , der ebenfalls
zur Eröffnung anwesend war , spielte nicht : Staatslenker gegen Elektronenhirn ,
das war unvorstellbar . In den drei Wochen seines Deutschlandbesuches war Nimrod
zu jeder Messezeit umlagert und musste ständig von einer Truppe der
Schutzpolizei bewacht werden , die entlang der Warteschlangen patrouillierte .
Im Britischen Pavillon war neben Nimrod noch eine original englische Bar
aufgebaut , die Freigetränke ausschenkte . Zum Erstaunen der Engländer fand das
Bier kaum Beachtung . Nimrod kann als der erste Elektronenrechner in deutschen
Landen gelten , weil er mit Röhren arbeitete und quasi eigenständig sein
Programm ausführte . Die älteren Zuse-Maschinen Z3 und Z4 hatten nur Relais ,
und eine 1949 von Walter Sprick gebaute Röhren-Multipliziereinheit , die heute
im Deutschen Museum steht , war nur ein Zusatzmodul für eine Lochkartenmaschine
. Der erste universelle Elektronenrechner in Deutschland war dann vermutlich die
G1 der Uni Göttingen , die Ende 1952 ihren Dienst aufnahm . Diese
Weltausstellung , die Walt Disney die Idee für seine Disneylands eingab , gilt
noch heute als die fortschrittlichste ihrer Art . Das Nimatron sollte der
amerikanischen Durschnittsfamilie Middleton als Rechenhilfe dienen . Jeder
Besucher , der gegen das Nimatron spielte , bekam einen Ansteck-Button " I have
seen the Future " . Nimrod , der verbesserte britische Nachfolger , war schon
dem Namen nach eine Ecke düsterer geraten : Bewusst wählte man bei Ferranti den
Anklang an Nimrod , den Erbauer von Babylon , um den " Spielcomputer " vom "
richtigen " Computer Mark 1 abzusetzen , den die Firma zur selben Zeit
produzierte . Nimrod stahl jedoch dem Mark 1 die Show und ist damit erster Zeuge
der beliebten Produktdiversifikation der Computerindustrie . Schon das Spiel ,
mit dem das elektronische Computern in Deutschland seinen Anfang nahm , war eine
mundgerechte Fiktion . Bouton , der mit dem Spiel den Vorzug des binären
Zahlensystems demonstrieren wollte , fand eine einfache ( binäre ) Formel , mit
der ein auf Gewinn stehender Spieler sofort alle Gewinnzüge ermitteln kann .
Noch im selben Jahr wies der deutsche Mathematiker Paul Ahrens in der "
Naturwissenschaftlichen Wochenschrift " nach , das der Bezug auf Fan Tan
schlicht Humbug ist . US-Regulierungsbehörde kritisiert Telecom-Fusion Der Chef
der amerikanischen Federal Communications Commission , William Kennard ,
kritisierte die Übernahme von Sprint durch MCI WorldCom scharf : " Dieser
Zusammenschluß sieht wie eine Kapitulation aus . " Amerikanische Kunden könnten
sich über die niedrigsten Gebühren für Ferngespräche in der amerikanischen
Geschichte und die niedrigsten Internet-Gebühren aus einem einzigen Grund freuen
: Wettbewerb . In einer gestern von der FCC veröffentlichten Erklärung fügte er
hinzu : Der Chef von MCI Worldcom meinte dagegen laut Reuters , seine Firma
könne den Beweis antreten , dass die Übernahme von Sprint dem Wettbewerb nütze .
Verbraucherschützer sind da ganz andererer Meinung : " Endlich stimmen wir
einmal mit dem Vorsitzenden der FCC überein " , meinte James Love von Consumer
Project on Technology . " Viele Ökonomen sind der Ansicht , dass sich zwei oder
drei Firmen eher wie ein Kartell verhalten als fünf " , fügte Love hinzu und
erklärte , dass drei Firmen seit vielen Jahren den Markt für Ferngespräche in
den USA dominierten und damit demonstrierten , wie schwierig es für Konkurrenten
sei , einen Fuß in den Markt zu bekommen . Mit der Übernahme des drittgrößten
Anbieters Sprint schliesst der Zweitplazierte MCI weiter zum Primus der Branche
, AT&T auf , womit der Markt praktisch zwischen zwei Giganten aufgeteillt wird .
Inzwischen haben auch Mitglieder des US-Kongresses Bedenken gegen die Übernahme
geäußert . Republikaner wie Demokraten sind laut Reuters übereinstimmend der
Ansicht , dass man sich die Auswirkungen der Fusion auf den Telecom-Markt in den
USA genau ansehen müsse , bevor man die Entscheidung über eine Genehmigung
fällen könne . Die FCC ist in den USA verantwortlich für die Überwachung und
Regulierung des nationalen und internationalen Marktes für jede Form der
Telekommunikation , sei sie nun drahtlos , per Kabel oder Satellit . Auch die
Fernsehanstalten unterliegen der Oberaufsicht der FCC , die als unabhängige
Regierungsbehörde direkt dem amerikanischen Kongress verantwortlich ist . Im
Telefonmarkt nimmt die FCC eine ähnliche Rolle ein wie die Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post ( RegTP ) in Deutschland . Und die dürfte hier zu
Lande auch Einspruch einlegen , wenn eine vergleichbare Fusion stattfände : Ein
Aufkauf von Otelo , VIAG Intercom oder einem vergleichbaren Konkurrenten durch
die Telekom würde wohl kaum ihre Zustimmung finden . Intel verstärkt Engagement
im Internet-Markt Die Firma stellt Load Balancer und Traffic Management Devices
zum Betrieb großer Web-Server-Farmen her . Die Geräte ermöglichen einen
Lastausgleich zwischen verschiedenen Web-Servern , um Surfern möglichst
schnellen Zugriff auf die Web-Seite einer Firma zu gewährleisten . Darüber
hinaus sollen sie die Verfügbarkeit eines Web-Angebots garantieren , indem sie
den Datenverkehr bei Ausfall eines Servers auf einen anderen umleiten - und das
auch über große Distanzen zwischen einzelnen Installationen hinweg . IPivot
steht damit in direkter Konkurrenz zu Firmen wie Alteon Websystems , F5 Networks
oder Hydraweb , die auf Web-Anwendungen spezialisierte Load Balancer und
sogenannte Layer-4-Switches anbieten . ( Siehe zu dieser Technik auch c't 6/99 ,
S. 302 ) . Intel dehnt mit der Übernahme von IPivot sein Engagement bei Geräten
und Dienstleistungen für Internet-Provider und Web-Anbieter weiter aus , dass
der Prozessorbäcker mit der Einführung von Web-Hosting-Services bereits
demonstriert hatte . Microsoft und British Telecom : Internet-Zugang per Handy
Microsoft und British Telecom ( BT ) wollen als Ergebnis eines im Februar
gebildeten Joint Venture gemeinsam in den Markt der Internet-Zugänge für
Mobiltelefone einsteigen . Nach Angaben von BT wurde ein erster interner Test
erfolgreich abgeschlossen ; nun sollen drei Monate lang Anwender von fünf
BT-Kunden ( darunter die BBC , Credit Suisse und Nortel Networks ) an einem
Feldversuch in Großbritannien und Norwegen teilnehmen . Anfang nächsten Jahres
werde dann ein kommerzielles Angebot in den Ländern starten , in denen BT
vertreten ist . Der Zugriff auf das Angebot erfordert spezielle Mobiltelefone ,
in die Microsofts Micro-Browser eingebaut ist . Für den Test liefern die
französische Sagem und der südkoreanische Hersteller Samsung die Geräte . Als
Anwendungen sind erst einmal Kalender- und E-Mail-Funktionen vorgesehen sowie
Zugriff auf personalisierte Web-Seiten und Nachrichtendienste . Sie nutzen nach
Angaben von British Telecom Microsoft Exchange und den Internet Information
Server auf Basis von Windows NT . Der PC im Kühlschrank - mehr als nur gut
gekühlt Wenn Rikke Clausen eine Tüte Milch aus dem Kühlschrank holen will ,
bleibt sie neuerdings schon mal kurz an der Tür hängen . Aber nicht , weil ein
Ärmel irgendwo fest hängt , sondern weil der PC-Schirm in der Kühlschranktür der
Dänin gerade mitteilt , dass eine neue E-Mail für sie angekommen ist . Rikke und
ihr Mann Henning Thomsen mitsamt zwei kleinen Kindern nehmen an einem
sechsmonatigen Test teil , mit dem ein dänischer und zwei schwedische Konzerne
beweisen wollen , dass man Computer schon jetzt viel praktischer im Alltag
anwenden kann , als die meisten glauben . Screenfridge heißt der Kühlschrank mit
eingebautem Super-PC , den Ericsson , Electrolux und TeleDanmark gemeinsam
entwickelt und vorerst 50 Familien oder Singles im Kopenhagener Vorort Ballerup
kostenlos zur Verfügung gestellt haben . " Ist schon ganz schön pfiffig " ,
meint Rikke Clausen , bei der der Screenfridge im September ein paar Tage nach
der Geburt ihres zweiten Sohnes Simon ins Haus kam . Mit einfachem Fingerdruck
auf den sehr klaren Schirm kann sie nun steuern , ob sie eigene E-Mails ,
Nachrichten , die Sonderangebote vom Supermarkt nebenan , die Liste der
Verspätungen im lokalen Bus- und Bahnverkehr oder auch eine Adresse im endlosen
Ozean der Internet-Möglichkeiten abrufen will . " Erstens sowieso und zweitens
mit zwei kleinen Kindern bin ich nicht der Typ , der sich im Keller vor einen
Computer setzt , das Modem anstellt und zehn Minuten mit dem Einloggen zubringt
" , sagt die selbstbewusste Frau , die von der Arbeit den Umgang mit Computern
gewohnt ist . Genau für diese Art von potenziellen Käufern haben die Initiatoren
den Screenfridge entwickelt . Er soll nach übereinstimmender Aussage der drei
Unternehmen Leute anziehen , die eben keine " PC-Freaks " mit grenzenlosem
Zeitverbrauch beim " Problemlösen " und Herumsurfen im Netz sind . Über
technische Details im Screenfridge wird denn auch in Kopenhagen nicht so laut
gesprochen . Kein Geheimnis aber ist , dass der in die Kühlschranktür eingebaute
PC ein eher kleiner seiner Zunft ist . Trotzdem weist er mit einer Breite von
nur zwei Zentimetern , absoluter Lautlosigkeit und angeblich zu Null
tendierender Reparaturanfälligkeit etliche und nicht ganz billige Besonderheiten
auf . Für die schnelle Verbindung zu einem für die 50 Tester eigens entwickelten
Intranet sorgt eine permanent offene ADSL-Verbindung . Vier Wochen lang hatten
Techniker ihren PC schon zur Reparatur , weil der LCD-Monitor sich als instabil
erwiesen hatte . Da lag auch das in den Computer integrierte Telefon
einschließlich Webkamera brach , über die man doch so schön mit der fleißig im
Internet surfenden Mutter von Ehemann Henning Thomsen hätte chatten können .
Über den praktischen Nutzwert ist sich Rikke auch nach zwei Monaten noch in
bisschen unsicher . " Aber wenn das Ding nach dem Test wieder weg ist , ärgert
es mich doch , dass ich wieder in den Keller müsste , um E-Mails abzurufen . "
Vorerst wird das Teststück im Februar mit einem normalen altmodischen
ausgetauscht . In den Handel könnte der Screenfridge vielleicht innerhalb eines
weiteren Jahres kommen . Apple rutscht in die Krise Als Retter von Apple
stürmisch umjubelt , hat Steve Jobs nun auch die eher undankbare Aufgabe ,
erneut schlechte Nachrichten verkünden zu müssen . Steve Jobs jedenfalls scheint
sich über eins sicher : Apple ist Opfer der Flaute im Weihnachtsgeschäft und der
rückläufigen PC-Verkäufe , die auch andere PC-Hersteller schon hart traf : " Der
rasche und in der ganzen Branche spürbare Rückgang der PC-Verkäufe wird Apple
das erste Quartal in drei Jahren ohne Gewinn bringen " , bedauerte Jobs in einer
Telefonkonferenz . Er versprach aber , dass Apple im kommenden Quartal wieder
dauerhaft in die Gewinnzone zurückkehren werde . Im Detail begründete Apple die
Gewinn- und Umsatzwarnung mit den viel geringer als geplant ausfallenden
Umsätzen im Oktober und November , mit unerwartet niedrigen Umsätzen in allen
Regionen und mit nicht geplanten Verkaufshilfen und Preisaktionen . " Kein
Geschäft geht ohne Unterbrechung nach oben " , grummelte Jobs : Und er gab sich
optimistisch : Apple werde weiterhin eine " Arnold Schwarzenegger Bilanz "
vorlegen , denn die Firma könne die Schlecht-Wetter-Periode gut überstehen .
Allerdings musste Jobs auch eingestehen , Apple sei nicht darauf vorbereitet
gewesen , durch Einflüsse getroffen zu werden , die Umsatzsteigerungen
verhinderten : " Ich bin darüber nicht stolz . " Dafür gibt es wohl auch keinen
Grund : Dies ist immerhin bereits das zweite Quartal , in dem Apple mit seinen
Geschäftszahlen hinter den Erwartungen zurückbleibt . Unter anderem verkauft
sich der viel bestaunte Würfelrechner G4 Cube wohl weit schlechter als man
angesichts der allgemeinen Begeisterung bei seiner Vorstellung erwartet hatte .
Zudem : Die Lagerbestände insgesamt bei den Händlern wuchsen während der letzten
zwei Monate statt zu sinken , wie sich das Apple erhoffte - und was die Firma
durch Sonderverkäufe und Preissenkungen unterstützen wollte . Laut Apples
Finanzchef Fred Anderson sind in den Vertriebskanälen inzwischen Lagerbestände
für 11 Wochen vorhanden , nachdem sie Ende September noch bei Vorräten für 8
Wochen lagen . Auch wenn Apple die schlechten Zahlen vor allem im Zusammenhang
mit der Schwäche der PC-Industrie insgesamt sieht , gibt es noch weitere
Faktoren , die Apple-spezifisch sind . So sind die Verkäufe an
Bildungseinrichtungen stark eingebrochen - Apple musste in den USA sogar seinen
angestammten ersten Platz in diesem Markt an Dell abgeben . Jobs aber hofft auf
Neuvorstellungen , um Apple wieder nach oben zu bringen : Eine Reihe von neuen
Rechnern und Anwendungen könne die Verkäufe wieder beleben ; außerdem sei man
mit Mac OS X im Zeitplan : " Ich bin begeisterter über unsere zukünftigen
Produkte als ich es jemals war . " Bislang aber traut die Börse den
Prophezeiungen Jobs' noch nicht : Die Aktien des Unternehmens fielen im
nachbörslichen Handel stark auf 14 US-Dollar . Sie waren zuvor im regulären
Handel von der boomenden Nasdaq auf 17 US-Dollar hochgezogen worden . Insgesamt
ist der Kurs des Apple-Papiers in diesem Jahr um über 65 Prozent gefallen ,
nachdem die erste Zeichen von unerwartet schwachen Geschäften die Aktie unter
Druck zu setzen begannen . Schweizer UMTS-Auktion gelaufen Die Auktion der vier
Schweizer UMTS-Mobilfunklizenzen ist am heutigen Mittwoch um 12:40 Uhr nach nur
vier Runden beendet worden , gab das Bundesamt für Kommunikation ( Bakom )
bekannt . Es hatte die Auktion im Auftrag der Eidgenössischen
Kommunikationskommission ( ComCom ) durchgeführt . Der Gesamterlös für die
Schweizer Bundeskasse : Nachdem fünf Bieter kurzfristig aus der Versteigerung
ausstiegen , schraubte das Amt die Erwartungen aber bereits drastisch zurück .
Die Deutsche Telekom war ebenfalls schon vor Beginn der Versteigerung aus dem
Rennen ausgestiegen . Nach dem Rückzug von fünf Bietern und der Fusion von
diAx/sunrise unter dem Dach von Tele Denmark hatte die ComCom die erste geplante
Auktion zunächst abgesagt und untersucht , ob es unter den Bietern illegale
Absprachen gegeben habe . Da die Behörde dafür keine Hinweise fand , setzte sie
die heutige Versteigerung an . In der dritten Runde hat die Swisscom ihr Angebot
für die erste Konzession abgegeben , dSpeed für die Zweite . Für die vierte
Konzession meldete sich die spanische Gesellschaft Telefonica ( 3G ) an . Drei
von fünf Unternehmen im Internet ( Update ) Drei von fünf deutschen Unternehmen
sind bereits im Internet präsent , ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie-
und Handelstages ( DIHT ) bei 22.000 Betrieben . Die Ergebnisse präsentierte
DIHT-Präsident Hans Peter Stihl am heutigen Mittwoch in Berlin . Für das
kommende Jahr erwartet Stihl zudem einen neuen Schub . Im Vordergrund stehe
dabei die eigene Internetpräsentation . Aber jedes fünfte Unternehmen plane
ferner auch Investitionen in die elektronische Geschäftsabwicklung mit Firmen
oder Kundenbetreuung : " Für die deutsche Wirtschaft ist das Thema E-Business
keine terra incognita " , kommentierte Stihl die Untersuchung . Allerdings gebe
es auch immer noch Hemmnisse für eine breitere Nutzung der neuen Medien . " Die
Unternehmen in Deutschland wenden sich zwar verstärkt dem elektronischen
Geschäftsverkehr zu , nutzen das volle Potenzial der neuen Technologien bislang
aber nicht aus " , meint der DIHT . An erster Stelle stehe bei den
Schwierigkeiten bei der Umsetzung von E-Business die tatsächliche oder
vermeintliche Kundenzurückhaltung . Jedes dritte Unternehmen gab an , dass es
die beträchtlichen Anschaffungs-Aufwendungen noch scheue . Mangelndes Vertrauen
in die Sicherheit des elektronischen Geschäftsverkehrs sowie fehlendes
fachkundiges Personal ist für rund ein Viertel der befragten Firmen ein Problem
. Zwischen den Unternehmen gibt es nach der Umfrage zudem deutliche Unterschiede
in der Nutzung der Informationstechnologien . Dabei sei Wirtschaft und Politik
gleichermaßen gefordert , sagte Stihl . Insbesondere die kleinen und mittleren
Unternehmer müssten verstärkt an die neuen technischen Möglichkeiten
herangeführt werden . Handlungsbedarf bestehe vor allem im Handel und bei der
Bauwirtschaft . Während bei 86 Prozent der Unternehmen mit mehr als 100
Beschäftigten die Arbeit mit dem Internet fast schon zum Regelfall gehöre ,
seien bei Betrieben mit bis zu 20 Mitarbeitern weniger als die Hälfte im Netz
präsent . Das habe auch Auswirkungen auf die Geschäftserwartungen . Unternehmen
, die schon jetzt die Informationstechnologien nutzten , sähen deutlich
zuversichtlicher in ihre geschäftliche Zukunft als die IT-Nachzügler . Die
Studie wurde vom DIHT im Zusammenarbeit mit der Firma MediaMit erstellt , die
sie auf ihrer Website im Volltext zum Download bereitstellt . Fujitsu-Siemens
verdoppelt Produktionskapazität Bis Mitte nächsten Jahres soll die Zahl der
Fertigungslinien von acht auf 16 steigen , sagte Werksleiter Klaus Nicolai am
heutigen Mittwoch beim Start des Projektes . Die Zahl der fest angestellten
Mitarbeiter in Sömmerda werde um etwa 100 auf 600 steigen . In Spitzenzeiten
würden in dem Werk künftig über 1.000 Menschen zum Teil über Zeitverträge
beschäftigt . Das 1999 gegründete Gemeinschaftsunternehmen hatte seine
Produktion in Deutschland auf Sömmerda und Augsburg konzentriert . Das Werk in
Sömmerda war 1993 eröffnet worden . Sömmerda galt mit einem großen Robotron-Werk
bereits in der DDR als Zentrum der Computerindustrie . Vor allem das
Weihnachtsgeschäft sei gut gelaufen . " Für 2001 peilen wir erneut eine
Steigerung von 30 Prozent an " , sagte der Firmenchef . Bestandteil des
Investitionskonzeptes , das vom Land gefördert wird , ist die Errichtung eines
Logistikzentrums . " Thüringen gilt inzwischen als der größte europäische
Standort der Computerherstellung " , sagte Wirtschaftsminister Franz Schuster (
CDU ) in Sömmerda . Die Computerindustrie in Thüringen hat nach Angaben von
Schuster im Vorjahr ein Umsatzplus von 8,1 Prozent erreicht . Mit 247.000 Mark
Umsatz pro Mitarbeiter gehöre sie zu den produktivsten Branchen in dem
Bundesland . Flensburger Motorola-Handyfabrik baut 400 Arbeitsplätze ab Die
Flensburger Handy-Fabrik von Motorola wird in den nächsten drei Monaten 400 der
zurzeit gut 3.000 Arbeitsplätze abbauen . Grund dafür sei die Neustrukturierung
des europäischen Vertriebsnetzes für Fertigprodukte , sagte am heutigen Mittwoch
der Geschäftsführer des Motorola-Werkes in der Fördestadt , Bent Andersen . Der
Standort Flensburg sei nicht bedroht , versicherte er . Nach Angaben Andersens
werde sich die Effektivität des Fertigungsbereichs weiter erhöhen . Bereits in
diesem Jahr sei die Herstellung gegenüber 1999 verdoppelt worden .
Produktionszahlen nennt Motorola wie andere Funktelefonhersteller auch
traditionell nicht . Nach zuverlässigen Informationen werden allein in Flensburg
täglich rund 30.000 Mobilfunkgeräte hergestellt . Im Flensburger
Motorola-Distributionszentrum werden mehr Telefone versandt als in der
benachbarten Fabrik produziert werden , hieß es . Das kommt dadurch , dass
bisher über Flensburg auch Fertigprodukte aus den Werken in Schottland sowie
asiatischen Fabriken an den Handel versandt werden . Nun wird Motorola neben dem
bisher einzigen Versandzentrum in Flensburg das erst kürzlich still gelegte in
Schottland reaktivieren und zusätzlich im südlichen Mitteleuropa ein drittes
installieren . " Wir wollen noch dichter am Kunden sein " , wurde der Schritt
begründet . Das Unternehmen sicherte zu , betriebsbedingte Kündigungen für die
400 ausscheidenden Beschäftigten zu vermeiden . So werden ab sofort freiwillige
Aufhebungen mit " äußerst attraktiven Abfindungskonditionen " angeboten . Neben
diesen materiellen Maßnahmen unterstütze das Unternehmen die Mitarbeiter bei der
Suche nach einem neuen Arbeitsplatz . Sprecher der Geschäftsführung
unterstrichen , dass der vorgesehene Stellenabbau die öffentliche Förderung ,
die Motorola vor rund drei Jahren beim Aufbau des Flensburger Werkes für die
Schaffung neuer Arbeitsplätze erhalten hatte , nicht betreffe . Die
Millionenhilfen seien für erheblich geringere Mitarbeiterzahlen geflossen . Der
jetzt eingeleitete Stellenabbau diene " der Festigung und Konsolidierung des
Standortes " , kommentierte auch der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs-
und Regionalentwicklungsgesellschaft in Flensburg , Klaus Matthiesen , die
Entscheidung bei Motorola . In Deutschland ist der US-amerikanische
Elektronikkonzern ( 121.000 Mitarbeiter weltweit ) durch die Motorola GmbH (
Wiesbaden ) präsent . Internet-Provider Freeserve geht an France Telecom Der
größte Internet-Provider in Großbritannien , Freeserve , geht in die Hände der
France Telecom über . Die Transaktion soll in Form eines Aktientauschs vor sich
gehen - für jede Freeserver-Aktie bekommen die Anteilseigener 0,225 neu
auszugebende Wanadoo-Papiere . Ursprünglich wollte die Deutsche Telekom
Freeserve übernehmen , doch hatte der Konzern sein Interesse verloren , nachdem
er die Bilanzen genauer geprüft hatte . Wanadoo scheint dies allerdings nicht zu
stören : Offensichtlich kommt es der France-Telecom-Tochter zuerst auf
Marktanteile an . Man wolle mit der Übernahme in die Spitzengruppe der
europäischen Internet-Anbieter vorstoßen , hieß es . Führend in Europa sind die
Telekom-Tochter T-Online und die italienische Tiscali . Wanadoo hatte bereits
Ende November Gespräche über die mögliche Übernahme des britischen Unternehmens
bestätigt . Nach Bekanntgabe der Einigung sank die Aktie von Wanadoo an der
Börse in Paris gegen Mittag kurzzeitig unter ihr Jahrestief von elf Euro . Seit
dem Börsenstart im vergangenen Juli hat Wanadoo einen Wertverlust von 40 Prozent
hinnehmen müssen . Gericht : Höhere Abfindung für Nixdorf-Aktionäre Die Siemens
AG muss den ehemaligen Aktionären der Siemens-Nixdorf-Informationssysteme AG (
SNI ) nach einem Beschluss des Dortmunder Landgerichts eine höhere Abfindung
zahlen . Bei der vollständigen Übernahme von SNI durch Siemens im März 1992 habe
der Konzern den Aktionären jeweils eine Siemens-Aktie im Tausch für sechs
SNI-Aktien angeboten . Laut Beschluss des Gerichts müsse Siemens sein Angebot
jetzt verdoppeln , teilte das Gericht am Mittwoch in Dortmund mit . Ein vom
Gericht eingeholtes Gutachten habe ergeben , dass der Börsenkurs von SNI bei der
Bewertung des Unternehmens nicht sachgerecht berücksichtigt wurde . Die Richter
folgten damit einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom April
vergangenen Jahres . Danach gelte der zum Zeitpunkt der Übernahme aktuelle
Börsenkurs als Mindestverkehrswert des übernommenen Unternehmens . Die Siemens
AG wollte sich am Mittwoch nicht zu der Entscheidung sowie zu der Höhe der
drohenden Nachzahlung nicht äußern . Gegen den nicht rechtskräftigen Beschluss
könne der Konzern nach Gerichtsangaben allerdings Rechtsmittel beim Düsseldorfer
Oberlandesgericht einlegen . Internet-Domain für Palästina Die
Auseinandersetzungen zwischen Israel und den palästinensischen Behörden um den
Friedensprozeß und den zukünftigen Status von Palästina gehen zwar unvermindert
weiter , im Internet gewinnt das autonome Gebiet Palästina aber schon
Anerkennung . Bei der ICANN ( Internet Corporation for Assigned Names and
Numbers ) ging der Antrag der palästinensischen Selbstverwaltung ein , Palästina
eine Länder-Domain ( ccTLD , contry code Top Level Domain ) zuzuweisen . Die
ICANN erwartet , dem Antrag in Kürze entsprechen und Palästina die Domain ps
geben zu können . Das amerikanische Handelsministerium , das momentan noch den
Übergang der Internet-Verwaltung zur ICANN überwacht , muss die Zuweisung der
ps-Domain noch genehmigen . Die ps-Domain wäre die erste neue Domain , die nach
der Übernahme der Internet-Verwaltung durch die ICANN eingerichtet würde .
Vorweggenommen wurde diese nahezu offizielle Anerkennung im Cyberspace
allerdings schon durch die Aufnahme Palästinas in die Liste der Länderkennungen
der UNO . Diese benutzt beispielsweise die ITU ( International
Telecommunications Union ) für die Zuweisung von nationalen Telefonvorwahlen .
Musik aus dem Handy ( update ) Mobiltelefon-Hersteller Ericsson stellte auf der
Consumer Electronics Show in Las Vegas einen MP3-Player vor , der sich direkt in
3V-GSM-Telefone wie etwa das T28-World einstecken läßt . Das Modul wurde letztes
Jahr vom Chip-Hersteller Micronas als Technologiestudie entwickelt ; Ericsson
will den Player nun im ersten Quartal diesen Jahres auf den Markt bringen . Als
Speichermedium für die digitale Musik dient eine Multimedia-Card ( MMC ) .
Eingehende Anrufe und Musik laufen über ein Kabel , das mit zwei Ohrstöpseln ,
einem Mikrofon und einer Answer-Call-Taste ausgerüstet ist . Während der
Benutzer telefoniert , stellt der MP3-Player die Musik automatisch ab . Das
Modul ist allerdings von der Batterie des Telefons abhängig - wie lange man
Musik genießen kann , hängt damit auch von der Anzahl der geführten
Telefongespräche ab . Laut Ericcson verbraucht der MP3-Player etwa ein Viertel
des Batteriestroms . Ericsson ist aber nicht der einzige Hersteller , der Musik
übers Handy ermöglichen will . Mit Music in your mobile haben Sanyo , Hitachi
und Fujitsu schon letztes Jahr eine Initiative gestartet , um MP3-Dateien direkt
aus dem Internet auf Mobiltelefone zu laden . Was war . Was wird . Wie immer
möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Was war . Ein neuer Geist soll uns beflügeln , aber
nicht der , der Spirit Airlines beraten hat , über den Jahreswechsel hinweg ein
Software-Update einzuspielen , inmitten der großen Reisewelle . Dann nicht
einmal das Bodenpersonal in der neuen Software zu schulen , das hat schon Stil .
Was guter Internet-Stil ist , demonstrierte diese Woche auch das
Bundeslandwirtschaftsministerium . Passend zum Sitzungsthema dichtete der
oberste Bauer der Republik : Derzeit ist das Pressearchiv vom Netz und die
Stichwortsuche , mit der man schnell zum Gedicht kam , " aus technischen Gründen
" außer Betrieb . Das Gedicht wurde übrigens auf ausdrücklichem Wunsch des
Ministers ins Web gestellt . So nennt auch Intel in seiner neuen Kampagne " Out
of the Blue " die Zeit , die nun anbricht . Nur war das Ding schon 1983 schon
unvorstellbar schnell voll . In der XT-PC-Ära ist das natürlich kein Problem
mehr , schließlich haben wir ja Speichersysteme wie das " Peerless Drive " , mit
dem Iomega jetzt wirbt . Richtig , natürlich mit dem schnittigen " unvorstellbar
" . Bei 20 GByte für die größte " Peerless Cartouche " haben wir heute zwar
keine Probleme mit der Vorstellungskraft , dafür ist es der Preis , der " ein
unvorstellbarer Cent pro MByte " beträgt . Der triumphalen PR-Meldung nach kann
sich ein Computernutzer der XT-Ära also nichts mehr unter einem Pfennig
vorstellen . Unter Peerless wahrscheinlich auch nichts . Peerless arbeiten
Systeme nach Iomega dann , wenn die Lese- und Schreibköpfe zum Wechselmedium
gehören und nicht zum Laufwerk und wenn sie über ein eigenes
Identifikationssystem verfügen , das selbstständig jede unautorisierte Kopie
oder jeden unautorisierten Leseversuch abblocken kann . Zur XT-PC Ära von Intel
gesellt sich aufs feinste die Ära , in denen es " Laufwerke an Intelligenz mit
dem PC aufnehmen " . Nur wir bleiben doof wie immer ( und kaufen ) . All die
schönen Aktienoptionen , mit denen der arbeitslose Bobo nun endlich in Ruhe
seine Wohnung tapezieren kann , führen bei dem Rest der hart arbeitenden Klasse
zur Frage , ob denn nicht ein bisschen Solidarität und Gewerkschaftsarbeit die
Lage bessern kann . So etwas hat Tradition . Bedenken Sie genau , was eine
Gewerkschaft Ihnen bieten könnte und vergleichen Sie dies mit dem , was Sie von
Microsoft erhalten . Wir bitten Sie eindringlich , diese Frage nicht mit
Außenstehenden zu besprechen , besonders nicht mit der Presse . Der ist einer
der Chefstrategen der IG Metall und zuständig für die neue Arbeitswelt . Als
solcher übernimmt er nun einen Lehrstuhl für Gestaltung in der neuen Ökonomie ,
frei nach dem Motto , dass man auch mit geballter Faust surfen kann . Ulrich
Klotz sollte man übrigens von einem Peter Glotz unterscheiden , der als echter
SPD-Genosse Professor für Kommunikationsmanagement an der Hochschule in St.
Gallen lernt und dieser Tage in der Bobo-Hauspostille Market den steilen
Aufstieg des Internet zum Massenmedium ganz materialistisch als Tat der
schwieligen Hand erklärte : Die Leute mussten das nicht kaufen , im Gegensatz zu
der Einführung des Fernsehens . Und jetzt singen wir alle : Was Frederick Angel
und Carl Marks analysierten , darauf kommt nun ein jüngerer Geschichtsprofessor
zurück : Dieser Nolte wiederum ist beileibe nicht zu verwechseln mit dem
unseligen Ernst Nolte , dessen revisionistische Thesen schon für so manchen
Historikerstreit gut waren . Revisionismus dürften aber unsere Bobos auch dem
Paul Nolte vorwerfen - wo es doch in der Internet-Ökonomie nicht einmal mehr
Mitarbeiter gibt , sondern nur noch Mitbesitzer . Manchmal ist eben ein bisschen
Revisionismus doch ganz nett - vor allem , wenn er zu so schönen Einsichten
führt : " Der Aufstieg der Privatsender hat ein spezielles Fernsehen für die
Unterschichten geschaffen . " Am Arbeitsplatz kann man natürlich ungleich
kräftiger auf das Internet zugreifen als zu Hause . So mag die AOL-Kampagne
Folgen im Rosenkrieg Becker gegen Becker haben , beweist sie doch , wie wenig
dieser Becker sich abends um die Kinder kümmerte . Ein ordentlicher
Familienvater sitzt doch am Bett und erzählt Swabedoo-Märchen oder macht sich an
seinem Portal zu schaffen . Zum neuen Jahr hagelte es nicht nur seltsame
Obelisken in die Welt , sondern noch seltsamere Artikel in die Feuilletons . In
den USA hat man dafür die schlichte Wendung " do the Kubrick " gefunden , wenn
Internet-Appliances oder defekte Sprachsoftwarefirmen wie Lernout & Hauspie mit
dem Film in Verbindung gebracht werden . Aus gegebenen Anlass können wir passend
zum XT-PC den Originaltitel des Filmes ändern : 2001 , a Specs Odyssey . Und uns
wundern , warum sich niemand die Mühe gemacht hat , die einzig echte Zukunft zu
beschreiben , die in den USA die Webseiten füllte . Historisch genaue
Heise-Leser werden ohnehin die ganze Aufregung um diesen Hal nicht verstehen .
Der erste Computer kollabierte im Film bereits im Jahre 1957 und hieß Emmy . Im
Film " Desk Set " mit Katherine Hepburn und Spencer Tracy verschmauchte Emmy bei
der Frage , ob Watusis auf Korfu leben . Was wird . Pädagogisch wertvolle Filme
werden heute nicht mehr in England gedreht , wie zu Kubricks Zeiten . Der
Regisseur hatte damals im Jahre 1963 als Berater den KI-Pionier Marvin Minsky
engagiert , der die Rolle von HAL anno 2001 beurteilen sollte . Nur die Sache
mit den ausfallsicheren Computern fand Minsky unglaubwürdig . Mögen die Berater
zum Film " Antitrust " ähnliche Ansichten gehegt haben . Dieser Film kommt am
12. Januar in die US-Kinos : Der Plot des Films klingt wie schlechtes
Slashdot-Geblubber und ist nicht annähernd so spannend wie der
Weltuntergangskrimi " format c: " , mit dem Edwin Black , der ehemalige
Chefredakteur des amerikanischen OS/2 Magazine , seinen Lieblingsfeind Bill
Gates in die Tonne treten wollte . Aber sei 's drum . Mit Antitrust wird Linux
zu einem Filmstar . Wenn schon einen Film über Computer , dann doch " Electric
Dreams " . In ihm kauft ein schüchterner Junge einen Computer , lässt ihn aber
fallen . Dadurch wird die Maschine superintelligent und gibt Tipps , wie man die
Herzen der Mädchen erobert . Der für den Film engagierte Computerexperte
kündigte , als er das Drehbuch gelesen hatte . Tja . Damals gab es halt keinen
XT-PC . In welch wunderbaren Zeiten leben wir doch heute . CES : Palm-Chef
stimmt in den Abgesang auf den PC ein In seiner Rede auf der Consumer
Electronics Show ( CES ) rief Carl Yankowski , Chef des PDA-Herstellers Palm ,
eine neue Zeitrechnung aus : Er sei für die meisten der täglichen Arbeiten , die
häufig in die Freizeit fielen , zu kompliziert und daher unbrauchbar . " Selbst
ein Pentium 4 kann Ihnen diese Infos nicht so schnell liefern " . Auch für die
Idee eines tragbaren PC kann sich Yankowski offensichtlich nicht erwärmen :
Dessen Stromverbrauch sei alleine schon so hoch , dass der Anwender sich immer
fragen müsse , wie lange die Akkus noch durchhalten . Dies sei ein Fehler im
Design - und auf das richtige Design komme es an , so der Palm-Chef , der zur
Demonstration seiner Vorliebe für zeitlose Designs mit einem alten Käfer auf die
Bühne fuhr . Es könne nicht angehen , dass Hersteller elektronische
Kontrolleinrichtungen in Autos bauen , bei denen der Fahrer vor dem Losfahren
eine Checkliste wie in einer Boing 747 durchgehen müsse . Es mache keinen Sinn ,
die Kunden " mit mehr und mehr Peripherie zuzuschmeißen " , erklärte Yankowski
mit deutlichen Anspielungen auf die Vorstellungen von Intel und Microsoft über "
Extended PCs " . Auf seinem eigenen Schreibtisch stünden heute mehrere Hubs und
Data-Switches . Die Zukunft liege in der drahtlosen Kommunikation , wobei er
Bluetooth den Vorzug gebe . Geht es nach dem Palm-Chef , werden unsere
Geldbörsen zukünftig durch Palm-Handhelds ersetzt . In den kommenden zwölf
Monaten soll das entsprechende Programm , das zusammen mit der
Kreditkartengesellschaft Visa entwickelt wurde , fertig sein . Eine erste
Demonstration gab Yankowski gleich darauf auf der Bühne , wo er einfach durch
Eingabe seiner PIN-Nummer in einem eigens eingerichteten Shop einkaufte . Zu
Microsofts Demonstration des Pocket PC Plus fiel ihm hingegen offensichtlich
nicht viel ein . Er erklärte lediglich , dass man ab der Version 4 des Palm OS
voll auf Spracherkennung setze . Ab Version 5 , die bereits in Arbeit sei , will
sich Palm dann voll auf das Thema Multimedia konzentrieren . Focus : Intershop
muss mit Schadenersatzklagen rechnen Auf das Jenaer Software-Unternehmen
Intershop kommen nach dem Kurseinbruch möglicherweise Schadenersatzforderungen
von Anlegern zu . Wie das Nachrichtenmagazin Focus in seiner jüngsten Ausgabe
berichtet , wird sich die auf Kapitalanlagerecht spezialisierte Kanzlei Tilp &
Kälberer mit Ansprüchen enttäuschter Aktionäre beschäftigten . Es werde auch
eine Sammelklage in den USA erwogen , wo die Gerichte meist höhere
Schadenersatzzahlungen als in Deutschland einräumten . Hintergrund ist der
drastische Kurssturz der Intershop-Aktie in der vergangenen Woche . Er wurde von
einer Ankündigung der Konzernleitung ausgelöst , wonach die Verluste im vierten
Quartal unerwartet hoch ausgefallen seien . Die Aktie der Intershop
Communications AG , die am 7. September noch mit 105 Euro gehandelt worden war ,
schloss am Freitagabend am Neuen Markt mit 8,27 Euro . Dabei beschleunigte sich
die Talfahrt zum Jahreswechsel . Das Unternehmen bemühte sich , das Vertrauen
der verunsicherten Aktionäre wiederzuerlangen und nahm sofort Kontakt zu den
Aktionärs-Schutzvereinigungen auf . Für die nächsten Tage ist ein Treffen mit
den Vertretern der Anteilseigner geplant , bei dem über die aktuelle Situation
des Unternehmens informiert wird . Die Intershop AG , die weltweit rund 1.200
Mitarbeiter beschäftigt , gehörte zu den Index-Schwergewichten am Neuen Markt .
Etwa 65 Prozent der Papiere des Softwareunternehmens , das auf Programme für den
elektronischen Handel im Internet spezialisiert ist , sind nach Angaben des
Unternehmens im freien Umlauf . 26 Prozent sind im Besitz der drei Gründer , die
sich verpflichtet haben , keine Aktien zu verkaufen . Ein Prozent der Papiere
halten die Mitarbeiter und sechs Prozent Risikokapitalgesellschaften . Intershop
will Ende Januar mit der Vorlage der endgültigen Geschäftszahlen für 2000 seine
Prognose für dieses Jahr präzisieren . CES : Dolby präsentiert neues
Audio-System Pro Logic II Dass sich Dolby nach dem großen Erfolg des digitalen
Surroundsystems Dolby Digital , das bis zu sechs diskrete ( völlig voneinander
getrennte ) Audiokanäle bietet , nochmals der Matrix-Technologie zuwendet ,
dürfte einige zunächst überraschen . Schließlich wird sich wohl niemand , der
einmal Dolby Digital gehört hat , wirklich nach dem alten Format sehnen . Die
Gründe dafür sind jedoch tatsächlich einleuchtend : Bis heute gibt es immer noch
jede Menge Quellen , die keinen diskreten Digital-Surround-Sound bieten , allen
voran das ( analoge ) Fernsehen oder CDs . Das alte Pro-Logic-System hat einige
Einschränkungen , wie einen monoauralen Surroundkanal ( auch wenn dieser über
zwei Lautsprecher wiedergegeben wird ) und eine eingeschränkte Bandbreite des
Surroundkanals von gerade einmal 7 kHz . Mit Dolby Pro Logic II erhält der
Anwender nun zwei Surroundkanäle , über die verschiedene Audioinformationen
laufen können , dazu gesellt sich ein eigener Bass-Kanal . Ein Erfolg scheint
daher gewiss , zumal alle großen Unternehmen der Audioelektronik-Industrie auf
den Zug aufspringen wollen . Am Dolby-Stand verrichtete ein THX-lizenzierter
Kenwood-Receiver Modell VR-5080 seinen Dienst . Warum Dolby derart lange
gebraucht hatte , bis Pro Logic II endlich in Angriff genommen wurde , konnte
aber auch keiner der Dolby-Mannen beantworten . Im Vorfeld dieser offiziellen
Präsentation wurde häufig spekuliert , dass Pro Logic II so nah an Dolby Digital
5.1 heranreicht , dass beide Systeme miteinander konkurrieren werden . Dies ist
jedoch falsch , zumal Dolby nach Aussagen des Firmensprechers James Joseph
Arnold nicht von der Möglichkeit Gebrauch machen wird , eigene
Pro-Logic-II-Aufnahmen zu fördern . Es gehe lediglich darum , analoge Aufnahmen
besser klingen zu lassen . Tatsächlich geht es eher darum , unterschiedliche
Signale für beide Rearspeaker zu schaffen , die den räumlichen Eindruck erhöhen
. " Es geht nicht um rechts oder links hinten , man könnte praktisch überall
Lautsprecher aufstellen " , so Arnolds etwas eigenwilliges Resümee . Beim
Hörtest spielte Pro Logic II durchaus eindrucksvoll auf - vor allem als Faith
Hill mit " The Way I love You " ihre Gefühle aus ganzer Kehle zum Ausdruck
brachte , schmolz auch der heise-online-Abgesandte willenlos dahin . Die sehr
viel bessere räumliche Abbildung war zwar gegenüber der Vergleichsaufnahme
deutlich wahrzunehmen , allerdings handelte es sich dabei um eine reine
Stereowiedergabe . Einen Test mit dem alten Pro Logic bot Dolby nicht , zudem
waren nur Musikbeispiele zu hören . Das Schweizer Bundesamt für Kommunikation (
Bakom ) geht Gerüchten über einen Einstieg der Deutschen Telekom beim
Hauptaktionär der Mobilfunkfirma Sunrise/diAx , Tele Danmark , nach . Der
Verdacht : Die Deutsche Telekom soll dem dänischen Konkurrenten zwei Mal den
Vortritt gelassen haben , zuletzt im Tauziehen um den Einstieg auf dem Schweizer
Mobilfunkmarkt . Mit Absprachen vor der Schweizer UMTS-Auktion im vergangenen
November hätten die beiden Telefonkonzerne gegen die Auktionsregeln der
Eidgenossenschaft verstoßen , für deren Einhaltung das Bakom verantwortlich ist
. " Im schlimmsten Fall könnte die UMTS-Konzession der DiAx-Tochter dSpeed
entzogen werden " , sagte der Bakom-Sprecher Roberto Rivola am heutigen Sonntag
in Bern . Nach Schweizer Zeitungsberichten hat das Bakom diAx bereits in der
vergangenen Woche aufgefordert , " so schnell wie möglich " Auskunft zu den
Gerüchten zu geben . Zuvor hatte es Berichte über ein Interesse der Deutschen
Telekom an einem Einstieg bei einer in der Schweiz bereits aktiven
Mobilfunk-Firma gegeben . AOL USA möchte AOL Europe ganz Nach Berichten der
britischen Tageszeitung Observer will die amerikanische AOL-Zentrale den
50-Prozent-Anteil von Bertelsmann an AOL Europe kaufen . Alexander Adler ,
Unternehmenssprecher von AOL Europe in Hamburg , erklärte gegenüber c't , solche
Gerüchte kommentiere man grundsätzlich nicht . Das mögliche Interesse der
amerikanischen Muttergesellschaft an der vollständigen Kontrolle über AOL Europe
kommt allerdings nicht ganz überraschend . Nach der Fusion mit Time Warner gab
es schon länger Spekulationen , dass sich die Konkurrenzsituation zwischen
Bertelsmann und Time Warner auch auf das gemeinsame Unternehmen des deutschen
Medienkonzerns mit dem amerikanischen Konglomerat auswirken könnte .
Bertelsmann-Chef Middelhoff betonte in den letzten Tagen immer wieder , das
zentrale Geschäft von Bertelsmann seien nicht Online-Dienste , sondern die
Verbreitung der eigenen Medieninhalte und der E-Commerce - Online-Nutzer müssten
erst einmal zu Kunden für Bertelsmann-Produkte gemacht werden . Auch in der
Übernahmeschlacht zwischen Vodafone und Mannesmann spielte AOL Europe immer
wieder eine Rolle . Zuerst hatte sich anscheinend Mannesmann-Chef Esser von
einer Kooperation mit dem Online-Dienst Rückendeckung in der Auseinandersetzung
erhofft . Und schon nach der Ankündigung der Kooperation zwischen Vodafone und
dem französischen Konzern Vivendi erklärten Sprecher , dass das Joint-Venture
ein idealer Partner für AOL Europe wäre . Nachdem nun die friedliche Einigung
zwischen Vodafone und Mannesmann über die Bühne ist , kann die Kooperation
zwischen Vivendi und dem neuen Telecom-Giganten in Kraft treten ; schon zuvor
hatte Vivendi Gespräche über AOL Europe mit der amerikanischen AOL-Zentrale
bestätigt . Nach einer vollständigen Übernahme von AOL Europe wäre also der Weg
für AOL Time Warner frei , einen direkten Konkurrenten bei den Inhaltsangeboten
wie Bertelsmann auszuschalten . Dafür würde sich der amerikanische Online-Dienst
durch die Zusammenarbeit mit Vodafone/Vivendi einen Anbieter von
Zugangsmöglichkeiten über klassische Telefon- ebenso wie über Mobilfunknetze in
Europa mit ins Boot holen . Mobilcom-Dementi : ADSL , nicht SDSL Einige
Verwirrung gab es nach der Ankündigung von Mobilcom-Chef Gerhard Schmid am
Donnerstag letzter Woche , die Telefongesellschaft wolle in 22 deutschen
Großstädten Internet-Zugänge über SDSL einführen . Prompt kam ein Dementi von
Cisco : Der Router-Hersteller soll Mobilcom die notwendige Hardware liefern .
Und die Firma wusste nichts von SDSL - die Mobilcom-Zugänge würden ADSL nutzen ,
betonten Cisco-Mitarbeiter . Im Unterschied zu normalen Gepflogenheiten bei
Pressekonferenzen gelte in diesem Fall das geschriebene und nicht das ( von
Schmid ) gesprochene Wort . Ein Sprecher von Mobilcom bestätigte inzwischen nach
Rücksprache mit Firmen-Technikern gegenüber c't , dass Mobilcom ADSL- und nicht
SDSL-Zugänge anbieten werde ; Ähnliches also , wie es schon die Telekom mit
T-DSL offeriert . Anwesende auf der Mobilcom-Pressekonferenz , auf der Schmid
von SDSL-Zugängen sprach , kommentierten schon , der Mobilcom-Chef habe ein ganz
neues Brand-Marketing entwickelt : Schmid-DSL , analog zum T-DSL der Deutschen
Telekom . ISDN-Router : Generation X Gleich von einer neuen Generation spricht
BinTec ( Halle 11 , Stand C14 ) angesichts der geplanten Produktpräsentation auf
der CeBIT . Die neuen Geräte des Nürnberger Herstellers , X-Generation getauft ,
bieten nach Angaben von BinTec auf Basis von RISC-Prozessoren
Hochleistungs-Multiprotokoll-Router für kleinere und mittelständische Firmen .
Außerdem sollen Sicherheitsfunktionen zum Aufbau abgesicherter Datenverbindungen
( Virtual Private Networks ) schon integriert sein ; darüber hinaus will BinTec
eine einfache und kostengünstige Migration von ISDN zu ATM , Kabelmodem oder DSL
anbieten . Telecom-Branche : Der Druck nimmt zu Kaum ist der Deal in trockenen
Tüchern , wird in der Telekommunikationsbranche bereits über die nächsten
Zusammenschlüsse gerätselt . Die Übernahme des Mannesmann-Konzerns durch den
Mobilfunkbetreiber Vodafone AirTouch und damit das Entstehen eines weltweit
neuen Riesen hat die Konkurrenten unter Zugzwang gesetzt . Die Bildung weiterer
Allianzen ist nach Einschätzung von Marktbeobachtern nur noch eine Frage der
Zeit . Der Konsolidierungsprozess werde sich fortsetzen , meint Frank Wellendorf
, Telekom-Analyst der Düsseldorfer WestLB Panmure . " Der Abstand , den sich
Vodafone und Mannesmann durch ihr Zusammengehen geschaffen haben , wird das
Gefühl des Handlungsdrucks erhöhen " . Doch die große Frage lautet , wer kann
mit wem eigentlich am besten ? Tatsächlich ist die Liste der Kandidaten lang ,
die sich durch Allianzen auf den internationalen Märkten verstärken wollen :
Selbst nicht-europäische Firmen wie US-Riesen und neuerdings auch japanische
Telecom-Unternehmen werfen ihren Hut in den Ring . So wird wieder verstärkt über
eine Zusammengehen der Deutschen Telekom und Telecom Italia spekuliert . Hierzu
gibt sich der Telefonriese zwar zugeknöpft wie immer : " Zu Spekulationen nehmen
wir grundsätzliche keine Stellung " . Doch das Unternehmen braucht auf
internationaler Bühne endlich einen vorzeigbaren Erfolg . Vor einem Jahr war die
deutsch-italienische Fusion durch eine feindliche Übernahme der Telecom Italia
durch die Olivetti-Gruppe im letzten Moment geplatzt . Hermann Reith ,
Telekom-Analyst der Frankfurter BHF-Bank glaubt , dass die Bonner einen neuen
Versuch in Italien starten könnten und prophezeit : " Der große Wurf kommt " .
Nach wie vor hält Telekom-Chef Ron Sommer das Konzept eines Zusammenschlusses
der beiden Riesen für logisch . Auch weitere Übernahmen und Fusionen hat der
Konzernchef angekündigt . Die geplanten Börsengänge der Mobilfunk- und
Online-Tochter würden einen Aktientausch ermöglichen und damit milliardenschwere
Zukäufe erleichtern . Auch die britische Cable & Wireless ist für die Telekom
ebenso ein möglicher Kaufkandidat wie die französische Mobilfunkfirma Bouygues .
Ins Zentrum der Begierde ist dank Vodafone/Mannesmann aber eine andere
Mobilfunkgesellschaft gerückt : Die britische Orange Plc . Als Interessenten
gelten die France Telecom , die japanische NTT DoCoMo und die KPN .
Branchenexperten tippen dabei vor allem auf die Niederländer , die in Europa
expandieren wollen . Als nämlich die KPN im vergangenen Dezember überraschend
der France Telecom die deutsche E-Plus vor der Nase wegschnappte , kündigte
Firmendchef Wim Dik die Ausdehnung der Aktivitäten in Frankreich , Italien und
Großbritannien an . " Jetzt fängt es erst an " , sagte er . Diese drei Länder
und Deutschland gehören zu den vier Kernländern im europäischen Mobilfunk .
Während Vodafone und Mannesmann in diesen Ländern glänzend aufgestellt sind ,
müssen andere noch nachziehen . Bislang sei die Markterschließung auf dem
Mobilfunkmarkt friedlich verlaufen , sagt Claas Sandrock , Firmensprecher von
E-Plus . Doch das wird sich seiner Einschätzung nach ändern . Wer jetzt zögere ,
werde bald ein Problem haben und im Verdrängungswettbewerb zerrieben . Sandrock
: " Wir werden auf Angriff schalten und alle Schleusen öffnen " . Lucent
erweitert Abteilung für Optoelektronik Mit dem Aufkauf der Firma Ortel erweitert
Lucent , vor Nortel Marktführer unter den Herstellern von
Telekommunikationsequipment , die eigene Abteilung für optoelektronische
Bauteile . Ortel ist unter anderem einer der führenden Anbieter von
Laser-Einheiten und optoelektronischen Komponenten für TV-Kabelnetze . Die
Bauteile des Herstellers aus Alhambra , Kalifornien , dienen vor allem dazu ,
die Bandbreite der Kabelnetze zu erweitern . Außerdem werden Ortel-Produkte
eingesetzt , um TV-Kabel-Netze rückkanalfähig zu machen , sie also von einem
reinen Broadcast-Medium zu einer Zweiwege-Verbindung auszubauen . Lucent
betrachtet die Technik von Ortel als eine wichtige Voraussetzung für
Kabelnetz-Betreiber , Endkunden Internet-Zugang und Telefonie-Anwendungen über
das TV-Kabel anbieten zu können . Zu den Produkten von Ortel gehören unter
anderem 10-GBit/s-Receiver , Laser mit 1310 und 1550 nm und Laser für DWDM (
Dense Wavelength Division Multiplexing ) . Die Übernahme von Ortel findet in
Form eines Aktientauschs statt . Die Ortel-Anteilseigner erhalten für jede Aktie
der Firma 3,135 Lucent-Papiere . Nach der Übernahme wird Ortel Bestandteil von
Lucents Abteilung für optoelektronische Komponenten . Cisco bleibt hinter den
Erwartungen zurück Der Grund : Cisco , Weltmarktführer bei Internet-Routern ,
enttäuschte mit den Ergebnissen für das zweite Quartal die Erwartungen . Und da
Cisco in den letzten 13 Geschäftsquartalen die Erwartungen immer genau um einen
Cent übertroffen hatte , gab es nun lange Gesichter . Das Geschäft mit den
Telecom-Carriern und Internet-Providern sei zurückgegangen , da diese ihre
Investitionen angesichts dünner Kapitaldecken reduziert hätten . Nun gab sich
Chambers jedoch bewusst optimistisch . Auch in den nächsten drei bis fünf Jahren
setzt er auf ein anhaltendes Wachstum bei Cisco . Steuerexperte : Online-Recht
gleicht einem " Dschungel " Der Vizepräsident des Europaverbandes der
Rechtsanwälte , Wirtschaftsprüfer , Steuer- und Unternehmensberater ( European
Consultants Unit , E.C.U. ) kritisierte vor allem eine zu lange Reaktionszeit
der Behörden . " Der Gesetzgeber schläft , die technische Entwicklung verläuft
aber immer schneller . " In den Bereichen Urheber- und Markenzeichenrecht ,
Besteuerung und Urkundensicherheit gebe es besonderen Handlungsbedarf , sagte
Rehm . " Der Gesetzgeber muss auf das Tempo drücken " , fordert er . Bislang
müsse jeder Internet-Verkäufer immer noch zusätzlich eine schriftliche Rechnung
liefern . " Aber wer online arbeitet , stellt auch seine Rechnungen online , das
ist Usus " , betonte Rehm . Elektronische Dokumente müssten endlich rechtlich
anerkannt werden . Entsprechende Vorgaben mache eine Richtlinie der Europäischen
Union . Letztes Jahr hatte der Deutsche Bundestag bereits ein entsprechendes
Gesetz auf den Weg gebracht . Der Gesetzentwurf regelt unter anderem die
Sicherheitsanforderungen der Zertifizierungsstellen , die Signatur-Chipkarten
herausgeben , welche zusammen mit einem Code zur eindeutigen Identifizierung von
Personen in den Datennetzen dienen . Schlussendlich solle die digitale Signatur
im Internet die eigenhändige Unterschrift ersetzen können . Dies gilt als
entscheidender Schritt zu verstärktem Geschäftsverkehr im Internet . " Es ist zu
hoffen , dass die Regelung schnell verabschiedet wird " , drängt Rehm . Auch
beim Steuerrecht müsse viel getan werden . Auch hier gelte es , rasch und
grenzübergreifend einheitliche Regelungen zu schaffen . So orientiere sich in
Deutschland beispielsweise die Ertragssteuer nach dem Betriebssitz eines
Unternehmens . Dies werde in der aktuellen Online-Rechtsdiskussion aber in
Zweifel gezogen . Sinnvoller sei es daher , sich schlicht am Ort des
Betriebssitzes zu orientieren . Den jedoch mit dem Standort eines Servers
gleichzusetzen , könne " nicht angehen " , meinte Rehm . Neben Problemen bei der
Erhebung der Umsatz- , Ertrags- oder Einkommenssteuer sorge aber auch der
Bereich des Warenzeichen- und Urheberrechts für " große Verunsicherung in den
Unternehmen " . Der Schutz von Warenzeichen und Patentrechten müsse verbessert
werden . " Urheberrecht , wie wir es kennen , gibt es in manchen Ländern gar
nicht . " So verfügten die EU und die amerikanischen und asiatischen
Freihandelszonen NAFTA und ASEAN zwar über entsprechende Behörden , die
Abstimmung unter ihnen sei jedoch noch mangelhaft . So sei es möglich , dass ein
Unternehmer zwar EU-weit ein Patent angemeldet habe , ihm jedoch trotzdem eine
Klage aus den USA drohen könne . Eine Zeitung darf es auch nur im Internet geben
Vor zwei Jahren versuchte die regionale Tageszeitung Aachener Zeitung
gerichtlich gegen die ebenfalls auf den regionalen Markt ausgerichtete
Internetzeitung RegioBlick vorzugehen , weil diese sich " Die Zeitung im Netz "
nannte . Die Internet-Zeitung hatte damit geworben , die " erste regionale
Tageszeitungs-Neugründung Deutschlands seit mehr als 20 Jahren " zu sein . Die
Aachener Zeitung klagte wegen eines sachlich nicht gerechtfertigten
Wettbewerbsvorteils , weil RegioBlick gar keine Zeitung sei . Tatsächlich gibt
es RegioBlick nur im Internet . Und die Zeitung unterscheidet sich darin von
anderen Blättern , dass sie zwar feste Mitarbeiter , eine " virtuelle Redaktion
" und einen Redaktionsleiter hat , aber alle Menschen auffordert , über das ,
was um sie herum passiert , zu berichten . Die Aachener Zeitung behauptete ,
RegioBlick sei keine Zeitung , wie das die Menschen erwarten . RegioBlick sei
ein bloßes Diskussionsforum oder ein Informationsdienst . Das könne man nur von
einer Minderheit erwarten . Aber auch das Oberlandesgericht Köln meinte in der
Entscheidung , die am 8. Dezember in einer mündlichen Verhandlung getroffen und
jetzt veröffentlicht wurde , dass der breiten Bevölkerung der Begriff Internet
und seine Bedeutung nicht so gänzlich unbekannt sei . Was die redaktionelle
Bearbeitung angeht , so gehe das Publikum allerdings tatsächlich davon aus ,
dass eine Zeitung eine Veröffentlichung ist , deren Beiträge von einer Redaktion
gesichtet und bearbeitet werden . Ein " Chef vom Dienst " entscheide , ob ein
Artikel erscheinen dürfe oder überarbeitet werden müsse und stelle die Artikel
der aktuellen Ausgabe zusammen . Mehr in Telepolis : Was ist eine Zeitung ? .
ATI stellt Grafikchip " Mobility Radeon " für Notebooks vor ATI erweitert seine
Palette von stromsparenden Grafikchips für Notebooks mit dem Mobility Radeon .
Der Chip basiert auf dem RadeonVE für Desktop-Systeme und verfügt über
DVD-Beschleunigung ( Motion-Compensation ) sowie adaptives Deinterlacing für
Videoplayback . Durch eine variable Taktfrequenz von 66 bis 200 MHz liegt die
Leistungsaufnahme bei statischer Anzeige bei 0,5 Watt und bei maximaler
Belastung ( 3D-Spiele ) bei 2 Watt . Für Spiele steht allerdings keine
T&L-Engine für Geometriebeschleunigung und nur eine Pixelpipeline zur Verfügung
. Durch Hyper-Z kann der Chip die verfügbare Speicherbandbreite aber bis zu 20
Prozent effektiver nutzen . Ein weiteres Merkmal ist die
Multi-Chip-Modul-Technik , die den Grafikchip und den Speicher in einem
kompakten Bauteil vereint . Der Speicher hat dabei eine Größe von 8 oder 16
MByte . Nach Angaben von Mercury Research war ATI mit einem Anteil von 57
Prozent im vierten Quartal 2000 Marktführer bei Notebook-Grafikchips . Neuer
Datenbus für Kraftfahrzeuge Die Autohersteller Volkswagen/Audi , BMW ,
DaimlerChrysler und Volvo haben sich mit dem Kommunikationspezialisten Volcano
und dem Halbleiter-Konzern Motorola zur Entwicklung eines neuen Datenbusses für
Kraftfahrzeuge zusammengetan . Die Firmen gaben gestern die Gründung einer
Industrievereinigung bekannt , die das so genannte Local Interconnect Network (
LIN ) definieren und entsprechende Techniken durchsetzen will . LIN soll vor
allem möglichst kostengünstige Komponenten bieten , um ein hierarchisches
Datennetz in Kraftfahrzeugen aufbauen zu können , vor allem zur Anbindung von
Sensoren und Aktuatoren in Türen , Rädern oder Sitzen . CAN dient bei vielen
Autobauern zur Verbindung von Motorelektronik , Steuerung oder elektronischen
Fahr- und Bremshilfen in einem Netz ; TTP wurde von DaimlerChrysler speziell
unter dem Gesichtspunkt entwickelt , Drive by Wire zu ermöglichen . Motorola
sieht den Einsatzbereich von LIN vor allem dort , wo die Kosten von CAN zu hoch
und die Datenrate und Funktionsvielfalt dieses Busses nicht erforderlich sind .
Im Unterschied zu CAN ist LIN ein Master/Slave-Bus . LIN arbeitet mit einer
Ein-Draht-Verbindung und wird von der Autobatterie mit Strom versorgt . Das
Kommunikationsprotokoll setzt auf ISO 9141 NRZ auf . Das LIN-Konsortium
definiert nicht nur das Protokoll selbst und die Hardware-Spezifikation ,
sondern gleichzeitig auch alle Entwicklungswerkzeuge und APIs für entsprechende
Software . Die beteiligten Firmen erwarten , dass sich der neue Bus nicht nur in
der Autoindustrie durchsetzt , sondern zukünftig beispielsweise auch in der
industriellen Fertigung oder in der Hausgerätesteuerung zum Einsatz kommt .
Network Solutions geht an VeriSign VeriSign , Spezialist für digitale
Zertifikate im Internet , kauft die Firma Network Solutions ( NSI ) . Lange Zeit
war NSI alleine für die Registrierung von Top Level Domains im Internet
zuständig . VeriSign liefert nach eigenen Angaben inzwischen für über 1000
Firmen Dienstleistungen für Authentifizierung und Abrechnung von
Online-Geschäften . Über 215.000 Web-Server würden mit VeriSign-Techniken für
den sicheren E-Commerce betrieben . NSI muss zwar in Zukunft mit Konkurrenz
durch die neuen Namensregistraturen leben , die die neue Internet-Verwaltung
ICANN akzeptiert hat , ist aber momentan immer noch der weltweit größte
Verwalter von Internet-Adressen . Nach den Vereinbarungen mit der ICANN behält
NSI das Management für die zentrale Registry noch für acht Jahre , muss aber den
neuen Konkurrenten für die Domain-Registrierung Zugang gewähren . Die Absichten
, die hinter der Übernahme von NSI stecken , formuliert Stratton Sclavos , Chef
von VeriSign : Nvidia bringt neue Grafikchips für PC-Hersteller Mit dem
GeForce2MX 200 und GeForce2MX 400 kündigt Nvidia zwei leistungsschwächere
Variante des GeForce2 MX an . Der MX 200 besitzt lediglich ein 64-Bit-Interface
für SDR-DRAM-Speicher und ist damit für höhere Auflösungen in TrueColor bei
Spielen schlecht geeignet . Nur der MX 400 kann wie der jetzige GeForce2 MX mit
128-Bit-SDR-DRAM oder 64-Bit-DDR-DRAM bestückt werden . Nvidia macht keine
Angaben zu den Taktfrequenzen , beide Chip-Typen sind aber wahrscheinlich für
deutlich weniger als die 175 MHz des GeForce2 MX spezifiziert . Die neuen
MX-Typen sollen in 30 bis 60 Tagen erhältlich sein und werden voraussichtlich
den bislang von OEMs verwendeten Nvidia-Chip TNT2M64 ablösen . Neuer
zerstörerischer E-Mail-Wurm im Umlauf ( Update ) Die Hersteller von
Antiviren-Programmen warnen vor einem neuen Wurm mit dem Namen Naked Wife (
W32/Naked@MM ) , den sie als hochgefährlich einstufen . Der zerstörerische
Internet-Wurm sendet Kopien von sich an alle E-Mail-Adressen , die sich im
Adressbuch von Outlook des infizierten Rechners befinden . Zusätzlich löscht der
neue Wurm Dateien mit den Extensionen .BMP , .COM , .DLL , .EXE und .INI-Files
in den Verzeichnissen WINDOWS und WINDOWS/SYSTEM . Nach Angaben von McAfee wurde
er bisher in mehr als 25 US-Unternehmen entdeckt , unter anderem auch innerhalb
der 500 weltweit größten Firmen . Nach bisherigen Erkenntnissen stammt der Wurm
aus den USA , die ersten Berichte seien vom US-Militär gekommen . W32/Naked@MM ,
offensichtlich eine Variante des schon früher entdeckten W32.HLLW.JibJab@mm ,
wirke zerstörerischer als der Wurm AnnaKurnikowa , der nach der russischen
Tennisspielerin benannt war . Die entsprechenden E-Mails lassen sich an der
Subject-Zeile Fw : Naked Wife erkennen . Die Mail enthält als Attachment die
Datei NAKEDWIFE.EXE . Nähere Informationen zu dem Wurm W32/Naked@MM und den
Möglichkeiten , ihn nach einer Infektion zu entfernen , bieten beispielsweise
McAfee oder Symantec . Man kann nur immer wieder dringend davor warnen ,
Dateianhänge an E-Mails , die man nicht explizit angefordert hat , ohne jede
Überprüfung zu öffnen . Wer eine verdächtige Mail erhält , sollte sie ungelesen
löschen . Generell sollte man alle Arten von Attachments mit aktiven Inhalten
nicht öffnen . Da einige Mailprogramme die Extension von Attachments nicht immer
anzeigen , ist bei allen in irgendeiner Form verdächtigen E-Mails Misstrauen
angezeigt . Wer über keine Antiviren-Software verfügt , kann sich vor
E-Mail-Würmern und -Viren schützen , indem er grundsätzlich keine
Mail-Attachements öffnet . Hinweise zum Schutz vor aktuellen Viren , Tipps zum
Umgang mit Antiviren-Software und zur Vermeidung eines Virenbefalls bietet die
Antiviren-Webseite von c't . NTT DoCoMo mit Rekordanleihen für Auslandsexpansion
Der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo geht zur Finanzierung seiner
Milliarden-Investitionen im Ausland mit Rekordanleihen erneut an den
Kapitalmarkt . Erst im vergangenen Monat hatte NTT DoCoMo neue Aktien mit einem
Rekordvolumen an 950,3 Billionen Yen an die Börse gebracht . Mit der erneuten
Kapitalaufnahme solle unter anderem der Einstieg in die AT&T Wireless Gruppe
finanziert werden . Da sich die Auslandsinvestitionen des Konzerns auf über 1,8
Billionen Yen belaufen , habe man beschlossen , verschiedene
Finanzierungsinstrumente in Anspruch zu nehmen . Zudem beteiligte sich DoCoMo
unter anderem an der niederländischen E-Plus-Mutter KPN und der Hutchinson 3G in
Großbritannien ; mit KPN und Telecom Italia startete der Konzern ein Joint
Venture zur Einführung von i-mode in Europa . Auch eine Allianz mit der
Japan-Tochter des weltgrößten Online-Providers AOL ging NTT DoCoMo ein .
Umsatz-Explosion steht beim E-Commerce noch aus Doch der angekündigte Boom im
elektronischen Handel ist bisher ausgeblieben . " Nur wenn der Kunde einen
zusätzlichen Nutzen erhält , kauft er im Internet " , sagt Andreas Prüfer ,
Vorstand des Internet-Reifenhändlers Delti.com . Das sieht bei weiten Teilen der
reinen Internet-Händler noch ganz anders aus . Selbst der Bücher- und Musikriese
Amazon hat noch nicht eine Mark verdient . Dennoch ist der Vizepräsident des
Bundesverbandes Informationswirtschaft , Telekommunikation und neue Medien (
BITKOM ) , Willi Berchtold , optimistisch : " Allen neuen Unkenrufen zum Trotz
wird die Entwicklung des E-Commerce mit aller Macht und Vehemenz weitergehen . "
Weltweit sollen es dann etwa 14,5 Billionen DM sein , davon mehr als drei
Billionen DM in Europa . Dafür wird nach Ansicht von Fachleuten nur zum Teil der
Verkauf an Endverbraucher beitragen . Ein Löwenanteil wird dem so genannten
B2B-Geschäft ( Business-to-Business ) zugeschrieben . Tatsächlich wächst der
Handel von Betrieben untereinander stark an . " Die Beschaffungsplattformen
sprießen derzeit nur so aus dem Boden " , weiß Olaf Roik vom HDE . Sie seien
zwar in erster Linie für Großunternehmen attraktiv . Es gebe aber bereits
branchenspezifische Plattformen für den Mittelstand . Dabei könne der
mittelständische Einzelhandel zwei Kardinalfehler begehen : " Sich unüberlegt
und ohne gründliche Vorbereitung mit eigenen Angeboten ins Internet begeben ,
oder so tun , als ginge ihn das Thema E-Commerce nichts an " , meint der HDE .
Doch insbesondere Fachgeschäfte hätten sich hier schon bewegt : Zwei Drittel
setzten auf das Internet . Allerdings sei der Anteil der Händler mit IT-Zugang
größenabhängig . Bei Vorstellung seiner Geschäftspläne in London am heutigen
Mittwoch teilte Vodafone mit , der Kundenstamm des Konzerns sei bis Ende 2000
auf fast 80 Millionen gestiegen . Vodafone sei inzwischen in 30 Ländern
vertreten . Mit der Aussage über den weiterhin erwarteten hohen Umsatzanteil bei
den Sprachdiensten wurden laut dpa in der Londoner City Befürchtungen wieder
belebt , dass Vodafone nach den massiven Investitionen für Mobilfunklizenzen der
dritten Generation bei den Rückzahlungszeiträumen in Schwierigkeiten geraten
könnte . Die Vodafone-Aktie fiel am Mittag in London um drei Pence auf 205 Pence
. Rückführung der Telekom-Regulierung gefordert Der deutsche
Telekommunikationsmarkt befindet sich nach Ansicht von mehreren Rechts- und
Wirtschaftsprofessoren im Übergang vom Monopol zum Wettbewerb . In einer am
Mittwoch veröffentlichten Studie , die von der Telekom unterstützt wurde ,
forderten sie unter anderem ein Ende der Regulierung auf den Märkten für Fern-
und Auslandsverbindungen . Die Aufsicht sei zu beschränken auf Bereiche mit "
Flaschenhälsen " im Ortsnetz wie der Teilnehmeranschlussleitung und lokalen
Netzzusammenschaltung . Erst vor wenigen Wochen hatte die Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post einen Antrag der Telekom abgelehnt , auf
bestimmten Auslandsmärkten die Regulierung aufzuheben . Sie begründete dies mit
der dominierenden Marktstellung des Ex-Monopolisten in diesen Bereichen . Nur
für Fernverbindungen in die Türkei wurde die Telekom aus der Entgeltregulierung
entlassen . Die Wettbewerber fordern eine Beibehaltung der bisherigen
Regulierung und berufen sich dabei neben wissenschaftlichen Studien auch auf
Aussagen der Monopolkommission . c't im Fernsehen : Com.p@ss über Napsters Erben
sowie die Telefon-Auskunft Die wöchentliche Computer- und Multimedia-Sendereihe
führt ihre Tests in Zusammenarbeit mit c't durch . Früher war sie einmal
kostenlos - die Telefonauskunft . Das allerdings ist schon lange vorbei . Heute
kostet der Anruf bei der Auskunft bis zu vier Mark . Und die Qualität dieser
Dienste lässt oftmals sehr zu wünschen übrig . com.p@ss hat die Auskunft
getestet . Mit erstaunlichen Ergebnissen . Weiteres Thema : Die
Musiktauschbörsen im Internet . Hat die Musikindustrie erneut das Nachsehen ?
Aufgewacht scheint sie jedenfalls zu sein : Keines der Majors wollte
zurückstehen , von Vivendi/Universal bis Sony kündigten sie alle eigene Pläne
zum Online-Vertrieb von Musik an . Im Studio begrüßt Moderator Mike Carl
c't-Redakteur Georg Schnurer . Eine Wiederholung der Sendung gibt es bei hessen
fernsehen am Donnerstag , 12. 4. 2001 , um 13.15 Uhr . Das Berliner Fernsehen B1
zeigt die Folge am Dienstag , 10. 4. 2001 , um 8.30 Uhr , am Samstag , 14. 4.
2001 , um 17.30 Uhr und am Montag , 16. 4. 2001 , um 2.10 Uhr . EU genehmigt
Verkauf von Ericssons Handy-Produktion Die EU-Kommission hat den geplanten
Verkauf der Handy-Produktion von Ericsson an den Elektronikkonzern Flextronics
genehmigt . Auch nach dem Erwerb werde Flextronics International mit Sitz in
Singapur starkem Wettbewerbsdruck von Konkurrenten wie Nokia , Motorola oder
Philips ausgesetzt sein , hieß es am gestrigen Freitag zur Begründung seitens
der Brüsseler Behörde . Eine marktbeherrschende Stellung könne demnach
ausgeschlossen werden . Bei der Transaktion geht es nach den Angaben um den
gesamten Geschäftsbereich Herstellung und Vertrieb von Mobiltelefonen des
schwedischen Telekommunikationsanbieters . Flextronics soll Werke , Maschinen
und Ausrüstungen , Werkzeuge , Lagerbestände sowie der meisten Beschäftigten
übernehmen . Der drittgrößte Handy-Hersteller Ericsson hatte die Auslagerung der
verlustreichen Handy-Produktion im Januar bekannt gegeben . Flextronics ist
einer der weltgrößten Zulieferer der Branche und verdient sein Geld
hauptsächlich durch Vertragsfertigung für andere Unternehmen . Telecom-Firma
Tesion hat Umsatzziele deutlich verfehlt Das Telekommunikationsunternehmen
Tesion , eine Tochter des baden-württembergischen Energieversorgers EnBW , hat
die Umsatzziele für das vergangene Geschäftsjahr deutlich verfehlt , berichten
die Stuttgarter Nachrichten . Tesion-Chef Stefan Niedermaier macht vor allem
Verzögerungen beim Aufbau des bundesweiten Glasfasernetzes dafür verantwortlich
: Am Ziel , im Jahr 2003 schwarze Zahlen zu schreiben , hält Niedermaier fest .
" Mit unserem modernen Netz stehen wir natürlich viel besser da als etwa einige
Call-by-Call-Anbieter . " Laut Niedermaier stieg die Zahl der eigenen Kunden im
vergangenen Jahr von 42.000 auf 60.000 bis 70.000 . Davon seien " mehrere
tausend " direkt an das Tesion-Netz angeschlossen . Der Tesion-Mutterkonzern
Energie Baden-Württemberg ( EnBW ) kündigte unterdessen an , für Tesion nach
einem starken Partner suchen zu wollen . " Es macht Sinn , jemand ins Boot zu
holen " , sagte EnBW-Chef Gerhard Goll bei der Bilanzvorlage des Konzerns .
Einen Zeitdruck gebe es allerdings nicht . Die Zahl der Mitarbeiter bei Tesion
stieg seit Ende 1999 von 280 auf 400 . Dass das Unternehmen seine Ziele verfehlt
hat , blieb nach Niedermaiers Aussagen folgenlos für die Beschäftigten - trotz
einer ergebnisabhängigen Entgeltkomponente : " Wir sind im Zweifelsfall sehr ,
sehr kulant gewesen . " Das Internet und das Recht - neue Regeln für ein neues
Medium Doch so einfach ist die Sache nicht , wird die Kritik an der Haltung der
Ministerin immer lauter . Kreativere Ansätze zur Netzregulierung seien gefragt .
Viele Fragen der internationalen Rechtsprechung seien daher " nicht mehr mit
Offline-Mitteln zu lösen . " Konkret führte Eckert am Beispiel Copyright die
Probleme der Gleichmacherei aus . So gebe es das berechtigte Interesse der
Gesellschaft , " einmal vorhandene Informationen möglichst breit zu streuen " .
Das führe schließlich zu einer größeren Produktivität . Im Internet lägen die
Kosten für die Verbreitung von Information nun " bei Null " . Daraus müssten
sich " Überlegungen für einen freien Informationsraum " ergeben . Das Problem
sei aber , dass die Offline-Welt die " übergeordnete Rechtsauffassung " kennt ,
der zufolge es Eigentum gibt . Die Frage , auf die auch die Kommission noch
keine erschöpfende Antwort gefunden hat , sei nun , ob dieses Eigentum durch die
Verbreitung von Informationen gefördert oder abgebremst wird . Der europäische
ICANN-Direktor Andy Müller-Maguhn vertritt beispielsweise die These , dass sich
digitale Werke durch das Kopieren immer nur vermehren und dass ein Diebstahl
daher gar nicht möglich ist . Die Content-Industrien sehen die Sache natürlich
ganz anders und schimpfen gegen die " Piraterie " . Der ehemalige
Bundesgeschäftsführer der SPD hat zudem gravierende Defizite im Wissen um
Netzangelegenheiten bei seinen ehemaligen Genossen ausgemacht . Ginge es nach
Glotz , würden die meisten Parlamentarier erst einmal zum Nachsitzen gezwungen :
" Die Entscheider müssen die Probleme rund ums Internet genauso gut kennen wie
die berühmte Esther Dyson . " Eine Chance für psychisch Kranke im Internet Eine
Chance für psychisch Kranke sehen Wissenschaftler im Internet . Die Anonymität
dieses Mediums ermögliche Patienten die leichtere Kontaktaufnahme zu
Beratungsstellen und anderen Betroffenen , sagte der Psychiater Prof. Ulrich
Hegerl am Freitag in München bei dem Symposium Internet und Psychiatrie . Bei
der Veranstaltung der Ludwig-Maximilians-Universität München ( LMU ) ging es
auch um Qualitätssicherung von Gesundheits-Webseiten , Online-Therapie und
Internetsucht . Gefahren sieht Hegerl von der Psychiatrischen Klinik an der LMU
darin , dass die Internetnutzung allerdings auch die Vereinsamung der Patienten
verstärken könnte . Ein weiteres Problem des Internet ist für die
Wissenschaftler die Qualität der angebotenen Informationen . Alleine im
deutschsprachigen Internet seien auf bis zu 20.000 Seiten psychiatrische Themen
zu finden . Mit der Einführung eines Gütesiegels sollen künftig seriöse Anbieter
und Wunderheiler voneinander unterscheidbar gemacht werden , hieß es . Das
gestaffelte Gütezeichen soll ab Ende des Jahres vergeben werden , erklärte
Gunther Eysenbach von der Universität Heidelberg , der das von der EU geförderte
Projekt MedCERTAIN leitet . Die Online-Therapie . Der Mediziner Prof. Alfred
Lange von der Universität Amsterdam hat die Interapy entwickelt . Mit der
Online-Therapie seien bisher 300 Betroffene des posttraumatischen
Stress-Syndroms behandelt worden . Für September ist die Einführung der
deutschen Version der Interapy geplant . US-Halbleitersparte von NEC streicht
700 Stellen Die US-Halbleitersparte von NEC wird 700 Mitarbeiter entlassen . Als
Grund gab die amerikanische Dependance des japanischen Konzerns den " ernsten
Rückgang bei der Nachfrage nach Halbleitern " an . Scharfe Maßnahmen zur
Kostenreduzierung haben laut NEC nicht gereicht , um den Rückgang bei den
Chip-Verkäufen auszugleichen . Nach einem Bericht des Wall Street Journal sollen
in der Chip-Produktions- und Testanlage im Werk von Roseville ( Kalifornien )
100 Arbeitsplätze wegfallen , da diese Anlage vollständig eingestellt wird . 600
weitere Stellen will NEC in anderen Bereichen streichen . Der Konzern möchte
seinen Schwerpunkt bei der Halbleiterherstellung von Speicher- auf
Kommunikationschips verlegen . NEC beschäftigt weltweit mehr als 150.000
Mitarbeiter . Der Mobilfunkmast auf dem Kilimandscharo Auf der schneebedeckten
Spitze des Kilimandscharo prangt seit neuestem ein Handy-Sendemast . Der
stählerne Turm der Firma Vodacom auf dem 5.895 Meter hohen Gipfel in Tansania
ist nicht nur der höchste Telekommunikations-Mast der Erde , er ist auch ein
Symbol für die Handy-Manie in Ostafrika . Handy-Sendemasten sprießen dort wie
Pilze aus der Erde . Sie versprechen nicht nur Entwicklung : Ein falsches
Bimmeln am falschen Ort kann auch gefährlich sein . " Wir werden unseren Kunden
in Kürze das Telefonieren vom entlegensten Punkt des Landes ermöglichen " , sagt
ein Sprecher der Mobiltelefongesellschaft Safaricom in Kenia . Auf dem höchsten
Berg des Landes , dem Mount Kenia , sei es bereits möglich . Und am entlegenen
Baringo-See im Norden des Landes gebe es jetzt neben Hippos auch Handys . Die
roten und weißen Masten der rivalisierenden Handyanbieter sollen demnächst auch
die kenianische Savanne verzieren . " Wenn Sie als Tourist einen Löwen sehen ,
können Sie das gleich an ihre Großmutter in Deutschland durchtelefonieren " ,
schwärmt der Firmensprecher . Aber natürlich gebe es für derartige Einriffe in
die Natur wichtigere Kommunikationsgründe , räumte James Rege von Vodacom
Tansania in der südafrikanischen Zeitung Business Day ein . Der Mast am
Kilimandscharo böte wie andere Stationen in einsamen Gegenden auch schnelle
Hilfe in der Not . Das tansanische Gesetz zumal kommt den Handyanbietern
entgegen , indem es gar nicht erst auf langwierige Umweltstudien pocht . " Um
sicherzustellen , dass unsere Aktivitäten nicht die natürliche Schönheit des
Kilimandscharo stören , haben die Techniker die Basisstation im Marangu-Camp
3.000 Meter vom Gipfel entfernt aufgebaut " , sagte Rege dem Wirtschaftsblatt .
Er garantiert ihnen blitzschnell den Anschluss an die Welt , auf den sie sonst
unter Umständen 20 Jahre oder länger warten müssen . Mit 0,5 Prozent
Mobiltelefonbesitzern in der Gesamtbevölkerung liegt das Gebiet jedoch -
lediglich unterboten von Südasien - noch immer an letzter Stelle der Weltskala .
Der neue Handy-Boom birgt für die mobilen Telefonierer in Kenia jedoch auch
Gefahren : So riskieren Parlamentarier in Nairobi , aus dem Plenum zu fliegen ,
wenn ihr Handy während einer Sitzung bimmelt . Das Klingelkonzert der stolzen
Telefonbesitzer hatte ihre mitunter neidischen Kollegen so sehr gestört , dass
sie diesen Antrag im vergangenen November einbrachten . In Supermärkten oder an
Tankstellen der Stadt mit einer der höchsten Kriminalitätsraten Afrikas kann ein
Anruf zur falschen Zeit dagegen fatale Folgen haben : " Ein Kunde , der zum
Zeitpunkt eines Überfalls von den Gangstern beim Telefonieren ertappt wird ,
riskiert seinen Kopf " , sagt ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes : " Der
Gangster denkt sofort , dass er die Polizei alarmiert und schießt . " Ein Mast
in der Savanne , meint der Safaricom-Sprecher dagegen , kann weit weniger
anrichten : " Kein Löwe " , behauptet er , " wird sich durch das Klingeln eines
Telefons gestört fühlen . " Was war . Was wird . Wie immer möchte die
Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche
Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau
zugleich . Was war . Erst der dritte Platz unser wöchentlichen Top Ten hat
nichts mit der inzwischen allbekannten Liebelei zu tun . Er gebührt einem
Drummer , bei dem durch allzu viele Heavymetal-Sessions die linke und rechte
Gehirnhälfte auseinander gefallen sind : Lars Ulrich von der Band Metallica
überreichte den Rechtsvertretern der Firma Napster eine ausgedruckte "
Beweisliste " von 335.435 Screen-Names , die Metallica-Songs " raubkopierten " .
Die Bitte von Napster-Programmierern nach einem maschinenlesbaren Format soll
damit beschieden worden sein , dass sie sich die entsprechende Disk bei der
Firma NetPD kaufen könnten . NetPD , ausgeschrieben Net Police Department , war
damit beauftragt , die Liste zusammenzustellen . Nun sind Screen-Names wie
Lars007 eine butterweiche Sache und können schon beim nächsten Einloggen durch
Lars008 ersetzt werden . Doch auch hier gibt es Abhilfe , wie man bei
www.zeropaid.com/busted sehen kann . Dort versucht man , über die IP-Adresse
Tauschhändlern von Kinderpornos das Handwerk zu legen . Auch diese haben den
Nutzen von Napster , Gnutella und Scour entdeckt . Blank wie ein Kinderhintern
soll die Festplatte gewesen sein , die Max Strauß in seinem Laptop hatte . Dann
verschwand die Festplatte . Nun meldet sich die Firma Convar Systems zu Wort ,
die mit der Rettung der vermuteten Aufzeichnungen über Schmiergeldzahlungen
betraut worden war . Sie schreibt zur Festplatte : Die so gewonnenen Daten
wurden unter Verwendung eines Restmagnetismusverstärkers gewonnen . So entputzt
man Kinderhintern . Angeblich ergab sich aus den knapp 8 GByte gewonnenen
Datenfragmenten kein eindeutiger Sinn , wollte Convar dem Sachverständigen und
der Staatsanwaltschaft in einem Brief vom 11. Juli 1996 mitgeteilt haben . Den
bayerischen Untersuchern war die Aufbereitung der Daten schlicht zu teuer ,
schreibt Convar : Sinnigerweise gingen die Aufzeichnungen über das , was das
Verstärkungsverfahren bei Convar gefunden hat , nach einer Mitteilung der
Süddeutschen Zeitung in einem Umzug verloren . Ich bin klein , mein Hintern ist
rein . Platz zwei meiner wöchentlichen Bestenliste geht diesmal an den
Liebesbrief . ILOVEYOU verbreitete sich mit Microfortnights in den Medien und
wurde von den Flaks der Public Relation aus jeder nur denkbaren Position
aufgegriffen . Von dieser Stelle aus ein Lob an die Hersteller von CAD-Software
: Soweit ich überblicken kann , sind sie die einzige Sparte , die nichts äußerte
über diese " Bedrohung , die das Internet zerstört " - so das ZDF zu einer
Software , die das Netz effektiv nutzte . Die PR-Krone der Woche geht dabei
eindeutig an eHow.com . Dieser soll sich mit höchster Priorität um die Aktion "
Schulen ans Netz " kümmern und bei aktuellen Virenbedrohungen die Bekämpfung
koordinieren . Das Internet in Nordrhein-Westfalen ist sicher , wenn man CDU
wählt . Dumm , dass am Wahltag Muttertag ist und dieses Wort angeblich für einen
noch gefährlicheren Virus steht . Die Computer des Landeswahlleiters sollten
extra von Microsoft geprüft werden . Ausgerechnet MP3- und JPEG-Dateien hat das
Skript-Monster befallen , gerade so , als käme es geradewegs aus dem
Hauptquartier der Arbeitgeberorganisationen . Nach Ansicht unserer notorischen
Paranoiker gibt es natürlich neben professionellen Spaßverderbern auch noch
andere potenzielle Profiteure und damit Absender des ominösen Liebesbriefs . Und
wieso hat das Virus MP3-Dateien befallen und keine Excel-Tabellen oder
Access-Datenbestände ? Wer Network Associates und Symantec schon lange nicht
mehr über den Weg traut , eigenhändiges Editieren in der Windows-Registry
langweilig findet und auch im wirklichen Leben lieber Kräutertee trinkt als
Ciba-Geigis Pharmacocktail zu schlucken , für den habe ich exklusiv ein
alternatives Anti-Wurm-Mittel ausgegraben . fonna demo uelle in diz tulli ! ut
fan thera hud an thesa starla ! Übersetzung gefällig ? Bitte sehr : " Über die
Registry-Keys HKEY_LOCAL_MACHINE\\Software\\Microsoft\\Windows\\
CurrentVersion\\Run\\MSKernel32 und
HKEY_LOCAL_MACHINE\\Software\\Microsoft\\Windows\\
CurrentVersion\\RunServices\\Win32DLL wird der Wurm nach jedem Booten neu
gestartet " . Ganz einfach : Er hilft wahrscheinlich gegen Wurmbefall bei edlen
Rössern genau so viel wie die Beschwörung , Anwender sollten doch Anhängsel an
E-Mails nicht einfach öffnen . Aber Halt , Moment noch : Bevor sich jetzt mit
Emacs und Pine gestählte alte Hasen zu dummen Sprüchen über die DAUs
aufschwingen , bitte noch einmal kurz überlegen . Was sollen die armen Menschen
machen , die einen Computer vor die Nase geknallt bekommen , mit einer kurzen
Einführung , wie sie die E-Mails ihres Chefs bearbeiten , der sich zu fein ist ,
selbst einen Computer zu bedienen ? Was sollen die Leute machen , die sich fürs
Internet interessieren , und dann ziemlich hilflos vor einem System stehen , das
ihnen vermeintlich alles abnimmt - das Nachdenken , das Lernen einer neuen
Technik , die Auseinandersetzung mit einem Medium , das in vielen Aspekten etwas
anders ist als das Gewohnte ? Wenn Ignoranz und Profitsucht der Hersteller sich
mit Unerfahrenheit und Dummheit von Anwendern paaren , haben Virenprogrammierer
leichtes Spiel . Natürlich , wer die EDV-Szene in letzter Zeit nur ein bisschen
verfolgt hat , dem war spätestens am Freitag klar , dass ILOVEYOU die üblichen
Kriege der Betriebssystemideologen auslösen musste . So kam es dann auch . Wer
Windows einsetzt , ist selbst schuld , sich so einen Liebesbrief einzufangen ?
Wenn jemand blöd genug ist , einen Script in einer E-Mail unkontrolliert
auszuführen , könnten ihm böswillige Zeitgenossen vergleichbaren Mist
unterschieben - auch das Auslesen des Adressbuchs des auf dem jeweiligen System
meistbenutzten Mailprogramms sollte machbar sein . Interessant übrigens , dass
manche Linux- und Unix-Anwender dagegen einheitliche APIs und einheitliche
Standards eines Systems im Zweifelsfall gar nicht so gut finden : Die
Schnittstellen von VB-Script nutzen diverse Anwendungsprogrammierer , auf allen
Windows-Systemen sind sie gleich . Da freut sich natürlich auch der
Viren-Entwickler - ob deshalb einheitliche APIs und Skript-Sprachen gleich des
Teufels sind , wage ich doch sehr in Zweifel zu ziehen . Wenn 's um das
Lieblingsbetriebssystem geht , benutzt jeder halt die Argumente , die ihm gerade
in den Kram passen . So posaunte die deutsche Depandance der Redmonder etwa
selbstbewusst hinaus , man selbst sei praktisch nicht betroffen gewesen , da man
die eigenen Mail-Server sofort geschützt habe . Schön für Microsoft : Mails an
Microsoft Deutschland kamen teilweise mit der Meldung zurück , die Nachricht
habe seit einiger Zeit nicht ausgeliefert werden können . Das ist natürlich auch
eine Methode : Sich einfach vom Internet abzuklemmen , statt die Systeme sicher
zu machen . Bequemlichkeit auf Kosten der Sicherheit ? Die enge Verzahnung von
Anwendung und Betriebssystem sowie die Missachtung der simpelsten
Vorsichtsmaßnahmen fördert den Absatz und festigt das eigene Monopol . Alles
geht wie von selbst - und wenn das Kind dann in den Brunnen fällt : Wir haben
nur den Brunnen gebaut , wie es da rauskommen soll , ist nicht unsere Sache .
Überraschend schweigsam waren angesichts des Liebesbriefs auch die großen
Internet-Provider und Online-Dienste . " Ich bin drin " meint ihrer Ansicht ja
auch nicht den erwähnten Brunnen . Alles ganz easy , alles völlig problemlos .
Die Apologeten des völlig regelungsfreien Internets mögen mich dafür steinigen :
Aber vielleicht ist doch wieder einmal die Politik gefragt . Eine Regulierung
der Software- und Internet-Branche , die bestimmte Sicherheitsstandards auch in
den Systemen für Privatanwender erzwingt , erscheint manches Mal angesichts der
Ignoranz und Arroganz der Hersteller sinnvoll . Erinnert sich noch jemand an den
amerikanischen Verbraucher-Anwalt Ralph Nader ? Sein berühmtes Buch Unsafe at
any speed führte dazu , dass die US-Regierung die amerikanischen Auto-Hersteller
zwang , heute selbstverständliche Sicherheitsstandards in den Wagen und für die
Insassen einzuführen . Anscheinend muss die Industrie , egal welcher Branche ,
zu unserem Glück gezwungen werden . Was wird . Am nächsten Sonntag ist Muttertag
, Douglas Adam in Deutschland auf h2g2-Tournee , und bevor irgendein
Newsticker-Junkie sich noch hierhin klicken kann , wird der Muttertag-Virus
losschlagen und natürlich Heise in Grund und Boden vernichten . Eine Firma
zumindest lässt das alles kalt . Sie schreibt mir in vortrefflicher deutscher
Diktion : Es GIBT BEREITS Wekzeuge gegen solche Angriffe , lediglich bekannt
sind sie bisher noch nicht . Bleibt mir nur das Wort zum Sonntag : Wir sind die
Jünger Taos und fürchten nicht das Chaos . ARD und ZDF gegen Rundfunk-Steuer für
PCs und TV Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender ARD und ZDF haben sich erneut
gegen Forderungen einzelner Politiker gestellt , statt der Gebühr eine
Rundfunkabgabe einzuführen . ZDF-Intendant Dieter Stolte sagte , er lehne eine
Rundfunksteuer wegen zu großer Staatsnähe ab . Die ARD wandte sich aus den
selben Gründen gegen die Vorschläge . " Es gilt für den öffentlich-rechtlichen
Rundfunk das Prinzip der Staatsferne " , sagte ein Sprecher . " Außerdem dürfen
keine zweckgebundenen Steuern erhoben werden . " Grundsätzlich zeigten sich ARD
und ZDF aber gesprächsbereit . Stolte erklärte , dass sich sein Sender bei jeder
zukunftsorientierten Diskussion über die Art der Gebühren konstruktiv beteiligen
werde . Die Gebühr müsse aber die Grundfinanzierung sicher stellen und
sozialverträglich sein . Auch die ARD signalisierte Gesprächsbereitschaft und
verwies auf die Gründung einer hausinternen Arbeitsgemeinschaft zur
Rundfunkfinanzierung . Anfang April hatten die Medienreferenten der Bundesländer
vorgeschlagen , eine Art Rundfunksteuer statt der bisherigen GEZ-Gebühren
einzuführen . In der Bild am Sonntag schlug der medienpolitische Sprecher der
FDP , Hans-Joachim Otto , nun ebenfalls eine Neuregelung vor . " Jeder über 18
Jahre sollte eine Bürgerabgabe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bezahlen
, gleich ob er einen Fernseher oder PC hat " , erklärte Otto . " Die Abgabe muss
mindestens 30 Prozent unter den jetzigen Gebühren liegen . " Die betragen 28,35
Mark im Monat und steigen im nächsten Jahr auf 31,58 Mark . PCs sind zumindest
bis 2003 gebührenbefreit , wenn über sie ARD oder ZDF empfangen werden . Auch
der Vorsitzende des CDU-Bundesfachausschusses Medienpolitik , Günther Oettinger
, unterstrich wie schon Anfang April die Notwendigkeit eine " Bürgerabgabe " .
Die medienpolitische Sprecherin der Grünen , Griethje Bettin , sagte , dass es
statt der GEZ-Gebühr für Fernsehen ab 2004 eine Medienabgabe für alle
Medienbenutzer geben solle , die aber nicht wesentlich höher sein dürfe als die
heutigen Fernsehgebühren . Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck
( SPD ) meinte dagegen , es müsse " so schnell wie möglich " ein neues
Finanzierungsmodell für ARD und ZDF geben , das sich aber nicht sonderlich von
der bisherigen Gebührenordnung unterscheiden dürfe . Beck hatte bereits vor
einigen Tagen betont , dass eine Rundfunksteuer ein " Irrweg " sei und
begründete dies mit dem Anspruch auf Staatsferne von ARD und ZDF . Bayern setzt
Internet-Beirat ein Ob Bundes-Internetbeauftragter , Landes-Internetminister
oder Green-Card-Regelung : Kein Politiker , der sich als zukunftsorientiert
präsentieren will , kann sich den Themen Internet und EDV entziehen . Dem
Internet-Beirat sollen neben Burda 25 Spitzenleute aus dem Bereich der neuen
Medien und der Informationstechnologie angehören , darunter zum Beispiel der
Vorstandsvorsitzende von EM.TV , Thomas Haffa , und der Vorstandsvorsitzende des
Online-Brokers ConSors , Karl Matthäus Schmidt . Kartell-Prozess : Das letzte
Wort von Microsoft Überraschend hat Microsoft schon am gestrigen Abend (
amerikanischer Ortszeit ) seine Antwort auf die letzten Anträge der Kläger im
Kartell-Prozess gegen den Softwarekonzern vorgelegt - eigentlich hätten die
Gates-Mannen aus Redmond noch bis heute Zeit gehabt . Dementsprechend kurz fiel
aber das letzte Wort Microsofts zum Verfahren und der vom US-Justizministerium
beantragten Zerschlagung der Firma aus . Auf vier Seiten fordert Microsoft den
Richter Thomas Penfield Jackson erneut auf , grundsätzliche Änderungen am
Strafantrag der Klägerseite vorzunehmen , falls er ihn für die Zumessung des
Strafantrags in Betracht zöge . " Da die letzten Änderungen der Regierungen rein
kosmetisch waren , waren wir darauf vorbereitet , unsere Antwort einzureichen "
, erklärte Firmensprecher Jim Cullinan gestern bei der Vorlage des
Microsoft-Papiers . Es sei klar , dass der Strafantrag der Regierung eines der
führenden Unternehmen der Hightech-Branche demontieren , wertvolles geistiges
Eigentum von Microsoft verschenken und die Entwicklung der hauseigenen Software
streng regulieren würde , meinte Cullinan weiter . Microsoft erklärt in seiner
letzten Vorlage für die Anhörung über das Strafmaß , dass die Regierung ,
anstatt der Korrektur der vielen Fehler in dem vorgeschlagenen endgültigen
Urteil zuzustimmen und so den Schaden zu minimieren , den dies vielen
Beteiligten der Computer-Industrie zufügen würde , nur wenige kosmetische
Änderungen eingefügt habe . " Die Änderungen der Regierung an ihrem Antrag
machen ihn schlimmer als Microsoft ursprünglich dachte , denn sie bestätigen ,
dass bestimmte Vorkehrungen extremer sind als sie auf den ersten Blick
erscheinen mögen " , erklärt der Konzern in seinem Papier . Die neuesten
Vorschläge ignorierten schlicht und einfach essenzielle Probleme , die Microsoft
benannt habe . Microsoft betonte noch einmal , die Pläne der Regierung machten
ein komplettes Re-Design von Windows 98 und Windows 2000 notwendig , um die
Abhängigkeiten zwischen Betriebssystem und Anwendungen zu beseitigen . Außerdem
griff der Konzern aus Redmond einige Argumente wieder auf , die er schon im
Verfahren selbst vorgebracht hatte - damals allerdings ohne großen Erfolg . So
behauptet Microsoft , die US-Regierung habe es nicht geschafft , den "
Internet-Browser " zu definieren , der laut Urteil von Richter Jackson
rechtswidrig in das Betriebssystem eingebunden wurde . Der Regierungsplan
übertrage aber nun der " Baby Bill " , die nach der Zerschlagung von Microsoft
für Office zuständig sein soll , die Rechte am Web-Browser , während die zu
bildende Betriebssystem-Firma den Browser zwar benutzen , aber nicht mehr
verändern dürfe . Nach der Microsoft-Argumentation könne die aus der
Zerschlagung resultierende Windows-Firma dann aber gar nicht wissen , welchen
Code sie verbessern dürfe und welchen nicht . Microsoft befürchtet laut seiner
letzten Einlassung , die Annahme des Regierungsantrags durch den Richter würde
dazu führen , dass viele Beschäftigte den Konzern verlassen . Viele von ihnen
seien Techniker , die an " Präzision bei der Ermittlung verifizierbarer Fakten "
gewöhnt seien . Daher könnten die " vagen und mehrdeutigen " Festlegungen in dem
Regierungsplan Mitarbeiter einfach zur Kündigung veranlassen . Nach der Vorlage
dieses letzten Kommentars von Microsoft zum Verfahren und zum Antrag der Kläger
auf Zerschlagung des Konzerns kann Richter Thomas Penfield Jackson nun jederzeit
über das Strafmaß entscheiden . Die meisten amerikanischen Beobachter des
Prozesses rechnen damit , dass er seine Entscheidung am Freitag nach
Börsenschluss bekannt geben wird - drückt Jackson allerdings weiterhin so aufs
Tempo wie bisher , kann die erste Phase des Kartellverfahrens allerdings auch
heute schon abgeschlossen werden . Danach geht es in die Berufung :
Internet-Boom : Shanghai investiert ins TV-Kabel Schon einige Stunden nach
seinem Start Anfang Juni reklamierte das neue Super-Portal der Shanghaier Presse
20.000 registrierte Nutzer . Mit einer offiziellen Erlaubnis des neuen
Informationsbüros des Staatsrates dürfen die 12 beteiligten staatlichen
Medienorganisationen , darunter Shanghais Xinmin-Wenhui-Zeitungsgruppe ,
Shanghai Television und Shanghai Cable TV ihr Portal mit eigenen und zugekauften
Beiträgen füttern und auch eigens für die Webseite produzierte News sind
gestattet . Aktuell beherbergt Eastday.com.cn beispielsweise eine
UN-Veranstaltung zur " Informatisiserung " der Städte in Asien . Bei der Lizenz
des Informationsbüros des Staatsrates handele sich um die erste derartige "
Trumpfkarte " landesweit , schrieb die chinesische Wirtschaftszeitung Financial
Daily . Neben den erhofften wirtschaftlichen Vorteilen bringt das Megaportal
auch eine Medienkonzentration , die nicht von der gesamten Branche gut geheißen
wird . Das gemeinsame Portal für Shanghai , das die Hauptstadt Peking gern als
wichtigsten Internet-Standort der Volksrepublik China ablösen will , ist
allerdings nur ein Aspekt des Mammutunternehmens . Ende des Jahres soll das
Kabelnetz zu großen Teilen bereits interaktiv nutzbar sein . Um die geltenden
Investitionsverbote im Telekommunikations- und stärker noch im Medienbereich zu
umgehen , werde man ausländische Investitionen für den Bereich Netzausbau und
Technik reservieren . Gleichzeitig bekommt Eastday Konkurrenz von der IP-Seite .
Über ein hochmodernes Glasfasernetz soll laut einem Bericht der
China-Portalseite Virtual China bereits ein Test für Web-TV laufen . Shanghai
bemüht sich derzeit , Boden gegenüber Peking und Kanton wettzumachen , die
hinsichtlich Nutzerzahlen und registrierten Webseiten in der Volkrsepublik China
bisher an erster und zweiter Stelle rangieren . E-Bubble und E-iertanz bei der
INET China " Trotz Online-Registrierung , auf die ich nie eine Antwort bekam ,
musste ich erst jemanden zum Eingang zitieren , der mich von früher kennt " ,
klagt Alex Tan , ehemaliger Mitarbeiter eines staatlichen chinesischen
Internet-Forschungsinstituts und heute Professor an der Universität von Syracuse
( USA ) zu Beginn der Internet-Konferenz INET China , die von der Internet
Society ( ISOC ) veranstaltet wird . Donald Heath , Chef der ISOC ,
beglückwünschte die chinesischen Gastgeber zu der rasanten Entwicklung von
Nutzerzahlen und neuen Services . Eine internationale ISOC-Delegation , darunter
auch der deutsche SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Binding , besucht derzeit
Behörden , Serviceprovider und E-Startups in ganz China . Politische Aussagen
waren am INET-Eröffnungstag eine Seltenheit . Sun Jingsheng , Chef des
Telekommunikationsbüros des Ministeriums für Informationsindustrie ( MII ) ,
betonte erneut , dass China im Internet einen eigenen Weg gehen müsse .
Westliche Geschäftsmodelle seien nicht auf China übertragbar . Den kulturellen
Unterschieden müsse Rechnung getragen werden . Man wolle die Vorzüge des neuen
Mediums nutzen und die Nachteile ausschließen , so die sphinxartige Formel , die
derzeit vielfach vom MII an Stelle klarer Aussagen über neue Regulierungen für
Internetinhalte und Investitionsmöglichkeiten bemüht wird . ISOC-Chef Heath
wagte neben vielen Bemerkungen zu Chinas Bedeutung für die Zukunft des Internet
insgesamt immerhin eine kritische Bemerkung am Rande . Über 120 Redebeiträge ,
ein chinesisch-kanadisches Forum zu E-Commerce , ein US-chinesisches
Netzwerk-Sicherheitsforum und rund 100 Aussteller erwarten auf der INET vier
Tage lang Chinas E-Elite . Zur gleichen Zeit fand eine Veranstaltung zum Thema
Risikokapital und E-Startups in Peking und eine UN-Veranstaltung zur "
Informatisierung " asiatischer Städte in Shanghai statt . Computex : Iwill
bringt Athlon-Mainboard mit IDE-Raid Mit Iwill betritt ein weiterer Hersteller
den Markt für Athlon-Mainboards . Das KV200-R mit VIA KT133-Chipsatz unterstützt
mit seinem Sockel A die neuen Thunderbird- und Duron-Prozessoren von AMD . Als
Besonderheit hat Iwill einen separaten IDE-Chip mit zwei Ultra-ATA/100-fähigen
Kanälen integriert , der die RAID-Level 0 , 1 und 0+1 unterstützen soll .
Weiterhin bietet das KV200-R fünf PCI- und einen AMR-Slot , AGP-4X ,
Onboard-Sound und drei Speichersockel . Ein Nachteil des neuen
Speicher-Interfaces : Er benötigt ein anderes Modulformat . Computex :
Athlon-Board mit AGP-Pro und Onboard-SCSI MSI Microstar stellt gleich drei
Mainboards mit VIAs neuem Chipsatz KT133 vor . Die Boards sind mit dem Sockel A
ausgerüstet und unterstützen damit die Thunderbird- und Duron-Prozessoren von
AMD . Das K7T Master ( siehe Bild ) zielt auf den gehobenen Markt und bietet AGP
Pro , Ultra-SCSI ( Adaptec 7892 ) , vier Speicher-Steckplätze , Onboard-Sound ,
sechs PCI- und einen CNR-Slot ( Communication Network Riser , ein Nachfolger von
AMR ) . Trotz der vier DIMM-Steckplätze unterstützt das Board laut Datenblatt
nur 1,5 GByte Speicher . Mit normaler Ausstattung kommt das K7T Pro auf den
Markt : AGP-4X , Onboard-Sound , sechs PCI- und drei Speicher-Slots . Das
MS-6340 hat MSI auf das Micro-ATX-Format abgespeckt , sodass nur drei PCI- und
zwei Speicherslots auf das Board passen . Entscheidung im Microsoft-Prozess noch
heute ( Update ) Wie das Bezirksgericht in Washington DC bekannt gab , fällt die
Entscheidung im Kartellverfahren gegen Microsoft noch heute . Richter Thomas
Penfield Jackson wollte um 15 Uhr ( 21 Uhr deutscher Zeit ) seine abschließende
Erklärung sowie die Entscheidung über das Strafmaß veröffentlichen , erklärte
Joseph Alexander , Sprecher des Gerichts , in einer Mitteilung . Inzwischen ist
die Entscheidung laut Alexander noch einmal auf 16:30 Uhr ( 22:30 deutscher Zeit
) am heutigen Mittwoch verschoben worden - damit liegt der Zeitpunkt für die
Veröffentlichung eine halbe Stunde nach Börsenschluss in den USA . Als
wahrscheinlich gilt , dass der Richter den Empfehlungen des Justizministeriums
und von 19 US-Bundesstaaten folgt , die eine Zerschlagung von Microsoft in zwei
getrennte Unternehmen beantragt haben . Allerdings ist mit dem Urteil der
Rechtsstreit noch lange nicht zu Ende . Microsoft hat bereits Berufung gegen
Strafmaßnahmen angekündigt . Für den Fall , dass der Richter den sofortigen
Vollzug verschiedener erwarteter Auflagen anordnet , will das Unternehmen sofort
eine einstweilige Verfügung dagegen beantragen . Microsoft-Vertreter zeigten
sich vor der Urteilsverkündung erneut optimistisch , dass die Berufung Erfolg
haben werde . " Wir werden in den wichtigen Punkten siegen , das heißt , wir
werden ein integriertes Unternehmen bleiben und unser Recht behalten , den
Verbraucherbedürfnissen zu entsprechen und Windows mit neuen Fähigkeiten
auszustatten " , sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer . Computex : PC150-Speicher
vorgestellt Der taiwanische Speicherhersteller Kingmax hat auf der Computex mit
PC150 einen neuen Standard für SDRAM-Module ausgerufen . Die selbst entworfene
Spezifikation basiert auf dem bereits etablierten PC133-Standard und schreibt
diesen fort . PC150-RAM kann mit bis zu 150 MHz betrieben werden , erlaubt dann
aber nur eine CAS-Latency von drei Takten ( CL3 ) . In 133-MHz-Systemen laufen
die Module aber auch mit dem schnelleren CL2-Timing . Da es bislang noch keinen
Chipsatz gibt , der einen Speichertakt von 150 MHz unterstützt , richtet sich
Kingmax mit dem neuen Modultyp vor allem an Übertakter , die ihr System jenseits
der vom Hersteller spezifizierten Taktraten betreiben . Ob sich langfristig
Chipsatz-Hersteller finden , die PC150-RAM unterstützen werden , steht bislang
noch nicht fest . Computex : Taiwans Motherboard-Hersteller lassen sich immer
neue Funktionen einfallen , um ihre Produkte an den Käufer zu bringen . Den
Vogel schießt jetzt Chaintech ab : Um Gigabyte und deren Dual-BIOS - ein
schreibgeschütztes zweites BIOS in einem separaten Flash-Baustein - zu
übertreffen , erfand man kurzerhand 3BIOS . Diese bestehen aus einem
Backup-BIOS-Chip ( TwinBIOS ) wie bei Gigabyte sowie einem speziellen
Schreibschutz für die Flash-ROMs . Dieser soll laut Chaintech alle
Schreibversuche auf das BIOS abblocken und ein Umprogrammieren nur noch über ein
Chaintech-eigenes Flash-Utility ermöglichen . Damit stets das richtige
Flash-Programm zur Hand ist , befindet sich dieses ebenfalls in den Chips auf
dem Board . Außerdem ist es laut Chaintech möglich , in den beiden Bausteinen
unterschiedliche BIOS-Versionen unterzubringen , statt sie als Master- und
Backup-Satz zu nutzen . Damit sollen sich beispielsweise spezielle
BIOS-Varianten für verschiedene Betriebssysteme auf einem Board vorhalten lassen
. Das letzte Element von Chaintechs 3BIOS ist das Airbag 2000 getaufte
Softwarepaket . Es enthält das Anti-Viren-Programm PC-Cillin 98 , Adobes
ActivShare und diverse kleinere Utilities . Cisco und Motorola : Gemeinsam bei
Funknetzen Cisco und Motorola steigen gemeinsam ins Geschäft mit Breitbandnetzen
über Funk ein . Wie das Wall Street Journal berichtete und Bosch Deutschland
gegenüber c't bestätigte , kaufen die beiden Firmen die amerikanische Bosch
Telecom . Die in Richardson , Texas , angesiedelte Tochter von Bosch ist ein
Spezialist für Mobilfunknetze und stellt Geräte für eine Technik her , die Bosch
Local Multipoint Distribution Services ( LMDS ) nennt . Dabei handelt es sich um
eine Variante der Wireless Local Loop ( WLL ) , mit der sich Endkunden drahtlos
an die normalen Telefonnetze anbinden lassen . Gerätehersteller wie
Telecom-Firmen sind damit unabhängig von schon verlegten Telefonleitungen - sie
sind nicht gezwungen , existierende Leitungen zu mieten oder neue Kabel
aufwendig selbst zu verbuddeln . Die Technik ist auch für Anwendungen mit
höheren Anforderungen an die verfügbare Bandbreite geeignet , etwa für
Internet-Zugänge . Motorola und Cisco wollen eine gemeinsame Tochtergesellschaft
mit Namen SpectraPoint gründen , in die Bosch Telecom aufgehen soll . An
SpectraPoint soll Motorola 81 Prozent der Anteile halten . Die neue Firma soll
die LMDS-Produkte vertreiben , die gemeinsam von Cisco und der ehemaligen
Bosch-Tochter entwickelt werden . Cisco und Bosch Telecom arbeiten schon über
ein Jahr gemeinsam an der Technik . Bereits im Februar dieses Jahres bildeten
Motorola und Cisco eine Allianz zur Entwicklung drahtloser IP-Netze , die Daten
, Sprache und Video übertragen . Ehemaliger Lotus-Chef heuert bei IT Factory an
Zur Lotusphere im Januar nahm Jeff Papows seinen Hut als Chef der
IBM-Tochterfirma Lotus Development mit der Begründung , er suche eine neue
Herausforderung an der Spitze eines unabhängigen Unternehmens . Diese Suche
scheint sich nun selbst zu einer Herausforderung für Papows entwickelt zu haben
, möglicherweise eine Folge der Unstimmigkeiten in seinem Lebenslauf , die seine
letzten Monate bei Lotus überschatteten . Einstweilen ist Papows nun als
Mitglied des " Board of Directors " in die Dienste von IT Factory getreten ,
eines mit Hilfe von Venture Capital recht rasant wachsenden Lotus Business
Partners . Dort wird er sich vorwiegend um weitere Akquisitionen kümmern .
Unlängst hatte IT Factory sich bereits die beiden Lotus Business Partner
Documentaal und Solutions by Design einverleibt . Nokia und Whirlpool bauen
vernetzte Haushaltsgeräte Nokia , Marktführer unter den Handy-Herstellern , und
Whirlpool , einer der führenden Hersteller von Haushaltsgeräten , zu dem auch
Bauknecht gehört , wollen zusammen " intelligente " Haushaltsgeräte bauen . Der
Handy-Spezialist soll dafür die IP-Techniken und drahtlosen
Netzwerkschnittstellen innerhalb eines Hauses liefern , damit Verbraucher mit
Whirlpool-Geräten das " Haus von Morgen " und einen " ständig vernetzten
Lebensstil " verwirklichen können , wie die beiden Firmen erklärten . Wie sich
Nokia und Whirlpool das im Detail vorstellen , darüber schwiegen sie sich
bislang aber noch aus . Trotz aller Zweifel , die Kühlschränke mit
Internet-Anschluss und Herde mit eingebautem Computer bei vielen Kunden immer
noch auslösen , sehen Nokia und Whirlpool in der Heimautomation und -vernetzung
mit Internet-Zugang für das gesamte " intelligente Haus " offensichtlich
lukrative Geschäfte auf sich zukommen . Und der Chef von Whirlpool Europa ,
Bengt Engstrom , sieht einen " schnell wachsenden Trend " zu vernetzten
Hausgeräten unter seinen Kunden . Microsoft erhält Dämpfer bei TV-Kabelnetzen
Microsofts Bemühen , auf dem Markt für digitales Fernsehen und TV-Kabelnetze
einen Durchmarsch zu veranstalten , hat einen empfindlichen Dämpfer bekommen .
Den Versuch , zusammen mit der AT&T-Tochter Liberty Media den britischen
Kabelnetzbetreiber Telewest vollständig zu kontrollieren , hat der
Softwarekonzern nun aufgegeben . Microsoft wolle nur noch einen
Minderheitsanteil an Telewest Communications plc halten , teilte die
EU-Kommission am Freitag in Brüssel mit . Der geplante Einstieg Microsofts bei
Telewest wurde seit März in einer gut vier Monate dauernden Untersuchung von der
EU-Kommission geprüft . Nach erste Ergebnissen , die von den europäischen
Wettbewerbshütern anfang der Woche in einem Entscheidungsentwuf festgehalten
worden sein sollen , musste Microsoft davon ausgehen , dass die Beteilung an
Telewest durch die Kartellexperten verboten würde . Brüssel befürchtete , dass
die bereits bestehende dominante Stellung von Telewest als ausschließlicher
Anbieter von Kabeldienstleistungen innerhalb seines Lizenzraumes noch verstärkt
werde . Bei einer Kontrolle von Telewest hätte Microsoft die Weichen für die
Technik in der Digital-Kabelindustrie in Großbritannien stellen können , schrieb
die Kommission . Microsoft will laut Kommission einen Anteil von 23,7 Prozent an
Telewest behalten , aber alle wesentlichen Kontrollrechte über das Unternehmen
aufgeben . Engere Verbindungen mit der Tochter des US-Telekommunikationskonzerns
AT&T , Liberty Media , solle es ebenfalls nicht geben . Laut Kommission fällt
der künftige Minderheitsanteil von Microsoft nicht mehr unter die
EU-Wettbewerbkontrolle und müsse deshalb auch nicht mehr in Brüssel überprüft
werden . ICANNs Büro bremst Bewerber für neue Domains Erst ab 5. September nimmt
die Internet-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (
ICANN ) offiziell Vorschläge für die neuen Top Level Domains ( TLD ) entgegen .
Vorher will sie noch einen Bewerber-Fragebogen und ausführliche Auswahlkriterien
veröffentlichen , nach den Plänen der ICANN am 15. August . Das verkündete das
ICANN-Büro Ende letzter Woche in einem Papier zum TLD-Bewerber-Verfahren . Die
19 ICANN-Direktoren hatten auf dem Meeting in Yokohama den 1. August als Start
der Ausschreibung erklärt . Auch hinsichtlich der Entscheidung hält sich das
ICANN-Büro entgegen den Beschlüssen in Yokohama verschiedene Optionen offen :
Potenziellen Bewerbern von .web bis .kid gab man in dem jetzt veröffentlichten
Papier allerdings schon einmal ein paar Anhaltspunkte , welche Anforderungen sie
erfüllen müssen . Grundsätzlich will die ICANN für offene TLDs die Definition
der Registrierbestimmungen aus dem Vertrag mit Exmonopolist Network Solutions
und dem US Department of Commerce übernehmen , wenn es sich um einen " nackten "
Registry-Vorschlag ( ohne eine Organisation im Hintergrund ) handelt . Damit
würden für die neue Zone die gleichen Bestimmungen gelten wie für .com , .net
und .org . Sie müssen allerdings neben den geplanten Registrierbestimmungen auch
noch darlegen , dass ihre Organisation gewissen demokratischen Grundsätzen bei
der Formulierung der neuen Regeln gerecht wird , zumindest innerhalb der
vertretenen Interessens- oder Adressatengruppe . Daher müssen sie auch ihre
Satzung und Statuten offen legen und Mitgliedschaft und Direktoren benennen .
Für den technischen Betrieb können sie sich mit einem Registry-Provider
zusammentun , doch muss sicher sein , dass der auch mitmacht . Zur Abschreckung
von im Geschäft Unerfahrenen wartet das ICANN-Papier mit langen Listen für
Registry-Organisationen wie -Betreiber auf . Von den Registry-Betreiber möchte
man beispielsweise genaueste Informationen haben : " Gebäude , Hardware ,
Software , Datensicherheit und Sicherheit der Gebäude , Bandbreite und
Internetkonnektivität , Vorkehrungen gegen einem möglichen Ausfall , Fähigkeiten
und Maßnahmen zur Wiederherstellung des Systems , Sicherheit der
Informationssysteme , Belastbarkeit und Ausbaufähigkeit ( Scalabilty ) ,
Data-Escrow- und Backup-Strategien , Whois-Service , Verarbeitung der Zone Files
, technischer und anderer Support , Abrechnung und finanzielle Abwicklung ,
Management und Angestellte , Personalstand und -ausbaufähigkeit und Vorkehrungen
für die Stabilität im Fall eines Versagens der Registry . " Die Anforderungen an
die betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen des Registry-Betreibers füllen
einen weiteren Paragrafen . Kein Wunder , dass man mehrfach im Dokument betont ,
dass sich potenzielle Anwärter möglichst schon jetzt verschiedenster
professioneller Unterstützung versichern sollten : " Allen , die sich bewerben
möchten , wird dringend geraten , sich jetzt der professionellen Unterstützung
von technischen Experten , Finanz- und Management-Beratern sowie Rechtsanwälten
für die Abfassung ihrer Vorschläge und Vorbereitung ihrer Bewerbungen zu
versichern . " Die ICANN selbst steht für die heiße Bewerbungsphase übrigens
nicht für persönliche oder Telefonberatungen oder Nachfragen von Seiten der
Bewerber zu Verfügung , sondern nur für schriftliche Anfragen . Ob sich die
ICANN-Hauptamtlichen derzeit schon an diese Regel halten , ist aber ungewiss .
Einige Beobachter glauben eher , dass mancher Bewerber sich nach den vagen
Beschlüssen der Direktoren nun direkt mit dem ICANN-Büro über Bedingungen
unterhält . Immerhin kostet die Bewerbung ja auch eine schöne Stange Geld :
50.000 US-Dollar muss jeder Bewerber oder jede Bewerbergruppe hinlegen , ganz
gleich , wie viele TLDs beantragt werden . Da ist der technische ,
betriebswirtschaftliche und juristische Expertenrat noch nicht einmal
eingerechnet . Zimmerli : Rechtsradikalismus im Internet kann bekämpft werden
Rechtsradikale Parolen im Internet können nach Ansicht des Philosophen Walther
Zimmerli auch ohne Überwachungsstaat wirksam bekämpft werden . " Wir kennen
ziemlich genau den Kreis der Absender und Adressaten " , sagte der Präsident der
Privatuniversität Witten/Herdecke im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur .
Anders als Kinderpornografie sei der Rechtsradikalismus " nicht primär ein Thema
, das aus dem Ausland über das Internet zu uns herübergespült wird und das
deswegen einen rechtlichen Zugriff erschwert " , betonte der Schweizer Zimmerli
. " Wir müssen Strafverfolgen , und wir können das deshalb auch . " Der
parteilose Philosophie-Professor stützt die Marschroute von Justizministerin
Herta Däubler-Gmelin . Das gelte für jede Form von Radikalismus , das Internet
sei für links wie rechts geeignet , " zu bösen Taten aufzurufen und ungehindert
verabscheuungswürdiges Gedankengut zu verbreiten " . Japans Mobilfunkbetreiber
drehen auf Japans führende Mobilfunkbetreiber wollen im laufenden Geschäftsjahr
deutlich mehr investieren . Um mit der stark wachsenden Beliebtheit von Handys
mitzuhalten sowie in Vorbereitung auf die für kommendes Jahr erwartete neue
Mobilfunk-Generation müssten die Firmen in neue Anlagen investieren . Umgekehrt
sehen sich die Betreiber von Festnetz-Telefondiensten NTT East und NTT West dem
Bericht nach gezwungen , ihre Ausgaben im bis März laufenden Geschäftsjahr um
etwas mehr als zehn Prozent auf rund 1,1 Billionen Yen zu drosseln . Über die
kommenden drei Jahre sei eine weitere Verringerung um 30 Prozent geplant . Die
Zahl der Kunden für i-mode in Japan stieg nur eineinhalb Jahre nach
Markteinführung auf zehn Millionen . Der ursprünglichen Planung zufolge hatte
sich der Konzern für diese Marke drei Jahre Zeit gegeben . Täglich kämen 40.000
bis 50.000 neue Kunden hinzu , hieß es in dem japanischen Blatt . Nach dem
Riesenerfolg drängt der japanische Konzern nun nach Europa , Asien und den USA .
Unter anderem will sich NTT DoCoMo an der niederländischen E-Plus-Mutter KPN
beteiligen . NTT DoCoMo verhandelt derzeit auch mit dem weltgrößten
Online-Dienst AOL über eine umfangreiche globale Kooperation bei Internet-Handys
. Gebote für UMTS-Lizenzen steigen weiter Zum Auftakt der zweiten Auktionswoche
sind die Gebote für die UMTS-Mobilfunklizenzen weiter gestiegen . Drei
Frequenzpakete kosten inzwischen über drei Milliarden . Momentan ändern sich die
Höchstgebote noch von Runde zu Runde - bislang sind auch noch alle sieben Bieter
im Rennen um eine UMTS-Lizenz . Japanischer Mobilfunk-Riese drängt auf
Europa-Netz Mitte Juli erst hatte sich der japanische Mobiltelefonriese NTT
DoCoMo auf eine weit gehende Partnerschaft mit der niederländischen KPN und
Hutchison Whampoa , einem Mischkonzern aus Hongkong eingelassen . Ziel : Ein
gewichtiges Wörtchen beim Mobilfunk in Europa mitzureden . Nun macht NTT DoCoMo
Dampf . Der Konzern drängt seinen niederländischen Partner KPN zum raschen
Aufbau eines europaweiten Netzes . Dies geht aus einem am Montag
veröffentlichten Interview des Wirtschaftsblatts Het financieele Dagblad mit NTT
Docomo-Präsident Keiji Tachikawa hervor . Das japanische Unternehmen , das 15
Prozent der Anteile an KPNs Mobiltelefontochter KPN Mobile hält , will darüber
sein Internet-Handy i-mode vermarkten . Wenn die dritte Generation der
Mobiltelefonfrequenzen ( UMTS ) in zwei bis drei Jahren überall in Betrieb seien
, sollte KPN in Europa zu den drei größten Betrieben der Sparte gehören , machte
er deutlich . Über E-Plus habe KPN Zugang zum deutschen Markt . Zugang zum
belgischen Markt sei vorhanden und zusammen mit Hutchison Whampoa könne man auch
in Großbritannien operieren . In Kürze könne auch ein französischer Partner
vorgestellt werden , sagte Tachikawa nach Angaben des Blattes , ohne allerdings
nähere Angaben zu machen . Lediglich in Italien und Spanien müsse KPN noch Fuß
fassen . Falls KPN nicht rasch genug das europäische Netz aufbaue , werde NTT
Docomo nach anderen Partnern suchen müssen . " Aber im Prinzip wollen wir mit
KPN Mobile vorankommen " , zitierte das niederländische Blatt . Durch die
Kooperationsvereinbarung mit KPN und Hutchison Whampoa konnte NTT DoCoMo
immerhin einen globalen Verbund erreichen : DoCoMo und Hutchison Whampoa decken
den asiatischen Raum ab , KPN hat Beteiligungen in ganz Europa und ist über die
Zusammenarbeit mit Qwest in dem Joint-Venture KPNQwest auch in den USA vertreten
. In Deutschland arbeiten Hutchison Whampoa und KPN Mobile als E-Plus-Hutchison
zusammen und beteiligen sich an der Versteigerung der UMTS-Lizenzen . Ende des
Jahres sollen es mindestens 17 Millionen sein . Nun will DoCoMo seine
Kooperationen offensichtlich nutzen , um die Technik auch auf außerjapanischen
Märkten zu etablieren . Nach Darstellung der niederländischen Finanzzeitung hat
KPN allerdings den Börsengang seiner Mobiltelefontochter erneut verschoben . Die
Börsennotierung der KPN-Tochter sei jetzt für das zweite Quartal 2001 geplant ,
meldete das Blatt unter Berufung auf die Financial Times . KPN-Mobile sollte
ursprünglich in diesem Sommer an die Amsterdamer Börse gebracht werden . Dann
war ein Termin zum Jahresende in Aussicht gestellt worden . EU genehmigt
Internetfirma von HypoVereinsbank und Mannesmann Die HypoVereinsbank und
Mannesmann können nach einer Entscheidung der EU-Kommission gemeinsam ein
elektronisches Dokumentenarchiv im Internet anbieten . An dem
Gemeinschaftsunternehmen sind Mannesmann ( im Besitz des britischen
Mobilfunkanbieters Vodafone ) , die Münchener HypoVereinsbank und IXOS Software
beteiligt . Es soll im Bereich des E-Commerce einer bequemen ,
rechtsverbindlichen und jederzeit nachvollziehbaren Dokumentation dienen . Den
Pilotbetrieb mit ausgewählten Nutzern will memIQ im vierten Quartal dieses
Jahres aufnehmen . Gründer und Chef von Computer Associates zurückgetreten Sein
Nachfolger als CEO von CA wird Sanjay Kumar , bislang Präsident von CA und als
COO ( Chief Operating Officer ) für das Alltagsgeschäft zuständig . Laut CA ist
der Rücktritt von Wang , der Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens bleibt ,
Teil einer größeren Reorganisation des Software-Konzerns . Sie solle dazu dienen
, dass sich CA besser auf sein Kerngeschäft konzentrieren könne . Bekannt ist
die Firma vor allem für Mainframe-Anwendungen und Systemsmanagement-Lösungen wie
Unicenter . Wang soll sich als Aufsichtsratsvorsitzender neuen Unternehmungen
für CA widmen . Der Konzern wolle sich in Zukunft auf einige Bereiche
konzentrieren , vor allem Software für Sicherheitslösungen und
Massenspeicherverwaltung , Systemmanagement sowie Anwendungsentwicklung und
Informationsverwaltung für Firmen . Andere Bereiche will CA in eigenständige
Firmen ausgliedern ; als erster Schritt sollen die Angebote für Application
Service Provider ( ASP ) in dem Unternehmen iCan-ASP zusammengefasst werden .
Nancy Li , bislang Chief Technology Officer ( CTO ) bei CA , wird CEO von
iCan-ASP . Später sollen die Abteilung für Accounting-Software ( ACCPAC ) und
andere Sparten ebenfalls ausgelagert werden . Zwar kommt der Rücktritt des
CA-Gründers Wang überraschend , unerklärlich ist er genauso wie die
Reorganisation der Firma aber nicht : Im Juli musste CA einen Quartalsbericht
vorstellen , der weit hinter den Erwartungen der Börsianer zurückblieb ; der
Konzern machte damals schwache Verkäufe in Europa und zurückgehende Umsätze mit
Systemsmanagement-Software und Mainframe-Anwendungen für das schlechte Ergebnis
verantwortlich . Im Milliardenpoker um die begehrten deutschen
UMTS-Mobilfunklizenzen greifen die Telekom-Unternehmen jetzt deutlich tiefer in
die Tasche . Alle sieben Bewerber waren am Montagabend weiter im Rennen . E-Plus
gab in der letzten Runde am heutigen Montag für kein Frequenzpaket das höchste
Gebot ab ; eBook-Hacker aus US-Haft entlassen Der russischer Programmierer
Dmitry Sklyarov , der am 16. Juli auf dem Hacker-Kongress DefCon 9 von der
amerikanischen Bundespolizei FBI verhaftet wurde , ist am Montag gegen Zahlung
einer Kaution aus dem Gefängnis entlassen worden . Die Festnahme des 26-jährigen
Hackers , dem die Verletzung eines US-Gesetzes zum Copyright vorgeworfen wird ,
hatte international Proteste ausgelöst . Ein Gericht in San Jose setzte die
Kaution auf 50.000 US-Dollar fest . Dmitry Sklyarov war einer der Programmierer
, die vor einiger Zeit ein Programm vorstellten , das eBooks im
Acrobat-eBook-Reader-Format entschlüsseln konnte . Das fand Adobe gar nicht
witzig - die Firma hatte das FBI auf den russischen Hacker aufmerksam gemacht
und zunächst seine Verhaftung gefordert . Nach Protesten zog Adobe jedoch die
Anzeige zurück . In Russland ist die Anwendung der Software legal , die Sklyarov
entwickelt hat . Bei einer Verurteilung drohen dem Programmierer bis zu 5 Jahre
Haft und eine Geldstrafe von bis zu 500.000 US-Dollar . Eine erste Anhörung in
dem Verfahren wurde für den 23. August angesetzt . Die Electronic Frontier
Foundation ( EFF ) , die Sklyarov unterstützt , hat sich nach eigenen Angaben
vergangene Woche mit den zuständigen Staatsanwälten getroffen . Die Organisation
konnte keine Anzeichen dafür feststellen , dass die Strafverfolger die Anklage
fallen lassen wollen . Software als Ersatz für Biopsie bei Verdacht auf
Brustkrebs Forscher um den amerikanischen Technologieprofessor Bradley Clymer
haben an der Ohio State University eine Software entwickelt , die in Zukunft die
Diagnose von Brustkrebs erleichtern und sicherer machen soll . Die Methode wurde
jetzt im Journal of Magnetic Resonance Imaging vorgestellt . Mit der
herkömmlichen Röntgenuntersuchung der Brust ( Mammografie ) ist der Arzt oftmals
nicht in der Lage , anhand der groben Aufnahme eine genaue Diagnose zu stellen
und schickt die Patientin zur Biopsie , bei der ihr zur Bestätigung durch eine
mikroskopische Untersuchung Gewebeteilchen entnommen werden . Sieben von zehn
Patientinnen unterziehen sich jedoch unnötigerweise dem schmerzhaften Eingriff ,
da kein bösartiger Tumor vorliegt . Die von Clymer entwickelte Software soll
diese hohe Fehlerrate nun reduzieren , indem sie zwischen der Röntgenaufnahme
und der Biopsie als Zwischenschritt eingefügt wird . In diesem Schritt werden
zusätzlich Aufnahmen der Brust im Magnet-Resonanz-Verfahren ( MRI ) aufgenommen
und von der Software auf mikroskopisch kleine Verkalkungen hin untersucht - ein
häufiger Indikator für Krebs , wenn sich Brustgewebe auf Grund von
Kalziumansammlung bösartig verhärtet . Auf MRI-Bildern zeigen sich solche
kleinen Verkalkungen als Flecken und schlierenhafte Stellen , da sich deren
magnetisches Feld von normalem Gewebe unterscheidet . Zusammen mit der
Radiologin Petra Schmalbrock und dem Studenten David James konnte Clymer nun
zeigen , dass die Software selbst feinste Unterschiede zwischen einzelnen
Bildpunkten erkennt , die mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbar sind . Die
Software analysiert die Bilddaten nach dem Prinzip der statistischen
Strukturanalyse und untersucht , wie sich die Intensität einzelner Pixel zu
ihren Nachbarn verhält . " So erhalten wir beispielsweise im Bild einer gesunden
Brust scharfe Unterschiede zwischen den einzelnen Bildpunkten an den Rändern ,
wo unterschiedliche Gewebetypen aneinander grenzen " , erklärt Clymer . "
Tumorgewebe dagegen variiert viel mehr in den Grautönen . " Um die
Erkennungssicherheit der Software zu testen , kopierte Clymer auf MRI-Bilder
einer gesunden Brust mit dem Computer verschiedene Kalkablagerungen . Als
Nächstes will der Wissenschaftler das Computermodell so trainieren , dass es
verschiedene Arten und Geometrien von Verkalkungen erkennt und diese einer
Tumorart zuordnet . " Haben wir erst einmal das entsprechende Vokabular der
fleckenhaft erscheinenden Signaturen für die verschiedene Arten von Strukturen
und Stellungen und Positionen von Verkalkungen in der Brust , dann können wir
dadurch eine Aussage treffen , wie groß die Möglichkeit von Krebs an der
entsprechenden Stelle der Brust ist " , hofft Clymer . Dann aber soll die
Methode in Zusammenarbeit mit Radiologen bei der Brustkrebsdiagnose getestet
werden . " Dazu wird von der Brust parallel zur Röntgenaufnahme auch ein
MRI-Bild angefertigt , anschließend lassen wir das MRI-Bild von unserer Software
analysieren und vergleichen dann unser Ergebnis mit dem der Biopsie " . Zwar ist
die Methode im Vergleich zur Biopsie mit etwas höheren Kosten verbunden , doch
der nicht-invasive Vorgang dürfte für die Patientinnen wesentlich angenehmer
sein . Netzwerk-Spezialist ADVA mit höherem Verlust Der Netzwerk-Spezialist ADVA
ist im zweiten Quartal noch tiefer als bisher in die roten Zahlen gerutscht . Zu
dem Fehlbetrag haben laut ADVA vor allem Aufwendungen aus
Aktienoptionsprogrammen beigetragen . Das hörten die Börsianer offensichtlich
gerne : In den ersten Stunden des Handels am heutigen Dienstag stieg der Kurs
des ADVA-Papiers um 10,25 Prozent . Dazu beigetragen haben dürfte auch , dass
ADVA eine Vertriebsvereinbarung mit Siemens abschließen konnte : Der
Elektronikkonzern nimmt die Fiber Service Platform von ADVA in sein
Produkt-Portfolio auf und vermarktet diese Lösungen für optische Netze auf Basis
von Wavelength Division Multiplexing ( WDM ) künftig unter der eigenen Marke
TransXpress WaveLine . Der Aktienkurs von ADVA bewegt sich allerdings trotz des
Anstiegs mit 3,55 Euro noch weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch von 143 Euro .
Grundig-Beschäftigungsgesellschaft auf der Kippe Beim angeschlagenen
Elektronik-Konzern Grundig steht die geplante Beschäftigungsgesellschaft für
mehrere hundert ehemalige Mitarbeiter auf der Kippe . " Zum gegenwärtigen
Zeitpunkt ist eine Auffanglösung ausgeschlossen " , sagte der Geschäftsführer
der Gesellschaft für Personalentwicklung und Qualifizierung ( GPQ ) , Eberhard
Fehrmann , am Montagabend der dpa in Nürnberg . Die Grundig-Führung habe zuvor
ein GPQ-Konzept kurz vor Vertragsschluss ausgeschlagen . Dagegen sagte
Konzern-Sprecherin Bettina Schmidt : " Wir gehen davon aus , dass die Gespräche
weitergehen . " Die Aussagen der GPQ " verwundern uns ziemlich . " Nach Angaben
von Fehrmann sollte die geplante Auffanggesellschaft bereits zum 1. Oktober
starten . Nur so sei eine sinnvolle Laufzeit von acht Monaten finanzierbar ,
sagte Fehrmann . Dies allein sei bei rund 800 möglichen Betroffenen viel zu
wenig , sagte Fehrmann . Das Konzept sah neben einer individuellen
Qualifizierung vor , den Betroffenen 80 Prozent ihres letzten Netto-Gehaltes zu
zahlen und alle tariflichen Leistungen beizubehalten . Das
Traditions-Unternehmen hofft mit Kündigungen und einer Straffung der
Produktpalette auf eine Rückkehr in die Gewinnzone . Ein Sanierungsprogramm
sieht die komplette Auflösung der Fernseher-Produktion in Nürnberg und eine
Verlagerung nach Wien vor . Weitere Konzentration bei E-Learning-Anbietern Die
schwedische Bildungsgruppe K-World und der Schweizer E-Learning-Pionier Viviance
AG new education fusionieren . Mehrere Anbieter gingen daher im vergangenen
Halbjahr Pleite . Patrick Stahle , Vorstandsvorsitzender von K-World und
designierter CEO des fusionierten Unternehmens , sieht das entstehende
Schwergewicht in Europa als " treibende Kraft " im Wandel des Aus- und
Weiterbildungssektors . Neil Sunderland , Vorsitzender des Verwaltungsrates von
Viviance , glaubt die Chance der Gruppe vor allem darin zu erkennen , nun " die
ersten Adressen unter den Großunternehmen " als Kunden gewinnen zu können .
Kleine Anbieter werden von Konzernen häufig nicht als ernsthafte Ansprechpartner
angesehen , sodass die Erfolgsaussichten der neuen Firma tatsächlich höher
liegen als bei einem weiteren Alleingang . K-World/Viviance verfügt über
Vertretungen in zehn Ländern , mehrere Partnerschaften sowie 250 Mitarbeiter .
Unter anderem besitzt und betreibt K-World einen interaktiven digitalen TV-Kanal
für Bildungsfernsehen , der in Schweden über Satellit wie auch erdgebunden zu
empfangen ist . Ebenso betreibt das Unternehmen eine der führenden schwedischen
High-Schools , in der über eintausend Schüler in einem neuen Unterrichtsmodell
durch die Verzahnung von E-Learning und regulärem Klassenzimmer ausgebildet
werden . Die Stärke von Viviance liegt in er eigens entwickelten
Technologieplattform Thinktanx , auf die Kunden wie ABB , Hewlett-Packard ,
Swissair , bedeutende Banken sowie öffentliche Auftraggeber setzen . Durch die
Fusion erhöht sich der Druck auf andere europäische Anbieter , sich ebenfalls
neu als Player im Markt zu formieren . Gewinne sind trotz Umsatzsprüngen von
über 50 Prozent auch 2001 noch nicht in Sicht . Hintergrund seien hohe
Sonderabschreibungen auf zwei Töchter in den USA . Eine Prognose für den
weiteren Geschäftsverlauf will das Unternehmen nicht abgeben . Um Brokat wieder
auf Kurs zu bringen , soll der bekannte Sanierungsexperte Dirk Pfeil den Vorsitz
des Aufsichtsrates bei dem Spezialisten für elektronisches Bezahlen übernehmen .
Die Firma ist derzeit auf der Suche nach einem Investor - zuletzt war der
Mobilfunkriese Vodafone im Gespräch , mit dem Brokat Anfang des Jahres einen
Vertrag über die Lieferung von Software fürs Bezahlen per Handy abschließen
konnte . Sollte es Brokat allerdings nicht gelingen , einen finanzkräftigen
Investor zu finden , dürfte dem Unternehmen noch in diesem Quartal das Geld
ausgehen . Der " Net-Investor " streicht die Segel Die Homepage des "
Net-Investor " , eines der ältesten Magazine rund um die Internet-Wirtschaft in
Deutschland , trägt Trauer : " Es ist vorbei " , klärt die Redaktion die
Besucher der Site auf . " Heute streichen wir die Segel und stellen unsere
Verlagsaktivitäten ein . " Als Grund nennt Chefredakteur Thomas Huber den "
konjunkturellen Supergau " , der die Werbeeinnahmen gegen Null gedrückt habe .
Die kürzlich erschienene August-Nummer des Hefts ist damit auch zugleich die
letzte . Der " Net-Investor " reiht sich mit seinem abrupten Ende ein in die
lange Liste an New-Economy-Titeln , die im vergangenen Halbjahr ihr Aus
angesichts der Krise des Neuen Marktes und des Vertrauensverlusts bei Investoren
verkündeten . Während die Verlage noch vor einem Jahr fast wöchentlich neue
Zeitschriften für Hobbybörsianer und Durchstarter auf den Markt brachten ,
lautet nun das Kommando überall : Rolle rückwärts . Wie lange sich Objekte wie "
Cybiz " aus dem Deutschen Fachverlag oder " e-Market " aus dem
Europa-Fachpresse-Verlag da noch halten , wissen vermutlich nicht einmal die
Chefredakteure . Insgesamt verloren beim bisherigen Shake-out über 100
festangestellte Redakteure ihre Jobs . Da die meisten Mitarbeiter beim "
Net-Investor " frei im weniger als 20 Köpfe zählenden Team beschäftigt waren ,
entfallen dort allerdings lange Kündigungsarien . Im vergangenen Jahr hatte das
Blatt dann nach einem Relaunch im Magazinformat den Weg an den Kiosk gewagt .
Beim Preis von 6,80 Mark pro Ausgabe verkaufte sich der Monatstitel allerdings
nicht gut genug , um die Verluste im Anzeigengeschäft aufzufangen . Huber hatte
in seinen Leitartikeln immer wieder betont , dass der Abschwung genauso
übertrieben ist wie die Euphorie zuvor . Doch der Glaube allein bringt keinen
Umsatz , wie die Redaktion nun einsehen musste . So zogen immer mehr
Marketingabteilungen in den letzten Wochen ihre Anzeigen zurück , weil nach dem
Scheitern der Großprojekte der anderen Verlage der Markt nicht mehr als " sexy "
galt . Auch das kurze Intermezzo von Gruner + Jahr aus Hamburg , der kurzzeitig
im vergangenen Jahr 35 Prozent am Net-Investor-Verlag gehalten hatte , brachte
die Münchner nicht wirklich voran . Telekom-Aktie fällt auf Langzeit-Tief Durch
den Verkauf eines größeren Anteilspaketes ist die T-Aktie am Dienstag kräftig
unter Druck geraten . Das Papier der Deutschen Telekom AG fiel zeitweise auf gut
23 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit rund zweieinhalb Jahren . Wer
hinter dem Auftrag stehe , wollte er nicht sagen . Möglicherweise wollten einige
Investoren aussteigen , bevor ehemalige VoiceStream-Aktionäre ihre T-Aktien
verkauften , mutmaßten Händler . Im weiteren Handelsverlauf erholte sich die
Aktie wieder und notierte am Nachmittag bei 23,37 Euro . Die Telekom hatte den
US-Mobilfunkbetreiber VoiceStream Ende Mai endgültig übernommen und den Preis
überwiegend in eigenen Aktien bezahlt . In den kommenden sechs Monaten seien
weitere Aktienverkäufe durch frühere Aktionäre von VoiceStream denkbar , sagte
Telekom-Analyst Frank Wellendorf von Düsseldorfer WestLB Panmure . Deshalb hält
er einen deutlichen Kursanstieg in diesem Zeitraum auch eher für
unwahrscheinlich . MP3.com zu Schadensersatz in Millionen-Höhe verurteilt Im
Verfahren gegen MP3.com hat das Plattenlabel Universal einen weiteren Sieg
errungen . Nachdem der zuständige Richter bereits im April entschieden hatte ,
dass der Service my.mp3.com das Urheberrecht der Plattenfirmen verletze ,
verurteilte er MP3.com nun zu Schadensersatzzahlungen . Der Anbieter soll an
Universal pro CD , bei der das Urheberrecht verletzt wurde , 25.000 US-Dollar
bezahlen . Universal hatte pro CD 45.000 US-Dollar verlangt - MP3.com hatte aber
bereits bei der gestrigen Anhörung darauf hingewiesen , dass dies den Ruin der
Firma bedeute . Universal spricht von 10.000 CDs , bei denen das Urheberrecht
verletzt wurde . Gleichzeitig griff er in seiner Begründung des Urteils auch
andere Musik-Anbieter und MP3-Tauschbörsen im Internet heftig an . Einige
Beweismittel im Prozess legten nahe , dass einige Firmen im Internet
fälschlicherweise davon ausgingen , nur weil ihre Technik neu sei , würden die
normalen Gesetze der USA wie das Copyright-Gesetz für sie nicht gelten . Sie
müssten endlich verstehen , dass der Geltungsbereich der Gesetze solche Grenzen
nicht kenne . Im November will Richter Rakoff nun darüber entscheiden , für wie
viele CDs MP3.com tatsächlich zahlen muss . Der Anbieter hat allerdings bereits
angekündigt , auf jeden Fall in die Berufung zu gehen . Universal ist das einzig
verbliebende Plattenlabel , das weiter gegen MP3.com prozessiert . Ursprünglich
hatten fünf Firmen den Prozess gegen MP3.com angestrengt . Mit EMI , Warner
Music , der Bertelsmann-Tochter BMG und Sony hatte sich MP3c.om aber bereits auf
Lizenzzahlungen geeinigt . Gegenstand des Verfahrens ist eine spezielle
Dienstleistung von MP3.com , mit der User der Site sich eigene CDs , die sich in
der Datenbank von MP3.com befinden , als MP3-Dateien freischalten können , ohne
die entsprechenden Songs erst auf den Server des Anbieters zu übertragen . Auch
CDs , die Kunden über MP3.com einkaufen , können sie sofort als MP3-Dateien
beziehen . Die Speicherung und Freischaltung der CDs auf den Servern von MP3.com
ohne Lizenzzahlungen an die Firmen sahen die Plattenlabels als Verletzung ihres
Urheberrechts an - was das Gericht im April bestätigte und nun mit
Schadensersatzzahlungen belegen will . Telekom : US-Justizministerium genehmigt
Voicestream-Übernahme Die Übernahme des US-Mobilfunkanbieters Voicestream durch
die Deutsche Telekom hat eine erste juristische Hürde genommen : Das
US-Justizministerium genehmigte den US-Einkauf der Telekom , erklärte das
Unternehmen am heutigen Mittwoch . Die Genehmigungen der US-Regulierungsbehörde
Federal Communications Comission ( FCC ) und vom Committee on Foreign Investment
stehen allerdings noch aus . Nach Bekanntwerden der Übernahme-Absicht hatte es
in den USA heftige Diskussionen gegeben , ob ein ausländisches Unternehmen ,
dass zudem noch zu einem hohen Teil in Besitz einer ausländischen Regierung ist
, überhaupt eine US-Firma übernehmen dürfe . Daher dürfte die Telekom die noch
ausstehenden Entscheidungen mit Spannung erwarten . Ausländische Firmen dürfen
in den USA von der FCC eigentlich keine Telekom-Lizenzen erhalten , wenn sie zu
mehr als 25 Prozent in Staatsbesitz sind . Auch wenn die Telekom offiziell kein
Staatsunternehmen mehr ist , befinden sich doch noch gut 59 Prozent der Anteile
im Besitz der Bundesrepublik Deutschland . Die FCC kann aber auf Grund von "
öffentlichem Interesse " eine Ausnahmegenehmigung erteilen . Die Entscheidung
des Justizministeriums dürfte nun die Richtung vorgeben , in der auch die FCC
entscheiden wird . Bei den Anteilseignern von Voicestream , die der Übernahme
ebenfalls noch zustimmen müssen , erwartet die Telekom allerdings keine
Schwierigkeiten . Kabelnetze : Neue Eigner , alte Streitpunkte Im Zukunftsforum
Kabel 21 will die Baden-Württembergische Landesregierung nun klären , wohin die
Reise geht und im Dialog mit der Callahan-Gruppe , der Telekom , der
Landesanstalt für Kommunikation und weiteren Partnern gemeinsam Lösungen und
Strategien erarbeiten . Die offenen Fragen sind zugleich die alten Streitpunkte
. Dazu gehören insbesondere der diskriminierungsfreie Netzzugang , die
Kanalbelegung bei der Umstellung auf digitale Übertragungstechniken sowie die
Tarifierungspolitik . So sind die Entgelte , die die Telekom bisher für die
Kabeleinspeisung verlangte , den Programmveranstaltern ein Dorn im Auge . " In
den USA verlangen die Netzbetreiber kein Entgelt für die Einspeisung " , klagte
der ARD-Vorsitzende Peter Voß , aber hierzulande werde " an beiden Enden der
Wurst " kassiert , bei den Sendern und bei den Konsumenten Dagegen hat die ARD
gemeinsam mit dem ZDF eine Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht . Der
Präsident des Verbands Privater Rundfunk und Telekommunikation , Jürgen Doetz ,
beobachtet mit Sorge , daß die Kabelnetzbetreiber unter dem Druck der
Refinanzierung ihrer Investitionen selbst Inhalte anbieten müssen und dann
womöglich den eigenen Programmen einen leichteren Zugang zu ihren Netzen
verschaffen als anderen Marktteilnehmern . " Wir werden uns nicht , weil wir auf
das Kabel angewiesen sind , zum rechtlosen Spielzeug der kommerziellen
Interessen von Kabelbetreibern degradieren lassen " , kündigte er mit starken
Worten an . " Wir produzieren teuren Content und wollen deshalb an den Einnahmen
derer partizipieren , die als Transportunternehmen mit unserem Content Geld
verdienen " . " Wir werden das mit den Kunden herausarbeiten " , erklärte er . "
Wir wollen alles dabeihaben " , erklärte er in Stuttgart . " Wir wollen Optionen
schaffen , die den Kunden eine Auswahl bieten und für die sie auch bereit sind
zu zahlen . " Der Dialog mit dem neuen Herrn der Netze in Nordrhein-Westfalen
und Baden-Württemberg wird jedenfalls fortgesetzt . In vier Foren geht es im
Oktober um Inhalte und Vermarktung , im November um die technischen Fragen des
Netzausbaus , im Januar um die Digitalisierung der Rundfunklandschaft und im
Februar um den Nutzen für die Kunden . Interessenten können die Diskussion unter
www.Kabel21.lfk.de mitverfolgen . Kinder ohne Handy angeblich " gefährdete
Außenseiter " Der Handy-Boom macht auch vor Kindern und Jugendlichen nicht Halt
. Die britische Independent Expert Group on Mobile Phones ( IEGMP ) warnte in
einer Untersuchung vor kurzem die Eltern sogar davor , den Kids Handys zu geben
. Sie seien durch ihre dünnere Schädeldecke und die noch nicht abgeschlossene
Wachstumsphase einem größeren Risiko ausgesetzt , was elektromagnetische
Abstrahlungen , den so genannten Elektro-Smog , angehe . Wenn Eltern ihren
Kindern auf Grund möglicher Gesundheitsrisiken nun aber das Handy verweigern ,
setzen sie die Kids angeblich ganz anderen Gefahren aus . In machen Ländern
stempelt ein fehlendes Handy die Kids zu Außenseitern , so jedenfalls die
Meinung des dänischen Wissenschaftlers Carsten Jessen von der Pädagogischen
Hochschule Kopenhagen . Laut einem dpa-Bericht meint er , dänische Kinder ohne
eigenes Mobiltelefon seien als " Außenseiter " sogar sozial gefährdet . Sie
seien vom Ausschluss aus dem Freundeskreis bedroht . Jessen hat in einem
vierjährigen Forschungsprojekt die Auswirkungen von Mobiltelefonen auf den
Alltag von Kindern untersucht . " Verantwortungsbewusste Eltern sollten
eigentlich jedem ihrer Kinder ab zwölf Jahren ein Mobiltelefon geben , damit es
unter Gleichaltrigen nicht isoliert wird " , meinte der Pädagoge laut dpa - und
gibt damit genau die entgegengesetzte Empfehlung wie die britischen Experten in
ihrem Bericht . Brüssel nimmt UMTS-Lizenzvergabe unter die Lupe Nach zwei
Beschwerden nimmt die EU-Kommission die Vergabe von UMTS-Mobilfunklizenzen in
den Niederlanden und Frankreich unter die Lupe . Es handele sich dabei um
Voruntersuchungen , nicht um förmliche Verfahren , sagte der Sprecher von
EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti am Donnerstag in Brüssel . In den
Niederlanden , wo es eine Auktion gegeben habe , sei die Zahl der Lizenzen
identisch mit der Zahl der bereits tätigen Betreiber , sagte der Sprecher . Es
gebe deshalb ein mögliches Problem beim Eintritt von Newcomern auf den Markt .
In Frankreich richte sich die Beschwerde gegen das von der dortigen Regierung
gewählte Verfahren eines " Schönheitswettbewerbs " . Dabei könne eine versteckte
Staatsbeihilfe enthalten sein , lautete der Vorwurf . Deutschland ist bisher
nicht von einer Beschwerde betroffen . Die Kommission betonte , die Art der
Lizenzvergabe sei grundsätzlich Sache der Mitgliedstaaten . Die Verfahren
müssten jedoch transparent und angemessen sein , auch dürften Bewerber nicht
diskriminiert werden . Belgien entschied sich unterdessen nach Medienberichten
für ein eingeschränktes UMTS-Auktionsverfahren . Es dürfen sich nur Betreiber
melden , die ausreichende finanzielle und technische Möglichkeiten haben .
Online-Shopping : Verbraucherschutz überall mangelhaft Eine neue Studie der
weltweiten Verbrauchervereinigung Consumers International brachte massive
Probleme für Kunden beim Online-Shopping ans Tageslicht - und das weltweit . Die
Organisation , bei der unter anderem auch die Stiftung Warentest und die
Vereinigung der Verbraucherverbände aus Deutschland Mitglied sind , hatte von 11
verschiedenen nationalen Verbraucherverbänden insgesamt 150 Produkte in 17
Ländern bestellen lassen . 10 Prozent davon wurden gar nicht geliefert . Fast
die Hälfte der gelieferten Waren erreichte die Besteller ohne jeden Lieferschein
oder Rechnungsunterlagen . Auch mit ihrem Web-Auftritt glänzten die
Online-Verkäufer nicht gerade : Fast drei Viertel der Anbieter machten keine
Angaben über Vertragsbedingungen beim Online-Kauf , bei 25 Prozent fehlte ein
Hinweis auf Kontakt-Adresse oder -Telefonnummer . Bei einem Viertel der
Bestellungen blieb unklar , wie hoch die Gesamtkosten einschliesslich Fracht ,
Steuern und ähnlichem sind . Consumers International fordert daher dringend von
der OECD , endlich die sogenannten Guidelines for Consumer Protection in the
Context of Electronic Commerce zu verabschieden . Ohne solche globalen
Absicherungen für die Verbraucher werde der Boom des E-Commerce ausbleiben .
Bislang habe die Industrie aber die Verabschiedung der Richtlinien blockiert und
versuche erneut , die darin festgehaltenen Bestimmungen zum Verbraucherschutz
abzuschwächen . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal
Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist
Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war
. Langsam findet das Netz seinen Humor zurück , natürlich mit all der gebotenen
Geschmacklosigkeit , Insider-Witzelei , mit Nonsens-Aktionen und Parodien . Wer
will , kann in den vielfältigen Mitmachaktionen Versuche sehen , das Geschehene
zu verarbeiten . " Ich war gerade einmal zwei Tage (Konzern)-Vorsitzender , als
Flugzeuge mit meinen Triebwerken ein Gebäude trafen , das ich versichert habe ,
das ein Kommunikationsnetz hatte , was mir gehörte ; und unser Wachstum liegt
für 2001 immer noch bei 11 Prozent " , erzählte Jeffrey Immelt , der neue
Vorsitzende von General Electric nach den Worten einer anderen Wochenschau . Wem
die Stunde schlägt , der soll sie doch genießen können . Jeder kann ein Schläfer
sein . Nehmen wir nur den Freistaat Bayern , in dem die Videoüberwachung
ausgeweitet werden soll , natürlich nicht auf Kosten des Steuerzahlers . Bei der
Pilotanlage in Regensburg schaltet sich die finanziell klamme Polizei zur
Videoüberwachung auf das Netz der Stadtwerke auf : Rasterfahndung heißt nun
einmal auch , auf Raster wie die Trennung von privaten und staatlichen Anlagen
zu verzichten . Das ist ein Verfahren , das die Big Brother Awards bei der
Deutschen Bahn schon im vergangenen Jahr kritisierten . " Die Würfel sind
gefallen " , verkündet seit letzter Woche eine Jury , die in einer Spinnerei
eine seltsame Figur dem siegenden " Datenbruder über alles " überreichen will .
Aber warum musste die Jury würfeln ? Bald , wenn Bigbrother europaweit verliehen
wird , kommt der Datenschutzschänder-Contest de la Eurovision . " Allemagne ,
douze points " . Erst letzte Woche hat Bayerns Innenminister den Vorschlag
gemacht , die Verbindungsdaten der Telefonanbieter auch rückwirkend anzapfen zu
lassen . Bisher durften Strafverfolger und Verfassungsschützer nur ab dem Tag
zapfen , ab dem die Überwachung genehmigt wurde . Man denke nur an Mediatime
Consulting , eine Firma , die sich für ihre Kunden bisher um das Ranking in
Suchmaschinen gekümmert hat . Da das Geschäft mit dem Beeinflussen von
Suchläufen in Terror-Zeiten schwer läuft , in denen sich Suchmaschinen selbst um
die Inhalte kümmern müssen , orientiert man sich um . Mit ihrem Gridpatrol jagt
die Firma den Nachrichten und Gerüchten nach , die das Ranking in den Köpfen
beeinflussen . T-Mobil , Bayer ( Crop Science ) und die bereits
aktionsgeschädigte Lufthansa gehören zu den Kunden des innovativen Dienstes ,
die Angst vor Complain-Sites und Negativ-PR haben , verkündet stolz die
beauftragte PR-Firma mit dem hübschen Namen " Mann beißt Hund " zum Start der
Schnüffelsoftware . Der Erfinder der Software , die englische Firma Envisional ,
begann übrigens mit einem einfachen Programm namens Semantic Visualization
Toolkit . Das Netzwerk der schnellen SWIFT-Transfer gegen die Halwal , das Netz
der Echelons und Carnivore gegen das Netz der Kuriere und Codebücher . Leider
musste die RAND-Studie aus Sicherheitsgründen vom Netz der Freiheit verschwinden
, nur ein Kapitel überlebte - bisher . Sie dient nun als Argument für die
Abschaffung der Floppy-Disk . Denn was auf so eine Diskette passt , ist
huschdiwusch über das Netz viel einfacher zu kopieren . 1960 hatte Al Shugart
die Floppy-Technik erfunden , die erst 1972 als 8-Zöller bei IBMs 3740 ihren
Siegeszug antreten konnte . Shugart , der schon einmal seinen Hund zum
Gouverneur von Kalifornien machen wollte , organisiert inzwischen eine Art
Gegenmesse zur herbstlichen Comdex in Las Vegas , die in diesem Jahr in der
Krise steckt . Nur wenige Startups sind da , die angemieteten Hallen des Fremont
Hotel zu füllen . Vielleicht reicht eine E-Mail-Messe aus . Immerhin aber konnte
Erhard zu einem der wahren Jubiläen der Branche in Deutschland beitragen , indem
er nämlich auf der Berliner Industrieausstellung 1951 gegen Nimrod drei Mal in
Folge bei einem simplen Spielchen verlor . Dass Erhard trotzdem mehr Intelligenz
bewies und weitaus mehr Spuren in der Geschichte hinterließ als dieser erste
elektronische Computer in Deutschland , gegen den er spielte , beruhigt alle ,
auch diejenigen , die von seiner Politik nichts halten . Ob solche Ansichten
über ihre Leistungen Angela Merkel auch beschieden sein werden , darf dagegen
vorerst einmal der Diskussion ( und dem Zweifel ) überlassen bleiben .
Vielleicht geht Merkel ja auch nur als diejenige Parteivorsitzende der CDU in
die Geschichte ein , die den ersten Rechtspopulisten in Deutschland hoffähig
gemacht hat . Was wird . Wenn die Floppys verschwinden , gibt es kundige Hilfe .
" Das Schlachten eines Computers ist nicht mehr Männersache " , verkündet ein
Aufruf zum IT-Aktionstag für Schülerinnen , der am Montag unter dem Motto " IT
meets me " über die Bühne geht . Gesponsert wird der Aktionstag von der
Inititiative D21 und dem Kompetenzzentrum Frauen in der Informationsgesellschaft
, die in Nürnberg ihren Jahreskongress unter dem Motto " Wissen teilen -
Menschen erreichen " abhalten . Nach Angaben der Initiatoren von Alcatel soll
die Aktion ein großer Erfolg gewesen sein . Ein paar Tage später ist IT meets
Society fällig : auf der Wizards of OS kommen alle zu Wort , die sich mit der
Frage beschäftigen , ob Open Source noch für andere Bereiche als die Entwicklung
von Betriebssystemen und Webservern taugt . Die Veranstalter schreiben : " Mit
geöffneten Augen werden allenthalben kontributorische Wissenskulturen und
Community-gestützte Innovationsmodelle sichtbar - im Recht und in der
Genforschung , im Journalismus und in den Künsten . " Die Frage bleibt , ob das
Sichtbare auch das Genießbare ist . Intelligent I/O nimmt Fahrt auf Novell und
SCO kündigten auf der Networld+Interop in Atlanta an , daß sie sich an Intels
I2O-Initiative beteiligen und ihre Server-Betriebssysteme mit entsprechender
Unterstützung ausstatten . Intelligente Koprozessorkarten übernehmen für den
Prozessor alles , was mit I/O zu tun hat . Sie können sich sogar ohne Mithilfe
der Haupt-CPU direkt miteinander unterhalten . Seit einiger Zeit schon gibt es
entsprechende Hardware : Motherboards , SCSI-Controller ( etwa mit Chips von
Symbios Logic oder Adaptec ) sowie Multiport-Netzwerkkarten ( beispielsweise von
Cogent ) . Bei der Software sah es schon weit schlechter aus - zwar gab es
Treiber für die einzelnen Karten , erweiterte Features von I2O wie die
selbständige Kommunikation zwischen den Komponenten erfordern direkte
Unterstützung durch das Betriebssystem . Diese Probleme dürften mit der
Ankündigung von Novell und SCO zumindest bei den Server-Systemen bald der
Vergangenheit angehören . IntranetWare soll über ein Service-Pack in den Genuß
der Technologie kommen , Unixware ebenfalls . Nach offiziellen Aussagen will
Microsoft I2O allerdings erst mit Windows NT 5.0 bringen . Vollständige
Unterstützung von I2O erfordert immerhin einen Eingriff in die Kommunikation mit
den Treibern . Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es aber unter Umständen ein
Service-Pack für NT 4.0 mit I2O-Unterstützung geben . AMD : Verlust im 3.
Quartal , Konzentration auf Prozessorgeschäft Die Analysten der Wall Street
zeigen sich trotzdem positiv überrascht : Sie rechneten mit einem Verlust von 97
Cents pro Aktie . Dass die Firma besser als erwartet abgeschnitten hat , führen
Sprecher des Unternehmens vor allem auf steigende Verkäufe von Flash-Speicher
zurück . Die Nachfrage nach Flash-Speicher sei sehr groß ; es gäbe trotz Ausbau
der Produktionskapazitäten Lieferengpässe , erklärte AMD . Allerdings hätte das
Unternehmen noch besser dastehen können : Bislang hat AMD 350.000 der neuen
Athlon-Prozessoren produziert , konnte aber nur 200.000 davon verkaufen .
Ursache sei das Erdbeben in Taiwan gewesen : Dadurch hätten nicht so viele
Motherboards produziert werden können , wie notwendig gewesen wären . Der
Prozessorbäcker setzt weiterhin große Hoffnungen auf den Athlon - bislang hat
Intel dem noch nichts entgegenzusetzen , was die Performance angeht . Daher
erwartet die Firma , mit dem Chip noch eine Zeitlang dem Preisverfall auf dem
Prozessormarkt widerstehen zu können . Besonders die aggressiven Preissenkungen
von Intel haben dazu geführt , dass AMD bereits mehrmals davor warnte , die
Preissituation auf dem Prozessormarkt würde zu Einbrüchen bei den erzielten
Erlösen führen . AMD hofft nun , mit einem anstehenden Wechsel der Produktion
auf 0,18-µm-Technik ( was Kosten spart und höhere Taktraten ermöglicht ) und
durch Vereinbarungen mit großen PC-Produzenten wie Compaq und IBM auch die
Gewinnsituation bei den Prozessoren verbessern zu können . Diverse PC-Hersteller
verkaufen in den USA bereits Athlon-Maschinen , die mit 700 MHz getaktet sind .
" Wir rechnen nicht mit weiteren Umsatzsteigerungen durch die K6-Prozessoren ,
also muss unsere Umsatzsteigerung bei Mikroprozessoren von steigenden Verkäufen
von Athlon-Prozessoren kommen " , erklärten AMD-Sprecher laut CBS . Außerdem
kündigte AMD auf dem Microprozessor Forum einen eigenen 64-Bit-Prozessor an ,
mit dem man gegen Intels IA64 halten will . Um die Kapitalausstattung zu
verbessern und sich damit weiter auf das Prozessor- und Flash-Speicher-Geschäft
konzentrieren zu können , möchte AMD zudem die Kommunikationsabteilung verkaufen
. Sie stellt unter anderem Chips für Ethernet-Karten her , die aber eher im
Billigpreissegment angesiedelt sind . Die Verkaufsabsichten überraschten
Marktbeobachter schon : Kommentare bezeichneten dies als großes Wagnis . Und ein
anderer fügte hinzu : Und Intel zeige schließlich keine Absichten , AMD den
Markt für High-End-Prozessoren kampflos zu überlassen . Angesichts dieser
Situation stellen einige Kommentare auch die Zukunft der AMD-Chipfabrik in
Dresden in Frage , die Überkapazitäten habe . Schon im Juli hatte das Wall
Street Journal gemeldet , dass AMD Partner für Dresden suche , um die
Produktionskapazitäten voll auszulasten . Ein Analyst von Merrill Lynch betonte
nun gegenüber dem Wall Street Journal , dass immer noch in Frage stehe , was AMD
mit den Überkapazitäten in Dresden machen werde : " Wegen dieser Überkapazitäten
erwarte ich immer noch einen Verlust für das vierte Quartal in AMDs laufendem
Geschäftsjahr . " Mobilcom ärgert sich über die Börse Mobilcom ist mit seiner
Notierung am Frankfurter Neuen Markt zunehmend unzufrieden . Wie Die Welt heute
berichtet , beurteilt der Chef des Büdelsdorfer Unternehmens , Gerhard Schmid ,
nach dem Absturz des Medienkonzerns EM.TV die Listung seines Unternehmens am
Neuen Markt skeptisch . Die Banken und die Deutsche Börse müssten aufpassen ,
dass sie den Neuen Markt nicht kaputtmachen . Schmid wandte sich allerdings
gegen neue Regularien für Neue-Markt-Unternehmen . Mit seinen
Bilanzierungsnormen und Quartalsberichten sei der Neue Markt schon viel strenger
als andere Segmente . Schmid übte Kritik an den Banken : " Nicht das System ist
schlecht , sondern die Art , wie einige Banken hier ihr Geld verdienen . " Die
Aktien von Mobilcom sind am gestrigen Mittwoch wieder um 13,75 Prozent auf 43,30
Euro abgestürzt . Wie andere Telekom-Gesellschaften auch wird die Firma von den
Investoren für die immensen Kosten abgestraft , die für die neuen UMTS-Netze
entstehen - nicht nur für die horrenden Lizenzbeträge , sonder auch für die
notwendigen Infrastrukturinvestitionen . Aber auch das Geschäftsgebahren von
Gerhard Schmid , der sich schon gerichtlichen Auseinandersetzungen
gegenübersieht , dürfte nicht unbedingt zum Vertrauen der Anleger beigetragen
haben . Der Kurs der Mobilcom-Aktie ist jedenfalls momentan weit von seinem
52-Wochen-Hoch von 210 Euro entfernt . Nachdem Ende letzter Woche bereits
OpenBSD 2.8 mit Unterstützung für die aktuellen Apple-Rechner ( G3/G4 ) erschien
, ist nun auch das freie Unix-System NetBSD in der Version 1.5 fertig . Das neue
Release unterstützt neben diversen anderen Rechnern ebenfalls Apples
PowerPC-Plattformen , darunter die iMacs , die G3/G4-Rechner und auch der
Würfelrechner G4 Cube . NetBSD dürfte die Version unter den freien
Unix-Derivaten der 4.4BSD-Linie sein , die auf den meisten Rechnerplattformen
läuft . Zu den 4.4BSD-Unix-Derivaten gehört neben NetBSD und OpenBSD auch
FreeBSD . Das Release 1.5 von NetBSD arbeitet nun neben den Apple-Rechnern auch
auf den Micro-Servern von Cobalt , auf elektronischen Organizern unter Windows
CE , die mit MIPS-CPUs laufen , und UltraSparc-Systemen von Sun . Insgesamt kann
man NetBSD auf 31 verschiedenen Plattformen , beziehungsweise 12
unterschiedlichen Prozessorfamilien einsetzen . Dazu gehören schon seit früheren
Releases etwa Amiga- und Apple-Rechner mit Motorolas 68K-Prozessoren , Atari ,
die Be-Box , VAX-Rechner und MIPS-Maschinen . Natürlich kann man NetBSD auch auf
Computern mit Intel-Prozessoren nutzen . Neben neuen Rechner-Plattformen flossen
einige Verbesserungen in NetBSD 1.5 ein , darunter IPv6 und IPsec ; die
entsprechenden Systemdienste wurden nach Angaben der Entwickler für die Nutzung
der neuen Protokolle angepasst . Das NTFS-Filesystem von Windows NT lässt sich
inzwischen auch ansprechen , wenn auch vorerst nur read-only . Zudem wurden auf
allen Plattformen die enthaltenen Subysteme und Anwendungen auf den neuesten
Stand gebracht . Für erste Schritte mit NetBSD hilft eine kurze Einführung mit
Installationshinweisen weiter ; eine komplette NetBSD-Distribution kann man auf
CD , direkt von den NetBSD-Servern oder einem der Mirror-Server erhalten .
MobilCom bestreitet Liquiditätsprobleme MobilCom hat Gerüchte über
Liquiditätsprobleme zurückgewiesen . Nach Angaben des Blattes erklärten
Bankvertreter , die Gespräche zögen sich hin . Grund seien neue Bedenken über
die Rentabilität der UMTS -Technologie und die Frage , ob Geldgeber nicht zu
viele Kredite nur in diese eine Branche stecken . Einige Telekom-Gesellschaften
waren schon an der Börse hart abgestraft worden , da die hohen Kosten für Aufbau
der Netze und UMTS-Lizenzen die Bilanzen stark belasten ; auch die Finanzierung
durch Ausrüster wie Banken sieht sich größeren Schwierigkeiten gegenüber . Der
Aktienkurs von Mobilcom sackte am heutigen Donnerstag zwischenzeitlich um etwa
30 Prozent ab . Vom 52-Wochen-Hoch , das 210 Euro betrug , ist das Papier
mittlerweile meilenweit entfernt . " Die Finanzierung der UMTS-Netzstruktur wird
über den Lieferanten erfolgen " , erklärte das Unternehmen . Damit ist MobilCom
nicht die erste Gesellschaft , die die Ausrüster an den Kosten der UMTS-Netze
beteiligen will : Viag Interkom stellte bereits die gleiche Forderung an die
Hersteller von Telekom-Equipment und meinte , Firmen wie Ericsson seien beim
Poker um die Milliarden-Aufträge zu großen Zugeständnissen bereit . Auch Lucent
erklärte bei der Bekanntgabe , die Firma werde das UMTS-Netz von Telefonica in
Deutschland bauen , man werde sich an der Finanzierung beteiligen . Das
operative Geschäft sei in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres
profitabel verlaufen . Der Marktanteil bei den Mobilfunk-Vertragskunden in
Deutschland sei im dritten Quartal auf über 22 Prozent gestiegen . In einem
Interview der Welt hatte Schmid bedauert , dass " wir unter einem erheblichen
Abschlag leiden , weil wir im Neuen Markt und nicht im MDAX notiert sind " .
Zugleich hatte er Banken kritisiert , die " einige nicht börsenreife Unternehmen
geradezu in den Markt drängen " . Vodafone konzentriert UMTS-Aktivitäten in
Düsseldorf Die weltgrößte Mobilfunkgruppe Vodafone macht Düsseldorf zu einem
Dreh- und Angelpunkt für die nächsten Schritte ins UMTS-Zeitalter . Von dem
Mannesmann-Traditionsstandort aus werde die Produktentwicklung sowie die
Markenführung für die gesamte britische Vodafone-Gruppe koordiniert , sagte der
Europa-Chef Julian Horn-Smith am gestrigen Mittwochabend in Düsseldorf .
Vodafone ist nach seinen Worten für die Zukunft der Telekommunikation besser
vorbereitet denn je . Die Gruppe sei inzwischen in 16 Ländern Europas ( weltweit
26 ) präsent und habe bereits sechs wichtige Lizenzen für den Mobilfunk der
dritten Generation erworben . " Aus dieser komfortablen Ausgangssituation heraus
können wir den Markt gestalten , anstatt uns vom Wettbewerb treiben zu lassen "
, betonte Horn-Smith . Die Strategie von Vodafone ziele auf noch mehr Kunden ,
Vorstoß in weitere Regionen und Beteiligungen . Vodafone kündigte für Anfang des
nächsten Jahres einen europaweiten Einheitstarif für Mobilfunk an sowie die
einheitliche Mailbox-Einwahl in der Muttersprache des Nutzers . Mit VivendiNet
werde die Internet-Plattform Vizzavi für den Mobilfunk aufgebaut . Vodafone will
seinen Namen zu einer Weltmarke mit einer ähnlichen Ausstrahlung wie Coca-Cola ,
Nike oder IBM machen . Ab 2001 nähmen die nationalen Mobilfunk-Marken der
Vodafone-Gruppe als Namensbestandteil Vodafone auf . So heiße D2 privat im
nächsten Jahr Vodafone D2 . Im zweiten Schritt sollen im übernächsten Jahr alle
nationalen Marken der Mobilfunkgruppe durch die einheitliche Weltmarke Vodafone
ersetzt werden . Noch vor Weihnachten soll der Name Vodafone anstelle des
Schriftzugs Mannesmann auf der früheren Düsseldorfer Konzernzentrale leuchten .
Deutsche Telekom hofft auf Ost- und Mitteleuropa Nachdem es in den
westeuropäischen Märkten in der letzten Zeit nicht so gut lief für die Deutsche
Telekom , hofft der Konzern nun offensichtlich auf die Telekommunikationsmärkte
in Ost- und Mitteleuropa . Hier sieht sich die Telekom besser aufgestellt als
ihre Konkurrenten . " Es gibt keinen , der die Chancen in diesen Märkten so früh
erkannt hat wie wir " , sagte Vorstandschef Ron Sommer am gestrigen
Mittwochabend bei einem Pressegespräch der österreichischen Telekom-Tochter
max.mobil in Wien . Die Telekom sei mit ihren Beteiligungen in der Region "
dramatisch weiter " als die Konkurrenz . " Wir werden in den kommenden Jahren in
diesem Raum eine Wachstumsdynamik sehen , wie wir sie in den zurück liegenden
Jahren in Westeuropa erlebt haben " , prophezeite der Mobilfunk-Chef der Telekom
. Der Nachholbedarf in diesen Ländern sei groß . Im kommenden Jahr soll die
Wachstumsexpanison dann allerdings " dramatisch abnehmen " . Auf einen genauen
Zeitpunkt des vorerst abgesagten Börsengangs von T-Mobile wollte sich Sommer
nicht festlegen . Nach der Ankündigung der Telekom , in den USA den
Mobilfunkbetreiber VoiceStream zu übernehmen , hatte das Unternehmen den
ursprünglich für Herbst geplanten Gang an den Kapitalmarkt verschoben . Jetzt
soll der Börsengang nach dem erwarteten Absschluss des VoiceStream-Erwerbs im
zweiten Quartal 2001 und je nach Verfassung des Kapitalmarktes kommen . Sommer
mahnte ferner eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes an . Für den stark
gefallenen Kurs der T-Aktie machte er unter anderem auch die Regulierung
verantwortlich . Es könne nicht angehen , dass in Deutschland der Telekom
vorgeschrieben werde , für ihre Wettbewerber - die meisten im Besitz
ausländischer Telekom-Riesen - Netzzugänge zu schaffen , ihr dies aber im
Ausland verwehrt werde . Motorola will gesundschrumpfen Der Chip- und
Mobilfunkkonzern Motorola entlässt insgesamt 2.870 Mitarbeiter , rund 2,2
Prozent seiner gesamten Belegschaft . Außerdem wird Motorola einen Teil seiner
Produktion auslagern - dazu verkauft die Firma die Produktionsstätten in Dublin
( Irland ) und Mount Pleasant ( Iowa , USA ) . Sie werden von Celestica
übernommen , einem Spezialisten für Elektronik-Fertigung , der insgesamt 33
Fabriken weltweit betreibt . Celestica wird seine eigene Produktionsstätte in
Dublin mit der von Motorola zusammenlegen . 1.200 Motorola-Mitarbeiter , die in
den verkauften Werken arbeiten , will die Firma übernehmen , 350 weitere möchte
Motorola umsetzen . Die Produktion im Motorola-Werk in Boynton Beach ( Florida ,
USA ) wird nach Dublin verlagert ; die Mitarbeiter in Florida sollen sich
zukünftig auf die Entwicklung von Software und das Produkt-Design konzentrieren
. Bereits gestern hatte Motorola in Deutschland angekündigt , im Flensburger
Werk 400 Arbeitsplätze abzubauen , was aber ohne betriebsbedingte Kündigungen ,
sondern unter anderem durch freiwillige Aufhebungsverträge mit Abfindung über
die Bühne gehen soll . Zwar konnte Motorola seine Gewinne im dritten Quartal des
Geschäftsjahrs deutlich erhöhen , leidet aber beispielsweise unter schwindenden
Handy-Verkäufen . Für das vierte Quartal 2000 wird Motorola seine Gewinn- und
Umsatzerwartungen nicht erreichen , kündigte die Firma ebenfalls am heutigen
Donnerstag an . Als Grund nannte der Konzern verspätete Kostensenkungen in der
Handy-Produktion und den schwächer werdenden globalen Halbleitermarkt . Der
Gewinn pro Aktie von 15 Cents werde ebenfalls hinter den Erwartungen der Wall
Street von 27 Cents zurückbleiben . Nochmal fünf EU-Millionen für Web-Filter
Anfang der Woche veröffentlichte die Europäische Kommission eine weitere
Ausschreibung für die Entwicklung von Filterdiensten für das Internet . Bis 31.
Mai kommenden Jahres läuft die Frist für interessierte Unternehmen und
Organisationen . " Zur Förderung einer sicheren Nutzung des Internet müssen die
für Kinder verantwortlichen Nutzer in die Lage versetzt werden , darüber zu
entscheiden , welche Inhalte für Kinder zugänglich sein sollen " , heißt es in
der im Amtsblatt der EU veröffentlichten Ausschreibung . " Bislang haben
europäische Unternehmen sehr zurückhaltend auf diesen zugegebenermaßen
verhältnismäßig kleinen Markt reagiert " , sagte Gerhard Heine von der
Generaldirektion Informationsgesellschaft der Kommission . Diese Zurückhaltung
spiegelte sich laut Heine bislang in der Zahl der Bewerbungen um die im Rahmen
des Aktionsplanes zur Förderung eines sicheren Internet vergebenen Fördermittel
. Darüber ist man in Brüssel etwas enttäuscht . Ganz offensichtlich hätten ,
meint Heine , die Unternehmen weitergehende Nutzungsmöglichkeiten von
Filtertechnologien , beispielsweise den Einsatz in Unternehmen , noch kaum
realisiert . Knapp sechs Millionen davon fließen verschiedenen
Aufklärungsprojekten zu , die für die Sensibilisierung unter Eltern , Lehrern
und Erziehern sorgen sollen . Erst im November kürte die Kommission in diesem
Bereich sieben neue Projekte und drei neue Hotline-Vorhaben . Die
Hotline-Projekte werden jetzt insgesamt mit knapp zwei Mio gefördert . Die
größte Fördersumme in dieser Gruppe ging bislang an das Industriekonsortium
Internet Content Rating Assiociation ( ICRA ) , das eine weltweit einsetzbare
Filterarchitektur plant . In dieser Gruppe ging die Kommission mit ihren
Förderentscheiden über den reinen Jugendschutzaspekt hinaus und stattete auch
eine Reihe von Universitäten rund um die Uniklinikum Heidelberg aus , die eine
Klassifizierung medizinischer Information auf der Grundlage von PICS entwickeln
will . Mit der neuen Ausschreibungsrunde für Filtersysteme verfolgt man unter
anderem auch eine Öffnung des möglichen Bewerberkreises . " Wir wollen weg von
rein negativen Filtermechanismen hin zu Qualitätssiegeln , Vorauswahl und
Positiv-Ratings " , sagt Heine . Neben typischen Self-Rating- und
Filtering-Providern , beziehungsweise denen , die Positiv- und Negativ-Listen
für solche Systeme mitentwickeln , können sich auch die Betreiber von
Kinderportalen , Kindernetzen oder familienfreundlichen Suchmaschinen bewerben .
Auch Dienste , die existierende Filtersysteme prüfen und bewerten , spricht die
aktuelle Ausschreibung an . Die Kommission hat selbst erste Benchmarking-Studie
für Filtersysteme beim Joint Research Centre ( JRC ) der EU in Auftrag gegeben .
Debatte um die Folgen des Elektrosmog Im Bayerischen Landtag fand am Donnerstag
eine Expertenanhörung zum Thema " Auswirkung nicht ionisierender Strahlen " in
Reaktion auf die so genannte " Rinderstudie " statt . Die hohe Besucherzahl
allein belegte schon das breite Interesse am Thema Elektrosmog . Mitglieder von
Bürgerinitiativen wie der Bürgerwelle begleiteten kritische Aussagen mit Beifall
. Insgesamt sind letztes Jahr 33 Petitionen bayerischer Bürger gegen
Sendeanlagen beim Staatsministerium eingegangen . Im Zentrum der Debatte , die
sich weit mehr den Menschen als den Rindern widmete , stand die Kontroverse
zwischen messbaren Grenzwerten und " subtilen " Krankheitsbildern wie
Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen . Während sich die Mobilfunkbetreiber stets
auf die Einhaltung der Grenzwerte beriefen , führten andere Wissenschaftler
auffällige Krankheitsbilder in Zusammenhang mit Sendeanlagen auf . Mobilfunk ist
jedoch nicht der einzige Streitgegenstand . So wiesen Beteiligte darauf hin ,
dass die möglichen Schädigungen durch die Kurzstrecken-Funktechnik Bluetooth
potenziert werde . Uneinigkeit herrschte über den eigentlich gefährlichen Faktor
. Einig waren sich alle Teilnehmer in der Aufforderung an die Bundesregierung ,
einen Teil der erwirtschafteten UMTS-Milliarden in die Erforschung der
Auswirkungen zu investieren . Offen bleibt bis dahin die Frage , ob die Politik
mangels allgemein anerkannter Schädlichkeitsbeweise unbedenklich der weiteren
Ausbreitung von Mobilfunk und Schnurlostelefonen zustimmen oder lieber der
Industrie stärkere Restriktionen auferlegen soll . Geht es nach Jean-François
Abramatic , dem Vorstandsvorsitzenden des World Wide Web Consortium ( W3C ) ,
läuft im multimedialen Teil des Internet ohne die permanente " Verständigung "
zwischen Maschinen untereinander bald nichts mehr . Der Computerwissenschaftler
, dessen Organisation über die Standards und Protokolle im Web wacht , glaubt
fest daran , dass die ans Internet angeschlossenen Geräte über das Web in
Zukunft zunächst komplexe Informationen über Datenschutzansprüche oder
Inhaltsvorlieben von Surfern austauschen , bevor die eigentlichen
Kommunikations- oder Handelspartner überhaupt miteinander in Kontakt kommen . So
wie heute Modems bei der Einwahl ins Internet einen virtuellen Handschlag mit
ihrem maschinellen Kommunikationspartner beim Provider ausführen und sich
beispielsweise auf eine Verbindungsgeschwindigkeit einigen , würde dann vor dem
Besuch einer Website zunächst ein automatisiertes " Hintergrundgespräch "
zwischen Client und Server stattfinden . Abramatic , der seine Visionen heute
während einer Pressekonferenz im Berliner Nobelhotel Adlon ausführte , schwärmt
in diesem Zusammenhang vom " semantischen Web " . Immer vor Augen steht dem
Techniker dabei die ursprüngliche Vision des Web-Erfinders Tim Berners-Lee . Der
Engländer , der das W3C im Oktober 1994 gegründet hatte und heute als Direktor
das Konsortium leitet , sieht in seinem langsam in die Pubertät kommenden Kind "
ein Universum der über Netzwerke zugänglichen Information " , in dem aus Daten
Wissen entstehen . Um auf dem Weg zu diesem Ziel gut zehn Jahre nach der Geburt
des Webs weiter voranzukommen , sieht Abramatic den verstärkten Einsatz der
Maschine-zu-Maschine-Kommunikation als unerlässlich an . Anders sei die
Komplexität des " Wissensmediums " schon heute nicht mehr zu managen . Dabei
erreiche das Web trotz seines unglaublichen Erfolgs heute erst fünf Prozent der
Weltbevölkerung . Praktisch lebt die Vision der W3C-Manager von der
Implementierung von immer mehr Metadaten in Webseiten . Die Informationen über
Informationen entsprechen für Abramatic den semantischen Sprachen , die
Maschinen und Software-Agenten interpretieren können . In diesem erst anderthalb
Jahre alten Resource Description Framework , durch das sich Anmerkungen in den
Code des Webs einfügen lassen , sieht Abramatic gar " die Basis fürs
Knowledge-Management der Zukunft " . Eine konkrete Anwendung für die
maschinenvermittelte Webkommunikation ist nach Abramtics Ansicht P3P , die
Platform for Privacy Preferences . Server und Client überprüfen dabei
automatisch , ob die vom Nutzer eingegebenen Datenschutzpräferenzen mit den
Praktiken eines Informationsdienstes oder Webhändlers übereinstimmen . " Das
spart viel Zeit " , glaubt Abramatic . Außerdem stelle eine solche
Verfahrensweise eine Verbesserung zum Status quo da , bei dem zwar immer mehr
Shopping-Sites ihre Datenschutzbestimmungen irgendwo auf ihrer Homepage
präsentierten , diese aber eh kaum jemand lese . Wichtig sei allerdings , dass
sich wie im realen Leben auf einem Marktplatz auch im Internet erst ein " Web of
Trust " entwickle . P3P selbst könne zumindest eine Basis dafür bieten . Der
Mathematiker , der seit September auch die Entwicklungsabteilung des
französischen E-Commerce-Enablers Ilog leitet , baut bei seinen Visionen voll
auf die Technik als Lösungsmittel für soziale Probleme . Doch vielen Menschen
dürften die " Mauscheleien " im Maschinen-Space nicht ganz geheuer sein .
Bestätigt werden die Ängste durch Vorhaben wie den gerade verkündeten
Zusammenschluss zahlreicher amerikanischer E-Commerce-Anbieter , die einen
Standard für den Austausch von Kundenprofilen entwickeln wollen . Datenschützer
kritisieren derartige Vorstöße als Einladung zum ungehinderten Austausch
persönlicher Verbraucherinformationen - und P3P könnte solche Verletzungen des "
Web of Trust " trotz gegenteiliger Zielsetzung gerade erleichtern . Nicht
unumstritten ist zudem , dass Abramatic Protokolle für die Auswertung von
Metadaten auch für die inhaltliche Regulierungsvorhaben nutzbar machen will . "
Wir sollten den Menschen Werkzeuge in die Hand geben , mit denen sie auch vor
Seiten gewarnt werden , die ihren religiösen oder politischen Vorstellungen
nicht entsprechen " , glaubt der W3C-Vorstandsvorsitzende . Mobilfunk-Masten
bleiben in Bayern genehmigungsfrei Sendeanlagen für den Mobilfunk können in
Bayern weiterhin ohne Genehmigung errichtet werden , wenn sie weniger als zehn
Meter hoch sind . Der Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags stimmte am
Donnerstag in München gegen einen Gesetzentwurf der Grünen-Fraktion , mit dem
die Regelung aufgehoben werden sollte . Ziel des Gesetzentwurfes sei es gewesen
, die " Heimlichtuerei " beim Bau von Sendemasten zu beenden , sagte der
Wirtschaftsexperte der Fraktion , Martin Runge . Runge argumentierte nach
eigenen Angaben bewusst nicht mit offenen Fragen zu möglichen Gesundheitsrisiken
durch die Mobilfunkanlagen . Es gehe vor allem darum , den Städten und Gemeinden
bessere Planungsmöglichkeiten zu eröffnen und die Betreiber zu Kooperationen zu
bringen . Von insgesamt 6.000 derartigen Anlagen im Freistaat seien bisher nur
600 genehmigungspflichtig gewesen . In Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern
würden nur etwa ein Drittel der Sendeanlagen von mehreren Anbietern genutzt ,
sagte Runge . Die SPD-Fraktion habe den Entwurf abgelehnt , weil damit eher das
Gegenteil des Gewollten erreicht würde , sagte die Abgeordnete Waltraud
Schmidt-Sibeth . Eine Genehmigungspflicht könnte ausschließlich nach dem
Baurecht erfolgen . Die SPD setze mehr auf die geplante neue
Bundesimmissionsschutz-Verordnung , mit der die Grenzwerte für Strahlung
verschärft und die Mobilfunkbetreiber zur Kooperation mit den Gemeinden
verpflichtet werden sollen . Auch der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses ,
Adolf Dinglreiter ( CSU ) , sagte , das Problem sei nur auf Bundesebene zu lösen
. Das Baurecht sei dazu ungeeignet . Das Thema Sendeanlagen werde in der
CSU-Fraktion sehr ernst genommen . In einem Gespräch hätten die Unternehmer der
Mobilfunkbranche zugesagt , die Kommunen künftig freiwillig über ihre Vorhaben
zu informieren . Bewegung beim Funkstandard Bluetooth Ericsson und Philips
Semiconductors haben die gemeinsame Nutzung und Weiterentwicklung der
Bluetooth-Technik von Ericsson vereinbart . Philips ermöglicht diese Kooperation
, komplette Chipsätze für den neuen Funkstandard zur automatischen drahtlosen
Kommunikation zwischen beliebigen Geräten anzubieten und eine Einzelchip-Lösung
zu entwickeln . Beide Firmen wollen die von Philips hergestellten Schaltkreise
in eigenen Produkten nutzen und anderen Herstellern für deren Bluetooth-Geräte
anbieten . Dem Bluetooth-Markt traut Philips insgesamt ein noch schnelleres
Wachstum als dem für Mobiltelefone zu - eine überraschend optimistische Prognose
angesichts der Tatsache , dass bislang noch keine fertigen Bluetooth-Geräte zu
kaufen sind . Vor ein paar Tagen erst hat sich auch Microsoft entschlossen ,
Bluetooth zu unterstützen . Über den neuen Funkstandard berichtet c't in einem
Schwerpunkt zur drahtlosen Kommunikation in Ausgabe 25/99 ( derzeit im Handel )
. Das Internet im Fahrstuhl Ein Fahrstuhl mit komplettem Internet-Zugang ? So
weit sind wir zwar noch nicht , aber Otis , einer der führenden Lift-Hersteller
, will ab nächstem Jahr zumindest LC-Displays in Fahrstühle einbauen . Die
Insassen können sich darauf aktuelle Nachrichten , Unterhaltung und Werbung
anschauen , die über das Internet geliefert werden sollen . " Wir bringen
Nachrichten und Informationen zu neuen Höhen " , kommentiert Next Generation
Networks das Vorhaben und meint , man werde eine ganz neue Erfahrung der
Fahrstuhlbenutzung bieten . Vielleicht lenken Nachrichten im Lift ja wenigstens
ängstliche Gemüter von der Furcht ab , der Aufzug könnte abstürzen ... CES :
Internet am Handgelenk In Zusammenarbeit mit Motorola hat Timex eine neue Uhr
entwickelt - und verspricht damit den mobilen Surfern das " Internet am
Handgelenk " . Die Uhr mit der Bezeichnung Timex Internet Messenger soll in den
USA ab April 2001 zum Preis von 99 US-Dollar in drei verschiedenen Designs
erhältlich sein . Wann die Uhr nach Europa kommt , konnte Timex allerdings noch
nicht mitteilen . Das Problem liege darin , dass das Produkt momentan an dem
US-Provider Skytel gebunden sei , der nicht in Europa tätig ist . Skytel
verlangt für die Übertragung von bis zu 500 Mitteilungen mit jeweils bis zu 100
Zeichen monatlich 9,99 US-Dollar - laut Timex ein gutes Angebot . CES :
Kompaktanlage mit Internet-Radio von Philips Laut Werbung lässt sich das
persönliche Lieblingsprogramm mit diesem Gerät über eine Breitbandverbindung
problemlos aus über 1000 Radiosendern weltweit auswählen . Die Realität sieht
hingegen etwas anders aus : Am Stand auf der Consumer Electronics Show ( CES )
begegnet dem Besucher eine Mini-Anlage im typischen " Disko-Look " mit
blinkendem Display , was schon viele andere Modelle dieser Gattung , die ohne
Internet-Zugang auskommen , wenig wertig erscheinen lässt . Käufer , die dies
nicht mögen , werden sich auch nicht von der Leistung überzeugen lassen , die
laut Philips 220 Watt beträgt , oder dem integrierten Dreifach-CD-Wechsler .
Dieses Unternehmen erstellt die Liste der Radiostationen , die sich aber laut
Philips via Internet vom User modifizieren lässt . Zudem legt iM Networks auch
fest , in welche Kategorien der Sender fällt beziehungsweise in welcher Region
und Sprache er sendet . Unglaublich , aber wahr : Mehr Einteilungsmöglichkeiten
gibt es nicht , danach muss sich der User durch die einzelnen Sender , die in
die entsprechende Kategorie fallen , " per Hand " durchwühlen . Dass dies nicht
besonders User-freundlich ist , gestand Tony Cher , Produktplaner bei Philips
USA , dann auch gegenüber heise online ein . Immerhin könne der Anwender aber
bis zu 40 Lieblingsstationen speichern . Wirklich unschön geriet die
Demonstration aber wegen der häufigen Aussetzer , die Cher mit der überlasteten
CES-Standleitung entschuldigte . Diese Aussetzer würde er in Kalifornien nicht
kennen , könne sie allerdings für andere Regionen auch nicht ausschließen .
Immerhin lässt sich das Gerät auch via Ethernet an einen PC anschließen und
spielt dann die MP3-Files von der Festplatte des Rechners ab . Wer sich mit dem
Internet-Radio überhaupt nicht anfreunden kann , darf aber auch den eingebauten
normalen Radio-Tuner oder das integrierte Doppelcassettendeck benutzen . Die
FW-i1000 soll noch in diesem Jahr in den USA erscheinen , in Europa jedoch nicht
vor 2002 . Zuvor will Philips dort noch eine Marktstudie mit 1000 Testern
durchführen . eBay übernimmt koreanischen Online-Auktionator eBay werde etwas
mehr als 50 Prozent der Anteile übernehmen , teilte das US-Unternehmen am
heutigen Montag in Seoul mit . Damit erhalte eBay im zweitgrößten Online-Markt
Asiens eine strategische Position . eBay wurde 1995 gegründet und ist in den USA
und Kanada , Japan , Großbritannien , Deutschland , Österreich und Frankreich
aktiv . CES : Elektronische Organizer sollen Bildungssysteme verbessern Auf der
Consumer Electonics Show ( CES ) stellte Carl Yankowski , Chef des
PDA-Herstellers Palm , einen Plan vor , wie man nach seinen Vorstellungen mit
Hilfe der elektronischen Organizer die Bildungssysteme weltweit verbessern
könnte . Es sei , meinte Yankowski , für Lehrkräfte heute nicht möglich , die
tatsächlichen geistigen Fähigkeiten ihrer Schüler und Studenten realistisch
einzuschätzen . Selbst in kleineren Klassen sei es die Regel , dass einige
Schüler günstiger zum Lehrkörper platziert wären und daher häufiger drankämen
als andere . Manche Schüler müssten sich hingegen den Arm ausrenken , um
überhaupt beachtet zu werden . Wenn dann ein Schüler die korrekte Antwort
gegeben habe , sei nicht festzustellen , wer diese ebenfalls gewusst hätte und
wer nicht . An Universitäten , in denen Vorlesungen mit einer noch höheren
Teilnehmerzahl als bei Schulklassen gehalten würden , verschärfe sich dieses
Problem nochmals . Um ein faireres System zu schaffen , müssten daher alle
Schüler und Studenten sowie die Lehrkörper mit ( natürlich ) Palm-PDAs
ausgestattet werden . Darüber ließen sich die Antworten von Schülern und
Studenten fortan drahtlos zum Pult des Lehrers übermitteln . Auf diese Weise sei
für den Fragesteller klarer zu erkennen , wer den Stoff begriffen habe und wer
noch Hilfe benötige . Eine reine Zukunftversion ist dies laut Yankowski nicht .
Noch in diesem Jahr soll ein Pilotprojekt an einer amerikanischen Schule starten
. " Palm will hier einen entscheidenen Beitrag leisten " , betonte Yankowski .
CES : Telekom interessiert an Motorolas Communicator Zu einem Preis von etwa 500
US-Dollar bietet Motorala ein rund 161 Gramm ( 181 Gramm mit Akku ) schweres
Gerät , das recht winzige Tasten , dafür aber ein Farbdisplay mit 256 Farben
mitbringt . Integriert im 009 ist unter anderem ein WAP-Browser ( allerdings
kein HTML-Browser , da dafür die Auflösung des Displays nicht reiche ) , die
übliche Auswahl an Spielen sowie eine "Alarm"-Funktion , die das Gerät wie einen
Wecker erscheinen und funktionieren lässt , der dann beispielsweise auf den
Nachttisch gestellt werden kann . Im Standby-Modus sollen die Akkus 70 Stunden
halten , 120 Minuten kann am Stück gesprochen werden . Der Communicator läuft
mit Motorolas eigenem Wisdom OS , Starfishs Truesync Plus soll einen
Datenaustausch mit allen gebräuchlichen PC-Programmen und PDAs sowie anderen
drahtlosen Geräten ermöglichen . Der Gesamtspeicher des Mobilfunk-PDAs beträgt
acht MByte , vier davon stehen für Daten zur Verfügung . Da Motorola den Käufern
nicht zumuten will , das 009 zum Telefonieren ans Ohr zu pressen , wird eine
Freisprecheinrichtung ( Knopfkopfhörer und in das Kabel integriertes Mikrofon )
mitgeliefert . Noch freier geht es mit einem externen Lautsprecher , der an die
Seite des Geräts gesteckt werden kann . Auseinandergeklappt werden muss das
Telefon bei Annahme eines Gesprächs nicht . Auf die Frage nach der
Markteinführung in Europa antwortete eine Motorola-Sprecherin , dass man
zunächst sicherstellen wolle , dass in den Ländern , in dem das 009-Modell auf
den Markt gebracht wird , auch die schnellere Datenübertragung mittels General
Packet Radio Service ( GPRS ) zur Verfügung stehe . Da die Unterstützung dieser
Technik die Accompli-Reihe auszeichne , wolle man vermeiden , dass " der Kunde
eine quälend langsame Datenübertragung ertragen müsse " . GPRS soll in real
existierenden GSM-Netzen bis zu 115,2 kBit/s übertragen können . Immerhin sei
man aber froh mitteilen zu können , dass man auf der CES bereits mit Vertretern
der Deutschen Telekom gesprochen habe , die sehr an dem Gerät interessiert seien
. CES : Eines der großen Themen auf der Consumer Electronics Show ( CES ) ist
die Digital Car Reolution , am ehesten zu übersetzen als Verbindung von
Autoradio und Navigationssystemen , vermischt mit Internet-Elementen . Wie so
etwas konkret aussehen kann , zeigt Motorola in seinem Bereich Telematic mit dem
System iRadio , das auf Basis des Echtzeitbetriebssystems QNX arbeitet . Dieses
Gerät hat einen eingebauten Navigator auf GPS-Basis , der sich ebenso wie die
Musikanlage per Sprache steuern lässt . Auf gesprochenem Befehl geht das iRadio
zudem drahtlos ins Internet und holt dort Mails ab . Während des Fahrens sollen
sich sogar problemlos E-Mails diktieren lassen . Wem dennoch langweilig wird ,
soll auf Wunsch auch ein Audiobook aus dem Internet laden und sich vorlesen
lassen können . Da Autos häufig von mehreren Fahrern genutzt wird , ist das
System auf Multi-User-Betrieb ausgelegt . Bislang existiert vom iRadio nur ein
Prototyp , Betatests sollen im Frühjahr 2001 starten . In realen Autos soll das
System dann in Fahrzeugen der Modelljahre 2002 oder 2003 zu finden sein . Ein
konkreter Preis ist noch nicht bekannt , laut Motorola soll dieser aber " einem
mittleren bis high-endige Car-Hifi-System entsprechen " . CES : MP3-System tarnt
sich als CD-Wechsler Gemäß dem Motto " Ein Autoradio mit MP3-Support kann jeder
bauen " entwickelte Clarion ein MP3-Audiosystem , das für den Fahrer wie ein
CD-Wechsler erscheint . Grundlage des Systems , das auf der Consumer Electronics
Show ( CES ) unter dem Namen Phat Noise präsentiert wird , ist ein Digital Media
Player , der äußerlich praktisch kaum von einem üblichen Car-HiFi-Verstärker zu
unterscheiden ist . Er wird auch ebenso in den Kofferraum eingebaut .
Tatsächlich arbeitet in dem Gerät jedoch ein Rechner mit Risc-Prozessor , der
MP3- und WMA-Files dekodiert ( andere Formate sind mittels Firmware-Update
möglich ) . Über gewöhnliche Cinchkabel gibt er den Sound an einen Verstärker
weiter . Die Daten erhält der Player von einem speziellen Festplattenlaufwerk ,
das in einen seitlichen Slot geschoben wird . Auf diese Weise will Clarion eine
Lebensdauer von zehn Jahren garantieren können . Auf die Festplatte kommen die
Audiofiles über eine Dockingstation , die für den Preis von 549 US-Dollar
mitgeliefert wird . Nicht enthalten ist das Adapterkabel vom Autoradio zum
Player . Enthalten in dem Paket ist aber eine Software , die den Transport der
Audiodaten von Rechner zur Festplatte kontrolliert und das Erstellen von
Playlists ermöglicht . Letztere sind " selbstorganisierend " , wie Clarion das
nennt - beispielweise alle neuen Lieder eines bestimmten Interpreten werden
automatisch in ein entsprechendes Unterverzeichnis gepackt . Solche
Unterverzeichnisse mit bestimmten Songs muss der Autofahrer allerdings nicht
speziell ansteuern . " Somit simuliert der Player mit einer 20 GByte-Platte
einen 400fach-Wechsler " , kommentierte der Clarion-Sprecher . Der echte Clou
dieser Lösung : Da sich der Media Player nach außen hin wie ein CD-Wechsler
verhält , sollen auch viele ältere Autoradios mit CD-Wechsler-Funktion das Gerät
ansprechen können . Voll ausgenutzt wird der Player natürlich nur mit einem
entsprechenden Autoradio , auf dessen Display Informationen zur Musik einblendet
werden . Die Testphase soll in zwei Monaten in den USA starten , dann können
bereitwillige Kunden ein Betamodell auf der Site von Clarion erstehen . Auf
Nachfrage erklärte der Clarion-Sprecher gegenüber heise online , dass sich das
endgültige Gerät - wenn auch nur unwesentlich - von dieser Version unterscheiden
werde . Allerdings garantiere Clarion Kompatibilität zwischen allen Versionen .
CES : DVD-Recoder für mehrere Formate möglich Die 41 Firmen starke RW Products
Promotion Initiative ( RWPPI ) hat bekannt gegeben , dass sie die Möglichkeit
prüfe , zukünftig kombinierte DVD-RW/DVD+RW-Recoder zu entwickeln . " Das
Interesse der RWPPI ist es , dem Kunden bestmögliche Lösungen zu bieten und ihn
so wenig wie möglich zu verwirren " , erklärte Masao Sugimoto , Sprecher der
Gruppe und Vorstandsmitglied von Pioneer . Diese Ankündigung kommt jedoch recht
spät - vor allem , da Sony ( wie berichtet ) schon vor der Eröffnung der CES ein
Gerät angekündigt hat , dass mit verschiedenen DVD-Speichermedien arbeiten kann
. Sony hat sich bislang für das DVD+RW-Format stark gemacht , unterstützt wird
das Unternehmen dabei von Firmen wie Philips , Ricoh , HP , Yamaha und Thomson .
An Philips richtete sich dann auch Sugimoto direkt mit den Worten , dass das
Unternehmen zu jeder Zeit gerne der RWPPI beitreten könne . Thomson dagegen hat
sich der Gruppe angeschlossen . Allerdings bedeute dies nicht , dass man DVD+RW
aufgebe , noch plane , DVD-RW- oder Dual-Player zu bauen , erklärte Thomsons
Vize-Präsident Greg Bosler . Man werde nur die Richtung , in die sich DVD-RW
bewege , im Auge behalten . CES : Receiver mit Digital Surround und
Firewire-Anschluss Digital Harmony hat für Denon ein Firewire-Interface
entwickelt , das in Digital-Surround-Verstärker integriert werden kann . Auf der
CES zeigt die Firma den Prototypen eines derart modifizierten
Digital-Surround-Receivers , der auf dem Modell 5800 von Denon basiert . Diese
stammen in der Vorführung auf der CES von einem Laptop mit DVD-Player und
spezieller Software , die die Übertragung der Audiodaten übernimmt und eine
Fernbedienung beinhaltet . Es geht den Herstellern allerdings nicht allein darum
, den Datenstrom aus dem Digitalausgang über die Firewire-Verbindung zu schicken
und vielleicht noch eine " Fernbedienungseinheit " zu integrieren . Digital
Harmony baut vielmehr ganze Audio-I/O-Boards , die neben der Steuerung auch das
Decoding übernehmen . Unterstützt werden bis zu acht Audiokanäle , das
integrierte Board mit ARM7-Risc-Prozessor kommt mit den Formaten PCM , DTS und
Dolby Digital zurecht . Firmware-Upgrades sind dank Flash-ROM möglich . Die
Aufrüstmöglichkeiten für Receiver sollen frühestens in sechs Monaten erhältlich
sein ; die tatsächliche Markteinführung hängt aber ebenso wie der Preis von dem
Willen und den Vorstellungen der Firma Denon ab . CES : Internet-Appliances für
den Intel-PC ( Update ) Nach der Dot.Station , einem Webpad mit
Celeron-Prozessor , das mit Linux arbeitet , hat Intel auf der CES weitere
Prototypen von Internet-Appliances vorgestellt . Ohne PC funktionieren sie nicht
so richtig , getreu der Devise von Intel-Chef Craig Barrett , der PC stelle das
" Zentrum des digitalen Universums " dar und alle Gadgets und Appliances seien
der beste Weg , mehr PCs zu verkaufen . Das gezeigte Web Tablet ist ein reines
Webpad , dessen Kontrolle über den PC läuft , und das seine Daten ebenfalls auf
dem PC vorrätig hält . In der Vorführung auf der CES nutzte Barrett eine
Funkverbindung zum PC , um mit dem Webpad ins Internet zu kommen - nach Aussagen
von Intel seien bis zu fünf der Geräte gleichzeitig über solch eine Anbindung zu
betreiben . Wie lange die Akkus des Webpad vorhalten , konnte der Hersteller
allerdings noch nicht angeben - aber da es wohl als eine Art " Familien-Gerät "
und Ergänzung zum PC fürs Wohnzimmer gedacht ist , soll es zumindest für einen
Abend ohne Ladestation betrieben werden können . In den USA soll das Web Tablet
, das noch keinen offiziellen Namen hat , in der zweiten Hälfte des Jahres 2001
auf den Markt kommen ; ob der Rest der Welt sich irgendwann an dem Gerät
erfreuen darf , will Intel vom Erfolg auf dem amerikanischen Markt abhängig
machen . Noch ungewisser ist die außer-amerikanische Zukunft des so genannten
Chatpads ( siehe Bild ) . Im Unterschied zu den Webpads dient es nicht zum
Surfen im Internet , sondern nur zum E-Mail-Austausch und für
Instant-Messaging-Anwendungen - eine Art " Anrufbeantworter fürs Internet " .
Auf dem LCD-Bildschirm sind maximal acht Zeilen darstellbar , die Funkübetragung
zum PC arbeitet im 900-GHz-Band , eine Anpassung für Europa ist aber geplant .
Die maximale Entfernung zum PC , der die Speicherung und den Abruf der Daten
übernimmt , kann rund 50 Meter betragen , bis zu acht Geräte gleichzeitig sind
laut Intel einsetzbar . Intel meint auch , dass selbst mit " schwächeren
Rechnern " ein Benutzer problemlos am PC arbeiten kann , während ein anderer mit
seinem Chatpad über den PC E-Mails bearbeitet . Mit 4 AA-Batterien soll das
Chatpad bei einer Nutzungsdauer von 4 bis 5 Stunden am Tag einen Monat lang
betriebsbereit sein . Schwedische Telecom-Konzerne kooperieren bei UMTS
Schwedens führender Telekommunikationskonzern Telia und sein schärfster
nationaler Konkurrent Netcom haben sich zum Aufbau und Betrieb des UMTS-Netzes
für die dritte Handy-Generation zusammengeschlossen . Wie beide Unternehmen am
heutigen Montag in Stockholm mitteilten , werden die Kooperationspläne auch
verwirklicht werden , wenn Telia mit einer ebenfalls am Montag eingereichten
Klage gegen die Vergabe von UMTS-Lizenzen durch die schwedische Post- und
Telekommunikationsbehörde ( PTS ) Erfolg haben sollte . Telia war im Dezember
mit der eigenen Bewerbung für eine von vier Lizenzen völlig überraschend
gescheitert . Auch die Deutsche Telekom hatte mit ihrer Bewerbung in einem
Konsortium keinen Erfolg . Netcom erhielt dagegen über sein Tochterunternehmen
Tele2 ebenso einen Zuschlag wie Europolitan mit der britischen Vodafone im
Rücken sowie das Konsortium Orange unter Beteiligung von France Telecom und HI3G
, an dem sich die schwedische Finanzgesellschaft Investor beteiligt . Telia
verfügt über 50 Prozent und Netcom über 30 Prozent des GSM-Marktes in Schweden .
Die Vorstandschefs Marianne Nievert von Telia und Lars-Johan Jarnheimer von
Netcom erklärten in einer gemeinsamen Mitteilung , durch den Zusammenschluss mit
deutlich niedrigeren Investitionskosten werde das neue Netz " schneller rentabel
" . Das komme den Verbrauchern durch niedrigere Preise zugute . Schweden gilt
bei der Verbreitung von Handys und der Internet-Nutzung als eines der weltweit
führenden Länder . Kaum Verbesserung beim Telefongebührenlimit für Verbraucher
Über zu hohe Telefonrechnungen hat sich wohl jeder schon einmal geärgert . Wie
verlockend erschien da die Ankündigung , dass vom 1. Januar an eine so genannte
Entgeltvorgabe an den Netzbetreiber möglich sein sollte : Die Regelung , die
dazu jetzt umgesetzt wurde , stößt bei Verbraucherschützern jedoch auf massive
Kritik : Die Lösung bringe den Kunden gar nichts , schimpft etwa Manfred
Herresthal , Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Post und Telekommunikation
( DVPT ) in Offenbach . In Einzelfällen kann es sogar zu Zusatzkosten kommen .
Drei Wege haben Netzbetreiber zur Auswahl , um ihren Kunden die Möglichkeit
einer Entgeltvorgabe zu eröffnen : Sie können so genannte Prepaid-Produkte
anbieten - das trifft bislang vor allem auf die Mobilfunk-Anbieter zu . Sie
können ferner eine Ansagestimme im Endgerät gegebenenfalls auf das Erreichen des
Limits hinweisen lassen und sie können schließlich über einen Gebührenimpuls die
Anzeige der verbrauchten Summe im Telefon-Display veranlassen . Diese
Möglichkeiten sieht jedenfalls der entsprechende Beschluss der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) vor . Die Deutsche
Telekom hat für sich den letztgenannten Weg gewählt : Einen entsprechenden
Service biete man schließlich schon seit Jahren an , erklärte ein Sprecher des
Unternehmens in Bonn . Genau das ist für Kritiker wie Manfred Herresthal der
Haken an dieser Lösung : Wird das Limit erreicht , sollten nur noch eingehende
Anrufe entgegengenommen und Notrufe getätigt werden können . Dazu komme es nun
aber nicht , so Herresthal : Zwar wisse der Kunde mit entsprechendem Endgerät
stets , wie hoch seine Rechnung bereits ist - eine Sperre aber kommt nicht zu
Stande , " und wer Leitungen manipuliert , kann weiterhin kräftig drauflos
telefonieren " . Dass eine Zwangstrennung technisch nicht möglich oder zu
aufwendig sein sollte , kann sich Herresthal nicht vorstellen : In
Krankenhäusern funktionierten solche Limits für Patiententelefone und auch in
der Telefonzelle werde das Gespräch getrennt , wenn kein Geld nachgeworfen wird
. Auch Bettina Dittrich von der Verbraucher-Zentrale Sachsen ( VZS ) in Leipzig
schüttelt den Kopf über die Regelung . Sie kritisiert vor allem , dass
Verbraucher , die eine bessere Kostenkontrolle erreichen möchten , im
Zweifelsfall erst einmal auf eigene Kosten nachrüsten müssen . Nicht jeder
besitze bereits ein Telefon mit Display . Im Shop koste das günstigste Gerät mit
Anzeige rund 160 Mark , hat die Juristin bei einem Testkauf festgestellt . "
Damit wird der Zweck der Regelung nicht erreicht " , so Dittrich - denn es gehe
ja darum , Geld zu sparen . Die Regulierungsbehörde sehe die Vorwürfe " ganz
entspannt " , sagt ihr Sprecher Harald Dörr : Die Lösung mit der Entgeltanzeige
im Display sei gut , weil solche Apparate inzwischen allgemein verbreitet seien
. Und wenn der Verbraucher von seinem Recht auf Kostenkontrolle Gebrauch machen
wolle , dann müsse auch von ihm " mal etwas kommen " . Intel bringt
Software-Bridge für Funk-Netze Im April letzten Jahres bereits stellte Intel
eine eigene Lösung für drahtlose Netzwerke vor . Bei der Anypoint genannten
Produktreihe gab es jedoch eine schmerzliche Lücke : Der Prozessor-Spezialist
lieferte keinen so genannten Access Point , mit dem sich die Reichweite eines
Funk-LANs erhöhen lässt und der zudem einen Übergang vom Wireless LAN zu einem
drahtgebunden Netz wie beispielsweise Ethernet ermöglicht . Diese Lücke schließt
Intel nun wenigstens teilweise . Allerdings ist es damit nicht möglich , wie bei
der zusätzlichen Funkzelle eines Access Points die Reichweite des Wireless LANs
auszudehnen - außer , man installiert für die Software-Bridge einen separaten
Rechner , was dann aber unter Umständen die Kostenvorteile einer Software-Lösung
wieder aufhebt . Immerhin will Intel die Software ab Anfang Februar allen
existierenden Anypoint-Kunden kostenlos zum Download anbieten ; künftig soll sie
den Anypoint-Adaptern beiliegen . Die Anypoint-Geräte hat Intel in
Zusammenarbeit mit dem WLAN-Spezialisten Proxim entwickelt ; sie basieren auf
der SWAP-Spezifikation ( Shared Wireless Access Protocol ) der HomeRF Working
Group . Die Technik baut auf den IEEE-Standard 802.11 für drahtlose Netze auf
und arbeitet mit 2 MBit/s - IEEE 802.11 und SWAP sind aber nicht miteinander
kompatibel . Bislang gibt es von Intels Anypoint einen Funk-Adapter für
USB-Anschlüsse sowie eine PC-Card für Laptops . Aufsichtsamt : Kein Hinweis auf
Pflichtverletzung bei Intershop Nach Spekulationen über mögliche Klagen von
Anlegern wegen des Kurseinbruchs bei Interhop sieht das Bundesaufsichtsamt für
den Wertpapierhandel keine Hinweise auf eine Pflichtverletzung des Unternehmens
. Die Intershop-Mitteilung mit der Umsatz- und Gewinnwarnung sei routinemäßig
geprüft worden , sagte Christian Pawlik vom Bundesaufsichtsamt am Montag auf
Anfrage . Bei der Pflichtmitteilung wurden nach seinen Angaben keine Mängel
festgestellt . Nach dem Wertpapierhandelsgesetz müssen Unternehmen kursrelevante
Informationen unverzüglich veröffentlichen . Zu dem Bericht , wonach auf das
Softwarehaus möglicherweise Klagen von Anlegern zukommen , sagte
Unternehmenssprecher Heiner Schaumann : Händler am Neuen Markt der Frankfurter
Börse zeigten sich unbeeindruckt von Spekulationen über Schadenersatzforderungen
, die eine Anwaltskanzlei prüfen soll . Auf dem gegenwärtigen Kursniveau könnten
solche Meldungen den Markt nicht mehr erschüttern , sagte Hans von Malzahn vom
Bankhaus Metzler . Die Intershop-Papiere präsentierten sich auf niedrigem Niveau
relativ stabil . In dieser Woche plant das Unternehmen ein Treffen mit
Aktionärsvertretern , bei dem über die aktuelle Situation informiert werden soll
. Eine Sprecherin der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre sagte im MDR Radio
Thüringen , sie sehe keine große Chancen für eine Klage gegen den Jenaer
Softwarehersteller . Selbst wenn Verstöße gegen die Mitteilungspflicht
festgestellt würden , müsste Intershop im Höchstfall mit einer Geldbuße rechnen
, sagte Reinhild Keitel dem Sender . Anleger könnten in Deutschland keinen
Schadenersatz fordern . Anders sei das in den USA . Intershop kündigte an , dass
mit einer neuen Strategie Konsequenzen aus dem Umsatzeinbruch in den USA gezogen
werden sollen . " Es wird Strukturveränderungen zur Kostensenkung , aber keinen
Rückzug aus dem wichtigen US-Markt geben " , sagte Schaumann der dpa . Nach
Angaben des Sprechers wird sich Intershop mit seinen E-Commerce-Lösungen in den
USA verstärkt auf Systeme für den Handel zwischen Großunternehmen (
Business-to-Business ) konzentrieren . " Das ist ein anderer Focus als in Europa
. " Zu möglichen Veränderungen bei der rund 250 Mitarbeiter zählenden Mannschaft
in den USA wollte er sich nicht äußern . In Europa sei der Softwarehersteller
mit 1.200 Mitarbeitern auch stark bei Vertriebslösungen von Unternehmen zum
Endverbraucher . Zu den Kunden zählten unter anderem große Versandhäuser . Einen
Bericht der Platow Börse , wonach Intershop möglicherweise mit dem kompletten
Wegfall der US-Umsätze rechnet , bezeichnete er als Spekulation . " Eine
Einschätzung des US-Marktes ist derzeit noch nicht möglich . " Big Blue goes
small Mit Web-Geräten zurück in die Gewinnzone : IBM , Erfinder des PC , hatte
sich in letzter Zeit mit der hauseigenen PC-Linie nicht gerade mit Ruhm
bekleckert . Am Montag kündigten Manager von IBMs PC-Abteilung eine reihe neuer
Rechner an , die auf dem Konzept des EON-PCs aufbauen . Bislang plant IBM , im
zweiten Quartal 2000 drei neue Computer einzuführen , die dieser Linie
entsprechen . Noch im März möchte IBM eine Marketing-Kampagne starten , um die
neue Produktlinie bekannt zu machen . Offensichtlich hofft IBM , mit EON einen
Teil vom erwarteten Boom der Surf-Konsolen abzubekommen . Die Kombination von
Web-Geräten , speziell gestalter Büro-PCs und Thin Clients könnte für den
Konzern noch einen anderen erwünschten Effekt haben : IBM möchte natürlich
Internet-Providern , die IBMs Surf-Terminals an Endkunden verkaufen , und
Unternehmen Dienstleistungen zur Integration und für den Support anbieten . Geht
das EON-Konzept auf , fördert es auch IBMs Service-Abteilung , die in den
letzten Monaten schon ein stetiges Wachstum verzeichnen konnte . Nach den
Erwartungen von IBM kaufen die Kunden in Zukunft nicht mehr normale PCs ,
sondern speziell etwa für den Internet-Zugang oder bestimmte
Netzwerkanforderungen eines Unternehmens gestaltete Rechner - und die
Infrastruktur ebenso wie speziell entwickelte Anwendungen dafür möchte IBM
natürlich auch liefern . Novell : Die vernetzte Gesellschaft Unter dieses
Schlagwort stellt die NetWare-Company ( Halle 11 , Stand D14 ) ihren
diesjährigen CeBIT-Auftritt . Zu den neuen Produkten , die Novell auf der CeBIT
präsentieren möchte , gehört auch iChain , eine E-Commerce-Lösung auf Basis der
NDS . Offiziell angekündigt werden soll das Produkt heute auf einer
Novell-Pressekonferenz , auf der Novell-Chef Eric Schmidt auch die Position des
Unternehmens als Anbieter kompletter Netzwerklösungen für das Geschäft im
Internet herausheben will . Damit zielt Novell natürlich auch gegen Windows 2000
, dass Microsoft auf der CeBIT der deutschen Öffentlichkeit präsentiert .
MP3.com zieht gegen Platten-Labels vor Gericht Die Auseinandersetzung zwischen
der Musikindustrie und MP3-Anbietern im Internet nimmt immer schärfere Formen an
. MP3.com hat gestern eine Klage gegen die Recording Industries Association of
America ( RIAA ) , den Verband der Platten-Label in den USA , wegen unfairer
Geschäftspraktiken eingereicht . Ende Januar hatte die RIAA ein Verfahren gegen
MP3.com wegen Copyright-Verletzung angestrengt : Der Service von MP3.com , mit
dem Kunden eigene oder gerade bestellte CDs im Internet freischalten können ,
verletze die Urheberrechte von Labels und Künstlern . MP3.com reagierte zuerst
mit einem Aufruf an die Benutzer des Service , den Kampf gegen die
Plattenindustrie aufzunehmen . Nun beschreitet MP3.com offizielle Wege und wirft
der RIAA und ihrer Präsidentin Hillary Rosen unlautere Behinderung des Geschäfts
vor . In der Klageschrift spricht MP3.com von " konzertierten und
zielgerichteten Bemühungen der Beklagten , die Geschäftsaktivitäten des Klägers
MP3.com zu verhindern und seinen Marktwert zu beeinflussen " . " Seit der
Gründung sah sich MP3.com immer aggressiveren Taktiken der RIAA und ihrer
Führung gegenüber " , erklärte Michael Robertson , Chef von MP3.com . " Wir
können die schikanösen Maßnahmen dieser nicht-profitorientierten
Industrievereinigung nicht länger hinnehmen . " Notes-Spezialist GEDYS legt zu
Damit liege der Notes- und E-Business-Spezialist über den im Dezember gemeldeten
Planzahlen , teilte das am Frankfurter Neuen Markt notierte Unternehmen am
heutigen Donnerstag mit . Der vollständige Geschäftsbericht wird im März 2001
veröffentlicht . Schon Anfang Dezember kündigte die Firma an , ein Viertel der
Mitarbeiter zu entlassen , um Kosten zu senken . Damit reihte sich das
Unternehmen unter die Lotus Busines Partner ein , die in die Krise schlitterten
. Zahl der Handy-Nutzer in China in einem Jahr verdoppelt Die Zahl der
Handy-Benutzer in China hat sich in einem Jahr auf 85 Millionen verdoppelt . 42
Prozent der Telekommunikationseinnahmen in China stammten aus dem Mobilfunkmarkt
. Der Markt für mobile Kommunikation und Internet in China wird nach den
Vorhersagen des Informationsministers Wu Jichuan in fünf Jahren der größte der
Welt sein und den der USA übersteigen . Neue Internet-Domains : Vor dem
Unterausschuss Telekommunikation des US-Kongresses steht heute das Verfahren auf
dem Prüfstand , mit dem die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers
( ICANN ) im vergangenen November sieben neue generic Top Level Domains ( gTLD )
ausgewählt hat . Auch wenn das Auswahlverfahren von vielen Beobachtern und vor
den Ausschuss geladenen Experten als willkürlich bezeichnet wird , rechnet man
allgemein nicht damit , dass der Kongress und das für den ICANN-Prozess
verantwortliche Department of Commerce ( DoC ) die Eintragung von .biz , .info ,
.name , .pro , .aero , .coop , und .museum in die Root-Server stoppen werden .
In seinem schriftlichen Statement für den Kongressausschuss sagte Cerf : " Ein
wettbewerbsorientiertes Internet , das nicht funktioniert , ist nutzlos . " Der
ICANN-Vorstand hatte die sieben neuen Registry-Anbieter unter insgesamt 44
eingereichten Bewerbungen ausgewählt . Die abgelehnten Bewerber , die allesamt
eine Gebühr von 50.000 US-Dollar für das Verfahren zu bezahlen hatten , wurden
mit dem Hinweis auf weitere Runden zur Öffnung des DNS vertröstet . Nicht alle
fanden sich mit dem Auswahlverfahren in Marina del Rey ab , vor allem
Domainprovider DotTV kündigte bereits unmittelbar nach der ICANN-Entscheidung
ein Nachspiel an . Wie zu erwarten steht heute in Washington denn auch
DotTV-Geschäftsführer Lou Kerner vor den Abgeordneten . DotTV hatte sich
vergeblich um .pro beworben . Gehört werden auch Gewinner des Prozesses : So
etwa Kenneth M. Hanson von der Firma NeuStar , die den Zuschlag für die offene
TLD .biz erhielt . Die erfolgreichen Bewerber dürften aber kaum etwas gegen das
Auswahlverfahren einzuwenden haben . " Die Auswahlprozesse der ICANN waren
amateurhaft und willkürlich " , lautet dagegen das harte Statement des
prominenten Juristen und ICANN-Kritikers Michael Froomkin . Den Bewerbern hätten
außerdem keinerlei Chance gehabt , die in der Beurteilung entstehenden
Missverständnisse gegenüber dem Vorstand aufzuklären . Froomkin kritisierte auch
ICANNs Ansinnen , nur Bewerber mit gutem finanziellem Polster und absolut
sicherer Technik auszuwählen . " Wenn im Jahr 1985 das Internet selbst als
Vorschlag an ein Gremium gegangen wäre , das sich verhalten hätte , wie es die
ICANN im Jahr 2000 getan hatte , wäre es wohl als zu riskantes Vorhaben
abgelehnt worden . " Ein solches Verfahren hätte auch eher zu ICANNs
selbsterklärter Rolle als technisches Gremium gepasst , urteilt Froomkin . Der
deutsche ICANN-Direktor Helmut Schink hatte kürzlich eingeräumt , dass man an
einer Art " Standard " für die Einführung von neuen Domains erst noch arbeiten
müsse . Später könne man über neue TLDs dann rein sachlich reden . Ebenso wie
Froomkin kritisert Alan Davidson vom Center for Democracy and Technology ( CDT )
die Tatsache , dass ICANN die fünf gewählten Direktoren an der Entscheidung
bewusst nicht beteiligt hatte . Auch in Brüssel schätzt man , dass die ICANN mit
einem blauen Auge davon kommt . " Wir rechnen nicht mit einer tatsächlichen
Veränderung der Beschlusslage " , sagte Christopher Wilkinson , der die EU im
beratenden Regierungsbeitrag der ICANN ( GAC ) vertritt , gegenüber heise online
. Immerhin : Sollte die US-Regierung Einfluss auf ICANNs Entscheidung nehmen und
damit die Handlungsfähigkeit der als Organ internationaler Selbstregulierung
gedachten Organisation einschränken , könnte daraus ein Problem entstehen . Nur
zu gerne würden Europas Regierungen sich an der Aufsichtsfunktion , die sich die
USA über den ICANN-Prozess noch vorbehalten haben , beteiligen oder diese bei
einer internationalen Institution angesiedelt sehen . Intel Inside : Für
Mitarbeiter kostenlos Intel springt nun auch auf den Zug auf ,
Firmen-Mitarbeitern kostenlose PCs und Internet-Zugang zur Verfügung zu stellen
. Bislang war es nicht die IT-Branche , die Angestellten für die so genannte
Internet-Revolution mit Rechner-Geschenken fit machen wollte . Firmen aus eher
klassischen Industriebereichen wie Ford und die Fluglinie Delta Airlines
spielten hier die Vorreiter . Intel ist nun einer der ersten Konzerne aus der
EDV-Branche , der nachzieht : Alle Mitarbeiter des Prozessorbäckers weltweit
erhalten einen PC und Internet-Anschluss . Für Intel ist die Aktion Teil der
Bemühungen , sich von einer reinen CPU- und Chip-Company zu einer Firma zu
entwickeln , die vom Boom des gesamten Internet-Geschäfts profitiert . Neben
Diversifikation in Netzwerk- und Dienstleistungsmärkte erscheint den
Intel-Oberen dafür auch eine Angestelltenschar notwendig , die neue Medien und
Internet-Techniken als Teil ihres Lebens akzeptiert und nutzt . Außerdem will
Intel Hard- und Software in regelmäßigen Abständen aktualisieren . Zum Start des
Programms im 3. Quartal diesen Jahres soll das Paket aus einem Rechner mit
Pentium III , 20-GByte-Festplatte , 128 MByte Speicher , Maus , Tastatur ,
Sound-System und Monitor bestehen . Dazu gibt es einen Drucker und Intels Create
& Share Camera Pack , ein Bundle aus PC-Kamera , Video-Capture- und Modem-Karte
, Mikrofon sowie entsprechender Software . Office-Software soll ebenfalls in dem
Paket enthalten sein , Intel machte aber noch keine Angaben , von welchem
Hersteller sie geliefert wird . Details zu dem Programm will Intel seinen
Angestellten im Laufe des März mitteilen ; bis Ende diesen Jahres sollen bereits
alle Mitarbeiter mit PCs ausgestattet sein . PC-Markt im Auf und Ab Auf den
ersten Blick etwas verwirrende Zahlen liefert das Marktforschungsunternehmen IDC
für den PC-Markt im ersten Quartal 2000 . Im Vergleich zum ersten Quartal des
Vorjahres sollen die Rechner-Verkäufe um 20 Prozent steigen ; allerdings sollen
sie gegenüber dem letzten Quartal 1999 um 9 Prozent sinken . Eine Steigerung im
20 Prozent erfreut natürlich die Hersteller - und dabei laut IDC vor allem Dell
, Gateway und Apple , die von Anwachsen der PC-Umsätze am stärksten profitieren
sollen . Vor allem Verkäufe an Unternehmen und kleinere Firmen sind nach den
Untersuchungen von IDC für den Anstieg verantwortlich . Auch die Einführung von
Windows 2000 lasse die PC-Umsätze klettern . Ein Absinken um 9 Prozent gegenüber
dem vorigen Quartal interpretieren die Marktforscher vor allem als Rückgang auf
Grund fehlender Nachfrage nach dem Weihnachtsgeschäft . Angesichts relativ
schlechter Zahlen im letzten Quartal 1999 spricht dies aber nicht gerade dafür ,
dass die PC-Branche Entwarnung geben könnte . Zwar führten viele Hersteller die
relativ schlechten Zahlen im letzten Quartal 1999 auf Furcht vor dem
Jahr-2000-Bug und Lieferschwierigkeiten von Intel zurück , vielen Beobachtern
erschien dies allerdings als nicht stichhaltig . Yahoo erwartet niedrigere
Umsätze und löst Koogle ab Das Internet-Portal Yahoo hat am gestrigen
Mittwochabend ( Ortszeit ) zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit seine Umsatz-
und Gewinnprognose für das erste Quartal reduziert . Das Unternehmen berichtete
nach Börsenschluss in den USA außerdem , es habe eine Headhunter-Firma
eingeschaltet , um einen neuen Vorstandschef zu finden . Der bisherige Chef Tim
Koogle werde den Posten abgeben , aber Vorsitzender des Verwaltungsrates bleiben
. Koogle arbeitet seit 1995 bei Yahoo - er war der siebte Mitarbeiter , der nach
der Gründung bei dem Internet-Anbieter anheuerte . Er erklärte selbst , dass
Jeffrey Mallett , der als COO für das tägliche Geschäft bei Yahoo verantwortlich
ist , kein Kandidat für die Nachfolge als CEO sei . Als von Yahoo erwünschte
Nachfolger für Koogle werden in US-Medien bereits Bob Pittman , COO von AOL Time
Warner , und Gary Daichendt gehandelt , ehemals Vizepräsident bei Cisco .
Daichendt hatte im Dezember seinen Posten bei Cisco niedergelegt . AOL Time
Warner bemerkte zu den Spekukationen um Pittman bereits , er könne in seinem Job
bei AOL Time Warner " nicht glücklicher " sein . Beim Gewinn rechnet Yahoo
gerade noch mit einer schwarzen Null . An der Nasdaq wurde der Handel in
Yahoo-Aktien am gestrigen Mittwoch gegen 9.30 Uhr Ortszeit ausgesetzt , da Yahoo
für den Abend eine wichtige Mitteilung angekündigt hatte . Die Aktie fiel bis
dahin um 1,44 US-Dollar auf 20,94 Dollar . Im nachbörslichen Handel sackte das
Papier auf 18,69 US-Dollar ab . Außerdem sagte der Yahoo-Chef seine
Eröffnungsrede auf einer Konferenz ab . Alles erschien den Analysten daraufhin
möglich : Von der nun tatsächlich erfolgten Gewinnwarnung und Änderungen im
Vorstand bis hin zur Bekanntgabe einer Übernahme . Yahoo hatte erst vor wenigen
Tagen eine so genannte Poison Pill eingeführt , um die feindliche Übernahme
durch ein anderes Unternehmen zu erschweren . Bereits im Januar hatte es
Spekulationen über eine Übernahme von Yahoo durch Viacom gegeben . Yahoo macht
für die erwarteten niedrigeren Umsätze und Gewinne das " sich abschwächende
makroökonomische Klima " und die " daraus resultierenden niedrigeren Ausgaben
für Marketing " verantwortlich . Bereits im Januar hatte Yahoo bei der ersten
Korrektur der Prognosen für das Geschäftsjahr 2001 den Rückgang an
Anzeigenaufkommen im Internet als Grund angeführt . T-Online braucht fürs
Internetgeschäft mehr Inhalte Thomas Holtrop , der neue Vorstandschef der
T-Online International AG macht Dampf . Was sein Vorgänger Wolfgang Keuntje
nicht schaffte , soll jetzt der ehemalige Banker richten : Die angeschlagene
Telekom-Tochter in die Gewinnzone führen und zu einem Internet-Anbieter von
internationalem Format machen . Ein erstes Zeichen hatte Holtrop schon vor
wenigen Wochen gesetzt : Mit der Abschaffung der Flatrate von 79 Mark pro Monat
für das Surfen im Internet über das schmalbandige Telefonnetz stopfte er die
nach Angaben des Unternehmens größte Verlustquelle von T-Online . Dazu habe vor
allem das Experiment mit dem Pauschaltarif beigetragen , meint T-Online . " Wir
haben herausgefunden , dass er der großen Mehrheit unserer Kunden nichts bringt
" , begründete Holtrop den Schritt . Die ganze Malaise von T-Online sieht
Telekom-Analyst Theo Kitz vom Privatbankhaus Merck Finck & Co. unterdessen in
einem ganz anderen Bereich : Schon seit Wochen kursieren Gerüchte , dass
T-Online eine Allianz mit der Münchner Mediengruppe Kirch schmiedet . Die
Telekom dementierte solche Berichte zwar , von Kirch wurden sie aber bestätigt .
Für die Telekom-Tochter sei es wichtig , ihre Abhängigkeit vom Zugangsgeschäft
zu verringern und das Portalgeschäft auszubauen , sagt Kitz . Die Verbesserung
des Inhalte-Bereichs hält auch Michelle Lang vom Bankhaus Sal. Oppenheim für die
wichtigste Aufgabe des Vorstands . Aber nur mit Inhalten kann die
Telekom-Tochter künftig Gewinne einfahren , glauben Branchenexperten . Damit
wären auch die Voraussetzungen für einen Aufschwung der T-Online-Aktie
geschaffen . Seit Wochen bewegt sich das Papier nur im Tiefflug . Von ihrem
bisherigen Höchststand von 47 Euro ist die T-Online-Aktie weit entfernt . Mit
rund zwölf Euro hat sie etwa drei Viertel ihres Wertes eingebüßt . Wer zum
Börsengang im April 2000 T-Online-Aktien zum Kurs von 28 Euro erwarb , hat heute
mehr als die Hälfte seines Kapitals verloren . Für den Kurseinbruch gibt es
viele Gründe : Einer ist das generell schlechte Klima in der Branche oder
positiv formuliert : Die Rückbesinnung auf Realitäten . Den Blick darauf hatten
die Börsianern zuvor in der Internet-Euphorie völlig aus den Augen verloren . Es
kam , was kommen musste : Die Blase platze und die Kurse brachen ein . Hinzu
kamen bei T-Online hausgemachte Probleme . Nach dem Börsengang im April ging bei
T-Online beinahe so gut wie alles schief ; so misslang Ex-Vorstand Wolfgang
Keuntje die Übernahme des britischen Konkurrenten Freeserve . Die attraktiven
Unternehmen seien heute alle vergeben , sagt Telekom-Analystin Lang .
International nehme T-Online heute keine Top-Position ein . Außerdem lähmten
Personalquerelen das Unternehmen : Der damalige Vorstandschef Keuntje überwarf
sich dem obersten Konzernherrn Ron Sommer . Keuntje warf den Hut und mit ihm
verließ fast die komplette Führungsmannschaft das Unternehmen . Mehrere Monate
blieb T-Online ohne Vorstandsvorsitzenden - und das war weiteres Gift für den
Aktienkurs . Deutsche Post bietet Filial-Suche im Internet Die Deutsche Post ist
auf Sparkurs - der ehemalige Staatsbetrieb , der sich nach dem Börsengang gerne
als Hightech-Dienstleister für die New Economy und den E-Commerce präsentiert ,
schließt immer mehr der Post-Filialen , die angeblich unwirtschaftlich arbeiten
. Wer nun verwirrt die nächste Post-Filiale sucht , dem kann geholfen werden .
Die Post bietet ab sofort eine Filial-Suche im Internet an . Per Mausklick seien
durch Eingabe von Ortsname oder Postleitzahl die jeweiligen Adressen und
Öffnungszeiten der rund 13.500 Filialen unter www.deutschepost.de/filialen zu
finden , teilte das Unternehmen am heutigen Donnerstag mit . Zudem weise eine
weitere Suchfunktion die Standorte der Geldautomaten der Postbank aus .
Zeitschrift : Marke " Explorer " nicht haltbar Die Angaben , die die Ratinger
Firma Symicron zum Vertrieb ihres Produkts " Explorer " gemacht habe , seien
höchst zweifelhaft , berichtet die Zeitschrift Internet World in ihrer heute
erschienenen Ausgabe 4/2001 . Bis 1995 sei die nun als " Explorer " bezeichnete
Software offenbar unter dem Titel " Truvelo-OCR " an Behörden vertrieben worden
. Kein Kunde der Firma Symicron hat nach Recherchen des Blatts je einen "
Explorer " geliefert bekommen . Nach diesem Ortstermin berichtet die " Internet
World " , Symicron habe ein Programm namens " Gerograph " präsentiert , auf
dessen Startbildschirm deutlich sichtbar der Schriftzug " inkl. Explorer " zu
lesen gewesen sei . Es handele sich dabei um eine Software zur Auswertung der
Fotos von Geschwindigkeits- und Ampelsündern . Die von Behörden erworbenen
Versionen des " Gerograph " zeigten diesen Schriftzug jedoch nicht . Wegen der
Benutzung des Namens " Explorer " hat Symicron unzählige Unternehmen und
Website-Betreiber abgemahnt oder verklagt . Der einzige bisher bekannte Beleg
war ein Artikel in einem Multimedia-Special der Zeitschrift Chip aus dem Jahre
1991 . Der Autor des Artikels , der Multimedia-Spezialist Claus Vester , hat
unterdessen erklärt , er habe niemals ein Symicron-Produkt namens " Explorer "
zu Gesicht bekommen . Ein Symicron-Mitarbeiter habe ihn lediglich mündlich über
ein geplantes Produkt namens Explora informiert , von dem er aber gleichfalls
nie wieder gehört habe . Kritiker der Abmahnpraxis bezweifeln daher , dass
Symicron den Namen " Explorer " jemals ernsthaft benutzt hat . Das Programm
komme " zumeist " als Modul , etwa in der Symicron-Software Gerograph , zum
Einsatz . Nach Angaben der Internet World enthielten Angebote der Firma Symicron
aus den Jahren 1994 tatsächlich ein OCR-Modul zu dem genannten Preis . Der Name
des Moduls lautet jedoch " Truvelo OCR " bzw. " Truvelo-OCR ( Symicron
Entwicklung ) " . Das Blatt vermutet , dass die nun vorgeführte Version
ausschließlich zu Demonstrationszwecken angefertigt wurde . Das Fazit : " Die
Angaben der Firma Symicron scheinen schlicht falsch zu sein . " Er selbst habe
die Software nur einmal kurz gesehen . " So viele Potemkinsche Dörfer können die
gar nicht aufgebaut haben . " Behördengang per Internet früher als erwartet Nach
Meinung von Verwaltungsexperten kann das Internet den Gang zum Einwohnermeldeamt
oder zur KFZ-Stelle schneller als erwartet überflüssig machen . " Beim Einstieg
der Städte ins Netz 1995 hat man sicher nicht gedacht , dass man heute schon
über virtuelle Transaktionen spricht " , erklärte Lisa Treiber-Zimmer , Leiterin
des Internet-Büros der Stadt Nürnberg , in einem dpa-Gespräch aus Anlass der
Medienfachtagung Die Stadt im Internet . Treiber-Zimmer erwartet , dass schon in
wenigen Jahren Bürger in fast allen deutschen Großstädten Formulare über das
Internet anfordern und per digitaler Signatur elektronisch ausfüllen können .
Als Beispiele für solche Vorgänge nannte sie die Wohnungs- und Autoanmeldung .
Momentan sei die Stadt Mannheim bei dieser Technikmführend in Deutschland - dort
könnten schon viele Formulare elektronisch abgeschickt werden . Durch digitale
Signaturen lasse sich auch das Problem der Datensicherheit lösen . " Ein
persönliches Gespräch ist durch die neue Technik nicht ersetzbar " , gab
Treiber-Zimmer aber gleichzeitig Entwarnung : Der traditionelle Behördengang
werde auch in Zukunft nicht aussterben . " Gerade für ältere Menschen oder Leute
ihne entsprechende technische Ausstattung bleibt das wichtig . " AOL verlängert
Kontrakt mit UUNet Laut einem Bericht des Wall Street Journal hat der
Online-Dienst AOL den Vertrag mit UUNet zur Bereitstellung von Einwahldiensten
um fünf Jahre verlängert . UUNet , die Abteilung des Telekommunikationskonzerns
MCI Worldcom für Internet-Zugänge , soll dabei allerdings finanzielle
Zugeständnisse gemacht haben . Zwar wurden die Details des Vertrags bislang
nicht bekannt ; John Sidgmore , Chef von UUNet und Vizepräsident von MCI
Worldcom , erklärte aber , dass man einem Kunden wie AOL natürlich entgegenkomme
, wenn er für eine bestimmte Periode den Liefervertrag verlängere . Das
Wachstumsziel von 13,5 bis 15,5 Prozent für dieses Jahr werde aber von diesen
Zugeständnissen nicht berührt , meinte Sidgmore , da gleichzeitig die Kosten bei
UUNet gefallen seien . AOL ist der größte Kunde von UUNet ; der Löwenanteil des
Datenverkehrs von AOL läuft über das UUNet-Netz . Der Internet-Provider liefert
auch für Microsofts MSN Einwahldienste . Was war . Was wird . Wie immer möchte
die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Was war . Das schrieb der deutsche Philosoph Theodor W.
Adorno in seiner Minima Moralia - die Reflexionen aus dem beschädigten Leben
erschienen vor 50 Jahren . Heute sind irre Zwänge ganz normal und täglich zu
beobachten . Der ganze Wochenrückblick ist voll von ihnen . Nichts bleibt in der
Buchproduktion ungenutzt , wenn es darum geht , tote Bäume unter die Leute zu
bringen . " Die Software-Rebellen " nennt sich ein gerade erschienenes Buch über
" Die Erfolgsstory von Linus Torvalds und Linux " , das so schlecht ist , dass
es hier eine Warnung verdient . Im amerikanischen Original ist es eine mühsam
gelängte Geschichte aus der Zeitschrift Wired , die wie John Heilemans
Wired-Geschichte über den Microsoft-Prozess das Pech hatte , einen Verleger zu
finden . Also musste ein schwafeliges Buch aus der Sache werden , das in der
Übersetzung wie ein durchgeknallter Lore-Roman wirkt . Da rieselt Bill Gates ein
anerkennender Schauer über den Rücken , als er die Halloween-Dokumente liest ,
da werden Flames zu Anzündern und Richard Stallmann bewundert die zeitlose
Eleganz von Windows 3.1 . Sie sind gehaltvoll wie nur irgendwas : " OS X ist ein
Haufen Schrott " , so urteilt Torvalds angeblich über Apples
Supernova-Betriebssystem in seinem Werk , in dem eine Aktion von Steve Jobs ein
ganzes Kapitel füllen soll . Jobs versuchte im Jahre 1997 Torvalds ins
Apple-Lager zu ziehen , frei nach dem Prinzip : Wer gegen Microsoft ist , muss
für uns sein . Das mag freilich auch damit zusammenhängen , dass der Mikrokernel
von OS X aus dem altehrwürdigen Mach-Projekt der Carnegie Mellon University
stammt . So ein Microkernel ist auch bei Hurd anzutreffen , der größten
Bedrohung für Linux seit dem Ausschlüpfen des ersten Pinguins . Sie bemängelte
in der vergangenen Woche Anzeigen , die von Microsoft und Hewlett Packard
gestaltet worden waren . Das sei eine höchst irreführende Werbung , verkündete
die FTC , weil der Verbraucher ohnehin nicht mehr verstehen würde , wovon die
Rede ist . Nun ist die Vorstellung der FTC nachgerade niedlich , eines
Bobo-Masterplans würdig : Allein das Reizwort Internet und schon zücken Johann
Sechserpack und Lissy T. Miller ihre Kreditkarten , um den Journada zu bekommen
. Vielleicht erklärt das den Siegeszug von Microsoft ? Wer damals genau hinsah ,
konnte sehen , womit diese Frau produktiv den Bildschirm füllte : (A)bort ,
(R)etry , (I)gnore ? - und immer vollkommen fehlerfrei abgetippt ! So begann der
Siegeszug von AÜL - Abbrechen , Übertragen , Laden . Würden 100 Dollar-Scheine
auf dem Boden liegen , wäre dem Genius die Zeit zu schade , sie aufzuheben ,
verdiene er doch ein Vielfaches dieser Summe . Das Ganze berechnet auf vier
Sekunden pro Bückling . Nun lohnt es sich nach einer Berechnung der Information
Week wieder , dass Bill Gates die Hunnies aufhebt . Das Rechenbeispiel
erschüttert : Wie würde es klingen , wenn jeder Amerikaner gründlich gecheckte
Zähne bekommen hätte ? Dort verkündete Innenminister Otto Schily einen
erbarmungslosen Kampf gegen immer hinterhältiger werdende Hacker und Viren .
Seine Task Force " Sicheres Internet " werde konsequent und unverzüglich
zuschlagen , wann immer dies möglich sei . Der Schutz vor Viren und
Denial-of-Service-Attacks müsse konsequent angewendet werden . Einfachste und
längst bekannte Sicherheitsmaßnahmen würden nicht beachtet , sagte Schily , der
der Industrie " Präventivschlagmaßnahmen " empfahl . Ein Hamburger
Nachrichtenmagazin macht nun aus dieser vage empfohlenen Präventivschlägen
waschechte Denial-Of-service-Attacks , die auch noch von Bundesbehörden
ausgelöst werden sollen , die Schily unterstehen . Hier greift der Irrsinn zu
den Sternen . Nun mag man nicht glauben , dass ein Minister wie der juristisch
geschulte Otto Schily aktiv zum Bruch der Verfassung aufruft . Ihr Fazit :
Technische Koordinierungsstelle solle das Gremium bleiben , und damit basta .
Ihr zur Seite sprangen Wissenschaftler wie der Soziologe Leggewie , der der
ICANN die Umwandlung der Desizivstimmen in Deliberativstimmen empfahl . Admin
nix capito ? Dafür gibt es Soziologielexika , die man ohne Probleme nutzen kann
: Die Aufgabe des Direktmandats zu Gunsten bestallter Kontrollgremien ist
gemeint . Diese sollen von Regierungen und gesellschaftlich relevanten Gruppen
beschickt werden . Der Vorschlag hat etwas , wenn man sich ausmalt , wie
Direktor Müller-Maguhn mit Vertretern der Kirche um eine Linie rauft und RFCs
wie Bibelverse in höchster Erregung zitiert werden - ansonsten schimmert das
sanfte Licht des Irrsinns . Ich wiederum weiß nicht , ob ich noch in einem Land
leben möchte , das seine Position einzig zwischen Law-and-Order-Scriptkiddies ,
Ich-bin-stolz-Deutschtümlern , Machbarkeits-Soziologen und
Große-Freiheit-Internet-Fanatikern zu finden meint . Wenn ausgerechnet die in
der Öffentlichkeit immer wieder geschmähten EU-Bürokraten die deutsche Politik
ebenso wie die Protagonisten der absoluten Freiheit vorsichtig darauf hinweisen
müssen , dass möglicherweise das Alte nicht mehr taugt für das Neue , rekuriert
unsereiner zwangsläufig auf den Wiesengrund : Erkenntnis hat kein Licht , als
das von der Erlösung her auf die Welt scheint : Was wird . Diesmal werden keine
Zähler von Haus zu Haus sich schleppen , diesmal wird der dynamische
Datenabgleich zwischen Meldeämtern , Krankenkassen und Rententrägern vollauf
ausreichen . Früher war ein gewisser Herold mit seinem Begriff der
Rasterfahndung ehrlicher . Da mag Ella noch so lange behaupten " Your Daddy's
rich and your Ma's good looking " - Recht hätte sie zwar , die gute Ella , wenn
sie den Text von George trällert und das Spiegel-Kind meinte . Aber genutzt hat
es dem Kind nichts : " So hush little baby , don't you cry . " Denn ohne Moos
auch keine Summertime für all die Content-Anbieter im Netz : Das Wall Street
Journal Online entlässt , CNet entlässt , die Financial Times Online entlässt -
und der Spiegel entlässt auch und versucht es gar nicht erst , für Content Geld
zu verlangen . Und doch bleibt die Frage , was wird ? Was wird , wenn niemand
die Leute bezahlt , die Inhalte im Netz produzieren ? Dann bekommen wir
bild.t-online.de als ultmative Website , eben : Content statt Inhalt , " one of
these mornings " , an dem die Schnorrer im Netz aufwachen und nichts mehr zu
singen beziehungsweise zu contentumieren haben . Der Tauschwert einer Ware
bemisst sich nicht nach dem Gebrauchswert , aber ohne Gebrauchswert hat eine
Ware keinen Tauschwert . Da beißt auch der Bobo keinen Faden dran ab . Internet
per Stromnetz kommt zu spät Das Internet aus der Steckdose kommt zu spät für den
deutschen Markt , meinte der Geschäftsführer von Conaxion , Frank Brandt , in
einem dpa-Gespräch . In den Industrieländern gebe es mit Breitbandkabel , DSL
und Funkdiensten mittlerweile genügend Alternativen , die auf lange Sicht
leistungsfähiger und wirtschaftlicher seien : " Ich glaube , Powerline als
Zugangstechnik wird sich in Deutschland kaum durchsetzen . " Das 1999 gegründete
Berliner Unternehmen berät vor allem ausländische Firmen bei der Einführung der
Powerline-Technik und hat eigene Prototypen hergestellt . Auch könnte es sein ,
dass sie dann nicht mehr annähernd stabil die erhofften Geschwindigkeiten bietet
. Theoretisch hält Brandt eine Geschwindigkeit von 2 Megabit pro Sekunde für
möglich . Benutzen aber mehrere Anwender die Stromleitung , sinkt die
Geschwindigkeit . Dann könnte sich am Ende herausstellen , dass die Technik zu
langsam und dafür dann zu teuer sei , sagt Brandt : " Die Anbieter müssen die
Wirtschaftlichkeit erst einmal beweisen . " Der Energiekonzern RWE will schon in
den nächsten Wochen mit einem Internetangebot über das Stromnetz auf den Markt
gehen und in weniger als zwei Jahren mehr als 100.000 Kunden gewinnen . Auch
E.ON , die EnBW Energie Baden-Württemberg und die MVV Energie AG aus Mannheim
haben entsprechende Dienste angekündigt . Über die Steckdose können die
Powerline-Anbieter das Monopol der Telekom auf der letzten Meile umgehen . Nach
einer vor gut einer Woche vom Bundesrat beschlossenen Frequenzverordnung müssen
sie dabei aber streng festgelegte Grenzwerte für Störstrahlungen einhalten . Bei
einer Massennutzung befürchteten Kritiker , dass Funkstörungen etwa beim
Polizeifunk auftreten könnten . Eine Prozesswelle könnte folgen , sagte Brandt .
Die PCs in einer Wohnung etwa könnten so vernetzt werden , " da wären dann auch
geringere Übertragungsraten in Ordnung " . In einem voll vernetzten Haus mit
Internet-gesteuerten Haushaltsgeräten könne die Technik breit angewendet werden
. In weniger entwickelten Ländern sieht Brandt zudem gute Chancen für Powerline
als Zugangstechnik für Telefon und Internet . Prinzipien für die Netzregulierung
" Das Internet ist bei einer Größe angekommen , die einige grundsätzliche Regeln
erfordert " , glaubt Ingrid Hamm , Medienbeauftragte der Bertelsmann Stiftung .
Die glauben die Gütersloher zusammen mit einem Gremium von sieben Professoren ,
Forschern und Leitern von Non-Governmental Organisations ( NGOs ) aus der EU und
den USA nun gefunden zu haben . Ausgangspunkt des Papiers ist die Feststellung ,
dass das Internet ein " globales , öffentliches Gut " ist , das erhebliche
gesellschaftliche Relevanz besitzt . Auf dem Fundament dieser Vorüberlegungen
hat die Bertelsmann Stiftung zusammen mit ihren Sachverständigen sieben
Design-Prinzipien für die Internet-Regulierung aufgestellt . Gefordert wird ein
globaler Ansatz , der nicht notwendigerweise von staatlicher Seite ausgehen oder
gar institutionalisiert werden müsse ( Bottom-up statt Top-down ) . Die
Verfahren sollten zudem verschiedene Interessengruppen berücksichtigen , die
Stabilität des Internets gewährleisten , dynamisch und flexibel sowie " absolut
transparent " sein , so Hamm . Klassische Ansätze der Medienpolitik stellt das
Netz demnach in Frage . " Die Regulierung soll regierungsfern erfolgen " ,
betonte Hamm in ihrem Vortrag . Sonst verlaufe der Prozess zu langsam und sei
damit letztlich kontraproduktiv . Mit diesen Forderungen stieß die Stiftung bei
Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin allerdings auf wenig Gegenliebe .
Den ersten " Ernstfall " einer supranationalen Regulierungsinstanz für das
Internet bildet nach allgemeinem Erachten die ICANN . Doch das Beispiel ICANN
zeigt auch auf , wie schnell die Design-Prinzipien im internationalen
Kräfteverhältnis zerrieben werden . Auf der Konferenz wurde die in Kalifornien
angesiedelte Verwalterin der Namen und Nummern im Netz jedenfalls mit heftiger
Kritik überzogen - vor allem aus europäischer Perspektive . Mehr in Telepolis :
Wer regiert das Internet ? .eu-Domain : ICANN unter Beschuss Doch nachdem im
US-Kongress das Schalten und Walten der Herrscher über den Namensraum des
Internet bereits mehrfach unter die Lupe genommen wurde , häufen sich nun auch
in Europa kritische Stimmen . Nachdem der Giessener Politologe Claus Leggewie
das Experiment der ersten globalen Online-Wahlen zum Aufsichtsrat der ICANN für
gescheitert erklärt hatte , hielt auch Detlef Eckert , Leiter der
Grundsatzabteilung der Generaldirektion Informationsgesellschaft der
Europäischen Kommission , mit seiner Kritik nicht hinterm Berg . Wer die ICANN
als " wahrhaft international " bezeichne , " liegt falsch " , befand der
Volkswirtschaflter Er beklagte ein " nicht ausgewogenes " Kräfteverhältnis
zwischen der Europäischen Union und den USA im Bereich der ICANN . So
beschäftige die ICANN nur einen einzigen nicht-amerikanischen Mitarbeiter . Für
zahlreiche europäische Politiker ist besonders ärgerlich , wie die ICANN die
Einrichtung der Domain .eu immer wieder verzögert . Dem Abgesandten der
EU-Kommission legte der von den europäischen Surfern gewählte ICANN-Direktor
Andy Müller-Maguhn daher nahe , am besten gleich einen alternativen Namensraum
und Root-Server einzuführen . Unabhängig davon , ob die ICANN die von vielen
Politikern in Europa gewünschte Top Level Domain .eu nun einführen würde ,
sollte diese ins Auge gefasste Erweiterung des Domain-Namen-Systems " technisch
so gestaltet werden , dass sie unabhängig von ICANN ist " . Notfalls müsste die
Kommission dafür einen alternativen Root-Server aufbauen . Bisher werden alle
Anfragen nach Webadressen in letzter Instanz vom A-Root-Server in Virginia an
ihr Ziel geleitet , der von Verisign/NSI gewartet wird . Generell hat
Müller-Maguhn den Eindruck , dass im Board der ICANN " knallhart " die
Interessen der amerikanischen Wirtschaft und der US-Regierung vertreten werden .
Dies habe der Entschluss zur Verlängerung der Verwaltungslizenz über die
lukrative .com-Domain zugunsten der kalifornischen Firma Verisign/Network
Solutions gezeigt , der entgegen dem Voting des Names Council in einer
Telefonkonferenz des Aufsichtsrats getroffen wurde . Hans Kraaijenbrink , einer
der am längsten amtierenden ICANN-Direktoren , verwies die Berichte von der
permanenten Bevormundung der ICANN durch die US-Regierung dagegen ins Reich der
Legenden . " Ich fühle nicht ständig einen heißen Atem in meinem Nacken " ,
sagte der Niederländer , der als Lobbyist für die Telekommunikationsgesellschaft
KPN in Brüssel sitzt . Auch die ständige Kritik an dem Netzgremium konnte er
nicht nachvollziehen . " Was wir gelernt haben , ist , dass die Selbstverwaltung
möglich ist " , sagte Kraaijenbrink , für den ICANN die " transparenteste
Organisation auf der ganzen Welt ist " . Mehr in Telepolis : Wer regiert das
Internet ? Bertelsmann legt Musikvertriebssparten zusammen Nach der Gründung der
Online-Plattform MusicNet will der Medienkonzern Bertelsmann seine
Musikvertriebsgesellschaften zur BeMusic-Divison verschmelzen . Entsprechende
Gespräche bestätigte Andreas Schmidt , Chef der Bertelsmann E-Commerce Group (
BECG ) , der Welt am Sonntag . BeMusic soll im Bertelsmann-Konzern der BECG
angegliedert sein . MusicNet solle im Sommer als Großhandelsplattform starten .
Anbieter wie etwa die populäre , aber umstrittene Tauschböse Napster oder AOL
könnten Musiktitel bei MusicNet einkaufen und weiter vermarkten . Die Preise für
einen Titel stünden noch nicht fest , meinte Schmidt zu dem Blatt , aber ein
einzelner Song werde voraussichtlich deutlich günstiger sein als eine Single-CD
mit rund zehn Mark . Verleger : Internet-Lehrstoff ist nicht Aufgabe des Staates
Nach Ansicht der deutschen Schulbuchverleger darf das Entwickeln von
Internet-Lehrstoff nicht zur Aufgabe des Staates werden . In manchen Ländern
deute sich ein Trend an , dass der Staat selbst als Verleger auftreten will .
Die Entwicklung und Aufbereitung von Lehrstoff müsse auch beim Onlinematerial in
der Hand der Verlage bleiben , sagte Eggert . In engem Kontakt mit dem
Bildungswesen hätten die Unternehmen für Schulzwecke vielfältige Software sowie
Internetportale entwickelt . " Die Finanzierungsmodelle für normale Lehrbücher
müssen weiter entwickelt auf das Onlineangebot übertragen werden " , sagte
Eggert weiter . Denkbar seien zum Beispiel auch Jahresabonnements der Schulen
für Onlineportale . Im Allgemeinen sei die fortschreitende Vernetzung bislang
sehr positiv verlaufen . Ein regelrechter Wettbewerb der Bundesländer und
Gemeinden um die schnellste und dichteste Vernetzung ihrer Schulen habe das
Internet im Bildungswesen erfolgreich vorangetrieben . Emprise will Aufsichtsrat
auswechseln Damit wolle das finanziell angeschlagene Unternehmen , das aus
mehreren " Beratungs- und Dienstleistungsfirmen im
Informationstechnologie-Bereich " besteht , einen Neuanfang starten . Dies
bestätigt Emprise-Aufsichtsratsmitglied Norbert Büker der Zeitung . Vorsitzender
des bisherigen Kontrollgremiums ist Johannes Fürst von Waldburg-Wolfegg-Waldsee
. Ein weiteres Mitglied ist Prof Sven Piechota . Der Börsenkurs von Emprise war
am Freitag um 1,14 auf 2,67 Euro geklettert . Hintergrund für den Wechsel im
Kontrollgremium ist nach Informationen aus Kreisen der Dresdner Bank , dass eine
Fondsgesellschaft einen größeren Teil des 46-prozentigen Aktienpakets von
Emprise an der Richtfunktochter Mediascape übernehmen will . Mediascape ist
eines der wenigen Unternehmen , die bereits Richtfunkstrecken zur Überbrückung
der letzten Meile ( Wireless Local Loop , WLL ) in Deutschland anbieten .
PC-Hersteller : Das Ende der Fahnenstange in Sicht Die fetten Zeiten im
PC-Geschäft sind vorbei . Schon seit einiger Zeit ist klar , dass die Hersteller
umdenken müssen , wenn sie in den kommenden Jahren noch am Computer verdienen
wollen . Neue Märkte erschließen und andere Geschäftsmodelle entwickeln , heißt
die Devise . Zwar ist das Ende der Fahnenstange bei den PC-Verkäufen noch nicht
erreicht , aber man kann es bereits sehen . Dieser Meinung ist jedenfalls Martin
Reynolds , Vize-Präsident des PC-Technologie-Programms bei Dataquest . Auf der
Dataquest Predicts 2000 Anfang Mai in Kalifornien wurde unter anderem der
PC-Markt unter die Lupe genommen und Vorhersagen für die kommenden Jahre gemacht
. In den USA sei der Desktop-PC-Bedarf in Unternehmen und in den besser
verdienenden Haushalten nahezu gesättigt . Weltweit sagt Dataquest dem PC
allerdings noch ein gutes Wachstum voraus : Die Hersteller müssen sich also
etwas einfallen lassen , um zu überleben . Eine Taktik wäre nach Meinung der
amerikanischen Marktforscher beispielsweise die " Lebensdauer " der PC-Technik
von den derzeitigen drei auf zwei Jahre zu verkürzen . Ob dies funktioniert sei
allerdings eher fraglich . Die meisten Enduser benutzten ihren PC hauptsächlich
für den Zugriff aufs Internet , um ab und zu einen Brief zu schreiben oder ihre
Finanzen zu verwalten . Dazu brauche man sich nicht alle zwei Jahre einen neuen
PC zu kaufen . Natürlich gibt es noch die Spiele-Freaks , deren Computer gar
nicht leistungsfähig genug sein kann - aber sie stellen am gesamten PC-Markt
gemessen nur eine relative kleine Gruppe dar . Eine andere Möglichkeit wäre ,
dem Enduser den neuen PC nicht mit mehr Performance , sondern mit mehr Stil
schmackhaft zu machen : Der iMac hat ja bereits bewiesen , dass durchdachtes und
interessantes Design beim Endkunden ankommen . Dabei sollte die Performance
natürlich nicht vernachlässigt werden , meint Reynolds . Der Markt der kleinen
und mittelständischen Unternehmen wurde von den PC-Herstellern bislang
allerdings eher stiefmütterlich behandelt , ergänzt der Dataquest-Manager .
Dieser Bereich stelle hinsichtlich Preis und mitgelieferter Software andere
Anforderungen als große Unternehmen oder Endkunden . Erst jetzt entdeckten
PC-Hersteller langsam diese Kundengruppe und böten vermehrt Lösungen an , die
beispielsweise auf Arztpraxen und Anwaltskanzleien zugeschnitten seien .
Dataquest sieht für die Zukunft im Prinzip vier weltweite Absatzmärkte für den
PC , mit unterschiedlichen Anforderungen und differenzierter Preisgestaltung :
China , Japan , USA und Europa . Im chinesischen Markt komme es beispielsweise
weniger auf Design als auf niedrigen Preis und Funktionen an . Der US-Markt sei
weniger preissensitiv , verlange aber viele Features . Die Europäer seien
preisbewusst und schätzten individuelles Design . In Japan spiele der Preis
wiederum eine untergeordnete Rolle , man wolle jedoch möglichst auf dem neuesten
technischen Stand sein . ( Dr. Sabine Cianciolo ) ILOVEYOU : Polizei nimmt
Verdächtigen fest Die philippinische Polizei hat nach Angaben der
Nachrichtenagentur Reuters heute einen 27-jährigen Mann festgenommen , nachdem
sie die Wohnung des angeblichen Urhebers des E-Mail-Wurms ILOVEYOU durchsucht
hatte . Die Wohnung liegt im Bezirk Pandacan von Manila , der Gegend , die
Experten des FBI als den Ort identifiziert haben wollen , von dem aus der Wurm
in Umlauf gebracht wurde . Bevor die Polizei den Mann abführte , habe sie ihn
innerhalb der Wohnung verhört , hieß es . 17 Gegenstände seien beschlagnahmt
worden - darunter aber kein Computer . Offizielle des philippinischen National
Bureau of Investigation erklärten allerdings , eine 23-jährige Frau , die in dem
Gebiet lebe , in dem der Mann verhaftet wurde , sei die Hauptverdächtige .
Nachbarn der durchsuchten Wohnung sagten , dort wohnten ein Mann und eine Frau
ohne Kinder . Früher hatten Polizeibeamte bereits erklärt , dass zwar der
Computer der Verdächtigen für die Aussendung des E-Mail-Wurms benutzt worden
sein könnte , sie selbst dafür aber gar nicht verantwortlich sein müsse . Zu der
Behauptung des schwedischen Virus-Experten Fredrik Björck , ein 18-jähriger
deutscher Austauschschüler in Australien namens " Michel " sei der Urheber von
ILOVEYOU , hat unterdessen die australische Polizei Stellung genommen . Es gebe
keine sicheren Hinweise , die einen solchen Verdacht stützten , hieß es . Ein
18-jähriger deutscher Austauschschüler mit dem Namen Michael , der an der Gold
Coast in Australien für ein Jahr die Schule besucht , hat sich an heise online
gewandt . Er sei zu Unrecht in Verdacht geraten , nachdem er am 4. Mai die
Anleitung aus dem Heise-Newsticker zur Beseitigung des ILOVEYOU-Wurms ins
Englische übersetzt und im Usenet verbreitet habe , teilte Michael mit .
Aufgrund der Übereinstimmung der genannten Daten hätten ihn Bekannte und
Mitglieder seiner Austauschorganisation auf den Verdacht angesprochen . Um einer
falschen Beschuldigung vorzubeugen , habe er sich inzwischen selbst an die
australische Polizei und die deutsche Botschaft in Canberra gewandt . Björk
hatte angegeben , dem vermeintlichen ILOVEYOU-Urheber durch Spuren im Usenet auf
die Fährte gekommen zu sein . Michael hofft nun auf eine Stellungnahme von Björk
und würde ihn gern kontaktieren , um den Verdacht auszuräumen . Das Internet als
großer Egalisator Das Familientreffen der Medienbranche , der Hamburger Dialog ,
das heute begann , steht ganz im Zeichen der Trend-Themen Internet und
E-Commerce . Der US-Kommunikationswissenschaftler Joshua Meyrowitz vertrat in
seiner Auftaktrede die Auffassung , der Zugang und die Verbreitung neuer
Technologien verwische klassische Grenzen in Politik , Wirtschaft und
Gesellschaft . In den fünfziger Jahren hatten Politiker und Unternehmer ein klar
definiertes Image , waren von ihrer Umwelt abgegrenzt und galten als
Respektspersonen . Diese Kategorisierung wird im Kommunikationszeitalter
aufgebrochen . Führungskräfte und Politiker erhielten ihre Informationen genauso
schnell wie der Fernsehzuschauer , der Wissensvorsprung werde abgebaut , führte
Meyrowitz aus . Aber auch zwischen anderen Gesellschaftsschichten sowie den
Generationen verschwimmen durch den Zugang zu Fernsehen und Internet nach den
Worten von Meyrovitz die klassischen Einteilungen . Kinder verhielten sich wie
Erwachsene , Erwachsene wie Kinder . " Kinder reisen einmal um die Welt , bevor
ihre Eltern ihnen die Erlaubnis dazu geben " , sagte der Wissenschaftler .
Dadurch werde aber auch der soziale Druck aufgebaut , " gleich kommunizieren zu
müssen " , sagte Meyrowitz . Darum forderte er dazu auf , zuweilen auch die
Bremse für den " Schnellzug der technologischen Transparenz " zu ziehen .
Barrieren , die die Menschen einst trennten , seien gefallen , weil es direkten
Zugang zu Informationen , Orten und anderen Menschen gibt , erklärte Meyrowitz .
Durch diese globale Transparenz werde die Welt komplexer , und man müsse der
Transparenz auch widerstehen , um zufrieden und glücklich leben zu können . Zwei
weitere Festnahmen wegen ILOVEYOU ( update ) Nach einer ersten Festnahme sind
heute auf den Philippinen zwei weitere Verdächtige im Zusammenhang mit den
Ermittlungen nach den Urhebern des E-Mail-Wurms ILOVEYOU festgenommen worden .
Nach Angaben der Behörden in Manila handelte sich um den 27 Jahre alten
Bankangestellten Rommel Lamores , seine Frau Irene de Guzman und deren Schwester
Jocelyn . Nach einem mehr als zweistündigen Verhör wurde das Paar wieder auf
freien Fuß gesetzt . Zur dritten Festgenommenen gab es darüber zunächst keine
Angaben . Die zentrale Ermittlungsbehörde NBI hatte die Wohnung der Verdächtigen
in einem Mittelstandsviertel von Manila am Nachmittag mit mehr als 15 Beamten
durchsucht und Computerzubehör , Telefonanlagen und Dokumente beschlagnahmt .
Der Leiter der Ermittlungsbehörde Federico Opinion erklärte , das Paar habe sich
" kooperativ " gezeigt . Nach Angaben der Behörde wurde kein Haftbefehl erlassen
, weil es im Strafgesetz keine Bestimmung gegen Computerkriminalität und
Computersabotage gebe . Trotz dieser Gesetzeslücke hätten die Festnahmen aber
auf Grund einer anderen gesetzlichen Bestimmung erfolgen können . Sie stellt das
Ausspionieren von E-Mail-Adressen und Kreditkartennummern unter Strafe . Laut
Medienberichten war es das erste Mal , dass die zentrale Ermittlungsbehörde der
Philippinen Hacker-Verbrechen verfolgt . Unter den Ermittlern gebe es
Befürchtungen , dass wichtiges Beweismaterial bereits zerstört wurde . Nach
Ermittlungen des philippinischen Providers Accessnet soll ein 22-jähriger
Filipino den Virus von Manila aus ins Netz geschleust haben . Nach Angaben der
BBC suchte die Polizei dagegen nach einer Studentin aus einer
Mittelschichtsfamilie . Aus Ermittlerkreisen wurde am Montag nur bekannt , dass
die festgenommenen Ehepartner in einer Bank arbeiten sollen . Gates :
Aufspaltung würde Virenabwehr erschweren Das US-Justizministerium und Vertreter
von 19 amerikanischen Bundesstaaten haben im Kartellverfahren gegen Microsoft
beantragt , den Software-Konzern in zwei voneinander unabhängige Gesellschaften
zu teilen . Nach der "Love-Bug"-Attacke geriet Microsoft in die Kritik , zu
wenig gegen die Anfälligkeit der Microsoft-Systeme und -Anwendungen für
Virus-Attacken zu tun . Sprecher des Konzerns wiesen diese Vorwürfe bislang
strikt zurück ; Bill Gates meint nun offensichtlich sogar , den Spieß umdrehen
zu können . AMD bringt neuen Fast-Ethernet-Chip Etwas mehr als einen Monat nach
der Ankündigung , die Abteilung für Netzwerk-Chips nun doch behalten zu wollen ,
stellt AMD nun einen neuen Fast-Ethernet-Controller vor . Der PCnet-Pro Fast
Ethernet Controller ergänzt die PCnet-Familie um einen Chip , der sich laut AMD
durch besonders hohe Leistung und die Fähigkeit auszeichnet , große Daten-Pakete
mittels Standard-Ethernet-Technik komplett verarbeiten zu können . Bis zu vier
MByte externes SRAM werden unterstützt . Darüber hinaus bietet der Chip die
IEEE-Standards 802.1D ( Traffic Prioritization ) , 802.1Q ( Virtual LANs ) und
802.3 ( Flow Control ) . Der Controller besitzt ein integriertes External
Address Detection Interface ( EADI ) , um mit Content Addressable Memories (
CAMs ) schnelle Adress-Filterung in der Hardware zu ermöglichen . Den Am79C976
PCnet-Pro liefert AMD in einem 208-Pin PQFP-Gehäuse . Der Preis des Controllers
beträgt 9,95 US-Dollar bei Abnahme von 10.000 Stück . Mit der Serienproduktion
will AMD im Juni beginnen . Sun plant Java 2 für FreeBSD Auf einer
Linux-Veranstaltung während der JavaOne gab ein Sun-Sprecher inoffiziell bekannt
, dass Sun eine Version der Java 2 Standard Edition ( JavaJ2SE ) für das freie
Unix-Derivat FreeBSD in Planung hat . Offizielle Ankündigungen oder einen
konkreten Termin gibt es bisher jedoch noch nicht . Computex : USB-Reader für
SmartMedia und CompactFlash Eine interessanten Speicherkarten-Lesegerät mit
USB-Anschluß präsentiert der taiwanische Hersteller Joytech . Unter Windows
emuliert das Gerät zwei Laufwerke , die jeweils einen der beiden Kartentypen
repräsentieren . So lassen sich auch Daten direkt zwischen den beiden
üblicherweise in Digitalkameras verwendeten Speichermedien hin und her kopieren
. Neue Java-Versionen unter Linux Passend zur JavaOne-Konferenz in San Francisco
hat Sun zwei neue Java-Versionen für Linux herausgebracht . Solaris-Entwickler
bekommen ebenfalls die erste Beta des J2SE 1.3 über die JDC . Die
Windows-Version ist seit Anfang Mai verfügbar . Für Java-Anwendungen auf dem
Server unter Linux gibt es von Sun die Java 2 Enterprise Edition ( J2EE ) in der
Release-Version 1.2.1 unter java.sun.com/linux . Spätestens mit der nächsten
großen Java-Release , Codename " Merlin " , die Ende 2001 erscheinen soll ,
plant Sun die gleichzeitige Veröffentlichung der Linux-Variante mit den Windows-
und Solaris-Versionen . Computex : Linux für Surf-Geräte Der Siegeszug von Linux
ist auch bei den so genannten Internet Appliances , die inzwischen bei fast
jedem taiwanischen Hersteller zu finden sind , offensichtlich nicht mehr
aufzuhalten . Egal ob als Web-Pad , Settop-Box oder als Windows-Terminal : Linux
dient dafür stets als Betriebssystem , mal in Form einer der üblichen
x86-Distributionen , mal als Embedded Linux . Die Erklärung der von c't auf der
Computex befragten Hersteller ist ebenso einfach wie einleuchtend : Warum soll
man 30 bis 75 US-Dollar an Microsoft bezahlen , wenn es eine funktionierende
kostenlose Alternative gibt , die sich obendrein auch noch dank Open Source
prima an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt . Computex : FireWire/1394 goes
LAN Procomp zeigt auf der Computex seine Version eines Heim-Netzwerks . Statt
des üblichen Ethernets verwendet der Hersteller aber 1394/FireWire , um so vor
allem Video-Komponenten einzubinden . Die momentan noch existierende
Längen-Limitierung ( maximal 4,5 Meter zwischen den Geräten ) überwindet Procomp
- ähnlich wie Sony mit seiner 1394-Version i.Link - durch Repeater ( AmazonRep
400 ) , die zusätzlich auch noch den Anschluss eines weiteren 1394-Geräts
ermöglichen . Mit der in Kürze erwarteten 1394.B-Version soll sich dann die
maximale Leitungslänge zwischen zwei Geräten auf 15 Meter erhöhen . Auf lange
Sicht setzt Procomp allerdings auf " Wireless 1394 " , einer derzeit in der
Planungsphase befindlichen neuen , drahtlosen 1394-Variante . Einstweilen
beschränkt man sich aber darauf , die eigene 1394-Gerätepalette zu komplettieren
. Auf der Computex kam eine Kamera mit einem Interface für 400 MBit/s hinzu .
Interessant sind darüber hinaus die bereits auf der CeBIT vorgestellten und
jetzt lieferbaren IDE-RAID-Systeme mit 1394-Schnittstelle . Richter : Microsoft
nicht vertrauenswürdig und ohne Schuldbewusstsein Richter Thomas Penfield
Jackson , Vorsitzender des Bezirksgerichts von Washington DC , das die
Kartell-Klage des US-Justizministeriums und 19 amerikanischer Bundesstaaten
gegen Microsoft verhandelte , wirkt mit seinem silbergrauen Haar und seinem
rundlichen Gesicht wie ein gemütlicher Rentner . Doch er zeigte sich als
knallharter Vorsitzender , der auch offen seinen Ärger über das teilweise
selbstsichere Auftreten der Microsoft-Manager oder ihrer Anwälte im Prozess
zeigte . So warf er Bill Gates , Übervater von Microsoft , während seiner
Zeugenaussage im Kartellprozess vor , er sei ja wohl nicht besonders
aussagewillig . Auch vor deftigen Aussagen scheut Jackson , den Freunde als
gutmütigen Konservativen mit einer ausgeprägten Schwäche für Underdogs und einer
Abneigung gegen Arroganz beschreiben , nicht zurück . Auch in Memorandum and
Order , dem Dokument , das den eigentlichen Urteilsspruch ( Final Judgment )
begleitet und das man als Urteilsbegründung bezeichnen kann , findet der Richter
deutliche Worte . Und Richter Jackson hofft offensichtlich , dass die
Berufungsinstanz diese Urteilsbegründung aufmerksam liest - in der Erwartung ,
dass sie ihm daraufhin Recht gibt . Auf dem Prüfstand Trotz der
Tatsachenfeststellungen und ihrer juristischen Bewertung , in denen das Gericht
zum Schluss kam , Microsoft habe die Wettbewerbsgesetze verletzt , gebe
Microsoft bis heute nicht zu , dass die Geschäftspraktiken der Firma gegen diese
Gesetzte verstoßen haben . Microsoft-Offizielle hätten auch in letzter Zeit
öffentlich immer wieder betont , der Konzern habe nichts Falsches getan . " Die
von Microsoft gezeigte Überraschung ist nicht glaubwürdig " , meint Jackson zu
den Kommentaren der Firmen-Anwälte , die Tatsachenfeststellungen und das Urteil
des Gerichts würden Microsoft auf dem falschen Fuß erwischen . " Trotz ihrer
Überraschung waren Microsofts Anwälte sehr schnell in der Lage , eine 35-seitige
Beweisvorlage einzureichen , die Aussagen von 16 Zeugen im Detail zusammenfasste
, warum der Antrag der Kläger in seiner Gesamtheit eine schlechte Idee sei " ,
kommentierte Jackson lapidar . Microsoft musste nach Ansicht des Richters davon
ausgehen , dass der Antrag der Kläger , sollten die Vergleichsverhandlungen
scheitern , kaum zu Gunsten des Konzerns ausfallen würde : Harte Worte findet
der Richter für die Vorschläge , die Microsoft selbst für ein abschließendes
Urteil im Verfahren eingereicht hat . " Es gibt zuverlässige Beweise in den
Dokumenten , dass Microsoft , überzeugt von seiner Unschuld , seine Geschäfte so
weiterführen wird wie in der Vergangenheit und sich in anderen Märkten genauso
verhalten wird , wie es das schon in den Märkten für PC-Betriebssysteme und
Web-Browser getan hat " , stellt Jackson fest . Microsoft habe keine
Bereitschaft gezeigt , sein Geschäftsgebahren signifikant zu ändern . Der
Konzern habe schließlich sogar angekündigt , die bescheidenen Vorschläge , die
Microsoft selbst als Lösung für das Verfahren eingereicht habe , vor einem
Berufungsgericht anzufechten . Zudem : " Microsoft hat sich schon in der
Vergangenheit als nicht vertrauenswürdig erwiesen " , heißt es in der
Urteilsbegründung von Jackson . In früheren Verfahren , in denen eine vorläufige
Entscheidung gefallen war , seien Microsofts angebliche Befolgung der Urteile
trügerisch und die Erklärungen unaufrichtig gewesen . Den Vorwurf Microsofts ,
der Antrag der Kläger auf Zerschlagung des Konzerns in zwei Teile sei " vage und
mehrdeutig " , hebelt Jackson dagegen geschickt aus . Er weist ihn nicht etwa
zurück , sondern erklärt den Managern in Redmond , dies sei doch von Vorteil für
sie : Außerdem meint Jackson : " Die Kläger haben den Fall gewonnen , und aus
diesem Grund allein haben sie einen gewissen Anspruch auf ein Urteil nach ihren
Vorstellungen . " Die Regierungsbeamten , die das vorgeschlagene Urteil
ausgearbeitet hätten , seien zudem allein durch ihre Stellung dazu verpflichtet
, besonders das öffentliche Interesse zu beachten und danach zu handeln ,
Microsoft dagegen nicht . Und er schließt seine Urteilsbegründung : China :
Protest gegen Verhaftung von Webseiten-Betreiber Nach der Verhaftung von Huang
Qi , Betreiber einer chinesischen Webseite , am 5. Juni in Chengdu konnte man
noch am Donnerstag Morgen ( Pekinger Ortszeit ) auf der Seite
www.6-4tianwang.com seinen Protest bekunden . 114 von 140 Besuchern schafften es
, den Button mit der Aufschrift " Ich protestiere aufs Schärfste gegen das
Vorgehen der chinesischen Regierung gegen verfassungsmäßige Rechte " zu
betätigen , bevor die Webseite nicht mehr zugänglich war . Seit vergangenem Jahr
hatte der 36-jährige Huang Qi Artikel über Korruption und Organhandel ins Netz
gestellt . Über hundert Informanten versorgten Huang Qi mit Informationen . Das
Fass zum Überlaufen brachten allerdings wohl zwei Artikel eines Informanten von
Huang zum Jahrestag des Tiananmen-Massakers vor elf Jahren . Die Polizei in
Chengdu verweigerte telefonisch jede Stellungnahme , eine Vertreterin des
Auslandsbüros der Stadt sagte : " Wir haben keine Information betreffend eines
solchen Vorgangs . " Die chinesischen Medien haben bislang Schweigen über das
Vorgehen bewahrt , obwohl auch Pekinger Journalisten über E-Mail von der
Verhaftung erfahren haben . Laut Huangs Büro ist aber ein Journalist des
staatlichen Fernsehens China Central Television ( CCTV ) nach der Verhaftung
nach einer bereits abgeschlossenen Recherche eigens ein zweites Mal angereist ,
um Huangs Frau zu sprechen . Ob der Vorgang den Weg in die offiziellen Medien
findet , bleibt abzuwarten . Entgegen anders lautender Berichte war Huangs Frau
nicht inhaftiert worden . Sie habe keine Kenntnis von den Artikeln zum 4. Juni
gehabt . Im schlimmsten Fall steht Huang ein Prozess wegen staatsfeindlicher
Propaganda und im Falle einer Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe bevor .
Doch es kann mehrere Monate dauern , bis überhaupt über die Aufnahme eines
Verfahrens entschieden wird . Huangs Frau und sein neunjähriger Sohn konnten ihn
seit seiner Verhaftung nicht sehen . Hintergrund : Wettbewerbsklagen in den USA
Bei Wettbewerbsklagen wie gegen Microsoft stützen sich die US-Behörden auf ein
mehr als 100 Jahre altes Gesetz und Folgeregelungen . Wichtigstes Instrument
gegen den Missbrauch wirtschaftlicher Macht ist der Sherman-Act aus dem Jahre
1890 . Er stellt Preisabsprachen und die Ausnutzung der Monopolstellung zur
Eroberung weiterer Märkte unter Strafe . Der Clayton-Act von 1914 präzisierte
das Gesetz und verbietet gewisse Preisdiskriminierungen . Zum amerikanischen
Wettbewerbsrecht siehe auch den Hintergrundbericht " Das Urteil im
Microsoft-Prozess " zu den Conclusions of Law im Microsoft-Verfahren von Anfang
April und den Artikel " Gegen den Strich gebürstet - mit dem Verfahren gegen
Microsoft betraten die Wettbewerbshüter Neuland " in Ausgabe 8/2000 von c't .
Auf Grund dieser Gesetzgebung gegen den Missbrauch wirtschaftlicher Macht und
gegen wettbewerbwidriges Verhalten strengten die Kartellwächter in den USA
unzählige Wettbewerbsverfahren an . Die wichtigsten davon : US-Regierung :
Internet-Verwaltung in private Hände Am 5. Juni hat die US-Regierung nun endlich
die abschließende Fassung ihres Papiers über die Vergabe von Namen für
Internet-Server veröffentlicht . Im Unterschied zu dem ursprünglichen Entwurf
vom Feburar scheint die zuständige National Telecommunications and Information
Agency aber einen Rückzieher zu machen . Festlegen möchte sie nur , daß ein
US-Gremium die Oberaufsicht über die Namensvergabe und die Registrierung
übernimmt . Es soll keine staatliche Behörde sein , sondern von der Industrie
und Interessengruppen organisiert werden . Immerhin hat die US-Regierung die
ursprüngliche Absicht aufgegeben , Namenstreitigkeiten nur nach US-Recht
behandeln zu wollen . Sie schlägt vor , daß die World Intellectual Property
Organization WIPO , eine Organisation der UNO , untersuchen soll , wie
Trademark- und Copyright-Bestimmung mit Internet-Namen zusammenhängen .
Entsprechende Vorschläge zum Schutz bestehender Rechte und der Bewahrung
existierender Domain-Registrierungen könnten dann von dem Verwaltungsgremium
übernommen werden . Generell wird aber der US-zentristische Ansatz beibehalten .
Eine Kontrolle durch die UNO beziehungsweise die International
Telecommunications Union ( ITU ) sieht der US-Plan nicht vor . Immerhin dürfen
laut dem Papier die Protagonisten eines Vorschlags der Internet Society an der
US-Organisation teilnehmen . Sie hatten eine Oberaufsicht der ITU , ein System
prinzipiell beliebig vieler konkurrierender Registraturen und sieben neue
Domain-Namen vorgeschlagen . Die Verlagerung der eigentlich wichtigen
Entscheidungen auf eine erst noch zu schaffende private Organisation , deren
Zusammensetzung weiterhin im Dunkeln bleibt , wird von vielen als Teilerfolg des
CORE angesehen , der Vereinigung der Registraturen nach dem Plan der Internet
Society . Die Verschiebung der eigentlich wichtigen Festlegungen in eine mehr
oder weniger ferne Zukunft kann aber ebenso bedeuten , daß die US-Regierung
einfach Gras über eine Sache wachsen lassen will , die viel Staub aufgewirbelt
hat . Immerhin soll nach den Vorstellungen der US-Regierung der vollständige
Übergang der Namenverwaltung auf das neue Gremium erst Ende 2000 abgeschlossen
sein . ( Siehe dazu auch den ausführlichen Artikel in Telepolis ) .
Computerviren kosten Weltwirtschaft 1,6 Billionen US-Dollar Dies hat das
US-Magazin InformationWeek Research in einer neuen Studie errechnet . Das Blatt
befragte dazu 4.900 Informationstechnologie-Manager in 30 Ländern . In diesem
Jahr werden in den USA Ausfallzeiten der Computersysteme auf Grund von Viren und
Würmern von 3,24 Prozent erwartet und weltweit von 3,28 Prozent . Deutsche
Unternehmen hinken beim E-Commerce den Kunden hinterher Deutsche Unternehmen
hinken nach einer Studie des Marktforschungsinstitutes GfK bei ihrem
Internet-Angebot den Verbraucherwünschen hinterher . " Das online-Angebot hat
sich deswegen weniger schnell als die Nachfrage entwickelt . " Virtuelle
Firmen-Angebote beschränkten sich heute oft auf Massenartikel . " Dabei sind die
Online-Käufer eine elitäre Zielgruppe , die geben auch mal 250 Mark für ein Paar
Schuhe aus . " Nach einer GfK-Studie , die Spohrer mit seiner Kollegin Sandra
Leck erarbeitete , handelt es sich um eine " attraktive Zielgruppe " für den
Handel : zwischen 30 und 49 Jahren alt , zu 80 Prozent berufstätig und gut
verdienend . " Sie sind sehr optimistisch und probieren gerne Neues aus . "
Daher könnten auch solche Produkte über das Internet verkauft werden , die
bisher kaum Absatz fänden . " In Deutschland hat einfach noch kein Unternehmen
versucht , haltbare Lebensmittel übers Netz zu verkaufen . " Rund 30 Prozent der
insgesamt 8.400 befragten Personen wollten künftig Möbel oder Schuhe per
Internet kaufen . Bisher seien Bücher , CDs , Unterhaltungs-Elektronik ,
Geschenke und Handys gefragt . Zudem lasse das Service-Angebot der deutschen
online-tätigen Firmen zu wünschen übrig . So mache die Logistik und Lieferung
der Produkte vielen Firmen Probleme . Auch die Reklamationsmöglichkeiten seien
häufig schlecht . 86 Prozent der Kunden fürchteten das Sicherheitsrisiko bei der
Bezahlung . Die Unternehmen seien gefordert , neue Ideen zu entwickeln . Dabei
müssten sie aber ihr Denken völlig umstellen . Der einzelne Kunde interessiere
viele Firmen nicht , meinte der Experte . " Im Web muss ich aber wissen , wer
der Kunde ist , der gerade eine Schokolade kauft . " Einsätze bei
UMTS-Pokerrunde bröckeln Schlechte Aussichten für die Kasse von Finanzminister
Hans Eichel : Nachdem in Großbritannien Unsummen für eine UMTS-Lizenz bezahlt
wurden , beginnen in anderen Ländern nun die gebotenen Beträge zu bröckeln . In
den Niderlanden lehnte Finanzminister Gerrit Zalm am Freitag jede weitere
Voraussage über erwartete Einnahmen aus der Versteigerung von UMTS-Lizenzen für
die nächste Generation des Mobilfunks ab . Maximale Einkünfte für die
Staatskasse seien im übrigen nicht das Ziel der Lizenz-Auktion , sagte er am
Freitag . Es gehe vielmehr um die bestmögliche Vergabe von Rechten für den
Betrieb der dritten Generation von Mobiltelefonen . Die Auktion , an der sich
sechs Unternehmen beteiligen , hat am Donnerstag begonnen und wird nach den
Erwartungen des Verkehrsministeriums noch mehrere Tage dauern . Das Ergebnis des
ersten Biet-Durchgangs zwischen sechs Bewerbern hinter verschlossenen Türen
deutete auch nicht entfernt auf ein Endergebnis in der vom Finanzminister
angegebenen Größenordnung hin . Die dabei vorgelegten Gebote bewegten sich
zwischen 90.000 Euro und 180.000 Euro . Sie wurden von den bereits in den
Niederlanden aktiven Mobiltelefongesellschaften Ben ( zusammen mit Deutsche
Telekom ) , Telfort und Dutchtone sowie dem Festnetz-Betreiber Versatel
abgegeben . KPN Mobile hat in der ersten Runde kein Spitzengebot eingereicht .
Nachdem unter Umständen nur noch maximal acht der ursprünglich 12 interessierten
Firmen an der Auktion teilnehmen , muss Eichel davon ausgehen , dass die
Einnahmen längst nicht so hoch sein werden , wie insgeheim erhofft . Was war .
Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die
Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und
Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . So müssen sich also
auch die Menschen im Rest von Deutschland dumme Bemerkungen aus dem mediterranen
Hannover gefallen lassen - aber das ist vielleicht immer noch besser als die
Nase noch weiter nördlich hinaus zu strecken . Dort nämlich stößt man auf das
Wort , das manch Leser des Heisetickers inzwischen zur Weiß- oder
Was-auch-immer-Glut treibt : Bobo . Genau : Bobo , Bobo , Bobo . Wie oft soll
ich es noch sagen , bis es reicht : Bobo , Bobo . Nachdem schon der Spiegel
unserem Helden der New Economy einen ganzen Artikel widmete , entdeckt nun auch
die gute alte Tante Zeit die Schöpfung von Brooks . Das wusste schon Alexander
Kluge , der gerne als Filmemacher und Rechtsanwalt bezeichnet wird und vor dem
die FAZ bewundernd knickste : " Mit der einen Hand hält er technisches Gerät an
den hämmernden Puls des Zeitgeistes , mit der anderen einen weichen Bleistift .
" Aber was passiert mit dem technischen Gerät , wenn es an den Zeitgeist kommt ?
Wird es da nicht kaputt gehen ? Das muss doch jeden Techniker bekümmern . Die
Worte scheinen es jedenfalls nicht zu bringen , da ist selbst ein weicher
Bleistift härter . Nehmen wir den sicheren Hafen , in dem Schiffe eigentlich
unsinkbar sein müssen . Oder den Heiligen des E-Kommerz , der gerade verurteilt
wurde und mit einer psychiatrischen Behandlung das Gefängnis umgehen kann . Was
ist von einem Heiligen zu halten , der sich schuldig bekennt und damit eine
eingehendere Untersuchung über die Rolle von Hackern verhindert , die Datenlecks
aufstöbern ? Vielleicht ist nicht nur der Puls des Zeitgeistes in Ordnung ,
sondern der Geist höchstselbst . Heute wird Paula Poundstone angebetet , morgen
vielleicht Becky Thatcher . Der Zeitgeist ist wankelmütig und vor allem eine
saubere Haut , die keine Suche nach dicken Möpsen , Muschis und Sexsklaven kennt
( insert your favorite vouyer-mode here ) . Denn alle Suche will nur eines , das
wusste doch schon Nietzsche . In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen
Massenmedien wie Kino und Radio in Schwung , da wurde der Zeitgeist nur lästig
und in die " Moderne " umgetauft . Als die Moderne aus der Mode kam , wurde sie
von der Postmoderne abgelöst . Dem Zeitgeist nach begann die Ablösung in den
tumultiven 60er Jahren , doch bis der Begriff kam , dauerte es noch eine Weile .
Die Sache begann ganz unscheinbar vor 30 Jahren mit einer Bemerkung eines
kanadischen Wissenschaftlers , der sich über sein Land und dessen Abhängigkeit
von den USA ärgerte . Nun war Symthe kein Unbekannter , sondern ein etablierter
linker Wissenschaftler , der bereits in den 60er Jahren auf die Folgen der
Satellitentechnik aufmerksam machte . 1977 gründete er mit anderen eine
Untersuchungsgruppe , die als MacBride-Kommission der UNESCO bekannt wurde und
den " Free Flow of Information " unter die Lupe nahm , der ebenso frei wie
einseitig war . Was Symthe unter dem Titel " Dependency Road " veröffentlichte ,
beschäftigte seine Landsleute . Also schrieben die Kanadier verschiedene
Wissenschaftler an , wie das denn mit dem Wissen in Datenbanken sei . Auf den
Call for Papers über " Knowledge in Computerized Societies " antwortete auch der
Franzose Jean-Francois Lyotard . Mit diesem Aufsatz kam die Postmoderne in die
Welt und es wurde viel über das Ende der Geschichte geschrieben , nicht über EOF
der Datenbanken . Natürlich ist das Wort heute eigentlich tot und Eigentum von
Amazon ; es führt bestenfalls in eine andere Datenbank . Heute bleibt also nur
die Binsenweisheit von Frédéric Beigbeder : " Der Tod ist der einzige Termin ,
der nicht in Ihrem Organizer steht . " Lyotard jedenfalls hatte philosophisch
gesprochen und so sollte es philosophisch weitergehen . Seine Forderung , dass
die Öffentlichkeit freien Zugang zu den Datenspeichern und Datenbanken haben
müsse , wurde jedoch wenig beachtet . Was bleibt in der Postpostmoderne ?
Natürlich bleiben die Datenbanken , erst recht bleibt IBM , und mit iSCSI und
ISNS hat diese Firma auch das Zeug , um ihren Datenbankgürtel um den Planeten zu
schnallen . Wenn der Äquator zum IBMator umbenannt ist , dann macht es
vielleicht Sinn , dass Microsoft sich Belize kauft und Bill Gates ein echter
Prinz wird . Was wird . Vielleicht sind IBM und Microsoft dann ja endlich am
Ziel angelangt . Heute fristet das System ein ( selbst von IBM ) weitgehend
unbeachtetes Dasein . Die ganze EDV-Welt ist beherrscht von Windows und Linux -
die ganze Welt ? Nein ... Man verzeihe mir die Reminiszenz an Kindertage , als
der neue Band von " Asterix & Obelix " noch heiß begehrt erwartet wurde . Was
Uderzo heute bietet , ist noch schlechter als die Unterstützung von IBM für OS/2
. Wünschen wir ihnen mehr aktuelle Relevanz als den historischen
Errungenschaften des von IBM ungeliebten Systems . Verdient hätten die OS/2-Fans
dies allemal - immerhin kann man dem Betriebssystem nicht absprechen , auch
heute noch für die meisten Menschen , die von ihrem Rechner nicht mehr als
einfaches Funktionieren erwarten , weitaus besser geeignet zu sein als das
allseits gehypte Linux . Über dessen Erfinder werden geschwätzige Autobiografien
geschrieben - der Entwickler der 32-Bit-Version von OS/2 hat dagegen selbst ein
Buch geschrieben , zu dessen Lektüre mancher neuzeitliche Betriebssystemdesigner
heute noch zwangsweise verdonnert werden müsste . 15 neue
Domain-Registrierungsstellen benannt Die neue Internet-Verwaltung macht weiter
Fortschritte , trotz des weiter schwelenden Streits mit Network Solutions . Das
ICANN als neue Oberaufsicht über die Internet-Verwaltung hat jetzt 15 Firmen
benannt , die in Zukunft Domain-Namen mit den Endungen .com , .net und .org
registrieren dürfen . Dazu gehört unter anderem die EPAG Enter-Price Multimedia
AG aus Deutschland ; zwei weitere Vertreter aus Europa sind TotalWeb Solutions
aus Großbritannien und World-Net aus Frankreich . Die 15 Firmen erfüllen nach
Angaben des ICANN alle Erfordernisse , die man an eine Namens-Registratur stelle
. Sie sollen nach Ablauf der Testphase zusammen mit den fünf Firmen ( darunter
AOL und France Teleom ) , die bereits für diesen Probezeitraum ausgewählt wurden
, die Verwaltung der Name-Server und die Registrierung der Domain-Namen vom
bisherigen Monopolisten Network Solutions übernehmen . Ist das Internet
rassistisch ? Laut einem Report der National Telecommunications and Information
Administration ( NTIA ) , einer Abteilung des US-Wirtschaftsministeriums ,
klafft beim Zugang zum Internet die Schere zwischen farbigen und weißen
Amerikanern immer weiter auseinander . Zwar stiegen Computer-Nutzung und
Internet-Zugang in den USA ständig weiter an , die tatsächliche Verbreitung sei
aber weitgehend von der Zugehörigkeit zu einzelnen Bevölkerungsgruppen geprägt .
Schwarze Amerikaner mit geringem Einkommen und Latein-Amerikaner in ländlichen
Gegenden seien die Gruppen mit dem niedrigsten Prozentsatz an Computer- und
Internet-Nutzern , berichtet die NTIA . Oft wird der geringe Anteil an
Computeranwendern bei schwarzen und latein-amerikanischen US-Bürgern auf das im
Vergleich geringere durchschnittliche Haushaltseinkommen zurückgeführt . Diese
Kluft habe sich zudem seit 1994 um 63 Prozent vergrößert . Auch sei die
Wahrscheinlichkeit , daß eine weiße Familie mit geringem Einkommen Zugang zum
Internet habe , dreimal so hoch wie bei einer vergleichbaren schwarzen und
viermal so hoch wie bei einer entsprechenden latein-amerikanischen Familie .
Justizministerium will gegen rechtsradikale Internetadressen vorgehen Das
Bundesjustizministerium will gegen die Vergabe von rechtsradikalen Begriffen als
Internet-Adressen vorgehen . Nach einem Bericht des Hamburger Abendblatts hat
sich das Ministerium deshalb am Montag an die deutsche Stelle zur Vergabe der
Internetadressen gewandt . " Wir bieten uns als Koordinatoren an , um eine Liste
anstößiger Internet-Adressen zu erstellen " , sagte Ministeriumssprecher
Christian Arns der Zeitung . Die Wirtschaftsunternehmen müssen begreifen , dass
sie gesellschaftliche Verantwortung tragen , kritisierte Arns die bisherige
Praxis bei der Vergabe der Internet-Adressen . Beim Kampf gegen den
Rechtsextremismus könne niemand neutral bleiben . Das Denic , in Deutschland für
die Registrierung der .de-Domains zuständig , hatte am Donnerstag vergangener
Woche für einen Kunden des Web-Hosters Strato die Domain www.heil-hitler.de
registriert , sie aber am gestrigen Montag nach Protesten wieder gelöscht .
Siehe dazu auch den Artikel in Telepolis : Denic und rechte Domainnamen . FTD :
Westdeutscher Rundfunk beteiligt sich an Internet-Sportportal Der Westdeutsche
Rundfunk ( WDR ) will nach Informationen der Financial Times Deutschland ( FTD )
bei dem neuen Internetdienst Sportgate einsteigen . Dies wäre nach Informationen
der Zeitung das erste Mal , dass eine öffentlich-rechtliche Anstalt , die sich
über Gebühren finanziert , an einem Börsenkandidaten beteiligt ist . Sportgate
wird am heutigen Dienstag in Berlin vorgestellt . Hinter dem Onlinedienst stehen
vor allem Boris Becker und der ehemalige RTL-Chef Helmut Thoma . Damit solle
eine Internet-Einstiegsseite besonders für Amateur- und Freizeitsportler
geschaffen werden . " Der WDR wurde angesprochen , sich an Sportgate zu
beteiligen " , bestätigte ARD-Sprecher Jan Büttner der Zeitung . Zu weiteren
Details habe er keine Stellung nehmen wollen . Erstmals überschritten E-Plus
Hutchison und Mannesmann Mobilfunk die Fünf-Milliarden-Marke für drei
Frequenzpakete . Bei der Versteigerung in Mainz sind alle sieben Bieter noch im
Rennen . Ein Ende der Versteigerung ist allerdings noch nicht absehbar - und in
jeder Versteigerungsrunde ändert sich das Feld der Höchstgebote . Einzelne
Pakete , die in der ersten Runde nicht im Rahmen eines Gebots für eine gültige
Lizenz versteigert werden , kommen in einer zweiten Runde unter den Hammer , an
der sich dann nur noch die Inhaber einer UMTS-Lizenz beteiligen dürfen .
Internet-Sportportal von Becker und Thoma vor dem Start Der Westdeutsche
Rundfunk ( WDR ) prüft ein Angebot , bei dem neuen Internet-Dienst Sportgate von
Ex-Tennisstar Boris Becker und dem früheren RTL-Chef Helmut Thoma einzusteigen .
Er wies damit einen Bericht der Financial Times Deutschland zurück . In der FTD
hieß es , dass zum ersten Mal ein gebührenfinanzierter Sender an einem
börsennotierten Unternehmen eine Beteiligung plane . Der WDR prüft nach den
Worten von Oppers , ob das Sportgate-Angebot für das Programm interessant sei .
Außerdem müssten die juristischen Aspekte überdacht werden . Nach Angaben der
FTD erhofft sich der WDR - die bei weitem größte ARD-Anstalt - von dem Einstieg
bei Sportgate eine Vernetzung mit den eigenen Internet-Seiten . Der WDR könne
dem Dienst die Berichterstattung über Partien aus den Fußball-Regionalligen
liefern , für die die ARD-Agentur Sport A die Rechte habe . In Berlin teilte
inzwischen der Internet-Dienstleister Pixelpark , der die Web-Site aufbauen soll
, mit , dass sich Becker unter anderem neben dem Deutschen Sportbund ( DSB ) und
der Venturepark Incubator AG als Gesellschafter an Sportgate beteiligen werde .
Offizieller Start für Sportgate soll nach Aussagen der Beteiligten der 12.
September dieses Jahres sein . Zu den Kunden von Sportgate , das nach dem Willen
der Partner zur umfassendsten deutschsprachigen Internet-Plattform für Sport
entwickelt werden soll , werde der DSB mit seinen Millionen von Mitgliedern
zählen . Sportgate soll vor allem lokal ausgerichtet werden . Der frühere
RTL-Chef Helmut Thoma leitet das Unternehmen . Die Inhalte werde der
Sport-Informationsdienst sid liefern . Sportgate solle zur umfassendsten
deutschsprachigen Internet-Plattform für Sport entwickelt werden , erklärten die
Gesellschafter . Es habe den Anspruch , das breiteste Angebot an Sportinhalten
auf lokaler , regionaler und nationaler Ebene zu präsentieren . Dabei würden die
Interessenprofile der Nutzer berücksichtigt , sodass jeder die für ihn relevante
Informationen erhalte . Die Internet-Rechte für die Fußball-Bundesliga
allerdings liegen bei der Agentur ISPR ( Kirch-Gruppe/Axel Springer Verlag ) und
deren Online-Dienst Sport 1 . Damit zeichnet sich ein heißer Kampf um den Markt
für Sport-Informationsdienste im Internet ab : Neben Börseninformationen gelten
Sportnachrichten und -Angebote als wirtschaftlich äußerst attraktive
Dienstleistungen im Internet . Bislang mehr als 100 Green Cards pro Tag Nach
schleppendem Beginn kommt die Vergabe der Green Cards für ausländische
Computer-Fachkräfte nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit ( BA ) langsam in
Schwung . Mitte Juli hatte der Bundesrat der so genannten Verordnung über die
Arbeitsgenehmigung für hochqualifizierte ausländische Fachkräfte der
Informations- und Kommunikationstechnologie ( IT-ArGV ) zugestimmt . Seit dem
Start der Regelung am 1. August wurden nun täglich mehr als 100
Arbeitserlaubnisse für Experten aus Nicht-EU-Staaten erteilt , berichtete die
Bundesanstalt während der Vorstellung der Arbeitsmarktzahlen für Juli 2000 am
heutigen Dienstag in Nürnberg . BA-Vizepräsident Otto Semmler geht davon aus ,
dass die Vergabe auch in der nächsten Zeit auf diesem Niveau bleiben wird .
Insgesamt erhielten laut dpa an den ersten vier Tagen 432 IT-Fachleute eine
Green Card . Allein 134 von ihnen wurden für Firmen in Nordrhein-Westfalen
vergeben . Es folgen Baden-Württemberg mit 81 , Bayern mit 64 und Hessen mit 60
Green Cards . Gering blieb das Interesse in den neuen Ländern . In Thüringen und
Sachsen-Anhalt wurden lediglich zwei Erlaubnisse erteilt . In Berlin mit
Brandenburg sowie in Sachsen waren es jeweils sieben . Die Zahlen bewegten sich
im Rahmen der Erwartungen , sagte der Vize-Chef der BA . Möglicherweise werde
aber das Interesse der Betriebe nach der Sommerpause steigen . Semmler erinnerte
daran , dass die eigene Ausbildung von IT-Fachkräften Voraussetzung für die
spätere Erhöhung des Green-Card-Kontingents sei . " Bis heute fehlen noch 4.500
Ausbildungsstellen , um das Versprechen aus dem Bündnis für Arbeit einzulösen "
, betonte der Vizepräsident der Bundesanstalt . " Die Nachfrage der Jugendlichen
nach solchen Ausbildungen ist unverändert hoch " , unterstrich Semmler . Für die
vier neuen IT-Berufe Fach-Informatiker , IT-System-Kaufmann ,
IT-System-Elektroniker und Informatik-Kaufmann hätten sich bis Ende Juli 29.600
Bewerber gemeldet . Dem stünden aber nur rund 15.500 Ausbildungsstellen
gegenüber . Bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung ( ZAV ) in Bonn haben
sich bisher rund 20.000 ausländische Computer-Spezialisten nach der Green Card
erkundigt . Mehr als 6.900 Bewerber hätten ihre Profile in die
IT-Vermittlungsbörse im Internet gestellt , teilte die ZAV ebenfalls am heutigen
Dienstag mit . Wenn sich die Entwicklung fortsetzt und weiterhin täglich rund
100 Green Cards erteilt werden , wäre rechnerisch Ende des Jahres bereits die
geplante Zahl von 10.000 Green Cards erreicht . Weitere 10.000 IT-Fachkräfte
sollen erst dann eine zeitlich beschränkte Aufenthaltserlaubnis erhalten , wenn
die Betriebe entsprechende Stellen für die Ausbildung eigener Fachkräfte
geschaffen haben . Eine weitere Bedingung ist die Qualifizierung von Erwachsenen
. Hintergrund : Neue Verwirrung um deutsche ICANN-Kandidaten Die deutschen
Surfer sind im Vergleich mit anderen europäischen Ländern gut vertreten bei der
Wahl eines Regionalkandidaten für das Direktorium der Internet Corporation for
Assigned Names and Numbers ( ICANN ) : Sie stellen 20.475 der insgesamt 35.942
europäischen ICANN-Mitglieder , die Anfang Oktober zur vermutlich virtuellen
Urne gebeten werden , um einen ihre Region vertretenden Direktor für den
Verwaltungsrat der " Internet-Verwaltungsbehörde " zu wählen . Doch die große
Frage momentan ist : Wer wird überhaupt zur Wahl stehen - und wer sind die
Wähler ? Eine wichtige Vorentscheidung hatte das ICANN-Nominierungskomitee
vergangenen Dienstag getroffen : Das siebenköpfige Gremium hatte 18 Kandidaten
für die fünf als Wahlzonen verstandenen Weltregionen aufgestellt .
Überraschenderweise waren darunter gleich fünf Kandidaten für Europa , unter
anderem mit Winfried Schüller ein Netzwerkexperte der Deutschen Telekom .
Industrie , Politiker , Forschungseinrichtungen , Lobbyvereinigungen und
Verbände rund um die Informationstechnik bringen permanent neue Namen ins Spiel
, sodass es das Wahlvolk im Endeffekt schwer haben könnte , das richtige "
Kreuzlein " zu machen . Zudem droht eine Zersplitterung der ICANN-Mitglieder ,
sodass letztlich keiner der jetzt zur Selbstnominierung gezwungenen Kandidaten
auf die Liste käme . Alle diese potenziellen Nachrücker legen allerdings wert
darauf , nicht als Einzelkämpfer aufzutreten , sondern von möglichst vielen
Verbänden , Netzpolitikern oder Vereinen unterstützt zu werden . Axel Zerdick
als Konsenskandidat ? Zerdick wollte allerdings nur antreten , wenn der zweite
aus dem Wissenschaftsbereich gehandelte Kandidat , Professor Thomas Hoeren ,
seines Zeichens Leiter der Zivilrechtlichen Abteilung des Instituts für
Informations- , Telekommunikations- und Medienrecht an der Westfälischen
Wilhelms-Universität Münster die Lust an einem Posten im Verwaltungsrat von
ICANN verlöre . Der FU-Professor selbst ist im Wintersemester zwar noch als
Dekan des Fachbereichs Politik - Sozialwissenschaften eingespannt , hat danach
allerdings reichlich Zeit für neue Forschungsvorhaben ohne konkrete
Lehrveranstaltungen eingeplant . Begehrt ist der ICANN-Posten bei
Wissenschaftlern vor allem , weil das Bundesforschungsministerium bereits
durchblicken ließ , ein wissenschaftliches Projekt am Rande der Tätigkeit als
ICANN-Direktor finanziell fördern zu wollen . ICANN selbst kommt nur für die
Reisekosten der von den Mitgliedern gewählten Verwaltungsdirektoren auf . Hoeren
, der bereits vor vier Monaten vom Denic wegen einer potenziellen Kandidatur
angefragt wurde , sieht zwar einen Juristen als Fachmann auf Grund der " heiklen
" von ICANN zu fällenden Domainbeschlüsse als am besten geeignet an . Ihn
beunruhigt , dass neben Lawrence Lessig , dem Cyberlaw-Experten aus Harvard ,
der für die USA von ICANN bereits nominiert wurde , bisher kein Rechtsexperte
zur Wahl steht . Als er von der Förderung Zerdicks durch D21 erfuhr , zog der
Münsteraner seine Erwägungen zur Selbstnominierung allerdings zurück . Er bot
dem Kollegen in Berlin gleichzeitig an , ihm bei konkreten Fragen mit
juristischem Sachverstand zur Seite zu stehen . Aus dem wissenschaftlichen
Sektor noch locker im Rennen sind zudem der GMD-Geschäftsführer Dennis
Tsichritzis , Wolfgang Kleinwächter vom ICANN-Studienkreis sowie der
E-Wahl-Tester Dieter Otten aus Osnabrück . Die Bonner Gesellschaft für
Informatik überlegt zudem noch , ob sie Professor Christoph Meinel vom Trierer
Institut für Telematik , der an einer Kandidatur interessiert ist , unterstützen
oder eine " Empfehlung " für Hoeren beziehungsweise Zerdick aussprechen soll .
Geheimnisvoll spricht der GI-Geschäftsführer Jörg Maas zudem noch von einer
Kandidatin von einer gemeinnützigen Organisation , die ebenfalls eventuell die
deutschen und europäischen Wähler bei ICANN vertreten wollte und als Frau in der
weit gehend von Männern dominierten Domainwelt einen Farbtupfer setzen könnte .
Die große Unbekannte : wer sind die Wähler ? Die große Unbekannte , die den
Wahlkampfstrategen momentan zu schaffen macht , ist nämlich die Zusammensetzung
der ICANN-Mitglieder . " Das können 20.000 Telekom-Leute sein " , unkt Zerdick .
Die würden dementsprechend kaum an Institutionen glauben und eher jemanden
wählen , der als Vertreter der Benutzerinteressen bekannt ist . Dittler selbst
will nur noch seinen Hut in den Ring werfen , wenn ihn ein " Ruf " von
Politikern , Universitäten oder den Medien ereilt . Aus der Hacker- und
Netzszene hat dagegen bereits vergangene Woche Lutz Donnerhacke , Mitbegründer
des Jenaer Internetproviders IKS sowie des Fördervereins Informationstechnik und
Gesellschaft , kurz und bündig seine Nominierungsmail an ICANN geschickt . Andy
Müller-Maguhn , Sprecher des Chaos Computer Club und vom Spiegel kurzerhand zum
" aussichtsreichsten deutschen Bewerber " gekürt , bastelt dagegen noch an
seinen Nominierungsunterlagen . Würde er das Votum der europäischen Wähler
erhalten , will sich der Hacker und Datenschutzexperte zunächst vor allem für
mehr Transparenz innerhalb der als Zwitter von der US-Regierung ins Leben
gerufenen " Non-Profit-Unternehmung " ICANN stark machen . Der ebenfalls mit der
Hackerszene locker verknüpfte Netzkünstler padeluun will nach Angaben des ICANN
Channels auch noch zur Wahl antreten . Dem Informationsdienst zufolge hat zudem
der Italiener Roberto Gaetano , langjähriger Berater des europäischen
Standardisierungsinstituts ETSI vor , sich als Kandidat zu nominieren und vor
allem die Techniker in der Netzgemeinde hinter sich zu vereinen . Siegfried
Langenbach , der eine der ersten Domain-Registrierungsstellen in Deutschland
eingerichtet hat , soll bereits zu Gunsten Gaetanos seinen Einstieg ins Rennen
um den Verwaltungsratposten gestoppt haben . Wahlprüfsteine für den
ICANN-Kandidaten Angesichts all der Verwirrung um die aus dem Boden sprießenden
Kandidaten hat sich gestern auf der Expo ein kleiner Expertenkreis - darunter
Jörg Tauss , der Beauftragte der SPD-Fraktion für Neue Medien , Dieter Klumpp ,
Geschäftsführer der Alcatel SEL-Stiftung für Kommunikationsforschung , sowie
Norbert Eder , Sprecher von D21 , Gedanken um eine Zusammenführung
unterschiedlicher Interessenverbände sowie eine Fokussierung auf die
aussichtsreichsten Bewerber gemacht . Eigentlich hätte bei dieser Gelegenheit
D21 am liebsten gleich den offiziellen Wahlkampf für den ebenfalls anwesenden
Zerdick eröffnet . Doch stattdessen einigten sich die Anwesenden dann zunächst
auf eine Hand voll " Wahlprüfsteine " , die eine erste Kandidatenauslese
ermöglichen sollen . Konfrontieren sollte man die potenziellen ICANN-Direktoren
in spe demnach mit den Fakten , fasst Klumpp die Besprechungen zusammen , dass
ein " ungeheures Zeitopfer " angesichts mehrwöchiger Sitzungsmarathons auf ihn
zukommt , dass nicht gerade ein obrigkeitshöriger " Frühstücksdirektor " die
deutschen und europäischen Interessen gegenüber ICANN-Gesprächspartnern wie dem
US-Außenministerium vertreten kann , dass der Kandidat an möglichst viele
Nutzergruppen breit angebunden sein sowie verhandlungssicher Englisch sprechen
können muss , und dass der spätere Wunsch-Direktor auch die Öffentlichkeit so
schnell wie möglich über ICANN-Besprechungen informiert . Abzuwarten bleibt nur
, wie der Telekom-Kandidat Schüller auf die Schützenhilfe der Initiative für den
Kontrahenten Zerdick reagiert : Pikanterweise ist auch der deutsche
Telekommunikationsriese Mitglied bei D21 . Eder beklagt in diesem Zusammenhang
mangelnde Kommunikationsstrukturen innerhalb des Vereins , da auch die Führung
von D21 von der Nominierung Schüllers vollkommen überrascht worden sei . Bleibt
nur noch die Frage , wie die geplante Wahlwerbung für Zerdick bei den
ICANN-Mitgliedern sowie beim ICANN-Nominierungskomitee ankommt . " Der Teufel
steckt im Detail " , glaubt Müller-Maguhn , da der FU-Professor die " völlige
Unabhängigkeit von Industrie- und Wirtschaftsinteressen " damit nur noch schwer
beweisen könnte . Im Anforderungsprofil für Kandidaten heißt es , dass die
Bewerber nicht nur über die Fähigkeit verfügen müssen , " ein unabhängiges
Urteil sprechen " zu können , sondern auch die Bereitschaft zeigen sollten , "
Verpflichtungen und potenzielle Interessenkonflikte offen zu legen " . heise
online will in den kommenden Tage für etwas Überblick bei diesem ganzen
Kandidatenkarussel sorgen . Gemeinsam mit dem französischen Network Information
Center ( NIC ) werden wir die Kandidaten präsentieren , die sich an einer
Fragebogenaktion von Gouvernance de l'Internet und heise online beteiligen .
Soweit Kandidaten bereits öffentlich - online oder offline - ihre Kandidatur
erklärt haben , wurden sie von uns gebeten , Fragen zu den Motiven ihrer
Bewerbung und möglichen Abhängigkeiten zu beantworten - die ersten Ergebnisse
werden wir im Laufe des morgigen Mittwoch auf den ICANN-Seiten von heise online
veröffentlichen . Weitere Vorschläge und Selbstnominierungen auf heise online
stehen dann ebenfalls jedem und jeder Interessierten offen . Das Überschreiten
dieser Marke eröffne Spielräume für weitere Verkehrs-Investitionen des Bundes ,
sagte ein Ministeriumssprecher . Man kann davon ausgehen , dass die Gebote in
den nächsten Tagen weiter steigen und Erlöse im hohen zweistelligen
Milliardenbereich erbringen . Alle sieben Bieter befanden sich am Dienstagabend
weiter im Rennen . Viag Interkom hatte nach der 91. Runde für keines der 12
Frequenzpakete das höchste Angebot vorgelegt . Die Auktionserlöse selbst dienten
im laufenden Jahr in voller Höhe dem Abbau des Schuldenberges , hieß es . Cisco
steckt in Schwierigkeiten Der Gewinn pro Aktie betrug zwei Cents gegenüber dem
Vorjahresgewinn von 16 Cents pro Aktie . Cisco-Chef John Chambers verwies darauf
, dass das abgelaufene Jahr in zwei völlig unterschiedliche Teile gespalten
gewesen sei . Bis Dezember verbuchte die Gesellschaft höher als erwartete
Zuwachsraten von mehr als 60 Prozent . Dies habe sich in der zweiten
Jahreshälfte " mit extremen Herausforderungen " dann vollständig gewandelt .
Dabei spielte der starke Rückgang im Internet- und Telecom-Geschäft eine
besondere Rolle ; gerade bei Internet-Providern und dem Internet-Geschäft der
großen Telecom-Carrier ist Cisco besonders stark . Aber ähnlich wie Cisco
verbuchten alle großen Netzwerkausrüster wie beispielsweise Lucent , Nortel oder
Alcatel ausnahmslos drastische Umsatzrückschläge ; die Situation der
Netzwerksparte bei Siemens beschreibt der Konzern sogar als besonders dramatisch
. Alle Netzwerkkonzerne reagierten mit Massenentlassungen ; Cisco erwartet aber
nicht , dass die Firma noch weitere Stellen streichen müsse . Wie nicht anders
zu erwarten gab sich Chambers langfristig optimistisch . Die rauen Zeiten würden
zwar noch drei bis sechs Monate anhalten , und es gebe noch keine Anzeichen
dafür , dass die Industrie bereits " den Boden gesehen habe " . So ganz wollte
die US-Börse nicht in die optimistische Stimmung von Chambers verfallen : Im
nachbörslichen Handel gab das Papier dann noch einmal um 1,9 Prozent auf 18,90
US-Dollar nach . Focus Digital und Tomorrow Internet wollen fusionieren Die
beiden Internetunternehmen Focus Digital AG ( München ) und Tomorrow Internet AG
( Hamburg ) wollen sich zu einem führenden Internet-Medienkonzern in Deutschland
zusammenschließen . Die Vorstände der am Neuen Markt notierten Unternehmen
wollen über die Verschmelzung zur Tomorrow Focus AG verhandeln , teilten die
Unternehmen am heutigen Mittwoch mit . Für 2002 werde dann mit einem
Gesamtumsatz im dreistelligen Millionenbereich gerechnet . Zusammen publizieren
beide Unternehmen 18 Online-Portale . Zu der Firma gehört unter anderem auch der
Online-Auftritt des Wochen-Magazins Focus . Ein ähnliches Konzept steht hinter
der Tomorrow Internet AG : In letzter Zeit fiel die Tomorrow Internet AG
allerdings eher durch finanzielle Probleme und Stellenstreichungen auf .
Microsoft wehrt sich gegen Monopolvorwurf Microsoft wehrt sich vor dem Obersten
Gericht der USA in Washington gegen die Verurteilung als Monopolist bei
Betriebssystemen . Der weltgrößte Softwarekonzern beantragte , den
entsprechenden Beschluss eines Berufungsgerichts aufzuheben und ein neues
Verfahren anzuordnen . Die nächste Etappe wäre die Bestrafung des
Software-Riesen wegen wettbewerbswidriger Praktiken . Damit soll ein neuer
Einzelrichter beauftragt werden . Dem bisherigen federführenden Richter Thomas
Penfield Jackson war der Fall wegen seiner außergerichtlichen Äußerungen und
einer daher angenommenen Befangenheit entzogen worden . Erst vor wenigen Tagen
hatte das Berufungsgericht den Antrag Microsofts auf eine erneute Anhörung
abgelehnt . Mit dem Antrag vor dem obersten US-Gerichtshof will Microsoft nun
alle Tatsachenfeststellungen und rechtlichen Bewertungen , die von Richter
Jackson ergangen waren , vollständig aufheben . Das Berufungsgericht hatte im
Juni eine in erster Instanz angeordnete Zerschlagung Microsofts in eine
Betriebssystem- und eine Anwendungssoftware-Firma rückgängig gemacht . Das
Gericht bescheinigte dem Software-Konzern aber , Betriebssystem-Monopolist zu
sein und teilweise wettbewerbswidrige Geschäftsmethoden angewendet zu haben .
Microsoft hatte bereits , um nicht auch mit Windows XP in das Visier der Justiz
zu geraten , seine Lizenzabkommen mit den Computerherstellern für Windows
geändert : Microsofts Webbrowser Internet Explorer muss nicht mehr zwangsläufig
auf dem Desktop oder im Startmenü verankert sein , auch die Installation von
Browser anderer Firmen ist den PC-Herstellern nun erlaubt . Allerdings bestehen
die Redmonder darauf , dass weiterhin der Zugang zum hauseigenen Online-Dienst
MSN eingerichtet wird . Der US-Bundesstaat New Mexico hatte sich im Anschluss an
die Lockerung der Lizenzbestimmungen mit Microsoft auf einen Kompromiss
verständigt . Danach übernimmt das Unternehmen alle Kosten , die dem Bundesstaat
durch das Verfahren entstanden sind . Im Gegenzug schert New Mexico aus der
Reihe der 17 US-Bundesstaaten aus , die zusammen mit der Washingtoner
Bundesregierung wegen Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung gegen
Microsoft geklagt hatten , und zieht seine Klage zurück . Microsoft geriet aber
wiederum von anderer Seite erneut unter Druck : Der Justizausschuss des
US-Senats will eine Anhörung über mögliche wettbewerbswidrige Praktiken bei
Windows XP durchführen ; ein Senator hatte deshalb bereits die Verschiebung der
neuen Windows-Version gefordert . Gesundheits-Check durch körpernahe Sensorik
Forscher am Institut für Technik der Informationsverarbeitung ( ITIV ) der
Universität Karlsruhe entwickeln einen Personal Health Monitor : Sensoren , die
auf den Körper wie ein Pflaster aufgeklebt werden und Daten über den Blutdruck ,
Pulsfrequenz , Atemgeräusche und -frequenz messen und an eine Basisstation
übermitteln . Andere Sensoren sollen den Augen-Innendruck oder die
Glukosekonzentration kontrollieren . Die Sensoren besitzen in ihren
Mikrocontrollern für den jeweils zu messenden Vitalparameter abgestimmte
Algorithmen , unter anderem auch ein Komprimierungsverfahren zur Reduktion der
bei einer Messung anfallenden Datenmenge . So fällt beispielsweise bei der
Messung des Blutdrucks pro Sekunde eine Datenmenge von mehreren Megabit an , da
der Blutdruck nicht wie herkömmlich mit einer unangenehmen Armmanschette
gemessen wird , sondern sich über die per Laserstrahl ermittelte
Fließgeschwindigkeit des Blutes errechnet , die 100-mal pro Sekunde ermittelt
wird . Bei den derzeit noch zur Verfügung stehenden Prototypen werden die
Sensoren allerdings noch über ein externes Batteriepack mit Strom versorgt ,
denn Signalverarbeitung und der Laser verbrauchen eine Menge Energie . Um die
Messdaten drahtlos an eine Basisstation weiterzusenden , favorisieren die
Forscher derzeit Bluetooth als standardisierte Datenschnittstelle , sodass auch
verschiedene Hersteller ihre Sensoren in ein solches Überwachungssystem
eingliedern können . Als Basisstation eignet sich zu Hause beispielsweise der PC
oder ein PDA , unterwegs könnte das Handy die vom Sensor empfangenen Daten
weitersenden . Doch nicht nur die bequeme Langzeitbetrachtung von Messdaten
bestimmter Körperfunktionen als therapeutisches und diagnostisches Hilfsmittel
steht hier im Vordergrund . Durch die Kombination verschiedener Vitalparameter
und der kontinuierlichen Erfassung von Langzeitdaten lassen sich bei gefährdeten
Personen im Rahmen einer Langzeitprävention auch Ereignisse wie Gehirnschlag
oder Herzinfarkt anhand der gemessenen Daten vorausahnen . Projektkoordinator
Dr. Wilhelm Stork vom ITIV erwartet denn auch von seinem Personal Health Monitor
wesentliche Verbesserungen in der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ,
Grünem Star , Schlafstörungen , Asthma oder Diabetes . Bei akuten Fällen , wie
beispielsweise extrem hohem Blutdruck oder einem Herzinfarkt , erkennt die
Basisstation die Notsituation selbstständig und schlägt beim behandelnden Arzt
oder bei einem medizinischen Dienst Alarm . Das BMBF verspricht sich von dem
Projekt effizientere und kostengünstigere Lösungen , um in Zukunft möglichst mit
geringem Personaleinsatz bestimmte medizinische Leistungen der demographischen
Entwicklung anzupassen . Dadurch ließen sich Kosten durch bislang notwendige
stationäre Klinikaufenthalte und Betreuung in Pflegeheimen deutlich reduzieren
und die außerklinische Versorgung und Pflege stärken - auch zum Nutzen des
Patienten , denn Messgeräte , die seine Bewegungsfreiheit einengen oder ihn zu
einem Klinikaufenthalt zwingen , gehören dann der Vergangenheit an . " So ist es
dem Patient möglich " , meint Stork , " wesentlich mehr Zeit während der
Untersuchungsphase , der Behandlungsphase und der Rehabilitationsphase zu Hause
zu verbringen " . Hintergrund : Focus und Tomorrow auf der Baustelle Internet
Das " Großreinemachen " in der stark angeschlagenen Internet-Branche führt zwei
Portalbetreiber deutscher Medienhäuser zusammen . Die Focus Digital AG ( München
) und Tomorrow Internet AG ( Hamburg ) wollen sich zu einem führenden
Internet-Medienkonzern in Deutschland zusammenschließen . Wieder einmal
verschwindet eine Startup-Firma vom Börsenzettel , wieder einmal müssen
Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz bangen . Während Focus Digital die
Internet-Gesellschaften der Burda-Gruppe mit dem Flaggschiff Focus bündelt , hat
Tomorrow die Auftritte der Verlagsgruppe Milchstraße - etwa Amica , Fit for Fun
oder Cinema - im Angebot . 2002 soll der Gesamtumsatz einen dreistelligen
Millionen-Mark-Betrag ausweisen , zuletzt berichteten die Firmen einzeln von
roten Zahlen . " Es bietet sich an , unsere ähnlichen Geschäftsmodelle zu
bündeln " , begründete Tomorrow-Sprecher Kay Oberbeck die angestrebte Firmenehe
. Portal-Geschäft , Online-Vermarktung , die Technik und das Inhalte-Management
ergäben gemeinsam ein größeres Wachstumspotenzial . " Die angestrebte Fusion ist
für beide Unternehmen positiv , da die Inhalte-Lieferanten bisher als
Konkurrenten aufgetreten sind " , sagte auch Karsten Siebert vom Frankfurter
Analystenhaus Independent Research . Manche Doppelfunktion könne jetzt
eingespart werden . Der Aktienmarkt wollte aber keineswegs beide Unternehmen als
Profiteure der Fusion sehen : Focus Digital wird offensichtlich als großer
Gewinner gesehen und legte um fast neun Prozent zu , während Tomorrow Internet
zeitweise mit über sieben Prozent im Minus lag . Was die Börse freut , wird die
Mitarbeiter beunruhigen : " Personaleffekte bleiben nicht aus " , räumte
Oberbeck ein . Doch noch sei es zu früh , Zahlen zu nennen . Im Konzern werden
rund 240 Mitarbeiter beschäftigt , bei Focus Digital 119 . Auch wenn der
Hauptsitz des Unternehmens München wird , sollen auf Grund der nötigen "
regionalen Nähe " zu den Portal-Angeboten die Hamburger Redaktionen erhalten
bleiben . Für das Ziel schwarzer Zahlen haben beide Unternehmen 2001 neue
Standbeine hinzugefügt . So kam bei Focus Digital die Softwareschmiede HEXMAC
hinzu , Tomorrow nahm bei seiner auch im Internet präsenten
Immobilien-Dienstleistungstochter die Bausparkasse Schwäbisch-Hall mit ins Boot
. Für die Telekom-Tochter T-Mobil liefert Tomorrow seit jüngstem redaktionelle
Inhalte für mobile Anwendungen wie SMS . Insbesondere das Geschäft mit mobilen
Inhalten für Handy-Standards wie WAP und UMTS soll ausgebaut werden , wie
Vorstandschef Christian Hellmann schon vor der Hauptversammlung im Juli
herausstellte . Den Aktionären versprach er auch , im 4. Quartal die
Gewinnschwelle zu erreichen . Hellmann , der in den Aufsichtsrat wechseln soll ,
hatte auch versichert , dass die Hauptaktionäre von Tomorrow , Verlagsgründer
Dirk Manthey ( 30,7 Prozent ) und der Burda-Verlag mit seinem italienischen
Partner Rizzoli ( 30,7 Prozent ) , von den Zukunftsaussichten des Unternehmens
überzeugt seien . In diese Zukunft wird das neue Schiff von Jörg Bueroße
gesteuert , bisher Vorstandschef von Focus Digital . Seine Arbeit soll der
Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Focus , Helmut Markwort , als
Aufsichtsratsvorsitzender kontrollieren . Durch die Personalentscheidungen für
die Spitze ist das Medienhaus Burda bereits bestens vertreten . Ende des "
Gezockeres " um die Lausch-Verordnung gefordert Hans-Joachim Otto , der
medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion , hat die Hoffnung
aufgegeben , dass das Bundeswirtschaftsministerium jemals eine angemessene
Regelung der Telekommunikationsüberwachung hinbekommt . Otto will sich daher
jetzt in seiner Fraktion dafür einsetzen , dass die gesetzlichen Grundlagen der
TKÜV - allen voran das während der letzten Legislaturperiode auch mit den
Stimmen der FDP verabschiedete Telekommunikationsgesetz ( TKG ) - geändert
werden . " Das Thema heißt von jetzt an TKG " , gibt Otto im Gespräch mit heise
online die neue Parole aus . Das " generelle Problem " , das der " hochsensible
Bereich " der Bespitzelung der Nutzer mitsamt der leidigen Kostenfrage aufwerfe
, könne nicht auf dem Verordnungsweg ohne erneuten Einbezug des Parlaments
gelöst werden . Die Anfang Juli im Unterausschuss für Neue Medien abgehaltene
Anhörung habe ergeben , " dass es nicht um Peanuts geht " . Vertreter von
Providern hatten im Reichstag die Kosten für die Installation der
verordnungsgerechten Abhörtechnik auf zwei- bis dreistellige Millionenbeträge
beziffert . Das " Gezockere " , das das Wirtschaftsministerium seit Jahren mit
der TKÜV an den Tag lege , dürfe nicht ewig weiter gehen . Ganz ohne
parteipolitische Hintergedanken sei daher jetzt eine Koalition erforderlich , um
Änderungen am TKG in Angriff zu nehmen und die dort angelegten
Lauschverpflichtungen zu entschärfen . " Die Mängel des Gesetzes haben sich klar
herausgestellt " , sagt der FDP-Politiker . Dass seine Partei mehrheitlich
zunächst für das " Lauschgesetz " gestimmt habe , sieht Otto heute als Fehler an
. Die Chancen für die Bildung einer überparteilichen Koalition gegen die
Abhörbestimmungen im TKG stehen momentan gar nicht schlecht . So hatte Grietje
Bettin , die medienpolitische Sprecherin der Bündnisgrünen im Bundestag ,
bereits gleich nach der Veröffentlichung der letzten offiziellen TKÜV-Version im
Februar ihren Protest gegen die Verpflichtungen für die TK-Anbieter eingelegt .
Der Netzexperte der SPD , Jörg Tauss , will das TKG ebenfalls im Bereich der
Überwachungsparagraphen auf den Prüfstand stellen . Aber auch die
Internet-Beauftragte der prinzipiell stark auf die Belange der " Inneren
Sicherheit " pochenden CDU/CSU-Fraktion , Martina Krogmann , ist keine Freundin
der TKÜV und hat die Verordnung mehrfach scharf kritisiert . World Wide Sport :
Boris Becker bastelt an Internet-Karriere Die naive Pose war perfekt : " Bin ich
schon drin , oder was ? " , fragte Boris Becker in einem TV-Werbespot aus dem
Oktober vergangenen Jahres . Damit gewann er binnen vier Monaten rund 500.000
neue Kunden für den US-amerikanischen Online-Dienst AOL . Knapp ein Jahr später
ist der " Netz-Frischling " auf dem Weg zum Dot.Com-Unternehmer . Gemeinsam mit
dem ehemaligen RTL-Chef Helmut Thoma , dem Deutschen Sportbund und dem Chef der
Berliner Internet-Agentur Pixelpark , Paulus Neef , will Becker demnächst ein
Online-Portal mit dem Namen Sportgate im World Wide Web eröffnen . Seit Mai
diesen Jahres bauen in Berlin etwa 20 Experten an dem Sportportal , das mit
Sportinformationen und Kontaktbörsen vor allem Freizeitsportler ansprechen will
. Noch diesen Herbst soll die " erste Ausbaustufe " von Sportgate ins Netz gehen
, kündigt Sprecher Stefan Wimmer an . Etwas zurückrudern ist angesagt angesichts
früherer Berichte , das Portal solle noch im September online gehen : Meldungen
, wonach das Angebot schon vor den Olympischen Spielen stehen sollte , träfen
nicht zu . Der Firmensitz soll in Nordrhein-Westfalen liegen . Köln und Bonn
haben dabei nach Unternehmensangaben die größten Chancen . Schwierig sei es vor
allem , die passenden Inhalte für das Online-Portal zu bekommen , schildert
Wimmer . Die soll zum einen eine Sport-Agentur liefern . Zum anderen könnten die
Nutzer selbst Nachrichten aus Sportvereinen und Fanclubs beisteuern . Durch
diese " Originalität der Inhalte " , betont Wimmer , wolle sich Sportgate von
anderen Anbietern wie Sport 1 und Sport.de unterscheiden . Der Deutsche
Sportbund will das Online-Portal als Informations- und Meinungsforum für seine
Mitglieder nutzen . Um die Gestaltung des Internetauftrittes kümmert sich die
Bertelsmann-Tochter Pixelpark . Aber auch die Rollen der anderen
Sportgate-Partner scheinen gut verteilt . Als Geschäftsführer agiert Helmut
Thoma , der neben seinen Erfahrungen Kontakte einbringt . Das gilt auch für die
" PR-Lokomotive " Boris Becker . Er kann Türen zum Beispiel zu seinem
Werbepartner AOL öffnen : " Sie können davon ausgehen , dass Boris Becker mit
uns redet , wenn er einen Internet-Auftritt macht " , bestätigt AOL-Sprecher
Karsten Meincke . Konkretes sei noch nicht entschieden , " aber es ist klar ,
dass wir strategisch in diesem Projekt mitarbeiten werden " . Peter Barkow , auf
Internet-Firmen spezialisierter Analyst bei der Düsseldorfer Privatbank HSBC
Trinkaus , sieht aber auch Risiken . " Vom Handling her erscheint es mir
schwieriger , über die Nutzergemeinde Inhalte zu erzeugen als mit Inhalten
Nutzer zu gewinnen . " Doch noch sei es zu früh , um zu sagen , ob es
funktioniert , meint der Branchenbeobachter . Neben dem Kirch-Projekt Sport 1
sei sicher Platz für ein weiteres Sportangebot in Internet . Und schließlich sei
Boris Becker ein " irrsinniger Sympathieträger " . Geld verdienen wollen Becker
und Co. mit Bannerwerbung , Sponsoren und dem Verkauf von Sportartikeln , sagt
Wimmer . Und trotz des späten Starttermins hofft Sportgate noch in diesem Jahr
auf 500.000 Kunden . Wahrscheinlich im übernächsten Jahr will das Unternehmen
dann an die Börse . Bislang zumindest ... UMTS : Die Ansicht , durch den
Abschreibungsbedarf der Telekom-Firmen sei mit hohen Steuerausfällen zu rechnen
, stützen anscheinend Berechnungen des stellvertretenden Vorsitzenden des
Finanzausschusses im Bundestag , Carl Ludwig Thiele ( FDP ) . In einem Gespräch
mit der Neuen Osnabrücker Zeitung vom heutigen Freitag bezog sich Thiele auf
eine Anfrage , die er an das Finanzministerium gerichtet hatte . Bemerkenswert
sei , erklärte Thiele laut dpa , dass das Finanzministerium dennoch zu der
Feststellung komme , der Fiskus werde keine Steuerausfälle erleiden . Mit dem
Argument , die beim Aufbau des UMTS-Netzes erforderlichen Investitionen würden
zu zusätzlichen Steuereinnahmen führen , widerspreche das Ministerium der
eigenen bisherigen Linie . In der Debatte um die Steuerreform habe Eichel sich
stets geweigert , die gleichen zu erwartenden volkswirtschaftlichen Effekte in
seine Überlegungen aufzunehmen und entsprechende Vorbehalte der Opposition als
unseriös zurückgewiesen . Thiele heizt mit seinen Berechnungen die
Auseinandersetzungen um die finanziellen und wettberbsrechtlichen Aspekte der
UMTS-Lizenzvergabe in Europa weiter an . In Frankreich und den Niederlanden
schaltet sich inzwischen sogar die EU-Kommission ein , um zu überprüfen , ob die
UMTS-Lizenzvergaben mit dem Wettbewerbsrecht zu vereinbaren seien . Für
Deutschland planen die europäischen Wettbwerbshüter solche Untersuchungen
bislang nicht . Dafür reißt hier zu Lande die Diskussion nicht ab , wie die
Einnahmen aus der Lizenz-Auktion zu verwenden sind und welche Auswirkungen die
horrenden Beträge haben , die die sechs Lizenznehmer bezahlten . Inzwischen
erholen sich die Telekom-Aktien wieder halbwegs vom ersten Schreck der Anleger .
Die Bundesregierung aber sieht sich ob der Mehreinnahmen immer wieder
Begehrlichkeiten ausgesetzt . Hessen und Bayern denken sogar an eine Klage gegen
den Bund , da wegen der zu erwartenden Steuerausfälle die Länder an den
Einnahmen aus der Auktion beteiligt werden müssten . Diese Vorhaben könnte durch
die Berechnungen Thieles neuen Schwung erhalten . US-Telekomkonzern Qwest
entlässt 11.000 Mitarbeiter Gute Nachrichten für die Anleger und schlechte für
seine Belegschaft gab der US-Telekomkonzern Qwest bekannt . Rund 15 Prozent der
Belegschaft erhalten im Verlauf der nächsten anderthalb Jahre die Kündigung :
Insgesamt 11.000 Mitarbeiter müssen gehen . Zusätzlich sollen 1.800 Verträge mit
freien Mitarbeitern auslaufen . Gleichzeitig erhöhte der Konzern seine Prognosen
für das laufende und das kommende Geschäftsjahr . Die Gewinne sollen ebenfalls
höher ausfallen als bislang prophezeit : Qwest Chef Joseph P. Nacchio erklärte ,
man erwarte für die nächsten fünf Jahre eine jährliche Wachstumsrate von 15 bis
17 Prozent bei den Umsätzen und rund 20 Prozent bei den Gewinnen . Die
Job-Kürzungen begründet der Konzern damit , dass man nach der Übernahme von US
West , eines der größten regionalen Telekom-Betreibers der USA , die Geschäfte
schlanker und effektiver gestalten und Überlappungen zwischen den beiden Firmen
beseitigen wolle . Außerdem müssten die Mitarbeiter stärker " unternehmerisch
denken " und würden mehr darauf verpflichtet , " strategische Prioritäten " zu
erfüllen . Die Entlassungen würden aber die Dienstleistungen für die Kunden
nicht beeinträchtigen . Qwest will sich in Zukunft auch nach der Übernahme der
regionalen Telefongesellschaft US West stärker auf profitable Geschäftsbereiche
wie Ferngespräche und Breitband-Datennetze konzentrieren . Unter anderem läuft
ein Antrag des Konzerns bei der US-Regulierungsbehörde FCC , auch im Gebiet von
US West Ferngespräche anbieten zu dürfen . Außerdem bereitet der Konzern gerade
die Gründung einer Firma für digitale Medien vor , die vor allem Lösungen und
Dienstleistungen für die Verwaltung und Auslieferung von Inhalten im Internet
und über andere digitale Distributionskanäle anbieten soll . In Deutschland ist
Qwest unter anderem durch den Internet-Provider KPNQwest vertreten , ein
Joint-Venture mit der niederländischen Telekomgesellschaft KPN . Während die
Übernahme von US West durch Qwest im Gange war , versuchte die Deutsche Telekom
, mit dem Konzern zu einer Übernahmevereinbarung zu kommen , die allerdings am
Widerstand von US West und Bedenken der amerikanischen Regulierungsbehörde
scheiterte . Nach der abgeschlossenen Fusion wird der Telekom allerdings immer
wieder neues Interesse an einem Kauf von Qwest nachgesagt . Für die entlassenen
Mitarbeiter dürfte dies allerdings kaum einen Trost darstellen . Auswirkungen
auf die europäischen Geschäfte von Qwest mit KNPQwest sollen die Entlassungen
allerdings wohl nicht haben . Infineon bringt Bluetooth-Chipsatz Auch Infineon ,
die ehemalige Chip-Abteilung des Siemens-Konzerns , hat nun erste Prototypen des
Bluetooth-Chipsatzes Bluemoon I fertiggestellt . Integriert ist in den
Baseband-Controller der Link-Controller und das PCM-Interface , Unterstützung
von Software- sowie Hardware-Handshaking für den UART und ein Programm-ROM .
Eine externe Schnittstelle für Flash-Speicher soll schnelle Entwicklung und
Marktreife von Bluetooth-Lösungen gewährleisten , die auf dem Chip aufbauen .
Der RF-Transceiver bietet vollständige Transmit- und Receive-Pfade und kommt auf
dem Receive-Pfad mit eingebautem IF-Filter , sodass nach Angaben von Infineon
keine externen Filter für die Einhaltung der Bluetooth-Spezifikation notwendig
sind . Der Transceiver wird in einem TSSOP-38-Gehäuse geliefert . Bluetooth geht
zurück auf einen Entwurf , der bereits 1994 von Ericsson entwickelt wurde , um
die mechanisch anfälligen und wenig komfortablen Kabelverbindungen zwischen
Kommunikationsprodukten zu ersetzen . Hidden Computing , eine der
Bluetooth-Spezialitäten , erspart dem User , Installations- oder
Einstellungsvorgänge selbst durchzuführen . Per Identifikationsprofil erkennen
sich die Bluetooth-Produkte und gleichen ihre Daten automatisch ab .
Interessenten warten schon lange auf erste Bluetooth-Produkte , nachdem viele
Hersteller im Herbst 1999 noch optimistisch davon ausgegangen waren , schon zum
letzten Jahreswechsel erste Geräte liefern zu können . Inzwischen sind immerhin
erste Chipsätze verfügbar ; zudem stellte RFI beispielsweise eine
Druckeranbindung per Bluetooth vor . Neueste Studien in den USA versprechen nun
spätestens für 2005 , dass Bluetooth-Geräte allgegenwärtig würden . Kirch erhält
Finanzspritze in Millionen-Höhe fürs Pay-TV Der saudische Prinz Al Walid und der
US-Medien-Investmentfonds Capital Research werden sich im Zuge einer
Kapitalerhöhung mit zusammen knapp sechs Prozent an der KirchPayTV GmbH & Co
KGaA beteiligen . Das bestätigte KirchPayTV am heutigen Freitag in München .
Beide neuen Pay-TV-Investoren sind bereits Partner bei der im nächsten Jahr vor
dem Börsengang stehenden TV-Kerngesellschaft der Münchner Mediengruppe ( Pro
Sieben , SAT.1 , Kabel 1 , DSF , N24 ) , Kirch Media , an der Al Walid 2,76
Prozent und Capital Research 3,27 Prozent halten . Er hatte sich bereits durch
eine frühere Option günstigere Konditionen gesichert . Medienunternehmer Leo
Kirch hat bereits Milliarden ins Pay-TV gesteckt . Sein Pay-TV-Sender Premiere
World hat das Angebot deutlich ausgeweitet und will vor allem mit der
Live-Übertragung der Bundesligaspiele mehr Zuschauer gewinnen . Nach
ursprünglicher Planung sollen die Abonnentenzahlen in diesem Jahr von 2,2 auf
2,9 Millionen steigen . Bis spätestens 2003 will Kirch seine Pay-TV-Gruppe an
die Börse bringen . Die Finanzspritze der neuen Gesellschafter werde genutzt ,
um die Eigenkapitalbasis weiter zu stärken , hieß es . Die Mehrheit an
KirchPayTV von 71,47 Prozent hält die KirchHolding GmbH & Co KG . Die restlichen
22,57 Prozent entfallen auf BSkyB . Die britische Pay-TV-Gruppe des
australisch-amerikanischen Medienunternehmers Murdoch war Ende 1999 in das
deutsche Abonnementfernsehen eingestiegen . Innenminister Schily : Anonymität im
Internet ist kein Grundrecht Bundesinnenminister Otto Schily hat sich für einen
Zwang zur Identifizierung der Nutzer bestimmter Internet-Dienste ausgesprochen .
Anonymität im Internet sei nicht die Voraussetzung für die Ausübung des
Grundrechts der freien Meinungsäußerung , erklärte Schily im Interview mit c't .
Das Recht auf anonyme Nutzung von Telediensten ziele auf den Schutz der
Privatsphäre , damit durch Protokollierungen keine vollständigen Nutzerprofile
entstünden . " Hier sind die Diensteanbieter gefordert , durch den rechtlich
möglichen Zwang zur Identifikation eines Nutzers bei der Nutzung bestimmter
Dienste - etwa Einstellen von Dateien auf Web-Servern - mitzuhelfen , illegale
Internet-Aktivitäten zu verhindern " , erklärte der Bundesinnenminister . Das
Internet mache es laut Schily politisch Interessierten leichter , sich zu
informieren , sich zu organisieren und sich in die politische Diskussion
einzubringen . Von diesen Möglichkeiten werde auch rege Gebrauch gemacht . Kein
akzeptables Mittel der politischen Meinungsäußerung sei hingegen das Lahmlegen
von Internet-Kommunikationsverbindungen . Schily betrachtet derartige
Störversuche als Straftatbestand und nicht als akzeptables Mittel zur
politischen Meinungsäußerung , auf das das Demonstrationsrecht anzuwenden sei .
Besondere Verantwortung für Sicherheit im Internet tragen nach Schilys Meinung
die Diensteanbieter , die einerseits für die Sicherheit der eigenen Systeme
sorgen müssten und andererseits ihren Kunden Empfehlungen für geeignete
Schutzmaßnahmen geben sollten . Grundsätzlich , meinte Schily , seien aber auch
alle Internet-User aufgefordert , Grundschutzmaßnahmen zu treffen . Dazu gehöre
die richtige Konfiguration von Internet-Software ebenso wie der Einsatz
spezieller Sicherheitsprodukte . AOL und Time Warner bieten Brüssel Konzessionen
an Der US-Mediengigant Time Warner und der weltgrößte Onlinedienst AOL haben
Konzessionen für eine Brüsseler Fusionsgenehmigung angeboten . " Wir untersuchen
den Fall weiter " , sagte eine Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissar Mario
Monti laut dpa am heutigen Freitag in Brüssel . Zu den Details , was AOL/Time
Warner an Konzessionen geboten habe , wollte sich die Komission bislang nicht
äußern . Außerdem könnte der neue Mega-Konzern die digitale Distribution von
Musik und Filmen sowie die entstehenden Märkte für TV und Unterhaltung per
Internet dominieren . Time Warner und AOL hatten bereits am Donnerstag in
Brüssel in einer nicht-öffentlichen Anhörung für die Mega-Fusion geworben . Der
EU-Wettbewerbsbehörde allerdings liegen bisher keine förmlichen Vorschläge der
Londoner EMI Group und von Time Warner für deren Fusion zum größten Musikkonzern
der Welt vor . Auch in diesem Fall , der in Brüssel einer separaten Prüfung
unterzogen wird , äußerte die Kommission erhebliche Wettbewerbsbedenken . Die
vertiefte Prüfung von AOL/Time Warner endet in Brüssel am 24. Oktober , die von
EMI/Time Warner am 18. Oktober . Die Frist , um Konzessionen einzureichen ,
läuft jeweils einen Monat vorher aus . Auch die Wettbewerbshüter der USA haben
Einwände gegen den Zusammenschluss von Time Warner mit AOL - neben der Dominanz
bei digitalen Medienangeboten über das Internet , die der Mega-Konzern erreichen
könnte , dreht es sich in den USA auch um das TV-Kabelnetz . Mobilfunkfirmen
wollen Handys selbst entsorgen Die großen Mobilfunkfirmen planen nach
Informationen des Wiesbadener Kurier in Deutschland ein Rücknahmesystem für
gebrauchte Handys . Dies sagte Motorola Deutschland-Chef Norbert Quinkert in
einem Gespräch mit der Zeitung . Motorola habe die Initiative ergriffen und
andere Hersteller wie Siemens , Nokia , Ericsson und Panasonic bereits an den
Tisch gebeten . Ein erstes Treffen solle in Kürze stattfinden , berichtet das
Blatt in seiner Ausgabe vom morgigen Samstag . Bereits 2001 könne ein
Rücknahmesystem starten , so Quinkert . Die Kosten lägen je Mobiltelefon im
zweistelligen Pfennigbereich . Nach Angaben des Motorola-Managers benutzen
Mobiltelefonierer ihr Handy im Schnitt nur ein Jahr und kaufen dann bereits ein
neues . Die Deutschland-Tochter des nordamerikanischen Elektronik- und
Halbleiterkonzerns arbeite darüber hinaus an einem vollständig
wiederverwertbaren Funktelefon . Dieses könne später angeblich über den
Haushaltsmüll entsorgt werden , ohne die Umwelt zu schädigen . Das Gerät solle
in den kommenden drei Jahren auf den Markt kommen und keine
Schwermetall-Bestandteile mehr enthalten . Novells Directory für 64-Bit-Unix
Während Microsoft noch mit dem Active Directory für Windows 2000 kämpft ,
verbreiten sich die NDS ( Novell Directory Services ) immer weiter . Nach den
NDS für NetWare , NT und Solaris will Novell Anfang nächsten Jahres die
NDS-Version für Tru64 ausliefern , das Unix-System für Compaqs Alpha-Server .
Für Ende 1999 ist auch eine NDS-Version für Linux angekündigt . Directory
Services dienen zur netzweiten Verwaltung und Bereitstellung von Ressourcen ,
egal , ob es sich etwa um Dateien , Drucker , User-Accounts oder Server handelt
. Sie bieten Administratoren und Anwendern einen transparenten Zugriff auf das
gesamte Netz , unabhängig von seiner physischen Struktur . IBM : Mini-Server für
Internet-Provider Statt großem Eisen eine Pizzaschachtel : IBM will Mitte diesen
Monats noch neue Server ausliefern , die speziell für Internet Provider gedacht
sind . Unter dem Namen Netfinity 4000R baut Big Blue ein oder zwei
Pentium-III-Prozessoren und bis zu 2 GByte Hauptspeicher in eine Schachtel , die
gerade einmal etwa 4,5 cm hoch ist . Bis zu 42 Maschinen sollen sich in einem
Rack übereinander stapeln lassen . Je nach Ausstattung kosten die Server ab etwa
4000 US-Dollar . Als Betriebssystem ist Windows NT vorinstalliert - in der
Hoffnung , sich damit von Sun abzuheben und der Solaris-Company Marktanteile bei
ISPs abjagen zu können . Gedacht sind die Maschinen als Plattform für die
Bereitstellung von Internet-Zugängen und Web-Angeboten bei Internet-Providern ,
die immer mit Platzproblemen in ihren Zentralen zu kämpfen haben . Entwickelt
hat IBM die Technik aber nicht selbst , sondern sie von Network Engines
lizenziert , einem erst 1997 gegründeten Spezialisten für solche Mini-Server .
Neben der Hardware und dem Betriebssystem gehört zu den Servern auch eine
Management-Software namens ClusterControl , die Browser-basierte Verwaltung ,
Lastausgleich unter den Servern eines Stacks und Daten-Replikation zwischen den
einzelnen Maschinen bietet . In den Entwicklungslabors braut IBM allerdings ein
eigenes Gebräu für solche ISP-Server . Unter dem Code-Namen Pizazz möchte die
Firma ebenfalls noch in diesem Monat Mini-Server vorstellen , die als Ableger
der RS/6000-Linie entwickelt werden . Sie arbeiten mit PowerPC-Prozessoren und
IBMs Unix-Variante AIX . Zweiter Versuch : Netzwerk-Computer von Sun Nicht
gerade mit Ruhm bekleckert hat sich Sun bislang mit seinem Netzwerk-Computer (
NC ) , genannt JavaStation . Gedacht für Unternehmen , die PCs als
Anwendermaschinen in Firmennetzen wegen Sicherheits- und Managementproblemen
scheuten , sollte er die Anschaffungs- und Unterhaltskosten für die
Unternehmens-EDV dramatisch senken . Bislang waren Suns Bemühungen mit dem NC
aber nicht von Erfolg gekrönt . Fallende PC-Preise , Verzögerungen bei der
Lieferbarkeit der JavaStation und äußerst schlechte Performance ließen selbst Ed
Zander , zuständig für das operative Geschäft bei Sun , von einem Mißerfolg der
JavaStation sprechen . Nun unternehmen die Unix-Experten aus Palo Alto ,
Kalifornien , einen zweiten Anlauf , das Modell des Thin Client Computing
durchzusetzen . Während allerdings für die JavaStation noch ein richtiges
Betriebssystem notwendig war , soll der Rechner des Anwenders dieses Mal nur
noch für die Bildschirmdarstellung zuständig sein . Alles andere erledigt der
Server ( den natürlich ebenfalls Sun liefern möchte ) . Das Sun Ray genannte
Gerät besteht aus nicht viel mehr als einem Bildschirm , einer Tastatur und
einem SmartCard-Reader . Über SmartCards meldet sich der Anwender beim System an
, das dem Server mitteilt , welcher Benutzer an welcher Maschine arbeitet . Die
zentrale Maschine ist dann dafür verantwortlich , dem Benutzer seine persönliche
Arbeitsumgebung mit allen Anwendungen , Dateien und sonstigen Ressourcen zur
Verfügung zu stellen . Nur die Bildschirmausgabe wird dann auf die jeweilige
Client-Maschine umgeleitet , die andererseits Tastatureingaben und
Mausbewegungen an den Server meldet . Um das zu realisieren reicht es allerdings
nicht , die Client-Maschinen anzuschaffen . Das Angebot von Sun besteht aus
einem ganzen Paket . Zu Sun Ray selbst kommt ein Fast-Ethernet-Switch , der den
Clients die Verbindung zum Server jeweils exklusiv zur Verfügung stellt , sodass
Sun hier keine Geschwindigkeitsprobleme erwartet . Ausserdem sind für den Server
zwei Software-Pakete notwendig : Sun Ray Enterprise Server verwaltet Anwendungen
und Ressourcen , Hot Desk regelt die Kommunikation zwischen Sun Ray und Servern
. Und die Kosten ? Sun will für eine Sun Ray 499 US-Dollar haben - man kann das
Gerät aber auch für 9,99 US-Dollar pro Monat bei einer Leihzeit von 5 Jahren
mieten . Hot Desk kostet zwischen 250 und 2500 US-Dollar pro Server , je nach
geforderter User-Zahl und Konfiguration . Für ein Gesamtpaket aus Sun Ray ,
Workgroup-Server , LAN-Switch , Server-Software einschließlich Star Office und
Hot Desk will Sun 30 US-Dollar pro Monat und pro Client-Maschine haben .
Überlegungen bei Sun , wie sich Sun Ray einsetzen ließe , gehen aber nicht nur
in Richtung auf Unternehmensnetze - offensichtlich möchte man die neuen Thin
Clients auch an Endkunden verkaufen , die Sun Ray etwa über AOL für den Zugriff
auf zentrale Server nutzen könnten . 30 Jahre und ein bisschen weise ? Ein Datum
, das dreißig Jahre zurückliegt , kann ja schon für eine gewisse Verwirrung
sorgen . So steht heute in vielen Tageszeitungen eine dpa-Meldung zu lesen , in
der vom dreißigsten Geburtstag eines ersten Internet-Bausteins berichtet wird .
Der tatsächliche Beginn lässt sich jedoch genau festmachen : Am 20. Oktober 1969
ging das erste PING zwischen einem Rechner an der University of California Los
Angeles ( UCLA ) und dem Stanford Research Institute über das Kabel . Damit war
die erste Kommunikationsstrecke des Arpanet gebildet , dem Vorläufer des
heutigen Internet . 1971 dann waren erst 23 und 1977 111 Netzwerkknoten aktiv .
Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick
für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick
und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Wenn diese Kolumne
online geht , ist der letzte Pfiff im Londoner Fußballstadion verklungen . Leer
wird es auf seinen Abriss warten , so leer , wie es uns immer in Erstaunen
setzte . Für Computerjournalisten war Wembley ein seltsamer Ort - und die
Leidenschaft , mit der englische Computerfirmen hier ihre Pressekonferenzen
abhielten , sie war nur schwer verständlich . Da saß man dann , hoch über dem
Rasen in einer dieser ungelüfteten stickigen VIP-Kabinen über fettigen kalten
panierten Hühnerbeinen und Labberkaffee und wartete auf sein VIP-Interview ,
während weit unten Arbeiter den Rasen mit wirklich seltsamen Geräten
bearbeiteten . Fünf Mal traf sie daneben , dann knickte der Fuß um und sie
humpelte zum wartenden Hubschrauber zurück . Alle schauten zu , und Lucent
dementierte jegliche Symbolik . Napoleon wurde in Waterloo geschlagen . Knight
Rider wurde vom Fernsehschirm verbannt . Dinge enden . Tschüss
Freesholarships.com . Immerhin hat der Abschied Stil . Mögen andere Bobos sich
diese Sätze zum Vorbild nehmen . Boo.com ist für viele die typische Ausprägung
der Bobomanie gewesen . Eine Website für die reichen und stilbewussten Bobos ,
die von einer unsäglichen Miss Boo begrüßt wurden . Boo.com implodierte
spektakulär und viel belästert - und kommt jetzt wieder , zum 30. Oktober . Eine
Firma namens Fashionmall kaufte die Reste und schickte prompt Miss Boo mit einer
Pressemeldung heraus : " Wir werden eine rauschende virtuelle Party aufziehen ,
auf der die Berühmten , Unberühmten und die Anonymen sich über Stil und den
wahren Schick straflos unterhalten werden . " Die Formulierung straflos ( " with
impunity " ) gibt zu denken . Sträflich ist für einen echten Bobo halt nur eine
Stilfrage . Sollte es mal daneben gehen , bleibt der Griff zum Palm : Die Firma
Martindale-Hubble bietet eigens für die Happy Few eine PQA-Datei an , mit der
man in den USA schnell den richtigen Rechtsanwalt finden kann . Kleiner
Schönheitsfehler dürfte es freilich sein , dass die Polizei den Palm einkassiert
, bevor der Rechtsanwalt gesucht werden kann . Ein letzter Blick auf die Helden
der Neuen Ökonomie muss Priceline.com gelten , einem Unternehmen , das damit
warb , jeden Flugticket-Preis unterbieten zu können . Nun schließt die
Tochtergesellschaft WebHouse Club die Türen , die anders als Priceline Gemüse
und Benzin verkaufen wollte . Eine weiterer Partner , PerfectYardSale.com ,
steht ebenfalls unmittelbar vor dem Exitus . In einer Diskussion behauptete
Priceline-Gründer Jay Walker unlängst , dass in fünf Jahren die Reisebüros
verschwunden sein werden . Wie es so aussieht , verschwindet jemand anderes
vorher . Vergessen und vergangen . Wer kennt noch T.Rex , wer spricht noch von
Neil Young , wem sagen Van der Graaf Generator oder Can noch etwas ? Einzig Led
Zeppelin kann mit Stairway to Heaven noch als Reminiszenz an frühere Tage einen
kleinen Blumentopf unter den Zeitgenossen gewinnen . Und Novell ist auch noch
nicht ganz verschwunden - auch wenn Ray " Bonham " Noorda beim roten Riesen
schon lange nicht mehr die Stöcke schwingt . Die Firma reichte bei der ICANN
einen Vorschlag ein , nach dem an jeden Dotcom-Namen die Endung .dir angehängt
werden soll . Sie steht für Directory und wäre ein Verzeichnisdienst der jeweils
benamsten Firma , mithin eine Art Firmen-Explorer , adäquat zum Geo Explorer .
In aller Kürze wäre heise.de.dir dann die Adresse , die jeweils richtigen
Redakteure zu finden , statt ständig mit dem Faxgerät vom Hund des Pförtners zu
kämpfen . Geht es nach Novell , steht .dir für Port 389 und dem entsprechenden
LDAP-Dienst . Geht es nach Microsoft , so hat diese TLD keine Chancen , weil
Domän-Namen viel zu dämonisch sind , da viel zu unsicher und ständig umkämpft .
Als Beispiel nannte Microsofts Shanen Boettcher mehrere Domain-Namen , unter
anderem Dreher wie Microsotf.com und Nowell.com . Lange , bevor das erste MS-DOS
uns plagte und Wintel nach der Weltherrschaft strebte , gab es den angebissen
Apfel - und Steve Jobs war sein Prophet . Immerhin aber steht bei Apple ( nicht
Appple ) Mac OS X vor der Tür . Ist das neue Unix-Derivat so wichtig wie das
Erscheinen von Sgt . Peppers Lonely Heart Club Band ? Oder ist es der Schrott ,
den Bands wie N'Sync für geistlose Konsumenten produzieren ? Ist das System auf
dem Weg , den Tuli Kupferberg and the Fugs beschritten haben oder der SNAFU von
East of Eden ? Vielleicht aber ist Mac OS X auch beides : Auch OS/2 galt seinen
Jüngern lange als so bedeutend wie Beggar's Banquet , ist heute aber nicht mehr
als ein abgestandener Slade-Song , den Unverbesserliche immer wieder einmal aus
der Kiste holen . Vorbilder sind Geld wert - glaubt jedenfalls die Industrie und
sucht nach all den jungen Trendsettern , die vorgeben , was denn in den nächsten
Tagen so in ist , bei Bobos , Teenies und allen anderen , die noch ihren Weg
suchen . Mit www.look-look.com geht die notorische Trendforscherin Dee Dee
Gordon ins Netz . Hunderte , wenn nicht Tausende von Kids will sie darauf
ansetzen , in den Metropolen der Welt mit Stift und Digital-Kamera bewaffnet die
coolsten und hippsten Sachen aufzuspüren , die sich bald in allen H&M's der Welt
wieder finden werden . Per E-Mail und Bildern direkt vom Ort des Geschehens
merkt die Industrie eben noch schneller , wo der Hase läuft - und können sich
unsere lieben Trendsetter noch schneller wieder davon distanzieren . Pech nur ,
falls es plötzlich cool würde , ohne E-Mail und Internet sein Leben zu fristen .
Klaus Störtebeker , der Likedeeler und Pirat , der die Pfeffersäcke das Fürchten
lehrte und angeblich nach seiner Enthauptung mindestens 11 Kumpane vor dem Tod
bewahrte , indem er ohne Kopf noch an ihnen vorbeilief , soll vor 600 Jahren den
Häschern der Hanse in die Hände gefallen sein . Ob er als abschreckendes
Beispiel oder Vorbild dient , mag man heute gar nicht mehr entscheiden , weiß
man doch so gut wie nichts über Störtebeker , könnte er genauso gut heldenhafter
Kämpfer gegen die Unterdrücker wie Beteiligter an den kriegerischen Ränkespielen
der Machthaber des 15. Jahrhunderts oder brandschatzender Räuber gewesen sein ,
der die Küstenbewohner von Nord- und Ostsee plagte . Aber der Mythos macht s -
und das richtige Feindbild , und das nicht nur in der Historie . Wer hätte das
gedacht : AMD als heldenhafter Che Guevara , der die Intel-Diktatoren bekämpft ;
Red Hat und andere Linux-Firmen proben den " unsichtbaren Aufstand " gegen die
Microsoft-Imperialisten . Eben , der Mythos macht s ; schließlich hätte es auch
umgekehrt kommen können : Egal , ob es so oder so kam , vor unseren geliebten
Verschwörungstheoretikern und Betriebssystemkriegern hätte uns das nicht bewahrt
. Übrigens soll religiöse Betätigung sogar gesund sein : " Beten hilft und heilt
" . Zu diesem Ergebnis kommt Professor Dale Matthews von der Georgetown
University nach Auswertung von 325 Studien , wie die Zeitschrift Für Sie in
ihrer jüngsten Ausgabe berichtet . In diesem Sinne kann ich ja eigentlich nur
noch einen frohen Sonntag wünschen - oder mich herausreden , dass ich solche
Blätter keineswegs zum Vorbild nehme , sondern sie wie alle anderen ja eh nur
beim Friseur oder Zahnarzt lese . Was wird . Einen Stay Out der besonderen Art
haben die Vertreter des Linux-Lagers erwischt : In Washington startet eine groß
angelegte Konferenz zum Thema " Digital Divide " . Zu dieser Konferenz über die
digitale Kluft zwischen den Internet-Habenden und den ganz Armen ohne E-Mail lud
der Veranstalter , das World Resources Institute , Redner wie Bill Gates und
Carly Fiorina ein . Bei manchen Herren spaltet die digitale Kluft wohl eher die
Köpfe . Bleiben wir also lieber in Europa . Hier findet in London eine Konferenz
zum Thema Streaming Media statt , die eine Protestgruppe mit dem lieblichen
Namen HATE plattmachen möchte . HATE ist natürlich ein Akronym und steht für "
Hypnotizer enAbles The Enemy " : Auf der Konferenz stellt eine Firma namens
Hypnotizer eine Software vor , die es ermöglichen soll , subliminale Nachrichten
in einen RealPlayer-Stream einzufügen . Wer nicht ganz hypnotisiert und weg ist
, sollte freilich bemerken , dass die Websites www.hypnotizer.net und
www.hatehypnotizer.org an ein und demselben Wochenende von einer Person
angemeldet wurden . Gespannt warten wir auf den massenhafte und machtvollen
Protestmarsch , den HATE angekündigt hat . Scheitert die Aktion , ist Streaming
Media für immer von geheimen Nachrichten durchsetzt : Kauf dir einen neuen
Computer . Etwas weiter weg findet in Brüssel die Konferenz der Alliance for
Childhood statt , die in Europa hauptsächlich von den in der letzten Zeit in die
Diskussion gekommenen Waldorf-Schulen und -Kindergärten getragen wird . In den
USA hat die Alliance ein durchaus vernünftiges Papier veröffentlicht , in dem
der Schwachsinn von Brute-Force-Aktionen wie " Schulen ans Netz " kritisch
beleuchtet wird . In Brüssel wird unter anderem beraten , wie Computer und
Betriebssysteme beschaffen sein müssen , damit die Kinder tatsächlich noch etwas
lernen können und nicht stumpf auf bunte Icons klicken . Etwa 70 Stiftungen und
Firmen treten als Sponsoren der Konferenz auf , darunter nur eine Computerfirma
, die Software AG . Auch so kann Digital Divide aussehen . China zieht das Netz
ums Internet enger China will die Informationen im Internet noch strenger
kontrollieren . Mit weit reichenden neuen Vorschriften sind
Internet-Dienstleister seit dieser Woche selbst für die Inhalte verantwortlich ,
die bei ihnen verbreitet werden . Sie müssen auf ihren Websites oder in ihren
Chat-Rooms Informationen blockieren , die die Führungsrolle der Kommunistischen
Partei ablehnen , " die Staatssicherheit gefährden " oder " die nationale
Einheit zerstören " . Das bezieht sich auf jede politische Opposition oder auch
alles , was gegen die Wiedervereinigung mit Taiwan gerichtet ist . Ferner dürfen
" nationale Ehre und Interessen nicht geschädigt " oder Informationen über "
böse Kulte und Aberglaube " verbreitet werden , was unter anderem gegen die
verbotene Kultbewegung Falun Gong zielt . Überhaupt sollen keine " Gerüchte "
oder Inhalte verbreitet werden , " die die soziale Ordnung stören oder die
soziale Stabilität zerstören " . Sie müssen verbotene Inhalte nicht nur
blockieren , sondern auch sofort den Staatsorganen darüber Bericht erstatten .
60 Tage lang müssen sie alle Inhalte sowie Informationen über die Benutzer wie
Telefon- und Internetkontonummer aufzeichnen und auf Nachfrage der Polizei
aushändigen . Das in den USA ansässige Komitee zum Schutz von Journalisten ( CPJ
) sprach von den " bislang systematischsten Anstrengungen Chinas , das Internet
zu kontrollieren " . Die Internet-Firmen seien " einfach zu Hilfspolizisten
verpflichtet worden " . Doch kamen die strengen Vorschriften keineswegs
überraschend . Schon im Januar wurde der in China nicht näher definierte Begriff
der " Staatsgeheimnisse " auf Informationen im Internet ausgeweitet . Mehrere
Unternehmen reagierten auch nur mit der Feststellung , dass sie sich längst an
diese Vorschriften halten . Andere begrüßten gar , dass jetzt Klarheit über das
Rechtsumfeld herrsche . Doch bewegen sich Internetunternehmen in China auf
dünnem Eis . Politische Unwägbarkeiten werden zum wirtschaftlichem Risiko . Bei
Verstößen drohen hohe Geldstrafen oder die Schließung . Politischer Willkür
stehen alle Tore offen . Denn wer definiert , was die nationale Einheit bedroht
oder die Staatssicherheit gefährdet ? Dieses politisches Urteil fällen die
Behörden und die Kommunistische Partei . Von Gerichten ist keine Unabhängigkeit
zu erwarten . Doch muss sich zeigen , wie die neuen Kontrollen in die Praxis
umgesetzt werden . Würden sie streng angewandt , müssten schon heute viele
Chatrooms schließen , würde die aufkeimende chinesische Internetindustrie
stranguliert . Die Chinesen könnten einfach auf die vielen chinesischsprachigen
Anbieter aus dem Ausland ausweichen . Umgehen lassen sich auch die Filter , mit
denen der chinesische Provider schon heute viele Informationen blockiert , die
über das weltweite Netz nach China dringen : Einzelhändler kommen am Internet
nicht vorbei Das gigantische Warenangebot im Internet zwingt die deutschen
Einzelhändler zu einer Generalinventur . " Die stationären Einzelhändler müssen
sich im klaren sein , dass sie ohne E-Commerce auf Dauer keine Chance haben " ,
sagte der Düsseldorfer Marketing-Professor Bernd Günter in einem dpa-Gespräch .
Gerade die kleinen Familienbetriebe sollten sich für den elektronischen Handel
Partner suchen und gemeinsam Konzepte entwickeln . Die Verkaufsstrategien im
Laden und im Netz sollten auf einander abgestimmt sein . Die traditionellen
Händler müssten sich den Herausforderungen der elektronischen
Geschäftsbeziehungen stellen , um nicht Umsatzanteile und Wettbewerbsvorteile an
die " größte Geschäftsstraße der Welt " zu verlieren . An zweiter Stelle der
beliebtesten Online-Waren stünden bislang CDs , Bücher und Videos . Anders sehe
es dagegen beim Einkauf von Brötchen , Wurst und Gemüse aus : " Der Handel mit
Lebensmitteln via Internet ist noch nicht besonders lukrativ . " Aber Häuser wie
der Otto-Versand , der nicht verderbliche Lebensmittel anbiete , wagten den
Einstieg . Neben dem elektronischen Wareneinkauf und Vertrieb gebe es noch
weitere Herausforderungen an den stationären deutschen Einzelhandel . "
Insbesondere bei Unterhaltungselektronik und Computer-Technologie zeichnet sich
eine Sortimentsverschiebung über die traditionellen Branchengrenzen hinweg ab "
, sagte Günter der dpa . Das kleine Radiogeschäft , das ausschließlich auf TV-
und Radiogeräte spezialisiert war , gehöre schon der Vergangenheit an . Die
stationären Händler sollten sich nicht auf wenige Produkte spezialisieren .
Wettbewerbsvorteile gegenüber dem Internet wären eine schnelle Warenlieferung
und ein guter Service . EDS baut Netzwerk der US-Marine Es handele sich um den
größten Auftrag dieser Art , den je eine staatliche amerikanische Stelle
vergeben hat , teilte EDS am Freitagabend nach Börsenschluss mit . EDS soll ein
weltweites Computernetz , genannt Navy/Marine Corps Intranet , bauen und
betreiben , das die 300 Stützpunkte des Marine Corps in den USA , in Hawai ,
Alaska , Kuba , Puerto Rico , Guam und Island miteinander verbinden soll .
Schiffe sollen per Satellit angeschlossen werden . Insgesamt erhielten rund
360.000 Mitarbeiter mit dem neuen Netz Zugang zu einem einheitlichen Intranet
und diversen Datenbanken , erklärte die US-Navy . Es werden auch die US-Firmen
Raytheon , WorldCom und WAM!NET beteiligt sein . Weitere Sub-Auftragnehmer sind
Cisco , Dell und Microsoft . Diese Einsparungen will die Navy vor allem in
bessere Absicherung und Überwachung des Netzwerks investieren . Für einige
Marine-Angestellte stellt die Nachricht über die Vergabe des Auftrags allerdings
keine gute Neuigkeit dar : Nach US-Berichten müssen sich einige Hundert
Angestellte neue Jobs suchen , die bislang als Netzwerk- und
Systemadministratoren eingesetzt waren . IBM , General Dynamics und Computer
Sciences hatten sich ebenfalls um den Großauftrag beworben . Die Aktien von EDS
sind am Freitag im nachbörslichen Verkehr nach der Bekanntgabe um rund 7,37
US-Dollar auf 47,50 US-Dollar in die Höhe geschossen . Gegründet wurde der
Konzern 1962 von Ross Perot , der bei den US-Präsidentschaftswahlen immer wieder
als unabhängiger Kandidat für Aufsehen sorgt . 1996 gliederte General Motors das
Unternehmen als selbstständige Gesellschaft aus . EDS ist nach IBM der
zweitgrößte Informationstechnologie-Dienstleister der Welt . Fusion AOL/Time
Warner weiter unter Beschuss Die Wettbewerbshüter der EU konnten AOL und Time
Warner durch den vorläufigen Verzicht auf die Zusammenlegung der Warner Music
Group und EMI wohl günstig stimmen : Es wird keine Einspruch der EU-Kommission
gegen die Mega-Fusion des weltgrößten Online-Dienstes mit dem Mediengiganten
erwartet . Im zweiten Teil eines Hearings vor dem Telekommunikations-Subkomitee
des Wirtschaftsausschusses im US-Repräsentantenhaus äußersten nun wieder
Kritiker der geplanten Fusion schwere Bedenken . Ende September hatte das
Komitee in einer ersten Sitzung zuvor Steve Case von AOL und Gerald Levin von
Time Warner angehört , die die Zusammenlegung der beiden Unternehmen natürlich
verteidigten und einen gleichberechtigten Zugang zum TV-Kabel für alle
Konkurrenten versprachen . Louis Meisinger , Anwalt von Disney , warf AOL/Time
Warner vor , sie wollten den Bereich des interaktiven TV für sich monopolisieren
. Schon in der Vergangenheit hatte sich Disney als schärfster Kritiker der
Fusion profiliert , da der Konzern um die Verbreitung seiner Programme über die
US-amerikanischen TV-Kabelnetze fürchtet . Time Warner ist im Besitz eines der
größten TV-Kabelnetze in den USA und plant , dies zusammen mit AOL weiter für
interaktives TV und schnelle Internet-Zugänge auszubauen . AOL und Time Warner
hatten bereits zugesagt , anderen Medienkonzernen und Internet-Providern einen
diskriminierungsfreien Zugang zum Kabelnetz zu bieten ; dies war aber angesichts
vorgeschlagener Vertragsbedingungen etwa durch Internet-Provider bereits in
Zweifel gezogen worden . Ein Komitee-Mitglied der Demokraten kommentierte die
Äußerungen von Meisinger , es sei eigentlich kurios , dass ein so riesiger
Konzern wie Disney über die geplante Fusion so besorgt sei . Auch kleinere
Firmen äußerten während des Hearings Bedenken : So bezweifelte die Chefin des
Instant-Messaging-Anbieters iCast die Äußerungen von AOL , seinen eigenen
Instant-Messaging-Dienst öffnen zu wollen . In diesem Markt favorisierten die
Götter Goliath gegenüber David , meinte sie , und nichts deute darauf hin , dass
AOL seine Haltung im Instant-Messenger-Krieg ändern werde . Manager von
Internet-Provider forderten , Time Warner und andere Kabelgesellschaften sollten
auf die gleichen Bedingungen für freien Zugang zum Kabelnetz verpflichtet werden
wie dies bei den Telefonnetzen geschehen sei . Auch ein neuer Aspekt tauchte in
dem Hearing auf : Ein Vertreter der US-amerikanischen Elektronikhändler forderte
, die US-Regierung solle Maßnahmen ergreifen , um den Markt für Settop-Boxen zu
öffnen . Momentan würden die Kabelgesellschaften diesen Bereich monopolisieren ,
indem sie die Boxen selbst im Zusammenhang mit einem Dienstleistungsvertrag
verkauften oder vermieteten . Ein Konzern wie AOL/Time Warner könnte auch in
diesem Bereich eine nahezu marktbeherrschende Stellung einnehmen - zumal AOL
selbst schon Settop-Boxen anbietet , um seinen Online-Dienst und AOLTV über den
Fernseher in US-amerikanische Wohnstuben zu bringen . Das US-Repräsentantenhaus
wird sich allerdings in die Fusion von AOL und Time Warner nicht einmischen :
Eine formale Entscheidung ist nicht vorgesehen . Von daher haben die Hearings
vor dem Ausschuss offiziell nur geringe Bedeutung . Allerdings dürften die
Anhörungen von der FCC und der Federal Trade Commission ( FTC ) , die
letztendlich über die Genehmigung der Fusion zu entscheiden hat , aufmerksam
beobachtet worden sein . Die Bedenken im Repräsentantenhaus gegen eine
Regulierung sind aber gravierend : Da der Markt für interaktives TV und
Internet-Zugang per TV sich erst entwickle , müsse man mit Eingriffen sehr
vorsichtig sein . Einer Regulierung des TV-Kabelnetzes vergleichbar zu den
Telefonnetzen stehen die meisten US-Parlamentarier ablehnend gegenüber .
US-Musikindustrie gründet Lizenzpool für Online-Musik Bereits letzte Woche waren
erste Berichte aufgetaucht , dass die Vereinigung der US-amerikanischen
Musikindustrie ( RIAA ) eine eigene Firma gründen will , um Lizenzgebühren von
Betreibern von Radio- und Musikdiensten im Internet einzusammeln . Diese sollen
dann aus diesem Lizenzpool an die entsprechenden Künstler und Plattenlabels
verteilt werden . Am Freitag nun gab die RIAA die Pläne offiziell bekannt und
konnte auch schon einem Namen für die Firma nennen : SoundExchange soll das Baby
der Musikindustrie heißen . Zwar war die Einrichtung des Lizenzpools offiziell
für den 11. Oktober vorgesehen ; die endgültige Geschäftsaufnahme von
SoundExchange verschiebt sich nach Angaben der RIAA nun allerdings noch etwas .
Immerhin ist die entsprechende Web-Seite bereits auf einen Mitarbeiter der RIAA
eingetragen , auch wenn sie noch nicht mit Inhalt gefüllt wurde . Nach
US-Berichten war die RIAA in den letzten Monaten schon sehr aktiv , um dem
Lizenzpool zu einem guten Start zu verhelfen . Das Recht für diesen Lizenzpool
resultiert laut der RIAA aus dem Digital Millennium Copyright Act ( DMCA ) ,
einer Ergänzung zum US-Urheberrechtsgesetz . Diese Ansprüche sind auch unter den
Internet-Anbietern nicht umstritten ; der Streit brodelt jedoch , wie hoch diese
Lizenzgebühren sein sollen . Bislang ist die RIAA allerdings die einzige
Organisation , die Schritte unternommen hat , um einen Pool zur Verteilung der
Lizenzgebühren an die Urheberrechtsinhaber einzurichten . Die Anbieter ebenso
wie einige Künstler fürchten aber nun , dass eine Firma , die von der RIAA
dominiert würde , allein die Interessen der großen Labels im Auge haben und sich
um die Interessen der Internet-Dienstleister und einzelner Künstler nicht
scheren werde . Die genaue Struktur von SoundExchange gab die RIAA allerdings
noch nicht bekannt , sodass bislang nicht klar ist , wer überhaupt im Vorstand
der Gesellschaft vertreten sein wird und wer ihre Arbeit kontrolliert . Bevor
SoundExchange als offizieller Pool für die Lizenzgebühren arbeiten kann , die
nach dem DMCA von Internet-Anbietern fällig werden , muss die Firma jedoch vom
US Copyright Office eine entsprechende Genehmigung erhalten . Grüner
Technologiekongress : Internet erfordert neue Lehrpläne Der Bundesvorsitzende
der Grünen , Fritz Kuhn hält das deutsche Schulsystem als nicht geeignet für die
Vorbereitung auf die Anforderungen neuer Technologien . " Wir müssen Schluss
machen mit den geltenden Lehrplänen " , sagte Kuhn zum Abschluss eines
zweitägigen Technologiekongresses der bayerischen Grünen am Sonntag in München .
" Mit dem bestehenden Bildungssystem werden wir den Aufbruch in neue
Technologien nicht gestalten können . " Es sei ein völlig absurder Wettbewerb in
den Ländern darüber entstanden , wer die meisten Laptops in Schulen aufstelle .
Es denke aber niemand darüber nach , " was man mit den Dingern anfangen kann " .
Zusammen mit Fachleuten aus Wirtschaft , Wissenschaft und Forschung haben die
Grünen bei dem Kongress die Chancen und Risiken neuer technologischer
Entwicklungen ausgelotet . Insgesamt diskutierten rund 600 Teilnehmer . Es sei
zentrales Thema der bayerischen Grünen , Allianzen mit neuen Bündnispartner aus
Forschung und Industrie einzugehen , hieß es . Die Fraktionsvorsitzende der
bayerischen Grünen , Ruth Paulig , sah in modernen Technologien ein Mittel zur
Zukunftssicherung . Sie forderte Qualitätskriterien für die weitere
technologische Entwicklung . Neuerungen müssten ständig auf
Umweltverträglichkeit , Fehler und den möglichen Zugang für die demokratische
Gesellschaft überprüft werden . Neue und umweltverträgliche Technologien würden
Entscheidungsspielräume eröffnen . So könnte es bis 2050 gelingen , 95 Prozent
der Energie aus erneuerbaren Energieträgern zu gewinnen . Die bayerische
Landeschefin der Grünen , Margerete Bause , sagte , statt weiter auf
umweltverschmutzende oder strahlende Energie zu setzen , müssten hochmoderne
umweltverträgliche Lösungen entwickelt werden . Notwendig sei dazu eine klare
und mutige Weichenstellung durch die Politik sowie eine Kontrolle darüber ,
welche Technologien sinnvoll sind . Als Beispiel nannte Bause die hohen
Spritpreise . Um die Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern , bräuchten
alternative Antriebe und Kraftstoffe eine gezielte Förderung .
Peer-to-Peer-Groupware Groove in neuer Version 1.2 Groove Networks hat eine neue
Version des Groupware-Tools Groove fertig gestellt . Die Firma wurde von
Notes-Erfinder Ray Ozzie und einigen ehemaligen Mitarbeitern seiner Firma Iris
Associates gegründet . Groove bietet ähnliche Funktionen wie die Lotus-Produkte
Notes , Quickplace und Sametime , verzichtet aber auf eine zentrale Datenhaltung
. Die Software arbeitet überwiegend mit gleichberechtigten Peers . Sie benötigt
jedoch Directory- und Relay-Server , die eine asynchrone Kommunikation
ermöglichen und als Treffpunkt für Clientrechner dienen , die sich gegenseitig
nicht direkt erreichen können . Alle Daten werden in so genannten Spaces
verwaltet , die auf jedem beteiligten Rechner redundant gespeichert werden . Die
Kommunikation zwischen diesen Clients erfolgt stets verschlüsselt . Derzeit gibt
es eine so genannte Preview-Version , die sich von der Vollversion vor allem
durch die fehlende Rechteverwaltung unterscheidet . Diese Version wird kostenlos
abgegeben ; momentan gibt es noch keine Möglichkeit , die Vollversion direkt zu
erwerben . Der Vertrieb von Groove Networks konzentriert sich derzeit auf
Großkunden . Noch in diesem Quartal soll jedoch eine Möglichkeit geschaffen
werden , die Vollversion über das Internet zu kaufen . Groove Networks stellt
die Preview Edition als Update und als vollständigen Download bereit . Die
Änderungen gegenüber der Vorversion sind wenig offensichtlich und vor allem
technischer Natur . So werden die Spaces nun in einem binären Format gespeichert
; dies dient vor allem einer besseren Performance . Da vorhandene Spaces
automatisch konvertiert werden , muss man beim ersten Programmstart nach dem
Update einige Geduld aufbringen . Als erste Neuerung fällt ins Auge , dass die
Präsenz der anderen Teilnehmer nicht mehr allein durch grüne Punkte angezeigt
wird , sondern dass sich neben einigen ein rotes Fragezeichen befindet . Dies
deutet darauf hin , dass der Anwender in seinem Account mehrere Identitäten mit
gleichem Namen angelegt hat . Durch eine Resolve-Option im Kontextmenü kann man
diesen Konflikt lösen und die beiden Identitäten mit Aliasnamen unterscheiden .
Die Konfliktbehandlung geht noch weiter : Es ist durchaus möglich , sich einen
Namen zu geben , der bereits von einem anderen Teilnehmer verwendet wird ;
wichtig ist allein die kryptographische Signatur . Groove 1.2 warnt den Anwender
nun , wenn er eine Nachricht von jemandem erhält , bei dem zwar eine
Namensgleichheit , aber ein Widerspruch in der Signatur gegenüber dem lokalen
Verzeichnis festgestellt wird . Die konnte man bisher auch prüfen , musste
jedoch die Signaturen von Hand vergleichen . Die Änderungen an der
Benutzeroberfläche sind eher behutsam . Neu ist jetzt ein Indikator , der
anzeigt , in welchem Umfang Groove aktuell Daten mit anderen austauscht . Einige
Tools wurden darüber hinaus verbessert . So gibt es nun Ungelesen-Markierungen
auch im Notepad . Das Sketch-Tool erhält ein Textwerkzeug . Tools von
Drittanbietern sind nach dem Update zum Teil nicht sofort lauffähig . Davon ist
zum Beispiel das Pinboard von Cazebal betroffen , für das es mittlerweile ein
Update gibt . Die Tatsache , dass ein Update der Plattform die Erweiterungen von
Partnern in Schwierigkeiten bringt , ist auf den ersten Blick ziemlich
beunruhigend ; Hugh Pyle von Cazebal erklärt jedoch , dass er einige interne
APIs verwendet hat , die noch nicht endgültig freigegeben waren . Man bekommt
zum neuen Release auch ein neues Development Kit , das vom indischen Partner
Ashok Hingorani wegen der sauberen APIs und zahlreicher Beispiele gelobt wird .
In Zukunft wird Groove vor allem die Integration in Microsoft-Umgebungen
vorantreiben . So kann man bereits die Kontaktliste des MSN-Messenger für
Einladungen nutzen . Microsoft-Office-Dokumente sollten direkt in Groove Spaces
bearbeitet werden . Groove Networks hat dazu einen Artikel auf der Webseite
veröffentlicht , der Parallelen zwischen Groove und .NET aufzeigt . Was Groove
fehlt , ist vor allem ein schlanker Client , der Präsenzinformationen und
Instant Messaging liefert . Die aktuelle Version belegt schnell 40 MByte
Speicher und trägt sich bei der Installation automatisch in den
Windows-Autostart ein . Je nach Speicherausbau möchte man dieses Trumm nicht
ständig mit sich herumschleppen . Und während in Groove 1.2 die automatische
Installation zusätzlicher Tools verbessert wurde , fehlt weiterhin eine
Deinstallationsroutine für diese Komponenten . Braunschweig Preis für Forschung
an organischer Elektronik Der mit 100.000 Mark dotierte Braunschweig Preis wird
am heutigen Montag an Professor Bertram Batlogg , Christian Cloc und Jan Hendrik
Schön für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Elektronik und Optoelektronik mit
organischen Materialien verliehen . Batlogg , der seit September 2000 als
Professor an der ETH Zürich arbeitet , und seine Kollegen haben eine Fülle von
Forschungsarbeiten zu organischen Halbleitern und deren möglicher Anwendung
vorgelegt - zuletzt hatte das Team Ende August einen Supraleiter aus Fullerenen
vorgestellt , der bei 117 Kelvin supraleitend wird . Die Wissenschaftler
arbeiteten aber auch daran , die Effizienz organischer Solarzellen zu erhöhen ,
züchteten einen Kristall für einen organischen Laser und konstruierten einen
Licht emittierenden ambipolaren Feldeffektransistor aus organischen Halbleitern
. Neue Diskussionen um die " Schießbude auf dem Schreibtisch " Ausgerechnet ein
ehemaliger Polizist ist es , der die Diskussion um die Gefährlichkeit von
PC-Spielen für Jugendliche erneut ins Rollen gebracht hat . Max Payne lautet
sein Name : Als Held des gleichnamigen Spiele-Bestsellers im Vertrieb von Take2
Interactive in München schießt er sich aus Rache für seine getötete Familie
durch die Reihen der Gegner . Und zwar so detailliert und realistisch , dass die
Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften ( BPjS ) in Bonn die aktuelle
Nummer eins der Verkaufs-Hitliste auf den Index setzte . In den Hintergrund
tritt dabei nach Ansicht von Experten allerdings , dass nicht jedes Spiel am PC
Kindern und Jugendlichen schadet - nicht einmal dann , wenn ganze Armeen von
Pixel-Kämpfern Säbel rasselnd aufeinander treffen ( siehe dazu auch Die Gewalt
in der Maschine - Überlegungen zu den Wirkungen von aggressiven Computer-Spielen
in Ausgabe 4/2000 von c't ) . Dass der wütende Cop mit dem viel sagenden Namen (
Max Payne steht für " maximum pain " , also " maximaler Schmerz " ) durch die
Indizierung aus den üblichen Verkaufsräumen verbannt wurde , kam für Fachleute
kaum unerwartet . " Niemand kann überrascht sein , dass das Spiel auf dem Index
steht " , sagt Ronald Schäfer , Geschäftsführer des Verbandes der
Unterhaltungssoftware Deutschland ( VUD ) in Paderborn . " Max Payne erfüllt
eine Vielzahl der Kriterien , die zur Indizierung führen . " So bietet das Spiel
zwar eine Rahmenhandlung mit eingespielten Zwischensequenzen , bei denen es um
Paynes Rache und seinen Feldzug gegen Drogen geht . " Die eigentliche
Spielhandlung reduziert sich aber auf die Eliminierung von Gegnern " , sagt Ute
Kortländer von der BPjS . Und dieses Eliminieren bietet zudem gerade das , was
eben als nicht jugendfrei angesehen wird : In höchst realistischer Umsetzung
spritzt das Blut an die Wände , das Sterben wird laut Kortländer auch ästhetisch
aufbereitet in Zeitlupe vorgeführt . " Wer zum Beispiel einen Molotow-Cocktail
wirft , sieht , wie der Getroffene brennend umher läuft . " Grundsätzlich aber
sind Kämpfe im Spiel kein alleiniger Grund , es Jüngeren vorzuenthalten . So
kommen auch beliebte Spiele wie " Die Siedler " oder " Age of Empires 2 " nicht
ohne Schlachten aus . " Die Spielaufgabe ist aber eben nicht allein auf Kämpfe
ausgerichtet , es kommt vielmehr auch auf strategische Planung und Aufbau an " ,
sagt Kortländer . Hinzu kommt die unterschiedliche Aufbereitung der Szenen am
Bildschirm bei den verschiedenen Spielgattungen . " Bei Spielen in der so
genanten Ego-Perspektive , den Ego-Shootern , ist prinzipiell von einer größeren
Identifizierung mit der Spielfigur auszugehen als zum Beispiel bei den üblichen
Strategiespielen " , sagt Christine Schulz , Expertin für die Beurteilung von
Computer- und Konsolenspielen bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (
USK ) in Berlin . Bei den Ego-Shootern ist der Monitor im Grunde das eigene
Blickfeld , die Person wird meist allein durch den Lauf einer Waffe am unteren
Bildschirmrand symbolisiert . Strategie- und Aufbauspiele wie " Die Siedler "
oder " Age of Empires 2 " haben dagegen durchweg eine " isometerische "
Draufsicht : Der Spieler schaut aus der Vogelperspektive schräg von oben auf
eine Landschaft . Dort tummeln sich gerade einmal Zentimeter groß die Bewohner
und Kämpfer in ihren Dörfern . Wer solche Mini-Figuren kämpfen lässt , kommt
kaum auf die Idee , sich mit ihnen zu identifizieren . Die USK stuft solche
Spiele meist schon als geeignet für Spieler ab zwölf Jahren ein . Zwar spielen "
kampfbetonte Grundmuster " hier bereits eine größere Rolle , doch " den 12- bis
15-jährigen dagegen werde durchaus zugetraut , den Charakter des Szenarios
eindeutig als Spielangebot zu reflektieren " . Weitere Mittel , ein leicht
kämpferisches Spiel auch Jüngeren ohne Gefahr zugänglich zu machen ist , es in
Fantasiewelten mit nicht menschenähnlichen Figuren geschehen zu lassen . Ebenso
wichtig ist laut Christine Schulz die Frage , ob die Spieler eine Chance haben ,
sich zwischendurch der Faszination des Spiels zu entziehen - ob eben nur ständig
unter höchster Konzentration geballert wird , oder ob auch planerische Aufgaben
zu erledigen sind , um das Ganze nicht in Stress ausarten zu lassen . " 48,8
Prozent der Produkte , die im Jahr 2000 erschienen , wurden ohne
Altersbeschränkung veröffentlicht " , sagt VUD-Geschäftsführer Schäfer . Solche
Spiele bieten keinerlei Gefahren für Kinder jeglichen Alters - sie müssen aber
keine Kinderspiele sein . Umgekehrt ist der ohnehin recht niedrige Anteil der
Hardcore-Spiele derzeit rückläufig . Einig sind sich die Fachleute auch darin ,
dass es kaum etwas bringt , wenn Eltern ihren Kindern Computerspiele
grundsätzlich verbieten . Mit der Gefahr , dass der Nachwuchs künftig die
Spielzeit mit den Erwachsenen teilen muss . Der US-Mobilfunkanbieter AT&T
Wireless Services will die restlichen 77 Prozent an TeleCorp PCS kaufen , die
sich noch nicht im Besitz der amerikanischen Mobilfunker befinden . AT&T
Wireless bietet 0,9 Aktien für jeden Anteilsschein von TeleCorp . Damit ist die
TeleCorp-Aktie 14,51 US-Dollar wert , ein Zuwachs von 45 Prozent gegenüber dem
Schlusskurs vom Freitag . TeleCorp ist eine Tochtergesellschaft des
US-Telekom-Konzerns AT&T . AT&T Wireless wurde Anfang Juli von dem Konzern
abgespalten . Damit spielt AT&T Wireless in einer Liga mit Verizon Wireless ,
dem Marktführer unter den US-Mobilfunkfirmen . Dem finanziell angeschlagenen
britischen Telekommunikationskonzern Marconi drohen weitere Verluste . Das
Kurssicherungsprogramm beruht nach Angaben der Zeitung auf einer Entscheidung
von November 1999 , als der Kurse des Marconi-Aktie kräftig stieg . Damals war
beschlossen worden , jedem der 38.000 Beschäftigten 1000 Aktien zuzuerkennen ,
wenn sich der Preis des Papiers von 8 Pfund auf 16 Pfund verdopple . Am Freitag
hatte die Marconi-Aktie an der Börse mit 18 Pence abgeschlossen . Nach dem "
Aufbruch " in die Informationsgesellschaft will die Vernetzungsinitiative D21
nun für den " Durchbruch " sorgen . Vor allem habe sich aber die vor wenigen
Jahren noch bei Jugendlichen anzutreffende " Null-Bock-Mentalität " in " jede
Menge Zukunft " verwandelt . Nötig sei jetzt vor allem eine aktivere Beteiligung
der Bürger am politischen und gesellschaftlichen Leben durch das Internet . Die
besten Chancen dazu sieht der IBM-Chef über Pionier-Anwendungen im Bereich
E-Demokratie . " Wir wollen das erste Land in Europa sein , das die Online-Wahl
zu Parlamenten entwickelt und durchführt " , gab Staudt als Devise aus . Dabei
peilt der eifrige Schwabe im Gegensatz zur Bundesregierung , die den virtuellen
Urnengang nicht vor 2010 für möglich hält , bereits das Jahr 2006 an . " Die
Online-Demokratie des 21. Jahrhunderts " , so Staudt , " muss aus Deutschland
kommen . " Um die Voraussetzungen für die Teilhabe aller an den E-Wahlen und den
Möglichkeiten der Netzgesellschaft insgesamt zu schaffen , dringt Staudt auf die
Einrichtung eines " Internet-Barometers " . Die viel beschworene digitale
Spaltung der Gesellschaft in User und Loser existiert für Hans Martin Bury ,
Staatsminister beim Bundeskanzler , allerdings gar nicht mehr . " Beim Thema
Teilhabe sind wir schon sehr weit gekommen " , sagte der SPD-Politiker . Viele
PCs seien allerdings veraltet . " Machen Sie aus Schulen 386er- und 468er-freie
Zonen . " Gleichzeitig müsse allerdings auch ein Strategiewechsel vollzogen
werden , da ohne Konzepte für den Einsatz der PC im Unterricht die Hardware
nichts bringe . D21 warnt vor Degradierung des Internet zum Überwachungsmedium
Die von vielen Politikern momentan gezogene Verbindung zwischen den
Terroranschlägen in den USA und dem Internet als primärem Kommunikationsmedium
für Kriminelle führt in die Irre , glaubt Erwin Staudt , Chef von IBM
Deutschland . Auf dem Jahreskongress der von ihm mitgegründeten Initiative D21
in Nürnberg erklärte der Manager den Sektor Internet-Sicherheit zwar zum "
zentralen Thema " nach " den schrecklichen Ereignissen in den USA " ; die "
schnelle Assoziation vom Terror-Netzwerk zum digitalen Netzwerk " weise
allerdings in die falsche Richtung . Den Versuch , " das Internet zum gläsernen
Kommunikationsinstrument zu degradieren " , bezeichnete Staudt daher als "
untauglich " . Das Netz habe gerade am 11. September bewiesen , dass es " auch
dann verfügbar " sei , " wenn die Telefonleitungen zusammenbrechen " . Dass es
auch von Kriminellen genutzt werde , dürfe nicht dazu führen , " das Kind mit
dem Bade auszuschütten " . Keinen " Anlass für Aktivismus " sieht auch Hans
Martin Bury , Staatsminister im Bundeskanzleramt . Er plädierte in Nürnberg für
eine " Balance zwischen Sicherheit und Freiheitsrechten " . Für begrüßenswert
hält Bury an dem Vertragswerk , das die Provider zu zahlreichen Abhörmaßnahmen
verpflichtet , vor allem die Beteiligung von Staaten wie den USA , Japan oder
Südafrika . Datenschützer warnen dagegen gerade aus diesem Grund vor einer
Aufweichung der Grundrechte hierzulande über den Umweg des Abkommens . IBM kürzt
1000 Stellen im PC-Bereich Nach Angaben von Dave Thomas , Vizepräsident von IBM
, sollen 5 bis 10 Prozent der 10.000 Mann starken Belegschaft aus dem PC-Sektor
entlassen werden . Marktanalysten debattierten bereits , ob sich IBM ganz aus
dem PC Markt zurückziehen wird . Dies dementiert IBM jedoch heftig : " Es ist
von grundlegender Bedeutung für uns , im PC-Markt präsent zu sein , um unseren
Kunden Problemlösungen und Service anbieten zu können " , erklärte Jim Pertzborn
, der neue Chef der Personal Systems Group von IBM . Letztes OS/2-Magazin in USA
gibt auf Ein Schock für die amerikanischen OS/2-Nutzer und keine sehr
erfreuliche Nachricht für die Anhänger des IBM-Systems in Deutschland : Die
letzte unabhängige OS/2-Zeitschrift in den USA stellt zum Januar 1997 ihr
Erscheinen ein . Der Verlag Miller Freeman , der die OS/2-Entwickler vor nicht
allzu langer Zeit schon durch die Einstellung des OS/2 Developer Magazine
verärgerte , gibt nun auch das Anwender-orientierte OS/2 Magazine auf . Katie
Brennan , Herausgeberin der Zeitschrift bei Miller Freeman , sagte in einer
Erklärung , viele Hersteller unter den Anzeigenkunden hätten die Unterstützung
ihrer OS/2-Produkte zurückgefahren . Geringes Anzeigenaufkommen verhindere daher
die Weiterführung des Magazins . Einigung über Domain-Verwaltung im Internet Die
Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) hat ihr erstes
Geschäftsjahr mit einem entscheidenden Verhandlungserfolg abgeschlossen . Er
stellt früher getroffene Vereinbarungen auf eine vertragliche Grundlage und
konkretisiert einige kritische Punkte - darunter der Zugang zum
Verwaltungssystem und die Zahlungen an Network Solutions ( NSI ) . In Zukunft
wird der Whois-Zugang endlich auch auf NSIs Mitbewerber ausgedehnt .
Zugeständnisse machte NSI auch bei den Zahlungsmodalitäten , die bislang die
Mitbewerber benachteiligten . Allerdings behält der Ex-Monopolist das Managment
der com- , net- und org-Registry für acht Jahre . Auch die Oberaufsicht des
amerikanischen Department of Commerce , die vor allem von europäischer Seite
kritisiert wurde , bleibt bestehen . Ein Scheitern der Verhandlungen hätte nach
Ansicht vieler Beobachter den gesamten ICANN-Prozess gefährdet .
ICANN-Geschäftsführer Mike Roberts wird nun in wenigen Tagen die geänderten
Verträge zwischen dem Department of Commerce , NSI und ICANN unterzeichnen .
Immerhin will die Organisation bereits im Februar die ersten allgemeinen Wahlen
für Individualmitglieder aus aller Welt abhalten . Mindestens 5000 Mitglieder
aus aller Welt sollen dafür im kommenden Vierteljahr gewonnen werden . Intel
sieht Nachfrage schwinden Die Chip- und PC-Industrie ist momentan offenbar nur
noch für Hiobsbotschaften gut : Am gestrigen Donnerstag nach Börsenschluss
folgte Intel diesem Trend . Der weltgrößte Hersteller für Chips und Prozessoren
schraubt seine Umsatzerwartungen zurück . Intel rechnet " angesichts der
weltweiten Konjunkturabkühlung " und der davon betroffenen Nachfrage nach
Personalcomputern für das vierte Quartal des laufenden Geschäftsjahrs mit einem
niedrigeren Umsatz als bislang erwartet . Eine Umsatzsteigerung von vier bis
acht Prozent gegenüber dem dritten Quartal , wie bislang prognostiziert , sei
keinesfalls mehr erreichbar . Immerhin will Intel weiterhin bei einer
Bruttogewinnmarge von 63 Prozent liegen . Der Konzern erklärte , größtenteils
sei die korrigierte Umsatzerwartung auf unerwartete " umfangreiche Stornierungen
" von Bestellungen durch PC-Hersteller zurückzuführen . Die nun herausgegebenen
Erwartungen für das vierte Quartal würden bedeuten , dass dies das schlechteste
letzte Quartal eines Geschäftsjahres für Intel seit Jahren wäre - bislang war
das vierte Quartal vor allem durch den hohen Bedarf der PC-Industrie für das
Weihnachtsgeschäft immer eines der stärksten . " Das wirft dunkle Schatten auf
das erste Quartal " , kommentierte ein Analyst gegenüber dem Wall Street Journal
. Intel ist damit die nächste in einer ganzen Reihe von Firmen , die zum
Jahresende mit schlechten Nachrichten aufwarten . Gestern bereits musste
Motorola verkünden , dass die Umsätze und Gewinne nicht den Erwartungen
entsprechen würden und bereitete Belegschaft ebenso wie Investoren auf
Entlassungen und den Verkauf von zwei Produktionswerken vor . Am Mittwoch
schockierte Apple die Anleger mit der Nachricht , auf Grund der Flaute im
Weihnachtsgeschäft und rückläufiger PC-Verkäufe zum ersten Mal seit drei Jahren
ins Minus zu rutschen . Gateway hatte schon früher davon gesprochen , dass auf
Grund des enttäuschenden Verlaufs des Weihnachtsgeschäfts rote Zahlen zu
erwarten seien . Offensichtlich hat sich die Hightech-Industrie schwer
verschätzt : Die langsam abflauende Konjunktur in den USA schien sie nicht zu
interessieren - durfte man doch davon ausgehen , dass der Ansturm der
Verbraucher vor allem auf neue PCs , um ein nettes Geschenk unter dem
Weihnachtsbaum zu haben , dies locker ausgleicht . Offensichtlich aber boomt
zwar das Weihnachtsgeschäft - aber eben nicht in den klassischen Branchen , in
denen die Hightech-Industrie sich die besten Verkäufe erwartete . Selbst
Microsoft hat darunter schon zu leiden : Nachdem ein Analyst dem
Software-Konzern auf Grund der Flaute zum Ende des Jahres geringere Gewinne als
erwartet prophezeit hatte , stürzte der Aktienkurs ab . Obwohl Alan Greenspan
die Börsen-Indices vorsichtig wieder nach oben geredet hatte , hielt dies nicht
lange vor : Hiobsbotschaften für die PC-Industrie Das Thanksgiving-Wochenende
lief schon schlecht : Was allgemein als erster Höhepunkt des
PC-Weihnachtsgeschäfts in den USA betrachtet wird , führte dazu , dass die
gesamte PC-Industrie unter Rechtfertigungsdruck geriet . Eine Weihnachtsflaute
wurde absehbar , Gateway kündigte rote Zahlen an , Apple wird seit drei Jahren
zum ersten Mal wieder ins Minus rutschen , und auch andere Hersteller wie Compaq
, Hewlett-Packard oder Dell sahen sich bemüßigt , die aufkeimenden
Hiobsmeldungen herunterzuspielen . Die Marktforscher von PC Data erklärten , die
Umsätze mit PCs seien sogar noch stärker zurückgegangen als man nach den ersten
Zahlen erwartet habe . Im November seien die PC-Verkäufe in den USA demnach um
12 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen - und damit noch stärker
zurückgegangen als im Oktober . Zudem habe sich die beginnende Weihnachtsflaute
offensichtlich noch verstärkt : Während Anfang November die Umsätze noch nicht
so stark rückläufig gewesen seien , habe sich die Entwicklung zum Ende des
Monats hin beschleunigt - also genau das Gegenteil dessen , was PC-Hersteller
wie Marktbeobachter eigentlich erwarteten . Als ob dies noch nicht reichte an
schlechten Neuigkeiten , korrigierten auch die Analysten von IDC ihre
Erwartungen für das vierte Quartal . Weltweit erwarten die Marktforscher nun ein
Umsatzwachstum von 19,8 Prozent , vor allem gespeist durch den asiatischen Markt
- zuvor waren sie noch von 20,3 Prozent ausgegangen . Das vierte Quartal ist nun
allerdings traditionell das umsatzstärkste der gesamten PC-Branche - und die
Umsatzwarnung von Intel spricht nun nicht gerade dafür , dass dies auch dieses
Jahr so bleiben muss . Offensichtlich halten nur noch die Verkäufe in China und
Japan die Hoffnungen der Hersteller aufrecht , halbwegs anständig aus der Misere
herauszukommen . Denn die Marktforscher von IDC , die mit 19,8 Prozent noch
recht optimistisch sind , reduzierten ihre Erwartungen für die Umsätze in den
USA drastisch : Statt einen Zuwachs von 21,2 Prozent gestehen sie den
Herstellern im Heimatland der Computer-Industrie nur noch 10,2 Prozent Zuwachs
zu - damit würden die Hersteller im vierten Quartal allein in den USA 500.000
Rechner weniger verkaufen als erwartet . Einige Analysten gehen bereits davon
aus , dass die Zuwachsrate bei den Verkäufen , auf das ganze Jahr gesehen ,
gerade noch einmal zwei Prozent ausmachen wird - nachdem sie Anfang des Jahres
noch bei 30 Prozent lag . Allerdings erwarten auch einige Beobachter , dass
nicht alle Firmen gleichermaßen von der Flaute betroffen sein werden . Die
klassischen PC-Hersteller und Intel haben ihren Hauptabsatzmarkt in den USA .
AMD dagegen macht rund 60 Prozent seines Geschäfts in Asien und Europa - und
hier sind die Nachrichten nicht ganz so schlecht . Für den klassischen PC-Markt
reduzierten dagegen alle Marktforscher auch für Europa und Asien ihre
Erwartungen . Offensichtlich sind neue Rechner für die Kunden nur dann
interessant , wenn sie auch wirklich etwas Neues zu bieten haben :
Megahertz-Protzerei reicht nicht mehr , für die normalen PC-Anwendungen halten
die meisten Privatanwender und Firmen die vorhandenen Rechnern wohl noch für
völlig ausreichend . Kein Gläubigerschutz für Lernout & Hauspie Diese
Entscheidung wurde am Freitag vom Handelgericht in Ypern getroffen . Die Richter
begründeten ihren Spruch mit dem Fehlen von korrekten und genauen Zahlen . Auch
in den USA hat das Unternehmen Antrag auf Gläubigerschutz eingereicht . Das
Unternehmen befindet sich seit Wochen in finanziellen Turbulenzen . Deutsche
Bank , Fortis Bank , KBC Bank und Artesia erklärten , dass sie nicht mehr an die
Bonität des Unternehmens glaubten . Sie vermissten einen überzeugenden
Sanierungsplan . Lernout & Hauspie werden Fehler und Unregelmäßigkeiten in
seinen Bilanzen vorgeworfen . Die Aktienkurse waren in den vergangenen Wochen in
den Keller gerutscht und dann vom Handel ausgesetzt worden . Noch im Mai und
Juni dieses Jahres hatte Lernout & Hauspie die beiden Unternehmen Dictaphone und
Dragon Systems gekauft . Fachkräftemangel bremst Elektro-Industrie Nach der
EDV-Branche , die inzwischen wenigstens teilweise Abhilfe durch die Green Cards
erwartet , sieht sich nun auch die Elektrotechnik in zunehmende Schwierigkeiten
durch Fachkräftemangel geraten . Der Ingenieurmangel wird nach Ansicht der
Elektroindustrie zur größten Wachstumsbremse für die wirtschaftliche Entwicklung
in Deutschland . Zehntausende Arbeitsplätze in der Elektrobranche könnten
deshalb nicht geschaffen werden , ergab eine Umfrage des Zentralverbandes der
Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ( ZVEI ) unter seinen 1.400
Mitgliedsunternehmen . Der Branche fehlten jedes Jahr 5.000 Ingenieure . Von
jedem Ingenieur hingen durchschnittlich fünf weitere Arbeitsplätze ab . In der
Elektroindustrie blieben deshalb pro Jahr 17.000 Arbeitsplätze unbesetzt . An
den Universitäten und Fachhochschulen würden 40 Prozent zu wenig Studenten
ausgebildet . Die Nachfrage an Ingenieuren könne das Bildungssystem in Zukunft
nur noch zur Hälfte decken . Novell zieht Service-Packs für NetWare zurück
Derzeit gibt es Fehler in der NDS-Kommunikation , wenn diese über TCP/IP erfolgt
. Über dieses Protokoll klappt die Synchronisierung der NDS nicht mehr .
Erkennen lässt sich die an den auftretenden NDS-Fehlern -625 . Als Workaround
lässt sich die NDS-Kommunikation kurzfristig wieder auf IPX umstellen -
natürlich nur , wenn IPX geladen ist . Dazu ist folgender Befehl notwendig :
Anschließend muss man den NetWare-Server neu starten . Eventuell reicht sogar
ein Set dstrace=* . Bis alles wieder synchronisiert ist , kann allerdings eine
Stunde und mehr vergehen , bsonders in einem großen WAN . Wer die Service-Packs
bereits installiert hat und bisher keine Probleme entdecken konnte , kann
übrigens bedenkenlos weiterarbeiten : Weitere Probleme wie Zeitverschiebungen
und Probleme mit den Druckdiensten NDPS treten nicht erst seit den aktuellen
Service-Packs auf und sind durch nachfolgende Patches und Treiberupdates
teilweise schon gelöst . Das Service-Pack 9 für NW 4.x ist übrigens nicht von
diesem Problem betroffen und scheint auch sonst weit gehend ohne Fehler zu sein
. Das Internet lacht : Bayerische Version von Windows 98 Ein netter Hoax
kursiert gerade in den Newsgroups des Internet . Eine angebliche
Pressemitteilung von Microsoft liefert Zusatzinformationen zu einer "
Bavaria-Version " von Windows 98 . Im Original heißt es : WICHTIGE
KUNDENINFORMATION FUR WINDOWS NUTZER Kundeninformation : Windows 98 Durch ein
bedauerliches Versehen wurden einige Kopien der Bavaria-Version von Windows98
auch außerhalb Bayerns ausgeliefert . Zum Verständnis dieser Version benötigen
Sie wahrscheinlich einige Zusatzinformationen . Diese Informationen finden Sie
auch in der Datei c:\\Schaun'mer.amoi . Die Bavaria-Version meldet sich beim
Start als " Fensterln98 " . Das Standard-Hintergrundbild ist ein Ölgemalde des
Königssees mit einem röhrenden Hirschen im Vordergrund , Standard-Screensaver
ist ein schuhplattelnder Eingeborener . Einige Standardordner haben andere Namen
bekommen , wie z. B. Zur Programmsteuerung müssen Sie folgendes wissen :
Generell gilt , daß Fehlermeldungen durch ein Window mit der Abbildung eines
stilisierten Misthaufens ersetzt wurden . Außerdem wurden einige
Hardware-Komponenten umbenannt : Bitte beachten Sie auch , daß generell die
normale deutsche Syntax durch die idiomatische bayrische ersetzt wurde . Wir
entschuldigen uns für alle Unannehmlichkeiten , die Sie durch den Erhalt von
Fensterln98 möglicherweise hatten . Soweit die angebliche Pressemitteilung von
Microsoft . Bleibt nur noch die Frage , wann die Entwickler von
Open-Source-Software endlich nachziehen und ein bayerisches Linux auf die Hax'n
stellen . Intel demonstriert Bluetooth-Datenkommunikation Eines der Produkte des
Prozessorbäckers , der sogenannte D-Bug Connector , soll jeden Rechner mit
USB-Schnittstelle in die Lage versetzen , nach dem neuen Standard zur
Funkvernetzung zu arbeiten . Zusätzlich möchte Intel Bluetooth durch eine eigene
Software-Suite auch dann nutzbar machen , wenn entsprechende Unterstützung noch
nicht in Betriebssysteme und Anwendungen eingebaut ist : Applikationen sollen
durch einen virtuellen COM-Port über eine Bluetooth-Verbindung operieren ;
Intels Software verpackt die zu übertragenden Daten in die Bluetooth-Protokolle
. Die Gegenstelle besteht entweder in einem Gerät , das direkt mit Bluetooth
arbeiten kann , oder in einem Rechner , der ebenfalls mit der Bluetooth-Suite
ausgestattet ist . Die Bluetooth Developers Conference , die gestern in den USA
begann , beschränkt sich aber nicht auf Technologie-Demonstrationen , wie sie
auch auf der Comdex zu sehen waren . Mitarbeiter von Bluetooth-Spezialisten wie
Ericsson , Nokia , Intel , IBM , Lucent und Motorola sollen Entwickler
beispielsweise mit der Hardware-Implementierung , den Details der Protokolle
oder den Zusammenhängen von Bluetooth mit Internet-Techniken und
Sicherheitsanforderungen vertraut machen . Rechtzeitig zur Entwicklerkonferenz
hat die Bluetooth Special Interest Group zudem am 6. Dezember die überarbeitete
Spezfikation 1.0B herausgegeben . Die Dokumentation bekommt man über die
Web-Seite der SIG : Den Bluetooth-Kern beschreibt core_10_b.pdf , die
Bluetooth-Profiles für verschiedene Geräte sowie Dienste wie Einwahlverbindungen
oder LAN-Zugriff sind in profile_10_b.pdf festgelegt . Über Bluetooth berichtet
c't in einem Schwerpunkt zur drahtlosen Kommunikation in Ausgabe 25/99 ( derzeit
im Handel ) . Nokia Nummer 1 in Europa Gestern war es geschafft : Nokia liegt
nun nach Vergleichen von Reuters nur noch knapp außerhalb der globalen Top Ten -
nicht mehr weit entfernt von Microsoft , aber schon vor Konzernen wie AT&T oder
Coca Cola . Mit einer Steigerung des Aktienkurses um 8,5 Prozent allein am
Dienstag und damit dem Sprung auf Platz 1 honorierten die Börsianer die
Ankündigungen des Nokia-Chefs Jorma Ollila . Microsoft und Ericsson mit
Internet-Mobilfunk-Pakt Microsoft gründet eine gemeinsame Firma mit dem
schwedischen Telekommunikationshersteller Ericsson , nach Nokia und Motorola
weltweit drittgrößter Produzent von Mobiltelefonen . Diese sollen
Internet-Providern und Telekommunikationsunternehmen die Technik liefern , damit
sie ihren Kunden drahtlosen Internet-Zugang für PDAs und Handys anbieten können
. Laut Ericsson haben beide Firmen eine gemeinsame " Vision vom bequemen und
schnellen Zugriff zu Informationen - jederzeit , überall und mit beliebigen
Geräten " . Ericsson bringt in die neue Firma seine WAP-Entwicklungen ( Wireless
Application Protocol ) für Mobiltelefone ein . Microsoft steuert eine Ausgabe
des Internet Explorer für Handys bei . Eine entsprechende Version hat Microsoft
unter dem Namen Mobile Explorer heute der Öffentlichkeit vorgestellt . Die
Mehrheit an dem Joint Venture soll Ericsson halten . Dies ist der zweite größere
Schachzug von Microsoft , einen Fuß in den boomenden Markt des Internet-Zugriffs
per Handy zu bekommen . Schon im Oktober hatte die Firma eine Kooperation mit
British Telecom angekündigt . Der britische Telefongigant will danach ebenfalls
Microsofts Mikro-Browser einsetzen , um seinen Kunden mobiles Internet zu bieten
. Der Microsoft-Browser für Handys wird angeblich auch von der Deutschen Telekom
auf Tauglichkeit überprüft . Ähnlich wie bei der Kooperation mit British Telecom
soll auch das Gemeinschaftsunternehmen mit Ericsson für die Infrastruktur der
drahtlosen Internet-Dienste NT- und Exchange-Server einsetzen . Ericsson
erklärte in einer Mitteilung zu dem Joint Venture , beide Firmen würden sich an
der Weiterentwicklung und Förderung offener Standards zur drahtlosen
Kommunikation beteiligen . Dazu zählten unter anderem WAP und Bluetooth .
Gleichzeitig versicherte Ericsson , die Kooperation mit Microsoft beinträchtige
in keiner Weise das Engagement für EPOC , einem Betriebssytem für PDAs , das in
direkter Konkurrenz zu Windows CE steht . Ericsson , Nokia und Motorola hatten
gemeinsam mit dem ursprünglichen EPOC-Hersteller Psion letztes Jahr die Firma
Symbian zur Förderung und Weiterentwicklung des Systems gegründet . Die
Ericsson-Aktie , die an der Stockhomer Börse aufgrund kursierender Gerüchte um
Ericsson und Microsoft kurzfristig vom Handel ausgesetzt worden war , stieg nach
der Veröffentlichung der Mitteilung um gut 12 Prozent auf 64,54 Euro . CES : AOL
ruft ( erneut ) die Internet-Revolution aus Am dritten Tag der CES hat Barry
Schuler , Chef der " Interactive Services Group " bei AOL , seine Einschätzung
der Zukunft abgegeben , die sich natürlich vor allem um den Online-Provider
drehen soll . Schuler , der sich selbst als AOLs " Fast-CEO " bezeichnete ,
räumte zum Beginn seiner Rede , die er vor einem lediglich zur Hälfte gefüllten
Auditorium hielt , mit der Vorstellung auf , der PC sei tot . Diese Einschätzung
gründe sich auf einer Fehleinschätzung , ähnlich der , dass das Millennium 2000
begonnen habe . Dass die ganze Welt falsch liege , passiere aber ja nicht zum
ersten Mal . Schließlich habe man schon vor sechs Jahren auch AOL für tot
erklärt und dann noch einmal begraben , als die ersten freien Internet-Provider
auftauchten . " Und Microsoft bringt uns angeblich jedes Jahr um " , so Schuler
augenzwinkernd . Auf Analysten dürfe man nach seiner Meinung überhaupt nicht
hören : " Wall Street ist wie Las Vegas und Analysten wie Meteorologen " . Dass
die Musikindustrie wegen Musik-Tauschbörsen wie Napster nun sterben werde , sei
eine Sichtweise , der sich Schuler ebenfalls nicht anschließen wollte : " MP3
bedeutet nicht , dass der Kunde Musik stehlen wolle - er will einfach dieses
Format nutzen " . Auf dieser Grundlage präsentierte Schuler sodann AOL als die
ideale Plattform der Zukunft , die mit " AOL by Phone " , " AOL TV " und dem "
AOL Mobile Communicator " überall genutzt werden könne . Dazu stellte er fest ,
dass der Konsument von heute nicht mehrere E-Mail-Adressen wolle oder seine
Dateien überall im Netz ablegen möchte . Der Kunde bevorzuge vielmehr eine
E-Mail-Adresse , die bald wichtiger würde als Telefonnummern . In fünf bis zehn
Jahren sei in jedem Fernseher ein Computer eingebaut , jedes Haus verwandele
sich in ein Netzwerk . Diese Internet-Revolution schließe aber auf jeden Fall
den PC mit ein . Zum Abschluss seiner Rede , die 45 Minuten vor der avancierten
Zeit endete , betonte Schuler nochmals die Bedeutung der Fusion zwischen AOL und
Time Warner , wobei auf den Leinwänden der Satz " AOL Time Warner is really
ready " eingeblendet wurde . Was folgte , war an Peinlichkeit kaum zu überbieten
: Darunter fand sich auch die recht unpassende Szene , in der die
Hauptdarsteller des Matrix-Streifens mit Waffen ausgestattet wurden und sich zum
Kampf bereitmachen . Ergebnis : Ein einziger Zuschauer spendete dem Werk Applaus
. Amazon.com verbucht Umsatzplus von 40 Prozent Im Parketthandel waren sie zuvor
um 38 Cent auf 14,94 Dollar gestiegen . " Wenn man sich anschaut , was im
Internet-Sektor letztes Jahr los war , hätte der Umsatz durchaus schlechter
ausfallen können " , sagte der Analyst Kevin Silverman von der Wall-Street-Bank
ABN Amro gegenüber dpa . Den größten Teil des Umsatzanstiegs begründete Amazon
mit Online-Käufen von Verbraucherelektronik , Küchenutensilien und Werkzeugen .
Wie bei vielen Internet-Unternehmen drückten hohe Werbeausgaben auf den Gewinn .
Die Bruttomarge - der Teil des Umsatzes , der nach Abzug der Produktkosten übrig
bleibt - stieg auf 22 Prozent . Zahlen zum Netto-Ergebnis gab Amazon bislang
jedoch nicht bekannt - den endgültigen Geschäftsbericht für das vierte Quartal
und das abgelaufene Geschäftsjahr will Amazon am 30. Januar vorstellen . Bislang
liegen die Prognosen bei einem Netto-Verlust von 26 Cents pro Aktie für das
vierte Quartal , während er im gleichen Zeitraum des Vorjahrs noch 55 Cents
betrug . CES : AOL allerorten America Online versucht mit seinem
"AOL-Anywhere"-Konzept mehr Kunden durch ständige Verfügbarkeit des Dienstes zu
gewinnen . Andererseits entfällt bei Nicht-Mitgliedern natürlich auch die
monatliche AOL-Gebühr . Auf jeden Fall für beide " Käuferschichten " gleich ist
der Preis für die zur Nutzung des Dienstes notwendigen Box , die derzeit
exklusiv von Philips hergestellt wird und mit 249 US-Dollar zu Buche schlägt .
Die Box selbst unterscheidet sich wenig von Konkurrenzprodukten : Die
Internet-Verbindung läuft dabei über ein 56-kBit-Modem . Daneben gibt es eigens
für AOL TV gestaltete Inhalte , bei denen vom TV-Vollbild auf eine verkleinerte
Darstellung umgeschaltet und der Rest des Schirms mit Zusatzinformationen
gefüllt wird . Abgerundet wird das Angebot von einem elektronischen
Programmführer , der die Fernsehzeitschrift für die nächsten sieben Tage ersetzt
. Wer auch unterwegs immer auf dem Laufenden bleiben will , darf sich über den "
AOL Mobile Communicator " freuen , mit dem sich drahtlos E-Mails und
Mitteilungen über den AOL Instant Messenger senden und empfangen lassen . Das
Grundgerät , das von der Firma RIM entwickelt und hergestellt wird , ist in den
USA jetzt für 329,95 US-Dollar auf den Markt gekommen . Mit einem Satz Batterien
soll der Nutzer 1 bis 2 Wochen im Kontakt mit AOL bleiben können , abhängig
davon , wie intensiv er den Service nutzt . Mehr Handy-Nutzer als
Festnetz-Teilnehmer in Deutschland Die Zahl der Mobilfunkkunden in Deutschland
hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt . Die Zahl der Handy-Besitzer
übertraf damit erstmals die Zahl der Festnetzanschlüsse . Rechnerisch verfügt
damit mehr als jeder zweite Bundesbürger über ein Mobiltelefon . Dabei
verringerte sich der Abstand auf den Konkurrenten T-Mobil ( D1 ) allerdings
deutlich . Beide Unternehmen liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins
in der Mobilfunkbranche . Weitere Zahlen zum Mobilfunkgeschäft will die
Tochterfirma der Deutschen Telekom in der kommenden Woche vorlegen . Von den
vier Betreibern verzeichnete die Düsseldorfer E-Plus die stärksten
Marktanteilsverluste . Leicht im Minus war auch Vodafone D2 , während T-Mobil
und VIAG Interkom Marktanteile hinzu gewannen . Razzia in türkischen
Internet-Cafés Bei einer Razzia in Internet-Cafés in der zentralanatolischen
Stadt Kirikkale sind 130 Kinder in Gewahrsam genommen worden . Wie die Zeitung
Milliyet am Dienstag berichtete , führte Polizeichef Hayrettin Gök die Kinder
der Presse wie Verbrecher vor . Anschließend hielt der Polizeichef den Kindern
im Alter zwischen zehn und 16 Jahren eine Standpauke : Die Kinder sollten lieber
ihre Hausaufgaben machen und lernen , statt in den Cafés im Internet zu surfen ,
meinte Gök . Anschließend seien die eingeschüchterten Kinder und Jugendlichen
wieder freigelassen worden . Die Betreiber der Internet-Cafés seien verwarnt
worden . Die Zeitung kommentierte die Aktion des Polizeichefs ironisch mit den
Worten : CES : Sonys Surfterminal für uninteressierte Konsumenten Bei der
Vorstellung des Surfterminals eVilla überraschte Sony nicht nur mit technischen
Daten . Das Gerät sieht aus wie ein zu schmal geratener Monitor , hat einen
15-Zoll-FD-Trinitron-Bildschirm ( sichtbar 14 Zoll ) , Tastatur und Maus , zwei
USB-Ports , einen Slot für einen Memory Stick und einen Anschluss für das
Internet : So also Sonys eVilla " Network Entertainment Center " , die
Vorstellung der Japaner von dem Surfterminal , das seinen Anwender wirklich
glücklich macht . Und was das bedeutet , zeigt sich in einem Gespräch mit einem
Sprecher des Unternehmens : Auf die Frage nach den technischen Daten verzog der
das Gesicht , beteuerte , dass man darum kein Geheimnis machen wolle , wich dann
aber immer wieder aus . Auf die Frage nach dem Grund für diese Geheimniskrämerei
dann das offizielle Statement : " So was interessiert den Käufer nicht " . Das
Konzept des Terminals sieht laut Sony folgendermaßen aus : Noch bevor der
Anwender aufgestanden ist , nimmt eVilla über Breitband oder das eingebaute
56K-Modem Kontakt mit dem Internet auf . Von hier erhält das Gerät dann alle
Informationen , die der User gemäß vorheriger Einstellung haben möchte . Nach
dem Aufstehen genügt dann ein Druck auf den Einschaltknopf , schon kann das
Terminal beispielsweise als Tageszeitungsersatz dienen . Einen Bootvorgang gibt
es dabei nicht . Auch über die Standards soll sich der User keine Gedanken
machen müssen - die macht sich Sony für ihn . Ab Werk wird das Gerät , das im
Frühjahr dieses Jahres in den USA für 499 US-Dollar auf den Markt kommen soll ,
mit den aktuellen Plugins und Teibern ausgestattet . Geht das Gerät nachts
selbstständig ins Netz , werden automatisch die aktuellen Versionen aufgespielt
. Auf Nachfrage von heise online meinte der Sony-Sprecher allerdings , dass
einige " exotischere Erweiterungen " fehlen dürften . Darauf könne der User aber
wohl auch verzichten , so der Sprecher - die Entscheidung , was auf der Maschine
läuft , liege auf jeden Fall letztlich bei Sony . CES : Der Kampf um die
portablen Speichermedien So hat Sony für den April 2001 einen Memory Stick mit
einer Kapazität von 128 MByte zum Preis von 280 US-Dollar angekündigt . Eine
MagicGate-Fassung mit gleicher Kapazität , die mit einem Kopierschutz
ausgerüstet ist , soll für 300 US-Dollar verfügbar sein . Sticks mit 256 MByte
und 512 MByte Kapazität sind für 2002 angekündigt , 2003 will Sony dann einen
Stick mit einem GByte auf den Markt bringen . Das Format hat eine maximale
Transferrate von 2,5 MByte/s , derzeit gibt es laut Angaben von Sony knapp 80
Geräte , die den Memory Stick als Speichermedium einsetzen . Die Vertreter
hinter der SD Memory Card gehen noch einen Schritt weiter als Sony und wagen
gleich den Sprung von 64 auf 256 MByte . Zudem wollen die Unterstützer der
Technik , allen voran Panasonic , mit immer neuen Anwendungsbereichen dem
Konsumenten das etwa briefmarkengroße Speichermodul schmackhaft machen . Neben
dem bereits auf der Messe zu bewundernden Audio-Playern , Camcordern ,
Digitalkamera und sogar einem Mikrowellenherd , der Rezepte speichert , hat
Panasonic für Frühjahr dieses Jahres noch ein UKW-/MW-Autoradio mit dem Namen
CQSRX-7000U angekündigt . Dieses Gerät spielt auch MP3- und AAC-Songs von der SD
ab und soll 1299 US-Dollar kosten . Hatte Panasonic vor Eröffnung der CES noch
mit Stolz bekannt gegeben , dass neben Universal Music auch Palm SD unterstützen
wolle , klang dies beim Palm-CEO Carl Yankowski jedoch schon etwas anders .
Seine Firma , so Yankowski , sei für alle Speicherformate offen . Tatsächlich
wäre es ja auch etwas seltsam , wenn der PDA-Spezialist dem Palm-OS-Lizenznehmer
Sony die SD aufzwingen wollte . CES : Royal bringt neue Windows- und
Linux-Organizer Auf der CES stellt Royal den bislang preiswertesten Windows
CE-Organizer sowie ihren ersten Linux-PDA vor - irgendwie jedenfalls . Das
Windows CE-Gerät aus der daVinci-Reihe , das die Bezeichnung DV5 trägt und Ende
des ersten Quartals auf den US-Markt kommen soll , will Royal für 169 US-Dollar
anbieten . Zur Kommunikation mit seiner Umwelt benutzt der DV5 zum PC eine
RS232-Schnittstelle und zum Internet ein integriertes 33,6-kBit-Softmodem .
Mitgeliefert werden die üblichen Applikationen wie Browser , Rechner und ein
Kalender . Interessant sollte der Besuch des Standes wegen des Linux-basierten
PDAs daVinci DV6 werden , den das Unternehmen zeigen wollte . Tatsächlich zu
sehen war jedoch wenig : Immerhin die Daten rückte Royal heraus : Als Prozessor
kommt ein Intel Strong-ARM mit 206 MHz zum Einsatz , auf der Unterseite lassen
sich Adapter für PCMCIA , Compact Flash und ein MP3-Modul anschließen , über
dessen genaue Funktion Royal aber noch keine Angaben machen wollte . Das Gerät ,
das wie der DV5 im zweiten Quartal 2001 auf den Markt kommen soll , wird laut
Royal 299 US-Dollar kosten . CES : Tötet Unterhaltungselektronik das männliche
Sexualleben ? Demnach hatten acht Prozent der männlichen Teilnehmer der
Befragung geantwortet , dass sie weniger Sex hätten , da sie viel Zeit mit
Unterhaltungselektronik verbringen würden . Bereits einer von vier Männern ( 25
Prozent ) würde auf einer einsamen Insel die elektronischen Gadgets der
Gesellschaft einer Frau vorziehen . Selbst wenn das Sexualleben der meisten
Männer intakt sei , müsse man dennoch davon ausgehen , dass die Zeit , die
Männer bei der Benutzung von Unterhaltungselektronik aufwenden , für andere "
männliche Aktivitäten " verloren gehe , heißt es in der Studie . Immerhin gaben
schon 79 Prozent der Befragten an , Unterhaltungselektronik in den Urlaub
mitgenommen zu haben . Zu bedenken ist hierbei jedoch , dass laut Studie auch
Handys , Walkman und Videokameras unter den Begriff fallen und daher mitgezählt
wurden . Welche " männlichen Aktivitäten " der Playboy genau meint , teilte das
Magazin darüber hinaus nicht mit . Laut Studie belegen PCs vor Handys , PDAs und
DVD in den letzten fünf Jahren die Top 5 der bei Männern am beliebtesten
Unterhaltungselektronik-Produkte . Im Durchschnitt besitze ein Mann heute sieben
Consumer-Electronic-Produkte , jeder Befragte besaß mindestens ein
entsprechendes Gerät . CES : Single-Chip-Lösungen für Multimedia auf dem
Vormarsch Wie schon C-Cube gehört auch Philips zu den Firmen , die auf der CES
Chips präsentieren , die etliche Audio- und Video-Verarbeitungsprozesse
übernehmen und so immer neue Möglichkeiten bieten . Eingesetzt werden sollen die
neuen Chips vor allem in DVD-Playern der kommenden Generation , die dann
beispielsweise auch als Surfterminals verwendet werden können - oder in
Set-Top-Boxen für Digitalfernsehen , die neben dem reinen Fernseherlebnis das
Surfen im Internet und die Aufnahme des Programms auf Festplatte oder
DVD-Brenner ermöglichen . Ein derart hochgezüchteter Chip ist der Nexperia
pnx8500 von Philips , von dem auf der CES ein Prototyp im Einsatz zu sehen ist .
Die Dual-CPU des pnx8500 enthält neben einem 200-MHz-TriMedia-VLIW-Kern noch
eine MIPS-3940-CPU , die mit 150 MHz läuft . Dies ermöglicht die gleichzeitige
Decodierung von drei digitalen Video-Datenströmen in Standardauflösung oder
einem Strom in HDTV , das ja in den USA bereits real existiert und daher von
Philips in der Vorführung auch bevorzugt wird . Sozusagen nebenbei dekodiert der
Prozessor noch Mehrkanal-Tonsysteme wie Dolby Digital , auf Wunsch auch ACC oder
MP3 . Dabei erledigt der Prozessor gleich den Downmix von Dolby Digital 5.1 auf
Dolby Surround Pro Logic , wenn kein Multikanal-Ausgang zur Verfügung steht ,
oder gibt das Signal an einem S-P/DIF-Ausgang aus . Für interaktives Fernsehen
bietet der pnx8500 eine schnelle 2D- und eine 3D-Graphics-Engine , die zu
DirectX 6.1 kompatibel ist . Für den Fall , dass der Anwender daneben noch im
Internet surfen möchte , verspricht Philips ein Softmodem , gab die maximal
mögliche Übertragungsgeschwindigkeit aber nicht an . Die Tastatur könnte
beispielsweise via USB-Port angeschlossen werden , für den der Chip ebenso eine
Einheit besitzt wie für einen Infrarotempfänger . Zur Kommunikation im Internet
bietet die Input/Output-Sektion des Chips Möglichkeiten zum Anschluss von Kabel-
oder Breitband-Modems . Firewire wird ebenfalls unterstützt . Um Daten speichern
zu können , arbeitet der pnx8500 mit IDE-Festplatten und Smartcards zusammen .
Der pnx8500 unterstützt mehrere Betriebssysteme , darunter Windows CE und Linux
, und ist bereits auf Microsofts Ultimate TV ausgelegt . Entsprechende Pläne
gibt es aber von Philips selbst nicht . Infomatec verkauft weiteres
Tochterunternehmen Das krisengeschüttelte Softwareunternehmen Infomatec setzt
seinen Verkleinerungskurs fort . Am heutigen Dienstag gab das Unternehmen den
Verkauf der Tochtergesellschaft Topsales TS-Informationssysteme GmbH in Nürnberg
bekannt . Das Unternehmen sei mit Wirkung zum 31. Dezember 2000 an den
Firmengründer und Geschäftsführer verkauft worden , teilte Infomatec in Augsburg
mit . Im Gegenzug habe Infomatec eigene Aktien zurück erhalten . Ebenfalls zum
Jahreswechsel hatte sich Infomatec von einer österreichischen
Tochtergesellschaft getrennt . Die Infomatec Application Service Providing
Gesellschaft wurde zum symbolischen Preis von einem Schilling an das
zypriotische Unternehmen Dellington Industrial Venture Limited verkauft .
Infomatec war im vergangenen Jahr nach mehrfachen Korrekturen der Umsatz- und
Gewinnziele stark unter Druck geraten . Die Augsburger Staatsanwaltschaft
ermittelt wegen des Verdachts des Insiderhandels gegen zwei ehemalige Vorstände
des Unternehmens . Seit Oktober sitzen sie in Untersuchungshaft .
Sicherheitsloch bei Lotus Domino ( Update ) Am 5. Januar hat Georgi Guninski ein
schwerwiegendes Sicherheitsloch im Domino-Server von Lotus publiziert . Anders
als in diesem Bericht dargestellt , erschienen zuerst jedoch zwar alle
Domino-Server der Versionen 4.x und 5.x auf Windows-Servern betroffen zu sein ,
nicht aber auf anderen Plattformen . Inzwischen gab Lotus bekannt , dass die
Versionen 4.x das Sicherheitsloch nicht aufweisen , dafür aber die Domino-Server
der Versionen 5.x auf allen Betriebssystemplattformen . Mittels einer geeigneten
URL lassen sich von den betroffenen Domino-Servern mit aktivem HTTP-Task Dateien
außerhalb des Web-Roots herunterladen - sei es eine Notes.ini oder eine
Server.id . Das Sicherheitsloch lässt sich mit Microsofts Internet Explorer
nicht nachstellen , da dieser Browser die erforderliche URL selbstständig
verändert . Der Netscape Navigator dagegen gibt die URL unverändert weiter .
Lotus arbeitet an einem Fix , der auf Notes.net veröffentlicht werden soll . Auf
Domino-5.x-Servern lässt sich das Sicherheitsloch anscheinend durch die mit
Version 5 eingeführte File Protection schließen . Dazu muss man im
Administrator-Client drei File Protections für die Pfade /.nsf , /.box und /.ns4
erzeugen . Alternativ lässt sich natürlich auch der HTTP-Task komplett stoppen ,
wenn man auf die Funktion als Web-Server vorerst verzichten kann . Ethernet mit
10 GBit/s in Aussicht Ein Industriekonsortium und die IEEE , eines der
offiziellen Standardisierungsgremien für LAN-Techniken , haben die Entwicklung
von Ethernet mit einer Datenrate von 10 GBit/s begonnen . 3Com , Cisco , Extreme
Networks , Intel , Nortel , Sun und World Wide Packets gründeteten die 10
Gigabit Ethernet Alliance . Außerdem hat die IEEE offiziell die Task Force IEEE
802.3ae eingerichtet , um die Definition des Standards für 10-Gigabit-Ethernet
voranzutreiben . Seit März 1999 gab es bereits in der IEEE Higher Speed Study
Group erste Vorarbeiten für Ethernet mit 10 GBit/s , die nun in die Arbeit der
IEEE-Gruppe 802.3ae einfließen . Die Task Force hat sich die Aufgabe gestellt ,
im Frühjahr 2002 einen fertigen Standard präsentieren zu können . Ziele sind
unter anderem , Entfernungen von bis zu 40 Kilometern mit Glasfaserkabeln zu
überbrücken und Übergänge zu WAN-Techniken einzubeziehen . Die Firmen aus dem
10-Gigabit-Konsortium erwarten , dass bereits kurz nach der Verabschiedung des
Standards entsprechende Produkte auf den Markt kommen . Telekom plant Flatrate
Mit einer ständig aktiven Verbindung über den D-Kanal sollen dann etwa
E-Mail-Austausch , News-Abfragen oder Chatten möglich sein - alle Aktivitäten
also , bei denen keine großen Datenmengen übertragen werden . Sobald größere
Datenmengen zum Transfer anstehen , soll dagegen eine normale Verbindung über
einen der beiden B-Kanäle im ISDN aufgebaut werden - zu den üblichen Online- und
Telefongebühren . Die Telekom übernimmt mit diesen Versuchen die Technik des
sogenannten Always On/Dynamic ISDN , das in Kanada und den USA beispielsweise
schon eingesetzt wird ( siehe dazu auch c't 5/99 , S. 210 ) . Wo die Telekom die
Schwelle zwischen geringen und großen Datenmengen ansiedelt , ist bislang nicht
klar . Nach Presseberichten plant die Telekom die bundesweite Einführung dieses
Angebots allerdings nur , wenn in Berlin und Hannover nicht alle Teilnehmer
ständig rund um die Uhr online sind : " Bundesweit würde in diesem Fall sonst
das Netz zusammenbrechen " , wird ein Telekom-Mitarbeiter zitiert . Im ISDN
fallen bislang nur bei besonderen Diensten ( Datex-P ) Gebühren an , solange
Verbindungen nur über den D-Kanal laufen . Einige Firmen wie etwa AVM nutzen den
D-Kanal mit speziellen Techniken zur Signalisierung , um eine Art begrenzter
ISDN-Standleitung zu ermöglichen - vor allem , um einen besonders schnellen
Verbindungsaufbau bei einer anstehenden Datenübertragung zu gewährleisten . Mit
dem neuen Angebot würde die Telekom in Zukunft auch den D-Kanal-Verbindungen für
die Datenübertragung allgemein freigegen und dadurch mit zusätzlichen Einkünften
rechnen können . Inzwischen bestätigte ein Telekom-Sprecher gegenüber c't , dass
die Pilotprojekte in Hannover und Berlin im März starten werden . Bei diesen
Versuchen will die Telekom erst testen , ab welcher Datenmenge von D-Kanal- auf
B-Kanal-Übertragungen umgeschaltet wird . Die D-Kanal-Nutzung ist eines von
vielen angedachten Konzepten für eine Internet-Flatrate , erklärte Stephan
Broszio , Pressesprecher der Telekom , auf Anfrage von c't . Details zu den
Pilotversuchen in Berlin und Hannover will die Telekom am Freitag in Berlin
verkünden . Ein kleines Jubiläum Eigentlich feiert die CeBIT ja dieses Jahr ein
Jubiläum : Vor 30 Jahren eröffnete die Messe AG zum ersten Mal im Rahmen der
Industrie-Messe einen eigenen Ausstellungsbereich unter dem Namen Centrum für
Büro und Informationstechnik . Gerade einmal 638 Aussteller versammelten sich
damals in einer einzigen Halle . 1986 dann wurde die CeBIT als eigenständige
Messe aus der Industrie-Schau ausgegliedert . Seit 1986 hat sich die Zahl der
Aussteller mehr als vervierfacht . Dieses Jahr trumpft die Messe-Gesellschaft
wieder mit neuen Rekord-Zahlen auf : 100 Aussteller mehr als letztes Jahr nehmen
an der CeBIT teil ; 7.515 Firmen und Organisationen präsentieren sich in 26
Hallen auf insgesamt knapp 410.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche . Die
Messeleitung erwartet rund 700.000 Besucher . Fast 3.000 Aussteller kommen aus
dem Ausland . An der Spitze der Länder steht aber nach wie vor Deutschland mit
rund 4.600 Firmen ; Taiwan folgt an zweiter Stelle mit rund 500 Ausstellern .
Die USA ( 422 ) liegen an dritter Stelle , Großbritannien ( 312 ) ist das
viertgrößte Ausstellerland . Die Erwartungen im Vorfeld der Messe sind hoch :
Neuer Chef der Regulierungsbehörde tritt Amt an Matthias Kurth übernimmt am
heutigen Freitag offiziell den Posten des Präsidenten der Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post ( RegTP ) . Bundeswirtschaftsminister Werner
Müller wird ihn bei einem Besuch in Bonn offiziell in sein Amt einführen . Kurth
( SPD ) ist der Nachfolger von Klaus-Dieter Scheurle , der im Dezember den
Posten niedergelegt hatte und in die Privatwirtschaft gewechselt war . Der
48-jährige Kurth ist seit einem Jahr stellvertretender Präsident und führt die
Behörde seit dem Weggang von Scheurle Anfang dieses Jahres kommissarisch . Kurth
war Mitte Januar bereits vom Beirat der RegTP vorgeschlagen worden . Im Vorfeld
seiner Ernennung hatte es bereits heftige Auseinandersetzungen um den künftigen
Kurs der Regulierungspolitik gegeben , die nach einzelnen Vorstellungen
gegenüber der Telekom etwas vorsichtiger operieren sollte . Auch Vorwürfe wurden
laut , Ex-Präsident Scheurle sei dem Druck der Deutschen Telekom und der Post
geopfert worden . Kurth hat sich bislang gegen solche Veränderungen der
Regulierungspolitik und Vorwürfe der besonderen " Telekom-Freundlichkeit "
jedoch verwahrt . So verwarf er barsch die Kritik von Telekom-Chef Ron Sommer ,
die Regulierungsbehörde sei für den Absturz der T-Aktie an den Börsen mit
verantwortlich . Als einen Schwerpunkt seiner Arbeit bezeichnete er Ende Januar
den Ortsnetzbereich : Der Anteil der Wettbewerber bei Ortsnetzanschlüssen liege
bundesweit noch unter zwei Prozent . " Dies zeigt drastisch , in welchem Bereich
die Dominanz des früheren Monopols noch ungebrochen ist . " Gegenüber der FAZ
erklärte Kurth am heutigen Freitag , die Regulierung der deutschen
Telecom-Märkte werde nicht gelockert : " Einen Gang zurückzuschalten wäre das
falsche Signal . " In der Auseinandersetzung um die Mietgebühr , die die Telekom
für die Teilnehmeranschlussleitung von der Konkurrenz verlangen kann , meinte
Kurth gegenüber der Süddeutschen Zeitung , müsse man einen Mittelweg finden :
Setze man die Preise zu hoch an , würge man den Wettbewerb ab , bei zu niedrigen
Mitgebühren gebe es aber für die Telekom-Konkurrenz keine Veranlassung mehr ,
eigene Vorkehrungen für die Überbrückung der so genannten letzten Meile zu
treffen . Cisco liefert ATM-Infrastruktur für UMTS-Netz von BT BT Cellnet , die
Mobilfunktochter von British Telecom in Großbritannien , bekommt die
Netz-Infrastruktur für das UMTS-Mobilfunkangebot von Cisco geliefert . Der
Martkführer bei Internet-Routern baut den Briten ein ATM-Netzwerk mit
IP-Diensten auf , das als Kern des UMTS-Netzes von BT dienen soll . Zusätzlich
liefert Cisco Zugriffs-Infrastruktur , um den Übergang von den
Mobilfunk-Netzzugangspunkten zum Kernnetz zu ermöglichen , über das dann die
Daten zum Ziel transportiert werden . Das Netz werde ein weitgefächtertes
Angebot von Diensten ermöglichen , einschließlich ununterbrochenen Zugangs zum
Internet , E-Mail und E-Commerce-Diensten via Handy . Auch so genannte "
location based services " , die speziell auf den Standort des Benutzers
zugeschnittene Dienstleistungen bieten , will BT Cellnet beim Start des Netzes
offerieren . Das UMTS-Netz der britischen Mobilfunker soll nach Angaben der
Firma noch Ende 2001 in die Versuchsphase gehen . Laut Cisco hat der Konzern
bereits 13 von 15 Mobilfunkbetreibern als Kunden gewonnen , um ihnen ein
Kernnetz für neue Mobilfunknetze aufzubauen . Für BT Cellnet will Cisco die
Multi-Service-Switches BPX 8620 für das ATM-Netz und MGX 8850 für die
Zugangspunkte sowie IP-Router aus der 7500-Serie für die IP-Dienste einsetzen .
Die ICANN unter Beschuss vor dem US-Kongress Zum zweiten Mal stand gestern die
Internet- und Namensraum-Verwaltung Internet Corporation of Assigned Names and
Numbers ( ICANN ) vor einem Ausschuss des US-Kongresses . Und die Abgeordneten
kündigten bereits an , dass es sich nicht um die letzte Anhörung handeln werde .
Bei der gestrigen Anhörung kritisierten die Abgeordneten vor allem den
Auswahlprozess der sieben neuen generic Top Level Domains ( gTLD ) . Man müsse
sich fragen , ob sich ICANN durch die Unfairness des Auswahlprozesses nicht das
Misstrauen , ja geradezu die Abscheu in der Öffentlichkeit eingehandelt habe ,
sagte der demokratische Abgeordnete John Dingell . Bereits am kommenden Freitag
wird sich nun ein Ausschuss des Senates mit der ICANN befassen . Mehrere
Abgeordnete bezeichneten im Verlauf der zweieinhalbstündigen Anhörung die
gTLD-Auswahlentscheidung im November als unfair und nicht transparent . " Viele
der geladenen Zeugen sind ganz offensichtlich der Meinung , dass der Prozess
völlig verfahren ist , und ich habe Anlass zur Annahme , dass sie Recht haben "
, kritisierte Dingell die ICANN bereits in seinem Auftaktstatement . Eine
Rechtfertigung werde der ICANN wohl sehr schwer fallen , meinte Dingell .
Tatsächlich hatte Vint Cerf , Vorsitzender des ICANN-Vorstands , einen schweren
Stand . Auch hatte er keine gute Antwort auf die Frage , warum man im Falle der
begehrten .web-Domain Rücksicht auf die bestehende alternative Rootzone genommen
hatte , nicht aber im Falle von .biz . Leah Gallegos , der seit 1999 eine
.biz-TLD betreibt , erinnerte daran , dass die ICANNs Vorgänger die IANA den "
Alternativen " neue gTLDs zugesagt hatte . " Aber leider haben wir die nie
bekommen . " Im ICANN-Verfahren habe man sich nicht bewerben können , da die
Gebühr von 50.000 US-Dollar von einem kleinen Unternehmen wie seinem nicht
aufgebracht werden könne . Auf die Frage , ob ICANN das Recht habe , " sich
einfach über eine solche alternative Rootzone hinweg zu setzen " , beharrt Cerf
darauf , dass ICANNs Auftrag für ihn mit dem Bekenntnis zu einer zentralisierten
Rootzone verbunden sei . Ein Nachspiel könnte haben , dass Cerf auf die Frage
nach der 50.000-Dollar-Gebühr sagte , man habe inzwischen die Hälfte der Summe
ausgegeben . Das würde bedeuten , dass für die vom ICANN-Chef angeführten
Verhandlungskosten mit den sieben Gewinnern die Verlierer mit aufkommen müssen .
Die Vertreter von Register.com ( .pro ) und NeuStar ( .biz ) erklärten vor den
Abgeordneten brav , dass ihrer Meinung nach das Auswahlverfahren ganz korrekt
abgelaufen sei . Einzige Verbesserungsvorschläge von ihrer Seite : Ein weniger
gedrängter Zeitplan ( Elana Broitman , Register.com ) und härtere Kriterien in
Bezug auf technische Kompetenz bei der Vorauswahl ( Ken Hansen , Neustar ) .
Immerhin einen Sieg konnte die ICANN verzeichnen : Einen kompletten Neuanfang
der Reform des DNS will niemand so richtig . " Ich fürchte , wenn wir dem
Monster den Kopf abschlagen , wachsen ihm womöglich zwei nach " , sagte selbst
Gallegos , die allerdings für die Koexistenz mehrerer Rootzones plädierte . "
Wir sind nicht gekommen , damit uns der Kongress .travel gibt " , sagte der
Vertreter der IATA , David Short . An der Frage , ob die ICANN an öffentliche
Ausschreibungsverfahren nach US-amerikanischem Stil gebunden sein sollte oder
nicht , zeigte sich , dass der internationale Charakter der ICANN in der
US-Diskussion nicht grundsätzlich anerkannt ist . Der Jurist Michael Froomkin
warnte erneut davor , der ICANN außer rein technischen auch Regulierungsaufgaben
zu übertragen , die nur von der öffentlichen Hand übernommen werden könnten . Er
hatte bereits im vergangenen Jahr ICANNs politischen Spielraum als nicht mit der
US-Verfassung vereinbar bezeichnet . Der neue Telecom-Regulierer setzt auf
Wettbewerb Der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
, Matthias Kurth , braucht für seinen neuen Job keine Einarbeitungszeit . Seit
gut einem Jahr ist der 48-jährige Hesse bereits als Vize-Chef der obersten
Aufsichtsbehörde für die Telekommunikations- und Postmärkte tätig . Mehr
Wettbewerb in den ehemaligen Monopolmärkten ist ihm wie seinem Vorgänger
Klaus-Dieter Scheurle das wichtigste Anliegen . Einer der Schwerpunkte : Das
nach wie vor von der Deutschen Telekom dominierte Ortsnetz . Dass es unter
seiner Führung einen Kurswechsel in der Regulierungspolitik gibt und der
Ex-Monopolist Telekom auf mehr Nachsicht hoffen kann , ist ein Trugschluss .
Erst vor wenigen Wochen bekannte Kurth auf einer Online-Messe in Düsseldorf
Farbe : Dass seine Behörde für den Absturz der T-Aktie an den Börsen
mitverantwortlich sei , wie Telekom-Chef Ron Sommer mehrfach behauptete , wies
er entschieden zurück . In seinem neuen Amt bleibt Kurth kaum Zeit zum
Durchatmen . So steht in den nächsten Wochen die Entscheidung über die Preise
für die Teilnehmeranschlussleitung an . Die Telekom verlangt von ihren
Konkurrenten statt bisher 25,40 Mark eine Monatsmiete von 34 Mark . Für die
Regulierungsbehörde ist die Preisfestsetzung laut Kurth ein " Drahtseilakt " .
Auch bei der Pauschale für den Internetzugang ( Großhandels-Flatrate ) droht
Knatsch , wenn sich die Online-Anbieter nicht mit der Telekom einigen . Doch der
oberste Regulierer hat durch seine Tätigkeit als Richter am Landgericht
Darmstadt das Rüstzeug , um in den immer schärfer vorgetragenen Streitpunkten
abzuwägen . Außerdem genießt er als langjähriges Mitglied der
SPD-Landtagsfraktion in Wiesbaden das Wohlwollen und Vertrauen seiner
sozialdemokratischen Parteifreunde . Kurth hat die stürmische Entwicklung der
Telekom- und Postbranche aus verschiedenen Perspektiven mitgestaltet . So war er
Staatssekretär im hessischen Wirtschaftsministerium ( 1994 bis 1999 ) und
arbeitete als Vertreter des Bundeslandes an der Gestaltung des
Telekommunikationsgesetzes ( 1994 bis 1997 ) mit . Auch als Vertreter Hessens im
EU-Ausschuss der Regionen gehörte das vielfältige Thema
Kommunikationstechnologien zu seinen Arbeitsschwerpunkten ( 1994 bis 1998 ) .
Die Mühen und Nöte eines Jungunternehmens auf dem geöffneten
Telekommunikationsmarkt erfuhr Kurth als Geschäftsleitungsmitglied der
Festnetzgesellschaft Colt Telecom GmbH ( 1999 ) . Recht und Regulierung gehörten
in der Frankfurter Unternehmens-Zentrale zu seinen Aufgaben . IBM-Chef :
Computer sollten besser aufs Herrchen hören " Diese Technik ist schon heute
state of the art " , sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung von IBM
Deutschland . Es gelte nun , die Menschen darauf vorzubereiten . Besonders
begeistert zeigte sich Staudt , der seine nahen Zukunftsvisionen bei der
Eröffnung der neuen Räumlichkeiten der Berliner Polit-PR-Agentur Plato am
gestrigen Donnerstagabend ausführte , von der " ersten sprechenden Waschmaschine
" . Das von Miele stammende Wundergerät , das IBM auf der CeBIT im März
vorstellen will , soll allerdings nicht das Radio im Haushalt ersetzen . Das "
Sprechen " beschränkt sich auf die Kontaktaufnahme mit dem Kundendienst über das
Internet , um eine anstehende Wartung zu signalisieren . Zumindest die Familie
Staudt dürfte damit einige Sorgen los sein : Wie der nie um eine Anekdote
verlegene IBM-Chef berichtete , hätte bei den Stuttgartern bereits wiederholt
die Waschmaschine just immer wieder dann ihren Dienst quittiert , wenn sich die
Wäscheberge aus dem jüngsten dreiwöchigen Italienurlaub vor ihr auftürmten .
Auch dem Auto stehen Revolutionen bevor . Bleibt man trotz der tollen Ausrüstung
mal etwas länger im Stau stecken , hilft die Technik auch gleich weiter . " Das
beste Hotel in der Umgebung können Sie vom Auto aus buchen " , weiß Staudt .
Damit in Deutschland die Rahmenbedingungen für die vernetzte
Informationsgesellschaft stimmen , hat der sich selbst als " ehemaligen
PC-Verkäufer " bezeichnende Manager allerdings noch einige Wünsche an die
Bundesregierung . " Wir müssen die Politiker dazu anregen , avantgardistischer
zu denken und neue Dinge zu wagen " , hat Staudt während seiner bisherigen
Karriere erkannt . Gelungen scheint ihm das bereits mit der Green Card , deren
Einführung der IT-Verband Bitkom Bundeskanzler Gerhard Schröder vor der
letztjährigen CeBIT empfohlen hatte . Das erste Kontingent von 10.000
Arbeitsgenehmigungen für ausländische IT-Fachkräfte dürfte Mitte des Jahres
vergeben sein , rechnet Staudt . Da sich das Konzept bewährt habe , schlug er in
einem Pressegespräch vor seiner " Lecture " vor , die Green Card auf andere
Industrien auszuweiten . Denn " um unser Wachstum in Deutschland
aufrechtzuerhalten , brauchen wir Spezialisten aus aller Welt . " Staudt , der
auch den Vorsitz der Wirtschaft und Politik zusammenführenden Initiative D 21
inne hat , forderte die Bundesregierung außerdem dazu auf , es " mit dem
E-Government ernster zu nehmen " . Er drängt die Regierung , vor allem mehr
Beteiligungsmöglichkeiten für die betroffenen Bürger zu schaffen . Ein erster
Schritt sei die Möglichkeit zur offenen Kommentierung der Reformpläne des
Bundesdatenschutzgesetz , an der sich die Netzgemeinde in einem Webforum seit
vergangenem Jahr erstmals einbringen kann . Dagegen missfallen dem schwäbischen
IBM-Chef im Bereich der IT-Politik vor allem die Bestrebungen des
Bundesjustizministeriums , pauschale Urheberrechtsabgaben auf PCs , Festplatten
und Peripheriegeräte zu erlassen . Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin
versucht Staudt daher von der Qualität der DRM-Lösungen aus dem eigenen Hause zu
überzeugen . Dank Digital Rights Management ließen sich Musik- , Video- oder
Textdateien so verschlüsseln , dass nur ein kurzes Antesten der Werke durch die
Verbraucher möglich ist . " Bei jedem vollständigen Abruf wird dann eine Gebühr
fällig " , führte Staudt seine Vorstellung von Mautstationen auf dem
Daten-Highway aus . Auch die CDU-Internetkommission hatte sich diese Woche zu
Gunsten von DRM-Systemen und gegen pauschale Kopier-Abgaben auf PCs
ausgesprochen . Sie warnt in ihrer Erklärung allerdings auch davor , dass " die
vorhandenen Rechtemanagementsysteme noch nicht voll ausgereift " sind .
Insgesamt sieht der IBM-Manager trotz der noch zu leistenden Aufklärungsarbeit
bei Politikern die Chancen Deutschlands im Bereich Informationsgesellschaft und
New Economy weitgehend optimistisch . Die Pleiten und Kurseinbrüche am Neuen
Markt hätten zwar die Wirtschaftswelt " durcheinander gerüttelt " . Doch die
Startups waren seiner Prognose nach nur " das Wetterleuchten " . Der " große
Sturm " im E-Business komme jetzt , wo Unternehmenstanker wie Siemens , BASF ,
Daimler Chrysler und die Großbanken Millionen und Milliarden in das
elektronische Geschäft investieren würden . Größere Sorgen bereitet Staudt
dagegen noch die drohende digitale Spaltung der Gesellschaft . Um die Kluft
zwischen Usern und Losern zu vermeiden , will der IBM-Chef auch die eigene
Branche in die Pflicht nehmen : " Ich muss meinen PC genauso behandeln können
wie meinen Hund " , gab Staudt zum Amüsement der Zuhörer als Losung aus . Fünf
bis sieben klare Befehle müssten im Umgang mit dem Computer ausreichen .
SMS-Rausch in Deutschland Dies teilte der Verband der Anbieter für
Telekommunikation und Mehrwertdienste ( VATM ) mit . Besonders Jugendliche
scheinen sich an den kurzen Textbotschaften per Handy zu erfreuen . Allerdings
tauchen gerade für die Jüngeren auch Probleme auf : " Bei uns melden sich viele
Jugendliche , die neben anderen sozialen Problemen ihre Handy-Kosten nicht in
den Griff bekommen " , erklärte Gabriele Mankau vom Kinderbüro Frankfurt
gegenüber dpa . Lycos Europe geht Aktienausgabe im März an Lycos Europe , das
Gemeinschaftsunternehmen des Medienkonzerns Bertelsmann und des
Internet-Anbieters Lycos , will die Erstplatzierung am Neuen Markt , dem
Börsenplatz für Technologie-Aktien in Frankfurt , noch im März angehen .
Ursprünglich hatten die beiden Partner in dem Joint Venture eine Platzierung für
das erste Halbjahr 2000 angepeilt - offensichtlich wollen Bertelsmann und Lycos
nun dem Börsengang der Telekom-Tochter T-Online zuvorkommen . Lycos platziere
mehr Aktien als ursprünglich geplant , weil das Unternehmen künftige
Akquisitionen nicht nur in Aktien , sondern auch bar bezahlen werde . Details
zur Zeichnung der neuen Lycos-Papiere wurden allerdings noch nicht bekannt .
Japan : Bald mehr Handys als Festnetzanschlüsse Das japanische Telefon- und
Telekommunikationsministerium erwartet , dass in Japan Ende März die Zahl der
Mobilfunkverträge die der Festnetzanschlüsse übersteigt . Intel gibt
Umsatzwarnung und streicht 5.000 Stellen Nun trifft die PC-Flaute und die sich
abkühlende US-Konjunktur auch den weltweit größten Chiphersteller : Intel
erklärte am gestrigen Donnerstagabend , der Umsatz im ersten Quartal werde die
Erwartungen nicht erfüllen . Das Unternehmen teilte nach Börsenschluss weiter
mit , wegen der sich abkühlenden Wirtschaft und der rückläufigen Nachfrage für
Personalcomputer und Netzwerkausrüstungen müssten 5000 Arbeitsplätze abgebaut
werden . Analysten rechnen bei Intel mit 21 Cent Gewinn pro Aktie im ersten
Quartal . Der Umsatz im ersten Quartal 2001 werde um 25 Prozent niedriger sein
als im vierten Quartal 2000 , gab Intel nun bekannt . Im Januar hatte Intel
einen Umsatzrückgang von nur 15 Prozent vorhergesagt . Der Abbau von 5000
Stellen , der über neun Monate erfolge , entspreche sechs Prozent der
Gesamtbeschäftigtenzahl , sagte Intel . Den Stellenabbau hofft Intel vor allem
durch freiwilliges Ausscheiden von Mitarbeitern und normale Fluktuation
erreichen zu können . " Wir sehen nun eine Schwäche der Computer- und der
Telekommunikationsindustrie in allen Märkten " , erklärte Sean Malony , bei
Intel für das weltweite Markteting zuständig . Die Nachfrage sei absolut nicht
so , wie Intel sie gerne hätte . Der Konzern habe aber keine Marktanteile im
Markt für Desktop-PCs verloren . Aber die Nachfrage nach Servern sei stark
zurückgegangen , und daher seien auch die durchschnittlichen Erlöse für
Prozessoren , die Intel erzielen könne , gesunken . Intel-Manager betonten aber
erneut , dass man die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie für
Investitionen nicht zurückschrauben werde , wie dies an der Börse erwartet wurde
. Intel-Chef Craig Barrett hatte dies bereits vor einigen Tagen als keine
vernünftige Strategie bezeichnet : Die Krise werde wieder vorüber gehen , und
dann müsse man für den Aufschwung vorbereit sein . Im nachbörslichen Handel
fielen die Intel-Aktien um 8,3 Prozent auf 30,50 Dollar . Während der normalen
Handelszeiten hatte der Titel um 31 Cent auf 33,25 Dollar zugelegt . In den
zurückliegenden 12 Monaten büßten Intel-Aktien 42 Prozent ihres Wertes ein .
Mängel bei Websites europäischer Tourismusregionen Um reisewillige Surfer in
heimische Gefilde zu locken , sind auf den Websites europäischer Regionen noch
viele Verbesserungen nötig . Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für
Zukunftsstudien ( IZT ) in seiner Analyse von 170 regionalen europäischen
Webauftritten , die es jetzt zusammen mit seinen Forschungspartnern Deutscher
Tourismusverband und dem Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für
Fremdenverkehr ( dwif ) auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin
präsentierte . In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ( BMBF )
geförderten Projekt " Benchmarking Tourismus " sollte in erster Linie geklärt
werden , wie schnell der Gast die Websites europäischer Regionen im Internet
findet , ob die Internetpräsenzen kundenfreundlich und informativ sind und ob
die Angebote der Seite wie im Reisebüro sicher und einfach recherchiert und auch
gebucht werden können . So verfügen zwar bereits 95 Prozent der europäischen
Regionen über ein entsprechendes Tourismusangebot im Internet , aber nur 60
Prozent davon bieten auch eine englische Version an - die restlichen 40 Prozent
schließen damit ausländische Besucher von vornherein aus . Selbst Websites der
Bundesländer Brandenburg , Schleswig-Holstein , Baden-Württemberg , Thüringen
und Sachsen-Anhalt hatten zum Testzeitpunkt nur eine deutschsprachige Seite im
Angebot . Zudem ist nur jede zweite der untersuchten Websites über Suchmaschinen
wie Yahoo für den Surfer schnell auffindbar , da Keywords und Description
oftmals fehlen - was dazu führt , dass die Sites gar nicht oder erst unter "
ferner liefen " angezeigt werden und so nicht in das Blickfeld des Suchenden
gelangen . Auf Grund der oft fehlenden englischen Umsetzung der Seiten ist auf
internationalen Suchmaschinen meist gar kein Eintrag vorhanden . Noch schlechter
sieht es bei der Online-Buchung von Hotelzimmern aus . " Hierbei ist allerdings
zu berücksichtigen , dass die Umsetzung eines funktionierenden Buchungssystem
mit hohen Kosten verbunden ist " , erklärt Britta Oertel , die beim IZT die
Analyse leitete . Als Hauptgründe für die noch mangelhafte Ausstattung der
Websites machen die Autoren der Untersuchung hauptsächlich Innovationsprobleme
in den Fremdenverkehrseinrichtungen verantwortlich . " Hier ist die Bereitschaft
, wofür Geld ausgegeben wird , zum Teil recht unterschiedlich " , erklärt Oertel
und fügt süffisant hinzu : " Es ist eben nicht leicht , seinen normalen
Trampelpfad zu verlassen und neue Wege zu gehen . " Schätzungsweise nur 2
Prozent der Reiseangebote werden derzeit auch tatsächlich über das Internet
verkauft . Die Qualität der Websites steigt und fällt aber auch mit der Zahl der
Internetnutzer in den jeweiligen Regionen , aber auch mit anderen
Tourismusstrukturen wie Pauschalreiseverkehr , die in einigen Regionen typisch
sind . Während die Angebote in Griechenland und Mallorca zum Teil katastrophal
sind , stehen in Europa Großbritannien , Dänemark , Holland und Österreich als
Vorbilder ganz gut da , teilweise auch durch Zusammenarbeit im Rahmen eines "
private public partnership " . So unterstützt zum Beispiel in Holland die
Fluglinie KLM den Aufbau und die Betreuung der Seiten . " Obwohl in Europa vor
allem die regionalen Webseiten von Österreich und Großbritannien neue Maßstäbe
in Bezug auf den Leistungsumfang , die Informationstiefe und die
Kundenfreundlichkeit setzen , haben wir auch in vielen anderen Regionen gute
Beispiele identifiziert " , resümiert Thomas Feil vom dwif . So überzeugt
beispielsweise die italienische Region Trentino durch Mehrsprachigkeit ,
nutzerfreundliche Navigation und leichten Zugang zu Informationsmaterial . Die
französische Region Auvergne oder auch Schottland locken den künftigen Gast mit
Tourenvorschlägen . Bremen und Berlin überzeugten die Tester dagegen durch ihre
durchdachte Online-Buchungsmöglichkeiten von Beherbergungsbetrieben . Um auch
die Regionen zu unterstützen , deren Webauftritt noch nicht perfekt ist , wollen
die Tourismus-Wissenschaftler einen Erfahrungsaustausch zwischen den
Fremdenverkehrseinrichtung in Europa organisieren . " Hierfür bietet die
Benchmarking-Methode ideale Voraussetzungen " , erläutert Britta Oertel . " Denn
nicht das Aufzeigen von Defiziten oder das Küren von Wettbewerbssiegern steht im
Mittelpunkt der Benchmarking-Idee , sondern das Lernen von den Besten . "
Schließlich werden die Touristen nur dann verstärkt die regionalen
Tourismusangebote im Internet nutzen , wenn dort europaweit kundenfreundliche
und informative Angebote bereitgestellt werden . Besonders für jene Regionen ,
die für Individualreisende in den Reisebüros oftmals gar nicht buchbar sind ,
ist das eine Chance . Telekom wählt britischen Investor aus Die Deutsche Telekom
hat Exklusivgespräche mit dem britischen Immobiliendienstleister Trammell Crow
Savills ( TCS ) aufgenommen , der ihre Tochtergesellschaft DeTe Immobilien
sanieren solle , will die Financial Times Deutschland von zuverlässigen Quellen
aus Unternehmenskreisen erfahren haben . Alle beteiligten Unternehmen lehnten
auf Anfrage Stellungnahmen zum Sachverhalt ab . Die exklusiven Verhandlungen ,
die zu Anfang der Woche aufgenommen und auch vom Aufsichtsrat der
Telekom-Tochter DeTe Immobilien genehmigt worden seien , würden als Erfolg
versprechend gelten . " Die Wahrscheinlichkeit , dass der Deal klappt , ist hoch
" , sagte ein leitender Telekom-Mitarbeiter dem Blatt . TCM und Telekom haben
nach dem Bericht über ein halbes Jahr miteinander geredet und sind in den
Gesprächen weit fortgeschritten . Den Kürzeren beim Poker um die
Exklusivverhandlung habe die renommierte Londoner Beratungsfirma Jones Lang
Lasalle gezogen , die in der Endausscheidung am vergangenen Wochenende knapp
unterlegen sei . Wie vor kurzem die Telekommunikationskonzerne British Telecom
und Swisscom wolle sich auch die Deutsche Telekom von ihrem Immobiliengeschäft
trennen . Mit den Erlösen sollten vor allem die Schulden beglichen werden . TCS
verhandele über eine Beteiligung von 49 Prozent an DeTe Immobilien , hieß es
weiter . Cisco streicht 5 Prozent der Stellen Alles passiert irgendwann zum
ersten Mal : Und das gilt auch für Cisco . Nachdem der Marktführer bei
Internet-Routern erstmals seit 13 Geschäftsquartalen die Erwartungen der Wall
Street nicht erfüllen konnte , folgen nun auch noch Stellenkürzungen . Anfangs
besagten Gerüchte aus Unternehmenskreisen , Cisco wolle fünf Prozent seiner
Belegschaft entlassen ; nun bestätigten Cisco-Sprecher , der Konzern werde zu
Stellenkürzungen greifen , um die Kosten zu senken . Insgesamt sollen
tatsächlich fünf Prozent der Arbeitsplätze wegfallen ; Cisco hofft aber , dies
durch normale Fluktuation und Einschränkungen bei der Beschäftigung von
Zeitarbeitern und freien Mitarbeitern bewerkstelligen zu können . Als Grund für
die Maßnahmen , die durch eine Kürzung des Dienstreisenbudgets um 60 Prozent
ergänzt werden , gibt Cisco die rückläufigen Verkäufe an Telecom-Konzerne und
andere Großkunden an . Laut Cisco-Chef John Chambers hat der Konzern in den
letzten sechs Monaten rund 23.000 Leute angeheuert und damit seine
Mitarbeiterzahl mehr als verdoppelt . Momentan hat Cisco 44.000
Vollzeit-Beschäftigte und 5.500 Angestellte mit Zeitverträgen . Cisco ist nicht
der erste Netzwerkkonzern , der angesichts der schwierigen Lage auf den
Telekommunikationsmärkten zu drastischen Maßnahmen greift . 3Com , Lucent und
Nortel beispielsweise kündigten bereits ebenfalls Stellenstreichungen an . "
Selbstkontrolle Multimedia " gegen Cyberpolizei und Zensur Die vor dreieinhalb
Jahren gegründete Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter ( FSM )
wehrt sich gegen die ihr immer wieder untergeschobene Rolle , zusammen mit ihrer
Dachgesellschaft INHOPE eine internationale Cyberpolizei zu spielen . Themen wie
dem Jugendschutz oder der Verhinderung von neonazistischem Gedankengut könne man
sich nur nähern , wenn man die kulturellen Werte und Gesetze in anderen Ländern
im Auge behalte . Vor allem wehrt sich die FSM gegen Vorhaben , internationale
Filter gegen bestimmte Netzinhalte einzuführen . " Die Anbieter können nicht
gezwungen werden , alle ihre Inhalte zu bewerten und in eine Ratingskala
einzuordnen " , meint Waldenberger . Das sei ein unglaublich aufwendiges und
letztlich nicht durchführbares Verfahren . Als zahnloser Tiger will das
Selbstkontrollorgan der deutschen Internet-Wirtschaft allerdings auch nicht
dastehen . " Die Freiwillige Selbstkontrolle ist ein Reizthema " , gibt
Waldenberger zu . " Viele rufen nach einer internationalen Cyberpolizei oder
wollen , dass der Staat Zensur ausübt . " So hatte der Zentralrat der Juden erst
jüngst angekündigt , gegen Internet-Provider klagen zu wollen , die den Zugang
zu so genannten " Hass-Seiten " von Deutschland aus nicht sperren . Doch von
derartigen Forderungen hält der FSM-Vorstand wenig . Er setzt auch im
internationalen Bereich auf die Selbstkontrolle der Provider . Über INHOPE könne
man mit guten Argumenten erheblich schneller und unbürokratischer an die
Provider im Ausland herankommen und mehr ausrichten als die Behörden , meint
Waldenberger . Denn strafrechtlich sind deutschen Polizeistellen oft die Hände
gebunden , da neonazistische Parolen beispielsweise in den USA vom Recht auf
freie Meinungsäußerung geschützt sind . " Wir können den betroffenen Providern
dagegen mit der Frage konfrontieren , ob sie sich wirklich mit den aufgefundenen
Inhalten identifizieren wollen , und ihnen nahe legen , sie aus den Netz zu
nehmen . " Seit die öffentliche Diskussion rund um das Aufblühen des Neonazismus
im Sommer breite Kreise gezogen hat , verzeichnet die FSM einen "
explosionsartigen Anstieg " der Eingaben von Surfern von wenigen Hundert 1999
auf 1587 im Jahr 2000 . Allein bis Ende Februar 2001 seien erneut 225 Hinweise
eingegangen , berichtet Heiko Wiese , Rechtsanwalt und Vorprüfer des Organs .
Doch die FSM fühlt sich für das Gros der Beschwerden nicht zuständig , da sich
die monierten Websites auf ausländischen Servern befinden . Nur in 274 Fällen
wurden die beanstandeten Inhalte von Deutschland aus angeboten . Davon hatten
131 einen rechtsradikalen Hintergrund . 64 Nutzer beschwerten sich wegen
pornografischen Inhalten , 18 wegen Gewaltdarstellungen . " Es gibt immer wieder
Wellen " parallel zur Medienberichterstattung , sagt Waldenberger . So sei 1999
fast nur Kinderpornografie gemeldet worden . Von den 274 Beschwerden im
vergangenen Jahr , die in das Aufgabengebiet der FSM fielen , erwiesen sich 42
Prozent als berechtigt . In diesen Fällen schreibt die FSM den Inhalteanbieter
an und bittet um eine Stellungnahme zu dem erhobenen Verdacht . " Fast 80
Prozent der Beschwerden haben sich damit erledigt " , führt Wiese aus , da die
Betroffenen ihre Inhalte zurückziehen würden . In 20 Fällen musste die FSM
allerdings auch eine offizielle Beschwerde bei den Inhalteproduzenten sowie bei
den Providern einreichen , die beanstandete Angebote parat hielten . " Die
deutschen Provider reagieren darauf in der Regel sofort " , freut sich Wiese .
Schließlich seien sie gesetzlich nach Paragraph 5 des Teledienstegesetzes auch
dazu verpflichtet . Theoretisch könnte eine Rüge der FSM folgen , die der
Anbieter dann analog zu den Regeln des Presserats - dem Selbstkontrollorgan der
" alten " Medienwelt - veröffentlichen müsste . Letztlich drohe auch der
Ausschluss aus dem FSM . Die Macher des Gremiums sind sich aber im Klaren
darüber , dass sie oft gegen Windmühlen kämpfen . " Wer bewusst volksverhetzende
oder rechtsradikale Inhalte verbreiten will , geht ins Ausland " , weiß Wiese .
Die FSM sieht sich daher nur als Teil eines " Gegennetzes " und weltweiten
Puzzles . Kooperationen will sie nicht nur im internationalen Rahmen sondern
auch mit Initiativen der gesellschaftlichen Kontrolle wie dem Verein N@IIN - No
Abuse in Internet vorantreiben , der im Herbst eine Meldestelle für
rechtsradikale Seiten im Web eröffnet hatte . Mehr dazu in Telepolis :
Selbstkontrolle statt Cyberpolizei und Filter ? . Was war . Was wird . Wie immer
möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Was war Jetzt bist du sogar in den Bundestag gekommen .
Als armer Inder , der die Post für Rüttgers Wahlaktion bearbeitet , hat dich ein
Mensch von der SPD geoutet . Aber so ist die Wacht des Web oder die Macht des
Tickers . Als ich Freitag vor einer Woche bei der CDU anrief und nachfragte ,
was denn mit den Postkarten geschehen sollte , war von einer Mailingaktion die
Rede . Und von einer Datenbank , die für die Adressenpflege eingesetzt werde .
Weiteres Material wolle man den Bürgern zukommen lassen , erklärte schon Jürgen
Rüttgers zuvor im Fernsehen . Da zählte ich 1 und 1 zusammen . Heute kann ich zu
deiner Beuhigung sagen : Es passiert nichts mit den Daten . Gar nichts . Sie
bleiben intakt und geschützt , sagt die CDU . Die Adressen auf den Postkarten
werden gezählt und ausgeschnitten . Dann werden all die Adressen auf die
weiterführenden Broschüren geklebt und alles geht zur Post . Bei dieser Aktion
wirst Du nicht benötigt . Es werden überhaupt keine Inder und auch keine Kinder
damit beschäftigt sein . Ich werde eine Karte in Deinem Namen unterschreiben ,
damit Du auch in Kalifornien weißt , worum es geht . Machen wir der CDU diese
kleine Freude . Dann kann sie Deine Datenbank auch weiterhin unbesorgt einsetzen
. Dein Hal . ( BCC an alle Leser des Heisetickers ) . Wahrscheinlich wird es ihn
nicht interessieren , ob ein gewisser Herr Struck , seines Zeichens
Fraktionschef der SPD im Bundestag , die kleine Anmerkung eines Kolumnisten im
Web parteipolitisch auszuschlachten gedenkt . Nachdenklich macht es schon :
Offensichtlich meint die SPD , die Kampagne des Herrn Rüttgers nur dadurch
kontern zu können , dass sie eine Anekdote am Rande ausschlachtet . Ob die CDU
nun Software einer Firma einsetzt , die von einem Inder oder von einem
Amerikaner oder von Marsmännchen gegründet wurde , sollte für die politische
Argumentation doch eigentlich belanglos sein . Aber den Herren und Damen der SPD
steckt wohl noch der hessische Landtagswahlkampf in den Knochen : Argumente
halfen ihr angesichts der Kampagne des Herrn Koch gegen die doppelte
Staatsbürgerschaft nicht weiter ; zumindest fielen der SPD keine guten ein .
Oder sollte es der verzweifelte Versuch sein , informationstechnische Kompetenz
zu zeigen ? Da blamiert sich jeder , so gut er kann : Muss er auch nicht können
: Wenigstens sprach er nicht von Milchwirtschaft und Italien-Tourismus - etwas
weiter als Herr Kohl , der angesichts der Datenautobahnen auf das
Verkehrsministerium verwies , sind neuzeitliche Politiker inzwischen schon . Da
sprach ich bei Umang Gupta doch tatsächlich von Bangalore . Grundfalsch . Umang
machte seinen ersten Universitätsabschluß beileibe nicht in Bangalore , sondern
am Indian Institute of Technology . Das , an dem Umang Gupta seinen Abschluss
machte , ist in der Stadt Kanpur beheimatet . Und die liegt in Uttar Pradesh ,
was wiederum ein Teil von Indien ist . Hier zu Lande scheint die " New Economy "
ganz die alte zu sein ... Angeblich erfolgt die gesamte Mitgliederverwaltung
ausschliesslich mit Microsoft Office ohne jegliche Datenbank . Sagt zumindest
die CDU . Befällt ein Makro-Virus ein Word-Dokument , wird vielleicht ein
Mitglied gelöscht . So einfach ist das wohl . Die CDU-Mitglieder , die
vielleicht während ihrer Arbeit mit Microsoft Office arbeiten , mögen jetzt
zusammenzucken : Daten von rund 630.000 Mitgliedern , die die CDU nach eigenen
Angaben hat , mit Microsoft Office verwaltet ? Da beruhigt es doch ungemein ,
das woanders die Software auch nicht fehlerfrei ist . Nehmen wir die USA , das
Land , in dem die einzig echte Green Card ausgegeben wird . Eigentlich darf die
Einwanderungsbehörde nur 65.000 Green Cards ausgeben . 1998 beschloss der
Kongress , diese Zahl temporär auf 115.000 anzuheben . Nun ist bei einer
Überprüfung durch die Firma KPNG Consulting herausgekommen , das vielleicht
10.000 oder 20.000 Green Cards über diesem Limit erteilt wurden . Das alles ist
sowieso des Teufels , sagt der Erzbischof von York in Großbritannien . Diese
Technologie ( und er meint das Internet ) ist etwas , das uns auffressen könne ,
meint er . Das Internet hat das Potenzial des Teufels , betont der Gottesmann .
Warum machen wir uns also Sorgen ? Und das mit Recht ; denn alles , was entsteht
, ist wert , dass es zugrunde geht . Da ist es doch irgendwie tröstlich , dass
auch der York'sche Bischofspalast ( mit Namen Bishopthorpe ) vor kurzem einen
Internet-Anschluss bekam . Bei der GMD in Sankt Augustin setzen die
Fusionsenergien mit der Fraunhofer-Gesellschaft massenhafte Kündigungen durch
Top-Informatiker frei , die aus dem Land wollen . Für die Not leidende deutsche
Industrie sind diese internationalen Spitzenforscher ja zu alt , aber für die
Erziehung unserer Kinder zu Informatik-Indern wäre doch jedes Mittel recht .
Schaffen wir Anreize ! " Die deutsche Green Card ist nicht sexy genug " , soll
ein eingeladener GMD-Forscher gesagt haben . Ich möchte alle Leser auffordern ,
an unserem kleinen Green-Card-Design-Wettbewerb mitzumachen . Eine sexy Karte
als JPEG in feschem Grün ist gefragt ! Ausgeschlossen von dem Wettbewerb sind
alle Mitarbeiter des Heise-Verlags und alle Angestellten der Krankenkassen , die
sich mit dem abgeschnittenen Menschen-Logo auf den Versichertenkarten
disqualifizierten . Was wird Gut möglich , dass so eine sexy Green Card eines
Tages sehr nützlich sein kann , wenn man einen neuen Job sucht . Sie weist Sie
als Leser von Heise-Blättern und -Tickern aus , so etwas bildet ! Präsident
Clinton hat zugegeben , zwei oder dreimal in einer Computerzeitschrift
geblättert zu haben . Bill Clinton strebt nach dem Ende seiner Präsidentschaft
eine Karriere als Redner im High-Tech-Sektor an . Clinton möchte dabei den Kampf
gegen die " digitale Kluft " weiter führen , die reiche Surfer und arme
Fernsehgucker voneinander trennt . Wie heißt noch das Motto dieser Comdex ? "
All Business is E-Business . " Jeder bekommt das Motto , das er verdient : "
Cool Men in the Hot Desert " nennt sich eine Veranstaltung , die das Hubert
Burda Center for Innovative Communications vom 14. bis 17. Mai 2000 an der Ben
Gurion Universität im israelischen Beer Sheva abhält . In der heißen Wüste
sollen sich Experten , Forscher und StartUps über die New Economy unterhalten .
Die New Economy in der Wüste , das gibt ein cooles Bild voller T-Motion . Aber
das ist ja der Name für das neue Multimedia-Venture von T-Online und T-Mobil .
Wahrscheinlich wurde T-Motion am Rande einer sehr heißen Wüste ersonnen . CDU
kritisiert Fusion von GMD und Fraunhofer Die von Bundesforschungsministerin
Edelgard Bulmahn forcierte Fusion zwischen dem GMD-Forschungszentrum und der
Fraunhofer-Gesellschaft ist bei der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auf Kritik
gestoßen . Der CDU-Forschungspolitiker Thomas Rachel warf der Bundesregierung am
Sonntag falsche Weichenstellung in der Forschungspolitik vor : Mit der "
zwangsverordneten Fusion " vertreibe man namhafte Informatiker ins Ausland .
Gerade in einer Zeit , in der die Bundesregierung nach ausländischen Experten
aus der Informations- und Kommunikationsbranche rufe , sollte sie mit ihrer
Politik mit den vorhandenen deutschen Spitzenkräften " pfleglich umgehen " ,
erklärte Rachel . Er verwies dabei auf die anhaltenden Proteste der
GMD-Mitarbeiter . Bisherige Kooperationen mit Domain-Vertreibern waren dagegen
nicht sehr erfolgreich verlaufen : Der Vertrag mit einer kanadischen Firma , mit
der man sich die Einnahmen aus dem Verkauf von Adressen in der .tv-Domain teilen
wollte , war geplatzt . Der Vertrag mit DotTV sieht allerdings nicht die
Bezahlung der gesamten Summe in einem Betrag vor , sondern vierteljährliche
Überweisungen an Tuvalu . Die Zahlungen machen den größten Batzen im Haushalt
von Tuvalu aus : " Wir sind sehr , sehr , sehr arm , aber jetzt erhalten wir
etwas Geld durch die Vermarktung einiger unserer Besitztümer wie eben .tv " ,
erklärte Koloa Talake , Mitglied von Tuvalus Parlament , laut der amerikanischen
Nachrichtenagentur AP . Glaubt man den Angaben auf der Web-Seite von DotTV ,
dürfte sich das Geschäft für die Firma recht lukrativ entwickeln . Bei einzelnen
Versteigerungen für Adressen in der .tv-Domain sollen beispielsweise bereits
zwischen 4.000 US-Dollar ( für coke.tv ) und 27.000 US-Dollar ( für i.tv )
geboten worden sein . Nach Angaben von DotTV gegenüber AP hätten Tests in der
vergangenen Woche ergeben , dass er 200 Internet-Adressen in der .tv-Domain für
rund 300.000 US-Dollar verkaufen konnte . Liste mit Nazi-Beutekunst im Internet
Die Bundesregierung unternimmt von Montag an einen neuen Versuch , jüdischen
Besitzern ihre von den Nazis geraubten Kunstwerke zurückzugeben . Dafür soll
eine Liste mit 2200 Kunstwerken ins Internet gestellt werden . Die so genannte
Linzer Liste ist benannt nach der österreichischen Stadt Linz , wo sich Adolf
Hitler ein großes Museum mit geraubten Kunstwerken jüdischer Besitzer bauen
lassen wollte . Kulturstaatsminister Michael Naumann will die Liste am Montag in
Berlin vorstellen und erläutern . In ihr sind Kunstwerke , Archivalien und
Objekte verzeichnet , die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht an die
Eigentümer zurück gegeben werden konnten und derzeit im Besitz des Bundes sind .
Die Informationen sollen auf der Internetseite der Koordinierungsstelle der
Länder für die Rückführung von Kulturgütern einzusehen sein . Rabattmarken für
Jäger und Sammler im Internet Das Prinzip klingt einfach : Man kauft etwas , was
man ohnehin kaufen würde , sammelt Bonuspunkte und wird dafür belohnt .
Rabattmarken und -heftchen haben nicht nur in Großbritannien Konjunktur , wo
selbst die Queen Supermarktcoupons aus der Zeitung sammeln soll , sondern sind
auch im deutschen Handel im Trend . " Rabattmarken erleben eine gewisse
Renaissance " , sagt Hubertus Pellengahr vom Hauptverband des Deutschen
Einzelhandels in Köln . Wer im Internet einkauft , kann sich vorher kostenlos
bei den Anbietern von digitalen Rabattmarken registrieren lassen . Je nach
Einkaufswert erhält der Kunde Punkte . Diese " webmiles " , " Bonuspunkte " oder
" eBuxx " werden später gegen Prämien eingetauscht . Auch das schlichte Surfen
wird belohnt : So gibt es schon für das Ausfüllen eines Fragenbogens Punkte . "
Das ist eine Win-win-win-Situation " , meint die Sprecherin des Münchner
Unternehmens webmiles , Aisha Seitz . Aus dem Marketing-Deutsch übersetzt heißt
das : Gut für den Internet-Kunden , für die Geschäftspartner und das Unternehmen
selbst . webmiles ( " Einloggen , einsammeln , einsacken " ) selbst ist ein
Paradebeispiel für ein so genanntes Startup-Unternehmen : das Büro im Loft ,
lockere Atmosphäre und ein Durchschnittsalter von 28 Jahren . Ein Jahr nach der
Gründung hat webmiles 60 Mitarbeiter , mehr als 100.000 registrierte User und
expandiert in London und Paris . Täglich melden sich dort nach eigenen Angaben
1.500 Surfer an und zehn potenzielle Geschäftspartner bekunden ihr Interesse .
Auch andere Anbieter wie eCollect oder bonus.net haben das Marktpotenzial
erkannt und verkaufen digitale Bonussysteme an Unternehmen . Der Geschäftsführer
von bonus.net , Christian Rehm , spricht schlicht von einem " Tante-Emma-Effekt
" und vom " Jäger und Sammler in uns allen " . Bereits knapp 100.000 User haben
sich laut Rehms seit Oktober bei bonus.net angemeldet . Für die Geschenke aus
dem Prämienshop muss man allerdings hartnäckig sammeln und ein
leidenschaftlicher und ziemlich kaufkräftiger Internetnutzer sein . Für einen
Einkauf für 2.000 Mark bei Quelle gibt es zum Beispiel 300 webmiles , die man
beispielsweise gegen ein Taschenradio einlösen kann . Bonus.net winkt mit
Traumreisen und Karten für die Fußball-Europameisterschaft , webmiles mit
Freikarten für die Festspiele in Bayreuth . Sogar ein Abo für Zahnbürsten oder
die Insel Raspberry locken im webmiles-Prämienshop . Für diese Insel vor der
kanadischen Küste müsste man allerdings etwa ungefähr 10.000 mal im Internet
eine Kurzreise ( im Wert von bis zu 500 DM ) bei TUI buchen .
Verbraucherschützer sind beim Thema Rabattmarken eher skeptisch . " Rabattmarken
sind inflationär " , meint Rechtsexpertin Edda Castello von der
Verbraucherzentrale Hamburg . Durch sie würde der Verbraucher weniger auf die
Preise achten und sich von einer " rationalen Kaufentscheidung " entfernen .
Aber : Middelhoff : Der User bestimmt die Wissensgesellschaft
Bertelsmann-Vorstandsvorsitzender Thomas Middelhoff geht davon aus , dass der
Verbraucher bestimmt , wie die zukünftige Wissensgesellschaft aussieht . Im
Rahmen des Medienkongresses Hamburger Dialog erklärte er gestern : " Der
Konsument entscheidet , was er sehen will " . Derzeit wollten 8,5 Prozent der
TV-Zuschauer , besonders die 14- bis 29-jährigen , die RTL-Containersoap Big
Brother sehen . Der Bertelsmann-Konzern ist Großaktionär von RTL . " Was die
Wissensgesellschaft ist , bestimmt der User . " Big Brother erfreue sich auch
bei Intellektuellen großer Beliebtheit . " Wer weiß denn , wie viele gebildete
Bibliothekare sich Pornos auf dem PC ansehen ? " , fragte der Bertelsmann-Chef ,
der ein gesellschaftliches Bedürfnis nach " Tutti-Frutti-TV " konstatiert . Zu
Auswüchsen wie Pornografie und Gewaltverherrlichung dürfe es dabei allerdings
nicht kommen , erklärte Middelhoff . Zugleich betonte er , die aufgeregte
Diskussion um die Auslieferung von Hitlers Mein Kampf via Internetbuchhandel sei
ihm unverständlich . " In Deutschland wird immer schnell nach Regulierung und
Zensur gerufen " , kritisierte Middelhoff . Dabei gebe es nicht einmal ein
Gesetz , das die Auslieferung von Mein Kampf in Deutschland verbiete .
Deutschland solle sich am Verhalten der Amerikaner orientieren , dort bestimme
die Nachfrage das Angebot , und dort verstehe man die Aufgeregtheit über Mein
Kampf nicht . In fünf bis zehn Jahren wird es laut Middelhoff ohnehin keine
Diskussionen um Inhalte wie Big Brother mehr geben , denn dann gebe es " das
Fernsehen on Demand " . Hier werde der Zuschauer vor großen Plasmabildschirmen
sitzen und sein Programm per Spracheingabe bestellen . Auch abgerechnet werde
dann individuell . Kabelsalat beim Internet über TV-Kabel Zur Auswahl stehen der
amerikanische DOCSIS-Standard ( Data Over Cable System Interface Specification )
und die in Europa entwickelte Norm DVB-RCC ( Digital Video Broadcasting Return
Channel for Cable ) . So rüstet die Regionaltochter Berlin/Brandenburg , die dem
Vernehmen nach nicht zum Verkauf steht , in einem Pilotprojekt ihr Netz im
Zentrum Berlins mit 680.000 angeschlossenen Haushalten rückkanalfähig nach dem
DVB-Standard auf . Doch an diese Entscheidung sind die Käufer der anderen
Regionalgesellschaften nicht gebunden . Fachleute sehen bereits eine neue
deutsche Teilung heraufziehen . " Die Nutzer werden nicht in der Lage sein " ,
befürchtet Robert Fuerst vom Chip-Hersteller Infineon Technologies , " ihr
Kabelmodem , das sie im Einzelhandel erworben haben , beim Umzug in einen
anderen Netzbereich in die neue Wohnung mitzunehmen " . Japanischer
Telekom-Riese drängt nach Europa Mit einer milliardenschweren Investition drängt
der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo auf den gewinnträchtigen europäischen
Mobilfunkmarkt . Die Transaktion soll in sechs bis acht Wochen abgeschlossen
sein . Dann will KPN seine Tochter KPN Mobile wie angekündigt an die Börse
bringen . Der genaue Preis für den 15-prozentigen Anteil hängt von eben diesem
Börsengang ab : Falls dieser bis 31. Juli zu einem Preis von mindestens 21 Euro
je Aktie erfolgt , will NTT 25 Euro je Anteil zahlen . Bei einem
Einführungspreis von weniger als 21 Euro will NTT eine Prämie von 18,5 Prozent
über dem Einführungspreis zahlen . Falls sich der Börsengang verzögere , sei NTT
nicht mehr an das Angebot gebunden . Erst Ende vergangener Woche war eine Fusion
von KPN mit dem spanischen Telekom-Konzern Telefonica gescheitert . KPN Mobile
sei eine " exzellente Plattform , um seine Expansion in die europäischen Märkte
zu starten " , erklärte der Präsident von NTT DoCoMo , Keiji Tachikawa laut
einer Presseerklärung . Die Firma ist vom Marktwert her Japans größtes
Unternehmen . In zahlreichen Berichten der vergangenen Wochen war darüber
spekuliert worden , dass NTT und KPN gemeinsam für den britischen
Mobilfunkanbieter Orange bieten werden , den Vodafone AirToch wegen seiner
Übernahme von Mannesmann aus kartellrechtlichen Gründen verkaufen muss .
Zusammen wollen KPN Mobile und NTT auch Möglichkeiten für UMTS in Europa
ausloten . Mit NTT habe man auch während der Verhandlungen mit Telefonica
gesprochen , bestätigte KPN . Im vergangenen Jahr hatte sich KPN bereits mit dem
US-Unternehmen BellSouth zusammengetan , als die Niederländer den deutschen
Mobilfunkanbieter E-Plus erwarben . BellSouth sicherte sich dabei das Anrecht ,
einen 20-prozentigen Anteil an KPN zu erwerben . Die geplatzte Fusion mit der
spanischen Telefonica hat die niederländische KPN offenbar schnell verdaut : Mit
NTT DoCoMo angelte sich die Telefongesellschaft den japanischen Mobilfunkriesen
als Partner für die eigene Expansion und eröffnet diesem den Zugang zum
europäischen Markt . Nach Einschätzung von Experten ist der
niederländisch-japanische Verbund erst der Auftakt einer neuen Welle von
Kooperationen und Partnerschaften im Mobilfunk . Angetrieben wird die Neuordnung
durch ein Zauberwort , das die Branche entzückt : UMTS - der neue
Technikstandard im Mobilfunk . In Deutschland könnte die für Jahresmitte
geplante Auktion sogar einen dreistelligen Betrag einspielen . " Die Preise
spiegeln das Szenario im Mobilfunk und seine Wachstumsaussichten wider " , sagt
Holger Grawe , Telekom-Analyst der WestLB Panmure in Düsseldorf . Doch die
Lizenzkosten seien wesentlich höher als erwartet . " Am Ende wird der Kunde die
Zeche zahlen " , sagt Grawe . Mit UMTS ( Universal Mobile Telecommunications
System ) wird der drahtlose Zugriff auf das Internet , auf Bilder , Videos und
Musik ermöglicht und wesentlich beschleunigt . Mobiltelefone sollen sich so zu
kleinen Multimedia-Terminals für die Tasche entwickeln . Der neue Standard ist
bis zu 30 Mal schneller als ISDN und bis zu 200 Mal schneller als die heutigen
Handys . Da die Anzahl der Bewerber die zu vergebenden Lizenzen weit übersteigt
, positionieren sich die Unternehmen neu . Ein Konzentrationsprozess sei
unvermeidlich , resümiert Ralf Hallmann von der Bankgesellschaft Berlin . Dabei
seien " die Kosten für die Lizenzen für ein einzelnes Unternehmen nur schwer zu
stemmen " und der Konsolidierungsdruck durch UMTS ungeheuer hoch . Nicht durch
Geschäftspläne lassen sich die Unternehmen leiten , sondern durch Aussichten auf
ein glänzendes Geschäft . Der Mobilfunk gilt in der Telekommunikation als die
Wachstumssparte schlechthin . Und wenn das Internet mit UMTS mobil und das Handy
multimediafähig wird , erhoffen sich die Betreiber zusätzliche Profite . Wer im
Bieterwettkampf passt , muss sich nach Partnern umsehen . Riskant ist der Poker
um die Rechte vor allem für die Neueinsteiger . Sie müssen neben den
Investitionen zum Aufbau der Netze auch noch an entsprechende Kundenzahlen
kommen . Andere sind dagegen heiß umworben - zum Beispiel Orange Plc . Der
britische Mobilfunkbetreiber , noch Tochter des Mannesmann-Konzerns , muss im
Zuge der Übernahme der Düsseldorfer durch Vodafone AirTouch aus
Wettbewerbsgründen verkauft werden . Die besten Chancen im internationalen
Mobilfunkgeschäft hat nach Expertenmeinung die britische Vodafone-Gruppe , die
sich nach der Übernahme von Mannesmann weit von den Konkurrenten Deutsche
Telekom , France Telekom und British Telecom abgesetzt hat . Zwei bedeutende
UMTS-Lizenzen hat das Unternehmen in diesem Jahr in Spanien und Großbritannien
erhalten - ebenso British Telecom . Bei der Deutschen Telekom und der France
Telecom waren es jeweils eine . Darin seien die Kosten für den Erwerb der
Lizenzen nicht erhalten . Erst vor einem Jahr war die Fusion mit der Deutschen
Telekom geplatzt . Jörg Natrop , Telekom-Analyst der Düsseldorfer WGZ-Bank ,
hält eine Neuauflage durchaus für möglich : Für den rosa Riesen sei " die
Telecom Italia nach wie vor ein Thema " . HP-Server mit Biss Hewlett-Packard
präsentiert eine neue Server-Linie für den Einstiegsbereich . Mit den Piranhas
der A-Klasse will man vor allem dem Erzrivalen Sun die Zähne zeigen . Zielgruppe
für die Systeme sind laut HP vor allem Service-Provider und
Internet-Startup-Firmen . Die Rechner beruhen auf PA/RISC-CPUs und werden
wahlweise mit HP/UX oder Linux vorkonfiguriert . Ausserdem sollen sie Nokias
WAP-Server , die Search-Engine von Infoseek und eine Load-Balancing-Software von
Resonate enthalten . Durch das flache Gehäuse in Form einer Pizzaschachtel
lassen sich bis zu 20 Server in ein Rack packen . Startup-Companies bietet HP
besondere Finanzierungsmodelle , die sich an der projektierten Umsatzentwicklung
der Firmen orientieren . Erste A-Klasse-Server mit Linux will HP im vierten
Quartal 2000 ausliefern . Java-Anwendungen unabhängig vom Web-Browser Sun hat
während der JavaOne die ersten Early Access Release des Java Web Start API
vorgestellt . Es dient der Verteilung Client-seitiger Java Applications . Im
Gegensatz zu Java Applets , die in der Java Virtual Machine ( JVM ) des Browsers
laufen , starten die Java Applications über Java Web Start in ihrer eigenen JVM
und sind somit unabhängig vom Browser . Die Übertragung der Applications erfolgt
über ein spezielles Protokoll , das Java Network Launching Protocol ( JNLP ) .
Der Entwickler einer Anwendung legt in einer XML-Datei fest , welches JDK
Voraussetzung ist und welche optionalen Packages - beispielsweise Java 3D - die
Anwendung benötigt . Der Client lädt bei Bedarf Komponenten nach , die fehlen
oder auf der lokalen Maschine nur in veralteten Versionen vorliegen . Auch die
Application selbst wird nach der ersten Verwendung in einem vom Browser
separaten Cache gehalten , sodass sie beim nächsten Start direkt verfügbar ist .
Im Gegensatz zu herkömmlichen Java Applications laufen die Programme , die über
Java Web Start geladen werden , in einer sicheren " Sandbox " und sind den
gleichen Beschränkungen wie Applets unterworfen . Die derzeitige Preview-Version
von Java Web Start bietet Sun zum kostenlosen Download ( Registrierung
erforderlich ) für Windows , Linux und Solaris unter
http://developer.java.sun.com/developer/earlyAccess/javawebstart/ zum Download
an . Die endgültige Release ist für Herbst geplant . China : Web-Abstimmung
gegen Verhaftung von Internetaktivisten Seit heute morgen ( Pekinger Ortszeit )
ist die Seite des chinesischen Webaktivisten Huang Qi und seiner Frau Zeng Li
wieder erreichbar . Auch auf Englisch kann man nun in sprachlich entschärfter
Form seine Meinung zur Verhaftung von Huang Qi kundtun . Das Bulletin Board kann
wie üblich genutzt werden , bitte postet keine aggressiven Inhalte . Alles für
Huang Qis Freiheit . Updates seien derzeit nicht möglich , da Zeng Li
vergangenen Woche ihren Computer " verloren " habe . Zeng Li sagte : Über das
mit englischem Text versehene Update zeigte sie sich erstaunt , sie habe derzeit
keinen Zugang . Computex : Elitegroup mit Netzwerk-fähigen Boards Fast alle
neuen Boards des Herstellers ECS ( Elitegroup Computer Systems ) besitzen einen
eingebauten Netzwerkanschluss . Das K7VZM mit VIAs KT133-Chipsatz und Sockel A
für Thunderbird und Duron von AMD nutzt den RealTek 8139C , der Ethernet mit
10/100 MBit/s unterstützt . Das Board kommt im Micro-ATX-Format und hat AGP-4X ,
zwei PCI- , einen AMR- und drei DIMM-Slots . In der Variante K7VZA fehlt der
LAN-Chip . Ebenfalls den RealTek-Baustein nutzt das Board P6VMM mit dem
PM133-Chipsatz ( VT8605 ) von VIA . Dieser besitzt integrierte Grafikfunktionen
auf der Basis des S3 Savage 4 - allerdings kommt er erst in einigen Monaten auf
den Markt . Auch das P6ISM rüstete ECS mit dem RealTek 8139C aus . Es nutzt
Intels Solano-Chipsatz ( i815 ) , der ebenfalls über integrierte
Grafikfunktionen verfügt und am 19. Juni erscheinen soll . Eine Variante dieses
Boards , das P6ISM-II , nutzt als Southbridge ( die im neuen Intel-Jargon
I/O-Controller-Hub heisst ) den ICH2 , der neben Ultra-ATA/100 auch CNR
unterstützt . Als einer der Vorteile gegenüber AMR ermöglicht CNR auch
LAN-Steckkarten - daher bietet dieses Board keinen separaten Netzwerk-Chip .
Computex : Elektronischer Organizer mit Hoch- und Querformat Palmax realisiert
für Windows-CE-PDAs eine Funktion , die Benutzer eines Apple Newton selig schon
zu schätzen wussten : Das Display des Modells PD-500C kann wahlweise im Hoch-
oder im Querformat genutzt werden . So fällt beispielweise das lästige Hin- und
Herscrollen beim Betrachten von Web-Seiten weg . In Kürze will Palmax seine
Produktpalette um ein weiteres PDA-Modell mit Intels StrongARM-CPU erweitern .
Computex : Soltek setzt auf AGP-Pro Fast alle neuen Mainboards rüstet der
taiwanische Hersteller Soltek mit AGP-Pro aus : Das SL-75KV mit VIAs
KT133-Chipsatz und Sockel A und 5 PCI- , einem ISA- , einem AMR- und drei
DIMM-Slots nutzt diesen Steckplatz ebenso wie das SL-65MI-X mit Solano-Chipsatz
( Intel 815 ) und dem Sockel 370 . Während das KT-Board in den nächsten Wochen
erscheinen soll , verspätet sich das Solano-Board etwas , da es Intels ICH2-Chip
( I/O-Controller Hub ) einsetzt , der wohl nicht rechtzeitig herauskommt . Eine
Board-Variante mit dem schon verfügbaren ICH-Chip heißt SL-65M+ und soll
zeitgleich mit allen anderen Solano-Vertretern am 19. Juni ausgeliefert werden -
allerdings nur mit AGP . Aber auch die Boards mit den zukünftigen VIA-Chipsätzen
mit integrierter Grafik ( PM133 für Intel- und KM133 für AMD-Prozessoren ) plant
Soltek in Versionen mit AGP-Pro . AGP-Pro als Erweiterung von AGP soll eine
stabilere und leistungsfähigere Stromversorgung der Grafikkarten gewährleisten
und ist von der AGP-Geschwindigkeit ( AGP-1X , -2X oder -4X ) unabhängig . Noch
ein Satellitensystem für Mobiltelefone Die Milliardenpleite des
satellitengestützten Mobilfunksystems Iridium scheint Investoren nicht zu
entmutigen . Im gleichen Jahr soll die Betreibergesellschaft an die Börse
gebracht werden . Das gab die Hamburger Unternehmensberatung Mummert + Partner
gestern auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin
bekannt . Die Hamburger Consultants haben die Vermarktung des Projekts
übernommen ; für die technische Seite ist die raumfahrtorientierte
Ingenieurgesellschaft Satcon zuständig , die das Leo Sat Courier ( LSC )
genannte Vorhaben in enger Kooperation mit führenden Raumfahrtunternehmen wie
Astrium , Bosch Telecom , NPO Lavochkin , NPO Mashinostroenia sowie dem Institut
für Nachrichtentechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt
verwirklichen will . Das amerikanische System sei an der fehlenden Akzeptanz bei
den Kunden gescheitert , erklärte Gerhard Meister , Telekommunikationsexperte
bei Mummert + Partner , in Berlin . Deshalb werde sich LSC im Unterschied zu
Iridium nicht allein auf die globale mobile Telefonie beschränken , sondern auch
Dienste der Logistik und Verkehrstelematik , der Objektsicherung von
Kraftfahrzeugen , Yachten und Baumaschinen , des Ökomonitoring sowie
Breitbandanwendungen wie die Datenübertragung für firmeneigene Intranets
anbieten . Computex : Web-Pad mit Transmeta-CPU von FIC Langsam scheinen die
Surf-Terminals zum Internet-Zugang unabhängig vom PC in Fahrt zu kommen - und
Newcomer Transmeta kann sich wohl ein ordentliches Stück vom Kuchen der Internet
Appliances abschneiden . Gateway/AOL und S3 haben entsprechende Geräte schon
angekündigt ; auf der Computex stellte der Motherboard-Spezialist FIC nun
erstmals sein unter dem Codenamen Aqua entwickeltes Web-Pad mit Crusoe-CPU von
Transmeta vor . Das mit Farb-LCD ausgestattete Gerät arbeitet mit Embedded Linux
und soll laut Hersteller mit einer Akku-Ladung bis zu fünf Stunden auskommen .
Für die Verbindung zum Internet sorgt ein integriertes Funkmodem . Da der
Transmeta-Prozessor bereits Teile des Chipsatzes ( Northbridge ) enthält , ist
neben der CPU nur noch eine Southbridge erforderlich . Welchen Hersteller FIC
für das hauseigene Web-Pad letztlich auswählen wird , steht derzeit ebenso wenig
fest wie der angestrebte Verkaufspreis . Verbraucherschützer fordert
Freeware-OS/2 Der amerikanische Verbraucheranwalt Ralph Nader interessiert sich
jetzt auch für die Anliegen der OS/2-Gemeinde , um eine Alternative zu Windows
zu unterstützen . Er schlug Lou Gerstner , Chef von IBM , vor , die Firma solle
dem Beispiel von Netscape folgen und den Quelltext von OS/2 frei zur Verfügung
stellen . Denn " Millionen von OS/2-Anwendern sind enttäuscht , daß IBM nicht in
der Lage ist , OS/2 als Alternative zu Microsoft Windows zu vermarkten und
weiterzuentwicklen " , schreibt Nader in seinem Brief an Gerstner . Daher solle
IBM es den Computer-Anwendern erlauben , OS/2 zu modifizieren und kostenlos zu
verteilen . Außerdem sei er überrascht , daß IBM für die eigenen
Aptiva-Maschinen nur Windows als vorinstalliertes Betriebssystem anbiete . Schon
im März hatte Nader sechs Computer-Hersteller , darunter Dell , Gateway ,
Hewlett-Packard und Compaq , aufgefordert , den Kunden eine Auswahl an
vorinstallierten Betriebssystemen anzubieten . Sie sollten nicht nur Windows ,
sondern beispielsweise auch OS/2 , Linux , FreeBSD , BeOS oder Rhapsody anbieten
. Bekannt wurde Nader schon in den 60er Jahren , als er mit einer Kampagne und
einem Buch ( " Unsafe at any Speed " ) in den USA scharfe Gesetze zur Sicherheit
von Autos und Highways erzwang . Ende letzten Jahres erregte sein " Consumer
Project on Technology " große Aufmerksamkeit , als es eine Konferenz zur
Untersuchung der Microsoft-Praktiken veranstaltete ( siehe c't 14/97 ) . Mit
seiner neuesten Aktion reiht er sich in die Phalanx einiger passionierter
OS/2-Nutzer ein , die von IBM den OS/2-Quelltext haben möchten . Die Hoffnung :
es würde sich eine ähnlich eifrige Entwickler-Gemeinde um OS/2 scharen wie um
das Freeware-Unix Linux . Schwäbisch-Badisches Hochleistungsnetz Neben den
beteiligten Firmen und Universitäten können Forschungseinrichtungen und ( gegen
Entgelt ) Firmen aus ganz Deutschland die Ressourcen nutzen . Zudem können sich
alle Schulen in Baden-Württemberg an das Netz und damit an das Internet
anschließen lassen . Nach Angaben der Landesregierung haben bereits über 1000
Schulen diesen Weg beschritten . Inzwischen seien , so die Landesregierung , das
Netz sowie das Rechenzentrum an die Kapazitätsgrenzen gestoßen . Dies unter
anderem aufgrund erfolgreicher Projekte wie beispielsweise die rein numerische
Simulation der Strömung innerhalb eines Vierventilmotors . Daher soll die
Rechenleistung an der Uni Stuttgart auf 800 Gigaflops ausgebaut werden .
Außerdem sollen die Leistungsfähigkeit des Netzes erhöht und vor allem die
Anbindung an internationale Netze und das Internet verbessert werden . Hier sei
es vor allem beim Datentransfer mit den USA zu Engpässen gekommen . Ein neues
Gateway soll die Netzanbindung um das Zehnfache erweitern . Was war . Was wird .
Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details
schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse .
Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Heute ist so ein Abend , an dem
ich alle Suppen gerne wegkippen möchte , nur den neuen Harry Potter lesend .
Kein Schwur , kein Fluch , kein Zauberbesen wird mir Harry Potter and the Goblet
of Fire bringen . Stimmen die Zahlen des Buchhändlers , warten 7.340 Leute mit
mir in deutschen Landen auf das Buch . An alle Leser , die ihren Kindern auch zu
viel versprochen haben : Das macht nichts . Die Kinder lernen die erste und
wichtigste Lektion im E-Commerce : Global ist nur der Ärger . Aber was wären wir
ohne die innovativen Entrepreneure des Internet . Hippe @-Domains sind die
nächsten Goldadern des Internet-Zeitalters . In einem Moment , in dem viele
Firmen hastig das com aus ihren Namen tilgen , klärt sedo.de auf : Vorteil :
Andernfalls hat sedo.de Domain-Namen schlicht doppelt verkauft . Die Domain
csu.net liegt in Kalifornien . Mit einer netten " Internet-Presseerklärung Dr.
Edmund Stoiber " verkündet nun die bayerische CSU , dass sie den Namen nicht
bekommen hat . Dennoch geht es mit csu.net voran , zunächst mit einer CD-ROM ,
die alle Funktionsträger erhalten . Auf ihr finden sich alle Tools und Websites
, die CSU-Verbände brauchen , um ihren Auftritt aktuell gestalten zu können . In
einer zweiten Phase werde die Homepage " relauncht " , in einer dritten dann das
CSU-Net eröffnet . Dafür hat sich die CSU , die unter csu-bayern.de ihre
Erklärungen verschickt , eine hübsche Namenskette ausgedacht :
csu-niedersachsen.de , csu-berlin.de , csu-nordrheinwestfalen.de usw. xplor.org
ist die Adresse dieser weltumspannenden Organisation , die unter
xplormarketspace.org ihre Lösungen vorstellt . Eigentlich sollte die Website
xplorwebspace.org heißen , aber das hatte offensichtlich nicht genug Stil . Die
GAO untersuchte jedenfalls in den letzten Monaten das Verfahren , mit dem die
US-Regierung die Verfügungsgewalt über die Internet-Domains auf die ICANN
übertrug . Am Freitagabend erschien das GAO-Gutachten und sprach die Regierung
von allen Vorwürfen frei . Das besondere Augenmerk der GAO galt dem Vorwurf an
die Regierung , nicht genug Geld aus der Übergabe der Domain-Verwaltung erzielt
zu haben . Dies wurde nun verneint , weil es sich bei den Domains um ein
öffentliches Gut handele . Leider wird diese amerikanische Ansicht im
allgemeinen europäischen UMTS-Auktionstaumel kein Gehör finden , in dem das
nächste öffentliche Gut verhökert wird , während unsere GEZ bereits die
Gebührenordnung für UMTS-Terminals ausarbeitet . Immerhin bekam die ICANN auch
eine Ermahnung : Sie darf bei ihrer Gebührenrechnung von einem Dollar pro Domain
keinen Profit machen , sondern nur die Kosten der Domainverwaltung abdecken .
Freiflüge zum nächsten Meeting in Yokohama gehören nicht dazu . Langsam
kristallisiert sich heraus , dass unsere Herren Telekom-Konzernlenker sich dem
alten Problem gegenübersehen , ob Kooperation oder Konfrontation die bessere
Überlebensstrategie ist . In Holland beginnen die Preise angesichts nur weniger
verbliebener UMTS-Mitbieter zu bröckeln - und in Deutschland bleiben bald auch
nur etwas mehr als die Hälfte der ursprünglich Interessierten übrig . Dabei
stellt sich für die Konzerne eine spannende Frage : Halten sie zusammen oder
versuchen sie , sich gegenseitig auszutricksen ? Der Hintergrund : Bis zu sechs
UMTS-Lizenzen werden versteigert . Allerdings in Frequenzpaketen - und von denen
kann man zwei oder drei ersteigern . Verbleiben sechs Firmen in der Auktion ,
die jeweils nur zwei Pakete haben wollen , ist alles klar : Jede bekommt eine
Lizenz , die Konzerne könnten sich absprechen , nur das Mindestgebot abzugeben .
Will aber eine Firma trotzdem drei Frequenzpakete , hat ein anderer Konzern
entweder das Nachsehen oder muss mehr bieten . Die Sache wird nun allerdings für
die Unternehmenslenker dadurch heikel , dass niemand weiß , um was die
Konkurrenten bieten ; außerdem kann man sein Gebot nicht nachträglich von zwei
auf drei Frequenzpakete ausdehnen . Wahrscheinlich wissen es auch die Chefs
nicht , die sich von Konferenz zu Konferenz schleppen - solange man aber
konferiert , muss man wenigstens nicht über die Frage Kooperation oder
Konfrontation nachdenken . Da ist es doch irgendwie tröstlich , dass ich mich
beruhigt zurücklehnen und interessiert beobachten kann , ob die allmächtigen
Lenker der Telekom-Industrie Intelligenz beweisen . Kooperieren sie , gibt s
möglicherweise bald ein billiges Highspeed-Handy für den armen Hal . Gehen sie
auf Konfrontation , streicht unser aller Finanzminister Milliarden ein - und der
arme Hal profitiert möglicherweise von geringeren Staatsschulden . Die Frage
nach der Manager-Intelligenz in der Telekom-Branche reduziert sich auf ein mehr
oder weniger spannendes philosophisches Problem . Nach Ansicht der CSU
jedenfalls ist die Green Card , mit der die Bundesregierung ausländische
EDV-Spezialisten nach Deutschland locken will , völlig daneben : Eine Blue Card
muss her . Die Aussicht , fünf Jahre Lang dieser Republik zu etwas mehr Know-how
zu verhelfen , um anschließend in Abschiebehaft zu landen , erscheint erst
einmal nicht besonders attraktiv . Nie war es so einfach , Mitarbeiter unter der
Knute zu halten : Spurst Du nicht , kommt die Ausländerpolizei und Du landest am
Münchner oder Frankfurter Flughafen in der Auslieferungszelle . Dass diese
Räumlichkeiten nicht gerade menschenwürdiges Dasein bieten , selbst dann nicht ,
wenn man sie nur wenige Stunden bewohnen muss , hat sich sicher auch schon in
Bangalore herumgesprochen . Wenn mich meine Erinnerung nicht ganz trügt , dann
geht es bei Asyl um Verfolgte - um den Diktaturen dieser Welt politisch
Unliebsame , die deshalb von Folter und Tod bedroht sind ; um Menschen , die vor
Bürgerkrieg und Krieg fliehen , da sie ihr Leben nicht in sinnlosen Metzeleien
verlieren wollen . Eine verkehrte Welt - eine Welt , in der Glatzköpfe Afrikaner
zu Tode prügeln , während sich SPD und CDU/CSU über grüne und blaue Karten
streiten . Aber vielleicht sind ja deswegen nur maximal 20.000 Green Cards
vorgesehen : Der notwendige Personenschutz für die ausländischen EDV-Fachkräfte
wäre sonst nicht mehr gewährleistet . Wie wäre es denn mit einer Black Card ?
Mit der könnte man ausländische Body-Guards als Schwarze Sheriffs anwerben und
den indischen Programmierern zur Seite stellen . Was wird . Auf Okinawa treffen
sich am Dienstag die so genannten G-8 Staaten , die das transnationale Regieren
üben . Bei solch einer Weltregierung durch die Hintertür ( so der Politologe
Claus Leggewie in seinem Statement zur ICANN-Debatte ) darf natürlich nicht der
GBDe fehlen . Eine Industrie-Lobby der Supermänner eben , die zum Wochenende ein
10-seitiges Fax in die Redaktionen schickte , das einen Zusammenschluss von
Regierungen und führenden E-Commerce-Firmen befürwortet , der als Clearinghouse
in allen transnationalen Fragen funktionieren soll . Bobos scheinen zu viel
Platon zu lesen : Das Wort Demokratie kommt im gesamten Text nicht vor . Chancen
und Tücken des Web Es könnte ihnen endlich die Weltmärkte erschließen , neue
Jobs und einen gewissen Wohlstand verschaffen - oder sie aber auch noch weiter
in die Tiefe reißen . Was machen , wenn ein armes Land keinen Strom für den
Anschluss ans weltweite Netz hat , fragte der Regierungsvertreter Ruandas auf
der Sondersitzung des Wirtschafts- und Sozialausschusses ( ECOSOC ) zur
Informations- und Kommunikationstechnologie im Jahr 2000 . Weltbank-Präsident
James Wolfensohn gab ihm recht : In Äthiopien sind 60 Prozent der Einwohner
Analphabeten . Nur eine winzige Elite surfe durch das Internet : 98 Prozent der
Netz-Benutzer haben einen Universitätsabschluss . Alle Länder Südamerikas und
der Karibik zusammen verfügen über weniger Websites als das vergleichsweise
kleine Finnland , heißt es in einem UN-Bericht , der im Juni vor Beginn der
ECOSOC-Tagung erschien . Selbst innerhalb der industrialisierten Welt gibt es
überraschende Unterschiede , stellte der Bericht fest . Andere Industrieländer
halten bei der Software und den Dienstleistungen im Rahmen der neuen
Informations- und Kommunikationstechnologien ( ICT ) nicht mit den USA mit .
Grund dafür seien die hohen Investitionen Amerikas in die ICT-Forschung und
Entwicklung . Irlands Ministerin für Entwicklungshilfe und Menschenrechte , Liz
O'Donnell , verlangte während der dreitägigen Ministerrunde zu Beginn der
vierwöchigen ECOSOC-Tagung , die neuen Informationstechnologien noch viel
intensiver als bisher auf Möglichkeiten abzuklopfen , die ärmsten Länder der
Welt zu fördern . Schließlich seien die Vereinten Nationen ihrem 1995 in
Kopenhagen erklärten Ziel , Armut global bis 2015 auf die Hälfte zu reduzieren ,
bisher nur unwesentlich näher gekommen . Computer und Telefonnetze also als
Entwicklungshilfe der Zukunft statt Nahrungs- und Lehrmittel sowie Medikamente ?
Der Leiter für den Bereich Infrastruktur und Industrie bei der Afrikanischen
Entwicklungsbank , Cordje Bedoumra , lehnt diesen Gedanken strikt ab : Afrika
brauche die humanitäre Hilfe weiter zum Überleben , habe aber durch die neuen
Informations- und Kommunikationstechnologien erstmals die Chance , " einen
Sprung vorwärts zu schaffen " . " Es ist Unsinn , mit jener Milliarde Menschen ,
die Hunger leidet , in absoluter Armut lebt und keine medizinische Versorgung
hat , über den Wert von Software zu debattieren " , sagte Planas .
Wirtschaftsminister : Deutschland boomt durch " Neue Ökonomie " In Deutschland
wird sich nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Werner Müller wie in den USA
mittelfristig eine " Neue Ökonomie " mit einer langanhaltenden Aufschwungphase
entwickeln . In seinem Wirtschaftsbericht 2000 stelle der parteilose Minister
einen deutlichen Beschäftigungszuwachs und hohe Produktivitätsraten in Aussicht
, berichtet der Spiegel . Müller werde den Bericht in der nächsten Woche
vorstellen . Schon in diesem Jahr könne sich die Zahl der Beschäftigten , die in
Betrieben des Neuen Markts arbeiten , um 80.000 erhöhen und damit fast
verdoppeln . Dienste- und Programmanbieter für das Internet , die noch nicht an
der Wachstumsbörse gehandelt würden , schafften noch einmal rund 60.000 neue
Arbeitsplätze in diesem Jahr . Nach Einschätzung des Münchner
Unternehmensberaters Roland Berger werden viele Internet-Unternehmen scheitern
oder übernommen werden . Dies gelte vor allem für Firmen , die " nur eine Idee
kopieren und keinen echten Mehrwert für den Kunden schaffen " , sagte Berger der
Welt am Sonntag . Überleben würden dagegen Unternehmen , die schnell einen
großen Marktanteil erobern , eine bekannte Marke aufbauen sowie ein innovatives
Team und zuverlässige Kapitalgeber gewinnen . Berger nannte es nicht bedenklich
, wenn die Internet-Firmen große Verluste schreiben , solange Geschäftsmodell
und Finanzierung stimmten . " Denn es werden Vorleistungen für Wachstum und
Marktführerschaft erbracht , die über die Zeit zu saftigen Gewinnen führen ,
wenn das Angebot stimmt " , sagte Berger der Zeitung . Netzwerkausrüster - die
wahren Gewinner des UMTS-Pokers Mit dem Mobilfunkstandard der dritten Generation
UMTS ( Universal Mobile Telecommunications System ) soll sich eine schöne neue
Welt des Handys eröffnen . Eine der Firmen , die sich die größten Aufträge für
die Ausrüstung von Netzwerken sichern dürften , ist nach Auffassung von
Analysten die schwedische Ericsson , hinter Nokia Zweitplatzierter unter den
Handy-Produzenten , mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent bei den
Netzwerkausrüstern . Die Schweden seien Marktführer in der mobilen
Netzwerk-Infrastruktur . Die BHF-Bank erwartet laut dpa auch im zukünftigen
UMTS-Geschäft einen Marktanteil für die Schweden von 32 Prozent . Daneben sieht
die Wertpapierhandelsbank Hornblower Fischer den finnischen Handyhersteller
Nokia als weiteren Favoriten für den Netzwerkausbau . Außerdem dürften sich
Firmen wie Nortel und Lucent , Platzhirsche bei klassischem
Telekommunikationsequipment und optischen Netzen , ebenfalls ein gutes Stück vom
Kuchen der notwendigen Infrastruktur-Investitionen abschneiden . Schon in einer
Studie , die Nortel anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos vorlegte ,
bescheinigten Marktforscher der Internet-Ökonomie einen rasanten Boom - aber
auch sie prognostizierten , dass mehr als die Hälfte der zu erwartenden Umsätze
allein durch Infrastruktur-Investitionen in Breitbandnetze und Mobilfunk erzielt
werde . Es entstünde ein Markt von 1,5 Billionen US-Dollar ; der Anteil der
Infrastruktur-Investitionen an der so genannten Internet-Ökonomie wäre damit
größer als die Ausgaben für E-Commerce , meinen die Analysten von Nortel und IDC
. Und das muss jemand bezahlen : Die Telekom-Gesellschaften , und letztlich der
Kunde . Steigende Preise bei neuen Mobilfunkanwendungen , wie sie viele
Beobachter befürchten , dürften aber der Akzeptanz von UMTS nicht gerade
förderlich sein - mit der Konsqeuenz , dass sich die Investitionen der Carrier
nur sehr langsam amortisieren . Die Telefongesellschaft Talkline merkte in der
Begründung ihres Rückzugs aus der deutschen UMTS-Auktion an , nach ihren
Schätzungen würde sich eine UMTS-Lizenz frühestens in 15 bis 20 Jahren rentieren
. So sehen denn auch Experten die Zukunft der Telekom-Branche im Unterschied zu
den Bedingungen für die Ausrüster nicht besonders rosig . Um den Anschluss an
die Zukunft nicht zu verpassen , müssten die Telefongesellschaften bei der
Versteigerung mitbieten , weil sie sonst Wettbewerbsnachteile erlitten . Diese
seien langfristig teurer und gefährlicher als die jetzigen Investitionen ,
kommentierte die Londoner Rating-Agentur Moody's . Zwar scheinen sich für die
Staatskassen bei den noch anstehenden Linzenz-Vergaben für UMTS nicht mehr solch
exorbitanten Erlöse wie in Großbritannieren erzielen zu lassen - billig wird die
Sache für die Carrier trotzdem nicht . Zudem : Für die wenigsten Firmen dürfte
es reichen , in nur einem Land eine Lizenz zu erhalten . Nur wer europaweit
seinen Kunden komplette Dienstleistungen für Internet , Telefonie und Mobilfunk
anbieten kann , wird wohl in Zukunft zu den Großen der Branche zählen und
letztlich sein Überleben sichern . Die britische Investmentbank Schroder Salomon
Smith Barney hat konsequenterweise jüngst den europäischen
Telekommunikationssektor auf " untergewichten " herabgestuft . Schroder
begründete laut dpa den Schritt in London mit den hohen Preisen für die zur
Versteigerung anstehenden UMTS-Lizenzen in Europa . Erst vor kurzem hatte auch
Lehman Brothers vorgerechnet , dass die Aktienkurse der
Telekommunikationsunternehmen nicht so steigen würden wie bisher gedacht .
Lehman Brothers meint , der Aktienkurs der Deutschen Telekom werde sich bis Ende
des Jahres nicht bei 100 , sondern eher bei 85 Euro einpendeln . Wegen der
gewaltigen Investitionen in die UMTS-Lizenzen werde der kurzfristige Ertrag der
Deutschen Telekom voraussichtlich um bis zu 32 Prozent sinken , erläuterten die
Analysten . Die Rendite daraus sei unsicher und fließe erst in einer fernen
Zukunft zurück . Von den Aktien der Betreiber sollten sich die Anleger ihrer
Meinung nach fern halten , da diese den Kauf der Lizenzen durch Schulden oder
Aktienkapital finanzieren müssten . Infineon hofft auf erfolgreiche
Kapitalerhöhung Der angeschlagene Halbleiter-Hersteller Infineon gibt sich
zuversichtlich , dass es trotz des fallenden Aktienkurses zu der geplanten
Kapitalerhöhung in Milliardenhöhe kommen werde . Die endgültige Entscheidung
solle aber voraussichtlich zum Abschluss der Zeichnungsfrist an diesem
Donnerstag fallen , meinte ein Infineon-Sprecher laut dpa ; Infineon bleibe bei
seiner Aussage , die Aktien nicht um jeden Preis auszugeben . Am heutigen
Vormittag sank der Kurs zwischenzeitlich um über 4 Prozent auf 25,55 Euro . Das
Handelsblatt hatte in seiner Montagausgabe berichtet , dass große Fonds weniger
als 25 Euro pro Aktie zahlen wollen , Infineon strebe jedoch 27 Euro an . Der
Infineon-Sprecher äußerte sich nach wie vor nicht zu einer möglichen Untergrenze
. MP3-Spezialist eJay hat Schwierigkeiten Das Ergebnis der am Neuen Markt
notierten eJay AG entspricht nicht den Erwartungen des MP3- und
Streaming-Spezialisten : Der Umsatz werde zwar über dem Vergleichszeitraum des
Vorjahres liegen , die Planerwartungen jedoch würden in Umsatz und Ergebnis
verfehlt . Die Folgequartale sollen aber nach Ansicht von eJay ein positives
Ergebnis aufweisen . Das schlechter als erwartet laufende Geschäft begründet
eJay zum einen damit , dass " der werbefinanzierte Teil des Bereichs
Online-Services die Erwartungen nicht erfüllen " konnte . Dieser wird nun
eingestellt - dazu gehören redaktionelle Bereiche wie die Nachrichten aus der
Musikszene . Davon betroffen sind auch sechs Mitarbeiter , die ihren
Arbeitsplatz verlieren . Der nach Aussagen von eJay rentable Bereich der
Streaming-Dienstleistungen bleibe dagegen vollständig erhalten . Der zweite
Grund für das schlechte Ergebnis liege in Vertriebsproblemen , die dazu geführt
hätten , dass eJay im deutschen Markt nicht so präsent sei wie etwa in
Großbritannien , Skandinavien oder Frankreich . Stoiber warnt vor
Informationsüberflutung durch das Internet Bayerns Ministerpräsident Edmund
Stoiber hat vor einer Informationsüberflutung durch das Internet gewarnt . In
der Gesellschaft sei deutlich zu beobachten , wie leicht der Überfluss an
Informationen in ein Defizit an Wissen umschlagen kann , sagte Stoiber bei der
Eröffnung des BayernOnline Kongresses in München . " Wir dürfen nicht einerseits
in der Informationsflut ertrinken und gleichzeitig nach den richtigen Antworten
dürsten " , sagte Stoiber . Entscheidend sei ein besseres Wissensmanagement ,
damit der Einzelne die Vielfalt der Informationen einordnen könne . Dabei spiele
die Bildungspolitik eine zentrale Rolle . " Wir müssen unsere Kinder und
Jugendlichen dazu befähigen , immer die Spinne zu sein im Netz der Informationen
- nicht die Fliege " , sagte Stoiber . Gleichzeitig dürfe der Siegeszug des
Internet nicht dazu führen , dass behinderte und lernschwächere Menschen aus der
Wissensgesellschaft ausgegrenzt werden . Die Auswirkungen des Internet auf die
Arbeitswelt gehören zu den zentralen Themen des zweitägigen Kongresses , der von
verschiedenen Unternehmen der Informationstechnologie in Zusammenarbeit mit der
bayerischen Staatsregierung veranstaltet wird . Wirrwarr um die
Telekom-Bilanzzahlen Die brisante Nachricht war im sechsten Absatz der
Pressemitteilung versteckt - und sie lässt den Vorstand der Deutschen Telekom
bis heute nicht ruhen : Eine schlechte Nachricht für die Aktionäre . Der ohnehin
gebeutelte Kurs der T-Aktie brach ein und Proteststürme prasselten auf den
Vorstand nieder . Gut vier Monate später ist die Telekom jetzt noch schärfer ins
Fadenkreuz der Justiz geraten . Der Vorstand habe von der angeblichen
Fehlbewertung der Immobilien schon früher gewusst , kritisierten Anleger und
stellten Strafanzeige . Einige forderten gar Sommers Rücktritt . Ein Ende der
Untersuchungen ist derzeit nicht in Sicht . Während sich oberste Konzernlenker
optimistisch zeigt und davon ausgeht , dass sich der Streit um die vermeintliche
Fehlbewertung im Sande verläuft , gehen die Ermittler tiefer . Die Staatsanwälte
nehmen inzwischen auch das technische Anlagevermögen , sprich Netze und
Vermittlungstechnik , unter die Lupe . Es bestehe der Anfangsverdacht , dass
auch diese Aktivposten in der Eröffnungsbilanz der Deutschen Telekom AG 1995
überbewertet wurden . Warum die Ermittlungen auf weitere Vermögensteile
ausgeweitet wurden , kann Konzernsprecher Ulrich Lissek nicht beantworten : "
Wir haben keine Akteneinsicht bekommen . " Er erneuert aber die bekannte
Position des Unternehmens , die Bewertung sei stets gewissenhaft vorgenommen
worden . Das testierten renommierte Wirtschaftsprüfer . Ohne die Verhältnisse
bei der Telekom genau zu kennen , hat der Geschäftsführer des Instituts der
Wirtschaftsprüfer in Düsseldorf , Gerhard Gross , eine Erklärung für die
Bewertungsdifferenzen parat : " Bei Unternehmen mit viel technischem Fortschritt
gibt es immer hohe Berichtigungsnotwendigkeiten " , sagt er . Und dazu gehöre
eben die Telekom . Ihm sei jedoch nicht bekannt , dass Bewertungsspielräume
missbräuchlich ausgenutzt worden seien . Bewertungen änderten sich mit der Zeit
, betont Gross . So werde man heute mit der Verbreitung der digitalen Telefonie
die Analogtechnik ganz anders bewerten als vor fünf Jahren . Im Jahr 2001 zu
behaupten , dass die Analogtechnik damals schon nichts Wert gewesen sei , diesen
Schluss dürfe man nicht ziehen . Frank Wellendorf , Telekom-Analyst der WestLB
Panmure , sieht jedenfalls keine materiellen Auswirkungen einer möglicher
Überbewertung des technischen Anlagevermögens . " Erstens sind dieses Dinge
längst abgeschrieben und zweitens hätte der Markt nach sechs Jahren eine solche
Überbewertung längst bemerkt " . Die amtierenden Konzernlenker können die
Prüfung gelassen sehen : Die meisten der damals Verantwortlichen sind heute
nicht mehr in Amt und Würden . Sommer übernahm erst im Mai 1995 den Posten des
Vorstandsvorsitzenden . Internet + PC für 20 Dollar Mit AOL ist man
offensichtlich noch nicht zu Potte gekommen , also macht man es selbst :
Microworkz bietet in den USA einen PC zusammen mit Internet-Zugang für 19,95
Dollar im Monat an . Kauft man den iToaster ( ohne Monitor ) für 199 Dollar ,
kostet der Internet-Zugang 14,95 Dollar pro Monat . Den Internet-Zugang wickelt
die Firma über den eigenen Provider ( microworkz.com ) ab . Als Betriebssystem
für den iToaster kommt eine spezielle Version von BeOS zum Einsatz - angeblich ,
um unabhängig von Microsoft zu sein und trotzdem alle notwendigen
Multimedia-Funktionen bieten zu können . Die Oberfläche bietet ein stark
vereinfachtes Interface , das sich vor allem an unerfahrene Benutzer und
Gelegenheits-Surfer richtet . Die Gespräche mit AOL , ob der Online-Provider
selbst den iToaster als Zugangsgerät anbieten will , gehen aber offensichtlich
weiter . Solche Kooperationen dürften auch notwendig sein , um genügend Volumen
zu erzeugen , damit der iToaster tatsächlich auf Dauer rentabel ist .
Verschiebung des T-Mobil-Börsengangs möglich Ende Juli zeigte sich die Telekom
noch hoffnungsfroh , dass sie den Zeitplan für den Börsengang ihrer
Mobilfunktochter T-Mobil einhalten könne - nun denkt der Konzern doch über eine
Verschiebung des Termins nach . Ursprünglich sollten die T-Mobil-Aktien im
Herbst zum ersten Mal öffentlich gehandelt werden . Durch die geplante Übernahme
der US-Mobilfunkgesellschaft VoiceStream werde die Erstellung der notwendigen
Börsenzulassungsprospekte jedoch erheblich komplexer , erklärte die Deutsche
Telekom AG am heutigen Mittwoch . Nicht nur die deutsche Börse , auch die
amerikanische Securities and Exchange Commission ( SEC ) erwartet entsprechende
Unterlagen von der Telekom , die die Voicestream-Übernahme im Börsenprospekt
berücksichtigen . Ein endgültiger Beschluss für den Börsengang sei bislang nicht
gefasst worden , hieß es bei der Telekom . Darüber hinaus stiegen auch die
Anforderungen potenzieller Aktionäre an die Darstellung der künftigen
Ausrichtung des Mobilfunk-Geschäftes der Telekom und vor allem von T-Mobil .
Cisco boomt ungebrochen Cisco kann auf ein weiteres erfolgreiches
Geschäftsquartal zurückblicken . Im vierten Quartal des Geschäftsjahrs konnte
der Marktführer bei Internet-Routern erneut die Erwartungen der Börsianer
übertreffen - und lag damit schon das 13. Quartal hintereinander über dem , was
die Analysten der Wall Street an Gewinnen erwartet hatten . Die
Sonderbelastungen rühren vor allem von Firmenaufkäufen , die Cisco als
Belastungen verbuchen muss : Bislang kaufte der Konzern dieses Jahr über 14
Unternehmen auf - geht es so weiter , übertrifft die Firma das Plansoll ihres
Chefs John Chambers , der für das Jahr 2000 den Aufkauf von 20 bis 25
Unternehmen angekündigt hatte . Seit 1993 verleibte sich Cisco über 60 Firmen
ein . Mit dem Ergebnis konnte Cisco vorerst alle Bedenken der Analytiker
beiseite wischen , die ein langsameres Wachstum bei dem Netzwerk-Konzern
vorausgesagt hatten . Skeptische Stimmen an der Börse blieben aber trotz der
ausgezeichneten Geschäftszahlen nicht aus : US-Kauf der Telekom macht Verluste
Nun sind Verluste für ein relativ junges Mobilfunkunternehmen , dessen Netz sich
noch im Aufbau befindet , nichts ungewöhnliches . So führt Voicestream die roten
Zahlen auch vor allem auf hohe Ausgaben zurück , um das Wachstum weiter zu
befördern . Im zweiten Geschäftsquartal konnte Voicestream 300.000 neue Kunden
verzeichnen . Im US-Markt kann die Telekom-Erwerbung damit die Position eines
der schnellsten wachsenden Mobilfunkunternehmens für sich reklamieren .
Allerdings dürften noch einige weitere Quartale mit Verlusten auf die Firma
zukommen . Das Netz von Voicestream ist noch recht dünn , auch wenn das
Unternehmen in den bevölkerungsreichsten US-Bundesstaaten schon vertreten ist -
jedoch beispielsweise nicht in Kalifornien . In den Staaten , die Voicestream
bislang nicht mit einem eigenen Netz abdeckt , hat die Firma aber zumindest
Roaming-Abkommen mit anderen Anbietern . Telekom verschiebt Börsengang ihrer
Mobilfunktochter Wie bereits von Sprechern des Unternehmens angedeutet , hat die
Deutsche Telekom wegen der Übernahme der US-Firma VoiceStream den für diesen
Herbst geplanten Börsengang ihrer Mobilfunktochter verschoben . Durch den Erwerb
erhöhten sich die Anforderungen an den notwendigen Bösenzulassungsprospekt der
T-Mobile International AG , begründete der Konzern den Schritt . Eine umfassende
Information der Anleger habe oberste Priorität . Einen endgültigen Beschluss
über den Börsengang hatte der Vorstand bislang noch nicht gefasst . Über eine
mögliche Verschiebung war in den vergangenen Wochen heftig spekuliert worden ,
obwohl die Telekom anfangs noch betonte , den Zeitplan einhalten zu können . Im
April hatte die Telekom ihr Online-Geschäft an die Börse gebracht . Zwei Monate
später wurden erstmals Anteile des Bundes platziert . Unter dem Dach der
T-Mobile International sind unter anderem die Töchter D1 , One2One und max.mobil
zusammengefasst . Auch VoiceStream soll künftig zu diesem Unternehmen gehören .
Der Vorstand habe deshalb eine Überarbeitung der Zeitplanung für den Börsengang
beschlossen . Zu gegebener Zeit wolle das Unternehmen über die weiteren Schritte
informieren . Ein Börsengang noch in diesem Jahr ist aber unwahrscheinlich . Auf
den Kurs der T-Aktie hatte die Ankündigung unterdessen keine Auswirkung .
Telekom-Analyst Joeri Sels von Julius Bär bezeichnete die Ankündigung als "
kursirrelevant " , da sie erwartet worden war . Die Notierung der T-Aktie
kletterte am Vormittag leicht auf 45,34 Euro und lag damit im Trend der
DAX-Werte . Den Kauf müssen aber die US-Kartellbehörden noch absegnen .
Voraussichtlich im September wird den VoiceStream-Aktionären ein offizielles
Übernahmeangebot der Telekom vorgelegt . Mit dem endgültigen Abschluss der
Akquisition rechnet das Unternehmen bis spätestens Mitte kommenden Jahres . Nach
Einschätzung von Holger Grawe , Analyst der Düsseldorfer WestLB Panmure , wird
T-Mobile International vermutlich erst im dritten Quartal 2001 an die Börse
kommen . Er attestierte der Telekom ein hohes " Feingefühl " , weil gegenwärtig
die Stimmung an der Börse für Telekommunikationsaktien nicht gut sei . New
Economy rückt dauerhaftes Wachstum in Reichweite Zu diesem Schluss kommt eine
Untersuchung der Dresdner Bank , die am heutigen Mittwoch in Berlin vorgestellt
wurde . Für die neue Wirtschaftstheorie sei " das Textbuch noch nicht
geschrieben " , sagte Chefvolkswirt Klaus Friedrich . Schon der jetzige
Aufschwung sei keineswegs allein exportbedingt . Für Deutschland erwartet die
Dresdner Bank in diesem Jahr jetzt ein Wachstum von drei Prozent und 2001 dann
3,3 Prozent . Danach werden bis 2005 ungefähr drei Prozent angenommen . Die Zahl
der Arbeitslosen könnte bis 2005 um jährlich 300000 bis 400000 zurückgehen .
Damit würde dann der Höchststand von 1997/98 halbiert . Die "
Querschnittsfunktionen " dieser Sektoren gingen weit über das Gewicht der
eigenen Wertschöpfung hinaus , weil sie in allen anderen Wirtschaftsbereichen
zur Vernetzung drängten . Vom starken Wachstum der Zukunftsbranchen profitierten
auch die traditionellen Zweige , heißt es in der Studie . So werde die
Produktion von Industriegütern immer stärker mit der New Economy verflochten .
Derzeit vereinigten die neuen Branchen knapp zehn Prozent der gesamten
Wertschöpfung auf sich . In zehn Jahren sollen es fast 15 Prozent sein . Der
Anteil der Dienstleistungen in der deutschen Wirtschaft werde von heute 68
Prozent auf gut 72 Prozent steigen . Die grundlegende Umstellung der
Geschäftsprozesse auf E-Business werde den Höhepunkt vermutlich erst in den
zweiten Hälfte des laufenden Jahrzehnts erreichen . Die Industrie werde an
Gewicht , nicht aber an Bedeutung verlieren , hieß es . Ihr Anteil dürfte auf
lange Sicht mit etwa 22 Prozent an der gesamtwirtschaftlichen
Bruttowertschöpfung eine Art " untere Schallmauer " erreichen . Derzeit sind es
28,5 Prozent . Wegen des zunehmenden Outsourcings und wachsenden
Beratungsbedarfs werde der Sektor Finanzierung , Vermietung und
Unternehmensdienstleister kräftig zulegen - von jetzt 25,4 Prozent bis 2020 auf
37,5 Prozent . ICANN-Wahl : Bekommen die Europäer noch einen Kandidaten ? Bis
dahin müssen sie ihre Daten an die Internet Corporation for Assigned Names and
Numbers ( ICANN ) geschickt haben , um überhaupt als möglicher Kandidat für die
Wahl der Direktoriumsmitglieder durch die Internet-Nutzer in Betracht zu kommen
. Nur zwei weitere Namen können Europas ICANN-Wähler anschließend der vom
Nominierungskomittee der ICANN bereits mit fünf Namen besetzten
Nominierungsliste hinzufügen . Außerdem müssen die Bewerber auch noch die Hürde
nehmen , dass ausreichend viele Stimmen aus dem eigenen Land allein nicht
ausreichen . Vielmehr brauchen sie mindestens Unterstützung aus zwei Ländern .
heise online will in den kommenden Tage für einen Überblick über das
Kandidatenkarussel sorgen . Gemeinsam mit dem französischen Network Information
Center ( NIC ) präsentieren wir alle Kandidaten , die sich an einer
Fragebogenaktion von Gouvernance de l'Internet und heise online beteiligen .
Soweit Kandidaten bereits öffentlich - online oder offline - ihre Kandidatur
erklärt haben , wurden sie von uns gebeten , Fragen zu den Motiven ihrer
Bewerbung und möglichen Abhängigkeiten zu beantworten . Weitere Vorschläge und
Selbstnominierungen sowie das Diskussionsforum auf heise online stehen jedem und
jeder Interessierten offen . Dafür haben wir die ICANN-Seiten auf heise online
aktualisiert und eine spezielle Seite für die Vorstellung derjenigen
eingerichtet , die sich zu einer Kandidatur bereit erklärt haben . Ganz
offensichtlich wird fast nirgends in Europa so hektisch nach immer mehr
Kandidaten geforscht wie in Deutschland . Bei einem Treffen zwischen Vertretern
von D21 und Branchen- und Verbandsvertretern am Montag in Hannover ging es etwa
ebenfalls darum . Die Zahl der deutschen Bewerber dürfte inzwischen bereits bei
knapp einem Dutzend liegen , darunter sind auch Vertreter von Universitäten wie
der Münsteraner Jura-Professor Thomas Hoeren . In den europäischen
Nachbarländern werden dagegen kaum alternative Kandidaten diskutiert . "
Wahrscheinlich schauen sich die Leute hier nur die Wählerstatistik an und denken
, dass sie da keine Chance mehr haben " , sagte der niederländische
ICANN-Direktor Rob Blokzijl gegenüber heise online . In den Niederlanden finde
keine Kandidatendiskussion statt - dasselbe gilt übrigens für Finnland . Auch
beim britischen und schwedischen NIC zuckt man auf die Kandidatenfrage virtuell
mit den Schultern . Anders in Frankreich , wo das französische NIC bereits vier
Alternativ-Kandidaten zum ICANN-Vorschlag , einem Vertreter von France Telecom
vorstellt . " Wir wollen allerdings alle europäischen Kandidaten vorstellen " ,
sagt Olivier Guillard vom französischen NIC , das alle fünf offziellen
Kandidaten auf seiner Seite vorstellen wird . Hintergrundinformationen zu den
Kandidaten weltweit liefert außerdem die Civil Society Internet Forum . Dafür
bestätigte uns beispielsweise der Spanier Roberto Gaetano seine Kandidatur . Zu
Gunsten von Gaetano , bereits Mitglied im Political Oversight Committee ( POC )
und damit einer der ICANN-Kenner , zog ein ebenfalls mit dem ICANN-Prozess
vertrauter deutscher Kandidat , CORE-Mitglied Siegfried Langenbach , seine
Bewerbung zurück . Er wolle sich nicht selbst nominieren , meinte der
dot.com-Händler aus Düsseldorf , der selbst an den Regeln für die
At-large-Prozess mitgewirkt hatte . Auch der vom German Chapter der Internet
Society beim Nominierungskomittee vorgeschlagene Hans-Peter Dittler hat sich
noch nicht endgültig entschieden . Er will sich zunächst mit ISOC-Vertretern
absprechen . Er fürchtet allerdings , dass die Zeit knapp wird . Ob Jeannette
Hofman vom Wissenschaftszentrum Berlin für eine Kandidatur bereit steht , hat
sie noch nicht entschieden - sie würde wenigstens die Übermacht der männlichen
Kandidaten etwas brechen . Während sich die einen über Kandidaten die Köpfe heiß
reden , starteten Anfang der Woche mehrere Initiativen Protestaktionen gegen die
Weigerung der ICANN , die Registrierungsfrist für Wähler zu verlängern . Dann
sollen sie der ICANN übermittelt werden , " sicher mit dem Ziel , dass ICANN die
noch akzeptiert " . So ganz glaubt aber auch Schulz nicht mehr an das Wunder .
Trotzdem will er mit ICANN Cannot - We Can dokumentieren , dass viele
ausgeschlossen wurden . Unter www.egroups.com/group/icannt werden Enttäuschte
aufgefordert , sich einzutragen . " Wenn mehr als 1000 zusammenkommen , werden
sie an das ICANN-Direktorium weitergeleitet als Beweis für den Mangel an
Fairness beim Registrierungsverfahren " , heißt es auf der Seite . Und
schließlich wird die Wahldiskussion auch noch in die Expo-Geschichte eingehen .
Die heutige Frage beim Expo-Spiel SocialBrain lautete : " Würden Sie sich
wünschen , dass der Stichtag zur Registrierung zur Wahl der ICANN-Direktoren neu
angesetzt wird ? " Alle sieben Bewerber waren am Mittwochabend weiter im Rennen
. E-Plus und 3G gaben in der letzten Runde des heutigen Mittwoch für kein
Frequenzpaket das Höchstgebot ab . Nach Einschätzung von Beobachtern wird in
Mainz erst in der kommenden Woche eine erste Entscheidung fallen . Da die Anzahl
der Lizenzen ( vier bis sechs ) kleiner ist als die der Bewerber , wird
mindestens ein Bieter ausscheiden müssen . Die Zahl der Unternehmen , die bei
der UMTS-Auktion leer ausgehen , kann sich aber weiter erhöhen , wenn ein oder
mehrere Unternehmen bei der Auktion drei der insgesamt zwölf Frequenzblöcke
ersteigern . Software warnt Asthmatiker vor einem Anfall Die Forscherin Mireille
Oud von der Netherlands Organisation for Scientific Research ( NWO ) hat eine
Software entwickelt , die Atemgeräusche von Asthmapatienten analysieren kann .
Ein Mikrophon , das unterhalb des Adamsapfels gehalten wird , liefert dem
Programm genügend Informationen , um den momentanen Zustand des Patienten
festzustellen oder ihn vor einer nahenden Attacke zu warnen . Während eines
Asthmaanfalls verkrampfen sich die Muskeln in der Bronchialwand , die entzündete
Bronchialschleimhaut schwillt an und zäher Schleim wird produziert , was beim
Patienten zu Husten , einem Engegefühl in den Atemwegen , Kurzatmigkeit und
Atemnotanfällen führt . Mit der zunehmenden Verengung des Atmungstraktes
verändern sich auch die Atemgeräusche . Die Anzahl der verschiedenen Töne im
Atemgeräusch und die zunehmende Veränderung der Tonmuster ist aber für das
menschliche Gehör nicht zu unterscheiden . Das Computerprogramm hingegen ist in
der Lage , die feinen Unterschiede in den Atemgeräuschen wahrzunehmen und so den
Grad der Atmungsbehinderung zu bestimmen . Vorangegangene Forschungsprojekte
haben sich hauptsächlich darauf konzentriert , lediglich zwischen Patienten mit
normaler Atmung und Kurzatmigkeit zu unterscheiden . Bevor der Computer die
aufgenommenen Atemgeräusche richtig analysieren kann , muss dieser mit den
Lungengeräuschen des Patienten und den dazugehörigen Daten gefüttert werden .
Die erforderlichen Geräusche hat die Forscherin während eines
Lungenfunktionstests mit dem Patienten aufgenommen . Die verschiedenen Grade der
Kurzatmigkeit wurden dabei durch die Gabe des körpereigenen Stoffes Histamin an
den Patienten provoziert . Histamin löst beim Asthmatiker eine Verengung des
Atmungstraktes aus . Durch die Gabe verschiedener Histaminmengen lassen sich so
verschiedene Grade der behinderten Atmung hervorrufen , deren Geräusch über das
Mikrophon aufgezeichnet wird . Sofort nach jeder Aufnahme bläst der Patient fest
in ein Mundstück hinein , um die Luftmenge zu messen , die mit dem zuvor
aufgezeichneten Atemgeräusch korrespondiert . Kommt der Patient später wieder in
die Arztpraxis , so erkennt das System durch einfaches Anhalten des Mikrophons
den Zustand des Patienten . Die Forscherin sieht eine weitere wichtige Anwendung
ihres Systems in der Alarmierung des Patienten vor einem nahenden Asthmaanfall
in Alltagssituationen oder während der Nacht . Eine Langzeitüberwachung über
Tage , Wochen oder gar Monate ist durch das Tragen des Mikrophons und eines
kleinen Aufzeichnungsgerätes möglich und erleichtert dem Arzt , sich ein Bild
über den Verlauf der Krankheit zu machen und die Therapie und Medikation
entsprechend darauf einzustellen . Auch für die Asthmadiagnose bei Säuglingen ,
kleinen Kindern oder geistig behinderten Personen , die nur schwer einen
Lungentest absolvieren können , kann das passive System durch " zuhören " die
gleichen Ergebnisse bringen . In Zukunft will die Forscherin ihr System noch
ausbauen . So will sie mit Hilfe von niederfrequenten Tönen , die im Mundraum
des Patienten abgespielt werden und die Luft in dessen Lunge in Bewegung
versetzen , den Grad der Verengung im Atmungstrakt feststellen . PowerSchool auf
dem Lande Unter dem Motto " Internet macht Schule " startete der
niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel den Anschluss
niedersächsischer Schulen via Powerline . Im Rahmen der Initiative N21 -
Niedersachsen im 21 Jahrhundert hat sich das Land für Powerline der RWE
entschieden , die bis zu 40 Prozent günstiger als vergleichbare
Anschluss-Technologien sein soll . Dabei bezieht sich der Begriff " Powerline "
in diesem Fall vorrangig auf die flexible Vernetzung innerhalb der Schulen : Im
Gymnasium Bersenbrück erfolgt der Anschluss an das Internet via Satellit , in
der zweiten Schule , der Berufsbildenden Schule Osnabrück , wird DSL zum
Anschluss an das Internet benutzt . Nur in Städten mit entsprechender
Infrastruktur fließt der Datenstrom über die Strom-Leitungen der RWE . Marc R.
Pasture , Vorstandmitglied der RWE Plus , schätzt den Bedarf auf bundesweit 850
Schulen , die man mit PowerSchool an das Internet heranführen möchte .
Ministerpräsident Gabriel betonte , dass der Zugang an das Internet kein
Selbstzweck sein dürfe . Die feierliche Eröffnung durch die Honorationen
gestaltete sich indessen schwierig , weil die erste niedersächsischen
PowerSchool schwächelte : Just in dem Moment , als Gabriel die
Internet-Verbindung feierlich startete , fiel im Gymnasium Bersenbrück der Strom
aus . Krieg der Gauner : Erste .info-Domains vergeben Die ersten " Gewinner "
von Webadressen unter .info , einer der sieben neuen Top Level Domains , stehen
fest . So ging " Deutschland.info " an einen britischen Interessenten oder "
Muenchen.info " - ganz unbayrisch - an einen Kunden in Sachsen . Mit dem
Nachweis der zugehörigen Markeneinträge haben es die ganz schnellen
Domaineinkäufer zum Teil auch nicht so richtig genau genommen . Der momentan für
die Adresse " heise.info " registrierte Einkäufer etwa gab an : Auf
US-Mailinglisten wird bereits lautstark der Sinn einer solchen Sunrise-Periode
in Frage gestellt . Vor allem der beträchtliche Anteil an registrierten
Allgemeinbegriffen " sex.info " bis " blaehungen.info " berechtigt zu der Frage
, ob für Otto-Normal-User zu Beginn der allgemeinen Registrierphase am September
nur noch reste.info zur Verfügung steht. energie.info , wasser.info , recht.info
, euro.info - alles , alles schon vergeben . Von den rund 3.000
Schlund-Anmeldungen in der ersten Runde haben etwa 2.500 die gewünschten Domains
bekommen . Ein paar große Namen sind durchaus auch darunter , etwa die
Automobilkonzerne Mercedes oder Porsche , aber auch sie haben Federn lassen
müssen , so ging die 911.info an einen US-Kunden . Insgesamt sollen rund 30.000
bis 40.000 .info-Domains weltweit registriert worden sein . " Nicht gerade die
Millionen , die man erwartet hat " , kommentiert Schätzlein . Auch bei der
United Domains AG , dem Sunrise-Partner des zweiten deutschen Afilias-Mitglieds
, der Enterprise Multimedia AG ( EPAG ) , ist man nicht zufrieden . 90 Prozent
der Kunden haben ihre Domain bekommen , bei allerdings deutlich geringeren
Anmeldezahlen . Markus Eggensperger , Sprecher der United Domains AG ( UDAG ) ,
ist außerdem fest überzeugt , dass die Mehrzahl seiner Kunden tatsächlich auch
einen Anspruch auf den registrierten Namen hat . Markeninhaber , die die ersten
Runden verschlafen haben , haben noch weitere Chancen , um es mit den
Vorkaufsrecht zu versuchen . Die voraussichtlich letzte Runde endet am 10.
August . Anschließend kann noch bis 27. August weiter registriert werden , und
erst dann geht es in die so genannte Challenge-Period . 300 US-Dollar muss
derjenige auf den Tisch legen , der den aktuellen Inhaber durch ein
Schiedsverfahren vor der World Intellectual Property Organization ( WIPO ) zur
Herausgabe zwingen will . Spannend wird es allerdings sein , was aus den
eingetragenen Allgemeinbegriffen wird . Je nach nationaler Gesetzgebung könnte
eine bevorrechtigte Registrierung unterschiedlich bewertet werden . Nach
deutschem Recht jedenfalls können Allgemeinbegriffe nicht als Marken eingetragen
werden . Wer sollte diese Eintragungen dann aber in Frage stellen ? "
Prinzipiell kann jeder ein Challenge-Verfahren anstrengen " , sagt Eggensperger
. Doch seiner Einschätzung nach müssen die freigeklagten Allgemeinbegriffe
wieder in die Datenbank freier Domains zurückgegeben werden . Gegen den Anbieter
von .biz-Domains , NeuLevel , liegt angesichts der Vergabeprobleme inzwischen
bereits eine Klage vor einem US-Gericht vor . Die Anklage lautet auf "
Veranstaltung einer kriminellen Lotterie " . Falsche Spur zu angeblich
holländischen CodeRed-Autoren Die europäische Hackergruppe 29a wehrt sich gegen
Gerüchte , sie habe den Sommerloch-Wurm CodeRed programmiert und auf die
Netzwelt losgelassen . " Wir sind nicht die Autoren von Code Red " , schreibt
Mental Driller im Namen von 29a in einer E-Mail . Über die Website der Gruppe
lässt sich zwar der ein oder andere Computer-Schädling ausfindig machen . Doch
der sich hinter dem Pseudonym Mental Driller verbergende Hacker bezeichnet seine
Organisation als reine " Forschungsgruppe " zum Thema Viren-Programmierung . Mit
ihrer Arbeit wollen die Jungs von 29a allein ihre Fähigkeiten unter Beweis
stellen , aber niemanden gefährden , sagen die Mitglieder selbst . Die
bisherigen Berichte in den Medien stützen sich allein auf " mehrere " , nicht
näher gekennzeichnete " Sicherheitsexperten " , die wiederum verfolgt haben
wollen , dass sich 29a selbst im Netz der Programmierung des gefährlichen Wurms
bezichtigt habe . Das sei aber niemals der Fall gewesen , behauptet Mental
Driller . Die von den mysteriösen " Experten " konstruierte Verbindung kann er
sich nur mit schlechter Recherche erklären . Dieser Schädling stehe aber in
keinerlei Verbindung mit CodeRed . " Unentschuldbar " sei es daher , ärgert sich
der Hacker , dass die Medien auf Kosten der Gruppe Schlagzeilen generieren
wollen . Andere europäische Hackergruppen wie den Chaos Computer Club ( CCC )
hat besonders die Tatsache erstaunt , dass 29a in den Nachrichten zu einer "
niederländischen Hackergruppe " mutiert . Im holländischen Twente öffnet am
morgigen Freitag schließlich das Sommer-Camp HAL2001 ( " Hackers at large " )
seine Pforten , eines der größten europäischen Treffen der Szene . Neben dem "
Spaß am Gerät " unter freiem Himmel wird es dort Vorträge über die Hackerethik ,
Datenschutz oder Zukunftstechnologien wie Biometrie geben . " Wir waren
ursprünglich eine spanische Gruppe und sind in keiner Weise holländisch " ,
bestätigt Mental Driller nun die Verdachtsmomente Riegers . 29a habe sich
inzwischen zwar internationalisiert , doch kämen die meisten Mitglieder nach wie
vor aus Spanien oder aus Tschechien . Für Rieger ist der ganze Fall daher ein "
Stück aus dem Lehrbuch , wie selbst wichtige Nachrichtenagenturen von
Interessensgruppen manipuliert werden können . " Zumindest dpa hat auf Drängen
des CCC-Mitglieds die ursprüngliche Meldung inzwischen ergänzt durch eine neue
Meldung , in der die Agentur das Dementi von Mental Driller bringt . Hintergrund
: T-Aktie erneut im freien Fall Beim Abschluss der Übernahme des US-Mobilfunkers
VoiceStream Ende Mai zeigte sich Telekom-Chef Ron Sommer noch voller Zuversicht
. Es gebe keine Anzeichen dafür , dass die T-Aktie durch die neuen Papiere , die
die VoiceStream-Aktionäre im Zuge des Verkaufs erhielten , unter Druck gerate .
Doch die derzeitige Kursentwicklung straft diese Worte Lügen . Seit Tagen
befindet sich die einst so begehrte Volksaktie erneut im freien Fall . Am
heutigen Donnerstag schrammte das Papier die 20-Euro-Grenze und pendelt am
frühen Nachmittag zwischen 20,40 und 20,50 Euro . " Der Sommer raubt mir meine
Rente " , empört sich ein frustrierter Kleinaktionär in Hamburg . In der Bonner
Konzernzentrale gibt man sich indes zugeknöpft : Kein Kommentar ! Tatsächlich
könnte der Vorstandschef durch die unaufhaltbare Talfahrt wieder unter Druck
geraten . " Die Telekom ist einfach nicht gut aufgestellt " , kritisiert Jörg
Pluta , Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (
DSW ) in Düsseldorf . Ohnehin ist die oberste Führungsmannschaft bei vielen
Anlegern und Aktionärsvertretern wegen der angeblichen Fehlbewertung des
Immobilienvermögens in Misskredit geraten . Es hagelte Strafanzeigen gegen den
Vorstand ; seitdem ermittelt die Staatsanwaltschaft . Der neuerliche Sinkflug
der Aktie ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker . Experten und
Telekom-Analysten sprechen indes von reiner Psychologie : " Fundamentale
Faktoren liefern derzeit keine Erklärung " , meint Jörg Natrop von der
Düsseldorfer WGZ-Bank zum neuerlichen Kursverfall . Unverändert hält die Bank an
ihrem Kursziel von 29 Euro für die T-Aktie fest . Doch ein solcher Preis ist für
viele T-Aktionäre blanker Hohn . Beim letzten Börsengang Mitte 2000 hatten sie
noch mehr als doppelt so viel ( 63 Euro ) für eine Aktie gezahlt . Kein Wunder ,
dass Anleger versuchen , über eine Prospekthaftungsklage wegen der
Immobilienbewertung ihr Geld zurückzubekommen . Doch die Erfolgsaussichten
gelten Experten zufolge als gering . Zudem flossen die Mittel aus dem Börsengang
nicht in die Kassen der Telekom , sondern ins Staatssäckel . Der Bund als
Hauptaktionär hatte sich nämlich erstmals von Anteilen getrennt . Nach Ansicht
von Markus Glockenmeier , Telekom-Analyst der Delbrück Privatbankiers , werfen
jetzt offenbar Investoren ihre Papiere auf den Markt , um weitere Verluste zu
vermeiden . Denn sie befürchten , dass durch das Ende der Haltefrist für
T-Aktien einiger Ex-Großaktionäre von VoiceStream das Papier weiter unter Druck
gerät und an Wert verliert . Im gegenwärtigen Börsenumfeld erweist sich
VoiceStream als schwer verdaulich . Davon ging die Hälfte gleich an Kleinanleger
. Für die übrigen Papiere wurden mit den Großaktionären von VoiceStream (
Hutchison Whampoa , Sonera , TDS , Goldman ) gestaffelte Haltefristen vereinbart
. Eine läuft Anfang September ab : Dann dürfen sie 40 Prozent der T-Aktien
verkaufen , die restlichen Anteile ab Dezember . Kein gutes Bild in Sachen
Aktienkultur gab in dieser Woche die Deutsche Bank ab : Das sei psychologisch
höchst ungeschickt gewesen , sagte DSW-Chef Pluta und orakelt : " Vielleicht war
das sogar der Dammbruch für die Flucht aus der Aktie " . WLAN-Offensive auf
europäischen Flughäfen Das Schweizer Startup Monzoon Networks will mittelfristig
sämtliche Business Lounges der Fluggesellschaft Swissair mit Wireless LANs
ausrüsten . Den Anfang macht vorerst ein flughafennahes Hotel in Zürich , wo ab
sofort drahtloser Breitband-Internetzugang möglich ist . Nach Angaben von
Monzoon erfolgt die Datenübertragung im Funk-LAN nach IEEE 802.11b mit einer
Geschwindigkeit von bis zu 11 MBit/s . Damit die User gegeneinander abgeschirmt
sind , verwendet Monzoon zusätzlich selbst entwickelte Accesspoints , die mit
dem freien Unix-Derivat FreeBSD arbeiten . Nächste Stationen der
WLAN-Ausbaupläne von Monzoon und Swissair sind die Business Lounges auf den
Flughäfen Genf und Brüssel . In Verhandlungen steht das Startup zudem mit der
Betreibergesellschaft des Flughafens Zürich sowie weiteren europäischen Airports
; und das im Hinblick auf WLAN-Lösungen , von denen nicht nur
Business-Class-Fluggäste profitieren können sollen . Für die ambitiösen Pläne
hat sich Monzoon Verstärkung aus Deutschland geholt : Gateway zieht sich aus
Europa zurück Hü und Hott beim Computerhersteller Gateway : Nach der Schließung
der deutschen Niederlassung kommt nun auch das Ende für die Gateway-Vertretungen
und -Werke in Großbritannien und Irland , berichtet das Wall Street Journal .
Das würde dann auch über 1.000 Angestellten den Arbeitsplatz kosten . Noch Ende
Juli hatte die Gateway-Vertreterin für Europa entsprechende Pläne heftig
dementiert . Nun wollte die deutsche Agentur von Gateway den Bericht des
US-Blattes gegenüber heise online zwar nicht direkt bestätigen , erklärte aber ,
das Unternehmen ziehe den Rückzug aus Irland und Großbritannien in Betracht ;
ein endgültiger Beschluss sei jedoch noch nicht gefallen . Nach Angaben einer
US-Managerin der Firma hängt die Entscheidung lediglich noch von Verhandlungen
mit Gewerkschaften und lokalen Behörden ab . Mit der Schließung der Ableger in
Irland und Großbritannien würde sich Gateway praktisch aus Europa zurückziehen ;
einzig ein paar regionale Verkaufsbüros blieben übrig . Außerdem überlegt
Gateway , ob man sich nicht auch vom asiatischen Markt verabschieden solle , wo
die Umsätze der Firma im zweiten Quartal um geschlagene 52 Prozent fielen .
Gateway steckt schon seit einiger Zeit in finanziellen Turbulenzen . Angesichts
tiefroter Zahlen verloren bereits viele Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz .
Bertelsmann hält an Allianz mit Napster fest Trotz weiterer rechtlicher Schritte
der US-Plattenindustrie gegen Napster hält die Bertelsmann eCommerce Group (
BeCG ) an der Allianz mit der umstrittenen Musiktauschbörse fest . " Unser
Bekenntniss zu Napster als Partner bleibt voll bestehen " , sagte BeCG-Sprecher
Alexander Adler am Donnerstag der dpa . Die Zusammenarbeit konzentriere sich auf
ein Geschäftsmodell , das den Ansprüchen von Plattenindustrie , Musikliebhabern
und Künstlern gerecht werde . Die US-Musikindustrie will , dass Napster schnell
wegen Urheberrechts-Verletzung zu Schadenersatz verurteilt wird . In einer
gerichtlichen Eingabe erklärte der Musikindustrie-Verband RIAA , dass Napster
bewusst das Copyright verletzt und von dem kostenlosen Austausch der Musikstücke
finanziell profitiert habe . Der Verband hat eine Anhörung für den 1. Oktober
beantragt . Linux für Digital-TV : Nokia bringt Settop-Box mit Open-Source-API
Ganz neue Töne schlägt Nokia an , Endverbrauchern bislang wohl vor allem als
Handy-Hersteller bekannt . Der finnische Konzern stellte mit dem Media Terminal
am gestrigen Freitag in Deutschland eine Settop-Box auf Linux-Basis vor , die
mittels integrierter Festplatte auch als digitaler Videorekorder arbeiten kann .
Zusätzlich bietet das Media Terminal Internet-Zugang und Anschlüsse etwa für
Drucker oder Digital-Kamera per USB . Die Settop-Box bietet die Möglichkeit ,
die Darstellung auf dem Bildschirm zu teilen , um gleichzeitig normales
TV-Programm und Internet-Browser anzuzeigen . Mit so genannten Nokia Navi Bars
will der Konzern den Zugriff auf alle Funktionen besonders einfach machen . Das
Terminal soll Standards für Settop-Boxen und Digital-TV wie MHP und ATVEF
unterstützen ; als Starttermin für den Verkauf gibt Nokia das zweite Quartal
2001 an . Von Intel kommt die Hardware-Architektur , die mit x86-Prozessoren
arbeitet . Über die genaue Hardware-Ausstattung der nächstes Jahr erhältlichen
Geräte wollte Nokia allerdings noch keine genaueren Angaben machen . Als
Betriebssystem kommt jedenfalls Linux und als Browser Mozilla zum Einsatz . Die
Bibliothek soll aber nicht nur dem finnischen Mobilfunkspezialisten zur
Verfügung stehen : Die API wird auf der LinuxTV-Website unter der LGPL
veröffentlicht . Bernd Curanz , Geschäftsführer von Convergence , betonte , dass
nur eine offene Plattform die Entwicklung eines horizontalen Markts für
Digital-TV ermöglich . In das gleiche Horn stößt Rickard Nelgér , Chef des Media
Terminal Product Management bei Nokia : Für Nokia jedenfalls ist das Media
Terminal das erste in einer ganzen Geräteserie , die dem Konzern eine führende
Rolle bei vernetzten Heim-Umgebungen verschaffen soll . Nokia erwartet
offensichtlich in diesem Bereich einen ähnlichen Boom wie bei Handys - so ist
die Firma beispielsweise bereits eine Kooperation mit dem
Haushaltsgerätehersteller Whirlpool eingegangen , um vernetzte " Weiße Ware " zu
bauen . Und mit den niederländischen Telekom-Konzern KPN , Muttergesellschaft
von E-Plus , arbeitet Nokia an einer kompletten Infrastruktur für vernetzte
Eigenheime und Mietwohnungen . Microsoft-Prozess : Nächste Runde frühestens
Oktober Mit Spannung wurde die neue Liste der zu verhandelnden Fälle des
obersten US-Bundesgerichts ( Supreme Court ) am gestrigen Freitag erwartet :
Ging doch alle Welt davon aus , dass ein Termin festgesetzt werde , an dem das
Gericht darüber entscheidet , ob es das Berufungsverfahren im Kartellprozess
gegen Microsoft annimmt . Wieder aber setzte der Supreme Court keine Verhandlung
darüber an . Nun ist es wahrscheinlich , dass eine Entscheidung über das weitere
Vorgehen im Microsoft-Prozess nicht vor dem 2. Oktober fällt - dann gibt der
Supreme Court seine nächsten Verhandlungstermine bekannt . Theoretisch kann das
Gericht zwar auch außerhalb seiner gewohnten Verfahrensweisen spezielle
Verhandlungen ansetzen - dies wäre aber unüblich und wird von US-amerikanischen
Justizexperten auch nicht erwartet . Bereits Ende August war die Festlegung
eines Verhandlungstermins erwartet worden ; schon damals aber ließ der Supreme
Court das weitere Vorgehen offen . Bei dem Termin soll es dann auch zunächst
darum gehen , ob das oberste US-Gericht die Berufungsverhandlung überhaupt
durchführt . Microsoft möchte vor dem eigentlich zuständigen Berufungsgericht
des Distrikts Columbia verhandeln , während die US-Regierung die Berufung vom
Supreme Court entschieden wissen will . Das US-Justizministerium will durch die
Verhandlung vor dem Supreme Court das Verfahen möglichst schnell zum Abschluss
bringen ; zudem sei die Bedeutung des Falls so groß , dass das oberste Gericht
darüber direkt entscheiden müsse . Microsoft erklärte dagegen unter anderem ,
dass der Berufungsfall so komplex sei , dass die Angelegenheit am besten auf dem
normalen Rechtsweg behandelt werden könne . Allerdings gibt es auch einen
anderen möglichen Grund für Microsoft , die Verhandlung vor dem Appeals Court
anzustreben : Dieses Gericht hatte in der Vergangenheit in einer mit dem
Kartellstreit verbundenen Rechtsfrage zu Gunsten des Konzerns entschieden . Das
Berufungsgericht hatte den Fall Mitte Juni bereits angenommen , muss ihn aber
trotzdem abgeben , wenn der Supreme Court das Verfahren an sich zieht . Die
Verhandlung über die Berufung gegen eine Entscheidung eines Bezirksgerichts ist
nach dem so genannte Expediting Act möglich , wenn der entsprechende Fall von "
nationaler Bedeutung " ist . Dem Supreme Court selbst unterliegt es , einen
solchen Berufungsprozess anzunehmen oder ihn doch an die erste Berufungsinstanz
zu verweisen . Richter Thomas Penfield Jackson , der in seinem erstinstanzlichen
Urteil eine Zweiteilung Microsofts verfügte , hatte dem Antrag der US-Regierung
, vor dem Supreme Court zu verhandeln , bereits zugestimmt - dem muss das
Bundesgericht allerdings nicht folgen . US-Regierung bezieht gegen
MP3-Tauschbörse Napster Stellung Nachdem die MP3-Tauschbörse Napster vor kurzem
prominente Fürsprecher aus der Elektronik- und Medienbranche gewinnen konnte ,
hat die Firma nun eine Schlappe in ihrer Argumentation gegen die Vorwürfe
erlitten , der Dienst verletzte das Urheberrecht . Napster ist der Ansicht ,
dass über die MP3-Tauschbörse nicht dafür verantwortlich gemacht werden könne ,
wenn die Benutzer illegale Kopien verbreiteten , da man nur eine Dienstleistung
anbiete . Napster beanspruchte damit einen ähnlichen Status wie die Hersteller
beispielsweise von Videorekordern oder DAT-Geräten , die nicht dafür verklagt
werden können , wenn ihre Geräte zur Herstellung von illegalen Kopien benutzt
werden . Außerdem sei das private Tauschen von urheberrechtlich geschützten
Werken erlaubt - und wenn die Anwender nichts Illegales unternähmen , könnte
auch Napster nicht verurteilt werden . Vertreter des US-Justizministeriums , des
Copyright Office und des Patent and Trademark Office haben sich nun allerdings
in einem Schreiben , einem so genannten amicus-Schriftsatz , der dem Gericht bei
der Entscheidungsfindung durch Stellungnahmen nicht direkt involvierter Parteien
helfen soll , auf die Seite der Kläger in dem Verfahren gegen Napster geschlagen
. Bezugnehmend auf den Audio Home Recording Act von 1992 , der unter anderem
Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken für den Privatgebrauch erlaubt ,
erklären die US-Behörden die Argumentation von Napster für hinfällig .
Entscheidungen des obersten US-Bundesgerichts hatten ebenfalls festgehalten ,
das Hersteller von Geräten , die zum Kopieren von urheberrechtlich geschützten
Werken dienen können , nicht für " illegalen Gebrauch " verantwortlich gemacht
werden könnten , und dass die Geräte wie Videorekorder daher nicht verboten
werden dürften . In dem Schreiben an das Gericht , das im Fall Napster zu
entscheiden hat , verweisen die US-Behörden auf die relevanten Bestimmungen im
Audio Home Recording Act , dass Hersteller von digitalen Aufnahmegeräten und
-techniken Verfahren einbauen müssten , die Serienkopien verhinderten . Außerdem
müssten sie Lizenzgebühren in einen Fond einzahlen , der dann an die
Urheberrechtsinhaber ausgeschüttet wird . Die Argumentation von Napster "
verhöhne " nun aber die Bestimmungen in dem Gesetz und stehe im Widerspruch zu
den darin festgelegten Vorgehensweisen . Die US-Offiziellen erklären unter
anderem , die Napster-User würden keines der Geräte einsetzen , auf die sich das
Gesetz und die Entscheidungen des Bundesgerichts bezögen . Auf der anderen Seite
aber ermöglicht Napster die Verbreitung von digitalen Kopien von Musik-Stücken .
Die US-Behörden entziehen damit der Napster-Argumentation insofern die Grundlage
, da Mechanismen , die digitale Kopien ermöglichen , und ihre Nutzung
offensichtlich nur erlaubt sind , wenn Lizenzgebühren in den dafür vorgesehenen
Fond eingezahlt werden . Ob dies Napster auf der anderen Seite eine Lücke
eröffnet , den Dienst offiziell zu legalisieren , dürfte fraglich sein : Da
Napster kein spezielles Gerät oder beispielsweise digitale Audio-Tapes anbietet
, sondern eine Dienstleistung , lässt sich auch keine Lizenzgebühr pro Gerät
oder Tape erheben . Eine Gebühr pro getauschtem MP3-File wäre dagegen wohl das
finanzielle Ende von Napster . In dem Schreiben heißt es weiter , die User von
Napster würden in keinem Fall " Aufnahmen " herstellen , egal ob digital oder
analog , sondern reine serielle " Kopien " . Das entscheidende Argument aber
gegen die Verteidigungslinie von Napster sei , dass es sich in dem Home
Recording Act um nicht-kommerzielle Kopien drehe und nicht um öffentliche
Distribution . Genau dies ermögliche aber Napster ; von einem privaten Tausch
selbst erstellter Aufnahmen oder Kopien könne daher keine Rede sein . Zudem :
Die Gesetze und Gerichtsentscheidungen führten nicht dazu , dass die illegale
Nutzung plötzlich legal wäre ; es gehe lediglich darum , die Geräte , die unter
Umständen illegal genutzt werden könnten , zu schützen . Inzwischen sind zudem
die Anwälte des Rappers Dr. Dre und der Rockband Metallica an diverse
Universitäten in den USA herangetreten . Sie forderten in einem Schreiben , dem
die Klage der Musiker gegen Napster beigelegt war , die Unis auf , den Zugang zu
Napster über die universitären Netzwerke zu blockieren . Bereits vor einigen
Monaten hatte Metallica die Universitäten von Indiana , Süd-Kalifornien und Yale
verklagt , weil sie den Studenten den Zugang zu Napster ermöglichten . Zwei
Hochschulen hatten daraufhin die MP3-Tauschbörse vollständig blockiert , während
die Uni von Süd-Kalifornien den Zugang nur unter sehr eingeschränkten
Bedingungen weiter ermöglichte . Nach einer Umfrage der Gartner Group wird der
Zugang zu Napster bereits an jeder dritten amerikanischen Universität unmöglich
gemacht . Netscape : Kostenlose Java-Anwendungen Netscape möchte offensichtlich
beweisen , daß sich mit Java , Java-Script und ähnlichen Technologien auch
sinnvolle Anwendungen realisieren lassen . Die Firma , bislang vor allem für
ihre Internet-Browser und -Server bekannt , gab unter dem Namen AppFoundry
mehrere Anwendungen zum freien Download frei , die den Einsatz von Java und
Netscape-Produkten in Unternehmen demonstrieren sollen . Im Laufe des September
sollen 22 Applikationen aus den Bereichen Finanzen , Personalverwaltung ,
Informationsmanagement , Marketing sowie Vertrieb und Verkauf vorgestellt werden
. Voraussetzung sind auf der Server-Seite Netscapes SuiteSpot sowie die Engine
von Informix für diejenigen Anwendungen , die auf einer Datenbank aufsetzen .
Für alle Applikationen steht der komplette Source-Code zur Verfügung . Auf dem
Client muß nur ein Java- und JavaScript-fähiger Web-Browser zur Verfügung stehen
. Zusätzlich bietet Netscape im Rahmen der AppFoundry Demonstrations-Versionen
von Entwicklungswerkzeugen wie Borlands IntraBuilder oder Netobjects Fusion an .
In Diskussionsforen , die über die AppFoundry-Webseite zugänglich sind , können
Anwender wie Entwickler Unterstützung erhalten . Windows-2000-Umstieg wird teuer
Glaubt man dem amerikanischen Marktforschungsunternehmen Gartner Group , kostet
ein Unternehmen der Umstieg auf Windows 2000 bis zu 3100 US-Dollar pro PC . Eine
Amortisierung der Aufrüstungskosten könnten die Firmen damit erst nach etwa drei
Jahren erwarten - also zu einer Zeit , in der schon die nächste Systemversion
ins Haus steht , meint die Gartner Group nach Informationen des amerikanischen
Newsdienstes CNet . Die Analysten gingen für ihre Untersuchung von einem
Firmennetzwerk mit 2500 Anwendern aus . Für die Umstellung berücksichtigten sie
nur die Client-Rechner - Aufwendungen für Server-Aktualisierungen oder die
Einführung des Active Directory blieben noch aussen vor . Die Aktualisierung von
Maschinen mit NT 4 Workstation schlage mit etwa 2000 US-Dollar zu Buche ,
während man bei Win9x-Rechnern mit bis zu 3100 US-Dollar rechnen müsse . Da ist
Microsoft natürlich anderer Ansicht : Die Firma geht davon aus , dass zwar
Kosten für die Umrüstung entstehen ( die man aber nicht genau einschätzen könne
) , die Umstellung sich durch vereinfachte Verwaltung aber sofort in barer Münze
auszahle . Davon muss Microsoft die Verwalter der Unternehmensnetze aber wohl
erst noch überzeugen : Nach einer weiteren Studie von Gartner wollen nur wenige
Firmen schnell auf Windows 2000 umstellen . Die meisten rechnen damit , erst 6
bis 18 Monate nach der Freigabe des neuen Microsoft-Systems mit einer breiten
Einführung anzufangen - vor allem , um Funktionen wie Active Directory eine
gewisse " Zeit zur Reife " zu geben . Deutsche Bank will sich von
TV-Kabelbeteiligungen trennen Die Deutsche Bank will sich offensichtlich
schneller als erwartet von ihren Beteiligungen an deutschen
TV-Kabelgesellschaften trennen . Nach einem Bericht des Wall Street Journal
möchte die Bank Telecolumbus und Smatcom an United Pan-European Communications (
UPC ) verkaufen . Damals erklärte ein Sprecher des Kreditinstituts , man wolle
sich in vier bis fünf Jahren wieder von den Beteiligungen trennen , da man sich
als Finanzinvestor sehe und nicht ins operative Geschäft mit dem TV-Kabel
einsteigen wolle . Der schnelle Weiterverkauf der Gesellschaften könnte mit
einem Rechtsstreit zusammenhängen , der zwischen UPC und der Deutschen Bank
schwelt : UPC wirft ihren ehemaligen Finanzberatern nun vor , die Informationen
, in deren Besitz die Bank durch ihre Rolle als UPC-Berater gelangt sei ,
benutzt zu haben , um UPC bei den Verhandlungen mit RWE/Veba über Telecolumbus
auszustechen . UPC verklagte deshalb die Deutsche Bank in London . Die
niederländische UPC ist Europas größter Kabelnetzbetreiber . Smatcom ist nach
eigenen Angaben die sechstgrößte Kabelgesellschaft hier zu Lande .
Antennenhersteller Kathrein will Grundig kaufen Der Rosenheimer
Antennenhersteller Kathrein will die Mehrheit am Unterhaltungselektronik-Konzern
Grundig übernehmen . Der geschäftsführende Gesellschafter Anton Kathrein sagte
der Welt , er wolle seine Grundig-Beteiligung von 25 auf rund 70 Prozent erhöhen
. Kathrein will ein 36-Prozent-Paket von der HypoVereinsbank kaufen und zielt
zudem auf ein Zehn-Prozent-Paket , das bei der Victoria-Versicherung liegt . Die
Verträge seien unterschriftsreif , sagte Kathrein dem Blatt . Die anderen
Grundig-Aktionäre müssten allerdings noch zustimmen . DaimlerChrysler bündelt
Aktivitäten im Internet-Geschäft Der Autokonzern DaimlerChrysler bündelt seine
weltweiten Aktivitäten im elektronischen Business und hat dafür eine eigene
Gesellschaft gegründet . In der Holding würden alle existierenden und künftigen
E-Business-Investitionen und Beteiligungen zusammengefasst werden . Unter dem
Kürzel DCX wird die DaimlerChrysler-Aktie an den Börsen gehandelt . Die Holding
hat die Gesellschaftsform einer GmbH und ist direkt an die DaimlerChrysler AG
angegliedert . Kurzfristig sei an einen Börsengang nicht gedacht , mittel- oder
langfristig wolle er dies aber nicht ausschließen , sagte Cordes . Das Internet
werde alle internen und externen Abläufe der Automobilindustrie revolutionieren
, ist man beim deutsch-amerikanischen Konzern überzeugt . Diese Entwicklung
begreife DaimlerChrysler als einmalige Chance zur besseren Positionierung im
internationalen Wettbewerb . " Die gewaltigen Wettbewerbsvorteile , die sich
durch professionell betriebenes E-Business bieten , wird DaimlerCHrysler schnell
aufgreifen und optimal ausschöpfen " , sagte Vorstandschef Jürgen Schrempp dazu
. Dazu gehören vor allem geschäftliche Transaktionen mit Zulieferern wie auch
Autoverkäufe per Internet oder die Beteiligung an Internet-Firmen .
DaimlerChrysler hat bereits COVISINT , den nach eigenen Angaben weltgrößten
Internet-Marktplatz , mitinitiiert . Daran sind auch die Automobilkonzerne
General Motors , Ford und Nissan/Renault beteiligt . COVISINT hat die
Kartellhürden in den USA und Deutschland genommen und die Geschäfte aufgenommen
. DCX NET setzt sich laut DaimlerChrysler aus vier Bausteinen zusammen : Die
Vernetzung zum Kunden ( B2C ) , die Vernetzung der Wertschöpfungskette (
B2B/Zulieferer , Einkauf etc. ) , die Vernetzung der Produkte und die Vernetzung
der Belegschaft . Für alle Mitarbeiter sei die Beschäftigung mit dem Internet
deshalb eine tägliche Plichtaufgabe , hieß es . Einen hohen Stellenwert sollen
auch der Autohandel im Internet sowie die Telematik ( internetgestützte Dienste
und Verkehrssteuerung ) im Rahmen von DCX NET einnehmen . Künftig werden alle in
den USA verkauften Mercedes-Benz-Pkw mit einem Internetzugang ausgestattet sein
. Der smart war das weltweit erste Fahrzeug , das per Internet konfiguriert und
bestellt werden konnte . Heute werden auch neue Mercedes-Benz-Pkw im Internet
angeboten . Allerdings wird nach Einschätzung des Autokonzerns auch weiterhin
die Mehrheit ein Fahrzeug in der Realität anschauen und Probe fahren wollen .
Zwar sei die " E-Hype " vorbei , aber das E-Business fange jetzt erst richtig an
, meinte der Manager . Speicher für 3D-Grafikkarten erreichen 500 MBit/s
Transferrate Samsung Electronics hat kürzlich einen 128-MBit-Chip vom Typ
DDR-SDRAM mit einer Taktgeschwindigkeit von 250 MHz vorgestellt . Speicher
dieses Typs übertragen auf jeder der beiden Taktflanken eine Information und
erreichen so an jedem der 32 Datenanschlüsse 500 MBit/s . Der K4D263238M-Chip
wird in 0,17-µm-Technik gefertigt . Mit nur vier der 128-MBit-Chips lässt sich
ein Grafikkartenspeicher von 64 MByte aufbauen . Samsung will den
500-MBit/s-Chip nutzen , um seinen Marktanteil bei Grafikspeichern auf 40
Prozent zu erhöhen ; der Konzern hofft , Bausteine dieses Typs im Wert von mehr
als 700 Mio. US-Dollar verkaufen zu können . Samsung stößt mit den 500 MBit/s
bereits an die technologische Grenze des heute bei Grafikspeichern üblichen
LQFP-100-Gehäuses ( Low Profil Quad Flat Pack mit 100 Anschlüssen ) . Es ist
relativ groß und lässt auf Grund seiner kapazitiven und induktiven Eigenschaften
keine höheren Datenraten zu . Infineon hat daher schon zu Beginn des Jahres bei
der Standardisierungsbehörde JEDEC ein BGA-Gehäuse ( Ball Grid Array ) mit 144
Anschlüssen eingebracht , das bei einer Kantenlänge von 11 mm nur noch ein
Viertel der Fläche eines LQFP-100 hat und Datenraten von 600 MBit/s und mehr
erlaubt . Laut Infineon sollen entsprechende 128-MBit-Speicher " schon sehr bald
" erhältlich sein . Der Schwerpunkt der Nachfrage bei DDR-DRAMs liegt allerdings
bei 333 MBit/s , was sich auch mit der Hauptausbeute der heutigen
DDR-DRAM-Produktionslinien deckt . Auch Samsung wird die 500 MBit/s nur bei
einem gewissen Teil der Produktion erreichen und mit dem neuen 0,17-µm-Prozess
in der Mehrzahl bei 400 und 450 MBit/s liegen . Im nächsten Jahr dürfte bei den
Mainboards die Nachfrage nach DDR-DRAMs mit 266 MBit/s stark zunehmen ; und auch
bei den Grafikkarten wird DDR-DRAM zum Mainstream werden . Virtueller Marktplatz
für die Chemie-Industrie startet Ziel ist ein elektronisch gestützter Einkauf zu
weit günstigeren Kosten . Lieferanten können ihre Produkt- und
Dienstleistungspalette in Form digitaler Kataloge online anbieten . Die Telekom
stellt im Rahmen ihrer Internet-Strategie für chemplorer die Informationstechnik
und die Netzanbindung bereit . Die EU-Kommission hatte erst am vergangenen
Freitag ohne Auflagen ihre endgültige kartellrechtliche Zustimmung für das Joint
Venture erteilt . Die Internet-Plattform sei auf die Anforderungen der
Chemie-Industrie zugeschnitten , sagte der Geschäftsführer der chemplorer GmbH ,
Christian Rast . Automatisierung und Optimierung der Beschaffungs- und
Vertriebsprozesse ermöglichten Einsparungen von bis zu 80 Prozent . Von Beginn
an seien für Kunden mehr als 200.000 Artikel verfügbar . Solche
Internet-Marktplätze würden den Einkauf in der Branche grundlegend verändern ,
sagte Rast . Rast kündigte die Beteiligung weiterer Gesellschafter an . Die
Firmen Dynamit Nobel AG , Schering AG und Wella AG hätten bereits
Absichtserklärungen unterzeichnet , mit weiteren Unternehmen werde verhandelt .
Bayer und Infraserv Höchst wollen ihren Einkauf künftig weitgehend auf
chemplorer stützen . Die Plattform werde in der Chemiebranche zu einem "
unverzichtbaren Instrument für effiziente Einkaufsprozesse " , betonte Gerhard
Römer ( Bayer ) . Die Plattform sei für die Telekom im Bereich der
Internet-Kommunikation " der erste große Wurf " , sagte Klaus März vom
Geschäftsbereich Multimedia des Konzerns . Solche Marktplätze würden in der
Geschäftsabwicklung zwischen Unternehmen ( B2B ) künftig eine bedeutende Rolle
spielen . Hier sei chemplorer ein Vorreiter . Weitere Marktplätze würden folgen
, darunter in Kürze für das Gesundheitswesen und später auch für die Bau- und
Druck-Industrie . Alcatels Kabel- und Verbindungstechnik-Sparte geht an die
Börse Der französische Elektro- und Kommunikationskonzern Alcatel
verselbstständigt seine Sparte für Kabel- und Verbindungstechnik . Dies gab der
künftige Nexans-Chef Gerard Hauser am Montag in Paris bekannt . Nexans wird
18.500 Mitarbeiter in 20 Ländern beschäftigen und will vor allem in Nordamerika
sowie im Telekommunikationsbereich ( Glasfaserkabel ) wachsen . Hauser - bisher
Chef der Sparte Kabel und Verbindungstechnik - erwartet eine Umsatzsteigerung
von jährlich fünf bis sechs Prozent . Er bescheinigte dem deutschen Markt nach
wie vor Überkapazitäten im Bereich der Kabelproduktion , meinte aber , das
Rationalisierungsprogramm der früheren Kabelsparte von Alcatel sei zu 90 Prozent
abgeschlossen . Ihre Produkte werden unter anderem in den Bereichen Luft- und
Raumfahrt , Automobil- , Energie- und Medizintechnik sowie der Bau- oder
Telekombranche eingesetzt . In zahlreichen Bereichen ist das Unternehmen nach
eigenen Angaben Marktführer . Vor allem in der Medizintechnik sei die erste
industrielle Umsetzung bisheriger Forschungsergebnisse zu erwarten . Microsoft
verlängert Frist für neues Lizenzmodell Unter dem Titel " Kunden-Feedback
verbessert Microsofts Volume Licensing Program " gab Microsoft ein Einlenken auf
den Druck vieler Kunden , darunter deutscher Behörden , bekannt : Das neue
Lizenzierungsmodell tritt erst zum 31. Juli 2002 in Kraft . Außerdem gelten
Office 2000 und Windows 2000 ebenso wie Office XP und Windows XP als " aktuelle
Versionen " , um in das neue Lizenzprogramm einsteigen zu können . Nach
Microsofts neuer Lizenzpolitik sollten Firmen im Volume Licensing Program keine
Mengenrabatte mehr für Upgrades erhalten . Zudem überspringen bislang viele
Firmen einen oder mehrere Versionswechsel und ersetzen ihre Software nur alle
vier bis fünf Jahre . Diese Möglichkeit , auch von älteren Versionen auf die
neuesten Releases aufzurüsten , hat Microsoft grundsätzlich im neuen
Lizenzmodell gestrichen . Als Voraussetzung für den Einstieg in dieses Programm
gilt aber , dass Firmen die jeweils aktuelle Software-Version lizenzieren , was
Microsoft nun gleichzeitig mit der Verschiebung der Frist für den Einstieg etwas
aufweicht . Am 1. Oktober hatte Microsoft das neue System eingeführt , das die
Software-Kosten für Firmen beträchtlich erhöhen würde . Mehrere Großkunden
hatten in verschiedenen Ländern gegen die Microsoft-Politik protestiert . Das
Bundesinneministerium hat im September bereits einen neuen Rahmenvertrag mit
Microsoft geschlossen , der " flexible und kostengünstige Übergangsregelungen ,
die den besonderen Erfordernissen der öffentlichen Hand in Deutschland Rechnung
tragen " , biete , wie das Ministerium erklärte , allerdings ohne nähere Details
zu nennen . Trotzdem rechneten beispielsweise die Thüringer Landratsämter mit
Zusatzausgaben in Millionenhöhe durch die neue Lizenzpolitik von Microsoft . Der
Software-Konzern begründete seine Kompromissbereitschaft nun damit , den Kunden
in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mehr Bedenkzeit zu geben . Neubau
des Hasso-Plattner-Instituts : Ausbildung zur IT-"Weltklasse" " Das hier ist
weltweit einmalig " , schwärmt Siegfried Wendt . Der Direktor des
Hasso-Plattner-Instituts ( HPI ) meint damit keineswegs den lichtdurchfluteten
Neubau aus Glas , Ziegelstein und Metall , der am Freitag dieser Woche am Rande
des Universitäts-Campus in Potsdam-Babelsberg eröffnet wird . Er beschwört
vielmehr den Geist , der in dem Ensemble walten soll , spricht von der
Ausbildung , die die künftigen Softwarearchitekten hier genießen . " Das HPI hat
eine Mission " , betont Wendt . Denn der Studiengang schließe die derzeit
klaffende Lücke zwischen der Informatik und den Ingenieurswissenschaften . In
der Softwarebranche herrschten geradezu fürchterliche Zustände , klagt der
Computerexperte . Er ist seit 25 Jahren in der Branche tätig , bei ihm hat der
Finanzier des Instituts , der SAP-Mitbegründer und -Vorstandssprecher Hasso
Plattner , einst Datenverarbeitung studiert . Wendt , der in seiner Freizeit
Schopenhauer liest , geißelt seit Jahr und Tag die " Kommunikationsarmut " der
Softwarespezialisten . Einzig für Softwaresysteme , die eher noch komplizierter
sind , gibt es keine brauchbaren Systembeschreibungen . Diese Misere und die
Faszination für Potsdam waren auch Antrieb für Hasso Plattner , der in
Berlin-Grunewald aufgewachsen ist . 1998 entschloss er sich beinahe über Nacht
zur Gründung des Instituts in der Havelstadt . Seinen langjährigen Weggefährten
Siegfried Wendt holte er als Direktor nach Potsdam . Der Lehrbetrieb startete
1999 in Potsdam zunächst in angemieteten Räumen mit 100 Studenten . Die
Einrichtung ist der Universität Potsdam angeschlossen . Er umfasst drei
miteinander verbundene Bauten - das Hauptgebäude des HPI , den Hörsaaltrakt
sowie den Neubau für den Fachbereich Informatik der Universität - zur
Unterscheidung sind die Fußböden in den Farben Grün , Rot und Blau gehalten .
Beide Institute arbeiten in der Ausbildung eng zusammen . Noch haben die meisten
von ihnen die Gebäude nicht in Besitz genommen , sie reisen erst am Wochenende
an . Die Ausstattung ist großzügig ; auf einer Fläche von insgesamt 9.000
Quadratmetern gibt es drei Hörsäle und vier Seminarräume . 23 Arbeitsräume sind
für praktische Übungen vorgesehen , für jeden Studenten steht ein Computer
bereit . Die je nach Wahl auf sieben oder zehn Semester angelegte Ausbildung sei
konsequent an den Anforderungen der Software-Industrie ausgerichtet , betont
Wendt . Die jungen Leute könnten traditionelle Ingenieurstugenden wie effektive
Arbeitsteilung und Kommunikation lernen , die für die Wettbewerbsfähigkeit immer
wichtiger würden . Für Hasso Plattner sind die Absolventen ganz klar die
künftige " Weltklasse " der Branche . Chip-Schmiede Transmeta macht immer
weniger Umsatz Die Umsätze der Chip-Schmiede Transmeta gehen immer weiter zurück
: Bei der Vorstellung der Zahlen für das zweite Quartal ging die Firma noch
davon aus , dass die Umsätze um maximal 15 Prozent sinken würden . Die
endgültigen Geschäftszahlen für das dritte Quartal will Transmeta am 18. Oktober
verkünden . " Den Abschwung , den wir bei unseren Kunden im Juni festgestellt
haben , hat sich über den Sommer hinweg fortgesetzt " , meinte Mark Allen , Chef
von Transmeta . Bislang mache man Geschäfte vor allem in Japan , und dort hätten
die Kunden , die Crusoe-Chips in Laptops einsetzen , die Zahl der ausgelieferten
Geräte stark reduziert . Transmeta habe zudem erwartet , den neuen
5800-Prozessor im 13-µm-Prozess bis Ende September ausliefern zu können . Obwohl
aber die Ziele bei Performance und Stromverbrauch bei der neuen CPU bislang
erreicht worden seien , habe man bei der Umsetzung des Produktionsprozesses mit
Verzögerungen leben müssen , erklärte Allen . Daher habe man die
Serienproduktion verschoben und hoffe nun , den Prozessor im vierten Quartal
ausliefern zu können . Der Markt der Embedded Devices soll der Chip-Schmiede in
Zukunft ebenfalls helfen , aus den finanziellen Schwierigkeiten herauszukommen .
Schlichtung im Microsoft-Prozess festgefahren Die Schlichtungsversuche im
Kartell-Prozess gegen Microsoft sind offenbar festgefahren . Das
Justizministerium und 17 US-Bundesstaaten auf der einen und Microsoft auf der
anderen Seite seien sich keinen Schritt näher gekommen , berichteten US-Medien .
Die Stimmen im Regierungslager mehrten sich , den Konzern doch wieder vor den
Kadi zu bringen . Zurzeit versuchen die Parteien , eine außergerichtliche Lösung
zu erreichen . " Sie brechen jeden Vertrag , den sie unterzeichnen . " Wenn die
Gespräche scheitern , wird der Prozess gegen den Konzern am 11. März fortgesetzt
. Derzeit liegt der Fall bei der neuen Richterin Colleen Kollar-Kotelly , die
die beiden Streitparteien " im Licht der kürzlichen tragischen Ereignisse " zum
Versuch einer schnellen außergerichtlichen Einigung verdonnert hatte . Nach den
Terroranschlägen in den USA am 11. September betrachte das Gericht die Vorteile
einer gütlichen Einigung als " zunehmend wichtig " , erklärte Kollar-Kotelly .
Das US-Justizministerium hatte am 6. September dem Verfahren eine überraschende
Wende gegeben . Die US-Regierung will nicht länger , dass der Konzern
zerschlagen wird . Microsoft ist in dem Prozess wegen Wettbewerbsverstößen
schuldig gesprochen worden ; das Berufungsgericht hatte allerdings die
Entscheidung der ersten Instanz über das Strafmaß , nach der der Konzern in zwei
Teile gespalten werden sollte , aufgehoben . Zuvor hatte der Richter Thomas
Penfield Jackson wegen Vorwürfen der Befangenheit den Fall aus der Hand geben
müssen . Er hatte Microsoft vorgeworfen , sein Monopol auf dem Software-Markt zu
missbrauchen und ordnete eine Zerschlagung des Konzerns an . Surfen per TV-Kabel
: Was länge währt , wird vielleicht doch noch gut : Für 44,90 Euro können ab
dieser Woche Kabelkunden in Düsseldorf und Neuss über das TV-Kabel breitbandig
ins Netz gehen . Mit großem Werberummel und einer 24-Stunden-Party am Freitag
startet Callahan sein Angebot unter dem neuen Label " ish " . Die Marke wurde
von einer britischen Marktingfirma entwickelt , deutschen Nutzern wird man die
intendierte Aussprache " isch " wohl erst beibringen müssen . Die
ish-Internetflatrate ist nicht gerade ein Billigangebot , dafür ist allerdings
laut einer ish-Sprecherin vorerst nicht an eine Volumenbegrenzung gedacht .
Insgesamt 1.000 bis 1.600 Nutzer müssen sich eine Kabelnetzzelle teilen .
Erfahrungen in Österreich und der Schweiz haben gezeigt , dass intensive Nutzung
die angepriesene 32fache ISDN-Geschwindigkeit leicht ins Reich der Fantasie
verweisen kann . Immerhin bietet ish auf dem eigenen Portal sieben Radiostreams
und 7.000 Minuten Videostream pro Woche an . Als Inhalts-Partner hat das
Unternehmen Angebote von Spiegel-TV , Eurosport , FAZ oder dem Stadtmagazin
Prinz ins Boot geholt . Außerdem wird es auch einen Live-Kommentar zu den
Spielen der Fußball-Bundesliga geben . Wer auf den Internetzugang verzichtet ,
zahlt für eine Telefonleitung allein 12,90 Euro , eine zweite Nummer gibt es für
7,90 Euro . Extra bezahlt werden muss außerdem für Makeln , Rückfragen oder eine
3er Konferenz ( 2,90 Euro ) . Ortsgespräche werden damit allerdings günstig :
Mehrfach haben Callahan-Vertreter die Nachrüstung des von der Deutschen Telekom
AG zu 55 Prozent erworbenen Kabelnetzes als eines der größten aktuellen
Infrastrukturprojekte in Europa bezeichnet . Ab Herbst 2002 will ish laut Hähle
auch noch interaktives Digital-TV anbieten . Für die Installation auf der
Hausebene und sogar bei der durch die Einrichtung des Rückkanals notwendigen
Umbelegung der Fernsehprogramme kommt ish ins Haus : Man werde den Kunden "
Programmscouts " per Fahrrad vorbeischicken . Den Aufwand lässt sich ish
allerdings durch ein Konkurrenzverbot begleichen . Wer sich sein Kabel von ish
aufrüsten lässt , darf für mindestens zehn Jahre nicht bei einem alternativen
Kabelbetreiber einkaufen , bestätigte eine Sprecherin nochmals auf Anfrage von
heise online . Nach NRW wird ish auch in Baden-Württemberg neue Glasfaserringe
verlegen und das alte Fernsehkabel auf 862 Megahertz nachrüsten . In Hessen
startete vor kurzem Investor Klesch mit iesy . Der Verkauf der restlichen sechs
Kabelregionen an Liberty Media muss erst noch von den Kartellbehörden abgesegnet
werden . Investoren stehen angeblich hinter Brandenburger Chipfabrik Die
Finanzierung der geplanten Chipfabrik in Frankfurt ( Oder ) soll bis Ende des
Jahres gesichert sein . Mit den Anteilsverkäufen will das Unternehmen den
Eigenkapitalanteil auf ein Drittel erhöhen . Nach den Terroranschlägen in den
USA war die Fortführung des arabisch-amerikanischen Projektes an der polnischen
Grenze vielfach angezweifelt worden . " Beide Investoren stehen weiterhin voll
hinter dem Werk " , versicherte Obermann . Die Chip-Foundry ist eine der größten
Investitionen in Ostdeutschland . In dem Unternehmen und in dessen Umfeld sollen
nach dem geplanten Betriebsstart im ersten Quartal 2003 rund 3.000 Menschen
Arbeit finden . Gründer von mb Software verhaftet Der Gründer der Hamelner mb
Software AG , Bernhard Mursch , ist verhaftet worden . Ihm werde Untreue in 16
Fällen zum Nachteil des Unternehmens vorgeworfen , sagte Staatsanwältin Jutta
Rosendahl am heutigen Dienstag in Hannover und bestätigte damit einen Bericht
der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung . Wegen Fluchtgefahr bleibe Mursch auch
nach einem Haftprüfungstermin in Untersuchungshaft . Er wurde bereits vor einer
Woche auf dem Flughafen Langenhagen festgenommen . Gegen den
Bausoftware-Spezialisten mb Software läuft ein Insolvenzverfahren . Mursch war
Anfang August aus dem Vorstand des Unternehmens ausgeschieden . Oberstes
US-Gericht lehnt Einmischung in Microsoft-Prozess ab Das oberste Gericht der USA
lehnt eine Einschaltung in den jahrelangen Streit zwischen dem Software-Riesen
Microsoft und der Regierung ab . Die Richter wiesen am Dienstag den Antrag des
Unternehmens zurück , das Urteil vom vergangenen Juni aufzuheben , in dem
Microsoft wettbewersbwidrige Ausnutzung seines Monopols vorgeworfen worden war .
Mit dieser Entscheidung wächst der Zeitdruck auf den Konzern , sich mit dem
Justizministerium und 17 US-Bundesstaaten zu einigen . Microsoft hatte eine
Anhörung vor dem Supreme Court nicht auf Grund der Urteilsbegründung beantragt ,
sondern wegen der Äußerungen von Thomas Penfield Jackson , Richter der ersten
Instanz , gegenüber den Medien außerhalb des Gerichts . Die Berufungsinstanz
hatte das Urteil von Jackson in der Hinsicht aufgehoben , dass die Verurteilung
zur Konzern-Aufspaltung unangemessen sei . Die Feststellung der
wettbewerbswidrigen Ausnutzung eines Monopols dagegen hielten auch die
Berufungsrichter aufrecht . Microsoft wollte nun auch dies wegen der Äußerungen
von Jackson angefochten wissen . Die Entscheidung des Supreme Courts war
allerdings von Rechtsexperten in den USA erwartet worden . Daher gehen
Beobachter nicht davon aus , dass sie große Auswirkungen auf die festgefahrenen
Schlichtungsverhandlungen zwischen Microsoft und der Regierung haben wird .
Allerdings gibt es nun auch keinen Aufschub mehr , was die nächste Deadline im
Verfahren angeht : Gericht stärkt Abzugsfähigkeit von Heim-Computern Mit einem
Grundsatzurteil zur steuerlichen Abzugsfähigkeit von Computerkosten hat das
Finanzgericht Rheinland-Pfalz Besitzern von Heim-Computern den Rücken gestärkt .
Danach wird der Anteil der beruflichen Computer-Nutzung künftig automatisch auf
35 Prozent geschätzt , wenn feststeht , dass das Gerät auch für diese Zwecke
benutzt wird . Mit dem Urteil gab das Gericht einem technischen Angestellten aus
dem Raum Koblenz Recht , der gegen sein Finanzamt geklagt hatte . Nach der
bisherigen Rechtsprechung konnten Aufwendungen für einen Heimcomputer nur
berücksichtigt werden , wenn der Anteil der privaten Nutzung unter zehn Prozent
lag . Grund war das im Einkommensteuergesetz angeführte Aufteilungs- und
Abzugsverbot . Der Ansatz gelte auch für Computerzubehör wie Scanner , Drucker
und Monitor . Das Gericht teile nicht die Ansicht , dass solche Geräte nicht
selbstständig genutzt werden könnten . Grund sei ein Urteil des Bundesfinanzhofs
, wonach Computerprogramme selbstständige Wirtschaftsgüter seien . Das Gericht
wies darauf hin , dass es sich bei dem Ansatz von 35 Prozent um eine Schätzung
handelt . Die Revision zum Bundesfinanzhof wurde wegen grundsätzlicher Bedeutung
zugelassen . Nie wieder IPX Novell kündigte auf der Networld+Interop in Atlanta
an , daß im November der Beta-Test für die nächste Version der IntranetWare
starten soll . Diese Version soll nativen IP-Support enthalten und damit den
Einsatz des Novell-eigenen IPX-Protokolls überflüssig machen . NetWare-Anwender
, die über das LAN auch ins Internet wollen , werden das begrüßen - NetWare/IP
war bislang eher eine Krücke , und zwei Protokolle auf dem Client sind auch
nicht gerade der Weisheit letzter Schluß . Nach Aussagen von Novell wird IPX
aber weiterhin unterstützt . Im ersten Halbjahr 1998 soll auch die
Cluster-Technologie für NetWare folgen . Anfangs werden 16 Nodes unterstützt .
Internet World : Ein Star namens Visor Internet-Messen haben ihre Macken . Die
gerade zu Ende gegangene Fall Internet World in den USA kann nicht nur Besucher
und Aussteller-Rekorde melden . Unumstrittenes Messe-Highlight war kein
Internet-Angebot , sondern ein Stück Hardware , das nur mittelbar von der
Vernetzung lebt . Der Visor-PDA von Handspring zog die Besucher in ihren Bann .
Der Visor ist nicht nur billiger ( ab 149 Dollar ) als der Palm Pilot , sondern
bunt wie die iMacs . Zahlreiche Zusatzmodule machen den PDA zu einem richtigen
NBD , ein Non-Business-Device , wie es die Marketiers nennen . Handspring ließ
etliche Dritthersteller mit Produkten für den Erweiterungsslot auf seinen immer
überlaufenen Stand : So gab es etwa elektronische Bücher von Peanutpress und die
SensorScience-Serie für Kinder vom Imageworks , die den Visor mit Temperatur- ,
Licht- und pH-Sensoren ausstattet ( ab 20 Dollar ) , MP3-Kartuschen und eine
Jogging-Erweiterung namens TechCoach , die die Leistung der Rumrenner misst .
Eine klappbare Tastatur von Think Outside macht den Visor und andere Palmrechner
für Vielschreiber attraktiv . Zur CeBIT will Handspring den Visor in Europa
vorstellen . Internet World : Digitale Identitäten gegen PDD PDD , das Palm
Deficiency Disease , nennt man die Krankheit , die Benutzer des PDA Palm von
3Com befällt , wenn ihr Rechner unterwegs die Batterie verliert . Sie können
keine Nummern mehr wählen und keine Termine mehr wahrnehmen , denn die stecken
nicht mehr im Kopf . Etliche Firmen stellten auf der Internet World digitale
Identitäten vor , die alles aufnehmen und vor PDD schützen : Kreditkarten- und
Bankdaten , Passwörter für Logins in Firmennetze und auf Websites , Adressen und
Termine . Das umfangreichste Angebot war Digitalme von Novell , das mit
NDS-basierten Netzangeboten arbeitet . FusionOne ermöglicht es , die
Kontaktinformationen und Termine aus dem Internet via SMS in ein Handy zu
zwängen . Ohne PDD-Hilfe , doch als Identitätsspeicher interessant treten V-Go
von Passlogix und Qpass an . Diese Programme speichern lokal in einem
kryptografisch abgesicherten Wallet - ebenfalls nur für Windows ; der Mac-Markt
wird von Apples "Schlüsselbund"-Funktion im Mac OS 9 abgedeckt . Internet World
: Kofferradio für die Jackentasche MP3-Player überall , doch wie wär es mit
einem portablen MP3-Radio ? Die RCA-Tochter Command Audio stellte auf der
Internet World in den USA ihren Command Audio Player vor . Das Gerät vom
Aussehen einer TV-Fernbedienung mit Antenne arbeitet mit Zahlencodes , die für
eine bestimmte Radiosendung stehen . Knapp 400 Sendungen sind so erfasst . Zur
Sendezeit wird der CA-Player aktiv und schneidet die ausgewählten Sendungen im
MP3-Format mit , die später abgehört werden können . Der RAM-Speicher fasst 6
Stunden Radio , ein Modul mit 18 Stunden ist optional . Eine Vermarktung in
Europa ist in der Planung , hat aber Probleme mit dem US-Konzept , bei dem
bekannte Radiosendungen von Lokalsendern übernommen werden . Internet World :
Open Source bei Microsoft Ein ungewöhnliches Treffen gab s im Microsoft Pavilion
auf der Internet World in den USA : Internet World : Zazie auf der Messe "
Quasseln , quasseln ist alles , was du kannst " , sagte der Papagei in Louis
Malles Film Zazie in der Metro nach dem Roman von Raymond Queneau . Quasseln
scheint auch die ultimative Lösung für WebSurfer zu sein , die mit der Tastatur
nicht klar kommen . Neben Talking Web aus dem Hause Burda ging myTalk vom
ehemaligen Apple-Ableger General Magic online . Soliloquy nennt sich die
unaussprechliche Lösung für Internet-Chatterboxes , die sich Mark Lucente
ausgedacht hat . Vor der Gründung der Firma Soliloquy war Lucente IBMs
Chefentwickler für zukünftige 3D-Benutzeroberflächen . Nun glaubt er , dass die
Sprache das ultimative Surfmittel ist : Pick-a-Pc , Pick-a-Stock und
Pick-a-Cellphone sind die ersten Proukte , bei denen ein Surfer mit einer
Chatterbox plauscht und am Ende ein Produkt genannt bekommt , das er kaufen soll
. Das Ende der Deutschland AG Es war ein Kampf der Titanen - die Schlacht
zwischen dem Mannesmann-Konzern und dem britischen Mobilfunkriesen Vodafone . An
diesem Herbsttag klarten gegen Abend nicht nur die grauen Regenwolken in
Düsseldorf auf . Auch die wochenlangen Spekulationen wurden Gewissheit : Der
ehrgeizige Vodafone-Chef Chris Gent hatte es auf das erfolgreichste deutsche
Unternehmen der 90er Jahre abgesehen . Am Sonntagabend flatterte dem Vorstand
eine Kaufofferte der Briten auf den Tisch . Doch Vorstand und Aufsichtsrat
zeigten mit dem Daumen nach unten . Auch die Arbeitnehmer liefen gegen die Pläne
Sturm : Sie befürchteten eine Zerschlagung des Traditionskonzerns - nicht zu
unrecht , wie sich Monate später herausstellte . Das Kaufangebot sei völlig
unzureichend und die ausschließliche Mobilfunkstrategie von Vodafone verspreche
weniger Wachstum , begründete Mannesmann-Chef Klaus Esser seine ablehnende
Haltung . Die Abwehrschlacht begann : Die Aktionäre hatten sich mehrheitlich für
ein friedliches Zusammengehen mit den Briten entschieden . " Das mussten wir
respektieren " , sagte Esser . Und die Schlacht der Titanen erschöpfte sich
keineswegs nur in trockenen Zahlen , Pressekonferenzen und Roadshows . Den
Mannesmann-Babys ( D2 , Orange , Omnitel ) setzte Vodafone eine stillende und
schützende Mutter entgegen . In Gesprächen mit institutionellen Investoren
rührten Esser und Gent gleichermaßen die Werbetrommel für ihre Konzepte . Dabei
war Mannesmann an dem Angriff von Vodafone nicht ganz unschuldig . Schließlich
hatte Esser zuvor in Großbritannien den Konkurrenten Orange gekauft und damit
den dortigen Marktführer provoziert . Damit glaubte er , Mannesmann würde
schwerer und unverdaulicher für eine Übernahme . Doch in der Telekommunikation
ist nichts unmöglich . Vodafone hatte nämlich ein gravierendes Problem : Der
Stein kam ins Rollen . Fressen oder gefressen werden , sagte sich Gent und wagte
den Angriff . Möglich , dass viele Kleinanleger schwach wurden , und ihre
Papiere mit satten Gewinnen verkauften . Die als sicher geglaubte Abwehrfront
gegen Vodafone bröckelte . Auch möglich , dass die Allianz von Vodafone mit dem
französischen Mischkonzern Vivendi im Internetgeschäft von Anfang Februar den
Ausschlag gab . Mit Mannesmann hat sich Vodafone jedenfalls das Unternehmen in
Europa einverleibt , das den britischen Konzern jetzt kaum schlagbar macht . Auf
den Mobilfunk hatte es Gent schließlich abgesehen . Sein anfängliches
Versprechen , das Festnetzgeschäft ( Arcor/o.tel.o ) mehrheitlich zu behalten
und die Industriesparte Atecs an die Börse zu bringen , ist Schnee von gestern .
So wurden die Mannesmann-Töchter versilbert : Salzgitter erhielt das
verlustreiche Röhrengeschäft und die Luxusuhren verkaufte Vodafone an die
Schweizer Richemont-Gruppe . Als wichtigste Lehre aus der deutsch-britischen
Übernahmeschlacht notieren Chronisten : Die Deutschland AG ist tot - es lebe die
Globalisierung . Feindliche Übernahmen , wie sie deutsche Konzerne im Ausland
tätigen , sind umgekehrt jetzt auch in Deutschland möglich . Selbst
Mannesmann-Chef Esser , der Verlierer , hat das immer wieder gefordert . Wie
hart die Übernahmeschlacht in der Sache auch war , eine Einmischung der Politik
hatte er sich stets verbeten . UMTS bringt rote Zahlen für MobilCom Im Mobilfunk
kamen 601.000 Kunden hinzu ; Allerdings musste MobilCom trotz gestiegenen
Umsatzes Verluste verbuchen . " Auf Grund unseres sehr dynamischen Wachstums
macht es keinen Sinn , Vergleiche mit dem Vorjahr zu ziehen " , meinte der
Mobilcom-Chef zu den Zahlen seines Unternehmens . Gewählte ICANN-Direktoren
stehen zur Disposition Neues auf der Tagesordnung für die am Montag beginnende
Jahrestagung der Internet-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names and
Numbers ( ICANN ) : Die Anforderungen an die Studie zur ersten globalen E-Wahl
von fünf ICANN-Direktoren durch die Internetnutzer sollen diskutiert werden .
Als At-large-Direktoren bezeichnet die ICANN die durch die ICANN-Mitglieder
gewählten Direktoren , die die Surfer vertreten sollen . Erst an zweiter Stelle
stehen Fragen , wie viele solcher von den Nutzern gewählte Direktoren im
Vorstand der für das Domain Name System ( DNS ) verantwortlichen Organistion
sitzen sollen und wie sie auszuwählen oder zu bestimmen sind . Mit einer
vollständigen Abschaffung der At-large-Vertretung ist zwar nicht zu rechnen ,
Kritik an dieser Ausrichtung der Studie wird sich die ICANN allerdings
einhandeln . Andere Fragen würden die beiden deutschen
At-large-Mitgliedschaftsaktivisten Jeanette Hofmann und Thomas Roessler gerne
beantwortet sehen . " Die Studie soll Organisationen weltweit einbeziehen " ,
heißt es in der ICANN-Satzung , und sie soll alle vorherigen Entscheidungen und
Schlüsse bezüglich einer At-large-Mitgliedschaft einzig als Information und
nicht als Vorbedingungen berücksichtigen . Im Klartext heißt das , wer an einer
Beibehaltung oder einem Ausbau der Nutzervertretung interessiert ist , muss
jetzt die Argumente dafür liefern . Landesregierung Sachsen-Anhalt will
Internetzugang für alle Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt will erreichen ,
dass alle Bürger auf das Internet zugreifen können und die Landesverwaltung mit
neuer Technik bürgerfreundlicher arbeitet . Das kündigte Ministerpräsident
Reinhard Höppner ( SPD ) am heutigen Donnerstag in einer Regierungserklärung im
Landtag an . Während Sprecher von SPD und PDS die Ansätze begrüßten , warf die
CDU der Landesregierung vor , kein Konzept zu haben . Eine E-Welt ist im
Entstehen . Mit E-Commerce , E-Learning , E-Government , E-Community wird im
Weltmaßstab gehandelt , gelernt , regiert und gelebt . " Der wesentliche
Unterschied zu früheren Zeiten liegt darin , dass die technologisch unterstützte
Mobilität von Kapital und Finanzen zu einer globalen Standort-Konkurrenz führt ,
in der man gewinnen oder verlieren kann . " Daher sieht Höppner auch
entscheidende Veränderungen bei den Anforderungen an Regionalverwaltungen : Die
klassischen Trennungen zwischen nationaler , regionaler und lokaler Ebene kommen
in Bewegung . Höppner listete einige Entwicklungen und Initiativen in einzelnen
Regionen Sachsen-Anhalts auf , die von der Landesregierung weiter gefördert
werden sollen , um den neuen Anforderungen zu genügen und den Weg
Sachsen-Anhalts in die " Wissensgesellschaft " zu ebnen . Er erklärte aber
darüber hinaus , Schulen beispielsweise sollten auch außerhalb des Unterrichts
geöffnet werden , damit sich die Schüler mit der neuen Technik auch in der
Freizeit beschäftigen könnten . Höppner kündigte die Einsetzung eines Beirat für
Informationstechnologien an , in dem Vertreter aus Wirtschaft , Hochschulen ,
Bildungseinrichtungen und Kommunen die aktuellen Entwicklungen beraten und
Handlungsvorschläge vorlegen sollen . SPD-Fraktionschef Rüdiger Fikentscher
nannte das Regierungsvorhaben " Internet für alle " richtig und verwies auf die
USA , wo die Entwicklung bereits viel weiter sei . Für die PDS begrüßte deren
Fraktionschefin Petra Sitte laut dpa im Grundsatz die Einrichtung des
IT-Beirates , verlangte aber mehr Tempo bei der Behandlung des Thema . Den
positiven Reaktionen von SPD und PDS auf die Regierungserklärung konnte sich die
CDU-Opposition im Magdeburger Landtag allerdings nicht ganz anschließen . Zwar
habe es eine lange Aufzählung einzelner Aktivitäten gegeben , es fehlten aber
verlässliche Daten , wie weit die Entwicklung des Landes im Vergleich zu anderen
Ländern gediehen sei , sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion
, Detlef Gürth . Außerdem gebe es kein geschlossenes Konzept der Regierung , was
im Bereich Informationstechnik geschehen solle . Elsa will Hercules nicht mehr
Elsa hat die Verhandlungen zur Übernahme des amerikanischen
Grafikkartenherstellers Hercules abgebrochen . Eine eigene Prüfung der
wirtschaftlichen Daten habe ergeben , daß die Übernahme im Interesse der
Aktionäre nicht sinnvoll sei . Zu ähnlichen Ergebnissen habe auch die
Untersuchung eines externen Wirtschaftsprüfungsunternehmens geführt . Die
bisherigen Verhandlungen mit Hercules hätten zudem keine Ergebnisse gezeitigt ,
die die wirtschaftlichen Bedenken ausräumen könnten . Elsa möchte aber weiterhin
an Expansionsplänen in den amerikanischen Markt festhalten . Die Wintel-iMacs
kommen Apple überraschte die ganze Branche mit dem iMac : Da konnte die
Wintel-Welt nicht so recht mithalten , auch wenn sehr schnell einzelne Firmen
ankündigten , das Erfolgskonzept des iMac mit Intel-Hardware und
Microsoft-Software nachbauen zu wollen . Lange mussten wir darauf warten . Intel
selbst versucht seit einiger Zeit , mit dem Konzept des Easy-PC die Hersteller
davon zu überzeugen , dass man auch mit der hauseigenen Hardware den Erfolg des
iMac wiederholen könne . Jetzt versuchen einige große Namen der PC-Branche , dem
Ruf von Intel zu folgen : Unter anderem Compaq , HP , Dell und IBM kündigten
neue PC-Designs an , die nur noch wenig mit den gewohnten Wintel-Rechnern zu tun
haben . Den Anfang machte Compaq mit überarbeiteter Gestaltung für normale
Consumer-PCs ; darüber hinaus sollen neue Desktop-Rechner ohne ISA-Slots , die
nur über USB mit der Außenwelt kommunizieren , den Weg in andere PC-Welten
öffnen . Auch Dell kündigte ein entsprechendes Design an , das komplett Intels
Easy-PC-Spezifikation entsprechen soll . Hewlett-Packards e-PC geht noch einen
Schritt weiter : Er lässt sich vom Benutzer nicht einmal mehr öffnen . Und
selbst IBM kann sich dem Trend nach einem Bericht des amerikanischen
Newsdienstes CNet nicht mehr entziehen : Anfang nächsten Jahres will Big Blue
eine Reihe von PCs herausbringen , die keine ISA-Slots sowie keine seriellen und
parallelen Schnittstellen mehr haben . Dem Bericht zufolge will IBM sie mit
einem eingebauten LC-Display ausrüsten . Der Konzern verspricht , dass man mit
den Rechnern besonders einfach in ein LAN oder das Internet komme . Alle
Hersteller gehen davon aus , dass diese iMac-Konkurrenten mit Windows arbeiten -
nur IBM möchte sich alle Optionen offenhalten und will seine neuen Designs auch
mit anderen Betriebssystemen anbieten . Ob aber Wintel- oder Pinguin-iMac : Der
Erfolg der Anti-Apple-Allianz wird davon abhängen , ob die Rechner nicht nur
schick aussehen und auf bestimmte Hardware verzichten , sondern tatsächlich über
ein funktionelles Design zu vernünftigen Preisen die Computerei auch für
unerfahrene Nutzer besonders einfach machen . Böse Zungen werden behaupten , das
ließe sich in der Wintel-Welt gar nicht realisieren : Doch der Vorhang hebt sich
, und das Publikum harrt gespannt der Dinge , die da kommen mögen . Das Internet
für den Mittelstand Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur
Bauckhage hat an die mittelständischen Unternehmen appelliert , noch mehr auf
das Internet zu setzen . Bei der Auftaktveranstaltung der landesweiten
Online-Offensive Connect am heutigen Samstag in Mainz forderte der Minister die
Unternehmen auf : " Machen Sie die neuen Medien zur Chefsache " . Um den
Mittelstand auf diesem Weg zu unterstützen , sei vor allem umfassende
Information wichtig , betonte Bauckhage . Mit Einstiegshilfen , der Vermittlung
von Basiswissen und Ansprechpartnern für Betriebe solle der Mittelstand in
Veranstaltungen ermuntert werden , das Internet als Chance zu sehen . Geplant
sind nach den Worten des Ministers bis Mai 2001 in verschiedenen Städten
insgesamt zehn Veranstaltungen . Connect ist eine Initiative der landeseigenen
Investitions- und Strukturbank ( ISB ) in Zusammenarbeit mit den Industrie- und
Handelskammern , Handwerkskammern , den Sparkassen und dem Kompetenzzentrum für
Elektronischen Geschäftsverkehr , Trier . ISB-Geschäftsführer Hans-Joachim
Metternich sagte , die Größe eines Unternehmens sowie seine geographische Lage
spiele im Netz nur noch eine untergeordnete Rolle : " Wer schnell ist , sich
richtig auf die Bedürfnisse der Kunden einstellt und seine Betriebsabläufe
modernisiert , wird im digitalen Zeitalter erfolgreich sein " . Der wöchentliche
Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Viele
BIOS-Updates von Asus , Elitegroup , Epox , MSI und Soyo , Chipsatz-Treiber von
Intel und VIA und Neues von Terratec . Intel : VIA : Nur wenige Stunden nach dem
Nachgelegt der letzten Woche hat VIA einige neue Treiber auf den Webseiten
bereit gestellt : Asus : Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit :
Elitegroup : Auf der Download-Seite sind zu haben : Epox : MSI/Microstar : Soyo
: Auf der Download-Seite stehen bereit : Terratec : Auf der Download-Seite
stehen bereit : Neue Treiber und BIOS-Versionen aus den Vorwochen Kritik an
gebührenfinanziertem Internet-Angebot In der Verlags- und Fernsehbranche
formiert sich Widerstand gegen die Internet-Pläne der öffentlich-rechtlichen
Fernsehanstalten der Bundesrepublik . Ende November hatte die ARD auf der
Sitzung des Rundfunkrats angekündigt , für verschiedene Themengebiete neue
Internet-Portale einzurichten . Front gegen eine gebührenfinanzierte Ausweitung
des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ins Internet machen vor allem die
Zeitungsverleger . Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Rheinisch-Bergischen
Verlagsgesellschaft , Clemens Bauer , sieht im erweiterten Angebot der
Rundfunkanstalten eine Form des unlauteren Wettbewerbs . Der Ansicht , die
öffentlich-rechtlichen Anstalten sollten sich im Internet zurückhalten , seien
auch andere Zeitungsverleger , erklärte Bauer . Journalistische Unabhängigkeit
brauche als Hintergrund wirtschaftliche Kraft . Die wachsende Bedeutung des
Internet bewertete er für das Kernmedium seines Unternehmens , die Tageszeitung
, nicht als Bedrohung sondern als eine Chance . Benchmark-Rekord mit SAP unter
Linux und Solaris ( Update ) Fujitsu-Siemens hat nach eigenen Angaben einen
neuen Benchmark-Rekord für SAP R/3 aufgestellt . Mit 23.000 gleichzeitigen
Anwendern bei einem Standard-Applikationsbenchmark auf einer
Three-Tier-Installation von SAP R/3 SD ( Sales and Distribution ) habe man neue
Maßstäbe gesetzt für Geschäftsanwendungen in Großunternehmen . Zuvor seien mehr
als 20.000 gleichzeitige Anwender noch von keiner Installation erreicht worden .
Als Systeme kamen für den Benchmark eine PRIMEPOWER-Maschine unter Solaris und
PRIMERGY-Server unter Linux zum Einsatz . Laut Fujitsu-Siemens hat SAP bereits
die Benchmark-Ergebnisse offiziell zertifiziert . Inzwischen reflektiert auch
die Top10-Liste die Resultate , die Fujitsu-Siemens erzielt hat . Ein
dreistufiges System aus einem Datenbank- und 160 Anwendungs-Servern sowie
Massenspeicher-Lösungen von EMC nutzte SAP R/3 V.4.6B und Oracle 8.1.6 als
relationale Datenbank . Der Datenbank-Server ( 64 Sparc-CPUs mit 450 MHz , 64
GByte Hauptspeicher ) arbeitete mit Solaris , die Anwendungs-Server ( jeweils 4
Pentium-III-CPUs mit 700 MHz , vier GByte Hauptspeicher ) unter Red-Hat-Linux
6.1 . Die durchschnittliche Antwortzeit betrug 1,73 Sekunden , die Zeiten für
Datenbank-Requests im Schnitt 0,075 beziehungsweise 0,242 Sekunden . Dabei
erzeugte das System eine Prozessor-Auslastung von 96 Prozent auf der Solaris-
und im Schnitt 60 Prozent auf den Linux-Servern . Laut Fujitsu-Siemens hat sich
die Kombination aus einem zentralen Solaris-Server und Clustern unter Linux als
sehr effektiv erwiesen : Es seien nur zeitweise zwei Techniker notwendig gewesen
, um die Cluster zu überwachen . " Die Idee hinter diesem Konzept ist maximale
Skalierbarkeit , Stabilität und Flexibilität durch die Kombination von
Highend-Unix- und Standard-Intel-Servern " , hieß es bei Fujitsu-Siemens . Dabei
spiele Linux eine entscheidende Rolle , da es sich einfach und effektiv in
Highend-Unix-Umgebungen einfügen lasse . MobilCom-Chef geht in die Offensive
Nach Spekulationen über eine Liquiditätskrise bei dem
Telekommunikationsunternehmen MobilCom und Kursverlusten der MobilCom-Aktie geht
Unternehmenschef Gerhard Schmid in die Offensive : Kurzfristig habe der niedrige
Aktienkurs sogar " Vorteile " : Er kaufe sich derzeit jeden Tag Aktien hinzu .
Bekannt für recht forsches Auftreten , verteidigte sich Schmid gegenüber dem
Blatt : Aber ich bin kein Sprücheklopfer . Gleichzeitig kündigte er den
Mobilfunk-Branchenführern D1 und D2 einen " gnadenlosen Verdrängungswettbewerb "
im UMTS-Geschäft an . " Wir werden unsere Vertriebskraft in den kommenden Jahren
laufend erhöhen und damit Marktanteile gewinnen " , sagte der MobilCom-Chef .
Durch den Einstieg von France Telecom in sein Unternehmen habe MobilCom " viel
Geld " bekommen . Schmid kündigte überraschend den Einstieg das Geschäft mit
Funk-LANs an . Er sieht die tatsächlich nur für lokale Netze geeignete
Funktechnik nicht als Konkurrenz für UMTS , wie schon in einzelnen Berichten
kolportiert wurde : Dieser drahtlose Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet sei
jedoch " optimal , um innerhalb eines Gebäudes Computer miteinander zu vernetzen
" . Deshalb werde MobilCom künftig WLAN-Netze an Geschäftskunden vermarkten . Er
wolle auch seine Firmenzentrale in Büdelsdorf mit dieser Technik ausstatten .
Spekulationen über einen baldigen Rücktritt wies der MobilCom-Chef entschieden
zurück : " Warum sollte ich ausgerechnet jetzt gehen , wo es mit UMTS so
spannend wird . " Mit dem Chef seines Großaktionärs France Telecom , Michel Bon
, habe er eine " perfekte Arbeitsteilung " : " Ich bin bei UMTS für die
Erschließung des deutschen Marktes zuständig , habe dazu die nötige Lizenz
gekauft und baue ein Netz auf " , sagte Schmid . France Telecom dagegen kümmere
sich um die Expansion in Europa . Zusätzliche Gebühren für Internet-Radios Das
Copyright Office , in den USA zuständig für alle Fragen des Urheberrechts und
der Copyright-Lizenzen , hat entschieden , dass Internet-Radios an die
Musikindustrie Lizenzgebühren zahlen müssen . Die Verfügung , die ab dem
kommenden Montag auch auf der Webseite des Copyright Office bereit stehen soll ,
legt allerdings nicht die Höhe der zu zahlenden Gebühren fest und ab wann sie
fällig werden . Dies bleibt vorerst Verhandlungen zwischen der Musikindustrie
und den Sendeanstalten vorbehalten - erst wenn diese scheitern , will das
Copyright Office eingreifen . Bislang leisteten normale Radio-Stationen , die
ihr Programm auch als Webcast über das Internet ausstrahlten , keine
zusätzlichen Zahlungen an die Urheberrechtsinhaber . Denn im Digital Millenium
Copyright Act ( DMCA ) von 1998 ist eine so genannte Statutory License verankert
. Dabei handelt es sich um eine Pauschallizenz , die zum Abspielen von Musik
ohne gesonderte Lizenzierung bei den jeweiligen Copyright-Inhabern berechtigt
und für die ein einmaliger Betrag gezahlt werden muss . Allerdings können nur
Sender , die gewisse Kriterien erfüllen , diese Pauschallizenz erwerben . So
dürfen sie beispielsweise in einer bestimmten Zeit nur eine beschränkte Anzahl
von Stücken eines Albums abspielen , müssen Interpret und Titel des Albums
nennen und dürfen die Zeit des Abspielens eines bestimmten Stückes nicht vorher
bekannt geben - alles Kriterien , denen eine " normale " Radiostation leicht
genügt , nicht aber Dienste , bei denen man bestimmte Musikstücke gezielt
abrufen kann . Rundfunksender , die eine solche Statutory License erworben haben
, dürfen entsprechend den Lizenzbestimmungen Musik über den Äther ausstrahlen
und diese bislang auch - und zwar ohne zusätzliche Gebühren - zur Verbreitung
über das Netz per Streaming Media in ihr Internet-Programm integrieren . Diese
Regelung wollten die Stationen natürlich beibehalten - ganz im Gegensatz zur
Musikindustrie . Nach der Entscheidung des Copyright Office müssen die Stationen
für die zusätzlichen Webcast-Angebote nun Gebühren zahlen - denn eine durch die
amerikanische Regulierungsbehörde FCC lizenzierte Radiostation sei bei der
digitalen Übertragung nicht vom Urheberrecht der Coypright-Inhaber ausgenommen ,
die über die Aufführung ihrer Werke mittels digitaler Medien entscheiden könnten
. Die Genehmigung für eine Ausstrahlung nach den Regeln der FCC umfasse nur die
Angebote der normalen Radiostationen , ob diese nun per Funkwellen oder
Kabelanschluss zum Hörer kommen , nicht aber das Webcasting . Diese Sender haben
sich in der Auseinandersetzung sogar auf die Seite der Musikindustrie geschlagen
: Das eher seltene Bündnis aus Anbietern im Bereich der neuen Medien und der
klassischen Musikindustrie rührte daher , dass sich die Internet-Radios durch
die Gebühren , die sie zahlen , gegenüber den normalen Radiostationen mit
zusätzlichem Webcast benachteiligt sahen . Hilary Rosen , Chefin der Vereinigung
der US-amerikanischen Musikindustrie ( RIAA ) , zeigte sich verständlicherweise
hoch erfreut über die Entscheidung des Copyright Office . Zu den Gebühren , die
einige Internet-Radios bislang schon zahlen , wollte sie sich bislang aber nicht
äußern . Freude wie bei der RIAA will sich natürlich bei der National
Association of Broadcasters ( NAB ) , dem Verband der amerikanischen
Radiostationen , nicht so recht einstellen : Man glaube , dass " diese
Entscheidung Bundesgesetzen und den Absichten des Kongresses widerspricht , die
im Copyright-Gesetz zum Ausdruck kommen " . Universeller Datenaustausch für
Mobilgeräte Das SyncML-Konsortium will mit einem einzigen
Synchronisations-Protokoll alle Plattformen und Mobilgeräte vernetzen . Die
Spezifikation 1.0 liegt jetzt vor . Hinter SyncML stehen rund 550 Firmen ,
darunter Ericsson , IBM , Lotus , Motorola , Nokia , Palm , Psion und Starfish
Software . Nach einem Jahr hat die Initiative jetzt die offene Spezifikation 1.0
verabschiedet , mit der dieses Ziel erreicht werden soll . Damit so
unterschiedliche Gerätegattungen wie PDAs , Handhelds , Mobiltelefone , Kameras
und PCs ihre Daten mit einem universellen Synchronisationsprotokoll austauschen
können , muss SyncML eine ganze Reihe von Anforderungen erfüllen . Dazu gehört
etwa die Unterstützung bereits etablierter Protokolle wie HTTP , WSP ( Wireless
Session Protokoll , Teil des WAP-Protokolls ) , OBEX für Bluetooth- und
IrDA-Verbindungen , aber auch TCP/IP . Auf der Client-Seite muss das Protokoll
die Datentypen beherrschen , wie sie bei E-Mail , Kalendereinträgen ,
Adressenverzeichnissen und Dokumenten vorkommen . Ist SyncML einmal Wirklichkeit
, dann stehen dem SyncML-Client dieselben Daten auf unterschiedlichen Geräten
zur Verfügung - und alle sind auf dem neuesten Stand . Angesichts der
gewichtigen Namen , die im Konsortium vertreten sind , stehen die Chancen nicht
schlecht , dass die Spezifikation in Form von wirklichen Datenströmen einmal
Realität wird . Ob das schon im nächsten Jahr der Fall sein wird , ist jedoch
fraglich . Immerhin haben bereits einige Teilnehmer bei der offiziellen
Vorstellung des Protokolls in London die Datensynchronisation à la SyncML
demonstriert : Hintergrund : Europäische Softwarepatente noch nicht vom Tisch Am
15. Dezember 2000 endet die Konsultationsfrist der Europäischen Kommission über
die Patentierbarkeit von Computersoftware , über die erst nach Ablauf dieser
Frist in Brüssel politisch entschieden wird . Solange bleibt der Artikel 52 des
Europäischen Patentübereinkommens ( EPÜ ) unverändert . Der Artikel legt fest ,
dass Programme für Datenverarbeitungsanlagen in Europa nicht als Erfindung
angesehen werden können , erklärt Rainer Osterwalder , Sprecher des Europäischen
Patentamtes mit Sitz in München . In München endete auch am 29. November die
Diplomatische Konferenz zur Revision des Europäischen Patentübereinkommens .
Tage vorher ließ das Bundesjustizministerium bereits durchsickern , dass es auf
dieser Konferenz keine Öffnung der Europäischen Union für Softwarepatente geben
werde . Für den entsprechenden Vorschlag der französischen Delegation stimmten
alle Mitgliedsländer des Europäischen Patentübereinkommens mit Ausnahme der
Schweiz , Österreichs und Liechtensteins , die sich der Stimme enthielten .
Gegenüber dem Handelsblatt erklärte die Bundesjustizministerin Herta
Däubler-Gmelin , sie wolle gegenwärtig nur verhindern , dass mit der Änderung
des EPÜ vollendete Tatsachen geschaffen werden . Dessen ungeachtet sind bereits
heute europäische Softwarepatente möglich . Halbe Erfindungen gibt es eben nicht
. Gemeint sind die Farbbalken zur Anzeige von Lautstärke , Helligkeit ,
Programmauswahl und was das Gerät sonst noch so zu bieten hat . Dem Europäischen
Patentamt reicht diese Praxis jedoch nicht . Es gibt inzwischen ungefähr 30.000
Patente auf Programmieraufgaben . Die Erfindungshöhe dieser Patente ist
erstaunlich niedrig . Es reicht für ein solches Patent , wenn man sich ein
Sachgebiet als Claim absteckt . Einen dieser Claims sichert das Patent EP0461127
. Es patentiert als " Interactive Language Learning System " alle
computerbasierten Verfahren zum interaktiven Lernen von Sprachen . In der Frage
der Softwarepatentierung hinkt das Europäische Patentamt dennoch der
internationalen Entwicklung hinterher . In Japan und den USA gibt es schon seit
längerem die Möglichkeit , reine Softwareprodukte zu patentieren . Das betrifft
auch Schnittstellen vom Range eines Industriestandards . Der String +++ath0
trennt ein Hayes-kompatibles Modem vom Telefonnetz . Damit diese Trennung nicht
unbeabsichtigt erfolgt , sind kleine Zeitpausen zwischen den Plus-Zeichen und
dem Auflegebefehl nötig . Ein entsprechendes Patent gehört dem früheren
amerikanischen Unternehmen Hayes Microcomputer Products , lange Zeit praktisch
das Synonym für analoge Modems und heute noch im AT- oder Hayes-Befehlssatz
verewigt . Um teure Lizenzgebühren zu umgehen , implementierten manche
Modemhersteller den Auflegebefehl unvollständig . Die Zeitpausen fallen weg . In
der Newsgroup de.admin.net-abuse.mail kursierte schon der Vorschlag , wie sich
Spammer und DDoS-Angreifer mit Einwählverbindungen über solche Modems wirksam
behindern lassen . Sind sie gerade eingeloggt und ist deren IP-Adresse bekannt ,
lässt sich mit einem Ping-Befehl deren Modem abklemmen , wenn man als
Datenmuster die Entsprechung zur ASCII-Folge " +++ath0 " verwendet . Die
Schattenseite also : Wer Softwarepatente umgehen will , macht seine Produkte
anfällig für Angriffe . Besonders betroffen sind die Programmierer freier
Software . Wer Open-Source-Software schreibt , will mit der Weitergabe des Codes
kein Geld verdienen . Die Patentierung von Software ist aber vor allem ein
Kostenfaktor . Eigene Patentanmeldungen können leicht fünfstellige Beträge
verschlingen . Gleichwohl wären Entwickler freier Software
lizenzgebührenpflichtig , sofern sie patentrechtlich bereits geschützte
Verfahren benutzen . Sollten Open-Source-Entwickler patentierte Verfahren gar
ohne Lizenz implementieren , wird die Sache erst richtig teuer . Das
Prozesskostenrisiko einer Patentrechtsverletzung liegt in Deutschland bei
200.000 Mark , erklärt der Bremer Patentanwalt Klaus Göken . Er hat aber für die
Sorgen der freien Programmierer nur wenig Verständnis . Für ihn als Patentanwalt
ist die Software vor allem ein Wirtschaftsgut und ein technisches Produkt , das
von Ingenieuren entwickelt wird . Überall in der Technik müssten Patentansprüche
beachtet werden . Da könne es nicht angehen , dass Softwareentwickler mit
Sonderkonditionen bedacht werden . Dabei macht der Verzicht auf eine
Softwarepatentierung durchaus Sinn . Software besteht aus Befehlsfolgen ,
basiert auf Algorithmen . Diese Rechenverfahren sind jedoch Mathematik , und
mathematische Methoden würden auch nach einer Öffnung des EPÜ für
Softwarepatente als nicht patentierfähige Erfindungen angesehen werden . Nur
wird sich darauf wohl niemand berufen können , denn hier geht es nicht um die
innere Logik eines Gesetzes , es geht vielmehr um wirtschaftliche Interessen .
Bis jetzt ist die Software in Europa vor allem durch das Urheberrecht geschützt
. In den so genannten Halloween-Papieren denkt der Softwareriese Microsoft
inzwischen darüber nach , ungeliebte Konkurrenz auszuschalten : " Die Rolle von
Patenten und Copyrights bei der Bekämpfung von Linux muss noch weiter untersucht
werden . " Die Gesellschaft für Informatik LAN-Telefonie von 3Com/Siemens 3Com
und Siemens haben sich zusammengetan , um ein kräftiges Wörtchen bei der
LAN-Telefonie mitzureden . Siemens und 3Com werden die Anteile der neuen Firma
zu gleichen Teilen halten . Die Zentrale soll in den USA angesiedelt sein mit
Entwicklungsabteilungen in Kalifornien , Massachusetts , Deutschland , Israel
und England . Die vorgesehenen Produkte werden auf 3Coms Switches SuperStack
II/CoreBuilder und auf den Hicom-/HiNet-Telefonanlagen sowie Telefonie-Software
von Siemens beruhen . 3Com wird als Ergebins des Joint Ventures auch Telefone
und PC-Telefonadapter verkaufen . Microsoft-Ericsson-Pakt : Gemischte Reaktionen
Der Pakt zwischen Microsoft und Ericsson sorgt für internationalen Wirbel . Die
Reaktionen sind von gemischten Gefühlen geprägt . Mit " Jubel und Panik "
beschrieb laut dpa die Stockholmer Tageszeitung Dagens Nyheter die Stimmung bei
den Telekommunikationsfirmen . " Langfristig weitreichende Konsequenzen " werde
die Partnerschaft haben , dies zumindest sei die einhellige Einschätzung an der
Börse in Stockholm . Etwas nüchterner beurteilen amerikanische Spezialisten das
Zusammengehen des Software-Riesen mit dem Drittplazierten unter den
Handy-Herstellern . " Microsoft ist einfach nicht der Mitspieler , der er sein
wollte " , kommentierte laut Reuters ein Experte des US-Marktforschers Giga
Information Group . " Ich denke , Ericsson ist etwas verzweifelt , weil Nokia
ihnen die Butter vom Brot genommen hat . " Entgegen sonstiger Gepflogenheiten
hielt sich Microsoft zunächst überraschend bedeckt und überließ Ericsson die
Show . Neben dem Kartell-Prozess dürfte einer der Gründe für die Zurückhaltung
darin zu suchen sein , dass Ericsson nun nicht etwa auf Windows CE für seine
Mobiltelefone umschwenkt . Statt dessen betonte der schwedische Hersteller , er
wolle an EPOC als Betriebssystem für Handys festhalten . Dies führte zu etwas
gequälten Reaktionen eines Microsoft-Sprechers gegenüber Börsenanalysten .
Microsofts Mobile Explorer , die Ausgabe des Internet Explorer für Handys , ist
dementsprechend auch nicht auf Windows CE angewiesen . So kündigt sich
offensichtlich ein Wechsel in den Absichten Microsofts an , die man mit der
Beteiligung an Internet-Mobilfunklösungen anstrebt . Die Vereinbarungen mit
British Telecom und Ericsson sehen vor , dass als Backend für drahtlose
Internet-Dienste NT- und Exchange-Server eingesetzt werden . Führende
Mitarbeiter von Microsoft sprachen davon , sie hofften , die neue Generation
drahtloser Internet-Dienste werde die Nachfrage nach NT-Servern und
Backoffice-Produkten fördern . " Ich denke , es geht in Wirklichkeit darum , NT
bei den Telekommunikationsanbietern durchzusetzen " , kommentierte ein
amerikanischer Börsenanalyst . CES : Drahtloser MP3-Player für die Hi-Fi-Anlage
Während Bill Gates noch davon träumt , dass Whistler-PCs Daten drahtlos durch
das ganze Haus senden , hat die kleine texanische Firma Wavefly bereits eine
Einsteigerlösung fertig . Herzstück des von Wavefly entwickelten Systems ist der
" Wireless Automotive Digital Media Player " , ein Gerät , das in die bestehende
Hi-Fi-Anlage integriert wird . Über die Cinch-Anschlüsse wird der Player an
einen vorhandenen Verstärker angeschlossen und ein mitgeliefertes
"Content-Manager"-Programm auf dem Windows 9x/2000-PC gestartet . Diese werden
drahtlos vom PC zum Player über eine Entfernung bis zu 45 Meter übermittelt und
sodann über die Anlage abgespielt . Als Audioformate werden derzeit MP3 ,
RealAudio und WMA unterstützt ; da das Gerät jedoch über 8 MByte FlashMemory (
erweiterbar auf 16 MByte ) verfügt , sollen zukünftige Formate ebenfalls
nachgerüstet werden können . Optional enthält der Player noch einen
UKW-/MW-Tuner . Doch nicht nur Musik wird geboten : Über den Button " Photos "
kann auch die Übertragung von Bildern vom PC zum Player initiiert werden , die
dann der Fernseher darstellt . Entsprechende Cinch- und S-Video-Anschlüsse sind
vorhanden , das Gerät bietet die Fernsehnormen PAL und NTSC . Bei Anschluss
eines Fernsehers kann die Darstellung der Musik-Playlist auch auf dem Bildschirm
geschehen . Wavefly will das Produkt nicht selbst produzieren , sondern an
Drittfirmen lizenzieren . Die ersten Geräte sollen Weihnachten 2001 zu einem
Preis ab 299 US-Dollar auf den amerikanischen Markt kommen . Amerikanische
Lizenznehmer hat Wavefly nach eigenen Angaben bereits gefunden , Interessenten
aus Europa stünde man offen gegenüber . CES : Motorola bringt drahtloses
Internet-Gateway Auf der CES hat Motorola ein neues Breitbandmodem mit der
Bezeichnung Surfboard BB160 angekündigt , das bis zu 10 Nutzern gleichzeitig das
Surfen im Internet ermöglichen soll . Anwender können sich über das Gerät , das
einen Fast-Ethernet-Anschluss ( 10/100 MBit/s ) für den Zugang zum Internet etwa
per DSL besitzt , nicht nur eine Internetverbindung teilen , sondern ebenso
Endgeräte wie Scanner oder Drucker . Als Übertragungsstandard wird HomeRF SWAP
1.2 genutzt ; als Übertragungeschwindigkeit sind bis zu 1,6 MBit/s vorgesehen .
Als maximale Reichweite gibt Motorola rund 45 Meter an . Die Adapter sollen als
USB- und PCMCIA-Varianten angeboten werden . Die SWAP-Technik baut auf dem
IEEE-Standard 802.11 für drahtlose Netze auf - IEEE 802.11 und SWAP sind aber
nicht miteinander kompatibel . Der Bruder des BB160 , das Kabel-Modem SB4100W ,
war bereits auf dem CES-Stand von Motorola zu sehen , das Breitband-Modem selbst
nicht . Für einen Einsatz in Europa müssten die Geräte modifiziert werden , was
man bei Motorola aber ins Auge fasse . CES : Neue Wege bei der MP3-Wiedergabe
Harman Kardon hat einen Konverter entwickelt , der die neuen digitalen
Audioformate der " klassischen " Stereoanlage näher bringt . Nach Ansicht des
Unternehmens ist es eine viel zu komplizierte Lösung , extra einen MP3-Player in
die Stereoanlage zu integrieren , um MP3-Soundfiles abspielen zu können . Nicht
nur , dass die meisten Nutzer diese Ausgabe scheuen würden - sie hätten auch
keine Probleme damit , ihren PC einfach im Hintergrund laufen zu lassen . Daher
entwickelte Harman Kardon den " Audio Converter " DAD 150 , der per USB mit dem
PC verlinkt und dank mitgeliefertem Treiber von Windows als Plug&Play Multimedia
Device erkannt wird . MP3- oder WMA-Files , die an das Gerät geschickt werden ,
wandelt es automatisch in einen PCM-Datenstrom , den alle Audio-Verstärker
problemlos verarbeiten , die einen koaxialen Digitaleingang besitzen . Harman
Kardon verspricht sogar , dass der Klang von MP3-Songs mit niedriger Bitrate
dank digitaler Nachbarbeitung verbessert wird . Wie das genau geschieht , konnte
der Firmen-Sprecher aber auch nicht erklären - er sei " kein Computer-Typ " .
Der DAD 150 soll am Ende des ersten Quartals für unter 100 US-Dollar auf dem
amerikanischen Markt erscheinen , die weltweite Vermarktung ist geplant . CES :
DVD-Spielkonsolen kommen langsam in Fahrt Fast ein Jahr nach seiner Einführung
kommt das DVD-Spielsystem NUON mit neuen Partnern , Hard- und Software endlich
langsam in Fahrt . Basis des Systems ist ein von der kalifornischen Firma VM
Labs entwickelter All-In-One-Multimedia-Chip , der DVD-Player nicht nur um
zusätzliche Funktionen erweitert , sondern aus ihnen ganze Spielsysteme macht .
Unterstützt wird das System bislang jedoch nur von den Firmen Samsung und
Toshiba , die entsprechende NUON-Player in den USA bereits seit einiger Zeit
anbieten . Hier stößt nun noch LG Electronics und die den meisten wohl
unbekannte Firma Orient Power Multimedia hinzu . Beide Unternehmen haben
angekündigt , noch 2001 Player herauszubringen , Orients NUON-Modell DVD900 war
bereits als Prototyp auf der CES zu bewundern . Die chinesische Firma peilt nach
eigenen Angaben auch den europäischen Markt an und will bei einem Endpreis von
unter 200 US-Dollar bleiben . Ebenfalls eine Verbesserung der Situation zeichnet
sich bei den Controllern ab , die bislang lediglich von der Firma HotProducts
hergestellt wurden . Bei diesen Controllern war es nach Erfahrung von c't schon
einmal zu Lieferschwierigkeiten gekommen . Während der CES hat nun auch Logitech
angekündigt , Eingabegeräte für das NUON-System herauszubringen . Das erste
Modell soll noch im ersten Quartal 2001 für 29,95 US-Dollar in den USA
erscheinen . Ein großes Problem ist fraglos " echte " NUON-Software ( natürlich
spielt der Player gewöhnliche DVDs und CDs ab ) . Erst vor kurzem erschienen
endlich die ersten drei offiziellen NUON-Starttitel , nur einige weitere Titel
wie " Iron Soldier 3 " waren bislang angekündigt . Fans des Systems , die
verzweifelt auf weitere Vorstellungen warteten , werden erfreut sein , dass
Hasbro im zweiten Quartal 2001 endlich " Monopoly " , " The Game Of Life " und "
Breakout " für NUON bringen will . CES : PocketZip als vorbespieltes
Audio-Medium Zu den Musikern , deren Lieder auf I-JAM LP erhältlich sein werden
, gehören unter anderem Snoop Dogg , Selena und Kenny Rogers . Preise wurden
noch nicht genannt . Für die Musikindustrie ist vor allem interessant , dass die
I-JAM LP Microsofts " Windows Media Digital Rights Management " ( DRM )
unterstützt , ein System , das verhindern soll , dass die auf dem Datenträger
gespeicherte Musik von irgendeinem PC kopiert werden kann . Zukünftig will I-JAM
so genannte Jam Stations aufstellen , an denen sich Kunden ihre eigene
Musiksammlung auf leeren PocketZips zusammenstellen können . Im ersten Schritt
sollen diese Stationen allerdings lediglich als Abspielgeräte für Musikbeispiele
genutzt werden . Abgespielt werden können die LPs auf Digital Audio Playern ,
die PocketZip-Disks als Speichermedien benutzen - etwa Iomegas HipZip oder
I-JAMs eigener Player IJ-360 . Dieser erscheint noch im Januar 2001 für 299,95
US-Dollar auf dem amerikanischen Markt und kann WMA- und MP3-Dateien zu Gehör
bringen . Dank Upgrade-Fähigkeit können später auch andere Formate wiedergegeben
werden . Im Kaufpreis enthalten sind zwei vorbespielte PocketZip-Disks mit 40
MByte , auf denen Songs von 2 Live Crew , Cold und Sinisstar enthalten sind .
I-JAM betonte bei der Präsentation jedoch , dass die Disks gelöscht und dann wie
gewöhnliche PocketZip-Medien weiterbenutzt werden könnten . CES : eMarker - die
verkappte Kaufberatung Voller Stolz präsentiert Sony auf der CES ein Produkt ,
das für eine einmalige Investition von nur 19,99 US-Dollar verspricht , dem
Kunden während des Radiohörens auf Knopfdruck bei der Identifikation von bis zu
zehn Songs zu helfen . Tatsächlich macht es nichts anderes , als die Uhrzeit zu
speichern , zu der der entsprechende Knopf gedrückt wurde . Wurde die
mitgelieferte Software ( automatisch ) gestartet , nimmt sie Kontakt mit der
eMarker-Site auf und listet die entsprechenden Songs des zuvor festgelegten
Lieblingssenders auf , die zu den markierten Zeiten gespielt wurden . Per
Mausklick können die CDs mit dem Song dann bestellt werden . Allerdings sollte
sich der User sicher sein , dass er auch tatsächlich seinen Lieblingssender
gehört hat . Das Gerät kann dies schließlich nicht selbst feststellen , sodass
der Anwender ansonsten manuell in der Datenbank , in der die Playlists von
derzeit 1000 amerikanischen Stationen gespeichert werden , suchen muss . Nicht
enthalten sind bislang Sender , die Jazz oder Klassik spielen . Unglaublich ,
aber wahr : Das gerade in den USA und Asien eingeführte Produkt verkauft sich so
gut , dass Sony mit dem Gedanken spielt , den eMarker auch nach Europa zu
bringen . Das Hauptproblem liegt dabei laut Sony in der Erstellung der
Datenbanken für alle Sender . Immerhin könnte dann schon der nächste Service
integriert sein , den Sony für die USA bereits angekündigt hat : Das Markieren
von Werbung , was dem Kunden dann helfen soll , über die beworbenen Produkte
mehr zu erfahren . Jeder dritte deutsche Bauernhof online In Deutschland verfügt
nach Angaben der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft ( DLG ) jeder dritte der
rund 430.000 deutschen Bauernhöfe über einen Internet-Anschluss . Damit zähle
die Agrarwirtschaft zu den Branchen mit der höchsten Internet-Nutzung im
Mittelstand , sagte DLG-Präsident Philip Freiherr von dem Bussche am Mittwoch
bei der Wintertagung seiner Gesellschaft in Münster . Moderne
Informationstechnologien werden die Landwirtschaft massiv verändern , sagte Otto
Strecker , Geschäftsführer der DLG-Agriservice . Die Anwendung Neuer Medien sei
von Deutschlands Bauernhöfen nicht mehr wegzudenken . Als Direktverkäufer von
Waren im Netz fassen die deutschen Bauern dagegen nach früheren Berichten wohl
nur langsam Fuß . Langfristig werden sich aber nach Auffassung von Strecker nur
die großen Betriebe , Betriebsgemeinschaften und Lohnunternehmen die hohen
Investitionen in immer leistungsfähigere Programme und Techniken leisten können
. CES : Der wilde Tanz um Gadgets und Appliances Die CES 2001 in Las Vegas hat
am gestrigen Dienstag um 16 Uhr Ortszeit ihre Tore geschlossen . Zu den
Gewinnern der diesjährigen Veranstaltung gehörte sicherlich die drahtlose
Kommunikation - und hier vor allem die Webpads , von denen sich viele
Messebesucher begeistert zeigten . Dass jeder Interessent einmal ein solches
Gerät in den Händen halten wollte und einige sie sogar gleich fallen ließen ,
machte einigen der Web-Tablets von Intel dann auch den Garaus . Immerhin brachte
dies noch am letzten Tag die Erkenntnis , dass ein Web-Tablet bei einem Defekt
keinen " Blue Screen " zeigt . Zu den absoluten Gewinnern der Show gehörten
schließlich Geräte sämtlicher Couleur aus dem Bereich Digital Audio
beziehungsweise MP3 und die DVD . Letztere dient dabei immer häufiger als Basis
für All-in-One-Player , die nicht nur DVD-Videos und CDs wiedergeben können ,
sondern es dem Nutzer auch ermöglichen , im Internet zu surfen . Doch während
sich viele amerikanische Besucher leicht für ein Satellitenradio entscheiden
konnten , verzweifelten etliche sichtlich an dem wachsenden Angebot interaktiver
Fernsehsysteme , die sich oft nur in Details voneinander unterscheiden . An
dieser Verwirrung könnten AOL mit " AOL Anywhere " und Microsoft mit " Ultimate
TV " noch zu knabbern haben . Wenig beeindruckend waren auch die Präsentationen
rund um das neue Format " DVD Audio " , das nun anscheinend als " universelles
High-End-Medium " verkauft werden soll und für das es daher auch ein Autoradio
von Panasonic geben wird . Käufer älterer oder preiswerterer Fahrzeuge dürften
allerdings bei starken Fahrgeräuschen Probleme bekommen , Mitfahrern die Vorzüge
des verbesserten Dynamikumfangs und des extremen Frequenzbereichs zu erklären .
Etwas unverständlich blieb , warum DTS auf der Messe 6.1-Demomaterial ( "
Gladiator " ) benutzte , damit aber nur 5.1-Vorführungen präsentierte . Hier
wäre doch eine gute Gelegenheit gewesen , den diskreten Surround-Center-Kanal zu
demonstrieren . Der Preis für die schwächsten Präsentationen hätten aber
zweifellos Philips für die stotternde Internetradio-Minianlage und Motorola für
die Demonstration der neuen M-Commerce-Aktivitäten verdient . Dabei sollten
Messebesucher ihre Getränke per Motorola-Handys am Stand bestellen ; als die
Telefone es auch nach etlichen Versuchen nicht schafften , eine Verbindung
aufzubauen , schlurften die Präsentatoren schließlich zu den Tischen und nahmen
die Bestellungen " manuell " auf . Einen Sonderpreis hätten etliche Aussteller
verdient , die Besucher immer wieder vom Fotografieren abhielten . Der Gipfel
für den heise-online-Abgesandten war , als er beim Versuch , ein Autoradio
aufzunehmen , aus dem Wagen gezerrt wurde . Was folgte waren tausend
Entschuldigungen , allerdings erst , als der Blick des Sicherheitspersonals auf
den Presseausweis fiel . Der hielt die Microsoft-Aufpasser aber auch nicht ab ,
Detailaufnahmen der Xbox nach der Rede von Bill Gates zu verhindern . Auf dem
Xbox-Stand gab es das Gerät übrigens nicht einmal zu sehen - hier lief nur die
Videoaufzeichnung der Präsentation durch Bill Gates als Endlosband . telegate
räumt Fehler ein Der Telefonauskunfts-Dienstleister telegate rüstet sich für
größere Übernahmen . Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung schufen die
Aktionäre am Mittwoch in München die Voraussetzungen für eine mögliche
Kapitalerhöhung zur Finanzierung von Akquisitionen . Konzernchef Klaus Harisch
räumte nach unerwarteten Verlusten im Jahr 2000 Fehler ein . Das Management habe
auf dem Expansionskurs das operative Geschäft zeitweise möglicherweise
vernachlässigt , sagte Harisch . Zudem seien die Fortschritte bei der
Deregulierung in wichtigen Auslandsmärkten zu optimistisch eingeschätzt worden .
" Wir schauen aber sehr zuversichtlich ins neue Jahr und gehen mit Vollgas voran
. " telegate ist nach der Deutschen Telekom der zweitgrößte Auskunftsdienst in
Deutschland . Konkrete Übernahmekandidaten hat telegate nach Angaben von
Finanzvorstand Dirk Roesing noch nicht im Auge . Akquisitionen auch am Neuen
Markt seien aber kurzfristig möglich . Aktionärsvertreter kritisierten das
Volumen , gaben dem Vorstand aber grundsätzlich Rückendeckung für seinen
Expansionskurs . Der telegate-Aktienkurs sank bis kurz nach 13 Uhr am heutigen
Mittwoch bereits um fast 7 Prozent auf zwischenzeitlich 67 Euro . Harisch führte
die Schwierigkeiten 2000 auf den nicht einfachen Start in Italien und Spanien
und auf Probleme mit der Einrichtung des Internet-Portals zurück .
Möglicherweise sei die Internetsoftware nicht genügend getestet worden , räumte
der Unternehmensgründer ein . Mittlerweile habe man aber einen neuen
Software-Partner gefunden . Das neue Internet-Portal werde in den kommenden
Wochen vorgestellt . Die telegate AG ( München ) ist im Mehrheitsbesitz der
italienischen SEAT Pagine Gialle ( " Gelbe Seiten " ) . Das Unternehmen wiederum
steht unter Kontrolle der Telecom Italia . Der telegate-Aktienkurs war in der
vergangenen Woche auch unter Druck geraten , weil SEAT mittelfristig eine
Reduzierung der Beteiligung von derzeit 64,5 auf 51 Prozent andeutete . Telekom
setzt auf E-Commerce per Handy M-Commerce : Das ist das neue Schlagwort der
Deutschen Telekom , mit dem sie Internet-Zugang und E-Commerce per Handy , PDA
und Notebook umschreibt . Für diesen Mobile Commerce gründen die beiden seit
neuestem T-Mobile International und T-Online International genannten
Telekom-Töchter eine gemeinsame Firma . Der Name und die rechtliche Form des
neuen Unternehmens stehen aber noch nicht fest . Klar ist jedoch , dass T-Mobile
mit 60 Prozent und T-Online mit 40 Prozent beteiligt sein sollen . Die neue
Gesellschaft möchte unter dem Begriff M-Commerce verschiedene Dienste für
Mobiltelefonierer und PDA-Nutzer anbieten . Über ein europäisches
Internet-Portal sollen die Kunden Finanztransaktionen durchführen ,
Sicherheitsservices nutzen , Online-Einkäufe tätigen sowie Unterhaltung und
Informationen abrufen können . Das Joint-Venture von T-Mobile und T-Online
möchte dabei einen Schwerpunkt auf so genannte location based services legen :
Da man bei der Einwahl per Handy feststellen könne , wer sich wo befinde , könne
man entsprechende lokalisierte Dienste anbieten . Wer auf Reisen ist , bekommt
also in Schottland eher Infos zur nächsten Whisky-Bar , in Bayern dafür über
einen nahe gelegenen Biergarten . Kai-Uwe Ricke , Vorstandsvorsitzender von
T-Mobile International , betonte in diesem Zusammenhang aber gleich , dass
solche Dienste aus datenschutzrechtlichen Gründen nur nach Zustimmung des
jeweiligen Kunden geliefert würden . Auf der CeBIT möchte die Telekom erste
Beispiele für M-Commerce-Angebote vorstellen . Dazu gehört beispielsweise eine
DatingZone ; dabei handelt es sich aber nicht etwa um ein Single-Treff per
Internet-Mobiltelefon , wie der Name vermuten lässt , sondern um eine virtuelle
Kleinanzeigenbörse per WAP-Handy . Mit der Direktanlagebank als Partner will die
Firma Aktiengeschäfte und Verkauf von Optionsscheinen via Mobiltelefon anbieten
. Ein TimeManager schließlich stellt einen Kalender im Internet bereit , auf den
Kunden per PC oder WAP-Handy zugreifen können . Zu weiteren Angeboten wollte
Ricke noch keine Angaben machen . Er verwies aber auf Allianzen mit Microsoft
und Compaq , Exchange via WAP-Handy und Pocket-PC bereitzustellen , oder auf die
über 400 Kooperationspartner der Telekom wie den Verlag Milchstraße , L-TUR ,
oder den Fernsehsender N-TV . Für kostenpflichtige Dienste der neuen
Gesellschaft soll das Handy als Zahlungsmittel dienen : Abgerechnet wird über
die Telefonrechnung . Ricke gestand aber auch ein , dass M-Commerce trotz der
Preissenkungen für Internet-Zugang und Mobilfunk in der letzten Zeit noch ein
recht teures Vergnügen ist . Die Zukunft der neuen Kooperation zwischen T-Online
und T-Mobile malte Ricke in recht rosigen Farben . Angesichts der Tatsache ,
dass derzeit rund 40.000 Kunden das Mobile-Portal von T-Online für T-D1-Kunden
nutzen und monatlich rund 10.000 Anwender hinzukommen , sieht er gute Aussichten
für einen Erfolg der M-Commerce-Firma . Außerdem seien deutschen Handy-Benutzer
weltweit führend beim Versand von Kurznachrichten per Handy ( SMS ) : Angesichts
solcher Zahlen zeigte sich Ricke überzeugt , dass M-Commerce ein boomender Markt
werde . Allerdings hält der Vorstandsvorsitzende von T-Mobile WAP-Handys nicht
für der Weisheit letzter Schluss . Er geht davon aus , dass es weitere Geräte
geben wird , die nicht wie etwa Nokias Communicator ein Handy zum
Internet-Terminal ausbauen . Vielmehr erwartet er neue spezielle Geräte für
mobiles Surfen , etwa einen PDA mit integriertem GPRS-Handy , spezielle
Surf-Terminals und mobile Internet Appliances . Das Stichwort für Ricke als Chef
eines Dienstanbieters ist dabei MAP - ein Multi Access Portal , das von jedem
Benutzer jederzeit und überall mit jedem beliebigen Gerät benutzt werden kann .
Was schon in den Namensergänzung International für die beiden Telekom-Töchter
T-Mobile und T-Online deutlich wird , betonte Ricke auch für die neue
Gesellschaft . Die Telekom versucht auch hier , massiv die Bedenken auszuräumen
, der Konzern gerate international ins Hintertreffen . Die M-Commerce-Firma soll
von vorneherein auf europaweite Dienste ausgerichtet sein . In Großbritannien
möchte man die von der Telekom übernommenen Mobilfunker von One2One einbeziehen
, in Österreich die T-Online.at Internet Service GmbH , ein Joint-Venture von
T-Online und der Telekom-Beteiligung max.mobil . In den nächsten Monaten sollen
in allen zentraleuropäischen Ländern entsprechende Dienst aufgebaut oder
zugekauft werden . Genauere Angaben zu eventuellen Akquisitionen wollte Ricke
allerdings nicht machen . Disney hat Probleme im Internet Der größte
Medienkonzern der Welt , die Walt Disney Corporation , verdient prächtig , hat
aber Probleme , sich im Internet zu etablieren : So lassen sich die Ergebnisse
des ersten Quartals des Geschäftsjahres 1999/2000 zusammenfassen . Vor allem bei
den Werbeeinnahmen in den klassischen Medien verdiente der Konzern gut :
Glücklos agiert Disney allerdings bislang im Internet . Die Firma Go.com , an
der Disney zu 72 Prozent beteiligt ist , schreibt hohe Verluste . Disney-Chef
Michael D.Eisner rechnet zwar mit weiteren Verlusten des ehemaligen
Internet-Portals und Inhaltsanbieters . Gleichzetig aber geht Eisner davon aus ,
dass sich die künftige Konzentration von Go.com auf Unterhaltungs- und
Freizeitangebote auf lange Sicht auszahlen wird : In diesen Bereichen liege die
Zukunft von Medienkonzernen im Internet , vor allem , wenn immer größere
Bandbreiten im Netz zur Verfügung stünden . Nokia steigt in die Heimvernetzung
ein Nokia , weltgrößter Hersteller von Handys , steigt in die Heimvernetzung ein
. In einer Kooperation mit der niederländischen Telefongesellschaft KPN Royal
Dutch Telecom sollen Geräte zur Vernetzung von Eigenheimen und Wohnungen und zum
Anschluß des Heimnetzes ans Internet entwickelt werden . Zentrales Element
dieser Projekte seien drahtlose LANs für die Kommunikation zwischen
Unterhaltungselektronik , Küchengeräten und PCs , erklärte Nokia . Erste
kommerzielle Feldversuche der neuen Techniken sollen schon im dritten Quartal
2000 in den Niederlanden stattfinden . Für die Zusammenarbeit mit der KPN , die
nach dem Deal mit der amerikanischen Telefongesellschaft BellSouth zu 77,5
Prozent an E-Plus beteiligt ist , gründet Nokia eine neue Abteilung . Die Nokia
Home Communications soll alle Techniken weiterentwickeln , um Unterhaltung und
Medieninhalte über Internet-Breitbandzugänge an die vernetzten Eigenheime zu
liefern . " Nokia Home Communications ist ein wichtiger Bestandteil von Nokias
Global-IP-Mobility-Strategie angesichts der Tatsache , dass das Eigenheim immer
stärker mit dem Büro und privaten Arbeitsumgebungen vernetzt wird " , erklärte
Heikki Koskinen , Vizepräsident von Nokia und Chef der neuen Abteilung . Nokia
Home Communications soll drei Produktlinien entwickeln : Home Gateways , die als
Kommunikationszentrum zwischen dem heimischen LAN , WAP-Handys und dem Internet
dienen sowie zusätzlich lokalen Speicherplatz für Daten und Medieninhalte bieten
; Medien-Terminals als Vereinigung von Fernseher und Surf-Gerät in einem Gehäuse
; und schließlich Anwendungen , die speziell auf die Bedürfnisse vernetzter und
ans Internet angeschlossener Häuser und Wohnungen ausgerichtet sind . Berliner
Senat reklamiert Internet-Domains Wo landet man , wenn man die URL
www.berliner-senat.de eingibt ? Und der Web-Auftritt von Eberhard Diepgen ist
keineswegs unter www.regierender-buergermeister.de zu finden - unter dieser
Adresse heißt es lapidar , hier entstehe gerade eine Internet-Präsenz .
Eingetragen ist die Domain auf eine Berliner Firma . Solchen
Domain-Registrierungen will die Senatskanzlei nun einen Riegel vorschieben , da
sie eine Verwechslungsgefahr mit offiziellen Stellen sieht , schreibt der
Berliner Tagesspiegel . Man habe eine Reihe von Firmen in Berlin und dem
Bundesgebiet angeschrieben und sie aufgefordert , die Domains wieder aufzugeben
. Bislang gebe es unterschiedliche Reaktionen : Einige Firmen hätten die
Adressen sofort herausgerückt , andere dagegen stellten sich quer . Unter
www.berliner-senat.de wolle der Betreiber eine Art Meckerecke für Berliner
einrichten ; der Geschäftsführer des Providers sehe eine Rückgabe daher nicht
ein . Über das weitere Vorgehen hat der Berliner Senat aber offensichtlich noch
nicht entschieden . Motorola will 4.000 Stellen streichen Der amerikanische
Chip- und Handyhersteller Motorola will im Rahmen neuer Kostensenkungsmaßnahmen
weltweit 4.000 Arbeitsplätze in seiner Halbleitersparte streichen . Motorola
beschäftigt in diesem Geschäftsbereich weltweit 34.000 Mitarbeiter . Die
Investitionen und Betriebsbudgets sollen ebenfalls gekürzt werden . Motorola ist
nicht der erste Konzern aus der Halbleiterbranche , der sich auf ein
nachlassendes Geschäft einstellt : Nach dem Rekordjahr 2000 dämpfen immer mehr
Chipschmieden die Erwartungen für das laufende Jahr . So will Toshiba in der
kalifornischen Niederlassung 500 Mitarbeiter entlassen , der taiwanische
Chipgigant TSMC schraubt die Investitionspläne für das laufende Jahr um 29
Prozent zurück . Die Stellenstreichungen bei Motorola sollen durch die
Freisetzung von Kontraktarbeitern und temporär Beschäftigten , durch die
Nichtwiederbesetzung der Stellen ausscheidender Mitarbeiter sowie durch
freiwillige Programme für Ausstiegswillige und durch Entlassungen erfolgen .
Fred Shlapak , der Chef der Halbleiter-Sparte erklärte , dass
Stellenstreichungen " extrem schmerzhaft seien " . Sie seien jedoch notwendiger
Teil der Kostensenkungen . Betroffen sind von der Kostensenkungsaktion alle
Bereiche der Halbleitersparte , erklärte Konzernsprecher Ken Phillips gegenüber
dpa . Welche regionalen Abteilungen von Motorola im Einzelnen betroffen sind ,
wollte Phillips dagegen nicht mitteilen . Motorola verfügt nach seinen Angaben
in München über ein großes Entwicklungszentrum und Marketingoperationen mit rund
400 Mitarbeitern . Motorola betreibt große Chipfabriken in Austin ( Texas ) und
Phoenix ( Arizona ) sowie Werke und Betriebe in Schottland , Frankreich , der
Schweiz , China , Hongkong , Chile und Brasilien . Laut Phillips soll der größte
Teil der Stellenstreichungen bereits im ersten Quartal über die Bühne gezogen
werden . Auch das Handy-Geschäft läuft für Motorola nicht so , wie die Firma
sich das wünscht : Seit Dezember hatte der Chip-Produzent im Handybereich
inzwischen 5.100 Mitarbeiter nach Hause geschickt . Auch im Flensburger
Handy-Werk wurden massiv Stellen abgebaut . Motorola hat rund 140.000
Mitarbeiter und ist nach Nokia der zweitgrößte Handyanbieter der Welt und liegt
im Chipbereich an sechster Stelle . Sicherheitslücke in Secure Shell In der
Sicherheitssoftware Secure Shell ( SSH ) mit SSH-Protokollversion 1 ( 1.5 ) ist
eine Lücke aufgetaucht , wie auf der Sicherheits-Mailingliste Bugtraq berichtet
wird . Entdeckt hat das Sicherheitsloch Michael Zalewski vom Bindview-RAZOR-Team
. Das Problem liegt in einem Patch für eine bereits 1998 gefundene
Sicherheitslücke im SSH1-Protokoll , über die ein Angreifer auf Client oder
Server beliebige Kommandos ausführen konnte . Da dieses Loch nach Angaben der
Entwickler nicht zu stopfen war , ohne die Protokoll-Semantik von SSH1 zu
verletzen , wurde ein Patch herausgegeben , der einen Angriff über das
bestehende Sicherheitsloch entdecken soll . Dieser Patch selbst weist nun
offensichtlich eine Lücke auf , die wiederum das Ausführen von beliebigem Code
auf SSH-Servern oder -Clients ermöglicht . Secure-Shell-Versionen , die auf SSH2
setzen , sind grundsätzlich nicht betroffen - außer , sie sind dafür
konfiguriert , auch SSH1-Fallback zu bieten . Die Secure Shell besteht aus einer
ganzen Kombination von Protokollen , die kryptographisch abgesicherte
Kommunikation in unsicheren Netzen ermöglichen . Viele Administratoren im
Internet setzen SSH beispielsweise ein , um die Web-Server remote administrieren
zu können . Ursprünglich wurde Secure Shell von dem Finnen Tatu Ylönen zum
abgesicherten Einsatz der Unix-Utilities rsh , rlogin und rcp entwickelt , kann
aber auch zur Absicherung der Kommunikation dienen , indem lokale TCP-Ports über
einen verschlüsselten Kanal an das Zielsystem geleitet werden . Zu Details der
Kommunikation mittels Secure Shell siehe den Artikel Lückenfüller in Ausgabe
16/1999 der c't . Krankenkassen : Vorsicht bei Gesundheitsberatung via Internet
Vor unkalkulierbaren Risiken bei der Gesundheitsberatung über das Internet haben
Schleswig-Holsteins Ersatzkassen gewarnt . " Die Informationen und Beratungen
über verschiedene Krankheiten , deren Erkennen , Diagnostik oder Therapie bergen
große Gefahren in sich , wenn dazu auch noch eine Selbstdiagnose oder gar eine
Selbsttherapie angeboten wird " , sagte Ersatzkassensprecher Lothar Thormählen
in einem dpa-Gespräch . " Informationen aus dem Internet können den Arztbesuch
nicht ersetzen , eignen sich aber gut zur Vorbereitung eines Arzttermins " ,
meinte Thormählen . " Davon profitiert nicht nur der Arzt , sondern auch der
Patient . " Die Ersatzkassen warnten auch davor , Name und Anschrift allzu
leichtfertig den Internetanbietern zu überlassen . " Es besteht kein Datenschutz
, sodass man mit einer Flut von Werbung von Gesundheitsanbietern rechnen muss "
, sagte Thormählen . " In Notfällen ist nicht der Computer , sondern der Arzt
des Vertrauens oder sogar der Notarzt gefragt . " Hier sei es lebensgefährlich ,
sich die Informationen vom Bildschirm zu holen . Die Internetbenutzer sollten
auch darauf achten , dass die Informationen allgemein verständlich aufbereitet
sind , riet der Kassensprecher . " Medizinisches Fachchinesisch kann leicht zu
fatalen Missverständnissen führen . " Bei der Gesundheitsberatung sollten
außerdem die Gesundheitsinformationen im Mittelpunkt stehen und nicht die
Werbung für ein Produkt . Thormählen zufolge gibt es auch Anbieter , die die
Berechnung von Überlebenswahrscheinlichkeiten anbieten . " Die Ersatzkassen
halten solche Informationen für ausgemachten Humbug . " Krankheitsverlauf und
Heilungschancen hingen von vielen verschiedenen Faktoren ab . Der wöchentliche
Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Grafiktreiber von
Ati , Nvidia und Matrox . BIOS-Updates von Asus , Elitegroup , Soyo , Transcend
, Tyan . Und Terratec bringt wieder neue Treiber für die TV-Karten , während
Mustek neue Windows-2000-Treiber für die Scanner 12000SP und 9636S im Angebot
hat . Elitegroup Auf der Download-Seite gibt es : Auf der Download-Seite stehen
bereit : Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Gericht entscheidet über
Musiktauschbörse Napster Das zuständige Berufungsgericht des 9. US-Justizbezirks
wird am kommenden Montagmorgen ( Ortszeit San Francisco ) seine Entscheidung
darüber fällen , was mit der Musiktauschbörse Napster geschehen soll . Die
Richter , die über die Klage der Musiklabels gegen Napster zu entscheiden haben
, gaben dies in einer kurzen Notiz auf der Webseite des Gerichts bekannt . Zuvor
hatte die Bezirksrichterin Marilyn Hall Patel eine einstweilige Verfügung
erlassen , dass die Musiktauschbörse schließen müsse . Einige große
Plattenlabels , darunter auch die Bertelsmann Music Group , sowie die Recording
Industry Association of America ( RIAA ) hatten Napster wegen Verletzung des
Urheberrechts verklagt : Napster hatte sich zum einen damit verteidigt , dass
man nur einen Dienst anbiete und nicht dafür verantwortlich sei , was die User
anstellen . Zum anderen nahm Napster für sich in Anspruch , dem selben Recht zu
unterliegen wie etwa die Hersteller von Videorecordern : Diese sind nach
allgemeinem Recht und verschiedenen Gerichtsurteilen nicht haftbar , wenn ihre
Geräte auch dafür benutzt werden , illegale Kopien von Filmen herzustellen ,
auch wenn die Videorecorder dies ermöglichen und keine Schutzmechanismen gegen
solche Kopien enthalten . Die Ansicht von Napster , dass es sich hier um
vergleichbare Angebote handle , ist allerdings umstritten . Auch die Labels
hatten diesen Vergleich immer zurückgewiesen : Zum einen sei Napster explizit
für das Tauschen von Kopien in Betrieb genommen worden ; zum anderen habe die
Firma immer bewusst in Kauf genommen , dass illegale Kopien getauscht würden .
Sie habe dies sogar absichtlich provoziert , um der Musikindustrie den Markt
abzujagen . Zudem böten die digitalen Medien im Unterschied zu analogen Geräten
die Möglichkeit für nicht unterscheidbare 1:1-Kopien . Vertreter der Medien- und
Elektronik-Branche hatten dagegen in Schreiben an das Gericht die juristische
Position von Napster unterstützt . Rechtsexperten in den USA messen der
Entscheidung des Berufungsgerichts auf Grund der Argumentationen der streitenden
Parteien große Bedeutung für die Zukunft des Urheberrechts in den USA zu . Wie
das Gericht entscheiden wird , ist aber noch völlig unklar - die Aufhebung der
einstweiligen Verfügung im Oktober 2000 stellt kein Präjudiz dar . Das Gericht
kann nun einfach das Verfahren an die erste Instanz zurück verweisen - sei es
auf Grund von Verfahrensfehlern , wegen eines zu harten Urteils oder
grundsätzlicher Bedenken gegen die Rechtswürdigung von Richterin Patel . Das
Berufungsgericht kann aber auch selbst eine Entscheidung fällen - und ihr
möglicher Inhalt ist momentan kaum voraussagbar . Das ungewöhnliche Vorgehen der
Berufungsrichter , vorab eine Notiz im Web zu veröffentlichen , wann denn das
Urteil kommt , zeigt jedenfalls , dass sie sich der Bedeutung ihrer Entscheidung
bewusst sind : Nicht nur Napster , auch viele andere Dienste im Internet , die
mit urheberrechtlich geschützten Werken zu tun haben , werden davon berührt sein
. Auch Bertelsmann wird die Entscheidung des Berufungsgerichts mit einiger
Spannung erwarten . Der deutsche Medienkonzern ist eine finanzielle
Partnernschaft mit Napster eingegangen und möchte die Tauschbörse zu einem
kostenpflichtigen Dienst machen , der dann Lizenzabgaben an die
Urheberrechtsinhaber zahlt . Geht der Prozess wieder an die erste Instanz , kann
er sich noch einige Zeit hinziehen - keine guten Voraussetzungen für das
Vorhaben , weitere Labels mit ins Boot zu holen . Wird der Dienst dagegen
verboten , dürften sich die User sehr schnell anderen Tauschbörsen wie Gnutella
zuwenden ; Bertelsmann stünde mit einer bekannten Marke ohne jeden Inhalt da .
Entscheidet dagegen das Gericht , Napster könne so weitermachen wie bisher ,
dürfte es Bertelsmann noch schwerer haben , den Napster-Usern einen
kostenpflichtigen Dienst schmackhaft zu machen - auch wenn damit jede eventuelle
Verletzung des bestehenden Rechts der Urheber ausgeschlossen werden könnte .
Orange-Aktien zweifach überzeichnet Glück gehabt : Unter schlechten Vorzeichen
war die Zeichnungsfrist von Orange gestartet , der Mobilfunktochter von France
Telecom . Nun erklärten Sprecher der Konsortialführer für den französischen
Telekommunikationskonzern , die Neuemission von Orange sei von institutionellen
Anlegern zweifach überzeichnet worden . Die Zeichnungsfrist endete am gestrigen
Freitag . Über das Interesse von Privatanlegern an der Aktie , die einen Tag
später als vorgesehen am Dienstag an die Börse gehen soll , gab es keine Angaben
. Um dieses Ziel zu erreichen , sah sich die Firma am vergangen Mittwoch auf
Grund des schlechten Umfeldes und Drucks der Investoren jedoch gezwungen , die
Preisspanne für die Börseneinführung von Orange von 11,5 bis 13,5 Euro auf 9,5
bis 11 Euro pro Aktie zu senken . Am grauen Markt pendelte der Preis einer
Orange-Aktie am Freitag zwischen 10,12 und 10,37 Euro . Amazon legt europäische
Service-Center zusammen Von den jüngsten Versuchen des Online-Händlers
Amazon.com , dem Druck der Investoren nach Erreichen der Gewinnschwelle zu
entsprechen , sind nun auch die europäischen Dependancen von Amazon betroffen :
Die Kundendienst-Center in Europa sollen zusammengefasst werden . Das Zentrum in
Den Haag , Niederlande , werde aufgegeben ; seine Aufgaben würden die
Niederlassungen in Slough , Großbritannien , und Regensburg , Deutschland ,
übernehmen , teilte Amazon mit . Ende Januar hatte Amazon USA angekündigt ,
1.300 Arbeitsplätze - rund 15 Prozent der Belegschaft - abzubauen . Dem sollen
auch die Entlassungen und nun auch die Umstrukturierungen im europäischen
Geschäft dienen . Amazon Deutschland erklärte aber bereits , hierzulande werde
es zu keinen Entlassungen kommen . Die gefeuerten US-Mitarbeiter aus Seattle
vermuteten schon , ihre Kündigungen stünden im Zusammenhang mit bei Amazon USA
gar nicht gern gesehenen gewerkschaftlichen Aktivitäten . Zu den Entlassungen
bei Amazon USA siehe auch den Artikel Personalabbau der besonderen Art in
Telepolis . Milia : Junge Nutzer verändern das Internet Die größte
Herausforderung der Internet-Industrie werden die jungen Nutzer sein : Auf die
deutlich veränderten Internet-Interessen und Gewohnheiten der heute acht- bis
21-jährigen müsste sich die Branche schon jetzt vorbereiten , sagte Mary Modahl
, Vizepräsidentin des Marktforschungsunternehmens Forrester Research am heutigen
Samstag in Cannes zu Beginn der Multimedia-Messe Milia . Zu der Messe treffen
sich vom 10. bis 14. Februar Vertreter von mehr als 7.000 internationalen
Unternehmen und Fachleute der Multimedia-Branche an der Cote d'Azur .
Schwerpunkte sind neben neuen Multimedia-Inhalten und interaktivem Fernsehen
auch Breitband-Internet und UMTS . " Noch ändern die neuen Medien die Ansprüche
der Menschen , in der Zukunft wird es umgekehrt sein " , sagte Modahl . Die
nachkommende Generation der Internet-Nutzer sei bereits im Zeitalter des PCs und
der Entwicklung neuer Technologien aufgewachsen . " Für sie ist der Umgang mit
dem PC , das Chatten im Internet und der Gebrauch des Handys als
Kommunikationsmittel selbstverständlich . " Das Verhalten von jungen Leuten und
Kindern im Internet unterscheide sich von dem der Erwachsenen . " Erwachsene
eignen sich nach und nach die Möglichkeiten des Internet an und bevorzugen
Inhalte wie Nachschlagewerke " , sagte Modahl . Junge Konsumenten "
internalisieren " dagegen das Netz . Sie verständigten sich mit einer Vielzahl
von anderen Internet-Nutzern und sehen den PC nicht als fertiges Produkt ,
sondern als ein stets erweiterbares Hilfsmittel an . Die nachfolgende Generation
tausche auch Musik , Software und andere Dateien aus . " Auch darauf muss sich
die Internet-Industrie künftig einstellen " , sagte Modahl . Man könne zwar
Angebote wie die Musik-Tauschbörse Napster kommerzialisieren oder vom Netz
nehmen . Den privaten Austausch von Dateien auch im großen Stil könne die
Industrie jedoch auf lange Sicht nicht verhindern . Schleichwerbung bei
Internet-Buchhändler Für einige der Besprechungen und Empfehlungen , die der
amerikanische Internet-Buchhändler Amazon auf seiner Web-Seite zeigt , haben die
Verlage bezahlt . Ähnlich der in amerikanischen Buchhandelsketten üblichen
Praxis , für die herausgehobene Plazierung bestimmter Bücher im Laden Geld zu
verlangen , ließ sich Amazon die Hervorhebung eines bestimmten Buches teilweise
kräftig honorieren . In ersten Reaktionen meinten Sprecher von Amazon noch ,
diese Praxis stelle kein Problem dar . Da jedes Buch zuerst von der eigenen
Redaktion beurteilt werde , mache es keinen Unterschied , ob man sich die
Herausstellung eines bestimmten Buches vom Verlag bezahlen lasse . " Kein Geld
der Welt kann uns dazu bringen , ein Buch zu empfehlen " . Nach einiger
Aufregung in der US-Presse und unter Amazon-Kunden sah sich der
Online-Buchvertrieb allerdings veranlaßt , die Unternehmenspolitik zu ändern .
Ab 1. März will er alles kennzeichnen , für das Verlage bezahlt haben . Außerdem
kann jeder Kunde ab sofort ein bei amazon.com bestelltes Buch zurückgeben , das
von Amazon empfohlen wurde . Er soll den vollen Kaufpreis ersetzt bekommen ,
egal , in welchem Zustand sich das Buch befindet . Der deutsche Ableger von
Amazon , Amazon.de , gab auf Nachfrage an , keine Empfehlungen gegen Bezahlung
veröffentlicht zu haben . " Die Thematik betrifft uns nicht " , meinte Martina
Frühwald von amazon.de gegenüber der c't . Der Online-Service von Barnes & Noble
, Marktführer bei den Buchhandelsketten in den USA , kündigte inzwischen an ,
daß er den Verlagen ähnliche Angebote wie Amazon machen will , diese dann aber
entsprechend kennzeichnen werde . An barnesandnoble.com ist Bertelsmann mit 50
Prozent beteiligt . Christof Ehrhart von Bertelsmanns deutschem
Internet-Buchhandel BOL erklärte gegenüber c't , der einzige Weg , auf BOL
herausgestellt zu werden , sei es , der Redaktion aufzufallen . Das potentielle
Leserinteresse sei entscheidend ; eine Hervorhebung gegen Bezahlung gebe es
nicht . Die Bezahlung der Buchhandlungen für die herausgehobene Positionierung
bestimmter Bücher in amerikanischen Buchhandlungen stößt schon lange auf die
Kritik vor allem kleinerer Verlage , die sich solche Ausgaben nicht leisten
können . Sie sehen Werke weniger bekannter Autoren gegenüber den mit Blick auf
die Bestseller-Listen geschriebenen Büchern benachteiligt . Die Hoffnung , bei
den Internet-Buchhändlern bessere Karten zu haben , erweise sich nun als
Illusion , kommentierten einige kleinere Verlage . Auch die Kennzeichnung der
bezahlten Besprechungen verhindere nicht , daß auch auf den Web-Seiten vor allem
die Bücher zahlungskräftiger Anbieter herausgehoben werden . Für Internet-Nutzer
stellt sich immer mehr die Frage , wie sie die Schleichwerbung von
redaktionellen Inhalten unterscheiden sollen . Telekom zieht sich aus
US-Fusionsverhandlungen zurück Das Durcheinander um die angeblichem Kaufangebote
der Deutschen Telekom für den viertgrößten nationalen US-Carrier Qwest und die
regionale Telefongesellschaft US West scheint nun zu einem Ende zu kommen .
Heute erklärte Qwest-Chef Joe Nacchio in einer Mitteilung , die " große
Telefongesellschaft " , die an einer Übernahme interessiert gewesen sei , habe
sich aus den Verhandlungen zurückgezogen . Nacchio warf dem Partner US West vor
, die Verhandlungen torpediert zu haben . Qwest und US West sind gerade dabei ,
eine schon beschlossene Fusion umzusetzen . Gestern sollen sich
Telekom-Vertreter mit dem Qwest-Management getroffen haben , um den Deal zu
besprechen . Nachdem sich US West allerdings quer stellte und mit
Millionenklagen bei einem Scheitern des Zusammenschlusses mit Qwest drohte ,
verlor die Telekom nun offensichtlich doch das Interesse . Etwas glücklos
operiert der deutsche Telefonkonzern bei seinen internationalen Gehversuchen
allerdings schon . Nach dem offensichtlichen Scheitern der Verhandlungen mit
Qwest steht die Telekom nun wieder ohne größeren amerikanischen oder
internationalen Partner da . Schon nach dem Fehlschlag der geplanten Übernahme
von Telecom Italia stellten einige Beobachter die Fähigkeit der Telekom in Frage
, bei der Globalisierung der Telefonmärkte mithalten zu können . Die Telekom
dürfte nun die ebenfalls schon gemeldeten Absichten , die internationalen
Anbieter Global Crossing oder Cable & Wireless zu übernehmen , verstärkt
verfolgen . Analysten betrachten dies sowieso als bessere Option für die Telekom
, da diese beiden Gesellschaften eine starke internationale Präsenz haben ,
während Qwest bislang hauptsächlich auf den amerikanischen Markt konzentriert
ist . Direkt-Wahl der Internet-Verwaltung Noch in diesem Jahr wird die Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) Internet-Nutzer zu den
Wahlurnen bitten . Bei ihrer Sitzung in Kairo änderte die Organisation , die
über alle Fragen des Domain Name Systems entscheidet , allerdings in letzter
Minute den Wahlmodus . Kandidaten werden von einem Nominierungskommittee der
ICANN vorgeschlagen , ICANN-Mitglieder können ebenfalls Vorschläge machen .
Ursprünglich sollten die Nutzer 18 Mitglieder in ein so genanntes
At-large-Council als Organ der Individualmitglieder wählen , das seinerseits
neun allgemein gewählten Direktoren bestimmt hätte . Damit wäre nach dem
ursprünglichen Plan die Hälfte des Direktoriums vom Volk gewählt worden . Das
Center for Democracy and Technology und die Free-Speech-Organisation Common
Cause warnten allerdings in einem von der amerikanischen Markle-Foundation
finanzierten Bericht vor schlecht vorbereiteten Wahlen und kritisierte den
indirekten Wahlmodus . Jerry Berman vom Center vor Democracy erklärte auf dem
ICANN-Treffen in Kairo : " ICANN hat schon viele Schritte in Richtung
Öffentlichkeit gemacht , jetzt wird ICANN wirklich öffentlich . " Umso wichtiger
sei es , dass die ICANN die potenziellen Wähler nicht einfach vor den Schirm
setze , sondern ihre Aufgabe deutlich mache . Board-Mitglied Vint Cerf
kritiserte die komplizierten ICANN-Wahldiskussionen mit dem Hinweis , es gehe
überhaupt nicht um globale Demokratie , sondern um die Wahl fähiger Direktoren .
Auf eine Verzögerung der Wahl wollten sich die 18 derzeitigen Direktoren nicht
einlassen , zumal das selbstgesetzte Quorum von 5.000 Mitgliedern bereits
erreicht ist . Noch vor November wählen deshalb Nutzer aus Nordamerika , Europa
, Asien/Pazifik , Lateinamerika und Afrika jeweils ihren Vertreter für das Board
. Das fünfköpfige Nominierungskomittee wird sich aus ICANN-Direktoren und
externen DNS-Experten zusammensetzen . Vertröstet wurden auf der Versammlung in
Kairo wieder einmal diejenigen , die seit Jahren auf die neuen Top Level Domains
( gTLDs ) warten . Doch ein Beschluss der Direktoriums besagt , dass beim
nächsten Treffen der ICANN in Yokohama die Direktoren endgültig über ein Modell
entscheiden wollen . Dies erklärte zumindest Roger Cochetti , der erst vor
kurzem von IBM zu NSI gewechselt ist . Kritik handelte sich die ICANN wegen
ihrer Finanzpolitik ein ; die Vertreter der Fachgruppen forderten eine genauere
Offenlegung des 5-Millionen-Budgets , aus dem die ICANN im laufenden
Geschäftsjahr Rücklagen bilden will . Um Harmonie waren dagegen scheinbar die
Registrare von Länder-Domains ( ccTLDs ) und Regierungsvertreter bemüht . Die
Differenzen über den Versuch des Governmental Advisory Committe , den Anspruch
der Regierungen auf mögliche Redelegationen zu fixieren , bleiben aber bestehen
. Bill Gates : Wir verändern die Zukunft der Spiele-Konsolen Geht es nach
Microsoft , ändert sich die Landschaft der Computer-Spiele und Game-Konsolen
grundlegend . Lange kochte die Gerüchteküche , nun stellte Bill Gates persönlich
, inzwischen Chief Software Architect der Software-Bastler aus Redmond ,
Microsofts Spiele-Konsole X-Box vor : Allerdings müssen wir auf das Wunderding
noch ein Weilchen warten : Verfügbar soll die Konsole erst zum
Weihnachtsgeschäft 2001 sein . Die Spannung vor der offiziellen Vorstellung der
Microsoft-Konsole war trotzdem groß . Während seiner Rede stellte der
Ex-Microsoft-Boss offiziell die X-Box vor , die , glaubt man seinen Worten , "
die Zukunft der Spiele-Konsole grundlegend verändern wird " . Microsoft will
dabei nicht einfach das Spiele-Konzept des PCs auf ein anderes Gerät übertragen
, sondern eine neue Plattform anbieten , die Spiele-Entwickler und Endanwender
gleichermaßen anspricht . So muß die X-Box beispielsweise nicht gebootet werden
und benötigt keine Software-Installation . Aber technisch gesehen handelt es
sich bei der Konsole , die mit Sonys Playstation 2 , Segas Dreamcast und dem
neuen Gerät von Nintendo konkurrieren soll , dennoch um eine Art PC , der an den
Fernseher angeschlossen wird . John O'Rourke , bei Microsoft für die weltweite
Vermarktung von Spielen zuständig , betonte angesichts der Spezifikation aber
gleich : Zumindest das Aussehen unterscheidet sich fundamental von einem
gewöhnlichen Arbeitsplatzrechner : Der Prototyp kommt in Gestalt eines silbrig
funkelnden X , in dessen Mitte ein gläsernes Auge schillert . Die endgültige
Form der Konsole sei aber noch offen . Die Angaben zum Innenleben eines Geräts ,
dass erst in mehr als anderthalb Jahren erscheinen soll , sind natürlich mit
Vorsicht zu genießen . Recht beeindruckend sind die Eckdaten des
X-Box-Prototypen , die Bill Gates in seiner Keynote bekannt gab , aber trotzdem
. Offiziell spricht nun auch Microsoft von einer Intel-Pentium-III-CPU mit 600
MHz Taktfrequenz oder mehr . Für die Grafik benutzt die X-Box einen speziell von
Nvidia und Microsoft entwickelten Grafikprozessor ( bislang X-Chip genannt ) mit
bis zu 64 MByte RAM - der Grafikspeicher wird aber wohl über die so genannte
Unified Memory Arhcitecture vom Hauptspeicher der Konsole abgeknapst . Außerdem
kommt die X-Box mit einem 4X DVD-Laufwerk , einer 8-MByte-Memory-Card ,
8-GByte-Festplatte , USB-Anschluss , Ethernet mit 100 MBit/s , Unterstützung für
hochauflösendes TV ( HDTV ) , 64 Audio-Kanälen und Support für 3D-Audio . Vor
allem der Grafik-Chip dürfte Konkurrent Sony und dessen Playstation 2 das
Fürchten lehren . Der X-Chip ist mit einer Taktfrequenz von 300 MHz doppelt so
schnell wie der von Sony . Er bietet daher eine dementsprechend höhere
Performance : Die Netzwerkanschlüsse sowie die für Spiele-Konsole ungewöhnliche
8 GByte große Festplatte zeigen zudem , worauf Microsoft bezüglich Distribution
von Spiele-Software hinaus will . Das Ethernet-Interface soll beispielsweise zur
Verbindung mit dem Internet über breitbandige Zugänge wie Kabelmodems oder
DSL-Router dienen . Microsoft dürfte damit die technische Grundlage für ein
neues Vertriebskonzept für Spiele-Software legen . Der Einkauf der neuesten
Games über das Internet und ihr direkter Download auf die Konsole rückt mit der
Spezifikation der X-Box näher . Trotz der sehr PC-ähnlichen Architektur sollen
PC-Spiele nicht auf der X-Box und X-Box-Games nicht auf dem PC laufen .
Microsoft will aber beide Software-Schienen parallel weiter verfolgen :
PC-Spiele aus Redmond wird es also weiterhin geben . Auch wenn Gates recht
selbstbewußt bei der Vorstellung der X-Box auftrat - Hauptkonkurrent Sony hat
mit seiner Playstation 2 einen großen Vorteil : Die PlayStation 2 kommt bereits
in diesem Herbst auf den Markt , in Japan ist sie schon verfügbar . Zumindest
hat Microsoft schon eine ganze Reihe von Spiele-Entwicklern für die X-Box auf
seiner Seite - darunter beispielsweise Electronic Arts , Konami , Acclaim ,
Infogrames , Activision , Take-Two , Lionhead Studios , Sierra Studios , Midway
und Universal Interactive Studios . IBM bringt Solution-CD für Windows 2000 Wie
bereits auf der CeBIT angekündigt , liefert IBM jetzt eine so genannte System
Solution CD für Desktop-Rechner sowie ThinkPad-Notebooks . Auf der CD sind laut
IBM BIOS-Aktualisierungen und Treiber für Windows 2000 enthalten . Die CDs
kosten rund 20 DM , der gleiche Betrag wird für den Versand per Kurier-Dienst
berechnet . Die Bestellung erfolgt ausschließlich online . Wer nach dem 1.
September 1999 einen IBM-Rechner mit Windows NT Workstation gekauft hat , kommt
ausserdem in den Genuss eines freien Upgrades auf Windows 2000 Professional .
Allerdings ist Eile geboten : Das Angebot endet am 15. April . Upgrades des
Servers sind auf diesem Wege nicht erhältlich , da IBM keine Komplettpakete mit
der Server-Version von Windows NT 4 ausgeliefert hat . USA : Facharbeitermangel
in der IT-Branche Wie ein etwas überraschender Kommentar zur gegenwärtigen
Diskussion über ausländische IT-Fachkräfte in Deutschland liest sich ein Bericht
des Wall Street Journal : Von diesen Stellen sollen nach einer Untersuchung der
Information Technology Association of America ( IAA ) , eines Branchenverbands
der amerikanischen IT-Industrie , ungefähr 850.000 unbesetzt bleiben , da der
Nachschub an ausgebildeten Mitarbeitern weit hinter dem Bedarf zurückbleibe .
Schon gegenwärtig gebe es weit mehr Jobangebote in der Branche als potenzielle
Mitarbeiter . Harris Miller , Präsident der Branchenvereinigung , sieht den
Grund dafür darin , dass sich die Wirtschaft weitaus schneller ändere als das
Erziehungs- und Ausbildungssystem . " Man soll nicht glauben , dass man jemanden
aus dem Verkaufsräumen eines Supermarkts abziehen und ihn in Nullkommanichts zu
einem Netzwerkadministrator oder einen Programmier ummodeln kann " , zitiert das
Finanzblatt Miller . Die gebräuchlichste Strategie gegen Personalmangel ist nach
der Studie die Einstellung von Mitarbeitern auf Zeit oder die Auslagerung von
IT-Diensten . Dies verlagere das Problem allerdings nur , heißt es bei der ITAA
: Inzwischen berichteten selbst die auf das Outsourcing von IT-Dienstleistungen
spezialisierten Firmen über einen Mangel an ausgebildeten Mitarbeitern .
Stagnation beim Cybergeld Die bargeldähnlichen Zahlungsysteme für das Internet
kommen nicht so recht vom Fleck . Umfragen zufolge haben bislang lediglich 2
Prozent der Online-Shopper von den Möglichkeiten Gebrauch gemacht , die etwa
CyberCash , ecash oder die GeldKarte für Einkäufe übers Netz bereits bieten .
Auf der Fachkonferenz PerfectCash 2000 rätselten Ende letzter Woche in Berlin
rund 60 Experten - Wissenschaftler , Systemanbieter und Projektverantwortliche
der Geldinstitute - über die Gründe der zögerlichen Akzeptanz selbst unter
Freaks , die sonst an jedem Beta-Test begeistert teilnehmen . " Das Angebot ist
zu gering und der sichtbare Nutzen ist nicht überzeugend " , schätzt Knud Böhle
vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse ( ITAS ) in
Karlsruhe die Lage ein . " Es wird schwierig sein , eine Killer-Applikation zu
finden , für die man unbedingt ein Online-Zahlungsmittel braucht - zurzeit gibt
es im Internet noch nichts , was man exklusiv bekommt , indem man online dafür
bezahlt " . " Die meisten Dienste sind heute werbefinanziert , sie sind auf ein
breites Publikum und den kostenlosen Zugriff zugeschnitten " , beschreibt
Thorsten Wichmann von der Berlecon Research GmbH den Stand der Dinge , " die
User haben sich daran gewöhnt " . Und seitens der Anbieter stehen einer
Umstellung auf Micro-Payments vor allem Reichweitenüberlegungen entgegen : Die
Inhalts-Anbieter wollen eine möglichst große Zielgruppe erreichen ; mit der
Einführung von Gebühren müssten sie jedoch befürchten , dass die Zahl der
Besuche auf ihrer Web-Site schlagartig zurückgeht , während sie gleichzeitig die
Einnahmen aus der Bannerwerbung verlieren . " Durch Werbung allein lassen sich
die bestehenden Finanzierungslöcher nicht stopfen " , ist hingegen Bouke
Stoffelsma von der In Medias Res GmbH in Mönchengladbach überzeugt : " Die
Werbefinanzierung begrenzt den Markt und ist für attraktive Nischenangebote
ungeeignet . " Gemeinsam mit der Deutschen Telekom hat In Medias Res ein
Inkasso-System entwickelt , das die Web-Seiten eines Anbieters mit einer
gebührenpflichtigen 0190er-Nummer koppelt und bei dem der Kaufbetrag am
Monatsende auf der Telefonrechnung des Kunden erscheint . Anschließend wird der
User direkt wieder an den Ausgangspunkt seiner Internet-Tour zurückgeschaltet .
Jeder Kaufakt ist daher mit einem zweimaligen Dial-in verbunden . Helmut Schmid
, Geschäftsführer des Zahlungssystem-Betreibers TeleCash in Stuttgart , sieht in
diesem System eher eine kurzfristige Übergangslösung . Mittelfristig weitaus
größere Chancen räumt er den SmartCard-basierten Systemen wie der GeldKarte ein
, die sich in Verbindung mit einem Kartenleser auch für Internetzahlungen
verwenden lässt . " Die Werbefinanzierung der Internet-Auftritte geht zu Ende "
, glaubt allerdings auch er ; denn weil die meisten Anbieter dabei rote Zahlen
schreiben , " werden sie das über kurz oder lang nicht mehr durchhalten " .
Liter@tur : Von Goethe bis Goetz Unter dem Titel Liter@tur . Unter der Adresse
www.netlit.de stellt die Einrichtung ab dem 16. April im Rahmen der 15.
Europäischen Kulturtage einen Überblick über Literatur im Web vor . Die
Ansprüche , die sich das Museum selbst für das Web-Projekt gestellt hat , sind
hoch . Nach Ansicht der Veranstalter sind die Debatten , ob digitalisierte
Schreibweisen eine neue Ästhetik zur Folge haben oder ob nur die traditionelle
Form des Schreibens in einem neuen Gewand präsentiert werde , noch lange nicht
beendet . Mit der Präsentation im Web möchte man diese Debatten nachzeichnen .
Außer literaturtheoretischen Ansätzen sollen aber auch konkrete Projekte
vorgestellt werden : " Neben originärer Netzliteratur und Hypertextsystemen auch
die Präsentation von Autoren , klassischer Literatur , Literaturkritik ,
Online-Literaturzeitschriften und anderem im Internet . " T-Online-Aktien
voraussichtlich mehrfach überzeichnet Beim Börsengang von T-Online werden
voraussichtlich viele Anleger leer ausgehen oder deutlich weniger Aktien
erhalten als sie bestellt haben . Drei Tage vor Ablauf der Zeichnungsfrist für
Privatanleger deutet sich eine mehrfache Überzeichnung der Emission an . Die
Nachfrage nach den Papieren sei sehr groß , sagte ein Sprecher der Dresdner Bank
am Montag in Frankfurt . Ähnlich äußerten sich auch die Commerzbank und die
Deutsche Bank . Genauere Angaben wollten sie aber nicht machen . In Finanz- und
Börsenkreisen wird mindestens eine sechs- bis siebenfache Überzeichnung erwartet
. Davon sind die Hälfte für Privatanleger reserviert . Die Preisspanne liegt
zwischen 26 und 32 Euro . Der endgültige Ausgabekurs wird kurz vor dem
Börsenstart am 17. April bekannt gegeben . Das zunehmende Interesse an
T-Online-Aktien zeigt sich auch am grauen Markt . In den ersten Tagen der
Zeichnungsfrist hatten die Kurse - unter anderem bedingt durch den weltweiten
Einbruch von Technologiewerten - noch deutlich darunter gelegen . " Es wird zu
einer Überzeichnung kommen , weil sich Chancen auf Zeichnungsgewinne bieten " ,
sagte Michael Schatzschneider , Telekom-Analyst bei der Frankfurter BHF-Bank .
Die Resonanz sei bei allen Kunden- und Altersgruppen nach wie vor gut , hieß es
bei der Commerzbank . Anders als beim Börsengang der Siemenstochter Infineon
laufe die Zeichnung von T-Online " unaufgeregt " . Kundenberater gehen davon aus
, dass kurz vor Ende der Zeichnungsfrist die Bestellungen nach T-Online-Aktien
noch einmal kräftig anziehen werden . Eine Stabilisierung der Börse würde hierzu
ebenfalls beitragen . Bei Infineon hatte die Börseneuphorie zu einer 33-fachen
Überzeichnung geführt . Damit hätte die Telekom die Preisspanne voll ausgenutzt
. Vor einigen Wochen war noch mit einem möglichen Ausgabepreis von 50 Euro
gerechnet worden . Die Telekom habe ganz bewusst nicht das Maximum herausholen
wollen , um Spielraum für eine positive Kursentwicklung zu schaffen , sagte
Vorstandschef Ron Sommer in der vergangenen Woche . debitel und D2 vereinbaren
UMTS-Kooperation Darüber hinaus strebt debitel Partnerschaften mit drei weiteren
UMTS-Lizenzinhabern an . Welche dies sind , wollte Vorstandschef Peter Wagner
laut dpa allerdings nicht sagen . debitel hatte sich im vergangenen Sommer
frühzeitig aus dem milliardenschweren Bietergefecht um die UMTS-Lizenzen
zurückgezogen . Im vergangenen Jahr konnte debitel Kundenzahl und Umsatz
deutlich steigern . Die Zahl der Kunden wuchs sogar um 83 Prozent auf 8,6
Millionen , berichtete das zur Schweizerischen Swisscom AG ( Bern ) gehörende
Unternehmen . Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um rund ein Viertel auf
3.100 . Die guten debitel-Zahlen erfreuten auch die Mutter in der Schweiz .
Hauptgrund waren Verkäufe von Beteiligungen an Kabelfernseh-Unternehmen und
Telefonfirmen . Dass debitel die erste UMTS-Partnerschaft mit D2 geschlossen hat
, verwundert nicht : Emprise schließt Verlustbringer Die Aufräumarbeiten bei der
angeschlagenen Hamburger Emprise-Gruppe gehen weiter . Einen Tag nach der
Auswechslung des Aufsichtsrats gab Emprise am Dienstag bekannt , dass drei
Auslandstöchter in Dänemark , den USA und der Schweiz geschlossen werden , um
das Risiko möglichst gering zu halten . Damit würden allein 30 Prozent der
Verluste des Vorjahres vermieden . Emprise ist Dienstleister in der
Informationstechnik und Software-Anbieter mit 400 Beschäftigten . Zudem habe
Emprise 750.000 Aktien der Hamburger mediascape communications AG zu einen
ungenannten Preis an eine Investorengruppe verkauft , schreibt das Unternehmen
weiter . Dadurch sinkt die Emprise-Beteiligung an dem Verlustunternehmen von
52,4 auf 37,8 Prozent und muss nur noch anteilig in der Bilanz aufgeführt werden
. Damit seien weitere 30 Prozent des Konzernverlusts aus den Büchern. mediascape
bietet für Telefonnetze die Überbrückung der letzten Meile zum Endkunden über
Funkstrecken ( Wireless Local Loop , WLL ) an . Durch den Verkauf der
mediascape-Anteile fließen Emprise erhebliche liquide Mittel zu , mit denen die
Verschuldung zurückgeführt und das weitere Wachstum finanziert werden könne ,
hieß es bei Emprise . Vom zweiten Quartal 2001 an werde das Unternehmen wieder
schwarze Zahlen schreiben . Der Aktienkurs stürzte unter zwei Euro und das
Grundkapital ist aufgezehrt . Das Unternehmen hat jedoch stets alle Berichte
über eine drohende Insolvenz zurückgewiesen . Mögliche Rückabwicklung des
Netztel-Verkaufes an TelDaFax Der Telefon-Dienstleister Drillisch prüft die
Rückabwicklung des Verkaufs einer Tochter an TelDaFax . Teldafax könne ihre
Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag möglicherweise nicht erfüllen , teilte
Drillisch am heutigen Dienstag mit . Anfang Februar hatte der
Telefondienstleister sämtliche Anteile an der damaligen Netztel Plus Drillisch
AG an TelDaFax übertragen . Auf Nachfrage von dpa wollte Drillisch zu Details
des Kaufvertrages keine Stellung nehmen . Die am Neuen Markt notierte TelDaFax
hatte am 2. April ein Insolvenzverfahren beantragt . Am 5. April wurden dem
Marburger Unternehmen von der Deutschen Telekom sämtliche Leitungen gesperrt .
Die Aktie von TelDaFax wurde am heutigen Dienstag vom Handel ausgesetzt .
Hutchison Telecom will nicht zu MobilCom Der Münsteraner
Telekommunikations-Anbieter Hutchison Telecom GmbH will nicht von MobilCom
geschluckt werden . Eine solche Transaktion mache keinen Sinn , sagte ein
Unternehmenssprecher am heutigen Dienstag in Münster . Hutchison könne seine
750.000 Kunden , darunter Geschäftskunden , selbstständig versorgen . Der
Vorstandsvorsitzende der MobilCom AG , Gerhard Schmid , hatte laut
TV-Wirtschaftsmagazin Telebörse angekündigt , das Münsteraner Unternehmen , das
über seine britische Muttergesellschaft Orange zu 100 Prozent dem
France-Telekom-Konzern gehört , übernehmen zu wollen . France Telekom ist zu
28,5 Prozent auch an MobilCom beteiligt . Eine Übernahme von Hutchison durch
MobilCom wäre nach Einschätzung des Hutchison-Sprechers nur eine Umverteilung
von Anteilen innerhalb des France-Telekom-Konzerns . Bundesweit seien
vergangenes Jahr 300.000 Neukunden gewonnen worden . Internet fördert " Flucht
vor Information " Alle sechs Monate verdoppeln sich die Inhaltsangebote im Netz
; die durchschnittliche Internetseite ist etwa 46 Tage gültig , hat die
Münsteraner Kommunikationswissenschaftlerlin Miriam Meckel ermittelt . Wer dem
Nach-Außen-Stülpen des Inneren negativ gegenüberstehe und dabei nicht mitwirke ,
komme in der Mediengesellschaft nicht vor , kritisierte sie . " Viele reagieren
auf die allgegenwärtige Informationsflut mit Rückzug " , meint Tim Renner vom
Hamburger Musikunternehmen Universal Music . Die Informationsgesellschaft beende
die Ära der alten Massenmedien und zerstöre die gemeinsame Wissensbasis der
Gesellschaft . Als Grund führte Renner einen künstlichen Jugendkult an : " Da
alle unter 50 jung sein wollen , hat die Gesellschaft der Jugend ihre
Jugendlichkeit genommen . " Die Ablehnung der intellektuell ausgerichteten
Informationsgesellschaft bleibe da deren einzig mögliche Provokation . " Junge
Menschen sind auf der Flucht vor Informationen " , sagte Renner . Er bezeichnete
diesen Trend in Anspielung auf den inzwischen wohl berühmtesten (Ex-)Teilnehmer
an der RTL2-Containersoap Big Brother als " Zlatkoisierung der Gesellschaft " .
Für Wau Holland vom Chaos Computer Club Jena steckt System hinter dem Trend . "
Die Schulen vermitteln seit langem zu wenig elementare Kenntnisse " ,
kritisierte er . Angesichts der Komplexität von Rechnern sei es wichtig , die
Geräte zu verstehen . " Alle 18 Monate verdoppelt sich die technische Kompetenz
, doch wir bleiben stehen " , meint Holland . Beim ersten Computer mit 3.000
Relais habe theoretisch noch ein Mensch allein alle Schaltungen kennen können .
Auch das Sicherheitsproblem beim Datentransfer lasse sich langfristig nur mit
einer verbesserten Grundbildung eingrenzen . Post hofft auf E-Commerce Im Herbst
soll die Deutsche Post an die Börse gehen , aber schon jetzt versucht sich der
Gelbe Riese als Technologie- und Logistik-Unternehmen darzustellen . Angesichts
all des Internet-Hype sieht das Unternehmen wohl keine guten Aussichten
Investoren zu begeistern , wenn es weiterhin mit dem Image der " Schneckenpost "
gegen E-Mail und Web zu kämpfen hätte . Postchef Klaus Zumwinkel jedenfalls wird
nicht müde zu betonen , dass die Post einer der größten Profiteure des
E-Commerce werde . Auf Deutschland rolle eine Paketlawine zu : " Die
Logistikunternehmen werden in Zukunft weltweit von dem E-Commerce-Boom stark
profitieren " , meinte Zumwinkel in einem Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt
. Im Jahr 2003 rechnet die Post durch den Transport von
Internet-Warenbestellungen zu den Verbrauchern mit 250 Millionen mehr
Paketsendungen . Das seien etwa 16 Mal mehr als noch 1999 . In diesem Jahr
könnten es nach einer neuen Studie der Post schon 40 Millionen mehr Pakete sein
. MobilCom gut im Geschäft Die Geschäftszahlen der MobilCom dürften den neuen
Partner France Telecom freuen : Im ersten Quartal dieses Jahres stiegen Umsatz
und Gewinn weiter , teilte das Unternehmen am Mittwoch in Büdelsdorf mit - gute
Voraussetzungen also , um zusammen mit France Telecom beim Poker um die
UMTS-Lizenzen mitzumischen . Zulegen konnte MobilCom auch beim Gewinn : Im
Mobilfunk konnte MobilCom 310.000 neue Kunden gewinnen . Auch im Festnetz legte
das Unternehmen zu : Bis Ende März hatte MobilCom 688.000 Vertragskunden
gewonnen . Das entspricht einem Zuwachs von 85.000 Kunden gegenüber dem
Jahresende 1999 . Gleichzeitig stieg die Zahl der verkauften
Festnetz-Telefonminuten im ersten Quartal auf 1,19 Milliarden . Gegenüber dem
Vorquartal entspricht das einem Anstieg von 220.000 Kunden oder 27 Prozent . Die
Anzahl der verkauften Online-Minuten erhöhte sich von 1,04 Milliarden Ende
Dezember 1999 auf 1,54 Milliarden bis Ende März . Bundesregierung : globales
Strafrecht gegen Internet-Kriminalität Ähnlich wie schon die US-Justizministerin
Janet Reno sieht die Bundesregierung angesichts der jüngsten weltweiten Attacke
durch den E-Mail-Wurms ILOVEYOU die Notwendigkeit für ein globales Strafrecht
gegen Internet-Kriminalität . Gleichzeitig hält Bundesinnenminister Otto Schily
die technische Prävention für am wichtigsten . Schily scheint sich die Kritik an
Microsoft , die unter anderem vom Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik angesichts der rasanten Ausbreitung von ILOVEYOU kam , zu
Herzen genommen zu haben . Der Bundesinnenminister erklärte heute im
ARD-Morgenmagazin : Auf diese Weise müsse sicher gestellt werden , dass vor
allem die militärischen und inneren Sicherheitsstrukturen nicht gestört werden
können . Erst danach sei über eine Erweiterung der Strafandrohungen nachzudenken
. Schily hält allerdings nichts von einem nationalen Alleingang in der Frage der
juristischen Bekämpfung von Internet-Kriminalität . Auch der Parlamentarische
Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium , Siegmar Mosdorf , wies in der
Zeitung Die Woche darauf hin , dass es auf den Philippinen , woher der
E-Mail-Wurm ILOVEYOU vermutlich kam , und in vielen anderen Ländern bislang
keine Möglichkeit gebe , gegen Computer-Kriminalität vorzugehen . Die
Staatengemeinschaft müsse deshalb erst einmal eine " gemeinsame Plattform " für
eine strafrechtliche Verfolgung schaffen . Daneben forderte der SPD-Politiker
konkrete Vereinbarungen mit Providern und anderen Unternehmen der Branche über
Sicherheitsstandards . Eine solche Selbstregulierung wirke oft schneller und
flexibler als staatliche Gesetze . Mosdorf betonte , dass das Internet kein
rechtsfreier Raum sei . Provider nicht mehr Vertragspartner für DE-Domains Mit
einer Änderung der Vergaberichtlinien für die Vergabe von Domain-Namen und der
Allgemeinen Geschäftsbedingungen soll das DENIC , die Verwaltungstelle für die
Länder-Domains in Deutschland , künftig eindeutig zum Vertragspartner der
Endkunden werden , die eine Domain mit der Endung .de registrieren . Die ISPs (
Internet Service Provider ) werden im Domainhandel damit zu einer Art "
Handelsvertreter " der DENIC . " Grundsätzlich ändert sich gar nichts , denn
auch nach den alten Bedingungen war das so " , sagt DENIC-Justiziar Stefan
Welzel . Die neuen AGBs und Vergaberichtlinien stellten dieses Verhältnis
lediglich klar . Eine Änderung der " wenig schönen " Vertragsbedingungen , die
noch aus der Frühzeit der Genossenschaft stammten , sei überfällig gewesen . Das
DENIC arbeitet derzeit nach Aussagen des Sprechers noch an der endgültigen
Vertragsversion . Nicht alle Genossenschafter konnte die DENIC-Führung
überzeugen , dass sich mit dieser Neuregelung für sie nichts ändert . Die
Entscheidung der Generalversammlung in der vergangenen Woche erfolgte mit 53 Ja-
und 19 Nein-Stimmen . Das DENIC bewege sich mit dieser Entscheidung in Richtung
" Heavy Registry " , befürchten die Kritiker . " Wir haben doch nicht gegen
Network Solutions gekämpft , um uns dann daheim eine ähnliche Situation zu
schaffen " , urteilt der Düsseldorfer Service-Provider Siegfried Langenbach .
Zusammen mit Uunet gehört Langenbach zu den entschiedensten Kritikern der
Vertragsänderung in Deutschland . Schon jetzt sei es für die ISPs oft schwierig
, säumige Domain-Schuldner zu belangen . Mit den neuen Vertragsbedingungen würde
die Position der ISPs weiter geschwächt : " Die Frage , wozu man die ISPs
überhaupt noch braucht , ist da schon berechtigt . " Welche Veränderungen sich
für den Endkunden , der eine Domain mit der Endung .de registriert , ergeben ,
ist noch nicht vollständig klar . " Sicher können die Altkundenverträge nicht
ohne weiteres geändert werden " , sagt Martin Stuntebeck vom Bereich
Datenkommunikation der Deutschen Telekom . Das DENIC werde wohl in der nächsten
Zeit Vorschläge für geänderte Kundenverträge an ihre Mitglieder verschicken ,
die diese dann in ihre Vertragsbedingungen einfügen könnten . Abzuwarten bleibt
auch , ob sich das DENIC durch die direkte Endkundenbeziehung nicht auch
einhandelt , was sie bislang immer als " not my job " abgelehnt hat : Die
direkte Betreuung der Kunden bei technischen Schwierigkeiten . Warum sollten die
ISPs für Kunden , die formal nicht mehr die Ihren sind , diese Dienstleistungen
erbringen ? " Wir denken , dass das Verhältnis zwischen Provider , Endkunden und
DENIC klargestellt wird " , sagt DENIC-Sprecher Klaus Herzig . Die Nummer gibt
es bei der Zulassungsstelle , den TÜV macht die Werkstatt . Auch in Zukunft
sollen allerdings Kunden , die ihre Domain direkt beim DENIC und nicht über
einen Provider registrieren wollen , durch den vergleichsweise hohen Preis (
knapp 230 Mark pro Domain ) abgeschreckt werden . Komitees für Online-Wahl der
Internet-Verwaltung einberufen Die Internet Corporation for Assigned Names and
Numbers ( ICANN ) hat gestern zwei Komitees bestimmt , die die Verfahren für die
Online-Wahl der Direktoren der neuen Internet-Veraltung festlegen sollen .
Insgesamt sollen die normalen Internet-Nutzer fünf Direktoren in das
Verwaltungsgremium entsenden , jeweils einen aus Afrika , Asien , Europa ,
Lateinamerika und Nordamerika . Bislang haben sich 15.000 Surfer bei ICANN als
Mitglieder registrieren lassen und damit die Voraussetzung für die Teilnahme an
der Online-Wahl erfüllt . Laut ICANN ist die Benennung der Komitees die erste
Phase für die Wahl . Das Nominierungs-Komitee soll die Kandidaten bestimmen ,
die für die Online-Wahl durch die Internet-Nutzer zur Verfügung stehen . Das
Wahl-Komitee dagegen werde einen externen Anbieter festlegen , der das
Stimmabgabesystem liefert , hieß es bei der ICANN . Außerdem soll es
Empfehlungen der ICANN für die Wahlkampagne und das Abstimmungsverfahren
ausarbeiten , einschließlich Methoden zur unabhängigen Überwachung der
Online-Wahl . Wenn diese Phase abgeschlossen sei , werde es eine Periode geben ,
in der Eingaben für zusätzliche Kandidaten gemacht werden könnten . Anschließend
folge die Wahlkampagne der Kandidaten und schließlich die eigentliche
Online-Wahl , erklärte die ICANN . Bislang allerdings scheint das Interesse an
der Online-Wahl zur Internet-Verwaltung ICANN unter den Internet-Nutzern
außerhalb der USA nicht besonders groß zu sein . Die Bertelsmann-Stiftung sah
sich daher schon veranlasst , die Trommel dafür in Deutschland zu rühren . Aber
auch Spiegel Online hat eine Kampagne gestartet , unter anderem mit
Unterstützung von c't , Telepolis , Zeit Online , Süddeutsche Zeitung Online ,
Manager Magazin Online , ZDF Online oder Le Monde interactif . Die Aktion soll
in Deutschland und Europa mehr Interesse für die ICANN-Wahl erzeugen und bei der
Suche nach Kandidaten aus Europa helfen . Hohlbeins neues Fantasy-Werk " on
Demand " Der deutsche Fantasy-Autor Wolfgang Hohlbein vertreibt seine neue
Erzählung als Bytes statt bedrucktes Papier . " Das zweite Gesicht " bietet der
Internet-Buchhändler Booxtra als so genanntes DirectE Book für fünf Mark zum
Download an : DirectE Book hat nichts mit herkömmlichen E-Books gemeinsam , bei
denen ein spezielles Gerät oder ein Handheld beziehungsweise PDA das gedruckte
Buch ersetzt . DirectE Book muss man wohl eher als " Text on Demand " verstehen
. Mit Hohlbein ( " Das Druidentor " ) hat Booxtra jedenfalls einen
Publikumsmagneten für das neue Vertriebskonzept gewonnen . Computex : Boards für
Workstations und Server Supermicro stellt eine komplette Reihe von Mainboards
mit dem RCC-Chipsatz von ServerWorks ( ehemals Reliance ) vor . Das 370DE6 mit
HE-SL-Chipsatz zielt als Dual-Board auf den gehobenen Workstation-Markt und
unterstützt Intel-Prozessoren im FC-PGA-Format mit einem Frontside-Bustakt von
100 und 133 MHz . Die Ausstattung umfasst AGP-Pro , 64-Bit-66-MHz-PCI ,
Ultra-160-SCSI , 10/100-MBit-Ethernet und vier DIMM-Slots für bis zu 4 GByte
Hauptspeicher . Auf den Servereinsatz ist das 370DER spezialisiert : Es
verzichtet auf AGP-Pro zu Gunsten eines integrierten ATI-Grafikchips und zwei
Ethernet-Anschlüssen mit 10/100 MBit/s . Zudem sind die drei Speicherslots um 25
Grad geneigt , sodass eingebaute DIMMs weniger Höhe einnehmen und das Board in
ein Servergehäuse mit einer oder zwei Höheneinheiten eingebaut werden kann . Mit
dem LE-Chipsatz bietet Supermicro ähnlich ausgestattete Boards an und zudem eine
Version für Dual-Xeon-Systeme . Zwei Quad-Xeon-Boards mit dem HE-Chipsatzes
vervollständigen schließlich das Programm . Sie laufen im Unterschied zu den
anderen Boards zwar nur mit einem Frontside-Bustakt von 100 MHz , dafür
unterstützen sie aber bis zu 16 GByte SDRAM . Im Herbst möchte Supermicro als
einer der letzten Hersteller auf den AMD-Zug aufspringen und plant ein Board für
die Thunderbird- und Duron-Prozessoren von AMD . Bisher sind nur die Eckdaten
bekannt : Es nutzt den AMD-760-Chipsatz und unterstützt damit DDR-Speicher (
Double-Data-Rate ) und AGP-4X . Auch für die Dual-Variante 760MP plant
Supermicro ein Board . Warten auf KT-Chips für neue AMD-CPUs Zum Star der
Computex hat sich ein kleiner Chip gemausert , der überall und zugleich fast
nirgends zu sehen war : Der VT8363 von VIA , die Northbridge des
KT133-Chipsatzes für die neuen AMD-Prozessoren Thunderbird und Duron . Der VIA
KX133 funktioniert nicht mit den Sockel-A-Varianten der Prozessoren und
Adapterkarten waren nirgends zu finden . Der AMD-750 ( Irongate ) soll zwar mit
allen Prozessorvarianten laufen , doch nur wenige Hersteller zeigten sich
gewillt , ein Sockel-A-Board mit diesem Chip zu entwerfen . So blickte alle Welt
auf den KX-Nachfolger , den KT133 . Er versprach neben der Unterstützung der
Athlon-Nachfolger keine weiteren neuen Funktionen , die Southbridge VIA 686A
blieb gänzlich unverändert . So waren die Eckdaten der Boards bekannt : AGP-4X ,
PC133-Speicher-Interface , 100 MHz Frontside-Bustakt im
Double-Data-Rate-Verfahren , zwei Ultra-ATA/66-Kanäle , AC97-Sound mit AMR-Slot
, vier USB-Ports , PCI- und ISA-Bridge . Von jedem Hersteller wurden derartige
Boards erwartet , die sich vielleicht gerade mal in der Zahl der PCI- , ISA- und
DIMM-Slots unterschieden . Und fertig sollten die Boards natürlich sein . Doch
es kam etwas anders . Aber zwei Aspekte überraschten : Eher positiv fiel auf ,
dass recht viele Hersteller ihre Boards mit besonderen Features ausrüsteten . So
gab es AGP-Pro-Steckplätze zu sehen , Onboard-LAN und integrierte IDE-RAID- oder
-SCSI-Adapter . Ein weiteres Feature fand sich nicht nur bei KT133-Boards ,
sondern auch bei vielen anderen Neuvorstellungen : Wohl aus Resignation vor den
wachsenden Problemen bei der Kombination der verschiedenen Systemkomponenten zu
einem funktionierenden Rechner statten immer mehr Hersteller ihre Boards mit
Diagnose-Möglichkeiten wie LEDs oder Siebensegment-Anzeigen zur Decodierung des
POST-Codes ( Port 80h ) aus - einige entwarfen sogar sprechende Boards . Die
zweite Überraschung gefiel weniger : Kaum ein KT133-Board war produktionsreif .
Einige Hersteller sprachen von Bugs im Chipsatz und daraus resultierenden
Verzögerungen bei der Auslieferung . Einige sahen die Ursachen in der
Stromversorgung , andere im BIOS , und wiederum andere wollten diese Probleme
schon gelöst haben , ohne uns jedoch Samples mitgeben zu wollen . Und dabei
hatte VIA schon das Speicher-Interface gegenüber dem KX133 etwas eingeschränkt ,
indem nun statt acht nur noch sechs Speicherbänke möglich sind . Einige
Hersteller meldeten zudem Zweifel an VIAs Produkionskapazitäten an und
befürchteten auf Grund der hohen Nachfrage doch einige Lieferengpässe .
Natürlich seien sie selber jeweils nicht betroffen , da man zu den Top5 der
VIA-Freunde zähle - insgesamt müsste VIA demnach mindestens 20 Top5-Freunde
haben ... Als weiterer Grund für die Verzögerungen bei der KT-Entwicklung
klagten viele Hersteller , dass AMD sie nur sehr unzureichend mit Testexemplaren
der neuen Prozessoren Thunderbird und Duron versorgt habe . Vielleicht gab es
deswegen auf den Mainboard-Ständen recht wenig Thunderbird-Demos zu sehen : Die
ein oder zwei Testexemplare benötigten die Entwicklungsabteilungen wohl viel
dringender , als dass man sie eine Woche lang auf der Computex gezeigt hätte .
Bis VIA eine neue Revision der Northbridge VT8363 freigibt , kann man sich ja
einmal nach anderen Athlon-Chipsätzen umsehen . Aber da gibt es noch weniger zu
entdecken : SiS hat den 730er mit integrierter Grafik zwar vor einigen Tagen
vorgestellt , doch nur wenige Hersteller zeigten Boards - und kein einziges
davon funktionierte . AMDs 760er-Chipsatz war schließlich nur auf der
AMD-Pressekonferenz und in einzelnen Versionen hinter verschlossenen Türen zu
bewundern . So bleibt allen Sockel-A-Fans derzeit nur Abwarten und Teetrinken
übrig - oder besser Wasser , denn VIA ließ überall ( wenigstens gut
funktionierende ) Wasserflaschen mit dem Aufdruck " VIA - we connect " verteilen
. Computex : Trends , Tops und Flops Fünf Tage lang traf sich alles , was in der
Computerbranche Rang und Namen hat , auf der Computex in Taipei , Taiwan . Die
drittgrößte Computermesse der Welt war wieder einmal ein Kaleidoskop dessen ,
was derzeit in der Branche los ist . Schon am ersten Tag setzten AMD und VIA
zentrale Impulse : AMD wählte nicht ohne Grund Taiwan als das Land , in dem die
neue Version des Athlon-Prozessors mit integriertem L2-Cache weltweit zuerst
vorgestellt wurde . Einer der wichtigsten Partner von AMD , die Chipsatzschmiede
VIA , setzte ebenfalls bereits am ersten Messetag wichtige Akzente . Auf einem
halbtägigen und gut besuchten Seminar pries man zusammen mit andern wie etwa
Hyundai , Infinion , Micron und Samsung die Vorteile des neuen
PC266-Speicherstandards an . Double Data Rate SDRAM , so verkündete man unisono
, sei die Speichertechnologie der Zukunft . Das von Intel favorisierte
Rambus-Interface , so lautete das Credo der Veranstaltung , sei zwar gut für
zukünftige High-End-Systeme geeignet , biete aber in Anbetracht seines enormen
Preises keine angemessene Performance . Dass die Botschaft bei den
Boardherstellern angekommen ist , konnte man auf dem inzwischen auf drei
Veranstaltungsorte ausgedehnten Messegelände deutlich sehen . Beinahe jeder
Produzent von Motherboards schmückte seinen Stand mit PC266-Fahnen und
versicherte auf Nachfrage , baldmöglichst auch geeignete Boards zu präsentieren
. Bei der DDR-Offensive steht VIA allerdings nicht allein da : Auch AMD und ALi
haben entsprechende Chipsätze in der Entwicklung . Zum einen geisterten Berichte
über echte oder vermeintliche Probleme beim aktuellen Athlon-Chipsatz KT133 über
die Messe . Zum anderen musste sich VIA von der Totgeburt Cyrix III mit
Joshua-Kern trennen . Damit die bereits angelaufene Werbekampagne für den neuen
Low-Cost-Chip im Sockel-370-Format nicht ganz umsonst war , behielt man den
Namen kurzerhand bei und taufte eine neue CPU mit dem aus dem
IDT-Entwicklungsteam stammenden Samuel-Kern jetzt Cyrix III . Dieser
"Cyrix"-Prozessor ist allerdings 100-prozentig Cyrix-frei . Zudem entspricht die
Prozessorklassifizierung jetzt der echten MHz-Zahl , mit der die CPU arbeitet .
Das verwirrende P-Rating ist damit also immerhin vom Tisch . Der Samuel-Kern
lässt sich dank seiner geringen Größe sehr gut mit höheren Frequenzen betreiben
und verspricht zudem , günstiger in der Herstellung zu sein . Allerdings gibt es
hier zwei Pferdefüße : Für den anvisierten Einsatzbereich in Low-Cost-PCs und in
Internet Appliances dürfte das aber eine untergeordnete Rolle spielen .
Wichtiger ist da schon , wie teuer , oder besser billig VIA den Cyrix III nun
tatsächlich anbietet . A propos Internet-Apliances : Was sich bereits auf der
letzten Computex andeutete , zeigte sich in diesem Jahr überdeutlich . Der
klassische PC wird immer öfter durch auf die jeweilige Anwendung
zurechtgestutzte Einzelgeräte ersetzt . Im Home-Bereich sind das vor allen
aufgebohrte DVD-Player , die nicht nur das Heimkino mit bewegten Bildern und
3D-Sound versorgen , sondern auch noch einen Zugang ins Internet bieten .
Entsprechende Geräte hatte fast jeder Hersteller im Programm , egal ob er nun
FIC , Mitac oder Acer hieß . Neben Geräten mit umschaltbarem Display-Format
fanden wir diverse Modelle mit mehr oder weniger zukunftssicherer Funkanbindung
. Ein weiterer Trend dieser Computex dürfte vor allem die klassischen
Server-Hersteller wie Compaq , HP , IBM und Sun beunruhigen : Immer mehr
taiwanische Board- und Systemanbieter stürzen sich ins Servergeschäft . Mit
kleinen Geräten im 19-Zoll-Format , die im Rack lediglich eine Höheneinheit
benötigen sollen , will man vor allem mit den immer zahlreicheren
Internet-Service-Providern ( ISP ) ins Geschäft kommen . Einfach zu
konfigurierende Geräte mit attraktiven Preisen sollen Kunden von den etablierten
Herstellern fortlocken . Ob das Konzept aufgeht , bleibt abzuwarten .
Schließlich sind kleine , kompakte und dennoch zuverlässig und schnell
arbeitende Server eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für die Neulinge
im Geschäft . Der lange erwartete Durchbruch bei den Flachbildschirmen kam auch
auf dieser Computex nicht . Nach wie vor sind LCD-Panels sündhaft teuer und
längst nicht in ausreichender Stückzahl verfügbar . Daran dürfte sich wohl erst
etwas ändern , wenn die neu errichteten Fabriken der taiwanischen Hersteller
endlich ansehnliche Stückzahlen auswerfen . Bis dahin , so hörten wir immer
wieder , werde es aber noch einige Monate dauern . Optimistische
LCD-Monitor-Produzenten erwarten zum Weihnachtsgeschäft eine spürbare Erhöhung
der Stückzahlen für verfügbare Panels und damit auch den lang ersehnten
Preisrutsch - andere rechnen erst im nächsten Jahr damit . Nun , und nichts
neues von Intel auf der Computex ? Dieser Eindruck drängte sich fast auf . Die
einzigen Neuheiten waren diverse Solano-Boards und Kühlkörper für den zum
Jahreswechsel erwarteten Willamette-Prozessor . Den größten Zuspruch bei den
Besuchern der Computex fanden ohnehin die drachengeschmückten Intel-Handkarren ,
auf denen angeheuerte Schüler Wasserflaschen verteilten . Diese wurden dankbar
angenommen - und so konnte Intel doch noch einigen Leuten zumindest das Wasser
reichen . Cisco kauft " Web-Beschleuniger " Cisco , Marktführer bei
Internet-Routern , übernimmt die Firma Netiverse . Vor allem bei der
Auslieferung von Web-Inhalten an Clients erhofft sich Netiverse dadurch eine
drastische Beschleunigung der Datenübertragung . Bislang war Cisco schon mit 20
Prozent an Netiverse beteiligt . Offensichtlich verspricht sich Cisco , das
Know-how der Firmengründer werde es schon richten : Sie arbeiteten
beispielsweise beim ATM-Spezialisten Fore Systems , bei Centillion , Xyplex oder
Berkley Networks in der Entwicklung von Switching-Techniken . Cisco kündigte an
, das Content-Switching von Netiverse in absehbarer Zeit in die eigenen
Netzwerkgeräte einzubauen . Macht Cisco so weiter , übererfüllt der
Netzwerkkonzern das vom Chef John Chambers vorgegebene Plansoll : Ende 1999
kündigte Chambers an , im Jahr 2000 rund 20 bis 25 Firmen kaufen zu wollen .
Netiverse ist die dreizehnte Übernahme in diesem Jahr und der 61. Einkauf seit
1993 . Konzentrationswelle bei optischen Netzen rollt Die Konzentrationswelle
unter den Herstellern von Komponenten und Geräten für optische Netze rollt
weiter . Ist die Transaktion abgeschlossen , die von JDS als Fusion bezeichnet
wird , soll SDL vollständig im Besitz von JDS sein und als Tochtergesellschaft
operieren . SDL war eine der ersten Firmen , die mehrere Lasereinheiten auf
einem einzigen Chip beziehungsweise Silizium-Substrat erfolgreich auf den Markt
brachte . Der Kaufpreis , den JDS für SDL bezahlt , ist übrigens ein deutliches
Zeichen für den rapiden Konzentrationsprozess im Markt für optische
Netzwerkkomponenten : Er liegt fast 50 Prozent über dem Börsenwert von SDL am
Freitag - die Aktie schloss mit rund 295 US-Dollar , JDS zahlt aber rund 441
US-Dollar pro SDL-Papier in eigenen Aktien . Ein Grund dafür dürfte sein , dass
auch einer der Hauptkonkurrenten von JDS , Corning , schon ein Angebot zur
Übernahme von SDL abgegeben hatte : So langsam gehen den Großkonzernen der
Branche die Kandidaten aus , die man noch übernehmen könnte , um die eigene
Position im Markt der optischen Netze zu verbessern , dem ein rasanter Boom
bevorsteht . AT&T gliedert Mobilfunktochter aus Das amerikanische Telecom-Riese
AT&T hat seine Mobilfunktochter AT&T Wireless am gestrigen Montag nun endgültig
in eine selbstständige Gesellschaft ausgelagert . AT&T konnte dagegen im
regulären Handel um 11,84 Prozent auf 18,70 US-Dollar zulegen ; nachbörslich
stieg die Aktie noch einmal leicht auf 18,74 US-Dollar . AT&T hat die AT&T
Wireless-Aktien an die eigenen Aktionäre abgegeben . Die Gesellschaft behielt
nur 7,3 Prozent der Aktien . Die AT&T-Aktionäre erhielten je eigene Aktie 0,3218
Aktien der Mobilfunkfirma . An AT&T Wireless ist auch der japanische
Telecom-Konzern NTT DoCoMo beteiligt , der dadurch mit 3G-Mobilfunk und i-mode ,
dem hauseigenen Internet-Dienst für Handys , in die USA expandieren möchte .
AT&T hatte im Oktober letzten Jahres angekündigt , dass der Konzern die vier
Hauptsparten Mobilfunk , Breitband/Kabelfernsehen , Verbraucher- und
Unternehmens-Dienste verselbstständigen will . Neue Version der
Peer-to-Peer-Groupware Groove Groove Networks hat eine neue Version der
Peer-to-Peer-Groupware namens Groove veröffentlicht . Die Firma wurde von
Notes-Erfinder Ray Ozzie und einigen ehemaligen Mitarbeitern seiner Firma Iris
Associates gegründet . Groove bietet ähnliche Funktionen wie die Lotus-Produkte
Notes , Quickplace und Sametime , verzichtet aber auf eine zentrale Datenhaltung
. Die neue Version erhält eine deutliche überarbeitete Benutzerschnittstelle ,
die sich mehr als bislang an Windows-Gepflogenheiten anlehnt . Die bei
vorherigen Builds aufgetauchten Markierungen ungelesener Nachrichten in
Diskussionsforen wurden nun auch auf andere Tools ausgedehnt . Zudem kann man
diese Foren nun als Text oder XML exportieren . Notes , Ray Ozzies erster Wurf ,
zeichnet sich auch heute noch durch eher bescheidene Druckfunktionen aus .
Groove verzichtet gleich ganz darauf : Anders als Notes kommt Groove vollkommen
ohne Konfiguration aus : Keine Proxy-Einstellungen , keine Verbindungsdokumente
oder Ähnliches . Das Tool sucht sich selbst einen Weg ins Internet und benutzt
zur Not auch HTTP als Tunnel-Protokoll . Entsprechend vorsichtig sollte man sein
, wenn man Groove hinter einem Router betreibt , der bei Bedarf eine Verbindung
zum Internet herstellt - vom Anwender unbeabsichtige Verbindungsaufnahmen können
schnell die Telefonrechnung in die Höhe treiben . Bisherige Groove-Benutzer
können ein Update installieren , ohne das ganze Paket herunterzuladen . Nokia
erhält UMTS-Milliardenauftrag von Viag Interkom Der Mobilfunkanbieter Viag
Interkom hat dem finnischen Telekommunikationsunternehmen Nokia den Zuschlag für
den Aufbau seines UMTS-Netzes erteilt . Im Vergleich zum deutschen Mitbewerber
Siemens sei das Nokia-Angebot attraktiver gewesen , sagte der neue
Viag-Interkom-Chef Keith Cornell . " Wir haben uns für diesen Lieferanten
entschieden , um die beste technische und finanzielle Lösung zu bekommen " ,
sagte Cornell . Beim Aufbau der Netze für die Mobilfunkstandards GSM und GPRS
habe sich die Zusammenarbeit mit Nokia bereits bewährt . Ein wichtiges
Entscheidungskriterium sei außerdem die Zusage gewesen , dass Nokia eine
ausreichende Zahl UMTS-Handys zur Verfügung stellen werde . Viag Interkom will
Anfang 2002 mit dem Aufbau des UMTS-Netzes beginnen und mittelfristig nach den
beiden Mobilfunkgiganten T-Mobil und D2 Vodafone zur Nummer drei auf dem
deutschen Mobilfunkmarkt aufrücken . Dabei wird das Unternehmen nach Worten von
Cornell stark von der vor wenigen Wochen verkündeten Zusammenarbeit der
Muttergesellschaft British Telecom mit der Deutschen Telekom profitieren . " Wir
haben uns an den Gorilla auf dem Markt angebunden " , sagte Cornell . Bis Ende
2005 würden durch die Kooperation mit D1 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung in
Deutschland das Viag-Netz nutzen können . " Dies kann ein Unternehmen allein
kaum schaffen . " Cornell widersprach Spekulationen , wonach BT Viag Interkom
verkaufen werde . Der deutsche Markt biete für BT ein riesiges Potenzial . "
Diese Chance wird sich BT Wireless nicht entgehen lassen . " " Viag Interkom ist
ein deutsches Unternehmen , das nicht aus London ferngesteuert werden kann " ,
sagte er . Cornell hatte die Leitung des Unternehmens vor wenigen Wochen nach
dem überraschenden Rücktritt des langjährigen Viag-Interkom-Chefs Maximilian
Ardelt vorläufig übernommen . Derzeit werde nach einem neuen Chef für Viag
Interkom gesucht . Hintergrund für Ardelts Rücktritt war nach Informationen aus
Branchenkreisen ein Streit mit der britischen Konzernzentrale . Im vergangenen
Jahr kletterte die Kundenzahl der Viag Interkom um mehr als das doppelte auf 3,2
Millionen . Damit stand das Unternehmen auf Platz vier der deutschen
Mobilfunkanbieter . Kampf um die Netze : Lucent kauft LANNET Neuer Schachzug im
Kampf um die Netze : Lucent Technologies , die von AT&T ausgegliederte Firma für
alle Produkte rund um die Datenkommunikation , kauft LANNET . Zuerst gab es
Gerüchte um 3Com und Ascend als nächste Übernahmekandidaten . Der israelische
Produzent von Ethernet-Switches für mittlere und große Netze gehörte bislang zu
Madge Networks . Der Versuch dieses Token-Ring-Spezialisten , mit LANNET die
eigene Produktpalette auf Ethernet auszuweiten , verlief allerdings eher
glücklos . Zu den Kunden von LANNET gehören immerhin Airbus , BMW und Peugeot .
Berufsbild des Online-Redakteurs gewinnt allmählich Konturen Es gibt kaum einen
Verlag oder TV-Sender , der derzeit nicht sein Internet-Standbein ausbaut . Und
kaum ein anderes Berufsbild boomt in der Medienbranche so stark wie das des
Online-Redakteurs . Eine Untersuchung der Katholischen Universität Eichstätt
über den Online-Journalismus zieht in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Media
Perspektiven ein verhaltenes Fazit : Insgesamt lasse die Geburt eines " völlig
neuen Journalismus " , der durch Bild und Ton sowie Hypertext das Erzählen
perfektioniere und durch Interaktivität eine größere Publikumsnähe erreiche ,
noch auf sich warten . Wie eine Befragung der Universität unter 187
Online-Redaktionsleitern ergab , verfolgen die traditionellen Massenmedien vor
allem die Strategie , über das Internet das eigene Kerngeschäft zu schützen .
Während Tageszeitungen sowie Hörfunk- und Fernsehsender mit Hilfe des
Internet-Auftritts eine Doppelnutzung erreichen wollten , nehmen Zeitschriften
eher Probenutzer ins Visier , die für das Mutterblatt noch als Leser gewonnen
werden sollen . Deshalb ist es für die Wissenschaftler wenig überraschend , dass
sich die Internet-Redaktionen von Print und Rundfunk stark auf Zulieferungen vom
Mutterhaus stützen . Insgesamt - so wird in der Studie erläutert - werden die
Hälfte der Online-Artikel von den Mutterhäusern übernommen . Ein ähnliches Bild
ergab sich bei der Untersuchung der Online-Angebote der drei in ihren Ländern
führenden Blätter Süddeutsche Zeitung , Die Presse und Neue Zürcher Zeitung : In
keiner der Zeitungen fand Matthias Zürn von der Universität Mannheim Ende
letzten Jahres einen nennenswerten Anteil von reinen Online-Artikeln . Alle drei
Zeitungen boten zwar grundsätzlich die Möglichkeit , sich per E-Mail bei der
Redaktion zu melden . Allerdings gestalte es sich schwierig , den jeweiligen
Autor eines Artikels per elektronischer Post zu erreichen , konstatiert die
ebenfalls in Media Perspektiven veröffentlichte Studie . Die Forscher stellen
jedoch fest , dass die neue Form des Journalismus Konturen mit eigenen Standards
gewinne . Vor allem die Online-Redaktionen von reinen Netz-Anbietern , aber auch
Rundfunk und General-Interest-Zeitschriften nutzten die technischen
Möglichkeiten des neuen Mediums . Unter den Tageszeitungen wurden vor allem der
Online-Ausgabe der Financial Times Deutschland und der Welt gute Noten gegeben ,
da sie zum Beispiel mit regelmäßigen Links in den Artikeln der Print-Ausgabe
eine enge Verknüpfung mit dem Internet anstreben . Deren Internet-Auftritte
wirkten nicht " wie ein notwendiges Übel " , sondern machten den Eindruck eines
sehr bewussten und bejahenden Online-Umgangs , lobt Zürn . Zugleich musste der
Wissenschaftler erkennen , dass angesichts der Schnelllebigkeit des Internets
auch Forschungsergebnisse eine kurze Halbwertzeit besitzen können . Das Angebot
wurde etwa durch verbesserte Recherche im Onlinearchiv oder durch einen
aktuellen News-Ticker ausgeweitet . Bislang nur geringe Ausfälle durch
US-Telekom-Streik Der Streik von inzwischen über 87.000 Beschäftigten des
US-Telekomriesen Verizon geht heute in den fünften Tag . Die Standpunkte der
beiden Gewerkschaften auf der einen und von Verizon auf der anderen Seite
klaffen aber nach US-Berichten inzwischen wieder weiter auseinander : Eine
Einigung sei noch nicht in Sicht , meint das Wall Street Journal . Die
Communication Workers of America vertreten rund 72.000 Verizon-Angestellte ,
während die International Brotherhood of Electrical Workers für rund 15.000
Verizon-Mitarbeiter zuständig ist . Insgesamt rund 33 Prozent der Angestellten
des Konzerns befinden sich momentan im Streik . Die aus dem Zusammenschluss von
Bell Atlantic und GTE entstandene Verizon Communications ist der größte Anbieter
von lokalen Telefondiensten in den USA . Die Gesellschaft verfügt auch über
Hochgeschwindigkeits-Datennetze und ist in 40 Ländern in Nord- und Südamerika ,
Europa , Asien und im pazifischen Raum aktiv . Bislang aber sei es noch zu
keinen größeren Ausfällen gekommen , hieß es bei Verizon . Am Mittwoch standen
allerdings schon 82.000 Reparaturaufträge zur Erledigung an ; an vergleichbaren
Tagen seien es normalerweise rund 36.000 . Die meisten der Kunden hätten während
des Streiks bislang keine Störungen bei Telefondiensten und Internet-Zugang
bemerkt . Verizon machte bislang keine Angaben darüber , welche Kosten dem
Konzern durch den Streik entstehen . Die Streitpunkte bei den Verhandlungen
zwischen den Parteien liegen momentan vor allem bei der Arbeitsplatzsicherheit ,
möglichen Wechseln von Mitarbeitern zwischen Verizon und der Mobilfunk-Tochter
Verizon Wireless und der Arbeitszeit . Besonders die unbezahlten Überstunden
seien ein entscheidender Punkt , an dem sich die Gewerkschaften und der
Telekom-Konzern eher auseinanderbewegten , als dass eine Einigung in Sicht wäre
, hieß es aus Verhandlungskreisen . Inzwischen gibt es allerdings Spekulationen
, dass das US-Arbeitsministerium eingreifen und einen Schlichter einsetzen
könnte , um den Streik noch vor dem Wochenende zu beenden : Immerhin beginnt am
Montag im Los Angeles der Kongress der Demokraten , auf der Al Gore auf den
Thron des demokratischen Präsidentschaftskandidaten gehoben werden soll . Da
könnte ein Streik ausgerechnet im Hightech-Sektor von der Aufmerksamkeit für die
Wahlkampagne ablenken , die sich die Demokraten von dem Kongress erhoffen .
Ferkelhandel bald per Mausklick Deutsche Landwirte entdecken zunehmend das
Internet . Statt die Nase in den Wind zu halten , suchen sie Wetter- und
Ernteprognosen inzwischen per Computer . Das Gespräch mit Kollegen in der
Dorfkneipe wird um " Acker-Chats " in Gesprächsgruppen mit Landwirten aus aller
Welt ergänzt . Bankgeschäfte und die Beschaffung von Ersatzteilen können Bauern
per Mausklick erledigen . Und bei der Vermarktung ihrer Erzeugnisse schalten sie
über das Internet den Zwischenhandel aus und erzielen höhere Renditen . Neue
Marktplätze werden im Netz geschaffen . Selbst an eine Ferkelbörse ist gedacht .
" Die Nachfrage nach Internet-Angeboten wird größer " , sagt die Sprecherin des
Hessischen Landesamtes für Regionalentwicklung und Landwirtschaft in Kassel ,
Sabine Linker . Vor allem die jüngere Generation der Landwirte mache sich die
neue Technik zu Nutze , um von Trends in der Landwirtschaft frühzeitig zu
erfahren . " Internationale Ernteprognosen helfen dem Landwirt bei
Termingeschäften und der Vermarktung seiner Ware . " Schon bei der Ausbildung
der Agrarier sei der Computer inzwischen Arbeitsmittel und Unterrichtsgegenstand
zugleich . " Ich unterhalte mich täglich im Acker-Chat mit Kollegen " , erzählt
Landwirt Klaus-Volker Reuhl aus Gambach ( Wetteraukreis ) . Seine
Gesprächspartner befinden sich dabei in Österreich , Kanada und Frankreich . "
Die weltweiten Erfahrungen nützen mir . " Schneller als über die Behörden könne
er praktische Tipps in Erfahrung bringen . Welche Mühle ihm etwa Raps mit einem
zu hohen Ölgehalt abkaufe , konnte er über den Gesprächskreis erfahren , der von
einer Landwirtschaftszeitung im Netz betrieben wird . In Rheinland-Pfalz hat ein
Bauern- und Winzerverband gemeinsam mit einem Kommunikationsunternehmen den
marktplatz-rlp.de zum Vertrieb landwirtschaftlicher Produkte eingerichtet . Dort
sollen vor allem heimische Erzeugnisse vermarktet werden . Und die
Raiffeisen-Warenzentrale Kurhessen-Thüringen in Kassel etwa will ihren
klassischen Vertrieb über die Genossenschaften verstärkt aufs Internet ausdehnen
und dort auch mit Gebrauchtmaschinen handeln . " Ersatzteile , die ich bis acht
Uhr abends bestelle , liegen morgens um fünf vor der Türe " , sagt Reuhl .
Welche Firma das passende Teil für seinen Mähdrescher auf Lager hat , hat er
zuvor ohne lästiges Telefonieren selber nachgeguckt . Das Wissen , das er über
die Websites und Portale landwirtschaftlicher Unternehmen und Zeitungen bezieht
, bedeuten für ihn beim Verkauf bares Geld . " Ich bin auf demselben
Wissensstand wie mein Vermarktungspartner und erziele fünf bis zehn Prozent
höhere Preise als mein Nachbar ohne Internet . " " Der Handel über das Internet
wird in Zukunft massiv boomen " , sagt der Sprecher des hessischen
Landwirtschaftsministerium , Karl-Heinz Happel , voraus . " Viel vom realen
Markt wird ins Internet verlegt werden . " Selbst eine Ferkelbörse im Netz könne
er sich vorstellen . Bei Geschäftspartnern , die sich kennen , könnten
Schweinchen dann demnächst per Mausklick den Besitzer wechseln . Auf so einem
Markt fühlt Hans-Ulrich Wagner aus Zierenberg ( Kreis Kassel ) sich noch nicht
zu Hause . Die Vermarktung seines Getreides möchte er aber mit einem Kollegen an
einen Händler übergeben , der die Marktchancen im Internet an seiner Stelle
ausloten soll . Mobilcom muss Gewinnrückgang hinnehmen Die Telekom-Firma
Mobilcom trumpft gerade bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen für die dritte
Generation des Mobilfunks mit immer neuen Höchstgeboten auf - im ersten Halbjahr
des laufenden Geschäftsjahrs musste der Konzern allerdings einen Rückgang des
Gewinns verbuchen . Mobilcom begründete die Entwicklung mit hohen Investitionen
, um den Marktanteil zu steigern . Online-Broker rüsten auf - Warten auf die
nächste Bewährungsprobe An der Börse gönnen sich viele Anleger derzeit eine
kleine Auszeit : Die Sommerferien , eine insgesamt nicht überwältigende Stimmung
auf dem Parkett und das Fehlen spektakulärer Neuemissionen sorgen für meist nur
schwache Umsätze . Verursacht worden waren die Probleme bei den Direktbanken
durch den so nicht vorhergesehenen Börsenboom in Deutschland : Bei der Consors
AG in Nürnberg etwa hat sich die Kundenzahl seit Beginn des Jahres von 196.000
auf 440.000 mehr als verdoppelt . Gleiches gilt zum Beispiel für die
Direktanlagebank ( DAB ) in München , die von 120.000 auf nunmehr fast 300.000
Kunden zulegte . Die Entwicklung beim Personal und in baulichen Dingen habe da
kaum mithalten können , sagt Horst Peter Wickel von der Stiftung Warentest in
Berlin : " Das alles konnte man ja nicht einfach so aus dem Boden stampfen . "
Aus eben diesem Grund habe sich auch das Bundesaufsichtsamt für den
Wertpapierhandel ( BAWe ) in Frankfurt gegenüber den Online-Brokern eher
nachsichtig gezeigt , so Wickel . Ende Februar , als der Ansturm auf die
Infineon-Aktie alle Neuemissionen bis dahin in den Schatten stellte und zu
erheblichen Problemen bei den Brokern führte , drohte die Behörde zwar auf Grund
von Kundenbeschwerden mit Sonderprüfungen . Das Wertpapierhandelsgesetz schreibe
den Banken vor , ausreichend Personal und Technik für die Kundenaufträge
vorzuhalten , hieß es zur Begründung . Bislang hat das BAWe auf solche Aktionen
jedoch verzichtet , auch wenn man in den regulären Prüfungen der Häuser einen
Schwerpunkt bei der Erreichbarkeit gesetzt habe , sagt BAWe-Sprecherin Regina
Nößner . Insgesamt habe sich die Situation " entspannt " . Für eine endgültige
Entwarnung sei es aber noch zu früh . Denn die nächste Bewährungsprobe kommt
bestimmt - und die Broker sind sicher , dann ihr neues Potenzial beweisen zu
können . Consors zum Beispiel hat sein Personal von 651 Mitarbeitern Ende 1999
auf rund 1.000 ausgeweitet , sagt Firmensprecherin Stephanie Schleidt . Bei der
DAB ist von einem Personalzuwachs von 40 Prozent die Rede , von den anderen
Online-Brokern wie Comdirect und Entrium ist Ähnliches zu hören . Auch die
technischen Bedingungen seien jetzt besser . Stephanie Märkl von der DAB
verweist auf ein neues System zur telefonischen Auftragserteilung mit
integrierter Spracherkennung sowie darauf , dass nun 6.000 statt 2.000 Surfer
zugleich in die Datenbank können . Der Tag , an dem all das auf den Prüfstand
kommt , lässt sich nicht vorhersehen . " Auf jeden Fall werden wir im Herbst
noch einmal mit den Brokern reden " , kündigt Regina Nößner vom BAWe an . Völlig
aus der Welt sind die Probleme der Kunden mit dem Aktien- und Fondshandel per
Computer , Fax oder Telefon allerdings auch heute noch nicht . Aufträge , die
zum Beispiel mittags online erteilt werden , kommen zum Teil erst Stunden später
zur Ausführung , wenn der Kurs des betreffenden Wertpapiers schon wieder ganz
anders sein kann . Warentester Wickel empfiehlt Bankkunden , die solches erleben
, mit dem Online-Broker in Kontakt zu treten und eine gemeinsame Lösung zu
suchen : Er muss nachweisen , dass er alle möglichen Übermittlungswege versucht
hat , um seinen Auftrag loszuwerden . Wer beispielsweise durch einen verspätet
ausgeführten Auftrag Geld verloren habe , könne die Bank um Erstattung bitten
und habe dabei gar nicht mal so schlechte Karten : Eventuell steht den Brokern
die nächste Herausforderung aber gar nicht online , sondern über die
Mobilfunknetze ins Haus : Consors etwa bietet bereits seit der CeBIT im Februar
den Aktienhandel über WAP-Handys an , die DAB ist am 4. August damit an den
Start gegangen . Wie sich dieses Geschäft entwickelt , muss sich erst noch
zeigen . Stephanie Schleidt von Consors dagegen hält es für sinnvoll , wenn zum
Beispiel Kunden , die sich am PC umfangreiche Informationen über ein Wertpapier
geholt haben , später auf dem Weg von einem Termin zum anderen zunächst per
Handy die Realtime-Kurse lesen können , um sich dann spontan für den Kauf oder
Verkauf zu entscheiden - und ihn mittels des Mobiltelefons auch gleich
einzuleiten . ( Christian Röwekamp , gms ) France Telecom macht Umsatzsprung
Über die Gewinn- und Verlustsituation machte France Telecom bislang keine
Angaben . Besonders im Mobilfunkbereich konnte France Telekom zulegen :
Zwischenheitlich hatte die France Telekom den britischen Mobilfunkanbieter
Orange übernommen und sich mit 28,5 Prozent an Mobilcom beteiligt . Die Zahl der
Abonennten bei France Telecom und den von ihr direkt oder indirekt
kontrollierten Tochterunternehmen stieg innerhalb der vergangenen zwölf Monate
um 25,7 Prozent auf knapp 60 Millionen . France Telecom hat 160.000 Mitarbeiter
. Linux und Windows als Web-Server gleichauf Auch bei der reinen
Web-Server-Performance hat Linux mit Windows 2000 gleichgezogen . Noch letztes
Jahr ( siehe Ausgabe 13/99 von c't ) konnte Apache unter Linux auf
Multiprozessor-Systemen mit mehreren Netzwerkkarten im c't-Test mit Windows NT
nicht mithalten . " In keinem der Tests musste Linux mehr hinter der Konkurrenz
aus Redmond zurückstehen . " Doch auf realen Web-Servern erzeugen weniger die
Anfragen nach statischen Web-Seiten die Systemlast , sondern das Aufbereiten
speziell vom Surfer angeforderter Angebote , also das Erzeugen dynamischer
Seiten etwa aus Datenbanken . Vier Prozessoren liefern zwar nicht die vierfache
Leistung , aber im getesteten Anwendungsfall immerhin die dreifache Leistung
eines Ein-Prozessor-Systems - ein beachtlich guter Wert . Die ebenfalls
untersuchten Achtfach-Systeme schnitten allerdings längst nicht so gut ab - erst
recht , wenn man ihren deutlich höheren Preis bezogen auf
Vier-Prozessor-Maschinen berücksichtigt . Außer Konkurrenz konnte c't auch als
erstes einen Blick auf TUX werfen , ein bisher nicht veröffentlichter
Kernel-Webserver . Dieser hat bereits im Juli mit einem Rekord im
SPECweb99-Benchmark für Aufsehen gesorgt . CDU propagiert " Netz gegen Gewalt "
und Filtersysteme In einem offenen Brief hat CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz
heute die politischen Parteien zur Unterstützung der CDU-Initiative Netz gegen
Gewalt aufgerufen . Diese Tatsache aber darf nicht zur Kapitulation vor
rechtswidrigen Inhalten führen . Und Angela Merkel , Vorsitzende der CDU ,
schreibt als Gallionsfigur der Initiative zusammen mit ihrem Internet-Sprecher
Thomas Heilmann auf der neu eingerichteten Web-Seite , die übergroße Mehrheit
der Deutschen lehne " jede Form des politischen Extremismus " ab . Die CDU ruft
auf den Web-Seiten ihrer Initiative Netz gegen Gewalt zur Unterstützung der
freiwilligen Selbstkontrolle der Multimediaanbieter und dem Verfassungschutz auf
. Die " Netzbürger " sollen diesen Organisationen " extremistische Seiten "
melden . Außerdem unterstützt die CDU unter dem Titel Projekt Gatekeeper die
Entwicklung eines globalen Filtersystems , das derzeit von der
Bertelsmannstiftung in Zusammenarbeit mit der Internet Content Rating
Association ( ICRA ) entwickelt wird . Ähnlich wie in den USA sollen
Website-Betreiber in freiwilliger Selbstkontrolle ihre Seiten nach bestimmten
Filter-Kriterien für bestimmte Inhalte klassifizieren . Die heimische Software
zeigt dann bei entsprechender Einstellung keine Gewalt oder keine sexuellen
Darstellungen mehr . Auch für diese Entwicklung sollen die Surfer entsprechende
verdächtige URLs melden , damit sie in die Filtersoftware aufgenommen werden
können . Solche Filter-Systeme sind allerdings umstritten . In Reaktion auf die
Debatte , die angesichts der Registrierung rechtsradikaler Domain-Namen entstand
, sprach sich das Denic , hier zu Lande für die Registrierung von .de-Domains
zuständig , etwa gegen Filter-Systeme aus . " Ein statischer Filter ist nicht
die richtige Lösung " , kommentierte Denic-Sprecher Klaus Herzig im Gespräch mit
c't . Außerdem sei ein solcher Filter technisch schwierig zu realisieren . Auch
sind Befürchtungen , solche Filter könnten zur Unterdrückung schlicht
unliebsamer Inhalte genutzt werden , nicht von der Hand zu weisen . Gerade von
internationalen Organisationen wie der ICRA entwickelte Filterkriterien , die in
globalen Systemen eingesetzt werden sollen , lassen etwa diktatorischen Regimes
jede Handhabe , die Kriterien nach ihrem Belieben auszulegen , befüchten etwa
Bürgerrechtsorganisationen . Die Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Deutschland
reißt ein tiefes Loch in die Kasse der Mobilfunkkonzerne . Der Poker um die
begehrten Lizenzen stößt damit allmählich in britische Dimensionen vor . Trotz
der hohen Gebote befanden sich bei der Versteigerung in Mainz alle Bieter
weiterhin im Rennen . Anzeichen für einen Rückzug gab es nicht . Das wäre schon
bald der Betrag , den die Telekom-Tochter One2One in Großbritannien für eine (
kleinere ) UMTS-Lizenz auf den Tisch blättern musste . Viag Interkom lag bei
keinem Frequenzpaket mit dem Gebot vorne . Dieses Bild wandelt sich aber noch
von Runde zu Runde . Die Auktionserlöse sollen komplett in die Tilgung von
Staatsschulden fließen . Die sich hieraus ergebenden frei werdenden Mittel durch
Zinsersparnisse sollen unter anderem in Verkehrsvorhaben und in die Bildung
investiert werden . Bislang hat die RegTP auch das Mindestinkrement für ein
neues Gebot auch noch nicht gesenkt , es liegt bei 10 Prozent des letzten
Höchstegebots für ein Frequenzpaket . Drei Pakete sind die Höchstzahl , zwei
müssen ersteigert werden , um in den Besitz einer UMTS-Lizenz zu gelangen .
Beobachter rechnen in der kommenden Woche mit einer Entscheidung . Viag Interkom
will Stellen abbauen Der Mobilfunkbetreiber Viag Interkom will frei werdende
Stellen nicht mehr besetzen und schließt auch Entlassungen nicht aus , sagte
Geschäftsführer Joachim Preisig der Financial Times Deutschland . Die
Personal-Fluktuation von rund 13 Prozent solle ausgenutzt werden , um den
Bestand anzupassen . Damit solle ein " aktiver Stellenabbau " möglichst
verhindert werden . Derzeit zählt der viertgrößte deutsche Mobilfunkbetreiber
gut 4.000 Beschäftigte . Anfang 2003 will die Tochter von British Telecom ein
positives Ergebnis von Steuern , Zinsen und Abschreibungen ( EBITDA ) erreichen
. Eindeutige Identifikation durch Iris-Scan Personen lassen sich durch das
Einscannen der Regenbogenhaut des Auges schneller und sicherer identifizieren
als mit jeder anderen computergesteuerten Erkennung , die sich an Fingerabdruck
, Gesicht oder Stimme orientiert . Zu diesem Ergebnis kommen jetzt zwei
britische Studien . Die meisten Iris-Erkennungssysteme basieren auf einem
Algorithmus des Mathematikers John Daugman von der Cambridge University . Dieser
rechnet das aus kleinen Furchen und Erhebungen bestehende Iris-Muster in einen
2000-Bit-Strichcode um , der anschließend in einer Datenbank gespeichert und mit
anderen Iris-Einträgen verglichen werden kann . Das Ergebnis : Die
Wahrscheinlichkeit , dass zwei Codes übereinstimmen , liegt bei 1 zu 7
Milliarden . " Und genau diese Eindeutigkeit macht den Vorteil der
Iris-Erkennung aus " , resümiert Daugman . Dagegen registrierte der
Wissenschaftler bei den alternativen biometrischen Erkennungssystemen
Fingerabdruck , Gesicht und Stimme eine Fehlerquote zwischen 10 und 25 Prozent .
Das Iris-Erkennungssystem zu täuschen ist fast ausgeschlossen , denn selbst
genetisch identische Zwillinge oder das rechte und linke Auge einer einzelnen
Person haben so unterschiedliche Codes wie zwei völlig verschiedene Menschen .
Denn obwohl die Farbe der Iris genetisch festgelegt ist , vermuten Forscher ,
dass ihr unverwechselbares Muster , ähnlich dem menschlichen Fingerabdruck , von
Zufälligkeiten während der Embryoentwicklung bestimmt wird . Einmal ausgewachsen
verändert sie sich jedoch offensichtlich nicht mehr . " Ich habe Iris-Fotos
gesehen , die im Abstand von 25 Jahren aufgenommen wurden , und ich konnte keine
Veränderung feststellen " , betont Daugman . Selbst die schreckliche Vorstellung
, dass sich jemand des Auges einer fremden Person bedient und es in die Kamera
hält , um beispielsweise Zugang zu Sicherheitsbereichen zu erlangen ,
funktioniert nicht : " Die Pupille dehnt sich in diesem Fall auf über 80 Prozent
aus und die Hornhaut wird trübe " , erklärt Daugman . Beide Effekte sind leicht
von der Software zu entdecken . Auch entsprechend angefertigte Kontaktlinsen ,
die eine Iris imitieren sollen , kann das System ebenso von einer richtigen Iris
unterscheiden , da diese im Gegensatz zu einer gewölbten Kontaktlinse nahezu
flach ist . Durch die positiven Ergebnisse sah sich nun auch die International
Air Transport Association dazu veranlasst , den Londoner Heathrow-Flughafen zu
ermutigen , das Iris-Erkennungssystem JetStream von Eyeticket bei der
Einwanderungs- und Ticket-Kontrolle testweise einzusetzen . Im Oktober startet
das Pilotprojekt , das die Vorgänge bei der Ankunft von Fluggästen beschleunigen
soll . Ankommende Passagiere , die zuvor mit ihrer Iris bei der britischen
Einwanderungsbehörde registriert wurden , brauchen dann bei der Passkontrolle
lediglich in eine Videokamera hineinschauen . Nach weniger als zwei Sekunden ist
ihre Identität festgestellt , sodass sie passieren können . Das soll allen
Beteiligten nicht nur Zeit , sondern auch Geld sparen . Eyeticket erwartet ,
dass bald auch andere Großflughäfen diese Vorteile testen wollen . An dem
Pilotprojekt nehmen zunächst 2.000 Geschäftsreisende aus den USA teil , die
regelmäßig mit den beiden Fluggesellschaften Virgin Atlantic und British Airways
über Heathrow nach England einreisen . Der Pilotversuch ist der erste Test
überhaupt , die Passagierabfertigung ganz auf biometrische Erkennung zu
übertragen . JetStream ermöglicht darüber hinaus , den Passagier auf seiner
gesamten Reise zu identifizieren , indem ihm bei der Iris-Erkennung eine
Identifikationsnummer zugewiesen wird , über die das System mit den Flughafen-
und Airline-Computern kommuniziert , um den Passagier leichter durch die
Check-in-Prozedur , die Gepäckkontrolle und die Boarding- und Passkontrolle zu
bringen . " Unser Ziel ist nicht , die Einwanderungskontrolle zu automatisieren
und Angestellte einzusparen , sondern wir sehen es als Ergänzung an " , meint
Anna Dorricott von der britischen Einwanderungsbehörde , die die Ergebnisse des
Projekts erst einmal abwarten will . John Tincey von der Immigration Service
Union dagegen schränkt ein , dass man durch den Iris-Scan zwar die Identität von
Personen feststellen kann , aber noch lange nichts über deren Absichten im Land
weiß . Für ihn macht es daher nur für eine bekannte Gruppe von Leuten wie
Geschäftsreisende Sinn und nicht für die Allgemeinheit . Mobilfunkanbieter
Drillisch steht zum Verkauf Der am Neuen Markt notierte Kölner Mobilfunkanbieter
Drillisch AG steht zum Verkauf , sagte Vorstandssprecher Marc Brucherseifer der
Welt . Mit sechs Interessenten würden Verhandlungen geführt . Die Übernahme
solle in den kommenden Monaten erfolgen . Management und Aktionäre seien sich
darin einig , das Unternehmen für einen fairen Preis zu verkaufen . Drei der
sechs Interessenten seien Netzbetreiber , die drei anderen direkte Konkurrenten
. Drillisch betreibt sein Kerngeschäft als Anbieter von Mobilfunkdiensten ohne
eigenes Netz und hatte im Frühjahr 2000 seine Festnetzsparte an den finnischen
Telekom-Konzern Elisa verkauft . Ohne den Verkauf hätte die Firma Insolvenz
anmelden müssen , sagte Brucherseifer der Zeitung . Das Festnetzgeschäft des
Kölner Unternehmens war selbst stark defizitär . Drillisch ist allerdings
beileibe nicht der einzige Telekom-Konkurrent ohne eigenes Netz , dem der Wind
ins Gesicht blies : Die Deutsche Telekom erwägt nach einem Bericht der Financial
Times Deutschland , bei künftigen Geschäften nicht mehr mit der Deutschen Bank
zusammenzuarbeiten . " Die Deutsche Telekom wird mit der Deutschen Bank ein
ernstes Wort sprechen müssen und überlegen , wie man darauf reagiert " , zitiert
die Zeitung in ihrer Freitagausgabe Telekom-Kreise . Angesichts des umstrittenen
Aktien-Verkaufs erwägt die Telekom tatsächlich juristische Schritte : " Wir
werden die Transaktion rechtlich überprüfen " , sagte Telekom-Sprecher Ulrich
Lissek der dpa . Von einer Trennung wollte Lissek allerdings noch nicht sprechen
. Nach der Transaktion war der Aktienkurs auf den tiefsten Stand seit November
1998 gestürzt . Nicht nur bei der Telekom selbst , auch bei Politikern und
Analysten stießen die Aktionen der Bank auf harsche Kritik . Am heutigen
Freitagvormittag konnte sich die T-Aktie in den ersten Stunden des Handels
immerhin leicht erholen , notierte aber bis 10 Uhr immer noch unter 21 Euro .
internationale PHP-Konferenz 2001 Seit dem gestrigen Donnerstag sind das
Programm sowie eine Möglichkeit zur Online-Anmeldung für die internationale
PHP-Konferenz 2001 online . Die Konferenz , die von manchen Entwicklern , die
mit der freien Skriptsprache PHP arbeiten , fast schon als Pflichttermin
angesehen wird , hat sich im Vergleich zu ihrem Vorgänger deutlich gemausert : 6
verschiedene Themengebiete mit parallel laufenden Vorträgen ( insgesamt knapp 60
) zu unterschiedlichsten Themengebieten von Datenbankabstraktion bis
Grafikerstellung stehen auf dem Programm . Vor der Konferenz finden Workshops
statt , in denen Themen wie PHP-Interna und Datenbank-Optimierung vermittelt und
direkt angewendet werden sollen . PHP wird vor allem zur Erstellung dynamischer
Webseiten eingesetzt und konkurriert hier mit Microsfts Active Server Pages (
ASP ) oder Suns Java . Björn Schotte , einer der Organisatoren der Konferenz ,
meinte , er sei überrascht , dass so viele Vortragsentwürfe eingegangen seien .
Nach einem Blick auf die Liste der Vortragenden ist diese Ansicht nicht ganz von
der Hand zu weisen : Fast das komplette Entwicklungsteam von PHP , unter anderem
Rasmus Lerdorf , der geistige Vater der Websprache , sowie die Autoren führender
Bücher zum Thema haben ihre Teilnahme zugesagt . Die Anmeldung für die
Hauptveranstaltung und die vorausgehenden Workshops erfolgt separat und kostet
etwa 1200 Mark beziehungsweise etwa 600 Mark ( Frühbucherpreise einschließlich
Mehrwertsteuer ) ; nach dem 1. Oktober werden die Preise deutlich erhöht . Für
weniger betuchte Teilnehmer wie Schüler und Studenten soll es Rabatte geben .
Wie auch im vorigen Jahr räumen die Organisatoren Entwicklern von
Open-Source-Projekten auf PHP-Basis die Möglichkeit ein , ihre Produkte den
Konferenzteilnehmern zu präsentieren . So werden nach Ansicht der Veranstalter
die Wurzeln des offenen Projektes PHP gewürdigt und gestärkt . Streit um
Internet-Apotheke vor Europäischem Gerichtshof Der Streit um den
grenzüberschreitenden Medikamenten-Vertrieb per Internet wird den Europäischen
Gerichtshof beschäftigen . Das Landgericht Frankfurt hat das Rechtsproblem am
Freitag dem höchsten europäischen Gericht zur Klärung vorgelegt . Nach Klärung
der offenen Rechtsfragen wird das so genannte Hauptsacheverfahren gegen
DocMorris vor dem Frankfurter Gericht wieder aufgenommen und entschieden . Damit
ist jedoch nach Mitteilung des Gerichts erst gegen Ende des nächsten Jahres zu
rechnen . Der Fragenkatalog des Landgerichts an den Europäischen Gerichtshof
betrifft Rechtsprobleme , die sich aus dem Konflikt zwischen innerstaatlichen
Regelungen nach dem deutschen Arzneimittelgesetz sowie dem Heilmittelwerbegesetz
und dem grundsätzlich garantierten gesamteuropräischen freien Warenverkehr
ergeben . Insgesamt soll der Gerichtshof nach dem Beschluss des Landgerichts die
Frage klären , ob ein nationales Verbot von grenzüberschreitenden gewerbsmäßigen
Medikamentenhandel per Internet gegen Artikel 28 des Vertrages über die
Europäische Gemeinschaft verstößt . Vor diesem ersten deutschen
Hauptsacheverfahren um die Internet-Apotheke war in mehreren Eilverfahren in
erster und zweiter Instanz gegen DocMorris entschieden worden , zuletzt mit
einer rechtskräftigen vorläufigen Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt
. Im Hauptsacheverfahren ist das Landgericht jedoch nicht an die
Vorentscheidungen in den Eilverfahren gebunden . Die Prozessvertreter von
DocMorris hatten in den Eilverfahren bereits angedeutet , dass sie sich vom
Europäischen Gerichtshof eine positivere Einstellung zu der neuen Vertriebsform
über das Internet versprechen . " Wir haben keinen Zweifel , wie der Europäische
Gerichtshof entscheiden wird " , sagt Jens Apermann , Marketingdirektor
0800DocMorris , nun als Reaktion auf den Beschluss des Frankfurter Gerichts .
Dazu gehören auch Präparate , die in Deutschland nicht zugelassen sind , aber in
den Niederlanden oder anderen europäischen Ländern . Bestellt wird über das
Internet , wobei im Falle von verschreibungspflichtigen Medikamenten ein
gültiges Rezept an DocMorris übermittelt werden muss . Die Medikamente werden
dann von Kurierdiensten ausgeliefert . Das Angebot von DocMorris war für
deutsche Kunden ungewöhnlich preisgünstig , weil die niederländische Apotheke
nicht an deutsche Festpreisregelungen für Medikamente gebunden ist . In letzter
Zeit hatten auch die Pharma-Unternehmen versucht , durch Nicht-Belieferung der
Internet-Apotheke das Wasser abzugraben . Die Politik ist inzwischen jedoch
zerstritten , ob der Medikamenten-Handel im Internet nicht zugelassen werden
sollte . Das Bundesgesundheitsministerium will unter Umständen die
Internet-Apotheken legalisieren , während einzelne Länderminister sich gegen
solche Vorhaben ausgesprochen haben . Schweizer 4M vor dem Aus Am Mittwoch wurde
es dann allerdings so eng , dass der Verwaltungsrat beim SWX New Market
beantragen musste , den Handel mit den 4M-Aktien für zwei Tage auszusetzen .
Nach Wiederaufnahme des Handels am heutigen Freitagmorgen befindet sich der
Titel im freien Fall : Der Kurs sackte um rund 65 Prozent ab . Für das Debakel
verantwortlich sei das Management , das die Marktlage zu lange zu positiv
eingeschätzt habe , ist im Züricher Tagesanzeiger zu lesen . Ausserdem habe 4M
zu spät erkannt , dass die CD immer stärker von der DVD als Speichermedium
verdrängt werde . 4M beschäftigt zur Zeit noch 200 Mitarbeiter , deren Stellen
nun ernsthaft gefährdet sind . Am kommenden Dienstag trifft sich der
Verwaltungsrat und will über Massnahmen zur Rettung der Firma beraten . Opels
Internet-Projekt dümpelt vor sich hin In einer fünfmonatigen Testphase hat der
Autohersteller Opel nur 70 Fahrzeuge über das Internet verkauft . Zu Beginn der
Aktion im März hatte Opel-Vertriebschef Andrej Barcak mit 250 bis 300 Verkäufen
gerechnet . Dennoch betrachtet das Unternehmen den Versuch als erfolgreich ,
weil etwa 600 Kunden in diesem Zeitraum nach Informationen aus dem Internet
Autos bei Opel-Händlern bestellt hätten . Das Angebot an so genannten Webcars ,
die im Schnitt zehn Prozent billiger als nach den offiziellen Preisempfehlungen
verkauft wurden , soll fortgesetzt und erweitert werden . Für Herbst kündigte
Opel zusätzliche Sondermodelle an , die im Internet verbilligt zu haben sein
sollen . Gewerkschaft : Lohnsenkung bei Wacker-Chemie vom Tisch Die geplante
Lohnabsenkung für die rund 13.500 Beschäftigten des Halbleiter-Zulieferers
Wacker-Chemie ist nach Angaben der Gewerkschaft vom Tisch . Für die betroffenen
Beschäftigten an den Standorten in Deutschland sei dies die bessere Lösung . Im
Gegenzug sei Beschäftigungssicherung vereinbart worden . Die Verhandlungen
sollen im September fortgesetzt werden . Die Geschäftsführung hatte die
Beschäftigten in der vergangenen Woche aufgerufen , wegen der angespannten
Geschäftslage vorläufig auf bis zu 10 Prozent ihres Lohns zu verzichten .
Dadurch sollten drohende Verluste im laufenden Geschäftsjahr in Folge der
Halbleiterkrise abgewendet werden . Wacker-Chemie gehört zu den weltweit größten
Zulieferern der Halbleiterindustrie und stellt mit der Tochter Wacker Siltronic
den weltweit drittgrößten Anbieter von Wafern für die Halbleiterproduktion . Die
Möglichkeit der Lohnabsenkung um bis zu 10 Prozent zur Beschäftigungssicherung
war erstmals 1997 im Tarifvertrag festgeschrieben worden . Die wirtschaftliche
Notlage bei Wacker-Chemie ist nach Ansicht von Buchauer allerdings noch nicht
ausreichend belegt . Bei Hewlett-Packard hatte im Juli die Mehrheit der
Mitarbeiter in Deutschland einem freiwilligen Gehaltsverzicht zugestimmt . 80
Prozent von ihnen waren bereit , bis Oktober auf zehn Prozent ihres Gehaltes
oder einen entsprechenden Urlaubsanteil zu verzichten . Die Domain-Spontis Nicht
nur das offizielle Domain Name System ( DNS ) , auch die alternativen Anbieter
von Internet-Namen sind vor allem in den USA angesiedelt . Mit einen
Deutschland-Server für die 1997 gegründete Open Root Server Confederation ( ORSC
) will Markus Grundmann vom Projekt Activezone dagegen etwas tun . Der
Hildesheimer Programmierer beurteilt die Marktchancen der rund 450 im ORSC-Root
angebotenen Top Level Domains ( TLDs ) allerdings selbst ziemlich skeptisch . In
seiner eigenen Adresszone " .apotheke " sind bislang fast ausschließlich
Funktionsdomains für sein Apo-nic eingetragen . Kostenlos bietet Grundmann
derzeit die Apothekenadressen für die rund 20.000 Apotheken in Deutschland und
außerdem die berufsbezogenen TLDs " .pta " und " .pka " für
pharmazeutisch-technische Assistenten beziehungsweise
pharmazeutisch-kaufmännische Assistenten an . Sollte das Geschäft , das
Grundmann neben seinem Programmiererjob betreibt , zum Laufen kommen , sollen
die Apotheken für ihre Adressen bezahlen . Er setzt dabei auf eine enge
Zusammenarbeit mit dem alternativen Anbieter Beatnic . " Es muß eine zentrale
Koordinierung der Anmeldung neuer Top Level Domains geben " , meint Grundmann .
Als Beitrag dazu sieht er etwa auch ein zentrales Whois für die alternativen
Domains im de-Bereich mit " whois-servers.de " , das demnächst über die deutsche
ORSC-Seite verfügbar sein soll . Noch arbeiten activezone und Beatnic allerdings
daran , ihre Whois-Abfragen darin einheitlich zu gestalten . Auch an einer
Shared-Registry-System arbeitet man laut Grundmann . Auf der Web-Seite findet
sich auch eine Liste der ORSC-TLDs weltweit . Wollte die für die offiziellen Top
Level Domains zuständige Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (
ICANN ) bei ihren Auswahlverfahren auf diese Rücksicht nehmen , wäre sie schon
deutlich eingeschränkt . Die Vergabeverfahren der ICANN seien zu kompliziert und
zu bürokratisch , sagt Grundmann . " Wir leben im Zeitalter des Computers , wozu
braucht man all diese Diskussionen und Prozeduren . " Nur sind ohne zentrales
Gremium Kollisionen im Domain Name System nicht zu vermeiden ... " Ich finde
eigentlich die ICANN auch ganz prima , aber der Zugang müßte eben viel offener
sein " , gibt auch Grundmann zu . Im harten Existenzkampf müssen die
ORSC-Spontis immerhin auch aggressive Wettbewerber wie New.net fürchten . Der
US-Anbieter alternativer Domains hatte auf die ORSC-TLDs keine Rücksicht
genommen und war daher , so Grundmann , wieder ausgeschlossen worden . Was war .
Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die
Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und
Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Gestern Morgen kam der
neue Manufactum-Katalog ins Haus und da fehlt er , der Edelstahlbildschirm mit
Edelstahltastatur für schlappe 12.400 DM . Im Web ist er noch zu finden , mein
zeitloser Traumschirm , der eine Krafteinwirkung von 500 N aushalten kann . Das
ist der Aufprall eines Bobos aus drei Meter Höhe . Mehr als diese ungeheure
Kraftaushaltung faszinierte mich jedes Mal der Satz vom Investitionsschutz : "
Der Hersteller garantiert für die nächsten 8 Jahre , Ihnen innerhalb eines
Zeitraums von etwa 6 Wochen auf Wunsch ( und Ihre Kosten ) ein neues
15-Zoll-Display späterer Generation in das Gehäuse zu bauen . " Eine solche
Garantie wäre auch bei weicheren Computerformen etwas Feines , doch wird es so
etwas Zeitloses nicht geben , nicht in dieser Branche . Bei Manufactum sollen
die ersten Käufer bereits nach 4 Monaten den Einbau einer neuen Generation
verlangt haben . Weg mit den lästigen Zeitschrumpfern : Im Katalog ist der
Edelstahlschirm durch ein Diktiergerät ersetzt worden , das wiederum
Spracherkennungssoftware ersetzen soll . " Lange Zeit bin ich früh schlafen
gegangen ... " Was aber hätten die Sprach-Programme wohl daraus gemacht ? Sie
erkennen nämlich nicht den eigentlichen , sondern den geheimen Sinn der Semem .
Wenn ich in mein Viavoice " Carnivore " eingebe , macht es Karneval daraus . Das
ist doch allemal ein besserer Name als Fleischfresser . In den USA scheint man
ähnlich zu denken , dort hat Justizministerin Janet Reno sich für einen
Wettbewerb ausgesprochen , der einen neuen Namen für die Überwachungssoftware
finden soll . Da erklärt der allseits beliebte Internet-Pionier Vint Cerf , dass
Carnivore ein unbedenkliches System ist , gewissermaßen normal , dem
Verwendungszweck entsprechend . Vernunft , so klärt uns das Große Wörterbuch der
deutschen Sprache in 10 Bänden auf , " ist das geistige Vermögen des Menschen ,
Einsichten zu gewinnen , Zusammenhänge zu erkennen , und etwas zu überschauen "
. Wenden wir uns also einem anderen Katalog zu , der von einer datenverlierenden
Firma kommt . " Kann ein Schrank demokratisch sein ? " , fragt der neue Katalog
von Ikea und beantwortet diese Frage mit einem Ja . Denn " wenn viele Menschen
sich ihre Wünsche und Bedürfnisse erfüllen können , finden wir das schon
ziemlich demokratisch " . So denkt der Elch , er kann nicht anders : Dass
Demokratie eine politische wie philosophische Haltung ist , etwas anderes als
Mampfen und Kaufen , das kommt ihm nicht in den Sinn . Vielleicht kaufe ich den
Blechschrank und schicke ihn bei der nächsten Wahl zur Urne , über das nicht
abhörsichere Bluetooth werden sie sich schon verständigen können . Und der
nächste Kanzler wird ein Kleiderbügel , der seinen Mantel nach dem Wind hängt -
der Geist der Geschichte , er bläst ja auch wieder so heftig . Mit ihm kann
jeder Erziehungsberechtigte die Websites sperren , die seiner Meinung nach dem
Nachwuchs schaden können - so es nicht dynamisch generierte Pages sind .
Alternativ können sich die Eltern Rating-Dateien befreundeter Organisationen zu
Eigen machen , etwa der von Terre des Hommes . Ein Verfahren , das vernünftig
klingt , wenn man ablehnen kann , seine Kinder von solch einem Deputy gängeln zu
lassen , wenn man sie lieber mit Medienkompetenz voll stopft . Was die ICRA
suspekt macht , ist die Nonchalance der Verfechter des demokratischen Filters :
" Nächste Woche fliegen wir nach Redmond und besprechen mit Micrsoft , wie man
das Problem der dynamischen Seiten lösen kann . " Oder : " Microsoft hat uns
zugesichert , das Selbstrating auch in seinem Programm Frontpage einzubauen ,
das die führende Software für die Produktion von Websites ist . " Wenn Microsoft
den Filter programmiert , der den Surfer überwacht , wer überwacht dann
Microsoft ? Hat da jemand NSA-Key gerufen ? Vielleicht führt Microsoft aber ja
auch bloß eine Netscape-Wildcard ein . Die ist bekanntlich nicht nur das
Vermögen , Einsichten zu gewinnen , sondern auch das Vermögen der Prinzipien .
An dieser weisen Einsicht möchte man aber verzweifeln , hat man nur oft genug
mit PR-Spezialisten zu tun . Als mir diese Woche die Presseerklärung der
Betreiber von geizkragen.de auf den Elektro-Schreibtisch flatterte , musste ich
an eine Kolumne der mittlerweile eingegangenen Satirezeitschrift Pardon denken ,
die die wunderschöne Überschrift " Wenn das Herz stockt " trug . Passenderweise
ging es bei der E-Mail aus dem wunderschönen Hiddenhausen nämlich um unser aller
Gesundheit : " In dem Artikel wurde der Onlinehandel generell als unseriös ,
illegal und gefährlich bezeichnet . " So geht das natürlich nicht , und was ein
richtiger Verbraucherschützer ist , greift hier zu der scharfen Waffe des
investigativen Journalismus . Die Ergebnisse sind so aufregend , dass die
Kollegen eigentlich auch noch auf eine günstige Quelle für Baldrian-Tropfen oder
Johanniskraut-Öl verweisen müssten : Aspirin-Schmerzmittel N2 ( 500 Mg ) mit 20
Tabletten z. B. kosten in Deutschland rund 7,50 DM . Beim niederländischen
Anbieter DocMorris kostet die gleiche Verpackungseinheit des deutschen
Originalproduktes lediglich 4,83 DM . Sparen , sparen , sparen ... Und dann erst
der Kick , wenn man probiert , ob auch wirklich Aspirin in der Packung ist .
Nach Pfahlsitzen und Big Brother kann man noch bis heute den Werltrekordversuch
im " Dauerduschen " live im Internet beobachten . Das Ganze ist
selbstverständlich nicht zweckfrei , sondern eine Werbeaktion von Bad24.com -
dem " Bäderspezialist im Internet " . Der Gewinner bekommt 10.000 Mark .
Eigentlich wäre der Unfug gar nicht der Rede wert , aber die Lemminge sind
längst unterwegs : So etwas treibt die Zuschauerquote enorm in die Höhe - ob man
's mag oder nicht . Macht das Internet wirklich so weich im Kopf ? Müssen wir
demnächst , statt Schulen ans Netz zu bringen , unsere Kinder vor der Klick- und
Schundkultur schützen - so wie unsere Eltern versucht haben , uns vor Comics und
Fernsehserien zu schützen ? Da gibt 's gar nicht zu grinsen : Wenn s schon
Tachyonen-Filter gegen Atomstrom gibt , frage ich mich wirklich , ob nicht schon
alles zu spät ist . Dass wehrlosen älteren Zeitgenossen Kupferringe gegen
Erdstrahlen verkauft werden , daran mussten wir uns ja schon gewöhnen - aber
Tachyonenfilter ? Da krümmt sich selbst die mehrdimensionale temporale
Quantendynamik im Hilbert-Raum . Damit wären wir bei der Unschärferelation .
Begeben wir uns also noch einmal in die Politik und erinnern uns an besonders
faltige Politiker . Weil Philippe Kahn die Entwicklung von dBase für Windows so
hässlich fand , schlug der einstige Borland-Chef seinerzeit den Codenamen Golda
Meir für den dBase-Compiler vor . Dieser jüdische Humor wurde ihm schwer übel
genommen , worauf Borland die Sache in Magma umtaufte - nur um zu erfahren ,
dass dies der Name einer deutschen Pornoproduktion ist . Schließlich fand man
den Namen Amber . Mit dem Codenamen Lightsuck verstieß Kahn dann wieder einmal
gegen den guten Geschmack . Doch letzte Woche durfte seine neueste Idee Premiere
feiern : LightSurf ist eine kabellose Technologie , mit der Bilder von der
Digitalkamera über das Telefon vollautomatisch und schnell zu einer Website
geschickt werden . In Sekunden soll es dort sichtbar sein . Philippe Kahn
fotografierte bei seiner Demonstration Bilder von Bush und Gore und ließ sie im
Web zusammen morphen . Und wenn man sich unsere heutigen Bobos so anschaut ,
wohl zu recht . Aua : Wenn es um Bobos geht , werden manche Leser aufstöhnen .
Doch es hilft nichts , sie gehören nun einmal zu einer Wochenschau von Hal wie
die Flamewars der Windows/Linux-Krieger zu den Newsforen des Heise-Tickers .
Eigens für Bobos wurde nun in San Francisco das Restaurant Venture Frogs
eröffnet . Betreiber des Restaurants sind richtige Risiko-Kaptitalisten , die
eine Inkubator-Firma betrieben . Futtern beim Inkubator , das ist schon mal der
Anfang - oder das Ende , wenn das Dot.com in den Sand gesetzt wurde . Wenn dann
noch Bobos wie der finnische Dot.com-Millionär Jaako Rytsola mit ihrem Ferrari
360 Modena kommen , läuft der Laden . Eigentlich ist das eine Lappalie , doch in
Finnland ist die Höhe der Strafe vom Einkommen abhängig . Bobos sollten dort
vorsichtig fahren . Da hat es die Post einfacher , denn sie ist ja inzwischen
ein Weltkonzern und kann tanken , wo sie will . Oder werben , mit wem sie will .
Dass der gelbe Riese Amazon-Chef Jeff Bezos und Yahoo-Gründer Jerry Yang für
sich werben lässt , ist nichts Neues mehr . Es hat schon was Eigenes , wie der
nette Postmann die munter von der New Economy schwärmenden Firmen-Chefs zuerst
ins Stocken und dann auf den Boden der Tatsachen bringt . Das Pizza-Fax und
Ähnliches gibt es halt immer noch nicht , da müssen also die gelben Autos ,
Schiffe und Flugzeuge ran , die dem mittlerweile in Aktie-Gelb umgetauften
Wertpapier der Post einen guten Börsenstart im Herbst bescheren sollen . Man
könnte natürlich im Sinne des Postboten weiterfragen : Und haben sich dazu was
Tolles einfallen lassen : einen Benzin-Reformer . Das ist ein Apparat , der
Benzin umwandelt . Der Bezin-Reformer von Esso und Opel soll in ein
Brennstoffzellenfahrzeug eingebaut werden und dort aus Benzin Wasserstoff
erzeugen . Der Wasserstoff treibt dann das Fahrzeug an . Der große Vorteil für
den Verbraucher : " Für die Autofahrer bedeutet der Durchbruch bei der
Benzin-Reformierung , dass sie künftig für Brennstoffzellenfahrzeuge , die
praktisch keine Schadstoffemissionen und vergleichsweise geringe
Kohlendioxid-Emissionen verursachen , die gleiche Tankstelleninfrastruktur
nutzen könnten wie für Automobile mit Verbrennungsmotor . " Schließlich rätselt
die Wissenschaft immer noch erfolglos an dem Problem , wie man beispielsweise
aus Wasser Wasserstoff gewinnen kann . Und bekanntlich gibt es ja auch immer
noch keine flächendeckende Wasserhahnversorgung in unserer Republik . Nachdem
das letzte Jahrhundert im Zeichen der Erfindung des Autobriefkastens stand ,
dürfte der Erfindung des Benzin-Reformers ein Ehrenplatz unter den sinnvollen
technischen Innovationen unseres Jahrhunderts jetzt schon sicher sein . Was wird
. In der nächsten Woche sprechen Steve Ballmer , Steve Jobs , Michael Dell und
Jeff Bezos in Monaco darüber , wie Europa die USA überholen kann . Zurzeit zeigt
sich in Monaco , wie überholt Europa mit seinen Spritproblemen und streikenden
Franzosen ist : Der Veranstalter IDC hat in der Not eigens einen Flugkapitän
engagiert , der im Verein mit den Steuermännern der Firmenflieger Alternativen
ausbaldowert , da der Sprit in Nizza knapp ist . Vor zehn Jahren landete Bill
Gates zu eben dieser Konferenz im Linienflieger und lieh sich einen Fiat 500 zur
Weiterfahrt aus . Ganz sicher fühlte sich Gates nicht als Bobo , sondern nur als
Inkognito . Nicht nur Großkopferte sprechen in der nächsten Woche : Mit " Stabat
Mater " will die koreanische Firma Meritel das erste Online-Game fürs Internet
veröffentlichen , das ausschließlich mit Spracherkennungssoftware zu bedienen
sein soll . Bürgerinitiativen kündigen Proteste gegen UMTS an Bereits im August
hatten Umweltverbände gefordert , einen Teil der Erlöse aus der Versteigerung
der UMTS-Lizenzen dafür einzusetzen , die Auswirkungen von Elektro-Smog und
besonders der neuen Technik auf Mensch und Umwelt zu erforschen . Nun kündigten
Bürgerinitiativen Proteste gegen die Installation von Mobilfunk-Anlagen der
sechs zukünftigen UMTS-Betreiber an . Klagen über Beschwerden wie
Schlafstörungen , Kopfschmerzen , Konzentrationsschwächen häuften sich bereits
bei Mobilfunkanlagen , sagte der Umweltschützer . Der Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland ( BUND ) rechnet laut dpa mit bis zu 100.000
UMTS-Anlagen , die in den kommenden Jahren installiert werden . Zu der aktuellen
Diskussion um den so genannten Elektro-Smog und den Stand der Forschung siehe
auch : Störfunk fürs Gehirn - Mythos und Realität von Gesundheitsschäden durch
elektronische Geräte . Musikindustrie vs. Napster : " Das Recht ist auf unserer
Seite " " Tatsache ist - das Recht ist auf unserer Seite . " Die RIAA stützt
sich voll auf die Position der Richterin Marilyn Hall Patel , die in einer
einstweiligen Verfügung Ende Juli entschieden hatte , Napster müsse seine Server
vom Netz nehmen , die der Verbreitung urheberrechtlich geschützer Werke dienen .
Das Berufungsgericht hatte diese Verfügung erst einmal ausgesetzt , die
Verhandlung über den Fall soll am 2. Oktober vor dem Berufungsgericht
fortgesetzt werden . " Wir klagen nicht gegen eine Technik " , meinte Rosen . "
Wir verklagen eine Firma , die unsere Arbeit , die ihr nicht gehört , stielt . "
Auch wenn vielen Beobachtern noch nicht so recht klar ist , welches
Geschäftsmodell Napster überhaupt verfolgt - offizielle Äußerungen dazu gibt es
von den Unternehmen nicht , obwohl Napster bereits mehrere Millionen an
Investitionen von Venture-Capital-Gesellschaften bekommen hat - geht Rosen davon
aus , dass Napster seine MP3-Tauschbörse letztendlich zu einem profitablen
Geschäft machen will : " Sie kann nicht einfach ein
Multi-Milliarden-Dollar-Geschäft auf dem Rücken anderer Leute und ihrer Arbeit
aufbauen " , kommtentierte sie die Ziele von Napster . In dem Statement der RIAA
, das die Organisation am späten Freitag Abend amerikanischer Ortszeit beim
Gericht vorlegte und das am gestrigen Samstag veröffentlicht wurde , heißt es
auch dementsprechend , seit seiner Gründung sei die Geschäftsstrategie von
Napster gewesen , die Musik der Kläger zu benutzen , um die Musikindustrie zu
unterminieren und zu übernehmen , beziehungsweise die Rolle der Musikindustrie
bei der Vermarktung und Distribution von Musik zu übernehmen oder zumindest zu
bedrohen . Die RIAA geht also davon aus , dass der zentrale Punkt der
Auseinandersetzung zwischen Napster und Plattenlabels der Kampf um die
Beherrschung neuer Distributionskanäle in den Zeiten des Internet und der daraus
erzielbaren Gewinne sei . " Philosphische " Fragen zum Urheberrecht in der
digitalen Welt interessieren die RIAA dabei nur am Rande und nur insofern , als
sie die Position der Labels im Internet stärken . " Napster versuchte , eine
enorme User-Basis aufzubauen und daraus Kapital zu schlagen , indem sie die
Musik , die am populärsten ist , ohne Authorisierung oder Bezahlung verfügbar
machten . " Die RIAA zitiert zum Beleg dieser Ansicht aus Dokumenten , mit denen
ein Napster-Gründer die Ziele des Unternehmens beschreibe : Napster habe geplant
, zumindest temporär mit der Musikinudstrie zu koexistieren und sie aber
letztlich vollständig zu umgehen . Eine Verurteilung von Napster bedeute nun
aber nicht , dass File-Sharing-Techniken im Internet verboten würde oder dass
Napster seine Server endgültig vom Netz nehmen müsse , meint die RIAA . Die
Verfügung von Richterin Patel verbiete keine Technik , sondern ein
Geschäftsmodell , das ein existierendes System zum Dateiaustausch adaptiere , um
das Gesetz in noch nie dagewesenem Ausmaß zu verletzen . Die Kläger hätten zudem
verschiedene Modelle vorgestellt , wie Napster die Nutzung seiner Dienste auf
Musik-Dateien beschränken könne , die für die Verteilung über solche
File-Sharing-Mechanismen freigegeben seien oder dafür lizenziert wurden . Rosen
zeigt sich , wohl auch angesichts der Tatsache , dass sich inzwischen selbst die
US-Regierung sowie offizielle Copyright- und Warenrechts-Behörden auf die Seite
der RIAA geschlagen haben , zuversichtlich , dass der Prozess zugunsten der RIAA
ausgeht : " Wir sind überzeugt , dass das Berufungsgericht den wohlüberlegten
Feststellungen von Richterin Patel folgen wird . " In der BSA sind unter anderem
Microsoft , Adobe , Novell , Apple und Macromedia vertreten . Ebenfalls in einem
Schreiben an das Gericht hatten sich zuvor schon verschiedene Organisationen der
Elektronik- und Medienindustrie zwar nicht direkt für Napster ausgesprochen ,
aber zumindest erklärt , die Entscheidungen des obersten US-Bundesgerichts und
die Bestimmungen des Audio Home Recording Act schlössen aus , Dienste wie
Napster wegen Urheberrechtsverletzung zu verfolgen . Dieser Ansicht
widersprachen die US-Behörden in ihrem Schreiben allerdings entschieden .
Regulierungsbehörde will niedrigere Interconnection-Tarife der Telekom Die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) kommt nach
Informationen der Financial Times Deutschland mit neuen Durchleitungstarifen für
das Netz der Deutschen Telekom den Wettbewerbern der Telekom entgegen . Die
Zeitung berichtet , die Entscheidung liege dem Blatt vor . Die Regelung solle
vier Monate später als geplant im Juni 2001 in Kraft treten . Für die meisten
Unternehmen sänken damit künftig die an die Telekom zu zahlenden Tarife . Dies
bedeute jedoch nach Angaben von Marktbeobachtern nicht unbedingt , dass die
Preise für Endverbraucher weiter nach unten gingen . Nach der neuen Regelung
werden die Tarife , die die Unternehmen untereinander bezahlten , nicht mehr
nach Entfernung sondern nach der Anzahl der Vermittlungsstellen , die sie
durchlaufen , berechnet . Schon im Juli waren Verhandlungen zwischen Arcor und
der Deutschen Telekom gescheitert , neue Interconnection-Tarife unter
Berücksichtigung der Anzahl der Interconnection-Punkte festzustetzen . Der
derzeit gültige Vertrag läuft offiziell noch bis Ende Januar 2001 - nach
Einschaltung der RegTP durch Arcor im Juli könnte die Regulierungsbehörde
allerdings auch schon früher neue Tarife festsetzen , wenn sie zu der Ansicht
kommt , dass die Vertragsverhandlungen zwischen dem marktbeherrschenden Anbieter
und privaten Telefongesellschaften gescheitert sind . Eine Neufestlegung erst im
Juni 2001 böte zwar der Telekom noch einige Zeit mehr zur Erhebung der momentan
gültigen Tarife , soll aber nach den nun vorliegenden Berichten wohl dafür eine
deutliche Senkung der Interconnection-Tarife bringen . Nach Angaben des
Nachrichtenmagazins Focus will die Telekom nun auch endgültig das Inkasso für
die Konkurrenten über die Telefonrechnung einstellen . Dabei geht es um die
Pflicht der Telekom , die Gebühren der Konkurrenten auf den Telefonrechnungen
auszuweisen und einzutreiben . Die Telekom habe neue Geschäftsbedingungen
vorgelegt und wolle künftig Entgelte wie Zugangsgebühren nicht mehr kassieren .
Gutschriften der Konkurrenten sollten nicht mehr verrechnet werden , heißt es
weiter . Die Regulierungsbehörde habe den Vorstoß als " Schritt in die falsche
Richtung " gewertet . Sie wolle die Telekom auffordern , ihren Verpflichtungen
nachzukommen . Schon seit einiger Zeit sträubt sich die Telekom , zum Inkasso
der Gebühren anderer Telefongesellschaften verpflichtet zu werden .
Besucherrekord auf der Weltausstellung Nach hundert Tagen hat die
Weltausstellung in Hannover einen neuen Tages-Besucherrekord aufgestellt . Am
Samstag kamen nach Angaben der Expo-Gesellschaft erstmals mehr als 200.000
Menschen auf das Gelände . Auch der Themenpark habe mit 160.000 Besuchern eine
neue Höchstmarke erreicht , sagte Expo-Geschäftsführer Reinhard Volk am heutigen
Sonntag . Für den Besucherschub sorgten vor allem Partys : Der Radiosender NDR 2
hatte mit attraktiven Livebands auf die Expo-Plaza geladen , in der Preussag
Arena brachten DJs aus fünf Kontinenten Techno-Fans unter dem Motto Lovestern
Galaktika meets Expo 2000 zum Schwitzen . Expo-Generalkommissarin Birgit Breuel
zog eine gemischte Bilanz der ersten 100 Expo-Tage . " Nicht alles ist in den
ersten Wochen so verlaufen , wie wir es uns gewünscht hätten " , sagte Breuel in
einem dpa-Gespräch . Damit meinte die Expo-Chefin vor allem das erwartete
Milliarden-Defizit der Ausstellung . Breuel hob besonders die große
Zufriedenheit der Besucher hervor . " In unserem kleinen globalen Dorf auf dem
Expo-Gelände wird Völkerverständigung täglich gelebt " , meinte Breuel . "
Dieses Erlebnis , diese Erinnerung wird viele Menschen in ihren Alltag begleiten
- und damit langfristig etwas bewirken für eine friedliche und menschenwürdige
Entwicklung unserer gemeinsamen Welt . " Nach den ursprünglichen Planungen war
die Expo-Gesellschaft von bis zu 400.000 Menschen pro Tag im August und
September ausgegangen . Siehe dazu auch den Beitrag EXPO mit angezogener
Handbremse in die Endphase in Telepolis Mögliche Schlappe für Microsofts
Digital-TV-Pläne Mitte August musste Microsoft bereits eingestehen , die
hauseigene Software für Server und Settop-Boxen fürs Digital-TV , Microsoft TV
genannt , nicht zum geplanten Zeitpunkt fertig stellen zu können . Das brachte
die niederländische Firma United Pan-European Communications ( UPC ) , Europas
größten TV-Kabelnetzbetreiber , in die Bredouille : Im Oktober wollte man mit
Microsofts Software die ersten Angebote für interaktives Fernsehen in Amsterdam
starten . Schon im August betonte Mark Schneider , Chef von UPC , aber , man
werde auf jeden Fall im Oktober starten : Die notwendigen Settop-Boxen würden
dann mit einfacherer Software ausgeliefert , die dann später mit erweiterten
Funktionen nachgerüstet werden könne . Und falls Microsoft nicht rechtzeitig
fertig werde , müsse man sich eben unter Umständen nach anderen Partnern umsehen
, grantelte Schneider . Zumindest hat Schneider Microsoft nun schon einmal einen
deutlichen Wink mit dem Zaunpfahl gegeben : Für die Ausstattung der Settopboxen
im TV-Netz von Wien , wo UPC rund 480.000 Kunden hat , nutzt der Konzern nach
einem Bericht der Nachrichtenangentur Reuters für den Start des interaktiven
Fernsehens Lösungen von Liberate , einer Firma , die im Bereich der Software für
digitales Fernsehen direkt mit Microsoft konkurriert . Digital-TV sollte im
Wiener Kabelnetz bereits Anfang September starten . Microsoft spielte die
Entscheidung von UPC in ersten Äußerungen allerdings herunter : Man habe nie für
den Auftrag in Wien mitgeboten . Schneider erklärte allerdings , Microsoft habe
jedes Recht auf Bevorzugung als Anteilseigner an UPC verloren , da sie ihre
Software nicht rechtzeitig liefern könnten . Microsoft ist mit rund acht Prozent
an UPC beteiligt . Auch für das Software-Upgrade der Settop-Boxen im TV-Netz von
Amsterdam , die im Oktober mit eingeschränkten Funktionen ausgeliefert würden ,
müsse sich Microsoft nun neu bewerben und werde wie jeder andere Kandidat
behandelt . Liberate und Microsoft hätten die Angebote , die am meisten Sinn
ergäben , meinte ein Vertreter von UPC . Mit der Nutzung der hauseigenen
Software durch UPC in Wien hat Liberate allerdings nun einen Vorsprung gegenüber
Microsoft gewonnen . Entsprechend erfreut zeigte sich der Liberate-Chef Mitchell
Kertzman gegenüber Reuters : Microsoft hat allerdings inzwischen angekündigt ,
die Software für Digital-TV auch in Whistler , den geplanten gemeinsamen
Nachfolger von Windows 2000 und ME zu integrieren - ein nicht zu
unterschätzendes Argument für Betreiber von TV-Kabelnetzen , langfristig doch
auf Microsoft-Software zu setzen . Motorola mit hohen Verlusten Gewinnwarnungen
haben ihre Vorteile : Die schlechten Nachrichten sind auf dem Markt , und rote
Zahlen in der Bilanz erschrecken die Investoren nicht mehr ganz so sehr . So
konnte der Elektronik- und Mobilfunk-Konzern Motorola in seinem dritten
Geschäftsquartal auch die Erwartungen der Börse erfüllen . Denn die rechnete
nach einer Gewinnwarnung Anfang September mit Verlusten von sieben Cents pro
Aktie - was Motorola laut dem Geschäftsbericht punktgenau erreichte . Dies ist
nunmehr das dritte Quartal in Folge , in dem der Konzern einen Verlust bekannt
geben muss . Motorola führt dies auf den sich fortsetzenden Abschwung auf den
globalen Telekommunikationsmärkten zurück - und auf die Kosten , die die
Anstrengungen verursachen , wieder die Gewinnschwelle zu erreichen . Besonders
der Rückgang bei den Chip-Verkäufen hätte die Umsätze negativ beeinflusst .
Immerhin war der Handy-Bereich des Konzerns nicht ganz so stark vom Abschwung
betroffen : Immerhin wird dies von vielen Beobachtern als Hinweis gedeutet ,
dass die Verkäufe von Handys langsam wieder zunehmen und dieser Markt anzieht .
Internet-Händler mediantis verschwindet vom Neuen Markt Der verlustreiche
Internet-Buchhändler mediantis verschwindet bereits vor der geplanten Auflösung
des Unternehmens vom Neuen Markt . Auf Antrag des Unternehmens habe die Deutsche
Börse dem Wechsel an den Geregelten Markt zum 1. November zugestimmt ,
berichtete das Unternehmen am Mittwoch in einer Börsenpflichtmeldung . Ab dem
31. Oktober wird die Notierung der mediantis-Aktien am Neuen Markt eingestellt .
Hintergrund für diese Entscheidung sei der Verkauf des Online-Buchgeschäfts
sowie der Marke und Domain " buecher.de " an Booxtra gewesen . " Dies bedeutet
die Beendigung der operativen Kerngeschäftstätigkeit und voraussichtlich die
mittelfristige Auflösung der mediantis AG " , hieß es bei dem Internet-Händler .
Sofern die Hauptversammlung zustimme , solle mediantis mittelfristig aufgelöst
werden . Derzeit liefen bereits Gespräche mit Interessenten für den Verkauf des
Börsenmantels . Gericht : Die Deutsche Telekom muss ihre Ortsnetze zumindest
vorläufig auch für Wettbewerber öffnen . Das hat das Oberverwaltungsgericht in
Münster entschieden , bestätigte das Gericht am heutigen Mittwoch einen Bericht
der Frankfurter Allgemeinen Zeitung . Der Telekom-Konkurrent debitel war gegen
die marktbeherrschende Stellung der Telekom im Ortsnetz vorgegangen und hatte
Recht bekommen . In der Hauptsache sei jedoch noch nicht entschieden , hieß es .
debitel hatte nach eigenen Aussagen die Entscheidung eigentlich schon früher
erwartet . Nach dem Beschluss muss die Telekom nun vorerst den Konkurrenten ein
Reseller-Angebot für die " letzte Meile " , also die Teilnehmeranschlussleitung
machen . Die Telekom muss dabei den Resellern sowohl Telefonanschluss als auch
Datendienste über ISDN und DSL anbieten , sodass die Konkurrenz den Kunden ein
Komplettangebot für den Ortsnetzanschluss machen kann . Eine Umschaltung der
Teilnehmeranschlussleitung auf ein eigenes Netz des Konkurrenten entfällt , da
der Reseller nur die Leistungen bei der Telekom einkauft und nicht die gesamte
Leitung ; der Kunde hat allerdings dann keinen Vertrag mit der Telekom , sondern
mit dem entsprechenden Reseller - ähnlich wie bei Mobilfunkverträgen mit Firmen
, die kein eigenes Netz betreiben . Dies ist bereits die zweite Entscheidung der
Münsteraner Richter gegen die Telekom . Ende August hatte das
Oberverwaltungsgericht bereits einen Antrag der Telekom auf einstweiligen
Rechtsschutz gegen eine entsprechende Entscheidung der Regulierungsbehörde zur
Entbündelung der letzten Meile zurückgewiesen . Die RegTP hatte angeordnet ,
dass die Telekom ihre Leitungen im so genannten Line Sharing den Konkurrenten
zur Verfügung stellen muss . Beim Line Sharing sind Netzinhaber wie die Telekom
verpflichtet , den Konkurrenten die Leitungen nicht nur komplett zu vermieten ,
sondern auch getrennt für verschiedene Dienste . Im Gegensatz zu Ferngesprächen
beherrscht die Deutsche Telekom im Ortsnetz den deutschen Markt eindeutig .
Insgesamt lag der Marktanteil bei der Deutschen Telekom bei Telefongesprächen
bei 78 Prozent . Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur
Bauckhage ( FDP ) begrüßte den Gerichtsentscheid schon - möglicherweise etwas
überschwengich - als den " Anfang vom Ende des Monopols der Deutschen Telekom im
Ortsnetzbereich " . Im Wettbewerb im Telekommunikations-Sektor werde jetzt eine
neue Dynamik einkehren , die zu sinkenden Preisen für die Kunden führen werde ,
meinte Bauckhage . Über das Berliner Softwareunternehmen LIPRO ist beim
Amtsgericht Charlottenburg das Insolvenzverfahren eröffnet worden , teilte die
Firma in einer Börsenpflichtmeldung mit . Zusammen mit dem Insolvenzverwalter
solle das am Neuen Markt notierte Unternehmen grundlegend saniert werden . LIPRO
war im August unter vorläufige Insolvenzverwaltung gestellt worden . Den Antrag
hatten eine ehemalige Beschäftigte und zwei Krankenkassen gestellt . Die
Entscheidung des Insolvenzrichters war von Geschäftsführung und Mitarbeitern
kritisiert worden , weil sie das strategische Konzept zum Fortbestand des
Unternehmens gefährde . Die Firma LIPRO , die sich selbst als Spezialisten für "
eManufacturing " und " Collaborative Business Networks " bezeichnet , habe noch
rund 100 Beschäftigte , sagte Unternehmenssprecher Roy Wenske gegenüber dpa .
Dies sei vielleicht nicht zu halten , sagte Wenske . Die Sanierung solle auf
Grundlage eines mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schulze & Braun
erarbeiteten Konzepts erfolgen , das " den dauerhaften Fortbestand des
Unternehmens und eine erfolgreiche Entwicklung nach der Sanierungsphase sichern
kann " . Auf dieser Basis sei es möglich , mittelfristig einen großen Teil der
Gläubigerforderungen zu begleichen . Grundlage des Sanierungskonzepts sei das im
Mai und Juni eingeleitete Umstrukturierungskonzept . Dieses sehe das Outsourcing
der operativen Geschäftsbereiche in eigenständige Profitcenter vor . LIPRO werde
sich künftig auf wenige Geschäftsfelder konzentrieren . IBM geht aggressiv in
den Markt für Portal-Software In einer Telefonkonferenz konkretisierte Larry
Bowden , Vice President e-Portal Solutions , IBMs Portal-Strategie . Bereits zur
IBM Solutions 2001 in San Francisco wurde bekannt , dass Lotus K-station in
einer gemeinsamen IBM-Lösung für Internet- und Intranet-Portale aufgehen werde .
In Zukunft wird es nur noch eine Portal-Lösung geben , die wie erwartet unter
dem Namen Websphere Portal Server firmiert . Dieses Portal wird in drei
Ausbaustufen angeboten : Enable , Extend und Enterprise . Websphere Portal
Enable Solution ist als Einstiegslösung gedacht , die die Basisfunktionen eines
Portals bereitstellt . Hierzu werden Funktionen aus den Produkten K-station und
Websphere User Experience übernommen . Bereits die Einstiegsversion verfügt über
alle Portlets . IBM lizenziert zudem von SAP Portals den iViewServer , um den
Zugriff auf Systeme von SAP , Siebel und Peoplesoft zu ermöglichen . Websphere
Portal Extend Solution enthält zusätzlich Funktionen aus den Messaging- und
Conferencing-Paketen Lotus Sametime und Quickplace . Bowden meinte , dass
derzeit 60 Prozent der Portal-Lösungen im Bereich " B2E " ( Business-to-Employee
) geplant seien . Gerade dort seien diese Community-Funktionen wie Teamrooms und
Diskussionsforen entscheidend . Websphere Portal Enterprise Solution schließlich
enthält weitere Funktionen aus diesem Bereich , etwa Online-Meetings sowie ein
Content-Management-System . Auf Anfrage teilte Bowden mit , es handle sich dabei
um IBMs eigenen Content-Manager und nicht um Aptrix von Presence Online . IBM
ist der Ansicht , dass der Portal-Markt vor einer Konsolidierung steht ; kleine
Unternehmen mit gerade einmal 200 Mitarbeitern könnten sich nicht die nötigen
Investitionen für die Entwicklung aufwendiger Portalsysteme leisten . Laut
Bowden sei es unbedingt erforderlich , dass Portalsysteme auf Applikationsserver
aufsetzen . Hier spielt er auf die Verzahnung mit IBMs Websphere Appication
Server an . Dennoch sind damit nicht gleich alle kleineren Konkurrenten aus dem
Feld . Epicentric etwa bietet ein Portal-Framework an , das auf verschiedensten
Application-Servern läuft , neben Weblogic von BEA Systems unter anderem auch
Tomcat oder eben IBM Websphere . Bei den großen Enterprise-Portalen kann nur
mitspielen , wer über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügt . Das sieht
man bereits an den Lizenzkosten . Bei Extend sind es dann 95.000 US-Dollar und
Enterprise gibt es nur in einer 4-Prozessor-Version für 580.000 US-Dollar . Dazu
kommen dann noch Aufwendungen für Hardware und die Projektkosten . Auf die Frage
, wie lange man brauche , um aus dem Stand ein Portal hinzustellen , verwies
Bowden auf die derzeit branchenüblichen Realisierungszeiträume : Drei Wochen für
ein " Proof of Concept " und etwa vier bis sechs Monate für eine
Produktionsumgebung . Digitalfotodienstleister PixelNet steigert
Quartalsergebnis Das sei ein Anstieg um 259 Prozent im Vergleich zum Vorquartal
, teilte das Unternehmen mit . Für das laufende Geschäftsjahr senkte das am
Neuen Markt gelistete Unternehmen jedoch seine Umsatzerwartungen , behielt aber
die Ergebnisziele bei . Als Begründung nannten die Wolfener eine rückläufige
Marktentwicklung , die Abgabe von Umsätzen im Telekommunikationsbereich an einen
strategischen Vertriebspartner sowie die Tatsache , dass als
Konsolidierungszeitpunkt für die zum 1. Januar erworbene Photo Porst erst der
19. Februar 2001 gelte . An den prognostizierten Ergebnissen werde aber
festgehalten , da Kostensenkungsmaßnahmen bei Photo Porst bereits griffen .
Außerdem erwartet PixelNet vermehrt Umsätze aus dem Bereich digitale
Bilddienstleistungen sowie aus dem Verkauf von Digitalkameras . Per Armbanduhr
tragbaren Computer bedienen Der Computertechniker Jun Rekimoto vom Sony Computer
Science Laboratory in Tokio hat auf dem 5. Annual Wearable Computing Symposium
in Zürich die von ihm entwickelte GestureWrist ( Gesten-Armbanduhr ) vorgestellt
. Die normal am Handgelenk zu tragende Uhr besitzt im Armband Sensoren , die die
Armbewegungen des Trägers erkennen und ob sich dessen Hand öffnet oder schließt
. Diese Informationen werden an einen " wearable computer " weitergeleitet ,
dessen Bildschirm der Nutzer beispielsweise über eine spezielle Brille
betrachten kann . Um einen solchen tragbaren Computer zu bedienen , stand
bislang nur eine am Handgelenk zu befestigende Tastatur oder eine mit dem Finger
zu bedienende Maus zur Verfügung . Mit Rekimotos GestureWrist lässt sich nun der
Mauszeiger auf dem Bildschirm durch entsprechende Bewegungen mit dem Arm steuern
, Icons können durch das Öffnen und Schließen der Hand angeklickt werden . Um
die Stellung der Hand zu erkennen , misst der Computerwissenschaftler den Umfang
des Handgelenks mittels zweier Elektroden , die er gegenüberliegend im Armband
platziert hat und kann so erkennen , ob die Hand geschlossen oder geöffnet ist ,
da sich die Muskeln anspannen und die Sehnen strecken , wenn sich die Hand zur
Faust ballt oder die Finger gestreckt sind . " Wenn tragbare Computer irgendwann
einmal zum täglichen Leben dazugehören werden , dann sind die momentanen
Bedienungsmöglichkeiten zu schwierig zu benutzen " , meinte Rekimoto gegenüber
dem Wissenschaftsmagazin NewScientist . " In Zukunft sollten daher die
Bedienungselemente so unsichtbar wie möglich sein , um auch die soziale
Akzeptanz von tragbaren Computern zu erhöhen " . GestureWrist benutzt einen so
genannten Tilt-(Kipp)Sensor , der auf dem Armband direkt neben der Uhr sitzt und
die Richtung und die Geschwindigkeit der Armbewegungen misst . Diese Art Sensor
ist bereits länger bekannt und wird in verschiedensten Geräten bereits
kommerziell eingesetzt . Noch kann der nun vorgestellte Prototyp nur erkennen ,
ob die Finger ausgestreckt sind und reagiert nur auf einige Armbewegungen .
Rekimoto ist aber überzeugt , dass ein sensibleres System aus mehreren
Elektroden auch andere Handstellungen erkennen könnte . Sein Kollege Andy Ward
vom AT&T-Forschungslabor im englischen Cambridge , der sich ebenso mit tragbaren
Computern beschäftigt , reagierte auf die Demonstration der GestureWrist dagegen
etwas zurückhaltend . Zwar sei Rekimotos Lösung eine neue Idee , doch habe er so
seine Zweifel an der Nützlichkeit des Systems . Spätestens dann , wenn
komplexere Handbewegungen die normale Bewegungsfreiheit einengten , würde dies
potenzielle Kunden abschrecken . Axel Springer Verlag bündelt
Multimedia-Aktivitäten Der Axel Springer Verlag ordnet seine
Multimedia-Aktivitäten neu . Ab 1. Januar 2002 soll die neue Gesellschaft AS
Interactive GmbH mit Sitz in Hamburg als zentrale Multimediaeinheit für das
Unternehmen tätig sein , erklärte der Verlag , in dem unter anderem die
Bild-Zeitung und die Welt erscheinen . Mit den wichtigsten Geschäftsfeldern
AudioTex/Mobile Dienste sowie Produktion und Vermarktung von Inhalten für
Internet , Teletext und Mediendienste werde damit eine gemeinsame Plattform für
unterschiedliche Formate geschaffen . Auch zukunftsträchtige Felder wie mobiles
Internet , Mediendienste und Rechte-Verwertung sollen weiterentwickelt werden .
Vorsitzender der Geschäftsführung der AS Interactive wird Wolfgang Bruhn ( 38 )
, der bisher Geschäftsführer der CompuTel Telefonservice GmbH war , einer
Tochter des Axel Springer Verlags , die in der neuen Gesellschaft aufgehen wird
. Insgesamt wird die neue Gesellschaft rund 420 Mitarbeiter beschäftigen . Die
Firmen Schwartzkopff TV , AS TV News , CompuTel Telefoninformationsservice in
Wien und die AS Kontakt in Warschau sollen dagegen als eigenständige
Beteiligungsaktivitäten der AS Interactive geführt werden . Die AS Content werde
zudem die bisherigen Aktivitäten der Interactive Media CCSP in den Bereichen "
Contentproduktion " und " Contentvertrieb " umfassen und der AS Interactive
unterstellt . Fujitsu-Siemens schreibt schwarze Zahlen Europas größter
Computerhersteller Fujitsu-Siemens schreibt rund zwei Jahre nach der Fusion im
Herbst 1999 schwarze Zahlen . Auch das gesamte Geschäftsjahr will
Fujitsu-Siemens positiv abschließen . Fujitsu-Siemens sei auf dem richtigen Weg
, obwohl sich die Lage der Industrie insgesamt verschlechtert hat , sagte
Konzernchef Paul Stodden . Er begründete die Entwicklung mit einem starken
Wachstum bei hochwertigen Produkten . Hoffnungen setzt der Konzern auch in den
Privatkunden-Markt mit Computern . Es gebe Anzeichen , dass er sich erhole ,
genauere Aussagen seien aber erst nach dem Weihnachtsgeschäft möglich , betonte
Stodden . Im kommenden Halbjahr will Fujitsu-Siemens im Bereich der mobilen
Kommunikation und der Geschäftskunden zweistellige Wachstumsraten erzielen .
Außerdem würden rund 800 Spezialisten eingestellt , sagte Stodden . In dieser
Hinsicht profitiere Fujitsu-Siemens auch von den Fusionsplänen von
Hewlett-Packard und Compaq , da es nun viel leichter für das Unternehmen sei ,
qualifizierte Kräfte anzuwerben . Fujitsu-Siemens sehe den möglichen
Zusammenschluss als eine Chance . Wissensnetzwerk für Landwirte in
Entwicklungsländern Schnelle Antworten auf landwirtschaftliche Fragen will die
Sekem-Initiative Kairo Bauern in den Entwicklungsländern im Internet zur
Verfügung stellen . Das Internetportal , an dem neben der im biodynamischen
Anbau tätigen Holding Sekem die Universität Hohenheim und Softwarefirmen aus Ulm
und Wien beteiligt sind , soll in zwei Wochen online gehen . Das Portal wird
nach den Worten Merckens zu einem internationalen Netzwerk ausgebaut , in dem
die Landwirte sich nicht nur mit Fragen an Sekem wenden , sondern auch selbst
Wissen und Erfahrungen zur Verfügung stellen können . Die Mitarbeiter von Sekem
, die die eingehenden Texte übersetzen und die Inhalte strukturieren , greifen
bei Sachfragen auf das Wissen des Vereins Tropennetzwerk am Tropenzentrum der
Universität Hohenheim zurück . Die Idee für das Projekt stammt von der
Sekem-Gruppe , die in Ägypten seit 1977 bio-dynamische Landwirtschaft betreibt
und deren Produkte Demeter-zertifiziert sind . Zur Holding gehören sieben Firmen
, die Getreide , Obst , Gemüse , Baumwolle , Milch und Heiltees biologisch
anbauen und vermarkten sowie zwei gemeinnützige Organisationen , die sich für
ökologische Landwirtschaft und kulturelle Entwicklung in Ägypten einsetzen . Der
Exportanteil lag bei 45 Prozent . Neue Chip-Fabrik von AMD möglicherweise nach
Thüringen Die Chipschmiede AMD will offensichtlich ihren Produktionsstandort
Deutschland weiter ausbauen . Angeblich gibt es auch Pläne , das europäische
Design-Zentrum von AMD in Niedersachsen anzusiedeln . Nun stehen darüber hinaus
die Chancen offensichtlich gut , dass AMD eine weitere Chipfabrik in Thüringen
baut . Schon bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für das zweite Quartal des
laufenden Jahres Ende Juli hatte Hector Ruiz , COO von AMD , angekündigt , dass
bis Ende des Jahres über eine weitere Produktionsanlage entschieden werde .
Dafür würden weltweit Standorte geprüft . Thüringens Wirtschaftsminister Franz
Schuster ( CDU ) bestätigte nun gegenüber der Thüringer Allgemeinen , dass "
erste erfolgreiche Verhandlungen in dieser Richtung " erfolgt seien . Schuster
war letzte Woche während einer USA-Reise zu Besuch bei AMD . Nun stehe ein
Gegenbesuch von AMD an . Ausschlaggebend sei das gut ausgebildete
Arbeitskräftepotenzial . Als Standort für die Chipfabrik kämen Erfurt und
Arnstadt in Frage . Welche Zugeständnisse oder Subventionszusagen für die
Entscheidung von AMD eine Rolle spielen könnten , teilte Schuster bislang nicht
mit . Für die Ansiedlung diverser Chipfabriken in Dresden flossen durch Bund und
sächsische Landesregierung Subventionen in mehrstelliger Millionenhöhe .
Schweizer UMTS-Auktion ohne Cablecom Wenige Tage vor Beginn der Schweizer
UMTS-Auktion hat sich ein weiterer Bewerber aus dem Rennen zurückgezogen . Nach
der finnischen Sonera und der australischen One.Tel verzichtet auch der größte
Schweizer Kabelfernsehbetreiber Cablecom auf eine eigene UMTS-Lizenz . Die
Entscheidung sei nach Abwägung der Chancen und Risiken sowie der finanziellen
Belastung gefallen , teilte Cablecom laut dpa am gestrigen Donnerstagabend mit .
Damit schrumpft das Feld von ursprünglich 10 Bewerbern weiter zusammen .
Cablecom , 100-prozentige Tochter der amerikanischen Kommunikationsgesellschaft
NTL , werde versuchen , nach der Auktion einen Kooperationspartner unter den
Lizenznehmern zu finden , sagte ein Sprecher . Dafür bietet sich nach Angaben
aus Branchenkreisen der Mobilfunkanbieter Orange an , der im Rennen um die vier
Schweizer UMTS-Lizenzen mitbieten will . Bindeglied wäre France Telecom : Der
französische Ex-Monopolist kontrolliert Orange zu 85 Prozent und ist
gleichzeitig an NTL mit 25 Prozent beteiligt . Die Versteigerung der
UMTS-Lizenzen in der Schweiz beginnt am Montag kommender Woche . Die für die
Auktion zuständige Regulierungsbehörde , die Eidgenössische
Kommunikationskommission ( ComCom ) hat für Interessierte eine eigene Webseite
eingerichtet , über die sie die Auktion verfolgen können . Deutsche Telekom
nicht bei Schweizer UMTS-Auktion dabei Eben erst hatte der Schweizerische
Kabelfernsehbetreiber Cablecom seine Teilnahme an der Versteigerung der
UMTS-Lizenzen in der Schweiz zurückgezogen , nun schrumpft das Bieterfeld von
ursprünglich 10 Teilnehmern weiter : Die Deutsche Telekom wird sich nicht an der
Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen in der Schweiz beteiligen . Wenige Tage
vor Beginn der Auktion zog die Telekom-Tochtergesellschaft T-Mobile
International AG ihre Bewerbung zurück . Dies sagte ein Firmensprecher des
Unternehmens am heutigen Freitag gegenüber dpa . Die Versteigerung der
UMTS-Lizenzen in der Schweiz beginnt am kommenden Montag kommender Woche . Bei
dem rapide schrumpfenden Bieterfeld könnte der Schweizerischen Regierung aber
eine ähnliche Pleite bevorstehen wie Österreich , wo die UMTS-Auktion schon nach
zwei Tagen mit für den Finanzminister enttäuschendem Ergebnis beendet war .
Online-Wertpapierhandel weiter auf dem Vormarsch Der Online-Wertpapierhandel ist
weiter auf dem Vormarsch . Ein Ende des Wachstums sei noch nicht absehbar . Für
viele von ihnen sei es nur eine Frage der Zeit , bis sie für sich das Medium für
den Onlinekauf von Aktien entdeckten . Fast jeder Fünfte sei bereits sicher ,
dass er innerhalb des kommenden Jahres ein Internet-Depot eröffne . Für die
Studie wurden gut 1.000 Menschen in Deutschland befragt . Trotz des boomenden
Marktes müssten Internet-Finanzdienstleister aber vorsichtig sein , warnte das
Institut . Die Kundenbindung sei nicht so stark wie bei traditionellen Banken .
Bei jedem sechsten Kunden müsse die Loyalität bezweifelt werden . Vor einem Jahr
galt jeder Neunte als nur schwach gebunden . Mit zunehmender Erfahrung würden
die Ansprüche bei den Internetnutzern wachsen , meinten die Marktforscher zur
Begründung . Domain-Namen auf Chinesisch Am heutigen Freitag starten die ersten
Testläufe für Internet-Domainnamen , die andere Zeichen als diejenigen aus dem
normalen ASCII-Zeichensatz enthalten . VeriSign , Spezialist für PKI-Dienste und
Internet-Sicherheit und seit Anfang März Muttergesellschaft von Network
Solutions , nimmt nunmehr erste Registrierungen von Second Level Domains in den
Top Level Domains .com , .net und .org an , die chinesische , japanische und
koreanische Zeichen enthalten . Die entsprechenden Sites werden allerdings
frühestens in einem Monat im Internet erreichbar sein . VeriSign hat vor , nach
den ersten Testläufen auch andere Zeichensätze , etwa Arabisch , dem Namensraum
hinzuzufügen . Bislang dürfen Domain-Namen nur aus den 26 Zeichen des englischen
Alphabets , den 10 Ziffern und dem Bindestrich bestehen . Die
Internationalisierung der Domain-Namen ist aber eine schon lange erhobene
Forderung vor allem aus dem asiatischen Sprachraum : Viele Experten halten den
Zwang zu Domain-Namen , die den ASCII-Zeichensatz benutzen , für einen der
Gründe , der eine schnelle Verbreitung des Internet in nicht-englischsprachigen
Ländern behindere . Bislang hat VeriSign allerdings nicht vor , auch die Top
Level Domains zu internationalisieren : Auch chinesische , japanische oder
koreanische .com-Domains behalten die gewohnte Endung . VeriSign benutzt für die
internationalisierten Domains Unicode-Zeichensätze Dass VeriSign nun diese
internationalisierten Domain-Namen offiziell regisitriert , bleibt nicht ohne
Kritik , auch wenn die Firma sich darauf beruft , dem gegenwärtigen Konsens bei
der IETF zu entsprechen . Auf dem Meeting der Internet-Verwaltung Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) soll jedenfalls ein
Workshop die Ergebnisse einer entsprechenden IETF-Arbeitsgruppe zu
internationalisierten Domain-Namen prüfen und Vorschläge zum weiteren Vorgehen
machen . Angesichts der ausstehenden Beschlüsse von IETF und ICANN erscheint
Vielen der Testlauf von VeriSign als zumindest verfrüht . Die abschließenden
Entscheidungen , wie diese Domains umgesetzt werden sollen , erwarten ICANN und
IETF allerdings nicht vor nächstem Jahr . Schweizer Telekom-Monopol auf der
letzten Meile geknackt Der grösste Schweizer Telekommunkationsanbieter , die
vormals staatliche Swisscom , ist verpflichtet worden , ihr Monopol bei den
Hausanschlüssen teilweise aufzugeben . Die letzte Meile soll damit schrittweise
entbündelt werden . Noch gestern hatte sich Swisscom-Konzernchef Jens Alder
gegen eine solche Lösung ausgesprochen und einen Alternativvorschlag präsentiert
. Am 31. Juli hatte die Schweizer Telekommunikationsanbieterin diAx bei der
Eidgenössischen Kommunikationskommission ( ComCom ) ein Gesuch gestellt , wonach
das Monopol der marktbeherrschenden Swisscom auf der letzten Meile aufzuheben
sei . Am heutigen Freitagmorgen hat die ComCom nun entschieden : Swisscom muss
in einem abgestuften Verfahren ihr Festnetz öffnen . Der Entscheid hat zur Folge
, dass die Swisscom der diAx künftig Breitbandverbindungen für ein Entgelt zur
Verfügung stellen muss . Dieses Verfahren - Bitstream Access genannt - gilt auch
für die anderen Konkurrenten der Swisscom . Der ComCom-Entscheid basiert auf
einem Gutachten der eidgenössischen Wettbewerbskommission vom vergangenen
Februar . Zum flächendeckenden Netz der Swisscom gebe es derzeit keine
ausreichenden Alternativen . Ausserdem orientiert sich der Entscheid der
Schweizer Kommunikationsbehörde an den Vorgaben der EU . Am 26. Oktober hat das
EU-Parlament einer Verordnung zugestimmt , wonach bis Ende dieses Jahres in den
EU-Ländern mit der Festnetzentbündelung begonnen werden müsse . Erst gestern
noch hatte Swisscom-Konzernchef Jens Alder auf einer Tagung in Bern seinen
Missmut über die nun erfolgte Zwangsentbündelung per staatlichem Dekret
geäussert . Swisscom sei nicht bereit , ihre Hausanschlüsse zu einem niedrigen
Preis der Konkurrenz zu vermieten . Als Alternative schlug Alder die
Ausgliederung des Festnetzes in eine neue Aktiengesellschaft vor , an deren
Aktienkapital sich sämtliche Bewerber um Festnetzanschlüsse beteiligen könnten .
Alder scheint jedoch mit seinen Plänen die Rechnung ohne den Wirt gemacht zu
haben . Bezüglich seines Alternativvorschlages sagte der Swisscom-Konzernchef
noch gestern gegenüber der Berner Zeitung Bund : " Das Thema ist noch nicht in
der politischen Agenda , aber ich arbeite daran . " Die konkrete Umsetzung der
Entbündelung der Teilnehmeranschlüsse in der Schweiz erfolgt etappenweise : Die
Preise , die diAx pro Monat und Anschluss zu entrichten hat , bewegen sich
zwischen 42 Franken für 256 kbit/s und 140 Franken für 2 Mbit/s . Sie
orientieren sich an europäischen Vergleichswerten . Für kleinere Städte und
Agglomerationen sollen die Bitstream-Access-Dienste nach sechs beziehungsweise
neun Monaten gewährleistet sein . Aus Gründen der Verhältnismässigkeit sieht die
ComCom vorläufig davon ab , die Swisscom zum gemeinsamen Zugang zum
Hausanschluss ( Shared Line Access ) oder zur vollständigen Entbündelung ( Full
Access ) mit exklusiver Leitungsnutzung von Drittanbietern zu verpflichten .
Deutsche Telekom mit ( UMTS- ) Schwierigkeiten Die Telekom verliert im
europaweiten UMTS-Geschäft gegenüber ihren Konkurrenten weiter an Boden .
Nachdem der Konzern bereits bei der italienischen UMTS-Auktion nicht angetreten
war , kündigte die Telekom jetzt auch ihren Verzicht an der Teilnahme in der
Schweiz an . Man habe verschiedene Alternativen geprüft und sei zu dem
Entschluss gekommen , abzuwarten , sagte ein Firmensprecher der T-Mobile
International AG am Freitag in Bonn . In der Schweiz beginnt am kommenden Montag
die Auktion von insgesamt vier UMTS-Lizenzen . Neben der Telekom stiegen am
Freitag auch die norwegische Telenor und das asiatische Konsortium Hutchison aus
der UMTS-Versteigerung aus . Damit schrumpfte die Zahl der Bieter auf fünf . Am
Donnerstagabend hatte der Kabelfernsehbetreiber Cablecom bereits das Handtuch
geworfen . Zieht sich ein weiterer Bewerber zurück , könnte die Auktion ähnlich
schnell beendet werden wie im Nachbarland Österreich und die Auktionserlöse
wesentlich niedriger ausfallen . Die deutsche Telekom hatte sich vor der Auktion
vergeblich um einen Partner bemüht . Beim Schweizer Ex-Monopolisten Swisscom kam
Anfang der Woche der britische Konkurrent Vodafone zum Zuge , die Gespräche mit
der Schweizer Telekomgesellschaft diAx verliefen dem Vernehmen nach im Sande .
Telekom-Analysten sehen darin aber keinen Beinbruch . Frank Wellendorf von der
Düsseldorfer WestLB Panmure sprach von einem konsequenten Schritt , dass die
Telekom nicht als Neueinsteiger in den Markt gehe . Sie habe immer eine
Mehrheitsbeteiligung an einem bestehenden Unternehmen favorisiert . So hält es
Wellendorf nicht für ausgeschlossen , dass eine Allianz von diAx und Telekom zu
einem späteren Zeitpunkt doch noch zu Stande kommt . So wolle sich nämlich der
diAx-Hauptanteilseigner , der US-Konzern SBC , aus Europa ganz zurückziehen .
Unterdessen haben die großen Telekom-Konkurrenten mit einer Beteiligung an der
Schweizer UMTS-Versteigerung ihre Position entscheidend verbessert : So übernahm
die France Telecom vor wenigen Tagen den E.ON-Anteil an der Schweizer Orange .
Gleichzeitig stieg der britische Mobilfunkriese Vodafone bei der künftigen
Mobilfunktochter der Swisscom mit 25 Prozent ein . Beide Unternehmen gelten als
Favoriten für eine der begehrten Lizenzen . Vodafone verfügt auf allen wichtigen
UMTS-Märkten in Europa wie Spanien , Großbritannien , Deutschland und Italien
über eine Lizenz . Auch in kleineren Ländern wie den Niederlanden und in
Österreich war das Unternehmen erfolgreich . In Frankreich selbst werden die
UMTS-Lizenzen Anfang kommenden Jahres vergeben . Die Telekom arbeite mit
Hochdruck daran , Möglichkeiten für einen UMTS-Einstieg in Frankreich zu finden
, sagte T-Mobile-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke dem Düsseldorfer Handelsblatt . Ein
Entscheidung hierüber müsse in den kommenden vier bis sechs Wochen fallen . Als
ein möglicher Kandidat für eine Beteiligung wird in der Branche der drittgrößte
Mobilfunkbetreiber des Landes Bouygues Telecom gehandelt . Gute Aussichten
werden bei der Schweizer Auktion neben Swisscom und Orange auch dem Bieter
Sunrise eingeräumt . Das Unternehmen verfügt mit Rückendeckung der Anteilseigner
British Telecom und Tele Danmark über eine ausreichende Kriegskasse . Allein
steht jetzt noch die spanische Telefonica , die dem Vernehmen nach intensiv auf
Partnersuche ist . teamwork : Nach Insolvenz Ankündigung hoher Verluste teamwork
mit ihren 323 Mitarbeitern ist das zweite Unternehmen , das am Neuen Markt der
Frankfurter Börse notiert ist und in die Pleite schlittert . Zuvor hatte bereits
die Frankfurter Gigabell ein Insolvenzverfahren beantragen müssen . Der Handel
der teamwork-Aktien war nach dem Insolvenzantrag am Donnerstag vergangener Woche
ausgesetzt worden , wurde am Dienstag bei drei Euro aber wieder aufgenommen . Am
Freitag lag der Kurs deutlich unter drei Euro . Auch der Geschäftsbetrieb des
IT-Dienstleisters wurde fortgesetzt . " Das ist eine absolut unbefriedigende
Situation " , sagte teamwork-Sprecher Wilfried Eickholz . Er machte ein
schwaches Auftragspolster für die Fahrt in tiefrote Zahlen verantwortlich .
Außerdem seien hohe Investitionen in die Geschäftsfelder E-Business und ASP
Ursachen für die Verluste . Der vorläufige Insolvenzverwalter , Frank Kebekus ,
hält das Unternehmen grundsätzlich für sanierungsfähig . Er wolle versuchen ,
Tochterfirmen abzustoßen und so für mehr Liquidität im Paderborner Mutterhaus
sorgen . Als Verkaufsaspiranten sieht Eickholz vor allem die Tochterfirma What's
up AG in Unterhaching bei München sowie die ausländischen Tochterfirmen .
ICANN-Bericht : Keine Chance für Sex- und Kids-Domain Am heutigen Freitag
veröffentlichte die Internet-Verwaltung ICANN endlich den lang erwarteten
Bericht über die Anträge für neue Top Level Domains ( TLD ) . Dabei drehten sich
einzelne Anträge aber beileibe nicht nur um eine einzelne Domain - so beantragte
etwa Name.Space gleich über 100 neue TLDs . Auf ihrer Jahrestagung in
Kalifornien will die ICANN nächste Woche nun beschließen , welche TLDs neu
eingeführt werden ; gleichzeitig damit legt sie auch fest , welche Firmen oder
Organisationen für die jeweiligen neuen TLDs als Registratur fungieren .
Grundlage für die Diskussion ist der nunmehr vorgelegte Bericht , der die
TLD-Anträge analysiert und kommentiert . Davon ausgehend , dass die ICANN nur
sehr wenige aus den vorgeschlagenen neuen Domains tatsächlich akzeptieren wird ,
versuchen die Autoren , entsprechende Vorschläge zu machen - oder vielmehr ,
ihrer Ansicht nach nicht akzeptable , nicht genug begründete oder in
finanzieller oder technischer Hinsicht unzureichende Anträge von der weiteren
Diskussion auszuschließen . Das bei der ICANN für das Domain Name System
zuständige Untergruppe , die Domain Name Supporting Organization ( DNSO ) ,
hatte von vornherein kategorisch erklärt , es gehe darum , die Erweiterung des
Namensraums in einer " verantwortlichen und angemessenen " Weise durchzuführen .
Die Autoren des Berichts beurteilten die TLD-Anträge daher vor allem nach
technischen und finanziellen Aspekten , darunter etwa die technische Erfahrung
der Antragsteller , einen vernünftigen Geschäftsplan , die zur Verfügung
stehenden Ressourcen der vorgeschlagenen Registraturen usw. Die Hürde ,
überhaupt einen Antrag auf eine neue TLD stellen zu dürfen , hatte die ICANN
allerdings bereits recht hoch angesetzt : Jeder Antragsteller musste eine
Bewerbungsgebühr von 50.000 US-Dollar an die ICANN entrichten . Dies hatte schon
im Vorfeld zu heftigen Diskussionen geführt , da die Gefahr gesehen wurde , dass
dies karitative oder Nicht-Regierungs-Organisationen von vornherein ausschließe
. Die Autoren teilten die Anträge in drei unterschiedliche Kategorien ein :
Allgemeine TLDs ( teilweise mit kommerziellen oder inhaltlichen Einschränkungen
) , spezielle TLDs ( etwa .union für Gewerkschaften ) und TLDs , die für ganz
bestimmte neue Dienstleistungen vorgesehen sind . Auch die eingeschränkten
kommerziellen TLDs , die beantragt wurden , fanden in dem ICANN-Bericht nur
wenig Gnade . Domain-Anträge wie .law für Rechtsanwälte oder .travel für
Reisebüros haben nach Ansicht der Autoren nicht genug technischen Background
oder aber keine ausreichend repräsentativen Finanziers . Zumindest technisch und
finanziell sieht die Untersuchung dagegen keine Hinderungsgründe , sehr
spezielle TLDs wie etwa .union , .museum oder .health ( ein Antrag der
Weltgesundheitsorganisation ) unter die neuen Domain-Namen aufzunehmen . Den
Vorschlag Novells , unter der Domain .dir eine Verbindung zwischen einer TLD und
einem Directory-Service herzustellen , kommentiert der Bericht dagegen kritisch
: Negativ sei etwa , dass Novell sich vollständig auf den eigenen
Directory-Service konzentriere , ohne andere Directories in Betracht zu ziehen .
Recht positiv stehen die Autoren des Berichts den Anträgen für allgemeine
Domains wie .web , .firm , .info ,. nom oder .site gegenüber - vor allem auf
Grund vernünftiger technischer und finanzieller Hintergründe einzelner
Antragsteller . Die Untersuchung lässt sich aber zu nicht mehr als zu der
Empfehlung herab , aus dieser Gruppe könne die ICANN ohne weiteres Anträge auf
neue TLDs genehmigen . Zu entsprechenden Anmerkungen der Autoren in ihrem
Bericht gab es aber im ICANN-Diskussionsforum bereits heftigen Wiederspruch : So
präferiert die Untersuchung bei .web etwa einen finanzstarken Registrar vor
einer kleineren Firma . Dies stehe allerdings im Widerspruch dazu , den
Wettbwerb unter den Registraturen auch durch die Einführung neuer TLDs zu
verstärken , hieß es in ersten Kommentaren . Und wer überhaupt über die
Einführung neuer TLDs und die Beauftragung der Firmen entscheidet , ist
ebenfalls umstritten : Swisscom wehrt sich gegen Entbündelung der letzten Meile
Der ehemalige Schweizer Telekom-Monopolist Swisscom will den Entscheid der
Eidgenössischen Kommunikationskommission ( ComCom ) , wonach die " letzte Meile
" des Swisscom-Festnetzes freizugeben sei , nicht akzeptieren . Swisscom will
den Entscheid nun vor dem Bundesgericht anfechten . Swisscom fühlt sich durch
das Vorgehen vom ComCom benachteiligt . Dieser Eingriff verzerre den Wettbewerb
. Schließlich sei Swisscom von sich aus bei anderen Optionen für die
Überbrückung der letzten Meile , wie etwa WLL ( Wirless Local Loop ) oder
Fernsehkabel , kürzer getreten , teilt der ehemalige Monopolist mit . Eine
marktbeherrschende Stellung könne Swisscom deshalb nicht vorgeworfen werden .
Außerdem sei das Gutachten der eidgenössischen Wettbewerbskommision , auf das
sich der aktuelle ComCom-Entscheid stützt , veraltet und als Entscheidgrundlage
überholt . Cisco übertrifft alle Erwartungen Der dominierende Anbieter von
Internet-Routern verblüfft aufs Neue die Wall Street . Cisco legte mit dem
Geschäftsbericht für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2000
Ergebnisse vor , die selbst die recht hohen Erwartungen der Marktanalysten noch
übertrafen . Das entspricht einem Gewinn von 24 Cents pro Aktie . Im ersten
Quartal des Vorjahres waren es noch 17 Cent ; 23 Cents pro Aktie erwarteten die
Wall-Street-Makler . Daher spielen diese einmaligen Ausgaben für das Ansehen
Ciscos bei den Börsenmaklern keine Rolle . Selbst das Wall Street Journal
bezeichnete das Unternehmen aufgrund des Geschäftsberichts als " Überflieger " .
Ritterschlag für drahtlose Netze Eine Art Ritterschlag für die Technik der
drahtlosen Netze stellt die Übernahme des Spezialisten Aironet durch eine der
dominierenden Firmen für Internet- und Netzwerkequipment dar : Cisco ,
Marktführer bei Internet-Routern , steigt mit dem Kauf von Aironet in den Markt
für LANs über Funkverbindungen ein . Aironet ist einer der führenden Anbieter
von drahtlosen Netzen ( siehe dazu auch den Schwerpunkt in c't 6/99 ) . Die
Übernahme von Aironet bewerkstelligt Cisco durch einen Aktientausch , bei dem
für jede Aironet-Aktie 0,637 Cisco-Anteilsscheine ausgegeben werden . Internet
mit 10 Terabit pro Sekunde Lucent hat offensichtlich einen Durchbruch bei
optischen Technologien für Netzwerke und das Internet erreicht . Nortel erreicht
damit etwa eine Bandbreite von 6,4 Terabit/s auf einer Übertragungsstrecke . Das
Problem bestand aber bislang darin , dass die Verbindung zwischen den optischen
Übertragungsstrecken die Leistung ausbremste , da für das Routing eine Umsetzung
zwischen optischen und elektronischen Techniken notwendig war . Erst ein
sogenannter optischer Cross-Connect könnte hier Abhilfe schaffen , der alle
Routing-Aufgaben ohne Einsatz elektronischer Bauteile erledigt . Bislang gab es
zu diesen optischen Cross-Connects aber nicht viel mehr als Laborversuche . Die
Optical Networking Group von Lucent kündigte nun an , den Prototypen eines
Routers mit optischem Cross-Connect fertiggestellt zu haben . Das Lambda-Router
getaufte Gerät setzt die von Lucents Bell Labs entwickelte Microstar-Technik ein
, die optische Übertragungen und Weiterleitungen mit mikroskopisch kleinen
Spiegeln ermöglicht . Man habe damit eine Bandbreite von 10 Terabit/s für den
gesamten Routing-Vorgang und nicht nur für die Verbindung zwischen zwei
Endpunkten erreicht , teilte Lucent mit . Diese Kapazität ließe sich nach und
nach problemlos weiter ausbauen . Norbert Hahn , Pressesprecher von Lucent
Deutschland , betonte gegenüber c't , dass dieser optische Cross-Connect bereits
Mitte nächsten Jahres in Testexemplaren zur Verfügung stehen werde . Die
Markteinführung solle Ende 2000 stattfinden . Was war . Was wird . Wie immer
möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Was war . Der hat nämlich Knecht Ruprecht im Schlepptau
, ein echtes Relikt der schwarzen Pädagogik , der mit der Rute loslegt , sollte
jemand getäuscht haben . Sie veröffentlichte einen lustigen Artikel von Rodney
Rothmann , der eines Tages in eine typische Bobo-Firma marschierte , sich an
einen Schreibtisch setzte und tat , als würde er zur Firma gehören . Bald war
der Reporter voll in den Alltag des Dot.com integriert . Seine Beschreibung " My
Fake Job " erinnert stark an einen Film mit Michael Fox - ist aber leider ebenso
fiktiv . Recherchen der Konkurrenz brachten letzte Woche ans Tageslicht , dass
der Autor im Stil eines Michael Born schwindelte . In der willkürlich
ausgewählten Firma konnte Rothmann als Junior Project Manager anfangen , weil
seine Mutter vorher dort gearbeitet hatte . Ein angeblicher Waisenjunge gründet
eine Internet-Firma und scheitert nicht am Business-Plan , sondern am
rachsüchtigen Vater . Immerhin : Dieser Erklärungsansatz wäre einmal etwas Neues
für all die Pleiten , die täglich gemeldet werden . Kein Chef , der stiften geht
, wie bei Priceline , keine mysteriösen Aktienkäufe wie bei Worth Interactive ,
einer Investment-Site für Superreiche , die nur die eigenen Aktien kauft . Nur
der Papa , wie bei Oedipus.de . Gegen Ende des ersten Weltkrieges bildeten
amerikanische Kriegsteilnehmer , die vom Abschlachten in Europa gezeichnet am
Sinn der Welt zweifelten , auf den Inseln vor Seattle eine Art Kommune . In der
Literatur werden sie als eine Art früher Beatnicks beschrieben . Der Versuch ,
ihnen ein Denkmal zu widmen , wurde jetzt abgebrochen . Alle Inseln sind
inzwischen von Microsoft-Mitarbeitern gekauft . Bobo rulez ! Duhu , Norbert ,
lass es raus ... Der CSU-Abgeordnete Norbert Geis sorgte in den letzten Tagen
einmal wieder für Schlagzeilen : Blasphemie ! Außer Herrn Geis natürlich , der
zusammen mit ein paar Unionsabgeordneten alle Jahre wieder Blasphemie mit
schweren staatliche Sanktionen bedrohen will . Denn anders als viele Muslime
oder Juden machten Christen ihren verletzten Empfindungen nicht laut Luft ,
sondern litten leise , meint Herr Geis . Also muss Blasphemie nicht erst dann
geahndet werden , wenn sie den öffentlichen Frieden stört , wie es das Gesetz
sagt . Sagt es das ? Aber vielleicht sollte gerade jemand Geis einmal einen
Account spendieren . Zurück also zum Thema : Wer täuschen will , braucht eine
Tarnkappe oder einen intelligenten Assistenten . So einer ist bei
Schenkenohnedenken.de am Werke und verkauft schon einmal den virtuellen
Krampfadernführer als treffliches Weihnachtsgeschenk . Vielleicht aber wird man
die Tarnkappe zur nächsten Olympiade brauchen : Zu den kniffligsten Fragen der
letzten Woche dürfen wir die Versuche des Internationalen Olympischen Komitees (
IOC ) zählen , die " geografisch beschränkte Verbreitung des Internet " zu
erklären , die im Jahre 2008 technisch möglich sein soll . Ab dieser Zeit werde
der Web-Surfer nur nationale Seiten sehen können und entsprechend auch die
nationalen Sportrechte abonnieren , erklärte das Komitee , ganz ohne Verweis auf
den französischen Richter , der Yahoo in eine Falle laufen ließ . Besonders
schön ist die Begründung zu der Sportrechte-Vergabe in punkto Internet : " Ein
Vertrag , der 1997 auf der Höhe der Zeit war , sieht im Jahre 2008 vielleicht
wie eine Höhlenmalerei aus . " Am 17. November ist die Schonfrist für eine so
genannte Marke Explorer abgelaufen . " EXPLORERr , EXPLORERr II , EXPLORER
r1986DOS , EXPLORAr-Spezial , EXPLORAr-MDT , EXPLORAr-MDM , EXPLORAr-KKZ ,
EXPLORAr-KVM " . Disclaimer : Es könnte sein , dass der Heise-Verlag , der diese
Kolumne hostet , möglicherweise ein gewisses Interesse am Ausgang dieser Aktion
hat ... Populär hat Robert A. Heinlein diesen Spruch gemacht , aber eigentlich
ist er US-Folklore aus den 50er-Jahren , als viele Bars kostenlosen Lunch
anboten - allerdings nur bei Genuss eines oder mehrerer dann doch recht teurer
Getränke . Die basteln inzwischen schon an einem gemeinsamen Protokoll , um
Kundenprofile austauschen zu können . Vielleicht reichen sie es ja , ist es
einmal fertig , bei der IETF ein . Weizenbaum hat Recht , das Internet ist ein
Misthaufen . Nur leider sind andere Leute als meine Wenigkeit inzwischen dabei
zu definieren , was die Perlen sind . Und mit denen lässt sich wie immer gut
Geld machen . Wie mit anderem Müll auch , aus dem gewisse Kreise Gold
destillieren - Johann Friedrich Böttger selig wäre vor Neid erblasst . Da ist es
doch einfacher , eine Dot.com zu gründen und bei drohender Pleite nach
Subventionen zu rufen , und sei es nur in Form von Steuererfreiheit . Noch
einfacher : Man gründet einen Flatrate-Provider , zockt ein paar Surfer ab , und
wenn dann das Kapital ausgeht , ist das Gejammer groß . Es gibt einfach kein
richtiges Leben im Feilschen . Was ist nun aber falsch ? Jedenfalls alles , was
mit Strahlen zu tun hat . Immerhin , ein Mediziner hielt fest , dass Handys
nicht zugelassen worden wären , wenn es sich Lebensmittel gehandelt hätte : Zu
viele offene Fragen . Ausgerechnet ein Mediziner aus einem Land , in dem ein
Landwirtschaftsminister auf dem Höhepunkt der BSE-Krise seine Tochter zum
Verdrücken eines Hamburgers zwingt ... Auf beiden Seiten : Die einen wollen den
Unschädlichkeitsbeweis , den es nicht geben kann , die anderen wischen alle
Bedenken als Esoterik beiseite . Wissenschaflter sind aber alltagsuntaugliche
Menschen , sonst hätten sie schon längst den Beweis für die Schädlichkeit von
Mobiltelefonen gefunden : Der Unterschied zwischen den mehr oder weniger leise
per Freisprecheinrichtung vor sich hin beziehungsweise mit einem anderen
Handy-Besitzer brabbelnden Telefonierern , die durch die Innenstädte stolpern ,
und von den Zuckungen des Wahns befallenen Viechern erscheint dem unbefangenen
Beobachter nur graduell . Aber nach diesen Schäden hat bislang wohl niemand
gesucht . Was wird . Sie erreicht nur die , die trotz aller Reizworte es bis
hier hin geschafft haben : " Sinkende Aktienkurse behindern WWW nicht " , klärt
uns die Firma auf . Mag die Börse auch wie die Titanic absaufen , mag
ichbindrin-Boris wieder sechs Mail-Adressen auf Grund einer atomisierten Familie
frei haben , der Eisberg WWW driftet ungehindert weiter . Wenn man Larry Ellison
glauben möchte , ist er der Mann , der das Ding anschiebt : Jetzt gilt 's für
die Online-Shops Kein Geschiebe und Gedränge , keine genervten Verkäufer und
keine langen Schlangen an der Kasse : Im Internet kann die Suche nach
Weihnachtsgeschenken bequem erledigt werden , versprechen die Online-Shops .
Unter der Devise " Weihnachten ohne Stress " bieten viele Web-Läden ihren Kunden
besondere Serviceleistungen . Wer noch keine Idee hat , womit er seinen Lieben
am Heiligen Abend eine Freude machen soll , kann sich von virtuellen
Geschenkefindern bei der Auswahl helfen lassen . Wer online seine Präsente
bestellt , bekommt sie dann schön verpackt mit persönlichem Grußtext bei der
angegebenen Adresse abgeliefert . Und das hoffentlich noch rechtzeitig vor
Weihnachten : In den letzten Jahren gab es immer wieder Klagen von Kunden , die
ihre Ware gar nicht oder verspätet erhielten . In diesem Jahr sehen viele
Beobachter wieder einmal die entscheidende Bewährungsprobe für die
E-Commerce-Branche kommen . Trennt sich also im Jahr 2000 die Spreu vom Weizen
unter den Online-Shops ? Die großen Internet-Händlern jedenfalls meinen , der "
W-(Weihnachts)Commerce " sei bei ihnen gut angelaufen . " Wir haben täglich
steigende Order-Zahlen " , berichtet der PR-Direktor von Amazon.de , Andre
Schirmer . Derzeit würden 40.000 bis 50.000 Sendungen pro Tag verschickt , bis
Weihnachten sollen es etwa doppelt so viele sein . Zum Vergleich : Der normale
Tagesdurchschnitt liegt bei 20.000 bis 30.000 . Auch der Web-Shop bol.de
registriert einen deutlichen Anstieg der Bestellungen . " Das Geschäft ist sehr
, sehr lebhaft " , meint Pressereferent Jens Heinen , ohne Zahlen zu nennen .
Viele Kunden entdeckten jetzt die Vorteile des E-Commerce . Auch bei buecher.de
heißt es , das Geschäft laufe " deutlich besser " als im vergangenen Jahr . Nach
einer Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß wollen 40
Prozent der deutschen Internet-User in diesem Jahr ihre Geschenke online kaufen
. 60 Prozent wollen sich im Netz aber nur Anregungen holen . Zu dem gleichen
Ergebnis kommt eine neue Studie von Jupiter Research . Demnach informieren sich
viele Surfer im Web über das Angebot , kaufen aber anschließend in einem
Geschäft ein . " Der klassische Handel wird die Früchte aus dem
Online-Einkaufsbummel ernten " , sind sich die Jupiter-Analysten sicher . Auch
Fittkau & Maaß stellte fest , dass dem zunehmenden Enthusiasmus für das
Online-Shopping in Deutschland weiterhin nur ein geringer Anteil tatsächlich
aktiver Online-Einkäufer gegenübersteht . Der Einkauf am Computer sei vor allem
etwas für erfahrene Nutzer des Internet . " Der Kunde sucht auch das
Einkaufserlebnis zu Weihnachten " , meint der E-Commerce-Experte des HDE , Olaf
Roik . Der Online-Handel könne zwar gerade im Weihnachtsgeschäft seine Stärken
ausspielen , dennoch werde er seinen Marktanteil nicht stark erhöhen können ,
ist Roik überzeugt . Bislang beschränke sich der Handel im Internet auf einen
kleinen Warenbereich . " Das sind die beliebten Geschenke wie Bücher , CDs und
Software " , erklärt der HDE-Experte . Die Internet-Händler wissen , dass sie
nur mit Extra-Leistungen neue Käufer gewinnen können und dafür viel Kraft in den
Service und in die Logistik stecken müssen . " Es ist wichtig , über günstige
Preise hinaus Anreize zu schaffen , die einen sich informierenden Besucher davon
überzeugen , im Web auch tatsächlich zu kaufen " , erklärt Jupiter-Analyst Nick
Jones . So bieten einige Web-Shops ihren Kunden eine Niedrigpreisgarantie für
ihre Produkte oder den Wegfall der Gebühren für das Surfen im Internet . Andere
locken mit einem besonders schnellen Lieferservice , der sogar bei einer
Bestellung an Heilig Abend das Präsent noch rechtzeitig zur Bescherung abliefert
. Da der 24. Dezember auf einen Sonntag fällt , würden Spätentschlossene in der
Regel sonst vor verschlossenen Geschäftstüren stehen . Da kann man für die
Kunden nur hoffen , dass die Shops ihre Versprechungen dieses Jahr auch
einhalten . Das US-Urheberrecht und die Interaktivität im Internet In der Frage
, ob für Webcasts traditioneller Radiostationen oder die Audio-Streams reiner
Internet-Radios Lizenzgebühren an die Urheberrechtsinhaber fällig werden ,
entschied das US-Copyright Office eindeutig : Nicht einmal unter die
Pauschallizenz , für die klassische Radio-Stationen Gebühren zahlen , fallen die
Webcasts . Die Behörde , die in den USA für alle Copyright- und Lizenzfragen
zuständig ist , wollte sich aber in einer anderen Frage nicht zu einer
generellen Entscheidung durchringen : Wieweit kann ein Internet-Radio seinen
Hörern eine Personalisierung des Dienstes anbieten , sodass es überhaupt noch
unter die Lizenzbestimmungen für Radiosender fällt ? Das Copyright Office meint
, dies müsse im Einzelfall entschieden werden . Es ist aber der Ansicht , nur
weil ein Anbieter sich Radio nenne , könne er eine entsprechende Lizenz nicht
automatisch beanspruchen . Hintergrund der Auseinandersetzung sind die
Festlegungen , welche Kriterien ein Anbieter zu erfüllen hat , damit er unter
die so genannte Statutory License aus dem Digital Millenium Copyright Act ( DMCA
) von 1998 fällt . Für diese Pauschallizenz kommen nur Sender in Frage , die
ganz bestimmte Bedingungen einhalten : Im Prinzip dürfen sie beispielsweise in
einer bestimmten Zeit nur eine beschränkte Anzahl von Stücken eines einzelnen
Albums ausstrahlen und auch die Zeit des Abspielens eines bestimmten Songs nicht
vorher bekannt geben . Zudem verhindert eine gezielte Auswahl bestimmter Stücke
aus einem größeren Angebot durch die Zuhörer , dass eine Station eine
Pauschallizenz nach dem DMCA für sich beanspruchen kann . Genau solche
Dienstleistungen wollen aber einzelne Internet-Radios anbieten : So gibt es
Internet-Radios , die es ermöglichen , einzelne Songs , die gesendet werden , zu
überspringen ; andere bieten den Nutzern an , Vorlieben einzugeben , wodurch das
" Radio-Programm " sich den individuellen Bedürfnissen eines einzelnen Hörers
anpasst . Solche Features sind in der Regel aber nur erlaubt , wenn die
Urheberrechtsinhaber dem explizit zustimmen - andernfalls sind Lizenzgebühren
für die einzelnen ausgestrahlten Songs oder zumindest Verhandlungen über Art und
Höhe der Zahlungen fällig . Allerdings erklärte das Copyright Office auch ,
nicht jede Form der Personalisierung bei Internet-Radios führe automatisch dazu
, dass diese ihre Pauschallizenz verlören . Immerhin bieten auch normale
Radiostationen eine gewisse Form der " Personalisierung " an - Wunschkonzerte ,
Hitparadenwahlen und Ähnliches . So konnten die beiden Hauptkonkurrenten in
dieser Auseinandersetzung , der US-Verband der Musikindustrie ( RIAA ) und die
Digital Media Association ( DiMA ) auch jeweils den Sieg für sich reklamieren .
Die RIAA beruft sich darauf , dass Personalisierungsdienstleistungen nun
daraufhin geprüft werden müssen , ob sie zu zusätzlichen Lizenzzahlungen führen
. Die DiMA dagegen hatte explizit beantragt , das Copyright Office möge Regeln
dafür aufstellen , wie viel " Interaktivität " ein Internet-Radio bieten dürfe ,
um noch unter die Pauschallizenz zu fallen ; obwohl die Behörde diesen Antrag
nun abgewiesen hat , freut sich die DiMA , dass indivuelle Einstellmöglichkeiten
für Hörer von Webcasts nicht automatisch zum Verlust der Pauschallizenz führten
. Erfreut werden aber auch US-amerikanische Rechtsanwälte sein , die sich auf
Urheberrecht spezialisiert haben : Denn wenn sich einzelne Internet-Radios und
die Musikindustrie nicht einigen können und das Coypright Office in diesen
Fällen nicht eingreift , dürften einige Auseinandersetzungen vor den Schranken
der Gerichte landen . Endgültiges Aus für CeBIT Home Genaue Zahlen auch zum
Ergebnis will die Messe AG Mitte Januar bekannt geben . Das Jahr 2001 als bisher
an Veranstaltungen reichstes stellt nach Darstellung Goehrmanns " eine der
größten Herausforderungen in der Geschichte der Messe AG " dar . In Deutschland
bleibt die weltgrößte Computer-Messe CeBIT vom 22. bis 28. März mit rund 8.000
Ausstellern und mehr als 700.000 Besuchern das absolute Schwergewicht im
Programm der Messe AG . Erstmals wird in diesem Jahr die Internationale
Fachmesse Kälte-Klimatechnik ( 10. bis 12. Oktober ) mit mehr als 600
Ausstellern in Hannover veranstaltet . Sie wird in jährlichem Wechsel mit
Nürnberg vorerst bis 2009 in Hannover stattfinden . Zuvor wechselte sie zwischen
Nürnberg und Essen . Die traditionelle Hannover Messe Industrie ist im kommenden
Jahr vom 23. bis 28. April zu sehen . Endgültig verabschiedet hat sich die Messe
AG vom Konzept der CeBIT Home , die sich nicht als eigenständige Fachmesse für
die Unterhaltungselektronik etablieren konnte . In diesem Jahr war die zuvor
zwei Mal veranstaltete CeBIT Home mangels Ausstellerinteresses abgesagt worden ;
ursprünglich wollte die Messe AG aber weiter an dem Konzept festhalten und eine
" anwenderorientierte Multimedia-Messe " etablieren . Im kommenden Jahr will die
Messe AG nach Goehrmanns Worten außerdem ihre Expansion im Ausland fortsetzen .
" Einen Schwerpunkt unserer Engagements bildet der chinesische Markt , den wir
mit Hilfe eines neu errichteten Messegeländes in Pudong/Schanghai umfassend
eröffnen wollen . " Dort beteiligt sich die Deutsche Messe zusammen mit den
Messegesellschaften in Düsseldorf und München an der Erschließung eines neuen
Ausstellungsgeländes mit zunächst vier Hallen von insgesamt rund 45.000
Quadratmetern . Den Rest übernehmen zu gleichen Teilen die drei deutschen
Gesellschaften . Die Hallen sollen im September 2001 fertig sein . Die Messe AG
will damit in einer der " wichtigsten Wachstumsregionen der Welt " Fuß fassen .
" Dieses Messegelände wird ab Herbst das modernste und größte in dieser Region
sein " , sagte Goehrmann . Viele US-Banken durch UMTS-Kredite gefährdet Der
jüngste Absturz der Aktien von Telekommunikationsunternehmen kann nach Ansicht
der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ( BIZ ) viele US-Banken in eine
Schieflage bringen . " Die kriegen ein Problem " , sagte BIZ-Generaldirektor
Andrew Crockett dem Wirtschaftsmagazin Capital . Nach dem Marktwertverlust der
Schuldner seien die Kredite nicht mehr ganz so sicher . Die Finanzierbarkeit der
Investitionen in die neuen Netze war bereits in die Diskussion geraten , als
sich abzeichnete , wie teuer allein die Lizenzen in einzelnen Ländern würden .
Die Telekom-Firmen sind bereits dazu übergegangen , die Netzwerk-Ausrüster an
der Finanzierung zu beteiligen - was das Problem aber offensichtlich nur
verschiebt . Denn die Equipment-Hersteller geraten dadurch teilweise selbst in
Finanznöte . Sie versuchen , beispielsweise durch eigene Kreditaufnahmen oder
Bürgschaften zur Finanzierung der UMTS-Netze beizutragen : Immer in der Hoffnung
, dadurch ein möglichst großes Stück vom UMTS-Kuchen abzubekommen . Siehe dazu
auch : CERN : Statt Spinnennetz ein Gitter fürs Internet The Grid ( das Gitter )
soll jedem Nutzer maßgeschneiderte Antworten auf komplexe Fragen auf seinen
Computer liefern . Man greift auf etwas zurück , das fertig ist . Die Physiker
arbeiten mit Hochdruck an dem neuen Netz . Sie setzen dabei unter anderem auf
die Techniken des verteilten Rechnens , wie sie schon für spezielle Anwendungen
genutzt werden , die aber auch kommerzielle Anbieter bereits für sich entdeckt
haben . Im Unterschied zu den Vorhaben der Firmen , die die Rechner der
Internet-Nutzer zur Entwicklung kommerzieller Produkte einsetzen wollen , soll
das CERN-Projekt aber eine offene Software produzieren . Der neue
Teilchenbeschleuniger , der in den nächsten fünf Jahren am CERN gebaut wird ,
wird Datenmengen produzieren , die mit dem World Wide Web überhaupt nicht mehr
zu bewältigen wären . " Der alte Beschleuniger lieferte Daten über zwei bis drei
Ereignisse in der Sekunde , der neue wird Milliarden pro Sekunde ausspucken " ,
sagt Hoffmann . Das CERN und die rund 500 angeschlossenen Institute weltweit
wollen diese Daten von den Computern auf der ganzen Welt je nach
Forschungsaufgabe nach unterschiedlichen Kriterien vorsortieren und in
verschiedenen Konstellationen berechnen lassen . Im Netz holen sich die Rechner
dafür die Daten und Anwendungsprogramme je nach Fragestellung selbst zusammen .
Vor rund zehn Jahren waren es schon einmal die Bedürfnisse der Wissenschaftler
am CERN , die die Revolution des Web möglich machten . Das CERN brauchte das WWW
, um Physiker in aller Welt mit Daten aus der Kernforschungsanlage versorgen zu
können . Die Folge dieser Erfindung hat die Welt verändert . So soll es auch mit
dem neuen Grid werden . " Wir werden eine Organisationssoftware , die Middleware
, schreiben , die wie Linux offen ist " , sagt Hoffmann . Damit könne auch die
Industrie ihre Ideen einbringen . Mit der Entwicklung dürften Hoffmann zufolge
in den nächsten drei bis vier Jahren rund 100 Leute beschäftigt sein . Das CERN
sucht bereits Partner . Auch Industrieunternehmen haben schon angeklopft . Vier
nationale Forschungseinrichtungen und das European Space Agency's Centre ( ESRIN
) in Italien arbeiten mit ; darüber hinaus gibt es nach Angaben des CERN 15 "
assoziierte Partner " , ebenfalls vor allem wissenschaftliche Institute . Wer
bei der Entwicklung des Grids von Anfang an dabei ist , hat bei der Entwicklung
von Nutzungsprogrammen entscheidende Vorteile . Die breite Anwendung sieht
Hoffmann in etwa zehn Jahren . Dass das Grid für Genforscher , Molekularbiologen
oder Computermediziner , die mit vielen Daten hantieren , eine Revolution ist ,
steht für Hoffmann außer Frage . Der Computer sucht die Daten zusammen und
rechnet das Ergebnis aus . Der Fantasie über die Möglichkeiten des Grid für die
breite Öffentlichkeit sind keine Grenzen gesetzt . Wenn in den
Immobilienanzeigen dann künftig die Koordinaten stehen , kann ich mir den Ort
über die Erdbeobachtung durch Satelliten auf meinem Computer anschauen . Ich
kann mir die Zahl der Sonnentage der letzten zehn Jahre für diesem Fleck sagen
lassen . " Wenn die technischen Möglichkeiten da sind , werden Provider auch die
entsprechenden Dienste anbieten " , sagt Hoffmann . Nokia kauft Netzwerker
Ipsilon Das Gerangel auf dem Netzwerkmarkt geht weiter . Gerade hat sich Nokia
aus der Firma Nokia Kabel ( jetzt NK Networks ) zurückgezogen , da folgt ein
überrasschender Streich : Nokia ist neben dem Telefongeschäft schon sehr stark
bei den drahtlosen Netzwerken vertreten . Ipsilon Networks dagegen ist einer der
führenden Anbieter von Hardware für ATM- und TCP/IP-Netzwerke , außerdem stellt
die Firma DSL-Hardware für Telekommunikationsunternehmen her . Bekannt wurde
Ipsilon vor allem mit der sehr frühen Entwicklung eines Standards für
Layer-3-Switching , mit dem sich IP-Datenverkehr über geswitchte Netzwerke wie
ATM transportieren läßt . Digital Equipment , 3Com , IBM und andere führende
Namen der Netzwerkbranche unterstützen Ipsilons IP-Switching . Nokia plant , die
ATM- und IP-Entwicklungen von Ipsilon in die eigenen Produkte für drahtlose
Netze zu integrieren . Ipsilon formiert in Zukunft als Teil von Nokia
Telecommunications unter " Nokia IP Routing Group " . BellSouth und KPN
übernehmen E-Plus Heute kündigte der amerikanische Telekommunikationskonzern
BellSouth an , von seinem Vorkaufsrecht für die E-Plus-Anteile Gebrauch machen
zu wollen , die von Vodafone und VEBA/RWE gehalten werden . Damit sind die
Versuche der France Telecom gescheitert , über E-Plus einen Fuß in den deutschen
Telecom-Markt zu bekommen . Das französische Unternehmen hatte sich zwar per
Vertrag die Anteile von Vodafone und VEBA/RWE gesichert - die Vereinbarung hätte
aber nur in Kraft treten können , wenn BellSouth von seinem Vorkaufsrecht
Abstand genommen hätte . Bislang hält BellSouth als Gründungsteilhaber an E-Plus
22,5 Prozent der Aktien . Die Anteile von Vodafone , VEBA und RWE machen
zusammen 77,5 Prozent aus . Dieser Kredit wird anschließend in einen KPN-Anteil
von 77,5 Prozent an der BellSouth GmbH umgewandelt . Die restlichen Anteile an
dieser Gesellschaft , die als Holding E-Plus kontrollieren soll , verbleiben bei
der amerikanischen BellSouth . Diese wiederum will ihre schon vorhandene
Beteiligung an KPN aufstocken . Beide Firmen möchten darüber hinaus zusammen
ihre Angebote in Europa ausbauen ; dazu sollen auch Übernahmen weiterer
Mobilfunkunternehmen gehören . Das Internet boomt - und die Mafia freut sich Das
Blatt bezieht sich dabei auf einen Report der italienischen Finanzpolizei .
Danach lasse die Mafia gigantische Summen im Internet verschwinden und als
Firmenbeteiligungen und Aktienkäufe wieder auftauchen . Dies löse sogar
Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten aus . Ungewöhnliche Sprünge
bei den Aktienkursen und selbst das Auf und Ab des Euro führen Börsenexperten
unter anderem auf Transaktionen der " Ehrenwerten Gesellschaft " über das
Internet zurück , heißt es in dem Bericht des Guardian . Diese ist nach Ansicht
der italienischen Behörden Teil einer internationalen Operation , um
Mafia-Schwarzgeld in legale Besitztümer umzuwandeln . Mafia-Experten gehen davon
aus , dass die neuen Techniken des E-Commerce die verborgenen Schätze der Mafia
im Wert steigen lassen und das Risiko der Organisation minimieren : Es
eliminiert den Zwischenhändler . Yahoo verdient weniger mit Werbung Yahoo warnte
am gestrigen Mittwoch nach Börsenschluss vor einem geringeren Zuwachs von Umsatz
und Gewinn für das Jahr 2001 als von Analysten erwartet . Das Internet-Portal
gab zur Begründung sinkende Werbeeinnahmen an . Die Gewinne sollen bei 33 bis 43
Cents pro Aktie liegen , die meisten Börsianer waren bislang von 57 Cents pro
Aktie ausgegangen . Yahoo möchte nun seine Abhängigkeit von Werbeeinnahmen um
fünf bis zehn Prozent durch einen nicht näher spezifizierten " Premium
Subscription Service " reduzieren , der kostenpflichtig sein soll . Im
nachbörslichen Handel am gestrigen Mittwoch fielen die Yahoo-Aktien , nachdem
sie kurz vom Handel ausgesetzt wurden , nochmals um fast 20 Prozent auf 24,63
US-Dollar und rissen auch mehrere andere Firmen mit sich , die ihr Geld vor
allem durch Werbung im Internet verdienen . Motorolas Verdienst mit Handys
rückläufig Motorola , der führende US-Hersteller von Mobiltelefonen , gab am
Mittwoch nach Börsenschluss einen Ertragsrückgang im vierten Quartal bekannt .
Zur Begründung nannte Motorola höhere Herstellungskosten in der Mobilfunksparte
und die Umsatzflaute in der Halbleiterbranche . Die Börse hatte für das
abgeschlossene Quartal genau 15 Cents pro Aktie erwartet , nachdem Motorola zwei
Mal die Gewinnerwartungen nach unten korrigiert hatte . Die Ergebnisse
entsprechen den von Motorola im Dezember angekündigten Erwartungen . Der
operative Gewinn im Handy-Bereich fiel allerdings um 69 Prozent auf Grund
steigender Herstellungskosten bei flachen Umsätzen . Der Chips-Umsatz stieg nur
um sieben Prozent im Vergleich zu 30 Prozent Zuwachs im dritten Quartal .
Motorola führte dies auf den Bestellungsrückgang als Folge der
Wirtschaftsschwäche zurück . Dies bedeutet insgesamt eine Verbesserung gegenüber
dem Vorjahr : Die Ergebnisse des vierten Quartals ließen aber offensichtlich bei
Motorola die Alarmglocken schrillen : " Trotz der höheren Verkäufe haben
gestiegene Herstellungskosten und Produktionskosten ein Sinken der Gewinne
verursacht " , erklärte Robert Growney , bei dem Elektronik-Konzern für das
operative Geschäft zuständig . " Wir haben Schritte unternommen , um die Kosten
bei unserer Produktion zu senken und die Geschäftsausgaben streng zu
kontrollieren . " Man werde weitere Maßnahmen ergreifen , damit das Unternehmen
wieder Gewinne aus seinen Umsätzen erzielen könne . Bereits Anfang Dezember
hatte Motorola angekündigt , rund 2,2 Prozent der gesamten Belegschaft entlassen
und einen Teil der Produktion an eine Vertragsfirma für Elektronikfertigung
auslagern zu wollen . Insgesamt schien die Börse das Geschäftsergebnis von
Motorola nach Börsenschluss positiv aufzunehmen : Im nachbörslichen Handel stieg
das Papier um gut 2 Prozent auf 21,63 US-Dollar . NEC steigert Produktion von
Handy-Chips in China Angesichts des Handy-Booms in China baut der japanische
Elektronikkonzern NEC Corporation die Fertigung von Halbleitern in Schanghai aus
. Damit werde bis Dezember die Produktion um die Hälfte auf 30.000 Wafer pro
Monat ausgebaut werden . NEC ist seit 1993 in Schanghai mit einer
Halbleiterfertigung präsent . Bereits gestern wurde bekannt , dass NEC seine
Halbleitersparte allgemein ausbauen will ; der Bereich Hochfrequenzhalbleiter
und Fiber-Optische Chips soll zudem in eine separate Firma ausgegliedert werden
. Hohe Wachstumsraten bei Yahoo Europa Das Internet-Portal Yahoo sieht sich in
Europa nach einem Jahr stürmischen Wachstums gut gerüstet für nachlassende
Geschäfte . Das Internetportal habe seinen Marktanteil weiter ausgebaut . Das
waren über 50 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres . Auch das
finanzielle Ergebnis sei außergewöhnlich zufrieden stellend gewesen ,
detaillierte Zahlen gab sie allerdings nicht bekannt . Yahoo Europa sorgt
zusammen mit Yahoo Japan für 16 Prozent des Gesamtumsatzes des US-amerikanischen
Yahoo-Konzerns . Yahoo Europa umfaßt die lokalen Yahoo-Websites für
Großbritannien und Irland , Frankreich , Deutschland , Italien , Spanien ,
Schweden , Norwegen und Dänemark . Die Yahoo-Niederlassungen in London , Paris ,
München , Mailand , Madrid , Stockholm und Kopenhagen arbeiten jeweils unter
lokalem Management . Der Zentralsitz von Yahoo Europa ist in London . Wie der
Gesamtkonzern , der die Investoren schon warnte , im nächsten Geschäftsjahr
nicht die erwartenden Umsätze und Gewinne erzielen zu können , blickt auch Yahoo
Europa vorsichtig auf das Jahr 2001 . Die Verlangsamung der US-Konjunktur werde
sich auf Europa auswirken , sagte Arredonda gegenüber dpa . " Der ganze Sektor
wird langsamer wachsen . " Sie rechne für Yahoo in den acht Märkten , in denen
Yahoo aktiv ist , mit einer Wachstumsraten von 15 bis 20 Prozent . Gerade die
kleineren Internetfirmen müssten ihren Werbeaufwand zurückfahren , meinte
Arredonda . Yahoo in Europa sei davon aber nicht so stark betroffen , weil man
auch viele traditionelle Konzerne als Werbekunden habe . Yahoo könne gestärkt
aus der derzeitigen Konsolidierung in der Branche hervorgehen , die vor allem
kleinere Konkurrenten treffen werde . AltaVista sagt Börsengang ab Im April
letzten Jahres hatte das leidgeplagte Internet-Portal AltaVista bereits seinen
geplanten Börsengang auf unbestimmte Zeit verschoben - nun sagte die Firma in
einer Erklärung gegenüber der US-amerikanischen Finanz- und Börsenaufsicht
Securities and Exchange Commission ( SEC ) den Gang an die Börse komplett ab .
Wie schon im April 2000 führt AltaVista auch jetzt " ungünstige Marktbedingungen
" als Begründung an . Allerdings ist AltaVista dadurch in keiner besonders guten
Lage : In den letzten Monaten sah die finanzielle Situation angesichts sinkender
Werbeeinnahmen für das Internet-Portal nicht besondes rosig aus . Zuletzt
kündigte AltaVista im September 2000 an , ein Viertel seiner Belegschaft zu
entlassen , um die Kostensituation vor dem damals noch geplanten Börsengang zu
verbessern . Yahoo , einer von AltaVistas Hauptkonkurrenten und ebenfalls
hauptsächlich von Werbeeinnahmen abhängig , gab aber bereits bekannt , auf Grund
sinkender Werbeeinnahmen im Jahr 2001 nicht den Erwartungen entsprechen zu
können . Keine guten Aussichten also auch für AltaVista . MobilCom verzichtet
auf Klage gegen UMTS-Lizenzvergabe Die Telefongesellschaft MobilCom zieht die
vor dem Verwaltungsgericht Köln eingereichte Klage gegen die Vergabe der
UMTS-Lizenzen in Deutschland zurück . Laut MobilCom-Sprecher Matthias Quaritsch
habe Klaus-Dieter Scheurle , damals noch Präsident der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) , bei der Ankündigung der rechtlichen
Prüfung der UMTS-Lizenzvergabe durch MobilCom gedroht , dem Unternehmen die
Lizenz zu entziehen , wenn es zu einer Klage komme . Da man nicht ausschließen
konnte , dass dies tatsächlich rechtlich möglich sei , wolle man dieses Risiko
nicht eingehen . Darüber hinaus spare MobilCom die mit einem möglichen Prozess
verbundenen Kosten in Millionenhöhe , hieß es von dem Unternehmen . Unter
Hinweis auf Zweifel am Versteigerungsverfahren und das Interesse seiner
Aktionäre reichte MobilCom dann im September Widerspruch gegen den
Gebührenbescheid der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ein .
Die Lizenzgebühr hat das Unternehmen aber nach eigenen Angaben unter Vorbehalt
fristgerecht bezahlt . Gestern erst hatte MobilCom Anwendungen über UMTS
demonstriert , wenn auch noch mit einem Endgerät von den Ausmaßen eines
Kleintransporters . Da MobilCom bereits nächstes Jahr mit ersten Testläufen für
UMTS starten will , möchte das Unternehmen offensichtlich nicht Gefahr laufen ,
durch eine Klage , eventuellen Lizenzentzug und mögliche langwierige
Rechtstreitigkeiten den Startschuss für das erwartete Geschäft mit UMTS zu
verpassen . Siemens erwartet ein Fünftel des Absatzes in Asien Der asiatische
Markt wird für Siemens so stark wachsen , dass der Konzern voraussichtlich in
fünf Jahren ein Fünftel seines Absatzes in der Region tätigen wird . China sei
heute bereits der wichtigste Telekommunikationsmarkt für Siemens außerhalb
Deutschlands . Der Anteil der Telekommunikation am China-Geschäft betrage 52
Prozent . Bei Mobiltelefonen sei Siemens mit einem Marktanteil von elf Prozent
die Nummer drei in China . In 26 chinesischen Provinzen habe Siemens 33
GSM-Netze aufgebaut . Mit der chinesischen Seite entwickele das Unternehmen
zudem den neuen Mobilfunkstandard TD-SCDMA , der nach ersten Feldversuchen
bereits in diesem Jahr kommerziell verfügbar sein soll . Im Festnetz ist Siemens
mit seinen EWSD-Vermittlungssystemen in 29 von 31 Provinzen vertreten . Der neue
Mobilfunkstandard UMTS sei in China noch kein Thema . Als wichtige
Geschäftsbereiche in China nannte der Siemens-Chef auch die Medizintechnik ,
Automatisierung , den U-Bahn- sowie den Kraftwerksbau . In den etwa 50
Gemeinschaftsunternehmen und Regionalbüros von Siemens in China arbeiten 25.000
Beschäftigte . Deutsche Surfer bevorzugen Direktbanken Unter den Wirtschafts-
und Finanzangeboten im Internet liegen Online-Broker und Direktbanken in der
Gunst der deutschen Surfer deutlich vorne . Platz eins der Online-Finanzseiten
belegte im November 2000 in Deutschland der Nürnberger Direkt-Wertpapierhändler
Consors , berichtete MMXI Deutschland , ein Jointventure der US-Marktforscher
Media Metrix und der Nürnberger GfK-Gruppe ( Gesellschaft für Konsumforschung )
. Consors.de habe 120.000 Besucher mehr als im Vormonat registriert und damit
erstmals Platz eins belegt . Consors verzeichnete insgesamt 696.000 Besucher .
Der Börsen-Informationsdienst Teledata liege weiterhin auf Platz zwei mit
660.000 , Platz drei belegte die Comdirect-Bank mit 647000 . " Die Online-Nutzer
wissen die praktischen und Zeit sparenden Aspekte des Internets wohl zu schätzen
" , bilanzierte das Marktforschungsinstitut . Daneben seien auch die Webseiten
von traditionellen Banken gefragt . Die Deutsche Bank 24 und die Postbank lägen
unter den deutschen Top fünf . Immer mehr Surfer interessieren sich laut der
MMXI-Studie für Seiten mit Finanzinhalten : In ganz Europa hätten alle
Finanz-Domains ihre monatliche Nutzungsdauer ausgedehnt , hieß es . Am längsten
verweilen die Deutschen auf den Wirtschaftsseiten : Sie verbringen monatlich
83,3 Minuten auf Seiten dieser Kategorie . Danach folgen dänische Nutzer mit
54,9 Minuten . Bei der Reichweite liegen die Deutschen dabei laut der
Untersuchung im Mittelfeld . In Dänemark beträgt die Reichweite der Wirtschafts-
und Finanzangebote im Internet 41,3 Prozent . Danach folgen Deutschland mit 34,2
Prozent , Frankreich mit 33,8 und Großbritannien mit 31,7 Prozent . Singapur
setzt Internetkameras gegen das Verkehrschaos Der Autofahrer ist ein
leidgeplagtes Wesen . 65 Stunden , so haben Verkehrswissenschaftler ermittelt ,
verbringt er im Laufe eines Jahres im Stau . Wirtschaftswachstum , Beschäftigung
und Wohlstand gehen nun mal einher mit größerer Mobilität von Personen und
Gütern . Die negativen Folgen beschäftigen Politiker und Wirtschaft schon länger
, denn sie sind nicht nur lästig , sondern auch wirtschaftlich kontraproduktiv .
Durch den Ausbau der Verkehrstelematik soll dem Verkehrschaos jedoch Paroli
geboten werden . In Asien , einer der wirtschaftlich aufstrebendsten Region der
Erde , ist das Verkehrschaos täglich zu erleben . Die Verkehrsbehörde von
Singapur will nun Überwachungskameras mit dem Internet verbinden und so das
Verkehrsmanagement an den Knotenpunkten verbessern . Die Kameras lassen sich zur
besseren Überwachung von den Mitarbeitern im Intelligent Transport System Centre
( ITSC ) schwenken und neigen , Bildausschnitte können herangezoomt werden . Die
Realbilder machen den ITSC-Mitarbeitern das Erkennen eines sich ankündigenden
Staus , beispielsweise ausgelöst durch einen Unfall oder Baustellenarbeiten ,
einfacher . Auftretende Verkehrsbehinderungen lassen sich dann vom ITSC aus
durch entsprechende Anzeigen an den Verkehrssteuerungsanlagen besser lenken und
die Autofahrer vorwarnen . Durch die Zoomfunktion der Kameras sind die
ITSC-Mitarbeiter ebenso in der Lage , Verkehrsbehinderungen durch Falschparker
oder unerlaubtes Ein- und Ausladen zu erkennen und eine entsprechende Meldung an
die Polizei abzugeben . Die LTA sieht in den Kameras eine Erweiterung der
Verkehrstelematik und ihrer Bemühungen , das hohe Verkehrsaufkommen in Singapur
flüssig durch die Straßen zu lenken . Nach Ansicht der Kritiker kann dies jedoch
die Verkehrsprobleme nicht lösen , sondern verschärft sie vielmehr . Schließlich
mache Telematik das Auto als Verkehrsmittel nur noch attraktiver , denn sie
bringt den Autofahrer schnell und bequem an sein Ziel , auch wenn er im
Bedarfsfall durch Umleitungsempfehlungen zum Umfahren von Staus eine längere
Fahrstrecke in Kauf nimmt . Mit kürzeren Fahrzeiten werden dann selbst Ziele in
weiterer Entfernung attraktiver und ermöglichen so ein ungehindertes
Verkehrswachstum , anstatt das explodierende Verkehrsaufkommen mit einer
Verkehrsverlagerung von der Straße auf öffentliche Verkehrsmittel zu reduzieren
. Etwa 31.000 Schulen waren Ende vergangenen Jahres an das weltweite Netz
angeschlossen , berichtete Telekom-Chef Ron Sommer am heutigen Donnerstag in
Düsseldorf . Die restlichen 5.000 sollen in den kommenden drei bis vier Monaten
folgen . In Nordrhein-Westfalen , Brandenburg , Sachsen-Anhalt , dem Saarland
und Thürigen sind bereits alle Schulen am Netz . Die Telekom hatte sich
verpflichtet , bis Ende dieses Jahres allen Schulen einen kostenlosen
ISDN-Internetanschluss zu schalten . Dieses Ziel werde man deutlich früher
erreichen , sagte Sommer . Damit würden 30 komplette Internetklassen mit jeweils
20 Computern ausgestattet sowie 5.000 Medienecken mit jeweils vier Computern .
In den Schulen und bei den Lehrern seien die Ressentiments gegen Computer und
Internet im Unterricht weitgehend verschwunden , sagte Sommer .
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Wolfgang Clement rief die
Computerhersteller auf , sich das Engagement der Telekom bei der
Multi-Media-Ausstattung der Schulen zum Vorbild zu nehmen . Bei der
Bereitstellung von Computern sei die Privatwirtschaft " noch nicht so
durchschlagend erfolgreich " . Die öffentliche Hand sei nicht in der Lage ,
diese Aufgabe vollständig zu finanzieren . Der Regierungschef erneuerte seine
Forderung nach einem preiswerten Schüler-PC . Dies sei notwendig , um soziale
Schieflagen bei der Medienkompetenz der Schüler zu verhindern . Mit der
Vollversorgung mit Internet-Anschlüssen seien die Computerprobleme der Schulen
keineswegs gelöst , kommentierte der Nordrhein-Westfälische Lehrerverband ( NRWL
) die Erfolgsmeldungen von Clement und Sommer . Solange nicht alle Klassenräume
mit Personalcomputern ausgestattet seien , müssten die Schulen mit Laptops und
Beamern versorgt werden , die flexibel eingesetzt werden könnten , sagte
NRWL-Präsident Peter Heesen . Außerdem dürften die Lehrer mit der Betreuung der
Computernetze nicht allein gelassen werden . Der Verband Bildung und Erziehung (
VBE ) forderte kontinuierliche Investitionen in die Ausstattung der Schulen mit
Neuen Medien . CNN reorganisiert TV- und Internet-Dienste Die
US-Fernsehgesellschaft CNN , die zum Medienkonzern Time Warner gehört , wird im
Zuge einer breiten Umstrukturierung wahrscheinlich bereits in der nächsten Woche
" erhebliche Entlassungen " vornehmen , berichtete das Wall Street Journal .
Nach Angaben des Blatts sollen zwischen 500 bis 1.000 Stellen gestrichen werden
. CNN habe seine 4.000 Mitarbeiter bereits Anfang Dezember in einem internen
Memo davon unterrichtet , dass " energische " Veränderungen zu erwarten seien .
Nach Darstellung des Blattes sind davon vor allem die Online-Aktivitäten von CNN
mit seinen rund 750 Mitarbeitern betroffen . Unklar sei , wann die Entlassungen
beginnen und wie sie über die CNN-Sparten verteilt werden sollen . CNN wollte zu
Spekulationen über die Personalsituation keine Stellung nehmen . Der Sender hat
dem Bericht zufolge 2.800 Mitarbeiter in seiner Zentrale in Atlanta ( Georgia )
, obwohl das große Wachstum in den letzten Jahren außerhalb der USA stattfand .
CNN habe außerhalb der Vereinigten Staaten doppelt so viele Zuschauer wie in den
USA . Die Zuschauerzahlen in den USA hätten durch Konkurrenzsender wie den Fox
News Channel der News Corp. ( Rupert Murdoch ) und MSNBC gelitten , ein Joint
Venture zwischen General Electric und Microsoft . Zu CNN zählen auch
Kabelfernsehsender und Web-Sites wie CNNfn für Wirtschaftsnachrichten , CNN
Headline News mit Kurznachrichten und CNN SI , ein Jointventure mit dem Magazin
Sports Illustrated . Ziel der CNN-Umstrukturierung sei , die
Nachrichtenbeschaffung in einer Organisation zusammenzuführen , statt sie einer
Ansammlung von separaten Teilen zu belassen , die ihre Informationen an die
verschiedenen Kanäle und Web-Seiten weiter geben . Die derzeitige Struktur laufe
darauf hinaus , dass ein Teil oft nicht wisse , was die anderen tun . Außerdem
seien die CNN-Webseiten für aktuelle Nachrichten viel zu sehr von
Nachrichtenagenturen abhängig , statt auf die Berichte der eigenen
Korrespondenten zurückzugreifen . CNN-Moderatoren und -Korrespondenten sollen
künftig zunehmend Berichte für die CNN-Online-Operationen beisteuern . Die
Umstrukturierungen erfolgen zu einem Zeitpunkt , da größere Reorganisationen des
Managements bevorstehen . Wenn die Fusion zwischen AOL und Time Warner klappt ,
soll Terence F. McGuirk , Chef der Abteilung Turner Broadcasting , zu der CNN
gehört , nicht mehr direkt an CNN-Gründer Ted Turner berichten . Ted Turner
verliert in dem neuen Unternehmen jede Verantwortung für das operative Geschäft
. US-Firmen mit Internetoperationen auf Sparkurs " Wir vertrauen weiter auf die
Zukunft der NYTD " , erklärte Russell T. Lewis , der Chef des Medienriesen . Er
sieht im Internet " ein zusätzliches Medium " , mit dem das Unternehmen seine
Leser und Anzeigenaufgeber " profitabel " bedienen kann . Er rechnet damit ,
dass es der NYTD in Zukunft gut gehen werde . Die NYTD betreibt Internet-Sites
wie NYTimes.com , Boston.Com und newyorktoday.com . Die Times hatte gemeinsam
mit TheStreet.com ein Nachrichtenbüro geführt , doch schloss sie diese
Operationen im November 2000 . Die News Corp. hatte kürzlich angekündigt , dass
sie rund 200 Online-Jobs streichen und ihre Online-Sparte einstellen wird . Die
News Corp. will die Erstellung von drei großen Web-Sites an die TV-Netze
zurückgeben , denen sie zugeordnet sind : Fox Broadcasting Company , Fox Sports
Television Group und Fox News Channel . Auch andere US-Medienkonzerne bauen
Stellen in ihren Online-Sparten ab . Bisher schreiben fast alle Internetsparten
von Medienunternehmen rote Zahlen . Viele Internetfirmen haben angesichts des
drastischen Kursverfalls ihrer Aktien , hoher Verluste und schwacher Umsätze
ihre Werbeausgaben drastisch gekürzt . Andere haben ganz den Betrieb eingestellt
. Jetzt erschwert die schlechte US-Wirtschaftslage das Internet-Werbegeschäft
noch mehr . Diese Prognose hat an der Wall Street enorme Enttäuschung ausgelöst
und die Yahoo-Aktien vorbörslich unter starken Druck gesetzt . Yahoo führte
unter anderem geringere Werbeausgaben und eine Fortsetzung der gegenwärtigen
Wirtschaftskonditionen als Begründung für die Umsatzprognose an . Neue
Führungsspitze der RegTP nimmt Konturen an Die neue Führungsspitze der Bonner
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) nimmt immer
deutlichere Konturen an . So hat der Beirat der Behörde jetzt den
Regulierungsexperten Jörg Sander ( parteilos ) als Vizepräsident ins Gespräch
gebracht . Der Bundesverband der regionalen und lokalen
Telekommunikationsgesellschaften BREKO begrüßte die Ankündigung des
Beirats-Vorsitzenden , Elmar Müller ( CDU ) , dem Bundeswirtschaftsminister den
63-jährigen Sander als neuen Vize-Präsidenten vorzuschlagen . Als sicher gilt
inzwischen , dass der Beirat am kommenden Montag in Berlin Matthias Kurth ( SPD
) als neuen Präsidenten vorschlagen wird . Der bisherige zweite Mann und
derzeitige kommissarische Leiter der Regulierungsbehörde gilt als klarer Favorit
für den Chefposten . Gerhard Harms ( FDP ) behält sein Amt eines weiteren
Vize-Präsidenten . Müller wird am kommenden Montag in Berlin die
Personalvorschläge offiziell bekannt geben . Diese müssen dann noch vom
Bundeskabinett abgesegnet werden . Die Neubesetzung des Präsidentenpostens wurde
nötig , nachdem Klaus-Dieter Scheurle Mitte Dezember 2000 überraschend seinen
Rücktritt erklärt hatte . Scheurle wechselte zum Jahresanfang in die
Privatwirtschaft . Rockband Yes mit Internet-Fernsehprogramm Die englische
Rockband Yes will im Sommer einen eigenen Fernsehkanal im Internet starten .
Sänger Jon Anderson kündigte gegenüber dpa ein 24-Stunden-Programm von Online
Yes TV an . Es werde aus Live-Einspielungen der Band , aus Gesprächen mit
Musikern und Möglichkeiten zum Herunterladen ganzer Songs und spezieller
Yes-Remixes bestehen , sagte er dpa . Das Projekt , das von Los Angeles aus ins
Netz gespeist werde , sei derzeit noch in der Planungsphase . Anderson ist aber
zuversichtlich , dass das Programm rechtzeitig steht . Ein gewisser Druck sei da
, denn " schließlich planen David Bowie und Bruce Springsteen ähnliche Sachen "
. Diese sollen einmalig einen bislang noch nicht festgelegten Betrag zahlen und
dann eine bestimmte Zeit freien Zugang zum kompletten Angebot haben . Fans von
Yes können allerdings schon jetzt wohl einen der umfangreichsten
Internet-Auftritte einer Rockband bestaunen . Unter yesworld.com ist alles über
die Musiker nachzulesen . Außerdem gibt es Fan-Kritiken selbst zu lange
zurückliegenden Konzerten oder Informationen zu einzelnen Songs . " Das Internet
wird bald so normal sein wie das Fernsehen oder ein Lichtschalter " , prophezeit
Jon Anderson . " Wir können dadurch besonders junge Fans für uns interessieren "
, beschreibt er die Vorteile des kostenträchtigen Auftritts der Band im Netz .
Dell schwächelt Zwar konnte Dell , in den USA Marktführer unter den PC-Bauern ,
im letzten Quartal des Geschäftsjahres 1999/2000 bei Gewinn und Umsatz wieder
zulegen . Wie von der Firma schon angekündigt , entspricht die Gewinnsteigerung
aber nicht den ursprünglichen Erwartungen . Dell führt dies auf Zurückhaltung
der Kunden auf Grund der Furcht vor Jahr-2000-Bugs und auf Lieferschwierigkeiten
von Intel zurück . Dell ist inzwischen einer der wenigen PC-Hersteller , die
sich vollständig auf Intel als Lieferant von Prozessoren verlassen . Allerdings
sind in letzter Zeit auch einige Zweifel aufgetaucht , dass sich Hersteller wie
Dell mit Y2K-Bugs und Intel-Problemen wirklich herausreden können . Vielmehr
scheint es , dass sich ein Wandel im Käufer-Verhalten abzeichnet , der von den
PC-Bauern neue Konzepte verlangt . Der Dell-Chef besteht aber auf seiner Ansicht
, der klassische PC , auf den die Firma ihr Geschäft stützt , sei keineswegs am
Ende , und das Unternehmen werde noch lange gute Geschäfte in diesem Bereich
machen . Telekom : Flatrates und Sondertarife angekündigt Heute eröffnete die
Deutsche Telekom offiziell ihre Hauptstadtrepräsentanz in Berlin . In diesem
Rahmen kündigte Ron Sommer neue Tarifmodelle beziehungsweise Sondertarife für
das Telefonieren sowie den Internet-Zugang über T-Online an . Noch im ersten
Halbjahr 2000 will die Telekom laut Sommer einen Pauschaltarif für T-Online
einführen . Diese Flatrate soll weniger als 100 Mark pro Monat kosten und alle
Telefon- und Online-Gebühren schon enthalten . Der Konzern nennt dieses Modell
etwas großspurig Full Flatrate . Ein Sondertarif richtet sich an alle diejenigen
, die vor allem am Sonntag telefonieren oder surfen wollen . Mit T-ISDN XXL ist
an diesem Tag das Telefonieren bundesweit in allen Entfernungszonen und das
Surfen über T-Online kostenlos . ISDN-Nutzer müssen dafür zusätzlich zur
Grundgebühr fünf Mark im Monat entrichten . Um T-DSL , nunmehr T-ISDN dsl
genannt , zu fördern , sollen die ersten 100.000 Kunden des schnellen
Internet-Zugangs nur noch einen monatlichen Grundpreis von unter 100 Mark
bezahlen . Darin enthalten sind die Kosten für ISDN und 50 Freistunden für
T-Online . Kostenloser Internet-Zugang für Schulen beschlossen Telekom-Chef Ron
Sommer und Bundeskanzler Gerhard Schröder stellten am 11. Februar ein Projekt
vor , das allen Schulen in Deutschland einen kostenlosen Internet-Zugang
verschaffen soll . Die Deutsche Telekom bietet allen rund 44.000 Schulen an ,
einen kostenlosen T-Online-Zugang via ISDN einzurichten . Für die Schulen fallen
keine Telefon- oder Online-Gebühren an . Enthalten in dem Angebot soll aber eine
eigene Home-Page für jeden Schule sein , allerdings unterhalb der Domain
t-online.de . Ob das auf große Gegenliebe stößt , bleibt abzuwarten . Zuerst
soll zudem für jede Schule nur eine E-Mail-Adresse zur Verfügung stehen . Sommer
versprach aber , dass es Änderungen bei T-Online geben soll , wodurch später
jede Schule bis zu 10.000 E-Mail-Adressen selbst einrichten könne . Auf die
Initiative von Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff , der der Bundesregierung eine
konzertierte Aktion des Medienkonzerns mit der Telekom und AOL vorgeschlagen
hatte , ging Sommer allerding mit keinem Wort ein . Stattdessen konnte er sich
eine Spitze gegen die Konkurrenz von AOL nicht verkneifen : Der weltgrößte
Online-Anbieter tue in diesem Bereich zu wenig . Über den Internet-Zugang für
Schulen hinaus möchte die Telekom allen Schülern auch noch ein spezielles
Angebot machen . Für rund eine Mark pro Tag sollen sie täglich zwischen 14 und
18 Uhr ohne weitere Telefon- oder Online-Kosten über T-Online im Internet surfen
können . Die Grundgebühr soll dabei nur an den Tagen anfallen , an denen das
Angebot auch tatsächlich genutzt wird . Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärte
zu den Ankündigungen Sommers , die Bundesregierung wolle bis 2001 alle Schulen
ans Netz bringen . Daher begrüße er die Initiative der Telekom . Schröder :
Großer IT-Nachholbedarf Deutschlands Die Eröffnung der Hauptstadtrepräsentanz
der Deutschen Telekom gab Bundeskanzler Gerhard Schröder Gelegenheit , vor einem
Zurückfallen Deutschlands bei Internet-Techniken und E-Commerce zu warnen . Zwar
betonte er die Rolle der Bundesrepublik als eine der führenden Industrienationen
, nannte dann aber seiner Ansicht nach bedenkliche Zahlen . So liege Deutschland
in der Rangliste der Internet-Nutzung in Europa nur im unteren Drittel . Auch
bei den Pro-Kopf-Ausgaben für die Nutzung von Kommunikationstechniken liege
Deutschland weltweit nur im Mittelfeld . " Das wird unserer Rolle als führender
Industrienation nicht gerecht " , kommentierte Schröder . " Wir müssen die
Sicherheitsstandards verbessern , weil viele Leute noch Angst vor den Risiken
der Online-Nutzung haben " , erklärte Schröder . Außerdem müssten die
gesetzlichen Rahmenbedingungen für E-Commerce aufgebaut werden . Auch plane die
Bundesregierung eine gezielte Förderung speziell kleinerer und mittlerer
Unternehmen , um sie bei der Vernetzung zu unterstützen . Laut Schröder will die
Regierung erreichen , dass sich die Zahl der Neugründung von
Multimedia-Unternehmen bis 2001 verdoppelt . BSI-Studie : Sicherheit hat ihren
Preis Auf dem BSI-Kongreß Informationssicherheit und Sicherheitsökonomie stellte
das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eine groß angelegte
Studie zu den Kosten der IT-Sicherheit vor . Die Autoren der Studie beschreiben
das Budgetingverhalten und die Qualität der IT-Sicherheit deutscher Unternehmen
als " durchaus kritikwürdig " . In Zahlen ausgedrückt hatten 60 Prozent der
befragten Betriebe kein Budget für IT-Sicherheit . Dabei stellt diese Summe nur
einen Bruchteil der entstandenen Verluste dar : Die BSI-Studie kommt über
verschiedene Rechenschritte zum Schluss , dass ein mittelgroßes Unternehmen
jährlich mindestens 400.000 Mark für IT-Sicherheit ausgeben muss . In diesem
Betrag sind ein Firewall , die Kosten für Festplatten- und
Kommunikationsverschlüsselung , ein Business-Recovery-Vertrag und die jährliche
Aktualisierung der Sicherheitspläne für alle IT-Unfälle ( wie
Denial-of-Service-Attacken ) enthalten . Die Autoren der Studie stellen zudem
erhebliche nationale Unterschiede bei der IT-Sicherheit fest : So sollen die
Kosten für Virenbefall in Deutschland 11.368 Mark betragen , in England 10.480
Mark und in den USA 81.837 Mark . Die vorgestellte Studie wie der Rahmenkongress
belegen nach Meinung des BSI , wie weit Deutschland noch von einer nennenswerten
" Sicherheitsökonomie " entfernt sei . Die umfangreiche Studie soll in
gedruckter Form im SecuMedia-Verlag erscheinen . Heimvernetzung per Stromkabel
Powerline Communication , die Datenübertragung per Stromkabel zwischen Kunden
und Stromlieferanten , testet beispielsweise der baden-württembergische
Energieversorger EnBW schon einige Zeit . Die Firma PolyTrax geht einen etwas
anderen Weg : Sie nutzt die installierten Elektroleitungen innerhalb eines
Hauses oder einer Wohnung zum Aufbau eines lokalen Netzwerks . Ein Gateway
verbindet den Telefon- oder ISDN-Anschluss mit dem Stromnetz innerhalb der
Wohnung ; ein weiteres Gateway auf den angeschlossenen Computern setzt die Daten
aus dem Stromnetz wieder um . Dadurch stehen die Daten aus dem Telefonnetz und
damit auch ein Internet-Zugang an jeder Stromdose in einem Haus oder einer
Wohnung zur Verfügung . PolyTrax demonstriert auf der CeBIT in Halle 17 , Stand
F08 diese Methode der Heimvernetzung . Nach Angaben der Firma liegen die
maximalen Datenraten in Europa bei rund 155 KBit/s , mehr als dem Doppelten der
Bandbreite eines ISDN-Datenkanals . In den USA und Asien habe man sogar 2,5
MBit/s erreicht , da dort ein größeres Frequenzband auf dem Stromkabel erlaubt
sei . Internet in der Schule : Neues Lernen am PC Der klassische
Frontal-Unterricht , die Wissensvermittlung per Vortrag , wird auf Dauer mit den
schönen bunten Bildern und Diagrammen der Computerwelt kaum konkurrieren können
. Der Lehrer bekommt eine neue Berufsaufgabe : Statt Unterrichtender wird er vor
allem Begleiter und Anleiter der Lernprozesse seiner Schüler sein . Dabei fällt
ihm vor allem der Auftrag zu , seine Schüler durch die riesigen Mengen von "
Datenmüll " zu führen , die bereits heute das Internet füllen . Eindringlich
warnt der Bielefelder Reformpädagoge Hartmut von Hentig deshalb auch vor zu viel
Computer-Euphorie . Eine " Flucht vor dem Denken in das Wissen " dürfe es in der
Schule nicht geben . Wer aber beobachtet , mit welcher Begeisterung Schüler sich
heute schon zusätzliche Lernmaterialien und Bilder für den Unterricht per
Heimcomputer aus dem Netz ziehen , der weiß , dass der Siegeszug der Neuen
Medien auch in den Schulen nicht aufzuhalten ist . Was früher der Bücherschrank
der Eltern bedeutete , ist heute der PC oder gar ein Laptop im Schulranzen . Von
den 44.000 öffentlichen deutschen Schulen verfügen erst 13.000 über eigene
Computer mit Internet-Anschluss . In Finnland sind dagegen bereits fast alle
Schulen vernetzt , in Kanada 80 Prozent und in den USA rund 60 Prozent . Der
Start in Deutschland wurde vor gut drei Jahren mit der Gemeinschaftsaktion "
Schulen ans Netz " geschafft . Doch vielerorts bremsten die Kommunen als
Schulträger , weil die Folgekosten nicht geklärt waren . Die Aktion " Schule ans
Netz " sicherte bisher nur die Anschubfinanzierung . Dies wurde als das " größte
Hindernis bei der Einführung Neuer Medien im Bildungsbereich " angesehen . Mit
dem Versprechen von Telekom-Chef Ron Sommer , künftig als Groß-Sponsor allen
deutschen Schulen das Gratis-Surfen im Internet zu finanzieren , verfolgt die
einstmals staatliche Telefongesellschaft auch handfeste wirtschaftliche Ziele .
Durch die Gewinnung der Schüler als " Kunden von morgen " will die Telekom ihre
Vormachtstellung beim Internet-Zugang und als E-Mail-Transporteur weiter
festigen . Aufgerüttelt wurden die Telekom-Bosse , als bei einer Sonderaktion
der Aldi-Kette an einem Vormittag im Dezember 500.000 neue PC über die
Ladentische gingen . Vormontiert war auf diesen Geräten die Software von
Telekom-Konkurrent AOL . Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft forderte am
Freitag auf einer Lehrerbildungskonferenz in Hamburg , dass der zunehmende
Computereinsatz in der Schule Folgen für die Ausbildung wie für die
Weiterbildung der Pädagogen haben muss . Die wenigsten setzen aber bisher
Computer im Unterricht ein . Restaurant-Führer mit Routen-Planer im
CeBIT-Special Wer zur CeBIT in Hannover unterwegs ist und nicht auf Messe-Partys
oder Stand-Feten hängen bleibt , kann sich ab heute die Planung der
Abendgestaltung etwas einfach machen . Im CeBIT-Special auf heise online steht
ab sofort ein Restaurant-Führer für Hannover und Umgebung zur Verfügung .
Diejenigen , die sich in Hannover nicht auskennen , werden einen zusätzlichen
Service zu schätzen wissen : Für jedes Restaurant lässt sich ausgehend von den
Messeparkplätzen , vom Hauptbahnhof oder einer beliebig wählbaren Adresse ( etwa
einem Hotel ) eine Wegbeschreibung mit Stadtplanausschnitt anzeigen . Wer sich
den Weg nicht merken kann , findet zusätzlich eine Version zur Ausgabe auf einem
Drucker . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber
den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar
, Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Das
Internet braucht in schweren Zeiten einen Schutzpatron und Sankt Isidor soll den
Job machen . Vor allem tiefreligiöse Dot.Com-Programmierer werden aufatmen und
sich eine Schutzplakette an den Monitor bappen , wie dies früher die Autofahrer
mit Sankt Christophorus machten , vor der Erfindung von ABS . Auf alle Fälle
scheint Sankt Isidor besser drauf zu sein als der geistliche Beistand , den IUMA
mit sich führte , wie in einem alten wwww berichtet . Bei IUMA gehen die Lichter
aus , weil der Bedarf an Internet-Untergrund-Musik unergründlich gering ist und
EMusic seine Zahlungen einstellte . Die Abschiedsworte haben Stil und künden der
Nachwelt vom Stolz des Bobos : Der weltgrößte Untergrund-Dienst entlässt alle 8
Mitarbeiter und ruft Freiwillige , die als Moderatoren die Fahne hochhalten . In
der Internet-Musikbranche sind Stilfragen eigentlich nebensächlich . Erlaubt ist
, was nicht kopiert werden kann , und das Gegenteil ist auch gestattet . Was
aber passiert , wenn eine neue Geschäftsidee darin besteht , die Tauschaktionen
von Napster-Nutzern zu analysieren und daraus Trends und Marketing-Aktionen zu
produzieren ? BigChampagne nennt sich die Firma , die sich anschaut , was für
MP3-Dateien ein Napsterer auf seiner Festplatte hat und ihn dann entsprechend
mit Werbung zumüllt . Das ist stillos , unsittlich und dreister Spam , ereifert
sich nun die Napster-Community . Auf alle Fälle ist es nicht just for fun , wie
das harmlose Dateitauschen gerne beschrieben wird . Was man nicht zum Spaß macht
, sollte man bleiben lassen . Sankt Isidor dürfte sich kopfschüttelnd von diesem
späten Vertreter der Null-Bock-Generation abwenden . Sie servieren uns eine Sima
Gräfin von Hoensbroech als erste " Internet-Frau " Deutschlands . Gewählt wurde
die Gräfin von der Initiative " Frauen im Internet " , die der Lobbyist und
Dripke-Kunde eco ( Electronic Commerce Forum ) kurzer Hand ins Leben gerufen hat
. Gräfin von Hoensbroech betreibt nach Angaben ihrer PR-Arbeiter den größten
Food-Lieferservice für Verbraucher . Denn im Netz hat der Adel bislang keinen
besonderen Ruf . Das ist das Verdienst eines Rechtsanwaltes , der als Günter
Dörr das Licht der Welt erblickte . Möge sich ein Graf melden und zu Sankt
Isidor pilgern - es muss ja nicht gleich zum Gang nach Canossa werden . Man kann
es als gescheiterten Versuch sehen , mit der grünen die braune Vergangenheit weg
zu tünchen , die nicht nur Neonazis beschäftigt . Aus den USA kommt nun die
Nachricht , dass ein Buch erscheint , welches sich mit der Nazi-Vergangenheit
der Firma IBM auseinander setzen soll . Vorsorglich warnt nun IBM seine
Angestellten , dass man nicht nur die Grammy-Verleihung ins Web castet , sondern
ernstere Dinge anstehen . Doch eigentlich ist es um die Mitteilung vom Schicksal
der Deutschen Hollerith-Maschinen-Gesellschaft ( DEHOMAG ) bestellt wie um Sankt
Isidor - die Nachricht ist bekannt . Dass die Nazis die Maschinen benutzten ,
dürfte eigentlich auch den Amerikanern nicht unbekannt sein , da eine dieser
Maschinen im Holocaust-Museum zu Washington steht . Nun werden wir sicher eine
Debatte bekommen , ob das Rechnen der Nazis mit Hollerith-Maschinen mit dem
Drucken von Durchhalte-Literatur für die Nazis durch Bertelsmann verglichen
werden kann . " Die Geschichte gehört denen , die von ihrer Existenz wissen " ,
weiß Rafael Chirbes in seinem Roman über den Tag , bevor Franco starb . Manche
kennen halt nur den Tag , an dem Conny Cramer starb . Ob sich Conny Cramer mit
Sankt Isidor im Himmel tummelt , entzieht sich meiner Kenntnis . Hier hernieden
auf Erden tummeln sich ganz andere Heilige . Bald schon geht es im
Antitrust-Prozess um Microsofts Monopol weiter . Suns Scott McNealy soll derweil
wie eine Sonne rot angelaufen sein , als er eine Rede im National Press Club zu
Washington hielt , die sich in weiten Teilen mit Microsoft und Gates
beschäftigte . Dabei ging ein anderer Vorschlag von McNealy unter : Nach den
Strom-Blackouts der letzten Woche möchte McNealy eine Initiative von IT-Firmen
gründen , die sich für die Errichtung von Atomkraftwerken in Kalifornien stark
macht : " Eine andere Lösung sehe ich nicht " . Dies von einer Firma , die die
Sonne im Namen führt . Natürlich darf auf so einer Veranstaltung nicht der
Wettbewerb um das neueste Modewort fehlen . Das sei in der letzten Zeit für all
die ins Handy flötenden und eifrig SMS tippenden Kids " empowered " gewesen ,
meint eine nette Frau von Forrester , die die Veranstaltung mit sponsern . In
Zukunft sei es " impatient " . Denn ungeduldig seien sie , all die jungen Leute
, die das Internet umkrempeln . Da haben die schicken Flash-Animateure und
Software-Entwickler ja noch einiges zu tun , damit die Kids nicht ebenso wie die
gestandenen Internet-Freaks angesichts des neuen Internet vor Ungeduld sterben .
Manch säkularer Heiliger der deutschen Geschichte mag jedenfalls die Ungeduld
der Milia-Wiedergänger mit Geduld betrachten : Die Eule der Minerva beginnt eben
erst bei Dämmerung ihren Flug . Da sind die Bobos und die Bertelsmänner aber
schon im Bett - oder auf einer netten Party . Was wird . Der Vatikan sollte sich
übrigens beeilen : www.isidor.va ergibt einen DNS-Fehler . Wenn auch Sankt
Isidor noch so seine Probleme mit dem Internet hat , kommt der heilige Valentin
rechtzeitig zum 14. Februar in der kommenden Woche schon besser daher , auch
wenn in Deutschland nur als Radarwarner . Immerhin gab es in der katholischen
Kirche zwei Märtyrer , die so hießen , ein römischer Priester , der sein
Martyrium während der Regentschaft des Kaiser Claudius II. erfuhr , und den
Bischof von Termi - möglicherweise sind die beiden Valentins aber auch ein und
dieselbe Person , die Historiker sind sich nicht ganz einig . Fleurop oder
1-800-Flowers existieren aber glücklicherweise noch nicht so lange , damit
müssen erst wir heutigen Zeitgenossen uns herumschlagen - genauso wie mit all
den dümmlichen Vorschlägen und herzigen E-Briefchen , mit der uns diverse Bobos
ihre Dienste zum Valentinstag per Internet anbieten . So trösten wir uns mit
Hegel und Chirbes und vergessen Isidor und Valentin . WEF-Hacker : Wir sind
gegen " private areas " Nachdem Angreifer in die Server des
Weltwirtschaftsforums ( WEF ) eingebrochen waren und vertrauliche Daten
prominenter Teilnehmer gestohlen hatten , ist nun ein Interview mit den
angeblichen Tätern in der Schweizer Sonntagszeitung erschienen . Darin heißt es
, der Einbruch sei schon irgendwann im Jahr 2000 erfolgt . Besondere
Schwierigkeiten habe die Gruppe dabei nicht gehabt : " Sie könnten auch jemanden
fragen , wie er in einen offenen Hof spaziert ist . " Eindringen könne man das
nicht nennen , man habe keine speziellen Hilfsmittel benötigt . Man könne auch
sagen , " die Daten lagen in einem Schaufenster und boten sich selbst an " ,
erklärt die Gruppe , die sich Virtual Monkeywrench nennt . Ein monkey-wrench ist
ein Universalschraubenschlüssel , umgangssprachlich meist " Engländer " genannt
. Zum Hintergrund der Aktion heißt es : Ziel sei es nicht , das
Weltwirtschaftsforum zu verhindern , sondern die Machtstrukturen zu
unterminieren . " In unseren Augen ist geistiges Eigentum illegitim , es dient
den Interessen der Mächtigen und stört die Zusammenarbeit " . Es gebe andere
Formen , wie etwa die freien Softwareprojekte im Internet zeigten : Die Idee von
freier Software richtet sich gegen den Eigentumsbegriff . Jeder kann sie
benutzen . Das " Ideal vom freien Zugang " gelte aber nicht nur bei Software ,
die Idee funktioniere auch in der Gesellschaft : " Es sollte allen möglich sein
, von natürlichen , ökonomischen und sozialen Ressourcen zu profitieren " ,
erklären die Interviewten . Hacken sei eine Möglichkeit : Alles aus den
Computern rauszubekommen . Das heißt : Elegante Programme zu schreiben . Nur die
Massenmedien verstehen das nie . Sicherheitsbarrieren zu durchbrechen , heißt
korrekterweise Cracken . Und auf die Frage , was ihr größter Traum sei , meinen
die Interviewten : Die Sonntagszeitung hatte offensichtlich anfangs einige
Zweifel , ob es sich bei den Interview-Partnern tatsächlich um diejenigen
handelt , die in die WEF-Server eingedrungen sind . Das Blatt geht aber
inzwischen davon aus , dass das schriftlich geführte Interview authentisch ist .
Bei der Schweizer Zeitung war aber am heutigen Sonntag kein Ansprechpartner für
Rückfragen zu erreichen . Zusätzlich zu dem Interview veröffentlicht die Zeitung
auch Listen von Personen , deren Telefonnummern oder Passwörter sich unter den
vom WEF-Server gestohlenen Daten befunden haben . Bereits bei Bekanntwerden des
Angriffs hatte die Sonntagszeitung erklärt , ihr sei eine CD mit allen Daten
zugespielt worden , die sich auf dem WEF-Server befunden hätten . Das
Weltwirtschaftsforum hat in der letzten Woche ebenfalls Stellung zu dem Einbruch
in die WEF-Server bezogen . Die Organisatoren bestätigten , dass in die
Datenbank eingebrochen worden sei , die Informationen über WEF-Teilnehmer im
Jahr 2000 enthalten habe . " Während der Großteil der Informationen identisch
mit den Angaben waren , die in den Teilnehmerinformationen während des Forums
veröffentlicht wurden , enthielt die gestohlene Datenbank darüber hinaus die
Kreditkartennummern von ungefähr 1.400 Personen . " Das WEF betrachte das
Ereignis als ernsthaftes Verbrechen und habe die Schweizer
Strafverfolgungsbehörden gebeten , eine Untersuchung einzuleiten , um die
Verantwortlichen festzustellen . " Trotz der Cyber-Attacke bleibt das WEF
entschlossen bei der Verpflichtung auf seine Mission , den Zustand der Welt zu
verbessern . " Krisenstimmung bei France Telecom vor Orange-Börsengang Das
Umfeld für den Börsengang seiner Mobilfunktochter Orange ist denkbar schlecht ,
die Investoren haben ihren Glauben an Technologie-Aktien verloren , ganz im
Sinne der trüben Vorgaben aus den USA . Zwar konnte Telecom-Chef Michel Bon
durch den Rabatt kurz vor Toresschluss das Interesse lustloser Investoren
beleben , doch der auf Dienstag verschobene Börsengang droht immer noch zur
Zitterpartie zu werden . Ob er sie bekommen hat , will er erst am Dienstag
verraten . Der Markt hat schon die Ankündigung des Rabatts am vergangenen
Mittwoch als Verzweiflungstat des Telecom-Konzerns gewertet . Die Strafe folgte
auf dem Fuße . Das Telecom-Papier rutschte an einem Tag über sechs Prozent nach
unten und zog den gesamten Markt mit sich . Über die Woche verteilt hat die
France-Telecom-Aktie über 10 Prozent verloren , und das zu einem denkbar
schlechten Zeitpunkt , wo das Unternehmen Geld und nochmals Geld braucht . Der
Telecom-Konzern muss seine Schulden beim vorherigen Orange-Besitzer Vodafone
begleichen . Das wissen die Investoren und konnten somit Druck machen . Michel
Bon hat in den vergangenen zwei Wochen auf einer Rundreise durch Europa Stimmung
für Orange gemacht - doch seine Show hat nur wenig Begeisterung wecken können .
Wie schön waren doch die Zeiten im März 2000 , als die France-Telecom-Aktie bei
über 220 Euro stand . Am vergangenen Freitag waren es 83 Euro . Allerdings steht
Bon mit seiner Not nicht allein . Alle europäischen
Telekommunikationsunternehmen haben Schuldenberge und Milliarden-Kredite
aufgenommen , um im Wettbewerb um die UMTS-Mobilfunklizenzen zu bestehen . Die
Jagd nach dem Mobilfunkgeschäft der Zukunft gleicht einer Mega-Einkaufstour
durch Haute-Couture-Boutiquen - statt auf den Ausverkauf zu warten . Damit sich
der Erwerb der horrend teuren UMTS-Mobilfunklizenzen lohnt , ist der vorherige
Einkauf nationaler Mobilfunknetze sinnvoll - um für die neuen Lizenzen einen
bestehenden Kundenstamm zu haben . Doch zurzeit scheinen die Börsen den Glauben
an das UMTS-Potenzial verloren zu haben . Gewiss sind die Geschäftsaussichten
verlockend . Mit UMTS soll das kleine Handy zum Multimedia-Terminal werden , mit
dem der Besitzer Filme anschauen und Musik hören , einkaufen oder sich in
Gesprächs-Konferenzen einschaltet , und das alles in hoher Geschwindigkeit .
Angesichts der jetzt schon absehbaren Verzögerungen bei der Vergabe einiger
UMTS-Lizenzen , dem Aufbau der Infrastruktur und der notwendigen Entwicklung
neuer Dienstangebote wird die bunte neue Plauder-Welt wohl erst in zwei bis drei
Jahren verfügbar sein . Nach Frankreich , wo die Lizenzvergabe verschoben wurde
, weil nur zwei Kandidaten Interesse zeigten , hat jetzt auch Belgien eine
Pleite erlebt - für die vier UMTS-Lizenzen gab es nur drei Bewerber . Es rächt
sich die Gier der Regierungen , die durch überzogene UMTS-Preise der neuen
Technologie die Luft abwürgen . Zurzeit triumphieren die Skeptiker , die vor zu
hohen Lizenz-Preisen gewarnt haben . Bertelsmann auf Expansionskurs Nach der
Neuordnung der Eignerstruktur will der Bertelsmann-Konzern mit seiner
Fernseh-Tochter RTL Group , an der er Anfang der Woche die Merhheit übernommen
hatte , weiter expandieren . " RTL ist europäischer Marktführer , aber es gibt
noch manche weiße Flecken auf der Landkarte " , kündigte Finanzvorstand
Siegfried Luther in der Welt am Sonntag an . " RTL wird bei der anstehenden
Konsolidierung eine Rolle spielen und entsprechend zukaufen . " Kandidaten wolle
er jedoch nicht nennen . Auch eine Expansion in die USA sei jetzt " denkbar " .
Das bestehende RTL-Management solle im Amt bleiben . Wie die Zeitschrift EURO am
Sonntag berichtet , verhandelt der Bertelsmann-Konzern mit der spanischen
Telefonica über eine Allianz . Ein Bertelsmann-Sprecher sagte , man kommentiere
derartige Spekulationen nicht . Bertelsmann hatte aber bereits bei der Übernahme
von Lycos durch die Telefonica-Tochter Terra eine weitgehende Allianz mit dem
spanischen Konzern geschlossen . In der spanischen Presse war bereits über einen
Einstieg der RTL Group bei Telefonica Media spekuliert worden . Wie die
Wirtschaftszeitung Cinco Dias berichtete , soll die RTL Group die Führung über
Telefonica Media übernehmen . Die RTL Group ist bereits bei dem zu Telefonica
gehörenden TV-Sender Antena 3 mit 17,22 Prozent beteiligt . Neben dem
Fernseh-Geschäft will Bertelsmann auch die Musiksparte weiter ausbauen . " Eine
Fusion von Bertelsmann-BMG mit der britischen EMI-Gruppe können sich die
Beteiligten sehr gut vorstellen " , erläuterte Luther . Fraglich sei derzeit
noch , ob sich ein Zusammenschluss wegen der zu erwartenden Kartellauflagen
ökonomisch rechtfertige . Nach dem Einstieg der belgischen Investorengruppe
Groupe Bruxelles Lambert ( GBL ) bei der Bertelsmann AG sind nach Angaben von
Finanzvorstand Luther keine weiteren Veränderungen in der Gesellschafterstruktur
zu erwarten . Diese 25 Prozent könne der neue Gesellschafter in drei bis vier
Jahren an die Börse bringen . Damit sei dann das Gesamtunternehmen an der Börse
notiert . Telecom-Ausrüster Lucent unter der Lupe Lucent , einer der weltgrößten
Hersteller von Equipment für Telecom-Carrier und Internet-Provider , kommt nicht
aus den Schlagzeilen . Ende der vergangenen Woche kündigte die US-amerikanische
Börsen- und Finanzaufsicht Securities and Exchange Commission ( SEC ) an , man
untersuche , ob das Bilanzgebahren von Lucent geltendem Recht entsprochen habe .
Lucent hatte Ende Dezember seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal des
Geschäftsjahres nachträglich nach unten korrigiert . Der Gewinn pro Aktie lag
nur bei zehn Cents gegenüber der vorherigen Berechnung von 18 Cents . Die SEC
untersucht nun , ob die Bilanzen von Lucent absichtlich falsch ausgewiesen
wurden . Man habe einen Fehler entdeckt und dies auch freiwillig der SEC
gemeldet und der Behörde alle notwendigen Informationen zur Verfügung gestellt .
Auch wenn die Untersuchung der SEC eigentlich nichts besonders ist , da sie nach
geltendem Recht bei Bilanzfehlern immer in Aktion treten muss , wirft dies doch
erneut ein schlechtes Licht auf den Netzwerkgiganten Lucent . Die Wall Street
war ziemlich schockiert , als der Konzern Fehler in der Bilanz bekannt geben
musste - und dies nach diversen Gewinnwarnungen und dem Rauswurf des
Lucent-Chefs Rich McGinn . Anleger hatten nach der Korrektur der Bilanz bereits
gegen das Unternehmen geklagt . Zwar haben die meisten Telecom-Ausrüster
Probleme angesichts der Schwäche des Telekommunikationsmarkts auf Grund dünner
Kapitaldecke und hoher Schulden bei den Carriern , viele der Schwierigkeiten von
Lucent erscheinen aber hausgemacht - vor allem , da der Konzern im Bereich der
optischen Netze , einem der großen Boom-Märkte , eine technologisch führende
Rolle spielen könnte . Gerade in diesem Bereich musste Lucent aber immer wieder
das Feld der Konkurrenz überlassen , da der Konzern es nicht rechtzeitig
schaffte , die Technik auch zur Marktreife zu entwickeln . Besonders der
Hauptkonkurrent , der kanadische Netzwerkkonzern Nortel , konnte seine Führung
gegenüber Lucent immer weiter ausbauen - bei optischen Netzen auf einen
Marktanteil von 43 Prozent . Lucent hat inzwischen im Vergleich dazu nur noch
mickrige 15 Prozent Anteil am Markt der optischen Netze . Am vergangenen Freitag
fiel der Kurs des Lucent-Papiers im normalen Handel nochmals um über 9 Porzent
auf 15,36 US-Dollar , nachdem die Aktie seit letztem August kontinuierlich von
über 60 auf unter 20 US-Dollar gesunken war . Inzwischen ist sie wieder nicht
mehr weit vom 52-Wochen-Tief von 12,19 US-Dollar entfernt , dass die Aktie am
21. Dezember letzten Jahres erreichte , kurz nach der letzten Gewinnwarnung des
Konzerns . Offensichtlich hat Lucent noch einiges an Arbeit vor sich , um das
Vertrauen von Kunden und Investoren zurückzugewinnen - die Zusammenarbeit mit
der SEC bei der Untersuchung der Bilanzpraktiken ist dafür nur ein erster
Schritt . PC-Händler Vobis kündigt Filialschließungen an Die Computer-Kette
Vobis wird nach einem Interview von Vobis-Chef Jürgen Rakow mit der Bild am
Sonntag zehn Filialen schließen . Rakow meinte : " Wir werden in den nächsten
Monaten zehn unserer Filialen wegen besonders schwacher Umsätze schließen . "
Vobis , Tochter des Handelsriesen Metro , hat rund 140 eigene Geschäfte sowie 21
Lizenznehmer . Mit dem PC-Verkauf verdienen wir kein Geld mehr .
Lebensmittelketten und andere Discounter benutzen den Verkauf von PCs , um sich
neue Kundenkreise zu erschließen . Bereits zuvor hatte Rakow gegenüber Computer
Bild angekündigt , dass Vobis über kurz oder lang verkauft werden solle : "
Unser Mehrheitsgesellschafter Divaco will seine Anteile verkaufen " . Divaco
hält 75 Prozent und gehört der Metro , dem Gerling-Konzern sowie der Deutschen
Bank . Rakow hält zusammen mit seinem Partner Jürgen Bochmann die restlichen 25
Prozent an Vobis . Der Vobis-Chef bestätigte Verhandlungen mit mehreren
Kaufinteressenten . " Im März dieses Jahres sollten die Verträge wasserdicht
sein . " Wer die Kaufinteressenten sind , wollte Rakow nicht bekannt geben .
John Gilmore : Für John Gilmore , Mitbegründer der Electronic Froniter
Foundation ( EFF ) , läuft in der momentanen Diskussion um Urheberrecht und
Kopierschutz einiges falsch : " Es spricht überhaupt nichts dagegen , Leuten die
Möglichkeit zu geben , kopiergeschützte Produkte zu erwerben " . Es sei jedoch
falsch , wenn Verbraucher , die Produkte wollen , die einfach nur ohne
Kopierschutz Bits , Audio- und Videodaten aufzeichnen , keine fänden , weil
diese Produkte vom Markt verdrängt worden seien . In einem ausführlichen Artikel
, den c't in deutscher Übersetzung unter der GPL veröffentlicht , beschäftigt
sich Gilmore grundsätzlich mit den Fragen des Urheberrechts- und Kopierschutzes
in den Zeiten des Internet und der digitalen Medien . Gilmore ist ein
renommierter Internet-Aktivist , der sich schon lange mit den gesellschaftlichen
Konsequenzen der Technik auseinander setzt . Er hat nicht nur unter anderem die
EFF mitbegründet , sondern auch die Cypherpunks und die alt-Hierarchie des
Usenet . Neben grundsätzlicher Kritik beispielsweise an Pay-per-use-Systemen und
der Geheimniskrämerei der Industrie bei Geräten mit Kopierschutzsystemen meint
Gilmore , Urheberrechtsregelungen und Kopierschutz würden für andere Zwecke als
ursprünglich vorgesehen missbraucht : " Nicht zum Schutz bestehender Rechte ,
sondern um neue Rechte frei nach Belieben des Copyright-Besitzers zu etablieren
. " Dadurch entsteht für Gilmore eine Einschränkung der Rede- und Pressefreiheit
mittels ausgedehnter Kopierschutzmaßnahmen . Das Recht auf Kritik werde durch
dieses Ungleichgewicht verletzt . Dabei gebe es nun die Möglichkeit , beliebige
Informationen , die kompakt auf digitalen Medien untergebracht werden können ,
zu duplizieren . " Wir können sie weltweit vervielfältigen und Milliarden von
Menschen zur Verfügung stellen - zu sehr niedrigem Preis und für alle
erschwinglich . " Es schlichen aber " griesgrämige Geister umher " , die gerade
aus der Aufrechterhaltung des Mangels Profit zögen . Geht es nach Gilmore , ist
eine grundlegende Änderung in der Herangehensweise notwendig : Die Teile der
Industrie , die nicht anpassungsfähig seien , sollten nach Meinung Gilmores von
der Bildfläche verschwinden und durch anpassungsfähige ersetzt werden . Die
Übersetzung steht auch online zur Verfügung und unterliegt - wie das
amerikanische Original - der GNU General Public License ( GPL ) . Milia :
Online-Spielen das " Spiele-Segment der Zukunft " Der Markt für Online-Spiele
soll in den nächsten Jahren stark wachsen : " Online-Spiele werden das
Spielsegment der Zukunft sein " , sagte John Riccitiello , Chef des Unternehmens
Electronic Arts , auf der Multimedia-Messe Milia in Cannes . Im Herbst wolle
Electronic Arts eine Internet-Spiele-Plattform auch für den europäischen Markt
anbieten . Spiele für kleine mobile Geräte wie Handys oder Taschen-PCs werde das
Unternehmen jedoch vorerst nicht entwickeln . " Das drahtlose Entertainment ist
heute noch mehr ein Hobby als wirklich ein Geschäft " , sagte Riccitiello .
Lange Durststrecke für die Telecom-Unternehmen Die Telecom-Unternehmen dürften
in diesem Jahrzehnt nicht mehr aus den roten Zahlen kommen . " Wir erwarten erst
für das Jahr 2012 ein Ende der Verschuldung " , kommentierte Matthew Nordan vom
Marktforschungsinstitut Forrester Research auf der Multimedia-Messe Milia in
Cannes . " Die immensen Lizenzgebühren für das schnelle mobile UMTS-Netz sind
gezahlt , doch auf die ersten Einnahmen werden die Unternehmen noch lange warten
müssen " , meinte Nordan . Die Unternehmen seien jedoch verdammt , wenn sie die
Gebühren zahlten , und sie seien verdammt , wenn sie sie nicht zahlten . Durch
Zugangs- und Nutzungsgebühren erwarte das Institut für die Telecom-Unternehmen
im Jahr 2003 erstmals wieder ein Umsatzwachstum von drei bis 25 Prozent . Die
zurückgehende Begeisterung der Investoren angesichts solcher Aussichten bekommt
momentan auch France Telecom zu spüren . Der Börsengang der Mobilfunktochter
Orange steht nicht gerade unter einem guten Stern . Zwar ist die Neuemission
inzwischen nach Angaben des Unternehmens von institutionellen Anlegern zweifach
überzeichnet , Analysten schätzten das Ergebnis am Wochenende aber als " recht
mager " ein - und das , nachdem der französische Telecom-Riese bereits die
Preisspanne der neuen Aktie wegen mangelnder Nachfrage gesenkt hatte . Für die
Konkurrenten von Orange sind diese bescheidenen Perspektiven keineswegs Anlass
zur Freude - genauso wenig wie die Prophezeiungen der Marktforscher . Die hoch
verschuldeten deutschen , britischen und niederländischen
Telekommunikations-Konzerne befürchten ähnliche Probleme wie bei Orange bei den
für dieses Jahr geplanten Börsengängen ihrer Mobilfunktöchter . Die Platzierung
der Orange-Aktien galt als wichtiger Test für das Interesse der Investoren an
Aktien von Mobilfunkfirmen . IBMs Hackertruppe knackte neun von zehn
Online-Shops Nach einem Bericht des Magazins SAFER ( Security Alert for
Enterprise Resources ) gelang es " gutwilligen " Hackern im Auftrag von IBM ,
bei neun von zehn Versuchen in Online-Shops einzudringen . Sie knackten dabei
die Server , die zur Speicherung von Kreditkarteninformationen genutzt wurden .
Cal Slemp , IBMs Chef für Sicherheitsdienstleistungen , bestätigte laut SAFER
die Einbrüche , wollte aber die Namen der geknackten Online-Shops nicht nennen .
Eine Gruppe von " Ethical Hackers " arbeitet seit einiger Zeit für IBMs Watson
Research Lab als Teil des " e-business Mark Program " . Unternehmen und
Web-Anbieter , die sich daran beteiligen , können ihre Web-Site von IBM auf
Sicherheitsrisiken untersuchen lassen . Laut IBM kommen dabei spezielle Tools
zum Einsatz , die von der Hacker-Gruppe entwickelt wurden . Alpha-Version von
Apache 2.0 freigegeben Der frei verfügbare Web-Server Apache macht
Riesenschritte auf die Version 2.0 zu . Eine Alpha-Release der neuen Version
steht seit gestern auf den Web-Seiten des Apache-Projekts zum Download bereit .
Apache ist mit rund 58 Prozent ( Stand Mitte Februar ) der verbreitetste
Web-Server im Internet ; es existieren nicht nur Versionen für diverse
Unix-Derivate , sondern etwa auch für BeOS , OS/2 und Windows . Zu den
Neuerungen in Apache 2.0a1 gehört unter anderem , dass der Server nun auf
Unix-Systemen , die POSIX-Threads bieten , in einem gemischten
Multiprozess/Multithread-Modus arbeiten kann . Durch die Apache Portable Runtime
und betriebssystemspezifischer Multiprozess-Module hoffen die Entwickler zudem ,
auf anderen Systemen als Unix größere Stabilität und mehr Performance zu
erreichen , da keine POSIX-Emulation mehr benötigt wird . Auch die
Schnittstellen für Module wurden beispielsweise geändert , um den Umgang mit
ihnen zu vereinfachen und weitgehend zu automatisieren . Die Entwickler wollen
auch erreichen , dass durch API-Erweiterungen mehr von Modulen selbst übernommen
werden kann , ohne den Server selbst zu patchen . Die Alpha-Release ist explizit
als Version zum Experimentieren deklariert ; sie liegt nur als
Quelltext-Distribution vor . Reisebranche im Umbruch : Lufthansa baut
Online-Vertrieb aus Die deutsche Airline Lufthansa will in den nächsten sechs
Monaten den Direktvertrieb von Flugreisen über das Internet massiv ausbauen . In
einem Gespräch mit dpa kündigte der Lufthansa-Vertriebsvorstand Thierry Antinori
an , die Airline plane im Online-Vertrieb ein Netz unterschiedlicher
Absatzkanäle und Partnerschaften . Die Unternehmen seien daher bestrebt , den
Kunden im Netzwerk der eigenen Fluggesellschaft zu halten , was zu einer
Veränderung der bisherigen Vertriebsketten führen müsse . Entscheidender Faktor
für den Markterfolg sei ein möglichst schneller Zugang zum Kunden . Auch ein
gemeinsamer Internet-Auftritt europäischer Fluggesellschaften sei im Gespräch .
Als Beispiel für die Änderung des Kaufverhaltens von Urlaubern und
Geschäftsreisenden nannte Antinori No-Name-Tickets zu Niedrigpreisen oder
Miniauktionen zwischen Kunden und Fluggesellschaften . " Amerikanische
Internet-Firmen , die mit diesem Konzept in den USA erfolgreich sind , greifen
jetzt den europäischen Markt an " , ergänzte Antinori . Und er betonte : " Wir
möchten die Spielregeln in diesem Bereich mitbestimmen . " Die Ankündigungen der
Lufthansa erfolgten am Rande der Internationalem Tourismus-Börse in Berlin , des
weltgrößten Branchentreffs der Reiseveranstalter , der heute Morgen begann .
Zwar betonte auch der Lufthansa-Manager Antinori , dass der traditionelle
Vertrieb von Reisen noch sehr lange existieren werde , die Messe steht aber
offensichtlich im Zeichen des Wandels . Online und Internet sind auch in der
Tourismus-Industrie die Schlagwörter der Stunde . Dabei sehen sich gerade die
Reisebüros direkter Konkurrenz durch Veranstalter ausgesetzt , die über den
Internet-Direktvertrieb den Reise-Zwischenhändlern nach und nach das Wasser
abgraben könnten . Experten bezweifeln , dass die Vermittler durch zusätzliche
Gebühren , wie viele Büros sie planen , ihre Existenz sichern können - allein
Zusatznutzen durch besonderen Service und eigene Internet-Dienste könne in
Zukunft noch reisefreudige Urlauber in die örtlichen Büros locken . IBM kündigt
Version 7 seiner relationalen Datenbank an Auf dem e-Business Forum in Wien ,
einer Marketingveranstaltung mit rund 1.000 Kunden und Partnern , kündigte IBM
heute Version 7 der relationalen Datenbank DB2 UDB ( Universal Database ) an .
UDB ist eine von drei DB2-Versionen und läuft auf verschiedenen UNIX-Derivaten ,
auf Windows NT und 2000 sowie OS/2 . Auch Linux zählt mittlerweile zu den
unterstützten Plattformen . Eines der Highlights des neuen Releases sind
integrierte In-Memory Datenbanken , die zu dramatischen
Geschwindigkeitsverbesserungen bei Text-Suchen in Webanwendungen führen sollen .
IBM nimmt für sich ein überdurchschnittliches Wachstum im Datenbankmarkt in
Anspruch . Der Markanteil wird dabei immer noch wesentlich von DB2 für die
Großrechner der S/390-Serie und die Midrange-Systeme AS/400 getragen . Laut den
Marktforschern von Dataquest beträgt IBMs Marktanteil mittlerweile 32 Prozent
gegenüber 29 Prozent für Oracle und 10 Prozent für Microsoft . Nach
Untersuchungen von IDC liegt dagegen nach wie vor Oracle vorne . Das hängt nach
den Worten von Janet Perna , General Manager IBM Data Management , damit
zusammen , dass IDC auch die Wartungskosten einbezieht , während Dataquest nur
die Lizenzeinnahmen zählt . Auch wenn das Datenbankgeschäft bei IBM traditionell
Mainframe-lastig ist , geht das überdurchschnittliche Wachstum auf das Konto
Windows NT ( 131 Prozent Zuwachs pro Jahr ) und Unix ( 69 Prozent Wachstum ) .
Auch die Bereiche Content Management ( 83 Prozent Steigerung ) und Business
Intelligence ( 60 Prozent Wachstum ) trugen einen gutes Stück zur Steigerung des
IBM-Anteils am Datenbankmarkt teil . DB2 Version 7 ist als Beta ab dem 12. April
zum freien Download verfügbar ; das fertige Produkt soll noch im ersten Halbjahr
geliefert werden . Preise gibt IBM derzeit noch nicht bekannt , kündigt aber
neue Lizenzmodelle für ASP ( Application Service Provider ) an , die an
Kundenumsätze gebunden werden sollen ( per subscriber und per transaction ) .
Dies werde für die ASPs zu geringeren Anfangsinvestitionen führen . Wirbel durch
SMS-Flut Der SMS ( Short Message Service ) , die kurzen Textnachrichten über das
Handy , hat weltweit einen ungeahnten Erfolg . Einige Betreiber erwarten sich
sogar von SMS einen entscheidenden Schub für den weiteren Boom des Mobilfunks .
Aber nicht nur die Kids verabreden sich oder flirten per SMS - auch bei
Nachrichten-Diensten und sogar E-Commerce-Transaktionen soll SMS weiterhelfen .
Wo viel Licht ist , ist allerdings auch viel Schatten . Aber auch die News per
SMS sorgen inzwischen für Wirbel . Ursache der Aufregung : Per SMS versandte
Gerüchte und Falschmeldungen . Das Phänomen droht beispielsweise die politische
Führung der Philippinen zu überrollen . " Zum Problem werden sie aber dann ,
wenn sie mit ihrem Inhalt Frieden und Ordnung gefährden . " Die Scherze waren
zwar schlecht , ihre Wirkung aber verfehlten sie nicht . Dabei blieb es freilich
nicht : Mittlerweile haben die SMS-Piraten schwerere Geschütze gegen den
Staatschef und Ex-Schauspieler Estrada aufgefahren : Die Regierung sieht
inzwischen nicht Einzelne , sondern eine " konzertierte Aktion " hinter den
Attacken gegen den Präsidenten , dem viele seiner Landsleute Mauscheleien ,
Raffgier und Inkompetenz vorwerfen . " Den Botschaften wohnt derselbe Geist
kreativer Rebellion inne " , meint der Kolumnist der Zeitung Philippine Daily
Inquirer , Conrado de Quiros . " Die Mitteilungen sind eine der subversivsten
Aktivitäten , wenn nicht die subversivste Aktivität des Landes überhaupt . "
Denn sie seien auch für Bürger attraktiv , die sich sonst von der Politik fern
halten . Nach einem Vorschlag des Chefs der staatlichen Kommission für
Telekommunikation , Joseph Santiago , könnte eine Zusammenarbeit von Medien und
Handy-Betreibern Abhilfe schaffen : Tauchen Falschmeldungen auf , sollten
Nachrichtenprofis einfach Richtigstellungen formulieren und im Netz verbreiten .
Internet für Urlauber auf hoher See Wer es auch während einer Kreuzfahrt nicht
lassen kann , darf jetzt bei der Norwegian Cruise Line auch während des Urlaubs
auf hoher See E-Mails empfangen und verschicken sowie im Internet surfen . Auf
dem neuen NCL-Flaggschiff " Norwegian Sky " befindet sich nach Angaben der
Reederei in allen Kabinen ein Internet-Anschluss . Außerdem steht den
Passagieren ein Internet-Cafe zur Verfügung . Indiens Finanzminister sieht Green
Card positiv Am heutigen Dienstag tagte zum vierzehnten Mal die deutsch-indische
Wirtschaftskommission . Konzentriert sich doch die öffentliche Diskussion um das
Vorhabens zu einem großen Teil auf indische EDV-Fachleute . Indiens
Finanzminister Yashwant Sinha zeigte Verständis für die teilweise recht hitzige
Debatte um die " Green Card " in Deutschland . Ein Slogan wie " Kinder statt
Inder " sei in einer demokratischen Diskussion normal . Indien habe ein riesiges
Potenzial an Fachkräften , das es mit dem Ausland teilen wolle . Wegen der
limitierten Zahl von " Green Cards " werden seiner Ansicht nach in Deutschland
keine Arbeitsplätze gefährdet . Er befürchtet andererseits auch keinen Schwund
an Computer-Spezialisten im eigenen Land : " Wir haben 50 Millionen davon , da
können wir einige abgeben . " Bundeswirtschaftsminister Werner Müller sprach
sich gegen eine Kopplung der Arbeitserlaubnisse für ausländische EDV-Fachkräfte
an die Ausländergesetzgebung aus . Die " Green Card " solle eine schnelle Hilfe
für einen schwachen Zweig der deutschen Industrie bieten . Deshalb soll sie nach
Ansicht von Müller auch auf diese Branche beschränkt bleiben . Er hofft
allerdings , dass das Vorhaben die Beschäftigungsverhältnisse für ausländische
Fachleute vereinfachen werde ; ihre Arbeitsbedingungen müssten jedoch verbessert
werden . Müller äußerte in diesem Zusammenhang Verständnis für die Kritik aus
dem Ausland . Außerdem erfüllten die bis jetzt vorgelegten Vorschläge zur "
Green Card " die Anforderungen der Wirtschaft noch nicht . Sun , Novell und CMGI
gründen Internet-Dienstleister Die Holding-Gesellschaft CMGI , zu der über 40
Internet-Dienste wie das Web-Verzeichnis HotLinks oder das Portal AltaVista
gehören , gründet zusammen mit Sun und Novell die Firma CMGion . Dazu soll
CMGion ein weltweites Netz von Server-Zentren aufbauen . Über ein Konzept , dass
die Firma virtual networking nennt , möchte man die verschiedenen Zentren
gegenüber den Kunden als logische Einheit präsentieren : Die Lokalisation der
Web-Seiten , Anwendungen und Inhaltsangebote , die Firmen im Internet zur
Verfügung stellen wollen , soll nach außen vollständig transparent sein .
Offensichtlich strebt die Firma an , die Rechenzentren mittels einer Art
globalem Load-Balancing zu verbinden , sodass Zugriffe auf die Angebote der
Kunden jeweils zum schnellsten verfügbaren Rechner umgeleitet werden . Ähnliche
Konzepte für die Erhöhung der Verfügbarkeit von Web-Angeboten und die
Verbesserung der Zugriffsgeschwindigkeit verfolgen allerdings auch andere große
Internet-Dienstleister ; einige Hersteller wie HydraWeb oder F5 bieten zudem
entsprechende Hardware an , die Load Balancing zwischen verschiedenen Servern
durchführen kann , die dann nach außen als ein einziger virtueller Web-Server
erscheinen . CMGI will die Mehrheit am CMGion behalten ; Sun liefert der neuen
Firma die Server-Hardware . Von Novell soll die Software für die Server-Farmen
kommen , darunter Directory- und Web-Caching-Software . Damit könnte die
NetWare-Company einen der größten Erfolge in der letzten Zeit bei den
Bestrebungen verbuchen , von einer LAN-Server-Firma zu einem Lieferanten von
Internet-Software zu werden . Erst vor kurzem stellte Novell auf der
Entwickler-Konferenz Brainshare das Infrastruktur-Modell DENIM für das Internet
vor , das nun auch die Basis der Software-Lösungen sein soll , die CMGion
einsetzen will . Effizientere RSA-Verschlüsselung entwickelt Compaq hat eine
effizientere Methode für die verbreitete RSA-Verschlüsselung entwickelt . Beim
MultiPrime-Verfahren basiert der geheime Schlüssel nicht wie üblich auf nur zwei
, sondern auf drei oder mehr Primzahlen . Dadurch sollen Operationen mit dem
geheimen Schlüssel ( Entschlüsselung und Signatur ) deutlich schneller und
ressourcensparender durchzuführen sein . Operationen mit den dazu gehörenden
öffentlichen Schlüssel ( Verschlüsselung und Signaturprüfung ) dagegen sind von
dem Verfahren nicht betroffen . Daher bleiben MultiPrime-Schlüssel für diese
Anwendung mit bestehender Software kompatibel . Für Server bietet Compaq eine
spezielle Beschleunigerkarte an . RSA Security wird MultiPrime in seine
Entwicklerkits aufnehmen ; eine C-Library soll ab Juni ausgeliefert werden . Ein
Whitepaper zu MultiPrime steht im Internet zur Verfügung . Die
Performance-Gewinne kommen einerseits durch mögliche Parallelverarbeitung zu
Stande ; andererseits wächst der Rechenaufwand kubisch zur Länge des so
genannten Modulus , der für sichere Verschlüsselung heutzutage mindestens 1024
Bit betragen sollte . Das bislang übliche Verfahren berechnet diesen Modulus aus
zwei etwa gleich großen Primzahlen mit jeweils 512 Bit Länge . Den Modulus auf
drei Primzahlen zu verteilen bewirkt nach Compaq-Angaben eine theoretische
Geschwindigkeitssteigerung um den Faktor 6,7 . RSA Security verspricht sich auch
in SmartCards zumindest eine Verdopplung der Performance . Richterin droht
Napster mit Schließung Richterin Marylin Hall Patel hat der Musiktauschbörse
Napster mit der Schließung gedroht , sollte das Internet-Unternehmen den Zugang
zu urheberrechtlich geschützten Musiktiteln weiter nur unzureichend blockieren .
Die bestehenden Filter seien " erbärmlich " , meinte Patel , die Anfang März die
einstweilige Verfügung erlassen hatte , nach der Napster verhindern muss , dass
nicht-lizenzierte Songs über den Dienst getauscht werden . Vor einem endgültigen
Urteil über die weitere Zukunft von Napster will das Gericht aber noch einen
technischen Sachverständigen anhören . Das Gericht beabsichtigt nicht ,
Investoren für mögliche Verstöße gegen das Urheberrecht zur Rechenschaft zu
ziehen . " Die Investitionen sind nicht groß genug , um sie haftbar zu machen "
, meinte die Richterin . Von Hummer Winblad kommt auch der gegenwärtige Chef von
Napster , Hank Barry . Zudem will das Unternehmen Nutzer bestrafen , die die
Sperren umgehen und sich geschützte Lieder herunterladen . Die Vereinigung der
amerikanischen Musikindustrie ( RIAA ) wirft Napster vor , dass die meisten
urheberrechtlich geschützten Titel weiterhin verfügbar seien . Die
Filtersoftware sei nicht ausreichend . Napster hält dagegen , die Musikindustrie
habe nicht genügend Informationen zur Verfügung gestellt , um die Auflagen des
Gerichts , alle geschützten Werke zu blockieren , zu erfüllen . Napster meinte
in der Eingabe an das Gericht , jeder dritte Angestellte sei inzwischen mit dem
Blockieren der Songs beschäftigt . Die Anstrengungen hätten dazu geführt , dass
die Nutzer im Durchschnitt nur noch weniger als halb so viele Dateien
austauschen wie früher . Allerdings stellten Marktforschungsunternehmen fest ,
dass etwa in der letzten Märzwoche die Zahl der Downloads bei Napster sogar noch
anstieg . TelDaFax bleibt abgeschaltet Der strauchelnde Call-by-Call-Anbieter
TelDaFax kann vorerst nicht darauf hoffen , dass die Telekom die Leitungen für
die Firma wieder freischaltet . Wie TelDaFax am heutigen Mittwochmorgen in einer
Börsenpflichtmeldung mitteilte , lehne die Telekom " auch nach weiteren zähen
Verhandlungen " mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Bernd Reuss die
Wiederanschaltung von TelDaFax ab . Reuss beabsichtigt nun , Unternehmensteile
und Tochtergesellschaften von TelDaFax zu verkaufen . Bereits am gestrigen
Dienstag hatte der Telefon-Dienstleister Drillisch angekündigt , man prüfe eine
Rückabwicklung des Netztel-Verkaufs an TelDaFax . Die TelDaFax-Aktien sollen an
der Börse in Frankfurt heute wieder zum Handel zugelassen werden ; zu Beginn des
Börsentags brach der Kurs um über 28 Prozent auf 0,50 Euro ein . Gestern war der
Handel auf Wunsch von TelDaFax ausgesetzt worden , da eine wichtige
Pflichtmeldung bevorstehe . Ihre Veröffentlichung wurde zwar für den Dienstag
angekündigt ; offensichtlich aber hoffte TelDaFax noch am gestrigen Abend , dass
die Verhandlungen mit der Telekom doch erfolgreich sein könnten . Kurz zuvor
hatte die Firma Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens gestellt . World
Access , der neue Mehrheitsaktionär von TelDaFax , der selbst einen Antrag auf
Zwangskonkurs abwehren musste , hatte zwar eine Finanzierungszusage für TelDaFax
gegeben , dies reichte der Telekom aber bislang offensichtlich nicht aus .
Lintec steigert Umsatz um mehr als die Hälfte Damit übertraf Lintec nach eigener
Einschätzung die Prognosen für das vergangene Jahr zum Teil deutlich . Pro Aktie
wurde ein Gewinn von mehr als zwei Mark angegeben ; die Prognosen beliefen sich
auf 1,80 Mark . Im Vorjahr war für eine Aktie ein Ergebnis von 0,74 Mark erzielt
worden . Der Lintec-Vorstand hatte im Dezember angekündigt , die Ergebnisse
weiter steigern zu wollen . Die neuen Planwerte für das Ergebnis je Aktie für
die Jahre 2001 bis 2003 lauten 6,22 , 9,31 und 13,71 Mark . Im vergangenen Jahr
habe der Geschäftsbereich Softwaredivision mit einem Verlust abgeschlossen . Die
anderen drei Abteilungen hätten Gewinne erwirtschaftet . Zu Beginn des Handels
in Frankfurt am heutigen Mittwoch stieg der Kurs der Lintec-Aktie um fast 11
Prozent auf 18,35 Euro . Verlust der Telekom Austria niedriger als erwartet Die
Telekom Austria AG , Wien , hat im vergangenen Jahr einen niedrigeren Verlust
erwirtschaftet als dies die Analysten erwarteten . Das Unternehmen habe die Zahl
seiner Mobilfunkkunden um 40 Prozent steigern können und inzwischen 38.500
ADSL-Anschlüsse geschaltet . Die Zahl der Internet-Kunden sei auf 293.000
gestiegen , damit habe Telekom Austria in diesem Bereich in Österreich einen
Marktanteil von 28 Prozent gegenüber 22 Prozent im Vorjahr , teilte die Firma
mit . Auf der Aufsichtsratssitzung des Konzerns hieß es nun , dass das
Unternehmen noch in diesem Jahr wieder in die Gewinnzone zurückkehren wolle .
Dazu sei der Abbau von 3000 Arbeitsplätzen vorgesehen . Zudem wurde die Ablöse
von Marketingchef Heinz Brasic bekannt gegeben . Seine Aufgaben würden
vorübergehend vom Telekom-Vorstandsvorsitzenden Heinz Sundt übernommen , hieß es
. In den letzten Tagen hatte es immer wieder Spekulationen gegeben , dass
Telecom Italia die Telekom Austria übernehmen wolle . Wirbel um
Schadensersatz-Urteil gegen MP3.com Ein einmaliger Fall in der
US-Justizgeschichte wird für den Internet-Musikdienst MP3.com kein sofortiges
Nachspiel haben , die Kassen der Firma aber wohl in einigen Wochen erheblich
belasten : Wegen der Höhe einer Schadensersatzzahlung will sich der zuständige
Richter etwas Bedenkzeit lassen . Am vergangenen Freitag hatte ein US-Gericht
MP3.com zu einer Schadensersatzzahlung von 300.000 US-Dollar an TVT Records ,
das größte Indie-Label in den USA , verurteilt . MP3.com feierte dies schon als
großen Sieg : Das Label hatte MP3.com verklagt , da Songs der Firma in der
Datenbank des Internet-Anbieters gespeichert waren , damit User sie über den
Service my.mp3.com im Internet freischalten konnten . Auch sämtliche Majors
waren deshalb gegen MP3.com vor Gericht gezogen , hatten sich dann aber mit der
Firma auf nachträgliche Lizenzzahlungen in Millionenhöhe geeinigt . Wie das
Verfahren nun endgültig ausgeht , steht - bis der Richter seine Bedenkzeit für
beendet hält - in den Sternen . " Was sind Grunge , Reggae und Dub ? " Die
richtige Antwort " Musikstile " brachte Stephanie Drössler 1000 Mark ein . Die
Quizwelle ist aus dem Fernsehen ins Internet geschwappt und Zehntausende surfen
täglich im Netz zu Quiz-Seiten , um ihr Wissen zu testen . " Den Surfern geht es
aber nicht nur darum , ihr Vermögen zu mehren " , sagt Stefan Selchau-Hansen von
der e-commerce GmbH in Kiel , die die Site www.jaxx.de betreibt . Das glaubt
auch Alexander Broicher , Channelmanager bei SAT.1 in Berlin : " Die Spieler
lieben das Entertainment beim Quiz . " Bei dem Sender möchte man die
Quiz-Formate im Internet möglichst nah an die TV-Originale anlehnen : " Dadurch
können sich die Surfer einmal wie die Kandidaten im Fernsehen fühlen . " Selbst
Moderator Jörg Pilawa ist in einer Flash-Animation nachgestellt . Ab Mitte Mai
soll zudem erstmals eine Show im Netz zeitgleich mit einer Live-Sendung im
Fernsehen laufen : Nicht nur Antworten , sogar Fragen können die Teilnehmer bei
SAT.1 online abgeben . Die zuständige Quiz-Redaktion sucht die interessantesten
Vorschläge heraus , bearbeitet sie und baut sie dann in die Frage-Runden ein .
Auch auf der Internetsite www.qwissen.de können die Teilnehmer zum " Qwissmaster
" werden und eigene Quiz-Fragen an die "Qwissen"-Redaktion schicken . "
Qwissen.de ist eine Quiz-Seite , die auf unterhaltsame und spielerische Weise
das Allgemein- und Fachwissen des Users testet " , sagt Andrea Stocker , Public
Relations Managerin bei dem Portalbetreiber der Rate-Site , wissen.de in München
. Das zentrale Quiz der Seite ist das " Highscore-Spiel " . Das Prinzip leitet
sich von Quizfragen im Multiple-Choice-Stil ab . Auf eine Frage gibt es immer
vier mögliche Antworten , von denen nur eine richtig ist . Der Spieler hat 30
Sekunden Zeit , zehn Sekunden vor Ende der Ratezeit kann er einen " Panik Button
" drücken : Über diesen Knopf wird dem Spieler die Möglichkeit gegeben ,
entweder die Zeit anzuhalten oder über eine Suchmaske nach der richtigen Antwort
auf Wissen.de zu suchen . " Schließlich soll der Spieler etwas lernen " , sagt
Andrea Stocker . Auf der Site www.quizpeople.de geht es eher um spektakuläre
Preise : Porsche Boxster , Fernreisen oder gleich die eigene Insel . " Wir
setzen voll auf den Gewinnspiel-Charakter " , sagt Walter Gugel , Manager bei
Quizpeople in Luxemburg . Das Angebot ist in 17 Sprachen abrufbar . Bei dem
Kölner TV-Sender RTL hat sich die Renaissance der Rate-Shows ebenfalls im
Internet fortgesetzt : " Quiz ist die erfolgreichste Rubrik , die wir derzeit in
der RTL WORLD anbieten " , sagt RTL NEWMEDIA-Sprecherin Simone Danne . Auch das
neue RTL WORLD News Quiz , das im März gestartet ist und Nachrichten zum Inhalt
hat , sei ein Erfolg : In Kürze soll zudem eine Mehrspieler-Version von der
TV-Show " Der Schwächste fliegt " online gehen : Hier können Einzelspieler und
erstmals auch Büro- und Spielergemeinschaften gegeneinander antreten . " Dieses
Quiz beruht nicht auf dem Multiple-Choice-Prinzip , stattdessen handelt es sich
um ungestützte Fragen . " Da wird die Antwort schon schwieriger . Um die eigenen
Chancen zu steigern , greifen nicht wenige Online-Kandidaten im Gegensatz zu den
Fernseh-Quizzern allerdings schon jetzt zu einem kleinen Trick : " Ich habe oft
noch eine Internet-Suchmaschine nebenher laufen " , verrät 1000-Mark-Gewinnerin
Stephanie . " Und der Brockhaus liegt auch immer griffbereit . " Deutschlands
New Economy ist nur mittelmäßig entwickelt Erhebliche Hindernisse , vor allem
überregulierte Arbeits- und Produktmärkte , behinderten hier ein rasches
Ausbreiten der neuen Wirtschaft , und hohe Kommunikationskosten hemmten
teilweise die Verbreitung des Internet . Außerdem wurden sieben Indikatoren zu
den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bewertet , das waren die " Internationale
Offenheit " , die Markt- und die administrative Regulierung , die Ausgaben für
Forschung und Entwicklung und die " Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarktes " auf
der Basis einer OECD-Empfehlung . Zudem wurden als Umfeldfaktoren der Marktwert
der inländischen Aktien- und Rentenmärkte sowie die Bereitstellung vorbörslichen
Risikokapitals in der Untersuchung berücksichtigt . Im Bereich der Ausgaben für
TK liegt Deutschland mit 723 Euro pro Kopf auf dem vorletzten Platz , allerdings
mit einer Veränderung um 180 Euro zwischen 1997 und 2000 . Vorreiter ist hier
die Schweiz mit 1.366 Euro TK-Ausgaben und einer Dynamik von 183 Euro . Die USA
liegen hier nur auf Platz 5 mit 991 respektive 158 Euro . Der PC-Bestand ist in
den USA am höchsten , mit 650 Geräten je 1.000 Einwohner , Stand 2000 , die
Änderung zwischen 1997 und 2000 betrug hier 180 Geräte . Knapp zweitplatziert
ist Schweden mit 630 Geräten pro 1.000 Einwohner , aber einer Dynamik von 280
Geräten zwischen 1997 und 2000 . Deutschland liegt im hinteren Mittelfeld mit
340 Geräten bei einem Zuwachs von 120 , abgeschlagen sind Spanien und Italien
mit nur 160 PCs je 1.000 Einwohner und einer geringen Dynamik von 80
beziehungsweise 60 Geräten zwischen 1997 und 2000 . Deutlich führend zeigen sich
die USA bei der Zahl der Internet-Hosts je 1.000 Einwohner : 268 Hosts wurden
hier im März 2001 ermittelt , die Veränderung zwischen 1997 und 2001 lag bei
beachtlichen 207 Stück . Im europäischen Raum kann hier mit einigem Abstand
lediglich Finnland mithalten , mit 179 Hosts , das sind 108 mehr als 1997 .
Deutschland liegt mit 40 Hosts ( 29 mehr als 1997 ) auf dem viertletzten Platz ,
Frankreich und Spanien markieren das untere Ende mit 23 beziehungsweise 22 Hosts
, jeweils 18 mehr als 1997 . Italien besitzt ganze 11 Hosts ( plus 9 ) und
stellt damit das Schlusslicht . Vor dem Hintergrund der schon verschiedentlich
berichteten Probleme der US-Amerikaner mit ihren Mobilfunknetzen verwundert es
nicht , wenn das Land in diesem Bereich weit abgeschlagen ist : 400 von 1.000
Einwohnern besaßen hier im Jahre 2000 ein Handy , das sind 193 mehr als 1997 .
In Deutschland lag der Anteil bei 580 Geräten ( 479 mehr als 1997 ) , während
die europäischen Vorreiter Schweden ( 750 ) , Finnland ( 780 ) und Italien ( 740
Geräte ) heißen , letztere mit einem besonders großen Zuwachs von 534 Geräten
zwischen 1997 und 2000 . Eine große Popularität scheinen in Deutschland hingegen
die TV-Kabelanschlüsse zu genießen , denn zwischen 1997 und 1999 stieg deren
Anzahl je 1.000 Einwohner um 25 auf 250 . An diese Dynamik kann lediglich Japan
anschließen , hier konnte ein Plus von 21 Anschlüssen je 1.000 Einwohner
verzeichnet werden , allerdings auf einer sehr niedrigen Basis von nur 55
bestehenden Anschlüssen in 1999 . Am intensivsten verkabelt sind die Niederlande
( 370 Anschlüsse je 1.000 Einwohner ) , Belgien mit Luxemburg ( 360 ) und die
Schweiz ( 340 ) , allesamt allerdings jeweils mit einer quasi Stagnation
zwischen 1997 und 1999 . In den USA sind 248 Anschlüsse zu verzeichnen , nur
sieben mehr als 1997 . 3,3 lautet hier die Note , gegenüber 5,5 bei den Briten
und 3,0 beziehungsweise 2,9 in Italien und Frankreich . Die Ausgaben für
Forschung und Entwicklung umfassten in Deutschland in 1998 bei 2,29 Prozent des
Bruttoinlandsproduktes , das ist Mittelmaß . Die höchsten FuE-Ausgaben hatte
Schweden mit 3,7 Prozent seines BIP , während die USA hierfür 2,84 Prozent
aufwendeten . Italien und Spanien stellten für FuE nur 1,02 resp . 0,9 Prozent
bereit , das sind die im Vergleich niedrigsten Ausgaben . Auch in diesem Bereich
zahlt sich die Arbeit der Thatcher-Regierung aus : Mit einem " inversen
Arbeitsmarktindikator " ( gibt in Prozent an , wie viele der
OECD-Reformempfehlungen nicht oder nicht mehr gültig sind ) von 92 Prozent
markiert das Land die Spitzenposition , gefolgt von der Schweiz und Japan mit 89
Prozent . Nur unwesentlich schlechter die USA mit 87 Prozent auf Platz 3 .
Geradezu " dramatisch " hingegen die Platzierung Deutschlands im internationalen
Vergleich : Die OECD-Lektion besonders gut gelernt zu haben scheint Dänemark ,
das mit 78 Prozent zusammen mit Italien gleich hinter den USA anschließt .
Hinsichtlich des Marktwertes der inländischen Aktien- und Rentenmärkte lag
Deutschland Ende 1999 im hinteren Mittelfeld mit 153 Prozent des BIP . Ganz
unten auf der Skala Österreich ( 88 Prozent ) und Norwegen ( 82 Prozent ) .
Schlecht bestellt ist es im Vergleich zu den USA in Deutschland zudem mit der
Bereitstellung von Risikokapital für junge Unternehmen . Setzt man die USA , die
hierfür 0,482 Prozent ihres BIP ausgaben , gleich 100 , so erreicht Deutschland
nur einen Ranking-Wert von 27 , da hier in 1999 nur 0,13 Prozent des BIP für
Risikokapitalgaben bereitstanden . Im europäischen Vergleich stechen hier
Belgien mit Luxemburg mit einem 52,3-Ranking ( 0,252 Prozent des BIP ) und die
Niederlande mit 50,8 ( 0,245 Prozent des BIP ) hervor . In Österreich ( Ranking
5,8 , entspr. 0,028 Prozent des BIP ) und vor allem in Japan ( Ranking 3,0 ,
entspr. 0,015 Prozent des BIP ) steht Risikokapital für Jungunternehmen
praktisch überhaupt nicht zur Verfügung . Die den Überlegungen zugrundeliegende
makroökonomische These geht davon aus , dass die New Economy als Begriff für
einen vor allem vom IuK-Fortschritt beschleunigten Anstieg der
Arbeitsproduktivität steht , der zu einem dauerhaft dynamischeren Wachstum des
Produktionspotenzials führe . Der Zielkonflikt zwischen Geldwertstabilität und
Vollbeschäftigung werde damit tendenziell entschärft , außerdem vermindere sich
die kunjunkturelle Zyklussensitivität . Als Beispiel für eine durch die New
Economy günstig beeinflusste Volkswirtschaft wird der langjährige
Wirtschaftsaufschwung in den USA herangezogen , der in den letzten Jahren eine
deutlich geringere konjunkturelle Schwankungsintensität gezeigt habe . Hierfür
werden ein sektoraler Strukturwandel in Richtung des konjunkturresistenteren
Dienstleistungsbereichs , eine verstetigte Geldpolitik und vor allem auch
geringere Ausschläge in der Lagerhaltung verantwortlich gemacht . Die Hälfte der
beschleunigten Produktivitätsdynamik sei in diesem Zusammenhang direkt auf
IT-Effekte zurückzuführen . Die in den letzten Monaten beobachtete Verlangsamung
des US-Wirtschaftswachstums deute allerdings an , dass zyklische Momente weiter
wirksam seien . Europa bilde das Kontrastmodell zum US-Vorbild : In der zweiten
Hälfte der 90er-Jahre sei hier die Arbeitsproduktivität langsamer gestiegen als
in den vorangegangenen fünf Jahren . Die Investitionsdynamik sei deutlich
geringer und die Beschäftigungseffekte des ohnehin unbefriedigenden
Wirtschaftswachstums erheblich niedriger ausgeprägt gewesen als in den USA . Vor
dem Hintergrund dieser Beobachtungen liege es nahe , die unterschiedliche
makroökonomische Performance der beiden Regionen darauf zurückzuführen , dass
sie New Economy in Europa erst in Ansätzen erkennbar sei . Teilweise hemmten
zudem nach wie vor hohe Kommunikationskosten die Verbreitung des Internet , und
die Qualitäten der Produktions- und Investitionsstandorte müssten so weit
aufgewertet werden , dass sie für ausländische Unternehmer attraktiver würden
und die IuK-Diffusion förderten Halbleiterindustrie erwartet Stagnation in
Europa Die Ausrüster der Halbleiterindustrie rechnen wegen der weltweiten
Schwäche am Chipmarkt nach Angaben des Branchenverbandes mit einer Stagnation in
Europa . Weltweit erwartet Rössger dagegen ein Branchenwachstum in zweistelliger
Höhe . Im vergangenen Jahr hat sich der Umsatz der Chip-Ausrüstungsindustrie
nahezu verdoppelt . Die Chipindustrie werde ihren dynamischen Prozess
beibehalten , sagte Rössger . Der Verband geht aber vorerst von einem deutlich
langsameren Wachstum aus . Für das kommende Jahr wird ein Anstieg um knapp 10
Prozent erwartet . " Die Märkte der Zukunft liegen in China und Taiwan " , sagte
Rössger . Dort sei der Bedarf in der Kommunikationstechnologie enorm . Seiner
Einschätzung nach werde China mit zweistelligen Wachstumsraten im Anlagensektor
in den nächsten Jahren sogar Europa und Taiwan überflügeln . Im weltweiten
Branchenverband SEMI haben sich rund 2.500 Hersteller von Maschinen und
Materialien für die Halbleiter-Fertigung zusammengeschlossen . Ein Großteil der
Mitglieder stammt aus Japan und Nordamerika . Auf der SEMICON Europa 2001 in
München präsentieren sich Ende April rund 835 Aussteller . Der Verband erwartet
mehr als 12.000 Besucher . Die Fachmesse wird seit 25 Jahren organisiert . Sie
findet zum dritten Mal in Folge in München statt . CDU/CSU hat Fragen zum
Elektrosmog Das Reizthema Elektrosmog , das schon den bayerischen Umweltminister
auf den Plan rief , erreicht nun mit einer Großen Anfrage der CDU/CSU-Fraktion
im Deutschen Bundestag auch die Ebene der Bundespolitik ( BT-Drucksache 14/5848
) . Die Christdemokraten verlangen von der Bundesregierung unter anderem
Auskunft darüber , welche Auswirkungen die rund 40.000 zusätzlich zu
errichtenden UMTS-Sendeanlagen auf die Gesundheit der Bevölkerung haben , um
wieviel Prozent sich die durchschnittliche Strahlungsbelastung erhöht und ob
durch den Betrieb der neuen Mobilfunkanlagen die derzeit geltenden
Immissionsgrenzwerte überschritten werden . Des weiteren interessiert die
Abgeordneten , warum die Regierung in Berlin " nicht Mittel , die sie bei der
Versteigerung der UMTS-Lizenzen erzielt hat , auch für die Erforschung der
Auswirkungen elektromagnetischer Felder , insbesondere der Auswirkungen der
Strahlung aus den UMTS-Netzen , bereitgestellt " hat . Insgesamt 41 Einzelpunkte
umfasst der Fragenkatalog , der unter Federführung der CSU-Abgeordneten Ilse
Aigner aus Gmund - Direktkandidatin des Wahlkreises Starnberg und von Hause aus
Elektrotechnikerin - entstand . Die Fragesteller sehen eine sich zuspitzende
Konfliktlage . Gleichzeitig aber wachse mit jeder weiteren Sendeanlage die
Besorgnis der Bevölkerung in Bezug auf die gesundheitlichen Auswirkungen . Neben
dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand und der Forschungspolitik richtet sich
das Auskunftsbegehren auch auf die Informationspolitik der rot-grünen Koalition
: " Plant die Bundesregierung eine Aufklärungskampagne über die Sicherheit des
Mobilfunks , um der wachsenden Besorgnis der Bevölkerung in Bezug auf die
Wirkungen von elektromagnetischen Feldern entgegenzuwirken ? " " Sieht die
Bundesregierung die Gefahr , dass sie bei einer auf dem Vorsorgegedanken
beruhenden und wissenschaftlich nicht untermauerten Unterschreitung der
international festgelegten Grenzwerte durch eine Novelle der 26. BImSchV in der
Bevölkerung weiteren Raum für Spekulationen eröffnet ? " In diesem Zusammenhang
wollen die christdemokratischen Abgeordneten auch erfahren , mit welchen
Investitionen und Kosten seitens der Mobilfunkbetreiber bei einer Senkung der
Grenzwerte zu rechnen sei und wie die Regierung das Verhältnis von Kosten und
Nutzen beurteilt . Bei der Beantwortung sind der Bundesregierung nach den
parlamentarischen Regeln keine Fristen gesetzt ; meist dauert die Bearbeitung
Großer Anfragen drei bis vier Monate . Mit einer Antwort der Regierung wird
daher erst nach der Sommerpause zu rechnen sein . Ron Sommer will wieder in die
Offensive Telekom-Chef Ron Sommer will mit dem Umbau des Vorstands in die
Offensive gehen . Der 52-jährige Doktor der Mathematik steht seit Monaten wegen
des drastisch gefallenen Kurses der T-Aktie und der Immobilien-Neubewertung im
Kreuzfeuer der Kritik . Die Verärgerung war bei einigen Kleinaktionären so groß
, dass sie Strafanzeigen gegen Sommer und den Aufsichtsrat stellten . " Ich bin
kein Schönwetter-Kapitän " , erklärte Sommer immer wieder auf die Frage , ob er
zurücktrete . Der Rückgang des Aktienkurses sei kein besonderes Problem der
Deutschen Telekom AG , sondern zeige die schwierige Lage an den Weltbörsen .
Unternehmen mit Substanz , wie der Bonner Telekom-Konzern , würden diesen Sturm
meistern . " Wir sind gut gerüstet , um da raus zu kommen " , machte er den
Kleinaktionären über den Fernsehbildschirm Mut . Die Unternehmensstrategie
stimme , und die Übernahme der US-Mobilfunkgesellschaft VoiceStream sei richtig
. Der Umbau des Vorstands zeigt , dass Sommer seinen Stuhl behalten wird . Der
Konzernlenker selbst war sich in den vergangenen Wochen sicher , dass die
rot-grüne Koalition an ihm festhält . Der Bund ist nach wie vor der maßgebliche
Eigentümer . In der Gerüchteküche wurde bereits Netz-Vorstand Gerd Tenzer als
Sommers Nachfolger gehandelt . Hinter dem Wechsel-Spiel stecke eine Gruppe
rebellischer Führungskräfte , die der SPD nahe stehe und ihrem Chef
Realitätsferne vorwerfe , hieß es . Sommer ließ sich davon aber nicht
beeindrucken . Die Abgabe von Aufgaben an andere Vorstandsmitglieder wird von
Analysten nicht als eine Schwächung Sommers gesehen . So verwies ein Frankfurter
Banker auf den US-Vorzeigekonzern General Electric , der hinter seiner "
Galionsfigur " eine ganze Reihe von Top-Managern habe . Außerdem wird mit dem
Vorstandsumbau die auf vier Säulen stehende Konzernstrategie Mobilfunk , Online
, Systemgeschäft sowie Festnetz weiter untermauert . Einige Analysten finden
diese Verbindung jetzt wieder spannend . In sieben Wochen muss sich Sommer auf
der Hauptversammlung dem breiten Aktionärsvolk stellen . Dann wird sich auch
zeigen , wie groß das Vertrauen in den Konzernlenker ist . Möglicherweise kann
er bis dahin einen lang ersehnten Erfolg vorweisen - den Einstieg in den
US-Markt . Wie in Branchenkreisen vermutet wird , wollen die US-Behörden schon
bald für die Übernahme von VoiceStream grünes Licht geben . Microsoft geht mit
sich nicht hart ins Gericht Hintergrund : Natürlich forderten die Redmonder ,
den Antrag des US-Justizministeriums und der 19 amerikanischen Bundesstaaten ,
Microsoft in zwei Teile aufzuspalten , zurückzuweisen . Stattdessen schlägt
Microsoft einzelne Regeln vor , an die sich der Konzern in Zukunft halten will .
Besonders hart geht der Konzern mit sich selbst allerdings nicht ins Gericht .
Im Einzelnen bietet Microsoft unter anderem an , dass es PC-Herstellern in
Zukunft erlaubt sei , das Icon des Internet Explorer vom Windows-Desktop und
-Startmenü zu entfernen . Außerdem soll es den PC-Bauern möglich sein , ihre
eigene Internet-Zugangskonfiguration während der Installation von Windows
anzubieten , Anwendungen , die nicht von Microsoft stammen , auf dem Desktop zu
verankern sowie einen anderen Web-Browser als den Internet-Explorer als
Default-Browser einzurichten . Microsoft will sich ebenfalls darauf einlassen ,
allen anderen Software-Herstellern den gleichen " zeitgerechten " und "
vollständigen " Zugang zu den technischen Informationen zu geben - nach dem Text
des Vorschlags allerdings nur für die Informationen , die der Konzern für die
gesamte Entwicklergemeinde bereithält . Falls Microsoft selbst Anwendungen für
ein anderes Betriebssystem entwickelt , darf der Konzern diese Software nicht
zurückhalten , bis der Hersteller der Nicht-Windows-Plattform die Entwicklung
von Anwendungen einstellt , die mit denen von Microsoft konkurrieren . Die
Maßnahmen sollen 45 Tage nach der Beschlussfassung durch das Gericht in Kraft
treten und dann für vier Jahre gelten . Ob Richter Thomas Penfield Jackson über
Microsofts Vorstellungen zum weiteren Vorgehen begeistert ist , darf mit Fug und
Recht bezweifelt werden . Microsoft wäre es natürlich am liebsten , der Richter
würde den Vorschlag der Firma annehmen . Dann gebe es keine Notwendigkeit für
irgendwelche weiteren Verhandlungen , heißt es in Redmond . Falls das Gericht
einige Elemente aus dem Antrag der Kläger berücksichtigen will , soll es den
Microsoft-Vorschlag als vorläufige Entscheidung in Kraft setzen . Sollte Richter
Jackson der Ansicht sein , Microsoft müsse den Quellcode von Windows oder
anderes " geistiges Eigentum " der Firma offen legen , könne das Verfahren erst
am 2. Oktober weitergehen . Und wenn der Richter den vollständigen
Zerschlagungsplan der US-Justiz weiter in Betracht zieht , fordert Microsoft
mindestens sechs Monate Zeit , um sich auf das abschließende Verfahren besser
vorbereiten zu können - die Anhörungen zum Strafmaß könnten dann nach der
Vorstellung der Redmonder am 4. Dezember dieses Jahres beginnen . Die Absicht
hinter diesen Terminvorschlägen könnte in den im Herbst anstehenden
Präsidentschaftswahlen in den USA zu suchen sein . Zwar hat sich Al Gore ,
momentan Vizepräsident und hoffnungsvoller Kandidat der Demokraten , bislang mit
Kommentaren zu dem Verfahren eher zurück gehalten . George Bush , Sohn des
ehemaligen US-Präsidenten gleichen Namens und Kandidat der Republikaner ,
äußerste sich aber schon eher skeptisch zum Kartellverfahren gegen Microsofts .
Die Hoffnung in Redmond : Nach einem möglichen Wahlsieg der Republikaner könnte
der Prozess im Sand verlaufen - am 4. Dezember könnte sich die Sache für
Microsoft daher von selbst erledigt haben . Angesichts der Redmonder
Vorstellungen über den weiteren Zeitplan fühlte sich Bill Gates dann auch schon
veranlasst , noch einmal zu betonen , das Unternehmen strebe danach , den Fall
so schnell wie möglich zu einem Abschluss zu bringen . " Wir glauben , es gibt
keine Basis für den unerhörten Teilungsvorschlag , und wir sind zuversichtlich ,
dass der Richter diese übertriebene Forderung zurückweisen wird , sodass das
Verfahren sehr viel schneller zu einem Abschluss gebracht werden kann " ,
betonte Gates . " Selbst ohne den drastischen Teilungsvorschlag sind viele
Elemente aus dem Regierungsantrag ungerechtfertigt , liegen außerhalb des
eigentlichen Gegenstands des Verfahrens und sind für die Verbraucher schädlich "
, erklärte Gates . Erste Reaktionen von US-Regierungsseite sprachen allerdings
bereits davon , Microsofts Plan sei so flau und so voller Schlupflöcher , dass
er die Rechtsverletzungen , die der Richter in seinem Urteil festgestellt hat ,
nicht hätte verhindern können . Anwälte der Kläger betonten , ihr Antrag auf
Aufspaltung des Konzerns mit zusätzlichen Auflagen sei auf die Zukunft
ausgerichtet und darauf angelegt , zukünftige Rechtsverletzungen durch Microsoft
zu verhindern . Geschichtsbewusste PC-Nutzer dürften sich zudem an eine frühere
Vereinbarung zwischen Microsoft und dem US-Justizministerium erinnern : Darin
wurden im Rahmen eines Verfahrens zu Windows 95 und seine Kopplung mit dem
Internet-Browser und MSN ebenfalls bestimmte Einschränkungen der
Geschäftspraktiken vereinbart , die den Ausschluss anderer Anbieter verhindern
sollten . Das neue Verfahren zeigt nach Ansicht vieler Beobachter , dass dieser
so genannte Consent Decree überhaupt nichts gebracht hat - und die Vorschläge
von Microsoft seien eigentlich ein alter Hut , fast schon eine Mogelpackung ,
vergleiche man sie mit der damaligen Vereinbarung . Microsoft versucht
offensichtlich , bei der Zumessung einer Strafe ganz bei den alten Vorwürfen zu
bleiben , die sich allein auf die Kopplung zwischen Browser , einzelnen
Anwendungen und Betriebssystem bezogen . Die Feststellungen des Richters und die
Vorwürfe der Kläger , der Konzern operiere in allen Bereichen mit den gleichen
Methoden , um Konkurrenz auszuschalten , und versuche so auch neue Märkte wie
etwa diejenigen für Handys und elektronische Organizer zu besetzen , ignoriert
der Konzern in seinen Vorschlägen geflissentlich . Ob sich Microsoft mit seinem
nun vorgelegten Antrag gegenüber dem Gericht und in der Öffentlichkeit einen
Gefallen getan hat , bleibt abzuwarten - aber Microsoft hat ja inzwischen eine
eigene " Botschafterin " , um das Image der Firma aufzupolieren . Was war . Was
wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details
schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse .
Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Auf einmal waren sie vom
Heiligen Geist erfüllt und begannen , in anderen Zungen zu reden . Er forderte
alle Journalisten auf , die christlichen Werte zu achten und sich für die
Schwachen und Beladenen einzusetzen . Die Online-Journalisten blieben außen vor
: Kardinal Roger Etchegaray schimpfte tüchtig auf das Internet und die immer
schneller werdende Kommunikation , in der Journalisten ihre Würde und Distanz
vergessen . Doch die schönste Weisheit hielt Kardinal Dario Hoyos , Präfekt der
Versammlung am Heiligen Stuhl , für uns alle bereit : Statt der mittäglichen
Nachrichtenzusammenfassung erhalten seit Freitag alle 3.500 Mitarbeiter beim
Medizinversorger B. Braun in Melsungen ein Gebet per E-Mail . Ein Opt-Out aus
dieser Mailingliste soll den Angestellten untersagt worden sein . Einen
apostolischen Berater für die Nachrichtenproduktion könnte vielleicht auch die
Expo-Gesellschaft gebrauchen . Wie viele waren es denn nun , fragt sich die Welt
? Die Heimatstadt von heise online ist von akutem Expo-Fieber befallen und der
Besucherandrang wird von der Presse begutachtet wie die Börsenkurse von der
Financial Times . Und weil sie die vielen schlechten Nachrichten nicht mehr
hören konnte , hat die Expo-Gesellschaft kurzerhand beschlossen , jetzt erstmal
gar keine Besucherzahlen mehr herauszugeben . Das ist echt innovativ .
Vielleicht sollten wir sowas auch bei fallenden Börsenkursen einführen :
Unterhalb eines kritischen Kurswertes wird einfach kein Wert mehr angezeigt .
Mit solchen Kleinigkeiten wird gelegentlich daran erinnert , was
Informationsgesellschaft wirklich bedeutet . Sie hatten , so der Vorwurf der
Investoren , zu viele News produziert und nichts für das Branding getan . Ihnen
wurde ein Vorschlag à la Jesus gemacht : Unter Verzicht auf den Lohnscheck
sollten alle einen Monat lang weiter arbeiten , bis ein Käufer gefunden sei .
Branding tut also offensichtlich Not : Erst werden 92% des Textes betrachtet ,
dann 64% der Fotos und dann 22% der grafischen Informationen . Dies seien Werte
, die jeden Produzenten einer News-Website erschüttern und tief schocken würden
, heißt es in der Begleit-PR , die leider nichts zur Messmethode des Schockers
sagt . Ob die Produzenten der Heise-Website allerdings besonders über die
Ergebnisse geschockt sind , wage ich zu bezweifeln : Sonst wäre diese
Wochenschau wohl gar nicht erst erschienen . Die Gruppe fand heraus , dass die
Adresse www.shoah.de im Redirect zu Firmenangeboten von www.ixl.de führte . IXL
reservierte den hebräischen Begriff mit deutscher Adresse , weil die Firma von
der Shoah Foundation des Regisseurs Steven Spielberg ( www.shoahfoundation.org )
mit der Internetrepräsentanz des Berliner Kongresses dieser Organisation
beauftragt war . Nachdem shoah.de nicht mehr benötigt wurde , trat der Redirekt
in Kraft . Jetzt hat ihn IXL geändert . Die Adresse leitet nun auf www.akdh.ch
um , die Site der höchst umstrittenen Schweizer " Aktion Kinder des Holocaust "
. HaGalil.com , synagoge.de oder juden.de waren den gebündelten
Antifaschistinnen und Antifaschisten wohl nicht genehme Adressen . Zur
Wochenmitte erschien die dritte Version von Plan 9 im Internet (
plan9.bell-labs.com/plan9dist/ ) , fünf Jahre nach der zweiten . Diese Version
des Forscher-Betriebssystems wird als Open Source vertrieben , weil
Wissenschaftler in aller Welt dazu aufgerufen sind , mit dem System zu
experimentieren , erklärte Robert Pike , der Leiter des Plan-9-Teams . Eine
englische Firma namens Vita Nuova will den Vertrieb und den kommerziellen
Support von Plan 9 übernehmen . Vor fünf Jahren noch glaubte man , Linux Paroli
bieten zu können . Davon redet jetzt niemand mehr . Natürlich der
Microsoft-Prozess . Irgendwie komisch ; aber jetzt hat der Richter wirklich ein
strenges Urteil gefällt - will den Software-Riesen gar zweiteilen lassen - und
trotzdem ändert sich gar nichts . Stürzte der Microft-Kurs nach den ersten
Teilurteilen noch jeweils heftig ab , taten die Wallstreet-Zocker jetzt so , als
wäre der Microsoft-Hangday ein ganz normaler Arbeitstag . Am Anfang war s ja
noch ganz amüsant : Wie Gates mit dem Staatsanwalt über die Definition von
Software gestritten hat , oder wie die Microsoft-Anwälte zu Linux-Enthusiasten
wurden , um die Gefahr durch den neuen Konkurrenten zu beweisen , das hatte
schon was Unterhaltsames . Aber jetzt ? Jetzt haben sicherlich schon viele die
Augen verdreht , als ich das Thema hier überhaupt angeschnitten habe . Einen
kurzen Moment will ich noch bei Microsoft verweilen . Will mir doch einfach
nicht in den Kopf , wie die Firma sich so dämlich anstellen kann . Aber was rede
ich : Wieso die Firma ? Wohl eher die Oberen des Softwarekonzerns . Bill Gates
stellt sich immer noch an wie ein Kleinkind , dem man sein Lieblingsspielzeug
wegnehmen will ; Steve Ballmer trötet rum wie ein abgehalfterter
Gebrauchtwagenverkäufer , der wegen Tricksereien seine Lizenz verliert . Zwei
Monopole sind doch besser als gar nichts , oder ? Mit der weinerlichen Reaktion
auf das Urteil von Richter Thomas Penfield Jackson fügen sich die Mannen aus
Redmond mehr Schaden zu , als die Aufteilung je bewirken könnte . Man stelle
sich nur den Jubel der Open-Source-Scene vor , wenn die Anwendungs-Baby-Bill "
Microsoft Office for Linux " präsentiert : Wir haben gewonnen ! Welch ein
Image-Gewinn ... Oder die Windows-Baby-Bill : Wir lassen keine Eingriffe von
Mailprogrammen in das Betriebssystem mehr zu . Derweil kann jede der beiden
Firmen in aller Stille weiter am Ausbau der eigenen Marktposition arbeiten . Und
wenn 's Probleme gibt , treffen sich die CEOs der Baby Bills zum Kaffeeklatsch
in Redmond ( oder vielleicht in Vancouver ) : Windows-Chef Gates und Office-Chef
Ballmer werden sich schon verstehen . Wie meinte doch Richter Jackson :
Eigentlich habe er eine Dreiteilung präferiert ; jetzt habe Microsoft immerhin
Gelegenheit , die Details der Aufteilung selbst festzulegen . Nun aber ist
E-Circle nicht viel schneller als die oft gescholtene Gelbe Post - Nachrichten
der Mailing-Liste erreichen den Abonnenten 23 Stunden , nachdem sie gepostet
wurden . Die schöne neue Welt der Bobos glänzt manchmal halt doch durch die
Entdeckung der Langsamkeit . Ob das schon Anlass genug ist , nicht alle Hoffnung
fahren zu lassen , wage ich allerdings zu bezweifeln . Was wird . Mit großem
PR-Aufwand karren United und Delta Airlines Journalisten über den großen Teich
nach Washington . Dort wird der offizielle Name der Airline-Website bekannt
gegeben , über die sieben große Carrier den direkten Verkauf von Tickets über
das Internet organisieren wollen . Bisheriger Code-Name ist T2 . Dabei handelt
es sich um das erste direkt an das Internet angeschlossene Auto , das gesegnet
wurde . Kein Rabbi , kein Priester , sondern Sifu Shi Yan-Ming , ein
Shaolin-Mönch in der 34ten Generation , sprach zu Pfingsten den Segen aus . Er
wird es in einer der 50 Sprachen getan haben , die zu Pentekoste unter den
Aposteln schwirrten . Ich bin auf jeden Fall gespannt , ob beim ICANN-Treffen in
Yokohama in den nächsten Tagen das Durcheinander und die Verwirrung nicht ganz
so groß sind wie unter den Aposteln . Immerhin geht es um neue Top Level Domains
und die weitere Ausgestaltung der ICANN-Wahl . Vor allem letzteres könnte wohl ,
zieht man die Verhaftung von Huang Qi wegen der Veröffentlichung von Berichten
zum 11. Jahrestag des Tiananmen-Massakers im Internet in Betracht , zu größeren
Demokratie-Defiziten bei der neuen Internet-Verwaltung führen .
NRW-Koalitionsvertrag im Internet Trotz allen Liebeswerbens des
nordrhein-westfälischen FDP-Chefs Möllemann gegenüber der Landes-SPD : Nach
ziemlich zähen Verhandlungen hatten sich die Sozialdemokraten und die Grünen in
Nordrhein-Westfalen letzte Woche doch noch zur Fortsetzung der bisherigen
Koalition in der NRW-Landesregierung zusammengerauft . Wer wissen will , was
dabei herausgekommen ist , kann das im Internet jetzt schon erfahren . Der
zwischen der nordrhein-westfälischen SPD und den Grünen ausgehandelte
Koalitionsvertrag ist in der zur Unterzeichnung vorgesehenen Version im Web
nachzulesen . Unter der Adresse www.nrwspd.de können sich alle Internet-Surfer ,
die wissen wollen , was die beiden Parteien für ihre künftige Regierungspolitik
im bevölkerungsreichsten Bundesland vereinbart haben , über die Einzelheiten
informieren . Sommer : Telekom-Emission von Privatanlegern überzeichnet Der Chef
der Deutschen Telekom , Ron Sommer , hat bestätigt , dass die dritte Emission
der T-Aktien überzeichnet ist . Sommer sagte in einem Interview der Welt am
Sonntag , die Telekom sei trotz des schwierigen Marktumfeldes bislang überaus
zufrieden . " Was sich abzeichnet , ist , dass die Privatanleger die Tranche
komplett gezeichnet haben und auch das Interesse der institutionellen Anleger
groß ist , obwohl die Zeichnungsfrist noch eine Woche läuft . " Am Freitag lief
die Frühzeichnerfrist ab . Die Telekom will den Emissionspreis für die frischen
T-Aktien erst kurz vor der Erstnotiz am 19. Juni bekannt geben . Er soll nah an
dem aktuellen Kurs liegen . Frühzeichner sollen einen Preisnachlass von drei
Euro erhalten . Sommer kritisierte die europäische Vergabe-Praxis bei den
Mobilfunklizenzen für den neuen Standard UMTS . " Ein einheitliches
Bieterverfahren hätte zu einer sinnvolleren Kalkulation , zu niedrigeren Preisen
und mehr Transparenz geführt " , meinte der Telekom-Chef . Er kritisiere nicht
die deutsche Regulierungsbehörde , denn hier zu Lande gebe es noch das fairste
Bieterverfahren , sagte Sommer . Er frage sich aber , ob man Unternehmen , die
in ihrem Heimatmarkt die Lizenz quasi geschenkt bekommen , in Deutschland zur
Versteigerung zulassen darf . Druck auf Expo-Gesellschaft wegen enttäuschender
Besucherzahlen Nach einer enttäuschenden Besucherbilanz der ersten acht Tagen
hofft die Expo 2000 in Hannover auf eine Trendwende . Zwar seien bisher erst
rund eine halbe Million zahlende Gäste auf der Weltausstellung gezählt worden .
Doch habe im Vorverkauf die Zahl der abgesetzten Tickets deutlich auf mehr als
70.000 pro Tag zugenommen , teilte die Geschäftsführung am Samstag mit . Nach
langen Auseinandersetzungen um das Ticketsystem und die Unmöglichkeit , schnell
Besucherzahlen zu veröffentlichen , gab die Expo-Gesellschaft nun die Zahlen für
die ersten acht Tage bekannt . Danach besuchten 646.000 Menschen die
Weltausstellung in Hannover . Das entspreche einem Durchschnitt von 80.750
Personen pro Tag . Die Expo hat damit ihr Besucherziel in dieser Zeit um fast
die Hälfte verfehlt . Damit wurde bereits ein Loch in zweistelliger
Millionenhöhe in die Kasse gerissen . Angesichts der enttäuschenden
Besucherzahlen machen Politiker weiter Druck auf die Expo-Spitze , die Preise zu
senken . " Wenn Pfingsten keine Wende bringt , muss die Geschäftsführung ihr
Konzept ändern , die Eintrittspreise für Gruppen senken , für mehr Wettbewerb
und Sonderangebote der Gastronomie sorgen " , forderte der Vorsitzende des
Bundestags-Haushaltsausschusses , Adolf Roth ( CDU ) . Der
Grünen-Haushaltsexperte Oswald Metzger sagte : " Der Bund bürgt für die Expo und
kann von der Geschäftsführung verlangen , dass sie sich was einfallen lässt . "
Der Präsident des Bundes der Steuerzahler , Karl Heinz Däke , möchte einen "
Krisengipfel " der Finanzminister von Bund und Land Niedersachsen mit der
Expo-Führung . Der CSU-Bundestagsabgeordnete Josef Hollerith rief Bundeskanzler
Gerhard Schröder auf , die Expo zur Chefsache zu machen . " Als Mitinitiator der
Expo ist der Bundeskanzler für den Erfolg der Weltausstellung mit verantwortlich
. " Werde jetzt nicht schnell gehandelt , zahle der Steuerzahler die Zeche . Der
CSU-Parlamentarier Gerd Müller regte an , die Eintrittspreise für Familien und
Schulklassen zu halbieren . " Für eine Familie mit vier Kindern ist die Expo
schlicht nicht bezahlbar . " Dagegen riet Niedersachsens Ministerpräsident
Sigmar Gabriel ( SPD ) erneut zur Gelassenheit . Auch die vergangenen
Weltausstellungen seien zu Beginn nicht von großem Besucherandrang gesegnet
gewesen . Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reinhard Höppner ( SPD ) mag seinem
niedersächsischen Kollegen allerdings nicht zustimmen . Er hat sich für eine
deutliche Senkung der Eintrittspreise für die Expo 2000 in Hannover
ausgesprochen . Gleichzeitig forderte er in einem dpa-Gespräch ein stimmiges
Gesamtkonzept , um mehr Besucher anzuziehen . " Damit die Expo zu einem Erfolg
wird , ist eine andere Strategie dringend von Nöten " , sagte Höppner . Die
bisher angekündigten Korrekturen reichten nicht aus . Besonders für Familien und
Einkommensschwache gebe es weiter Hürden , die viele von einem Besuch abhielten
. Gerade in den neuen Bundesländern existiere ein enormes Potenzial für die Expo
. " Hier kostete die Eintrittskarte nur 20 Mark , und auch auf dem Gelände
selbst waren moderate Preise die Regel " , sagte der Ministerpräsident . Für die
Expo-Korrespondenzregion in Sachsen-Anhalt habe man die Erfahrungen der
Bundesgartenschau berücksichtigt . Bei fast allen Projekten koste die
Besichtigung nichts , oder es werde nur ein geringes Entgelt erhoben . Höppner
wies darauf hin , dass es nicht nur die Eintrittspreise sind , die viele
potenzielle Besucher abschreckten . Auch die Kosten der Anreise mit der Bahn ,
Parkplatzgebühren , hohe Preise für Speisen und Getränke auf dem Expo-Gelände
und exorbitante Hotelpreise seien für die schwachen Besucherzahlen
mitverantwortlich . Schließlich sei die Expo eine hervorragende Schau :
Zusätzliche Werbemaßnahmen allein reichten nicht aus . Zumindest zu Pfingsten
will die Expo-Gesellschaft mit Sonderaktionen insbesondere Familien auf das
Gelände zu locken . Bei Rekordtemperaturen von 33 Grad kamen am Samstag
Zehntausende , genaue Zahlen gab es aber noch nicht . Für den heutigen
Pfingstsonntag wird zum Tag der Christlichen Kirchen erneut ein guter Besuch
erwartet . Es soll kostenlose Führungen über das Gelände geben , außerdem bieten
mehrere Restaurants preiswerte Menüs für Familien . Die Eintrittspreise bleiben
zwar unverändert , an den Tageskassen wird aber kein Zuschlag von 20 Mark
verlangt . Inzwischen sind auch die Hotelpreise in der Expo-Stadt Hannover in
Bewegung gekommen . Nach dem Ausbleiben des erhofften Besucheransturms zur
Weltausstellung kämpfen die Hoteliers mit Sonderaktionen , flexiblen Rabatten
und Last-Minute-Angeboten um Gäste . So bietet das Marriott Zimmer am Wochenende
nach eigenen Angaben für deutlich weniger Geld an als wochentags . Für ein
üblicherweise 510 Mark teures Einzelzimmer werden dort am Wochenende noch 383
Mark verlangt . Das Arabella Sheraton zielt mit Last-Minute-Angeboten ab 350
Mark auf Kurzentschlossene . Der Normaltarif an Wochentagen liegt zwischen 500
und 600 Mark . Sie sprach offen von " Lockangeboten " . Im Holiday Inn Crowne
Plaza war eine Übernachtung am Pfingstwochenende für 295 Mark zu haben , das
sind rund 100 Mark weniger als üblich . Zu Beginn der Expo kostete hier eine
Nacht im Einzelzimmer 550 Mark , nun werden 475 Mark verlangt . Das Hotel plant
zusätzliche Sonderaktionen . Das Radisson SAS direkt am Expo-Gelände hat bereits
spezielle Angebote für Familien , die mindestens zwei Tage bleiben . Bertelsmann
, der viertgrößte Medienkonzern der Welt , will zudem der Expo-Gesellschaft auf
dem Weg aus der Besucherflaute auf die Sprünge helfen . Das Unternehmen werde "
plakative und eingängige " Werbespots für das Fernsehen auf seine Kosten
produzieren lassen , sagte Bertelsmann-Sprecher Manfred Harnischfeger der dpa am
Freitag . Es würden Gespräche mit ARD , ZDF , SAT.1 , RTL sowie weiteren
Privatsendern geführt , diese Spots im Fernsehen kostenlos auszustrahlen . Neben
Bertelsmann scheint auch der Weltpartner Deutsche Telekom mit dem Marketing der
Expo-Gesellschaft unzufrieden zu sein . Telekom-Sprecher erklärten bereits , die
Expo habe phantastische Inhalte , aber es habe auch dramatische Marketingfehler
gegeben . E-Plus ist UMTS ohne Kooperation zu teuer Der Mobilfunkanbieter E-Plus
wird sich auf Veranlassung seines niederländischen Mehrheitsaktionärs KPN nicht
alleine um eine deutsche UMTS-Mobilfunklizenz bewerben . Das Unternehmen habe
stattdessen bei der zuständigen Regulierungsbehörde für Post und
Telekommunikation ( RegTP ) in Bonn um die Genehmigung ersucht , ein Konsortium
zu bilden , verlautete am Montag aus Kreisen der Regulierungsbehörde . E-Plus
will die Meldung nicht dementieren , es handele sich aber keinesfalls um einen
Rückzug , betonte ein Unternehmenssprecher . In den letzten Tagen gab es immer
wieder Berichte , E-Plus werde bei der deutschen UMTS-Auktion aussteigen . KPN
als Muttergesellschaft von E-Plus will sich mit Hutchison Whampoa und NTT DoCoMo
zusammentun , um die Mobilfunkaktivitäten in Europa auszubauen und die
notwendigen Investitionen gemeinsam zu tragen . KPN wäre damit zweimal an der
UMTS-Auktion in Deutschland beteiligt : einmal über E-Plus , einmal durch die
geplante Kooperation , da Hutchison selbst Mitbieter hier zu Lande ist . Eine
gemeinsames Vorgehen von E-Plus und Hutchison läge also nahe . ( Ekkehard
Jänicke ) Lauschangriff auf die Kommunikation soll Ausnahme bleiben Der
Bürgerrechtsausschuss des Europäischen Parlaments hat sich in seiner Sitzung am
heutigen Mittwoch gegen eine allgemeine Überwachung der Telekommunikation
ausgesprochen . Der italienische Abgeordnete , der für die " Radikalen " - eine
linke Bürgerrechtspartei ohne Berührungsängste vor der Marktwirtschaft - im
Parlament sitzt , hatte als Berichterstatter einen Änderungsantrag zum
diskutierten " Entwurf für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des
Rates über die Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der
Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation " eingebracht . Prinzipiell
soll damit die von den Strafverfolgern gewünschte flächendeckende elektronische
Überwachung verhindert werden . Die Abgeordneten des Ausschusses haben sich nun
klar dafür ausgesprochen , dass das Abhören und Speichern von Verkehrs- und
Ortsdaten bei der elektronischen Kommunikation " absolute Ausnahmefälle "
bleiben sollen . Sie dürfen zudem dem Votum des Ausschusses entsprechend nur für
eine begrenzte Zeit erfolgen , müssen " angemessen " und " notwendig innerhalb
einer demokratischen Gesellschaft " sein . Alle anderen Formen einer allgemeinen
oder weiter gehenden Bespitzelungen der Nutzer sollen gemäß der Europäischen
Menschenrechtserklärung verboten werden . Die Note richtet sich vor allem gegen
Bestrebungen der auf Ratsebene angesiedelten Europäischen Arbeitsgruppe für
polizeiliche Zusammenarbeit ( Enfopol ) sowie des Europarats , die Befugnisse
der Ermittler und Schlapphüte deutlich auszuweiten . Gleichzeitig soll die
anonyme Nutzung des Internet verboten werden . Das klare Votum interpretiert
Cappato als ein Zeichen gegen die in Straßburg und Brüssel ausgearbeiteten
Überwachungspläne . Das gesamte Parlament muss ihm nach der Sommerpause
allerdings erst noch zustimmen . Im Gespräch mit heise online sagte der
italienische Bürgerrechtler , dass er nicht daran glaube , dass die
Enfopol-Pläne nun sofort wieder in den Schubladen verschwinden würden . Seine
Hoffnung besteht trotzdem darin , dass die EU-Mitgliedsstaaten sich allen
Anstrengungen widersetzen , weitere Machtmittel zum Eindringen in das
Privatleben der Bürger und zum Aushöhlen ihrer fundamentalen Rechte zu erlangen
. Razzien bei Mobilfunkfirmen wegen Roaming-Gebühren EU-Wettbewerbshüter haben
wegen mutmaßlich überhöhter Roamingkosten neun Mobilfunkbetreiber in Deutschland
und Großbritannien durchsucht . Beim Roaming benutzen Handy-Besitzer ein anderes
Mobilfunknetz als das ihres eigentlichen Betreibers , etwa im Ausland . Die
Namen der Unternehmen teilte die Kommission am heutigen Mittwoch in Brüssel
nicht mit . Der Kommission liegen nach eigenen früheren Angaben Beschwerden über
angeblich zu hohe Roamingkosten vor . Die EU-Wettbewerbhüter vermuten seit
längerem in Europa überhöhte Preise , da der Wettbewerb in vielen Ländern wegen
einer begrenzten Zahl von Anbietern nur eingeschränkt funktioniere . Die
Untersuchungen der Kommission dazu dauern bereits seit eineinhalb Jahren . Mit
den Durchsuchungen von Firmenzentralen will die Kommission feststellen , ob es
möglicherweise verbotene Absprachen zwischen den Unternehmen über
Verbraucherpreise gibt . Im Falle Deutschlands will die Kommission auch
feststellen , ob Betreiber Kosten abstimmten , die anderen Mobilfunkbetreibern
berechnet werden , und ob diese Preise möglicherweise überhöht oder
diskriminierend waren . " Roaming-Preise sind für Verbraucher undurchsichtig " ,
schrieb der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti . Mit den
Durchsuchungen , die zeitgleich an mehreren Orten stattfanden , sind noch keine
förmlichen Kartellverfahren der Kommission verbunden . Falls diese später
eröffnet werden , drohen hohe Bußgelder . Die Kommission ist bei ihren
Ermittlungen nicht an Fristen gebunden . Sie dauern oft Jahre .
Euro-Parlamentarier gegen generelles Spam-Verbot Während der Verhandlungen über
den " Entwurf für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über
die Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsphäre in der
elektronischen Kommunikation " hat sich der Bürgerrechtsausschuss des
EU-Parlaments am heutigen Mittwoch in Brüssel gegen ein generelles Verbot von
kommerzieller E-Mail-Werbung ausgesprochen . Der Europäischen Kommission schwebt
eine Regelung vor , bei der Verbraucher nur auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin
mit virtuellen Werbebotschaften in ihrer Inbox beglückt werden dürfen . Doch
diese strikte " Opt-in-Lösung " ging den Abgeordneten im Bürgerrechtsausschuss
zu weit . Ihrer Ansicht nach soll Spam nur dann strafbar sein , wenn die
unerwünschte Werbepost ohne funktionstüchtige Absender-Adresse ausgeliefert wird
und der Empfänger nicht darauf antworten kann . Außerdem müssen Werbe-E-Mails
eine deutliche "Opt-out"-Funktion enthalten , so die Ausschussmitglieder , über
die sich der Adressat aus der Datenbank der Online-Marketiers austragen kann .
Der Berichterstatter für die sich in Vorbereitung befindliche Richtlinie , Marco
Cappato , kann mit dem Votum " durchaus leben " , sagte er gegenüber heise
online . Der Großteil des Spam-Aufkommens werde durch die getroffene Regelung ,
die vom gesamten Parlament im September erst noch bestätigt werden muss ,
gestoppt . Denn fast alle Spammer würden bislang unter falschen Adressen ihre
Botschaften versenden . Diesem Vorgehen würde durch die Regelung ein Riegel
vorgeschoben . Heftige Kritik an dem Votum äußerte dagegen Joe McNamee vom
Verband der Europäischen Internet Service Provider ( EuroISPA ) . Dem Brüsseler
Lobbyisten zufolge haben die Abgeordneten schlicht nicht begriffen , dass das
Bestehen auf einer " gültigen " E-Mail-Adresse des Online-Werbers die
Verbraucher nicht vor Spam schützt . Auch eine E-Post an eine gültige Adresse
brauche schließlich kein Mensch zu lesen oder gar zu beantworten . Glaubt man
McNamee , wird auf die europäischen Bürger in Zukunft eine Flut an " Junk-E-Mail
" über den Computer und an Werbe-Kurznachrichten übers Handy zukommen . Just der
Bürgerrechtsausschuss habe daher " bewusst gegen die Wünsche der Bürger votiert
" . Das von dem Ausschuss ebenfalls geforderte Verbot einer Ausweitung der
Befugnisse von Strafverfolgern begrüßte McNamee dagegen ausdrücklich . ICANN :
Denn nur wenige wissen , was sie tun Der FU-Professor Axel Zerdick will mit
Unterstützung der Initiative D21 seinen Wahlkampf um einen Posten als
ICANN-Direktor führen und im Falle einer Wahl durch die Surfer seine Arbeit bei
der " Netz-Verwaltungsbehörde " mit seiner Forschung verbinden . Stefan Krempl
sprach für heise online mit dem umtriebigen Wissenschaftler . heise online :
Täglich nominieren sich weitere Kandidaten für die Wahl zum europäischen
ICANN-Direktor . Wie wollen Sie auf Stimmenfang gehen ? Axel Zerdick : Ich finde
es erfreulich , dass es täglich mehr potenzielle Kandidaten werden . Das zeigt ,
dass das Internet von vielen Leuten inzwischen Ernst genommen wird und dass die
Bestrebungen , für die " Internet-Weltregierung " eine demokratische
Legitimation zu finden , hier zu Lande auf besonders fruchtbaren Boden gefallen
sind . Der Wahlkampf selbst läuft zunächst größtenteils über die
Nominierungsseiten von ICANN . Hinzu wird später eine Kandidatenwerbung über die
für die Netzgemeinde wichtigen On- und Offline-Medien kommen . heise online :
Sie werden offiziell von der Internetinitiative D21 unterstützt , hinter der
rund 80 deutsche Konzerne stehen . Kann man damit auch die eher nicht an
Institutionen glaubenden alten " Netzhasen " gewinnen ? Zerdick : Ich denke ,
dass nur Kandidaten eine Chance haben , die von mehreren Interessengruppen
innerhalb des Netzes unterstützt werden . Die Hilfe von D21 ist also sicher
wertvoll . Bliebe es aber nur bei dieser einen Gruppierung , wäre das
bedauerlich . Es gilt ja , einen Kandidaten für Deutschland und ganz Europa zu
wählen , der die Unterstützung möglichst vieler Wähler hat . heise online :
Zerdick : Der wichtigste Punkt ist , dass ICANN sich um die technischen Aspekte
der Netzverwaltung kümmert . Ich bin beeindruckt von dem technischen
Sachverstand der Direktoren , die jetzt schon im Verwaltungsrat wirken . Meine
Rolle würde ich darin sehen , das Spektrum der Diskussionspunkte zu erweitern um
netz-ökonomische Aspekte sowie um die Frage , wie sich Entscheidungen ICANNs auf
die wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Dimension auswirken . Wichtig
ist auch die Rückkoppelung dieser Entscheidungen auf die Netzgemeinde in Europa
. heise online : Für wie wichtig halten Sie die Arbeit der ICANN ? Die einen
sprechen ja von einem Modell für die Netzregierung , andere sehen gerade in der
Wahl der Direktoren eine demokratische Farce . Zerdick : Viele der noch unter
der Obhut des amerikanischen Wirtschaftsministeriums getroffenen Beschlüsse zur
Vergabe von Domains haben eine Reihe von Problemen ausgelöst - zum Teil beim
Markenrecht , zum Teil im Bereich der internationalen Konkurrenzfähigkeit mit
den USA . Einen Schritt in die richtige Richtung gegangen ist ICANN bereits mit
der eingeleiteten Internationalisierung . Der war allerdings noch nicht weit
genug und zu unbeholfen , wie auch die Undurchsichtigkeit des Wahlverfahrens
beweist . Wenn ICANN so weitermacht , wird die internationale Aufmerksamkeit
rund um die Domain-Verwaltungsstelle begrenzt bleiben und sich alles weiterhin
nur in Expertenkreisen bewegen . Die Blicke der ganzen Welt würden sich dann
erst auf ICANN richten , wenn die Direktoren große Fehler machen . heise online
: Wie könnte man ICANN offener gestalten ? Zerdick : Und das sind schließlich
alle , die von der Weiterentwicklung des Internet weltweit profitieren wollen .
ICANN könnte sich auch eine Scheibe abschneiden von den deutlich offener
gestalteten demokratischen Entscheidungen in der " normalen " Politik . Da
müssen sich die Bürger nicht erst zu Wählern erklären , wie es bei ICANN in Form
der Mitgliederregistrierung erforderlich war . ICANN ist im Moment mit
Sicherheit kein Modell für die internationale Demokratie . Der Verwaltungsrat
versucht aber , sich in diese Richtung weiterzuentwickeln . Ob das gelingt ,
wird sich nach der einen Wahlrunde wohl noch nicht sagen lassen . heise online :
Wie lässt sich das mit ihrer Tätigkeit als Professor vereinbaren ? Zerdick : Die
Arbeit ist für alle natürlich gleich groß . Aber sie kann am gewinnbringendsten
sein , wenn sie sich mit anderen inhaltlichen Interessen und Forschungsprojekten
überlagert . Ich habe mich in den letzten Jahren sehr intensiv mit den
ökonomischen und gesellschaftspolitischen Auswirkungen des Internet
auseinandergesetzt . Das bedeutet , dass ich die ICANN-Tätigkeit im Rahmen der
Fortführung dieser Forschungen eh intensiv beobachten würde . Die Verbindung von
inhaltlichem Interesse und dem zu veranschlagenden Zeitaufwand würde sich also
als relativ günstig herausstellen . Zeitenwende im Kuhstall Im Computerraum
riecht es nach Kuhmist . Immer wenn Alois Wohlfahrt die Fenster im Telezentrum
in Rettenberg im Allgäu öffnet , weht Landluft vom Stall nebenan herein . Auf
seinem Bauernhof zeigt der 39-Jährige Landwirt , wie das Bayern-Rezept von "
Laptop und Lederhose " in die Praxis umgesetzt werden kann . Als einziger
Landwirt in Bayern hat er direkt auf seinem bewirtschafteten Hof in einem
ehemaligen Kuhstall ein Telezentrum für Computerarbeit eingerichtet . Zusammen
mit seiner Frau und mehreren Mitarbeitern entwickelt der Landwirt in dem Zentrum
eine Geo-Daten-Zentrale für die Region . Außerdem vertreibt er Käse , Wurst ,
Honig und andere Produkte der Landwirte im Allgäu über das Internet . Der
Freistaat Bayern fördert das Telezentrum mit rund 920000 Mark . " Deutlicher als
in diesem ehemaligen Kuhstall könnte die Zeitenwende nicht dargestellt werden "
, lobt Landwirtschaftsminister Josef Miller das Projekt . Insgesamt unterstützt
das Land die insgesamt 24 Telezentren in Bayern aus den Mitteln des
Telematik-Programms " top elf " . Dadurch sind nach Worten von Miller bislang
mehr als 200 Arbeitsplätze in ländlichen Regionen entstanden . " Weitere werden
folgen " , sagt Miller . Als sich die wirtschaftliche Lage des Hofs
verschlechterte , suchte er nach Alternativen . " Ich bin keiner , der jammert
und sagt , es geht den Bach runter " , sagt er . Kurzerhand tauschte er die
Kuhtränke gegen PCs und den Strohboden gegen ein Glasfaserkabel für einen
schnellen Internet-Zugang . Inzwischen arbeiten vier Web-Designer und andere
Computerfachleute in dem Betrieb . Die Kühe wollte Wohlfahrt dennoch nicht vom
Hof verbannen : Sie mussten nur in einen anderen Stall umziehen . In den
kommenden Monaten will Wohlfahrt in dem Zentrum auch Bäuerinnen aus der Region
fortbilden . " Wir wollen sie dazu bringen , dass sie die Höfe nicht verlassen
müssen , sondern von dort aus arbeiten können " , beschreibt Wohlfahrt seine
Pläne . Nach der Ausbildung werden die Bäuerinnen per Computer an ein
Call-Center angeschlossen . So können sie beispielsweise Anrufe von
interessierten Touristen entgegen nehmen und ihnen Tipps für den Urlaub im
Allgäu geben . Für Wohlfahrt hat die Telearbeit gerade im ländlichen Raum eine
große Zukunft . Die Startschwierigkeiten der Arbeit außerhalb der Büros liegt
aus seiner Sicht bei den Chefs : " Telearbeit ist eher ein Problem der
Vorgesetzten als der Beschäftigten . " Angesichts all der männlichen Kandidaten
für den ICANN-Verwaltungsrat will Sabine Reul aus Dresden nun einen Farbtupfer
setzen und die weibliche Netzgemeinde vertreten . Offiziell nominiert hat sich
außerdem beispielsweise Andy Müller-Maguhn vom CCC . Die Frauen erobern das Netz
: In den USA sind bereits knapp über die Hälfte der Surfer weiblich , in Europa
immerhin schon 31,7 Prozent . Kein Wunder , dass angesichts dieser Zahlen nun
mit Sabine Reul , Dozentin am Bildungszentrum für informationsverarbeitende
Berufe in Dresden und ab September an der Fachhochschule Leipzig , die erste
Kandidatin aus Deutschland für Europa in den ICANN-Verwaltungsrat einziehen will
. Frau Reul ist ein echtes Geek-Girl : Die Expertin für UNIX , Netzwerke und
Software Engineering hat sich ihren Doktortitel mit einer Arbeit über ein "
Konzept für ein regelbasiertes Performancemanagement in lokalen Rechnernetzen "
verdient . Sie ist bei mehreren gemeinnützigen Organisationen engagiert , zum
Beispiel bei den webgrrls oder der Gesellschaft für Informatik , die Reul auch
bei ihrem Wahlkampf unterstützen will . Als Lobbyistin der Netzgemeinde wird sie
direkt konkurrieren müssen mit Andy Müller-Maguhn vom Chaos Computer Club , der
heute offiziell seine Nominierungsdaten bei ICANN eingereicht hat . Der
28-Jährige schreibt in seiner E-Mail an das Komitee , dass er sich seit längerem
während seiner Arbeit für den Hackerverein " für ein Höchstmaß an Freiheit in
der Netzkultur " einsetzt . Seiner Meinung nach sind ICANN und die Architektur
des Internet " eine öffentliche Angelegenheit " , die einen wachsenden Einfluss
darauf haben , wie die Gesellschaft ihr Wissen teilt . Müller-Maguhns
Schlussfolgerung : " Es muss darum gehen , die Abläufe bei ICANN transparent zu
machen . " Wie das Leben so spielt , studiert der Sprecher des Clubs nebenbei
eigentlich just noch bei Axel Zerdick , Professor für Publizistik- und
Kommunikationswissenschaften an der Freien Universität Berlin , der selbst seine
Kandidatur für den ICANN-Verwaltungsposten angekündigt hat . In seiner
Nominierungsmail gesteht Müller-Maguhn aber , dass er " es einfach nicht schafft
" , regelmäßig an der Uni aufzukreuzen . Auf den ICANN-Seiten von heise online
stellt die Redaktion in Zusammenarbeit mit dem französischen Network Information
Center die Kandidaten vor , die unseren Fragebogen zur ICANN-Wahl ausgefüllt
haben . ( Stefan Krempl ) . E-Ticket statt Papier : Elektronische Flugscheine
auf dem Vormarsch Immer mehr Fluggäste steigen ohne Ticket in den Flieger .
Trotzdem sind sie keine " blinden Passagiere " , sondern Vorreiter : Statt eines
herkömmlichen Flugscheins aus Papier haben sie ein elektronisches Ticket , kurz
E-Ticket , gebucht . Das papierlose Fliegen funktioniert denkbar einfach : Dabei
teilt er seine Vielflieger- oder Kreditkartennummer mit . Im Flughafen kommt es
dann darauf an , ob der Passagier Gepäck aufgibt oder nicht . Bei Lufthansa geht
das an allen deutschen Flughäfen sowie in Amsterdam , Brüssel , Mailand ,
London-Heathrow , Lyon , Paris-Charles de Gaulle und Wien ; bei der Deutschen BA
wird dieser Service innerdeutsch und auf den London-Strecken angeboten .
Weltweiter Vorreiter beim Fliegen ohne Papierticket war United Airlines , die
1994 erstmals elektronische Billetts anbot und ihre führende Stellung seitdem
verteidigt : Die US-amerikanische Fluggesellschaft konnte den Anteil
elektronischer Flugscheine am Gesamtumsatz im vergangenen Jahr auf zwei Drittel
( 65 Prozent ) steigern . Konkurrent American Airlines kommt auf einen
E-Ticket-Marktanteil von 50 Prozent . Die Lufthansa hat sich das Warenzeichen
Etix für ihr papierloses Ticket schützen lassen . Deutschlands größte Airline
fliegt mittlerweile 61 Etix-Destinationen in 34 Ländern an . Seit 1. Juni sind
unter anderem Neu Delhi , Hongkong , Peking und Schanghai als Etix-Ziele neu
hinzugekommen . Auf den innerdeutschen Strecken , sämtlich Etix-tauglich , liege
der Anteil der verkauften papierlosen Flugscheine bereits bei 47 Prozent ,
erklärte Thierry Antinori , Betriebsvorstand der Lufthansa in Frankfurt . Die
Deutsche BA und die Swissair kommen jeweils auf rund 30 Prozent . Air France
verkauft dagegen nur rund fünf Prozent der Tickets papierlos . Derzeit gibt es
weltweit nur wenige Fluggesellschaften , die ausschließlich E-Tickets verkaufen
: Dazu gehören beispielsweise die Billiglinien Virgin Express und Southwest
Airlines . Andere - wie Air India oder Aeroflot - haben das elektronische Ticket
noch überhaupt nicht im Programm . Für den Passagier bieten die virtuellen
Flugscheine eine Reihe von Vorteilen : Er kann sein Ticket nicht verlieren , es
kann auch nicht gestohlen werden . Umbuchungen lassen sich schneller erledigen -
Anruf genügt . Bei den Geschäftsreisen setzen nach einer Umfrage der
GfK-Marktforschung mit Sitz in Nürnberg 80 Prozent der Unternehmen inzwischen
auf elektronische Tickets , weil diese für die Firmen günstiger sind als
herkömmliche Flugscheine . Gleichwohl birgt das papierlose Fliegen auch
Nachteile : So ergab eine Umfrage der US-amerikanischen National Business Travel
Association , dass sich acht von zehn Reisenden schlicht unwohl fühlen ohne
Papierticket in der Hand . Immer wieder werden Einzelfälle von Passagieren
gemeldet , deren Buchung spurlos im Computer verschwunden ist . 53 Prozent der
Befragten bemängelten zudem Schwierigkeiten beim Interlining , also beim
Umsteigen von einer Airline zur anderen auf einer Reiseroute . Tatsächlich
funktioniert E-Ticketing grundsätzlich nur auf den Strecken von ein- und
derselben Fluggesellschaft ; lediglich American Airlines und Canadian Airlines
bieten seit 1999 ein lückenloses Interlining an . Die kommende Generation des
E-Tickets in Form einer Smart Card bleibt vorerst noch Zukunftsmusik . Verpasst
man seinen Zubringerflug , kann zudem automatisch per Smart Card umgebucht
werden . Das britische Marktforschungsunternehmen Datamonitor rechnet aber nicht
vor 2003 mit einem nennenswerten Einsatz von Smart Cards in der Luftfahrt , weil
sich die beteiligten Airlines und Software-Unternehmen bisher nicht auf einen
einheitlichen Standard einigen konnten . Und für die Oma aus München , die
einmal im Jahr ihre Enkel in Hamburg mit dem Flugzeug besucht und von der neuen
Technik nichts versteht , wird es laut Lufthansa auch weiterhin das klassische
Papierticket geben . ( Gregor Garbassen , gms ) UMTS-Auktion möglicherweise in
der Endphase Die Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen in Mainz geht
möglicherweise allmählich in die Endphase . Man befinde sich in einer heißen
Phase der Versteigerung , sagte der Präsident der Regulierungsbehörde ,
Klaus-Dieter Scheurle , dem InfoRadio Berlin-Brandenburg . " Ich denke schon ,
dass das jetzt in die Endphase geht . " Nach der letzten Runde des Vormittags
hatten aber insgesamt fünf Firmen für UMTS-Lizenzen aus jeweils zwei
Frequenzpaketen die Höchstgebote abgegeben : Nach dem bisherigen Verlauf der
Auktion und dem Bieterverhalten müssen Mannesmann , T-Mobil und Mobilcom als die
Favoriten gesehen werden . Als starker Bewerber sehen Beobachter außerdem
E-Plus/Hutchison , hinter der die niederländische KPN und japanische NTT DoCoMo
stehen . Alle sieben Bieter sind aber weiterhin im Rennen . Beobachter wollten
nicht ausschließen , dass Bewerber angesichts der hohen Preise in den kommenden
Runden aussteigen könnten . Genannt werden dabei immer wieder die Debitel (
Swisscom ) und das finnisch/spanische Konsortium G3 . Anzeichen für einen
Rückzug gibt es allerdings noch nicht . Die Versteigerung ist erst beendet ,
wenn keiner der Bewerber in einer Runde neue Höchstgebote vorlegt - und bislang
ändern sich die Höchstgebote und damit das Feld der Firmen , die eine
UMTS-Lizenz erhalten würden , noch in jeder Runde . Intel kauft Spezialisten für
Telekom-Ausrüstung Einen ganz neuen Bereich erschließt sich Intel durch den Kauf
von DataKinetics . Der britische Hersteller ist spezialisiert auf Hardware und
Software für SS7 . Über dieses so genannte Signalling System 7 ( SS7 ) werden
neben der Teilnehmersignalisierung auch beispielsweise Verbindungsdaten für das
Abrechnungssystem ausgetauscht ( siehe dazu auch den Artikel Nummernspiele -
Ressourcenkonflikte um Namen und Adressen bleiben ein Politikum aus c't 9/99 ) .
Die DataKinetics-Produkte werden schon längere Zeit von der Firma Dialogic
weiterverkauft , die Intel Anfang Juni letzten Jahres bereits übernahm .
Dialogic wiederum ist ein Spezialist für Internet-Telefonie und Voice over IP (
VoIP ) - die Kombination der DataKinetics- und Dialogic-Produkte ermöglicht
unter anderem die Anbindung von VoIP-Netzen an klassische Telenonie-Systeme
beispielsweise über H.323 , einschließlich von Abrechnungen über SS7 . Mit der
Übernahme des SS7-Spezialisten hofft Intel offensichtlich , eine gute Position
nicht nur gegenüber den Internet-Providern zu erreichen , die mit VoIP zu
kompletten Telekom-Dienstleistern aufsteigen wollen . Auch bei den
Telekom-Carriern , die das gewohnte Telefon-System um VoIP-Dienste bereichern
wollen , könnte Intel nach der Übernahme von DataKintics einen guten Stand haben
. Milliarden bei UMTS-Auktion wecken neue Begehrlichkeiten Baden-Württembergs
Ministerpräsident Erwin Teufel forderte , die Länder an den Erlösen aus der
UMTS-Mobilfunkversteigerung zu beteiligen . Von Eichel verlangte er am Freitag
einen " fairen Ausgleich " zwischen Bund und Ländern . Die Unternehmen könnten
den von ihnen bei der Versteigerung gezahlten Kaufpreis steuerlich geltend
machen . " Es darf nicht sein , dass der Bund den Verkaufserlös allein
einstreicht und die Länder auf den Steuerausfällen sitzen bleiben " , sagte
Teufel laut dpa . Zuvor hatte sich auch der Regierungschef von Rheinland-Pfalz ,
Kurt Beck , für einen solchen Ausgleich ausgesprochen . Beck erwartet ebenfalls
eine faire Beteiligung der Länder an dem Erlös aus der Versteigerung der
UMTS-Mobilfunklizenzen . Das Geld solle insbesondere für Infrastruktur- und
Bildungsmaßnahmen verwendet werden , forderte Beck in einem Gespräch mit dem
Südwestrundfunk ( SWR ) . Es habe bereits Gespräche zwischen dem
Bundesfinanzministerium und den Ländern gegeben . Über das Ergebnis sagte Beck
am Donnerstag im SWR : Teufel sieht auch unmittelbare rechtliche Gründe , die
für eine Länderbeteiligung sprechen . Bei den Erlösen aus der Versteigerung
handele es sich um Einnahmen , die bei der Verteilung der Umsatzsteuer zwischen
Bund und Ländern berücksichtigt werden müssten . Auch wenn dieser Erlös jetzt
nur einmal bei der Versteigerung anfalle , handele es sich doch um laufende
Einnahmen , meinte der Ministerpräsident . Dafür spreche unter anderem , dass
die Lizenzen nach Ablauf des Lizenzierungszeitraums erneut vergeben werden
könnten . Darin unterschieden sich Lizenzeinnahmen von Privatisierungserlösen ,
die bei der Deckungsquotenrechnung im Finanzausgleich wegen ihrer Einmaligkeit
nicht berücksichtigt werden müssten . Der Sprecher der Bundesregierung ,
Uwe-Karsten Heye , wiederholte , dass die Versteigerungserlöse voll zum Abbau
der Schulden des Bundes eingesetzt werden sollen . Die sich daraus ergebenden
Zinsersparnisse im Bundesetat würden für Infrastrukturinvestitionen sowie in
Bildung , Forschung und Wissenschaft eingesetzt . Microsoft gibt Windows 2000
Datacenter Server frei Mit der Freigabe von Windows 2000 Datacenter Server für
die Produktion hat Microsoft am heutigen Freitag endlich seine Familie von
Windows-2000-Systemen komplett . Ursprünglich sollte der Datacenter Server drei
bis vier Monate nach den ersten Versionen von Windows 2000 herauskommen . Den
Datacenter Server wird es allerdings nicht im Laden zu kaufen geben . Microsoft
vertreibt die Server-Software nur über so genannte Certified Datacenter Partners
. Zu ihnen sollen nach Angaben aus Redmond gegenwärtig unter anderem Compaq ,
Dell , Hewlett-Packard , IBM und Unisys gehören - Firmen also , die auch
entsprechende Hardware anbieten können . Das Partner-Programm , Windows
Datacenter Program genannt , soll mit Aplomb am 26. September in San Francisco
starten . Über die Partner soll die Server-Version dann auch im Herbst für
Kunden - also wohl vor allem Großunternehmen - verfügbar sein . Welchen Preis
die Kunden für die Software bezahlen müssen , darüber lässt sich Microsoft
allerdings nicht aus , sondern überlässt dies den Programm-Partnern . HAL2001 :
Hacken , ganz groß Mit mehr als 2000 Teilnehmern wurde am gestrigen Freitag in
Twente bei Enschede " HAL 2001 " eröffnet , die dreitägige Konferenz " Hacking
at Large " . Unter dem an 2001 - Odyssee im Weltraum angelehnten Motto " Are you
ready to learn the secrets of the monolith " werden politische Themen rund um
das Hacken , Betriebssysteme und die Nerven der Teilnehmer ausgereizt . Schon in
der Nacht vor der Eröffnung gab es im weiträumigen vernetzten Zeltdorf auf dem
Campus der Universität Twente laute LAN-Schlachten , denen auch kräftige
Regenschauer nichts anhaben konnten . Eröffnet wurde HAL2001 mit einer Keynote
von Emanuel Goldstein , Herausgeber der Hackerzeitschrift 2600 . Goldstein
erzählte dem europäischen Publikum , wie sehr die amerikanischen Medien den
Begriff Hacker zu einer " moral panic " ausgebaut haben und anderen Ansichten
auch im eigenen Interesse kaum Raum gewähren . Amerikanisch exterritorial im
besten Sinne waren auch die Vorträge von Jon Callas und Tom Vogt , die sich mit
der Geschichte und der Zukunft von DeCSS beschäftigten . Der Kryptologe Jon
Callas räumte einige Missverständnisse in der Debatte beiseite , etwa die
Verwechslung des offenen Designprozesses der Kryptologen mit der Open Source .
Problematisch ist für Callas auch die Tatsache , dass Kryptologen mit einer
unzureichend ausgefeilten Technik wie dem CSS bei DVDs unzufrieden sind , dies
die Konsumenten aber nicht kümmern würde . So werde CSS zwangsläufig schon von
Jugendlichen geknackt und die Frage nach dem Eigentum von den Medien noch
leichter kriminalisiert . Diese eingebaute Schieflage könnte sich nach Callas
erst dann ändern , wenn die Inhaber geschützter Werke zusätzliche Mittel (
penalties ) zur Hand bekämen , etwa mit Micropayments Gebühren für ihre Werke
abfordern könnten . Dann würde es mit der Unischerheit von Systemen wie CSS
schlagartig vorbei sein . Tom Vogt konzentrierte sich auf die internationalen
Auswirkungen . Über die entsprechenden Rahmenvereinbarungen innerhalb der WIPO
und der WTO werde es bald eine europäische Direktive geben , mit der Systeme wie
CSS in national unterschiedlichen Varianten eingeführt werden . Als Beispiel
führte ein podiumsstürmender Andreas Bogk ( CCC ) die Entwicklung zum Digital-TV
an : Wer dann noch Fernsehsendungen kopiere und archiviere , mache sich strafbar
. In zwei weiteren Vorträgen ging man die Frage an , ob Offshore-Hosting eine
Möglichkeit sein könnte , staatliche Sanktionen aufzuweichen . Vertreter
extra-territorialer Lösungen wie HavenCo und Onshore-Hoster in entlegenen
Erdteilen wie Rackspace diskutierten . Das dritte Lager , die oszillierende
Online-Distribution ohne festen Host , fehlte : In dem Moment , in dem es für
diese Systeme funktionierende Payment-Lösungen gibt , könnten sie den Markt
aufrollen , so Ryan Lackey von HeavenCo . In einem anderen Hauptthema versuchte
sich der amerikanische Soziologe Greg Newby an einer Bestimmung der Hacker-Ethik
. Newby entkleidete dabei die Ethik vom philosophischen und reduzierte sie auf
das praktische Tun . Jeder Hacker sollte schon in seinem Code die Motive offen
legen , die ihn zu seiner Arbeit geführt hätten , jeder sollte mit seinem Hack
die Kommunikation zur Gemeinschaft suchen . In der " value-loaden documentation
" würde die Ethik schließlich von allen weiter entwickelt werden können . Als
positives Beispiel führte Newby den Cult of the Dead Cow an , als negatives alle
anonymen Viren , Würmer und Trojaner , aber auch das Freenet-System : Hier habe
man versäumt , Aufklärung über die Ethik des Copyrights zu betreiben . Ein Satz
, den Newby durchaus auf die HAL2001 selbst anwenden könnte : Im Hauptzelt wurde
an langen Tischreihen die Gigabit-Leitung der Universität ausgereizt , bis die
CD-Brenner heiß gelaufen waren . Das Gedenken war eher verhalten , kaum jemand
mochte seine Erinnerungen zum Ausdruck bringen . So gab es " very rough the life
of Wau " in Kurzfassung und einen letzten Film von Wau Holland , in dem dieser
rund um das Problem der Komplexität seine Gedanken spann . Am Ende hatte Wau
Holland die Lacher auf seiner Seite . Im Anschluss an das Gedenken wurde der
Film " Freedom Downtime " gezeigt , den HAL2001-Keynoter Emanuel Goldstein über
Kevin Mitnick als ein amerikanisches Road-Movie inszeniert hat . Der Kontrast
konnte nicht größer sein : hier der allen bekannte deutsche Hacker , der in der
Öffentlichkeit und von der Öffentlichkeit lebte , dort der amerikanische
Hacker-Hero , der in einer mühseligen Spurensuche über den gesamten Kontinent
rekonstruiert wurde . Wau Holland erschien am Ende lebendiger als Kevin Mitnick
. Siehe dazu auch : What's the shortest way to hack a Linux box ? HAL 2001 - Day
One in Telepolis . Microsoft : Unix-Implantate für NT Microsoft und Compaq
möchten NT mit Unix-Funktionen aufpolieren . Laut einer Ankündigung von Compaq
vereinbarten beide Firmen , Elemente der System-Kernel von Digital Unix und
Tandems Non-Stop-Unix in den NT-Kernel einzubauen . Außerdem werde man das
NT-Clustering durch Inkorporation von ServerNet-Techniken aufbohren . Compaq und
Microsoft wollen offensichtlich zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen .
Compaq kann eingekaufte Technologien gewinnbringend verwerten . Und Microsoft
hat etwas gegen die verbreitete Kritik am eigenen Betriebssystem-Flagschiff
vorzuweisen , es eigne sich nicht als alleiniger Server für
unternehmenskritische Anwendungen und Großinstallationen . Für Compaq
beantwortet diese Vereinbarung viele Fragen , die nach der Übernahme von DEC und
Tandem offen blieben . Schließlich sind die Texaner einer der witchigsten
Partner von Microsoft , wenn es um NT als Server-System für Unternehmen geht .
Mit Tandems Non-Stop-Unix und DECs Digital Unix ( einer OSF/1-Version ) kaufte
man nun konkurrierende Systeme ein , die vor allem für High-End-Anwendungen wie
große Datenbanken zum Einsatz kommen . Zudem stand Tandems Cluster-Technologie
ServerNet in direkter Konkurrenz zu Microsofts Wolfpack , auch wenn das
Microsoft-Produkt bei weitem nicht mit den Funktionen von ServerNet mithalten
konnte . Beide Firmen wollten sich noch nicht festlegen lassen , wann mit ersten
Ergebnissen dieser Kooperation zu rechnen sei . Für die angekündigte und immer
wieder verschobene Version 5 kommen die Implantate zu spät - erst in den
folgenden Releases wird man sie finden . Dann erst wird sich zeigen , ob es sich
um kosmetische Operationen handelt oder NT mit neuem Herz Unix doch noch den
Rang ablaufen kann . Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber
und BIOS-Versionen : Asus liefert neue Treiber für Boards mit dem
Promise-IDE-Chip , die KT133-Boards von MSI beherrschen endlich eine
automatische Speichererkennung , und viele Grafikkarten-Hersteller stellen sich
auf DirectX 8 oder neue Nvidia-Treiber ein . Abit : Asus : Auf der Treiber- und
BIOS-Seite stehen bereit : Biostar : Elitegroup : Auf der Download-Seite gibt es
: MSI : Microsoft hat DirectX 8 für Windows 9X , ME und 2000 fertiggestellt .
3dfx : Asus : Ati : Creative : Elsa : Matrox : Auf der Download-Seite sind zu
finden : Online-Zugriff auf Krankenakten mit elektronischem Arztausweis Mit
einem elektronischen Arztausweis sollen in Sachsen-Anhalt künftig Mediziner über
das Internet einen ständigen Zugriff auf die Krankenakten von Patienten haben .
" Damit ist Sachsen-Anhalt das erste Bundesland , das sich das Internet für ganz
spezielle gesundheitsbezogene Dienste zu Nutze macht " , sagte der Präsident der
Ärztekammer Sachsen-Anhalt , Henning Friebel , am heutigen Samstag in Magdeburg
. Jeder Arzt , der über diesen elektronischen Arztausweis verfügt , könne online
auf die Akte des betreffenden Patienten zugreifen und lebenswichtige
Informationen erfragen . Zudem könnten auch Daten etwa an ein regionales
Tumorregister gegeben und abgerufen werden . Damit könne der Patient die
bestmögliche Hilfe bekommen . Die Sicherheit der Daten werde durch eine
Verschlüsselung und die Echtheit durch eine elektronische Signatur gewährleistet
, sagte Friebel . Der Vorteil der Karte liege auch darin , dass sie für
weitergehende Ärzteinformationen genutzt werden kann . So werde beispielsweise
die Qualifikation der Ärzte auf der Karte festgehalten . Die so genannte Health
Professional Card sei in Zusammenarbeit des Universitätsklinikums Magdeburg mit
dem Tumorregister Sachsen-Anhalt und der GMD Forschungszentrum
Informationstechnik Darmstadt GmbH entwickelt worden . Sie solle ausschließlich
von der Ärztekammer ausgegeben werden , um einem eventuellen Missbrauch
vorzubeugen . Hintergrund : Die ICANN macht Politik , nicht Technik Bei allem
Rummel um die Wahl von fünf regionalen Direktoren für die Internet-Verwaltung
Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) durch die
ICANN-Mitglieder hat man ihn beinahe übersehen : Als erster Vertreter aus
Deutschland rückte auf Vorschlag der International Telecommunications Union (
ITU ) der Siemens-Manager Helmut Schink in das 19-köpfige Direktorium der
Organisation . Schink sieht die ICANN eher als Gremium politischer
Entscheidungen - über Protokollstandards diskutiert man anderswo . Nach mehreren
Jahren als Entwickler von Halbleiterbauteilen ist Schink heute Director Advanced
Networks Standards und für IP und Breitband-Standardisierungsfragen
verantwortlich . Unter anderem koordiniert er das ETSI-Projekt TIPHON , das sich
mit der Integration von IP-Telefonie und herkömmlichen Telefon-Standards befasst
. Daneben ist Schink bei der ITU und im Industrieberatergremium der Internet
Society ( ISOC ) aktiv , kennt also die Standardisierungs- und
Selbstregulierungsszene des Internets recht gut . Die Aufgabe der ICANN sieht er
vor allem in der Koordination bereits bestehender Gremien . Zum so genannten
At-large-Mitbestimmungsmodell für die Endnutzer bei der ICANN hat er ein
gespaltenes Verhältnis . Schinks Vorteil gegenüber dem neuen At-large-Direktor
Andy Müller-Maguhn : Bei der am Montag beginnenden Jahrestagung der ICANN in
Marina del Rey bei Los Angeles sitzt er bereit im Board und entscheidet mit .
heise online : Was oder wer hat Sie zur Kandidatur bewogen ? Helmut Schink : Es
war eine Idee der Firma , die sich damit ganz klar im Bereich Internet
positionieren will . Gerade mit dem Siemens-Bereich Information and
Communication vollziehen wir momentan einen Schwenk , weg von der traditionellen
Telefonie-Technik hin zum Internetgeschäft . Auch für ursprünglich reine
Technikprovider wie Siemens hat die wachsende Bedeutung des E-Business einen
anderen Umgang mit dem Medium mit sich gebracht . In dieser Gesamtstrategie wird
auch die Beteiligung an einem Gremium wie der ICANN wichtig . Ich habe mich also
vor einem Jahr schon einmal im Auswahlverfahren der Protocol Supporting
Organization ( PSO ) beworben , habe dann aber zu Gunsten eines anderen
Bewerbers zurückgezogen . Bisher habe ich die ICANN-Sitzungen nur per E-Mail und
Mailinglisten verfolgt und eben an den PSO-Treffen teilgenommen . heise online :
Welche Firmeninteressen oder Interessen von ETSI , die Sie der PSO vorgeschlagen
hat , gedenken Sie denn in der ICANN zu vertreten ? Schink : Es gibt natürlich
ein paar Ideen in unserem Haus dazu , allerdings kann ich dazu im Moment noch
nichts sagen . Ich bin jetzt erst einmal auf drei Jahre gewählt worden . Ein
explizites Mandat beispielsweise von der ITU habe ich nicht . Zunächst einmal
steht die Aufgabe im Vordergrund , dafür zu sorgen , dass die ICANN als
Organisation gut funktioniert und dass ihre Finanzierung gesichert wird . heise
online : Das hört sich eher nach Verwaltung der Verwaltung als nach inhaltlichen
Aufgaben an . ICANN bezeichnet sich aber doch immer als technisches Gremium ?
Schink : ICANN ist natürlich ein neues Gremium , dessen Aufgabenstellung noch
diskutiert wird . Meiner Meinung nach ist die Arbeit aber sehr wenig technisch
orientiert . Es geht vielmehr sehr deutlich um Politik . Beispielsweise ist in
den zwei Jahren seit dem Bestehen wenig im Bereich Protokolle gelaufen . heise
online : Schink : Mit der ICANN beziehungsweise der PSO wurde eben ein neues
Gremium geschaffen , das man nun auch beachten muss . Man kann vielleicht sagen
, dass mit der Etablierung der PSO , wo man im Übrigen auf Leute stößt , die man
ohnehin in den Standardisierungsdiskussionen trifft , ein gewisser heilsamer
Zwang zur Kooperation entstanden ist . Es besteht ja durchaus ein gewisses
Konkurrenzverhältnis zwischen den verschiedenen Organisationen , die ICANN ist
nun so etwas wie ein Super-Gremium . Ich hoffe aber , dass sie sich daran hält ,
und die Diskussion über die Protokolle den Standardisierungsorganisationen
überlässt . heise online : Was wäre mit Blick auf die Protokollstandards dann
ICANNs Aufgabe , sagen wir einmal zum Beispiel bei den mehrsprachigen Domains ,
für die die IETF derzeit einen Standard erarbeitet ? Schink : Die IETF macht die
technische Arbeit . ICANN müsste einen dort verabschiedeten Standard dann
absegnen und für dessen Durchsetzung sorgen . ICANN sorgt damit vielleicht für
eine Art globaler Harmonisierung . heise online : Reicht das aus , um die
Existenz der Organisation zu rechtfertigen ? Es gab ja durchaus Überlegungen ,
bestehende Institutionen , etwa die ITU , mit der Aufsicht des Domain Name
System zu beauftragen . Schink : Die ICANN ist inzwischen meiner Einschätzung
nach anerkannt . Die Idee war es ja auch , eine Selbstregulierung ohne
Regierungsbeteiligungen zu haben . Die ITU , die einmal als Alternative
gehandelt wurde , hat das anerkannt . Außerdem geht es auch noch etwas darum ,
die amerikanische Regierung als Sponsor rauszudrängen . Das ist sicher ein
Bereich , in dem in nächster Zeit noch etwas zu tun ist . heise online : Sind
Sie auch die deutsche Stimme im Board ? Schink : Wenn überhaupt würde ich mich
als Vertreter europäischer Interessen sehen . Siemens ist schließlich ein
internationales Unternehmen und die deutschen Interessen decken sich mit der
EU-Position . heise online : Zwei Themen werden das ICANN-Board bei der Sitzung
in Los Angeles sehr nachhaltig beschäftigen , zum einen die neuen Top Level
Domains , zum anderen die Mitbestimmung der Endnutzer über die
At-large-Direktoren . Haben Sie schon Präferenzen für den einen oder anderen
Vorschlag bei den neuen TLDs ? Schink : Ich möchte mich da eigentlich noch weit
gehend zurückhalten . Erst einmal will ich die Auswahlkriterien genau anschauen
. Verfahren und Thematik sind ja überaus komplex . Ich werde mir auch mal
anhören , was in Los Angeles dazu gesagt wird . Ich bin vielleicht anders als
Andy Müller-Maguhn eher jemand , der sich erst einmal einarbeitet und die Leute
kennen lernt , bevor er mit einem Programm an die Öffentlichkeit geht . So habe
ich das bei den anderen Internet-Gremien kennen gelernt . Bei den neuen TLDs
erscheinen mir vorerst zwei Aspekte bedenkenswert . Die Entscheidungen für neue
TLDs müssen nachvollziehbar sein und die ausgewählten Vorschläge sollten eine
möglichst große Nutzergemeinde adressieren . heise online : Was sagen Sie zu
Vorschlägen bezüglich Top Level Domains auf der Basis von Telefonnummern ?
Schink : Hier arbeitet die ITU gemeinsam mit der IETF an einem Verfahren ,
Telefonnummern auf URLs abzubilden . Sie ist damit allerdings noch nicht im
laufenden Verfahren angetreten , weil bestehende TLDs , etwa arpa verwendet
werden . Bewerbungen diesbezüglich würde ich also erst einmal für nicht reif
halten . heise online : Wie beurteilen Sie das jetzige Antragsverfahren und die
Gebühr ? Schink : Wie gesagt , ich will mich da erst noch einarbeiten . Die
Vorab-Gebühr von 50.000 US-Dollar pro Domain erscheint mir allerdings schon
relativ hoch . heise online : Einige Direktoren in der ICANN halten die
Mitbestimmung durch die Endnutzer für nicht zwingend . Ein Flugzeugpassagier
habe auch keinen Einfluss auf technische Standards in Passagiermaschinen , heißt
es . Was halten Sie von den At-large-Wahlen ? Schink : Die Mitbestimmung durch
die Endnutzer ist sicherlich in dieser Form ein Novum und ich halte das auch für
gar nicht schlecht . Es ist wirklich fraglich , ob sie nun in die Diskussion
darum eingreifen können müssen . Das Internet ist aber in einer Hinsicht ein
Sonderfall : Wir haben hier relativ viele Enduser , die auf einem relativ hohen
Niveau das Medium nutzen . Ich denke auch , dass wir bei der auch relativ
kleinen Zahl registrierter ICANN-Nutzer eben nicht so sehr den klassischen
Endbenutzer bekommen , sondern die Freaks . heise online : Wie soll man also
Ihrer Meinung nach mit den derzeit weiterhin mit Interimsdirektoren besetzten
vier At-large-Sitzen verfahren ? Schink : Man sollte sicher gut darüber
nachdenken , wie man weiter verfährt . Es ist schon die Frage , wie sinnvoll die
Diskussion beispielsweise von Protokollstandardfragen auf breiter Ebene ist .
Würde man zum Beispiel die Integration von Abhörschnittstellen auf breiter Ebene
diskutieren , dann gerät man leicht in einen fürchterlichen Strudel . Jeder hat
dann etwas zu sagen . heise online : Da wird Ihnen Ihr Kollege Müller-Maguhn
sicher widersprechen ? Schink : Kann schon sein , dass es hier einen
Interessenskonflikt gibt . Prinzipiell sehe ich der Zusammenarbeit ganz offen
entgegen . heise online : Sind Sie für die gleichberechtigte Vergabe der 18
Sitze an At-large- und Industrievertreter ? Schink : Im Prinzip ja . Die
At-large-Vertreter kommen allerdings auch aus Unternehmen . Also ich denke , man
sollte die Studie abwarten . Es gab ja noch eine ganze Reihe von Problemen jetzt
bei der Wahl . Dann kann man aber durchaus bei dem ursprünglich vorgesehenen
Modell bleiben . Anti-Porno-Filter fürs Internet aus Frankreich Einen
automatischen Anti-Porno-Filter fürs Internet haben Mitarbeiter des nationalen
französischen Informatik- und Automations-Forschungsinstituts INRIA entwickelt .
Die Forscher , die ihre Idee über eine eigens gegründete Firma ( LookThatUp )
vermarkten , seien vor allem bei Polizeibehörden und dem Institut für geistiges
Eigentum auf großes Interesse gestoßen . Bei dem Programm können Kunden ihre "
Toleranzschwelle " selbst definieren . Einen derartigen Filter halten die
Forscher auch für Websites mit Neonazi-Inhalten für denkbar . " Doch fürs Erste
ist unser Programm für die Entdeckung von Pornografie ausgelegt , weil dort die
Nachfrage am stärksten ist " , zitiert die Zeitung einen Sprecher des
Unternehmens . Systems : Veranstalter ziehen positive Bilanz Nach dem Umzug auf
das neue Münchener Messegelände im letzten Jahr scheint sich die Systems aber
wieder stabilisiert zu haben . Zumindest zieht der Veranstalter , die Messe
München AG , eine positive Bilanz für die diesjährige Veranstaltung und sprich
von einer " IuK-Messe der Superlative " : " Die Systems 2000 hat ihre Position
als B2B-Fachmesse für die IuK-Wirtschaft deutlich ausgebaut " , heißt es in dem
Fazit der Veranstalter . Den Erfolg führt die Messegesellschaft auf
Konzentration zurück . So habe man den Schwerpunkt auf Business-to-Business und
Fachbesucher gelegt . Auch habe das zentrale Thema Konvergenz , das
Zusammenwachsen von Informationstechnologie , Telekommunikation und Neuen Medien
, unter dem die Messe stand , zum Erfolg beigetragen . Diese Bilanz stützen die
Systems-Veranstalter mit recht beeindruckenden Steigerungsraten . So sei die
Anzahl der Aussteller und der vertretenen Unternehmen in den letzten drei Jahren
um 80 Prozent gestiegen , von 1.775 im Jahr 1997 , über 2.371 im Jahr 1998 und
2.707 im Jahr 1999 auf 3.251 während der diesjährigen Veranstaltung . Im
Vergleich zum Vorjahr seien über 500 Unternehmen neu hinzu gewonnen worden ; die
Aussteller seien aus 34 Ländern nach München gekommen . Auch auf gestiegene
Besucherzahlen konnte die Messe-Gesellschaft verweisen . Kamen 1997 gerade
einmal 108.000 Besucher auf das alte Messegelände , zog die Systems dieses Jahr
147.000 Interessierte an . Im Vergleich zum Vorjahr ( 133.000 ) kamen 14.000
zusätzliche Besucher zur Systems . Besonders stolz zeigten sich die Veranstalter
über die Besucherqualität : Nach ihren Aussagen hat die Systems auch etwas von
ihrem Charakter als regionale Fachmesse verloren : Die Zahl der Besucher aus
West- , Nord- und Ostdeutschland sei um fast 50 Prozent auf über 20.000
gestiegen . Als besonderes Highlight sieht die Messe-Gesellschaft auch den
Linux-Park mit knapp 100 ausstellenden Unternehmen an : " Trotz doppelt so
großer Ausstellungsfläche wie 1999 drängten sich hier die Anhänger und Anwender
des Open-Source-Betriebssystems an allen Messetagen . " Sehr zufrieden mit dem
diesjährigen Messeverlauf zeigten sich die im BITKOM zusammengeschlossenen
Aussteller . " Die Systems hat sich hervorragend entwickelt " , kommentierte .
Werner Senger , Geschäftsführer von BITKOM . " Sie ist für die Mehrzahl unserer
Mitglieder inzwischen ein Muss und der bestimmende Herbst-Event für unsere
Branche . " Dem wollten aber nicht alle Aussteller und Besucher zustimmen . Die
Systems , die sich gegen die in der kommenden Woche beginnenden US-Comdex ,
immer noch eine der Leitmessen der Branche , und die europäischen Comdex/Orbit
in Basel , die Ende September stattfand , behaupten muss , glänzt weniger mit
technischen Neuigkeiten oder überraschend auftauchenden Entwicklungen . Viele
Hersteller und Besucher benutzen sie zur Kontaktpflege - und manchem erscheinen
dafür selbst bei gestiegenen Besucherzahlen die Kosten doch recht hoch . Auch
kritisierten einige Aussteller , dass die Systems immer noch einen zu starken
regionalen Charakter habe , da internationale Besucher und Interessierte aus
ganz Deutschland zu wenig vertreten seien : Man müsse schon sehr gezielt suchen
, um Besucher von weiter weg als Darmstadt zu finden , so beispielsweise der
lapidare Kommentar an einem Messestand . 20.000 Besucher aus ganz Deutschland
erscheinen vielen Ausstellern angesichts einer Gesamtbesucherzahl von über
140.000 offensichtlich doch zu wenig . Auch wenn sich die Systems wieder
etabliert hat , scheint den Veranstaltern noch Arbeit bevorzustehen , die Messe
stärker überregional und international auszurichten . Unix-Tools für NT von
Microsoft 6 Monate hat es gedauert , jetzt ist es endlich soweit : Das " Windows
NT Services for Unix Add-On Pack " soll die damals versprochene
Unix-NT-Integration erleichtern . Warum das so lange gedauert hat , bleibt das
Geheimnis von Microsoft : Die Firma hat lediglich verschiedene Tools von anderen
Herstellern lizensiert , um die Arbeit mit gemischten Unix-NT-Umgebungen zu
erleichtern . Zu den Werkzeugen des Add-On Packs gehören NFS-Server und -Client
von Intergraph sowie die KornShell und diverse Unix-Kommandos von MKS . Außerdem
soll die Administration von NT-Maschinen über Telnet möglich sein . Eine
zusätzliche Paßwort-Synchronisation zwischen Unix und NT funktioniert nur in
eine Richtung : Änderungen der User-Accounts auf NT-Servern werden auf
Unix-Maschinen übertragen . Den umgekehrten Weg gibt es nicht . Kostenlos ist
das Ganze auch nicht : Für das " Windows NT Services for Unix Add-On Pack "
möchte Microsoft 149 US-Dollar haben . Die Produktion hat laut Microsoft schon
begonnen , bis Anwender die Tools in Händen halten können , dürften aber noch
einmal vier bis sechs Wochen vergehen . Microsoft will im Mobilfunk mitmischen
Microsoft versucht , in immer neuen Geschäftsfeldern Fuß zu fassen . Nun hat die
Gates-Company eine gemeinsame Firma mit Qualcomm gegründet . WirelessKnowledge ,
so der Name des Joint Ventures , soll sicheren Internet-Zugang für mobile
Anwender liefern . Qualcomm , den meisten PC-Anwendern durch die EMail-Software
Eudora bekannt , ist in der Hauptsache Hersteller von Produkten für die
Kommunikation über Mobilfunk . In der Kooperation mit Microsoft sollen nun
Dienste entwickelt werden , die es Mobilfunk-Anbietern erlauben , EMail ,
Nachrichten , Kalenderfunktionen , Informationsdienste und allgemeinen
Internetzugang über Mobilfunk sicherzustellen . Diese Dienste sollen auf Windows
CE , BackOffice und Microsofts " Commercial Internet System " aufbauen .
Außerdem möchte Microsoft mit WirelessKnowledge erreichen , daß Windows CE sich
als Standard-System für Mobilfunk-Geräte durchsetzt . Aus der Zusammenarbeit mit
Qualcomm soll auch ein spezieller Chip hervorgehen , der Windows CE schon
integriert hat . Dieser ASIC ( Application Specific Integrated Circuit ) soll
dann zur Produktion von Mobilfunk-Geräten für Sprach- und Datendienste
eingesetzt werden . Internet-Cafes : " Fast-Food " gegen " Surf&Sushi " Der
Laden ähnelt einer überdimensionalen Filiale von Burger King oder Dunkin Donuts
. Helles Licht scheint auf einfache Holzstühle und zahlreiche parallele
Tischreihen . Vorne steht eine Verkaufstheke mit Leuchtreklame . Nicht Hamburger
oder Donuts will die Firma easyEverything vom 16. Dezember an am Berliner
Kurfürstendamm verkaufen , sondern die Verbindung zur großen weiten Welt des
Internet . Das soll allerdings mit einer in Deutschland recht neuen Methode
möglich sein . Bislang 16 Filialen gibt es weltweit . Berlin ist nach München
der zweite deutsche easyEverything-Standort und soll 350 Computer-Plätze bieten
. Die Preise sind abhängig von der aktuellen Belegung der Computer . Für zwei
Mark kann man zwischen zwanzig Minuten und einigen Stunden chatten , Mails
schreiben oder an weltweiten Internet-Spielen teilnehmen . Und wer einmal in
Amsterdam um ein Uhr nachts hunderte junger Menschen bei easyErverything an den
Terminals sitzen sah , hat kaum Zweifel an dem Erfolg dieser Strategie . Surf &
Sushi heißt ihr gerade eröffnetes Internet-Cafe in der Oranienburger Straße ,
der momentan wohl angesagtesten Flanier-Meile Berlins . " In erster Linie wollen
wir einen Szene-Treffpunkt für junge und erfolgreiche Medien-Menschen bieten " ,
sagt Schapiro . Dazu würden Cocktails gehören und Espresso-Maschinen . Ein "
gehobenes Ambiente " eben , wie der Betreiber sagt . Nebenbei sollen die
Szene-Gänger dann auch Zugriff auf das Internet haben . 30 Surfplätze gibt es
bislang , die auch schon recht gut frequentiert werden . easyEverything sei
keine Konkurrenz für sie , meint Schapiro . " Die leben von der Masse , wir von
der Qualität . " Nicht zufällig hätte der Großunternehmer seine Filialen in
Bahnhofsnähe platziert , um besonders Touristen anzusprechen . Doch auch ein
Rundblick am frühen Abend im Surf & Sushi zeigt : Hier sitzen an den Tastaturen
eher junge Touristen mit Rucksäcken als Werber oder Designer in Kostüm oder
Anzug . Vielleicht wollen junge Businessleute nach einem Tag am Computer auch
einfach keine Bildschirme mehr sehen . Enttäuschte US-Aktionäre verklagen
Gateway Einige Investoren scheinen ziemlich sauer auf den PC-Hersteller Gateway
zu sein . Die Firma reihte sich mit ihrer Meldung , man werde im vierten Quartal
ins Minus rutschen , ganz vorne in eine Reihe von Hiobsbotschaften ein , die die
PC-Industrie angesichts eines flauen Weihnachtsgeschäfts in die Krise stürzten .
Vor dem Bezirksgericht Kalifornien-Süd reichte nun laut US-Nachrichtenagenturen
ein Anteilseigner Klage gegen Gateway ein . Er möchte mit dem Verfahren den
Status einer Sammelklage erreichen , sodass alle Gateway-Aktienbesitzer sich
anschließen könnten . In der Klage wird Gateway vorgeworfen , falsche und
irreführende Zahlen für das Quartal , das am 30. September endete ,
veröffentlicht zu haben . Gateway wies alle Anschuldigungen , die in der Klage
erhoben werden , entschieden zurück und meinte , man werde sich aufs
Entschiedenste verteidigen . Die zusätzlichen Belastungen der Bilanz durch
Abschreibungen , die der Kursverfall der Hightech-Werte an den Börsen notwendig
machte , sind einer der Gründe , warum Gateway für das vierte Quartal rote
Zahlen erwartet . Bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für das dritte Quartal
waren von Gateway allerdings noch andere Töne zu hören : Damals hieß es , man
erwarte ein ausgezeichnetes Geschäft für das Jahresende . Einzelne Analysten
haben nach der inzwischen erfolgten Gewinnwarnung die Gateway-Aktie
heruntergestuft - zusätzlich zu den schlechten Nachrichten von Gateway selbst
führte dies zu einem Kursverfall der Aktie , der die Anteilseigner natürlich
überhaupt nicht erfreut . Der Kurs des Papiers fiel von rund 40 US-Dollar Anfang
November auf 17,50 US-Dollar zum Börsenschluss am Freitag vergangener Woche ;
das 52-Wochen-Hoch lag bei 75,19 US-Dollar - vor ziemlich genau einem Jahr .
Arcor-Börsengang auf unbestimmte Zeit verschoben Der für März 2001 geplante
Börsengang der Festnetzgesellschaft Mannesmann Arcor ist auf unbestimmte Zeit
verschoben worden . Wie eine Arcor-Sprecherin am heutigen Montag sagte , hätten
sich die Gesellschafter Vodafone und Deutsche Bank hierauf verständigt . " Wir
haben gehofft , dass noch ein Signal von der Deutschen Bahn zum Börsengang
kommen würde " . Zur Arcor-Aufsichtsratssitzung ist der Mitgesellschafter
Deutsche Bahn am vergangenen Freitag aber gar nicht erst erschienen . Im Prinzip
müsse jetzt erst einmal eine Willensbildung bei der Deutschen Bahn stattfinden ,
sagte die Arcor-Sprecherin weiter . Die hinter der Deutschen Telekom zweitgrößte
Telefongesellschaft gehört seit der Übernahme der Mannesmann AG durch Vodafone
mehrheitlich zum britischen Mobilfunkkonzern . Den Börsengang von Arcor hatte
Vodafone bereits vor Monaten angekündigt , dabei aber stets versichert , eine
Mehrheit an seiner deutschen Festnetztochter zu behalten . Nach dem Verkauf der
italienischen Festnetzgesellschaft Infostrada , die ebenfalls zur Mannesmann AG
gehörte , wurde in der Öffentlichkeit erneut über einen möglichen Verkauf von
Arcor spekuliert . Dabei wurde unter anderem France Telecom als ein möglicher
Interessent genannt . Andererseits halten Experten einen Verkauf inzwischen eher
für unwahrscheinlich : Die Deutsche Bahn AG hält an Arcor einen
Minderheitsanteil von 18,8 Prozent . Wie das Düsseldorfer Handelsblatt am Montag
berichtete , lagen zwischen den Gesellschaftern bereits unterschriftsreife
Verträge vor . Diese sahen vor , dass die Bahn ihren Anteil im Zuge des
Börsengangs auf fünf Prozent abbaut . Damit sei Bahn-Chef Hartmut Mehdorn aber
nicht mehr einstanden gewesen . Hintergrund seien die Pläne der Bahn , ihr
Zugleitsystem auf Mobilfunktechnik umzustellen . Durch die Blockade komme Arcor
für ihre weitere Expansion vorerst nicht an die nötige Akquisitionswährung . Und
es geht doch : Linux und der Pentium 4 Kaum sind die ersten Systeme mit Intels
neuem Pentium-4-Prozessor auf dem Markt erschienen , geistern bereits die ersten
Gerüchte über tatsächliche und vermeintliche Unverträglichkeiten mit Linux
durchs Internet . Einige Nachrichtendienste meldeten , dass Linux auf der neuen
CPU nicht laufen würde , andere wiederum berichten von keinerlei Problemen . Wie
immer liegt die Wahrheit zwischen den Extremen : Es gibt keine prinzipielle
Unverträglichkeit zwischen Linux und dem Pentium 4 , jedoch treten bei der
Installation einiger Distributionen Schwierigkeiten auf . Besonders krass sieht
es hier bei Suse Linux 7.0 ( Kernel 2.2.16 ) aus . Der von der
Installationsroutine verwendete Kernel erkennt den Prozessor nicht korrekt ; das
Installationsprogramm mokiert sich über diverse Fehler ( " RPM meldet Fehler " ,
" Lilo konnte nicht installiert werden " , " Root-Passwort konnte nicht gesetzt
werden " ) . Abhilfe verspricht hier ein neuer Installationskernel , den Suse
seit dem heutigen Montag in Form eines Bootdiskettenimages zum Download anbietet
. Damit klappte die Installation auf dem c't-Testsystem von HP ( Vectra VL 800 )
ohne Schwierigkeiten . Auf dem Dell Dimension 8100 gab es allerdings einen
Kernel-Fehler : Der IO-APIC konnte nicht identifiziert werden und das System
meldete sich mit " Kernel Panic " ab . Ähnlich erging es uns auch beim Test von
Red Hat Linux ( Kernel 2.2.16 ) : Hier klappte die Installation mit der
Original-CD auf der HP-Maschine auf Anhieb . Mit dem Dell-Rechner und dessen
IO-APIC kam Red Hat aber ebenfalls nicht zurecht . Schuld an diesem Verhalten
dürfte die unzureichende Programmierung des zum i850-Chipsatz gehörenden IO-APIC
durch das BIOS des Dell-Rechners sein . Ein BIOS-Update für die Maschine sollte
hier also für Besserung sorgen . Debian Linux ( Kernel 2.2.17 ) arbeitete
übrigens auf beiden Rechnern ohne zu murren . Dies ist allerdings auch nicht
weiter verwunderlich , da hier ein Single-Prozessor-Kernel verwendet wird . Suse
und Red Hat versuchen dagegen , einen SMP-Kernel zu installieren . Dieser fragt
beim Start den IO-APIC ab , um zu entscheiden , ob eine oder zwei CPUs im System
stecken . Vodafone weiter auf Expansionskurs Der Mobilfunkkonzern Vodafone will
nach einem Bericht der Financial Times einen Anteil von 15 Prozent an Japan
Telecom erwerben . Eine offizielle Ankündigung werde für die nächste Woche
erwartet , hieß es in dem Bericht . Laut Financial Times ist die Beteiligung am
drittgrößten japanischen Telekommunikationsunternehmen in Japan Teil der
Strategie von Vodafone , einen Mehrheitsanteil an der rapide wachsenden
Mobilfunktochter von Japan Telecom , J-Phone , zu übernehmen . Vodafone und
J-Phone kooperieren bereits auf einigen Gebieten , etwa bei der Entwicklung von
Java für Internet-Handys . Gerade British Telecom , einem der Hauptkonkurrenten
von Vodafone , dürfte eine Beteiligung der Mobilfunker an dem japanischen
Unternehmen nicht besonders recht sein : BT würde sich gerne nach bislang
unbestätigten Berichten aus den USA den Anteil von AT&T an Japan Telecom sichern
. Daran dürfte aber auch Vodafone Interesse haben - und die Chancen für den
Konzern , der auch in Deutschland nach der Übernahme von Mannesmann gut
vertreten ist , stiegen nach Übernahme einer 15-prozentigen Beteiligung
natürlich . Zudem stärkte Vodafone mit einer größeren Beteiligung an Japan
Telecom seine Position gegenüber NTT DoCoMo : DoCoMo wildert bereits durch die
Allianz mit der niederländischen KPN kräftigt in den europäischen Märkten von
Vodafone . Skepsis bei Börseneinführung von Vivendi Universal Mit Skepsis haben
die Aktionäre am Montag auf die Börseneinführung des neuen Mediengiganten
Vivendi Universal reagiert . An der Börse Paris sank die Aktie des Konzerns ,
der aus der Fusion der kanadischen Getränke- und Unterhaltungsgruppe Seagram und
dem französischen Vivendi-Konzern hervorgegangen war , um mehr als fünf Prozent
. Erst am Abend erholte sich der Titel wieder und lag kurz vor Börsenschluss bei
74,35 Euro um 1,13 Prozentpunkte unter dem Eröffnungskurs . Der weltweit
zweitgrößte Medienkonzern rivalisiert im Bereich Medien und Kommunikation mit
dem US-Riesen AOL/Time Warner , der , geht es nach AOL und Time Warner , gerade
entsteht . Vivendi Universal ist vor allem im Bereich Musik , Film , Fernsehen ,
Telekom und Internet aktiv . Vivendi hält die Mehrheit an Canal+ , dem größten
europäischen Unternehmen im Bereich Pay-TV , dessen Aktie mit plus 11,1 Prozent
( auf 3,00 Euro ) einen wahren Höhenflug erlebte . Canal+ wird künftig seine
Einkünfte an die Muttergesellschaft überweisen , die ihr dafür im Gegenzug das
Jahresbudget sichert . Die Aktie war aus dem Aktienindex CAC 40 und dem
EuroStoxx 50 herausgefallen , weil durch den Transfer die meisten Aktiva in die
neue Einheit wandern . Einstweilige Verfügung gegen " MovieExplorer " Die
Videoschnittsoftware MovieExplorer von AIST Medialab ( c't berichtete in Ausgabe
24/2000 über das Programm ) darf vorerst nicht mehr unter diesem Namen
vertrieben werden . Dem Hersteller ging am heutigen Montag per Fax eine
einstweilige Verfügung des Landgerichts Köln zu , die bereits am 7. Dezember
ergangen ist . Die Ratinger Firma Symicron hatte durch die Wahl des Namens "
MovieExplorer " ihre Rechte an der Marke " Explorer " verletzt gesehen . Die
Firma will die einstweilige Verfügung zunächst befolgen , erwägt aber ihrerseits
eine Klage gegen Symicron . " Daher heißen MovieExplorer und MovieExplorerPlus
ab sofort MovieXone und MovieXonePlus , bis wir die Rechtslage zu unseren
Gunsten entscheiden können " , teilte AIST der c't-Redaktion mit . "
MovieExplorer " ist in diesem Jahr als Wortmarke von AIST Medialab eingetragen
worden . Symicron hingegen genießt in Deutschland seit 1995 Markenschutz für den
Begriff " Explorer " . Der einzige bisher bekannte Beleg dafür erscheint jedoch
fragwürdig . Kritiker der Abmahnpraxis bezweifeln , dass Symicron den Namen "
Explorer " jemals selbst benutzt hat . Sie haben unterdessen für den Nachweis ,
dass jemand ein solches Produkt von Symicron erworben hat , eine namhafte
Belohnung ausgesetzt . Führungswechsel bei Lotus Mit Zollar hat Lotus nun einen
Chef mit starkem technischem Hintergrund . Als System Engineer begann Zollar
seine Karriere bei IBM und arbeitete später unter anderem in
IBM-Entwicklungslabors in Santa Teresa und Raleigh . Vor seiner Ernennung zum
neuen Lotus-CEO war er Leiter der Entwicklung beim Systemmanagment-Spezialisten
Tivoli , wie Lotus eine von IBM übernommene Firma . Danach wurde Zollar Chef der
IBM Network Computing Software Division ( NCDS ) . Die Abteilung wurde nun im
Rahmen der von IBMs Software-Chef John M. Thompson angekündigten Reorganisation
aufgelöst . Der Wechsel von Jeff Papows zu Al Zollar kommt für viele
überraschend . Ausser Microsoft Office gibt es kaum kommerzielle
Anwendungsprogramme mit ähnlicher Verbreitung . Im Mai 1999 kam Papows
allerdings nach einem sehr positiven Interview mit Don Tennant von Computerworld
Hong Kong durch einen Artikel im Wall Street Journal ( WSJ ) unter Beschuss .
Mit akribischen Nachforschungen wies das Blatt nach , dass Papows in seiner Vita
zu dick aufgetragen hatte . Die Sensationsgeschichte im WSJ blieb für Papows
jedoch ohne Folgen , genauso wie die Anzeige einer ehemaligen Mitarbeiterin
wegen sexueller Diskrimierung . Sein Rücktritt dürfte nicht auf diese Vorwürfe
zurückzuführen sein . Wahrscheinlicher ist , dass Papows die verstärkte
Einbindung von Lotus als Abteilung im IBM-Konzern nicht weiter begleiten will .
Nach eigenen Angaben drängt es ihn , wieder an der Spitze eines Unternehmens zu
stehen . Papows ist dabei nicht der erste Abgang . Tim Dempsey , bislang bei
Lotus für die Business Partner zuständig , wurde unlängst durch Patricia Hume
abgelöst , die ebenfalls auf eine langjährige IBM-Karriere zurückblicken kann .
Vieles hängt nun wohl davon ab , dass Al Zollar den Lotus-Mitarbeitern das
Gefühl erhalten kann , für ein mit 8500 Mitarbeitern vergleichsweise kleines
Unternehmen mit eigener Identität zu arbeiten , das sich nicht von IBM
assimilieren lässt . Bislang nennt er noch keine konkreten Pläne , sondern "
hofft , dass das Telefon zu klingeln anfängt " . AOL Time Warner : Bedrohung für
den Journalismus ? Die Übernahme des größten amerikanischen Medienkonzerns Time
Warner durch den Internet-Giganten AOL hat in den USA auch eine Debatte über die
Unabhängigkeit der betroffenen Medien ausgelöst . Das neue Konglomerat ist so
groß und vielfältig , dass alle möglichen Formen von Interessenkonflikten
denkbar sind . " Wird AOL andere Onlinedienste als die der eigenen Time.com oder
Entertainment Weekly oder Sports Illustrated überhaupt noch nutzen ? " , fragt
der Medienkritiker der Washington Post , Howard Kurtz . " Man berichtet nicht
über sich selbst . " " Solche Schutzwälle zwischen den vielfältigen Abteilungen
dieser neuen Informatons- , Unterhaltungs- und Marketingiganten zu errichten ,
dürfte nicht so einfach sein . " Es überrascht kaum , dass die Verantwortlichen
bei AOL alle Befürchtungen als böse Unterstellung abtun . Die Journalisten bei
Time , CNN und den anderen Medien der neuen Firmenfamilie " werden das gleiche
Maß an Unabhängigkeit haben wie bisher " , versicherte AOL-Vizepräsident George
Vradenburg . " Sie können schreiben , was sie für richtig halten . " Auch die
Entwicklung des einst als demokratisches Medium für jedermann beschriebenen
Internet zu einem von monopolartigen Großkonzernen kontrollierten Netzwerk lässt
die Zweifler nicht verstummen . " Was ist gut an einem riesigen Apparat , der
jeden erreichen kann ? " , fragt Miller . " Wir müssen dafür sorgen , dass nicht
allein zwei oder drei Unternehmen die Informationen im Internet schleusen und
kontrollieren können " , warnte der Senator Patrick Leahy in einer Stellungnahme
zum AOL-Deal . Das Problem der " cross-ownership " von Industrie und Medien
existiert in den USA schon länger . Der Zusammenschluss von AOL und Time Warner
beleuchtet es nun allerdings mit neuer Dramatik . Doch ähnliche Fragen wurden
auch schon gestellt , als der Disney-Konzern die Fernsehgesellschaft ABC gekauft
hat und das frühere Elektrounternehmen General Electric sich deren Konkurrenz
NBC einverleibte . Die Erfahrungen sind gemischt . Während ABC Probleme mit der
Berichterstattung über Missstände in einem Disney-Themenpark hatte , verweisen
Redakteure der Zeitschrift Sports Illustrated auf ihre kritischen Berichte über
die Zustände beim Baseballteam Atlanta Braves . Es gehört der Muttergesellschaft
Time Warner . Die in Deutschland noch so gut wie unbekannte Übernahme von Medien
durch branchenfremde Unternehmen birgt nach Ansicht von Kritikern aber auch noch
eine andere Bedrohung : " Es geht nur noch ums Geschäft , nicht mehr um Qualität
" , sagt der Kommunikationswissenschaftler Robert McChesney . Und so traurig es
auch sei : " Guter Journalismus ist oft ein schlechtes Geschäft und schlechter
Journalismus ein gutes Geschäft . " Die Kuh ist vom Eis : Noch bis gestern
plagten sich die fusionswilligen Konzerne AOL und Time Warner mit
Unstimmigkeiten bei der US-amerikanischen Regulierungsbehörde Federal
Communications Commission ( FCC ) herum : Nun ist die Fusion des weltgrößten
Internetanbieters America Online ( AOL ) und des weltgrößten Medienunternehmens
Time Warner perfekt . Nachdem die Wettbewerbsbehörde FTC bereits Mitte Dezember
unter strengen Auflagen über die Öffnung des Kabelnetzes von Time Warner ihre
Zustimmung gegeben hatte , zog am gestrigen Donnerstagabend ( Ortszeit ) auch
die Kommunikationsbehörde nach . Die FCC stellte aber eine Reihe von Bedingungen
zum Schutz der Verbraucher . Die FTC hatte mit Hilfe von Klagedrohungen die
beiden Unternehmen zu weit reichenden Konzessionen gezwungen , die jetzt von der
FCC bekräftigt wurden . AOL Time Warner muss sein Kabelfernsehnetz auch anderen
Internet-Serviceanbietern für den Hochgeschwindigkeitszugang öffnen . Time
Warner darf auch fremde Internetservice-Firmen im Hinblick auf Inhalte und
Internetdienste nicht diskriminieren , die an deren Kunden weiter gegeben werden
. AOL muss seinerseits den Kunden die über Telefonleitungen übermittelten
DSL-Internetdienste auch in Gebieten anbieten , in denen Time Warner über
Kabelfernsehleitungen Breitbanddienste offeriert . Zudem muss der Online-Dienst
gewährleisten , dass sein Instant-Messaging-Service mit den entsprechenden
Diensten anderer Anbieter zusammenarbeitet , bevor er " fortgeschrittene
IM-basierte Highspeed-Dienste " , wie die FCC dies nennt , offeriert . Gemeint
ist damit unter anderem die Integration von Videokonferenzen in die
Instant-Messaging-Dienste . Auf die gegenwärtige Situation beim Instant
Messaging , bei dem eine jahrelange Auseinandersetzung zwischen den Anbietern
immer wieder hochkocht , nimmt die Entscheidung der FCC aber , anders als
erwartet , keinen Einfluss . Die neue Gesellschaft wird als AOL Time Warner
firmieren - die neue Web-Site aoltimewarner.com ist bereits aktiv . Kurz nach
der Verkündigung des FCC-Beschluss erklärten die beiden Firmen auch prompt , der
Zusammenschluss sei nun abgeschlossen . Es ist die größte Fusion , die es je
gegeben hat . Time Warner verfügt über Film- und Fernsehstudios ,
Kabelfernsehnetze und -gesellschaften , Verlage und Vergnügungsparks . AT&T muss
nach den Auflagen der FCC auch seine Beteiligung bei Time Warner Entertainment
aufgeben , die unter anderem für die TV-Kabelnetze des Konzerns zuständig sind .
Die Fusion wird AOL die enormen Medieninhalte des Time-Warner-Konzerns
zugänglich machen sowie dem Medien-Branchenführer Time Warner die
AOL-Onlinedienste öffnen und interaktives Fernsehen ermöglichen . Viele
Verbrauchergruppen waren auf Grund dieser geballten Macht gegen den
Zusammenschluss . Nvidia macht ATI das Leben schwer Nachdem ATI lange Jahre die
Grafikchips für die Apple-Rechner lieferte , hat der kanadische Grafikspezialist
jetzt erstmalig das Nachsehen . Nvidia , die im letzten Monat bereits den
3D-Pionier 3dfx aufkauften , macht seinem einzig verbliebenen Konkurrenten
bereits bei PC-Grafikkarten das Leben schwer . Nach Einführung der
GeForce-Grafikchips hat ATI deutlich Marktanteile an Nvidia verloren . Nun
greift Nvidia auch ATIs Apple-Geschäft an . Apple konnte nicht widerstehen , da
der GeForce2 MX über sehr gute Leistungsdaten ( etwa die T&L-Engine für die
Geometriebeschleunigung ) verfügt und gleichzeitig sehr kostengünstig ist . ATIs
Radeon besitzt dagegen bereits aufwendige DirectX-8-Funktionen , die im
Mac-Umfeld kaum von Nutzen sind . Trotzdem bietet Apple auch eine Radeon-Karte
als Option an , da dieser auch den leistungsfähigen DDR-DRAM-Speicher nutzen
kann . Der entsprechende Nvidia-Chip ( GeForce2 GTS ) kommt hier nicht in Frage
, da er nicht Mac-kompatibel ist . Im neuen PowerBook G4 berechnet dagegen
wieder ein ATI-Chip ( Rage Mobility 128 ) die Pixel . Aber auch die letzte
ATI-Bastion hat Nvidia bereits mit dem GeForce2 Go im Visier . Gateway feuert
angesichts tiefroter Zahlen 3.000 Mitarbeiter Mehr als 10 Prozent der
Mitarbeiter des gebeutelten PC-Herstellers Gateway werden ihren Arbeitsplatz
verlieren : Dies ist eine Konsequenz , die Gateway aus äußerst schlechten
Geschäftszahlen für das vierte Quartal gezogen hat . Die Bilanz war sogar noch
schlechter , als nach der Gewinnwarnung von Ende November zu erwarten war , als
Gateway erklärte , man werde im vierten Quartal rote Zahlen schreiben .
Offensichtlich schlug die Flaute im PC-Geschäft der letzten Monate bei Gateway
voll zu . In der Gewinnwarnung war Gateway noch von einem Verlust von 2 Cents
pro Aktie ausgegangen . Gateways Finanz-Chef führte die Verluste auf noch
geringere Umsätze als erwartet mit PCs bei Privatverbrauchern zurück . Mit der
Entlassung von bis zu 3.000 der insgesamt 24.000 Angestellten will Gateway nun
Kosten reduzieren ; außerdem will der PC-Hersteller durch Preissenkungen seinen
Marktanteil wieder erhöhen . Für das Jahr 2001 senkte Gateway seine Erwartungen
weiter : Das Umsatzwachstum werde nur noch 3 Prozent und die Gewinnsteigerung
aus dem operativen Geschäft 6 Prozent betragen . Im nachbörslichen Handel brach
das Papier dann wieder ein und verlor 12,66 Prozent auf 20 US-Dollar .
Offensichtlich konnten angesichts der äußerst schlechten Geschäftszahlen nicht
einmal die Ankündigung von Entlassungen , die die Börse sonst doch immer in
Begeisterung versetzt , die Investoren beruhigen . Hintergrund : Neue
Domain-Namen nicht vor Jahresmitte aktiv Auf detaillierte Regeln für die Vergabe
der Namen in den sieben neuen Top Level Domains warten Europas Regierungen noch
, sagte EU-Kommissionsberater Christopher Wilkinson bei der Vorstellung der
neuen Adressbereiche am gestrigen Donnerstag in Brüssel . Auf Einladung der
Kommission hatten alle sieben von der Internet-Verwaltung Internet Corporation
for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) ausgewählten Betreiber der neuen
generic Top Level Domains ( gTLDs ) von .biz bis .museum ihre Konzepte
vorgestellt . Viele Fragen zur genauen Vergabepolitik für die verschiedenen
neuen Domains werden allerdings erst nach Abschluss der Verhandlungen mit der
ICANN beantwortet werden können ( zu den neuen TLDs siehe auch Ein Königreich
für einen (Internet-)Namen in Ausgabe 25/2000 von c't ) . " Unsere
Zielvorstellung ist es , bis Mitte oder Ende Januar den Vertrag unterzeichnen zu
können " , sagte jetzt der Vertreter der Neustar-Melbourne-IT-Partnerschaft
NeuLevel . Beide kündigten an , am neuen Protokollstandard eXtensible Registry
Protocol ( XRP ) mitzuarbeiten , Neulevel stellt dafür erhebliche Investitionen
in Aussicht . Noch etwas länger werden wohl die Verhandlungen über die für
bestimmte Nutzergruppen ( .pro , .aero , .museum , .coop ) oder Nutzungszwecke (
.name ) vorgesehene Adressbereiche dauern . Die Betreiber rechnen derzeit nicht
mit Registrierstart vor Sommer oder Herbst dieses Jahres . " Wir sind eine
relativ geschlossene Branche " , sagte die Vertreterin der IATA . Vier oder fünf
Flugzeuge reichen demnach noch nicht unbedingt aus , um dazuzugehören . Man
wolle aber so " inklusiv " wie möglich sein , eine endgültige Entscheidung über
Kriterien stehe aber noch aus . Ein vergleichsweise klares , aber kompliziertes
Verfahren über die Zulassung in die .museum-Domain will CORE als Technikpartner
des International Council of Museums und des Getty Trust umsetzen . Die Registry
wird demnach die Bewerbungen Prüfstellen vorlegen und erst bei einem Ja die
entsprechende Museums-Domain aktivieren . Ebenso verlangt .pro von den
anvisierten Medizinern , Juristen und Wirtschaftsprüfern einen Nachweis ihrer
beruflichen Qualifikation . Als mögliche Qualifikationen für eine law.proAdresse
schlagen Register.Com und Virtual Internet beispielsweise abgeschlossene Examina
, die Akkreditierung bei einer berufsständischen Organisationen ( wie der
Anwaltskammer ) oder die Zugehörigkeit zu einem Organ der Rechtspflege vor . Man
habe erst angefangen , sich auf internationaler Ebene um solche Partner zu
kümmern , diese Woche etwa war man bei der Generaldirektion XV ( Binnenmarkt )
der EU-Kommission zu Gast , um mit europäischen Ständeorganisationen Tuchfühlung
aufzunehmen . " Bin ich aber ausgeschlossen , wenn die Rechtsanwaltskammer in
Barcelona nicht bereit ist , Euch ihre Daten zum Abgleichen zur Verfügung zu
stellen ? " , fragte ICANN-Direktor und Jurist Amadeu Abril yi Abril die
RegistryPro-Betreiber . Zudem könnten berufsständische Organisationen auch auf
die Idee kommen , einen eigenen Adressraum anzusteuern oder eine Second Level
Domain unter ihrer Länder-Domain ( ccTLD ) zu starten . In Frankreich etwa gibt
es bereits Medizinerdomains . " Wir machen das seit drei Jahren " , sagt
Elisabeth Porteneuve vom französischen NIC gegenüber heise online . Gemeinsam
mit ihrem italienischen Kollegen Stefano Trumpy forderte sie von den neuen
Adresszonen-Verwaltern , neben den ICANN-akkreditierten Registrierunternehmen
auch ccTLD-Registrare als Endverkäufer für die neuen Adressen zuzulassen . " Sie
wollen uns doch nicht zwingen , ihr Modell einfach innerhalb der nationalen
Adressbereiche zu kopieren " , sagte Trumpy . Genau das fürchten beispielsweise
auch die Anbieter persönlicher Domainnamen unter .name . Als einziger
Neuanbieter behalten sie sich die Second-Level-Ebene vor . Wer es nicht
geschafft hat , dem bleibt vielleicht sein Spitzname , überprüft werden die
Namen von Global.Name dabei nicht . Verschiedene Möglichkeiten ,
Markenrechtsansprüche abzusichern oder in Schiedsverfahren zu erstreiten , sehen
übrigens fast alle neuen Registries vor . Noch mehr Einschränkungen bei der
Registrierung könnte das laufende Verfahren der World Intellectual Property
Organization mit sich bringen : Schon die Verwendung der auf der
ISO-3166-1-Liste vorgehaltenen Länderdomainkürzel als Second Level Domain haben
sich die ICANN beratenden Regierungen verbeten . Museum-Vertreter Cary Karp
plädiert daher für die Nutzung der entsprechenden Städtenamen . Am meisten
Kritik erntete in Brüssel die .coop-Domain . Als einziger neuer Anbieter
verzichten die Genossenschafter in den ersten sechs Monaten auf Konkurrenz :
Registryprovider Poptel wird zunächst einziger Anbieter der .coop-Adressen sein
. ICANN-Mitglied Abril fühlt sich dadurch an das NSI-Monopol erinnert : Auch den
Nutzern seien die Unterschiede zwischen den Registriermodalitäten kaum noch zu
vermitteln . Verkehrte Welt nennt Abril es schließlich , dass die
Selbstregulierer bald langsamer seien als die Regierungen , denen sie die Arbeit
abnehmen sollen . Letztere hatten sich noch im November über ICANNs
Eilentscheidung geärgert , jetzt bleibt ihnen augenscheinlich noch genug Zeit
für weitere Einwendungen . MobilCom gründet " mobile Bank " Bereits im Juli des
letzten Jahres hatte die Telekommunikationsgesellschaft MobilCom mit
Überlegungen begonnen , ob die Gründung einer eigenen Bank nicht sinnvoll sei .
Nun ist es soweit : MobilCom und die Landesbank Baden-Württemberg ( LBBW )
gründen die nach eigenen Angaben weltweit erste Bank für mobile Zahlungs- und
Wertpapierdienstleistungen . 51 Prozent an dem neuen Unternehmen soll MobilCom
halten , 49 Prozent die LBBW . Die Bank wird den Namen MobilBank tragen ,
berichteten die beiden Unternehmen am heutigen Freitag . Dabei wird Mobilcom die
Technologie und den Vertrieb stellen , während die LBBW für die banktechnische
Abwicklung verantwortlich ist . Die MobilBank werde ihre Dienstleistungen über
Handys anbieten . Bereits im ersten Halbjahr 2001 will die neue Bank den
Geschäftsbetrieb aufnehmen . Dem Handynutzer sollen ausgewählte
Finanzdienstleistungen wie mobile Zahlungssysteme und mobiler Wertpapierhandel
zur Verfügung gestellt werden . Hintergrund dieser Überlegungen ist der nach der
Einführung des neuen Mobilfunkstandards UMTS zu erwartende Anstieg des Handels
per Handy , hieß es bereits letztes Jahr bei MobilCom zu den Bank-Plänen . Um
die sich hier bietenden Möglichkeiten " im Sinne der Aktionäre " möglichst
effektiv nutzen zu können , sei eine eigene Bank sinnvoll . Hewlett-Packard gibt
Gewinnwarnung aus Anfang Dezember verbreitete Carly Fiorina , Chefin von
Hewlett-Packard , noch Optimismus : Trotz Schwierigkeiten werde der Konzern im
Geschäftsjahr 2001 ein Umsatzwachstum von 15 bis 17 Prozent erzielen . Fiorina
zeigte sich damals noch fest davon überzeugt , dass ihr Konzern gute
Ausgangsbedingungen für ein überdurchschnittliches Wachstum habe - und das ,
nachdem HP kurz zuvor einen enttäuschenden Geschäftsbericht für das vierte
Quartal vorgelegt hatte . Nun sieht auch Fiorina nicht mehr ganz so
hoffnungsvoll in die Zukunft : Der Konzern gab am gestrigen Donnerstagabend eine
Warnung aus , dass man den Erwartungen für das erste Quartal des laufenden
Geschäftsjahrs wohl nicht entsprechen könne . Es werde wohl nur ein Gewinn von
35 bis 40 Cents pro Aktie übrig bleiben - 42 Cent pro Aktie erwarteten dagegen
bislang die Börsianer . Als Begründung führt HP die sich verschlechternden
ökonomischen Bedingungen an . Außerdem seien in den letzten Wochen die Ausgaben
von Firmen und Verbrauchern für IT-Technik stark zurückgegangen . Fiorina
betonte , es sei klar , dass es eine signifikante Änderung in den
Marktbedingungen gegeben habe : Die Wachstumserwartungen von HP lägen daher beim
Umsatz bei niedrigen bis mittleren einstelligen Werten , meinte Fiorina . Und
diese Situation werde sich zumindest während des ersten Halbjahrs nicht
verbessern . Ende Dezember hatte HP seinen Mitarbeitern bereits einen strikten
Sparkurs verordnet . Obwohl Fiorina keine neuen Prognosen für das Gesamtjahr
abgeben wollte , dürfte mit einem Wachstum im einstelligen Bereich für das erste
Halbjahr das ehrgeizige Ziel von 15 bis 17 Prozent Umsatzsteigerung für das
gesamte Geschäftsjahr kaum noch erreichbar sein . Als Fiorina vor knapp
anderthalb Jahren den Posten bei HP übernahm , bezeichnete sie solche
Wachstumszahlen als eines ihrer Hauptziele . Im gestrigen Parketthandel stieg
der Kurs der HP-Aktie um knapp 2 Prozent auf 32,38 US-Dollar . Im nachbörslichen
Handel gab das Papier dann um 5,6 Prozent auf 30,56 US-Dollar nach . IBM-Chef :
Internet für den Mittelstand historische Chance Das Internet bietet für den
Mittelstand nach Einschätzung des Vorsitzenden der Geschäftsführung der IBM
Deutschland GmbH , Erwin Staudt , eine historische Chance . Die Einstiegskosten
für die neuen Technologien seien sehr niedrig , sagte Staudt am heutigen Freitag
in Schwerin . Außerdem verfügten Unternehmen mit einem Mitarbeiterstamm von zehn
bis 500 Beschäftigten über flexible Strukturen für einen schnellen Einstieg .
Nach jüngsten Studien haben 94 Prozent der mittelständischen Betriebe einen
Internetanschluss , 63 Prozent der Unternehmen verfügten über eine eigene
Homepage , teilte der Vorsitzende mit . Nur 16 Prozent würden das Internet aber
für den An- und Verkauf ihrer Produkte einsetzen . 1999 seien es elf Prozent
gewesen . 20 Prozent dieser Unternehmen hielten eine eigene Homepage für
verzichtbar . Gerade die neuen Bundesländer haben nach Einschätzung von Staudt
die Chance , schnell das Internet wirtschaftlich zu nutzen . Im Osten gebe es
weniger traditionelle Industrie wie beispielsweise in Baden-Württemberg , die
sich nur langsam in Richtung der neuen Technologien bewege . Gerade für die
neuen Länder sei es wichtig , dass sich ein gesunder Mittelstand entwickle .
Zudem werde von jährlich rund 70.000 Stellen in der Informations- und
Telekommunikationsbranche ausgegangen . Staudt forderte , mehr in die neuen
statt die traditionellen Industrien zu investieren . Auch müssten noch mehr
attraktive Standorte für Ansiedlungen geschaffen und vor allem mehr junge
Menschen für Studiengänge wie Informatik und Wirtschaftsinformatik begeistert
werden . Gravierend sei zudem der noch immer sehr geringe Frauenanteil in diesen
Zweigen . Microsoft-Gegner heuern Lewinsky-Sonderermittler an Der frühere
Staatsanwalt und Sonderermittler in der Lewinsky Affäre , Kenneth Starr ,
übernimmt eine neue Rolle , die ihm einige Öffentlichkeit bescheren könnte : Das
Project to Promote Competition and Innovation in the Digital Age ( ProComp ) hat
ihn nach US-Agenturberichen als Anwalt angeheuert . Starr half AOL schon dabei ,
einen so genannten amicus brief bei dem Berufungsgericht einzureichen , vor dem
die nächste Runde im Microsoft-Prozess stattfindet . Dieses Dokument sollte die
Argumentation des Justizministeriums stützen . Starr erlangte nicht nur
Berühmtheit als Staatsanwalt in der so genannten Whitewater-Affäre , in die der
noch amtierende US-Präsident Clinton und seine Frau Hillary Rodham Clinton
verwickelt waren . Kenneth Starr fungierte zudem als Sonderermittler in der
Affäre um Monica Lewinsky , der Praktikantin im Weißen Haus , mit der Clinton
ein Verhältnis hatte . Die Veröffentlichung des so genannten Starr-Reports im
Internet sorgte damals für einiges Aufsehen . US-Justizministerium fordert
weiter die Aufspaltung Microsofts Nachdem Ende November Microsoft die eigene
Stellungnahme zum Berufungsverfahren im Kartell-Prozess gegen den
Software-Konzern eingereicht hatte , war am heutigen Freitag die Reihe an den
Klägern , dem US-Justizministerium und 19 US-Bundesstaaten . Wie nicht anders zu
erwarten , forderte die Klägerseite in ihrer Stellungnahme für das zuständige
Berufungsgericht , das erstinstanzliche Urteil sowie das Strafmaß beizubehalten
und Microsoft zur Aufspaltung in zwei unabhängige Firmen zu verurteilen .
Grundsätzlich bezieht sich das US-Justizministerium in seinem Schreiben auf die
faktische und juristische Bewertung der ersten Instanz und wiederholt im
Allgemeinen die dort getroffenen Feststellungen . Sie hätten gezeigt , dass
Microsoft ein " räuberisches und gefährliches Monopol " aufgebaut habe . Die
Klägerseite bringt erwartungsgemäß keine neuen Argumente aufs Tapet , sondern
nimmt die Argumentation der vorherigen Runden im Prozess erneut auf . Auch die
Konsequenzen , die das Gericht gezogen hat , seien richtig : " Das
Bezirksgericht hat angemessen reagiert , indem es diese strukturellen und
verfahrenstechnischen Lösungen für Microsofts weitreichende illegale Aktivitäten
beschlossen hat . " Außerdem nahm das US-Justizminister den Richter der ersten
Instanz , Thomas Penfield Jackson , in Schutz . Er habe einen " fairen und
effizienten Prozess " geführt Jackson war in den letzten Tagen in die Kritik
geraten , nachdem in der Vorabveröffentlichung eines Buches über den Prozess
erneut harsche Äußerungen des Richters gegenüber Microsoft bekannt wurden .
Jackson war Bill Gates vor , er habe einen " Napoleon-Komplex " und meinte ,
einige Microsoft-Manager würden sich " nicht wie Erwachsene " verhalten .
Rechtsexperten in den USA wunderten sich schon , wieso Jackson mit solchen
Äußerungen an die Öffentlichkeit trete - immerhin könnte es passieren , dass das
Verfahren vom Berufungsgericht an die erste Instanz zurück verwiesen wird .
Damit wäre Jackson erneut mit dem Prozess betraut ; angesichts seiner Äußerungen
hätte Microsoft dann aber einige Argumente in der Hand , das Verfahren erst
einmal platzen zu lassen . Einige Beobachter gehen davon aus , dass das
Berufungsgericht , sollte es den Fall an die erste Instanz zurückverweisen ,
Jackson vom Verfahren ausschließen wird . Auch Microsoft hatte schon in der
Stellungnahme zum Berufungsverfahren Richter Jackson hart angegriffen . Das
US-Justizministerium erklärte dagegen in seinem Schreiben , die Äußerungen
Jacksons bewiesen keine Vorurteile gegenüber Microsoft . Jackson hatte Microsoft
im Juni letzten Jahres zur Zweiteilung verurteilt . In seiner faktischen und
juristischen Bewertung des Falls hatte er festgehalten , Microsoft habe seine
Position genutzt , " um den Markt für Web-Browser zu monopolisieren " . Das
Unternehmen habe in mehreren Punkten gegen die kartellrechtlichen Bestimmungen
des so genannten Sherman-Akts verstoßen und mit wettbewerbswidrigen Mitteln
seine Monopolposition aufrechterhalten . Mündliche Verhandlungen sind für den
26. und 27. Februar vorgesehen . Das am heutigen Freitag eingereichte Dokument
des US-Justizministeriums dürfte die letzte Aktion der bisherigen
Verhandlungsführer des US-Justizministeriums im Kartell-Prozess gegen Microsoft
gewesen sein . Der designierte US-Präsident Geroge W. Bush jr. , der am 20.
Januar in sein Amt eingeführt werden soll , wird sicherlich noch vor den
weiteren Verhandlungsetappen neue Beamte im Antitrust-Department des
Justizministeriums einsetzen . Uni-Abschluss per Internet Die britische
Regierung will ausländischen Studenten einen Uni-Abschluss per Internet
ermöglichen , berichtet die Londoner Tageszeitung Independent .
Erziehungsminister David Blunkett will schon am Dienstag den Startschuss für das
Projekt geben . Das Blatt kommentiert , dass hinter dem Internet-Angebot die
Absicht stehe , die Zahl der Studenten , die nicht aus Großbritannien kommen ,
drastisch zu erhöhen . Allerdings ist bislang unklar , wie viele der britischen
Universitäten sich an dem Projekt beteiligen . Die Renommier-Universitäten
Oxford und Cambridge befürchten laut Independent schon , dass der Uni-Abschluss
per Internet zu einem Absinken der Standards führe . Die Glasfaser als Bremse
für T-DSL Auskünfte zum Anteil der ostdeutschen Haushalte verweigert die Telekom
. Im Rahmen der Förderung strukturschwacher Gebiete flossen für den OPAL-Ausbau
( Optische Anschlussleitung ) in den neuen Bundesländern auch Subventionen der
Europäischen Investitionsbank . Von dem mit öffentlichen Mitteln geförderten
Programm profitierten unter anderem die Firmen Alcatel , AT&T , Raychem ,
Siemens und Corning als Lieferanten der Technologie . Keine dieser Firmen mag
heute Auskünfte zu ihren Glasfasergeschäften mit dem Telekom-Vorläufer geben .
Aber was ist mit der Gegenwart ? Und was geschah damals wirklich in
Ostdeutschland ? Sie ist außerdem unempfindlich gegen elektromagnetische
Störungen durch technische Geräte , Gewitter oder Sender . Und technisch würden
sich mehrere Lösungsmöglichkeiten für das Angebot eines schnellen
Internetzugangs für Haushalte mit Glasfaseranschluss anbieten . Bei der
OPAL-Technologie wurden meist FTTC- und FTTB-Anschlüsse realisiert : Vom
Bürgersteig oder vom Keller des Hauses aus führt keine Glasfaser , sondern ein
Kupferkabel zum Teilnehmer-Endgerät . Bei FTTB-Anschlüssen befindet sich im
Keller ein Kasten mit Einsteckkarten , welche die Analog- und ISDN-Anschlüsse
für die Wohnungen im Haus bereitstellen . Diese unterschiedlichen Anschlüsse
werden über eine flexible Kanalzuordnung realisiert . Bei der Telekom werden
vier unterschiedliche optische Zugangsnetzsysteme eingesetzt . Davon arbeiten
ein System mit aktivem und 3 Systeme mit passivem optischen Verteiler . Die von
der Telekom eingesetzten Zugangsnetzsysteme wurden ausschließlich für den
Telefondienst und für Standardfestverbindungen bis 2 Mbit/s konzipiert . Diese
Technologie führte schon vor ADSL zu Problemen : So verhinderte das scheinbar
fortschrittliche System in manchen Fällen einen V.90-Connect mit einem 56k-Modem
. Wer keinen Krone-OPAL-Anschluss hatte , musste sich mit 33.600 Bit/s abfinden
. Da ADSL auf Kupferkabel angewiesen ist , kann es nicht direkt in Wohnungen mit
Glasfaseranschluss gelegt werden . Was jedoch möglich wäre , ist die Lieferung
anderer kostengünstiger und schneller Internetanbindungen für solche Haushalte .
Während die Telekom in Deutschland immer noch mit T-DSL kämpft , sind anderswo
bereits Geräte der nächsten Generation im Einsatz . So betreibt US West in
Phoenix , Arizona , ein Projekt mit 31.000 Benutzern , das Fernsehen , Internet
und Telefon über VDSL bietet . VDSL ( Very High Data Rate Digital Subscriber
Line ) ist eine der viel versprechendsten in Glasfasergebieten einsetzbaren
Technologien und deutlich schneller als ADSL . Bis dann einmal vielleicht sogar
WDM ( Wavelength Division Multiplexing ) dem Endanwender angeboten wird , dauert
es wohl noch einige Zeit . Warum dachte man bei der Konzeption von OPAL nicht an
die potenziellen Probleme mit DSL ? ( Peter Mühlbauer ) IBM und die Nazis : In
dem Buch versucht der Autor Edwin Black nachzuweisen , dass IBM sich über eine
Reihe von Tochtergesellschaften mehr mit den Nationalsozialisten eingelassen hat
, als bisher bekannt war . Durch den Vertrieb von Hollerith-Lochkartenmaschinen
an die Nationalsozialisten habe es IBM ermöglicht , dass die Vernichtung des
jüdischen Volkes mit großer Präzision geplant werden konnte , schreibt Black .
Selbst dann , als amerikanische Firmen den Kontakt zu Töchtern in
Hitlerdeutschland abbrechen mussten , habe IBM über seine Schweizer
Europa-Zentrale die Deutsche Hollerith-Maschinen-Gesellschaft ( DEHOMAG )
weitergeführt - und das auch nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs durch einen
Treuhänder in enger Absprache mit der US-amerikanischen Konzernzentrale . Im
internen IBM-Verkaufsplan sei die Dehomag in der Rangliste der Verkaufsgebiete
noch dann auf Rang 2 ausgewiesen worden , als IBM-Chef Thomas J. Watson längst
alle ihm von den Nazis überreichten Orden öffentlich zurückgegeben hatte . Das
anklagende Buch erscheint im Verlag Crown Publishers , der zum
Bertelsmann-Konzern gehört . Dieser strauchelte in der Vergangenheit ebenfalls
über eine beschönigende Darstellung der eigenen Firmengeschichte im dritten
Reich . Ein deutscher Vorabdruck aus dem Buch erscheint derzeit beim Spiegel .
Wie Edwin Black ausführt , habe er mit Hunderten von Freiwilligen in den
verschiedensten Archiven gefahndet , um das System der Lochkarten zu
entschlüsseln , das die Nationalsozialisten bei ihrer Volksfahndung verwendeten
. Unter höchster Geheimhaltung habe er dann das Buch geschrieben , damit seine
Wirkung nicht verpuffe . Edwin Black , Gründer des amerikanischen Magazins OS/2
Professional und damit langjähriger Fan und Leidensgenosse mancher IBM-Manager ,
sah sich zu dem Buchprojekt veranlasst , nachdem er mit seinen Eltern das
Holocaust-Museum in Washington besucht hatte . Ganz neu und überraschend sind
die Thesen freilich nicht . Bereits im Jahre 1999 veröffentlichte Black den
Roman format c: ( Brookline Books ) , in dem er die Leidensgeschichte seiner
Eltern beschreibt , die als jüdische Widerstandskämpfer in Polen nur knapp dem
Tod entrinnen konnten . In der fiktiven Rahmenhandlung von format c: finden sich
bereits Hinweise auf die " Rechentechnik " der Nationalsozialisten . Sie werden
allerdings durch den Plot des Romans verdeckt : Als Hebel soll dabei der
Jahreswechsel zum 1. Januar 2000 dienen , an dem ohne Ben-Hinnom-Software das
Datenchaos ausbrechen würde . Vieles an der Romanfigur Ben Hinnom erinnert an
Bill Gates , doch im Verlauf des Romans stellt sich heraus , dass Hinnom schon
unter den Nationalsozialisten arbeitete und die Personifizierung des Teufels
schlechthin ist . Mit seinen Forschungen zum Einsatz der Hollerith-Maschinen im
Dritten Reich unterstützt Black eine Reihe von Klagen , die in den USA gegen IBM
angelaufen sind . Nach der Darstellung des US-Anwaltes Michael Hausfeld , einem
der bekanntesten Entschädigungsspezialisten , sollen über 100.000 KZ-Überlebende
entschädigungsberechtigt sein , weil IBM seine Rolle im Holocaust systematisch
verschwiegen habe . Die von den Nationalsozialisten verwendeten
Hollerith-Maschinen gehen auf eine Erfindung des deutschstämmigen Ingenieurs
Herman Hollerith zurück . Dieser erfand eine Lochkarten-Technik , mit der die
Volkszählung in Amerika effektiv und fehlerfrei durchgeführt werden konnte . Auf
den Trick mit den Lochkarten kam der findige Ingenieur , weil er auf seinen
Eisenbahnfahrten beobachtet hatte , wie die Schaffner Billets unterschiedlich
lochten . Durch die unterschiedliche Lochung des Kartons kodierten sie
Geschlecht und Rasse des Passagiers , um eine mehrfache Benutzung der Fahrkarte
auszuschließen . Die Lochcodes wurden außerdem dazu verwendet , um festzustellen
, wie viele Schwarze einen bestimmten Zug benutzten , dem dann separate Wagen
angehängt wurden . Die Geschichte der Datenverarbeitungsmaschinen der DEHOMAG ,
die die Nazis einsetzten , ist teilweise bereits öffentlich dokumentiert : Das
United States Holocaust Memorial Museum in Washington zeigt in seiner
Ausstellung bereits seit einiger Zeit eine Hollerith-Maschine mit der
Beschriftung : Auch die DEHOMAG D11 , die für die Volkszählung 1933 und 1939
durch die Nazis benutzt wurde , ist in dem Museum zu finden . In dem Kommentar
zum Ausstellungsstück heißt es , der Census von 1933 in Deutschland habe nach
der Religionszugehörigkeit und der von 1939 nach der Rasse gefragt . Die erste
Volkszählung habe also die jüdische Bevölkerung identifiziert , die sich selbst
der jüdischen Gemeinschaft zugehörig fühlte , während der zweite Census die
Juden nach den Kritierien der nazistischen Rassenlehre erfasst habe . Für die
Auswertung der Volkszählungen benutzten die Nazis nach Angaben des Washingtoner
Holocaust-Museums die DEHOMAG D11 - das Museum verweist auch darauf , dass die
Deutsche Hollerith nach dem Zweiten Weltkrieg als IBM Deutschland geführt wurde
. IBM Deutschland ist bereits vor einem Jahr dem Entschädigungsfonds für
NS-Zwangsarbeiter beigetreten . Dieser hat jedoch nichts damit zu tun , wie die
Nazis Bevölkerungserfassung und Kontrolle in den Lagern auch mit Hilfe von
IBM-Maschinen betrieben - und dies nach Ansicht Blacks zumindest mit
stillschweigender Duldung durch den IBM-Gründer und langjährigen Chef der Firma
, Thomas J. Watson . Notrufgerät mit Satellitenunterstützung Leandra Vicci ist
die Leiterin des " Department of Computer Science " an der University of North
Carolina in Chapel Hill und Erfinderin eines neuen Gerätes , dass es Bedrohten
ermöglicht , nicht nur unverzüglich die Polizei zu rufen , sondern zugleich
automatisch mitzuteilen , wo sie sich befinden . " Da ist GPS für die
Positionsbestimmung , das Handy für die Kommunikation und GIS für die
Übersetzung , dazu ein Mikrofon , um zu hören was los ist , und ein
Mikroprozessor , der das alles zum Laufen bringt " , erklärt Leandra Vicci . Die
Umsetzung dieser Erkenntnisse ist die Vereinigung eines GPS-Empfängers mit einem
Mikroprozessor und Handy-Chips , die eine Funkverbindung zu einem
Geographischen-Informations-System-Server herstellen . Letzterer übersetzt die
Koordinaten in präzise Ortsangaben und kann dann sofort die Notrufzentrale oder
einen lokalen Polizeiposten vollautomatisch benachrichtigen . Ein Mikrofon
schaltet sich automatisch ein und übermittelt der Polizei , was los ist . Der
frisch patentierte " automatische Notfall- und Positions-Indikator " ist im
Stadium der Planung , noch gibt es kein zusammengebautes Modell des Gerätes .
Leandra Vicci hofft eine Firma zu finden , die den Prototypen baut und das Gerät
serienreif macht . Sie stellt sich ihren Indikator in Form einer Art Halsband
oder eines Gurtes vor , sodass jemand , der bedroht wird , nur kräftig daran
ziehen müsste , um das Gerät den Alarm senden zu lassen . Der Angreifer würde
nicht mal bemerken , dass bereits Alarm ausgelöst und die Polizei unterwegs ist
. Das Notrufgerät wird wesentlich kleiner als ein Handy sein , denn die
benötigten Chips nehmen kaum Platz in Anspruch , meint Vicci . Mehr dazu im
Artikel Notrufgerät mit Satellitenunterstützung in den USA patentiert in
Telepolis . Siemens senkt Preisspanne für Unisphere-Börsengang Der
Siemens-Konzern hat die geplante Preisspanne für den Börsengang seiner
US-Tochter Unisphere wegen der schlechten Stimmung an den Finanzmärkten gesenkt
. In den offiziellen Unterlagen für die US-Börsenaufsicht Securities and
Exchange Commission SEC sei jetzt eine Preisspanne von 15 bis 17 US-Dollar
angegeben , bestätigte eine Siemens-Sprecherin einen Bericht des Handelsblatts .
Im Herbst sei ein Preis von 20 bis 22 Dollar je Aktie prognostiziert worden .
Unklar ist weiter der Zeitpunkt des Börsengangs der Tochter Unisphere , die auf
Infrastruktur-Geräte für Datennetze und das Internet spezialisiert ist . Der
Chef des Bereichs Information and Communication Networks ( ICN ) , Roland Koch ,
sagte in der vergangenen Woche , der Börsengang sei weiterhin innerhalb des
ersten Halbjahres 2001 geplant . Allerdings müsse man die Marktentwicklung
abwarten . Angekündigte Zukäufe in den USA müssten solange verschoben werden ,
da die Unisphere-Aktien eine wichtige Akquisitionswährung sein sollen . Am 12.
März wird auch die Siemens AG selbst in den USA an die Börse gehen . Die
Notierung soll den Konzernumbau der vergangenen zwei Jahre krönen .
Kleinstsatelliten für alle Robert Twiggs , Professor am Space Systems
Development Laboratory der Stanford University , hat einen Kleinstsatelliten
entwickelt , den jetzt die Firma One Stop Satellite Solutions ( OSSS )
herstellen und auf den Markt bringen will . Mit einer Größe von 10cm×10cm×10cm
ist ein solcher CubeSat wirklich ziemlich klein . Das Gehäuse allein ist weniger
als ein Kilogramm schwer . Je nach Ausstattung gibt es CubeSats bereits ab
50.000 US-Dollar , eingeschlossen die Positionierung auf einer Umlaufbahn ( mit
über 30.000 US-Dollar ist der Start das Teuerste an dem Spaß ) . Getestet wurde
der MPA bereits im Januar 2000 , als er auf einer umgebauten Minuteman-II-Rakete
bereits fünf Kleinstsatelliten erfolgreich in die Umlaufbahn brachte . Im
Prinzip könne man damit aber bis zu 100 CubeSats gleichzeitig in den Weltraum
fliegen . Geben wird es den Bausatz in drei Varianten . Der Billigste ist für
den Privatgebrauch gedacht . Versorgt werden die CubeSats durch Batterien , die
vom Multi-Payload Adapter wieder aufgeladen werden können , und mit
Solarenergiezellen , die außen angebracht sind . Mitgeliefert werden kann ein
Sonnensensor zur Positionsbestimmung , eine Attitude-Controlled Platform ( ACP )
zur Steuerung auch von frei fliegenden Satelliten , ein Gyroskop oder ein
Magnetometer . Der erste Start für eine Gruppe von CubeSats ist für den 15.
November vorgesehen . Gestartet wird nicht in den USA , sondern mit einer
russischen Rakete vom Kosmodrom Baikonaur in Kasachstan . Mit dabei sein werden
18 CubeSats von Universitäten , die mit sechs P-PODs ( Poly-Picosat Orbiting
Deployers ) , in denen sich jeweils drei Satelliten befinden , ausgesetzt werden
. Mehr in Telepolis : Die persönlichen Kleinstsatelliten für Jedermann kommen .
Siemens steigt bei IT-Tochter der Deutschen Bank ein Der Siemens-Konzern steigt
bei einer IT-Tochter der Deutschen Bank ein . Siemens Business Services ( SBS )
werde sich mit 30 Prozent an der Sinius GmbH ( Düsseldorf ) beteiligen , teilten
Siemens und die Deutsche Bank am Montag in einer gemeinsamen Erklärung mit .
Ziel der strategischen Partnerschaft sei eine " beiderseitige Ergänzung im
IT-Know-how " . Der Kaufpreis ist laut Schätzungen in Branchenkreisen gegenüber
dpa ein zweistelliger Euro-Millionenbetrag . Die Sinius GmbH bietet auch Kunden
außerhalb der Deutschen-Bank-Gruppe unter anderem Dienstleistungen im Bereich
Call Center und E-Business an . Die Kartellbehörden müssten der
Siemens-Beteiligung noch zustimmen , hieß es . Die spätere Übernahme weiterer
Anteile durch SBS ist nach Angaben eines Sprechers nicht vereinbart worden .
Sinius zählt sich laut Mitteilung " zu den großen IT-Dienstleistern in
Deutschland " . Sinius verfüge über ein " exzellentes Wissen hinsichtlich der
Geschäftsprozesse in der Finanzindustrie " , erklärte Udo Hinsche von SBS
Deutschland . Sinius-Aufsichtsratschef Johannes Nagel meinte , die Partnerschaft
mit SBS beschleunige die Entwicklung insbesondere beim weiteren Ausbau des
Vertriebsnetzes und der externen Kundenbasis , " auch als Vorbereitung für den
europäischen Markt " . Der Siemens-Bereich SBS will in den nächsten drei Jahren
weltweit auf Rang fünf vorrücken . Dazu wurden auch Akquisitionen angekündigt .
Napster muss nicht ( vollständig ) vom Netz Die Musiktauschbörse Napster muss
zwar nicht komplett vom Netz , sie hat aber das illegale Kopieren
urheberrechtlich geschützter Musik zu unterbinden . Das Gericht , das über die
einstweilige Verfügung im Rahmen der Klage der Musikindustrie gegen Napster zu
entscheiden hatte , bestätigte die Verfügung , nach der die Musik-Tauschbörse
Urheberrechtsverletzungen begangen hat , will sie aber verändert sehen . Denn
die Entscheidung , Napster vollständig vom Netz zu nehmen , sei über das Ziel
hinausgeschossen . Napster muss nach der jetzigen Entscheidung das Tauschen von
Songs unterbinden , durch die das Urheberrecht verletzt wird . Bis die
einstweilige Verfügung entsprechend geändert sei , bleibe sie ausgesetzt . Damit
wird allerdings der Tauschbörse faktisch der Boden entzogen - außer , sie einigt
sich vor Inkrafttreten der geänderten einstweiligen Verfügung mit den
Rechteinhabern . Napster wurde wegen Verletzung der Urheberrechte von der
Muskindustrie verklagt , darunter den fünf großen Labels und der Recording
Industry Association of America ( RIAA ) . Sie machten Napster dafür
verantwortlich , dass über seine Server illegal urheberrechtlich geschützte
Musik ausgetauscht werde . Das Berufungsgericht hatte Anfang Oktober letzten
Jahres entschieden , dass Napster vorerst am Netz bleiben dürfe . Die Richter
zogen eine einstweilige Verfügung der Bezirksrichterin Marilyn Hall Patel in
Zweifel , nach der die Musiktauschbörse hätte schließen müssen . Sie wollten
prüfen , ob Patel damit nicht über das Ziel hinausgeschossen sei , von ihr in
der Entscheidung festgestellte Urheberrechtsverletzungen durch Napster zu
unterbinden . Genau dies bejahte das Gericht nun . Napster könne nur für
Urheberrechtsverletzungen in dem Maße verantwortlich gemacht werden , wie der
Dienst von den illegalen Kopien Kenntnis erhalte . Die Richter bestätigten die
einstweilige Verfügung insofern , dass Napster die Verletzung des Urheberrechts
durch illegale Kopien unterbinden müsse . Die Verfügung müsse nun so abgeändert
werden , dass Napster unter Einhaltung des Urheberrechts weiterarbeiten könne .
Damit kann Napster theoretisch erst einmal am Netz bleiben - allerdings muss der
Dienst alle Tauschvorgänge unterbinden , die illegale Kopien beinhalten . Dies
dürften aber nach Ansicht der Musikindustrie nahezu alle der über Napster
angebotenen Songs sein . Die jetzige Entscheidung beinhaltet aber noch kein
endgültiges Urteil über Napster - diese fällt erst im Hauptverfahren , in dem
entschieden wird , ob denn Napster selbst tatsächlich Urheberrechtsverletzungen
begangen hat . Das Gericht entschied vorerst nur darüber , ob die einstweilige
Verfügung von Richterin Patel gegen Napster , die mögliche fortlaufende
Urheberrechtsverletzungen und damit Schäden für die Kläger vermeiden sollte ,
Bestand hat oder nicht . Diese möglichen Schäden möchte das Berufungsgericht nun
dadurch vermieden sehen , dass Napster das Tauschen urheberrechtlich geschützter
Musik , für das keine Lizenz besteht , unterbindet . Außerdem kann die Richterin
der ersten Instanz weiterhin eine Verfügung gegen Napster erlassen , wonach die
Tauschbörse nur dann online gehen darf , wenn sie ausschließen kann , dass über
den Dienst Urheberrechtsverletzungen begangen werden . Dem Hauptsache-Verfahren
wird entscheidende Bedeutung für zukünftige Entwicklungen zum Urheberrecht im
Internet zugemessen . Denn nach dem Digital Millenium Copyright Act ( DMCA ) in
seiner letzten Fassung von 1998 ist das private Kopieren urheberrechtlich
geschützter Werke erlaubt - dafür entrichten Gerätehersteller wie die Video- und
Audiorecorder-Produzenten pauschale Abgaben an die Rechteinhaber . Nach dem DMCA
ist damit ein so genannter " fair use " für private Zwecke erlaubt - also auch
das private Kopieren . Das US-amerikanische Copyright Office beispielsweise will
bis Ende Februar dem US-Parlament Empfehlungen vorlegen , ob der DMCA den neuen
Bedingungen , die durch digitale Medien und das Internet entstehen , angepasst
werden muss . Bei einer ersten Anhörung waren Vertreter von Musikindustrie und
Mediendienstleister anwesend , die sich zumindest in der Frage der
Vergütungspflicht für digital verbreitete Werke einig waren . Allerdings hielten
die Musikkonzerne daran fest , dass eine Gesetzesänderung nicht notwendig sei
und sogar der Piraterie in die Hände spielen könnte . Die Gegenseite betont
derweil die Notwendigkeit der Sicherheit für die Kunden , dass sie mit einmal
heruntergeladenen Werken genau so verfahren dürfen wie mit physischen Medien .
Der Kunde müsse weiterhin das Recht haben , diese Werke weiterzuverkaufen , zu
verleihen oder zu verschenken . Aber selbst nach der jetzigen Fassung des DMCA
ist das öffentliche Anbieten von Kopien urheberrechtlich geschützter Werke nicht
zulässig . Napster hatte sich immer damit verteidigt , dass man nur einen Dienst
anbiete und nicht dafür verantwortlich sei , was die User anstellen . Außerdem
argumentierte die Musktauschbörse , demselben Recht zu unterliegen wie etwa die
Hersteller von Videorecordern : Diese sind nach allgemeinem Recht ( unter
anderem dem DMCA ) und verschiedenen Gerichtsurteilen nicht haftbar , wenn ihre
Geräte auch dafür benutzt werden , illegale Kopien von Filmen herzustellen ,
auch wenn die Videorecorder dies ermöglichen und keine Schutzmechanismen gegen
solche Kopien enthalten . Eine pauschale Geräteabgabe ersetzt hierbei zumindest
für private Kopien die Einzellizenzierung . Die Ansicht von Napster , dass es
sich hier um vergleichbare Angebote handle , war allerdings umstritten . Auch
die Labels hatten diesen Vergleich immer zurückgewiesen : Zum einen sei Napster
explizit für das Tauschen von Kopien in Betrieb genommen worden ; zum anderen
habe die Firma immer bewusst in Kauf genommen , dass illegale Kopien getauscht
würden . Sie habe dies sogar absichtlich provoziert , um der Musikindustrie den
Markt abzujagen . Zudem böten die digitalen Medien im Unterschied zu analogen
Geräten die Möglichkeit für nicht unterscheidbare 1:1-Kopien . Vertreter der
Medien- und Elektronik-Branche hatten dagegen in Schreiben an das Gericht die
juristische Position von Napster unterstützt . Bertelsmann muss sich nun das
weitere Vorgehen genau überlegen . Der deutsche Medienkonzern war eine
finanzielle Partnerschaft mit der Musiktauschbörse eingegangen - unter der
Voraussetzung , dass ein Geschäftsmodell gefunden wird , das
Urheberrechtsverletzungen ausschließt . Bereits vor kurzem hatten Bertelsmann
und Napster angekündigt , noch im Sommer ein kostenpflichtiges Abo-Modell
einführen zu wollen . Dies hatte die anderen Labels bislang aber nicht sehr
überzeugt - und ohne Lizenzen durch die Majors bliebe ein kostenpflichtiger
Napster-Service ein Angebot fast ohne Inhalt und damit letztlich auch ohne
zahlende Kunden für die Berstelsmann/Napster-Allianz . Bislang hatte Napster
immer betont , der Dienst könne nicht an einzelnen Dateien feststellen , ob es
sich um eine illegale Kopie handle - genau dies muss er aber nun nach der
Entscheidung des Gerichts . Ob Bertelsmann und Napster es gemeinsam hinbekommen
, die anderen Labels davon zu überzeugen , mit einer Pauschallizenz sei die
Sache erledigt , ist sehr fraglich . Selbst wenn die Bertelsmann/Napster-Allianz
irgendwann einen kostenpflichtigen Service auf die Beine stellt , dem sich die
anderen Labels anschließen und der Lizenzgebühren an die Rechteinhaber abführt ,
können auf die beiden Partner noch Zahlungen in Millionenhöhe zukommen : Siehe
dazu auch den Artikel Gelb-rote Karte für Napster in Telepolis sowie Bertelsmann
begrüßt Napster-Entscheidung und Napster will gegen Verfügung in Berufung gehen
auf heise online . Bill Gates : Meine schärfsten Konkurrenten Palm , Symbian ,
JavaOS , Linux und Solaris benennt Microsoft-Chef Bill Gates in einem Interview
mit c't als die schärfsten Konkurrenten seiner Firma . " Das Interessante daran
ist , daß es sich über einen Zeitraum von einigen Jahren geändert hat , wen wir
als ernsthafte Konkurrenz wahrnehmen . " Überraschend ist auch , wen Gates heute
nicht mehr als Konkurrenz ansieht : IBM spielt keine Rolle mehr , Larry Ellison
und seine Idee vom Netzwerk-Computer findet er eher zum Lachen . Auch Apple hat
als Wettbewerber ausgedient . Dagegen mißt der Software-Mogul dem
Freeware-Betriebssystem Linux als Alternative zu Windows NT eine Bedeutung zu ,
die noch vor einiger Zeit niemand erwartet hätte . Auch Windows CE , Microsofts
Betriebssystem für Handheld-Computer , steht angesichts des PalmPilot und der
unter Symbian firmierenden Kooperation von Nokia , Motorola und Ericsson vor
einem hürdenreichen Weg . Trotz aller Benühungen kommt Microsoft auch an Java
nicht vorbei - und Gates sieht darüber hinaus Suns Betriebssystem Solaris als
Bedrohung für Windows NT . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau
von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Immer wieder gibt es
Informationsbröckchen , die es nicht zur richtigen Nachricht schaffen . Sie
mögen nicht in das Bild passen , das eine Firma von sich präsentieren will .
Manches bleibt auch unterhalb der Aufmerksamkeitsschwelle : Menschen , Computer
, Sensationen verdecken den Blick auf Hintergründiges und Zusammenhängendes .
Die Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Was war Ein oder zwei
Wochen lang habe dieser Spion Zugang zu den Daten gehabt , bis man die Liste der
Zugangsberechtigten drastisch reduziert habe . Der kleine Brüsseler
Kollateralschaden sei ein " temporäres Netzadministrationsproblem " gewesen ,
hieß es im Communique . So eine Formulierung provozierte natürlich die Frage ,
wie die Hochsicherheitslösung von Notes bei der NATO ausgesehen haben mag . Wie
gestern gemeldet wurde , enttarnten Sicherheitsspezialisten erfolgreich den
Spion : Die Pläne wurden auch per Fax verschickt , wobei mindestens eines der
Geräte an einem " unzureichend gesicherten Ort " stand . Ein schöner Nebeneffekt
dieser dramatischen Jagd nach der undichten Stelle war der Versuch eines
Radiosprechers im WDR , die Huffmann-Komprimierung der Faxtechnik als
Verschlüsselung zu verkaufen . In ihrer Spielpuppenserie G.I. Joe bringt Hasbro
nun einen " Navajo Code Talker " heraus , zur Erinnerung an die Einheit von
Navajo-Marines , die Funksprüche in ihrer Stammessprache verschlüsselten .
Angeblich haben es Deutsche wie Japaner nicht geschafft , den Navajo-Code zu
knacken . Wären die BEHR-EHE-HOB-IN-A-AS-DOCH der Nato im Kosovo sicherer
gewesen ? Wahrscheinlich nur , wenn man die Faxgeräte durch Rauchwölkchen
ersetzt hätte . Nehmen wir einmal den " arbeitsplatzträchtigen Impuls " , den
Bildungsministerin Bulmahn fördern will . Er ist natürlich ein StartUp mit einer
E-Idee für das Internet ; und wenn er richtig trächtig ist , kommen ganz viele
Arbeitsplätze heraus und machen die Diskussion um die Green Card überflüssig .
Natürlich werden die Impulse in der Internet-Branche ausbleiben , die
händeringend 20-Jährige mit 15 Jahren Berufserfahrung sucht . Zur Erinnerung die
aktuelle Lage in Absurdistan : Nach einer Meldung des HighText-Verlags gibt es
in Deutschland 25.000 Dienstleistungsunternehmen in der New-Media-Industrie .
Bei diesen sind laut Datenbank von HighText 205 Praktikumsplätze offen , denen
494 suchende Jugendliche gegenüberstehen . Ausbildungsplätze sind in der
Datenbank erst gar nicht aufgeführt . In einer Hinsicht ist unsere Branche aber
konsequent : Anstelle eines Praktikums empfiehlt die französische Firma Monte
Cristo ihr Computerspiel Hightech Start-Up als pädagogisch wertvolle
Ausbildungssoftware für Jugendliche . Und wer das Spiel für Ausbildung hält ,
darf gleich eine Green-Card-Lotterie aufziehen . Ausländische IT-Spezialisten
für die darbende EDV-Industrie ! Man mag von den Zahlen der Branche über
angeblich fehlende Arbeitsplätze halten , was man will : So langsam entgleitet
die Diskussion . Jürgen Rüttgers , hoffnungsvoller CDU-Chef in
Nordrhein-Westfalen , ist sich nicht zu schade , mit der Forderung , " Kinder
statt Inder " sollten an die Computer , Wahlkampf zu bestreiten . Da scheint er
mit dem notorischen Sprücheklopfer Edmund Stoiber , seines Zeichens
Ministerpräsident von Bayern , auf einer Linie zu liegen : Wahrscheinlich meint
dieser unser Stoiber solche Ausfälle , wenn er davon fabuliert , die Union müsse
nun wieder den Kampfanzug statt des Büßerhemds anlegen . Das stünde ihnen gut zu
Gesicht . Und es wäre eine " spontihafte Aktion " ( wie der neue
CDU-Fraktionschef Friedrich Merz Schröders Green-Card-Initiative nannte ) , die
unser aller Beifall fände . Mit Aplomb ließ Bundeskanzler Schröder die
Green-Card-Bombe platzen . Anschließend kreißte die Bundesregierung , und gebar
ein Mäuschen . Eine zeitlich befristete Arbeitserlaubnis für einige wenige
ausländische Arbeitskräfte : Das ist genau das , was wir gebraucht haben . Zu
den Absteigern der Woche gehört US-Senator John McCain , der bei den Vorwahlen
in Amerika vorerst nicht mehr gegen seinen republikanischen Rivalen Bush antritt
. Als Gründe für seine Niederlage führte McCain die mangelhafte finanzielle
Unterstützung an und verwies auf die Tatsache , dass Bush das siebenfache an
Finanzmitteln zur Verfügung hatte . Die von McCain abschließend veröffentlichte
" besondere Enttäuschung " über die mangelnde Nützlichkeit des Internet verdient
jedoch etwas Aufmerksamkeit . Seine Cyberchat-Geldkampagne ließ nur Personen zur
Spende ( von jeweils 100 Dollar ) zu , wenn ihre Computer unter Windows
9x/NT/2000 liefen . Eine in einem Chat geäußerte Anfrage nach BeOS wurde von
seinem Wahlkampfteam als PeeOS missverstanden und als Fäkalsprache zur
Denunziation guter US-Firmen abgelehnt . Die nächste Variante dieser Form
missratener Cyberpolitik werden wir vielleicht in Deutschland erleben können ,
wo die Regierung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen nicht müde wird , die
besonders guten Beziehungen zu Microsoft zu betonen . Microsoft . Aber selbst
Giganten haben ihre Albträume , sind nicht gefeit vor gar erschröcklichen
Erpressungen . Microsofts neue Spiele-Konsole wurde lange Zeit nahezu
selbstverständlich mit einem Athlon-Prozessor von AMD beschrieben . Natürlich
soll ein Pentium III von Busenfreund Intel in der X-Box werkeln . Da mag es
zuvörderst als unbeabsichtigte Koinzidenz erscheinen , dass Intel in den letzten
Monaten vor allem mit Linux-Ankündigungen und -Gerüchten von sich Reden machte .
Microsoft ohne Intel-Hardware und Intel ohne Microsoft-Software ? Das Ende der
Wintel-Welt ist gekommen ! Aber weit gefehlt : Plötzlich kündigt Intel
Netzgeräte mit Embedded Windows an , und Microsoft macht gegenüber AMD einen
Rückzieher . Wie groß wird die Schraube wohl gewesen sein , an der Intel gedreht
hat , um eigene Hardware in die X-Box zu bekommen ? Schließlich erwartet man von
den Spiele-Konsolen ein ständig wachsendes Milliarden-Geschäft - das möchte man
sich doch nicht entgehen lassen , auch wenn man nur Zulieferer ist . Fear ,
Uncertainity and Doubt . Was soll man davon halten , wenn ein Hersteller mit
großem Trara die " Umwälzung der Zukunft " verkündet , und das mit einem Gerät ,
dass erst in anderhalb Jahren lieferbar ist ? Offensichtlich sieht Microsoft
seine Felle davon schwimmen - der Konzern berfürchtet wohl , Spiele-Konsolen mit
Internet-Zugang machten endgültig den PC überflüssig , von dem die Firma immer
noch lebt . IBM wurde übrigens bei Strafe der Zerschlagung vor einigen Jahren
gezwungen , verfrühte Ankündigungen gar nicht lieferbarer Produkte , die nur der
Konkurrenz das Wasser abgraben sollten , zu unterlassen ... Nicht müde wird die
PR-Agentur , die fortlaufend tolle Nachrichten über eCircle , Datango und andere
aufstrampelnde deutsche Firmen verbreitet . Der gierig-geile Ton eines
Boulevardblattes , mit dem eine Hightech-Meldung von einer " Miss Airbag "
schwafelt , ist eine weitere Zumutung . Dass eine PR-Agentur für
Internet-Unternehmen selbst noch das Niveau mittäglicher Talk-Shows von der
Qualität einer Bärbel Schäfer oder des amerikanischen Jerry Springer
unterschreiten kann , hätte ich mir eigentlich nicht träumen lassen . Aber
vielleicht müssen wir damit leben , dass die Kommerzialisierung des Internet
auch solche Auswüchse hervorbringt : Werbung mit dem Tod einer Frau , die sich
auf Grund sexistischer Anmaßungen zu so genannten Schönheitsoperationen
veranlasst sieht , deren Ergebnis verhindert , dass sie den Weg von der
Wohnzimmercouch zur Toilette zu Fuß bewältigen kann . Immerhin wissen wir aber
dank eCircle : Die Fangemeinde von Lolo Ferrari ist 12 Mitglieder stark und hat
nur dumme Sprüche auf Lager . Was wird In der nächsten Woche feiert eine alte
Bekannte Geburtstag . Wir alle stehen herum , gratulieren mit dem Sektglas in
der Hand - und fragen uns , ob wir nicht auf einer Beerdigung sind . Die
Floppydisk wird 48 Jahre alt . Als sie am 15. März 1952 von Yoshiro Nakamatsu
erfunden wurde , war sie revolutionär . Als sie 1971 von Al Shugart bei IBM
standardisiert wurde , war sie nur noch praktisch . Die 8-Zoll-Floppy wurde bei
IBM für Wartungstechniker konzipiert , die den Microcode der IBM 3330 verändern
mussten . " Eine Floppy sollte immer ausreichen , ein startklares Betriebssystem
und die wichtigsten Arbeitsmittel eines Anwenders zu speichern " , erklärte IBM
1987 bei der Vorstellung von DOS 3.3 auf 3,5-Zoll-Disketten . Da war die Floppy
nur noch lästig . Ein Jahr später schickte mir IBM sein OS/2 ins Haus , auf 8
Disketten . QNX und einige altersschwache Viren einmal ausgenommen : Was will
heute noch von einer Floppy gestartet werden ? DaimlerChrysler verkauft debis an
Telekom Das berichtet der Spiegel in seiner morgigen Ausgabe . Mit dem Verkauf
an die Telekom ginge eine ganze Serie von Spekulationen über debis zu Ende .
Anfangs wies DaimlerChrysler alle Berichte als Gerücht zurück , der Konzern
wolle debis verkaufen . Im Februar hieß es dann , bis Ende März solle eine
Entscheidung fallen . An dem Systemhaus sollen neben der Telekom auch Siemens
und der direkte debis-Konkurrent EDS interessiert gewesen sein . Kommentare von
DaimlerChrysler oder der Deutschen Telekom zu dem Bericht des Spiegel waren am
Wochenende nicht zu erhalten . Green-Card-Vorschläge sind umstritten Die bislang
bekannt gewordenen Pläne für die Umsetzung des Green-Card-Vorstoßes von
Bundeskanzler Gerhard Schröder haben die Diskussion um Arbeitserlaubnisse für
ausländische EDV-Spezialisten weiter angeheizt . Nach den Vorstellungen der
Bundesregierung sollen zunächst 10.000 auf drei Jahre befristete Visa
ausgestellt werden , die auf 5 Jahre verlängert werden können . Nach einem Jahr
will die Bundesregierung überprüfen , ob auf Grund der gemachten Erfahrungen
weitere 10.000 Arbeitserlaubnisse ausgestellt werden können . Die zeitliche
Beschränkung soll offensichtlich verhindern , dass die angeworbenen Fachkräfte
eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis und das Recht auf Familiennachzug erlangen
. Nach diversen Zeitungsberichten geht die Bundesregierung inzwischen von
100.000 Arbeitsplätzen in der EDV-Branche aus , die nicht besetzt werden könnten
. Die Industrie selbst hatte bislang von 75.000 offenen Stellen gesprochen . Die
Wirtschaft jedenfalls begrüßt die Vorschläge der rot-grünen Bundesregierung .
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt erklärte , er unterstütze die Schröder-Aktion
uneingeschränkt . Zu der Bemerkung von Jürgen Rüttgers , CDU-Vorsitzender in
Nordrhein-Westfalen , man solle lieber " Kinder statt Inder " an die Computer
setzen , bemerkte Hundt leicht süffisant : " Der ehemalige Zukunftsminister
redet an den Erfordernissen des Fachkräftemarktes vorbei . " Auch Schröder griff
Rüttgers wegen seiner Äußerungen scharf an . Auf dem Landesparteitag der
nordrhein-westfälischen SPD kommentierte der Bundeskanzler , Rüttgers habe in
seiner Zeit als Bundesbildungsminister im Kabinett Kohl die Ausbildung von
Computer-Experten " verpennt " . Nun bemäntele er seine Fehler mit "
ausländerfeindlichen Sprüchen " : " Das , was in unverantwortlichen Hetzparolen
unter das Volk gestreut wird , schadet der deutschen Wirtschaft . " Die Position
von Rüttgers , der meinte , eine Einwanderungswelle von Hindus könne Deutschland
nicht verkraften , scheint aber in der CDU nicht auf allgemeine Zustimmung zu
stoßen . Der neue CDU/CSU-Fraktionsschef Friedrich Merz etwa sagte , die Debatte
über Fachkräftemangel dürfe nicht auf die Computer-Branche beschränkt werden .
Er empfahl ein Einwanderungsgesetz . Diese Position teilt auch die FDP , die
dies schon zu Zeiten Helmut Kohls gefordert hatte und von der
christdemokratischen Regierung damals abgeblockt wurde . Der
arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion , Dirk Niebel ,
meinte , es sei zu kurzfristig gedacht , die Arbeitserlaubnis zu befristen .
Deutschen Unternehmen entstünde ein Wettbewerbsnachteil , weil sie ausländischen
Spezialisten keine Perspektive in Deutschland bieten könnten . Die
Gewerkschaften kritisieren dagegen die Pläne der Bundesregierung grundsätzlich .
IG-Metall-Chef Klaus Zwickel sprach von einem " Spiel mit dem Feuer " . Durch
die Visa werde unter den Arbeitslosen die Hoffnungslosigkeit und unter den
Beschäftigen die Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes wachsen . Zwickel
warf den Unternehmen vor , den Fachkräftemangel mit verursacht zu haben . Jetzt
seien sie nur an schnellen und billigen Lösungen interessiert . Ein europäischer
Spezialist verlange drei Mal so viel wie eine indische Fachkraft . Dem
widersprechen allerdings Arbeitsmarktexperten - zumindest , wenn es um
hochspezialisierte Fachkräfte geht : " Zur Zeit werden Top-Leute von Deutschland
in die USA mit doppelt so hohen Gehältern abgeworben " , erklärte Professor
Matthias Jarke von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule RWTH
Aachen . Ungeachtet der politischen Diskussion um Ausländerzuzug und
Arbeitsmarktpolitik halten offensichtlich viele Experten die vorgeschlagenen
Maßnahmen für unzureichend : Auch die Financial Times Deutschland kommentierte
die bisher geplanten Maßnahmen kritisch : Schweiz : " Green Card " nur zum
Lohndumping ? Auch in der Schweizerischen Wirtschaft werden inzwischen
Forderungen nach zusätzlichen Arbeitserlaubnissen für ausländische
EDV-Spezialisten laut . Die Branche spricht von 25.000 zusätzlich notwendigen
Informatikern , berichtet die Schweizerische Zeitung SonntagsBlick . Der
Bundesrat der Schweiz lehnt die Forderungen allerdings ab - Wirtschaftsminister
Pascal Coucepin nannte die Zahl " völlig überrissen " . " Wir brauchen mehr
Informatiker , aber nicht in der Größenordnung , die jetzt genannt wird " ,
erklärte er in einem Interview mit dem Blatt . Coucepin hat angesichts der
Forderungen einen ganz anderen Verdacht : Wir erhielten Gesuche für ausländische
Informatiker mit Löhnen von 3.500 Franken oder weniger . Kommt nicht in Frage .
Nach seinen Angaben wurde das Kontingent von Arbeitsbewilligungen , das 1999 zur
Verfügung stand , nicht einmal ausgeschöpft : " Wer Informatiker von hohem
Niveau anstellen will , für den reichen die normalen Kontingente . "
Internationale adidas-Site gecrackt adidas hat offensichtlich Probleme mit
seinem Web-Auftritt : Die internationale Web-Seite adidas.com zeigt nicht mehr
die englischsprachige Präsenz des Sportartikelherstellers im Web , sondern die
Home-Page eines amerikanischen Web-Providers . Eine Überprüfung der DNS-Einträge
für adidas.com ergibt , dass die Domain zwar auf eine Firma namens adidas AG
registriert ist : Die ist aber , glaubt man der Datenbank , nicht etwa in
Herzogenaurach ( Deutschland ) , sondern in Tirana ( Albanien ) angesiedelt .
Angeblich wurde der Datensatz am 10. April zum letzten Mal geändert , als
zuständige DNS-Server sind diejenigen angegeben , die dem Provider gehören ,
dessen Home-Page adidas.com momentan anzeigt . Eine Sprecherin von adidas
bestätigte gegenüber c't , dass Cracker den Web-Auftritt der Firma angegriffen
haben . Die DNS-Einträge beim Web-Provider von adidas wurden offensichtlich
manipuliert . EU genehmigt Fusion Mannesmann/Vodafone Nach einigem Hin und Her
genehmigten die Wettbewerbshüter der EU heute prinzipiell die Übernahme von
Mannesmann durch den britischen Mobilfunkkonzern Vodafone . Allerdings muss sich
Vodafone einigen Auflagen unterwerfen : So muss das Unternehmen sein Netz bei
internationalen Telefonaten für Konkurrenten öffnen . Damit , dass die
EU-Kommission den Verkauf des britischen Mobilfunkanbieters Orange verlangt ,
hatte Vodafone dagegen bereits gerechnet . Orange war kurz vor der
Übernahmeschlacht mit Vodafone von Mannesmann aufgekauft worden . Mit der
Entscheidung , die EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti auf einer Pressekonferenz
bekannt gab , entfällt eine genauere Prüfung ( Phase 2 ) der
Mannesmann/Vodafone-Fusion . Der britische Konzern hatte schon zuvor seine
Zuversicht geäußert , dass die Informationen , die man der Kommission vorgelegt
habe , eine solche Untersuchung überflüssig machten . Dazu könnten die
Konkurrenten das integrierte Netz von Vodafone/Mannesmann nutzen . Außerdem
wolle der Konzern sofort nach der Entscheidung der EU mit der Abtrennung von
Orange beginnen . Yahoo mit gemischter Bilanz und Entlassungen ( Update ) Die
nächste Internet-Firma muss ihren Tribut an die Krise der New Economy und die
schwächelnde US-Wirtschaft zollen : Der Verlust betrug nun zwei Cents je Aktie
gegenüber einem Gewinn von elf Cents je Aktie im ersten Quartal 2000 . Der
Gewinn je Aktie erreichte auf dieser Basis einen Cent je Aktie gegenüber zehn
Cents im ersten Quartal 2000 . Für das gesamte Geschäftsjahr 2001 ist sich Yahoo
über die Gewinnprognose noch nicht ganz schlüssig : Um Kosten zu sparen , will
der Portal- und Suchmaschinen-Betreiber die ersten Massenentlassungen in der
Unternehmensgeschichte durchführen : Zwölf Prozent der 3.510 Mitarbeiter sollen
nach Hause geschickt werden . Zusätzlich sollen Marketing- , Vertriebs- und
Werbekosten verringert und einige Sparten zentralisiert werden . Heather Killen
, die das internationale Geschäft leitet , wird das Unternehmen Mitte Juni
verlassen . Killen bleibt aber in den Verwaltungsräten von Yahoo Europe und
Yahoo Korea . Yahoo-Chef Tim Koogle hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt ,
dass er den Posten des CEO aufgeben will . Koogle soll nach Ernennung seines
Nachfolgers bei Yahoo als Verwaltungsratsvorsitzender bleiben . Man habe schon
Fortschritte bei der Suche nach einem neuen Chef gemacht , hieß es bei der Firma
. Immerhin konnte Yahoo darauf verweisen , dass die Zugriffe auf die Webseiten
des Portals den Erwartungen entsprochen hätten : Schlecht sieht es dagegen bei
der Werbung aus : Das Portal verzeichnete 3.185 Werbekunden im Quartal gegenüber
3.700 im Vorjahr . Immerhin ließen sich die verbliebenen Kunden auf längere
Verträge ein , meinte die Firma . Yahoo ist in sehr starkem Umfange auf die
Werbung angewiesen . Die Internetfirma versucht daher verstärkt
gebührenpflichtige Dienstleistungen und andere gewinnbringende Aktivitäten
anzubieten . Die Gesellschaft hat nach US-Presseberichten ein Online-Sex-Site ,
auf der Pornovideos und andere Produkte verkauft werden , ausgebaut und
umgebildet . Dies sehen einige Analysten nach Darstellung des Wall Street
Journal als Versuch , mehr Umsätze außerhalb der Online-Werbung zu verbuchen .
Powerline-Ankündigungen werden konkreter Auf der CeBIT in Hannover hat RWE
Powerline für den Sommer 2001 die Versorgung erster Haushalte in Essen und
Mülheim mit dem " Internet aus der Steckdose " angekündigt . " Nach und nach
sollen Düsseldorf , Köln , Bonn , Berlin und Leipzig dazu kommen " , sagt
Manfred Remmel , RWE Plus-Vorstandsvorsitzender , und im Jahr 2002 soll das
Powerline-Angebot allen Ballungszentren in Deutschland zur Verfügung stehen .
Dabei will das Unternehmen zunächst nur den Stromkunden der Muttergesellschaft
ein Basispaket anbieten , das ein Datentransfervolumen von monatlich 250
Megabyte umfasst . Der Preis soll 49 Mark pro Monat betragen . An Vielnutzer
wende sich das Angebot " PowerNet 1000 " : Für 69 Mark dürfe der Kunde dann rund
ein Gigabyte Daten im Netz bewegen . Das für den Betrieb nötige spezielle
Powerline-Modem werde mit 199 bis 249 Mark zu Buche schlagen . Aber auch andere
Unternehmen konkretisieren derzeit ihre Pläne für den Internetzugang über die
Stromleitung : Rund 3.000 Kunden zweier Stadtteile in Mannheim will die MVV
Energie AG demnächst mit Powerline-Communication ( PLC ) versorgen . Bis 2003
soll dann die ganze Stadt weitgehend erschlossen sein . Bereits vor über einem
Jahr hat der Energieversorger Energie Baden-Württemberg ( EnBW ) in Karlsruhe
Feldversuche zum Internet-Zugang über die PLC-Technik gestartet : Zusammen mit
Siemens in München stattete er 150 Haushalten in Herrenberg ( Baden-Württemberg
) mit der Technologie aus . Siemens hatte sich allerdings kürzlich auf Grund
angeblicher technischer Vorbehalte aus der Zusammenarbeit zurückgezogen . Vom
Sommer an sollen EnBW zufolge dennoch 7.500 weitere Stromkunden in Ellwangen auf
der Schwäbischen Alb das Internet aus der Steckdose bekommen . Die Idee , Daten
über die Stromleitung zu transportieren , ist indes nicht neu : Auch die RWE
nutzt Stromleitungen nach eigener Aussage schon seit den zwanziger Jahren zur
Datenübertragung . Das analoge System habe sich aber bisher auf Grund seiner
Störanfälligkeit und mangelnder Abhörsicherheit für die moderne
Kommunikationswelt nicht geeignet . Die technischen Probleme , zu denen auch die
unzureichende Absicherung des Stromnetzes gegen Störimpulse und die
ungleichmäßige Spannung gehörten , habe man inzwischen in den Griff bekommen ,
gab sich ein Unternehmenssprecher aber optimistisch . Die Deutsche Telekom
dürfte über die PLC-Technik weniger erfreut sein . Denn PLC ermöglicht es
Internet-Providern , auf alternativem Wege die so genannte letzte Meile zu
umgehen , also die Leitungen zu den Hausanschlüssen , die im Besitz des
Ex-Monopolisten aus Bonn sind und für deren Nutzung sich die Telekom noch immer
eine vergleichsweise großzügige Entlohnung wünscht . Inwieweit durch PLC aber
für die " letzte Meile " letztlich statt des einen nur der andere Monopolist ,
nämlich der regionale Stromnetzbetreiber , abkassiert , bleibt noch zu
hinterfragen . Das Stromnetz bietet übrigens nicht nur dem Internet einen neuen
Übertragungsweg . Bei verschiedenen PLC-Anbietern scheint es nur eine Frage der
Zeit , bis auch das Telefonieren über die Stromleitung möglich wird . Darüber
hinaus können die Stromleitungen im Haus für den Aufbau lokaler Netzwerke und
für die Kopplung von elektrischen Geräten im Haushalt verwendet werden . Im
Alltag könnte dies beispielsweise bedeuten , dass der Wohnungsbesitzer von
unterwegs über das Handy und ein Spracherkennungsprogramm sämtliche elektrischen
Geräte in seinem Heim steuern könnte . Bei einem Wetterumschwung könnte man zum
Beispiel kurz vor Feierabend von der Firma aus anrufen und die Heizung
einschalten ( wenn dies nicht ohnehin die zu Hause gebliebene Familie
selbstständig erledigt ) . Auch diese Infrastruktur will RWE seinen Kunden
bieten , unter dem Namen " eHome Services " . Allerdings hat so viel Komfort bei
RWE seinen Preis : 1.800 Mark soll das " Starterpaket " kosten . Darin enthalten
ist die Umrüstung verschiedener Geräte , beispielsweise die des Heizungsventils
, damit dieses den Online-Bedienwunsch auch erkennen kann . Neue Leitungen
müssen natürlich nicht verlegt werden , trotzdem werde eine monatliche Gebühr
von 19,90 Mark fällig . Weitere Einzelheiten gab der Telecom-Konzern nicht
bekannt . Bezahl-Napster : Kein Brennen von Songs auf CD Mit dem neuen
kostenpflichtigen Napster-Modell der Bertelsmann E-Commerce Group ( BECG )
können die Nutzer keine Musik mehr auf CDs brennen . Die Anwender könnten
lediglich die Titel auf ihren PC herunterladen , sagte BECG-Sprecher Frank
Sarfeld in einem Interview mit dem Online-Dienst des ZDF . Wenn Brennen möglich
sei , könnte die Musik weitergegeben werden , sagte Sarfeld . Trotz der
Einschränkungen und der Gebühren , die für Napster eingeführt werden sollen ,
sieht Sarfeld aber alternative Tauschbörsen wie Gnutella oder Freenet nicht als
ernsthafte Konkurrenz für Napster . Jeder werde das komplette Musik-Angebot
haben können . " Wenn Sie sich die Äußerungen des Chefs von Universal Vivendi in
den letzten Tagen einmal angeschaut haben , wo er ganz klar gesagt hat , Napster
wird von uns lizenziert werden , dann bin ich mir ziemlich sicher , dass das
sehr bald geschehen wird . " In der vorigen Woche schlossen die Medien-Giganten
Allianzen für den Internet-Musikmarkt : Warner Music , Bertelsmann Music Group (
BMG ) und EMI taten sich zusammen . Auf der anderen Seite stehen Sony Music und
Vivendi Universal mit Duet . Beide Lager wollen Vertriebskanäle im Internet
aufbauen . Die umstrittene Musiktauschbörse Napster , mit der Bertelsmann liiert
ist , schliddert dagegen von einer juristischen Auseinandersetzung in die andere
: Zuletzt drohte die Richterin , die die einstweilige Verfügung gegen Napster
verhängt hatte , die Tauschbörse ganz zu schließen , wenn Napster die verlangte
Blockierung urheberrechtlich geschützter und nicht lizenzierter Songs weiterhin
unvollständig durchführt . Travel24.com und Lufthansa-Tochter sagen Kooperation
ab Das Online-Reisebüro Travel24.com und der IT-Spezialist für den Reisemarkt ,
Lufthansa Systems Group , haben ihre geplante Geschäftsplattform im Internet
abgesagt . Das gemeinsame Geschäftsmodell würde teurer ausfallen als erwartet ,
teilten die beiden Unternehmen am heutigen Donnerstag in München mit . Man nehme
deshalb " einvernehmlich " Abstand von der zu Beginn des Jahres verkündeten
Absichtserklärung über ein Joint Venture . In die elektronische Plattform wollte
die Frankfurter Lufthansa Systems Group GmbH ihre IT-Lösung WebFly einbringen .
Die Travel24.com AG mit Sitz in München wollte die Buchungsanwendungen ihrer
100-prozentigen Tochter Buchungsmaschine AG beisteuern . Mit dem
Gemeinschaftsunternehmen , an dem Travel24 und die Lufthansa zu gleichen Teilen
beteiligt sein sollten , wollten die beiden Partner Kosten und Entwicklungszeit
eingespart werden . Der Travel24-Aktienkurs sackte nach der Absage der
Kooperation zwischenzeitlich um 5,39 Prozent auf 1,93 Euro ab . Die
börsennotierte Travel24.com ist nach eigenen Angaben das führende deutsche
Reiseportal im Internet . Die Lufthansa Systems entwickelt IT-Lösungen im Reise-
und Verkehrsmarkt . .edu-Domains künftig unter nichtkommerzieller Aufsicht Das
US-Commerce-Department hat beschlossen , die Aufsicht über die Top Level Domain
.edu , die in den USA für Universitäten , Lehranstalten und andere
Bildungseinrichtungen vergeben wird , an das nichtkommerzielle Konsortium
Educause zu übertragen . Bisher wurden die .edu-Adressen von dem kommerziellen
Anbieter VeriSign/NSI vergeben . NSI hatte sich vor wenigen Tagen mit der
Verabschiedung neuer Verträge durch das ICANN-Direktorium die marktbeherrschende
Stellung bei der .com-Domain gesichert . Die Entscheidung wurde von den
öffentlichen US-Bildungsträgern einhellig begrüßt , denn mit Educause nehme nun
eine bildungsnahe Organisation die .edu-Aufsicht wahr , die sich aus Mitgliedern
der Bildungsträger selbst rekrutiere und deshalb mit der Funktionsweise der "
höheren Bildung " vertraut sei . Mit dem Wechsel zu Educause fallen vermutlich
auch die Diskriminierungshürden für einige Hundert US-Community-Colleges , denen
bisher die Nutzung von .edu-Domains verweigert worden war - und das , obwohl vor
Inkrafttreten der damaligen Beschränkung etwa ein Viertel der Community-Colleges
bereits .edu-Domains erhalten hatten . Ab diesem Zeitpunkt war die Vergabe nur
noch an vierjährige Colleges und an Universitäten erlaubt worden . Die zu spät
gekommenen Colleges schlagen sich seither mit langen kryptischen Domain-Namen
herum , wie beispielsweise das Cuyahoga Community College in Cleveland -
College-Slogan " Where Futures Begin " - mit seiner Domain www.tri-c.cc.oh.us .
Der Leiter der Schule , Jerry Thornton , sieht in diesem Namen einen
Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Einrichtungen : Ein derart langer und
verwirrender Domain-Name sei schwer zu merken und werde von potenziellen
Studenten kaum wahrgenommen . Unter den neuen Vergaberegeln kann das College auf
den schlichten Namen " www.tri-c.edu " hoffen . Man habe zu keinem Zeitpunkt
besonderen Wert auf diesen Namensraum gelegt und die Vergabe nur als öffentliche
Dienstleistung für das Commerce-Department angesehen . Nun sei man sogar erfreut
über die neuen Chancen , die sich durch die Aufsichtsübergabe an Educare für die
Bildungseinrichtungen ergäben . Neuer Großaktionär für Netlife Die am Neuen
Markt notierte Netlife AG hat einen neuen Großaktionär . Der Hamburger Kaufmann
Hans-Werner Maas habe ein Mehrheitspaket an dem Internetunternehmen von den
bisherigen Mehrheitsaktionären erworben , teilte Netlife am heutigen Donnerstag
mit . Maas wurde auch zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen . Netlife
beschäftigt sich vor allem mit Software-Lösungen für Internet-Bankdienste , den
Online-Aktienhandel und finanzielle Transaktionen mittels Handy . Zu den Kunden
gehören nach Angaben des Unternehmens unter anderem die Deutsche Postbank , die
Bankgesellschaft Berlin und die Hamburgische Landesbank , darüber hinaus
beispielsweise Citibank Singapur und Apple Asia-Pacific . Bezahl-Napster mit
neuem Dateiformat Am 1. Juli soll der Abo-Service der Musiktauschbörse Napster
starten - dann soll es beispielsweise nicht mehr möglich sein , Musik auf CDs zu
brennen . Die Anwender könnten lediglich die Titel auf ihren PC herunterladen ,
betonte Frank Sarfeld , Sprecher der Bertelsmann E-Commerce-Group am heutigen
Donnerstagvormittag . Solche Pläne hatte Napster-Chef Hank Barry bereits
angekündigt , als er der Musikindustrie die Offerte für eine Pauschallizenz
unterbreitete . Barry deutete auch an , dass für das Brennen auf CD oder die
Übertragung der Songs auf portable MP3-Player ein weiteres Modell mit
zusätzlichen Gebühren vorstellbar sei . Für diese Einschränkungen will Napster
das neue Dateiformat NAP einführen . Es soll durch einen eingebauten
Kopierschutz das unbefugte Kopieren und Verbreiten Copyright-geschützer Musik
verhindern , erläuterte Sarfeld erneut . Nach früheren Angaben von Napster soll
auch jederzeit nachvollziehbar sein , welcher User welche Songs zu welchem
Zeitpunkt angeboten oder heruntergeladen hat . Je nach Abo-Modell lassen sich
mit dem System unterschiedliche Einschränkungen für die User einführen . DWS
beschrieb die Technik vor kurzem als " zusätzlichen Protection Layer , der
hinzugefügt wird , wenn eine Datei von einem Napster-User zu einem anderen
übertragen wird " . Nach Angaben von DWS entsteht das neue Format aus den
MP3-Files der Anwender während der Übertragung mittels Napster . Die Lösung
werde kein existierendes Rechtemanagement-System ( Digital Rights Management ,
DRM ) einsetzen , sondern eine neue Sicherheitsarchitektur nutzen , die speziell
auf die Bedürfnisse von Tauschbörsen und File-Sharing angepasst sei . Dafür muss
dann auch der Napster-Client entsprechend angepasst werden , damit er das neue
Datei-Format unterstützt und die darin enthaltenen Kontrollfunktionen ermöglicht
. Weitere Details der Technik wurden bislang nicht bekannt . E-Mail-Wurm
mobilisiert die G8-Industriestaaten Die Worte " I love you " werden unsichtbar ,
aber dennoch spürbar ab diesem Montag über einer der bedeutendsten
internationalen Konferenzen gegen Computerverbrechen in Paris stehen . Denn die
weltweite Attacke mit dem Liebesbrief-Wurm unterstreicht einmal mehr die
Notwendigkeit einheitlicher Gesetze und enger internationaler Zusammenarbeit im
Kampf gegen Computerverbrechen . Die in der G8-Gruppe vereinten wichtigsten
Industrieländer sowie Russland wollen daher auf der Konferenz mit dem
umständlichen Titel " Dialog zwischen den Behörden und dem Privatsektor über
Sicherheit und Vertrauen im Internet " Mittel und Wege zur Eindämmung der
Computer-Sabotage suchen . In den meisten Ländern kennt bisher das Strafgesetz
kaum Bestimmungen gegen Computer-Kriminalität - erst recht nicht , wenn sie aus
dem Ausland kommt . Allerdings gibt es bisher bei Europäern und Amerikanern noch
abweichende Meinungen . Denn wenn sich auch alle einig sind , dass das Übel
wirksam bekämpft werden muss , so gibt es doch auch Sorgen , dass im Überschwang
das Kind mit dem Bade ausgeschüttet werden könnte und der Datenschutz auf der
Strecke bleibt . " Die amerikanischen Polizei- und Justizstellen möchten gerne
superschnelle Reaktionskräfte gegen die Informatik-Kriminalität einsetzen , eine
Art Cyber-Polizei " , sagte ein französischer Diplomat vor dem Treffen . " Wir
Europäer möchten lieber die gewohnten legalen Wege beibehalten , die auch
weiterhin einen hohen Schutz des Privatlebens ermöglichen . " Er hält das Risiko
für hoch , dass ähnlich wie bei den Steueroasen in einigen Ländern
Internet-Oasen entstehen könnten und dort Vergehen , die woanders bestraft
würden , straffrei bleiben . Denn bisher gibt es für Ermittler noch immer
juristische Probleme , wenn sie etwa versuchen , übers Internet schnell in
ausländische Datenbanken zu gelangen . Das Treffen in Paris dient daher vorerst
nur der Orientierung und Absprache . Eine gemeinsame Abschluss-Erklärung steht
gar nicht erst auf dem Programm . Die Ergebnisse der Expertenkonferenz sollen
allerdings den Staats- und Regierungschefs der G8-Gruppe bei ihrem nächsten
Treffen Ende Juli auf der japanischen Insel Okinawa vorgelegt werden . Lucent
forciert Chip-Entwicklung für PDAs und Handys Lucent , Marktführer unter den
Herstellern von Equipment für Netzwerke und die Telekommunikationsbranche , baut
die Entwicklung von integrierten Modulen für elektronische Organizer mit einer
eigenen Tochterfirma aus . Lucent erwartet sich von der neuen Firma gute
Geschäfte : Dazu gehören Silizium-Materialien mit geringen Verlusten sowie hohem
spezifischen Widerstand und entsprechenden Chip-Produktionsverfahren . Diese
ermöglichen es nach Angaben von Lucent , 50 bis 100 passive Komponenten
zusätzlich auf Chips unterzubringen , die über Wafer mit bis zu
6-Zoll-Durchmesser produziert werden können . Dazu kommen Chip-on-Chip-
beziehungsweise Flip-Chip-Techniken , die Hunderte von Chip-Interconnections
möglich machen sollen . Einsatzgebiete für die SyChip-Module sieht Lucent bei
PDAs und Handys , die drahtlos an Funk-LANs über das 2,4-GHz-Band angebunden
werden sollen . Daneben will die Firma auch Chip-Scale Module für drahtlose
Internet Appliances entwickeln , die etwa GPS , GPRS ( General Packet Radio
Service ) und Bluetooth zusammen auf einem Chip unterbringen . Module für solche
Anwendungen seien mit konventionellen Methoden schwierig zu bauen auf Grund
ihrer Komplexität und der unterschiedlichen Charakteristiken der konventionellen
passiven Komponenten wie Widerständen , Kondensatoren und Filtern , meint Dennis
Peasenell , Chef der neuen Lucent-Unternehmung . Ganz anders dagegen mit den
SyChip-Techniken : " Durch Einsatz der Technologien , dei von den Bell Labs
entwickelt wurden , kann SyChip Chip-Scale Module entwickeln , die mehrere
Funkmodule in einem Chip unterbringen " , meint Moses Asom , Manager bei SyChip
. Microsoft-Prozess : Vorgeplänkel und neue Gesprächsangebote Das Urteil von
Richter Thomas Penfield Jackson steht allerdings fest : Der Softwarekonzern soll
in zwei Teile gespalten werden ; und bis das durchgeführt ist , hat er bei
seinen Geschäftspraktiken bestimmte Regeln einzuhalten , die Konkurrenten die
gleichen Chancen auf dem Markt einräumen sollen . Aber wie es nun weitergeht ,
wird sich erst in den nächsten Tagen herausstellen . Selbst eine
außergerichtliche Einigung zwischen US-Justizministerium und Microsoft , die
ohne eine Zweiteilung des Softwareriesen auskommt , scheint wieder möglich .
Joel Klein , Chef der Antitrust-Abteilung im US-Justizministerium , erklärte
Ende letzter Woche auf einer Pressekonferenz in Washington , er sei weiter zu
einer außergerichtlichen Einigung bereit , selbst wenn diese Microsoft als
einzelne Firma intakt lasse . Jede Vereinbarung müsse aber die Konkurrenz auf
dem Markt wieder herstellen und zukünftige Verletzungen der Wettbewerbsgesetze
verhindern . Ballmer betonte aber gleichzeitig , Microsoft werde gegen das
Urteil von Richter Jackson in Berufung gehen ; eine außergerichtliche Einigung
könne nur zu Stande kommen , wenn Microsoft nicht aufgespalten werde . Die
Botschaft des Urteils von Richter Jackson sei , dass die Regierung einem das ,
was man geschaffen habe , wegnehmen könne , wenn man zu erfolgreich wird . Und
er fügte hinzu : " Ich bin mir sicher , dass Microsoft nicht aufgeteilt wird . "
Auch Richter Jackson selbst erklärte in den letzten Tagen immer wieder , er
würde es begrüssen , wenn beide Seiten zu einer Einigung kämen , statt seine
Teilungsentscheidung in Kraft setzen zu müssen . " Ich habe immer gesagt , dass
ein consent decree , mit dem beiden Seiten leben können , selbst wenn sie nicht
vollständig zufrieden gestellt wären , nahezu jedem Urteil vorzuziehen ist , das
ich fälle " , erklärte Jackson . Trotz des über dem Atlantik hinweg geführten
Vorgeplänkels über neue Gespräche zwischen den beiden Kontrahenten und dem
Drängen von Richter Jackson kann es noch einige Zeit dauern , bis solche
Verhandlungen geführt werden - wenn sie überhaupt stattfinden . Bislang ist
zwischen beiden Seiten noch nicht einmal über einen Termin gesprochen worden .
Neben Ballmer betonten aber auch andere Microsoft-Sprecher , dass die Firma an
Gesprächen interessiert sei , die es dem Konzern ermöglichten , weiterhin "
innovativ zu sein und die Einheitlichkeit der Produkte zu bewahren " . Über die
Berufung im Kartellverfahren ist allerdings ebenfalls noch nicht entschieden .
Microsoft will nicht nur die Teilungsentscheidung anfechten , sondern auch die
Auflagen für die Geschäftspolitik außer Kraft setzen lassen , die gelten sollen
, bis das eigentliche Urteil rechtswirksam wird . Zudem ist noch nicht klar ,
welches Gericht überhaupt als Berufungsinstanz angerufen wird . Microsoft muss
gegenüber Richter Jackson eine Widerspruchseingabe machen - dann kann die
US-Regierung fordern , dass darüber direkt beim Supreme Court , dem obersten
Gericht der USA , verhandelt wird . Bei Kartellverfahren dieser Größenordnung
ist dieses Vorgehen möglich und auch in den meisten Fällen praktiziert worden .
Microsoft hat allerdings etwas dagegen : Die Firma will die Berufung lieber in
der nächsten Instanz des normalen Verfahrens , dem Federal Appeals Court ,
verhandelt wissen . Denn dieses Gericht hat schon in der Vergangenheit zu
Gunsten von Microsoft entschieden , wenn es um die Verbindung von Internet
Explorer und Windows ging - und dies ist immerhin einer der zentralen Punkte der
Klage gegen die Redmonder Firma . Das Urteil von Richter Thomas Penfield Jackson
, Microsoft müsse sich in zwei unabhängige Firmen teilen , ist also noch lange
nicht das letzte Wort im aufsehenerregendsten Kartellverfahren der jüngeren
amerikanischen Geschichte . Nach Ansicht der meisten amerikanischen Beobachter
des Prozesses muss sich Microsoft aber einige Mühe geben , um den Ausgang noch
in Sinne des Konzerns zu beeinflussen . Dass die Berufung vor dem Supreme Court
verhandelt wird , scheint wahrscheinlich zu sein ; und frühere Erwartungen ,
dass ein möglicher Wahlsieg des Republikaners George W. Bush bei den
US-Präsidentschaftswahlen später in diesem Jahr das Verfahren zu Gunsten
Microsoft ausgehen lassen könnte , entpuppen sich mehr und mehr als
Luftschlösser . Auch wenn Redmond entsprechende Hoffnungen hegen mag , erwarten
die wenigsten politischen Kommentatoren in den USA Eingriffe eines eventuellen
Präsidenten Bush . " Politisch wäre es für eine Bush-Regierung schwierig , einen
phänomenalen Sieg aufzugeben , während sie gleichzeitig durch die
Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten unter Beschuss gerät " , meinte ein
Staatsanwalt zudem unter Bezugnahme auf die Beteiligung von 19 US-Bundesstaaten
an der Klage gegen Microsoft . Besonders die Auftritte von Bill Gates vor
Gericht geraten unter Beschuss : " Ich habe bereits eine ganze Anzahl von
amerikanischen Managern als Zeugen vor Gericht benannt , aber so etwas habe ich
noch nie erlebt " , erklärte Stephen Houck , ehemaliger Chef der Anwälte der
amerikanischen Bundesstaaten im Microsoft-Prozess . " Sie leben in ihrer eigenen
Welt , in der sie einfach überzeugt sind von ihrer eigenen Sicht des Markts " ,
meinte ein anderer Antitrust-Experte : Bei all den Vorbereitungen auf die
nächste Runde im Kartellprozess ist jedenfalls nur eines klar : Es bleibt
spannend , welchen Ausgang das Verfahren gegen Microsoft letztlich nimmt . Heiße
Phase für EU-Domain im Spätsommer Ab Ende September könnte es eine Testphase für
.eu , die seit Ende 1999 geplante europäische Top Level Domain , geben . Das
sind zumindest die Vorstellungen der Arbeitsgruppe Technik des EC Panel of
Participants in Internet Organisation and Management bei der Europäischen
Kommission ( EC-POP ) . " Eine Testphase wäre sicher sehr wünschenswert " , sagt
auch Christopher Wilkinson , bei der EU für Fragen rund ums
Internet-Namenssystem zuständig . Allerdings sei damit noch keine
Vorentscheidung für den endgültigen Betrieb der Registry verbunden , vielmehr
gehe es darum , das Tag1-Problem beim Aufbau einer Registry in den Griff zu
bekommen , versichert er . Schließlich will die EU nicht riskieren , dass die
neue Registry gleich am ersten Tag unter dem Ansturm der potenziellen
.eu-Domaininhaber zusammenbricht . Auch die Frage nach der Aufgabenverteilung
zwischen Registry und Registraren werde noch diskutiert . Bisherige Vorschläge
sind auf der Webseite des EC-POP zu finden . Im Juli und August entstehen laut
dem von Wilkinsons Ende letzter Woche vorgelegtem Zwischenbericht Empfehlungen
für Struktur und Mitgliedschaft bei .eu , für die Registrierungspolitik ,
juristische und technische Aspekte . Anfang September sollen ein abschliessender
Vorschlag mit Vertretern der Mitgliedstaaten in Brüssel diskutiert werden . Die
Mitgliedsstaaten und Erkki Liikanen , der für das Projekt zuständige Kommissar
der Generaldirektion Informationsgesellschaft , erwarten laut Wilkinson nach der
Aufnahme in die eEurope-Initiative eine schnelle Realisierung des Projektes .
Der EU kommt dabei der Zeitplan der Internet-Verwaltung ICANN in Bezug auf die
neuen allgemeinen Top Level Domains ( gTLDs ) gerade recht . Eventuell kann die
Kommission dadurch die Diskussion um ihren Status als Länder-Domain ( ccTLD )
geschickt umgehen . " Wir möchten dem Modell einer ccTLD so nahe wie möglich
kommen , vor allem hinsichtlich des exklusiven Rechtes auf die Delegierung von
.eu " , meinte Wilkinson vorsichtig . Doch soll das Projekt auf keinen Fall
daran scheitern , dass die EU keine Chance hat , auf die ISO-3166-1-Liste mit
Länderkürzeln zu kommen , die seit IANA-Zeiten Grundlage für die Delegierung der
Länderdomains ist . " ICANN ist auf jeden Fall nicht der Flaschenhals auf dem
Weg zur EU-Domain " , meint Wilkinson zuversichtlich . Vielmehr müssten rasch
alle technischen und organisatorischen Fragen rund um die .eu-Struktur geklärt
werden . Eventuell findet sich dann unter den Vorschlägen zu neuen gTLDs , die
ICANN bereits zwischen August und Oktober entgegennehmen will , auch der
Vorschlag für .eu . Photonische Netze : Vom Forschungslabor zur Boom-Branche
Hintergrund : Die geplante Übernahme von SDL durch JDS Uniphase , einem der
führenden Hersteller für Laser-Komponenten für optische Netze , ruft in den USA
die Kartellwächter auf den Plan . Schon die Übernahme von E-Tek Dynamics bekam
JDS nur nach Erfüllung von Auflagen durch die FTC ( Federtal Trade Commission )
genehmigt . Die Kombination aus JDS und SDL würde eine Marktanteil von 80
Prozent bei bestimmten Laser-Einheiten erreichen - so ein großes Stück vom
Kuchen dürfte die Wettbewerbshüter nicht gerade positiv stimmen , wenn es um die
Genehmigung der Übernahme geht . Investoren erwarten daher schon , dass die
SDL-Übernahme nur unter Erfüllung bestimmter Auflagen über die Bühne geht . So
könnte JDS gezwungen sein , einzelne Abteilungen für Laser-Einheiten zu
verkaufen . Allerdings wird das den Konzern nicht besonders stören : Interessant
sei SDL vor allem wegen der Technik , mehrere Laser auf einem Substrat zu
integrieren . Ganz überzeugt sind die Börsianer vom öffentlich demonstrierten
Selbstbewusstseins bei JDS nicht : Die Aktien der Firma fielen am Montag um über
15 US-Dollar , am gestrigen Dienstag dann noch einmal um gut 5,50 US-Dollar .
Der Hintergrund dürfte sein , dass JDS einen ganz schönen Aufschlag für SDL
bezahlen muss , da sich Corning , einer der härtesten Konkurrenten , ebenfalls
um die Firma bemühte . Außerdem ist JDS mit der Übernahme von SDL , E-Tek
Dynamics und Cronos in einer komplizierten Situation . Nortel und Lucent , die
beiden Marktführer bei optischen Netzen , sind die größten Kunden des Konzerns
für Laser-Einheiten und andere optische Komponenten , die sie in den eigenen
Netzwerkgeräten verbauen . Mit Cronos , einer Firma , die optische Switches
entwickelt , wurde JDS aber zum direkten Konkurrenten der beiden Platzhirsche .
Außerdem bauen Nortel und Lucent selbst einen Teil der Module , die sie in
WDM-Equipment verbauen . Zudem entwickelt sich JDS mit den Übernahmen von einem
reinen Zulieferer zu einem Gegner , der selbst Equipment anbieten kann . Die
Konkurrenz ist hart , die Technik teuer und mit hohen Entwicklungskosten
verbunden . Da bietet es sich an , Unternehmen aufzukaufen , die in bestimmte
Bereichen schon weit gehende Entwicklungen vorweisen können . Dazu gehören vor
allem eben Einheiten , die mehrere unterschiedliche Laser auf einem Chip
integrieren , Verstärker , die die überbrückbaren Distanzen erhöhen , und
optische Router , die zur Vermittlung in den Backbones keine Umsetzung zwischen
Optik und Elektronik mehr durchführen müssen . Der Markt aber wird eng : Die
Einkaufstour , auf die sich die großen Namen der Branche in den letzten Monaten
begeben haben , lässt nicht mehr viel Spielraum . Nicht nur die
Komponenten-Hersteller wie JDS Uniphase , auch die Equipment-Produzenten selbst
machen mit beim Firmen-Shopping . Auch Cisco ist nicht untätig : Die Bemühungen
der Firmen , sich in eine gute Position bei den optischen Netzen zu bringen ,
verwundert allerdings nicht : Ständig steigender Bandbreitenhunger für neue
Dienste im Internet macht die optischen Netze zur Boom-Branche - dies weckt
natürlich Begehrlichkeiten . Analysten befürchten daher schon , dass angesichts
der laufenden Konzentrationswelle und der immensen Kosten nur sehr wenige große
Anbieter übrig bleiben . Es bleibt abzuwarten , wie die Kartellwächter auf diese
Situation reagieren . UMTS-Auktion : Nun ist es offiziell : E-Plus geht mit
Hutchison zur Ersteigerung einer UMTS-Lizenz zusammen . Der Mobilfunkbetreiber
wird in einem neuen Konsortium um eine UMTS-Lizenz in Deutschland mitbieten .
Wie die Muttergesellschaft KPN bei der Bekanntgabe der neuen strategischen
Partnerschaft mit der Hutchison Whampoa aus Hongkong mitteilte , werde das
Konsortium mit dem Namen E-Plus-Hutchison bei der Versteigerung antreten .
E-Plus und die Hutchison-Tochter Auditorium Investment Germany hatten sich
bislang getrennt um eine Mobilfunklizenz beworben . Durch die neue Allianz im
europäischen Mobilfunkgeschäft sinkt die Zahl der Bieter auf sieben . Mit der
Bildung des Konsortiums zeigten die beteiligten Unternehmen ihre
Entschlossenheit , eine Konzession zu erwerben , hieß es bei den beteiligten
Konzernen . Sollte die Auktion erfolgreich sein , werde KPN Mobile seine Anteile
in dem Konsortium an E-Plus weiterreichen . Die Verbund werde dann gemeinsam ein
UMTS-Netzwerk aufbauen . Dieses werde von Hutchison und E-Plus , die ihre
Geschäfte weiterhin separat betreiben , dann gemeinsam genutzt . Nachdem schon
Anfang des Monats erste Berichte über eine geplante Zusammenarbeit in die
Öffentlichkeit drangen , haben die Telefonkonzerne KPN Mobile , NTT DoCoMo und
Hutchison Whampoa am heutigen Mttwoch eine neue Allianz auf dem europäischen
Mobilfunkmarkt geschlossen . Die Unternehmen kündigten Den Haag , Hongkong und
London an , eine strategische Kooperation beim Erwerb von UMTS-Lizenzen und dem
mobilen Multimedia-Geschäft einzugehen . Das Abkommen gilt für die Länder
Großbritannien , Deutschland , Frankreich und Belgien . Teil der Zusammenarbeit
ist eine Beteiligung des japanischen Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo von 20 Prozent
an der britische Hutchinson-Whampoa-Tochter Hutchinson 3G . KPN Mobile , die
Mobilfunktochter des ehemaligen niederländischen Staatskonzerns KPN , erwirbt
weitere 15 Prozent . Die restlichen 65 Prozent verblieben bei Whampoa , sofern
die Telesystem International Wireless ( TIW ) ihre Option zur Übernahme von 6,5
Prozent an Hutchinson 3G nicht wahrnehme . Neue Börsen-Schlappe für
LetsBuyIt.com Der zweite Versuch von LetsBuyIt.com , an die Börse zu gehen , ist
erst einmal wieder aufgeschoben . Außerdem senkt LetsBuyIt.com die
Bookbuilding-Spanne auf 3 bis 4 Euro . Gestern noch wollte das
Internet-Unternehmen den Börsengang wie vorgesehen am heutigen Mittwoch zu den
ursprünglichen Bookbuilding-Preisen durchziehen . Wann die Aktie nun zum ersten
Mal an der Börse gehandelt werden soll , wollte die Firma noch keine Aussagen
treffen : Darüber sei noch nicht entschieden , hieß es bei LetsBuyIt.com .
Natürlich sieht sich das Unternehmen trotzdem in einer guten Position für einen
doch noch erfolgreichen Börsengang - auch wenn sich die Äußerungen der
Firmenchefs etwas wie das Pfeifen im dunklen Wald anhören . Ursache für die
erneute Verschiebung sei das schwierige Marktumfeld . Das sehen Börsianer nicht
unbedingt so : Es ist ein sehr schlechtes Zeichen , wenn ein Börsengang zum
zweiten Mal verschoben werden muss und auch noch eine der Konsortialbanken
aussteigt . Der Markt schreibe solche Firmen in vieler Hinsicht sehr schnell ab
, kommentierte ein Analyst aus London gegenüber dem Wall Street Journal . Yahoo
gibt sich optimistisch Dem Optimismus von Semel wollen aber nicht alle
Beobachter folgen : So hat Yahoo zwar die Erwartungen der Wall Street mit einem
operativen Gewinn von 1 Cent pro Aktie übertroffen - " Über den Zahlen zu liegen
, die man zuvor zweimal nach unten korrigiert hat , löst nun nicht gerade
standing ovations aus " , grummelte ein Analyst allerdings gegenüber dem Wall
Street Journal . Noch schlechter sieht es für Yahoo sogar aus , wenn man
Einmalzahlungen und Sonderfaktoren berücksichtigt : Der Portal-Betreiber wird
dabei vor allem durch die nachlassende US-Wirtschaft und den starken Rückgang
bei der Online-Werbung getroffen . Für das Gesamtjahr rechnet Yahoo damit , dass
Werbung rund 80 Prozent der Umsätze ausmachen wird , der Rest entfällt auf die
Versuche , mit Dienstleistungen für Unternehmen und kostenpflichtigen " Premium
Services " für Endkunden Geld zu verdienen . Diese starke Abhängigkeit von der
Werbung lässt nicht darauf hoffen , dass sich die Zahlen von Yahoo in absehbarer
Zeit dramatisch verbessern : Immerhin kann Yahoo nach eigenen Angaben eine
steigende User-Zahl verbuchen : Die Zahl der Anzeigenkunden stieg nur
geringfügig von 3.145 im ersten Quartal auf 3.170 . Semel betonte dabei
besonders , es gelinge immer mehr , Firmen aus der traditionellen Wirtschaft als
Kunden zu gewinnen und so das Wegbrechen des Anzeigengeschäfts mit der New
Economy nach und nach auszugleichen . Einmal etwas anderes aus der
Hightech-Szene : Eine Umsatzwarnung , bei der die Zahlen nach oben korrigiert
werden . Die Geschäftszahlen von Microsoft , die der Konzern offiziell am 19.
Juli vorstellt , sollen nach Ansicht der Redmonder besser ausfallen als erwartet
. Nun ist es nicht gerade üblich , die Erwartungen für das laufende Quartal kurz
vor der Vorstellung der endgültigen Zahlen nach oben zu korrigieren . Der
eigentliche Grund für die Bekanntgabe ist dann auch weniger positiv : Deshalb
wird der Microsoft-Gewinn unter Einschluss der Sonderbelastung im Schlussquartal
nur einen Cent je Aktie betragen . Der Umsatzzuwachs im Kernbereich war im
Quartal nach Angaben von Connors trotz der sich abschwächenden Wirtschaft stark
. Er verwies auf den kürzlich erfolgten Start von Office XP und das
bevorstehende Debüt des neuen Betriebssystems Windows XP und der Spielekonsole
Xbox . Die Microsoft-Aktien schossen nachbörslich um 6 Prozent auf bis zu 70,50
US-Dollar in die Höhe und war das meistgehandelte Papier nach Börsenschluss . Im
regulären Handel hatte die Aktie bereits um über 3 Prozent auf 66,50 Dollar
zugelegt . Webvan-Pleite stellt alle Dot.com-Pleiten in den Schatten In dieser
Woche musste der 1998 gegründete Online-Lebensmittelhändler seine virtuellen
Geschäftsstellen schließen und erreicht damit einen traurigen Rekord . Die
spektakuläre Pleite stellt alle bisherigen Dot.com-Pleiten in den Schatten .
Webvan wurde von einem Symbol der New Economy zum Symbol des Scheiterns der
reinen Online-Wirtschaft . Die Webvan-Zentrale im kalifornischen Foster City gab
die Hiobsbotschaft am Montag bekannt . Das abrupte Ende der
Lebensmittel-Anlieferung erschreckte nicht nur die Angestellten , sondern auch
etwa 750.000 treue Kunden in Chicago , Seattle und Portland sowie in Los Angeles
, San Francisco und San Diego . Vor allem in Seattle war die Nachricht vom
Scheitern des Unternehmens eine traurige Sensation . Denn Webvan hatte erst im
vergangenen Jahr den örtlichen Konkurrenten Homegrocer geschluckt und war damit
zum Marktführer im digitalen Lebensmittel-Einzelhandel geworden . Das Konzept
der Firma galt von Anfang an als mutig , wenn nicht sogar waghalsig - und nun
behielten die Pessimisten recht . Webvan wollte in einem Markt mit notorisch
kleinen Gewinnspannen ein Riesengeschäft komplett neu aufbauen . Mit eigenen
Lagern sollte die Aufbewahrung und Auslieferung von Lebensmitteln besser
organisiert werden als bei der Offline-Konkurrenz . Gleichzeitig verzichtete
Webvan auf ein Standardprinzip vieler Online-Firmen : Borders steht als
Gigantomane am Pranger , der sich mit seinem Versuch eines Blitzstarts
übernommen hat . Während das Unternehmen ständig wuchs und in immer mehr Städten
Filialen gründete , wuchs die Zahl der Kunden längst nicht so schnell , wie
Borders und seine Geldgeber gehofft hatten . Die enormen Kosten beim Neuaufbau
einer kompletten Vertriebskette sorgten schließlich für die Pleite . Wer nicht
scheitern will , muss offenbar ein festes Standbein in traditionellen
Ladenketten haben . Der größte Online-Händler Amazon arbeitet deshalb mit der
Kinderspielzeug-Ladenkette Toys'R'Us zusammen , und der Computerhersteller
Gateway betreibt seine erfolgreiche digitale Filiale neben Dutzenden von Läden
in amerikanischen Shopping Malls . Lachende Dritte bei dieser Pleite sind nun
die Lebensmittelhändler , die mit etablierten Vertriebswegen antreten und ihr
Online-Angebot auf ein solides Offline-Angebot aufbauen . Der digitale
Supermarkt Peapod nutzt die Lager von Lebensmittel-Ketten wie Stop & Shop und
Giant . Sie gehören zum Imperium des holländischen Ahold-Konzerns , dem auch 58
Prozent von Peapod gehören . Dieser Online-Händler lieferte sich mit Webvan in
Chicago einen erbitterten Konkurrenzkampf und umwirbt nun gezielt die ehemaligen
Kunden des Pleiteunternehmens . Mit .oeko , .mode und .musik gegen ICANN Das
deutsche Business Oriented Root Network ( BOroon ) und die französische Common
Internet Newtwork Information Centers Society ( CINICS ) wollen ein unabhängiges
europäisches Root-Server-System für Top Level Domains ( TLD ) aufziehen . Einen
von vier Root-Servern hat man nach Aussage von Pascal Bernhard von BOroon
bereits aufgesetzt , im Lauf des Jahres soll CINICS weitere sieben Server in
Frankreich , Belgien , Großbritannien und Spanien einbringen . Erst kürzlich
hatte der US-Anbieter new.net 20 neue Adressräume aufgemacht , die nicht vom
offiziellen Root-Server-System der Internet Corporation vor Assigned Names and
Numbers ( ICANN ) unterstützt werden . Man spreche der ICANN daher im Prinzip
die Legitimation ab , über die Einführung neuer TLDs alleine zu entscheiden .
Alle TLD-Anbieter , die sieben grundlegende Bedingungen erfüllen , sollen nach
der Auffassung der ICANN-Herausforderer zugelassen werden . An erster Stelle des
Kriterienkatalogs steht das Prinzip " First-Come-First-Serve " . Aber auch
technische Anforderungen , " Vertrauen der TLD-Gemeinde " , die Mitfinanzierung
des Systems und Streitschlichtungsmechanismen sollen von einer eigenen
Dachorganisation überprüft werden , die verhindert , das TLDs doppelt eingeführt
werden . In diesen Punkten gebe es auch Auseinandersetzungen mit New.net ,
meinte Bernhard . " Wenn aber New.net diese Kriterien akzeptiert , würden wir
sie selbstverständlich mit aufnehmen . " Vorsitzender der lose organisierten
Dachorganisation , des " Root Service Centers Advisory Committee " ( RSASC ) ist
Bernhard derzeit selbst . Die Absprachen der bei RSASC vertretenen Anbieter mit
europäischen ISP laufen dagegen laut Bernhard derzeit erst an . Wie new.net
wollen auch BOroon und CINICS per Softwareaufrüstung im Browser der User ihre
eigenen Root-Server eintragen . Die schiere Masse der erreichbaren User von
New.net habe ICANN dazu veranlasst , sich in einem eigenen Positionspapier
speziell mit New.net auseinanderzusetzen . In einem weiteren aktuell
veröffentlichten Dokument verteidigt die ICANN-Spitze ihre Legitimation bei der
Auswahl und Ablehnung neuer Adressbereiche . Die Legitimation der Neuen müsse
vom Markt kommen , meint Bernhard . " Solange wir nicht groß genug sind , kann
es sein , dass wir platt gemacht werden " , sagt Bernhard . Das
Investitionsrisiko für cube , für das es eine eigene TLD .cube geben soll , ist
daher nicht gering . Immerhin eine sechsstellige Summe müsse investiert werden :
" Wenn wir groß genug sind , kann mit ICANN über Waffenruhe geredet werden " ,
glaubt Bernhard . Er könne sich eine spätere Verschmelzung seiner
Dachorganisation mit der ICANN vorstellen - sofern sich ICANN anders als bisher
an die an sich vernünftigen Regeln in seiner Satzung halte . Diese Hoffnung
dürfte allerdings vorerst kaum aufgehen . Das Denic stehe wie auch andere
nationale Registrierstellen bereit dafür , einen Root-Server in Deutschland zu
betreiben . ICANNs strikt ablehndende Haltung gegenüber den TLD-Rebellen ist für
sie allerdings berechtigt : " ICANN ist zwar wirklich langsamer als eine
Schnecke , aber eine Anerkennung dieser Anbieter würde die Büchse der Pandora
öffnen . " Beobachter und auch ICANN-Vertreter fürchten ein Grabbing von TLDs im
Stil der bei Second Level Domains fast schon üblichen Geschäftemacherei . Lotus
Notes R5 kostenlos In einer überraschenden Wendung hat sich Lotus entschieden ,
den Notes-Client in der Version 5 für Privatanwender kostenlos abzugeben . Der
zugehörige Domino-Server ist in diesem Angebot allerdings nicht enthalten . Der
Client kann mit allen Standard-Mail-Protokollen des Internet ( POP3 , SMTP ,
IMAP ) umgehen und läßt sich damit als normales Mail-Programm einsetzen .
Darüber hinaus kann er lokale Datenbanken mit Volltextindex verwalten , die
Texte und multimediale Daten enthalten dürfen . Kalender- und Aufgabenverwaltung
sind standardmäßig integriert . Die Software , um Kalenderdaten und EMail Mails
mit 3Coms Pilot abzugleichen , liefert Lotus in der Private Edition ebenfalls
mit . IBM kauft sich ins Server-Business ein Eine besonders glückliche Hand
hatte IBM mit Intel-basierenden Servern bislang nicht , ganz im Gegensatz zu den
Erfolgen mit den hauseigenen Mainframes , Midrange-Systemen ( AS/400 ) und
Unix-Maschinen ( RS/6000 ) . Die Situation im Geschäft mit den Intel-Servern
will Big Blue nach einem Bericht des Wall Street Journal nun aber entscheidend
ändern : Sequent hat sich vor allem mit Multiprozessor-Servern einen Namen
gemacht . So bietet die Firma eine Reihe von Modellen auf Basis der
NUMA-Architektur ( Non-Uniform Memory Access ) an , darunter Systeme mit bis zu
64 Pentium-III-Prozessoren unter Sequents hauseigener Unix-Variante oder bis zu
8 Pentium-II-Prozessoren unter Unix oder Windows NT . Dazu kommt eine große
Palette an Software zum Management großer Server-Farmen und -Cluster .
Hintergrund : War es nun ein geschicktes Pokerspiel oder die Hoffnung , die
Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Deutschland würde sich nicht zu so
exorbitanten Beträgen wie in Großbritannien hochschaukeln ? Der Ausstieg der
Telefongesellschaft Debitel aus der UMTS-Versteigerung kam am Freitag jedenfalls
nicht mehr überraschend . Von Anfang an galt das Duo Debitel/Swisscom als
finanzschwach . Es schien fast , als sei die Teilnahme der Außenseiter an der
Versteigerung eher vom olympischen Gedanken geprägt : In der 127. Runde des
Bietergefechts kam dann das k.o. für Debitel . Nach dem Rückzug der Tochter des
Schweizer Telefonkonzerns Swisscom wegen zu hoher Kosten gehen nur noch sechs
Unternehmen in die dritte Auktionswoche . Die Versteigerung wird am Montag
fortgesetzt . Es ist aber davon auszugehen , dass sich am Schluss der
Versteigerung alle zwölf Frequenzblöcke auf die Lizenz-Gewinner verteilen werden
. Aus den Paketen werden vier bis sechs UMTS-Lizenzen vergeben . Dafür müssen
zwei , dürfen aber höchstens drei Pakete ersteigert werden . In einer zweiten
Auktionsrunde werden dann unter den Lizenzinhabern die noch freien Pakete
versteigert . Eichel will die Mittel vollständig zur Tilgung von Staatsschulden
verwenden . Olympiade oder Pokerrunde ? Sportlich gab sich Debitel am Tag nach
dem Ausstieg . " Wir hätten gefahrlos weiterbieten können " , meinte
Debitel-Sprecher Rudi Schmidt gegenüber dpa . " Aber es wäre nicht fair gewesen
, die Lizenzen für die anderen extra teuer zu machen . " Das mag man so sehen -
andererseits könnte Debitel aber auch von den Milliarden-Beträgen , die die
anderen Konzerne für eine UMTS-Lizenz ausgeben können , profitieren . Sei es ,
um dessen UMTS-Netz weiterzuverkaufen , sei es , um die erforderlichen
Investitionen für den Aufbau der Infrastruktur gemeinsam zu schultern . und :
Die Gesellschaft wolle sich auf jeden Fall als Partner für Dienstleistungen und
Service mit einem der späteren Lizenzinhaber verbünden . Für solche
Verhandlungen ist es natürlich praktisch , wenn die potenziellen Partner nicht
zu billig an eine Lizenz kommen - je höher die Lizenzkosten , desto eher der
Drang , einen neuen Partner mit ins Boot zu holen . Mobilcom-Chef Gerhard Schmid
hatte bereits Interesse signalisiert , als Debitel noch kräftig mitsteigerte ,
und sich dadurch einen Rüffel der Regulierungsbehörde zugezogen . Absprachen
während der Auktion sind nämlich strengstens untersagt . Debitel bleibt damit ,
was das Unternehmen immer schon war : eine Telefongesellschaft ohne eigenes Netz
. Beim alten Mobilfunkstandard GSM habe man es nach Kundenzahl bereits zur
Nummer drei in Deutschland geschafft . " Wir werden den Lizenzinhabern helfen ,
ihr Kundenproblem zu lösen " , hofft debitel-Chef Peter Wagner nun mit Blick auf
den UMTS-Standard , bei dem mobile Dienstleistungen - Online-Banking ,
elektronische Nachrichten und E-Commerce - immer wichtiger werden . Dabei hat
Ditel kein einfaches Jahr hinter sich . Der Ausstieg von DaimlerChrysler und
Metro , die ihre Anteile mehrheitlich an die Schweizer Telefongesellschaft
Swisscom verkauften , bedeutete einen plötzlichen Wechsel : Das Sagen hatten auf
einmal die Eidgenossen in Bern . Debitel-Gründer Joachim Dreyer passte die neue
Ausrichtung des Unternehmens offenbar nicht ; der 58-Jährige nahm zum 1. Juni
seinen Hut als Vorstandschef . Zuvor war eine Allianz mit Mobilcom für ein
gemeinsames Gebot bei den UMTS-Lizenzen gescheitert . An der Börse kam der
Ausstieg aus der Auktion prima an : Im Vergleich zum Vortag ergab sich ein Plus
von 5,63 Prozent . Beim erfolgreichen Abschluss einer UMTS-Partnerschaft sei ein
Börsengang des Mobilfunkgeschäfts von Debitel und Swisscom denkbar , hieß es aus
dem Unternehmen . Analysten sahen am Wochenende wieder Fantasie in der Aktie ,
für die der Trend seit dem Frühjahr immer nur abwärts zeigte . Von Montag an
nimmt Debitel bei dem Bietergefecht nun auf der Zuschauertribüne Platz . Und
denkt man an die Explosion der Höchstgebote vom Freitag , sitzt es sich dort
wohl am bequemsten . Beobachter erwarten , dass auch das Konsortium 3G , dass
die finnische Sonera und die spanische Telefonica gebildet haben , aus der
Auktion aussteigen und neben Debitel auf der Zuschauertribüne Platz nehmen
könnte . Die beiden Konzerne sind vor allem mit dem Problem konfrontiert , dass
sie in Deutschland noch überhaupt nicht als Anbieter auftreten und auch kein
eigenes Mobilfunknetz installiert haben . Finanzschwach allerdings sind beide
nicht - und wären damit ebenfalls ideale Partner für einen der Konzerne , der
eine UMTS-Lizenz ersteigert . Aber auch für das Gespann Telefonica/Sonera gilt :
Je höher die Kosten für eine Lizenz , desto eher die Bereitschaft der Inhaber ,
nach Partnern Ausschau zu halten . Wiener Boulevardblatt nur noch im Internet
Die Wiener Boulevardzeitung täglich Alles wird vom morgigen Sonntag an nur noch
im Internet erscheinen . " Wir halten nichts davon , auf einer teuren
Papier-Zeitung die Nachrichten von gestern mit dem Datum von heute zu verkaufen
" , heißt es zur Begründung auf der Titelseite der letzten gedruckten Ausgabe am
heutigen Samstag . Das durchgehend in Farbe gehaltene Blatt war erst vor acht
Jahren als Konkurrenz zur Kronen Zeitung gegründet worden . Der Herausgeber von
täglich Alles , Kurt Falk , hatte am Freitag überraschend die Schließung der
Druckerei in Wien bekannt gegeben . Die Redakteure würden jedoch weiter
beschäftigt , hieß es . Falk , dem früher auch 50 Prozent der Kronen Zeitung
gehörten , gibt auch die Wochenzeitung Die ganze Woche heraus , die bereits seit
einiger Zeit in Bayern gedruckt wird . Der Rückzug vom Print-Geschäft dürfte
aber noch andere Ursachen als die Zweifeln an der Aktualität einer gedruckten
Zeitung haben , wie die hehre Begründung offiziell lautet . Als Gründe waren
laut dpa die sinkende Auflage von täglich Alles sowie Spannungen zwischen Falk
und den Druckerei-Beschäftigten genannt worden . Angaben über die verkaufte
Auflage hat täglich Alles in den vergangenen Jahren nicht gemacht . Allerdings
sehen sich nicht nur die österreichischen Zeitungen , und zwar vor allem die
Tageszeitungen , mit der Konkurrenz des Internet konfrontiert . So mussten
beispielsweise im März dieses Jahres schon schwedische Boulevardzeitungen von
einem Leserschwund durch das Internet berichten . Sei es durch Newsdienste , sei
es , dass Nachrichtenagenturen selbst ins Internet gehen , sei es , dass gerade
der lokale Kleinanzeigenmarkt sich mehr und mehr ins Internet verlagert . Viele
Beobachter der Presselandschaft sehen schon einen Wandel der Tageszeitungen :
Diskussion um UMTS-Milliarden schlägt hohe Wellen Die milliardenschweren Gebote
bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen wecken immer neue Begehrlichkeiten bei
Politikern . Nach dem derzeitigen Stand der Versteigerung würde ein Betrag in
die Kasse des Bundesfinanzministers gespült , der mehr als drei Mal so hoch ist
, wie eingeplant . Nachdem die Stuttgarter Mobilfunkgesellschaft Debitel am
Freitag aus der Bieterrunde ausschied , denkt die Regulierungsbehörde nach
Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom heutigen Samstag über eine
Absenkung der Steigerungsraten bei der Auktion nach . Bisher muss eine
Höchstgebot immer um mindestens zehn Prozent überboten werden . Die
Auktionsregeln sähen eine mögliche Senkung auf zunächst fünf Prozent vor . Nach
einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus führen die Investitionen der
Mobilfunkkonzerne in die UMTS-Lizenzen zu milliardenschweren Steuerausfällen bei
Kommunen und Ländern . Die Konzerne könnten die Lizenzkosten 20 Jahre ab
Inbetriebnahme des Mobilfunknetzes der dritten Generation steuerlich absetzen
und damit ihre Gewinne drücken . Da die Erlöse bisherige Planungen jedoch weit
übersteigen , muss über eine weitere Verwendung noch entschieden werden .
Bundesumweltminister Jürgen Trittin will die Gelder für die Bereiche Energie und
Bahnverkehr verwendet sehen . Zinsersparnisse , die sich aus dem Schuldenabbau
durch UMTS-Erlöse ergeben , sollten für " Energieeinsparung , also Wärmedämmung
" genutzt werden , sagte er der Magdeburger Volksstimme . " Das zweite sind
Investitionen in den öffentlichen Personennahverkehr und die Bahn , die weiter
Sorgenkinder sind . " In der Koalition gibt es zudem Forderungen , das Geld auch
in Altbaumodernisierung zu lenken . Forderungen der Länder , an den
UMTS-Gewinnen beteiligt zu werden , wies Eichel zurück . Brandenburgs
Ministerpräsident Manfred Stolpe schlug vor , die Erlöse unter anderem zur
Bekämpfung des Rechtsextremismus zu nutzen . Mit dem Geld könnten mehr
Freizeitangebote für Jugendliche geschaffen werden , sagte Stolpe am Samstag im
Hessischen Rundfunk . Über die Verwendung soll Anfang September entschieden
werden . US-Onlineshop Value America ist pleite Aber nicht einmal dieses letzte
Wort der Firma kann man sich zu Gemüte führen : Seit dem gestrigen Freitag ist
der Server komplett vom Netz , die Firma ist ein weiteres Unternehmen der
E-Commerce-Branche , das Pleite ging . Value America beantragte Schutz vor
Gläubigern nach Chapter 11 und stellte seinen Betrieb ein . 185 Mitarbeiter
wurden fristlos entlassen , fast die Hälfte der insgesamt 404 Beschäftigten .
Der Onlineshop , der schon länger um sein Überleben kämpfte , sah laut der
Nachrichtenagentur Reuters keine Chance mehr , in absehbarer Zeit Gewinne zu
erwirtschaften . " Nach sorgfältiger Prüfung und trotz der Bemühungen , die wir
im Vertrauen auf einen Erfolg unternahmen , konnten wir nicht mit Gewissheit
feststellen , dass unser Internet-Handel in einem vernünftigen Zeitrahmen
profitabel würde " , erklärte Value-America-Chefin Glenda Dorchak . Wie ein
böses Omen für andere Onlineshops klingt ein zusätzlicher Kommentar von Dorchak
: " Es wurde deutlich , dass die Aussichten auf baldige Gewinne einer Firma ,
die sich nur auf den Einzelhandel im Bereich der E-Commerce-Industrie stützt ,
nicht gesichert sind . " Die Firma will sich nun , wenn sie das
Insolvenzverfahren übersteht , darauf konzentrieren , Online-Verfahren und
Infrastruktursysteme für andere Webshops , Distributoren und Hersteller zu
entwickeln . Ob diese potenziellen Kunden angesichts der Pleite des eigenen
Online-Geschäfts von Value America überhaupt noch Vertrauen in die
E-Commerce-Verfahren des Unternehmens haben werden , dürfte sich im Verlauf des
Konkursverfahrens herausstellen . Was war . Was wird . Wie immer möchte die
Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche
Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau
zugleich . Was war . Zum Jubiläum des Mauerbaus ein Beitrag zur chinesischen
Mauer , die Microsoft in Seattle zwischen den System- und
Anwendungsprogrammierern errichtet hatte , das erschien den Lesern dieser
Wochenschau doch zu frivol . Doch was ist schon seriös ? Mit dem Fall der Mauer
wird das Einzige verschwinden , was Deutsche in Ost und West eint , befand schon
Joseph Beuys . Kräftig wurde er für solche Ketzereien gescholten . Vielleicht
den zehnten Jahrestag von PGP ? Sie seien die Einzigen gewesen , die immer von
ihm wissen wollten , ob das Programm vielleicht einen Recovery Key besäße .
Jubiläen gibt es noch andere : Holden Caulfield wurde zum Beispiel 50 , und es
war dieser komische Fänger im Roggen , der viele Schüler erschreckt vom
Deutschunterricht in die Informatik trieb . Alles besser als Salinger , dachte
man zumindest in der Schule . Heute wäre ich mir da nicht mehr so sicher . Der
Saft , ohne den kein Bit herumgeschaufelt werden kann , wurde damals durch eine
Revolution in Windeseile verbreitet . Die elektrische Glühbirne des Thomas Alva
Edison war so eine praktische Sache , die wollte einfach jeder haben . Wie haben
sich die Zeiten doch geändert : Als E-Kerze wird das Teil jetzt zum Jubiläum von
Philips bejubelt , passend zum E-Business in der U-Society ? Genau , ein neues
Buzzword : U steht wahlweise für uninterrupted oder unmittelbar und wird von IBM
auf einer Konferenz in der nächsten Woche bejubelt : " It's a brand new world ,
you need brand new Software " , heißt das Motto von IBM . Das ist doch prima :
Wo kämen wir nur hin , wenn in einer neuen Welt alte Software eingesetzt werden
könnte ? Papier kann man recyclen , bei Bits ist das aber gefährlich . Wie gut ,
dass IBM diese Gefahr mit dem E-Sourcing bannen kann : Dieses fesche Wort führte
die Firma gerade für ihre Bemühungen ein , auch Firmen den DataGrid schmackhaft
zu machen . Unter diesem Stigma scheinen unsere PR-Flaks zu leiden - kein Wunder
, dass mitunter der Wunsch aufkommt , Pressemeldungen , sei 's auf Papier , sei
's in der Mail , zu recyclen , ehe sie die Presse erreichen . Da meldete sich
die Ochsenhauser Datapol GmbH mit der alarmierenden Schlagzeile " Der Feind im
eigenen Bett kann ungestört wildern " . So so . Unternehmen , die die eigenen
Mitarbeiter als Wilderer betrachten , haben es wahrscheinlich nicht besser
verdient . " Wenn die Leute davon ausgehen , dass alle Käufer Diebe sind , dann
wird es zwangsläufig passieren , dass alle Leute lernen , sich wie Diebe zu
verhalten und nach Versionen Ausschau halten , die nicht von einem zweifelhaften
Kopierschutz kontrolliert werden . " Was man bei allergrößtem Wohlwollen noch
als Monument der Dummheit ansehen kann , in Wirklichkeit aber als Denkmal der
Grausamkeit und Bankrott jenes Sozialismus , der mehr von preussischen
Bürokraten als von Menschen angestrebt zu werden schien , bezeichnen muss ,
prägte bei weitem nicht nur die Landschaft eines bornierten und selbstgerechten
Berlin . Man sollte nun aber den direkten Widerpart des " Schwarzen Kanal "
ebenfalls online zugänglich machen : Gebt die Manuskripte des " ZDF Magazin "
ins Netz ! Nur so lässt sich anhand der Situation in den elektronischen Medien
dieser Zeit illustrieren , zu welchen Verwerfungen ein Bau wie die Mauer führte
. Besserwisserische Anmerkungen des senilen Deutschtümlers Löwenthal , der
unbedingt recht gehabt haben will , müssen nicht unbedingt sein , ebenso wenig
wie solche eines unverbesserlichen Realsozialisten wie Schnitzler . Denn was ist
das eigentlich , wenn Firmen ihre Mitarbeiter entlassen ? Ein klarer Fall von "
Management by Grausamkeit " befindet Zum Thema , das Fachzine für die E-Welt von
heute . Auch hier hat man allerdings vor dem Versenden von PR-Müll das Recyclen
vergessen : Das Management der Grausamkeit stammt angeblich vom Theater eines
Antonin Artaud ab : Und wenn es manche Leser nicht mehr hören können : Bobos in
Action müssen sein . Diese Leser aber dürfen sich mit einem im Grabe rotierenden
Artaud trösten und sollten sich vielleicht einmal näher mit dessen " Theater der
Grausamkeit " beschäftigen . Oder mit Texten von Marx . Was wird . Ganz gleich ,
ob der PC gerade 20 wird , die Mauer vor 40 Jahren gebaut wurde , die Birne
anging oder der hundertdreißigste Geburtstag von Karl Liebknecht ansteht , so
gibt es auch Ereignisse , die in die Zukunft weisen . Donald E. Knuth meldete
sich einmal wieder zu Wort und gab doch tatsächlich Hoffnung , dass die
gespannte Leserschaft den vierten Band von " The Art of Computer Programming "
noch in Händen halten wird . Da dieser wiederum aus drei Teilbänden bestehen
soll und nach dem fünften Band Knuth erst die Aktualisierung der Bände 1 bis 3
notwendig erscheint , muss man für den Guru der Künstler des Programmierens und
Erfinders von TeX schon ein methusaleisches Alter erflehen , um noch Hoffnung
auf Band 6 und 7 hegen zu können . Das erscheint aber gar nicht so schlimm ,
wenn man Knuth selbst glauben darf : Diese Teile seien denn doch sehr speziell
und beschäftigten sich mit so exotischen Themen wie Compiler-Bau . Stimmt : Ein
exotisches Thema also , und doch , hätte Knuth diese Ansicht gehegt , als er
begann , wäre " The Art of Computer Programming " möglicherweise ebenso wenig
entstanden wie TeX - oder etwa das Drachenbuch , das aber von anderen Leuten
stammt . Hoffen wir jedenfalls , dass DEK trotzdem nicht der Altersresignation
anheim gefallen ist . Und hoffen wir , dass es trotz gegenteiliger Anzeichen
auch unter den Heroen der wahren Computerwissenschaft und unter den Künstlern
des elektronischen Zeitalters langlebige Exemplare gibt . Manch Leser aber wird
sich an seine Zeit des Andersseins erinnern , der er oder sie entrinnen wollte
und doch nicht konnte , ohne sich selbst zu verbiegen , im wahrsten Sinne des
Wortes wohl . Auch daran möchte möglicherweise der Welt-Linkshändertag erinnern
, der am 13. August stattfindet - und auch das wird , auch wenn in Deutschland
an einem unglücklichen Datum , böte doch ein Welt-Linkshändertag am Jahrestag
des Mauerbaus Anlass für unzählige dämliche Kalauer und dumme Witze .
Genausowenig aber wie die Zurichtung der ehemaligen DDR-Bewohner für die
Eingliederung ins kapitalistisches Westdeutschland erschien früher dem
verschüchterten Linkshänder die Zurichtung auf Rechtshändigkeit in der Schule
als besonders gelungen . Mag manchem auch ersteres als notwendig erscheinen , so
ist letzteres einfach nur grausam . Unabhängig davon sind Zurichtungen aber ,
egal , für welchen Zweck , immer nur dumm . Aber auch industrielle Ereignisse in
der EDV-Branche wollen manches Mal doch in die Zukunft weisen , latürnich : vom
12. bis 17. August findet in Los Angeles wieder einmal die Siggraph statt . Eine
Show , auf der schon tanzende Babys in Windeln bestaunt wurden , wenn sie nur
digital und ohne Gleitmittel erzeugt wurden . Knuth möge mir verzeihen .
Biochips erstmals programmierbar Das Mannheimer Biotech-Unternehmen febit hat
jetzt den nach eigenen Angaben weltweit ersten Biotech-Computer " Geniom one "
vorgestellt , mit dem sich Biochips programmieren lassen . Er soll die Analyse
von Erbgutinformationen und die Genomforschung beschleunigen . " Mit dieser
Technologie besitzen wir weltweit eine absolute Alleinstellung und sind damit
sogar den amerikanischen Markführern im Biochip-Bereich einen Schritt voraus " ,
meint Cord F. Stähler , Geschäftsführer von febit . In der Folge binden die
komplementären DNA-Einzelstränge aneinander und produzieren je nach Ausmaß der
Komplementarität ein fluoreszierendes Signal auf dem Chip , das durch einen
Laserscanner ausgelesen wird . Durch das entstandene Fluoreszenzmuster kann der
Forscher Zusammenhänge ablesen , wie zum Beispiel eine Kontrolle für den Verlauf
einer AIDS-Erkrankung in Bezug auf die Resistenzentwicklung gegen die
eingesetzten Medikamente oder welche Gene sich bei Krebserkrankungen verändern .
Im Gegensatz dazu hat febit eine dreidimensionale Mikrokanalstruktur entwickelt
, mit der die verschiedenen DNA-Fragmente nach Vorgaben und Bedürfnissen des
Anwenders individuell am Bildschirm zusammengestellt und in dem DNA-Prozessor
auf den Biochip aufgebracht werden können . Dieser Prozess soll zudem nun nur
noch wenige Stunden statt bisher Tage oder Wochen dauern . Getestet wird Geniom
derzeit unter anderem auch vom Deutschen Krebsforschungszentrum ( DKFZ ) in
Heidelberg . " Das Gerät wird uns voraussichtlich nicht nur ein schnelleres ,
sondern auch ein flexibleres Arbeiten ermöglichen " , schätzt Jörg Hoheisel ,
Leiter der Abteilung Funktionelle Genomanalyse am DKFZ . HAL2001 : RTF MaNuAl ,
ScRiPt KiDdIeS Jeder Besucher der holländischen Hackerparty HAL2001 , die am
heutigen Sonntag zu Ende geht , bekam ein kleines Heftchen in die Hand gedrückt
, das alle wichtigen Informationen enthält . Unter der Überschrift Cops , Crimes
and HAL2001 geht das erste Kapitel dieses Heftchens aber ans Eingemachte : Das
Script Kiddy Manual zu Konferenz warnt die Youngster auf seine Art . Das sind
wir . Und es endet nach vielen ernst gemeinten Ratschlägen : Lebt in der
Hacker-Community ein Leben , das über das Abschießen von Websites und
DDoS-Attacken hinaus geht . Eine Existenz als Post-Skript-Kiddy hat viel für
sich : Zu den größeren Themen , die sich die Organisatoren von HAL 2001 auf die
Fahnen geheftet hatten , gehörte " Bridging the Gap " , die Überwindung eines
Generationenkonflikts . Zur Schulung für Anfänger gab es etliche Workshops und
Vorträge , die sich mit " praktischer Linux-Sicherheit " oder "
C/C++-Programmieren " beschäftigten . Selbst Vorträge wie der von Philip
Zimmermann über das zehnjährige PGP-Jubiläum bauten Brücken : In einer losen
Sammlung von Anekdoten berichtete Zimmermann von der Situation vor 10 Jahren ,
als es keine akzeptable zivile Verschlüsselung , keinen Schutz der Privatsphäre
gab . In einem Vortrag über die täglichen Mühen eines ISP-Administrators
berichtete Scott McIntyre von XS4ALL . Eines seiner wichtigsten Werkzeuge : ein
Kalender mit den Schulferien und Feiertagen dieser Welt . An diesen Tagen
steigen die Attacken dramatisch an . Wie viele europäischen Admins klagte
McIntyre über Angriffe aus Italien - vermutlich ein Land mit einer
unterentwickelte Hacker-Kultur ? Die aktuellen Zahlen vom Tag des Referats beim
holländischen ISP : Eine groß angelegte Podiumsdiskussion zur Geschichte der
Hacker-Ethik 1984 bis 2001 erwies sich als die best besuchte Veranstaltung des
zweiten Tages von HAL2001 . Ron Gonggrijp , Organisator der HAL-Vorläufer (
Galactic Hacker Party , Hactic , HIP ) , Emanuel Goldstein ( 2600 ) und Andy
Müller-Maguhn ( CCC ) erzählten ihre Geschichten und diskutierten die Zukunft .
Eine richtige Ethik lehnten alle drei ab . Es gibt nur Erfahrungen . Caroline
Nevejan , Leiterin des Amsterdamer De-Waag-Projektes , wollte zum Schluss wissen
, ob Computer ein Werkzeug für die Verbreitung von Demokratie sind . Eine Frage
, die störte . Denn die Antwort liegt abseits der persönlichen Ethik . Der
zweite Tag endete mit dem gemeinsamen Verbrennen von Microsoft-Handbüchern ,
einem Ritual , mit dem Script-Kiddies offensichtlich nichts anfangen konnten .
Nur ältere Jahrgänge und ganz junge Pyromanen fanden Gefallen an der Aktion .
Blieben die Kiddies in ihren Zelten , in denen die Monitore traulich strahlten ?
Verfolgten sie die Open-Source-Astronomen , die weit vom Camp entfernt ein
lustiges Sternegucken abhielten ? Oder standen sie in den dichten Trauben der
Freaks , die mit großen Schüsseln den Himmel nach Satelliten absuchten , um sie
für ein Store- and Forward-Mailbox-System umzufunktionieren ? Niemand weiß es .
Wie sehen sie überhaupt aus ? Zumindest das Social Engineering scheinen die
Kiddies schon gelernt zu haben . Siehe dazu auch : Klage gegen Domain-Monopoly
bei .biz Die Vergabe der neuen Top Level Domain .biz sei eine illegale Lotterie
und daher wettbewerbswidrig und nach kalifornischem Gesetz strafbar : Diesen
Vorwurf haben zwei US-Unternehmen Anfang August vor dem Superior Court in Los
Angeles erhoben . Auf der Anklagebank sitzen nicht nur .biz-Anbieter NeuLevel
und jedes einzelne Registrierunternehmen , sondern auch die Internet Corporation
for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) . Sie habe das Lotterieverfahren der
Anbieter zugelassen , so der Vorwurf der Kläger . In der laufenden Startup-Phase
der .biz-Registry verkaufen NeuLevel und die Registrare , unter ihnen auch
deutsche und europäische Anbieter , nichts anderes als " eine Gewinnchance für
die Registrierung " , heißt es in der 26-seitigen Klageschrift . Sogar die
Anbieter selbst bezeichneten das Vergabeverfahren als Lotterie : Möglicherweise
haben schon eine Menge anderer Leute bereits ein Ticket für dieselbe Domain
gekauft , aber nur einer kann der Gewinner sein . Aus Sicht der
Registrarunternehmen ist es daher nur konsequent , keine Garantie dafür zu
übernehmen , dass ihre Kunden den Zuschlag erhalten . NeuLevel wirbt bereits
jetzt mit dem freilich recht unspezifischen Hinweis , dass es bereits "
Millionen " von Vorregistrierungen gibt . Wie viele Kunden bereits für einen
bestimmten Namen ein Angebot abgegeben haben , können die Bieter nicht erfahren
, beschweren sich die Kläger David Scott Smiley und Skyspraper Productions . Sie
können ihre Chancen allenfalls dadurch verbessern , dass sie mehr " Lose "
kaufen . Für sie und ihre Anwälte verletzt daher das ganze Verfahren die
Paragraphen 319 bis 329 des kalifornische Strafgesetzbuchs ( California Penal
Code ) . Eine rein materielle Entschädigung bezeichnen die Kläger als
unzureichend , zumal Domains als einzigartiger Besitz extrem wertvoll für die
Nutzer sein könnte . Sollte die Klage Erfolg haben , müssten sich die ICANN und
auch künftige Registry-Anbieter die Frage stellen , wie sie die Startphase einer
neuen Top Level Domain gestalten . Der in der Klage angesprochene Kauf nach
Höchstgebot jedenfalls dürfte kaum zur Verteilungsgerechtigkeit beitragen . Das
Verteilungsverfahren von .info-Domains ist bislang noch ungeschoren davon
gekommen . Es unterscheidet sich vom .biz-Verfahren dadurch , dass nicht einfach
alle bei den Registraren gebuchten Domains in eine Trommel geworfen werden ,
sondern nacheinander aus den Lostrommeln der beteiligten Registrare gezogen wird
. Gerechter nennt Siegfried Langenbach , Chef des deutschen Registrars
CSL/Joker.com , das System des .info-Anbieters Afilias . Langenbachs Unternehmen
wird in der in Sachen .biz angestrengten US-Sammelklage ebenfalls als Beklagter
aufgeführt . Dazu meint der Düsseldorfer : " Ich habe in Stockholm bereits
darauf hingewiesen , dass das Zuteilungsverfahren von .biz nicht gerecht ist ,
aber ich wollte meine Kunden die Domain schließlich auch anbieten . " Für ihn
habe es vor allem in der Verantwortung von ICANN gelegen , solche Probleme zu
verhindern . Noch hat er selbst die Klage allerdings auch nicht zugestellt
bekommen . Einzige Post aus den USA : Werbeunterlagen kalifornischer Anwälte ,
die ihn gerne vertreten wollen . Allerdings ist auch nach dem Paragraphen 284
des deutschen Strafgesetzbuchs öffentliche Glückspiele illegal und können mit
Gefängnisstrafen von bis zu zwei Jahren bestraft werden . Wer sogar gewerbsmäßig
oder als " Mitglied einer Bande " so etwas dauerhaft veranstaltet , macht sich
übrigens ebenso strafbar wie jemand , der nur daran teilnimmt . Klagen gegen das
Domainmonopoly hierzulande seien allerdings doch eher unwahrscheinlich .
Software berechnet Schadensrisiko für Gebäude Wissenschaftler an den Sandia
National Laboratories haben eine Software entwickelt , mit der sich der
Schadensumfang für ein Gebäude durch eine Naturkatastrophe oder einen
terroristischen Anschlag vorausberechnen lässt . Nach dem verheerenden
Bombenanschlag auf ein Regierungsgebäude in Oklahoma City hatte die General
Services Administration ( GSA ) an Sandia den Auftrag vergeben , eine Software
zu entwickeln , die das Risiko von Gebäuden bei natürlicher oder krimineller
Gewalt analysiert . " Gebäude wurden bisher so gebaut , dass sie gegen schon
einmal aufgetretene Katastrophen gewappnet sind " , erklärt Regina Hunter , die
Rampart ( Risk Assessment Method Property Analysis and Ranking Tool ) mit
entwickelt hat . " Rampart dagegen berücksichtigt auch mögliche zukünftige
Geschehnisse und welcher Schaden dadurch auftreten könnte . " Rampart ist nur
ein Teil des Sandia-Programms " Architectural Surety " , das mit Hilfe von
moderner Technologie Privathäuser , Einkaufszentren , Büros , öffentliche
Gebäude und Infrastruktur sicherer gegen natürliche Katastrophen und
terroristische Anschläge machen soll . Um ein Gebäude zu analysieren , benötigt
man mit der Software weniger als zwei Stunden . Die Entwickler berücksichtigten
bei Rampart natürliche Katastrophen wie Hurrikans , Tornados , Erdbeben ,
Winterstürme und Überflutungen ebenso wie auch Verbrechen und terroristische
Anschläge . " Alles , was der Anwender tun muss , ist die Fragen nach dem
Gebäude , dessen Standort und Architektur , Sicherheitseinrichtungen , die
Anzahl der sich im Gebäude befindlichen Personen und mögliche Aktivitäten unter
dem Haus wie U-Bahn und andere Faktoren zu beantworten und die Software macht
den Rest " , erklärt Hunter . Spezielle Fragen wie zum Beispiel nach der
Häufigkeit von Wirbelstürmen in der Gegend , in der das zu analysierende Gebäude
sich befindet , muss der Anwender nicht selbst wissen . Diese Informationen
befinden sich bereits in der Datenbank der Software und werden automatisch
hinzugefügt . Daneben gibt die Software für jede mögliche Katastrophe ein
Balkendiagramm für das mögliche Ausmaß des Schadens aus . So kann der Anwender
auf einen Blick feststellen , wo die größten und wo die geringsten Risiken des
Gebäudes liegen . So wird beispielsweise für ein leeres Lagerhaus in einem
Gebiet , in dem häufiger Hurrikans wüten , trotzdem nur ein geringes Risiko
festgestellt , denn die Konsequenzen für seine Beschädigung oder Zerstörung sind
relativ unbedeutend . " Würde es sich dagegen um ein großes Regierungsgebäude
handeln , in dem Tausende von Menschen arbeiten , und in dem sich möglicherweise
noch Büros von besonders gefährdeten Einrichtungen wie dem FBI befinden , das
aber in der gleichen Hurrikan-gefährdeten Gegend steht wie das leere Lagerhaus ,
dann ist das Risiko natürlich ungleich höher " , erklärt Hunter . Zurzeit
arbeitet Rampart nur mit den 8.000 Gebäuden , die von der GSA in den USA
verwaltet werden . " Wir denken aber darüber nach , dass die Software auch für
andere Regierungsgebäude , Botschaften , Schulen oder militärische Einrichtungen
und im privaten Sektor breite Anwendung finden könnte " , meint Rudy Matalucci ,
Rampart-Projektmanagerin . WestLB verliert Interesse an British Telecom Die
Gespräche über den Kauf des Festnetzbereiches des englischen Telefonriesen sind
aber vorläufig ausgesetzt worden . Wie die Welt am Sonntag aus britischen
Bankenkreisen erfahren haben will , liegen der BT noch weitere Offerten aus dem
Ausland vor . Es liege deutlich darunter . Die Sunday Times hatte vorige Woche
berichtet , ein Konsortium unter Führung der WestLB habe BT schon vor zwei
Monaten ein Angebot unterbreitet ; es sei aber von den Briten lange nicht
ernsthaft in Erwägung gezogen worden . Nun sind die Verhandlungen offensichtlich
endgültig gescheitert . Welche weiteren Firmen oder Konsortien sich für das Netz
des britischen Telefonkonzerns , der sich in Finanznöten befindert ,
interessieren , wurde bislang nicht bekannt . Die Aufspaltung von BT in eine
Mobilfunksparte und eine Firma für Festnetz und Internet-Zugang sollte den
Konzern wieder aufs profitable und schuldenfreie Gleis setzen - ob der Verkauf
des Festnetzes dem Management in diese Pläne passt , werden die nächsten Tage
und Wochen zeigen . OS/2 : Netscape Navigator wird portiert Die 32-Bit-Version
des Web-Browsers von Netscape wird nach OS/2 portiert . Netscape und IBM
arbeiten gemeinsam an der Portierung , die mit der Open32 genannten
Programmierschnittstelle erfolgt . Dieses API , früher unter den Namen DAX oder
DAPIE ( Developer API Extensions ) bekannt , führt einen Großteil der Win32-API
in OS/2 ein . Über die Vertragsbedingungen wird allerdings noch verhandelt ,
einige Punkte sind noch nicht geklärt . IBM erwartet aus Zeitgründen nicht , daß
Netscape für OS/2 im Paket der nächsten OS/2-Version enthalten sein wird . Der
Browser soll aber zeitgleich mit der Freigabe von OS/2 Merlin kostenlos im
Internet zur Verfügung stehen . Der offizielle Ankündigungs- und Releasetermin
von OS/2 Merlin in den USA soll nun doch der 25. September sein . Trotz einer
Verschiebung um zwei Wochen gegenüber dem ursprünglich ins Auge gefaßten Datum (
10. September ) ist das weitaus früher , als IBM ursprünglich plante . DOS :
Source-Code gefällig ? Nach der Übernahme des DR-DOS von Novell und der Klage
gegen Microsoft auf Schadenersatz wegen Wettbewerbsbehinderung holt Caldera zum
nächsten Streich aus . Die vom ehemaligen Novell-Chef Ray Noorda gegründete und
finanzierte Firma , bislang vor allem für ihre Linux-Version bekannt , will den
Source-Code von DOS kostenlos auf dem Internet zur Verfügung stellen . Dazu
gehören alle von Novell übernommen Versionen und Vorläufer : CP/M , DR-DOS ,
PalmDOS , Multi-User-DOS und Novell-DOS . Nach einer Überprüfungsphase soll
jeder Interessierte den Code im ersten Quartal 1997 erhalten können . Der
Source-Code für Anwendungen von Drittherstellern , die in Novell-DOS integriert
waren , gehört natürlich nicht dazu . Da Novell durch den Aufkauf von Digital
Research , den Entwicklern von CP/M und DR-DOS , alle Rechte am Code erwarb ,
und DR-DOS eine eigenständige Entwicklung ist , sollte Caldera keine
juristischen Probleme mit Microsoft bekommen . Lizenzen werden für die private
Nutzung des Source-Codes nicht erforderlich sein . Wer ihn kommerziell verwerten
will ( Caldera denkt dabei vor allem an Netzwerk-Geräte , Spiele-Konsolen ,
Embbeded Systems und die Nutzung ausgemusterter 286- und 386-Rechner ) , muß
dagegen eine Lizenz-Gebühr an Caldera zahlen . Deren Höhe steht noch nicht fest
, laut Caldera wird sie aber keine exorbitanten Ausmaße annehmen . Geplant sind
die Integration von Personal Netware , Bug-Fixes , und zusätzlichen
Netwerktechnologien . Dabei denkt die Firma vor allem an das Internet - TCP/IP
und ein Web-Browser sind in der Diskussion . Ein grafisches User-Interface
könnte DOS zusätzlich modernen Zeiten anpassen . Was war . Was wird . Wie immer
möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Was war . Und kein Pädagoge ist da weit und breit , der
uns von diesem Schreckgespenst befreit . Heute vor 70 Jahren wurde in Mannheim
die erste Berufsschule für Mädchen eröffnet . Ihr erklärtes Ziel war es , Frauen
für technische Berufe auszubilden , die sonst den Männern vorbehalten waren . "
Nichts berechtigt zu der Annahme , dass Frauen nicht dieselben Fähigkeiten
besitzen , die Männer für sich reklamieren " , schrieb damals Hendrik de Man ,
ein heute vergessener Belgier , Sozialist und späterer Nazi-Kollaborateur , der
an der " Schule der Arbeit " in Frankfurt lehrte . Er hatte sogar eine eigene
Theorie der " Arbeitsfreude " entwickelt , wonach Frauen in technischen Dingen
besser sind , weil ihr Triebleben geregelter sei . Förderprogramme rund um das
weibliche Internet machen deutlich , dass sich in den vergangenen 70 Jahren
nicht allzu viel geändert hat . Derweil steht women.com vor dem Aus und
begründet das Scheitern mit der mangelnden Bildung von Frauen , das Internet
richtig einzusetzen . Dafür soll es unter MadonnaMusic.com richtig losgehen :
Ganz unbescheiden kündet dort die " erste Frau des 21. Jahrhunderts " ( Maradona
über Madonna ) an , am 28. mit ihrem Londoner Konzert den Weltrekord bei
Streaming Media zu brechen , den Paul McCartney hält . Obwohl : Man raube mir
jetzt bloß nicht meine Illusionen über die Frauen , denn leise Zweifel
beschleichen mich dann doch , wenn ich selbst gesetzte Damen bei einem Herrn
Hartmut Engler dem Ohnmachtsanfall nahe sehe . Ausgerechnet in Lateinamerika
machen 's die Frauen den Männern vor : Nur noch 60 Prozent der Surfer sind
männlichen Geschlechts , die Frauen kommen gar nicht langsam , aber um so
gewaltiger . Wer hätte das gedacht - der Untergang des ( männlichen )
Abendlandes naht . Das wäre doch ein gefundenes Fressen für einen gewissen Herrn
Norbert Geis von der CDU/CSU , der sich nicht zu schade war , in der
Bundestagsdebatte um die so genannte Schwulen- und Lesben-Ehe vom Angriff auf
die abendländische Kultur und dem schlimmsten Schlag gegen die Familie zu
fabulieren . O tempora , o mores : Da steht es nun aber schlecht um die Träume
vom Hightech-Land Deutschland , wenn sich Geis als kennzeichnend für die
deutsche Leitkultur erweist . Denn die entscheidende Kennziffer für den
ökonomischen Erfolg ist eine möglichst hohe Zahl von Schwulen , damit das Land
auch zum Traumland der New Economy wird . Diese bahnbrechende Erkenntnis des
Wirtschaftsprofessor Richard Florida von der Carnegie-Mellon-Universität dürfte
Herrn Geis wiederum ganz schön aus der Bahn werfen - vielleicht sollte er
zusammen mit Waldi Hartmann eine Männergruppe gründen und sich etwas
weiterbilden . Ist es die Fähigkeit , ein Loch für einen
Präsidentschaftskandidaten an der richtigen Stelle zu stanzen ? In Florida
sollen " ältere Menschen und Frauen " bei dieser Aufgabe versagt haben , die
stark an den richtigen Doppelklick der richtigen Schaltfläche erinnert . Der
Unfall im User Interface Design lässt die Präsidentschaftsanwärter im Regen
stehen , und das in einem Land , in dem der Sieger alles kriegt . Vielleicht
besinnt man sich auch dort der humanistischen Bildung , die in der deutschen
Leitplankenkultur gerade richtig verbeult wird : " Bonos tum malos tum foedum
pugnatoribus da " , spricht der Lateiner . Und doch ist es nichts weiteres als
die australische Aufforderung , für die Perl-Programmierung Latein als
Quellsprache zu nehmen , weil Latein nun einfach klarer designed ist . Perligata
soll die neue Skriptsprache heißen und mit einem Schlag die westliche Welt in
den Taumel des kleinen oder auch großen Latinums ziehen . Accipe , sperne ,
decapite ? Bildung ist nichts , wenn man sie nicht vorzeigen kann . Illustre
Kunden kann sie vorweisen - vor allem wohl den niederen Adel , dem schon lange
das Geld ausgegangen ist , seine Bildung auch öffentlich zu zeigen . Aber ein
Original soll 's schon sein , und wenn kein Original-Original , dann wenigstens
ein So-gut-wie-Original . Einen Picasso habe ich allerdings im Angebot der
Galerie bislang nicht entdeckt - vielleicht läuft das bei deren Kundschaft ja
auch unter " Entartete Kunst " . Schade , dass Konrad Kujau schon tot ist , er
hätte seine Freude daran , dass sein Kunsthandwerk nun auch im Internet
reüssiert . Der Stern taucht bislang aber nicht in der Kundenliste der Galerie
auf . Ein Widerspruch ? Nicht ganz . Denn nach oft gehörter Meinung gehört zur
Allgemeinbildung die Lektüre einer Tageszeitung . Nämlich die Tageszeitung , die
nur im Internet erscheint . Was man von der deutschen Ausgabe der Netzeitung
erwarten darf , darauf macht allerdings schon der seltsam geschraubte Titel
nicht viel Hoffnung . Welch Wunder , dass die Macher nicht noch ein " a " darin
platzierten , um den komischen Kringel auch noch mit aufnehmen zu können . @ ist
einfach schick . Der Erfolg des norwegischen Vorbild Nettavisen jedenfalls
beruht offensichtlich nicht auf unangenehmen Nachrichten : Dafür nimmt man dann
auch außenpolitische Berichterstattung zurück , weil sie die Leser abschreckt ,
wie die norwegischen Macher dem in Jubelgeschrei ob der so erfolgreichen
Netzzeitung verfallenden Spiegel zu berichten wussten . Gute Zeiten für Kai
Dieckmann auch im Internet ? Da bleibe ich doch lieber bei meiner Süddeutschen
und lese den Heise-Ticker . Die Boten , die wenig Rücksicht darauf nehmen , dass
manchmal sie statt der Verursacher unangenehmer Nachrichten geprügelt werden ,
sind meist die zuverlässigsten . In unserem Haushalt toben Hunde , pennen Katzen
, krächzt die Hauseule in der Nacht , und ab und zu trällert auch eine
Nachtigall . Doch als Carnivore bin ich manch leckerem Happen nicht abgeneigt .
Ein Fressen für die Geier bieten jetzt die Websites pets.com , petstore.com und
petopia.com . Was ist nur falsch an der Bobo-Idee , Tierfutter online zu
verditschen ? " Niemand weiß im Internet , dass du ein Hund bist " , heißt es in
einem der bekanntesten Internet-Cartoons , in dem ein Hund in die Tasten haut .
Pets.com geht baden und beweist damit schlussendlich , dass Hunde doch nicht
surfen . Wuff ! " Unser Gerät ist so einfach , dass ihr Hund es bedienen kann "
, verkündete Barry " Wuff " Schuler , President AOL Interactive Services , bei
der Vorstellung der Internet Appliance von Gateway . Beim Einschalten geht das
mit einem Transmeta-Chip werkelnde Gerät online und kappt die Verbindung erst ,
wenn es wieder ausgeschaltet wird . Das dürfte keinen Hund überfordern . Katzen
, die sowieso intelligenter sind , halten sich derweil an Fiva von Casio . Was
wird . Wenn diese Zeilen online gehen , ist die Eröffnung der Comdex nur wenige
Stunden entfernt . Wie immer ist das die Sache von Bill Gates , der so manches
Produkt erstmals in Las Vegas vorgestellt hat , etwa das Windows for
Pen-Computing anno 1988 . Diesmal werden ein drahtloses Schreibtablett und eine
" völlig revolutionäre Technologie der Schrifterkennung für das .NET " bei Gates
im Mittelpunkt stehen , ein Produkt aus der Konkursmasse von Firmen wie Go und
ARA Computing . Revolutionär ist nach gut durchsickernden Quellen die Technik ,
vom Anwender keine Graffiti-Kunst a la Palm zu erwarten . Man schreibdruckt ganz
natürlich seine Buchstaben , und ein Prozess im Hintergrund analysiert Grammatik
und Syntax , ehe das Ganze in ASCII-Art umgesetzt und als DOC-Datei gespeichert
wird . Bei Gates ist Ralph Lauren mit von der Partie , der mit dem Tablett die
Luxus-Website Polo.com starten will . Liest man die Ankündigungen zum neuen
Polo-Lifestyle , wird die Site alle Fehler machen , die Boo.com pionierte .
Einen Tag nach Gates wird Larry Ellison auftreten . Die Zeitschrift Fortune
feiert ihn dieser Tage als " Next richest man of the World " und wird auf
Oracles Kosten an jeden Comdex-Besucher verschenkt . Da Ellison ad definitionem
gatesum nicht die Comdex eröffnen kann , wird er " das Internet eröffnen " , wie
es bescheiden in der PR heißt . Darunter macht es unser Larry nicht . Eigentlich
sollte Madonna mit Larry auftreten , doch dieser Gig platzte , und das nicht am
geforderten Honorar . So soll Madonna durch Whitney Houston ersetzt werden und "
Ein bisschen Frieden " trällern . Oder war 's irgendwas mit ewiger Liebe ?
Hausfrauen : die neuen Computerpiraten Hausfrauen , die im Internet illegal
Stickmuster tauschen , avancieren zu den neuen Software-Piraten im World Wide
Web . Nachdem die Musikbranche sich durch den Tausch von MP3-Musikdateien
geschädigt sieht , schlägt jetzt in Amerika die Stickmuster-Industrie Alarm .
Sie beklagt , dass die Kundinnen per E-Mail die mit Copyright versehenen Muster
durch die Datenwelt schicken , anstatt brav zu kaufen . In Deutschland gibt es
ebensolche Ansätze zum Tausch der urheberrechtlich geschützten Motive .
Stickmaschinen sehen fast so aus wie Nähmaschinen . Mit der nötigen
Computer-Software lassen sich anspruchsvolle Motive auf die Kleidung zaubern . "
So kann man die Kinderkleidung verschönern " , berichtet Elke Spiess aus
Gelsenkirchen , die im Internet einen professionellen Vertrieb für geschützte
Muster von Vögeln , Comic-Helden und Feiertagsmotiven betreibt . Spiess , die
nach eigenen Angaben auch viel in die Vereinigten Staaten verkauft , meint : "
Wenn ich eine Stickmusterdiskette verkaufe , muss ich damit rechnen , dass die
Käuferin sie an ein Dutzend Freundinnen weitergibt . " Darauf habe sie " leider
" keinen Einfluss . So schrieb Angelika eine E-Mail , die auf einer
Internetseite für Stickfans gespeichert ist : Darauf antwortete ihr Andrea :
Oder Heike schreibt , sie habe eine neue Stickmaschine erworben und sei am
Austausch von Stickmusterkarten interessiert . Unrechtsbewusstsein scheint bei
den Nutzerinnen nicht zu herrschen . Sie geben offen ihre Adressen und
Telefonnummern an . " Ich bin der festen Überzeugung , dass es auch in
Deutschland passiert . " Die Piraterie sei aber schwer nachvollziehbar .
Währenddessen tummeln sich im weltweiten Netz zahllose Angebote , die den Weg in
die weite Welt der Stickmuster zeigen . Auf das Suchwort " Stickmuster " spucken
Suchmaschinen mehrere hundert Angebote aus . Laut ARD/ZDF-Online-Studie 2000
motivieren vor allem E-Mails und Ratgeberangebote die Menschen in Deutschland
dazu , ins Netz zu gehen . Stickmustervertreiberin Spiess aus Gelsenkirchen sagt
: " Vor allem junge und alte Frauen sind meine Kunden . " Beim Verband der
Deutschen Heimtextilienindustrie aus Wuppertal , der die Hersteller der
Stickmaschinen vertritt , heißt es zum Stickmustertausch : " In Deutschland ist
das noch kein Problem . " Ausschließen wolle man aber nicht , dass es sich so
wie in Amerika entwickle . Siehe dazu auch den früheren Bericht Die neueste
Masche der Netzpiraten in Telepolis . Schwindel um Pre-Paid-Handys Drei Amberger
Telefonhändler sollen einen großen Mobilfunkanbieter um mindestens 100.000 Mark
betrogen haben . Die Oberpfälzer Geschäftsleute hatten bei dem Netzbetreiber zu
Sonderkonditionen palettenweise Handys mit so genannten Pre-Paid-Karten gekauft
, auf denen jeweils Guthaben von 25 Mark waren . Statt die Handy-Pakete wie
vertraglich vereinbart an Endkunden weiter zu verkaufen , veräußerten die drei
Amberger im Alter von 33 und 34 Jahren die Mobiltelefone ohne die Karten an
einen Nürnberger Händler , berichtete die Polizei am gestrigen Samstag . Der
38-jährige Händler aus der Frankenmetropole programmierte daraufhin die Handys
um , damit die mit einem Geräteschutz versehenen Pre-Paid-Handys auch für andere
Mobilfunkkarten genutzt werden können . Während dessen vertelefonierten die
Amberger Händler die Gesprächsguthaben der Pre-Paid-Karten zu einer eigenen
0190-Servicenummer . Da die Betreiber dieser Nummern anteilig die
Telefongebühren erhalten , kassierten die Amberger hierbei erneut ab . Private
Domains in den Niederlanden mit Einschränkungen Bislang war es in den
Niederlanden nur möglich , eine Länder-Domain ( country code Top Level Domain ,
ccTLD ) zu registrieren , wenn man als Firma eingetragen war . Ab dem 15.
November ist eine .nl-Domain nun auch für Privatpersonen verfügbar - allerdings
mit einigen Einschränkungen . So sind Domain-Namen für private Personen
beispielsweise auf deren Namen oder einen Begriff beschränkt , der etwa ihr
Hobby kennzeichnet . Auf Unmut unter den Surfern stieß auch , dass die Domains
zusätzlich durch eine halbwegs eindeutige Nummer gekennzeichnet werden müssen :
Eine Domain nachname.nl ist nicht möglich , zusätzlich muss als Second Level
Domain eine Nummer eingefügt werden , die sich etwa aus einem Teil des
Geburtsdatums oder der Hausnummer des Registrierenden ergibt . Das
niederländische Network Information Center ( SIDN ) gibt dafür selbst einige
Beispiele : So könne ein Surfer namens Jan van Daalen , der am 17. März geboren
und unter der Hausnummer 124 zu finden sei , etwa die Domains
Janvandaalen.173.nl oder Vandaalen.124.nl registrieren . Dieses Problem ist auch
die offizielle Begründung für diese Vorgehensweise in den Niederlanden . Die
Regierung sieht diese Regelung als vernünftig an , da es durch Namensgleichheit
sonst zu Verwirrung kommen könne . Kritisiert wurde die Entscheidung , die
bereits Ende Oktober veröffentlicht wurde , allerdings nicht nur von den Surfern
: So sollen auch die Liberalen in den Niederlanden bereits von der "
Vergewaltung eines Names " gesprochen haben . Preis für Erforschung der
digitalen Bildübertragung Als Hans Georg Musmann vor einem Vierteljahrhundert
mit der Erforschung der digitalen Bildübertragung begann , erhielt er zunächst
nur die Hälfte der benötigten Fördermittel . " Ein Bildspeicher kostete damals
auch noch 250.000 Mark " , erinnert sich der Professor für Nachrichtentechnik an
der Universität Hannover . " Und man bezweifelte , ob es jemals die
Digitaltechnik geben würde . " Am Dienstag kommender Woche wird Musmann für
seinen Beitrag zu dieser technischen Entwicklung in Frankfurt/Main mit dem
Karl-Küpfmüller-Preis geehrt . Die mit 10.000 Mark dotierte Auszeichnung ist die
höchste Ehrung der Informationstechnischen Gesellschaft ( ITG ) im Verband der
Elektrotechnik , Elektronik und Informationstechnik ( VDE ) . " Professor
Musmann hat weltweit einen hervorragenden Ruf " , erklärte der ITG-Vorsitzende
Jörg Eberspächer laut dpa . Mit seinen Forschungen zur Datenkomprimierung habe
der Experte dazu beigetragen , dass die Übertragung von Sprach- , Ton- und
Bildsignalen über Internet oder Handy mittlerweile nur noch Bruchteile früherer
Kapazitäten benötige . Als Musmann 1972 Direktor am Institut für theoretische
Nachrichtentechnik und Informationsverarbeitung der Uni Hannover wurde , war der
Erfolg von PC und Internet noch in weiter Ferne . " Wir hatten aber die Vision ,
dass alle Nachrichtensignale digitalisiert und in einem Nachrichtenkanal
übertragen werden könnten " , sagt der 65 Jahre alte Wissenschaftler . Wegen der
ungeheuren Datenmengen der Videosignale war deren digitale Übertragung jedoch
zunächst zu teuer . Also arbeitete Musmann mit seinem Team von rund 20
Wissenschaftlern erst einmal an der Übertragung statischer Bilder . Das habe
1975 noch pro Bild fast eine Viertelstunde gedauert , schon drei Jahre später
nur noch drei Minuten . " Nachdem das gelaufen war , haben wir uns auf bewegte
Bilder konzentriert . " 1979 luden die Hannoveraner dann zur Premiere : Über
eine Telefonleitung übertrugen sie Videobilder der technischen Assistentin in
halber Postkartengröße . " Wenn sie sich schnell bewegte , wurde das Bild
unscharf " , erzählt Musmann lächelnd . " Aber wir hatten gezeigt , dass es
grundsätzlich gehen würde . " Der große Durchbruch aber sei erst mit so
genannten vorausschauenden Verfahren gekommen . Dabei berechnet der Computer auf
der Basis übertragener Bilder im Vorhinein bereits die nächste Bildfolge - und
das unter Berücksichtigung etwa von Bewegungseffekten , die die Codierung der
Bildsignale stören oder ineffektiv machen , oder durch Voraussage der
Kamera-Bewegung . Letztlich soll nur noch die ( möglichst geringe ) Differenz
zwischen Vorhersage und tatsächlichem Bild übertragen werden . Zudem war sein
Institut an der Entwicklung internationaler Digitalstandards wie dem Musikformat
MP3 und an der Forschung zur weiteren Verbesserung der Audio-Kompression
beteiligt . Die Entwicklung in der Nachrichtentechnik schreite immer rasanter
voran , sagt Musmann . Neben dem digitalen Fernsehen biete die immer schnellere
Datenübertragung noch viele Möglichkeiten . " Fernsehen und Internet wachsen
mittels Datenkompression zusammen " , ist er überzeugt . " Und ein Gedanke , der
gedacht worden ist , ist nicht mehr aufzuhalten . " AOLs Surf-Terminal für
Couch-Potatoes und Küchenchefs Eigentlich sollte es erst während der am Montag
beginnenden Comdex enthüllt werden - aber möglicherweise befürchteten AOL und
Gateway , ihr gemeinsam entwickeltes Surf-Terminal würde in Las Vegas nicht die
Beachtung finden , die es nach Ansicht der beiden Partner verdient hat . So
zogen sie die Vorstellung des Touch Pad genannten Geräts vor und präsentierten
es bereits Ende dieser Woche der Öffentlichkeit . Es soll als Surf-Terminal mit
Zugang zum Internet über den Online-Dienst von AOL dienen . Vor allem aber ist
es als Zweitgerät gedacht : Untersuchungen haben nach Angaben von AOLs Chef für
Interactive Services , Barry Schuler , ergeben , dass von den AOL-Abonnenten ,
die in Haushalten leben , in denen zwei oder mehr Personen den Online-Dienst
nutzen , nur 25 Prozent auch einen Zweit-PC besitzen . Die seien reif für ein
Zweitgerät , das sich nicht nur am Schreibtisch , sondern überall im Haus , etwa
in Küche oder Wohn- und Schlafzimmer einsetzen lasse , meinte Schuler . Er
verglich das Touch Pad dann auch gleich mit dem Zweitfernseher für das
Schlafzimmer . Für diese Einsatzgebiete bekommen die angepeilten Zielgruppen
dann ein 10-Zoll-LC-Display mit Funk-Tastatur und Internet-Zugang , der über
eine spezielle Version von AOL 6.0 und Netscapes Gecko-Engine realisiert wird .
Das Touch Pad lässt sich nicht nur über die Tastatur bedienen , sondern auch
über den berührungssensitiven Bildschirm . Die Verbindung zum Internet erfolgt
über HomePNA 2.0 , eine US-Technik zur Vernetzung von Geräten über installierte
In-House-Telefonleitungen . Die Chipsätze dafür kommen von Broadcom . Eine
spätere Version des Geräts soll auch über eine Funkschnittstelle verfügen .
Kostenpunkt für das komplette Surf-Terminal in den USA : 599 US-Dollar . Ab
Mitte November sollen sich Interessierte das Gerät in den US-Shops von Gateway
anschauen können , ausliefern will der Computer-Hersteller das Touch Pad ab dem
15. Dezember , gerade rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft . Die Software des
Touch Pad läuft unter dem Namen Instant AOL : Die normale AOL-Anwendung wurde
unter anderem dahingehend modifiziert , dass die Verbindung ins Internet sofort
automatisch und ohne Benutzereingriff hergestellt wird , sobald man das Gerät
einschaltet - mit dem Ausschalten des Touch Pad wird die Verbindung dann wieder
beendet . Außerdem sollen besonders große Symbole die Bedienung über den
LC-Bildschirm vereinfachen ; speziell gestaltete Inhaltsangebote machten den
Einsatz des Geräts besonders in der Küche und im Wohnzimmer attraktiv , meint
Schuler . " Bei Instant AOL geht es um nichts anderes als das Internet noch
bequemer zu machen als jemals zuvor " , kommentierte er . Smudo gegen kostenlose
Musik aus dem Internet Der deutsche Hip-Hopper Smudo von der Stuttgarter Band
Die Fantastischen Vier hat sich erneut gegen das kostenlose Kopieren von Musik
im Internet ausgesprochen . Außerdem glaube er nicht , dass alle Musiker ihre
Songs künftig selbst im World Wide Web vermarkten werden . " Viele Künstler
leben in dem Glauben , dank Internet brauchen wir die Plattenindustrie nicht
mehr , aber das ist Unsinn " , sagte Smudo in einem Gespräch mit dem
Nachrichtenmagazin Focus . Auszüge aus dem aktuellen Live-Album der
Fantastischen Vier waren schon vor der Veröffentlichung bei der
Musik-Tauschbörse Napster im Internet erhältlich . Comdex : Vom Spielzeug zum
umkämpften Massenmarkt Die Herbst-Comdex öffnet am Montag offiziell ihre Tore .
Die Trends , derer sich die Comdex erst erwehren wollte und dann doch öffnete ,
scheinen sich auch dieses Jahr deutlich bemerkbar zu machen . Welche
Computermesse kommt schon noch am Internet und an Linux vorbei ? So findet auch
dieses Jahr parallel wieder die Linux Business Expo statt ; und im Angesicht des
Internet steht die diesjährige Veranstaltung unter dem Slogan Community ,
Content , Commerce . Gesellschaftlichen Veränderungen will sich die Messe auch
stellen : So findet unter dem Label Comdex/Girlgeeks etwas statt , was die
Veranstalter mit " Die Comdex feiert Frauen in der Technologie " beschreiben .
Rund 2.300 Aussteller wollen ihre Produkte zeigen , rund 100.000 Besucher
erwarten die Veranstalter . Warum angesichts dieser Zahlen immer noch zumindest
von der wichtigsten Computer-Messe der Welt die Rede ist , mag manchen wundern -
selbst die Systems kann bessere Zahlen vorweisen , ganz zu schweigen von der
CeBIT . Allerdings war die Herbst-Comdex lange Zeit die Veranstaltung , auf der
weit mehr als zu anderen Gelegenheiten neue Produkte vorgestellt wurden und neue
Trends ablesbar waren . Ob dies in diesem und den folgenden Jahren noch der Fall
sein wird , wird sich zeigen müssen . Eines jedenfalls scheint im Vorfeld klar :
So will Bill Gates während seiner Keynote zur Eröffnung der Messe wieder einmal
seinen Tablet PC vorführen - das Gerät , eine Art Kombination aus E-Book und
Surf-Terminal , hat Gates zwar schon auf Microsofts Forum 2000 Ende Juni
demonstriert , trotzdem wird es in US-Medien als die erste Sensation der Comdex
bezeichnet . Ob es die wirklich wird , bleibt abzuwarten - gerüchteweise hieß es
, Microsoft habe sich Transmeta ins Boot geholt , um den Tablet PC mit
Crusoe-Prozessoren auszustatten . Der Konzern erwartet aber nach eigenen
Aussagen nicht , den Tablet PC vor dem Jahr 2003 marktreif zu haben . Die beiden
konkurrierenden Produktlinien stellen die populärsten Beispiele für den Trend
dar , der nach Ansicht von Beobachtern die Comdex beherrschen wird : Mobiles
Internet , beziehungsweise Mobile Computing . Nicht zu vergessen die Prozessoren
: Und was bleibt außer portablen Geräten und mobilem Internet für die Comdex an
Themen übrig ? Nicht viel , möglicherweise . Sicher , Intel wird wohl den
Pentium 4 zeigen , einige große PC-Hersteller wie IBM oder Compaq sind nach
einer Zeit der Abwesenheit wieder vertreten : Aber auch diese Großkopferten der
Branche werden sich auf das zentrale Thema " Mobilität " konzentrieren - selbst
die im eigentlichen Sinn tragbaren Computer ( wearable computer ) , also die
Rechner als Teil der Kleidung , haben wieder einen großen Auftritt auf der Messe
und dürften etwa bei IBM prominent vertreten sein . Microsoft wird sich nicht
allein auf Gates' Keynote verlassen , sondern auf dem eigenen Stand die
.NET-Strategie in den Vordergrund stellen . CORBA kostenlos Das MICO-Projekt ist
seit neuestem auch im Web vertreten . Unter http://www.mico.org findet man eine
Web-Seite , die den kompletten Source-Code dieser unter der GNU Public Licence
vertrieben CORBA-Implementation anbietet . MICO steht für " Mico Is COrba " -
fühlt sich da jemand an GNU ( GNU is Not Unix ) erinnert ? Die aktuelle Version
2.2.3 entspricht CORBA 2.2 und ist im Source-Code für die C++-Compiler egcs und
g++ verfügbar . Die unterstützten Plattformen sind unter anderem Solaris , AIX ,
Linux , Digital Unix , HP-UX , Irix und Windows95/NT . Defekter TCP-Stack im
NT-Service-Pack 6 c't-Autor Volker Weber hat die Ursache eines Problems mit dem
Service Pack 6 für NT gefunden , das seit einigen Tagen in Newsgroups heftig
diskutiert wird : Anwender , die Lotus Notes benutzen , konnten nach seiner
Installation keine Daten mehr mit dem Domino-Server austauschen . " Server does
not respond " war die lapidare Fehlermeldung , die sie zu sehen bekamen . Mit
einem Protokoll-Analyzer ließ sich jedoch feststellen , dass der Server sehr
wohl Pakete erhält und auch beantwortet . Diese kommen jedoch über den von Notes
genutzten Port 1352 nicht auf dem Client an . Schnell ergab sich auch , dass
dies kein Problem des Kalibers " It ain't done until Lotus won't run " ist :
Andere Software-Pakete , etwa der ICA-Client für Citrix Metaframe , sind
ebenfalls betroffen . Der Domino Server dagegen hat keine Probleme , wenn er als
Systemdienst ( NT-Service ) läuft . Es stellte sich außerdem heraus , dass die
Kommunikationsprobleme abhängig von den Privilegien des Benutzers auf dem Client
sind . Bei Microsoft gibt es aktuell noch keine Informationen zu diesem Problem
. Lotus bestätigte aber gegenüber c't , dass Microsoft den Fehler kenne und
bereits an einer Lösung arbeite . Ein Workaround besteht darin , AFD.SYS (
Ancillary Function Driver for Winsock , Hilfsfunktionen für Sockets ) aus
Service Pack 5 weiterzuverwenden , bis Microsoft eine fehlerbereinigte Version
veröffentlicht . Solange Microsoft den Fehler nicht behoben hat , ist allerdings
dringend vom Service Pack 6 abzuraten . Frischzellenkur für
Videoschnitt-Software Adobe hat seinem professionellen Videoschnittprogramm
Premiere eine Frischzellenkur verpasst . Die jetzt angekündigte Version 6.0 soll
eine umfassende Unterstützung von digitalem Video , erweiterte
Export-Möglichkeiten für Web-Unterstützung und zahlreiche Verbessungen im
Arbeitsablauf bieten . Außerdem wurde die Benutzeroberfläche an zahlreichen
Stellen überarbeitet . Nach Angaben von Adobe wird das Programm voraussichtlich
Anfang nächsten Jahres in Deutschland erhältlich sein . Ein genauer Preis steht
noch nicht fest , die gegenwärtige Programmversion kostet etwa 1.600 Mark .
Premiere unterstützt in der neuen Version das Erfassen und Bearbeiten von
Videoaufnahmen digitaler Camcorder mittels OHCI-kompatibler DV-Karten - ein
Feature , auf das viele Anwender schon ungeduldig warteten und das bei
Konkurrenzprogrammen wie MediaStudio Pro , MoviePack , Vegas Video und MainActor
längst selbstverständlich ist . Getreu dem Trend zur Verbreitung von Video über
das Internet beherrscht die neue Adobe-Software alle gängigen Streamingformate
wie Quicktime , Windows Media und RealG2 . Darüberhinaus lassen sich in Premiere
Video und Internet miteinander verknüpfen : Ein Klick auf das laufende Video
ruft dann beispielsweise eine Webseite mit Hintergrundinformationen auf . Völlig
neu ist die Storyboard-Ansicht des Programms , die eine schnelle visuelle
Zusammenstellung und Anordnung von Videoclips per Drag-and-Drop ermöglichen soll
. Bild- und Ton eines Videoclips lassen sich nun einfacher entkoppeln , um
dynamische Übergangseffekte zu erzielen . Der neue Audiomixer bietet mehr
Einstellungsmöglichkeiten wie beispielsweise den Tonschwenk , der auch bei
Monoaufnahmen für Stereo-Sound sorgen soll . Aber nicht nur unter der Haube hat
sich etwas getan , auch an der Oberfläche bietet Premiere einige Neuerungen . So
kann man Fenster und Paletten entsprechend der jeweiligen Aufgabenstellung
anordnen , als Arbeitsbereich abspeichern und später wieder verwenden .
Hinzugekommen sind Paletten für Audio- und Videofilter , Effekteinstellungen und
eine Protokollpalette , die ein Widerrufen der letzten 99 Arbeitsschritte
ermöglicht . Überarbeitet wurde das Projektfenster , das jetzt mehr
Informationen sowie eine Vorschau der Clips anzeigt . Und mit der neuen
Keyframe-Spur ist die Steuerung von Effekte direkt auf der Timeline möglich .
Die Systemanforderungen der Software wirken auf den ersten Blick bescheiden ;
doch die von Adobe angegebenen 32 MByte Arbeitsspeicher dürften für ein
vernünftiges Arbeiten kaum ausreichend sein . Ein 300-MHz-Pentium- oder
PowerPC-Prozessor ist zudem wohl als unterste (Schmerz-)Grenze zu betrachten .
Als Betriebssystem setzt Premiere MacOS ab Version 9.0.4 beziehungsweise Windows
98 , 2000 , ME oder NT4 mit Service Pack 6 voraus . AOL für Playstation und
Autos Die beiden japanischen Konzerne Sony und Toyota verhandeln nach
Zeitungsberichten mit dem US-amerikanischen Online-Dienst America Online über
Kooperationen beim Zugang zum Internet . Das berichtete das Asian Wall Street
Journal am Dienstag . Sony und Toyota lehnten laut dpa bislang eine offizielle
Stellungnahme ab . Bei der neuen Spielkonsole Playstation 2 des
Elektronikkonzerns Sony soll AOL für den Anschluss ans weltweite Netz sorgen ,
schreibt die Zeitung . AOL bekäme durch die Verbindung mit Sony Zugang zum Markt
für Videospiele . Beim führenden japanischen Autokonzern Toyota soll AOL mit der
Handelsplattform des Autobauers im Internet , Gazoo.com , verbunden werden .
Nach Angaben des Wall Street Journals laufen derzeit Vorgespräche über eine
Kooperation . Unter symlink.ch startet nach einer längeren Testphase heute
offiziell ein Neuigkeiten-Forum für Computernutzer , an dem sich die Surfer
selbst als Autoren beteiligen können . " Die Schwerpunkte der Beiträge liegen
auf Computerthemen aus dem deutschsprachigen Raum , dem Einfluss der Politik auf
die IT , der Geek-Kultur , und allem Erwähnenswertem rund um das Thema freie
Software " , erklären die Gründer des Dienstes . Die Idee sei in der Linux User
Group Switzerland entstanden , da es im deutschsprachigen und besonders im
Schweizer Raum keine Site speziell für Nachrichten über Open Source und "
Nerd-relevante " Neuigkeiten gegeben habe . Großes Vorbild von Symlink :
Slashdot . Das Erscheinungsbild von Symlink ähnelt Slashdot , die Software ist
eine angepasste Version der englischsprachigen Site . Die einzelnen Artikel
werden von den Usern eingereicht und durch einen festen Stamm an Autoren
veröffentlicht : Gericht : " FTP-Explorer " verletzt Markenrechte nicht Die
Firma Symicron hat erneut einen Prozess um die Benutzung des Namens " Explorer "
verloren . Symicron hatte den Berliner Provider Speedlink abgemahnt , weil
dieser auf seinen Webseiten einen Link zu dem Programm " FTP-Explorer " anbot .
Das Landgericht Berlin sah darin keine Verletzung der "Explorer"-Wortmarke von
Symicron . Das Gericht verkündete heute Nachmittag in mündlicher Verhandlung den
Tenor seiner Entscheidung über die negative Feststellungsklage von Speedlink .
Der Vorsitzende Richter Dr. Scholz erklärte , " Explorer " sei eine nur sehr
schwach kennzeichnungskräftige Marke ; daher genüge der Zusatz " FTP " , um eine
Verwechslungsgefahr auszuschließen . Die schwache Kennzeichnungskraft der Marke
" Explorer " habe sich auch nicht durch die Benutzung durch Microsoft erhöht ,
da der Software-Konzern die Marke " nicht mit Fremdbenutzungswillen " verwende .
Die schriftliche Urteilsbegründung soll nächste Woche folgen . Dem Antrag des
Speedlink-Anwalts Martin Jaschinski , das Gericht möge auch grundsätzlich
hinsichtlich der Rechtmäßigkeit eines solchen Links im Internet entscheiden ,
wollte das Gericht allerdings nicht folgen . Dies wäre ein Fall für den
Bundesgerichtshof , sagte der Vorsitzenden Richter . Im vorliegenden Verfahren
gehe es nur darum , einen einzelnen konkreten Fall zu entscheiden . Er sagte
lediglich , es handele sich offensichtlich um eine ähnliche Entscheidung wie die
des Landgerichts Düsseldorf , das aufgrund einer negativen Feststellungsklage
des SELFHTML-Autors Stefan Münz geurteilt hatte , der Link auf das Programm "
FTP-Explorer " verletze die Markenrechte von Symicron nicht . In diesem Fall
hatte Gravenreuth Berufung angekündigt . Speedlink habe aber die abgegebene
Unterlassungserklärung nicht widerrufen , betonte Gravenreuth . Falls der
Provider einen Hyperlink auf " FTP-Explorer " setze , werde er daher unabhängig
von dem Berliner Urteil schadensersatzpflichtig . Er wies darauf hin , dass auch
noch ein von Speedlink angestrengtes Strafverfahren gegen ihn in München
anhängig sei . Außerdem habe er bei der Berechnung der Rechtsanwaltsgebühren
einen überhöhten Streitwert zugrunde gelegt . " Weil Serienabmahnungen immer
mehr Internetnutzern Angst einjagen , würden viele keine Websites und Homepages
mehr aufbauen , wenn sie sich bei jedem verwandten Wort oder Link von
Abmahnungen sowie Anwaltsgebühren in dreistelliger Höhe bedroht fühlen müssten .
" Gestern erst hatte sich die Firma AIST Medialiab aufgrund einer einstweiligen
Verfügung des Landgerichts Köln gezwungen gesehen , ihre Software "
MovieExplorer " vorläufig umzubenennen . Kritiker der Abmahnpraxis bezweifeln
jedoch , dass Symicron den Namen " Explorer " jemals selbst benutzt hat . Sie
haben unterdessen für den Nachweis , dass jemand ein solches Produkt von
Symicron erworben hat , eine namhafte Belohnung ausgesetzt . AOL will Flatrate
für 50 Mark durchsetzen Nach und nach kommt wieder Bewegung in die
Auseinandersetzung um die Pauschaltarife für den Internet-Zugang : AOL geht mit
der Forderung nach einer günstigen Flatrate für die Endkunden in die Offensive .
Der Online-Dienst , einer der Hauptkonkurrenten von T-Online , trat zudem mit
dem Vorschlag auf die Bühne , gemeinsam mit T-Online für alle Wettbewerber
günstige Großhandelstarife für den Internet-Zugang durchzusetzen . Der AOL-Chef
Uwe Heddendorp forderte nach einem Bericht von Capital in einem Brief an den
künftigen T-Online-Chef Thomas Holtrop einen monatlichen Pauschaltarif für
Endkunden in Höhe von 50 Mark . Die Existenz des Schreibens wurde inzwischen
gegenüber dpa von AOL bestätigt . Holtrop solle sich bei Ron Sommer für
entsprechend niedrige Pauschal-Preise einsetzen . Bei einem Endkundenpreis von
50 Mark müsste die Telekom für den Internetzugang ihren Wettbewerbern eine
Pauschale von rund 20 Mark pro Monat gewähren , heißt es laut Capital in dem
AOL-Schreiben . Telekom-Chef Ron Sommer hatte zwar nach der
Flatrate-Entscheidung der Regulierungsbehörde zuerst mit einer Einstellung des
ISDN-Pauschaltarifs von T-Online gedroht , inzwischen aber prüft der Konzern
intern die verschiedenen Möglichkeiten für eine Großhandels-Flatrate . Sommer
deutete unlängst an , dass das Unternehmen mit Internetpauschaltarifen
beispielsweise nach dem britischen FRIACO-Modell ( Flatrate Internet Access Call
Origination ) leben könne . Es sieht Pauschaltarife beim Internetzugang auf der
Basis von angemieteten Kapazitäten vor . Auch AOL hatte schon vor der
Entscheidung der Regulierungsbehörde erklärt , das britische Modell könne eine
Überlastung des Telefonnetzes an den Ortsvermittlungsstellen ausschließen , da
Daten- und Sprachverkehr voneinander getrennt würden . Die britischen
Erfahrungen hätten gezeigt , wie eine solche Flatrate funktionieren kann .
Überrascht zeigte sich die Telekom jedoch von dem jetzigen AOL-Vorstoß : " Wir
haben überhaupt keine gemeinsamen Ziele mit AOL " , sagte Telekom-Sprecher
Ulrich Lissek gegenüber dpa . Auch sei bei Holtrop bislang kein Brief von
Heddendorp eingegangen . Der AOL-Chef habe offenbar den Sinn für die Realitäten
verloren . PalmSource : Die Palm-Gemeinde trifft sich Veranstalter Palm rechnet
sogar insgesamt mit rund 6.000 Entwicklern , die sich aus erster Hand über die
neuesten Betriebssystemversionen und die kommende Hardware-Generation
informieren wollen . Palm selbst hielt sich bisher bedeckt - kurz vor der
Eröffnungsrede steigt deshalb die Spannung , ob neue Geräte , bei denen es sich
um ein Smartphone und ein Palm mit Erweiterungsslot für eine Secure-Digital-Card
( SD-Card ) handeln könnte , nur hinter geschlossenen Vorhängen zu sehen sind .
Im Vorfeld schlugen die Wellen hoch , nachdem bekannt wurde , dass Microsoft als
Zaungast auftritt , um der Creme de la Creme der Palm-OS-Entwickler die
Pocket-PC-Plattform schmackhaft zu machen . Zu diesem Zweck soll in einem dem
Konferenz-Center benachbarten Hotel für geladene Gäste ein fürstliches Dinner
stattfinden . Da wäre Palm wohl auch gerne dabei . Der erfolgreiche
PDA-Produzent sieht die Sache aber eher gelassen , was bei einer Zahl von über
100.000 Entwicklern , die für Palm OS programmieren , kein Wunder ist . Unter
den Entwicklern brodelt es jedoch , denn die Identifizierung mit Palm und Palm
OS hat zu starken Bindungen geführt ; Microsofts Abwerbeversuche werden deshalb
überwiegend in Bausch und Bogen verdammt . Nicht nur Palm-PDAs von Palm selbst ,
sondern auch von Handspring , Sony und anderen Firmen , die Palm OS unterstützen
, sollen die Entwickler bei Laune halten . Und auch fürs Auge wird was geboten :
Palm setzt die vor einigen Monaten begonnene Werbekampagne mit Claudia Schiffer
fort und fliegt das Supermodel gleich für zwei Tage zur PalmSource ein - auf der
sich wohl nach den Erwartungen von Palm vor allem männliche Besucher tummeln .
Anti-Viren-Software : Sicherheit ist oft trügerisch Spätestens seit dem
ILOVEYOU-Wurm ist Anti-Viren-Software in aller Munde . Hundertprozentige
Sicherheit kann sie jedoch auch nicht bieten . Denn die Virenscanner erkennen
nur ihnen bekannte Schädlinge zuverlässig , sodass sie auf aktuelle
Viren-Signaturen angewiesen sind . Bei geringfügig modifizierten Viren müssen
die meisten Programme daher schon passen . Noch mehr Probleme bereitet ihnen das
Aufspüren völlig neuer Viren und die Reinigung infizierter Dateien . Bei der
Beseitigung von Viren erhielt das Anti-Viren-Programm Kaspersky Anti-Virus
Bestnoten . Alle Programme zeigten jedoch Probleme , wenn es darum ging , ein
System mit aktiven Viren zu reinigen . Verlässt man sich in so einer Situation
einzig und allein auf die Software , riskiert man , dass der Rechner
anschließend nicht mehr benutzbar ist . " Grundsätzlich sind
Anti-Viren-Programme als Hilfsmittel durchaus nützlich , ersetzen aber
keinesfalls Vorsicht und gesundes Misstrauen " , heißt es im Fazit des c't-Tests
. E-Mail-Attachments von unbekannten Absendern sollten ebenso ungelesen in den
Papierkorb wandern wie unaufgeforderte Virenwarnungen . Bei diesen angeblichen
Warnungen , im Fachjargon auch " Hoaxes " oder zu Deutsch " schlechter Scherz "
genannt , handelt es sich fast immer um Falschmeldungen , die die Anwender
verunsichern sollen . Hinweise zu aktuellen Viren , Tipps zum Umgang mit
Anti-Viren-Software und zur Vermeidung eines Virenbefalls bietet die
Anti-Viren-Webseite von c't . Auf der Anti-Viren-Seite von c't finden sich auch
Links zu Download-Möglichkeiten von kostenloser Anti-Viren-Software sowie
Testversionen kommerzieller Programme . Lernout & Hauspie : Die BND-Connection
Sammeln , verarbeiten , analysieren und verbreiten - das ist der Wissenszyklus
der Nachrichtendienste . Er unterscheidet sich nur unwesentlich von dem der
Wissensmanagementfirmen : Einfangen , umwandeln , kommunizieren , nutzen . In
den USA setzen die Nachrichtendienste seit Mitte der 90erJahre auf die
Entwicklung neuer Werkzeuge für das Wissensmanagement . Nicht zuletzt aus
Kostengründen griffen die Dienste zu Produkten aus dem Ladenregal ... und
schnitten sie auf ihre Bedürfnisse zu : Zum einen passten Systemintegratoren
verschiedene Werkzeuge genau auf die Anforderungen an , zum anderen förderten
die Dienste die technische Entwicklung in den Firmen und Universitäten . Genau
nach diesem Prinzip arbeitete auch der deutsche Bundesnachrichtendienst ( BND )
- allerdings mit fragwürdigen Methoden . Bereits Anfang Januar wurde die
Verwicklung des BND in den Skandal rund um Lernout & Hauspie bekannt .
Inzwischen lassen sich die Details nachvollziehen : Der BND gründete über
Tarnfirmen und dubiose Investoren Startups rund um den in finanzielle
Turbulenzen geratenen belgischen Sprachtechnologiekonzern Lernout & Hauspie ,
die Übersetzungskomponenten für Sprachen wie Farsi ( Persisch ) , Bahassa und
Slawisch entwickelten . Der BND trieb zudem die Entwicklung von
Wissensmanagementsystemen in EU-Projekten voran und bootete im EU-Projekt SENSUS
eine Anbieterfirma aus . Projektkoordinator für SENSUS war Stephan Bodenkamp vom
" Amt für Auslandsfragen " , einer Tarnbehörde des BND im Süden Münchens . Dort
war er Direktor für " maschinelle Übersetzung und künstliche Intelligenz " . Die
Zugehörigkeit des Amts für Auslandsfragen ( AfA ) zum BND sei der Europäischen
Kommission von Anfang an bekannt gewesen , teilte der ehemalige Projekt-Manager
der EU-Kommission , Norbert Brinkhoff-Button , gegenüber c't mit . Die
Tarnbehörde sei von sich aus wegen der Finanzierung an die Kommission
herangetreten . Als das SENSUS-Projekt Ende 1998 in die technische
Implementierungsphase ging , war der Sprachtechnologieexperte des BND , Stephan
Bodenkamp , an der Gründung von mindestens drei belgischen Startups beteiligt ,
der Farsi Development Company , der Bahassa Development Company und der Slavic
Development Company . Sie gehören zu den belgischen Startups rund um Lernout &
Hauspie . Auch Frans van Deun , Geschäftsführer der Radial Belgium N.V. , einem
Schwesterunternehmen der Radial Sprachtechnologie GmbH , war Manager und
Anteilseigner bei denselben Startups wie Bodenkamp . Er gilt als dessen
belgischer Verbindungsmann . Radial Belgium war der anfängliche Investor bei
diesen Startups . Van Deun war zudem bei weiteren vier Startups für griechische
, polnische , ungarische und tschechische Sprachentwicklung beteiligt .
Bodenkamp bekam die Entwicklung von Sprachkomponenten , die für den BND von
strategischem Interesse sind . In Wirklichkeit wurde jedoch nur ein Bruchteil
gezahlt . Entlassungen bei Intershop Im Rahmen eines " globalen
Restrukturierungsprogramms " trennt sich Intershop von rund 30 Prozent der
Belegschaft in den USA . Zu den schlechten Quartalszahlen , die der Hintergrund
für die Kündigungen sind , ist außerdem noch eine Patentklage gekommen .
Intershop zieht damit die ersten drastischen Konsequenzen aus den im vierten
Quartal 2000 nicht erreichten Umsatzzahlen und dem dadurch ausgelösten Kurssturz
, der den gesamten Neuen Markt in regelrechte Panik versetzte . Das 1992 in Jena
gegründete E-Business-Unternehmen trennt sich in den USA von etwa 80
Mitarbeitern . Anfang Januar hatte die Firma , deren Hauptsitz in San Francisco
angesiedelt ist , noch gehofft , den Turnaround ohne Stellenstreichungen zu
schaffen . Zu dem " globalen Restrukturierungsprogramm " , dessen Einzelheiten
Intershop Ende Januar zusammen mit der Vorlage der endgültigen Umsatzzahlen für
2000 präsentieren will , gehört auch die Zusammenlegung weltweiter Aktivitäten .
Die Beschäftigungszahl des sich als " globalen Player " sehenden Unternehmens
war auf rund 1.200 geklettert . Zahlreiche unterschriftsreife Verträge seien
dort in letzter Minute geplatzt , hatte Schambach in den vergangenen zwei Wochen
mehrfach erklärt . Dabei hatte das in den USA nach wie vor unter
Bekanntheitsproblemen leidende Unternehmen erst im Sommer eine teure
Werbekampagne jenseits des Atlantiks gefahren . Trotzdem kündigte Schambach an ,
dass der amerikanische Markt " ein integraler Bestandteil unserer globalen
Wachstumsstrategie " bleibe . Die Entwicklungsabteilung Intershops in Jena wird
vorerst nicht vom Stellenabbau betroffen sein . Schambach bekundete in den
vergangenen Tagen mehrfach , dass das Europa-Geschäft der Firma nicht
nachgelassen habe und weiter stark wachse . Im Headquarter nahe der Market
Street in San Francisco dürfte dagegen bald reichlich Platz für die
verbleibenden Angestellten sein : Die 80 gestrichenen Stellen entsprechen
immerhin 30 Prozent der US-Belegschaft . Intershop reiht sich mit der
Entscheidung ein in eine Reihe von Entlassungen bei amerikanischen Firmen in der
Dot.Com- beziehungsweise Computerindustrie . Allein bei Gateway werden 3000
Mitarbeiter arbeitslos , das entspricht allerdings " nur " zehn Prozent des
Personalbestandes des PC-Herstellers in den USA . Weiteres Ungemach droht
Intershop derweil vom Konkurrenten Open Market , der die schlechte Lage der
Konkurrenz aus Deutschland zum Anlass für eine Patentklage nahm . Drei
Softwarepatente aus den Jahren 1994 bis 1997 soll Intershop verletzt haben , bei
denen es vor allem um ein " Netzwerk-basiertes Verkaufssystem " geht .
Theoretisch wäre davon vermutlich jeder Anbieter von E-Commerce-Lösungen
betroffen , doch Intershop scheint Open Market momentan die größte
Angriffsfläche zu bieten . Telekom-Wettbewerber warnen vor neuer
Regulierungspolitik Kurz vor der offiziellen Benennung des designierten
Präsidenten der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post , Matthias
Kurth ( SPD ) , verschärft sich der Streit um den künftigen Kurs des Amtes . In
einem Memorandum an Bundeswirtschaftsminister Werner Müller ( parteilos ) warnen
die im Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten ( VATM
) zusammengeschlossenen Telekom-Wettbewerber nach Informationen der Berliner
Zeitung vor einem Aufweichen der Regulierungspolitik . In dem Papier , das in
ähnlicher Form auch dem Mitglied der Arbeitsgruppe Telekommunikation und Post
der SPD-Bundestagsfraktion , Klaus Barthel , zugehen soll , werden mehrere
SPD-Parlamentarier unter Führung Barthels angegriffen , die sich für eine
teilweise Aufhebung der Regulierung zu Gunsten der Telekom ausgesprochen hatten
. Damit würden hunderttausende Arbeitsplätze in der Telekommunikations- ,
Computer- und Zulieferer-Industrie auf dem Spiel stehen , sagte
VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner der Zeitung . So hätte die Telekom dann in
Ballungsgebieten die Möglichkeit , " Billigtarife " in den Städten durch ihre
vielen Kunden in ländlichen Regionen zu subventionieren . Zudem würde ein
solcher Schritt die Abhängigkeit der Wettbewerber von der Telekom nicht
berücksichtigen . So würde sich die Telekom durch ihr faktisches Ortsnetzmonopol
bereits Wettbewerbsvorteile bei Zukunftstechnologien wie DSL sichern .
Vereinigung europäische Registrare will .eu-Registry CO-EURs Ziel ist es , eine
starke Vertretung der europäischen Registrierunternehmen zu schaffen und sich
bei der Kommission um den Betrieb der geplanten Top Level Domain .eu zu bewerben
. Ob CO-EUR sich selbst um den technischen Betrieb der Registry kümmern wird
oder diesen weitervergibt , dazu wollte der erste CO-EUR-Präsident Francois
Collignon sich vorerst noch nicht äußern . " Das ist ein heißes Eisen " , sagte
der Direktor Registrierung des Registrierunternehmens 7Ways/TLDNames nach der
Sitzung . Die Europäische Kommission hat im Dezember dem Rat und dem
Europäischen Parlament einen Vorschlag eingereicht , die Aufsicht über die
geplanten Europa-Domain per Verordnung zu regeln . Die Verordnung würde die
Auswahl des Registry-Betreibers und wesentliche Entscheidungen über die
Registrierbedingungen in die Hände der Kommission legen . Noch im Januar wird
der Rat den Verordnungsentwurf diskutieren ; auf eine Entscheidung von Rat und
Parlament hofft Kommissionsvertreter Christopher Wilkinson noch während der
schwedischen EU-Präsidentschaft . Man müsse abwarten , ob die Vertreter der
Mitgliedsländer die Gewichte noch einmal stärker zu Gunsten der Mitgliedsländer
verschieben , sagte Wilkinson gegenüber heise online . " Die Übertragung des
Managements einer öffentlichen Ressource an eine private Institution durch die
EU hat es in dieser Form noch nicht gegeben " , meinte Wilkinson . Alle Rechte
an der entstehenden Datenbank behält sich die Kommission vor , um gegebenenfalls
auch einen neuen Betreiber einsetzen zu können . Auf die Vergabe der Registry
will CO-EUR auf jeden Fall vorbereitet sein , daher hatten Collignon , Horst
Oskar Siffrin vom Saarbrücker Domainprovider Keysystems und Robert Fox von BB
Online UK/Nominet im November in Berlin den Verein gegründet . Mitglieder des so
genannten Interim Steering Committee , das der Kommission im vergangenen Herbst
einen Vorschlag für die Organisation der Registry vorgelegt hatte , kritisierten
daher die Vereinsgründung . Beim Treffen in Brüssel gab es Auseinandersetzungen
zu der Frage , ob eine Registry-Organisation nicht auf eine breitere Basis
gestellt werden müsse . " Die Registrare sind ja nicht alles " , sagte
beispielsweise ICANN-Registrar Siegfried Langenbach nach dem Treffen . " Es geht
um die Gesamt-Registry-Organisation und darin müssen möglichst auch andere
Interessensgruppen wie Nutzer , Länderregistrare oder Markenschützer vertreten
sein . " Langenbach , wie Colliginon aktiv im Interim Steering Committee , setzt
darauf , dass die Kommission die Organisation der Registry am ehesten einer
solchen Organisation überträgt . Eine Vertretung der Registrare sei dabei
durchaus sinnvoll , CO-EURs Satzung aber durchaus noch veränderungswürdig ,
kommentierte Langenbach . " Es war uns einfach wichtig , den Prozess in Gang zu
bringen " , sagte Collignon . Ohne die CO-EUR-Initiative würden die Registrare
die Option auf den Betrieb von .eu verspielen , " möglicherweise vergibt die
Kommission das dann an Siemens oder die Telekom " , sagte Siffrin . " Immerhin
geht es nur um eine Länderregistry " , meinte Siffrin . Dennoch einigte man sich
in Brüssel darauf , CO-EUR in mehrfacher Hinsicht zu öffnen . Auch bei den
verschiedenen Länderregistries akkreditierte Registrare werden zugelassen .
Berücksichtigung sollen dabei im übrigen nicht nur Registrare der
EU-Mitgliedsstaaten finden , sondern grundsätzlich alle europäischen Registrare
. Die Kommission hatte sich ihrerseits bislang so geäußert , dass zunächst nur
Unternehmen und Bürger aus der Union Adressen erhalten können . Ab kommender
Woche sollen in fünf offenen Arbeitsgruppen zu den Bereichen Technik ,
Finanzen/Geschäftsmodell , Kommunikation , Recht/Registrierungsrichtlinien und
Mehrwert konkrete Positionen für .eu erarbeitet werden . Vereinspräsident
Collignon betont , dass er auf breite Beteiligung hoffe : " Ich will die Arbeit
ja nicht alleine machen . " Allerdings sehe die Satzung schon jetzt die
Möglichkeit vor , dass Personen , die einen wesentlichen Beitrag zum
Vereinszweck leisten können , einen Antrag auf Mitgliedschaft stellen können .
Zahlreiche Registrare hätten inzwischen bereits ihr Interesse an der
Mitgliedschaft erklärt , sagte Collignon . Bei Online-Shops liegt einiges im
Argen Die überwiegende Mehrheit der Händler im Internet verstößt nach einem
Bericht des Hamburger Abendblatts gegen grundlegende Sicherheitsbestimmungen und
kümmert sich kaum um den Verbraucherschutz . Die Zeitung beruft sich auf eine
Untersuchung , in deren Rahmen die TÜV Nord Security GmbH mehr als 100
Online-Shops getestet hat . Bei 63 Prozent der Anbieter wurden nach Angaben der
Zeitung teilweise eklatante Sicherheitsmängel festgestellt . Nichts zu
beanstanden hatten die Prüfer dagegen bei lediglich fünf Prozent . Selbst
allgemein bekannte Sicherheitsschwachstellen würden von mehr als der Hälfte ( 57
Prozent ) der Unternehmen schlicht ignoriert , hieß es . Auch mit dem
Datenschutz nähmen es die Online-Händler nicht so genau : 86 Prozent holten
nicht das Einverständnis der Käufer ein , deren persönliche Daten an Dritte
weiterzugeben . Außerdem müssten Käufer geltendem Recht zufolge den Allgemeinen
Geschäftsbedingungen ( AGB ) explizit zustimmen , damit diese überhaupt wirksam
werden . Bei 82 Prozent der Unternehmen haben Kunden jedoch keine Möglichkeit ,
die AGB anzunehmen oder abzulehnen , berichtet die Zeitung unter Berufung auf
den TÜV Nord . " Die Leichtigkeit des Onlineeinkaufs , die dem Kunden überall
suggeriert wird , wird von einigen Unternehmen schamlos ausgenutzt " , stellte
Wolfgang Brockhaus vom TÜV Nord gegenüber der Zeitung fest . Edda Castello von
der Hamburger Verbraucher-Zentrale meinte zum Hamburger Abendblatt , der Verband
könne gegen solche Verstöße klagen . Etwa zwei Dutzend Mal sei man bereits
erfolgreich gegen Missachtungen des Fernabsatzgesetzes vorgegangen . Doch nicht
alle Onlinehändler zeigen sich einsichtig . " Es gibt auch Unternehmen , die
argumentieren , dass die gesetzlichen Vorgaben für sie keine Gültigkeit haben "
, sagte Castello dem Blatt . Was war . Was wird . Immer wieder gibt es
Informationsbröckchen , die es nicht zur richtigen Nachricht schaffen . Sie
mögen nicht in das Bild passen , das eine Firma von sich präsentieren will .
Manches bleibt auch unterhalb der Aufmerksamkeitsschwelle : Menschen , Computer
, Sensationen verdecken den Blick auf Hintergründiges und Zusammenhängendes .
Die Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Was war Was im E-Business
Rang und Namen hat , was an der Börse Kurse in luftigen Höhen verzeichnet ,
wurde mit Stacheldraht umwickelt und gepiesackt . Noch liegen längst nicht alle
Ergebnisse auf dem Tisch , sodass Spekulationen müssig erscheinen . Stutzig kann
allenfalls der Bericht des Nachrichtensenders CNN machen . Nach ihm wurden
Web-Sites wie ZDnet vom FBI kontaktiert , ehe dort die Webmaster überhaupt die
Attacke registrieren konnten . Wo sind die Verschwörungstheoretiker , wenn man
sie braucht ? Stichhaltige Beweise gibt es dafür nicht , sieht man von der
Mailsoftware ab , die durch mangelnde Flexibilität bei den Real-Namen
altgediente Usenetler in den Wahnsinn treibt . So bleiben eines Tages nur AOLer
übrig . Nun liefert AOL seine Zugangssoftware der Version 5.0 aus . Sie gibt es
in einer US- und mehreren europäischen Versionen . Die vermeintliche US-Version
für Windows NT habe einen gravierenden Fehler , der in den USA zu einer fetten
Sammelklage führte . Was an der Klage erstaunt , ist der von den Klägern
errechnete hohe Anteil der NT-Nutzer . Fast die Hälfte der AOLer müssten also
mit dem professionellen Betriebssystem Windows NT im Cyberspace unterwegs sein .
Er warnte vor der Installation von AOL 5.0 , weil die Software per Default den
Zugang zu anderen ISP abschaltet . Wer die Frage , ob der AOL-Browser der
Standard-Browser sein soll , mit " Ja " beantwortet , ist den Zugang zu seinem
normalen ISP los . Die PR-Schlacht kann also losgehen : In vielen Fällen seien
die gesamten Netzwerk-Funktionen von Windows zerstört worden . Doch man liess es
nicht bei der Warnung bewenden , erhob die Software des Online-Dienstes in den
Rang einer Crash-Software und empfahl : eCircle teilte mit , dass man
unbürokratische Hilfe im aktuellen " Fall AOL 5.0 " anzubieten habe . Und wieder
ist das Problem gewachsen : " Bei einigen Rechnern wurden sogar
Windows-Grundfunktionen außer Kraft gesetzt , sodass die Computer überhaupt
nicht mehr zu starten sind , heißt es in Textbeiträgen von Verbrauchern im
eCircle-Forum . " Rechner , die nicht mehr starten , aber Betroffene , die in
eCircle diskutieren können , machen natürlich neugierig . Aussersinnliche
Wahrnehmung ? Eine erläuternde Pressemitteilung folgte gottseidank sofort .
Diesmal von der Firma Datango . Dort war aus dem Fall AOL mittlerweile ein "
Super-GAU " geworden . Datango bietet Web-Rides an , Ritte durch das WWW " mit
erläuternder Stimme und musikalischer Untermalung " . Doch lesen wir Datangos
Pressemitteilung : " Was steckt dahinter , wie reagiert AOL , wie verhindert man
den Super-GAU auf dem eigenen PC und was kann man noch retten , wenn nach der
Installation der Internetsoftware scheinbar schon alles zu spät ist - diese
Fragen beantwortet der erste Web-Ride zum AOL-Skandal , der unter www.datango.de
aufrufbar ist . " Skandalon heißt auf Griechisch Fallstrick . Und der ist
schnell gefunden . Als Zeuge für den Skandal benennt Datango einen uns bereits
wohl bekannten Herrn : Das ist die beste Hilfe für verzweifelte AOL-Seelen ,
denen die Hotlines der ISP-Firmen nicht mehr helfen können , urteilt
eco-Geschäftsführer Harald A. Summa . Nur ein Unwissender könnte meinen , dass
die PR-Agentur , die alle drei Musketiere unter Vertrag hat , am Durchdrehen ist
. In den USA werden PR-Mitarbeiter von Journalisten " PR-Flaks " genannt - und
eine gute Flugabwehrkanone muss halt feuern können , aus allen Rohren . Auch AOL
beherrscht die Technik und feuerte zurück , natürlich mit dem vielseitig
verwendbaren Herrn Summa : Harald A. Summa , Geschäftsführer von eco , dem
Verband der deutschen Internet-Wirtschaft , erklärt dazu : Kommt noch jemand mit
? Wir sind noch nicht am Ende ! Denn natürlich ist uns eco noch eine Antwort auf
AOL schuldig . AOL solle " die betroffenen Verbraucher durch die Bereitstellung
von technischen Experten im eco-Hilfeforum ( sic ) auf www.eCircle.de beraten "
, heißt es da . Nur Datango fehlte , dort war man vom Webritt stark geschüttelt
und veröffentlichte einen Tag später in einer Stellungnahme unter der
Überschrift " Kein Skandal bei AOL " nur noch Worte des Bedauerns : Auch diese
Meldung ist rätselhaft . Ein grep über das Dutzend PR-Meldungen der rührigen
Agentur zeigt , das der " Moloch " inzwischen unauffindbar ist . Aber vielleicht
zeigt er sich ja nächste Woche . Hakenschlagende PR-Agenturen , wildgewordene
Pressesprecher : Schöne Aussichten , wenn das symptomatisch für " Die Deutsche
Internet-Wirtschaft " ist . Wir freuen uns jedenfalls auf die nächsten Kampagnen
: eco , eCircle , Datango - unsere Papierkörbe sind wieder leer ! Nie gehört ?
Schlecht , findet eCircle . Und langt in die Vollen : So rauscht eine Mitteilung
nach der anderen durch die Redaktionen . Einmal legt Waffenhändler Schreiber
alle Hintergründe zur Parteispendenaffäre der CDU offen - was aber natürlich nur
ein nach Ansicht von eCircle gelungener PR-Gag ist . Dann trumpft der
Foren-Betreiber gleich noch mit einer Sensation auf : Laut Umfrage will die
Mehrheit der Bundesbürger , dass Ex-Kanzler Kohl sein Ehrenwort hält und die
Spender der schwarzen CDU-Millionen nicht nennt . Alle sieben Tage stellt
eCircle den Besuchern seiner Site eine neue Frage ; Wow : Einmal klicken , und
schon hat eCircle bewiesen , dass in Zukunft das Internet die Demokratie rettet
. Sagen sie zumindest . Da lobt man sich doch die Weltanschauungsfanatiker und
Verschwörungstheoretiker aus dem Usenet - dessen deutscher Teil wohl doch eine
etwas größere Diskussionsplattform sein dürfte als die Web-Site der " eCircle
Multimedia GmbH " . Sogar die Bild-Zeitung sieht daneben wie eine umfassende
Informationsquelle und ein Ausbund an journalistischer Objektivität aus -
wundern muss sich niemand , wenn angesichts solch penetranter Marketiers wie der
Herren und Damen von eCircle das Internet noch den letzten Rest an
Glaubwürdigkeit als Informationsmedium verliert . Was wird Angestellte der Firma
Northwest Airlines sollen auf diese Weise ein System zum Krankfeiern als
Streikform ausgekungelt haben , das der Airline einen Millionenschaden
verursachte . Sollte so ein Fall bei der Konkurrenz Delta Airlines eintreten ,
bräuchte kein Gericht bemüht zu werden . Wie schon im Newticker berichtet , will
Delta allen Beschäftigten einen PC und einen Internet-Anschluss zu moderater
Gebühr überlassen . Technisch bliebt der PC ein Eigentum von Delta - und kann
nach Gusto durchsucht werden . Die verlängerte Werkbank , beziehungsweise das
verlängerte Büro im Heim der Arbeiter und Angestellten dürfte den Managern von
Delta Airlines und des Autoherstellers Ford eh als recht glückliche Idee
erscheinen . Virtuell zumindest : Ford hofft erklärtermaßen , dass Arbeiter sich
zu Hause per Rechner um Dienstpläne , Personalprobleme und Ähnliches kümmern und
durch den Umgang mit dem PC für neue Techniken am Fließband geschult werden . "
1984 " und " Schöne neue Welt " in einem Konzept : Der alte Henry Ford selig
hätte sicher Gefallen daran gefunden . Was in Deutschland möglich ist , was
politisch bedenklich ist , will am 18. und 19. 2 in Berlin die Tagung "
Grundrechte in der Informationsgesellschaft " beantworten , die von der
Deutschen Vereinigung für Datenschutz veranstaltet wird . Sie begründet die
Tagung mit einem bedenkenswerten Satz : " Längst ist die unkritische
Technikbegeisterung der Einsicht gewichen , die Informationsgesellschaft
politisch gestalten zu müssen , um nicht bürgerrechtliche , demokratische und
soziale Errungenschaften aufs Spiel zu setzen . " Sonst bleiben am Ende nur
Maloche , Moloche , Molche und solche . Cyber-Terror auch gegen deutsche
Web-Sites Nach den Denial-of-Service-Attacken auf diverse amerikanische
Web-Sites in den letzten Tagen scheinen nun auch Anbieter in Deutschland ins
Visier der Cyber-Vandalen zu kommen : Das Internet-Angebot der lokalen Kölner
Telefongesellschaft NetCologne wurde Ziel eines Angriffs . Unbekannte hätten
ähnliche Attacken wie in den USA auf die Systeme des Unternehmens versucht : "
Aus diesem Grund hatten Sie zeitweise keinen oder nur verminderten Zugang zum
Internet . " Nach den Angaben in der E-Mail von NetCologne hat die Firma den
Urheber der Attacken aber feststellen können : Nachdem sich die Attacken
wiederholten , habe man die Verbindung zum DFN unterbrochen , die Betreiber
informiert und Strafanzeige gegen den Täter gestellt . Offensichtlich handelt es
sich aber um einen Trittbrettfahrer und nicht um dieselben Angreifer wie in den
USA , da bislang noch keine Attacken auf amerikanische Sites aus Deutschland
bekannt wurden . Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (
BSI ) warnt inzwischen vor DoS-Attacken auf Server in Deutschland . Stafan Wolf
, Referatsleiter im BSI , erklärte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
, er rechne damit , dass die Sabotage-Welle auch in die Bundesrepublik
überschwappe . Wehren könne man sich gegen die Angriffe allerdings schwer ,
meinte Wolf : " Der Bösewicht ist kaum auszumachen . " PC-Markt Deutschland :
Fujitsu-Siemens führt , Aldi Zweiter Mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent
hat Fujitsu-Siemens das PC-Geschäft in Deutschland fest im Griff . Das
Gemeinschaftsunternehmen des Elektro-Multi Siemens mit dem japanischen Konzern
Fujitsu verkaufte nach einer Dataquest-Untersuchung hier zu Lande im letzten
Quartal 1999 rund 532.000 PCs und Notebooks . In der Dataquest-Hitliste folgt
abgeschlagen an zweiter Stelle mit einem Marktanteil von 9,7 Prozent ( rund
204.000 PCs und Notebooks ) der Weltmarktführer Compaq . Drittplatzierter ist
Maxdata mit 6,5 Prozent Marktanteil und rund 137.000 verkauften Rechnern . Der
Dataquest-Analyst Thomas Reuner erklärte gegenüber dpa , dass der Hauptschub aus
dem privaten Verbraucherbereich und nicht von Unternehmenskunden komme . Der
Markt in Deutschland sei zudem im Unterschied zu anderen Ländern geprägt durch
den zunehmenden Verkauf von PCs und Notebooks über Lebensmittelketten wie Lidl
und Aldi , meinte Reuner . Diese These stützen die Verkaufszahlen von Medion :
Der Hersteller konnte im vierten Quartal 1999 über Aldi rund 270.000 Rechner
absetzen , nimmt also eigentlich bereits den zweiten Platz unter den PC-Bauern
in Deutschland ein . Bislang hat ihn Dataquest allerdings nicht in die
offizielle Hitliste aufgenommen . " Mixter " distanziert sich von Web-Attacken
Schon vor einigen Tagen hatte sich ein deutscher Programmierer , der unter dem
Pseudonym Mixter auftritt und als Urheber eines der möglichen Programme für
Denial-of-Service-Attacken gilt , gegenüber c't von den jüngsten Angriffen
distanziert . In einer E-Mail an dpa bekannte er sich nun erneut als Urheber
eines der möglichen Angriffsprogramme für die DoS-Attacken der letzten Tage . In
einer mittels PGP autorisierten Nachricht schrieb Mixter an dpa , er habe die
Software Tribe Flood Network ( TFN ) programmiert , die für solche Angriffe
eingesetzt werden könne . Gleichzeitig distanzierte er sich aber von den
Attacken : " Ich bin in keiner Weise an Angriffen gegen US-Web-Sites oder an
irgendwelchen kriminellen Handlungen beteiligt . " Das Programm Stacheldraht ,
das ähnlich wie TFN funktioniere , stamme aber nicht von ihm , erklärte Mixter .
Vor der Software hatte das National Infrastructure Center ( NIPC ) in Washington
angesichts der jüngsten Angriffe gewarnt . Das Programm stammt laut Mixter von
einem ebenfalls in Deutschland ansässigen Entwickler , der unter dem Namen
Randomizer operiere . " Tatsächlich bin ich aber der einzige Programmierer , der
ein in Frage kommendes Angriffsprogramm veröffentlicht hat und dazu steht " ,
kommentierte Mixter . Er beschäftige sich in seiner Freizeit vor allem damit ,
Sicherheitslücken und andere mögliche Gefahren im Internet ausfindig zu machen .
Inzwischen hat das FBI an der Universität von Kalifornien in Santa Barbara einen
Computer beschlagnahmt , der als Zwischenstation für DoS-Attacken diente . Eine
weitere Spur führe zu einem Universitätscomputer im benachbarten Bundesstaat
Oregon , hieß es in den USA unter Berufung auf das FBI . Hintergründe zu den
Web-Attacken auf amerikanische Sites im Newsticker auf heise online ( Vom Umgang
mit dem Cyber-Terror ) ; Telepolis bringt einen Kommentar zu der Hysterie
anlässlich der Angriffe und zu der Gefahr , die Reaktionen könnten zu einem
demokratiefeindlichen " Stacheldraht-Internet " führen : Sicherheitshysterie .
Spanische Telefonica will das Internet erobern In einem Schachzug , der die
Börsen der Welt überraschte , hat sich die spanische Telefongesellschaft
Telefonica mit der Großbank BBVA ( Banco Bilbao Vizcaya Argentaria )
zusammengetan . Die beiden Unternehmen schlossen eine " weltweite strategische
Allianz " , die sich auf das Internet , E-Commerce , Mobiltelefone und
elektronische Zahlungsformen erstrecken soll . Durch die Zusammenarbeit der
beiden Firmen entsteht die größte Zusammenballung wirtschaftlicher Macht , die
es in Spanien je gegeben hat . Telefonica und BBVA sind die beiden Unternehmen
mit den höchsten Börsenwerten und den größten Gewinnen in Spanien . Ähnlich wie
beim Deal zwischen AOL und Time Warner gehen zudem zwei Unternehmen zusammen ,
die in völlig unterschiedlichen Branchen arbeiten . Offensichtlich zwingt die
erwartete rapide Entwicklung der Internet-Ökonomie die betroffenen Firmen zur
Suche nach mächtigen Kooperationspartnern - ( fast ) egal , woher sie kommen .
Ziel der Allianz ist es nach Äußerungen der beiden Partner , das Internet zu
erobern . Die Portfolios der beiden Unternehmen bieten dafür gute
Voraussetzungen : Geschäfte in so unterschiedlichen Branchen wie Finanzen ,
Industrie , Fest- und Mobilfunk-Netzen sowie klassischen Medien gehören dazu .
Das Zusammengehen mit der BBVA ist für die Telefonica aber offensichtlich nicht
nur eine Expansion in neue Märkte . Laut dpa war die Telefongesellschaft in
letzter Zeit unter Druck geraten , da nach der Fusion von Mannesmann und
Vodafone andere Gesellschaften begehrliche Blicke auf die Spanier warfen . So
soll unter anderem die British Telecom versucht haben , massiv Telefonica-Aktien
zu kaufen . Die Kooperation mit der BBVA dürfte somit auch eine Verteidigung
gegen eine feindliche Übernahme durch Unternehmen sein , die sich im Kampf um
die globalen Telefon- und Internet-Märkte eine bessere Ausgangsposition
verschaffen wollen . Flatrate von T-Online möglicherweise vor dem Aus Die
Telekom-Tochter T-Online werde ihre ISDN-Flatrate einstellen , will die
Wirtschaftswoche aus Unternehmenskreisen erfahren haben . Nach Angaben des
Blatts werde der neue T-Online-Chef Thomas Holtrop dies auf einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit Telekom-Technikvorstand Gerd Tenzer Ende dieser Woche
bekannt geben . Von der Einstellung der ISDN-Flatrate sei aber der
T-DSL-Pauschaltarif nicht betroffen . Telekom-Sprecher Frank Domagala erklärte
gegenüber heise online lediglich , dass man sich grundsätzlich an solchen
Spekulationen nicht beteilige . Prinzipiell sei es aber so , dass man zum 1.
März neue Tarife für T-Online einführen wolle . Diese würden in den nächsten
Tagen bekannt gegeben . Die Wirtschaftswoche sieht den Grund für die mögliche
Einstellung der ISDN-Flatrate darin , dass dieser Tarif sich für T-Online als
großer Verlustbringer erwiesen habe , da die Kunden das Angebot weit intensiver
als erwartet genutzt hätten . Allerdings ist auch die T-DSL-Flatrate nicht
unumstritten : Die Regulierungsbehörde prüft nach einer Beschwerde des
Bundesverbands der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften (
Breko ) , ob der Tarif nicht deutlich unter den Kosten liegt , die die Telekom
dafür aufwenden muss . Bertelsmann begrüßt Napster-Entscheidung Allerdings muss
die Tauschbörse zukünftig sicherstellen , dass urheberrechtlich geschützten
Werke , für die keine Lizenz besteht , nicht über den Dienst laufen . Jede
illegale Kopie , von der Napster Kenntnis erhält , muss die Tauschbörse danach
künftig unterbinden - da dies nach Ansicht der Musikindustrie und geltendem
US-Recht die Mehrheit der Songs ist , dürfte von Napster für die User momentan
nicht mehr viel übrig bleiben . Nach Aussagen von Bertelsmann ist die
Gerichtsentscheidung aber ein wichtiger Schritt nach vorne . " Sie hilft , die
berechtigen Ansprüche von Copyright-Inhabern und die wichtigen Interessen der
Napster-Nutzer auf eine gemeinsame Basis zu bringen " , hieß es in Gütersloh .
Bertelsmann verfolge entschlossen seine " Win-Win-Strategie " : Andreas Schmidt
, Chef der Bertelsmann eCommerce Group , die den Deal mit Napster eingefädelt
hatte , betonte erneut , dass Filesharing eine der wichtigsten
Zukunftstechnologien sei : Ob diese Bemühungen von Erfolg gekrönt sind , steht
aber weiterhin in den Sternen . Bislang konnte die Bertelsmann/Napster-Allianz
lediglich die kleineren Label TVT Records und Edel Music mit ins Boot holen .
Die Majors mit Ausnahme natürlich der Bertelsmann Music Group ( BMG ) lehnten
bisher jede Zusammenarbeit mit Napster ab . Rolf Schmidt-Holtz , Chef von BMG
Entertainment , erklärte dagegen bereits : Die User könnten sich von Napster
abwenden , da sie nur wenige Songs über den Dienst tauschen können , während
sich die Konkurrenz eigenen Projekten zuwendet . Bislang allerdings zeigte sich
Bertelsmann optimistisch , dass es bald eine rege Beteiligung auch anderer Label
an der Musiktauschbörse geben wird . Der Konzern erhofft sich nun wohl von der
Gerichtsentscheidung , dass die anderen Labels auf Grund einer ausgezeichneten
Verhandlungsposition eher zu einem Einstieg bereit sind , denn immerhin hatte
Napster nach Druck einzelner Musiker oder Labels bereits Anwender oder bestimmte
Stücke gesperrt . Sollte es aber mit ausgefeilteren Lizenz-Modellen gelingen ,
die Mehrheit der Labels in die Napster-Dienste einzubeziehen , könnte
Bertelsmann tatsächlich auf einen Erfolg der Allianz hoffen . MobilCom rutscht
wegen UMTS in die roten Zahlen Das Konzernergebnis ist aber tiefrot : Ursache
für das erwartungsgemäß negative Ergebnis sind laut MobilCom vorrangig
Aufwendungen für den UMTS-Start , Investitionen in Kundenwachstum und
Restrukturierungsmaßnahmen . Der Marktanteil im Vertragskundengeschäft mit
24-Monats-Verträgen stieg seit Januar 2000 um ein Viertel von 9,8 auf 12,3
Prozent , erklärte MobilCom . Nach Ansicht der Büdelsdorfer ist diese lange
Vertrabgsbindung von Kunden eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches
UMTS-Geschäft . Siemens erhält UMTS-Auftrag in Portugal Der Siemens-Konzern hat
vom portugiesischen Mobilfunkanbieter OniWay einen weiteren UMTS-Großauftrag
erhalten . Der Bereich Information and Communication Mobile ( ICM ) werde bis
Ende 2001 einen Großteil der Basisstationen für das Funknetz der dritten
Mobilfunkgeneration liefern und installieren , berichtete Siemens am heutigen
Dienstag in München . Nach Angaben einer Sprecherin gegenüber dpa hat Siemens
den Auftrag nicht alleine erhalten . In einem zweiten Schritt werde das
portugiesische Unternehmen den Lieferanten für das Kernnetz und die so genannten
Service-Plattformen sowie die verbleibenden Basisstationen bestimmen . In
Großbritannien hat Cisco vor wenigen Tagen den Auftrag erhalten , das Kernnetz
für den UMTS-Dienst von BT Cellnet aufzubauen , der Mobilfunktochter von British
Telecom . Bei UMTS ist Siemens bisher nach eigenen Angaben in Europa beim Aufbau
von elf Netzen beteiligt . Damit liege man in Europa auf Rang zwei . Bisher
haben laut Siemens 33 von rund 75 UMTS-Lizenzinhabern in Europa Aufträge
vergeben . OniWay ist mehrheitlich im Besitz von Oni , der Telekom-Sparte der
portugiesischen Elektrizitätsgruppe EDP , sowie der norwegischen Telenor .
Napster will gegen Verfügung in Berufung gehen Die Musiktauschbörse Napster will
Berufung gegen die Gerichtsentscheidung einlegen , wonach sie den Tausch
illegaler Kopien urheberrechtlich geschützter Werke unterbinden muss .
Napster-Chef Hank Barry sagte : " Mit dieser Entscheidung könnte Napster
geschlossen werden - und das sogar vor dem Verfahren über die eigentlichen
Streitpunkte . " Auch wenn Napster die Verfügung des Gerichts respektieren werde
, glaube die Firma doch , dass die Napster-User das Copyright nicht verletzten .
" Wir werden jede juristische Möglichkeit nutzen , um Napster in Betrieb zu
halten . " In der Zwischenzeit werde man mit den Plattenfirmen weitere
Diskussionen führen . " Wir haben immer wieder betont , dass wir eine Lösung
suchen , die von der Industrie unterstützt wird und die Zahlungen an Künstler ,
Songschreiber und andere Rechteinhaber beinhaltet , während sie die Erfahrung
der Napster-Filesharing-Community bewahrt . " Shawn Fanning , der das
Napster-System programmiert hatte , fügte hinzu , die neuen Techniken , die
Napster entwickelt habe , seien einfach faszinierend : " Ich hoffe , dass wir
durch eine genauere Untersuchung , die das Gericht durchführt , oder durch
Vereinbarungen mit den Plattenfirmen einen Weg finden , wie wir diese Techniken
mit der Community teilen können . " Napster ruft inzwischen auf der Webseite
dazu auf , die Tauschbörse in den weiteren Auseinandersetzungen zu unterstützen
. Denn die einstweilige Verfügung , über die das Gericht am gestrigen Montag
entschieden habe , sei schließlich nicht das Ende der juristischen
Auseinandersetzung . Bislang ist im Hauptsacheverfahren , in dem die
Musikindustrie Napster der wissentlichen und beabsichtigten
Urheberrechtsverletzung beschuldigt , noch keine Entscheidung ergangen .
OpenGL-Beschleuniger für 3D-Profis Der britische Hersteller 3Dlabs kündigt mit
der Wildcat II 5110 eine Hochleistungskarte für den professionellen Einsatz von
OpenGL-Software an . Die Wildcat II richtet sich an Anwender mit höchsten
Ansprüchen und ist für AGP-Pro-50-Systeme ausgelegt . Ein Framebuffer sowie
einen separaten Texturspeicher von je 64 MByte sollen höchste Leistung auch bei
großen Texturdatenmengen garantieren . Das Board verfügt über zwei parallel
arbeitende Pipelines aus jeweils einem Geometriechip und einem Rasterizer . Die
Geometrieprozessoren sind zur Anpassung an bestimmte Applikationen
programmierbar . Die Texturleistung sinkt allerdings bei Texturdatenmengen von
mehr als 32 MByte , da dann nicht mehr jeder der beiden Rasterizer über seinen
eigenen Datensatz verfügen kann und Texturen durch die Rasterizer
hindurchgeleitet werden müssen . Die Wildcat II verfügt außerdem über
Stereo-Unterstützung , 3D-Texturen und doppelt gepufferte Auflösungen bis
1920×1440 Bildpunkten bei 60 Hz und 2048×1152 Bildpunkten bei 75 Hz . Für den
Dual-Monitor-Betrieb sind jeweils ein VGA- und ein DVI-I-Connector vorhanden .
Im Viewperf-6.1.2-ProCDRS-Benchmark erreicht die Karte einen Wert von 52,4
Frames pro Sekunde bei 1280×1024 in TrueColor . Direct3D-Treiber bietet 3DLabs
nicht an . Der Preis der Karte liegt bei rund 5000 Mark ; sie ist jedoch nur als
Bestandteil kompletter Systeme erhältlich . MobilCom-Chef Schmid setzt voll auf
UMTS Das Telekommunikationsunternehmen MobilCom setzt voll auf Wachstum und den
zukünftigen Telefonstandard UMTS . MobilCom-Chef Gerhard Schmid nutzte die
Bilanzpressekonferenz des Unternehmens am heutigen Dienstag in Hamburg , um die
langfristige Entwicklung von MobilCom zu präsentieren . Es sei leichter , diese
Kunden in die UMTS-Nutzung zu überführen , als neue Kunden zu gewinnen .
Gleichzeitig verbessert sich nach Schmids Ausblick die finanzielle Lage des
Unternehmens aus Büdelsdorf ( Kreis Rendsburg-Eckernförde ) durch den Aufbau des
eigenen UMTS-Netzes beträchtlich . " Gegenwärtig reichen wir drei Viertel
unseres Umsatzes an die Netzbetreiber weiter , machen aber die ganze Arbeit bei
Kundengewinnung und Betreuung " , sagte der Vorstandschef und Großaktionär . Auf
der Basis steigender Kundenzahlen und sinkender Kosten werde die Gewinnmarge in
der Mitte des Jahrzehnts steil steigen . Gegenwärtig überarbeite MobilCom den
Business-Plan , der bislang Gewinne ab 2006 vorsah . " Es gibt einige Anzeichen
, dass die Gewinnzone eventuell früher erreicht werden kann " , sagte Schmid .
Er strebe an , die Marktanteile in den Geschäftsbereichen Mobilfunk , Festnetz
und Internet kontinuierlich zu erhöhen . Das Jahr 2000 war laut Schmid das
wichtigste in der Geschichte seines Unternehmens . " Wir haben uns für eine
klare Wachstumsstrategie entschieden und in allen Segmenten zugelegt " , betonte
er . Zudem habe sich MobilCom bei France Telecom in einen starken
internationalen Verbund eingeklinkt und mit dem Erwerb der UMTS-Lizenz den
Einstieg in eines der letzten großen Oligopole erreicht . " Damit haben wir uns
in den wesentlichen Wachstumsmarkt eingekauft " , sagte Schmid . Der Kurs der
MobilCom-Aktie reagierte am Neuen Markt auf die Jahreszahlen mit einem kräftigen
Abschlag von mehr als sieben Prozent und erreichte mit 27 Euro ein neues
52-Wochen-Tief . Damit ist die Aktie nach Schmids Ansicht drastisch
unterbewertet . Im vergangenen März stand der Kurs bei 210 Euro . Verhaltene
Aufnahme der Orange-Aktien Orange , Mobilfunktochter der France Telecom , ist
bei der Börseneinführung am Dienstag in Paris nur verhalten aufgenommen worden .
Nach einem kleinen Sprung von 9,5 Euro auf 9,90 Euro gab das Papier im Verlauf
auf 9,77 Euro nach . France Telecom hatte wegen des ungünstigen Börsenklimas
Schwierigkeiten , die Aktie zu platzieren . Während der Zeichnungsfrist wurde
die Preisspanne für das Papier wegen mangelnder Nachfrage von 11,5 bis 13,5 Euro
auf 9,5 bis 11 Euro gesenkt und der Börsengang um einen Tag verschoben . Der
Ausgabepreis betrug für Privatanleger 9,50 Euro und für institutionelle
Investoren 10 Euro . Mit dem Geld muss das Unternehmen seine Schulden bei dem
früheren Orange-Besitzer Vodafone begleichen . Die Konkurrenten von Orange
beobachten die Entwicklung sehr genau . Die hoch verschuldeten deutschen ,
britischen und niederländischen Telekommunikationskonzerne befürchten ähnliche
Probleme bei den für dieses Jahr geplanten Börsengängen ihrer Mobilfunktöchter .
Die Platzierung der Orange-Aktien galt als wichtiger Test für das Interesse der
Investoren an Handy-Titeln . Der verhaltene Start von Orange hat dann auch
gleich die europäischen Telekom-Aktien belastet . Die Schwierigkeiten beim
Börsendebüt der Mobilfunktochter des französischen Telekommunikationsriesen
France Telecom drohten , die Stimmung des gesamten Sektors nachhaltig zu drücken
, sagten Frankfurter Händler gegenüber dpa . Der verringerte Ausgabepreis der
Orange-Aktie schüre bei vielen Anlegern die Furcht vor ähnlichen Problemen mit
T-Mobil , sagte ein Händler der Vereins- und Westbank . Der Börsengang der
Mobilfunktochter der Deutschen Telekom war ursprünglich für Oktober 2000 geplant
gewesen und dann auf Ende 2001 verschoben worden . Auf dem Frankfurter Parkett
kannten die Anleger am Dienstag kein Pardon mit dem Bonner
Telekommunikationskonzern : Das Papier kam von Handelsbeginn an gegen den Trend
deutlich ins Rutschen und notierte zeitweise unter seinem 52-Wochen-Tief von 31
Euro . In Spanien kamen Telefonica unter die Räder , auch die British Telecom
musste kräftig Federn lassen . Besonders France Telecom hatte unter den
Schwierigkeiten ihrer Mobilfunktochter zu leiden : An der Seine verbilligte sich
das Papier im Handelsverlauf um knapp fünf Prozent . AOL macht politischen Druck
bei der Flatrate Wenn die Internet-Wirtschaft in Deutschland boomen soll und die
Pläne zur Umstellung auf das E-Government greifen sollen , muss sich die
Bundesregierung jetzt für eine erschwingliche Flatrate stark machen . Das ist
für Uwe Heddendorp , Vorsitzender der Geschäftsführung von AOL Deutschland , die
verkürzte Schlussfolgerung einer Studie der Universität Münster über "
Akzeptanzhürden des Internet in Deutschland " . Der AOL-Chef forderte in einer
Pressekonferenz in Berlin heute die politischen Entscheider auf , " die Richtung
vorzugeben " und die Verhinderungspolitik der Deutschen Telekom zu beenden : "
Wenn die Bundesregierung sagt , wir müssen die Gesellschaft ins Internet bringen
, dann muss sie sich auch im nächsten Schritt für günstige Pauschalpreise
einsetzen . " Wenn die Deutschen einen Spitzenplatz in der Oberliga der
vernetzten Nationen einnehmen wollten , müsste das Internet hierzulande " wie
ein Massenmedium " genutzt werden , sagte Heddendorp . Von einer " kritischen
Masse " der Surfer sei Deutschland aber noch weit entfernt . Selbst die
Erwartungen der Bundesregierung , die Ende 2000 mit 25 Millionen deutscher User
gerechnet habe , seien damit nicht erfüllt worden . Wie seit einem guten Jahr in
Deutschland in Mode gekommen , warnt Heddendorp daher vor der drohenden
digitalen Spaltung , die gravierende wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen
würde : Denn wenn Deutschland nicht online geht , sei Schluss mit dem Traum von
neuen Arbeitsplätzen und sinkenden Verwaltungskosten . Was noch fehlt zum großen
Glück ist laut Heddendorp vor allem eine Flatrate für einen Preis zwischen 40
und 50 Mark im Monat . Dass die Minutenkosten für den Netzzugang im vergangenen
Jahr um bis zu 80 Prozent gesunken seien , reiche nicht aus , um die Bürger
scharenweise ins Internet zu treiben . " Da haben die Verbraucher ja immer keine
Ahnung , welche Löcher die Preise ihnen in die Kasse reißen " , fürchtet der
1995 von Bertelsmann zu AOL Europe gelangte Marketingexperte . Kosten in Höhe
von rund 90 Mark im Monat , die für den pauschalen T-DSL-Breitband-Zugang bei
der Telekom anfallen , würden gerade " einkommensschwächere Haushalte " zudem
sicher nicht ausgeben . Bleibe also nur die günstigere Flatrate für alle zum
Einstieg ins Netz mit Geschwindigkeiten zwischen 56 und 64 kBit pro Sekunde ,
mit der AOL in den USA und Großbritannien gute Erfahrungen gemacht habe . Für
diesen Tarif sieht Heddendorp in Deutschland eine " extrem hohe Nachfrage " . "
Das wäre eine Initialzündung für die Telekommunikationsindustrie , für die
Dot.Coms und für die Zugangsanbieter " , ist sich der AOL-Chef sicher . Auch
Multimedia-Agenturen und die Betreiber von Call-Centern würden davon profitieren
. Im vergangenen Jahr hat der Provider , dessen Nutzerzahlen sich in England
nach der Einführung einer Monatspauschale von rund 15 britischen Pfund im Herbst
laut Heddendorp schon fast verdoppelt hätten , bereits in einer Studie
prognostiziert , dass hierzulande mit einer vergleichbaren Flatrate rund 400.000
Arbeitsplätze innerhalb eines kurzen Zeitraums neu zu schaffen wären . In einer
heute vorgestellten Untersuchung machen Miriam Meckel , Professorin für
Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Uni Münster , sowie ihr
Kollege Bernd Holznagel , der an derselben Hochschule Staats- und
Verwaltungsrecht lehrt , als größte " E-Barrier " für die Internetnutzung in
Deutschland die " minutengetakteten Zugangskosten " aus . Die "
Onlinebeteiligung " der deutschen Bürger liege daher weit hinter der von
US-Amerikanern oder Skandinaviern , wo sie zwischen 55 und 60 Prozent erreicht
habe . Dadurch sei , meint Meckel , die " langfristige soziale und
wirtschaftliche Anschlussfähigkeit der Gesellschaft " in Gefahr . In ihrer
Studie listen die Sozialwissenschaftler weitere Punkte auf , die die Verbreitung
des Internet blockieren : Dazu zählen neben zu hohen Kosten für die
erforderliche Computerausrüstung die mangelnde Kompetenz der Verbraucher , mit
den Datenwelten etwas Nützliches anfangen zu können , genauso wie mangelnde
Sicherheit und Datenschutz im offenen Netz . Meckel und Holznagel bemängeln
allerdings auch , dass die Bundesregierung keine echte Vorreiterrolle übernommen
habe und gestartete Initiativen zwischen Bund und Ländern nicht abgestimmt
würden . So vermisst Holznagel " eine Person in der politischen Führungsriege "
, die so wie AOLs Werbeheld Boris Becker " fürs Internet steht " . Er empfiehlt
dem Kanzler daher , schnellstmöglich einen " E-Beauftragten " oder eine
Ressort-übergreifende Arbeitsgruppe einzurichten . Die nötigen Anstrengungen zur
Vernetzung der Bürger sind für Meckel sogar vergleichbar mit der Einführung der
Schulpflicht in Preußen vor rund 100 Jahren . So wie es damals ums Lesen und
Schreiben gegangen sei , müsste es jetzt um die Internetkompetenz der Schüler
gehen . Holznagel erinnerte sogar daran , dass die Einführung des Hörfunks erst
mit dem staatlich subventionierten Volksempfänger " richtig abgegangen " sei .
Heute käme dem Staat aber eher eine Bündelungs- und Vorbildfunktion zu . " Die
E-Community und die Politik haben bisher kaum Berührungspunkte , es fehlt ein
gemeinsames Grundverständnis " , weiß Jan Mönikes , der die
Hauptstadt-Repräsentanz des Hamburger Unternehmens leitet . Dort sei es für die
Abgeordneten und Regierungsmitglieder sicher einfacher als in öffentlichen
Veranstaltungen , zuzugeben , etwas nicht verstanden zu haben . Im Bereich
Flatrate wird auf Mönikes nun harte Arbeit zukommen . Bisher verhindern laut
Heddendorp die hohen Minutengebühren , die die Deutsche Telekom von ihren
Konkurrenten für die Benutzung ihrer Ortsnetze verlangt , die von AOL geforderte
Flatrate . Zwar hat das Unternehmen ein Angebot zu solch einer
Großhandelsflatrate vorgelegt , die bei der Konkurrenz aber auf wenig Gegenliebe
stieß . Außerdem wehrt sich die Telekom gerichtlich gegen die Umsetzung der
Anordnung . Mönikes' erste große Aufgabe wird es daher sein , die
Bundesregierung , die nach wie vor Mehrheitsgesellschafter bei der Telekom ist ,
an den Beschluss des Regulierers zu erinnern und auf die Schaffung geeigneter
Rahmenbedingungen für das Internet zum günstigen Pauschalpreis zu dringen .
Bisher kostet die nicht weiter vermarktete Flatrate bei dem Provider 78 Mark und
damit eine Mark weniger als bei T-Online . Den Bedenken der Deutschen Telekom ,
wonach sich Flatrates als reiner Verlustbringer erweisen , will sich der
AOL-Chef nicht anschließen : Seiner Meinung nach profitieren letztlich alle von
der Monatspauschale , auch die Telekom könne schließlich mehr ISDN-Anschlüsse
dadurch verkaufen . IBM-Manager übernimmt Europa-Geschäft bei Intershop Nach den
wirtschaftlichen Turbulenzen gibt es Veränderungen im Management des Jenaer
E-Commerce-Spezialisten Intershop . Der bisherige IBM-Manager Michael Tsifidaris
wird neuer Vizepräsident Europa und gehöre künftig der Vorstandsebene an ,
teilte Intershop am heutigen Dienstag mit . Als Geschäftsführer der Intershop
Software Entwicklungs GmbH sei der 32-jährige Betriebswirt für die gesamte
Organisation in Europa und damit künftig für einen großen Teil des
Unternehmensergebnisses verantwortlich . Tsifidaris hat acht Jahre bei IBM
gearbeitet und war zuletzt Direktor im Geschäftsbereich IBM Global Services .
Intershop wolle Führungsverantwortung auf mehrere Schultern verteilen , sagte
Firmengründer und Vorstandschef Stephan Schambach . Das Unternehmen wolle
beweisen , " dass wir bestehende Probleme erkennen und diese mit Hilfe
erfahrener Manager und Berater aus dem externen Bereich zu lösen versuchen " .
Nach Umsatz- und Ertragsproblemen vor allem auf dem US-Markt waren die Aktien
des einstigen Börsenlieblings zu Jahresbeginn um mehr als 70 Prozent abgestürzt
. Intershop hatte auf die Krise mit einem Restrukturierungsprogramm und dem
Abbau von weltweit rund 200 Stellen reagiert . " Meine Aufgabe ist es , das
Europageschäft auszubauen und zu stabilisieren " , sagte der aus Schwaben
stammende Tsifidaris gegenüber dpa . " Damit soll der Spielraum vergrößert
werden , um die Probleme in den USA zu beheben . " Novell bekommt einen neuen
Chef Knapp vier Jahre hat Eric Schmidt durchgehalten : Mitte März 1997 benannte
Novell den ehemaligen Chief Technology Officer von Sun als neuen Chef des
NetWare-Herstellers . Nun tritt Schmidt von seinem CEO-Posten zurück , bleibt
Novell aber als Aufsichtsratsvorsitzender und " Chef-Stratege " erhalten .
Schmidt galt als der Vater der Java-Strategie von Sun und kam zu Novell , um den
nach dem Rücktritt von Robert J. Frankenberg mehrere Monate kopflosen
Netzwerk-Spezialisten aus der Krise zu führen . Der Rücktritt von Schmidt kommt
überraschend im Zusammenhang mit der Übernahme von Cambridge Technology Partners
durch Novell . Jack Messman , bislang Präsident und CEO von Cambridge Technology
Partners , wird nun neuer CEO von Novell . Durch den Zusammenschluss erhoffen
sich beide Firmen eine bessere Position bei Internet-Dienstleistern und
E-Commerce-Firmen . In diesen Bereich sieht Novell selbst seine Zukunft ,
nachdem die Firma mit dem Server-Betriebssystem NetWare immer mehr Marktanteile
an die Konkurrenz von Microsoft und auch an Linux verlor . Allerdings hatte auch
Cambridge in letzter Zeit angesichts der Krise der Internet-Ökonomie und einer
schwächelnden US-Wirtschaft mit fallenden Aktienkursen zu kämpfen . Schmidt
meinte allerdings , der Deal sei in einer Linie zu sehen mit der Strategie von
Novell , mit Netzdiensten für die NetWare-Firma einen neuen Markt aufzubauen .
So richtig erfolgreich war dies bislang aber nicht : Im vergangenen Quartal
machte Novell gerade einmal einen Gewinn von einem Cent pro Aktie , 12 Cents
weniger als im entsprechenden Quartal des Vorjahrs . Schon in den Vormonaten war
Novell mit einigen Krisenmeldungen in die Öffentlichkeit getreten . Schlechte
Nachrichten am laufenden Band lieferten die Agenturen im vorigen Jahr , wenn es
um die Startups und Dot.Coms ging . Zwei magische Wörter , die die Kurse der
neuen Märkte an den Börsen rasend in die Höhe hatten schnellen lassen . Zum
Jahreswechsel hatte sich Ernüchterung breit gemacht . Und was bis dahin nur
unter vorgehaltener Hand getuschelt worden war , sprach jetzt jeder offen aus :
Leere Kassen ließen viele Börsenneulinge stöhnen - mit Häme wurden sie von den
Internet-Skeptikern überschüttet . " Ein Großteil der Startups lebte davon ,
regelmäßig refinanziert zu werden " , sagt Bernd Skiera , Professor für
E-Commerce am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre der Uni Frankfurt . " Die
Geschäftsmodelle sahen vor , dass erst Jahre nach der Gründung schwarze Zahlen
geschrieben werden . " Nach dem Einsturz der Aktienkurse fänden die Dot.Coms
aber keine neuen Investoren mehr . Es sei eine Frage der Zeit , wann weiteren
Unternehmen das Geld ausgehe . Der Telekommunikations- und Internet-Spezialist
Gigabell war das erste am Neuen Markt notierte Unternehmen , das einen
Insolvenzantrag gestellt hatte . Auch der Internet-Dienstleister Surf1 war im
September 2000 zahlungsunfähig . Die Kölner Portal AG , Anbieter von
Internet-Portalen , stellte ebenfalls im Herbst einen Insolvenzantrag . Der
Hamburger Internet-Ticket-Anbieter Gaudia.com folgte im Oktober . Für
Schlagzeilen sorgte zuletzt der niederländische Internet-Händler LetsBuyit.com
im Januar , der in letzter Minute den Konkursantrag zurücknahm . Die Zahl der
Internet-Pleiten hat im letzten Viertel des Jahres 2000 deutlich zugenommen .
Fast 60 Prozent der weltweit registrierten Schließungen wegen
Liquiditätsproblemen von mindestens 210 Dot.Com-Firmen im vergangenen Jahr
entfielen auf das Schlussquartal . Regional war Kalifornien einer Studie der
dortigen Firma Webmergers.com zufolge mit 30 Prozent betroffen . Elf Prozent
seien auf Westeuropa entfallen . Dem Abwärtssog der US-Technologiebörse Nasdaq
folgte hierzulande eine Serie von Pleiten und Fehlprognosen bei zahlreichen
Jungunternehmen . Zum Jahreswechsel lag der Neue Markt bei einem Jahrestief -
und bislang scheint das Ende der Talfahrt noch nicht in Sicht . Nachdem der
Nemax-50 am gestrigen Montag mit 1.836,91 Punkten schloss , fiel der Index am
heutigen Dienstagvormittag bereits um weitere 3,93 Prozent . Gut vier Jahre nach
dem Start ist der Neue-Markt-Index damit weit von seinem Höchststand von
9.694,07 Punkten entfernt . " Überzogene Erwartungen " in die Aussichten der
neuen Technologien machte der Chef-Anlageberater der Deutschen Bank , Alfred
Roelli , als Treibstoff für die rasanten Kursanstiege aus . " Fundamentale
Bewertungsmaßstäbe traten angesichts dieser Chancen in den Hintergrund . " In
dieser überhitzten Lage reichten dann einige Negativnachrichten aus , um die
Spekulationsblase zum Platzen zu bringen . Studien belegen die Probleme der
Dot.Coms und Startups . Den Machern wird Traumtänzertum vorgeworfen . Jedes
zweite Internet-Unternehmen scheitert an Fehlern im Personalmanagement , wie
eine Studie der Unternehmensberatung Arthur Andersen ergab . 60 Prozent der
Existenzgründer glaubten selbst nicht fest genug an ihre Pläne . " Die gute
Geschäftsidee ist für Dot.Com-Unternehmen allenfalls die halbe Miete " , hieß es
. Nach Ansicht von E-Commerce-Professor Skiera sind jedoch nicht allein die
Gründer Schuld am Startup-Sterben . Anleger hätten übertrieben auf Meldungen
reagiert , wenn " ein Unternehmen nur viel Geld ausgegeben hat " .
Existenzgründer seien in den Markt getrieben worden . Darauf hätten die Geber
von Risikokapital reagiert . Denen sei durch die einbrechenden Kurse jedoch viel
Geld verloren gegangen . " Bei diesen Unternehmen stehen auch die ersten
Insolvenzen an . " Zudem sei es zunehmend schwierig , Geschäftsideen im Internet
zu etablieren , sagt Skiera . Unternehmen der ersten Stunde wie
Internet-Dienstleister Yahoo und Online-Buchhändler Amazon hätten früh Felder
abgedeckt , bei denen Nachzügler dann mit ihren Geschäften gescheitert seien .
MobilCom bleibt bei bisherigen Geschäftszahlen Das Telekommunikationsunternehmen
MobilCom will sich nach außen weiterhin nach den internationalen Richtlinien IAS
darstellen . " Die Bilanzierung nach IAS ist internationaler Standard und wird
von allen großen Unternehmen praktiziert " , heißt es in einer Mitteilung der
MobilCom AG , die am Dienstag in Büdelsdorf verbreitet wurde . Hintergrund für
die MobilCom-Äußerung ist ein Artikel im Handelsblatt , der sich kritisch mit
der MobilCom-Bilanz auseinander setzt . Dieses Thema hatte bereits bei der
Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens im Februar eine größere Rolle gespielt .
" Die auf den Erwerb der Lizenz und den Aufbau des UMTS-Netzes angefallenen und
zukünftig anfallenden Finanzierungskosten sollen periodengerecht dargestellt
werden und so zu einem angemessenen Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen der
UMTS-Lizenz führen " , heißt es in der Mitteilung . Als Aktiengesellschaft , die
am Neuen Markt notiert ist , muss die MobilCom AG ohnehin einen Abschluss nach
IAS aufstellen . Hintergrund für die verschiedenen Bilanzierungen ist die
zunehmende Globalisierung der Kapitalmärkte . Notwendig ist jedoch nach wie vor
ein Einzelabschluss für die Aktiengesellschaft nach HGB , die jedoch oft nur im
Bundesanzeiger veröffentlicht wird und in den Medien in der Regel keine Rolle
spielt . Während in den USA US-GAAP der entscheidende Standard ist , verwenden
europäische Unternehmen eher IAS . Die Regeln für die Bilanzierung sind nicht
gesetzlich festgelegt , sondern werden von Wirtschaftsprüfern , Analysten und
Portfolio-Managern entwickelt und von der jeweiligen Börsenaufsicht gebilligt .
" Generell zeigen IAS und US-GAAP stärker als ein HGB-Abschluss die operative
Entwicklung eines Unternehmens " , sagte der Analyst Karsten Rahlf von der
Vereins- und Westbank in Hamburg der dpa . Die Informationen seien auch
detaillierter , zum Beispiel über die Segmente eines Unternehmens , die
Ergebnisse je Aktie und das Eigenkapital . Die Regelwerke entwickelten sich
jedoch stetig weiter . So sei die Frage , wie Telekommunikationsunternehmen ihre
Lizenzkosten bilanzieren , noch nicht wirklich geklärt , sondern es gebe einen
Spielraum , den MobilCom genutzt habe . " Die branchentypische Auslegung muss
sich erst noch etablieren " , sagte Rahlf . Deal mit VeriSign/NSI über
.com-Domain verschoben VeriSign/Network Solutions muss noch auf den geplanten
Deal für die .com-Domain warten : Die Direktoren der Internet Corporation for
Assigned Names and Numbers ( ICANN ) entschieden sich nach heftigen Protesten
der ICANN-Gremien und der Tagungsteilnehmer in Melbourne für eine Vertagung der
Entscheidung zu den neuen Verträgen mit dem Ex-Monopolisten . VeriSign-Vertreter
und das ICANN-Büro hatten auf den sinkenden Marktanteil des Ex-Monopolisten und
die Verträge mit den Betreibern der sieben neuen Top Level Domains verwiesen :
Eine Trennung von Adressmarketing und dem Betrieb der zentralen Datenbank (
Registry ) sei nicht länger notwendig . Die beiden von Usern im vergangenen
Herbst in den Vorstand gewählten At-large-Direktoren Andy Müller-Maguhn und Karl
Auerbach und der spanische ICANN-Direktor Amadeu Abril i Abril forderten
demgegenüber , diese Trennung aufrechtzuerhalten . Grundsätzlich einig war sich
der Vorstand , dass ICANNs Gremien Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden
muss . Auch die Öffentlichkeit hat nun noch Gelegenheit , sich zu dem
Vertragsentwurf zu äußern , der VeriSign die Kontrolle über .com bis 2007 und
darüber hinaus sichert . Am 2. April entscheiden die Direktoren in einer
Telefonkonferenz . " Ich sehe keinen großen Gewinn für die Internet Community "
, sagte Karl Auerbach in der Diskussion zu den Vertragsentwürfen . Weniger
Emotionen als vielmehr die Gesetze des Finanzmarktes solle man bei der
Entscheidung berücksichtigen , sagte ICANN-Direktor Jonathan Cohen . Die
Zusicherung eines Monopols für eine bestimmte Zeit würden das Unternehmen für
den Kapitalmarkt interessant machen . ICANNs Vorsitzender Vint Cerf warb mit dem
Hinweis auf VeriSigns Verzicht von .org und .net für den Vorschlag . Für .net
will sich VeriSign allerdings nach 2004 auf jeden Fall wieder bewerben . Das
Dreigestirn Abril i Abril , Müller-Maguhn und Auerbach warnte dagegen ganz
generell - auch mit Blick auf die neuen Registries - davor , Datenbank und
Adressverkauf in einer Hand zuzulassen . Es handle sich dabei um eine Änderung
von wesentlichen ICANN-Grundsätzen , meinte Abril i Abril . Der Jurist warnte
vor allem auch vor einem Verlust an Glaubwürdigkeit für die ICANN , wenn man
sich von VeriSign in die Eilentscheidung drängen lasse . Selbst der neue
Präsident Stuart Lynn hatte offensichtlich Bedenken gegen die Art und Weise
geäußert , in der der Vertrag durchgeboxt werden sollte . Mehrere Nachfragen
unter anderem der beiden deutschen Direktoren Müller-Maguhn und Helmut Schink -
ob Veränderungsvorschläge möglich seien - wiesen ICANN-Anwalt Joe Sims und
ICANN-Präsident Vint Cerf zurück . Der ausgeübte Druck passe nun gar nicht zum
Anspruch von ICANN und mache die ganze Struktur sinnfrei , äußerte Müller-Maguhn
gegenüber heise online : " VeriSign hat offenbar bewusst seine Vorstellungen so
knapp auf den Tisch gelegt , dass Domain-Name-Supporting-Organisation und
-Direktoren gar nicht ordnungsgemäß informiert werden konnten . " Diese
Strategie könne man , so Müller-Maguhn , wohl nur noch als " mafiös " bezeichnen
. Wettbewerbsfeindliches Verhalten wurde VeriSign bei der Sitzung auch von
Seiten der Registrare vorgeworfen . Beispielsweise bei der Vorregistrierung der
nicht-englischsprachigen Domains habe VeriSign die Registrierungen der
spanischen Internames erst mit Verzögerung zugelassen , dadurch habe das
Unternehmen 90 Prozent der registrierten multilingualen Domains verloren . Das
Direktorium entschied sich bei der Sitzung zu einer Warnung mit Blick auf die
nicht-englischen Domains . Man sei " besorgt " wegen der Verwirrung , die die
verschiedenen Tests bei den Nutzern verursachen könnten . Einer Reihe von
Direktoren ging der Beschluss nicht weit genug , Müller-Maguhn forderte eine
Warnung zum Schutz der User , Abril i Abril forderte den Stopp der Tests .
Insgesamt sah die ICANN-Vorstandssitzung in Melbourne mehr grundsätzliche
Auseinandersetzungen als gewöhnlich . Erstmals konnten die so genannten
At-large-Direktoren , die von den ICANN-Mitgliedern ( at large members ) gewählt
wurden , eigene Akzente setzen . Dazu gehörten beispielsweise die von
Müller-Maguhn und Auerbach vorgeschlagene Einrichtung einer eigenen Fachgruppe
für private Domain-Inhaber und die Erweiterung des At large Study Committees (
ALSC ) zur Untersuchung der Online-Wahlen für das ICANN-Direktorium um
ausgewiesene At-large-Vertreter . Durchsetzen konnten sie die Vorschläge auch
deshalb nicht , weil die fünfköpfige At-large-Fraktion keineswegs geschlossen
abstimmte . Zumindest erstaunlich ist nach den Diskussionen um den
VeriSign-Vertrag der Beschluss des Vorstandes , die Vertragsgestaltung für die
neuen Top Level Domains komplett in die Hände der ICANN-Hauptamtlichen zu legen
. Der Vorstand ermächtigte ICANNs neuen Präsidenten und CEO , Stuart Lynn , die
Verträge mit den neuen Top Level Domains zu unterzeichen , sobald sie komplett
ausverhandelt sind . Die Direktoren können über die weit reichenden Verträge nur
noch innerhalb einer Sieben-Tage-Frist nach Veröffentlichung der
unterschriftsreifen Verträge Einwände erheben . Müller-Maguhn und Abril i Abril
forderten auch hier vergeblich eine Grundsatzentscheidung zur Trennung von
Registrar- und Registryfunktion . VoiceStream-Aktionäre segnen Übernahme durch
Telekom ab Die Deutsche Telekom ist der geplanten Übernahme des
US-Mobilfunkanbieters VoiceStream einen weiteren Schritt näher gekommen . Auf
der VoiceStream-Hauptversammlung am Dienstag gaben die Anteilseigner grünes
Licht für den Kauf durch den Bonner Telefonriesen , teilte die Telekom mit .
Auch die Aktionäre des Mobilfunkbetreibers Powertel , der im Zuge der Übernahme
durch VoiceStream ebenfalls in den Besitz der Telekom gelangen soll , stimmten
dem Kauf zu . " Durch den geplanten Zusammenschluss der drei Unternehmen wird
der erste und einzige transatlantische digitale GMS-Mobilfunkbetreiber entstehen
" , erklärte Telekom-Chef Ron Sommer . Damit steht nur noch die Genehmigung der
US-Aufsichtsbehörde FCC aus . Eine Entscheidung wird in den kommenden Wochen
erwartet . Beobachter gehen davon aus , dass die FCC die Übernahme von
VoiceStream durch die Deutsche Telekom billigen wird . Im Vorfeld hatten sich
einige Senatoren entschieden gegen den Kauf ausgesprochen , weil sich der
deutsche Telekom-Riese noch mehrheitlich im Besitz der Bundes befindet . Die
US-Sicherheitsbehörden hatten allerdings Mitte Januar ein Abkommen mit den
beiden Unternehmen geschlossen , das eine Gefährdung der nationalen Sicherheit
der USA ausschließen soll . Nicht absehbar ist derzeit , ob die
VoiceStream-Eigentümer am Ende der Transaktion nicht noch eine Nachbesserung des
Kaufpreises fordern . Diese Option steht ihnen für den Fall offen , dass der
Kurs der T-Aktie zwei Wochen vor Abschluss der Übernahme im Mittel unter 33 Euro
liegt . Am Dienstag zum Ende des Handels in Frankfurt notierte die T-Aktie bei
26,08 Euro . Domain-Rebellen , die ICANN und die digitale Spaltung Pascal
Bernhard bringt die Stimmung zahlreicher Netzbürger auf den Punkt : " Wir sind
es leid , auf neue Top Level Domains zu warten . " Also hat der Geschäftsführer
des Internet-Dienstleisters Cube zusammen mit den Chefs einer Handvoll weiterer
Netzunternehmen einfach eine Registrierungsstelle für alternative gTLDs , das
BeatNIC , gegründet . Seit Ende vergangener Woche können Surfer bei dem
virtuellen Zentrum kostenlos Adressen unter 20 neuen TLDs anmelden . Der Andrang
übersteigt laut Bernhard alle Erwartungen : " Wir registrieren wie die
Weltmeister . " 2.000 neue Domains habe BeatNIC innerhalb der ersten Tage nach
dem Startschuss bereits eingetragen . Doch BeatNIC ist keineswegs die einzige
Alternative zu den von der ICANN gebilligten Verkäufern von Webimmobilien . Doch
bisher spielten die parallelen Netzwelten eine zu vernachlässigende Nebenrolle .
Doch Unternehmer aus Amerikas zerbröselnder New Economy wittern seit kurzem ihr
großes Geschäft mit in Eigenregie vermarkteten Top Level Domains und starten
ambitionierte Firmenprojekte , die einen neuen Hype rund um das " World Wide Web
2 " , wie der New Scientist das nennt , entfacht haben . Nach dem Scheitern des
von IdeaLab betreuten Spielzeugversenders eToys soll nun das Startup New.net den
Erfolg bringen . Die Firma aus dem kalifornischen Pasadena vertreibt über 20
übergeordnete Domains , darunter auch die von ICANN in der letzten
Entscheidungsrunde nicht berücksichtigten Namensräume .kids , .shop und .xxx .
Die Häretiker können sich auf eine Welle des Misstrauens und des Protests gegen
die kalifornische Netzverwaltung ICANN stützen , die selbst den amerikanischen
Kongress und den Senat erreicht hat . Unbeliebt gemacht hat sich die heimliche
Netzregierung bei ihren " Untertanen " vor allem durch die weit gehend
willkürliche Auswahl der sieben offiziellen neuen gTLDs , durch ihre Nähe zur
Industrie sowie dem von Rückschlägen gezeichneten Umgang mit der Nutzerbasis ,
gegen deren weitere Einflussnahme auf wichtige Entscheidungen sich die ICANN
sperrt . Doch der Staub , den Projekte wie New.net oder BeatNIC momentan
aufwirbeln , bringt auch Kritiker der wild wachsenden Netzkolonien auf den Plan
. Denn selbst wenn New.net TLDs wie .mp3 mit viel besuchten Sites wie MP3.com
vermarkten will und Kooperationen mit den großen amerikanischen Providern
Earthlink , Excite und Netzero abgeschlossen hat , sind die alternativen Domains
für die Mehrheit der User bisher nicht erreichbar . Da sie von der ICANN , die
in Absprache mit dem US-Wirtschaftsministerium und vertreten durch Verisign
Global Registry über das allgemeine Domain Name System ( DNS ) wacht , nicht
akzeptiert werden , landen sie nicht im a-Root-Server und auch nicht in der
DNS-Server-Software der meisten Provider , die Domain-Abfragen weiterleitet und
beantwortet . Interessierte Nutzer müssen ihre DNS-Einstellungen in der Regel
manuell ändern , um die nicht-autorisierten Netzwelten zu erreichen . Vint Cerf
, Vorstandsvorsitzender der ICANN , hält die Bemühungen der alternativen
Domainbetreiber daher schlicht für einen " Trick " . Der Netzpionier befürchtet
eine neue Form der digitalen Spaltung zwischen Surfern und Providern , die ihre
Einstellungen für die Kolonialisten öffnen , und jenen , die bei den
ICANN-Vorgaben bleiben . Das Eingeben einer URL könnte bei immer mehr Nutzern
daher zu vollkommen unterschiedlichen Ergebnissen führen . Selbst beim Versenden
einer E-Mail könne man sich beim Vordringen alternativer TLDs nicht mehr sicher
sein , wo sie lande . Bernhard vom BeatNIC hält die Warnungen vor einem "
Namenschaos " dagegen für überzogen . Die Nutzer sind seiner Meinung nach nicht
so dumm , als ob sie nicht zwischen den einzelnen Netzwelten und DNS-Servern
unterscheiden könnten . Doch gleichzeitig kritisiert er New.net , da die
Kalifornier keine Rücksicht darauf nähmen , welche TLDs bereits von welcher
Organisation verwaltet würden . Um einen drohenden Domainkrieg und einen
Wettlauf um die " betreuten " Namensräume zwischen den Rebellenorganisationen zu
vermeiden , plädiert Bernhard für die Einberufung einer " Schlichtungsinstanz "
. Die solle vorgeben , wer welche Domains verwalten und auflösen dürfe . Auch
die ICANN könne dabei eine Rolle spielen . Doch damit sind die Demonstranten
gegen das ICANN-Monopol wieder beim Ursprungsproblem angekommen . Denn ohne eine
weit gehend zentralisierte Kontrollorganisation läuft letztlich auch im "
chaotischen " Internet wenig . Ein Vorteil der Rebellenbewegung zeichnet sich
aber bereits ab : Die ICANN-Entscheider spüren trotz aller zur Schau gestellten
Lässigkeit den Druck von unten und dürften sich bei der zweiten Phase der
Akkreditierung neuer gTLDs etwas beeilen . Technisch sehe er kein großes Problem
mit Tausenden neuer Netzräume , sagte Cerf bereits direkt nach seiner Wahl zum
ICANN-Vorsitzenden im November in einem Telepolis-Interview . Man wolle aber
erst abwarten , welche Nachfrage tatsächlich bestehe und wie sich das
Verkehrsaufkommen auf den neuen Autobahnspuren gestalte . Vielleicht geht die
Prüfung des Ausbaus des Information Highway nun schneller . Verlauten ließ die
ICANN während des gerade zu Ende gegangenen Treffens in Australien jedenfalls ,
dass die im November nicht berücksichtigten Antragsteller für neue TLDs
keineswegs völlig aus dem Rennen seien und in der nächsten Runde am Zug sein
könnten . Lotus erweitert Web-Browser mit Notes-Funktionen Mit DOLS ( Domino
Offline Services ) stellt Lotus sozusagen die Kronjuwelen des Notes-Client für
den Netscape Navigator ( ab Version 4.5 ) und Internet Explorer ( ab Version 4.0
SP1 ) zur Verfügung . Domino-Anwendungen können damit auf den Client
heruntergeladen und offline genutzt werden . Quickplace von Lotus war das erste
Produkt , das auf einem Vorläufer von DOLS basierte . DOLS ist für Lotus
übrigens schon der zweite Anlauf , Offline-Dienste für Browser zu realisieren .
Schon einmal hatte Lotus mit dem so genannten Weblicator versucht , beliebige
Web-Anwendungen offline bereitzustellen . Weblicator konnte recht gut mit
statischen Webseiten und einfachen HTML-Forms umgehen , scheiterte aber bei
anspruchsvolleren Anwendungen . Mit DOLS wählt Lotus nun einen weniger
allgemeinen , aber wohl erfolgversprechenderen Weg . Anders als der Weblicator
setzt DOLS auf der Server-Seite einen Domino-Server voraus , den man zunächst um
Administrationsfunktionen ergänzen muss . Anschließend sind die
Domino-Anwendungen für die Verwendungen mit DOLS anzupassen . Erst dann kann der
Web-Browser die Anwendung offline nutzen . Dazu installiert DOLS eine lokale
Server-Komponente , die für den Anwender vollkommen transparent bleibt . Um sich
einen grösseren Download dieser Komponente zu ersparen , kann man diese zuvor
von einem Datenträger laden . Die eigentliche Installation und Konfiguration
wird dann von der Anwendung vorgenommen . Auch wenn Lotus DOLS nun zum freien
Download anbietet , ist das Produkt dennoch nicht kostenlos : Für jeden Anwender
ist eine Client Access License ( CAL ) notwendig . Lotus nennt diese Lizenz
iNotes ; sie enthält neben DOLS auch die Unterstützung von Microsofts Outlook
als Domino-Client . Jährliche Updates für OS/2 Warp Nun steht der Termin fest :
Im November dieses Jahres soll es laut einer Marketing-Ankündigung von IBM
erstmals so genannte Convenience Packs ( " Bequemlichkeitspakete " ) für OS/2
Warp und OS/2 Warp Server for e-Business geben . Bislang erzeugt IBM in
regelmässigen Abständen neue Builds der Software und leitet daraus Fixpacks ab ,
mit denen man bereits installierte System aktualisieren kann . Unlängst wurde
für die amerikanische Version Fixpack 13 freigegeben . Da der OS/2-Client nun
bereits seit 1996 unverändert ausgeliefert wird , gestaltet sich die
Installation eines frischen Systems zunehmend schwierig . Dann muss man noch das
aktuelle Fixpack nachinstallieren , Java-Engine und Netscape Communicator in der
richtigen Reihenfolge aktualisieren und sich die neuesten Gerätetreiber besorgen
. Mit dem Convenience Pack verspricht sich dieser Installationsvorgang nun
erheblich zu erleichtern . Die Installations-CD soll bootfähig sein und bereits
alle Aktualisierungen enthalten - ein Service , auf den auch so mancher
NT-Administrator schon lange wartet . Auch bei Microsoft ist ein frisch
ausgeliefertes NT immer noch auf dem Stand von 4.0 . Anders als die Fixpacks ,
die man sich kostenlos herunterladen kann , werden die Convenience Packs nur im
Rahmen von Software Choice erhältlich sein . Dabei handelt es sich um ein
kostenpflichtiges Abonnement , das für jeweils zwei Jahre abgeschlossen wird .
Die Ankündigung der Convenience Packs fällt in eine Zeit , in der viele Gerüchte
um einen neuen Warp Client kursierten , der im September dieses Jahres
erscheinen sollte . Ohne Pressemitteilung wäre die Marketing-Ankündigung über
die Convenience Packs beinahe unbemerkt durchgeschlüpft - wenn sie nicht
sogleich heftige Diskussionen darüber ausgelöst hätte , warum der OS/2-Client
zum Beispiel auf JFS ( Journaling File System ) und SMP-Unterstützung verzichten
muss , die auf dem Server gleichen Release-Standes bereits zur Verfügung stehen
. Nach EU-Placet : Neuer Aufsichtsrat für Mannesmann Der Mobilfunkbetreiber
Vodafone AirTouch will nach der Genehmigung der Übernahme von Mannesmann durch
die EU-Kommission den Aufsichtsrat des Düsseldorfer Konzerns neu besetzen . Das
sagte ein Firmensprecher am Mittwoch in einer Telefonkonferenz . Die Stunden
zuvor erteilte Zustimmung der EU-Kommission ist an Auflagen geknüpft . Die
Unternehmen müssen die britische Mannesmann-Mobilfunktochter Orange verkaufen
und Netze für Konkurrenten öffnen . Mit der Fusion baut Vodafone seine Stellung
als weltgrößter Mobilfunkanbieter weiter aus . Die Abtrennung von Orange werde
sofort nach der Genehmigung der Kommission beginnen , teilte die EU-Kommission
in Brüssel mit . Die Bedenken der Kommission betrafen den britischen und
belgischen Markt . EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti sagte in Brüssel vor
Journalisten : Die Kommission ging damit auf Beschwerden von Konkurrenten ein .
Nun sollen die Konkurrenten das integrierte Netz von Vodafone/Mannesmann nutzen
können . Die Preise dafür dürften nicht diskriminierend sein , sagte Monti . Die
Kommission will diese auf drei Jahre befristeten Zusagen selbst kontrollieren
und auch möglichen Beschwerden nachgehen . Für die geplante Neubesetzung des
Mannesmann-Aufsichtsrates werde noch vor Beginn der Sitzung des Kontrollgremiums
am kommenden Montag ein entsprechender Gerichtsbeschluss erwartet , hieß es in
der Vodafone-Telefonkonferenz . Dieser solle aber erst nach der
Aufsichtsratsitzung bekannt gegeben werden . Mannesmann will am Montag endgültig
über die Zukunft der Industriesparte Atecs entscheiden . Die
EU-Wettbewerbsbehörde untersuchte den Fall Vodafone-Mannesmann drei Monate lang
. Die Konzerne mussten ihr Vorhaben im März wegen zunächst fehlender Unterlagen
neu anmelden . Vodafone ist bereits allein der weltweit größte Mobilfunkanbieter
. Die Vereinbarung sieht vor , dass die Aktionäre der Mannesmann AG ( Düsseldorf
) mit 49,5 Prozent an dem neuen Konzern beteiligt sein werden . Vodafone besitzt
mittlerweile mehr als 98 Prozent der Aktien von Mannesmann . Mannesmann hatte in
der vergangenen Woche eine eingehende Prüfung der Gebote versprochen und eine
mit Vodafone abgestimmte Entscheidung angekündigt . Branchenexperten rechnen mit
dem Verkauf der Gruppe an einen der Bieter . Schwere Zeiten für Internet-Firmen
In seiner Eröffnungsrede für das Spring Symposium der Gartner Group prophezeite
Michael D. Fleischer , Chef der amerikanischen Marktforscher , den so genannten
Dot.Com-Companies der Internet-Ökonomie schwere Zeiten . Angesichts all der
Euphorie um die Start-Ups der Internet-Ökonomie eine etwas überraschende
Prognose . Gestützt wurde sie auf der Eröffnungsveranstaltung des
Gartner-Symposiums aber auch durch Vasant Prabhu , Manager von McGraw-Hill . Die
Internet-Firmen würden den Wert von Technologie überschätzen , Technologie sei
aber nicht genug , meinte Prabhu . Außerdem würden sie ihr Barkapital viel zu
schnell verbrauchen . Fleischer meinte aber auch , dass traditionelle Firmen
ohne Berücksichtigung des E-Commerce ebenfalls nicht überleben würden . Es müsse
eine Art Verbindung zwischen klassischen und Internet-Modellen für das Geschäft
geben . Die schnelle Entwicklung von Vorgehensweisen , die traditionelle und
elektronische Business-Modelle verbinden , entwickle sich zu einer dringenden
Notwendigkeit für alle Unternehmen . Angesichts des Verfalls der Kurse an der
amerikanischen High-Tech-Börse Nasdaq , der unter anderem die Internet-Firmen
besonders betraf , und angesichts der jüngsten Schwierigkeiten von
Dot.com-Companies sind die Prognosen von Fleischer allerdings nicht ganz von der
Hand zu weisen . Viele Analysten befürchten bereits , die Konzentration auf
Eroberung von Marktmacht ohne Rücksicht auf Kosten und Gewinne könne für viele
Internet-Firmen in eine Sackgasse führen . Die Unfähigkeit , sich steigenden
Anforderungen des Geschäfts ebenso wie der Kunden anzupassen , die gewisse
Dienstleistungen aus der traditionellen Ökonomie gewohnt sind , wird von einige
Börsianern gegen die Internet-Ökonomie ins Feld geführt - ebenso wie die
Beispiele , bei denen klassische Firmen den Dot.Com-Unternehmen schnell den
Markt weggenommen haben , sobald sie zusätzlich mit E-Commerce-Angeboten ins
Internet gegangen sind . CDU fordert Bundes-Internetbeauftragten Die
stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion , Dr. Maria Böhmer ,
möchte mehr informationstechnische Kompetenz und Koordination in der
Bundesverwaltung und in den Ministerien . Das Internet werde unsere Gesellschaft
nachhaltig verändern - deshalb fordert Böhmer die Bundesregierung auf , einen
zentralen Internetbeauftragten einzusetzen , ähnlich dem Kulturbeauftragten der
Bundesregierung . Und der hat in Person von Michael Naumann immerhin den Rang
eines Staatsministers im Kanzleramt - ganz ohne Macht wäre also der
Internetbeauftragte nach den Vorstellungen von Böhmer nicht . Die
CDU-Politikerin hat auch bereits recht konkrete Vorstellungen , was der
Internetbeauftragte leisten soll . Drei Punkte erscheinen Böhmer relevant :
Koordination , Verwaltungsmodernisierung und Überprüfung von Gesetzen . So sei
der Bereich Medien- und Informationstechnologien verteilt auf das Innen- ,
Wirtschafts- und Forschungsressort , schreibt sie in ihrer Erklärung an die
Bundesregierung . Eine solche Trennung ist ihrer Ansicht nach angesichts der
zunehmenden Verschmelzung von Massen- und Individualkommunikation aber nicht
haltbar - dem Internetbeauftragten würde also die Zusammenführung bislang
getrennter Bereiche obliegen . Zudem sieht sie ihn als Schrittmacher für die
Modernisierung der Verwaltung : " Der Internetbeauftragte könnte dafür Sorge
tragen , dass die Bundesverwaltung neue Technologien und Arbeitsverfahren
einführt . " Außerdem müsste der Internetbeauftragte " die Auswirkungen neuer
Gesetze auf die Entwicklung der Internetkultur " abklopfen . Die etwas wolkige
Formulierung präzisierte ein Sprecher der CDU-Abgeordneten : Bislang würden
Gesetze vor allem auf ihre Kostenrelevanz hin überprüft . Steuergesetze
beispielsweise könnten aber auch Investitionshemmnisse für die Entwicklung des
Internet und des E-Commerce in Deutschland darstellen , erklärte er gegenüber
c't . Ein anderes Beispiel sei das Rabattgesetz , bei dem eventuelle
Veränderungen unter dem Aspekt ihrer Auswirkungen auf den E-Commerce hin
untersucht werden müssten . Guggenheim-Museum geht online Das Museum will von
September an im Internet eine kommerzielle Bilddatenbank einrichten und auch
Kulturreisen und Seminare vermarkten , berichtet der Spiegel in seiner neuesten
Ausgabe . Thomas Krens , Leiter der Solomon Guggenheim Stiftung , plane die "
digitale Groß-Offensive " gemeinsam mit Kooperationspartnern in aller Welt .
Neben seinen bisherigen Allianzen mit der Eremitage in St. Petersburg und dem
Kunsthistorischen Museum in Wien wolle er dazu auch neue Partnerschaften
schließen . Verhandelt werde etwa mit dem Zentrum für Kunst und
Medientechnologie in Karlsruhe und der Graphischen Sammlung Albertina in Wien .
Zum Kreis der Investoren gehöre unter anderem die japanische Internet-Holding
Softbank . In der Vergangenheit sei Museumschef Krens für seinen Expansionsdrang
und seine wirtschaftsnahe Museumspolitik gerügt worden . Das Museum hat in den
vergangenen Jahren Filialen unter anderem in Bilbao und Berlin eröffnet . Neue
Vorwürfe gegen Lernout & Hauspie Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat
der früheren Führung des angeschlagenen Weltmarktführers für elektronische
Spracherkennungssysteme , Lernout & Hauspie , Unregelmäßigkeiten vorgeworfen .
Dabei geht es unter anderem um vordatierte Verträge und künstlich
hochgeschraubte Umsatzzahlen , berichteten belgische Medien am heutigen Freitag
. Die Anteilseigner warten nun mit Spannung auf die außerordentliche
Hauptversammlung , die für den 27. April geplant ist . Es geht um die Abschlüsse
von 1998 bis 2000 . Das seit Monaten kriselnde Unternehmen mit Sitz im
flämischen Ypern hatte Anfang Januar unter harten Auflagen Gläubigerschutz
erhalten und ist damit bis Ende Juni von Zahlungsverpflichtungen befreit . Der
nun vorliegende Bericht der Wirtschaftsprüfer hatte zu den Bedingungen für
diesen Gläubigerschutz gehört . Microsoft : Kampfansage an MP3 Microsoft und
andere Anbieter wollen offensichtlich offensiv gegen MP3 , das populäre Format
für Musikdateien , vorgehen . Nach einem Bericht des Wall Street Journal will
beispielsweise der Software-Konzern aus Redmond die Möglichkeiten zur Nutzung
von MP3 in Windows XP , dem designierten Nachfolger von Windows 9x/ME und
Windows NT/2000 , stark einschränken . Die in Windows XP eingebaute Software
werde im endgültigen Release Musikstücke mit nicht mehr als 56 Kbit/s in
MP3-Dateien umwandeln können - eine Qualität , die selbst dem geduldigsten Hörer
kaum genügen dürfte . Bei der Umwandlung in Microsofts eigenes Format WMA soll
es dagegen keine Beschränkungen geben . Zusätzlich klagen laut dem US-Blatt
Beta-Tester von Windows XP darüber , dass Software von anderen Anbietern , die
MP3s encoden kann , unter Windows XP nicht mehr vernünftig funktioniere - bis
dahin , dass sich keine CDs mehr brennen ließen . So lassen sich Einschränkungen
festlegen , ob eine Datei als Musikstück auf CD gebrannt werden kann , wie oft
der Song abgespielt werden darf und ähnliches . Solche Funktionen plant
beispielsweise auch Napster , wenn die Tauschbörse ihren kostenpflichtigen
Dienst einführt . Diese Kontrollmöglichkeiten sind eine von der Musikindustrie
schon lange geforderte Funktion , mit der die Labels ihre Rechte sichern und das
unkontrollierte Tauschen von Musik über das Internet unterbinden wollen . MP3
spielt dabei eine große Rolle : Bislang konnten sich für das Format keine
Kopierschutzmechanismen durchsetzen . Auf der anderen Seite sind die aus den
Songs entstandenen MP3-Dateien klein genug für die Übertragung im Internet ;
zudem reicht die Qualität der MP3-Dateien bei höheren Bitraten ab 128 Kbit/s für
die meisten Hörer vollständig aus . " Die Industrie will MP3 nicht fördern ,
Microsoft und RealNetworks wollen es nicht fördern " , meinte David Faber , ein
früherer Mitarbeiter bei der Federal Communications Commission , gegenüber dem
Wall Street Journal . " Der Verbraucher wird schon fressen , was er vorgesetzt
bekommt . " Trotzdem ist keineswegs sicher , dass sich die Konzerne mit ihrem
Vorgehen gegen MP3 durchsetzen können - allzu sehr hat sich das Format schon
verbreitet , unzählige Anwendungen und portable Player setzen auf MP3 . Kein
Wunder , dass sich selbst Firmen , die Interesse an einem Niedergang von MP3
haben , skeptisch äußern : " Das ist keine einfache Aufgabe " , meinte etwa
Andrea Cook Fleming , Vizepräsidenten von Liquid Audio , einer Firma , die
ebenfalls ein eigenes Musikformat mit Kopierschutzmechanismen anbietet . Den
meisten Chancen rechnen die Labels wie auch die Anbieter noch Microsoft aus -
allein auf Grund seiner Marktmacht und seinem aggressiven Vorgehen , WMA populär
zu machen , hoffen sie auf eine zunehmende Verbreitung des Formats gegen MP3 .
So gibt Microsoft auch kostenlose Lizenzen zur Nutzung von WMA an Hersteller ab
; inzwischen unterstützen einige portable Player das Microsoft-Format . " Wenn
Microsoft irgendwas in den Betriebssystemen unterstützt , wird es zum Standard "
, meinte Faber , der auch als Zeuge für die Regierung im Kartellprozess gegen
Microsoft ausgesagt hatte . " Der normale Verbraucher wird das benutzen , was
mit der Software mitkommt , wenn er einen Rechner kauft . " Microsoft selbst
erklärte , durch die Beschränkung der MP3-Fähigkeiten in Windows XP müsse man
auch keine Lizenzgebühren an die Entwickler des Formats zahlen . " Wir glauben ,
letztlich ist es den Verbrauchern egal , in welchem Format sie Songs aufnehmen "
, meinte Dave Fester , Chef von Microsofts Digital Media Division . Natürlich
werde es auch mit Windows XP möglich sein , MP3s ohne Einschränkungen
abzuspielen . Aber für neue Aufnahmen gebe es klare Vorteile , wenn man MP3
nicht benutze . Telekom schickt 31 Telefonfirmen Mahnungen Die Deutsche Telekom
hat nach einem Bericht des Spiegel 31 Billiganbieter von Telefongesprächen zur
Zahlung ihrer Millionenschulden ermahnt . Sollten sie nicht zahlen , drohe ihnen
das Schicksal des Marburger Unternehmens Teldafax , dem wegen offener Rechnungen
die Leitungen gekappt wurden . Zu den Adressaten gehörten nach dem Bericht auch
namhafte Firmen wie Mannesmann Arcor und MobilCom . Einige der Schuldner
begründeten ihr Verhalten mit noch gar nicht fälligen oder falschen Rechnungen ;
Verbände der Telekom-Konkurrenten sprachen schon davon , dass der Ex-Monopolist
vermietete Leitungen teilweise mehrfach abgerechnet habe . Bei
Call-by-Call-Gesprächen fungiert die Telekom mit ihrem Leitungsnetz als
Voranbieter . Kunden können Gespräche durch Vorwahl einer gesonderten Nummer
führen . Sie müssen der Telekom für die Nutzung der Leitungen eine Miete zahlen
. Intel-Mitbegründer Gordon Moore geht in Pension Der 72-jährige
Intel-Mitbegründer Gordon Moore geht nach 32 Jahren Firmenzugehörigkeit in
Pension . Gordon Moore , der Intel zusammen mit Robert Noyce im Jahre 1968
gründete , ist meistzitiert mit " Moore's Law " , seiner Beobachtung , dass
Prozessorhersteller die Leistung ihrer Chips alle 18 Monate verdoppeln können .
" Er ist soetwas wie der Dekan der Halbleiterindustrie des Silicon Valley " ,
fügte T. J. Rodgers , Chef der Cypress Semiconductor Corp. , hinzu . Das waren
insgesamt rund 10 Prozent mehr als im Jahr 1999 . Die Kundenpflege per Computer
und die Privatsphäre Im Kampf um den Kunden haben viele Unternehmen den Computer
als Waffe entdeckt . Das computergesteuerte Customer Relationship Management (
CRM , zu Deutsch etwa " Kundenbeziehungsmanagement " ) hat in den vergangenen
Jahren Marketing und Vertrieb geradezu revolutioniert . Es erlaubt eine genaue
Einteilung und Identifikation von Zielgruppen . Möglich wird dies durch eine
sehr umstrittene Technik : Data Mining - die Sammlung und Analyse gewaltiger
Mengen von Kundendaten , die Rückschlüsse auf Lebens- und Kaufgewohnheiten
zulassen . Kritiker fürchten einen Angriff auf die Privatsphäre , während
Befürworter auf die Vorteile für die Verbraucher verweisen . Die
Softwarehersteller sprechen eine klare Sprache : " Frühzeitiges Erkennen
abwanderungsgefährdeter Kunden " , wirbt Siemens im Internet . Der Walldorfer
Softwarekonzern SAP verspricht auf seinen Webseiten , dass die digitale
Beziehungspflege die Kunden ausgabefreudiger macht : " Steigerung des
Kundenwerts über den gesamten Beziehungszyklus " . SAP-Software erleichtert
zudem die Suche nach den Kunden , denen der Geldbeutel am lockersten sitzt : "
Fokussierung der Vertriebsmitarbeiter auf die profitabelsten Kunden . "
Abtrünnige Kunden lassen sich zurückgewinnen : " Nutzen Sie Beziehungsmanagement
, um Exkunden zu aktivieren " , heißt es im Internet bei SAS Institute , dem
Marktführer der Branche . Das US-Unternehmen , dessen deutsche Tochter in
Heidelberg ansässig ist , bringt es auf die einprägsame Formel : " Das Bild vom
Kunden muss so scharf sein wie der Wettbewerb . " Das Prinzip des Datenschürfens
im digitalen Bergwerk ist einfach : " Große Datenbestände aus unterschiedlichen
Datenbanken werden zusammengefasst und auf bisher unbekannte Zusammenhänge und
Trends durchleuchtet " , sagt Andreas Reuter , wissenschaftlicher Direktor des
European Media Laboratory in Heidelberg . Quellen der Daten können etwa
Kaufverträge sein , Registrierungsformulare für Neukunden , EC- , Kredit- und
Versicherungskarten oder das Internet . " Der Erfolg ist messbar " , sagt
Andreas Zipser , Marketing-Manager bei SAS Institute in Heidelberg : So habe die
Telekom-Mobilfunktochter T-Mobil durch Einsatz von SAS-Software ihre Stornoraten
um 30 Prozent senken können . Heutzutage sei es möglich , die Kunden in kleine
homogene Gruppen segmentieren . Die Kritik hält der SAS-Manager für unberechtigt
, da Data Mining nicht auf den " gläsernen Kunden " abziele : Die Frage lautet
nicht : Was kauft Lieschen Müller , sondern : Den Vorteil hätten auch die Kunden
: " Sie bekommen die individuelle Ansprache , die sich die meisten Menschen
wünschen . " Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder aber sind
skeptisch . " Persönlichkeitsprofile , automatisierte Vorhersagen von
Verhaltens- und Handlungsweisen , Manipulationsmöglichkeiten und zu lange
Speicherung sind befürchtete Gefahren " , heißt es in einer gemeinsamen
Entschließung der Datenschützer . " Problematisch ist auch , wenn die Daten für
Zwecke verwendet werden , von denen die Kunden gar nichts wissen " , sagt Helmut
Bäumler , der schleswig-holsteinische Landesbeauftragte für den Datenschutz .
SAS-Manager Zipser hingegen meint , dass das Problem sich von alleine lösen
werde . Sicher scheint derzeit nur eins : Die Kontroverse um die digitale
Kundenpflege und den " digitalen Bergbau " wird auf absehbare Zeit eines der
wichtigen Themen im Datenschutz bleiben . Cisco baut Abteilung für optische
Netze aus Nach der Übernahme der Sparte für optische Netzsysteme des
italienischen Mischkonzerns Pirelli Ende letzten Jahres schlägt
Router-Spezialist Cisco nun ein zweites Mal in Europa zu : In Form eines
Aktientausch geht das Stockholmer Unternehmen komplett in den Besitz der
Kalifornier über . Qeyton ist spezialisiert auf Wavelength Division Multiplexing
( WDM ) in MANs ( Metropolitan Area Networks ) . Der Hersteller bietet unter
anderem Geräte für End-to-End-Verbindungen und Ring-Netze an , die vor allem von
Internet-Providern oder Dienstleistern für Unternehmensnetze eingesetzt werden .
Qeyton wird seinen Standort in Stockholm behalten , aber direkt Geraint Anderson
, Vize-Präsident und Chef der Photonik-Einheit bei Cisco unterstellt . Mit der
Übernahme baut Cisco seine Sparte für optische Hochgeschwindigkeits-Netze auf
WDM-Basis weiter aus , die im Prinzip eigentlich erst durch die Übernahme der
Pirelli-Abteilung entstanden ist . Bislang hinkte Cisco , unangefochtener
Spitzenreiter bei den klassischen Internet-Routern , den Photonik-Marktführern
Nortel und Lucent weit hinterher : Da die optischen Netze einer der großen
Boommärkte sind , hofft Cisco offensichtlich , durch Aufkäufe den Rückstand
gegenüber den Platzhirschen der WDM-Technik aufholen zu können . Erster
Landesbericht zu Datenschutz in der Wirtschaft Das baden-württembergische
Innenministerium hat den ersten Bericht über den Datenschutz im
privatwirtschaftlichen Bereich vorgelegt . Er zeigt nach den Worten von
Innenminister Thomas Schäuble ( CDU ) , dass die Unternehmen im Land den
Datenschutz sehr ernst nehmen . Die am Freitag veröffentlichte Betrachtung
enthält zwar zahlreiche kleinere Mängel beim Schutz personenbezogener Daten ,
aber nur wenige gravierende Beanstandungen . In Einzelfällen wurde ein
nachlässiger Umgang von Banken mit sensiblen Kundendaten gerügt . Dem Bericht
zufolge wurden in Jahren 1999 und 2000 bei elf so genannten Vollkontrollen nur
wenige datenschutzrechtliche Verstöße festgestellt . Insgesamt habe es rund 240
" Anlasskontrollen " gegeben , wobei in 70 Prozent der Fälle kein Verstoß
offenbar wurde . Nur zwei Mal habe das Ministerium Bußgelder von 2000 Mark
beziehungsweise 5000 Mark verhängt , weil Firmen gegen ihre gesetzliche Pflicht
zur Mitwirkung bei den Kontrollen verstoßen hätten . Beim Innenministerium sind
derzeit 1352 Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg registriert , die
geschäftsmäßig personenbezogene Daten verarbeiten und speichern . Dazu zählen
Rechenzentren , Datenerfassungsbüros oder Firmen aus dem Bereich des
Direktmarketings , Adressverlage , Kreditschutzorganisationen , Auskunfteien
oder Unternehmen der Markt- und Meinungsforschung . Die amtlichen Datenschützer
haben das Recht , diese Firmen sowie Internet- oder Telebanking-Anbieter
jederzeit ohne besonderen Anlass zu kontrollieren . So gingen die Datenschützer
des Ministeriums der Beschwerde eines Bürgers nach , der am Auszugsdrucker in
einer Filiale seiner Bank statt seines eigenen Auszugs den Kontoauszug eines
Dritten erhielt . Wie sich herausstellte , war ein Programmfehler bei dem
überregional tätigen Geldinstitut der Grund . Nach der Beanstandung durch das
Ministerium habe die Bank durch die Aufnahme weiterer Sicherungen in der
Software dafür gesorgt , dass diese Verletzung des Schutzes sensibler
personenbezogener Daten künftig unterbleibt . Etwas schwieriger stellten sich
Personenverwechslungen bei der Prüfung der Kreditwürdigkeit durch Auskunfteien
oder Kreditschutzorganisationen dar . Sie seien nie ganz auszuschließen und
können für Betroffene negative Folgen haben : Im Versandhandel würden sie nicht
mehr gegen Rechnung beliefert oder bekämen kein Handy von Telefonunternehmen .
Zwar liege damit eine Verletzung von Datenschutzrechten vor . Die amtlichen
Datenschützer wiesen in ihrem Bericht auch auf die Gefährdung personenbezogener
Daten durch die wachsende Bedeutung des Internets hin . Dies betreffe
insbesondere die elektronische Post . E-Mails und angehängte Dateien könnten
durch die Vermittlung über verschiedene Rechnersysteme von Dritten mitgelesen
werden und hätten damit den Vertraulichkeitsgrad einer Postkarte . Frankfurter
Chipfabrik hat angeblich neue Investoren Die Entscheidung solle in der Nacht zu
Freitag gefallen sein , berichtet das Blatt in der morgigen Ausgabe . Die
Betreiberfirma Communicant in Frankfurt dementierte den Bericht : Die Investoren
hätten bislang nicht zugesagt , erklärte Unternehmenssprecherin Gudrun Kissinger
. Die Verhandlungen gingen weiter . Baubeginn für die Chipfabrik war Anfang Mai
. Der zuständige Landtagsausschuss habe bereits bereits Unterstützung
signalisiert . Der Beschluss müsse am Dienstag im Kabinett getroffen werden .
Eine Stellungnahme aus dem Potsdamer Wirtschaftsministerium war zunächst nicht
zu erhalten . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal
Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist
Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war
. Und ohne Bobos , den Prototypen für die Herrscher über die Internet-Ökonomie .
Die letzten beiden Ausgaben der Wochenschau kamen ganz ohne diese Helden der
Internet-Ökonomie aus ; ganz ohne Schaden anscheinend für das Ansehen des
Internet und ohne Schaden für das Interesse der Leser . Meine Mitbewohner
scheren sich auch einen feuchten Kericht um unsere Bobos : Mag der eine oder
andere auch überlegt haben , in modernen Zeiten vermeintlich moderne Geldanlagen
zu nutzen , so ist er angesichts all der Verrücktheiten der New Economy doch
schnell zum Festgeldkonto zurückgekehrt . Ist das nun stockkonservativ oder
einfach nur dumm ? Wohl weniger ; eher die beruhigende Tatsache , dass sich
nicht jeder oder jede mit all den Startups , E-Commerce-Stars und
Online-Megastores beschäftigen muss , um am Samstag Abend in aller Ruhe und ganz
entspannt im Hier und Jetzt ein gemütliches Fest feiern zu können - und dabei
auch noch ein recht gutes Leben führt , frei von materiellen Existenzängsten und
mit genug Raum , sich über die Entwicklung dieser Gesellschaft seine eigenen
Gedanken machen zu können . Den Bobos sei es ans Herz gelegt : Die reale Welt
ist noch weit davon entfernt , sich von der virtuellen ad absurdum führen zu
lassen . Ich will nicht so sein und mich nicht darauf beschränken , das hohe
Lied des Realen gegenüber dem Virtuellen zu singen . Besonders virtuell
jedenfalls erschien vielen Interessierten bislang die X-Box von Microsoft . In
dieser Woche kamen sie nun aber ans Licht , die Aufsehen erregenden Details der
Spielkonsole aus Redmond . Seitdem gibt es einen pfundigen Streit um das Leck .
Während Microsoft die Existenz seiner Spielconsole gefährdet sieht , glauben
andere an einen gelungenen PR-Coup von Microsoft , so kurz vor der Einführung
der Playstation 2 in den USA . Das technische Wort für diese PR ist FUD : Fear ,
Uncertainty and Doubt . FUD gehört zu den neuen Vorschlägen für Top Level
Domains , die von geistreichen Zeitgenossen für Microsoft gemacht werden . Neben
.fud sind .sin , .non und .borg Favoriten , während man in Seattle , One
Microsoft Way , .win als ausreichend aussagekräftig ansieht . .borg wäre aber
wirklich apart : Ein weiteres Leck aus dem sich kräftig neu organisierenden
Hause Microsoft ließ die Nachricht durchsickern , dass der Starkomponist John
Williams ( Raumschiff Enterprise , Star Wars ) die Musik für den Start des
Windows 2002-Desktops schreiben soll . Ursprünglich hatte man den Komponisten
dafür vorgesehen , der für den Film " Odyssee im Weltraum " einen Walzer
komponierte . Da hatte sich Microsofts Marketing-Abteilung aber wohl etwas in
der Zeit vertan : Scotty , beam me back ... Katarina Witt , die als
Eisprinzessin schon einmal " An der schönen blauen Donau " schwebte , teilte der
Presse dazu mit : " Dass die Rechtsradikalen seit Jahren das Internet als
Plattform zur Verbreitung ihrer menschenverachtenden Parolen entdeckt haben ,
war klar . " Wenn es denn so klar war , warum laufen Gegenaktionen wie das
Wittsche " Web gegen Rechts " nicht schon seit Jahren ? Zumindest das ist
widerlegt worden . Glaubt man den im Schwarm eintrudelnden Pressemitteilungen
von Puretec und anderen Providern , so gibt es nunmehr eine riesige Bewegung ,
die für " positive Signale gegen Nazis " unter Domain-Namen wie nsdap.de ,
nazis.de , judenvergasung.de und anderen sorgt . Reservieren und Blockieren soll
das Gebot der Stunde sein . Derweil richten sich die entsprechenden
rechtsradikalen Inhalte unter unverfänglichen Namen , die so gar nicht nach
Neo-Nazis klingen , gemütlich ein . In der Zwischenzeit dürfen wir uns mit
Überlegungen befassen , wie Zensur-Software vor Pornografie und rechtsradikalen
Inhalten nach dem Open-Source-Prinzip funktionieren soll . Es gibt Überlegungen
zu einem solchen Projekt , bei dem erfahrene Mitglieder der OS-Community , das
Open Mozilla Directory und die Suchmaschine Google , herangezogen werden sollen
, um die guten von den schlechten Seiten zu trennen . Ob das System funktioniert
, ist zweifelhaft . Nachbarschaftshilfe in Form eines gemeinsam betriebenen
Proxy ist eine andere Lösung . Das Lizenzmanagement von Bluematter wird von
Intertrust betrieben , der Firma hinter der OpenRights-Initiative . Damit sind
die viel zitierten Kids wieder bei Diensten à la Napster angekommen . 25
US-Cents soll übrigens das einmalige Anhören eines Songs kosten , 1,99 US-Dollar
ist der typische Preis für ein Musikstück . Wer aus Europa Musik holt , muss
freilich 1,99 US-Dollar für das einmalige Hören zahlen , weil " Shipping " und "
Handling " über das Internet addiert werden - die sind halt auch in den Zeiten
des globalen Netzes irgendwie furchtbar kompliziert . Nach einmaligem Hören kann
es übrigens passieren , das nicht nur der Song gelöscht ist , sondern die
RealJukebox-Software gleich mit . Wenn dies die Zukunft der digitalen Musik ist
, dürfen wir uns gleich Ten Years After wünschen . Das ist eine bescheuerte
Ansicht ? Darüber kann man streiten , ich nehme mir aber das Recht heraus , sie
hier zu vertreten . So etwas nennt man Meinungs- und Redefreiheit . Und die ist
ein schwieriges Ding . Denn ihre Beschränkung ist eine heikle Geschichte : Wer
entscheidet , wann und wo sie beschränkt wird ? Die Regierung ? Die Regierung
von Chile unter Pinochet , die Regierung des Irak unter Saddam Hussein oder die
Regierung der Volksrepublik China unter Deng Hsiao Ping ? Oder gar die
öffentliche Meinung , jene öffentliche Meinung , die in den USA der Hinrichtung
geistig Behinderter applaudiert oder als Mob nach der Veröffentlichung der Namen
von Kinderschändern in der britischen Boulevard-Presse diejenigen , die zufällig
den gleichen Namen tragen , mit Lynchjustiz verfolgt ? Schöne Aussichten . Die
schon erwähnte Auseinandersetzung um die rechtsradikalen Domain-Namen artet aber
genau in diese Richtung aus : Politiker-Mund tut nicht immer Weisheit kund ; und
wenn die CDU zur Meldung vermeintlich neo-nazistischer Domains auffordert und
ein Filter-System gegen unliebsame Inhalte im Internet reklamiert , begibt sie
sich auf ein gefährliches Gleis . Auf das gleiche gefährliche Gleis wie die
Kollegen von SPD , FDP und Grünen übrigens . Denn wer entscheidet , was passiert
, wenn ein NPD-Mitglied die Domain www.sieg-heil.de als rechtsradikal denunziert
? Nach den Kriterien , die auf www.heil-hitler.de angewendet wurden , ist die
Entscheidung klar - schaut man sich aber den Inhalt der Domain an , landet man
verwundert bei www.nazis-raus.de . Die ursprüngliche Domain ist ein Redirect auf
eine antirassistische und antinazistische Webseite . Dumm gelaufen , wenn nun
all die verdächtigen Domains gelöscht sind und Filter stumpf alle unliebsamen
Begriffe ausschalten . Es war schon immer eine schlechte Idee , falsches
Bewusstsein , so es das überhaupt gibt , durch Befehle eines vermeintlich guten
Bewusstseins schlicht zu verbieten . Rede- und Meinungsfreiheit bedeutet auch
immer die Freiheit des Andersdenkenden , ob einem dessen Meinung und Rede nun
passt oder nicht . Die dumpfen Sprüche der Glatzen und die geschickte Propaganda
ihrer intellektuellen Führer im Internet sind kein technisches Problem der
Deregistrierung einzelner Domains oder der Ausschaltung bestimmter Webseiten .
Zensur ist kein Mittel gegen Leute , die Zensur und Gewalt gegen Andersdenkende
propagieren . Der Zweck heiligt die Mittel immer nur für diejenigen , die von
Freiheit nichts halten . Vermeintlich rechtsradikale Domainnamen gegen die
Neo-Nazis zu benutzen , darauf sind andere als unsere Meinungsführer , die jetzt
ein so großes Geschrei veranstalten , schon längst gekommen . Und sie beweisen
damit eines : Die Probleme , die die Rede- und Meinungsfreiheit auslösen ,
lassen sich nicht durch Einschränkung der Freiheit , sondern nur durch noch mehr
Freiheit beheben . Vor einem Monat kündigte Intel die Schließung von etwa zwei
Dutzend Support-Foren zu den verschiedenen Intel-Produkten und Prozessoren an .
Als bessere Alternative wollte man zur individuellen Beantwortung von
Anwender-Fragen per E-Mail übergehen , weil immer wieder nette Zeitgenossen die
Foren für Sprüche über AMD und Intel missnutzten - ein Phänomen , das den
Heise-Foren nicht fremd ist . Morgen wäre der Tag der großen Abschaltung . Doch
bereits heute heißt es bei Intel : Based on the feedback received from our forum
participants , Intel is reevaluating the forum closure schedule and it will be
updated at a later date . Optimisten werden die ( vorläufige ) Nicht-Schließung
der Intel-Foren als Sieg der Meinungsfreiheit begrüßen . Pessimisten werden
einwenden , dass Intel einfach einmal durchgerechnet hat , was ein
E-Mail-Support auf jede Anwender-Frage kostet . Auch ein Kriterium für
Meinungsfreiheit . Vielmehr wegen der Zukunft : Was wirklich Hightech ist ,
demonstriert nun aber ein Schotte . Howie Nicholsby , ein Modemacher aus
Edinburg , will den Schottenrock modernisieren . Er hat ein Modell entworfen ,
das eine Seitentasche fürs Handy enthält . Denn auch seine Landsmänner kämen im
21. Jahrhundert nicht mehr ohne dieses Gerät aus . Sind die Schotten zu
knauserig , um sich ein Mobiltelefon anzuschaffen , können sie in der Rocktasche
immerhin noch das gesparte Geld verstauen . Was wird . In der nächsten Woche
startet wieder einmal die Linux World in San Jose und mit ihr der Reigen der
Pressekonferenzen zur Bedeutung des Betriebssytems . Das Gnome-Projekt mit
Miguel de Icaza , sowie Brian Behlendorf ( Collab.Net ) , Bob Young ( Red Hat )
und Marco Boerries ( Sun Microsystems ) wollen etwas ganz anderes wagen , wie es
in der PR heißt , und den Desktop der Zukunft vorstellen . Revolutionär soll er
sein und Microsoft das Zittern lehren . Aber warum verschiebe ich diese Meldung
in den Papierkorb ? Was ist , wenn uns die Papierkörper ausgehen ? Nachgelegt :
Neue Treiber und BIOS-Versionen Kaum ein Hersteller entzieht sich den schnellen
Entwicklungszyklen im PC-Markt . Jeder versucht , als Erster vom rasenden
Fortschritt zu profitieren und seine fertigen Produkte zu verkaufen . Doch so
richtig fertig sind Mainboards , Grafikkarten oder andere Geräte oft noch nicht
, wenn sie beim Händler und schließlich beim Kunden landen . Viele Konflikte
entstehen nicht unter " Laborbedingungen " , sondern tauchen erst in der großen
rauen Computerwelt auf . Glücklicherweise lassen sich viele Fehler nachträglich
mit einem BIOS- oder Treiber-Update ausbügeln , was die Hersteller auch fleißig
nutzen . So findet man eine wahre Flut von neuen Versionen , Beta-Treibern ,
vorläufigen BIOSsen , inoffiziellen Releases oder sonstigen Dateien . Dieser
wöchentliche Report auf heise online soll zumindest etwas Licht in das
Update-Gewirr bringen und auflisten , wer wo " nachgelegt " hat . Die
Grafikkarten-Updates fehlen heute ausnahmsweise , das werden wir nächste Woche
nachholen . MainboardsChipsatz-TreiberAMD bringt für den Irongate-Chipsatz
direkt einen ganzen Haufen neuer Treiber heraus : Damit ist das letzte Woche
vorgestellte Installations-Pack in Version 1.00 schon veraltet , zumindest
dessen IDE- und AGP-Treiber . BIOS-UpdatesFIC : MSI : NMC : sonstige Treiber Der
Hersteller Microtech bietet für seinen Adapter USB Xpress SCSI die Version 1.02
( 4,5 MByte ) an , die nun mit mehreren SCSI-Geräten am Bus zurecht kommt . Auch
diesen Adapter vertreiben mehreren Hersteller unter eigenem Namen , zum Beispiel
Adaptec als MiniSCSI 1350 . Adaptec hat es bislang noch nicht geschafft , einen
Windows-2000-Treiber bereit zu stellen - selbst der Windows-98-Treiber ist noch
auf dem Stand von April 1998 . Auch hier bietet SCM frischere Ware . Legende um
Haenel-Handy : UMTS-Alternative eine Medien-Ente Die Fachwelt rästselte schon
seit einiger Zeit über die angebliche UMTS-Alternative , die über normale
GMS-Mobilfunknetze ungeahnte Datenraten erzielen sollte . Gerade als die
Versteigerung der UMTS-Lizenzen begann , berichteten zahlreiche Medien , dass
ein Jugendlicher mit seiner Erfindung siebenfache ISDN-Geschwindigkeiten im
GSM-Mobilfunknetz ermöglicht . Dabei hatte Haenel schon im Mai sein System der
sechsköpfigen Jury von " Jugend forscht " demonstriert . Die Prüfer führten
jedoch keine eigenen Messungen zum effektiven Datendurchsatz durch . Sie
vertrauten vielmehr darauf , dass die vorgeführten Displays und das Handy nicht
intern gesteuert werden . Bisher gibt es keine aussagekräftigen Darstellungen ,
wie das Verfahren zu der wundersamen Datenraten-Vermehrungen auf die behaupteten
448 kBit/s im herkömmlichen GSM-Netz kommen will . Auch in der Eigendarstellung
Haenels ist von Sprechpausenausnutzung keine Rede . Nach seiner Beschreibung
handelt es sich um eine Art Kanalbündelung , die eine oder mehrere Verbindungen
zum Empfänger über schon vorhandene GSM-Kanalbündelungen durch weitere
Frequenzkanäle aufbaut . Nur schafft ein solcher Funk-Datenbus über mehrere
parallele Verbindungen keine zusätzlichen Ressourcen im Netz . Jeder weitere
zugeschaltete Kanal steht anderen Teilnehmern nicht mehr zur Verfügung . Wenn
die Kosten der multiplen Verbindungen nicht ohnehin abschrecken , würden die
Haenel-Handys als Hacker-Tools die GSM-Funkzellen schnell zusammenbrechen lassen
. Jede wirksame Kanalbündelung hätte zur Folge , dass mehr Teilnehmer bei der
Einwahl in das Netz ein Besetztzeichen hören würden . Kein Netzbetreiber kann an
einer derartigen Verschlechterung der Dienstequalität interessiert sein .
Bundesfinanzminister : UMTS-Erlöse gehen in Zinstilgung Die milliardenschweren
Gebote bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen wecken Begehrlichkeiten bei
Politikern über die Verwendung des Geldes . Bundesfinanzminister Hans Eichel
bekräftigte am gestrigen Samstag aber nochmals , die Erlöse flössen
ausschließlich in die Schuldentilgung . Am Rande einer Parteiveranstaltung in
Wiesbaden sagte Eichel : " Seriös wird das Ganze nur dann , wenn man die Zinsen
, die man dann nicht mehr ausgeben muss , für Investitionen verfügbar macht . "
Darüber bestehe in der SPD kein Streit . Chinas Computer-Export steigt um 666
Prozent Problematisch sei , dass der durchschnittliche Wert der ausgeführten
Computer ( 397 US-Dollar ) noch deutlich unter dem der importierten ( 677
US-Dollar ) liege . Die wichtigsten Importeure chinesischer Personalcomputer
seien die USA , Hongkong , die Niederlande , Japan und Singapur . Fast jeder
dritte chinesische Computer wurde fürs Ausland produziert . UMTS-Milliardenpoker
geht ab Montag in die heiße Phase Nach dem Ausstieg der Telefongesellschaft
Debitel geht der Milliardenpoker um die UMTS-Mobilfunklizenzen an morgigen
Montag in die entscheidenden Runden . Sechs Unternehmen , sechs Lizenzen : Wenn
sich die verbleibenden Bieter einig wären , könnte die Versteigerung in Mainz
ganz schnell zu Ende gehen . Voraussetzung hierzu wäre allerdings , dass sich
die Mobilfunkkonzerne mit einer kleinen UMTS-Lizenz von zwei Paketen zufrieden
geben . Damit wären die zwölf zu vergebenden Frequenzblöcke maximal ausgeschöpft
. Ein solches Szenario halten Beobachter allerdings für wenig wahrscheinlich .
Statt vier oder fünf Unternehmen würden gleich sechs Betreiber den künftigen
UMTS-Markt in Deutschland beackern . Da könnte es für die Betreiber des jetzigen
Mobilfunkstandards GSM günstiger sein , in den nächsten Auktionsrunden noch
einige Milliarden draufzulegen , um weitere Bieter zum Ausstieg zu bewegen .
Doch die entscheidende Frage lautet , wann ist die Schmerzgrenze erreicht ? Die
Marktführer Mannesmann/Vodafone ( D2 ) und Telekom ( D1 ) können sich auf dem
deutschen Markt keine Schlappe leisten . In dem Fall müsste ein weiterer
Bewerber die Segel streichen . Als Wackelkandidat Nummer Zwei gilt die Gruppe G3
. Das Konsortium um die spanische Telefonica , das erst kurz vor
Bewerbungsschluss um die Lizenzen entstand , steht in Deutschland ohne Netz und
einen einzigen Kunden da . Allerdings ist die Finanzkraft der Spanier hoch : Auf
dem Heimatmarkt hatte Telefonica eine UMTS-Lizenz in einem so genannten
Schönheitswettbewerb für wenig Geld erhalten . Auf den anderen Märkten , so die
Kritik der Konkurrenz , kann das Unternehmen umso mehr klotzen . Dass die
Telefongesellschaft Mobilcom mit ihrem Partner France Telecom vorzeitig aufgibt
, glaubt indes keiner . " Unsere Schmerzgrenze liegt sehr hoch , wahrscheinlich
höher als bei den Konkurrenten " , zeigte sich Mobilcom-Chef Gerhard Schmid vor
wenigen Tagen noch siegessicher . So ist das Rennen in Mainz mit Beginn der
dritten Auktionswoche weiterhin offen . Je länger aber die Versteigerung dauert
und die Gebote steigen , um so schwerer wird es für die UMTS-Sieger , die
gigantischen Summen wieder hereinzuholen . Denn den UMTS-Markt müssen sie erst
noch entwickeln . Alles , was darüber hinaus geht , dürfte sich in
Kursabschlägen bemerkbar machen . Ein zweischneidiges Ergebnis auch für
Bundesfinanzminister Hans Eichel : So sehr er sich über den Geldsegen freuen
kann , um so betrübter müsste er über weitere Kurverluste bei der Telekom sein -
schließlich ist der Bund mit 58 Prozent noch Mehrheitsaktionär .
Medien-Initiative gegen Rechtsextremismus Mit einem eigens eingerichteten
Internet-Forum wenden sich Die Woche , Bild und ZDF-Online gemeinsam gegen
Rechtsradikalismus in Deutschland . Die Web-Seite www.NetzGegenRechts.de , die
auf Initiative der Woche hin startet , führt zum Internet-Angebot der
beteiligten Medien . Die verschiedenen journalistischen Formen sollen sich dabei
ergänzen . " Wir rufen alle Zeitungen und Sender dazu auf , sich an dieser
Plattform zu beteiligen " , sagte Bissinger . " Gemeinsam können wir zeigen ,
dass wir auch als Beobachter eine klare Haltung gegen Gewalt und Rassismus haben
. " www.NetzGegenRechts.de soll vom kommenden Dienstag , 16:00 Uhr , an
erreichbar sein . Siehe dazu auch in Telepolis : Plötzlich sind alle gegen Nazis
- im Internet und Seltsame Kapriolen in der Feindlichkeit gegenüber der
Fremdenfeindlichkeit . Polizeichef : Internet-Anbieter müssen Kundendaten länger
speichern Der baden-württembergische Landespolizeichef Erwin Hetger will die
Anbieter von Internet-Zugängen im Kampf gegen die ausufernde
Computerkriminalität stärker in die Pflicht nehmen . " Daten der Kunden müssen
länger als bislang gespeichert werden " , forderte Hetger in einem dpa-Gespräch
. Zudem sollte die Polizei künftig auch Computer-Experten von außen um Rat
fragen oder Fachleute in den Polizeidienst aufnehmen . " Nur dann können wir
erfolgreich in den rechtsfreien Raum Internet eindringen " , sagte Hetger . "
Wir brauchen eindeutig mehr Experten für das Sicherstellen von Datenträgern " ,
forderte der Polizeipräsident . Die Polizei werde allerdings nicht umhin kommen
, sich auch stärker für " externen Sachverstand " zu öffnen . " Die Polizei muss
sich von dem Gedanken verabschieden , sie könne alles mit eigenen Möglichkeiten
und Bordmitteln erreichen " , sagte Hetger . Dringend notwendig ist nach Ansicht
Hetgers auch eine bessere bundes- oder europaweite Koordinierung der so
genannten anlassunabhängigen Recherche , also das Ermitteln ohne Verdacht durch
surfende Polizeibeamte im Computernetz . " Diese Arbeit sollten sich künftig
alle 16 Landeskriminalämter und das Bundeskriminalamt teilen , damit nicht
mehrere Länder am selben Fall arbeiten " , schlug Hetger vor . Denkbar wäre es
auch , einzelne LKAs für Deliktsbereiche auszuweisen . Auf europäischer Ebene
sollte Europol bei der Koordinierung die Federführung übernehmen . " Natürlich
müssen wir auch die Anbieter der Internet-Seiten stärker in unsere Ermittlungen
einbeziehen " , sagte Hetger . Zurzeit müssten die so genannten Provider
spätestens 80 Tage nach Begleichen der Rechnung die Daten der Kunden löschen .
Für die Provider seien damit zwar immense Investitionen verbunden . " Aber wer
so etwas in die Welt setzt , der muss dafür auch gerade stehen . " Vor allem
nach dem erneuten gewaltigen Anstieg der Zahlen in der Halbjahresstatistik der
Polizei schlägt Hetger Alarm : " Das Internet ist in die eigenen vier Wände
eingezogen und dort macht die Gelegenheit eben Diebe " , sagt der Polizeichef .
In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sei die Zahl der auf
elektronischem Weg begangenen Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um mehr als
die Hälfte gestiegen . Die aktuellen Statistiken geben nach Ansicht Hetgers
keineswegs die eigentliche Dimension wieder . " Das ist erst die Spitze des
Eisbergs , das Dunkelfeld ist erheblich größer . " Nötig sei die stärkere
Mitarbeit der Industrie , " um den Eisberg aus dem Wasser zu ziehen " , forderte
Hetger . Die Deutsche Telekom will ihre Informationstechnologie- und
Beratungstochter T-Systems auf einen möglichen Börsengang vorbereiten . " Wir
setzen alles daran , unser Unternehmen so aufzustellen , dass es bis Ende 2002
börsenfähig ist " , sagte T-Systems-Chef Christian Hufnagl der Financial Times
Deutschland . " Damit will ich allerdings keinen Börsengang ankündigen . " Wann
und ob das Unternehmen an die Börse gebracht werden soll , stehe nicht fest .
Mit dem Börsengang wolle Hufnagl T-Systems akquisitionsfähig machen , schreibt
die Zeitung . Der Manager wolle das Geschäft in den USA und Asien ausweiten .
T-Systems , die im Februar aus der Fusion des Datenkommunikations- und
Systemgeschäfts der Telekom mit debis Systemhaus gebildet wurde , hat nach
Angaben Hufnagls in den ersten sechs Monaten 2001 ein Umsatzplus von 19 Prozent
erzielt . Für das Gesamtjahr prognostizierte der T-Systems-Chef ein Umsatzplus
von 15 Prozent " und vielleicht ein bisschen mehr " . Beim Gewinn im ersten
Halbjahr liege das Unternehmen deutlich über Plan , sagte Hufnagl . Rentabilität
: der neue " Megamythos der New Economy " Viele Startup-Unternehmen sind nach
Ansicht des Münchner Organisationssoziologen Stefan Kühl vor allem an ihrem
ungebremsten Wachstum gescheitert . " Deshalb galten sie nur eine Zeit lang als
Modell für Firmen der Old Economy " , sagte der Dozent für Industrie- , Arbeits-
und Organisationssoziologe der Universität München in einem Gespräch mit dpa .
In der Anfangsphase habe das starke " Wir-Gefühl " als eingeschworene Gruppe die
Internetfirmen zusammengehalten . " Die Dot.coms haben jedoch zu lange auf den
Familiengeist gesetzt . " " Die Internetfirma funktionierte quasi wie eine
Wohngemeinschaft . " Mit wachsender Mitarbeiterzahl hätten die Firmen
hierarchische Strukturen der Old Economy übernehmen müssen . " Spätestens der
Übergang von Gruppenstrukturen zu Organisationen führte zum Ende des Mythos der
Internetfirma . " " Nur solange die Firmen wie eine Gruppe funktionierten ,
konnten sie sich als dynamisch und flexibel präsentieren . " Die darauf
basierende schillernde Außendarstellung der Geschäftsideen der Dot.coms habe
dafür gesorgt , dass viel Kapital in die Unternehmen geflossen sei . Die
Internetunternehmen hätten sich vorrangig am Kapitalmarkt ausgerichtet , sagte
Kühl . " Der Verkauf von Produkten war zweitrangig . " Die neue Ausrichtung an
Kriterien der Rentabilität und des Gewinns in den Internetfirmen hält Kühl für
den neuen " Megamythos der New Economy " . Den meisten Firmen werde es nicht
gelingen , schnell von einer auf den Kapitalmarkt ausgerichteten Logik auf das
profitable Verkaufen von Produkten und Dienstleistungen umzustellen . Die Firmen
müssten sich jedoch zum Ziel der Rentabilität bekennen , um überhaupt noch Geld
von Investoren zu erhalten . Kurzarbeit bei Infineon zunächst nur in Bayern Der
angeschlagene Chip-Hersteller Infineon plant zunächst nur für die Beschäftigten
in den bayerischen Produktionsstätten Kurzarbeit . Der Standort Dresden mit mehr
als 3000 Mitarbeitern sei vorerst nicht betroffen , sagte eine Sprecherin am
Montag in München . In den Werken in München und Regensburg beschäftige Infineon
rund 4300 Mitarbeiter . Wie viele von ihnen voraussichtlich ab Oktober in
Kurzarbeit gehen sollen , stehe bislang noch nicht fest . Derzeit liege die
Auslastung in den beiden Werken nur bei 20 Prozent . " Wir sehen uns daher zu
diesem Schritt gezwungen " , sagte die Sprecherin . Nach einem dreistelligen
Millionenverlust hatte Infineon bereits angekündigt , rund 5000 Arbeitsplätze im
In- und Ausland zu streichen . Von dieser Zahl gehe Infineon noch immer aus ,
sagte die Sprecherin . Gebremstes Wachstum bei Chiphändler ce Consumer Die Krise
auf dem Halbleitermarkt hat das Wachstum des Chiphändlers ce Consumer Electronic
im zweiten Quartal gebremst . Umsatz und Gewinn blieben nach Angaben des
Unternehmens hinter den Werten des ersten Quartals zurück . Das um Übernahmen
bereinigte Wachstum habe bei 15 Prozent gelegen , teilte die auch durch den um
medienwirksame Auftritte nie verlegenen Konzern-Chef Erich Lejeune bekannte ce
Consumer mit . Damit habe sich ce Consumer in einem schwierigen Umfeld behauptet
. Der Kurs der Aktie stieg am Montag um zeitweise 3,4 Prozent auf 6,36 Euro .
Die bereits nach unten korrigierte Prognose für das Gesamtjahr erneuerte das
Unternehmen nicht . Dem weiteren Verlauf des Jahres sehe das Unternehmen mit
verhaltenem Optimismus entgegen . Zuvor hatte das Unternehmen angekündigt , in
diesem Jahr die Milliardengrenze zu überschreiten . Mit dem Vorjahr sind die
Zahlen wegen der Einbeziehung des Unternehmens SND nicht unmittelbar zu
vergleichen . ATI-Grafikkarten mit Radeon 8500 im Oktober Die Ehre des
DirectX-8-Pioniers gebührt zweifellos Nvidia . Jetzt will ATI mit dem " Radeon
8500 " beweisen , dass man die Vorgaben der Konkurrenz noch übertreffen kann .
Mit vier Pixelpipelines und jeweils zwei Textureinheiten zieht ATI ebenfalls mit
dem Nvidia-Chip gleich . Auch die dabei möglichen Operationen sind durch
Einbeziehung von " Address Shadern " vielfältiger . Die Geometrieeinheit
entspricht wieder dem Nvidia-Chip und ist als " Vertex Shader " in der Lage ,
kleine Programme für die Manipulation von 3D-Daten auszuführen . Sie unterstützt
ebenfalls maximal acht Lichtquellen . Abweichung gibt es bei den " High Order
Surfaces " : Während die Konkurrenz " polynomiale Flächen " bevorzugt , hat sich
ATI für " N-Patches " entschieden . Sie sind zwar weniger flexibel ,
Spieleprogrammierer können aber auch bereits bestehende Spiele leicht an
N-Patches anpassen , um Objekte abzurunden und Spielfiguren nicht kantig
erscheinen zu lassen . Zur effektiveren Nutzung des Speichers wurde das
"Hyper-Z"-Verfahren des Vorgängers ( Fast Z-Clear und Kompression ) leicht
verbessert . Statt maximal 20 soll " Hyper-Z II " bis zu 25 Prozent der
Speicherzugriffe einsparen können . Neuland betritt ATI auch bei
Fullscene-Antialiasing . Bis zu 16 Subpixel sind möglich , um Treppeneffekte an
schrägen Kanten zu unterdrücken . Die Position der Subpixel ist programmierbar ,
um durch eine optimierte Anordnung mit möglichst wenig Subpixel und damit
möglichst wenig Leistungsverlust auszukommen . Den maximalen Pixeltakt und die
möglichen Bildpunkt-Auflösungen des zweiten VGA-Ausgangs will ATI noch nicht
nennen . Auch bei der endgültigen Taktfrequenz des Radeon 8500 hält sich ATI mit
Angaben zurück , da man erst die Stabilisierung der Chiproduktion und die
Verfügbarkeit entsprechender Speicherchips abwarten muss . In den
Verlautbarungen ist von " bis zu 300 MHz " die Rede , was sich aber nur auf den
Speichertakt bezieht und der Spezifikation der schnellsten angekündigten
DDR-DRAMs entspricht ( 600 MHz Datentransferrate ) . Wie weit ATI an diese Marke
herankommt , muss man abwarten . Der Chiptakt läuft asynchron und liegt
niedriger . Nvidia betreibt den GeForce 3 mit 200 MHz und den Speicher mit 230
MHz . Die entsprechende Grafikkarte bezeichnet ATI ebenfalls mit Radeon 8500 .
Sie verfügt über 64 MByte DDR-DRAM , sowie Anschlüsse für einen zweiten Monitor
, einen DVI-Konnektor und einen TV-Ausgang . Den Preis setzt ATI mit 899 Mark
leicht unterhalb dessen an , Was man für eine GeForce-3-Karte hinblättern muss .
Für den professionellen CAD- und 3D-Design-Anwender ist die FireGL 8800 gedacht
, auf der ATI einen selektierten Radeon 8500 mit höherer Leistung und ebenfalls
64 MByte DDR-DRAM einsetzt . Intel visualisiert komplexe Oberflächen Auch in den
Intel Labs in Santa Clara beschäftigt man sich mit der realistischen
Darstellungen von dreidimensionaler Computergrafik . Eine besondere
Herausforderung sind dabei Objekte , die ihr Aussehen je nach Betrachtungswinkel
verändern . Getöntes oder beschichtetes Glas kann beispielsweise einmal
transparent und einmal reflektierend aussehen . Auch Oberflächen mit
reflektierenden Einsprengseln etwa aus metallischem Flitter gehören in diese
schwierige Kategorie . Auf der diesjährigen SIGGRAPH stellen die Intel-Forscher
Jean-Yves Bouguet und Radek Grzeszczuk sowie Wei-Chao Chen , ein Student der
Universität von North Carolina , ein Verfahren vor , mit dem sich solche Objekte
mit heutigen Grafikkarten als interaktive 3D-Grafik darstellen und aus allen
Winkeln betrachten lassen . Zu den zwei Koordinaten zur Festlegung eines
Oberflächenpunktes gehören zwei Winkel-Koordinaten für die Betrachtungsrichtung
. Der Kern des " Light Field Mapping " besteht nun darin , die Datenmenge durch
Zerlegung in eine Anzahl von 2D-Feldern zu reduzieren . Das Verfahren liefert
für jedes Dreieck der Oberflächengeometrie ein solches Feld . Dieses ordnet
jedem Bildpunkt innerhalb dieses Dreiecks eine Folge von Farbwerten zu , die
wiederum verschiedene Betrachtungsrichtungen repräsentieren . Nicht gespeicherte
Betrachtungsrichtungen werden durch Interpolation gewonnen . Diese 2D-Maps
reduzieren die Datenmenge bereits um den Faktor Hundert und können von
3D-Grafikkarten wie gewöhnliche Texturen verarbeitet werden . Sie müssen
lediglich so genanntes Multitexturing unterstützen , das bereits seit zwei
Jahren bei 3D-Chips zum Standard gehört . Mittels " Vector quantization " und
der von heutigen 3D-Chips angewandten Texturkompression lässt sich die
Datenmenge nochmals um das 80-fache verkleinern . Ein ursprüngliches Lightfield
von rund 3 GByte hat schließlich nur noch eine Größe von 880 KByte ; es lässt
sich problemlos speichern und in Netzen verschicken . Erste Implementationen
erzielten auf einer GeForce3-Grafikkarte Bildraten um die 30 fps . Ein
computergenerierter Raum mit rund 20 Light-Field-Objekten konnte immerhin noch
mit 15 fps dargestellt werden . Die Firma spricht bereits mit Herstellen von
3D-Scannern , damit diese ihre Geräte für die Erfassung von Lichtfeldern
erweitern . Die Entwickler mussten die Felder noch per Hand aufnehmen , indem
sie die Objekte rund 250 Mal aus allen Richtungen mit einer Kamera
fotografierten . Näheres zum Verfahren findet man unter
www.intel.com/research/mrl/research/lfm . Lucent hält an Verkauf von Nürnberger
Werk fest Trotz Protesten von Mitarbeitern hält das Management des
Telekomausrüsters Lucent Technologies an Plänen für einen Verkauf seines
Nürnberger Werks fest . Das habe die Geschäftsführung am Montag bei einer
Aufsichtsratssitzung in Nürnberg deutlich gemacht , berichtete das
Aufsichtsratsmitglied Jürgen Wechsler . Im Vergleich zu einem Weiterbetrieb
unter dem Lucent-Dach sei das nur die " zweitbeste Lösung " , urteilte der
IG-Metall-Funktionär . Nach Wechslers Worten ist das Management aber
optimistisch , das Werk mit seinen rund rund 750 Beschäftigten , 600 davon in
der Produktion , als Ganzes verkaufen zu können . Neben dem Verkauf des Werks an
Fremdfirmen stehe auch ein Verkauf an Vertreter des bisherigen Managements , ein
so genanntes Management-Buy-Out , zur Diskussion , informierte der
Gewerkschafter . Über " genaue Zahlen " ist nach Wechslers Angaben nicht
gesprochen worden . " Mann will erst in den nächsten drei Monaten zu bestimmten
Entscheidungen kommen " , fügte der Zweite Bevollmächtigte der IG Metall
Nürnberg hinzu . Die Chancen , dass das Werk vor einer Zerstückelung bewahrt
werde , hätten Geschäftsführungsmitglieder als sehr hoch eingeschätzt ,
unterstrich Wechsler . Diese Absicht bekräftigte am Montag auch
Unternehmenssprecher Gerhard Dahlberg : " Erklärtes Ziel der deutschen
Geschäftsführung ist es , einen Käufer zu finden , der das Werk möglichst in
vollem Umfang weiterbetreibt " , sagte er . Dazu bestünden bereits Kontakte zu
Interessenten auf regionaler und internationaler Ebene . " Es gibt eine Reihe
von Gesprächen , die in dieser Woche fortgesetzt werden . " Der Verkauf des
Werks Nürnberg ist Teil einer weltweiten Kostendämpfungs- und
Flexibilisierungs-Strategie des amerikanischen Lucent-Konzerns . Weltweit will
der Konzern 15.000 bis 20.000 Arbeitsplätze einsparen . So will sich Lucent
Technologie künftig allein auf die Entwicklung von
Telekommunikations-Technologie konzentrieren ; von Fertigungs-Standorten will
sich Lucent trennen . In Nürnberg beschäftigt die Lucent Technologies Network
Systems GmbH rund 3000 Mitarbeiter - mehr als 2000 davon allein in einem
Telekommunikations-Forschungslabor . Dort stehen nach Gewerkschaftsinformationen
rund 75 Arbeitsplätze zur Disposition . Das Werk in Augsburg mit rund 140
Mitarbeitern , in dem Glasfaserkabel gefertigt werden , wird von dem japanischen
Kabelhersteller Furokawa übernommen . Diepgen verlangt Handy-Verbot an Berliner
Schulen Der Berliner Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen ( CDU ) verlangt
ein Handy-Verbot an Berliner Schulen . In einem Beitrag für den Berliner Kurier
vom heutigen Montag schreibt der Berliner Regierungschef : " Schluss mit dem
Unsinn . " Er fasse sich an den Kopf , wenn er von genervten Lehrern höre , dass
sie wegen des ständigen Bimmelns unter der Schulbank keinen vernünftigen
Unterricht mehr geben können . Wörtlich fügte Diepgen hinzu : " Handys haben an
Schulen genauso wenig zu suchen wie Waffen . " In einem Bericht zu dem
Diepgen-Beitrag heißt es , in Berlin habe fast jeder zweite Schüler an Gymnasien
, Haupt- und Realschulen das Mobiltelefon im Gebrauch . Eine Stichprobe der
Schulverwaltung habe ergeben , dass das Handy nur in den ersten Grundschulen
seinen Siegeszug noch nicht angetreten habe . Comdex : The same procedure as
every year ? Die Ursprünge der Comdex , die zum 21. Mal am heutigen Montag
beginnt , gehen auf eine Veranstaltung zurück , die der Journalist und
Hobby-Programmierer Jim Warren im April 1977 in San Francisco veranstaltete .
Warren nannte sein Projekt West Coast Computer Faire . Nicht Computer-Show ,
Programmer's Convention oder Computer Festival . An Gaukler und Verrückte . Jim
Warren , der in den 60ern in San Francisco etliche Be-Ins und Love-Ins
organisiert hatte , verschätzte sich mit seiner ersten Faire ganz gewaltig : er
rechnete mit 7.000 Besuchern , es kamen aber 13.000 . Zwei Stunden dauerte der
Einlass , doch niemand murrte : Die Keynote fand ich wichtig , so als
programmatische Rede . Aber dann redete Ted Nelson und sprach über virtuellen
Sex mit dem Computer und verschiedene Add-Ons . Ich wunderte mich , dass ihm
niemand den Ton abdrehen wollte . Den größten Stand auf der Messe hatte IBM ,
mit Verkäufern in korrekten Anzügen . Sie wollten den IBM 5110 verkaufen , für
den sich niemand interessierte . Gegenüber IBM hatte Propeller-Morill seinen
Stand . An die 500 Bestellungen konnte Morill verbuchen . Eine neu gegründete
Zeitung namens Byte kam gar auf 1.000 Subskribenten . Später verkaufte Jim
Warren seine Faire in einem etwas zwielichtigen Deal an Sheldon Adelson , einem
" Business Developer " und Hotelier aus Las Vegas . Adelsan benannte die Faire
in Comdex um , ausgeschrieben die Computer Dealer's Exhibition . Mit dem Namen
setzte Adelson ein deutliches Zeichen , dass die Messe professionalisiert ist ,
behielt aber das Konzept bei , eine Mischung aus Keynotes und Diskussionen mit
einer Austellung der aktuellen Produkte zu bieten . Er ließ Hallen bauen und
schenkte sie der Stadt Las Vegas zum Preis von einem Dollar . Er kaufte das
legendäre Sands-Hotel , in dem einstmals Frank Sinatra , Sammy Davis Jr. und
Dean Martin auftraten , später die Eagles ihr " Desperado " heulten . In ihrer
Suite , dem " Man O'War " , fanden die heftigsten Partys der Branche statt .
1988 lud die Firma Traveling Software zu einer ihrer berüchtigten
Burn-Out-Partys in die Suite , in deren Verlauf alle Branchengrößen ins Wasser
des Pools geworfen wurden . Ein gewisser Michael Dell sprang freiwillig hinein ,
um dazugehören zu können . Heute ist das Sands Geschichte , nur das riesige
Sands Convention Center erinnert noch an das Hotel , das von einem künstlichen
Venedig ersetzt wurde . Im Sands Convention Center findet der Linux-Teil der
Comdex statt . Zunächst nur im unteren Stockwerk , dem Parkdeck untergebracht ,
füllen Linux und Multimedia-Firmen mittlerweile das komplette Gebäude . Adelson
, immer noch Eigner des Sands und des Venetian , hat sein Ziel erreicht :
Mühelos schlucken sie normale Touristen , Spieler und Messebesucher . Auch wenn
die typischen Besucher der Computermessen am Spieltisch knauserig sind , so
finanzieren sie kräftig das Ökosystem der Stadt . " Was die Byte-Fummler an
Dollarscheinen in die G-Strings der Tänzerinnen stecken , kann es durchaus mit
den Umsätzen am Spieltisch aufnehmen . " Sheldon Adelson kann es egal sein : Er
verkaufte seine Veranstaltungs-Reihe an das inzwischen vom japanische
Konglomerat Softbank übernommene ZD Events , das die Comdex nach zwei müseligen
Jahren an die ausgegründete Tochter Key3Media verscherbelte . Der Niedergang der
Comdex begann im Jahre 1998 . Die Messe tat sich schwer mit dem Internet-Boom
und seine jungen Protagonisten , die oftmals unter 18 waren und
versicherungstechnisch daher unerwünscht . Hinzu kam heftigste Konkurrenz durch
die Internet World , die wenige Wochen vor der Comdex stattfindet . Beim Versuch
, die Burn-Outs mit neuem Leben zu erfüllen , musste Traveling Software im
November 1998 eine herbe Schlappe einstecken . Die Firma mietete den Club der
italienisch-amerikanischen Freundschaft von Las Vegas , dessen Ambiente direkt
aus einer Mafia-Schnulze zu stammen schien , ließ eine Band antreten , die so
etwas wie Country-Soul spielte - und wartete und wartete . Wo früher ganze
Hundertschaften abgekämpfter Byte-Freunde einfielen , waren es am Ende gerade
mal ein Dutzend Unverzagte , die dann aber unverdrossen feierten . Derweil wurde
den Autos auf dem Clubparkplatz alle Muttern abmontiert , als Zeichen dafür ,
dass bei Computerfreaks alle Schauben locker sind . Immerhin bewies die Firma
Format und ließ die ganze skurrile Versammlung ins Internet übertragen . Mit
Namen wie Imagescape , Showstoppers oder Silicon Northwest zeigen hier jeweils
zwischen 20 und 50 Firmen ihre Produkte und pflegen das offene Gespräch . Firmen
wie Compaq oder Canon benutzen mittlerweile diese Nebenmessen , um ihre
wichtigsten Neuerungen zu zeigen . Eine der wildesten Messen ist die Show der
Internet-Startups , die vom Festplatten-Erfinder Alan Shugart im eher
unansehnlichen Norden von Las Vegas veranstaltet wird . Shugart , der unlängst
versuchte , seinen Hund für die Präsidentschaft kandidieren zu lassen , sieht
bei den Youngstern das Feuer der alten Tage . Damit spielt Shugart auf das
Chili-Cook-Off an , eine weitere Institution der alten Comdex , die verschwunden
ist . Micrografx , der Organisator der gemeinnützigen Veranstaltung , ist passé
und kümmert sich unter dem Namen iStation als Startup um die Belange der
Computererziehung in amerikanischen Grundschulen . Nun hat Hewlett Packard die
Schirmherrschaft übernommen . " Wir wissen , was wir unseren Kunden schuldig
sind " , sagt die PR von Hewlett-Packard . Richtig wild und halbwegs draußen
feiert dieses Jahr nur eine Firma , der Newcomer EDS , der einen ganzen
Flugzeughangar für einen Auftritt der Popgruppe Barenaked Ladys angemietet hat .
Unter den Newcomern , zu denen auch die Mobilspezialisten Nokia und Ericsson
gehören , nimmt EDS eine Sonderstellung ein : Der EDV-Dienstleister bestreitet
auf der Comdex seine erste Keynote unter dem schönen Titel " Managing
Communications is like Herdings Cats " . Zum Thema läuft auf zahlreichen
Video-Wänden in der Stadt ein Video , in dem hart gesottene Cowboys eine große
Herde von Katzen durch den Wilden Wilden Westen treibt , Flüsse durchschwimmen
lässt und am Abend Wollknäuel bindet . Dass ist zwar nicht ganz Mittelalter ,
kommt aber bei den Zuschauern außerordentlich gut an . Comdex : Für Bill Gates
ist Beweglichkeit alles Unter dem Motto " Agility through Software " eröffnete
Bill Gates die Comdex 2000 . Doch Gates war der Knüller , der 30.000 Zuhörer
versammeln konnte , weil angekündigt war , dass Gates die Zukunft des Internet
erklären wollte . Ganz so einfach war die Zukunft indes nicht zu haben . Gates
führte erst eine Modesite der Modefirma Lauren vor , die sich vor allem dadurch
einprägte , dass Lauren Junior sein Jackett falsch geknöpft hatte , als er auf
dem Podium Gates für die Wohltat namens Windows 2000 dankte . Dann aber kam die
Zukunft des Internet massiv : Sie trägt den Namen .NET und ist laut Gates die
einzige Methode , aus dem passiven Publishing des Internet ein aktives Living zu
machen . Sie gehen in der baldigen Zukunft auf die Home-Page des Vereins und
ziehen den Spielplan auf ihren Desktop . Am Ende fragt der agile Terminkalender
, ob er Tickets für die Spiele buchen soll , an denen im Kalender kein Meeting
vermerkt ist : Der Server " weiß " über den Inhalt der Dateien Bescheid , er
transportiert im Internet der Zukunft nicht mehr blind die Datei von A nach Z.
Möglich wird das durch die Universalsprache XML . In den Comdex Daily News , die
das Warten auf den großen Gates-Auftritt verkürzen sollten , behauptete Gates im
Interview , dass XML stark genug sei , Java abzulösen . Eine weitere
Neuvorstellung der Gates-Rede , die allerdings schon einmal auf Microsofts Forum
2000 zu sehen war , bestand im Tablet PC , ein Revival des Pen Computings , das
mit dem 80386sx-Prozessor seligen Angedenkens in der Versenkung verschwand .
Diesmal sind die Prozessoren stark genug für die Stift-Bedienung : Ein in der
Presseveranstaltung gezeigter Tablet PC lief mit einem Crusoe-Prozessor von
Transmeta . Der für den Übergang vom Büro zum Haushalt konzipierte Tablet PC
soll nach den Worten von Gates unter Windows 2000 oder Whistler laufen , nicht
unter Windows CE ( alias Pocket PC ) . Insgesamt konnte Gates mit seiner Keynote
die Erwartungen der Zuhörer nicht recht befriedigen , weil seine Vorstellungen
von Agility doch recht trocken gerieten . Viele verließen vorzeitig den Raum .
Auch die genauere Begutachtung von Office 10 verschoben die Meisten auf die
separate Microsoft-Veranstaltung zu diesem Thema . Den größten Beifall bekam ein
eingespielter Film , in dem Gates und Steve Ballmer zeigten , was sie wirklich
bei der Arbeit machen : Kickboard fahren , gemeinsam Schaukeln und Süßigkeiten
kaufen . Das einhellige Urteil des Publikums : Steve Ballmer ist ein begnadeter
Schauspieler - schade , dass er Microsoft führen muss . Komitee für die
Organisierung der ICANN-Mitglieder gegründet Rund 50 ICANN-Mitglieder haben am
gestrigen Sonntag bei ihrem ersten Treffen mit den neugewählten Direktoren der
Internet-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN
) ein Interim Coordinating Committee ( ICC ) gegründet . Innerhalb der kommenden
sechs Monate will das jüngste ICANN-Gremium ein Forum für die 76.000
individuellen Mitglieder der für die Reform des DNS zuständigen Organisation
schaffen . Im Oktober hatten die so genannten At-large-Mitglieder in einer
ersten globalen Online-Wahl fünf Direktoren als Vertreter der Nutzerinteressen
innerhalb der Internet-Verwaltung ins ICANN-Board gewählt . Einen " historischer
Moment " nannte Organisator Hans Klein ( Computer Professionals for Social
Responsibility ) diese so genannte At-large-Wahl und das Treffen der daraus
resultierenden At-large-Vertreter , das er in den vergangenen Wochen gemeinsam
mit einem 17-köpfigen Programmkomitee aus Direktoren , unterlegenen Kandidaten ,
Vertretern verschiedener Netzorganisationen zusammengetrommelt hatte . Blokzijl
gehört seit längerem zu den Kritikern der Idee umfassender Mitspracherechte für
die Endnutzer . Die ICANN Statuten seien in diesem Punkt ganz klar , sagte
Blokzijl gegenüber heise online : Auch ICANN-Finanzchef Andrew McLaughlin sagte
in einer vom Berkman Center for Democracy organisierten Gesprächsrunde , ICANN
mache schließlich keine Gesetze , sondern versuche , auf Konsens beruhende
Entscheidungen zu technischen Fragen zu treffen . Man hoffe , dass die neuen
Mitglieder sich in den bereits bestehenden Gremien , den so genannten Supporting
Organizations , allen voran der Domain Name Supporting Organization ( DNSO ) ,
engagieren . " Pure Fiktion " nannte er die Darstellung Kleins , dass mit der
ursprünglichen Satzung der ICANN eine Balance zwischen den Industrievertretern
und Konsumenten beabsichtigt gewesen sei . Dem neugegründeten ICC sprach
McLaughlin jede Legitimation zur Vertretung der Mitglieder ab und warnte gar vor
einem Hijacking der Mitglieder durch eine kleine Gruppe von Leuten , die es sich
leisten könnten , nach Los Angeles zu kommen . " Hans weiß nicht einmal , wer
die Nutzer sind " , sagte McLaughlin . Die ICANN hat sich bisher strikt
geweigert , E-Mai-Adressen der Wähler aus ihren Wählerlisten weiterzugeben , aus
Gründen des Datenschutzes . Barbara Simons , Mitglied im ICC-Programmkomitee und
Kandidatin für den At-large-Direktoriumssitz für USA/Kanada , forderte
McLaughlin auf , die Mitglieder wenigstens per E-Mail über die Aktivitäten des
ICC zu informieren . " Es ist frustrierend für die Direktoren , die können sich
nicht einmal an ihre Mitglieder richten , weil sie einfach nicht wissen , wer
die sind . " Simons forderte ähnlich wie Jeanette Hofmann im Gegensatz zu
Vertretern aus Frankreich und Italien , sich trotz des erst einmal vorläufigen
Status des ICC nicht ausschließlich in Fragen der Organisation und Mobilisierung
weiterer At-large-Mitglieder zu vertiefen . Vielmehr gehe es darum , möglichst
schnell den Status der frisch gewählten Direktoren zu festigen und die Nachwahl
der vier weiterhin mit Interims-Direktoren besetzten At-large-Sitze
voranzutreiben . Die ICANN hat inzwischen die geplante Begleitstudie zu der
Online-Wahl um die grundsätzliche Frage zur Notwendigkeit des At-large-Prozesses
erweitert . Es gehe darum , so konkretisierte McLaughlin , die gesamte
Vorstandsstruktur ohne Vorannahmen zu überprüfen . Harte Worte gab es dazu vom
Center for Democracy and Technology und der Domain Name Rights Coalition ( DNRC
) . Das Papier zitiert die verschiedenen Bekenntnisse , die die ICANN zur
Notwendigkeit des At-large-Prozesses gegenüber dem Department of Commerce und
Vertretern des US-amerikanischen Kongresses abgegeben hat . Die scheidende
Interimsvorsitzende Esther Dyson wird darin mit den Worten zitiert : " Es ist
ICANNs höchste Priorität , die notwendige Arbeit abzuschließen , um eine
arbeitsfähige At-large-Mitgliedschaftsstruktur aufzubauen und Wahlen für die
neun At-large-Direktoren durchzuführen , die durch die Mitglieder bestimmt
werden müssen . " Zumindestens zur Frage der Zukunft der At-large-Direktoren
wird sich das ICC bei aller Zurückhaltung nicht enthalten können , das zeigte
bereits die vom Berkman Center initiierte Diskussion . Grundsätzlich verstehen
sich die 15 ICC-Mitglieder , zu denen ohne größere Diskussion die Mitglieder des
ursprünglichen Programmkomitees bestimmt wurden , als Plattform für
Mitgliederdiskussionen und -Wünsche . Mit " organizing the unorganized "
beschrieb Andy Müller-Maguhn , At-large-Direktor für Europa , die schwierige
Aufgabe . Doch bis diese Themen von den At-large-Mitgliedern diskutiert werden ,
könnte noch einige Zeit vergehen . Zu unterschiedlich sind die Notwendigkeiten
in den fünf Regionen . Vor allem müssen noch nationale Gräben zugeschüttet
werden . Italien und Frankreich beklagen nach wie vor die Dominanz der Deutschen
bei der Wahl , ähnlich sieht es in Lateinamerika aus , wo Ivan Moura Campos von
der brasilianischen Presse gepusht wurde . Vany Martinez aus Panama erklärte die
brasilianischen Wähler kurzerhand für wenig kompetent in Internetfragen . Einig
sind sich die ICC-Vertreter aus Afrika , die als Triumvirat gemeinsam mit ihren
Direktor Nii Quaynor auftraten . Geordneter Rückzug bei der Schweizer
UMTS-Auktion Seit dem gestrigen Sonntag war das Gerücht im Umlauf : Zwei der
fünf verbleibenden Bewerber für eine der vier Schweizer UMTS-Lizenzen würden
zusammen gehen und damit die Kommunikationsbehörde ComCom als federführende
Instanz der Versteigerung zum Entscheid zwingen , ob die Lizenzvergabe in der
vorgesehen Form durchgeführt wird oder nicht . Und die Gerüchte haben sich
bestätigt : Eine halbe Stunde vor Auktionsbeginn gab das Bundesamt für
Kommunikation ( Bakom ) als Auftraggeberin der Versteigerung am heutigen
Montagmorgen bekannt , dass die beiden Schweizer Telekommunikationsunternehmen
diAx und Sunrise unter dem Dach der gemeinsamen Aktionärin Tele Danmark
fusionieren werden . Tele Danmark übernimmt demnach 89 Prozent der Sunrise- und
70 Prozent der diAx-Aktien . Daraufhin habe sich Sunrise als Bewerberin für eine
UMTS-Lizenz zurückgezogen , teilten die Auktionsveranstalter weiter mit .
Angesichts der Ausgangslage mit vier Bewerbern für vier Lizenzen haben ComCom
und Bakom entschieden , die Auktion nicht wie geplant um 9 Uhr am heutigen
Montag zu starten . " Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen . "
Noch am Freitag hatte Bakom verlauten lassen , die Auktion finde auf jeden Fall
statt . Bakom will nun Bedenkzeit : Bakom-Direktor Marc Furrer spricht von zwei
bis drei Wochen Bedenkzeit , um neue Vergabemodalitäten zu entwickeln . Es sind
drei Szenarien vorstellbar : Die Auktion wird mit den verbleibenden vier Bietern
durchgeführt , die Frequenzen werden gegen eine jährliche Konzessionsgebühr
zugeteilt oder die Auktion wird neu ausgeschrieben . Was eine allfällige
Konzessionsgebühr betrifft , so müsste Bakom deren Höhe erst noch festlegen .
Die verbliebenen Bieter allerdings haben die Verschiebung der Auktion mit
Befremden zur Kenntnis genommen - sie sprechen sich weiterhin für die
Durchführung der Versteigerung aus . Swisscom-Sprecher Sepp Huber meint etwa ,
die Auktion lasse sich auch mit vier Bietern durchführen . Die drei Schweizer
Unternehmen drohen nun mit rechtlichen Schritten . Von der spanischen Telefonica
war bis jetzt keine Reaktion zu vernehmen . Die Gewerkschaft Kommunikation und
die Sozialdemokratische Partei der Schweiz ( SPS ) begrüßten dagegen den
Entscheid von ComCom und Bakom . Sie zeigen sich erleichtert darüber , dass es
nun nicht zu einer " volkswirtschaftlich fragwürdigen Preistreiberei " kommt .
Als Alternative fordert die Gewerkschaft die Festsetzung eines fixen Preises pro
Lizenz . Die SPS ihrerseits will gleich Gespräche mit sämtlichen vier
Regierungsparteien einberufen , um über die zentralen politischen Fragen der
Telekommunikation zu diskutieren . Streit mit der Telekom über Flatrates spitzt
sich zu Für die Deutsche Telekom ist die Sachlage eindeutig : Surfen im Internet
zum Pauschaltarif muss es geben , aber die Zuführung der Endkunden über das
Telefonnetz kann nur im Zeittakt erfolgen . Onlinediensten sind diese
Zugangskosten aber ein Dorn im Auge . " Nur unter fairen Wettbewerbsbedingungen
und kostenorientierten Preisen auf dem Telekommunikationsmarkt kann in
Deutschland dem Internet zu einem Durchbruch verholfen werden " , heißt es beim
Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten ( VATM ) in
Köln . Über den Streit entscheidet an diesem Mittwoch die Bonner
Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation ( RegTP ) . Dabei fordern die
Wettbewerber nicht nur eine Flatrate für Endkunden , sondern auch für den Bezug
von Vorleistungen , die sie in Form von Leitungskapazitäten von der Telekom
beziehen . " Nur mit einem erschwinglichen monatlichen Pauschalpreis schaffen
wir es , dem Medium Internet zum Durchbruch zu verhelfen " , meint Uwe
Heddendorp , Vorsitzender der Geschäftsführung von AOL Deutschland .
Pauschaltarife von 80 Mark , wie sie derzeit von T-Online und AOL angeboten
werden , seien für die breite Masse einfach zu teuer . " Der Gebührenzähler in
den Köpfen der Verbraucher muss endlich aufhören zu ticken " , fordert der
AOL-Chef . Dabei denkt er an eine monatliche Pauschale von unter 50 Mark .
International spiele Deutschland derzeit eine Nebenrolle , glaubt Heddendorp .
So liegt die Verbreitung des Internet in Deutschland gerade bei 23 Prozent . In
Großbritannien sollen es dagegen 42 , den Niederlanden und Norwegen sogar 48
beziehungsweise 53 Prozent sein . Eine Großhandels-Flatrate könnte das Internet
in Deutschland kräftig anschieben , meinte AOL-Sprecher Jens Nordlohne . Düster
sieht es aber aus , wenn die Pauschale scheitert : " Wir würden um Jahre
zurückgeworfen und in Europa die rote Lampe tragen . " Hans-Willi Hefekäuser ,
Regulierungsexperte der Telekom , sieht das ganz anders : Er hält das
Preisniveau von 1,5 Pfennig im Citybereich ( Internetzugangstarif ) keineswegs
für eine Bremse . Schließlich sei dieser Sondertarif für die
Online-Diensteanbieter ( seit April 1999 ) seit Einführung um 65 Prozent
gefallen . Außerdem könne man mit einer Pauschale für den Bezug von
Vorleistungen das ganze wirtschaftliche Risiko des Nutzerverhaltens nicht der
Telekom aufbürden . Doch das wichtigste Argument Hefekäusers lautet : Gefördert
würde mit einer solchen Pauschale ein technisches Auslaufmodell , nämlich das
schmalbandige Telefonnetz . Milliarden-Beträge müssten in das Netz investiert
werden , damit es bei intensiver Nutzung nicht verstopfe . " Das wäre eine
technologische Sackgasse , die Zukunft des Internet ist breitbandig " , sagt er
. Und damit meint er natürlich DSL , das die Telekom als T-DSL bereits im
Angebot hat - und bei dem sie mit Lieferschwierigkeiten und technischen
Problemen konfrontiert ist . AOL-Sprecher Nordlohne hält diese Argumente für
vorgeschoben : Mit dem britischen FRIACO-Modell ( Flatrate Internet Access Call
Origination ) könnte man eine Überlastung des Telefonnetzes an den
Ortsvermittlungsstellen bereits ausschließen . Dort werde der Daten- und
Sprachverkehr voneinander getrennt . Die britischen Erfahrungen hätten gezeigt ,
wie eine solche Flatrate funktionieren kann . Hefekäuser gibt sich
zuversichtlich , dass die Regulierungsbehörde im Sinne der Telekom entscheidet .
" Ich kann mir nicht vorstellen , dass es zur Anordnung einer Flatrate im
Vorleistungsbereich kommen wird . " Doch genau das fordert AOL-Chef Heddendorp :
Die Behörde müsste dem FRIACO-Modell folgen , eine rechtlich verbindliche
Großhandelspauschale anordnen und eine zeitliche Frist setzen . " Rough Justice
" bei Schlichtern von Domain-Streitigkeiten Für rund 1.500 US-Dollar können die
Inhaber von Markenrechten ihren Anspruch auf einen bestimmten Domain-Namen bei
einer der von der Internet-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names
and Numbers ( ICANN ) zugelassenen Schlichterorganisationen prüfen lassen .
Jetzt hat DNS-Experte Milton Mueller in einer Studie unter dem Titel Rough
Justice auf gewaltige Unterschiede in den Entscheidungen der verschiedenen durch
die ICANN beauftragten Schlichterorganisationen aufmerksam gemacht . Mueller ,
Professor an der School of Information Studies der Syracuse University , warnte
auf einer vom Berkman Center organisierten Podiumsdiskussion während der
Jahrestagung der ICANN in Kalifornien davor , dass ohne Korrekturen an der Ende
1998 eingeführten Uniform Dispute Resolution Policy ( UDRP ) nach und nach ein
Monopol der World Intellectual Property Organization ( WIPO ) im
Schlichtergeschäft entstehen könnte . ( Zur UDRP siehe auch den Artikel
Namenspatron in Ausgabe 24/99 der c't ) . Die WIPO hat mit dem Arbitration
Center ihren Marktanteil in diesem Jahr von 48 auf 66 Prozent erhöht und dafür
gibt es laut Mueller vor allem einen Grund : Dagegen entschieden die Panellisten
des kanadischen Dispute Resolution Providers E-Resolutions nur in 51 Prozent der
Fälle für die Kläger . " Es ist klar , dass Markenrechtsvertreter auf diese
Statistik schauen und dann zur WIPO gehen " , sagte Mueller . Es käme schon
beinahe Mandantenverrat gleich , würde ein Anwalt angesichts der Zahlen nicht
dazu raten , sich an die WIPO zu wenden , bestätigte auch ein Panellist von
E-Resolution . Zudem habe die WIPO vor einiger Zeit gar mit dem Hinweis geworben
, Domainkläger besonders gut zu bedienen , kritisiert die Autorin des Domain
Name Handbook , Ellen Rony . Das zeige , dass die vorgelegten Fälle einseitig zu
Gunsten der Markenvertreter beurteilt würden . Mueller zitierte einige Fälle als
" really bad decisions " , zum Beispiel die Entscheidung ,
guinnes-beer-really-sucks verletzte wegen leichter Verwechselbarkeit das
Markenrecht von Guiness ( WIPO D2000-0996 ) . In manchen Fällen werde der
Nachweis böser Absicht , eine der Voraussetzungen für die UDRP-Entscheidungen ,
überhaupt nicht geführt , meinte Mueller . Alle Vorwürfe der Einseitigkeit wies
dagegen Francis Curry von der WIPO zurück und mahnte , die Fälle nicht
statistisch , sondern juristisch zu betrachten . Auch das National Arbitration
Forum hat im Übrigen eine ähnliche Bilanz bei der Entscheidung für die Kläger ,
zieht aber trotz deutlich schnellerer Verfahrenszeiten inzwischen nur noch rund
27 Prozent der Fälle an . Curry warnte denn auch vor monokausalen Erklärungen .
Mögliche Fehlentscheidungen seien allenfalls einzelnen Panels anzulasten , die
UDRP als solche habe sich bewährt . Immerhin könne die UDRP auch ahnungslose
Domainregistrierer vor völlig überhöhten Abmahnforderungen oder teuren Prozessen
schützen . " Da werden einfach gleich mal 100.000 US-Dollar gefordert , ohne den
Nachweis zu führen , welcher Schaden entstanden ist " , sagte der
US-amerikanische Rechtsanwalt Scott Evans bei der Diskussion . Auch die ICANN
denkt nicht daran , die UDRP grundsätzlich zu verändern . " Allerdings prüft die
Domain Name Supporting Organization derzeit , wie das Verfahren sich bewährt hat
" , sagte ICANN-Jurist Louis Touton . Milton Mueller hält Veränderungen vor
allem bei den Verfahrensregeln für notwendig . Statt der Kläger sollten die
Registrare die Schlichterorganisationen auswählen , empfahl Mueller . " Die
Registrare sind meiner Meinung nach wesentlich unparteiischer " , mein Mueller ,
selbst WIPO-Panellist . Die Registrare seien allen Kunden gleichermaßen
verpflichtet . Im Übrigen warnte er davor , das Cybersquatting-Problem , also
die Belegung beliebter oder bekannter Domain-Namen in böswilliger Absicht , auch
mit Hinblick auf die neuen Domains zu dramatisieren . Auf 3.500 Domains kommt
ein Streitfall , hielt Mueller fest . Die Zahl neuer Fälle sei nach einer Spitze
im August derzeit rückläufig und liege bei 250 Fällen pro Monat . Insgesamt sind
bei den verschiedenen Schlichtern etwa 2.200 Fälle anhängig . Die WIPO hat dazu
verschiedene Länderdomain-Betreiber zu einem Workshop eingeladen . Comdex : Jon
maddog Hall - der Konvertierer spricht Mit einer gemütlichen Keynote vor relativ
kleiner Kulisse eröffnete Jon maddog Hall von Linux International am heutigen
Montagmorgen ( Ortszeit ) die Linux-Variante der Comdex . Gefragt sei ein klarer
Verstand und das Verständnis von Open Source . Das Herz und die Seele ist die
GPL . Darin unterscheiden wir uns nicht von Microsoft : Hall forderte die
Geschäftsleute auf , wirklich genau zu analysieren , wo der Zusatzwert liegt ,
den man mit Linux-Systemen anbieten kann . " Wer seine Nische , sein Add-on
nicht klar benennen kann , wird es schwierig haben . " Hall prophezeite den
Kollaps einer Reihe von Linux-Distributionen , die den Focus verlören - ohne
Namen zu nennen . Schließlich warnte er die Szene vor der Modeerscheinung des
Application Service Providing : Das macht sie teurer , nicht billiger . Firmen
geraten dabei in immer größere Abhängigkeit vom Software-Produzenten . In der
Newspeak , mit der Microsoft mit seinem Open Subscription Licensing den Begriff
" Open " vereinnahme , zeige sich die Stossrichtung von .NET . Comdex :
Hewlett-Packard und Nokia in einem Boot Fast zeitgleich zu John maddog Hall mit
seiner Keynote , die die parallel zur Comdex stattfindende Linux Business Expo
einläutete , sprach die HP-Chefin Carly Fiorina über das " Common good in an
Internet Age " . Kurz zuvor hatte HP schlechte Geschäftszahlen übermittelt , die
mit zum Absturz der Hightech-Indices an den Börsen führten . Zumindest für die
HP-Zahlen übernahm Fiorina die Verantwortung . In der Keynote versuchte sie aber
, über das Desaster zu witzeln . Fiorina appellierte zudem an die Industrie ,
über den technischen Zaubereien des Internet nicht die einfachen Anwender zu
vergessen . Was sie brauchten , seien Technologien , wie sie HP zusammen mit
Nokia demonstriere : Nokia-Besitzer können bald drahtlos ( per Infrarot und via
Bluetooth ) WAP-Dokumente und Telefonlisten auf jedem erreichbaren HP-Drucker in
der Nähe ausdrucken . Ähnlich wie Bill Gates mit Visual Studio.NET gab Fiorina "
Cool Town " frei , eine Tools-Sammlung für die Entwicklung von XML-Dokumenten ,
die die Mobiltelefone besser in die Firmenkommunikation integrieren sollen . Vom
Palm-PDA zum Multimedia-Gerät Wie die Welt der elektronischen Organizer künftig
aussieht , wenn es nach dem Willen von Palm geht , hat CEO Carl Yankowski in
seiner Eröffnungsrede zur PalmSource 2000 mit einer bombastischen Präsentation
multimedial vorgeführt . Die Marschrichtung heißt Mobile Internet , Multimedia
und verstärkte Pflege der Entwicklergemeinde . Neben den Anwendungen für das "
persönliche Informationsmanagement " ( PIM ) sollen mit Palm OS betriebene
Geräte in Zukunft Zugriff auf My Palm Portal haben , einen Web-Service für
User-bezogene Daten . Drahtloser Internetzugang werde künftig genauso zu Palm OS
gehören wie Sprachsteuerung und Spracherkennung , prophezeite Yankowski .
Sicherheitsfunktionen wie Finanztransaktionen oder lokale Zugangskontrolle mit
Palm-Geräten könnten zusammen mit der Kurzstrecken-Funktechnik Bluetooth andere
Lösungen ersetzen . Palm setzt dabei auf die ARM-Plattform , die Motorola vor
kurzem lizensiert hat . Chef-Techniker Bill Maggs brachte gleich ein Demo-Board
mit , auf dem Palm OS mit ARM-Technologie läuft . Palm schlägt mit diesen
Visionen keineswegs Microsofts multimedialen Weg ein , den der Software-Konzern
zurzeit mit den Pocket PCs vorgibt . Yankowski betonte in seiner Rede genauso
wie beim Gespräch im kleineren Kreis , dass der Weg über Lizenznehmer für Palm
OS die einzige Möglichkeit sei , gegen die geballte Finanzkraft Microsofts
bestehen zu können . Mit dieser Strategie vollzieht Palm einen Paradigmenwechsel
: Damit begibt sich Palm allerdings in die Hand der Lizenznehmer - mit allen
damit verbunden Risiken . Floppen deren Geräte , fällt das auch auf Palm zurück
. Geht die Rechnung auf , dann baut Palm seine bestehende Vorherrschaft weiter
aus . Mit anderen Worten : Als neuen Lizenznehmer konnte Palm Samsung exklusiv
auf der PalmSource vorstellen . Seit neun Monaten arbeiten die beiden Firmen
bereits zusammen . Ergebnis der Bemühungen soll ein Smartphone sein . Palm OS
4.0 in den Startlöchern Mit der wachsenden Zahl von Lizenznehmern wie Sony ,
Handspring und Symbol wird die Pflege des Palm-OS-Betriebssystems für Palm immer
wichtiger . Der Sprung von Version 3.5 auf 4.0 soll dem Rechnung tragen .
Teilnehmer der PalmSource bekommen die CD mit den Images schon vor Ort , für den
Rest soll die Software im Rahmen des Seeding-Programms demnächst verfügbar sein
. Palm OS 4.0 steht der Entwicklergemeinde damit offen , Geräte mit dem neuen
Betriebssystem soll es in der ersten Jahreshälfte 2001 geben . Palm OS 4.0
unterstützt neben dem eingebauten RAM ein weiteres Speichermedium , das in Form
von SD-Cards ( Secure Digital Card ) in die nächste Generation von Palm-PDAs
passen soll . Anwendungen auf der Speicherkarte lädt das Palm OS ins RAM und
wirft sie nach Benutzung auch wieder heraus . Darüber hinaus können
RAM-Anwendungen auf Shared Libraries zugreifen , die auf dem zusätzlichen
Speichermedium liegen . In der Version 4.0 kommt Palm OS auch mit Bluetooth
zurecht und bietet nach Angaben von Palm alle Features , die Smartphones
benötigen . Die Web-Clipping-Anwendung , die mit Version 3.5 das Licht der Welt
erblickte , soll auch noch in Palm OS 4.0 enthalten sein . Die Bedienoberfläche
bekommt einen so genannten Attention Manager : Mit zunehmender Integration von
mobilen Online-Anwendungen nehmen die Anzahl von Nachrichten und Meldungen zu ,
dazu kommen Erinnerungs- und Alarmfunktionen . Damit der Palm-Betrieb dadurch
nicht dauernd durch aufpoppende Fenster gestört wird , erhält die
Bedienoberfläche ein blinkendes Kästchen in der oberen linken Ecke , das im
Attention Manager konfiguriert wird . Neben dem visuellen Signal stehen auf
Wunsch auch Sound und Vibrationsalarm zur Verfügung . Was Palm OS 4.0 nicht hat
, ist mindestens so interessant wie das , was es an Neuem mitbringt : Der
Schritt vom DragonBall-Prozessor zur ARM-Technologie , die Motorola erst
kürzlich lizensiert hat , wird mit Palm OS 4.0 noch nicht vollzogen . Auf der
letzten PalmSource erhitzte Palms vorsichtige Ankündigung , mit Palm OS 4.0 den
Schritt zu einem neuen PIM-System zu wagen , die Gemüter . Davon ist jetzt keine
Rede mehr - Palm OS 4.0 bleibt genauso wie alle früheren Versionen
abwärtskompatibel . Palm verschiebt den damals angekündigten Schritt jetzt auf
die Version 5.0 , genauso wie die Unterstützung anderer Bildschirmauflösungen .
Auktion neuer Mobilfunklizenzen in den USA gestartet Nach Angaben der
Regulierungsbehörde Federal Communication Comission ( FCC ) werden 422 Lizenzen
angeboten . Alle Lizenzen liegen im 1900-MHz-Frequenzband und eignen sich
beispielsweise für den Aufbau von GSM- und GPRS-Mobilfunknetzen . Die meisten
Lizenzen sind aber lokal sehr eingegrenzt und bedienen vor allem örtliche
Bereiche , die bislang noch nicht mit GSM-Netzen versorgt werden können .
Mobilfunk-Netze nach dem europäischen GSM-Standard sind in den USA noch nicht
sehr verbreitet ; unter anderem bietet beispielsweise die Gesellschaft
Voicestream , die in den Besitz der Deutschen Telekom übergehen soll , ein
GSM-Netz an . AT&T hatte Anfang Dezember als einer der Ersten der großen
US-Telekom-Konzerne angekündigt , Anfang 2001 mit einem GSM-Netz starten zu
wollen . Im Unterschied zu Europa , wo die GSM-Anbieter in den Frequenzbändern
bei 900 und 1800 MHz arbeiten , müssen die US-Gesellschaften allerdings auf das
1900-MHz-Band ausweichen , da die beiden anderen Bänder unter anderem von
militärischen Anwendungen belegt sind . Ein Drittel der neuen Lizenzen wurde
ausdrücklich für kleinere Firmen reserviert . " Es geht nicht ums Geld , sondern
darum , den neuen Standard so schnell wie möglich in den Markt und damit zum
Kunden zu bringen " , zitiert die Washington Post den FCC-Chef William Kennard .
Analysten vermuten jedoch eine erhebliche Zurückhaltung bei den bietenden
Unternehmen . Viele Telekom-Firmen würden trotz des attraktiven Marktes in den
USA wahrscheinlich genauer auf ihre Budgets achten , prophezeiten Experten .
Nicht zuletzt habe der kräftige Einbruch der Aktienkurse von Telekomunternehmen
die Vorstände ermahnt , verstärkt den Rechenstift auch bei den Auktionen
anzusetzen . Vergabe öffentlicher Aufträge ab Februar per Internet Öffentliche
Aufträge können voraussichtlich schon ab Februar auch per Internet vergeben
werden . Die Bundesregierung beschloss am heutigen Mittwoch eine entsprechende
Änderung der Vergabeverordnung , die die Ausschreibungs-Verfahren für die
öffentliche Hand beim Einkauf etwa von Büromöbeln oder bei der Vergabe von
Bauaufträgen regelt . Die Änderung soll noch im Januar im Bundesgesetzblatt
veröffentlicht werden und bereits zum 1. Februar in Kraft treten . Die Nutzung
der neuen Medien durch öffentliche Auftraggeber bringe Deutschland im Zeitalter
der Informationsgesellschaft ein großes Stück voran , sagte Wirtschaftsminister
Werner Müller . Der Entwurf trage auch der Liberalisierung im Bereich der
Telekommunikation und dem europäischem Wettbewerb Rechnung . Der Bundesrat hatte
dem Entwurf zugestimmt , aber klärende Änderungen gefordert , die unter anderem
Manipulationsmöglichkeiten bei öffentlichen Ausschreibungen verhindern sollen .
Die Vergabeordnung sah in ihrer bisherigen Fassung ein schriftliches Angebot in
Papierform vor , das eigenhändig unterschrieben werden musste . Entscheidet sich
eine Behörde auf Bund- , Landes- oder Gemeindeebene für den elektronischen Weg ,
so soll künftig die digitale Signatur die Angebote rechtsverbindlich machen .
Ein entsprechendes Gesetz hat die Regierung auf den Weg gebracht . Nach Angaben
des Städte- und Gemeindebundes können durch die digitale Signatur Angebote mit
einem Zeitstempel versehen werden , so dass sie erst zu einem bestimmten
Zeitpunkt geöffnet werden können . So sollen Manipulationen vermieden werden .
Das Bundeswirtschaftsministerium testet die Sicherheit elektronischer
Vergabe-Verfahren derzeit in Modellprojekten . So können etwa zwei Nachbarstädte
gleiche Bestellungen zum Beispiel von Streusalz auf einem elektronischen
Marktplatz zusammen führen . Maxdata prophezeit anhaltend schwache PC-Nachfrage
Der nach eigenen Angaben drittgrößte deutsche PC-Hersteller Maxdata in Marl
rechnet auch zu Beginn des kommenden Jahres mit einer Fortdauer der
Marktschwäche bei PCs . Dennoch erwartet das am Neuen Markt notierte Unternehmen
, das für 2000 zwei Mal seine Prognosen drastisch nach unten korrigiert hatte ,
für das eigene Geschäft im nächsten Jahr insgesamt eine Aufwärtsentwicklung .
Der Vorstandsvorsitzende von Maxdata sieht erst im weiteren Verlauf des nächsten
Jahres eine Belebung der Nachfrage auf dem Computermarkt für Geschäftskunden .
Die Branche leide unter der anhaltenden Euroschwäche , erklärte Lampatz .
Maxdata war vor anderthalb Jahren an der Börse mit einem Ausgabepreis von 31
Euro gestartet . Derzeit bewegt sich der Kurs nahe den Jahrestiefständen
zwischen 9,20 und 9,40 Euro . Lotus gibt die Portal-Software K-station frei Zur
Lotusphere in Berlin kündigte Lotus ein Portal mit dem Namen K-station an - eine
Art erster Teillieferung des Knowledge-Management-Projektes " Raven " .
K-station ist nun ab sofort verfügbar und steht zur Evaluierung als Download
bereit . K-station nutzt Technologien aus Quickplace und Sametime . Mit
K-station öffnet sich Lotus zudem weiter in Richtung Microsoft-Technologien . So
kann der Anwender mit Hilfe des Internet Explorer sein persönliches Portal per
Drag&Drop zusammenstellen . Dabei stehen ihm als Komponenten so genannte
Portlets zur Verfügung , die dem Nutzer unter anderem Zugriff auf seine eigene
Mail , seinen Kalender und seine Aktivitivätenliste geben . Diese Daten müssen
nicht von einem Domino-Server stammen , sondern können auch von Exchange-Servern
bereitgestellt werden . Neben persönlichen Portalseiten verwaltet K-station auch
gemeinsame genutzte Portale . Der K-station-Server läuft auf Windows NT und
Windows 2000 . Weitere Plattformen sollen 2001 folgen . Als Client unterstützt
der Server Microsofts Internet Explorer ab Version 5.01 . K-station kostet in
den USA ohne bei Lotus übliche Mengenrabatte ab 120 US-Dollar pro Benutzer .
Deutsche Preise hat Lotus noch nicht verkündet . SZ : VIAG Interkom soll zerlegt
werden Das Telekommunikations-Unternehmen VIAG Interkom soll nach Informationen
der Süddeutschen Zeitung zerlegt werden . Wenn im kommenden Jahr British Telecom
( BT ) wie geplant die Mehrheit an der Gesellschaft übernehme , solle der VIAG
Interkom-Mobilfunkteil in BT Wireless eingegliedert und mit an die Börse
gebracht werden , berichtet die Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe . Der
Festnetzbereich solle davon abgetrennt werden . Somit könnten in Deutschland aus
VIAG Interkom zwei Unternehmen entstehen , heißt es in dem Bericht . Ein
Sprecher der VIAG Interkom wollte den Bericht nicht kommentieren . Dies sei eine
Angelegenheit des künftigen Mehrheitsgesellschafters . Weitere zehn Prozent hält
die norwegische Telenor . Allerdings wird wohl auch der Telenor-Anteil an BT
gehen , sodass der britische Konzern bei seinen Umwandlungsplänen freie Bahn hat
. VIAG Interkom rechnet wegen zahlreicher Investitionen auch in diesem Jahr mit
hohen Verlusten . 2000 erwartet das Unternehmen laut letzten Angaben einen
ähnlich hohen Fehlbetrag . das galaktische Internet Die internationale
Raumstation ISS soll einen Internet-Anschluss bekommen . Die amerikanischen
Firma Spacehab stattet in Zusammenarbeit mit der russischen RSC Energia die ISS
mit einem Wohn- und Arbeitsmodul für die Astronauten aus . Die
Internet-Verbindung soll zudem E-Mail-Übertragung und eine spezielle Webseite
bieten , über die sich Interessierte direkt mit der Station unterhalten können .
Spacehab erwartet beispielsweise , dass Sponsoren und Träger von Experimenten
innerhalb der ISS den Fortgang der Versuche über das Internet kontrollieren .
Vergleichbares ermöglichte das Unternehmen schon amerikanischen Schulkindern ,
die selbstentwickelte Experimente von Astronauten an Bord des amerikanischen
Space Shuttle durchführen ließen . Besucher der ISS-Webseite sollen außerdem in
der Lage sein , eine Art virtuellen Trip ins All zu unternehmen . In der ISS ,
einer permanenten Station im Weltall , arbeiten insgesamt 16 Nationen zusammen .
Den Internet-Zugang im All will Spacehab unter anderem über Werbung auf der
ISS-Webseite finanzieren . Bis das galaktische Internet in Betrieb geht , wird
es aber noch eine Weile dauern : Die Raumstation soll erst 2004 fertig sein .
Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick
für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick
und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Gegen die
Hausmacht der Viehbarone steht eine Frau , vielleicht zitternd , doch sicher
unverzagt : Renate Künast , die neueste Landwirtschafts-SheriffIn und
gleichzeitig im Verbraucherschutz zupackend , unsere oberste Schutzherrin des
E-Commerce . Gegenüber den vernetzten Bauern nehmen sich die deutschen Pädagogen
rückständig aus . In Nordrhein-Westfalen verkündeten Wolfgang Clement und Ron "
The Gun " Sommer , dass das Internet nach den Lehrerzimmern nun auch jedes
einzelne Klassenzimmer erobern muss . Es ist eine wilde Aufholjagd im Gange , "
weil Asien und Amerika uns um Lichtjahre voraus sind und längst mit Laptop und
Cursor arbeiten " . Wer schreibt dem Ministerpräsidenten solch anmutige
Sentenzen ? Sicher niemand , der auf einem Bauernhof aufgewachsen ist . Sollen
wir an dieser Stelle auf den neuesten e-letter.nrw aufmerksam machen , der den
Pressemappen zur Konferenz von Wolfgang und Ron beigelegt wurde ? Die letzte
Seite ziert ein Interview mit einem gewissen Christian Persson , in dem die
Forderung nach Laptops für jeden Schüler ausdrücklich als " Quatsch " bewertet
wird . Bill Clinton nimmt Abschied . Alle Wünsche an den Präsidenten kommen in
ein gebundenes Buch , das Party411 Clinton überreichen will . Währenddessen gibt
es Überlegungen , was mit dem Inhalt von www.whitehouse.gov geschehen soll .
Ganz so einfach wie früher wird es sicher nicht ablaufen . Man weiß es nicht ,
man weiß es einfach nicht : Vor einigen Jahren berichtete die Zeitschrift Wired
über den Erfinder Dean Kamen , der kurz vor dem Durchbruch bei einer Erfindung
sei , die das Zeug habe , das Leben der gesamten Menschheit zu verändern . Nach
Ansicht von Wired war Kamen auf eine Variante des Stirling-Motors als
Brennstoffzelle gekommen , die die gesamte Automobilindustrie revolutionieren
werde . In den Folgejahren blieb die Revolution aus , nicht jedoch der Erfolg
für Kamen . Er erfand einen Rollstuhl , der unebenes Gelände und Treppen
meistern konnte . Nun brodelte in der letzten Woche die Gerüchteküche , weil
bekannt wurde , dass ein Schriftsteller vorab 250.000 US-Dollar für ein
Buchprojekt kassierte , obwohl die Lektoren der Harvard Business School Press
keinen blassen Schimmer davon haben , was der gute Mann beschriftstellern soll .
Außer der Person des Erfinders Dean Kamen und solch solider Gewährsmänner wie
Steve Jobs und Jeff Bezos , die etliche Millionen in das Projekt Ginger stecken
wollen , ist nichts bekannt . Man weiß es nicht , man weiß es einfach nicht .
Immerhin , aus dem Osten der USA berichtet die Washington Post , dass das Rad
neu erfunden wurde , an der Westküste glaubt man hingegen , dass neue Formen des
Sex die Menschheit beglücken werden . Eine Erklärung ist , dass der Rummel um
Ginger der groß angelegte soziologische Feldversuch ist , wie man eine " urban
legend " produziert . Eine andere geht von der Tatsache aus , dass kein Bobo
heute Geld von einem Risiko-Kapitalisten bekommt , wenn er eine neue CRM-Suite
auf den Markt werfen oder einen neuen Explorer auf die Menschheit loslassen will
. Einfallsreichtum ist also gefragt , wenn man mit Dean Kamens Technologie über
Treppen kommen möchte . Da geht es Ginger wie dem Sex . Mit Sex hatte ein
anderer Herr nachweislich weniger Probleme , dafür aber offensichtlich , seinen
angeblich guten Namen rein zu halten . Nun sind Namen aber Schall und Rauch ,
behauptet der Volksmund - und irrt auch hier . Der Tennisspieler Becker , der
einst ehrfurchtslos die Tenniskugel über Wimbledons heiligen Rasen prügelte ,
hat das gerade erst erkannt und seinen Namen flugs zur Marke veredelt . Beispiel
boris.de : Die Domain hatte der Becker glatt verschlafen . Aber irgendwie muss
es dem ehemaligen Domain-Inhaber eingeleuchtet haben , dass der Ex-Profi ,
Jahrgang 1967 , an Boris die älteren Rechte hält . Ehrfurcht vor großen Namen
befällt aber längst nicht jeden , der derzeit eine Abmahnung vom
Becker-Marketing kassiert . Der Streit um die Domain sport-gate.de hat sich an
einer simplen Kopplung entzündet und ist bereits beim Landgericht Berlin
aktenkundig . Wer zu spät kommt , den bestraft bekanntlich das Leben . Bei
Frühaufstehern erledigen das unsere Promis . Vor einigen Jahrhunderten aber
wurden zwei Herren populär , deren Nachfolger später zu eher unrühmlicher
Bekanntheit gelangten : Wer hält schon viel etwa von einem Manne , der das
schöne Rom anzündet . Nun reisen die Deutschen zwar seit Jahren gerne gen
Italien , manche auch nach Rom , von Castor zumindest halten dagegen recht viele
recht wenig . Dies hängt nun weniger mit der deutschen Leitkultur zusammen , die
im Gegensatz zur italienischen nur in seltenen Fällen von Leichtigkeit geprägt
wird , sondern damit , dass in deutschen Landen ein Castor mit einem eher
schwerwiegenden Inhalt verbunden ist . Um die Atommüllbehälter aber bricht nun
auch der virtuelle Streit aus : Vielleicht sollte hier unser oberster
Leitkulturbeauftragter Julian Nida-Rümelin eingreifen . Da kann er als
vergeistigter ehemaliger Kulturbeamter aus München doch nach dem Ausscheiden des
aufmüpfigen Michael Naumann gleich einmal zeigen , wo die Kulturharke in
Deutschland hängt . Das wäre doch einmal ein schönes Stück deutsche Leitkultur :
Genauso viel wie eine Firma , die Atommüllbehälter herstellt , wahrscheinlich .
Ich weiß ja nicht , ob mein Lieblingskritiker Joe Weizenbaum sich seiner
Weitsicht bewusst war , als er das Wort vom Internet als Misthaufen in die Welt
setzte . Was wird . Die Länderkennung .ms erinnert den denglisch gebildeten
Surfer an Message , also hat sich die Firma Inomic dazu entschlossen , diese Top
Level Domain aufzukaufen . Zum nahenden Valentinstag am 14. Februar wirbt Inomic
mit einem Service , der jeden Liebesschwur in eine Web-Adresse umwandelt . Etwa
zu www.lisa.ich.liebe dich.ms . Alsdann darf die Angebetete den Satz mit Punkt
und Komma tippen und findet eine " ansprechend gestaltete Homepage " . Vielen
Surfern ist auch das der Arbeit zu viel : " Hier.bitte.Satz.eingeben.ms "
scheint die beliebteste Website zu sein . Sollte der Dienst nicht den richtigen
Anklang finden , so bleibt der Firma immer noch der Verkauf der digitalen
Mauritius an Microsoft . Bis dahin freuen wir uns über Domains wie
kussi.bussi.fuer.suessmausi.baerli.ms zum Valentinstag . Sie haben uns wirklich
noch gefehlt in unserem globalen Misthaufen . In den Geldbörsen der Deutschen
fehlen Kundenkarten , die den Kunden an eine Firma fesseln . 20% des Umsatzes
macht Karstadt derzeit mit solchen Spezialkarten , was nach der Entlassungswelle
dieses Kaufhauses mindestens auf 50% gesteigert werden soll . So startet denn in
der nächsten Woche die Omnicard in Berlin als Veranstaltung , die die stockende
digitale Revolution vorantreiben möchte . Nicht die Erde ist flach , die Hirne
sind es . US-Kongress überprüft Auswahl der neuen Internet-Domains Der
US-amerikanische Kongress will offensichtlich ein Hearing zur Auswahl der neuen
generic Top Level Domains ( gTLD ) veranstalten . Wie die Washington Post
berichtet , waren hauptamtliche Vertreter der Internet-Verwaltung Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) diese Woche zu
Vorgesprächen auf dem Capitol Hill . Die im November von der ICANN getroffene
Auswahl für die sieben neuen gTLD ( .biz , .info , .pro , .name , .museum ,
.aero , .coop ) im vergangenen November war von den abgelehnten Bewerbern vor
allem wegen des Auswahlprozesses kritisiert worden . In einem inzwischen bekannt
gewordenen Brief an ICANNs Präsidenten Mike Roberts lässt der neue Vorsitzende
des Wirtschaftsausschusses des Kongresses , Billy Tauzin , die ICANN wissen : "
Es hat eine Reihe von Berichten gegeben , dass ICANNs Verfahren bei der
Schaffung einer neuen Generation von Domainkürzeln den Wettbewerb der
Registrierung und Vergabe von Internet-Domains behindern könnte . " Als für die
Aufsicht über den Prozess zuständige Gremium wolle der Ausschuss sicherstellen ,
dass das Verfahren offen und fair vonstatten gehe . Daher plane man ein Hearing
im Februar vor dem Unterausschuss Telekommunikation . Bereits 1999 war die ICANN
auf den Capitol Hill geladen und zog auf Druck des Kongresses die geplante
Gebühr von einem US-Dollar pro Adresse und Jahr wieder zurück , da die
Abgeordneten sie als " Internetsteuer " kritisierten . Der Kongress und das
US-Wirtschaftsministerium könnten auf Grund ihrer vertraglich festgelegten
Aufsicht über die ICANN möglicherweise noch eine Änderung der
Auswahlentscheidung erzwingen . Ohne die Zustimmung des Wirtschaftsministeriums
können die neuen Adressbereiche nicht in die Root-Server des DNS gebracht werden
. Bislang hat ICANN noch mit keinem der ausgewählten Bewerber einen Vertrag
abgeschlossen . Die übrigen im Regierungsbeirat der ICANN ( Governmental
Advisory Committee ) vertretenen Regierungen hatten ihrerseits die Eile der
ICANN-Entscheidung im November scharf kritisiert und sich weitere Stellungnahmen
vorbehalten . Die Europäischen Kommission hat die Betreiber der neuen Registries
Ende der Woche zu einer Diskussionsveranstaltung nach Brüssel geladen . Mit
einer Blockade der Einführung der sieben gTLD sei aber nicht zu rechnen , meinte
ein Kommissionsvertreter . Nun dürfen die internationalen Regierungen zusehen ,
welche Entscheidung der amerikanischen Kongress diesbezüglich trifft . Sollte es
zu wesentlichen Veränderungen kommen , werden sich auch die Mitglieder des
Regierungsbeirates der ICANN bei der nächsten Sitzung in Melbourne noch einmal
zu Wort melden . Verfassungsschutz : Immer mehr rechtsradikale Hass-Listen im
Internet Die Zahl der Internet-Angebote mit rechtsextremistischem Inhalt hat
nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes explosionsartig zugenommen . 1999
zählten die Behörden 330 deutschsprachige Nazi-Homepages ; Ende vergangenen
Jahres waren es bereits 800 . Dies berichtete der Präsident des baden-
württembergischen Landesamtes für Verfassungsschutz , Helmut Rannacher , auf
einer Tagung der Evangelischen Akademie Bad Boll . Rund 90 Prozent der
rechtsradikalen Internet-Angebote würden über US-amerikanische Provider
verfügbar gemacht , zitierte die Akademie am heutigen Sonntag den
Verfassungsschutz-Präsidenten . Damit seien Zugriffe der Sicherheitsbehörden "
im Prinzip kaum mehr möglich " . Die Verfügbarkeit der Angebote und die
weitgehende Anonymität der Internet-Nutzer senkten zugleich die Hemmschwelle ,
mit rechtsradikalen Gruppen Kontakt aufzunehmen . Etwa 20 bis 30 Prozent der
Seiten enthielten strafrechtlich relevante Inhalte . Dabei handele es sich vor
allem um volksverhetzende Texte und die Verwendung von Kennzeichen
verfassungswidriger Organisationen . Der Verfassungsschützer warnte davor ,
diese Angebote als " pubertäres Getue " zu verharmlosen . Rock-Band
veröffentlicht neuen Song zuerst auf Napster Die Musiktauschbörse Napster kann
sich offensichtlich zunehmender Unterstützung durch Bertelsmann erfreuen .
Nachdem der deutsche Medienkonzern eine Kooperation mit beabsichtigter
Beteiligung an Napster vereinbart hat , versucht Bertelsmann die anderen
Musikkonzerne ins Boot zu holen - und unternimmt dafür auch Promotion-Aktionen ,
die den Labels die Musiktauschbörse schmackhaft machen sollen . Nun hat BMG
Entertainment einen Song zum ersten Mal über Napster veröffentlicht : Die Single
I Did It aus dem neuen Album Everyday der Dave Matthews Band erschien , noch
bevor sie in die Plattenläden kam , auf Napster . Die Musiktauschbörse bewirbt
den Song ( und die Band ) prominent auf ihrer Web-Site - mit direktem Link , der
den Napster-Client zum Download des Stücks öffnet . Die MP3-Datei , die in der
Zwischenzeit von einigen Napster-Usern jeweils mit einer Bitrate von 128 kBit/s
angeboten wird , ist explizit im Dateinamen mit einem " ( RCA ) " ausgewiesen ,
wohl als Hinweis darauf , dass dies ein offizielles Release ist . Die Dave
Matthews Band organisierte die Veröffentlichung der Single auf Napster selbst ,
kann aber auf Zustimmung von RCA Records verweisen , einer Tochtergesellschaft
von BMG Entertainment . Bislang hatte es noch keine andere Band geschaft , die
Genehmigung von der jeweiligen Plattengesellschaft für eine Veröffentlichung
neuer Songs über Napster zu erhalten . Bereits im Verlauf der Woche hatte
Napster eine neue Client-Software ( Release 2 Beta 9 ) veröffentlicht , die mit
einem Link auf CDNow ausgestattet ist , um CDs direkt einkaufen zu können . Der
in finanzielle Schwierigkeiten geratene Online-CD-Händler war vor kurzem von
Bertelsmann übernommen worden . Bertelsmann hofft nun offensichtlich , dass die
Vorabveröffentlichung eines Songs die Verkäufe der entsprechenden CD signifikant
steigert - und hätte damit ein kaum zu schlagendes Argument gegenüber den
anderen großen Plattenlabels in der Hand , dass eine Beteiligung an einem
Abo-System über Napster ihnen zu Gute käme . Bislang hatten die großen
Musikfirmen eine Zusammenarbeit mit Napster abgelehnt . Zuletzt hatte Universal
erklärt , man wolle den Ausgang des Gerichtsverfahrens gegen Napster abwarten ,
bevor man sich auf ein Verhandlungen mit der Musik-Tauschbörse einlasse .
Universal hofft , nach einer Verurteilung von Napster bessere Karten zu haben .
38 Privatklagen wegen überhöhter Windows-Preise abgewiesen In der Folge des
US-Kartellprozesses gegen Microsoft sind über 130 Privatklagen gegen den
Software-Konzern eingereicht worden , weil er angeblich überhöhte Preise für
Windows verlangt habe . Während im August ein kalifornisches Gericht explizit
Sammelklagen mehrerer Verbraucher in solchen Fällen zuließ , haben die meisten
Gerichte die Klagen von Privatleuten gegen Microsoft verworfen . Dem schloss
sich nun auch ein Bezirksrichter des 4. US-Justizbezirks an : J. Frederick Motz
vom Bezirksgericht in Maryland wies insgesamt 38 Verfahren in einer Sammelklage
gegen Microsoft ab . Streitpunkt in den Klagen sind vor allem die
unterschiedlichen Preise , die Kunden bei Zwischenhändlern für Windows bezahlen
müssen . Die Kläger werfen Microsoft vor , für überhöhte Preise zu sorgen .
Außerdem sehen sie sich als direkte Kunden des Software-Konzerns , da sie durch
die Lizenzvereinbarungen ein direktes Vertragsverhältnis mit Microsoft
eingegangen seien , auch wenn sie die Software nicht direkt bei Microsoft
gekauft hätten . Dieser Ansicht wollte sich Motz nicht anschließen ; die
Lizenzvereinbarung sei nicht ausreichend , um rechtlich eine direkte Beziehung
zwischen den Kunden und Microsoft zu etablieren . Nach einer Entscheidung in
einem Präzedenzfall , auf den sich Microsoft in seiner Argumentation gegen die
Privatklagen immer bezog , kann ein Hersteller aber nur dann für überhöhte
Preise eines Produkts verurteilt werden , wenn eine direkte Vertragsbeziehung
bestand . Für die Preise , die Zwischenhändler verlangen , kann der eigentliche
Hersteller nach dieser Entscheidung von den Kunden nicht verantwortlich gemacht
werden . Allerdings sind noch weitere Privatklagen gegen Microsoft anhängig ,
und das auch in US-Bundesstaaten , die die Verurteilung des Herstellers wegen
überhöhter Preise auch bei indirektem Vertrieb explizit zulassen . In diesen
Fällen müssten die Richter im Unterschied zu den jetzt eingestellten Verfahren
untersuchen , ob die Preise für Windows tatsächlich überhöht waren .
US-Patent-Streit um Werbe-Popups weitet sich aus Nachdem der US-amerikanische
Internet-Provider NetZero Ende Dezember letzten Jahres den drittgrößten Provider
der USA , Juno Online Services , wegen Verletzung eines US-Patents auf
Werbe-Popups verklagt hatte , weitet die Firma die Verfahren gegen Konkurrenten
aus . Am 8. Januar erreichte NetZero eine einstweilige Verfügung gegen Juno ,
die es dem Provider verbietet , Werbung in einen eigenen Fenster auf dem Desktop
anzuzeigen , während der Anwender mit einem Web-Browser im Internet unterwegs
ist . Außerdem reichte NetZero Ende der Woche nach Angaben des Finanzdiensts
Bloomberg eine entsprechende Klage gegen WorldNet ein , die
Internet-Provider-Sparte von AT&T . Auch sie soll das Patent auf Werbe-Popups
verletzt haben . In der Patentschrift geht es um Werbe-Fenster , die unabhängig
vom Hauptfenster eines Web-Browsers arbeiten . NetZero nutzt die Technik , um
Surfern einen kostenlosen Internet-Zugang zu bieten , solange sie Werbe-Banner
außerhalb des Web-Browsers ertragen . Neues Transatlantik-Kabel mit 3,2 TBit/s
geplant Der britische Telecom-Konzern Cable & Wireless will zusammen mit dem
französischen Telecom-Ausrüster Alcatel ein neues Transatlantik-Netzwerk ,
genannt Apollo , speziell für Datentransfer und Internet-Traffic bauen . Nach
Angaben von Alcatel soll das Transatlantik-Kabel eine Datenrate von 3,2 TBit/s
bieten und eine möglichst schnelle Internet-Anbindung zwischen Europa und
Nord-Amerika realisieren . Laut Alcatel sei die neue Verbindung nicht nur
schneller , sondern auch kostengünstiger als bisherige Installationen . Cable &
Wireless spricht davon , Apollo werde rund 25 Prozent mehr Kapazität als
existierende Transatlantik-Kabel bereit stellen . Das Kabel soll aus vier
Glasfaserpaaren bestehen , über die jeweils 80 Wellenlängekanäle transportiert
werden . Jeder Wellenlängenkanal soll mit einer Datenrate von 10 GBit/s arbeiten
. Das Kabel wird nach den Plänen aus zwei separaten Verlegesträngen bestehen und
von Frankreich über Großbritannien in die USA führen ; insgesamt werde eine
Distanz von 13.000 Kilometern überbrückt . Welche Anzahl von optischen Repeatern
vorgesehen sind , gaben die beiden beteiligten Firmen bislang nicht bekannt .
Alcatel soll neben der Verlegung des Kabels auch die Wartung auf See für vier
Jahre übernehmen . Der französische Konzern liefert laut dem Vertrag mit Cable &
Wireless nach Fertigstellung von Apollo Fehlermanagement und
Reparatur-Dienstleistungen und hält dafür zwei Kabelverlege-Schiffe in
Bereitschaft . In Betrieb gehen soll Apollo im Sommer 2002 . Gewalttätig durch
Computer-Spiele ? Interessierte , meist konservative Kreise in den USA und der
Bundesrepublik schreien schnell nach dem Staatsanwalt , wenn es um
Computer-Spiele geht . Vor allem nach den Amokläufen jugendlicher Waffennarren
in den USA schoben sich Politik , Waffenlobby und Medien gegenseitig die
Verantwortung zu . In Deutschland führten einige Kommentatoren nach ähnlichen
Fällen die Ursachen gleich auf die Begeisterung der Täter für Video- und
Computer-Spiele zurück . In Wirklichkeit ist die Sachlage allerdings nicht ganz
so einfach , wie es die Zensoren gerne hätten , kommentiert ein Artikel über
Computer-Spiele und Gewalt in der Ausgabe 4/2000 der c't . Zwar gibt es vier
grundlegend unterschiedliche Ansätze in der Wissenschaft zum Problemfeld
Aggressivität und Computer-Spiele - einig sind sich aber fast alle
Wissenschaftler , dass es keine monokausalen Ursachen für Gewalt gibt . Ein
Computer-Spiel kommt als alleiniger Auslöser für gewalttätige Handlungen in der
Realität nicht in Frage . Die momentane Behandlung von Computer-Spielen durch
offizielle Stellen in der Bundesrepublik berücksichtigt allerdings einen Faktor
überhaupt nicht : Das Problem der Übergänge zwischen der virtuellen Welt von
Computer-Spielen und der Realität . Gerade eher Comic-artige Umgebungen wie in
Quake lassen einen Übersprung von virtueller zu realer Gewalt eher
unwahrscheinlich erscheinen . Gefährlich können aber hyperrealistische
First-Person-Shooter und Militärsimulationen sein . Weltbank : Internet für die
" Dritte Welt " Die Weltbank-Tochter International Finance Corporation ( IFC )
gründete dafür ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem japanischen Konzern Softbank
. Ziel des Softbank Emerging Markets ( SBEM ) genannten Instituts sei es , die "
digitale Kluft " zwischen reichen und armen Ländern zu verringern , erklärte
Weltbank-Präsident James Wolfensohn . Er bezeichnete die Neugründung als " Start
für die Globalisierung von Bildung " und " Start für die Globalisierung des
Internet-Diensts " . SBEM soll neue Internet-Unternehmen in Entwicklungs- und
Schwellenländern durch Startkapital und technische , juristische sowie
organisatorische Unterstützung fördern . Im Mai 2000 sollen bereits die ersten
Projekte vorgestellt werden . Die Frage , ob ausgerechnet Softbank der richtige
Partner für die selbstständige Entwicklung von Internet-Startups in der
sogenannten " Dritten Welt " ist , dürfte allerdings noch für einigen
Diskussionsstoff sorgen . Immerhin ist der Konzern aus einem der führenden
Industrieländer selbst weltweit im Internet-Geschäft aktiv . Nach eigenen
Aussagen besitzt das Unternehmen über 300 Internet-Firmen ; in den USA ist
Softbank unter anderem der größte Anteilseigner von Yahoo , E*Trade und ZDNet .
Toshiba will ins Internet-Geschäft Das Unternehmen möchte nach eigenen Angaben
unter anderem ein breites Angebot für Endverbraucher im Internet entwickeln ,
vor allem in den Bereichen Freizeitgestaltung , Finanzdienste , Reisebuchungen
und Musik . Zielgruppe seien vor allem Handy-Besitzer . Klappt alles nach den
Plänen von Toshiba , sollen sich die Investitionen ebenfalls im Jahr 2003 schon
auszahlen : Neben den Dienstleistungen für Endverbraucher möchte Toshiba auch
die internen Strukturen ganz auf das Internet ausrichten . Orange-Aktie unter
Ausgabepreis Die Aktie von Orange , der Mobilfunktochter von France Telecom ,
ist an ihrem ersten Börsentag in Paris unter den Ausgabepreis gefallen . Nach
einem Anstieg auf 9,9 Euro zum Auftakt gab das Papier im Verlauf des Dienstags
deutlich nach und ging bei 9,4 Euro aus dem Handel . Der Ausgabepreis betrug für
Privatanleger 9,50 Euro und für institutionelle Investoren 10 Euro . Am heutigen
Mittwochvormittag setzten Orange und France Telecom ihren Sinkflug fort . Der
Titel von France Telecom rutschte um 7,88 Prozent auf 72,50 Euro und damit unter
sein 16-Monatstief von 73,85 Euro am 15. September 1999 . Orange verlor 7,13
Prozent auf 8,73 Euro . Die Platzierung von Orange galt vor geplanten
Börsengängen anderer europäischer Mobilfunkunternehmen als wichtiger Test für
das Interesse der Investoren . France Telecom hatte wegen des ungünstigen
Börsenklimas Probleme , die Aktie zu platzieren . Die Preisspanne wurde wegen
mangelnder Nachfrage in der Zeichnungsfrist von 11,5 bis 13,5 Euro auf 9,5 bis
11 Euro gesenkt und der Börsengang um einen Tag verschoben . Mit dem Geld muss
das Unternehmen seine Schulden bei dem früheren Orange-Besitzer Vodafone
begleichen . Die Konkurrenten von Orange beobachten die Entwicklung sehr genau .
Die hoch verschuldeten deutschen , britischen und niederländischen
Telekommunikationskonzerne befürchten ähnliche Probleme bei den für dieses Jahr
geplanten Börsengängen ihrer Mobilfunktöchter . Nach ersten Kommentaren an der
Börse in Frankfurt erwarten Analysten nun , dass die Telekom den Börsengang von
T-Mobile International noch einmal verschiebt . NetValue mit Hauptsitz in Paris
erfasst Zugriffe auf Websites und Internet-Dienstleistungen . Nach Erkenntnissen
von NetValue ist der Zugriff auf Napster in den vergangenen Monaten in
Deutschland sprunghaft angestiegen . Im Januar 2000 hätten erst rund 14.000
Deutsche über den Dienst Songs getauscht . Im April seien es rund 200.000 , im
Oktober etwa 700.000 Bundesbürger gewesen , hieß es bei NetValue . Rund 76
Prozent von ihnen sind Männer . Die Angst vor dem Anrufbeantworter Die
Kommunikation mit einem Anrufbeantworter ruft bei vielen Menschen immer noch
Angst hervor . Zu diesem Schluss kommt der Sprachwissenschaftler Rainer Knirsch
an der Universität Göttingen . Er untersuchte rund 2000 Gespräche mit
Anrufbeantwortern . Untersuchungen in Großbritannien kommen zu ähnlichen
Ergebnissen . " Im Kern besteht das Problem für den Anrufer in den Abweichungen
von den Regeln des Telefongesprächs " , erklärt Knirsch die Tatsache , dass die
Kommunikation mit dem Anrufbeantworter zwar gesprächshafte Züge trägt , aber von
den dialogischen Merkmalen des Telefonierens deutlich abweicht . Der Mensch hört
am Anrufbeantworter auf , frei zu sprechen , und beginnt zu formulieren , um
Sprechfehler und Wiederholungen zu vermeiden . Er neigt dann dazu , beim
Sprechen den Text in Richtung geschriebener Sprache zu planen , was eine
Belastung für den Arufer darstellt . Besonders jene Anrufer , die sich beim
Sprechen auf den Anrufbeantworter verstärkt selbst wahrnehmen , sind in der
Aufnahmesituation gehemmt , da sie sich der Abweichungen ihrer gesprochenen
Sprache und deren Konservierung bewusst sind . " Es ist sicherlich für keinen
Sprecher eine erfreuliche Vorstellung , anhand des Anrufertextes als
sprachinkompetent bewertet zu werden " , hat Knirsch die Erfahrung gemacht .
Viele Anrufer sehen im Anrufbeantworter daher auch einen Gegner , der genau
aufzeichnet , was und auch wie es gesagt wird . " Die Sprechstimme auf dem
Anrufbeantworter ist für den Abhörer der Nachricht ein beinahe offenes Buch ,
aus der er oft auch die Ängste des Anrufers lesen kann " , meint Knirsch . Der
Anrufer weiß , dass das Gesprochene aufgenommen und aufgezeichnet wird , und
manche Anrufer werden dadurch gehemmt . Studien haben nachgewiesen , dass ,
sobald die Testperson in ein Mikrofon sprechen muss , die Sprache durch den
Überwachungseffekt plötzlich unnatürlich wird . Hinzu kommt noch , dass der
Anrufer nicht weiß , ob der Angerufene nicht gerade neben dem Anrufbeantworter
steht und ihm beim Sprechen zuhört . Außerdem spüren sich manche Anrufer durch
einen gewissen Zeitdruck genötigt , möglichst schnell und kompakt ihr Anliegen
auf den Anrufbeantworter zu sprechen , weil sie meinen , dieser schaltet nach
kurzer Zeit von alleine wieder ab . Unter diesem Druck ist aber keine
Sprachverdichtung mehr möglich . Eine unbegründete Angst : Denn die meisten ,
hat Knirsch in seiner Untersuchung mit der Stoppuhr herausgefunden , schaffen es
, ihr Anliegen in einer Minute vorzutragen , nur wenige brauchen länger . Um
trotz ihrer Unsicherheit mit dem Anrufbeantworter zu kommunizieren , greifen
unroutinierte Anrufer zu unterschiedlichen Bewältigungsstrategien . Ein weiteres
Problem : " Die Telefonleitung gibt das Gesprächsanliegen des Anrufers meist
ohne dessen vorheriges Wissen an den Anrufbeantworter weiter , sodass die
Zeitdauer des Ansagetextes oft nicht genügt , um sich auf die neue
Kommunikationssituation und das veränderte Reglement einzustellen " , meint
Knirsch . Unerfahrene machen dann nach dem Piepston oftmals eine längere
Planungspause oder stocken bei der Begrüßung , während routinierte Anrufer die
Eröffnung einfach abspulen . " Im Vergleich zu der langen Zeit , in der wir
schon mit dem Telefon umgehen , ist für viele Menschen der Anrufbeantworter
einfach ein noch zu neues Medium , das gerade jetzt durch den Handy-Boom
sicherlich immer mehr Bedeutung erhält " . Knirschs Tipp daher : Knirsch hat bei
seiner Untersuchung festgestellt , dass die Auflegerquote ansteigt , wenn der
Ansagetext zu lang oder zu kurz ist und so manche Personen überfordert , in ein
paar Sekunden vom erwarteten Telefonat in ein Gespräch mit dem Anrufbeantworter
umzuschalten . Am besten ist ein Mittelmaß von 12 bis 15 Sekunden . " Es kann
sich jeder mit seinem Anrufbeantworter gegen unerwünschte Störungen oder Anrufer
abschotten , er ist quasi ein telefonischer Sekretär , der als Filter dient und
damit die erste Stufe , um Selektionskriterien einzubauen " . Fiberoptik-Konzern
reduziert Erwartungen Der Umsatz für das im Juni endende Geschäftsjahr 2001
werde am " unteren Ende " der Prognosen liegen - so prophezeite einer der
größten Fiberoptik-Konzerne der Welt , JDS Uniphase , die weiteren Aussichten
bei der Vorstellung des Geschäftsberichts für das zweite Quartal . Nun reduziert
JDS Uniphase , der gerade die Übernahme des Konkurrenten SDL glücklich unter
Dach und Fach gebracht hat , die Erwartungen weiter . Die Gewinne würden unter
den Prognosen liegen , warnte JDS Uniphase , und dies trotz der zusätzlichen
Einnahmen durch die SDL-Übernahme . Als Grund nannte JDS Uniphase wie zuvor
schon andere Firmen wie Cisco oder Nortel die Unsicherheit im
Telekommunikationssektor : Hohe Schulden und Zurückhaltung auf den
Kapitalmärkten bei Krediten für die Investitionen , die die Carrier in neue
Netze tätigen müssen , führten zu Rückgängen bei den Aufträgen . Dies enthält
bereits die Ergebnisse von SDL - allerdings muss die fusionierte Firma auf
einige Umsätze verzichten , da JDS selbst zu einem der größten Kunden von SDL
gehörte . Internet-Nutzer innerhalb der Europäischen Union dürfen künftig
straflos Songs und Texte für den Privatgebrauch auf den Computer laden . Das
sieht eine EU-Richtlinie zum Schutz des Urheberrechts vor , die das
Europaparlament am Mittwoch in abschließender Lesung billigte . Demnach sind
Privatkopien für " nichtkommerzielle Zwecke " erlaubt . Die Rechteinhaber und
Künstler müssen dafür aber einen " gerechten Ausgleich " erhalten . Allerdings
konnten sich die EU-Gremien nicht auf einheitliche Regelungen einigen , wie dies
zu geschehen habe : Dies bleibt der Richtlinie zufolge , die unter dem sperrigen
Titel " Richtlinie zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und
der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft " firmiert , jedem
Mitgliedsstaat selbst überlassen . Mit der nun verabschiedeten Richtlinie folgt
das EU-Parlament weitgehend der Vorlage der EU-Kommission , die Anfang Februar
vom Rechtsausschuss des Parlamanets in dem beraten wurde . Von den dem Parlament
durch den Rechtsausschuss zur Beschließung vorgelegten Änderungsanträgen wurden
nur neun angenommen , die sich weitgehend auf die Nennung von Urhebern bei
Zitaten bezogen . Die EU-Parlamentarier verzichteten damit allerdings auf einige
Verbesserungen , die der Rechtsausschuss vorgeschlagen hatte . So sollten
Staaten wie Deutschland oder Österreich verpflichtet werden , gegen technische
Maßnahmen der Rechteinhaber vorzugehen , die legale Kopien für private Zwecke
behindern . Für neue Urheberrechtsabgaben , wie sie beispielsweise hierzulande
zur Debatte stehen , hätte einem weiteren nicht angenommen Vorschlag zu Folge
künftig die EU-Kommission in Brüssel konsultiert werden sollen . Beschnitten
werden durch die Richtlinie die Verwertungsrechte der Rundfunk- und
Fernsehanstalten . Diese müssen künftig für alle Archivstücke wie
Konzertmitschnitte und Hörspiele die Rechte für die digitale Ausstrahlung oder
Internetnutzung im jeden Einzelfall mit den Copyright-Inhabern neu verhandeln .
Der Europaabgeordnete Klaus Heiner Lehne ( CDU ) bezeichnete dies in einer
ersten Stellungnahme gegenüber dpa als " Bedrohung des europäischen Kulturerbes
" . Künftig müsse jeder Fernsehsender vor der digitalen Ausstrahlung seines
Archivmaterials mit den Rechteinhabern über die Senderechte verhandeln . "
Vieles aus den Archiven bleibt dann für den Zuschauer und Zuhörer unerreichbar "
, befürchtet Lehne . Mit der Urheberrichtlinie wird erstmals innerhalb der EU
das Urheberrecht auch auf digitale Medien und das Internet ausgedehnt , das
bisher rechtlich nicht geregelt war . Die dreijährigen Vorarbeiten zu der
Richtlinie waren einem ungewöhnlich Druck der Lobbyisten ausgesetzt . Auch
Musiker wie Marius Müller-Westernhagen , Achim Reichel oder Heinz-Rudolf Kunze
versuchten , im Einklang mit den Unterhaltungskonzernen und Filmrechteinhabern
wie Leo Kirch die Verhandlungen zu beeinflussen . Dem stand eine Allianz aus
Verbraucherorganisationen und Herstellern von Hardware entgegen .
Verbraucherschützer dagegen argumentierten , dass die Konsumenten bereits jetzt
beim Kauf von CDs und Geräten eine Abgabe für Kopien bezahlten . Die meisten
Änderungswünsche am ursprünglichen Entwurf zu der Urheberrichtlinie , die
größtenteils durch die Lobbygruppen der Unterhaltungsindustrie veranlasst wurden
, verwarf aber schon der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments . NIC.AT :
Stifter wussten nichts von Stiftung Noch nicht alle Internet-Provider in
Österreich scheinen die Änderungen bei der .at-Registrierungsstelle realisiert
zu haben - dabei hat die Registrierstelle für österreichische Länderdomains ,
NIC.AT in Salzburg , bereits zum Ende des vergangenen Jahres still und leise den
Besitzer gewechselt . " Der Vorstand hat zur Absicherung der Firma NIC.AT und
ihrer Tätigkeiten eine geeignetere Eigentumskonstruktion gefunden (
Gemeinnützige Privatstiftung ) , die sicherstellen soll , dass die NIC.AT auch
in Zukunft ihre Tätigkeit der österreichischen Domainverwaltung zum Nutzen und
Wohle der Österreichischen Internet Community durchführen kann , ohne
Einflussnahme von außen . " Mit dieser knappen Darstellung informierte der
Vorstand der ISPA , des Verbandes der Österreichischen Internet Provider , seine
Mitglieder bei der Generalversammlung im November . Da gehörte die schnell
wachsende NIC.AT schon nicht mehr ihnen , sondern der Internet Foundation
Austria . " Die Mitglieder in einem Verein wechseln schnell , ehrenamtliche
Vereinsvorstände können jenseits der groben Fahrlässigkeit nur schwer zur
Verantwortung gezogen werden und überhaupt ist ein Verein eher dazu geeignet ,
eine politische Agenda zu bewegen als eine GmbH zu führen " , nennt der
ehemalige ISPA-Vorstand Michael Haberler , der für drei Jahre Chef des
Stiftungsvorstandes ist , die Gründe für die Änderung . Mit der Stiftung habe
man eine langfristige Struktur für die Registrierstelle schaffen wollen . Die
ISPA hat das Management des österreichischen Namensraums ursprünglich vom
Rechenzentrum der Universität Wien übernommen ( wo bis heute die Registry liegt
) und dann die NIC.AT Internet Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft gegründet .
Letztlich sei die ISPA ja eine Lobby kommerzieller Provider , urteilt Haberler .
Mit dem Stiftungskonstrukt erreiche man nun eine bessere Trennung von Registry
und Policy-Funktion . Diese sei schließlich im Sinn der Öffentlichkeit
wahrzunehmen und daher werde man Vertreter des zuständigen Ministeriums für
Verkehr und Fernmeldewesen , einen Vertreter der Telekommunikationsregulierung
und auch einen internationalen Experten in einen Domainbeirat einberufen . Peter
Rastl , Leiter des Rechenzentrums der Uni Wien , bezeichnte andererseits mit als
Grund für die Einrichtung der Stiftung , eventuellen weitergehenden
Begehrlichkeiten der Regierung vorzubeugen . " Keinen Regulierungsbedarf " ,
meldete aber ein Sprecher des zuständigen Verkehrsministeriums in Wien . Die
Universität Wien zählt als Urzelle des österreichischen Internet und Verwalter
der zentralen Datenbank zu den Begünstigten der Stiftung . Bei rund 160.000
Domains zu Preisen zwischen 250 und 1000 Schilling dürfte das eine nette Summe
sein . Die ISPA steht zwar an erster Stelle in der Liste der Begünstigten , habe
sich aber selbst eine Deckelung der Ausschüttung auferlegt , betonte Haberler .
Er rechnet mit einem " kleinen einstelligen Millionenbetrag " in Schilling für
die Finanzierung des ISPA-Büros . Unbestritten ist nämlich , dass die
Generalversammlung der ISPA im November vor vollendete Tatsachen gestellt wurde
. Am 28. November wurde die Stiftung notariell beurkundet , und das war genau
einen Tag bevor die Generalversammlung sich traf . Man habe sich wegen einer
angekündigten Änderung des Privatstiftungsgesetzes unter Zeitdruck gefühlt .
Doch der neue Stiftungsvorstand , der seinen Posten als ISPA-Vorstandsmitglied
dafür aufgeben musste , räumt auch ein : " Ich glaube nicht , dass wir das
hätten durchziehen können , wenn wir damit in eine breite öffentliche Diskussion
gegangen wären . " Daher dürfen sich die ISPA-Mitglieder , von denen bis heute
noch nicht alle die Änderung realisiert haben , durchaus übergangen fühlen . Die
beschlossene Vorgangsweise ist daher wie folgt : Voraussichtlich Anfang 2001
wird die rechtsgültige Fassung der Stiftungsurkunde vorliegen . Er habe bis
heute die Stiftungsurkunde nicht gesehen , kritisierte Hitsch . Den Verdacht ,
dass hinter dem handstreichartigen Vorgehen mehr als die Angst vor langen
Diskussionen mit den Providern und befürchteten Steuernachteilen besteht , weist
Michael Haberler entschieden zurück . Zwar übernehmen im ebenfalls dreiköpfigen
Stiftungsbeirat auch zwei ISPA-Vorstände eine gewisse Kontrollfunktion .
Allerdings : UMTS-Konsortium um Telefonica zieht nach München Das
UMTS-Konsortium 3G der spanischen Telefonica und der finnischen Sonera wird
seine Zentrale in München errichten . Am neuen Firmensitz sollten rund 1.000
Menschen arbeiten , hieß es am heutigen Mittwoch bei der Group 3G . Dabei sollen
etwa 900 Stellen neu geschaffen werden . Bisher betreibt die Gruppe im Gegensatz
zu den Konkurrenten D1 , D2 , VIAG Interkom und E-Plus noch kein Mobilfunknetz
in Deutschland . Chef der Group 3G werde Ernst Folgmann , lange Zeit Manager bei
Bosch . Der genaue Standort der neuen Zentrale in München sei noch nicht bekannt
, teilte das Konsortium mit . Es ist derzeit provisorisch in Frankfurt
untergebracht . Sicher sei , dass man " relativ viel Platz " brauchen werde . Am
Group-3G-Konsortium sind die Telefonica Moviles zu 57,2 und Sonera zu 42,8
Prozent beteiligt . Auf der diesjährigen CeBIT wolle man sich präsentieren und
auch den Termin für den Start ins UMTS-Geschäft bekannt geben . Hintergrund :
Talfahrt der T-Aktie bringt Telekom in Not Das schlechte Marktumfeld in der
Telekommunikation und der verpatzte Börsengang des Mobilfunkbetreibers Orange
haben die T-Aktie am Mittwoch abstürzen lassen . Am frühen Abend notierte das
Papier der Deutschen Telekom AG bei 28,80 Euro . Das war der tiefste Wert seit
mehr als zwei Jahren . Damit hat die T-Aktie seit ihrem Höchststand im März
vergangenen Jahres mehr als 70 Prozent ihres Wertes verloren . In der Bild setzt
sich Telekom-Chef Ron Sommer angesichts des neuen Börsentiefs der wachsenden
Kritik an seiner Unternehmenspolitik zur Wehr : Dies würden die Kapitalmärkte
mittelfristig honorieren . Ein Konzern-Sprecher ergänzte , dass sich die Branche
derzeit in einem Konsolidierungsprozess befinde . Davon werde die Telekom
profitieren . Starke Kurseinbußen verzeichneten auch andere Telekom-Werte wie
France Telecom , British Telecom ( BT ) oder die niederländische KPN . In den
Verlusten macht sich nach Einschätzung von Experten besonders das verpatzte
Börsendebüt des Mobilfunkbetreibers Orange bemerkbar . Jetzt werden
Befürchtungen laut , dass möglicherweise auch die Telekom , BT und KPN die
geplanten Börsengänge ihrer Mobilfunktöchter in diesem Jahr verschieben könnten
. " Wir haben keine Not , die Mobilfunkaktivitäten an die Börse bringen zu
müssen " , sagte ein Telekom-Sprecher . Der Telekom-Vorstand hatte im
vergangenen Jahr den Börsengang von T-Mobile International AG auf einen
Zeitpunkt nach Abschluss der Übernahme des US-Unternehmens VoiceStream
verschoben . Das soll voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte geschehen .
Der gegenwärtige niedrige Kurs der T-Aktie sei eine " riesengroße Übertreibung
nach unten " , meint Telekom-Analyst Marcus Schmitz von Hauck & Aufhäuser
Privatbankiers . Nach seinen Worten mache sich neben dem Orange-Börsengang auch
der negative Ausblick der Rating-Agentur Moodys in dem Kurs bemerkbar . Auch
falle kein gutes Licht auf den Vorstandsvorsitzenden . Aber so schlecht habe
sich Sommer gar nicht angestellt , meinte Schmitz . Dennoch gilt unter Analysten
die Börsenstimmung als extrem schlecht . Dabei werden immer wieder die gleichen
Argumente ins Feld geführt : Teuer erkaufte UMTS-Lizenzen , die enorme
Verschuldung der Telekom und der hohe Preis für den US-Zukauf VoiceStream . Doch
billiger sei der US-Mobilfunker wahrscheinlich gar nicht zu haben gewesen ,
sagten die meisten Analysten . Bei dem derzeitigen Kursniveau könnte die Telekom
trotzdem bald ein Problem bekommen , nämlich mit der VoiceStream-Übernahme . Die
Abmachung sieht vor , dass deren Aktionäre aus dem Kauf aussteigen oder
nachverhandeln können , wenn nach Abschluss der Transaktion an sieben zufällig
ausgewählten Börsentagen der Kurs im Durchschnitt unter 33 Euro liegt . Der
kritische Zeitpunkt wird voraussichtlich im Juni sein . Das würde der T-Aktie
nicht gut tun , ist sich Schmitz von Aufhäuser sicher : " Wenn es zu
Nachverhandlungen kommt , wird der Markt massiv nachprügeln . " Novell gibt
Verzeichnisdienst für Linux frei Die lange erwartete Linux-Version der Novell
Directory Services ( NDS ) ist seit gestern zu haben : Novell kündigte die
sofortige Verfügbarkeit der Software an . Neben der Integration in NetWare
stehen außerdem NDS-Versionen für NT und Windows 2000 sowie Solaris zur
Verfügung . Eine Ausgabe der NDS für Compaqs Tru64 ist ebenfalls angekündigt .
Mit den verschiedenen NDS-Versionen lässt sich eine einheitliche
Administrationsplattform über die diversen Betriebssysteme auf Clients und
Servern erreichen . Auch für die Linux-Version will Novell Lizenzgebühren in
Höhe von zwei US-Dollar pro User haben . Für Entwickler , die Software auf
NDS-Basis herausbringen wollen , bietet Novell eine kostenlose 100-User-Lizenz
der NDS an . Informationstechnik beherrscht die Hannover Messe Fast könnte man
vermuten , die Industrieschau Hannover Messe würde zur CeBIT-Messe Industrie .
Knapp einen Monat nach der weltgrößten Computerschau steht bei der
traditionsreichen Industriemesse kommende Woche das Zusammenwachsen
traditioneller Industrien mit den neuen Informationstechniken mehr denn je im
Mittelpunkt . " Das rasante Zusammenwachsen dieser Technologien und die
zunehmende Bedeutung der Informationstechnologie sind schon heute Auslöser für
große Investitionsschübe " , sagte Messe-Chef Klaus E. Goehrmann am Dienstag in
Hannover . Schwerpunkte unter den sechs Teilmessen sind die Fabrikautomation ,
Logistik und Fördertechnik sowie die Energiewirtschaft . Überall seien die neuen
Informationstechniken bereits allgegenwärtig . Daneben präsentieren sich große
Softwarehäuser wie Microsoft oder SAP , Computerhersteller wie Compaq in einer
eigenen Halle . " Wir werden in den kommenden Jahren noch mehr Doppelaussteller
für CeBIT und Hannover Messe haben " , meinte Goehrmann . Allerdings ist die
Zahl der Aussteller - wie bereits im Herbst angekündigt - um gut 400 auf 7.250
aus 65 Ländern zurückgegangen , die Ausstellungsfläche um rund 15 Prozent auf
270.000 Quadratmeter . Hauptgrund dafür sind laut Goehrmann die Ausgliederung
der Lichttechnik in eine eigene Parallel-Messe " Light and Building " nach
Frankfurt , sowie der Verlust von Freiflächen . Das neue Konzept der Hannover
Messe bedeute , sich auf die wesentlichen Industrietechniken zu konzentrieren ,
sagte Goehrmann . Deshalb gibt es erstmals auch kein Partnerland der Hannover
Messe mehr . Die zur CeBIT von Bundeskanzler Gerhard Schröder aufgenommene
Debatte um die Green Card für ausländische Software-Spezialisten wird auf der
Hannover Messe fortgesetzt . Auch hier sei kurzfristig Abhilfe nötig . Der
Maschinenbau mit den deutschen Herstellern an der Spitze präsentiert sich in
Hannover nun jährlich rund um den Schwerpunkt Fabrikautomation und Robotik , der
mit allein 2.500 Ausstellern den größten Raum einnimmt . Die Fördertechnik und
Logistik mit rund 1.000 Ausstellern steht in diesem Jahr im Zeichen des
zunehmenden elektronischen Handels . Die Energiewirtschaft , ebenfalls künftig
jährlich in Hannover präsent , widmet sich den Techniken , mit denen der Strom
nach einem Ausstieg aus der Atomkraft erzeugt werden kann . 3.200 Aussteller
kommen aus dem Ausland . Auf Grund der Aufbauarbeiten für die Expo 2000 findet
die Hannover Messe einen Monat früher als sonst statt . Wie im Vorjahr erwartet
die Messeleitung von kommenden Montag bis Samstag erneut rund 300000
Fachbesucher . Eröffnet wird die Messe Sonntagabend von EU-Präsident Romano
Prodi und Bundeswirtschaftsminister Werner Müller . Arbeitgeberpräsident :
Bleiberecht für ausländische IT-Spezialisten Überraschend fordert nun auch der
Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände , Dieter Hundt
, in der Diskussion um die Green Card , ausländischen EDV-Experten einen
langfristigen Aufenthalt zu ermöglichen . " Ich meine , wir müssen ihnen auch
Perspektiven aufzeigen , wie sie bleiben können " , erklärte Hundt gegenüber dpa
und fügte hinzu : " Wir können diesen Menschen aus gesellschaftspolitischen und
wirtschaftlichen Gründen nicht einfach den Stuhl vor die Tür setzen . " Eine
langfristige Green-Card-Regelung würde den Anreiz für Spezialisten erhöhen ,
nach Deutschland zu kommen . Auch Bundesinnenminister Otto Schily hatte bereits
gefordert , Fachkräften nach Ablauf der bislang vorgesehenen befristeten
Aufenthaltsgenehmigung ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht zu ermöglichen .
Offensichtlich befürchten Wirtschaft und einzelne Politiker angesichts der
Kommentare von Arbeitsmarkt- und Migrationsexperten , eine zeitlich befristete
Green Card könnte für Experten aus dem Ausland nicht attraktiv sein . Hundt
erklärte , Einzelheiten eines längeren Bleiberechts müssten sorgfältig geprüft
und überlegt sein . Und er forderte eine Erweiterung der Green Card für die
IT-Branche auf andere Industriebereiche : " Eine Ausweitung steht für mich auf
der Tagesordnung . " Hundt nannte vor allem den Maschinenbau sowie die chemische
und die Autoindustrie als Bereiche , die dafür in Frage kämen . Das deutsche
Ausbildungssystem hält der Präsident der Arbeitgeber offensichtlich momentan
nicht für geeignet , die von der Industrie beklagte Fachkräftemisere zu beheben
. Als symptomatisch für die Situation beschrieb er gegenüber dpa den
Informatik-Studiengang in Berlin : 300 der Studienanfänger hätten am Ende dieses
Wintersemesters das Studium schon wieder abgebrochen . Angesichts überbelegter
Hörsäle und fehlender Professoren sei es auch kein Wunder , dass die besten
deutschen Studenten in die USA gingen . Hundt forderte daher eine deutliche
Erhöhung der staatlichen Mittel für Schulen und Hochschulen an . Außerdem
brachte er Studiengebühren ins Spiel , die seiner Ansicht nach die
Studienbedingungen verbessern könnten . Bertelsmann verschenkt 72.000 Computer
Bertelsmann macht es als erster deutscher Konzern amerikanischen Unternehmen wie
Ford , Delta Airlines und Intel nach : Der Medienriese verteilt kostenlose PCs
samt Drucker an seine 72.000 Mitarbeiter . Zu dem Rechner gehört auch ein
Internet-Zugang . Alle festen Mitarbeiter bei Bertelsmann selbst , Gruner + Jahr
sowie anderen Tochergesellschaften wie der Bertelsmann Music Group ( BMG ) oder
den Buchclubs sollen in den Genuss des Angebots kommen . Ähnlich wie die
amerikanischen Firmen erhofft sich Bertelsmann wohl , dass der kostenlose PC mit
Internet-Zugang die Mitarbeiter dafür rüstet , den Gang des Konzerns in die
Internet-Ökonomie mitzumachen . Mitsubishi verkauft weniger Handys als erwartet
Ein Drittel weniger Handys als ursprünglich prognostiziert wird Mitsubishi in
Europa verkaufen , warnte der japanische Konzern am heutigen Mittwoch .
Mitsubishi verkauft seine Handys in Europa unter der Marke Trium ; ein
Konzernsprecher sagte laut dem Finanzdienst Bloomberg , die Einführung des neuen
Modells Mondo , einer Kombination aus Handy und WindowsCE-Organizer , habe sich
auf Grund der Verzögerungen bei GPRS verschoben . Mitsubishi macht für die
schlechter als erwartet laufenden Handy-Verkäufe den allgemeinen Rückgang des
wirtschaftlichen Wachstums und eine gewisse Sättigung des Mobilfunk-Markts
verantwortlich . Der hat auch andere Konzerne schon in Mitleidenschaft gezogen :
Finanzvorstand von Hotline-Dienstleister InfoGenie geht Der seit Herbst 2000 am
Neuen Markt notierte Informationsdienstleister InfoGenie Europe hat sich " wegen
unterschiedlicher Auffassungen " über die künftige Entwicklung des Unternehmens
von seinem Finanzvorstand Gerhard Wehner getrennt . Wehners Funktion werde
künftig der Vorstandsvorsitzende Markus Semm , der auch die Mehrheit an dem
Unternehmen hält , mit übernehmen . Die InfoGenie Europe AG betreibt per Telefon
und Internet Ratgeber-Hotlines , darunter auch für Zeitschriften und Anbieter
von Computer-Spielen . Dies wurde vor allem mit einem hohen Verwaltungsaufwand
begründet . Der Kurs der Aktie lag am Mittwoch bei 2,43 Euro - und damit um mehr
als die Hälfte unter dem Eröffnungskurs im Oktober 2000 . Cisco-Chef sieht noch
keine Erholung des Telecom-Markts In einer von Merrill Lynch veranstalteten
Analysten- und Investorenkonferenz dämpfte Cisco-Chef John Chambers die weiteren
Erwartungen für die Geschäftsergebnisse der Telecom-Ausrüster . Der Marktführer
bei Internet-Routern habe noch keinen Aufschwung bei den Ausgaben für
Telekommunikations- und Netzwerkgeräten beobachten können , meinte Chambers .
Bereits am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos hatte Chambers erklärt , der
Rückgang der Investitionen durch die Carrier habe auch Auswirkungen auf Cisco
gehabt - mit für viele Analysten unerwarteten Auswirkungen , denn Cisco konnte
zum ersten Mal seit 13 Geschäftsquartalen die Erwartungen der Börse nicht
erfüllen . Vor wenigen Tagen gab der Konzern bekannt , dass auf Grund der
Stagnation im Geschäft mit den Telecom-Gesellschaften 5 Prozent der
Arbeitsplätze in dem Unternehmen wegfallen sollen , um Kosten zu sparen . " Wir
sehen noch keinen Umschwung " , meinte Chambers nun auf der Konferenz , nachdem
er sich zuvor immer wieder optimistisch geäußert hatte , in den nächsten Monaten
würden sich die Investitionen von Großunternehmen und Telecom-Gesellschaften
wieder erhöhen . " Es wird zu einer größeren Herausforderung " , besonders , da
der asiatisch-pazifische Raum und Europa in der frühen Phase eines Abschwungs
seien . Die Ergebnisprognosen für Ciscos drittes und viertes Quartal und für das
nächste Jahr könnten noch innerhalb einer breiteren Spanne liegen als bislang
erwartet , meinte der Cisco-Chef , ohne genauere Zahlen zu nennen . Es sei zu
früh , eine Erholung der Industrie vorherzusagen . Hintergrund : VoiceStream
bittet zur Telekom-Hochzeit Daumen hoch für die Telekom : Die Zustimmung der
VoiceStream-Aktionäre zur Übernahme durch den Bonner Konzern war für
Vorstandschef Ron Sommer endlich eine gute Nachricht . Über 99 Prozent der
Anteilseigner des US-Mobilfunkers gaben erwartungsgemäß grünes Licht für die
milliardenschwere Akquisition . Der ersehnte Einstieg des rosa Riesen in den
begehrten US-Markt rückt damit immer näher . Jetzt fehlt nur noch die
Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde FCC . " Wir sind optimistisch , dass sich
die FCC noch im Laufe des Aprils abschließend positiv äußern wird " , erklärte
der Telekom-Chef . Und wenn Sommer über den US-Markt spricht , gerät er ins
Schwärmen : " Wir steigen exakt zum richtigen Zeitpunkt in den Markt ein . " "
Ich habe nie bezweifelt , dass die Übernahme wackelt " , sagt Werner Stäblein
von der Frankfurter BHF-Bank . Die Zustimmung der VoiceStream-Aktionäre kam für
ihn ohnehin nicht überraschend . Das gleiche trifft auf die Mobilfunkfirma
Powertel zu , die ebenfalls von der Telekom übernommen wird : Schließlich hatten
sich die VoiceStream-Großaktionäre Hutchison Whampoa aus Hongkong und die
finnische Sonera schon längst auf den Deal festgelegt . Für den Kauf von
VoiceStream muss die Telekom tief in die Tasche greifen : Zu viel Geld werde für
ein Unternehmen ausgegeben , das in den USA nicht einmal zu den fünf größten
Mobilfunkern gehört , lautete die Kritik . So rangierten Verizon , Cingular
Wireless , AT&T Wireless , Sprint PCS und Netxtel Ende 2000 noch klar vor der
künftigen Telekom-Tochter . Hinzu kommt , dass VoiceStream tief in den roten
Zahlen steckt . Kein Grund für Miesmache , meinen Sommer und VoiceStream-Chef
John Stanton . Schließlich knüpft der agile VoiceStream-Gründer Stanton mit
neuen Lizenzen derzeit an einem engmaschigen GSM-Mobilfunknetz in den USA - und
dafür braucht er die finanzkräftige Telekom . Heute ist die
VoiceStream-Übernahme nicht mehr annähernd so viel wert wie im Juli 2000 . Durch
die Talfahrt der T-Aktie halbierte sich praktisch der Kaufpreis . Unklar ist ,
ob die VoiceStream-Eigentümer , die künftig neben dem Bund ( rund 42 Prozent )
mit gut 20 Prozent größter Telekom-Aktionär sind , noch einen Nachschlag
verlangen werden . Diese Möglichkeit steht ihnen offen , wenn der Aktienkurs
zwei Wochen vor Abschluss der Transaktion an mehreren Tagen im Mittel unter 33
Euro liegt . Stäblein von der BHF-Bank will nicht ausschließen , dass es zu
Nachverhandlungen kommt . Doch ob die VoiceStream-Aktionäre ihre Trümpfe voll
ausreizen werden , ist unwahrscheinlich . Denn ohne die Telekom hat der
US-Mobilfunker kaum Zukunftsperspektiven . Dass VoiceStream schon heute auf
Gedeih und Verderb mit dem Bonner Riesen verbunden ist , zeigt allein die
jüngste Auktion um Mobilfunklizenzen in den USA . Ohne die Telekom hätte
VoiceStream an der Versteigerung gar nicht teilnehmen können , meint Stäblein .
Wer kontrolliert die Länder-Domains ? Regierungsvertreter haben beim Treffen der
Adress- und Namensraumverwaltung Internet Corporation for Assigned Names and
Numbers ( ICANN ) erneut ihren Anspruch bekräftigt , bei der Bestellung der
Manager für die Länderregistrierstellen ( country code Top Level Domains ,
ccTLDs ) im Netz das letzte Wort zu haben . Seit zwei Jahren wird innerhalb des
ICANN-Prozesses um das vertragliche Verhältnis zwischen der für das globale
Rootserver-Management zuständigen Organisation und den über 250
ccTLD-Unternehmen gerungen . Auf dem ICANN-Meeting in Melbourne hat man den
gordischen Knoten durchschlagen , aber nur scheinbar . Mit wachsender
Dringlichkeit , ja Verzweiflung sei das ICANN-Büro um stabile Verträge mit den
ccTLDs bemüht - diese verlangt das US-Department of Commerce , bevor es ICANN in
die " Unabhängigkeit " entlässt . Bislang muss die Organisation alle
Entscheidungen der US-Behörde vorlegen . Der Streit zwischen den ccTLD-Managern
und den Vertretern in ICANNs beratendem Regierungsbeirat ( GAC ) hat
Vertragsabschlüsse blockiert , da die Regierungen darauf bestanden , vor
Vertragsschluss gehört zu werden . Dagegen hatten sich viele ccTLD-Manager , die
ihre Aufgabe noch von Jon Postel übertragen bekommen hatten , entschieden
gewehrt . Die Lösung soll nun zwei Arten von Verträgen bringen . Einer davon ist
nach althergebrachter Internet-Sitte gestaltet , sozusagen im Postel-Stil .
Dabei nimmt ICANN als delegierende Institution die Vertretung der Interessen der
Internet-Community wahr , zumindest bis die Regierung sich meldet . Solange die
ccTLD-Manager im Land sind , reichten vorhandene Gesetze als Kontrollfunktion
auch durchaus , urteilen viele ccTLD-Vertreter wie DeNIC-Geschäftsführerin
Sabine Dolderer . Mit dieser Art von Dreiecksbeziehungen anerkennt ICANN die
Hoheit der Regierungen über die entsprechenden ccTLDs an . Im vergangenen Jahr
haben die Regierungen einen dezidierten Vorschlag zum Verhältnis
ICANN-ccTLD-Regierungen gemacht , der auch der deutschen Registrierstelle zu
weit geht . In Melbourne zeigten sich die ccTLD-Vertreter erst einmal zufrieden
mit der von McLaughlin vorgestellten Konzept , nun so schnell wie möglich
bilaterale Verträge zu schließen , die ICANNs " Serviceleistungen " für die
Länderregistrare regeln . ccTLD-Vertreter Peter Dengate Thrush , Vorsitzender
der Neuseeländischen Internet Society , beklagte im offenen Forum in Melbourne
den liederlichen Zustand der IANA-Datenbank . Die Regierungen sind mit der neuen
Entwicklung nicht ganz einverstanden . Der wiedergewählte Vorsitzende des
ICANN-Regierungsbeirates , der Australier Paul Twomey , bekräftigte den Anspruch
auf generell trilaterale Beziehungen . Um den Prozess überhaupt voranzubringen ,
erklärten man sich immerhin bereit , bilaterale Verträge zunächst zu tolerieren
. Und damit entfällt ICANNs Verpflichtung , zunächst einmal alle Regierungen ,
ob sie nun an ihrer ccTLD interessiert sind oder nicht , um ein Plazet zum
aktuellen Manager zu bitten . So schnell wie möglich will das ICANN-Büro nun
einen Vertragsentwurf für bilaterale Verträge entwerfen - immerhin wollen viele
ccTLD-Manager finanzielle Beiträge zur ICANN-Finanzierung erst dann leisten ,
wenn sie selbst vertragliche Ansprüche an ICANN haben . Ohne vertragliche
Grundlage sahen sich die ccTLDs kaum zu Zahlungen verpflichtet , zumal sie auf
Updates der Root-Zone-Server oft viel zu lange warten mussten . " Hoffentlich
noch vor Stockholm " soll es nun erste bilaterale Verträge geben , meint Herbert
Vizthum , Ex-Chef des österreichischen nic.at , und inzwischen
ICANN-Beauftragter für ccTLD-Angelegenheiten . Doch aus Regierungssicht bleibt
die staatliche Anerkennung der ccTLD-Manager das Ziel , alle bilateralen
Verträge seien nur " vorläufig " , heißt es im Melbourne-Kommuniqué der
Regierungen . Man verbittet sich bilaterale Verträge , sofern bereits
Neuvergabeverfahren anhängig sind oder aber der ccTLD-Manager nicht im Land
selbst ansässig ist - es sei denn die entsprechende Regierung hat dazu ihre
Zustimmung erteilt , wie etwa im Fall von .tv . Auch wenn eine Regierung ICANN
davon in Kenntnis gesetzt hat , dass sie eine ccTLD-Regelung vorsieht , kann die
Organisation keinen unabhängigen Vertrag schließen . Wie brav die ICANN sich an
diese Vorgaben schon jetzt hält , zeigt ein Fall , der naturgemäß in Melbourne
auf der Tagesordnung der ccTLD-Gemeinde stand . Aber die Insel im indischen
Ozean gehört zu Australien , es gibt nur eine lokal gewählte Verwaltung . Nun
fordert die Australische National Office for the Information Ecnonomy ( NOIE ) ,
dass sich dot cx einer Vereinbarung unterwirft , nach der NOIE den
Registry-Betrieb kontrolliert und über eine eventuelle Neuvergabe entscheidet .
Und ICANN/IANA hat deshalb bislang die Aktualisierung der Nameserver und
Kontaktdaten in der IANA-Datenbank verweigert , obwohl dot cx die Unterstützung
des ehemaligen britischen ccTLD-Betreiber , einer langen Liste lokaler
Organisationen und der gewählten Inselverwaltung versichert hat . ICANNs
ccTLD-Fachgruppe kritisierte in Melbourne die Organisation : Man sei besorgt ,
dass das ICANN-Büro ganz offensichtlich die GAC-Empfehlungen anstatt der
bestehenden Verfahrensvorschriften befolge . Wie unabhängig die ccTLDs in
Zukunft sein werden , hängt nun wohl wesentlich davon ab , ob die Regierungen
beim Domainmanagment mitreden wollen oder nicht . Auch beim
klassisch-bilateralen Modell wird sich ICANN wohl der GAC-Forderungen nach
kurzen Kündigungsfristen für Verträge ohne explizite Regierungsbeteiligung
entscheiden . Vodafone übernimmt Kontrolle im Mannesmann-Aufsichtsrat
Vodafone-Chef Chris Gent ist neu in den Aufsichtsrat des Düsseldorfer
Mannesmann-Konzerns bestellt worden . Neben Gent seien per Beschluss des
Amtsgerichts außerdem Kenneth Hydon , Lord MacLaurin und Wilhelm Haarmann zu
neuen Mitgliedern des Kontrollgremiums ernannt worden , teilte Mannesmann am
Freitag mit . Nach der EU-Genehmigung der Übernahme von Mannesmann vor zwei
Tagen hat Vodafone jetzt auch im Aufsichtsrat die Kontrolle übernommen . Auf der
Sitzung des Gremiums am kommenden Montag wird Vodafone-Chef Gent voraussichtlich
zum neuen Vorsitzenden gewählt . Damit löst er Joachim Funk ab , der seinen
Rückzug aus dem Aufsichtsrat bereits Mitte Februar angekündigt hatte . Neben
Funk sind auf Kapitalseite auch Heinz Dürr , Klaus Liesen und Prof. Heinz
Riesenhuber aus dem Mannesmann-Aufsichtsrat ausgeschieden . TV-Kabel : Lange
Leitung statt High-Speed-Internet ? Geht es nach der Telekom , ist mit den
TV-Kabelnetzen und ihrem Verkauf alles in Butter : Auf dieser Fachmesse für
Kabeltechnik und Multimedia in Berlin warfen Kritiker der Telekom allerdings
Verschleppungstaktik bei der Umsetzung vor . Bis Mitte April ist es erst in zwei
Fällen zu konkreten Abschlüssen gekommen : in Nordrhein-Westfalen und Hessen .
Weitere Anteilsverkäufe in Baden-Württemberg und Bayern sollen dem Vernehmen
nach bis Juli unter Dach und Fach sein ; bei den anderen Regionalgesellschaften
wird noch verhandelt . Thomas Braun , Präsident des Verbands Privater
Kabelnetzbetreiber ( ANGA ) , glaubt aber nicht daran , dass die Erschließung
des Kabelnetzpotenzials jetzt schnell vorankommt . Seine Kritik entzündet sich
vor allem daran , dass in den Verkäufen bisher nur Finanzinvestoren zum Zuge
kamen , die eine andere strategische Ausrichtung als ein Netzbetreiber haben . "
Wir befürchten , dass die Erwerber erst einmal abwarten , was in den anderen
Bereichen passiert " , erklärte er in Berlin , " das ist ein Hemmnis für die
Aufrüstung " . Bei den Beteiligungsverhandlungen an den Regionalgesellschaften
schieden die Privaten mangels Kapitalkraft schon in der Vorauswahl aus . Aber
mit den Endkundenkontrakten sitzen sie quasi an den Wagenfurten ; die Telekom
und ihre neuen Partner verfügen nur bei einem Drittel der Kabelteilnehmer über
einen direkten Zugang zu den Konsumenten . Da kann der Schwanz schon mal mit dem
Hund wedeln . " Wir haben den Eindruck , dass die neuen Investoren die Betreiber
der Netzebene 4 noch gar nicht so recht zur Kenntnis genommen haben " , bringt
ANGA-Präsident Braun seinen Verband in Stellung . Peter Stritzl von der tss
vermutet " ein böses Erwachen " , wenn den Investoren aufgeht , was sie da
eigentlich erworben haben : Mit Kosten zwischen 350 und 500 Mark pro Wohneinheit
fallen etwa die Hälfte der Gesamtinvestitionen auf der Netzebene 4 an . " Die
Netzbetreiber brauchen eine Perspektive , diese Investitionen wieder
zurückzuverdienen " , erklärt Braun und fordert " die kurzfristige Vorlage von
Geschäftsmodellen und Einbeziehung der Betreiber in die Wertschöpfungskette " .
Solange die Querelen andauern , werden die Endkunden auf die
Kabel-Highspeed-Anschlüsse weiter warten müssen - sieht man von wenigen
Glücklichen wie beispielsweise in Memmingen oder in Berlin ab . AOL wehrt sich
gegen Haftung für unlizenzierte Musik Mit dem Urteil des Landgerichts München ,
in dem zum ersten Mal in Deutschland ein Online-Dienst für die Verbreitung
unlizenzierter Musik-Dateien haftbar gemacht wurde , ist AOL gar nicht
einverstanden . Unternehmenssprecher Alexander Adler erklärte gegenüber c't ,
der Online-Dienst werde auf jeden Fall Berufung einlegen . Adler hält die
Begründung des Urteils , eine Überwachung der Online-Foren auf unlizenzierte
Musikdateien sei zumutbar , für absurd : Nach Adlers Ansicht hat sich AOL
konform zum § 5.2 des Teledienstegesetzes verhalten , da man sofort alle
Gegenmaßnahmen eingeleitet habe , als der Sachverhalt bekannt wurde .
Bertelsmann will Pixelpark nicht verkaufen Der Bertelsmann-Konzern hält derzeit
an der wirtschaftlich angeschlagenen Multimedia-Tochter Pixelpark fest . Das
geht nach einem Bericht der Welt aus einem Schreiben des Bertelsmann-Vorstands
Klaus Eierhoff an die rund 1000 Mitarbeiter des Berliner Unternehmens hervor . "
Die Bertelsmann AG steht auch in der jetzigen Lage uneingeschränkt zum
Unternehmen Pixelpark , zu dessen Vorstand und zu dem bereits verabschiedeten
Effizienzprogramm " , heißt es darin . In jüngster Zeit war spekuliert worden ,
Bertelsmann wolle seinen 58-prozentigen Anteil an Pixelpark ganz oder teilweise
abstoßen . Pixelpark musste die Ergebniszahlen jüngst drastisch nach unten
korrigieren und rechnet erst ab 2003 wieder mit schwarzen Zahlen . IBM bringt
PowerPC für Internet Appliances Anlass der vollmundigen Ankündigung : Die
Vorstellung einer System-on-a-Chip-Lösung für Internet Appliances wie etwa
Web-Pads oder Surf-Terminals . Die so genannte PowerPC Internet Appliance
Platform ( IAP ) baut auf einer PowerPC-CPU auf und bringt auf dem Chip
gleichzeitig Speicher- und LCD-Schnittstellen ebenso wie ein
Touch-Screen-Interface unter . Nach Angaben von IBM soll der Chip in
OEM-Stückzahlen rund 60 US-Dollar kosten . Genauere Details über den
Prozessor-Core , der für die PowerPC IAP genutzt werden soll , gab IBM nicht
bekannt . IBM werde den Chip im Voraus für Kunden produzieren , die dann jedoch
einzelne Funktionen modifizieren und für ihre Bedürfnisse anpassen könnten . Man
arbeite bereits mit sieben japanischen Unterhaltungselektronikkonzernen an der
Umsetzung der IAP in Produkten ; Big Blue behielt aber Stillschweigen , um
welche Firmen es sich dabei handelt . Der große Vorteil von IAP sei , meinte
Ginn , dass Hersteller nicht auf die Funktionen von Standard-Chips beschränkt
seien . Unterhaltungselektronik mit Internet-Anschluss werde in allen möglichen
Formen zu haben sein ; dafür benötige man eine Flexibilität , die normale CPUs
nicht böten . Die IAP werde zwar , um die Kosten niedrig zu halten , nicht
vollständig nach Kundenwünschen produziert wie normale ASICs , biete aber genug
Anpassungsmöglichkeiten , um sie für unterschiedliche Geräte modifizieren zu
können . B2B-Spezialist Heiler dämpft die Erwartungen Heiler Software , am Neuen
Markt notierter Spezialist für elektronische Marktplätze und
Business-to-Businees-Software ( B2B ) , hat die Umsatz- und Ergebnis-Erwartung
für das laufende Geschäftsjahr korrigiert . Im Geschäftsjahr 2001/02 habe nun
eine deutliche Ergebnisverbesserung oberste Priorität , meinte der
Software-Hersteller . PDA-Hersteller Handspring ist etwas skeptisch Die
Geschäftszahlen liegen innerhalb der Prognosen , aber die Zukunft könnte etwas
düsterer aussehen - so sieht PDA-Spezialist Handspring die aktuelle Lage . Die
Ergebnisse für das dritte Quartal entsprachen den Erwartungen der Wall Street .
Die Aussichten für die nahe Zukunft seien aber nicht so rosig , meinte der
PDA-Hersteller , der gerade die Lizenzvereinbarung für Palm OS bis 2009
verlängert hat . Die nachlassende Ökonomie werde wahrscheinlich keinen jähen
Absturz bei der Nachfrage nach elektronischen Organizern hervorrufen , meinte
Handpsring-Chefin Donna Dubinsky . Auf lange Sicht werde dieser Bereich des
Marktes wachsen . Kurzfristig könne es aber eine Abschwächung der Nachfrage
geben , gestand Dubinsky zu . Handspring werde daher die Belegschaft nicht wie
geplant ausbauen und sehr auf die Kosten achten . Insgesamt sieht sich
Handspring damit aber offensichtlich in einer etwas besseren Situation als
Hauptkonkurrent Palm : Der Lizenzgeber für Palm OS musste in den USA schon die
Preise für einige Modelle senken , um Lagerbestände zu reduzieren ; nachdem Palm
Ende März hohe Verluste für das vierte Quartal angekündigt hatte , brach der
Kurs der Aktie an der Wall Street ein . Beobachter sehen Palm allerdings
inzwischen schon nicht mehr als Maßstab für die Entwicklung des PDA-Markts :
Fehler in der Produktlinie hätten zu Problemen bei Palm geführt ; außerdem sei
die Firma allein wegen ihrer Größe inzwischen weit anfälliger für saisonale
Schwankungen des Markts als Handspring . Mit diese Schwankungen wird aber auch
der Palm-Konkurrent in Zukunft stärker konfrontiert - man müsse sich etwa darauf
einstellen , dass die Sommer-Monate schwächere Umsätze brächten , während das
Geschäft vor Weihnachten wieder anziehe , hieß es bei Handspring . Yahoo will
zur pornofreien Zone werden Gerade erst musste Yahoo Verluste bekannt geben -
unter anderem wegen zurückgehender Werbeeinnahmen . Kein Wunder , dass das
Internet-Portal versucht , Einnahmen aus anderen Quellen zu erschließen . Dazu
gehört die Ausweitung kostenpflichtiger Dienste - und die Befolgung der alten
Devise " Sex sells " . Zumindest bis diese Woche : Die Gesellschaft hatte ein
Online-Sex-Site , auf der Pornovideos und andere Produkte verkauft werden ,
ausgebaut und umgebildet . Dies sahen einige Analysten schon als weiteren
Versuch , mehr Umsätze außerhalb der Online-Werbung zu verbuchen . Nun muss
Yahoo allerdings in diesem Bereich einen Rückzieher machen . Porno-Angebote soll
es auf den Yahoo-Seiten für Shopping , Auktionen und bezahlte Anzeigen nicht
mehr geben . Auch will die Internet-Firma Banner-Werbung für Sex-Sites nicht
mehr akzeptieren . Der Rückzieher kommt , nachdem religiöse Gruppen in den USA ,
darunter die American Family Association , gegen die Ausdehnung der Sex-Angebote
auf Yahoo protestiert hatten . Yahoo kam dadurch in eine Zwickmühle : Einerseits
erhoffte sich das Portal höhere Einnahmen durch die Sex-Angebote , andererseits
sah sich der Dienstleister in seinem Image als Internet-Einstiegsseite für die
ganze Familie bedroht . Religiöse Gruppen in den USA sind nicht nur recht
lautstark , sondern oft auch einflussreich : Die American Family Association
forderte bereits das US-Justizminsiterium auf , eine Untersuchung gegen Yahoo
einzuleiten - was zu einer öffentlichen Aufmerksamkeit geführt hätte , die der
Firma sicher nicht recht gewesen wäre . Dem weicht Yahoo nun aus : Innerhalb der
nächsten Wochen sollen Porno- und Sex-Angebote von den Sites entfernt werden .
Yahoo-Manager betonten , Umsätze mit Pornographie machten nur einen recht
geringen Teil der Einnahmen von Yahoo aus . In US-Medien kommentierten
Beobachter , dass die Ausdehnung dieses Geschäfts kein zentraler Punkt für die
Strategien Yahoos gewesen sein könne , die Einnahmen zu verbessern , sonst hätte
der Konzern nicht so schnell auf die Proteste reagiert . Russischer Sender NTW
verliert Kampf um Unabhängigkeit Die alte Führung des Kreml-kritischen
Privatsenders NTW hat ihren Kampf um Unabhängigkeit gegen den mächtigen
russischen Konzern Gasprom verloren . Der vom Staat kontrollierte Energiekonzern
übernahm am frühen Samstagmorgen im Handstreich das Sendezentrum des landesweit
ausgestrahlten Fernsehkanals im Norden Moskaus . " Der KBG ist wieder an der
Macht und lässt nun auch die unabhängigen Medien in Reih und Glied antreten " ,
kommentierte der Duma-Abgeordnete und Menschenrechtler Sergej Kowaljow das
Geschehen . Die im Protest gegen den Hauptaktionär Gasprom zunächst scheinbar
geeinte NTW-Belegschaft brach auseinander . Von den insgesamt 400 Redakteuren
hätten spontan etwa 40 die Zusammenarbeit mit der neuen NTW-Führung verweigert ,
meldeten die Nachrichtenagenturen . Den Sender verlassen viele Starjournalisten
. " Uns bleibt keine andere Wahl " , sagte die populäre Moderatorin Swetlana
Sorokina . Der US-Medienunternehmer Ted Turner hatte vor einem Bruch in der
Redaktion gewarnt , der eine von ihm angekündigte " Rettung der Unabhängigkeit
von NTW " durch Millionen-Investitionen sinnlos mache . Der seit Monaten in
aller Schärfe ausgetragene Eigentümerkonflikt zwischen dem in Spanien unter
Hausarrest stehenden NTW-Gründer Wladimir Gussinski und dem
Gasprom-Tochterunternehmen Gasprom-Media endete ohne Gewaltanwendung .
Gasprom-Kräfte lösten ohne Zwischenfälle die Wachmannschaft der alten
NTW-Führung gegen 2.00 Uhr MESZ im Sendezentrum ab und verweigerten Mitarbeitern
den Zutritt . Bereits um 8.00 Uhr MESZ ging die neue NTW-Belegschaft auf Sendung
. Zeitgleich sendeten die Vorgänger ihre Nachrichten über den Spartenkanal TNT .
Der Vorsitzende des staatlichen Fernsehsenders RTR und einstige Mitbegründer von
NTW , Oleg Dobrodejew , gab als Reaktion auf die Ereignisse seinen Rücktritt
bekannt . Die alte NTW-Garde hatte in den vergangenen Wochen große
Demonstrationen für NTW und die Pressefreiheit in Moskau und St. Petersburg
organisieren können , erhielt aber keine massenhafte Unterstützung in der
Bevölkerung . Der Chef der Reformpartei Jabloko , Grigori Jawlinski ,
kritisierte die Übernahme als " gewaltsame Besitzergreifung " und kündigte an ,
den Fall NTW im Europarat zur Sprache zu bringen . Andere Politiker begrüßten
dagegen das Ende des Konflikts . Der von Gasprom Anfang April eingesetzte neue
NTW-Generaldirektor Boris Jordan bezeichnete die Übernahme als " friedliche
Aktion " . Der Anführer des Protestes , Ex-Chefredakteur Jewgeni Kisseljow ,
befand sich nach Angaben seiner Mitarbeiter im entscheidenden Moment auf einer
Dienstreise . Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zu Wochenbeginn im
Gespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder in St. Petersburg betont , beim
Streit um NTW gehe es weniger um Pressefreiheit als um einen Eigentümerstreit .
" Es ist wichtig , einen Kanal zu erhalten , der die Macht kritisiert " , sagte
der bei Gasprom für die Übernahme von NTW zuständige Ex-Vizeregierungschef
Alfred Koch in einem Zeitungsinterview . Chip-Designer Rambus unter Druck Die
Prognosen für das abgeschlossene Quartal beliefen sich auf einen Gewinn von 11
Cents pro Aktie . Als Grund für das schlechter als erwartet ausgefallene
Ergebnis nannte Rambus die fallenden Preise für SDRAM-Chips . Rambus macht den
größten Teil seiner Einnahmen durch Lizenzgebühren für seine Chip-Techniken ;
bei sinkenden Verkaufspreisen für die Chips sinken auch diese Einnahmen . Dazu
seien steigende Prozesskosten zur Durchsetzung der eigenen Patente gekommen ,
erklärte Rambus-Chef Geoff Tate . Diese beiden Entwicklungen würden sich noch
fortsetzen : Im dritten Quartal dürfte der Umsatz um weitere 20 Prozent sinken .
An den Verfahren um die umstrittenen Rambus-Patente auf SDRAM-Techniken führt
für die Firma aber wohl kein Weg vorbei : Angesichts des schwachen Markts für
die Direct-Rambus-Speichertechnik ( RDRAM ) , für die Rambus unumstrittene
Patente besitzt , dürfte das Unternehmen kaum auf Lizenzeinnahmen für
SDRAM-Techniken verzichten wollen . Voraussetzung dafür ist natürlich , dass
Rambus seine SDRAM-Patente vor Gericht überhaupt durchsetzen kann . CPU-Schmiede
ARM weiter auf Erfolgspfad Die britische Prozessorschmiede ARM lehrt anderen
Chip-Firmen das Fürchten : Während selbst Behemoth Intel gewisse Schwächen zeigt
, kann ARM Gewinn und Umsatz massiv steigern . Während Intel aber einen
Umsatzrückgang von 25 Prozent prognostiziert und Stellen streicht , erwartet ARM
, die Erwartungen über Umsatzsteigerungen auch in den nächsten beiden Quartalen
erfüllen zu können . ARM strotzt auch angesichts aktueller Entwicklungen vor
Zuversicht : Inzwischen hat ARM rund 50 Lizenznehmer ; allein im ersten Quartal
schloss die Firma 20 neue Verträge , davon waren 14 Verlängerungen bereits
bestehender Kontrakte . Zudem kann ARM darauf hoffen , dass sich die Einnahmen
durch die eigenen Designs noch erhöhen : Was war . Was wird . Wie immer möchte
die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Was war . Und sie hören nicht auf , meine Mailbox zu
verstopfen , und ich sage mir : Das ist praktisch ein IQ-Test . Werde ich den
Anhang öffnen oder nicht ? Dreimal dürft ihr raten , wer uns die Nachricht
überbrachte , der E-Mail-Wurm ILOVEYOU sei eigentlich nur ein Intelligenztest .
Es war nicht Onel de Guzman , denn der meinte , es könne auch ein Versehen
gewesen sein , den Wurm losgeschickt zu haben - nicht gerade ein Zeichen für
Intelligenz . Auch war es nicht Jürgen Rüttgers - der hat genug damit zu tun ,
angesichts www.juergenrüttgers.de und Kinderarbeit an Computern seinen eh schon
lädierten Ruf als Ex-Zukunftsminister zu wahren . Diesmal war es Bill Gates ,
Übervater Microsofts und als Chief Software Architect inzwischen wohl für all
die wunderbaren und großartigen Dinge zuständig , die unser harren . Oder will
er sich nur als Oberboss in Redmond endgültig unmöglich machen , altruistisch ,
wie er nun mal ist : Mit schneidend scharfem Verstand dämmert Gates die
Erkenntnis , dass er das eigentliche Problem Microsofts ist - nicht das
US-Justizministerium , nicht fehlerhafte Software , nicht gerichtsnotorische
üble Geschäftspraktiken . Zu Gates , dem Tyrannen , schlich Bill , den Dolch im
Gewande . Bleibt die Frage , welch dritte Seele in seiner Brust wohnt . Aber das
Service Release 1 für das Office-Paket seiner eigenen Firma hat er nicht
installiert . Denn das verhindert nach Aussagen von Microsoft das Ausführen von
Dateianhängen in E-Mails per Doppelklick . Im Brustton der Überzeugung
verkündete Microsoft , man sei an nichts schuld - nicht an der schnellen
Verbreitung von ILOVEYOU , nicht an Sicherheitslücken . Immerhin nutzt
Bequemlichkeit nun einmal mehr dem Marketing als ein Hinweis auf etwas
umständlichere Prozeduren , die dem Schutz der Anwender dienten . Schizoid , wie
Microsoft allzu oft erscheint , gab man allerdings schon vor Monaten Patches für
Outlook heraus , die genau dem gleichen Ziel wie der Bug-Fix für das
Office-Paket dienen ; leider vergaß man damals die VB-Scripte . Gestandenen
Administratoren mögen angesichts solcher Versprechen alle noch verbliebenen
Haare zu Berge stehen - und dabei dürfen sie sich nicht einmal damit beruhigen ,
die üblichen Versprechungen Microsofts als Marketinggewäsch abtun zu können .
Dieses Mal haut eine Linux-Firma so richtig auf die Pauke : Ich sehe schon all
die geplagten Menschen , die sich die Weisheit zu Herzen nehmen , Microsofts
Monokultur sei mit Schuld an der Anfälligkeit all der weltweit vernetzten
Computer : Schnell mal zwischen Arbeitsbeginn und erstem Bürokaffee einen netten
Linux-Fileserver installieren . Denn der Linux-Spezialist müsse keineswegs
einbestellt werden , meint Pyramid auch noch . Fehlen noch all die Anwender :
Die bekommen eine speziell auf Nutzer , die im Tal der Windows-Ahnungslosen
leben , getrimmte Linux-Version . Ob SuSE , Red Hat , Corel oder wie sie auch
immer heißen mögen : Den Enduser fest im Blick geht Bequemlichkeit vor . Haben
wir das nicht schon vom anderen Lager gehört ? Wenn Linux endlich keine
Angelegenheit der Freaks und Profis mehr ist , dann können Linux-Würmer und
-Viren fröhliche Urständ feiern , die mit all den unter root-Accounts
betriebenen Desktop-PCs und File-Servern leichtes Spiel haben . Sage nur niemand
, eine Firma würfe für die Position eines Linux-Microsoft nicht alle Bedenken
über Bord . Sage nur niemand , er sei nicht gewarnt gewesen . " Wir sind von
Anfang an überzeugte Mac-User und dankbar , keinen Schaden durch das Virus
genommen zu haben " , meinten Amir Kassaei , Creative Director Text , und mit
Creative Director Florian Grimm verantwortlich bei Springer & Jacobi . " Mit
dieser Aktion - über die Apple und TBWA vorab informiert waren - wollen wir
Apple's Marktposition unterstützen . " Das wundert nicht : Weiß doch jeder , der
sich halbwegs mit AppleScript auskennt , dass damit prinzipiell das VB-Script
von ILOVEYOU ohne Probleme nachzubauen wäre . Und die Apple-Mannen in Cupertino
finden die Sache wohl auch nicht besonders lustig . Springer & Jacoby sieht sich
nun mit einer Anzeige wegen unzulässigen Gebrauchs von Apple-Logo und
Apple-Werbespruch " Think different " konfrontiert . Wer spottet , muss sich
nicht wundern , wenn er den Schaden hat . Wie sonst könnte sich ein Wurm so
schnell über Firmen- und Organisationsnetze ausbreiten , egal , ob es sich bei
den Betroffenen um Banken , Hightech-Firmen oder Landesregierungen handelte .
Haben die Leute denn ihre Mitarbeiter nicht geschult ? Hat denn heutzutage
niemand mehr ein vernünftiges Backup oder wenigstens die kleinsten
Sicherungsvorkehrungen ? Wem sich diese Fragen stellen , dem dürfte eine Passage
aus dem Geschäftsbericht 1999 von Amazon.com zu einem Aha-Erlebnis verhelfen .
Dort heißt es nämlich : Aber nicht nur vor den Naturgewalten hat Amazon Angst :
" Computer-Viren , physische oder elektronische Einbrüche könnten
System-Unterbechungen , Verzögerungen und den Verlust elementarer Daten
verursachen sowie unsere Reputation und unseren Markennamen ernsthaft schädigen
. " Nichts : " Wir haben keine Backup-Systeme oder einen formellen Plan zur
Wiederherstellung der Systeme nach einem Unglück , und wir haben möglicherweise
keine ausreichende Versicherung gegen die Unterbrechung unseres
Geschäftsbetriebs , um uns einen Ausgleich zu verschaffen für Verluste durch
eine größere Unterbrechung " , heißt es im selben Absatz des Geschäftsberichts .
Alles klar ? Wenn ich noch ein Wort von einem E-Mail-Wurm schreibe , kommen den
Wochenschau-Lesern vielleicht noch die Bandwürmer aus der Nase . Auch vom "
blanken Kinderhintern " , der Festplatte des Strauß-Sohnes Max , gibt s nichts
Neues . Dafür hat ein Softwareunternehmen mal die Kreativität gewaltig spielen
lassen und " Software-Entwicklung " ganz neu interpretiert : Selbst die Kinder ,
die statt der Inder ja wohl auch in Aachen die Software entwickeln sollen ,
dürften schon wissen , dass sie die Frau lieber "aus"-wickeln statt
"ent"-wickeln sollten , wenn sie der Anspielung des innovativen Unternehmens
folgen wollen . Mit " ungewöhnliche Methode " würden wir die Werbung von Aixo
auch nicht beschreiben . " Sex sells " meint die Werbebranche . Damals warf die
Konkurrenz IBM eine Marketingmasche vor , die mit FUD umschrieben wurde : Fear ,
Uncertainity and Doubt . Denn zu den Zeiten kündigte IBM immer Systeme an , die
weit besser sein sollten als alles , was die Konkurrenz gerade auf den Markt
gebracht hatte - und was wiederum in der Regel weit besser war als das , was IBM
selbst zu der Zeit anbieten konnte . Nach der Ankündigung überlegte sich der
Konzern dann , wie er denn nun die großen Versprechungen in die Praxis umsetzen
könnte - was dann manchmal zu Ergebnissen führte , manches Mal aber auch nicht .
Die so genannten Mittbewerber mussten teilweise schon viel früher aufgeben ,
denn die Kunden sprangen ab : IBM werde ja bald ein viel besseres System
herausbringen . Um härtere juristische Strafen zu vermeiden , musste IBM der
US-Justiz versprechen , Systeme erst dann vorzustellen , wenn man sie auch
wirklich fertig habe . Und was das alles jetzt mit Microsoft zu tun hat ? Nun ,
großes Brimborium veranstalten die Redmonder gerade um eine Spielkonsole namens
X-Box , von der sie nicht viel mehr als eine Attrappe und eine zweiminütige
Video-Show vorführen können . Gates aber tönt schon herum , Microsoft definiere
die Spielkonsolen neu . FUD eben . Was wird . Jedenfalls können sich Surfer ,
die sich außerhalb Nordrhein-Westfalens keine Gedanken über solche hochwichtigen
Fragen machen müssen , im Web über den Verlauf der Wahl informieren . Wer sich
nicht auf die Hochrechungen verlassen will , dem bietet das Landesamt für
Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen einen besonderen Service :
Auf einer eigenen Web-Seite kann man die einlaufenden Auszählungsergebnisse der
einzelnen Wahlkreise sofort erfahren . Wen der Wettstreit zwischen Rüttgers und
Clement unter Berücksichtigung der kleineren Balgereien zwischen Möllemann und
Höhn nicht so interessiert , der fühlt sich aber vielleicht von der Attacke
Microsofts auf den Online-Dienst Slashdot , eines der bedeutendsten Sprachrohre
der Open-Source-Szene , betroffen . Passend zu der Auseinandersetzung , in der
sich Microsoft auf den so genannten Digital Millenium Copyright Act ( DMCA )
beruft , findet dieser Tage in Stanford an der juristischen Fakultät ein Hearing
statt . Der Titel : " Rulemaking on Exemptions from Prohibition on Circumvention
of Technological Measures that Control Access to Copyrighted Works " . Das
praktisch nicht übersetzbare Juristen-Englisch ( ähnliche Schwierigkeiten
dürften Amerikaner haben , einen deutschen Rechtstext zu übertragen ) heißt
nichts anderes , als dass an Copyright Interessierte ihre Meinung zum DMCA
kundtun sollen . So hat sich dann auch gleich eine Protestdemo angemeldet , die
wohl aus der Open-Source-Szene initiiert wurde . Anhänger der Freien Software .
Programmierer . Ingenieure . Bibliotheksausweisbesitzer . Wer sich also aus den
Niederungen der deutschen Politik in die höheren Sphären des politischen Kampfs
für Open Source begeben will , sollte sich am 18. Mai um 12 Uhr vor dem Gebäude
der Law School in Stanford einfinden . Wer das Ganze für etwas abgedreht hält ,
weil es nur um ein Stück Software geht , kann aber auch zu Hause bleiben . China
zensiert Webseite wegen " Gerüchten " Die verschärften Zensurmaßnahmen , die die
Regierung der Volksrepublik China angekündigt hat , scheinen ein erstes
prominentes Opfer gefunden zu haben . Die regierungsoffizielle Tageszeitung
Wenhui berichtete , das China Finance Information Network habe Gerüchte
verbreitet , die das Ansehen der chinesischen Regierung geschädigt hätten . Die
Web-Seite sei vom Netz genommen und mit einer Strafe von rund 1.800 US-Dollar (
15.000 Yuan ) belegt worden . Die Web-Seite des Anbieters ist zwar momentan
aktiv ; zumindest auf der chinesischen Version sollen laut einem Bericht der
Nachrichtenagentur Reuters nähere Informationen zu dem Vorgang zu finden sein .
Danach habe der Finanzdienst den Bericht einer Tageszeitung aus Hongkong zitiert
, der einen Bezirksbeamten Korruption vorwarf . " Eine Untersuchung durch die
Regierung hat ergeben , dass der Artikel falsch war und einen rechtswidrigen
Übergriff auf die Reputation der erwähnten Person darstellte und ausländische
Investitionen beeinträchtigt hat " , soll der Dienst erklärt haben . Auf der
englischen Version von China Finance Information Network schweigt sich der
Anbieter über den Vorgang allerdings aus . USA : Sorge um Internet-Zugang für
Alle Der Chef der amerikanischen Federal Communications Commission ( FCC ) ,
William E. Kennard , sorgt sich um den Zugang zum Internet für alle Amerikaner .
In einer Rede vor der 132. Abschlussklasse der Howard University , einem
traditionsreichen schwarzen Colleges in Washington , erklärte Kennard , es sei
eine der größten Herausforderungen für die Bürgerrechte in diesem Jahrhundert ,
allen Amerikanern gleichen Zugang zum Internet und verwandten Technologien zu
geben . Er fügte hinzu , in den USA gäbe es bereits ungleiche Startbedingungen :
" Für Schwarze und Hispano-Amerikaner ist es 40 Prozent unwahrscheinlicher als
für Weiße , Internet-Zugang zu Hause zu haben . " Diese digitale Kluft zu
überwinden sei eine der großen Herausforderungen für alle Amerikaner . Kennard
nannte weitere Beispiele für die digitale Kluft . So habe er die Reservate von
Indianern in New Mexico und Arizona besucht und erfahren müssen , dass sie im
21. Jahrhundert ohne Telefon lebten . Er habe Geschichten von behinderten
Amerikanern gehört , die befürchten , die Internet-Revolution werde an ihnen
vorbeigehen . " Die , die schon mit Rückstand starten müssen , werden immer
hinterherrennen - und dieses Rennen ist so schnell , dass sie niemals aufholen
werden " , meinte Kennard . Telefonica-Tochter Terra verhandelt mit Lycos
Telefonica gibt das Vorhaben nicht auf , im Telekom- und Internet-Bereich zu
einem der führenden internationalen Anbieter zu werden . Die Internet-Tochter
des spanischen Telekom-Riesen , Terra Networks , verhandelt mit dem
Internet-Portal Lycos über eine Zusammenarbeit . Das spanische Unternehmen hatte
am Samstag in Madrid die Gespräche mit dem amerikanischen Unternehmen bestätigt
, das in den USA zu den fünf größten Internet-Anbietern gehört . Aus einem
möglichen Zusammenschluss könnte eines der weltgrößten Unternehmen der Branche
hervorgehen . Terra Networks , die bislang noch Verluste machen , sind nach
eigenen Angaben einer der größten Internet-Anbietern in den spanisch-sprachigen
Ländern . Besonders in Lateinamerika soll die Firma Marktführer unter den
Internet-Providern sein . Für den Anbieter Lycos Europe , an dem Bertelsmann
beteiligt ist , werde eine eventuelle Fusion mit Terra keine Auswirkungen haben
, erklärte bereits eine Sprecherin von Christoph Mohn , Sohn des
Bertelsmann-Eigners Reinhard Mohn und Chef von Lycos Europe . Terra wies aber
darauf hin , dass es noch kein definitives Übereinkommen mit Lycos gebe . Die
Gespräche gehörten zu einer Reihe von Verhandlungen , die der spanische Anbieter
mit mehreren Firmen der Internet-Branche führe . Erst kürzlich war eine Fusion
von Telefonica mit dem größten niederländischen Telekom-Konzern KPN gescheitert
. Und auch in den Poker um die deutschen UMTS-Lizenzen ist Telefonica inzwischen
eingestiegen . UMTS-Auktion : Da waren 's nur noch Neun ... Nachdem der
französische Mischkonzern Vivendi Anfang Juni seine Beteiligung an der
Versteigerung der UMTS-Lizenzen für die nächste Mobilfunkgeneration offiziell
zurückgezogen hatte , steigt nun auch Talkline bei der UMTS-Auktion in
Deutschland aus . " Es gab für uns bei den Preisen , die wir erwarten , kein
sinnvolles Geschäftsmodell " , erklärte Talkline-Geschäftsführer Kim Frimer
gegenüber der Financial Times Deutschland ( FTD ) . Mit dem Ausstieg der
Elmshorner Telekom-Gesellschaft , an der Tele Danmark und SBC Communications
beteiligt sind , verkleinert sich der Kreis der Interessierten an einer
UMTS-Lizenz in Deutschland von ursprünglich zwölf auf neun Mitbieter . Die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) hatte selbst die
mittelständische Firma Nets AG von der Versteigerung ausgeschlossen , da deren
Antrag die Voraussetzungen nicht erfüllt habe . Im April sah das Interesse von
Talkline an einer UMTS-Lizenz allerdings noch anders aus : Die erwarteten Preise
, die für eine Lizenz zu zahlen sind , lassen aber die Befürchtungen wachsen ,
dass sich Anbieter damit überheben könnten und anschließend in finanzielle
Probleme kommen . Selbst wenn Anbieter nach einer Ersteigerung nicht ins Trudeln
kommen , werden weitere hohe Investitionen fällig , um ein UMTS-Mobilfunknetz
aufzubauen . Bis sich diese Kosten amortisieren , können einige Jahre ins Land
gehen : " In unseren Modellen kamen wir erst nach 15 bis 20 Jahren in die
schwarzen Zahlen , und das auch nur , wenn keine größeren Probleme auftreten " ,
sagte Frimer der FTD . Zudem gibt es Befürchtungen , dass sich UMTS-Mobilfunk
auf Grund der möglicherweise hohen Gebühren für die Verbraucher nur sehr langsam
durchsetzt . Die verbleibenden Mitglieder der UMTS-Pokerrunde dürften sich über
den Ausstieg von Talkline und Vivendi allerdings freuen : Aus dem Kreis der
UMTS-Bewerber wird außerdem wohl mindestens eine weitere Firma ausscheiden :
Nach der Übernahme des britischen Mobilfunkanbieters Orange durch die France
Telecom muss eine der beiden Firmen sich nach Angaben der RegTP aus der
Versteigerung zurückziehen , da eine Mehrfachbewerbung nicht zulässig ist .
Microsoft wirft Richter " entscheidende Fehler " vor Hintergrund : In der
Berufung , die Microsoft beim Appeals Court gegen das Urteil von Richter Thomas
Penfield Jackson eingelegt hat , wirft die Firma Jackson eine Reihe "
ernsthafter substanzieller und verfahrenstechnischer Fehler " vor , die nach
Ansicht Microsofts " praktisch jeden Aspekt des Verfahrens " beeinflusst hätten
. Für die Forderung , die vorläufigen Auflagen auszusetzen , musste Microsoft
ein zusätzliches Papier einreichen , in dem der Konzern begründet , warum er
seiner Berufung Erfolgschancen einräumt . Normalerweise darf diese Begründung
nur 20 Seiten umfassen - Microsoft legte aber 39 Seiten vor und beantragte
gleichzeitig , von der eigentlich vorgesehenen Umfangsbeschränkung befreit zu
werden . Den eigentlichen Widerspruch will Microsoft entsprechend zu dieser
Begründung genauer untermauern , sobald das Berufungsgericht seinen Zeitplan
vorgelegt hat . Bislang ist aber noch nicht klar , ob dieser Appeals Court
tatsächlich darüber verhandelt - er hat allerdings die Berufung von Microsoft in
einer überraschend schnellen Reaktion angenommen , wohl um dem obersten
Bundesgericht Supreme Court zu zeigen , dass man gewillt ist , das Verfahren
rasch durchzuziehen . Das Recht dazu gibt ihm der so genannte Expediting Act ,
der die direkte Berufung vor dem Supreme Court bei Kartellverfahren von
nationaler Bedeutung zulässt . In seiner jetzigen Eingabe an den Appeals Court
kritisiert Microsoft Richter Jackson zum ersten Mal direkt : Er habe der Firma
kein angemessenes Verfahren ermöglicht und Feststellungen getroffen , ohne die
Beweise zu nennen oder die Präzedenzfälle , die sie rechtfertigen würden . Auch
stellt Microsoft mit einer gewissen Befremdung fest , dass Jackson den
Strafantrag der Kläger " ohne eine einzige substanzielle Änderung "
unterzeichnet habe . Und obwohl Microsoft selbst zur Beweisführung Zeitungs- und
Magazin-Artikel vorlegte , wirft der Konzern Jackson vor , er habe die Anwendung
der Bundesgesetze über Beweismittel weitgehend ausgehebelt , indem er diverse
Tageszeitungs- und Zeitschriftenartikel sowie anderes reines Hörensagen als
Beweismittel zugelassen habe . Zu den Auswirkungen des Verfahrens bemerkt
Microsoft , dass schon die Tatsachenfeststellung des Richters dazu geführt habe
, dass Microsoft seine Position als Firma mit der weltweit größten
Marktkapitalisierung verloren habe . " Die Öffentlichkeit wird ernsthafte und
weit reichende Schäden erleiden " , wenn das Urteil von Jackson in Kraft gesetzt
werde . Zur Tatsachenfeststellung selbst erklärt Microsoft unter anderem , der
Richter sei etwa auf die Beweismittel von Microsoft nicht eingegangen , dass die
Firma keine Gebühren von den Verbrauchern für die Verbesserungen an Windows
durch den Internet Explorer verlangt habe , wovon die Kunden aber deutlich
profitiert hätten . Und er betonte : " Wir glauben , dass das Berufungsgericht
erkennen wird , dass Microsofts Produktinnovationen das Herz und die Seele des
Wettbewerbs in der Hightech-Industrie sind . " Bislang hatte Microsoft in seinen
Ankündigungen für das Berufungsverfahren vor allem darauf abgehoben , dass trotz
der Tatsachenfeststellungen des Richters das Strafmaß unangemessen sei . Die nun
vorgelegten Berufungsdokumente verschärfen mit ihrer zusätzlichen Kritik an
Richter Jackson und der Tatsachenfeststellung den Ton im weiteren
Kartellverfahren deutlich . Ob dies mögliche Einigungsverhandlungen , die in den
letzten Tagen wieder ins Gespräch gebracht wurden , verhindert , steht
allerdings noch in den Sternen . Wertpapieraufsicht warnt vor Aktientipps im
Internet Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel ( BAWe ) warnt
Privatanleger vor vermeintlich heißen Aktientipps im Internet . Zunehmend würden
die so genannten Chat-Rooms im Datennetz für Manipulationen von Aktienkursen
ausgenutzt , sagte der BAWe-Präsident Georg Wittich am Mittwoch in Frankfurt .
Schon Mitte Mai hatte das BAWe nach einer international koordinierten
Kontrollaktion vor schwarzen Schafen im Internet gewarnt . Viele Anleger liefen
den Empfehlungen oft blind nach und seien sich über mögliche negative Folgen
dieses riskanten Spiels nicht im klaren . " Das halten wir für sehr bedenklich
und können das nicht einfach hinnehmen " , sagte Wittich . Auch beim
Feiertagshandel sollten die Kleinanleger vorsichtig agieren . Die geringen
Umsätze erhöhten die Gefahr großer Kursschwankungen besonders bei den kleinen
Aktientiteln . Kauf- oder Verkaufaufträge sollten an solchen Tagen daher nie
unlimitiert in den Handel gegeben werden . Weiter kritisierte die
Aufsichtsbehörde , dass Finanzdienstleister und Banken gelegentlich ihre Kunden
nicht ausreichend über mögliche Risiken von Wertpapiergeschäften informieren
oder nicht genügend die persönlichen Bedürfnisse der Anleger beachteten . 1999
sei das BAWe in 135 Fällen wegen mangelhafter Dienstleistungen tätig gewesen .
Zudem gab es 17 Sonderprüfungen bei Instituten . Kein gutes Zeugnis stellte
Wittich auch den Vorständen einiger Aktiengesellschaften aus , die auf der Jagd
nach Höchstkursen für ihr Unternehmen Pflichtmitteilungen für Werbung und wenig
aussagekräftige Pressearbeit missbrauchten . Die Unternehmen könnten dabei
jedoch " sicher sein , dass auf diese Weise selbst unbedeutendste Informationen
oder Werbebotschaften über die elektronischen Medien direkt zu den Investoren ,
Händlern und Analysten gelangen " . Auch seien die Mitteilungen mancher
Unternehmen oft zu lang und mit " langatmigen wörtlichen Zitaten von
Vorstandsmitgliedern " überfrachtet . Dies entspreche nicht dem Sinn von
Pflichtmitteilungen , die eigentlich nur Kernaussagen zu den Anlegern
transportieren sollten , so das BAWe . Im Kampf gegen Marktmanipulationen und
unerlaubte Vorteilsnahme einzelner durch Wissensvorsprung - so genannte
Insider-Geschäfte - plädiert Wittich für die Einführung von Bußgeldern . Zwar
solle das Delikt auch weiterhin als Straftat gewertet werden , dennoch könnten
einige Vergehen auch als Ordnungswidrigkeit behandelt werden . Dies ermögliche ,
in einigen Verfahren Bußgelder zu verhängen und nicht gleich an die
Staatsanwaltschaften weiterzuleiten . Die Strafverfolger seien nämlich oft
gezwungen , Verfahren aus Beweisnot einzustellen . 1999 untersuchte das BAWe 39
Fälle vermuteter Insider-Verstöße . 13 Sachverhalte wurden bei
Staatsanwaltschaften angezeigt , doch in zehn Fällen wurde gegen Geldzahlung
anschließend keine Anklage erhoben . Statistiker beklagen Fakten-Resistenz Eine
heutige Gemeinschaftsveranstaltung im deutschen Expo-Pavillon über Erwartungen
an die Informationsinfrastruktur des 21. Jahrhunderts präsentierte
gegensätzliche Vorstellungen über den richtigen Weg zur Wissensgesellschaft .
Regierungsvertreter wie der Ministerialdirektor Horst Claßen wollten davon
jedoch nichts wissen . Selbst bei der Verabschiedung neuer Gesetze zur
Erstellung von Statistiken komme das "Omnibus"-Prinzip zur Anwendung , das neue
Datenerfassungen nur nach der Streichung überholter Erhebungsaufträge vorsieht .
Ein Beispiel dafür sei der im Mai beschlossene Entwurf für ein
Dienstleistungsstatistikgesetz . Neben den allgegenwärtigen Sparzwängen muss
hauptsächlich der Datenschutz herhalten , um derartige Selbstbeschränkungen zu
begründen - auch wenn es um Daten geht , die der Interessent sogar ohne amtliche
Mitwirkung selbst aus dem Internet zusammentragen kann . Dann bleibt die Arbeit
freilich beim Informations-Bedürftigen hängen , der etwa internationale
Umsatzzahlen vor einem Vergleich selbst um die regional unterschiedlichen
Bilanzierungsrichtlinien bereinigen muss . Firmen mit kommerziellen Interessen
können das leisten , den Privatmann wird diese Aufgabe aber meist überfordern .
Johann Hahlen , Präsident des Statistischen Bundesamtes , unterstrich die
Schwierigkeit dieser Aufgabe . Seine Behörde hatte derlei schon erfolglos mit
einem Softwareprojekt in Angriff genommen und wieder fallen lassen : Trotzdem
schloss er den Bericht über Aktivitäten des Bundesamtes mit der Bitte ab : "
Hören Sie doch auf uns , vermeiden Sie Fakten-Resistenz . " Mangelhafte
Datenauswertung bekrittelte auch Professor Norbert Walter , Chef-Volkswirt der
Deutschen Bank . Er weiß von einer fortschreitenden Inkompetenz zu berichten ,
wenn es etwa um die öffentliche Auswertung statistischer Zeitreihen geht .
Angesichts unzureichender Voraus-Analysen bei Unternehmensgründungen sprach er
gar von Deutschland als einem Land der Wahrnehmungs-Verweigerer . Eine ( wohl
unbeabsichtigte ) Ermutigung zum sparsameren Informationsgebrauch bot dagegen
die Gallionsfigur im Seminar-Nebenraum . Hoch über den Köpfen der versammelten
Statistik-Experten schwebte wie deren Schutzheiliger der Lügen-Baron von
Münchhausen . Zwischen 7.500 und 50.000 Dollar kalkuliert die Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) pro Bewerbung um eine der
neuen allgemeinen Internet-Domainnamen ( generic Top Level Domains , gTLDs ) .
Noch vor dem Beginn der Konferenz in Yokohama haben 27 Unternehmen ,
Forschungsinstitutionen und Bürgerrechtsvertreter ihr Interesse angemeldet .
Mehrheitlich kommen die Bewerbungen aus den USA , daneben aber auch aus Singapur
, Kanada und Österreich . Diejenigen , die auf den ersten Aufruf der ICANN
schnell einen Vorschlag eingereicht haben , sollen nicht bevorzugt behandelt
werden , betonten Vertreter der ICANN . In Yokohama soll die Entscheidung über
die neuen gTLDs nun fallen . Zuerst müssen aber die Prinzipien beschlossen
werden , nach denen die ICANN eine erste Gruppe von Anbietern möglichst
verschiedener Typen von Domains auswählt . Wenn die ICANN in der Sitzung des
Direktoriums am Sonntag diese Prinzipien tatsächlich verabschiedet , dann sollen
bis Ende des Jahres die neuen Registries feststehen . " Nach dem für die
Implementierung vorgeschlagenen Plan erwarten wir die Bewerbungen potenzieller
Betreiber und Sponsoren neuer Top Level Domains zwischen dem 1. August und dem
1. Oktober 2000 " , heißt es im Zeitplan der ICANN . Bis 1. November will die
ICANN sich entscheiden und Anfang Dezember sollen die Verträge mit den
Registries für die neuen Internet-Domains unter Dach und Fach sein . " Das ist
ein sehr ehrgeiziger Plan , der den neuen Registries allerdings wenig Zeit für
die Vorbereitung lässt " , sagte Rechtsanwalt Michael Schneider , der in
Yokohama die Bedenken der Internet-Provider zum Ausdruck brachte . Bei
technischen Problemen seien es vor allem die Provider , die von den Kunden
verantwortlich gemacht würden . Allerdings rechnet Schneider nicht damit , dass
ICANN in der anberaumten kurzen Zeit tatsächlich die Verträge mit den neuen
Registries aushandeln kann . Siehe dazu auch den Bericht in Telepolis : " Dear
ICANN , dear Esther " . Mobilfunkbetreiber Orange mit großen Wachstumsplänen
Nach dem Verkauf an die France Telecom will der Mobilfunkbetreiber Orange durch
Zukäufe aus eigener Kraft wachsen . Das teilte das britische Unternehmen am
Donnerstag in London mit . In der Branche wurde als ein möglicher Kaufkandidat
die finnische Mobilfunkfirma Sonera genannt . Zudem legte Orange in London Pläne
für eine " globale Internet-Strategie " vor . Unter " OrangeWorld " will das
Unternehmen nach eigenen Angaben Online-Serviceleistungen mit einem "
menschlichen Gesicht " anbieten . Die Bandbreite reicht von Reisen über
Bankgeschäfte , Unterhaltung , Gesundheit und Auto . Bei der Verwirklichung der
Vision einer " drahtlosen Zukunft " will " OrangeWorld " auch auf vor kurzem
übernommene Telekommunikationsdienste zurückgreifen . Unterdessen widersprach
die Brüsseler EU-Kommission Medienberichten , wonach sie bereits grünes Licht
für den Verkauf von Orange an France Telecom gegeben habe . " Die Transaktion
ist noch nicht bei uns angemeldet worden " , sagte die Sprecherin von
EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti in Brüssel . Vodafone AirTouch hatte zuvor
mitgeteilt , die europäische Wettbewerbsbehörde habe den Verkauf bereits
genehmigt . Die EU-Wettbewerbsbehörde sprach im Fall Orange von einem
zweistufigen Verfahren . In einem ersten Schritt sei festgestellt worden , dass
der französische Konzern unabhängig vom Verkäufer Vodafone AirTouch und damit
ein echter Konkurrent sei . Brüssel hatte im Zuge der Übernahme von Mannesmann
durch Vodafone AirTouch den Verkauf der Mannesmann-Tochter Orange zur Auflage
gemacht . Hinter Vodafone/Mannesmann ist der neue Verbund France Telecom/Orange
die zweitgrößte Mobilfunkgruppe in Europa . Die Franzosen wollen Orange mit
ihrer eigenen Mobilfunksparte zusammenlegen und zehn bis 15 Prozent unter dem
Namen New Orange im kommenden Jahr an die Börse bringen . Unterdessen gab
Mannesmann den Börsengang der italienischen Festnetzgesellschaft Infostrada
bekannt . Der Aufsichtsrat habe den Plänen des Vorstandes zugestimmt , 49,9
Prozent des Kapitals von Infostrada im vierten Quartal dieses Jahres an die
Börse zu bringen , teilte Mannesmann mit . Teherans Mobilnetz während Demo
abgeschaltet Seit sechs Tagen protestieren die Teheraner Studenten gegen die
religiösen Hardliner in der iranischen Führung - und benutzen Handys , um ihre
Aktionen zu koordinieren sowie Teilnehmer an Demonstrationen vor Angriffen durch
die Polizei und die von den Fundamentalisten kontrollierte Bürgerwehr zu warnen
. Offensichtlich war dies offiziellen Stellen ein Dorn im Auge : Bei der letzten
Demo fiel plötzlich das Mobilfunknetz in Teheran aus . Laut einem
Reuters-Bericht sprachen Ingenieure in Teheran davon , daß zentrale Verteiler
absichtlich abgeschaltet wurden . Außerdem sei nicht das gesamte System außer
Funktion gewesen : Rufumleitungen ins Festnetz funktionierten problemlos . Die
lokale Telefongesellschaft kommentierte den Vorgang bislang nicht .
IT-Fachkräftemangel trotz Run auf Green Card Innerhalb weniger Tage sammeln sich
hunderte Bewerbungen im E-Mail-Programm des Elektronik-Konzerns Alcatel in
Stuttgart . Betreff : Green Card . Ziel : Computer-Job . Herkunft : Meist
Osteuropa . Der Run auf die befristete Arbeitserlaubnis für Fachkräfte der
Informationstechnologie hält im Südwesten unvermindert an . Inzwischen sind auch
die ersten Green-Card-Inhaber in den Büros eingetroffen . Die übrigen Firmen
warten ungeduldig . " Damit werden wir unseren Einstellungsbedarf nicht decken
können . " Die Lücke , die im Land bei IT-Fachleuten klafft , ist aber weitaus
größer . " Wir haben 150 Green Cards bei den Arbeitsämtern beantragt " , sagt
der Arbeitsdirektor von Hewlett-Packard , Fritz Schuller . " Wir wären höchst
zufrieden , wenn wir davon 20 bis 30 abbekommen . " Etwa 450 Stellen im
IT-Bereich seien bundesweit bei HP zu besetzen . Die großen Software- und
Elektronik-Konzerne im Land verweisen einhellig auf stark steigende
Ausbildungsstellen im engeren IT-Bereich . Von 1998 auf 1999 nahmen die
Neuabschlüsse landesweit um rund ein Drittel zu , von 1997 auf 1999 sogar um
mehr als 200 Prozent . Doch Michael Ruhkopf von der Deutschen
Angestellten-Gewerkschaft ( DAG ) will sich von diesen Zahlen nicht blenden
lassen : " Die Ausbildung im IT-Bereich befindet sich immer noch auf einem sehr
niedrigen Niveau - im Vergleich zu anderen Branchen und mit Blick auf den
zukünftigen Bedarf . " Auch Manfred Wörner vom Statistischen Landesamt
relativiert : " Das starke Wachstum ergibt sich , weil es von null auf hundert
geht . " Derzeit lägen nur etwas mehr als zwei Prozent der neuen
Ausbildungsplätze in Baden-Württemberg im engeren IT-Bereich . Viele junge
Menschen wählten weiterhin eher traditionelle Karrieren . Ruhkopf bemängelt ,
dass vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen zu wenig Azubis einstellten
. Bei einem Erfolg der Green Card-Kampagne könnte das Thema Ausbildung weiter
ins Hintertreffen geraten , befürchtet der Gewerkschafter . " Zur Ausbildung
bleibt uns im Moment keine Zeit " , bestätigt Holger Siedler vom Stuttgarter
Software-Unternehmen abaXX Technology . Vor einem Jahr begann Abaxx mit drei
Leuten . Heute arbeiten dort 140 und in drei Jahren sollen es 600 sein . " Der
Mangel an qualifiziertem Personal ist bei uns das einzige Wachstumshemmnis " ,
sagt Siedler . Die Firma stellte vor kurzem den ersten Green Card-Bewerber in
Stuttgart ein , einen Inder . Der Wettbewerb der Firmen um die Green
Card-Kandidaten ist groß . Der Computerkonzern IBM schaltet deshalb auch
Stellenanzeigen in Polen . " Als internationales Unternehmen können wir auch
ausländische Kollegen auf Abordnung bekommen " , sagt IBM-Sprecher Thomas
Mickeleit . Alcatel bemüht sich ebenso , Mitarbeiter aus Schwestergesellschaften
einzustellen , unter anderem aus Rumänien . " Die Green Card hilft vor allem
kleineren Unternehmen " , meint Mickeleit . Ein Vorteil habe die Neuerung jedoch
für alle : " Allein durch die Debatte sind die Erstsemester-Zahlen in
naturwissenschaftlich-technischen Fächern und Informatik sprunghaft gestiegen .
" Schuller von HP sieht in der Green Card zudem einen Beitrag , Deutschland
internationaler zu machen : " Wir können nicht exportieren und gleichzeitig
unsere Grenzen verrammeln . " Poker um UMTS-Lizenzen in der dritten Woche Heute
startete die dritte Woche im Rennen um die UMTS-Mobilfunklizenzen . An der
Spitze des Bieterfelds nach der 129. Runde lag 3G Insgesamt sind noch sechs
Bewerber im Rennen . Am vergangenen Freitag war die Stuttgarter Debitel , eine
Tochtergesellschaft der Swisscom , aus der Versteigerung ausgestiegen .
Beobachter rechnen in dieser Woche mit einer Entscheidung über die Vergabe der
UMTS-Lizenzen ; auch der Chef der Regulierungsbehörde , Klaus-Dieter Scheurle ,
meinte am Freitag vergangener Woche , man befinde sich in einer heißen Phase der
Versteigerung : " Ich denke schon , dass das jetzt in die Endphase geht . "
Deutsches Windows ME zum Sonderpreis ( Update ) Ähnlich wie in den USA wird es
die Windows Millenium Edition ( Windows ME ) auch in Deutschland zum
Einführungspreis geben . Wie Microsoft Deutschland heute mitteilte , soll ein
Update auf Windows ME 149 Mark kosten - 80 Mark weniger als der volle
Upgrade-Preis von 229 Mark . Auslieferungsdatum für Windows ME ist nach Angaben
der Pressestelle von Microsoft Deutschland in den USA wie hier zu Lande der 14.
September dieses Jahres . Zu Windows ME siehe auch den Artikel Millennium
vermessen : Windows Millennium Edition - Zahlen und Daten aus Ausgabe 16/2000
der c't . 78 Milliarden geboten : Neuer Höhenflug bei UMTS-Versteigerung Zum
Abschluss des heutigen Montag übertrafen die noch sechs verbliebenen Unternehmen
bei der Auktion der UMTS-Lizenzen in Deutschland mit ihren Geboten bei der
Lizenzsumme zum ersten Mal den Erlös aus der UMTS-Versteigerung in
Großbritannien . Alle sechs Firmen gaben für jeweils zwei Freuqenzblöcke ein
Höchstgebot ab und hätten damit eine gültige UMTS-Lizenz ersteigert . An dieser
Stelle könnte die Versteigerung eigentlich zu Ende sein : Alle Frequenzblöcke
sind gleichmäßig auf die verbliebenen Bewerber verteilt , kein Unternehmen
müsste ohne UMTS-Lizenz nach Hause gehen . Dies war aber beispielsweise bereits
in der 131. Runde schon einmal der Fall ; auch da hätte die Versteigerung
abgeschlossen werden können , wenn keiner der Bieter ein höheres Angebot
vorgelegt hätte . Trotz der hohen Preise wollen sich einige Unternehmen offenbar
aber nicht mit einer kleinen Lizenz zufrieden geben . Dies ist aber nur möglich
, wenn mindestens ein weiterer Bewerber aus dem Bieterkampf ausscheidet . Für
die 139. Auktionsrunde , mit der die Versteigerung am morgigen Dienstag
fortgesetzt wird , ist also für Spannung gesorgt : Belassen es die Firmen dabei
, oder wollen einige doch eine " große Lizenz " aus drei Frequenzblöcken haben ?
Weiter zu steigern wird den Unternehmen allerdings etwas vereinfacht : Der
Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post , Klaus-Dieter
Scheurle , kündigte eine Absenkung der Mindesterhöhung bei neuen Geboten für die
139. Runde an . Danach müssen die Bieter die Höchstgebote in einem der zwölf
Frequenzblöcke nicht mehr um zehn , sondern nur noch mindestens um fünf Prozent
übertreffen . Mit der Absenkung der mindestens geforderten Zuwachsrate soll
sicher gestellt werden , dass die zu vergebenden vier bis sechs Lizenzen in etwa
gleich teuer werden , begründete Scheurle seine Ankündigung . Allerdings hatte
die Münchener Viag Interkom schon angekündigt , wegen der hohen Kosten nur noch
für eine kleine Lizenz zu bieten . Ein Unternehmenssprecher begründete den
Schritt mit " kaufmännischen Überlegungen " . Michael Rebstock , Sprecher von
Viag , kommentierte : " Es ist fraglich , ob die Gebote nach ökonomischem
Sachverstand vertretbar sind . " Die Unternehmen würden ausgepresst wie eine
Zitrone , andere hingegen hätten glänzende Augen . Doch Viag habe keine andere
Wahl , als mit einer Lizenz nach Hause zu gehen , " sonst werden wir von den
Finanzmärkten abgestraft " . Insgesamt sind noch sechs Bewerber im Rennen .
Wegen der rasant gestiegenen Gebote hatte sich die Stuttgarter Debitel , eine
Tochter der Swisscom , am vergangenen Freitag aus der Auktion zurückgezogen .
Laut Scheurle ist derzeit ein Ende der Versteigerung nicht absehbar - Ende
letzter Woche sprach er dagegen noch davon , der Abschluss der Auktion sei in
Sicht . " Wir sind noch nicht auf der Zielgraden " , meinte Scheurle heute . "
Wir haben nach wie vor sechs starke Bieter , die zum Teil unterschätzt worden
sind . " Er sprach von einem Findungsprozess , der mit einem Experiment zu
vergleichen sei . " Am Ende kommt dann etwas heraus . " Von einer Mittelphase
der Auktion könne zwar nicht mehr gesprochen werden , ein Ende sei aber noch
nicht in Sicht . Beobachter rechnen angesichts der hohen Gebote in den nächsten
Tagen aber mit einer Entscheidung . Die Auktion ist beendet , wenn keiner der
Bieter in einer Runde ein neues Höchstgebot vorlegt . Mit Software gegen zu hohe
Stromkosten bei Gebäuden Ein Forscherteam um den Ingenieur James Braun an der
Purdue-Universität hat eine Software entwickelt , mit der sich die Stromkosten
zur Kühlung von Gebäuden in den Sommermonaten um bis zu 40 Prozent reduzieren
lassen . Die Ergebnisse des Projekts werden in der Oktober-Ausgabe des "
International Journal of Heating , Ventilating , Air-Conditioning and
Refrigerating Research " veröffentlicht . Normalerweise schalten Firmen ihre
Klimaanlagen aus , sobald die letzten Angestellten und Arbeiter das Gebäude
verlassen haben . " Doch dadurch wird das enorme thermische Speicherpotenzial
der Gebäude nicht ausgenutzt " , erklärt Braun . Seine Software optimiert jetzt
erstmals die bereits bekannte Technik des " Vor-Abkühlens " von Gebäuden : Da
Klimaanlagen an heißen Sommertagen tagsüber gegen die Hitze arbeiten müssen ,
verbrauchen sie nicht nur viel Strom , sondern die Firma muss auch den teuren
Tag-Tarif der Stromwerke bezahlen , der bis zu fünfmal so hoch ist wie beim
Nachtstrom . Dies hat seinen Grund nicht zuletzt in den Engpässen bei der
Energieversorgung in manchen Gegenden der USA . Beim Vor-Abkühlen dagegen werden
die Klimaanlagen am Ende des Arbeitstages auf Stark Kühlen und erst kurz vor
Arbeitsbeginn wieder auf Normal gestellt , sodass sich die Gebäudewände und
damit auch die Luft im Gebäude über Nacht abkühlen . Hierzu kann der billigere
Nachtstrom benutzt werden . Am Tag verbraucht die Klimaanlage auf Grund der
vorgekühlten Wände dann weniger Strom . Untersuchungen haben jedoch ergeben ,
dass eine falsche Anwendung dieser Technik auch kontraproduktiv sein und zu
höheren Energiekosten führen kann . Das von Braun entwickelte Programm
analysiert nun für ein spezifisches Gebäude unter Berücksichtigung dessen Größe
, der Bauart , dem vorhandenen Klimaanlagen-System , der örtlichen
Wetterverhältnisse und anderer Faktoren die beste Strategie , unter anderem die
optimale Einstellung der Temperatur beim Vor-Abkühlen , und errechnet in einer
Simulation , wie viel Stromkosten sich dadurch für dieses Gebäude einsparen
lassen . Getestet wurde die Software in Boston , Chicago , Miami , Phoenix und
Seattle . In Chicago errechneten die Forscher für ein vierstöckiges Bürogebäude
die optimale Vor-Abkühlung , mit dem Ergebnis , dass dadurch die Stromkosten
während der heißen Sommermonate um 41 Prozent gesenkt werden konnten . " Solche
signifikanten Einsparungen konnten wir mit Ausnahme von Seattle in allen
getesteten Orten erreichen " , meint Braun . In Seattle gibt es im Gegensatz zu
den anderen Testorten keine Strom-Kapazitätsprobleme , weswegen ganztätig nur
ein Tarif gilt . Allerdings untersuchte Braun in seiner Studie nur die
Möglichkeit , die Gebäudewände mittels der Klimaanlage über Nacht abzukühlen .
Noch weitaus größere Einsparungen , so vermutet der Ingenieur , wären jedoch
möglich , wenn stattdessen durch Einlassschlitze im Gebäude die kalte Luft der
Nacht in das Gebäude fließen könnte , zumindest in solchen Gegenden , wo die
Nachttemperaturen wesentlich unter denen des Tages liegen . Erst dann dürften
sich mit der Methode nicht nur Stromkosten , sondern auch wirklich Energie
einsparen lassen . Siemens erhält Mobilfunk-Auftrag aus China Der
Siemens-Konzern hat zwei Aufträge für den Ausbau von Mobilfunknetzen aus China
erhalten . Der Mobilfunkbetreiber China Mobile Communications Corporation ( CMCC
) habe Siemens mit dem Ausbau der Mobilfunknetze in Shanghai und der Inneren
Mongolei beauftragt . Für das staatliche Mobilfunkunternehmen China United
Telecommunications Corporation ( China Unicom ) werde Siemens die Netze in
verschiedenen Provinzen des Landes ausbauen . Höft & Wessel trotz roter Zahlen
optimistisch Die Höft & Wessel AG erwartet trotz roter Zahlen in den ersten
sechs Monaten für das gesamte Jahr 2001 ein " deutlich positives Ergebnis " .
Als Grund dafür nannte der Hersteller von Hard- und Software für mobile
Datenerfassung und Ticket-Systeme am Dienstag in Hannover die erfolgreiche
Neustrukturierung und das traditionell starke vierte Quartal . Im ersten
Halbjahr geriet das am Neuen Markt notierte Unternehmen allerdings wieder tiefer
in die roten Zahlen . Eine Ursache sei die Insolvenz des Kunden Truck24 AG . Zu
den Kunden von Höft & Wessel gehören unter anderem die Deutsche Bahn AG mit den
mobilen Ticket-Terminals für Zugbegleiter und die Lufthansa . Im
Produktportfolio der Firma befindet sich aber auch ein Web-Pad zum drahtlosen
Surfen ohne PC ( siehe dazu auch den Schwerpunkt " Der neue Surf-Komfort " in
Ausgabe 16/2001 von c't ) . An der Börse verbesserte sich die Aktie von Höft &
Wessel am Dienstag zeitweise um rund 7 Prozent und lag kurz vor Mittag bei knapp
5,80 Euro ; das 52-Wochen-Hoch lag allerdings bei 24,95 Euro . Telekom-Anleger
zeigt Deutsche Bank wegen Betrugs an Ein Anleger stellte nach dem Kurssturz der
T-Aktie Strafanzeige wegen Betrugs gegen die Bank bei der Staatsanwaltschaft
Frankfurt am Main , sagte sein Rechtsanwalt Hans-Joachim Wiebe am heutigen
Dienstag in Hannover der dpa . Sein Mandant habe am 6. August wegen der
entsprechenden Bankempfehlung Telekom-Aktien gekauft und fühle sich getäuscht .
" Es würde mich doch sehr wundern , wenn die Deutsche Bank am Tag ihrer
Kaufempfehlung nichts von der geplanten eigenen Verkaufsaktion gewusst hat " ,
meinte der Anwalt . Es werde weniger im Interesse der Anleger gehandelt ,
sondern im Interesse der Großkunden . Zu den Aussichten eines Verfahrens wollte
Wiebe sich nicht äußern . Zunächst müsse die Staatsanwaltschaft die Anzeige
prüfen . Es sei aber wichtig , den Banken zu zeigen , " dass man nicht alles
machen kann " . Die Staatsanwaltschaft Frankfurt konnte den Eingang einer
Strafanzeige auf Anfrage zunächst nicht bestätigen . Über die Anzeige hatte die
Online-Ausgabe des Anleger-Magazins " Telebörse " berichtet .
Law-and-Order-Parolen zum Internet unter Beschuss Die Forderung des
baden-württembergischen Landespolizeichefs Erwin Hetger , die Provider zur
stärkeren Überwachung des Internetverkehrs zu verpflichten , stößt selbst in
seinem Bundesland auf wenig Gegenliebe . Ulrich Goll , Justizminister im "
Ländle " , äußerte gegenüber heise online die Befürchtung , dass die von Hetger
angeregte Speicherung der digitalen Datenspuren der Surfer für zwei Jahre die
Netzbürger unter einen pauschalen Kriminalitätsverdacht stellen und ihre
freiheitlichen Grundrechte zu sehr beschränken würde . Noch eine Prise schärfer
ist die Kritik der Jungen Liberalen in Baden-Württemberg : Ihr
Landesvorsitzender , Jörg Brehmer , wirft Hetger die Verbreitung von "
abgedroschenen Law-and-Order-Parolen ohne Nutzwert " vor . Strafverfolger
drängen angesichts Statistiken , die einen rasanten Anstieg im Bereich
Netzkriminalität ausweisen , seit langem eine auf längere Aufbewahrungsfrist von
Inhalts- und Verbindungsdaten im Bereich der Telekommunikation einschließlich
des Internets . Die Vorgaben werden in Europa vor allem von der
Enfopol-Arbeitsgruppe erstellt , die eng mit dem FBI sowie amerikanischen
Geheimdiensten zusammenarbeitet und beim Europäischen Rat angesiedelt ist .
Zahlreiche Medienpolitiker , Datenschützer und die Provider protestieren
allerdings gegen die geforderte Rund-um-Überwachung der Surfer . Goll sieht in
der seit Jahren geführten Auseinandersetzung inzwischen ein Konfliktfeld , das
mittelfristig noch für mehr Spannungen sorgen könnte als der Streit um die
Volkszählung . Das Internet ist für den FDP-Politiker eine " Herausforderung für
die Strafverfolgung und zugleich eine Herausforderung für den Gesetzgeber , hier
einen vernünftigen Ausgleich zwischen Strafverfolgung und dem Schutz der
Bürgerrechte zu suchen " . Entgegen den Äußerungen Hetgers betont der
Justizminister allerdings , dass das Netz keineswegs ein " rechtsfreier Raum "
sei und die geltenden Gesetze auch im Cyberspace Anwendung finden würden . So
beklagt der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco , dass durch die ganzen
Auflagen für die Provider und die dadurch entstehenden Kosten gerade kleinere
Unternehmen der Branche in den Ruin getrieben würden . Dem
baden-württembergischen Polizeipräsidenten wirft eco-Geschäftsführer Harald
Summa nun vor , sich über das Internet und seine Datenflüsse falsche
Vorstellungen zu machen . Schon heute liege der nationale Traffic bei 3,3
Gigabit in der Sekunde , wobei sich das zu speichernde Datenvolumen in der
Stunde auf 30 Plattenlaufwerke á 48 Gigabyte belaufe . Ginge es Hetger allein um
die Verbindungsdaten , seien das immer noch rund fünf Prozent des Durchsatzes ,
womit in der Stunde ein Laufwerk gefüllt würde . Pro Jahr geht Summa zudem von
einer Verdopplung des Netz-Traffics auf Grund von weiteren Streaming-Angeboten
oder Voice over IP aus . " Selbst wenn diese Daten gespeichert werden sollten ,
wer will diese Menge auswerten ? " , fragt der Providervertreter . Schon heute
seien die Justiz und ihre Ermittlungsgehilfen nicht auf dem Stand der Technik .
Brehmer von den Jungen Liberalen bot dem Polizeichef nach seinen umstrittenen
Äußerungen eine " Erläuterung " von Ermittlungsmethoden rund ums Internet an ,
die einen wesentlich schonenderen Ausgleich zwischen den Interessen der
Strafverfolger und den Bürgerrechten ermöglichten . Zugriff hätten die Behörden
auf das Material aber erst mit einem richterlichem Beschluss . " Dies garantiert
nicht nur einen zielgenaueren Zugriff , sondern macht auch eine teure
Überwachungs-Blackbox beim Provider überflüssig " , meint Brehmer . Kriminelle
wüssten sich über verschlüsselte Netzwerke schließlich gut zu tarnen und der "
erkennungsdienstlichen Behandlung " der unbekümmerten Surfer zu entziehen .
Brehmer rügte in diesem Zusammenhang auch die bisherige Praxis in Bund und
Ländern bei der Durchführung so genannter Internetstreifen . " Die Überwachung
des Internet steht rechtlich auf sehr wackeligen Füßen " , erläutert der Chef
der Jungliberalen im Südwesten . Die Jungen Liberalen lehnen " anlassunabhängige
" Ermittlungen im Internet , deren Verstärkung Hetger forderte , prinzipiell ab
. Linux : Breiter Einsatz - geteilte Zufriedenheit " Wie setzen Sie Linux ein ?
" Diese Frage stellte heise online Ende Juni eine Woche lang seinen Lesern .
9960 Personen beteiligten sich an der Umfrage , 9213 Datensätze waren zur
Auswertung verfügbar . Die Ergebnisse bestätigten viele Ahnungen , widerlegten
jedoch auch einige Vorurteile . So wird Linux längst nicht nur im Serverbereich
eingesetzt . Erfahrene Anwender betreiben Linux auf Server und Desktop ,
Linux-Neulinge konzentrieren sich überwiegend auf den Desktop-Bereich . Beim
Einsatz auf dem Server scheint das freie Betriebssystem seine Stärken voll
ausspielen zu können : 96 Prozent zufriedene Anwender und nur minimale Probleme
sprechen eine deutliche Sprache . Anders hingegen im Desktop-Betrieb : Hier sind
zwar 77 Prozent mit dem Einsatz zufrieden , noch immer aber sind fehlende
Anwendungen das größte Problem . Bei den Befragten standen vor allem ein
MS-Office-kompatibles Büropaket sowie mehr Spiele ganz oben auf der Wunschliste
; daher setzen auf dem Desktop rund 90 Prozent der Linux-Anwender ein zweites
Betriebssystem ein - meist Windows für Office-Anwendungen und Spiele . Viele
Nutzer bemängelten zudem die komplizierte Bedienung und Administration . Fast
alle Teilnehmer der Befragung ( 90 Prozent ) setzen Linux privat ein , 70
Prozent nutzen auch beruflich das freie Betriebssystem . Über 90 Prozent der
Profis haben mindestens zwei , ein gutes Viertel ( 27,5 Prozent ) über zehn
Linux-Systeme im Einsatz . Hier bestätigt sich , dass Linux sich vor allem auf
den Internet- und File/Print-Servern einen festen Platz erobert hat . Wann
hingegen der Durchschnitts-PC-User das freie Betriebssystem für sich entdeckt ,
bleibt abzuwarten . Immerhin 70 Prozent der Linux-Nutzer , die sich an der
Umfrage beteiligten , entwickeln Software , und 64 Prozent nutzen die
Linux-Maschine zur Netzwerkadministration . Restrukturierung betrifft 900
Stellen bei Lucent Deutschland Beim Telecomausrüster Lucent Technologies werden
in Deutschland insgesamt etwa 900 von insgesamt 3.500 Arbeitsplätzen von der
geplanten Restrukturierung betroffen sein . Für das am stärksten betroffene Werk
in Nürnberg-Langwasser mit 600 Mitarbeitern solle jedoch binnen drei Monaten ein
Käufer gefunden werden , sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Lucent
Technologies Network Systems , Hans Huber . Parallel werde ein Sozialplan
erarbeitet . Im Vergleich zu einem Weiterbetrieb unter dem Lucent-Dach sei das
nur die " zweitbeste Lösung " , urteilte dagegen bereits gestern der
IG-Metall-Funktionär und Lucent-Aufsichtsratsmitglied Jürgen Wechsler Das
Forschungs- und Entwicklungszentrum mit rund 2.000 Mitarbeitern bleibt nach den
Worten Hubers in Nürnberg erhalten . Bei der Entwicklung für UMTS würden die
personellen Kapazitäten derzeit durch Verlagerung von Stellen ausgebaut . Ebenso
bleibe der Forschungs-Schwerpunkt Übertragungssysteme in Nürnberg . " Die
Bedeutung des Entwicklungsstandortes wird nach der Restrukturierung gestärkt
sein " , sagte Huber laut dpa . Rund 80 Stellen müssten allerdings dort bis
September 2002 gestrichen werden . Weitere 80 Arbeitsplätze sollen an
verschiedenen Standorten in Deutschland wegfallen . Weitere 140 Arbeitsplätze im
Werk Augsburg seien mit der Übernahme durch den japanischen Kabelhersteller
Furukawa gesichert . Für einen Kauf der Nürnberger Fertigungsstätte gebe es
bereits eine " ausreichende Anzahl " von Interessenten . " Unser Ziel ist es ,
einen Partner zu finden , um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten " ,
betonte Huber . " Sollte das wider Erwarten nicht gelingen , müssen wir auch
über eine Schließung nachdenken . " Der Verkauf des Werks Nürnberg ist Teil
einer weltweiten Kostendämpfungs- und Flexibilisierungs-Strategie des
amerikanischen Lucent-Konzerns . Weltweit will der Konzern 15.000 bis 20.000
Arbeitsplätze einsparen . So will sich Lucent Technologies künftig allein auf
die Entwicklung von Telekommunikations-Technologie konzentrieren und sich von
Fertigungs-Standorten trennen . Infineon verkauft Anteile an
Optoelektronik-Firma " Der Verkauf unserer Anteile an Osram Opto Semiconductors
ist ein weiterer großer Schritt zur Portfoliooptimierung " , sagte Infineon-Chef
Ulrich Schumacher am Dienstag in München . Infineon hatte den Verkauf des 49-
prozentigen Anteils an dem Gemeinschaftsunternehmen mit Osram bereits seit
längerem geplant . Auf das Ergebnis des Infineon-Konzerns werden sich die
Einnahmen nach Angaben eines Sprechers aber nicht auswirken . Unter anderem
stellt das Unternehmen Leuchtdioden für den Einsatz beispielsweise in Handys
oder Autos her . Die Unternehmen hatten das Joint Venture im Januar 1999
gegründet . Osram Opto Semiconductors wird durch den Verkauf eine 100-
prozentige Tochter von Osram . Osram-Chef Wolf-Dieter Bopst bezeichnete die
Übernahme als Meilenstein in der Unternehmensstrategie . " Osram entwickelt sich
von einem klassischen Glühlampenhersteller mehr und mehr zu einem
Hightech-Unternehmen . " Compaq : Schafft den PC ab ! Eine komplette
Neudefinition dessen , was wir unter einem PC zu verstehen haben - das schwebt
Compaqs neuem Präsident und CEO Michael Capellas vor . Ein zentrales Ergebnis
der explosionsartigen Internet-Entwicklung sei eine dramatische Veränderung des
PC , meinte Capelles zum Abschluss seiner Europatour . " Unser Ziel sollte es
sein , richtig coole Sachen zu bauen . " Um diese Vorstellungen umzusetzen ,
suche Compaq auch verstärkt nach Partnern . McAfee und Network General
verschmelzen Angefangen hat alles einmal mit einem Shareware-Programm zum Schutz
vor Viren . Darauf wollte sich McAfee aber schon lange nicht mehr reduzieren
lassen : ambitionierte Projekte im Bereich der Netzwerksoftware sollten die
Firma aus dem Image eines Produzenten von Billig-Software herausheben . Der
letzte Schritt auf diesem Weg ist nun vorerst der Zusammenschluß mit Network
General . In Zukunft operieren sie gemeinsam unter dem Namen Network Associates
. McAfee hatte schon länger neben der Anti-Virus-Software Management-Werkzeuge
für Netzwerke im Angebot , vor allem im Bereich Netzsicherheit . Vor kurzem
kündigte die Firma das Produkt " McAfee Enterprise " an : Virenschutz , Firewall
, Help Desk und Bestandsmanagement in einem Paket . Diese Funktionen sollen nun
unter dem Namen " NetTools " um Techniken aus der Software-Palette von Network
General ergänzt werden . Network General bietet bislang Software zur
Fehlerbehandlung , Performance-Analyse und Geräteverwaltung an . Comdex : Larry
Ellison lässt Server von der Stange Wer einen Fernseher von Sony kauft , weiß
genau , das Tausende dieser Fernseher gerade anderswo verkauft werden oder im
Einsatz sind . Keiner ist unter ihnen , der sich nennenswert von dem gekauften
Gerät unterscheidet . Der User kann nichts an dem guten Stück verändern . Was
für Fernseher gilt , was dem Couch Potatoe recht ist , muss dem CIO billig sein
. Er will einen Server mit eingebauter Datenbank und hintendran ein paar Kabel ,
die das Ding mit Strom und Internet versorgen . In seiner abendlichen Keynote
beschloss Oracle-Boss Larry Ellison den ersten Comdex-Tag mit einem vehementen
Pladoyer für den Server als Appliance : Firmen wie Yahoo oder eBay existieren
gar nur über ihre Internet-Server . Aber was passiert , wenn sie Probleme haben
und uns anrufen ? Unsere Techniker müssen dann nach der Konfiguration der Server
fragen , nach den aufgespielten Patches , dem Betriebssytem-Stand und Vieles
mehr . Natürlich kennt Ellison einen Ausweg , den fix und fertig konfigurierten
Server , der nun von Oracle und Compaq in Gemeinschaftsarbeit produziert wird .
Der Kunde kann wählen , wie viele dieser Server in das Rack gepackt werden ,
installieren und verändern kann er nichts - von Datenbeständen einmal abgesehen
. Rund um das interne Betriebssytem dieses neuen Angebots führte Ellison selbst
die hohe Kunst des Augenwischens vor und erklärte es für " völlig anonym " , ein
Deep OS , weil es in die Tiefen der Datennbanktechnik eingelassen sei . Windows
2000 jedenfalls ist es nicht , das die neuen Server antreibt . Nach Elison
sollen die Appliance-Server zehn Mal so zuverlässig sein wie zusammengestöpselte
Systeme . Den peinlichen Teil der Keynote bestritt Ellison , ausgewiesener
Erz-Feind von Microsoft , mit einer " Live-Demonstration " des TPC-Benchmarks ,
den Microsoft unlängst für sich entschied . Sein Fazit : Comdex : Ring frei zur
nächsten Office-Runde Bei den Office-Paketen geht die Featuritis in eine neue
Runde . Auf der Comdex zeigte Corel eine frühe Beta-Version von WordPerfect
Office 2002 , das aus WordPerfect 10 , QuattroPro 10 , Corel Presentations 10
und dem völlig neu gestalteten Informationsmanager CorelCentral bestehen wird .
Microsoft wiederum will am kommenden Mittwoch Einblick in seine nächste
Office-Version geben , die auf der Keynote von Bill Gates kurz durchgeklickt
wurde . Corels Paket , das neben der Spracherkennung und einem Recovery Manager
erstmals mit dem Oxford Concise Dictonary ( das man in Deutschland allerdings
nicht bekommt ) und Microsofts VBA ausgeliefert wird , glänzt bei der
Textverarbeitung und der Tabellierung mit neuen Funktionen . Das muss man in
diesem Fall ganz wörtlich nehmen : Tabellen mit Balkengrafiken oder Textstellen
können als " glänzend " markiert werden und sehen dann aus , als habe ein
Hogwarts-Schüler DTP geübt . Die Textverarbeitung kommt mit einem neuen
Assistenten , der aus jedem ASCII-Text eine Tabelle bauen kann , die automatisch
in das aktuelle Layout angepasst wird . CorelCentral enthält ein neues
E-Mail-System auf Basis von IMAP4 mit einem Conflict Manager , der automatisch
die Terminkalender einer Arbeitsgruppe abgleichen kann . Wer schon länger mit
solchen Programmen hantiert , wird sich vielleicht an den Coordinator von MHS
Technologies erinnern : Dieses Programm besaß vor 10 Jahren einen Modus , in dem
Aufgaben anderen Mitarbeitern " zur Erledigung " zwingend vorgeschrieben wurden
. Dafür bekam der Coordinator in den USA den Ruf , eine " faschistische Software
" zu sein . Heute ist das Schnee von gestern : Das neue CorelCentral wird genau
diese Funktion enthalten , die im Zeitalter dezentraler Teamarbeit im Digital
Nervous System einer Firma , wie Corel-Mitinhaber Microsoft das gerne nennt ,
als unerlässlich angesehen wird . WordPerfect Office 2002 soll im zweiten
Quartal 2001 erscheinen . Der Preis steht noch nicht fest : Cisco kauft
Funktechnik für das 5-GHz-Band Das Unternehmen , das bislang nicht an der Börse
gehandelt wird , ist spezialisiert auf drahtlose Netzwerktechniken . Radiata ist
nach Angaben von Cisco führend bei der Entwicklung von Chipsätzen , die mit dem
neuen Standard 802.11a für Funk-Netzwerke und Richtfunkstrecken arbeiten .
802.11a ist zwar noch nicht endgültig verabschiedet , Radiata bietet aber
bereits erste Chips an , die auf Entwürfen des Standards beruhen sollen .
802.11a wird im 5-GHz-Bereich arbeiten , in dem Funkstrecken wie bei Frequenzen
im 2,4-GHz-Band lizenzfrei betrieben werden können . Mit 802.11a sollen
Transferraten in Funk-LANs und über Richtfunkstrecken von bis zu 54 MBit/s
möglich sein . Bislang sind mit den Standards im 2,4-GHz-Bereich maximal bis zu
2 MBit/s ( IEEE 802.11 ) oder bis zu 11 MBit/s ( IEEE 802.11b ) machbar .
Optische Netze : Cisco und Corning machen gemeinsame Sache Der weltgrößte
Hersteller von Glasfasern und Komponenten für Photonik-Equipment , Corning , und
Netzwerkgigant Cisco arbeiten zukünftig bei optischen Netzen zusammen . Die
Verhandlungen wurden damals abgebrochen , da die beiden Firmen offensichtlich
nicht die Schwierigkeiten aus dem Weg räumen konnten , denen die Kombination aus
beiden Unternehmen bei Kunden und Wettbwerbshütern gegenüber gestanden hätte .
Nun dehnt Corning sein Geschäft durch die Kooperation mit Cisco aus , die aber
keine wechselseitige Beteiligung beinhaltet . Die Vereinbarung , die beide
Firmen nicht daran hindert , mit weiteren Unternehmen Allianzen einzugehen ,
umfasst die Bildung von gemeinsamen Teams . Diese sollen vorgefertigte Lösungen
für optische Netze bauen , die speziell nach Kundenanforderungen entwickelt
werden . Zum Einsatz kommen sollen natürlich das Equipment von Cisco und die
fiberoptischen Komponenten von Corning . Der Glasfaserkonzern wird darüber
hinaus beispielsweise optische Verstärker zum Einbau in Cisco-Geräte liefern .
Zu Cornings wichtigsten Produkten , die die Firma in die Kooperation einbringen
will , gehören etwa optische Switches , die aus so genannten MEMS (
mciro-electro-mechanical systems ) aufgebaut sind , aber auch Raman-Verstärker .
Bei dieser Technik werden im Prinzip die Glasfasern selbst zur Verstärkung des
Signals genutzt : Laser-Licht wird in der entgegengesetzten Richtung zum
eigentlichen Datensignal ausgesandt , wodurch die Glasfaser , auf der das
Datensignal übertragen wird , als Verstärker für eben dieses Signal arbeitet .
Benannt ist die Technik nach dem Wissenschaftler , der den zu Grunde liegenden
Effekt bereits 1928 entdeckte . Durch Raman-Verstärker lassen sich auf
Glasfaserstrecken einige der teuren Regeneratoren einsparen . Für Cisco bedeutet
die Vereinbarung eine Verbesserung der Position im Markt für optische Netze .
Babylonische Verwirrung bei Domain-Namen Der Run auf Domainnamen mit
internationalen Zeichensätzen ist nicht mehr aufzuhalten . Nach dem Start der
Registrierung im November in China habe man jede Minute rund 1.000
Registrierungen erhalten , sagte bei der Jahrestagung der Internet Corporation
for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) Qian Hualin vom China Network
Information Center . Koreas Network Information Center rechnet mit dem
Registrierstart im ersten Halbjahr 2001 . Am vergangenen Freitag hat
NSI/Verisign mit der Registrierung asiatischer com- , net- und org-Adressen
begonnen . " Das ist die größte Veränderung seit der Einführung von IP überhaupt
" , sagte John Klensin , der Vorsitzende des Internet Architecture Board ( IAB )
, in einem von der ICANN eilig aufs Programm gesetzten Workshop zu den
mehrsprachigen Domains . Weil die Arbeit einer von der Internet Engeniering Task
Force ( IETF ) eingesetzten Arbeitsgruppe noch nicht abgeschlossen ist , warnte
Klensin allerdings davor , nicht-kompatible Lösungen für die Darstellung der
nicht-lateinischen Zeichensätze einzuführen . Es sei kein Problem , neue Dinge
einzuführen : " Wenn wir es aber nicht richtig machen , müssen wir sehr , sehr
lange mit den Konsequenzen leben . " Klensin verwahrte sich auch entschieden
dagegen , dass durch voreilig ins Feld gebrachte Systeme Druck auf die
Arbeitsgruppe ausgeübt werde . Für NSI/Verisign beeilte sich Chuck Gomes mit
einer symbolischen Verbeugung in Richtung der Standardisierungsdiskussion ,
seine Kooperationsbereitschaft zu versichern . Noch werden die über Verisign und
zwei Dutzend ICANN-akkreditierter Registrare eingegangenen und mittels " Raw
Ascii Compatible Encoding " ( RACE ) übersetzten Zeichenkombinationen lediglich
in die Verisign-Datenbank aufgenommen . Gomes kann den Kunden noch nicht einmal
zusichern , ob sie die Namen tatsächlich behalten werden . " Unser Ziel ist die
Migration auf einen von der IETF verabschiedeten Standard " , sagte Gomes .
Kunden , die jetzt registriert hätten , könnten dadurch eventuell ihre als
ASCII-Kombination gespeicherte Registrierung verlieren . Über die
Registrierzahlen wollte Gomes keine Auskunft geben . Auch Verisign/NSI-Parnter
i-DNS betonte , man fühle sich an die Entscheidung der IETF gebunden .
i-DNS-Mitgründer James Seng erklärte außerdem , alle von seiner Firma ins Feld
gebrachten technischen Varianten würden keinerlei laufende Anwendungen stören .
Seng machte darauf aufmerksam , dass man die Einführung der multilingualen
Domains nicht allein unter technischen Gesichtspunkten betrachten dürfe . "
Keine UDRP wird die Frage lösen , wie identische Zeichenkombinantionen , die es
in unterschiedlichen Sprachen gibt , vergeben werden sollen . " China , Japan
und Korea benutzen teilweise überlappende Schriftsysteme . Ungeklärt ist auch
noch die Frage , ob mit der Registierung eines Begriffes dem Kunden alle
möglichen Schreibvarianten zustehen . Technische Standardisierung sieht auch
Qian Hualian nicht als Problem . Auch China werde sich einem IETF-Standard
anschließen , meinte er . Allerdings wehre sich seine Regierung dagegen , dass
ausländische Firmen über Partner in China chinesische Domains registrierten .
Das Ministerium für die Informationsindustrie ( MII ) hat in der vergangenen
Woche eine Verordnung erlassen , nach der sich alle in China tätigen Registrare
lizensieren lassen müssen . " Wenn Firmen mit untereinander nicht kompatiblen
Systemen in China aktiv werden , schadet das den Usern " , sagte Qian . Dass die
offizielle Vorstellung , China könne eine Autorität über chinesischsprachige
Domains im Netz schlechthin geltend machen , letztlich nicht durchsetzbar ist ,
weiß man aber auch Peking . " Keine regionale Autorität kann sich auf Grund der
Geographie darauf berufen , für eine gesamte Sprachgruppe zu sprechen " ,
betonte Tan Tin Wee , Vorsitzender von MINC ( Multilingual Internet Names
Consortium ) . Das MINC bemüht sich um die Koordination verschiedener
Initiativen für multilinguale Domains und ein multilinguales Internet insgesamt
. Comdex : Gnome soll Windows und Mac OS schlagen Auf der zweiten Linux-Keynote
der Comdex nach derjenigen von Jon maddog Hall referierte Miguel de Icaza von
Helixcode über die Notwendigkeit , Linux an den berühmt-berüchtigten End-User
anzupassen . Der bei der Entwicklung des Linux-Desktops Gnome bekannt gewordene
Icaza forderte , dass Gnome versuchen muss , Windows wie Mac OS auf jedem Gebiet
zu schlagen . Dies sei auch darum nötig , weil mit den unter Linux laufenden
Information Appliances ( also etwa den Web-Pads und anderen Surf-Terminals wie
dem der Allianz Gateway/AOL ) eine neue Schicht von Anwendern kommt , die
irgendwann zu einem PC greifen wird und nicht auf Windows fixiert sei . Das
könnte anders sein . Vor diesem Hintergrund ging Icaza mit den
Linux-Distributionen ins Gericht , die seiner Meinung nach nur unvollkommen
funktionieren würden . Nicht ganz uneigennützig warb er so für das
Red-Carpet-Projekt von Helixcode , das die Firma selbst als " Maintenance-Tool
für das Gnome-Betriebssystem " bezeichnet . Mit Evolution wiederum propagierte
Icaza eine Art Workgroup-System mit Mail , Kalender und Adressbuch , mit dem
Anwender sich zwischen Outlook und Evolution nahtlos in beiden Systemwelten
bewegen können . Auch der von Mac-Entwicklern programmierte Dateimanager
Nautilus soll nach Icaza die Durchlässigkeit der Systemwelten verstärken . In
Anlehnung an Michael Dell , der in seiner Keynote den Siegeszug der Laptops
prognostizierte , sprach sich Icaza für ein echtes " Location Management " aus ,
bei dem Zeitzonen , Netz-Management , Druckereinstellungen und virtuelle Folder
automatisch gesetzt werden . Das sei ein Bereich , der von Windows- und
Mac-Laptops nur unzureichend beherrscht werde . " Wir müssen niemals von Null
anfangen und können immer auf die geleistete Arbeit in der Open Source
zurückgreifen " , betonte Icaza mehrmals in seiner Keynote . Auf den Schultern
von Riesen sieht man einfach weiter . Vodafone und Bahn verhandeln über
Arcor-Börsengang Die Pläne des britischen Mobilfunkkonzerns berührten auch die
beiden deutschen Anteilseigner der Festnetz-Telefongesellschaft , schreibt das
Blatt in seiner heutigen Mittwochausgabe . Die Deutsche Bank hält über ihre
Tochtergesellschaft DB Investor acht Prozent am Telefonunternehmen Arcor , und
die Deutsche Bahn AG ist mit 18 Prozent beteiligt . Die Bahn ist mit einem
Umsatzanteil von knapp 30 Prozent gleichzeitig der größte Arcor-Kunde . Im
Rahmen des Börsengangs will Vodafone dem Bericht zufolge eine Kapitalerhöhung
bei Arcor vollziehen , aber Mehrheitsgesellschafter bleiben . Die Bahn
verhandele mit Vodafone und Arcor darüber , ob und in welcher Höhe sie ihre
Anteile beim Börsengangs reduzieren soll . Novell gibt NDS-Sourcecode kostenlos
ab Die Netware Directory Services als letzte Rettung für Novell ? Diese
Einschätzung ist nicht von der Hand zu weisen . Schließlich sind die NDS der
entscheidende Vorteil , den Netware gegenüber anderen PC-Netzwerksystemen wie
OS/2 oder Windows NT zu bieten hat , die in letzter Zeit massiv an den
Marktanteilen von Netware geknabbert haben . Dies scheint jetzt auch bei Novell
zu einem Umdenken geführt zu haben . Ab sofort erhalten Betriebssystementwickler
die Sourcecode-Lizenz für die NDS kostenlos von Novell . Hewlett-Packard und SCO
haben bereits ein Abkommen mit Novell unterzeichnet , die eigenen Systeme (
HP-UX bzw. SCO OpenServer ) mit einer NDS-Version auszustatten . Zusätzlich will
Novell die Binär-Version der NDS für NT kostenlos abgeben . Nähere Informationen
sind unter http://www.novell.com verfügbar , die Dokumentation des NDS-API
erhält man unter http://devsup.novell.com . 20 Jahre Comdex : Vor der
Neuorientierung Auf der 20. Computer Dealer's Exhibition ( COMDEX ) , die Bill
Gates mit einer Keynote am heutigen Sonntagabend eröffnet , gibt es für den
Redner und Veranstalter viel zu feiern - und zu fürchten . In den zwanzig Jahren
ihres Bestehens wuchs die Comdex von einer Hobby-Show zur wichtigsten
Computermesse Amerikas . Doch die Computer-Händler sind längst nicht mehr die
entscheidenden Besucher , die die Trends bestimmen - das Internet hat diese
Rolle übernommen . Die Comdex-Veranstalter von ZD Events haben daher ihre Show
umgemodelt und Com.dex genannt , eine Linux Business Expo angehängt und ein
eigenes Areal fürs Internet und die Information Appliances angehängt . Freie
Journalisten ( Freelancer ) werden als E-Lancer akkreditiert . Der Vater der
Disketten ist mittlerweile Risiko-Kapitalist und hat sich für seine
Veranstaltung ein Hotel mit dem sinnigen Namen Golden Nugget ausgesucht . Ob die
Veranstaltungskosmetik Sinn macht , wird sich zeigen . Einige Firmen , die das
E-Business prägen und auf der Internet World vor einem Monat präsent waren ,
fehlen in Las Vegas , allen voran Dell und IBM . Auch Intel ist nicht mehr dabei
. Sun Microsystems , die immer mal wieder beleidigt den absoluten Rücktritt von
der Messe erklärten , sind dagegen dabei . Schließlich hat man mit den
SunRay-Info-Appliances ein wichtiges Produkt und will StarOffice an alle
Messebesucher verteilen . Ausserdem hat Sun zwei " Keynoter " im
prestigeträchtigen Rednerprogramm : Scott McNealy , um Prügel an Microsoft
auszuteilen , und Billy Joy , der über Java und Jini zusammen mit Sony-Präsident
Idei reden wird . All dies schlägt natürlich nicht Bill Gates . Der ist gleich
zweimal im Ring , als Microsoft-Präsident Eröffnungsredner der Show und als
Präsident von Corbis Systems , dem weltgrößten Rechtehändler für Bilder . In der
zwanzigjährigen Geschichte der Comdex hält Gates alle Rekorde als Redner und
Trendsetter . DOS 3.3 , mit dem sich Microsoft richtig von IBM distanzierte ,
Windows 1.0 , Windows 3.0 , Windows for Workgroup , WindowsCE und Windows 98
feierten auf einer Comdex ihre Premiere , nur NT und Windows 95 wurden anderswo
inszeniert . Nach einer Auseinandersetzung mit dem Veranstalter erreichte Gates
, dass die Frühjahresvariante der Comdex 1989 in Windows World umbenannt wurde :
" Microsoft ist die einzige Firma , die zweimal im Jahr Innovationen zeigen kann
" , hieß es damals . Innovationen sind auch diesmal das bestimmende Thema für
Gates . Denn das Nasenstüberl , das US-Richter Jackson im Microsoft-Prozess
verteilt hat , will erst einmal verdaut werden . Gegenüber seinen Findings of
Facts über das Microsoft-Monopol beharrt Bill Gates darauf , dass seine Firma
die Freiheit haben müsse , Innovationen auf den Markt zu bringen . Freedom to
Innovate , wie die gleichnamige Microsoft-Website mit dem Computer in der
US-Flagge heißt , ist darum der Titel seiner Eröffnungsrede . Im letzten Jahr
präsentierte Gates an Innovationen einen ersten Blick auf Windows 2000 und vor
allem auf Microsoft Cleartype , das Handys , Infodisplays und E-Books mit
grösserer Leserlichkeit beglücken soll . Unglücklicherweise zeigte damals nach
Gates der Xerox-Cheftechniker Seely Brown in einer Keynote , dass die Technik
seit mehr als 10 Jahren bekannt ist . Wahrscheinlich wird Gates in diesem Jahr
seine Probleme mit den Innovationen haben . Ein erster Blick durch die
Pressemappen zeigt , dass die Info Appliances und das Home Networking
Schwerpunkte der Comdex sind , mit Produkten wie Sun Ray , N@appliance , Cendis
Home oder dem NeWeb Home von Acer . Hier debütiert Corel Linux , das Linux " für
den Desktop des einfachen Nichtskönners " , wie Corel-Chef Cowpland in einer
PR-Meldung behauptet . Gates können diese Trends nicht recht sein . Windows for
Workgroups sollte schon vor 8 Jahren die Wohnungen vernetzt haben , Windows CE
sollte seit 3 Jahren die Szene der Handhelds beherrschen . 20 Jahre Comdex : Und
ewig balzt das Gürteltier 20 Jahre Comdex in Las Vegas . Das sind verrückte
Parties , leichte Mädchen und Glücksspiele ohne Ende . Nicht ganz . Las Vegas
ist auf dem Wege von einer Zockerstadt der leichten Freuden zum touristischen
Allroundangebot , in dem die Mafia streng kontrolliert , dass es sauberer und
sicherer zugeht als in Orlando , wo Disney Hof hält . Das Sands , das verrückte
Hotel , in dem die Gang um Dean Martin und Frank Sinatra einen Mythos begründete
, ist längst verschwunden , gewichen einem Riesenklotz namens Venetian , der
Italien nach bestem Gewissen imitiert , trällernde Gondolieri inklusive . In
diesem Bau hält Bill Gates heute seine Eröffnungsrede . Das Sands gehörte einst
Bill Adleman , der im Jahre 1978 die West Coast Computer Fair in Las Vegas
besuchte . Diese Messe sollte eigentlich in San Francisco stattfinden , fand
aber keine Räume . Adleman kaufte die Rechte an der Messe und nannte sie in
Comdex um . In den ersten Jahren residierte die Comdex kreuz und quer in der
gesamten Stadt in den Ballsälen der Hotels und einem winzigen Convention Center
in Form einer grossen Suppenschüssel . 1985 mussten neun Hotels abgeklappert
werden , um " die Messe " zu sehen . In jenem Jahr wurde eifrig über eine "
echte Orgie " getratscht , die Philippe Kahn , Chef der Firma Borland , im Jahr
zuvor gefeiert hatte . Der frühere Borland-Manager Michael Hyman erinnerte sich
: Also beschlossen wir zu feiern . Eigentlich waren keine Räume frei , aber die
Firma , die den Geschenkeladen im Foyer der Messe gemietet hatte , erschien
nicht . Kurzerhand mieteten wir die Ladenfläche für 2500 Dollar den Abend und
wollten dort die Party schmeißen . Unsere Leute fuhren zum nächsten
Safeway-Supermarkt und kauften alles , was sie finden konnten . Das war
natürlich Philippes Band . Der langweilige Laden wurde mit Turbo-Pascal-Code und
Bettlaken aus dem Hotel dekoriert . Wir dachten , es würden 200 Leute kommen ,
es wurden aber 2000 . Dauernd fuhren Autos los und holten irgendwelchen
Nachschub . Es war sehr improvisiert und sehr lustig , alle Mann in Bettlaken ,
selbst diese steifen IBMer . Dazu war einfach nicht genug zu Trinken da . Fast
alle spektakulären Comdex-Geschichten lassen sich ähnlich unspektakulär auflösen
. Am Stand von Inprise , wie Borland heute heißt , erinnert sich heute niemand
mehr . Man ist vollauf damit beschäftigt , sich als Linux-Company zu
präsentieren . Tatsächlich ist die Comdex bei den Einheimischen nicht sonderlich
beliebt : Sie bringt zwar eine Menge Besucher und Aussteller in die Stadt , doch
saufen die Computerleute nicht , auch ist das Glücksspiel nicht ihr Ding . Die
Besucherströme der Comdex lassen jedenfalls seit Jahren so wenig Geld an den
Spieltischen , dass sie von den großen Casinos als echte Plage angesehen werden
. Dies war bei den früheren Ausgaben der Messe anders , als sich die ersten
abenteuerlustigen Computerhändler und Programmierer ein Plätzchen zum Entspannen
suchten . So erzählt Paul Terell von Computermania , der die erste Computerkette
Kaliforniens aufbaute , immer wieder gerne davon , wie er besagte Kette zweimal
am Spieltisch in Las Vegas verlor und wieder zurückgewinnen konnte . Ein anderer
Besucher versoff sein Patent an einer optoelektisch gesteuerten Maus , trampte
nach Hause und kehrte zwei Jahre später mit neuartigen Cache-Steuerungen für den
Festplattenzugriff zurück - die er ebenfalls unter Wert in einem einschlägigen
Etablissement versetzen ließ . Aus seinen Ideen entstand die Firma DPT
Technologies , die gerade von Adaptec gekauft wurde . Ein Kennzeichen der Comdex
ist es , dass die Messe nicht das Wesentliche ist . An die 500 Privatsuiten in
den besseren Hotels rings um die Messe sind mit irgendwelchen " streng geheimen
" Neuerungen vollgestellt , um die Gerüchteküche auf Touren zu bringen . Der
Journalist , der händeringend seinen Messetrend sucht , findet zuverlässig
seinen " Analytiker " , der diesen frei Büffet liefert . Die schiere Masse der
Plaudertaschen in dieser Glitzerstadt sorgt dafür , das die Comdex tatsächlich
als Trendfilter für das Frühjahr funktionieren kann . Ein normaler Messebesucher
erfährt davon so gut wie nichts . Er ist vollauf damit beschäftigt , nach dem
Messeschluss den abendlichen Verkehrsinfarkt von Las Vegas zu erleben und ihn
morgens ebenso unverzagt wieder herbeizuführen . Bereits 1989 veröffentlichte
Marketing-Guru Regis McKenna ein Buch ( " Who's afraid of Big Blue " ) , in dem
er der Industrie zwei wichtige Ziele setzte : IBM zu zerschlagen und die Comdex
aufzulösen . Bis heute hat niemand seine Forderung gehört - doch das Internet
macht mit ihr Ernst . Nun ist das Fussvolk beileibe nicht ausgeschlossen vom
munteren In-Group-Treiben . Für etwa 150 DM Spende ( an den amerikanischen
Suchdienst für vermisste Kinder ) kann es sich den Zutritt zu einem
Chili-Fressen erkaufen und die scharfen Bohnen verköstigen , die die Top-Leute
der Branche mit ein paar Helfern in munterer Konkurrenz anrichten . Auch hier
zeigt sich das Management von seiner kämpferischen Seite : Die besten Köche
werden prämiert und müssen zum Schluß ein Gürteltier über eine Kriechstrecke von
20 Metern ins Ziel pusten . Auch so kann man seine Firma am Markt etablieren .
Immerhin wird so ein Chilimeister-Titel in der Szene höher gehandelt als die
Messepreise , die von diversen Fachzeitungen vergeben werden . Als " Best of
Show " prämieren da Journalisten oftmals Neuerscheinungen , die sie nicht
verstehen können , da sie ohnehin noch nicht funktionieren . Funktionieren sie ,
so müssen auch die Journalisten funktioneren : Der Druckerhersteller Kyocera
verschenkte vor Jahren komplette Spiegelreflex-Ausrüstungen - und prompt gewann
der neu eingeführte Öko-Drucker der Japaner seinen Preis . Auch das ist im
Zeitalter des Internet in Gefahr . US-Anteilseigner verklagen Deutsche Telekom
Enttäuschte US-Anteilseigner haben die Deutsche Telekom verklagt , weil sie sich
von dem deutschen Staatskonzern getäuscht fühlen . Die Erträge der Telekom seien
jedoch von den steigenden Kosten des Wettbewerbs um Mobilfunkkunden erheblich
beeinträchtigt worden . Die Börsen werteten diesen Preis für den siebtgrößten
US-Mobilfunkanbieter als überhöht . Der Kurs der ADR fiel daher von 51,50
US-Dollar am 21. Juli auf 45 US-Dollar am 24. Juli . Am Mittwoch schlossen die
Telekom-ADR bei 33,56 Dollar . Siemens legt Rekordergebnis vor Der Konzern will
sich komplett von seinen Anteilen an dem Chiphersteller Infineon trennen . Die
Loslösung solle möglichst schonend für die Aktienmärkte erfolgen . Derzeit hält
der Konzern noch 71 Prozent an dem Halbleiter-Spezialisten . PC-Weihnachtsflaute
zieht Microsoft in Mitleidenschaft Die Hiobsbotschaften über das flaue
PC-Geschäft zu Weihnachten ziehen nun auch Microsoft in Mitleidenschaft . Wenn
etwa Intel , AMD , Compaq , Gateway und Apple über schlechte Geschäfte klagen ,
hat das direkte Auswirkungen auf die Geschäfte des Software-Konzerns aus Redmond
. Diese Ansicht vertreten auch einige Analysten : Bereits vergangene Woche
korrigierte Goldman Sachs die Umsatz- und Gewinnerwartungen für Microsoft nach
unten , beließen aber die Einstufung der Aktie bei " outperform " . Gestern nun
folgte Prudential Securities ebenfalls mit nach unten korrigierten
Gewinnerwartungen und sogar mit einer Herabstufung des Microsoft-Papiers von "
accumulate " auf " hold " . Die Analysten sehen angesichts schwacher
PC-Nachfrage Probleme auf Microsoft zukommen : Vor allem bei den Verkäufen von
Desktop-Software erwarten sie schwindende Umsätze . Es gebe selbst Anzeichen ,
dass die Notebook-Verkäufe nicht so gut ausfielen wie erwartet : Dies verhindere
, dass Microsoft mit Umsätzen in diesem Bereich die Einbrüche bei den
Desktop-Systemen ausgleichen könne . Immerhin mache Microsoft 71 Prozent des
Umsatzes mit Software für Desktop-PCs und Notebooks - ein Schwächeln dieses
Marktes könne Microsoft daher nicht ungeschoren lassen . Außerdem seien die
Aussichten für die kommenden Monate auch nicht gerade berauschend , hieß es bei
Prudential Securities . Offensichtlich sehen die Analysten nicht nur durch die
PC-Weihnachtsflaute einige dunkle Wolken über Microsoft aufziehen . Die Aktie
liegt damit nur bei rund der Hälfte ihres 52-Wochen-Hochs von 119,34 US-Dollar .
Zwischenzeitlich war das Papier aber auch schon auf 48,44 US-Dollar abgesackt .
Hintergrund : Siemens will Aktionäre bei Laune halten Die Börse reagierte auf
die Ankündigungen aber nicht gerade euphorisch . " Das sind schöne Sachen , aber
keine Bombe " , sagte Theo Kitz , Analyst bei Merck Finck . Der Siemens-Kurs
sank um zwischenzeitlich drei Prozent auf rund 138 Euro . Auch Infineon und
Epcos wurden im schwachen Marktumfeld der Technologieaktien mit nach unten
gezogen . Vor zwei Jahren hatte Pierer in einer schwierigen Zeit mit dem
Zehn-Punkte-Programm für Furore gesorgt . Damals stand der Konzernchef im
Kreuzfeuer der Kritik , auf einer Hauptversammlung wurde Pierer der Rücktritt
nahe gelegt . Erst mit der Verkündung des Programms gelang die Wende . Siemens
trennte sich von verlustreichen oder stark zyklischen Aktivitäten und
orientierte sich verstärkt an den Interessen der zunehmend ungeduldigen
Kapitalmärkte . Das Zehn-Punkte-Programm ist mittlerweile weitgehend
abgearbeitet . " Im Moment macht es richtig Spaß bei Siemens " , sagte der
59-jährige Pierer . Im laufenden Jahr wird sich das Gewinnwachstum basisbedingt
abschwächen . " Nach den zwei Rekordjahren sind die Erwartungen an der Börse
natürlich hoch " , sagte Analyst Kitz . Pierer kündigte für das laufende Jahr
ein zweistelliges Umsatzplus und ein deutlich überproportionales Gewinnwachstum
an . 80 Prozent sind aber wohl nicht mehr drin . " Die Finanzmärkte mögen aber
keine sinkenden Wachstumsraten " , sagte Kitz . Spektakuläre Nachrichten konnte
Pierer auf der Bilanz-Pressekonferenz aber nicht verkünden . Eine Trennung von
ertragsschwachen Bereichen wie Verkehrstechnik oder Energie wird es erst einmal
nicht geben , nur der 49-Prozent-Anteil am Rüstungskonzern Mannesmann Demag
Krauss-Maffei soll möglichst bald abgegeben werden . Die sechs verkündeten
Aktionsfelder sind in der Radikalität mit dem Zehn-Punkte-Programm nicht zu
vergleichen . " Auch die zehn Gebote in der Bibel gibt es nur einmal " , meinte
Pierer . Krönung des Konzernumbaus soll zunächst einmal der US-Börsengang im
März 2001 sein . Mit dem Start an der größten Börse der Welt NYSE verschafft
sich der Konzern eine attraktive Akquisitionswährung für Übernahmen . Gerade in
den Hightech-Bereichen lassen sich Zukäufe kaum noch bar finanzieren , der
Aktientausch ist die Regel . Das US-Listing ist auch Auftakt einer
Marketing-Offensive in den USA . Zwar verzeichnete Siemens im abgelaufenen
Geschäftsjahr jenseits des Atlantiks erstmals mehr Aufträge als in Deutschland .
Siemens-Handys sind in den USA aber noch unbekannt . Erst Mitte des neuen Jahres
sollen die Mobilfunk-Geräte mit einer breiten Kampagne auch in den USA ähnliche
Erfolge erzielen wie in Europa . " Wir sind genauso gut wie GE , in vielen
Bereichen besser " , behauptete Pierer , der einst auf Vergleiche mit dem
legendären GE-Lenker Jack Welch eher empfindlich reagierte . Inzwischen wird
Siemens laut Pierer von General Electric ernst genommen : Mittlerweile räume der
legendäre Jack Welch ein , dass er inzwischen gute Ideen auch von Siemens klaue
. Bertelsmann erhofft sich viel von Napster Der Medienkonzern Bertelsmann
erwartet nach dem angekündigten Einstieg bei der Musik-Tauschbörse Napster eine
" dramatische zusätzliche Nutzung " dieses Vertriebsweges . " Musik ist erst der
Anfang " , sagte Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff laut dpa am Mittwochabend in
Frankfurt . Denkbar sei , dass bald auch Filme , private Fotos oder Spiele auf
diese Weise verbreitet werden . Einen ähnlichen Erfolg habe im Internetzeitalter
bisher kein anderer Anbieter zu verzeichnen . Der Erfolg von Napster zeige ,
dass das Internet einen radikalen Wandel des Unterhaltungsgeschäftes mit sich
bringe . Details zu den geplanten Gebühren für die Nutzung des Napster-Angebots
wollte Middelhoff vor dem Internationalen Club Frankfurter
Wirtschaftsjournalisten noch nicht preisgeben . Zurzeit laufe eine
repräsentative Befragung von Napster-Kunden . Bereits im November hatte ein
Sprecher von Bertelsmanns E-Commerce-Sparte erklärt , diverse mögliche
Geschäftsmodelle seien im Gespräch . Diese diskutiere man auch intensiv mit
Napster . Hank Barry , Chef der Musik-Tauschbörse , hatte während der
juristischen Auseinandersetzungen mit der Musikindustrie schon von einer
monatlichen Gebühr von rund 5 US-Dollar gesprochen . Darüber wollte er
Lizenzzahlungen an die Musikindustrie bestreiten . Limits gegen überhöhte
Telefonrechnungen Auch auf dem liberalisierten Telefonmarkt gibt es Spielregeln
. Die Telekommunikationskundenschutzverordnung ( TKV ) legt sie für Verbraucher
und Telefonunternehmen fest . Zum 1. Januar 2001 tritt eine Regelung der TKV in
Kraft , die den Kunden vor überhöhten Telefonrechnungen schützen soll . Die
Formulierung , die das Festnetz und den Mobilfunkbereich betrifft , stammt noch
aus der Zeit , in der das Telefonieren einfacher , aber teurer war als heute :
aus der Ära vor der Öffnung des Telefonmonopols . " Damals gab es massive
Probleme mit überhöhten Rechnungen " , sagt Manfred Herresthal ,
Vorstandsvorsitzender des Deutschen Verbandes für Post und Telekommunikation (
DVPT ) in Offenbach . Häufig seien Telefonleitungen von Dritten manipuliert
worden . Doch auch heute hat manch ein Telefonkunde das Bedürfnis , sich vor
bösen Überraschungen zu schützen . Hohe Rechnungen können schließlich
hausgemacht sein , etwa in Betrieben , in denen Angestellte Zugriff auf das
Telefon haben , in Wohngemeinschaften , wo sich mehrere Bewohner einen Anschluss
teilen , oder wenn Kinder allzu gern an der Strippe hängen . " Da wollen viele
Kunden die Sicherheit , dass bestimmte Limits nicht überschritten werden " ,
berichtet Herresthal . Die praktische Umsetzung des Paragrafen 18 TKV erweist
sich indessen als schwierig . Ursprünglich sollte diese bereits 1999 erfolgen .
" Allerdings musste das verschoben werden , weil erst die technischen
Voraussetzungen zu schaffen waren " , sagt Rudolf Boll , Sprecher der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) in Bonn .
Mittlerweile sei ein europäischer Standard geschaffen und auch in Deutschland
umgesetzt worden . Ihre Auslegung der Formulierung in Paragraf 18 TKV hat die
RegTP im September in einem Entwurf veröffentlicht , die verbindliche Fassung
soll noch folgen . Beim Mobilfunk sind durch die Anwendung der Regelung demnach
keine Änderungen zu erwarten , da alle Mobilfunkunternehmen so genannte
Prepaid-Produkte im Angebot haben , bei denen der Kunde eine Art Telefonkarte
erwirbt und nur das Guthaben zum Telefonieren oder zum Verschicken von
SMS-Kurznachrichten verbrauchen kann . Damit sehe die Regulierungsbehörde die
Verordnung als erfüllt an , sagt Matthias Andreesen von Mannesmann Mobilfunk . "
Es reicht , wenn ein Produkt angeboten wird , das diese Vorgabe der TKV erfüllt
. " Mehr Kopfzerbrechen bereitet den Telefonanbietern und den
Verbraucherverbänden das Festnetz : Laut RegTP muss der Kunde nur seinem "
Anbieter des allgemeinen Netzzuganges " das monatliche Telefonbudget melden ,
der über dessen Einhaltung stellvertretend für alle zu wachen hat - schwer
vorstellbar bei der großen Anzahl von Call-by-Call-Anbietern . Dennoch begrüßt
Dirk Klasen , Referent für Wirtschaftspolitik bei der Arbeitsgemeinschaft der
Verbraucherverbände ( AgV ) in Bonn , diese Auslegung : " Schließlich bekommt
der Kunde seine Telefonrechnung auch nur von einem Unternehmen . " Uneinig sind
sich RegTP und AgV darin , wer die Kosten der Umsetzung des Entgeltlimits tragen
soll . Während die Behörde davon ausgeht , dass die Anbieter ihre Kosten auf den
Endkunden abwälzen dürfen , fordern die Verbraucherschützer , dass die
Einrichtung der Entgeltvorgabe für den Kunden kostenlos sein müsse . Alles
andere sei kontraproduktiv , so Klasen , " weil die Möglichkeit zur Limitierung
gerade auch sozial schwachen Privatnutzern helfen soll , die Kosten für die
grundsätzlich notwendige Telekommunikation zu kontrollieren " . Hat sich der
Kunde für die Einrichtung dieser Kontrollinstanz entschieden , fallen alle
Gespräche darunter , ganz gleich , ob es sich um Ortsgespräche , Anrufe bei
einer Service-Nummer oder einem der kostspieligen 0190-Anschlüsse handelt . Die
Regelung ist nicht auf die Sprachtelefonie beschränkt , sondern umfasst auch
Online-Dienste , also Verbindungen ins Internet . Strittig sind die Konsequenzen
, die das Erreichen der Entgeltvorgabe für den Kunden haben soll . Während die
RegTP eine Ansage , die vor jedem Gespräch wiederholt werden müsste ,
befürwortet , fordern die Verbraucherschützer , dass abgehende Gespräche gar
nicht mehr möglich sein dürfen . Dem pflichtet Dirk Klasen bei : " Sonst ist das
keine Kostenkontrolle . " Da diese Fragen noch offen sind , fordert Jens Neitzel
aus der Rechtsabteilung von Viag Interkom , dass " das Wirtschaftsministerium
diese Sache eigentlich weiterhin aussetzen müsste " . Eine erneute Verschiebung
wäre aber erst recht nicht im Sinne der Kunden . ICRA : Noch mehr Kategorien für
Inhaltsfilter im Web Seit Anfang der Woche können Inhalts-Anbieter und Webmaster
ihre Seiten nach dem neuen Webfilterungs- und Klassifizierungschema der Internet
Content Rating Association ( ICRA ) einstufen . Aufbauend auf die
Selbsteinschätzung der Anbieter in Bezug auf Nacktheit und Sex , Gewalt ,
Sprache und " anderes " auf ihren Seiten sollen künftig Eltern und Pädagogen den
Webkonsum ihrer Kinder regulieren können . Vorerst ist die Filterfunktion nur
über Microsofts Internet Explorer realisiserbar , bis Mitte nächsten Jahres soll
es auch in andere Browser integriert werden . " Wir schätzen , dass wir nun
schnell doppelt so viele Self-Ratings bekommen wie bisher " , sagte Ola-Kristian
Hoff , Europa-Direktor der ICRA , gegenüber heise online . Bislang hatten sich
erst 170.000 Seiten selbst bewertet . Mit dem Self-Rating- und Filtering-System
soll nach der Vorstellung der beteiligten Unternehmen wie der
Bertelsmann-Stiftung , AOL , Microsoft , British Telecom oder UUnet Jugendschutz
ohne Zensur möglich sein . Das Industriekonsortium , dessen Mitgliedsliste sich
wie ein Who's Who der Informationsindustrie liest , baut mit seinem System auf
das in den USA wirtschaftlich gescheiterte RSACi-Filtersystem auf . Für die
Einbeziehung europäischer und asiatischer Filterkategorien erhielt ICRA auch
600.000 Euro von der Europäischen Kommission . Bilder , Darstellungen oder
Beschreibungen von " männlichen Genitalien " oder einem " nackten Hinterteil "
dürften dabei leicht zu identifizieren sein . Eindeutig ist die Kategorie Chat :
ja oder nein . Oder aber , dass eine solche Architektur zu Zwangsmaßnahmen
staatlicher Regulierer einlädt . Letzteres wird von den ICRA-Mitglieder
kategorisch abgelehnt . Das ICRA-Argument zur Frage , warum man sich denn seine
Website selbst klasifizieren sollte , zeigt aber auch noch einen anderen
Zensurmechanismus . Im Klartext : Wenn ICRA sich durchsetzt , bleibt den
Anbietern nichts anderes übrig , als sich selbst nach dem ICRA-System
einzustufen , wollen sie nicht Gefahr laufen , von vornherein ausgefiltert zu
werden . Die Frage , wie viele Anbieter sich wissentlich oder unwissentlich
falsch einstufen werden , bleibt dabei allerdings weiter unbeantwortet . " Wir
sind mit Unternehmen im Gespräch , die uns automatisierte Systeme bei der
Überprüfung von Ratings zur Verfügung stellen können " , sagt Hoff . Selbst
innerhalb der Europäischen Kommission , die das Projekt fördert , ist aber nicht
unumstritten , ob eine Verlagerung der " Filterlast " auf alle Inhalteanbieter
sinnvoll ist . Leicht könnte ein " faktischer " Rating-Zwang dadurch entstehen ,
dass große Unternehmen einfach durch ihre Marktposition ein Filtersystem
durchsetzen . 80 Prozent des Internet-Verkehrs könnte durch eine Rating der 1000
wichtigsten Seiten erfasst werden , meint Hoff . Dem Wettbewerb mit anderen
Filteranbietern sehe man gelassen entgegen , erklärte Hoff . Erstens verstehe
man sich ohnehin als Non-Profit-Unternehmung - Labeling- und
Filtering-Funktionen werden den Benutzern kostenlos zur Verfügung gestellt .
Zweitens , betonte Hoff , sei er bei vielen Filterangeboten misstrauisch . Erst
kürzlich habe er vom Anbieter einer Seite zur Information über Sexualität für
Jugendliche erfahren , dass viele Schulen das Angebot ausfilterten . NetWare 5.1
kommt Mitte Januar Die neue NetWare-Version 5.1 soll ab Mitte Januar verfügbar
sein . Der Server einschließlich Lizenzen für fünf User kostet in den USA 1345
US-Dollar . Hans Krogull , Produkt-Manager von Novell Deutschland , erklärte
gegenüber c't , die deutsche Version werde 6 Wochen nach dem US-Release auf den
Markt kommen . Die Preise seien identisch zur US-Version - die Kosten für Kunden
in Deutschland ergäben sich direkt aus dem Dollar-Kurs . NetWare 5.1 enthält
beispielsweise die neue NDS-Version 8 ( Novell Directory Services ) , getreu dem
momentan führenden Marketing-Schlagwort der Industrie eDirectory getauft . Laut
Novell bietet die aktualisierte Version vollständige Integration mit
Web-Anwendungen . Auf der anderen Seite ließen sich auch Informationen zum
Kaufverhalten , persönliche Daten oder demographische Angaben von Kunden in der
NDS ablegen und zur Steuerung von Web-Angeboten nutzen . Die neue NetWare bietet
darüber hinaus direkte Unterstützung von HTTP . Damit soll es unter anderem
möglich sein , über das Web direkt auf Dokumente in den Web-Foldern von Office
2000 zuzugreifen , ohne Microsofts hauseigenen Web-Server IIS zu installieren .
Auch die Verwaltung eines NetWare-Servers kann ein Administrator über das Web
erledigen : Das sogenannte NetWare Management Portal bietet den Netzverwaltern
mittels eines Browsers Einsicht in die Server-Parameter und -Performance ;
Einstellungen des Servers und Informationen in den NDS kann man auf diese Weise
ebenfalls ändern . Mit dem neuen Release möchte Novell NetWare offensichtlich
endgültig vom Ruf eines reinen File-and-Print-Servers befreien . Dahinter steckt
wohl die Hoffnung , nicht nur gestandene NetWare-Kunden für die neue Version zu
interessieren : Erweiterte Funktionen für das Web und E-Commerce sollen neue
Anwendergruppen erschließen . Die WebSphere-Anwendungen sollen NetWare zur
idealen Plattform für die Entwicklung sowie Bereitstellung von Web-Angeboten und
-Anwendungen machen . Als weiteres Schmankerl enthält NetWare 5.1 auch noch eine
5-User-Version der Datenbank Oracle 8i einschließlich des zugehörigen
Entwicklungstools Oracle WebDB . Telekom steigt ins internationale
Service-Geschäft ein Die Deutsche Telekom und Unisys haben eine Partnerschaft
vereinbart , um multinationalen Unternehmen komplette EDV-Dienstleistungen
anbieten zu können . Die hundertprozentige Telekom-Tochter DeTeCSM , seit 1998
in Deutschland mit Service und Support für die IT-Infrastruktur von Unternehmen
aktiv , will ihr Geschäftsfeld durch diese Kooperation auf international
operierende Firmen ausdehnen . Das erste Angebot wird nach Angaben von DeTeCSM
und Unisys in den so genannten Global Desktop Services bestehen . Die beiden
Unternehmen versprechen ihren Kunden , damit alle notwendigen Maßnahmen zur
Einrichtung und zum Betrieb eines globalen Unternehmensnetzwerks zu
gewährleisten . Die DeTeCSM erwartet , dass der Markt solcher Komplettangebote
für multinationale Unternehmen jährlich um 32 Prozent wächst . Gates-Rücktritt :
Die Börse ist erfreut Nicht euphorisch , jedoch sehr positiv nahmen die Börsen
den Rücktritt von Bill Gates als CEO von Microsoft auf . Am Donnerstag noch
dümpelte das Papier teilweise bei knapp über 100 Dollar herum - erst nach der
Bekanntgabe des Gates-Rücktritt konnte die Aktie im nachbörslichen Handel einen
Kurs von über 107 US-Dollar erreichen . An der Frankfurter Börse stieg die
Microsoft-Aktie am Freitag um 8,75 Euro auf 108,5 Euro . Offensichtlich trauen
die Börsianer dem Gates-Nachfolger Steve Ballmer eher zu , Microsoft durch die
Turbulenzen der Post-PC-Ära zu führen . Das Wall Street Journal kommentierte ,
es sei Ballmer und nicht Gates , der sich nicht nur mit dem Kartellprozess gegen
Microsoft sondern auch mit neu auftauchenden Konkurrenten wie AOL Time Warner
oder der zunehmenden Popularität von Linux auseinandersetzen müsse . " Ballmers
Ernennung hilft , Microsoft in Zeiten großer Anspannung ein neues öffentliches
Gesicht zu geben " , meinte das Blatt . Ballmer habe sich ein Ansehen als
Manager erhalten , der sein Ohr nah am Kunden habe , während sich Gates auf der
anderen Seite um die Technik kümmere . Analysten erwarten von Ballmer nun ,
Microsoft stärker auf die Herausforderungen des Internets einzustellen - und auf
die vom Netz der Netze ausgelösten Veränderungen , wie Benutzer mit Software und
Computern umgehen . Gates soll zwar in seiner neuen Rolle als sogenannter Chief
Software Architect " Windows revolutionieren " , wie er selbst erklärte . Als
Microsoft-Chef scheint er den Börsianern aber zu sehr mit dem klassichen PC ,
seinen Betriebssystemen und der zugehörigen Anwendungssoftware verbunden gewesen
zu sein . Der Chef des Marktforschungsunternehmens Forrester etwa wirft
Microsoft vor , bislang zu wenig innovativ gewesen zu sein . Der Konzern müsse
sich neue Geschäftsfelder erschließen , da durch das Internet die Gewinnspanne
für Software sinke . Nicht zuletzt dürfte der gelernte Manager Steve Ballmer den
Börsianern näher stehen als der teilweise als verschroben verschrieene Gates . "
Wir halten Steve Ballmer für einen starken und fähigen Führer " , kommentierte
ein Analyst , der für die Microsoft-Aktie in naher Zukunft einen Kurs von 135
US-Dollar erwartet . Symptomatisch für die Erwartungen an den neuen
Microsoft-Chef erscheint nun die öffentliche Vorstellung von Windows 95 . Der
exaltierte Ballmer hüpfte damals zu " Start me up " von den Stones ausgelassen
über die Bühne und riss die Massen zu Begeisterungsstürmen hin . Gates hingegen
machte den Eindruck , er wisse nicht so recht , wie ihm geschieht : Verhalten
klatschend stand er am Rande der Bühne . Durcheinander um Domain-Namen Der
Ex-Monopolist zur Registrierung von Internet-Domains , Network Solutions , kommt
nicht aus den Schlagzeilen . Wer am Freitag in der NSI-Datenbank nachforschte ,
welche Domains noch zu haben seien , erfuhr erstaunt , er könne beispielsweise
microsoft.com registrieren . Auch andere Domain-Namen bekannter Firmen wie etwa
intel.com sollten nach Auskunft der NSI-Datenbank noch frei sein . NSI erklärte
, ein Fehler in der Abfrage-Software habe diese falschen Angaben verursacht .
Niemand sei aber in der Lage gewesen , eine eigentlich schon vergebene Domain
tatsächlich zu registrieren . Außerdem sei der Fehler , dessen Ursache man nicht
kenne , noch am Freitag wieder behoben worden . Das scheint auch tatsächlich
geklappt zu haben : Heute zeigte die NSI-Datenbank microsoft.com als belegt an .
Notebooks mit Funk-LAN on Board Toshiba baut , ähnlich wie schon Apple in die
iBooks , in die Deckel der aktuellen Notebooks der Business-Reihe eine Antenne
für drahtlose LAN-Anbindung ein . Die Geräte aus den Serien Tecra 8200 und
Satellite Pro 4600 mit Pentium-III-Prozessor besitzen ein integriertes
Mini-PCI-Modul für WLANs ( Wireless LAN ) nach IEEE 802.11b mit 11 MBit/s . Die
Celeron-Modelle der Serie Satellite Pro 4600 kann der Benutzer mit einem
entsprechenden Kit nachrüsten . Zusätzlich besitzen die Geräte eine herkömmliche
Fast-Ethernet-Schnittstelle ( 10/100 MBit/s ) . Die Kurzstrecken-Funktechnik
Bluetooth ist derzeit noch nicht integriert , Toshiba plant aber eine
Bluetooth-on-Board-Lösung noch dieses Jahr . Das Tecra 8200 gibt es in zwei
Ausstattungen für 9.499 Mark ( Pentirum III 750 MHz SpeedStep , 10 GByte
Harddisk , 128 MByte RAM , CD-ROM-Laufwerk ) beziehungsweise 11.999 Mark ( 20
GByte Harddisk , 256 MByte RAM , DVD-Rom-Laufwerk ) . Noch zur CeBIT will
Toshiba Notebooks mit integriertem NVidia-Chip auf den Markt bringen . Die
aktuell vorgestellten Modelle 2800-200 und 2800-400 liefert der Hersteller noch
den Grafikchip S3 Savage IX aus . Co-Shopping : Sammelbestellungen mit
zweifelhaftem Ausgang Powershopping- oder Coshopping-Plattformen im Internet
suggerieren kräftige Rabatte durch Gemeinschaftskäufe . Doch der Kunde kann sich
nicht darauf verlassen , dass er die Ware am Ende auch wirklich erhält . Zudem
sind die Angebote nicht immer die billigsten , die der Handel zu bieten hat .
Unter dem Motto " Gemeinsam kaufen , gemeinsam sparen " locken
Internet-Einkaufsgemeinschaften die Surfer auf ihre Websites . Je mehr Käufer
sich für ein Produkt interessieren , desto mehr Preisabschläge gibt es . Ein
Vergleich der c't-Redaktion hat jedoch ergeben , dass mit gezielter
Preisrecherche durchaus günstigere Angebote ohne derartige Sammelbestellungen im
Internet zu finden sind . In einem solchen Fall sollte man sich nicht scheuen ,
von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch zu machen und die Ware binnen 14 Tagen
zurückzuschicken . Das Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden hat einen Antrag
auf Zahlungsaufschub gestellt und darf zurzeit keine Geschäfte abwickeln . Ob
die vermeintlichen Schnäppchen tatsächlich zur Auslieferung kommen , ist
allerdings generell ungewiss . Während sich der Interessent mit seinem Klick zum
Kauf verpflichtet , behalten sich auch andere Internethändler wie Primus
Powershopping oder Coshopper in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen ( AGB )
das Recht vor , das Kaufangebot des Kunden abzulehnen . Hat man Glück und es
finden sich genügend Kaufinteressenten , wird man darüber nach einer vom
Anbieter festgelegten Frist informiert . Diese kann sich mitunter bis zu vier
Wochen hinziehen . Danach muss man erst zahlen und sich dann nochmals in Geduld
üben . Damit hinken die Powershopper den klassischen Versendern wie Quelle und
Otto , die innerhalb 48 Stunden ausliefern , deutlich hinterher . Verwarngelder
für Handy-Telefonate am Steuer erst ab April Autofahrer müssen für Telefonate
mit Mobiltelefonen erst vom 1. April an Verwarngelder zahlen . Für das
Telefonieren mit Handys während der Autofahrt erhebe die Polizei in Deutschland
vom 1. Februar an für zwei Monate zunächst keine Strafen , erklärte der Sprecher
des sächsischen Innenministeriums , Thomas Uslaub , laut dpa . Sachsen und die
anderen Bundesländer hätten sich darauf verständigt . Für das Handy-Verbot am
Steuer , das von Februar an gilt , müsse der Verwarngeldkatalog geändert werden
. Die neue Regelung werde jedoch erst in den nächsten Tagen veröffentlicht ,
sagte Uslaub . Die Polizei werde telefonierende Autofahrer und Radfahrer dennoch
schon vom 1. Februar an verwarnen . Für ohne Freisprechanlage telefonierende
Autofahrer ist nach einem Bundesratsbeschluss ein Verwarngeld von 60 Mark und
für Radfahrer von 30 Mark vorgesehen . Online-Musikhändler EMusic entlässt und
baut um Der Online-Musikhändler EMusic entlässt 66 Mitarbeiter , rund 36 Prozent
der gesamten Belegschaft . Außerdem verlassen drei Manager das Unternehmen : Der
Finanzchef , der COO ( Chief Operating Officer ) und ein Vizepräsident . Diese
Stellen im Management werden nach Angaben von EMusic nicht neu besetzt , die
Aufgabe des CFO ( Chief Financial Officer ) will Emily Rupp , zuständig für das
Controlling , mit übernehmen . EMusic will damit vor allem die Kosten reduzieren
, die dem Online-Anbieter davongelaufen sind . Außerdem wolle man sich auf das
Kerngeschäft konzentrieren : Werbeeinnahmen über die Web-Site RollingStone.com
und den Verkauf von Songs in Formaten , die zum Download geeignet sind , über
die eigene Web-Site . Die finanziellen Schwierigkeiten von EMusic führt Gene
Hoffmann , Präsident und CEO der Firma , zum einen auf einen " signifikanten
Rückgang " bei Werbung im Internet zurück . Zudem fügt nach seiner Ansicht die "
verbreitete illegale Distribution von Musik " in digitalen Formaten der Firma
schweren Schaden zu : " Ich denke definitiv , dass Napster die Ursache für
einige unserer Probleme gewesen ist . " EMusic hatte schon im November durch
Maßnahmen gegen Napster versucht , sich gegen angebliche Umsatzeinbußen durch
Musik-Tauschbörsen zu schützen . Die beiden Firmen einigten sich darauf ,
Napster-User zu sperren , die bei EMusic lizenzierte Songs zum Tausch anboten .
EMusic hatte im Unterschied zu einigen anderen Anbietern von Online-Musik von
vornherein versucht , als Musik-Anbieter im Internet mit den Plattenfirmen zu
kooperien und Lizenzzahlungen abzuführen . D2 Vodafone bietet Europa-Tarif Wie
im August des letzten Jahres angekündigt , führt Vodafone einen zweistufigen
Tarif für Mobilfunkgespräche in Europa ein . Mit der Tarif-Option EuroCall biete
D2 Vodafone seinen Kunden einen paneuropäischen Tarif mit einheitlichen Preisen
, teilte die deutsche Vodafone-Tochter Mannesmann Mobilfunk am heutigen Montag
in Düsseldorf mit . Danach muss ein D2-Kunde , der in den
Vodafone-Schwesternetzen telefoniert , künftig für ein Minutengespräch 1,79 Mark
zahlen . In Netze anderer Anbieter fallen Gesprächsgebühren von 1,99 Mark pro
Minute an . Die Tarifoption gilt , nimmt ein Kunde sie in Anspruch , in 23
westeuropäischen Ländern , auch im Heimatland des Handy-Nutzers . Abgerechnet
wird nach der ersten Minute im 30-Sekunden-Takt . Netze , die für die Gebühr von
1,99 Mark pro Minute genutzt werden können , existieren in Andorra , Belgien ,
Dänemark , Finnland , Frankreich , Gibraltar , Griechenland , Großbritannien ,
Irland , Island , Italien , Luxemburg , den Niederlanden , Norwegen , Österreich
, Portugal , Schweden , der Schweiz , Lichtenstein , Spanien und Zypern . In
allen anderen Ländern fallen die Standard-Gebühren der Anbieter plus eines
Aufschlags von 25 Prozent an . EuroCall lohne sich vor allem für Geschäftskunden
und viel reisende Privatkunden , hieß es bei Vodafone . Neuer Chef der
Regulierungsbehörde vorgeschlagen Diesen Vorschlag machte Beirats-Vorsitzender
Elmar Müller ( CDU ) am heutigen Montag in Berlin . Kurth ist bisher
Vizepräsident und kommissarischer Leiter der Behörde . Kurth übernimmt die
Nachfolge des früheren Amtschefs Klaus-Dieter Scheurle , der Mitte Dezember 2000
seinen Rücktritt erklärt hatte und zum Jahresanfang in die Privatwirtschaft
gewechselt war . Dem Personalvorschlag muss noch das Bundeskabinett zustimmen .
Im Umfeld des Rücktritts von Scheurle und der Benennung eines neuen RegTP-Chefs
gab es schon heftigen Streit um die zukünftige Politik der Regulierungsbehörde .
So hieß es in verschiedenen Berichten , Scheurle sei auf Druck der Deutschen
Telekom geopfert worden , der neue Chef solle dagegen mehr Wohlverhalten
gegenüber dem Ex-Monopolisten zeigen . Die Bundesregierung wies solche Vorwürfe
bislang immer als unbegründet zurück . Anlass zur Besorgnis gab den
Telekom-Konkurrenten offensichtlich auch ein Papier des SPD-Politikers und
Vorsitzenden des Bundestags-Unterausschusses für Telekommunikation und Post ,
Klaus Barthel . Darin werden Akzentverschiebungen in der Regulierungspolitik
gefordert . Erst am Wochenende hat der Verband der Anbieter von
Telekommunikations- und Mehrwertdiensten ( VATM ) vor einer Änderung der
Regulierungspolitik gewarnt . Lotusphere : Erste Preview der nächsten
Domino-Version Während viele Kunden gerade erst auf Domino R5 umstellen ,
spricht Lotus auf der Lotusphere erstmals offiziell über Features der nächsten
Version - bislang Rnext genannt , da der endgültige Name noch nicht feststeht .
Rnext wird laut Ankündigung von Jeanette Horan , verantwortlich für die gesamte
Lotus-Produktentwicklung , native XML-Klassen bieten sowie WebDAV und
Java-Server-Pages unterstützen . Lotusscript wird in Rnext in der Lage sein ,
Java-Klassen zu nutzen . Die wichtigste und längst überfällige Verbesserung des
Notes-Client ist die Unterstützung von Threads , sodass länger laufende Vorgänge
wie das Lösen großer Anhänge nicht mehr die Bedienschnittstelle blockieren . Die
meisten Verbesserungen betreffen darüber hinaus den Kalender , in dem man direkt
in der Kalenderansicht editieren kann , statt Notes-Dokumente in einer
Maskenansicht bearbeiten zu müssen . Die Tagesansicht kann wahlweise eine zweite
Zeitzone parallel anzeigen . Weitere Verbesserungen betreffen die Replikation .
So kann man für jede Datenbank zahlreiche Filter definieren , mit denen die
Größe übertragener Anhänge oder die Kürzung langer Texte individuell einstellbar
ist . Darüber hinaus lassen sich nun Dokumente selektiv replizieren , in dem man
sie aus einer Online-Ansicht mit der Maus auf den Replicator zieht . Auch die
Integration mit Domino.DOC funktioniert per Drag&Drop : Man zieht einfach die zu
archivierenden Dokumente in einen Domino.DOC-Order , um sie in einer Library
abzulegen . Die ersten Beta von Rnext soll im Laufe des Jahres erscheinen .
Lotusphere : Lotus kündigt Knowledge Discovery Server an Vor genau zwei Jahre
sprach der damalige Lotus-Präsident zum ersten Mal von einem Projekt " Yoda " ,
das im Herbst 99 in Berlin dann unter dem Projektnamen " Raven " angekündigt
wurde . Ein Jahr später hatte Lotus erst das Frontend fertig gestellt und
präsentierte es in Berlin unter dem Namen K-station . Dabei handelt es sich um
einen Portalserver , der personalisierte Inhalte von Domino und Exchange Server
sowie anderen Datenquellen präsentiert . Auf der Lotusphere in Orlando ( Florida
) kündigte Lotus-Präsident Al Zollar nun den Lotus Knowledge Discovery Server an
, der die eigentliche Technik des Raven-Projekts darstellt . Knowledge Discovery
Server soll Anfang März verfügbar sein . Preise sind noch nicht bekannt .
K-station und Discovery-Server bilden zusammen das Lotus Knowledge Discovery
System . Modernisierung des Datenschutzrechts geplant Zur Beschleunigung des
Vorhabens konstituierte sich heute ein begleitender Ausschuss mit Tauss als
Vorsitzendem und Özdemir als Stellvertreter . Dem Ausschuss gehören neben Tauss
und Özdemir der Berliner Datenschutzbeauftragte Prof. Dr. Hansjürgen Garstka
sowie Claus-Henning Schapper , Staatssekretär im Bundesinnenministerium , und
der nordrhein-westfälische Innenstaatssekretär Wolfgang Riotte an . Daran , dass
das bundesdeutsche Datenschutzrecht entrümpelt und verschlankt werden muss ,
gibt es in Regierungskreisen und unter Fachleuten weitgehende Übereinstimmung .
Schapper begründete dies mit dem Verweis auf inzwischen einige hundert
bereichsspezifische Einzelregelungen , in denen Schutz personenbezogener Daten
ein Bestandteil gesetzlicher oder verordnungsrechtlicher Festlegungen außerhalb
des 1978 in Kraft getretenen und 1990 novellierten Bundesdatenschutzgesetzes (
BDSG ) ist . Beispiele wie etwa das " Gesetz zur Datenverarbeitung in den
kulturellen Einrichtungen des Landes Berlin " oder die Berliner " Verordnung zur
Speicherung von Wasserverbrauchsdaten in privaten Gebäuden " haben zu
unübersichtlichen , schwer verständlichen , teils veralteten und auch
widersprüchlichen Rechtslagen geführt . " Es ist unbedingt notwendig , dass das
Datenschutzgesetz vereinfacht und an die technische Entwicklung angepasst wird "
, betonte Schapper . Künftig sollen die Grundsätze des Datenschutzes in einem
einzigen Gesetz nach Art des Bürgerlichen Gesetzbuches ( BGB ) oder des
Sozialgesetzbuches ( SGB ) zusammengefasst werden und Ausnahmeregelungen nur
noch in besonderen Bereichen wie innerer Sicherheit oder Gesundheitswesen gelten
. Das Gutachten soll noch im ersten Halbjahr 2001 vorgelegt werden . Parallel
dazu plant der begleitende Ausschuss in den kommenden Monaten fachspezifische
Konferenzen und Workshops mit Interessen- und Fachverbänden . Zur geplanten
Novellierung des Datenschutzrechts und den Vorhaben des Auschusses siehe auch
den Artikel Reform des Datenschutzes soll anonymen Netzzugang fördern in
Telepolis . Keine Lotusphere 2001 in Europa Wie am heutigen Montag auf der
Lotusphere 2001 in Orlando bekannt wurde , wird es dieses Jahr keine europäische
Lotusphere geben . Die letzte derartige Entwickler- und Anwender-Konferenz von
Lotus in Europa fand im September 2000 in Berlin statt . Zum damaligen Zeitpunkt
wurde bereits gemunkelt , dass Berlin nicht mehr als Veranstaltungsort in Frage
kommt . Lotus-Marketingvorstand Bryan Simmons bestätigte heute in Orlando , dass
der Europa-Event dieses Jahr komplett ausfällt . Man untersuche derzeit alle
Optionen für eine europäische Veranstaltung im ersten Quartal 2002 . Über die
Gründe für diese Entscheidung machte Simmons keine weiteren offiziellen Angaben
. Es ist jedoch davon auszugehen , dass Lotus mit einer zweiten Veranstaltung im
ersten Quartal die hohe Nachfrage nach der amerikanischen Lotusphere etwas
entzerren will . Zugleich ließen sich damit viele Vorträge recyclen . Novell vs.
Microsoft : Clinch um Sicherheitslücke In einer Übersicht bestimmter Funktionen
des Verzeichnisdienstes in Windows 2000 spricht Novell von einer ernsten
Sicherheitslücke . Angeblich könne ein Administrator über einen Umweg Rechte
zurückerlangen , die ihm für bestimmte organisatorische Abteilungen innerhalb
des Directory entzogen wurden . So ist es beispielsweise denkbar , für die
Verwaltung der Rechte in der Finanz- oder Personalabteilung nur bestimmte
Personen vorzusehen , während die normalen Administratoren darauf keinen Zugriff
haben - aus datenschutzrechtlichen Gründen ebenso wie aus Gründen der
Geheimhaltung von internen Informationen . Novell behauptet nun , in der
hauseigenen Directory-Software NDS ließe sich diese Aufteilung wasserdicht
organisieren . In Microsofts Active Directory hingegen könne eine Sperrung von
einem Administrator über Umwege wieder aufgehoben werden : Wählt der
Administrator zuerst eine andere organisatorische Einheit im Active Directory
aus , zu der er alle Rechte hat , kann er sich schließlich wieder Rechte
verschaffen , indem er die eigentlich abgeschalteten Vererbungsmechanismen
wieder aktiviert und sich Rechte in übergeordneten Strukturen des Verzeichnisses
verschafft . Ob der Fehler im Directory selbst oder in den Verwaltungswerkzeugen
liegt , lässt Novell noch offen . Allerdings sieht die Firma in beiden Fällen
große Gefahren auf die Unternehmen zukommen , die Active Directory einsetzen
wollen . Sind die Tools schuld , wären sie es , die für die Sicherstellung von
Zugriffsrechten zuständig wären und nicht das Directory selbst - ein riskanter
Ansatz , der Tür und Tor für Sicherheitslöcher öffne . Microsoft-Sprecher
reagierten auf die Vorwürfe prompt . Allerdings erklärten sie bislang nur
lapidar , dies sei keine grundsätzliche Verletzung der Sicherheit im Active
Directory . Ob Novell tatsächlich Recht hat oder nur eine Unklarheit in der
Verzeichnisverwaltung aufzeigt , muss sich noch herausstellen . In dem von
Novell dargestellten Beispiel scheint es zumindest , als ließe sich das Problem
umgehen : Dem allgemeinen Administrator müssten neben den Rechten auf eine
bestimmte organisatorische Einheit im Directory auch die Rechte auf das
Personenobjekt entzogen werden , dass für diese Einheit als Administrator
eingetragen ist . Die NetWare-Company hofft offensichtlich , von den jüngsten
Diskussionen um die Schwierigkeiten bei der Einführung von Windows 2000 zu
profitieren . Besonders die Verzeichnisdienste sind als zentraler Service zur
Verwaltung von Ressourcen , User-Accounts und Zugriffsrechten für Microsoft
ebenso wie für Novell wichtiger Bestandteil bei den Bemühungen , Unternehmen als
Kunden zu gewinnen . Novell baut nach eigenen Aussagen die Zukunft des
Unternehmens ganz auf die NDS . Mit Active Directory entsteht zumindest für die
Windows-Plattform ein ernsthafter Konkurrent - auch wenn viele Beobachter wohl
zu Recht davon ausgehen , dass Active Directory in den ersten Versionen noch
nicht mit den NDS mithalten kann . Microsoft wird natürlich nicht ruhen , den
Vorsprung Novells aufzuholen . Und die Marktmacht Microsofts ist natürlich ein
Pfund , mit dem die Redmonder auch beim Etablieren des Active Directory wuchern
werden . Kann Novell allerdings schon jetzt das Vertrauen in die Sicherheit von
Active Directory erschüttern , dürfte die Latte für Microsoft dann doch um
Einiges höher hängen . Cable&Wireless : Statt Übernahme Expansion Cable&Wireless
, nach eigenen Angaben einer der führenden globalen Telekommunikationsanbieter ,
war in der letzten Zeit immer wieder als Übernahmekandidat ins Gespräch gekommen
. Unter anderem soll die deutsche Telekom ein Auge auf das britische Unternehmen
geworfen haben . Marc Leopold , Geschäftsführer von Cable&Wireless Deutschland ,
dementierte nun alle Übernahmegerüchte . Es gebe derzeit keine
Übernahmeverhandlungen oder direkte Gespräche mit der Telekom oder anderen
Telekommunikationsfirmen . Allerdings erklärte Leopold ebenfalls , jedes
Unternehmen mit einer attraktiven Strategie werde Gegenstand von
Übernahmegerüchten . Und auch Cable&Wireless sei nicht vor einer feindlichen
Übernahme wie im Fall Mannesmann/Vodafone sicher . In Amerika , Japan und Europa
will Cable&Wireless seine führende Position als international agierender
Anbieter weiter ausbauen , erklärte Leopold . In Deutschland peilt das
Unternehmen laut Leopold vor allem mit mittelständischen und multinationalen
Firmen für das Jahr 2001 einen Umsatz im zweistelligen Millionenbereich an .
Intel und Symbol entwickeln Funk-LANs Intel und Symbol Technologies haben ein
Kooperationsabkommen abgeschlossen , um gemeinsam drahtlose Netzwerke mit hohen
Datenraten zu entwickeln . Mit dieser Beteiligung erwirbt Intel einen Anteil von
1,5 Prozent an Symbol . Schon im Mai letzten Jahres hatte Intel mit Proxim eine
Kooperation zur Entwicklung von drahtlosen Netzen für den Heimgebrauch
vereinbart , die nach der SWAP-Spezifikation ( Shared Wireless Access Protocol )
des HomeRF-Konsortiums arbeiten sollen . Die Vereinbarung mit Symbol betrifft
nun eher den professionellen Bereich : Beide Firmen möchten gemeinsam Chips ,
Adapter-Karten und Access Points für Funk-LANs mit einer Datenrate von 11 MBit/s
und mehr entwickeln . Sie sollen nach dem Standard IEEE 802.11 für drahtlose
Netze im 2,4-GHz-Band arbeiten ; aber auch neue Techniken im 5,2-GHz-Band sollen
zum Einsatz kommen . Insgesamt wollen Symbol und Intel über 200 Ingenieure für
die Entwicklung von Funk-LANs abstellen ; beide Firmen werden die gleichen
Rechte an den entwickelten Techniken und Produkten haben . Philips bringt
Voice-over-IP In Halle 12 , Stand C36 , stellt Philips auf der diesjährigen
CeBIT diverse Möglichkeiten vor , Telefonanlagen an IP-Netze anzubinden . Dazu
gehören die vor kurzem eingeführten IP-Gateways , mit denen sich klassische
Telefonie-Systeme und Netzwerke auf Basis von TCP/IP zusammenschalten lassen .
An neuen Produkten präsentiert der niederländische Konzern unter anderem das
erste Komforttelefon im Portfolio von Philips , dass direkt mit Voice-over-IP
arbeitet . Der Fluch der UMTS-Lizenzen Während die Telekomriesen an neuen
Diensten für den mobilen Datenverkehr der Zukunft arbeiten und von lukrativen
Geschäften träumen , werden sie derzeit an den Börsen gnadenlos abgestraft . An
den Aktienmärkten sind Telekom & Co nicht mehr gefragt . Immer mehr setzt sich
in der Branche die bittere Erkenntnis durch : Die Trauben im künftigen
Mobilfunkgeschäft UMTS hängen hoch . Zudem zeigen Marktstudien , dass die
meisten Handykunden kaum mehr für diese Dienste ausgeben wollen als gegenwärtig
für mobile Telefonie . Der UMTS-Euphorie ist längst die Ernüchterung gefolgt :
In der Branche gilt als sicher , dass die hohen Kosten zu einer weiteren
Konsolidierung des Marktes zwingt . Nicht auszuschließen ist dabei , dass einige
Lizenzerwerber scheitern . Und damit nicht genug : Zu den reinen Lizenzkosten
kommen Beträge in Milliardenhöhe für den Aufbau der UMTS-Netze sowie Zinsen für
Kredite und Anleihen hinzu . Wegen der wachsenden Verschuldung stufen
Rating-Agenturen zudem die Bonität der Konzerne herunter . Ein Teufelskreis
beginnt : Die Aktienkurse fallen weiter und Zinsen für Anleihen steigen .
Börsengänge von Mobilfunkfirmen wie der von Orange ( France Telecom ) geraten
fast zum Flop . Und so fragen nicht nur notorische Schwarzmaler : Lassen sich
die UMTS-Milliarden über mobile Datendienste jemals wieder hereinholen ? Die
Berater von Spectrum Strategy Consultants ( SSC ) meinen ja - wenn es den
Betreibern gelingt , sich als Portal-Anbieter mit exklusiven Inhalten zu
positionieren . Dabei habe derjenige einen Vorteil , der " als erster mit
Diensten an den Kunden herantritt " , meint Verena Dolphin von SSC . Tatsächlich
ist die deutsche Tochter der Vodafone-Gruppe wie auch der gesamte Konzern am
besten für UMTS gerüstet . Die Briten haben nicht nur die meisten Lizenzen in
Europa ergattert , sie sind auch am geringsten verschuldet . Gute Chancen , im
UMTS-Geschäft Fuß zu fassen , werden außerdem der France Telecom , Deutschen
Telekom und British Telecom eingeräumt . In ihren Lizenzgebieten verfügen alle
über einen festen Kundenstamm im Mobilfunk . Schwerer dürften es Anbieter haben
, die Neueinsteiger sind wie die spanische Telefonica und die finnische Sonera .
Gespräche mit Debitel und Hutchison scheiterten . Ende kommenden Jahres sollen
UMTS-Dienste in Europa starten . Die Telefongesellschaft Mobilcom , die in
Deutschland mit ihrem Partner France Telecom antritt , spricht gar von Mitte
2002 . Die ersten Aufträge an die Ausrüster wie Nokia , Nortel , Ericsson oder
Siemens sind vergeben und Standorte für Antennen gesichert . Ob es zu
Verzögerungen kommt , hängt nach Ansicht der SSC-Beraterin Dolphin besonders
davon ab , ob es Engpässe bei der Finanzierung gibt oder die UMTS-Handys
rechtzeitig lieferbar sind . Die eigentliche Revolution des Mobilfunks beginnt
aber nicht mit UMTS , sondern mit der paketvermittelten Funktechnik GPRS . Als
erster ging Viag Interkom im Januar mit der neuen Technik an den Start . Wenig
später folgte die Telekom-Tochter T-Mobil . D2 Vodafone und E-Plus wollen in
wenigen Wochen nachziehen . Dabei wird erstmals nicht nach Zeit , sondern nach
übertragenen Datenmengen abgerechnet . Der Kunde ist ständig online und kann
sich E-Mails und Texte aufs Handy spielen lassen . GPRS soll noch vor UMTS
zunächst dem WAP-Dienst zum Durchbruch verhelfen . ICANN - " single point of
failure " des Internet Auch der US-Senat beschäftigte sich am gestrigen Mittwoch
, nur wenige Tage nach dem Kongress , mit der Internet-Adressen- und
Namens-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN )
. Ist ICANN legal , technisch für die Organisation des DNS kompetent und genießt
sie das Vertrauen der Betroffenen ? Das wollte der Vorsitzende des
Telekommunikationsausschusses auf dem Capitol Hill wissen . Erneut stand die
Frage im Raum , ob man ICANN als unabhängige internationale Selbstregulierung
akzeptieren könne oder das DNS besser durch US-Gesetze regulieren solle . "
ICANN ist schlecht konzipiert , funktioniert schlecht und hat sich den Unwillen
der Internet Community zugezogen " , lautete die Fundamentalkritik des durch die
ICANN-Mitglieder gewählten At-Large-Direktors für Nordamerika Karl Auerbach .
Auerbach beklagte ICANNs mangelnde Transparenz - " selbst als Direktor bekomme
ich kaum mit , was getan wird " - und erinnerte noch einmal an die gebrochenen
Zusagen , die Öffentlichkeit im Rahmen der so genannten At-Large-Wahlen , bei
denen die Internet-Nutzer fünf ICANN-Direktoren wählen konnten , ausreichend zu
beteiligen . Bei aller Kritik sei er aber für ein Fortbestehen der Organisation
und letztlich für einen Übergang ICANNs von einer kalifornischen
Non-Profit-Organisation zu einer wirklich internationalen Organisation . " Auch
wenn es für den Kongress schmerzhaft ist , wir brauchen dafür seine
Unterstützung " , meinte Auerbach , auch wenn er gleichzeitig die Frage nach der
Verfassungsmäßigkeit der Delegation der Kompetenzen an ICANN in den Raum stellt
. ICANNs noch amtierender CEO Michael Roberts und der US-Jurist Michael Froomkin
sprachen sich dagegen dafür aus , vorerst die Aufsicht der US-Regierung
beizubehalten . ICANN sei ein Experiment und die Organisation müsse sich das
Vertrauen der Bürger und Regierungen weltweit erst noch verdienen . Froomkin
bezeichnete ICANN , wie schon in seinem Statement vor Kongressabgeordneten
vergangene Woche , als " single point of failure " des Internet und damit als
lebenden Widerspruch zum zentralen Grundsatz des Netzes überhaupt . Die ICANN
dürfe kein privater Regulierer sein . Der zentrale Rootserver ist nach seiner
Ansicht vorerst bei der US-Regierung gut aufgehoben . Nur wenige Senatoren waren
zum Hearing gekommen , doch wird es kaum das letzte gewesen sein . " Es liegt in
der Natur der ICANN , dass es dauernd Geschrei und Chaos gibt " , verteidigte
Roberts die Organisation . " Er ist in ein größeres Internet eingegangen . "
China : Internet-Aktivist wegen " Subversion " vor Gericht Am Dienstag wurde in
Chengdu in der Volksrepublik China der Prozess gegen den chinesischen
Netz-Aktivisten Huang Qi eröffnet . Nach 258 Tagen in Haft soll dem 36-jährigen
nun wegen der " Anstiftung zu Subversion gegen die Staatsmacht " der Prozess
gemacht werden . Seither hatte Huangs Familie keinen direkten Kontakt mehr zu
ihm . Laut einem Bericht von CNN endete der erste Verhandlungstag kaum , dass er
begonnen hatte , auf Grund des schlechten Gesundheitszustands von Huang . Huangs
Angehörige und ausländische Beobachter sind von dem Verfahren ausgeschlossen .
Huang habe , so heißt es in den Klagevorwürfen der Staatsanwaltschaft , zwischen
März und Juni vergangenen Jahres auf seiner Seite Foren mit den Titeln Tianwang
Suchdienst , Trends , Aufgelesen im Web und China aus der Distanz betrieben und
dort unter anderem Das politische Programm der Chinese Democracy Party ( CDP ) ,
Die Erklärung der CDP zum 11. Jahrestags des Massakers auf dem Platz des
Himmlischen Friedens und Das Bewusstsein für die Unabhängigkeit der Uiguren in
Xinjiang veröffentlicht . Eine ganze Liste weiterer " subersiver " Materialien
führt die Anklageschrift auf , vor allem zum Thema Tiananmen und Menschenrechte
, etwa einen Amnesty-Bericht zur Menschenrechtssituation in China . Man habe
ausreichende Beweise für diese " Verbrechen " , heißt es in der Anklageschrift ,
die die Artikel 103 und 105 des Strafgesetzbuchs der Volksrepublik China
erfüllten . Die Anklage zeigt , dass die chinesischen Gerichte sich nicht lang
mit neuen Straftatbeständen für das Internet aufhalten , sondern mit dem
Strafgesetz bereits bestens ausgerüstet sind . Immerhin ist in der
Anklageschrift zwischen " Veröffentlichen " , " Herausgeben " und " Link setzen
" unterschieden . Es ist unklar , ob Huang überhaupt selbst Autor auch nur eines
der inkriminierten Texte ist . Die Chinese Democratic Party hat eine Erklärung
veröffentlicht , dass sie Autor der Parteischriften sei und diese nicht nur auf
Huangs , sondern auch in vielen anderen chinesischen Foren veröffentlicht habe .
Auf der Webseite , die ursprünglich vor allem der Suche nach vermissten
Jugendlichen und Berichten über von Schleppern betrogene und misshandelte
Arbeiter gewidmet war , diskutieren inzwischen Huangs Unterstützer und Kritiker
, die sich die Einmischung des Auslands verbitten . Gehostet wird die
chinesisch- und englischsprachige Seite inzwischen in den USA . Noch immer läuft
dort auch eine Umfrage zur Einschätzung des Vorgehens der chinesischen Behörden
. " Was heute mit Huang geschieht , geschieht morgen mit uns " , schreibt ein
Besucher . " Jeder Administrator einer Webseite kann morgen vor Gericht gestellt
werden . " Telekom-Einstieg bei d-box vor dem Aus Der geplante Einstieg der
Deutschen Telekom bei Beta Research , der Techniktochter der Kirch-Gruppe , die
auch für die Entwicklung des Decoders d-box verantwortlich ist , droht zu
scheitern . Wie das Handelsblatt in seiner Donnerstagausgabe berichtet , liegt
die Ursache dafür in Auflagen des Bundeskartellamts , die der Bonner Konzern
nicht erfüllen will . Die Wettbewerbsbehörde fordere von der Telekom , sich
schnell von ihren regionalen Fernsehkabelgesellschaften zu trennen . " Wir
werden keiner Forderung des Kartellamts zustimmen , die Einfluss auf den Wert
unserer Kabelaktivitäten hat " , sagte Telekom-Netzvorstand Gerd Tenzer der
Finanzzeitung . Mit dem vorgesehenen Gemeinschaftsunternehmen sollte das
Fernsehen auch zum Internetzugang werden . Im Mittelpunkt sollten nach früheren
Angaben Settop-Boxen für digitales TV , Multimedia-Dienste , breitbandiges
Internet und Video on Demand stehen . Das Bundeskartellamt hatte aber schon früh
Bedenken geäußert : Ein Zusammenschluss zweier derart maßgeblicher Unternehmen
bei Online-Inhalten auf der einen und den Netzbetreibern auf der anderen Seite
könne zu einer marktbeherrschenden Stellung führen . Eine Mobilfunk-Antenne
zerstört den Dorffrieden Der himmlische Frieden in dem kleinen Nest Mittelbuchen
ist zerstört . Der evangelische Pfarrer und etliche Bürger liefern sich seit
Monaten einen Kleinkrieg . Eine Antenne des Mobilfunkanbieters T-Mobil im
Kirchturm hat die Zwietracht entfacht , weil Bürger Angst vor Elektrosmog haben
. Im 3.200 Einwohner großen Hanauer Stadtteil Mittelbuchen sind die Gräben gar
so tief , dass Protestanten aus der Kirche austreten . Pfarrer Hans-Joachim Roth
soll Drohungen erhalten haben , auch wurde auf die Kirche geschossen . " Wir
wussten damals nicht , in welches Wespennest wir stechen " , erzählt Roth . "
Ich stehe nun als Bösewicht da , das tut schon weh . " Die Grenzwerte für die
elektromagnetische Strahlung würden eingehalten , aber er könne auch verstehen ,
dass Menschen verunsichert seien . Die Bürgerinitiative gegen Elektrosmog (
BIGES ) wirft dem Pfarrer und dem gesamten Kirchenvorstand aber vor , nicht
genügend auf die Sorgen der Menschen einzugehen . " Er hat eine Seelsorgepflicht
und muss mit den Anderen reden , ihre Ängste anhören " , sagt Vorsitzender
Andreas Müller-Zimmermann , der nicht mehr zum Gottesdienst geht . Stattdessen
habe der Kirchenvorstand den Kontakt zu den Elektrosmog-Gegnern lange Zeit
abgelehnt . Diese befürchten , dass die elektromagnetische Strahlung krank macht
. Schon seit Jahren hat die Mobilfunkbranche viele Gotteshäuser in Deutschland
mit Sendestationen bestückt . Wie viele andere will die Kirchengemeinde
Mittelbuchen damit in erster Linie die Kasse aufbessern . Sie nimmt 7.000 Mark
im Jahr ein , muss für zwei Dienst-Handys keine Grundgebühren bezahlen und
T-Mobil hatte außerdem die Renovierung des Kirchturms übernommen . Werde der
Vertrag gebrochen , kämen Schadensersatz-Forderungen von 100.000 Mark auf die
Kirchengemeinde zu , erklärt Roth . Und selbst wenn die Antenne im Kirchturm
abgebaut würde , stünde sie eben später auf einem Feld . " Es kommt nicht in
Frage , dass die Anlage abgeschaltet wird , wir werden keinen Kniefall machen "
, wettert der stellvertretende Vorsitzende im Kirchenvorstand , Werner Lind . In
der Auseinandersetzung um die Sende-Antenne will nun das Dekanat mit Gesprächen
vermitteln . Der Krach um die Mobilfunkstation ist in dem kleinen Ort
mittlerweile so verfahren , dass Familien sich zerstreiten . Nachbarn , die sich
immer freundlich grüßten , kehren sich nun den Rücken zu . Sogar eine
Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Pfarrer hatte ein Mobilfunk-Gegner beim
Bischof eingereicht . Einige Bürger meiden den Seelsorger , und auf dem Weg zur
Kirche war eines Tages das Wort " Verseucht " zu lesen . Er müsse viele
Beleidigungen einstecken , da lägen auch seine Nerven manchmal blank , sagt
Pfarrer Roth . Der BIGES-Vorsitzende Müller-Zimmermann wiederum empört sich ,
weil Roth vermutet hatte , die Bürgerinitative habe mit den Schüssen auf ein
Kirchenfenster zu tun . Stattdessen macht Müller-Zimmermann Jugendliche dafür
verantwortlich . Für Gudrun Lenhard , die in der Nähe des Gotteshaus wohnt , war
die Errichtung der Handy-Antenne das " I-Tüpfelchen " , um aus der Kirche
auszutreten . Alles sei still und heimlich über die Bühne gegangen , niemand sei
informiert worden , schimpft sie . Erhitzte Gemüter gab es vor kurzem auch bei
einer Informationsveranstaltung der Kirchengemeinde zum Thema Mobilfunk , bei
der nach einer Satzung nur Protestanten Zutritt hatten . Einzelne Bürger klagten
über Kopfschmerzen , Schlafstörungen oder Schwindel . Der heftige Streit in der
Dorfgemeinschaft hat jedenfalls schon andere Kirchenvorstände aufgeschreckt . Im
Nachbarort Wachenbuchen wurde nach Protesten das Angebot eines
Mobilfunk-Betreibers ausgeschlagen . 3D-Chip-Hersteller Nvidia meldet
Rekordumsätze Die Geschäfte des 3D-Grafikchipspezialisten Nvidia laufen prächtig
. Das im letzten Monat abgelaufene Quartal bescherte dem Entwickler der TNT- und
GeForce-Chips Rekord-Umsätze und Gewinne . Den größten Teil seines Umsatzes
macht Nvidia nach wie vor mit seinem Anfang 1999 vorgestellten " Voodoo-2-Killer
" Riva TNT2 . Aber auch der aktuelle Mainstreamchip GeForce2 MX steuert dank
seines höheren Chippreises von rund 25 US-Dollar erheblich zum Umsatz bei . Die
Produktmarge liegt insgesamt bei komfortablen 37,7 Prozent . Den größten Teil
seiner Chips ( 79 Prozent ) verkauft Nvidia nach Asien , da dort die meisten
Grafikkartenhersteller produzieren . Für die Zukunft sieht Nvidia noch
erhebliches Wachstumspotenzial , das unter anderem aus dem Xbox-Geschäft mit
Microsoft stammen soll . Aber auch bei Chipsätzen mit integrierter Grafik ( "
Crush " ) habe man " den Turbo eingelegt " . Milliardenauftrag zum
TV-Kabelausbau in NRW Der Ausbau des nordrhein-westfälischen Fernseh-Kabelnetzes
zum Multimedia-Netz mit Rückkanal hat einen Milliardenauftrag für ein
internationales Firmenkonsortium ausgelöst . Unter Führung der Europa-Tochter
von Nortel soll die Netzaufrüstung bis 2003 abgeschlossen sein , teilte die
Betreibergesellschaft Kabel NRW unter Führung des US-Investors Callahan mit .
Mit der neuen Netzinfrastruktur werde NRW einen enormen technologischen
Vorsprung besitzen , hieß es . Bis Spätsommer sollen 500.000 Kunden im Raum
Düsseldorf angeschlossen sein . Durch die umfangreichen Aufrüstarbeiten sollen
in NRW 400 neue Jobs entstehen , die zusätzlich 1.500 weitere Arbeitsplätze nach
sich ziehen könnten , berichtete Kabel NRW . Das von Nortel Networks Europe (
Friedrichshafen ) geführte Konsortium bringt die Unternehmen Alstom Anlagen und
Automatisierungstechnik GmbH ( Frankfurt ) und die TESSAG SAG-Abel
Kommunikationstechnik GmbH & Co. KG ( Engelsberg ) zusammen . Alstom und TESSAG
werden für die Umsetzung der Baumaßnahmen verantwortlich sein . Weiter sind
beteiligt Scientific Atlanta Europe GmbH ( Kronberg ) , ADC Broadband Access and
Transport Group ( USA ) und Motorola Broadband Communications ( Bad Salzdetfurth
) . Datango übt sich im Beziehungsmanagement Shoppen , buchen , einkaufen -
E-Business rules . Doch mal abgesehen davon , dass das Netz ursprünglich zum
Kommunizieren und nicht zum Bestellen in die Welt gesetzt wurde : Mehr als 31
Sekunden verweilen die eiligen Klicker durchschnittlich nicht auf einem Angebot
. " Nutzerfreundlichkeit wird auf vielen Sites nicht gerade groß geschrieben " ,
erklärt Alexander Artopé dieses Phänomen . Der Vorstandssprecher des Berliner
Startups Datango spricht aus Erfahrung , denn er ist selbst bei der
Online-Buchung eines Flugs an der Formularvielfalt und verqueren Eingabemasken
bereits gescheitert . Nun würde Artopé allerdings öffentlich wohl kaum
Bedienerunfreundlichkeit von Webangeboten , die vor allem Newbies zu schaffen
macht , kritisieren , wenn er nicht Abhilfe parat hätte . Auf einer
Pressekonferenz in Berlin stellte der Mitgründer des Startup-Vereins Silicon
City am heutigen Donnerstag die für Unternehmenskunden konzipierte neueste
Version der Navigations-Software von Datango vor . Die im Frühjahr 1999
gegründete Firma hat über ein Jahr lang ihre Lösung für multimediale Führungen
über Websites im Konsumentenbereich getestet und im Sommer das Portal Webride
eröffnet , auf dem Privatnutzer eigene Touren präsentieren können . Zu den
ersten Webanbietern , die Datango für ihre neue " Navigation Suite " begeistern
konnte , gehören neben Aral und der Hypovereinsbank auch Paybox und T-Online .
Auf dem Portal des Onlinedienstes können die Nutzer sich seit dem heutigen
Donnerstagmittag über Shopping-Möglichkeiten aufklären lassen : Klickt der
Surfer auf den Tour-Button , wird der Datango-Player in Form eines unter Windows
und Mac OS laufenden Java-Applets gestartet . Eine freundliche Stimme erläutert
dann , wie leicht sich das Geld im Web in der T-Mall ausgeben lässt . Die mit
visuellen Zoom-Effekten unterlegte Führung kann der Shopping-Interessent
natürlich jederzeit unterbrechen und zur Tat schreiten . Guido Weishaupt ,
Leiter des T-Online-Portals , hofft mit der neuen Hilfsfunktion " die
Möglichkeiten des Internet zur vollen Geltung zu bringen " . Nun ist es sicher
nicht jedermanns Sache , das Netz wie eine Art Fernsehen zurückgelehnt im Sessel
zu genießen . Denen will der Manager nun mit Hilfe von Datango nicht nur die Tür
zum Online-Shoppingparadies öffnen . Zeigen will er den Neueinsteigern demnächst
auch die Web-Soap , die der Online-Dienst im vergangenen Jahr ins virtuelle
Leben gerufen hat , oder ihnen erklären , " wie man von Tokio aus den
Web-basierten E-Mail-Service nutzt " . Ein echter Fan von Datango ist auch
Mathias Entenmann , Geschäftsführer des Bezahlsystems Paybox , mit dem sich
Transaktionen übers Handy abwickeln lassen . Bei der Vorstellung des neuen
Navigationsdienstes durch den Datango-Chef konnte sich Entenmann zwar ein Gähnen
nicht verkneifen . Doch bei der Präsentation der ersten Ergebnisse eines seit
November laufenden Tests seiner Webtour redete er sich warm : " Bei einem so
komplexen Produkt wie unserem fragen sich die Leute , was man damit machen kann
und wie es funktioniert . " Über 100 wissbegierige Kunden würden daher täglich
im Call-Center des Frankfurter Unternehmens auflaufen oder E-Mails senden . Die
dadurch entstehenden Kosten will Entenmann mit dem vergleichsweise günstigen
Tourenangebot drücken , das die Surfer direkt zur Simulation des Paybox-Dienstes
führt . Genaue Zahlen für die Datango-Implementierung wollte der Paybox-Chef
allerdings nicht nennen . Artopé verriet nur , dass der Einstiegspreis bei
50.000 Mark liegt . Datango stellt Unternehmenskunden zwei Vertragsmodelle zur
Wahl : Das aus dem Recorder , dem Player sowie einem Server bestehende Paket
kann zum einen über eine klassische Lizenz erworben werden . Beim ASP-Modell (
Application Service Providing ) übernimmt Datango dagegen auch das Hosting der
Webrides . Mit der B2B-Lösung will das Softwarehaus in Zukunft seinen Kernumsatz
erzielen : Datango plant , sich ein Stück vom Markt fürs E-CRM abzuschneiden . "
Wir sind nicht so schnell gewachsen wie andere Startups " , sagt Karsten Ruwoldt
, Marketingchef der Firma , die momentan 50 Mitarbeiter beschäftigt und
Programmierer sowie Verkaufsexperten sucht . Nortel kauft Spezialisten für
optische Router Der Markt für rein optische Netze mit Datenraten im Gigabit- und
Terabit-Bereich boomt - und die führenden Hersteller bemühen sich , durch neue
Techniken und Firmenaufkäufe ein möglichst großes Stück von dem lukrativen
Geschäft abzubekommen . Dies ist nach Qtera , für die Nortel den gleichen Betrag
bezahlte , die zweite große Akquisition des kanadischen Netzwerkkonzerns im
Bereich der optischen Netze . Xros hat allerdings noch kein einziges Produkt auf
den Markt gebracht und erklärt selbst , Testeinheiten erst Mitte diesen Jahres
liefern zu können . Trotzdem dürfte Nortel nicht zu viel für die Firma bezahlt
haben . Die Technik optischer Schalter oder so genannter optischer
Cross-Connects ( siehe auch c't 1/99 , S. 156 ) betrachten die Hersteller als
entscheidend , das Versprechen nahezu unbegrenzter Bandbreite für die
Internet-Backbones auch tatsächlich einlösen und damit den boomenden Markt
dominieren zu können . Durch die Technik soll die mit optischen Netzen auf Basis
von Wavelength Division Multiplexing ( WDM ) möglichen Datenraten nicht nur auf
einer direkten Verbindung zwischen zwei Netzwerkknoten zu realisieren sein .
Bislang müssen Vermittlungsknoten auch in optischen Netzen immer eine Umsetzung
zwischen Optik und Elektronik durchführen . Mit optischen Routern oder
Cross-Connects ist diese Umsetzung jedoch in vielen Fällen nicht notwendig :
Dies erhöht den Durchsatz in den Vermittlungsstellen dramatisch . Lucent
kündigte bereits mit dem Lambda-Router ein entsprechendes Gerät an , das auf
Basis von Mikrospiegeln arbeitet . Der Durchsatz für den Transitverkehr in
optischen Routern kann damit theoretisch nahe an der Bandbreite der direkten
optischen Verbindung zwischen zwei Endknoten liegen . Mit Xros übernimmt Nortel
nun eine Firma , die mit ähnlichen Technologien wie Lucent im Lambda-Router
arbeitet . Eine auf Silizium basierende Mikrospiegeltechnik soll bis zu 1152
Paare von optischen In- und Outputs beliebig über optische Pfade miteinander
verbinden können . Nach Aussagen des Herstellers macht der ausschließlich
optische Pfad die Querverbindungen vollständig unabhängig von der Bitrate der
Daten und dem zu Grunde liegenden Protokoll . Mit dem X-1000 will Xros nicht nur
die heute schon zwischen zwei Endpunkten realisierbaren 10 GBit/s auf einer
Wellenlänge unterstützen , sondern auch noch höhere Datenraten , die Nortel für
das nächste Jahr versprochen hat . Siemens verstärkt IT-Service-Geschäft Mit dem
Kauf des amerikanischen Systemhauses Entex hat Siemens sein Geschäft mit
EDV-Dienstleistungen ausgebaut . Nach eigenen Angaben wird Siemens dadurch zu
einem der fünf größten IT-Dienstleister der Welt . Über den Kaufpreis ließ
Siemens nichts verlauten ; Marktbeobachter sprechen aber von einem dreistelligen
Millionenbetrag . Hauptgeschäftsfeld des Unternehmens sind laut Siemens vor
allem Systeme und Netzwerke für den elektronischen Handel . Entex soll mit der
Siemens-Dienstleistungstochter IT Service USA verschmolzen werden . Im April
soll das Unternehmen zudem mit den Siemens Business Services ( SBS )
zusammengelegt werden . Siemens-Sprecher betonten , weitere Zukäufe im Bereich
der IT-Dienstleistungen seien geplant . Der Konzern war auch im Gespräch für
eine Übernahme des Systemhauses debis , einer Tochter von DaimlerChrysler .
Intel schlägt bei optischen Netzen zu Im heiß umkämpften Bereich der optischen
Netzwerke häufen sich in den letzten Monaten die Übernahmen hoffnungsvoller
Startups und ganzer Konzernabteilungen durch die Branchenführer . Gerade erst
übernahm Nortel mit Xros einen Spezialisten für optische Router , nun steigt
auch Intel bei den optischen Netzwerken ein : Zu den Produkten zählen etwa
Transmitter und Receiver , Mutiplexer und Laser-Treiber . Nach eigenen Angaben
ist GIGA einer der führenden Hersteller von Hardware für OC-48 ( 2,5 GBit/s )
und OC-192 ( 10 GBit/s ) . Intel setzt mit solchen Akquisitionen offensichtlich
auf angestammte Stärken , um vom klassischen Prozessorgeschäft in den boomenden
Netzwerkmarkt zu diversifizieren : Die Entwicklung und Lieferung von Chips , die
andere Hersteller dann in entsprechende Geräte einbauen . Zwar stellt Intel auch
eigene Netzwerkkarten , Hubs , Switches und Router her , engagierte sich in
letzter Zeit aber vor allem bei Firmen aus dem Chip- und Design-Bereich . Dazu
gehörte etwa die Übernahme der Abteilung für Ethernet-Chips von DEC , aber auch
Kooperationen mit den Spezialisten für drahtlose Netze , Symbol und Proxim . Mit
der Übernahme von Level One gelangte Intel zudem in den Besitz eines der
führenden Produzenten von Schaltkreisen für die Netzwerkindustrie . Die
Neuerwerbung GIGA soll auch bei Level One als Teil der Network Communications
Group von Intel angesiedelt werden . Software-Hersteller Cap Gemini legt beim
Gewinn zu Die französische Software- und Consulting-Gruppe Cap Gemini Ernst &
Young hat im Jahr 2000 beim Gewinn kräftig zugelegt . Web.de verdreifacht die
Verluste Die deutsche Internet-Firma Web.de , die ein Internet-Portal und einen
Freemail-Dienst betreibt , hat ihren Verlust im vergangenen Geschäftsjahr fast
verdreifacht . Die Gewinnzone werde wahrscheinlich erst im vierten Quartal 2002
erreicht , sagte Vorstandschef Matthias Greve bei der Bilanzvorlage am heutigen
Donnerstag in Stuttgart . Ursprünglich wollte Web.de bereits Ende dieses Jahres
schwarze Zahlen schreiben . Web.de machte den schwächelnden Online-Werbemarkt ,
Investitionen in die Werbung neuer Kunden sowie hohe Entwicklungskosten für das
schwache Ergebnis verantwortlich . Die Zahl der registrierten Anwender des
Internet-Portals wurde im vergangenen Jahr mit 3 Millionen fast verzehnfacht .
Mit einer Reichweite von 28,4 Prozent ist Web.de nach eigenen Angaben in die
Spitzengruppe vorgestoßen und rangiert derzeit hinter T-Online und Yahoo auf
Platz drei . Vor 13 Monaten lag das Unternehmen noch an 14. Stelle , hieß es .
Mit der Einführung neuer Dienste will der Karlsruher Portal-Betreiber neue
Umsätze generieren . Damit begegne man der aktuellen Schwäche des
Online-Werbemarktes , dessen langfristiges Potenzial jedoch unverändert gegeben
sei . Neben der klassischen Online-Werbung sollen die drei Standbeine E-Commerce
, Business-to-Business sowie innovative Dienste die wesentlichen
Wachstumsmotoren für Web.de sein . Schon jetzt werde mehr als die Hälfte des
Umsatzes außerhalb der klassischen Online-Werbung erzielt . AltaVista verschiebt
Börsengang Das leidgeplagte Internet-Portal AltaVista verschiebt nach einem
Bericht der Nachrichtenagentur Reuters seinen Gang an die Börse , der für Anfang
nächster Woche geplant war . Bereits 1996 wollte man erste Aktien in den Handel
bringen , verschob dies aber auch schon damals wegen schlechter Marktbedingungen
. Nun haben rote Zahlen noch kein Unternehmen der Internet-Ökonomie daran
gehindert , durch einen Börsengang neues Kapital in die eigenen Kassen zu spülen
. Die Geduld der Anleger mit den Dot.Com-Companies scheint aber langsam ein Ende
zu finden . Und angesichts der Rekordverluste an den amerikanischen Börsen
gestern erscheint der Zeitpunkt dem AltaVista-Management offensichtlich nicht
besonders günstig für ein IPO ( Initial Public Offering ) . Auch die jüngsten
Marktstudien , die den Dot.Com-Companies schlechte Zukunftsaussichten
attestieren , dürften die Anlege nicht gerade freundlich gegenüber dem
Börsengang eines Internet-Unternehmens stimmen . Wann die Firma den Börsengang
erneut in Angriff nehmen will , steht nach Angaben von Reuters noch nicht fest .
Microsoft und AT&T greifen nach den Kabelnetzen Vor wenigen Tagen erst kaufte
sich Microsoft die Mehrheit an dem japanischen Kabelnetzbetreiber Titus
Communications . Nun soll die Gesellschaft mit Jupiter Telecommunications ,
ebenfalls einem japanischen Kabelnetzunternehmen , zusammengelegt werden .
Liberty Media besitzt allerdings nicht nur in Japan Beteiligungen an
Kabelgesellschaften , sondern auch in anderen Regionen der Welt , etwa in
Großbritannien . Der Chef von Liberty , John Malone , erklärte bereits gegenüber
dem Finanzdienst Bloomberg , man strebe eine ähnliche Konsolidierung wie in
Japan auch für andere Länder an . Man sei natürlich sehr an Europa , aber auch
an Lateinamerika interessiert . In Großbritannien hat Liberty Anteile am
zweitgrößten Kabelnetzbetreiber , Telewest Communications . Microsoft wiederum
ist seit Ende 1998 in einer Allianz mit der amerikanischen Telefongesellschaft
Qwest , die unter anderem in Europa zusammen mit KPN Millionen in den Ausbau
eines Glasfasernetzes steckt . In Japan jedenfalls erhoffen sich Microsoft und
AT&T offensichtlich ein glänzendes Geschäft durch die Zusammenlegung der beiden
Firmen . Die NTT wird schon lange dafür kritisiert , durch überhöhte Preise die
Versorgung der Japaner mit Internet-Anschlüssen zu behindern . Die Kombination
aus Jupiter und Titus soll offensichtlich durch schnelle Zugänge über das
Kabelnetz zu vertretbaren Preisen den Markt aufrollen . Die
Über-Kreuz-Verflechtungen zwischen Microsoft und AT&T und ihren Tochterfirmen
sowie Beteiligungen sprechen jedenfalls dafür , dass ein solches Vorgehen in
Japan nur der Anfang für die beiden Riesen darstellt , einen möglichst großen
Anteil am weltweiten Markt mit Highspeed-Internet in den Griff zu bekommen . Was
war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für
die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und
Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Nichts
versinnbildlicht die Gefahren der Genforschung mehr als ein Hase , der bunte
Eier legt und diese dann dem Menschen unterjubelt . Nichts zeigt das Problem
angewandter Technologiefolgeabschätzung mehr als der Untergang der Titanic vor
89 Jahren . Doch dort , wo täglich Dot.Coms untergehen und der gemeine Bobo am
Fortschritt des Internet verzweifelt , ist der Untergang eines
Fortschrittsmythos kein Thema mehr . 4,6 Billionen US-Dollar wurden nach einem
Bericht der Business Week seit Beginn der New Economy im Jahre 1997 vernichtet .
Besonders interessant sind die Erfolgsgeschichten der Inkubatoren und
Venture-Kapitalisten , die das Blatt auflistet . Cultureworx nennt sich eine
Firma aus der schönen Stadt Mount Prospect im amerikanischen Illinois . In der
vergangenen Woche stellten die Kulturwerker vom Schürfberg unter dem Titel " Big
Brother Was Wrong " ein neues Betriebssysstem vor , nur eben nicht für Computer
, sondern für programmierbare Menschen : Nun hat George Orwell mehr als die
Geschichte vom Big Brother geschrieben , den Cultureworx mit einer Software
abschaffen will , " die alles über einen Mitarbeiter weiß und von diesem
begeistert benutzt wird " . Auf dem Weg nach Wigan Pier kam Orwell leider nicht
am Mount Prospect vorbei . Da wäre er wohl glatt abgestürzt . " Wenn ich ein
Mädchen treffe , braucht sich dieses nur meinen Namen zu merken , um mich
jederzeit über das Internet zu erreichen . " Mit diesen Worten begründete der
israelische Programmierer Tomer Crissi seine Namensänderung in Tomer.com , die
von den Behörden in seinem Land akzeptiert wurde . Hoffentlich irrt sich Herr
Tomer.com nicht . Wird ein Dateiname geändert , ist der Inhalt schnell
unauffindbar , auch im wirklichen Leben . In Wien wurde eine Kartei der Gestapo
entdeckt , die über 12.000 Einträge enthält , aber unter falscher Beschriftung
im Archiv gelagert war . Vielleicht wäre die Karte aber erst gar nicht
verschwunden , hätte die Wiener Gestapo mit Rechnern der deutschen IBM-Tochter
gearbeitet - selbst wenn deren Betriebssysteme auch nicht so zuverlässig sind ,
wie uns Cultureworx glauben machen will . Mancher mag angesichts des Bestrebens
eines gewissen Innenministers , sich an die Spitze der Scriptkiddies zu setzen ,
sein Verschwinden als ehemaliges Mitglied in den Fraktionskämpfen der Grünen
herbeisehnen . Manch Oppositionspolitiker möchte angesichts neuer , unbehaarter
und seltsam gewandeter Freunde die Nationalstolzdebatte inzwischen wieder dem
Vergessen anheim geben . Wer hinter die Schlagwörter blickt , findet folgendes ,
wenn auch nicht im unbekannterweise berühmtesten Werk : Denn er verrät in dem
damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften , auf die er stolz
sein könnte , indem er sonst nicht zu dem greifen würde , was er mit so vielen
Millionen teilt . Wem Arthur Schopenhauer zu kompliziert ist , für den fasste es
ein deutscher Kabarettist knapp zusammen : " Dummheit und Stolz wachsen auf
demselben Holz . " Als ob Schopenhauer und unsere Kabarettisten nicht nur die
Nationalstolzdebattierer , sondern auch die trotz abstürzender Firmen und
Aktienkurse stolzgeschwellten Truthähne und -hennen der deutschen New Economy
gekannt hätten . Stolz ist jedenfalls Novell , und zwar ausgerechnet auf das
Verschwinden . Vier Jahre lang war ein NetWare-Server der Universität von North
Carolina verschwunden , jedoch ohne jedwede Fehlermeldungen des Netzwerkes . In
einer detektivisch angelegten Untersuchung fand man heraus , dass der Server
gesund und munter arbeitete . Nur den Server fand man nicht . Mit Hilfe von
Spezialisten eben jener Firma Novell folgte man schließlich zentimetergenau den
Kabeln , die zum Server führten : Der Arme war bei Bauarbeiten einfach
eingemauert worden und in Vergessenheit geraten . Ein Schicksal , das dem von
Novell nicht unähnlich ist . In den USA muss der Satz " On AOL your privacy and
security are always protected " aus der AOL-Werbung entfernt werden . Er könne
in die Irre führen , befand die National Advertising Division ( NAD ) , in etwa
das Gegenstück unseres Werberates . Ein solch weit reichenden Schutz der
Privatsphäre könne AOL nur für den Aufenthalt in seinen eigenen Angeboten
abgeben , nicht für das Surfen im Internet . Nun streiten sich AOL und die NAD
über den Gehalt der Formulierung " On AOL " . Bald wird auch bei uns eine
Expertenkommission darüber beratschlagen müssen , was bei " Ich bin drin " wohl
das " drin " ist . So drang ein gewisser Yuri Gagarin am 12. April vor genau 40
Jahren in den Weltraum vor und umrundete als erster Mensch im All die Erde . Was
der Sowjetunion als Beweis ihrer Überlegenheit vor den USA galt und einen
höheren Chargen des deutschen Ablegers der KPdSU zu dem vermeintlich
dialektischen , in Wirklichkeit aber nur verdrehten Anspruch " Überholen ohne
Einzuholen " veranlasste , gab Anlass auch zu Gagarins Rede , er sei um die Erde
geflogen , habe geschaut und geschaut , aber keinen Gott gesehen . Nun , da
waren wir ja schon damals froh , dass hinter den Wolken und den sieben Bergen
kein weißbärtiger Greis sitzt und auf uns aufpasst . Dann müssten wir uns
möglicherweise heute nicht mit den Nachwirkungen dieses so genannten Kalten
Krieges herumschlagen : Sonst hätte es in Zeiten der Raumfahrt keinen kalten
Krieg gegeben , sonst gäbe es in Zeiten des Internet keine Nationalstolzdebatte
. Wie sie das machten , demonstriert die deutsche Übersetzung des Buchs Bobos in
Paradise , auf das der schöne Begriff für unsere Dot.Com-Helden zurückgeht .
Während der konservative Journalist David Brooks , Schreiber eben dieses Buchs ,
den Bobos im Namen uramerikanischer Werte die Leviten lesen will , bewirbt der
deutsche Verlag den Schinken ganz im Sinne der Bobos : Sanfter Materialismus ?
Endlich entdeckt jemand , dass es politisch korrekt ist , sich den Arsch mit
Öko-Klopapier abzuwischen und dafür drei Mal im Jahr auf die Bahamas zu jetten .
Übrigens wusste ich gar nicht , dass unser Außenminister auch ein Bobo ist .
Aber man lernt ja nie aus : Möglicherweise hat die Allianz-Versicherung auch nur
ein paar Bobos eingestellt , die die Dresdner Bank auf Linie bringen sollen .
Dabei entdeckten sie gleich neue Betätigungsfelder . Denn auch dieser unser
Konzern erfindet das Internet und will es sauber halten . Wo kämen wir auch hin
, wenn jemand in den Weiten des Netzes den geheiligten Namen der Versicherung
missbrauchte . So geht die Allianz nun gegen nationale-allianz.de vor , einen
Clan des nicht unbeliebten Computerspieles Counter Strike . Angenehmer
Nebeneffekt : Unsere Jugend entgeht den Untiefen der gar verderblichen Games und
konzentriert sich auf die eigentlichen Werte . Dafür bemüht man gerne mal einen
Anwalt , zumal dessen Kosten die Kids von der Clan-Seite zu zahlen haben . Was
wird . Die Wochenvorschau blickt auf ein Ereignis , für das das Wort Revolution
einfach zu schwach ist . PR-Fachleute greifen in solchen Fällen gern zur
Watershed . So eine Wasserscheide ist irgendwie noch mehr , wenn sich Milliarden
von Wassertropfen umdrehen und in die andere Richtung fließen oder sich das
Wasser teilt . Eine Wasserscheide fand am 19. April 2000 statt und wir danken
alle Compaq . Vor dem iPaq rührten sich die Unternehmensdaten offensichtlich
nicht von der Stelle , was immerhin die Buchhalter erfreute . An den 19. April
wird man sich noch erinnern , wenn die Erinnerung an die Titanic und diesen
Eisberg Di Caprio längst geschmolzen ist . Eine Revolution ganz anderer Art
bleibt wohl leider aus . Zwar vermeldete das US-Handelsministerium , die
Verwaltung der Domain .edu gehe demnächst vom Ex-Domain-Monopolisten
Verisign/NSI , dem die ICANN gerade für einige weitere Jahre ein Quasi-Monopol
auf .com zuschanzte , an eine Organisation über , die mehr von den
Bildungseinrichtungen verstünde . Aber so ganz koscher scheint die Geschichte
nicht zu sein , meint der Journalist Keith Dawson . Denn das wird tatsächlich :
Educause , eben diese Organisation , möchte wohl die Registrierungs-Datenbank
für die .edu-Domain gar nicht selbst betreiben , sondern das von jemand anderen
erledigen lassen . Vom wem ? Von NSI natürlich ... Dass der ehemalige ICANN-Chef
Michael Roberts früher bei Educause arbeitete , verwundert da nur noch am Rande
. In diesem Sinne ein österliches " Wohlstand und Rebellion " ! " Click of Death
" kostet Iomega 40 US-Dollar pro Laufwerk Iomega hat sich mit den Urhebern einer
Sammelklage gegen die Firma außergerichtlich geeinigt . Wie
US-Nachrichtenagenturen berichten , können in den USA alle Kunden , die zwischen
dem 1. Januar 1995 und dem 19. März 2001 ein Zip-Wechselplattenlaufwerk erworben
haben , einen Preisnachlass von 40 US-Dollar für diverse Iomega-Produkte
bekommen . Hintergrund der Sammelklage ist der so genannte " Click of Death " ,
der bei Zip-Laufwerken auftrat . 1998 reichten einige Betroffene die Sammelklage
gegen Iomega ein , da der Hersteller die Laufwerke trotz bekannter Fehler weiter
verkauft habe . Die Einigung kann Iomega nun teuer zu stehen kommen : Ob es
ähnliche Regelungen auch für deutsche Iomega-Kunden geben wird , steht bislang
in den Sternen : Die Einigung gilt nur für die USA . Hintergrund : Werbe-Mails
und Spam in Deutschland Die gute Nachricht zuerst : Nach Auffassung der
Bundesregierung soll unverlangt verschickte Werbung per E-Mail ( Spam ) in
Deutschland verboten bleiben , obwohl die E-Commerce-Richtlinie der Europäischen
Union liberalere Möglichkeiten für Spam zulässt . Diese Richtlinie ist geltendes
Recht und muss spätestens 18 Monate nach ihrer Verkündung in den
Mitgliedsländern der Europäischen Union in nationales Recht umgesetzt werden .
Nach der EU-Entscheidung müssen unverlangt zugesandte Werbe-E-Mails als solche
klar erkennbar sein . Spam darf beim Empfänger keine Kosten verursachen .
Versender von E-Mail-Werbung müssen eine elektronische Robinsonliste beachten
und dürfen den dort eingetragenen Internet-Nutzern keinen Spam zuschicken . Die
Richtlinie spricht hier von " nicht angeforderter kommerzieller Kommunikation "
und schlägt zusätzlich " geeignete Initiativen der Branche zum Herausfiltern
entsprechender Mitteilungen " vor , die in den EU-Staaten , die Spam zulassen
wollen , " gefördert und erleichtert werden " sollten . Seit ein paar Wochen
existiert nun ein vom Bundeskabinett vorgelegter Entwurf eines Gesetzes über
rechtliche Rahmenbedingungen für den elektronischen Geschäftsverkehr (
Elektronischer Geschäftsverkehr-Gesetz , EGG ) , das die EU-Richtlinie für den
E-Commerce in deutsches Recht umsetzen soll . Der Bundesrat will zwar in das
Gesetz noch verschärfte Bestimmungen aufnehmen lassen , die zur Strafbarkeit von
Links führen könnten ; wesentliche Änderungen betreffen bislang aber
beispielsweise das Teledienstegesetz . Dessen neuer Paragraph 7 soll künftig "
besondere Informationspflichten bei kommerziellen Kommunikationen " regeln und
legt deshalb fest , dass " kommerzielle Kommunikationen klar als solche zu
erkennen sein " müssen ; ebenso muss deren Auftraggeber klar ersichtlich sein .
Verkaufsfördernde Angebote wie Preisnachlässe , Zugaben und Geschenke müssen
ebenfalls deutlich gemacht werden , genauso wie die Bedingungen , unter denen
sie in Anspruch genommen werden können . Das betrifft auch Preisausschreiben und
Gewinnspiele mit Werbecharakter . Damit werden die Regelungen der EU-Richtlinie
für den E-Commerce fast wörtlich übernommen . Neu ist eigentlich nur der letzte
Satz : " Die Vorschriften des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb bleiben
unberührt . " Die Zusendung von E-Mail ohne bestehendes Einverständnis und ohne
bestehende Geschäftsbeziehung sei unzulässig , weil der Empfänger die E-Mail nur
unter Verursachung von eigenen Kosten lesen und erst dann als Werbung erkennen
kann . Es kostet außerdem Zeit und Mühe , unverlangte Werbung aussortieren zu
müssen ; wenn dies online geschieht , entstehen zusätzlich Telefonkosten und
Providergebühren , bemerkte das Landgericht Berlin . Die deutsche
Werbewirtschaft lehnt ohnehin unverlangte Werbung per E-Mail ab , sagt
Hans-Jürgen Schäfer vom Deutschen Direktmarketing Verband ( DDV ) . Für Schäfer
sind die Formulierungen der E-Commerce-Richtlinie der Europäischen Union jedoch
viel zu weich , denn deutsche Gerichte hätten sich längst schärfere Töne zu
eigen gemacht . Positiv wertete Schäfer hingegen das Anliegen der Richtlinie ,
den Verbraucherschutz in den Mittelpunkt zu rücken . Für den DDV kämen wegen des
Verbraucherschutzes nur so genannte Opt-In-Verfahren bei der E-Mail-Werbung in
Frage . Dies bedeutet : Der Verbraucher muss der Werbung explizit im Vorfeld
zustimmen . Dennoch bleiben Zweifel , ob man sich als deutscher Verbraucher
wirksam vor Spam schützen kann , denn Spam kommt zumeist aus dem Ausland , und
da greifen keine deutschen Gesetze . Heftige Kritik übt der DDV an der
elektronischen Robinsonliste . Ein solches Opt-Out-Verfahren sei schlicht
wettbewerbswidrig , denn es stelle eine Irreführung des Verbrauchers dar .
Inhabern nicht eingetragener E-Mail-Adressen könne man ja nicht einfach
unterstellen , sie seien mit unverlangt zugesandter E-Mail-Werbung einverstanden
. Man darf sie also nicht damit behelligen . Diese E-Mail-Adressen lassen sich
besonders vorteilhaft spammen , denn unzustellbare Rückläufer sind so gut wie
nicht zu befürchten . Deutsche Internet-Provider müssen hier offenbar noch
einiges dazulernen . " Soweit habe ich noch gar nicht gedacht " , hieß es
erstaunt bei der Rechtsabteilung der Münchener Addcom AG , die im letzten Jahr
unter ihren 300.000 Kunden zwanzig größere Spam-Fälle hatte . Deutsche Spammer
werden üblicherweise telefonisch und schriftlich abgemahnt . Fast immer kommt es
zur Accountsperre , im Wiederholungsfall auch zur Vertragskündigung . Bei Addcom
will man sich dennoch nicht beklagen : Diese Internationalisierung ergibt sich
über das Herkunftslandprinzip der E-Commerce-Richtlinie . Das Ziel ist die
Entwicklung eines EU-weiten Binnenmarktes , in dem der freie Verkehr von Waren
und Dienstleistungen sowie die Niederlassungsfreiheit gewährleistet ist . Ein
bisschen Pathos gehört dazu : " Die Weiterentwicklung der Dienste der
Informationsgesellschaft in dem Raum ohne Binnengrenzen ist ein wichtiges Mittel
, um die Schranken , die die europäischen Völker trennen , zu beseitigen . "
Intel in schwierigen Fahrwassern Am Mittwoch nach Börsenschluss in den USA
stellt Chip-Gigant Intel seine Geschäftszzahlen für das erste Quartal vor - und
die Wall Street erwartet nichts allzu Gutes . Bereits Anfang März gab Intel eine
Warnung heraus : Der Umsatz werde um 25 Prozent niedriger ausfallen als im
Quartal zuvor . Zu diesem Zeitpunkt prognostizierten Intel und die Analysten ,
dass der Konzern einen Gewinn von 21 Cent pro Aktie erzielen könne . Inzwischen
sieht die Lage jedoch schon wieder anders aus : Zwar ist der CPU-Marktführer
weit davon entfernt , Verluste zu machen ; der Gewinn werde aber nun nur noch
bei 15 Cents pro Aktie liegen , meinen die Börsianer nach einem Bericht des
Finanzdiensts Bloomberg . Im ersten Quartal 2000 erzielte Intel dagegen noch
einen Gewinn von 36 Cents pro Aktie - damit müsste der Konzern mit einem
Gewinnrückgang auf weniger als die Hälfte der Vorjahresperiode leben . Die
Schwierigkeiten sind jedoch nicht allein hausgemacht : Die US-Ökonomie allgemein
wies im vierten Quartal das niedrigste Wachstum in den letzten fünfeinhalb
Jahren auf . Dazu kam speziell die Zurückhaltung der Verbraucher und Firmen beim
Einkauf neuer PCs , die natürlich Intel als Hauptlieferanten der PC-Hersteller
besonders traf . Auch die Handy-Nachfrage bröckelt langsam ; und dies berührt
Intel in Bereichen - darunter Flash-Speicher - , die inzwischen ebenfalls nicht
unerheblich zum Umsatz beitragen . Aber auch die Verkäufe von Prozessoren für
Server seien stark rückläufig , hieß es bei Intel bereits ; und die
Kommunikationssparte hat unter der finanziellen Schwäche der Telecom-Carrier zu
leiden . Schlechte Aussichten also , sagen sich die Analysten auch für die
weitere Zukunft , und erwarten bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für das
erste Quartal auch düstere Ausblicke von Intel für die nächsten Quartale . Ob
das Gegensteuern von Intel den Konzern ohne größere Schwierigkeiten durch
unruhige Fahrwasser bringt , wird sich zeigen müssen : Um Kosten zu reduzieren ,
kündigte Intel bereits die Streichung von 5.000 Stellen und weitere
Sparmaßnahmen sowie Umstrukturierungen an ; auf der anderen Seiten will die
Firma mit hohen Investitionen in Entwicklung und Forschung die Effizienz erhöhen
und die Konkurrenzfähigkeit sichern . Noch im April erwartete Preissenkungen für
den Pentium 4 von bis zu 50 Prozent sollen den Absatz des neuesten
Intel-Prozessors ankurbeln . Darüber hinaus macht Intel in Optimismus , um
Kunden , Aktionäre und Börse zu beruhigen : Intels Chef Craig Barrett betonte
bereits Ende März , das Ende der PC-Flaute komme spätestens in der zweiten
Jahreshälfte . Aber selbst wenn er recht hat , stehen Intel bis dahin turbulente
Zeiten bevor , zumal Konkurrenten wie AMD nichts unversucht lassen werden ,
Intel weiter Marktanteile abzujagen . Nach der aktuellen Untersuchung von
Jupiter Media Metrix über die meistgenutzten Internetangebote im März dieses
Jahres sank die Zahl der Anwender , die mit dem Napster-Client Songs tauschten ,
in den USA um gut 3 Millionen . Jupiter führt dies allerdings auf das
Popup-Fenster zurück , das auch im Napster-Client auftauchte und die User zur
Teilnahme an einer Mailing-Liste über Protestaktionen gegen das juristische
Vorgehen durch die Musikindustrie veranlassen sollte . Außerhalb der USA konnte
Napster nach Ansicht von Jupiter sogar einen leichten Anstieg bei den
Nutzerzahlen verbuchen . Ob Napster allerdings bei einer effektiveren
Blockierung nicht-lizenzierter Songs und gar bei Einführung des
kostenpflichtigen Abo-Dienstes mit Einschränkungen für die Nutzung der
getauschten Songs weiterhin auf einen relativ geringen Rückgang der Userzahlen
bauen kann , ist fraglich . Bislang sind die Filtermechanismen nicht sehr
effektiv ; sie verhindern kaum das Tauschen urheberrechtlich geschützter Songs
und schrecken daher auch kaum User ab . Das Festhalten der User an Napster
könnte aber bald zu Ende sein , wenn das Rechtemanagementsystem der
Bertelsmann-Tochter DWS bei Napster eingeführt wird - auch wenn Napster selbst
und Partner Bertelsmann natürlich auf anderes hoffen . Auf der Rangliste der
meistgenutzten Dienste im Internet ist Napster im März nach den Zahlen von
Jupiter von Platz 13 auf Rang 14 abgerutscht . Schlappe für IBMs
Festplatten-Geschäft EMC , einer der größten Hersteller von
Highend-Speicherlösungen für Unternehmensnetze , hat nach einem Bericht des Wall
Street Journal einen Vertrag mit IBM über die Zulieferung von Festplatten
aufgekündigt . EMC-Sprecher Mark Fredrickson teilte nun mit , die Einkäufe von
IBM-Festplatten seit dem Abschluss des Vertrags hätten mit dem vereinbarten
Umsatzziel bei weitem nicht mithalten können . Die frühere Vereinbarung sei nun
durch einen Standardvertrag ersetzt worden , der keine festgelegten
Verkaufszahlen mehr enthalte - und auch keine Vertragsstrafen , wenn diese nicht
eingehalten würden . Bereits vor einigen Tagen hatte IBM-Boss Lou Gerstner
zugestanden , vor allem im Bereich der schnellen Server-Festplatten habe der
Konzern Probleme gehabt . Trotzdem gehe er davon aus , dass die Speichermedien
in Zukunft bis zu 75 Prozent der Hardware-Verkäufe von Big Blue ausmachen würden
. Die Schlappe mit EMC dürfte dieser Absicht aber nicht gerade förderlich sein .
E-Commerce : After the Goldrush Hintergrund : " Reich mit Internet-Aktien "
titeln auch diesen Monat einige der Wirtschaftsblätter , die sich auf die so
genannte New Economy im Internet spezialisiert haben . " So verdoppeln Sie Ihr
Geld in 3 Monaten " lauten die Versprechen - wer möchte das nicht ? Unter den
Firmen der Internet-Ökonomie breitet sich allerdings Katastrophenstimmung aus -
ungeachtet all der euphorischen Prognosen über den Boom von E-Commerce und
Online-Handel . Schaut man sich die Aktienkurse amerikanischer Internet-Werte
der letzten drei Monate an , ist keineswegs eine Verdopplung zu sehen : Wer
Anfang des Jahres mit Internet-Werten in die Börsenspekulation einstieg , sieht
sich teilweise mit einer Halbierung des Werts seiner Investition konfrontiert .
Einen Kursverfall von 30 bis über 60 Prozent mussten einige Internet-Firmen
hinnehmen - bekannte wie unbekannte Namen waren betroffen . Der Hightech-Index
NASDAQ-100 verlor im Vergleich seit seinem Höchststand Ende März rund 25 Prozent
und erholt sich gerade wieder auf den Stand von Mitte Februar . Eine solche auch
nur teilweise Erholung scheint für viele Dot.coms nicht in Sicht . Das Papier
von Ivillage , eine Web-Seite speziell für Frauen , die im März 1999 an die
Börse ging , verlor in den letzten drei Monate über 61 Prozent ihres Werts .
eFax , Anbieter von Internet-Messaging-Lösungen , darunter einem kostenlosen
Fax-to-Mail-Dienst , musste gar einen Kurseinbrauch um über 77 Prozent in den
letzten drei Monaten in Kauf nehmen . Anderen Firmen sehen sich mit ähnlichen
Kursverlusten konfrontiert : Bigstar , eine Art Online-Videothek , -57 Prozent ,
Emusic -64 Prozent , MP3.com -47 Prozent . Das Ende des Goldrauschs ? Es sieht
so aus . Immer wieder verschieben Internet-Firmen inzwischen den Gang an die
Börse : AltaVista und der Online-Spielzeughändler KBkids.com waren die letzten
in einer langen Reihe . Diese Maßnahmen sind auch für die Internet-Ökonomie
nicht mehr ganz neu : Anfang des Jahres musste selbst der Urvater der
Online-Shops , Amazon.com , Mitarbeiter entlassen , neben anderen
Internet-Firmen wie Beyond.com , Furniture.com oder Value America . Selbst die
Marktforschungsinstitute sehen inzwischen schwarz für die Dot.coms : Forrester
und Gartner prophezeiten bereits den meisten Unternehmen der New Economy , die
sich nur auf das Internet stützen , keine großen Überlebenschancen . Einerseits
posaunen sie lauthals hinaus , im Internet-Zeitalter zähle nicht Größe , sondern
Schnelligkeit bei der Besetzung der Märkte - und genau dies versuchen sie oft
durch Größe zu erreichen , indem sie einen Konkurrenten nach dem anderen
aufkaufen . So verbrennen die Dot.coms das Geld der Anleger oft schneller , als
diese Aktien kaufen können - kein Wunder , dass denen langsam die Geduld ausgeht
. Auf den ersten Blick allerdings erscheinen die düsteren Prognosen für die
Internet-Companies dem ungebremsten Optimismus der meisten Marktforscher und
Börsianer über den Boom des E-Commerce zu widersprechen . Gerade die Dot.coms
sind aber mit Konkurrenten auf ihrem eigentlich angestammten Turf konfrontiert ,
mit denen sie schon gar nicht mehr gerechnet haben . Plötzlich wetteifern die
Newcomer mit eingeführten und bekannten Marken , die oft auf einen recht loyalen
Kundenstamm zurückgreifen können . Versuche , etwa wie Ricardo.de durch eine
eigene Kleiderkollektion ein Markenimage aufzubauen , erscheinen dagegen schnell
peinlich . Zudem : Fehlende Kundenloyalität ist dabei eines der größten Probleme
, mit dem sich die Internet-Firmen konfrontiert sehen - jeder Konkurrent ist nur
einen Mausklick weit weg , ein Fehler , und der Kunde ward nie wieder gesehen .
Gerade die Startups haben es dann sehr schwer , mit den ausgefuchsten Lager- ,
Vertriebs- und Kundenmanagementtechniken der klassischen Branchen zu
konkurrieren , die diese auch für den Online-Verkauf einsetzen . Aber auch die
Hersteller selbst nehmen zunehmend weniger Rücksicht auf Zwischenhändler und
setzen auf Direktvertrieb über das Internet . Online-Aukionatoren wie Ricardo
sind auf der anderen Seite Beispiele , wie E-Commerce offensichtlich auch für
reine Internet-Firmen funktionieren kann : Spezielle Verkaufsmethoden oder
Geschäftsideen , die nur im Internet für eine breite Kundenschicht funktionieren
, machen auch einen Dot.com schnell profitabel - die Online-Warenhäuser dagegen
schreiben immer höhere Verluste und kämpfen auch noch gegen Traditionsfirmen ,
denen Kunden oft mehr zutrauen . So beginnen selbst Online-Shops inzwischen ,
große Warenlager und eigene Vertriebskanäle aufzubauen . Und Firmen wie Amazon ,
die ihre Überlebenschance durch Größe suchen , wollen durch besonderen Service
auffallen - der Online-Shop liefert in einigen US-Großstädten Waren innerhalb
weniger Stunden am Tag der Bestellung aus . Was als Tugend der klassischen
Ökonomie erscheint , soll auch den Firmen der Internet-Ökonomie das Überleben
sichern . Die Investoren und Aktionäre werden den weiteren Weg der Dot.coms wohl
mit Sorge betrachten . Denn eines ist klar : Die bisherige Euphorie ist zu Ende
. " Die grotesk hohe Bewertung ihrer Aktien . " Diesen Erfolg zumindest können
viele Internet-Firmen inzwischen nicht mehr für sich verbuchen . Frankreich
gegen Internet-Polizei In Paris begann heute , wie bereits angekündigt , eine
Konferenz der G8-Staaten zum Thema Internet-Kriminalität . Vertreter der sieben
wichtigsten Industrieländer und Russlands wollen dort drei Tage über eine
internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Computersabotage beraten . Zum
Auftakt der Konzernz betonte der französische Innenminister Jean-Pierre
Chevenement : " Eine Cyber-Polizei , die die Grenzen der einzelnen Staaten und
ihre souveränen Kompetenzen überschreitet , ist ausgeschlossen " . Er forderte
stattdessen eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Staaten , den Behörden und
der Industrie . Microsoft und EMI musizieren im Internet Am Dienstag kommender
Woche will EMI seine Ankündungen zum Vetrieb von Musik über das Internet wahr
machen : Das drittgrößte Label der Welt will in einer Kooperation mit Microsoft
Songs und Alben von rund 80 seiner Vertragskünstler im Internet anbieten . Das
Angebot soll auch über diverse Online-Verkäufer von Musik und CDs zur Verfügung
stehen . In früheren Ankündigungen erklärte EMI allerdings , die Preise sollten
sich an denen normaler CDs orientieren . Jede Musik-Datei soll zudem mittels der
Schutzmechanismen in WMA ( wie bei anderen Systemen zur so genannten Digita
Rights Protection ) Code enthalten , der nur eine bestimmte Anzahl von weiteren
Kopien für die private Nutzung erlaubt . " Nun können wir nicht nur über die
Qualität der Musik-Dateien sicher sein , die wir vertreiben , sondern auch über
Sicherheits- und Copyright-Fragen . " Das Patentamt hängt den Erfindern
hinterher Das Deutsche Patent- und Markenamt sitzt nach einem Bericht der Welt
am Sonntag auf einem Berg von 100.000 unerledigten Patent-Anträgen . Wegen der
Überlastung des Amtes in München drohten der deutschen Wirtschaft drastische
Wettbewerbsnachteile auf den internationalen Märkten . Zwischen Anmeldung und
Erteilung eines Patentes lägen durchschnittlich zweieinhalb Jahre , meldet das
in Hamburg erscheinende Blatt . Wegen Überlastung könne das Amt derzeit
lediglich 72 Prozent der Antragsteller innerhalb der vorgesehenen
Acht-Monats-Frist einen Erstbescheid zukommen lassen . " Ein High-Tech-Standort
wie Deutschland kann es sich nicht leisten , die ungeheuren Wachstumspotenziale
, die in vielen Erfindungen liegen , in den Regalen des Patentamtes schmoren zu
lassen " , kritisierte der CDU-Bundestagsabgeordnete Albrecht Feibel im Gespräch
mit der Zeitung . Der Präsident des Amtes , Hans-Georg Landfermann , sieht für
die Zukunft einen wachsenden Personalbedarf seiner Behörde . Derzeit arbeite das
Patentamt mit 2.400 Mitarbeitern . Die Zahl der Patentanträge steige von Jahr zu
Jahr , allein 1999 um 12,9 Prozent . Mit einer Normalisierung der Antragsflut
sei nicht zu rechnen , sagte Landfermann : " Unsere Wissensgesellschaft lebt von
Kreativität und Innovation , deshalb ist davon auszugehen , dass der Trend sich
noch verstärkt . " Der Sprecher des Bundesjustizministeriums , Thomas Weber ,
wies die Kritik Feibels als " unseriös " zurück . Damit versuche dieser , von
den eigenen Versäumnissen der CDU/CSU-FDP-Bundesregierung abzulenken . Nach
Jahre langen Einsparungen habe Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin mit
81 neuen Stellen in 1999/2000 eine " Trendwende " eingeleitet " und dem
Patentamt eine Zukunftsperspektive gegeben " , sagte der Sprecher . Der
Vizepräsidenten des Deutschen Patentamts , Thomas Hammer , sagte der Neuen
Osnabrücker Zeitung , die Bundesrepublik befinde sich " in einer Aufholjagd bei
zentralen Zukunftstechnologien " . In absoluten Zahlen liege Deutschland aber
deutlich hinter den USA zurück . Bei den angemeldeten Patenten handle es sich
fast ausschließlich um Weiterentwicklungen und nicht um " bahnbrechende neue
Erkenntnisse " . Schärfere Wahrnehmung und langsameres Denken durch neue Medien
Sie surfen im Internet , spielen am Computer , zappen durch die Fernsehprogramme
und telefonieren in allen Lebenslagen : Vor allem Jugendliche sind einer ständig
wachsenden Informationsflut ausgesetzt . Sind diese andauernden Sinnesreizungen
förderlich oder schädlich für die Intelligenz des Menschen ? Psychologen geben
darauf differenzierende Antworten : Die bildliche Wahrnehmung werde schärfer ,
aber kompliziertes Denken könne länger dauern . Für den amerikanischen
Intelligenzforscher Ulric Neisser resultiert aus dem verstärkten Umgang mit
visuellen Medien der " wohl wichtigste Wandel im 20. Jahrhundert für die
menschliche Intelligenz " . Daraus erkläre sich auch der so genannte
Flynn-Effekt . Der neuseeländische Politikwissenschaftler James Flynn hatte in
den achtziger Jahren entdeckt , dass die Intelligenzquotienten in den
Industrieländern seit Anfang des 20. Jahrhunderts kontinuierlich zugenommen
hatten . Die US-Forscherin Patricia Greenfield führt besonders den steilen
Intelligenzanstieg der vergangenen 25 Jahre auf den Siegeszug des Computers und
der visuellen Medien zurück . Dies werde aber vor allem bei nicht-sprachlichen
Tests deutlich . Ein viel geringeres Intelligenzwachstum zeige sich bei
sprachlichen Tests . Kinder sind offenbar in Folge der zunehmenden "
Bildhaftigkeit " unserer Kultur mit Figuren , Mustern und Bildern besser
vertraut als mit Buchstaben . Computer könnten beim Spielen und Lernen das
allgemeine Wissen , geistige Beweglichkeit und abstraktes Denken von klein auf
fördern . Der Psychologieprofessor Hugo Schmale von der Universität Hamburg hat
bei Berufseignungs-Tests festgestellt , dass Jugendliche heute eine um 30
Prozent höhere Wahrnehmungs-Geschwindigkeit als vor zwanzig Jahren haben , und
zwar visuell wie auch akustisch . Sie könnten sich in einer immer schneller
werdenden Welt also rascher orientieren , sagte Schmale der dpa . Aus den Tests
ergab sich aber ein Rückgang bei anderen Intelligenz-Fähigkeiten wie dem
Abstraktionsvermögen . Dies zeige sich auch bei Problemen , die Denkprozesse
erfordern und längere Zeit beanspruchen - etwa beim Ausrechnen oder dort , wo es
zu definieren gilt , wodurch sich zwei Begriffe unterscheiden . Die verbreitete
Gewohnheit , nebenbei Radiomusik zu hören , könne die Aufmerksamkeit erhöhen ,
sagte Schmale . " Es hält das Gehirn wach . " Bedingung für diesen Effekt sei
aber , dass die Musik nicht bewusst wahrgenommen wird und möglichst rhythmisch
ist . Melodisches lenke hingegen leichter ab und habe zudem einen
Entspannungs-Effekt . Bei Beschäftigungen , die große Genauigkeit über längere
Zeit erfordern , funktioniere der Wachhalte-Mechanismus allerdings nicht mehr .
Freizeitforscher Horst W. Opaschowski hat erhebliche negative Auswirkungen der
neuen Medien ausgemacht . Auch die Kommunikationsfähigkeit der Jugendlichen
drohe nachzulassen . US-Regierung verlängert Aufsicht über Internet-Verwaltung
Beim offenen Forum der Internet-Verwaltung Internet Corporation of Assigned
Names and Numbers ( ICANN ) in Yokohama kündigte Becky Burr , Vertreterin des
US-Department of Commerce , eine Neufassung des Memorandum of Understanding (
MoU ) an . Der Vertrag , der das Verhältnis zwischen der ICANN und der
US-Regierung festlegt , läuft am 30. September aus . Beobachter hatten bereits
seit längerem damit gerechnet , dass die US-Regierung die Kontrolle über die
Domainverwaltung noch nicht abgeben werde . Bevor die ICANN den Schritt zur
echten Internationalisierung machen kann , muss die Organisation laut Burr noch
verschiedene Aufgaben zu Ende bringen , die ihr im MoU mit auf den Weg gegeben
wurden . In neuen MoU sollen diese Aufgaben aufgeführt werden . Allerdings
betonte die US-Vertreterin , es werde keine neuen Auflagen für ICANN geben : "
Es geht nur um die Erledigung der offen stehenden Aufgaben . " Besonders hob sie
die ungeklärte Auseinandersetzung um den finanziellen Beitrag der
Länder-Registries zum ICANN-Budget hervor . Mit der für den Sonntag erwarteten
Verabschiedung einer vorsichtigen Öffnung des DNS für neue Top Level Domains
macht die Non-Profit-Domainverwaltung einen weiteren Schritt in Richtung "
Unabhängigkeit " . ICANN-Präsident Mike Roberts meint , dass man bereits 80
Prozent der MoU-Vorgaben erfüllt habe . Dazu gehört auch die Realisierung der
At-Large-Wahl , also der Wahl von ICANN-Direktoren durch die Internet-Nutzer ,
über die im Open Forum in Yokohama noch einmal ausführlich gestritten wurde .
Bürgerrechtsorganisationen kritisieren eine geplante Satzungsänderung , nach der
die Reduzierung der Zahl der At-large-Direktoren von neun auf fünf vorerst
festgeschrieben werden soll . Trotz der Betonung des amtierenden Direktoriums
und der ICANN-Hauptamtlichen , man werde das Mitsprache-Modell für die User nach
dem Abschluss einer dazu geplanten Studie ganz neu überdenken , schlossen sich
selbst einzelne Regierungsvertreter der Kritik an . " ICANNs Board geht ziemlich
bedenkenlos mit solchen Satzungsänderungen um " , sagte beispielsweise
EU-Vertreter Christopher Wilkinson . Internet-Verwaltung von Mitgliederansturm
überrollt " Japan hat jetzt sogar mehr At-large-Mitglieder als die USA , das hat
uns auch ein bisschen überrascht . " Deutschland rangiert nach der " I can ! "
-Kampagne von Spiegel Online , c't , Telepolis und anderer Medien auf Platz drei
. 7.596 deutsche Mitglieder wollen den europäischen ICANN-Direktor mitbestimmen
. In Japan hat sich offensichtlich neben einer Pressekampagne auch eine gezielte
Mobilisierung der Internetnutzer durch die Regierung , beziehungsweise durch das
Ministerium für Post und Telekommunikation ausgewirkt . Izumi Aizu von Asia
Network Research meldete daher auch Bedenken gegenüber nationalistischen
Tendenzen an : " Wenn ein Land einer Region so viel mehr Mitglieder registriert
wie seine Nachbarländer , haben die kaum eine Chance bei der Wahl . " Dadurch
könnten ohnehin bestehende Diskriminierungen noch verstärkt werden , meint Aizu
. Diese Bedenken gibt es auch für die Regionen Europa oder Nordamerika . " Die
Deutschen dominieren Europa und wir die Kanadier " , kommentiert McLaughlin .
Afrikanische Vertreter dagegen fürchten im Nachteil zu sein , wenn die Länder
des Mittleren Ostens ihrer Region zugeschlagen werden . Man hoffe einfach , dass
die Wähler nicht in erster Linie nach nationalen Gesichtspunkten und dafür gute
Kandidaten wählten . Man dürfe , betont der spanische ICANN-Direktor Amadeu
Abril i Abril , nicht vergessen , dass die Direktoren die Nutzerschaft weltweit
vertreten sollten : Nur so lasse sich einer Art von nationalem Wettrennen
entgegentreten . Das System stoße mit 1.500 Neuregistrierungen pro Tag bereits
an seine Grenzen . Allerdings wird man im ICANN-Büro angesichts des Ansturms
schon leicht nervös . Das ICANN-Büro sei mit der Mitgliederbetreuung völlig
ausgelastet ; McLaughlin hofft deshalb , dass die Zahl der Bewerber für das
ICANN-Direktorium auf 30 bis 40 eingeschränkt wird . Allein das
Nominierungskommittee der ICANN hat bereits 167 Vorschläge und Selbstbewerbungen
für die At-large-Mitglieder des ICANN-Direktoriums auf dem Tisch , zwischen dem
1. und 31. August kann jedes Mitglied eigene Vorschläge machen . Heftig
umstritten ist , wie viele Unterstützer diese zweite Gruppe von Bewerbern haben
sollen . Unterstützung von mindestens 10 Prozent der Surfer der eigenen Region
eines potenziellen Direktorium-Mitglieds - und dabei mindestens zwei
verschiedener Länder - schien vielen Konferenzteilnehmern eine zu grosse Hürde .
Um eine Beschränkung der Kandidatenzahl wird man nicht umhinkommen , will man
das von der ICANN veranschlagte Wahlbudget nicht schon vor der Wahl völlig
ausgeben . " ICANN ist eben nicht Oklahoma City , hat keine Steuereinnahmen und
kann deshalb nicht alle Bewerber zulassen " , sagte ICANN-Direktor Vint Cerf .
Die Markle Foundation erbot sich erneut , ICANNs Globalwahl finanziell zu
unterstützen und rief auch andere Stiftungen und Institutionen auf , einen
Beitrag zu leisten . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von
Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist
Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war
. Im letzten WWWW tauchte ein Link zu einer Tabelle auf , einer der wenigen
ernsthaften Versuche , die Ausmaße des Online-Sex zu bestimmen . Geschichten
über diesen Teil der Online-Welt leiden gewöhnlich an akutem Datenmangel : Einer
schreibt vom andern ab . Zur Tabelle gab es heftigen Protest , der die Leser des
WWWW als Macker qualifizierte , die ohnehin nur an das Eine denken oder nur mit
dem Einen denken können , wie es in Alberto Moravias " Ich und Er " beschrieben
ist . Dr. Aki Ross , die uns als supernatürliche humanoide Beraterin helfen
könnte , ist gerade mit dem Filmstart ihres " Final Fantasy - The Spirits Within
" beschäftigt . Schade drum : Weil ihre polygonesischen Rundungen den einen oder
anderen Hautpickel aufgerechnet bekamen , wird sie in der Presse als " Höhepunkt
anatomischer Correctness " gefeiert . Bekennend anatomisch inkorrekt bleibt mir
nur übrig , darauf hinzuweisen , das Online-Sex viele unbekannte wie aktuelle
Facetten hat , die auch den Leserinnen des Heisetickers Anregendes bieten . Wie
aber kann man dem Porno entfliehen , wenn er doch tief in der Chemie eingebettet
liegt ? Immerhin , die Betreiber wollen mich über den Ursprung der Dinge
aufklären : " Warum bevorzugen Millionen 2 bestimmten Web Siten ? " Sondern :
Sex sells , und Sex verkauft auch Web-Seiten , sagt man(n) . So werden gerade
die Sex-Seiten ja immer wieder als Argument in der gerade neu aufbrandenden
Diskussion angeführt , dass für Inhalte im Internet bezahlt werden soll . Sicher
sollte das : Wer anständige Nachrichten lesen , Informationen haben , Artikel
lesen will , soll dafür im Internet genauso bezahlen müssen wie bei der
Tageszeitung , den unzähligen Wochenmagazinen oder dem Fernsehen . Oder findet
jemand das kostenlose Fernsehen wirklich gut ? Ja ? Echt ? Statt " In Bed with
Madonna " lieber " In Bed with Schreinemakers " ? Als erste Website mit
eingebauter Demokratie kommt die Fotocommunity daher , jedenfalls in ihrer
Selbstdarstellung . Wenn Demokratie so effizient funktioniert , warum ist sie
dann nicht anderswo auch eingebaut ? Etwa in den Betriebssystemen ? Zumindest in
Bangladesh hat man sich darum Gedanken gemacht und verbietet Nachrichten auf
Mobiltelefonen , weil so etwas geeignet sei , die Demokratie zu untergraben .
Hier darf auch die Meldung von den Taliban nicht fehlen , die das Internet
zensieren wollen . Freilich weiß niemand , wie viele Computer in dem Land ohne
Strom noch funktionieren , in dem die Demokratie mit Unterstützung der USA
gründlich ausgebaut wurde . Bleibt nur noch die Frage , wie man Demokratie in
eine interaktive Toilette einbauen kann , die im Datenaustausch mit dem
Supermarkt dem Wort bescheißen eine neue Bedeutung gibt . " Diktaturen sind
Einbahnstraßen , in Demokratien herrscht Gegenverkehr " , meinte der eingangs
schon einmal erwähnte Alberto Moravia . Der 14. Juli jedenfalls ist gerade erst
ein paar Stunden her ; und er erinnert uns daran , dass vor 212 Jahren der große
Versuch begann , der Menschheit etwas mehr Demokratie beizubringen . Das
funktionierte bei den Franzosen die meiste Zeit ja auch ganz gut ( im Gegensatz
zu den Deutschen , die zu dieser Zeit noch immer an den Nachwehen des
Dreißigjährigen Krieges laborierten , in einem so genannten Heiligen Römischen
Reich Deutscher Nation herumkrebsten und den Franzmann nach und nach als
Erbfeind entdeckten ) , wenn zwischenzeitlich auch in Frankreich immer wieder
ein paar Köpfe rollten . Im August jedenfalls gab es dann gleich die Erklärung
der Menschenrechte - und auf die beruft sich heute noch unter anderem etwa die
Europäische Union mit ihrer Menschenrechtscharta . Die führte aber nun auch dazu
, dass die EU-Bürgerrechtler die erweiterten Pläne zum großen Lauschangriff auf
Internet und Telefon doch eher skeptisch sehen . Vive la france ! Und zwar von
Pi : Meine Wenigkeit findet sich übrigens an Position 138.069 ( wer jetzt mein
Geburtsdatum herausfindet , darf die nächste Kolumne schreiben ) . Das sollte ja
nicht so schwer sein : Immerhin testet das Programm Pi nur mit 1.254.543 Stellen
. Für die meisten Script-Kiddies , die im Internet ihr Unwesen treiben , dürfte
aber selbst die Erstellung des Programms für Am I in Pi zu hoch sein - immerhin
taugen sie aber noch dafür , immer wieder etwa die IRC-Netze lahm zu legen oder
als Bedrohungsszenario das Untergründige gewisser Business-Veranstaltungen zu
perpetuieren : " By 2002 , approximately 19 million people will have the skills
to mount a cyber attack . " Darauf dürften jedenfalls die zahlreich angereisten
Fernseh-Stationen hoffen , die dann doch das gewisse Gruseln erwarten , und für
die extra tägliche Pressekonferenzen eingerichtet wurden . Wozu ? Aber
Geschichte wiederholt sich ja nicht , höchstens als Farce . Was wird . Morgen
vor 340 Jahren wurden in Stockholm die ersten Geldscheine gedruckt , um die
Angst der Bevölkerung vor einer Abwertung der Münzen zu bekämpfen . Es gab einen
Run auf die Geldscheine , denen magische Fähigkeiten zugeschrieben wurden . Doch
im ersten Feuertest bewiesen sie , das sie auch nur aus Papier bestanden .
Immerhin wurde damals die Grundlage für die wichtigste Tätigkeit der Bobos
geschaffen , das Verbrennen von Geld in großem Stil , wie es gerade erst Webvan
wieder vorexerzierte . Selbst bei nachlassender Konjunktur verbrennen die
meisten Bobos in den USA mehr Geld als die deutsche Wirtschaft übrig hat , übrig
für gewisse Verpflichtungen : Wenn dann noch die Belegschaften mitziehen und
etwas Geld zur Arbeit mitbringen , kann nichts mehr schief gehen . Mit dem
Spruch " It's the economy , stupid " gewann einmal ein US-Präsident die Wahl ,
der in Wirklichkeit mehr Schauspieler war als jeder US-Präsident vor ihm . Da
verwundert es nicht , dass mit dem Verweis auf nicht mehr ganz so rasant
steigende Gewinne auch eine Firma ihre Belegschaft zum Lohnverzicht bringen kann
. " It's the economy of the stupid ! " Zu solchen Luftnummern wie die deutsche
Wirtschaft im Vorfeld der Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter ist kaum jemand in
der Lage , zumindest nicht , will er nicht wie ein völliger Idiot dastehen . Nun
, zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen , dass die Heroen ( und Heroinnen )
der Luftgitarre wahrscheinlich eine elegantere Figur abgeben als die Lenker
dieser unserer Wirtschaft . Wer sich davon überzeugen will , hat am 24. August
Gelegenheit . Dann findet nämlich die Luftgitarren-Weltmeisterschaft statt . In
Finnland . Inari ginge aber auch . Dort aber spielt man möglicherweise nicht
Luftgitarre , sondern Nadeldrucker . 3D-Chip von Nvidia als " Ultra-Version "
Mit einer Ultra-Version des GeForce2 und neuen Grafik-Treibern befördert Nvidia
den Geschwindigkeitsrausch bei Power-Gamern weiter . Gegenüber den 200 MHz
Chiptakt und einer Datenrate von 333 MHz bei der Standardausführung erhöht
Nvidia die Geschwindigkeit bei dem jüngst angekündigten GeForce2 Ultra auf 250
und 460 MHz . Dazu trägt ein neuer Treiber " Detonator 3 " ( Version 6.18 ) bei
, der auch die Leistung der Vorgängerchips ( TNT2 , GeForce , Quadro ) erhöht .
Neu sind ferner Optimierungen für die DVD-Wiedergabe , i815-Mainboards sowie für
verschiedene CPUs von Intel und AMD ( Willamette/Pentium IV , Duron und Athlon )
. Der Aachener Hersteller Elsa will den schnellen 3D-Chip auf der Gladiac Ultra
einsetzen . Die für Oktober angekündigte Grafikkarte soll stolze 1299 Mark
kosten . Gebote bei UMTS-Auktion steigen weiter Die Gebote für Frequenzpakete
bei der UMTS-Auktion in Mainz steigen zwar etwas langsamer als noch bis zum
gestrigen Montag , zu Ende scheint die Versteigerung aber noch lange nicht zu
sein . Nach der Absenkung des Mindestinkrements auf 5 Prozent des bisherigen
Höchstgebots für ein Frequenzpaket legen es einige Anbieter weiterhin darauf an
, drei Pakete für eine " große " UMTS-Lizenz zu ergattern - zum Schluß der
gestrigen Auktionsrunden hätten dagegen alle nach dem Ausscheiden von Debitel
noch verbliebenen sechs Anbieter mit einer " kleinen " UMTS-Lizenz aus zwei
Frequenzpaketen nach Hause gehen können . Nach der 142. Runde lag dagegen
Mannesmann Mobilfunk vorne : Beobachter des Geschehens spekulierten aber bereits
, dass nach Viag Interkom möglicherweise auch E-Plus nur noch für eine kleine
UMTS-Lizenz bieten würde . Da nicht davon auszugehen ist , dass Mobilcom ohne
UMTS-Lizenz bleiben will , und zumindest Mannesmann sowie T-Mobil offensichtlich
noch auf eine große Lizenz aus drei Frequenzpaketen aus sind , dürften sich die
Gebote in den nächsten Runden noch weiter hochschaukeln . Wirtschaftsminister :
Beschäftigungsimpulse vom Neuen Markt Jedes zweite Unternehmen am Börsensegment
Neuer Markt kommt aus dem Bereich der Informationstechnologie : Die Internet- ,
Software- und IT-Service-Firmen stellen das stärkste Branchensegment auf der
Frankfurter Spezialbörse für innovative Wachstumsunternehmen dar . Gleichwohl
gehen von ihnen nicht die stärksten Arbeitsplatzeffekte aus ; die "
Beschäftigungsschwergewichte " kommen vielmehr aus den Bereichen Industrie ,
industrieller Dienstleistungen und Telekommunikation in diesem Börsensegment ,
da die Unternehmen aus diesen Branchen in der Regel bereits vor dem Gang an den
neuen Markt eine Vielzahl von Mitarbeitern haben . Insgesamt hat der Neue Markt
seit seiner Gründung im März 1997 erhebliche positive Beschäftigungseffekte
ausgelöst . " Die damaligen Hoffnungen sind weit übertroffen worden " , erklärte
Bundeswirtschaftminister Werner Müller heute bei der Vorstellung eines
Gutachtens zur Beschäftigungswirkung des Neuen Marktes , mit dem er die Roland
Berger & Partner GmbH beauftragt hatte . Die 269 Unternehmen , die am 5. Juni
2000 - dem Ende des Erhebungszeitraums - am Neuen Markt notiert waren ,
beschäftigten insgesamt 106.000 Mitarbeiter . Mit einem
Mitarbeiter-Durchschnittsalter zwischen 30 und 35 Jahren sind die Firmen durch
eine relativ junge Altersstruktur gekennzeichnet ; charakteristisch ist ferner
der mit rund 51 Prozent hohe Anteil von Naturwissenschaftlern , Technikern oder
IT-Spezialisten . Der Studie zufolge sind nahezu 30 Prozent der Stellen erst
nach dem Börsengang entstanden . Mit der Gründung des Neuen Marktes war an der
Frankfurter Börse primär ein Segment für kleinere und mittelgroße
wachstumsstarke Unternehmen geschaffen worden , um ihnen einen
institutionalisierten Zugang zum Eigenkapitalmarkt zu ermöglichen . Der Neue
Markt bietet jungen Unternehmen der " New Economy " eine wesentliche Quelle für
Beteiligungskapital zur Finanzierung eines expansiven Wachstums und bildet mit
der Erleichterung des Börsengangs zugleich einen wichtigen Ausstiegsmöglichkeit
für Venture-Capital-Fonds , die sich auf die Finanzierung von Startups
spezialisiert haben . Die Zahl der gelisteten Unternehmen ist von 11 im Jahre
1997 auf heute 305 gestiegen . Bis Ende 2002 prognostiziert Roland Berger 561
notierte Unternehmen mit rund 277.000 Beschäftigten . Minister Müller sieht
darin nur eine Bereinigung überzogener Erwartungen . Die Schutzgemeinschaft der
Kleinaktionäre ( SdK ) hatte kürzlich Anleger vor dem Kauf von Aktien gewarnt ,
die an den Neuen Markt gebracht werden . So habe nur die Hälfte der 81 in den
ersten sechs Monaten dieses Jahres platzierten Börsenneulinge zur Jahresmitte
noch über dem Ausgabepreis notiert . Die Aktionärsvereinigung wirft den Banken
vor , die Kandidaten nicht ausreichend auf ihre Börsentauglichkeit zu überprüfen
und vermutet , dass in vielen Fällen das " Geschäftsmodell " der Firmengründer
der Börsengang selbst und nicht das eigentliche operative Geschäft seien . Die
SdK hat im Internet eine Website eingerichtet , über die Anleger vor der
Emission die rechtzeitige Veröffentlichung des Verkaufsprospekts und die dort
gemachten Angaben zu den Risiken überprüfen können . UMTS-Auktion : Mit dieser
Einschätzung kommentierte am heutigen Dienstag der Präsident der
Regulierungsbehörde , Klaus-Dieter Scheurle , die Höchstgebote nach der 150.
Auktionsrunde . Dies war auch gleichzeitig die Lizenzsumme , also die gebotenen
Beträge , die gültige Kombinationen aus mindestens zwei und höchstens drei
Frequenzpaketen ergaben . In der 150. Runde gab E-Plus für kein Frequenzpaket
das höchste Gebot ab . E-Plus hatte ebenso wie Viag Interkom bereits angekündigt
, nur noch für zwei Frequenzpakete mitsteigern zu wollen . Da aber nicht davon
auszugehen ist , dass E-Plus ganz auf eine UMTS-Lizenz verzichten will , geht
das muntere Bieten am morgigen Mittwoch weiter . In der Regulierungsbehörde
werden jetzt zwei Entwicklungen für möglich gehalten : Die sechs Bieter gehen
mit jeweils zwei Frequenzpaketen nach Hause . Oder ein Bewerber scheidet aus ;
dann erhalten zwei Bewerber je drei Pakete und drei erhalten je zwei Pakete . Es
sei auf jeden Fall am Mittwoch mit einem langen Tag zu rechnen , hieß es .
Unklar ist , wie sich Mobilcom und das finnisch/spanische Bieterkonsortium 3G
weiter verhalten werden . Ein Mobilcom-Sprecher wollte sich hierzu nicht äußeren
. Er ging aber davon aus , dass die Auktion schnell zu Ende geht , wenn ein
weiterer Bewerber aussteigt . Am vergangenen Freitag hatte die Stuttgarter
Debitel als erster Bieter das Handtuch geworfen . Als weiterer Kandidat , der
vorzeitig aufgeben könnte , wird unter Experten 3G gehandelt . Allerdings steht
hinter dem Konsortium der finanzkräftige spanische Konzern Telefonica , der
inzwischen sogar als Interessent für die Übernahme seines finnischen 3G-Partners
Sonera gehandelt wird . Vier Milliarden für Bildung und Verkehr aus
UMTS-Versteigerung Sie sollen nach dem Willen der Regierung für Investitionen in
Bildung , Bahn und andere Verkehrsinvestitionen zur Verfügung stehen . In der
Schlussphase der Auktion setzten Bund und Länder ihren Streit um die Verwendung
der Milliarden fort . Hinzu kamen Diskussionen und Sorgen über
Zinserhöhungsrisiken und lauernde Gesundheitsgefahren . Der Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland ( BUND ) und der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz ( BBU ) betonten , mit der Versteigerung würden bisher ungenutzte
Frequenzbereiche für den Mobilfunk freigegeben . Dadurch erhöhe sich die
bestehende Belastung durch elektromagnetische Strahlung für Mensch und Umwelt .
Sie forderten die Bundesregierung auf , mindestens ein Prozent des Erlöses aus
der Versteigerung einzusetzen , um die Auswirkungen der UMTS-Technologie unter
diesem Aspekt zu untersuchen . Der Berliner Wirtschaftsstaatssekretär Sigmar
Mosdorf von der SPD verbreitete die Hoffnung auf 750.000 neue Arbeitsplätze in
Folge der neuen UMTS-Technologie . Im InfoRadio Berlin-Brandenburg unterstrich
er wie zuvor Bundesfinanzminister Hans Eichel , dass die Versteigerungserlöse
voll zur Tilgung der Schulden des Bundes eingesetzt werden sollen . Bis Ende des
Jahres würde der Schuldenberg des Bundes weiter auf 1,55 Billionen Mark
anwachsen . Bei einem Stand der Versteigerung von 86 Milliarden oder höher
könnte er entsprechend auf unter 1,47 Billionen Mark abgebaut werden . Damit
können die Schulden des Bundes erstmals gegenüber einem Vorjahr sinken .
Angesichts der rasant wachsenden UMTS-Lizenzkosten entstehen am Kapitalmarkt
zunehmende Unsicherheiten . Experten erwarten , dass die Sieger aus der
Versteigerung in den nächsten Wochen und Monaten am Anleihenmarkt entsprechende
Mittel aufnehmen . Nach der Auktion müssen die erfolgreichen Bewerber binnen
zehn Tagen die gesamte Summe an den Bund überweisen . Bankkredite allein reichen
zur Finanzierung der teuren Lizenzen nicht aus . Experten der Dresdner Bank
erwarten keine Zinsgefahr durch den UMTS-Milliarden-Poker . Er begründete das
damit , dass Eichel die Erlöse zur Schuldentilgung einsetzen will . " Was die
Privaten am Kapitalmarkt brauchen , gibt Eichel auf der anderen Seite wieder
rein " , sagte Friedrich . Drei CDU-regierte Länder verlangen inzwischen vom
Bund , die Erlöse einzusetzen , um den gemeinsam finanzierten Fonds Deutsche
Einheit abzulösen . Diese Forderung richteten nach dem Saarland auch die
Finanzminister von Hessen und Baden-Württemberg , Karlheinz Weimar und Gerhard
Stratthaus an Eichel . " Dies wäre unseriös " , erwiderte ein Sprecher Eichels .
Zugleich wies er die Kritik der Länder zurück , sie nicht an den Erlösen
beteiligen zu wollen , wohl aber an den Steuerausfällen im Zuge der
Abschreibungen der Auktionskosten der Telekommunikationsfirmen . Man rechne auf
der anderen Seite mit Gewinnen , die wieder zu Mehreinnahmen führten . Der
Vorsitzende der Grünen , Fritz Kuhn , schlug vor , rund eine Milliarde der
Zinsersparnisse für den Erhalt maroder Bahnstrecken zu verwenden . Thüringens
Ministerpräsident Bernhard Vogel möchte mit den Zinsersparnissen die ICE-Strecke
Erfurt-Nürnberg ausbauen . Ron Sommer : Telekom auf Wachstumskurs Nach dem
Absturz der Telekom-Aktie hat Vorstandschef Ron Sommer den wirtschaftlichen Kurs
des Unternehmens verteidigt . In einem offenen Brief an die Aktionäre der
Deutschen Telekom bedauerte Sommer die jüngsten Kursverluste der Aktie . Die
Gründe , Ursachen und Umstände des aktuellen Kursrückgangs seien Gegenstand
starker öffentlicher Diskussionen und auch weiter gehender Überprüfungen , hieß
es in dem Brief , der in ganzseitigen Anzeigen in mehreren Tageszeitungen am
Mittwoch veröffentlicht wurde . Die Kursentwicklung stehe jedoch im Widerspruch
zur Leistung des Unternehmens . " Eine Tatsache steht dabei zu Recht außerhalb
jeder Kritik - und das ist die außerordentlich positive unternehmerische
Entwicklung der Deutschen Telekom " , schrieb Sommer . Im Mobilfunkgeschäft sei
das Ergebnis vor Steuern , Zinsen und Abschreibungen ( EBITDA ) im
Halbjahresvergleich mehr als verdoppelt worden . " Wir sehen daher die aktuelle
Kursentwicklung in krassem Widerspruch zur operativen Performance und zur
strategischen Positionierung des Unternehmens " , meint Sommer und fügt hinzu :
" Die Aktie hat zwar gegenwärtig an Wert verloren , jedoch nicht an Substanz . "
Genaue Geschäftszahlen will die Telekom am 28. August vorlegen . IT-Arbeitsmarkt
- Mythos Expertenmangel ? Norman S. Matloff ist ein Mann mit klaren Standpunkten
, die er auch gerne und häufig artikuliert . " Das Programm wurde für Leute
entwickelt , die Angst vor Computern haben . " Für angehende IT-Experten sei die
" Einsteiger-Software " dagegen ungeeignet . Matloffs Streitbarkeit in Sachen
Auswahl geeigneter E-Mail-Tools für seine studentischen Schützlinge ist wohl der
geringste Bereich , in dem man mit dem Doktor der theoretischen Mathematik einen
Krach vom Zaun brechen könnte . Sein von der amerikanischen Presse geprägter
Spitzname lautet " Geißel des Silicon Valley " . Und diesen Namen hat sich
Matloff als langjähriger Aktivist gegen das H-1B-Programm der amerikanischen
Bundesregierung gemacht , mit dem vor allem die Hightech-Industrie ausländische
Programmierer und Ingenieure ins Land holt , um offene Stellen besetzen zu
können . Das Interesse des Hochschullehrers an der Thematik entsprang anfangs
einleuchtenden Motiven : Er musste feststellen , dass viele seiner eigenen
Studenten auf dem Softwaresektor keine Jobs fanden - trotz großem Wachstum im
Silicon Valley . " Ich interessierte mich natürlich für deren Wohlergehen " ,
sagte Matloff im Gespräch mit heise online , " deshalb habe ich mir die
Situation näher angeschaut " . Die parallel verlaufende Debatte zur Erhöhung des
H-1B-Kontingents nahm er zum willkommenen Anlass , den amerikanischen
Arbeitsmarkt für Programmierer unter die Lupe zu nehmen . Der Professor , der
sich vor seinem Wechsel in die Informatik lange Jahre mit Statistik beschäftigt
hat , ging ein Hauptargument an , das die ganze Diskussion über die IT-Migranten
auch bei der deutschen Green-Card-Regelung begleitet hat : Der Mangel an
qualifizierten Fachkräften im Inland , den die Industrie lautstark beklagte .
Matloff stieß auf erstaunliche Zahlen . Dies sei auch nicht mehr mit dem Streben
nach Elite zu begründen , meinte Matloff . Auch bei weniger renommierten Firmen
wiederhole sich das Bild . Die Personalabteilungen wiesen viele Vorsprechende
auf Grund mangelnder Spezialkenntnisse ab , die auch nicht von den Universitäten
vermittelt werden könnten , weil sich die Anforderungen zu schnell änderten : "
Die Firmen sieben falsch . " Auch stellte Matloff einen Trend zur
Diskriminierung älterer Arbeitnehmer fest , denen immer wieder vorgeworfen werde
, sie hätten eine falsche Ausbildung : " Doch wer einmal C gelernt hat , wie das
in den USA schon seit langem der Fall ist , kann sich sehr schnell neue Technik
erschließen . " Viele ältere Software-Ingenieure hätten das Feld längst
verlassen und kämen in keiner Arbeitslosenstatistik mehr vor . Sein Fazit :
Matloff hat seine Argumentation samt einem Berg von Quellen und statistischen
Belegen in eine lange FAQ gepackt , die er ständig erweitert und ergänzt . Doch
bislang stößt er damit vor allem auf Unverständnis : Doch sonst kann man kaum
behaupten , Matloff habe die Problematik unter der Decke gehalten . Es gibt zu
wenige Programmierer , wir müssen uns externe Spezialisten ins Land holen . Dass
man den Computerwissenschaftler Matloff die " Geißel des Silicon Valley " nennt
, hängt vor allem mit seiner Erklärung zusammen , warum die IT-Branche sich
weiterhin massiv für eine Aufrechterhaltung und Erweiterung des vorhandenen
Einwanderungsprogrammes ausspricht , anstatt die inländischen Ressourcen "
korrekt abzuzapfen " : Sie bekomme ganz einfach günstige und hörige
Arbeitsnehmer und müsse Projekte nicht ins Ausland verlagern , um einiges an
Kosten zu sparen . Dabei , behauptet Matloff , seien die Software-Importe
keinesfalls die Crème de la crème des jeweiligen Landes . " Viele H-1Bs lernen
die neuen Technologien an ihrem Arbeitsplatz und machen so genau das , was ich
für ältere Arbeitnehmer längst fordere . " " Die H-1Bs sind billiger und lassen
sich auf Grund ihres Abhängigen-Status sehr gut kontrollieren " , sagt Matloff
scharf und ergänzt , sie seien auf Grund des komplizierten Status nichts anderes
als " Arbeitsabhängige " . In der Tat erhalten viele Import-ITler in den USA
zwischen 25 und 30 Prozent weniger Gehalt als ihre inländischen Kollegen ,
obwohl sie eigentlich " vergleichbar " verdienen müssten . Doch die enge Bindung
an den Arbeitgeber lässt sie kaum mehr fordern . Dieser " Vorteil " gilt in
Wirtschaftskreisen als offenes Geheimnis . Dass die Technologie-Einwanderer
nicht sonderlich zufrieden sind mit ihrer Lage , zeigen auch die Wege , die sie
gehen , sobald eine Green Card , was in den USA mit einer weitgehend
unbeschränkten Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung gleichzusetzen ist , erteilt
wurde . Relativ wenige Computerexperten bleiben bei dem Arbeitgeber , der sie
ins Land geholt hat - und die , die ihren Job behalten , verlangen häufig eine
satte Gehaltserhöhung , die sie zumeist auch bekommen . Bevor das Visum da ist ,
können die Arbeitnehmer ihren Job kaum wechseln , weil sie sonst den
Green-Card-Prozess verlangsamen . Eine entsprechende Gesetzeserleichterung aus
dem vergangenen Jahr bringt nur schleppende Abhilfe . Die deutsche Variante
namens Green Card ist laut Matloff nichts anderes als ein Abklatsch des
amerikanischen H-1B-Programmes . Auf den Einwurf , ein ausländischer
IT-Spezialist sorge für fünf Arbeitsplätze im Inland , meint er nur lapidar ,
ein inländischer IT-Spezialist täte das gleiche . Ausländerfeindlichkeit kann
man Matloff kaum vorwerfen . Er ist selbst mit einer Asiatin verheiratet und
spricht fließend Chinesisch . Er hat sich lange in Minderheitenprogrammen der
Universität engagiert . Und seine Familie wanderte aus Russland ein . "
Migration ist gut " , meint er denn auch , " es kommt allerdings auf die
richtige Menge an " . Das H-1B-Programm solle wieder auf seine ursprüngliche
Bedeutung zurückgefahren werden - nämlich , die " besten und schlauesten Köpfe "
ins Land zu holen . Talkline verkauft Telefonauskunft 11850 Der
Telefondienstleister Talkline verkauft seine Auskunft 11850 an die Graf zu
Solms-Wildenfels Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH . Der Käufer wolle das
Unternehmen in Auskunft 24 umbenennen und alle 96 Mitarbeiter am einzigen
Standort Schwerin übernehmen , hieß es bei der Firma . Die
Vermögensverwaltungsgesellschaft war bislang unter anderem im Geschäft mit Call
Centern aktiv . Für Talkline hätten unzureichende Erträge und mangelnde
Perspektiven im Telefon-Auskunftsmarkt den Ausschlag gegeben , sich von der
100-prozentigen Tochter Talkline Auskunft GmbH zu trennen . Über den Kaufpreis
haben die beteiligten Unternehmen Stillschweigen vereinbart . Das passte aber
nicht mehr zu unserer Strategie . Die Talkline GmbH & Co. KG mit Sitz in
Elmshorn zählt sich selbst zu den führenden Telekommunikationsanbietern in
Deutschland ; die Firma ist eine hundertprozentige Tochter des dänischen
Telecom-Konzerns TDC ( Tele Denmark ) . Das Unternehmen beschäftigt 1.850
Mitarbeiter . In den letzten Wochen war Talkline vor allem durch das Interesse
des Mutterkonzerns in die Schlagzeilen gekommen , die Tochter ganz oder
teilweise zu verkaufen . Die Abgabe der Auskunfts-Sparte dürfte wohl Teil des
Versuchs sein , die Telefongesellschaft für einen potenziellen Käufer attraktiv
zu machen . Infrarot-Detektor erkennt einzelne Photonen Ein von Forschern an der
University of Rochester entwickelter Infrarot-Detektor könnte die
Qualitätsprüfung von Computerchips entscheidend verbessern . Damit ist es
möglich , die Milliarden von Transistoren auf modernen Pentium- und
PowerPC-Chips schnell und effizient nach einzelnen fehlerhaft funktionierenden
Transistoren zu überprüfen . Darüber berichten die Wissenschaftler jetzt in
einem Aufsatz für das Fachblatt " Applied Physics Letters " ( Picosecond
superconducting single-photon optical detector , August 6 , 2001 , Volume 79 ,
Issue 6 pp. 705-707 ) . Um die Transistoren zu überprüfen , bedienen sich die
Forscher eines physikalischen Tricks : Beim Umschalten strahlen Transistoren
manchmal einen Lichtblitz im Infrarotbereich ab , der nur für Piko-Sekunden zu
sehen ist . Anhand dieses Lichtblitzes lässt sich der Zustand des Transistors
bestimmen . Ursprünglich wurde die Technologie in Russland zu Forschungszwecken
in der Astronomie entwickelt ; der Detektor sollte die Wärmestrahlung sichtbar
machen , die von Kalten Sternen im Weltraum abgegeben wird . " Wir kontaktierten
einfach die Forschergruppe an der Moscow State Pedagogical University , die
Supraleiter in der Radio-Astronomie einsetzten " , erklärt der Elektro- und
Computerprofessor und Mitentwickler Roman Sobolewski von der
Rochester-Universität , wie der Kontakt zwischen den beiden Forscherteams vor
fünf Jahren zustande kam . " Die oberen Radiowellen , die sie untersuchten ,
sind wirklich nur schwach im Infrarotbereich zu erkennen , sodass wir uns mit
den Moskauern zusammentaten und ihre Technik in unseren Detektor einbauten " .
Die russischen Forscher hatten herausgefunden , dass ultradünne Streifen der
metallischen Verbindung Niobium-Nitrit , nur einen Millionstel-Meter breit und
nur einige Atome dick , einzelne Photonen erkennen konnten . Dieser fehlende
Widerstand , so erklären die Forscher , macht den Supraleiter vergleichbar mit
einem ruhigen See : sobald ein Stein hineingeschmissen wird , erkennt man die
kleinen Wellen . So lässt sich auch ein einzelnes Photon , das in das Material
quasi hineinplumpst , vom Detektor erkennen . Im Gegensatz dazu sind die
herkömmlichen Photonen-Detektoren voll mit Störgeräuschen , wie ein Sturm über
dem stillen See , sodass sie die bei einem Systemtakt im Chip infrarot
aufflackernden ein oder zwei Photonen einfach verpassen oder ihre eigenen
Störgeräusche als ein eintreffendes Photon fehldeuten . Mit dem nun wesentlich
genauer arbeitenden Detektor lässt sich über das Infrarotsignal einiges über den
untersuchten Chip aussagen , beispielsweise , ob die Transistoren zur richtigen
Zeit umschalten , was bei den heutigen Taktfrequenzen von großer Bedeutung ist .
Mit dem Infrarot-Detektor lassen sich auf Grund seiner Genauigkeit und
Schnelligkeit auch die schnellsten heute erhältlichen Prozessoren testen . Das
Patent an dem Detektor besitzen neben Sobolewski und seinen russischen Kollegen
auch Ingenieure der Firma Schlumberger Semiconductor Solutions , ein
kalifornisches Unternehmen , das Testgeräte für integrierte Schaltungen
herstellt und die Entwicklung des Detektors gesponsert hat . Das könnte sich
gelohnt haben , denn der Detektor könnte auch noch für andere Anwendungen
nützlich sein . " Die NASA ist an unserem Detektor für die Kommunikation
zwischen Mars und Erde interessiert " , berichtet Sobolewski . " Wenn man es mit
solch großen Distanzen zu tun hat , dann ist man normalerweise nur in der Lage ,
wenige Photonen einzufangen , die von einer Sendeanlage auf dem Mars gesendet
werden " . Der Detektor könnte so die Kommunikation verbessern . Das russische
Team hat sein ursprüngliches Ziel inzwischen auch erreicht . Der
Radio-Astronomie-Detektor wurde gerade auf dem Mount Graham in Arizona
installiert . Dort soll er untersuchen , wie Sterne geboren werden . Sun : Wir
brechen das Microsoft-Monopol Nach der Star-Division-Übernahme gibt sich Sun
zuversichtlich , Microsoft große Marktanteile bei Office-Software abnehmen zu
können . Scott McNealy , Chef der Unix-Spezialisten aus Palo Alto ( Kalifornien
) , sagte , seine Firma mache bereits große Fortschritte , den Markt für
Textverarbeitungen und andere Office-Software aus dem Würgegriff von Microsoft
zu befreien . " In den ersten anderthalb Wochen seit der Verfügbarkeit auf
unserem Web-Server gab es über 250.000 Leute , die es kostenlos heruntergeladen
haben " , erklärte McNealy in einer von IDC veranstalteten Online-Konferenz : "
So ändert man die Art und Weise , wie man mit dem Computer arbeitet . " Bis Sun
Vollzug melden kann , dürften die Kalifornier aber noch einen weiten Weg vor
sich haben . Microsoft hält laut IDC mit mehreren Millionen verkaufter
Software-Pakete einen Marktanteil von 90 Prozent bei Office-Software - 250.000
neue Anwender von Star Office sind dagegen erst einmal nur ein Klacks . Auch
Suns Ankündigung von Star Portal , mit dem Office-Software über das Netz
anwendbar sein soll , konterte Microsoft schnell mit dem Versprechen , auch
Microsoft Office Netz-fähig zu machen und in Zukunft stärker auf Web-basierende
Software zu setzen . Online-Börsengeschäfte bald kostenlos ? Börsengeschäfte
über das Internet werden bald kostenlos sein - diese Voraussage machte Rich
McGinn , Chef von Lucent , dem Hersteller von Equipment für
Hochgeschwindigkeitsnetze und klassische LANs . In einer Rede auf der
Netzwerkmesse Networld+Interop in Atlanta meinte McGinn : Er fügte hinzu , dies
werfe die Frage auf , was in Zukunft mit traditionellen Börsen-Maklern und
Brokern geschehen werde . Bislang muss ein Kunde auch bei Internet-Brokern
Gebühren für jede Transaktion und oft auch einen Mitgliedsbeitrag zahlen . Die
schnelle Aufrüstung der Telekommunikationgeräte werde viele Händler und
Wiederverkäufer betreffen , erklärte McGinn : " Die Kommunikationsrevolution
verursacht eine Verlagerung im Wert von Waren und Dienstleistungen , die eine
kreative Antwort notwendig macht . " Das " Netzwerk der Netzwerke " werde mit
zunehmender Geschwindigkeit Realität . Allerdings müssten dafür die
Kommunikationseinrichtungen höhere Zuverlässigkeit , bessere Dienstqualität und
die Fähigkeit anbieten , dass ein Kunde nahezu spontan Zugang bekomme : " Die
große Herausforderung für Netzwerk-Anbieter und -Ausstatter ist der Bau von
Netzwerken , die die Qualität und Zuverlässigkeit von heutigen Telefonnetzen
haben oder sie sogar noch übertreffen . " Gigabit Ethernet über Kupferkabel im
Einsatz Auf der Netzwerkmesse Networld+Interop in Atlanta demonstriert die
Gigabit Ethernet Alliance den Einsatz des 1000-MBit/s-Ethernet über Kupferkabel
. Bislang waren Nutzer von Gigabit Ethernet auf Glasfaserkabel angewiesen . Nach
der Verabschiedung des Standards als IEEE 802.3ab im Juni diesen Jahres und
ersten erfolgreichen internen Tests Anfang September ist dies die erste
öffentliche Demonstration von Gigabit Ethernet über Kupferkabel der Kategorie 5
. An dem Gigabit-Netz auf dem Messestand der Gigabit Ethernet Allianz sind unter
anderem 3Com , Cabletron , Hewlett-Packard , Intel , Lucent , Sun und der
deutsche Hersteller SysKonnect beteiligt . Bei einer maximalen Kabellänge von
100 Metern bilden diverse Switches und Endgeräte das Gigabit-LAN , über das
unter anderem Video-Übertragungen per IP-Multicast laufen . Ein Jahr NetWare 5 :
Äußerst selbstbewusst gibt sich Novell ein Jahr nach der Freigabe von NetWare 5
. Über 80 Prozent der Anwender früherer NetWare-Versionen hätten in einer
Umfrage angegeben , auf NetWare 5 mit direkter IP-Unterstützung umrüsten zu
wollen . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den
Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar ,
Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Die Rede
ist von dem neuen Aibo , einem Computerhündchen , das mit Memory-Sticks
gefüttert werden muss . Es hat zwei Leuchtdioden am Schwanz , die laut Sony
zusammen mit den Schwanzbewegungen die Darstellung vielfältiger differenzierter
Emotionen ermöglichen . Neben Freude und Angst sollen unbegrenzt viele Gefühle
möglich sein . Seit dieser Sony-PR betrachte ich meinen Hund misstrauisch . Er
ist einer von der lebenden Sorte und kann prima mit dem Schwanz wedeln , aber
unbegrenzte Gefühle hat er noch nicht geschafft . Vielleicht sollte ich ihm
Leuchtdioden verpassen . In Verbindung mit dem Aibo Life Pack und der
Aibo-Kamera macht die Computer-Töle jedes Mal ein Foto , wenn das Herrchen "
Mach Foto " ruft . Mein Hund hebt da nur die Pfote . Und mir entgehen erregende
Perspektiven und differenzierte Emotionen . Immerhin entgeht mir nicht , was die
Bobos so treiben . Was können sie schon dafür , dass ihr umgedrehter Big Brother
so langweilig ist ? Die hier zu Lande gepflegte Berufsbezeichnung von Andy
Müller-Maguhn als Ex-Hacker wurde in anderen Teilen der Welt weit weniger
goutiert . Den Vogel schoss die TK-Zeitschrift Total Telecom mit " Lunatics
invade the asylum at ICANN " ab . Ich schlage eine andere Lesart vor : Die
Verrückten vom Schlage eines Müller-Maguhn oder Karl Auerbach stürmen die
Irrenanstalt der New Economy und setzen die Bobos fest . Das ist mindestens ein
plausibler Versuch , die Fahrt der Börse zu erklären . Wer bei Rasenpflege noch
an diese klappernden Schiebedinger denkt , die man mühsam über das winzige
Rasenstückchen vor Omas Häuschen quälte , der muss schwer umdenken . Denn von
der allen Kleingärtnern wohl bekannten Firma Wolf gibt es bald den Rasenmäher
mit Internet-Anschluss . " Die Zukunft der Rasenpflege hat begonnen " , belehrt
uns der Hersteller und schickt eine Designstudie ins Rennen um eben diese
Zukunft , mit der der Hobby-Gärtner im Netz surfen und normale Straßen befahren
kann , auch wenn es auf denen gar keinen Rasen gibt . Da kann er dann gleich
nach der Gartenarbeit in die nächste Kneipe düsen - oder zum Händler , bei dem
er nach den Vorstellungen von Wolf den Dünger online bestellt hat . Denn ein
Laser-Schneidsystem trimmt den Rasen auf den Millimeter genau ; da lassen sich
Allmachtsphantasien neurotischer Schrebergärtner über Recht und Ordnung beim
gemeinen deutschen Rasen so richtig ausleben . Aber immerhin , das soll das
Maschinchen neben Internet-Zugang wirklich bieten , ganz normal das Gras zu
kürzen . Auch ihrem eigentlichen Zweck dienlich zu sein , kann wiederum nun
wirklich nicht jede Idee der New Economy von sich behaupten . Wahrscheinlich ist
dort aber die Produktivität besonders hoch : Im letzten Jahr veröffentlichten
zwei Professoren des Le Moyne College in Syracuse , USA , eine Untersuchung ,
die Schlagzeilen machte . Sie analysierten 63 Computerfirmen , die ihre
Angestellten auf den Gebrauch von Drogen hin testen ließen . Dabei kamen sie auf
die eindeutige Korrelation , dass die Produktivität in den Firmen wesentlich
höher ist , die auf Drogentests verzichten . Nun hat der San Francisco Bay
Guardian die Kehrseite dieser Forschung veröffentlicht , das lesenswerte
Tagebuch eines Dot.Com-Junkies . Wo wir bei den Drogen sind , sollte eine
Untersuchung der Französisin Joelle Richardiére nicht fehlen , die auf dem
Kongress der Alliance for Childhood vorgestellt wurde . Sie untersuchte die
Melantonin- und Adrenalin-Produktion von Computer spielenden Kindern : Der
Kongress der Alliance fand übrigens neben Räumen statt , die unter
www.kulturneindanke.org zu erreichen sind . Es kommt zusammen , was zusammen
gehört . Unvorhersehbar darum , weil Geschichten wie " Father Knows Best " auf
den Siegertreppchen landen , die eigentlich in die griechische Tragödie von
Ödipussy passen . Nunc Aeternitatis - oder war das Lateinisch ? Oder die
allseits bekannte Odyssee ? Was wird . Am Mittwoch öffnet die Frankfurter
Buchmesse ihre Pforten . Das mit dem Buch sollte man nicht so ernst nehmen .
Offensichtlich haben alle die Nase voll von der Büchermacherei und wollen etwas
ganz anderes machen . Literatur für Bobos eben . Da trifft es sich gut , dass
die beiden schwedischen Gründer von Boo.com einen tollen Deal geschafft haben
und nun an einem Buch über das Abzocken von Venture-Kapital sitzen . Doch vor
der Buchmesse in Deutschland verzeichnet der Kalender den National Boss Day am
16. Oktober . In den USA soll dies der Tag sein , an dem die arbeitende Klasse
ganz besonders liebe Gefühle für den Boss zum Ausdruck bringt . Eigens für
diesen Tag hat die Firma ImproveNow.com auf ihrer Website einen Service
eingerichtet , bei dem sich jeder Mitarbeiter einer Firma am Wettbewerb "
Improve your Boss " beteiligen kann . Am Ende soll der " Most Improved Boss "
gekürt werden . Expropriiert die Expropriateure ist damit nicht verbunden , auch
Dope in den Kaffee vom Boss zu schütten gilt eher als Unschicklichkeit , denn
ImproveNow ist eine aufsteigende Firma der absteigenden New Economy . Sie drängt
ins B2B-Geschäft , was wohl Boss-to-Boss heißen muss . Außerdem steigt am
nächsten Wochenende in Paris die neunte Ausgabe der Cité de la Reussité . Das
ist eine Veranstaltung französischer Studenten , die Promis einladen , ihnen
Rede und Antwort zu stehen . Dieses Jahr ist das Thema die Fantasie , die im
Jahre 1968 unter dem Slogan L'imagination au pouvoir an die Macht gefordert
wurde . Hauptsponsor der Konferenz ist die Firma EDS , die mit lukrativen
Outsouring-Verträgen derzeit kaum aus den Medien heraus kommt . Wofür braucht
EDS Fantasie ? Die PR zum Kongress gibt dazu Auskunft : Als vor dreißig Jahren
die Studenten in Paris und anderswo im Namen der Fantasie erkannten , dass unter
dem Pflaster der Strand liegt , forderten sie wahrscheinlich nur das Outsourcing
des Staates . Kleiner Tipp von mir für EDS : Die Domain pflasterstrand.de ist
zwar schon vergeben , aber pflasterstrand.com , pflasterstrand.net und
pflasterstrand.org sind noch frei . Vivendi Universal will AOL/Time Warner
überholen Der aus der transatlantischen Fusion von Vivendi und Seagram
hervorgegangene Konzern Vivendi Universal will dem weltweit führenden
Medienkonzern AOL/Time Warner die Spitzenstellung im Bereich Kommunikation und
Medien streitig machen . Die EU-Kommission hatte die Fusion des französischen
Mischkonzerns Vivendi mit der Getränke- und Unterhaltungsgruppe Seagram am
Freitag nach einer sechswöchigen Standardprüfung mit Auflagen gebilligt .
Üblicherweise dauern Wettbewerbsprüfungen dieser Größenordnung in Brüssel
deutlich länger . Die Wettbewerbshüter in Brüssel sorgte sich vor allem , dass
die mehrheitliche Vivendi-Tochter Canal Plus ihre beherrschende Stellung in
vielen EU-Ländern noch ausbauen könnte . Um dies zu verhindern , sollen
Produktionen und Ko-Produktionen der Seagram-Unterhaltungstochter Universal auch
anderen TV-Gesellschaften zur Verfügung gestellt werden . Canal Plus ist bereits
das größte europäische Unternehmen im Bezahlfernsehen . Um eine beherrschende
Stellung bei Musik im Internet zu verhindern , wird Universal Music die
Vivendi-Internet-Plattform Vizzavi nicht ausschließlich bedienen . Andere
Internetportale haben nun für fünf Jahre lang Zugang zu Universals Online-Musik
. Für die von Brüssel verlangte Abgabe des 23-Prozent-Minderheitsanteils an dem
britischen Bezahlfernseh-Unternehmen BSkyB will sich der französische
Mischkonzern Zeit lassen . " Wir werden uns die nötige Zeit nehmen , um diese
Verpflichtung unter den besten Bedingungen zu erfüllen " , sagte der
Generaldirektor von Vivendi , Jean-Marie Messier laut dpa . Über die Modalitäten
der Abgabe stünden ihm alle Türen offen . " Wir haben alle Freiheiten " . BSkyB
hat laut EU-Kommission Verbindungen zu Fox , einem großen US-Filmstudio .
Vivendi Universal werde sich hauptsächlich auf die USA konzentrieren , da der
Konzern dort " mehr als in jedem anderen Land der Welt " seine
Geschäftstätigkeit ausdehnen könne , sagte Bronfman , der bisherige Chef von
Seagram . Weltweit kommt der Konzern auf 275.000 Mitarbeiter in rund 100 Staaten
. Der Konzern in seiner heutigen Form ist 1998 aus der Fusion des Medienkonzerns
Havas mit dem traditionsreichen Wasserversorgungsunternehmen Compagnie Generale
des Eaux ( CGE ) hervorgegangen . Zu Beginn der 60er Jahre kamen die
Abfallbeseitigung und der Immobilienbereich zur CGE , 1983 folgte der
Medienbereich mit der Beteiligung am Pay-TV-Sender Canal Plus , später ein
Telefonnetz . Jüngster Schritt auf diesem Weg war die Gründung der
Internet-Dienstleistungsfirma V.Net gemeinsam mit der Canal Plus SA , an der
Vivendi 49 Prozent hält . Vivendi ist auch beteiligt an Frankreichs zweitgrößter
Telefongesellschaft , Cegetel . Vivendi erwartet für den Zeitraum 2000 bis 2002
eine jährliche Steigerung um zehn Prozent . Der Ankündigung der Fusion mit
Seagram wurden von den Anlegern allerdings wenig geschätzt : Innerhalb nur einer
Woche nach Bekanntgabe hatte der Konzern ein Viertel seines Börsenwertes
eingebüßt . Analysten fanden das Fusionsprojekt zu teuer . Bangemann für
deutsches UMTS-Geschäft der Telefonica zuständig Der frühere deutsche
EU-Kommissar Martin Bangemann baut nach einem Bericht des Spiegel jetzt für den
spanischen Telekom-Konzern Telefonica das Geschäft mit der neuen
Mobilfunkgeneration UMTS in Deutschland auf . Vor einiger Zeit gab es erst
einigen Wirbel um den ehemaligen FDP-Politiker und EU-Kommissar Martin Bangemann
. Noch während seiner Amtszeit , in der er unter anderem als Chef der
Generaldirektion Informationsgesellschaft für die Telekom-Industrie zuständig
war , gab Bangemann seine Pläne bekannt , als Manager zu Telefonica zu wechseln
. Internet weckt riesigen Bedarf an neuen Inhalten Experten erwarten durch neue
Medien wie das Internet einen stark wachsenden Bedarf an multimedialen Inhalten
. " Die technologischen Plattformen sind da , aber der darauf zugeschnittene
Content fehlt noch immer " , sagte Horst Wackerbarth , Fotograf und Gründer der
Akademie Bildsprache in Hamburg der dpa . Künftig werde es einen riesigen Bedarf
an Texten , Grafiken , Bildern und Filmen geben , um die neuen Möglichkeiten der
multimedialen Plattformen entsprechend nutzen zu können . " Die große Gefahr ist
eigentlich , dass die Old Economy das Internet dominiert und die gleichen
Inhalte einfach in das Netz stellt " , sagte Wackerbart . Die Akademie
Bildsprache analysiert die Qualität und Wirkung von Bildern und betreibt eine
Schlichtungsstelle für Copyright-Verstöße . Innerhalb eines Jahres sollen nach
Ankündigungen vom Wochenanfang alle weltweit 440.000 Siemens-Mitarbeiter Zugang
zum Internet erhalten . Sämtliche Prozesse im Unternehmen sollen künftig
elektronisch laufen . Clinton will nächste Mobilfunkgeneration forcieren Der
scheidende US-Präsident Bill Clinton will offensichtlich die Entwicklung des
Mobilfunks der dritten Generation in den USA noch ein bisschen beschleunigen .
In den USA dagegen sind bislang nicht einmal die Frequenzen festgelegt , auf
denen die so genannten 3G Wireless Services betrieben werden sollen - angesichts
beispielsweise der Belegung der bislang dafür vorgesehenen Bänder durch
TV-Sender befürchten manche Beobachter schon einen Fehlstart für den neuen
Mobilfunk in den USA . Außerdem benutzen einige Regierungsbehörden Frequenzen ,
die in anderen Ländern für die neuen Mobilfunknetze zur Verfügung stehen . In
einer Anweisung , die Clinton am vergangenen Freitag unterschrieb , verpflichtet
der US-Präsident die beteiligten Behörden nun auf einen für das bisherige
amerikanische Vorgehen überraschend engen Zeitplan , der allerdings den Plänen
in Europa und Japan immer noch hinterherhinkt . Das Handelsministerium und die
FCC sollen zudem eine gemeinsame Anstrengung von Regierung und Industrie leiten
, um zu entscheiden , wie die USA " den 3G-Standards , die die World Radio
Commission dieses Jahr akzeptiert hat , entsprechen " könne . Die Regierung und
die entsprechenden Behörden müssten aber eine neutrale Position gegenüber
bestimmten Mobilfunk-Techniken einnehmen , betonte Clinton . William Kennard ,
Chef der FCC , begrüßte in einer ersten Erklärung bereits die Festlegungen von
Clinton : " Wir erkennen an , dass zukünftige Generationen von Mobilfunkdiensten
von uns erfordern , ausreichende Frequenzspektren verfügbar zu machen . " Er sei
erfreut , dass die Regierung " dieser wichtigen Angelegenheit hohe Priorität
gegeben " habe , meinte Kennard . Getrennter Informatikunterricht für Mädchen
und Jungen gefordert Für einen teilweise getrennten Informatikunterricht von
Mädchen und Jungen hat sich Mecklenburg-Vorpommerns Gleichstellungsbeauftragte
Karla Staszak ausgesprochen . Mädchen und Jungen hätten einen unterschiedlichen
Zugang zur Technik , sagte Staszak am gesstrigen Samstag in Greifswald . Aus
diesem Grund müssten spezielle Lehrkonzepte erstellt werden , die Mädchen für
den Umgang mit Technik und für den Erwerb technischer Qualifikationen
motivierten . Auch sollten vermehrt Lehrerinnen in diesen Fächern eingesetzt
werden . Staszak forderte , dass Frauen noch stärker in die Berufe der neuen
Medien drängen sollten . Mädchen partizipierten nur in sehr geringem Umfang am
innovativen Ausbildungsangebot im Bereich Informations- und
Kommunikationstechnik . Derzeit seien nur 27 Prozent dieser Ausbildungsplätze an
junge Frauen vergeben . Im Durchschnitt liege der Anteil bei zwölf Prozent . Die
Gleichstellungsbeauftragte wies auf die Angebote im Internet hin , die sich an
typisch männlichen Hobbys wie Computer , Autos und Fußball stark orientierten .
Das Internet fange erst langsam an , sich auf den Alltag der Frauen einzustellen
. Breuel übernimmt Mitverantwortung für Expo-Defizit In einer persönlichen
Bilanz hat Expo-Chefin Birgit Breuel die Mitverantwortung für das
Milliarden-Defizit der Weltausstellung übernommen . Für diesen Misserfolg und
den Verlust " müssen alle gerade stehen , die daran beteiligt waren - ich auch "
, sagte Breuel am heutigen Sonntag in Hannover . Als Grund für die weit hinter
den Erwartungen zurückbleibenden Besucherzahlen führte sie an : Lange Zeit sei
die Expo eine Art " Waisenkind " gewesen . Breuel betonte , sie werde für die
Besucherzahl und das damit zusammenhängende Defizit keine Prognose mehr abgeben
. Die " schlimmsten Momente " in ihrer Zeit als Expo-Chefin seien die Tage
unmittelbar nach der Eröffnung gewesen , sagte Breuel . Jetzt sei es aber zu
einem " versöhnlichen Ende " gekommen . Die Zufriedenheit der Teilnehmernationen
sei " überwältigend " . SuSE bringt Groupware-Server für Linux mit Domino R5 Ab
Ende Oktober will SuSE einen Groupware-Server für Linux mit Lotus Domino R5
liefern . Die Domino-Installation ist dabei in das SuSE-eigene
Einrichtungsprogramm YaST integriert . Das Paket soll 4990 Mark plus
Mehrwertsteuer kosten ; es wird neben Linux einen Domino-Application-Server
sowie zehn Client-Lizenzen für Notes enthalten . Ein besonderes Schnäppchen ist
das allerdings nicht . Für rund tausend Mark weniger liefert IBM einen Netfinity
3000 Server . Ein aktuelles Medien-Package mit dem Linux-Domino-Server liefert
SuSe dazu für 47,71 Mark . Genau genommen reicht sogar die Eval-Version für 20
Mark , da Lotus den Code niemals mit einer Zeitbombe versieht . Die Lizenz , die
man von IBM mit dem Server bekommt , ist ohnehin nur ein ( notwendiges ) Stück
Papier . Allerdings wurde das Netfinity-Angebot im Internet vermutlich nicht
besonders intensiv genutzt , ist doch in der Ankündigung auf IBMs Webseite als
Ansprechpartner sechs Monate später immer noch " xxxxx xxxxxx " genannt . Auch
der Link der englischen Angebotsseite zum Antragsformular läuft ins Leere . Die
Wege ins E-Business erweisen sich manchmal als steinig , insbesondere wenn die
Netfinity-Server plötzlich eServer xSeries heißen . In diesem Licht macht das
SuSE-Angebot nun doch vielleicht wieder Sinn . Immerhin enthält es 60 Tage
Installationssupport und Betriebssystem-Updates für zwei Jahre . Comdex : AMD
will die Megahertz-Krone behalten Die Megahertz-Krone gehört derzeit AMD mit dem
Athlon-1200 . Doch Intel will sie sich am 20. November mit der Vorstellung des
Pentium 4 zurückholen , man spricht von Versionen mit 1,4 und 1,5 GHz
Taktfrequenz . Das lässt AMD natürlich nicht auf sich sitzen und zeigt auf der
Comdex hinter verschlossenen Türen einen Palomino-Prototypen , der schon jetzt
mit 1,5 GHz läuft . Doch den Beweis blieb AMD schuldig , denn das Gehäuse blieb
verschlossen . Immerhin : Das Gehäuse war handelsüblich , es wies keinerlei
sicht- oder hörbare Kühlschrank-Technik à la Kryotech auf . Erst vor wenigen
Tagen hatte AMD eine neue Roadmap bekannt gegeben , auf der als Nachfolger des
Thunderbird-Kerns des Athlon nicht mehr der Mustang steht , sondern der Palomino
. Ebenso verschlossen wie das 1,5-GHz-System blieb ein Dual-Prozessor-Rechner
auf Basis des 760MP-Chipsatzes , der unter Windows 2000 einige Rendering-Demos
vorführte . Zudem sei das Produkt ja gar nicht angekündigt , also könne es
sowieso keine Verzögerungen geben . Zum Standort einer neuen Fab wollte AMD sich
nicht weiter äußern . Die Erweiterung der Fab30 in Dresden solle übrigens nicht
direkt die Kapazität der Fab erhöhen , sondern AMD wolle nur einen weiteren
Produktionsschritt nach Dresden verlagern , was eine Zwischenstufe einsparen
würde . Comdex : DDR-SDRAM-Systeme für AMD und Intel Transcend sieht sich als
Anbieter von Komplettlösungen für DDR-SDRAM-Systeme ( Double Data Rate SDRAM )
und liefert Mainboard und Speicher aus einer Hand . Tatsächlich lief am
Comdex-Stand des Herstellers eine Demonstration von zwei DDR-Systemen , eines
mit dem lange erwarteten Ali-Chipsatz ALiMAGiK 1 für die AMD-Prozessoren , das
andere mit dem VIA Apollo Pro 266 für Intel-CPUs . Die entsprechenden Boards
will Transcend in wenigen Wochen ausliefern . Schon lieferbar sei der zugehörige
Speicher , eben die DDR-Module . Transcend bietet Module mit 64 , 128 und 256
MByte und einer CAS-Latency von 2,5 an ; im ersten Quartal 2001 sollen die
512-MByte-Module folgen . Der Preis liegt derzeit noch über dem von
PC133-Modulen , doch schon im nächsten Jahr könne diese Differenz nahe Null
liegen , erklärte George E. Linardatos , der Leiter der deutschen Niederlassung
von Transcend . Weiterhin führte Transcend Compact-Flash-Module mit 256 MByte
Speicher im flachen Flash-1-Format vor . Comdex/Linux : Küsschen , Schüsschen
und etwas Stüsschen Man kann ihn als Zauberer anziehen , ihm als Punk die
rasierten Kopffedern grün färben oder ganz einfach als Zielscheibe für den
Abschuss mit Plastikpfeilen freigeben . Nun ist es nicht neu , dass das
Linux-Maskottchen Tux das Opfer falscher Kreativität ist . Wirklich neu waren
die Schlangen von Messebesuchern , die sich eine Stunde lang bei Chilliware
anstellten , um ein abwaschbares Pinguin-Tattoo auf die Backe geklebt zu
bekommen . Diese Firma , die die Slogans wie " I Smash Windows " und " Apples
have Worms " als Markenzeichen angemeldet hat , stellte auf der Comdex Produkte
vor , die für den einfachen Benutzer wichtig sind , etwa einen Kontaktmanager
als Mischung von ACT! und Microsoft Outlook . Wer das Tattoo auf der Backe hatte
, bekam von einer hübschen Pinguinin ein Küsschen auf die andere . In einem
kleinen Boxring kämpfte eine kleine hektische Büroklammer gegen einen etwas
dümmlich dreinblickenden Geist namens Kandu . Selbiger ist laut Epitera ein
intelligenter Assistent , der neuen Linux-Benutzern den Einstieg in das System
so erleichtern soll , wie es die Büroklammer bei Microsoft tut . Hier könnte man
von einem klassischen Fall der Negativwerbung reden , weil jeder MS-Nutzer
besagte Klammer hasst , aber nein , das Publikum goutiert die Analogie . Linux
wird kreischend bunt : Im nächsten Jahr muss wohl Bette Midler den Desktop
vorführen , mit dem Gnome oder KDE gewonnen haben . Etwa 60 Neuvorstellungen von
eigens für den Normalanwender geschriebenen Programmen zeigten , wo Linux Fuss
zu fassen beginnt . Die bunte Vielfalt zeigte freilich auch ein Problem der
neuen Linux-Seligkeit , die Gnome-Entwickler Manuel de Icaza in seiner Keynote
am Rande ansprach : Es gibt keinen verbindlichen Style-Guide für die Oberfläche
. So enstehen Programme , die Benutzerführung mit Benutzerverirrung verwechseln
. Im Zweifel dann doch für den DAU oder gar für Microsoft , das einen
einheitlichen Windows-Desktop vorgeschrieben hat ? Auf die Kirmesatmosphäre der
Linux-Halle reagierte offensichtlich zumindest eine Fraktion allergisch : Die
Slashdot-Truppe , die noch im letzten Jahr mitten in einer wesentlich kleineren
Halle herumfläzte , zog angesichts des Rummels nach Angaben des Veranstalters
kurzerhand aus . Clinton : Zahl der Internet-Nutzer vervierfachen Der scheidende
US-Präsident Bill Clinton hat dazu aufgerufen , die Verbreitung des Internets
weiter zu fördern . Zugang zum weltweiten Datennetz sei eine Voraussetzung für
den elektronischen Handel . " Wer sich von der Globalisierung ausschließt ,
verzichtet auch auf ihre Erträge " , mahnte Clinton . Außerdem forderte Clinton
eine neue Welthandelsrunde zum frühestmöglichen Zeitpunkt . Nach dem Scheitern
der Runde in Seattle vor knapp einem Jahr sollten die nächsten Gespräche im
Rahmen der Welthandelsorganisation ( WTO ) " so bald wie möglich " im Jahr 2001
aufgenommen werden , sagte er vor Wirtschaftsführern in dem südostasiatischen
Sultanat Brunei weiter . Die APEC-Außen- und Handelsminister hatten ebenfalls
für eine neue Welthandelsrunde ausgesprochen , ohne einen konkreten Termin zu
nennen . Chinas Präsident Jiang Zemin warnte vor einer Vorherrschaft der
Industrie- und Hochtechnologie-Staaten bei der Globalisierung . Dies würde dazu
führen , " dass die Kluft zwischen Nord und Süd immer größer wird " , sagte
Jiang . Die APEC könne helfen , Schaden zu vermeiden . Auch Clinton sprach sich
für eine Fortsetzung des APEC-Prozesses zur Liberalisierung des Handels in der
Region aus . " APEC hat etwas erreicht " , betonte Clinton . Ein Jahr vor der
Gründung des Forums 1989 hätten noch mehr als die Hälfte der Mitglieder ihre
Märkte mit Zollschranken von zehn Prozent und mehr abgeschirmt . Inzwischen
treffe dies nur noch auf vier Länder zu . Neben den USA , China , Russland und
Japan gehören der APEC unter anderem noch Kanada , Südkorea , Hongkong , Taiwan
, Chile und Indonesien an . Die Deutsche Telekom muss künftig ihren Konkurrenten
einen Pauschaltarif für den Internetzugang gewähren . Internet-Provider und
Online-Anbieter wie AOL setzten sich damit gegen den Bonner Telefonriesen durch
. Nach einem Bericht der Deutschen Presseagentur , der sich mit heise online
vorliegenden Informationen deckt , wurde die Entscheidung am heutigen
Mittwochabend von der dritten Beschlusskammer der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) gefasst . Offiziell soll die Entscheidung
erst am morgigen Donnerstagnachmittag bekannt gegeben werden . Den Preis , den
die Telekom dafür fordern kann , bestimmte die RegTP nicht ; die Gebühren , die
der Ex-Monopolist festlegt , muss er dann auch seiner Tochter T-Online berechnen
. Gegenwärtig kassiert das Unternehmen bei den Online-Anbietern rund 1,5 Pfennig
im Minutentakt . Internet-Provider wie AOL fordern seit längerem eine pauschale
Berechnung der Vorleistungen , die ihnen die Telekom in Form von
Leitungskapazitäten zur Verfügung stellt . Die Begründung : Nur mit einer
Großhandelsflatrate könnten sie Pauschaltarife wirtschaftlich kalkulieren . Die
Telekom bevorzuge gegenwärtig ihre Tochtergesellschaft T-Online , die einen
Pauschaltarif von 79 Mark monatlich anbietet . Wie sich die Entscheidung auf die
Tarife für den Internet-Zugang in Deutschland auswirkt , bleibt abzuwarten :
Entscheidend dafür ist , welche Pauschaltarife die Telekom zukünftig von den
Konkurrenten verlangt . Davon ist abhängig , wie Provider ihre Flatrate-Angebote
gestalten , um halbwegs wirtschaftlich arbeiten zu können . Karsten Meinke ,
Unternehmenssprecher von AOL , zeigte sich gegenüber heise online hocherfreut
von der Entscheidung , wollte aber noch keine konkrete Stellungnahme abgeben ,
da er die Details der RegTP-Entscheidung noch nicht kenne : " Aber eines steht
fest , Sinn macht die Entscheidung nur , wenn dabei ein monatlicher
Flatrate-Tarif von unter 50 Mark für die Endkunden herausspringt . "
Telekom-Sprecher Ulrich Lissek bezeichnete den Beschluss der Regulierungsbehörde
in einer ersten Reaktion als eine glatte Fehlentscheidung . " Das ist ein
Pyrrhussieg für die Verbraucher " . Sie führten somit in eine technologische
Sackgasse . Lissek sprach zugleich von einer Hängematte für die Wettbewerber ,
die nicht mehr unternehmerisch handeln müssten : " Das Kostenrisiko bleibt bei
uns " . Die Telekom hatte zuvor schon angekündigt , gerichtliche Schritte prüfen
zu wollen , wenn die Behörde eine Großhandels-Flatrate anordnet . Zu der
Entscheidung der RegTP siehe auch Flatrate : Telekom unterliegt auf der ganzen
Linie und den Hintergrundbericht Die Flatrate-Entscheidung gegen die Telekom ;
zu den Reaktionen der Deutschen Telekom siehe Telekom wehrt sich heftig gegen
Flatrate-Entscheidung sowie Flatrate von T-Online in Gefahr . Zulieferer sollen
für UMTS-Netze mitzahlen Mobilfunkanbieter wollen ihre Zulieferer in Zukunft
stärker dazu drängen , sich an den Kosten für die UMTS-Netze zu beteiligen . "
Die bisherigen Verhandlungen zeigen , dass die Ausrüster dazu bereit sind " ,
sagte Maximilian Ardelt , Vorsitzender der Geschäftsführung von VIAG Interkom ,
dem Wirtschaftsmagazin Focus-Money . Besonders das schwedische Unternehmen
Ericsson sei im Poker um die Milliardenaufträge zu großen Zugeständnissen bereit
. Fondsmanager diskutieren laut dpa deshalb bereits , ob sie die Aktien der
Hersteller mit einem UMTS-Abschlag belegen sollten . Nach der Versteigerung der
teuren Lizenzen in diesem Sommer waren die Bewertungen der Telekom-Unternehmen
herabgestuft worden . Mobilcom will sein UMTS-Netz 2002 als erstes Unternehmen
in Deutschland in Betrieb nehmen . Desillusion setzt bei vielen Analysten
inzwischen auch ein , da die theoretisch erreichbare Geschwindigkeit von 2
MBit/s bei UMTS nur unter idealen Bedingungen zustande kommt und sich beim Start
der ersten Netze kaum realisieren lassen wird . Der UMTS-Standard wird also
anfangs erheblich weniger Geschwindigkeit bei der Datenübertragung bringen , als
die Lieferanten angekündigt hatten - abhängig ist die in der Praxis erreichbare
Datenrate beispielsweise auch von der Entfernung zwischen Sendemast und
UMTS-Handy . Nach Angaben des Anlegermagazins Telebörse beziffert das Londoner
Analysehaus Durlacher Research Ltd. in einer demnächst erscheinenden Studie die
zu erwartenden Übertragungsraten auf " zwanzig bis vierzig Kilobit pro Sekunde "
. Auch das Marktforschungsunternehmen Gartner Group geht nach früheren Angaben
davon aus , dass die Übertragungsraten bei 128 kBit/s oder darunter liegen
werden . Ende Oktober erreichte Siemens erstmals eine Datenrate von 1,2 MBit/s
über eine UMTS-Verbindung - allerdings mit Technik , die nicht gerade
Handy-Format hatte . Für die Empfangsanlage war ein VW-Bus notwendig . Der
Durlacher-Analysten Falk Müller-Veerse meinte gegenüber dpa , UMTS leiste mit
den in der Praxis zu erwartenden Datenraten also nicht viel mehr als die
GRPS-Technik , die derzeit von Mobilfunkanbietern eingeführt wird . " Auf
Bewegtbild- und Videoübertragungen per Handy werden die Kunden deshalb noch
sieben Jahre warten müssen " , sagte Müller-Veerse . Comdex : DVD+RW verspricht
wiederbeschreibbare DVDs Der DVD+RW-Standard nimmt langsam Formen an : Philips ,
Ricoh und Hewlett-Packard wollen Mitte nächsten Jahres mit Geräten für diese
DVD-Technik auf den Markt kommen . Der Vorteil dieses Standards ist , dass alle
aktuellen DVD-Playern die damit beschriebenen Medien lesen können sollen . Die
DVD+RW-Laufwerke sollen mit allen CD- und DVD-Formaten zurecht kommen und
vielleicht sogar CD-R- und CD-RW-Medien beschreiben können . Zum
DVD+RW-Konsortium gehören weiterhin Firmen wie Sony , Mitubishi , Yamaha und
MCC/Verbatim . Allerdings drängen zwei weitere Standards für beschreibbare DVDs
auf den Markt : Hitachi , Panasonic und Toshiba propagieren DVD-RAM , Toshiba
kann sogar schon ein Laufwerk anbieten . Doch die Medien sind nur in
DVD-RAM-Playern lesbar , womit die Geräte eher proprietäre
Wechselplatten-Laufwerke darstellen , die quasi nebenbei auch CDs und DVDs lesen
können . Der dritte Standard , DVD-RW , zielt als Weiterentwicklung von DVD-R
eher auf reine Audio- und Video-Anwendungen und soll beispielsweise auf lange
Sicht VHS ersetzen . Die DVD-R/RW wird von Pioneer und Sharp unterstützt . Alle
drei Formate beschreiben einseitige DVDs mit einer Kapazität von 4,7 GByte .
Erweiterungen für zweiseitige Medien mit 9,4 GByte sind geplant . Die aktuelle
Situation ähnelt ein wenig der Zeit vor der Marktreife der beschreibbaren CD .
CD-Audio-Spieler hatten sich auf breiter Front durchgesetzt , die ersten PCs
waren mit CD-Laufwerken ausgerüstet . Die Konkurrenz unter den Wechselmedien war
groß : Magneto-optische Medien , Iomegas Zip und Jazz , das erfolglose
LS120-Laufwerk und einige andere Techniken wie Bandlaufwerke bevölkerten den
Markt . Doch die CD-R-Technik überrannte alles : Nun konnte der Anwender mit
seinem PC CDs erzeugen , die in seiner Hifi-Anlage ebenso funktionierten wie in
den PCs der meisten Bekannten . Den konkurrierenden Medien zur CD-R oder CD-RW
blieb der Massenmarkt versperrt und sie besetzten lediglich Anwendungsnischen .
Ähnlich könnte die Entscheidung zwischen den DVD-Standards aussehen : DVD+RW
könnte sich durchsetzen , weil die Medien in allen schon installierten
DVD-Spielern lesbar sein sollen . Doch wie schon beim Streit zwischen Beta , VHS
und Video 2000 wird die Entscheidung wohl nicht alleine aufgrund technischer
Argumente fallen , sondern eine politische Komponente besitzen . Das bestätigen
auch weitere Hersteller von DVD-Laufwerken , die bisher keinem der drei
Konsortien angehören . Gates auf der Comdex : Bill Gates , der seit 1985
ununterbrochen mit einer Keynote die Comdex in Las Vegas eröffnet hat ,
verkündete zum zwanzigsten Jubiläum der Messe den neuen Microsoft-Slogan : "
Empower people through great software everywhere , anytime on any device " . Als
Slogan mag die Aussage nicht so griffig wie sein das " Information at your
fingertips " , doch ist sie als moderat formulierte Kampfansage an die
amerikanische Justiz geschickt gewählt : Wer Microsoft an der Arbeit des
Empowerments ( auf Deutsch etwa " Befähigung " ) hindere , behindert alle
Anwender . Im Vordergrund der Präsentation von Gates stand das Personal Web ,
das unser aller Leben durchdringen soll . Gates demonstrierte , wie man einen
Ford Focus über die Website von Ford nach den persönlichen Wünschen
zusammenstellt . Anschließend ließ sich der passionierte Ferrari-Fahrer Gates
die Route nach Seattle anzeigen - die geöffneten Tankstellen wurden mit dem
aktuellen Benzinpreis eingeblendet . Da der Wagen nach 1000 Meilen zur ersten
Inspektion muss , suchte die Software selbstständig eine geeignete Werkstatt und
buchte einen Termin passend zur Fahrtzeit von Gates . Dieser Termin wurde
automatisch in den Scheduler von Outlook übertragen . Schließlich kaufte sich
Gates von einer Website die nötigen Songs zur Fahrt und ließ sie in den Wagen
überspielen . Die Demonstration rund um das Auto bekam grossen Beifall .
Technisch wurde sie von XML-formatierten Inhalten und Microsoft BizTalk
gesteuert . An neuer Hardware präsentierte Gates den neuen Compaq Consumer PC in
mattem Türkis und eine Reihe von MSN-basierten Personal Web Companions von Acer
, Philips und Thomson Multimedia . Diese Geräte arbeiten mit Windows CE und
starten direkt mit dem Browser MSN-Inhalte . Die herkömmliche Windows-Oberfläche
ist bei den Web Companions verschwunden . Gates Kritik an den Findings of Facts
des Richters Thomas Penfield Jackson im Kartellprozess gegen Microsoft blieb
moderat . Ein Video wurde eingespielt , in dem sich der Multimilliardär Gates
einen Gerichtsstreit um zwei Dollar mit dem Multimilliardär Warren Buffet
liefert . Gates verlor . Die härteste Kritik an der US-Regierung lieferte Gates
in seinen Kommentaren zur Exportkontrolle kryptografischer Software , die er als
" unsinnig " bezeichnete . Gates begrüßte die Lockerung des Exportverbotes und
betonte , dass Windows 2000 mit seiner 128-Bit-Verschlüsselung das sicherste
Betriebssystem sei , mit dem die Privatsphäre des Personal Webs richtig
geschützt werde . Unmittelbar vor der Gates-Rede präsentierte AMD den wartenden
Journalisten das EasyNow Platform Design rund um einen Legacy Free Computer ohne
ISA-Bus in dem matt-durchsichtigen Gehäuse-Look , den Apple kreiert hat . Die
EasyNow-Plattform arbeitet auf Basis des AMD-K6-2 und AMD-K6-III und kommt ohne
parallele , serielle und andere Schnittstellen aus . Diese Anschlüsse sind durch
USB ersetzt ; hinzu kommt ein Ethernet-Anschluss für Heimnetze . Comdex : Vor
400 Zuhörern eröffnete Robert Young von Red Hat die Linux Business Expo der
Comdex in Las Vegas . Offensichtlich hatten die Veranstalter mit weniger
Zuhörern gerechnet , denn eilends musste der Saal vergrößert werden . Young
lieferte keine Multimedia-Show , sondern eine Präsentation mit ein paar Slides
vom Laptop , die dem defekten LCD-Projektor zum Opfer fielen . Nach dem gerade
erfolgten Aufkauf von Cygnus begründete Young seinen Rücktritt vom Posten des
CEO bei Red Hat . Die eine ist es , die Effizienz von Linux zu steigern . Beide
Aufgaben zu erfüllen , ist viel zu kräfteraubend . Den überwiegenden Teil seiner
Präsentation verwandte Young darauf , die Übernahme von Cygnus zu erklären .
Weil der C- und C++-Compiler gcc der anerkannte Entwicklungsstandard der Branche
sei , habe sich Red Hat für die Übernahme entschieden , um das Wachstum auf der
Anwendungsseite zu fördern . Der nächste Schritt für Linux solle die Eroberung
der Anwender sein : Mehrfach betonte Young , dass die Qualität der Software über
die Marktanteile entscheide , nicht die Diskussion , ob Linux oder eine
Windows-Variante das bessere Betriebssystem sei . Als grosses Vorbild für die
Linux-Szene zitierte Young abschließend die Taktik von Ray Noorda . Als dieser
noch Chef von Novell war , erfand er das Modell der " Kooptation " , der
Konkurrenz bei gleichzeitiger Zusammenarbeit . Novell sei mit der Kooptation
gescheitert , weil dem Modell damals der Nährboden der Open Source gefehlt hat .
" Wir müssen zeigen , dass diese Kooptation in der Linux-Community möglich ist .
" Microsoft muss ebenfalls Gewinnwarnung ausgeben Die Börsianer waren schon
einige Tage der Ansicht , dass die unerwartete Weihnachtsflaute im PC-Geschäft
Microsoft in Mitleidenschaft ziehen könnte . Nun bestätigt der Softwarekonzern
die Befürchtungen : Microsoft gab am gestrigen Donnerstag nach Börsenschluss
eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das zweite Quartal des laufenden
Geschäftsjahres heraus . Damit reiht sich Microsoft in eine ganze Reihe von
Firmen ein , die die Branche mit Hiobsbotschaften zum Jahresende in die
Bredouille brachten . Gateway erwartet sogar rote Zahlen für das laufende
Quartal , ebenso wie Apple . Selbst Intel und AMD oder Branchenriesen wie Compaq
blieben nicht verschont , auch wenn diese Firmen nicht gleich in die Miesen
rutschten . Roten Zahlen erwartet nun auch Microsoft nicht gleich - immerhin
aber rechnet der Konzern mit um fünf bis sechs Prozent niedrigerem Umsatz und
Gewinn als bislang erwartet . Der Gewinn pro Aktie dürfte 0,46 Dollar bis 0,47
US-Dollar erreichen , hieß es in Redmond . Microsoft-Finanzchef John Connors
verwies auf die gegenwärtige Wirtschaftsschwäche . Dies hat nach seinen Angaben
zu einer Verlangsamung der PC-Verkäufe und der IT-Ausgaben der Unternehmen
geführt . Deshalb habe Microsoft seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das
laufende Quartal und den Rest des Geschäftsjahres angepasst . Das sind ebenfalls
fünf Prozent weniger als die bisherigen Erwartungen . Der Gewinn pro Aktie
dürfte bei 1,80 bis 1,82 US-Dollar liegen . Die Börse hatte für das
Geschäftsjahr mit 1,91 Dollar je Aktie gerechnet . Im nachbörslichen Handel gab
der Kurs bei vergleichsweise hohem Handelsvolumen noch einmal um über 6 Prozent
auf 52,06 US-Dollar nach . Das 52-Wochen-Hoch erreichte das Papier am 30.
Dezember letzten Jahres mit 119,93 US-Dollar . Oracle freut sich über gestiegene
Umsätze und Gewinne Larry Ellison wird sich die Hände reiben : Am gleichen Tag ,
an dem Microsoft für das laufende Quartal eine Umsatz- und Gewinnwarnung
ausgeben musste , legte Oracle die Geschäftszahlen für das zweite Quartal vor .
Der Gewinn pro Aktie lag bei 11 Cent ; die Wall Street hatte 10 Cent pro Aktie
erwartet . Besonders erfreut zeigte sich Oracle-Chef und Microsoft-Erzfeind
Larry Ellison über die stärker werdenden Umsätze mit Anwendungssoftware , die
mit Internet-basierten Business-Anwendungen das reine Datenbankgeschäft in
Zukunft weit stärker als bisher ergänzen soll . An solchen Zahlen fand
offensichtlich auch die Börse trotz der momentan angesagten schlechten Stimmung
nicht viel auszusetzen . Im nachbörslichen Handel kletterte der Kurs der
Oracle-Aktie um 3,18 Prozent auf 28,38 US-Dollar ; das Papier wurde nach der
Microsoft-Aktie am häufigsten gehandelt . Brasilien geht online und lässt Europa
hinter sich Brasilien geht online . Das seien 70 Prozent der
lateinamerikanischen Internetnutzer , heißt es im Außenministerium von Brasilia
. Im reichen Süden werden dafür selbst in manchen Elendsvierteln von Rio de
Janeiro oder Sao Paulo , den " Favelas " , Internet-Cafes zur Ausbildung von
Jugendlichen genutzt . " Die Internetbegeisterung ist hier gewaltig " ,
berichtet der Direktor des Startup-Förderers VentureLabs Brasil ( Campinas ) ,
Rolf Leeven , in Sao Paulo der dpa . Der Staat geht mit gutem Beispiel voran .
Valdemar Carneiro Leao , Leiter der Wirtschaftsabteilung im Außenministerium von
Brasilia , spricht von einer Internetrevolution . " Wir haben unsere Ministerien
und Ämter vernetzt " , sagt er . " Das geht nicht nur um Home-Pages und E-Mail ,
sondern um Online-Verwaltung und öffentliche Angebote im Internet . " Außerdem
forciert der Staat den Ausbau des Glasfasernetzes in dem riesigen Land . Viele
Schulen wurden nach offiziellen Angaben mit Internetanschluss ausgestattet .
Lehrer in entlegenen Gebieten werden über das Netz weitergebildet . Auch
Internet-Fernsehprogramme sprießen wie Pilze aus dem Boden . Mitarbeiter des
Projektes Favela Bairro , mit dem Elendsviertel von Rio zu " normalen "
Stadtvierteln aufgewertet werden sollen , verweisen auf Erfolge bei der
Jugendarbeit am PC . Mit der Arbeit am Bildschirm seien viele Jugendliche
erheblich stärker als zum Beispiel mit Handwerksarbeiten zu motivieren , sich zu
qualifizieren , um sich aus dem Elend zu befreien . Die Projekte konzentrieren
sich allerdings auf übersichtliche kleine Favelas - in den großen ist die Angst
der Helfer vor der Drogen- und Gewaltkriminalität zu groß . Bei ihrem Sprung in
die virtuelle Welt der Zukunft setzen die Brasilianer auf eigene Kraft . Wie
beim Aufbau der eigenen lukrativen Flugzeugindustrie ( Embraer ) standen
längerfristige Investitionen in das Hochschulwesen Pate . Zudem greift der Staat
Firmengründern direkt unter die Arme . Mit bis zu 300.000 Real ( 360.000 Mark )
können " Startups " für den Anschub rechnen . " Was fehlt , ist Venture-Kapital
für die zweite Phase " , sagt Leven . " Die Banken sind zu vorsichtig . "
Brasilianische Softwarefirmen finden mittlerweile den Weg auf den Weltmarkt .
Die Firma GDM Informatica aus der Technologiestadt Campinas beschäftigt 1.000
Mitarbeiter . Der Anbieter von Software für Banken und Großunternehmen hat mit
40 Mitarbeitern auch den Sprung nach Deutschland gewagt . US-Firmen wie Motorola
und Compaq haben in Brasilien eigene Produktionen aufgebaut - und werben
Fachleute mit lukrativen Angeboten nach Kalifornien ab . Was fehlt , seien die
Deutschen , klagt Carneiro Leao . Wie schon bei der Privatisierung der
Telefonunternehmen und Banken halten sich die deutschen Unternehmen bei
Investitionen in andere Wachstumsbranchen zurück . Bei den ausländischen
Beteiligungen am brasilianischen Privatisierungsprogramm in den Jahren 1991 bis
2000 ist der Anteil der Deutschen mit 0,1 Prozent kaum noch erkennbar . Dafür
kommen US-Amerikaner , Portugiesen und Spanier in Scharen . Auch der führende
brasilianische Internetanbieter Terra , der den US-Weltmarktführer im Land weit
hinter sich gelassen hat , ist fest in iberischer Hand - nämlich der der
Telefonica . Streit um multilinguale Domains steht ins Haus Streit um
chinesische Domainnamen steht seit der vergangenen Woche ins Haus , nachdem der
Direktor des China Network Information Center ( CNNIC ) in Hongkong noch einmal
auf Chinas besondere Rolle bei der Einführung chinesisch-sprachiger Domains
verwiesen hatte . Chinas Behörden hatten verschnupft darauf reagiert , dass
derzeit Provider in Hongkong und Peking chinesische Adressen für .com ( Network
Solutions NSI ) und die chinesische Variante .com.cn ( CNNIC ) nach
unterschiedlichen Systemen registrieren . In einem Abschlussbericht zur ersten
chinesischen Tagung zur Registrierung chinesischer Domains in Peking
beschwichtigt nun Hu Qiheng , Vizevorsitzender der Chinesischen Akademie der
Wissenschaften : Mit einem gemeinsam mit Taiwan , Hongkong und Macao gegründeten
Konsortium ( CNDC ) und einer erfolgreichen Testphase hofft man , einem
künftigen Standard bei der Kodierung der Zeichen und den Vergaberichtlinien
möglichst nahe zu kommen . Klensin , der im Oktober in Peking zu Gast war ,
hatte den Start des NSI-Tests Mitte November als verfrüht bezeichnet . Eine
spezielle Arbeitsgruppe der IETF arbeitet derzeit an einem Standard ; im Moment
liegen ein halbes Dutzend verschiedene Vorschläge auf dem Tisch , wie die
Nicht-ASCII-Zeichen im DNS übersetzt werden sollen . James Seng von i-DNS ,
einem Unternehmen , das mehrsprachige Registry-Systeme anbietet , berichtete in
Los Angeles , dass allein sein Unternehen mit vier verschiedenen Lösungen bei
unterschiedlichen Registraren arbeitet . Seng , Mitglied der IETF-Arbeitsgruppe
, bekundete ebenso wie NSI , man werde sich an einen verbindlichen Standard
halten , sobald die IETF sich für einen entschieden hat . NSI sprach ebenfalls
von einer enormen Nachfrage . Grundsätzlich dürfte das chinesische NIC mit der
Einführung der chinesisch-sprachigen Domains die Hoffnung verbunden haben ,
nicht mehr ganz so viele Kunden an den .com-Bereich zu verlieren . Dieses Motiv
dürfte auch hinter den vom chinesischen Ministerium für die
Informationsindustrie ( MII ) für Ende des Jahres angekündigten Preissenkungen
bei der Registrierung der .cn-Domains stehen . Ernsthaft lasse sich allerdings
der gerne von offizieller Seite erhobene hoheitliche Anspruch auf alles
Chinesische nicht aufrechterhalten , sagen chinesische Experten hinter
vorgehaltener Hand . " Wir wollen keineswegs die chinesischen Adressen unter
.com regulieren , wir wollen einfach nur , dass chinesische Adressen aus Taiwan
, Hongkong , Macao und China ihren ordnungsgemäßen Platz im Gesamtsystem
bekommen " , kommentierte Hu . In Los Angeles hatte Chinas Regierungsvertreter
im Regierungsbeirat ( GAC ) der ICANN gemeinsam mit europäischen Vertretern für
die Verabschiedung einer Aufforderung an die Domainverwalter gesorgt , nach der
bei Einführung mehrsprachiger Domains die Regierungen der betroffenen Länder in
die Diskussion einbezogen werden müssten . Völlig ungeklärt sind auch noch
Fragen wie die nach der Schlichtung von Streitigkeiten um Domains . Dem CNNIC
wurde von amerikanischer Seite vorgeworfen , dass es keine Dispute Resolution
Policy gebe . In China werde man nur an die Gerichte verwiesen . Ein Vorschlag
für eine chinesische Dispute Policy findet sich aber derzeit auf der Seite des
CNNIC . Als Schlichterstelle ist bislang die " Wirtschafts- und
Handelskommission für Schlichterverfahren " benannt . Deren Vizevorsitzender
Yong Li erklärte auf der Konferenz zum chinesischen Domainsystem , beim
Ausgleich der Interessen des Domaininhabers und des Markeninhabers müsse der
öffentliche Nutzen im Vordergrund stehen , der Markenschutz im Domainbereich
dürfe nicht stärker sein als im allgemeinen Recht . Im asiatischen
Domaingeschäft müssen dabei eine ganze Reihe für westliche Domaininhaber und
Markenrechtler unbekannte Probleme gelöst werden : Gilt der Schutz eines Namens
für verschiedene Schreibvarianten wie klassisches und vereinfachtes Chinesisch ?
Und wie regelt man konkurrierende Ansprüche auf eine Zeichenkombination , die es
auf Grund historischer Verwandschaften gleichermaßen in Chinesisch , Japanisch
und Koreanisch gibt ? Cisco kauft Mobilfunkentwickler Zum 22. Mal hat Cisco in
diesem Jahr zugeschlagen und erfüllt damit die Voraussagen von Firmenchef John
Chambers : Das Unternehmen ist spezialisiert auf Mobilfunkentwicklungen , die
IP-Netze über diverse Funk-Standards wie CDMA und GSM ermöglichen . Außerdem
arbeitet ExiO an IP-Anwendungen für UMTS-Netze . Nach eigenen Angaben bieten die
Produkte von ExiO integrierte Lösungen für Daten- und Sprach-Kommunikation über
Mobilfunknetze . Cisco will mit der Übernahme von ExiO künftig eine wichtige
Rolle beim Aufbau der Mobilfunknetze einnehmen . Man werde mit entsprechenden
Produkten erste Schritte in diesem Markt unternehmen , hieß es bei dem
Marktführer für Internet-Router . Kurzfristig will Cisco die ExiO-Technik nutzen
, um seinen eigenen IP-Lösungen Beine zu machen : Mobiles Internet und
IP-Anwendungen für Mobilgeräte sollen sich künftig auch mit Produkten von Cisco
realisieren lassen . Tatort Internet : Kinderpornografie und Rassismus nehmen zu
Wenn der Kriminalhauptkommissar Holger Kind über Kinderpornografie im Internet
berichtet , ist er von einer Zahl sichtlich berührt . Rund 840.000 Zugriffe auf
eine einzige Homepage mit 60 kinderpornografischen Fotos zählte das
Bundeskriminalamt ( BKA ) im Sommer dieses Jahres - an nur einem Tag . Selbst
wenn jeder einzelne Nutzer tatsächlich jedes der Fotos angeklickt hätte , dann
hätten noch immer etwa 14.000 Surfer diese Seite besucht , rechnete der Beamte
vom BKA auf einer Tagung am gestrigen Donnerstagabend in Mainz vor . In "
einschlägigen Internetzirkeln " sei zuvor massiv für diese Homepage geworben
worden , die vom ahnungslosen Internetprovider daraufhin gesperrt wurde . Eine
eigens zur Verfolgung dieser Straftaten gegründete BKA-Abteilung habe im
Vergleich zu 1998 rund 1.000 dieser Homepages zusätzlich aufgespürt . In dieser
vermeintlichen Anonymität des weltumspannenden Netzes wähnen sich Anbieter und
Kunden in Sicherheit . Zahlreiche vom Ausland eingespeiste Angebote erschweren
den deutschen Behörden die Strafverfolgung . Nach Erkenntnissen des BKA stammen
knapp 15 Prozent der an deutsche Konsumenten gerichteten Angebote auch
tatsächlich aus der Bundesrepublik . Fast die Hälfte der vom BKA im vergangenen
Jahr ermittelten Homepages würden dagegen über amerikanische Provider angeboten
, obwohl auch in den USA Kinderpornografie strafbar sei . Die Verfolgung der
Täter in den USA von der amerikanischen Polizei werde von den deutschen Beamten
mit Hinweisen auf entsprechende Angebote unterstützt und sei zudem problemlos ,
betont Kind . Jedoch sei die eigenständige Ermittlung von deutschen Behörden
durch Rechtshilfeersuchen weiterhin sehr bürokratisch und aufwändig . Das
beklagt auch der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin ( FDP ) .
Vernehmungen von Opfern und Zeugen im Ausland müssten auf diplomatischem Weg
angefordert und übermittelt werden . Mit einigen Staaten in Latein- oder
Südamerika gebe es bislang noch überhaupt keine Verträge über die Rechtshilfe
bei Straftaten , sodass Ermittlungen in diesen Ländern nahezu unmöglich seien .
Besondere Schwierigkeiten in den USA bereitet deutschen Behörden vor allem die
Suche nach Anbietern nationalsozialistischer Propaganda . Die Mainzer
Zentralstelle der 16 Bundesländer für den Jugendschutz im Internet ,
jugendschutz.net , beanstandete in diesem Jahr rund 2.000 jugendgefährdende
Homepages , von denen mehrere hundert rassistische Inhalte hatten . Von diesen
oftmals sehr professionell gestalteten Seiten stammten die meisten aus den USA ,
die dort wegen der Meinungsfreiheit geschützt seien , berichtet Friedemann
Schindler von jugendschutz.net . Jedoch habe auch die Zahl kinderpornografischer
Angebote stark zugenommen . Die Fotos missbrauchter Kinder werden von den Kunden
nach Erkenntnissen des BKA in der Regel zu mehreren tausend " gesammelt " .
Server mit bis zu 70.000 Bildern seien keine Seltenheit , meinte Kind . In
speziellen Internet-Communitys würden die Aufnahmen wie Briefmarken zumeist
kostenlos untereinander getauscht . Nur selten seien die Anbieter organisiert
und verfolgten mit dem Handel kommerzielle Interessen . Zudem fehle den Tätern
oftmals jegliches Schuldbewusstsein . Zahlreiche der rund 1.900 im vergangenen
Jahr wegen Besitzes oder Verbreitung von Fotos gefassten Täter , von denen mehr
als 96 Prozent Männer seien , hätten Neugier als Motiv angegeben . Schweden
vergibt vier UMTS-Lizenzen Schweden vergibt am Wochenende vier UMTS-Lizenzen für
die dritte Mobilfunk-Generation . Wie die Post- und Telekommunikationsaufsicht
am Freitag in Stockholm bestätigte , wird die Entscheidung für vier von
insgesamt zehn Bewerbern am Samstag bekannt gegeben . Die Regierung hat die
Lizenzen nicht wie in Deutschland versteigern lassen , sondern sich wie auch die
Nachbarn in Norwegen für einen " Schönheitswettbewerb " ( Beauty Contest )
entschieden , bei dem die Behörden unter den Bewerbern auswählen , die dann
kostenlos eine Lizenz erhalten . Für die UMTS-Lizenzen in Schweden haben sich
unter anderem auch die Deutsche Telekom , France Telecom , die britischen
Unternehmen BT ( British Telecom ) und Vodafone , Schwedens größte
Industrieholding Investor AB , der norwegische Medienkonzern Schibsted sowie der
schweizerisch-schwedische Industriekonzern ABB beworben , die jeweils mit
mehreren Bewerbern zusammenarbeiten . Schweden liegt in internationalen
Statistiken über die Verbreitung von Mobiltelefonen und Internetanschlüssen
stets auf den ganz vorderen Plätzen . Startup-Szene wählt " Bremsklotz des
Jahres " Die Spatzen pfeifen es von den Dächern : Es will momentan nicht so
richtig vorangehen mit der " New Economy " , die man übrigens wieder in
Anführungsstrichen schreiben darf . Liegts an den abgekupferten Ideen der
Gründer , hartherzigen Investoren , die den " Boygroups " mitten im Rennen das
Gas abdrehen , oder an bösen Analysten , die Potenziale verkennen ? Die
Startup-Szene hat jetzt jedenfalls einen Sündenbock ausgemacht und den
Bremsklotz des Jahres gewählt . Verliehen wurde der Ehrentitel auf der Berliner
Christmas-Party des Silicon-City-Clubs , dem Unternehmen wie 12snap , 4students
, allmax , ciao.com , datango , Jamba! , KinderCampus , meOme , paybox oder
Webmiles angehören . Dass der Größenwahn der New Economy auch in einigen Firmen
des Silicon City Clubs grassiert(e) , verschwiegen die Organisatoren
geflissentlich . David , der 39 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte ,
hatte es vorgezogen , der Preisverleihung fernzubleiben . Damit das Goldstück
noch bis Weihnachten ankommt , scheut der Silicon City Club nun keine Kosten und
Mühen und schickt ihm den Klotz per UPS . " Das wird teuer " , rechnet Schering
, doch die Lokalpresse in Frankfurt , dem Heimatort von Gigabell , werde das
PR-Event sicher zu schätzen wissen . Dass auch die Startups des Networking-Clubs
in diesen harten Tagen jeden Pfennig dreimal umdrehen müssen , zeigte die
Tatsache , dass sie nicht einmal für die kostenlose Versorgung ihrer Party-Gäste
mit Getränken hatten aufkommen können . Glücklich konnte sich da schätzen , wer
zuvor beim " Start-Event " des von Grundig aufgezogenen Dot.Coms Eventstoday in
den ehemaligen NSA-Abhöranlagen auf dem Berliner Teufelsberg vorbeigeschaut
hatte . Dort wurden die dünn gesäten Stars zumindest mit " Fingerfood " und Sekt
versorgt . Knapp verpasst hat die ungewöhnliche Weihnachtsüberraschung in Form
des Bremsklotzes Telekom-Chef Ron Sommer , der wegen seiner " halsstarrigen
Ausnutzung des Quasi-Monopols im Telefonnetz " und der sich daraus ableitenden
hohen Surfpreise auf die Liste gesetzt worden war . Ihm hätten 35 Prozent der
Silicon-City-Mitarbeiter die Ehre gegönnt , als Netzverhinderer Nummer eins
dazustehen . " Ehrennominierungen " erhielten außerdem Bundesfinanzminister Hans
Eichel auf Grund seiner Vorstöße in Richtung Bitsteuer und Besteuerung des
Surfens am Arbeitsplatz sowie Bundesbildungsministerin Edelgard Buhlmann , die
nach Meinung der Internet-Gründer vor allem durch " unterlassene Hilfeleistung "
bei der Internet-Ausbildung der Jugend in den letzten Monaten geglänzt habe .
Auf dem Kiecker hatten die Silicon-City-Firmen auch Andy Müller-Maguhn , der
nach seiner Wahl in den ICANN-Vorstand im Oktober " nichts , aber auch gar
nichts " für die New Economy in Europa getan und sich mit seinen ständigen
Tiraden rund um die Unsicherheit im Netz sogar noch als kontraproduktiv für die
Internet-Wirtschaft entpuppt habe . Diese Meinung der Jury übersprang bei der
Abstimmung allerdings nur knapp die Fünf-Prozent-Hürde . Die Initiative D21 und
das Bundesministerium für Familie , Senioren , Jugend und Frauen ( BMFSFJ )
wollen erreichen , dass mehr junge Frauen in der IT-Branche aktiv werden .
Frauen seien trotz immer besserer Qualifikation kaum in IT-Berufen vertreten ,
erklärten das BMFSFJ und D21 . Die Initiative ist ein Zusammenschluss von über
200 Firmen , um " die Transformation von der Industrie- zur
Informationsgesellschaft in Deutschland zu beschleunigen " , wie es in der
Selbstbeschreibung des gemeinnützigen Vereins heißt . Der Anteil der Frauen in
Ausbildungsberufen der IT-Branche liege bei nur 14 Prozent , und beim
Studiengang Informatik seien lediglich 17 Prozent der Studienanfänger weiblich ,
erklärte Bundesfamilienministerin Christine Bergmann : Diese eingeschränkte
Berufswahl wirke sich nachteilig auf Arbeitsmarktchancen und Gehälter der Frauen
aus , meinte Bergmann . Gottfried Dutiné , Geschäftsführungsvorsitzender von
Alcatel Deutschland und Leiter der D21-Arbeitsgruppe " Frauen und IT " ,
erläuterte , das vorherrschende Bild vom Informatiker als einem " weltfremden
Hacker " entspreche längst nicht mehr der Wirklichkeit . Jungen Frauen werde zu
selten geraten , IT-Berufe zu wählen . Nach Untersuchungen der Arbeitsgruppe
liege dies am Image der Berufe und an Informationsdefiziten bei Schülerinnen und
Schülern . Eine Image- und Aufklärungskampagne sei daher der Schwerpunkt der
Arbeit des nächsten Jahres . Bergmann kündigte an , den Frauenanteil an
IT-Berufsausbildungen und im Informatikstudium bis 2005 auf 40 Prozent steigern
zu wollen . Juristischer Streit um Politiker-Gästebuch im Internet Auf
Volksverhetzung und Beleidigung lautet eine bei der Berliner Staatsanwaltschaft
vorliegende Anzeige gegen den Bundestagsabgeordneten der Grünen , Cem Özdemir .
Nachdem wochenlang rassistische Äußerungen gegenüber deutschen
Kampfhundebesitzern im Internet-Gästebuch zugelassen worden seien , habe er
Anzeige gegen Özdemir und die Autoren der Äußerungen erstattet , sagt der Autor
der Anzeige . Er betreibt nach eigenen Aussagen einen Presseinformationsdienst
für Aktivisten der Kampfhunde-Schützer und hatte direkt im Gästebuch des
Politikers für die Anzeige geworben . Außerdem wird von der
Kampfhunde-Aktivisten-Seite www.maulkorbzwang.de und inzwischen auch im
Gästebuch der Region Ludwigsburg , dem Wahlkreis von Özdemir , zur Nachahmung
aufgerufen . Birgit Laubach , grüne Justiziarin , kann keine strafrechtlich
relevantes Verhalten bei Özdemir erkennen . Eine Inhaltshaftung für offene
Gästebücher im Internet besteht ihrer Meinung nach nicht . Inzwischen habe sich
auch bei den Gerichten die Auffassung durchgesetzt , dass man für strafbare
Äußerungen auch im Internet nur dann hafte , wenn man sie sich zu Eigen mache .
Bei den Grünen wird nun vielmehr gerätselt , ob es sich bei der Anzeige um einen
Teil einer wohlgeplanten Kampagne gegen Özdemir handelt . Das Gästebuch wurde
nach der Anzeige vom Netz genommen . " Wir haben das Gästebuch der
Staatsanwaltschaft in Berlin zur Verfügung gestellt " , erklärte Laubach . Die
beanstandeten Äußerungen waren offensichtlich das Ergebnis eines erbitterten auf
der Site ausgetragenen Streits deutscher Kampfhundebesitzer und türkischer
Kampfhundegegner nach einer Rede , in der sich Özdemir gegen die Haltung von
Kampfhunden ausgesprochen hatte . Nach Darstellung des Webmasters und einer
Grünen-Sprecherin hatte sich die Diskussion zwischen beiden Lagern
hochgeschaukelt , die Anzeige betrifft jedoch offensichtlich vor allem folgende
Äußerungen : Ihr hasst die tuerken und wir euch . Und deshalb geht es euch daran
, wo es euch besonders trifft : deutscher scheisshund ! Wenn mal einer von uns
etwas passiert dann macht ihr nix , nur wenn es eurem Hund drangeht , dann fangt
ihr an zu heulen !!!! ? . Kurz nachdem das Gästebuch Ende November zum ersten
Mal aus dem Web genommen wurde , wurde es durch einen Besucher wieder geöffnet
und die Diskussion begann von neuem . " Eine technische Panne , weil wir nicht
sofort den kompletten Ordner aus dem Web genommen haben " , sagt Özdemirs
Webmaster Adil Oyan . Über eine aus dem Cache heraus gestartete Anwort an einen
Forumsbeitrag sei die Funktion wieder eingerichtet worden . Nicht nur Özdemir
steht auf der schwarzen Liste der Kampfhundeaktivisten . Auf der
Maulkorbzwang-Seite finden sich neben Musterklagen , Faxnummern und
Kontaktadressen auch mehr als ein Dutzend Internet-Gästebuchadressen von
Politikern . Sprachlich sind die Kampfhunde-Aktivisten auch nicht gerade
zimperlich : Der hessische Innenminister wird beispielsweise als "
Möchtegern-Massenmörder " bezeichnet . Den von den Grünen vermuteten
Zusammenhang zu rechtsradikalen Thesen lehnen die Kampfhunde-Aktivisten rigoros
ab . Doch ganz von der Hand zu weisen ist er nicht immer , wie einige Aussagen
auf der zum Entsetzen der Otto-Normal-User für die Debatte genutzten
Ludwigsburger Seite nahelegen können : Wir Deutschen werden nun dafür bestraft
das ein Türke seinen Hund so ausgebildet hat . Ich persönlich möchte nicht in
einem Deutschland leben das von Türken regiert wird . Vor diesem Hintergund ist
inzwischen nach Aussagen von Oyan auch das Bundeskriminalamt in Wiesbaden
eingeschaltet , das künftig strafrechtsrelevante Mails aus dem Gästebuch im
Rahmen der Personenschutzmaßnahmen für Özdemir bekommen soll . Bis Montag soll
Oyan nun den Ermittlern die gesicherten Gästebuch-Logfiles übergeben , er will
dies für die mit der Anzeige zusammenhängenden Einträge tun . Während man bei
der Staatsanwaltschaft in Berlin offensichtlich darüber nichts weiß ,
verweigerte eine BKA-Sprecherin jeglichen Kommentar . Die grüne Justiziarin
zeigte sich ebenfalls überrascht und wollte die Angelegenheit erst noch prüfen .
Laubach ist auch durchaus skeptisch , was die Überlegungen anbetrifft , das
Gästebuch in seiner Neuauflage durch ein cgi-Skript zu schützen , das Begriffe
wie " Türkenschweine " und " Nazischweine " durch ein kühles " zensiert "
ersetzt . Es habe sich aber in den vergangenen Monaten gezeigt , dass es ohne
Sicherheitsmaßnahmen nicht mehr gehe . Compaq und Novell erweitern
Zusammenarbeit Hochverfügbarkeitssysteme und Server-Cluster , Internet-Caching
und Directory Services : In diesen Bereichen sehen Compaq und Novell zentrale
Bestandteile ihrer bestehenden Partnerschaft , die sie nun noch ausdehnen wollen
. Compaq sei schon heute der wichtigste OEM-Partner für NetWare , erklärt Novell
: Durch den Ausbau der Zusammenarbeit hofft Novell , sich über die
Vertriebskanäle von Compaq vor allem bei kleineren und mittleren Firmen neue
Kundenkreise zu erschließen . Außerdem wollen die beiden Partner bei Support und
Entwicklung enger kooperieren . Gemeinsame Produktentwicklungen sollen vor allem
im Bereich der Directory Services stattfinden . Die NDS ( Novell Directory
Services ) portieren Compaq und Novell gemeinsam auf Tru64 , Compaqs Unix-System
. Der texanische Rechnerhersteller hat damit die Möglichkeit , die NDS auf
nahezu allen hauseigenen Systemen anzubieten : Vom Server mit Intel-Prozessoren
unter NetWare oder NT bis zum Alpha-System unter Tru64 oder NT . Und wenn Novell
die Ankündigung wahr macht , Anfang 2000 eine NDS-Version für Linux zu liefern ,
hat Compaq auch keine Schwierigkeiten mehr , die eigenen Linux-Angebote in das
NDS-Portfolio zu integrieren . Compaq ist bislang einer der Hauptpartner des
Softwareriesen aus Seattle , um NT bei mittleren und größeren Firmen als
Serversystem zu etablieren . Compaq hatte jedoch schon angekündigt , Windows
2000 nicht mehr auf die Alpha-Systeme zu portieren . Und die Firma kann mit den
NDS in absehbarer Zeit einen weitgehend ausgereiften Verzeichnisdienst auf allen
Serverbetriebssystemen anbieten , die für die hauseigenen Maschinen unterstützt
werden . Active Directory , die NDS-Konkurrenz von Microsoft in Windows 2000 ,
ist dagegen ein vor allem auf Windows-Systeme konzentrierter Dienst , der zudem
in der ersten Version etwa bei den Verwaltungstools noch einige Schwächen haben
dürfte . Da kommt das Angebot von Novell und Compaq mit " NDS überall " den
Bedürfnissen der Unternehmen eher entgegen - sehen sie sich doch in der Regel
mit heterogenen Landschaften konfrontiert , in denen Microsofts " Windows
everywhere " nicht so recht funktionieren will . Nortel : Einkaufsbummel für
High-Speed-Netze Nortel , zweitgrößter Hersteller von
Telekommunikationsequipment in den USA und Kanada , kauft für 3,25 Milliarden
US-Dollar Qtera , einen Spezialisten für High-Speed-Netze auf Glasfaserbasis .
Wenn heute die letzten Details ausgehandelt sind , steht einer der nächsten
Übernahmen im Markt für optische Hochgeschwindigkeitsnetze nichts mehr im Weg ,
berichtet der Wirtschaftsdienst Bloomberg . Qtera entwickelt Komponenten für
Glasfasernetze , die optische Übertragungen verbilligen sollen . Momentan muss
dies bei Punkt-zu-Punkt-Verbindungen in der Regel alle 400 bis 500 Kilometer
geschehen , teilweise noch öfter . Qtera verspricht nun , mit ihren Geräten
würden Regeneratoren nur noch alle 2400 Kilometer benötigt . Erste Tests bei
Qwest Communications in den USA scheinen diese Behauptung zu bestätigen . Qtera
hat zwar schon entsprechende Produkte entwickelt - bislang sind sie aber noch
nicht zu kaufen . Auch andere Firmen aus diesem Bereich sind noch nicht viel
weiter : So verspricht Corvis , Distanzen von 3200 Kilometer ohne Regenerator
überbrücken zu können , liefert aber bislang ebenfalls nur Testgeräte aus . Auch
Ciena will auf Strecken bis zu 5000 Kilometer ohne Auffrischung des Signals
auskommen ; ein Feldversuch ist aber erst im April 2000 geplant . Die Übernahme
von Qtera demonstriert die scharfe Konkurrenz im Markt für optische
Hochgeschwindigkeitsnetze . Vor allem Lucent , Nortel und Cisco sind unter den
Hauptbeteiligten , die um das lukrative Geschäft mit Geräten für schnelle
Internet- und Firmenbackbones wetteifern . Dabei kommt es für die Hersteller
nicht nur darauf an , mit immer neuen Bandbreitenrekorden zu glänzen , sondern
die High-Speed-Technik auch bezahlbar zu machen . Die Überbrückung einer
möglichst großen Distanz ohne Regeneratoren ist dabei einer der entscheidenden
Faktoren . Mit der Übernahme von Qtera dürfte Nortel eine Firma gekauft haben ,
auf die auch Cisco ein Auge geworfen hatte . US-Online-Shops : Bewährungsprobe
verpatzt In den USA beklagen sich genervte Kunden von Online-Shops über
schlechten Service , mangelhaftes Angebot und die Unfähigkeit der Anbieter ,
rechtzeitig zu Weihnachten zu liefern . Selbst Surfer , die ihre Online-Einkäufe
lange vor den eigentlichen Weihnachtsgeschäft erledigt haben , stehen immer noch
mit leeren Händen da ; Bestellungen , die bereits Mitte November aufgegeben
wurden , sind bei einigen Kunden noch nicht eingetroffen . Viele Firmen haben
offensichtlich die Nachfrage unterschätzt - trotz Lagerausbaus seien viele
Produkte nicht lieferbar . Selbst Großunternehmen wie die Kaufhauskette Wal-Mart
oder der Spielzeug-Anbieter Toys'R'Us sind vor Schwierigkeiten nicht gefeit : So
werden Online-Besteller mit der Nachricht abgeschreckt , die rechtzeitige
Zustellung sei nicht sicher . Dabei hätten es die Online-Anbieter besser wissen
müssen : Bereits im vergangenen Jahr wurden sie von Bestellungen im
Weihnachtsgeschäft überrollt . Für dieses Jahr gelobten sie unisono Besserung :
Offensichtlich haben aber gigantische Werbekampagnen für das angeblich so
nervenschonende und bequeme Weihnachts-Online-Shopping noch mehr verzweifelte
Geschenkesucher als erwartet ins Internet gelockt . In Deutschland stellt sich
für die Online-Shops die Situation allerdings weitaus entspannter dar . Zwar
stieg auch hier die Zahl der Bestellungen übers Internet , aber offensichtlich
nicht in dem Maß , dass es die Betreiber vor unlösbare Probleme gestellt hätte .
So erklärte André Schirmer von Amazon Deutschland gegenüber c't , bislang habe
man dank rechtzeitigen Ausbaus der Lagerkapazität alles liefern können . Zwar
müsse die Hälfte der Geschäftsleitung und der Online-Redaktion im Lager
aushelfen , aber noch könne man alle Wünsche befriedigen . Ähnlich äußerten sich
auch andere Online-Anbieter . Und eine Sprecherin von Karstadts My World
erklärte , es gebe zwar bei speziellen Weihnachtsangeboten und Weihnachtsbäumen
eine recht hohe Nachfrage , aber keine Lieferschwierigkeiten . Offensichtlich
sind die deutschen Betreiber von Online-Shops gewitzter als ihre amerikanischen
Kollegen ; vielleicht haben sich aber auch die Bundesbürger einfach noch nicht
ans Online-Shopping zu Weihnachten gewöhnt . Ob der Weihnachtseinkauf per
Internet hier zu Lande so reibungslos funktioniert , wie die Anbieter behaupten
, zeigt sich erst , wenn das letzte Geschenk ausgepackt ist ... Hanser-Verleger
sieht Copyright durch das Internet in Gefahr Michael Krüger , seit 1986 Leiter
des renommierten Münchner Carl Hanser Verlags und seit 1981 Herausgeber der
Literaturzeitschrift Akzente , fordert einen " Runden Tisch " für den
Urheberschutz im Internet . " Das Copyright ist sonst nicht mehr zu halten " ,
befürchtet der 57-jährige Lyriker und Romancier , der zu den engagiertesten und
erfolgreichsten Verlegern zeitgenössischer Literatur im deutschsprachigen Raum
zählt . Schon heute sei es nicht mehr möglich zu prüfen , wer alles weltweit
gegen den Schutz geistigen Eigentums verstößt . " Das Kind muss erst in den
Brunnen fallen , bevor etwas passiert " , kritisierte Krüger , der am Dienstag
mit dem Kulturellen Ehrenpreis der Stadt München ausgezeichnet wurde , in einem
Gespräch mit dpa . " Es gibt viele betroffene Autoren und Künstler , die darüber
sehr wütend sind . " Vor allem die Politik habe sich bisher kaum zu Wort
gemeldet . " Auch im Internet muss es endlich eine Rechtssicherheit geben , auf
die sich die Leute berufen können " , forderte Krüger , dessen jüngster Roman
Die Cellospielerin im Herbst vergangenen Jahres im Suhrkamp Verlag erschienen
ist . Große Hoffnungen setzt Krüger auf den neuen Staatsminister und
Beauftragten der Bundesregierung für Kultur , Julian Nida-Rümelin , mit dem er
in München gut zusammengearbeitet habe . Der Philosophie-Professor und
SPD-Politiker war zuvor zwei Jahre Kulturreferent in München . " Dieses Thema
muss endlich öffentlich diskutiert werden " , betonte Krüger . " Sonst wird der
Raub geistigen Eigentums zum Gewohnheitsrecht " . Von Nida-Rümelin erwarte er
dazu eine bundesweite Initiative in Form eines " Runden Tisches " . Scharfe
Kritik übte Krüger an der Verlagsgruppe Bertelsmann , die seit dem vergangenen
Jahr mit der Internet-Musik-Plattform Napster kooperiert und im Erfolgsfall bei
ihr einsteigen will . " Der Kauf wird mit dem Ende des Urheberschutzes belohnt .
" Bertelsmann will aus der kostenlosen Musiktauschbörse ein Abonnentenmodell
machen . Da die meisten der ausgetauschten Musikstücke durch Urheberrechte
geschützt sind , hat die Musikindustrie Napster mit Klagen überzogen . " Wir
können nicht auf das Ende eines Musterprozesses warten " , sagte Krüger . "
Gegen die weltweite Verletzung des Copyrights muss jetzt vorgegangen werden . "
E.ON verkauft seinen Anteil am viertgrößten deutschen Mobilfunker Viag Interkom
an British Telecom ( BT ) . Der Vorstand des Düsseldorfer Konzerns habe jetzt
beschlossen , die im August vergangenen Jahres vereinbarte Option zur Abgabe des
Anteils auszuüben , teilte die E.ON AG am heutigen Dienstag mit . Zuvor hatte
sich der Mischkonzern von zahlreichen anderen Aktivitäten in der
Telekommunikation getrennt . Hierzu gehörten unter anderem die Beteiligung an
Cable & Wireless , der Mobilfunkfirma E-Plus , der Festnetzgesellschaft o.tel.o
sowie an der schweizerischen Cablecom und Orange Communication . Die hohen
Anlaufverluste in der Telecom-Branche bewogen die Vorstände schließlich zum
Ausstieg aus diesem Bereich . Hinzu kam , dass durch die teure UMTS-Lizenz in
Deutschland das Geld verdienen in immer weitere Ferne rückte . Diese Summe ist
in dem Verkaufspreis enthalten . Nachdem auch der letzte außer BT verbliebene
Anteilseigner an Viag Interkom , die norwegische Telenor , ihre Beteiligung von
10 Prozent an BT verkauft hat , ist der Londoner Telekom-Konzern künftig
Alleineigner des Münchner Mobilfunkunternehmens . VIAG Interkom wird nach
Angaben eines Sprechers künftig als eine Landesgesellschaft der Mobilfunksparte
von British Telecom ( BT Wireless ) geführt . Der Name soll erhalten bleiben .
BT plant , seinen Mobilfunkbereich an die Börse zu bringen und auf diesem Wege
die hohe Verschuldung abzubauen . Das Festnetzgeschäft mit den Geschäftskunden
von VIAG Interkom werde ausgegliedert und in die BT-Sparte Ignite integriert ,
hieß es weiter . Bereits Mitte Dezember hatte es Berichte gegeben , BT plane
eine Aufspaltung von Viag Interkom in eine Festnetz- und eine Mobilfunksparte .
BT selbst wird gerade in eine Holding umgewandelt , unter deren Dach
selbstständige Firmen operieren sollen . In der Telekommunikation verfügt E.ON
noch über zwei weitere Beteiligungen , nämlich eine Mehrheit an der
österreichischen Connect Austria und gut 17 Prozent an dem französischen
Mobilfunkbetreiber Bouygues Telecom . Von diesen Beteiligungen will sich der
Konzern ebenfalls trennen , betont aber , nicht unter Zeitdruck zu stehen . Vor
allem um die Anteile an Bouygues Telecom gibt es einige Interessenten . Aber
auch Telecom Italia , die bereits indirekt an Bouygues Telecom beteiligt ist ,
soll Interesse an einer Aufstockung ihrer Anteile haben . Als potenzieller
Kaufinteressent wird darüber hinaus der japanische Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo
gehandelt . Nicht auszuschließen ist auch , dass E.ON seinen Anteil an Bouygues
Telecom gegen die Wasseraktvitäten ( Saur ) von Bouygues tauscht . Bislang haben
die Gespräche laut dpa aber noch zu keinen Ergebnissen geführt . Der
Düsseldorfer Konzern ist seit längerem auf der Suche nach geeigneten
Kaufobjekten , um seine Kernsparten auszubauen . Metro-Gründer Beisheim baut an
Firmen-Imperium im Internet Egal ob Computerkauf , Gebrauchtwagen oder
Immobiliensuche : Metro-Gründer Otto Beisheim will auch beim wachsenden
elektronischen Handel in der ersten Reihe stehen . Der deutsche
Selfmade-Milliardär hat unter dem Dach der Beisheim Holding Schweiz AG ( BHS )
ein Internet- und Technik-Imperium aufgebaut , zu dem mehr als 100 Firmen der
New Economy mit 5000 Mitarbeitern gehören . Die größte Einzelaktivität ist der
Internet-Marktplatz FinanzScout24 , der an Mittwoch dieser Woche in
Frankfurt/Main seine Fusion mit einem Online-Baufinanzierer bekannt geben will .
Damit entsteht den Angaben zufolge das größte anbieterunabhängige Finanzportal
Europas . Beisheim , der Anfang Januar seinen 77. Geburtstag beging , startet
damit im hohen Rentenalter seine zweite Unternehmerkarriere . Der
Gutsverwaltersohn legte 1964 den ersten Grundstein . In Mülheim an der Ruhr
eröffnete er nach US-Vorbild einen Großmarkt für Gewerbetreibende , die die
Waren sofort bezahlen und selbst abholen ( Cash & Carry ) . Mit Unterstützung
der finanzkräftigen Familien Haniel und Schmidt-Ruthenbeck baute er einen der
größten Handelskonzerne der Welt auf . Nur Wal-Mart ( USA ) und Carrefour (
Frankreich ) sind größer . Wie schon bei der Metro stützt sich Beisheim auch bei
den neuen Internet-Aktivitäten auf seinen alten Vertrauten Erwin Conradi . Der
65-jährige Frankfurter , den Beisheim vor 30 Jahren zur Metro holte , gilt als
rechte Hand des erfolgreichen Unternehmers . Nach einem schwelenden Machtkampf
mit dem Metro-Vorstand musste Conradi im Juli 2000 seinen Posten als
Düsseldorfer Aufsichtsratschef räumen . Conradi schwingt sich erneut in den
Sattel : Er übernimmt den Aufsichtsratsvorsitz der größeren FinanzScout24 .
Damit fährt das Tandem Beisheim/Conradi nun auf elektronischen Wegen weiter .
Conradi ist zudem auch Präsident des BHS-Verwaltungsrates . Firmensitz der
Scout24 AG ist Baar , Eingangstor zur Zentralschweiz aus nordöstlicher Richtung
. In der idyllischen Gemeinde , die günstige Steuerverhältnisse zu ihren
Standortvorteilen zählt , sitzen auch die BHS und die Metro Holding . " Wir
wollen unter dem Dach Scout24.com das jeweils größte und beste Angebot für die
wichtigsten Lebensbereiche bieten " , heißt es bei der Firma . Im Idealfall
finde der Nutzer über die Online-Marktplätze nicht nur einen neuen Job , sondern
auch eine nahe gelegene Wohnung , eine neue Freundin , ein Cabrio sowie eine
günstige Versicherung . Die Gewinnschwelle soll bereits 2002 erreicht werden .
Lotusphere : Lotus wird Service-Provider Lotus startet im ersten Quartal 2001
einen Hosted Web Collaboration Service . Lotus bietet damit eine Kombination von
Quickplace 2.0 und Sametime 2.0 zur Miete an . Anders als bei Netmeeting aber
sind Sametime-Konferenzen stets serverbasiert . Den Hosted Web Collaboration
Service wird es als integrierte Lösung geben , mit einer Startseite
einschließlich Buddylist , Online-Meetings und virtuellen Workspaces . Die
einzelnen Dienste lassen sich auch als Komponenten mieten und in andere Lösungen
integrieren . Wenn man Quickplace auch unterwegs ohne Internet-Verbindung nutzen
will , dann installiert sich eine lokale Serverkomponente , die die Daten auf
den eigenen Rechner repliziert und dort verwaltet . Auch bei Sametime lässt sich
ein lokaler Client installieren , der dem AOL Instant Messenger gleicht . Auch
wenn sich Lotus beeilt zu versichern , man wolle nicht mit Partnern konkurrieren
, da diese als ISP oder ASP ja " value added Services " anbieten , bahnt sich
hier möglicherweise ein ähnlicher Konflikt an wie zwischen den Lotus
Professional Services und den Business-Partnern der Software-Firma . Quickplace
wird derzeit von einigen Partnern wie British Telecom und Interliant angeboten .
In Deutschland startete im letzten Herbst Andate , eine Tochter der Mannesmann
Telecommerce . Lotusphere : Umstrukturierung bei Lotus Am 4. Jaunar verschickte
Lotus-Präsident Al Zollar ein internes Memo an alle Angestellten , das eine
Umstrukturierung im ersten Quartal 2001 ankündigte . Der Text des Memos wurde
schnell auch außerhalb des Unternehmens bekannt und beispielsweise von der
US-amerikansichen Zeitschrift Computer Reseller News veröffentlicht . Al Zollar
nutzte jedoch die erste Pressekonferenz für ein kurzes Statement , in der er
lediglich feststellte , es gebe noch nichts zu verkünden . Durch Zollars Memo
wird jedoch klar , dass Lotus immer mehr in der IBM Software Group aufgeht -
wobei aber das Ziel beibehalten werden soll , Lotus als eigene Marke
aufrechtzuerhalten . In diesem Lichte sind möglicherweise auch einige Abgänge
hochrangiger Manager zu sehen . Auch der Leiter der Knowledge Management
Division , Cliff Reeves , zog sich im Dezember zurück ; ein Nachfolger ist noch
nicht bestimmt . Der weltgrößte Online-Dienst AOL , der gerade glücklich die
letzte Hürde bei der Übernahme des Medienkonzerns Time Warner genommen hat ,
darf sich über eine weitere Erfolgsmeldung freuen . An Weihnachten allein konnte
AOL mehr als 70.000 neue Kunden gewinnen , 56.000 davon in den USA und 14.000 in
anderen Regionen der Welt . Laut AOL bleiben die Kunden im Durchschnitt 65
Minuten täglich online . Daten über die aktuellen Mitgliederzahlen in den
einzelnen Ländern , in denen der Online-Dienst vertreten ist , gab AOL bislang
nicht bekannt . Die Branche boomt , die CeBIT platzt aus allen Nähten Die
Deutsche Messe AG , Veranstalter der CeBIT , kann vor Stolz kaum laufen : Auch
dieses Jahr stieg die Zahl der Aussteller stärker als erwartet . Ging die
Messegellschaft Anfang Februar noch von 100 Ausstellern mehr als im Vorjahr aus
, spricht sie nun von fast 400 zusätzlichen Firmen , die ihre Produkte auf der
CeBIT 2000 präsentieren . Die Gesamtzahl der Aussteller steigt damit auf 7.802 ,
fast 3.000 davon aus dem Ausland . Die CeBIT-Veranstalter interpretieren diesen
Zuwachs auch als Indiz , dass die Computer- und Telekommunikationstechnik
weltweit weiterhin eine Boom-Branche darstellt . Die Zahlen , die kurz vor dem
Beginn der CeBIT bekanntgegeben wurden , sprechen zusätzlich eine deutliche
Sprache : Der Weltmarkt für Informations- und Kommunikationstechnologien soll in
diesem Jahr um fast zehn Prozent auf 3,4 Billionen Mark wachsen . 1999 habe der
gesamte Markt um 9,3 Prozent auf 3,1 Billionen Mark zugenommen . In Westeuropa
habe die Branche sogar über Durchschnitt um zwölf Prozent auf 1,02 Billionen
Mark zugelegt und ihren Weltmarktanteil leicht auf 31 Prozent ausgebaut . Die
aktuellen Zahlen für den deutschen Markt will der Branchendachverband BITKOM
kommende Woche zum Auftakt der CeBIT veröffentlichen . Experten gehen laut dpa
davon aus , dass die Zuwachsraten in diesem Jahr mit acht Prozent deutlich unter
dem europäischen Wert liegen . Dell streicht 1.700 Stellen Erst hieß es , Dell
werde im Rahmen von Ausgabenkürzungen 4.000 Stellen streichen , dann dementierte
Firmen-Chef Michael Dell heftig : Nun schickt der PC-Hersteller 1.700 seiner
40.200 Mitarbeiter nach Hause , um Kosten zu sparen . Dell verwies auf die
schwache Computernachfrage und die globale Konjunkturschwäche als Begründung .
Der größte Teil der Entlassungen soll in Austin , Texas , stattfinden , wo Dell
insgesamt 22.000 Mitarbeiter hat . " Die Branchennachfrage war schwächer als
irgendjemand erwartet hatte , als wir ins vierte Quartal gingen " , erklärte
Konzernchef Michael Dell . Er hob allerdings den Dell-Absatzanstieg von 43
Prozent hervor . Dell legte in den USA , Kanada und Lateinamerika kräftig zu .
Das Unternehmen zeigte in der Region Europa/Naher Osten/Afrika nach mehreren
Quartalen mit strategischen Änderungen und Investitionen im vierten Quartal eine
Besserung . Es wurde ein Umsatzanstieg von 23 Prozent verbucht . Die
europäischen Server-Auslieferungen stiegen in Großbritannien um 80 Prozent und
in Deutschland noch stärker , betonte Dell . Im asiatisch- pazifischen Raum
erhöhte Dell den Umsatz um 51 Prozent . Nortel mit Massenentlassungen und
Gewinnwarnung Auch Nortel entlässt Mitarbeiter und muss eine Gewinnwarnung
ausgeben - für die Telecom-Ausrüster kommt es in den vergangenen Tagen
knüppeldick . Lucent taumelt von einer Krise in die nächste , einzelne Analysten
stufen die Aktien der ehemaligen AT&T-Abteilung schon in der Nähe von Junk-Bonds
ein . Selbst Cisco , Marktführer bei Internet-Routern , bleibt zum ersten Mal
seit 13 Quartalen hinter den Erwartungen der Analysten zurück , der
Glasfaserkonzern JDS Uniphase reduzierte bereits seine Prognosen . Und nun
trifft es auch den kanadischen Riesen Nortel . Bislang zeigte sich das
Unternehmen , vor allem angesichts herausragender Marktposition bei optischen
Netzen , recht unbeeindruckt vom kriselnden Markt der Telecom-Carrier , die sich
angesichts horrender Investitionskosten für neue Netze und riesiger
Schuldenberge in Zurückhaltung üben . Jetzt aber kündigte Nortel an , man werde
in diesem Jahr 10.000 Stellen streichen . 6.000 der betroffenen Mitarbeiter
seien bereits angesprochen worden . Außerdem gab das Unternehmen eine Gewinn-
und Umsatzwarnung heraus . Nortel verwies auf den stärkeren und rascheren
Konjunkturrückschlag in den Vereinigten Staaten . Nortel spürt die
Ausgabenverzögerungen bei den US-Kunden . Diese untersuchen nach Darstellung von
Nortel die Auswirkungen der Konjunktur- und Marktlage auf ihre Geschäfte . Im
Gesamtjahr 2001 soll der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent und der
operative Gewinn pro Aktie um zehn Prozent zulegen , prognostizierte die
Gesellschaft . Die Nortel-Aktien sackten daraufhin im nachbörslichen Handel um
24,4 Prozent auf 22,34 US-Dollar ab . Radio Gaga : MP3 über das TV-Kabel (
update ) Digitale komprimierte Chartmusik ohne Internet-Verbindung bietet die
deutsche Firma MusicPl@y . Über eine in den Rechner eingebaute TV-Karte nutzt
das kostenlose Windows-9x-Programm von MusicPl@y die vertikale Austastlücke des
TV-Senders NBC Europe , um einen MP3-Stream mit 128 KBit/s übers TV-Kabelnetz zu
übermitteln . Versionen der Software für Linux und den Mac seien in Vorbereitung
, heißt es auf der Web-Seite des Anbieters . Beim ersten Start analysiert das
Empfängerprogramm die Hardware nach CPU , Festplatte und TV-Karte . Über das
Videotextsignal identifiziert die Software NBC Europe und überträgt den
MP3-Stream direkt auf den Sound-Ausgang . Die Bedienoberfläche präsentiert sich
schlicht mit einem anderen MP3-Playern verwandten Design , bei dem Songtitel und
Spieldauer angezeigt werden . Zusätzlich ist die Software an den Browser
gekoppelt : Auf Wunsch werden Zusatzinformationen wie die nächsten drei Tracks
in einem separaten Fenster dargestellt . Dazu muss kein Rückkanal über eine
Online-Verbindung bestehen , da die bislang zur Verfügung stehenden
HTML-Informationen mit über das Kabel übertragen werden . Erst in einem weiteren
Schritt sollen später Zusatzfunktionen angeboten werden , für die dann ein
Rückkanal notwendig ist . " r@dio.mp3 ist ein gebührenfreies
Vollzeit-Musikprogramm , das flächendeckend von über 90 Prozent der deutschen
Kabelhaushalte empfangen werden kann " , sagte Norbert Boehnke , Initiator und
Geschäftsführer von MusicPl@y . Nach Angaben des Anbieters hat die Medienanstalt
Berlin-Brandenburg eine Lizenz für r@dio.mp3 erteilt - das Programm sei also als
klassisches Rundfunkprogramm anerkannt . Finanzieren will sich MusicPl@y
absehbar über Werbung , die eingeblendet werden kann ; außerdem ist wohl daran
gedacht , mit Online-Shops zusammenzuarbeiten , die beispielsweise per Link in
der MusicPl@y-Software den Kauf von CDs ermöglichen . Das Angebot richtet sich
laut Boehnke zunächst an die 14- bis 29-jährigen User mit einem PC . Die müssen
sich aber teilweise mit Geduld wappnen : Nach ersten Erfahrungen der
c't-Redaktion lief die Software zwar weit gehend stabil , auch die Musik war auf
den meisten Rechnen einwandfrei zu hören . Auf etwas schwachbrüstigeren Rechnern
brachen die Songs aber schnell ab , wenn die Benutzer neben dem Musikhören noch
andere Aktivitäten entfalteten . Eine Speicher-Funktion , um den MP3-Stream
lokal als Datei zu sichern , war auf Anhieb nicht zu entdecken . Es gibt einen
verlockenden roten Knopf , der die Hoffnung auf eine Record-Funktion weckte -
aber erst einmal nur ein " not yet available " von sich gibt . Die Meldung ist
nach Angaben eines Spreches von MusicPl@y schlicht falsch ; nach Betätigung des
Buttons schneidet die Software das aktuell gespielte Stück mit und gibt
anschließend eine Meldung aus , wo der Song gespeichert wurde . Wer bereits eine
TV-Karte für seinen PC besitzt , für den ist r@dio.mp3 sicher eine interessante
Alternative zu den diversen MP3- und RealAudio-Stationen , die im Internet aktiv
sind . Der Vorteil beim TV-Kabel : Verstopfungen , wie sie im Internet auftreten
können , gibt es nicht . Der Musikgenuss ist also nicht abhängig von den
Übertragungsbedingungen , die im Netz der Netze den Transfer von Audio-Streams
schon einmal zu einer Glückssache machen können . Auch die Qualität des
Audio-Streams ist bei r@dio.mp3 mit durchgängig 128 KBit/s besser als bei den
meisten Internet-Radios . Ob sich Anwender allerdings nur wegen des MP3-Radios
über das TV-Kabel eine Tuner-Karte für den PC kaufen , muss sich noch erweisen -
immerhin ist die Hardware für den PC inzwischen schon teilweise für weit unter
100 Mark zu bekommen . Museum für Kommunikation eröffnet Drei sprechende Roboter
begrüßen die Besucher im neuen Berliner Museum für Kommunikation . Nach
vierjähriger Sanierung wird das älteste Postmuseum der Welt am Freitag im
Beisein von Bundespräsident Johannes Rau unter dem neuen Namen Museum für
Kommunikation wieder eröffnet . Neben der modernen Computer-Technik werden auch
Briefmarken-Legenden wie die Blaue Mauritius , alte Postkutschen und Briefkästen
aus aller Welt gezeigt . Für die Besucher ist das Haus ab Samstag offen . Die
mit Köpfen aus alten Staubsaugern , Haartrocknern und Waagen ausgestatteten
Roboter erklären am Eingang freundlich den Weg durch das Museum , berichten über
die Geschichte des Hauses oder animieren ihr Gegenüber einfach zum Ball spielen
. Lässt sich der Besucher auf ihr Spiel ein , ist er schon mitten drin im neuen
Ausstellungskonzept . " Unser Museum soll zur Kommunikation anstiften und nicht
nur Geschichte aufarbeiten " , sagt Museumsdirektor Joachim Kallinich .
Zielgruppe seines Museums sind vor allem Kinder und Jugendliche . " Heute lernen
die Erwachsenen von den Kindern den Umgang mit den neuen Medien . " Für den
Praxis-Test stehen im Museum genügend Computer-Terminals bereit . Aber auch
künstliche Rauchzeichen , eines der ältesten Kommunikationsmittel , können die
Besucher geben . Die Schätze des Museums liegen im Keller . In einem
abgedunkelten Saal sind 17 Raritäten ausgestellt . Von der Briefmarken-Legende
gibt es weltweit nur noch zwölf Stück . Einen Einblick in die Arbeit der
Nachrichtendienste und ihre Verschlüsselungstechniken gibt es zwei Stockwerke
höher . Auch die Entwicklung des Massenmediums Fernsehens wird dokumentiert .
Vor allem die vielen Original-Stücke faszinieren : Briefkästen aus dem alten
Preußen , Siegel , Morse-Apparate , die ersten Telefongeräte , Kameras ,
Fernschreiber und Fax-Geräte . Das Museum für Kommunikation versteht sich aber
ausdrücklich nicht als Post-Firmenmuseum . Zusammen mit den Postmuseen in
Frankfurt am Main , Hamburg und Nürnberg gehört das Berliner Haus unter das Dach
einer Museumsstiftung mit Sitz in Bonn . Träger der Stiftung sind die Deutsche
Post und die Deutsche Telekom . Compaq streicht 5000 Stellen und gibt
Gewinnwarnung Nun hat es auch Compaq erwischt : Nach all den Gewinnwarnungen und
Stellenstreichungen in der Hightech-Branche muss der texanische Computerkonzern
seine Gewinnerwartungen für das erste Quartal auf 12 bis 14 Cent pro Aktie
reduzieren . Die bisherigen Prognosen lagen bei 19 Cent pro Aktie . Im gleichen
Quartal des Vorjahrs erzielte Compaq noch einen Gewinn von 16 Cent pro Aktie .
Außerdem müsse die Mitarbeiterzahl um sieben Prozent , insgesamt rund 5000
Vollzeit-Stellen , abgebaut werden , gab Compaq am gestrigen Donnerstagabend
bekannt . Zusätzlich sollen rund 15 Prozent der 24.500 Teilzeitarbeitsstellen
wegfallen . Gleichzeitig bekommt Compaq einen neuen Finanzchef : Jesse J. Greene
Jr. wird durch Jeff Clark ersetzt . Die Abteilungen für Consumer- und Firmen-PCs
werden zusammengelegt , Chef der neuen Sparte wird der bisherige Leiter der
Consumer-Abteilung , Michael J. Larson . Der Chef der Sparte für Firmen-PCs ,
Michael Pocok , habe das Unternehmen verlassen , erklärte Compaq . Mit den
Maßnahmen solle der schwachen Konjunktur in den USA und der rückläufigen
Nachfrage nach Servern Rechnung getragen werden , hieß es am Stammsitz des
Rechnerherstellers in Houston . Außerdem seien besonders die Preise für
Server-Maschinen unter Druck geraten ; insgesamt gingen die Preise in allen
PC-Bereichen zurück , meint Compaq . An der Wall Street stiegen Compaq-Aktien im
normalen Handel um 15 Cent auf 18,50 US-Dollar . Im nachbörslichen Handel stieg
der Kurs nach Bekanntgabe der reduzierten Prognosen und der Stellenkürzungen
noch einmal auf 18,89 US-Dollar . Streit über Inkasso bei Call-by-Call beendet
Der seit langem schwelende Streit zwischen der Deutschen Telekom und ihrer
Konkurrenz über den Gebühreneinzug bei Call-by-Call-Anbietern ist beigelegt .
Alle Parteien haben dem Vermittlungsvorschlag des Präsidenten der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) zugestimmt ; es sei
erfreulich , dass trotz erheblicher Differenzen im Vorfeld eine einvernehmliche
Lösung erreicht worden sei , erklärte der Präsident der Behörde , Matthias Kurth
. Mit der Einigung ist auch die Zukunft der Call-by-Call-Gespräche gesichert .
Wegen der Forderungen der Telekom , für Rechnungsstellung und Gebühreneinzug die
Preise kräftig zu erhöhen , hatten die Wettbewerber mit der Einstellung des
offenen Call-by-Call gedroht . Bei diesen Telefonaten müssen die Verbraucher mit
einer Netzzugangsziffer immer wieder die Telefongesellschaft auswählen , über
die sie das Gespräch abwickeln wollen . Diese Möglichkeit der Telefonwahl hatte
wesentlich dazu beigetragen , dass nach der Marktöffnung 1998 schnell
Wettbewerbsstrukturen entstanden und die Ferngesprächstarife drastisch fielen .
Der Schlichtungsvorschlag der Regulierungsbehörde sieht vor , dass die Telekom
ihren Wettbewerbern jedes Call-by-Call-Gespräch mit 2,8 Pfennig in Rechnung
stellen darf . Hinzu kommt pro Rechnung ein Betrag von neun Pfennig . Ab März
2003 sollen die entsprechenden Inkasso-Preise auf 2,5 Pfennig beziehungsweise
acht Pfennig sinken . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von
Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist
Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war
. Genau , früher war alles besser . Das Wetter war richtiges Wetter mit
richtigen Jahreszeiten - aber das mit dem Winter können wir uns ja in Zukunft
abschminken , sagen jedenfalls die Klimatologen . Das britische
Wissenschaftsmagazin New Scientist hat nämlich berichtet , dass ein Drittel der
Weltproduktion des Treibhausgases von Wiederkäuern produziert wird . Aber ich
schweife ab . Manchmal komme ich mir schon unendlich alt vor , weil ich in einer
Computerzeit aufgewachsen bin , als der Umgang mit der Kommandozeile noch
alltäglich war ; und schließlich sollen ja drei Internet-Monate so lang sein wie
ein Jahr in der realen Welt . Ich weiß , es wird freundliche und weniger
freundliche Mails von Leuten geben , die stolz auf ihre Erfahrungen mit
Lochkartenlesern hinweisen , aber mir erscheint das Alles schon wie
Reminiszenzen an prähistorische Zeiten . Damals hatten die Leute noch Respekt
vor den Grundwerten unserer Zivilisation : Rechenzeit , Bandbreite und der
freiheitlich demokratischen Grundordnung . Und heute ? Da verschleudern sie
Netzkapazität und Rechenpower für die Verbreitung und den Gebrauch eines
modifizierten Moorhuhn-Spiels : Die Jagd auf Bimbes-Sammler . Was kommt als
Nächstes : Otto Schily als Content-Filter ? Hans Eichel als Gebührenwächter ?
Der Untergang des Abendlandes ? Was fehlt ? In diesem Fall ist es eine angeblich
virusverseuchte Festplatte . In der vorletzten Wochenschau berichteten wir über
eine zerstörte Festplatte von Max Strauß , auf der Spezialisten Datenfragmente
entdeckten , die jedoch nicht rekonstruierbar waren . Franz Georg Strauß , der
Bruder von Max Strauß , bekundete als selbst ernannter Computerspezialist , dass
diese Festplatte nach einem Virusangriff blank wie ein Kinderhintern gewesen
wäre , ohne jede Datenspur . Nun haben die Bonner Sicherheitsspezialisten vom
BSI die Festplatte zur Untersuchung angefordert , um die auffällige Differenz
zwischen 16 MByte Dateifragmenten und einem blanken Kinderhintern zu klären .
Allerdings ist die Festplatte bei der Staatsanwaltschaft Augsburg überraschend
verschwunden . Gegen Max Strauß , den Eigentümer der Festplatte , wird im
Zusammenhang mit den Schmiergeldzahlungen des Waffenhändlers Schreiber und dem
Verdacht auf Steuerhinterziehung weiter ermittelt . Jetzt ermittelt die
Staatsanwaltschaft zudem gegen unbekannt , vielleicht mit einem Fahndungfoto der
Festplatte : " Wer hat sie zuletzt gesehen ? " In Augsburg wurde sie als leicht
zu übersehender Alltagsgegenstand bezeichnet . In Bangalore und Hyderabad gaben
in dieser Woche die größten indischen Softwarefirmen Infosys Technologies und
Satyam Computerservices ihre Bilanzen bekannt . Das Geschäft mit den USA machte
dabei 78 beziehungsweise 77 Prozent der Gesamteinnahmen dieser Firmen aus . In
den Vorjahren lag der Anteil noch jenseits der 90-Prozent-Marke . Nun holt
Europa auf . Zu den Firmen , die aus Indien nach Europa expandieren , gehört die
Frima DEC India aus Bangalore . Sie wird in London , Wien und München Büros
eröffnen , die Aufträge für über 500 Programmierer in Bangalore reinholen sollen
. Wir begrüßen ein aus seligen Zeiten wohlvertrautes Zeichen . Diese dvwssr.dll
ist allem Anschein nach für ein scheunengroßes Sicherheitsloch in der
Server-Software verantwortlich . Angeblich ist das Erstaunen groß , auch bei den
Mannen aus Redmond , dass solch ein Sicherheitsloch bei einer Firma wie
Microsoft möglich ist . Das wiederum muss uns erstaunen : Vor einem Jahr
erschien das Buch Renegades of the Empire . Wer will , kann diese Schilderung
als Plädoyer für Open-Source-Software lesen . Wer sagt denn , dass Engineers
Weenies sind ? Nun ist ein Prozess zu Ende gegangen , der es der Media Markt
Saturn Hansa Holding untersagt , Computerhändler mit Mehrfachabmahnungen zu
überziehen - das trieb bis dahin den Gesamtstreitwert gewaltig in die Höhe .
Besonders interessant die im Prozess vorgelegte Konzernweisung , die alle
Geschäftsführer der Technikmärkte dazu verdonnerte , ihr Vorgehen gegen
Wettbewerber über denselben Hamburger Rechtsanwalt zu koordinieren , der als
Werbeträger auftritt . Was fehlt , sind die Bemühungen , diesen sympathischen
Werbeträger in den Adelsstand zu erheben . Sage niemand , dass dies nicht mehr
möglich ist . Bis es so weit ist , kann man die einschlägige Adels-Adresse im
Web besuchen , die die Anfragen an eine virtuelle Adels-Redaktion spiegelt .
Letzte Woche fiel er mit einer seltsam aufgeregten Nachricht im Internet auf .
Der gute Mann glaubte , in einem Internet-Forum Neonazis entdeckt zu haben ,
weil dort die Zahl 88 auftauchte . Nun kann 88 vieles bedeuten : Heil Hitler bei
den Neonazis , Knutsche und Küsse bei den Amateurfunkern , ein österreichischer
Musiksender oder die englische Menschenrechtsorganisation Charter 88 - und noch
vieles mehr , wenn man den richtigen Stoff geraucht hat und das " Lexikon der
Verschwörungen " liest , das der Hagbard-Forscher R. A. Wilson gerade auf den
Markt gebracht hat . Bei unserem adeligen Rechtanwalt sind jedenfalls Neonazis
zugange . Da steht der ominöse Rechtsanwalt wohl eher in der Tradition des
verlogenen Antifaschismus á la Hans Schwerte . Was wird . Was wird ? Nach uns
wird natürlich eine neue Generation kommen . Auf Hal1 folgt Hal2 , ein
Grafikrechner , der für die Tagesschau diese seltsamen Wetterflüge durch
Deutschland ausbaldowert , bei denen kurz Bankfurt auftaucht und nach einem
Waldhügel Memmingen winkt . Auf die Generation X folgt die Generation D. D wie
digital natürlich . Unter diesem Namen will MCI Worldcom in der nächsten Woche
weltweit eine millionenschwere Kampagne starten , in der sehr viel von
E-Business , schlüsselfertigen Lösungen und Data Centern die Rede ist . D könnte
auch für Douglas-Tannen stehen . Doch solche alten Bäume gibt es nicht mehr .
Die Letzten dieser Art wurden vor annähernd 100 Jahren geschlagen . Dennoch ist
die Heimstatt von Bill Gates überwiegend aus Douglas-Tannen gefertigt , die 500
Jahre und älter sind : Der Software-Architekt von Microsoft hatte seinerzeit den
gesamten gelagerten Bestand dieser alten Bäume aufgekauft . Nun sucht er
weiteres Material , weil ausgebaut werden muss . Der Codename dieser Operation ?
Generation D. Keine Hintertür in Microsofts Web-Server Die Aufregung um die
angebliche Hintertür in Microsofts Internet-Servern beginnt sich zu legen . Der
Konzern aus Redmond hat inzwischen selbst reagiert und ein aktualisiertes
Sicherheits-Bulletin herausgegeben . Darin wird ein Problem erklärt , der durch
einen Fehler in der dvwssr.dll verursacht wird . Ein Buffer Overrun macht die
Server anfällig für Denial-of-Service-Attacken ; außerdem ist unter bestimmten
Bedingungen ein Zugriff auf ASP-Dateien ( Active Server Pages ) sowie die
Ausführung beliebigen Codes möglich . Letzteres untersuche man noch genauer und
werde entsprechende Informationen veröffentlichen , sobald man zu einem Ergebnis
gekommen sei , heißt es bei Microsoft . Es gebe aber kein geheimes
Universal-Passwort , das Fremden den vollständigen Zugriff auf einen Web-Server
ermöglicht , erklärte Microsoft zu den Berichten von Ende der Woche . Die gegen
Netscape gerichteten Kommentare in der DLL sind danach nicht geeignet , als
Passwort zum Zugriff auf die Server zu dienen . Es gebe kein allgemeines
Passwort in der DLL , um die Zugriffskontrollen auszuhebeln ; die Komponente
habe lediglich einen Schlüssel benutzt , um die Namen der Dateien , die der
Client vom Server anfordere , für Andere unlesbar zu machen . Betroffen von dem
eigentlichen Bug sind nach Angaben von Microsoft nur Installationen , die das
Windows NT 4.0 Option Pack , den Personal Web Server 4.0 oder die Frontpage 2000
Server Extensions , die als Teil von FrontPage 98 ausgeliefert wurden ,
einsetzen . Die normalen Server Extensions aus FrontPage 2000 sind dagegen nicht
fehlerhaft , ebensowenig Windows 2000 , Internet Information Server 5.0 und die
Office 2000 Server Extensions . Es gebe danach kaum Einschränkungen in den
Funktionen der Server ; einzig das so genannte Link View in Visual Interdev 1.0
könne nicht mehr genutzt werden . Auf den einschlägigen
Sicherheits-Mailinglisten wurden die Informationen von Microsoft inzwischen
bestätigt . Musikerverband kritisiert Internet-Pläne der Gema Nach Ansicht des
Deutschen Rock- & Pop-Musikerverbandes schränkt ein Abrechnungsmodell , das die
Urheberrechtsgesellschaft Gema vorgestellt hat , die Möglichkeiten von Musikern
im Internet stark ein . Für die 50.000 bis 70.000 deutschen Bands , die eigene
Songs schreiben , möchte die Gema spezielle Abgaben vorsehen , wenn sie selbst
produzierte Stücke kostenlos für Werbezwecke ins Internet stellen . Danach
sollen die Künstler für jeden entsprechenden Song monatlich rund 20 Mark an die
Gema abführen . Werden die Songs online verkauft , sollen 12 Prozent des
Verkaufspreises an die Gema bezahlt werden . " Für die Musikgruppen und Musiker
, die sich und ihre Musik über das Internet vorstellen , hat diese Neuregelung
entscheidende Folgen " , kritisierte Ole Seelenmeyer , Sprecher des
Musiker-Verbands , die Pläne der Gema . Mit 2.400 Mark jährlichen
Vorauszahlungen an die Gema müssten Bands rechnen , wenn sie pro Jahr zehn ihrer
Songs ins Internet stellen , meint Seelenmeyer . Nach Ansicht der Gema erhielten
aber die Gruppen mit eigenen Songs einen Großteil der Abgaben im Rahmen der
jährlichen Ausschüttungen wieder zurück . Dies zweifelt Seelenmeyer allerdings
an : Die Verwertungsgesellschaft habe schon in den letzten Jahren vielen
Inhabern von Urheberrechten aus dem Bereich der Rock- und Pop-Musik nicht das
Aufkommen zurückerstattet , das ihnen eigentliche zugestanden habe . Die
heftigen Auseinandersetzungen um die Abgaben haben vor allem für unbekannte
Gruppen einen ernsten Hintergrund : Gerade für sie erscheint das Internet als
beste Möglichkeit , unabhängig von großen Labels und schwierig zu bekommenden
Plattenverträgen ein größeres Auditorium zu erreichen . Zudem geht es um ein
Geschäft , dem nach Untersuchungen in den nächsten Jahren große Steigerungen
bevorstehen : Sympathy for the Devil Ungeachtet aller Auseinandersetzungen um
Copyright und Urheberrechte im Zeitalter digitaler komprimierter Musik über das
Internet entdecken Musiker immer neue Chancen , die das Netz der Netze ihnen
bietet . Wer im Multimedia-Zeitalter seine eigenen Hits komponieren will , muss
dazu nicht einmal mehr ein Instrument beherrschen . Nur mit Computer-Tastatur
und Maus muss man sich auskennen - den Rest erledigt der PC . Handelsübliche
Software-Programme , die schon für unter 100 Mark zu haben sind , liefern satten
Streicherklang , hämmernde Beats und sphärischen Synthesizer-Sound aus der
Festplatten-Konserve . Jetzt ist die Computertechnik noch einen Schritt weiter :
Neuerdings muss man auch für Jam-Sessions mit Musikern am anderen Ende der Welt
nicht mehr in den Flieger steigen , sondern sich nur noch an den Rechner setzen
. Die Datenkomprimierung mittels des MP3-Verfahrens macht 's möglich : In
Sekundenbruchteilen können komplette Musikstücke einmal rund um den Globus
geschickt werden . Auf diese Weise lassen sich Titel aus dem weltweiten
Datennetz auf den heimischen PC laden , aber umgekehrt auch Eigenkompositionen
einspeisen . Was relativ einfach klingt , erfordert ein kompliziertes
Computerprogramm , das die riesige Datenmenge so schnell bewältigt , dass die
Partner in Echtzeit kommunizieren und musizieren können . Nach Angaben von
Christian Riesenmey vom Hamburger Software-Produzenten Steinberg gibt es derzeit
nur einen Anbieter , die kalifornische Firma Rocket Network , die ein solches
Programm ins Netz gestellt hat . Noch nutzten auch erst wenig Musiker das
Angebot . Seine Firma kooperiert mit Rocket Network und liefert neben der
ebenfalls in Hamburg ansässigen Firma Emagic den für den Musikaustausch nötigen
so genannten Sequenzer : Die Software für ein Cyber-Mischpult , mit dem die
Musiker ihre Kompositionen am Computer einspielen und wie in einem richtigen
Studio bearbeiten können . " Auf diesen Klangteppich legt man dann sein Solo . "
Wer kein Instrument spielt , kann auf Rohmaterial , so genannte Sampler , als
Grundlage zurückgreifen . " Die mit dem Sequenzer bearbeiteten Stücke kann man
dann anderen Musikern im MP3-Format über das Internet schicken , und die können
ihre eigenen Sachen dazu aufnehmen " . Insgesamt ist das wesentlich billiger ,
als Musiker von verschiedenen Kontinenten zusammenzutrommeln und ein richtiges
Studio zu mieten . Die Technik hat nur ein Manko : Gleichzeitig von mehreren
Orten der Welt aus ein Stück spielen , das geht nach Darstellung Riesenmeys noch
nicht . Da aber auch bei herkömmlichen Musikaufnahmen die einzelnen Bestandteile
von Musikstücken meist nacheinander eingespielt würden , sei das nicht schlimm .
Nach Einschätzung Wehnhardts bietet die virtuelle Musikproduktion große Chancen
. " Theoretisch könnte man mit Tina Turner oder dem Jazzgitarristen George
Benson spielen " - wenn die denn wollten . Viele seiner Musiker-Kollegen hätten
jedoch noch Berührungsängste , meint der Jazzer : FDP : " E-Mail statt
Amtsschimmel " Nachdem die rot-grüne Bundesregierung mit den Beschlüssen des
EU-Gipfels in Lissabon und die CDU/CSU mit der Forderung nach einem
Internet-Beauftragten die Möglichkeiten des Internet-Zeitalters entdeckt haben ,
meldet sich nun auch die FDP zu Wort . Die FDP-Bundestagsfraktion fordert die
öffentlichen Verwaltungen dazu auf , den Amtsverkehr mit den Bürgern stärker
über das Internet abzuwickeln . Am Sonntag erklärte der Medienexperte der
Fraktion , Hans-Joachim Otto , in einem dpa-Gespräch : " Von der muffigen
Amtsstube muss man jetzt zum virtuellen Rathaus kommen . " Eine griffige Losung
dafür hat Otto auch gleich parat : " E-Mail statt Amtsschimmel " . Mit dem
Internet ginge alles wesentlich schneller , bürgernäher , die Öffnungszeiten
fielen weg und es würde erheblich kostengünstiger . Zudem ließe sich die
Verwaltung vereinfachen . Die FDP wolle zwar noch nicht die Online-Trauung
ermöglichen ; es gebe aber ansonsten fast nichts , was sich nicht über das Netz
erledigen ließe , vor allem Steuerklärungen , Statistiken , Informationen und
Auskünfte für die Bürger und beispielsweise amtliche Formulare zum Download .
Durch digitale Signaturen und ihre Festschreibung im Signaturgesetz ließen sich
auch rechtsverbindliche Verwaltungsakte über das Internet abwickeln . Außerdem
sollen nach den Forderungen der FDP alle Gemeindebeamten , die mit
Publikumsverkehr konfrontiert sind , eine E-Mail-Adresse erhalten , damit sich
Bürger direkt an sie wenden können . Erich Kästner einmal virtuell Das Dresdner
Erich-Kästner-Museum erfreut sich auch im Internet regen Zuspruchs . Täglich
riefen 150 Nutzer in aller Welt die Internetseiten auf , teilte der Förderverein
des Museums mit . Viele Gäste aus dem Ausland erlernten mit Erich Kästners
Büchern die deutsche Sprache . Zunehmend mehr Anfragen verzeichne das Museum
auch per E-Mail , betonten die Betreiber gegenüber dpa . So wolle ein deutscher
Doktorand einiges zu den Verbindungen zwischen Kästner und Thomas Mann wissen .
Ein Schüler aus Kolumbien habe Fragen für eine Arbeit zum Werk des
Schriftsteller . Alle Anfragen würden beantwortet , auch wenn umfangreiche
Recherchen notwendig seien . Das interaktive Museum ist deutschlandweit die
einzige Einrichtung , die sich in dieser Art mit dem Schriftsteller Erich
Kästner befasst . Es hat sein Domizil in der Dresdner Villa Augustin , in der
Kästners Onkel lebte . Der Autor hatte die Villa in seinem Buch " Als ich ein
kleiner Junge war " verewigt . Das kleine Museum war am 23. Februar 2000 zum
101. Geburtstag des in Dresden geborenen Schriftstellers ( 1899 - 1974 )
eröffnet worden . Es beherbergt vor allem Bücher , Fotos , Briefe und einige
wenige persönliche Dinge des Schriftstellers - vieles davon direkt zum Anfassen
. Zu Erich Kästner gibt es darüber hinaus im Internet vieles zu erfahren : So
stellt die Seite Kästner-im-Netz beispielsweise viele seiner Gedichte ins Netz ;
das Goethe-Institut in Helsinki wiederum bringt einen kommentierten Lebenslauf .
Und das Erich-Kästner-Gymnasium in Eislingen , eine der vielen Schulen , die
nach dem Schriftsteller benannt sind , beschäftigt sich ausführlich mit seinem
Namensgeber . MP3 und die Industrie : Neue Zeiten für Musikfans Neue Systeme
sollen endgültig die Ära beenden , in der Musikfans frei über heruntergeladene
Songs aus dem Internet verfügen konnten . Nach dem großen Erfolg der
Online-Musiktauschbörse Napster könnte das leicht zu kopierende MP3-Format für
Musikdateien nach Ansicht von Frank Sarfeld , Sprecher der Bertelsmann
E-Commerce Group ( BECG ) , nun bald vom Markt verdrängt werden . Mit einem
kostenpflichtigen Vertriebsmodell der Partner Bertelsmann und Napster sollen die
Nutzer vom 1. Juli an keine Musik mehr auf CDs brennen können . " Unser
Mitgliedermodell sieht das Brennen von Musikstücken im MP3-Format auf CD nicht
mehr vor " , sagte Sarfeld in einem Gespräch mit der dpa . Die Songs sollen
künftig im Dateiformat NAP übertragen werden . Mit Hilfe eines darin eingebauten
Schutzes soll das Kopieren und Verbreiten verhindert werden . Für einen
monatlichen Mitgliedspreis zwischen 6 und 21 Mark sollen die Nutzer Songs auf
den PC herunterladen - lediglich zum Anhören . Die Anwender seien bereit , für
ihre Musik zu zahlen . Für Eigentümer von MP3-Playern könnten mit dem Wechsel
auf das neue Format NAP allerdings magere Zeiten anbrechen . Die Richterin
Marylin Hall Patel hatte Napster zudem bereits mit der Schließung gedroht ,
sollte das Internet-Unternehmen den Zugang zu urheberrechtlich geschützten
Musiktiteln weiter nur halbherzig blockieren . Vor einem endgültigen Urteil will
das Gericht aber noch einen technischen Sachverständigen anhören . Künftig
würden mit neuen Techniken auch ganz andere Bedarfsprofile entstehen , sagte
Sarfeld . " Die CD ist doch ein völlig antiquiertes Medium . " Auf den rund 25
Jahre alten Datenträger passe nur wenig Information . " Ein großer Zukunftsmarkt
wird mit der Funkübertragung UMTS entstehen . " Musik werde von jedem mobilen
Gerät und jedem Handy aus abrufbar sein . Der Besitz an festen Datenträgern wie
CD oder Schallplatte werde dann im Prinzip überflüssig ; auch das Speichern von
Musik im MP3-Format soll dann anscheinend von Streaming-Techniken abgelöst
werden . Vermutlich werde es aber auch weiterhin MP3-Dateien geben , die etwa
der Online-Dienst AOL anbieten will . " Ein Preis von zwei bis drei Dollar pro
Titel wird für viele Musikliebhaber allerdings nicht mehr so attraktiv sein , da
die Kosten inklusive Telefongebühren im Vergleich zum Kauf einer CD relativ hoch
sind " , sagte Sarfeld . Die Suche nach dem neuen Firmenchef per Internet Der
Chef geht in Rente - was nun ? Immer häufiger bedeutet der Wechsel im Chefsessel
das Aus für Familienbetriebe . Die Internetbörse Change-Chance bietet
Unternehmern die Möglichkeit , Firmenübergaben beziehungsweise -übernahmen
schnell und reibungslos die Wege zu leiten . Inzwischen surfen monatlich 20.000
Besucher auf dem staatlich geförderten Unternehmensportal - doppelt so viele wie
noch kurz nach dem Start vor zwei Jahren . Gerade beim Mittelstand - dem immer
noch wichtigsten Arbeitgeber in Deutschland - ist die Nachfolge häufig ungeklärt
. Genau dort setzt die Internet-Unternehmensbörse an . Sie will den
Generationswechsel in den Betrieben unterstützen und damit das unternehmerische
Know-how retten . Der Name Change-Chance ist dabei Programm : Den Wechsel im
Chefsessel erleichtern und gleichzeitig jungen Existenzgründern eine Chance
bieten . Der 66 jährige ist seit Januar 2001 im Ruhestand . Seine kleines
Gummersbacher Handelsunternehmen gehört jetzt einer größeren Agentur . Der
Käufer hatte sich bei Change-Chance nach einem geeigneten Unternehmen umgesehen
, um zu expandieren . Das Berliner Internetportal wurde im Januar 1999 als
Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufen . Die Initiative vereint Bundesregierung
, Wirtschaftsverbände , Sparkassen und Banken zu einem riesigen virtuellen
Unternehmensmarkt . Die besprechen die Betroffenen unter vier Augen in den
regionalen Zweigstellen der Industrie- , Handels- und Handwerkskammern . Rund
9.000 Inserate sind zurzeit im Angebot von Change-Chance . Schlesing : " Etwa
6.000 Firmenchefs suchen Nachfolger , rund 3.000 potenzielle Existenzgründer
stehen zur Übernahme von Betrieben bereit . " " Wir hatten aber auch schon einen
Betrieb mit 200 Beschäftigten . " Der Erfolg der Internet-Börse sei allerdings
schwer messbar , weil es nur selten Rückmeldungen gebe . Von 500 erfolgreichen
Vermittlungen wisse man sicher , wahrscheinlich seien es sogar mehr als 2.000 .
Für die Netzwerkpartner hat die Internet-Börse inzwischen einen hohen
Stellenwert . Der Online-Marktplatz erleichtert aber nicht nur die aufwändige
Suche nach einem Firmennachfolger . Dazu gehört eine Datenbank , die Kontakte zu
den wichtigsten Ansprechpartnern zum Thema Unternehmensnachfolge vermittelt . Es
gibt einen Nachfolger- und Betriebscheck . Interessenten können so testen , ob
sie auf die Betriebsübergabe beziehungsweise -übernahme gut vorbereitet sind .
Außerdem bietet Change-Chance einen speziellen Beratungsservice für
Existenzgründerinnen . Die " gläserne Wurst " im Internet In Zeiten von BSE
greifen Fleisch- und Wurstfabrikanten zu ungewohnten Mitteln , um das verloren
gegangen Vertrauen der Verbraucher in fleischhaltige Lebensmittel wieder
zurückzugewinnen . Als " höchst innovatives Unterfangen " bezeichnet die Wolf
GmbH ihr Vorhaben , eine " gläserne Wurstproduktion " für das Internet
umzusetzen . Damit sollen skeptische Verbraucher künftig vom heimischen Computer
aus die Herstellung von Wurst verfolgen können . Ab Ende April will der
Schwandorfer Fleischverarbeiter Wolf die wichtigsten Produktionsschritte der
Wurstherstellung ins Internet übertragen . Der bayerische Verbraucherminister
Eberhard Sinner ( CSU ) wolle am 26. April den Start für das Projekt der "
gläsernen Wurstproduktion " geben . Neben Einblicken in ihre Wurstküche werde
www.wurst.tv auch Möglichkeiten zu Live-Chats sowie Hintergrundinformationen zur
Wurstproduktion anbieten , berichtete die Agentur der Firma . Außerhalb der
Produktionszeiten böten Videoeinspielungen Einblicke in die Herstellungs-Abläufe
. So hofft der Fleischverarbeiter , das Vertrauen der Verbraucher in
Wurstprodukte wieder herzustellen . Bis der Startschuss für den Live-Auftritt
gegeben wird , können sich Interessierte einen erste Informationen über das
Projekt anschauen . Ob sich jedoch durch solche Maßnahmen allein das stark
gewachsene Misstrauen der Verbraucher gegenüber der Fleischindustrie abbauen
lässt , erscheint zweifelhaft . Online-Reisebüro Expedia schreibt erstmals
schwarze Zahlen Die Börse hatte dagegen einen Verlust aus dem operativen
Geschäft von 10 bis 15 Cents pro Aktie erwartet . Den detaillierten
Geschäftsbericht will Expedia am 30. April veröffentlichen . America Online ,
größter Online-Dienst der Welt , gab am heutigen Montag bekannt , dass die
Mitgliederzahl nunmehr die 29-Millionen-Grenze überschritten hat . Dabei blieben
die AOL-Kunden im Schnitt täglich fast 70 Minuten online ; vor einem Jahr seien
es noch 64 Minuten gewesen . Barry Schuler , Chef von AOL , zeigte sich
natürlich angesichts des " starken Wachstums der Mitgliederzahlen " hoch erfreut
: " Wir helfen dabei , mehr und mehr Menschen in den USA und auf der ganzen Welt
online zu bringen . " Die neuen Zahlen zeigten , dass der Online-Dienst
zunehmend ein zentraler Bestandteil des täglichen Lebens der AOL-Mitglieder
werde . Regierung fordert bessere Strafverfolgung im Internet Der
Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium , Siegmar Mosdorf ,
hat sich dafür ausgesprochen , die Strafverfolgungsbehörden in jedem einzelnen
Land für die Bekämpfung der Kriminalität im Internet zu stärken . " Wir müssen
uns schon auf diese Online-Welt einlassen " , erklärte Mosdorf heute im
ZDF-Morgenmagazin : Der Rechtsstaat müsse auch online gelten . Zur Bekämpfung
des Problems sei bereits eine verstärkte Zusammenarbeit von Justiz- ,
Wirtschafts- und Innenministerium begonnen worden . Entscheidend sei auch die
Aufklärung der Nutzer sowie technische Weiterentwicklungen . In dasselbe Horn
stößt auch Brigitte Zypries , Staatssekretärin im Innenministerium . Angesichts
zunehmender Sabotagen durch Hacker und Virenprogrammierer plädierte sie für
bessere Fahndungsmöglichkeiten der Polizei im Internet . Zypries sprach sich
außerdem für eine Art Führerschein für Hackersoftware aus . " Der Verkauf könnte
auf Personen beschränkt sein , die ein berechtigtes Interesse nachweisen . "
Auch wenn vordergründig die Verbesserung der Computersicherheit durch solche
Produkte herausgestellt werde , sei die illegale Verwendungsmöglichkeit
erheblich . Eine Konvention über entsprechende Sanktionen werde derzeit durch
die europäischen Staaten beraten , erklärte Zypries . Der Cyberspace :
Unendliche Weiten ... und neue Werte ? Das Internet wird zum Lebensraum und der
Einzelne zum Cyberbürger , der Geborgenheit in virtuellen Gemeinschaften findet
, die keine räumlichen Grenzen mehr kennen - so verkünden es Euphoriker wie
Howard Rheingold und Esther Dyson schon seit langem . Beispiellose
Wahlmöglichkeiten , reibungsloser Kapitalismus und eine nahezu anarchistische
Perspektive im Umgang mit herkömmlichen Strukturen , das ist der Kern des
Cyber-Lybertarianism . Werte statt Geld Die rund 500 Teilnehmer an dieser
Konferenz vom 12. bis 14. Mai suchten in den Worten von HdK-Präsident Lothar
Romain nach Anregungen und Inspirationen , " auf kreative Weise neue
gesellschaftlich und wirtschaftlich wertvolle mediale Konzepte zu entwickeln und
zu realisieren " . Die HdK hat den bundesweit ersten Studiengang Electronic
Business initiiert , und ursprünglich sollte die Konferenz " Geld " zum Thema
haben , wie Willem Velthoven freimütig zugab . Aber das war dem Inhaber des von
der Bank gestifteten Lehrstuhls denn doch zu profan . Um Medien , und dabei
immer nur um das eine , das Internet , das alle anderen Kommunikationssysteme
auf seine universelle Plattform zieht . Tatsächlich ist in der gegenwärtigen
Internet- und E-Commerce-Euphorie der Markt für die Designer pfiffiger
Werbebanner und Web-Auftritte schier unerschöpflich . Die HdK bildet sie aus . "
Wir arbeiten im Netz , die Stadt bildet sich im Netzwerk ab , die Familie wird
durch das Netz verbunden sein ; man kauft , zahlt und spielt im Netz , die
Unterhaltung kommt über das Netz " , meinte Willem Velthoven . Das Internet
ermögliche , " mit Menschen verbunden zu sein , mit denen man die gleichen Werte
teilt " , beschreibt Velthoven den Mechanismus , und " unsere Kultur und
Gesellschaft basiert auf miteinander geteilten Werten " . eindimensional und
hohl Das Kontrastprogramm präsentierte er just zwei Tage vor der
HdK-Veranstaltung , zufällig und unabhängig davon , in einem Vortrag auf dem
Einstein-Forum in Potsdam unter dem Titel " Der einsame Cyberbürger - der
Kollaps der Gemeinschaft im Cyberspace " . Unter Berufung auf jüngste Studien
legte er dar , wie Chat-Rooms und Instant Messaging zur Verflachung der
Kommunikation führen und die bloße Illusion von Nähe erzeugen , während die
wirklichen Gemeinschaften in Familie , Schule und am Arbeitsplatz verschwinden .
Winner sieht das Internet als weiteren Schritt und Verstärker der vom
motorisierten Individualverkehr hervorgerufenen Suburbanisierung , der
Segregation einzelner Bevölkerungsschichten und der Schwächung sozialer
Bindungen . Waren Städte einst multikulturelle " Laboratorien der
Verschiedenheit " mit eingespielten Mechanismen der Konfliktbewältigung , so
geht im Internet die Verschiedenartigkeit des öffentlichen Raumes verloren ,
weil jeder nur noch Gleichgesinnte sucht und mit ihnen kommuniziert . Die
vernetzte Welt ist eindimensional und hohl . Vergnügt registrierte Winner die
ersten Anzeichen einer Gegenbewegung - Bürger , die amazon.com verschmähen und
bewusst den Buchladen um die Ecke aufsuchen . In San Francisco tauchen derzeit
Poster und Aufkleber mit dem Schriftzug ButIDon'tNeedMyToothpasteDelivered.com
auf . Lanciert von einem Künstler mit dem Pseudonym Sam Lowry , parodieren sie
die Werbesprüche in Domain-Namen , wie sie mit www.gibt-zunder.de ( Microsoft )
oder www.mit-77-terabit-durch-europa.de auch hier zu Lande modisch werden . Zu
erreichen ist die "anti-dot-com"-Revolte , wie sollte es anders sein , im Web ,
und zwar unter der URL http://Blowthedotoutyourass.com . Zur Monomedia-Konferenz
siehe auch Telepolis : Welche Werte haben Daten und Netze ? Wertpapieraufsicht :
Schwarze Schafe im Internet Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (
BAWe ) hat vor schwarzen Schafen im Internet gewarnt . " Das Internet als
globales Medium bietet viele Chancen aber auch Risiken für den Wertpapierhandel
" , erklärte BAWe-Präsident Georg Wittich heute in Frankfurt . " Anleger sollten
sich dieser Risiken bewusst sein . " Die deutsche Behörde geht zurzeit den
Inhalten von rund 80 Internetseiten " aufsichtsrechtlich nach " . Dabei handelt
es sich beispielsweise um Internet-Angebote zur Zeichnung von Aktien , die
bislang nicht an der Börse gehandelt werden , und die auf Web-Seiten ohne die
eigentlich erforderlichen offiziellen Verkaufsprospekte beworben werden . Dies
kann nach Aussagen von BAWe-Sprecher Udo Fenchel gegenüber c't mit einem Bußgeld
belegt werden . Das deutsche Kontrollteam " betrachtete mehr als 600
Internetseiten und stieß dabei häufig auf Angebote für angeblich
hochrentierliche Anlagen , bei denen aber die erforderliche Risikoaufklärung
fehlte " , heißt es in einer Erklärung des BAWe . Außerdem seien
Wertpapierdienstleister ohne Zulassung aufgefallen . Während der global
koordinierten Aktion fanden die teilnehmenden Aufsichtsbehörden , darunter die
Ämter aus Frankreich , Großbritannien , Japan und den USA , auf rund 1.000
Internet-Seiten Anhaltspunkte für entsprechende Gesetzesverstöße . Diese sollen
die nationalen Aufsichtsbehörden weiterverfolgen . " Für eine effektive Aufsicht
des Wertpapierhandels im Internet ist es unabdingbar , international eng zu
kooperieren " , erklärte der BAWe-Präsident . Compaqs neue Server treten gegen
Sun an Heute stellte Compaq endlich die lange erwartete neue Server-Reihe auf
Basis der Alpha-Prozessoren vor . Die CPUs sind über einen Switch miteinander zu
so genanntenQuad Building Blocks mit je vier Prozessoren verbunden . Bei den
Achtfach-Modellen werden zwei Module direkt über den so genannten Global Port
zusammengeschlossen ; die 16- und 32-CPU-Versionen verbinden die Module über
einen weiteren Switch . Jedes Modul unterstützt maximal 32 GByte Hauptspeicher .
Zum Ausbau des Systems stehen bis zu 64 PCI-Subsysteme ( acht pro
Prozessor-Modul ) mit insgesamt 224 Slots zur Verfügung . Als Betriebssysteme
will Compaq das hauseigene Unix-Derivat Tru64 , OpenVMS und ( zu einem späteren
Zeitpunkt ) Linux anbieten . Mit den Cluster-Techniken für Tru64 oder OpenVMS
garantiert Compaq nach eigenen Angaben eine Verfügbarkeit von 99,99 Prozent .
Unter OpenVMS sind bis zu 96 Nodes in einem Cluster möglich ; die Nodes können
über mehrere Standorte verteilt werden , die bis zu 800 Kilometer
auseinanderliegen dürfen . Die neuen Systeme unterstützen Partitionierung der
Hardware - verschiedene Versionen des gleichen Betriebssystems oder mehrere
unterschiedliche Betriebssysteme können also gleichzeitig aktiv sein . Maximal
sind acht Partitionen möglich . Laut Compaq bieten die 32-Prozessor-Systeme eine
Bandbreite von 140,8 GByte/s zwischen den Prozessor-Modulen bei einer
realisierbaren Speicher-Bandbreite von 51,2 GByte/s . Für den Prozessorbus gibt
Compaq 1,6 GByte/s an , für das I/O-System im 32-CPU-Server 12,8 GByte/s . Die
technische Grundlage für das Speichersystem bildet die NUMA-Architektur (
Non-Uniform Memory Access ) . Die Preise der Systeme sind angesichts der
Ausstattung nicht von schlechten Eltern : Compaq zielt mit den Systemen aber
auch nicht unbedingt auf den normalen Markt für Server , sondern hofft ,
erfolgreich gegen Suns Highend-Server ( E6500 und E10000 ) antreten zu können ,
die sich etwa unter Internet-Anbietern besonderer Beliebtheit erfreuen . Auch
IBMs S80-Systeme oder Hewlett-Packards V2600-Server betrachten die Texaner als
direkte Konkurrenten der neuen Alpha-Maschinen . ICANNs Verhältnis zu
Länder-Domains ungeklärt Der Council of National Top Level Domain Registries (
Centr ) lehnt in einem Brief an ICANNs CEO Mike Roberts eine Gebühr entsprechend
der Zahl registrierter Länder-Domains ( country code Top Level Domains , ccTLDs
) grundsätzlich ab . Das Verhältnis zwischen der Internet-Verwaltung Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) und den Länderregistries
sei immer noch in einigen Punkten ungeklärt , bemängelten die 30
Centr-Mitglieder bei ihrer Generalversammlung in Trondheim . Im Streit über das
Dreiecksverhältnis ICANN - Regierungen - ccTLD-Betreiber fürchten die
Länder-NICs ( Network Information Center ) um ihre Unabhängigkeit . " Von keinem
CENTR-Mitglied ist in irgeneiner Weise Autorität an die ICANN übertragen worden
, was das Management einer ccTLD angeht " , heißt es in der
Centr-Presseerklärung . Daneben geht es aber in erster Linie um die Gebühr , die
die Länder-Registries an ICANN bezahlen sollen . Hier zu Lande ist das DENIC für
die Registrierung der ccTLD .de zuständig . Ende Mai habe die ICANN Rechnungen
an die verschiedenen ccTLD-Betreiber geschickt , in denen sie die Zahl der
Subdomains zur Grundlage für die Höhe der Rechnung gemacht habe . Dabei habe
ICANN bislang noch nicht einmal auf die Aufforderung der ccTLDs reagiert , den
Rootserver-Service vertraglich zu regeln . Zu weiteren Gesprächen mit ICANN sind
die 30 Centr-Mitglieder bereit und wollen laut Presseerklärung rund 600.000
Dollar zum ICANN-Budget für 1999 bis 2000 beisteuern . Die Gebührenrate werde
nach angemessenen Schlüsseln festgelegt und nicht wie gefordert nach der Zahl
der Domainregistrierungen . Das DENIC favorisiert beispielsweise eine Abrechnung
nach unterschiedlichen Bandbreiten . Bei den gTLDs prüft ICANN beispielsweise
die Qualität der Registrare und organisiert Schlichtungsverfahren . Chinesische
Umfrage nach Top10-Websites gefälscht Die halbjährlichen Umfragen des Chinese
Network Information Center ( CNNIC ) nach der Beliebtheit chinesischer Websites
wurden offensichtlich mehrfach von Anbietern durch getürkte Online-Fragebögen
beeinflusst . Die CNNIC-Statistiken galten bisher als der Gradmesser für die
Entwicklung der chinesischen Internetwirtschaft . Das staatliche chinesische
Fernsehen berichtete in dieser Woche ausführlich über die Fälschung . Zwei
Studentinnen der Fudan-Universität erläuterten vor laufenden Kameras , wie sie
unter verschiedenen Namen den Fragebogen ausgefüllt hätten . " Wir sollten uns
nur jeweils neu einwählen " , sagte eine der Studentinnen . Außerdem besuchte
das Fernsehteam einen Mann , der nicht einmal über einen Computer verfügte ,
aber laut CNNIC-Liste mit abgestimmt haben soll . Kundendaten holte sich sein
Unternehmen aus Datenbanken und eröffnete auf dem eigenen oder einem externen
Server E-Mail-Accounts . Zwei Mal habe sein Unternehmen so die CNNIC-Umfragen
beeinflusst , ein anderes Mal einem Web-Wettbewerb , erklärte der Briefschreiber
. Auch wenn inzwischen zusätzlich der Postweg mit einbezogen werde und dies
Software-gestützte Fälschungen erschwere , blieben doch viele Möglichkeiten zur
Manipulation : Die CNNIC-Umfragen sei nur die Spitze des Eisbergs . Das CNNIC
selbst hat inzwischen ebenfalls mit einer kurzen Stellungnahme reagiert , in der
es die entsprechenden Unternehmen , deren Namen zumindest nach offiziellen
Aussagen nicht bekannt sind , dazu aufforderte , derartige Verzerrung der
Umfrageergebnisse sofort zu unterlassen . " CNNIC hat bei der jüngsten Umfrage
bereits eine Reihe von Unregelmäßigkeiten bemerkt " , informierte das Network
Information Center die chinesische Presse . Lotus liefert Notes 5.04 mit starker
Verschlüsselung Lotus hat für Notes und Domino 4.x , 5.x , Sametime 1.x und
Quickplace gemäß den amerikanischen Exportbestimmungen für starke Kryptographie
den so genannten "Retail"-Status erhalten . Damit ist der Export dieser Software
fast ohne Einschränkung erlaubt - Ausnahmen sind die sieben Staaten Kuba , Iran
, Iraq , Libyen , Nordkorea , Sudan und Syrien . Bislang vertreibt Lotus
unterschiedliche Versionen für Nordamerika , Frankreich und den Rest der Welt .
Frankreich ist ein Sonderfall , da dort Nutzungsbeschränkungen bestehen , die
stärker einschränkend wirken als die amerikanischen Exportbestimmungen . (
Details zur Verschlüsselung in den unterschiedlichen Länderversionen von
Notes/Domino in Ausgabe 13 der c't , die ab dem 19. Juni im Handel ist . ) Das
QMR 5.04 ( Quarterly Maintenance Release ) ist die erste Version von Notes und
Domino , die auf diese Aufteilung verzichtet und allen Anwendern die gleiche
Sicherheit bietet . In Abweichung der auf dem IBM/Lotus Partnercamp
vorgetragenen Informationen nutzen Notes und Domino ab der Version 5.04 folgende
Schlüssellängen : Die Aktualisierung auf Version 5.04 erfordert keine besonderen
administrativen Vorkehrungen für die Bereitstellung der stärkeren
Verschlüsselung . Insbesondere müssen die verwendeten internationalen Notes-IDs
nicht neu zertifiziert werden . Bei internationalen Notes-IDs gibt es in der
aktuellen Version 5.04 noch eine Einschränkung gegenüber den nordamerikanischen
IDs bezüglich der RSA-Schlüssellängen in den unterschiedlichen Notes-Protokollen
: Für die Verschlüsselung von Mail und Dokumenten kommt nur ein
512-Bit-Schlüssel zum Einsatz , während die Kommunikations-Ports schon 630 Bit
verwenden . Bislang stellt Lotus nur eine Differenz-Installation zur Version
5.03 zur Verfügung . Erfahrungsgemäß ist diese Form des Upgrades nicht für
automatisierte Installationsvorgänge zu empfehlen , da sie eine absolut korrekt
installierte Vorversion voraussetzt . Wird auch nur eine DLL mit vom erwarteten
Original abweichender Checksumme gefunden , bricht die Installation ab . Lotus
wird die starke Verschlüsselung nicht für ältere Versionen von Notes und Domino
anbieten . Wie bereits angekündigt , wird es für Notes 4.5 und 4.6 keine
weiteren QMRs nach 4.5.7 und 4.6.7 sondern lediglich QMUs ( Quarterly
Maintenance Updates ) geben . QMUs enhalten lediglich Bugfixes und keine neuen
Funktionen . Die starke Verschlüsselung bleibt damit den OS/2-Kunden
vorenthalten , die mangels neuer Client-Version nicht von Version 4.x auf
Release 5.x umstellen können . Neue T-Aktien begehrt bei Kleinanlegern Auf die
Privatanleger ist Verlass : Daumen hoch für die neuen T-Aktien . Das waren gut
100 Millionen mehr als überhaupt angeboten werden . Am Freitag lief die
Zeichnungsfrist für den dritten Börsengang der Telekom aus . Ähnlich wie bei der
Kapitalerhöhung vor einem Jahr erwarten Experten mindestens eine zweifache
Überzeichnung der Emission . Sprich : Rechnerisch kommt nur jeder zweite Anleger
zum Zug oder jeder Investor erhält nur die Hälfte der bestellten T-Aktien .
Dieser soll sich an dem aktuellen Börsenkurs orientieren . Laut Börsenprospekt
wird der Emissionspreis für die Frühzeichner jedenfalls nicht höher als 76 Euro
sein . Diese maximale Obergrenze hatte die Telekom für den Fall eines gewaltigen
Kursanstiegs in den letzten Tagen als Bremse eingezogen . Am Freitagmittag
notierte die Aktie an der Frankfurter Börse mit 66,50 Euro . Analysten rechnen
mit einem Ausgabepreis , der ein bis zwei Euro unter dem Börsenkurs liegt .
Darauf werden Privatanleger , die früh gezeichnet haben , noch einen
Preisabschlag von drei Euro erhalten . In den vergangenen Jahren hatten nur NTT
Mobile ( Japan ) und Eni ( Italien ) einen höheres Volumen erreicht .
Telekom-Chef Ron Sommer zeigte sich zu Beginn der Zeichnungsfrist optimistisch :
" Trotz des augenblicklich volatilen Marktumfeldes werden wir die Aktien
problemlos platzieren können . " Dass die privaten Anleger beim dritten
Börsengang so kräftig zugelangt haben , hat nicht nur Telekom-Analyst Marcus
Schmitz von der Münchener Privatbank Hauck & Aufhäuser überrascht . Anders als
so manche Anlegerprofis bekamen sie trotz rückläufiger Kurse keine kalten Füße .
Auch neue Fusionsfantasien würden dazu beitragen , meint Schmitz . Beim dritten
Börsengang trennt sich erstmals der Bund von T-Aktien . Der Staatsanteil an der
Telekom wird durch den Börsengang weiter fallen , auf rund 57 Prozent .
Finanzminister Hans Eichel darf sich jedenfalls freuen : Knapp 20 Euro je Aktie
hatte die KfW seinerzeit seinem Vorgänger Theo Waigel für das gesamte Paket
überwiesen . Durch den Börsengang kann der Bund noch einmal kräftig kassieren .
Verrechnet wird nicht die Summe für das 21-Prozent-Paket , sondern sukzessive
Aktie pro Aktie . Computer-GAU : Das Silvesterchaos bei der Berliner Feuerwehr
Bei der Berliner Feuerwehr ist der GAU zum Jahreswechsel 1999/2000 in der
Silvesternacht mit dem Zusammenbruch der Notruf-Leitstelle eingetreten .
Unglückliche Umstände spielten dabei weniger eine Rolle als blindes Vertrauen
und Leichtfertigkeit im Umgang mit informationstechnischen Systemen . Nach dem
Ausfall des gesamten Feuerwehr-Informations-Systems brach die Annahme der
Notrufe zusammen . Außerdem wusste die Einsatzleitung nicht mehr , wo in welcher
Wache welches Fahrzeug stand . Vielfach rückten gleich mehrere Einheiten aus ,
die nichts voneinander wussten - an einer Einsatzstelle trafen mehr als 20
Fahrzeuge ein . Andernorts bemühte sich die Polizei , Brände mit Wasserwerfern
zu löschen . In einem Fall lag eine Person beim Eintreffen der Helfer schon eine
Stunde leblos auf dem Gehweg . Schließlich wurden Löschzüge und Rettungswagen
auf Streife geschickt , um nach Notfällen Ausschau zu halten . Einer Katastrophe
mit vielen Verletzten wären die amtlichen Helfer in der Silvesternacht nicht
gewachsen gewesen . Ein unabhängiges Gutachten gibt es bisher nicht . Der
Berliner Feuerwehrchef erklärte das Silvester-Desaster vor dem Ausschuss für
Inneres , Sicherheit und Ordnung des Berliner Abgeordnetenhauses als eine "
Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände " . c't kommt in einer Untersuchung
des Zusammenbruchs der Rechnersysteme bei der Berliner Feuerwehr jedoch nach
Auswertung interner Untersuchungsberichte und eingehender Analyse der Abläufe
bei der Feuerwehr zu einem ganz anderen Schluss . Die Pannenliste beginnt schon
bei der Konzeption und Vorgeschichte . Die Software der Leitstelle ist nie
ordnungsgemäß und nachvollziehbar dokumentiert worden ; Korrekturen , um ein
veraltetes System , das eigentlich schon vor dem Jahreswechsel abgelöst werden
sollte , doch noch Jahr-2000-fest zu machen , führten zu ungeahnten
Nebenwirkungen ; Der offizielle Bericht an den Innenausschuss des Berliner
Abgeordnetenhauses verharmlost zahlreiche Mängel . Der darin verwendete Begriff
" Verkettung unglücklicher Umstände " ist eine Kapitulation vor der Komplexität
IT-gestützter Systeme . Das Gegenteil will jetzt das Team OS/2 Deutschland e. V.
beweisen - und das aus Sicht der Endanwender . In Anlehnung an das
amerikanischen Warpstock , das in diesem Jahr schon zum dritten Mal stattfindet
, sollen vor allem Neuentwicklungen bei der Software für Endanwender gezeigt und
ein Forum für den Austausch von Praxisinformationen geboten werden . Vorträge
zum Umgang mit dem System und einzelnen Softwarepaketen runden das Programm ab .
Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick
für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick
und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . So nennt man auf
jeden Fall althergebracht die unterhaltende Beilage einer Zeitung , die
Feuillage produziert , geschnitzte oder gemalte Füllungen von Bildern . Dass sie
mitunter feuilletonistisch wird , ist purer Zufall . Oder so . Oder doch nicht ?
An der Börse ging es den Microsoft-Aktien jedenfalls in der letzten Woche gar
nicht gut . Anlass war ein kritischer Bericht des Wall Street Journal . Die
Financial Times Deutschland kommentierte den Börsentrend von Microsoft : Ist das
die finale Attacke des deutschen Feuilletons ? Nicht doch , Microsoft moussiert
nicht . Die Panne hatte schwere Konsequenzen : Auf der Stelle entließ man bei
der Financial Times den Blindtext , der so versagt hatte . Er wurde durch einen
neuen ersetzt . In der Süddeutschen Zeitung wurde dieser Woche wieder einmal die
schwere Schädigung der hungernden Rockband Metallica durch Napster beklagt und
die Sache mit der 0 und der 1 klar gestellt : Der Zweideutigkeit der Blue Notes
im Jazz , dem Sog einer Erzählung , der Intensität einer brilliant gespielten
Szene steht die schlichte Meldung des Computers gegenüber : Lektion 2 : Computer
kriegen ( meistens ) keinen Blues und Microsoft moussiert noch immer nicht .
Musikalisch ging es da eher um Victor Jara , Ernst Busch und Luigi Nono .
Revolutionär waren Studenten , die in Berlin über die Straßen hopsten und " Ho
Ho Ho Chi Minh " brüllten , oder ein Rudi Dutschke , der reklamierte : " Der
Kampf geht weiter ! " Heute sitzen die Revolutionäre wo anders : Die Börse liebt
solche Youngster - anscheinend wartet sie auf den nächsten Bill Gates , der
einst IBM das Fürchten beibrachte . Dass Fannings Napster sich zum heiligen
Revolutions-Gral der Internet-Musik stilisiert , ist recht geschicktes Marketing
. Schließlich wollte auch Dutschke irgendwann den Marsch durch die Institutionen
antreten . Denn wo zeigt sich der hässliche Deutsche in seiner Reinform ?
Richtig , wenn ihm jemand den Parkplatz vor der Nase wegschnappt . Das Auto ist
des deutschen Mannes liebstes Kind - so bedauert er auch jedes Mal , wenn er
diesen Hort der Sicherheit und des Selbstvertrauens verlassen muss . Aber dann
soll der Schatz wenigstens einen angemessenen Standort bekommen . Parkplätze
gibt s jetzt im Internet . Seltsam nur , dass ich einen Parkplatz immer dann
nicht kriege , wenn ich gar nicht wusste , dass ich einen brauche - ob die
Innenstädte sich per Internet mit Parkplätzen bestücken lassen ? Aber egal , der
Börsengang der E-Parkplatzfirma dürfte schon in Planung sein . Da kriegen sogar
mein Computer und mein Fahrrad den Blues . Geldorf jedenfalls wird ein Liedchen
zugeschrieben , das die Internet-Dröhnungen der Startups veralbert : You e-mail
me , I e-mail you We're one big viral marketing stew With a zero ad budget And a
distribution boo Won't you e-mail a Viral app too . Leider fehlt zu diesem Text
der Sound : Vorbild ist ein Blues mit vielen schrägen Noten , die bekanntlich
nicht in den Computer passen . Oder ist die erste Startup-Wohngemeinschaft
Deutschlands wirklich ernst gemeint ? Jedenfalls wollen die Jung-Bobos ab Ende
Juli live Bilder aus der WG-Küche ins Internet geben . Aber : Mein Computer ist
inzwischen schon lange über den Blues hinaus und kreischt irgendwas von Smells
Like Teen Spirit . Gleich im Vorwort dieses ersten Pocahontas-Bands berichtet
der gern vom deutschen Feuilleton geschmähte Freiburger Soziologe , Kultur- und
Gesellschaftswissenschaftler von der Computerzeitschrift c't , die sein Buch der
Könige erwähnte . Der Rezensent bemerke wohl , bemerkte Theweleit , wie sehr das
Spiel Die Siedler ihn beim Schreiben des Buches beschäftigt habe . Ausreichenden
Abstand von der Marke Siedler halten , nur den Heise-Newsticker lesen , ab und
an eine Mousse au Paul löffeln und längere Dateinamen als 8.3 verwenden . Das
hätte uns darauf vorbereiten sollen , dass die Rechtssprechung nicht nur in den
USA seltsame Wege geht . So gibt es Programme , die aus dem Leben eines
Computernutzers nicht mehr wegzudenken sind - eine Firma , die so ein Programm
entwickelt hat , dürfte ausgesorgt haben , denn sie kann richtig Lizenzgebühren
einstreichen . Allein für den Namen . Nun haben Computer eine seltsame
Angewohnheit : Mit Namen können sie sich immer noch nicht so recht anfreunden ,
erst recht , wenn sie gerade den Blues haben . So passiert es , dass auf CDs
Programme auftauchen , die einen Markennamen tragen , der gar nicht mehr
erkennbar ist - sagt zumindest das Recht , wenn mein kleiner Verstand das
richtig begriffen hat . Was nun ? Alles im Griff , oder ? Mein Computer schert
sich nicht darum und erzählt mit John Coltrane von My Favourite Things . Etliche
davon werden von der Wikus Sägenfabrik Wilhelm H. Kullmann in Spangenberg
gefertigt . Der nordhessische Sägenhersteller ging letzte Woche ins Internet und
setzt dabei voll auf den Movex Web Explorer . Dieser Web-Explorer wurde zunächst
von Wikus Saw in Chicago eingesetzt und bildet jetzt so etwas wie den
System-Leitstand der Wikus-Zentrale in Deutschland . Es kommt der Tag , da will
die Säge sägen , hieß es einmal in einem deutschen Film , der nicht von Jim
Jarmusch stammt . Was wird . Wenn es stimmt , was die Firma Kanakaris in ihrer
Pressemeldung behauptet , dann werden in der nächsten Woche Schweden , die
Schweiz , Deutschland und Luxemburg eine neue Gesellschaftsordnung bekommen .
Jedenfalls kündigt sie an , dass diese Länder in das Stadium der WEAR Society
eintreten . WEAR ist natürlich eine geschützte Marke und steht für Wireless
Entertainment Asynchronous Remotely , oder eben den " Pulsschlag der Zeit mit
der Technologie des Dritten Milleniums " . In Schweden und den Ländereien rund
um Luxemburg will Kanakaris alle Besitzer von Pocket-PC- und Palm-PDAs zu
Mitgliedern einer " lebendigen modernen Gesellschaft " machen . Einführung neuer
Top Level Domains beschlossen Nach einer fünfjährigen Diskussion der Branche mit
Jon Postel und später der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (
ICANN ) bekommt " .com " Konkurrenz : Noch in diesem Jahr will ICANN die erste
Runde neuer generischer Top Level Domains ( gTLD ) bekannt geben . Nur eine gute
Stunde gaben sich die 19 Direktoren der ICANN in ihrer Sitzung in Yokohama am
heutigen Sonntag noch , um die historische Entscheidung zu treffen . Fest steht
nur , dass ICANN am 1. August eine offizielle Ausschreibung für potenzielle
Registry-Betreiber und Registry-Sponsoren startet und plant , aus den bis 1.
Oktober eingehenden Vorschlägen unterschiedliche Modelle für die Integration ins
DNS auszuwählen . Ausserdem sollen möglichst Vorschläge aus unterschiedlichen
Regionen zum Zug kommen . Man wolle keine fünf US-Vorschläge , kommentierte
ICANNs Interims-Boardvorsitzende Esther Dyson . Bewerber müssen der ICANN ihre
technischen Qualitäten und die Details des hinter dem Vorschlag stehenden
Geschäftsmodells nachweisen . Ausserdem sollen sie die Regeln für Registrierung
der von ihnen geplanten TLD ( registry policy ) und Maßnahmen zum Schutz der
Nutzer bei technischen Problemen und bei Markenrechtsverletzungen vorschlagen .
Wie viele neue TLDs die ICANN am 20. November nach ihrer Jahreshauptversammlung
bekannt geben wird , darauf wollten sich die Direktoren noch nicht festlegen . "
ICANNs Büro ist der Meinung , dass wir sehr vorsichtig mit der Einführung sein
sollten " , sagte ICANNs Vizepräsident Louis Touton . " Bei einer Einführung von
zehn neuen TLDs würden wir mit unseren Kapazitäten , den Prozess zu begleiten
und zu beaufsichtigen , an eine Grenze kommen . " Wenn man in dieser ersten
Runde Probleme mit der Einführung der neuen gTLDs bekomme , gefährde man
möglicherweise weitere Öffnungen des DNS . Bewerber können sich auch für mehrere
TLDs anmelden ; und der geschäftliche und technische Betrieb der neuen
Registries können getrennt werden . Vor allem bei den nichtkommerziellen
Anbietern rechnet man damit , dass sie den Betrieb der Registry auslagern .
Jeder Bewerber muss eine Art Bewerbungsgebühr von 50.000 US Dollar an die ICANN
entrichten . Über diese Summe hatte es bei der offenen Sitzung am Samstag noch
grosse Diskussionen gegeben . In ihren Entscheidungen zum Nominierungsprozess
für die At-large-Wahlen des ICANN-Direktoriums durch die Internet-Nutzer kamen
die Direktoren der Nutzergemeinde allerdings entgegen . Die Einstiegshürden für
die Kandidaten der Mitglieder wurden von zehn Prozent der Wähler einer Region
auf zwei Prozent gesenkt . Allerdings können Mitglieder nur je einen Kandidaten
unterstützen und die Zahl der Kandidaten pro Region wurde auf sieben festgelegt
. Festgehalten wird nun vorerst auch an der Zahl von neun
At-large-Direktoren-Sitzen . Weil im Herbst nur fünf At-large-Direktoren von den
Mitglieder gewählt werden , wird die Amtszeit von vier Interims-Direktoren für
zwei Jahre verlängert . Surfen am Arbeitsplatz soll nun doch nicht versteuert
werden Privates Internet-Surfen am Arbeitsplatz soll den Arbeitnehmer nun doch
kein Geld kosten . " Es ist für die Entwicklung dieses Zukunftsmarktes von
entscheidender Bedeutung , dass die Initiativen von Unternehmen , die
Mitarbeiter an diese Technologien heran zu führen , nicht behindert werden " ,
erläuterte der Sprecher des Bundesfinanzministeriums , Torsten Albig , am
Sonntag in Berlin . Zwar wäre es steuersystematisch richtig , dass die bereits
für private Telefonate am Arbeitsplatz geltenden Regeln auch auf das Surfen
angewendet und als " geldwerter Vorteil " versteuert werden müssten . Doch man
dürfe dieses Thema nicht allein unter diesem Gesichtspunkt diskutieren . Die
Bundesregierung werde deshalb " das Gespräch mit den Ländern suchen , ob es
andere Lösungsmöglichkeiten für dieses Problem gibt " , sagte Albig und fügte
hinzu , die Überlegungen zur Besteuerung von Internet-Surfen gingen auf
Vorschläge von Steuerfachleuten zurück . Das Finanzministerium hatte am
Wochenende zunächst einen Bericht der " Stuttgarter Zeitung " bestätigt , wonach
privates Internet-Surfen künftig wie Telefonieren am Arbeitsplatz behandelt
werden solle . Telefonate oder das Einwählen in das Internet müssten somit
aufgezeichnet und versteuert werden . Es könne in jedem Bereich der Nachweis
geführt werden , ob sich der Arbeitnehmer privat oder dienstlich in das Internet
eingewählt habe . Der Arbeitger könne jedoch auch das private Surfen und
Telefonieren verbieten . Dann verlange der Fiskus aber einen Nachweis der
Kontrolle . Indessen will Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn nach
Informationen des Spiegel Besucher öffentlicher Bibliotheken den kostenlosen
Zugang ins Internet ermöglichen . Zudem müssten sich jeweils zwei
Bibliotheksbedienstete in Schulungen darauf vorbereiten , Kinder und Senioren
den Umgang mit der Maus zu erklären . Zugangsprobleme bei T-DSL durch neue
Software auf Dial-In-Servern Seit Mittwoch letzter Woche sahen sich wieder
einmal viele Nutzer des Highspeed-Zugangs T-DSL der Telekom mit Einwahlproblemen
unter Windows konfrontiert . Anders als bei den Schwierigkeiten mit T-DSL im
Juni soll dieses Mal aber die Software Schuld sein . Wie Service-Techniker der
Telekom erklärten , wurde am Mittwoch letzter Woche neue Software auf den
Dial-In-Servern der Telekom für T-DSL installiert . Nach dieser Umstellung
konnten alle Kunden , die noch WinPoET in der Version 1.2 für den T-DSL-Zugang
per PPP over Ethernet benutzten , nicht mehr über T-DSL ins Internet . Notwendig
sei nach der Umstellung die Version 2.0 von WinPoET - die aber auf der bislang
ausgelieferten T-DSL-CD der Telekom noch nicht enthalten ist . Bekommen kann man
sie beispielsweise über http://www.adsl-support.de/win_down.htm . Da man aber
mit T-DSL und WinPoET 1.2 nicht an diese Seite herankommt , müsse man sich über
ISDN einwählen , wenn das noch möglich sei - oder aber die neue Version per Post
bestellen . Empfehlenswert sei es zudem , vor der Installation von WinPoET 2.0
die alte Version zu deinstallieren . Warum die Telekom ihre Kunden nicht von der
Umstellung informiert hat , bleibt im Dunkeln . Ein Techniker meinte lapidar ,
es klappe halt noch so einiges nicht bei T-DSL , aber dass der Zugang nach dem
Aufspielen der neuen Software überhaupt nicht mehr gehe , damit habe wohl
niemand gerechnet . Noch zu früh für USB 2.0 Intel hat den verbreiteten
USB-Anschluss weiterentwickelt , der externe Geräte wie Drucker oder Scanner mit
dem PC verbindet . Die neue Version USB 2.0 ist 40-mal so schnell wie der
Vorgänger und macht damit dem etablierten FireWire Konkurrenz . Für Anwender ist
es aber noch zu früh , sich USB 2.0 anzuschaffen , schreibt c't in einem
Schwerpunkt zu USB 2.0 und FireWire . Über USB lassen sich Peripheriegeräte
bequem an den PC anschließen : An allen aktuellen Rechnern findet sich diese
Standard-Schnittstelle . Für leistungshungrige Geräte wie Festplatten ,
DVD-Laufwerke oder CD-Writer ist das bisherige USB jedoch zu langsam . Der
schnellere FireWire-Standard eignet sich hierfür besser . In vielen
höherwertigen PCs und Notebooks ist FireWire bereits eingebaut und hat sich vor
allem für die digitale Videoübertragung durchgesetzt . Mit der Weiterentwicklung
von USB will Intel FireWire übertrumpfen . Mit einer Übertragungsrate von 480
MBit/s ist USB 2.0 um 20 Prozent schneller als FireWire . Der Anwender könnte
also künftig mit einer Sorte Stecker für alle Geräte auskommen . Bestehende PCs
lassen sich per Steckkarte um USB-2.0-Anschlüsse erweitern . c't hat die ersten
Geräte mit USB 2.0 getestet und dabei festgestellt , dass sie gegenüber FireWire
kaum Vorteile bieten . Auch wird es wohl noch eine ganze Weile dauern , bis eine
vergleichbare Vielzahl von Geräten erhältlich ist : " USB 2.0 ist eigentlich
eine überflüssige Entwicklung " , so das Fazit . Lufthansa kooperiert mit
Online-Reisebüro Travelocity Über eine globale Partnerschaft mit dem
Online-Reiseunternehmen Travelocity will die Lufthansa ihre Internet-Präsenz
ausbauen ; ein Kooperationsvertrag mit sofortiger Wirkung sei in der vergangenen
Woche in den USA unterzeichnet worden , teilte die Fluggesellschaft mit . Die
Zusammenarbeit bedeute " die Gewinnung von Marktanteilen in den USA , Kanada ,
Großbritannien und Deutschland " . Travelocity ist nach Angaben der Lufthansa
weltweit Marktführer unter den Online-Reiseunternehmen . Die Fluggesellschaft
will im Jahr 2005 jedes vierte Flugticket über elektronische Vertriebskanäle
verkaufen ; um dieses Ziel zu erreichen , möchte die Fluglinie neben dem Ausbau
der eigenen Website die prominente Platzierung ihrer Produkte in den großen
Online-Reisebüros forcieren . Daher will die Lufthansa auch die Internet-Seiten
von Travelocity zum Vertrieb von Tickets und als Kommunikationsplattform nutzen
. Zu den Marketingmaßnahmen zählen nach Angaben des Unternehmens die
Präsentation der Lufthansa-Produkte , die Schaltung von Bannern und die
exklusive Bewerbung von Lufthansa-Strecken . Schlechte Aussichten für
Chip-Branche prognostiziert Ein Ende der Flaute in der Halbleiterindustrie ist
nach einer Prognose des Marktforschungsinstituts Dataquest in diesem Jahr nicht
in Sicht ; vielen Halbleiterherstellern drohe für das laufende Jahr eines ihrer
schlechtesten Geschäftsjahr . Im vergangenen Jahr hätten beide Segmente noch ein
Wachstum von jeweils 84 Prozent verzeichnet . Die Chip-Industrie hat derzeit
massiv vor allem an der weltweit stark zurückgehenden Nachfrage nach PCs und
Mobiltelefonen zu leiden . Analysten erwarten , dass die Branche frühestens Ende
des Jahres die Talsohle durchschreiten werde . Eine Erholung erwarten die
Experten für 2002 . Infomatec-Anleger wollen Schadenersatz von WestLB Anleger
des krisengeschüttelten Software-Unternehmens Infomatec wollen für Kursverluste
ihrer Aktien auch die Westdeutsche Landesbank ( WestLB ) in Anspruch nehmen .
Nach Zivilklagen gegen die beiden früheren Infomatec-Vorstände Gerhard Harlos
und Alexander Häfele werde auch die WestLB auf Schadenersatz verklagt , sagte
ein Sprecher der Münchner Anwaltskanzlei Rotter , die mehrere Aktionäre vertritt
. Der Jurist bestätigte damit einen Bericht der aktuellen Ausgabe des Spiegel .
Ob die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen im Zusammenhang mit Infomatec auch
gegen Vertreter der WestLB erweitert hat , wollte die Behörde nicht bestätigen .
Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte lediglich , dass neben Harlos und
Häfele auch andere als Verantwortliche in Betracht kämen . Die beiden
Ex-Vorstände werden unter anderem des Kursbetrugs und des Insiderhandels
verdächtigt . Die Infomatec-Aktionäre begründen ihre Schadenersatzforderung an
die WestLB nach Auskunft der Kanzlei Rotter mit dem Verdacht auf Beihilfe zum
Kapitalanlagebetrug und mit der Prospekthaftung nach dem Börsengesetz . So
würden leitende Angestellte der Bank etwa verdächtigt , in ihren
Unternehmensberichten die Situation von Infomatec vor dem Börsengang nicht
zutreffend dargestellt zu haben . Wegen dieser unrichtigen oder unvollständigen
Angaben hätten die Anleger Wertpapiere von Infomatec gekauft , sagte der
Sprecher . Die Infomatec Integrated Information Systems AG aus Gersthofen bei
Augsburg mit rund 110 Beschäftigten war im Jahr 2000 tief in die roten Zahlen
gerutscht . Anfang Juli hatte das Amtsgericht Augsburg das Insolvenzverfahren
über das am Neuen Markt notierte Softwareunternehmen Infomatec und fünf
Konzerntöchter eröffnet . Stimmenabgabe zur Unterstützung von ICANN-Kandidaten
möglich Seit dem gestrigen Dienstag können Mitglieder der Internet Corporation
for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) , die bereits über ihre PIN-Nummer
erhalten haben , ihre Favoriten für eine Kandidatur zur Wahl des
ICANN-Direktoriums unterstützen . Unter
members.icann.org/cgi-bin/atlarge/endorse.cgi lässt sich nach der Eingabe von
Mitgliedsnummer , Passwort und PIN eine Stimme abgeben . Nur zwei der insgesamt
über 70 Europa-Kandidatinnen und -Kandidaten kommen noch für eine Kandidatur in
Frage , nachdem das Nominerungskomittee der ICANN bereits fünf der sieben
möglichen Kandidaten bestimmt hat . In Abhängigkeit von der Zahl der aktiven
Mitglieder können dies bis zu 719 Stimmen sein . Derzeit hat allerdings erst
rund ein Drittel der knapp 36.000 europäischen Mitglieder ihre Mitgliedschaft
aktiviert . Noch gegen Mitternacht begannen die ersten Mitglieder mit der
Stimmabgabe , die Berliner Sozialwissenschaftlerin Jeanette Hoffmann ( 16
Stimmen ) und Andy Müller-Maghuhn ( 10 Stimmen ) vom Chaos Computer Club führten
zumindest am heutigen Mittwoch Morgen . Ein Zurückhalten der Stimmen aus
strategischen Gründen scheint dabei nicht nötig zu sein , da man einem
Kandidaten seine Stimme offensichtlich wieder entziehen kann , um sie neu zu
vergeben . Dazu muss man sich einfach erneut mit PIN , Passwort und
Mitgliedsnummer einloggen . Ob die Mitglieder nun andererseits von dieser
Widerrufsmöglichkeit Gebrauch machen , bleibt abzuwarten . ICANN-Wahlen : Who
the hell is Karl Kramer ? Hintergrund : Das Internet ist für alle da , pflegt
Internet-Urgestein Vint Cerf zu sagen , Direktor der neuen Internet-Verwaltung
Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) . Das haben sich
wohl auch die 68 Männer und drei Frauen gedacht , die sich bis gestern auf die
Bewerberliste für den europäischen Direktorensitz der ICANN gesetzt haben . Nur
zwei der Selbstbewerber werden überhaupt noch zur Kandidatur zugelassen , denn
fünf der pro Region vorgesehenen sieben Kandidatenplätze hat das
Nominierungskomitee der ICANN bereits mit Personen seiner Wahl belegt . Diese
Auswahl war schlecht , darin ist sich die Mehrzahl der Beobachter einig ; den
offiziell nominierten Kandidaten werden jedenfalls in Europa kaum Chancen
zugerechnet . Manch ein Kandidat hat sich genau durch die Vorauswahl des
ICANN-Nominierungskomitees , das auf Anfragen von c't zur Auswahlpolitik bislang
nicht reagierte , zur Kandidatur aufgerufen gefühlt . " Wenn man sieht , dass
unter den Nominierten Nato-Beauftragte sind , die allen möglichen
Geheimhaltungsverpflichtungen unterworfen sind , erscheint sogar noch ein
Deutscher-Telekom-Kandidat vergleichsweise neutral " , sagt etwa Andy
Müller-Maguhn , Sprecher des Chaos Computer Club und einer der auch
international bekannteren unter den knapp 30 deutschen Kandidaten . Fragen an
den vom ICANN-Komitee aufgestellten Telekom-Kandidaten Winfried Schüller nimmt
allerdings bislang nur die Pressestelle der Telekom entgegen - sozusagen als
Write Only Memory , denn Antworten gibt sie bislang nicht . Die
Unabhängigkeitserklärung von Schüller auf der Seite des französischen NIC
scheint deshalb wohl die Bits nicht wert , auf denen sie steht . Auch für die
deutsche Gruppe der ISOC gab die unbefriedigende Bewerberlage mit den Ausschlag
dafür , dass sich ihr Kandidat Hans Peter Dittler kurz vor Fristende noch
beworben hat . Überhaupt schwoll das Bewerberfeld am letzten Tag noch einmal um
ein Drittel an . Manch ein erklärter Kandidat hat es sogar erst nach Ende der
offiziellen Frist auf die Liste geschafft , so zum Beispiel die Unix-Expertin
Sabine Reul . Entscheidend , meinte Andrew McLaughlin , Finanzchef der ICANN ,
sei nicht der Eingang der Bewerbung , sondern die fristgerechte Mitteilung ,
dass man kandidieren wolle . Das heißt auch , dass die Bewerberzahl immer noch
wachsen kann . Jetzt sind die Wähler dran , und die haben es angesichts der
langen Bewerberliste schwer . Sie müssen überlegen , wie ernst sie Bewerbungen
nehmen , in denen sich die Bewerber so anpreisen : Nicht alle Bewerbungen sind
offensichtlich gleich ernst gemeint , wie auch der Versuch von Joerg Clausen
zeigt : Ich bin Experte im dumme Fragen stellen . Auch eine Spät-Bewerbung in
Versen gab es : I do not relate to ICANN exept on days I need a domain . Für die
Wähler interessanter dürften bei allem Unterhaltungswert allerdings auf die
Reform des DNS bezogene Qualifikationen und die Ziele hinsichtlich der Arbeit
als ICANN-Direktor sein . Relativ häufig werden die europäischen Interessen in
der DNS-Reform betont . Explizit äußert sich dazu beispielsweise Francis Behr ,
der für die Einführung von .eu zu sorgen verspricht . Ein Namensvetter des
derzeitigen ICANN-Präsidenten Mike Roberts möchte dafür sorgen , dass ICANN
nicht auf die Belange amerikanischer Unternehmen ausgerichtet ist . Ein grosser
Teil der Bewerber verspricht , sich vor allem um die Belange der Endnutzer zu
kümmern - teilweise wird damit aber auch fehlende technische Kenntnis oder
fehlendes Wissen über ICANN entschuldigt . Hofmann gehört zu denjenigen , die
mit ihrer Kandidatur die Hoffnung verbinden , das demokratische Potenzial der
ICANN-Struktur besser auszuschöpfen , und gehört damit zur
"Nicht-nur-Technik"-Fraktion . Auffällig ist , dass auch bei den
Selbstnominierungen die Zahl derjenigen groß ist , die für einen Verband
kandidieren . Aus Deutschland gehen Florian Korff für den DMMV , Rainer Hund für
den ZVEI und Axel Zerdick für D21 ins Rennen . Verbandsvertreter oder auch die
Vielzahl von Mitarbeitern der Länder-Domain-Registriers oder von Registraren
sind allerdings nach Ansicht von Hans Peter Dittler eigentlich eher Kandidaten
für die Direktorenposten bei den ICANN-Untereinheiten der Domain Name Supporting
Organization ( DNSO ) oder der Adress Supporting Organization ( ASO ) .
Schwierig wird die Entscheidung bei Angestellten von großen Unternehmen , die
auf die Frage zu ihrer Unabhängigkeit beteuern , nicht für das Unternehmen zu
kandidieren . Sehr selten bekennen sich allerdings Kandidaten so eindeutig dazu
, Wirtschaftsinteressen zu vertreten , wie im Fall der nominierten Maria Livanos
Cattaui . Das Gegenbeispiel dazu gibt es allerdings auch : Stefano Trumpy sitzt
für die italienische Regierung im Government Advisory Comittee ( GAC ) von ICANN
, betont aber , dass er keineswegs ein Regierungsvertreter sei . Viel Zeit für
Wahlkampf bleibt den Kandidatinnen und Kandidaten in der Nominierungsphase nicht
, kurz gehaltene Fragebögen können der erste Stolperstein sein . Weniger
bekannte Bewerber ohne institutionellen Hintergrund wie der Physikstudent Karl
Kramer haben wohl kaum eine Chance . Kandidatenbefragungen wie die auf der
Mailingliste icann-europe des FITUG e. V. dürften bislang nur einen sehr kleinen
Teil der Wähler und Kandidaten erreichen . Für viele das Horrorszenario : Die
Stimmen der europäischen Wähler verteilen sich so gleichmäßig auf die vielen
Kandidaten , dass keiner die geforderten zwei Prozent Wählerstimmen ( bei
Unterstützung aus mindestens zwei Ländern ) erhält . Womöglich bis zuletzt
bleibt auch unklar , wie viele Stimmen das Quorum überhaupt beträgt . Denn nur
diejenigen Mitglieder des Wahlvolks , die bereits ihre PIN haben , können ihre
Mitgliedschaft aktivieren . Damit bliebe ausreichend Zeit , die Wahlberechtigung
zu aktivieren . Es kommt also bloß noch auf den Wählerwillen an . Zu den
Vorstellungen einzelner Kandidaten aus Europa siehe auch die ICANN-Seiten von
heise online . Entwickler-Lizenzen für Alphaworks-Software von IBM Auf der
Website Alphaworks bietet IBM seit geraumer Zeit Software zum freien Download an
, die sich noch in der Entwicklung befindet . Die IBM-Labors sollen damit einen
engeren Kontakt zu externen Software-Entwicklern halten und sich frühzeitig
deren Bedürfnisse anpassen können . Einige der dort erstmals vorgestellten
Software-Pakete haben sich zu regulären Produkten ausgewachsen , etwa Websphere
( vormals Servlet Express ) oder HotMedia , während andere als Open Source
freigegeben wurden , beispielsweise der heute im Apache-Projekt angesiedelte
XSLT-Prozessor Xalan . Auf der Konferenz IBM Solutions in Las Vegas hat IBM nun
angekündigt , dass Entwickler in Zukunft einige der Alphaworks-Pakete
kommerziell lizenzieren können . Das aktuelle Angebot von sechs Produkten soll
in Kürze auf insgesamt vierzig wachsen . Nach eigenen Angaben reagiert IBM dabei
auf dringende Anfragen von Entwicklern , die Alphaworks-Lösungen kommerziell
einsetzen wollen - bislang vergab IBM die Lizenzen aber nur auf Grund
individueller Vereinbarungen . Die Lizenzen sollen ab 1000 US-Dollar kosten .
Der kostenlose Download der Software ist weiterhin möglich und von dieser
zusätzlichen Lizenzierungsmöglichkeit nicht betroffen . IBM baut
Linux-Engagement weiter aus Mit OS/2 hatte es IBM ziemlich schwer , Entwickler
anzulocken . Bei Java war das schon einfacher , erforderte aber dennoch ein
gerütteltes Maß " Evangelisierung " . Mit Linux aber sieht sich IBM
offensichtlich zum ersten Mal in der Situation , dass die Entwickler von ganz
alleine kommen und verhält sich entsprechend enthusiastisch . Mit einer Flut von
Ankündigungen auf der Konferenz IBM Solutions in Las Vegas will sich das
Unternehmen im Linux-Markt besser ausrichten . IBM möchte Linux auf allen
Serverfamilien von Netfinity über RS/6000 und Numa-Q bis S/390 anbieten . Dabei
sind drei verschiedene Formen der Unterstützung geplant : Laut Irving
Wladawsky-Berger , bei IBM für das gesamte Linux-Geschäft verantwortlich , ist
es durchaus vorstellbar , dass Linux einmal als das Basisbetriebssystem für all
diese Systeme fungiert , sofern es über die dafür notwendige Funktionen verfügt
. In diesem Sinne baut IBM die Hardware-Unterstützung der eigenen
Server-Familien aus . Für die Netfinity-Server wird beispielsweise die so
genannte X-Archtitecture , die einen unterbrechungsfreien Betrieb beim Austausch
von Hardwarekomponenten anstrebt , auch unter Linux unterstützt . IBM nennt
diese Initiative " On Forever " . Das Angebot soll den Netfinity IT Director für
Linux sowie eine Unterstützung von Hotplug-PCI , Hotplug Memory und den
Service-Prozessor einschließen . Während einige Server-Modelle schon geraume
Zeit wahlweise mit Linux als Betriebssystem angeboten werden , offeriert IBM nun
auch auf Thinkpad-Laptops und Netvista-Desktop-Rechnern Linux an . Für das
vierte Quartal kündigt IBM einen Netvista Thin Client auf Basis von TurboLinux
6.1 an , der das Betriebssystem aus dem lokalem Flash-Memory lädt . Thinkpads
der Serien A20m und T20 werden ab sofort wahlweise mit Caldera Open Linux
eDesktop 2.4 vorinstalliert geliefert . Video- , Audio- und Modemtreiber sind
dabei vorinstalliert . Während andere Thinkpad-Modelle noch mit Win-Modems
ausgestattet waren , haben die neuen Geräte eine Mini-PCI-Karte , die wahlweise
Modem und Ethernet vollständig in Hardware unterstützen und sich damit besser
unter Linux verwenden lassen . Das Angebot an Software-Lösungen für Linux wird
bei IBM langsam etwas unübersichtlich . Als Konsequenz bietet IBM jetzt einige
Bundles an . In einem Small Business Pack fasst IBM den Websphere Application
Server , den Domino Application Server und die Datenbank DB2 UDB in einem auf
hundert Anwender limitierten Paket für gerade einmal knapp 500 US-Dollar
zusammen . Mit Red Hat geht IBM eine enge Zusammenarbeit ein , die jedoch
keineswegs exklusiv bleiben soll . Auch mit den anderen Distributionsanbietern
strebt der Konzern entsprechende Vereinbarungen an . Red Hat wird ab 1.
September die eigene Linux-Distribution und Dienstleistungen rund um Linux
zukünftig mit IBM-Software gebündelt anbieten . Umgekehrt nimmt IBM die
Red-Hat-Distribution in das eigenen Angebot auf . Die beiden Unternehmen
erschließen sich damit gegenseitig ihren Kundenkreis . Neben vielen größeren
Ankündigungen hat IBM auch eine ganze Reihe kleinerer Neuigkeiten rund um Linux
zu bieten . So wurde beispielsweise die seit letztem Oktober unter Windows
verfügbare Entwicklungsumgebung Sash für Linux als Open Source neu implementiert
und soll als SashXB über Gnome.org angeboten werden . Die Software wurde von
einem Team von Praktikanten geschrieben , die IBM im so genannten
Extreme-Blue-Programm fördert ( und fordert ) . Wirtschaftsminister : Die
Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen in Deutschland entwickelt sich zu einem
Nervenkrieg . Am Donnerstag werde es Ernst , sagte Klaus-Dieter Scheurle , der
Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post , nach einem
spannenden Auktionsverlauf am Mittwoch in Mainz . Die deutschen Marktführer
T-Mobil ( D1 ) und Mannesmann ( D2 ) hielten im Auktionsverlauf am heutigen
Mittwoch an ihrer Strategie fest , drei Frequenzblöcke zu ersteigern . Mit einem
dritten Frequenzblock können UMTS-Dienste nur verfeinert werden . Für D1 und D2
könnte sich einer Studie der Düsseldorfer WestLB Panmure zufolge eine solche
Strategie dennoch lohnen : " Sie haben die finanziellen Mittel und durch die
größere Kundenbasis einen ausreichenden Nutzen durch mehr Spektren . " Die
Stuttgarter Telefongesellschaft debitel hatte sich am Ende der zweiten
Auktionswoche wegen der hohen Kosten aus dem Bietergefecht verabschiedet . Damit
wäre es jetzt möglich , dass jeder der übrigen sechs Bewerber eine kleine
UMTS-Lizenz ersteigert . Ein Block von zwei Frequenzen ist eigentlich
ausreichend , um vollwertige UMTS-Dienste anzubieten . Außerdem ließe sich eine
solche Lizenz noch durch weitere Frequenzen anreichern , die im Anschluss an die
Auktion unter den Gewinnern versteigert werden . Von dem Milliardenmarkt für den
Aufbau der Netz-Infrastruktur , für neue Endgeräte und Anwendungen " werden in
erheblichem Maße auch deutsche Unternehmen profitieren " , sagte er in Berlin .
Über die Verwendung der Zinsersparnisse , die in Bildung und
Verkehrs-Investitionen fließen sollen , werde das Kabinett demnächst entscheiden
. Der Deutsche Gewerkschaftsbund forderte , die Ersparnisse schwerpunktmäßig für
Investitionen in den neuen Ländern zu nutzen . Wegen der hohen Kosten für die
UMTS-Lizenzen werden heutige Handy-Nutzer nach Einschätzung des Deutschen
Verbandes für Post und Telekommunikation nicht tiefer in die Tasche greifen
müssen . Es sei im Gegenteil davon auszugehen , " dass die Kosten runtergehen
werden " , sagte der Vorstandsvorsitzende Manfred Herresthal im Saarländischen
Rundfunk . Holger Wenzel , Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen
Einzelhandels sagte dagegen , die Mobilfunkbetreiber würden sich die
astronomischen Lizenzgebühren von ihren Kunden wiederholen . " Überhöhte
Telefongebühren behindern das Surfen und Einkaufen im Internet , für das die
UMTS-Handys besonders geeignet sind . " Der UMTS-Milliardensegen sollte zur
Abschaffung Solidaritätszuschlags genutzt werden , sagte er . Deutschland.info
für eine Million Die neuen Top Level Domains ( TLDs ) scheinen Glücksritter und
Domainhändler magisch anzuziehen . Noch bevor ihm die Domain deutschland.info
sicher ist , bietet ein Unternehmer die Adresse über die Kölner Domainbörse Sedo
meistbietend zum Verkauf an . " Selbstverständlich wissen wir noch nicht , ob
die Domain dann tatsächlich bei uns über den Ladentisch gehen kann " , musste
Schumacher gegenüber heise online zugestehen : Denn in einer zweiten Phase des
Registrierprozedere für die neue TLD .info muss sich der derzeitige Inhaber
gegen mögliche andere Interessenten durchsetzen , die irgendeine Art von
Markeneintragung auf " Deutschland " geltend machen können . Laut der
Whois-Angabe zum aktuellen Inhaber von deutschland.info war ein Mister Ralph
Dressel der Glückliche , der in der ersten Registrierrunde für Info-Domains beim
Anbieter Afilias den Zuschlag für die Domain erhalten hat . Als Legitimation für
seine Registrierung innerhalb der so genannten Sunrise-Phase , in der
Markeninhaber bevorzugt registrieren können , gibt Mr. Dressel die
US-Markennummer 32637623767 an . Ein erster Check beim United Patent and
Trademark Office ( USPTO ) führt allerdings lediglich einen deutschen
Weinerzeuger und einen deutschen Wodkaimporteur als Markeninhaber für
Deutschland auf . Dieser Umkehrschluss aus der Eintragung von deutschland.info
bei Afilias beruht allerdings auf einem Irrtum , denn die Afilias-Registrare
waren keineswegs dazu verpflichtet , die Markenansprüche der Erstregistrierer zu
prüfen . Daher kann Sedo , die bei erfolgreicher Versteigerung 7,5 Prozent vom
Kaufpreis verdienen , keineswegs garantieren , dass Mr. Dressel die Domain
überhaupt verkaufen kann . Potenzielle Bieter seien aber auf jeden Fall dadurch
geschützt , dass eine Übertragung der Domain und die Bezahlung des Kaufpreises
nicht vor dem 19. September erfolgen würden , so Schumacher . Zu diesem
Zeitpunkt aber dürfte der große Hickhack um die unter Markenrecht registrierten
Info-Domains noch in vollem Gange sein . Denn laut Afilias-Statuten können bis
zu 180 Tage nach dem Ende der Sunrise-Periode noch Einsprüche gegen diese
Vorregistrierungen erhoben werden : " Afilias wird die Domainnamen , die
innerhalb der Sunrise-Periode registriert sind , für 180 Tage nach der
Sunrise-Periode blockieren . " Ausnahmen für eine Übertragung in dieser Zeit
sind lediglich erfolgreiche Klagen vor der eigens damit betrauten
WIPO-Schiedsstelle , einer anderen Schiedsstelle für die Domainschiedsverfahren
oder vor einem Gericht . Wer eine info-Domain auf diesem Weg kaufen will ,
sollte sich vorher genau darüber informieren , ob er beim richtigen Verkäufer
ist . Sedo , an denen seit Beginn des Jahres 1 & 1 zu 41 Prozent beteiligt ist ,
übernimmt dafür offensichtlich keine Garantie , man verspricht aber als "
Treuhänder " über die Abwicklung zu wachen . Schumacher schätzt , dass über 50
Prozent der info-Domains unter den Hammer kommen könnten , es werde ähnlich wie
in anderen Adressbereichen auch sein . Derzeit bietet Sedo etwa " england.de "
für ein Einstiegsgebot von 100.000 Mark an . Den besten Schnitt hat man beim
Verkauf von schwule.de für 40.000 Mark gemacht . Übrigens können die
Domainmakler umgangen werden , indem man sich direkt an die entsprechenden
Domaininhaber wendet . Er plane seit drei Jahren ein Informationsportal über
Deutschland , das Ende November online gehen soll . Da er von verschiedenen
Seiten Anfragen erhalten hätte , ob er die Domain nicht verkaufen wolle , habe
er den Preis von einer Million genannt . " Das ist ungefähr das , was unsere
bisherigen Investitionen decken würde " , behauptet Dressel . Die Frage , ob er
auch in weitere Domains investiert hat und diese vielleicht ebenso anbieten
würde , mochte Dressel nicht beantworten . Angesichts dieser Entwicklung wirken
allerdings die vollmundigen Ankündigungen von Afilias , dass man Cyberpiraterie
und Domaingrabbing durch ein Vorregistrierrecht von Markeninhabern vorgebeugt
habe , doch recht hilflos . Vor allem zeigen die Whois-Abfragen unter
www.afilias.info , dass vor allem bei Allgemeinbegriffen wild drauflos
registriert wurde . WebSphere Portal Server schluckt Lotus K-station Auf der
Entwicklerkonferenz IBM Solutions in San Francisco kündigte IBM an , dass die
beiden Produkte für Internet- und Intranet-Portalsites , WebSphere Portal Server
( WPS ) und Lotus K-station , zu einem Angebot zusammengefasst werden . Die
Funktionen von K-station werden in WPS übernommen , die Marke K-station wird
aufgegeben . Diese Straffung des Angebots erscheint sinnvoll , weil WPS und
K-station bisher bei Intranet- respektive Business-Portalen miteinander
konkurrierten . Zugleich bot sich K-station nicht als globales Portal für
Internet- oder Extranet-Angebote an , da es nur mit Microsofts Internet Explorer
ab Version 5.01 nutzbar ist . Eine solche Einschränkung ist allenfalls dort
annehmbar , wo ein Unternehmen seinen eigenen Mitarbeitern die Nutzung eines
bestimmten Browsers verordnen kann . IBM kann Lotus K-station jedoch nicht
umgehend aus dem Angebot nehmen , weil andere Produkte ohne K-station nicht
existieren können . So lässt sich etwa der Lotus Discovery Server ( LDS ) ohne
dieses Portal nicht installieren . Folgerichtig kann man derzeit LDS nicht
einzeln erwerben ; Lotus bietet nur das Lotus Knowledge Discovery System an ,
dass aus K-station und LDS besteht . Mit der Version 1.1 soll LDS im Oktober
diesen Jahres von dieser Abhängigkeit befreit werden und als eigenständiges
Produkt einsetzbar sein . IBM spricht im Augenblick allerdings von LDS als einer
" Erweiterung " des WPS . Diese Sprachregelung verschleiert jedoch , dass man
LDS durchaus sinnvoll auch mit anderen Portalen einsetzen könnte . WPS und
K-station gleichen sich in vieler Hinsicht , gehen aber unterschiedliche Wege
der Realisierung . Beide nutzen Java-Servlets zur Realisierung der
mitgelieferten Portlets . Während Lotus die Profile der K-station-Benutzer in
Domino-Datenbanken speichert und einige Kunstgriffe nutzt , die für diese
Problemstellung eher ungeeignete Technologie nutzbar zu machen , setzt IBM auf
DB2 als Datenbank . Während sich WPS derzeit eher als Baukasten versteht ,
liefert K-station dagegen ein aus dem Stand nutzbares Portal , das ohne jede
Software-Entwicklung einen Zugriff auf Microsoft Exchange Server oder Lotus
Domino bietet . Die K-station Portlets befähigen die integrierten Anwendungen
zur Nutzung von Lotus Sametime . So kann man etwa bei der Konfiguration eines
Portlets eine bestimmte Spalte so kennzeichnen , dass K-station darin die Namen
von Sametime-Nutzern erwartet . Diese Funktionserweiterung ist ohne jede
Veränderung der im Portlet angezeigten Anwendung möglich . Der Übergang von
K-station zu WPS erfolgt schrittweise . Die aktuelle Version 1.0a mit dem so
genannten zweiten Fixpack wird im Oktober durch eine Version 1.1 ersetzt , die
statt der Domino-Servlet-Engine auf Websphere 4.0 aufbaut . Lotus verspricht
sich davon nochmals eine 300-prozentige Steigerung der Performance . Im ersten
Quartal des nächsten Jahres dann wird eine neue WPS-Version Lotus K-station
ablösen . Dabei sind derzeit drei verschiedene Konfigurationen angedacht :
Erstens eine einfache Version mit Portal-Framework , Single-SignOn ,
Personalisierung und Profiling sowie LDAP , WebSphere Application und DB2 Server
; zweitens eine als Collaborative Services aus K-station erweiterte Version mit
Extended Search , Quickplace und Sametime sowie Site Metrics Analyzer ;
schließlich eine dritte " Flagschiff-Version " mit allem , was IBM in diesem
Bereich zu bieten hat , etwa Content Management , EIP ( Enterprise Informational
Portal ) Client Kit , MQ Series Workflow und Rich Media Feeds . Mit den beiden
aufwändigeren Varianten könnte IBM dabei einigen anderen Anbietern in
Portal-Markt , die nicht über die gleiche Tiefe des Angebots verfügen , das
Leben schwer machen . UMTS : Ein noch nicht eingelöster Wechsel auf die Zukunft
Am 17. August 2000 schrieb Klaus-Dieter Scheurle Geschichte : Doch die Euphorie
in der Branche über das goldene Zeitalter von UMTS währte nicht lange . Die
sündhaft teuren Lizenzen schickten die Aktienkurse in den Keller , Katerstimmung
folgte . " Wir sind zum Erfolg verdammt " , fasst Stefan Zuber , Pressechef der
Münchner Viag Interkom , ein Jahr später die Stimmung in der Branche zusammen .
Die deutsche Tochter der British Telecom ( BT ) hatte sich neben T-Mobil ( D1 )
, Mannesmann ( D2/Vodafone ) , E-Plus sowie den beiden Neulingen MobilCom und
Group 3G eine der begehrten Lizenzen ergattert - Milliarden-Summen für " einen
Sack voller Luft " , spöttelten Kritiker . Matthias Plica , Geschäftsführer des
Mobilfunk-Informationsdienstes Xonio , gehört nicht zu den notorischen Nörglern
: " Es droht kein Milliardengrab . " Was sich in der Branche derzeit abspielt ,
sei Jammern auf hohem Niveau , sagt er . Auch Scheurle , heute Chefberater der
Investmentbank Credit Swiss First Boston in Frankfurt , gibt sich trotz der weit
verbreiteten Skepsis zuversichtlich . Optimismus sei weiterhin angebracht . In
ihrer Mobilfunk-Studie " Nach dem Goldrausch " kommt die WestLB Panmure indes zu
einem harten Urteil : " Viele Netzbetreiber sind durch den Einstieg in das neue
Geschäftsfeld schwer belastet , wobei sich manche von ihnen davon nicht mehr
erholen werden . " Sechs UMTS-Anbieter , urteilen Experten , würden sich
langfristig auf dem deutschen Markt nicht halten können . Doch wer als erster
das Handtuch wirft , ist nicht absehbar . " Der Leidensdruck ist noch nicht groß
genug " , meint Peter Wirtz von der WestLB Panmure . Zudem investieren die
Unternehmen gegenwärtig kräftig in den Netzausbau . Unterdessen gehen die
Ansichten über das Potenzial von UMTS weit auseinander . Umfragen zufolge soll
nur ein Drittel der Bevölkerung an einem mobilen Surfen im Internet interessiert
sein . Doch neue Produkte machen neugierig , hoffen die Betreiber . Sprache ,
Unterhaltung und M-Commerce hält Thomas Löwenthal , Geschäftsführer der
Beratungsfirma Accelerator aus Münster , für die Produkte mit den größten
Erfolgsaussichten . Wollen die Betreiber rechtzeitig starten , müssen sie sich
sputen . Bis Ende 2003 , so die Vorgaben der Regulierungsbehörde , sollten 25
Prozent der Bevölkerung mit UMTS erreichbar sein . Doch ein Jahr nach der
Lizenzvergabe befindet sich der Netzaufbau am Anfang . Nur T-Mobil und
D2/Vodafone haben die ersten Antennen stehen und in Sprachtests ihre Netze
erprobt . Zu klären ist derzeit vor allem die Frage , wer mit wem und ob
überhaupt Infrastruktur geteilt wird . So wollen die Betreiber durch
Kooperationen Milliarden-Beträge sparen . Einen Strich durch ihre UMTS-Pläne
könnten die Gerätehersteller den Betreibern machen . Doch besorgt sind sie nicht
: Verzögerungen wegen Handy-Knappheit habe es auch schon beim Start des
digitalen Mobilfunks vor gut zehn Jahren gegeben . Auch die neue Technik GPRS ,
ein wichtiger Zwischenschritt zu UMTS , ist bislang nicht in Schwung gekommen ,
weil eine ausreichende Zahl von Mobiltelefonen fehlt . In diesen Tagen werden
weitere Handys ausgeliefert . Mit dem kommenden Weihnachtsgeschäft soll das
mobile Internet via GPRS dann richtig abheben und damit WAP , die abgespeckte
mobile Internet-Version , zu neuem Leben erwecken . Verzögerungen bei UMTS
halten Experten der Delbrück Asset Management nicht für problematisch : " Viel
wichtiger ist es , GPRS zum Erfolg zu verhelfen " . Floppt diese
Mobilfunktechnik , dann bekommt auch UMTS ein Problem . Brokat verkauft
Unternehmensteile in den USA Das angeschlagene Software-Unternehmen Brokat will
sich aus den USA weitgehend zurückziehen . " Wir planen , kurzfristig unser
Engagement in den USA auf Grund der zurückhaltenden Marktaussichten und den zu
erwartenden hohen Investitionen weiter zurückzufahren " , kündigte
Finanzvorstand Michael Janßen an . Die nun an Investoren abgegebenen Sparten mit
insgesamt 160 Mitarbeitern hatte Brokat erst im vergangenen Jahr erworben . Der
Kurs der Aktie legte am heutigen Donnerstagvormittag um 11,00 Prozent auf 2,22
Euro zu . Der Rückzug aus dem nordamerikanischen Markt kommt für
Branchenexperten zwar nicht überraschend , bedeutet aber dennoch einen großen
Einschnitt für das Unternehmen : San Jose im Bundesstaat Kalifornien ist neben
Stuttgart zweiter Firmensitz und auch Wahlheimat von Vorstandschef Stefan Röver
. Zudem war die USA bisher der umsatzstärkste Markt für Brokat . Nach Angaben
eines Brokat-Sprechers verbleiben damit zunächst noch 200 Mitarbeiter in den USA
. " Dieser Rückzug hatte sich angekündigt und ist auch konsequent " , sagte
Analyst Helmut Bartsch von der Baden-Württembergischen Bank . Im Rahmen der
neuen Strategie von Brokat , sich auf das Bezahlen per Handy im mobilen Internet
zu konzentrieren , spiele der Markt in den USA im Vergleich zu Europa nur eine
untergeordnete Rolle . Außerdem könnten so weitere Kosten eingespart werden .
Popkomm : Schärfere Gesetze zum Urheberschutz gefordert Mit einem Appell zur
stärkeren Zusammenarbeit der Musikindustrie in Europa ist am heutigen Donnerstag
die Musikmesse Popkomm in Köln eröffnet worden . In einer solchen Kooperation
und schärferen Gesetzen zum Schutz des Urheberrechts sieht der Präsident der BMG
Europa , Thomas M. Stein , eine Chance , den schwächelnden Musikmarkt zu
stabilisieren . Der fast elfprozentige Umsatzeinbruch beim CD-Verkauf im ersten
Halbjahr 2001 vor allem durch illegales CD-Brennen sei zwar eine dramatische
Entwicklung , sagte er . Dennoch werde die Industrie den Wandel hin zur
digitalen Verbreitung der Inhalte gut überstehen . Eine stärkere europäische
Kooperation sei beispielsweise nötig , um den USA Paroli bieten zu können .
Außerdem setzt Stein seine Hoffnungen auf die Umsetzung der EU-Richtlinie zum
Urheberrecht . Damit würden die Rechte der Branche gestärkt . Auch die
Herausforderungen des Internet könnten gemeistert werden , da Musik und nicht
CDs verkauft würden . Er verglich die jetzige Situation mit der Anfang der 80er
Jahre , als die Industrie von Vinyl-Platten auf CDs umstellte . Unterstützung
fand Stein auch bei Jürgen Becker , dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden
der Verwertungsgesellschaft GEMA : " Die Mitglieder der GEMA stehen fest an der
Seite der Musikindustrie , wenn es darum geht , das rechtliche und technische
Instrumentarium zu entwickeln und durchzusetzen , den Piraten im Internet das
Handwerk zu legen . " Denn Musik aus dem Internet könne und solle zwar den
traditionellen Tonträgermarkt ergänzen , ersetzen solle sie ihn jedoch nicht .
Telekom : Kein Börsen-Pakt mit Banken Die Deutsche Telekom hat einen Bericht der
Financial Times zurückgewiesen , wonach sie sechs Investmentbanken Aufträge
versprochen habe , wenn diese auf den Verkauf großer Aktienpakete im
Kundenauftrag verzichten . " Es hat keine Absprachen und Versprechungen gegeben
" , sagte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek . Transaktionsaufträge habe es aber
nicht gegeben . Die Zeitung hatte unter Berufung auf Frankfurter Bankenkreise
berichtet , der Bonner Konzern habe der Deutschen Bank , Dresdner Kleinwort
Wasserstein , Goldman Sachs , Merrill Lynch , Credit Suisse First Boston und
Schroder Salomon Smith Barney eine Bevorzugung bei der Ausgabe von Aktien und
Anleihen versprochen , wenn diese keine großen Aktienpakete abstoßen würden .
Die betroffenen Banken wollten auf Anfrage den Bericht nicht kommentieren . Dem
Zeitungsbericht zufolge wolle die Telekom verhindern , dass der Kurs der
T-Aktien vor dem erwarteten Rückfluss von Aktien aus der VoiceStream-Transaktion
unter Druck gerate . Die Telekom hatte VoiceStream hauptsächlich durch einen
Aktientausch von mehr als 1 Milliarde neuer T-Aktien erworben . Anfang September
und dann später im Dezember laufen Haltefristen für Telekom-Papiere von
VoiceStream-Altaktionären aus . Die verkauften Aktien sollen zum großen Teil vom
Hongkonger Großaktionär Hutchison Whampoa stammen , berichtete die Financial
Times . Der Konzern soll mit der Weitergabe der Aktien an eine verbundene Firma
ein Halteabkommen für die Aktien umgangen haben . Am Donnerstag fiel die T-Aktie
nach schlechten VoiceStream-Zahlen nochmal um 5,70 Prozent auf 18,03 Euro am
Nachmittag . Popkomm : Pro und Contra " Instant CD " Spielten noch vor kurzem
viele Labels mit der Idee , ihre Kunden die Möglichkeit zu geben , sich in
Plattenläden an Automaten ihre Lieblings-CD selbst zusammen zu stellen , hat
sich Sony Music davon endgültig verabschiedet . Der Konzern maschiert nun genau
in die andere Richtung : Auf der Popkomm stellte das Unternehmen den "
interguide Music Catalog " vor , der an eines der heute schon in
Plattengeschäften anzutreffenden Suchterminals erinnert . Wie bei diesen Geräten
kann man mit dem Sony-Gerät über einen LCD-Touch-Screen beispielsweise nach CDs
suchen und sich die Songliste der gefundenen Titel anzeigen lassen . Hat man den
gewünschten Titel gefunden , wird bei Verfügbarkeit eine Art Bon ausgedruckt ,
mit dessen Hilfe der Kunde an der Kasse die CD schneller ausgehändigt bekommen
soll . Ist die CD nicht vorrätig , dient der Bon als Bestellschein . Zusätzlich
bietet der interguide , der zumindest in der auf der Popkomm gezeigten Version
mit einem 223-MHz-Pentium und Windows 98 arbeitet , noch einige Sonderfunktionen
: So werden Charts und Konzerttermine des Lieblingskünstlers angezeigt , zudem
besteht die Möglichkeit , Musikstücke anzuspielen . Diese stammen von einem zum
Gesamtsystem gehörenden Server , der nach Sonys Vorstellungen bislang mit einem
Pentium-III-800 , 64 MByte Speicher , Windows NT 4.0 und 15 GByte
Festplattenplatz ausgerüstet ist . Wenn überhaupt sehe man nur einen Markt im
Internet , wo sich Kunden dann über spezielle Angebote eigene CDs
zusammenstellen könnten . Popkomm : DVD Connector soll DVDs aufpeppen Bislang
finden sich auf den DVD-ROM-Parts diverser Video-DVDs zwar bereits
Verbindungspunkte ins Internet , diese bestehen aber lediglich aus Weblinks auf
vorgefertigte Websites . Der DVD Connector verbindet stattdessen über eine
Skriptsprache den statischen DVD-Inhalt mit Inhalten aus dem Web . Dem Anwender
wird dabei Videofenster , Internetbrowser und DVD-Player-Bedienkonsole in einem
geboten . Auch ein Überlagern mehrerer Fenster ist möglich . In dem Webfenster
können beispielsweise während der Filmwiedergabe Zusatzinformationen zu den
einzelnen Schauspielern eines auf der DVD gespeicherten Films erscheinen . Da
sich dynamische Hotspots definiert lassen , kann durch Rahmen um die Akteure auf
die Zusatzinformationen hingewiesen werden , die sich zudem vom Anbieter über
das Web aktualisieren lassen . Ebenso ist es möglich , dem Zuschauer über das
Webfenster mehrere Fassungen eines Films anzubieten , wobei der Connector die
Steuerung der DVD-Wiedergabe übernimmt . Dies soll auch dazu genutzt werden ,
interaktive Bedienungsanleitungen oder Kataloge zu entwickeln . Besonders
interessant ist , dass die Software auch mit bereits erschienen DVDs
zusammenarbeitet . Zu diesem Zweck ist eine Funktion integriert , die erkennt ,
um welche DVD es sich handelt . Das Programm nimmt dann automatisch über das
Internet Kontakt zu einem Server auf und prüft , ob ein Skript für diesen Titel
vorhanden ist . Ist dies der Fall , wird dieses heruntergeladen und gestartet .
Die Software befindet sich noch in der Entwicklungsphase , das fertige Produkt
wird später wahrscheinlich kostenlos an die Käufer der DVDs abgegeben .
Rotlichtbezirk im Internet Eine besonders stark gefragte Kategorie von Web-Sites
, nämlich alle , die mit Pornographie oder Sex zu tun haben , soll in Zukunft
unter der Top-Level-Domain .xxx zusammengefaßt werden . Sie würde die bislang
vorgeschlagenen neuen Domains ergänzen ( siehe
http://www.heise.de/newsticker/data/jk-25.04.97-000/ ) . Ob der Rotlichtbezirk
im Internet tatsächlich kommt , steht aber noch in den Sternen . Allerdings wird
die Gefahr gesehen , daß sich eine solche thematische Einordnung von
Domain-Namen im Internet dann bald auch auf andere Bereiche erstreckt , was
wiederum die Zensur inhaltlich mißliebiger Web-Sites sehr vereinfachen würde .
Laut iPOC macht es öffentlicher Druck vor allem in den USA und Europa wohl
unvermeidlich , die Domain .xxx einzuführen . Wer allerdings daran glaubt ,
Angebote etwa mit Kinderpornographie würden sich in das XXX-Korsett einsperren
lassen , ist selbst schuld . AT&T und British Telecom : Mobilfunk weltweit Die
beiden Telecom-Riesen AT&T und British Telecom starten ein gemeinsames Projekt
für Mobilfunknetze . Unter dem Namen Advance vereinbarten die beiden Firmen eine
Allianz , die weltweit Dienste im Bereich der mobilen Kommunikation anbieten
soll . Schon Mitte letzten Jahres brachten die beiden Firmen ein ähnliches Joint
Venture zur Abdeckung der Kommunikationsbedürfnisse multinationaler Unternehmen
auf den Weg . Die beiden Unternehmen sind an 198 Mobilfunknetzen nach dem
europäischen GSM-Standard beteiligt , die 100 Länder versorgen ; dazu kommen in
50 Ländern 140 weitere Netze , die mit der amerikanischen TDMA-Technik arbeiten
. Diese unterschiedlichen Mobilfunkzugänge sollen Kunden in Zukunft transparent
in jedem Land , in dem eine der beiden Firmen aktiv ist , nutzen können . Dazu
will Advance auch entsprechende Service-Pakete anbieten , durch die
Mobiltelefonierer sich auf der ganzen Welt einheitlich einwählen können und
standardisierte Verwaltungs- sowie Abrechnungsfunktionen bekommen . Außerdem
möchten AT&T und British Telecom mit Advance eine führende Rolle in der Ablösung
der bisherigen Mobilfunkstandards durch UMTS ( Universal Mobile
Telecommunications System ) spielen . Fusion AOL/Time Warner möglicherweise vor
dem Scheitern Nach einem Bericht der Washington Post bereiten Anwälte der FTC
die juristischen Dokumente vor , um die Übernahme von Time Warner durch AOL zu
verbieten . Eine Vereinbarung zwischen der Behörde und AOL/Time Warner sei zwar
immer noch möglich , meint das US-Blatt , aber informierte Kreise hielten es für
einen Fehler , die Möglichkeit eines Verfahrens gegen die Fusion auszuschließen
. AOL und Time Warner könnten aber auch nach einer zusätzlichen Frist nachsuchen
, um weitere Verhandlungen mit der FTC zu ermöglichen . Kevin Arquit , Anwalt
und früher Chef des Wettbewerbsbüros der FTC erklärte laut Washington Post ,
dass man davon ausgehen muss , dass die Regierung vor Gericht zieht , falls kein
absolut zufrieden stellendes Abkommen mit den beiden Firmen erreicht wird . Im
Unterschied zur EU-Kommission , die vor kurzem die Fusionspläne genehmigte ,
geht es den US-Behörden nicht um die Situation auf dem Musikmarkt , sondern um
interaktives TV und Internet-Zugang per Kabelnetz . Die FTC ist offensichtlich
unzufrieden mit den Papieren , die AOL und Time Warner eingereicht haben und die
klarstellen sollen , dass alle Konkurrenten gleichen Zugang zu Time Warners
Kabelnetz für schnelle Internet-Zugänge erhalten . Außerdem macht sich die FTC
Sorgen um den Wettbewerb bei interaktivem TV , da AOLs vor kurzem gestarteter
TV-Service , kombiniert mit Time Warners Kabelnetz , diesen sich entwickelnden
Markt dominieren könnte . Die Vorbereitung der juristischen Dokumente , die für
eine Verfügung gegen die Fusion notwendig sind , bedeutet allerdings noch nicht
, dass die FTC den Deal endgültig blockieren will - die Verhandlungen gehen
weiter . Falls sie allerdings in einer Sackgasse enden , könnte die FTC direkt
vor Gericht ziehen und eine Verfügung beantragen , die das sofortige Aussetzen
der Fusion zum Ziel hat . Dagegen könnten AOL und Time Warner dann wiederum
Widerspruch einlegen . Falls das Berufungsgericht die Verfügung aufrecht erhält
, bedeutete dies praktisch das Aus für die Fusion : Das Verfahren landete dann
vor einem Verwaltungsrichter ; dieser Prozess würde sich dann ein Jahr oder
länger hinziehen . FTC-Sprecher verweigerten bislang jeden Kommentar zu dem
Bericht der Washington Post . AOL erklärte nur lapidar , man habe weiter
konstruktive Gespräche mit der FTC , und diese näherten sich ihrem Ende .
Offensichtlich erwartet die FTC allerdings zumindest noch ausgedehntere
Zugeständnisse der beiden Konzerne im Bereich Kabelnetze und interaktivem TV und
schließt ein Verbot der Fusion nicht mehr aus . Lobster bewegt sich aus der
Verlustzone heraus Die Umstrukturierung der in Turbulenzen geratenen Berliner
Computerfirma Lobster zeigt anscheinend erste Erfolge . Das Unternehmen hat nach
eigenen Angaben im ersten Quartal 2000/2001 ( 30. Juni ) bei Umsatz und Ertrag
besser als geplant abgeschnitten . Endgültige Quartalszahlen werden Ende
November veröffentlicht . Warpstock 2000 : Neuer Schwung für OS/2 ? Mit einer
positiven Bilanz für Veranstalter , Aussteller und Besucher ging gestern in
Karlsruhe der größte europäische Event für OS/2-Anwender zu Ende . Etwa 500
Teilnehmer von Warpstock Europe 2000 nutzten das Wochenende , um sich über
neueste Entwicklungen rund um das IBM-Betriebssystem zu informieren und die
zukünftigen Perspektiven zu diskutieren . Die Veranstalter - die
Benutzervereinigung Team OS/2 Deutschland e. V. - äußerten sich zum Abschluss
der Veranstaltung sehr zufrieden : Gegenüber dem Vorjahr habe man die Qualität
von Ausstellung und Vortragsprogramm deutlich erhöhen und das Interesse an
Warpstock Europe steigern können . Zum Teil überrascht zeigten sich die
Aussteller vom Niveau des Kongresses . Unternehmen wie Epson , Lexmark ,
ISDN-Spezialist Hypercope , Norman Data Defense und Funk-LAN-Hersteller ARTem
präsentierten ihre Hard- und Softwarelösungen nicht nur für das OS/2-Umfeld .
IBM erläuterte den Konferenzteilnehmern seine OS/2-Strategie und gab einen
Ausblick auf die als Convenience Packs bezeichneten zukünftigen System-Updates .
Sun nutzte die Gelegenheit , auf der Warpstock Europe seine StarPortal-Technik
im Einsatz unter OS/2 zu demonstrieren . Neben IBM , die OS/2 nur noch für den
Einsatz in Unternehmen vermarkten , hat sich allerdings inzwischen ein weiteres
Unternehmen der Zukunft des Betriebssystems verschrieben . Das texanische
Unternehmen Serenity Systems brachte eine Preview der eComStation , die bereits
im Juli angekündigt wurde , mit nach Karlsruhe : Ein Client-Betriebssystem , das
auf OS/2 Warp basiert , jedoch bereits neue Updates und Techniken - etwa Java
1.3 und jüngste OS/2-Fixpaks - sowie zusätzliche Features an Bord hat . So wird
die eComStation multiprozessorfähig sein und das Journaling File System ( JFS )
enthalten . Beide Features blieben bislang dem OS/2 Warp Server for e-Business
vorbehalten . Mit einer Verfügbarkeit der eComStation sei ab Anfang nächsten
Jahres zu rechnen , hieß es beim Hersteller . Finanzministerium gegen einjährige
PC-Abschreibung Das Bundesfinanzministerium will keine volle steuerliche
Abschreibung für Personalcomputer bereits nach einem Jahr zulassen . Ein
Sprecher des Ministeriums wies am Montag auf Anfrage solche Überlegungen des
Wirtschaftsministeriums zurück . Realistisch sei eine Verkürzung der
Abschreibungsfrist für PC von vier auf drei Jahre , worauf sich die
Steuer-Abteilungsleiter von Bund und Ländern am vergangenen Dienstag verständigt
hatten . Er gehe davon aus , dass die Länderfinanzminister in diesem Sinne auf
ihrer Konferenz am 26. Oktober eine Entscheidung fällen . Eine Verkürzung der
Abnutzungsfrist für PC auf ein Jahr ist laut Finanzministerium unrealistisch . "
Wer solche Geräte kauft , setzt sie auch länger ein als ein Jahr " , sagte der
Sprecher . " So sehr die Branche international auch boomt , eine nur einjährige
Nutzung wird sie nicht belegen können . " Der Vorstoß , Personalcomputer und
andere Gegenstände der Informationstechnologie schon nach einem Jahr
abzuschreiben war nach Angaben aus Regierungskreisen aus dem
Wirtschaftsministerium gekommen . Die Überlegungen passten in die internationale
IT-Initiative von Bundeskanzler Gerhard Schröder . Im Interesse der
Zukunftsgestaltung würde eine Abschreibungsfrist von nur einem Jahr die
Steuerbelastung der Gewinne rasant drücken . Es wäre Geld frei , um
Neuentwicklungen am Markt schneller mitmachen zu können . Stealing data via
Internet Explorer 4 While surfing the Web or reading your email , an intruder
from the Internet steals your data without hindrance . A horror vision ?
Microsofts new Internet Explorer 4 makes it a reality . It allows the hiding of
commands in an email or Web page , that secretly send files to unauthorized
people . Internet Consultant Ralf Hueskes , who reviewed IE4 for the German
computer magazine c't , considers this security hole a severe problem for end
users and companies : " Even a corporate network secured by a firewall is not
protected against this attack . " The security hole is not an error in the code
, but has its reasons in the concept of the program , he says . It even exists
when the browsers security options are set to the standard values for " high " .
This way it is possible to spy out text and HTML files at least . Whether there
are other types of files affected is not cleared up at the moment . The security
hole exists in IE4 for Windows 95 and NT . Apparently , the preview version for
the Apple Macintosh is not affected . The only obstacle for the intruder : he
has to specify exact path names or Intranet addresses for the files . Since a
lot of programs , e.g. when running with Windows , use standardized directory
names , the thief has a good chance to get the security file for a homebanking
program , for example . The trick is quite easy . It is based on Microsofts
Dynamic HTML . The intruder hides a so-called IFRAME with a reference to the
wanted document in a mail or Web page . While the unsuspicious victim reads ,
the Microsoft browser or the email client Outlok Express loads the referenced
file into an unvisible window . An additional hidden IFRAME then sends it to the
hackers server . At the moment , the only way to protect your data is to disable
the setting " Active Scripting " in the basic options of Internet Explorer for
all Internet zones . ( You can find it in the menu View " , Internet options " ,
security " , settings " . ) But then , important program functions are lost -
many web offerings are not accessible anymore . Informed about the test results
, Microsoft acted quickly . They also accessed a German Web server , that was
set up especially to demonstrate the security hole . A spokesperson from
Microsoft stated afterwards , that a program to correct the problem would
presumably be put on Microsoft's Web site on Friday , October 17th . But
Microsoft regards the failure not to be severe , he said . It wouldn't be
possible to change or destroy files this way . Detailled information about the
IFRAME security hole and protection mechanisms can be read on the Web server of
Ralf Hueskes ( http://www.jabadoo.de/press/ie4_us.html ) and also in the
upcoming issue 12/97 of c't , that will be published on October , 27th . Comdex
: ATI-Grafikkarten als digitaler Videorecorder Der Grafikkarten-Hersteller ATI
erweitert seine Produktpalette um die Radeon VE , auf der eine abgespeckte
Version des Radeon-Chips sitzt . Im Unterschied zum großen Bruder hat der Radeon
VE nur eine Rendering-Pipeline statt zwei und unterstützt nur 32 statt 64 MByte
Speicher . Dafür spendierte ATI dem Chip einen zweiten Ramdac , sodass die Karte
zwei Monitore gleichzeitig ansteuern kann , wobei beide Ausgänge mit
unterschiedlichen Bildwiederhol-Frequenzen arbeiten können . Als Ausgänge sieht
ATI VGA , TV-Out und DVI-Out ( für Digitalmonitore ) vor . Die Karte kann sogar
alle drei Ausgängen gleichzeitig betreiben , zwei davon zeigen dann das gleiche
Bild . Als Management-Software zum Verteilen der Windows-Fenster auf die beiden
Monitore liefert ATI Hydravision mit . Die Radeon VE soll mit 32 MByte
DDR-Speicher ( Double Data Rate ) , 183 MHz Chip-Takt , TV-Out , und DVI-Out im
Dezember auf dem deutschen Markt erscheinen und wird voraussichtlich etwa 300
Mark kosten . Versionen mit weniger RAM oder SDR-Speicher sind dem OEM-Markt
vorbehalten . Ebenfalls im Dezember möchte ATI die All-In-Wonder-Version der
Radeon-Karte ausliefern , die als eine Art digitaler Videorecorder arbeiten kann
. Sie bietet einen Fernseh-Tuner und Video-IN samt MPEG-2-Codierung , TV-Out ,
DVI-Out und S/P-DIF-Out ( Dolby Digital mit 5.1-Kanälen ) . ATI liefert Software
für TV-On-Demand mit . Dabei nimmt die Karte vom TV-Tuner oder Video-Eingang auf
und speichert den Videostrom in einem proprietären MPEG-2-Format auf der
Festplatte auf . Gleichzeitig kann die Karte den schon abgespeicherten Teil
zeitverzögert ( bis zu drei Stunden ) wieder abspielen . Wer den Anfang eines
Filmes verpasst hat , kann ihn sich so noch während der Aufzeichnung anschauen -
von vorne . Die komplette Aufzeichnung kann man dann als MPEG-2-Datei
archivieren , wobei etwa 2 GByte Daten pro Stunde anfallen . Die
All-In-Wonder-Radeon wird mit 32 MByte DDR-Speicher etwa 850 Mark kosten . Der
Radeon könne seine Leistungsfähigkeit derzeit nicht voll ausspielen , sondern
erst DirectX 8 und entsprechende Spiele würden alle eingebauten Features nutzen
. Erfreut zeigte sich Traute über den Trend zu immer mehr Midrange- und
Rackmount-Servern , da in vielen davon ein Mainboard mit integriertem
Grafik-Chip von ATI steckt . Nvidias Vorstellung des Notebook-Chips Geforce 2 go
, der zeitgemäße 3D-Grafik in Notebooks ermöglicht , beunruhigte Traute bei
einem Marktanteil von ATI-Chips in Notebooks von über 50 Prozent nicht . Comdex
: Der Gewinner kriegt alles Mit dem Ausklang der Messe werden auf der Comdex
traditionell die besten Produkte in verschiedenen Kategorien geehrt . Zur
Bewertung durch eine Jury von Fachjournalisten der US-Branchendienste CNet/ZDNet
sind nur Produkte zugelassen , die auf der Comdex debütierten oder " im Umfeld
der Messe " bekannt wurden . Erstmals wurde diesmal kein Betriebssystem prämiert
, da auf der Messe keine wesentlich neuen Systeme zu sehen waren . In der
Kategorie Mobile Systeme wurde Nvidia mit seinem GeForce 2 Go für Laptops
Messesieger , in der Kategorie Online-Dienste schaffte es Ricochet mit dem in
den USA immer populärer werdenden drahtlosen Internet-Zugang auf den ersten
Platz . Bei den Business-Produkten gewann Compaq mit seinem portablen Projektor
MP 2800 , im Bereich Enterprise räumte The VAN von der Firma Virtual Access
Networks die Trophäe ab . In der Laudatio wurde dem schnellen AOL-Zugang per
Surf-Terminal eine " unerreichte Eleganz " attestiert . In Ermangelung der
Kategorie Betriebssysteme wurde von der 12-köpfigen Jury eine neue Kategorie
namens Vision of the Future eingerichtet . Obwohl das Konzept des Tablet PC
schon 1991 auf der Comdex einen Preis bekam - ihn erhielt seinerzeit die Firma
Go - war die Schreibhilfe wieder einmal visionär : Microsoft gewann vor dem
mitdenkenden Anoto Pen aus Schweden , dessen liebste Hardware ein Notizblock aus
Papier bildet . Als einzige Firma holte Microsoft den Preis nicht ab .
Unterdessen haben acht Firmen bereits Interesse bekundet , den Tablet PC nach
den Spezifikationen von Microsoft zu bauen , unter ihnen die großvolumig
denkenden Firmen Compaq , Hitachi , Toshiba und Fujitsu-Siemens . Comdex :
Athlon-Mainboard mit Grafik und LAN Beim Motherboard K7SSM setzt der Hersteller
Elitegroup auf den hochintegrierten Chipsatz SiS730S , der neben integrierter
Grafik und AC97-Sound auch Netzwerkfähigkeiten bietet . Das Micro-ATX-Board
unterstützt mit dem Sockel A die AMD-Prozessoren Athlon und Duron . Die
Leistungsdaten des SiS730S werden wohl niemanden vom Hocker reißen , aber die
Boards erlauben zusammen mit AMDs Duron sehr preiswerte Komplettsysteme , die
für viele Büroanwendungen ausreichend Performance bieten sollten . Wer noch
weniger Prozessorleistung benötigt , könnte mit dem ENGm zufrieden sein : Darauf
werkelt der Geode GX1von National ( siehe Bild ) . Das Board stellt Elitegroup
in einem mini MicroATX genannten Format her : kleiner als MicroATX , aber mit
ATX-Bohrungen . Der Prozessor läuft mit 300 MHz und wird etwa die gleiche
Rechenleistung bringen wie ein gleich getakteter Cyrix II . Das Board hat einen
DIMM-Slot für PC100-Module und einen PCI-Steckplatz . Zudem baut Elitegroup wie
beim K7SSM 10/100-MBit-Ethernet und Sound auf das Board . An Schnittstellen sind
2 × USB , 2 × PS/2 , 2 × seriell und 1 × parallel vorgesehen . Comdex :
Microsoft Office 10 bittet zum Diktat Auf der Comdex übergab Microsoft die erste
Beta-Version von Office 10 einem Kreis ausgewählter Beta-Tester . Zwei Tage nach
der Preview von Corels WordPerfect Office 2002 betonte Produktmanager David
Joffe den Stellenwert der neuen Suite : Wenn Office 10 in der zweiten Hälfte
2001 erscheint , wird es die Aufgabe haben , alle Office-Anwender von Office.NET
zu überzeugen , dem finanziell wichtigsten Teil der .NET-Initiative . Beruflich
mit Office arbeitende Anwender sitzen nach Joffe bis zu sechs Stunden täglich
vor Office-Fenstern und sollen besser mit den Funktionen versorgt werden , die
sie ständig brauchen . Zentrales Hilfmittel sind dabei die Smart Tags , die sich
unsichtbar an jeder Stelle eines Dokuments befinden . Sie enthalten immer die
wichtigsten Befehle , die der Benutzer gerade braucht , und sollen das Hangeln
durch Menübäume überflüssig machen . Weite Neuerungen von Office 10 sind eine
eingebaute OCR-Software , die reinen Text ohne Formatierungen in ein Dokument
importiert , und eine rein auf Office ausgerichtete Spracherkennung . Letztere
soll nur in der japanischen , chinesischen und US-amerikanischen Version von
Office ausgeliefert werden . Sie soll die mühselige Dateneingabe im Asiatischen
vereinfachen und im Fall der US-Version die Forderung nach behindertengerechter
Software erfüllen . Desweiteren soll ein Übersetzungsprogramm für
Rohübersetzungen in den gängigen Sprachen in Office eingebaut werden . Da Office
10 ständig mit dem Internet verbunden ist , können Web-Services angeklickt
werden , die die Übersetzung verbessern . Zur Web-Integration gehört ein
Instant-Messenger , der in Office meldet , welcher Kollege gerade Online ist .
Standardmäßig wird Office in der Einzelplatzversion mit Hotmail- oder
MSN-Anbindung ausgeliefert , in der Mehrplatzversion mit einer komplett neu
programmierten Groupware-Engine , die Team Workspaces im Web kreiert . Mit einem
so genannten Office Designer können Unternehmen maßgeschneiderte
Groupware-Anwendungen programmieren , die sich unter Office 10 als Portal
darstellen , etwa eine Reisekostenabrechnung mit Zugriff auf Expedia , ein
Projektmanagement oder ein Ablaufsystem für Call-Center . Als Backend für diese
Anwendungen entwickelt Microsoft einen eigenen Server mit dem Codenamen Tahoe .
Die Office-Module Excel und Access sollen mit der neuen Version direkt das
XML-Format unterstützen . Großen Wert legt man bei Microsoft auf die neuen
Sicherheitseinstellungen von Office 10 , mit denen unsichere ( fremde )
Mail-Anhänge oder der unautorisierte Zugriff auf Adressbücher der Anwender
ausgeschlossen sein soll . Zusätzlich können sicherheitsbewusste Anwender einen
Modus einschalten , der persönliche Informationen beim Abspeichern von Dateien
unterdrückt . Comdex : Computer mit Rädern Key3media , Veranstalter der Comdex ,
hat mit DaimlerChrysler einen fünfjähigen Werbevertrag abgeschlossen , der den
deutsch-amerikanischen Autobauern einen großen Messestand sichert - und den
Messeleuten große Autos , die official Comdex Cars . Dafür können Messebesucher
auf den messenahen Parkplätzen alle Mercedes-Modelle Probe fahren . Ken Enders ,
Vize-Präsident für Marketing bei Mercedes-Benz USA , definierte Autos als
Computer mit Rädern . Internet-Inhalte müssten als Teil des " Erlebnisses
Autofahren " angesehen werden , forderte Enders . Neben der über das Netz
abrufbaren Pannenhilfe soll das Infofueling , das Betanken des fahrenden Autos
mit Informationen , zum Standard werden . Die eingespielten Beispiele für das
intelligente Routenführungssystem und für das Auto-Portal im Auto stammten aus
Deutschland . Für die nächste Zukunft prophezeihte Enders " dynamic communities
" , die sich unter Fahrern mit gemeinsamen Reiseziel über das Netz bilden können
- wobei ein jeder in seinem eigenen Wagen bleibt . Neben dem Instant Messaging
am Lenkrad blieb die Präsentation allerdings auf Werbespots aus dem US-Fernsehen
beschränkt . Vor drei Jahren hatte Mercedes-Benz mit General Magic ein
PDA-Projekt abgebrochen , bei dem ein A3-großer Pen-Computer wie ein Radio in
einen speziellen Einschub gepfropft wird und dann on board Informationen
empfängt und aufbereitet . Mit Palm-Rechnern und fest installierten
Bluetooth-Sendern im Auto möchte man die alte Idee revitalisieren .
Comdex/Hintergrund : Es kommt nicht alle Tage vor , dass auf einer
Pressekonferenz Gleichstand herrscht : Nicht weniger als 15 Firmenvertreter
saßen 15 Journalisten gegenüber , als die Gründung der KDE League bekannt
gegeben wurde ( wir berichteten ) . Ziel der Liga ist es , die Verbreitung des
KDE-Desktop auf PCs , Workstations und Handhelds finanziell und marketingmäßig
zu fördern . " Entwickler lieben es , Code zu schreiben , doch niemand möchte
mit der Presse reden , eine PR-Mitteilung schreiben oder einen Messeauftritt
organisieren " , erklärte Andreas Pour . Das soll die KDE League übernehmen ,
die aber nichts in dem Basar zu sagen hat , in dem der KDE-Desktop weiter
entwickelt wird . Gründungsmitglieder der KDE League sind neben den KDE-Leuten
selbst Borland , Caldera , Compaq , Corel , Fujitsu-Siemens , Hewlett-Packard ,
IBM , KDE.com , Klarälvdalens Datakonsult , theKompany.com , Mandrakesoft , SuSE
, Trolltech und Turbolinux . Andere Firmen wie Red Hat sind angesprochen worden
, verweigerten aber bis dato die Teilnahme an der Liga , die jeder Linux-Firma
offen steht . In ihrer Absichtserklärung zählt die KDE League drei Punkte auf ,
die dringlich sind : Auf der Gründungs-Pressekonferenz kündigte IBM an , in
enger Zusammenarbeit mit Trolltech und Mandrake die Komponenten der
Spracherkennung ViaVoice in den KDE Desktop so zu integrieren , das alle
Entwickler auf diesem System aufbauen können . Von einer Freigabe als Open
Source könne bei ViaVoice freilich nicht die Rede sein , betonte ein
IBM-Vertreter vor der Presse . ICANN : Hitzige Diskussionen über neue
Domain-Namen Rund sechs Stunden nahm sich die Internet-Verwaltung Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) Zeit , die Bewerber um die
neuen Top Level Domains ( TLD ) einzeln anzuhören . Eine erste Entscheidung für
die ausgewählten Domains wird trotz großer Bedenken in der Vorstandssitzung der
ICANN am heutigen Donnerstag ( Ortszeit Los Angeles ) erwartet . Genau drei
Minuten lang konnten die über 40 Bewerber im Rennen um " .biz " bis " .geo "
ihre jeweiligen Konzepte vorstellen . Mehr oder weniger abgeklärt , einzeln oder
in Teams zu fünf , mit blauen Plastikmodellen ihrer Domainidee oder nur
zitternden Händen traten sie vor den ICANN-Vorstand und warben für sich . Zuvor
hatte das ICANN-Büro allerdings einige der Bewerbungen in seinem 120-seitigen
Bericht bereits die rote Karte gezeigt . Auch die Vorstandsmitglieder
kritisierten , dass die eigens Kindern gewidmeten Domainbereiche zu viele
definitorische und politische Fragen aufwerfen , die die Bewerber nur
unzureichend beantwortet hätten . Was heißt angemessener Inhalt ? Kaum Aussicht
auf einen Platz im Domain Name System haben ganz offensichtlich auch all die
Bewerber , die Vorschläge für Telefonnummern für Websites ( .tel , .one ) oder
Voice-over-IP-Services ( zwei Mal .tel ) unterbreitet haben . Gegen diese Art
von Bewerbungen hat die ITU Einspruch erhoben . " Keiner der vier Vorschläge bei
den Telefon-Domains sollte derzeit ausgewählt werden " , heißt es in den
Empfehlungen an den Vorstand . Als wenig ausgearbeitet präsentierte sich Nokia
mit seiner ".mobile"-Registry . " Wenn wir erst die Domain haben , werden wir
das Konzept weiterentwickeln " , sagte die Vertreterin des Mobilfunkriesen . Der
monegassische Bankenverein , der für Finanzdienstleister gerne .fin anbieten
möchte , die .travel-Domain der International Air Transport Association ( IATA )
und dot.law Inc. wurden vor allem nach ihrer universellen Repräsentativität
befragt . Fast schon wie ein Sieger im Rennen gefeiert wurde das .geo-Konzept
des Stanford Research Institute . In .geo können bis zu ein Grad kleine Zellen
der Erde registriert werden ( etwa 11e21n.3e.7n.30i.10n.geo ) , über die
Geodaten aufgefunden werden können . Beim .dir-Vorschlag von Novell fürchten die
Vorstandsmitglieder dagegen eine weiter gehende Änderung der Semantik im DNS .
Während die ICANN in all diesen Kategorien die Zahl in einem rigiden
Ausschlussverfahren ( Geld , technische Stabilität , Kapital ) deutlich
eingeschränkt hat , sind persönliche und allgemeine , offene Domains heftig
umstritten . Aus den sieben gTLDs und fünf " persönlichen Domains " für User
soll das ICANN-Board laut den Empfehlungen auswählen . Vor allem .biz und .web
ist bei den Anwärtern gefragt . Für .web hat sich neben dem ewigen Rebell
Christopher Ambler ( Image Online Design ) auch das Afilias-Konsortium beworben
. Wenn es den Zuschlag für eine der beantragten Namen bekommt , freuen sich auch
zwei deutsche Unternehmen : Unter den 19 Gründungsmitgliedern sind Schlund und
Partner und EPAG . Schwer wird die Wahl für ICANN auch bei .co-op , .union ,
.event , .air , .museums , .post und .health . ICANN-Direktor Vint Cerf war der
" Beauty Contest " für die neuen Domains daher auch nicht ganz geheuer . Bei der
Registrierung einer Second Level Domain müsse schließlich auch niemand ähnlich
ausführliche Businesspläne vorlegen . Cerf und Dyson wechselten sich mit dem
Hinweis ab , dass eine Entscheidung für eine Hand voll TLDs nicht bedeute , dass
die anderen völlig abgelehnt seien . Vielmehr sei die jetzige Erweiterung des
DNS erst ein Anfang . Manche Beobachter rechnen mit einer schnellen zweiten
Runde neuer Domains , auch um mögliche juristische Auseinandersetzungen von
ICANN abzuwenden . Nicht alle Bewerber gaben sich damit zufrieden . Das in den
Empfehlungen an den Vorstand bereits abgelehnte Dot.nom-Konsortium beschuldigte
ICANN , die Bewerbungen fehlerhaft geprüft und den Bewerbern keinerlei
Möglichkeit zur Richtigstellung gegeben zu haben . " Wir haben das als Zumutung
empfunden , einen 100-seitigen Bericht , in den wir eine Menge Zeit und Geld
investiert haben , in drei Minuten vorstellen zu müssen " , sagte James Ross ,
Vizepräsident von dot.TV . ICANN habe mit drei knappen Emails auf die Bewerbung
reagiert , die letzten Fragen schickten die Hauptamtlichen und ein externes
Expertenteam am vergangenen Freitag . " Mit der Bitte , bis Sonntag zu antworten
" , so Ross . Noch habe man nicht entschieden , ob man vor Gericht ziehen wolle
. Die dot.nom-Vertreter waren nicht die einzigen , die den gesamten Prozess in
Frage stellten . Er sei enttäuscht , sagte CORE-Mitglied Siegfried Langenbach ,
der Technik-Provider für den Monegassischen Bankverein ist . Obwohl der
Düsseldorfer einer der entschiedensten Befürworter neuer Domains ist , warnte er
davor , das Verfahren nur schnell und nicht ordentlich zu Ende zu bringen .
Unterstützung erhielten die Kritiker aus dem Publikum . Eine
drei-Minuten-Anhörung für 50.000 US-Dollar erscheint der DNS-Kennerin Ellen Rony
völlig inakzeptabel . Außerdem habe man Bewerbern und Community durch die späte
Veröffentlichung des Berichtes kaum Gelegenheit zur Diskussion gegeben . "
Schließlich hätte ich auch gerne , dass der von mir gewählte Direktor über die
neuen Domains mitentscheidet " . Die gewählten At-large-Direktoren werden erst
nach der entscheidenden Sitzung über die neuen TLDs in den ICANN-Vorstand
aufgenommen . Siehe dazu auch den Bericht Babylon 2.0 in Telepolis UNO will "
digitale Kluft " überbrücken UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die
internationalen Elektronik-Konzerne aufgerufen , bei der Überbrückung der "
digitalen Kluft " zwischen den Industriestaaten und der so genannten Dritten
Welt zu helfen . Der technologische Abstand zwischen ihnen dürfe sich durch das
Internet und neue Technologien der Telekommunikation nicht noch weiter
vergrößern , sagte Annan am Donnerstag bei der Eröffnung einer zweitägigen
Konferenz von UN-Experten und Vertretern der Industrie . Hilfe könne unter
anderem durch die Vermittlung der erforderlichen Kenntnisse für die Anwendung
der neuen Informationstechnologien geleistet werden . Jene Staaten , die am
meisten von diesen Technologien profitieren könnten , hätten bislang den
geringsten Zugang . Nach UN-Schätzungen verfügen nur fünf Prozent der
Weltbevölkerung über Zugang zum Internet , wobei die meisten von ihnen in
Industriestaaten leben . Infomatec-Chefs sitzen in Untersuchungshaft Wegen
Fluchtgefahr sitzen nach einem Bericht der Augsburger Allgemeine seit dem
heutigen Donnerstag die beiden Vorstandschefs des am Neuen Markt notierten
Software-Unternehmens Infomatec in Untersuchungshaft . Gegen Gerhard Harlos und
Alexander Häfele sei Haftbefehl erlassen worden , berichtet die Zeitung unter
Berufung auf den Leitenden Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz . Den Managern
würden verbotene Insidergeschäfte , zweifacher Kursbetrug und die unrichtige
Darstellung nach dem Aktiengesetz zur Last gelegt . Die beiden
Vorstandsmitglieder wurden von Beamten des Kriminalkommissariat 3 der Ausburger
Kripo am Nachmittag festgenommen - einer in seiner Wohnung , der andere wurden
am Steuer seines Autos auf der Straße gestoppt , schreibt das Blatt . Vor rund
vier Wochen waren die Firmenzentrale in Gersthofen bei Augsburg sowie andere
Büros und Privatwohnungen in Hessen und Baden-Württemberg von Ermittlungsbeamten
der Polizei und Staatsanwaltschaft durchsucht worden . Dabei wurden zahlreiche
Unterlagen sichergestellt . Die Augsburger Staatsanwaltschaft ermittelt nach
einer anonymen Anzeige bereits seit dem vergangenen Jahr gegen die
Verantwortlichen . Zuletzt hatten auch zwei Aktionärs-Schutzgemeinschaften
Anzeige gegen das Unternehmen erstattet . Erst am gestrigen Mittwoch hatte
Infomatec mitgeteilt , einen Auftrag vom französischen Internet-Provider Net-Up
erhalten zu haben . Die Tochter des Telekommunikations-Konzerns Avenir Telecom
mit Sitz in Marseille werde künftig die von Infomatec entwickelte JNT-Software
nutzen , teilte das Unternehmen mit . Die Software ist zum Betrieb von
Settop-Boxen für das Surfen per Fernseher gedacht . Daraufhin kletterte die
Infomatec-Aktie am Mittwoch auf gut 2,90 Euro , fiel aber am heutigen Donnerstag
wieder auf 2,50 Euro zurück . Am Dienstag hatte die Deutsche Börse in Frankfurt
entschieden , die Infomatec-Aktie aus dem Nemax-50 , dem Index der 50 stärksten
Unternehmen am Neuen Markt , herauszunehmen . Telekom wehrt sich heftig gegen
Flatrate-Entscheidung Auch Ron Sommer , Chef der Deutschen Telekom , greift nun
in die Debatte um die " Flatrate-Entscheidung " der Regulierungsbehörde ( RegTP
) ein und macht noch einmal eines klar : Die Deutsche Telekom wehrt sich heftig
gegen die Festlegung der RegTP , dass der Ex-Monopolist ab dem Februar nächsten
Jahres den Konkurrenten sein Netz zu einem zeitunabhängigen Tarif zur Verfügung
stellen muss . Schon in ersten Reaktionen fand die Telekom deutliche Worte : "
Wir sehen das nicht nur als Schritt , sondern als Sprung zurück für den
Internetstandort Deutschland " , kommentierte Firmensprecher Stephan Broszio im
Gespräch mit heise online . Die Engpässe in Ballungsgebieten werden sich wohl
deutlich verschärfen . Und Telekom-Sprecher Ulrich Lissek bezeichnete den
Beschluss der Regulierungsbehörde als eine glatte Fehlentscheidung . " Das ist
ein Pyrrhussieg für die Verbraucher . " Lissek sprach zugleich von einer
Hängematte für die Wettbewerber , die nicht mehr unternehmerisch handeln müssten
: " Das Kostenrisiko bleibt bei uns . " Ron Sommer legte nun noch eins drauf :
Deutliche Worte fand der Telekom-Boss auch zu den Vorwürfen von AOL , die
Telekom verhindere durch ihre Tarif-Gestaltung eine bessere Internet-Versorgung
der Bevölkerung hier zu Lande . Deutschland sei dank der Telekom die "
erfolgreichste Internet-Nation in Europa " , erklärte Sommer in einem Interview
mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung . Das Argument , dass die stärkere
Nutzung in den Vereinigten Staaten mit den dortigen Preisen zusammenhänge , wies
er zurück . " Wir sind in Sachen Internet keine Nation von Hinterwäldlern , wie
der Chef von AOL Deutschland es darstellen möchte " , meinte er gegenüber dem
Blatt . Vodafone bläst zum Angriff Heute Morgen gab der britische Mobilfunkriese
Vodafone Airtouch offiziell seine Absicht bekannt , Mannesmann auch ohne
Zustimmung des deutschen Managements übernehmen zu wollen . Nach Aussagen von
Chris Gent , Chef von Vodafone , sei kein Verlust von Arbeitsplätzen zu
befürchten : " Vielmehr würde die Belegschaft von den verbesserten
Wachstumsperspektiven der neuen Gruppe profitieren " . Die Erklärung ist
offensichtlich ein Versuch , die Mannesmann-Aktionäre günstig für eine
feindliche Übernahme des deutschen Konzerns zu stimmen . Am Wochenende war Gent
mit dem Versuch gescheitert , sich mit dem Management von Mannesman gütlich zu
einigen . Im Laufe der Woche will Vodafone bekanntgeben , welches Bonbon man für
die Mannesmann-Aktionäre bereithält - bislang schweigt sich das Unternehmen
darüber aus . Man wolle erst mit Großaktionären und finanziellen Beratern
darüber sprechen . Mit dem ursprünglichen Angebot wird die Übernahme aber nicht
über die Bühne gehen : Dabei ist das Unternehmen vor allem auf die lukrative
Mobilfunksparte von Mannesmann scharf : Mit D2 und Omnitel ist Mannesmann das
zweitgrößte Unternehmen der Branche in Europa , direkt hinter der Telekom Italia
. Laut Aussagen von Chris Gent will sich Vodafone aber weiterhin auf den
Mobilfunkmarkt konzentrieren . Das fördert natürlich die Spekulationen :
Anlagenbau und Stahlbereiche wolle Vodafone nach der heute verbreiteten
Erklärung ausgliedern und an die Börse bringen - letztlich kein großer
Unterschied zu den Plänen von Esser , der Mannesmann ebenfalls in mehrere
selbstständige Bereiche aufspalten will . Das deutsche Management von Mannesmann
jedenfalls hat schon harten Widerstand gegen die Vodafone-Absichten angekündigt
. Ob sie damit Erfolg haben oder ob die Briten sich durchsetzen können , wird
von der Höhe des Angebots und eventueller Unterstützung für Mannesmann von
dritter Seite abhängen . RegTP : Telefonkosten sinken weiter Allerdings entziehe
sich der Ortsnetzbereich dieser Tendenz noch : " Einen echten Wettbewerb im
Ortsnetz gibt es noch nicht " , sagte Scheuerle auf der
Jahresmitgliederversammlung des Deutschen Verbandes für Post und
Telekommunikation : " Es wird noch dauern , bis es solche Angebote in
Deutschland flächendeckend gibt . " Laut Scheuerle sind die Ausgaben privater
Haushalte für das Telefon von Juli 1998 bis Juli 1999 um 12,5 Prozent gesunken ,
vor allem durch die Konkurrenz der Anbieter bei Ferngesprächen . Jede dritte
Minute in diesem Bereich sei Mitte diesen Jahres nicht über die Telekom gelaufen
. Außerdem werde das Handy immer mehr zum Ersatz für den Festnetzanschluss :
Zwar seien die Preise für Mobilfunk im internationalen Vergleich noch relativ
hoch , seien aber in der letzten Zeit schon um 25 Prozent gesunken . " Im
kommenden Jahr werden sie weiter nach unten gehen " , prophezeite Scheuerle .
Der Internet-Boom hält zudem in Deutschland unvermindert an : Allerdings sieht
Scheurle bei den momentanen Zugangspreisen von fünf bis sechs Pfennig pro Minute
keinen großen Spielraum : " Viel Luft für Preissenkungen ist hier nicht mehr . "
Comdex : Torvalds , Linux und die große Umarmung Linus Torvalds füllte den
Riesensaal der Comdex-Keynotes genauso wie Bill Gates , aber im Unterschied zur
grossen Microsoft-Präsentation ließ der Linux-Erfinder eine familiäre Atmosphäre
entstehen . Torvalds , der von John Maddog Hall mit Tränen in den Augen
vorgestellt wurde , brachte seine kleinen Töchter mit , die kräftig krakeelten
und mit Opa Hall spielten - mit Puppen , nicht mit Pinguinen . Torvalds brachte
unterdessen die Krakeeler zur Ruhe , die schon bei der Erwähnung des Namens
Gates losbuhten . Linux ist einfach ein Betriebssystem , das uns allen sehr ,
sehr am Herzen liegt . In Abwandlung vergangener Präsentationen bedankte sich
Torvalds einmal nicht bei den Mitmachern , sondern bei den akademischen
Institutionen , ohne die es kein Linux geben würde . Für Torvalds ist die
Linux-Entwicklung ein gesellschaftliches Phänomen : Der kurzen Rede schloss sich
eine längere Fragestunde an , in der Torvalds mehrfach den Fragen nach Transmeta
und dem Microsoft-Prozess auswich . Zum guten Schluss drängte sich der halbe
Saal nach vorne , um Linus die Hände zu schütteln . Mädchen in Pinguin-Shirts
kreischten , als sie ihr Idol anfassen konnten . Plüschtiere sind härter im
Nehmen . Comdex : Vergangenheitsbewältigung à la PC-Industrie Wenn die Comdex
schon als erste Post-PC Messe gehandelt wird , auf der Windows nicht die
Hauptrolle spielt , dann darf das Schlagwort Legacy Free nicht fehlen . Es
kennzeichnet Geräte ohne Vergangenheit , für die so schreckliche Wortbomben wie
Abwärtskompatibilität und Wiederverwendbarkeit kein Thema sind . Legacy Free
sind Kameras von Olympus und Sony betitelt , die mit Memory Sticks und
SmartMedia-Cards arbeiten , keinen seriellen Port oder gar ein Diskettenlaufwerk
brauchen . Legacy Free ist ein BIOS von Datalight , das den Windows-Rechner in 8
Sekunden bootet . Legacy Free ist eine Maus mit USB-Anschluss oder eine Tastatur
, auf der das olle SysReq fehlt . Interessant wird das Konzept bei der neuen
Klasse von Computern , die von AMD mit dem Easy Now , von Hewlett Packard mit
dem e-Mpty PC und von Compaq mit dem iPaq oder LFPaq repräsentiert sind . LF ,
wie Legacy Free prompt abgekürzt wird , bedeutet bei diesen Rechnern den
Verzicht auf alles , was nach ISA-Bus und anderem Althergebrachten aussieht .
Die Geräte haben in der Regel zwei USB-Anschlüsse vorne und vier USB-Ports auf
der Rückseite , über die alles angesteckt wird , was der Anwender braucht .
Während die Geräte bei AMD und HP als Projektstudien deklariert sind , will
Compaq schon im Januar mit der Auslieferung beginnen , weil die Nachfrage sehr
groß sei . Zwei US-Banken sollen mehrere tausend Stück geordert haben . Der
LFPaq sei ausschliesslich für Firmenkunden konzipiert , da er über das Netz
konfiguiert und installiert werden muss . 3D-Grafikspezialist Nvidia übernimmt
Konkurrenten 3dfx Nun steht die 3D-Grafikchipschmiede Nvidia neben ATI fast
allein auf weiter Flur da : Nachdem Konkurrent 3dfx schon Mitte November die
Notbremse ziehen musste und auf Grund von erneuten Umsatzeinbrüchen die eigene
Herstellung von Grafikkarten einstellte , gibt die Firma nun endgültig auf .
Nvidia und 3dfx stellen die wechselseitigen Klagen wegen angeblicher
Patentverletzungen ein . Nvidia soll alle 3D-Grafiktechnologien , die 3dfx
entwickelt hat , sowie Produktions- und Entwicklungsabteilungen erhalten . Auch
die Markennamen 3dfx und Voodoo gehen an Nvidia über . 3dfx will zum Beginn des
neuen Jahres den größten Teil seiner Mitarbeiter entlassen ; wenn die Aktionäre
dem Verkauf der 3dfx-Besitztümer an Nvidia zugestimmt haben , soll das
Unternehmen anschließend nach und nach aufgelöst werden . Bis dahin soll ein
eingeschränkter Mitarbeiterstab weiter beschäftigt werden , um Support für
3dfx-Kunden zu gewährleisten . Für die nächsten Geschäftsquartale sahen die
Manager von 3dfx wohl keine Chance mehr , die negativen Trends bei Umsatz und
Gewinn umzukehren ; auch die Aussichten für die weitere Zukunft schätzten sie
schlecht ein . Im dritten Quartal war der Umsatz von 3dfx erneut um 63 Prozent
eingebrochen ; in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres musste
3dfx einen Umsatzrückgang von 14 Prozent verbuchen . Der Markt von 3dfx sei
klassischerweise der normale Einzelhandel gewesen , den man seit 1998 dominiert
habe , heißt es in einer Erklärung von 3dfx . Dieser Markt mache 10 Prozent des
gesamten Grafikkartenmarkts aus , sei aber großen Schwankungen unterworfen und
weitgehend unvorhersehbar . Besonders hohe Kosten für Lagerbestände ,
schwindende Margen und nachlassende Nachfrage hätten nun 3dfx " irreparablen
Schaden " zugefügt , meint die Firma . Mit eine der Ursachen für das Aus für
3dfx dürfte zudem in den zahlreichen Verzögerungen bei der Einführung der
Voodoo4- und Voodoo5-Karten gelegen haben . 3dfx hatte dadurch über ein halbes
Jahr lang keine aktuellen Grafikchips auf dem Markt - eine Chance , die sich
Konkurrenten wie Nvidia und ATI auf dem schnelllebigen Grafikmarkt nicht
entgehen ließen . Und 3dfx scheint es offensichtlich nicht gelungen zu sein ,
unter den Kartenproduzenten Lizenznehmer für seine aktuellen 3D-Chips zu finden
. Bei den kurzen Entwicklungszyklen , mit denen ATI und Nvidia immer neue
3D-Chips auf den Markt warfen , konnte 3dfx nicht mehr mithalten . Im
Grafikchip-Geschäft seien nur kurzfristige Lieferverträge üblich und starke
Schwankungen der Ertragslage möglich . Auf Grund des hohen Konkurrenzdrucks und
des immensen Preisverfalles sei die Einführung neuer Produkte im
Halbjahresabstand nötig . Deutsche Telekom ohne schwedische UMTS-Lizenz
Schwedens Post- und Telekommunikationsbehörde ( PTS ) hat am heutigen Samstag
vier UMTS-Lizenzen für die dritte Mobiltelefon-Generation vergeben . Bei der
Entscheidung unter zehn Bewerbern ging die Deutsche Telekom leer aus .
Überraschend bekam auch der nationale Telekommunikationskonzern Telia keine
Lizenz . Den Zuschlag erhielten Tele 2 mit dem Netcom-Konzern im Rücken ,
Europolitan unter Beteiligung des britischen Vodafone-Konzerns , Orange mit
France Telecom und dem Schibsted-Medienkonzern sowie die HI3G-Gruppe mit der
schwedischen Finanzgruppe Investor . Schwedens Regierung hatte die Lizenzen für
die dritte Mobiltelefon-Generation nicht wie in Deutschland versteigern lassen ,
sondern so gut wie kostenfrei über einen so genannten Schönheitswettbewerb
ausgeschrieben . PTS-Generaldirektor Nils Gunnar Billinger erklärte , bei der
Vergabe habe seine Behörde vor allem auf eine sichere Finanzierung und ein
solides technisches Konzept auch für dünn besiedelte Regionen geachtet . Das
nationale Telekommunikationsunternehmen ist in diesem Jahr teilprivatisiert
worden und hat seitdem knapp ein Drittel des Börsenwerts verloren . Zu den
Verlierern in Schweden gehörte auch die Deutsche Telekom . Tochter T-Mobile
International hatte sich im Konsortium Mobility 4 Sweden zusammen mit einer
Tochter des schweizerisch-schwedischen ABB-Konzerns und dem schwedischen
Utfors-Konzern um eine Lizenz beworben . Schweden wird nach Angaben von
PTS-Generaldirektor Billinger bereits Ende 2003 so gut wie vollständig mit dem
neuen UMTS-Netz ausgestattet und damit in Europa führend sein . Neue-Markt-Firma
GEDYS in der Krise Die Perle aber glänzt momentan nicht besonders : Schon Anfang
Dezember kündigte GEDYS an , ein Viertel der Mitarbeiter zu entlassen , um
Kosten zu senken . Damit reihte sich das Unternehmen unter die Lotus Busines
Partner ein , die in die Krise schlitterten : teamwork musste Insolvenz anmelden
, bei IntaWare nahm Mitgründer und Vertriebschef Joachim Weber wegen
enttäuschender Geschäftszahlen seinen Hut . Bislang aber gibt sich der Vorstand
noch optimistisch : Trotz der jetzt vorgelegten Zahlen halte das Unternehmen an
dem Ziel fest , 2001 in die Gewinnzone zu kommen . Als Grund für die
herabgestufte Prognose gab GEDYS das laufende vierte Quartal an , in dem die
Geschäfte schlechter liefen als erwartet . 1999 hatte das Unternehmen in den
letzten drei Monaten noch rund 40 Prozent des Jahresumsatzes erzielt . Am
Freitag fiel der Kurs der Aktie etwas weniger als der NEMAX50 ( minus 8,8
Prozent ) um 6,3 Prozent auf 3,70 Euro . Damit liegt der Kurs bei seinem
52-Wochen-Tief und ist von seinem 52-Wochen-Hoch bei 26 Euro weit entfernt .
Schily für internationale Zusammenarbeit gegen Rechtsextreme im Netz Im Kampf
gegen Rechtsextremismus im Internet ist aus Sicht von Bundesinnenminister Otto
Schily eine verstärkte internationale Zusammenarbeit nötig . Besondere Sorge
bereite ihm , was über moderne Kommunikationsmittel wie das Internet in die
Köpfe der Menschen komme , sagte Schily bei einer SPD-Konferenz am Samstag in
Karlsruhe . Die Gefahr sei nicht zu unterschätzen . Mehr als 90 Prozent dieser
Seiten würden in den USA oder in Kanada eingespeist . Es gebe noch sehr viel
Prüfungsbedarf , wie man die Instrumente so verschärfen könne , dass man
erfolgreich gegen Rechtsextremismus im Netz ankämpfen könne , sagte der Minister
. Die Innere Sicherheit ist nach Ansicht von Schily ein Standortfaktor . Zwar
gehöre Deutschland zu den sichersten Ländern . Es gebe aber keinen Anlass , sich
bei Fragen der Kriminalität zurückzulehnen . Neben dem Einsatz repressiver
Instrumente müsse die Prävention verstärkt werden . Wer Musikschulen schließe ,
schade der Inneren Sicherheit . Auch Sport sei ein wesentlicher Faktor
kultureller Prävention . Schily will ein schärferes Profil über das tatsächliche
Kriminalgeschehen in der Gesellschaft . Dazu plant er einen periodischen
Sicherheitsbericht , der wissenschaftliche Erkenntnisse einbeziehen soll , sowie
die Gründung eines deutschen Forums für Kriminalprävention . Schily begrüßte ,
dass nach der Bundesregierung und dem Bundesrat auch der Bundestag einen Antrag
auf Verbot der rechtsextremistischen NPD beschlossen habe . " Die NPD hat
deutlich antisemitische Züge , und ein Land mit unserer Geschichte kann nicht
organisierten Antisemitismus dulden und ihn womöglich noch mit parteipolitischen
Privilegien ausstatten - sogar noch mit staatlichen Zuschüssen " , sagte Schily
unter großem Beifall der rund 200 Zuhörer . Ein Verbot sei aber kein
Allheilmittel . Nun müsse die geistige Auseinandersetzung verstärkt beginnen .
Alle Demokraten müssten zusammenhalten . Bei der Bekämpfung des
Rechtsextremismus komme dabei dem Bundesgrenzschutz eine verstärkte Aufgabe zu .
Die Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses und SPD-Spitzenkandidatin für die
Landtagswahl in Baden-Württemberg , Ute Vogt , mahnte bei der Veranstaltung
unter dem Motto " Innere Sicherheit " , das Augenmerk auf die Republikaner zu
richten . Sie befürchtet , dass die rechtsextremistische Partei auch in den
nächsten Stuttgarter Landtag einziehen wird . Die Republikaner hätten zwar nicht
den gewalttätigen Hintergrund wie die NPD , der geistige Hintergrund sei aber "
keinen Deut besser " . Dies müsse man im Südwesten deutlich machen . PC-Preise
unter Druck Das flaue Weihnachtsgeschäft setzt die PC-Hersteller zunehmend unter
Druck . Die unerwartet schlechten Umsätze der gesamten Branche zogen nicht nur
solche Hardware-Heavyweights wie Intel , AMD oder Compaq in Mitleidenschaft ,
sondern veranlassten auch den Software-Riesen Microsoft zu seiner ersten Umsatz-
und Gewinnwarnung seit 10 Jahren . Spätestens ab Anfang nächsten Jahres werden
die PC-Hersteller ihren hohen Lagerbeständen mit Sonderangeboten und
Schnäppchenpreisen begegnen müssen . Dieser Ansicht schlossen sich nun auch die
Marktforscher von Dataquest an . Martin Reynolds , Analyst bei Dataquest meinte
: " Der Januar wird ein Blutbad für jeden , der es nicht geschafft hat , seine
Lagerbestände über die Verkaufskanäle abzusetzen " , meinte er einem Interview
mit der Nachrichtenagentur Reuters . Um dem zu entkommen , müssten die
Hersteller sogar noch vor den Feiertagen die Preise senken . " Das Zeug , das
vor Weihnachten nicht mehr herausgehauen wird , besonders Low-End-Geräte , wird
einen großen Überhang produzieren " , warnte Reynolds vor einem " großen
Schlamassel " . Als hätte die Firma die Warnungen von Dataquest vorausgeahnt ,
begann Gateway in den USA bereits mit einer vorübergehenden Änderung der
Verkaufsstrategie . Bislang konnten Kunden in den 320 Läden von Gateway
lediglich Rechner zusammenstellen und dann bestellen sowie Computer-Kurse und
ähnliches besuchen . Nun will Gateway zumindest drei fertig konfigurierte
Modelle anbieten , die Kunden bezahlen und sofort mitnehmen können - wohl in der
Hoffnung , dadurch die Umsätze für das laufende Quartal noch ein bisschen
anzukurbeln . Gateway bestreitet zwar , diese Aktion sei dazu da , um hohe
Lagerbestände abzubauen - schließlich fertige man normalerweise Rechner erst auf
Kundenwunsch . Beobachter allerdings halten dies für Unsinn : Auch die so
genannten "Build-to-Order"-Firmen wie Dell und Gateway hätten mit viel zu hohen
Lagerbeständen zum Jahresende zu kämpfen . Zwar setzten die sich nicht aus
Komplett-Rechnern zusammen , aber hohe Lagerbestände aus Komponenten bei den
Herstellern selbst wie bei Zulieferern drängten ebenfalls dazu , möglichst
schnell noch viele Rechner abzusetzen und durch Preisnachlässe die Verkäufe
anzukurbeln . Die PC-Hersteller sitzen nach anderen Untersuchungen auf
Lagerbeständen für 7,6 Wochen - rund das Doppelte üblicher Vorräte . Compaq
brütet über Vorräten für 10,5 Wochen und Apple immer noch für 11 Wochen . All
diese Rechner und Komponenten müssen eigentlich schleunigst weg : Schließlich
steht neue Hardware ins Haus , die in diesem Weihnachtsgeschäft noch keine große
Rolle spielte . Dataquest wird wohl zudem seine Vorhersagen für das nächste Jahr
korrigieren : Dataquest erwartet aber ab dem zweiten Quartal ein anziehendes
Geschäft mit Firmenkunden , vor allem wegen dann beginnender größerer
Umstellungen auf Windows 2000 . Diese Hoffnung , die Dataquest den
PC-Herstellern noch lässt , könnte aber auch trügen : Zur Orchestrierung der
nach unten korrigierten Umsatz-Prognose erklärte Compaq Anfang der Woche ,
gerade die PC-Nachfrage von kleineren und mittleren Firmen sei viel schwächer
als erwartet . Besonders die Dot.Coms der Internet-Ökonomie hielten sich sehr
zurück . Die New Economy könnte also wieder einmal " Erster " rufen : Erster
dieses Mal bei der Reduktion der Investitionen in Hardware angesichts einer
zurückgehenden US-Wirtschaft und allgemeiner Skepsis gegenüber der
Internet-Ökonomie . Solche Befürchtungen führten bereits zu einer Rückstufung
von EMC , dem Spezialisten für große Massenspeicherinstallationen ,
Hewlett-Packard und Sun durch die Börsianer . Ob Firmen nun mehr oder weniger
PCs kaufen , dürfte die Verbraucher auf den ersten Blick allerdings weit weniger
als die Aktionäre der PC-Hersteller interessieren . Jedoch bringen rückläufige
Verkäufe von PCs an Unternehmen die Branche noch mehr in die Bredouille - mit
dem Effekt , dass auch die Preise für PCs und Komponenten noch stärker unter
Druck geraten als dies allein schon durch das schwache Weihnachtsgeschäft mit
Endkunden-PCs geschieht . Microsoft zieht die Börsen in den Keller Microsoft
erreichte am gestrigen Freitag ein ungeahntes Tief . Am Donnerstag nach
Börsenschluss gab der Software-Konzern zum ersten Mal seit 10 Jahren eine
Umsatz- und Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsquartal heraus . Der Kurs
der Microsoft-Aktie reagierte sofort : Im nachbörslichen Handel fiel er um über
6 Prozent auf 52,06 US-Dollar . Damit war aber noch nicht das Ende erreicht . Im
Verlaufe des Börsentags am gestrigen Freitag sackte der Kurs dann noch einmal um
über 11 Prozent auf 49,18 US-Dollar ab , nachdem er im Verlauf des offiziellen
Handels zwischenzeitlich ein 52-Wochen-Tief von 47,75 US-Dollar erreicht hatte .
Am 30. Dezember letzten Jahres dagegen lag das Papier an der Börse noch bei
119,93 US-Dollar . Der Kurs der Microsoft-Aktie ist innerhalb eines Jahres um
54,64 Prozent eingebrochen . Die Nachrichten von Microsoft trafen an den Börsen
auf eine sowieso schon schlechte Stimmung . Es ist nichts zu sehen von der oft
beschworenen Jahresend-Rally . Da half auch die Bestätigung von George W. Bush
als neuem US-Präsidenten nach langem juristischen Hickhack um die Auszählung der
Wählerstimmen nicht viel . Dazu die Hiobsbotschaften aus der PC-Branche - und
die Kurse sacken auf breiter Front ab . Der Nasdaq100 fiel immerhin nicht ganz
so stark wie die Microsoft-Aktie : Am Freitag verlor er 3,4 Prozent auf 2.549,48
Punkte . Gegenüber der Vorwoche fiel die Nasdaq um 9 Prozent . Im Verlauf des
Freitag musste die Nasdaq insgesamt sogar zeitweise ein Minus von 130 Punkten
verzeichnen . Microsofts Gewinnwarnung wird von vielen Analysten als Auslöser
des Rückgangs angesehen . Zwar habe es in den letzten Tagen unzählige
Hiobsbotschaften gegeben , die eine grundlegend schlechte Stimmung erzeugten .
Die Nachrichten von Microsoft hätten aber deutlich vor Augen geführt , wie
tiefgreifend die Flaute in Wirklichkeit sei . Zudem habe die Warnung des
Software-Konzerns , dass die Umsätze mit Firmenkunden schlecht gelaufen seien ,
die Börsen doch sehr besorgt . Dieses Geschäft sahen viele noch als letzten
Rettungsanker für die PC-Hersteller - wenn das auch schlecht läuft , lässt sich
der miese Umsatz mit Endkunden nicht mehr ausgleichen , was die Preise noch
weiter unter Druck setzt . Allerdings werden nicht nur die Hightech-Werte selbst
in Mitleidenschaft gezogen . Angesichts der Flaute im PC-Geschäft sind sie zwar
besonders betroffen ; aber die langsam zurückgehende US-Konjunktur zieht
praktisch alle Branchen mit nach unten . Überraschenderweise aber hat die Krise
der PC-Branche inzwischen Auswirkungen auf Firmen , bei denen man solche Effekte
eigentlich auf den ersten Blick nicht vermuten würde . Die Logistik-Unternehmen
UPS und Federal Express korrigierten ihre Umsatzerwartungen für das laufende
Quartal nach unten - nicht etwa allein deswegen , weil eine allgemein schwächere
Konjunktur sich auswirke ; beide Firmen hoben explizit darauf ab , dass die
geringen Verkäufe von PCs an Endverbraucher und Firmenkunden zu einem Einbruch
in ihrem Geschäft geführt hätten . Die Börsen gehen eigentlich von einer
Zinssenkung durch die obersten Währungshüter der USA aus , denn hohe Zinssätze
gegen eine Überhitzung der US-Konjunktur seien momentan nun wirklich nicht
notwendig . Ein interessanter Nebeneffekt übrigens des Einbruchs des
Microsoft-Papiers an den Börsen : Damit könnte sich Larry Ellison vielleicht
bald einen Wunschtraum erfüllen : Oracles Aktienkurs stieg am gestrigen Freitag
immerhin schon einmal um 3,86 Prozent auf 28,56 US-Dollar . Nachgelegt : neue
Treiber und BIOS-Versionen Der wöchentliche Report auf heise online über neue
Treiber und BIOS-Versionen : Die Motherboard-Hersteller haben einige neue
Software-Versionen zu bieten ; von Matrox gibt es neue WHQL-Treiber . Asus : Auf
der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : DFI : Auf der Download-Seite gibt es
: Elitegroup : Auf der Download-Seite steht bereit : FIC : Gigabyte :
MSI/Microstar : Matrox : Neue Treiber und BIOS-Versionen aus den Vorwochen
Bundesamt : Keine Gefahr durch schnurlose Telefone " Nach derzeitigem
Kenntnisstand ist eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch schnurlose
Telefone nicht anzunehmen " , meint das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) .
Anlass der heute verbreiteten Mitteilung der Bundesbehörde aus Salzgitter zum
Elektrosmog seien Messwerte aus mehreren Zeitschriften und Fernsehbeiträgen ,
bei denen wissenschaftlich umstrittene Vergleichswerte für schädliche
Gesundheitswirkungen herangezogen worden seien . Dies habe zu einer
Verunsicherung der Kunden geführt , für die es nach Ansicht der offiziellen
deutschen Strahlenschützer keinen Anlass gibt : Schädigende Wirkungen sind nach
derzeitigem Kenntnisstand nicht zu erwarten , wenn die anerkannten Grenzwerte
eingehalten werden . Das gelte für ältere analoge wie digitale Telefone nach dem
DECT-Standard . Unter der kostenlosen Rufnummer 0800/885-1111 hat das Bundesamt
ein Bürgertelefon eingerichtet , über das jeder die Informationen über
schnurlose Telefone abrufen kann . Wer sich die Erklärung des BfS komplett vom
Band vorlesen lässt , erfährt dann auch eine Telefonnummer für weitere
Nachfragen ( 05341/885-130 ) . Die Ansicht des BfS wird sicher nicht auf
ungeteilte Zustimmung stossen . Die thermodynamsichen Auswirkungen
elektromagnetischer Felder auf den menschlichen Körper sind umstritten - ebenso
wie die Höhe der Grenzwerte . So wies schon im März diesen Jahres Wilfried
Kühling , Sprecher für Emissionsschutz beim Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland ( BUND ) , gegenüber c't auf ein weiteres Problem hin ( siehe c't
6/99 , S. 230 ) : Nach seiner Ansicht liegt das Problem des Elektrosmogs nicht
so sehr in der direkten thermischen Wirkung , sondern in der möglichen Störung
von Informationsverarbeitung im menschlichen Körper . Selbst der Länderausschuss
Immissionsschutz , ein Zusammenschluss der Länderumweltminister , sehe darin ein
Phänomen , das es zu untersuchen gelte . Bertelsmann : Der Vorstandsvorsitzende
des Bertelsmann-Konzerns , Thomas Middelhoff , sieht das Unternehmen trotz der
Mega-Fusion zwischen AOL und Time Warner in einer guten Position : Von der
Liaison zwischen AOL und Time Warner zeigte sich der Chef des deutschen
Medien-Giganten nicht überrascht , da sich das Geschäft lange vorher
abgezeichnet habe : " Die Unterhaltungsindustrie wird sich durch diesen Deal
tief greifend und global verändern . " Es habe auch einiges für einen
Zusammenschluss von AOL und Bertelsmann gesprochen - da aber Bertelsmann dann
seine Unabhängigkeit verloren hätte , habe der Vorstand sich dagegen entschieden
. Angesichts des Börsenwerts von AOL hätte die Bertelsmann-Stiftung ,
Eigentümerin des viertgrößten Medienhauses der Welt , an der potenziellen
gemeinsamen Firma nur 30 Prozent der Anteile gehalten . Bertelsmann sei ständig
auf der Suche nach neuen Partnern im Internet . Im Musikbereich wolle man zudem
ein großes Unternehmen kaufen , um die Bertelsmann Music Group , bislang Vierter
der Branche , zum Weltmarktführer zu machen . Bertelsmann plane ganz im
Gegenteil , die Partnerschaft mit AOL in Europa und Australien auszubauen .
Allerdings gehörten die Online-Dienste laut Middlehoff nicht mehr zum
Kerngeschäft von Bertelsmann : " Online-Nutzer müssen erst einmal zu Kunden für
unsere Produkte gemacht werden . " Lotusphere : Zwei neue Notes-Clients
angekündigt Gleich zwei neue Clients für den Domino-Server kündigte Lotus auf
der Entwicklerkonferenz Lotusphere an , die heute in Orlando , Florida ,
begonnen hat . So vernahmen die Teilnehmer leicht erstaunt , dass Lotus die
Microsoft-Erfindung MAPI wieder vollständig unterstützen will . Damit ließe sich
in Zukunft auch Microsofts Outlook als Client für einen Domino-Server einsetzen
- wohl eine implizite Anerkennung , dass der Software-Konzern aus Redmond den
Desktop-PC und den Markt für Office-Anwendungen beherrscht . Diese
MAPI-Unterstützung bezeichnet Lotus zusammen mit der Möglichkeit , über
Internet-Protokolle wie SMTP , POP , IMAP oder HTTP auf einen Domino-Server
zuzugreifen , als iNotes . Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein
separates Stück Software für Anwender ; vielmehr ist es eine Art
Marketing-Begriff , der alle Funktionen charakterisieren soll , mit denen ein
Zugriff auf den Domino-Server ohne echten Notes-Client möglich ist . Mike Zisman
, Executive Vice President Strategy bei Lotus , erklärte auf der Lotusphere aber
gleich , die Ankündigung von iNotes heiße nun nicht , dass die Firma am
eigentlichen Notes-Client Abstriche mache . Lotus habe allerdings festgestellt ,
dass die Nachfrage nach dem Notes-Client umso größer werde , je mehr Protokolle
und andere Client-Software unterstützt würde . In Zukunft möchte Lotus darüber
hinaus auch Nutzern von PDAs und ähnlichen Geräten verbesserten Zugriff auf
Domino-Server bieten . Dafür ist Mobile Notes gedacht - auf 3Coms Palm
beispielsweise bietet die Software nicht nur Abgleich von Mail , Kalender oder
To-Do-Liste mit dem Server , sondern eine komplette Unterstützung für
Domino-Anwendungen . Dazu gibt es auch eine eigene Oberfläche auf dem Palm , die
versucht , das Aussehen des Notes-Clients auf dem PC nachzubilden . Der
scheidende Lotus-Chef Jeff Papows teilte zum Abschied von seinem Posten mit ,
Lotus habe 1999 das stärkste Wachstumsjahr der Unternehmensgeschichte erlebt .
Das Unternehmen schaffte es im abgelaufenen Geschäftsjahr , die Anzahl der
Notes-User von 34 auf 56 Millionen zu steigern . Intel muss Federn lassen Die so
genannte Weihnachtskrise auf dem PC-Markt hat Intels Ergebnisse für das vierte
Quartal 2000 nicht ungeschoren gelassen . Der Gewinn aus dem operativen Geschäft
sank gegenüber dem dritten Quartal um neun Prozent . Gegenüber dem
Vorjahresquartal kann Intel immerhin noch einen Gewinnzuwachs von vier Prozent (
unter Berücksichtigung der Akquisitionskosten ) beziehungsweise von 10 Prozent (
ohne Kosten für Firmenübernahmen ) verzeichnen . Die Erwartungen der Börsianer
konnte Intel leicht übertreffen : Sie hatten 37 Cents pro Aktie ( ohne
Akquisitionskosten ) prognostiziert . Der weltgrößte Hersteller für Chips und
Prozessoren schraubte seine Umsatzerwartungen damals zurück und erklärte , man
rechne " angesichts der weltweiten Konjunkturabkühlung " und der davon
betroffenen Nachfrage nach Personalcomputern für das vierte Quartal des
laufenden Geschäftsjahrs mit einem niedrigeren Umsatz als bislang erwartet . Das
verdüsterte natürlich die Prognosen der Analysten für Intels Geschäftsquartal .
Insgesamt scheinen die Investoren dann doch recht zufrieden mit Intel zu sein :
Im nachbörslichen Handel stieg die Intel-Aktie bei hohem Handelsvolumen um über
3 Prozent auf 32,38 US-Dollar . " Verlangsamte ökonomische Bedingungen haben das
vierte Quartal beeinflusst und kurzfristige Unsicherheit hervorgerufen " ,
kommentierte Intel-Chef Craig Barrett . " Wenn wir nach vorne schauen , sind wir
überzeugt von unserer Geschäftsstrategie und unserer Position im Wettbewerb . "
Das erscheint auch notwendig , denn die Aussichten für das erste Quartal des
neuen Geschäftsjahrs sind laut Intel nicht besonders rosig : Im Vergleich zum
vierten Quartal erwartet der Prozessor-Hersteller einen Umsatzrückgang von 15
Prozent ; die Gewinnmarge soll von 63 auf 58 Prozent sinken . Dafür hat Intel
genügend Prozessoren auf Halde und kann erstmals seit Jahren alle gewünschten
Prozessoren ohne Engpässe ausliefern . Die Prognosen für das Gesamtjahr
bezeichnete Intel noch als sehr unsicher . Interessanterweise ging der Absatz
von Chipsätzen und Motherboards im vierten gegenüber dem dritten Quartal zurück
, während Prozessor- und Flash-Speicher-Absatz laut Intel neue Rekordmarken
erreichten . Bei den Netzwerk-Switches konnte Intel das Volumen dagegen halten ,
bei Netzwerk- und I/O-Prozessoren sowie Embedded Pentium-CPUs steigern . Vor
allem den Pentium 4 wird Intel nach Meinung der Analysten im Jahr 2001 aggressiv
vermarkten , zur Not auch mit Dumping-Preisen . Allerdings verlangsamt sich ein
wenig die Performance-Spirale . Mit dem Pentium 4 , der mit 1,7 Gigahertz
arbeitet , rechnet man jetzt frühestens im zweiten Quartal 2001 - und ob der
2-GHz-Prozessor noch in diesem Jahr erscheint , bleibt ziemlich fraglich . Die
im " Volume Market " wirkende Bremse durch den teuren Rambus-Speicher hofft
Intel in der zweiten Jahreshälfte durch den Brookdale-Chipsatz zu lösen , der
SDRAM ( später auch DDR-SDRAM ) unterstützt . Außerdem - so betonte General
Manager Paul Otellini in der Bilanzkonferenz - seien die Rambus-Preise in
letzter Zeit starkt gefallen . Er vergaß nur hinzuzufügen , dass auch die
SDRAM-Preise stark zurückgegangen sind . US-Internetsite für Gesundheits-Infos
kränkelt Gesundheitsinformationen im Internet sind bei Surfern beliebt -
angeblich gehören sie zu den meistgefragten Informationen im Web . Davon
profitieren aber anscheinend nicht die Sites , die sie zur Verfügung stellen .
Der US-Anbieter Drkoop schließt sein Büro in Austin , Texas , und verlegt seine
Firmenzentrale nach Santa Monica , Kalifornien . Im Rahmen dieser Umorganisation
, die vor allem Kosten einsparen soll , werden gleich noch rund 45 Mitarbeiter
entlassen . Bereits im August letzten Jahres hatte der Anbieter 42 Angestellte
gefeuert , damals rund ein Drittel der Belegschaft . Drkoop ist eine der Firmen
, die in Gefahr ist , von der Nasdaq aus der Liste gestrichen zu werden : Am 8.
Februar letzten Jahres konnte die Aktie noch ein 52-Wochen-Hoch von 17,12
US-Dollar verzeichnen , inzwischen krebst sie seit einiger Zeit unter einem
US-Dollar herum . Zwischenzeitlich erreichte die Drkoop-Aktie ein Tief von 0,16
US-Dollar und liegt momentan bei rund 0,50 US-Dollar . Intel sieht Geschäft auch
in Europa skeptisch Auch wenn Intel die Erwartungen der Börse gerade noch so
übertreffen konnte , musste der weltgrößte Chip- und Prozessorproduzent doch
einige Federn lassen . Die Prognosen für das erste Quartal 2001 sind zudem nicht
gerade rosig , und die Entwicklung für das Gesamtjahr liegt noch weitgehend im
Dunkeln . Auch in Europa und Deutschland blickt Intel daher eher skeptisch auf
die kommenden Monate : " Die Konjunktur ist derzeit nicht berauschend " , sagte
Günther Jünger , Geschäftsführer von Intel Zentraleuropa , laut dpa . Im ersten
Quartal 2001 rechne Intel daher auch hierzulande mit einem schwächeren
Geschäftsverlauf . Allerdings sei in der zweiten Jahreshälfte wieder mit einer
Belebung des Geschäfts zu rechnen . " Der Umbau in eine Informations- und
Telekommunikationsgesellschaft hat gerade erst begonnen " , zeigte sich Jünger
langfristig zuversichtlich . Getreu den Vorgaben seines US-Chefs Craig Barrett ,
der den PC als " Zentrum des digitalen Universums " sieht , ist auch für Jünger
der PC noch lange nicht aus der Mode . So stehe in Deutschland nur etwa in jedem
dritten Haushalt ein Personal Computer , in Nordamerika liege die Quote schon
bei über 50 Prozent - Intel hofft , dass sich die Situation in den europäischen
Ländern der in den USA angleicht und dabei wieder neue Impulse für die Geschäfte
des CPU-Bäckers abfallen . Zudem entwickle sich der PC weiter und werde
zunehmend mit dem Internet oder anderen Anwendungen vernetzt . Intel sei für die
neue Ära gut aufgestellt . In Europa rechne er mit einer ähnlichen Entwicklung ,
sagte Jünger . Nach einem guten Start ins Jahr 2000 habe sich das Wachstum
bereits in der zweiten Jahreshälfte überraschend stark abgeschwächt - viele
Hersteller , nicht nur Intel , wurden zudem von einer überraschenden
Weihnachtsflaute im PC-Geschäft getroffen . Gateway beispielsweise rutschte
derweil so tief in die roten Zahlen , dass die Firma sich zur Entlassung von
3000 Mitarbeitern veranlasst sah . Wachstumsimpulse erhofft sich Intel nun unter
anderem vom neuen Pentium-4-Prozessor , für den intensiv geworben werden solle .
Nach Ansicht von Beobachtern in den USA will Intel dabei zur Not auch mit
Dumping-Preisen den Markt überrollen . PDA-Hersteller Handspring profitiert vom
Weihnachtsgeschäft Während die PC-Branche über das flaue Geschäft zum Ende des
Jahres 2000 jammert und Intel bereits für die ersten Monate 2001 die
Umsatprognosen in dunklen Farben malte , kann Handspring , Spezialist für
elektronische Organizer , auf erfolgreiche Geschäfte zurückblicken . So
erfolgreich , dass man angesichts überraschend guter Verkäufe sogar die
Erwartungen der Börse weit übertreffen konnte . Zwar schreibt Handspring ,
bekannt vor allem für seinen PDA Visor , immer noch rote Zahlen , bleibt aber
weit unter den Prognosen . Die guten Ergebnisse führt Handspring vor allem auf
ein ausgezeichnetes Weihnachtsgeschäft zurück : " Die Feiertags-Saison kam etwas
spät , aber sie brachte große Begeisterung " , meinte Handspring-Chefin Donna
Dubinsky auf der Bilanzpressekonferenz . Durch den Einstieg in den Markt für
Highend-PDAs mit Palm OS , den bislang Palm fast für sich allein hatte ,
erhöhten sich zudem die Margen leicht auf 31,4 Prozent . Den Vorteil , den
Handspring durch den Springboard-Slot zur Erweiterung der PDAs hat , sieht
Dubinsky auch nicht durch die Einführung des Slot für SD-Cards durch Palm in
Gefahr . SD sei gut für Speicherkarten , meinte sie . Wenn man mehr wolle , sei
der Slot nicht gut genug . Computer beleben Geschäft mit Spielautomaten Computer
und Internet sind nach Ansicht von Verbänden keine Konkurrenz für Spielautomaten
, sondern beleben das Geschäft . " Die Computer in den Kinderzimmern bringen uns
gut angelernte junge Menschen in die Spielstätten " , sagte der Vorsitzende des
Verbandes der Deutschen Automatenwirtschaft VDAI , Paul Gauselmann , in einem
dpa-Gespräch in Nürnberg . Dort findet bis Freitag die Internationale
Automatenfachmesse IMA statt . " Wenn die Jugendlichen ihren Computer satt haben
, wollen sie mal einen richtigen Fahrsimulator fahren und kommen zu uns . " Nach
Ansicht des Verbandsvorsitzenden ist das Erleben bei Automaten größer als am
klassischen Computer . " Bei uns hat man das Lenkrad in der Hand . " " Es kommt
auf die Grafik und das Tempo an " , sagte Gauselmann . Die Branche arbeite an
hochauflösenden Bildschirmen und schnelleren Spielfolgen . An einem
Bildschirmgerät könnten bereits 40 Spiele gespielt werden . Gauselmann forderte
eine Änderung der gesetzlichen Regelungen für Geldgewinnspiele . Bisher müssen
sie in Deutschland 15 Sekunden dauern und dürfen nur einen Einsatz von 40
Pfennigen verlangen . " Diese Spiele sind stinklangweilig " , sagt Gauselmann .
" Der Kick , dass ich richtig Geld gewinnen kann , muss dabei sein . " Wenn die
bereits geplante Vorlage den Bundesrat passiert habe und die Spielzeit auf
einige Sekunden verkürzt werde , könne die Branche von 2002 an eine neue
Generation an Geräten auf den Markt bringen . " Dann werden wir wieder
zweistellige Zuwachsraten haben . " Über das Internet und mehr Bildschirmspiel
muss die Branche nach Worten des VDAI-Vorsitzenden vor allem Frauen anlocken .
Sie machten bisher erst zehn bis 15 Prozent der Kunden in Spielstätten aus .
Zukunft hätten vor allem neue helle Spielhallen mit Bistro-Atmosphäre . Denn in
den Gaststätten breche das Geschäft weg . " Die Eckkneipe nebenan , wo man sich
zum Bier traf und spielte , wird immer seltener . " BND entlastet verurteilten
Mitarbeiter bei EU-Softwareprojekt In dem Skandal um das EU-Projekt SENSUS und
die Beteiligung des BND an den Turbulenzen um den angeschlagenen
Sprachtechnologie-Konzern Lernout & Hauspie ist bislang nicht zu erkennen , dass
sich der BND-Mitarbeiter Stephan Bodenkamp alias Christoph Klonowski selbst
bereichern wollte . Klonowski war vom Amtsgericht München wegen
Vertragsfälschung im SENSUS-Projekt zu 13.500 Mark Geldstrafe verurteilt worden
. Als Direktor für " maschinelle Übersetzung und künstliche Intelligenz " der
BND-Tarnbehörde " Amt für Auslandsfragen " war er als Projektkoordinator im
SENSUS-Projekt tätig gewesen . Vielmehr scheint er im Interesse seines
Arbeitgebers gehandelt zu haben . Dies legt ein Brief des
Bundesnachrichtendienstes nahe : Annette Brückner , die Geschäftsführerin der in
finanzielle Mitleidenschaft gezogenen Firma Polygenesys , hatte sich in einem
Schreiben direkt an August Hanning , den Präsidenten des BND , gewandt . In dem
Antwortschreiben der BND-Rechtsabteilung vom 20. Dezember 2000 an die Anwälte
der geschädigten Firma heißt es : Gerade diese Prüfungen haben aber ergeben ,
dass keinerlei Fehlverhalten von Mitarbeitern des BND festzustellen ist , das
kausal für irgendeinen Schaden der von Frau Brückner vertretenen Firmen gewesen
sein könnte . Ebenfalls am 20. Dezember wurde aber der Strafbefehl gegen
Klonowski rechtswirksam . Gegenüber c't konnte ein BND-Sprecher auch am heutigen
Mittwoch keine Auskünfte über den Fall geben . Auch dazu , ob disziplinarische
Maßnahmen gegen Bodenkamp/Klonowski ergriffen werden , wollte sich der Sprecher
nicht äußern . Eine indirekte Reaktion ist dennoch zu vermelden : Die Websites
der BND-nahen Radial Sprachtechnologie GmbH sowie des SENSUS-Projekts , die
beide unter anderem eine Ms . Auf der SENSUS-Seite ist Stephan Bodenkamp
ebenfalls noch als Projektkoordinator angegeben . Der bündnisgrüne
Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele kündigte gestern gegenüber der taz an ,
den Fall zum Thema im Parlamentarischen Kontrollgremium ( PKG ) für die
Geheimdienste machen zu wollen : " Ich will wissen , inwieweit und ob der BND
überhaupt an Firmen beteiligt ist und Einnahmen daraus gezogen hat . " Wenn es
einen Nebenhaushalt zum offiziellen Budget gebe , müsse das geklärt werden .
France Telecom dementiert Interesse an Arcor Arcor kam durch die Übernahme von
Mannesmann in den Besitz von Vodafone , dem größten Mobilfunkkonzern der Welt .
Die Briten erklärten aber von vornherein , dass Festnetz-Telefonie nicht zu
ihrem Kerngeschäft gehöre - seitdem tauchen immer wieder Spekulationen auf ,
Vodafone wolle Arcor an eine andere Gesellschaft verkaufen . Nachdem Vodafone
bereits die italienische Festnetzgesellschaft Infostrada verkauft hatte und der
geplante Börsengang von Arcor auf Grund des Einspruchs der Deutschen Bahn ,
Miteigner bei Arcor , auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste , werden
immer wieder mehrere Interessenten an einer Übernahme von Arcor gehandelt .
Bereits im August hatte France Telecom entsprechende Berichte allerdings
dementiert . Die Telebörse spekulierte nun erneut , es biete sich für France
Telecom an , von Vodafone die ungeliebte Tochter Arcor zu übernehmen , da France
Telecom noch eine Gesellschaft in Deutschland fehle , die ein eigenes Festnetz
betreibe . Außerdem schrieb das Blatt , France Telecom wolle eine Beteiligung an
Yell übernehmen , der British-Telecom-Sparte für " Gelbe Seiten " und ähnliche
Verzeichnisse . BT werde ein Drittel von Yell an Wanadoo , die
Internet-Abteilung von France Telecom , verkaufen , hieß es . Die Franzosen
wiesen aber die Meldungen entschieden zurück : " Wir dementieren beide Berichte
" , erklärte eine France-Telecom-Sprecherin . Der frühere Chef des belgischen
Energieversorgers Tractebel , Philippe Bodson , rückte an die Stelle des
US-Amerikaners John Duerden , teilte das Unternehmen mit . Firmen-Mitgründer Jo
Lernout zog sich zudem aus dem Board of Directors zurück , bleibt aber
Technik-Chef ( Chief Technology Officer ) bei Lernout & Hauspie . Bodson gilt in
Belgien als erfahrener Sanierer und Industriekapitän . Zu seiner Ernennung als
neuer CEO von L&H erklärte er , momentan sei er noch nicht in der Lage ,
irgendwelche Aussagen über die Zukunft von Lernout & Hauspie zu machen noch
irgend etwas zu versprechen : Das seit Wochen kriselnde Unternehmen hatte erst
Anfang Januar unter harten Auflagen Gläubigerschutz erhalten und ist damit bis
Ende Juni von Zahlungsverpflichtungen befreit . Lernout & Hauspie werden Fehler
und Bilanz-Unregelmäßigkeiten vorgeworfen , verschiedene Manager stehen unter
Betrugsverdacht . Anscheinend ist der Rausschmiss von Duerden , der zuvor Chef
der von L&H aufgekauften US-Firma Dictaphone war und vorerst noch einen
Direktorenposten bei L&H behält , auf seine Bemühungen zurückzuführen , die
Betrugsvorwürfe um die Bilanzen des Konzerns aufzuklären und entsprechende
Konsequenzen zu ziehen . Die Absetzung Duerdens soll auf Veranlassung der "
alten Garde " bei Lernout & Hauspie erfolgt sein , schreibt das Wall Street
Journal . Die Maßnahme sei nach Wochen wachsender Spannungen zwischen Duerden
und mehreren belgischen Direktoren unter Führung von Jo Lernout und Francis
Vanderhoydonck , dem Chef der L&H-Holding , erfolgt . Die Ablösung von Duerden
könnte L&H allerdings Probleme in den USA bereiten . Erboste Anleger können sich
dort gegen die Absetzung durch das alte Management wenden - und hätten rechtlich
die Chance , die Einsetzung eines Treuhänders zumindest für die US-Firmen von
L&H zu erreichen . Ein Konkursanwalt kommentierte gegenüber dem Wall Street
Journal , es sei doch recht unwahrscheinlich , dass man unter solch strittigen
Umständen einer bankrotten Firma selbst die Entscheidungsgewalt lasse , einen
neuen Chef einzusetzen . T-Mobil kann Kundenzahl mehr als verdoppeln Im Kampf um
die Marktführerschaft auf dem deutschen Mobilfunkmarkt liefern sich T-Mobil ( D1
) und D2 Vodafone ein Kopf-an-Kopf-Rennen : " Wir waren damit zum zweiten Mal
hintereinander Wachstumsführer auf dem deutschen Markt " , kommentierte der
Vorsitzende der D1-Geschäftsführung , Rene Obermann . Der Marktanteil von D1
blieb nach eigenen Angaben bei 40 Prozent konstant . Nach dem Rekordjahr 2000
rechnet Obermann für 2001 mit einem deutlichen Abflachen der Wachstumskurve .
Verringern will die größte Mobilfunktochter der Deutschen Telekom die Kosten für
die Gewinnung von Neukunden . Im vergangenen Jahr haben diese Aufwendungen den
Mobilfunkbetreiber belastet . " Das Ergebnis dieses Unternehmens müssen wir
mittel- und langfristig steigern " , erklärte Obermann . In der zweiten
Jahreshälfte haben sich aber laut dem D1-Chef die Geschäftszahlen positiv
entwickelt : " Gerade auf der Ertragsseite haben wir im dritten und vierten
Quartal erfreuliche Verbesserungen erzielt . " Detaillierte Geschäftszahlen will
T-Mobil in der kommenden Woche zusammen mit der Bilanz der Telekom präsentieren
. Bei den Vertragskunden habe T-Mobil dem Konkurrenten D2 inzwischen den Rang
abgelaufen . In diesem ertragreicheren Geschäft soll das Unternehmen um 600.000
Kunden vor der deutschen Vodafone-Tochter liegen . Vom gesamten Kundenbestand
bei D1 waren im vergangenen Jahr ein Anteil von 48 Prozent feste und 52 Prozent
Prepaid-Kunden . Im künftig härter werdenden Verdrängungswettbewerb sei es ein
Ziel , die Kunden mit vorausbezahlten Karten zu festen Vertragskunden zu machen
, betonte der D1-Chef laut dpa . So liegen die durchschnittlich monatlichen
Umsätze im Prepaid-Bereich bei nur 25 Mark . Mehr als 90 Mark seien es dagegen
bei Vertragskunden . Die Zahl der über das D1-Netz übermittelten
SMS-Kurznachrichten stieg von rund 300 Millionen im Dezember 1999 auf rund 650
Millionen im gleichen Monat des vergangenen Jahres . Zuwächse vermeldete
Obermann auch bei der Zahl der WAP-Nutzer , die bei D1 im letzten Quartal 2000
erstmals die Millionengrenze überstieg . Zum 1. Februar kündigte Obermann den
Startschuss für GPRS an . Allerdings sind die zur Verfügung stehenden Endgeräte
zu Beginn noch knapp und die Übertragungsgeschwindigkeit mit 20 kBit/s niedrig .
So soll es zum Startschuss zunächst nur 20.000 GPRS-fähige Handys geben . GPRS
bedeute nicht nur einen komfortableren Datentransfer , sondern stelle auch einen
" Paradigmenwechsel im Mobilfunk " dar , meinte Obermann . So wird es statt
zeitorientierter Abrechnung künftig erstmals eine volumenbasierte Tarifierung
geben . GPRS werde auch die Nutzung von WAP-Diensten erhöhen : " WAP ist nicht
tot , wir werden in diesem Jahr den Durchbruch auf dem deutschen Mobilfunkmarkt
erleben " . Die Einführung von GPRS werde diesen Trend beschleunigen .
Detaillierte Studie zu Augenkrebs durch Handys gefordert Die Verfasser einer
Studie über einen möglichen Zusammenhang von Handynutzung und Augenkrebs haben
am Mittwoch in Essen eine detailliertere Untersuchung gefordert . Mediziner vom
Institut für Medizinische Informatik , Biometrie und Epidemiologie der
Universitätsklinik Essen hatten bei ihrer Fall-Kontroll-Studie mit 118 Patienten
und 475 Nicht-Erkrankten einen Anfangsverdacht für einen Zusammenhang gefunden .
Die Ergebnisse ließen ein erhöhtes Risiko für den Augentumor möglich erscheinen
. Die Wissenschaftler drängten laut dpa , mit einer weiteren Studie nicht zu
warten . In fünf bis zehn Jahren gebe es möglicherweise keine Vergleichspersonen
mehr , wenn alle Menschen nur noch Handys benutzten . Mit Unverständnis
reagierten die Forscher darauf , dass es nicht schon mit der anfänglichen
Verbreitung der Handytechnik Begleituntersuchungen gegeben habe . " Meine Sorge
ist , dass wir bei Kindern und Jugendlichen diese Handys einführen , ohne zu
wissen , ob es gefährlich ist " , sagte Prof. Karl-Heinz Jöckel . Die Autoren
betonten erneut , dass das bisherige Ergebnis nicht überbewertet werden dürfe .
Ein Zusammenhang sei dadurch nicht nachgewiesen . Eine Erhöhung der
Erkrankungsrate des bislang seltenen Augenkrebs ( Uvealmelanom ) sei seit der
Handyeinführung nicht bekannt , sagte Dr. Andreas Stang vom Institut für
Medizinische Informatik , Biometrie und Epidemiologie . " Ein Anstieg im
Krebsregister wäre vermutlich auch erst in etwa zehn Jahren zu sehen . " Bereits
am Montag dieser Woche hatte Stangl gegenüber heise online erklärt , Grund zur
Besorgnis bestehe nicht . Das Risiko einen Augentumor zu bekommen liege bei etwa
1 zu 200.000 pro Jahr . " Wenn Sie das um einen Faktor drei erhöhen , ist das
noch nicht dramatisch " . Dennoch sei das Ergebnis der Untersuchung "
statistisch signifikant " und die Wissenschaft müsse dem weiter nachgehen ,
zumal der biologische Mechanismus für diese Wechselwirkung nicht bekannt sei .
Handynutzern könne er zu diesem Zeitpunkt nicht guten Gewissens raten , diese
Geräte zu gebrauchen , sagte Jöckel aber gegenüber dpa . Zumindest sollten
Freisprechanlagen genutzt und Handys so weit möglich vom Kopf entfernt getragen
werden . Mit der Entfernung lasse auch die Strahlung nach . Wie aussagekräftig
eine Anschlussuntersuchung ausfällt , hängt jetzt vom nächsten Auftrag ab .
Inzwischen habe auch das Bundesumweltministerium Interesse für die Studie
gezeigt . " Eine sehr große Studie schaffen wir nicht aus eigener Kraft " ,
betonte Jöckel . Digitale Signatur mit Hindernissen Vor einem Jahr besiegelten
Niedersachsens Finanzminister Heinrich Aller und Telekom-Vorstand Josef Brauner
den Vertrag , der die Einführung des elektronischen Signierens in der
niedersächsischen Finanzverwaltung regelt - dem Ereignis angemessen
rechtskräftig mit einer digitalen Signaturkarte . Heute sind im Land der Welfen
bereits 9.000 Bedienstete des Haushalts- , Rechnungs- und Kassenwesens mit solch
einer elektronischen Unterschriftskarte ausgestattet ; bis Ende des Jahres
werden es rund 15.000 sein . Das verkürzt die Bearbeitungszeit einer
herkömmlichen Kassenanordnung , die von einer autorisierten Amtsperson
handschriftlich unterschrieben werden musste , bevor sie auf den Dienstweg ging
, von zehn auf ein bis zwei Tage . Diese Zahlen gab Niedersachsens
Finanzminister auf der OmniCard 2001 bekannt , der dreitägigen Konferenz mit
begleitender Ausstellung , die derzeit in Berlin stattfindet . An der Konferenz
nehmen rund 300 Entwickler und Anwender intelligenter Chipkarten ( " SmartCards
" ) teil . Aller machte keinen Hehl daraus , welche Kräfte ihn treiben .
Angesichts der notwendigen Konsolidierung der überschuldeten öffentlichen
Haushalte bei gleichzeitigen Steuerentlastungen zur Belebung der Konjunktur
stellt sich ihm schon die Frage , wie viel die staatliche Verwaltung künftig
noch kosten darf und welchen Beitrag die Informationstechnik zur Kostendämpfung
leisten kann , erklärte der Minister . Da sind die 100 Mark pro Arbeitsplatz und
Jahr für die Software und die von der Telekom-Tochter Telesec erbrachten
Zertifikatsdienstleistungen sowie die einmaligen Hardware-Aufwendungen für den
Kartenleser an jedem Arbeitsplatz gut angelegt . " Die Kosten der digitalen
Signatur " , meinte Aller , " bleiben ungefähr in der Größenordnung einer
privaten Kreditkarte . " Im Rahmen des landesweiten Projekts Finanzamt 2003
hofft Aller , den bislang verwaltungsinternen Einsatz der Chipkarten auch auf
die Kommunikation mit den Bürgern auszuweiten . Schon heute können über das
ELSTER-Verfahren ELektronische STeuerERklärungen erstellt und eingereicht werden
. Doch ohne eine verbindliche handschriftliche Signatur auf einem gesonderten
Papierformular mit einer Kurzfassung der Erklärung sind diese noch nicht
rechtsgültig . Diesen Medienbruch würde die Signaturkarte in der Hand des
Steuerpflichtigen vermeiden - ein Massenmarkt , auf den die SmartCard-Hersteller
schon lange warten . Doch ob den Bürgern die von einem TrustCenter quasi als
Notariat beglaubigte Signaturkarte 50 oder 80 Mark jährlich ( für das Zertifikat
) wert ist , zuzüglich der etwa 120 Mark für die Software und den Kartenleser ,
nur um den Postweg im Rechtsverkehr mit Behörden oder Banken zu vermeiden ,
darüber gab es auf der OmniCard doch erhebliche Zweifel . Und auch Sabine
Kockskämper , Geschäftsführerin des TC TrustCenter , einem
Gemeinschaftsunternehmen der vier größten deutschen Privatbanken , befürchtet ,
" diese Geschichten müssen von denjenigen gesponsert werden , die den Nutzen
davon haben " . " Eine Behörde " , lautet indes Finanzminister Allers Credo ,
sei " erst dann ein kundenfreundliches Dienstleistungsunternehmen , wenn es
seine Dienstleistungen auch online bereitstellen kann . " Die ganz normale
Kundenfreundlichkeit im persönlichen Kontakt zwischen Bürgern und öffentlich
Bediensteten war ihm in der Begeisterung für die kostensparende neue Technik
offenbar aus dem Blickfeld geraten . Die PC-Flaute lässt IBM kalt Big Blue hat
momentan gut Lachen : Der Computer-Riese hat ein weitgestreutes
Produkt-Portfolio und kann zurzeit vor allem bei Großkunden und bei
Dienstleistungen Punkte gut machen . Der Gewinn stieg im Vergleich zum gleichen
Quartal des Vorjahrs um 32 Prozent , den Umsatz um 6 Prozent . Analysten hatten
für das vierte Quartal einen Gewinn von 1,46 US-Dollar erwartet . Die Prognosen
für das Gesamtjahr lagen bei 4,43 US-Dollar pro Aktie . IBM-Chef Lou Gerstner
zeigte sich natürlich erfreut : " Wir hatten ein sehr solides viertes Quartal ,
das in vielerlei Hinsicht eine Entwicklung wiederspiegelt , die das ganze Jahr
über langsam stärker wurde . " Etwas vorsichtiger ist Gerstner aber , was die
Aussichten angeht , auch wenn er IBM in einer besseren Position sieht als die
meisten Konkurrenten : Die Entwicklung sei eine Bestätigung für die Strategie ,
die der Konzern vor drei Jahren eingeschlagen habe . Und die baue auf drei
Säulen auf , meinte Gerstner : IBM hat jedenfalls einen Vorteil : Durch
langfristige Liefer- und Serviceverträge hat das Unternehmen eine gute
Ausgangsbasis ; Analysten gehen davon aus , dass 60 bis 80 Prozent des Gewinns
von IBM aus solchen Verträgen resultieren . Im vierten Quartal profitierte IBMs
Hardware-Abteilung zudem von der Einführung der neuen Mainframes der zSeries und
neuen Massenspeichern . Am meisten zulegen konnte IBM im asiatisch-pazifischen
Raum : Schon während des normalen Börsentags kletterte die IBM-Aktie um 3,94
US-Dollar auf 96,69 US-Dollar . Im nachbörslichen Handel machte das Papier dann
noch einmal einen Sprung auf über 103 US-Dollar . AMD ist trotz mäßigem Quartal
guter Dinge Knapp vorbei ist auch daneben : AMD , größter Konkurrent von
Marktführer Intel im Prozessorgeschäft , wurde ebenfalls von den Turbulenzen im
PC-Markt in Mitleidenschaft gezogen und verfehlte die Erwartungen für das vierte
Quartal knapp . Damit lag AMD zwar im Rahmen der eigenen Prognosen , die man
nach einer Gewinnwarnung im Dezember auf 50 bis 60 Cents pro Aktie nach unten
korrigiert hatte . Die Börse allerdings hatte mit 55 Cents pro Aktie gerechnet .
Die Verkäufe von Prozessoren und Flash-Speichern stiegen im vierten Quartal um
33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr . Mit der Vorstellung der Geschäftszahlen
gab AMD auch bekannt , dass PDA-Spezialist Palm seine Flash-Speicher in Zukunft
hauptsächlich von AMD beziehen wird . AMD geht aber davon aus , im Gesamtjahr
eine Steigerung des weltweiten Marktanteils bei CPUs auf 17 Prozent erreicht zu
haben . Insgesamt aber zeigte sich AMD-Chef Jerry Sanders zufrieden : " Obwohl
der Abschwung am PC-Markt zum Ende des Jahres die Verkäufe von PC-Prozessoren im
vierten Quartal beeinflusste , lag AMD in einem Jahr außergewöhnlichen Wachstums
besser als die Halbleiter-Branche insgesamt . " Neue Versionen von Athlon und
Duron sowie ein Ausbau der Flash-Produktion sollten nach Sanders' Ansicht die
Auswirkungen der Flaute am PC-Markt etwas ausgleichen können , wenn die hohen
Lagerbestände in den Verkaufskanälen nach und nach abgebaut würden . Sanders
hofft daher , auch wenn die Aussichten angesichts schwächelnder Ökonomie
unsicher seien , im Jahr 2001 den Marktanteil ausbauen und die Gewinne weiter
steigern zu können . Für das Gesamtjahr rechnet AMD mit einer Steigerung der
Stückzahlen im gesamten PC-Markt von bis zu 15 Prozent . Die gute Laune von
Sanders ist nicht unbegründet : 2000 war das erste Jahr seit 1995 , in dem die
Bilanzen von AMD wieder schwarz waren . 1999 schrieb AMD dagegen noch rote
Zahlen : Für Sanders ist damit klar : " AMD hatte das beste Jahr in seiner
Geschichte . " Einen versteckten Seitenhieb auf Intel konnte er sich nicht
verkneifen : Und zum Ende des laufenden Quartals würden sämtliche Athlon-CPUs
mit Taktraten von einem GHz oder mehr hergestellt . BKA hat Mühe mit der
Internet-Kriminalität Im Kampf gegen die Internet-Kriminellen steht die deutsche
Polizei noch am Anfang ihrer Bemühungen . Der Direktor des Bundeskriminalamtes ,
Leo Schuster , musste am Mittwoch eingestehen , dass beispielsweise die jüngsten
Angriffe auf die Server von Großfirmen nicht beherrschbar sind und jederzeit
wieder eintreten können . Nach der Vorgabe von Bundesinnenminister Otto Schily (
SPD ) soll dazu eine so genannte Task Force gegründet werden . Gleichzeitig legt
das BKA seine Bilanz von einem Jahr Internet-Streife vor , nach der es in der
ganz überwiegenden Mehrzahl der registrierten Fälle um Verbreitung von
Kinderpornografie ging . Die Verbrechensrealität im Netz sieht nach Meinung von
Internet-Experten aber ganz anders aus : " Im Netz gibt es alles außer Mord " ,
bringt es Martin Seeger von der Firma NetUSE auf den Punkt . Die Musikwirtschaft
beispielsweise unterhält eigene Ermittlungsdienste , um Musikpiraten auf die
Spur zu kommen . " Die Polizei kann uns im Internet nur selten helfen , weil es
nur selten um Straftatbestände in Deutschland geht . " Die Wiesbadener Konferenz
diente laut Schuster in erster Linie dazu , Vertrauen aufzubauen und Kontakte zu
pflegen . Ein zum Abschluss besprochenes Positionspapier sei von " vorbildlicher
Unverbindlichkeit " , witzelte der BKA-Mann selbst . " Ich will sie nicht zu
Hilfspolizisten machen " , sagte er den Firmenvertretern , die den Datenschutz
ihrer Kunden als hohes und einträgliches Gut betrachten . Verhaltensvorschriften
eines einzelnen Staates laufen bei dem weltumspannenden Medium ohnehin ins Leere
, zumal es in der Internet-Gemeinde ein gerüttelt Maß an Misstrauen gegen jede
Form von Autorität gibt . Es herrsche zudem den Wunsch vor , das Netz vom realen
Leben zu trennen , sagt Patrick Mayer vom Fachdienst Artikel5.de . Nur in sehr
krassen Fällen werde die Polizei von den Nutzern selbst eingeschaltet . Die
Notwendigkeit der Strafverfolgung werde von den angesprochenen Providern aber
nicht in Frage gestellt , meint Schuster . Dieser Meinung ist auch Heiko
Schlichting von der FU Berlin . Er zeigt aber auch die Grenzen der
Zusammenarbeit auf : Mit einem richterlichen Beschluss , sagt er , bekommt die
Polizei im konkreten Fall alles über einen Verdächtigen , was den Providern zur
Verfügung steht . Was nicht gehe , sei eine vorbeugende Kontrolle des gesamten
Datenaustauschs . Man könne nicht die Gesamtheit der Internet-Nutzer ausspähen ,
um einen kleinen Teil Straftäter leichter zu erwischen . " Das wäre so , als ob
die Post jeden Brief aufmachen und lesen müsste . " Intel : Windows 2000 ist
lahm Intel legt sich mit Microsoft an : Pat Gelsinger , Vizepräsident von Intel
und Chef der Abteilung für Desktop-Rechner , erklärte auf dem Intel Developer
Forum ( IDF ) , für Windows 2000 brauche man Prozessoren mit 250 MHz und mehr ,
um die Performance von Windows 98 oder NT zu erreichen . Intel-Sprecher stützten
die Ansicht ihres Chefs : Am besten sei es , mindestens einen Pentium III
einzusetzen , um angemessen flüssig mit dem System arbeiten zu können . Um die
gleiche Performance wie mit NT zu erreichen , müsse man auf jeden Fall auf
schnellere Prozessoren aufrüsten - selbst bei der internen Umstellung auf
Windows 2000 habe man die Kosten für notwendige Upgrades der Hardware
unterschätzt . Microsoft tobt natürlich - kein Wunder , reihen sich die Aussagen
von Gelsinger doch in eine ganze Latte von Aktivitäten Intels ein , die der
Software-Konzern nur als Affront verstehen kann . Und die Aussage Gelsingers ,
Windows 2000 laufe nur mit den schnellsten Prozessoren vernünftig , kommt zu
einer Zeit , in der Windows 2000 sowieso wegen vermeintlicher Probleme in der
Diskussion ist . Schließlich will man auch vom Update-Geschäft profitieren , und
nicht jeder NT- oder Windows-98-Nutzer kauft gleich einen neuen Rechner für
Windows 2000 . Trotzdem sind die Aussagen des Intel-Managers mit Vorsicht zu
genießen - der Prozessorbäcker hat natürlich ein Interesse daran , neue
Betriebssystemversionen als Marketingargument für seine neuesten Produkte zu
nutzen . Schließlich lebt Intel immer noch - trotz aller Bemühungen , in den
Netzwerk- und Service-Bereich zu diversifizieren - hauptsächlich vom
Prozessorgeschäft . Philips : Erfolg mit Halbleitern und Handys Kein Wunder also
, dass Philips-Chef Cor Boonstra von einem " exzellenten Jahr " für den Konzern
sprach . Zu den Erfolgssparten des Konzerns zählt Boonstra vor allem den
Halbleiterbereich und das Geschäft mit Mobiltelefonen . " Wir rechnen damit ,
dass das Wachstum weiter rasant verläuft und wir werden aggressiv vorangehen " ,
erklärte Boonstra . Von den geplanten Investitionen soll nach seinen Aussagen
der größte Teil in diese Sparte des Geschäfts fließen . Vom Philips-Erfolg
profitierten die Beschäftigungszahlen des Konzerns allerdings nicht . Ende 1999
waren 6.800 Mitarbeiter weniger angestellt als ein Jahr zuvor . Insgesamt hatte
Philips Ende 1999 226.874 Beschäftigte . User der Musiktauschbörse Napster
müssen künftig mit Einschränkungen leben : Napster-Chef Hank Barry verkündete ,
dass das Unternehmen zusammen mit dem Bertelsmann-Konzern eine neue Technologie
einführe . Sie behalte zwar die Peer-to-Peer-Struktur von Napster bei und
erlaube weiterhin das Tauschen von Musiktiteln , doch ermögliche sie eine
sichere Kontrolle der übertragenen Dateien durch den Dienst . Napster habe nun
die Möglichkeit , Einschränkungen festzulegen , was Anwender mit den
heruntergeladenen Songs anstellen könnten . So ließe sich etwa verhindern , dass
die Songs nach dem Download auf CDs gebrannt werden . Auch soll es laut Barry
für Napster jederzeit nachvollziehbar sein , welcher User welche Songs zu
welchem Zeitpunkt angeboten oder heruntergeladen hat . Die Technik sei seit
mehreren Monaten in Entwicklung gewesen und in Zusammenarbeit mit Digital World
Services ( DWS ) , einer Bertelsmann-Tochter , entstanden . Barry erklärte ,
dies sei ein neuer Beweis dafür , dass Napster sich ernsthaft bemühe , eine
Übereinkunft mit den Musikfirmen zu erreichen . Er betonte erneut , dass Napster
so bald wie möglich einen auf Mitgliedschaft basierenden Dienst einführen wolle
. Die inzwischen mit Bertelsmann verbündete Musiktauschbörse Napster war vom
amerikanischen Verband der Musikindustrie wegen Verletzung des Urheberrechts
verklagt worden . Anfang der Woche hatte Napster vor einem Berufungsgericht eine
schwere Niederlage erlitten . Die Bundesrichter machten Napster für die
Einhaltung des Urheberrechts verantwortlich - tritt die Verfügung in Kraft ,
muss Napster den Austausch nicht-lizenzierter , urheberrechtlich geschützter
Musik unterbinden , sobald der Dienst Kenntnis davon erhält . Übernahme von Viag
Interkom durch BT genehmigt British Telecom ( BT ) darf nach einer Entscheidung
Brüssels künftig alleiniger Eigentümer des Münchener Mobilfunkbetreibers Viag
Interkom sein . Mit der Übernahme der restlichen 45 Prozent vom Düsseldorfer
Energiegiganten E.ON werde die freie Konkurrenz nicht beeinträchtigt , teilte
die EU-Kommission am gestrigen Freitagabend nach einer einmonatigen
Standarduntersuchung mit . BT hatte zuvor bereits 55 Prozent der Anteile in
München . Viag Interkom wird nach früheren Angaben künftig als eine
Landesgesellschaft der Mobilfunksparte von British Telecom ( BT Wireless )
geführt . Der Name des Unternehmens soll jedoch erhalten bleiben . BT plant ,
seinen Mobilfunkbereich an die Börse zu bringen und auf diesem Wege die hohe
Verschuldung abzubauen . US-Kartellwächter bekommen Microsoft-freundlichen Chef
Die Antitrust-Abteilung des US-Justizministeriums bekommt aller
Wahrscheinlichkeit nach Charles James als neuen Chef . Der 46-Jährige arbeitete
zuletzt für eine Clevelander Anwaltskanzlei als Spezialist für Katellrecht und
Handelsregulierung in Washington . Zuvor war er bereits von 1991 bis 1993 beim
US-Justizministerium in der Abteilung für kartellrechtliche Fragen . James wurde
von US-Präsident George W. Bush Mitte der Woche als Leiter der
Antitrust-Abteilung nominiert ; US-Beobachter erwarten nicht , dass Kongress
oder Senat bei seiner Ernennung Schwierigkeiten machen . Der neue
US-Justizminister , John Ashcroft , begrüßte die Nominierung von James und
Daniel J. Bryant ( für das Office of Legislative Affairs ) : " Das Ministerium
ist sehr glücklich darüber , dass diese beiden herausragenden Menschen , die
außergewöhnliche Karrieren in der öffentlichen Verwaltung hinter sich haben ,
ins Justizministerium zurückkehren . " Die Ernennung von James spricht für eine
Änderung in der Haltung der US-Regierung gegenüber dem Microsoft-Prozess . Die
Antitrust-Abteilung des Justizministeriums war bislang eine der hauptsächlichen
Triebkräfte in dem Kartellverfahren gegen den Software-Konzern . James hingegen
wird eine weit Microsoft-freundlichere Haltung nachgesagt : Er ließ in früheren
Äußerungen während seiner Anwaltstätigkeit kaum einen Zweifel daran , dass er
von einer Zerschlagung Microsofts nichts hält . So meinte er beispielsweise ,
Microsoft habe eine einheitliche Software-Plattform mit seinem Betriebssystem
Windows geschaffen . Und davon hätten die Verbraucher profitiert . Eine
Zerschlagung würde nach James' Ansicht diese einheitliche Plattform zerstören .
Schon während des Präsidentschaftswahlkampfs war George W. Bush durch Äußerungen
aufgefallen , die auf ein zurückhaltenderes Vorgehen gegen Microsoft schließen
ließen . US-Beobachter erwarteten daher bereits , dass eine Wahl von Bush zu
einem weniger radikalen Vorgehen der Regierung gegen Microsoft als unter Clinton
führen dürfte . Eine Möglichkeit besteht darin , dass das Justizministerium
keinen Einspruch gegen ein milderes Urteil der Berufungsinstanz einlegt - das
zuständige Berufungsgericht führt am 26. und 27. Februar eine mündliche
Verhandlung durch , nach der bereits eine Entscheidung fallen könnte , wie es
mit dem Verfahren gegen Microsoft weitergeht . Derweil sammelt Microsoft seine
eigenen Truppen in Washington . Ginny Terzano , zuvor Sprecher des Weißen Hauses
unter Clinton , und der Ex-Chef der Republikaner , Haley Barbour , wurden von
Microsoft eingestellt , um die Interessen der Firma in Washington zu vertreten .
Zusätzlich sollen zu der Microsoft-Lobbygruppe frühere Berater des neuen
Präsidenten Bush und seines Justizministers Ashcroft gehören , darunter Paul
Clement , Boyden Gray und Ed Gillespie . Telekom-Chef Sommer unter Druck
Angesichts des drastischen Kursverfalls der T-Aktie gerät Telekomchef Ron Sommer
jetzt auch ins Visier der Politiker . Der wirtschaftspolitische Sprecher der
FDP-Bundestagsfraktion , Rainer Brüderle , hat dem Manager in einem Gastbeitrag
für die Bild am Sonntag schwere Vorwürfe gemacht . " Wenn Sie es nicht können
oder wollen , lassen Sie es einen anderen machen " , forderte Brüderle baldige
Konsequenzen . Aus Sicht des Liberalen hat Sommer nur noch eine " Galgenfrist "
, dem Aktienkurs wieder auf die Sprünge zu helfen . Jetzt dürften gerade die
Kleinanleger nicht enttäuscht werden . Wenn der Staat bei den Bürgern Aktien
platziere , habe er eine gesteigerte Verantwortung . Der Verfall der T-Aktie vom
52-Wochen-Hoch bei 104,90 Euro auf 26,50 Euro sei ein trauriger Rekord . Allein
in der vergangenen Woche hatte die Aktie von 32 Euro auf 26,50 Euro nachgegeben
. An den Börsen waren daher bereits Gerüchte aufgetaucht , Sommer werde
zurücktreten . Zumindest um die horrenden Schuldenberge will sich der
Telekom-Chef aber kümmern : Die Einnahmen sollen zum Abbau der Schulden genutzt
werden , berichtete das Blatt unter Berufung auf Unternehmenskreise . An Sprint
erwarb die Telekom Anteile im Zuge der letztlich gescheiterten Zusammenarbeit
mit France Telecom und dem US-Konzern unter dem Dach von Global One . Ein
Sprecher der Telekom wies auf die bekannte Strategie des Unternehmens hin , sich
von Bereichen zu trennen , die nicht zum Kerngeschäft gehörten . Zur Höhe
etwaiger Erlöse oder deren Verwendung wollte er sich nicht näher äußern . Grüne
: Digitale Zwei-Klassen-Gesellschaft droht Vor einer Spaltung der
Informationsgesellschaft in zwei Klassen hat die Fraktionsvorsitzende der Grünen
im Bundestag , Kerstin Müller , gewarnt . Die Chancen der neuen Technologien
dürften nicht alleine den Männern zugute kommen , sagte Müller am heutigen
Samstag beim Bundesfrauenkongress ihrer Partei unter dem Motto fem@il the future
- Frauen in der Informationsgesellschaft in Mainz . Frauen seien heute vielfach
nur Anwenderinnen der neuen Techniken , während überwiegend Männer die
Technologie bestimmten und weiter entwickelten . " Wenn Frauen und Mädchen den
Anschluss an IT nicht verpassen wollen , dann müssen sie den gleichen Zugang zu
den Technologien bekommen wie Männer und Jungen " , forderte Müller . Dies sei
vor allem eine bildungspolitische Herausforderung . Alle Schülerinnen und
Schüler müssten am Ende ihrer Schulzeit den Umgang mit Computer und Internet
ebenso gut beherrschen wie Rechnen , Schreiben und Lesen . Auch bei der
Berufswahl müssten Frauen stärker für die neuen IT-Berufe gewonnen werden . Der
Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften in dieser Branche werde weiter
steigen . Schlechte PC-Ausstattung von Schulen beklagt Die Ausstattung der
Schulen in Deutschland mit Computern ist nach Ansicht des Bundeselternrates
immer noch unzureichend . Nur 60 Prozent der deutschen Schulen seien bereits am
Netz , sagte die Bundeselternratsvorsitzende Renate Hendricks bei der
Bundesfrauenkonferenz fem@il the future der Grünen . Die PC-Ausstattung der
Schulen sei ohne pädagogisches Konzept erfolgt . " Die Schulen sind kein
Abstellplatz für Hardware , die nicht richtig genutzt werden kann " , meinte
Hendricks . Vielfach seien ausrangierte Computer aufgestellt worden , ohne zu
wissen , wofür sie benutzt werden sollten . Dreh- und Angelpunkt des Einsatzes
der neuen Technik sei die Lehrerausbildung , bei der es immer noch Defizite gebe
. Vor allem Lehrerinnen müssten gezielt für den Umgang mit der
Informationstechnologie fortgebildet werden . Computer an Schulen seien immer
noch eine Männerdomäne . " Da können sie ihr Platzhirschgehabe austoben " ,
sagte Hendricks . Alle Pädagogen sollten einen " europäischen
Computerführerschein " erwerben , um die neuen Techniken sinnvoll im Unterricht
einsetzen zu können . Kapitalspritze soll BinTec auf die Beine helfen Mit einer
millionenschweren Kapitalspritze soll der angeschlagene Nürnberger Netzwerk- und
ISDN-Spezialist BinTec wieder auf die Beine kommen . Zu der Kapitalspritze haben
sich nach Angaben von Bintec zwei Vorstandsmitglieder , der
BinTec-Aufsichtsratsvorsitzende und ein ungenannter Kapitalgeber , der zuvor
schon in das Unternehmen investiert hatte , bereit erklärt . Gezeichnet werden
sollen insgesamt 720.000 Aktien zum Ausgabekurs von drei Euro . Das Geld soll
vor allem die Expansion des Netzwerk-Dienstleisters in Südeuropa finanzieren .
Dort liege derzeit der Schwerpunkt des internationalen BinTec-Engagements ,
sagte eine Firmensprecherin gegenüber dpa . " Das finanzielle Engagement soll
zugleich ein Zeichen für das verstärkte persönlich Engagement der BinTec-Führung
sein . " Das half dem Kurs der BinTec-Aktie vorerst jedoch nicht weiter : Am
Freitag gab das Papier um über 11 Prozent auf 2,71 Euro nach . Nachgelegt : neue
Treiber und BIOS-Versionen Der wöchentliche Report auf heise online über neue
Treiber und BIOS-Versionen : AGP-Treiber von Ali und AMD und BIOS-Versionen von
Asus , Elitegroup , FIC , MSI und Soltek . Auf der Download-Seite stehen bereit
: Auf der Download-Seite stehen bereit : Neue BIOS-Versionen und Treiber der
Vorwochen Networld+Interop in Frankfurt abgesagt Die vom 13 bis 15. Mai 1997 in
Frankfurt geplante Messe wurde jetzt vom Veranstalter , Softbank Expos ,
abgesagt . Offensichtlich zweifelte man spätestens nach der Absage von Novell am
Gelingen der Messe , zumal die Veranstaltungen in den letzten Jahren wohl nicht
den Erfolg brachten , den man sich von dem deutschen Ableger der
Networld+Interop erhofft hatte . Auch die zeitliche Nähe zur CeBIT hat den
Optimismus , eine erfolgreiche Messe veranstalten zu können , nicht gerade
gefördert . Die Termine für die Networld+Interop etwa in Atlanta und Paris
bleiben nach Aussagen von Softbank Expos allerdings von der Absage für Frankfurt
unberührt . Telefonica kauft niederländischen Unterhaltungskonzern Der spanische
Telekommunikationskonzern Telefonica übernimmt Endemol . Das niederländische
Unterhaltungsunternehmen ist in Deutschland vor allem durch TV-Shows für
Privatsender und die öffentlich-rechtlichen Anstalten bekannt geworden ; unter
anderem produziert der Konzern die umstrittene Show Big Brother .
Endemol-Anteilseigner sollen für jede Aktie 5,58 neue Telefonica-Papiere
erhalten . Die Spanier machen mit der Endemol-Übernahme einen weiteren Schritt
hin zum globalen Anbieter von Internet-Dienstleistungen und Lieferanten von
Unterhaltungsmedien . Erst Mitte Februar hatte sich der Telekom-Konzern mit der
spanischen Großbank BBVA zusammengetan , um nach eigenen Angaben " das Internet
zu erobern " . Im März dann gründete Telefonica zusammen mit der britischen
First-e-Group ein internationales Geldinstitut für Online-Banking . Bislang
konnte Telefonica aber auf der Inhalts-Seite noch nicht mit größeren Angeboten
glänzen . Zwar hat der nun verkündete Deal bei weitem nicht die Ausmaße wie die
Übernahme von Time Warner durch AOL und bietet wohl auch noch nicht allzu viele
direkt im Internet verwertbare Inhalte , dürfte aber die Position der Spanier im
erwarteten Boom-Markt eines kommerziellen Unterhaltungs-Internet langfristig
stärken . Auch die Deutsche Telekom soll bei ihren Versuchen , zu einem " Global
Player " zu werden , einen begehrlichen Blick auf die Telefonica geworfen haben
. Damit sei die Telekom bei der digitalen Netztechnik weltweit die Nummer 1
unter den Telefongesellschaften . Slashdot muss Beitrag über Scientology löschen
Am gestrigen Freitag meldete das Nachrichten- und Diskussionsforum Slashdot eine
Premiere , die die Betreiber wohl lieber nicht erlebt hätten : Zum ersten Mal
musste das 1997 gegründete Internet-Angebot , dass sich zu einem der wichtigsten
Sprachrohre der Open-Source-Szene entwickelt hat , einen bereits
veröffentlichten Beitrag nachträglich wieder entfernen . In einer Mitteilung zu
dem Vorfall erklärt Rob Malda , Gründer von Slashdot und im Netz auch als
CmdrTaco bekannt , dass am Samstag vergangener Woche ein anonymer Leser einen
Beitrag gepostet hatte . Dieser enthielt einen Text , auf den Scientology das
Copyright hält . Scientology beansprucht für sich selbst Kirchenstatus , den die
Organisation von der US-Steuerbehörde auch erhalten hat . In Deutschland gilt
Scientology dagegen nicht nur bei Sekten-Experten als Vereinigung mit
undemokratischen Zielen . Bei dem auf Slashdot beanstandeten Text handelte es
sich nach Angaben von Malda um ein Scientology-Dokument mit dem Namen OT III .
Teile davon sind auch als Fishman Affidavit bekannt . Scientology forderte nach
der Veröffentlichung des Beitrags von Slashdot , dass der Text wieder entfernt
werden müsse . Laut Malda berief Scientology sich auf ihr Copyright und den
Digital Millennium Copyright Act ( DMCA ) . Nach diesem US-Gesetz müssen
Anbieter , die von Copyright-Verletzungen Kenntnis erhalten , diese unterbinden
. " Slashdot ist ein offenes Forum und wir ermutigen freie Diskussionen und das
Teilen von Ideen " , betont Malda . Andernfalls würde Slashdot eine juristische
Auseinandersetzung riskieren , die im günstigsten Fall teuer wäre , im
schlimmsten Fall zu einer zeitweisen oder permanenten Schließung führen könnte .
" Wir müssen uns unsere Kämpfe aussuchen , und dies ist keiner , den wir haben
wollen . " Gleichzeitig gibt Malda Hinweise darauf , wo der von Scientology
inkriminierte Text im Web zu finden ist - der gelöschte Beitrag wurde durch eine
Sammlung von nicht urheberrechtlich geschütztem Material ersetzt , das über
Scientology informiert . Auch den Zugang zu dem beanstandeten
Scientology-Dokument erklärt Malda : Praktisch alle Suchmaschinen werfen
entsprechende Fundstellen aus . Nach dem Scheitern einer Einigung über
Urheberrechtsabgaben befürchtet die Computerindustrie in Deutschland
Wettbewerbsnachteile zur europäischen Konkurrenz . Schätzungen hätten ergeben ,
dass mit den Forderungen der verschiedenen Verwertungsgesellschaften
Mehrbelastungen von rund 180 Mark für Computer , CD-Brenner , Scanner und
Drucker zusammen entstehen würden , sagte der Geschäftsführer von
Hewlett-Packard Deutschland , Hans-Jochen Lückefett , gegenüber dpa . Frankreich
etwa fordere derzeit keine solche Abgabe . Allerdings sind in Frankreich seit
Anfang Januar Abgaben auf diverse digitale Medien fällig ; einzig die
Verhandlungen über Urheberrechtspauschalen für Festplatten , ZIP-Medien und
ähnliches sind dort noch nicht abgeschlossen . Der Bundesverband
Informationswirtschaft , Telekommunikation und Neue Medien ( BITKOM ) hat sich
mit der Zentralstelle für private Überspielungsrechte ( ZPÜ ) nicht auf eine
Pauschalabgabe für CD-Brenner einigen können . HP hatte deshalb seinen im
November 2000 mit der ZPÜ geschlossenen Vergleich widerrufen . Danach sollte das
Unternehmen 12 Mark pro CD-Brenner zahlen , bis es einen geeigneten digitalen
Kopierschutz gebe . Jetzt soll das Gericht entscheiden . Die GEMA teilte auf
Anfrage mit , sie überlege die beim vorgerichtlichen Einigungsvorschlag des
Deutschen Patentamts erhobene Forderung von 17 Mark pro verkauftem CD-Brenner
wieder geltend zu machen . Lückefett sagte , die Entwicklung von Alternativen
wie dem digitalen Kopierschutz , der Zahlungen unnötig machen würde , sei ins
Stocken geraten . " Und das ist ein Nachteil für die gesamte Industrie . "
Ehemalige Ixos-Manager unter Verdacht des Insider-Handels Die Münchner
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ehemalige Verantwortliche des
Softwareunternehmens Ixos wegen Verdachts des Insiderhandels . " Derzeitige
Ixos-Vorstände und Mitarbeiter sind davon nicht betroffen " , heißt es in der
Mitteilung des Unternehmens . Konkrete Namen derjenigen , auf die sich die
Ermittlungen erstrecken , und deren damalige Funktionen innerhalb des
Unternehmens seien Ixos nicht bekannt , da das Unternehmen nicht in die
Ermittlungen involviert sei , teilte Ixos weiter mit . Nach Angaben Financial
Times Deutschland hat das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel bestätigt
, am 16. Februar gegen mehr als zwei Personen Anzeige erstattet zu haben . Eine
Untersuchung der vor einer Börsenpflichtmitteilung vom 31. März vergangenen
Jahres getätigten Geschäfte mit Ixos-Aktien habe den Verdacht verbotener
Insidergeschäfte bestätigt . " Wir gehen davon aus , dass es im Vorfeld
Aktienverkäufe durch mehrere Personen mit Insiderkenntnissen gegeben hat " ,
sagte eine Sprecherin des Bundesaufsichtsamtes . Vor dieser Verlustwarnung
hatten mehrere Altaktionäre Anteile verkauft . Der frühere Vorstand und
Mitgründer Hans Strack-Zimmermann räumte dies Wochen später ein . Er habe etwa
300.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von rund 50 Euro abgegeben , sagt er
damals . Auch der ehemalige Vorstandssprecher Eberhard Färber und eine
Investmentbank hätten Anteile verkauft . Ixos erklärte dazu , das Unternehmen
werde auf Anfrage alle ihm bekannten Aktienverkäufe von Mitarbeitern im Vorfeld
der Gewinnwarnung gegenüber dem Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel offen
legen . RegTP-Chef für mittelfristige Neuregelung beim Netzzugang Der Präsident
der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) , Matthias
Kurth , hält mittelfristig eine Neuregelung beim Netzzugang für sinnvoll . "
Richtig wäre es dann , den diskriminierungsfreien Zugang zu allen Netzen
einheitlich zu regeln " , sagte Kurth den Stuttgarter Nachrichten . Bei
Datendiensten wie dem Internet oder der modernen Breitbandtechnik DSL stünden
der Behörde nur die Instrumente der Missbrauchsaufsicht und der nachträglichen
Entgeltregulierung zur Verfügung . Allerdings sieht Kurth darin momentan noch
kein entscheidendes Problem : Die Regulierung im Sprachbereich ging von einer
erdrückenden Dominanz eines Ex-Monopolisten aus . Die Preise für den
Online-Zugang sieht Kurth bislang nicht als Barriere für die weitere Verbreitung
von Internet-Zugängen in Deutschland . Die Regulierungsbehörde habe " bisher
bewusst den Bereich der Online-Zugänge nicht reguliert " , der Wettbewerb
funktioniere hier : Die hohen Kosten der UMTS-Lizenzen nannte Kurth eine "
finanzielle und emotionale Belastung " für die Branche . Allerdings seien
mögliche Folgen schon vor der Auktion kritisch diskutiert worden . Signale ,
dass möglicherweise nicht alle sechs Lizenznehmer ein eigenes Netz aufbauen
wollen , seien bei ihm bisher nicht angekommen . Bundeswehr : Angst vor Spionage
wegen Microsoft-Software In Computern , die in sensiblen Bereichen eingesetzt
werden , will die Bundeswehr künftig keine Software von Microsoft mehr verwenden
, berichtet der Spiegel in seiner neuesten Ausgabe . Nach Erkenntnissen
deutscher Sicherheitsbehörden verfügt der amerikanische Spionagedienst NSA über
die Source-Codes der Microsoft-Software und kann so selbst verschlüsselte Daten
lesen . Das Verteidigungsministerium setze zudem künftig auf
Verschlüsselungstechniken der heimischen Firmen Siemens und Telekom , schreibt
das Magazin . Auf EU-Ebene mehren sich offensichtlich ebenfalls die Bedenken
wegen möglicher Spionage des großen Bündnispartners USA : Der Berichterstatter
des Untersuchungsausschuss beim Europaparlament zum Echelon-Abhörsystem gab am
gestrigen Freitag bekannt , er wolle unter anderem empfehlen , verschlüsselte
E-Mail einzuführen und Open-Source-Systeme einzusetzen . Auch das Auswärtige Amt
wird vorsichtig : Es hat den Plan auf Eis gelegt , Video-Konferenzen mit seinen
Auslands-Vertretungen einzuführen , heißt es im Bericht des Spiegel .
Staatssekretär Gunter Pleuger erfuhr bei einer Telekom-Präsentation , dass
sämtliche Satelliten-Übertragungswege aus technischen Gründen über die
amerikanische Stadt Denver ( Colorado ) laufen . Pleuger war der Umweg über die
USA zu unsicher . " Dann können wir unsere Konferenzen ja gleich in Langley
abhalten " , spöttelte ein Pleuger-Mitarbeiter . In Langley ( Virginia )
residiert die CIA . Telekom-Finanzchef : Weitere Wert-Berichtigungen möglich Die
Sendung soll am Montagabend ausgestrahlt werden . Verlässliche Aussagen über den
tatsächlichen Immobilienwert erwartet Eick im dritten Quartal 2001 von einem
neuen Gutachten der Wirtschaftsprofessoren und Bilanzexperten Karlheinz Küting
und Claus-Peter Weber . " Wenn wir dieses Gutachten vorliegen haben , wissen wir
, wie hoch der Abwertungsbedarf dann ist " , wurde Eick vorab am Samstag zitiert
. Görts soll Telekom-Chef Ron Sommer und der frühere Finanzvorstand Joachim
Kröske nach Berichten von Focus und Spiegel bereits 1998 über die Fehlbewertung
der Telekom-Immobilien unterrichtet haben . Der Spiegel zitiert in seiner
jüngsten Ausgabe aus Briefen und Beweismitteln , die Görts im Rahmen einer Klage
gegen die Telekom vorgelegt habe . Danach habe Görts Sommer und den damaligen
Aufsichtsratschef Helmut Sihler 1998 auf die Bewertungsproblematik hingewiesen .
Auch die eigene Konzernrevision habe frühzeitig vor " erheblichen Mängeln " bei
der Bewertung gewarnt . Die Telekom wies die " altbekannten " Vorwürfe am
heutigen Samstag allerdings gegenüber dpa erneut entschieden zurück . " Durch
Wiederholung werden diese Vermutungen nicht besser " , sagte Telekom-Sprecher
Ulrich Lissek . Der Konzern habe 1995 seine Immobilien sach- und fachgerecht
bewertet . Eine Sonderprüfung habe das Vorgehen in Methodik und Werthaltigkeit
bestätigt , betonte Lissek . Erst durch den jüngsten Strategiewechsel , der
einen Verkauf von Immobilien vorsieht , habe die bis dato korrekte generelle
Bewertung der Immobilien durch eine Einzel-Bilanzierung der Grundstücke und
Gebäude ersetzt werden müssen . Die Bonner Staatsanwaltschaft hatte vor kurzem
ihre Ermittlungen zu der Fehlbewertung auf Sommer ausgeweitet .
Telekom-Aktionäre hatten Strafanzeigen gegen Sommer und Sihler gestellt . Der
Focus berichtet , Görts habe Finanzvorstand Kröske am 24. März 1998 darauf
aufmerksam gemacht , dass Liegenschaften in Bonn , Düsseldorf , Köln und München
um ein Fünftel überbewertet seien . Anschließend hätten beide mit Sommer
gesprochen . Telekom-Sprecher Lissek erläuterte , dass durch den geplanten
Immobilienverkauf Grundstücke und Gebäude nun nach dem " Niederstwert-Prinzip "
beurteilt würden . Die Gutachter hatten laut Spiegel Teile des
Immobilienvermögens anhand der Bodenwerte von 1995 , also des Zeitpunktes , zu
dem die Eröffnungsbilanz der Telekom erstellt wurde , neu bewertet . Da mit der
Neubewertung auch nur einer Immobilie sämtliche Kategorien , in die
Telekom-Gebäude und -Grundstücke aufgeteilt sind , neu berechnet werden müssten
, sei ein noch größerer Korrekturbedarf entstanden . Auch das Gutachten von
Jones Lang LaSalle biete nach Informationen des Focus noch kein volles Bild . "
Die Gutachter haben bisher nur die Grundstücke geprüft und nicht die Bauten " ,
wird Jella Benner-Heinacher von der Deutschen Schutzvereinigung für
Wertpapierbesitz zitiert . Eine Prüfung der Gebäude könne weitere Abschreibungen
nötig machen - dies wird nun offensichtlich durch die Aussagen des
Telekom-Finanzvorstands bestätigt . Napster ruft zur Gegenoffensive auf Die
Musiktauschbörse Napster versucht , einen Gegenangriff auf die Musikindustrie zu
starten . Wer die Web-Seite von Napster besucht , bekommt einen Aufruf zu sehen
, dem Napster Action Network beizutreten . Auch im Napster-Client ist der Aufruf
prominent eingeblendet . Die Nutzer können angeben , ob sie einen Brief oder
eine E-Mail schreiben wollen , um Napster zu unterstützen , oder sich an einen
Politiker wenden . Die Plattenindustrie wird nicht Ruhe geben , bis sie das
File-Sharing unterbunden hat . " Lass uns wissen , was du tun willst und wir
werden Dir sagen , was Du wann tun kannst . " Weiter heißt es , die
gerichtlichen Entscheidungen " werfen mehr Fragen auf als sie beantworten - und
es kommen noch mehr Urteile auf uns zu " . Selbst einfachste Variationen , die
Napster durch die Zusammenarbeit mit CDDB in den Griff bekommen wollte , bringen
das Filtersystem durcheinander . So finden sich beispielsweise prominente
Napster-Gegner immer noch in der Tauschbörse : Madonna-Stücke etwa entdeckt man
immer schlicht unter " Madona " , ebenso wie Metallica-Songs unter " Metalica "
. Die Zahl der zum Tausch angebotenen Lieder ist jedoch inzwischen um mehr als
die Hälfte gesunken . Napster beantragte derweil eine weitere richterliche
Anhörung , um die Fristen verlängern zu lassen , innerhalb derer die von den
Labels benannten Songs gesperrt werden müssen . Die von der Musikindustrie
erwirkte 72-Stunden-Frist zur Sperrung einer Liste von 135.000 urheberrechtlich
geschützter Werke war am Mittwoch abgelaufen . IBM macht Massenspeicher-Lösungen
Linux-fähig IBM lässt seinen Linux-Worten wohl auch Taten folgen . Als weiterer
Schritt hin zu dem Ziel , das Open-Source-System als ernsthafte Alternative für
Großunternehmen und ihre Anforderungen durchzusetzen , will IBM seine ganze
Linie von Storage-Hardware Linux-tauglich machen . Dazu gehört unter anderem die
Untersützung der Speicher-Server für Unternehmensnetze , die bei Big Blue unter
dem Code-Namen Shark laufen , mit Großrechnern vom Typ S/390 oder z900 unter
Linux . Als Backup-Lösung für Linux sieht IBM nun seine Ultrium-Laufwerke (
Linear Tape Open , LTO ) vor . Zivildienst für Computerexperten in Schulen
erwogen Die Bundesregierung prüft , ob Computerspezialisten ihren Zivildienst in
Zukunft auch an Schulen ableisten können . Das geht nach einem Bericht der Welt
am Sonntag aus einem Briefwechsel des SPD-Finanzexperten Klaus Lennartz mit
Bundesfamilienministerin Christine Bergmann und Verteidigungsminister Rudolf
Scharping hervor . Lennartz habe Ende Januar in einem Schreiben an beide
Minister vorgeschlagen , das Know-how junger ausgebildeter Computerexperten als
Informationsassistenten an Lehranstalten alternativ zum Wehr- und Zivildienst zu
nutzen , etwa zur Systembetreuung und zur Schulung von Lehrkräften . In ihrem
Antwortbrief habe Bergmann zugesichert , diese Überlegung in die laufende
Prüfung von Alternativen zum Zivildienst einzubeziehen . EDV-Personalmangel
leicht zurückgegangen Nach Untersuchungen des ifo Institut für
Wirtschaftsforschung hat sich der Fachkräftemangel bei Software-Firmen und
EDV-Dienstleistern etwas abgemildert : " Der Höhepunkt der Personalknappheit ist
überschritten " , erklärten die Marktforscher heute . Allerdings führt das
Institut dies darauf zurück , dass durch die Euro-Umstellung und die
Vorbereitungen auf den Wechsel ins Jahr 2000 vor kurzem noch ein zusätzlicher
Bedarf geherrscht habe . Insgesamt klagt immer noch jedes zweite Unternehmen der
Branche über Personalknappheit und bezeichnet den Mangel als geschäftshemmend .
Computerexperten mit Spezialwissen seien immer noch schwierig zu finden , meint
das Münchner Institut : Für Wartung , Ausbildung und Schulung dagegen seien kaum
Personalengpässe zu vermelden . Insgesamt scheint die Branche aber optimistisch
in die Zukunft zu blicken . Betrachtet man allerdings nur Ostdeutschland , ist
die Stimmung nicht so gut : Zum Jahresende habe sich der Geschäftsverlauf
deutlich abgeschwächt . MP3-Player einmal anders Eine neue MP3-Software bringt
die deutsche Firma Fischer-ORGON-Technik heraus . Die Entwickler selbst wehren
sich allerdings gegen die Bezeichnung " MP3-Player " : Sie bezeichnen die
Anwendung als " MP3-Programmpaket " . Ein einfacher MP3-Player ist die
mp3-MusicStation , die bislang unter Windows 9x und NT läuft , allerdings
wirklich nicht . Persönliche Bewertungen sowie individuelle Filter-Kriterien zur
Anzeige der verfügbaren Songs ermöglicht die Software auf Benutzer-Basis . Nach
Angaben der Entwickler sind der Anzahl der Dateien , die die MusicStation
verwalten kann , keine Grenzen gesetzt - erste Tests in der c't-Redaktion
erbrachten , dass die Software zumindest mit einigen tausend Titeln keine
Schwierigkeiten hat und dabei recht zügig zur Sache geht . Mit den
Auswahlmöglichkeiten der Datenbank können dann mehrere unterschiedliche Player
mit Songs und Playlists gefüttert werden . Ein Taskbar-Player bietet eine
zusätzliche Kontrollleiste , die am Desktop-Rand ständig eingeblendet sein kann
. Der Desktop-Player hingegen bietet ein größeres Fenster , in dem auch jeder
Song mit Soundlevel angezeigt wird - darin lässt sich auch jede Stelle des
Musikstücks gezielt anspringen . Die zentrale Komponente der Abspielfunktion ,
der SoundServer , bietet zudem eine Analyse des Sounds in diversen
Anzeigeformaten . Einige Zusatzfunktionen heben neben der zentralen Datenbank
die Software von anderen MP3-Playern ab : So beherrscht das Paket automatisches
Fading , mit dem zwei aufeinander folgende Stücke überblendet werden können .
Auch eine dynamische Lautstärkeanpassung der einzelnen Songs ist möglich . Über
die Netzwerk-Funktionen können mehrere Benutzer von lokalen PCs aus auf einen
zentralen SoundServer und seine Datenbank zugreifen . Ein spezielles
Playlist-Format ( neben dem Standard m3u ) ermöglicht den Austausch der
Song-Listen unabhängig vom Speicherort , da sie mit Song-IDs aus der Datenbank
arbeiten . Bislang scheint das Software-Paket auch in der Version 1.0 relativ
stabil zu arbeiten : Größere Schwierigkeiten konnten wir bislang nach drei Tagen
intensiver Benutzung nicht feststellen . Der einzige gravierender Nachteil des
Pakets , der uns bislang auffiel : Im Unterschied zu vielen MP3-Playern , die im
Internet verfügbar sind , ist die mp3-MusicStation nicht kostenlos . Für die
Registrierung wollen die Entwickler 29 Euro haben ; für 39 Euro bekommt man eine
CD mit dem Programmpaket und 50 zusätzlichen Skins . Die Shareware-Version (
immerhin ein Download von 22 MByte ) läuft 30 Tage mit der Einschränkung , dass
nur sechs unterschiedliche Skins möglich sind . Nach Ablauf der
Registrierungsfrist fängt das Programm an , selbstständig Veränderungen an der
aktuellen Playlist durchzuführen . Telekom , T-Online , Post : Staatsunternehmen
an die Börse Die Serie der Börsengänge ehemaliger Staatsunternehmen geht weiter
: Nach T-Online sollen in diesem Jahr noch die Mobilfunktochter der Deutschen
Telekom , " T-Mobile " , und die Deutsche Post an den Markt gebracht werden .
Dazu kommt eine dritte Tranche von T-Aktien , die der Bund in diesem Jahr
verkaufen will . Dabei ist allen Emissionen nach Auffassung von Analysten gemein
, dass sie gute Chancen am Aktienmarkt haben werden . Im Juni soll es mit " DT-3
" , so die gängige Abkürzung der dritten Emission von Telekom-Aktien , soweit
sein . Wer bei T-Online zu kurz kam , werde hier bessere Chancen haben , sagte
Telekom-Chef Ron Sommer am Montag in Frankfurt . 1996 ging das Unternehmen das
erste Mal an die Börse , 1999 kam die zweite Tranche an den Markt . Noch 43,2
Prozent des Kapitals gehören unmittelbar dem Bund als ehemaligem Eigentümer ,
hinzu kommen 21 Prozent , die bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau geparkt
sind . Was und wie viel davon an die Börse kommen soll , sei noch unklar , wie
Telekom-Pressesprecher Stephan Broszio erklärt . Das hänge jeweils vom akuten
Finanzbedarf des Bundes ab . Allerdings spreche dessen bisherige Politik dafür ,
dass die Tranche nicht all zu groß ausfallen wird . Die neuen Papiere sind
genauso zu bewerten wie die bisherigen T-Aktien , erläutert ein Analyst eines
süddeutschen Finanzhauses . Für sie spreche die bisherige Performance des "
Bombenpapiers " . Die ersten T-Aktien kamen 1996 für 28,50 Mark an den Markt .
Mit einem aktuellen Kurs von rund 69 Euro hat das Papier seinen Wert etwa
vervierfacht . Die Aktie hat in den Augen des Branchenexperten jedoch eine "
Erfolgsstory " hinter sich , die so nicht erwartet worden sei . Die könnte es
womöglich auch bei der Tochter " T-Mobile " geben . Zwar stehen Datum und
weitere Eckdaten der Emission noch nicht fest . Mit Beteiligungen in der
Tschechischen Republik , Polen , Russland , Österreich und anderen Staaten sei
das Unternehmen auf mehreren Wachstumsmärkten gleichzeitig positioniert . Die
Vergangenheit als Behörde spiele keine Rolle mehr : " T-Mobile , das ist kein
verlängerter Staatsapparat " , sagt Grawe . Allerdings käme der Konzern in der
Größe nicht an die britisch-amerikanische und kürzlich um Mannesmann ergänzte
Vodafone Airtouch heran . Jenseits vom Telekommunikationssegment und zumindest
nicht eindeutig in der " New Economy " soll im Herbst mit der Deutschen Post die
vierte Emission aus der Reihe ehemaliger Staatsunternehmen über die Bühne gehen
. Nach Angaben der " Financial Times Deutschland " , die sich wiederum auf den
ehemaligen Postminister Wolfgang Bötsch ( CSU ) beruft , soll es am 6. November
so weit sein . Allerdings sei das Unternehmen beim Umbau von einer Behörde zu
einem Logistikkonzern " gut voran gekommen . " Schließlich müssten alle per
E-Commerce bestellten Güter auch zugestellt werden . Nach Auskunft des
Unternehmens erwirtschaftet die herkömmliche gelbe Post mittlerweile nur noch 20
Prozent des Gesamtumsatzes . " Positiv " nennt Seidenstücker auch die
Beteiligungen des Konzerns . Der Post gehört zu 25 Prozent der
Express-Zustelldienst DHL und zu 100 Prozent die deutschen Großspedition Danzas
. Großes Potenzial sehen Branchenkenner in einem geplanten Joint Venture mit der
Lufthansa . Ob es dazu kommen wird , ist allerdings noch offen : ( Ulf Baier ,
dpa-AFX ) Cisco kündigt Gewinnrückgang und Massenentlassungen an Cisco ,
Marktführer bei Internet-Routern , hat eine Gewinn- und Umsatzwarnung
herausgegeben . Nach Börsenschluss am gestrigen Montag kündigte Cisco zugleich
an , 8.500 Mitarbeiter nach Hause zu schicken . Darunter seien 2.500 Teilzeit-
und Kontraktarbeitnehmer . Der Netzwerk-Ausrüster erklärte nun , für das dritte
Quartal des laufenden Geschäftsjahres erwarte man einen Umsatzrückgang von rund
30 Prozent gegenüber den vorangegangen drei Monaten . Im vierten Quartal des
laufenden Geschäftsjahres dürfte der Umsatz dann gegenüber dem dritten Quartal
stagnieren oder um bis zu zehn Prozent niedriger liegen . Der Gewinn pro Aktie
werde im dritten Quartal im unteren einstelligen Bereich liegen , erklärte das
Unternehmen . Cisco machte die weltweite Wirtschaftslage , die Abschwächung im
globalen Telecom-Markt und den Rückgang bei den IT-Investitionen der Unternehmen
für die Lage verantwortlich . Die Herausforderungen bei Kapitalausgaben und im
makroökonomischen Bereich schwappen nach Darstellung des Konzerns auch auf
andere Regionen als die USA über . In Europa seien vor allem die Bereiche der
Internet-Provider und der Großunternehmen von rückläufigen Investitionen geprägt
. Korea , Taiwan , Australien und Japan tendierten ebenfalls schwächer . " Das
geschäftliche Umfeld in unserem Segment der IT-Branche hatte noch nie solche
Herausforderungen gestellt " , meinte Cisco-Chef John Chambers . " So schnell
dürfte sich bislang wohl keine Branche von dieser Größe abgeschwächt haben . "
Der Rest entfällt auf Abschreibungen für überflüssige Betriebe und Investments .
Cisco erklärte die gefüllten Lager mit dem unerwarteten Nachfragerückgang . " Im
Bestreben , die Erwartungen unserer Kunden erfüllen zu können , erhöhten wir
unsere Produktionskapazitäten und Lagerbestände , um mit steigender Nachfrage
mithalten zu können " , erklärte Ciscos Finanzchef Larry Carter . " Diese
zusätzliche Sonderbelastung zeigt den signifikanten und unerwarteten Rückgang in
der Nachfrage . " Im regulären Handel an der Wall Street schloss die Aktie von
Cisco am gestrigen Montag bei 17,20 US-Dollar ; im nachbörslichen Handel geriet
das Papier unter Druck und rutsche auf 15,30 US-Dollar ab . Philips mit
Entlassungen nach Gewinneinbruch Der niederländische Elektronikkonzern Philips
will 6.000 bis 7.000 Arbeitsplätze streichen ; Details hierzu will die Firma
noch im Laufe des zweiten Quartals festlegen . Als Grund für die
Stellenkürzungen hat der Konzern am heutigen Dienstag bei Vorlage der Ergebnisse
für das erste Quartal 2001 die ungünstige Marktentwicklung in der Telecom- und
PC-Branche angegeben : " Der schnelle Abschwung in der Telekommunikations- und
PC-Industrie hat die Geschäfte von Philips seit Dezember 2000 beeinflusst ; dies
setzte sich im ersten Quartal 2001 fort . " Für die Zukunft sieht Philips keine
sich abzeichnende Erholung : Von daher sei es wahrscheinlich , dass im zweiten
Quartal ein Verlust vor Sondereinflüssen erzielt werde . Compaq und
Server-Startup RLX beenden Rechtsstreit Der Computer-Konzern Compaq und RLX
Technologies haben ihren Rechtsstreit um den angeblichen Diebstahl von geistigem
Eigentum durch das Server-Startup außergerichtlich beigelegt . Compaq warf der
Firma RLX , die besonders Platz und Strom sparende Server auf Basis von
Transmetas Crusoe-Prozessoren herstellen will , vor , durch das Anheuern
ehemaliger Compaq-Manager die Geschäftsgeheimnisse des Konzerns verletzt zu
haben . RLX wird von einer Reihe früherer Compaq-Manager geführt ; außerdem
stießen nach Gründung der Firma noch weitere Compaq-Mitarbeiter zu dem Startup .
Der Konzern aus Houston , Texas , beschuldigte diese ehemaligen Mitarbeiter ,
vertrauliches Material , das Compaq als sein geistiges Eigentum beansprucht , zu
dem neuen Arbeitgeber mitgenommen zu haben . Die Bedingungen der Einigung gaben
die beiden Streithähne nicht bekannt ; sie erklärten jedoch übereinstimmend ,
dass sie ihre jeweiligen Pläne für die Mini-Server nicht ändern würden . Dem
Markt für besonders kleine Rack-Server , die bis zu 300 Prozessoren in einem
Rack ermöglichen sollen , werden jetzt schon , da noch keine einzige
entsprechende Maschine verfügbar ist , hohe Umsätze prophezeit . Während RLX bei
diesen Servern auf Transmeta setzt , will Compaq in seine für das zweite
Halbjahr geplanten Systeme Intel-CPUs einbauen . Der schwedische Telekomkonzern
Ericsson wird nach Informationen der Financial Times Deutschland ( FTD )
voraussichtlich 6000 Stellen streichen . Der Abbau der Arbeitsplätze werde am
kommenden Freitag bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Quartal
bekannt gegeben , schreibt die Zeitung . Ericsson-Chef Kurt Hellström habe die
Mitarbeiter schriftlich auf Jobverluste vorbereitet : " Wir müssen uns viel
stärker auf unser Kerngeschäft konzentrieren und uns von Aktivitäten und
Strukturen verabschieden , die in Zeiten starken Wachstums angemessen sein mögen
, in Zeiten wie diesen aber schlicht nicht zu vertreten sind . " Der
Betriebsratsvorsitzende der Ericsson-Handyfabrik Linköping , Tommy Jahrl ,
bestätigte am Dienstag in der Zeitung Sydsvenska Dagbladet , dass innerhalb der
Belegschaft Befürchtungen über bis zu 30.000 Stellenstreichungen kursierten :
Damit reiht sich Ericsson in die jüngste Entlassungswelle in der Branche ein ,
die bereits Motorola , Siemens und Marconi betroffen hat . Da die Schweden
bereits früher Entlassungen angekündigt hätten , könnte die Mitarbeiterzahl im
laufenden Jahr um insgesamt 15.000 auf 90.000 sinken , meint die FTD . Laut
Analysten müssten dafür gut 10.000 Jobs gestrichen werden . Der Konzern verbuche
derzeit große Verluste bei den Handys , zudem sei das Netzwerkgeschäft in den
USA rückläufig . Experten rechneten deswegen für das erste Quartal nur mit einem
" bescheidenen Gewinn " . Samsung produziert Touch-Screens für Palm Samsung ,
weltgrößter Produzent von Computermonitoren , liefert ab kommendem Monat
Kunststoff-Touch-Screens für die elektronischen Handhelds von Palm . Das
Unternehmen will dadurch seine Ertragsbreite erhöhen . Samsung beginnt zu diesem
Zweck ab sofort mit der monatlichen Produktion von 100.000 Stück
3,8-Zoll-Screens in seiner Fabrik in Busan , wovon die Hälfte an Palm geliefert
werden soll . Zum Jahresende soll die Produktion vorübergehend noch auf 500.000
Exemplare ausgeweitet werden , sodass die Gesamtmenge der produzierten Displays
im Jahr 2001 bei zwei Millionen liegen werde . Samsung SDI , ein
Tochterunternehmen der größten koreanischen Firmengruppe , entwickelt zudem neue
Produkte wie Plasma-Panel-Displays oder Batterien , um alternative Ertragsfelder
für die Zukunft aufzubauen . Das Kerngeschäft des Unternehmens beruht derzeit zu
70 Prozent auf der Herstellung herkömmlicher Röhrenmonitore , das bereits jetzt
die Bedrohung durch die immer populärer werdenden TFT-Flachbildschirme zu spüren
bekommt . Der Samsung-SDI-Geschäftszweig produziert selbst keine TFTs .
Touch-Screens werden vor allem bei Stift-basierenden PDA-Geräten als
Benutzerschnittstelle eingesetzt , zumeist unter Nutzung so genannter "
Soft-Keyboards " oder einer mehr oder minder suffizienten Software zur
Handschriftenerkennung . Intershop zieht in den USA die Notbremse Deutsche
Firmen aus der New Economy tun sich schwer mit der Expansion in den US-Markt ,
obwohl er allein durch seine Größe ein attraktives Eroberungsziel darstellt .
Dass die lokale Vertretung vor Ort in den USA keine Erfolgsgarantie ist , muss
just Deutschlands langjähriger New-Economy-Vorreiter Intershop feststellen . Die
Strategie des Anbieters von E-Business-Systemen , auf dem amerikanischen Markt
innerhalb weniger Jahre zu einem führenden Player zu werden , ging nicht auf .
Jetzt zieht das Softwarehaus die Konsequenzen : Die Konzentration auf den
Heimatmarkt Europa , wo Intershop seit jeher den stärksten Umsatz generierte ,
ist angesagt . " Wir sind in den USA aus dem Sattel geworfen worden " , gesteht
der fürs operative Geschäft zuständige Intershop-Mitgründer Wilfried Beeck
zähneknirschend ein . In den Vereinigten Staaten will sich das Unternehmen nun
mit dem dritten oder vierten Platz im Markt der E-Business-Ausrüster zufrieden
geben . Intershop , so Beeck , habe vor allem mit dem Problem zu kämpfen , dass
viele amerikanische Betriebe in schwierigen Zeiten lieber bei einheimischen
Firmen einkaufen . Amerikanische Wettbewerber wie IBM , Microsoft , Broadvision
oder die Art Technology Group ( ATG ) seien daher besser zu Rande gekommen .
Schon Anfang des Jahres führte das 1992 in Jena gegründete Unternehmen die hohen
Verluste für 2000 in Höhe von 39,3 Millionen Euro - etwa doppelt so viel wie
1999 - vor allem auf einen Einbruch des US-Geschäfts im vierten Quartal zurück .
" Zahlreiche Aufträge " von Kunden wie Motorola , klagte Intershop-Chef Stefan
Schambach , seien angesichts der Abkühlung der US-Wirtschaft geplatzt . Darunter
seien Deals in zweistelliger Millionenhöhe gewesen . Nach dem Debakel im Januar
hatte der Firmenchef während der vergangenen Monate zum teilweisen Rückzug aus
den USA geblasen . Im Januar baute Intershop 80 Stellen in den USA ab . Die
Streichung von 30 Prozent der Belegschaft in der Firmenzentrale war verknüpft
mit der Rückverlegung der Abteilungen Marketing , Training und Produktmanagement
nach Deutschland , wo Intershop in der Heimatstadt Jena aufgrund der niedrigeren
Mitarbeiterfluktuationsrate traditionell den Bereich Produktentwicklung gehalten
hatte . " Uns als hundertprozentiges US-Unternehmen zu präsentieren macht keinen
Sinn , da das Geschäft auf dem europäischen Markt einfach besser läuft " ,
begründet Firmensprecher Heiner Schaumann die Entscheidung . Für die
US-Niederlassung , in der weiter kräftig Personal eingespart wurde und von 260
Mitarbeitern nun nur noch 130 übrig geblieben sind , laute die Devise nun , mit
minimalen Kosten maximalen Output zu generieren und sich auf den Vertrieb zu
konzentrieren . Im Frühjahr 1996 hatte Schambach in Übereinstimmung mit seinen
Geldgebern befunden , dass " wir für die Verwirklichung unserer Idee in den
wichtigsten Märkten vertreten sein müssen " . Gerade im Silicon Valley seien
alle entscheidenden Analysten , Kunden und Technologiepartner ansässig .
Vorangetrieben wurde die Verlagerung des Headquarters nach San Francisco von ihm
damals auch unter dem Gesichtspunkt , dass es in Deutschland den Neuen Markt
noch nicht gab . Generell hat sich Intershop nach dem exorbitanten Wachstum von
teilweise über 160 Prozent in den vergangenen Jahren eine Diät verschrieben . "
Wir müssen zunächst unsere internen Hausaufgaben machen " , sagt Schaumann . In
die Gewinnzone soll das in den Abwärtsstrudel der New Economy geratene
Unternehmen zum Jahresende vor allem eine Neuausrichtung des Verkaufsbereichs
bringen : Auf der CeBIT in Hannover stellte Intershop für vertikale Branchen wie
die Finanz- , Automobil- oder Chemieindustrie so genannte " Quick-Packs " vor -
vorgefertigte Lösungen , die weniger Anpassung an die E-Business-Konzepte von
Firmen in den einzelnen Sparten erfordern . .com-Deal zwischen NSI und ICANN
unter Zeitdruck Das DoC hat immer noch die Oberaufsicht über die ICANN inne und
muss solchen Verträgen zustimmen . Mit den neuen Verträgen erhält VeriSign das
Recht , weiterhin als Datenbankbetreiber ( Registry ) und den Domainverkaufer (
Registrar ) für .com-Domains tätig zu sein . Für .net will man sich 2005 einer
Ausschreibung stellen , lediglich .org will der Ex-Monoplist abgeben . " Um ihre
alsbaldige Zustimmung zu diesen Verträgen werden Sie ersucht " , schrieb nun
ICANNs neuer CEO Stuart Lynn an die zuständige DoC-Beauftragte Karen Rose . Der
schwarze Peter für die umstrittene Neuordnung im Domainmarkt liegt nun in
Washington . Dabei sollte die Betonung allerdings wohl auf " fast " liegen : Der
.com-Vertrag ist vielmehr schon mit Blick auf seine Dauer attraktiver als die
Verträge für die kürzlich ausgewählten sieben neuen Top Level Domains . Eine
weitere Verlängerung ist VeriSign ebenfalls fast sicher ; und auch mit Blick auf
ICANNs Möglichkeiten , vorzeitig aus dem Vertrag auszusteigen oder eine Top
Level Domain neu auszuschreiben , hat sich VeriSign deutlich besser abgesichert
als die Konkurrenz . Den Neulingen kann so jede Nichteinhaltung der
Vertragsbedingungen oder die Vortäuschung falscher Tatsachen in ihrer Bewerbung
zum Verhängnis werden . Im VeriSign-Vertrag sind keine derartigen Sanktionen
festgehalten . Im Gegenteil hat sich das Unternehmen sogar mit Blick auf
Wettbewerbsverstöße abgesichert , die ihm bereits von mehreren amerikanischen
und europäischen Konkurrenten vorgeworfen werden . Wenn VeriSign seinem eigenen
Registrarunternehmen künftig durch sein Monopol beim .com-Datenbankbetrieb
bessere Bedingungen einräumt , ist dies beispielsweise kein Grund für eine
Kündigung des Vertrages . Vielmehr haben ICANN und VeriSign ein "
Sanktionsprogramm " vorgelegt , nachdem VeriSign bei kleineren Verstößen bis zu
10.000 US-Dollar , bei größeren bis zu 100.000 US-Dollar bezahlen soll . Für das
milliardenschwere Unternehmen dürften das kaum mehr als Peanuts sein .
Gleichzeitig haben VeriSigns Verhandlungsführer aber durchgesetzt , dass das
Sanktionsprogramm für sie nur dann Gültigkeit erhält , wenn es auch die noch in
diesem Jahr in den Markt einsteigenden Registrybetreiber unterzeichnen . Wo es
VeriSign vorteilhaft erscheint , soll also sehr wohl gleiches Recht für alle
gelten . Eine erste Kritik an technischen Details der VeriSign-Verträge äußerte
inzwischen bereits der für Nordamerika von Nutzern gewählte ICANN-Direktor Karl
Auerbach . Auerbach hatte gerade im Blick auf das Verfahren zu den
entschiedensten Gegnern der neuen VeriSign-Verträge gehört . Anders als es
Stuart Lynn in seinem Schreiben ans DoC nun darstellt , gab es nämlich reichlich
Opposition gegen den Deal . " Viele der Vertragszusätze waren noch ungeschrieben
oder wurden dem Vorstand nicht zur Verfügung gestellt , als wir abstimmten . "
Erst im Nachhinein erfuhren also ICANNs Vorstandsmitglieder , wofür sie am 2.
April mehrheitlich gestimmt haben . Die Entscheidung aus Washington darf nun mit
Spannung erwartet werden , haben sich doch im Vorfeld bereits einige
US-Abgeordnete an das DoC gewandt . Sie fordern , dass die Konsequenzen der
VeriSign-Verträge mit Blick auf die Entwicklung des Wettbewerbs genau überprüft
werden müssen . ICANNs Juristen und VeriSign setzen dabei weiter auf Zeitdruck :
Schnell soll auch das DoC nun entscheiden , da die Verträge zum 3. Mai in Kraft
treten sollen . Ob das DoC sich zu einer Blitzentscheidung zwingen lässt ,
bleibt abzuwarten . Bundesamt startet Härtetest für kritische IT-Infrastrukturen
In den führenden Informationsgesellschaften geht die Angst vor einem digitalen
Pearl Harbor um , der Cyberwar-Virus breitet sich von den USA kommend immer
weiter in Richtung Europa aus . Nachdem der Spiegel im März bereits die Pläne
der Bundesregierung zur Durchführung eines Cyberterror-Szenarios vorstellte ,
dringen jetzt immer mehr Einzelheiten über die Vorhaben Berlins zum Schutz der
digitalen Nervenadern der Bundesrepublik an die Öffentlichkeit . So hat die vom
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) koordinierte
Arbeitsgruppe Kritis ( Kritische Infrastrukturen ) gerade ein Studienprojekt
gestartet , mit denen sie Finanzdienstleistern im Bereich Netzwerksicherheit auf
den Zahn fühlen will . Ziel der umfangreichen Untersuchung ist die
Identifizierung von Schwachstellen , mit deren Hilfe böswillige Angreifer in
Bankensysteme eindringen , diese blockieren und so volkswirtschaftliche Schäden
anrichten könnten . Geprüft wird neben der Technik auch die gesamte
Sicherheitspolitik der Unternehmen . Oft finden Angreifer Lücken in der
Kommunikation zwischen unterschiedlichen Security-Bereichen , da deren
Absicherung nicht in den festen Aufgabenbereich einzelner Mitarbeiter fällt .
Viele Firmen führen bereits in Eigenregie Verwundbarkeitsprüfungen durch und
setzen dabei auch auf Ex-Hacker . Doch das ist der Eschborner Firma Eurosec ,
die den Auftrag für den Security-Check vom BSI erhalten hat , zu gefährlich . "
Das Verantwortungsgefühl , die Integrität und die Zuverlässigkeit von
angeheuerten Hackern ist nicht gut einzuschätzen " , sagt Thilo Zieschang ,
Geschäftsführer des Sicherheitsdienstleisters . Zunächst geht es ihm auch gar
nicht ums direkte Eindringen in die virtuellen Bankfilialen . " Wir besprechen
gemeinsam die relevanten technischen Sachverhalte um festzustellen , ob in
Ergänzung der vorhandenen Schutzvorkehrungen weitere Maßnahmen gegen raffinierte
Angreifer nützlich sind " , erläutert Zieschang die Strategie . Das Wissen um
die Folgen von Attacken und die Prüfung , wie Angriffe verhindert werden können
, seien wichtiger als " Penetrationstests " . Dass die Eurosec-Truppe mit
Samthandschuhen an die Banken herangeht , liegt auch an deren Sensibilität in
allen Sicherheitsfragen . Gerade Finanzdienstleister sind nicht daran
interessiert , Lücken nach außen zu tragen und Kunden zu verschrecken . " Unser
Kapital ist längst nicht mehr das Geld , sondern die Daten , die dahinter
stecken " , sagt Gisela Hawickhorst vom IT-Bereich der Commerzbank . Die
Ergebnisse der jetzigen Studie werden daher anonymisiert , verspricht Zieschang
, um keine konkrete Bank an den Pranger zu stellen . Die großen Banken
signalisieren daher Kooperationsbereitschaft . " Wir nutzen jede Chance , um
unsere Sicherheit zu überprüfen " , betont Hawickhorst . Anders sei der scharfe
Wettlauf mit den Hackern nicht zu gewinnen . Die Studie , deren Abschluss für
Mitte des Jahres anberaumt ist , soll der Bundesregierung als Grundlage für
weitere Schritte zum Schutz der kritischen Infrastrukturen dienen . " Wir wollen
klären , wo innerhalb Deutschlands Not am Mann ist , wenn an verschiedenen
Stellen Störungen auftauchen " , sagt Werner Müller , Leiter der Abteilung
Innere Sicherheit im Bundesinnenministerium , dem das BSI untergeordnet ist .
Nach dem Durchspielen des Cyberwar-Szenarios - bei dem wie in ähnlichen
derartigen Planspielen üblich eine internationale Mafia-Bande die Regierung
bedroht und sie mit Attacken auf das Stromnetz sowie auf das Rechenzentrum einer
Großbank zum Rückzug der Bundeswehr-Truppen aus dem Kosovo zu zwingen versucht -
will Müller in einem weiteren Schritt auch mit echten Hackerattacken die
kritischen Infrastrukturen einem Härtetest unterziehen . Ob die Regierungshacker
auch gegen die Privatwirtschaft ins Feld ziehen sollen , " müssen die Ergebnisse
zeigen " . Der Aktivismus , den die Bundesregierung entwickelt , wird gefördert
durch Nachrichten aus anderen europäischen Ländern und von jenseits des
Atlantiks . Für Aufsehen sorgte außerdem eine vom niederländischen
Verkehrsministerium in Auftrag gegeben Studie , die behauptet , dass eine gut
platzierte Bombe das gesamte Internet des Landes außer Gefecht setzen könnte .
Lycos Europe strebt an die Spitze In Deutschland sei die Reichweite mit 44,1
Prozent höher als die des großen Konkurrenten Yahoo mit 40,7 Prozent , teilte
Lycos Europe heute mit . Allerdings arbeitet Lycos Europe , genauso wie die
amerikanische Mutter , weiter mit Verlust . Dies sei vor allem durch
Investitionen in Werbung und Marketing bedingt , um die Reichweite und den
Bekanntheitsgrad des Internet-Anbieters zu erhöhen . An Lycos Europe ist
Bertelsmann mit 27 Prozent beteiligt . Der Mitbesitzer und Chef von Lycos Europe
Christoph Mohn , Sohn des Bertelsmann-Eigners Reinhard Mohn , erklärte , Lycos
habe einen wichtigen " Meilenstein auf dem Weg zur europäischen
Marktführerschaft " erreicht . Im Rahmen dieser Übernahme wurde auch eine
strategische Partnerschaft zwischen Terra/Lycos und Bertelsmann als
Inhaltslieferanten vereinbart . Terra beabsichtigt , über Lycos seine Position
vor allem in den Asien und Europa auszubauen und einen Fuß in den US-Markt zu
bekommen . Auswirkungen der Übernahme auf Lycos Europe und die
Bertelsmann-Beteiligung an dem europäischen Internet-Portal soll es nicht geben
: Bertelsmann-Sprecher Markus Payer erklärte gegenüber c't , die Beteiligung
bleibe bestehen , wie sie sei . Einen Anteil an Terra/Lycos strebt der deutsche
Medienkonzern aber nicht an . Neben dem Gemeinschaftsprojekt Lycos Europe wird
laut Payer die zukünftige Zusammenarbeit vor allem in Partnerschaften beim
E-Commerce und Internet-Inhaltsangeboten bestehen ; auch sind gemeinsamen
Online-Shops von Terra/Lycos und Bertelsmanns Internet-Buchladen BOL vor allem
in Lateinamerika geplant . Hewlett-Packard boomt mit Servern und Home-PCs Laut
Hewlett-Packard , zweitgrößtem Computer-Hersteller der Welt , haben vor allem
gute Verkäufe bei Servern für Internet-Provider sowie Großunternhemen und bei
PCs für Privat- und Heimanwender zu einem guten Ergebnis im zweiten Quartal des
laufenden Geschäftsjahrs beigetragen . Die Umsätze mit Unix-Servern wuchsen um
26 Prozent , sehr zur Freude der neuen HP-Chefin Carly Fiorina , die in diesem
Segment eine große Chance für Hewlett-Packard sieht . Die Umsätze mit PCs für
Privatleute stiegen sogar um 85 Prozent . Die Verkäufe von Notebooks konnte HP
verdreifachen . Dagegen verbuchte die Drucker-Sparte nur einen Zuwachs um 16
Prozent - dieser Bereich ist allerdings der profitabelste von HP und trug im
letzten Geschäftsjahr mit 61 Prozent zu den Gewinnen des Gesamtkonzerns bei .
Fiorina erklärte gegenüber Analysten , HP wolle in Zukunft die Margen durch
verstärkten Direktverkauf an Privatleute und Firmen noch weiter verbessern .
Gegenwärtig beträgt der Anteil der Direktverkäufe 14 Prozent am Umsatz ; laut
der HP-Chefin soll er im Geschäftsjahr 2001 auf 20 bis 30 Prozent steigen . Das
erfolgreiche Geschäftsjahr fand Fiorina besonders angesichts der
Umstrukturierungen bei HP beeindruckend : Sie kenne kein anderes Unternehmen ,
das Veränderungen in dieser Größenordnungen durchgemacht habe und dann solche
Resultate vorweisen könne . Teil dieser Umstrukturierung war die Auslagerung
einiger Geschäftsbereiche wie etwa der Messtechnik in das selbstständige
Unternehmen Agilent . Dessen Geschäftszahlen sind im aktuellen Quartalsbericht
von HP schon nicht mehr enthalten . Zukunfts-PC soll Nutzer " verstehen " Der
Computer der Zukunft wird seine Benutzer bedienen , nicht umgekehrt , meinte
Professor Jose Encarnacao , Leiter des größten internationalen
Forschungsverbunds für graphische Datenverarbeitung , dem INI GraphicsNet , in
einem Gespräch mit dpa . Im GraphicsNet sind verschiedene Institute
zusammengeschlossen , die zusammen 750 Mitarbeiter beschäftigen . Dem Verbund
gehören unter anderem das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung
und das Zentrum für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt an . In unserer
immer mehr von Computern abhängigen Welt werde es immer schwieriger , mit
Rechnern umgehen zu können . " Der Lernaufwand steigt unerträglich " , meint
Encarnacao . Encarnacaos Vision ist ein Rechner , der uns fesselt und bewegt wie
ein guter Film : " Wenn Sie Titanic im Kino sehen , müssen sie ja auch nicht
vorher die Gebrauchsanweisung gelesen haben . " Der PC der Zukunft werde es
ebenso verstehen , seinen menschlichen Partner " emotional anzubinden " . Das
Programm werde sich selbst genau so erklären wie ein Spielfilm seine Handlung .
Um solche Programme zu schreiben , brauche es weniger Programmierer als vielmehr
einen " Regisseur " , ist Encarnacao überzeugt . Seine Rolle werde ein
interdisziplinäres Team einnehmen , dem neben technisch versierten
Programmierern auch Menschen angehörten , die sich mit Fotografie und Videokunst
, Psychologie oder eben mit Drehbuchschreiben beschäftigten . Die so
entstandenen Rechner-Einheiten würden für den Benutzer gleichsam unsichtbar ,
hofft Encarnacao . Man bemerke sie nur über ihre Dienstleistung . " Heute muss
der Benutzer den Computer fragen , wenn er etwas wissen will , morgen wird er
sich von selbst melden , wenn er spürt , dass sein Benutzer etwas braucht . "
Die Technik im Auto mache es vor : T-Mobile kritisiert UMTS-Lizenzvergabe Die
Telekom-Tochter T-Mobile International hat die unterschiedlichen Kriterien der
Vergabe von UMTS-Mobilfunklizenzen in Europa kritisiert . Manche Netzbetreiber
bekämen in ihren Heimatländer die Lizenz quasi geschenkt und könnten deswegen
die Lizenzpreise in Ländern mit Auktionsverfahren in die Höhe treiben . Bei der
Versteigerung könnten " ein bis zwei Wildgewordene den ganzen Markt ruinieren "
, sagte der T-Mobile-Chef Kai-Uwe Ricke den Stuttgarter Nachrichten . Bei der
Versteigerung in Großbritannien seien die etablierten Netzbetreiber in
Preisregionen getrieben worden , in denen " die betriebswirtschaftliche Vernunft
" zu kurz komme , sagte Ricke . Deshalb sicherten sich nun die Bewerber in
anderen Ländern eine entsprechende Finanzierung . Laut Ricke stellt die
UMTS-Finanzierung für T-Mobile allerdings kein Problem dar : " Der Rahmen ist
über unsere Mutter Telekom gesichert . " Die wirtschaftliche Zukunft nach einer
Ersteigerung von UMTS-Lizenzen scheinen andere Firmen allerdings nicht ganz so
rosig zu sehen : So hatten sich schon die Elmshorner Gesellschaft Talkline und
der französische Mischkonzern Vivendi aus der Auktion für die deutschen
UMTS-Lizenzen zurückgezogen . Talkline-Chef Kim Frimer erklärte dazu , dass sich
angesichts des zu erwartenden Preises für eine Lizenz die Ausgaben erst in 15
bis 20 Jahre amortisieren würden - und auch nur dann , wenn nichts schief gehe .
Ricke erwartet allerdings auch wegen der UMTS-Vergabe eine Verschärfung des
Konzentrationsprozesses im Mobilfunk . " Ich glaube , dass es in drei Jahren in
Europa möglich sein wird , sehr preiswert Unternehmen zu kaufen " , sagte er .
Ricke nannte es " inakzeptabel " , wenn France Telecom über drei Konsortien für
eine deutsche UMTS-Lizenz bieten könne . France Telecom ist wegen des Kaufs der
britischen Orange und der in diesem Zusammenhang erfolgten Beteiligung von
Vodafone AirTouch an drei der neun Bietergruppen indirekt beteiligt . Durch eine
Computerstörung sind in Bonn bis zu 40.000 Telefonanschlüsse ausgefallen . Die
Telekom habe Spezialisten eingeflogen , die mit Hochdruck an dem Problem
arbeiteten , berichtete ein Feuerwehrsprecher am heutigen Samstag . Betroffen
seien auch die Notrufnummern . Die Polizei fahre verstärkt Streife , auch die
Feuerwehr und die Telekom seien mit Einsatzkräften im betroffenen Stadtteil
Bonn-Beuel präsent . In Notfällen sollten Polizei und Feuerwehr über
Mobiltelefone alarmiert werden . Genauere Angaben über den Computerfehler , der
zum Ausfall der Telefone führte , machte die Telekom bislang nicht . Hintergrund
: Neue Internet-Domains ? Eigentlich ist der Weg für neue generic Top Level
Domains ( gTLDs ) in der Art von .com , .net oder .org ja frei . Mitte April
empfahl das Names Council der Domain Name Supporting Organisation ( DNSO ) der
Internetverwaltung ICANN , neue gTLDs einzuführen . Für das nächste Treffen des
Direktoriums der Internet Corporation for Assignend Names and Numbers in
Yokohama am 16. Juli dieses Jahres liegt seit Anfang letzter Woche auch ein
Papier vor , das der Beschlussfassung behilflich sein soll . Da es in der
letzten Zeit keine Erfahrung mit der Einführung neuer gTLDs gebe , empfiehlt die
DNSO auf jeden Fall , anfangs nur eine geringe Zahl neuer Namen zu ermöglichen -
anschließend sollte genau überprüft werden , welche Auswirkung dies habe , um
dann über eventuelle weitere gTLDs zu entscheiden . Grundsatz bei allen Aktionen
müsse sein , dass die Stabilität des Internet und des Domain Name Service ( DNS
) nicht gefährdet werde . Warum allerdings die Einführung neuer gTLDs den DNS
labil machen sollte , darüber lässt sich das Papier nicht aus . Ebenso wenig
übrigens wie die ICANN-Vertreter auf der Konferenz der Bertelsmann-Stiftung über
Internet Governance am Donnerstag letzter Woche . Prinzipiell , so meinten
dagegen zumindest einige der Anwesenden , gebe es kein technisches Hindernis ,
beliebig viele neue gTLDs einzuführen . Michael Schneider , Gründer von EUnet
Deutschland und inzwischen als Rechtsanwalt und eloquenter Vertreter von
Provider-Interessen tätig , meinte sogar , Techniker bei der Internet
Engineering Task Force ( IETF ) seien schon auf die Idee gekommen , eine so
große Zahl neuer TLDs einzuführen , dass sich Markenrechtsstreitigkeiten von
selbst erledigen - niemand könne bei sehr vielen neuen Domains wirklich in allen
Bereichen seinen Namen registrieren lassen . Marken- und Namensrechte spielen
natürlich bei der ganzen Diskussion um neue gTLDs eine entscheidende Rolle .
Schließlich sei selbst in der .com-Domain eigentlich kein Engpass für Namen
vorhanden - allein die einfach zu merkenden , die " berühmten " sowie die
Marken-Namen würden knapp . Ein Unternehmen aber , dass wert darauf legt , unter
dem Firmen- oder Marken-Namen im Internet gefunden zu werden , werde sich in
allen gTLDs entsprechende Domains registrieren lassen . Die Einführung weniger
neuer gTLDs verschiebt das Problem der Knappheit also nur um kurze Zeit , so die
einhellige Meinung der Teilnehmer an der Tagung der Bertelsmann-Stiftung . Warum
dann aber überhaupt neue gTLDs ? Diese Frage stellte auf der Tagung auch Harald
Tveit Alvestrand , unter anderem Mitglied des Internet Architecture Boards ( IAB
) . Seiner Ansicht nach beruht die ganze Diskussion auf dem Missverständnis ,
der DNS ließe sich als Directory nutzen . Ein Verzeichnisdienst , der das
einfache Auffinden von Ressourcen im Internet nach Kriterien wie Marken- oder
Firmen-Namen oder gar auf Grund nur bruchstückhafter Informationen über die
gewünschte Web-Seite ermögliche , sei der DNS aber definitiv nicht . Alles
andere stelle seine Integrität und Stabilität in Frage . Auch Sabine Dolderer ,
Geschäftsführerin des DENIC , der Registrierungsstelle für .de-Domains , meinte
, das Hauptproblem sei nicht ein Engpass an Namen , sondern der Versuch , den
DNS als Ordnungskriterium zu nutzen . Die Einführung neuer gTLDs hält Alvestrand
wohl eher für schädlich : Der DNS sollte so klein und effizient wie möglich
gehalten werden . Notwendig sei ein richtiger Directory Service , der das
Auffinden von Ressourcen ermögliche . Ob man dann den DNS überhaupt noch
benötigt als zusätzlichen Layer zwischen Directory und IP-Adressen , dazu ließ
sich Alvestrand nicht aus . Er betonte aber , das Problem sei nicht die
technische Realisierung eines Directory , sondern wer dies bezahle und wer das
Verzeichnis verwalte . Interessanterweise teilte der Vertreter der Deutschen
Telekom , Winfried Schüler , Leiter des Bereichs Internationale IP-Dienste beim
rosa Riesen , auf der Tagung der Bertelsmann-Stiftung die Ansicht , für eine
vernünftige Nutzung des Internet in der Zukunft müsse ein Directory her . Die
Telekom habe bereits die Entwicklung eines entsprechenden Verzeichnisdienstes in
Angriff genommen - der Konzern kann sich aber nach Aussagen von Schüler auch
vorstellen , dieses Directory , wird es denn einmal Realität , nur
kostenpflichtig oder nur für Telekom-Kunden anzubieten . Und darauf , ob
überhaupt ein neues Directory notwendig ist , ging der Telekom-Vertreter leider
nicht ein : Schließlich gibt es schon diverse Verzeichnisdienste . X.500 als
internationaler Standard ist schon lange verfügbar und hat seine Stabilität
bewiesen . Und Novell etwa versucht seit einiger Zeit , seine Novell Directory
Services ( NDS ) als Verzeichnisdienst für Internet- und Telekomfirmen zu
platzieren - unter anderem auch durch Abkommen mit der Deutschen Telekom .
Francis Gurry , Assistant Director General und Rechtsberater bei der World
Intellectual Property Organization ( WIPO ) , bezweifelte zudem , dass ein
Directory die Schwierigkeiten mit dem Namensrecht im Internet lösen könne . Auf
die Frage , ob ein Verzeichnisdienst juristische Auseinandersetzungen um Marken-
und Firmen-Namen verhindern könne , meinte er lapidar : So könnte eine
internationale Organisation wie die UNO damit beauftragt werden , über
Namensrechte an Domain-Namen zu entscheiden . Gurry sieht aber dabei gravierende
juristische Probleme auf die UNO zukommen ; zudem dürfte es nach Gurrys Ansicht
einige Schwierigkeiten geben , solch einen Mechanismus auch international
durchzusetzen . Eine weitere Methode wäre eine Art Ausschlussliste . In ihr
würden allgemeine und " berühmte " Namen festgehalten , die nicht im DNS
registriert werden dürften : Eine Art Anti-DNS also . Und es treten gleich
dieselben Fragen wie beim DNS auf : Wer verwaltet die Ausschlussliste , wer
entscheidet , welche Namen aufgenommen werden ? Die ICANN jedenfalls sieht in
ihrem Vorbereitungspapier für die Direktoriums-Sitzung über neue TLDs die
Notwendigkeit einer Ausschlussliste nicht . Eines bleibt zu dem Vorschlag eines
Internet-Verzeichnisdienstes festzuhalten : Wer schon einmal versucht hat , über
X.500 oder NDS eine Ressource direkt mit ihrem Directory-Namen anzusprechen ,
freut sich , wenn er mit IP-Adressen arbeiten darf . Bevor das ICANN-Direktorium
die Einführung neuer gTLDs beschließen kann , haben die Mitglieder darüber
hinaus noch ein weiteres Problem : Die Verfechter zweier unterschiedlicher Typen
von gTLDs müssen sich einigen . Die andere Variante : So genannte chartered TLDs
, die schon im Namen einen bestimmten Zweck der entsprechenden Server oder
Web-Seiten andeuten sollen - etwa .firm für Auftritte von Unternehmen im Web ,
.sex für Porno-Sites oder .medical für Gesundheits-Angebote . Solche chartered
Domains gibt es bislang auch schon : .edu für Universitäten und
Bildungseinrichtungen könnte als Vorbild dienen . Die Einführung von .union für
Internet-Auftritte von Gewerkschaften beispielsweise wurde aber erst vor kurzem
abgelehnt - zu politisch , hieß es lapidar . Andrew McLaughlin , Berkman Fellow
an der Harvard Law School und Chief Policy Officer sowie Chief Financial Officer
der ICANN , lehnte jedenfalls während der Diskussion bei der
Bertelsmann-Stiftung chartered Domains rundweg ab . Die ICANN als oberste
Instanz für die DNS-Aufsicht käme sonst in eine Situation , bei der sie
nicht-technische Kriterien für die Registrierung innerhalb einer bestimmten
Domain anlegen müsse : Wie könne die ICANN entscheiden , ob etwa Geistheiler
innerhalb einer eventuellen Domain .medical zu akzeptieren seien oder nicht ?
Die ICANN sei nicht dafür da zu entscheiden , ob eine Registrierung für eine
bestimmte chartered Domain zugelassen werde oder nicht . Auch Dolderer äußerte
Bedenken gegen chartered Domains : Sie könnten sich schnell zu einer Art
Gütesiegel für einen bestimmten Bereich entwickeln . Trotz dieser Einwände
erklärte Michael Leibrandt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
( BMWi ) und Vertreter der Bundesregierung im Governmental Advisory Committee (
GAC ) der ICANN , er bevorzuge die Einführung von chartered Domains . Die
Bundesregierung wolle auf keinen Fall , dass nur allgemeine unrestricted TLDs
eingeführt würden . Man müsse neue Domains aus der User-Perspektive beurteilen
und danach , welche Nutzen TLDs den Surfern brächten - dabei hätten chartered
Domains eindeutige Vorteile . Er könne sich aber vorstellen , dass eine
Mischform gewählt werde , mit einigen chartered und nur wenigen unrestricted
Domains , meinte Leibrandt gegenüber c't . Angesichts all dieser offenen Fragen
zum DNS und der technischen wie politischen Auseinandersetzungen um die
Einführung neuer gTLDs darf man also gespannt erwarten , was die ICANN auf dem
Direktoriumstreffen im Juli in Yokohama beschließt - wenn die Direktoren sich
überhaupt schon zu einer endgültigen Entscheidung durchringen können . Die neuen
Aktien der dritten Tranche der Telekom-Papiere , die an die Börse gebracht
werden , werden für 66,50 Euro ausgegeben . Privatanleger erhalten als
Frühzeichner drei Euro Rabatt . Das teilte die Deutsche Telekom am heutigen
Samstag in Bonn mit . Der Verkaufspreis liege um 1,5 Prozent unter dem
Durchschnittskurs der T-Aktie vom Freitag . Privatanleger sollen mindestens 25
Aktien sowie ein Fünftel der darüber hinaus georderten Menge erhalten . Wer
einen T-Online-Bevorrechtigungsschein hat , bekommt 50 Aktien plus 25 Prozent .
Zudem erhalten Privatanleger Treueaktien im Verhältnis 1:10 , wenn sie die
Papiere bis Ende 2001 behalten . Der erste Handelstag der neuen T-Aktien ist am
kommenden Montag . Erst dann will die Telekom auch weitere Details der Zuteilung
bekannt geben . Kunden-Datenbanken von AOL verwundbar ( Update ) Hacker haben
sich US-Medienberichten zufolge Zugang zu Kundendaten des weltgrößten
Onlinedienstes AOL verschafft . Ein Unternehmenssprecher habe bestätigt , dass
die Hacker Zugriff auf interne Datenbanken mit persönlichen Informationen der
Kunden hatten , berichteten US-Medien . Zu den kritischen Daten zählten
beispielsweise auch Kreditkarteninformationen . AOL habe inzwischen zusätzliche
Sicherheitsmaßnahmen ergriffen . Ein Reporter des Fernsehsenders MSNBC
berichtete , ein Hacker habe ihm als Beweis die Informationen über sein
Kundenkonto geschickt . Wie MSNBC weiter berichtete , gelang es einem Hacker mit
dem Namen " Retired " mit einem Trojanischen Pferd in das System einzudringen .
Der Bericht über die Verwundbarkeit des AOL-Sicherheitssystems wurde am
gestrigen Freitag Abend ( Ortszeit ) auf der Onlineseite von Observers.net
veröffentlicht , an der sich zahlreiche ehemalige AOL-Mitarbeiter beteiligen .
Sie erklärten , mit der Veröffentlichung solle AOL Gelegenheit gegeben werden ,
die Lücke zu schließen . Deutsche Kunden seien ersten Erkenntnissen zufolge
nicht betroffen , erklärte Frank Sarfeld , Sprecher von AOL Deutschland . In
einer Mitteilung von AOL an seine Mitarbeiter , die ebenfalls auf Observers.net
veröffentlicht wurde , kündigte der Online-Dienst allerdings an , ab Dienstag
seine Sicherheitspolitik zu ändern . Die Einführung von Pauschalpreisen für
Online-Zugänge , so genannte Flatrates , öffnet den Weg für eine neue Lässigkeit
im Umgang mit den Angeboten des Internet . Schon bald wird der Pauschaltarif
eine grundsätzliche Änderung im Benutzerverhalten bewirken . Auf ein paar
Stunden oder Megabyte mehr oder weniger kommt es bei einer Flatrate nicht an .
So kann man das Öffnen und Beenden der Internetverbindung getrost dem Rechner
überlassen . Besonders mit einem ISDN-Anschluss , bei dem der Verbindungsaufbau
in Sekundenschnelle erfolgt , verschwimmen dann die Grenzen zwischen On- und
Offline zusehends . Damit wandelt sich die Bedeutung des Internet vom Luxusgut ,
das man bewusst und zielgerichtet nutzt , zu einer ständig verfügbaren Ressource
, über deren Einsatz man nicht weiter nachzudenken braucht . Die Auskunft ruft
man nur an , wenn man gerade kein Telefonbuch zur Hand hat . Aktienkurse ,
Kinoprogramme , Abfahrtszeiten für Züge oder Straßenbahnen - all das wird man
bald ganz selbstverständlich aus dem Internet holen . Preise vergleichen ,
bummeln oder in exotischen Läden stöbern macht auch im Netz ohne Zeitdruck erst
richtig Spaß . Kostenlose Dateitransfers eröffnen aber noch ganz andere
Perspektiven . Schon jetzt gibt es etwa Angebote , sich die entwickelten
Urlaubsfotos digitalisiert ins Netz stellen zu lassen . Ebenso denkbar ist eine
Tageszeitung , die den persönlichen Vorlieben der Abonnenten angepasst wird und
morgens schon auf dem Rechner wartet . Kurz : Die lange angekündigte
Allgegenwart des Internet wird Realität . Vor allem aufgrund der hohen Preise
werden sich Flatrates in Deutschland jedoch nicht sofort durchsetzen .
Langfristig jedoch werden Pauschalpreise für den Internet-Zugang die magische
50-Mark-Grenze unterschreiten . G8-Gipfel will IT-Charta verabschieden Die
sieben führenden Industrienationen und Russland wollen bei ihrem
G8-Gipfeltreffen in Japan für den weltweiten Einsatz der Informationstechnologie
werben . Damit sollten auch die Zugangs-Voraussetzungen und mehr
Wachstumsmöglichkeiten für Entwicklungsländer geschaffen werden , hieß es am
Montag zum Stand der Vorbereitungen in Berliner Regierungskreisen . Dazu soll am
Wochenende auf der südjapanischen Insel Okinawa eine IT-Charta von den Staats-
und Regierungschefs der Länder USA , Japan , Deutschland , Frankreich ,
Großbritannien , Italien , Kanada und Russland verabschiedet werden . Hier gelte
es , die " technische Lücke " zwischen den Staaten zu schließen . Dabei komme es
auf einen verantwortbaren Rahmen im Zusammenspiel staatlicher Bedingungen und
privatwirtschaftlicher Organisationen an . Die Europäer wollen damit zugleich an
den EU-Gipfel von Lissabon anknüpfen , auf dem sie sich das Ziel gesetzt hatten
, die Amerikaner bei den neuen Technologien wie Internet und E-Commerce zu
überholen . Die EU-Regierungschefs hatten dazu noch im Juni auf der Tagung des
Europäischen Rats in Feira den Aktionsplan eEuropa 2002 beschlossen , der unter
anderem für ein billigeres und schnelleres Internet sorgen soll . Beim 26.
Wirtschaftsgipfel vom Freitag bis Sonntag dieser Woche haben die Staats- und
Regierungschefs eine Fülle weiterer Themen . Neben den Konfliktfeldern vom
Balkan bis Nordkorea und dem geplanten amerikanischen Raketenabwehrsystem stehen
Fragen der Wohlfahrt und des sozialen Friedens auf der Tagesordnung . Ein Jahr
nach der Standortentscheidung sind am heutigen Dienstag in Kiel die Hallen des
Multimedia-Campus Schleswig-Holsteins bezogen worden . In der einzigen
Einrichtung ihrer Art in Deutschland sollen vom Herbst an Fachleute in
Informationsberufen ausgebildet werden . Der Multimedia Campus ( MMC ) ist ein
gemeinsames Projekt von Wirtschaft , Politik und Wissenschaft . Kiel hatte sich
im Juli vergangenen Jahres gegen Lübeck als Standort durchgesetzt . Zuvor waren
Flensburg , Neumünster , Büdelsdorf , Itzehoe und Uetersen als mögliche
Kandidaten ausgeschieden . In drei Jahren soll der Campus an seinen endgültigen
Standort im Kieler Germania-Hafen umziehen . Mehrere Unternehmen haben bereits
Stipendien oder Sponsorengelder für MMC zur Verfügung gestellt . Durch ein
Netzwerk sollen auch internationale Partner in das Konzept eingebunden werden .
Als erstes startet im Oktober für 52 Studenten der Masterstudiengang "
Multimedia-Management " . Dazu gibt es neben der Ausbildung auch verschiedene
Aufbaustudiengänge . Nach MMC-Angaben liegen derzeit " weit über 100 Anfragen
und zum Teil Bewerbungen vor " . Der Passauer Informatiker Burkhard Freitag für
die Informationstechnologie , der Leipziger Mediensystemtechniker Bernd
Steinbrink für die Professur für Multimedia-Applikationen und der Magdeburger
Privatdozent Gerhard Weber für den Lehrstuhl " für adaptive
Mensch-Maschine-Interfaces " . Für das Studium sind unter anderem ein
überdurchschnittlicher Hochschulabschluss in einer beliebigen Fachrichtung ,
gute Englischkenntnisse und Grundkenntnisse in Informationstechnologie sowie
Betriebswirtschaftslehre erforderlich . Die Studiengebühr beträgt 15.000 Mark .
Fünf Unternehmen haben bisher 20 Stipendien bereitgestellt . Intel angesichts
fallender Preise unter Druck Anfang Juni hatte Intel Optimismus verbreitet : Der
Chip-Gigant gab damals eine gemäßigt zuversichtliche Prognose für den Umsatz im
zweiten Quartal 2001 ab und stärkte damit doch noch die Hoffnungen auf eine
Erholung der schwächelnden Chipindustrie - und erhöhte gleichzeitig die
Nervosität der Börsianer , die etwas aufgeregt die Quartalszahlen erwarteten .
Nun legte Intel am Dienstag nach Börsenschluss in den USA die endgültigen
Bilanzen vor . Diese sind zwar etwas besser als erwartet - die Prognosen waren
aber angesichts der bislang enttäuschenden Geschäfte der Branche nicht gerade
sehr hoch . Craig Barrett , Chef von Intel , brach nicht gerade in Euphorie aus
angesichts der Resultate , gab sich aber doch zufrieden . Die Verkäufe von
Prozessoren und Chipsätzen seien jedenfalls höher als im ersten Quartal gewesen
, während die Verkäufe von Motherboards , Flash-Memory , Netzwerk-Prozessoren ,
Fast- und Gigabit-Ethernet-Komponenten sowie Mikro-Controllern gesunken seien ,
hieß es bei Intel . Im nächsten Quartal hofft der Chip-Hersteller , den starken
Auftritt im CPU-Markt durch einen beschleunigten Übergang zum Pentium 4
fortsetzen zu können . Trotzdem sei es schwierig , die Nachfrage angesichts der
bleibenden ökonomischen Unsicherheiten zu prognostizieren . Ob Intel allerdings
weiter so stark vom Prozessorgeschäft profitieren kann , stellen einige
Beobachter angesichts des anhaltenden Preiskriegs mit AMD in Frage . Intels
Hauptkonkurrent bei den Prozessoren erfüllte zwar die bereits reduzierten
Erwartungen , verzeichnete aber ebenfalls einen drastischen Gewinneinbruch und
sieht für das nächste Quartal sogar die Möglichkeit , in die Verlustzone zu
geraten . AMD wird sich aber kaum die Butter vom Brot nehmen lassen und kündigte
bereits an , die verkauften CPU-Stückzahlen weiter nach oben treiben zu wollen .
Sicher sind die Investoren sich jedenfalls nicht , ob Intel weitere Stürme im
Chip-Markt und befürchtete Turbulenzen beim PC-Absatz ohne Probleme meistern
kann . OMG : Vorschläge für Objekte im Internet angefordert Die Object
Management Group ( OMG , http://www.omg.org ) hat einen Request for Information
( RFI ) herausgegeben , mit dem Vorschläge und Kommentare zu Bereichen gesammelt
werden sollen , die eine Zusammenarbeit von Internet- und Objekttechnologien
betreffen . Sie verfolgt das Ziel , eine Architektur für objektorientierte
Systeme bereitzustellen , mit der die Verteilung und Zusammenarbeit von
Softwarebausteinen in vernetzten und heterogenen Umgebungen möglich wird .
Zentrales Element dieser Architektur ist der sogenannte Object Request Broker (
ORB ) , der die Interaktion zwischenObjekten auch über Prozeß- und
Rechnergrenzen hinweg definiert . Mit dem nun herausgegebenen RFI soll über
diese reine Protokollebene hinaus eine Integration zwischen den OMG-Technologien
und Internet-Protokollen sowie -Werkzeugen erreicht werden . Nachdem schon
verschiedene Ansätze entstanden , etwa Java mit den OMG-Technologien in Einklang
zu bringen ( so entwickelte Sun beispielsweise mit JOE einen Java-ORB ) , sollen
diese Versuche auf eine breitere Basis gestellt werden und in den offiziellen
Standardisierungsprozeß einfließen . Die Internet Special Interest Group der OMG
( http://www.objs.com/isig/home.htm ) wird aus den eingegangenen Kommentaren
Vorschläge destillieren , die den Einsatz von CORBA-Anwendungen im Internet ,
die Einbindung von Internet-Tools in CORBA-Software und die bessere
Verwendbarkeit der OMG-Standards in Wide Are Networks ermöglichen sollen . Sind
diese Bemühungen von Erfolg gekrönt , wird auch die Open Software Foundation mit
ihrem Distributed Computing Environment ( DCE ) noch stärker unter Druck geraten
. Schon die Ablehnung von DCE als Standard-Transportmodell zwischen
verschiedenen ORB-Implementationen bedeutete einen Rückschlag für die weitere
Durchsetzung dieses Standards für verteilte Systeme . Mit der Integration von
OMG-Standards und Internet-Technologien gerät DCE weiter ins Hintertreffen .
WWW-Schnittstellen und objektorientierte Technologien für DCE lassen noch einige
Zeit auf sich warten . Durch WAN- und Internet-Integration in den
CORBA-Standards wird den DCE-Protagonisten ein weiteres Argument für die eigene
Technologie aus der Hand geschlagen . Das virtuelle Loch in der Gefängnismauer
Isolation , Monotonie und Einsamkeit : Eine abgeschlossene Welt für sich ist die
Justizvollzugsanstalt Tegel im Norden Berlins . Doch seit eineinhalb Jahren
werkeln Häftlinge in dem größten Gefängnis Deutschlands an ihrem virtuellen
Ausbruch . Unter der Adresse www.planet-tegel.de verbergen sich die ersten
Web-Seiten , die Häftlinge in Deutschland mitgestalteten . Jetzt darf eine
Gruppe von 15 der 1.700 Gefangenen zu festgesetzten Zeiten auch direkt über
E-Mails mit der Welt jenseits der Mauern kommunizieren . Fotos zeigen sterile
Gänge , vergitterte Fenster , schusssichere Türen . Die Texte erzählen von der
Arbeit , Freizeit und dem Leben in der Gefängnisstadt . Seit ihrem Start im
Dezember 1998 verzeichnen die Seiten mehr als 50.000 Zugriffe . " Wir wollten
das Schweigen der Insassen , die Isolation durchbrechen " , sagt der Berliner
Theaterregisseur Roland Brus . Er ist zusammen mit dem Kölner
Multimedia-Designer Michael Henning der geistige Vater des Projekts . Planet
Tegel wurde mit Geldern aus Stipendien aus der Taufe gehoben . Jetzt lebt das
Projekt größtenteils von Spenden , wie Computerfachmann und Mitarbeiter Jörg
Heger sagt . Zwölf Häftlingen bilden den festen Kern der Computergruppe . Der
34-Jährige hatte bislang nichts mit Computern zu tun . Jetzt entkommt er mit der
künstlerischen Arbeit an den Web-Seiten der Monotonie des Knastalltags . " Ich
will geistig nicht veröden " , sagt er . Ziel der Gruppe sei es , dem falschen
Bild von Außenstehenden entgegenzuwirken , die meinen , die Gefangenen lebten
mancherorts wie in einem Hotel . Doch zunächst galt es , die skeptische
Anstaltsleitung von dem Projekt zu überzeugen . Bis heute müssen die Häftlinge ,
die an der Computergruppe teilnehmen wollen , ein Genehmigungsverfahren
durchlaufen . Die Internet-Seiten werden offline mit Hilfe von Computerdesignern
erstellt und sind für die Häftlinge in Tegel nicht online abrufbar . E-Mails
bekamen die Häftlinge bislang über einen Boten , der die Nachrichten auf einem
externen Computer verwaltete . Aber jetzt kann die Gruppe zu festgesetzten
Zeiten selber elektronische Post empfangen und senden . Das ist laut Heger
bislang einmalig auf der Welt . Für Regisseur Brus ist der direkte E-Mail
Verkehr ein gewaltiger Fortschritt : " Jetzt haben wir tatsächlich das Loch in
der Mauer , für das wir angetreten sind . " Die Web-Seiten sollen bis Ende des
Jahres auch in Englisch abrufbar sein . Auf einer neuen Plattform sollen Themen
wie Drogen , Sexualität und Ausländer behandelt werden . Der nächste Schritt
wäre eine direkte Internet-Verbindung in das Gefängnis . Doch dafür ist die
Anstaltsleitung bislang nicht zu gewinnen : " Ich befürchte , dass sich die
Häftlinge rechtsextremistische Literatur und Kinderpornos herunterladen könnten
" , sagt Leiter Klaus Lange-Lehngut . Aber auch er hat positive Seiten an dem
Internet-Projekt erkannt und denkt darüber nach , Ausbildungen der IT-Branche im
Gefängnis anzubieten . " Wir bemühen uns , dafür EU-Gelder zu bekommen " , sagt
er . Häftling Dittmar jedenfalls will so eine Ausbildung machen : " Wenn nicht
hier , dann draußen nach meiner Entlassung . " Siehe dazu auch den Artikel Die
Welt im Knast zum Start der Tegel-Website in Telepolis . Die Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post hat bei der Auktion der UMTS-Mobilfunklizenzen in
Mainz das Mindestgebot auf zwei Prozent abgesenkt , erklärte der Präsident der
Behörde , Klaus-Dieter Scheurle , am Donnerstag Vormittag . Die Bieter mussten
zuletzt die jeweiligen Höchstgebote für eines von insgesamt zwölf Frequenzpakten
um jeweils fünf Prozent übertreffen . " Wir befinden uns jetzt auf der
Zielgeraden " , begründete Scheurle den Schritt . Wie lang diese sei , wisse er
aber nicht . Offensichtlich versuchen T-Mobil und Mannesmann Mobilfunk weiterhin
, jeweils drei Frequenzpakete zu ergatten . Beobachter sprachen nach dem
gestrigen Auktionstag schon davon , Mannesmann habe signalisiert , sich auch mit
zwei Paketen zufrieden zu geben - T-Mobil sei darauf aber nicht eingestiegen .
Würde jeder der verbliebenen sechs Mitbieter sich mit zwei Frequenzpaketen
begnügen , könnten alle noch beteiligten Firmen mit einer UMTS-Lizenz nach Hause
gehen . Will eine Firma aber doch eine große Lizenz , muss mindestens noch ein
Mitbieter ausscheiden . Telekom-Börsengang soll in Österreich Aktienfieber
anfachen Vier Jahre nach dem erfolgreichen Börsengang der Deutschen Telekom will
es Österreich dem großen Nachbarn nachmachen : Die großteils noch in
Staatsbesitz befindliche Telekom Austria ( TA ) wird nach den Plänen der Wiener
Regierung im Herbst als " Volksaktie " an die Börse gebracht . Bei den bisher
als Aktienmuffel bekannten Österreichern soll damit endlich das Börsenfieber
entfacht werden . Nur rund sieben Prozent der Österreicher besitzen Aktien oder
Investmentfonds . Die Zahl der Besitzer von Dividendenpapieren soll durch den
TA-Börsengang verdoppelt werden . Die Eckdaten wie Zeitpunkt und genauer Umfang
des auf jeden Fall größten Börsenganges der österreichischen Geschichte sind
zwar noch nicht bekannt , umso eifriger wird aber schon die Werbetrommel gerührt
. Die Österreicher werden aufgefordert , sich ein so genanntes " Telekom-Ticket
" zu besorgen , das im Falle einer Überzeichnung eine bevorzugte Aktienzuteilung
garantieren soll . 25 bis 30 Prozent des Aktienkapitals sollen zu diesem Zweck
den Anlegern angeboten werden . Die Republik Österreich hält zur Zeit 74,9
Prozent an der TA . Erst vor zwei Jahren waren 25,1 Prozent des Unternehmens an
die Telecom Italia verkauft worden . Für den einfachen Österreicher , der keinen
Beamten des staatlichen Monopolbetriebs persönlich kannte , war es ein großes
Erfolgserlebnis , einen Telefonanschluss zu erhalten . Beschwerden über
monatelange Wartezeiten waren aussichtslos . Heute ist es wohl kein Privileg
mehr , eine Telefonleitung von der TA zu bekommen . Der Kundendienst
funktioniert offensichtlich und auch in der Mobiltelefonie ist die
Telekom-Tochter Mobilkom Marktführer . Trotzdem ist der Börsengang der TA nicht
unumstritten . Das laufende Jahr wird dem Unternehmen Verluste bringen , die auf
den allgemeinen Preiskampf im Telekommunikationsbereich sowie auf Sozialpläne
zum Abbau von Beschäftigten zurückgeführt werden . TA-Generaldirektor Heinz
Sundt glaubt trotzdem an einen erfolgreichen Börsengang , da Telekom-Aktien noch
viel Kurspotenzial hätten . Sundt hatte die Leitung des Unternehmens erst im
Frühjahr von Werner Kasztler übernommen , der aus Protest gegen den seiner
Ansicht nach übereilten Börsengang gemeinsam mit dem gesamten Vorstand
zurückgetreten war . Finanzminister Karl-Heinz Grasser von der
rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei ( FPÖ ) hatte unmittelbar nach der
Bildung der rechtskonservativen Regierung im Februar eine 100-prozentige
Privatisierung der Telekom angekündigt . Die Regierung will auch eine Reihe
weiterer staatlicher Beteiligungen an der Börse zu Geld machen . Ein Erfolg des
TA-Börsengangs ist dafür von größter Bedeutung . Auch der bisher lustlos
dahindümpelnden Wiener Börse soll neues Leben eingehaucht werden . Mit der Bank
Austria , die mit der HypoVereinsbank zusammen gehen will , soll ja bereits in
wenigen Monaten der bisherige Branchenprimus vom Kurszettel verschwinden .
Telekom : UMTS-Lizenzkosten sind " wirtschaftlicher Wahnsinn " Die Deutsche
Telekom hat die bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen erzielten
Milliardenerlöse als " wirtschaftlichen Wahnsinn " bezeichnet . " Wir haben
diesem Irrsinn ein Ende gesetzt " , sagte Konzernsprecher Ulrich Lissek laut dpa
. Die zuletzt für drei Frequenzblöcke abgegebenen Gebote seien wirtschaftlich
nicht mehr vertretbar gewesen . Lissek bezeichnete die hohen Lizenzkosten als
einen gravierenden Nachteil für Deutschland . " Wir starten mit einer massiven
Hypothek in die UMTS-Zukunft " . Bis kurz vor Ende der Auktion in Mainz hatten
sich vor allem Mannesmann und T-Mobil einen heftigen Schlagabtausch um drei
Blöcke geliefert . Die Telekom-Tochter signalisierte dann kurz vor Ende der
Versteigerung , dass sich das Unternehmen auch mit zwei Blöcken und damit einer
kleinen Lizenz zufrieden geben würde . Beobachter meinten bereits am gestrigen
Mittwoch , dass Mannesmann Mobilfunk solche Signale in Richtung Telekom
ausgesandt habe - der rosa Riese ging aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht darauf
ein . Das jetzige Ergebnis mit sechs Lizenznehmern hätten die beteiligten
Unternehmen aber nach dem Ausscheiden von Debitel schon weit früher haben können
: UMTS-Sieg bedeutet Segen und Fluch für die Lizenz-Gewinner Hintergrund : Der
Schatz ist gehoben : Für Bundesfinanzminister Hans Eichel hat sich die Auktion
der UMTS-Mobilfunklizenzen als wahre Goldgrube entpuppt . Das ist rund das
Fünffache der Summe , die er im Haushalt ursprünglich eingeplant hatte . Eine
Überraschung auch auf dem Siegerpodest : Neben den erwarteten Siegern T-Mobil (
D1/Telekom ) , Mannesmann Mobilfunk ( D2/Vodafone ) , E-Plus-Hutchison ( KPN ,
NTT DoCoMo ) , VIAG Interkom ( British Telecom ) und Mobilcom ( France Telecom )
schaffte auch das finnische/spanische Konsortium 3G den Sprung auf den deutschen
UMTS-Markt . Klaus-Dieter Scheurle , Präsident der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post , präsentierte strahlend das Ergebnis : " Mit sechs
Anbietern haben wir ein Ergebnis erzielt , dass den intensivsten Wettbewerb und
die günstigsten Lösungen verspricht " . Und ein Mitabeiter der VIAG Interkom
skandiert im Hintergrund : Befürchtungen über die Höhe der Lizenzkosten teilte
Scheurle nicht . Dagegen sprach die Telekom von einem " Versteigerungsirrsinn "
. Firmensprecher Ulrich Lissek sagte : " Wir haben dem wirtschaftlichen Wahnsinn
ein Ende gesetzt " . Tatsächlich zeigen die sündhaft teuren Lizenzen , dass der
deutsche Mobilfunkmarkt der Zukunft einer der attraktivsten in Europa ist . Bis
Ende 2000 soll bereits jeder Zweite in Deutschland ein Handy in der Tasche haben
. Damit ist die Basis für das UMTS-Geschäft gelegt . Aber die Summen , die sie
in das noch schlummernde UMTS-Geschäft investieren müssen , sind gigantisch :
Schließlich fallen nicht nur Lizenzkosten an . Zum Aufbau der UMTS-Netze und der
Infrastruktur müssen sie weitere zweistellige Milliarden-Beträge investieren .
Und so ist der UMTS-Sieg zugleich ein Fluch : Die Milliarden , die jetzt der
Bundesfinanzminister kassiert , müssen erst verdient werden . Und zwar auf einem
Markt , den es bislang überhaupt noch nicht gibt . " Diese Beträge sind eine
Vorleistung im Glauben an eine Technologie " , sagt der Chefvolkswirt der
Dresdner Bank , Klaus Friedrich , stellvertretend für viele Skeptiker . Georg
Erber vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin warnte schon zu
Beginn der Auktion vor überzogenen Preisen : Die Unternehmen würden sich an den
Lizenz- und den Folgekosten überheben . Doch die gewaltigen Ausgaben für UMTS in
Deutschland ist nicht das Ende : Die sechs Sieger verfolgen eine klare
europäische Mobilfunkstrategie . Neben Deutschland und Großbritannien zählen
Frankreich und Italien als die lukrativsten Märkte in Europa . Dort soll im
Herbst eine Entscheidung über die Vergabe der Konzessionen fallen . Aber auch
diese Lizenzen werden nicht verschenkt . So könnten sich pro Betreiber die
Kosten für den Erwerb der Konzessionen und für den Netzaufbau leicht auf hohe
zweistellige Milliardenbeträge summieren . Ein Betrag , bei dem selbst der Riese
Deutsche Telekom zu zittern beginnt . So wird sich das Unternehmen in Italien
möglicherweise erst gar nicht um eine UMTS-Lizenz bewerben . Ohnehin haben die
Bonner noch ganz andere Brocken zu verdauen wie den US-Mobilfunkbetreiber
VoiceStream . Nach Einschätzung von Analysten werden die Kosten für den
Lizenzerwerb und Netzaufbau die Bilanzen der Unternehmen über Jahre belasten .
Schwarze Zahlen aus dem UMTS-Geschäft erwarten viele erst ab 2008 . " In den
ersten Jahren wird es einen enormen Abfluss von Mitteln geben " , prophezeit
Ralf Hallmann von der Berliner Bankgesellschaft . Im Vorteil seien vor allem die
D-Netze , die mit Ergebnisbeiträgen aus der Sprachtelefonie dieses Loch zum Teil
schließen könnten . Giganten wie die Telekom und Vodafone ( Mannesmann D2 ) ,
schätzt Markus Glockenmeier von Delbrück Privatbankiers , werden die Kosten
dennoch am ehesten verkraften . Und Vodafone hat mit dem Verkauf der
Mannesmann-Tochter Orange an France Telecom vor wenigen Monaten Kasse gemacht .
Unterdessen darf sich Hans Eichel noch auf weitere Einnahmen freuen : Nach dem
die Lizenzgewinner jetzt feststehen , geht es in Mainz in einem " kleinen Poker
" weiter . Fünf weitere so genannte ungepaarte Frequenzblöcke stehen zur Auktion
an . Damit können die UMTS-Sieger ihre Lizenzen noch einmal aufwerten . Dritte
Beta der nächsten Version von Lotus Notes/Domino Knapp drei Monate nach der
Freigabe der zweiten Beta der nächsten Version Notes und Domino , immer noch
Rnext genannt , stellt Lotus auf der Iris-Webseite nun ein neues Release zum
Download bereit . Unverändert gegenüber der zweiten Beta werden folgende
Plattformen unterstützt : Notes für Windows und Mac OS , Domino Designer für
Windows sowie Domino Server für AIX , Linux , Solaris/Sparc und Windows .
Gegenüber der zweiten Beta hat Iris nun auf allen Domino-Servern einen neuen
HTTP-Task sowie die aus dem Apache-Jakarta-Projekt stammende Servlet-Engine
Tomcat integriert . Bislang galt dies nur für den Windows-Server . Die
Server-Konsole wird nun vom Server entkoppelt . Dazu implementiert Rnext zwei
Bestandteile : Controller und Console . Der Controller läuft auf dem Server ,
die Console auf diesem oder einem anderen Rechner . Man kann damit auch unter
Windows von einem entfernten Rechner aus die Server-Konsole bedienen , ohne eine
Fernsteuerungssoftware zu verwenden . Der Designer ermöglicht nun das lang
erwartete Remote Debugging von LotusScript-Agents sowie Code Completion für
diese Sprache . Weitere Änderungen in der Entwicklung betreffen vor allem Java
Server Pages . So kann man Tag Libraries für Macromedia Ultradev erhalten , die
eine Entwicklung für Domino Rnext ohne Verwendung des Domino Designers
ermöglichen . Ein zusätzlicher Download mit dem Namen Swiftfile erweitert das
Mail-Template um eine Funktion , die den Anwender beim Ablegen von Nachrichten
in Ordner unterstützt . Öffnet man eine Nachricht in der Inbox , dann fügt
Swiftfile drei Buttons in den Kopf der Nachricht ein , mit denen man die
Nachricht in einen der drei automatisch vorgeschlagenen Ordner ablegen kann .
Swiftfile versucht aus dem Inhalt der bisher abgelegten Nachrichten zu schließen
, welche Ordner für die aktuelle Nachricht infrage kommen . Unabhängig von
dieser Hilfestellung kann der Benutzer natürlich auch ein anderes Ziel wählen .
Die seit Notes/Domino R5 ungeliebten Bookmarks hat Lotus bereits in Beta 2
derart erweitert , dass sie ähnlich der alten " Kachelwand " wieder
zweidimensional angeordnet werde können . Beta 3 bringt nun eine
Konvertierungsfunktion , die einen vorhandenen Workspace in die neuen Bookmarks
umwandelt . Die bisher verwendeten Smarticons werden nun durch Toolbars ersetzt
, die an jeder Seite des Fensters andocken oder frei schweben können . Ähnlich
wie in Microsoft Office lassen sich auch mehrere Toolbars untereinander anordnen
. In der Beta werden nun auch neue Administrations-Funktionen sichtbar , so etwa
die neue Certificate Authority ( CA ) . Die Registrierung neuer Anwender kann
damit auch an Personen delegiert werden , die keine Zertifizierungsrechte
besitzen . Es ist damit nicht mehr erforderlich , entsprechende Zertifikat-IDs
an viele Personen herauszugeben . Die neue CA unterstützt nun auch CRLs (
Certificate Revocation Lists ) , mit denen sich ausgegebene Zertifikate wieder
ungültig erklären lassen . Rnext ist jedoch immer noch nicht vollständig : Lotus
will in weiteren Betas zusätzliche Funktionen integrieren . Bislang kann man
aber davon ausgehen , dass Rnext Anfang nächsten Jahres als endgültige Version
erscheinen wird . Lotus hat aber noch keinen endgültigen Release-Termin
festgesetzt . Notes Private Edition nicht mehr verfügbar Auf Anfrage teilt Lotus
nun mit , dass die Private Edition als eine zeitlich begrenzte Aktion über ein
Jahr geplant war und eigentlich bereits im Juni dieses Jahres auslaufen sollte .
Sie war ergänzend zur Einführung von Lotus Notes/Domino R5 gedacht . Deshalb
erschien sie in der Version 5.0 und 5.01 und ausschliesslich in einer deutschen
Version . Zurzeit plant Lotus keine aktualisierte Neuauflage der Private Edition
. Software-Unternehmen LIPRO in Insolvenzverwaltung ( Update ) " Strategisches
Konzept sichert dauerhaften Fortbestand der LIPRO AG " , hieß es noch Ende Juni
bei dem am Neuen Markt notierten Software-Unternehmen . Nun kommt möglicherweise
das Aus : LIPRO steht unter vorläufiger Insolvenzverwaltung , teilte die Firma
am heutigen Freitag mit . Das Insolvenzverfahren kommt allerdings nicht ganz
freiwillig : Ehemalige Beschäftigte hatten laut dpa einen entsprechenden Antrag
beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg gestellt , das diesem Antrag am gestrigen
Donnerstag stattgab . Die Gesellschafter der LIPRO AG seien nicht mehr voll
zeichnungsbefugt , erläuterte eine Sachbearbeiterin des Amtsgerichts
Charlottenburg . Vier ehemalige Beschäftigte des Unternehmens und zwei
Krankenkassen hatten dort einen Insolvenzantrag gestellt . Die LIPRO AG , nach
eigenen Angaben Spezialist für " eManufacturing " und " Collaborative Business
Networks " , hatte gehofft , das schwer angeschlagene Unternehmen durch den
Einstieg ausländischer Investoren und die Hilfe der Landesregierungen in Berlin
und Nordrhein-Westfalen noch einmal auf Kurs zu bringen . Seit Jahresanfang
wurde die Belegschaft von 350 auf 150 Menschen zusammengestrichen . Mit den
Gehältern ist das Unternehmen seit Monaten in Verzug . Nach Aussagen des
Managements von LIPRO haben die Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung die
Entscheidung des Amtsgerichts " als Gefahr für ihre Arbeitsplätze angesehen und
die sofortige Aussetzung der vorläufigen Insolvenzverwaltung gefordert " . Die
Geschäftsleitung werde versuchen , die Antragsteller dazu zu bewegen , ihren
Insolvenzantrag innerhalb der kommenden Wochen zurückzuziehen . Die Aktie der
Firma notierte am heutigen frühen Vormittag mit einem Minus von 18,37 Prozent
bei 0,40 Euro . Telekom sieht keine Gefahr durch T-Aktien in den USA Die
Verunsicherung der Börse nach diesem Aktienverkauf dauere an , sagte Eick . "
Diese Transaktion kam überraschend , zur Unzeit und ohne Kenntnis der Deutschen
Telekom . " Beim Rückfluss der Papiere aus dem VoiceStream-Geschäft stehe dem
Kapitalmarkt kein unkalkulierbares Angebot von T-Aktien bevor . Die Telekom
hatte die US-Telefongesellschaft VoiceStream hauptsächlich durch einen
Aktientausch mit mehr als 1 Milliarde neuer T-Aktien erworben . Anfang September
und im Dezember laufen Haltefristen für Telekom-Papiere von
VoiceStream-Altaktionären aus . Die Deutsche Telekom hatte bereits am Donnerstag
Berichte zurückgewiesen , wonach sie sechs Investmentbanken Aufträge versprochen
habe , wenn diese auf den Verkauf großer Aktienpakete im Kundenauftrag
verzichten . Die Telekom habe sich lediglich mit den Banken " zusammengesetzt
und beratend den zu erwartenden Aktienrückfluss aus den USA diskutiert " ,
erklärte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek . Die vergangene Woche verkauften
T-Aktien stammten nach dem Bericht der FAZ vom Hongkonger Großaktionär Hutchison
Whampoa . Die Deutsche Bank habe dies den Aufsichtsämtern für den
Wertpapierhandel und Kreditwesen mitgeteilt . Der Verkauf sei auf Grund einer in
der Nacht eingegangenen Order am 7. August erfolgt . Die Bank hatte das
Aktienpaket einen Tag nach einer Kaufempfehlung der Analyse-Abteilung verkauft .
Auch die mäßigen Geschäftszahlen von VoiceStream drückten zwischenzeitlich auf
den Kurs der T-Aktie , die sich bislang von den schlechten Nachrichten nicht
erholen konnte . Auch nach den Beruhigungsversuchen von Eick in der FAZ ging der
Kurs des Papiers bislang weiter nach unten : Computerhersteller Lintec mit
drastischem Gewinneinbruch Nun trifft die PC-Flaute auch den Computerhersteller
Lintec : Konnte die sächsische Firma im April noch beeindruckende Zahlen für das
Gesamtjahr 2000 vorlegen , hat das Unternehmen im ersten Halbjahr 2001 einen
drastischen Gewinneinbruch erlitten . Der Vorstand begründete das Ergebnis mit
sinkenden Margen im PC-Bereich sowie hohen Vorlaufkosten für Entwicklung und
Marketing . Auf Grund einer deutlichen Auftragszunahme und der Markteinführung
neuer Produkte seien jedoch ein besseres drittes und ein starkes viertes Quartal
zu erwarten . Das Unternehmen korrigierte seine Planziele nun deutlich nach
unten . Pixelpark übernimmt Schweizer Digivision Die Schweizer Tochter des
deutschen Internet-Dienstleistungsanbieters Pixelpark übernimmt den nach eigenen
Angaben führenden Schweizer E-Business-Dienstleister Digivision mit Sitz in
Zürich . Digivision soll vollständig in die Pixelpark ( Schweiz ) AG
eingegliedert werden . Der bisherige Alleinaktionär und CEO von Digivision ,
Robert Hess , wird in Zukunft die Geschäfte der Pixelpark ( Schweiz ) AG leiten
. Ursprünglich sollte Digivision in das Hamburger Multimedia Unternehmen Kabel
New Media eingegliedert werden . Ein entsprechender Vertrag war bereits
unterzeichnet und der Name bereits übernommen ; nach dem verordneten
Zahlungsstopp bei Kabel New Media machte Hess Anfang Juli einen Rückzieher und
entschied sich , fortan wieder als Digivision zu arbeiten . Die Bekanntgabe der
Digivision-Übernahme war für Pixelpark auch Anlass , die vorläufigen
Geschäftszahlen des Gesamtunternehmens für das zweite Quartal zu vermelden . Die
endgültigen Zahlen für das zweite Quartal will der Internet-Dienstleister am 28.
August bekannt geben . Wireless-Portal Jamba verliert einen seiner Gründer Da
waren 's nur noch vier : Im Gespräch mit heise online führte Brandenburg "
persönliche Gründe " an , die ihn zum Ausscheiden veranlasst hätten . Streit
über die Zukunft der Firma habe es nicht gegeben . Auch von einem klassischen
Burnout angesichts des stressigen Startup-Lebens im Zeichen der Krise der New
Economy will der Jungunternehmer nichts wissen . " Den hätte ich vor drei Jahren
haben müssen " , kokettiert Brandenburg . Inzwischen habe er die Grenze zum
Burnout längst überschritten . Gemeinsam hatten die Jungs bereits das
Auktionshaus Alando.de gegründet . Nach dem Verkauf ihres erst wenige Monate
alten Unternehmens an eBay wurden die Gründer zu Millionären und zum Inbegriff
der " Startup-Boygroups " , die zu Zeiten des Börsenhypes das Netz und die Welt
zu revolutionieren gedachten . Mitte 2000 wollten es die Musketiere der
deutschen New Economy dann noch einmal wissen , und legten zusammen mit Partnern
aus der Old Economy wie debitel oder der Media-Saturn Holding den Grundstein für
Jamba . Doch auch die im Herbst noch herrschende Euphorie rund um Mobile
Commerce und die schöne neue Handywelt ist inzwischen weit gehend abgeklungen ,
sodass im Frühsommer Gerüchte über einen bevorstehenden Ausverkauf von Jamba im
Netz die Runde machten . Mitgründer Oliver Samwer wies die Behauptungen
allerdings zurück : Alle strategischen Partner seien weiterhin an Bord . Auch
Brandenburg will die Gerüchte an seinem letzten Arbeitstag bei Jamba am heutigen
Freitag nicht bestätigen . Dass die Firma durch den Verlust im Management ins
Trudeln geraten könnte , glaubt der " im Frieden " von seinen alten
Gründerfreunden scheidende Unternehmer ebenfalls nicht . " Jeder ist ersetzbar "
, lautet sein Motto . Teile der drei Bereiche Online-Marketing , Sales und
internationale Kooperationen , für die Brandenburg verantwortlich war , werden
zunächst von Marc Samwer mitbetreut . Zu seinen zukünftigen beruflichen Pläne
hält sich Brandenburg noch bedeckt . " Ich werde aber nicht untertauchen " . KP
China fällt Urteil über Webseiten-Betreiber Vor einem endgültigen Urteil werden
allerdings zunächst die zuständigen Parteibehörden gehört , sagte Huangs
Schwiegervater gegenüber US-Nachrichtenagenturen . Huangs Familie war von dem
Prozess ausgeschlossen . Das war Huang Qis letzte E-Mail , bevor er 3. Juni
vergangenen Jahres von der Polizei in Chendu festgenommen wurde . Huang Webseite
war durch kritische Artikel über vermisste Personen und über Korruption ins
Visier der Behörden geraten . Ausschlaggebend für die Verhaftung war schließlich
die Veröffentlichung von Texten zum Jahrestag des Massakers vom 4. Juni und zu
Unabhängigkeitsbestrebungen in Chinas Nordwesten . Die im Februar dieses Jahres
erhobene Anklage lautet auf " Anstiftung zu Subversion gegen die Staatsmacht " .
Mehrfach wurde seitdem der Prozess gegen Huang verschoben , zuletzt
möglicherweise mit Blick auf Pekings inzwischen erfolgreiche Bewerbung um die
olympischen Spiele . Am vergangenen Dienstag ging es dann laut Informationen des
englisch-chinesischen Newsportals Boxun ganz schnell , der Prozess dauerte nur
etwas zwei Stunden . Huang muss nach Einschätzung seines Anwaltes Gao Xiaoping
mit einer Gefängnisstrafe von 10 Jahren rechnen , berichtete CNN . Gaos Einwand
, Huang habe die beanstandeten Nachrichten nicht selbst gepostet , werde ihm
nichts nützen . " Die Polizei hat sich nicht einmal die Mühe gemacht , Material
von seinem Server in Chengdu zu sichern , um festzustellen , ob er
verantwortlich war " , betont Gao . Die ermittelnden Behörden seien mit der
Technologie zu wenig vertraut . Bei der Blitzverhandlung am Dienstag durfte
nicht einmal Huangs Frau teilnehmen . Fotos , die sie von ihrem Mann auf dem Weg
zum Gericht machte , wurden laut verschiedenen Berichten konfisziert . " Wir
hätten gerne ein Foto gehabt , weil es ein Jahrzehnt dauern kann , bevor wir ihn
wieder sehen werden " , sagte Huangs Schwiegervater . Inzwischen findet sich auf
der Seite ein Hilferuf von Huangs Frau Zeng Li , die eine Familie sucht , in der
sie den gemeinsamen Sohn unterbringen kann . Sie befürchte sowohl finanzielle
Probleme als auch politische Repressalien . " Wenn daher irgendeine Familie ,
die einen Jungen adoptieren möchte , garantiert , dass er seine Schulausbildung
beenden kann , würde ich ihn zur Adoption freigeben " , heißt es auf der Seite .
Achtfach Intel gegen Unix-Server Compaq macht den Vorreiter : Mit einer
Marketingkampagne möchte die Firma ihre Position bei E-Commerce-Betreibern und
Internet-Dienstleistern verbessern . Dazu gehört die massive Propagierung von
Servern mit bis zu acht CPUs auf Basis von Intel-Prozessoren und Windows NT .
Compaq steht damit in einer Reihe mit verschiedenen PC-Herstellern unter Führung
von Intel , die diese High-End-Server auf Pentium-Basis als ernsthafte
Konkurrenz zu etablierten Unix- und RISC-Lösungen durchsetzen möchten . Mehr als
20 PC-Hersteller wollen Achtfach-Maschinen auf Basis der Intel-Architektur
vorstellen . Die Systeme gehen auf eine Entwicklung von Corollary zurück , eine
Firma , die Intel vor einiger Zeit schluckte . Der Chipsatz mit Namen Profusion
basiert auf einem Crossbar-Switch . An solch einer Multiprozessor-Architektur
versuchte sich schon einmal ein Hersteller : Axil , eine hundertprozentige
Tochter von Hyundai Amerika , stellte einen Achtfach-Server mit PentiumPro unter
NT schon auf der CeBIT 1997 vor . Anderthalb Jahre später gab die Firma auf :
Die notwendigen Investitionen überschritten wohl das vertretbare Maß , und das ,
obwohl sich um die Entwicklung von Axil gleich ein ganzes Konsortium bildete .
Die Crossbar Coalition , zu der neben Axil selbst Hewlett-Packard und Data
General gehörten , hat aber die Arbeit inzwischen ebenfalls eingestellt . Für
die Intel-Architektur dürften im Vergleich dazu die Sterne etwas günstiger
stehen - die Marktmacht von Intel und die Zusammenarbeit mit den führenden
PC-Herstellern stimmen die Auguren zuversichtlich . Mary T. McDowell ,
Vizepräsidentin von Compaq und Managerin der Industry Standard Server Division ,
verstieg sich laut einem Bericht des Wall Street Journal sogar dazu , Sun das
Ende ihres profitablen Server-Business zu prophezeien : " Der Plan ist , Sun
bedeutungslos zu machen , indem wir vergleichbare Performance zu einem Drittel
der Kosten anbieten " . Die vollmundigen Sprüche machen wenigstens die
Stoßrichtung der Kampagne klar : Den profitablen Markt der High-End-Server
dominieren RISC-Maschinen und Unix-Systeme . " Mit unseren Achtfach-Produkten
geben wir den Kunden eine entscheidende Alternative " . Aber auch Compaq hat
nach dem Aufkauf von DEC und Tandem ein gewichtiges Wörtchen mitzureden - was zu
nicht geringen Verunsicherungen bei Mitarbeitern und Kunden führt , ob denn die
Firma neben der Intel-NT-Schiene auch den Alpha-Rechnern und Tandems
NonStop-Unix weiterhin genügend Aufmerksamkeit schenken werde . Die große
Offensive der Server-Bande rund um Intel zeigt aber mindestens eine
Schwachstelle : Zwar kann man auf den Maschinen auch Unix einsetzen , die
Hersteller propagieren aber NT . Und alle Produzenten von High-End-Servern für
Windows NT warten auf Microsoft . Und warten , und warten , und warten ...
Bislang behauptet niemand , NT 4.0 wäre in der Lage , die Anforderungen der
Betreiber von Rechenzentren , der weltweit operierenden ISPs und der Nutzer
großer Transaktionssysteme zu erfüllen . So starrt man auf die Entwicklung von
Windows 2000 wie das Kaninchen auf die Schlange : Die Data Center Edition , die
NT laut Microsoft auf eine Stufe mit Unix-Systemen heben soll , wenn es um
Funktionen , Administrierung und vor allem Zuverlässigkeit geht , läßt noch
einige Zeit auf sich warten . Irgendwann nächstes Jahr soll es so weit sein ,
auf einem genauen Termin möchte sich Microsoft nicht festlegen lassen . Ohne
dieses System sind die Chancen der High-End-Maschinen mit acht Prozessoren und
NT als Betriebssystem gegenüber etablierten Unix-Büchsen , Alpha-Maschinen und
proprietären Cluster-Lösungen etwas eingeschränkt . Und ob Windows 2000 Data
Center Edition nach der Freigabe durch Microsoft die Wünsche der Anwender
erfüllt , steht auch noch in den Sternen . Cisco forciert Voice over IP Cisco
will durch die Übernahme von Calista offensichtlich den Einsatz von Voice over
IP weiter fördern : In Zukunft möchte man Firmen Router anbieten , die auf Basis
der Calista-Gateways mit existierender Telefoniesystemen von Lucent , Nortel ,
Siemens , Mitel und Ericsson zusammenarbeiten . IBM vermarktet PalmPilot Unter
dem Namen WorkPad bringt die Thinkpad-Division von IBM einen neuen PDA (
Personal Digital Assistant ) heraus . Benutzern des PalmPilot von US-Robotics
wird es allerdings bekannt vorkommen : IBM vermarktet diesen auf Basis eines
OEM-Vertrags mit 3Com/US-Robotics . Nach Berichten aus den USA soll sich das
WorkPad nicht von der US-Robotics-Version unterscheiden , lediglich das Logo und
der neue Name kennzeichnen es als IBM-Produkt . Auch der Preis wird sich im
Bereich eines normalen PalmPilot bewegen : In den USA sind rund 199 Dollar
geplant . 3Com versucht seit der Übernahme von US-Robotics , den PalmPilot nicht
nur selbst zu vertreiben , sondern auch OEM-Verträge abzuschließen . IBM ist nun
der erste große Hersteller , der den im Markt sehr erfolgreichen PDA übernimmt .
USA : Krypto-Exporte ohne Beschränkungen möglich Nach der Ankündigung , die
US-Export-Beschränkungen für Verschlüsselungssoftware zu lockern , hat die
Clinton-Regierung nun die Details bekannt gegeben . Danach dürfen amerikanische
Hersteller von Kryptographie-Programmen diese nunmehr praktisch ohne
Beschränkung ins Ausland verkaufen . Bislang war dabei die maximale
Schlüssellänge beschränkt , um Regierungsbehörden die Chance zum Knacken
chiffrierter Nachrichten zu geben . In Zukunft fällt diese Bestimmung weg :
Software mit stärkere Verschlüsselung durch längere Schlüssel können die
Hersteller ebenfalls exportieren , müssen sie aber der Regierung einmal zur
Ansicht vorlegen . Die Unternehmen sind verpflichtet , den Weg zu überwachen ,
den ihre exportierte Software nimmt : Die Auslieferung an Regierungen und
Militäreinrichtungen unterliegt weiterhin einer generellen Genehmigungspflicht .
Für Länder wie Irak oder Libyen , die die USA als Hauptbrutstätten des
Terrorismus betrachten , sollen die Exportverbote weiter gelten . Die neuen
Bestimmungen möchte die US-Regierung in wenigen Monaten in Kraft setzen . Das
amerikanische Justizministerium war gegen die Lockerung der Exportbeschränkungen
und ist nun natürlich von der Entscheidung nicht gerade begeistert . " Wenn wir
bei der Verhinderung terroristischer Angriffe oder dem Versuch , ein entführtes
Kind zu retten , mit starker Verschlüsselung konfrontiert sind , kann das den
Unterschied zwischen Erfolg und katastrophaler Niederlage ausmachen " ,
kommentierte die Justizministerin Janet Reno . Die neue Politik bedeute , dass
mehr Terroristen und Kriminelle Verschlüsselung benutzen würden . " Wir müssen
mit dieser Entscheidung verantwortungsvoll umgehen , indem wir die Gesetzeshüter
dabei unterstützen , die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten " , fügte sie
hinzu . Reno wollte damit offenbar von vornherein Argumente dafür liefern , dass
die Strafverfolgungsbehörden verschlüsselte Nachrichten doch mitlesen können .
Sie betonte die Notwendigkeit für das von der Clinton-Regierung vorgeschlagene
Gesetz , das dem FBI und anderen staatlichen Behörden Hilfsmittel an die Hand
geben soll , um codierte Nachrichten zu dechiffrieren . Dies muss der Kongress
allerdings noch genehmigen . Experten von Datenschutz- und
Bürgerrechtsorganisationen zeigten sich nicht zufrieden mit den Vorstellungen
der Clinton-Regierung . So kritisierten sie , dass die Vorlagepflicht für starke
Verschlüsselung wieder zu einer Blockierung entsprechender Software durch die
Verwaltung führen könne - angesichts des Widerstands aus dem Justizministerium
eine wohl nicht ganz von der Hand zu weisende Befürchtung . Hurrikan Floyd legt
das Internet lahm Der Hurrikan Floyd , einer der größten Wirbelstürme der letzen
Jahre , schafft es auch , das Internet teilweise lahmzulegen - obwohl es doch
gerade auf Störungsumgehung durch Redundanz und unterschiedliche Wege der
Datenpakete ausgelegt ist . Wenn ein Sturm allerdings zentrale Knotenpunkte oder
ganze Teilnetze lahmlegt , hilft auch diese Technik nur begrenzt weiter . So gab
es durch Floyd schwere Störungen an der Ostküste der USA , die Verbindungspunkte
mit Europa betrafen . Der Knoten MAE East bei PSINet , über den ein Großteil des
Verkehrs zwischen den USA und Europa läuft , war zeitweise nicht erreichbar .
Auch stellten viele Websites , so etwa die bekannte Linux-Schmiede RedHat und
der Newsserver Newshub , ihren Betrieb vorübergehend ein . Die notwendigen
Umgehungen der ausgefallenen Router und Teilnetze dürften noch für einige Zeit
zumindest zu längeren Wartezeiten und schlechter Erreichbarkeit von US-Servern
führen . Da auch Verbindungen in einige andere Länder von Europa aus über die
USA geleitet werden , können auch dabei Verzögerungen auftreten .
Sicherheitsloch bei com-Domains Network Solutions ( NSI ) , lange Zeit alleine
für die Registrierung von Top-Level-Domains zuständig , hat sich mal wieder
blamiert . Für jede com-Domain , die bei NSI registriert ist , hat die Firma
eine kostenlose Mailbox angelegt . Diese kann über das Web jeder benutzen , der
den Usernamen und das Passwort kennt . Gesichert vor fremdem Zugriff sind die
Mailboxen praktisch gar nicht , denn der Username besteht grundsätzlich aus dem
Nachnamen des Eigners und als Passwort ist daran nur nsi angehängt . Bei
Domainnamen , die auf den Nachnamen des Besitzers lauten , stehen also alle Tore
offen . Network Solutions bietet inzwischen zwei Mail-Dienste an . Dot Com Mail
ist ein kostenpflichtiger Dienst , bei dem die Mailadressen aus dem
registrierten Domain-Namen bestehen . Ein zusätzlicher kostenloser Mail-Dienst
stellt nur Mail-Adressen nach dem Muster name@dotcomnow.com zur Verfügung . Wer
also eine com-Domain mit seinem Nachnamen eingerichtet hat , sollte schleunigst
unter http://mail.dotcomnow.com/login das Passwort ändern . Gigabell-Zukunft
entscheidet sich bis Ende Oktober Die Zukunft der insolventen Frankfurter
Gigabell AG wird sich bis Ende Oktober entscheiden . Bis dann steht nach Aussage
von Insolvenzverwalter Dirk Pfeil fest , ob das finnische
Telekommunikationsunternehmen Saunalahti bei Gigabell einsteigt und damit den
Fortbestand garantiert . Weitere Interessenten gebe es nicht , sagte Pfeil am
Montagnachmittag in Frankfurt . Auch die Staatsanwaltschaft interessiert sich
mittlerweile für die Umstände der Pleite . Sollten sich die Finnen gegen eine
Gigabell-Übernahme entscheiden , müsste er am 1. November den Geschäftsbetrieb
einstellen , sagte Pfeil . Die finnischen Interessenten hielten sich derzeit in
Frankfurt auf . Möglicherweise sei bereits in dieser Woche mit einer Erklärung
zu rechnen . Hinzu kämen mögliche Schadensersatzforderungen . Die
Staatsanwaltschaft recherchiert derweil nach Angaben Pfeils wegen möglicher
Insolvenzverschleppung und des Verdachts auf Insidergeschäfte . Heftige Kritik
äußerte der Insolvenzverwalter an dem mittlerweile zurückgetretenen
Vorstandschef Daniel David . Dieser habe sich offenbar vor allem darum gekümmert
, seine Aktien Gewinn bringend zu verkaufen . Daniel hat nach Pfeils Bericht in
der Gigabell-Zentrale ein Chaos hinterlassen . Akten seien möglicherweise
verschwunden . Völlig unklar sei daher die Zahl der Mitarbeiter und die aktuelle
Geschäftslage . Pfeil schätzt die Zahl auf 200 Beschäftigte , die im Oktober
noch mit ihrem Gehalt rechnen könnten . Die Verluste sind im laufenden
Geschäftsjahr weiter angestiegen . Auch im Oktober habe sich die Ertragslage
nicht verbessert . Madonna gewinnt gegen Domain-Grabber Madonna ( 42 ) ,
amerikanische Pop-Ikone , hat ein Recht auf die Internet-Adresse www.Madonna.com
. In der Entscheidung ( Schlichtungsverfahren D2000-0847 ) erklärte das Gremium
, Parisi habe kein legitimes Interesse an der Domain geltend machen können .
Madonna dagegen habe ein Recht auf die Domain , da sie identisch beziehungsweise
verwirrend ähnlich zu Namen der Künstlerin sei , auf die sie Markenrechte habe .
Zudem sei der Domain-Name von Parisi in böswilliger Absicht registriert worden ;
offensichtlich wollte Parisi durch die Registrierung lediglich mit dem
Domain-Namen selbst Geld verdienen , erklärte das Schiedsgremium . Parisi hatte
die Adresse 1998 eingerichtet und auf der Seite pornografische Bilder und Texte
angeboten . Nachdem Madonna sich beschwert hatte , löschte er den Inhalt . Die
Adresse wollte er jedoch nicht an Madonna übergeben . Er werde sie einem
Krankenhaus namens Madonna Rehabilitation Hospital überlassen , hatte er
angeboten . Nach dem Urteilspruch muss er Madonna die Adresse abtreten - wenn er
nicht vor Gericht zieht , denn dies steht ihm trotz des Schiedsspruch weiterhin
offen . Allerdings hatten in der Vergangenheit diverse US-Gerichte solche Klagen
verworfen und die Schlichtungssprüche zur Grundlage eigener Entscheidungen
gemacht . Das Schiedsgremium der WIPO ist eine von mehreren Institutionen , die
Domain-Konflikte nach der so genannten Uniform Domain Name Dispute Resolution
Policy ( UDRP ) der Internet Corportation for Assigned Names and Numbers ( ICANN
) behandeln ( zur UDRP siehe auch den Artikel Namenspatron in Ausgabe 24/99 der
c't ) . In rund 1.500 Fällen entschieden die Schlichter bislang für die
Herausgabe der Domain . Nur in etwas mehr als 350 Verfahren durften die
ursprünglichen Besitzer die Domains anschließend weiter nutzen . Siehe dazu auch
den Artikel Prominenz geht vor in Telepolis . Der angeschlagene
3D-Grafikspezialist 3dfx , bekannt durch seine Voodoo-Chips und -Grafikkarten ,
hat im Patenstreit mit seinem härtesten Konkurrenten Nvidia einen ersten
Teilerfolg erzielt . Das Gericht hat die Aussagen von 3dfx über die Gültigkeit
und Anwendbarkeit der betroffenen Patente akzeptiert und die Interpretationen
von Nvidia abgelehnt . Damit wäre der Weg frei für eine Schadensersatzklage
gegen Nvidia mit einiger Aussicht auf Erfolg . Die Klage , die 3dfx vor zwei
Jahren einreichte , bezieht sich auf Single-Pass-Multitexturing und
level-of-detail mipmap dithering . Ist 3dfx weiter erfolgreich und kommt es zu
keiner außergerichtlichen Einigung , kann 3dfx nicht nur Schadensersatz ,
sondern auch Strafgelder erwirken . Im Extremfall kann 3dfx eine Verfügung
erreichen , die es Nvida untersagt , die betroffenen 3D-Chips weiter zu
verkaufen . Nvidia sieht in dem Urteil aber noch keine endgültige Entscheidung
und will in weiteren Instanzen die Gültigkeit der Patente erneut anfechten .
Single-Pass-Multitexturing wird auch von allen anderen Herstellern von
3D-Grafikchips ( ATI , Matrox , VIA-S3 ) benutzt . Gigabell-Pleite entwickelt
sich zum Schmierenstück Die Pleite der börsennotierten Gigabell AG entwickelt
sich zu einem Schmierenstück . Zerstrittene Vorstände , ein aufgelöster
Aufsichtsrat , Chaos in der Zentrale und der Verdacht auf Betrug setzen selbst
den erfahrenen Insolvenzverwalter Dirk Pfeil in großes Erstaunen . " So etwas
habe ich noch nie erlebt " , beschreibt der 52-jährige Betriebswirt die dubiose
Lage beim Frankfurter Telekommunikations-Anbieter . " Ich weiß , warum ich nie
Aktien vom Neuen Markt haben wollte " , so Pfeil . Er sei " Locher , Ordner und
Regale " gewohnt . In der Buchhaltung von Gigabell herrsche aber gähnende Leere
: Verträge , Urkunden , Zahlen - kaum etwas sei vernünftig geordnet anzutreffen
. Seine Bilanz ist desaströs : " Das Geld der Firma wurde schlichtweg verbrannt
" , so Pfeil . Alle Hoffnungen richtet er nun auf die beabsichtigte Übernahme
durch die finnische Saunalahti . " Kommt sie nicht , ist am 1. November Schluss
. " Auch mit den Banken geht der Ökonom hart ins Gericht : " Ich rätsele noch
immer , worin die Leistung der Emissionshäuser besteht . " Die Kreditinstitute -
darunter HSBC Trinkaus & Burkhardt und die DG Bank - sowie PR-Firmen und Berater
hätten sich mit immensen Honoraren beim Börsengang die Taschen voll gestopft .
Eine vernünftige Buchprüfung sowie eine Betreuung der Unternehmen scheine
dagegen zweitrangig . Die Frankfurter Staatsanwaltschaft recherchiert wegen des
Anfangsverdachts auf Insolvenzverschleppung und Insidergeschäfte gegen den
zurückgetretenen Firmengründer . Auch das Bundesaufsichtsamt für den
Wertpapierhandel prüft . Für Pfeil ist es höchst fragwürdig , wie die Banken den
ehemaligen Schlagersänger überhaupt " hochjubeln " konnten . David , der nach
Darstellung Pfeils bereits zwei Mal in Insolvenzen mit eigenen Firmen verstrickt
war , spiele fast eine tragische Rolle . David sei es am Ende aber vor allem
darum gegangen , mit seinem eigenen Aktienpaket " einen guten Schnitt " zu
machen . Gegen die Anweisung Pfeils hätten " Herr und Frau Zawrel " Koffer mit
Unterlagen weggeschafft . Auch seien Papiere " geschreddert und kopiert " worden
. Wie mit den Vermögensständen der Firma und damit auch der Gigabell-Aktionäre
umgegangen wurde , zeige der " Fuhrpark " Davids : Gleich sechs Autos habe
dieser bei sich und Verwandten untergebracht . " Wir holen uns aber alles zurück
, was geht " , kündigte Pfeil an . Kein Mitleid hat er aber mit den Aktionären ,
die möglicherweise viel Geld verloren haben . Erst recht nicht mit denen , die
noch immer oder seit kurzem erst Gigabell-Papiere besitzen und nun sehnsüchtig
auf die Rettung der Gesellschaft hoffen : Nicht der gesamte Gewinn resultiert
allerdings aus dem operativen Geschäft : Bessere Ergebnisse in den meisten
Produktionssektoren hätten diesen Gewinn ermöglicht , teilte Philips mit . Für
das Gesamtjahr erwartet der Konzern weiterhin Rekordergebnisse mit einem
Gewinnzuwachs in zweistelliger Höhe . Dabei machten sich die guten Geschäfte vor
allem im Halbleiterbereich bemerkbar . Auch Komponenten , Verbraucherelektronik
und Haushalts- und Körperpflegeapparaten trugen wesentlich zum Umsatzwachstum
bei . Bei Glühlampen und medizinischen Systemen änderte sich im Vergleich zu
1999 nichts . Die IT-Dienstleistungstochter Origin dagegen meldete wie schon im
ersten Halbjahr rückläufigen Umsatz . Trotz des ausgezeichneten
Quartalsergebnisses reagierte die Börse allerdings nicht besonders begeistert :
Der Kurs des Philips-Papiers fiel bis kurz nach 17 Uhr am heutigen Dienstag um
5,49 Prozent auf 43 Euro . Verleger debattieren über das Internet - und suchen
die Jugend Das Internet ersetzt die Zeitung . Eine Umfrage , die der
Meinungsforscher Rüdiger Schulz am Dienstag beim Kongress des Bundesverbandes
Deutscher Zeitungsverleger ( BDZV ) in Mainz vortrug , konnte die Verleger noch
beruhigen . " Möchten Sie den Südkurier künftig nicht mehr auf Papier , sondern
komplett im Internet ? " , fragten Meinungsforscher vom Allensbach-Institut
Bürger in Konstanz . Nur zwei Prozent der Leser wollten den Umstieg , unter den
jüngeren Internetnutzern allerdings schon elf Prozent . " Die psychologische
Bindung an die Zeitung lässt nach " , warnten die Meinungsforscher . Das neue
Medium Internet , das in Deutschland vor seiner Massenverbreitung steht und vor
allem die lokale Kompetenz der Zeitungen bei Veranstaltungen und im
Anzeigenmarkt angreifen könnte , stand in Mainz im Mittelpunkt der Gespräche -
schließlich leben viele Zeitungsverlage zu zwei Dritteln von ihren Anzeigen .
Unbestreitbar habe das Netz " Leistungspotenziale " , die auch Verlagsfremde
nutzen könnten , sagte BDZV-Präsident Helmut Heinen . Der Internet-Inserent
erreiche eine größere Region und könne zur Immobilienanzeige den Grundriss
hinzustellen . Gegen die neue Anzeigenkonkurrenz empfehle der Verband
Anzeigenkooperation verschiedener Verlage , um auch über das eigene
Verbreitungsgebiet hinweg präsent zu sein . Doch vor allem die Jüngeren zwischen
14 und 29 schauen oft gar nicht mehr in die Zeitung und informieren sich gleich
aus dem Internet , wie Meinungsforscher Schulz berichtete . Der Leserschwund
betrage jährlich rund ein Prozent . Nur noch gut die Hälfte der Jungen ( 53
Prozent ) seien Zeitungsleser . Die Politikberichterstattung und der
Wirtschaftsteil interessiere die Zeitungsverweigerer kaum , obwohl viele von
ihnen mit Aktien spekulierten . Selbst die kostenlosen Zeitungen bei
Schulprojekten seien oft schwer an den Mann zu bringen . Die Probleme vieler
Zeitungen fallen zeitlich mit dem Aufkommen des Privatfernsehens zusammen . Vor
allem die Boulevard-Blätter kämpfen seitdem mit Auflageverlusten . Doch es gibt
auch andere Ursachen : Das Frühstück als zentraler Ort der Zeitungslektüre ist
bei jungen Angestellten in Großstädten zunehmend aus Zeitdruck gestrichen worden
, wie Jugendforscher Jens Lönneker berichtete . " Die Zeitung findet im
Gewohnheitsrepertoire dieser Jüngeren nicht mehr statt . " Mehr Mut beim Layout
, mehr persönliche Betroffenheit in den Berichten bot er als Rezepte , um die
Jugend zu gewinnen . Vorerst zeigen sich die Verleger optimistisch . Auflagen
und Anzeigenerlöse seien derzeit auf gutem Stand , viele überregionale Zeitungen
hätten sogar zugelegt , sagte Heinen . Es gebe Grund für die Hypothese , dass
das Internet sogar neuen Lesern Appetit auf die Zeitung machen könnte . Doch
diesen Optimismus wollten in Mainz nicht alle Teilnehmer mittragen . " Da ist
auch viel Pfeifen im Wald dabei " , meinte einer . Die Folgen des Netzes für das
Medium Zeitung werden erst in den nächsten Jahren absehbar sein , darüber
bestand Einigkeit . Derweil tröstete Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin
mit einem vom Stuttgarter Ex-OB Manfred Rommel kolportierten Zitat , das für den
Computer genauso wie für TV gilt : " Solange man mit dem Fernsehapparat keine
Mücke totschlagen kann , wird er die Zeitung nicht ersetzen . " Sieben neue Top
Level Domains beschlossen And the winners are : .biz , .info , .name , .pro ,
.museum , .aero , .coop . Sieben neue Top Level Domains ( TLD ) hat die
Internet-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN
) auf ihrer Jahrestagung in Los Angeles bestimmt . Außerdem wählte die für Namen
, Nummern und Protokollstandards zuständige Organisation .museum für Museen ,
.aero für Fluggesellschaften , Flughäfen und Reiseveranstalter ( Societe
Internationale de Aerospace ) sowie die von der Cooperative League of the USA
vorgeschlagene .coop-Domain für genossenschaftliche Unternehmen und
Organisationen aus . Als einen " ersten gewaltigen Schritt zur Öffnung des
Domain Name System " bezeichnete die scheidende Vorsitzende des ICANN-Vorstandes
, Esther Dyson , die mit Spannung erwartete Entscheidung . Der zu ihrem
Nachfolger gewählte Vint Cerf war etwas vorsichtiger : " Wir müssen noch
abwarten , bis die Verträge mit den ausgesuchten Bewerbern ausgehandelt sind . "
" Wir sind im Registry-Geschäft " , erklärte im Anschluss an die Entscheidung
Eric Schätzlein , Domain-Service-Manager vom deutschen Provider Schlund und
Partner . Wenn Afilias , zu dem auch Ex-Domain-Monopolist Network Solutions
gehört , bei seinem ursprünglichen Geschäftsmodell bleibt , sollen die
.info-Domains 5,75 US-Dollar pro Jahr kosten . Buchstäblich in letzter Minute
hatte der im Abstimmungsprozess teilweise desorientiert wirkende Vorstand die
Zustimmung für .web verweigert . " Ich würde mich doch wohler fühlen , wenn wir
.web nicht vergeben " , meinte Vint Cerf mit Blick auf Chris Amblers seit 1996
unter dot.web betriebene alternative Root-Zone . Während Direktoren wie Hans
Kraaijenbrink an dem klagebereiten Ambler offensichtlich gerne ein Exempel
statuiert hätten , überwog in der Diskussion des ICANN-Direktoriums bei der
Mehrheit eine gewisse Sympathie für den Querkopf . Allerdings hätte man Amblers
Chancen in einem möglichen Rechtsstreit vermutlich auch deutlich verschlechtert
, wenn man einem der Konkurrenten .web zugesichert hätte . " Wir werden uns mit
unseren Rechtsberatern zusammensetzen und entscheiden , was wir als Nächstes tun
" , sagte S.K Suman , Direktor der Sarnoff Corporation , die ebenfalls erst in
der Schlussrunde aus dem Rennen ausschied . Den Hauptausschlag dafür gab
offensichtlich eine Intervention von ICANN-Rechtsbeistand Joe Sims , der gewisse
Bedenken angesichts der am Tag zuvor verkündeten Partnerschaft von Sarnoff
Corporation und JVTeam äußerte . JVTeam , das bei .biz erfolgreiche Joint
Venture von Melbourne IT und des Telefonnummernexperten Neustar , hatte zuvor
zum überraschenden Aus für die Bewerbung des Standford Research Institutes
geführt , das .geo-Domains für geographische Zellen entsprechenden Namen mit
geographischen Informationen vorgeschlagen hatte . Yvan Leclerc vom SRI
Artificial Intelligence Center befürchtet : Bitter dürfte für die SRI-Bewerber
vor allem sein , dass der Ausschluss des Sarnoff/JVTeam-Vorschlags ihren
Vorschlag eigentlich noch einmal ins Spiel hätte bringen können . .geo war vor
allem mit der Begründung abgelehnt worden , dass JV-Team bei drei Bewerbungen
mit in die engere Wahl gekommen war . Wie viele juristische Verfahren sich ICANN
mit der Entscheidung eingehandelt hat , bleibt abzuwarten . Kritik am
Auswahlprozess für die neuen TLDs gab es in allen Phasen . Zu komplizierte
Bewerbungsanforderungen und die Höhe der Gebühr , immerhin 50.000 Dollar ,
sorgten im Sommer für Kritik . " Die drei Minuten für die Vorstellung der
Einzelvorschläge waren tatsächlich zu kurz " , räumte unmittelbar nach der
Entscheidung Helmut Schink ein , der zum ersten Mal an einer
ICANN-Vorstandssitzung teilgenommen hat . Man hätte , meinte Schink , eigentlich
mehr Zeit für die Auswahl gebraucht . ICANNs Anwälte hätten allerdings auf der
zügigen Abwicklung bestanden . Paul Garrin von Name.Space hatte 118 TLDs
vorgeschlagen , darunter auch das umstrittene .sucks . Gerade bei den TLDs mit
speziellen Zielgruppen ( chartered Domains ) , etwa die für Bankdienstleistungen
( .fin ) , hatte der Vorstand auf maximale Repräsentativität für spezielle
Branchen gepocht . Eine spezielle Domain nur für Kinder lehnten mehrere
Direktoren ebenfalls ab , weil man damit Erwartungen - eine sichere Umgebung für
Kinder im Netz - bei den Nutzern wecke , die man nicht erfüllen könne . Von den
Bewerbungen internationaler Organisationen wie .health von der
Weltgesundheitsorganistion hatte man andererseits Abstand genommen , nachdem das
Governmental Advisory Committee ( GAC ) in seiner Resolution darauf aufmerksam
gemacht hatte , dass bei einer Vergabe von Top Level Domains an solche
Organsiationen die Mitgliedsstaaten gehört werden müssen . In der GAC-Resolution
beanspruchen die Regierungen auch einen öffentlichen Konsultationsprozess für
alle neuen TLDs . Spannend bleibt vorerst auch , wie sich das
Wirtschaftsministerium der USA verhalten wird , das der Aufnahme der neuen TLDs
ins Root zustimmen muss . Zwei Kongressabgeordneter haben sich offensichtlich
bereits mit einer Beschwerde an das Ministerium gewandt . Unentschieden bleibt
natürlich auch die Frage , ob die neuen TLDs eigentlich nun das Problem lösen ,
weswegen sie ursprünglich eingeführt werden sollten . Die Domain-Namen im
Internet sind ja nicht eigentlich knapp - was knapp ist , sind Second Level
Domains , die aussagekräftige oder Markenzeichen entsprechende Namen haben .
Aber die Zuwachsraten an Domain-Registrierungen in den Industrienationen sind
zweistellig und werden es auf absehbare Zeit auch bleiben , und im Web möchte
jeder gerne mit seinem Firmen- , Produkt- oder Familiennamen vertreten sein .
Markennamen etwa werden als Second Level Domain ( SLD ) mit einer beliebigen TLD
kombiniert . Es sei daher egal , ob jemand beispielsweise persil.biz ,
persil.info oder persil.ag registrieren lasse . Die Firma Henkel hätte - von der
Durchsetzungsproblematik einmal abgesehen - immer einen Unterlassungsanspruch
gegen den Registranten , weil die Marke Persil notorisch bekannt ist , meint
Malakas . Denn für das Kennzeichenrecht sei ausschließlich der
unterscheidungskräftige Kennzeichenbestandteil ausschlaggebend , und der stecke
nun einmal in der SLD . Den TLDs komme bei der Beurteilung der
kennzeichenrechtlichen Unterscheidungskraft eben keine Bedeutung zu . Es bleibt
also abzuwarten , ob die Kritiker der Einführung neuer TLDs nicht Recht behalten
, die darin nur ein Herumkurieren an Symptonen sehen - und keineswegs Lösungen
für das Problem des Cybersquattings und für die Schwierigkeiten mit der Nutzung
des DNS als Verzeichnisdienst , als der es eigentlich nicht entwickelt wurde .
Siehe dazu auch Vorsicht bei Vormerkungen neuer Domain-Namen und den
Hintergrundbericht Der Ärger mit den Domain-Namen . Vorsicht bei Vormerkungen
neuer Domain-Namen Die ICANN hatte die Einführung der neuen Top Level Domains (
TLDs ) noch gar nicht beschlossen , da meldete sich schon die US-amerikanische
Handels- und Kartellaufsicht Federal Trade Commission ( FTC ) zu Wort .
Eindringlich warnten die US-Wettbewerbshüter davor , nicht auf Firmen
hereinzufallen , die Vormerkungen für die neuen TLDs anbieten . In einem
Consumer Alert sprach die FTC bereits von einem " neuen Beschiss " bei der
Registrierung von Domain-Namen . So seien schon vor dem Beschluss der ICANN
kostenpflichtige Angebote zur Vormerkung einer Second Level Domain unterhalb
einer der beantragten TLDs aufgetaucht - dabei sei es nicht einmal klar gewesen
, ob die entsprechende TLD überhaupt von der ICANN akzeptiert würde . Die FTC
empfiehlt zumindest , auf keinen Fall Vormerkungen durchzuführen , die mit einer
Gebühr angeboten werden . So können auch Vormerkungen , die kostenlos sind ,
Interessierte in falscher Sicherheit wiegen . Provider , die nicht zu den von
der ICANN akzeptierten Registraren gehören und schon jetzt Anmeldungen für die
neuen TLDs annehmen , können nicht garantieren , dass die Registrare diese dann
auch übernehmen . Zudem können unterschiedliche Provider für verschiedene Kunden
den gleichen Namen " vormerken " - wer dann die Domain letztlich bekommt , steht
in den Sternen . Ein ähnliches Durcheinander gab es schon , als die ersten
Berichte auftauchten , die EU-Kommission strebe eine eigene Domain für Europa
unter dem Kürzel .eu an . Bereits damals nahmen einige Provider Vormerkungen für
.eu an - in der Regel waren diese zwar kostenlos , beinhalteten aber keine
rechtliche Garantie , dass ein Interessierter die Domain am Ende auch bekommt .
Die EU-Kommission beschließt erst am kommenden Montag , wie sie die Einführung
von .eu gestalten will . Dagegen erklärt beispielsweise die Firma Afilias , an
der insgesamt 19 Unternehmen , darunter der deutsche Provider Schlund+Partner ,
beteiligt sind , und der ICANN die neue Domain .info zugewiesen hat , eindeutig
: Dann erst wird endgültig klar , wie der Registrierungsprozess im Einzelnen
ablaufen wird und wer Registrierungen annehmen kann . Michael Frenzel ,
Unternehmenssprecher von 1&1 Internet , der Muttergesellschaft von
Schlund+Partner , betonte gegenüber heise online , dass Vorregistrierungen keine
Garantie böten , dass man eine bestimmte Domain bekomme . Man solle sich darauf
konzentrieren , die Domain-Namen dann zu registrieren , wenn die Registries im
ersten Quartal 2001 online gehen und ihre Arbeit aufnehmen . Die von der ICANN
aktzeptierten Registry-Betreiber sind JVTeam ( Neustar/ Melbourne IT ) für .biz
, Afilias für .info , Global Name Registry für .name , RegistryPro für .pro ,
die NCBA für .coop , die Museum Domain Management Organization ( mit dem CORE
als Registry-Operator ) für .museum und die SITA für .aero . Wie diese Betreiber
ihre Domain-Registraturen einrichten wollen , haben sie in den entsprechenden
Anträgen bei der ICANN beschrieben - die konkrete Ausgestaltung bleibt aber den
weiteren Verhandlungen mit der ICANN über die notwendigen Verträge zum Betrieb
einer Registry vorbehalten . Vorläufiger Höhepunkt der Skandalserie am Neuen
Markt Der ohnehin krisengeschüttelte Neue Markt ist um einen Skandal reicher .
Die Festnahme von zwei Vorständen des Software-Unternehmens Infomatec ist der
bisherige Höhepunkt in einer Serie von Unternehmenspannen , Pleiten und
korrigierten Prognosen und in der Folge einbrechenden Kursen , die die einst
euphorischen Anleger in den vergangenen Monaten stark verunsichert hat . Am
Freitag beispielsweise schockte der Lizenzhändler Intertainment die Aktionäre
mit einer drastischen Korrektur der Erwartungen für 2000 . Selbst EM.TV als
Riese am Neuen Markt musste neulich seine Halbjahreszahlen nachträglich
korrigieren . Der Nemax-All-Share-Index ist vom Jahreshoch bei mehr als 8500
Punkten auf inzwischen nur noch rund 3500 Punkte abgestürzt . Neben der Pleite
der Frankfurter Gigabell ist der Sturz der Infomatec einer der spektakulärsten
Fälle am Börsensegment für Wachstumstitel . Lange Zeit galt das schwäbische
Unternehmen als eines der Lieblingskinder der Wachstumsbörse . Immer neue
Erfolgsmeldungen und vielversprechende Wachstumsprognosen ließen den Kurs der
Aktie stetig steigen - 1999 zeitweise auf mehr als 60 Euro . Am heutigen Freitag
stand sie bereits bei unter 2,50 Euro . In dieser Woche wurde außerdem bekannt ,
dass Infomatec den Nemax-50-Index verlassen muss . Auf den
Infomatec-Hauptversammlungen war bereits vom " Global Player " die Rede , die
Vorstände präsentierten stolz Internetzugänge über den Fernseher mit
Settop-Boxen . Das großzügige finanzielle Engagement des Unternehmens bei
lokalen Sportvereinen verschaffte Infomatec auch in der schwäbischen Heimat eine
hohe Akzeptanz . Auf den Höhenflug folgte dann allerdings der abrupte Absturz .
Ende August revidierte das Unternehmen die Umsatzprognose für das laufende
Geschäftsjahr deutlich nach unten und den erwarteten Verlust nicht weniger stark
nach oben . Die Staatsanwaltschaft Augsburg hatte bereits zuvor Ermittlungen
aufgenommen , nachdem eine Aktionärsschutzgemeinschaft Anzeige wegen angeblich
falscher Ad-Hoc-Meldungen erstattet hatte . Wenig später wurden mehrere
Geschäftsräume des Unternehmens durchsucht . Mit der Festnahme von Harlos und
Häfele in dieser Woche fand die Skandalserie ein vorläufiges Ende . Die
Staatsanwaltschaft wirft den beiden Infomatec-Gründern Kursbetrug , verbotene
Insider-Geschäfte und falsche Darstellung der Unternehmensverhältnisse vor . Die
auf der Hauptversammlung 1999 präsentierten Surfstationen waren nach Überzeugung
der Staatsanwaltschaft vermutlich gar kein Infomatec-Produkt . Vielmehr soll das
Logo des wirklichen Herstellers mit einem Infomatec-Aufkleber überklebt worden
sein . Inzwischen stufen Branchen-Kenner den Wert als " Zocker-Papier " ein .
Comdex : Appliances - null problemo Appliances sind der Renner auf der Comdex .
Selbst eine harmlose Computermaus wird als Appliance gefeiert , nicht ganz zu
Unrecht , denn der einfache Benutzer kann nichts anderes machen als die Maus
anzuschließen und ihre Tasten zu klicken . Es steht außer Zweifel , dass die
Amerikaner einen Narren an den Appliances gefressen haben . Da wäre die
Mailstation von Cidco für 150 US-Dollar . Das spartanische Terminal kann Mail
senden und empfangen , dazu Yahoo-Nachrichten und das Yahoo-Wetter abrufen .
Spätestens nach zwei Wochen ist die Mailbox voll und die alte Mail wird gelöscht
. Dennoch erzählt mir Erin Bolton , Marketing Manager von Cidco , dass die Firma
in Spitzenzeiten bis zu 50.000 Mailstations im Monat verkauft . Nahe der Comdex
befindet sich Best Buy , ungefähr das Gegenstück zu unserem Media Markt . Ich
frage einen Käufer der Mailstation , ob er nicht mal Mail archivieren möchte ,
oder Dateianhänge einer Mail sehen möchte . Er schaut mich verständnislos an :
Das ist ein Anrufbeantworter für das Internet . Gibt es bei euch in Deutschland
keine Anrufbeantworter ? Ich versuche , das Konzept zu erklären . Wenn seine
Tochter vom College aus Fotos im Anhang schicken wird , dann werde er sich halt
was kaufen müssen , das diese Fotos ausdruckt . Wo ist das Problem ? In der Tat
: Best Buy bietet den New Internet Computer ( NIC ) der gleichnamigen
Oracle-Tochter für 155 US-Dollar ohne Monitor an . So einfach ist das . Im
Weihnachtsangebot von Best Buy ist bereits das Foto Wallet von Videochip
Technologies , das auf der Comdex gezeigt wird : Ein LCD-Schirm in Palm-Größe
mit einem Einschub für FlashCards , der als Fotorahmen funktioniert . Käufer
nehmen eine Digitalkamera , einen Fotodrucker und den Leuchtrahmen . Viele
besitzen keinen Computer und finden die Ausrüstung ausreichend . Und wer hat
Angst vor dem PC ? Vielleicht die , die schon einmal mit einem Computerformular
kollidiert sind : Die Firma Bidpath stellt auf der Comdex eine modifizierte
Kamera von Kodak vor . Sie ist ein eBay-Appliance : Man kann mit ihr Fotos
schießen und wird dann stumpf abgefragt : Minimalgebot , eBay-Kategorie ,
Verkäuferdaten , alles muss mit einem Hilfscursor und einem winzigen LCD
beantwortet werden . Irgendwann ist die Kamera mit einem Computer verbunden und
der wiederum mit eBay . Dann werden die Daten für die Auktion übermittelt und
das fröhliche Bieten kann losgehen . Die Kamera verspricht den totalen
Auktionserfolg . Natürlich kann man mit der Kamera auch seine Kinder
fotografieren und das Mindestgebot auf 0 Mark setzen , doch dafür gibt es von
Kodak ein billigeres Modell . Appliances kann offensichtlich derjenige genießen
, der sich vom Eindruck entfernt hat , einen Verlust zu erleiden , wenn ein
Gerät nur eingeschränkte Funktionen bietet - und nicht wie der PC behauptet ,
alles zu können . MP3-Player demonstrieren , dass es Märkte für
Computerelektronik gibt , die nur eine Aufgabe richtig lösen kann . Auf der
Messe stellte die Firma SmartDisk ihr MP3-Appliance vor , das zum Fotorahmen von
Videochip passt : Flashtrax sieht aus wie eine handelsübliche Musikcassette ,
nur hat sie hinten einen Einschub für Flashcards , die mit MP3-Dateien gefüllt
sind . Spannend wird die Sache dann , wenn Fotos und MP3-Dateien verwechselt
werden . Und das ganz ohne Personal Computer . Hintergrund : Das Aus für das
Rabattgesetz Das fast 70 Jahre alte Rabattgesetz und die Zugabeverordnung werden
ersatzlos abgeschafft . Das bestätigte am Freitag ein Sprecher des
Wirtschaftsministeriums . Vor dem Hintergrund des europäischen Wettbewerbs sei
das Ministerium dazu gezwungen , sagte er . Das Rabattgesetz von 1933 begrenzt
Preisnachlässe auf drei Prozent des Warenwerts . Durch die Streichung der
Regelung sollen vor allem Wettbewerbsnachteile für deutsche Internet-Händler im
elektronischen Geschäftsverkehr in Europa verhindert werden .
Wirtschaftsminister Werner Müller ( parteilos ) und Justizministerin Herta
Däubler-Gmelin ( SPD ) wollen den Angaben zufolge dem Bundeskabinett noch im
Dezember einen gemeinsamen Referentenentwurf präsentieren . Der Entwurf solle
vor Weihnachten vom Bundeskabinett verabschiedet werden . Der Präsident des
Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels ( BGA ) , Michael Fuchs ,
nannte die geplante ersatzlose Abschaffung von Rabattgesetz und Zugabeverordnung
" einen Befreiungsschlag für den überregulierten Wettbewerb in Deutschland " .
Die Gesetze wirkten sich bereits heute als Standortnachteil für die
Bundesrepublik aus . Das Problem unterschiedlicher Regelungen im In- und Ausland
könne nur in Brüssel durch eine Harmonisierung unter den EU-Ländern gelöst
werden . Vor allem in Bezug auf zugaberechtliche Verordnungen brauche
Deutschland jetzt keinen nationalen Alleingang , sagte der stellvertretende
Hauptgeschäftsführer Stefan Schneider . Eine Zugabe wird kostenlos zu einer Ware
oder Dienstleistung angeboten , wie etwa in Apotheken , um Kaufinteressenten
anzulocken . Beim Fall des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung seien "
erhebliche Wettbewerbsverzerrungen " zu erwarten , warnte der HDE . Beim Verkauf
über das Internet bringt das geltende Rabattgesetz deutschen Kaufleuten
Nachteile . Denn bis 2002 müssen die EU-Staaten eine Richtlinie zum E-Commerce
umsetzen , nach der jeder Anbieter in der EU nur an die Regelungen seines
Herkunftslandes gebunden ist . Wettbewerber in anderen europäischen Ländern
könnten dann höhere Rabatte gewähren und großzügig mit Zugaben werben . Der
Sprecher der Metro-Tochter PrimusOnline , Nils Hachen , begrüßte den Wegfall des
Gesetzes . Es habe das Unternehmen bei der Ausübung des Geschäfts stark
behindert : " Wir haben zwar damit gerechnet , dass das Rabattgesetz fällt ,
aber nicht so schnell . " BGA-Präsident Fuchs rechnete nicht damit , dass es
nach dem Fall des Preisnachlass-Gesetzes verdeckte oder offene Preiserhöhungen
geben werde . " Mondpreise wird es auf unserem Planeten nicht geben " , sagte er
auf dem Unternehmertag in Berlin . Der Handel werde weiterhin " eine
verantwortungsbewusste Preisgestaltung garantieren " . Die
CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützte die Pläne zur Abschaffung des
Rabattgesetzes . " Eine bloß ersatzlose Streichung kann aber nicht die Lösung
sein " , sagte der Wettbewerbsexperte Hartmut Schauerle . Auf EU-Ebene müssten
einheitliche Mindestniveaus für fairen Wettbewerb geschaffen werden , um vor
allem Mittelständler zu schützen . Die FDP begrüßte die Initiative der Regierung
als überfällig . Die Liberalen hatten bereits in einem eigenen Gesetzentwurf die
ersatzlose Abschaffung der Regelungen gefordert . Comdex : Sony-Player spielt
MP3 Er kommt mit 64 MByte eingebautem Flash-Memory , einem Equalizer mit drei
Einstellungsmoeglichkeiten und Backlit-LCD . Die Daten gelangen mit bis zu 500
KByte/s per USB-Anschluss in das Gerät . Mit zum Paket gehört Sonys hauseigene
Sofftware OpenMG Jukebox . In den USA kostet der Music Clip rund 300 US-Dollar .
Comdex : Corel stellt Linux OS vor Das seit langem erwartete Linux OS von Corel
gibt s ab sofort zum Download von Corels Website . Die Version besteht aus dem
auf Debian basierendem Linux OS ( mit Linux-Kernel 2.2 ) , erweitertem
KDE-Desktop , Corel Install Express , Corel Update ( ehemals Corel Package
Manager ) und Corel File Manager . Corel will ebenfalls Support für Entwickler
über die Website www.corel.com anbieten . Dort sollen demnächst auch weitere
Einzelheiten dazu angekündigt werden . Linux OS liegt auf Corels Web-Server
allerdings nur als ISO-Image einer CD-ROM vor , muss also zur Installation erst
auf CD gebrannt werden . Anwender , die sich Corels Linux OS nicht übers Web
besorgen wollen oder keine Zugriff auf einen CD-Writer haben , können für 4,95
US-Dollar plus Versand eine CD-ROM von Corel anfordern . Auf dem amerikanischen
Markt will Corel ausserdem ab dem 30. November eine Standard-Version von Linux
OS für 59,95 US-Dollar und eine Deluxe-Version für 89,95 US-Dollar anbieten .
Einzelheiten zu den internationalen Versionen möchte die Firma erst zu einem
späteren Zeitpunkt kundtun . Comdex : Corel ist gelandet Nachdem das Corel Linux
OS der Welt zum Download übergeben wurde , stellte Corel-Chef Michael Cowpland
das System in einer gut besuchten Keynote der breiteren Öffentlichkeit vor .
Frei nach dem Sprichwort vom Learning by Doing war die Keynote eine ausführliche
Demonstration von Corel Draw und Corel Word Perfect 8 . Beide Programme befinden
sich noch in der Betaphase , machten aber einen stabilen Eindruck . Der Anwender
, der diese Programme einsetzt , wird keine Angst vor dem darunter liegenden
Corel Linux OS haben , so die Idee der Kanadier . " Wir haben das derzeit
benutzerfreundlichste Linux entwickelt und bieten die führenden Anwendungen für
das System in günstigen Varianten an " , erklärte Cowpland . Die Computerhändler
, die Comdex-Besucher also , für die der ganze Zauber in Las Vegas inszeniert
wird , interessierten sich vor allem für die neuen Bundlings , die Firmen wie PC
Chips ( IPC Direkt ) anbieten . Dort wird das Corel Linux mit jedem Motherboard
verkauft . Comdex : MP3-Player als Kassette ( Update ) Wer Musik aus dem
Internet im Auto hören will , findet vielleicht mit dem C@MP von Human
Information Technology aus Korea eine Lösung . Die Firma zeigte auf der Comdex
einen MP3-Player im Format einer Audio-Kassette , die in jeden Kassettenspieler
passen soll . Nach einigen Schwierigkeiten , Distributoren zu finden , ist der
C@MP nun zumindest in den USA wahlweise mit 32 oder 64 MByte Flash-Memory
erhältlich und wird zum Laden per USB-Port mit dem PC verbunden . In einem
speziellen Gehäuse kann man ihn auch als Stand-Alone-Gerät verwenden . Die Firma
will den C@MP auch auf der nächsten CeBIT zeigen . Defekter TCP-Stack in Windows
NT repariert Microsoft hat den Bugfix des Bugfix herausgebracht . Wie c't
berichtete , ist der TCP-Stack im Service-Pack 6 defekt : Ohne lokale
Administratorrechte versagen einige WinSock-Anwendungen ; das prominenteste
Opfer war Lotus Notes . Am Wochenende fügte Microsoft eine Warnung in die
SP6-Downloadseite ein : An issue has been discovered with SP6 that affects Lotus
Notes and some other Winsock applications . Customers using these applications
should not download SP6 at this time . Microsoft will release a hotfix for this
issue early next week . Seit Dienstag Abend ist nun ein Hotfix verfügbar , das
den mit dem Service-Pack 6 eingeführten Bug behebt . Microsoft gibt keine
technischen Erläuterungen des Fehlers bekannt . Die Hotfix-Datei ersetzt
lediglich die Datei AFD.SYS ( Ancillary Function Driver for WinSock ,
Hilfsfunktionen für Sockets ) durch eine neue Version mit dem Dateidatum
11.11.9917:31 . Dieser Treiber war wie berichtet für die Fehlfunktion
verantwortlich . Unklar bleibt , ob Microsoft das defekte SP6 durch eine Version
ersetzt , die diesen Hotfix bereits enthält . Comdex : Die blaue Verbindung Nach
der Bluetooth-Vorstellung von Ericsson zeigte auch die Acer-Tochter NeWeb ihre
Variante der drahtlosen Kurzstreckenkommunikation . Blue Connect heißt ein
kleines Springboard-Modul , das in den Visor-PDA von Handspring geschoben wird .
Es erkennt automatisch einen anderen mit Blue Connect ausgestatteten Visor im
Umkreis von etwa 10 Metern . Neben dem Abgleich von Terminkalendern entwickelte
NeWeb zusammen mit der Firma Widcomm ein Chat-Modul , bei dem maximal 8 Geräte
miteinander plauschen können . Blue Connect kann aber nicht nur mit
Bluetooth-Geräten Kontakt aufnehmen , sondern auch mit Rechnern von Acers
Home-Netzwerk , die mit Warplink ausgestattet sind . Warplink ist ein Funknetz
mit einer Bandbreite von einem MBit/s und einer Reichweite von etwa 200 Metern .
Blue Connect soll zum Weihnachtsgeschäft für die Visor-PDAs verfügbar sein ;
einen Blue Dongle genannten Aufsatz für den Parallelport normaler PCs möchte
NeWeb im nächsten Frühjahr nachreichen . Acer zeigte einen Prototypen in einem
Computer als Restaurant-Server : Sobald der Besitzer eines Visor mit Blue
Connect die Gaststätte betritt , wird ihm die Speisekarte auf den PDA überspielt
. Die Bestellung mit dem Visor soll ebenfalls möglich sein - das persönliche
Gespräch mit der Bedienung darf man aber trotzdem führen . Die Entwickler , die
den Chat per Visor demonstrierten , zeigten sich zuversichtlich , dass die vom
Bluetooth-Konsortium beschlossene Reichweite von 30 Foot ( ungefähr 10 Meter )
deutlich gesteigert werden kann . TDK stellte einen Bluetooth-Router ( als
ISDN-Adapter ) und ein Bluetooth-Modem vor , mit dem Bluetooth-Geräte
automatisch surfen können . Die schwedische Firme Au-System zeigte Chips für
eine kryptografisch abgesicherte Bluetooth-Kommunikation . Und passend zur
Mahnung von Linus Torvalds , nun das drahtlose Thema anzugehen , stellte die
Salutation Group ihren Code in die Open Source . Diese Gruppe entwickelte den
sogenannten Service Discovery Layer für die Bluetooth- und IrDA-Kommunikation .
Service Discovery nennt sich die Anbahnung einer Kommunikation , in der sich die
beteiligten Geräte über ihre Fähigkeiten unterrichten : Farbbildschirm ,
LCD-Größe , Audio-Eigenschaften und so weiter werden auf diese Weise ermittelt .
Die Offenlegung des Layers als Open Source erfolge durch die Salutation Group "
angesichts der sich abzeichnenden Gefahr , dass die Firmen ihre eigenen Süppchen
kochen " , begründete der Geschäftsführer Robert Pascoe die Aktion . Was war .
Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die
Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und
Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . " Anstöße für die
journalistische Arbeit " nennt die Journalisten-Zeitschrift Insight eine
Terminliste der wichtigsten vergangenen Ereignisse der Menschenwelt , die sie in
ihren Ausgaben monatlich zusammenstellt . Da wäre etwa der 18. Dezember 1995 .
Das war am 22. September . Am besagten 18. Dezember entdeckte die Menschheit
eine neue Tierart und nannte sie Sybion Pandora . Wie die Viecher aussehen ,
kann ich leider nicht mitteilen , da sich das Web und auch diverse Lexika über
die neue Tierart ausschweigen . Das unterscheidet diese Büchse der Pandora vom
Explorer . Beim Namen der neuen Erdenbürger jedenfalls stelle ich mir ein Gewürm
vor , das in eine Büchse passt . Aber so etwas kann schwer täuschen . Schon
Pandorra ist etwas ganz anderes , nämlich ein Versicherungsangebot eines
Startups namens Versicherungsladen.de für getrennt lebende oder geschiedene
Frauen , das mit der verarmenden Barbara Becker wirbt . Für sie ist der Verlust
der Schadensfreiheitsklasse bei der Autoversicherung wichtiger als der Verlust
der AOL-Adresse , klärt uns das Pandorra-Marketing auf . Das sei gerade bei
Frauen wichtig , die aus Ehen kommen , in denen nur ein gemeinsames Auto
betrieben wird . Zu mehr scheint es bei Beckers nicht gereicht zu haben , also
muss Babs in die Werbung . Sie ist eine Art trojanisches Pferd , nur kleiner .
Mitunter schafft es das Pandora-Marketing , ganz eigene Glanzlichter zu setzen .
Nehmen wir die Serie " Weisheiten von Office 2000 " , für die der
eLearning-Spezialist virtual heaven in der letzten Woche ein " Vertiefungsmodul
Virenschutz " vorstellte . Interaktiv , wie es heute sein muss , begleiten wir
bei den Office-Weisheiten einen Herrn Boehm nach China an die Chinesische Mauer
, wo er vom Zoll-Beamten Mi Tse-Ting über Viren und trojanische Büchsen
aufgeklärt wird . In der ersten Fassung des " Story Based-Training " hieß der
Herr noch Mao Tse-Tung , was wohl zu viel der Subversion war . Danach steht den
meisten heutzutage nicht mehr der Sinn : Geschweige denn darf man sich in Heises
Newsticker herumtreiben , ohne IP-Subnetze im Kopf berechnen zu können - des gar
erschröcklichen DAU-Tums beschuldigt zu werden , dafür reicht schon eine
AOL-Mailadresse . Wahrscheinlich gehen unsere modernen Alchimisten auch auf die
Maus mit Rattengift los . Daher sei erinnert an eine Erläuterung des Internet ,
die ihresgleichen sucht . Das Einfache ist eben immer kompliziert , wenn es das
Komplizierte einfach erklären soll . In 10 Jahren werden der Computer und das
Netz so alltäglich sein wie der Elektromotor - und genau so spannend . Kein
Mensch will mehr neue Computer kaufen - und die ganze Branche taumelt in die
Krise . Eine 29-jährige Hewlett-Packard-Angestellte fiel am Mittwoch während des
Flugs zwischen ihren verschiedenen Wirkungsstätten jedenfalls aus einem
Firmen-Jet . Nun rätselt alle Welt , was passiert ist . Vielleicht nehmen manche
Leute einfach die Weihnachtsflaute zu ernst . Andererseits : Möglicherweise
entdeckt die amerikanische New Economy ja auch gerade neue Methoden ,
überschüssiges Personal loszuwerden . Dann muss man sich wenigstens nicht mit
diesen blöden Gewerkschaften herumschlagen , die gerade die eigentliche
Revolution der Dot.Coms ausrufen . Sage keiner , ich übertreibe - was AFL-CIO ,
Mafia und Old Economy in früheren Tagen gemeinsam angestellt haben , sollte doch
der New Economy ein Leichtes sein . Gegen subversive Unterwanderer hatten
amerikanische Unternehmen schon immer so ihre eigenen Methoden . Was ist , wenn
unseren Kindern nicht das verkaufsfreie kleine rote Buch , sondern " Mein erstes
Shopping-Buch " in die Hände fällt , noch dazu mitten im heißen W-Kommerz ? Die
Autoren erklären im Buch , wie sich Kinder im Web und im realen Leben vor
Shopping-Neppereien schützen können , was die Prüfstelle als " sozialethisch
desorientierend " wertete . Besagte Prüfstelle soll nach der Reform des
Jugendschutzes auch dafür zuständig sein , dass das dreckige Web erst nach 23.00
Uhr eingeschaltet wird und morgens wieder sauber ist . Web-Designer und Surfer
können sich grundsätzlich nicht darüber einigen , was eine gute Website ausmacht
. In der Regel bekommen aber die Macher ihren Willen und produzieren HTMülL :
Ein Otto-Katalog im Web ohne JavaScript , Adobes Online-Shop ohne Cookies ? Sehr
witzig - und wie ein zu Recht weitgehend vergessener deutscher Humorist einmal
anmerkte , Witzischkeit kennt kaane Gränze . Ohne Java online banken ? Einfacher
ist es , sich ohne Hände am Arsch zu kratzen . Zu dieser recht seltenen
Fähigkeit verhilft nun aber mit deutscher Gründlichkeit die DQS in
Zusammenarbeit mit dem DIN CERTCO . Seit einigen Tagen spendieren sie
E-Commerce-Sites ein neues Bapperl : Schickes Logo , schwammig Kriterien : Erste
DIN-zertifizierte Website war die ALLAGO AG , ein Online-Bürobedarfshandel der
Dresdner Bank - mit Cookies und JavaScript . In Berlin tagten sie jedenfalls und
wählten den Bremsklotz des Jahres . Bremsklötze werden bei Lastwagen benötigt ,
wenn die Luft im Bremssystem raus ist . So schaute es wohl bei den versammelten
Dotkömmern aus , die ihren Sündenbock wählten . Allderweil ist die
Dezemberausgabe der Artbyte erschienen , in der uns Bruce Sterling in der
Sektion " Kulturkampf " über die Bobos aufklärt . Nun ist der Kulturkampf eine
altehrwürdige Sache , nicht nur die Wobblies , auch Bebel und Genossen betrieben
ihn mit Eifer . Als erstes Massenkommunikationsmittel wurde Jahrzehnte nach
Bebel das Radio ins Visier genommen , etwa so : Ersetzt man die etwas ältlich
klingenden deutschen Begriffe " Gegner deiner Klasse " und " Prolet " durch die
amerikanischen Dot.Coms und Environmentalists , so lebt dieser Satz aus den
20ern wieder auf . Er wird bei US-Umweltschützern benutzt : Die Firma Cisco baut
im Silicon Valley ein neues Gebäude , um all die günstig aufgekauften Dot.Coms
zu integrieren . In einem der letzten kalifornischen Vogelschutzgebiete werden
dafür 22.000 Parkplätze " installiert " . Das ist ein Bruchteil der Summe , die
Cisco für seine neuesten Errungenschaften zahlt . So beschrieb Ted Turner von
Time Warner und vormals CNN die Arbeit am Deal mit AOL in dieser Woche . Jane
Fonda saß damals noch vor der Büchse der Pandora . Was wird . Die
Quantenmechanik wird hundert Jahre alt - oder wurde , wenn man den Vortrag Max
Plancks am 14. Dezember 1900 vor der Deutschen Physikalischen Gesellschaft als
Startdatum nimmt . Aber so ist das nun mal mit der modernen Physik : Ort und
Zeit gleichzeitig , das ist so eine Sache . Ansonsten wird nichts . All die
Firmen , die mit W-Commerce und " Aktie Rot " die Kurve kriegen wollen , werden
es auch vor Weihnachten nicht schaffen zu fliegen . Just in Time fallen nur die
Nadeln von den Bäumen ab . Auch eine Art quantenmechanisches Phänomen : Selbst
wenn Einstein unwahrscheinlicherweise recht behielte und Gott doch nicht
würfelte - die Götter des E-Commerce tun es auf jeden Fall . Nur wenn man scharf
hinguckt , dann fallen sie - berechenbar - tot um . Das wird schon .
Hyperlink-Patent : British Telecom macht ernst Der Telekom-Konzern British
Telecom ( BT ) macht nun offensichtlich ernst mit dem Patent auf Hyperlinks ,
das die Firma für sich beansprucht . Bereits im Juni dieses Jahres hatte BT 17
US-Provider , darunter Prodigy , in einem Schreiben aufgefordert , für die
Nutzung der Hyperlink-Technik Lizenzgebühren abzuführen . Die Klage gegen
Prodigy , nach eigenen Angaben größter DSL-Provider in den USA , stellt die
erste juristische Auseinandersetzung um das Hyperlink-Patent dar ; BT will aber
, falls die anderen abgemahnten Provider nicht freiwillig zahlen , gegen sie
ebenfalls Klage erheben . Bislang äußerte sich der Konzern aber nicht dazu , wie
hoch die Lizenzgebühren sein sollen , die BT einstreichen will . Das US-Patent
von BT auf Hyperlinks ( Nr. 4,873,622 ) scheint erst einmal unbestritten : BT
hatte das Patent nicht nur in den USA registrieren lassen , in anderen Staaten
ist es allerdings bereits abgelaufen , während es in den USA noch bis Oktober
2006 Gültigkeit hat . Allerdings wird sich BT mit heftigen juristischen
Auseinandersetzungen konfrontiert sehen , wenn die Firma das Patent wirklich
durchsetzen will . Im Besonderen dürfte BT der Nachweis schwerfallen , dass das
Patent nicht durch so genannte prior art hinfällig wird . Nach den Bestimmungen
der prior art wird ein Patent unwirksam , wenn nachgewiesen werden kann , dass
die Technik durch jemand anderen als den Patentinhaber schon vor Einreichung der
Patentschrift eingesetzt wurde . Es reicht in diesem Fall also nicht , prior art
für die Zeit vor 1989 nachzuweisen , als BT das Patent zugeteilt wurde .
Vielmehr müssen die Gegner des Patents Hyperlink-Techniken nachweisen , die
bereits vor 1976 existierten . Diesen Beweis meint beispielsweise die
Wissenschaftszeitschrift New Scientist mit einem Film von 1968 antreten zu
können , in dem bereits die Nutzung von Hyperlinks gezeigt wird . Ted Nelson
wiederum , Begründer des Xanadu-Projekts , hat den Begriff Hypertext 1965 in
einem Buch geprägt . Auf der Homepage von Xanadu etwa ist zu lesen : " Founded
1960 - The Original Hypertext Project " . BT will das Patent auf Hyperlinks ,
das von vielen Kritikern des Patentrechts als besonders eklatantes Beispiel für
die Absurdität von Software-Patenten ins Feld geführt wird , 1997 unter seinen
Patent-Unterlagen entdeckt haben . Insgesamt hält der Telekom-Konzern 15.000
Patente weltweit . Ellison : Microsoft ist fünf Jahre zu spät dran Oracle-Chef
Larry Ellison hat momentan gut lachen : Während der Kurs von Microsoft nach der
Umsatz- und Gewinnwarnung in den Keller fällt , kann Oracle so gute
Quartalszahlen vorlegen , dass der Aktienkurs des Datenbank-Spezialisten ganz
gegen den gegenwärtigen Börsen-Trend steigt . Zwar erreicht die
Marktkapitalisierung von Oracle noch immer nicht den Wert von Ellisons Erzfeind
Microsoft , IBM , einen der anderen Erzfeinde von Ellison , hat das Unternehmen
aber bereits hinter sich gelassen . Allerdings : Datenbank-Spezialist , diese
Beschreibung möchte Ellision für die Firma , die er 1977 gründete , nicht mehr
so gerne hören . Nach seiner Ansicht habe Oracle deswegen gegenüber Microsoft an
Boden gut gemacht , da er entschieden habe , alle Oracle-Produkte fit fürs
Internet zu machen . Nun sei die Zeit von Oracle gekommen , meinte Ellison laut
der Finanznachrichtenagentur Bloomberg . Ellison vertritt bereits seit einiger
Zeit mit Verve die Ansicht , dass PC-Software zunehmend obsolet werde und durch
Internet-basierte Anwendungen abgelöst werde . Sein Thin-Client-Konzept konnte
zwar niemanden so recht überzeugen , das irritiert Ellison bislang aber recht
wenig . Nicht alle Experten trauen Ellison aber vollständig über den Weg . Der
Aktienkurs brach in der letzten Zeit , vor der Erholung am Ende dieser Woche ,
stark ein ; Zweifel wurden laut , dass die angekündigte Anwendungs-Suite Oracle
11i die Erwartungen erfüllen kann , die Ellison weckt . Das beunruhigt den
Oracle-Chef aber wenig und lässt ihn schon einmal zu Vergleichen greifen , die
überraschten Zuhörern weit hergeholt erscheinen mögen : Den Gegenbeweis möchte
der Oracle-Boss auch gleich antreten : Im Gegensatz zu Microsoft sei Oracle
nicht vom einem Rückgang der PC-Verkäufe betroffen , da die Produkte der Firma
nicht speziell für den PC ausgelegt seien . Oracle könne eine Schwäche der
Konjunktur gut überstehen , da die Oracle-Software den Firmen dabei helfe , in
rauhen Zeiten die Kosten zu reduzieren . Da wird Microsoft aber auch noch ein
Wörtchen mitreden wollen . Schon bei der Ankündigung der Umsatzwarnung Ende der
Woche erklärten die Manager aus Redmond , der PC sei weit davon entfernt , tot
zu sein . Zudem werde Microsoft durch .NET in spätestens zwei Jahren ebenfalls
alle seine Programme auf das Internet ausgerichtet haben . IPv6-Grundlagen beim
deutschen IPv6-Forum ( Update ) Lange schon steht die Einführung der nächsten
Generation von TCP/IP auf der Tagesordnung : IPv6 soll IPv4 ablösen . Bislang
unterstützt aber nur eine verschwindend kleine Minderheit von Providern den
neuen Protokollstack , der neben einer Ausdehnung des Adressraums auch
beispielsweise Security und garantierte Bedingungen für IP-Dienste ( Quality of
Service , QoS ) bringt . Microsoft bietet für Windows 2000 inzwischen eine
Technology-Preview , die auch mit deutschsprachigen Versionen des
Betriebssystems läuft . Um die Einführung von IPv6 zu fördern und Anwendern
Hinweise etwa zu den Möglichkeiten zu geben , den neuen Stack über entsprechend
ausgestattete IPv4-Geräte zu tunneln , existiert seit einiger Zeit das deutsche
IPv6-Forum . Um die Technik des Protokolls weiter bekannt zu machen , haben die
Betreiber am Freitag ein IPv6-Special mit deutschsprachingen Grundlagentexten zu
IPv6 im Web freigegeben . Damit sollen die Techniken und Prinzipien von IPv6
allen Interessierten erläutert werden . Für den normalen Anwender dürfte neben
Sicherheitsfunktionen und QoS vor allem die Ausdehnung des Adressraums von
Bedeutung sein . Das IPv6-Forum stellt dies etwas anschaulicher dar : Ericsson
und Microsoft liefern Mail-Software für Handys Ericsson Microsoft Mobile Venture
, das Ende 1999 gegründete Jointventure des schwedischen Telekom-Ausrüsters und
Handy-Herstellers Ericsson mit Microsoft , konnte einen ersten Erfolg verbuchen
. Der norwegische Telekom-Konzern Netcom wird die Software des Unternehmens für
E-Mail auf Handys und anderen Mobilgeräten einsetzen . Mit der Software von
Ericsson Microsoft Mobile Venture werde der Zugang zu E-Mail und
Personal-Information-Management-Anwendungen im Intranet sogar per WAP-Handy
möglich , erklärte das Unternehmen . Das Angebot von Netcom , Moso genannt ,
werde im ersten Halbjahr 2001 offiziell starten und als Server Windows 2000 und
Exchange benutzen , hieß es bei Vertragsabschluss . Moso soll auch
Teamwork-Funktionen bieten , sodass Firmenmitarbeiter an gemeinsamen Projekten
auch per Handy arbeiten können . Nach Angaben von Ericsson Microsoft Mobile
Venture ist man in Verhandlungen mit weiteren Telekom-Konzernen über den Einsatz
der Software . Welche Preise für die Anwendnungen verlangt werden , gab das
Unternehmen bislang aber nicht bekannt . Online-Shop Etoys geht das Geld aus Das
Weihnachtsgeschäft soll eigentlich den größten Teil des Jahresumsatzes für die
Online-Shops bringen . Doch offensichtlich profitieren nicht alle Internet-Läden
wie erhofft vom " W-Commerce " : Man werde 50 Prozent weniger Umsatz machen als
ursprünglich erwartet , der Verlust werde um 40 Prozent über den Prognosen
liegen . Ende März 2001 werde man die Kapitalreserven aufgebraucht haben , bis
dahin hoffe man mit weiteren Kapitalgebern oder Fusionspartnern eine neue
Finanzierungsrunde einläuten zu können . Anfang des Jahres werde es zudem
Entlassungen von Mitarbeitern geben . Zwar läuft das Weihnachtsgeschäft nach
Angaben von Marktforschungsinstituten auch für die Internet-Shops bislang gut ,
doch Etoys scheint davon nicht viel zu haben . Der Absatz im Weihnachtsgeschäft
laufe nur schleppend , erklärte das Unternehmen , immerhin der zweitgrößte
Online-Spielzeughändler der USA . Der Umsatz werde im Vergleich zum Vorjahr nur
um 22 bis 28 Prozent steigen ; 1999 konnte Etoys für das dritte Quartal noch
einen Zuwachs von 366 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 1998 verbuchen .
Etoys ist der erste Internet-Händler , der eine Umsatz- und Gewinnwarnung
ausgeben musste , während aus der PC-Branche kaum noch ein Unternehmen davon
ausgehen kann , die Prognosen für das laufende Quartal zu erfüllen . Allerdings
ist Etoys nicht der einzige Online-Spielzeughändler , der vor Schwierigkeiten
steht : Toytime.com und Disneys Toysmart wurden schon geschlossen , KBKids.com
entließ 30 Prozent der Belegschaft , während Toys'r'Us , Marktführer in den USA
, den größten Teil seiner Online-Geschäfte inzwischen über Amazon abwickelt .
Breathe legt größte britische Internet-Pleite hin Nomen ist manchmal eben doch
nicht Omen : Der viertgrößte britische Internet-Provider , Breathe , kann
keinswegs aufatmen , sondern hat Konkurs angemeldet . Nach Berichten in
britischen Sonntagszeitungen ist es die bisher größte Pleite eines britischen
Internet-Unternehmens . Doch nach dem Crash auf Raten in der Internet-Branche
konnte die Firma keine neuen Geldgeber mehr finden . 50.000 davon hatten Breathe
50 britische Pfund für einen " lebenslangen freien Internet-Zugang " gezahlt .
Die Hoffnung des Providers war laut der BBC , durch dieses Angebot einen großen
Kundenstamm aufbauen zu können , der dann für weitere Dienstleistungen wie
Internet per Handy auch zusätzliche Gebühren akzeptiere . Schon Anfang Dezember
hatte der Provider allerdings angekündigt , diesen Tarif nicht mehr anzubieten ,
da sich das Geschäft damit nicht lohne . Stattdessen wollte Breathe einen
Minuten-Tarif einführen . Der Konkursverwalter PricewaterhouseCoopers erklärte ,
es gebe momentan keine Pläne für Entlassungen . Man werde das operative Geschäft
von Breathe normal weiterführen , bis ein Käufer für das Unternehmen gefunden
sei . CDU : Einwohner-Abgabe statt Rundfunk-Gebühr Der CDU-Fraktionsvorsitzende
im Stuttgarter Landtag , Günther Oettinger , sieht die Rundfunkgebühr
mittelfristig am Ende . In einem Interview mit den Stuttgarter Nachrichten sagte
Oettinger : Oettinger , der auch Vorsitzender des CDU-Bundesfachausschusses
Medienpolitik ist , erneuerte seine Forderung , die Rundfunkgebühr durch eine
Einwohnerabgabe abzulösen . Seine Begründung : " Wenn bald auch über Handy und
Internet die Programme empfangen werden können , kann man die Erhebung der
Gebühr nicht mehr am Besitz eines herkömmlichen Fernsehers oder Radios
festmachen " . Eine Arbeitsgruppe der Länder befasse sich deshalb bereits mit
der Planung für die Umsetzung dieser Abgabe . In den vergangenen Wochen hatte es
Zweifel gegeben , ob die geplante Erhöhung der Rundfunk- und Fernsehgebühr um
3,33 Mark auf monatlich 31,58 Mark ab 1. Januar 2001 umgesetzt werden kann . Vor
allem der Landtag von Sachsen , aber auch das Parlament in Brandenburg hatten
gegen die Erhöhung protestiert und mehr Transparenz in der Finanzpolitik von ARD
, ZDF und Deutschlandradio gefordert . Am vergangenen Donnerstag hatte dann auch
der Stuttgarter Landtag der Gebührenerhöhung zugestimmt . Sie gilt bis Ende 2004
. Im Rahmen der Diskussion um die Gebührenerhöhung gab es auch heftige Kritik
von Politik und Verlagsbranche am Ausbau der Internet-Angebote der
öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten . Oettinger fordert nun ,
aus der bundesweiten Diskussion die nötigen Konsequenzen zu ziehen . Bis 2005
müsse es eine grundsätzliche Entscheidung der Bundesländer über eine neue
Medienordnung geben . " Dazu gehört auch , dass die herkömmliche Form der
Gebührenfeststellung und des Einzugs dann zu Ende ist und damit auch die nächste
Gebührenerhöhung nicht mehr automatisch kommen wird . " Neuer Standard für
Server-Cluster Die Zusammenschaltung mehrerer PC-Server , so daß sie nach außen
wie ein System erscheinen , erhöht vor allem die Verfügbarkeit von Ressourcen in
großen Netzen . Dieses Clustering steckt bei Maschinen mit Intel-Architektur
allerdings noch in den Kinderschuhen . Abhilfe bringt möglicherweise eine neue
Architektur , die Standardschnittstellen für die Kommunikation zwischen den
einzelnen Modulen eines Clusters schaffen soll . Die Virtual Interface
Archicteture ( VI Architecture ) berücksichtigt nicht nur die Server im Cluster
selbst , sondern auch die einzelnen Verbindungen , Netzwerkkarten , Netzgeräte
wie Switches und sogar Software-Komponenten . Hinter der am 16. Dezember
veröffentlichten Spezifikation stehen solch bekannte Namen wie Microsoft , Intel
und Compaq . Unterstützung für die VI Architecture haben unter anderem Novell ,
3Com , DEC und Silicon Graphics angekündigt . Genauere Informationen über den
Standard gibt es unter http://www.viarch.org/ . Spekulation um Übernahme durch
Viacom treibt Yahoo-Kurs Spekulationen , der Mediengigant Viacom könnte das
Internet-Portal Yahoo übernehmen , bereiteten zumindest den Aktionären von Yahoo
Freude : Die Aktien von Yahoo stiegen am gestrigen Mittwoch im normalen Handel
um 10,5 Prozent auf 30,25 US-Dollar . Im nachbörslichen Handel legten sie noch
einmal leicht um einen halben Prozentpunkt zu . Nachdem die Mega-Fusion zwischen
AOL und Time Warner endlich glücklich über die Bühne ist , geraten nach und nach
die anderen Medien-Konzerne und größeren Internet-Anbieter unter Druck . Viele
Beobachter sehen die Gefahr , dass der neue Gigant mit seiner kombinierten Macht
aus weltgrößtem Online-Dienst , riesigem Medienangebot und Zugangsnetzen wie
etwa Time Warners Kabelnetz der Konkurrenz das Wasser abgraben könnte .
Analysten in den USA gehen davon aus , dass Yahoo wohl kaum einem schnellen
Verkauf zustimmen würde - die Schwierigkeiten , die AOL und Time Warner mit den
Wettbewerbshütern hatten , sprechen schließlich auch dafür , eine Fusion oder
Übernahme recht genau zu planen . Wenn Yahoo eine Abteilung von Viacom würde ,
könnte dies zudem einige Nachteile für den Internet-Anbieter haben : Andere
Medienunternehmen als Viacom dürften dann kaum großes Interesse haben , mit
Yahoo zu kooperieren . Vor einigen Tagen erklärte Yahoo-Chef Tim Koogle
allerdings in einem Interview , er habe nicht die Absicht , Yahoo " in
absehbarer Zeit " zu verkaufen . KPN , NTT DoCoMo , Telecom Italia bauen am
mobilen Internet Die Deutsche Telekom bekommt in Europa beim mobilen Internet
einen schlagkräftigen Konkurrenten : Der niederländische Telecom-Konzern KPN ,
die Muttergesellschaft von E-Plus , hat mit Telecom Italia und dem japanischen
Konzern NTT DoCoMo ein Jointventure gegründet , das ein Portal für mobiles
Internet in Europa entwickeln soll . Ähnlich wie Vizzavi , die Zusammenarbeit
von Vivendi und Vodafone für mobiles Internet , soll das Portal Internet-Zugang
für Handys bieten und den Kunden Online-Spiele , E-Mails und Transaktionen mit
dem Mobiltelefon ermöglichen . Zudem wollen die beteiligten Firmen so genannte
location based services über das Portal offerieren , mit denen ein Kunde ,
abhängig von seinem momentanen Aufenthaltsort , lokale Informationen , etwa
Kino-Programme , Restaurant-Informationen und Nachrichten zur Verkehrslage sowie
Werbung auf sein Handy geschickt bekommt . Nach und nach sollen dann durch
Partnerverträge mit anderen Netzbetreibern oder weitere Kooperationsmitglieder
die anderen europäischen Länder folgen . NTT DoCoMo wird seine in Japan sehr
erfolgreiche Technik i-mode für Internet per Handy in die Kooperation einbringen
. KPN erklärte , man sei bereits in Verhandlungen mit einigen Handy-Herstellern
, die zusätzlich zu WAP auch i-mode in ihre Mobiltelefone einbauen wollen .
Erste WAP/i-mode-Handys sollen in Europa Ende 2001 erhältlich sein . Mit NTT
DoCoMo arbeitet KPN schon länger über eine Kooperation bei UMTS-Netzen zusammen
. Bereits im September des letzten Jahres erklärten die beiden Firmen , i-mode
auch in Europa einführen zu wollen . Die Japaner übten schon recht heftigen
Druck auf KPN aus , mit einem pan-europäischen Netz für mobiles Internet endlich
voranzukommen . Im Zuge der Ankündigung des Jointventures zwischen KPN , NTT
DoCoMo und Telecom Italia erklärten die Niederländer , die Mobilfunktochter KPN
Mobile habe gemeinsam mit NTT DoCoMo eine eigene Gesellschaft für mobiles
Internet gegründet . KPN Mobile will seine Internet-Aktivitäten in Deutschland (
E-Plus Online ) , den Niederlanden und Belgien in die neue Firma einbringen .
Arbeitsamt verstärkt Qualifizierung für Computer-Berufe Die Arbeitsämter wollen
noch mehr Arbeitslose für einen Job in der Computer- und Medienbranche fit
machen . Entsprechende Qualifizierungsanstrengungen sollen deshalb verstärkt
werden , kündigte die Bundesanstalt für Arbeit am heutigen Donnerstag in
Nürnberg an . Im vergangenen Jahr hätten durchschnittlich 46.000 Männer und
Frauen an so genannten IT-Weiterbildungsmaßnahmen der Arbeitsämter teilgenommen
. Mit ihrer Qualifizierungsoffensive reagierte die Bundesanstalt auf den
erheblich gestiegenen Fachkräftebedarf in der boomenden Branche . Die
Eingliederungsquote der Lehrgangsteilnehmer liegt den Angaben zufolge weit über
dem Durchschnitt . Über 70 Prozent der Absolventen hätten nach Abschluss der
Maßnahme eine Beschäftigung aufnehmen können . In den Bereichen
Softwareentwicklung und Netzwerktechnik hätten zahlreiche Teilnehmer bereits
während der Lehrgänge Arbeitsverträge unterschrieben . Sorge bereitet den
Arbeitsämtern unverändert die Eingliederung älterer Arbeitnehmer . Trotz des
deutlichen Fachkräftemangels konzentriere sich die Rekrutierung von Mitarbeitern
vorrangig auf Männer und Frauen unter 45 Jahren . Im Rahmen des Bündnisses für
Arbeit hatte sich die Bundesanstalt verpflichtet , ihre
Qualifizierungskapazitäten in der IT-Branche von bislang 30.000 Teilnehmern
jährlich erheblich zu steigern . Telekom/VoiceStream : US-Sicherheitsbehörden
einverstanden Die US-amerikanische Bundespolizei FBI und das
US-Justizministerium haben keine Einwände mehr gegen die Übernahme des
Mobilfunkanbieters VoiceStream durch die Deutsche Telekom . Die
Sicherheitsbehörden der USA gehen davon aus , dass besonders im Computer- und
Telekom-Bereich die Übernahme eines Unternehmens durch eine ausländische Firma ,
die sich mehrheitlich in Staatsbesitz befindet , die nationale Sicherheit der
USA gefährden könne . Schon im Dezember nahmen daher FBI , US-Justizministerium
, die Telekom und VoiceStream Verhandlungen auf , um zu einer Vereinbarung zu
kommen , die die Bedenken der US-Sicherheitsbehörden ausräumen sollte . Nach
einer Veröffentlichung der amerikanischen Aufsichtsbehörde Securities and
Exchange Commission ( SEC ) haben die Beteiligten nun eine solche Vereinbarung
getroffen , die nach Ansicht der US-Behörden grünes Licht für die Übernahme von
VoiceStream und Powertel durch die Telekom gibt . Powertel soll in den Besitz
von VoiceStream übergehen und würde damit auch zur Telekom gehören . Mit der
Vereinbarung seien die " Angelegenheiten der nationalen Sicherheit und der
Strafverfolgung " in Bezug auf die US-Käufe der Telekom geregelt , wie es in dem
Schreiben heißt . Die Bedenken der US-Sicherheitsbehörden rührten daher , dass
die Telekom noch teilweise im Besitz des deutschen Staates ist , der im
September 2000 58 Prozent der Anteile hielt . Nach der Übernahme von VoiceStream
und Powertel würde der Bund noch im Besitz von 44 Prozent der Anteile des
Gesamtunternehmens sein . Der Konzern sei dann ein wichtiges
Mobilfunkunternehmen in den USA . Der Telekom fehlt für die Genehmigung der
VoiceStream-Übernahme nun noch die Zustimmung der amerikanischen
Regulierungsbehörde Federal Communications Commission ( FCC ) . Außerdem
untersucht das Committee in Foreign Investment in the United States den
Telekom-Kauf ; und nicht zuletzt müssen die Aktionäre von VoiceStream und
Powertel noch ihr Einverständnis erklären . Lucent hat ersten Kunden für
Netz-System mit 1,6 TBit/s Von dem in letzter Zeit krisengeschüttelten
Telecom-Ausrüster Lucent gibt es auch einmal gute Nachrichten . Lucent konnte
sein neues DWDM-System ( Dense Wavelength Division Multiplexing ) WaveStar OLS
1.6T an Time Warner Telecom verkaufen . Größter Anteilseigne an der
Telecom-Firma ist mit 47,8 Prozent der Medienkonzern Time Warner , der gerade
die Fusion mit AOL unter Dach und Fach gebracht hat . In einer ersten Phase soll
das System mit einer Kapazität von 800 GBit/s installiert werden ; Time Warner
Telecom will es auf die maximale Ausbaustufe von 1,6 TBit/s bringen . Der
WaveStar OLS 1.6T soll im Frühjahr 2001 allgemein verfügbar sein . Das System
unterstützt bis zu 160 Wellenlängenkanäle mit jeweils 10 GBit/s auf einer
Glasfaser . Im Prinzip stellt es ein Upgrade für den WaveStar OLS 800G dar , das
320 Wellenlängenkanäle mit jeweils 2,5 GBit/s oder 80 Wellenlängenkanäle à 10
GBit/s bietet . Lucent liefert also offensichtlich dieses System an Time Warner
Telecom und rüstet es im Laufe des Jahres um weitere 80 Kanäle mit einer
Transferrate von 10 GBit/s nach . Lucent ist allerdings nicht der erste
Hersteller , der DWDM-Systeme mit einer möglichen Datenrate von 1,6 TBit/s
anbietet . Nortels OPTera-Geräte beispielsweise bieten seit letztem Jahr
ebenfalls bis zu 160 Wellenlängenkanäle mit jeweils 10 GBit/s auf einer Faser ,
ebenso etwa Alcaltes DWDM-Systeme . Hintergrund : Allianz für mobiles Internet
soll für Furore sorgen Mit einer schlagkräftigen Internet-Allianz wollen die
niederländische KPN und ihr japanischer Partner NTT DoCoMo den Konkurrenten in
Europa das Fürchten lehren . i-mode heißt der Internet-Dienst , der in Japan so
erfolgreich ist , und schon bald in Europa Furore machen könnte . Ins Boot der
beiden Telekom-Konzerne hat sich außerdem ein Schwergewicht gesetzt : Telecom
Italia Mobile ( TIM ) , eine der größten europäischen Mobilfunkfirmen . Am
heutigen Donnerstag kündigten die Unternehmen in einer Absichtserklärung den
Aufbau eines Joint Ventures an . " Das hebt alle Partner in eine neue
Gewichtsklasse " , freut sich Class Sandrock , oberster Öffentlichkeitsarbeiter
von E-Plus , der deutschen Mobilfunktochter von KPN . Bislang werde zwar viel
von Übertragungstechniken gesprochen . Aber es komme darauf an , mobile Dienste
zu entwickeln . Hierzu gehörten unter anderem Spiele , der Austausch von
Nachrichten und Bildern sowie Verkehrs- , Reise- und Finanzinformationen .
E-Plus ( Düsseldorf ) soll für die Vermarktung der neuen Angebote in Deutschland
verantwortlich sein . Die Allianz werde " alle Fähigkeiten und Erfahrungen der
Beteiligten kombinieren " , hieß es bei KPN . Dabei setzen die Niederländer und
Italiener besonders auf NTT DoCoMo und auf i-mode . Mit den Erfahrungen aus
i-mode und der neuen Übertragungstechnik GPRS ( General Packet Radio System )
will das Joint Venture auch WAP zum Durchbruch verhelfen . Ralf Hallmann ,
Telekom-Analyst der Berliner Bankgesellschaft , nennt die Bildung der Allianz
eine folgerichtige Entscheidung . Mitte dieses Jahres will das Unternehmen zudem
als weltweit erster Mobilfunkbetreiber mit UMTS-Diensten starten . Die Umsetzung
des Vorhabens in Europa ergebe sich aus der Kooperation zwischen NTT DoCoMo und
KPN Mobile , sagt Hallmann . Die Japaner waren im vergangenen Jahr bei der
KPN-Mobilfunktochter mit 15 Prozent eingestiegen . An dem neuen Joint Venture
wird NTT DoCoMo 25 Prozent halten , der übrige Anteil entfällt auf KPN Mobile .
Hallmann : " Das Tamagochi war in Europa auch nicht unbedingt der Bringer . "
Für eine Überraschung halten Beobachter unterdessen die Mitarbeit von TIM in der
Internet-Allianz . Nicht auszuschließen ist , dass sich aus der jetzigen
Kooperation noch eine engere Zuammenarbeit ergibt . Nach wie vor gilt Telecom
Italia aber als möglicher Partner der Deutschen Telekom . Berührungspunkte
zwischen KPN/DoCoMo und Telecom Italia gibt es unter anderem in Frankreich .
Neben der Deutschen Telekom wurde auch KPN/DoCoMo als Interessent genannt . Die
Italiener scheiterten bislang daran , ihren Anteil an Bouygues Telecom zu
erhöhen . Der deutsche Energiekonzern E.ON hält an dem drittgrößten
Mobilfunkbetreiber Frankreichs noch ein Paket von 17 Prozent und gilt als
verkaufswillig . Erst vor gut einem Jahr hatte sich E.ON von E-Plus getrennt .
Der damalige Käufer hieß KPN , doch die Niederländer sind heute hoch verschuldet
. Telekom Austria in Schwierigkeiten Der österreichische Telecom-Konzern Telekom
Austria musste am heutigen Donnerstag eine Gewinnwarnung ausgeben . Das
Unternehmen teilte mit , dass man für das Geschäftsjahr 2000 um zehn bis 15
Prozent unter den Erwartungen liegen werde , vor allem wegen unerwartet hoher
Personalkosten . Für das Jahr 2001 liege man aber bislang innerhalb der
Erwartungen , hieß es bei der Telekom Austria . Zum Jahresende hatte Telekom
Austria nach eigenen Angaben in Österreich einen Marktanteil von 64 Prozent im
Festnetz und 45 Prozent beim Mobilfunk . Die Aktie der Telekom Austria musste
nach der Gewinnwarnung an der Wiener Börse einen Kurssturz hinnehmen . Die
Telekom Austria hatte erst vor zwei Monaten ihr Börsendebüt erlebt . Der
Ausgabepreis der Aktie hatte neun Euro betragen . Damit hat das Papier rund 30
Prozent seines Wertes eingebüßt . NRW will Mittelstand beim Internet-Einstieg
helfen Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat Hilfe für kleine und
mittlere Unternehmen beim Einstieg in die Internet-Ökonomie angekündigt .
Schartau warnte die Unternehmer davor , den Anschluss an das Internet-Zeitalter
zu verpassen . Das Internet erfordere einen radikalen Wandel der Weiterbildung
für die gesamte Wirtschaft : Das weltweite Computernetz werde in wenigen Jahren
ein zentraler Wettbewerbsfaktor für die gesamte Wirtschaft sein . Vertrieb und
Kundenkontakte würden dann ganz wesentlich über das Computernetz abgewickelt .
Die Trennung von Beruf und Weiterbildung müsse aufgehoben werden , um sich
darauf angemessen einzurichten . Dies mache deutlich , dass es sich beim Thema
E-Commerce nicht um eine Eintagsfliege handele . E-Commerce werde sich auch auf
die Preise auswirken . Als Beispiel nannte Schartau die Automobilindustrie . Mit
dem Internet könnten rund 2.000 Mark Produktionskosten pro Mittelklassewagen
eingespart werden , wenn Bestellung und Einkauf auch der Einzelteile
elektronisch abgewickelt würden . Der Landesvorsitzende des DGB in
Nordrhein-Westfalen , Walter Haas , forderte Politiker und Unternehmer zur
Aufgeschlossenheit für den elektronischen Handel auf . Die Arbeit müsse wegen
des Internet neu organisiert werden und berge " ungeheure
Rationalisierungspotenziale " , auf die sich alle Wirtschaftszweige einstellen
müssten . Nokia lizenziert WAP-Browser an AOL Der Online-Dienst AOL hat die
Micro-Browser-Technik des Handy-Marktführers Nokia lizenziert . Wie die beiden
Unternehmen am heutigen Donnerstag bekannt gaben , wird AOL eine eigene Version
von Nokias WAP-Technik für einen Micro-Browser einsetzen , der unter dem
Produktnamen " Netscape " entwickelt und vertrieben werden soll . Für AOL sei
dies ein entscheidender Bestandteil der eigenen Bemühungen um die drahtlosen
Netze und das mobile Internet : AOL bemüht sich mit seinem " AOL Anywhere " ,
den Online-Dienst nicht nur PC-Nutzern nahe zu bringen , sondern auch
Internet-Interessierten , die dem normalen Computer eher ablehnend gegenüber
stehen . So sollen die AOL-Kunden auch per Handy , Fernseher oder Surf-Terminal
den Online-Dienst nutzen können . Für AOL bedeute der Vertrag die erstmalige
Ausweitung der Marke Netscape auf den Markt für drahtlose Internet-Zugänge und
Micro-Browser . Finanzielle Details des Abkommens gaben die beiden Unternehmen
allerdings nicht bekannt . Sun lässt die Muskeln spielen Völlig unbeeindruckt
von den Turbulenzen , die gegenwärtig die Computer-Branche plagen , zeigen sich
offensichtlich Hersteller wie IBM oder Sun , die nicht auf den Umsatz mit
normalen PCs angewiesen sind , sondern ihr Geschäft eher mit Servern oder einem
weitgestreuten Produkt-Portfolio machen . Sun könnte eigentlich den Titel für
seinen Geschäftsbericht über das zweite Quartal 2001 per Cut&Paste von dem des
ersten Quartals übernehmen : Ein Rekord-Quartal sei das gewesen , meinte der
Unix-Spezialist und Server-Produzent , der gerade erst einen aggressiven
Auftritt im Markt für Low-End-Server hingelegt hat . Das reichte zwar an die
Steigerungen des ersten Quartals nicht ganz heran , als der Umsatz um 60 Prozent
und der Gewinn um 85 Prozent stieg - das stört Sun aber erst einmal nicht . Die
Firma , eine der wenigen aus der Computer-Branche , die im Dezember letzten
Jahres keine Gewinnwarnung ausgab , zeigt sich begeistert über das
Quartalsergebnis . Der Gewinn pro Aktie im zweiten Quartal lag bei 16 Cents -
damit entsprach Sun genau den Erwartungen der Börse . Unter Berücksichtigung von
Sonderfaktoren und einmaliger Kosten für Übernahmen betrug der Gewinn 12 Cents
pro Aktie , eine Steigerung um 19 Prozent . Suns Chef Scott McNealy war denn
auch sehr zufrieden : Offensichtlich unter Anspielung auf die Flaute im PC-Markt
frotzelte McNealy : " Die Markt-Bedingungen werden die Führer von der
Gefolgschaft klar trennen . " Michael E. Lehman , Finanz-Vorstand von Sun ,
soufflierte seinem Chef : " In einem Quartal , das ein deutliches Beispiel für
die verletzbare Entwicklung unserer Industrie gab , lieferte unser Team ein
Ergebnis ab , wie dies niemand sonst in dieser Industrie kann . " Sun werde
nichts daran ändern , aggressiv in die Steigerung des Marktanteils zu
investieren , während man sich weiterhin verpflichtet fühle , den Anteilseignern
konkurrenzfähige Gewinne zu bescheren . Im dritten Quartal sei von einem Umsatz
auszugehen , der auf dem Niveau des zweiten Quartals liege - was aber " typisch
für dieses Quartal " sei . Diese Äußerungen Lehmans führten anscheinend dazu ,
dass die Investoren den Versprechungen Suns über die glorreiche Zukunft nicht so
recht trauten . Lotus kündigt Notes-Server für Linux an Auf der Lotusphere in
den USA platzte die Bombe : Lotus ändert die bisherige Haltung gegenüber Linux .
Noch im Jahr 1999 will die IBM-Tochter die Server-Version von Notes/Domino für
das Freeware-Unix fertig haben und ausliefern . Lotus möchte sie aber wie eine
der anderen Unix-Versionen von Notes/Domino behandeln - es wird sich also nicht
um eine Freeware- oder eine nach dem Open-Source-Konzept vertriebene Version
handeln . Statt dessen sind die normalen Lizenzgebühren wie für die anderen
Unix-Versionen fällig . Notes/Domino : Version 5 verschoben Lotus hat
Terminprobleme : Nach Aussagen von Lotus-Präsident Jeff Papows auf der
Lotusphere in den USA brauche man noch zwei bis drei Wochen für letzte
Feinarbeiten . Microsoft-Prozess : Offenlegung des Windows-Quellcode ? Bill
Gates ist angeblich bereit , den Quelltext von Windows offen zu legen , wenn
dadurch eine Einigung im Anti-Trust-Verfahren gegen Microsoft möglich ist . Dies
behauptet zumindest das amerikanische Wirtschaftsfernsehen Bloomberg-TV nach
einem Interview mit dem ehemaligen Microsoft-Chef und jetzigem Chief Software
Architect des Software-Konzerns aus Redmond . Allerdings kam das Dementi von
Microsoft prompt : Microsoft-Sprecher Jim Cullinan wies die Angaben laut AFP als
" unrichtig " zurück . Gates habe lediglich gesagt , das Unternehmen werde sein
Möglichstes tun , um eine Übereinkunft mit der US-Regierung zu erzielen .
Bloomberg allerdings bleibt trotz des Dementis bei seiner Darstellung . Zwar
habe Gates erklärt , Microsoft würde den Windows-Quellcode nicht offen legen ,
um mit anderen Open-Source-Systemen zu konkurrieren . Er betonte laut Bloomberg
, dass der " geschlossene " Quelltext Windows zuverlässiger mache . Allerdings
habe Gates auf die Frage , was denn eine " vernünftige " Lösung für eine
außergerichtliche Einigung sei , ebenso erklärt : " Wenn wir eine Einigung haben
können , werden wir unser absolut Bestes dafür tun , sie zu erreichen " . Nach
Beendigung der Kameraaufzeichnung des Interviews habe Gates dann auf die direkte
Frage , ob dazu auch die Offenlegung des Windows-Quelltexts gehöre , explizit
mit " Ja " geantwortet . " Wenn das alles ist , was notwendig ist " , fügte
Gates laut Bloomberg mit einem Lächeln hinzu . Microsoft-Sprecher Greg Shaw
dementierte den Bloomberg-Bericht ebenfalls : Er sagte nur , was wir die ganze
Zeit schon erklären : Matthew Winkler , Chefredakteur von Bloomberg , betonte
daraufhin nochmals , dass der Newsdienst bei seinem Bericht bleibe . Kommentare
von Rechtsanwälten , die das US-Justizministeriums und 19 amerikanischen
Bundesstaaten im Verfahren gegen Microsoft vertreten , deuteten darauf hin ,
dass ein Angebot zur Offenlegung der Windows-Sourcen die Situation für Microsoft
vollständig ändern würde . Bislang tendieren die Vertreter der Anklage im
Kartellprozess dazu , Microsoft in mehrere kleinere Firmen aufzuspalten - auch
wenn die Diskussionen um das weitere Vorgehen unter den Klägern noch nicht
abgeschlossen sind . Eine Freigabe des Quelltexts durch Microsoft könne zu einer
Einigung im Verfahren führen , die ohne eine Aufspaltung des Konzerns auskomme ,
hieß es aus Kreisen der Kläger . Ob allerdings Microsoft tatsächlich bereit ist
, die Kronjuwelen des Konzerns für die Öffentlichkeit freizugeben , bleibt
abzuwarten . Für Microsoft könnte dies gerade beim Versuch , in Großunternehmen
und Rechenzentren sowie Internet-Providern mit neuen Windows-Server-Versionen zu
reüssieren , einen Rückschlag bedeuten . Andererseits wäre eine friedliche
Einigung im Prozess ohne Zerschlagung des Konzerns angesichts einer potenziellen
Neuausrichtung auf Windows als Infrastruktur-Software für das Internet unter
Umständen auch mit einer Offenlegung des Windows-Codes nicht zu teuer erkauft .
Die Frage bleibt ohnehin , ob die Konkurrenz sich durch die Verfügbarkeit der
Quelltexte kurzfristige Vorteile verschaffen könnte und die Auswirkungen nicht
erst in einigen Monaten und Jahren zu bemerken wären . Sony-Intel-Pakt für
Heimvernetzung Der japanische Elektro-Multi Sony und Prozessorhersteller Intel
wollen gemeinsam Techniken für die Heimvernetzung entwickeln . Sony erklärte ,
man verhandle mit Intel über eine entsprechende Vereinbarung ; Details könne man
aber noch nicht nennen . Ziel sei es aber , die Vernetzung zwischen PCs und
Unterhaltungselektronik wie HiFi-Anlagen oder Digital-Kameras voranzutreiben .
Durch einen Pakt mit Sony könnte Intel einen der größten
Unterhaltungselektronik-Hersteller der Welt auf seine Seite ziehen . Gerade die
Heimvernetzung haben in letzter Zeit allerdings auch einige andere Großkopferte
der Branche für sich entdeckt : Selbst Router-Spezialist Cisco arbeitet mit Sun
und Whirlpool an entsprechenden Lösungen . Novell weiter auf Erfolgskurs Nach
einem ausgezeichneten Geschäftsjahr 1999 verkündet Novell die nächsten Erfolge .
Die Umsätze mit NetWare und den Novell Directory Services ( NDS ) gingen um 6
Prozent nach oben , diejenigen mit NDS-fähigen Anwendungen und Diensten um 10
Prozent . Die Steigerungen führt Novell-Chef Eric Schmidt nicht nur auf
Neuvorstellungen , etwa die Version 5.1 von Netware , zurück . Zusätzlich hätten
einige sehr große Installationen von NDS abgeschlossen werden können , darunter
bei dem Fernsehsender CNN und der Internet-Suchmaschine Alta Vista . Das soll
auch in Zukunft so weiter gehen : Schmidt erwartet , dass mit den NDS und
entsprechenden Dienstleistungen sowie darauf basierenden Internet-Anwendungen
die Zukunft von Novell rosig aussieht . Analysten der Wall Street sprachen davon
, dass Novell offensichtlich auch von Verzögerungen bei Microsofts großen
Server-Versionen von Windows 2000 profitiert . Auch über die Diskussionen um
Probleme bei der Markteinführung der normalen Versionen des neuen Systems aus
Redmond dürfte sich Novell diebisch gefreut haben . Die NetWare-Company legte
auch gleich noch eins drauf und warf Microsoft eine schwere Sicherheitslücke im
Active Directory vor , der NDS-Konkurrenz in Windows 2000 . Viag Interkom plant
Börsengang der Online-Tochter Viag Interkom macht es der Telekom nach : Ähnlich
wie die Telekom mit T-Online bündelt Viag Interkom alle Aktivitäten rund um den
Online-Dienst Planet Interkom in einer eigenständigen Aktiengesellschaft . "
Dies schließt auch ein , die Planet Interkom zu einem späteren Zeitpunkt über
den Kapitalmarkt zu finanzieren " , erklärte ein Unternehmenssprecher . Wann die
neue Gesellschaft ihre Aktien an der Börse platzieren soll , ließ Viag Interkom
allerdings bislang offen . Die Planet Interkom AG soll die Entwicklung neuer
Produkte zur Verbindung von Internet und Handy vorantreiben und die WAP-Angebote
mit den Festnetzaktivitäten von Viag Interkom verknüpfen . Was war . Was wird .
Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details
schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse .
Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Diesen Sonntag übrigens taucht die
Wochenschau etwas verspätet auf dem Heiseticker auf , geschuldet einer
Festivität in meinem Hause - das wird schon wieder , nächsten Sonntag spätestens
. Was war . Später klärte mich ein amerikanischer Freund auf , dass dies
wirklich ein offizieller Slogan der amerikanischen Luftwaffe gewesen war . Nun
hat George W. Bush den Irak bombardieren lassen und kommentiert dies mit dem
Satz : " Unser Ziel ist es , sicherzustellen , dass diese Welt so friedlich wie
möglich ist . " In Bagdad sind in diesem Jahr die ersten vier Internetcafés
eröffnet worden . Internet in einem Land , in dem der Empfang ausländischer
Fernsehstationen strikt verboten ist , ebenso wie der Besitz von Mobiltelefonen
oder der Anschluss von Modems an einen Computer - ihr Verkauf ist allerdings
gestattet . In den Internetcafés von Bagdad kostet die Stunde Internet 2000
Dinar ( 1,50 US-Dollar ) , in einem Land , wo 10.000 Dinar im Monat als
Mittelschichtseinkommen ausgewiesen sind . Wer in den Cafés E-Mail aus dem
Ausland erhält , muss 80 US-Dollar als Kaution zahlen und darf die Post nur in
einem separaten Raum lesen . Das dauerhafte Speichern der E-Mail ist verboten .
Unter den Maildiensten ist im Irak Yahoo erreichbar , Hotmail nicht : Microsoft
gilt als Agentur des Bösen . So etwas funktioniert ganz einfach : In Malaysia
wird die erste intelligente Internet-Stadt der Welt gebaut , und in Malaysia
findet sich die erste Website überhaupt , die von dem renommierten
Internationalen Presse-Institut ( IP ) als " Free Media Pioneer " ausgezeichnet
wurde . In den letzten 20 Jahren bekamen Papierblätter diesen Preis , diesmal
wurde Malaysiakini.com geehrt , eine Online-Zeitung aus Kuala Lumpur , die trotz
schwerer Repressalien immer wieder über Missstände in Malaysia berichtet . Das
Projekt der intelligenten Stadt wurde von dieser Zeitung gründlich zerrupft .
Zur Strafe wurde sie eine Woche lang abgeschaltet . Gegenüber Jxta mutet sich
der diese Woche praktisch zu Tode getrampelte Napster wie das Backen mit
Förmchen im Sandkasten aus . Ein Hagelschauer soll es sein , der über der
Konkurrenz niedergeht , mit Körnern groß wie Fußbälle ... Stopp . Stopp . Wieder
ist ein ungemein gefährlicher Virus ausgebrochen , der die gesamte
.NET-Zivilisation bedroht . Jedenfalls die , die immer noch nicht gelernt hat ,
Dateianhängen zu misstrauen und den Windows Scripting Host auszuschalten . Wo
waren wir stehen geblieben ? Bei der neuesten Werbekampagne der Verisign-Tochter
Network Solutions mit dem Titel " On your mark , get set , go " ? Die
Erläuterungen zu diesem Slogan sind instruktiv , wie die Lateiner sagen :
Network Solutions verscherbelt mit dieser Kampagne die administrativen
Kontakt-Adressen , die jede Domain parat haben muss , und erhofft sich davon ein
Riesengeschäft . Network Solutions ist nicht das Denic . Hier wird nur eine
Entwicklung kommentiert , über die das Denic bekanntermaßen erhaben ist . Go ,
Go ! Was wird . Heute jährt sich die Eroberung von Peenemünde durch die Soldaten
der Sowjetarmee im Jahre 1945 . Wernher von Braun musste nach Amerika gehen und
baute dort die Saturn V , mit der Neil Armstrong , Edwin Aldrin und Michael
Collins zum Mond flogen - sie würden sich wahrscheinlich dagegen verwahren ,
letztlich habe die V2 sie zum Erdtrabanten gebracht . Interessant wäre , was
Edwin Black , dessen Buch IBM und der Holocaust in der letzten Woche für
Aufsehen sorgte , dazu zu sagen hätte . In dem ganzen Trubel um die
Hollerith-Maschinen und die Nazis ging offensichtlich das Anliegen Blacks hinter
der ganzen Recherche etwas unter : " Wenn wir nicht begreifen , wie die Nazis an
die Namen ihrer Opfer gelangten , werden weitere Listen im Geiste der
Inhumanität erstellt werden " , betont er zur Erklärung seines Parforce-Ritts
durch einen Teil der unrühmlichen Geschichte von IBM . Bleibt mir nur zu hoffen
, dass es was wird mit dem Begreifen . In der großen russischen Volksrepublik
wurde jedenfalls das Datum der Eroberung von Peenemünde als Beginn der Eroberung
des Weltraums gefeiert , lange vor der Zeit , in der der Absturz der Mir
vorbereitet wurde . Einen Absturz anderer Art feiert Asheron's Call , das große
Online-Spiel von Microsoft . Wenn diese Zeilen im Heiseticker erscheinen , sind
alle Freiwilligen verschwunden , die in dem Spiel als Friedensstifter freiwillig
arbeiteten . Rund 500 SpielerInnen sind von der Regelung betroffen . Analog zu
ihrer Rolle ist ihr Protest : Je nach Status konnten sie einen Teilnehmer an
Asheron's Call für fünf Minuten oder einen Tag von der Spielwelt ausschließen .
Am Montag ( der in den USA als President's Day ein Feiertag ist ) sollen alle
Spieler Asheron's Call ruhen lassen . UMTS-Erlöse für Computer an Berufsschulen
Eine entsprechende Vereinbarung hat Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (
SPD ) jetzt mit den Bundesländern unterzeichnet , teilte das Ministerium am
heutigen Sonntag mit . Das Geld stammt aus den Zins-Ersparnissen im Rahmen der
UMTS-Mobilfunk-Erlöse . Gefördert wird die Ausstattung der Berufsschulen mit
Computern und Servern , ihre interne Vernetzung und die Anschaffung von Software
. Die Länder können die Mittel aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm regional und
auf einzelne Schulen konzentrieren und auch fachliche Schwerpunkte setzen .
Zusätzlich erhalten 390.000 Menschen an den Berufsschulen eine Vollausbildung
oder bilden sich an einer Berufsfachschule weiter . Bulmahn sagte , die
UMTS-Mittel seien in den Berufsschulen " hervorragend angelegt " . Das Programm
mache die deutschen Berufsschulen " fit fürs Internetzeitalter " . Das Geld wird
nach der jeweiligen Schülerzahl auf die Länder aufgeteilt . Britische Regulierer
verordnen neue Großhandels-Flatrate Das britische Office of Telecommunications (
OFTEL ) hat die British Telecom dazu verdonnert , den Konkurrenten eine weitere
so genannte Großhandels-Flatrate anzubieten . BT muss nach dieser Entscheidung
der Regulierungsbehörde den Internet-Providern und anderen Carriern für
Datenleitungen , die über das Netz des britischen Ex-Monopolisten geschaltet
werden , ab dem 26. Februar die Single Tandem Flat Rate Internet Access Call
Origination ( ST FRIACO ) anbieten . Der entscheidende Unterschied zur
bisherigen Großhandels-Flatrate ( FRIACO ) : BT muss die Anschlusspunkte an den
übergeordneten regionalen Netzvermittlungsstellen schalten und nicht wie bei
FRIACO an den lokalen Teilnehmervermittlungsstellen . Mit ST FRIACO können
Internet-Provider und Online-Dienste nun also eine mit einer jährlichen
Pauschale abgerechnete Datenleitung über eine Verbindung zwischen ihrem eigenen
Netz und den zentralen Knoten des BT-Netzes in Anspruch nehmen . Bislang waren
sie darauf angewiesen , Leitungen direkt zu den Teilnehmeranschlussstellen zu
schalten . Ein ähnliches Angebot wie beim britischen FRIACO hatte die Telekom
nach der Entscheidung der Regulierungsbehörde über die Großhandels-Flatrate
Mitte Dezember gemacht . Diese Offerte des deutschen Ex-Monopolisten war jedoch
auf Kritik bei der Konkurrenz gestoßen , da es ebenfalls nur an den lokalen
Teilnehmervermittlungsstellen wahrgenommen werden kann . Die
Telekom-Konkurrenten würden die Großhandels-Flatrate aber gerne an
Anschlusspunkten in den übergeordneten Vermittlungssstellen wahrnehmen - ähnlich
wie nun bei ST FRIACO in Großbritannien vorgesehen . OFTEL erklärte zu der
Entscheidung in Großbritannien , dies sei ein weitere große Initiative , die
Bereitstellung eines zeitunabhängigen Internet-Zugangs zu unterstützen : Die
Betreibergesellschaften könnten effektiver mit BT und untereinander konkurrieren
und ein größeres Spektrum an zeitunabhängigen Internet-Zugangsdiensten anbieten
, von denen einige ohne die neue Regelung nicht möglich wären . Allerdings
meinte OFTEL auch , man sei sich darüber klar , dass die Kapazität an den
Hauptvermittlungsstellen von BT begrenzt sei . Man habe daher in der
Entscheidung auch Maßnahmen festgelegt , die sicherstellen sollen , dass das
Netz von BT durch den zu erwartenden wachsenden Internet-Datenverkehr nicht
zusammenbreche . OFTEL-Chef David Edmonds betonte , dass 30 Prozent der
britischen Bürger Internet-Zugang haben , und von diesen nutze bereits ein
Drittel zeitunabhängige Internet-Zugänge . Die letzten Untersuchungen von OFTEL
haben nach Edmonds Worten ergeben , dass die Preise für den Internet-Zugang in
Großbritannien seit der Einführung von FRIACO um 40 Prozent gefallen sind .
Arznei-Handelsverbot im Internet nicht haltbar Bundesgesundheitsministerin Ulla
Schmidt ( SPD ) sieht das bisher strikte deutsche Verbot des Versandhandels mit
Medikamenten im Internet als nicht länger haltbar an . Von den Niederlanden oder
anderen Nachbarländern würden heute schon Internet-Apotheken mit Kurieren in die
Bundesrepublik liefern und damit das Verbot umgehen . " Wir können nicht eine
Mauer um Deutschland machen " , sagte Schmidt dem Fernsehsender n-tv . Gemeinsam
mit den Apothekern will die Ministerin überlegen , " wie man reagiert " . Zudem
habe bei einer Neuregelung der Verbraucherschutz Priorität . Man müsse den
Menschen sagen , " seid vorsichtig , was ihr euch bestellt " . BKA wegen neuem
Computersystem mit Defizit Beim Bundeskriminalamt ( BKA ) ist nach Informationen
des Focus wegen Mehrkosten für das neue Computersystem INPOL-neu ein
Millionen-Defizit entstanden . Allen Einzeletats seien daher Einsparungen
verordnet worden . Ein Behördensprecher sagte dagegen am heutigen Sonntag
gegenüber dpa , es werde in diesem Jahr kein Defizit geben : Wegen der
Budgetierung des Haushalts könnten bei Mehrkosten Ausgaben geschoben werden .
Wichtige Funktionen würden dabei nicht angetastet . Die Gewerkschaft der Polizei
hatte schon zuvor heftige Kritik an dem Vorgehen des BKA bei der Einführung von
INPOL-neu geübt . So sollen nach Informationen der GdP zum Starttermin am 15.
April nicht alle Bundesländer in der Lage sein , das System zu bedienen . Die
GdP kritisierte nun laut Focus , in allen Etats des BKA müssten 20 Prozent
eingespart werden . Auch wichtige Lehrgänge seien betroffen . Grund für die
Mehrkosten sei , dass das BKA wegen fehlender eigener Experten die Entwicklung
des Systems an Fremdfirmen vergeben musste . Dies sei bei Vorhaben dieser
Größenordnung normal , erwiderte dagegen der BKA-Sprecher . Das Computersystem
INPOL-neu soll am 15. April parallel zum bisherigen System eingesetzt werden .
Sechs Monate später soll dann das alte System abgeschaltet werden . Dieser
Zeitplan stehe , sagte der BKA-Sprecher . INPOL-neu wird das 1972 eingeführte
und seitdem ständig erweiterte Informationssystem INPOL ablösen , über das die
Polizei-Behörden der Länder bislang ihre Daten mit dem BKA ausgetauscht haben .
Beim neuen zentrale Informationssystem wird als Betriebssystem für die Server
HP/UX eingesetzt , das alte System läuft hingegen auf BS2000 . Die
Zugangssysteme sind bei INPOL-neu den Teilnehmern selbst überlassen . Dabei wird
auch , aber nicht ausschließlich Windows NT eingesetzt . Das Bundeskriminalamt
selbst verfügt über 10 HP/UX-Rechner mit insgesamt mehr als 20 CPUs und mehr als
20 GByte Hauptspeicher . Daran hängen laut Auskunft eines Entwicklers " etliche
Terabyte an Plattenkapazität " . Grüne fordern mehr Chancen für Frauen in der
IT-Branche Die Bundesfrauenkonferenz fem@il the future der Grünen hat einen
besseren Zugang von Frauen zur Informationstechnologie gefordert . Dazu gehörten
Computerkurse an Schulen nur für Mädchen , Frauen-Studiengänge in Informatik und
IT-Weiterbildungsangebote speziell für Frauen . " Frauen haben in der
Informationstechnologie eine Chance " , sagte Niombo Lomba vom Bundesvorstand
der Grünen am Sonntag zum Abschluss der dreitägigen Konferenz . Dazu müsse aber
eine gleichberechtigte Teilhabe an den neuen Technologien gewährleistet sein .
In der Bildungspolitik setzen sich die Grünen für eine teilweise Aufhebung des
gemeinsamen Unterrichts für Mädchen und Jungen in technischen und
naturwissenschaftlichen Fächern ein . Möglichst frühzeitig sollten Schülerinnen
für technische Studiengänge motiviert werden . Dazu müssten auch die Lehrerinnen
entsprechend fortgebildet werden . An den Hochschulen sollten eigene
Informatik-Studiengänge für Frauen eingerichtet und Mentor-Programme aufgelegt
werden . Auch bei der Fort- und Weiterbildung von Frauen fordern die Grünen "
passgenaue Programme " für Frauen . Für Existenzgründerinnen sollten Risikofonds
zur finanziellen Absicherung zur Verfügung stehen . Führende
Grünen-Politikerinnen warnten vor der Benachteiligung von Frauen in der
Informationsgesellschaft . " Wir sehen die Gefahr , dass die allgemeine Euphorie
nicht neue Geschlechterverhältnisse hervor bringt , sondern die alten
manifestiert " , heißt es in einer Abschlusserklärung . Die Vorsitzende der
Bundestagsfraktion , Kerstin Müller , warnte schon zum Auftakt des Kongresses
vor einer Zwei-Klassen-Gesellschaft : " Wenn Frauen und Mädchen den Anschluss an
IT nicht verpassen wollen , dann müssen sie den gleichen Zugang zu den
Technologien bekommen wie Männer und Jungen " , forderte Müller . Die scheidende
Bundesvorsitzende der Grünen und jetzige Verbraucherschutzministerin , Renate
Künast , sprach von einem Nachholbedarf bei der Ausbildung und der
Berufstätigkeit von Frauen in der IT-Branche . Einerseits würden mit der Green
Card kreative Menschen nach Deutschland geholt , andererseits werde hier zu
Lande nicht genügend ausgebildet . " Die wenigen , die es dann gibt , werden
abgeworben und gehen in die USA " , sagte Künast . Die Chancen für Frauen , in
die neuen Bereiche einzusteigen , müssten auch mit speziellen Aus- und
Weiterbildungsanboten verbessert werden . Müller verwies auf Schätzungen von
Wirtschaftswissenschaftlern , denen zufolge bis Ende dieses Jahrzehnts bis zu
750.000 neue Arbeitsplätze in der IT-Branche in Deutschland entstehen könnten .
Bislang sei offen , " ob auch die Mehrheit der Frauen diese Chancen nutzen
können " , sagte Müller . Deshalb sei eine " Qualifizierungsoffensive " für
Mädchen und Frauen notwendig , um die digitale Spaltung in der Gesellschaft
nicht zu zementieren . Telecom-Firmen vor neuen Übernahmen In der
Mobilfunkbranche könnte es nach Ansicht des Goldman-Sachs-Aktienstrategen Mike
Young den nächsten Monaten zu einer Großfusion kommen . Wie Young in der Welt am
Sonntag schreibt , brauche Europa nicht mehr als vier oder fünf große
Mobilfunkunternehmen . Er vertrat ferner die Ansicht , dass die Aussichten für
die europäischen Telecom-Firmen in den kommenden Monaten freundlicher werden .
Die Bilanzen würden wieder solider und die Konturen der
Umstrukturierungsmaßnahmen klarer . Infolge der Zinssenkung der US-Notenbank und
den Aussichten , dass die Europäische Zentralbank dem Beispiel der Fed folgen
dürfte , würden die Risiken auf Grund der hohen Zinsbelastung durch die
Finanzierungskosten für den Aufbau des UMTS-Netzes inzwischen als geringer
eingeschätzt . Young erwartet außerdem , dass die Telecom-Gesellschaften sich
nach Partnern umschauen werden , um sich die Kosten zu teilen . Musikindustrie :
Rückgang bei CD-Singles wegen Internet Nach Angaben des US-amerikanischen
Branchenverbands Recording Industry Association of America ( RIAA ) sind die
Verkäufe von CD-Singles im Jahr 2000 um 40 Prozent zurückgegangen . Der
Gesamtverkauf von CDs hingegen sei leicht gestiegen . Den Verursacher des
dramatischen Einbruchs bei den CD-Singles meint die RIAA auch schon ausgemacht
zu haben : Das Internet . Die RIAA erklärte , der Rückgang bei den Singles sei "
grundsätzlich durch neue Möglichkeiten , die das Internet bietet , verursacht "
. Dennoch meint RIAA-Chefin Hilary Rosen , die Zukunft sehe besser aus , da der
Weg bereitet sei , dass ein legaler Online-Musikmarkt entstehe und gedeihe .
Offensichtlich bezog sie sich damit auf die von der RIAA mit Begeisterung
begrüßte Entscheidung des Berufungsgerichts im Verfahren gegen Napster . Napster
hatte daraufhin zwar Berufung angekündigt , Ende der Woche aber bereits bekannt
gegeben , man werde in Zukunft ein System zur Einschränkung des Musiktauschens
einsetzen . Die Argumentation der RIAA mit den CD-Singles ist allerdings
zwiespältig . So sehen viele Beobachter und auch Musiker die Napster-Nutzer vor
allem auf der Jagd nach aktuellen Hits , bei denen sie die Gesamt-CD des
jeweiligen Künstlers oft nur wenig interessiert . Damit ließe sich natürlich
etwa der Rückgang bei den CD-Single-Verkäufen erklären . Jedoch macht dieser
CD-Typ nach Angaben von US-Nachrichtenagenturen gerade einmal ein Prozent der
gesamten CD-Verkäufe aus . Zudem gingen nach Angaben der RIAA die gesamten
Auslieferungen der Musikindustrie an die Händler in der zweiten Jahreshälfte
zurück - die Musikindustrie begründete dies selbst mit einer sich
verlangsamenden Wirtschaft und Konzentrationsprozessen bei den Händlern . Für
Rosen spielt dies alles beim Vorgehen gegen Napster aber sowieso keine Rolle :
Die Auseinandersetzung mit der Musiktauschbörse habe man wegen rechtlicher
Fragen des Urheberschutzes und illegaler Kopien gesucht und nicht auf Grund von
wirtschaftlichen Aspekten . Neue Clients für OS/2 Warp Server IBM hat einen
aktualisierten Win95-Client freigegeben . Ein NT-Client und ein Software-Modul ,
um OS/2-Server in der Netzwerk-Umgebung von Win95 und NT zu sehen und zu nutzen
, befinden sich in der Beta-Phase . Die neuen Clients ermöglichen eine bessere
Verwaltung der User auf den Windows-Maschinen durch den OS/2-Administrator .
Außerdem können sie ein dediziertes Home-Verzeichnis für diese Anwender erzeugen
. Beide Clients stellen eine vereinfachte Anmeldung am Server zur Verfügung .
Der Win95-Client überprüft die Eingangsanmeldung am Windows-System schon auf dem
Server . Der NT-Client ermöglicht ein einheitliches Logon an allen Servern auch
in heterogenen Umgebungen . System Policies und Desktop-Einstellungen für beide
Systeme können auf dem OS/2-Server abgelegt und vom Administrator verwaltet
werden . Die Integration in die Netzwerkumgebung erlaubt den Zugriff auf
OS/2-Server von den Windows-Maschinen aus wie bei NT-Servern . Der neue
Win95-Client kann von http://www.software.ibm.com/os/warp-server/ kostenlos
heruntergeladen werden . Die NT-Software und die Software für die
Netzwerk-Umgebung sollen nach Abschluß der Beta-Phase Anfang März ebenfalls auf
diesem Weg zur Verfügung gestellt werden . Domino/Notes R5 auf Ende März
verschoben Lotus CEO Jeff Papows zieht in einem offenen Brief an Kunden und
Geschäftspartner sein Lotusphere-Versprechen zurück , Domino/Notes R5 noch im
Februar auszuliefern . Der neue Termin : Ende März . Die letzte Beta-Version (
Build 164.1 ) wurde mehr als 200.000 mal von der Notes-Webseite heruntergeladen
. Es zeigte sich rasch , daß diese Programmversion noch keine ausreichende
Qualität besitzt . Papows kündigt an , daß Lotus bis nächste Woche alle
bekannten Fehler beseitigen will . Auch diese weitere Verzögerung , die R5 nun
von Ende 98 um insgesamt 3 Monate auf das Ende des ersten Quartals verschiebt ,
wäre nicht signifikant , stünde nicht der Jahrtausendwechsel bevor . Die meisten
großen DV-Anwender streben dieses Jahr möglichst frühzeitig ein Einfrieren der
gesamten Softwarelandschaft an , um sich danach den letzten Tests zu widmen . Je
näher Lotus an diesen Termin gerät , desto unwahrscheinlicher wird eine breite
Umstellung auf R5 dieses Jahr . Lotus wird vermutlich dennoch keine
Umsatzeinbrüche erleiden : Jeder Domino/Notes-Käufer kann ein Jahr lang frei auf
jedes neue Release aufrüsten . Wer heute 4.6 kauft , kann also auch erst 2000
auf R5 umsteigen , ohne nochmal zu zahlen . Während sich Lotus in Deutschland
noch ziemlich bedeckt hält und erst zur CeBIT die R5-Trommel schlägt , verpufft
in USA derweil die breit angelegte "super.human.software"-Werbekampagne . Ohne
verkaufsfähiges Produkt nutzt die ganze Werbung nichts . Datenübertragung mit
3,3 Terabit pro Sekunde Wissenschaftler der Bell Labs , der Forschungsabteilung
von Lucent , demonstrierten die Datenübertragung mit einer Rate von 3,28 Terabit
pro Sekunde . Dabei überrückten sie eine Entfernung von 300 Kilometern zwischen
den beiden Endpunkten . In dem Versuch unter Laborbedingungen wurde ein noch
nicht zur Serienreife entwickelter Glasfasertyp aus der TrueWave-Reihe von
Lucent benutzt . Die Gesamtstrecke setzte sich aus drei 100 Kilometer langen
Teilstrecken zusammen , die durch Verstärker zusammengeschaltet waren . Die
Testübertragung arbeitete mit Dense Wavelength Division Multiplexing ( DWDM ) ,
um mehrere Lichtwellenkanäle über eine Glasfaser zu übertragen . Im
konventionellen Frequenzbereich ( C-Band ) kamen 40 Kanäle ( Wellenlängen ) mit
jeweils 40 Gigabit/s zum Einsatz ; zusätzlich nutzten die Forscher im
langwelligen Frequenzbereich ( L-Band ) 42 Kanäle , ebenfalls jeweils mit einer
Datenrate von 40 Gigabit/s . Momentan sind bei optischen Netzen Datenraten von
10 Gigabit/s pro Kanal gebräuchlich . Außerdem kam die so genannte Distributed
Raman Amplification zum Einsatz , um die Signale auf ihrem Weg zu verstärken .
Bei dieser Technik werden im Prinzip die Glasfasern selbst zur Verstärkung des
Signals genutzt : Hochenergetisches Laser-Licht wird in der entgegengesetzten
Richtung zum eigentlichen Datensignal ausgesandt , wodurch ein Teil der
Glasfaser , auf der das Datensignal übertragen wird , als Verstärker für eben
dieses Signal arbeitet . Benannt ist die Technik nach dem Wissenschaftler , der
den zu Grunde liegenden Effekt bereits 1928 entdeckte . Typische optische
Systeme erfordern heutzutage eine separate Verstärkereinheit ungefähr alle 80
Kilometer ; erst durch die Raman-Verstärkung erreichten die Wissenschaftler
Entfernungen von 100 Kilometern ohne zusätzliche Repeater . Außerdem erlaubt
diese Technik , näher beieinander liegende Wellenlängenkanäle als bislang üblich
zu benutzen . Dadurch erhöht sich im Endeffekt die Kapazität , die sich über
eine einzige Faser übertragen lässt . Alastair Glass , Chef des Photonics
Research Lab bei den Bell Labs , erklärte , damit sei in der Praxis bewiesen ,
dass die Übertragung mit 40 Gigabit/s über einen Wellenlängenkanal für die
Entfernungen , die typische Netzwerke heutzutage benötigen , machbar sei . Der
Chef von Lucents Optical Networking Group , Harry Bosco , betonte , mit dem
Experiment habe Lucent seine glänzende Ausgangsposition demonstriert , um die
Ausrüstungen für optische Netze der nächsten Generation zu liefern . Mehr zu den
technischen Entwicklungen und dem Kampf um den Markt im Hintergrundbericht : Der
Boom der optischen Netze Der Boom der optischen Netze Hintergrund : Natürlich
sind Datenraten von 3,3 Terabit pro Sekunde , wie sie Forscher von Lucent diese
Woche demonstrierten , mehr oder weniger unter Laborbedingungen zu Stande
gekommen . Bis solche Techniken Eingang in die alltägliche Praxis finden , bis
die Internet-Backbones mit Datenraten von mehreren Terabit pro Sekunde über eine
Glasfaser arbeiten , wird noch einige Zeit vergehen . In kaum einem Bereich der
Computer- und Kommunikationstechnik geht die Entwicklung aber so rasant voran
wie bei optischen Netzen , bei kaum einer anderen Technik verringert sich die
Zeitspanne zwischen Laborexperiment und Praxistauglichkeit so schnell wie bei
der Photonik . Das große Thema bei optischen Netzen ist Wavelength Division
Multiplexing ( WDM ) . Damit ist die Übertragung unterschiedlicher Datenströme
mittels einer einzigen Glasfaser möglich : Die Entwicklung der optischen Netze
auf WDM-Basis schreitet in drei Bereichen rasant voran : Bei der Datenrate , die
über eine Wellenlänge übertragen werden kann ; bei der Anzahl der Wellenlängen ,
die auf einer einzigen Glasfaser möglich sind ; und bei der Verbindung zwischen
zwei Strecken über optische Router . Gebräuchlich sind bei modernen
High-End-Geräten inzwischen 10 Gigabit/s über einen Wellenlängenkanal . Nortel ,
nach Lucent zweitgrößter Hersteller von Netzwerkequipment , demonstrierte aber
bereits 80 Gigabit/s über eine Wellenlänge ; die Vorführung einer
3,3-TBit/s-Verbindung von Lucent arbeitete mit 40 Gigabit/s pro Kanal . Alan
Lytle , Chef von Nortel Dasa , der deutschen Vertretung von Nortel , hält sogar
noch mehr für möglich : In einem Gespräch mit c't meinte er , in absehbarer Zeit
dürften zumindest im Labor 160 Gigabit/s über eine Wellenlänge erreichbar sein .
Kommerziell einsetzbare Geräte , die mit 40 oder 80 Gigabit/s über einen Kanal
arbeiten , erwartet Lytle bereits für das nächste Jahr . Er stellte aber auch
klar , dass hier die Physik enge Grenzen zieht : Je mehr dieser Kanäle man auf
eine Faser packen kann , desto höher wird natürlich auch die theoretisch
erreichbare Datenrate über eine Verbindungsstrecke . Moderne Geräte schaffen
beispielsweise 96 Kanäle über eine Faser . Und Nortel liefert inzwischen bereits
mit dem 1600G ein WDM-System aus , das mit 160 Wellenlängenkanälen von jeweils
10 Gigabit/s auf einer Faser arbeitet . Alan Lytle hält in ferner Zukunft aber
sogar mehrere Hundert , gar bis zu Tausend Wellenlängen für möglich . Dafür
müssen allerdings die Kanäle in ihrer Frequenz sehr nah beieinander liegen -
dadurch entstehen physikalische Probleme , die sich mit herkömmlicher Technik
nicht beheben lassen . Die erzielten oder prognostizierten Bandbreiten beziehen
sich immer auf die Verbindung zwischen zwei Endpunkten , wobei die überbrückbare
Distanz noch durch Verstärker erhöht wird . Der Geschwindigkeitsrausch endet
momentan an den Vermittlungsstellen der Netze und Backbones : Bislang ist immer
eine vergleichsweise langsame und kostenintensive Umsetzung zwischen optischer
Übertragung und elektronischer Vermittlung notwendig , um die Daten
weiterzuleiten . Dies ändert sich erst durch so genannte optische Cross-Connects
: Sie verbinden Ein- und Ausgänge von Vermittlungsstellen , an denen optische
Verbindungsstrecken angeschlossen sind , ebenfalls mit optischen Techniken .
Alle Firmen arbeiten intensiv an entsprechenden Geräten - Lucent stellte bereits
den Prototypen eines solchen optischen Routers vor , Lambda-Router genannt .
Nortel kaufte vor wenigen Tagen Xros , einen Spezialisten für diese Geräte . Und
Agilent , die von Hewlett-Packard ausgegliederte Abteilung für Netz- und
Messtechnik , kündigte ebenfalls einen optischen Cross-Connect an . Alle Ansätze
arbeiten dabei mit Micro-Spiegeln , die zwischen den optischen Ein- und
Ausgängen vermitteln . Die Pfade für die Datenweiterleitung ändern sich dabei
relativ selten . Dadurch ist eine Neuausrichtung der Micro-Spiegel in der Regel
nicht allzu oft notwendig ; die Datenweiterleitung zwischen einmal geschalteten
Pfaden erfolgt aber ohne Umsetzung zwischen Optik und Elektronik mit derselben
Datenrate , mit der auch die Verbindungsstrecken selbst arbeiten . Aber nicht
nur bei der Technik . Selbst Mitteilungen über die Investitionssummen , die für
die Entwicklung und Forschung notwendig sind , posaunen sie mit Stolz hinaus :
Solche Summern verwundern nicht , wenn man sich den erwarteten Bedarf und die
prognostizierten Umsatzzahlen ansieht . So ergaben Studien , dass sich zwar die
Übertragungsgeschwindigkeit im Internet alle zwei Jahre verdoppelt , die
Verzögerungen bei den Datentransfers haben sich aber um rund die Hälfte erhöht .
Der Bandbreitenhunger im Internet erscheint unerschöpflich : Die Zahl der
Internet-Hosts steigt jährlich um rund 46 Prozent , die Zahl der Internet-Nutzer
wächst geradezu explosionsartig . Eine Untersuchung der Marktforscher von IDC
ergab , dass im Jahr 2003 bei erwarteten Gesamtumsätzen der Internet-Ökonomie
von 2,8 Billionen US-Dollar allein 1,5 Billionen US-Dollar auf
Infrastruktur-Investitionen entfallen . Rund ein Drittel davon soll nach Meinung
von Experten mit den optischen Netzen gemacht werden ... Ein riesiger Markt also
, der zudem auf Grund ausgezeichneter Margen hohe Gewinne verspricht . Allein im
dritten Quartal 1999 wuchs Lucents Umsatz mit der Photonik um 32 Prozent . Und
der Börsenkurs von Agilent machte einen Sprung um 52 US-Dollar nach oben ,
nachdem die Firma ihren optischen Cross-Connect angekündigt hatte . Entsprechend
begehrliche Blicke richten sich auch auf Startup-Companies , die neue optische
Techniken entwickeln oder zur Produktreife bringen : So ging der Spezialist
Qtera an Nortel , Lucent dagegen kaufte Ortel ein . Der aus der
Netzwerkabteilung von AT&T entstandende Konzern sah sich sogar zu einem etwas
überraschenden Schritt veranlasst : Die Lucent-Bereiche für lokale Netze und
Telefonie , lange nicht so profitabel wie das Optoelektronik-Geschäft , sollen
zukünftig eine eigene Firma bilden . Die beiden Marktführer sehen sich aber
zunehmend neuer Konkurrenz ausgesetzt . Überflieger Cisco , der mit klassischen
Routern das bisherige Geschäft der Internet-Infrastruktur fest im Griff hat ,
konnte bei der Photonik lange Zeit keinen Blumentopf gewinnen . Trotz der
Versuche , dies mehr oder weniger elegant zu überspielen , schlug Cisco dann bei
der Ersten sich bietenden Gelegenheit zu . Ciscos Vizechef Don Listwin äußerte
im Herbst vergangenen Jahres noch lakonisch : " Wir brauchen WDM nicht . " Seine
Einschränkung , Cisco hätte aber gerne entsprechende Techniken , setzte das
Unternehmen dann im Dezember in die Tat um : Ob Cisco aber durch diesen Zukauf
den Rückstand zu Nortel und Lucent aufholen kann , bleibt abzuwarten . Die
beiden Platzhirsche dürften die Bemühungen des Router-Spezialisten jedenfalls
recht ernst nehmen . Darüber hinaus melden sich auch andere bekannte Namen zu
Wort . Siemens gründete eine eigene US-Tochter für optische Netze , um ein Stück
vom Kuchen abzubekommen . Und selbst Prozessorbäcker Intel , der sich seit
einiger Zeit mit Netzwerkprodukten und IT-Dienstleistungen von den
Unwägbarkeiten des Geschäfts mit CPUs unabhängig machen will , steigt ein : Die
Übernahme des dänischen Unternehmens GIGA verschafft Intel Know-how bei Design
und Entwicklung von Chips für optische Techniken . Was war . Was wird . Wie
immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen :
Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist
Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Die Firma eFront , die ihre Webhamster
wie Sklaven behandelte , wird es nicht mehr lange geben , während die Site , die
die ICQ-Logs veröffentlichte , zum Erstaunen vieler Beobachter auf die Bezahlung
ihres Content umstellt - und dafür guten Zuspruch bekommt . Das Geschäft mit dem
Klatsch läuft und niemanden wundert dies . Warum also immer die Anstrengungen
der Bobos mies machen , die uns so poetisch zu Seite stehen , dann feinfühlig
arrangieren , sofern nicht ein kleiner Software-Unfall passiert ist , und am
Ende sogar noch helfen , die Sache stilvoll zu beenden . Palm und Handspring
sollen kräftig zahlen , die Varianten mit MS-Software hingegen nicht : Als
Betriebssystem kamen Pen Windows von Microsoft und Penpoint von Go zum Einsatz .
In seinem Buch " startup " widmet Go-Gründer Jerry Kaplan ein ganzes Kapitel den
schließlich erfolgreichen Versuchen von Microsoft , Go und Penpoint bei NCR zu
verdrängen . Die Lösung war ganz einfach : Microsoft verbot den BIOS-Herstellern
wie Phoenix , Dual-Boot-Versionen herzustellen , die Penpoint und Pen Windows
starten konnten . Daneben unterstützte man AT&T bei der Übernahme von NCR .
Jahre später hielt Bill Gates den Boot-Trick für ausreichend , um Linux vom
Markt zu kippen - doch da funktionierte die Drohung nicht wie gewünscht . Sein
Geschäft ist es aber , von seiner Webseite aus Handylogos und Klingeltöne per
190-Nummer zu verscherbeln . Das Geschäft läuft gut , aber nicht ausreichend ,
meint Fritzenkötter offensichtlich . So startet er eine Werbekampagne , die ganz
neue Aussichten eröffnet . Denn gehostet ist seine Site bei Puretec - zum
Paketpreis übrigens - auf die der Herr nun äußerst öffentlichkeitswirksam sauer
ist . Weil der Erfolg der Seite irgendwann die erlaubte Kapazitätsgrenze
erreichte , bot Puretec Fritzenkötter das teurere Server-Homing an und reagierte
beim Überschreiten der festgelegten Grenzen ansonsten etwas vergrätzt mit einem
Internal Server Error - ganz getreu übrigens zu den hauseigenen AGB .
Fritzenkötter wittert den großen Fall und alarmiert die Presse , ruft in den
Redaktionen an , lässt E-Mails schicken , auch von einigen Freunden . Und
tatsächlich brachten einige Online-Magazine am Freitag die Geschichte . Seinen
Provider will Fritzenkötter verklagen , doch dieser droht ihm jetzt selbst mit
dem Anwalt . In gewisser Hinsicht also ein voller Erfolg : Die neuen PR-Methoden
des Herrn Fritzenkötter haben so viel Aufmerksamkeit für sein kommerzielles
Unternehmen erzeugt , dass er sich wohl jeden beliebigen Web-Hoster und noch ein
angenehmes Leben dazu leisten kann . Das sind ganz neue Aussichten für unsere
PR-Flaks : Schlechtes Marketing als Kampf gegen die Zensur zu verkaufen . Es
sind einfach schöne Zeiten , in denen wir leben - oder höre ich da irgendwelchen
Widerspruch ? Was wird . Es mag passiert sein was will - das eigentlich
interessante ist die Zukunft . Eigentlich spannend ist , dass die X-Wochen
kommen . Für Freunde einer gewissen Mystery-Serie sei gleich klargestellt : Ich
rede vom Tag X , dem entscheidenden Datum . In den nächsten Tagen fallen die
alles verändernden Daten im wahrsten Sinne des Wortes hageldicht , sodass ich
mich gar nicht richtig entscheiden kann , welcher Tag X nun der einzig wahre und
entscheidende ist . Da wäre beispielsweise der Absturz der MIR , deren Reste um
den 20. März am Punkt X in den Ozean stürzen sollen . Das ganze passiert in
vollendeter Windows-Philosophie : Um den Vogel gezielt zum Absturz zu bringen ,
haben die Russen vorher noch mal den Bordcomputer gestartet . Ziemlich spät ,
aber doch noch rechtzeitig ist ein cleverer Mensch auf die Idee gekommen , das
Ereignis im Internet zu vermarkten . Sollte das klappen , wäre es sozusagen ein
historischer Treppenwitz , denn die Weltraumbehörde aus dem Mutterland des
Internet hat bei vergleichbaren Ereignissen ja regelmäßig eine recht jämmerliche
Vorstellung geboten . Bei ersten gelungenen Internet-Übertragung eines
Weltraum-Events hätten die Russen also wieder einmal ihre Finger im Spiel -
sozusagen ein posthumer Sieg des real existierenden Sozialismus . Am 24. März
kommt Mac OS X - das große Warten ist vorbei . So nostalgisch , wie die
Apple-Leute momentan in ihren Erinnerungen an die Flower-Power-Zeit herumtaumeln
, bringen sie wahrscheinlich einen poppigen Unix-Clone zur Welt . Und zum
Stichwort Tradition passt ein weiteres X-Datum : Und zur Feier des Tages hat die
Polizei ein Castor-Forum eingerichtet , wo alle vorher noch mal ganz doll
miteinander reden können , Du . Das Internet macht die Welt halt doch besser und
demokratischer . Und wer nun glaubt , die böse Staatsgewalt wolle in diesem
Forum nur Verwirrung säen und Daten sammeln , ist halt irgendwie
rückwärtsgerichtet . Früher war die Welt doch noch einfacher und übersichtlicher
, da hat die Justiz kriminelle Links verboten statt auf die Seiten der
Protestler zu verweisen . Aber wahrscheinlich haben unsere
Strafverfolgungsbehörden inzwischen eingesehen , dass heutzutage jeder Depp eine
Suchmaschine bedienen kann und somit auch gefährliches Gedankengut , wie
beispielsweise eine Bauanleitung für Hakenkrallen , im Internet findet . Apropos
Demonstration : Weil sie die Kooperation der Lusthansa mit der staatlichen
Abschiebepraxis gar nicht lustig finden , haben Aktivisten zu einem Blockade der
Webseiten der Fluggesellschaft aufgerufen - eine Art Denial-of-Service-Angriff
von Hand , der natürlich am Tag X stattfinden soll : Das Datum bleibt vorerst
geheim . " Welches Schweinderl hätten 's denn gerne ? " Das frage ich mich
tatsächlich immer wieder : In den Zeiten von BSE , Anabolika-Skandalen und MKS
sind auch die Schweinderl nicht mehr das , was sie einmal waren . Vielleicht ist
das auch ganz gut so , wenn man sich wieder Gedanken drüber macht , was so wird
. Andererseits : Was soll schon werden , wenn die CeBIT kommt und ausgerechnet
Hannover zur interessantesten Stadt des Computerversums wird ? Da ist es aus und
vorbei mit der Ruhe und Zuversicht in meinem kleinen Arbeitsstübchen in der
Stadt , die manche Bundesbürger als die langweiligste ganz Deutschlands
bezeichnen . Ich las jedenfalls im Wust der Pressemeldungen mit heißen Tränen in
den Augen , dass man nun in Hannover dank der CeBIT den " Spirit of tomorrow "
erleben kann , den Geist der Bits und Bytes . WEIMAR ! Diesen Rang hat sich die
Branche zu Recht verdient . So steht es ( von meiner Wenigkeit völlig ungekürzt
) in einer Mitteilung der Lilienthaler Akcent Computer GmbH . Weimar also .
Weimar , Relais des Geistes zwischen linker und rechter Gehirnhälfte , wo sich
fügt , was für ewigst zusammen gehört . Das wurde nicht immer so gesehen . In
den frühen 80er Jahren gab es für die Datenübertragung nicht dieses seltsame
Internet , sondern Blut , Schweiß und ätzend langsame Verbindungen . In der
Einleitung findet sich ein Satz zu Problemen mit dem Akustikkoppler , der nach
all den Jahren immer noch Pep hat . Und die feiert ausgerechnet am Sonntag , an
dem diese Kolumne auf dem Heise-Ticker erscheint , ihren 30-jährigen Geburtstag
. Herzlichen Glückwunsch , also ... Fachinformationszentrum erweitert Angebot
Das Fachinformationszentrum Karlsruhe ( FIZ ) hat das Angebot seines
wissenschaftlich-technischen Online-Informationsnetzes STN International um drei
Datenbanken erweitert . Dabei handelt es sich um zwei neue
Arzneimittel-Datenbanken : Das FIZ Karlsruhe produziert und vermarktet als
weltweit agierende Serviceeinrichtung wissenschaftliche und technische
Informationsdienste in gedruckter oder elektronischer Form . In Zusammenarbeit
mit Institutionen aus dem In- und Ausland baut es Datenbanken für die
Fachgebiete Astronomie und Astrophysik , Energie , Kernforschung und -technik ,
Mathematik , Informatik und Physik auf . Die Datenbanken auf STN International
sind über das Internet und über herkömmliche kommerzielle Netze wie ISDN ,
Datex-P , BT Concert X.25 und ähnliche zugänglich . Im Internet stehen mit
STNEasy ein Angebot für gelegentliche Abfragen und mit STN on the Web eine
Version für professionelle Nutzer bereit . Kostenlos ist der Zugriff auf die
Datenbanken nicht : Bei STNEasy beispielsweise wird eine Gebühr von 3,55 Mark
für jede Suchabfrage fällig , für jedes Dokument fallen dann zusätzliche Kosten
an , abhängig von Art und Herausgeber . Werbung in Form von Drohbriefen Mit
einer als Drohbrief abgefassten Einladung zur Computermesse CeBIT hat eine
Kölner Software-Firma nicht nur ihre Kunden aufgeschreckt , sondern auch die
Polizei auf den Plan gerufen . Folge unseren Anweisungen , sonst bist Du
erledigt . Unterzeichnet war der fingierte Erpresserbrief mit dem Kürzel FID ( "
Front des Internationalen Datenschutzes " ) , wie der Focus in seiner neuen
Ausgabe berichtet . Zahlreiche Unternehmen alarmierten daraufhin die Polizei .
Tagelang suchten die Ermittler nach Hinweisen auf die FID - bis sich der
vermeintliche Erpresser durch ein zweites Schreiben als die Software-Firma
inform.AG von selbst zu erkennen gab . " Wir haben mit dieser Aufregung nicht
gerechnet " , sagte Marketingleiterin Felicia Krenek . Der vermeintlich " Gag "
wurde allerdings selbst vom Bundeskriminalamt ernst genommen , berichtete Focus
. Die Staatsanwaltschaft Köln prüfe jetzt , ob neben dem Vorwurf der versuchten
Nötigung auch die Vortäuschung einer Straftat vorliege . Wenn die Spitzenkräfte
von Baden-Württembergs Parteien im Internet auf Stimmenfang gehen , wird auch
das Private politisch . Ministerpräsident Erwin Teufel ( CDU ) mag besonders
Eglifilets vom Bodensee . Seine Herausforderin und SPD-Spitzenkandidatin Ute
Vogt bevorzugt Dampfnudeln . Während Teufel seine Freizeit am liebsten mit der
Familie oder einem Literaturklassiker verbringt , entspannt sich Vogt auf dem
Mountainbike oder vertieft sich in Kriminalromane . Die SPD-Kandidatin pflegt
auf ihrer Homepage ihr jugendliches Image , der Ministerpräsident präsentiert
sich als ernster Landesvater . Auch die anderen Spitzenkandidaten sowie die im
Landtag vertretenen Parteien sind mit speziellen Wahlkampfseiten im weltweiten
Netz vertreten . Fast alle Parteien setzen bei ihren Internetauftritten auf
Information pur . Weit und breit findet der Surfer nur Textwüsten . Das
Wahlprogramm steht im Netz , ebenso wie die wichtigsten Wahlkampfthemen . Zudem
werden die Kandidaten vorgestellt . Die feinen Unterschiede der
Online-Wahlwerbung stecken im Detail und auf den Seiten der Spitzenkandidaten .
Sie gestalten ihre Homepages oft mit witzigen Einfällen . Die Angaben über das
Interesse an den Internetauftritten schwanken je nach Partei zwischen 34.000 und
350.000 Zugriffen in einem Zeitraum von vier Wochen . " Ute Vogts Seite ist jung
, frisch und dynamisch , wie die Kandidatin selbst " , sagt Thomas Jahn von der
Werbeagentur Netzwerk Mensch aus Pforzheim , die drei Monate lang an dem
Internetauftritt gefeilt hat . Auf der Homepage können die Menschen Vogt über
bewegte Bilder in einer Art Fotoalbum persönlich kennen lernen . Die CDU-Seite
gibt sich ebenso wie die von SPD und Grünen bilderarm und ist ganz auf nüchterne
und übersichtliche Information ausgerichtet . Allein der rot-gelbe Drachen
leuchtet vor dem blauen Hintergrund . Nach Ansicht von CDU-Pressesprecher Tobias
Bringmann ist " die Hemmschwelle im Internet niedriger als im persönlichen
Kontakt " . Die durchschnittliche Verweildauer auf der CDU-Seite liege bei sechs
Minuten , sagt er . " Bei dem Wahlkampf im Internet zeigt sich , dass sich immer
mehr Menschen im Internet informieren " , sagt der Verantwortliche der SPD für
den Online-Wahlkampf , Peter Steinhilber . Die Sozialdemokraten lockern ihre
Parteiseite mit Wahlplakaten auf , die sich per Mausklick als Postkarten
verschicken lassen . Einzig die FDP verzichtet auf eine spezielle Wahlseite und
stellt auf der Homepage des FDP-Spitzenkandidaten Walter Döring Spiel und
Unterhaltung in den Mittelpunkt ihres Internet-Auftritts . Mit dem multimediale
Infotainment-Programm will sie besonders jene Wahlberechtigten ansprechen , die
am 25. März zum ersten Mal an die Urnen gehen . " Spielerisch , knackig und
grell soll die Kampagnenseite sein " , erklärt Markus Lochmann , der die
Homepage betreut . Die politischen Fakten kommen dabei etwas kurz . Schade nur ,
dass ohne Flash-Plugin nichts geht : Ohne die Software kann man den
unterhaltsamen Internetauftritt des Frontmannes nicht verfolgen . Auch die
Bündnis-Grünen setzen beim Stimmenfang im Netz auf die junge Generation und
gezielte Informationssuche . Die Sprecherin der Öko-Partei , Britta Kurz ,
frohlockt : " Die elektronische Werbung ist nicht nur billig , sondern
umweltfreundlich . " Die Homepage des Grünen-Spitzenkandidaten Dieter Salomon
offenbart neben schwarz-weiß Fotos von der Schuleinführung oder einer
Friedensdemonstration seine vielleicht einzige Gemeinsamkeit mit Erwin Teufel :
Wer bei der Wahlprognose auf der Salomon-Homepage dem Ergebnis am Sonntag am
nächsten kommt , gewinnt ein Abendessen mit dem Kandidaten . Die
rechtsgerichteten Republikaner und ihr Spitzenkandidat Rolf Schlierer setzen im
Netz auf ihr Wahlkampfmaskottchen , einen blauen Löwen und den Slogan " Mit
Löwenkraft für unser Land " . Außerdem kommen hinter den blauen "Rep"-Labeln auf
der Homepage verschiedene Bilder einer Blondine zum Vorschein . Jeder Klick
bewirke so viel wie ein Flugblatt , sagt der Internetverantwortliche der Partei
, Alfred Dagenbach . Internet-Werbebanner sind keine Auszeichnung wert
Deutschlands Werbe-Elite ist von Kreativität und Design in den neuen Medien
nicht besonders begeistert . Beim diesjährigen Wettbewerb des Art Directors Club
Deutschland ( ADC ) gab es für interaktive Medien keine einzige Goldmedaille .
Elf Mal Gold verlieh der ADC am gestrigen Samstag hingegen in den klassischen
Medien , unter anderem für Printanzeigen der Deutschen Bahn und der FAZ . Der
ADC-Preis ist so etwas wie der Oscar der Werbebranche . Bewertet werden aber
nicht nur Anzeigen und TV-Spots , sondern auch Packungsdesign ,
Zeitschriftenlayout oder Webauftritte . Einziger Maßstab für die ADC-Jury ist
die Kreativität . Deshalb vergeben die Juroren in einer Kategorie nur dann
Goldmedaillen , wenn auch wirklich herausragende Arbeiten vorliegen . Besonders
unkreativ wirkten offenbar die von den Agenturen eingereichten
Internet-Werbebanner . Für sie reichte es nicht mal zu einer Bronzemedaille .
Lediglich die Banner für die Frankfurter Rundschau wurden lobend erwähnt . Für
überzeugendes Webdesign gab es drei Mal Silber und zwei Mal Bronze . Bronze
bekamen Frank Gürgens für bug-x.de sowie nochmals Scholz & Volkmer für
rui-camilo.de . Die ADC-Homepage bietet eine detaillierte Übersicht zu den
Medaillen und Auszeichnungen . Bluetooth - ein großer Schritt in die mobile
Zukunft Mobilität steht auf der CeBIT in Hannover hoch im Kurs . Unbestrittener
Star unter den kabellosen Datenwegen ist auf der weltgrößten Computermesse die
Kurzstrecken-Funktechnik Bluetooth . Viele Fallstricke im Umgang mit technischen
Geräten werden nach Meinung der großen Elektronikkonzerne mit Bluetooth der
Vergangenheit angehören . " Der Konsument erwartet schließlich , dass er seinen
Drucker an den PC anschließen kann , ohne großartig Strippen ziehen zu müssen "
, sagt Olaf Pempel von Sony . Im Vergleich zu anderen kabellosen
Übertragungsstandards werde Bluetooth eine enorme Verbesserung darstellen . Der
japanische Elektronikkonzern hat einige Lösungen in Vorbereitung .
Voraussichtlich werde das Unternehmen aber den ersten Prototypen eines
Bluetooth-Laptops in Hannover zeigen . Auch Siemens wird einen Adapter
präsentieren , der handelsübliche PCs und Laptops Bluetooth-fähig machen soll .
Der Datentransfer ist allerdings sensibel und störanfällig .
Infrarot-Übertragung werde längst nicht mehr den wachsenden Bedürfnissen der
Anwender gerecht , meint Pempel . " Der Standard gewährleistet ja heute nicht
einmal den problemlosen Datenabgleich zwischen zwei PDAs mit gleichem
Betriebssystem " , klagt Pempel über eigene Erfahrungen . Bluetooth werde
dagegen eine deutliche Verbesserung in die drahtlose Kommunikation bringen . Der
Name Bluetooth geht auf den Wikingerkönig Harald mit dem Spitznamen Blauzahn
zurück , der im zehnten Jahrhundert Dänemark und Norwegen vereinte . Unterdessen
unterstützen über 1.600 Unternehmen aus der Computer- und
Telekommunikations-Branche den Standard . Mit Bluetooth können nicht nur zwei ,
sondern mehrere Geräte gleichzeitig untereinander kommunizieren , selbst wenn
sie sich nicht im selben Raum befinden . Vor allem die boomende Handy-Branche
soll von dem neuen Standard profitieren , die sich mit der paketorientierten
Funkübertragung GPRS neue Märkte erschließen will . Auch der niederländische
Konzern Philips stellt neben einem Headset einen Akku in Hannover vor , der das
GPRS-Handy Xenium 9660 Bluetooth-tauglich macht . " Die Technologie ist einfach
überzeugend " , sagt Klaus Petri von Philips . Den Durchbruch erwartet der
Elektronikkonzern aus Eindhoven noch in diesem Jahr . Bis dahin setzt Philips
bewusst auf optionale Lösungen . " Wir wollen dem Kunden die Wahl lassen " ,
erklärt Petri . Jede neue Technologie habe ihren Preis . Bis Bluetooth den
Massenmarkt erobert hat , wird es zunächst ein kleiner Luxus sein . Siehe dazu
auch den Artikel König Blauzahn kommt : Der Bluetooth-Zug trifft ein - mit
Verspätung in Ausgabe 6/2001 von c't . CeBIT 98 : Etwas zu früh kam die CeBIT
für eines der interessanteren Projekte bei Novell . Unter dem Codenamen Houston
läuft derzeit noch eine Alpha-Version der Console One , einer
Java-Management-Konsole . Houston soll alle Administrations- und
Management-Tools , die man bislang für ein Novell-Netz benötigt , in einem
plattformunabhängigen Framework integrieren . Anwendungen wie beispielsweise
NWAdmin zur Verwaltung der Novell Directory Services laufen als Java-Applets
oder -Servlets innerhalb der Management-Konsole . Auch Management-Anwendungen
wie beispielsweise ManageWise lassen sich in Zukunft über diese sogenannten
Snap-Ins integrieren . Drittanbieter können eigene Tools ebenfalls über diesen
Mechanismus zur Verfügung stellen . Unterschiedliche Voraussetzungen für die
diversen Tools von Novell entfallen daher . Da Houston in der Alpha-Release noch
etwas wackelig ist , zeigt Novell dieses Tool nicht dem normalen Standbesucher .
Der bekommt dafür einen Ausblick auf NetWare 5 , die nächste NetWare-Version mit
direkter TCP/IP-Unterstützung und grafischen Verwaltungstools auf dem Server .
Außerdem ist Z.E.N.Works , die für April angekündigte Integration von
Anwendungs- und Desktop-Management für Windows-Clients in die Novell Directory
Services , zentrales Thema von Novell . ( Novell , Halle 11 , Stand D14 ) IBM
und Compaq führen in Europa Geht es um die Gesamtumsätze im europäischen
IT-Geschäft , kann Compaq endlich die Früchte der Übernahme von Digital
Equipment genießen . Laut einer Studie der Marktforscher von IDC stieg 1999 der
Marktanteil von Compaq in Europa , betrachtet man alle Umsätze mit Hardware ,
Software und Dienstleistungen , von 6,3 Prozent auf 7,2 Prozent . Die Analysten
sehen dies als direktes Ergebnis des DEC-Kaufs , der die Position der Texaner
trotz der viel diskutierten Schwierigkeiten im letzten Jahr entscheidend
verbessert habe . Damit konnte sich Compaq als Zweiter in Europa vor
Hewlett-Packard platzieren . Unangefochtener Marktführer als IT-Lieferant bleibt
IBM . Big Blue konnte seinen Anteil am europäischen Markt noch einmal von 9,5
auf 9,8 Prozent steigern . Den Rest teilen sich neben Unternehmen wie Dell oder
EDS vor allem unzählige mittlere und kleinere Firmen , erklärte IDC , die hart
darum kämpfen müssten , ihr Stück vom Kuchen abzubekommen . Dies führe in
Zukunft zu einer weiteren Konsolidierung des Markts , meinen die Analysten .
Überraschenderweise sieht IDC den Router-Spezialisten Cisco als großen Gewinner
des Jahres 1999 . Insgesamt meinen die Marktforscher von IDC , dass auch in
Europa Software und Dienstleistungen die Hardware als zentrales Element des
IT-Marktes ersetzt hätten . Dies spiegele sich auch in den veränderten
Geschäftsstrategien der europäischen EDV-Anbieter wieder . Intel bringt
Gigabit-Switches für Kupferkabel Getreu dem Vorsatz , das Netzwerk- und
Internet-Geschäft weiter auszubauen , bringt Prozessorbäcker Intel im zweiten
Quartal dieses Jahres neue Switches für Gigabit Ethernet über Kupferkabel der
Kategorie 5 ( 1000Base-T ) auf den Markt . Außerdem soll noch im April ein
1000Base-T-Modul für das Switch-Modell 460T verfügbar sein . Die neuen Geräte ,
NetStructure genannt , bieten für rund 4000 US-Dollar ( NetStructure 470T )
sechs 1000Base-T-Ports und zwei 1000Base-SX-Anschlüsse für Glasfaserkabel oder
für 7500 US-Dollar ( NetStructure 470F ) acht 1000Base-SX-Ports . Der
NetStrcture 480T , ein so genannter Layer-3-Switch , kommt mit zwölf
1000Base-T-Anschlüssen und vier Ports für Glasfaserkabel ; er belastet das
Budget mit rund 11.000 US-Dollar . Intel nennt für die Switches 470T und 470F
den 23. Mai 2000 als Release-Termin ; der 480T soll ab Juni zu bekommen sein .
EU zieht Bilanz der neuen Internet-Verwaltung Seit 1996 tobt der Krieg um die
Neuorganisation der Domain Name Systems ( DNS ) ; im September soll die
Verantwortung für das zentrale Nervensystem des Internet endlich komplett an die
als Kompromiss gegründete Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (
ICANN ) übergehen . Die Generaldirektion Informationsgesellschaft der
Europäischen Union zog jetzt in einem Bericht mit dem Titel " Organisation und
Verwaltung des Internet - Internationale und europäische Grundsatzfragen "
Bilanz . Sie fordert darin , die geplante Internationalisierung der
Internet-Aufsicht auch konsequent umzusetzen . Noch sei beispielsweise nicht
klar , wann das US-Wirtschaftsministerium seine besonderen Aufsichtsrechte
abgeben werde . Auch eine Ausweitung der ICANN-Aufgaben wird von der Kommission
nicht ganz ausgeschlossen ; gerade dann müsse aber das Verhältnis von
Regierungsbeirat und ICANN-Direktorium erneut geprüft werden . Ein Auge will die
Kommission in ihrer weiteren Arbeit auf die wettbewerbsrechtliche Situation im
Domainmarkt und die Datenschutzbestimmungen in den Registrierverfahren haben .
EU-intern plädiert die Kommission für weitere schnelle
Infrastrukturverbesserungen und den Übergang auf IPv6 sowie die Entwicklung
transnationaler Schiedsverfahren . Von den Mitgliedsstaaten fordert man dringend
die Liberalisierung bei den Teilnehmeranschlüssen , um einen erschwinglichen
Zugang für Europas Internet-Nutzer zu realisieren . Details zu dem EU-Bericht in
Telepolis : ICANNs Regierungsbeirat als künftiger Sachwalter des Netzes
Bertelsmann-Stiftung rührt Trommel für Internet-Demokratie Seit knapp zwei
Jahren wird die Verwaltung des Domain Name System ( DNS ) umgekrempelt ; seitdem
Online-Wahlen für die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (
ICANN ) anstehen , möchten alle wissen , wer das Internet eigentlich regiert . "
Stehen wir vor der Errichtung einer repäsentativen Online-Demokratie ? " , fragt
nun auch die Bertelsmann-Stiftung . Auf der Homepage democratic-internet.de will
die Stiftung über die Natur der Internet-Verwaltung informieren und für mehr
europäische und deutsche Beteiligung an den WWW-Wahlen der ICANN werben . Dazu
hat auch die EU in ihrem aktuellen Statusbericht zur " Organisation und
Verwaltung des Internet " Stellung genommen . " In Europa fehlen ja bisher
moderne und akzeptable Regulierungsmodelle für das Netz " , sagt Christian
Ahlert . Er soll für die Stiftung gemeinsam mit der Sozialwissenschaftlernin
Jeanette Hofmann , dem Politikwissenschaftler Claus Leggewie und dem Juristen
Herbert Burkert bis Ende Mai eine Studie " Internet Governance , Demokratie und
ICANN " erarbeiten . Die Europa-Perspektive will man im Juni bei einer Konferenz
in Gütersloh vorstellen . Sie dient der Stiftung aber auch als Vorbereitung ,
sich in die von der ICANN ausgeschriebene Begleitforschung der ersten
Online-Wahlen einzubringen . Bislang hatten sich darum vor allem
US-amerikanische Institute beworben . Wie anders eine europäische Variante der
Internet-Verwaltung aussehen könnte , zeigen die Überlegungen Ahlerts . Nicht im
Sinn einer Top-down-Regulierung . In der US-amerikanischen und der klassischen
Techniker-Internet-Community dürften solche Überlegungen einen Aufschrei des
Entsetzens hervorrufen . Die in der ICANN konzentrierte Verhandlungsmacht , so
Ahlert , mache sie aber in Zukunft schlicht zu einem " natürlichen Ort " , an
dem über die Organisation des Netzes entschieden werde . Von MP3-Player bis
LAN-Switch : D-Link für Endanwender Dafür weitet der Hersteller die
Produktpalette in Bereiche aus , die man von Netzwerkern eigentlich nicht
erwarten würde : Aus der klassischen Produktpalette von D-Link kommen natürlich
Netzwerk-Geräte wie Hubs mit bis zu neun Ports und LAN-Adapter . Dazu gehören
auch ISDN-Karten , Modems und kleine ISDN-Router , um ein LAN ins Internet zu
bringen . Für den schnellen Aufbau eines heimischen LANs soll es Netzwerkkits
aus Karten und Hubs oder Switches geben . Auch eine Web-Cam liefert D-Link in
Zukunft aus . Da , wo es sinnvoll erscheint , sind die Geräte mit einem
USB-Anschluss versehen . Auch USB-Hubs zur Erweiterung der
Anschlussmöglichkeiten über dieses Bus-System bietet D-Link an . Etwas weiter
vom Stammgeschäft entfernt sind das USB-Radio und der MP3-Player . Das Radio
wird über USB an den Rechner angeschlossen . Spezielle Software ermöglicht dann
den Radio-Empfang über den Computer . Den MP3-Player baut D-Link nicht selbst ;
von welchem Hersteller er produziert wird , ließ sich bislang nicht in Erfahrung
bringen . Entsprechend der Zielgruppe der NetEasy-Reihe will D-Link die Geräte
über Elektronik-Großmärkte wie Media Markt oder Saturn Hansa verkaufen . Die
Verhandlungen darüber laufen offensichtlich gerade noch ; welche Märkte die
Produkte im Einzelnen anbieten werden , dürfte sich aber erst in den nächsten
Tagen herausstellen . Da D-Link ein eigenes Design für die NetEasy-Geräte und
speziell für Endanwender gedachte Funktionen vorsieht , erwartet der Hersteller
aber keine Konflikte mit dem normalen EDV-Fachhandel , über den er sonst seine
Netzwerk-Produkte vertreibt . Internet-Cafe statt Coffee Shop Das angeblich
größte Internet-Cafe der Welt öffnet am 31. Mai in Amsterdam . Auf insgesamt
1.100 Quadratmetern werden nach Angaben des Betreibers easyEverything rund um
die Uhr 650 Rechner zur Verfügung stehen . Zu trinken gibt s nur Alkoholfreies ;
auch andere Genüsse , die Amsterdamer Coffee Shops sonst so anbieten , werden
nicht zu haben sein . Die britische Kette easyEverything betreibt momentan fünf
Internet-Cafes in London und ab 18. Mai eines in Edinburgh . Weitere Läden sind
in Glasgow , Dublin , Manchester , Antwerpen , Brüssel , Paris , Rom , Madrid
und Barcelona geplant . Bis 2002 will die Firma insgesamt 60 Cafes in ganz
Europa betreiben . Sony amüsiert über Playstation2-Stories Aufregung um Sonys
neue Playstation2 : Der Geschäftsführer von Sony-Deutschland kommentierte diese
Berichte nun leicht süffisant , man freue sich natürlich über das
Medieninteresse . Allerdings werde nur das altbekannte Thema Exportkontrolle neu
aufgewärmt . Schon vor Monaten habe Sony mit dem japanischen Ministerium für
Internationalen Handel und Technologie ( MITI ) ein Abkommen für alle
notwendigen Genehmigungen zum Export der Playstation erreicht . Die
Markteinführung der neuen Konsole werde in Europa wie vorgesehen im Herbst 2000
stattfinden . Viele Spieler dürften von einer Konsole besonders fasziniert sein
, die sogar leistungsfähig genug für die Steurung von Raketen sein soll . Das
japanische Handelsministerium und Sony hatten allerdings schon Anfang März
erklärt , für die Playstation2 sei eine Exportgenehmigung erforderlich . Die
japanische Version des Geräts darf auch unter anderem wegen Exportbeschränkungen
für die eingebaute Verschlüsselungstechnik nicht außerhalb Japans verkauft
werden . Intels Quartalsgewinn stark zurückgegangen Mit Spannung erwartete die
Branche die Zahlen des Chip-Giganten Intel - und wie befürchtet kann Intel keine
besonderen Glanzlichter setzen . Damit konnte Intel die schon massiv reduzierten
Erwartungen der Wall Street knapp übertreffen : Auch wenn die vorgelegten Zahlen
vor allem im Vergleich zur Vorjahresperiode nicht berauschend sind , gibt sich
Intel vorsichtig optimistisch . " Unser Mikroprozessoren-Geschäft scheint sich
stabilisiert zu haben " , erklärte Intel-Chef Craig R. Barrett . Er rechnet in
Zukunft , ausgehend vom gegenwärtigen Geschäftsniveau , mit normalen saisonalen
Trends . Das Unternehmen spürt laut Barrett aber bei Kommunikationsprodukten
eine andauernde Schwäche . Auch werden nach den Worten von Intels Finanzchef
Andy Bryant Preissenkungen bei den Prozessoren Umsatz und Gewinn im zweiten
Quartal negativ beeinflussen . Alle Hoffnungen bei dem Konzern dürften nun im
Stammgeschäft mit PC-Prozessoren auf dem Pentium 4 liegen - den versucht Intel
mit einer intensiven Preisoffensive in den Markt zu drücken . Ob damit die
Konkurrenz von AMD in Schach gehalten werden kann , die inzwischen auch am
angestammten Intel-Markt der PCs für Unternehmen knabbert , wird sich zeigen
müssen : Analysten befürchten bereits , dass Intel durch AMD zu einem scharfen
Preiswettbewerb gezwungen wird , der weitere negative Einflüsse auf die Umsätze
haben könnte . Vorerst aber freut sich die Börse , dass Intel nicht ganz so
schlecht abschnitt wie befürchtet - oder wie der Rest der Branche . Im
nachbörslichen Handel stieg der Kurs des Intel-Papiers um 11,30 Prozent auf
28,97 US-Dollar . Schwedische Firmen-Chefs bevorzugen finnische Handys Ericsson
hat im eigenen Land zu kämpfen : Eine Mehrheit der Firmen-Chefs der größten
schwedischen Unternehmen bevorzugt es , mit einem Mobiltelefon aus finnischer
Produktion zu quasseln . Gemäß einer aktuellen Umfrage der Tageszeitung Dagens
Nyheter unterstützen 42 der 100 befragten Konzernleiter das heimische
Mobilfunkunternehmen Ericsson . 59 telefonieren mit Nokia und 9 mit Motorola .
Die Gesamtsumme bei der Umfrage liegt übrigens höher als 100 , da ein Teil der
Befragten mehr als ein Handy besitzt . Die CEOs liegen mit ihrer Vorliebe für
Nokia allerdings noch hinter der Gesamtheit der schwedischen Mobiltelefonierer
zurück . Nach Angaben des deutschen Marktforschungsinstitut GFK hält Nokia in
Schweden einen Marktanteil von zwei Dritteln , während sich Ericsson mit einem
Viertel begnügen muss . Als Grund für das schwache Abschneiden des einheimischem
Herstellers wird neben technischen Problemen bei der T-Serie vor allem das
Äußere der Ericsson-Geräte vermutet . Das traditionelle Design , das eher auf
Männer zugeschnitten ist , wird auch als Grund für das verhältnismäßig bessere
Abschneiden bei den ( zumeist männlichen ) CEOs gegenüber der übrigen
Bevölkerung vermutet . Sämtliche Minister der schwedischen Regierung
telefonieren mit heimischer Technologie . In seinem Ministerium gebe es sogar
eine Weisung , wonach mit Ericsson-Handys zu telefonieren sei , ließ
Wirtschaftsminister Björn Rosengren gegenüber der Zeitung Expressen verlauten .
Obwohl man auch in Regierungskreisen mit Schwachstellen der T-Serie Erfahrungen
gemacht habe , halte man Ericsson uneingeschränkt die Treue . Vorbildwirkung hat
die Regierung - zumindest in diesem Bereich - aber offensichtlich nicht .
Konsum-Elektronik boomt mit DVD und Telekommunikation Die Branche der
Konsum-Elektronik verzeichnete dadurch ein Umsatzplus im Inland von 16 Prozent ,
teilte die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik ( gfu )
am heutigen Mittwoch in Hannover mit . Computer und Zubehör und die klassische
Unterhaltungselektronik zogen ebenfalls deutlich an . Die Branche blickt auf
dieses Jahr optimistisch . Demgegenüber schien das Interesse der Kunden an den
schnurlosen Telefonen mit 7 Prozent Zuwachs eher gering zuzunehmen . Am
schwächsten wuchsen die Zahlen nach der gfu-Statistik im Bereich der klassischen
Unterhaltungselektronik . Einbußen bei Umsatz und Stückzahl wurden vor allem bei
Videorecordern und HiFi-Anlagen registriert . Internet-Provider PSINet in
Schwierigkeiten Erst Anfang April warnte PSINet , einer der größten
Internet-Provider , davor , dass man möglicherweise bald die laufenden Ausgaben
nicht mehr decken könne . Nun legte das Unternehmen , das auch zu den wichtigen
Backbone-Betreibern gehört , den verspätet veröffentlichten Geschäftsbericht vor
. Dem Provider , der nach eigenen Angaben das " leistungsmäßig größte
IP-Netzwerk der Welt " betreibt , geht langsam das Geld aus . Der Provider
strebt seit Anfang April unter Berufung auf Chapter 11 des Federal Bankruptcy
Code Gläubigerschutz an . PSINet selbst beurteilte die zukünftige Entwicklung
des Unternehmens aber sehr skeptisch . Bislang hatten die Schwierigkeiten der
Gesellschaft aber noch keine Auswirkungen auf die deutsche Dependance von PSINet
. Neue Batterie ist umweltfreundlicher und leistungsfähiger Wissenschaftler am
Anorganisch-Chemischen-Institut der Universität Heidelberg haben einen
neuartigen Hochleistungsakku entwickelt , der flexibler , leichter ,
umweltfreundlicher und leistungsfähiger ist als herkömmliche Akkus . Die beiden
Forscher Volker Seifried und Professor Roland Krämer benutzten dafür ein
neuartiges " organisches " Material für die Speicherung der elektrischen Energie
, das aus der Chinon-Stoffgruppe stammt . Das Prinzip haben die Heidelberger
Chemiker der Natur abgeschaut , denn Chinone sind auch in den menschlichen
Zellen für die Speicherung und Übertragung von elektrischer Ladung zuständig .
Für den chemischen Einsatz wird Chinon synthetisch aus Erdölkomponenten gewonnen
. Im jetzt vorliegenden Modell des Chinon-Hochleistungsakkus mit einer Spannung
von 1 Volt beziehungsweise 2,4 Volt und einer Leistung von etwa 300 Ah/kg ist
die Energie mehr als doppelt so dicht gepackt wie in einem herkömmlichen
Nickel-Cadmium- oder Nickel-Metallhydrid-Akku . " Damit erreichen wir die
gleiche Leistung bei halbem Gewicht beziehungsweise die doppelte Betriebsdauer
bei gleichem Gewicht " , verkündet Krämer nicht ohne Stolz . Im Gegensatz zu den
herkömmlichen Akkus , die mit giftigem Schwermetalloxiden arbeiten , ist der
Chinon-Anteil , je nach verwendeter chemischer Struktur , biologisch abbaubar ,
kompostierbar oder verbrennt zu ungiftigen Metallsalzen . Ein weiterer Vorteil
des organischen Energieträgers gegenüber herkömmlichen Akkus liegt in seiner
Anpassungsfähigkeit an bestimmte Anwendungsgebiete . Durch eine gezielte
Veränderung der chemischen Struktur kann beispielsweise der Schwerpunkt mehr auf
die Leistung , auf das Gewicht oder die Flexibilität des Akkus verschoben werden
. Typisches Anwendungsgebiet ist daher neben verschiedenen tragbaren
elektronischen Geräten auch das Mobile Computing . " Überall dort , wo hohe
Leistung bei geringem Gewicht gefragt ist , also beispielsweise beim Mobile
Computing oder Handys , aber später vielleicht auch einmal in Elektro-Fahrzeugen
, wo heute noch schwere , teure und giftige Blei-Batterien eingesetzt werden ,
bringt unsere Technik Vorteile " , erklärt Krämer . Doch auch als ganz normaler
Akku für den Walkman oder die Taschenlampe soll die Chinon-Variante einmal in
die Warenhäuser kommen . Doch die Markteinführung dürfte noch auf sich warten
lassen , " denn die momentane Akkuproduktion ist in erster Linie auf die
Verwendung der herkömmlichen Schwermetalloxide ausgerichtet " . Trotzdem rechnen
die Forscher fest damit , dass ihr Akku , für den sie das deutsche Patent
eingereicht haben , in den nächsten Jahren als konkurrenzfähiges Produkt auf den
Markt kommen wird . Auf der Hannover Messe Industrie ( Halle 18 , G 06 ) ist der
Chinon-Hochleistungsakkumulator erstmals zu sehen . Auch das Fraunhofer-Institut
für Siliziumtechnologie ( ISIT ) arbeitet gemeinsam mit der
Christian-Albrechts-Universität Kiel an formflexiblen Folienakkus für portable
Geräte . Der Folienakku besteht dabei aus beschichteten Folien und einer
Elektrolytpaste . Er ist nahezu beliebig formbar und speichert mehr Energie als
ein Lithium-Ionen-Akku . Die weniger als 1 mm dünnen Akkufolien sollen auch
einmal SmartCards mit Energie für Displays und Ähnliches versorgen . Ericsson
will keine Stellen in Deutschland streichen Der schwedische Telecom-Konzern
Ericsson plant keine Stellenstreichungen in Deutschland , betonte angesichts der
Spekulationen um einen weltweiten Stellenabbau die Sprecherin der Ericsson
Deutschland GmbH am Mittwoch in Düsseldorf . Die Auftragslage in Deutschland sei
" hervorragend " , es seien große UMTS-Aufträge abzuwickeln . " Es ist davon
auszugehen , dass wir in Deutschland noch aufstocken müssen " , sagte Sprecherin
Marion Müller . Berichte , wonach Ericsson weltweit zwischen 6000 und 30.000 der
insgesamt 105.000 Stellen abbauen möchte , bezeichnete Müller als " reine
Spekulation " , die sie nicht weiter kommentieren wolle . Derzeit beschäftigt
Ericsson hierzulande rund 3000 Mitarbeiter . Mehr als die Hälfte davon arbeiten
im Bereich Forschung und Entwicklung an den Standorten Aachen , Hildesheim und
Nürnberg . Zwar müsse Ericsson auch in Deutschland sparen , das werde jedoch
nicht die Beschäftigtenzahl betreffen , sagte Müller . Solarzellen in Textilien
sollen Mobilgeräte versorgen Ein normales Sweatshirt könnte in Zukunft durch
eingewebte Solarzellen genug Energie erzeugen , um den portablen MP3-Player ,
das Handy oder den Organizer zu betreiben , berichtete das britische
Wissenschaftsmagazin New Scientist . Die Idee dazu hatten Wissenschaftler am
Institut für Physikalische Elektronik an der Universität Stuttgart . Sie
entwickelten Fasern , die Strom erzeugen , wenn sie Licht ausgesetzt sind .
Hierzu beschichten die Wissenschaftler Fasern aus Kunststoff , Glasfaser oder
metallischem Draht mit amorphem Silizium , das im Gegensatz zur kristallinen
Form flexibler ist , Sonnenlicht tausendmal besser absorbiert , sich leichter
auf die Fasern aufbringen lässt und nicht zuletzt auch billiger ist . Danach
werden die feinen transparenten Fasern bei der Produktion maschinenwaschbarer
Textilien mit eingewebt und können dann ganz normal zu Kleidung zugeschnitten
werden . Einschränkungen bei der Tragbarkeit sollen nicht auftreten . Bei den
Solarzellen zum Anziehen dagegen kann durch das spezielle Einwebverfahren an
jeder beliebigen Stelle Energie abgenommen werden , solange der Träger sich
nicht im Dunkeln aufhält . Vergleichbar mit den Solarzellen , die auch in
herkömmlichen solarbetriebenen Taschenrechnern verwendet werden , liegen drei
Schichten der amorphem Siliziumzellen in Sandwich-Technik übereinander zwischen
zwei verbindenden Elektroden . Der oberste Layer ist mit einer elektronenreichen
Oberfläche präpariert , der zweite Layer ist neutral , der untere Layer dagegen
ist arm an Elektronen . Wenn nun Photonen auf den obersten Layer auftreffen ,
werden die Elektronen verdrängt , fließen durch den mittleren Layer auf den
elektronenarmen Layer und erzeugen dadurch letztendlich Energie , mit der sich
angeschlossene Geräte betreiben oder Akkus aufladen lassen . Die Stuttgarter
Wissenschaftler Martin Rojahn , Markus Schubert und Michail Rakhlin entwickelten
die photovoltaischen Fasern , während sie versuchten , amorphes Silizium auf
gebogenen Oberflächen aufzubringen . Rakhlin sieht als Anwendungsbeispiele die
Energieversorgung des Handys oder einer Uhr . " Ein Segel aus dem
Solarzellenstoff könnte genug Energie liefern , um die Schiffselektronik zu
betreiben " meint Mitentwickler Martin Rojahn . Da sich das Projekt jedoch noch
im experimentellen Versuchsstadium befindet , soll zunächst einmal das Patent
beantragt werden . Mit marktreifen Anwendungen rechnen die Wissenschaftler erst
in fünf bis zehn Jahren . Die Idee der Stuttgarter Forscher ist nicht neu . Auch
die Firma Elektex webt besonders flexible und rostsichere Drähte in einen
beliebigen Stoff mit ein . Allerdings dienen die Drähte nicht zur Stromerzeugung
, sondern um die Telefontastatur des Handys oder eine vollwertige
Schreibtastatur für die schnelle Texteingabe unterwegs auf dem Organizer in den
Jackenärmel oder die Jeans zu integrieren und mit den Fingern bedienbar zu
machen . Europas Intel-Dependance gibt sich optimistisch Der weltgrößte
Chiphersteller Intel ist trotz eines Umsatz- und Gewinneinbruchs in Europa für
den Rest des Jahres optimistisch gestimmt . " Zwar ist die Unsicherheit in der
Branche weiterhin relativ groß " , sagte Eckart Baum , Intel-Vertriebsleiter
Zentraleuropa , am Mittwoch der dpa in München . Im März sei der Trend aber
bereits deutlich positiver gewesen . Gerade bei Unternehmen gebe es angesichts
der Investitionszurückhaltung in den letzten Monaten einen gewissen
Nachholeffekt . Daher rechne er im für Intel wichtigen PC-Markt mit einer
Stabilisierung . Im ersten Quartal habe sich das Geschäft in Deutschland und
Europa etwa wie im Konzern weltweit entwickelt , sagte Baum . Es gebe Anzeichen
, dass sich Europa und Deutschland von der schwachen Konjunktur in den USA in
diesem Jahr etwas abkoppeln könnten . So verzeichne man derzeit ein Ende des
Abschreibungszyklus , sagte Baum . Auch die Umstellung auf den Euro könne zu
einer Sondernachfrage führen . Eher skeptisch ist Baum für den
Kommunikationssektor . Bei Handys gebe es noch immer hohe Lagerbestände . Eine
Erholung sei hier erst im späten zweiten Halbjahr zu erwarten . Trotz der
jüngsten Einbußen seien Entlassungen in Deutschland und Europa nicht geplant ,
betonte Baum . Es könne aber sein , dass freie Stellen erst einmal nicht mehr
neu besetzt würden . Bundeswirtschaftsminister : Deutschland weiter im
Gründerfieber Der Börsenflaute zum Trotz : Beim diesjährigen Gründerwettbewerb
Multimedia , den das VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik im
brandenburgischen Teltow im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums zum
vierten Mal durchführte , hatten sich 379 Durchstarter beteiligt . Die Zahlen
des Vorjahres , in dem der Börsenboom am größten war , wurden damit leicht
übertroffen . Dies zeige , sagte Bundeswirtschaftsminister Werner Müller am
heutigen Mittwoch bei der Preisverleihung im entstehenden Multimediazentrum
Backfabrik.de am Prenzlauer Berg , " dass wir in Deutschland trotz der
Kurseinbrüche bei jungen Firmen am Neuen Markt ein ungebrochenes Gründerklima
haben " . Ausgezeichnet wurden 88 Konzepte . 16 Gründungsideen erhielten einen
Geldpreis in Höhe von 20.000 Mark mit der Option auf die Auszahlung von weiteren
40.000 Mark , wenn die Preisträger einen ausführlichen Businessplan einreichen
und ihr Unternehmen gegründet haben . Die weiteren 72 Gewinner konnten mit einer
Prämie in Höhe von 10.000 Mark nach Hause gehen . Zur Teilnahme am Wettbewerb
reicht die Einreichung eines kompakten Strategiepapiers , das von einer
unabhängigen Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft begutachtet wird . Die meisten
Teilnehmer hatten in diesem Jahr Bereiche wie das mobile Internet und
Visualisierungs- und Audioanwendungen übers Netz ins Auge gefasst . Zu den
Hauptpreisträgern gehören klassische Internet-Startups genauso wie stärker
technologieorientierte Gründer . Die Longhours GmbH aus Hamburg sieht sich
beispielsweise als Dienstleister für andere Startups , in denen bekanntlich auch
am Abend lange Stunden geschoben werden . " Privat- und Arbeitsleben
verschmelzen in der New Economy immer mehr " , erklärte Tim Sievers , einer der
Mitgründer der Firma . Mit ihrer Softwareplattform will Longhours nun auch
kleineren und mittleren Unternehmen die Möglichkeit geben , sich ein schickes
Intranet aufzubauen , über das die Mitarbeiter neben Nachrichten auch einzelne
Dienstleistungen abrufen können . Andere der ausgezeichneten ( Möchtegern- )
Gründer wollen mit E-Kreide - einer Multimediatafel für den Präsenz- und
Fernunterricht - , " immersiven VR-Systemen für virtuelle Engineering und
Marketing " , " computergesteuerten Klangvisualisierungen in Echtzeit " oder
Methoden der " algebraischen Spracherkennung " in den nächsten Jahren Furore
machen . Die Ambitionen der Jungunternehmer in spe sind dabei unterschiedlich .
" Wir wollen Sachen machen , die uns selbst Spaß bringen , und die Kontrolle
über die Firma behalten . " Größeres schwebt dagegen Guido Brand , dem
27-jährigen Gründer der Firma i-motions vor , die Werbefilme übers Internet
präsentieren will . " Da muss mir wohl eine Stelle verrutscht sein " , grinst
der Berliner Student , der gerade für seinen Abschluss in Literatur- und
Theaterwissenschaften büffelt . " Aber zehn bis 20 Millionen sind schon
realistisch " . Den zukünftigen Erfolgsunternehmern gab er aber den Rat mit auf
den Weg , " aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen " . Seiner Ansicht nach
ist der Niedergang vieler Startups auf die " Missachtung " wichtiger aus der Old
Economy bekannter Prinzipien wie Kundenorientierung , Eigenkapitalrendite und
Cash-Flow zurückzuführen . Wie die Evaluierung der bisherigen Gründerwettbewerbe
durch das Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung ( ISI )
gezeigt habe , seien in den vergangenen drei Jahren bereits 1.000
Firmengründungen initiiert worden . Bemerkenswert sei dabei vor allem , dass die
größte Zahl an Gründern aus Unternehmen kommt , während Universitäten an zweiter
Stelle rangieren . " Warum auch nicht ? " , fragte der Minister zur Erheiterung
der Gäste in die Runde . Mit 15 Prozent sei die Beteiligung des weiblichen
Geschlechts am Gründerwettbwerb allerdings noch steigerungsfähig . WIPO will
strikteren Namensschutz im Web Alles wäre anders , wenn es 500 neue Top Level
Domains und eine hübsche Klassifizierung bei deren Nutzung geben würde , sagt
Francis Gurry , stellvertretender Generaldirektor bei der World Intellectual
Property Organization ( WIPO ) . Doch solange sich die Welt um Adressen unter
.com oder .biz streitet , müsse man sich " mit den Klagen der Markeninhaber
auseinandersetzen , die ihre Rechte verletzt sehen " . Im ihrem aktuellen
Zwischenbericht zum so genannten " 2. WIPO Internet Domain Name Process " macht
die für Markenrechtsfragen zuständige UNO-Organisation nun allerdings über den
klassischen Markenschutz hinausgehende Empfehlungen für den Schutz
pharmazeutischer Begriffe , geographischer Bezeichnungen und die Namen von
internationalen Organisationen . Außerdem könnten die 1999 auf Empfehlung der
WIPO eingeführten Streitschlichtungsverfahren ( Uniform Dispute Resolution
Procedure , UDRP ) auf so genannte Unternehmenskennzeichen ( Trade Names ) und
auf Personennamen ausgeweitet werden . Endgültige Empfehlungen will die WIPO
nach einer letzten Konsultationsrunde vorliegen . Für letzteres dürfte die WIPO
wenig Unterstützung aus der Branche erhalten und sich auch Kritik von
Datenschützerseite einhandeln . " Das Domain Namen System hat den Nutzern bisher
durch seine weitgehende Automatisierung und schnelle Reaktionszeiten gute
Dienste geleistet " , sagte Gurry . Bei der Ausweitung von
Registrierbeschränkungen über den von der WIPO bereits durchgesetzten Schutz von
Marken- und Namensrechten müsse man daher durchaus langsam und mit Vorsicht zu
Werke gehen . Eindeutig ist die Sache aus Sicht der WIPO allerdings bei den
pharmazeutischen Wirkstoffen , so genannten INNs ( International Nonproprietary
Names ) , die in einer Liste der Weltgesundheitsorganisation verzeichnet sind .
Die Namen , die durch ihren Status einer Verwertung durch einzelne Unternehmen
entzogen sind , sollen auch im Netz niemanden gehören . Wer bereits eine Adresse
wie " diclofenac.com " , " tagamet.com " oder " amoxicillin.com " registriert
hat , muss also damit rechnen , dass er seine Domain demnächst los wird .
Geschützt sind jeweils die englische , französische , russische , spanische und
lateinische Variante , wer also auf Chinesisch registrieren möchte , kann
derzeit noch zuschlagen . Eine bevorzugte Registrierung unter der Top Level
Domain .int reicht nämlich nach Ansicht der Markenschützer nicht aus , um
Organisationen wie die UNO , die WMO ( World Meteorological Organization ) oder
der ITU im Cyberspace zu schützen . Künftig sollen vielmehr alle Registrare für
die verschiedenen Top Level Domains dafür sorgen , dass die Adressen der
Organisationen nicht mehr registriert werden können . Auf die " rote Liste "
sollen möglicherweise auch " verwirrend ähnliche " Namen gesetzt werden , damit
niemand aus dem Ansehen der Organisationen Kapital schlagen kann . Im Bereich
der Personennamen und Unternehmenskennzeichen sieht man demgegenüber noch
erheblichen Diskussionbedarf . Einen umfassenden Schutz persönlicher Namen im
Netz hält auch Gurry für praktisch unmöglich . Allerdings gebe es ein Interesse
, etwa Politikernamen besser gegen Cybersquatter zu schützen . Dafür würde
eventuelle eine Erweiterung der UDRP auf Fälle , in denen böswillige
Registrierungen Persönlichkeitsrechte verletzen , ausreichen . Die Einführung
der neuen TLD .name werde das Problem jedenfalls nicht entscheidend verändern .
Bei den Unternehmenskennzeichen steht vor allem die völlig unterschiedliche
rechtliche Behandlung der " Gebrauchsnamen " der Unternehmen in verschiedenen
Ländern im Weg , meint Gurry . Teilweise wird eine offizielle Eintragung
verlangt , teilweise genügt die dauerhafte Benutzung . Bei der Integration in
die global angewandten UDRP-Streitschlichterverfahren müssten die Schlichter
zunächst jeweils prüfen , ob ein Kläger tatsächlich nach der jeweils geltenden
Gesetzgebung einen Anspruch auf das " Kennzeichen " besitzt . Gerade bei der
Diskussion um die Unternehmenskennzeichen wird deutlich , dass selbst die
wenigen im DNS bestehenden Differenzierungmöglichkeiten ( zum Beispiel
Registrierung in verschiedenen gTLDs oder ccTLDs ) von Klägern und
Markenschützern offensichtlich häufig übersehen werden . Auch ein
Unternehmenskennzeichen ist nur dort geschützt , wo das Unternehmen auch
tatsächlich tätig ist - und nicht überall . Warum es dann gerade eine
.com-Adresse sein muss , ist daher auch in vielen Fällen nicht nachvollziehbar .
Das WIPO-Papier räumt immerhin ein , der Schaden durch böswillige
Registrierungen von Unternehmenskennzeichnungen halte sich nach einer ersten
Einschätzung in Grenzen . Man sei vor einer Entscheidung zunächst einmal an
weiteren Zahlen dazu interessiert . In der vorangegangenen zweiten
Konsultationsrunde hatte die WIPO nur noch rund 60 Stellungnahmen erhalten - in
der ersten im vergangenen Sommer waren es noch 200 . Markenschutzorganisationen
dominieren die Diskussion , fürchten Kritiker , und sorgen für eine weitere
Aufweichung des First-Come-First-Serve-Prinzips zu Gunsten kommerzieller
Anbieter . Die WIPO positioniert sich dagegen - vor allem mit Blick auf die
geographischen Domains - , auch als Hüterin von Namensrechten der
Internet-Nachzügler etwa in Entwicklungsländern . Das Argument
First-Come-First-Serve unterstelle nämlich , so das WIPO-Papier , dass alle
dieselben Chancen zur Registrierung der für sie interessanten Domains hätten .
Tatsächlich offenbare ein Blick auf die Registrierung beispielsweise
afrikanischer Länderadressen aber gerade das Gegenteil . Wie problematisch
andererseits die Regelung von geographischen Bezeichnungen ist , zeigt unter
anderem das Beispiel der Herkunftsbezeichnungen wie " Burgunder " . " Das sind
die wirklich schwierigen Fragen " , urteilt der Münchner Rechtsanwalt und
Markenrechtsexperte Torsten Bettinger . Bettinger , selbst als WIPO-Schlichter
tätig , hält die Erweiterung der UDRP solange für unproblematisch , solange sich
die WIPO auf böswillige Cybersquatter beschränkt . Auseinandersetzungen , in
denen gleichermaßen berechtigte Ansprüche aufeinander treffen , seien mit der
UDRP allerdings nicht zu bewältigen . Im Verlauf der Schlussrunde der
Konsultation bis Juni hofft die WIPO angesichts der Fragen nochmals auf rege
Beteiligung . " Sollten wir tatsächlich bis Juni sehr wenig Stellungnahmen
erhalten , müssen wir über eine Verlängerung der Frist nachdenken " , sagt Gurry
. Bertelsmann gewinnt beim Lycos/Terra-Deal Hintergrund : Während Lycos und
Terra von den Börsianern nach der Bekanntgabe der Übernahme des Internet-Portals
durch die spanische Internet-Firma abgestraft wurden , erscheint der deutsche
Medienkonzern Bertelsmann als der eigentliche Gewinner des Deals . Einige
Investment-Firmen setzten ihre Beurteilung des Lycos-Papiers von " buy " auf "
hold " zurück ; der Kurs brach daraufhin um mehr als 20 Prozent ein . Grund für
die pessimistische Beurteilung sind Sorgen , die beiden Firmen hätten
Schwierigkeiten , tatsächlich zu einem gemeinsamen Unternehmen zusammenzuwachsen
. Auch der Kurs der Aktie von Terra Networks in Madrid gab gestern nach :
Schließlich bedeutet dies einen Aufschlag von rund 50 Prozent gegenüber dem
Lycos-Börsenwert vor der Bekanntgabe der Übernahme . Immerhin , langfristig
sehen die meisten Börsianer halbwegs gute Chancen für den neuen Internet-Konzern
- allerdings würde sich diese Einschätzung im Aktienkurs erst wiederspiegeln ,
wenn die Einzelheiten ausgehandelt und die Übernahme im Herbst abgeschlossen sei
. Lachender Dritter Anders sieht die Situation für Bertelsmann aus . Der größte
Medienkonzern Europas ist der lachende Dritte beim Terra/Lycos-Deal . Die
Übernahme hat dem Bertelsmann-Konzern auf einen Schlag den großen
lateinamerikanischen und iberischen Markt geöffnet . Immerhin ist Terra/Lycos
nach Abschluss der Fusion das drittgrößte Internet-Unternehmen der Welt . Lycos
kann im Gegenzug auf den riesigen lateinamerikanischen Markt vordringen - und
für all diese Vorhaben soll Bertelsmann die Inhalte und E-Commerce-Angebote
liefern . So wollen Bertelsmann und Telefonica unter anderem die Spanisch und
Portugiesisch sprechenden Märkte in Europa und Lateinamerika mit einer
Gesellschaft erschließen , an der Bertelsmann zu drei Vierteln und Terra Lycos
zu einem Viertel beteiligt sein sollen . Diese Unternehmungen werden als Teil
von BOL operieren , des Online-Medienshops von Bertelsmann . Schon nach dem
Ausstieg aus AOL Europe erklärte Middelhoff , das Betreiben eines Online-Diensts
sei kein zentraler Geschäftsbereich des Mediengiganten ; es käme vielmehr darauf
an , seine Inhalte über möglichst viele Kanäle verbreiten zu können . " Wir
haben den Wein und müssen nicht auch noch die Schläuche besitzen " , hieß es
damals in Gütersloh . Content is King Telefonica-Chef Juan Villalonga jedenfalls
freut sich , dämpft der Deal mit Lycos doch die Kritik am seinem Kurs .
Villalonga geriet unter Beschuss , nachdem die geplante Fusion mit dem
niederländischen Telekom-Konzern KPN gescheitert war . Und Bertelsmann scheint
bei Villalonga einen Stein im Brett zu haben : Auch für Villalonga heißt das
Zauberwort offensichtlich nicht Internet-Zugang , sondern Content . Und davon
hat der deutsche Medienriese einiges zu bieten : Bücher , Zeitungen und
Zeitschriften , Fachpublikationen , Musik , Film und Fernsehen . Das sei die
Basis der Geschäfte im Internet , betont Pressesprecher Oliver Herrgesell : "
Content und E-Commerce sind die zwei Säulen , auf denen unser
Multimedia-Geschäft fußt " . Das Netz der Netze wird nicht als Teil- oder
Randaktivität gesehen , sondern soll zu einem Katalysator für alle angestammten
Geschäfte werden . Durch die Zusammenarbeit mit Terra/Lycos und Telefonica sind
die Gütersloher diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen . Chinas
Mobiltelefonierer stürmen das Internet Mit Parteireden und der Veröffentlichung
beachtlicher Wachstumszahlen im Mobilfunkmarkt beging man in der Volksrepublik
China gestern hochoffiziell den " Welt-Telekommunikationstag " . Besondere
Aufmerksamkeit widmeten Behörden , Unternehmensvertreter und Medien dem
boomenden Mobilfunkmarkt . Im Jahr 2000 werde die Zahl der Mobiltelefonbenutzer
in China um 25 Millionen auf 70 Millionen anwachsen , berichtet Pekings
Abendzeitung Beijing Wanbao . Zum Vergleich : 1988 gab es gerade mal 3.000
Mobilanschlüsse . Angesichts dieser Zahlen setzen die Unternehmen , die in der
E-Commerce-Welle in den chinesischen Städten mitschwimmen , auf den mobilen
Internetzugang . Der Gründer eines Einstunden-Lieferservices in Peking , Zhang
Yongqing , etwa rechnet damit , dass seine Waren bald vom Handy aus bestellt
werden . Alle Wettbewerber beeilten sich , zum gestrigen Festtag mit
Ankündigungen aufzuwarten . Nach einer Testphase ab März verkündeten der
ehemalige Monopolist Bejing Telecom und sein staatlich verordneter Wettbewerber
, China Unicom , die Einführung mobiler WAP-Zugänge in ganz China . Die
ebenfalls auf staatliches Betreiben gegründete China Mobile kündigte im gleichen
Zug Mobiles Banking zusammen mit drei chinesischen Geldinstituten an . Laut
Netease sollen sich 10.000 Nutzer bereits während der seit März währenden
Testphase registriert haben . Die Mobilgeräteanbieter Nokia , Ericsson , Siemens
und Motorola dürfen sich freuen , aber auch die Nutzer . In Shanghai habe Unicom
die Verbindungsgebühren vor kurzem sogar noch einmal um die Hälfte gesenkt , um
den Absatz zu fördern . Linus Torvalds auf der Lotus-Entwicklerkonferenz Vor
weniger als einem Jahr schloß Lotus CEO Papows in einem c't Interview eine
Portierung des Domino-Servers auf Linux noch aus . Jetzt scheint die Wende
vollzogen . Domino R5 für Linux wird in der zweiten Jahreshälfte nach der
Version für die großen IBM-Server ( S/390 ) erscheinen . Während der Lotus
Developer Conference in San Francisco werden Iris-Entwickler von ihren
Erfahrungen bei der Portierung berichten . Als Highlight zum Abschluß der
Veranstaltung spricht dann Linus Torvalds über seine Visionen . Man darf
gespannt sein , welchen Platz Lotus darin hat . Was war . Was wird . Wie immer
möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Was war . Keine Rede davon , dass eBay diese Woche einen
Smithsonian Award erhielt , weil es " den Handel für das 21. Jahrhundert neu
definiert hat " , wie die Jury meint . Nicht einmal ein halbes Bit über den
Ehrendoktor , den Bill Gates diese Woche an der Universität von Rikkio in Tokio
bekam . Auch die Goldene Brücke , die " Deutschlands führendes
Online-Unternehmen " Pixelpark von der DPRG in Empfang nehmen durfte , blieb
unerwähnt . Unberücksichtigt blieben auch die Freudentänze beim
E-Windel-Distributor BabyOne , der den 11. deutschen Franchise-Preis eintüten
durfte . Welch wohlige Stille herrscht doch ohne das weiße Rauschen der E-PR .
Beim Ron Mace Designing Award for the 21st Century wollen wir heuer eine
Ausnahme machen . Dieser Preis ist laut Eigen-PR nicht nur der führende
Design-Preis der USA , der von allen Behinderten-Organisationen verliehen wird ,
er hat auch einen würdigen Preisträger : Die Firma Microsoft . Zu den
Höchstleistungen , die die Jury besonders herausstellt , zählen Microsoft
Encarta , die Wizards in den Office-Programmen und der Accessibility Wizard in
Windows 98 und Windows 2000 . In Zeiten , in denen eine quasselnde Büroklammer
geehrt werden kann , erinnern wir uns wehmütig an Microsoft Bob . Und wo der
Name dieser Firma fällt , darf unser aller Lieblingsprozess nicht fehlen . Der
schärfste und beste Ankläger auf Regierungsseite war David Boies , der mehr als
einmal die Microsoft-Zeugen aus der Fassung brachte . David Boies hat einen
neuen Clienten . Seit Mitte letzter Woche verteidigt er die MP3-Tauschbörse
Napster . Zunächst einmal geht es darum , ob Napster überhaupt noch im Internet
aktiv sein darf , bis der Prozess anläuft , den die RIAA angestrengt hat . Die
RIAA meint : Nein . In Internet-Jahren gemessen ist das wohl ein halbes
Jahrhundert . Aber einmal aus einer anderen Perspektive : Aus der Sicht des
Microsoft-Managers scheint alles verloren , zumindest , was den Aktienkurs der
Firma angeht . Verlassen die Ratten schon vor dem Aufprall auf den Eisberg das
sinkende Schiff ? Nichts besonderes , meint die Presse-Stelle des Konzerns - und
zu den Gründen , die Mitarbeiter zum Verkauf von Microsoft-Papieren veranlasse ,
äußere man sich schon gar nicht . Larry Ellison von Oracle dürfte vor Wut in
seine Thin Clients beißen . Ist ja eh nur virtuelles Geld : Ein kleiner
Börsencrash , und Larry wie Bill gehen in die Armenküche , Suppe löffeln . Der
verdutzte Beobachter kann nur noch resigniert den Kopf schütteln . Zu den
Rechtsquerelen , die es nicht zu einer richtigen Nachricht brachten , zählt das
Vorgehen der Firma Adobe gegen das Macintosh News Network und ihren Webservice
namens AppleInsider . Der hatte Anfang Juni einen Vorbericht zu Adobes Photoshop
6.0 ins Internet gestellt , komplett mit Screenshots und einer Liste der
Neuerungen . Nur hatte die Crew des News Network keine Journalistenerpressung
dieser Art unterzeichnet , sondern fand nach eigenen Angaben das Material in der
Inbox der Redaktion . Dennoch nahm sie die inkriminierten Seiten vom Netz , auf
besondere Weise : Die Dateien wurden umbenannt , blieben jedoch auf dem Server .
Wer ein Directory lesen konnte , hatte keine Probleme , sie zu finden . Dieses
Verfahren soll nun in einem Prozess behandelt werden . So ist das halt in den
Zeiten der E-Economy : Da ist es marktumwerfend , wenn auf Photoshop 5.0
Photoshop 6.0 folgt . FFL dagegen steht für Freedom for Links , eine Vereinigung
mit angehängter Spendenaktion , die sich dafür einsetzt , dass das Setzen von
Links im Web nicht mit dem " Zueigenmachen " der Inhalte hinter dem Link
gleichzusetzen ist . Weil die Bürgerinitiative FFL nun richtig kommerzialisiert
wird , rasten einige FFL-Kritiker aus und stürmen Foren wie Juramail , die sich
mit dem Recht im Internet beschäftigen . Daneben erwischt es unbeteiligte Foren
der HTML-Selbsthilfe und einige deutsche Newsgroups . Ein Forum heißt
Online-Recht und wird von akademie.de betrieben . Diese Einrichtung betreibt
E-Learning via Internet und hat es gerade geschafft , einen Online-Workshop als
Bildungsurlaub anerkannt zu bekommen . Eine wahrlich prophetische Lösung .
Vielleicht können sich bald alle Hitzköpfe der FFL-Debatte bei ihrem Arbeitgeber
10 Tage zur Fortbildung freinehmen und ihre Outbox prügeln , bis es kracht .
Vielleicht ein Wettbewerb mit einem Preis für den grössten Vollquottel ? Erst
schenkt IBM den Leuten von Apache , dem Open-Source-Webserver , der Microsofts
Internet Information Server regelmäßig in jeder Beziehung den Rang abläuft , die
Microsoft-Entwicklung Simple Object Access Protocol ( SOAP ) . Und dann
erdreistet sich Wintel-Mistreiter Intel auch noch , mitten in Redmond die
Microsoft-Entwicklung Universal Plug and Play ( UPnP ) in Form eines Toolkits an
die Open-Source-Gemeinde rund um Linux zu übergeben . Erfolg kann tödlich sein ,
nicht wahr ? Da tun sich Microsoft , IBM und Intel zusammen , um endlich zu
beweisen , dass Linux eine tödliche Gefahr für die Software aus Redmond ist . Es
lebe die Wibintel-Allianz . Was wird . Was wird nach der Expo , das wird auf der
Expo verhandelt . Die Ingenieure werden Spannungsprüfer an Themen wie " Die
Zukunft von Information und Kommunikation " halten , dass es nur so knistert .
Vielleicht kommt ja wenigstens ein besonders buntes Feuerwerk dabei heraus .
Embedded Prozessoren : Schneller , kleiner und stromsparend Heimlich , still und
leise hat sich eine lange Zeit außerhalb der Aufmerksamkeit einer größeren
Öffentlichkeit operierende Szene zu einem der Hauptträger technologischer
Neuerungen entwickelt : Embedded Prozessoren finden sich nicht mehr nur in der
Steuerungstechnik , sondern treiben mit DSPs und CPUs für Handys und Prozessoren
für elektronische Organizer , Webpads und Handhelds die Entwicklung bei
spezialisierten Rechnern voran . Kein Wunder also , dass neben dem alljährlich
im Herbst stattfindenden Microprocessor Forum der Veranstalter Cahners
Electronics Group ebenfalls ein Forum für den Embedded-Markt anbietet : Das
Embedded Processor Forum ( EPF ) , das dieses Jahr vom 12. bis 16. Juni in San
Jose stattfand . Zentrale Themen der diesjähigen Konferenz waren unter anderem
High-Performance-Prozessoren für Embedded Systeme , Low-Power- und
hochintegrierte Embedded-Prozessoren sowie CPUs für die Kommunikation . Im
Bereich der High-Performance Prozessoren gab es gleich sechs Kandidaten ,
darunter mehrere Neuvorstellungen . Bei 1000 MIPS und 2 GFLOPS verbraucht er
vergleichsweise wenig Strom und findet auf einem kleinen Die Platz . IBM war
ebenfalls vertreten : Big Blue präsentierte das neueste Mitglied der
PowerPC-700-Familie , bei dem es sich um eine superskalare Implementation der
PPC-Architektur handelt . Der PowerPC 750CX kommt mit On-Chip L2-Cache ,
niedrigem Stromverbrauch und kostengünstiger Verpackung . DVine kombinierte
On-Chip-DRAM mit mehreren Compute Modulen ( CM ) , die aus einem 32-Bittigen ,
skalaren RISC-Prozessor und einem Vektor-Prozessor mit 16 Kanälen bestehen . Zu
den weiteren Neuvorstellungen zählte der IMJAZZ-HW5-09 von Improv Systems . Er
besteht aus einer Fünf-Prozessor-Implementation von Improvs konfigurierbarem
VLIW-Prozessor und PSA-Plattform . Bei letzterer handelt es sich um eine
Kombination aus mehreren VLIW-DSP-Engines , On-Chip-SRAM und -ROM sowie
programmierbaren I/O-Komponenten . Laut einer Studie von IDC sind 83 Prozent der
befragten User extrem unzufrieden mit dem Batteriehunger ihrer Laptops . Zu den
Firmen , die auf dem EPF eine Antwort auf stromfressende CPUs vorstellten ,
gehörten Alchemy Semiconductor , Transmeta , Texas Instruments , aJile Systems
und Cirrus Logic . In dieser Runde ist allerdings Transmeta der einzige
Hersteller , dessen Prozessor auch auf den Laptop- und Notebook-Markt zielt .
Alchemy Semiconductor sieht die Einsatzmöglichkeiten des hauseigenen
Au1000-Chips hauptsächlich im Bereich der Webpads und PDAs , Line-Cards ,
Gatways und VoIP-Telefone . Cirrus Logic dagegen nutzte beim Design des Maverick
9312 die Expertise von Tochterfirma Crystal Semiconductor und optimierte den
Prozessor für den digitalen Audio-Markt . Texas Instruments stellte den
TMS320C55x-Core aus der neuesten Generation ihrer TMS320C5000-DSP-Plattform vor
, der sechs Mal weniger Strom als die derzeitigen TMS320C54x-DSPs verbraucht .
Transmeta setzt weiter auf die eigene LongRun-Technologie , und aJile Systems
kam mit einem hochintegrierten Java-Prozessor zum EPF . Bertelsmann will
Internet-Händler kaufen Bertelsmann will auch mit der Übernahme flügellahmer
Konkurrenten in die Weltspitze des Internet-Handels mit Medienprodukten . In den
nächsten Wochen werde Bertelsmann entscheiden , ob die konzerneigenen
Internet-Buchhändler BOL und Barnes&Noble.com enger zusammenarbeiten sollen .
BOL werde in Japan eine Filiale eröffnen . Neben dem Internet sieht Schmidt
Mobiltelefone und Handcomputer als Vertriebskanäle : " Es wird Allianzen mit
Mobilfunkanbietern geben . " Die von den Kunden elektronisch gesammelten Daten
will Bertelsmann für ihr Marketing nutzen . " Wenn wir wissen , dass ein Kunde
drei Bücher von John Grisham gekauft hat , können wir ihm vom nächsten Buch eine
kostenlose Leseprobe anbieten oder ihm sein Exemplar exklusiv vorab anbieten -
noch bevor das Buch den stationären Handel erreicht " , sagte Schmidt .
Informationstechnologie : Das Schlüsselwort für den G8-Gipfel Zwei Buchstaben
sollen den G8-Gipfel auf der südjapanischen Insel Okinawa vom 21. bis 23. Juli
wesentlich prägen : Informationstechnologie heißt das Modewort , dem sich die
Staats- und Regierungschefs der führenden Industriestaaten und Russlands ebenso
vorsichtig nähern wollen wie 1994 dem der " Globalisierung " beim Gipfeltreffen
in Neapel . Ausbildung und Training seien verstärkt auf " die Bedürfnisse des
IT-Jahrhunderts " zu konzentrieren , stellte der japanische Gastgeber ,
Ministerpräsident Yoshiro Mori , schon vor dem Treffen fest . Das ist ein
brandaktuelles Thema auch für die Deutschen , die mitten in ihrer
Green-Card-Diskussion stecken . Jahrelange Versäumnisse der Ausbildung und der
Vorsprung der Amerikaner sind von den meisten Ländern aufzuarbeiten . Neben den
Krisenherden der Welt geht es für Bundeskanzler Gerhard Schröder und seine
Kollegen erneut um die Gestaltung der wirtschaftlichen und sozialen Zukunft .
Themen sind die ökonomischen Aussichten und Reformen in den Teilnehmerländern ,
die Öffnung der Weltmärkte , Entwicklungspolitik , die Russlandschulden und die
Sanierungsvorhaben des neuen Präsidenten Wladimir Putin . Weitere Fragen
betreffen Klimaschutz und Umweltpolitik , Gentechnologie und erneut Fragen der
Geldwäsche und der organisierten Kriminalität . Nachdem die Finanzminister erst
kürzlich dieses Thema im japanischen Fukuoka behandelt haben , sind auch hier
auf Seiten der Chefs keine großen Würfe in Sicht . Das gilt ebenso für die
Behandlung der IT-Fragen , die jetzt zum ersten Male vom Gipfel angepackt werden
. Internet , E-Mail oder E-Commerce werden für wachsende Teile der Bevölkerung
selbstverständlich . Rechtssicherheit gibt es dennoch nicht . So ist unklar ,
welche elektronischen Vorgänge von einem Bildschirm zum anderen oder rund um den
Globus besteuert werden sollen und können . Dazu kommen Fragen des Missbrauchs
und der Möglichkeiten , ins Ausland auszuweichen . Die Deutschen halten einen
Rechtsrahmen in Partnerschaft mit der Wirtschaft für nötig , die Amerikaner
warnen vor Überregulierung . Frankreichs Staatschef Jacques Chirac fordert einen
" internationalen Beschluss " über Kontrollen der Globalisierung : " Profite zu
machen ist legitim , aber das heißt nicht , dass alles erlaubt sein darf . " In
Okinawa könnten sich die Industrieländer in vollem Glanz zeigen , denn in den
USA und Europa brummt die Konjunktur - wäre da nicht der Gastgeber Japan . Bei
zunehmender Staatsverschuldung und in der Hoffnung auf nur ein Prozent Wachstum
hat das frühere Musterland derzeit nicht viel zu bieten . Zwar hat sich Japan
aus der Finanzkrise etwas erholt , aber seine Politik gilt nicht als angemessen
. Während Europa mit gut drei Prozent Wachstum allmählich Konjunkturlokomotive
spielen soll , hoffen die Amerikaner , die für dieses Jahr noch mit mehr als
vier Prozent rechnen können , weiterhin auf eine weiche Landung für ihre
Wirtschaft , Beschäftigung und Währung . Auch Japan müsse schneller wachsen .
Für US-Finanzminister Lawrence Summers würde damit die " globale Expansion
ausgewogener " . Erneut aufgerufen werden soll auch das Schuldenthema für die
ärmsten Länder . Beim Kölner Gipfel vor einem Jahr war es unter Schröders Regie
zur großen Entschuldungsinitiative gekommen . Sie schreitet wegen nur
zögerlicher Sanierungskonzepte der betroffenen Länder offenbar nur langsam voran
. Erneut auf der Tagesordnung sind auch dringenden Gesundheitsthemen wie die
Immunschwäche Aids , die in Afrika bedrohliche Ausmaße angenommen hat . AOL
kommt über AT&T-Handys AOL , weltgrößter Online-Dienst , weitet seinen
Kundenstamm auf immer neue Bereiche aus . Der Zugang per PC reicht AOL , der
sich mit dem Mediengiganten Time Warner als Inhaltslieferanten zusammenschließen
will , schon lange nicht mehr , um Verbraucher für seine Dienste zu gewinnen .
Neben dem Zugang über eigene Surf-Terminals , die Gateway auf Basis von
Transmetas Crusoe-Chip für AOL baut , will der Online-Dienst seine Auftritte im
Geschäft mit mobilem Internet über Handys verstärken . Dazu hat sich AOL jetzt
einen schwergewichtigen Partner ins Boot geholt : Benutzer von Digital PocketNet
, einem Angebot von AT&T Wireless , haben dann für eine spezielle Gebühr Zugang
zu E-Mail , News und City-Guides . Die AOL-Angebote sollen zudem im Hauptmenü
von PocketNet an prominenter Stelle platziert werden . Die finanziellen Details
des Deals gaben die beiden Firmen bislang nicht bekannt . Ein ähnliches Abkommen
hatte AOL im Juni bereits mit der Mobilfunkabteilung des Telekom-Konzerns Sprint
geschlossen . " Geld fürs Surfen " bringt Anbieter in Schwierigkeiten Manche
Geschäftsmodelle der Internet-Ökonomie kranken offensichtlich nicht an
mangelndem Zuspruch , sondern an zu großem Erfolg . AllAdvantage , ein Anbieter
, der Internet-Nutzer fürs Surfen und gleichzeitige Betrachten von Werbung
bezahlt , muss 60 Leute entlassen - insgesamt 10 Prozent der Mitarbeiter , die
weltweit für das Unternehmen tätig sind . Ziel der Maßnahme sei es , die Kosten
zu reduzieren , hieß es laut amerikanischen Presseberichten bei dem Unternehmen
. Und diese Kosten sind offensichtlich in den letzten Monaten explosionsartig
gewachsen - nicht aber , weil etwa die Löhne zu stark gestiegen wären , sondern
weil zu viele Netizens sich fürs Surfen bezahlen lassen wollen . Neben den
Entlassungen unternimmt AllAdvantage aber noch andere Aktionen , um die Kosten
zu reduzieren . So hat der Dienst im Juni die Zeiten reduziert , für die
Mitglieder beim Surfen bezahlt werden . Außerdem wurden die Abrechnungszeiträume
heraufgesetzt . Vor kurzem hatte AllAdvantage seine Pläne erst einmal aufgegeben
, an die Börse zu gehen - schlechte Marktbedingungen , so , wie bei anderen
zurückgezogenen IPOs auch , die Begründung . Die konnten sich Ende Juni freuen ,
zumindest für wenige Minuten Milliardäre zu sein - ein Fehler in der
Abrechnungssoftware erbrachte exorbitant hohe Summen als Belohnung fürs
Anklicken von Werbung . Mancher Surfer mag es allerdings bedauern , dass nicht
etwa eine Auszahlung dieser zu hohen Beträge die Schwierigkeiten von
AllAdvantage verursacht hat ... KPN und ABN Amro gründen europäische
Internet-Bank Zusammen mit der niederländischen Großbank ABN Amro will man die
Gesellschaft Money Planet gründen , die Online-Banking für Verbraucher anbieten
soll . Starten will das Unternehmen , an dem die beiden Partner zu je 50 Prozent
beteiligt sind , in den Niederlanden , Deutschland und Belgien . Die Ausdehnung
auf den gesamten europäischen Markt ist laut Aussagen der Beteiligten bereits
geplant . Nach vier Jahren möchte das Unternehmen bereits schwarze Zahlen
schreiben . Money Planet soll das komplette Spektrum von Finanzdienstleistungen
offerieren : Angebote , über die Amro nicht selbst schon verfügt und unter dem
neuen Label vermarkten kann , wollen die Partner von anderen Firmen einkaufen .
Zu den erweiterten Diensten sollen auch Wirtschaftsnachrichten ,
Realtime-Aktienkurse , Chat-Räume und Live-Übertragungen von Pressekonferenzen
und Analystenmeetings gehören . Alle diese Angebote will KPN in seine eigenen
Internet- und Mobile-Commerce-Portale integrieren . Eigene
Finanzdienstleistungen übers Internet und die hauseigenen Netze anzubieten , ist
für KPN der nächste Schritt , sich zu einem europäischen Komplettdienstleister
im Telekommunikations- und Internet-Business zu entwickeln . Neben France
Telecom und British Telecom wird der niederländische Konzern mit riesigen
Schritten zu einem Hauptkonkurrenten der Deutschen Telekom im europäischen Markt
. Mit E-Plus und KPN Mobile beispielsweise hat KPN bereits ein recht gutes
Standing in den Mobilfunknetzen ; die Kooperation mit dem US-Konzern Qwest , an
dem auch die Telekom interessiert sein soll , beschert den Niederländern nicht
nur Internet-Dienstleistungen , sondern auch einen ersten Zugang zum
amerikanischen Markt . Und nachdem KPN mit NTT DoCoMo , Mobilfunktochter der
größten japanischen Telefongesellschaft , und dem Honkonger Mischkonzern
Hutchison Whampoa eine Kooperation geschlossen hat , um in ganz Europa
UMTS-Lizenzen zu ersteigern , erscheinen die Aussichten für den niederländischen
Konzern gut , auch künftig in den Mobilfunknetzen der dritten Generation und
beim " Mobile Commerce " ein gewichtiges Wörtchen mitzureden . Mit ABN Amro hat
sich der Telekom-Konzern nicht gerade einen schwachen Partner ins Boot geholt :
Die Bank ist in praktisch allen europäischen Ländern vertreten und hat dort
jeweils eine Lizenz für Finanzdienstleistungen und Mitgliedschaften in den
regionalen Börsen vorzuweisen . Die Diskussion um die Auswirkungen des so
genannten Elektrosmog , die Abstrahlungen moderner Hightech-Geräte und
Mobiltelefone , schlägt offensichtlich auch in den USA hohe Wellen . Zumindest
sieht sich die Vereinigung der amerikanischen Mobilfunkindustrie , die Cellular
Telecommunications Industry Association ( CTIA ) laut amerikanischen
Presseberichten veranlasst , Daten zur elektromagnetischen Umweltverträglichkeit
von Handys zu veröffentlichen . Da die Immission der Geräte selbst noch nichts
über die Wirkung auf den menschlichen Organismus aussagt , ist sie nur mittelbar
ein Maß für die tatsächliche Exposition . Entscheidend ist , wie der Körper die
Einstrahlung absorbiert und die aufgenommene Energie verarbeitet . Diese
Vorgänge werden durch die so genannte spezifische Absorptionsrate ( SAR )
charakterisiert , die aufgenommene Leistung pro Kilogramm Körpermasse .
Hersteller , die ihre Mobiltelefone durch die CTIA zertifizieren lassen wollen ,
müssen nun ab 1. August Angaben über die SAR machen . Diese sollen dann in den
Begleitmaterialien , die der Hersteller seinen Kunden an die Hand gibt ,
veröffentlicht werden . Zwar werden die meisten Anwender mit diesem Wert nicht
viel anfangen können - zumindest sind sie dadurch in der Lage , verschiedene
Mobiltelefone miteinander zu vergleichen und zu überprüfen , ob ein Gerät die
offiziellen Grenzwerte einhält . Die Internationalen Strahlenschutz-Kommission
für Nicht-Ionisierende Strahlen ( ICNIRP ) empfiehlt beispielsweise einen
Grenzwert für die SAR von 0,08 W/kg . Die SAR hat beispielsweise wenig
Aussagekraft für die konkrete Gefährdung , denn sie hängt direkt von der
jeweiligen Sendeleistung des Handys ab - und die schwankt unter anderem mit dem
Abstand vom nächsten Sendeturm . Außerdem gibt es in den USA und Europa noch
unterschiedliche Verfahren , um die SAR überhaupt zu messen . Zudem : Stein des
Anstoßes bei der Diskussion um die elektromagnetische Umweltverträglichkeit ist
schließlich auch der flächendeckende Ausbau des Mobilfunks , der zudem aus
Wettbewerbsgründen in Mehrfachnetzen mit Sendeanlagen konkurrierender Betreiber
erfolgt ( siehe dazu auch den Report über die Diskussion und wissenschaftliche
Studien zum Elektrosmog in Ausgabe 14/2000 der c't ) . Immerhin stellt die
Verpflichtung durch die CTIA , SAR-Werte veröffentlichen zu müssen , einen
Richtungswechsel für die amerikanische Industrie dar : Bislang betonten die
Hersteller lapidar , alle ihre Handys würden die entsprechenden Richtlinien
einhalten . In Deutschland sind die Handy-Produzenten bislang nicht dazu
verpflichtet , den SAR-Wert ihrer Geräte den Kunden mitzuteilen . Xetra-Handel
läuft nach Computer-Fehler wieder Seit etwa 15:15 Uhr streikte das
computergestützte Handelssystem Xetra und legte damit den gesamten
elektronischen Handel an der deutschen Börse in Frankfurt lahm . Gegen 17:15 Uhr
konnte der Handel aber wieder gestartet werden ; mit der zum Marktstart üblichen
Pre-Trading-Phase , während der Aufträge eingestellt werden können , ging es
weiter . Geschäfte kamen dann wieder in einer Auktion ab 18:30 Uhr zustande .
Danach wurde der fortlaufende Handel aufgenommen . Eine erste Analyse spricht
nach Angaben der Deutschen Börse für einen Fehler im Betriebssystem , der einen
Neustart des Xetra-Systems notwendig machte . Dieser führte dann zu der rund
zweistündigen Handelsunterbrechung . Über Nacht sollte eine genaue Analyse
erfolgen , erklärte die Deutsche Börse . Die Xetra-Software für den
elektronischen Handel läuft nach c't-Informationen unter VMS , einem System ,
das nach dem Aufkauf von Digital Equipment in den Besitz von Compaq gelangte .
Heutzutage kommt OpenVMS auf VAX- und Alpha-Systemen zum Einsatz . Apple schöpft
Hoffnung Ein tiefer Seufzer der Erleichterung wird da der Brust manchen
Apple-Mitarbeiters und nicht zuletzt der von Apple-Chef Steve Jobs entfleuchen ,
nachdem im ersten Quartal noch tiefrote Zahlen verbucht wurden . Mit Spannung
blicken jedenfalls die Apple-Fans und -Angestellten auf die Eröffnung der
MacWorld durch Jobs am Mittwoch , von der einmal wieder einige Neuigkeiten
erwartet werden , die den Geschäften der Mac-Company weiter Auftrieb geben
sollen . Die Wall Street scheint aber so ihre Zweifel zu haben , ob das reicht :
Im nachbörslichen Handel sackte der Kurs des Apple-Papiers um 10,28 Prozent auf
22,52 US-Dollar und gehörte damit zu den größten Verlierern . Immerhin konnte
Apple den Umsatz aber wieder ein bisschen steigern , zumindest gegenüber dem
zweiten Quartal des laufenden Jahres : Apple musste aber im abgelaufenen Quartal
einen in letzter Zeit selten gewordenen Produkt-Flop eingestehen : Die
Einstellung des G4 Cube kam für manchen Fan überraschend . Dafür hat die
Rückeroberung des ersten Platzes im Geschäft mit den Schulen wohl einiges zum
guten Ergebnis beigetragen . Insgesamt verkaufte Apple nach eigenen Angaben
827.000 Rechner im dritten Quartal ; im Vorjahresquartal waren es noch 1,02
Millionen und im zweiten Quartal des laufenden Jahres 751.000 . Apples
Finanzchef Fred Anderson sieht für das nächste Quartal sogar eine leichte
Steigerungsmöglichkeit beim Gewinn . Den Geschäftsbeitrag der kürzlich
eröffneten ersten beiden Apple Retail Stores bezeichnete er als " extrem
erfreulich " . Für Apples Chef war ihre Eröffnung das wichtigste strategische
Ereignis des abgelaufenen Quartals . Weitere 23 will Apple dieses Jahr noch
aufmachen . Während das Unternehmen in Amerika und Asien seinen Umsatz um über
20 Prozent steigern konnte , sank der Umsatz in Europa , Nahost und Afrika um 24
Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal . " Wir sehen in Europa nun auch die
Trends , die wir bereits zuvor in Amerika und Asien gesehen haben " ,
kommentierte Anderson . In Deutschland steht Apple dagegen besser da : " Das
vergangene Quartal lief für Apple in Deutschland sehr gut " , meinte Frank
Steinhoff , Geschäftsführer Apple Deutschland , gegenüber dpa . Die Zeiten , als
Schreiber Urkunden Wort für Wort mit dem Federkiel übertrugen und Leute in
Lesezirkeln das Neueste aus Politik und Gesellschaft vorlasen , sind längst
vorbei . Doch ohne die klassischen Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben kommt
auch das digitale Zeitalter nicht aus . Im Buch- und Schriftenmuseum der
Deutschen Bücherei in Leipzig begann am Dienstagabend die Ausstellung " Zwischen
moderner Textverarbeitung und traditioneller Aufzeichnungstechnik " . Gezeigt
werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der 5000 Jahre alten Medienkultur . Auf
nur 90 Quadratmetern drängen sich dicht an dicht Exponate aus fünf Jahrtausenden
: Tontafeln , Papyrus , Palmblätter und mittendrin uniforme Computerausdrucke
mit Befehlen wie Datei neu oder Formatieren . " Wir haben versucht , aus der
Perspektive der modernen Textverarbeitung den Wandel des Wortes und der
Gestaltung nachzuempfinden " , sagt einer der Ausstellungsmacher . Jedem
geschriebenen Wort gehe schließlich die Wahl des Mediums voraus , egal ob
Tierhaut oder Pergament . Was im Computerzeitalter nur einen Mausklick dauert ,
verlangte noch im 19. Jahrhundert langwierige Verhandlungen . Vor der Einführung
der DIN-Norm 1923 hatte nahezu jedes europäische Land seine eigenen Seitenmaße .
" Was heute für uns selbstverständlich ist , hat einen langen
kulturgeschichtlichen Hintergrund " , sagte der Leiter der papierhistorischen
Sammlung , Frieder Schmidt . Neben dem Blick auf die Geschichte und ihren
Errungenschaften thematisiert die Schau die Verknüpfung von Internet und
Buchdruck . " Wir dürfen nicht blauäugig sein und denken , nur weil ein Buch
leicht in die Tasche zu stecken ist , bleibt es unersetzbar " , meint
Ausstellungsleiterin Hannelore Schneiderheinze . Das Medium Internet ist ihrer
Meinung nach der dritte Quantensprung nach dem lateinischen Alphabet und der
Einführung des Buchdrucks . Das Buch- und Schriftenmuseum , das 1884 als
weltweit ältestes Fachmuseum gegründet wurde , versteht sich als
Dokumentationszentrum für Buchkultur . Piepsen und Bimmeln unerwünscht Selten
ging es in Deutschland so " musikalisch " zu : Aus Handtaschen piepsen
Reggae-Takte , in den Sakkos klingelt Beethovens Ode an die Freude . Mit der
Zahl der Handys wächst auch die Auswahl der Klingeltöne - doch nur selten zur
Freude der Mitmenschen . So erobert ein kleines Verbotsschild immer öfter Bahnen
und Bars , Kinos und Kirchen . Der rote Kreis mit dem durchgestrichenen Handy
signalisiert allen Mobiltelefonierern : " Achtung - handyfreie Zone " . Leicht
nachzuvollziehen ist dieses Gebot in Opernhäusern , Theatern und Kinos : " Bei
den meisten Besuchern ist es natürlich im Bewusstsein , das Handy auszuschalten
" , sagt Arne Schmidt von der Kino-Kette Cinemaxx . Sicherheitshalber weisen an
den Türen der Kinosäle Schilder auf das Verbot hin - doch bisweilen lassen
Unverbesserliche ihrem Telefonier- oder SMS-Drang auch während der Vorstellung
freien Lauf : " Wer sich gestört fühlt , sollte das Kinopersonal benachrichtigen
" , rät Schmidt . Im Foyer dagegen sei das Telefonieren erlaubt . Auch in
Gaststätten und Hotels wird das Mobiltelefon nicht mehr gerne gesehen . " Wir
bitten unsere Gäste , ihr Handy im Frühstücksraum oder im Restaurant
auszuschalten " , sagt Susanne Semmroth , Sprecherin des Atlantic Hotels in
Hamburg . Diese Praxis sei mittlerweile in vielen Restaurants üblich . Verpönt
sei nicht etwa das Telefonieren an sich : " Was stört , ist das ständige Piepsen
, Klingeln und Bimmeln . " Wer unbedingt erreichbar sein muss , für den hält das
Atlantic Hotel einen besonderen Service bereit : " Das Handy kann beim Personal
abgegeben werden , bei einem Anruf bringen wir es dem Besitzer . " Rigoros gegen
die kleinen Klingler spricht sich auch Hans-Jörg Ott aus . In der Gemeinde des
36-jährigen Pfarrers in Birnbach im Westerwald gilt seit Mai ein strenges
Handy-Verbot , das auch überregional für Aufsehen sorgte . " Sogar im
Gottesdienst sind die Leute rausgegangen , um zu telefonieren " , begründet der
evangelische Geistliche diese Maßnahme . Bei Jugendfreizeiten seien die
Teilnehmer oft " gar nicht richtig da " gewesen , denn via SMS standen sie immer
im Kontakt mit Familie oder Freunden zu Hause . Als dann während einer
Beerdigung das Handy eines Besuchers klingelte , war für Pfarrer und
Kirchenvorstand das Maß voll . " Alle kirchlichen Veranstaltungen sind bei uns
seitdem handyfrei " , betont Ott . Die Erfahrungen seien positiv , allerdings
falle besonders Jugendlichen der Verzicht auf das mobile Telefon schwer . Doch
nicht nur Pädagogik und Etikette sprechen an vielen Orten gegen die
Handy-Nutzung - in Krankenhäusern etwa spielen auch Sicherheitsbedenken eine
Rolle . " In der Nähe von Intensivstationen und in einzelnen OP-Bereichen
herrscht ein generelles Handyverbot " , sagt Christa Möller , Sprecherin der
Medizinischen Hochschule Hannover . Die Funkwellen stören Monitore und Maschinen
, verfälschen Untersuchungsergebnisse und können somit lebensbedrohlich sein .
Aus diesem Grund sind auch in Flugzeugen keine Handys zugelassen . " Die
Bordelektronik wird gestört " , erläutert Michael Lamberty , Pressesprecher der
Lufthansa in Frankfurt/Main . Während des gesamten Aufenthaltes an Bord müsse
das Mobiltelefon daher komplett ausgeschaltet bleiben . " Sonst versucht das
Gerät in jedem Fall , einen Kontakt zur Bodenstation aufzubauen . " Die dabei
entstehende Strahlung erreiche bis zu zwei Watt und könne die Bordelektronik
beeinflussen . Auch wenn die Lufthansa betont , dass moderne Flugzeuge
unanfälliger gegen elektronische Störimpulse sind , wird die Gefahr auch vom
Gesetzgeber ernstgenommen : Vor dem Start müsse ausdrücklich auf das Ausschalten
der Telefone hingewiesen werden . Das Bedürfnis nach handyfreien Zonen hat
mittlerweile auch Hersteller auf den Plan gerufen , die so genannte " Cellular
Disabler " anbieten . Derartige Geräte senden auf derselben Frequenz wie der
Mobilfunk Signale aus und unterbinden so die Kommunikation des Handys mit dem
Netz . Doch in Deutschland sind die Handy-Blocker verboten - aus gutem Grund ,
heißt es bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) in
Bonn : " Ein Handy-Blocker ist ein Störsender . " Er beeinträchtige die gesamten
Frequenzbereiche des Mobilfunks und könne daher nach deutschem Recht nicht
zugelassen werden . Wer von sich aus das lästige Klingeln verhindern , aber
dennoch erreichbar bleiben will , sollte sich ein Handy zulegen , dass bei
Anrufen nur mehr oder weniger sanft vibriert . " Meist sind es die hochwertigen
Geräte , die alternativ zum Klingeln den Vibrationsalarm bieten " , sagt Andrea
Vey , Pressesprecherin der Telekom-Tochter T-Mobil in Bonn . Doch auch
günstigere Mobiltelefone verfügen inzwischen der Regel über die lautlose
Anrufanzeige . Am wichtigsten ist es jedoch , ein Gefühl dafür zu entwickeln ,
wann das Telefonieren die anderen stört . " Das muss je nach der Situation
entschieden werden " , sagt Stephanie Palm , Stilberaterin aus München . " Im
Zweifelsfall sollte das Mobiltelefon aus Respekt vor den anderen immer
ausgeschaltet werden . " DeNIC spricht sich gegen alternative DNS-Root-Server
aus " Ein einheitliches System ist die Basis des Internets " , sagte Sabine
Dolderer , DeNIC-Chefin , nach einer Sitzung des DeNIC-Vorstandes . Ohne eine
Stelle wie die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers , die zentral
die wichtigen technischen Ressourcen verwalte , könne ein globales Internet
nicht funktionieren . Globale Erreichbarkeit , Stabilität , Eindeutigkeit und
Verlässlichkeit seien die Voraussetzung dafür gewesen , dass sich das Internet
zu dem universalen Kommunikations- und Informationsmedium entwickeln konnte ,
das es heute sei . " Ohne eine zentrale Verwaltung können massive Probleme bei
der Nutzung des DNS auftreten . " Das DeNIC bezog damit eindeutig Position gegen
die Versuche , alternative Root-Server-Systeme für das DNS aufzubauen . Erst vor
rund einer Woche hatten Organisationen aus Frankreich und Deutschland bei einer
Konferenz in Paris den Aufbau einer EU-weiten DNS-Infrastruktur außerhalb des
Einflussbereichs der USA beschlossen . Mit einem europäischen System von
Root-Servern wollen die Organisatoren die kommerzielle Nutzung des Internet
unabhängig von der US-dominierten ICANN verwalten . Einer der häufigsten
Vorwürfe gegenüber der ICANN ist ihre US-Lastigkeit ; die Organisation und der
A-Root-Server für das DNS stehen immer noch unter der Oberaufsicht des
US-Handelsministeriums . Weiterer Abwärtstrend bei Nokia und Ericsson erwartet
Das Geschäft des weltweit führenden finnischen Handy-Produzenten Nokia und
seines schwedischen Konkurrenten Ericsson befindet sich auch im zweiten Quartal
2001 auf Talfahrt . Dies war am heutigen Mittwoch übereinstimmende Meinung der
Analysten . Am morgigen Donnerstag stehen bei Nokia und am Tag darauf in
Stockholm bei Ericsson die Veröffentlichungen der Halbjahresbilanzen an .
Spannung und Unsicherheit herrschte bei Beobachtern vor allem mit Blick auf die
Nokia-Prognose für den Rest des laufenden Jahres . Als ausschlaggebend für die
Entwicklung der Handy-Hersteller in naher Zukunft gilt , wann die neue
Generation von GPRS-Handys auf dem Markt durchschlägt . Hier rechnen Beobachter
mit der Markteinführung der neuen Nokia-Modelle im dritten Quartal . WWW : Neuer
Management-Standard vorgeschlagen In einer gemeinsamen Erklärung haben Microsoft
, Intel , Compaq , Cisco und BMC Software einen neuen Management-Standard für
Netzwerke , verteilte Systeme und Anwendungen vorgeschlagen . Das Web-Based
Enterprise Management soll bestehende Standards wie SNMP ( Simple Network
Management Protocol ) und DMI ( Desktop Management Interface ) integrieren .
Zusätzlich werden zwei neue Technologien , die sich gerade im Zustimmungsprozeß
bei der Internet Engineering Task Force ( IETF ) und der Desktop Management Task
Force ( DMTF ) befinden , aufgenommen . Das Hypermedia Management Schema ( HMMS
) etabliert ein Modell zur Repräsentation der verwalteten Objekte . Das
Hypermedia Management Protocol ( HMMP ) wiederum bildet die Transportschicht zur
Nutzung von HMMS über HTTP , dem Standard-Protokoll im Web . Mittels dieses
vorgeschlagenen Standards sollen nicht nur bislang nur schwer vereinbare
Management-Schnittstellen zusammengeführt werden . Darüber hinaus würden neue
Technologien wie SNMP über HTTP dazu führen , daß bislang eingerichtete Systeme
sich mit jedem beliebigen Web-Browser als Management-Console bedienen lassen .
Zudem stehen die Chancen für diesen Vorschlag aufgrund der lange bestehenden
Notwendigkeit , die divergierenden Management-Systeme zu vereinheitlichen ,
nicht schlecht . Photonik-Spezialist Ciena in den schwarzen Zahlen Der
WDM-Spezialist Ciena , auf den Netzwerk-Gigant Cisco ein Auge geworfen haben
soll , konnte überraschend gute Geschäftszahlen vorlegen . Analysten hatte für
das dritte Quartal des laufen Geschäftsjahrs mit einem Gewinn von 17 Cents pro
Aktie gerechnet . Auch für das gesamte Jahr erwartet Ciena , die 1,08 US-Dollar
Gewinn pro Aktie , die Börsianer prognostiziert haben , übertreffen zu können .
Ciena ist spezialisiert auf Equipment für optische Netze ; besonders die Technik
der Firma zur Überbrückung großer Distanzen auf Glasfaserleitungen ohne
zusätzliche Auffrischung des Signals macht Ciena-Geräte für die Telekom-Carrier
interessant . Aber nicht nur für Cisco , auch für andere Firmen im Bereich der
optischen Netze machen die Versprechungen von Ciena , auf Strecken von bis zu
5000 Kilometer bald ohne Verstärker auszukommen , das Unternehmen zu einem
potenziellen Übernahmekandidaten . Allerdings ist Equipment für solche
Entfernungen bislang noch im Test ; kommerziell verfügbare Produkte von Ciena
schaffen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über Distanzen von maximal 560 bis 800
Kilometer . Ciena wurde 1992 gegründet und 1996 an die amerikanische
Hightech-Börse Nasdaq gebracht . In Verlauf allein dieses Jahres ist der
Aktienkurs von Ciena bereits um 200 Prozent gestiegen ; am gestrigen Freitag
kletterte der Kurs noch einmal um fast 10 Prozent auf über 179 US-Dollar .
Letztes Jahr dagegen sah es noch recht übel aus für das Unternehmen : Nachdem
Ciena unter anderem AT&T als potenziellen Kunden verlor , dümpelte der Kurs noch
im Oktober 1999 bei rund 30 US-Dollar . Inzwischen spricht die Firma davon ,
mindestens drei Firmen als " zahlende Kunden " verzeichnen zu können ; bei
sieben weiteren Carriern sei das WDM-Equipment von Ciena im Test . Die Namen der
Kunden wollte Ciena allerdings nicht nennen . Microsofts Digital-TV auf
holprigen Wegen Im Oktober sollte es soweit sein : Der niederländische
TV-Kabel-Betreiber United Pan-Europe Communications ( UPC ) wollte mit Microsoft
TV an den Start gehen . Das Produkt besteht aus Server-Anwendungen für
Netzbetreiber und Software für deren Settop-Boxen . Diese Suite für interaktives
Fernsehen von Microsoft verzögert sich bis Anfang nächsten Jahres . Die Software
habe nicht die Stabilität erreicht , die man sich für eine erste Einführung
wünsche , erklärte Ed Graczy , Marketing-Chef für Microsoft TV , gegenüber der
Nachrichtenagentur Reuters . UPC-Boss Mark Schneider meinte allerdings , die
Settop-Boxen würden im Oktober trotzdem an die Kunden ausgeliefert - allerdings
mit einfacherer Software , die nicht so viele Funktionen biete . Die Boxen
könnten aber später durch einen einfachen Download nachgerüstet werden . Falls
Microsoft nicht termingerecht liefern könne , werde man sich nach anderen
Möglichkeiten umsehen , etwa von Microsoft-Konkurrenten wie OpenTV . Bislang
geht der Konzern aber noch davon aus , für andere Projekte als das von UPC auf
jeden Fall rechtzeitig liefern zu können - die Vorhaben anderer
Kabelnetzbetreiber sollen erst im Verlauf des nächsten Jahres starten . Anfang
Juli musste Microsoft bereits einen Dämpfer bei seinen TV-Plänen hinnehmen :
Nach einer eingehenden Untersuchung der EU-Kommission zog Microsoft selbst seine
Pläne zurück , den britischen Kabelnetzbetreiber Telewest vollständig unter
Kontrolle zu bekommen . Bauteile-Knappheit macht der Handybranche Sorgen Auf dem
Handy erscheinen Musik und Videos , blitzschnell laden sich Internet-Seiten auf
das Terminal im Taschenformat : Die UMTS-Technik soll die mobile Datenwelt in
einigen Jahren in neue Sphären katapultieren - und zu einer Goldgrube für die
Hersteller der drahtlosen Telefone werden . Schon jetzt aber macht den
Handy-Produzenten ihr bisheriger rasanter Erfolg zu schaffen . Dies droht
ehrgeizige Wachstumsziele und Geschäfts-Erwartungen der Unternehmen zu schmälern
. Viele Firmen rüsten sich mit Millionen-Investitionen , um die Kapazitäten
auszubauen . " Wir können derzeit nicht so viel produzieren , wie wir verkaufen
könnten " , sagt Stefan Denig , Sprecher des deutschen Herstellers Siemens .
Dafür sorgen sollen zusätzliche Spezialisten in den deutschen Werken und eine
Firma in Singapur , die Handys im Siemens-Auftrag fertigt . Auch das schwedische
Unternehmen Ericsson , das sich einen großen Anteil am Zukunftsmarkt UMTS
verspricht , kämpft mit Schwierigkeiten bei der Handy-Produktion . Weil laut
Ericsson ein wichtiger Bauteile-Zulieferer Probleme hatte , musste der
schwedische Konzern im ersten Halbjahr einen operativen Verlust bei
Mobiltelefonen verbuchen . Mit diesem Bereich macht Ericsson aber nur ein
Fünftel des Umsatzes . US-Konkurrent Motorola kündigte an , dieses Jahr nicht so
viele Handys wie eigentlich geplant herzustellen . Der knappe Nachschub wird
auch beim finnischen Weltmarktführer Nokia und der französischen Alcatel als
Herausforderung gesehen . Engpässe habe es aber bisher nicht gegeben , heißt es
bei beiden Firmen . Dass ausgerechnet die boomende Handy-Branche nun trotz
weiter hoch gesteckter Ziele leichte Rückschläge verkraften muss , erklären
Experten mit dem extremen Tempo der Expansion . Etliche Komponenten werden zu
günstigen Preisen von Zulieferfirmen produziert , die nun hart an die Grenzen
der vereinbarten Mengen stoßen . Als angespannt gilt die Lage vor allem bei
Display-Steuerungen , DSPs , Flash-ROM-Chips und Bauelementen für die
Stromversorgung . Epcos beispielsweise , die ehemalige Bauelemente-Abteilung von
Siemens , profitiert derzeit kräftig von der großen Nachfrage . Auch wenn das
Wachstum der Branche vorübergehend gedrosselt scheint , sehen Analysten das
künftige Marktpotenzial für die kleinen Telefone keinesfalls geschmälert - nicht
zuletzt wegen des Kicks durch UMTS . Das Mutterschiff der New-Economy-Magazine
geht unter " 4 Ausgaben frei " , verheißt ein Werbebanner nach wie vor auf der
Website des Industry Standard . Doch das kostenlose Probeabonnement können sich
die Surfer sparen : Die aktuelle Ausgabe des 1998 erstmals erschienenen
Wirtschaftsblattes wird zugleich die Letzte sein . Das teilte der Mutterverlag
Standard Media International kurz vor dem Wochenende mit , nachdem Gespräche mit
Investoren gescheitert und die Anzeigenumsätze eingebrochen waren . Einer der
international bekanntesten Geschichtsschreiber der New Economy ist damit am Ende
. Obwohl der Standard Media Verlag zwischenzeitlich zu einem Konzern mit rund
400 Mitarbeitern herangewachsen war , reiht er sich nun nahtlos in die Serie von
Dot.com-Pleiten ein , die Aussterben einer ganzen Gründergeneration markiert .
1997 machte sich John Batelle , der sein Handwerk vor allem beim damals als "
Hauspostille der digitalen Revolution " geltenden Magazin Wired gelernt hatte ,
zusammen mit einer kleinen Crew auf , um sein Stammblatt noch zu toppen und die
Geburt der " neuen Ökonomie " mit einem anspruchsvollen Fachmagazin zu begleiten
. Der Standard machte sich rasch einen Namen und wuchs in den Boomzeiten des
Internet- und Technologiesektors auf Grund seiner Beliebtheit bei den
Werbekunden auf Katalogstärke mit gut 300 Seiten heran . Das Heft schrieb
kurzzeitig sogar Profite , was bei jung gegründeten Magazinen äußerst selten
vorkommt . Doch wie so viele exzessiv wachsende Startups , über die das "
Newsmagazin der Internet-Ökonomie " durchaus kritisch berichtete , packte den
Verlagschef Batelle und seine Berater der Größenwahn . In seiner Heimatstadt San
Francisco mietete der Standard Millionenkosten verursachende Büroflächen , die
für 600 Leute ausgelegt waren , feierte rauschende Partys und organisierte
Konferenzen , zu denen alle Manager aus dem Hightech-Bereich eingeflogen wurden
, die Rang und Namen haben . International expandierte der Verlag und gab
beispielsweise eine englischsprachige europäische Ausgabe heraus , die
allerdings im Frühjahr bereits wieder eingestellt wurde . Wenig Freunde machten
sich die Standard-Manager auch mit ihrem Vorstoß , durch einen Börsengang mehr
Unabhängigkeit vom Haupteigentümer und Verlagspartner International Data Group (
IDG ) , einem Branchenblatt-Herausgeber mit Hauptsitz in Boston , zu erlangen .
Der Versuch schlug ähnlich wie wenige Jahre zuvor bei Wired angesichts des sich
bewölkenden Börsenumfelds fehl , sodass Standard Media doch wieder auf das
Wohlwollen von IDG angewiesen war . Amerikanischen Medienberichten zufolge
weigerte sich IDG in den letzten Tagen , den Standard an den Tropf zu hängen .
Erforderliche Brückenfinanzierungen blieben damit aus . Die nach mehreren
Entlassungsrunden noch übrig gebliebenen 180 Mitarbeiter des Standard traf die
Nachricht von der Einstellung des Hefts , für das der Verlag noch einen Käufer
sucht und ansonsten Bankrott erklären will , während eines einwöchigen
Zwangsurlaubs . " Das Ende kam dann doch sehr überraschend " , berichtet Boris
Gröndahl , Leiter des Berliner Büros des Standard . Dass die Finanzlage derart
eng gewesen sei , hätten die Mitarbeiter nie von offizieller Seite erfahren .
Eingestellt wird zusammen mit dem Standard auch der von ihm gesponserte " Media
Grok " , eine per E-Mail versandte tägliche Presseschau rund um die
Netzwirtschaft , die sich wegen der süffisanten Kommentare ihrer Autoren
zahlreiche Fans weltweit erworben hatte . Jimmy Guterman , der den Grok betreute
, sucht momentan allerdings nach Mitteln und Wegen , um eine Neuauflage zu
ermöglichen . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal
Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist
Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war
. Dann bleiben nur noch Worte . Oder Wörter ? In der letzten Woche ist das Wort
" virtuell " schwer belagert worden . Die virtuelle Realität , sie erscheint uns
so modern , daher haben etliche Geister posthum den großen Journalisten
Sebastian Haffner angegriffen . In seinem 1939 im Exil verfassten Fragment "
Geschichte eines Deutschen " findet sich der Ausdruck virtuell - und damit der
Hinweis auf eine Fälschung , so die Geisterfahrer , denen der kritische Blick
auf Nazi-Deutschland nicht passt . Nun ist das Wort virtuell bereits 1871 aus
dem Französischen zu uns gewandert , hat sich im Zuge der Pariser Kommune und
der Gründung des deutschen Reiches in den Konversationslexika eingenistet ,
genau wie die Boheme und die Bourgeoisie , die den Grundstock unseres Bobos
bilden . Haffner konnte 1939 also virtuell benutzen . Auch hinter MMB , dem
Microsoft Manual Burn der HAL2001 , verbirgt sich das Wort Bücherverbrennung .
Ein heftiger Streit im Heise-Forum , auch in der ehemaligen Arena des CCC zeugt
davon , dass die Geschichte keineswegs vergangen ist , dass Worte zündeln können
. Was bleibt , ist die Suche nach den richtigen Worten im allgemeinen Gebrabbel
, wenn etwa allgemein beschriebene Symptome sich zum " Gulf War Disease "
verdichten . Aber das mag in einer fernen Zukunft liegen , in der Bill Gates nur
noch als größter Kunstsammler Amerikas bekannt sein wird , der in Las Vegas das
größte Museum der Welt bauen ließ . Nicht einmal als missglückter Werbeslogan
der New Economy mag unsere " Bohemian Bourgeoisie " noch herhalten , nachdem
Jacob Heilbrunn von der Los Angeles Times nicht mit dem Bobo , sondern den
hinter ihm stehenden realen Personen abgerechnet hat : Die Bobos sind lange
schon nicht mehr die Witzfiguren , als die sie nie gemeint waren . Im Magazin
der Süddeutschen segelt die Kritik von Heilbrunn übrigens unter dem Oberthema "
Renaissance des Anti-Amerikanismus " . Das hat Heilbrunn nicht verdient , denn
dies wäre geschichtslos , oder eine Farce , wie sich Geschichte eben nur
wiederholt . Rassismus war noch nie eine gute Idee , wer auch immer die
Ausgegrenzten waren , ebenso wenig wie Nationalismus , auch wenn er sich mit den
Labels von gutem Wein und anständigem Käse schmückt . Die Nazis waren auch
Anti-Amerikaner und predigten die nationale Selbstversorgung . Am 18. und 19.
August 1991 luden Firmen wie AT&T , Interactive und SCO europäische Journalisten
nach London ein . In einem edlen Hotel gleich in der Nähe des Flughafens sollte
die Zukunft von Unix nach der großen Vereinheitlung ( System V Release 3.2ff )
diskutiert werden . Für die Veranstalter war das Ganze ein großer Flop : Statt
über Vor- und Nachteile eines einzigen Unix zu diskutieren , wurde der Fernseher
angeschaltet . Im fernen Moskau gab es einen Putsch altlinientreuer Generäle und
wir schauten in die Glotze . Der triumphierende Boris Jelzin , der da über die
Panzer kletterte , rettete die Perestroijka , so erschien es uns damals . Heute
wissen wir , dass sich Zar Boris installierte und sich Russland vom Westen ein
Stück weit verabschiedete . Immerhin : Ein Redner der damaligen Konferenz
brachte das Kunststück fertig , die Nachteile eines vereinheitlichten Unix mit
dem Zwangskorsett der verfallenden Sowjetunion zu vergleichen . Sowas hat
Tradition , seitdem Digital-Chef Pallmer Unix als russischen Lastwagen
bespöttelte , der niemals vernünftig fahren könnte . Nur bei IBM gab es für 2000
Mark weniger ein Schnäppchen namens AIX , das jedoch zwingend einen PS/2-Rechner
vorschrieb . Das sollte man aus der Geschichte wissen , wenn man angesichts
aller Vereinheitlichungen an ein weiteres wichtiges Datum erinnert , den 25.
August 1991 . Damals tauchte im Usenet in comp.os.minix eine Nachricht aus
Finnland auf , die sich nicht mit russischen Panzern und Lastwagen beschäftigte
, sondern als " Kleine Meinungsumfrage für mein neues Betriebssystem "
deklariert war : Genau 23 Tage nach diesem Posting war Linux 0.01 fertig ,
bescheidene 10.000 Zeilen lang , wie der Autor der kleinen Meinungsumfrage
einmal bemerkte . Zur Geschichte und zum allgemeinen Vergessen gehört es , dass
diese Meinungsumfrage ein Dutzend Dickköpfe interessierte , die das System zum
Laufen bringen wollten . Gegen alle Widerstände wurde Linux hochgepäppelt .
Dabei begeisterten sich Menschen für die Idee der Open Source , die sie dem
ranzigen Edelhippie Richard Stallmann niemals abgenommen hätten . Zur
Vergeblichkeit verdammt , möglicherweise . Heute jedenfalls ist Linux das
Vorzeigestück der Szene - und doch nur ihr Gesellenstück , meint der
Jini-Spezialist Richard P. Gabriel . 70 Jahre brauchte das Lexikonprojekt , das
mit einer anderen Verbrennung am Guy Fawkes Day 1857 gestartet wurde . Der Mob ,
ein großer unkontrollierter Menschenschwarm , produzierte ein Werk , das in 20
Bänden erschien . Dieses Schema gilt es auf die Softwareproduktion zu übertragen
: Der Mob-Software , an der Hunderttausende mitwirken , gesteuert von den
einfachen Prinzipien eines Fischschwarms , wird die Zukunft gehören . Und Linux
nur noch Geschichte sein . Den Triumph des Mobs kann nicht einmal Microsoft
aufhalten . Was wird . Wo bleibt das Positive ? Natürlich liegt dies in der
Zukunft , nicht in der Geschichte , aus der eh niemand etwas lernen kann .
Höchstens kann man aus vergangenen Texten dumme Running Gags abschreiben . "
Nokia hat heute in Finnland das erste Adaptive Multi-Rate Wideband Code Division
Multiple Access-Gespräch auf Basis des 3rd Generation Partnership Program ,
Release 99 durchgeführt . " Bei UMTS hat s gefunkt , noch dazu zwischen
verschiedenen Betreibern , Sonera und Radiolinja . Wer sich so in einer
Pressemeldung ausdrücken muss , braucht ganz sicher UMTS , weil die Worte sonst
quer in der Leitung stecken bleiben . Die Bandbreite ist ja nicht unendlich groß
. Wenn wir schon beim 25. August 1991 verweilen , darf der aktuelle 25.
natürlich nicht fehlen . An diesem Tag öffnet die Internationale Funkausstellung
in Berlin ihre Pforten . Nun kann man das " Funkische " bekanntlich schlecht
ausstellen , daher hat man sich in Berlin auf eine breite Definition geeinigt :
Es ist eine Besuchershow für alles , was einen Einschaltknopf hat . Mir wird
jetzt schon ganz schwindelig . Schwindeln Sie mit ! Die Zutaten : AOL und Lotus
testen Serververbindung für Instant Messaging Anfang der Woche haben AOL und
Lotus in gleich lautenden Pressemitteilungen angekündigt , eine serverseitige
Verbindung zwischen dem AIM ( AOL Instant Messenger ) und der Instant-Messaging-
und Konferenz-Software Lotus Sametime über SIMPLE ( Session Initiation Protocol
for Instant Messaging and Presence Leveraging ) zu testen . Was an sich gar
keine besondere Mitteilung ist , da AOL und Lotus schon länger Partner sind ,
bekommt durch politische Hintergründe seine eigentliche Bedeutung : AOL reagiert
damit offensichtlich auf eine Forderung der Federal Communications Commission ,
AIM kompatibel mit Instant-Messaging-Angeboten der Konkurrenten zu machen . Auch
wenn AOL betont , Lotus wegen der Kompetenz in diesem Bereich ausgewählt zu
haben , könnte für AOL vor allem interessant sein , dass Lotus im engeren Sinne
gar nicht mit AOL konkurriert . Die Firmen sind durch eine langjährige
Partnerschaft verbunden : So enthielt bereits der erste Sametime Connect Client
das AIM-Protokoll . Damit können sich Sametime-Anwender parallel auch bei AOL
anmelden und unterhalten damit zwei parallele Verbindungen zu zwei
unterschiedlichen Servern . Darüber hinaus hatte Lotus auch bei der Einführung
von Notes R5 eine Partnerschaft mit AOL genutzt , um auf dem Notes Welcome
Screen ein in Design und Layout angepasstes Angebot einzubauen . Bislang gibt es
nur wenige Instant Messenger , die direkt mit dem AIM-Service funktionieren ,
darunter Imici und Jabber . Jabber unterhält dabei eine Verbindung vom Client ,
Imici eine vom Server . Microsofts Messenger wurde von AOL wiederholt
ausgebremst , um eine Nutzung des AIM-Services durch Microsoft zu vereiteln .
Bislang ist der Protokoll-Wirrwarr vor allem für den Anwender ärgerlich . Wenn
sich Instant Messaging als universelles Tool durchsetzen soll , müssen sich die
Anbieter zusammenraufen und ein gemeinsames Protokoll unterstützen . Kanada will
das Kopierschutz-Knacken verbieten Vorbild ist der Digital Millennium Copyright
Act , der die Umgehung von technischen Maßnahmen zur Sicherung von
urheberrechtlich geschützten Werken unter Strafe stellt . Auch die Herstellung ,
der Vertrieb und der Verkauf von Umgehungstechnologien wird durch den DMCA
illegal . Kanada scheint hier umsetzen zu wollen , was auch im umstrittenen
Cybercrime-Abkommen des Europäischen Rats unter Strafe gestellt werden soll ; an
den Verhandlungen war Kanada beteiligt . Die kanadischen Netzaktivisten
befürchten , dass auch ihre Regierung dem Druck der um ihre Werke besorgten
Musik- und Kinoindustrie nachgeben wird . Zur Diskussion steht unter anderem
aber auch eine mögliche Haftungspflicht von Internetprovidern für Inhalte , die
sie veröffentlichen . Mehr in Telepolis : Bekommt Kanada sein eigenes DMCA ?
Piraten im Namensraum Als Erfolg bezeichnete das Registrarkonsortium Afilias die
angelaufene Vorregistrierphase der neu eingeführten .info-Domains für
Markeninhaber . Innerhalb der ersten vier Runden hätten sich viele weltweit
bekannte Marken " ihre " .info-Adressen gesichert . Doch der Anlass für die
jetzt herausgegebenen Mitteilung war tatsächlich ein anderer : Schon jetzt ist
klar , dass eine große Zahl der Vorregistrierungen auf das Konto gewitzter
Domainpiraten geht . Auch die Internet Corporation for Assigned Names and Number
( ICANN ) hat sich bereits besorgt darüber geäußert , dass viele angebliche der
registrierten Domains ganz offensichtlich nicht entsprechenden Marken
entsprachen , erst nach dem 2. 10. 2000 registriert worden sind oder gänzlich
erfunden waren . Afilias bestätigte nun die Beobachtungen von ICANN und die
Klagen vieler Nutzer . Beispielsweise habe ein Privatmann in Deutschland die
Domain hamburg.info registrieren lassen . .info-Registrierungen fuer die breite
Öffentlichkeit seien aber erst ab dem 12. September möglich . " Es ist
unerfreulich , dass einige Personen die Sunrise Period missbraucht haben , "
ließ der CEO von Afilias , Hal Lubsen , mitteilen . " Wir werden alles in
unserer Macht Stehende tun , um die Integrität von .info zu bewahren . " Eine
Vorab-Überprüfung der Sunrise-Registrierungen von Seiten der Registrare oder der
Registry hält man bei Afilias dagegen nicht für möglich , da es keine Datenbank
gebe , die Markennamen weltweit verwaltet . Bei den automatisierten
Registrierprozessen gingen allerdings selbst die absurdesten Einträge
hinsichtlich der beanspruchten Marken durch . Software übersetzt Handyanrufe
simultan Wenn es um die Entwicklung von Software zur Spracheingabe geht , dann
stehen deutsche Programmierer weltweit mit an der Spitze . Darüber berichtet
jetzt das Wissenschaftsmagazin NewScientist . In Seattle präsentierte das
Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz ( DFKI ) sein Verbmobil :
Zwischen ein Telefonat mit dem Handy oder ISDN-Telefon geschaltet , übersetzt
die Software die gesprochene Sprache in Englisch , Deutsch , Japanisch oder
Chinesisch annähernd in Echtzeit . Das Programm ist in der Lage , frei
formulierte Alltagssprache zu erkennen , zu analysieren , in eine Fremdsprache
zu übersetzen und den so konstruierten Satz auszusprechen . Bevor es jedoch zur
Ausgabe des übersetzten Satzes kommt , muss das Programm einiges an Arbeit
leisten , denn im Gegensatz zu text-basierten Übersetzungsprogrammen , bei denen
es auf einen möglichst großen Wortschatz ankommt , oder PC-Diktierprogrammen ,
die stundenlang auf den Anwender trainiert werden müssen , liegt der Schwerpunkt
von Verbmobil auf dem Erkennen des Gesprochenen . Und dabei ist einer der großen
Vorteile bei der Spracheingabe zugleich auch ein Nachteil : die
Sprecherunabhängigkeit . Dies ist schwierig , denn die Spontansprache
unterscheidet sich von der formulierten Schriftsprache : Neben
Hintergrundgeräuschen , die das Erkennen erschweren , werden in der
Spontansprache beispielsweise Gedankengänge fortlaufend in Sprache umgesetzt ,
wobei sehr häufig auch grammatikalisch eigentlich nicht korrekte Sätze entstehen
. Verbmobil muss deshalb mit abgebrochenen Sätzen , Einschüben und
Selbstkorrekturen umgehen können . Nicht bedeutungstragende Äußerungselemente
wie Räuspern , Pausenfüller wie " äh " und " ehm " werden von der
Spracherkennung zunächst wie spezielle Wörter behandelt und für die weitere
Analyse aus der Eingabe entfernt . Da gesprochene Sprache zudem keinerlei
Interpunktion kennt , muss das Programm durch die Betonung , Einbeziehung des
Kontextes und des Dialogverlaufs den Satz auf seinen Sinn hin analysieren .
Durch die Berücksichtigung der Prosodie können Mehrdeutigkeiten auch von
einzelnen Wörtern wie etwa " noch " für die Übersetzung aufgelöst werden . " Das
konnten wir in Tests mit 25.000 Übersetzungen nachweisen , die wir durch
Dolmetscher bewerten ließen " , erklärt Mitentwickler Wolfgang Wahlster . Die
Verzögerung bei der Übersetzung liegt zwischen einigen Millisekunden und einigen
Sekunden , abhängig vom Umfang und Qualität des eingehenden Satzes . Nicht
unwichtig ist dabei auch die Sprachsynthese , sodass die Aussprache nicht
roboterhaft , sondern möglichst natürlich erfolgt . Spracherkennung 38 Prozent ,
Prosodie 17 Prozent , Syntax und Semantik 25 Prozent , semantische Auswertung
und Dialog 14 Prozent , Transfer 3 Prozent und Generierung 3 Prozent . Um all
diese Berechnungen in einer angemessenen Zeit durchführen zu können , muss der
Wortschatz auf bestimmte Themen beschränkt bleiben . So ist Verbmobil , wie jede
heutzutage weltweit entwickelte Spracheingabe , domänenorientiert , das heißt es
wird nur ein für das jeweilige Thema relevanter Wortschatz verwendet , wie
beispielsweise für Terminvereinbarungen mit Geschäftspartnern , die Reiseplanung
oder Hotelbuchung . " Smalltalk in der Fremdsprache ist heute noch nicht möglich
" , erklärt Projektmanager Reinhard Karger . " Dafür ist das erforderliche
Weltwissen einfach zu groß " . Derzeit stehen Verbmobil für den
Deutsch-Englisch-Dialog 10.000 Wörter und für Deutsch-Japanisch 2.500 Wörter zur
Verfügung . Damit können auch multilinguale Konferenzen abgehalten werden , in
denen zum Beispiel ein Deutscher mit einem Amerikaner und einem Japaner parallel
am Telefon spricht . Von der Unterhaltung ein Wortprotokoll anzufertigen ist
ebenso möglich . Dadurch sind an den Endgeräten keine technische Änderungen
notwendig . Verbmobil ist aber nur ein Beispiel , wie Spracheingabe in Zukunft
den Umgang mit Maschinen und Geräten verändern wird . Anwendungen , die auf den
Forschungsergebnissen des DFKI beruhen und von den beteiligten Projektpartnern
aus der Industrie übernommen wurden , gibt es schon einige . So wirbt bereits
Daimler-Chrysler mit der LinguaTronic , die als Sprachschnittstelle zum Auto
dienen soll . Die Firma Aixplain , ein Spin-off der Uni Erlangen , bietet
Dialogsysteme für Telefon-Hotlines an . Daneben plant Philips , endlich den
sprachgesteuerten Videorekorder marktfähig zu machen , während Siemens gleich
das ganze Haus intelligent per Sprache steuern will . Auch den Verbmobil-Server
gibt es - im Prinzip . " Theoretisch könnte da jeder anrufen , aber wir sind
kein Dienstleister " , betont Karger . Spider und Domain-Detektive Tools für die
Marken- und Domainrecherche und zum Aufspüren von Domainpiraten kündigte in
dieser Woche die Intellister AG an , eine Neugründung von UUnet- und
DeNIC-Mitbegründer Michael Schneider , der lange Jahre für die Internet-Provider
in der ICANN aktiv war . Intellister bietet beispielsweise mit Tell auf seiner
Webseite zum ersten Mal ein kostenloses Tool , mit dem Namen nicht nur auf
Registrierungen in den wichtigsten Top Level Domains überprüft werden können .
Im gleichen Zug wird auch nach gleich lautenden Einträgen beim Deutschen Patent-
und Markenamt sowie dem US-amerikanischen und europäischen Markenamt gesucht .
In Zukunft sollen , erklärt Schneider , möglicherweise noch schwerer zugängliche
Markendatenbanken integriert werden , zumindest für die zukünftigen Kunden .
Grabber und Trittbrettfahrer - wie jetzt bei der neuen Top Level Domain .info -
will die achtköpfige Mannschaft laut Schneiders Aussage mit immer
intelligenteren " Spidern " im Auftrag der Kunden aufspüren . Das Rundum-Angebot
steckt , so erklärt Schneider , im Namen : Intellister setzt sich aus
Intelligence ( Nachrichtendienst ) , Tell ( Aufspüren von Namen ) und Register (
für die Reservierung der Adressen ) zusammen . Die Unternehmen , die es ganz
ernst nehmen , können sich sogar ihr innerbetriebliches Namensmanagement von
Intellister auditieren lassen . Auch wenn die Idee des Domainmanagements vor
allem für die von den DNS-Fragestellungen überforderten Unternehmen keineswegs
neu ist , geht Intellister möglicherweise im richtigen Moment an den Start . Das
böse Erwachen für manche Unternehmen wird nach dem Abschluss der Sunrise-Phase
bei .info und der IP-Claimphase bei .biz noch kommen . Das ist aber nach seiner
Einschätzung gar nicht der Fall , es fehlt vielmehr nur am besseren und auch
kreativeren Namensmanagment . Das selbstgesteckte Ziel des Neustarters , die
Rechtsunsicherheit , die im Bereich der Marken- und Domain-Namen herrscht , zu
beheben , ist allerdings vielleicht gar nicht einlösbar . ICANN , die Registrare
und die neuen Regisries haben es mit ihren Markenschutzvorkehrungen jedenfalls
bisher nicht geschafft . TV-Kabelgesellschaften profitieren vom Internet-Boom
Das Umsatzvolumen der Kabelnetzbetreiber in Deutschland wird sich innerhalb der
nächsten fünf Jahre mehr als verdoppeln . Zu diesem Ergebnis kommt eine
Marktanalyse des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PricewaterhouseCoopers ( PWC )
. Die Betreiber profitieren dabei vor allem vom Boom des Internet und dem
erwarteten Zuwachs beim Pay-TV . PWC geht davon aus , dass durch den Ausbau der
TV-Kabelnetze mit einem Rückkanal Fernsehen und Internet immer stärker
zusammenwachsen ; der schnelle Internetzugang per Kabel führe dazu , dass
künftig verstärkt die normale Unterhaltungselektronik zum Surfen benutzt werde .
Bei einer von PWC erwarteten Steigerung der Internetnutzer von gegenwärtig rund
16 Millionen auf knapp 30 Millionen im Jahr 2002 böten sich dadurch den
Kabelgesellschaften große Chancen , lukrative neue Geschäftsfelder zu
erschließen . Dafür sei allerdings Voraussetzung , dass die Netze zügig
aufgerüstet und überzeugende Vermaktungsstrategien entwickelt würden - das
Bundling von Internet , Fernsehen und Telefonie biete den Kabelgesellschaften
jedenfalls gute Bedingungen , um Kunden mit Preisvorteilen an sich zu binden .
Allerdings werde die Konkurrenz durch andere breitbandige Zugangstechniken wie
ADSL , Richtunk oder Satellitenverbindungen schärfer . Schlüsselfaktor für den
Erfolg seien unter anderem die Kontrolle über den Zugang zum Endkunden , also
die so genannte " letzte Meile " , und einheitliche Gerätestandards .
PDA-Spezialist Handspring senkt Verluste und steigert Umsatz Die Börse rechnete
mit einem Verlust von 12 Cents pro Aktie ohne Einbeziehung von einmaligen
Ausgaben . Auch beim Umsatz konnte Handspring die Erwartungen der Wall Street
übertreffen : Im Vergleich zum vierten Quartal des vorherigen Geschäftsjahrs
konnte das Unternehmen den Umsatz um 36 Prozent steigern . Handspring versucht
in den letzten Wochen und Monaten massiv , seine Postion auf dem PDA-Markt
gegenüber Platzhirsch Palm auszubauen . So stellte der PDA-Spezialist , dessen
Organizer ebenfalls mit dem Palm OS arbeiten und der 1998 von den Erfindern des
Palm-PDA gegründet wurde , beispielsweise eine Handy-Option für seine Geräte vor
. Sun blickt auf ein berauschendes Quartal zurück Zufall oder Absicht ?
Normalerweise veröffentlichen die Unternehmen in den USA ihre Quartalszahlen
nach Börsenschluss . Bei Sun jedoch war es diesmal anders : Durch einen " dummen
Fehler " erschien der Quartalsbericht verfrüht auf der Web-Seite von Sun . Nach
einem zwischenzeitlichen Hoch bei 119,5 US-Dollar kletterte das Papier bis 21
Uhr deutscher Ortszeit am Mittwoch Abend bei hohen Umsätzen ganz gegen den
Börsentrend um knapp 3,5 Prozent auf 115,25 US-Dollar . Die Wall Street war
eigentlich nur von einem Gewinn von 26 Cents pro Aktie ausgegangen . Einer der
Hauptgründe für die gestiegenen Umsätze ist laut Sun ein erfolgreicher Auftritt
im Markt für Massenspeicher gewesen : Das neue Speicher-Array StorEdge T3 werde
sehr stark nachgefragt . Außerdem habe die Einführung der neuen Systeme auf
Basis des Prozessors UltraSPARC III ein gutes Stück zum Anstieg der Umsätze
beigetragen . Hintergrund : Handy-Hersteller unter Druck Freitag dieser Woche
ist Ericsson dran , und Nokia am Donnerstag : Dann sind die Geschäftsberichte
der beiden Handy-Hersteller fällig . Als Grund für die Bedenken gegen
Investitionen in Mobilfunkfirmen sehen viele Beobachter Befürchtungen über das
zukünftige Wachstum bei den Handy-Verkäufen . Außerdem gibt es wohl Bedenken ,
dass neue Mobilfunktechniken zu spät kommen , um in den nächsten Quartalen
sinkende Handy-Umsätze beim klassischen GSM-Mobilfunk auszugleichen . So
erwarten Analysten einsatzfähige GPRS-Netze nicht vor Ende 2001 . Und ob UMTS in
Europa wirklich schon 2002 an den Start geht , bezweifeln offensichtlich viele
Börsianer . Von Ericsson erwarten die Börsen allerdings eine Verdreifachung des
Gewinns für die ersten neun Monate des Geschäftsquartals gegenüber dem gleichen
Zeitraum des Vorjahrs . Dieser Zuwachs ist aber , wie sich schon in den letzten
Quartalsberichten zeigte , bei Ericsson vor allem auf Verkäufe von
Infrastruktureinrichtungen zurückzuführen , während der schwedische Hersteller
bei Handys immer mehr ins Hintertreffen gerät - in diesem Bereich geht man sogar
von einem Verlust aus . Bei Nokia erwarten die Börsianer , dass die Gewinne
exakt dem Vorjahreszeitraum entsprechen - schon vor einigen Wochen hatte Nokia
gewarnt , dass die Resultate durch Verzögerungen bei der Einführung neuer Handys
nicht so gut wie erwartet ausfallen würden . Besonders die Situation im
Handy-Markt erweckt allerdings Besorgnisse bei den Analysten . Die Firmen können
angeblich wegen Bauteileknappheit nicht so schnell neue Modelle entwickeln wie
beabsichtigt . Und die Kunden auf der anderen Seite kaufen offensichtlich nicht
so schnell neue Handys als Ersatz für ihre alten Mobiltelefone , wie es die
Industrie erhoffte . Vielen erscheinen die aktuellen Geräte völlig ausreichend ,
und die Handy-Freaks warten zudem lieber auf die neue Gerneration , mit der sie
gleich in GPRS- oder gar UMTS-Netzen unterwegs sein können . Vielleicht haben
die Handy-Hersteller aber nur mit einem ähnlichen Effekt zu kämpfen wie die
Halbleiter-Hersteller : Trotz ausgezeichneter Umsatz- und Gewinnzahlen
befürchten die Anleger , dass irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht sein
muss . Da verkauft man dann doch lieber seine Anteile , bevor der große Einbruch
kommt . Ob die Hersteller bald wieder auf die nächste Runde im Mobilfunk-Boom
mit neuen Techniken und neuen Geräten bauen können , erscheint vielen Analysten
doch recht unsicher . Aber vielleicht ändert sich die Situation bei den
übernächsten Quartalsberichten schon wieder : Wie bei der Chip-Industrie
erscheint die Investition in Mobilfunk-Aktien momentan wie ein Glücksspiel -
wenn man nicht mit der Gabe gesegnet ist , aus dem Kaffeesatz sichere
Informationen herauslesen zu können . BKA : Gemeinsam mit FBI gegen
Rechtsextremismus im Internet Das Bundeskriminalamt ( BKA ) will bei der
Bekämpfung der aus den USA verbreiteten rechtsextremistischen Propaganda im
Internet verstärkt mit der amerikanischen Bundespolizei FBI zusammenarbeiten .
Das kündigte der Leiter des Staatsschutzes im Bundeskriminalamt , Manfred Klink
, am gestrigen Mittwochabend in der BKA-Dienststelle in Meckenheim bei Bonn an .
Klink wies besonders auf den US-Neonazi Gary Lauck hin , der seit Jahren
rechtsextremistische Parolen gerade gegen die Juden aus den Vereinigten Staaten
ins Internet bringt . Das Vorgehen dagegen sei jedoch sehr schwierig , weil
Volksverhetzung und Aufstachelung zum Rassenhass in den USA nicht strafbar sind
, erläuterte Klink . Auf der internen BKA-Informationsveranstaltung mit anderen
Behördenvertretern und Repräsentanten von mit dem Internet befassten Firmen
berichtete Klink , die Internet-Seiten von Rechtsextremisten hätten sich in den
letzten Jahren verzehnfacht . Es gebe bereits rund 500 extremistische Homepages
. Vor dreieinhalb Jahren seien lediglich 35 registriert worden . Klink
bezeichnete die Lage als " sehr Besorgnis erregend " . Die Internet-Anbieter
hätten bei der Veranstaltung zugesichert , alles zu tun , um die Verbreitung des
Rechtsextremismus im Internet zu bekämpfen und möglichst zu verhindern . Ein
wirksames Vorgehen gegen die Verbreitung rechtsextremen Gedankengutes im
Internet könnte nach den Worten Klinks auch ein Weg zur Eindämmung weiterer
Gewalttaten sein . Rechtsextremistische und volksverhetztende Inhalte im
Internet bildeten den geistigen Rahmen für gewalttätige antisemitische und
ausländerfeindliche Angriffe . Klink sagte , im Bundeskriminalamt suchten etwa
20 Beamte täglich im Internet nach rechtsextremistischen Websites . Auch andere
Behörden seien gezielt auf der Suche nach rechtsextremistischen Internet-Seiten
. Spezialisten seien dabei , Suchprogramme zu testen , bei denen mit
entsprechenden Mustern rechtsextremistische Seiten aufgespürt werden können .
AOLs Gewinn steigt um nahezu 100 Prozent Die Erwartungen der Wall Street
übertraf AOL damit aber nur knapp : Die Börse hatte einen Gewinn von 13 Cents
pro Aktie erwartet . Bei der Tochter CompuServe stieg die Mitgliederzahl um
165.000 auf 2,8 Millionen . Die Börsianer hatten vor allem befürchtet , dass ein
Rückgang der Werbung die Einkünfte von AOL negativ beeinflussen könnte . Gerade
die Firmen der New Economy schrauben angesichts schwächelnder Börsenkurse und
nicht mehr ganz so rosiger Zukunftsaussichten die Ausgaben vor allem für
Online-Anzeigen zurück . Beobachter gehen aber davon aus , dass auch AOL in
Zukunft angesichts massiver Konkurrenz anderer Internet-Provider nicht mehr
darauf bauen kann , massive Umsatzzuwächse allein durch Abonnement-Gebühren
erreichen zu können ; viele Analysten bleiben daher zumindest leicht skeptisch ,
was die Geschäftsentwicklung von AOL in den nächsten Quartalen angeht . An einer
anderen Front , an der AOL mit einigen Widerständen kämpft , zeigte sich Steve
Case , Chef des Online-Diensts , optimistisch . Er meinte , man sei auf dem
richtigen Weg , die Fusion mit Time Warner , der die amerikanischen
Wettbewerbshüter bislang recht skeptisch gegenüberstehen , noch in diesem Herbst
abschließen zu können . Ähnlich äußerte sich auch Time-Warner-Chef Gerald Levin
: Man sei bei den Verhandlungen über die Genehmigung der Fusion auf der
Zielgerade , erklärte er bei der Vorstellung des Geschäftsberichts von Time
Warner . Microsoft überrascht die Wall Street Damit übertraf Microsoft die
Erwartungen der Börse um 5 Cent pro Aktie : Im Juni hatten die Analysten noch 43
Cents Gewinn pro Aktie ( ohne einmalige Ausgaben ) für dieses Quartal
prognostiziert , dies aber später angesichts der Warnungen durch Microsoft , die
Umsätze könnten unter Umständen den Erwartungen nicht entsprechen , auf 41 Cents
pro Aktie nach unten korrigiert . Leicht erstaunt nahmen viele Börsianer daher
nun das Ergebnis des Software-Konzerns zur Kenntnis . Erste positive Reaktionen
blieben natürlich nicht aus : Der Redmonder Konzern zeigte sich besonders
begeistert über die nach eigenen Angaben ausgezeichnete Umsätze mit Windows 2000
und Windows ME . Gerade diese Bereiche dürften für etwas Beruhigung unter den
Anlegern sorgen , denn die Verkaufszahlen von Windows 2000 sehen viele als
eigentliches Kriterium an , um eine Prognose für die nächsten Geschäftsquartale
von Microsoft abgeben zu können . Comdex : Schneller booten mit BootEasy Ähnlich
wie Intel mit seinem Rapid-Boot-BIOS will der Mainboard-Hersteller Legend QDI
mit BootEasy den Boot-Vorgang von Rechnern beschleunigen . Bei aktiviertem
BootEasy merkt das BIOS allerdings nichts von Änderungen an der Hardware ,
sodass der Anwender beim Ein- oder Ausbau von Komponenten BootEasy vorübergehend
ausschalten muss . Legend QDI möchte BootEasy bei Boards wie dem Advance 10B (
VIA 694X ) , KinetiZ 7B ( VIA KT133 ) , SynactiX 2EP ( Intel 815EP ) oder auch
dem neuen Advance 12 ( für Intel-Prozessoren , Chipsatz VIA Apollo Pro 266 ,
10/100-MBit-Ethernet ) einsetzen . Comdex : CD/DVD-Nachfolger mit 100 GByte in
weiter Ferne 100 GByte auf einer CD , das verspricht die FMD-Technik von
Constellation 3D . FMD steht für Fluorescent Multilayer Disk und beschreibt eine
Technik , um bis zu zehn Datenschichten übereinander zu packen . Doch
offensichtlich bleibt uns noch viel Zeit , um über die Funktionsweise und die
Vorzüge von FMDs nachzudenken , denn auf der Präsentation im Rahmen der Comdex
zeigte das Unternehmen kein funktionierendes Gerät . Schon vor über einem Jahr
stellte Constellation 3D die neue Technik zum ersten Mal vor . Doch mit ersten
Geräten sei frühestens im nächsten Jahr zu rechnen , sagte ein Firmensprecher
auf der Comdex gegenüber heise online . Dabei klingen die Möglichkeiten des
neuen Mediums durchaus viel versprechend . Das wahre Geheimnis stecke in den
Medien , die aus mehreren Schichten mit unterschiedlichen fluoreszierenden
Eigenschaften bestehen . Dennoch sollen die Medien in der Massenfertigung eher
billiger sein als DVDs , angeblich etwa 1,7 Cent pro Gigabyte ( rund 4 Pfennig )
; DVDs liegen bei etwa 8 Cent/GByte ( rund 18 Pfennig ) . Auch das Format
verspricht vielseitige Anwendungen : Geplant sind reine ROM-Medien , WORM-Medien
( einmal beschreibbar ) und RW-Medien ( bis zu 10.000 mal beschreibbar ) , aber
auch Kombinationen , also beispielsweise eine Scheibe mit zwei ROM- , drei WORM-
und fünf RW-Schichten . Constellation 3D sieht sich nur als Entwickler und
Lizenzgeber der FMD-Technik . Im August trat eine Kooperation mit dem
CD/DVD-Laufwerks-Hersteller Ricoh in Kraft , aus der in der ersten Phase
Prototypen von FMD-Laufwerken hervorgehen sollen . Seit Oktober besteht eine
Kooperation mit dem Chemiekonzern Zeon Chemicals zur Produktion der FMD-Medien .
Comdex : Der Gehäuse- und Kühlkörper-Spezialist Coolermaster zeigte auf der
Comdex eine Reihe von PC-Gehäusen , die komplett aus Aluminium gefertigt sind
und bei deren Entwurf besonders auf eine gute Wärmeabfuhr geachtet wurde . An
der Vorderseite hat Coolermaster zwei USB-Anschlüsse angebracht , die per
mitgeliefertem Kabel mit dem Mainboard verbunden werden können . Auf vielen
aktuellen Mainboards sitzen vier USB-Ports , von denen nur zwei an den
ATX-Anschlüssen zugänglich sind ; die zwei anderen müssen per Pfostenstecker an
ein Slotblech herausgeführt werden - doch nur wenige Hersteller liefern dieses
Blech samt Kabel mit . Leider existiert für diese Pfostenstecker keine Norm .
Für welche Mainboards der Stecker von Coolermaster funktionert oder ob
verschiedene Varianten verfügbar sind , ist noch nicht klar . Das ATC-200 muss
ohne USB-Stecker auskommen , dafür hat Coolermaster insgesamt drei Lüfter
eingebaut . Zwei ziehen kalte Luft von vorne in das Gehäuse , der Dritte sitzt
an der Rückwand direkt unter dem Netzteil und bläst nach außen . Beide Gehäuse
haben drei 5,25- und zwei 3,5-Zoll-Einschübe . Der Reset-Schalter ist sehr
schwergängig , damit versehentliche Berührungen nicht direkt einen Neustart des
Rechners bewirken . Coolermaster bietet die robust wirkenden Gehäuse in mehreren
Metallic-Farben an . Mit 350 US-Dollar ( etwa 800 Mark ) sind sie allerdings
nicht ganz billig . Zusätzlich bietet Coolermaster Spezialgehäuse für Server
oder mit integriertem Kompressor-Kühlsystem an . Comdex : Webpad mit
Crusoe-Prozessor Der taiwanische Hersteller FIC zeigt auf der Comdex erste
Samples seines Webpads i-Surf mit Transmetas Crusoe-Prozessor . Das
Betriebssystem Mobile Linux samt Netscape-Browser steckt in 16 MByte
CompactFlash , sodass das i-Surf ohne Festplatte auskommt . Den Anschluss zum
Internet findet das Webpad per PC-Card , vorzugsweise natürlich per Funk ( über
802.11b-Standard für Funk-LANs oder über Bluetooth ) . Notfalls sollen aber auch
Kabel-Anbindungen mit Modem- oder Ethernet-Karte funktionieren . FIC gibt die
Akku-Laufzeit mit vier bis fünf Stunden an . Im i-Surf werkelt der Crusoe TM3400
mit 400 MHz . Er greift auf 64 MByte Hauptspeicher ( SDRAM ) und 16 MByte
CompactFlash zu . Als Southbridge kommt der Ali-Chip M1535 zum Einsatz , nach
außen geführt sind allerdings nur die AC97-Audio-Anschlüsse und ein USB-Port (
zum Anschluss einer Tastatur ) . Mit etwas über einem Kilogramm liegt das i-Surf
recht schwer in der Hand . Das Gerät soll ab März 2001 zu einem Preis von etwa
800 US-Dollar ( 1800 Mark ) erhältlich sein . Der wöchentliche Report auf heise
online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Neben den Lexmark-Treibern für
Linux und BIOS-Updates von Asus und Elitegroup haben nur Creative und TerraTec
Neues zu bieten . Asus : Auf dem Update-Server stehen bereit : Elitegroup : Auf
dem Update-Server steht bereit : Creative : Auf der Update-Seite stehen bereit :
EnTech Taiwan : Der Hersteller veröffentlicht vom Hilfsprogramm PowerStrip die
Version 2.78 vom 13. 11 . Lexmark : Der Drucker-Produzent bietet als erster
Hersteller Linux-Treiber für die preiswerten Tintenstrahldrucker Jetprinter Z32
und Z52 an . Einen direkten Link scheint der Lexmark-Server nicht anzubieten ,
aber die Treiber-Suchmaschine liefert die Treffer , wenn man " linux z32 " ( 1,5
MByte ) oder " linux z52 " ( 1,7 MByte ) ins Suchfeld eingibt . Terratec :
Brüchiger Friede zwischen MP3.com und Plattenlabels Die Friedenspfeife hat die
Musikindustrie mit MP3.com offensichtlich noch lange nicht geraucht . Zwar sind
vorerst alle laufenden Verfahren beendet , in denen der Internet-Musikanbieter
von den großen Plattenlabels beschuldigt wurde , ihre Urheberrechte zu verletzen
- die Auseinandersetzungen scheinen aber nicht nur durch eine Klage kleinerer
Labels wieder aufzuflammen . Auf der eigenen Web-Site jubelt MP3.com noch , man
habe durch die Einigung mit Universal einen riesigen Sprung gemacht und könne
den Dienst my.mp3.com bald wieder uneingeschränkt einbieten . my.mp3.com
ermöglicht es , online Musik-CDs zu hören oder herunterzuladen , wenn man
mittels einer speziellen Software vorher den Besitz einer Original-CD durch das
Einlegen der CD in das Laufwerk des lokalen Rechners nachgewiesen hat . Der
Jubel könnte sich aber als leicht verfrüht erweisen . Da zeigen sich die Labels
wohl nicht so recht begeistert . Manager von Plattenfirmen erklärten laut der
Nachrichtenagentur Reuters bereits , man überlege , erneut juristisch gegen
MP3.com vorzugehen , um Schadensersatz in der Höhe zu erhalten , wie ihn auch
Universal erreicht habe . Denn die Chancen der Labels dürften gut stehen , die
Schadensersatz-Zahlungen in die Höhe zu treiben . Immerhin ist bereits
gerichtnotorisch , dass der Dienst my.mp3.com die Urheberrechte der Musikfirmen
verletzt hat - Anfang September entschied ein US-Gericht , MP3.com müsse
Schadensersatz leisten . Es dürfte der Firma schwer fallen zu erklären , warum
der Schaden eines einzigen Labels rund das Doppelte dessen ausgemacht haben
sollte , was die anderen Musikfirmen zu beklagen haben . Außerdem enthalten
anscheinend die Verträge mit allen Labels Klauseln , nach denen sie
Nachzahlungen erhalten müssen , falls in einer einvernehmlichen Einigung mit
einer der Firmen höhere Beträge als bislang ausgemacht werden . Zudem : Die
Ankündigung von MP3.com , von seinen Nutzern zukünftig Gebühren zu verlangen ,
stieß unter den Usern nicht gerade auf große Begeisterung . Comdex : Booten ohne
Reue Vielleicht Linux und Windows 9x ? Oder als Server-Systeme Novell Netware
und Windows NT ? SOS nennt die Firma FlashVOS ihren Multiboot-Loader , der sich
als Alternative zu herkömmlichen Boot-Managern versteht . SOS steht dabei für
Super Operating System , weil zunächst ein Minisystem mit grafischer Oberfläche
präsentiert wird , das für jedes bootbare System Schubladen enthält . Unter SOS
können Partitionen so angelegt werden , dass sie sich von anderen
Betriebssystemen lesen lassen . Nach Aussage der FlashVOS-Entwickler soll SOS in
der Lage sein , einmal gebootete Einzelplatz-Betriebssysteme zu virtualisieren ,
um im laufenden Betrieb etwa zwischen Windows 98 und Linux umschalten zu können
. Bei der Vorführung misslang die Demonstration allerdings und erzeugte zwei
hübsche Black Screens of Death . FlashVOS will sein System nur an Händler
verkaufen , die kundenspezifisch die Boot-Menüs erstellen . Dabei können sie
programmbezogene Icons einbauen . So merke der Kunde am Ende gar nicht , dass er
Windows mit dem Office-Symbol starte und Linux mit dem Symbol von StarOffice ,
heißt es in der Produktbeschreibung . Das Umschalten zwischen den drei vom
Anwender ausgewählten Betriebssytemen erfolgt über Funktionstasten beim Start .
Da die Bootauswahl in der Hardware geschaltet wird , sind alle Betriebssysteme
vor der Zerstörung eines Boot-Managers geschützt , behaupten die Koreaner .
Comdex : Agil und mobil ins neue Jahrtausend Mit Zufriedenheit auf allen Seiten
ging die Comdex 2000 in Las Vegas am gestrigen Freitagabend ( Ortszeit ) zu Ende
. Aussteller und Messegesellschaft behaupten , die ersehnte Zielgruppe der
Computerhändler erreicht zu haben , das Messepublikum bekam in Form zahlreicher
Appliances und Gadgets viel zu sehen . Der Messeveranstalter Key3media gab zum
Schluss keine genauen Besucherzahlen bekannt , meinte aber , dass sie im
prognostizierten Rahmen liegen würden . Zu Beginn der Messe sprach man von
200.000 erwarteten Besuchern . Nach Schätzungen großer Aussteller wie Microsoft
und DaimlerChrysler dürften etwa 150.000 bis 165.000 Menschen die Messe besucht
haben . So kann die Comdex des Jahres 2000 zwar einen Flächenrekord ( rund
93.000 Quadratmeter ) , nicht jedoch einen Besucherrekord für sich reklamieren :
Der Höchststand der Besucherfluten wurde im Windows-95-Jahr erreicht und betrug
207.000 Personen . Die Zufriedenheit des Publikums deutet darauf hin , dass sich
die Rolle der Computerhändler verschiebt . Noch im letzten Jahr war das Klagen
und Jammern auf der Comdex groß : Viele Computerkäufer nutzten die Online-Shops
der großen Hersteller im Internet und ruinierten das Geschäft der Händler , hieß
es . Dieser Trend läuft auch im Jahre 2000 ungebrochen weiter . Dell berichtete
auch , dass sich das Vehältnis von Laptops und Desktops umgedreht habe und
Laptops neben den Servern das Gros der Rechner stellten . So brummt für den
einfachen Computerhändler vor allem das Zusatzgeschäft mit ZIP-Laufwerken ,
Flashcards und ähnlichen Dingen , dazu der PC-Support . Entsprechend beliebt
sind Geräte wie Digitalkameras , MP3-Player und Mobiltelefone , die gerne vor
Ort angetestet werden . Mit der Ausrichtung auf diese Gadgets droht die Comdex
der zwei Monate später in Las Vegas stattfindenen CES ( Consumer Electronics
Show ) das Wasser abzugraben . Sieht man von der großen Linux-Fläche und den
kleinen Ständen der Zulieferindustrie ab , war diese Comdex in weiten Teilen
nicht von einer CES zu unterscheiden . Auf besonders reges Interesse stießen
Technologien rund um die Mobiltelefone , Bluetooth und die Heimvernetzung .
Comdex : SunRay macht Eindruck Bill Gates kaufte online einen Ford , sein Gegner
Scott McNealy karrte in seine Comdex-Keynote einen Internet-getunten Wagen von
General Motors . Der von der GM-Tochter OnStar mit verschiedenen Appliances
ausgestattete Wagen las seinem Fahrer die E-Mail vor und lud MP3-Dateien von
einer Web-Site , während ein Techniker bei McNealy über einen mit dem Internet
verbundenen Palm III die Hupe tönen liess und die Tankfüllung prüfte . " Würden
Sie so etwas mit Windows CE versuchen ? " , witzelte dazu McNealy . Mit
zahllosen Sticheleien gegen Gates und Microsoft erfüllte er wieder einmal seine
Rolle als Pausenclown . Dennoch hatte McNealy etwas mehr zu bieten als die
übliche Lachnummer . Dem sichtlich beeindruckten Publikum wurde das Login mit
einer Smartcard an verschiedenen im Raum verteilten SunRay-Stationen vorgeführt
. Egal , wo sich McNealy oder seine Assistenten anmeldeten , überall erhielten
sie nach zwei Sekunden ihren eigenen Desktop mit den geöffneten Anwendungen .
Beifall kam auf , als McNealy beim Tippen in StarOffice im laufenden Betrieb die
Stromschnur gekappt wurde . " Auf dem Server leben heißt sicher leben " . Noch
sei das SunRay-Konzept etwas für Firmen , doch bald werde es die Rechner , die
breitbandig von einem Provider versorgt würden , in jedem Haushalt in jedem
Zimmer geben . McNealy : Ernsthafter ging es in der anschließenden
Pressekonferenz zu , die sich überwiegend mit den Findings of Fact von Richter
Jackson im Microsoft-Prozess beschäftigte . McNealy betonte , dass Microsoft aus
eigenem Antrieb die Sache zum Guten wenden könne , wenn sie vier Regeln
befolgten : Für Staroffice versprach McNealy ausgedehnte CD-Mailings und das
Angebot an andere Entwickler , Komponenten aus StarOffice kostenlos in ihre
Anwendungen einzubetten . McNealy wurde auch zu Linux befragt und offenbarte
eine erstaunliche Unkenntnis der offensichtlich nicht ernst genommenen
Konkurrenz . So wusste er nicht über die Prozessoren Bescheid , die unterstützt
werden , hielt auch das Linux-System für virengefährdeter als Solaris . Zum
guten Schluss bezeichnete er die Sun Community License als das Vorbild der Open
Source : Mit dem Clown kommen die Tränen . Comdex : Jimmy bringt Xerox ins
Schwitzen Wie im Vorjahr wurde die letzte Keynote der Comdex von der Firma Xerox
bestritten . Die verkauft Drucker und Techniken für das Dokumentenmanagement ,
möchte sich aber von einer analogen zu einer digitalen Wissensfirma mausern . Da
man solcherarts schlecht zum analogen Auto greifen kann , musste das
zweitliebste Angstobjekt von Amerika antreten : Jimmy , der pubertierende
Business-Tycoon , stellte Fragen , wie sein Comic-Shop im Web verbessert werden
könne . Die weisen Herren von Xerox antworteten geduldig . Nach Angaben von
Xerox-Cheftechniker John Seely Brown arbeitet man bereits an einer Version , die
1400 Microlaser auf einem Chip vereint . Die Planungen gingen zu einem Chip mit
16000 Lasern , der die Druckindustrie auf den Kopf stellen könne , betonte Brown
. Wie das mit dem Kopfstand gehen soll , dazu ließ er sich nicht weiter aus ,
denn der vorlaute Jimmy unterbrach , redete von Shareholder Value ,
Time-to-Market und anderen Dingen , die einen Dreizehnjährigen halt beschäftigen
. So verdichtete sich das Dilemma der Firma Xerox zu einem eindrücklichen Bild :
man hat großartige Technologien , aber wenig Glück damit , die Dinge auf den
Markt zu bringen . Und das nicht erst seit gestern : Zur Einstimmung auf die
Präsentation ließ Xerox einen 24 Jahre alten Film abspielen , der die Arbeit mit
dem Xerox Alto zeigt - dem ersten Rechner mit grafischer Oberfläche und
Mausbedienung , bei dem sich alle bedient haben , heißen sie nun Apple oder
Microsoft . Die letzte Keynote der Comdex bewies auf ihre Weise , dass die 20
Jahre nicht eben zu einem Jubiläum taugten . Damals kaufte die Interface Group
in einem seltsamen Deal die Messerechte der West Coast Computer Faire vom Eigner
Jim Warren und ließ die Messe in Las Vegas stattfinden . Vom epochalen Ereignis
mochten nur die Veranstalter reden . Rheinischer Radiosender live im Internet
Rheinische Exilanten aufgehorcht : Wer gerne Verkehrsmeldungen und
Lokalnachrichten aus dem Rheinland hört , kommt jetzt übers Internet in diesen
Genuss . Der private Sender Radio Bonn/Rhein-Sieg bietet unter
http://www.general-anzeiger-bonn.de/radio sein aktuelles Programms als MP3- und
RealAudio-Streams an . Nicht-Rheinländer können sich zumindest an aktueller
Pop-Musik erfreuen . " Die MP3-Technologie ermöglicht eine bisher im Internet
nicht erreichte Audio-Qualität und unerwartet hochwertige Online-Hörerlebnisse "
, verkündet der Sender . Das mag schon sein , die Live-Streams von Radio
Bonn/Rhein-Sieg kommen allerdings nur mit 24 KBit/s und 16 KHz in Mono beim
lokalen MP3-Player an . Das begrenzt den Hörgenuß bei Musiksendungen doch
ziemlich . Immerhin bleiben die MP3-Streams dafür störungsfrei . Auch die
Behauptung des Senders , er sei der erste bundesdeutsche Privatsender mit
MP3-Live-Streams im Internet , muss man relativieren : Aus Magdeburg etwa sendet
bereits Radioropa . Die Station konzentriert sich nach eigenen Angaben auf
Nachrichten aus Deutschland und Europa ; dazu gibt es bislang Kooperationen mit
französischen , österreichischen und finnischen Radiosendern . Im Musikprogramm
hört der geneigte Internet-Surfer vor allem Oldies aus den 50er bis 80er Jahren
. Und selbst öffentlich-rechtliche Sender haben schon das Internet entdeckt :
Der Hessische Rundfunk beispielsweise bietet in Kooperation mit dem
österreichischen Internet-Radio XXLarge Radio Austria MP3-Streams eines
Programms aus Nachrichten und aktuellen Hits an . Turbulenzen auf dem deutschen
Linux-Markt Nachdem bereits im November das Bonner Linuxhaus ID-Pro das
Insolvenzverfahren einleiten musste , schloss am 15. Dezember die Berliner
innominate AG nach Informationen aus dem Unternehmen überraschend die
Niederlassungen in Hamburg und Düsseldorf . An der Elbe bleibt lediglich die
innominate training GmbH erhalten . Das nach eigener Aussage " deutschlandweit
vertretene und weiter expandierende " Linux-Unternehmen entließ insgesamt mehr
als zehn Prozent der Belegschaft , darunter fast die komplette
Marketing-Mannschaft . Besonders verwunderlich : Die Eröffnung der Düsseldorfer
Filiale des Linux-Dienstleisters war erst am 20. November im Rahmen der
Computer-Messe Exponet in Köln bekannt gegeben worden . Der Vorstand von
innominate war bislang zu keiner offiziellen Stellungnahme bereit . Andreas
Lattner , Chief Sales and Marketing Officer , kündigte lediglich eine Erklärung
" im Verlauf der Woche " an , in der für innominate geplante Neuerungen
erläutert würden . Thomas Beels , Pressesprecher der Berliner bmp AG , einem der
Risikokapitalgeber von innominate , bestätigte dagegen auf Anfrage , dass
innominate Kündigungen vorgenommen habe . Gleichzeitig versicherte Beels , dass
bmp weiterhin eine positive Zukunft für den Linux-Markt in Deutschland sehe : "
Sonst hätten wir uns an der zweiten Finanzierungsrunde für innominate im August
nicht beteiligt ! " " Unser aktuelles Projekt ist der Schritt in den
europäischen Raum " , heisst es in einer erst im November veröffentlichten
Image-Broschüre von innominate . Offensichtlich wurde in Berlin erst einmal der
Rückwärtsgang eingeschaltet . Gewerkschaften : Die Kinder des
Industriezeitalters in der New Economy Ist die Frage nach dem Überleben der
Gewerkschaften , der " Kinder des ausgehenden Industriezeitalters " , nur noch
Anlass für eine kleine Rechnung , wann die letzten Gewerkschaftssekretäre in den
Ruhestand treten ? Rund 100 Gewerkschaftsfunktionäre trafen sich in der
vergangenen Woche in Stuttgart zum Auftakt einer ganzen Veranstaltungsreihe
unter dem Motto " Neu denken - Neu handeln " , mit dem die " alten "
Gewerkschaften ihre Position in der New Economy bestimmen wollen . Die
SZ-Redakteurin Dagmar Deckstein konfrontierte die Gewerkschafter mit dieser
Vision und empfahl als Antwort gewerkschaftliche " Agenten " , die den
Jobnomaden bei der optimalen Vermarktung ihrer Arbeitskraft , der Organisation
von Kinderbetreuung und Weiterbildung helfen . Mehr Individualisierung und mehr
Beratung statt gebetsmühlenartig wiederholter Tarifforderungen sind angesichts
der Erosion des Normalarbeitsverhältnisses notwendig , bekannten Michael Sommer
und Lothar Schröder von der Deutschen Postgewerkschaft ( DPG ) , die die
Veranstaltung organisiert hatte . In den Unternehmen der New Economy , bei
kleinen Startups und unter den projektbezogen arbeitenden neuen
Soloselbstständigen tun sich die Gewerkschaften schwer . Bei SAP etwa gibt es
bis heute keinen Betriebsrat , die Arbeitnehmer sind vielmehr selbst Teilhaber
über ihre Aktienoptionen . " Die Gewerkschaften verharren immer noch beim Ideal
des klassischen Facharbeiters " , sagte Deckstein den Gewerkschaftsvertretern ,
müssten sich aber schleunigst dem neuen Prototyp des Arbeitnehmers zuwenden ,
dem Wissensarbeiter und Jobnomaden . Ganz ohne kollektive Regeln werde es auch
in Zukunft nicht gehen , meint aber Lothar Schröder , Mitglied des DPG-Vorstands
. Auch in Zukunft etwa müsse etwa geregelt werden , wie Menschen in
unproduktiven Zeiten geschützt würden . Schließlich , so hatte der
DPG-Vizevorsitzende Sommer zum Auftakt der Veranstaltung angemerkt , blieben
Kapitalisten Kapitalisten , auch wenn sie Zigarre und Bowler gegen Microscooter
und Pappkarton-Pizza eingetauscht hätten . Mit dem wachsenden Angebot an
IT-fähigen Wissensarbeitern wird , so Schröder , auch die starke
Verhandlungsposition der jetzt gesuchten Spezialisten abnehmen . Zudem werde es
noch lange Zeit auch in der New Economy schlechte Jobs geben . Das Beispiel
einer Gewerkschaftsbewegung beim Ur-Vater der E-Commerce-Unternehmen Amazon
zeigt diesen Trend , meinen die Gewerkschafter . Dennoch sieht man den
Anpassungsbedarf an den digitalen Kapitalismus . Beispielsweise hat das Büro
eine Benchmarking-Initiative für den Datenschutz im Unternehmen gestartet , an
der sich über 70 verschiedene Unternehmen und Institutionen beteiligten . Das
Ergebnis soll ein arbeitnehmerfreundliches Gütesiegel für den Datenschutz sein ,
quid genannt . " Warum sollen wir das Benchmarking allein den Unternehmen
überlassen " , meinte Schröder . Er kann sich die Gewerkschaften auch als Motor
arbeitnehmerfreundlicher Innovationspolitik vorstellen . Auch eine Studie zur
steigenden Arbeitsbelastung plant das Büro . Denn trotz dem " Spaßfaktor " der
Wissensarbeiter stelle sich die Frage , wie lange die Workaholics das Tempo der
New Economy durchhalten könnten . Auch im Projekt " Multimedia-Arbeitsplätze "
hat sich erstmals ein Gewerkschaftsgremium mit eingeschaltet : Das Forum Soziale
Technikgestaltung will sich dabei den von der Gewerkschaft bisher immer noch
vernachlässigten neuen " Freiberuflern " am Telearbeitsplatz zuwenden . Darüber
hinaus müssen Gewerkschaften zu virtuellen Organisationen umgebaut werden . "
Ich will ein virtuelles Gewerkschaftsbüro ausprobieren " , sagt Schröder und : "
Warum nicht eine elektronische Betriebsratswahl ? " Kommunikationskompetenz im
Netz und über Sprachgrenzen hinweg sind ebenfalls Thema in verschiedenen
Teilprojekten . Vielleicht der wichtigste Anpassungsschritt an die New Economy
aber dürfte die von Schröder beschworene Anpassung an die Geschwindigkeit der
Informationsgesellschaft sein . " Wenn jemand eine Anfrage schickt und Wochen
auf einen Brief von der Gewerkschaft wartet , wird er kein zweites Mal kommen .
" Leute , die in einer extrem hektischen Arbeitsumgebung zu Hause seien , hätten
für solche Verzögerungen kein Verständnis . Nur so könne auch die neue
Super-Gewerkschaft Ver.di funktionieren , meint Schröder . " Die Pflege von
Zuständigkeiten muss ein Ende haben . " Aber nicht alle sind vollständig
überzeugt , dass die Gewerkschaften es noch schaffen können .
Billig-Digitalkameras sind nicht zu empfehlen Für eine Digitalkamera muss man
nicht mehr sämtliche Verwandten als Gabengemeinschaft zusammentrommeln -
erschwingliche Modelle finden sich heute schon zwischen Käsetheke und
Tiefkühlkost . Billig-Digitalkameras um 200 Mark sind jedoch nicht zu empfehlen
, so das Ergebnis eines aktuellen Tests von c't . Es lohnt sich , beim Kauf
einer Digitalkamera mindestens das Doppelte auszugeben , denn Billigst-Geräte
taugen höchstens für illustrierte Internet-Grüße . Multi-Megapixel-Kameras
können schon einmal ein ganzes Monatsgehalt kosten - nicht gerade wenig , wenn
man nur zu Geburtstagen oder zum Weihnachtsfest den Fotoapparat herausholt .
Andererseits laden zahlreiche attraktive Angebote mit Einstiegspreisen von 180
bis 850 Mark und gegen null tendierenden Folgekosten zum Herum-Experimentieren
mit digitaler Fotografie ein . Für 450 Mark erhält man schließlich schon einen
sehr anständigen Spiegelreflex-Body oder eine fast luxuriöse Sucherkamera ,
während die Bildqualität genauso teurer Digitalkameras zu wünschen übrig lässt .
Dennoch gibt es einige Modelle , die selbst Profis nicht mehr als reines
Spielzeug abtun würden . Die Fuji Finepix 1400 beispielsweise lässt kaum ein
Ausstattungsmerkmal vermissen und ist mit einem Straßenpreis von unter 700 Mark
derzeit ein sehr gutes Angebot . Als 1,3-Megapixel-Schnäppchen mit allerdings
recht magerer Ausstattung darf die Umax AstraCam 1800 für 399 Mark gelten . Die
hochauflösende Olympus C-860L wäre auch eine Empfehlung wert , kostet aber mit
849 Mark mehr als das Doppelte . In der 1-Megapixel-Klasse fiel die Kodak DC215
für 699 Mark positiv aus dem Rahmen . " Wenn es nicht unbedingt auf die Mark
ankommt , tun Sie sich den Gefallen und leisten Sie sich wenigstens eine
Ein-Megapixel-Kamera " , so die Empfehlung des c't Tests an alle
Hobby-Digitalfotografen . " Ansonsten laufen Sie Gefahr , dass selbst
Kurzsichtige den 9×13-Fotoausdruck als unscharf entlarven . " Die Testbilder für
Digitalkamera- und Scanner-Tests von c't sind unter
http://www.heise.de/ct/ftp/testbilder/ verfügbar . Schwedens Telekom-Juwel Telia
torkelt in die Krise Nach dem Teilverkauf des Nationalsymbols Volvo an Ford
müssen die Schweden in dieser Woche eine mindestens genauso symbolträchtige
Havarie verkraften . Nachdem Telia am Wochenende bei der Vergabe von vier
UMTS-Lizenzen geradezu sensationell leer ausgegangen war , sackte der Aktienkurs
des größten heimischen Telefonkonzerns am Montag streckenweise um 15 Prozent
unter 50 Kronen . Jetzt muss sich die sozialdemokratische Regierung von
Ministerpräsident Göran Persson vorwerfen lassen , beim Werben für die neue "
Volksaktie " Telia den Mund viel zu voll genommen zu haben . Solche Stimmen
fanden sich zu Hauf in allen Medien und zeigten , dass es bei Telias Niederlage
im Wettlauf um Lizenzen für die kommende Handy-Generation für das Millionenheer
der schwedischen Kleinanleger um weit mehr geht als nur eine enttäuschte
Hoffnung auf Wertzuwachs . 80 Prozent , so ermittelte Aftonbladet , bereuen
inzwischen ihre Geldanlage bei der Teilprivatisierung von Telia , die ihnen
Wirtschaftsminister Björn Rosengren als sichere Investition in der
zukunftsträchtigsten Branche ihrer skandinavischen Heimat angepriesen hatte .
Der wortgewandte Sozialdemokrat konnte dabei auf ein solides Grundvertrauen
seiner Landsleute bauen . So wie man früher in Schweden die weltweite
Anerkennung der Qualität von Autos von Volvo oder Saab als Garantie für eine
positive Wirtschaftsentwicklung registrierte , gilt heute die führende
schwedische Stellung bei Telekommunikation und Internet als Wohlstandsgarant .
Alle Welt kennt Ericsson-Handys und kaum irgendwo sonst ist die Verbreitung von
Mobiltelefonen oder privaten Internetanschlüssen so weit wie im Land der Elche .
Neue Systeme wie jetzt die Vernetzung von Privathaushalten mit leistungsstarken
Breitbandkabeln werden schnell und betont pragmatisch eingeführt . " Schwedens
ist Europas IT-Land schlechthin " , schreibt Dagens Nyheter stolz , um damit die
allgemeine Enttäuschung über das Scheitern von Telia gegen größere europäische
Konkurrenten wie die britische Vodafone oder France Telecom um so kräftiger
herauszuheben . Dass auch die Deutsche Telekom mit ihrem Konsortium ausgesiebt
wurde , konnte den Leitartikler der führenden Stockholmer Zeitung nicht trösten
: Das führende schwedische Unternehmen habe die UMTS-Konkurrenz einfach zu
lässig genommen , hieß es in den meisten Kommentaren . Wie in alten Monopoltagen
habe die Telia-Führung mit Vorstandschefin Marianne Nivert an der Spitze wohl
doch zu sehr auf ihre 1a-Kontakte zu Regierungsmitgliedern gebaut , meinte ein
Branchenanalyst . Dass demnächst Köpfe für diese teure Fehleinschätzung rollen
müssen , gilt in Stockholm als sicher . Offen ist aber , ob es Minister , die zu
viel versprachen , oder zu lässige Manager treffen wird . Call-Center bringen
Bewegung in den Arbeitsmarkt " Telefonieren macht mir Spaß " , sagt der
21-jährige Mann aus Euskirchen . Der Spaß vergeht ihm allerdings regelmäßig ,
wenn er von unfreundlichen Menschen in die Warteschleife gelenkt und dort
vergessen wird . In wenigen Wochen will der Mann die " Fronten " wechseln und
diesen Job besser machen . Der ehemalige Maler und Lackierer lässt sich zum
Call-Center Agent weiterbilden . " Der Markt für diese Zusatzqualifikation
explodiert " , daher sieht Frank Finke von der Industrie- und Handelskammer
Aachen darin einen Beruf der Zukunft . Und : " Der Markt saugt alle verfügbaren
Kräfte auf . " Allein im Aachener Dreiländereck sind nach Angaben der Kammer in
den letzten Jahren mindestens sieben Call-Center und damit tausende von neuen
Arbeitsplätzen entstanden . Eine genaue Zahl kann selbst Finke nicht nennen : "
In dem Bereich ist so viel in Bewegung , dass wir keinen Überblick mehr haben "
, bekennt er . " Der stärkere Einsatz von Technik hat die Arbeitsorganisation
verändert " , beschreibt er den Wandel in den Unternehmen . Selbst in kleineren
Firmen ist die Dame am Empfang mittlerweile mehr als nur Telefonistin : " Sie
ist die Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden " , sagt Finke . " Ein
Agent soll den Anrufer an die Hand nehmen " , erklärt Sandra Bischoff ihr
Verständnis vom neuen Berufsbild . " Dazu braucht er Einfühlungsvermögen und
muss auf den Anderen zugehen können . " Die Sozialpädagogin hat sich auf die
Schulung von Call-Center Agents spezialisiert und gibt auch Kurse für die IHK
Aachen . Die Weiterbildung dauert vier bis sechs Monate . Zu den Voraussetzungen
gehören EDV- und Englischkenntnisse . In dem Eignungstest spiegeln sich
unverzichtbare Merkmale der Arbeit wider : Stressresistenz , Auffassungsgabe ,
Flexibilität und Kommunikationsfähigkeit sind Prüf-Kriterien . Interessenten mit
starkem Dialekt rät sie gleich ab : " Die haben auf dem Arbeitsmarkt keine
Chance . " " Nach meinem Erziehungsurlaub suchte ich eine Teilzeitarbeit " ,
begründet eine 35-jährige Teilnehmerin ihren Schritt zum Arbeitsplatz am Telefon
. Als Alleinerziehende mit zwei kleinen Kindern konnte sie ihren Beruf als
Augenoptikerin nicht mehr als Vollzeitkraft ausüben . Diese Chance des
beruflichen Wiedereinstiegs nutzen viele Frauen , meint die IHK Aachen . 75
Prozent ihrer Kursteilnehmer sind weiblich . Möglicherweise spielten bei der
Wahl des Jobs auch frauenspezifische Qualitäten eine Rolle wie
Kommunikationsfreude , Bereitschaft zuzuhören und eine hohe Belastbarkeit . Die
Frage , ob hohe Belastung etwa durch Zeitdruck oder das hohe Maß an Flexibilität
krank macht , diese Frage beschäftigt mittlerweile auch die Arbeitsmediziner . "
Die hohe Personalfluktuation lässt auf einen extrem belastenden Job schließen "
, meint Mathias Dietrich vom Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte .
Fachleute aus der Branche winken ab : EU vor Einigung über
Elektroschrott-Rücknahme Die Umweltminister der EU stehen vor einer Einigung
über die Regelung zur Rücknahme ausgedienter Elektrogeräte , erklärte
Bundesumweltminister Jürgen Trittin nach Agenturberichten am Rande des Treffens
des Europäischen Rats zur Umweltpolitik . Die Fachminister würden sich
wahrscheinlich darauf einigen , dass die Industrie 30 bis 36 Monate Zeit haben ,
um die Richtlinie der EU zur Elektroschrott-Rücknahme umzusetzen . Besonders bei
den Übergangsfristen gibt es aber offensichtlich noch die größten Differenzen .
Wenn die Umweltminister der EU-Staaten sich geeinigt haben , muss das
Europäische Parlament aber noch der entsprechenden Verordnung zustimmen , da die
Abgeordneten in Umweltfragen ein Recht auf Mitentscheidung haben . Der weitaus
größte Teil stammt aus privaten Haushalten . Allein die jährliche deutsche
Schrottmenge hätte aufgetürmt das vierfache Volumen der etwa 140 Meter hohen
Cheops-Pyramide in Ägypten , schätzt der Bund für Umwelt und Naturschutz ( BUND
) . Noch landen mit dem Elektromüll wertvolle Rohstoffe wie Edelmetalle , aber
auch umweltgefährdende Substanzen wie Blei , Cadmium oder PCB auf Halden und in
Verbrennungsöfen . Um die Entsorgung zu verbessern , wünscht die EU eine
Rücknahmeverpflichtung der Hersteller nach dem Vorbild für Altautos . Allerdings
sind zum Beispiel Kühlschränke oder Waschmaschinen oft so langlebig , dass die
Hersteller nach Jahrzehnten nicht mehr existieren . Bei den kurzlebigeren
Elektrogeräten gibt es bereits Ansätze auf freiwilliger Basis . So nimmt die
Firma Siemens alte Computer zurück , zerlegt sie oder repariert sie zur Abgabe
an Schulen oder Heime . In Deutschland ist die Entsorgung von Elektroschrott in
den Städten und Gemeinden unterschiedlich organisiert . In manchen Kommunen wird
er kostenlos abgeholt , in anderen fällt eine Gebühr an . EU-Kommission legt
Verordnung über .eu-Domain vor Mit einer Verordnung will sich die Europäische
Kommission in Brüssel weit reichende Kompetenzen für die geplante Top Level
Domain .eu einräumen lassen . In einer Mitteilung erklärte der für Unternehmen
und Informationsgesellschaft zuständige EU-Kommissar Erkki Liikanen : Am
kommenden Freitag steht die Top Level Domain ( TLD ) für Europa auf der
Tagesordnung einer Ratssitzung der Telekommunikations-Vertreter der
Mitgliedsländer ; im kommenden Jahr sollen Rat und Parlament die Verordnung
verabschieden . Nicht-Mitgliedsländer wie die Schweiz werden zunächst nicht
automatisch Second Level Domains unter .eu registrieren können . " Die
Kommission benennt das Register " ; Mit diesen Grundsätzen sichert sich die
Kommission die Aufsicht über den Betrieb der neuen Top Level Domain . Auffällig
ist dabei , dass der Verordnungsentwurf keinen Hinweis auf eine
institutionalisierte Vertretung von Seiten der Registrar- und Nutzergemeinde
enthält , die sich in der Diskussion um die neue Top Level Domain engagiert
hatte . Lediglich bei Entscheidungen , die vom Registryprovider gefällt werden ,
so der Entwurf , sollen neben der Kommission auch sonstige Interessenten
berücksichtigt werden . Siegfried Langenbach , Mitglied der Arbeitsgruppe
Technik innerhalb des EC-POP , wirbt daher dringend für eine
Institutionalisierung der " Interessenten " an dem Prozess . " Wenn möglich ,
sollten wir schon bald eine konstituierende Sitzung veranstalten , etwa beim
nächsten Treffen des EC-POP im Januar in Brüssel . " Langenbach und eine Reihe
weiterer Mitglieder der .eu-Diskussionsforen zeigten sich enttäuscht darüber ,
dass bei dieser Sitzung die neuen allgemeinen TLDs ( gTLD ) im Vordergrund
stünden . " Wir brauchen eine feste Organisationsstruktur , um gegenüber der EU
unsere Interessen besser vertreten zu können " , sagt daher Langenbach . Der
französische CORE-Registrar Francois Collignon schlägt dazu bereits vor ,
Fachgruppen im Stil der ICANN zu initiieren , in denen Registrare ,
Länderdomain- und Rootzone-Manager , kommerzielle , private und öffentliche
Nutzer vertreten sind . " Eigentlich denke ich , dass wir bei Entscheidungen
über die Policy beteiligt sein sollten " , meint Langenbach . Auch eine
Ausschreibung für die zentrale Registry sollte diskutiert werden . Denkbar ,
wenn auch aufwendiger sei etwa auch die Einrichtung von Nameservern in allen
Mitgliedsstaaten und ein rotierender Betrieb des Master-Servers . Ob die EU die
Registry-Funktion formal ausschreibt , ist allerdings nach dem Verordnungstext
nicht sicher . Auch fehlt im deutschen Text im Gegensatz zur englischen Fassung
der Hinweis , dass die Datenbank nichtkommerziell betrieben werden muss .
Festgehalten sind im Kommissionsentwurf nur allgemeine Grundsätze wie " Qualität
, Effizienz , Zuverlässigkeit und Erschwinglichkeit " . Registrierberechtigt
sind Unternehmen mit Hauptsitz oder Hauptniederlassung in der Gemeinschaft sowie
in Europa ansässige Organisationen und Privatpersonen mit Wohnsitz in der EU .
Die Einführung von Second Level Domains im Stil von press.eu , media.eu ,
event.eu , lex.eu , ngo.eu könne noch Verhandlungsgegenstand zwischen der neuen
Registry , der Kommission und anderen " Interessenten " sein . Die Kommission
entscheidet als Vertragpartner der Registry im übrigen auch über eine etwaige
Redelegation und setzt damit um , was der Regierungsbeirat der ICANN für alle
Länderdomains ( ccTLD ) verlangt . Die Rechte an den Registry-Daten verbleiben
bei der Kommission . Wie die Mitgliedsstaaten auf die Autorisierung der EU in
Sachen Domainpolitik reagieren , bleibt abzuwarten . Ihnen ist immerhin noch ein
Mitspracherecht über den so genannten " Kommunikationsausschuss " gesichert ,
der allerdings ebenfalls erst noch gegründet werden muss . Unklar ist auch ,
welche Einspruchsrechte dem Ausschuss und dem Rat offen stehen . Die Kommission
möchte .eu so schnell wie möglich auf den Weg bringen , möglicherweise auch vor
dem Hintergrund des bevorstehenden Wettbewerbs mit den neuen gTLDs . Dadurch hat
die EU wesentlich mehr Gestaltungsfreiheit bei der Festlegung der
Registrierpolitik als die der ICANN unterstehenden gTLDS . Energis übernimmt
Mehrheit an Ision Internet Die britische Gesellschaft Energis übernimmt nach
Informationen der Tageszeitung Die Welt mehr als 70 Prozent der Aktien der
Hamburger Ision Internet AG . Es handelt sich um den größten
Einzelanteilsverkauf in der Geschichte des Neuen Marktes . Die Ision-Aktie legte
am Montag in Frankfurt um 3,62 Prozent auf 48,70 Euro zu . Die 1998 gegründete
Ision ist nach eigenen Angaben in Deutschland der führende Manager und Provider
von Websites und E-Commerce-Lösungen für Unternehmen . Energis ist in
Großbritannien Marktführer bei Voice- und Data-Dienstleistungen für Unternehmen
. Die zu verkaufenden Anteile stammen aus dem Besitz der Schweizer Distefora
Holding AG , bei der der Hamburger Jungunternehmer Alexander Falk mit einem
Anteil von rund 30 Prozent Großaktionär ist . Die übrigen Anteile befinden sich
im Streubesitz . Ision beschäftigt 900 Mitarbeiter und hat rund 30.000
Firmenkunden in Deutschland , Frankreich , Italien , den Niederlanden und
Großbritannien . Lycos Europe bekommt kein Geld von Spray Ende September meldete
Lycos Europe stolz die Übernahme von Spray Network . Europe Spray Ventures ,
neben der Gesellschaft Investor Hauptaktionär von Spray Network , hielt dadurch
rund 17 Prozent an Lycos . Das kann sich Spray Ventures nun aber offensichtlich
nicht leisten . Drei weitere Tranchen sollten am 1. Januar und 1. Juli 2001
sowie am 1. Januar 2002 gezeichnet werden . Lycos Europe teilte in einer
Erklärung mit , Spray Ventures sei gegenwärtig nicht in der Lage , die erste
Tranche zu bezahlen . Die Frage stellt sich allerdings , ob Spray Ventures über
das Geschäft im Moment so glücklich wäre : Das Lycos-Europe-Papier schloss an
der Frankfurter Börse am heutigen Montag nach einem Minus von 6,93 Prozent bei
4,70 Euro . Lycos Europe betonte allerdings , man beabsichtige mit Spray
Ventures einen neuen Zahlungszeitplan zu vereinbaren . Die Liquidität von Lycos
Europe sei nicht gefährdet : Novell stellt Support-Foren um Novell hat am
heutigen Montagabend seine Support-Newsgruppen auf einen neuen Server umgestellt
. Sie sind nun unter der neuen Adresse http://support-forums.novell.com/ zu
finden - oder für Newsreader unter news://support-forums.novell.com/ . Dafür
sind aber einige neue Themen hinzugekommen , etwa für NetWare 5.1 . Einer der
Hauptgründe für die Umstellung war die Nutzung eines eigenen Interface für den
Zugang per Webbrowser . Ein freier Zugang zu Newsgroups ist damit aber nach dem
Aufkauf des Dienstleisters durch Critical Path nicht mehr möglich . Außerdem
wurden die neuen Server als Spiegelserver und mit größerer Bandbreite als bisher
aufgesetzt ; sie bieten zudem alle Foren ( Support , Developer , Education ,
usw. ) von Novell mit der gleichen Oberfläche an . Die alten Foren werden zu
Referenzzwecken noch zwei Wochen offengehalten , wobei in dieser Zeit nur
Lesezugriff besteht . Danach werden sie komplett abgeschaltet . Spass mit
Microsoft : Belohnungsscheck wird versteigert Zu Weihnachten machte
Linux-Berater Michael Chaney Microsoft ein besonderes Geschenk : Durch
Begleichen einer Rechung , die der Softwarekonzern für die Registrierung der
HotMail-Domain nicht bezahlt hatte , rettete er Microsofts E-Mail-Service vor
einer größeren Blamage . Die vergessene Rechnung belief sich auf 35 US-Dollar ,
doch Microsoft zeigte sich großzügig und dankte Chaney mit einem Scheck über 500
Dollar . Das Präsent bietet der Linux-Berater nun beim Internet-Auktionshaus
E-Bay zur Versteigerung an . Wer den Scheck unbedingt haben möchte , hat noch
acht Tage Zeit und sollte eine gut gefüllte Geldbörse mitbringen : Das
Höchstgebot steht momentan bei 5000 US-Dollar . Was für Microsoft eher peinlich
sein dürfte , bereitet Michael Chaney wohl diebische Freude . Er verdient
allerdings nichts an der Versteigerung des Schecks , da er den erzielten Erlös
wohltätigen Zwecken zukommen lassen will ; bei einem Schlussgebot von unter 4000
Dollar wollte er sogar bis zu 2000 Dollar selbst beisteuern . Immerhin konnte er
sich kaum eine bessere Werbung für seine Linux-Consulting-Firma wünschen .
Microsoft kommt mit einem blauen Auge davon Gewinnwarnungen haben ihre Vorteile
, selbst wenn sie die Anleger erst einmal schockieren : Anschließend ist es
einfacher , den Erwartungen der Börse zu entsprechen . Die Analysten gingen nach
der Warnung Microsofts im Dezember von einem Gewinn von 47 Cents pro Aktie für
das im Dezember abgelaufene Quartal aus - und diese Zahl erreichte Microsoft
auch genau . Vor der Gewinnwarnung hatten die Erwartungen bei 49 Cents pro Aktie
gelegen . Aber immerhin hat Microsoft zum ersten Mal in seiner
Unternehmensgeschichte die ursprünglichen Gewinnprognosen nicht eingehalten .
Das Ergebnis im zweiten Quartal erscheint angesichts der PC-Flaute , der
Befürchtungen nach der Gewinnwarnung und der Tatsache , dass Microsoft rund zwei
Drittel seiner Umsätze mit PC-Software macht , ganz passabel . John Connors ,
Microsofts Finanz-Chef , führte dies auf die große Nachfrage nach Windows 2000
Professional und Server sowie nach der " Familie von .NET Enterprise Servern "
zurück : " Wir machten hervorragende Fortschritte gegenüber der Konkurrenz beim
Aufbau von Lösungen für große Unternehmen . " Die Einführung von Server-Systemen
wie Windows 2000 Server/Advanced Server sowie SQL Server in Unternehmen habe im
ersten Quartal beständig zugenommen . Die Verkäufe der Windows-Betriebssysteme
erreichte ein neues Rekord-Niveau , erklärte der Software-Konzern . Die Umsätze
mit Windows 2000 , die lange nicht den Erwartungen entsprachen , nahmen dabei
langsam an Fahrt auf . Die Anzahl der verkauften Client-Lizenzen für SQL- und
Exchange-Server habe um 26 Prozent zugenommen , betonte Microsoft . Nicht ganz
so rosig sieht es dagegen bei den Anwendungen aus . Auch wenn Microsoft die
Erwartungen erfüllen konnte , zeigt sich der Konzern nach eigenen Aussagen "
wachsam " , was die Aussichten für die Ökonomie , den PC-Markt und die Ausgaben
für Computer betrifft . Dass Microsoft nicht weiter einbrach und immerhin die
reduzierten Erwartungen erfüllen konnte , und dass die Windows-2000-Umsätze
offensichtlich langsam anziehen , führte zumindest im nachbörslichen Handel zu
einem Kurssprung für die Aktie . Sie stieg um über 6 Prozent auf 59 US-Dollar .
Transmetas erste Bilanz Etwas mehr als zwei Monate nach dem Börsengang legte
CPU-Hersteller Transmeta nun die erste Bilanz offen . Richtige Vergleichswerte
zu Vorquartalen gibt es für den Newcomer logischerweise nicht . Transmeta hat
zwar ein paar Proforma-Vergleichswerte angegeben ( Lizenzeinnahmen ,
Entwicklungskosten und Ähnliches ) , ein sinnvoller Vergleich ist damit aber
nicht möglich . Diese Verluste verwundern indes nicht , da Transmeta vor kurzem
erst mit der Auslieferung seiner Crusoe-Prozessoren begonnen hat . Auf der
Bilanzpressekonferenz gab Transmeta weitere " Design Wins " für
Crusoe-Prozessoren bekannt , darunter den Einstieg der Prozessoren in den
Webserver-Bereich . Wie Transmeta-Chef David Ditzel betonte , zählen hier andere
Leistungsmaße , als man sie gemeinhin gewohnt ist - beispielsweise " Performance
pro Kubikfuß " . Und hier würden sich die Crusoe-Prozessoren dank ihres
niedrigen Stromverbrauches , der eine hohe Packungsdichte der CPUs bei geringem
Platzbedarf erlaube , gut schlagen . Für das erste Quartal 2001 jedenfalls
erwartet Transmeta bereits eine Umsatzsteigerung um 50 Prozent , wohingegen
Intel einen Umsatzrückgang von 15 Prozent einplant . Swisscom übernimmt
debitel-Anteile von DaimlerChrysler Mit diesen 10 Prozent erhöht Swisscom seine
Beteiligung an debitel nunmehr auf 84 Prozent . Swisscom hatte 1999 74 Prozent
der Anteile an debitel erworben . Dabei war auch eine Optionsvereinbarung über
den Kauf der verbleibenden DaimlerChrysler-Anteile geschlossen worden , die
Swisscom jetzt in Anspruch nahm . Nach Angaben der Swisscom bezahlt der Konzern
den Kaufpreis aus vorhandenen Barmitteln . Mit der Übernahme durch die Schweizer
gibt debis , die seit dem 1. Januar dieses Jahres als DaimlerChrysler Services
firmieren , die Beteiligung an debitel vollständig auf . Außer der Swisscom ist
nun noch die Metro Vermögensverwaltung mit 10 Prozent an debitel beteiligt . Die
verbleibenden sechs Prozent befinden sich im Streubesitz : debitel ist seit dem
29. März 1999 an der Börse notiert . Für Swisscom stellt debitel einen "
Wachstumsmotor von strategischer Bedeutung " dar , wie der Schweizer
Ex-Monopolist am heutigen Freitag in Bern erklärte . Dies wirkt sich
offensichtlich auch finanziell aus : In den letzten Geschäftsberichten bescherte
das deutsche Unternehmen der Swisscom jeweils ein kräftiges Plus in der
Geschäftsbilanz . Nortel trotz dunkler Wolken über den Telecoms optimistisch
Zwar konnte der Telecom-Ausrüster Nortel im vierten Quartal die Erwartungen der
Börse erfüllen , warnte aber gleich , dass es Schwierigkeiten im Geschäftsjahr
2001 geben könnte . Der Grund : " Kapitalknappheit im Telecom-Sektor " , meinte
der neben Lucent größte Hersteller von Telecom-Equipment . Nortel erwartet nun
ein Wachstum von 30 Prozent bei den Umsätzen und dem Gewinn pro Aktie im
Geschäftsjahr 2001 und legt sich damit auf das untere Ende der zuvor
prognostizierten Spanne von 30 bis 35 Prozent beim Umsatzwachstum fest . " Eine
Menge Kapital wurde aus dem Sektor vertrieben " , erklärte Nortel-Chef John Roth
die Situation und verwies dabei auf finanzielle Schwierigkeiten von lokalen
Telecom-Gesellschaften in den USA und Großbritannien . Lucent beispielsweise
musste schon die Rücklagen erhöhen , um Ausfälle durch säumige Kunden
auszugleichen . Auch Cisco erhöhte für solche Fälle die Rückstellungen . Auch
der Run auf die teuren UMTS-Lizenzen in Europa , bei denen die Amortisation noch
weitgehend in den Sternen steht , hat Kapitalgeber veranlasst , sich bei
Finanzierungen im Telecom-Sektor zurückzuhalten . Davon sind die Ausrüster
teilweise direkt betroffen : So ziehen die Telefongesellschaften die
Equipment-Hersteller selbst zur Finanzierung der Investitionen heran , mit der
Drohung , sie könnten sonst die entsprechenden Aufträge verlieren . Damit lag
Nortel genau im Ziel : Dies war auch die Prognose der Börse . Besonders
erfolgreich war Nortel im Bereich der optischen Netze : Dazu beitragen sollen
wiederum vor allem die optischen Netze : In diesem Bereich will Nortel um 35 bis
40 Prozent zulegen . Durchbruch bei Finanzierung für Kieler Multimedia-Campus
Für den geplanten Multimedia-Campus in Kiel hat der Aufsichtsrat am Freitag mit
kräftiger Sponsorenhilfe entscheidende Weichen gestellt . " Das war der
Durchbruch " , sagte Wirtschaftsminister Bernd Rohwer ( SPD ) zur Finanzierung
des gemeinsamen Vorhabens von Land und Wirtschaft , die mindestens für fünf
Jahre gesichert sei . Die organisatorischen , inhaltlichen und finanziellen
Voraussetzungen für den Lehrbetrieb seien geschaffen , sagte der
Aufsichtsratsvorsitzende der Managementgesellschaft und Kieler IHK-Präsident
Fritz Süverkrüp . Mit dem " Herzstück " des Campus , einem zwölfmonatigen
Master-Studiengang in Multimedia-Management , soll im Spätherbst zunächst mit
etwa 50 Studenten begonnen werden . Jeder von ihnen muss für die drei Trimester
nach Angaben des Kultusministeriums 15.000 Mark Studiengebühr zahlen .
Verhandelt wird über eine Kooperation mit der University of California Riverside
, unter anderem über den Austausch von Lehrkräften und Studenten . Die Resonanz
auf die Ausschreibungen für die zunächst fünf Professuren an der Uni und der
Fachhochschule Kiel für den Multimedia-Campus sei sehr gut , sagte Rohwer .
Bereits seit Beginn des Wintersemesters bieten der Campus und die Kieler
Hochschulen in grundständigen Studiengängen Wahlfächer , Schwerpunkte und
Studiengänge mit Multimedia- und E-Business-Relevanz an . Der Aufsichtsrat traf
auch mehrere Personalentscheidungen und zurrte den weiteren Fahrplan für den
Lehrbetrieb fest : Zunächst soll der Campus im Juli das frühere
Verwaltungsgebäude des Konzerns Johnson & Johnson nutzen , bevor spätestens im
Sommer 2003 der Einzug in einen Neubau am Kopfende des Germania-Hafens an der
Hörn geplant ist . Klar ist inzwischen auch die weitere Organisationsstruktur .
Träger des Campus ist eine gemeinnützige GmbH ; einen Förderverein gibt es
bereits und die Gründung einer gemeinnützigen Förderstiftung wird vorbereitet .
Aufsichtsratsvorsitzender Süverkrüp resümierte zuversichtlich : " Wir stehen am
Anfang einer sehr guten Entwicklung . " Weitere Infomatec-Anleger fordern
Schadenersatz Im Namen von zahlreichen Anlegern hat die Schutzgemeinschaft der
Kleinaktionäre ( SdK ) eine Schadenersatzklage gegen das angeschlagene
Softwareunternehmen Infomatec eingereicht . Die Klage sei am Donnerstag beim
Augsburger Landgericht eingegangen , sagte eine Sprecherin der beauftragten
Münchner Rechtsanwaltskanzlei Marzillier gegenüber dpa . Bereits im November
hatten mehr als 20 Anleger , die sich um ihr Vermögen geprellt sehen , Klagen
gegen Infomatec eingereicht . Nach mehrfachen Korrekturen der Umsatz- und
Gewinnprognosen war der Kurs der Infomatec-Aktie im vergangenen Jahr von einem
Höchststand bei 52 Euro auf teilweise unter zwei Euro gerutscht . Seit Mitte
November sitzen die beiden Gründer der Infomatec AG , Gerhard Harlos und
Alexander Häfele , in Untersuchungshaft . Die Augsburger Staatsanwaltschaft
wirft ihnen Kursbetrug , verbotene Insider-Geschäfte und falsche Darstellung der
Unternehmensverhältnisse vor . Die SdK erklärte , sie versuche in Absprache mit
der Staatsanwaltschaft " einen genauen Kreis der Geschädigten " zu ermitteln .
Dazu stellte die SdK einen Fragebogen für Anleger online ; außerdem betonte die
Vereinigung , Investoren , die sich geschädigt sehen , könnten sich dem
Verfahren noch anschließen . Cybercrime-Bekämpfung verteuert das Surfen Schaut
sich Michael Rotert , Vorsitzender des Verbands der deutschen
Internet-Wirtschaft Eco und Mitglied zahlreicher internationaler
Providerverbände , die zur Diskussion stehenden Vorgaben aus Berlin , Brüssel
oder Straßburg zur Bekämpfung der Netzkriminalität an , beschäftigt ihn vor
allem eine Frage : " Was kostet der Spaß ? " Denn würden die Pläne zur
Cybercrime-Bekämpfung von Gremien wie dem Europarat nicht noch in letzter Minute
entschärft , kommen seiner Meinung nach " nicht unerhebliche " Kosten auf die
Branche zu . Nach den Vorhaben sollen Internet Service Provider ( ISPs ) zum
Sammeln und Aufzeichnen der durch ihre Leitungen fließenden Daten in Echtzeit
zum Zwecke der Strafverfolgung verpflichtet werden . Selbst wenn im jüngsten und
25. Entwurf einer internationalen Konvention gegen Cybercrime , die der
Europarat klammheimlich zwei Tage vor dem Heiligen Abend vorlegte , der Einbau
zusätzlicher Überwachungsschnittstellen nicht mehr gefordert wird , müssten
Provider zur Erfüllung der nach wie vor verbliebenen Auflagen doch ihre
Datenspeicher deutlich ausweiten . Vor allem wird zusätzliches Personal
notwendig , das in permanenter Verbindung zur Polizei bleibt . Außerdem ist zu
befürchten , dass nationale Regelungen wie die
Telekommunikations-Überwachungsverordnung ( TKÜV ) , die sich noch in der
Überarbeitungsphase befindet , Internet-Provider doch zur Installation neuer
Spitzeltechniken zwingen . Unklar sind auch noch die konkreten Maßnahmen , die
sich die Europäische Kommission und die G8-Staaten zur Bekämpfung der
Computerkriminalität ausdenken wird . Allgemein wird aber erwartet , dass die
Provider deutlich mehr Daten als bisher an die Strafverfolgungsbehörden werden
weitergeben müssen . Im Klartext : Surfen wird teurer . " Es zeichnet sich ab ,
dass die ganze Geschichte auf dem Rücken der Privatverbraucher ausgetragen wird
" , sagt Rotert . Besonders hart dürfte die Entwicklung die Anbieter von
Flatrates treffen , die größtenteils bereits jenseits der ökonomischen Vernunft
arbeiten und zusätzliche Kosten in ihren Kalkulationen nirgends mehr
unterbringen . Die Preiserhöhungen dürften kaum noch zu vermeiden sein . Es gäbe
zwar noch eine Reihe von Providern , die die Auflagen zur Überwachung als " ganz
schlimm und technisch nicht machbar " bezeichneten . Im Prinzip gehe es aber nur
noch um Detailregelungen - etwa um die Frage , ob sich die Cracker- und
Pornojäger mit den Traffic-Daten zufrieden geben oder auch an den Inhalt der
Datenpakete wollen . Die Debatte um die Bekämpfung von Computer- und
Netzkriminalität wird daher in Zukunft laut Rotert vor allem auf der "
kaufmännischen Ebene " weitergeführt . So manchem Provider dürften die Auflagen
von oben sogar willkommen sein , da er die seit Jahren bröckelnden Preise für
den Netzzugang endlich mal wieder nach oben anheben könnte . Verfechtern des
E-Business und der virtuellen Verwaltung machen höhere Surfkosten dagegen einen
Strich durch die Rechnung , da ihre Visionen davon leben , dass möglichst viele
Kunden ihre Geschäfte online erledigen . Doch wenn der Blick auf die Taktuhr
wieder stärker in den Vordergrund rückt und Flatrates scheitern , wird die Lust
der Verbraucher abnehmen , sich im Netz zu tummeln . Der Bundesverband der
deutschen Industrie ( BDI ) kann deswegen wenig Freude an den geplanten
Regelungen zur Bekämpfung von Cybercrime finden . Grundsätzlich sei es zwar zu
begrüßen , wenn internationale Mindeststandards für die Strafverfolgung
durchgesetzt würden , meint Niels Lau , Justiziar bei dem Verband . In der Regel
reiche dazu aber die effizientere Anwendung geltenden Strafrechts aus . Vor
allem die Tatsache , dass Provider teure Datenbanken anlegen sollen für eine
rein präventive Strafverfolgung , geht Lau nicht in den Kopf . Ganz zu schweigen
davon , dass gerade die Vorhaben des sonst so auf die Einhaltung der
Menschenrechte bedachten Europarats " im Widerspruch zu Datenschutzvorschriften
innerhalb der Union " stehen . Entscheidung über Konkurs bei Letsbuyit vertagt
Die gerichtliche Entscheidung über einen Konkursantrag für den angeschlagenen
niederländischen Co-Shopping-Anbieter Letsbuyit.com ist verschoben worden . Wie
ein Sprecher des Gerichts am heutigen Freitag in Amsterdam mitteilte , hat das
Gericht eine Entscheidung für den 25. Januar angekündigt . Der Konkursantrag war
am Morgen eingereicht worden . Die Aktie des Internet-Händlers verlor am
Nachmittag an der Frankfurter Börse 7,41 Prozent auf 0,25 Euro . Am Mittwoch war
die Aktie von Letsbuyit.com vom Handel ausgesetzt , nachdem das Unternehmen die
Antragsstellung angekündigt hatte . Das im April 1999 in Schweden gegründete
Unternehmen hatte Verbrauchern durch gemeinschaftliche Online-Käufe
Preisnachlässen bei verschiedenen Produkten ermöglicht . Am 29. Dezember hatte
das Unternehmen bei Gericht einen Antrag auf ein vorläufiges Moratorium nach
niederländischem Recht gestellt , weil es seinen Zahlungsverpflichtungen nicht
mehr nachkommen konnte . Seither darf Letsbuyit keine Transaktionen mehr
durchführen - also keine Bestellungen mehr annehmen , aber auch keine
Reklamationen bearbeiten oder unzufriedenen Kunden Geld zurückerstatten .
Zugleich teilten Sprecher des Unternehmens mit , Ausschau nach geeigneten
Kooperationspartnern und Investoren zu halten . Wie die Wirtschaftszeitung Het
financieele Dagblad meldete , hatten zwei Konkursverwalter den Eindruck gewonnen
, dass das Unternehmen viel höhere Gehälter als üblich gezahlt und eine "
erbärmliche " Buchhaltung geführt habe . Dies werde auch im Konkursantrag
angeführt , berichtete das Blatt . 3Com : In Bed with Microsoft 3Com hat den
nächsten Partner gefunden . Nach der Allianz mit Siemens zur Entwicklung von
LAN-Telefonie vereinbart die Netzwerk-Firma nun eine Partnerschaft mit Microsoft
. Beide Firmen wollen Technologieaustausch und gemeinsame Entwicklung sowie
Vermarktung für die " Converged Networks " betreiben , die Daten- und
Sprachkommunikation unter einen Hut bringen . Als ersten Schritt der neuen
Gemeinsamkeit wird 3Com eine Entwicklungsabteilung in der Nähe des
Microsoft-Hauptquartiers in Redmond einrichten . Dort sollen 3Com-Produkte
direkt auf Kompatibilität mit Microsoft-Systemen überprüft werden . Außerdem
möchte 3Com die nächste Version von NT , inzwischen unter dem Namen Windows 2000
bekannt , in die Backbone-Switches integrieren , wie sie in großen Netzen und
bei Internet-Providern im Einsatz sind . Damit soll über den Verzeichnis-Dienst
" Active Directory " , den Microsoft in Windows 2000 einbauen will , unter
anderem einfachere Konfiguration und höhere Sicherheit möglich sein . Gemeinsame
Entwicklungen strebt die Allianz laut 3Com darüber hinaus vor allem im Bereich
der kleinen Netze für Privatanwender und bei der Breitbandkommunikation an .
Außerdem soll es eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Entwicklung von
USB-Geräten geben . 3Com gibt diese Allianz , so sie denn funktioniert ,
direkten Zugriff auf die internen Ressourcen und Techniken , die Microsoft für
die eigenen Systeme entwickelt . Microsoft auf der anderen Seite bekommt damit
einen Fuß in die Tür der großen Netze und der Internet-Infrastruktur , die der
Gates-Company bislang meist verschlossen waren . Mannesmann-Arcor : Kein
weiterer Preisverfall im Festnetz In einem Interview mit der Welt am Sonntag
kündigte Mannesmann-Arcor-Chef Harald Stöber eine Senkung der Telefontarife für
Auslandsgespräche an . Ab 1. März sollen Kunden der Telefongesellschaft ab 18
Pfennig pro Minute ins Ausland telefonieren können , bis zu 75 Prozent billiger
als bislang . Die Verbindungen in insgesamt über 50 Länder seien von den neuen
Tarifen betroffen . Außerdem erwartet Stöber niedrigere Tarife für die
Internet-Nutzung . Insgesamt geht Stöber allerdings davon aus , dass bei den
Tarifen für nationale Verbindungen im Festnetz die Luft raus ist ; einen
weiteren Preisverfall werde es hier nicht geben : Stöber erwartet aber nicht ,
dass Festnetzanschlüsse angesichts immer niedrigere Preise beim Mobilfunk keine
Zukunft mehr haben : Die Zukunft von Mannesmann-Arcor hält Stöber für gesichert
. Er zeigte sich überzeugt , dass die Gesellschaft auch nach der Übernahme des
Mannesmann-Konzerns durch Vodafone " weiterhin ein wichtiger Bestandteil " des
Unternehmens sein werde . Er erwartet sogar Zukäufe durch Mannesmann-Arcor in
diesem Jahr : Führende chinesische Website vor dem Aus Die Krise der
Internet-Ökonomie erfasst offenbar auch Chinas Internetbranche . Eine der
führenden Websites des Landes , Renren.com , habe ihre Tätigkeit vorübergehend
eingestellt und werde voraussichtlich in einem Monat endgültig schließen ,
berichtete die Zeitung Shanghai Daily . Der Dienstleister arbeitet unter anderem
als Hoster für private Homepages . Mitarbeiter von Renren.com hätten bestätigt ,
bereits über die Schließung informiert worden zu sein . Angesichts ausbleibender
Gewinne hatten in den vergangenen Monaten schon einige Internetfirmen Chinas
einen großen Teil ihrer Angestellten entlassen . Die Zahl der Internetnutzer in
China ist zwar auf 22,5 Millionen gewachsen und zeigt weiter deutlich steigende
Tendenz . Doch haben sich die hohen Gewinnerwartungen der jungen chinesischen
Internetbranche nicht erfüllt . Der Handel mit den Aktien von Renren.com an der
Börse in Hongkong war dem Zeitungsbericht zufolge bereits in der vergangenen
Woche ausgesetzt worden . Als Grund wurde die bevorstehende Übernahme eines
großen Aktienpakets von einem noch nicht genannten Käufer angegeben . IT-Branche
fordert steuerliche Förderung von Computer-Kauf Für den Ausbau der Computer- und
Internet-Kompetenz in Deutschland der Bundesverband Informationswirtschaft ,
Telekommunikation und Neue Medien ( BITKOM ) deutliche Zeichen der Regierung
gefordert . So sollte etwa der Kauf von Schüler-PCs von der Bundesregierung
steuerlich gefördert werden , schlug der Branchenverband vor . " Damit würde die
Bundesregierung ein wichtiges Zeichen setzen " , sagte BITKOM-Vizepräsident
Willi Berchtold . Die steuerliche Vergünstigung beim Firmenkauf von Home-PCs für
ihre Mitarbeiter könnte nach Aussage von Berchtold die Verbreitungsrate von PCs
in Haushalten von derzeit bundesweit 34 Prozent auf US-Niveau von 65 Prozent
verbessern . " Das würde die IT-Kompetenz hier zu Lande verstärken und uns damit
auf dem Weg in die Informationsgesellschaft voranbringen . " " Für die
öffentlichen Haushalte wäre das insofern ein Nullsummenspiel , als sie für die
Ausstattung in der Schule entsprechend weniger zahlen müssten " , meinte
Berchtold . Zur Entwicklung der IT-Branchen in Deutschland meinte Berchtold : "
Wir beurteilen die Zukunft optimistisch , sehen aber durchaus auch Wolken am
Horizont . " Das habe mit der nachlassenden Konjunktur in den USA als dem
weltgrößten Markt zu tun . Die Entwicklung des Euro , der den Export in
Deutschland mit beeinflusst , müsse man ebenfalls betrachten . Schließlich habe
die Entwicklung an den Finanzmärkten Einfluss auf die Kapitalbeschaffung vor
allem von Startups . " Der Markt insgesamt wird in diesem Jahr wahrscheinlich
nicht mehr zweistellig wachsen , aber sicher hoch einstellig und damit
gesamtwirtschaftlich immer noch eine Menge Zugkraft entwickeln " , ist sich
Berchtold sicher . Japanische Handy-Hersteller forcieren Europa-Exporte Die
japanischen Elektronik-Konzerne Sharp und Sanyo wollen ihren Anteil am
europäischen Handy-Markt ausbauen . Die zusätzlich hergestellten Geräte sollen
in die USA und nach Europa exportiert werden . Toshiba hatte bereits vor kurzem
bekannt gegeben , man wolle spätestens im nächsten Jahr Handys für UMTS in
Europa auf den Markt bringen . Und Matsushita will seinen Anteil am weltweiten
Handy-Markt von sechs auf 10 Prozent steigern - was allein durch steigende
Verkäufe im weitgehend gesättigten japanischen Markt kaum möglich sei , wie der
Finanzdienst Bloomberg kommentiert . Daher gebe es keinen Grund , die Produktion
hochzufahren . Nach den Angaben der Zeitung haben die japanischen
Handy-Hersteller zusammen einen Anteil von 20 Prozent am weltweiten Markt für
Mobiltelefone . Softwarebranche setzt zur CeBIT auf ASP und E-Commerce Neue
Besucherrekorde und wieder positive Schlagzeilen nach den wirtschaftlichen
Turbulenzen der vergangenen Monate erhofft sich die Softwarebranche von der
CeBIT 2001 . Die weltgrößte Computermesse in Hannover werde das große Potenzial
des Marktes unter Beweis stellen , sagte der Vorsitzender des Verbandes der
Softwareindustrie Deutschlands ( VSI ) , Rudolf Gallist von Microsoft
Deutschland . Gallist zufolge werden mehr als 3.000 Software-Anbieter auf der
CeBIT vertreten sein . Bei den Neuheiten ließen sich vier große Themen erkennen
: E-Commerce , Mobile Computing , Fragen der Sicherheit im Netz und Application
Service Providing ( ASP ) , das Vermieten von Software über das Web . So ließen
sich dann zum Beispiel die neuesten Computerspiele oder ein aktuelles Programm
zur Erstellung der Steuererklärung gegen Gebühr aus dem Netz herunterladen .
Gallist gibt dem neuen Verfahren etwa zwei Jahre Zeit , bis es sich am Markt
durchgesetzt haben müsste . Auch beim E-Commerce erwartet Gallist in dieser
Zeitspanne größere Fortschritte bei den Umsätzen und der Kundenakzeptanz .
Mobile Computing sei dagegen schon jetzt ein großer Renner , der auf allen
angeschlossenen Märkten für eine Revolution sorge : " Dabei geht es darum , die
Daten aus dem heimischen PC zu jedem Zeitpunkt auch unterwegs verfügbar zu haben
. " Darüber hinaus entwickelten Messen wie die CeBIT aber auch immer eine
Eigendynamik , die jetzt noch keine Vorhersagen zulasse . " In jedem Fall
erwarten wir , dass von den technischen Innovationen , die auf der Messe zu
sehen sein werden , auch ein positives Signal an die Börse ausgeht " , hofft der
VSI-Vorsitzende . Kritik an Verbraucherfeindlichkeit der E-Commerce-Richtlinie
Die Bundesregierung feiert die Umsetzung der E-Commerce-Richtlinie der EU in
deutsches Recht bereits als " deutliche Erleichterung für den elektronischen
Handel " . Ganz so euphorisch sieht dies Thomas Hoeren , Leiter des Instituts
für Informations- , Telekommunikations- und Medienrecht an der Universität
Münster , zumindest aus Verbrauchersicht nicht . Die E-Commerce-Richtlinie der
EU bezeichnet er sogar als teilweise verbraucher- und wettbewerbsfeindlich : "
Gerade das zentrale Element der Regelung , das so genannte Herkunftslandprinzip
, rührt an den Grundfesten des fairen Wettbewerbs " , meinte er in einem
Gespräch mit dpa . Mit dem neuen E-Commerce-Gesetz , das das Bundeskabinett
Mitte letzter Woche beschloss , sollen Verbraucher und Anbieter geschützt werden
, indem Internet-Geschäfte auf eine europaweit einheitliche Rechtsgrundlage
gestellt werden . " Die Juristen sollen reagieren , und wenn sie vor der
Aushöhlung des Verbraucherschutzes warnen , dann heißt es , sie bremsen den
E-Commerce und seine Marktpotenziale aus " , kritisierte Hoeren . Die Regelung
ist eine Notlösung . Die Anwendung des Herkunftslandprinzips bedeute , dass das
Werberecht in Europa auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zurückgeführt werde .
In Deutschland gilt das schärfste Werberecht , deutsche Firmen haben also ein
Problem . Die Richtlinie enthalte aber auch verschiedene gelungene Elemente wie
die gelockerte Haftung für die Anbieter . Diejenigen , die fremde Inhalte auf
eigenen Rechnern zum Abruf bereithalten , müssten nun nur noch bei offenkundig
rechtswidrigen Inhalten haften . Positiv ist nach Ansicht des Juristen auch die
Aussage , dass Verträge im Internet in der Regel nicht schriftlich ausgefertigt
werden müssen . Hoeren rechnet wegen der unterschiedlichen Rechtsvorschriften in
den einzelnen EU-Ländern in den nächsten zwei bis drei Jahren mit einem
Wildwuchs im Internet-Handel . Ein weiteres Problem sei auch die
unterschiedliche Auslegung der EU-Richtlinie in den einzelnen EU-Ländern . So
habe Österreich das Herkunftslandprinzip als Gerichtsstand für Klagen
interpretiert . Die Universität Münster gehört zu insgesamt fünf europäischen
Universitäten , die sich an dem nach eigenen Angaben ersten europäischen
Forschungsprojekt zu den rechtlichen Grundlagen des E-Commerce beteiligen . Das
Vorhaben wird von der Europäischen Kommission finanziert . IT-Branche sucht
weiter Nachwuchs Experten für Informationstechnologie werden noch immer gesucht
. Zwar hat sich einiges getan , seit Bundeskanzler Gerhard Schröder im Februar
2000 angekündigt hat , ausländischen Computerspezialisten den Zugang nach
Deutschland erleichtern zu wollen . Doch den gravierenden grundsätzlichen
Arbeitskräftemangel in der wachsenden IT-Branche hat dieses Vorhaben noch nicht
beseitigt . Gut 5.000 hoch qualifizierte Arbeitnehmer sind nach Angaben der
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände ( BDA ) in Berlin bis Anfang
Februar 2001 mit der so genannten Green Card nach Deutschland gekommen .
Arbeitsmarktexperten waren im vergangenen Jahr allerdings von rund 75.000 freien
Stellen in der Branche ausgegangen . Und so mancher Unternehmensvertreter hatte
gar gewarnt , der Bedarf sei noch viel größer und auf die Schnelle gar nicht zu
decken . " Neben den 5.000 ausländischen IT-Experten sind im vergangenen Jahr
etwa 6.000 bis 7.000 Informatik-Absolventen von den Fachhochschulen und
Universitäten auf den Arbeitsmarkt gekommen " , sagt Werner Dostal vom Institut
für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg . Außerdem hätten rund 40.000
Arbeitskräfte nach einer entsprechenden Umschulung über die Arbeitsämter einen
IT-Job bekommen . Für Entwarnung auf dem IT-Arbeitsmarkt gibt es aber kaum
Anlass : Grundsätzlich sei aber weiter davon auszugehen , dass die Zahl der
offenen Stellen größer sei als die der Bewerber . Ein Indiz für die große
Nachfrage ist Dostal zufolge nicht zuletzt die Gehaltsentwicklung : " Die
Einkommen sind kräftig gestiegen , auch bei den Neueinstellungen . " Die
Einstiegsgehälter für Absolventen mit Universitätsabschluss in Elektrotechnik
oder Informatik liegen bei 70.000 bis 90.000 Mark . " Im Prinzip ist die
Situation auf dem Arbeitsmarkt genauso angespannt wie im vergangenen Jahr " ,
sagt auch Jörg Maas , Geschäftsführer der Gesellschaft für Informatik in Bonn .
Der Bedarf an IT-Experten werde daher auch in den kommenden Jahren nicht
abnehmen . Ein Trend ist Werner Dostal zufolge allerdings , dass bei der
Einstellung von IT-Fachkräften zunehmend auf eine bessere formale Qualifizierung
geachtet werde . " Auch Zertifikate , nicht nur Erfahrung sind immer mehr
gefragt . " Die CeBIT in Hannover wird in jedem Fall für den Arbeitsmarkt der
Branche einer der wichtigsten Termine im Jahr . " Die Messe ist seit Jahren
schon ein inoffizieller Personalmarkt " , sagt Gabriele Dörries , Sprecherin der
Deutschen Messe AG in Hannover . Seit dem vergangenem Jahr wird dem auch
offiziell Rechnung getragen - mit dem " Jobmarket " in Halle 10 . " Wir haben
ausgesprochen gute Erfahrungen damit gemacht und wiederholen den Jobmarket
deshalb . " In erster Linie soll der Markt ein fester Anlaufpunkt für
Stellensuchende sein , die dort Personalvermittler und Vertreter von Unternehmen
treffen können . " Und man kann sich einen guten Überblick verschaffen , was
derzeit genau gesucht wird " , so die Messesprecherin . " Jeder größere
Aussteller ist dort vertreten . " Veranstaltungen zu Karrieremöglichkeiten in
der IT-Branche runden das Angebot ab . Im Auftrag der Deutschen Messe AG
erscheint auch die Zeitschrift " Unternehmen , Märkte , Jobs " , die während der
CeBIT kostenlos auf dem Gelände zu haben ist und unter anderem Stellenanzeigen
zu bieten hat . " Das Wichtigste bei der Stellensuche ist schließlich oft das
berühmte erste Gespräch . " T-Aktie raubt Anlegern den Schlaf Wenn der Kurs der
T-Aktie einbricht , zittert eine ganze Anlegernation . Die einst so beliebte
Volksaktie der Deutschen Telekom AG hat Investoren in den vergangenen Wochen
förmlich den Schlaf geraubt . Innerhalb eines Jahres hat das Papier schließlich
mehr als drei Viertel seines Wertes eingebüßt . Immerhin : Nach dem drastischen
Kurseinbruch in der vergangenen Woche befand sich die Aktie der Deutschen
Telekom am heutigen Montag auf leichtem Erholungskurs . Das Papier verteuerte
sich bis 15.30 Uhr um 3,21 Prozent auf 27,35 Euro und führte zeitweilig die
Liste der Kursgewinner im DAX an . Der bisherige Tageshöchststand der Aktien
hatte am Vormittag bei 27,60 Euro gelegen . Damit haben die " T-Aktionäre " ein
Wechselbad der Gefühle hinter sich : Von Himmel hoch jauchzend bis zu Tode
betrübt . Vorstandschef Ron Sommer . Fehlerhafte Unternehmensstrategie , der
überteuerte Kauf der UMTS-Lizenzen , der enorme Schuldenstand oder ein zu hoher
Preis für den Erwerb des US-Mobilfunkers VoiceStream , lauten in diesen Tagen
die häufigsten Vorwürfe an den Telekom-Chef . Der wirtschaftspolitische Sprecher
der FDP-Bundestagsfraktion Rainer Brüderle forderte am Wochenende unverhohlen
Sommers Rücktritt , wenn es ihm nicht gelinge , den Aktienkurs wieder auf Trab
zu bringen . Zuvor hatte es erneut Gerüchte gegeben , dass der Telekom-Chef
vorzeitig das Handtuch werfen könnte . Unter Branchenkennern lösen solche
regelmäßig auftauchenden Marktspekulationen allerdings nur ein müdes Lächeln aus
. Ralf Hallmann von der Berliner Bankgesellschaft kann die täglichen Bulletins
über die Lage des Bonner Konzerns nicht mehr hören . " Die Stimmung ist negativ
, die Telekom kommt am Markt derzeit nicht gut an " , resümiert der Analyst
knapp . Dabei ist der rosa Riese überhaupt kein Einzelfall . Auch die
Ex-Monopolisten France Telecom , British Telecom oder Telecom Italia sind von
Kursabstürzen betroffen . Die Aktie der niederländische KPN etwa hat innerhalb
eines Jahres sogar 84 Prozent an Wert verloren . Selbst das Vorzeigeunternehmen
der Branche , die britische Vodafone , hat Federn lassen müssen . Am Montag
rutschte das Papier sogar auf ein Jahrestief , während sich die T-Aktie wieder
etwas berappelte . Binnen eines Jahres halbierte sich das
Vodafone-Aktienvermögen - trotz eines vergleichsweise niedrigen Schuldenstandes
und den besten Noten von Rating-Agenturen . Ein Rücktritt von Vodafone-Chef
Chris Gent hat indes niemand gefordert . Einer Übertreibung nach oben folge die
Übertreibung nach unten , sind sich die Analysten einig . Ob die T-Aktie
inzwischen einen Boden erreicht hat , darauf wollen sie sich nicht festlegen .
So will Jörg Natrop von der Düsseldorfer WGZ-Bank ein weiteres Abrutschen des
Kurses nicht ausschließen . Doch er empfiehlt jedem Privatanleger , T-Aktien
jetzt nicht zu verkaufen . Ursache des hohen Schuldenstandes ist die von
Experten immer wieder geforderte Internationalisierung des Konzerns : Und so
werden hohe Kaufpreise und Anlaufverluste bei VoiceStream einerseits sowie
Firmenwertabschreibungen andererseits die Bilanz über Jahre belasten . Trotzdem
ist der Kauf für Aktionärsvertreter ein richtiger Schritt : Die Telekom müsse
die Übernahme unbedingt durchziehen , um vom " local hero " zu einem globalen
Unternehmen zu werden , heißt es etwa bei der Deutschen Schutzvereinigung für
Wertpapierbesitz . Obwohl der Kurs mit gut 27 Euro derzeit deutlich unter der
magischen Grenze von 33 Euro liegt , sieht Hallmann die Übernahme von
VoiceStream nicht als gefährdet an . Das Vertragswerk sieht vor , dass die
Aktionäre nachverhandeln oder aussteigen können , wenn dieser Wert kurz vor
Abschluss der Transaktion unterschritten wird . Doch bei einem Ausstieg folgt
mit Sicherheit der Absturz der VoiceStream-Aktie , ist sich Hallmann sicher .
Kommunales Verwaltungsportal im Internet eröffnet Vertreter des Gemeinde- und
Städtebundes Rheinland-Pfalz haben am Montag in Mainz symbolisch ihr kommunales
Verwaltungsportal eröffnet . Unter der Internet-Adresse www.rlpDirekt.de sollen
Bürger Informationen , Ansprechpartner und Adressen der öffentlichen Verwaltung
finden . Ein Veranstaltungskalender bietet Informationen aus der jeweiligen
Gemeinde . " Auch in der Verwaltung ist es entscheidend , wie gut der Service
ist " , sagte der Vorsitzende des Gemeinde- und Städtebundes ( GStB ) , Ernst
Walter Görisch . Wie bei den Banken erwarteten immer mehr Bürger , auch Aufgaben
für die Verwaltung über das Internet erledigen zu können . Die Idee für das
Verwaltungsportal kam vom GStB . Realisiert wurde es von einer eigens
gegründeten Firma , in der kommunale Verwaltungspraktiker und
Internet-Unternehmer zusammenarbeiteten . " Ziel ist es , alle Städte und
Gemeinden in Rheinland-Pfalz einheitlich zu verbinden und zu vernetzen " ,
erläuterte GStB-Verbandsdirektor Reimer Steenbock . In einer ersten Stufe können
die Homepages der beteiligten Gemeinden über das Portal gefunden werden . Bei
den zur Zeit 70 teilnehmenden Gemeinden ( von 230 hauptamtlich geführten
Verwaltungen ) können Adressen , Öffnungszeiten und Ansprechpartner recherchiert
, aber auch Formulare heruntergeladen und ausgedruckt werden . In einem zweiten
Schritt , der für das nächste Jahr angekündigt ist , soll es möglich sein ,
Anträge online zu verschicken . Rund um die Uhr könnten die Wünsche der Bürger
bei den Ortsverwaltungen eintrudeln , am nächsten Tag könnte der Sachbearbeiter
die Anträge bearbeiten und elektronisch zurückschicken . Die Bestellung von
personenbezogenen Dienstleistungen über das Internet hänge allerdings von der
Einführung der digitalen Unterschrift absagte Steenbock . Denn nur dann könne
die Verwaltung sicher sein , dass mit der anonymen Bestellmöglichkeit kein Unfug
getrieben wird . Die beteiligten Kommunen zahlen für die Nutzung des Portals
1.000 Mark im Monat , für die Bürger ist der Service kostenlos . Für die Zukunft
hoffen die Vertreter des GStB , dass ein solches " Dach im Internet " für alle
Kommunen in Deutschland geschaffen werden kann . Gespräche seien schon geführt
worden , im Mai will man die ersten Ergebnisse vorstellen . Schwedens
Telecom-Juwel im Glück Die Stockholmer Börse reagierte mit Kursanstiegen von
knapp über vier Prozent auf die überraschend positiven Bilanzzahlen . Zuletzt
hatten die Investoren Telia abgestraft , da der Konzern daran gescheitert war ,
im eigenen Land eine UMTS-Lizenz zu erhalten . Dies konnte der schwedische
Vorzeigekonzern allerdings durch eine überraschende Kooperation mit Netcom , dem
schärfsten nationalen Konkurrenten bei GSM-Netzen , teilweise wieder ausgleichen
. Zufrieden zeigte sich Nievert vor allem mit dem vierten Quartal , in dessen
Verlauf die Hälfte des Jahresgewinnes erwirtschaftet wurde . Insgesamt steigerte
Telia als größtes nordeuropäisches Telekommunikationsunternehmen die Zahl der
Handy-Kunden um 1,7 Millionen auf 4,5 Millionen . Bei der Mobiltelefonie wurde
im vierten Quartal eine Gewinnmarge von 42 Prozent erzielt . Was war . Was wird
. Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details
schärfen : Immer wieder gibt es Informationsbröckchen , die es nicht zur
richtigen Nachricht schaffen . Sie mögen nicht in das Bild passen , das eine
Firma von sich präsentieren will . Manches bleibt auch unterhalb der
Aufmerksamkeitsschwelle : Menschen , Computer , Sensationen verdecken den Blick
auf Hintergründiges und Zusammenhängendes . Die Wochenschau ist Kommentar ,
Ausblick und Analyse . Was war Unter diesem Motto tagte die Vereinigte
Evangelisch-Lutherische Kirche ( VELKD ) . Dabei wurde der eigene
Internet-Auftritt vorgestellt , als neuester Kommunikationsweg für den Kontakt
mit den Gläubigen . In dem Positionspapier der Kirche gibt man sich
offensichtlich nicht mit Windows Media Audio zufrieden , das selbst Real
Networks nun unterstützt . " Neben dem Internetauftritt will die VELKD verstärkt
auf die bildliche Wahrnehmungsfähigkeiten der Gläubigen setzen " , heißt es da .
Gespannt warten wir auf die neuen Icons , die die Zehn Gebote aussagekräftig
nach DIN 23330 und DIN 30727 umsetzen . Wenigstens haben die Kirchenoberen eines
entdeckt : Der typische Internet-Nutzer geht nicht in die Kirche , teilen sie
betrübt mit . Vielleicht sollten sich auch evangelische Theologen einmal bei der
katholischen Dogmatik bedienen : Die hat es in ihrer langen Historie noch immer
geschafft , jedes Paradoxon heilsgeschichtlich aufzulösen . Seit einigen Tagen
bietet das Bistum Limburg einen Service , der den Fastenden via SMS Stärkung
zukommen lässt . Der SMS-Service ist ökumenisch : Auf der Webseite des Bistums
kann sich jeder Fastende eintragen . Wie tröstlich . SoDeog ist damit
praktizierte Ökumene : Nur Gott sei die Herrlichkeit . Deu-Sex klingt nach
Schweinerei und ist doch nur ein Spezialist für Steganographie und eine
wunderliche Oberfläche namens Dependencies , die den Zeitstrang auflöst . Dass
man es anders machen kann , ohne Kartentricks mit kurzer Verfallszeit , zeigen
unsere Nachbarn in Holland . Inder statt Blinder könnte man es nennen , wenn
eine Veranstaltung wie die Doors of Perception von Holland nach Indien umzieht ,
um dort in Achmedabad eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem indischen
Design-Institut durchzuführen . 200 Internet-Entwickler diskutierten mit den
Holländern über die Leichtigkeit des Seins . Tulipomania Dotcom nennt sich eine
andere Veranstaltung , die dieser Tage für den Juni in Amsterdam geplant wird .
Hier geht es unter anderem um eine marxistische Kritik des E-Goldrausches , wie
man den Ankündigungen entnehmen kann . Hoch fliegt der Staub der Geschichte .
Hat Middelhoff , der Chef der Gütersloher , nicht realistischere Visionen , als
ihm allgemein zugebilligt werden ? Der Rückzug aus der Beteiligung bei AOL
scheint Gegenteiliges zu meinen . Aber AOL hat 's selbst vorgemacht : Wer schert
sich noch um den Online-Dienst , wenn man Time Warner haben kann - es kümmern
sich schließlich auch nur wenige darum , wie die Gesellschaft heißt , die das
Kabelnetz für mittägliche Brüll-Shows und abendliche Psycho-Experimente liefert
. Was soll also Bertelsmann mit einer Beteiligung an einem Technik-Lieferanten ,
wenn das große Geld doch mit Inhalten ins Haus steht . Da finden sich die
Mohn-Männer in einer Linie mit den Kollegen von der spanischen Telefonica . Wenn
AOL Bugs Bunny bekommt , dann können Telefonkonzerne auch Hochzeitsshows mit
aufgedonnerten Blondinen und Experimente zur Aufmerksamkeitsökonomie einkaufen .
Nur die Telekom guckt zu und staunt : Was haben wir bloß falsch gemacht ? Ganz
einfach : Zu lange von künstlich hoch gehaltenen Preisen gelebt . Wer sich keine
Sorgen mehr machen muss , dass ihn das Surfen in den Bankrott treibt , dem ist
auch egal , wer ihm die Leitung liefert . Dann geht er dahin , wo 's spannend
ist - je nach Geschmacksrichtung eben zu Bertelsmann , Time Warner oder Endemol
. Die lässt sich auch einfacher verändern als die Welt , der sich Kant , Hegel
oder Marx gegenüber sahen . Ein paar PR-Mitteilungen reichen , schon steigt der
Börsenkurs . Oder war da sonst noch was ? Die Anmerkungen in der letzten
Wochenschau stießen nicht auf allgemeine Zustimmung . So beschwerten sich
geneigte Leser über die Tatsache , bei einer Computer-Zeitung politische
Kommentare zu lesen . Nun ist Technik keine wertfreie Erscheinung und bewegt
sich nicht im leeren Raum , ohne jeden Bezug zu Gesellschaft und Politik . Die
Diskussion ist hiermit eröffnet ... Was wird Wenn sich der Staub des
E-Goldrausches auf Gemüsebeete legt , schlägt s dem Gärtner aufs Gemüt . Wie nur
wenigen anderen Zweige wurde den Lebensmitteln im Internet eine große Zukunft
vorausgesagt . Nun haut es die Onkel Emmas in den USA aus den Puschen . Bei
Peapod gehen die Spitzenleute , bei Webvan , NetGrocer und Streamline schmilzt
nicht nur die Ware bei der Auslieferung dahin ... Aufgetaut und aufgeweicht
werden diese Unternehmen ein gefundenes Fressen für Amazon . Nächste Woche soll
eine Allianz in dieser Richtung verkündet werden . Bohnen zu Büchern ! Aber
diesem Versende-Agglomerator wird mehr verziehen als der Konkurrenz , da sein
einzig Geschäft das Wachstum ist . Wie anders sieht es aus in Deutschland , wo
die ( erfolgreiche ) Gemüse-Logistik per Internet nichts anderes ist , als ein
paar Studenten als Funkkuriere vor Ratio-Märkten parken zu lassen ... Viel Frust
beim Online-Shopping Wenn beim Einkauf im Internet nichts im Netz des Kunden
landet , liegt das selten am ausgefallenen Geschmack des Online-Käufers . Fast
jeder zweite Internet-Nutzer scheitert beim Kaufversuch , weil er sein
Wunschprodukt nicht findet oder Schwierigkeiten mit dem Kaufabschluss hat . Das
hat die Boston Consulting Group ( BCG ) bei der Befragung von rund 10.000
Internet-Surfern in den USA und in Kanada herausgefunden . Nach mindestens einem
Fehlversuch geht jeder achte Befragte schon nicht mehr auf Kauftour im Netz . "
Online-Kunden sind sehr nachtragend " , meint Stefan Rasch , E-Commerce-Experte
bei BCG in München . Rund die Hälfte der Befragten versucht erst gar nicht , im
Netz einzukaufen . Für diese Gruppe ist die Zahlung mit Kreditkarte das größte
Hindernis . " Wer vorher schon bezahlt , hat jedes Druckmittel aus der Hand
gegeben " , meint Helga Kuhn , Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der
Verbraucherverbände ( AgV ) in Bonn . " Bei Beschwerden gibt es oft keinen
Verantwortlichen , und eine Internet-Seite kann man nicht verklagen . " Die
Verbraucherschützerin rät von einem Kauf mit Kreditkarte ab , wenn der Anbieter
nicht seriös ist und keine Möglichkeit zur Verschlüsselung besteht . Am
einfachsten ist es für Kunden in Deutschland , bei deutschen Netz-Anbietern
einzukaufen . " Der Einzelhandel und mehrere Multimediafirmen haben sich Ende
des vergangenen Jahres über eine Kennzeichnung von Anbietern im Internet
geeinigt " , berichtet Kuhn . Während es in Deutschland auch ein
Multimediagesetz gibt , das etwa Preisangaben im Internet regelt , bestehen noch
keine internationalen Richtlinien . Europäische Rahmenbedingungen werden zurzeit
vorbereitet , um dem E-Commerce in Europa auf die Sprünge zu helfen . Während
der europäische Online-Handel auf bescheidene 0,2 Prozent des gesamten
Einzelhandelsumsatzes kommt , sind es in den USA vier Mal so viel . Die BCG rät
den Händlern , mehr Service zu bieten . Mit besseren Suchmaschinen ,
Telefon-Hotlines und klaren Produktangaben soll der Kunde sein Produkt leichter
finden und kaufen als bisher . Verbreitung von Kinderpornografie im Internet
nimmt zu Nach Meinung von Experten werden täglich bis zu 50.000 Bilder mit
Kinderpornografie aus dem Internet geladen . Dies zeige , dass die Verbreitung
von Kinderpornografie über das Netz in den vergangen Jahren sprunghaft
zugenommen habe . Dabei würden Videos und Bilder nicht nur zusätzlich über das
Internet vertrieben , sondern inzwischen auch speziell für das Web hergestellt .
Auch zum Kinderhandel werde das Netz missbraucht , erklärte der Journalist
Detlef Drewes . Die Verfolgung dieser Aktivitäten durch die Polizei sei aber
deutlich verbessert worden . Staatssekretär Hansjörg Geiger betonte aber
gleichzeitig , nach wie vor bestehende internationale Rechtsunterschiede
stellten weiterhin ein Problem dar . Nicht einmal in Europa gebe es einen
Konsens , was denn unter Kinderpornografie zu verstehen sei . Aber es gebe
Fortschritte , meinte Geiger : Ein Entwurf für ein Zusatzprotokoll zu einer
Vereinbarung der Vereinten Nationen über die Bekämpfung von Kinderhandel ,
-pornografie und -prostitution sei konsensfähig . Hannover Messe Industrie
eröffnet Die deutsche Industrie hat der Bundesregierung zum Auftakt der Hannover
Messe 2000 eine Erweiterung der geplanten Green Card für ausländische Fachkräfte
vorgeschlagen . Eine solche Einreiseerlaubnis sollte nicht nur für 20.000
Computerspezialisten , sondern auch für junge Ingenieur-Studenten aus Ländern
außerhalb Europas gelten , erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher
Maschinen- und Anlagenbauer ( VDMA ) , Eberhard Reuther , zur Eröffnung der
Hannover Messe am Sonntagabend vor knapp 2.000 Gästen im hannoverschen Congress
Centrum . Reuther schlug eine eigene " Green-Student-Card " vor . Auch der
Präsident der EU-Kommission Romano Prodi sowie Bundeswirtschaftsminister Werner
Müller wiesen auf den Fachkräftemangel in vielen Bereichen der Industrie hin .
Auf der weltgrößten Industrieschau präsentieren sich bis kommenden Samstag 7.250
Aussteller aus 65 Ländern . Die Messeleitung erwartet wie im Vorjahr rund
300.000 Fachbesucher . Im Mittelpunkt stehen das Zusammenwachsen der
traditionellen Industrien mit den neuen Informationstechniken und wie zur
Computermesse CeBIT der Nachwuchsmangel . Im Maschinenbau , ebenso in der
Elektrotechnik fehlen trotz allmählich wieder steigender Studentenzahlen etliche
tausend Ingenieure . Prodi rief zu einem neuen Unternehmergeist in Europa auf
mit mehr Risikofreude und Innovationen , weniger Wettbewerbsbarrieren und
bürokratischen Hemmnissen . Allein in den Informationstechnologien gebe es
EU-weit zwischen 500000 und eine Million unbesetzte Arbeitsplätze .
Bundeswirtschaftsminister Müller sieht für Deutschland Handlungsbedarf bei
Hochschulabsolventen . " Für mein Empfinden verlieren wir zu viel hervorragende
Studienabgänger ins Ausland , gewinnen parallel dazu immer weniger ausländische
geistige Eliten zu Leben und Mitarbeit in unserem Land " , sagte Müller . Die
Bundesregierung werde sich zudem künftig stärker als bisher die Engagements
deutscher Unternehmen im Ausland politisch unterstützen . Müller forderte die
EU-Kommission auf , die notwendige Liberalisierung des Wettbewerbs in Europa und
der Welt nicht zu Lasten einzelner Länder wie Deutschland zu gestalten . Die
EU-Kommission müsse die deutschen Beiträge zum freien Wettbewerb stärker
anerkennen . Dagegen gebe es Wettbewerbsdefizite in anderen EU-Staaten . Die
Green-Student-Card müsste nicht nur in Deutschland , sondern in ganz Europa
gelten , sagte VDMA-Präsident Reuther . Er regte außerdem eine europäische
Elitehochschule für Ingenieure an . In Deutschland sollten Industrie und Politik
ihre Anstrengungen zur Nachwuchsförderung in den technischen Berufen verstärken
. Der Maschinenbau und andere Investitionsgüterindustrien müssten auch selbst
mehr für ihr Image bei jungen Leuten tun . Niedersachsens Wirtschaftsminister
Peter Fischer appellierte an die Entscheidungsträger der Wirtschaft , in Zeiten
der Globalisierung das Tempo des Wandels nicht zu überziehen . Die
Spezialisierung und Bereinigung von Geschäftsfeldern dürfe nicht einseitig auf
dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden . Zum Auftakt der Hannover Messe
Industrie erklärte der Präsident des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und
Elektronikindustrie ( ZVEI ) , Dietmar Harting , jedenfalls , die
Investitionsgüterindustrie in Europa komme in diesem Frühjahr in Schwung . Die
Industriebranchen vieler westeuropäischer Länder hätten ihre Investitionspläne
nach oben korrigiert . Auch in den USA und in Südostasien entwickeln sich die
Investitionen positiv . Die deutschen Hersteller von Automatisierungs- ,
Energie- , Gebäude- und Messtechnik profitierten bereits in der zweiten Hälfte
1999 von der guten Auslandsnachfrage . Im Inland allerdings lasse die Nachfrage
nach Investitionsgütern noch zu wünschen übrig , sagte Harting . Die Zahl der
Beschäftigten bei den Herstellern ging bei anhaltendem Fachkräftemangel um 3.000
auf gut 400.000 zurück . Der ZVEI fordert deshalb ebenfalls über die geplante
Green Card für 20.000 ausländische Software-Experten hinaus eine stärke Öffnung
des deutschen Bildungssystem gerade in den Ingenieurwissenschaften für
ausländische Studenten . Auch viele andere Branchen wie Elektrotechnik und
Maschinenbau klagen seit Jahren über fehlenden Nachwuchs . Die Green Card könne
" nur für einen akuten Engpass helfen und greift zu kurz " , sagte
ZVEI-Hauptgeschäftsführer Franz-Josef Wissing . Man müsse deshalb " auch über
ein Einwanderungsgesetz konstruktiv nachdenken . " Deutschland müsse " sein
Bildungshaus in Ordnung bringen " . Dazu gehöre in einer globalen Weltwirtschaft
" auch mehr Weltoffenheit und Internationalität " , sagte Harting . Die Zahl der
Studienanfänger für Elektrotechnik nehme auf Grund gemeinsamer Anstrengungen von
ZVEI und Hochschulen seit vorigem Jahr und in der Informatik bereits seit 1996
wieder zu . Etliche Hochschulen haben laut ZVEI nach dem Rückgang der
Anfängerzahlen jedoch Kapazitäten und Stellen in Ingenieurwissenschaften
abgebaut . Vodafone bekommt für Infostrada weniger Geld Der Verkauf der
italienischen Infostrada durch Vodafone geht zum Ende März nun endgültig über
die Bühne . Italiens zweitgrößte Festnetzgesellschaft kommt den Energiekonzern
Enel aber weitaus billiger zu stehen als ursprünglich vereinbart : Hintergrund
des reduzierten Kaufpreises für die Mannesmann-Tochter , in deren Besitz
Vodafone durch die Übernahme des deutschen Traditionskonzerns gelangte , sind
die Bedenken der italienischen Wettbewerbshüter . Die Kartellwächter hatten
befürchtet , dass durch Synergien bei gleichzeitigem Anbieten von
Telefondiensten und Stromversorgung die Enel ihre Übermachtstellung im
italienischen Markt weiter ausbauen könnte . Infostrada soll nach der Übernahme
mit der Enel-Mobilfunktochter Wind zusammengelegt werden - damit entsteht der
zweitgrößte Telekommunikationskonzern Italiens und der härteste Konkurrent für
den Ex-Monopolisten Telecom Italia . Ericsson verschiebt Sanierungspaket Der
schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson hat ein für den heutigen Montag
angekündigtes Maßnahmepaket gegen die hohen Verluste im Handy-Geschäft
aufgeschoben . Wie der zuständige Unternehmenssprecher Tomas Stalnert in
Linköping der Nachrichtenagentur TT bestätigte , werde an dem Paket mit
erwarteten Stellenstreichungen und Betriebsschließungen " noch gearbeitet " . Es
sei innerhalb der nächsten zwei Wochen zu erwarten . Ericsson hatte bei einer
Gewinnwarnung Mitte März die eigenen Umsatzerwartungen deutlich reduziert und
Milliardenverluste für das erste Quartal angekündigt . Die Stockholmer Zeitung
Expressen berichtete am Montag unter Berufung auf Kreise in der
Unternehmensleitung , dass Ericsson ein " strategisches und offensives
Maßnahmepaket " vorlegen will . Dabei werde man deutlich über die ursprünglich
geplante Streichung von 1.000 Stellen in der Handy-Sparte hinausgehen . SAP
erhöht Dividende SAP will die Dividende für das Geschäftsjahr 2000 erhöhen . Wie
das Softwareunternehmen am heutigen Montag mitteilte , soll der Hauptversammlung
am 3. Mai je Stammaktie eine Dividende von 57 Cent vorgeschlagen werden ; im
Vorjahr waren es noch 52 Cent . Je Vorzugsaktie soll es 58 Cent statt 53 Cent im
Vorjahr geben . Vorstand und Aufsichtsrat hatten bereits Ende Februar
beschlossen der Hauptversammlung die Umwandlung der Vorzugs- in Stammaktien
vorzuschlagen . Nach der Zusammenlegung der Dividendenpapiere würden alle
Aktionäre zukünftig eine einheitliche Ausschüttung erhalten , die sich am Niveau
der leicht höheren Dividende der bisherigen Vorzugsaktie orientieren solle ,
erklärte SAP im Februar . Lucent baut 3G-Mobilfunknetz für Verizon Wireless
Lucent soll die Infrastruktur für das Mobilfunknetz der dritten Generation von
Verizon Wireless einrichten . Lucent wird damit in diesem Bereich der größte
Lieferant des Mobilfunkunternehmens . Verizon setzt auf den Standard CDMA2000 ,
der von der US-Firma Qualcom als Konkurrenz zu europäischen UMTS-Standards und
W-CDMA propagiert wird . Die Modernisierung werde die Telefonkapazität des
landesweiten Verizon-Mobilfunknetzes verdoppeln und die Datenübertragskapazität
verzehnfachen , erklärte Lucent . Nach Angaben von Verizon Wireless soll die
Installation des Netzes Ende dieses Jahres beginnen ; das neue Netz sei damit
das erste kommerzielle 3G-Mobilfunknetz in den USA . Chipkarten-Hersteller
Winter vervierfacht Jahresüberschuss Der Chipkartenhersteller Winter hat im
vergangenen Jahr Umsatz und Ergebnis verbessern können . " Dieses ausnehmend
gute Ergebnis wird in diesem Jahr aber wohl kaum zu toppen sein " , schränkte
Vorstandssprecher Gerhard Osterrieder ein . Sendmail , ganz einfach Sendmail ?
Dabei ist dieser Message Transfer Agent immer noch der am öftesten eingesetzte :
über 80 Prozent der Mail-Server im Internet setzen auf sendmail auf . MetaInfo (
Halle 5 , Stand F36-B11 ) zeigt nun die neueste Version einer
sendmail-Implementation für Windows NT , die der sendmail.cf ihren Schrecken
nimmt . Darüber hinaus ist das Werkzeug dazu in der Lage , sendmail auf
entfernten Rechnern zu konfigurieren und den Dienst zu starten , zu stoppen oder
einen Neustart nur zum Einlesen der Konfigurations-Änderungen auszulösen .
Integriert in sendmail für NT ist darüber hinaus ein ebenfalls über die
Java-Oberfläche verwaltbarer Mailing-List-Prozessor . Die
sendmail-Implementation selbst beruht auf der Version 8.8.6 des Unix-sendmail .
Den Code gibt MetaInfo allerdings nicht heraus . Nach Aussagen der Firma ist der
Quelltext des NT-sendmail aber eine unveränderte Übernahme des
Original-Unix-Codes . Neben sendmail für NT zeigt MetaInfo auch MetaIP , eine
Kombination aus DHCP ( Dynamic Host Configuration Protocol ) , DNS ( Domain Name
Service ) und DDNS ( Dynamich DNS ) . Lotus strotzt vor Selbstbewußtsein Vor
Selbstbewußtsein kaum laufen können die Lotus-Mitarbeiter . Mit 24 Prozent
Marktanteil im Messaging- und Email-Markt und ganzen 36 Prozent bei der
Groupware kann man sich das auch leisten . Marktführer Lotus sieht Microsoft in
diesen Bereichen nur unter " ferner liefen " eingeordnet . Nach einer Steigerung
der Notes-Userzahlen von 9,5 Millionen auf 20 Millionen weltweit und von einer
Million auf 4 Millionen in Europa allein 1997 möchte Lotus auch 1998 die
Marktführerschaft behaupten . Deshalb zeigt man schon auf der CeBIT den
Standbesuchern die Version 5 von Domino-Server und Notes-Client , die weitere
Internet-Protokolle integrieren und die Benutzung sowie die Administration
vereinfachen sollen . Der Zusammenschluß bringe vor allem im Vertrieb und im
Support einige Vorteile , da Cabeltron bislang vor allem auf den amerikanischen
Markt konzentriert war . Digital Networks dagegen habe dagegen auch in Europa
eine starke Postiion auf dem Markt . Anfang des Jahres übernahm Cabletron zudem
Yago . Alle Router-Funktionen sind nicht mehr in Software realisiert , sondern
in eigens entwickelten ASICs . Dabei behält man die Standards für drahtlose
Netzwerke bei , arbeitet also mit dem 2,4-GHz-Band . ( Halle 11 , Stand F64 )
Bildsensoren von Rockwell Auf der CeBIT überraschte der Chiphersteller durch
eine Reihe Bildaufnehmer für den Video- und Digitalfoto-Bereich , die im
Gegensatz zur bekannten analogen CCD-Technik ( Charge Coupled Device ) in
CMOS-Technik realisiert sind . Die Erfahrungen der Firma im Bereich militärisch
genutzter IR-Sensoren kommen der Entwicklung zugute - Rockwells Sensoren
vermeiden die ansonsten bei CMOS-Bildaufnehmern zu beobachtenden Streuungen in
der Pixel-Helligkeitskennlinie , die sich durch ein " feststehendes " Rauschen
im Bild unangenehm bemerkbar machen . Durch den verwendeten
Standard-CMOS-Prozess lassen sich die Chips besonders preiswert in jeder
Silizium-Fab fertigen . Farbsensoren mit XVGA-Auflösung sollen demnächst
lieferbar sein , Ende des Jahres will man 2048x2048 Bildpunkte erreicht haben .
3Com : Gratis-Update auf 56K Seit heute ( 19. März ) bietet 3Com das erste
Update auf den neuen Standard der International Telecommunications Union ( ITU )
für 56K-Modems ( V.90 ) an . Für das Modem Sportster Message Plus ist die
Aktualisierung des Flash-ROM auf 3Coms Web-Seite ( http://www.3com.com )
verfügbar . Entsprechende Updates für die anderen 3Com- bzw. U.S.Robotics-Modems
sollen in den nächsten Tagen und Wochen folgen . ( Halle 11 , Stand B62 )
Modem-Kombi mit Anrufbeantworter Mit dem U.S.Robotics 56K Professional Message
Modem stellt 3Com ein neues Modem vor , das ein 56K-Modem mit einem integrierten
Speicher ( 2 MByte ) für Sprach- und Faxempfang zusammenfaßt . Außerdem enthält
es eine Freisprecheinrichtung , um unabhängig vom PC telefonieren zu können ,
und einen digitalen Anrufbeantworter . Insgesamt 6 Tasten ermöglichen es , das
Modem auch bei ausgeschaltetem PC zu bedienen , um etwa eingegangene Anrufe
abzuhören , den Anrufbeantworter zu konfigurieren und ähnliches . Ein
Telefonhörer läßt sich zusätzlich anschließen . Der Speicher soll bei
ausgeschaltetem PC nach Aussagen von 3Com für etwa 70 Fax-Seiten und 20 Minuten
Sprachaufzeichnung gleichzeitig ausreichen . Momentan ist das Modem noch mit
3Coms x2-Technologie für 56K-Modems ausgestattet , Anfang April soll das Update
auf den ITU-Standard V.90 kostenlos verfügbar sein . Kosten soll das Gerät knapp
500 DM . ( Halle 11 , Stand B62 ) AOL legt kräftig zu Die Steigerung der
Mitgliederzahl fiel allerdings nicht ganz so hoch aus wie im Vergleichsquartal
des Vorjahres ; damals konnte AOL aber auch einen Schub durch praktisch
kostenlose Werbung verbuchen . Der Film " E-Mail für Dich " brachte vor einem
Jahr vor allem in den USA den Online-Dienst ins Bewusstsein der Kinogänger .
Damit konnte AOL im dritten Quartal als eine der wenigen Firmen der
Internet-Ökonomie einen satten Gewinn einfahren : Auch wenn der größte Teil des
Umsatzes aus Online-Gebühren stammt , konnte AOL die Steigerungen vor allem
durch Wachstum bei Werbung und E-Commerce erzielen . Besonders dieses Detail des
AOL-Geschäftsberichts stimmte die Börsianer offensichtlich hoffnungsfroh : In
ersten Kommentaren bezeichneten Analysten AOLs drittes Geschäftsquartal schon
als begeisternd . Angesichts fallender Preise für Internet- und Online-Zugänge
dürfte sich schließlich auch AOL über kurz oder lang diesem Trend nicht
entziehen können ; und es ist fraglich , ob der Dienst Preissenkungen allein
durch Mitgliederzuwachs ausgleichen kann . Da kommen große Steigerungen bei
anderen Einnahmen gerade recht - vor allem , da die Fusion mit Time Warner auch
in diesem Bereich einen weiteren Schub für AOL bedeuten dürfte . AOL-Chef Steve
Case bekräftige bei der Vorstellung des Geschäftsberichts jedenfalls das
Vorhaben , den Medienkonzern zu übernehmen - auch wenn es in letzter Zeit einige
Diskussionen um mögliche Probleme , etwa Turbulenzen im Management oder
Konflikte durch unterschiedliche Unternehmenskulturen gegeben hat . In Kürze
erwartet Case eine erste Vereinbarung , die es AOL ermöglicht ,
Highspeed-Internetzugänge über das Kabelnetz von Time Warner anzubieten . Die
Börsianer erwarten zudem auch weiterhin , trotz der jüngsten Schwierigkeiten der
Dot.Com-Firmen , dass AOL auf steigende Einnahmen durch Werbung und E-Commerce
bauen kann . Nicht nur viele Unternehmen der " Neuen Ökonomie " , auch mehr und
mehr klassische Industrien dürften es sich auch in Zukunft einiges kosten lassen
, den AOL-Mitgliedern prominent präsentiert zu werden . Neben den eigentlichen
Abonnenten des Online-Diensts kann AOL auch noch auf weitere beeindruckende
Nutzerzahlen verweisen : AOL-Mitglieder waren täglich im Schnitt 64 Minuten
online , 16 Minuten länger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum . Außerhalb
der USA konnten AOL und Compuserve die Mitgliederzahl um 434.000 auf 4,4
Millionen steigern . Bislang allerdings ist bei T-Online von einer
Internationalisierung des Diensts , mit dem AOL keine Mühe hat , nicht viel zu
sehen . Computer und Internet beleben den NRW-Wahlkampf Nachdem die Parteien in
Berlin die Informationstechnologie entdeckt haben , schlägt das Thema auch im
Landtagswahlkampf von Nordrhein-Westfalen hohe Wellen . Offensichtlich wollen
sich die Landesvertretungen der Parteien für die Wahl am 14. Mai nicht die Blöße
geben , kein Wort zur EDV und den Zukunftschancen durch das Internet zu
verlieren . So möchte nun Jürgen Rüttgers , Spitzenkandidat der NRW-CDU , nicht
nur " Mehr Ausbildung statt mehr Einwanderung " , wie er in seiner
Postkartenaktion gegen die Green Card der Bundesregierung fordert . Er will
außerdem Nordrhein-Westfalen zum Internet-Standort Nr. 1 in Deutschland machen .
Rüttgers stellte dafür ein Sofortprogramm vor , das Internet-Experten für ihn
erstellt haben . Zu ihnen gehörten etwa Bernd Hardes , Gründer und Chef des
deutschen Venture-Capital-Unternehmens und Startup-Beraters econa , oder Thomas
Heilmann von der Werbeagentur Scholz&Friends . Auch die Internet-Firmen
Justbooks und ImmobilienScout24 waren nach Angaben der CDU NRW an dem Konzept
beteiligt . Danach sollen in Nordrhein-Westfalen zwei Zentren für die
Internet-Branche geschaffen werden . Von dieser Keimzelle aus sollen sich dann
weitere Unternehmen entwickeln . Auch die Gründung einer Internet-Fachhochschule
sei notwendig . Nordrhein-Westfalen müsse beim Thema Internet dringend handeln ,
um nicht von Berlin und München dauerhaft abgehängt zu werden , erklärte
Rüttgers bei der Vorstellung des Plans . Die Grünen wollen ebenfalls nicht
untätig bleiben und möchten jedem Schüler in Nordrhein-Westfalen ab der siebten
Klasse einen Laptop zur Verfügung stellen . Die Kosten dafür sollen sich Eltern
, Land und Industrie teilen , schlägt die Partei vor . Auf die Eltern kämen in
diesem Fall monatliche Kosten von 30 Mark zu , erklärte die Geschäftsführerin
des grünen Landesverbands , Ruth Seidel . Pro Jahr kommen nach Angaben der
Grünen in Nordrhein-Westfalen etwa 230.000 Schüler in die siebte Klasse . Die
Industrie könne ihren Beitrag mit Preissenkungen für die Computer leisten .
Telekom will in die USA Die Deutsche Telekom will sich von ihren Aktionären ein
zusätzliches Kapital genehmigen lassen und damit für milliardenschwere Zukäufe
im Ausland rüsten . Auf der Hauptversammlung der Telekom am 25. Mai soll die
Schaffung des zusätzlichen Kapitals beschlossen werden . " Wir haben Berge
bewegt und werden auch in den nächsten Jahren Berge bewegen " , sagte Sommer mit
Blick auf Allianzen und Firmenzukäufe . So wolle das Unternehmen in den USA so
stark werden wie in Deutschland und Europa . " Nach dem Ende der Allianz mit
Sprint werden wir uns dort wieder ein Standbein schaffen " , kündigte Sommer an
. Die US-Firma war im vergangenen Jahr von MCI Worldcom geschluckt worden .
Bislang stehen die Bonner bei der Internationalierung ihrer Geschäfte allerdings
noch am Anfang . Gerade acht Prozent des Umsatzes entfallen auf das Ausland .
Nachdem vor einem Jahr die geplante Fusion von Telekom und Telecom Italia
gescheitert war , wartet die Branche auf eine große Übernahme oder Fusion .
Verstärkt hat sich der rosa Riese 1999 im Mobilfunk durch den Kauf der
britischen One2One . Scharf kritisierte Sommer unterdessen die unterschiedliche
Vergabepraxis der UMTS-Lizenzen in Europa . Während in einigen Ländern die
Lizenzen der dritten Mobilfunkgeneration durch einen Schönheitswettbewerb "
verschenkt " würden , müssten in Großbritannien gigantische Preise gezahlt
werden . " UMTS ist keine Experimentierbude , sondern eine der wichtigsten
Zukunftstechnologien " , betonte Sommer . Er forderte die Politik und
EU-Kommission auf , den eingeschlagenen Weg zu korrigieren . Die
Milliarden-Summen würden letztendlich auf die Kunden abgewälzt . Zur Jahresmitte
sollen in Deutschland vier bis sechs Lizenzen versteigert werden . Das
Bundesfinanzministerium sprach dagegen von einer deutlich niederigeren Summe .
Zu den strategischen Schwerpunkten im laufenden Geschäftsjahr gehört Sommer
zufolge der Ausbau des Unternehmens zu einem global ausgerichten
Telematikkonzern . Hinzu kommt die erstmalige Platzierung von Telekom-Aktien aus
dem Bestand des Bundes . Geprüft werde außerdem der Börsengang der europäischen
Mobilfunkaktivitäten , die unter dem Dach der T-Mobile Internationale AG
zusammengefasst sind . Das wäre eine Verdoppelung der Teilnehmerzahlen . Das
wäre praktisch jeder zweite Bundesbürger . Das Börsendebüt von T-Online
bezeichnete Sommer als " sehr gelungen " . Der erfolgreiche Start habe dazu
beigetragen , dass der Markt am vergangenen Montag deutlich stabiler verlaufen
sei . Der Telekom-Chef versprach zugleich Privatanlegern , die T-Online-Aktien
gezeichnet hatten , aber nicht zu Zuge gekommen waren , beim Verkauf der
nächsten T-Aktien bevorzugt zu werden . Die Anzahl der Telekom-Mitarbeiter habe
im ersten Quartal bei 170.000 gelegen . In diesem Jahr würden durch die
Übernahme von debis rund 17.000 Beschäftigte hinzukommen . Der Weg ist frei für
neue Domain-Namen Was lange währt , wird vielleicht gut : Der Weg zur Einführung
neuer Domain-Namen im Internet scheint nun frei zu sein . Einige Zeit schon
schwelte die Auseinandersetzung , ob die Einführung neuer generic Top Level
Domains ( gTLDs ) , vergleichbar zu .com , .net oder .org , sinnvoll ist . Der
ursprüngliche Plan der IANA , die Internet-Verwaltung auf neue Beine zu stellen
, wurde sogar von dem Bestreben ausgelöst , neue Domains einzuführen . Mit der
Einmischung der US-Regierung und der darauf folgenden Bildung der ICANN als
neuer Internet-Verwaltung und zuständiger Einrichtung für das Domain Name System
( DNS ) rückten die neuen Domain-Namen allerdings etwas in den Hintergrund der
Aktivitäten . Speziell um die Frage der Domain-Namen stritt sich das Top-Gremium
der Domain Name Supporting Organisation der ICANN , das Names Council , schon
einige Zeit . Nun hat dieses Gremium die letzte Hürde geschafft , die noch der
Beschlussfassung der ICANN über neue Namen im Internet im Wege stand . Die
Mitglieder nahmen auf einer Telekonferenz eine Resolution an , die die Zulassung
neuer gTLDs befürwortet . Das Names Council kam auf Grund eines Berichts seiner
Working Group C ( new gTLDs ) zu der Ansicht , gegen eine " schrittweise und
verantwortungsvolle " Einführung neuer Domain-Namen gebe es keine Einwände . Das
Gremium empfiehlt daher den Direktoren der ICANN , entsprechende Maßnahmen zur
Etablierung neuer gTLDs einzuleiten . Das ICANN-Verwaltungsgremium wird
daraufhin auf seinem nächsten Treffen in Yokohama , Japan , vom 15. bis 16. Juli
darüber beraten und wohl erste Schritte beschließen . Nach der Resolution des
Name Council seien allerdings einige Punkte besonders zu beachten . Die
ordnungsgemäße Registrierung der neuen Namen müsse besonders in der Anfangsphase
genau im Auge behalten werden ; außerdem müsse man darauf achten , dass die
neuen gTLDs nicht zur Verletzung von Namensrechten und Copyrights führten .
Außerdem müsse sichergestellt sein , dass die Benutzer Vertrauen in die Technik
des DNS behielten , und dass der ökonomische Wettbewerb unter den Registraturen
gestärkt werde . Da es schon seit längerem keine Erfahrungen mit der Einführung
neuer Domain-Namen gebe , empfiehlt das Names Council , anfangs nur eine
begrenzte Anzahl zusätzlicher gTLDs einzuführen . Jede weitere gTLD solle erst
etabliert werden , wenn diese erste Phase genau untersucht worden sei . Auf
Grund des Berichts der Working Group C empfiehlt das Names Council im ersten
Schritt verschiedene Typen von gTLDs : Vollständig offene Domains , vergleichbar
zu .com ; Domains mit eingeschränkten Zielgruppen , etwa wie .edu für
Universitäten und ähnliche Institutionen ; Domains für nicht-kommerziellen
Einsatz ; sowie Domains für Privatleute . Weitere Empfehlungen , etwa den
Bericht der Working Group B ( famous names ) , will das Names Council als
Ergänzung zu der jetzt verabschiedeten Resolution dem ICANN-Direktorium noch vor
dem Treffen in Yokohama zur Verfügung stellen . Sony erwägt Mobilfunk-Allianz
mit Ericsson Der japanische Elektronikriese Sony erwägt eine Zusammenarbeit mit
dem schwedischen Telefon-Konzern Ericsson bei Mobiltelefonen . Einzelheiten
stünden jedoch noch nicht fest , teilte Sony am Donnerstag mit . Japanische
Medien berichteten unter Berufung auf Unternehmenskreise , dass die geplante
Allianz voraussichtlich schon in Kürze offiziell bekannt gegeben werde . Die
Kooperation dürfte demnach unter anderem die Entwicklung , Produktion und die
Vermarktung von Mobiltelefonen umfassen . Dabei stünden die Märkte in Europa ,
Japan , anderen Teilen Asiens und den USA im Visier , hieß es . Den Berichten
nach sei es auch möglich , dass Sony und Ericsson ein Gemeinschaftsunternehmen
gründen und bei der Entwicklung von Mobiltelefonen der nächsten Generation
zusammenarbeiten . Mit der Allianz des weltweit drittgrößten schwedischen
Mobilfunkkonzerns hoffe Sony , im Kampf um den Mobilfunkmarkt mit seinen
japanischen Rivalen wie NEC und Matsushita Electric zulegen zu können . Für
Ericsson biete es zudem Kostenvorteile bei der teuren Entwicklung von Handys der
nächsten Generation zu einer Zeit , da das Wachstum auf dem weltweiten
Mobilfunkmarkt inzwischen deutlich langsamer verlaufe . Notes-Spezialist IT
Factory baut Engagement für Exchange aus Obwohl Microsoft Ende letzten Jahres
mit dem Local Web Storage System ( LWSS ) und dem Office Designer zwei wichtige
Komponenten aus dem Betaprogramm von Office XP herausnahm , baut IT Factory das
Engagement für die Microsoft-Platform Exchange 2000 weiter aus . Das Unternehmen
kündigt an , die auf Exchange spezialisierte Entwicklerfirma ECMS zu übernehmen
. IT Factory ist bislang als ein mit Beacon Awards hoch dekorierter Partner von
Lotus Development aufgetreten . Im Oktober letzten Jahres überraschte das
Unternehmen mit der Ankündigung , in Zukunft auch Lösungen für Exchange 2000
anbieten zu wollen . Viele Beobachter sahen darin eine Abkehr von der
Domino-Plattform . Wahrscheinlicher ist , dass IT Factory wie viele andere
Business-Partner durch die Kapitalgeber gedrängt wird , auf mehr als ein Pferd
zu setzen und mit Domino und Exchange den Markt vollständig zu bedienen . Die
Akquisition von ECMS passt in dieses Bild , das sich bei IT Factory schon im
Juni letzten Jahres durch den Einkauf der niederländischen Documentaal , ein auf
die Integration von Microsoft Office und Lotus Notes spezialisiertes Unternehmen
, zeigte . Auch andere Business Partner diversifizierten vor dem Börsengang in
das Microsoft-Umfeld , etwa Group Technologies . Eine Cross-Plattform-Strategie
wird auch als Grund für die aktuelle Akquisition genannt . Pikant ist , dass
sich nun alte Kameraden wiedertreffen . So zitiert IT Factory in der Mitteilung
über die Firmen-Übernahme Keith McCall , bei Microsoft als Exchange Solutions
Product Unit Manager für die Exchange-Anwendungen zuständig . McCall war vor
einigen Jahren noch bei Lotus für den gleichen Bereich auf der Domino-Plattform
zuständig . In einer weiteren Mitteilung kündigt IT Factory an , dass der
ehemalige Lotus-CEO Jeff Papows nun zum Chairman of the Board ernannt wurde ,
mithin nun Vorsitzender des Gremiums ist , dem er bereits seit Mitte letzten
Jahres angehört . Papows war bereits bei Lotus ein Garant guter Beziehungen zu
Microsoft . Dass mit Cliff Reeves ein langjähriger Weggefährte von Papows bei
Microsoft anheuerte , wird diese Beziehungen noch unterstützen . Mit Spannung
darf man die weitere Entwicklung der Partnerschaft von IT Factory und Lotus
erwarten . In der Vergangenheit gab es einige Reibungspunkte wegen der
Konkurrenz der ITF-Anwendungsarchitektur mit der von der Lotus Consulting
favorisierten eigenen Lösung LSA , die auf der Lotusphere Europe als LiSA wieder
auferstand . An großen Namen und der damit verbundenen Aufmerksamkeit fehlt es
IT Factory jedenfalls nicht . Neben Papows als Chairman und dem Iris-Gründer Tim
Halvorsen als Berater hätte beinahe der scheidende Lotus-CTO Nick Shelness das
Triumvirat vervollständigt . Dieser Coup kam dann jedoch nicht zu Stande . IBM
trotzt der Hightech-Krise Krise ? Welche Krise ? Der Computer-Konzern IBM zeigt
sich recht unbeeindruckt von der bisherigen Krisenstimmung in der
Hightech-Branche , die am gestrigen Mittwoch durch ein Ergebnis von Intel , das
nicht ganz so schlecht wie befürchtet ausfiel , erst einmal ins Positive drehte
. Big Blue war eine der wenigen Firmen , die in den letzten Wochen keine
Gewinnwarnung ausgab - nun legte der Konzern Geschäftszahlen für das erste
Quartal vor , nach denen er im zweiten Quartal hintereinander ein starkes
Umsatz- und Gewinnwachstum verbuchen konnte . Lag IBM damit noch innerhalb der
Erwartungen der Wall Street , konnte die Firma diese beim Umsatz sogar noch
übertreffen : Bei unveränderten Wechselkursen wäre dort der Umsatz sogar um 11
Prozent gestiegen . IBM-Chef Louis Gerstner verwies auf die breit gestreute
Produktpalette , innovative Produkte und den starken Dienstleistungsbereich . "
In Zeiten wie diesen hilft uns unsere Stärke als diversifiziertes und von
Dienstleistungen getriebenes Unternehmen " , betonte er . Das
Desktop-Computer-Geschäft litt jedoch nach seinen Angaben wie bei anderen
Anbietern auch . Dies sei nicht nur eine zyklische Frage . Es handele sich um
ein reifes Geschäft , das die IT-Branche nicht mehr antreibe . IBM sei
sicherlich nicht gegen breite Abstriche bei Kundenausgaben immun . Angesichts
der jüngsten Resultate rechnet Gerstner jedoch damit , dass IBM besser
abschneiden wird als die meisten seiner Konkurrenten , gleich wie sich der Markt
sich in diesem Jahr entwickelt . Der Finanzchef von IBM zeigte sich jedenfalls
zuversichtlich , die Prognosen für das Gesamtjahre einhalten zu können . Danach
will der Konzern einen Gewinn von 4,87 US-Dollar pro Aktie erzielen , eine
Steigerung um fast 10 Prozent gegenüber 2000 . Die Inverstoren freuen die Zahlen
und der optimistische Blick in die Zukunft jedenfalls : Im nachbörslichen Handel
stieg das Papier noch einmal auf 112,81 US-Dollar . Mittelstand nutzt zunehmend
das Internet Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland haben bei der
Nutzung des Internets kräftig aufgeholt . So verfügten inzwischen 96 Prozent der
kleinen und mittleren Unternehmen über einen Online-Anschluss , berichtet das
Institut der deutschen Wirtschaft ( iwd ) in Köln unter Berufung auf eine
Umfrage des Beratungsunternehmens TechConsult . Das Internet wird demnach aber
noch vorwiegend für die Kommunikation via E-Mail , für das Abrufen von
Informationen und für die Selbstdarstellung des Unternehmens eingesetzt . Beim
Thema E-Commerce seien dagegen viele Firmenchefs noch zurückhaltend . So gaben
nur 40 Prozent an , das Internet für den Verkauf von Produkten und
Dienstleistungen zu nutzen . Brennstoffzelle versorgt erstmals Camcorder Für
Benutzer von Handys , Organizer , Notebooks , portablen Musikgeräten oder
Camcordern arbeiten Forscher an vier deutschen und einem amerikanischen
Fraunhofer-Institut unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare
Energiesysteme ( ISE ) an einem serienreifen und zuverlässigen
Brennstoffzellen-System für den Massenmarkt . Die Leistungsfähigkeit ihres
Systems wollen die Forscher auf der Hannover Messe Industrie ( Halle 18 , 1. OG
, Wasserstoffstand J04 und Halle 7 , Forum Microtechnology , Stand E30 , Vitrine
) am Beispiel eines handelsüblichen Camcorders demonstrieren , dessen Akku durch
eine Brennstoffzelle ersetzt wurde . Sie soll mit einer Leistung von 10 Watt bei
einer Spannung von 8 Volt ausreichend Strom für das Gerät liefern . " Unser
Exponat ist eine Premiere , denn zum ersten Mal zeigen wir ein voll
funktionstüchtiges und gehäuseintegriertes Brennstoffzellensystem " , meint
Christopher Hebling vom ISE . Bei gleichem Volumen und Gewicht wie ein
herkömmlicher Camcorder-Akku lässt sich mit der vorgestellten Brennstoffzelle
genauso lange arbeiten . Grundlage für das System ist eine
streichholzschachtelgroße Miniatur-Brennstoffzelle . Sie besteht aus 16
Bipolarplatten , die in der klassichen Stackbauweise aufeinander gestapelt und
verklebt werden und die einen durchschnittlichen Wirkungsgrad von 50 Prozent
aufweisen . Als Tank für den Wasserstoff dient ein Metallhydridspeicher , der
schnell und einfach ausgetauscht werden kann . Die Mini-Brennstoffzelle soll
weitaus mehr Ladezyklen als bisherige Akkus unbeschadet überstehen . Ihr Betrieb
ist geräuschlos , erzeugt keine schädlichen Abgase und verlangt nur einen
geringen Wartungsaufwand . Eine Selbstentladung wie bei herkömmlichen Akkus gibt
es systembedingt nicht . Selbst nach einem Jahr Lagerung ist der Speicher noch
voller Energie . Die Brennstoffzelle kehrt das Prinzip der Elektrolyse um und
erzeugt aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie . Im Gegensatz zu
Batterien und Akkus besitzt sie jedoch keinen gespeicherten Energievorrat ,
sondern liefert erst just in dem Moment Energie , in dem ihr von außen die
benötigten Gase bereitgestellt werden . Den benötigten gasförmigen Wasserstoff
erhält die Brennstoffzelle aus dem separaten kleinen Tank . Ist der Tank leer ,
könnte sich der Nutzer später einmal per Internet-Versand neue Tanks bestellen
oder an der Tankstelle oder im Kiosk nachkaufen , während er den leeren Speicher
zum Wiederbefüllen zurückgibt : " Das könnte einmal ganz ähnlich funktionieren
wie heute mit der Kohlendioxid-Patrone für die Wasserbereitung zu Hause - sie
holen sich gegen Pfand eine neue im Kaufhaus und geben die alte ab " , erklärt
Groos . Ein solches Pilotprojekt läuft bereits erfolgreich in Island , wo
Wasserstofftanks für eine universelle 12-Watt-Brennstoffzelle an Tankstellen
verkauft werden . Auch bei dem Elektronikversandhaus Conrad sind
Wasserstoffspeicher heute schon erhältlich . Für Camcorder rechnen die Forscher
mit einem vergleichbaren Preis , den man auch für einen Akku bezahlen müsste ,
für kleinere Geräte wird die Brennstoffzellenlösung noch etwas teurer . "
Allerdings erhalten Sie dann mit der Brennstoffzelle auch ein leistungsfähigeres
und flexibleres System . " Besonders dort , wo kleine Leistungen über eine lange
Laufzeit benötigt werden , ist die Brennstoffzelle günstiger . Trotzdem rechnen
die Forscher damit , dass die Brennstoffzelle in der jetzigen Form bei einer
Markteinführung zunächst eher für hochpreisige Geräte interessant ist . Durch
eine extrem flache Anordnung von serienverschalteten Zellen lässt sich die
Energieversorgung aber beispielsweise auch auf der Rückseite eines MP3-Players
realisieren . Momentan hat ein Camcorder jedoch die optimale Größe , da die
Brennstoffzelle für den Einlass des Wasserstoffs ein Ventil benötigt ; darüber
hinaus ist ein Lüfter notwendig . Beides benötigt einen gewissen Raum in der
Zelle . Für kleinere Geräte wie Organizer oder Handy könnte später als
Brennstoff auf Methanol umgestiegen werden , weil dafür kein Ventil benötigt
wird . Allerdings ist die Forschung auf dem Gebiet des Methanols noch nicht so
weit . Kritiker der Technik jedoch betonen , dass die Herstellung von
Wasserstoff zu viel Energie verbraucht und dadurch die Kohlendioxid-Bilanz
negativ ausfällt . " Derzeit gibt es zumindest im Bereich für kleinere
Brennstoffzellensysteme noch keine umfassende Öko-Bilanz " , gibt Groos zu . "
Das Umweltbundesamt hat jedoch in einer Studie nachgewiesen , dass bei der
Herstellung herkömmlicher Akkus mehrere hundert Male mehr Energie reingesteckt
werden muss als später rauszuholen ist , hinzu kommt noch die
Schwermetallbelastung . " Bei der Brennstoffzelle dagegen werden keine toxischen
Materialien verwendet , das eingesetzte Platin ist wieder verwendbar . " Die
Brennstoffzelle besitzt nachweislich eine sehr hohe Lebenserwartung , alle
eingesetzten Materialien sind recycelbar , die Zelle ist unendlich oft ladbar -
ich meine , dass die Öko-Bilanz im Vergleich zu einem herkömmlichen Akku
deutlich günstiger ausfällt . " Zwar arbeitet der jetzt vorgestellte
Brennstoffzellen-Prototyp in einem Sony-Camcorder , aber Kooperationen gibt es
derzeit mit noch keiner Firma . Anders sieht das bei Notebooks aus , hier soll
in 3 Jahren ein System marktreif sein . Die Forscher denken aber schon weiter .
In einer Designstudie haben sie einen LCD-Projektor entwickelt , der mit einer
200-Watt-Lampe und zwei Wasserstofftanks 2 Stunden lang betrieben werden kann .
Geplant ist auch ein Powerpack in Buchgröße , das die Arbeit einer portablen
Steckdose verrichten soll . Zusätzlich sind zwei Solarpanels integriert , die
Energie aus Sonnenlicht erzeugen und einen internen Akku aufladen sollen . Apple
zeigt sich auch in Europa zuversichtlich Nach der Rückkehr in die Gewinnzone ist
der PC-Hersteller Apple auch in Europa für die weitere Entwicklung positiv
gestimmt . " Unsere neuen Produkte kommen gut an " , sagte
Deutschland-Geschäftsführer Frank Steinhoff am heutigen Donnerstag . So sei
trotz der Flaute auf dem PC-Markt die Nachfrage nach dem neuen PowerBook und dem
iMac groß . Der Konzern habe in den vergangenen Monaten praktisch seine gesamte
Produktpalette erneuert . Er sei optimistisch , dass sich Apple auch in Europa
von Quartal zu Quartal weiter verbessern könne , meinte Steinhoff gegenüber dpa
. " Wir haben gezeigt , dass das erste Quartal wie angekündigt ein einmaliger
Ausrutscher war " , sagte Steinhoff . Die Stimmung unter den Mitarbeitern in
Deutschland und Europa sei gut , betonte Steinhoff . Es sei kein Stellenabbau
geplant . Zuletzt sei eher neu eingestellt worden . Weitere Landessprachen fürs
DNS Wer eine ganz bestimmte arabische Domain unter .com auf jeden Fall haben
muss , sollte sich heute darum kümmern . Die dritte Runde in der Testphase für
die Registrierung nicht-englischsprachiger Domains war mehrfach verschoben
worden . Ziel von VeriSign ist es , in Zukunft Domains in allen in Unicode
verfügbaren Schriftsystemen zu registrieren . Damals wurden innerhalb des ersten
Monats nach VeriSigns Angaben rund 700.000 asiatische Adressen registriert ,
nach knapp einem halben Jahr spricht VeriSign nun von 850.000 . Die europäischen
Sprachen , die seit Februar registriert werden können , sind demnach wohl
deutlich weniger gefragt . Das ebenfalls am Test beteiligte US-Unternehmen
Register.com warnt auf seiner Webseite potenzielle Kunden vor der Verwendung
eines falschen Zeichensatzes bei der Arabisch-Eingabe - ISO-8859-6 muss es sein
, sonst erhält man bei der Kodierung nicht den korrekten ASCII-String . Unter
den 35 am Test beteiligten Registrierunternehmen ist im Moment keines aus einem
arabischen Land . Der Versand von E-Mail über diese Adressen ist nicht möglich .
DNS-Experte und IAB-Chef John Klensin warnte inzwischen davor , einfach auf eine
schnelle Lösung auf der Ebene der Applikationen beim User zu setzen . Klensin
plädiert vielmehr für eine grundsätzliche Nachrüstung von DNS-Servern und
Routern . Zu allem Überfluss haben inzwischen rund ein halbes Dutzend
Unternehmen Patente für ihre Lösungen angemeldet , unter anderem VeriSigns
Partner i-dns und Walid . Um den Kunden wenigstens einen Hoffnungsschimmer zu
geben , will VeriSign in den kommenden Wochen erstmals die Auflösung der Domains
unter der Second-Level-Domain .mltb.com ( für multilingual testbed ) ermöglichen
. VeriSign-Vertreter wie Roger Cochetti versprechen zudem , man werde sich für
die Kunden auch um die Migration der jetzt registrierten Adressen zum letztlich
ausgehandelten Standard kümmern . Ob dies technisch möglich ist , kann aber noch
niemand mit Bestimmtheit sagen . Mit Konvertierungstools lassen sich die Strings
aus den entsprechenden Schriftsystemen übersetzen . Wer weiß , so die Devise ,
ob VeriSign sich am Ende nicht doch durchsetzt . Autokauf im Internet bleibt
vorerst Zukunftsmusik Der bequeme Autokauf per Mausklick im Internet bleibt
Zukunftsmusik . Nach Einschätzung von Branchenexperten haben die Verbraucher
derzeit kein Interesse , ihre Vehikel quasi blind und ohne anzufassen über die
Datenautobahn zu bestellen . " Es hat sich unsere Einschätzung bestätigt , dass
sich die Autokäufer zwar im Web informieren , die Lust auf den virtuellen
Einkauf aber noch sehr begrenzt ist " , berichtete Vorstandsmitglied Roland
Gleisner von der Volkswagen Financial Services AG am Donnerstag in Frankfurt .
Nach Ansicht von Gleisner , der auch Sprecher des Arbeitskreises der Banken und
Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft ist , wird das Internet als
Vertriebsschiene für die Autokonzerne auf Jahre hinaus nur eine Nebenrolle
spielen . Derzeit klicken gerade mal fünf Prozent der potenziellen Autokäufer
auf die Web-Seiten der Hersteller , um sich über Preis , Farbe oder Ausstattung
ausgeguckter Fahrzeuge schlau zu machen . " Entscheidend ist , dass es für den
Kunden beim Kauf im Netz keinen Preisvorteil gibt " , erklärt Gleisner die
starke Zurückhaltung der Verbraucher . Zwar wollen Autobauer wie etwa Opel ihren
Absatz über das Internet künftig ankurbeln , große Preisnachlässe können die
Kunden jedoch nicht erwarten . Im Gegenteil : " Unser Internet-Rabatt würde für
die Händler sogar eine deutliche Ertragsverbesserung bedeuten " , räumt
Marketing-Stratege Volker Neu von der Opel Bank in Rüsselsheim ein . Ohne den
Weg zum Händler gibt es bislang keinen Neuwagen . Zudem lässt sich per E-Mail
aber auch kaum erfolgreich feilschen . Schließlich wird meist der eigene alte
Gebrauchte als Teilzahlung für den Neuen dem Händler abgetreten . Auch dies ist
über das Internet nicht zu machen . Die Flaute im heimischen Automobilmarkt
hinterlässt unterdessen auch bei den Banken und Leasinggesellschaften der
Branche Kratzer . Die Zahl der Finanzierungen für Neuwagen gingen um rund 15
Prozent auf 588.374 zurück . Bei Gebrauchtautos gab es dagegen einen Anstieg von
3 Prozent auf 824.049 Neuverträge . In der Sparte Leasing reduzierte sich die
Zahl der Neuverträge bei gewerblichen Nutzern um 4 Prozent auf 501.763 , bei
Privatautos um 5 Prozent auf 242.786 . Funknetz von Cisco in Deutschland In den
USA hat Router-Spezialist Cisco sein drahtloses Netzwerk bereits vorgestellt ,
nun bringt das Unternehmen die Geräte der Serie Aironet 340 Serie für die
drahtlose Vernetzung von Unternehmen auch nach Deutschland . Kernstück des
Wireless LANs ( WLAN ) ist der Wireless Access Point , die Schnittstelle
zwischen dem Ethernet und den drahtlosen Endgeräten , der diese mit einer
maximalen Datenrate von 11 MBit/s anbindet . Für die drahtlosen Clients bietet
Cisco neben PCI- und ISA-Karten auch ein PC-Card-Modell an . Soll die Vernetzung
größere Strecken zwischen Gebäuden überwinden , kommt die Aironet 340 Wireless
Bridge mit einer Palette von Antennen zur Gebäudevernetzung über Point-to-Point
oder Point-to-Multipoint ins Spiel . Deutsche Preise für die Geräte sind indes
nicht verfügbar - Cisco gibt auch hier zu Lande bislang die US-Preise an . Dank
des WLAN-Standards-IEEE 802.11b , der die drahtlose Kommunikation auf den
unteren Netzwerkschichten ( Layer 1 und 2 ) definiert , lassen sich wie im
verdrahteten Ethernet-Umfeld Clients und Zugriffspunkte unterschiedlicher
Hersteller kombinieren , um beispielsweise auch einen Handspring Visor mit
WLAN-Modul in das Firmennetz einzubinden . Obwohl Cisco noch für dieses Jahr
eine Wireless-Lösung für den Heimbereich plant , die " deutlich unter 1.000 Mark
" kosten soll , sieht der Netzwerkhersteller seine Stärken auf Dauer nicht im
Client- sondern im Server-Umfeld . Zwar wächst der Markt für drahtlose Netze
schnell ; trotzdem seien die Umsatzaussichten im WLAN-Bereich weltweit für alle
Anbieter von Funk-LANs zusammen nicht viel größer als der Umsatz , den Cisco mit
seiner gesamten Produktpalette allein in Deutschland macht , hieß es aus dem
Hause des Netzwerkherstellers . Schnellere WLANs befinden sich derzeit in der
Vorbereitung : Sobald dieser Standard verabschiedet ist , wird Cisco passende
Geräte herausbringen ; vor Mitte nächsten Jahres ist damit jedoch nicht zu
rechnen . Die Aironet-Produkte sind keine Eigenentwicklung Ciscos , sondern
gehen aus dem Portfolio des Herstellers Aironet hervor , den Cisco im Herbst
1999 übernommen hat . Warnung vor neuem E-Mail-Wurm : Vorsicht bei Attachments
Bei der bereits gemeldeten neuen Variante des E-Mail-Wurms ILOVEYOU , die seit
gestern Abend ihr Unwesen treibt , hat sich jemand weitaus mehr Mühe gegeben als
beim Original . Von den Antiviren-Herstellern schon als VBS/NEWLOVE.A in ihre
Listen aufgenommen , handelt es sich bei dem Wurm ebenfalls um ein Visual Basic
Script . Er wirkt sich daher wie ILOVEYOU nur auf Windows-Systemen aus . Wenn er
aktiviert wird , verschickt NEWLOVE sich ebenfalls an alle User aus dem
Outlook-Adressbuch . Allerdings kann er jedes Mal die Betreff-Zeile der E-Mail
ändern , und zwar offensichtlich anhand des Subjects anderer E-Mails , die in
der In-Box von Outlook gespeichert sind . Daher können selbst Anwender , die auf
seltsame E-Mail-Titel achten , den Wurm nicht auf Anhieb erkennen ; unter
Umständen bekommen sie sogar eine Mail von einem Bekannten mit einem Titel , der
auf einen früheren Mailaustausch verweist . Zudem ist NEWLOVE polymorph , er
ändert seinen eigenen Code mit jeder neuen Infektion . Neue Zeilen zufällig
ausgewählten Codes werden bei jeder neuen Aktivierung hinzugefügt ; dadurch
nimmt sein Umfang jedes Mal zu . Der Antiviren-Hersteller Trend Micro berichtet
, dass E-Mails aufgetaucht sind , bei denen der Wurm schon eine Größe von 400
KByte erreicht hatte . Darüber hinaus geht der Wurm nach ersten Analysen alle
Verzeichnisse der Festplatte durch und überschreibt Dateien mit Files von 0 Byte
Länge . Da davon auch die Windows-Verzeichnisse betroffen sind , startet Windows
, ist der Wurm einmal aktiviert worden , nach einem Re-Boot nicht mehr . Bislang
scheint der Wurm noch keine allzu großen Schäden angerichtet zu haben , da die
Anwender offensichtlich von der letzten Wurm-Attacke durch ILOVEYOU noch
sensibilisiert sind . Vorsicht ist auch geboten , wenn Dateiendungen wie .vbs
nicht angezeigt werden - einige E-Mail-Programme stellten den Anhang der E-Mail
mit dem Wurm nur als .txt-Datei dar und verschluckten die zusätzliche Endung
.vbs . Informationen über Virenschutz-Software und Download-Angebote finden Sie
auf der Virenschutz-Seite von c't . Neue Organisation für Schlichtung bei
Domain-Streits Das gab die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (
ICANN ) diese Woche bekannt . Die bereits 1979 gegründete Schlichterorganisation
mit Mitgliedern aus aller Welt wolle damit , erklärte ihr Präsident James Henry
, ihre Stärken als Dispute Resolution Provider auch aufs Internet ausdehnen .
Künftig prüfen die CPR-Experten ebenso wie die WIPO in Genf , die kanadische
Organisation E-Resolution und das US-amerikanische National Arbitration Forum
die Klagen von Markenrechtsinhabern bei Domainstreitigkeiten ( siehe dazu auch
den Artikel Namenspatron aus c't 24/99 , der die so genannte Uniform Domain Name
Dispute Resolution Policy UDRP der ICANN erläutert ) . Kann der momentane
Inhaber der Domain kein legitimes Interesse oder keinerlei rechtlichen Anspruch
auf die Domain nachweisen oder hat er die Domain nur zum Zweck des
Weiterverkaufs registriert , können die Schlichter den Registrar zur Löschung
der Domain auffordern . Der Rechtsweg steht allerdings beiden Kontrahenten
weiterhin offen , dies bekräftigte Anfang Mai erstmals ein Richterspruch im
US-amerikanischen Bundesstaat Illinois ( Weber-Stephen vs. Armitage , 00 C 1738
) . In einer ersten Entscheidung entschied der Richter , dass das Gericht nicht
an die Beschlüsse der ICANN-Schiedsrichter gebunden sei . Dann erst werde das
Gericht darüber urteilen , welchen Einfluss der Schiedsspruch im weiteren
Gerichtsverfahren habe . Experten haben bereits mehrfach darauf aufmerksam
gemacht , dass sich die UDRP-Verfahren in erster Linie für den Kampf gegen
Domain-Grabber eignen . Die Verstärkung durch CPR dürfte der ICANN aber dennoch
recht sein : Derzeit sind immerhin rund 700 Domainstreitigkeiten bei den drei
bisherigen Schlichterorganisationen anhängig . Eine Datenbank von PDA bis
Großrechner Die Version 6.1 der DB2 Universal Database soll am 30. Juli
zeitgleich für NT , OS/2 und Unix ( darunter auch Linux ) erscheinen . Bereits
am 21. Mai soll es die entsprechende Version für die AS/400 und am 25. Juni
diejenige für OS/390 geben . Für den mobilen Einsatz auf Notebooks zugeschnitten
ist die Satellite Edition , die ( ohne Daten ) lediglich 8 MByte RAM und 30
MByte Festplattenplatz belegt . DB2 Everywhere ist mit noch weniger zufrieden :
Ausgelegt auf Personal Digital Assistants und Handhelds mit Windows CE oder
PalmOS bietet diese Version bei einem Speicherbedarf von 50 KByte einen Subset
der Abfragesprache SQL für relationale Datenbanken und relationales Indexing .
Diese beiden Kleinversionen sollen aber erst im Laufe diesen Jahres erscheinen .
IBM sieht DB2 Universal Database als die zentrale Datenbank im " Application
Framework for e-business " . Umfassende XML-Unterstützung beispielsweise gibt es
allerdings für die Version 6.1 noch nicht , immerhin aber schon XML-Parser und
-Suchfunktion . Entwickler können Stored Procedures in Java schreiben und die
IBM-eigene Visual-Age-Familie oder Microsofts Visual Studio zur
Anwendungsentwicklung benutzen . ICANN : Wir sind keine Demokratie Hintergrund :
ICANN sei keine Regierung , sie habe keine Regierungsmacht , und daher sei sie
auch keine Demokratie . Eine notwendige Klarstellung zu den Online-Wahlen für
die Internet-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (
ICANN< ) ? Der Ansicht schien jedenfalls Andrew McLaughlin zu sein , Chief
Policy Officer und Chief Financial Officer der ICANN . McLaughlin , im
Hauptberuf Berkman Fellow an der Harvard Law School , betonte jedenfalls auf der
Konferenz Internet Governance der Bertelsmann-Stiftung am vergangenen Donnerstag
, dass die ICANN nicht mit den Kriterien gemessen werden könne , die man an
demokratisch gewählte Regierungen anlege : " Die ICANN ist in einem gewissen
Sinne keine demokratische Institution , aber sie versucht , sich auf
Vertretungsstrukturen zu einigen . " McLaughlin legte großes Schwergewicht
darauf , dass die Vertretung der normalen Internet-Surfer die technische
Integrität und Stabilität des Internet und des Domain Names Service nicht
gefährden dürfe : " Die ICANN braucht hoch qualifizierte Direktoren , ein Ziel ,
das in einem gespannten Verhältnis zur Vertretungsfunktion stehen mag . "
Michael Leibrandt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ,
Vertreter der Bundesregierung im Governmental Advisory Committee ( GAC ) der
ICANN , fand diese Aussagen von McLaughlin doch recht bemerkenswert : Zum ersten
Mal habe ein Vertreter der ICANN eingeräumt , dass die Wahlen zum
ICANN-Direktorium nicht bedeuteten , dass die ICANN auch eine demokratische
Organisation sei . Es sei schon interessant : Man mache basisdemokratische
Wahlen für eine nicht-demokratische Organisation . Nach Ansicht von Leibrandt
aber ist die Betonung der technischen Zuständigkeiten des ICANN-Direktoriums
gegenüber den Wahlen durch die Internet-Nutzer unnötig : In der ICANN-Struktur
seien die Techniker ausreichend vertreten , die so genannten At-large-Direktoren
als Vertreter der normalen Surfer sollten andere Qualifikationen haben -
darunter eben Verständnis für die Probleme der Internet-Nutzer , die sie im
Direktorium zur Sprache bringen müssten . In eine ähnliche Kerbe schlug Jörg
Tauss , SPD-Mitglied des Bundestags : Es sei grundsätzlich problematisch , wenn
Organisation und Struktur der Internet-Verwaltung nicht demokratisch legitimiert
seien . Etwas überrascht über die Reaktionen , die seine Statements auslösten ,
versuchte McLaughlin allerdings zurückzurudern : Die ICANN sei halt keine
Regierung und daher keine Demokratie . Herbert Burkert , Professor für Medien-
und Informationsrecht an der Universität St. Gallen , sieht allerdings ebenfalls
die Stabilität des DNS als Totschlagargument : " Was können die
At-large-Direktoren als Repräsentanten des kleinen Nutzers überhaupt erreichen ,
wenn ihnen das Argument der Stabilität entgegengehalten werden muss ? " Am Ende
werde für alle , die sich an den ICANN-Wahlen beteiligt haben , ein Rest von
Enttäuschung bleiben , kommentierte er die bisherigen Wahl-Vorhaben der ICANN .
Es gebe eine Legitimationsdistanz zwischen Bürgern und internationalen
Organisationen - auf Dauer könne das so nicht mehr funktionieren . Von ICANN
lernen heiße daher unter Umständen , auch für die Verwaltung anderer knapper
Ressourcen zu lernen . Die Diskussion , wieweit ICANN überhaupt durch Wahlen
demokratisch legitimiert werden will oder sich eher als " wohlwollende Diktatur
" der Techniker über das Internet ansieht , offenbarte auf der Konferenz der
Bertelsmann-Stiftung allerdings ein grundlegenderes Problem : Und Alan Davidson
, Rechtsberater des Center for Democracy and Technology ( CDT ) , stellte klar :
" Selbst mit der eng definierten technischen Rolle der ICANN haben ihre
Entscheidungen große Auswirkungen . " Auch mit beschränktem Auftrag mache die
ICANN Politik . Wolfgang Kleinwächter , Professor an der Abteilung für Medien-
und Informationswissenschaften der Universität Aarhus , sieht daher eine
Grauzone zwischen dem , was die Regierungen bei der Internet-Verwaltung nicht
mehr erledigen wollen , und dem , was die ICANN zu übernehmen bereit ist . Er
plädiert aber nicht etwa für eine Art Super-ICANN , die alle politischen ,
juristischen und gesellschaftlichen Probleme berücksichtigt - vielmehr kann er
sich viele ICANNs vorstellen , die sich mit unterschiedlichen Bereichen
beschäftigen . Allerdings stellte er auch eine wohl berechtigte Frage : " Warum
fordert niemand ein Internet-Parlament ? " Ein Mitglieder-Rat der ICANN , der
gewählt wird - vielleicht kann solch ein Gremium nicht nur die Legitimation der
Internet-Verwaltung erhöhen , sondern auch die Techniker auf den Boden der
Tatsachen , mit denen die Internet-Nutzer tagtäglich konfrontiert sind ,
zurückholen . Sommer : T-Mobil im Oktober an die Börse Die Deutsche Telekom wird
ihre Mobilfunktochter T-Mobil voraussichtlich im Oktober an die Börse bringen .
Dies kündigte Telekom-Chef Ron Sommer am heutigen Montag in Frankfurt an . "
Auch wenn der Börsengang formal noch nicht beschlossen ist , treiben wir unsere
Planungen mit Hochdruck voran " , sagte Sommer . " Nach Stand der Dinge " werde
T-Mobil im Oktober auf den deutschen Kurszettel gebracht werden . Schrempp
fordert Open-Source-Initiative für Brennstoffzellen Dem Ingenieur ist nix zu
schwer : " Wo Ingenieure keine technische Lösung finden , da gibt es zumeist
auch keine . " Mit diesen Worten forderte Jürgen Schrempp ,
Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler AG , die Ingenieure in aller Welt auf
, sich auf den Hosenboden zu setzen und die Probleme zu lösen . Was die
Programmierer mit Linux geschafft haben , sollen die Ingenieure bei der
Entwicklung einer Brennstoffzelle auf Wasserstoffbasis wiederholen . Auch sonst
gab sich Schrempp in seiner Eröffnungsrede sehr computernah . Seinen
Pflichtenkatalog für die Ingenieure der Zukunft entwickelte er vor der düsteren
Folie , die Bill Joy von Sun Microsystems vor einigen Monaten veröffentlicht
hatte . Joy vertrat die These , dass Gentechnik , Robotik und Nanotechnologie
die Existenz des Menschen bedrohen . " Alle Ingenieure sind aufgerufen , die
Vision Joys zu verhindern " , forderte Schrempp in seiner Rede , die die
Produktivkraft Wissenschaft ganz nach vorne rückte . Der Weltingenieurstag 2000
ist der Erste seiner Art und mit 3500 Teilnehmern aus 44 Ländern restlos
ausverkauft . Der nächste Weltingenieurstag findet darum 2004 in China statt .
Nortel und HP bauen drahtlose Internet-Dienste Hewlett Packard und Nortel ,
einer der führenden Hersteller von Netzwerk-Equipment , arbeiten künftig bei
drahtlosen Internet-Zugängen zusammen . Nach einer Mitteilung der beiden Firmen
wollen sie die drahtlose Kommunikationstechnik Nortels mit den Erfahrungen von
HP bei Internet-Dienstleistungen kombinieren . Das Paket soll Firmen ebenso wie
Verbraucher in die Lage versetzen , von überall her per Funk auf das Internet
zuzugreifen . Dazu gehöre auch , dass die User zwischen Zugangsnetzen wechseln
könnten , ohne eine neue Verbindung aufbauen zu müssen oder eine neue IP-Adresse
zu erhalten . Zu dem Angebot , das aus der Kooperation von HP und Nortel
entstehen soll , gehören Portal-Sites für mobiles Internet sowie Funk- ,
Netzwerk- und E-Commerce-Dienstleistungen . Mit einer neuen Software ,
e-Mobility Acceleration Software genannt , die " dateispezifische
Kompressionstechniken und Optimierungen " biete und den drahtlosen
Internetzugang auf Datenraten von mehr als 56 KBit/s beschleunigen soll ,
beteiligt sich Nortel zudem an der Kooperation . Die Software arbeite als
Client/Server-Anwendung mit einem Proxy auf Seiten des Internet-Providers oder
im Firmennetz , während auf dem Client eine spezielle Windows-Software notwendig
sei . Probeläufe mit der Software sind nach Angaben von Nortel schon im Gange ;
Ende August dieses Jahres sollen entsprechende Angebote über GSM- , CDMA- ,
TDMA- und CDPD-Funknetze zur Verfügung stehen . Die Musik spielt im Internet -
Vivendi will den Ton angeben Die Musik spielt im Internet . Zumindest für den
Pariser Star-Manager Jean-Marie Messier , der sich anschickt , aus dem
französischen Mischkonzern Vivendi einen der weltweit größten
Unterhaltungskonzerne zu machen . Sein Konzept : Schnell handeln , international
agieren und auf allen Klavieren spielen . Im Internet will der ehrgeizige
44-Jährige mit seinem Wunschpartner Seagram die Saiten klingen lassen . " Eine
solche Chance gibt es für ein Unternehmen nur einmal " , schwärmt ein
Mitarbeiter . Möglicherweise schon an diesem Dienstag soll die Fusion Vivendis
mit der Seagram Company ( Montreal ) bekannt gegeben werden , zu der auch
Hollywoods Universal-Studios und das Musikhaus Polygram gehören . Mit im Konzert
ist Vivendis Tochterfirma Canal+ , die Pay-TV in 13 europäischen Ländern
einbringt . Die Fusion richtet sich gegen die anderen drei Großen der Branche :
Sony , die im Entstehen begriffene Allianz AOL/Time Warner/EMI und nicht zuletzt
die Bertelsmann Music Group . Zu viert kämen die Großen der Musikbranche alleine
in Europa auf einen Marktanteil von 80 Prozent . Das Internet revolutioniert den
Musikmarkt : Jetzt kann jeder Musik über das Netz auf seinen PC laden und auf CD
brennen . " Musik gehört zu den wenigen Gütern , die sich über das Internet
nicht nur bestellen , sondern auch liefern lassen " , sagt Thomas M. Stein ,
Vorsitzender des Bundesverbandes der Phonografischen Wirtschaft . " Die Musik
muss sich weg vom Produkt und hin zum Service entwickeln " , heißt die Devise .
Time Warner und AOL haben es vorgemacht : Der weltgrößte Onlinedienst AOL
schluckte Time Warner/EMI , den größten Medienkonzern der Welt . Das eröffnet
ungeahnte Vermarktungsmöglichkeiten weltweit . " Viele sagen , das Internet
würde die Musikindustrie sterben lassen , das Gegenteil ist der Fall - Musik und
Vizzavi , das ist die Zukunft " , schwärmen Vivendis Strategen . Mit dem
Telefonkonzern Vodafone AirTouch hat Messier einen Internet- und
Mobilfunkbereich aufgebaut . Über die Portalseite Vizzavi soll ein
Millionenpublikum in Europa ins Netz von Vivendi gehen . Ihnen kann Messier
künftig nicht nur fast 10.000 Spielfilme anbieten , sondern mit Polygram auch
den umfangreichsten Musiktitel-Katalog der Welt . Ohne die Musikrechte wären
solche Großfusionen im Musikgeschäft nur halb so viel wert : Kostenlose CD mit
Internetzugang für alle Hamburger Ende Dezember letzten Jahres hatte der
Hamburger Senat angekündigt , jedem Bewohner Hamburgs einen Internet-Zugang ohne
Provider-Gebühren zur Verfügung stellen zu wollen - nur die Telefonkosten sollte
danach jeder Hamburger noch selbst tragen . Ab dem heutigen Montag ist es nun
soweit : Die entsprechende Zugangs-CD für hamburg.de könne unter anderem in
Orts- und Bezirksämtern , in öffentlichen Bücherhallen und bei Filialen der
Hamburger Sparkasse gratis abgeholt werden , teilte Finanzsenatorin Ingrid
Nümann-Seidewinkel in der Hansestadt mit . Bei die Nutzung dieser Angebote
fielen lediglich Telefongebühren von 2,9 Pfennig pro Minute ( nach 18:00 Uhr )
beziehungsweise 3,9 Pfennig pro Minute ( tagsüber ) an , hieß es beim Hamburger
Senat . Daneben findet sich ein virtuelles Grußwort des Bürgermeisters ,
Informationen zu hamburg.de und über die Angebote der Beteiligten an der
Betreibergesellschaft . Nach den Worten von Nümann-Seidewinkel findet im
Internet gerade eine demokratische Revolution statt . Erst im März 2000 wurde
die Betreibergesellschaft hamburg.de GmbH und Co KG gegründet . Gesellschafter
sind die Hamburgische Landesbank , die HASPA , SNet-Line , die Sparkasse
Harburg-Buxtehude und die Freie und Hansestadt Hamburg . Der Geschäftsführer der
Betreibergesellschaft , Michael Faltis , sieht die Partnerschaft zwischen
Kommune und Unternehmen als Erfolgsmodell : Funk-LAN-Spezialist kauft
Mac-Netzwerker Proxim , eine der führenden Firmen bei drahtlosen Netzwerken und
in diesem Bereich eng mit Intel verbandelt , kauft den Netzwerkspezialisten
Farallon . Besonders Macintosh-Usern dürfte die Firma ein Begriff sein ,
spezialisierte sie sich doch neben Netzwerklösungen für PCs auf Fast Ethernet
und drahtlose Netze für Apple-Rechner . So bietet Farallon beispielsweise neben
Fast-Ethernet-Karten für den PCI-Bus mit Windows- und Mac-Treibern auch
100-MBit-Adapter für den NuBus und den Comm Slot II an . Bei drahtlosen Netzen
hat Farallon Funk-Netzwerkkarten im Programm , die mit Apples AirPort in einem
LAN betrieben werden können . Auch ein Infrarot-Adapter , um PowerBooks in ein
normales Ethernet zu integrieren , ist von der Firma zu bekommen . Mit der
Übernahme von Farallon möchte Proxim vor allem eine stärkere Position im Bereich
der Vernetzung für Privatanwender und kleinere Firmen erreichen . Farallon soll
als Abteilung unter dem Dach von Proxim arbeiten . Alle Geräte sollen auch
weiterhin für Mac OS und Windows entwickelt werden . Durch den Kauf von Farallon
erweitere man die eigene Produktpalette um eine wichtige Komponente , nämlich
Netzwerklösungen für Macintosh-Benutzer , meinte David King , Chef von Proxim .
Die Farallon-Übernahme ist bereits der dritte Firmenkauf von Proxim innerhalb
kurzer Zeit : Im Januar 2000 übernahm der Funk-LAN-Spezialist den Hersteller von
Hardware für lizenzfreie Funkbänder Micrilor , im Dezember 1999 brachte man sich
in den Besitz von Wavespan , einer Firma für drahtlose Gebäudekopplung . Chef
der OS/2-Abteilung verläßt IBM Richard Seibt , der in Deutschland die
erfolgreiche Kampagne zur Einführung von OS/2 Warp 3 initiierte und seit Januar
1998 weltweit für OS/2 zuständig war ( siehe c't 6/98 ) , verläßt IBM und
übernimmt in Deutschland den Vorstandsposten bei 1&1 . Einen Nachfolger für
Seibt als Verantwortlichen für die weitere Zukunft von OS/2 will IBM Ende Juli
bekanntgeben . Microsoft hat es mal wieder allen Skeptikern gezeigt , die schon
düstere Prognosen über die Zukunft der Firma abgaben - auch wenn die
Geschäftszahlen Raum für Skepsis lassen . Trotz aller öffentlichen Diskussionen
und politischen wie juristischen Auseinandersetzungen rund um den
Softwarekonzern haben die Redmonder mit ihrem Ergebnis für das vierte Quartal
ihres Geschäftsjahrs , das am 30 , Juni endete , die Erwartungen der Börsianer
übertroffen . Damit lag der Gewinn mit 44 Cents pro Aktie ( 40 Cents pro Aktie
im Vorjahr ) über den Prognosen der Wall Street , die 42 Cents pro Aktie
erwartete . Microsoft hatte schon in den letzten Monaten Gewinnwarnungen
ausgeben , um die Erwartungen der Analysten zu dämpfen . Die Börsianer waren
daher in Sorge , dass die Gewinne und Umsätze nicht dem entsprechen würden , was
man sich von Microsoft erhoffte - aus diesem Grund , ganz zu schweigen von der
Verurteilung im Kartellprozess , gehörte das Microsoft-Papier nicht gerade zu
den Lieblingen der Börsianer in letzter Zeit . Schon bei der Vorlage des letzten
Quartalsbericht merkten einige Analysten kritisch an , dass die
Umsatzsteigerungen zu einem großen Teil auf Erlöse aus Kapitalbeteiligungen und
nicht auf Verbesserungen im operativen Geschäft zurückzuführen seien . John
Connors , Microsofts Finanz-Chef , äußerte sich denn auch vorsichtig : Man
erkenne die " vielen Herausforderungen " an , denen Microsoft in diesem
Geschäftsjahr gegenübergestanden habe . Die Bedingungen für Windows 2000 Server
seien günstig ; aber der Konzern sei vorsichtig , was die Wachstumsraten im
PC-Geschäft angehe . Kein Wunder , dass der Konzern vorsichtig damit ist ,
Prognosen über den weiteren Geschäftsverlauf abzugeben - der Verweis auf
Microsoft.NET bei der Vorstellung des Geschäftsberichts ist für den
Softwareriesen Zukunftsprognose genug . Sun macht StarOffice offiziell zur Open
Source unter GPL In den letzten Tagen kursierten bereits Gerüchte , Sun wolle
den Quelltext seines Office-Pakets unter der GNU General Public License ( GPL )
freigeben . Selbst firmenintern wurde die Nachricht zum Teil als Unfug
bezeichnet . Heute wird Sun die Offenlegung der Quelltexte aber offiziell
ankündigen . Die Freigabe des Quelltextes will Sun auf der O'Reilly Open Source
Convention im kalifornischen Monterey verkünden . Als Koordinator für die
Weiterentwicklung des Office-Pakets soll die Organisation OpenOffice.org
gegründet werden , an der sich unter anderem Tim O'Reilly , Miguel de Icaza vom
Gnome-Porjekt , Brian Behlendorf von der Apache Software Foundation und Andy
Hertzfeld beteiligen . Weitere Mitglieder will Sun im Laufe des Tages nennen ,
darunter auch namhafte Firmen . Neben der Koordination der Sourcen soll
OpenOffice auch für die Definition von Dateiformaten auf XML-Basis sowie für die
sprachenunabhängigen Programmierschnittstellen zuständig sein . Den Quelltext
will Sun ab dem 13. Oktober 2000 auf www.openoffice.org zur Verfügung stellen .
Dabei werde es sich nicht mehr um die aktuelle Version 5.2 , sondern um das
kommende StarOffice 6.0 handeln , das verstärkt komponenten-orientiert
strukturiert sein soll . Zudem sollen die Module wie Textverarbeitung oder
Tabellenkalkulation optional nicht mehr unter dem eigenen Desktop , sondern
wieder als einzelne Applikationen laufen . Diese Version soll als Grundlage für
die weitere Entwicklung dienen . StarPortal , die Weiterentwicklung von
StarOffice zu einer Anwendung , die über das Web genutzt wird , wird aber nicht
als Open Source unter der GPL herausgegeben . StarPortal sei auch inzwischen ein
ganz anderes Produkt als StarOffice , hieß es bei Sun . Die eigene
Weiterentwicklung des Office-Pakets will Sun mit diesem Schritt keineswegs auf
die Open-Source-Gemeinde abwälzen . Vielmehr soll die Hamburger
Entwicklungsabteilung in vollem Umfang als Teil von OpenOffice.org weiter an
StarOffice arbeiten und für die Plattformen Windows , Solaris , Linux und Mac OS
zuständig sein , wie der Sun-Vizepräsident für Webtop- und Applikations-Software
, Marco Börries , c't gegenüber versicherte . Suns " Commitment für StarOffice "
sei sogar größer als je zuvor , betonte Börries . Man werde die Software
weiterhin aggressiv als führende plattformübergreifende Office-Lösung und als
konkurrenzfähige Alternative zu anderen Office-Paketen vermarkten . Dafür soll
insbesondere die auf Komponenten aufbauende Architektur von StarOffice sorgen ,
die Entwicklern ein sprachenunabhängiges API ( Applications Programming
Interface ) zur Verfügung stellt , mit der sie StarOffice-Komponenten in eigene
Applikationen einbinden beziehungsweise plattformübergreifende eigene
Anwendungen entwickeln können . So soll StarOffice beispielsweise in den
Gnome-Desktop für Linux integriert werden . Insgesamt stellt Sun also neben dem
Quelltext eines ausgewachsenen Office-Pakets vor allem auch Software-Entwicklern
ein Application Framework zur freien Verfügung . Und darauf scheint mit diesem
überrraschenden Schritt Suns , die ihre Techniken bislang nie unter der GPL
herausgaben , auch die Betonung zu liegen : Nicht nur ein dickes
Source-Code-Paket von Office-Anwendungen einfach unter die Open-Source-Gemeinde
zu werfen , sondern eine Art API und ein Framework in der Open Source
bereitzustellen , die zum Standard für die Anwendungsentwicklung werden sollen .
Gewinn von Nokia sinkt um 20 Prozent Die Börse hatte es befürchtet : Auch dem
Platzhirsch unter den Handy-Herstellern Nokia geht es nicht mehr so gut wie noch
vor Jahresfrist . Natürlich , immer noch ein staattliches Sümmchen : Aber im
Vergleich zum Vorjahr sank der Gewinn um glatte 20 Prozent . Mit einem Gewinn
von 0,17 Euro pro Aktie lag Nokia aber am oberen Ende der eigenen Prognose und
immer noch über den Erwartungen : Dementsprechend stieg der Aktienkurs auch am
Vormittag in Frankfurt erst einmal trotz des Gewinnrückgangs zweitweise um fast
10 Prozent auf fast 22 Euro . Während die Umsätze mit Handys noch um 10 Prozent
im Quartalsvergleich stiegen , musste Nokia Networks , die Infrastruktur-Sparte
der Finnen , einen Umsatzrückgang um 2 Prozent verbuchen . Der Gewinn der
Handy-Abteilung sackte aber sogar um 21 Prozent ab , während der Gewinn der
Netzwerk-Sparte um 16 Prozent sank . Vorstandschef Jormi Ollila erklärte , Nokia
habe die führende Marktposition wegen der Fähigkeit behauptet , das Kapital gut
zu verwalten und die Kosten zu reduzieren . Für das kommende Jahr erwarte das
Unternehmen wieder höhere Wachstumsraten . " Wir glauben fest an die
langristigen Möglichkeiten der Industrie für mobile Kommunikation " , meinte
Ollila . Öffentliche Beschwerdestelle für Newsgroups Der Kölner Verband der
deutschen Internet-Wirtschaft eco richtet mit NewsWatch eine öffentliche
Online-Hotline für Beschwerden rund um " illegale oder bedenkliche " Inhalte im
Usenet ein . Eco reagiert mit der Öffnung der bereits vor vier Jahre gegründeten
Anlaufstelle für alle Nutzer auf den verstärkten Druck aus den Ländern , den
Kampf gegen Rechtsextremismus und Kinderpornographie im Netz zu verschärfen .
Ziel von NewsWatch ist es nun , das Internet durch Selbstkontrollmaßnahmen "
sauberer " zu machen und angeordneten Zwangssperrungen im großen Stil
zuvorzukommen . Beschwerdeführer müssen einen Hinweis auf einen bestimmten
Inhalt einreichen , die Newsgroup angeben , in der sich der beanstandete Inhalt
befindet , sowie den Provider , der das virtuelle Forum bereithält . Möglichst
sollte auch die Message-ID des Postings genannt werden . Eine enge
Zusammenarbeit verspricht der Verband aber mit der Inititative Internet Hotline
Providers in Europe ( INHOPE ) sowie der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia
( FSM ) , die Beschwerden zu Web-Inhalten entgegennimmt . Die eingegangenen
Beschwerden werden von der ICTF geprüft und in die Kategorien " harmlos " , "
bedenklich " beziehungsweise " nicht jugendfrei " sowie " illegal " eingestuft .
Bewertungskriterien sind insbesondere Straftaten gegen die sexuelle
Selbstbestimmung , Volksverhetzung und die Verbreitung antidemokratischer oder
nazistischer Propaganda , Anleitung zu Straftaten sowie extreme
Gewaltdarstellungen . Auf Basis der Prüfung wird den Mitgliedern der ICTF im
zweiten Schritt nahegelegt , entweder eine Zugangsbeschränkung für Minderjährige
einzuführen oder eine Löschungsempfehlung abgegeben . Bei der " Überschreitung
eines bestimmten Schwellenwertes " will die ICTF den angeschlossenen Providern
sogar die " Sperrung der gesamten Gruppe " nahe legen . Zur Arbeitserleichterung
bietet das Gremium einen E-Mail-Aboservice , der eine automatisierte Löschung
von Artikeln und Sperrung von Newsgruppen ermöglichen soll . An Nichtmitglieder
der ICTF ergeht ein Hinweis auf den Beschwerdegegenstand und eine Aufforderung
zur Stellungnahme und Abhilfe . ICTF-Mitglieder , die dreimal Hinweise auf
illegale Inhalte nicht beachten und entsprechenden Sperrvermerken nicht
nachkommen , können von der Mitgliedschaft bei NewsWatch ausgeschlossen werden .
Gesetzlich sind Provider bisher durch Paragraph 5 des Informations- und
Kommunikationsdienstegesetzes beziehungsweise des Mediendienste-Staatsvertrags
nur dann dazu verpflichtet , rechtswidrige Inhalte von Newsgroups zu löschen
oder den Zugang zu illegalen Websites zu sperren , wenn sie von den
Strafverfolgungsbehörden dazu aufgefordert werden . Dies gilt unter der
Bedingung , dass die Maßnahmen " technisch zumutbar " sind . NewsWatch ist im
Prinzip ein alter Hut . Bisher hat allerdings nur die ICTF selbst das Screening
von Newsgroups übernommen . Nun sollen deutlich mehr " Eyeballs " nach dem
beziehungsweise den Rechten im Netz suchen . Die Maßnahmen der ICTF sind
allerdings schon auf rein technischer Ebene seit Jahren umstritten . So hatte
der Internet-Medienrat , der sich im Zusammenhang der deutschen
Multimedia-Gesetzgebung 1997 gegründet hatte , in seiner vier Jahre
zurückliegenden "WebBlock"-Studie befunden , dass Sperrungen von nach deutschem
Recht illegalen Web- und Newsgroup-Angeboten technisch " problematisch " ,
datenschutzrechtlich " nicht tragbar " und möglicherweise " rechtswidrig " seien
. Mit dem inzwischen ausgebauten INHOPE-Netzwerk hofft der Providerverband einen
Weg gefunden zu haben , die Beschwerden auch international durchzusetzen . Usern
soll die Möglichkeit erschwert werden , einen anderen Provider zu finden , der
auch beanstandete Postings oder Newsgroups weiterhin im Angebot hat . Diese
müssen ihren nationalen Gesetzen entsprechend über eventuelle Löschungen von
Postings entscheiden . Zu INHOPE gehören Hotlines in Deutschland , Dänemark ,
Frankreich , Großbritannien , Irland , den Niederlanden , Norwegen , Österreich
, Schweden , Spanien , Australien und den USA . Welche Domain hätten 's denn
gern ? Nach New.net und BOroon locken noch mehr " alternative " Domain-Anbieter
mit neuen Domains . Der Spaß ist nicht ganz billig , müssen Kunden doch immerhin
59 US-Dollar für ein Jahr Registrierung hinblättern , ohne Gewähr darauf , dass
sie über diese Adresse für den Normaluser erreichbar sind . Als nicht im
offiziellen Rootserver-System der für das DNS verantwortlichen Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) eingetragene Top Level
Domain ist der Adressbereich im Netz erst einmal nicht auffindbar . Für 59
US-Dollar handeln sich potenzielle Kunden also zunächst einmal Arbeit ein und
vor allem derzeit kaum die Aussicht , dass eine Domain wie call.sex von
irgendeinem potenziellen Kunden überhaupt gefunden wird . Denn über ISP-Partner
, die den Zugang zu der Pseudo-Registry ermöglichen , schweigt sich TLD Networks
Inc. aus . Eine Stellungnahme vom Londoner Büro dazu war ebenfalls nicht zu
bekommen . Dabei macht das Unternehmen neben der ".sex"-Offerte auch noch das
Angebot , sein Heil unter " .god " zu suchen . " Gott verkauft sich " , heißt es
unter www.dotgod.com - übrigens für denselben Preis wie .sex . Wahrscheinlich
handele es sich um Betrug , urteilen selbst einige derjenigen , die ihr Glück
für 59 US-Dollar mal versuchen wollten , wie der Webmaster des US-Unternehmens
Reliable Hosting . Warum dennoch so viele Adressen wie have.sex oder my.god bei
der Whois-Abfrage als registriert erscheinen , ist daher verwunderlich . Gerade
in den letzten Tagen hatte die Registrierstelle für de-Adressen , das DeNIC in
Frankfurt , im Zusammenhang mit einem Grundsatzpapier der ICANN vor dem
alternativen Adressgeschäft gewarnt . Dotsex und dotgod sind dabei nur ein
weiteres Beispiel . Schon macht ein US-Unternehmen unter www.nameslinger.com ein
wesentlich weitgehenderes Angebot . Jeder soll einfach selbst bestimmen , welche
TLD er gerne haben möchte . www.heise.news soll da ebensowenig ein Problem sein
wie www.news.heise . Bei Nameslinger werden die notwendigen
Software-Update-Pakete gleich mitgeliefert . Wer will schon .sex sein , wenn er
.heise sein kann ? Möbel und Autos - kein Geschäft im Web Manche Analysten
stellen zwar die Überlebensfähigkeit vieler Online-Shops generell in Frage - die
jüngsten Pleitiers der Internet-Ökonomie sind aber nicht gerade beweiskräftige
Beispiele für diese Ansicht . Eher demonstrieren sie , dass das Internet nicht
für alle Produkte das richtige Verkaufsmedium ist ; und nicht jeder , der auf
den Zug der New Economy aufspringen will , hat die Bedingungen verstanden , die
im Netz anzutreffen sind . Schon am Dienstag letzter Woche musste Living.com ,
ein mit Investitionen von Amazon gegründeter Online-Shop für Möbel , seinen
Bankrott nach Chapter 7 erklären ; 175 Mitarbeitern wurden gekündigt . Nach
Chapter 7 im amerikanischen Konkursrecht kann die Firma ihre Geschäfte unter
Gerichtsaufsicht erst einmal weiterführen , in der Regel ist dies aber der
letzte Schritt vor der Liquidation eines Unternehmens . Die Firma erklärte , sie
sei zu dem Schritt gezwungen gewesen , da sie nicht mehr genug Kapital erhalten
habe . Weitere Investitionen wären aber notwendig gewesen , um irgendwann
Gewinne erzielen zu können . Offensichtlich aber erwarteten die Kapitalgeber für
das Online-Möbelgeschäft keine allzu rosigen Zukunft und drehten den Geldhahn zu
. Auch für das Verkaufen von Autos über das Internet scheinen die hoch
gesteckten Erwartungen enttäuscht zu werden : Der US-Händler carOrder.com
schloss gestern seine Website und nimmt keine Online-Bestellungen für Autos mehr
entgegen . In diesem Fall verloren 100 Angestellte , zwei Drittel der
Gesamtbelegschaft , ihren Arbeitsplatz . carOder will sich jetzt ganz auf das
klassische Geschäft konzentrieren : Nämlich normale Autohändler übernehmen und
weiterführen . Die Erfahrung des letzten Jahres habe gezeigt , dass die
Online-Vermittlung von Autos keine Aussicht auf profitable Geschäfte böte ,
erklärte eine Sprecherin der Firma . carOrder hatte dabei nicht einmal direkt an
Kunden verkauft , sondern die Bestellungen an normale Händler weitervermittelt .
Dass auch Online-Shops nicht nur auf den Wellen des E-Commerce reiten , sondern
auch von ihnen weggespült werden , war zu erwarten . Bei allem Hype um das
Internet und E-Commerce zeigen die Surfer darüber hinaus aber bei gewissen
Produkten doch recht konservative Verhaltensweisen . Autos und Möbel sind nun
einmal keine Güter wie Bücher , CDs oder etwa Reisetickets , die man zur Not
auch kauft , ohne sie zuvor in Händen gehalten oder ausprobiert zu haben : Nicht
alles , was angeboten wird , lässt sich im Internet verkaufen . Bund übernimmt
zwei Drittel der Expo-Schulden Darauf hätten sich Bundeskanzler Gerhard Schröder
und Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel verständigt . Im Gegenzug
könne sich die Bundesregierung im Bundesrat auf die Zustimmung des Landes beim
Entlastungspaket für die hohen Energiepreise verlassen . Niedersachsen hatte in
den vergangenen Monaten mehrfach mit Schröder und Finanzminister Hans Eichel um
eine Verteilung der Expo-Schulden verhandelt . Als aber weitaus weniger Besucher
kamen als erwartet und sich ein immer größeres Finanzloch abzeichnete , stieg
auch in Niedersachsen die Sorge , die Schulden könnten den ohnehin engen
Landeshaushalt sprengen . Nokias Gewinnwarnungen sind Schnee von gestern Im Juli
noch hatte Nokia , Nummer 1 unter den Handy-Herstellern , bei der Vorstellung
der sehr guten Geschäftszahlen für das zweite Quartal gewarnt , die Ergebnisse
für das dritte Quartal würden nicht so berauschend aussehen . Damals erklärte
der Konzern , der Gewinn pro Aktie werde in etwa nur dem des Vorjahrs
entsprechen . Nun legte Nokia die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal 2000
vor - und überraschte die Börsianer wie schon zuvor beispielsweise Intel oder
Microsoft mit Ergebnissen , die weit besser als die nach den Warnungen
erwarteten Zahlen waren . Als Grund für die überraschenden Ergebnisse gab Nokia
eine Nachfrage an , die besser als erwartet gewesen sei . Ursprünglich wollte
Nokia eigentlich den Quartalsbericht erst am Donnerstag nächster Woche
vorstellen . Der Kurseinbruch der Nokia-Aktie um insgesamt rund 40 Prozent seit
der Warnung vor Wachstumsrückgängen und die allgemein fallenden Kurse der
Hightech-Aktien veranlassten den finnischen Konzern aber , den Geschäftsbericht
vorzuziehen . In den letzten Tagen hatte Befürchtungen von Anlegern , der Boom
bei den Handy- und Mobilfunkherstellern gehe langsam zu Ende , zu weiteren
Kursrückgängen geführt . " Nokia steht besser da als je zuvor , um weiter
führend in diesem Markt zu sein und die Technik-Entwicklung zu bestimmen " ,
meinte Jorma Ollila , Chef des finnischen Handy-Konzerns . Telefonierend in die
Schuldenfalle Überall auf deutschen Schulhöfen klingelt und piept es derzeit .
Wer heute als Teenager kein Handy hat , gilt als " out " . Doch viele
Jugendliche stürzt das Handy in die Schuldenfalle . Und auch wenn Minderjährige
im Internet surfen , sammelt sich oft ein nur noch schwer abzubauender
Kostenberg an . Die Kids führen über ihre Mobiltelefone längst nicht mehr nur
unbedingt notwendige Gespräche , wie Dieter Zwegat von der Berliner
Schuldnerberatungsstelle DILAB berichtet : Nach Angaben von Zwegat
vertelefonieren Jugendliche oft mehrere hundert Mark pro Monat . Dabei ist die
rechtliche Lage eindeutig : Nur wer volljährig ist , darf einen Vertrag
abschließen . Wenn also ein Jugendlicher unter 18 einen Handy-Vertrag
unterschreibt , ist dieser grundsätzlich ungültig . Die Mobilfunkunternehmen
können die Kosten , die durch einen solchen Vertrag anfallen , auch nicht von
den Kunden einfordern . Und so rät Schuldnerberater Zwegat , die Schulden nicht
zu bezahlen : " Viele Eltern wissen nicht , dass die Forderungen unberechtigt
sind und zahlen einfach . " Matthias Andreesen von D2 Mannesmann in Düsseldorf
wiegelt ab : Und auch bei der Bonner Telekom-Tocher T-Mobil versichert man ,
dass nur Volljährige einen Handy-Vertrag bekommen . " Das wird auch in unseren
Läden so umgesetzt " , sagt T-Mobil-Sprecher Philipp Schindera .
Mobilcom-Pressesprecher Stefan Arlt räumt allerdings ein , dass für die
Altersprüfung die Inhaber der Shops verantwortlich seien . Eine Alternative zu
Handy-Verträgen bilden die so genannten Prepaid-Karten . Aber auch hier gibt 's
einen Haken : SMS-Nachrichten können teilweise auch dann noch abgeschickt werden
, wenn kein Guthaben mehr auf der Karte ist . Das bestätigen auch die
Mobilfunk-Anbieter : Bald wollen die Betreiber aber eine neue Software einsetzen
, damit dieses Problem in Zukunft nicht mehr auftritt . Aber nicht nur durch
Handy-Verträge machen Jugendliche Schulden . Auch Internet und
0190-Service-Nummern würden von Jugendlichen oft genutzt , wie Karin Goldbeck ,
Juristin bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen , berichtet . Wenn
Jugendliche über den Computer der Eltern im Internet surfen , haften die Eltern
. Sie tragen die Kosten , die meist über die Telefonrechnung bezahlt werden .
Anders sieht die Lage aus , wenn der Sprössling eine Telefon-Sex-Hotline anruft
. Sie rät betroffenen Eltern , sich auf jeden Fall zu beschweren und auf das
BGH-Urteil zu verweisen . Dieter Zwegat empfiehlt Eltern , mit ihren Kindern
über ihre Wünsche zu sprechen . Sinnvoll sei es , so Zwegat , wenn sich die
Jugendlichen ihre Handy-Kosten selbst erarbeiten , etwa durch Zeitungsaustragen
. Aber auch wenn es noch so " in " ist , sollten Eltern Grenzen setzen : " Nicht
jeder Wunsch muss erfüllt werden " , so Zwegat . ( Sebastian Knoppik , gms ) SAP
in ersten neun Monaten mit sinkenden Gewinnen Das Walldorfer Softwareunternehmen
SAP hat in den ersten neun Monaten rückläufige Gewinne eingefahren . Für das
laufende vierte Quartal rechnet das Unternehmen mit einer positiven
Geschäftsentwicklung : " Wir erwarten gegenüber dem extrem starken vierten
Quartal 1999 ein solides Umsatzwachstum " , sagte der Vorstandssprecher der SAP
AG , Henning Kagermann . In dieser Rechnungsaufstellung sei das
Mitarbeiterbonusprogramm STAR nicht berücksichtigt . Das Ergebnis je Aktie
verdoppelte sich auf 0,28 Euro . Bereits im ersten Halbjahr 2000 waren die
Gewinne wegen der hohen STAR-Kosten unter Druck geraten . SAP hatte Mitte des
Jahres weltweit 22.988 Mitarbeiter . Bezahlung der Expo-Schulden noch nicht
geklärt Ein heftiges Dementi war die erste Reaktion der niedersächsischen
Landesregierung auf die Berichte , der Bund wolle zwei Drittel der Expo-Schulden
übernehmen : Über eine neue Aufteilung der Schulden für die Weltausstellung ist
das letzte Wort noch nicht gesprochen . Die Verhandlungen zwischen Bund und dem
Land Niedersachsen hätten " bislang noch nicht zu einem abschließenden Ergebnis
geführt " , sagte Niedersachsens Regierungssprecher Michael Linkersdörfer am
heutigen Donnerstag gegenüber dpa . Vor allem scheint sich die niedersächsische
Landesregierung daran zu stören , dass die Bezahlung der Expo-Schulden angeblich
mit einem " Gegengeschäft " verbunden sei : Unter anderem die Leipziger
Volkszeitung und die Hannoversche Allgemeine Zeitung hatten sich auf
Regierungskreise berufen und berichtet , Bundeskanzler Gerhard Schröder und
Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel hätten sich darauf verständigt ,
dass der Bund zwei Drittel übernehmen werden . Im Gegenzug könne sich die
Bundesregierung im Bundesrat auf die Zustimmung des Landes beim Entlastungspaket
verlassen . Hintergrund : BKA macht gegen rechtsradikale Homepages mobil Die
Ausbreitung rechtsextremistischer Homepages wird nach Ansicht der Behörden immer
Besorgnis erregender : Jetzt macht das Bundeskriminalamt ( BKA ) auf breiter
Front mit Polizei und Justiz sowie den deutschen Internet-Service-Providern
gegen diese Entwicklung massiv mobil . Einer der Teilnehmer sagte , es sei
eigentlich schon " fünf Minuten nach Zwölf " . Der für den Staatsschutz im
Bundeskriminalamt zuständige Direktor , Manfred Klink , möchte Möglichkeiten
schaffen , dass Internet-Nutzer und Service-Provider schnell und unkompliziert
Hinweise auf rechtsextremistische Seiten melden können . Allerdings ist es nach
wie vor technisch recht schwierig , frühzeitig strafrechtlich relevante Inhalte
im Internet aufzuspüren , zu beseitigen und zur Strafverfolgung zu bringen .
Überlegungen gehen dahin , Suchprogramme zur besseren Bekämpfung des
Rechtsextremismus im Internet einzurichten . Damit wäre zum ersten Mal die
völlige Überwachung des elektronischen Verkehrs möglich . Rechtsexperten warnen
aber sofort davor , was eine solche Einrichtung für die Freiheits- und
Grundrechte bedeuten könnte . Auch werden von Privatfirmen bereits Filtersysteme
getestet . Das BKA beobachtet diese Entwicklung aufmerksam . Rechtsextremisten
gestalten ihre Homepages , die sie etwa Radio Wolfsschanze oder Hammerskins
nennen , immer professioneller und aggressiver . Sie rufen zum Rassenhass auf
und propagieren die Gewalt insbesondere gegen jüdische Mitbürger . Nach
Schätzungen unterhalten in mindestens 21 europäischen Staaten
rechtsextremistische Organisationen Homepages . Es ist bislang auch nicht ein
Schimmer am Horizont zu sehen , dass es bei Maßnahmen gegen den
Rechtsextremismus im Internet zu einer Lösung auf internationaler Ebene kommen
könnte . Zu verschieden reagieren die Rechtssysteme der einzelnen Länder auf die
Entwicklung . So ist beispielsweise Volksverhetzung und Aufstachelung zum
Rassenhass in den USA nicht strafbar . Von dort aus können Rechtsextremisten
ungefährdet ihre Parolen im Internet verbreiten . Den deutschen Behörden
bereitet insbesondere der US-Neonazi Gary Lauck Sorge . Seit Jahren überflutet
er das Internet mit rechtsextremistischen Parolen . Er stellte im Internet ein
"Holoschwindel"-Spiel bereit . " Man steht fassungslos einem solchen Vorgehen
gegenüber " , erklärte ein BKA-Experte . Theoretisch ist es möglich , das
Aufrufen von Angeboten aus dem Ausland zu sperren . Das hat die Telekom vor vier
Jahren probiert . Sie kappte die Verbindung zu dem US-Provider Webcom , der die
Seite des Holocaust-Leugners Ernst Zündel hostete . Das hat aber nur
vorübergehend geholfen . US-Internet-Nutzer kopierten die " Zundel-Site " auf
andere Rechner . Schließlich gab die Telekom auf und schaltete Webcom wieder
frei . Nach Zeitungsberichten versorgt Gary Lauck seine Leser sogar vorbeugend
mit der Adresse eines Servers , auf dem seine Seiten unter allen Umständen zu
finden sind . Seit einiger Zeit finden sich auf anonymen Seiten im Internet
sogar " Schwarze Listen " oder " Hass-Seiten " , in denen politische Gegner
benannt und deren Adressen veröffentlicht werden . Es gab sogar zwei konkrete
Mordaufrufe unter " Auslobung " einer Belohnung von jeweils 10.000 Mark . Der
Betreiber einer anonymen rechtsextremistischen Homepage unter der Bezeichnung
David's Kampftruppe forderte zum Mord an seiner " Lieblingszecke " auf .
Linux/Windows : Trend zum Betriebssystem-Oligopol Windows 2000 und Linux
entwickeln sich zu den dominierenden Betriebssystemen in den Unternehmen . Dies
ergab jetzt die Leserbefragung von iX . Über 3700 Teilnehmer konnte die dritte
Auflage der iX-Leserumfrage verzeichnen . Die Resultate dieser zweijährlich
durchgeführten Untersuchung erlauben wieder detaillierte Einblicke in aktuelle
Trends der DV-Branche . So gibt es kein Betriebssystemmonopol , aber einen
klaren Trend zum Oligopol . In der Verbreitung führen Windows und Linux ,
während die Anbieter von kommerziellen Unix-Systemen Federn lassen müssen .
Lediglich Suns Solaris verzeichnet gegenüber 1998 keinerlei Einbußen . 74
Prozent der Befragten setzen Linux in der Firma ein , 1998 waren es erst 58
Prozent . Mit Windows NT oder Windows 2000 arbeiten 82 Prozent . Suns
Unix-Derivat Solaris ist bei 38 Prozent im Einsatz , Hewlett-Packards HP-UX kann
einen Anteil von 17 Prozent verzeichnen . Ehemals illustre Unix-Anbieter wie
Siemens , SGI oder SCO tauchen dagegen nur noch unter " ferner liefen " auf Der
breite Einsatz von Linux hat offenbar einen Wachstumsschub für freie Software
insgesamt gebracht . Gut 70 Prozent setzen bereits kostenlose Programme ein ,
weitere sechs Prozent planen es , nur noch ein knappes Viertel setzt
ausschließlich auf kommerzielle Lösungen . 1998 waren noch über 40 Prozent der
Ansicht : " Was nichts kostet , taugt auch nichts " . Erstmals waren auch Fragen
zu Arbeitszeit , Überstunden und Weiterbildung Gegenstand der Leseranalyse .
Ergebnis : Die 35-Stunden-Woche ist in der IT-Branche kein Thema , nur zwölf
Prozent können ihre Arbeit in dieser Zeit erledigen . 40 Prozent arbeiten sogar
mehr als 45 Stunden pro Woche . Hinzu kommt Weiterbildung in der Freizeit , die
bei über der Hälfte der Befragten anfällt . Und : Auf die Bezahlung von
Überstunden müssen 45 Prozent verzichten . Detaillierte Ergebnisse der Umfrage
veröffentlicht iX in der aktuellen Ausgabe 11/2000 . Themenpark unterm Hammer ,
Zukunft der Pavillons ungeklärt Das Herzstück der Weltausstellung in Hannover ,
der Expo-Themenpark , kommt in der kommenden Woche unter den Hammer . Bei einer
Auktion am Mittwoch nächster Woche ( 25. Oktober ) können Interessenten unter
anderem den Paradiesgarten aus dem Planet of Visions , die berühmten
Entspannungsliegen ( Gesundheit ) , Simulationsaufzüge ( Energie ) und die
fahrenden Roboter-Eier ( Wissen ) ersteigern , teilte laut dpa die
Expo-Gesellschaft am Donnerstag in Hannover mit . Der Firma Troostwijk Auktionen
lägen bereits mehrere Angebote vor , unter anderem von Kunst- und
Wissenschaftsinstituten sowie Unternehmen . " Trotzdem müssen alle Interessenten
sich am Bieterverfahren beteiligen " , betonte eine Expo-Sprecherin . Jeder
Expo-Fan kann mitbieten . Im Angebot seien zudem Spielplätze , Kinderbilder ,
ein Geländemodell und die Pavillons von Laos , Kambodscha und Georgien .
Interessenten können auch im Internet mitbieten . Ein Katalog ist auf der
Website www.troostwijk-expo2000.de abrufbar . Bei einer weiteren Auktion am
7./8. Dezember sollen Büromöbel , Computer , Besucherinformationssysteme sowie
Objekte aus dem Bereich Planen und Bauen unter den Hammer kommen . Einen
weiteren Auktionstermin gibt es am 20. Januar . Dann werden nach Expo-Angaben
wiederum Computer und Büroartikel versteigert . Knapp zwei Wochen vor dem Ende
der Weltausstellung in Hannover ist dagegen die Nachnutzung der meisten
Nationen-Pavillons noch offen . " Die Verhandlungen laufen auf allen Ebenen auf
Hochtouren " , sagte eine Expo-Sprecherin am Donnerstag gegenüber dpa . Es gebe
zwar mehrere Interessenten für die Pavillons , konkrete Abschlüsse lägen jedoch
nur in wenigen Fällen vor . " Die Gebäude , die am 31. Oktober noch auf dem
West-Gelände stehen , müssen auf jeden Fall abgebaut werden . " Auf dem
Pavillon-Gelände Ost , das die NILEG ( Norddeutsche Gesellschaft für
Landesentwicklung ) vermarktet , ist erst ein Viertel der Grundstücke verkauft .
So eröffnet im französischen Pavillon ein Sportartikel-Fachmarkt , im
chinesischen Pavillon entsteht ein chinesisches Handelszentrum . Bei sieben
Gebäuden sei inzwischen sicher , dass sie nach Ende der Weltausstellung stehen
bleiben und weiter genutzt werden . In die Pavillons von Belgien , Dänemark ,
Finnland , Großbritannien und Schweden sollen Firmen einziehen . So soll der
italienische Pavillon in Bari als Kulturzentrum genutzt werden . Der Pavillon
der Schweiz , der aus gestapelten Holzbalken besteht , wird recycelt . Die
Nachnutzung spektakulärer Expo-Bauten wie die gestapelten Landschaften der
Niederländer oder das Wüstenfort der Vereinigten Arabischen Emirate sei noch
unklar . Die Pavillons auf dem West-Gelände müssen abgebaut werden , weil die
Deutsche Messe AG als Eigentümer dort wieder Parkplätze anlegen will . Konkrete
Nachnutzungspläne gibt es jedoch erst für wenige Gebäude . So kommt der
mexikanische Pavillon als Bibliotheksgebäude der Hochschule für Bildende Künste
nach Braunschweig , der Pavillon des Vatikans soll in Lettland als
Gemeindezentrum genutzt werden . Wer die Interessenten für die Pavillons von
Venezuela , Kolumbien und Nepal sind , wollte die Expo-Gesellschaft nicht sagen
. Die Gondeln der Expo-Seilbahn gehen nach Ende der Weltausstellung in das
Tiroler Skigebiet Fieberbrunn im Pillerseetal . Dort sollen sie Wintersportler
vom Tal auf den Doischberg bringen , teilte der Tourismusverband Fieberbrunn mit
. " Wir sind sehr froh , die Gondeln passen genau in unsere Landschaft . " Als
Standort für die Seilbahn war zunächst auch der Harz im Gespräch . Was war . Was
wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details
schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse .
Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Doch schon morgen vor 95 Jahren
gab es Einschränkungen . Der Nachtverkehr wurde wieder durch Pferdedroschken
geleistet , weil der Lärm der Omnibusse als " Schlafstörung höchsten Grades "
angesehen wurde . Wir lernen daraus , dass der Fortschritt Unglück bringen kann
. Zu den Unglücklichen der letzten Woche zählt Garden.com , die nicht einmal
eine Nacht zwischen Erfolg und Unglück brauchte : Bobos sind fixe Naturen . An
ein und demselben Tag schickte die Website zwei unterschiedliche PR-Meldungen an
die Presse : Montagmorgen die Erfolgsgeschichte mit einer Wachstumsrate von 84
Prozent gegenüber dem Vorjahr und mit 163 Prozent Plus bei der Zahl der Kunden .
In der Nacht von Montag auf Dienstag folgte dann Meldung Nummer Zwei : Der Laden
wird dicht gemacht , weil niemand Garden.com kaufen will . Las Vegas , Elvis
Presley , The Eagles ! Hier traf das Unglück die Firma Jung Myung Telecom aus
Korea . Unter dem Titel " Kompakt wie eine Krawattennadel " warb sie für eine
eigentlich ingeniöse Erfindung , einen winzigen Flash-Speicher , der in einem
USB-Stecker endet . Passend zur Pressemeldung verteilte Jung Myung unter den
Journalisten Krawattennadeln , die so hässlich waren , dass sie achtlos in die
Papierkörbe geworfen wurden . Tatsächlich enthielten sie einen Flashspeicher von
512 MByte . Nicht nur schwarze Katzen bringen Unglück . Das funktioniert auch ,
wenn sie grau wie ein Aufwischer sind : Kodak-Boss David Carp ließ sich in
seiner Keynote von Darsteller-Doubles berühmter Las Vegas-Größen unterbrechen .
Am schlimmsten erwischte es die Doubles von Siegfried und Roy . Der furchtbare
bengalische Tiger Killer entpuppte sich als steinalte Siamkatze , die auf
offener Bühne einschlief . Ein Mann hatte eine großen Stand ganz für sich allein
und durfte für sich werben . Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum trat an ,
die IT-technischen Vorzüge seiner Regierung zu schildern . Statt gängiger
PR-Flacks ein echter Informationsminister , der mit Journalisten und
Standbesuchern plauderte . Ein Kriegsminister überreichte in freundlich
gestimmter Absicht einen Poloschläger als Dank für den Besuch - die meisten
ließen ihn in einer Ecke der Messe stehen . Obwohl : Der Microsoft-Stand war ja
groß genug . Vor Gates' Keynote über die Agilität von Microsoft ließ die Firma
ein Papierchen verteilen , in dem Gates einen hübschen Satz von sich gibt :
Dieser Satz entfiel in der Keynote auf Drängen der Abteilung , die Dinge wie den
Internet Explorer , den Media Player und Hotmail vertreibt . Dennoch wurde er
landauf , landab zitiert . Das Eigentor wollte niemand bemerken . Vielleicht
träumt es sich mit Gates einfach besser ? Vielleicht gibt es unter meinen Lesern
noch solche , die an unseren Eintritt in die Wissengesellschaft , die Knowledge
Society , glauben . Nix ist damit . Die Wissensgesellschaft ist ebenso passé wie
die Kommunikationsgesellschaft , denn jetzt kommt die Dream Society , behauptet
der deutsche Newcomer DreamersWin aus München . Zusammen geträumte
Geschäftsideen bisher : Spinnengift gegen Krebs und die Ich-Aktie für Erfinder ,
die partout kein Team zusammenbekommen und sich selbst an die Börse werfen
wollen . Prominenteste Vertreterin des DreamAngel-Networks der Dream Society von
DreamWin ist Maggie Tapert , die führende amerikanische Sex-Therapeutin . Sie
behauptet , dass der Sex in der Krise steckt . Der Sex in der Krise ? Pah ! Die
Weltbevölkerung ist in diesem Punkt absolut agil . Den Beweis findet man in der
Umfrage , die 3Com unter dem Titel Planet Project in der ganzen Welt durchführen
lässt und die Daten in Fast-Echtzeit veröffentlicht . " Im Auto " 37% , "
Draußen " ( im Park oder auf dem Friedhof ) 27% , " Drinnen " ( im Flugzeug oder
Museum ) 9% , " Auf der Arbeit " 8% , " In einem Raum in Gegenwart von anderen "
( Vortrag oder Kino ) 7% , " In der Schule " 4% , " Nichts von alledem " 13% .
Erheiternd ist die Vorstellung schon , wenn man an all die langweiligen Keynotes
und Präsentationen denkt - offensichtlich erholen sich die Leute davon an den
unmöglichsten Orten . Sie hätte die ganze Umfrage verfälscht . So nennt sich
3Coms Appliance , die auf der Comdex auf verschiedenen Ständen zu sehen war .
Sie trollte sich bei National Semiconductor , bei QNX und natürlich bei 3Com
herum . Sie ? Aber ja doch : 3Com besteht in einer eigens für die Journalisten
veröffentlichten Schreibanweisung darauf , dass Audrey nur in der weiblichen
Form gültig ist . Entsprechend lustig liest sich die FAQ von Audrey : Bei der
Wahl eines Providers ist Audrey ausgesprochen zickig . Akzeptiert werden nur
ISPs , die POP3-Postfächer ohne verschlüsselte Authentifizierung freigeben .
Damit sind auch Dienste wie AOL oder Compuserve aus dem Rennen . Die Antwort in
der FAQ : Das ist bei ihr auch völlig unnötig . Verschlüsseln ist erst nötig ,
wenn ein Personal Computer eingesetzt wird . Merke : Audrey bekam einen Preis
auf der GirlGeeks Party dieser Comdex . Vielleicht - wenn auch sicher nicht für
ihre Entscheidung über die neuen Domain-Namen . Sehen wir einmal von der
Sinnfälligkeit der neuen TLDs an sich ab : Eine in Politik dilletierende
Laienspielschar ? Oder habe ich da was falsch verstanden ? Jedenfalls ist jetzt
der " Erfinder des Internet " , Vint Cerf , der neue Chef der ICANN . Was wird .
Das drahtlose schnelle Internet ist ein Menschheitstraum . Er steht kurz vor der
Verwirklichung . Am kommenden Dienstag möchte Nokia mit dem drahtlosen mobilen
Internet in Prag ein neues Zeitalter der Kommunikation einläuten . Komplett-PCs
: Viel bezahlt , wenig bekommen Konfigurationsfehler , unvollständige
Lieferungen und schlechte DVD-Wiedergabe sind die Ergebnisse eines Kauftests von
c't . Anonyme Testkäufer erwarben im Versandhandel , in technischen Fachmärkten
und bei Discountern Komplett-PCs mit DVD-Laufwerk . Die DVD-Videos sollten nicht
nur am Monitor , sondern auch am Fernsehgerät zu betrachten sein . Nach gut
einem Monat waren immerhin elf von zwölf bestellten Geräten geliefert und wurden
auf Herz und Nieren geprüft . Eine erfreuliche Ausnahme gab es im Test : Am
gelieferten PC des Direktversenders Dell gab es nichts zu bemängeln . Bei
etlichen anderen Rechnern waren hingegen massive Konfigurationsfehler zu
beanstanden . Teilweise waren künstliche Bremsen eingebaut , nach denen selbst
Profis lange suchen mussten . Überwiegend unzufrieden waren die Tester mit der
Wiedergabe von DVD-Videos , die oft als Renner der Saison bezeichnet werden .
Mit nur zwei Ausnahmen lieferten die PCs statt flüssigem Filmgenuss Ruckler und
Aussetzer - besonders , wenn man den TV-Ausgang der Grafikkarten verwendete .
Bei manchen Geräten fehlten zum Redaktionsschluss immer noch teilweise bereits
bezahlte Komponenten . So mancher Versender lässt sich bei Fehllieferungen ,
unvollständigen Lieferungen oder defekt gelieferten Sendungen viel Zeit . Der
Kunde hat ja schon per Nachnahme bezahlt . Eine weitere Firma schickte ein
Windows 98 ohne Echtheitszertifikat - laut Microsoft illegal . Der betroffene
Hersteller , Firma Waibel , beruft sich in einer unterdessen auf seiner Website
veröffentlichten Erklärung auf ein BGH-Urteil , wonach Microsoft den Vertrieb so
genannter " entbundelter " OEM-Versionen dulden muss . Er habe die
Betriebssystem-CDs in gutem Glauben von einem Vorlieferanten gekauft . Gigabell
findet neuen Börsenbetreuer Auch eine Firma , die eigentlich pleite ist ,
braucht noch einen Betreuer an der Börse - und findet ihn auch . Die insolvente
Telekom-Firma Gigabell hat so einen neuen Betreuer am Neuen Markt gefunden . Der
Aktienhändler Future Securities AG sei neuer Designated Sponsor , teilte der
Frankfurter Telekommunikationsanbieter laut dpa mit . Designated Sponsors sollen
mit ihrer Betreuung die Liquidität einer Aktie und darüber ihren Marktwert
erhöhen . Die Gigabell-Aktie stieg am Freitag im Xetra-Handel um 21,85 Prozent
auf 2,90 Euro . Anscheinend ist das Gigabell-Papier bei einigen Börsen-Zockern
immer noch für hochriskante Spekulationen beliebt : In den vergangen Tagen
konnte die Aktie , die einmal über 130 Euro wert war , teilweise Kursprünge von
bis zu 70 Prozent verzeichnen - allerdings immer auf einem niedrigen Niveau von
unter 5 Euro . Mit dem Verkauf wichtiger Firmenteile an den finnischen
Telekom-Konzern Jippii ( früher Saunalahti ) hatte der Insolvenzverwalter die
Gigabell vor der sofortigen Liquidation bewahrt . Zudem ist Future Securities
als Freimakler in Berlin und als Designated Sponsor für den elektronischen
Xetra-Handel tätig . Für 2001 plant das Unternehmen den eigenen Börsengang .
Hintergrund : Der Ärger mit den Domain-Namen Ende der Woche verabschiedete die
Internet-Verwaltung ICANN endlich die lange erwarteten und ewig diskutierten
neuen Top Level Domains ( TLDs ) - und handelt sich damit schon wenige Stunden
nach dem Beschluss Ärger ein . Zoff bekommt die ICANN wohl nicht nur mit
einzelnen Firmen , deren Vorschläge für neue TLDs abgelehnt oder auf der
entscheidenden Direktoriums-Sitzung gar nicht weiter beachtet wurden , sondern
auch etwa mit der Weltgesundheitsorganisation WHO . Der Antrag der
UN-Unterorganisation , eine Domain .health für Webseiten von
Gesundheitsorganisationen und Informationen zur Gesundheit zu erhalten , wurde
von der ICANN ignoriert . In der Diskussion des ICANN-Direktoriums wurde der
Antrag der WHO kurz und bündig abgebügelt : Die Registry-Politik sei unklar .
Und Vint Cerf , der neue Chef der ICANN , meinte , er respektiere zwar die WHO ,
aber er verstehe nicht , wie sie ihr Ziel erreichen wolle , hochwertige
Informationen zur Gesundheit unter dieser Domain bereitzustellen . Die WHO hatte
vorgeschlagen , dass sie selbst in Zusammenarbeit mit Verbrauchergruppen und
akademischen Institutionen die Registrierungen in dieser Domain kontrollieren
und beaufsichtigen wolle . In einem Statement der WHO , das nach den ersten
Berichten über die ICANN-Entscheidung veröffentlicht wurde , meinte die
Organisation leicht pikiert , man habe erst durch Nachrichtenagenturen von der
Ablehnung der .health-Domain erfahren und versuche nun , eine Bestätigung dafür
von der ICANN zu bekommen : " Wir sind sehr enttäuscht über diese Entscheidung .
" Man erwarte nun gespannt die Begründung für die Ablehnung von .health ,
besonders " im Licht der Beschlüsse , andere TLDs zu genehmigen " . " Wir werden
sofort nach Möglichkeiten suchen , Beschwerde dagegen einzulegen . " Aber Ärger
mit der WHO wird möglicherweise nicht das einzige Problem sein , das auf die
ICANN zukommt . Der teilweise recht undurchsichtige Entscheidungsprozess der
ICANN-Direktoren , in dem einzelne Vorschläge schlicht und einfach gar nicht
mehr vorkamen , erregte einigen Zorn unter den anwesenden Antragstellern . Auch
die Kommentare von Beobachtern der Diskussion , dass offensichtlich
finanzkräftige Organisationen bevorzugt wurden , die schon länger im
Domain-Geschäft sind , scheint dem ursprünglichen Anliegen zuwider zu laufen ,
durch Wettbewerb bei den Domain-Registrierungen die Dienstleistungen zu
verbessern und die Preise zu senken . So zeigten sich einige der kleineren
Firmen bereits erbost und drohten ebenfalls mit rechtlichen Schritten . Vint
Cerf allerdings wiegelt ab : Erst einmal wolle man herausfinden , ob das mit den
neuen Domain-Namen funktioniere . Intime Kenner des Domain Name System
allerdings stellen die Vorgehensweise der ICANN grundsätzlich in Frage .
Prinzipiell gebe es kein technisches Hindernis , beliebig viele neue TLDs
einzuführen , hieß es schon in der Diskussion im Vorfeld der ICANN-Entscheidung
aus Kreisen der Internet Engineering Taskforce ( IETF ) . Auf einer Konferenz
der Bertelsmann-Stiftung zum DNS Mitte Juni dieses Jahres kursierte sogar der
Vorschlag , so viele neue TLDs einzuführen , dass sich
Markenrechtsstreitigkeiten von selbst erledigen : Niemand könne bei einigen
Hundert neuer TLDs wirklich alle Domains , die mit seinem Markennamen zu tun
hätten , für sich registrieren . Angesichts solcher Argumentationen wird die
gebetsmühlenhaft wiederholte Behauptung von ICANN-Verantwortlichen , die
Organisation sei nur mit technischen und keineswegs mit politischen Fragen
befasst , für viele Beobachter immer fragwürdiger . Selbst Helmut Schink , auf
Vorschlag der ITU Mitglied des ICANN-Direktoriums , meinte in einem Interview
mit heise online kurz vor der ICANN-Jahrestagung schon : Dafür spricht auch eine
andere Argumentationsschiene der Kritiker neuer TLDs : Die Probleme , die das
Markenrecht für das DNS mit sich bringen , lägen daran , dass das DNS als
Verzeichnisdienst missbraucht werde , für den es nie gedacht sei . Harald Tveit
Alvestrand , unter anderem Mitglied des Internet Architecture Boards ( IAB ) ,
vertrat beispielsweise im Juni die Ansicht , die ganze Diskussion beruhe auf dem
Missverständnis , das DNS ließe sich als Directory nutzen . Ein
Verzeichnisdienst , der das einfache Auffinden von Ressourcen im Internet nach
Kriterien wie Marken- oder Firmen-Namen oder gar auf Grund nur bruchstückhafter
Informationen über die gewünschte Website ermögliche , sei das DNS aber
definitiv nicht . Auch Sabine Dolderer , Geschäftsführerin des DENIC , der
Registrierungsstelle für .de-Domains , meinte , das Hauptproblem sei nicht ein
Engpass an Namen , sondern der Versuch , den DNS als Ordnungskriterium zu nutzen
. Notwendig sei ein richtiger Directory Service , meinten Dolderer und
Alvestrand übereinstimmend , der das Auffinden von Ressourcen ermögliche . Dass
die neuen TLDs die Schwierigkeiten mit dem Markenrecht und die daraus
resultierenden jurisitischen Auseinandersetzungen nicht beenden , scheint jedem
klar - denn für das Kennzeichenrecht sei ausschließlich der
unterscheidungskräftige Kennzeichenbestandteil ausschlaggebend , und der stecke
nun einmal in der Second Level Domain , stellt Rechtsanwalt Konstatin Malakas in
einem Beitrag für Ausgabe 24/2000 der c't fest . Den TLDs komme bei der
Beurteilung der kennzeichenrechtlichen Unterscheidungskraft eben keine Bedeutung
zu . Er könnte möglicherweise auch Markenrechtsstreitereien verhindern : Die
Privatperson McDonald und der Konzern McDonald's bräuchten sich nicht vor
Gericht wieder zu sehen , wenn die Adresse ihrer jeweiligen Web-Seite relativ
beliebig wäre , sie dafür über den Namen McDonald mit Unterscheidungskriterien
wie " Privatperson " , " Restaurantkette " und zusätzlichen Beschreibungen wie
Beruf , Wohnort , Geschäftsziel einer Firma und ähnlichen Kriterien eindeutig
zuzuordnen und leicht aufzufinden wäre . Dies leisten bisherige Suchmaschinen
nicht - zumal sie rein nach den wirtschaftlichen Erfolgsaussichten der dahinter
stehenden Firma betrieben werden . So scheint die Einführung neuer TLDs keines
der Probleme zu lösen , weswegen sie ursprünglich in Angriff genommen wurde -
stattdessen handelt sich die für Namen und Nummern im Internet zuständige ICANN
den Vorwurf des Dilettantismus und Rechtstreitigkeiten ein . Und ob es nicht
sinnvoller gewesen wäre , all die Energie und das Kapital , die im Vorfeld der
TLD-Entscheidung in die Durchsetzung neuer Domain-Namen investiert wurden , für
den Aufbau eines Verzeichnisdiensts zu verwenden . Aber dem stehen wohl nicht
nur die ökonomischen Interessen der bisherigen kommerziellen TLD-Registraturen
entgegen . Mitgründer verlässt IntraWare Nach enttäuschenden Geschäftszahlen ist
der Mitgründer und Vertriebschef der IntraWare , Joachim Weber , aus dem
Unternehmen ausgeschieden . Der seit Mai dieses Jahres am Neuen Markt notierte
Anbieter von Datenmanagement-Software und Notes/Domino-Spezialist bezeichnete
dies als " eine Konsequenz aus der zuletzt bekannt gewordenen Umsatz- und daraus
resultierenden Ergebnisanpassung " . Der Firmenmitgründer Lars Bornemann ( 32 )
und der Finanzchef Markus Ernst ( 32 ) führen vorerst die Vorstandsgeschäfte
allein weiter . Sie wollen das Unternehmen restrukturieren und den Vertrieb
forcieren . " Damit sind die Weichen bei IntraWare neu gestellt " , gibt sich
das Unternehmen optimistisch . Weber ( 31 ) hatte die IntraWare-Vorgängerfirma
ANALYSIS gegründet und zehn Jahre Erfahrung im Management des Unternehmens .
Anfang der Woche hatte die Fuldaer IntraWare die Planziele für das laufende Jahr
zurückgenommen . Verzögerungen bei der Einführung der WAP-Technologie und bei
Investitionen von Kunden drückten auf die Umsätze neuer Produkte , hieß es bei
Intraware . Anfang November war Intraware noch aufgefallen , weil die Firma ihre
Absicht geäußert hatte , die Kundenaufträge des insolventen Konkurrenten
teamwork infomration management übernehmen zu wollen , was dieser aber abgelehnt
hatte . Der Kurs des IntraWare-Papiers ist auf unter 3 Euro abgesackt , nachdem
die Aktie Anfang September noch bei über 16 Euro stand und ein 52-Wochen-Hoch
von 35,10 Euro erreicht hatte . Jeder zweite Haushalt im Südwesten mit Computer
In mehr als jedem zweiten Haushalt im Südwesten steht ein PC . Nach Angaben des
Statistischen Landesamtes kletterte der Anteil im Vergleich zum Vorjahr um zehn
Prozent auf 53 Prozent . Der Bundesdurchschnitt liegt bei nur 47 Prozent . Am
häufigsten ist der Computer mit knapp 80 Prozent in Haushalten mit drei Personen
anzutreffen , bei den Singles zählt nur jeder Dritte zu den Computer-Nutzern .
Vodafone-Angebot für Mannesmann vorgelegt Vodafone hat heute Morgen endlich das
überarbeitete Angebot zur Übernahme von Mannesmann vorgelegt : Als
Aktien-Tauschangebot möchte Vodafone pro Mannesmann-Aktie 53,7 der eigenen
Aktien ausgeben . Das entspricht den Erwartungen , die vor allem in britischen
und amerikanischen Finanzzeitungen zu lesen waren . Dies wäre nach dem
Zusammenschluss von MCI Worldcom und Sprint der zweitgrößte
Firmenzusammenschluss in der Geschichte - und die größte feindliche Übernahme
eines Unternehmens , die je über die Bühne gegangen ist . Ob das Angebot von
Vodafone ausreicht , die Mannesmann-Aktionäre zum Verkauf zu bewegen , wird sich
in den nächsten Tagen herausstellen . Es ist nicht zu erwarten , dass das
Mannesmann-Management das Angebot akzeptiert - dann kann Vodafone nur darauf
hoffen , dass die Offerte zu einer feindlichen Übernahme reicht . Der Chef von
Vodafone , Chris Gent , machte aber in einer Erklärung deutlich , dass er die
Offerte nicht noch einmal überarbeiten will : Comdex : Im Netz der Spinne Auf
der Comdex sind Visionäre gern gesehene Menschen - wenn sie Visionen haben . Was
das Internet anbelangt , so blieben sie Mangelware . Bill Gates verkündete die
gern gehörte These , dass jedes Auto eine IP-Adresse haben werde . Scott McNealy
ging ein Stückchen weiter und versprach jedem einarmigen Banditen in Las Vegas
seine eigene IP-Adresse . Jede Glühbirne könne eine Adresse haben und zum
Hersteller melden , wenn ihre Lebenszeit zu Ende geht . Per UPS rücke dann
automatisch die nächste Glühbirne nach , bevor es duster wird . Ist Scott
McNealy nun ein Visonär oder nur ein Mensch mit besonders platten Beispielen ?
Der Prospekt eines Hotels in Las Vegas verkündet stolz , dass das Geglitzer am
Eingang von 13.000 Glühbirnen gebildet wird ... Eine Anwendung , die sich mit
den kleinen Dingen beschäftigt , ist das auf der Comdex debütierende
Spider-System von Wireless Mountain , das auf Techniken von E-Code beruht . Es
arbeitet mit einem kleinen Spider-Reader , der an einen Computer angeschlossen
wird und dann nach sogenannten Spider-Tags fahndet . Das sind briefmarkengroße
Chips mit einer Batterie - nicht unähnlich den Metallstreifen , die zur
Sicherung in Bücher geklebt werden . Spider-Tags besetzen einen eigenen
Adressraum und senden ein RF-Signal auf 303.8 MHz , das vom Reader lokalisiert
werden kann . Diese Daten können in eine Datenbank eingespeist oder in einem
Web-Browser dargestellt werden . Wireless Mountain zeigte eine Anwendung , in
der ein komplettes Krankenhaus über Spider-Tags verdrahtet war . So soll das
Personal bei einem Notfall schneller und präziser reagieren können . Und die
Glühbirnen ? Schanghais Opernhaus mit Störsender gegen Handys Das Schanghaier
Opernhaus will im Kampf gegen klingelnde Handys und piepende Pager zu
drastischen Abwehrmaßnahmen greifen . Da ein Großteil des Publikums sich trotz
höflicher Aufforderungen strikt weigert , während der musikalischen Darbietungen
die mobilen Kommunikationsgeräte abzuschalten , denke die Leitung des Grand
Theatre über die Installation eines Störsenders im Hause nach , berichtete die
Zeitung Shanghai Daily am heutigen Dienstag . Internationale und einheimische
Musiker und Sänger beklagen sich bei Auftritten in China häufig über die
Lärmbelästigung aus den Zuschauerreihen . Das Grand Theatre in Schanghai , eines
der modernsten Opernhäuser Asiens , würde mit der Installation eines Störsenders
eine Vorreiterolle im Lande übernehmen . Eine endgültige Entscheidung über den
besten Schutz der Künstler vor Handys und Pagern ist dem Bericht zufolge aber
noch nicht gefallen . Bug-Fix für fehlerhafte NetWare-Service-Packs Anfang
Dezember zog Novell das Service-Pack 6 für NetWare 5.0 sowie das Service-Pack 2
für NetWare 5.1 zurück : Die NDS-Kommunikation über TCP/IP war fehlerhaft , die
Synchronisation erfolgte nicht richtig . Wer diese Service-Packs installiert hat
und von dem Problem betroffen ist , kann nun von Novell einen Field Patch (
wsock5a.exe ) bekommen , der die unterbrochene NDS-Synchronisierung über TCP/IP
wieder herstellt . Allerdings kann man den Patch nur direkt bei Novell anfordern
- dazu muss man einen Problem-Call bei Novell eröffnen . Immerhin entstehen
dafür in diesem Fall keine Kosten . Novell hat bislang noch keine Angaben
darüber gemacht , wann neue , komplette und fehlerbereinigte Service-Packs für
Netware 5.0 und 5.1 veröffentlicht werden . France Telecom steigt bei Deutscher
Telekom aus Scheiden tut manchmal vielleicht gar nicht so weh , wenn es mit
einem dicken Geldbetrag versüßt wird : Die ehemaligen Partner France Telecom und
Deutsche Telekom beenden ihre gescheiterte Ehe endgültig ; France Telecom ,
inzwischen einer der schärfsten Konkurrenten der Telekom , verkauft den Anteil
von 1,8 Prozent , den der französische Telekom-Konzern noch an dem deutschen
Ex-Monopolisten hielt , an die Kreditanstalt für Wiederaufbau ( KfW ) . Die
Auflösung der Überkreuzbeteiligungen der beiden Firmen , die bei Etablierung der
Partnerschaft vereinbart wurde , war Bestandteil des Rahmenvertrags , als die
beiden Partner ihre Zusammenarbeit beendeten . Die Deutsche Telekom kann ihre
Beteiligung von zwei Prozent an France Telecom zwischen dem 1. Januar 2002 und
dem 31. Januar 2003 zum Marktpreis an France Telecom verkaufen . Nutzt France
Telecom die Option nicht , kann die Deutsche Telekom die Anteile vom 31. Januar
2003 an am Markt verkaufen . Die früheren Partner hatten ihre ursprünglichen
Fusionsabsichten vor einiger Zeit fallen gelassen . Obwohl diese Pläne des rosa
Riesen scheiterten , betrachtete die französische Konzernleitung sie als Affront
. Anschließend beendete man alle weiteren Pläne zur Zusammenarbeit : So trennten
sich die beiden ehemaligen Partner auch bei dem gemeinsam mit Sprint betriebenen
weltweiten Joint Venture Global One . France Telecom hat mit Mobilcom inzwischen
einen neuen Partner im deutschen Markt gefunden - eine Beteiligung von 28,5
Prozent verschaffte den Franzosen Zugang zum lukrativen Telekom-Geschäft in
Deutschland und indirekt eine UMTS-Lizenz hierzulande . Die Bundesrepublik
Deutschland ist mit 43 Prozent immer noch der größte Anteilseigner an der
Deutschen Telekom , 41 Prozent befinden sich in Streubesitz , die KfW hielt vor
dem Geschäft mit France Telecom 14 Prozent . PC-Verkäufe in Europa rückläufig
Die Weihnachtsflaute bei den PC-Verkäufen erreicht auch Europa . Nach den Zahlen
des britischen Marktforschungsinstituts Context gab es nicht nur ein geringeres
Wachstum bei den PC-Verkäufen im November als erwartet , die Umsätze waren sogar
rückläufig , heißt es in Agentur-Meldungen . Im dritten Quartal 2000 stiegen die
PC-Verkäufe an Endkunden dagegen noch um 32 Prozent , während die Umsätze mit
Firmen-Computern bereits um 5 Prozent zurückgingen . Im November waren nun
offensichtlich die Gesamt-Umsätze rückläufig . In Frankreich sanken sie nach den
Zahlen von Context um 6 Prozent , in Deutschland um 19 Prozent und in
Großbritannien um 27 Prozent . Besonders signifikant sind die Umsatzrückgänge
bei Endkunden : In Frankreich berichten die Marktforscher von 55 Prozent Minus
und in Großbritannien von 66 Prozent . Für das gesamte bisherige Jahr sind die
PC-Verkäufe in Europa um 9,9 Prozent gestiegen , wobei die Umsätze mit
Privatkunden um 21 Prozent wuchsen . Einige Analysten machen der PC-Industrie
allerdings noch Hoffnung : Im Dezember würden die PC-Verkäufe auf jeden Fall
noch einmal anziehen , sodass für das gesamte vierte Quartal immerhin noch mit
Umsatzsteigerungen zu rechnen sei - auch wenn diese wohl nicht so hoch ausfallen
würden wie erwartet . Sun fällt in den Keller Sun wird momentan ziemlich
gebeutelt . Zwar konnte der Unix- und Server-Spezialist nach jüngsten
Marktzahlen seine Position weiter ausbauen und im Server-Markt hinter IBM den
zweiten Platz belegen , Analysten bezweifeln aber , dass diese Erfolgsgeschichte
so weitergeht . Schon vorige Woche musste Sun eine Rückstufung seiner Aktie bei
Finanzexperten hinnehmen - und zwar allein deswegen , weil diese erwarten , dass
Sun " nur " die Erwartungen der Börse erfüllen kann . Dies schockierte die
Anleger offensichtlich sehr , denn bislang hat Sun die Prognosen immer weit
übertroffen . Als ob das nicht schon reichte , warnten nun weitere Analysten ,
dass Sun in den nächsten beiden Geschäftsquartalen mit Schwierigkeiten zu
rechnen habe . Der Grund : Die Krise der Internet-Ökonomie und die Pleiten
vieler Dot.Coms . Die Börse geht nun davon aus , dass die Umsätze von Sun
angesichts der Dot.Com-Krise bei weitem nicht so steigen wie in den vergangen
Jahren - und im schlimmsten Fall sogar zurückgehen könnten . Dazu kommt , dass
Sun angeblich mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat , neue Systeme fertig zu
stellen . Die UltraSPARC-III-Systeme sollen sich weiter verzögern . Sun habe
Probleme mit dem Yield ( der Produktionsausbeute ) bei den neuen Prozessoren ,
hieß es in US-Berichten . Daher könnte sich zumindest die Auslieferung der
Midrange-Maschinen über die Mitte des nächsten Jahres hinaus verzögern . Neue
Highend-Systeme könnten sogar bis Ende nächsten Jahres auf sich warten lassen .
Sun sieht dies natürlich anders : Mit den neuen Rechnern sei man im Zeitplan und
könne sie innerhalb der nächsten sechs Monate ausliefern , hieß es von der Firma
. Außerdem gehe immerhin 90 Prozent des Sun-Umsatzes auf das Konto von
Fortune1000-Firmen und werde nicht mit Dot.Coms erzielt . Die Börse überzeugte
das bislang allerdings nicht : Der Sun-Kurs fiel in den letzten 3 Monaten um
51,46 Prozent . Am 15. Dezember hatte Sun zeitweise ein neues 52-Wochen-Tief mit
27,50 US-Dollar erreicht . Offensichtlich klingt den Anlegern momentan noch der
Sun-Werbespruch " We're the Dot in .Com " zu sehr in den Ohren , als dass sie
angesichts der Dot.Com-Krise allzu viel Vertrauen in Sun setzen . Sun muss wohl
wieder einiges unternehmen , um als Zweitplatzierter unter den
Server-Herstellern nicht nur die Kunden von seinen Maschinen , sondern auch die
Anleger von seiner Zukunft zu überzeugen . Neuauflage des virtuellen Parteitags
der Grünen erwünscht Nach dem ersten virtuellen Parteitag der
baden-württembergischen Grünen wünscht sich eine große Mehrheit der beteiligten
Delegierten eine Neuauflage . Dies habe eine erste Auswertung von Fragebögen
ergeben , sagte Gerhard Fuchs von der Stuttgarter Akademie für
Technikfolgenabschätzung in einem dpa-Gespräch . Etwa 90 Prozent der Delegierten
würden eine neuerliche Tagung via Internet zu anderen Themen begrüßen . Dazu
wurden nach den Worten von Fuchs insgesamt 300 Fragebögen an die Delegierten ,
an beteiligte Parteimitglieder und an " Besucher " der Veranstaltung verteilt .
" Der Rücklauf ist vergleichsweise hoch " , betonte Fuchs , stellvertretender
Leiter der Akademie-Abteilung " Technik , Organisation , Arbeit " . Bei dem
Internet-Parteitag wurde zwischen dem 24. November und dem 3. Dezember über
Ladenschlusszeiten und elektronische Bürgerdemokratie beraten . Die
Veranstaltung konnte von jedem beobachtet werden , der über einen Zugang zum
weltweiten Netz verfügt . Mit einem zuvor zugeteilten Passwort konnten sich
Grünen-Mitglieder in die Diskussion einschalten . Zur Teilnahme an den
Abstimmungen hatten die Delegierten ein weiteres spezielles Passwort erhalten .
Die detaillierte Auswertung der Fragebögen wird sich nach den Worten von Fuchs
noch über Wochen hinziehen . Erste Trends ließen sich aber aus den Antworten
bereits herauslesen . So seien die meisten Delegierten mit der inhaltlichen
Qualität der virtuellen Debatte zwar sehr zufrieden , vermissten aber die
Stimmung und den unmittelbaren Kontakt eines herkömmlichen Parteitags . Bei
einer Folgeveranstaltung , so die Anregung , müsse es zumindest einen Chatroom
geben . Der per Mausklick anwählbare Sektor " Parteitagsgeflüster " reichte
vielen Delegierten offenbar nicht aus . Etwas mehr Moderation der teilweise
seitenlangen Beiträge wäre aus Sicht manch eines Partei-Aktivisten gut gewesen .
Als sehr verbesserungswürdig werteten viele Teilnehmer des Internet-Parteitags
die visuelle Gestaltung der Seiten . " Eine bessere Benutzerführung wünschten
sich viele " , sagte der Technikfolgen-Forscher . Weshalb sich nur
vergleichsweise wenig Delegierte an den Abstimmungen über die beiden Hauptthemen
des virtuellen Parteitags beteiligten , kann sich Fuchs nach der bisherigen
Auswertung der Fragebögen allerdings nicht erklären . Technische Probleme , wie
vom Landesvorstand der Grünen zunächst vermutet , könnten es wohl kaum sein .
Nach Einschätzung von Fuchs waren die meisten Teilnehmer des virtuellen Forums
durchaus erfahren im Umgang mit dem Medium Internet . Nur gut 70 von insgesamt
115 stimmberechtigten Parteimitgliedern hatten an den Abstimmungen über die
Anträge teilgenommen . Eine Hoffnung der Parteiführung ging nach den Worten von
Fuchs nicht in Erfüllung : Novell gibt korrigierte Service-Packs für NetWare
frei Anfang Dezember zog Novell das Service-Pack 6 für NetWare 5.0 sowie das
Service-Pack 2 für NetWare 5.1 zurück : Die NDS-Kommunikation über TCP/IP war
fehlerhaft , die Synchronisation erfolgte nicht richtig . Nachdem es bereits
einen Patch für den Bug gab , hat Novell inzwischen auch korrigierte
Service-Packs bereitgestellt : NW50SP6A für NetWare 5.0 und NW51SP2A für NetWare
5.1 . Eine separate Datei ( WSOCK1.EXE ) enthält den Fix für die fehlerhafte
NDS-Synchronisation für diejenigen , die bereits das Service-Pack 6 für Netware
5.0 oder das Service-Pack 2 für NetWare 5.1 installiert hatten . Datenzentrum
Rheinland-Pfalz weist Vorwürfe zurück Gegen die Vorwürfe des
rheinland-pfälzischen Landesrechnungshofs hat sich das Daten- und
Informationszentrum ( DIZ ) mit einem externen Gutachten zu Wehr gesetzt . Eine
" ausgesprochen renommierte Wirtschaftskanzlei " sei zu dem Ergebnis gekommen ,
dass die Kritik des Rechnungshofs nicht zutreffe , sagte der
DIZ-Verwaltungsratsvorsitzende , Innen-Staatssekretär Ernst Theilen ( SPD ) , am
Dienstag im Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags in Mainz .
Grünen-Fraktionsvorsitzende Ise Thomas warf Theilen vor , er habe in der
vergangenen Landtagssitzung nicht die Wahrheit gesagt . Das von Theilen zitierte
Gutachten zweifelte der Rechnungshof an . " Ich glaube , dass wir die Vorgänge
auf Grund großer Erfahrungen im Vergaberecht zutreffend beurteilt haben " ,
sagte Rechnungshof-Prüfer Udo Rauch . Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt
gegen unbekannte Verantwortliche des DIZ wegen des Verdachts der Untreue . In
einem Fall soll das DIZ einen teuren Großrechner gekauft haben . Der damit
verbundene Schaden für das Datenzentrum wird auf 630.000 Mark veranschlagt . Der
Hersteller des teuren Rechners habe zwar mehr Leistungen angeboten , die seien
technisch aber noch gar nicht verfügbar gewesen , sagte Rechnungshof-Prüfer
Rauch am Dienstag . Ein Sonderbericht des Rechnungshofs ist seit Wochen Anlass
für Kritik der rheinland-pfälzischen Opposition an dem Datenzentrum , das unter
anderem für den Datenverkehr zwischen Behörden zuständig ist . Im Zentrum der
Kritik steht Innen-Staatssekretär Theilen , einer von fünf Staatssekretären im
DIZ-Verwaltungsrat . Dem Datenzentrum werden unter anderem Fehler bei der
Auftragsvergabe vorgeworfen . Die CDU-Ausschussvertreter kritisierten Theilen am
Dienstag vor allem , weil er nach Bekanntwerden der Vorwürfe die
Polizeiabteilung im Innenministerium um Rat gefragt habe . Er habe dies getan ,
weil er nach dem Bericht des Rechnungshofs nicht habe ausschließen können , dass
" eine gewisse strafrechtliche Relevanz " vorliege . Im Gegensatz zu Adolf
Weiland ( CDU ) vertrat Theilen die Ansicht , dass die Gespräche im eigenen
Ministerium " ein absolut übliches Verfahren " gewesen seien . Die Vertreter des
Rechnungshofs wiesen darauf hin , dass nicht sicher sei , ob das DIZ alle
Unterlagen für die Prüfung eingereicht habe . Zumindest so genannte
Bereichsleiterprotokolle seien nur bis April 1999 an den Rechnungshof geleitet
worden . Die Bereichsleiter gehören nach Darstellung des DIZ-Vorstands Bernd
Neuser zum " engeren Führungskreis " des Datenzentrums . Die Opposition im
Landtag hatte der Landesregierung zuletzt systematische Vertuschung bei der
Aufklärung der Vorgänge DIZ vorgeworfen . Innenminister Walter Zuber ( SPD )
wies die Vorwürfe zurück und stellte sich ebenso wie die Koalitionsparteien
demonstrativ vor Theilen . RegTP erlässt Regeln für Telefongebührenlimit Zum 1.
Januar 2001 tritt eine Regelung der TKV in Kraft , die den Kunden vor überhöhten
Telefonrechnungen schützen soll . Die praktische Umsetzung des Paragrafen 18 TKV
, die ursprünglich bereits 1999 erfolgen sollte , hat sich indessen als
schwierig erwiesen . Ihre Auslegung der Formulierung in Paragraf 18 TKV hat die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) im September in
einem Entwurf veröffentlicht , die verbindliche Fassung hat die Behörde nunmehr
verabschiedet . Den Anspruch auf eine begrenzte Gebührenhöhe kann der Kunde den
Angaben zufolge in der Regel gegenüber seinem jeweiligen Vertragspartner geltend
machen . Für die Begrenzung der Gebührenhöhe hat die Regulierungsbehörde drei
Möglichkeiten festgelegt : Die monatliche Gesamtsumme der Gebühren könne im
Gerät angezeigt werden . Auch eine Ansage im Gerät , sobald das Limit erreicht
ist , sei denkbar . Zudem gebe es die Möglichkeit einer Prepaid-Funktion . Es
reiche aus , wenn das Unternehmen dem Kunden eine dieser drei Alternativen
anbiete . Die Maßnahme gelte generell für den Sprachtelefondienst im Fest- und
Mobilnetz , aber auch bei der Übertragung von Daten und der Nutzung von
Mehrwertdiensten , wie der Auskunft , hieß es bei der Regulierungsbehörde .
Nicht erfasst seien dagegen Gespräche im Bereich des internationalen Roaming :
Wer im Ausland auf seinem Handy angerufen werde oder vom Ausland per Handy nach
Deutschland telefoniere , könne keine Gebührenbegrenzung vorschalten . Preview
des XML-Toolkits für Notes/Domino freigegeben Lotus bietet es kostenlos zum
Download an . Neben Datenimport und -export bieten sich mit dem Toolkit vor
allem Möglichkeiten , die Designelemente von Domino-Anwendungen ohne Verwendung
des Domino Designer zu verändern . Das Toolkit eignet sich damit auch als
Schnittstelle für die Anbieter externer Designwerkzeuge . Das Redbook beschreibt
, wie man über Formulare , Ansichten , Pages oder Agenten XML aus
Domino-Datenbanken erzeugt und mittels des mitgelieferten XSLT-Prozessors in
anderen Formate übersetzt . Außerdem beschreibt das Buch , wie man vorhandene
XML-Daten via Toolkit oder Agenten in Domino importiert . Weitere Informationen
findet man auf den DXL Ressource Pages im Notes.net und der XML-Seite des Lotus
Developer Network . Sachsens Mikroelektronik-Branche bündelt ihre Kräfte
Sachsens Hightech-Branche will künftig ihre Kräfte bündeln .
Informationstechnologie-Unternehmen wie das Zentrum Mikroelektronik Dresden und
Systemonic sowie die Technischen Universitäten Dresden und Chemnitz haben zu
diesem Zweck den Silicon Saxony e. V. gegründet , teilte der Verein am Dienstag
in Dresden mit . Auch die Infineon Technologies Dresden als eine der größten
IT-Firmen Sachsens habe Interesse angemeldet . " Sachsen ist schon jetzt auf dem
Gebiet der Halbleiter-Technologie die wachstumsstärkste Region in Europa " ,
meinte Thilo von Selchow , Vorstandsmitglied des neugegründeten Vereins . Ziel
sei es , die Kompetenzen der einzelnen Unternehmen und Forschungseinrichtungen
mit insgesamt mehr als 500 Forschern und Wissenschaftlern zu verknüpfen .
Verwertungsgesellschaften fordern Urheberrechts-Abgaben für PC Neuer Streit um
eine Urheberrechtsabgabe auf PCs bahnt sich an . Nachdem der schwarze Peter
lange zwischen Industrie , Politik und Urherberrechts-Verwertungsgesellschaften
hin und her geschoben wurde , gehen die deutschen Verwertungsgesellschaften
jetzt in die Offensive . Wie die Berliner Tageszeitung Die Welt nach dpa-Angaben
am morgigen Mittwoch berichtet , fordern die Verwertungsgesellschaften für jeden
PC Urheberabgaben in Höhe von insgesamt rund 82 Mark . Die
Verwertungsgesellschaft Wort ( VG Wort ) und die Verwertungsgesellschaft
Bild-Kunst wollen eine Abgabe von 30 Euro ( rund 59 Mark ) pro Gerät . Hinzu
kommt die Gema-Abgabe , die den Angaben nach bei 23 Mark liegen soll . Bislang
hatte die Gema noch von 41 Mark pro PC gesprochen , da die Qualität der
digitalen Aufnahmen mittels PC besonders hoch sei . Die Industrie lehnt diese
Forderungen als zu hoch ab . Komme es zu keiner Einigung , wollten die
Verwertungsgesellschaften klagen , schreibt die Zeitung . Während die GEMA die
Ansprüche von Komponisten und Textdichtern vertritt , sind bei VG Wort und VG
Bild-Kunst Autoren , Verleger , Künstler und Fotografen organisiert . Im
November hatte sich die Gema mit dem Computerhersteller Hewlett-Packard vor dem
Stuttgarter Landgericht auf eine Abgabe von zwölf Mark für CD-Brenner geeinigt .
Jetzt verlangen auch VG Wort und VG Bild-Kunst eine eigene Abgabe für diese
Geräte . Ferner sollen Drucker mit einem zweistelligen Betrag in die
Vergütungspflicht miteinbezogen werden . Hollywood-Diva und Mobilfunk-Erfinderin
Hedy Lamarr gestorben Manche Karrieren nehmen seltsame Wege . Hedy Lamarr wurde
als Darstellerin in Hollywood-Filmen bekannt . Statt Hedy Lamarr , wie
ursprünglich vorgesehen , spielte Ingrid Bergman die Ilsa Lund in Casablanca .
Vielfach unbeachtet blieb aber Zeit ihres Lebens eine ganz andere Rolle : Hedy
Lamarr entwickelte eine grundlegende Technik des Mobilfunks . 1942 erhielt sie
zusammen mit dem Komponisten George Antheil ein Patent auf die Funksteuerung von
Torpedos . Die in diesem Patent beschriebene Vorgehensweise ist heute als
Frequency Hopping Spread Spectrum ( FHSS ) bekannt . Auf diese Technik setzen
viele Funkanwendungen wie GSM für Mobiltelefone . Auch drahtlose Netzwerke
arbeiten teilweise mit FHSS ( siehe c't 6/99 , S. 222 ) . Am Mittwoch wurde Hedy
Lamarr tot in ihrem Haus in Hollywood aufgefunden . Sie starb im Alter von 86
Jahren . Telekom-Chef gibt Politik Mitschuld am Einbruch der T-Aktie
Telekom-Chef Ron Sommer hat der Politik eine Mitschuld am Wertverlust der
Telekom-Aktie gegeben . Die Politik der Bonner Regulierungsbehörde und der
Brüsseler EU-Kommission habe sich als Belastung für die Entwicklung seines
Konzerns erwiesen , sagte Sommer der Berliner Zeitung . " Durch die ungleiche
Regulierung in Europa verlor die T-Aktie sicherlich einen zweistelligen
Prozentsatz an Wert . " Sommer forderte die Europäische Kommission auf , "
endlich dafür zu sorgen , dass Chancengleichheit in Europa herrscht " . Es gehe
nicht an , " dass EU-Wettbewerbsregeln bei uns bereits seit 1998 umgesetzt sind
, während sie in Italien , Frankreich , Spanien und Großbritannien bis heute
nicht existieren " . Sommer hatte gleich auch einen Vorschlag , wie die
Regulierungspolitik die Situation für den Konzern verbessern könne : Die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) solle einem Antrag
der Telekom auf Preiserhöhung für die Überlassung von Telefon-Hausanschlüssen an
konkurrierende Unternehmen stattgeben . Die bisherige Vereinbarung , die von der
Regulierungsbehörde getroffen wurde , läuft am 31. März aus . Ab 1. April will
die Telekom nun statt 12,99 Euro monatlich 17,40 Euro für die Vermietung der so
genannten letzten Meile , also der Teilnehmeranschlussleitung von der
Vermittlungsstelle zum Kunden . Mitte Januar wurde zudem bekannt , dass die
Telekom per einstweiliger Verfügung die RegTP-Festlegung neuer
Durchleitungstarife , die der Ex-Monopolist von der Konkurrenz verlangen kann ,
stoppen ließ . Um die Politik der Regulierungsbehörde , deren vom Beirat
vorgeschlagener neuer Chef Matthias Kurt noch vom Bundeskabinett bestätigt
werden muss , hatte es in der letzten Zeit heftigen Streit gegeben . Nach den
Kursverlusten der vergangenen Monate erwartet Sommer wieder einen Anstieg des
Aktiewertes . Am Freitag wurde die T-Aktie knapp unter 40 Euro notiert . Die
ersten T-Aktien waren Ende 1996 für rund 14 Euro an die Börse gekommen .
Zeitweise hatte die Aktie einen Wert von mehr als 100 Euro . Jenoptik-Chef
rechnet mit bis zu 20 Prozent mehr Umsatz Ostdeutschlands umsatzstärkster
Technologiekonzern Jenoptik AG ist weiter im Aufwind . " Der Umsatz könnte in
diesem Jahr um bis zu 20 Prozent zulegen " , sagte Vorstandschef Lothar Späth
gegenüber dpa in Jena . Er rechne zudem mit einer guten Ertragsentwicklung des
im MDAX gelisteten Unternehmens . Zahlen nannte Späth jedoch nicht . Die
Jenoptik AG ( Jena ) war nach dem Verkauf des Bereichs Telekommunikationstechnik
auf die Industriesparten Reinraumtechnik/ Anlagenbau und Optoelektronik
konzentriert worden . Drittes Geschäftsfeld ist die Risikokapitalfinanzierung
von jungen Wachstumsfirmen . Der Konzern , der unter anderem Chipfabriken für
die Halbleiterindustrie baut , beschäftigt im In- und Ausland rund 6.000
Mitarbeiter . Nach eigenen Prognosen geht das Unternehmen für 2000 von einem
Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis von zehn bis 15 Prozent aus . Die
Gewinnprognose hatte Späth nach oben korrigiert . Jenoptik will Ende Januar die
vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen . Die diesjährigen
Aussichten für alle drei Geschäftsbereiche bewertete Späth als gut . " Nach dem
jetzigen Verhandlungsstand hat 2001 so gut angefangen , wie 2000 aufgehört hat .
" Während es bei den Ausrüstern erste Anzeichen für Stornierungen gebe , seien
die Anlagenbauer für die nächsten zwei Jahre so gut wie ausgelastet . Späth
verwies darauf , dass Jenoptik zunehmend auch Fabriken mit staubfreien Räumen
für die Pharma-Industrie baut . " Wir haben Referenzen , dass wir es können . "
Außerdem gebe es im Bereich Internet die ersten Projekte für Server-Farmen , für
die ebenfalls speziell klimatisierte Räume gebraucht würden . Bei der
Finanztochter DEWB AG AMD Dresden : Führungswechsel und neue Investitionen Die
deutsche Tochter des US-Konzerns AMD in Dresden hat seit dem gestrigen Freitag
einen neuen Chef . Hans Deppe wurde mit sofortiger Wirkung zum Vice President
und General Manager der modernsten Fabrik des Unternehmens ernannt , teilte AMD
mit . Bereits vor seiner jetzigen Ernennung zum Vice President gehörte Hans
Deppe als Geschäftsführer und Fertigungsleiter der Fab30 zum Führungsteam der
AMD Saxony , hieß es bei AMD . Der 55-jährige promovierte Physiker ist seit dem
1. Dezember 1997 bei dem Chip-Konzern . Zuvor sei er 22 Jahre für Siemens AG
Bereich Halbleiter tätig gewesen und habe in München , Regensburg und zuletzt
Taiwan führende Positionen beim Aufbau neuer Halbleiterwerke inne gehabt . Deppe
löst Jim Doran ab , der nach anderthalbjähriger Tätigkeit in Dresden in die
AMD-Zentrale nach Sunnyvale , Kalifornien , zurückkehrt . " Der Wechsel von Jim
Doran zu Hans Deppe kommt zu einem Zeitpunkt , an dem unser Dresdner Werk mehr
als die Hälfte der Kapazität erreicht hat " , erklärte Gary Heerssen , Group
Vice President von AMDs Wafer Fabrication Group zu dem Führungswechsel bei AMD
in Dresden . Im vergangenen Jahr begann die Fab30 mit der Auslieferung von
ersten Prozessoren an den Markt . Zurzeit beschäftigt AMD Saxony rund 1.450
Mitarbeiter . Die Fab30 soll aber noch massiv erweitert werden , dabei soll sich
die Zahl der Mitarbeiter im laufenden Jahr um mehrere hundert erhöhen . AMD
hatte bereits Anfang Dezember letzten Jahres angekündigt , ab 2002 in Dresden
erste 2-GHz-Prozessoren fertigen zu wollen ; zuvor werde der AMD-Prozessor mit
dem Codenamen Palomino , der noch im ersten Quartal 2001 erscheinen und schon im
zweiten Quartal 1,5 GHz Takt erreichen soll , in der Fab30 produziert werden ,
erklärte der neue Chef von AMD-Dresden Deppe im Dezember . Zum damaligen
Zeitpunkt war Deppe noch Geschäftsführer der AMD Saxony Manufacturing GmbH ,
einer 100-prozentigen Tochter von AMD . Auch wenn das vierte Quartal des
abgelaufenen Geschäftsjahres eher mäßig lief , gibt sich der Chip-Hersteller
hoffnungsfroh für die weitere Zukunft . So plant AMD auch bereits ein neues Werk
für die Chip-Produktion auf 300-mm-Wafern . Bislang besitzt AMD mit der Fab25 in
Austin und der Dresdener Fab30 lediglich zwei eigene Werke . Gemeinsam mit
Fujitsu betreibt AMD allerdings im Rahmen des Joint Ventures FASL ( Fujitsu AMD
Semiconductor Ltd. ) noch ein Werk zur Herstellung von Flash-Speicherchips und
baut in diesem Rahmen ein weiteres auf . Midem : Das Internet , Mobiltelefone
und Musik werden künftig stärker zusammenwachsen und eine Einheit bilden : "
Alle Online-Dienste werden in Zukunft mit allen Arten von Geräten verlinkt sein
" , sagte Justin Chamberlain von Ericsson am Samstag in Cannes zum Auftakt der
Konferenz Midemnet . Es werde dann möglich sein , mit Mobiltelefonen Lieder aus
dem Internet herunterzuladen und anzuhören oder sich seinen Wunschtitel auf
digitale Jukeboxen beispielsweise in Bars zu laden . " Auch der Austausch von
Songs oder anderen Daten von Handy zu Handy ist dann kein Problem mehr " , sagte
Chamberlain . Auf der Midemnet diskutieren am heutigen Samstag rund 1.000
Experten aus dem Online- und dem Musikgeschäft über Zukunftsstrategien . Am
Sonntag beginnt dann in Cannes die weltgrößte Musikmesse Midem . 500 Songs
wurden in Zusammenarbeit mit japanischen Plattenfirmen zum Abrufen für
Handynutzer ins Mobilfunknetz gestellt , erläuterte Manager Kuniaki Naoi . Die
Titel konnten zunächst angehört werden ; zum Abspeichern auf kleinen
Speicherkarten fielen Gebühren an . " Die Hälfte der meist jungen Nutzer , die
sich die Tracks anhörten , haben sie auch gegen Geld runtergeladen " , sagt Naoi
. Bei all diesen Ideen gebe es jedoch noch gehörige Probleme durch die zu
geringen Übertragungskapazitäten , meinte Frank Boulben , Geschäftsführer des
französischen Internetdienstes VivendiNet . " Die Infrastruktur für das mobile
Internet ist noch nicht da . " Mit dem neuen Mobilfunkstandard GPRS , der in
diesem Frühjahr eingeführt werden soll , und dem in zwei bis drei Jahren
folgenden UMTS-Standard seien dann aber viel höhere Übertragungsraten und damit
auch viel mehr Dienste möglich . Für die Musikindustrie sei das Internet eine
große Chance , sofern sie richtig genutzt werde , sagte Michael Robertson ,
Gründer des Internet-Musikdienstes MP3.com , der nach einigen rechtlichen
Auseinandersetzungen inzwischen Lizenzvereinbarungen mit den meisten Musiklabels
geschlossen hat . " Bisher gab es aber keine Verbindung zwischen Plattenfirmen ,
Handel , Abspielgeräten und Software . " Diese sei aber nötig , um das Potenzial
von Musik im Internet geschäftlich voll zu nutzen . Mit dem Angebot MyMP3.com ,
das Kunden die Freisschaltung von MP3-Songs im Internet ohne vorherige eigene
Encodierung ermöglicht , sei diese Verbindung zwischen den verschiedenen
Komponenten da . Doch bald könne man die im Internet hinterlegte Musik auch mit
einer Art Decoder-Box am Fernseher oder direkt auf einem mobilen Abspielgerät
oder im Auto anhören . Zum Anhören von Webradio-Sendern gibt es bereits eine
einfache Lösung . Elliot Solomon von der amerikanischen Firma iM Networks (
früher Sonicbox ) stellte auf der Midemnet ein Webradio vor , das man innerhalb
seines Hauses herumtragen kann . Es empfängt die Internetradiostationen vom
eigenen PC - momentan sind mehr als 800 über www.imnetworks.com verfügbar . In
Kürze will Philips eine Art Internet-Stereoanlage herausbringen , die den
Komfort einer herkömmlichen Anlage bietet , aber Webradio abspielt . In Zukunft
seien auch mobile Geräte geplant - unabhängig vom Standort des eigenen PC , das
heißt im Auto oder als tragbare Geräte . Der Vorteil für die Radiomacher : Sie
könnten ihre Werbung beziehungsweise ihr Programm direkt auf die Hörer
zuschneiden , die sich mit ihrer E-Mail-Adresse und Angabe ihres Standortes
einloggen . T-Mobil gibt GPRS-Gebühren bekannt Vor wenigen Tagen erst gab
T-Mobil , die Mobilfunktochter der Telekom , bekannt , man werde mit dem
paketorientierten Datendienst GPRS ( General Paket Radio Service ) im
Mobilfunknetz D1 am 1. Februar starten . Inzwischen stehen auch die Preise
weitgehend fest . Wie T-Mobil erklärte , soll es zunächst einmal zwei Tarife
geben : Als Endgerät steht zum Start des Dienstes , wie bei den anderen
Mobilfunkbetreibern auch , nur das Motorola Timeport T 260 zur Verfügung . Zudem
benötigen die interessierten D1-Kunden eine spezielle GPRS-Freischaltung für
ihre SIM-Karte . Zu Anfang plant T-Mobil anscheinend eine Datenrate von 40
kBit/s ; laut Spezifikation kann GPRS bis zu acht Kanäle bündeln und eine
Datenrate von maximal 160 kBit/s erreichen . Telekom-Konkurrent Viag Interkom
will bereits am 24. Januar mit GPRS starten , kann aber auf kein
flächendeckendes Netz wie T-Mobil verweisen . Viag gab zudem noch keine Details
zur Gebührenstruktur von GPRS bekannt , will aber nach Aussagen eines
Firmensprechers gegenüber c't nicht rein volumenbasiert abrechnen , sondern "
eine kleine Zeitkomponente " einführen . Ob es sich dabei um ein ähnliches
Modell wie die Tagesnutzungsgebühr von T-Mobil handelt , bleibt vorerst im
Dunkeln . Wettbewerbshüter prüfen Verkauf von Infostrada Der Erwerb der
italienischen Festnetzgesellschaft Infostrada durch den italienischen
Energiekonzern ENEL und France Telecom kann nach Ansicht der italienischen
Wettbewerbsbehörden Auswirkungen auf den nationalen Energiemarkt haben .
Deswegen wollen sie den Kauf prüfen . Dazu gab die EU-Kommission nach eigenen
Angaben vom Freitag grünes Licht . Zwar sei die Liberalisierung des Strom-Markts
überall in der EU bereits im Gange , doch beherrsche ENEL in Italien nach wie
vor den Markt , so die Kommission . Somit befürchte die italienische
Wettbewerbsbehörde , dass ENEL ihre Position auf dem Strom-Markt durch das
Angebot von Versorgungsdienstleistungen auf anderen Märkten absichern könnte .
Die Kommission hat daher beschlossen , die Übernahme - soweit sie diese Märkte
betrifft - zu genehmigen . Nach dem Vorhaben soll die ENEL Holding SpA die
Gesellschaft Infostrada SpA von dem britischen Mobilfunkkonzern Vodafone
erwerben . Vodafone war durch die Übernahme von Mannesmann in den Besitz von
Infostrada gelangt . Die italienische Festnetzgesellschaft soll nach der
Übernahme durch ENEL mit der Wind Telecomunicazioni SpA , einem Unternehmen von
ENEL und France Telecom , fusionieren . ENEL ist in Italien der größte
Stromanbieter für private und gewerbliche Haushalte . Das Unternehmen ist über
Wind , das zu 56 Prozent ENEL und 44 Prozent zu France Telecom gehört , auf dem
italienischen Telekommunikationsmarkt aktiv . An der neuen Gesellschaft sollen
ENEL 73,4 Prozent und France Telecom 26,6 Prozent der Anteile halten . Mit 13
Prozent Marktanteil an Fern- und Auslandsgesprächen und 27 Prozent der
Internet-Kunden ist Infostrada der größte Konkurrent der Telecom Italia . Die
italienische Wettbewerbsbehörde hatte die Kommission am 20. Dezember im Rahmen
der Fusionskontrollverordnung ersucht , den Fall an Italien zu verweisen . Nach
dieser Verordnung ist dies möglich , wenn die nationale Wettbewerbsbehörde
befürchtet , dass ein Zusammenschluss den Wettbewerb auf den Inlandsmärkten
gefährden könnte . Nach italienischem Recht hat die Wettbewerbsbehörde 30 Tage ,
um zu entscheiden , ob sie den Zusammenschluss genehmigt oder ihre Prüfung um 45
Tage verlängert . Das Heimnetzwerk nimmt Gestalt an Das Interesse an den
Netzwerken für Heimanwender wächst explosionsartig , auch unter den großen Namen
der Branche . Dabei kommen sich allerdings traditionelle Computer-Hersteller und
Fabrikanten von Unterhaltungselektronik in die Quere . Kein Wunder , daß sich
wieder einmal verschiedene Standards abzeichnen , diesmal für die Software-Seite
der Vernetzung kompletter Eigenheime oder Wohnungen - wenn die Entwicklung so
weiter geht , folgt die Unterhaltungselektronikindustrie Sun , während die
Computer-Hersteller wieder einmal Microsoft hinterhertrotten . Sony und Philips
haben angekündigt , daß sie Suns Jini-Standard in ihrer Unterhaltungselektronik
wie etwa Videorekordern unterstützen werden . Jini basiert auf Java und soll
beliebige Geräte in die Lage versetzen , nach dem Anschluß an ein Netzwerk
automatisch über das LAN ansprechbar zu sein und selbständig ihre Fähigkeiten
bekannt zu geben . Jini ist schon recht weit gediehen und soll Ende Januar in
der endgültigen Version vorgestellt werden . Die Computer-Branche dagegen hat
aufgehorcht , als Microsoft Universal Plug&Play ankündigte . Im Unterschied zu
Jini ist der Microsoft-Ansatz allerdings Server-basiert - zur Steuerung des
ganzen wird man aller Voraussicht nach die nächste Version von NT , Windows 2000
, benötigen . Zwar haben sich schon einige Computer-Hersteller wie Intel ,
Compaq , Hewlett-Packard oder ATI zum Microsoft-Ansatz bekannt , außer recht
allgemeinen Konzepten war von Microsoft aber noch nichts zu hören . Was war .
Was wird . Die Wochenschau von Hal Faber geht nunmehr in die dritte Woche . Wie
immer möchte sie den Blick für die Details schärfen : Immer wieder gibt es
Informationsbröckchen , die es nicht zur richtigen Nachricht schaffen . Sie
mögen nicht in das Bild passen , das eine Firma von sich präsentieren will .
Manches bleibt auch unterhalb der Aufmerksamkeitsschwelle : Menschen , Computer
, Sensationen verdecken den Blick auf Hintergründiges und Zusammenhängendes .
Die Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Was war Heute haben wir
das Internet und Microsoft . Und so lernen wir - per Mausklick - dass die
Schweizer einen Preisüberwacher haben . Ausgerechnet in der globalen Trutzburg
des Bankwesens sitzt ein Beamter , der kontrolliert , ob die Schweizer nicht zu
teuer einkaufen müssen . Das mutet so nostalgisch an wie einst ein sowjetischer
Sparkommissar ; aber der gute Mann prüft jetzt tatsächlich , ob man Windows 98
in Redmond billiger kaufen kann als in Bern . Das ist Globalisierung at its best
. Sollte das globale Dorf jemals einen Bürgermeister wählen , ich schlage einen
Schweizer vor . Während viele Pessimisten orakelten , dass die EDV-Abteilungen
der Wirtschaft nach der Jahr-2000-Prüfung und der Euro-Umstellung ihre Etats
weit gehend ausgeschöpft hätten , setzt sich der IT-Boom völlig unbeeindruckt
fort . Das viele Geld führt zu einem interessanten psychologischen Effekt :
Kollektives schlechtes Gewissen scheint sich in den Chefetagen auszubreiten wie
andernorts der Grippe-Virus . Versuche , die Krankheit durch massive
Spendenkampagnen oder gar die Gründung einer eigenen Internet-Bank für die
dritte Welt zu bekämpfen , kratzen nur oberflächlich an den Symptomen herum .
Die " Infoquelle " , eines dieser Finanzblättchen im Internet , das vom
Aktien-Boom mit fast schon esoterischen Tipps für hoffnungsvolle Neu-Spekulanten
profitieren will , analysiert dagegen messerscharf , und empfiehlt als
Heilmittel die richtige Einstellung : Viele Menschen halten sich selbst davon ab
, es zu Reichtum zu bringen , weil sie unbewusst Angst davor haben oder negative
Aspekte damit verbinden , viel Geld zu besitzen . Wieder andere haben das Gefühl
, selbst nicht genug wert zu sein . Pecunia non olet - Geschäftemacherei mit der
Hoffnung , ökonomisch unsicheren Zeiten zu entkommen , offensichtlich auch nicht
... Kaum ein Tag vergeht ohne Kunde von großartigen Fusionen , die noch größere
Synergieeffekte produzieren , glänzende Geschäfte im Internet eröffnen und von
allen Angestellten und Teilhabern bejubelt werden . Von daher mag es erstaunen ,
wie wenig die Übernahme von CareInsite durch Healtheon/MD beachtet wurde .
Ansonsten wurde die Nachricht ignoriert . Das mag daran liegen , dass es in
Deutschland kein Pendant zum privatwirtschaftlich organisierten Medizinmarkt der
USA gibt . Dort arbeiten eine Reihe von großen Firmen daran , im Cyberspace die
E-Gesundheitsvorsorge im großen Stil zu installieren . Seriöse Fachzeitungen
gestatten in den von Forschern geschriebenen Fachartikeln Werbung für Web-Sites
wie Cancersource , die ihrerseits Kooperationen mit der Industrie eingehen . Es
mag auch daran liegen , dass selbst in den USA niemand so richtig weiß , wie ein
kompletter Wirtschaftskreislauf zwischen Arzt , Krankenhaus , Versorgungsträger
und Patient funktionieren kann . In Deutschland brachte es der Health Online
Service aus dem Hause Burda nur zu kurzer Blüte . Selbst Healtheon/MD , eine der
Wunderfirmen des Wundergründers Jim Clark ( Netscape ) krebst nach
Internet-Maßstäben in den Niederungen eines lahmen Geschäfts . Was läuft , sind
Internet-Klagemauern vom Schlage Dr. Koop , wo Arzt wie Patient sich virtuell
ausheulen können . Mit der Übernahme von CareInsite gewinnt Healtheon/MD an
Gewicht : Im Kaufpreis inbegriffen ist Medical Manager , die Mutterfirma der
Web-Site . Sie stellt Software für das Praxenmanagement von niedergelassenen
Ärzten her ; 190.000 Ärzte sollen mit ihr arbeiten . Die Daten dieser Ärzte sind
das eigentliche Kapital . Schwenken wir den Blick zur Konkurrenz , zu
HealthCentral und iVillage , einem Gesundheitsdienst für Frauen . Im Zuge der
Untersuchungen der Datenmisch-Praktiken von DoubleClick fanden Ermittler der
amerikanischen FTC , dass beide Sites mit einem Vermarktungsvertrag an
DoubleClick gebunden sind . Anstößig fand das offenbar niemand . Schließlich mag
es ein Vorteil sein , wenn ein Patient nur Werbung über Medikamente bekommt ,
die seiner Krankeit oder Gesundheit entsprechen . Aus diesem Grunde berichten
alle medizinischen Web-Sites von einer großen Offenheit der Besucher , die
geduldig eine Cyber-Anamnese über sich ergehen lassen , wenn sie dem Anbieter
trauen . Die hatten die Firma Abacus aufgekauft , die Angaben zu Personen nicht
im Cyberspace handelt , sondern ein ganz normaler Adressenbroker ist . Von einer
Verknüpfung mit Daten aus dem realen Leben war nie die Rede gewesen . In einem
ähnlichen Dilemma sehen sich die Ärzte , die für den technischen Support des
Medical Manager Angaben zu ihrer Person gemacht haben . Sie finden diese Angeben
nun bei Healtheon/MD wieder , die sie aktiv vermarkten will . Merger kennen
keinen Kündigungsschutz , besagt ein geflügelter Spruch der Manager .
Datenschutz kennen sie auch nicht . Was wird Eine Woche lang wird die
Niedersachsen-Metropole wieder zum Nabel der IT-Welt - eine Woche lang Stau auf
dem Messeschnellweg , in der U-Bahn und den Restaurants der Stadt . Er erlebt
die Messe als eine Invasion jugendlicher Krawattenträger . Und wundert sich umso
mehr : Der Gedanke ist irgendwie tröstlich . Aber eigentlich startet nächste
Woche an der schönen Leine ja die Expo 2000 - nur gut getarnt als CeBIT . Das
Thema der Expo ist Planet of Visions . Entsprechend weitsichtig fallen die
Visionen aus . Palms in Farbe , Linux-PDAs mit Spracherkennung und
Visor-Handhelds mit Temperaturfühlern und Fitnessanleitungen zeigen uns das
Leben von morgen . Und wenn jemand neben Ihnen steht und verzweifelt mit seinem
Palm spricht , doch bitte den Bildschirmschoner auszuschalten , dann streicheln
Sie doch einfach einen einsamen PC , der unter Windows 2000 werkelt . Tapfer ,
tapfer . Oder als weiteren Hinweis sehen , die CeBIT beweise tatsächlich die
Bogonen-Theorie . Bertelsmann : Verkauf der AOL-Anteile möglich Im Gegensatz zu
früheren Äußerungen will der Bertelsmann-Konzern Gerüchte , das Medienunternehme
wolle seinen 50-prozentigen Anteil an AOL Europe verkaufen , nicht mehr
grundsätzlich dementieren . Die Süddeutsche Zeitung hatte am Samstag berichtet ,
spätestens im März sei Bertelsmann bei AOL " draußen " . Zwei Modelle stünden
dafür zur Diskussion . Zum anderen wäre aber auch denkbar , dass AOL-Chef Steve
Case 35 bis 40 Prozent des Bertelsmann-Anteils erhält , während der deutsche
Konzern seine restlichen Anteile an der Börse platziert . Bertelsmann-Sprecher
kommentierten heute laut dem amerikanischen Finanzdienst Bloomberg , es sei
möglich , dass der Konzern alle Anteile an AOL Europe oder einen Teil verkaufe ,
auch wenn es monetan noch keine konkreten Pläne gebe . Man sei momentan nicht in
Verhandlungen mit einem möglichen Investor . " Es ist völlig offen , ob wir
einen Teil verkaufen und wann ; wir stehen nicht unter Handlungsdruck " ,
zitiert Bloomberg den Bertelsmann-Sprecher Manfred Harnischfeger . Die
Süddeutsche Zeitung begründete den Verkauf der AOL-Anteile durch Bertelsmann mit
der Strategie von Konzern-Chef Thomas Middelhoff . Middelhoffs Botschaft lautet
: Diese Ansicht wird von Aussagen Middelhoffs selbst gestützt : Schon Mitte
Januar hatte er in einem Interview erklärt , Online-Dienste gehörten nicht mehr
zum Kerngeschäft von Bertelsmann . Gerüchte um den Verkauf der
Bertelsmann-Beteiligung an AOL gab es schon länger . Nach der Fusion von AOL mit
Time Warner stehen sich die beiden AOL-Europe-Partner teilweise als Konkurrenten
bei den Medienangeboten im Internet gegenüber . So wird AOL USA auch ein
verstärktes Interesse nachgesagt , die vollständige Kontrolle über AOL Europe zu
erhalten . Zweifelhaft ist allerdings , ob die Amerikaner das europäische
Geschäft dann vollständig alleine betreiben wollen - eher ist anzunehmen , dass
sie sich nach der Übernahme der Bertelsmann-Anteile auf die Suche nach neuen
Partnern begeben würden . So sind auch einige Interessenten für den europäischen
Ableger des weltgrößten Online-Dienstes immer wieder im Gespräch . In der
Übernahmeschlacht zwischen Vodafone und Mannesmann zeigten beide Firmen
Interesse an AOL Europe . Nach der Kooperation zwischen Vodafone und Vivendi
sprachen die beiden neuen Partner schon von AOL als idealer Ergänzung für die
beabsichtigten Internet-Aktivitäten . Telekom-Kirch-Allianz stößt auf Widerstand
Die geplante Allianz zwischen der Deutschen Telekom und dem Filmhändler und
TV-Betreiber Leo Kirch stößt auf Widerstand . Ulf Stötzel , Geschäftsführer des
Verbands der privaten Kabelnetzbetreiber , erklärte im WDR : Nach einem Bericht
des Magazins Focus scheint das Kartellamt dieser Ansicht zuzustimmen . Es sei "
grundsätzlich problematisch " , wenn sich die führenden Netz-Betreiber und
Inhalte-Anbieter zusammenschlössen , meint man laut Focus beim Kartellamt . EMI
steigt bei Musik übers Internet ein Das Musik-Label EMI steigt bei der
Distribution von Musik in digitaler Form über das Internet ein . Am Montag will
das Unternehmen , das vor kurzem den Zusammenschluss mit der Musiksparte von AOL
Time Warner bekannt gab , entsprechende Pläne vorstellen . Nach amerikanischen
Berichten will EMI mit Supertracks kooperieren . Diese Firma bietet ein System
an , mit dem Musikstücke als Dateien vertrieben werden können - beispielsweise
über das Internet , aber auch über Stationen , an denen sich jeder Kunde im
Laden seine persönliche CD zusammenstellen kann . EMI arbeitet bereits mit den
Firmen Encoding und Liquid Audio zusammen , um das komplette EMI-Portfolio an
Musikstücken in komprimierte Dateien umzuwandeln und zu katalogisieren . Über
das Supertracks-System will der Konzern dann Online-Shops erlauben , nicht nur
die CDs von EMI zu verkaufen , sondern die entsprechenden Musikstücke parallel
auch zur Verteilung über das Internet anzubieten . Bislang sah die Industrie in
diesen Techniken vor allem eine Gefahr für ihre Pfründe , da sie nicht
gewährleisten konnte , für jede Kopie auch den entsprechenden Obolus zu erhalten
. Dadurch gerieten die Konzerne allerdings ins Hintertreffen , denn aufhalten
ließen sich die Anwender bei der Nutzung etwa von Musik im MP3-Format nicht .
Und die Popularität von Anbietern wie mp3.com erschreckte die Label so , dass
sie meinten , nur noch mit gerichtlichen Schritten dagegen vorgehen zu können .
EMI sieht die Zusammenarbeit mit Supertracks nun als ersten Schritt ,
komprimierte digitale Musik und den Vertrieb über das Internet zu einem normalen
Teil des Geschäfts zu machen - eine massive Richtungsänderung in der Haltung der
Musikindustrie . Die CeBIT macht mobil Der Computer macht vor keinem
Lebensbereich mehr Halt : Auch die Waschmaschine , der Ohrring oder das
Musikabspielgerät sind Teil der sich immer stärker vernetzenden Welt .
Hauptsache flexibel , kabellos , vernetzt und vor allem mobil - einer der
Haupttrends der CeBIT 2001 . Der Zugang zum Internet wird schon in diesem Jahr
nicht mehr fast ausschließlich über den PC erfolgen , ist Erwin Staudt , Chef
von IBM Deutschland , überzeugt . Mobile Zugänge über Handy oder Laptops würden
den Computer auf dem Schreibtisch ablösen . " Das Büro der Zukunft wird überall
stattfinden " , sagt Werner Biesenberger , Leiter des Projekts Office 21 des
Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation ( IAO ) . Nach dem
PC , dem Mobiltelefon und dem elektronischen Organizer ( PDA ) werden auf der
diesjährigen CeBIT vor allem auch neue Multifunktions-Geräte zu sehen sein .
Beispiele dafür sind das bereits im Markt eingeführte Smartphone von Ericsson
und der neue Communicator , den Nokia in Hannover erstmals präsentieren wird .
Telefonieren ist bei den Geräten nur noch eine Funktion unter vielen . Als
Prototyp eines neuen Computers stellt die Industrie so genannte " Table-PCs "
vor . Die sehr flachen Geräte können neben den herkömmlichen Aufgaben eines
Desktop-Rechners auch Handgeschriebenenes erkennen . Ist der Verbraucher ständig
unterwegs , soll er auch überall einkaufen können . Nach dem elektronischen
Handel setzt die Branche jetzt auf M-Commerce - den Handel über mobile Endgeräte
. Vor allem in individuell zugeschnittenen Informationen wie Navigationssystemen
oder Nachrichtenangeboten sieht die Branche den Markt der Zukunft . Nachdem die
Verbraucher von der derzeitigen WAP-Technologie nur wenig überzeugt werden
konnten , setzt die Industrie jetzt auf den Durchbruch des neuen
Mobilfunkstandard GPRS . T-Mobil-Sprecher Philipp Schindera gibt sich jedoch
noch bedeckt . Die angespannte Wettbewerbslage erlaube keine konkreten
Produkt-Aussagen vor der CeBIT . Nur so viel : Der Nutzer könne E-Mails und
Nachrichtendienste abrufen sowie Bewegungen der Aktienkurse verfolgen . " Wir
werden Anwendungen für Privat- und Geschäftskunden zeigen " , sagt Schindera .
GPRS sei jedoch nur " der Wegbereiter " für den noch schnelleren
Mobilfunkstandard UMTS . Wer online einkauft , soll auch gleich übers Handy
bezahlen können . Zur Messe startet Viag Interkom ein Pilotprojekt mit bis zu
1000 Kunden . Telefonnummer , SIM-Card und eine zusätzliche PIN sollen eine
sichere Identifizierung gewährleisten . Die Computerindustrie betritt in diesem
Jahr aber auch ganz neues Terrain . IBM wird in Hannover mit digitalem Schmuck
Visionen zukünftiger mobiler Endgeräte zeigen : In einem Gemeinschaftsprojekt
mit Miele präsentiert IBM , wie Waschmaschinen über Handy oder Telefon gesteuert
werden können . Ist die Waschmaschine kaputt , alarmiert eine SMS den
Reparaturservice . Der Bundesverband Informationswirtschaft , Telekommunikation
und neue Medien ( BITKOM ) macht der Branche Mut : Deutschland sei mittlerweile
größter Mobilmarkt Europas und Nummer drei der Welt . Internet-Firmen brauchen
zusätzliche Mitarbeiter Deutsche Internet-Startups würden gerne im laufenden
Jahr 100.000 zusätzliche Mitarbeiter einstellen . Zu diesem Ergebnis kommt eine
Umfrage des Forschungsprojektes e-Startup an der European Business School . Die
Forscher befragten hierzu 9.000 Startups nach ihren geplanten Einstellungen und
Wachstumszielen . Die in Deutschland aktiven 15.000 Gründungen beschäftigen
derzeit etwa 151.000 fest angestellte Mitarbeiter , weitere 29.000 sind in
ausländischen Niederlassungen tätig . Hinzu kommen 67.000 freie Mitarbeiter ,
die die Startups projektbezogen oder in Teilzeit unterstützen und die auf Grund
ihrer Flexibilität für die Firmen eine große Bedeutung haben . Zusammen mit den
etwa 80.000 bis 100.000 Angestellten bei etablierten Firmen und deutschen
Niederlassungen ausländischer Firmen sind in dem Bereich Internet und E-Commerce
, so die Studie , rund 250.000 bis 300.000 Mitarbeiter in Deutschland
beschäftigt . Für die etablierten und die ausländischen Unternehmen schätzen die
Forscher , dass auch diese Firmen in diesem Jahr 20.000 bis 30.000 neue
Mitarbeiter benötigen . 13 Prozent des Potenzials entfällt auf Technik-Anbieter
von Software und Infrastruktur . Allerdings werden die Firmen die angestrebte
Zahl von Neueinstellungen in diesem Jahr nicht realisieren können , denn
zahlreiche Firmenpleiten , aber in erster Linie der vom Fachkräftemangel
geprägte Arbeitsmarkt verhindert den geplanten Einkauf von Mitarbeitern . Durch
frei werdende Mitarbeiter bei Firmenschließungen bleibt jedoch ein gewisses
Level an Fachkräften am Markt vorhanden . Wichtigste Quelle für die Startups ,
wenn sie Bedarf für zusätzliche Mitarbeiter haben , bleibt jedoch auf Grund des
Mangels an Fachkräften am Arbeitsmarkt die Übernahme vormals freiberuflich für
das Unternehmen Tätiger in eine Festanstellung . Bereits auf Platz zwei steht
für die Unternehmen das gezielte Abwerben von Mitarbeitern anderer
Internet-Firmen , wobei vorwiegend auf Industrie-Erfahrung und weniger auf
Abschluss und Ausbildung geachtet wird . Den direkten Einstieg eines
Mitarbeiters aus einem Industrie-Unternehmen in ein Internet-Startup betrachten
die meisten der befragten Unternehmen dagegen als eher uninteressant . Der
lokale Arbeitsmarkt besitzt bei der Beschaffung neuer Arbeitskräfte eine hohe
Bedeutung . Startups siedeln sich gerne in der Nähe von Großstädten an , da dort
der Zugang zu qualifiziertem Personal am einfachsten ist . Schon vor zwei Wochen
hatte Erwin Staudt , Chef von IBM Deutschland , beim " Halleschen
Wirtschaftsgespräch " die Informationsbranche als " die Waffe " zum Abbau der
Arbeitslosigkeit in Deutschland bezeichnet . Nach seinen Angaben könnten durch
Investitionen in diese Wachstumsindustrie jährlich bundesweit bis zu 150.000
neue Arbeitsplätze entstehen . Heftige Kritik an geplanter Überwachung der
Kommunikation Erleichtert sind Sprecher von Verbänden und Politiker aus der
Regierungskoalition tatsächlich über die Ausnahmeregelungen . " Zum Glück fällt
die unselige Forderung weg , dass jedes noch so kleine
Telekommunikationsgerätchen eine Überwachungsschnittstelle haben sollte " ,
freut sich Gerhard Tamm , Telekommunikationsspezialist beim Branchenverband
BITKOM . Doch die Reaktionen aus der Wirtschaft , die den Rest der Auflagen
betreffen , reichen von " geschockt " bis " nichts dazugelernt " . " Wir müssen
aufpassen , dass die Wirtschaft nicht mit unerfüllbaren Forderungen überzogen
wird und die Sucht zur Perfektion bei deutschen Beamten Blüten treibt " , fasst
Tamm die Bedenken des BITKOM zusammen . Sorgen macht er sich vor allem um die
kleinen Internet-Provider , die " in Deutschland überwiegen " . Die würden durch
die Verpflichtung zum Vorhalten teurer Überwachungsgeräte " erschlagen " . Denn
während große Online-Dienste wie AOL oder T-Online längst die Spitzeltechnik
vorrätig hätten , seien die kleineren Provider " organisatorisch und technisch
überfordert " . Michael Rotert , Vorsitzender des Verbands der deutschen
Internet-Wirtschaft eco , kündigte an , dass die Internet-Provider " Sturm
laufen " werden gegen den Referenten-Entwurf . " Wir müssen nicht den
Hilfssheriff der Nation auf eigene Kosten spielen " , wehrt sich Rotert gegen
die Pläne des Wirtschaftsministeriums , die er als " technisch völlig
unausgegoren " bezeichnet . Da die Strafverfolger die zu überwachenden "
Kennungen " äußerst weit gefasst hätten und selbst E-Mail-Adressen und
Kreditkarten-Nummern darunter fielen , gleichzeitig aber Soft- und Hardware zum
Ausfiltern nicht angeforderten Datenmaterials sowie zum Verschlüsseln der
Mitschnitte erforderlich seien , schätzt Rotert die Kosten pro " Abhörkiste "
auf 140.000 bis 150.000 Mark . Wegen technischer Besonderheiten des Routings von
Datenpaketen seien Provider gezwungen , gleich mehrere solcher Geräte
anzuschaffen . Angesichts dieser Belastungen rechnet eco mit dem Konkurs von
einem Drittel der Internet-Provider . Dass die Abhörspezialisten aus dem
Ministerium die TKÜV trotzdem als " insgesamt kostendämpfend " zu verkaufen
suchen , irritiert Verbände und Oppositionspolitiker . " Von einer Ersparnis
kann keine Rede sein " , ärgert sich Niels Lau , Justiziar des Bundesverbands
der Deutschen Industrie ( BDI ) . Hans-Joachim Otto , medienpolitischer Sprecher
der FDP-Bundestagsfraktion , schimpft gar , dass die Regierung die Wirtschaft "
für dumm verkaufen wolle " . Statt Erleichterungen zu schaffen , habe das
Ministerium " ein bürokratisches Monstrum " in die Welt gesetzt . Auch wenn die
Beamten den vom Telekommunikationsgesetz vorgegebenen " Spielraum " zur
Ausdehnung des Kreises der Verpflichteten durch die Ausnahmeregelungen dieses
Mal nicht voll ausgeschöpft haben , können auch in der Regierungskoalition nicht
alle Abgeordneten die geplanten Bestimmungen verstehen . Die von Providern
befürchtete Verteuerung des Internet-Anschlusses sei von den
Regierungsfraktionen " nicht gewollt " . Auch dürfe das Recht der Netzbürger auf
" informationelle Selbstbestimmung " nicht untergraben werden . Denn nach wie
vor sind die Grauzonen , die sich durch den neuen TKÜV-Entwurf ergeben , groß .
" Man muss sich schon fragen , wo der Datenschutz bleibt " , sagt Tamm vom
BITKOM . Allein wenn es um die Überwachung von Headern der IP-Pakete gehe , sei
darin schließlich schon ein Teil der Nachricht enthalten . Zahlreiche
Widersprüche zu den eigentlich fürs Internet geltenden Datenschutzbestimmungen
hat auch der BDI-Jurist Lau in dem Papier ausgemacht . Dazugelernt hat das
federführende Bundeswirtschaftsministerium aber zumindest insofern , dass es das
Papier , die dazugehörige Begründung und die technische Richtlinie seit dem
gestrigen Dienstag im Web veröffentlicht hat . Eine Anhörung soll Anfang April
stattfinden - in Bonn , weitab von der großen Politik und den Hauptsitzen der
Wirtschaftsverbände . Eine angeblich nicht knackbare Verschlüsselungsmethode (
Update ) Wissenschaftler haben eine angeblich realisierbare
Verschlüsselungsmethode entwickelt , die nicht zu knacken ist . Das Verfahren
beruht auf einer Folge echter Zufallszahlen , die genauso lang ist wie der zu
verschlüsselnde Text . Zu jedem Zeichen wird dabei der zufällige Wert addiert .
Das Resultat ist weiterhin eine absolut zufällige Zahlenfolge , aus der sich nur
durch Subtraktion der richtigen Zufallszahlen der urspüngliche Text ergibt . Das
Haken dabei ist die Realisierung dieser Verschlüsselungsmethode . Zum einen
können deterministische Geräte wie Computer keine echten Zufallszahlen erzeugen
. Zum anderen braucht man sehr viele dieser Zufallszahlen , die über einen
sicheren Kanal ausgetauscht werden müssen . Notwendig ist ein kontinuierlich
erzeugter Strom an Zufallszahlen , der beispielsweise von Satelliten geliefert
werden könnte . Sender und Empfänger schickten sich etwa mit einem herkömmlichen
Verschlüsselungsprogramm eine Mail zu , in der sie den Startpunkt der
Zahlenreihe festlegen . Die Zahlen werden beim Verschicken der Botschaft vom
Sender zum Verschlüsseln und beim Empfänger zum Entschlüsseln benutzt , aber sie
werden nicht gespeichert , sondern nur einmalig verwendet . Der entscheidende
Punkt ist , dass die Zahlenfolge mit so hoher Übertragungsrate gesendet wird ,
dass es nicht möglich ist , sie so lange zu archivieren , bis die erste Mail mit
dem Startzeitpunkt geknackt ist - die Datenmenge würde den verfügbaren
Speicherplatz übersteigen . Ein möglicher Lauscher wäre hilflos - denn ohne die
genaue Zahlenfolge kann er die Botschaft nicht entschlüsseln . Herkömmliche
Verschlüsselungsverfahren beruhen darauf , dass die beschränkte Rechenkapazität
nicht ausreicht , den Code zu knacken . Rabins Verfahren setzt dagegen auf die
Beschränkung des verfügbaren Speichers , der nicht ausreicht , den Datenstrom
der Zufallszahlen zu archivieren . " Das ist der erste beweisbar unknackbare
Code , der wirklich funktioniert " , sagt Rabin . " Wir haben bewiesen , dass
der Gegner hilflos ist . " Es nutze auch nichts , die verschlüsselte Botschaft
aufzuheben , um sie später mit leistungsstärkeren Computern zu knacken ,
weswegen das Verfahren eine " immerwährende Sicherheit " biete . Mehr in
Telepolis : Zweistelliges Wachstum bei Mikroelektronik Nach Angaben des Verbands
der Elektrotechnik ( VDE ) wuchs der Weltmarkt für Mikroelektronik 1999 um 25
Prozent . Auch in den nächsten Jahren sei eine zweistellige Wachstumsrate von
rund 14 Prozent zu erwarten . Damit wachse die Branche weltweit doppelt so
schnell wie der Elektro- und Elektronikmarkt . Neben der Mikroelektronik hält
der VDE die Mikro- und Nano-Techniken für wichtige Wachstumsfelder . Diese
Techniken werden immer mehr Bereiche des täglichen Lebens erobern , meint der
VDE : EU-Wettbewerbshüter geben Microsoft mehr Zeit Seit Anfang Februar prüft
die EU-Kommission , ob Microsoft mit seinem neuen Windows 2000 das europäische
Wettbewerbsrecht verletzt . Nun haben die Wettbewerbshüter der EU dem
amerikanischen Software-Konzern eine weitere Frist eingeräumt , über die vier
Wochen hinaus , die Microsoft ursprünglich zur Reaktion auf die Vorwürfe zur
Verfügung hatte . Monti bestätige den Eingang einer ersten Stellungnahme von
Microsoft , wollte aber zu deren Inhalt keine Details bekannt geben . Es handele
sich aber um Informationen zu Windows 2000 und nicht zu der Preispolitik des
Konzerns in Europa , die die EU ebenfalls unter die Lupe nimmt . Die Geier
kreisen über gescheiterten Dot.Coms Ein Scherz wurde Wirklichkeit , und die
Betroffenen können gar nicht darüber lachen . Im populären amerikanischen
Zeitungs-Comic-Strip Doonesbury entsteht ein Unternehmen , das unter dem Namen
myVulture.com wie ein Geier über dem Besitz gescheiterter Dot.Com-Firmen kreist
. Die Überreste der Geschäftsleichen werden billig eingekauft und dann Gewinn
bringend abgestoßen . Was Millionen amerikanischer Zeitungsleser amüsiert , ist
jetzt Realität : Der Geschäftszweck der echten Firma Overstock.com in Salt Lake
City ( Utah ) ist der gleiche wie der des fiktiven Vorbilds . " Wir erwarten in
den nächsten sechs Monaten noch mehr Firmendebakel " , sagt Patrick Byrne . Der
Chef von Overstock.com reibt sich schon die Hände . Er kann es kaum erwarten ,
sein eigenes Lager mit den Waren weiterer Pleiteunternehmen zu füllen . Byrne
übernahm bereits die Sortimente des Juweliers Miadora.com , des virtuellen
Hutgeschäfts eHats.com und des Babyartikel-Fachhändlers Babystripes.com . Dort
freuten sich die Konkursverwalter über die Geldspritze Byrnes , mit der
wenigstens einige der Schulden abbezahlt werden konnten . Bei Overstock.com gibt
es auch die Waren des gescheiterten Spielzeughändlers ToyTime.com . Das
Spielzeug kann deshalb den Einzelkunden zu Schleuderpreisen angeboten werden ,
die oft über 50 Prozent unter den normalen Ladenbeträgen liegen . " Man labt
sich am Dot.Com-Aas " - mit solch drastischen Worten beschrieb die Tageszeitung
USA Today unlängst den schwunghaften Handel mit den Hinterlassenschaften der
Gescheiterten . Davon profitiert auch die Firma Bid4assets.com , deren
Internet-Name wörtlich das Geschäft beschreibt : Die Kunden sollen Gebote
einreichen . Nutznießer der Pleiten sind auch Immobilienmakler , die leer
stehende Büroräume der Pleitefirmen gegen hohe Provisionen weitervermitteln ,
und Anwälte , die den Konkurs abwickeln . " Wir sind sehr , sehr , sehr
beschäftigt " , sagt Steve O'Neill von der Kanzlei Murray & Murray in
Kaliforniens Silicon Valley . Auch professionelle Arbeitsvermittler freuen sich
über die Vielzahl der Pleiten . Sie können sich aus der großen Masse von
neuerdings arbeitslosen Technologie-Experten die Topkandidaten herauspicken ,
berichtet Jim Audel von der Vermittlungsfirma Russell Reynolds in San Francisco
. " Wir sehen immer mehr traditionelle Firmen , die im Internet-Handel
mitmischen wollen und nun sachkundige Manager suchen , die sich in der E-Welt
auskennen " , freut sich Audel . Und übrigens : Auch myVulture.com gibt es
inzwischen zumindest in der virtuellen Welt des Internet : Die Adresse leitet
auf die Webseite des Pleite gegangenen und dann neu lancierten
Internet-Modehändlers boo.com um . Die Computer-Branche und das " Dinglisch " "
Dinglisch " nennt die amerikanische Kabarettistin Gayle Tufts den komischen Mix
aus deutschen und englischen Wörtern , mit dem sie als Wahl-Berlinerin ihr Geld
verdient . Wer sich heute mit Informationstechnologie beschäftigt - sei es als
Handwerksmeister , der für seinen PC neue Software braucht , oder als Besucher
der CeBIT - müsste eigentlich einen Sprachkurs bei Gayle Tufts absolvieren .
Denn das Kauderwelsch der Branche ist für den Laien kaum noch zu verstehen . Der
Verdacht liegt nahe , dass sich Unternehmen mit dem gekünstelten Vokabular
möglicherweise besser verkaufen wollen als es ihren Leistungen entspricht . "
Mit dem Erwerb der inPuncto GmbH über die redtoo ag erweitert die caatoosee ag
ihr Leistungsportfolio um PLM-Lösungen im SAP- sowie um Engineering- und
Facility Information Management-Lösungen im Bentley-Umfeld " , heißt es in einer
Mitteilung des Stuttgarter Software-Unternehmens caatoosee , das sich nach einem
Indianer-Häuptling benannt hat . " Die leben in ihrer eigenen Welt " ,
kommentiert Jürgen Graf , Analyst der Landesbank Baden-Württemberg ( LBBW ) ,
das am Neuen Markt und allgemein bei jungen Unternehmen übliche Fachchinesisch .
" Daran wird sich nichts mehr ändern . " Vor der Computermesse CeBIT häufen sich
die kuriosen Anpreisungen . D-TRUST , eine Tochter der Bundesdruckerei ,
kündigte Anfang des Monats eine Premiere an : Nicht alle Experten wollen sich
mit dem lästigen Trend abfinden . " Nur wer von den Nutzern auch verstanden wird
, gilt als glaubwürdig " , sagt Günther Jesumann , Dozent an der Hamburger
Akademie für Publizistik , im Gesprach mit dem Mediendienst news aktuell . "
Viele Pressesprecher schreiben einfach an ihrer Zielgruppe vorbei , sie
schreiben für ihren Chef . " Oft bedienen sich neue Unternehmen der
Fantasie-Sprache , um ihre angeblichen Stärken besonders hervorzuheben . Die
börsennotierte PA Power Automation AG aus Pleidelsheim bezeichnet sich etwa als
" Weltmarktführer im Bereich pc-basierter Soft-CNC-Steuerungen " . Firmen , die
sich noch nicht als Marktführer einschätzen , bevorzugen manchmal den Begriff "
Pionier " oder - wie es auf Dinglisch heißt - " First Mover " . Die Stuttgarter
aeonware sieht sich als solchen im " Segment vernetzbarer Marktplätze , die den
Aufbau kompletter Supply- und Demand-Chains im Internet ermöglichen " . Englisch
gefärbte Ausdrücke finden sich allerdings nicht nur in der Wirtschaft . Dabei
fällt es oft gar nicht schwer , eine deutsche Formulierung für eine neue
Technologie zu finden . Einer der Trends auf der CeBIT , das " Application
Service Providing " , ließe sich zum Beispiel ganz einfach mit " Software zum
Mieten " übersetzen . Warum vernachlässigt die Branche also die deutsche Sprache
? Michael Friedewald vom Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und
Innovationsforschung gibt die Antwort auf Dinglisch : " Das hört sich nicht so
sophisticated an . " CeBIT , das heißt also auch alljährlich neue Wörter lernen
. Eine differenzierte Position zu den Vorwürfen der Sprachpanscherei und zu der
Kritik am " Dinglish " oder " Denglisch " bezogen Germanisten vom Seminar für
deutsche Sprache und Literatur der Universität Hannover im Interview mit c't (
siehe Ausgabe 6/2001 ) . Das vollständige Interview zu der Frage , ob das
ständige Aufkommen neuer englischer Begriffe unser Sprachverständnis aushöhlt
und das Deutsche bedroht , steht auch online zur Verfügung . Alle Jahre wieder :
Das " Internet aus der Steckdose " Immer wenn die Computermesse CeBIT naht ,
melden sich die Energiekonzerne zu Wort : Nachdem RWE , E.ON & Co schon in den
Vorjahren vollmundig das Internet aus der Steckdose ankündigten , kommen sie in
diesem Jahr ihren Plänen offenbar näher . Die so genannte Powerline-Technik soll
nach dem Willen des größten deutschen Energieversorgers RWE schon nach der CeBIT
die Kunden erfreuen . Kommt die Technik bei den Verbrauchern an , würde der
Internetzugang über das Stromnetz zu einer Alternative für das herkömmliche
Telefonnetz der Deutschen Telekom . Denn nicht nur RWE , auch andere
Energieversorger arbeiten fieberhaft an Powerline . Die E.ON-Tochterfirma
Oneline aus Barleben in Sachsen-Anhalt will demnächst Telekommunikationsdienste
über das Stromnetz anbieten . Darüber hinaus arbeiten die Mannheimer
Energieversorger und die EnBW in Baden-Württemberg an der Powerline-Technik .
Noch in diesem Sommer wollen die Baden-Württemberger in Ellwangen den ersten
Schritt zur Markteinführung machen . Und das auch ohne ihren bisherigen
Kooperationspartner Siemens . Die Münchner hatten nämlich am Montag überraschend
ihren Rückzug aus der Powerline-Technik angekündigt . Die Rahmenbedingungen
seien bislang zu ungewiss , begründete das Unternehmen den Schritt . Auf ein
genaues Datum für den Marktstart will sich Michaela Roth von Oneline nicht
festlegen : " Wir sammeln derzeit in Feldversuchen Erfahrungen , wie die Technik
bei den Kunden ankommt " , meint sie . Dabei kooperiert Oneline mit der
E.ON-Tochter Avacon , einem Stromanbieter in Niedersachen und Sachsen-Anhalt .
Erst wenn Ergebnisse vorliegen , soll eine Entscheidung über den kommerziellen
Marktstart fallen . Da scheint die RWE im Rennen um die Führung in der
Powerline-Technik die Nase vorn zu haben . Dietmar Kuhnt , RWE-Vorstandschef ,
gab vor wenigen Wochen auf der Hauptversammlung das Tempo vor : " Der volle
Markteintritt wird ab Juli dieses Jahres erfolgen " , sagte er . Dabei sieht
Kuhnt Powerline als ein Zusatzprodukt für die Haushaltskunden . Mit Powerline
würden energienahe Dienstleistungen geboten , der Bereich sei ein ergänzendes
Geschäftsfeld , betont eine RWE-Sprecherin . Hierzu gehört auch der Bereich der
Steuerung von Elektro- und Heizgeräten sowie Sicherheitssystemen über Handy oder
Internet von jedem Ort aus . Der große Vorteil der Technik liegt darin , dass
die Infrastruktur praktisch komplett vorhanden ist : Wie Telefonnetze führen
Stromleitungen in jeden Haushalt . Erforderlich sind lediglich zusätzliche
Installationen im Keller und ein Modem in der Wohnung . Mit bis zu zwei Megabit
pro Sekunde soll der Kunde per Stromleitung durchs Netz surfen können . Doch
Powerline hat auch Nachteile , die die Verzögerungen zum Teil erklären : Im
Gegensatz zu anderen Zugangstechniken ( Telefonnetz , TV-Kabel , drahtloser Funk
) auf der letzten Meile zum Kunden können bei Powerline durch Abstrahlungen vor
allem Funkdienste gestört werden . Hierzu hat das Bundeswirtschaftsministerium
Grenzwerte ( NB 30 ) festgelegt , die Ende März im Bundesrat verabschiedet
werden sollen . RWE will die Powerline-Technik keineswegs nur auf Datenverkehr
und Internet beschränken . 2002 werde die Telefonie hinzukommen , sagt ein
Sprecher . So sollen die Telefonate im Haus zunächst über die Telefonverkabelung
geführt und erst danach über die Oneline-Box am Hausanschlusskasten ins
Stromkabel geleitet werden . Roth : " Wir können so den Telekom-Anschluss
komplett ersetzen " . Telekom-Chef : Keine Falschbewertung der Immobilien Die
Telekom hat die zunehmende öffentliche Kritik wegen einer angeblichen
fehlerhaften Bewertung ihres Immobilienbesitzes erneut scharf zurückgewiesen .
Die erhobenen Vorwürfe würden dem Streben des Unternehmens nach
Bilanzehrlichkeit und richtiger Darstellung Hohn sprechen , sagte Vorstands-Chef
Ron Sommer am heutigen Dienstag im Vorfeld der CeBIT in Hannover . Dabei verwies
er zugleich auf die uneingeschränkten Testate von renommierten
Wirtschaftsprüfern und Beurteilungen von Experten . Auch die jetzt vorgenommene
Neubewertung der Immobilien spiegele das Prinzip der kaufmännischen Vorsicht
wider . Kritiker warfen dem Vorstand vor , schon seit längerem von der
Überbewertung gewusst zu haben . Gegen Sommer und den ehemaligen
Aufsichtsratsvorsitzenden Helmut Sihler stellten einige T-Aktionäre Strafanzeige
. Die Telekom begründete die Neubewertung mit dem Plan , einen Teil der
Grundstücke und Gebäude schneller zu verkaufen als bisher geplant . First
Tuesday 2.0 Die New Economy ist entzaubert , die " Wachstumsbörsen " auf dem
Boden der Realität gelandet . Da schien es nur folgerichtig , dass eines der
wichtigsten Symbole der New Economy - das weltweite Networking-Event First
Tuesday - ebenfalls nicht verschont wurde . Als Yazam dann Ende vergangenen
Jahres in Zahlungsschwierigkeiten kam und von der Firma US Technologies
geschluckt wurde , schien auch das Schicksal von First Tuesday besiegelt . Doch
die lokalen Veranstalter des inzwischen in 120 Städten auf fünf Kontinenten
stattfindenden Get-Togethers von Gründern , Geldgebern und " Beratern " wollten
sich mit dem Aus der Treffen , die immer am ersten Dienstag im Monat stattfinden
und die sich viele Durchstarter nicht nur auf Grund des Freibiers fest in ihren
Terminkalender eingeschrieben hatten , nicht abfinden . Sie wählten im Februar
zehn " NetReps " ( Network Representatives ) , die den Rückkauf der bei der
Londoner First Tuesday Limited verbliebenen Markenrechte über die Bühne bringen
sollen . Eine momentan noch unter dem Deckmantel " NewCo " ( New Company )
agierende Aktiengesellschaft mit Sitz in London soll dann die weltweiten
Meetings und ihre Organisationen koordinieren . " Wir sprechen von nichts
weniger als First Tuesday 2.0 " , verkündet Berg . So wie eine zweite Generation
von Firmengründern und Wagniskapitalgebern gefragt sei , werde auch die feine
Kunst des Networkings auf eine höhere Stufe gehoben . Die Treffen waren rasch in
den Ruf gekommen , eine reine Partyveranstaltung für unausgelastete
Startup-Mitarbeiter in Logo-verzierten T-Shirts zu sein . Doch gänzlich soll
sich das Image von First Tuesday auch in Zukunft nicht ändern . " Die
Party-Komponente muss dabei sein " , glaubt der Rechtsanwalt . Sonst sei ein
echtes Networking nicht möglich . Die Kompetenzen von First Tuesday , auf einer
Plattform Gründer mit Geldgebern oder potenziellen Mitarbeitern möglichst
schnell und unkompliziert zusammen zu bringen , erachtet Berg aber auch für die
traditionelle Wirtschaft und im Dienstleistungssektor als immer wichtiger .
Dabei solle in Zukunft auch die Website der Netzwerk-Gruppe eine größere Rolle
spielen und das Matchmaking getrennter Player im Startup-Bereich erlauben . Als
erstes neues Format startet First Tuesday am heutigen Dienstagabend in Berlin "
Jobs & Pitches " . Startups wie Project 49 oder Netcrawling , die dem Auge der
Öffentlichkeit bisher verborgen blieben , werden dort ihre " Visionen "
darstellen und um Mitarbeiter buhlen . Das dürfte angesichts der jüngsten
Entlassungswelle bei Berliner Startups , die inzwischen auch " Vorzeige-Firmen "
wie Dooyoo oder datango erreicht hat , auch nicht allzu schwierig sein .
Untermalt werden soll das " Pitching " mit Vorträgen zu Themen wie " Wie
motiviere ich trotz Kündigungen die verbleibenden Angestellten " oder " Wie
halte ich die wichtigsten Mitarbeiter in schwierigen Zeiten " . Dass aus First
Tuesday damit eine " Pink-Slip-Party " wird , auf denen in den USA seit Herbst
ehemalige Durchstarter geradezu mit stolz ihre rosafarbenen Entlassungsscheine
präsentieren , glaubt Berg nicht . " Jobs & Pitches " soll dennoch vier Mal im
Jahr in einer der inzwischen zehn deutschen First-Tuesday-Städte stattfinden .
Generell arbeiten die Organisatoren daran , immer mehr Formate mit ähnlichen
Themen und Rednern zu kreieren , die von anderen Städten übernommen werden
können . Dadurch soll sich der Management-Aufwand in Grenzen halten . " Das hat
nie funktioniert " , gibt Berg zu . Finanzieren will sich die Firma mit Werbung
und Sponsoring über ihr Partnernetz . So konnte First Tuesday Berlin für die
heutige Veranstaltung , die wegen eines am morgigen Mittwoch anberaumten
Treffens der deutschen Organisationsteams ausnahmsweise mitten im Monat läuft ,
beispielsweise den Deutschen Industrie und Handelstag ( DIHT ) gewinnen .
Brüssel will günstiges Umfeld für UMTS schaffen Die EU-Kommission will ein "
günstiges Umfeld " für die digitalen Mobilfunk-Dienste der dritten Generation
schaffen . Dazu müsse der künftige Rechtsrahmen für die elektronische
Kommunikation und für die Nutzung der Funkfrequenzen zügig installiert werden ,
sagte Erkki Liikanen , EU-Kommissar für Unternehmen und Informationsgesellschaft
, am heutigen Dienstag in Brüssel Liikanen übte indirekte Kritik an den
Lizenzvergaben für UMTS in den einzelnen EU-Staaten . Die unterschiedlichen
Bedingungen machten deutlich , wie notwendig eine bessere Koordinierung auf
europäischer Ebene sei , sagte er . In den meisten Mitgliedstaaten seien bereits
Genehmigungen erteilt oder geplant . Die Kommission werde mit den
Mitgliedstaaten , den Telekom-Betreibern und den Geräteherstellern sprechen , um
eine Reihe von Fragen zur Einführung der neuen Netze zu klären , sagte der Finne
. Internet-Anschluß für kleine Netze Eines der beherrschenden Themen der CeBIT
für Netzwerker ist der Internet-Zugriff über das lokale Netzwerk ( LAN ) . Die
sogenannten Internet Access Router bieten dafür alles in einem Gerät : ISDN-
oder Modem-Verbindung zum Internet-Provider , LAN-Anschluß und Software zur
Umsetzung der Daten aus dem Internet für die lokalen Wokstations . 3Com steigt
in diesen Markt für kleinere Netze mit einem Kampfpreis ein . 869,- Mark ist der
Endverkaufspreis für das " ISDN LAN Modem " , wie die Firma ihren Access Router
nennt . Er enthält einen Vier-Port-Hub für 10-MBit-Ethernet , ein ISDN-Interface
, zwei a/b-Wandler zum Anschluß etwa von analogen Telefonen und die benötigte
Software . Dazu gehören DNS ( Domain Name Service ) , DHCP ( Dynamic Host
Configuration Protocol ) für die automatische Zuweisung von IP-Adressen und NAT
( Network Address Translation ) . Diese Funktion ersetzt die lokalen IP-Adressen
der Workstations durch eine einzelne , vom Internet-Provider zugewiesene . Die
eingehenden Daten verteilt das LAN Modem dann automatisch wieder an die Rechner
, die sie angefordert haben . ( Halle 11 , Stand B62 ) Allen Diskussionen ,
Gigabit Ethernet würde ATM überflüssig machen , begegnet Fore Systems mit einem
Lächeln . Angesichts der Probleme , die Gigabit Ethernet technisch noch mache ,
und der ständigen Verschiebung der endgültigen Standardisierung gibt man sich
bei dem ATM-Spezialisten optimistisch : ATM sei die perfekte Lösung für Probleme
, die man im Ethernet nur mühsam in den Griff bekomme . Quality of Service ,
VLANs und ähnliches seien bei ATM eben schon immer Bestandteil der Technologie .
Man habe selbst schon einige Kunden , die das gesamte Netz und nicht nur den
Backbone mit ATM betrieben . Dieser Trend werde sich noch verstärken , da viele
Firmen eine integrierte Lösung aus Daten- und Telefonnetz benötigten . ATM biete
im Prinzip eine perfekte Telefonie-Lösung und ein sehr schnelles Netz als Zugabe
. Erste Ansätze sprächen dafür , daß im Backbone-Bereich dieses Jahr
2,4-GBit-ATM das beherrschende Thema sei . Nur ATM , so Fore Systems , sorge
dafür , daß Firmen ein Netzwerk installieren können , um das sie sich die
nächsten Jahre keine Sorgen mehr machen müssen . ( Halle 11 , Stand H52 ) .
Universität verbannt MP3-Tauschbörse Napster Die MP3-Tauschbörse Napster kann
sich zumindest über mangelnde Aufmerksamkeit nicht beklagen . Nach
amerikanischen Zeitungsberichten hat nun die Yale University ihre Studenten
darauf hingewiesen , dass der Einsatz der Software im Netzwerk der Uni in
Zukunft unterbunden werde . Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die Klage der
Heavy-Metal-Band Metallica , die diese gegen den Napster-Hersteller , Yale , die
University of Southern California und die Indiana University angestrengt hatte .
Die Musiker warfen den Beschuldigten darin vor , Napster verletze die
Urheberrechte der Band ; wer den Einsatz der Software zulasse , stifte damit zum
Rechtsbruch an . Nach der Ankündigung von Yale erklärte der Agent von Metallica
, die Uni werde nunmehr von der Klage ausgenommen . Der Druck auf die anderen
Hochschulen , Napster ebenfalls aus den internen Netzen zu verbannen , dürfte
damit zunehmen . Napster war bereits einmal , kurz nachdem der amerikanische
Verband der Musikverleger ( Recording Industry Association of America , RIAA )
die Firma verklagt hatte , aus diversen Uni-Netzen verbannt worden . Damals
sorgte unter anderem eine Unterstützungskampagne von Studenten an der Indiana
University dafür , dass die Proxies und Firewalls der Campus-Netze für Napster
in der Regel wieder freigeschaltet wurden . Playstation2 im Test : Hervorragende
Grafik , wenig Innovation Die Spiele für die begehrte Playstation2 bieten trotz
guter Grafik-Hardware keine echte Innovation , wie sich im Test bei c't ergab .
Die Grafik beeindruckte im Vergleich zur Vorgängerversion der Konsole zwar schon
nach wenigen Minuten . Die hoch gesteckten Erwartungen kann die PlayStation2
jedoch bislang nicht erfüllen . Im direkten Vergleich zu Spielen für den PC sind
die Konsolenspiele nur obere Mittelklasse . Unter anderem liegt das daran , dass
die Spieleentwickler keine Zeit für echte Innovation hatten . " Wenn Sony mit
der Playstation2 wirklich das Wohnzimmer erobern will , muss sich das auch in
einer neuen Qualität der Spiele niederschlagen " , heißt es im Fazit des Tests .
Neben einer Spielkonsole ist die neue Playstation2 auch ein DVD-Player . Nach
ersten Umfragen haben viele Käufer in Japan das Gerät aber vor allem als
DVD-Player erstanden . Der Umsatz an DVDs ist in Japan seit dem Verkaufsstart
auch prompt gestiegen . Zusätzlich zu den reinen Spielefans wollen sich die
Konsolenhersteller neue Käuferschichten erschließen und machen zunehmend der
PC-Branche Konkurrenz . Die Spielkonsolen der nächsten Generation werden eine
Mischung aus Spieleplattform , Multimedia-Zentrale und Surfstation für das
Internet sein . Schon nächstes Jahr soll ein zusätzliches Modem auch den
Internetzugang über die PlayStation2 ermöglichen . Streit um Internet-Standort
Nordrhein-Westfalen Der Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen schlägt hohe Wellen -
und natürlich will sich keine Partei nachsagen lassen , angesichts
EDV-Fachkräftemangel und Internet-Boom nicht zukunftsfähig zu sein . Nachdem
sich gestern , wie berichtet , die Grünen und die CDU der Themen Computer und
Internet bemächtigt haben , meldet sich nun auch die SPD-geführte
NRW-Landesregierung zu Wort . Die Vorwürfe des CDU-Spitzenkandidaten Jürgen
Rüttgers , an Rhein und Ruhr sei in den vergangenen Jahren ein Potenzial von
100.000 neuen Arbeitsplätzen verloren gegangen , wies die rot-grüne
Landesregierung scharf zurück . Zum Internet-Plan Rüttgers' erklärte
Regierungssprecher Klaus Klenke , Nordrhein-Westfalen sei bereits
Internet-Standort Nummer eins . Rüttgers sei " schlicht nicht im Bild " . Es sei
bezeichnend , dass er für seine absurden Falschbehauptungen auf die Beratung von
Berliner Experten zurückgreifen müsse , die Nordrhein-Westfalen bestenfalls von
der Landkarte kennen könnten . Nach Angaben von Klenke arbeiten in
Nordrhein-Westfalen bereits drei der von Rüttgers vorgeschlagenen so genannten
Internet-Inkubatoren , also Venture-Capital-Firmen , die Startups bei ihren
ersten Schritten beraten . Bis Ende kommenden Jahres würden landesweit 20 dieser
Gründungshelfer tätig sein , erklärte der Regierungssprecher . Auch bei der
Förderung junger Unternehmen , der Aus- und Weiterbildung sowie im E-Business
sei Nordrhein-Westfalen Spitze . Microsoft widersteht der PC-Flaute Kam
Microsoft im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs noch mit einem blauen
Auge davon , so kann der Software-Gigant im dritten Quartal die doch arg
getrübten Erwartungen der Börse leicht übertreffen . Das ist zwar weniger als
die 47 Cents pro Aktie aus dem vorangegangenen Quartal , aber immer noch zwei
Cent mehr als die Prognosen an der Wall Street , die bei 42 Cents pro Aktie
lagen . Gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahrs konnte Microsoft sogar noch
eine leichte Steigerung verbuchen : Beobachter in den USA schätzen , dass rund
65 Prozent der Microsoft-Umsätze und rund 70 Prozent des Gewinns aus den
Verkäufen von Anwendungen und Betriebssystemen für PCs stammen . So verwundert
es nicht , dass die Investoren recht zufrieden sind mit den Ergebnissen , die
Microsoft trotz schwacher US-Konjunktur und Zurückhaltung bei den PC-Käufern
erzielte : Am Donnerstag im regulären Handel konnte die Aktie schließlich um
über 4 Prozent auf 68,09 US-Dollar zulegen ; im nachbörslichen Handel nach
Vorstellung des Geschäftsberichts legte das Papier weiter um über 6 Prozent auf
72,35 US-Dollar zu . Microsofts Finanzchef John Connors meinte , die Ergebnisse
seien in allen Geschäftsbereichen gut gewesen und sogar ein bisschen besser als
die Firma erwartet habe . Trotzdem sei man sich des gegenwärtigen ökonomischen
Klimas bewusst und des Einflusses , den es auf das Geschäft von Microsoft und
die Nachfrage durch die Kunden haben könnte . Das ist etwas vorsichtiger als die
Börse : Die Analysten gingen bislang von 43 Cents Gewinn pro Aktie für das
nächste Quartal aus . Dafür wird der Gewinn für das Gesamtjahr nach Ansicht der
Redmonder bei 1,90 bis 1,94 US-Dollar pro Aktie liegen , während die Prognosen
bislang bei 1,78 US-Dollar lagen . Allerdings sieht nicht das gesamte
Microsoft-Geschäft so rosig aus wie Connors das gerne darstellen würde . Besser
sieht es dagegen bei den Betriebssystemen aus , wohl vor allem auf Grund guter
Verkäufe von Windows 2000 : MobilCom übernimmt Hutchison Telecom Der Münsteraner
Telekommunikations-Anbieter Hutchison Telecom GmbH wird von MobilCom übernommen
. Hutchison-Geschäftsführer Ralf-Peter Simon bestätigte am Donnerstagabend
gegenüber dpa einen entsprechenden Bericht des Handelsblatt . Hutchison werde
sich in der MobilCom-Familie auf Geschäftskunden und umsatzstarke Privatkunden
konzentrieren , hieß es bei Hutchison . Noch vor einer Woche hatte die Firma
entsprechende Mobilcom-Ankündigungen als " Wunschdenken " bezeichnet . Hutchison
ist über seine britische Muttergesellschaft Orange eine hundertprozentige
Tochter der France Telecom . Das französische Unternehmen ist auch an MobilCom
zu 28,5 Prozent beteiligt - gut möglich , dass die Hutchison-Mutter sanften
Druck auf die Gesellschaft ausgeübt hat , damit Firmen , an denen France Telecom
beteiligt ist , sich auf dem deutschen Markt nicht als Konkurrenten
gegenüberstehen . Bundesweit seien vergangenes Jahr 300.000 Neukunden gewonnen
worden . Sun schwächelt Was vielleicht in den vergangenen Monaten noch galt ,
trifft aber anscheinend angesichts einer schwachen US-Konjunktur und der
allgemeinen Krise der Internet-Ökonomie nicht mehr zu . Zumindest scheinen die
Zahlen von Sun dafür zu sprechen : Der Unix- und Server-Spezialist musste trotz
gestiegener Umsätze einen starken Gewinnrückgang verbuchen . Das ist allerdings
immer noch ein Cent mehr als die Prognosen : Die lagen nach einer Gewinnwarnung
von Sun im Februar bei 7 Cents pro Aktie . Suns Chef Scott McNealy hob
angesichts dieser Zahlen in seinen Kommentaren zum Geschäftsbericht
verständlicherweise vor allem auf den Umsatzzuwachs ab , den man trotz der
schwächelnden Wirtschaft erzielt habe - anders etwa als Konkurrenten wie
Hewlett-Packard . Dass IBM , ebenfalls einer der Gegner von Sun auf dem
Server-Markt , sich bislang von der Konjunktur-Schwäche recht unbeeindruckt
zeigte , ließ McNealy dabei außen vor . Während Firmen wie HP und IBM aber
weniger vom Geschäft mit Internet-Providern und Unternehmen der
Internet-Ökonomie abhängig sind , machte Sun in diesem Bereich einen großen Teil
seiner Umsätze in den vergangenen Monaten . Suns Finanzchef Michael Lehman
sprach zudem davon , man sehe inzwischen einen Konjunkturrückgang nicht nur in
den USA , sondern auch in Europa und Asien - schwierige Zeiten für den
Server-Hersteller . Immerhin scheinen die Investoren Suns Situation nicht nur
schwarz zu sehen : So hat die Firma wohl die Verzögerungen bei der Einführung
neuer Server mit dem UltraSparc-III-Chip endlich in den Griff bekommen , was zu
guten Geschäften in der nächsten Zeit führen könnte . Im nachbörslichen Handel
stieg die Sun-Aktie um 1,45 Prozent auf 21,01 US-Dollar . Gateway weiter tief in
den roten Zahlen Der amerikanische Computerhersteller Gateway war Ende
vergangenen Jahres eine der ersten Firmen aus der PC-Branche , die vom schwachen
Weihnachtsgeschäft in die roten Zahlen getrieben wurden . Erholt hat sich das
Unternehmen davon bislang offensichtlich nicht : Der Gateway-Umsatz fiel im
ersten Quartal weltweit um zwölf Prozent ; in den USA sackte der Umsatz mit
Consumer-PCs um 19 Prozent ab , während der Umsatz mit Unternehmenskunden im
eigenen Land um sechs Prozent stieg . Gateway verbuchte in Europa einen
Umsatzrückgang von 38 Prozent und im asiatisch-pazifischen Raum einen Rückgang
von 32 Prozent . Gateway hatte im Januar bekannt gegeben , dass rund 3.000 der
24.000 Mitarbeiter nach Hause geschickt werden . Gateway will im zweiten
Halbjahr wieder operative Gewinne machen und rechnet damit , dass der Absatz
dann wieder steigen wird . Vorerst sind die Börsianer aber skeptisch , was
Gateway betrifft : Im nachbörslichen Handel verlor die Aktie fast 1,8 Prozent
auf 17,70 US-Dollar . Telecom-Ausrüster Nortel will 20.000 Stellen streichen Es
ist kein Ende in Sicht für die Katastrophenmeldungen aus der Telecom-Branche :
Der kanadische Telecom-Ausrüster Nortel Networks will bis Mitte dieses Jahres
insgesamt 20.000 Stellen streichen , rund 21 Prozent der Gesamtbelegschaft .
Ursprünglich wollte Nortel 10.000 Stellen streichen , erhöhte die Zahl aber
bereits Ende März auf 15.000 ; nun dehnt das Unternehmen die Entlassungsaktion
weiter aus . Nach Ansicht von Nortel-Chef John Roth wirkten sich die
schwerwiegende US-Konjunkturabschwächung und die engen Kapitalmärkte aus .
Nortel leidet wie andere Telecom- und Netzwerkausrüster unter der Zurückhaltung
der Telefongesellschaften , der mangelnden Investitionsbereitschaft der
Unternehmenskunden und der Krise der Internet-Firmen . Selbst der
Netzwerk-Ausrüster Cisco , eines der Vorzeigeunternehmen der Branche , musste
vor wenigen Tagen einen Gewinnrückgang und Massenentlassungen ankündigen . Die
Börse stimmt dem zu und sieht Massenentlassungen wohl immer als Zeichen dafür ,
das Management unternehme etwas gegen schlechte Zahlen , auch wenn dies auf
Kosten der Beschäftigten geht : Die Nortel-Aktie stieg im regulären Handel
bereits um 2 Prozent auf 17,79 US-Dollar , im nachbörslichen Handel konnte sie
noch einmal um 2,25 Prozent auf 18,20 US-Dollar zulegen . Mitsubishi und
Motorola planen Handy-Kooperation Die japanische Mitsubishi Electric und das
US-Unternehmen Motorola wollen bei der Handy-Herstellung kooperieren . Wie die
japanische Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun berichtete , planen beide
Unternehmen zum Ende des Jahres ein Joint Venture in Nordamerika , um gemeinsam
eine neue Generation von Handys zu entwickeln . Mitsubishi Electric bestätigte
die Verhandlungen mit Motorola , derzeit gebe es aber keine konkreten Gespräche
. Motorola ist der zweitgrößte Handy-Hersteller auf dem Weltmarkt , während
Mitsubishi Electric auf Platz acht liegt . Beide Unternehmen zusammen würden
einen Anteil von 19 Prozent am Weltmarkt halten . Japanische , amerikanische und
europäische Hersteller von Mobiltelefonen haben in jüngster Zeit mehrere
Allianzen vorangetrieben . Toshiba und Siemens gaben im vergangenen November
eine Kooperation bekannt , während Sony und Ericsson erst am Donnerstag
Verhandlungen über eine Zusammenarbeit im Handy-Bereich bestätigten . Ericsson
streicht 10.000 Stellen nach hohen Handy-Verlusten Nach langen Spekulationen
über das Sparpaket und den geplanten Stellenabbau ist es nun offiziell : Der
schwedische Telekommunikations-Konzern Ericsson streicht wegen anhaltend hoher
Verluste beim Handy-Verkauf 10.000 Stellen , rund zehn Prozent der gesamten
Arbeitsplätze . Außerdem soll die Zahl der 15.000 freiberuflich beschäftigten
Berater drastisch reduziert werden . Rund die Hälfte der Stellenkürzungen soll
außerhalb Schwedens erfolgen ; die deutsche Ericsson-Zentrale hatte aber bereits
vorab mitgeteilt , dass es hierzulande keine Stellenstreichungen geben werde .
Der Umsatz mit Netz-Ausrüstungen für Mobilfunk- und Telecom-Anbieter stieg
dagegen um 8 Prozent ; die Verkäufe von Infrastruktur für GSM-Netze kletterten
sogar um 30 Prozent . Das Unternehmen hatte am Vortag Verhandlungen mit dem
japanischen Sony-Konzern über eine strategische Allianz bei Mobiltelefonen
bestätigt ; bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für das Jahr 2000 hatten die
Schweden bereits den Verkauf der Handy-Produktion an Flextronics bekannt gegeben
. Ericsson ist drittgrößter Handy-Produzent der Welt nach Nokia und Motorola .
Für das zweite Quartal sieht der Konzern vorerst keine Besserung : Die Einkünfte
würden sich gegenüber dem ersten Quartal nicht erhöhen , hieß es bei der
Vorstellung der Bilanzzahlen . " Ein schwächerer Markt hat zu einem weiteren
Verfall unseres Handy-Geschäfts beigetragen " , kommentierte Kurt Hellström ,
Präsident und CEO von Ericsson , das Ergebnis . Insgesamt sollen die Kosten aber
durch ein Sparprogramm reduziert werden . Dazu gehören Einschränkungen beim
Verkauf und bei administrativen Aufgaben , Reduzierung der Aktivitäten in
bestimmten Märkten , darunter dem Handy-Geschäft , und eine Konzentration der
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben . Für Letzteres sollen die Standorte , an
denen Forschung und Entwicklung betrieben wird , zusammengelegt werden . AMD
baut Chip-Werk Dresden weiter aus " Dabei geht es vor allem um Investitionen in
neue Technologien und zum Kapazitätsausbau " , sagte Jens Drews , Sprecher von
AMD Europa , den Dresdner Neuesten Nachrichten . Bis Ende 2002 soll die
Umstellung auf 130-Nanometer-Fertigungstechnik in Dresden abgeschlossen sein : "
Das ist ein Stück Zukunftssicherung , damit wir weiterhin das modernste Werk von
AMD bleiben . " " Wir haben jetzt etwa 60 Prozent der Produktionskapazität
erreicht " , sagte Drews . Bis Ende des Jahres soll das Werk voll hochgefahren
sein . Diese Summe soll bereits bis Ende 2001 realisiert sein . Bei der
Standortwahl werden auch Dresden gute Chancen eingeräumt . Nokia baut Position
aus Ganz unberührt blieb der Handy-Marktführer von dem nachlassenden Boom bei
Mobiltelefonen nicht : Mitte März reduzierte der finnische Konzern Nokia noch
seine Erwartungen für das Umsatzwachstum - nun gab die Firma bekannt , sie habe
ihre Position bei Handys und Netzwerkausrüstungen deutlich gestärkt . Nokia
konnte damit als einziger der weltweit drei führenden Mobiltelefonanbieter einen
positiven Jahresauftakt verzeichnen . Der schwedische Konkurrent Ericsson
kündigte ebenfalls am heutigen Freitag massive Stellenstreichungen wegen hoher
Verluste im Handy-Geschäft an . Eine Gewinnwarnung gab Nokia damals nicht aus .
Kein Wunder , dass Konzernchef Jorma Ollila die Zahlen jubelnd kommentierte :
Weltweit habe das Unternehmen seinen Marktanteil beim Verkauf von Handys und
Netzwerkausrüstungen weiter gesteigert : " Unsere Position in dieser Industrie
ist niemals stärker gewesen " , kommentierte Ollila . Für das kommende Quartal
und das Gesamtjahr 2001 erwartet der Konzern angesichts " gegenwärtiger
ökonomischer Unsicherheiten " ein Umsatzwachstum von 20 Prozent . Für das Jahr
2002 geht Nokia dann bereits wieder von einer Zunahme um 25 bis 35 Prozent aus .
Die vor etwa zwei Wochen wegen Zahlungsrückständen gekappten Leitungen wurden am
Freitag wieder geschaltet , teilten TelDaFax und die Telekom mit . Die
angeschlagene Marburger Firma , die mit einem zweistelligen Millionenbetrag bei
der Deutschen Telekom in der Kreide steht , hatte am Donnerstag eine
einstweilige Verfügung beim Landgericht Köln erwirkt . Der erste Betrag war vom
Insolvenzverwalter Bernd Reuss noch am Donnerstag eingezahlt worden . " Das Geld
, das wöchentlich fällig wird , das haben wir " , sagte Vertriebsvorstand Stefan
Koch der dpa . Der Betrag sei durch eine Großbank gesichert . Offen sei derzeit
noch , wie viele der nach seinen Angaben 144.000 Vertragskunden , die TelDaFax
vor der Abschaltung am 5. April hatte , zurückgewonnen werden können . Dieser
Summe stünde zudem ein Millionen-Betrag aus Call-by-Call-Gebühren gegenüber ,
den die Telekom im Auftrag von TelDaFax bei den Kunden einziehen muss . Nach
Angaben des Telekom-Sprechers hat der Bonner Konzern gegen den Beschluss des
Kölner Landgerichts noch am Donnerstag Widerspruch eingelegt : " Am
Schuldenstand hat sich schließlich nichts geändert " , begründete er . Es bleibt
abzuwarten , ob die Telekom mit ihrem Widerspruch gegen die Einstweilige
Verfügung erfolg hat und inwieweit TelDaFax die Zahlungen an den Konzern in
Zukunft gewährleisten kann . NewLove stößt auf wenig Gegenliebe Der tückische
E-Mail-Wurm hat sich offensichtlich nur langsam verbreitet . Nach Angaben des
US-Antivirenherstellers Symantec sind lediglich eine Hand voll Schadensmeldungen
von Kunden eingegangen . Damit habe der Wurm weniger als ein Zehntel der Kunden
des Unternehmens infiziert . Das Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik ( BSI ) berichtet auf einer speziellen Internet-Seite zu
VBS/NewLove , es seien nur Meldungen aus dem Ausland bekannt . Das BSI zeigt
sich allerdings auch erstaunt , dass sich der neue Wurm trotz der umfangreichen
Warnungen und Informationen zu seinem Vorgänger überhaupt verbreiten konnte :
Nicht alle Nutzer haben wohl die Warnungen für E-Mail-Attachments weiterhin
beachtet , nachdem sich die Aufregung um VBS/LoveLetter gelegt hatte . Ausfälle
gab es nur wegen Vorsichtsmaßnahmen : So schaltete beispielsweise der
Bürowarenhändler Staples in den USA sein E-Mail-System für fünf Stunden ab , um
die Ausbreitung des Virus zu verhindern . Trotzdem : VBS/NewLove dürfte nicht
der letzte Versuch gewesen sein , über einen in VB-Script realisierten
E-Mail-Wurm oder andere E-Mail-Anhängsel Rechner von Privatanwendern und
Firmennetze über das Internet anzugreifen . Deshalb sollte jeder Anwender auch
weiterhin die Warnungen beachten , prinzipiell keine ausführbaren Anhänge in
E-Mails zu starten , die nicht explizit verabredet wurden . Neben
Visual-Basic-Skripten ( .vbs ) und klassischen Programmen ( .exe , .com ) sind
eine Reihe weiterer Dateitypen potenziell gefährlich : allen voran die
Office-Dokumente ( .doc , .xls usw. ) , aber auch weniger bekannte Arten wie
Bildschirmschoner ( .scr ) und Shell-Scrap-Dateien ( .shs ) . Vorsicht ist auch
geboten , wenn Dateiendungen wie beispielsweise .vbs nicht angezeigt werden -
einige E-Mail-Programme stellen Anhänge in E-Mails ohne die Dateiendung dar .
Informationen über Virenschutz-Software und Download-Angebote finden Sie auf der
Virenschutz-Seite von c't . Zahl der Online-Buchverkäufe steigt Im vergangenen
Jahr sei etwa ein Prozent der Bücher in Deutschland gemessen am Gesamtmarkt über
das Netz vertrieben worden , im laufenden Jahr werde dieser Anteil auf 2,5
Prozent wachsen , erklärte Langenscheidt heute auf den Buchhändlertagen 2000 in
Leipzig . Einzelne Marktteilnehmer würden noch höhere Wachstumsraten verzeichnen
. Florian Langenscheidt , Vorstandsmitglied beim Bibliographischen Institut
sowie bei Brockhaus , ist Vorsitzender des Arbeitskreis Elektronisches
Publizieren ( AKEP ) im Börsenverein des Deutschen Buchhandels . Langenscheidt
geht von einer wachsenden Zahl von Internet-Benutzern aus : In Kürze werde in
Deutschland die 20-Millionen-Grenze erreicht . Langenscheidt forderte dazu auf ,
mehr für Aus- und Fortbildung zu tun . Die nächste Generation müsse fit gemacht
werden fürs Internet . Dabei komme es auch darauf an , dass jedermann das Netz
billig nutzen könne . Alle deutschen Chat-Server im IRCNet ( Internet Relay Chat
) lassen keine Verbindungen mehr über Flatrate-Anbieter wie beispielsweise Surf1
zu . T-Online dagegen ist von dem Ausschluss nicht berührt - deren Kunden
erhalten bei der Einwahl die Domain t-dialin.net und nicht wie bei den "
Zwischenhändlern " t-ipconnect.de . Als Gründe für diese Maßnahmen geben die
Administratoren massenhaften Missbrauch des IRCNet an . Jochen Kaiser ,
Administrator der Universität Erlangen , sagte gegenüber c't , dass eine solche
so genannte K-line ( Kill Line ) die im Augenblick einzig mögliche Methode sei ,
gegen den permanenten Missbrauch ( Abuse ) durch User der Flatrate-Anbindungen
vorzugehen . Besonders ständige Denial-of-Service-Attacken , um IRC-Channel zu
übernehmen , haben wohl zu der Maßnahme geführt . Auch die US-amerikanischen
Server irc.stealth.net und irc.webbernet.net sowie der finnische irc.funet.fi
haben K-lines auf die Reseller-Domain der Telekom gelegt . Bereits im April
dieses Jahres wollten die Betreiber von Servern im deutschen IRCNet mit einem
Streik auf die drohende Schließung des Chat-Netzes wegen zunehmender Sabotage
durch einzelne Benutzergruppen aufmerksam machen . Eine Erklärung zu der jetzt
getroffenen Maßnahme gegen t-ipconnect-Reseller findet sich auf der Webseite des
IRC-Servers der Uni Erlangen . Die Telekom als Weiterverkäufer für
t-ipconnect.de sah bislang keinen Grund , Kunden auf Grund der Vorkommnisse
abzumahnen . Mittels t-ipconnect.de können die Flatrate-Anbieter und einige
andere Kunden der Telekom einen Internet-Zugang liefern , der offiziell
unabhängig von T-Online arbeitet . Die K-line auf t-ipconnect.de ist die erste
globale Aussperrung für deutsche Provider . So genannte Shell-Provider mahnen
meist die Kunden ab , die Missbrauch betreiben , um eine K-line für alle
abzuwenden . Es muss sich zeigen , ob T-Online dazu ebenfalls bereit ist . Fest
steht jedenfalls , dass etliche Flatrate-Kunden überhaupt nicht begeistert von
der permanenten Aussperrung sind - einige IRC-Administratoren überlegen schon ,
die Sanktion wieder zu lockern . Denn es sind nicht nur die Flatrate-Kunden von
der K-line betroffen , sondern noch Dutzende anderer Firmen , die t-ipconnect
als Domain für den Internet-Zugang verwenden . " Global Dialogue " per
Internet-TV Gestern Nachmittag startete das Internet-TV der Expo 2000 mit einer
Live-Übertragung der Eröffnung des Global Dialogue . Auf der Veranstaltungsreihe
während Weltausstellung sollen " einige der weltweit klügsten Köpfe und
kreativsten Denker " , so die Veranstalter , über das diskutieren , was die
Expo-Gesellschaft zu den zehn wichtigsten Themen für die Zukunft zählt . Am
heutigen Dienstag und morgigen Mittwoch übertragt die Expo die
Abschlussveranstaltungen der ersten Diskussionsrunde zum Thema Natürliche
Ressourcen in einer Welt gegenseitiger Abhängigkeit ab 16 Uhr live im Internet .
Allerdings ist dafür der Windows Media Player notwendig . Interessierte können
sich an der gesamten Veranstaltungsreihe auf einer speziellen Portal-Site ihre
Meinung zu den Themen kundtun . Auf der Site sind unter anderem
Zusammenfassungen der Themen zu finden . Vivendi wird zum Internet- und
Mediengiganten Heute haben die beteiligten Firmen den schon erwarteten Deal
perfekt gemacht : Der französische Mischkonzern Vivendi kauft den kanadischen
Medien- und Getränke-Giganten Seagram . Zu Seagram gehört unter anderem die
Universal Music Group , die Universal Studios Group und Seagram Spirits and Wine
. Vivendi führte die Fusionsgespräche zusammen mit dem Pay-TV-Anbieter Canal
Plus , der zu 49 Prozent den Franzosen gehört . Und mit Vodafone Airtouch
arbeitet Vivendi bereits am Aufbau eines Portals für den mobilen Internet-Zugang
zusammen . Aufmerksam beobachtet dürfte das weitere Vorgehen von Vivendi
Universal von AOL werden : Edgar Bronfman Jr. , der Chef von Seagram , suchte
bereits seit einiger Zeit nach einem passenden Käufer für sein Unternehmen .
Gespräche führte er unter anderem auch mit Rupert Murdoch , dem Chef der News
Corporation . Auch mit Vivendi-Chef Jean-Marie Messier verhandelte Bronfman
bereits Anfang des Jahres . Damals konnte allerdings kein Konsens über Preis und
Managementstruktur gefunden werden . Die Fusion findet durch einen Aktientausch
statt , wobei jede Seagram-Aktie mit 77,35 US-Dollar bewertet wird . Jean-Marie
Messier , bislang Chef von Vivendi , wird auch als Aufsichtsratsvorsitzender und
CEO von Vivendi Universal fungieren . Edgar Bronfman , Jr. , bekommt den Posten
des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und soll zukünftig für alle
Aktivitäten des Konzerns in der Musik- und Internet-Branche zuständig sein .
Web.de will Surfern beim Sparen helfen Mit SmartSurfer will Web.de ab sofort das
Surfen billiger machen . Das Programm klinkt sich ins DFÜ-Netzwerk von Windows
9x ein und schlägt anhand einer Tabelle den aktuell günstigsten
Internet-By-Call-Provider vor . Die aktuellen Providertarife saugt die Software
sich auf Wunsch vom Web.de-Server , zum Beispiel pro Einwahl oder wöchentlich .
Diese Updates sollen etwa 40 KByte groß sein . Die kostenlose Software ist , so
meint zumindest Web.de , das erste " Least-Cost-Router-Programm ( LCR ) für die
Internetnutzung " : Im Prinzip ein nützliches Tool , das Usern , die nicht
ständig einen Online-Tarifrecher bemühen wollen , bares Geld sparen hilft . Ein
echter LCR ist das Programm aber nicht : Wenn eine Verbindung scheitert , muss
man von Hand aus der Liste den nächstgünstigeren Provider heraussuchen . Die
Daten in der von uns überprüften Vorab-Version waren allerdings noch nicht
aktuell : Die Software beharrte abends auf Yahoo als günstigsten Anbieter ( 2,89
Pfennig pro Minute ) . Tatsächlich hat aber Planet Interkom seinen
Internet-By-Call-Tarif bereits vergangene Woche auf 2,5 Pfennig pro Minute
reduziert . Die Updates für die veröffentlichte Version sollen aber laut Web.de
stets tagesaktuelle Daten über die Internet-by-Call-Provider enthalten . Das
Sparpotenzial , das sich mit der Software realisieren lässt , steht und fällt
jedenfalls mit der Sorgfalt , mit der Web.de die Updates pflegt . T-Mobile
startet schnelle Datenübertragung per Handy und GPRS T-Mobile , die
Mobilfunktochter der Deutschen Telekom , will noch in dieser Woche mit GPRS (
General Packet Radio Service ) an den Start gehen , teilte das Unternehmen am
heutigen Dienstag mit . In einer Test-Phase sollen die ersten Kunden die neue
Mobilfunktechnik ausprobieren können , ab September soll GPRS dann allgemein
verfügbar sein . Damit werde das D1-Netz weltweit als erstes Mobilfunknetz eine
Datenübertragung mit ISDN-Geschwindigkeit bieten . Anfangs will die T-Mobile 40
KBit/s , im Endausbau dann maximal 115,2 KBit/s realisieren . GPRS bietet
paketorientierte Verbindungen und ermöglicht daher - zumindest aus technischer
Sicht - Abrechnungen auf Basis des übertragenen Datenvolumens . Details zum
GPRS-Abrechnungsmodell gab T-Mobile allerdings bisher nicht bekannt . Der
Technik-Chef von T-Mobil , Klaus Hummel , erklärte aber , man stehe vor einem
Paradigmenwechsel im Mobilfunk : " Wer mit GPRS online geht , braucht zukünftig
nicht mehr auf die Uhr zu schauen . " Von daher kann man zumindest davon
ausgehen , dass T-Mobile den GPRS-Mobilfunk nach den übertragenen Datenmengen
abrechnen will . Mit GPRS sind jedoch keine normalen Wählverbindungen machbar :
Der GPRS-Mobilnetzbetreiber ist gleichzeitig Internet-Provider . Sämtliche
GPRS-Übertragungen gehen normalerweise über das öffentliche Internet . Wer dabei
unerwünschte Leser ausschließen will , muss aufwändige Verschlüsselungsverfahren
einsetzen . Ein GPRS-Gerät kann dafür rund um die Uhr im Internet eingebucht und
etwa für E-Mails empfangsbereit sein , ohne dauerhaft einen der teuren
Sprachkanäle zu belegen . Zum GPRS-Start würden 75 Prozent der Fläche in
Deutschland mit der neuen Technik versorgt , erklärte T-Mobile . Im Spätsommer
soll sie dann nahezu bundesweit zur Verfügung stehen . GPRS wird sozusagen als
Vorläufer von UMTS betrachtet , dass ab dem Jahr 2002 dann Übertragungsraten von
bis zu 2 MBit/s bieten soll . Hummel zeigte sich zuversichtlich , dass T-Mobile
eine der begehrten UMTS-Konzessionen erhalten wird . Die Telekom werde damit
über UMTS-Lizenzen in zwei wichtigen Märkten verfügen : in Großbritannien (
One2One ) und in Deutschland . Im vergangenen Jahr sei die Kundenzahl im D1-Netz
um 3,6 Millionen auf 9,1 Millionen gestiegen . Der gleiche Zuwachs sei in diesem
Jahr bereits in weniger als sechs Monaten realisiert worden . Bestellung bei
Amazon.de per WAP-Handy Heute hat Amazon.de zusammen mit E-Plus einen WAP-Dienst
vorgestellt , über den Kunden zunächst Bücher und CDs per Handy bestellen können
. Der Dienst umfasst die volle Suchfunktion über sämtliche Titel , die
Topseller-Listen , Kundenwertungen und Empfehlungen . Damit der potenzielle
Käufer über das Handy einkaufen kann , muss er zunächst bei Amazon.de
registriert sein . Zum Durchführen einer Bestellung oder zur Abfrage seines
Benutzerkontos gibt er per Mobiltelefon seine E-Mail-Adresse und sein Passwort
ein . Eine von uns durchgeführte Testbestellung dauerte knapp 3 Minuten und
kostet somit derzeit etwa 1,20 Mark an WAP-Gebühren . Auch wenn E-Plus als
Partner aktiv ist und Amazon.de ins E-Plus-WAP-Portal aufgenommen hat , können
die Kunden anderer Netzbetreiber mit einem WAP-Handy ebenfalls mobil bei
Amazon.de einkaufen . Amazon.de wird den Dienst vermutlich nächste Woche
freischalten . Bereits seit Oktober letzten Jahres hat Amazon.com ein erstes
mobiles Portal für Palm-VII-Benutzer und kurz darauf für Sprint-Internet-Handys
geöffnet . Seit Februar diesen Jahres ist der WAP-Dienst der englischen
Niederlassung Amazon.uk aktiv . Derzeit ist bei Amazon aber noch kein
SMS-Feedback aktiviert , um Bestellbestätigungen gleich an das Handy
zurückzusenden . British Telecom beansprucht Patent auf Hyperlinks Nichts
scheint unmöglich : Nach einem Bericht mehrerer britischer und amerikanischer
Medien , darunter dem Wall Street Journal , will British Telecom ( BT ) jetzt
ein US-Patent in Anspruch nehmen , das der britische Telekom-Konzern bereits in
Vorläufern 1976 ( damals noch als oberste Post-Behörde von Großbritannien ) und
dann in der endgültigen Fassung 1980 eingereicht hat . Erst 1997 habe man aber
realisiert , dass das Patent ökonomischen Wert habe . Allerdings ist es
angesichts der Formulierungen in der Patentschrift kaum verwunderlich , dass
dessen ökonomische Bedeutung in den Zeiten des World Wide Web dem britischen
Konzern lange Zeit verborgen blieb . Nach Übersetzung durch die BT bedeute dies
eben " Hyperlink " , was in der Patentschrift im Detail ausgeführt werde . Seit
1997 habe man nun untersucht , wie man das Patent , das 2006 ausläuft ,
kommerziell nutzen könne , hieß es bei British Telecom . Internet Service
Provider in den USA seien die ersten Kandidaten , von denen man Lizenzgebühren
haben wolle , erklärte eine BT-Sprecherin . Bislang habe man aber noch keine
Details festgelegt - sie würden von der Reaktion der US-Provider abhängen : "
Aber wir wollen eine vernünftige Lizenzgebühr . " Auch werde die Möglichkeit
geprüft , ob man Gebühren von Unternehmen verlangen könne , die Hyperlinks in
ihrem Intranet einsetzen . Außerhalb der USA kann BT ein solches Patent nicht
für sich beanspruchen - selbst wenn der Konzern seine Ansprüche in den USA
durchsetzen könnte , wären hier zu Lande keine Gebühren fällig ... Einige
amerikanische Provider bestätigten bereits , dass sie von BT wegen
Lizenzgebühren für Hyperlinks kontaktiert wurden . Allerdings bezweifeln
Patentrechts-Experten , dass die Briten auf Grund der Formulierungen in der
Patentschrift einen Anspruch auf " Hyperlinks " vor Gericht tatsächlich
durchsetzen könnten - BT dürfte sich größeren juristischen Gefechten
gegenübersehen . Auch ist die Ansicht nicht von der Hand zu weisen , dass die
Technik der Hyperlinks schon vor dem British-Telecom-Patent existiert habe . Die
Ansprüche des Konzerns , selbst wenn seine Interpretation der Patentschrift
richtig ist , würden dadurch aufgehoben - und zwar nach der Bestimmung der so
genannten prior art , nach der ein Patent unwirksam wird , wenn nachgewiesen
werden kann , dass die Technik durch jemand anderen als den Patentinhaber schon
vor Einreichung der Patentschrift eingesetzt wurde . Ingenieure streiten über
Informationsethik und Datenfreiheit Mit einem rauschenden Fest ging am Dienstag
der zweite Tag des Weltingenieurstags zu Ende . 3500 Ingenieure aus 44 Ländern
debattierten über Themen , die mit dem Motto der EXPO in Verbindung standen . Am
morgigen Mittwoch folgt noch das internationale Forum " Frauen in Ingenieur- und
Naturwissenschaften " . Der zahlenmäßig bisher stärkster Kongressteil "
Information und Kommunikation " erlebte sehr unterschiedliche Referate und
Workshops . So entwickelte der chinesische Informatik-Professor Yi-Xin Zhong
eine Kommunikationstheorie des Netzes , die am Ende in dem Appell endete , das
Netz zu beschützen und Pornographie , Hackertum und unmäßige politische
Diskussionen zu bannen . Das Gegenstück zu diesem Modell lieferte Philippe Queau
, der Informatik-Direktor der UNESCO . Er machte darauf aufmerksam , wie stark
das Internet noch von den Interessen der USA abhänge und nicht die Anliegen der
" Habenichtse " transportiere . Am heutigen zweiten Tag bildeten sich Workshops
, die ein Ingenieursmemorandum entwickelten , das als UNESCO-Dokument weltweit
diskutiert werden soll . Die Informatik-Ingenieure teilten sich dafür in 6
Arbeitsgruppen auf , die die Themen " Law and Governance " , " Economic Business
" , " Data Availability and Data Security " , " Reality vs. Virtuality " , "
Education " und " Ethics of Information " bearbeiteten . Aus den " Ethics of
Information " wurden dabei unversehens die " Ethics of textual & visual
Information & Internet based action " , mit der Forderung , dass es keine Zensur
geben dürfte , auch wenn Daten möglicherweise verletzend oder in einigen Ländern
illegal sein könnten . Auch die allgemeine Verfügbarkeit von Daten (
Sterblichkeitsstatistiken , Regierungskritik usw. ) soll zu den Aufgaben dieser
UNESCO-Abteilung gehören . Im Workshop " Law and Governance " wurde heftig
darüber gestritten , ob Patente und Copyrights stärker beachtet werden sollen
oder überflüssig sind . Ein Konsens wurde nicht gefunden . Dafür wurde die
Präambel gekippt , die von den Veranstaltern und der UNESCO als Vorlage
eingereicht war : Sie fordert die Ingenieure auf , Suchmaschinen und
Informationsfilter zu erfinden , die aus den verfügbaren Daten und Informationen
( Data ) des Internet-Wissen ( Knowledge ) destillieren : Dem Ingenieur ist nix
zu schwör , doch die Alchemie gehört nicht zu seinen Stärken . Der nächste
Weltingenieurstag findet 2004 in Shanghai statt , danach folgt 2008 Brasilia .
Das Unternehmen habe rund 205,60 US-Dollar je Voicestream-Aktie geboten . Die
Deutsche Telekom wolle im Rahmen der diskutierten Transaktion 3,2 eigene Aktien
und 30 Dollar in bar je Voicestream-Aktie bieten . Der Voicestream-Aktienkurs
war am Mittwoch auf Grund der Übernahmespekulationen im nachbörslichen Handel
von 145,50 US-Dollar auf 169,69 US-Dollar in die Höhe geschossen . Voicestream
nahm nach Angaben des amerikanischen Wirtschaftsblatts keine Stellung . Auch von
der Deutschen Telekom , der schon seit Anfang Juli ein Interesse an Voicestream
nachgesagt wird , war bislang kein Kommentar zu erhalten . Die noch junge
Gesellschaft Voicestream ist in den letzten Monaten durch einige Akquisitionen
stark gewachsen und bietet derzeit Mobilfunkdienste auf Basis des GSM-Standards
( allerdings mit in den USA üblichen 1900 MHz ) fast in den gesamten Vereinigten
Staaten an . Voicestream böte also für die Telekom einen guten Einstieg in den
US-Mobilfunkmarkt - allerdings sehen das andere Konzerne wohl ähnlich . NTT
DoCoMo , die Mobilfunktochter des größten japanischen Telefonkonzerns NTT und im
europäischen Mobilfunkmarkt mit KPN und Hutchison Whampoa verbandelt , zeigt
sich wohl ebenfalls an Voicestream interessiert . DoCoMo will aber nach
US-Berichten die Gesellschaft nicht komplett übernehmen , sondern sich nur an
ihr beteiligen . Welche Option Voicestream lieber ist , dazu ließ sich die
US-Gesellschaft bislang nicht näher aus . Der Aufsichtsrat der Telekom hat
gestern die Diskussion über die Voicestream-Übernahme von der Tagesordnung
abgesetzt , weiß die Londoner Financial Times zu berichten - und zwar auf Grund
von Befürchtungen , der Deal könnte wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen
noch platzen . Eine weitere Sitzung , auf der die mögliche Übernahme beraten
wird , könne aber schon am Wochenende stattfinden . Offensichtlich möchte das
Voicestream-Management den Preis für die Gesellschaft noch nach oben treiben -
da käme der Gesellschaft ein Bieterwettstreit zwischen NTT DoCoMo und Deutscher
Telekom entgegen . Ethernet mit 10 Gigabit/s macht ( langsam ) Fortschritte
Anfang dieses Jahres begann die Entwicklung von Ethernet mit einer Datenrate von
10 Gigabit/s - inzwischen macht der Standardisierungsprozess unter der Ägide der
IEEE-Taskforce 802.3ae und der 10-Gigabit Ethernet Alliance langsam Fortschritte
. Auch wenn die Taskforce nicht damit rechnet , den endgültigen Standard vor
Anfang 2002 zu verabschieden , haben die Mitglieder doch schon einige
Spezifikation verabschiedet . Klar ist , dass die neue Netzwerk-Technik mit dem
802.3-MAC-Protokoll arbeiten soll ; Eine Nutzung mit bislang weit gehend
üblichem Kupferkabel ( Twisted-Pair-Kabel ) wird es nicht geben ; momentan
arbeiten die Techniker vor allem an der Festlegung des Physical Layers ( PHY )
und dabei vor allem am PMD ( Physical Media Dependent Sublayer ) für die
Anbindung an Glasfasernetze . Diverse PMDs wurden für 10-Gigabit Ethernet
vorgeschlagen , um unterschiedliche Anforderungen an die überbrückbare Distanz
zu erfüllen . Das 10-GB-Ethernet soll von bis zu 300 Metern auf bis zu 40
Kilometer ausgedehnt werden können . Vorschläge beispielsweise für PMDs auf
Basis von Wavelength Division Multiplexing ( WDM ) mit 1350 und 850 Nanometer
und für einen PMD mit 850 Nanometer seriell dagegen fanden nicht die notwendige
Mehrheit in dem IEEE-Gremium . Außerdem definierte die Taskforce einen
optionalen PHY , der mit existierenden SONET-Techniken ( Synchronous Optical
Network ) zusammenarbeiten soll . Die beiden verabschiedeten PMD-Definitionen
sind allerdings vor allem zur Überbrückung langer Distanzen geeignet , während
die 850-nm-PMDs eher für kurze Strecken bis 300 Meter einsetzbar wären - und
zudem billigere Komponenten ermöglichten . Ob es noch spezielle PMD-Definitionen
für kurze Strecken geben wird , ist bislang unklar . Teilweise war schon die
Meinung zu hören , die IEEE solle eine weitere Taskforce einrichten , die sich
speziell dieses Themas für 10-Gigabit Ethernet annehme . Wahrscheinlicher ist
aber wohl , dass auf dem nächsten Treffen im September über weitere PMDs
entschieden wird , die dann auch für kurze Distanzen einfacher nutzbar sind .
Mit einem Gewinn von 30 Cent pro Aktie übertraf Lucent damit die Erwartungen der
Börse um einen Cent . Lucent führt die Zuwächse im operativen Geschäft vor allem
auf ausgezeichnete Verkäufe für Datennetze zurück , und hier besonders auf
Equipment für optische Netze . Allerdings dämpfte Lucent die Erwartungen für das
vierte Quartal : Außerdem werde der Gewinn aus dem operativen Geschäft in den
nächsten Quartalen wohl rund 15 Prozent unter den ursprünglichen Erwartungen
liegen . Verursacht werde dies vor allem durch Schwächen im Geschäft mit
klassischem Telekom-Equipment , das immer noch 15 bis 20 Prozent zu den Umsätzen
Lucents beitrage . Der Konzern zeigte sich aber optimistisch , dies durch weiter
steigende Umsätze mit optischen Netzen auf Dauer mehr als ausgleichen zu können
. Bei der Vorstellung der Geschäftszahlen bestätigte Lucent auch die Berichte
von Mitte Juni , dass man den Bereich Mikroelektronik in eine selbstständige
Firma auslagern wolle . Schon Anfang März hatte der Konzern angekündigt , das
komplette Geschäft mit Telefonanlagen , Netzwerkverkabelung und Geräten für
lokale Netzwerke in ein eigenes Unternehmen auszulagern . Lucent selbst war aus
der Verselbstständigung des Equipmentbereichs des Telefongiganten AT&T
hervorgegangen . Trotz der hohen Gewinne aus dem operativen Geschäft und der
Verbesserungen gegenüber den Problemen im ersten Quartal des laufenden
Geschäftsjahrs zeigte sich die Börse nicht besonders beeindruckt über die
Lucent-Zahlen . Vor allem wegen der reduzierten Erwartungen für die kommenden
Quartale und auf Grund von Zweifeln unter den Börsianern , dass die
Auslagerungspläne dem Mutterkonzern auf Dauer weiterhelfen , sank der Kurs der
Lucent-Aktie : Persönliche Standleitung : Telekom zieht den Stecker Zum 31. Juli
endet das AO/DI-Pilotprojekt der Deutschen Telekom , T-ISDN @ctive genannt ; ein
Regelbetrieb ist offensichtlich vom rosa Riesen nicht vorgesehen . " Es hat sich
gezeigt , dass der Großteil unserer Kunden andere Leistungsmerkmale und höhere
Bandbreiten wünscht als T-ISDN @ctive bietet " , heißt es in einem
Kündigungsschreiben , das an alle Teilnehmer des Pilotversuchs verschickt wurde
. T-ISDN @ctive ist eine Art " kleine private Standleitung " , die einen
Datendurchsatz von etwa 500 Byte pro Sekunde erreicht und lediglich einmal alle
24 Stunden automatisch gekappt wird . Für Chatten und E-Mail reicht das allemal
aus - und die Telekom verlangt lediglich eine Monatspauschale von 10 Mark ,
laufende Verbindungsgebühren fallen nicht an . Die dynamische Zuschaltung der
B-Kanäle konnte jedoch nicht überzeugen : Ein B-Kanal alleine erzielte einen
höheren Datendurchsatz als die Kombination von B- und D-Kanal . Den Teilnehmern
des Pilotprojekts bietet die Telekom zum 1. August einen Umstieg auf T-DSL an .
Als Dankeschön erhalten die Tester eine Telefongutschrift von 50 Mark .
Betroffene sollen sich in Kürze unter
http://www.telekom.de/katalog-online/t-isdn-active-mail weiter informieren
können . Ericsson tief in der Verlustzone Der schwedische Telecom-Konzern
Ericsson ist mit dem Handy-Geschäft tief in die Verlustzone gerutscht . Die
Aussichten für die insgesamt in Schwierigkeiten geratene Handy-Branche
kommentierte Konzernchef Kurt Hellström pessimistisch : Für den Rest des Jahres
erwartet der schwedische Konzern daher ein " flaches bis mäßiges Wachstum " .
Ericsson ist nach Angaben aus Branchenkreisen hinter Nokia , Motorola und
Siemens inzwischen weltweit der viertgrößte Hersteller von Mobiltelefonen ,
nachdem die Schweden sich lange vor dem Münchener Konzern auf dem dritten Platz
behaupten konnten . Nach schlechten Zahlen für das gesamte Geschäftsjahr 2000
hatte Ericsson bereits den Verkauf der Handy-Produktion an Flextronics bekannt
gegeben ; nach den Verlusten der Handy-Sparte im ersten Quartal kündigte der
Konzern die Streichung von 10.000 Stellen an . Der unangefochtene Marktführer
Nokia hatte am Donnerstag in Helsinki einen Gewinnrückgang um 20 Prozent für das
zweite Quartal verkündet . Auch Sun von der IT-Flaute betroffen Die Absatzflaute
im IT-Sektor lässt auch einst von den Konjunkturschwankungen des normalen
PC-Geschäfts relativ unberührte Firmen schwächeln . Sun führte das schlechte
Ergebnis auf die Konjunkturschwäche zurück . Scott McNealy , um flockige Sprüche
eigentlich nie verlegen , musste schon tief in die Trickkiste greifen , um den
Geschäftszahlen positive Seiten abzugewinnen : Das Unternehmen habe trotz
beispielloser wirtschaftlicher Herausforderungen den Hauptkonkurrenten
Marktanteile abgenommen , meinte McNealy . Das Unternehmen kündigte erhöhte
Anstrengungen zur Kostensenkung an . Damit reagiere der Konzern auf den
dramatischen Rückgang der IT-Ausgaben anderer Unternehmen . Rambus vs. Infineon
: Gericht bestellt Sachverständigen Der Patentstreit zwischen dem umstrittenen
US-amerikanischen Speicher-Entwickler Rambus und dem Münchner
Halbleiterhersteller Infineon vor dem Landgericht Mannheim ist am Freitag nach
wenigen Minuten vertagt worden . Nach dem Willen des Vorsitzenden Richters
Detlef Schmukle soll zunächst ein Sachverständiger die technischen Einzelheiten
des Streits klären . In dem Prozess geht es um Patente für Speicher . Rambus hat
Infineon und mehrere andere große Speicherhersteller wegen angeblicher
Patentverletzungen in den USA und Europa verklagt . Nach Angaben von
Rambus-Anwalt Thomas Klötzel gegenüber dpa geht es im vorliegenden Fall um ein
europäisches Rambus-Patent zur Herstellung von Speicherchips . Rambus entwickelt
die Speicherchips und verkauft die Lizenzen zur Produktion an die Hersteller
weiter . Da Rambus über keine eigenen Produktionsstätten verfügt , sind die
Patenteinnahmen von hoher Bedeutung für das Unternehmen - einen Großteil seiner
Einkünfte realisiert Rambus durch die Lizenzeinnahmen von
Speicherchip-Herstellern . Wann der Prozess fortgesetzt wird , war zunächst
nicht bekannt . Im Mai hatte Rambus bei einem ähnlichen Streit gegen Infineon
vor einem Bezirksgericht in Richmond ( Virginia ) eine schwere Niederlage
erlitten . Die Klage wurde von den Richtern abgewiesen und Rambus zu
Schadensersatz verurteilt . Im selben Monat verweigerte ein italienisches
Gericht Rambus ebenfalls Lizenzansprüche gegen den US-Speicherchiphersteller
Micron . Neben Infineon und Micron hat Rambus auch den koreanischen
Hyundai-Konzern verklagt . mb Software stellt Insolvenzantrag Die schlechten
Nachrichten vom Neuen Markt reißen nicht ab : Die Hamelner mb Software AG ist
seit dem heutigen Freitag zahlungsunfähig . Beim Amtsgericht in Hameln sei
Insolvenzantrag gestellt worden , teilte das Unternehmen mit . Die Mittel des
Unternehmens seien nicht mehr ausreichend , um den Verbindlichkeiten
nachzukommen , hieß es . Nach einer umfangreichen Sanierung solle das Geschäft
aber weitergeführt werden . Der Vorstand hatte die Schwierigkeiten vor allem mit
einer umfangreichen Bilanzbereinigung und der Branchensituation am Bau begründet
. In einem Aktionärsbrief hatte der Vorstand geschrieben : " Wir sind in großem
Maße von der Baubranche abhängig . " Das Unternehmen hat sich auf
Software-Lösungen für den Bau spezialisiert und beliefert nach eigenen Angaben
55.000 Kunden . Vor allem außerplanmäßige Abschreibungen bei den Beteiligungen
hatten das Ergebnis nach unten gedrückt . Gespräche , die in den vergangenen
Tagen mit Investoren aus dem In- und Ausland geführt wurden , hätten nicht mehr
rechtzeitig beendet werden können , hieß es in der Mitteilung des Unternehmens .
mb Software habe kein neues Geld heranziehen können . Die Führung strebe nun an
, das Unternehmen weiterzuführen . Dazu müsse ein umfangreiches Sanierungs- und
Restrukturierungskonzept umgesetzt werden . mb Software wolle sich auf seine
Kernkompetenz konzentrieren und von nicht profitablen Bereichen trennen .
Schwedische Content-Anbieter filtern nach Providern Eine Grafik auf der Homepage
des schwedischen Startups TRIC zeigt es auf den ersten Blick : Hier fließt
anscheinend etwas nur in die eine , aber nicht in die andere Richtung . Die
einleuchtende Erkenntnis der Firma : Während die Internet Provider ( ISPs ) seit
Jahren für den Zugang zu Inhalten im Netz eine Gebühr verlangen und diese auch
bezahlt bekommen , bleiben den Web-Anbietern selbst hochwertigster Inhalte nur
die Einnahmen durch Werbung oder eigene Abo-Dienste . Das Neun-Mann-Unternehmen
, dessen Name ausgeschrieben so viel wie " True revenue for Internet content "
bedeutet , will den gebeutelten Produzenten von Netz-Content einen alten Traum
erfüllen : Die User kosten nicht nur Geld für Traffic und Inhalte-Erstellung ,
sondern bringen bei jedem Besuch die Kasse zum Klingeln . Zahlen sollen dafür
die Provider : Nutzer fremder Provider erhielten dann zum Beispiel ein " Access
Denied " oder ein abgespecktes Angebot , während " paying customers " die volle
Breite einer Site zu sehen bekommen . Der erste Markt soll die Heimat Schweden
sein - hier soll das Experiment bereits im September startet . Danach soll das
System nach und nach in andere europäische Länder und in die USA gebracht werden
. 70 Prozent der wichtigsten schwedischen Inhalte-Lieferanten will TRIC
inzwischen vertraglich gebunden haben , beispielsweise das größte Portal des
Landes , ScandinaviaOnline.se oder den einflussreiche Finanzdienst Ekonomi24 .
Mit den großen schwedischen Providern befindet man sich laut TRIC-Gründer Markus
Aglander , " in abschließenden Verhandlungen " , wie er im Gespräch mit heise
online sagte . Sie seien zwar nicht froh darüber , nun zur Kasse gebeten zu
werden , sähen aber den Punkt : TRIC will von Providern pro Kunde und Monat rund
einen Dollar verlangen und diese Summe dann prozentual an die Inhalte-Anbieter
verteilen - wer mehr Nutzer angezogen hat , bekommt auch mehr . Schätzungsweise
zehn Prozent will man als Kommission nehmen . Nach und nach sollen zeitabhängige
Tarife und Gebühren für einzelne Abfragen über die Provider-Rechnung laufen .
Aglander erwartet nicht , dass die schwedischen Internet-Anbieter im ersten
Schritt ihre Preise erhöhen , rechnet damit aber in Zukunft : " Wir wollen eine
Art Win-Win-Situation für Content-Anbieter und Provider herstellen . " Die
Technologie zum Aussperren einzelner Benutzergruppen ist in ihren Grundzügen
unter anderem längst im vielfach verwendeten Webserver Apache vorhanden : Auch
könnten Nutzer auf die Idee kommen , einfach auf dem Rechner eines zugelassenen
Teilnehmers einen Proxy-Server zu installieren , über den dann auch Anfragen aus
Fremdnetzen beantwortet würden . Die IP-Filterung würde so umgangen . TRIC meint
jedoch , bereits eine Lösung für dieses Problem gefunden zu haben - wie genau ,
verschweigt die Firma derzeit noch . " Hacker sehen wir nicht als Problem " ,
meint Aglander , " die kosten unsere Technik nur einige Stunden , um die Lücke
zu stopfen " . Angst vor den großen Medienkonzernen hat die kleine schwedische
Firma jedenfalls nicht . Sie sieht sich als " Intermediär " oder " Clearing
House " , also als Mittelsmann zwischen der nach Geldquellen Ausschau haltenden
Inhalte-Wirtschaft , die nicht mehr an das Geschäft mit der Online-Werbung
glaubt , und den Internet-Providern , die mit dem Verkauf von Netzzugängen
bereits ein veritables Geschäftsmodell besitzen , bei dem nennenswerte Umsätze
generiert werden . Der Erfolg der Firma hängt stark vom jeweiligen Markt ab .
Bemerkenswert bleibt die Zurückhaltung der großen Internet-Provider , eigene
Zahlungssysteme einzuführen - trotz der vielfach wiederholten Bemerkung , das "
Ende der Kostenlos-Kultur " sei angebrochen . Kaum jemand scheint sich daran zu
erinnern , dass beim T-Online-Vorläufer BTX einzelne (Sex-)Seiten bis zu 9 Mark
99 kosten konnten , während Compuserve gesalzende Stundennutzungspreise zu
verlangen wusste . Stauwarnung : Cyber-Shopping und die Umwelt Licht in das
Dunkel brachte eine Untersuchung , die das australische Pendant zur deutschen
Fraunhofer-Gesellschaft , die Commonwealth Scientific Institute and Research
Organisation ( CSIRO ) , für das Verkehrsministerium des Landes durchführte .
Aber die Hoffnungen auf eine Verringerung des Verkehrsaufkommens durch
effizientere Planung und virtualisierte Dienste bleiben offenbar ebenso eine
Illusion wie die Utopie des papierlosen Büros . " Als Folge ist mit einem 50
Prozent höheren Frachtaufkommen im Überlandverkehr und mit einer 50 bis
100-prozentigen Zunahme der im innerstädtischen Wirtschaftsverkehr
zurückgelegten Wegstrecken zu rechnen . " Die telematische Vernetzung zu
intelligenten Verkehrssystemen wird den Anstieg nicht bremsen können , aber sie
wird die Umschlagzeiten senken und Schwankungen der Güterlaufzeiten verringern ,
wenn künftig auf jeder Stufe der Versorgungskette den Beteiligten Echtzeitdaten
zur Verfügung stehen . Mit der entsprechenden Software zur Optimierung der
Termin- und Routenplanung erzielen Speditionen und Logistik-Dienstleister
Produktivitätsgewinne , sodass die Güterverteilung effizienter wird . Nur wird
deshalb der Verkehr nicht weniger , weil andere Einflussfaktoren die
Effizienzgewinne überwiegen . Höhere Kundenerwartungen , insbesondere der Wunsch
nach Sofortzustellung , lassen das Nachfrageniveau an Gütern und Diensten
steigen ; das führt ebenso wie häufigere und kleinere Bestellungen im
Cyber-Shopping und B2B-Handel zu einer Zunahme des Frachtaufkommens und zu
weniger kalkulierbaren Güterflüssen . Der Schienenverkehr wird unter diesen
steigenden Anforderungen nicht wettbewerbsfähig sein ; auf Grund seiner größeren
Flexibilität und des größeren Potenzials für Mehrwertdienste rund um den
eigentlichen Transport profitiert vom E-Commerce vor allem der Güterverkehr auf
der Straße . Eine weitere Kernaussage der CSIRO-Studie wird besonders die
Hauptstadtplaner in Berlin interessieren , deren Flächen- und Raumordnung unter
der Wachstumseuphorik in der Großen Koalition Anfang der neunziger Jahre völlig
zusammenbrach . Sie haben anscheinend aufs falsche Pferd gesetzt , als sie nach
der deutschen Einheit die vorhandenen innerstädtischen Umschlagplätze zum Bau
von Büro- und Kaufhäusern freigaben und dafür drei Güterverteilzentren weit
außerhalb der Stadtgrenzen aus dem Boden stampften , von wo aus die schweren
20-Tonner seither zur Feinverteilung geräuschvoll in die Innenstadt brettern .
Pharma-Unternehmen gegen Internet-Apotheke Nach den Apothekern bekämpfen auch
Pharma-Unternehmen die Internet-Apotheke DocMorris . Die Stada AG im hessischen
Bad Vilbel hat nach eigenen Angaben erreicht , dass ihre Produkte künftig nicht
mehr von der im holländischen Landgraaf ansässigen Firma vertrieben werden . Die
Bayer AG in Leverkusen hatte bereits im April per Gerichtsentscheid durchgesetzt
, dass DocMorris ihre Produkte nicht mehr vertreiben darf . Im Fall von Stada
will es DocMorris nicht noch einmal auf eine juristische Auseinandersetzung
ankommen lassen . Die Niederländer unterzeichneten eine Unterlassungserklärung
und nahmen freiwillig sämtliche Stada-Produkte ( " Gripostad " , " Kamistad " )
aus dem Warenkorb . " Stada ist zu unbedeutend , um auf diese juristische
Provokation einzugehen " , begründete DocMorris in seiner Mitteilung diesen
Schritt . " Als Hersteller haben wir eine Verantwortung für unsere Produkte " ,
sagte ein Stada-Sprecher der dpa . Dies ist nach Ansicht von Stada bei DocMorris
nicht der Fall : Der Versandhandel mit Medikamenten ist in Deutschland verboten
. Mehrere Gerichte haben DocMorris den Vertrieb untersagt , bisher ist der
Internet-Shop jedoch nach wie vor geöffnet . Bald dürfte es dort jedoch auch
keine Bayer-Produkte mehr geben . Die einstweilige Verfügung , " Aspirin " und
alle anderen Medikamente aus Leverkusen aus dem Warenkorb zu streichen , liege
vor , bestätigte DocMorris . Weil die Urteilsbegründung aber noch ausstehe ,
habe man dies noch nicht umgesetzt . Eine Bayer-Sprecherin begründete den
Schritt mit mangelndem Verbraucherschutz : " Wir sind der Meinung , dass
Arzneimittelsicherheit nur durch die fachliche Beratung in den Apotheken gegeben
ist . " Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den
Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar ,
Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Uma
Thurman , eine unfähige Schauspielerin , Dylan Thomas , ein versoffener Dichter
und Lucas-Arts , ein Laden für billige Kintopp-Tricks . Den Thornhills kann ich
nur gratulieren . Auch für die 5000 US-Dollar , die Vater Thornhill vom Internet
Underground Music Archive dafür bekam , sein Kind nach dem Namen ihrer Website
zu taufen . Hal , Hal Faber , wie sehr habe ich in der Schule unter dem Namen
gelitten ! Halfi , Half und Halfwurst waren prompt die Rufnamen . Eigentlich
wollten mich meine Eltern IBM nennen , was der deutsche Standesbeamte jedoch
nicht zulassen wollte . So praktizierten sie die mitteldeutsche Lautverschiebung
. Dem jungen Erdenbürger Iuma wünsche ich jedenfalls viel Glück . Das Beispiel
mit Sponsoring Names an Stelle der First Names könnte Schule machen , wenn die
wirklich Mächtigen dieser Welt mitziehen : Bobo Yafooh Faber gefällt meiner Frau
schon mal ganz gut . Im Zweifelsfall kann er seinen Sponsoring Name zu Bofh
abkürzen . Manches Mal kommt es schlimmer , als man denkt . Was würde wohl
angesichts moderner Namensgebungen ein heute weitgehend vergessener Kabarettist
anmerken , der in Gedenken an all die Skanes , Flodas , Nikkalas , Billies und
Ivars kommentierte : " Was ist das für ein Land , in dem die Kinder heißen wie
die Möbel , auf denen sie gezeugt wurden ? " Sicher , manches wird sich nicht
halten können . Der Frauenverband wurde in der letzten Woche übrigens nicht nur
durch die spaßigen Geschichten rund um die ICANN bekannt . Die amerikanische
Sektion der Webgrrls , die derzeit in den Valleys des Cyberspace ihre
Sommerparties schmeißt , bei denen Männer willkommen sind , beschloss den
Ausschluss eben dieser Männer von Tombolagewinnen . Gehört das als Los
fungierende bezahlte Eintrittsticket einem Manne , wird so lange weiter gelost ,
bis eine Frau gefunden ist . Die Begründung ist einleuchtend : In unserer Hälfte
des Himmels bestimmen wir . Das Licht der E-Sonne hat man bei der Party indes
noch nicht gesehen . Die Industrie hat nach ihrem Erfolg vor Gericht keinen
blassen Schimmer , wie sie den Cyberspace angehen soll . Etwas höflicher
formulierte dies Bertelsmanns Middelhoff auf der Popkomm just zu dem Zeitpunkt ,
als die Einspuchsfrist zur Übernahme von CDnow ablief . Noch besser formulierte
es ein William Yeager von der Firma Soundom in einer Pressemeldung : " Wir haben
das Problem schon längst gelöst . " Soundom bezahlt Musiker und Song-Sauger
gleichermaßen , die einen für die Lieferung von Klängen , die anderen für den
Download . Dabei kassiert Soundom von beiden Parteien kräftig : Die Firma
verkauft die Daten der Anwender an Ticketing-Dienste für Rockkonzerte und
vermietet die Werbeflächen beim Download an die Industrie . In wenigen Monaten
wird Napster völlig vergessen sein , heißt es in der dazu gehörigen PR , die von
einer Firma namens Hardlink Fist Service kommt . Ein Faust-Service für harte
Links , das klingt schwer nach einem Fetzrocker im Stil von Metallica .
Jedenfalls scheinen sie in Redmond nicht ausgelastet zu sein und brachten eine
CD heraus mit so netten Songs wie Sue Me Baby One More Time . Die Erlöse aus dem
Verkauf sollen der Musikerziehung in den Schulen rund um Seattle zu Gute kommen
. Vielleicht schließt sich nun Microsoft den Klagen der Musikindustrie gegen
Napster an - wenn findige MP3-Tauscher und Gates-Fans die Songs der CD über den
Service feilbieten , geht dies schließlich auf Kosten der musikalischen Erbauung
der amerikanischen Kids . Dafür hat Bill Gates sicher Verständnis : Daher
bezweifle ich , dass ein Song wie Hit Me , Hit Me with Your Linux-Stick den Weg
auf die CD gefunden hat . Nun geht ein Ventil für unseren Verdruss an den Start
, der Whack-a-Flack . Flack oder eben Flak , Flugabwehrkanone , so nennen
Journalisten in den USA die PR-Arbeiter . Whack-a-Flack ist die
Moorhuhn-Variante für uns Journalisten . Wow ! In einem Tag ! It's only HTML ,
but we like it . Was wird . Älter , das wird man mit jedem Tag . So auch Euer
armer Hal - und wegen gleich eines ganzen Jahres , das ich älter wurde , mussten
die geneigten Ticker-Leser dieses Mal bis Sonntag Mittag auf die Wochenschau
warten . Aber nun darf ich mir auch etwas wünschen : Und einmal wieder einen
meiner Lieblingsbegriffe der letzte Monate aufgreifen . Uns allen jedenfalls
liegt der Bobo am Herzen . Das ganze schöne Gerede um die neue Ökonomie konnte
sie nicht am Leben erhalten . Einige Bobos werden in den Zoo kommen oder als
Futtermittel für verstandesuntüchtige Venture-Kapitalisten gefriergetrocknet .
Was boomt und munter am Wachsen ist , ist die Linux-Szene . Die bange Frage darf
gestellt werden : Retten sie die Bobos ? Aber nicht doch . Echte Linuxer halten
sich eher an die Bonobos . Nun erwartet er in der nächsten Woche jeweils 100.000
Dollar von allen mit Linux befassten Firmen , die aus den roten Zahlen sind .
Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Leser an die Affen in " 2001 -
Odyssee im Weltraum " . Bei ihnen steht ein schwarzer Block herum , und prompt
lernen sie , mit einem Knochen einen Schädel einzuschlagen . Der Wirbel-Flug
dieses Knochens beeindruckte einen Mathematiker so stark , dass er eine Software
schrieb , die diese Flugbahn errechnen sollte . Heute ist sie unter dem Namen
Mathematica bekannt . Retten wir nun lieber die Bobos oder die Bonobos ?
Mobilcom-Chef : Bald kostenlose Telefonate Viele Beobachter befürchten nach dem
Milliarden-Summen , die die Versteigerung der UMTS-Lizenzen in die Kassen von
Finanzminister Hans Eichel gespült hat , schon eine Erhöhung der
Mobilfunkgebühren , vor allem aber recht hohe Kosten für die Kunden bei der
Einführung der Handy-Technik der dritten Generation . Mobilcom-Chef Gerhard
Schmid , bekannt für recht markige Sprüche und von den Konkurrenten eher als
Enfant Terrible der Branche angesehen , ist da aber ganz anderer Ansicht . Er
hält es nach derVersteigerung der UMTS-Lizenzen für möglich , dass Telefonate
bald kostenlos geführt werden können . Der Bild am Sonntag sagte Schmid : " Wir
werden uns komplett von den alten Gebührenmodellen verabschieden " . Nach den
Vorstellungen von Schmid soll nicht der Telefonkunde zahlen , sondern die Firmen
, die künftig via Handy werben und ihre Waren und Leistungen verkaufen . " Geld
verdienen werden wir mit unseren Geschäftspartnern , die über unser Netz Kontakt
zum Verbraucher bekommen . " Ziel sei es , schnell viele Kunden zu gewinnen .
Das ist das Ergebnis einer am heutigen Sonntag veröffentlichten Erhebung der
japanischen Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun bei führenden
Mobiltelefon-Konzernen und Forschungsagenturen . Danach war bis Ende Juni
schätzungsweise etwa ein Zehntel der Weltbevölkerung im Besitz eines
Mobiltelefons . Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres sei die Zahl
der Vertragsnehmer von Mobiltelefon-Diensten um rund 100 Millionen gestiegen .
Popkomm : Das Internet braucht die Musikindustrie In Zeiten , in denen Anbieter
wie Napster und Filesharing-Netze wie Gnutella den Plattenlabels das Fürchten
lehren , hat die Musikbranche an den drei Tagen der Musikmesse Popkomm in Köln
den Anschluss an das Online-Zeitalter gesucht . Der Vorsitzende des
Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft Thomas M. Stein beschwor laut
dpa die Kompetenz der Musikindustrie , die in Zukunft " mehr gebraucht wird denn
je " . Gerade im Internet sei die Fähigkeit gefragt , Talente zu entdecken , zu
fördern und zu vermarkten . Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff wollte es
hingegen nicht bei den Beschwörungsformeln belassen . Einen " digitalen Alltag "
, wie die Popkomm ihren Kongress betitelte , sah der Chef des Mediengiganten
derzeit noch nicht . Die Musikindustrie hat nach zwei Jahren erstmals wieder
Gewinne verzeichnet . Im vergangenen Jahr musste die Branche gegenüber dem
ersten Halbjahr 1998 noch einen Verlust von zehn Prozent verkraften . Den Erfolg
verdanke die Branche vor allem Musikern wie Santana , Tom Jones , den Toten
Hosen oder dem Buena Vista Social Club , hieß es in der Szene . Doch das sei
kein Grund , sich auf den Lorbeeren auszuruhen , war die Meinung in einer
Diskussionsrunde . Die Phonoindustrie müsse sich bewegen . Die Situation
erfordere ein totales Umdenken . " Der Konsument ist nicht mehr kompromissbereit
" , erklärte Universal-Chef Tim Renner . Wenn das Label nicht das entsprechende
Angebot mache , suche er sich seinen eigenen Weg . " Es wird aber Majors geben ,
die das nicht können " , sagte Renner voraus . Popkomm-Geschäftsführer Uli
Großmaas registrierte einen wesentlichen Schritt in der Annäherung zwischen
Musik und Internet . Das zeigten auch die Teilnehmerzahlen der Messe : Unter den
924 Ausstellern aus 34 Ländern auf der Messe waren 200 Online-Firmen . BMG
stellte als erstes große Plattenlabel eine Kooperation mit dem Internet vor .
Middelhoff forderte die Branche auf , ihr gesamtes Angebot zu digitalisieren .
IBM stellt private UDDI-Registry zur Verfügung Auf der Entwicklerkonferenz IBM
Solutions in San Francisco kündigte IBM die kostenlose Bereitstellung einer
privaten UDDI-Registry an . Sie ermöglicht es Entwicklern , Web-Services im
Intranet zu publizieren und zu testen , ohne dazu die UDDI Business Registry (
Universal Description , Discovery and Integration ) zu nutzen . Dieser verteilte
Service wird momentan von IBM und Microsoft betrieben . Der zu Grunde liegende
UDDI-Standard wurde auf Initiative von Ariba , IBM und Microsoft ins Leben
gerufen und erfreut sich inzwischen recht breiter Unterstützung . UDDI soll
Unternehmen befähigen , ihre Web-Dienste im Internet zu publizieren und bekannt
zu machen sowie die Dienste anderer Firmen zu finden und zu nutzen . Die von IBM
veröffentlichte private UDDI Registry läuft auf dem WebSphere Application Server
Version 4.0 und DB2 . Sie unterstützt die zwanzig SOAP-basierten APIs , die in
der ersten Version der UDDI-Specification festgelegt wurden und speichert die
publizierten Services in einer relationalen Datenbank . In dem Paket ist ein
grafisches Web-Frontend enthalten , das die Publizierung und Abfrage von
UDDI-Entitäten ohne Programmierung ermöglicht . WatchMail überwacht den
Nachrichteneingang in Lotus Notes Ferrari Electronic bietet ein kostenloses Tool
an , das eingegangene Mails oder Faxe , die unbearbeitet in einem Notes-Postfach
liegen , nach einer einstellbaren Zeit auf einem zentralen Netzwerkdrucker
ausdruckt oder an ein anderes Postfach weiterleitet . Der Überwachungsprozess
kann für beliebig viele Mitarbeitergruppen eingerichtet werden . Für jede dieser
Gruppen lässt sich der Dokumententyp ( Fax oder E-Mail ) festlegen , den
Watchmail überwachen soll . Das Programm erstellt optional einen Bericht , in
den der Text der E-Mails aufgenommen werden kann . Fax-Attachments im DCX- oder
PDF-Format lassen sich ausdrucken . Watchmail läuft als Dienst auf einem Rechner
mit Windows NT oder Windows 2000 . Das Programm benötigt einen Notes-Client für
den Zugriff auf den Domino-Server sowie Lese- und Schreibrechte für die zu
überwachenden Postfächer . Umstrukturierung bei Fujitsu kostet 16.400
Arbeitsplätze Nach ersten Berichten in japanischen Zeitungen ist es nun
offiziell : Fujitsu streicht weltweit 16.400 Arbeitsplätze und wird sich künftig
auf Software sowie Dienstleistungen konzentrieren . Der Abbau von neun Prozent
der weltweit 180.000 Stellen bei Fujitsu trifft hauptsächlich Arbeitsplätze im
Ausland , während in Japan bis März nächsten Jahres nur 5000 Stellen wegfallen
sollen . Der Software-Bereich soll bis Ende des Geschäftsjahres 2003/2004 mit 69
Prozent den größten Anteil am Betriebsgewinn ausmachen . Zugleich will sich
Fujitsu in verstärktem Maße aus dem Hardware-Bereich zurückziehen . Insgesamt
sollen 21.100 Stellen verlegt oder gestrichen werden . Das Vorhaben von Fujitsu
ist einer der umfangreichsten Stellenabbaupläne in einem Land , in dem viele
Beschäftigte noch immer an dem Prinzip der lebenslangen Beschäftigung hängen .
Andere Unternehmen könnten nach Einschätzung von Experten angesichts des
weltweiten Absatzrückgangs bei Computern und Mobiltelefonen gezwungen sein , dem
Beispiel Fujitsus zu folgen . NEC will an diesem Dienstag eine Zusammenarbeit
mit der Matsushita-Gruppe bei internetfähigen Mobiltelefonen der dritten
Generation bekannt geben . Mannesmann vor der letzten Hauptversammlung Die auf
das Telekommunikationsgeschäft reduzierte Mannesmann AG präsentiert vor ihrer
voraussichtlich letzten Hauptversammlung an diesem Mittwoch glänzende Zahlen .
Besonders stark legte der italienische Mobilfunker Omnitel Vodafone mit einem
Plus von 17 Prozent zu . Die Mitarbeiterzahl der Düsseldorfer Mannesmann-Gruppe
nahm um 6 Prozent auf rund 28.900 zu . Der Kundenbestand von D2 wuchs um 2,5
Millionen auf 21,7 Millionen . Am Aktienkapital von Mannesmann hält Vodafone
anderthalb Jahre nach dem Ende der Übernahmeschlacht 99,4 Prozent . Deshalb soll
der gesamte Gewinn künftig an die Briten abgeführt werden . Als Ausgleich
hierfür erhalten die 7400 außenstehenden Aktionäre für jedes volle Geschäftsjahr
eine Garantiedividende von 11,77 Euro je Aktie . Zudem gibt es ein
Übernahmeangebot von 206,53 Euro je Aktie . Auf der Hauptversammlung ist eine
Satzungsänderung geplant , mit der der Name nun in Vodafone AG geändert werden
soll . Aktionärsschutzer haben zur Hauptversammlung aber noch einige Fragen .
Der Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz , Jörg
Pluta , will unter anderem die Zahlungen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder
beleuchten . Außerdem sei zu klären , ob Aufsichtsratschef Joachim Funk
ebenfalls Millionen erhalten habe , kündigte Pluta am Montag an . Der Vorstand
und Aufsichtsrat sollten nicht entlastet werden , meint er . In der Affäre um
mögliche Bestechlichkeit bei der Mannesmann-Übernahme durch Vodafone wird zudem
auch gegen IG-Metall-Chef Klaus Zwickel ermittelt , bestätigte die Düsseldorfer
Staatsanwaltschaft am heutigen Montag . Zwickels Rolle als Mitglied des
Aufsichtsrats werde geprüft . Die Staatsanwaltschaft bestätigte damit einen
Bericht des Spiegel vom Wochenende . Ein IG-Metall-Sprecher hatte den
Untreuevorwurf gegen Zwickel zurückgewiesen . Nach Angaben der IG Metall wird
Zwickel nun einen Rechtsanwalt einschalten . IG-Metall Sprecher Claus Eilrich
bekräftigte : " Klaus Zwickel hat zu keinem Zeitpunkt an unsauberen Geschäften
mitgewirkt . " MP3-Erfinder erhalten Deutschen Zukunftspreis Ausgezeichnet
wurden drei Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen
IIS-A : Prof-Dr. Prof. Karlheinz Brandenburg Dipl.-Ing . Bernhard Grill und
Dipl.-Ing . Harald Popp . Zur Begründung der Preis-Verleihung erklärte die Jury
: Bundespräsident Johannes Rau verbindet mit dem Preis die Hoffnung , die
besondere Bedeutung von Spitzenleistungen in Wissenschaft und Technik für eine
erfolgreiche Weiterentwicklung Deutschlands stärker ins öffentliche Bewusstsein
zu bringen : Neben der Komprimierungsrate und der Audio-Qualität der MP3-Dateien
hob Bernhard Grill ein Prinzip des MP3-Standards als bemerkenswert hervor : In
dem Interview zur Verleihung des Preises gingen die Wissenschaftler zudem auf
die Entwicklungsgeschichte von MP3 ein und auf die aktuelle Diskussion um das
Urheberrecht , das durch Techniken wie MP3 und ihre Nutzung im Internet
angeblich gefährdet sei . Karlheinz Brandenburg meinte , er sei
selbstverständlich der Meinung , dass Denkarbeit entlohnt werden sollte : Es ist
schön , wenn Leute sich das finanziell leisten können , aber ich denke ,
geistige Leistungen sollten auch entlohnt werden . Und Bernhard Grill erklärte :
Wir wollen denjenigen , der seine Musik frei verteilen will , nicht behindern ,
das sollte immer noch möglich sein . Prof. Heinz Gerhäuser , inzwischen Leiter
des Fraunhofer-Instituts IIS-A in Erlangen , meinte angesichts der
Preisverleihung zu den Anfängen der MP3-Entwicklung : Aber wir haben hart
gearbeitet und waren immer ein bisschen besser als die Konkurrenz . Auf einem
ISO-MPEG-Meeting in Japan hat mir ein amerikanischer Kollege vorgehalten , dass
wir zu rücksichtsvoll und zu fair mit unseren Wettbewerbern umgehen würden . Der
Deutsche Zukunftspreis wird jährlich vergeben und ist mit 500.000 Mark dotiert .
Eine Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft bestimmt den Preisträger oder die
Preisträgerin aus dem Kreis der Vorschläge , die von deutschen Einrichtungen aus
Wissenschaft , Forschung und Wirtschaft eingereicht werden . Eine Bewerbung für
den Preis ist dagegen nicht möglich . Neben den Wissenschaftlern des
Fraunhofer-Instituts waren in diesem Jahr drei weitere Kandidaten nominiert :
Der Physiker Wolf-Eckhart Bulst von Siemens für die Entwicklung autarker
Funksensoren , die ohne externe Energievesorgung auskommen ; Dr. Georg Holzhey ,
Dr. Hartmut Wurster und Hans-Peter Hofmann von der Haindl Papier GmbH & Co. KG
für integrierte Prozesse zur Papierherstellung ; Prof. Dr. Ernst Wilhelm Otten
und Prof. Dr. Werner Heil von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz für die
Entwicklung der Helium-3-Kernspintomographie für die Lunge . Am heutigen Freitag
( 20. Oktober ) um 22:20 Uhr strahlt das ZDF eine Aufzeichnung der
Preisverleihung vom gestrigen Donnerstagabend aus . Volltextübersetzer : Um den
Inhalt einer E-Mail oder einer Webseite in einer unbekannten Sprache zu erfassen
, taugen automatische Übersetzungsprogramme durchaus . Perfekte Übersetzungen
darf man jedoch nicht erwarten , ergab ein Test von c't . In Werbetexten für
automatische Volltextübersetzer werden mitunter wahre Wunderdinge versprochen :
Leider mangelt es Computern aber an jeglichem sozialen Hintergrund , sie "
verstehen " nichts , sondern arbeiten nur vorgegebene Routinen ab . Deshalb
macht keines der Programme den menschlichen Übersetzer überflüssig . Wer hofft ,
dass ein Programm die druckreife Übersetzung eines Handbuchs produzieren kann ,
wird enttäuscht sein . Überlässt man dem PC allein das Feld , sind nicht selten
abstruse Textfragmente das Ergebnis einer Übersetzung : Die Übersetzung etwa von
total outstanding amount mit total hervorragender Betrag ist allerdings nicht
nur lustig , sondern kann bei unkontrollierter Übersetzung von Geschäftsbriefen
auch unangenehme Nebeneffekte erzeugen . Für eine sinnvolle Übersetzung muss man
fast jeden Text vorbereiten . Lange Wurmsätze zum Beispiel mutieren mit
Übersetzungsprogrammen zu ebenso langen , aber meistens komplett
unverständlichen Wurmsätzen . Komplizierte Satzstellungen , Umgangssprache oder
stark verkürzte Formulierungen gilt es ebenso zu vermeiden . Wenn man nur einen
Überblick über den Inhalt bekommen möchte und keine zu hohen Erwartungen an die
grammatikalische Form hat , sind die Ergebnisse auch eines Programmes für 100
Mark durchaus brauchbar . Für Übersetzungen , die beispielsweise als
Geschäftsbrief gedacht sind , benötigt man eher ein Programm für 500 oder 600
Mark , kommt aber um eine Nachbearbeitung des Textes nicht herum . Die meisten
Expo-Teilnehmerländer sind zufrieden An den 31. Oktober mag der dänische
Generalkommissar Ole Philipson noch gar nicht denken . " Dann ist auf einmal
alles vorbei " , sagt der Sprecher der Expo-Länder wehmütig . Nach fünf Monaten
schließt dann die erste Weltausstellung in Deutschland unweigerlich ihre Tore .
" Ich bin sicher , wir werden im November in eine kollektive Depression
verfallen . " Ein Trost sei es jedoch , dass die Expo in guter Erinnerung
bleiben wird : " Sie ist insgesamt wunderbar gelaufen , wir haben die ganze Zeit
in Frieden hier gelebt . " " Und die Besucher waren sehr zufrieden . "
Allerdings seien die ersten Wochen , in denen das Gelände teilweise wie leer
gefegt wirkte , schon schwierig gewesen . " Anfangs hatten wir wenige Besucher ,
schlechtes Wetter und keine gute Presse " , fasst der Däne zusammen . " Die
Werbung war nicht gut , und vielleicht gibt es noch andere psychologische Gründe
, die man nicht kennt " , vermutet er . Plötzlich gab es an ihrem Pavillon
Warteschlangen , die Zahl der Tagesbesucher stieg von anfangs 3.000 auf 20.000 .
In den ersten Expo-Monaten habe die Diskussion über die Zahlen zu sehr im
Vordergrund gestanden : " Es wurde so lange und so viel darüber diskutiert ,
dass keiner Lust hatte , zu kommen " , meint Wallatova . Einige
Publikumsmagneten konnten von Anfang an nicht über Besuchermangel klagen . " Wir
sind höchst zufrieden " , sagt Anna-Kaisa Heikkinen vom finnischen Pavillon . "
Wir konnten unser Land gut präsentieren - und das ist ein wichtiges Signal für
die Menschen in unserer Heimat . " Auch die Afrikahalle gehörte seit Beginn zu
den Publikumsfavoriten . " Weil die ganze Halle immer voll war , konnte auch
unser Stand davon profitieren " , erzählt Victor Rugemalia , Pavillondirektor
von Tansania . Und Jonathan Simwawa vom Pavillon Sambias ergänzt , viele der
Besucher hätten sich auch für Sambia als Tourismusland und Wirtschaftsstandort
interessiert . Ähnliche Erfahrungen hat Jill Sumption vom südafrikanischen
Pavillon gemacht . Dagegen hat sich dieser Punkt für die Mitarbeiter des
Pavillons von Tadschikistan in Halle 26 nicht erfüllt . Viel Kontakt zu
Geschäftsleuten und potenziellen Investoren habe es nicht gegeben . Und über
noch etwas ärgert er sich : " Bei uns ist sehr viel gestohlen worden . "
Ausstellungsstücke wie Kleidung , Vasen und Puppen seien spurlos verschwunden .
Jedoch sei sein Pavillon von der Expo-Gesellschaft und dem Gastgeberland
Deutschland " sehr gut betreut worden " . Philipson nennt die Expo in Hannover "
typisch deutsch " : " Alle Regeln wurden streng eingehalten . " Es sei genau
beobachtet worden , wie weit das Thema " Mensch , Natur , Technik " umgesetzt
wurde . Unter inhaltlichen Aspekten sei diese Expo die beste , die er kennen
gelernt habe - und das waren insgesamt vier . Besonders das Kulturprogramm und
die Nationentage wertet Philipson als Erfolg . " Jedes Land ist mit seinen
besten Künstlern gekommen . " Allerdings hätte er sich von einigen Mitgliedern
der Bundesregierung mehr Expo-Besuche gewünscht : " Die wichtigsten Minister
sind nicht so oft hier gewesen " , sagt Philipson . Da sei bei anderen
Weltausstellungen mehr Wert drauf gelegt worden . Vor allem zu den Nationentagen
hätte er sich häufigeren Ministerbesuch gewünscht : " Für uns in unserer kleinen
Expo-Welt wäre das doch ein bisschen besser gewesen . " Präsidentschaftskandidat
Bush kommentiert Microsoft-Prozess In einem Fernsehinterview mit der US-Station
CNBC äußerte George W. Bush jr. , Kandidat der Republikaner für die anstehenden
US-Präsidentschaftswahlen , vorsichtige Bedenken gegen den Kartell-Prozess , den
die US-Regierung gegen Microsoft führt . Er ziehe " Innovation
Rechtsstreitigkeiten " vor , meinte er auf Fragen des Interviewers über den
Microsoft-Prozess , der im Februar nächsten Jahres in die nächste Runde vor dem
Berufungsgericht gehen soll . Bush meinte anfangs , er werde sich nicht zu einem
schwebenden Verfahren äußern . Anschließend fügte er aber hinzu : Ich denke ,
die grundsätzliche Frage , die man stellen sollte , ist : Nach Ansicht von
amerikanischen Beobachtern ist dies bislang die eindeutigste Aussage eines
US-Präsidentschaftskandidaten zum Microsoft-Prozess . Sie lasse darauf schließen
, dass Bush dem Verfahren eher negativ gegenüber stehe . Der Bundesstaat
Washington , in dem Microsoft sein Hauptquartier unterhält , ist einer der
Bundesstaaten , die für die Entscheidung der Präsidentschaftswahl von Bedeutung
sein dürften . Microsoft-Mitarbeiter , die sich eigentlich in der Kampagne von
Al Gore , dem demokratischen Kandidaten , engagieren , hatten bereits mitgeteilt
, sie würden sich für Bush aussprechen , wenn er Microsofts Haltung in dem
Verfahren unterstütze . Die Klage gegen Microsoft zurückzuziehen , das könnte
sich aber wohl auch Bush nicht erlauben , sollte er die Präsidentschaftswahlen
gewinnen . Allerdings wäre es möglich , dass die Regierung dann den Prozess
nicht mehr mit der Vehemenz betreibt , wie dies das Justizministerium unter
Clinton getan hat . In der Zwischenzeit hat sich das Berufungsgericht , vor dem
die nächste Runde im Kartellverfahren stattfindet , überlegt , dass ein wenig
Know-how in Sachen Computer für den Prozess nicht Schaden könnte . Am 14.
November soll Michael H. Hites , Chief Technology Officer am Illinois Institute
of Technology die Richter über " Fundamentals of Automation " unterrichten . Die
Sitzung soll rein informativen Zwecken dienen und keine der Punkte direkt
berühren , um die es in dem Verfahren geht , hieß es in dem Schreiben des
Gerichts . Außerdem können an der Sitzung von jedem der Kontrahenten zwei
Vertreter teilnehmen - ein Anwalt und ein technischer Berater - die die
Ausführungen von Hites bei Bedarf ergänzen dürfen . Die Zukunft des
Dokumentarfilms liegt im Internet Immer kleiner werdende Nischen in den
Fernsehprogrammen lassen die Filmgattung schon bald sterben , doch das weltweite
Datennetz lässt sie in anderer Form wieder auferstehen . Das war die
übereinstimmende Meinung bei einer Podiumsdiskussion am Donnerstagabend auf dem
43. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm . Nach
Ansicht von Kathrin Brunner von Kirch New Media macht das Internet
Dokumentarfilme einem weit verstreuten Publikum bekannt : " Endlich kann jeder
die Filme sehen , wann er will und nicht erst kurz vor Mitternacht . "
Filmproduzent Heino Deckert sprach davon , dass momentan fast keine
Dokumentarfilme mehr gedreht werden . " Klassische Sendeplätze gibt es nur noch
in Finnland und in den dritten Spätprogrammen . " Auch die
öffentlich-rechtlichen Sender verwiesen auf eine Mindestquote von sieben Prozent
, die Filme erreichen müssten . " Wir wollen Filme drehen ohne Redakteure , die
uns reinreden und sagen , diese Quote müsst ihr bringen " , sagte Filmemacher
Cay Wesnigk . " Die einzige Chance für viele Filmemacher sind bisher Festivals ,
auf denen ihre Filme wenigstens einmal gezeigt werden " , sagte Brunner . 56
Dokumentarfilme haben es ins Programm des Leipziger Festivals geschafft , 20
werden im Wettbewerb gezeigt . Wie auf allen Filmfestivals erhalten die
Regisseure dafür keinen Pfennig - wenn sie nicht einen Preis gewinnen . In ein
Kinoprogramm gelangt ein Dokumentarfilm nur äußerst selten . Damit nicht genug :
Die Erlöse durch die Fernsehanstalten spielten zumeist nicht einmal die Hälfte
der Kosten ein , auch in Videotheken greife fast niemand zu Dokumentarfilmen . "
Ich muss den Film zufällig in einem Filmkatalog entdecken und dann 50 Mark für
etwas zahlen , von dem ich nicht weiß , ob ich es überhaupt sehen will " , sagte
Wesnigk . Der Gründer der OnlineFilm AG bremste die Internet-Euphorie etwas ,
die Frage der Urheberrechte sei noch immer unbeantwortet : Autoren müssten ihre
Filmrechte für das Internet noch nachträglich erwerben . " Sonst kann die Witwe
des Kameramanns verhindern , dass der Film ins Internet kommt " , sagte Wesnigk
. Andere Sehgewohnheiten bedeuten das Aus für lange Filme : Ein
Computerbildschirm ist eben keine Leinwand . Nur wenige sitzen 90 Minuten an der
Tastatur und vertiefen sich in einen Dokumentarfilm : Einzig Kurzfilme von etwa
fünf Minuten haben nach Meinung der Filmer eine Zukunft im Internet . " In fünf
Minuten ist sehr viel zu erzählen " , gab sich Filmemacher Dirk Wilutzky
optimistisch . Hintergrund : MP3.com steht auf wackligen Beinen Der
Internet-Dienstleister MP3.com , der auf Grund seines Dienstes my.mp3.com von
der Musikindustrie mit Klagen überzogen wurde , hat mit den Kosten für die
Beilegung der Rechtsstreitigkeiten zu kämpfen . Den Dienst , der es Nutzern
ermöglicht , CDs aus der eigenen Musiksammlung durch eine spezielle Software als
MP3-Dateien auf den MP3.com-Servern freischalten zu lassen , wird von den Labels
als Verletzung des Urheberrechts betrachtet . Zwar konnte sich MP3.com
inzwischen mit vier der fünf großen Plattenfirmen einigen und auch mit einem
Musikerverband ein Lizenzabkommen abschließen - das Label Universal dagegen
fordert weiterhin Schadensersatz in Millionenhöhe . Analysten hatten mit 12
Cents pro Aktie gerechnet . Allerdings sind in den Rechnungen noch keine Kosten
und Rückstellungen enthalten , um eventuelle Prozesskosten ,
Schadensersatzforderungen und andere Kosten , die noch durch
Urheberrechtstreitigkeiten auf MP3.com zukommen können , zu begleichen . MP3.com
steht also trotz einiger außergerichtlichen Einigungen und enormer
Umsatzsteigerung nach wie vor auf wackeligen Beinen . Und die
Lizenzvereinbarungen , die bislang abgeschlossen wurden , dürften auch nicht
gerade billig sein : Zwar veröffentlichten einige der Firmen die Höhe der zu
zahlenden Beträge nicht , Warner Music aber erhält beispielsweise für jeden
Upload eines Musikstücks 1,5 Cent , für jeden Download 0,33 Cent . Da muss
MP3.com seinen Umsatz noch gewaltig steigern , um angesichts solcher Zahlungen
irgendwann die Gewinnschwelle überschreiten zu können . Ob solche Steigerungen
in Zukunft aber möglich sind , muss sich zeigen : Einer der größten Werbepartner
von MP3.com , Montaigne Participations & Gestion aus Paris , hat schon neue
Vertragsbedingungen mit dem Internet-Dienstleister ausgehandelt . Mit Werbung
auf seinen Web-Seiten macht MP3.com aber immer noch den Löwenanteil seiner
Umsätze . Ob Initiativen wie der Aufbau einer eigenen Ladenkette oder das
Angebot von Hintergrundmusik für Supermärkte , Einzelhändler oder Restaurants in
absehbarer Zeit zu nennenswerten Umsätzen führen , steht noch in den Sternen .
Angesichts dieser Situation erscheint es denkbar , dass MP3.com irgendwann
versucht , den einfachsten Weg zur Erschließung neuer Einnahmensquellen zu gehen
: Schon der Chef der MP3-Tauschbörse Napster hatte schließlich in
außergerichtlichen Verhandlungen mit der Musikindustrie vorgeschlagen ,
eventuelle Lizenzgebühren an die Label durch eine monatliche Nutzungsgebühr zu
finanzieren , die die Napster-User bezahlen müssten . MobilCom will bei UMTS die
Nase vorn haben Der umtriebige MobilCom-Chef Gerhard Schmid will es der
Konkurrenz wieder einmal zeigen : Noch vor Branchenriesen wie der Deutschen
Telekom und Mannesmann/Vodafone will MobilCom schon 2002 am Start sein und das
erste Mobilfunk-Netz mit dem neuen UMTS-Standard in Betrieb nehmen . " Es gibt
zwei sehr gute Nachrichten " , verkündete Schmid am heutigen Freitag in Hamburg
. " Es wird billiger und es geht schneller . " Der schwedische Lieferant hat
sich zu hohen Vertragsstrafen verpflichtet , falls es beim Aufbau des Netzes zu
Verzögerungen kommt und beteiligt sich zudem an der Finanzierung des
Großauftrags . " Damit liegt das Investment um 30 Prozent unter der Planung " ,
sagte Schmid . Geholfen habe dem Unternehmen aus dem schleswig-holsteinischen
Büdelsdorf die Partnerschaft mit France Telecom , die hier ihre Einkaufsmacht
voll ausspielen konnte . Zum Netzstart 2002 sollen rund 20 Prozent der Deutschen
die neue Technik nutzen können , so die Planung . Für Schmid ist die
UMTS-Technik nicht eine schlichte Weiterentwicklung von Mobiltelefon und
Internet , sondern eine Revolution , auf die er sein Unternehmen voll ausrichtet
. Der Haken dabei : Bislang gibt es noch keine Anwendungen für UMTS . Gemeinsam
mit Ericsson und dem amerikanischen Netzunternehmen Cisco will MobilCom nun ein
Entwicklungszentrum einrichten . " Dort werden 50 Mitarbeiter ausschließlich an
Ideen für UMTS arbeiten " , kündigte der MobilCom-Chef an . Die UMTS-Endgeräte ,
von denen Ericsson für MobilCom bis 2002 rund 900.000 Stück bereitstellen will ,
werden nach Ansicht der beiden Firmen keine klassischen Mobiltelefone , sondern
kleine Multimedia-Terminals sein . Der Chef von Ericsson Europa , Ragnar Bäck ,
präsentierte in Hamburg einen Prototyp mit einer integrierten Kamera , deren
digitale Bilder sofort verschickt werden können . Schmid hofft nun , durch die
niedrigeren Investitionskosten schneller als geplant mit UMTS in die Gewinnzone
vorzustoßen . " Und wenn wir von den Lizenzgebühren etwas zurückbekommen , sieht
der Business-Plan noch wesentlich günstiger aus " , sagte er . Mit einer Klage
vor dem Verwaltungsgericht in Köln lässt Schmid gegenwärtig prüfen , ob die
exorbitanten Lizenzgebühren des Bundes überhaupt zu Recht kassiert wurden . Der
Ausgang dieses Verfahrens ist allerdings völlig offen und liegt noch weit in der
Zukunft . MP3-Erfinder tüftelt an " intelligenter Stereoanlage " Der
MP3-Erfinder Karlheinz Brandenburg aus Ilmenau bastelt an einer " intelligenten
" Stereoanlage . " Sie soll ein Klangbild in den Raum zaubern " , sagte der
46-jährige Träger des Deutschen Zukunftspreises 2000 am gestrigen Freitag in
einem dpa-Gespräch . Die Anlage soll mit digitaler Signalverarbeitung den Raum
ausmessen und das Wohnzimmer in einen Konzertsaal verwandeln . " Wir erzeugen
virtuelle Klangquellen " , sagte er . Damit würden mehr Lautsprecher gebraucht ,
aber sie fielen nicht mehr auf . Die Hifi-Anlage soll nach den Plänen
Brandenburgs nicht nur viel Musik speichern . " Sie hilft auch , Musik zu suchen
" , sagte der Leiter der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Elektronische
Medientechnologie . Dann soll es laut Brandenburg möglich sein , die eigene
Wunschmusik zu einer bestimmten Zeit vom lokalen Speicher der Anlage oder später
über das Internet abzurufen . " Internet und Radiosender fließen mehr und mehr
zusammen " , sagte der 46-Jährige . Die Arbeitsgruppe für Elektronische
Medientechnologie soll allerdings auch weiter an dem Thema Audiocodierung
arbeiten . Aber auch neue Techniken für die Unterhaltungselektronik stehen im
Zentrum der Arbeit . Durch raumangepasste Wiedergabe , den Einsatz von
Vielkanaltechnik und mehreren Lautsprechern wollen die Wissenschaftler einen
neuen Standard setzen : " Der Qualitätssprung wird dem Fortschritt von Mono zu
Stereo vergleichbar sein " , meinte Brandenburg . Die Musik-Piraterie sieht
Brandenburg ebenso kritisch wie die Musikindustrie . " Ich stehe auf Seiten der
Musiker , Autoren und Musikverlage " , sagte er . Ein Problem sei , dass es
Leute gebe , die selbst eine Software zur Datenumwandlung bauen . Es seien nun
aber legale günstige Angebote für die Encoder-Software auf dem Markt . " Viel
schlimmer ist , wenn Leute Musik , die ihnen nicht gehört , zum freien
Herunterladen anbieten . " Er sei sich mit der Industrie einig , dass das
zurückgehen müsse . " Die Technik ist aber auch eine Chance für die
Musikindustrie , langfristig mehr Umsatz zu machen . " Bonner Institut und IBM
kooperieren weiter bei Chip-Entwicklung Das Forschungsinstitut für diskrete
Mathematik der Universität Bonn und der Computer-Konzern IBM haben am Freitag
ihre Zusammenarbeit um weitere fünf Jahre ausgedehnt . IBM habe sich jetzt schon
entschlossen , den bestehenden Vertrag für die Jahre 2002 bis 2007 zu verlängern
, sagte Bernhard Korte , Direktor des Instituts , zu dem das so genannte
Arithmeum , eine Sammlung historischer Rechenmaschinen , gehört . Außerdem
erhielt die Einrichtung ein weiteres Exponat für ihre Sammlung : Eine mehr als
100 Jahre alte Rechenmaschine von Heinrich Esser ( 1845-1906 ) aus Aachen .
Korte erklärte , seit 1987 arbeiteten die Bonner Wissenschaftler im Chip-Design
mit den Amerikanern erfolgreich zusammen . Die Beziehung sei eher zufällig
entstanden . Inzwischen seien mehr als 100 Chips und Mikroprozessoren mit den
Methoden und Algorithmen der Bonner Mathematiker entworfen worden . Für das
wachsende Geschäft auf dem Kommunikationsmarkt sei die Zusammenarbeit mit den
deutschen Wissenschaftlern für den Konzern wichtig , erklärte Vize-Präsident
James E. Dickerson von IBM-USA . Der Vertrag sei in dieser Art für IBM
einzigartig . Den Angaben zufolge bringt die Kooperation dem Institut einen
Millionenbetrag in zweistelliger Höhe ein . Die am Freitag erstmals der
Öffentlichkeit vorgestellte Rechenmaschine von Esser gilt als die einzige und
älteste Rechenmaschine aus Nordrhein-Westfalen . Der aus Aachen stammende
Konstrukteur Heinrich Esser fertigte den Prototyp vor der Patentanmeldung . Das
bisher unbekannte Stück muss vor 1892 datiert werden . Es war kürzlich in London
aufgetaucht und konnte mit finanzieller Hilfe der Stiftung Kunst und Kultur
Nordrhein-Westfalens für die Bonner Sammlung erworben werden . Das Arithmeum war
unter dem Titel Rechnen einst und heute vor gut einem Jahr eröffnet worden .
Zugangssperren mittels BIOS-Passwort leicht zu knacken Zugangssperren mittels
BIOS-Passwort stellen keinen Schutz vor ungewünschten Fremdeingriffen dar ,
sondern wiegen Besitzer von PCs und Notebooks nur in trügerischer Sicherheit .
Mit einem BIOS-Passwort soll man moderne PCs vor unerwünschtem Zugriff von
Fremden schützen können . Erst nach Eingabe des korrekten Passworts setzt der PC
den Boot-Vorgang des Systems fort . Schutz bieten derartige Passwörter
allenfalls vor wenig versierten Anwendern oder vor Kleinkindern , die durch
Herumkrabbeln auf der Tastatur Schaden anrichten könnten . Allerdings stellen
sie manchen Anwender vor das Problem , den Rechner wieder in Gang zu bekommen ,
wenn er das Passwort vergessen hat . Gerade diese Vergesslichkeit hat dazu
geführt , dass auf zahlreichen Seiten im Internet Hilfestellungen zum Knacken
von BIOS-Passwörtern präsentiert werden , sodass die beabsichtigte Schutzwirkung
kaum noch gegeben ist . So genannte Master-Passwörter erlauben grundsätzlich den
Zugang . Oft waren die Board-Hersteller zu faul und haben das Master-Passwort
des BIOS-Herstellers übernommen . Auf verschiedenen Websites sind gängige
Master-Passwörter in ganzen Listen verzeichnet . Bei Notebooks sieht die
Situation besser aus , aber auch hier gibt es Tricks . Mit Master-Passwörtern
aber gehen die Notebook-Hersteller sehr sorgfältig um : Wer sein Passwort
vergessen hat , kann unter Vorlage von Rechnung und Lieferschein Hilfestellung
anfordern . Bei dieser trügerischen Sicherheit wirken Feature-Ankündigungen wie
" Multi-level password protection " von Award eher scherzhaft als
vertrauensweckend . teamwork auf dem Weg zur Sanierung Die Sanierung des
zahlungsunfähigen IT-Dienstleisters teamwork wird durch seine Hauptgläubiger
unterstützt . Wie der vorläufige Insolvenzverwalter der Paderborner teamwork
information management AG , Frank Kebekus , am heutigen Montag mitteilte ,
wollen die WestLB Düsseldorf und die Sparkasse Paderborn Finanzmittel
bereitstellen , um die Fortführung des Betriebes zu sichern . Das
Sanierungskonzept sehe vor , dass in- und ausländische Beteiligungen von
teamwork veräußert werden und so Geld in das angeschlagene Unternehmen fließen
kann . Zusätzlich soll ein strategischer Partner gewonnen werden . Entsprechende
Gespräche mit Interessenten seien positiv verlaufen , hieß es . Das aktuelle
operative Geschäft des Unternehmens werde in vollem Umfang fortgeführt . Nach
Angaben des Insolvenzverwalters sind bislang keine Aufträge storniert worden .
Der Paderborner IT-Dienstleister ist nach der Frankfurter Gigabell das zweite
Unternehmen , das am Neuen Markt notiert ist und in die Pleite schlitterte .
Microsoft : Jährliche Gebühr für Windows ? Bei Microsoft gibt es Überlegungen ,
künftig eine jährliche Gebühr für Windows zu erheben . Dies schlug Joachim
Kempin , Microsofts Senior Vice President für Verkäufe an Computerhersteller ,
in einem internen Memo an Bill Gates vor , das am Donnerstag während des
Anti-Trust-Verfahrens gegen Microsoft veröffentlicht wurde . Dies sei die beste
Methode auf lange Sicht , schrieb Kempin , aber keine Option , die sich vor 2001
realisieren lasse . Microsoft müßte erst eine Logistik für die Gebührenerhebung
installieren . Der Vorschlag scheint zu Funktionen in Office 2000 zu passen ,
das sich momentan in der Beta-Phase befindet . Hier ist ein
Online-Registrierungsverfahren vorgesehen , ohne das sich das Paket nicht
richtig nutzen läßt . Über solche Verfahren könnte natürlich auch eine jährliche
Gebühr realisiert werden . Vergleichbar zum Vorgehen der Mobilfunkanbieter wäre
Microsoft dann in der Lage , Windows zu Dumping-Preisen unter die Leute zu
bringen - der eigentliche Kaufpreis bestünde in der jährlichen Gebühr , womit
die wirklichen Kosten für den Einsatz von Windows kaum noch abschätzbar wären .
Die zu hohen Preise für Windows würden den Absatz des Systems gefährden und
alternative Betriebssysteme fördern . Mark Murray , Pressesprecher von Microsoft
, meinte zu dem Memo , daß der Vorschlag keine Lizensierungsmöglichkeit für die
nahe Zukunft sei . Gerichte urteilen über Domain-Namen Für Letzteres entschied
sich das Frankfurter Oberlandesgericht . Die Entscheidung der Frankfurter
Richter steht in einer langen Reihe ähnlicher Urteile , die sich mit dem so
genannten Domain-Grabbing befassen . Die Methode : Jemand lässt sich eine
Vielzahl von Domain-Namen bekannter Unternehmen registrieren , um sie dann
später an den wirklichen Inhaber Gewinn bringend zu verkaufen . Während zunächst
das Landgericht Köln der Meinung war , es würden dabei keine Kennzeichen- oder
Namensrechte der tatsächlichen Inhaber verletzt , sehen dies inzwischen die
meisten Gerichte anders . So urteilten die Landgerichte Frankfurt/Main und
München , eine Verletzung des Namensrechts liege schon darin , dass der
eigentliche Markeninhaber durch die Reservierung des Domain-Namens daran
gehindert ist , diese Adresse für sich zu nutzen . Klagen wegen einer Verletzung
des Namensrechts sind jedoch nicht nur erfolgreich , wenn der Inhaber des
Domain-Namens explizit sittenwidrig handelt . Allein die Verwendung von Namen
ohne ein berechtigtes Interesse kann nach Auffassung der Gerichte schon
rechtswidrig sein . Deutlich wurde dies zunächst in Entscheidungen zur
Verwendung von Städtenamen . So untersagte das Landgericht Mannheim die
Verwendung der Domain heidelberg.de , gefolgt vom Landgericht Lüneburg und dem
Oberlandesgericht Celle zur Domain celle.de , vom Landgericht Braunschweig zu
braunschweig.de und vom Landgericht Ansbach zu ansbach.de . Diese Rechtsprechung
setzte sich fort im Hinblick auf die Verwendung bekannter Marken als Domain-Name
. Das Oberlandesgericht München untersagte den Gebrauch der Internet-Domain
freundin.de . Betroffen war eine Partnerschaftsvermittlung , die sich die
Bezeichnung hatte registrieren lassen . Das OLG München befand , die
Verwechslung mit der gleichnamigen Zeitung sei nicht von der Hand zu weisen . In
eine ähnliche Richtung weisen Entscheidungen der Landgerichte Frankfurt/Main und
Hamburg . Die Frankfurter Richter untersagten wegen Verwechslungsgefahr die
Benutzung der Internet-Domain t-offline und das Landgericht Hamburg die
Bezeichnung d-online.de . Beide Benutzer waren in vergleichbaren Marktbereichen
wie die Telekom-Tochter T-Online tätig . Fehlt es an der Branchennähe , so das
Oberlandesgericht Frankfurt , sei eine Verwechslungsgefahr unwahrscheinlich . Im
konkreten Fall wollte eine Beteiligungsgesellschaft einen Domain-Namen nutzen ,
der mit dem Namen eines Pharmaunternehmens große Ähnlichkeit hatte . Die Klage
der Pharmafirma blieb ohne Erfolg . Dagegen urteilte das OLG Hamm strenger . Ein
Kaufmann , der als Inhaber einer Online-Agentur mit der Firmenbezeichnung " W.E.
Krupp Kommunikation " im Handelsregister eingetragen ist , hatte als Domain-Name
krupp.de registrieren lassen . Auf eine Klage der Krupp AG untersagte das OLG
dem Kaufmann , obwohl Bestandteil seines Namens und trotz Branchenferne die
weitere Verwendung dieses Domain-Namens . Umstritten bleibt zwischen den
Gerichten die Frage nach den Konsequenzen einer Namensverletzung . Während die
Landgerichte Hamburg , München und Magdeburg dem erfolgreichen Kläger nicht nur
einen Löschungsanspruch , sondern auch die Übertragung des angegriffenen
Domain-Namens auf ihn selbst zubilligten , beschränkten sich das OLG Hamm und
das OLG München darauf , den unbefugten Nutzer zur Löschung zu verurteilen . Der
in seinem Namensrecht Verletzte könne nur die " Beseitigung der Störung "
verlangen . Vodafone steigt in Japan und Irland ein Der Einstieg bei dem
drittgrößten japanischen Telekom-Konzern ergänzt die Beteiligung von 26 Prozent
an J-Phone , Japans drittplatziertem Mobilfunkkonzern und Tochter von Japan
Telecom . Vodafone verschafft sich damit eine gute Position auf den japanischen
Märkten und einen stärkeren Auftritt gegenüber NTT DoCoMo , dem dominierenden
Unternehmen in Japan . NTT DoCoMo versucht seit einiger Zeit mit einer recht
aggressiven Strategie in Europa , dem Stammmarkt von Vodafone , Fuß zu fassen .
Gleichzeitig will Vodafone aber seine Position in Europa noch weiter ausbauen .
Der britische Konzern möchte nach Berichten des Wall Street Journal Eircell
übernehmen , die Mobilfunktochter der führenden irischen Telekom-Gesellschaft
Eircom . Vodafone gab bislang keinen Kommentar zu dem Bericht ab . Mannesmann
Arcor baut Ortsnetze weiter aus Der Telekom-Konkurrent Mannesmann Arcor , dessen
Börsengang von der Muttergesellschaft Vodafone wegen Divergenzen mit der
Deutschen Bahn auf unbestimmte Zeit verschoben wurde , verstärkt sein Engagement
bei den Telefon-Ortsnetzen . Arcor übernimmt 51 Prozent der Netcom Kassel ( NCK
) , bislang vollständig im Besitz der Kasseler Verkehrs- und
Versorgungs-Gesellschaft . " Arcor setzt mit dem Kauf die Strategie der
bundesweiten Erschließung von Ortsnetzen konsequent fort " , hieß es zu der
Übernahme bei dem Telekom-Konzern . Über den Kaufpreis machten die beteiligten
Unternehmen keine Angaben . Die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH soll
weiterhin einen Anteil von 49 Prozent an der NCK halten , Arcor übernehme aber
die " unternehmerische Führung " bei dem Stadtnetzbetreiber . Das regionale Netz
der NCK werde mit dem bundesweiten Netz von Arcor verbunden . NCK betreibt in
Kassel nach Angaben des Unternehmens ein eigenes Glasfasernetz von mehr als 110
Kilometern Länge und könne damit das gesamte Kasseler Stadtgebiet und
angrenzende Gemeinden im Vorwahlgebiet 0561 versorgen . Arcor biete inzwischen
in über 50 Ortsnetzen eigene Teilnehmeranschlüsse an , erklärte ein Sprecher des
Unternehmens . Neben den Beteiligungen an Stadtnetzbetreibern in Düsseldorf und
Würzburg sei NCK die bislang dritte derartige Investition von Arcor . BSI :
Technisch kaum Handhabe gegen Napster Der Austausch rechtsextremer Musikstücke
über eine Internet-Börse wie Napster ist nach Ansicht des Bundesamtes für
Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) technisch kaum zu verhindern . "
Auch wenn ich Napster schließe , dann gibt es andere Börsen , die nach dem
gleichen Prinzip funktionieren " , sagte der Sprecher der Behörde , Michael
Dickopf , der dpa am Mittwoch . Der niedersächsische Verfassungsschutz hatte am
gestrigen Dienstag erklärt , dass Napster sich zur zentralen Plattform für den
Austausch rechtsextremer Musik entwickelt habe . Der Bertelsmann-Konzern , der
im Oktober eine strategische Allianz mit Napster eingegangen ist , verurteilte
den Missbrauch der Musikbörse . Zugleich wies die Bertelsmann eCommerce Group
darauf hin , dass beim File-Sharing von Napster jeder Nutzer für sich selbst
entscheide , welche Titel er anderen Usern zum Transfer anbiete . Die Musik im
Napster-Netzwerk sei nicht auf einem zentralen Rechner des Unternehmens
gespeichert . Der Austausch von möglicherweise rechtsextremen Musikstücken über
das Internet könne nicht auf rein nationalem Wege verhindert werden , meinte
Dickopf . Technisch lässt sich dies nach Ansicht von Programmierern von
Napster-Clients wohl realisieren : Schon während der Diskussion über die
Machbarkeit von Kontrollsystemen gegen Urheberrechtsverletzungen hatten sie
darauf hingewiesen , dass Napster im Zweifelsfall die einzelnen Musikstücke
relativ genau identifizieren könne . Bei einer Art " Selbstregulierung " der
Internet-Börsen dürften aber nationale Unterschiede kaum ein einheitliches
Vorgehen erwarten lassen . In den USA etwa sind Gesetzgeber und Gerichte
weitgehend der Ansicht , dass der Umgang mit rechtsextremer Musik oder Literatur
von der Meinungsfreiheit geschützt werde . PC-Hersteller Lintec hebt
Gewinnerwartungen an Die Lintec AG ( Taucha bei Leipzig ) erwartet für die
kommenden Jahre ein wesentlich besseres Konzernergebnis als bisher geplant .
Danach soll Lintec im kommenden Jahr ein Ergebnis von 1,75 Euro je Aktie
erwirtschaften . Für das laufende Geschäftsjahr 2000 war ein Ergebnis von 0,95
Euro pro Aktie geplant . Der Vorstand geht davon aus , dass dieses Ziel
übertroffen wird . Die neuen Planwerte für das Ergebnis je Aktie für die Jahre
2002 bis 2004 lauten 3,18 , 4,76 und 7,01 Euro . Flächendeckende Versorgung mit
Digital-TV ab 2002 Die flächendeckende Versorgung mit digitalem Fernsehen und
Telediensten wie Surfen per Kabelnetz in Deutschland erwarten die
Landesmedienanstalten bereits vom Jahr 2002 an . Als Erstes werde die Aufrüstung
des Kabelnetzes durch Privatinvestoren in Nordrhein-Westfalen erfolgt sein . Ein
Pilotprojekt soll bereits Mitte 2001 im Raum Düsseldorf abgeschlossen sein .
Eine weitgehende Versorgung werde voraussichtlich ein Jahr später in NRW
erreicht . " Im Moment sind von der Deutschen Telekom Mehrheitsanteile an
Privatinvestoren in Nordrhein-Westfalen , Baden-Württemberg und Hessen verkauft
" , sagte der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (
DLM ) , Norbert Schneider , in Düsseldorf der dpa . In einer Reihe weiterer
Länder seien die Verhandlungen schon so weit , dass es in nächster Zeit zu
Abschlüssen kommen könne . In Deutschland werde es deshalb eine zeitlich
gestaffelte Entwicklung bei der Aufrüstung der Kabelnetze geben . Die Arbeiten
würden aber sicher zügig vorangehen . Die Gesellschaften , die Milliarden in den
Netzkauf investieren , seien naturgemäß daran interessiert , so schnell wie
möglich ihr Geld wieder zu verdienen . " Dem Nutzer wird bald mehr geboten " ,
betonte Schneider . Es solle sich aber niemand täuschen . " Wer die neuen
Angebote nutzen will , muss auch mehr zahlen . " Fernsehen werde nicht so billig
bleiben wie bisher . " Es wird aber jedem frei bleiben , was er an persönlichem
Medienbudget aufwenden will . " Beim schwierigen Übergang vom analogen zum
digitalen Fernsehen wollen die Landesmedienanstalten künftig eine
Moderatorenrolle übernehmen . " Die Übergangsphase wird nicht ohne Opfer gehen "
, betonte Schneider . Beim analogen Fernsehen werde es weiterhin und verschärft
Kapazitätsprobleme geben . Eine Lösung hätten die Landesmedienanstalten nicht
anzubieten . Es funktioniere aber nicht wie beim Kabelnetz in Leipzig , wo das
Mainzer Unternehmen Primacom Vollprogramme wie VOX oder Kabel 1 einfach aus dem
analogen Netz genommen und gegen Gebühr ins digitale Kabel gestellt habe . Die
Beteiligten müssten im Interesse von Konsenslösungen viel stärker miteinander
kommunizieren , forderte Schneider . Schulden der Telekom-Firmen bereiten Cisco
Sorgen Die riesigen Schulden der Telekom-Gesellschaften , die durch die teuren
UMTS-Lizenzen und hohe Investitionskosten in den Ausbau der Netze verursacht
werden , bringen selbst Cisco ins Schleudern - zumindest besteht diese Gefahr ,
wenn man den Börsen glauben darf . Als Cisco vor wenigen Tagen gegenüber der
US-amerikanischen Finanz- und Börsenaufsicht Security and Exchange Commission (
SEC ) bekannt gab , man habe die Rückstellungen erhöht , um Ausfälle durch nicht
bezahlte Rechnungen der Telekom-Firmen ausgleichen zu können , sorgte das unter
den Anlegern für einiges Aufsehen . Das Ergebnis : Zwischenzeitlich plumpste die
Cisco-Aktie heute sogar auf ein neues 52-Wochentief von 36,50 US-Dollar . Auch
wenn sich der Kurs inzwischen wohl auf niedrigem Niveau wieder stabilisiert ,
ist er doch weit vom 52-Wochen-Hoch entfernt , das Ende März bei 82 US-Dollar
lag . Dies bedeute nun nicht , dass Cisco mit hohen finanziellen Risiken zu
rechnen habe , die das Unternehmen in Schwierigkeiten bringen könnten .
Allerdings seien sie ein Zeichen dafür , dass die Telekom-Firmen Schwierigkeiten
bei der Finanzierung ihrer Investitionen haben - und dies könne nicht nur zu
Ausfällen bei Cisco führen , sondern auch zu rückläufigen Auftragseingängen und
dem Zwang für Cisco , sich bei der Finanzierung der eigenen Umsätze mit den
Telekom-Firmen zu beteiligen . Ebenso interpretieren viele Beobachter die
schwächelnde Internet-Ökonomie als Belastung für Cisco : Schließlich macht der
Marktführer für Internet-Router einen guten Teil seiner Geschäfte mit
Internet-Providern und Service-Anbietern . Im Bemühen , die Anleger zu beruhigen
, spielt Cisco selbst am gestrigen Dienstag die Erhöhung der Rückstellungen
herunter . Sie entsprächen proportional der Zunahme der Umsätze und seien daher
nichts besonderes . Immerhin aber sind 14 Millionen oder 5 Prozent der
Rückstellungen für möglicherweise nicht bezahlte Rechnungen ; der Rest ist dafür
vorgesehen , Verluste aus Minderheitsbeteiligungen in andere Hightech-Firmen
auszugleichen . Im ersten Quartal des letzten Jahres machten die Rückstellungen
für Rechnungsausfälle noch 3,75 Prozent der gesamten Rückstellungen aus . Die
momentan in Frage stehenden Rechnungen machten weniger als 2 Prozent der
gesamten offenen Rechnungen aus , hieß es bei Cisco . Diese Aufschlüsselung der
Rückstellungen hat Cisco zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte
veröffentlicht - offensichtlich sah sich die Firma durch die Auswirkungen auf
den Aktienkurs dazu veranlasst . Die Anleger allerdings vertrauen den
beruhigenden Worten des Cisco-Managements wohl nicht so recht . Immerhin machten
schon Anfang September Berichte die Runde , dass die Hersteller von
Telekom-Equipment bald größeren Abschreibungsbedarf haben könnten . Andere
Nachrichten fördern zudem die schlechte Stimmung der Anleger gegenüber Firmen
wie Cisco : Der Netzwerk-Hersteller Foundry beispielsweise , der vor allem mit
Internet-Providern Geschäfte macht , musste bereits am gestrigen Dienstag eine
Warnung ausgeben , dass Umsatz und Gewinn im vierten Quartal nicht den
Erwartungen entsprechen würden . Damit schließt sich Foundry entsprechenden
Gewinnwarnungen etwa von Lucent an . Zudem : Immer mehr Telekom-Firmen gehen
dazu über , die Ausrüster an der Finanzierung der Investitionen in die Netze zu
beteiligen , wenn sie einen Auftrag erhalten wollen . Das strapaziert die Nerven
der Anleger offensichtlich noch weiter . Der Telekom-Regulierung stehen
Veränderungen ins Haus Zur offiziellen Verabschiedung durch den
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller am heutigen Mittwoch in Bonn gab es für
Klaus-Dieter Scheurle nur die allerbesten Noten : Schließlich hatte der erste
Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) der
Branche den Wettbewerb gebracht und den Verbrauchern günstige Telefontarife
beschert . Seit Marktöffnung 1998 bis heute fielen die Gebühren im Fernbereich
über 90 Prozent , im Mobilfunk um 40 Prozent . Eine bemerkenswerte Entwicklung ,
meinte Scheurle . Binnen kürzester Zeit öffnete sich der deutsche Telekom-Markt
weiter als jeder andere in Europa . " Am liebsten erinnere ich mich an die
Zukunft " , zitierte der scheidende Präsident den spanischen Maler Salvador Dali
und meinte damit auch die Telekommunikations- und Postmärkte . Doch mit seiner
offensiven Regulierungspolitik schaffte sich der 46-jährige Jurist nicht nur
Freunde . Vor allem die Deutsche Telekom musste durch seine Entscheidungen
bluten . Im Festnetzgeschäft verzeichnete der Ex-Monopolist durch das Eindringen
der Wettbewerber drastische Marktanteilsverluste . Sinkende Preise drückten
zudem auf Erlöse und Erträge und letztlich auf den Kurs der T-Aktie . Durch die
gegenwärtige Regulierung werde die T-Aktie erheblich belastet , sagte
Telekom-Chef Ron Sommer unlängst vor Journalisten . Er schätzt dabei den
Abschlag auf deutlich über 25 Prozent . Ein Dorn im Auge des
Vorstandsvorsitzenden ist außerdem die nach seiner Ansicht unfaire Behandlung
der Telekom in Europa : Während andere europäische Giganten ( Vodafone , British
Telecom , France Telecom ) auf deutschem Boden ein leichtes Spiel hätten , habe
die Telekom auf deren Märkten nicht die gleichen Chancen . Mit dem neuen
Regulierungschef , der am 15. Januar in Berlin gekürt werden soll und
voraussichtlich Matthias Kurth ( SPD ) heißen wird , setzt die Telekom auf einen
Kurswechsel in der Regulierungspolitik . Und dabei weiß sie die rot-grüne
Bundesregierung auf ihrer Seite . Schließlich hält der Bund mit 58 Prozent
weiterhin die Mehrheit an dem Unternehmen . Der Telekommunikationsmarkt heute
sei ein anderer als 1998 , schrieb der SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Barthel
Anfang Dezember in einem Thesenpapier . " Den Veränderungen und Erfahrungen muss
auch die Regulierungspolitik Rechnung tragen " . Die bisher betriebene
Marktöffnung solle zwar nicht zurückgedreht werden , aber eine
Akzentverschiebung sei erforderlich . Dabei geht es um Teilmärkte im Fernbereich
und um Auslandsgespräche . Sommer sieht ferner im Ortsnetz keine
marktbeherrschende Stellung der Telekom mehr , obwohl die Regulierungsbehörde
nach wie vor bei rund 97 Prozent von einem Monopol spricht . Der relevante Markt
sei heute die Telefonie insgesamt und nicht mehr das Festnetz , meint der
Telekom-Chef . In diese Richtung zielt auch Barthel mit seiner Feststellung ,
dass " das traditionelle Festnetz zunehmend durch alternative Netze und
Techniken ( Mobilfunk , Kabel ) in seiner Bedeutung relativiert wird " . Für den
wahrscheinlichen Scheurle-Nachfolger Kurth brechen keine leichten Zeiten an :
Beim Spagat zwischen den Forderungen der Telekom und ihren Wettbewerbern und dem
Druck aus Berlin geht es auch um die Glaubwürdigkeit einer Aufsichtsinstanz .
Und so wird der künftige Präsident bald Farbe bekennen müssen : Über die
Monatsmiete für den Ortsanschluss ( 25,40 DM ) beispielsweise , den die Telekom
für zu niedrig hält , steht in wenigen Monaten eine neue Entscheidung an .
Tomorrow Internet bestätigt Stellenabbau Die Tomorrow Internet AG , in der die
Verlagsgruppe Milchstrasse ihr gesamtes Internet-Angebot gebündelt hat , will "
im Redaktionsbereich Einsparpotenziale nutzen " und Stellen abbauen . Der
Stellenabbau solle ohne Entlassungen allein mit Auflösungsverträgen bewältigt
werden , sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch gegenüber dpa . Er
widersprach damit teilweise einer Meldung der Financial Times Deutschland , die
in einem Bericht von der Entlassung von 80 der 180 Mitarbeiter geschrieben hatte
. Diese Zahl sei viel zu hoch gegriffen , sagte der Sprecher . Das Unternehmen
wolle Einsparungspotenziale durch die engere Verknüpfung der Online-Redaktion
mit den klassischen Printprodukten nutzen . So solle beispielsweise eine
Zentralredaktion entstehen , in der die Kerninhalte für Online- und
Printprodukte entstehen . In der Verlagsgruppe Milchstrasse erscheinen zum
Beispiel Tomorrow , TV Spielfilm , Net-Business oder Amica . " Mit diesem
Schritt wollen wir die Seitenabrufe unserer Premium-Portale verdoppeln " ,
erklärte der Vorstandsvorsitzende Christian Hellmann . Bei den Portalen gibt es
laut FTD Probleme ; so seien die Zugriffe auf das Portal Max rückläufig . Nach
dem Bericht der Zeitung will die Firma einige der 18 Internetseiten schließen .
Tomorrow Internet wolle sich auf die Internet-Seiten konzentrieren , die eine
Anbindung an die Printwelt besäßen und für die dort geworben werden könne . Die
Börse reagierte auf die Meldung mit einem kräftigen Kursabschlag . Cisco kauft
Pirellis Abteilung für optische Netze Cisco , führender Anbieter von
Internet-Equipment , kauft die Abteilung für optische Systeme des italienischen
Mischkonzerns Pirelli . Damit zieht Cisco im Kampf um die Märkte für optische
Hochgeschwindigkeitsnetze wieder mit Nortel gleich . Der kanadische
Telecom-Konzern hatte vor wenigen Tagen Qtera gekauft , wie die nun von Cisco
übernommene Pirelli-Abteilung ein Spezialist für optische Netze auf WDM-Basis (
Wavelength Division Multiplexing ) . Im Bereich der photonischen Netzwerke
gehört die Mailänder Firma sogar zu den führenden Unternehmen . Der Chef von
Pirelli , Marco Tronchetti Provera , sieht die Vereinbarung mit Cisco auch nicht
als einfache Übernahme einer einzelnen Abteilung , sondern spricht von einer
strategischen Allianz : " Diese Übereinkunft stärkt Pirellis Wettbewerbsposition
- besonders auf dem US- , aber auch auf dem wachsenden europäischen Markt - im
Kernbereich der optischen Kabel , optischen Komponenten und optischen
Unterseesysteme , die zu den am schnellsten wachsenden Segmenten der optischen
Industrie gehören . " Cisco auf der anderen Seite schließt durch den Vertrag mit
Pirelli eine Lücke in der eigenen Angebotspalette . Während eines
Analystenmeetings Anfang Dezember , auf dem Cisco-Chef Chambers von 20 bis 25
geplanten Firmenübernahmen sprach , kommentierte Cisco-Vizepräsident Don Listwin
, man brauche WDM zwar nicht unbedingt , wolle die Technik aber gerne haben .
Durch die Übernahme der Pirelli-Abteilung erhält Cisco nun ausgereifte
WDM-Systeme . S3 : Web-Pad mit Transmeta-Prozessor Kaum hat Transmeta die
Geheimnisse um seine Crusoe-Prozessoren gelüftet , kündigt die erste Firma ein
sogenanntes Internet Appliance mit den neuen Chips an . S3 will in Kooperation
mit Transmeta ein Gerät für den Internet-Zugang bauen , mit dem auch PC-scheue
Anwender in den Genuss von Web und E-Mail kommen sollen . " Durch
Partnerschaften mit Technologie-Spitzenreitern wie Transmeta und den
Firmenübernahmen der letzten Zeit konzentriert sich S3 darauf , eine dauerhafte
Marktführerschaft in den entstehenden Wachstumsmärkten für digitales Audio ,
Heim-Vernetzung und Internet Appliances aufzubauen " , kommentierte der
Technik-Chef von S3 die Kooperation mit Transmeta . Lucent steigt bei
Netzwerkprozessoren ein Nach eigenen Angaben ist Agere einer der Marktführer bei
programmierbaren Netzwerkprozessoren . Die Übernahme durch Lucent soll in Form
von Aktien erfolgen : Netzwerkprozessoren sollen Administratoren in die Lage
versetzen , Router , Switches und ähnliche zentrale Geräte im Netz einfach mit
neuen Funktionen auszurüsten und durch Umprogrammierung an andere Umgebungen
anpassen zu können . Diese Chips werden allgemein als entscheidende Komponenten
der nächsten Generation von Netzwerkgeräten angesehen : Firmen wie Intel , IBM
oder die Siemens-Tochter Infineon haben schon vor einiger Zeit entsprechende
Prozessoren vorgestellt . Sie erhoffen sich ein glänzendes Geschäft mit diesen
Chips . Lucent konnte in diesem neuen Markt bislang noch nicht mithalten - diese
Lücke hat der Konzern nunmehr geschlossen . Dies dürfte die Börsianer freuen :
Lucent vermeidet mit der Übernahme von Agere , in einem erwarteten
Wachstumsmarkt ins Hintertreffen zu geraten . Lucent war in letzter Zeit ins
Gerede gekommen , da das Unternehmen vor allem im Bereich der optischen
Netzwerke auf Basis von WDM ( Wavelength Division Multiplexing ) mit
Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hatte . Manager von Lucent warnten die
Analysten schon vor zwei Wochen , dass die Verkäufe im ersten Quartal des
Geschäftsjahrs 2000 auf Grund dieser Probleme nicht den Erwartungen der Börse
entsprechen würden . Microsoft investiert in E-Commerce-Anbieter Darüber hinaus
unterstützt der Softwarekonzern aus Seattle VerticalNet bei Marketing und
Vertrieb über MSN und das E-Commerce-Portal bCentral für kleinere und mittlere
Unternehmen . Zu welchem Anteil Microsoft nach der Investition an VerticalNet
beteiligt ist , gaben die beiden Unternehmen nicht bekannt . VerticalNet
betreibt Web-Sites für sogenannten Business-to-Business-Handel ( B2B ) , mit dem
etwa Hersteller und Zulieferer online Angebote einholen , Lieferverträge
vereinbaren oder notwendige Produktionsdaten austauschen können . VerticalNet
betreibt dazu sogenannte Online Communities , die nach bestimmten Branchen wie
Luftfahrt , Fabrikautomation oder Lebensmittelproduktion organisiert sind . In
diesen Gemeinschaften finden interessierte Firmen der jeweiligen Branche
beispielsweise aktuelle Nachrichten , Angebote von anderen Herstellern und
Zulieferfirmen oder Jobgesuche . Für den B2B-Handel über das Internet
prognostizieren Marktstudien ein explosionsartiges Wachstum , der das Volumen
des Online-Handels mit Privatkunden bald übersteigen könnte . Clinton : Internet
für alle ! " Internet-Zugang sollte so normal und verbreitet sein wie ein
Telefon " , werde Clinton erklären . US-Offizielle betonten aber , über die
finanzielle Ausstattung des Clinton-Plans sei noch nicht entschieden : Letztes
Jahr schon verkündete Clinton , es sei ein nationales Ziel , allen Amerikanern
Zugang zum Internet zu verschaffen - und das nicht nur in Schulen und
Bibliotheken , sondern auch zu Hause . Mit dem neuen Vorschlag reagiert die
US-Regierung auch auf einen Bericht der National Telecommunications and
Information Administration , nachdem beim Internet-Zugang die Schere zwischen
farbigen und weißen Amerikanern immer weiter auseinanderklafft . Midem :
Internet macht Musiker unabhängiger von Plattenfirmen Das Internet macht Musiker
, Komponisten und Songschreiber nach Meinung von Herbie Hancock und Peter
Gabriel unabhängiger von Plattenfirmen und eröffnet ihnen eine Vielzahl neuer
Möglichkeiten . Die Interpreten können sich selbst vermarkten , direkt mit den
Fans in Kontakt treten und mit anderen Musikschaffenden im Web zusammenarbeiten
, sagte der weltbekannte Jazzer Hancock am gestrigen Samstag in seiner Rede auf
der Internet-Musik-Konferenz Midemnet in Cannes . " Sie können sogar ihre Musik
in einem Home-Studio selbst produzieren und dann selbst im Internet vertreiben "
, und bräuchten dazu keinen aufwendige CD-Produktion oder ein umfassendes
Händlernetz , erläuterte Hancock , der mit Transparent Music sein eigenes Label
besitzt . Ähnlich sieht es Genesis-Mitbegründer Peter Gabriel . " Vor allem für
alternative Musik , die keinen Massenmarkt hat , ist das Internet ideal " ,
sagte er in einem Pressegespräch am Rande der Midemnet . Der Künstler selbst sei
bei der Online-Verbreitung seiner Musik stärker gefragt . Deshalb hätten
zunächst auch mehr unabhängige Plattenfirmen , die so genannten Independents ,
mitgemacht , als Gabriel im vergangenen Jahr das Internetunternehmen OD2
gründete . Mittlerweile seien aber auch die großen Plattenfirmen , die Majors ,
mit von der Partie . OD2 stellt für Online-Händler Musik " on demand " , also
auf Abruf , im Netz zur Verfügung . Internetnutzer können sich die Dateien dann
gegen Gebühr herunterladen . Das Internet bedeute aber keineswegs das Ende für
die Plattenfirmen und des Musikbusiness so wie es heute besteht , meinte Gabriel
. " Die meisten Künstler brauchen jemanden , der sich um die geschäftlichen
Aspekte kümmert , um das Geld , die Werbung und der den kreativen Prozess
filtert und kanalisiert " , sagte der erfolgreiche Solo-Musiker . Nur wenige
könnten das allein . Dafür bräuchten sie auch weiterhin die Labels . Allerdings
käme dem Künstler in Zukunft eine wichtigere Rolle zu , meinte Gabriel . Was war
. Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die
Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und
Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Nun hat sich dieses
Feuilleton der Leute angenommen , die in Digitalien arbeiten und ihnen einen
Namen verpasst . Offensichtlich erschien Bobo zu verspielt und bar jeder
bayerischer Konotationen . Zu Ehren der SZ wollen wir es also mit den Tröpis
versuchen . Bei der ins Schlingern geratenen Beraterfirma Scient haben die
Tröpis heute schon eine besonders gute Lachnummer gelandet . Ihre
Presseerklärung führt aus : Eine hübsche Sache das , würde sie nicht in einer
Presseerklärung auftauchen , die die Entlassung von 460 Mitarbeitern verkündet .
Der ist ab heute eine ganz normale Hauskatze , die ohne diplomatische
Verwicklungen platt gefahren werden kann . Platt wie Socks nach einer
unachtsamen Überquerung der Straße vor dem Weißen Haus ist unsereiner aber
allein schon , wenn er am Computer sitzen bleibt : Auf die Menschheit
losgelassen wurde außer Socks auch eine Studie von Super RTL , die die
Surfgewohnheiten von Kindern zwischen 8 und 12 Jahren in Deutschland untersucht
. 180 Websites führten die 762 befragte Kinder an , neben Hits wie pokemon.de
allgemeine Webnamen wie www.katze.de . Dennoch ermittelten die Frager eine
Hitliste , in der Super RTL gewann : Die Technik , die solche Ergebnisse bringt
, ist in einem Nebensatz beschrieben und nennt sich " gestützte Nachfrage " .
Auf einer gedruckten Liste konnten die Kinder auf das zeigen , was sie
interessiert . Jedem Allgemeinthema von Katzen bis Pokemon wurde dabei eine
Sendung zugeordnet , die bei Super RTL läuft . So gewinnt man Umfragen und
Wahlen . Dort soll es einmal im Monat eine " Happy Night gegen Rechts " geben .
Das erinnert mich an eine Initiative , die Anfang der 80er aktiv war , sich Rock
gegen Rechts nannte und an Orten wie Eschwege im damaligen Zonenrandgebiet die
Bands rocken ließ , wenn Nazis ihre Aufmärsche abhalten wollten . Heute ist das
undenkbar , eben Ausdruck mangelnder Toleranz , wie es bei Step 21 heißt . Das
ist eine Initiative nach alter Rechtschreibung ( nix Stepp 21 ) , die
Jugendliche ausbildet , die dann als " Toleranz-Schiedsrichter " Chatrooms
überwachen sollen . Träger dieser Initiative sind Bertelsmann , DaimlerChrysler
, Siemens und das Grandhotel Esplanade . Warum fällt mir hier nur ein bekanntes
Lied der Gebrüder Engels ein ? Während sich die Frankfurter in philosophischen
Disputen mit Adorno herumschlugen , wurde in Berlin das Rauch-Haus besetzt .
Exoten aber gab es wohl auch in Frankfurt : So ändern sich die Zeiten , so
unhistorisch ist die Bundesrepublik , dass eine CDU-Vorsitzende nicht vor Scham
errötet , wenn sie , von keiner tieferen Kenntnis der bundesrepublikanischen
Geschichte nach 1945 angekränkelt , vulgärpsychologischen Unsinn gegen einen
ehemals APOlitischen und straßenkämpfenden Außenminister daherbramarbasiert .
Ton Steine Scherben als die Bobos der Rock-Musik ? Auch eine Erklärung dafür ,
dass ihre ehemalige Managerin nunmehr Vorstandschefin der Grünen ist - natürlich
als Linke , um die Ausgeglichenheit gegenüber dem Realo Kühn zu bewahren . Die
Grünen in ihrer Ausgeglichenheit erinnern inzwischen an die Proporz-Gremien des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks . Die Sendung der Grünen beschränkt sich
inzwischen wohl darauf , Bärbel Höhn als die Wilde vom Niederrhein zu
präsentieren . Auch ein passendes Motto für eine Grünen-Chefin Anfang des Jahres
2001 . Wie gut , dass Rio Reiser , ehemaliger Sänger der Scherben und
potenzieller " König von Deutschland " , das nicht mehr erleben musste . Und wir
können nur hoffen , dass wir etwas anderes nicht erleben müssen : Denn die
Töchter der Berühmtheiten aus der bewegten Zeit der Bundesrepublik scheinen so
ihre Probleme mit der Geschichte ihrer Eltern zu haben - genauso wie die
Studentenbewegten mit derjenigen ihrer Eltern . Warum auch nicht - es gibt ja
auch Fan-Clubs für Betriebssysteme und Prozessoren . Im Unterschied dazu haben
Verschwörungstheorien den Vorteil , dass ihnen etwas halbwegs Spannendes
innewohnt . Die virtuelle Welt mag ihre eigene Realität haben , sie ist aber
nicht die Realität . Manche Leute - in der realen Welt der Ökonomie auch schon
mal Bobos genannt - scheinen das zu vergessen . Das sind dieselben Leute , die
vor Margrittes Bild einer Pfeife stehen und nicht verstehen , warum der Belgier
darunter schrieb , dies sei keine Pfeife . Röhls Vorgehen jedoch ist aber immer
noch eine bessere Methode , Auswüchse eines verwirrten Geistes und Enthüllungen
über wilde Konspirationen zu verbreiten als die Bekennerschreiben ihrer Mutter ,
die ohne die Knarre , die im Hintergrund zu sehen war , niemand gelesen hätte .
Diese virtuelle Realität war allzu oft allzu real . Mir soll es recht sein : In
Rage jedenfalls , um etwas weniger abzuschweifen , scheinen sich Herbie Hancock
und Peter Gabriel zu reden . Wollen sie doch die Musiker unabhängiger von den
Labels machen - und das natürlich mit dem Allheilmittel unserer modernen Welt ,
dem Internet . Der Zaubertrank der schönen neuen Welt braucht keinen Miraculix
mehr , der mit golderner Sicheln ein paar Misteln absäbelt , der Stein der
Weisen der Post-Moderne kann auf einen Böttger verzichten , der statt Gold
immerhin noch Porzellan produzierte . Denn das Internet macht es selbst : Kein
Wunder , dass auch Hancock und Gabriel dem Internet wundersame Kräfte
zuschreiben : Das Plattenlabel von Hancock und der Music-on-Demand-Service von
Gabriel brauchen auch Leute , die sie vermarkten können . Vielleicht sollten sie
einmal mit Bertelsmann sprechen . Die suchen auch verzweifelt nach dem Internet
als Stein der Weisen , der Mist zu Gold macht . Den Misthaufen haben manche ,
die es wissen müssen , schon gefunden . Bertelsmann fand bislang nur Napster .
Was wird . In der nächsten Woche findet wieder einmal das Weltwirtschaftsforum
in Davos statt . Der Ort liegt in den Schweizer Bergen und wird schon jetzt nach
einer Meldung der Neuen Zürcher Zeitung von dem größten Schweizer Aufgebot an
Polizisten abgeschirmt , das es je gegeben hat . In seinem Buch " Der flexible
Mensch " hat Richard Sennett diesem Hofstaat der Eitelkeiten ein Denkmal gesetzt
und den " Homo Davosiensis " skizziert , den er am besten in Bill Gates
verkörpert sah ( der nächste Woche in Davos zum Thema .NET sprechen soll ) .
Allen Journalisten , die Bill Gates hören wollen , hat Microsoft zur
Vorbereitung eine nette Broschüre geschickt , den " Grundkurs Software-Lizenzen
" . Wer den Mann interviewen will , darf keinen Waibel-PC haben und muss den
Leistungskurs " Software-Lizenzen im Internet " erfolgreich bestanden haben .
Lotusphere : Webcast der Developer-Session frei verfügbar Die Session " Ask the
Developers " gehört zu den beliebtesten Veranstaltungen der Anwender- und
Entwickler-Konferenz Lotusphere , die rund um Lotus-Produkte - vor allem
Notes/Domino - veranstaltet wird . Anwendungsentwickler von Lotus und Iris
Associates stellen sich dort den Fragen der Anwender . Lotus macht diese Session
nun für jedermann als Webcast frei verfügbar . Moderiert wird die Veranstaltung
von Iris-Präsident Tim Halvorsen . Das Internet hilft Detektiven auf die Sprünge
Sherlock Holmes hätte am Internet seine helle Freude gehabt . Das machen sich
die Nachfolger des berühmten Meisterdetektivs zu Nutze . Auch das Bundesamt für
Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) hat die Möglichkeiten des Internet
erkannt und warnt vor professionellen Datendieben , die für die Industrie
spionieren - gegen Bezahlung natürlich . Oft sei noch nicht einmal der Nachweis
eines Einbruches zu führen , warnt BSI-Pressesprecher Michael Dickopf . Doch
nicht nur die Industriespionage zählt zum Aufgabengebiet von Detektiven .
Arbeitgeber beauftragen sie zum Beispiel , um Mitarbeiter während der
Arbeitszeit beobachten zu lassen . International operierende Detekteien setzen
auf elektronische Datenbanken . Die Online-Detektei Digdirt.com mit Sitz in der
US-Hauptstadt Washington bietet auch in Deutschland an , Menschen
auszuspionieren . Neben Adresse und Telefonnummer wollen die Detektive zum
Beispiel herausfinden , ob eine Person in der Vergangenheit Bankrott gegangen
ist , Ärger mit der Justiz oder einen Schuldenberg angehäuft hat . In den
Vereinigten Staaten ist das Angebot noch größer : Hat der Bewerber für den neuen
Führungsjob ein Kunstherz im Körper ? Bezahlt der geschiedene Familienvater
Unterhalt ? Hat sich der zukünftige Geschäftspartner schon einmal volltrunken
hinters Steuer gesetzt ? Ist die elektronische Datenrecherche nicht ergiebig
genug , setzt Digdirt.com unter anderem ehemalige CIA-Agenten ein . Der
Datenschutz in Deutschland sei weit strenger als in den USA . Während die
texanische Behörde für Öffentliche Sicherheit eine Online-Datenbank über
Kriminelle auf ihrer Website betreibt , ist den deutschen Behörden Ähnliches
verboten . Doch trotz des strengeren Datenschutzes in Deutschland eröffnen sich
Privatermittlern neue Perspektiven : " Hervorragend sind neben Suchmaschinen
auch Newsgroups und Chats , um an Informationen heran zu kommen " , sagt Peter
Krohn von der Ermittlungsfirma Secu-Ma im norddeutschen Uetersen . Da plaudert
ein Mitarbeiter Vertrauliches über seinen Arbeitgeber in einer Newsgroup aus ;
eine Frau erzählt in einem Chat über Kinderadoptionen von ihren Erfahrungen mit
einer speziellen Vermittlungsagentur . Doch nicht nur als Rechercheinstrument
benutzt der Privatermittler die Computertechnik . Sie hilft ihm vor allem auch
bei der Personen-Überwachung am Arbeitsplatz : Arbeitgeber wollen durch die
Ermittlungen erfahren , wie viel Zeit ihre Mitarbeiter mit Computerspielen oder
Internet-Shopping verbringen anstatt zu arbeiten . Arglosigkeit erleichtert das
Geschäft der Detektive . Viele Anwender würden bereitwillig Informationen über
sich herausgeben , zum Beispiel bei der Einrichtung eines Freemail-Accounts , so
Sicherheitsexperte Altmann : " Diese Daten werden dann oft weiterverkauft . " In
den Vereinigten Staaten lande er sogar noch mehr Treffer : " In den USA haben
wir eine fast 100-prozentige Erfolgsquote bei der Personenrecherche . " Davon
hätte selbst Sherlock Holmes geträumt . Midem : " Musikindustrie hat das
Internet gezähmt " Das Zusammenspiel von Musikindustrie und Online-Unternehmen
ist eines der beherrschenden Themen auf der diesjährigen Musikmesse Midem in
Cannes . Zum Auftakt des weltgrößten Branchentreffs sei eine Tendenz ganz
deutlich , sagte Midem-Direktorin Dominique Leguern am heutigen Sonntag : " Die
Industrie hat das Internet mittlerweile gezähmt " , man stehe
Online-Musikpiraterie und illegalem Musik-Austausch nicht mehr so hilflos
gegenüber wie im vergangenen Jahr . " Nun muss man zusehen , wie man Geld damit
verdienen kann " , meinte Leguern laut dpa . Plattenfirmen und Produzenten
hätten erkannt , dass das Internet mehr Chancen als Risiken für den Musikmarkt
biete . Dies zeige sich auch daran , dass der Musikriese Bertelsmann nun mit der
ungeliebten Tauschbörse Napster zusammenarbeite und der einstige Branchenfeind
Nummer eins , der Online-Musik-Dienst MP3.com , mittlerweile ein respektierter
Partner der Plattenindustrie sei . Das frühere Enfant Terrible Michael Robertson
, Gründer von MP3.com , durfte dann auch eine Rede auf der Midemnet halten und
machte der Industrie Hoffnung , dass man den Musikfans bald eine Art weltweit
verfügbaren " Kühlschrank für Musik " zur Verfügung stellen könne - natürlich
gegen Zahlung von Gebühren , wie sie MP3.com inzwischen auch für seinen Dienst
My.MP3.com erhebt . Nicht ganz so begeistert dürften zumindest die großen Labels
, vor allem die fünf Majors , über die Ansichten einiger Musiker gewesen sein :
Das Internet macht Musiker , Komponisten und Songschreiber nach Meinung etwa von
Herbie Hancock und Peter Gabriel unabhängiger von Plattenfirmen und eröffnet
ihnen eine Vielzahl neuer Möglichkeiten . Den eintägigen Internet-Musik-Kongress
Midemnet , der am gestrigen Samstag stattfand , bezeichnete Leguern insgesamt
als " vollen Erfolg " . " Die einen haben den Inhalt , die anderen die
Technologie . " Die Experten auf der Midemnet versprachen den Musikfans eine
schöne neue Welt des globalen Zugriffs auf die eigenen Lieblingssongs per
Knopfdruck . Internet , Handys , Mini-Computer und Musik werden nach ihrer
Meinung künftig zusammenwachsen und eine Einheit bilden . Auf der fünftägigen
Midem , zu der mehr als 10.000 Fachbesucher erwartet werden , dreht sich aber
nicht alles um das Internet . Ein Schwerpunkt liegt auf französischer Musik ,
die in den vergangenen drei Jahren auch im Ausland sehr erfolgreich gewesen sei
, sagte Leguern . Auch der elektronischen Musik ist wieder ein eigener Bereich
gewidmet . In Konferenzen und Diskussionsforen diskutieren Experten zudem über
Aspekte des Urheberrechts , neue Geschäftsmodelle und technische Entwicklungen .
Zahlreiche Künstler geben Live-Konzerte und stellen ihre neuen Alben vor .
Insgesamt nehmen mehr als 4.000 Unternehmen und Organisationen an der 35. Midem
teil ; aus Deutschland sind mehr als 350 Firmen und Musiker dabei . Bei der
Verleihung der NRJ Music Awards wurden nicht nur Madonna , die US-Sängerin
Anstacia , der Techno-Musiker Moby und die irsche Band The Corrs ausgezeichnet .
Auch die beste Musik-Website wurde prämiert : Dieser Award ging an den
französischen Teenie-Star Alizee . Den Preis für den besten Web-Auftritt eines
Musikevents erhielt das Berliner Technospektakel Love Parade . Lotus gibt
Sametime 2.0 frei Lotus hat die Version 2.0 der Instant-Messaging- und
Konferenz-Software Sametime veröffentlicht . Zugleich änderte die IBM-Tochter
das Lizenzierungsmodell . Anders als bei Sametime 1.5 berechnet Lotus keine
Lizenzen mehr für die Sametime-Server ; die Client-Lizenz kostet in USA nun 29
US-Dollar . Gegenüber der Vorgängerversion bietet Sametime 2.0 einige Neuerungen
: Darüber hinaus arbeitet Sametime 2.0 mit dem MeetingPlace-Server von Latitude
Communications zusammen , der für Telefonkonferenzen genutzt wird . Ein neues
Administrationstool mit erweiterten Monitor- und Log-Funktionen ermöglicht die
Einstellung der Übertragungsgeschwindigkeit der Audio/Video-Services für Modem-
oder LAN-Verbindungen . Auch die Anzahl der gleichzeitgen Benutzer für
Audio/Video-Konferenzen lässt sich hier begrenzen . Eine 45-Tage-Testversion von
Lotus Sametime 2.0 steht kostenlos zum Download zur Verfügung . Bugfix für
Domino-Sicherheitsloch lässt auf sich warten Am 9. Januar hatte Katherine
Spanbauer von Lotus Development auf der Iris-Webseite Notes.Net das als " Domino
Server Directory Traversal Vulnerability " bezeichnete Sicherheitsloch in einer
offiziellen Stellungnahme bestätigt ( siehe dazu den Bericht auf heise online )
. Den angegebenen Workaround für Domino-Server , die auch als Web-Server aktiv
sind , änderte Lotus allerdings noch einmal ab . Der aktuelle Stand hat sich
seit dem 11. Januar auf der Lotus-Webseite nicht mehr geändert . In einem
internen Dokument hatte Spanbauer den 13. Januar als Bereitstellungstermin für
einen Fix angekündigt . Auf der Lotusphere war zu erfahren , dass sich der Fix
nochmals um eine Woche verschieben wird , da die Lotus-Tochter Iris Associates
einen kompletten Regressionstest fährt . Spanbauer erwartet , dass alle Kunden
möglichst schnell auf das Release 5.0.6a umstellen werden . Der Fehler betrifft
nur die Domino-Version 5.x . Auch wenn Lotus keine Einschränkungen bezüglich der
Betriebssysteme macht , ließ sich das Sicherheitsloch bisher nur auf
Windows-Plattformen nachstellen . Abweichend von der Lotus-Empfehlung , alle
URLs mit dem Muster *..* zum Beispiel auf die Startadresse umzuleiten ,
empfehlen einige Anwender , stattdessen für alle Directories */.NSF/* , */.NS4/*
und */.BOX/* eine File Protection einzurichten , da das Muster *..* in einigen
Webanwendungen vorkommt . Der aktuelle Stand des Fixes ist jederzeit unter der
SPR-Nummer KSPR4SPQ5S in der Notes/Domino Fix List Database auf Notes.Net
einzusehen . Infineon-Börsengang läuft an - mit Hürden Heute beginnt die
Zeichnungsphase von Aktien für den Börsengang von Infineon , der ehemaligen
Halbleiter-Abteilung des Siemens-Konzerns . Der Ausgabepreis liegt zwischen 29
und 35 Euro ; Aber offensichtlich suchen zu viele potenzielle Anleger nach
diesen Informationen auf den Internet-Seiten von Infineon und der Deutschen Bank
. Denn infineon.de ist zurzeit überhaupt nicht zu erreichen ; über investor
information auf infineon.com erhält man momentan nur die lapidare Fehlermeldung
, der Server sei nicht erreichbar . Kurze Zeit zuvor offenbarte sich sogar eine
Nachlässigkeit in der php-Programmierung , da der Server nur noch eine
Fehlermeldung ausgab . Auf die Informationen dort unter
Marktinformationen/Neuemissonen/Infineon kann man zurzeit ebenfalls praktisch
nicht zugreifen . Es scheint , dass sich selbst so genannte " Global Player "
auf die Zeiten der Internet-Ökonomie erst noch einstellen müssen . Die Deutsche
Bank hat zwar gerade große Pläne für Finanzdienste im Internet vorgestellt -
will das Institut sich damit aber als E-Commerce-Bank profilieren , sollten
Schwächen wie beim Infineon-Börsengang nicht passieren . Intel steigt bei
Infineon ein Gleichzeitig mit dem Beginn der Zeichnungsfrist für die
Infineon-Aktien gibt es Neuigkeiten , die potenzielle Anleger freuen dürften :
Die ehemalige Halbleiter-Abteilung von Siemens teilte heute mit , dass sich
parallel zur ersten Börsennotierung des Unternehmens Mitte März auch Intel an
Infineon beteiligen wird . Außerdem wollen die beiden Firmen bei der Produktion
von Speicher-Chips zusammenarbeiten . ARtem bringt Funk-LANs und Telefone
zusammen In Halle 11 , Stand E06 und Halle 19 , Stand C50 präsentiert ARtem als
zentrale Schaltstelle den Onair C-Point . Er ist Mittelpunkt des Funknetzes und
stellt gleichzeitig die Verbindung zum Ethernet ( 10 und 100 MBit/s ) und zum
öffentlichen Telefonnetz her . Als Funk-LAN-Standard baut das Gerät bislang auf
IEEE 802.11 HR mit einer Datenrate von 11 MBit/s . Für die Zukunft sind auch
Bluetooth und die SWAP-Spezifikation des HomeRF-Konsortiums geplant ; ein Update
des C-Point soll problemlos möglich sein . Für Sprachübertragung im Funknetz
kommt Voice-over-IP zum Einsatz ; der C-Point ist für die Umsetzung zwischen
entsprechenden Telefonen und dem öffentlichen Telefonnetz zuständig . Normale
ISDN-Komforttelefone sollen sich aber parallel ebenfalls einsetzen lassen .
Schröder : Spitzenplatz für Deutschland im digitalen Zeitalter Bundeskanzler
Gerhard Schröder erklärt in einem Beitrag anlässlich der CeBIT 2000 , er wolle
Deutschland einen Spitzenplatz im digitalen Zeitalter sichern . Allerdings zähle
Deutschland bislang bei der Anwendung der neuen Medien im internationalen
Vergleich nicht zur Spitzengruppe . Um das zu ändern , verfolgt die
Bundesregierung ehrgeizige Ziele . " Niemand darf von der Wissensgesellschaft
ausgeschlossen bleiben , nur weil er keine Chance hatte , sich die nötigen
Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen " , schreibt Schröder . Den vollständigen
Beitrag von Bundeskanzler Schröder zur CeBIT 2000 bringt heise online am
morgigen Dienstag im Rahmen des Newsticker und des CeBIT-Special . Windows 2000
schlägt AIX und Solaris Die ersten beiden Plätze der Top Ten des
TPC-C-Benchmarks nehmen zwei Compaq-Proliant-Cluster unter Windows 2000 ein .
Sie waren mit Pentium-III-Xeon-Prozessoren ( 550 MHz ) ausgestattet ; auf Platz
1 liegt ein Cluster mit insgesamt 96 Prozessoren ( 227.079 tpmC ) , der
zweitplazierte Compaq-Cluster arbeitete mit 64 Prozessoren ( 152.207 tpmC ) . An
dritter Stelle steht ein IBM-System ( RS 6000 Enterprise Server S80 ) mit 24
PowerPC-Prozessoren ( 450 MHz ) , das nicht als Cluster aufgebaut war ( 135.815
tpmC ) . Erst an fünfter Stelle liegt der erste Sun-Rechner mit 135.461 tpmC :
Ein Enterprise 6500 Cluster mit insgesamt 96 Ultra-SPARC-II-Prozessoren ( 400
MHz ) . Selbst vom Preis/Leistungs-Verhältnis her sind die Compaq-Systeme unter
Windows 2000 nach dieser Hitliste nicht zu schlagen : Der Compaq-Cluster mit 96
Prozessoren kostet 19,12 US-Dollar pro tpmC , der beste Sun-Cluster dagegen
97,10 US-Dollar pro tpmC . IBMs RS 6000 dagegen schlägt mit 52,70 US-Dollar pro
tpmC zu Buche . Das TPC ist eine nicht-kommerzielle Organisation , die
Transaktions- und Datenbank-Benchmarks definiert , die objektive , nachprüfbare
und vergleichbare Resultate ergeben sollen . Die Ergebnisse von TPC-C-Benchmarks
sind für das Konsortium nur gültig , wenn der Ablauf des Benchmarks von einem
zertifizierten TPC-Auditor anerkannt wurde . Napster geht in die Offensive und
macht der Musikindustrie einen Vorschlag zur Lizenzierung von Songs , die über
den Dienst getauscht werden . Vertreter von Napster und des Partners Bertelsmann
kündigten entsprechende Pläne in San Francisco an . Der Betrag soll dabei
zwischen den Majors und den kleineren Labels und Independents aufgeteilt werden
: Als Ausgleich für diese Zahlungen erwarten Bertelsmann und Napster , dass die
Musikindustrie nicht weiter gegen Napster vorgeht und ihre Klagen zurückzieht .
Um die Lizenzabgaben an die Musikindustrie zu finanzieren , kündigte Napster
schon vor einiger Zeit an , noch diesen Sommer ein kostenpflichtiges
Abonnement-Modell einzuführen . Nun verkündete der Dienst auch die vorgesehenen
Gebühren , die User zahlen sollen . Zwar sei die endgültige Entscheidung noch
nicht getroffen , aber es werde wohl eine Basic und eine Premium Membership
geben . Die Basis-Mitgliedschaft könnte zwischen 2,95 und 4,95 US-Dollar pro
Monat kosten ; dabei würde dann die Anzahl der Songs beschränkt , die jeden
Monat getauscht werden könnten . Premium-Mitglieder müssten zwischen 5,95 und
9,95 US-Dollar im Monat zahlen ; dafür erhielten sie dann das Recht , eine
unbegrenzte Zahl von Songs über Napster zu tauschen . Für solche
unterschiedliche Abo-Dienste und zugehörige Einschränkungen der Nutzung wird
Napster wohl das neue Management-System der Bertelsmann-Tochter Digital World
Service einsetzen , dass Up- und Downloads einzelner User kontrollieren und die
Möglichkeiten beschränken kann , was Napster-Mitglieder mit getauschten Songs
anstellen können . Die Zahl der Internet-Nutzer , die gegenwärtig einen Account
bei Napster haben , gab die Tauschbörse mit 61 Millionen an . " Dieser
Gemeinschaft sollte es erlaubt werden , zusammen zu bleiben " , sagte
Napster-Chef Hank Barry . " Wir sollten uns zusammensetzten und die Sache
erledigen " , forderte er die Musikindustrie auf . Nach Ansicht des Diensts sei
eine Mehrheit der User bereit , für die Nutzung der Tauschbörse auch zu zahlen .
Man werde dies aber erst sicher wissen , wenn man den kostenpflichtigen Dienst
gestartet habe . Siehe dazu auch : Die Milliardenwette der Musiktauschbörse .
Die Computer-Industrie steckt in der Sinnkrise Personalcomputer arbeiten immer
schneller , haben immer mehr Speicher und glänzen mit leistungsstarken
Grafikkarten und Soundsystemen . In den PCs von heute stecken Chips , die vor
kurzem noch unter internationale Kriegswaffen-Kontroll-Bestimmungen fielen .
Doch trotz aller technischen Fortschritte fasziniert der Personalcomputer immer
größere Teile der Kundschaft nicht mehr . " Der PC , der die digitale Revolution
in den vergangenen 24 Jahren getragen hat , hat sich in etwas Langweiliges
verwandelt " , meint der einflussreiche Kolumnist des " Wall Street Journal " ,
Walter S. Mossberg , stellvertretend für viele Computer-Besitzer . Die auf
ständig hohe Wachstumsraten angewiesene Computer-Industrie steckt in einer
Sinnkrise . " Wenn wir uns das traditionelle PC-Geschäft anschauen , sehen wir
nur noch langsames Wachstum . " Diese Einschätzung schlägt sich auch in den
aktuellen Marktzahlen nieder : Der Absatz von Personalcomputern in Deutschland
stieg nach Angaben des Forschungsinstituts Dataquest im vierten Quartal 2000
lediglich um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr . Selbst die legendären
PC-Verkaufsaktionen der Lebensmittelkette Aldi , bei denen sich früher die
Kunden um einzelne Rechner geprügelt hatten , laufen inzwischen ganz geregelt ab
, und die Pakete sind nicht mehr automatisch nach wenigen Stunden ausverkauft .
Obwohl neue Leistungsmerkmale von Programm-Paketen die PC-Besitzer nicht mehr
automatisch zum Umstieg auf neue Systeme bewegen können , hofft Michael Dell ,
Chef des PC-Herstellers Dell , auf die Dynamik des Software-Marktes . Er glaubt
, dass das neue Betriebssystem Windows 2000 von Microsoft sowie das
Nachfolge-System XP auch den Verkauf neuer Hardware ankurbeln wird .
Gleichzeitig vertraut Dell auf neue drahtlose Netzwerk-Technologien : " Diese
Technik wird ein Katalysator sein , der die Leute zum Umstieg vom fest
installierten Computer auf mobile Computer bewegen wird . " Dells Konkurrent
Capellas von Compaq hofft darauf , die Schwächen im PC-Markt durch neue
Handheld-Computer mehr als ausgleichen zu können . " Das Geschäft mit Geräten
wie unserem Taschencomputer iPaq ist ganz heiß . " Hersteller wie Apple Computer
oder Sony zählen dagegen auf die neue Rolle des Personal Computers als Zentrum
der heimischen Multimedia-Landschaft . Apple-Chef Steve Jobs hatte auf der
Fachmesse Macworld Expo sogar eine " Neue Goldene Ära " der PC-Industrie
verkündet . Im Mittelpunkt dieses Szenarios stehen nicht mehr immer größere
Software-Pakete für Textverarbeitung , Tabellenkalkulation oder
Internet-Recherchen . Mit dem neuen Multimedia-PC sollen die User ihre
Urlaubsvideos digital bearbeiten , Musikstücke aus dem Internet herunterladen
und sich ihre Lieblingstitel zu persönlichen CDs zusammenstellen . Der PC des
neuen Zeitalters werde neue multimediale Nutzungsformen fest in den Alltag der
Anwender integrieren . Bleibt abzuwarten , ob die Anwender da auch mitziehen .
Mobilcom habe entgegen mehrfacher Zusage nur einen kleinen Teil der ursprünglich
bestellten 100.000 Settop-Boxen abgenommen . Dadurch sei der Eindruck entstanden
, Infomatec mache falsche Angaben über seine Aufträge . Der daraus resultierende
Schaden für Infomatec sei kaum ersetzbar . " Zumindest für den nachweisbaren
materiellen Schaden soll Mobilcom nun aufkommen " , teilte Infomatec mit . Im
Gegenzug wolle die Mobilcom Infomatec ebenfalls wegen der Probleme bei der
Lieferung der Settop-Boxen auf Schadensersatz verklagen . Dies sei auch die
vereinbarte Mindestabnahme gewesen ; Mobilcom-Sprecher erklärten im August
vergangenen Jahres , ein Kauf weiterer Settop-Boxen sei zwar nicht
ausgeschlossen , aber zum damaligen Zeitpunkt auch nicht geplant . Die
angeschlagene Infomatec musste in den letzten Monaten merhmals ihre Umsatz- und
Gewinnprognosen nach unten korrigieren . Zwei Infomatec-Chefs sind wegen der
Betrugsvorwürfe seit Monaten in Haft . France Telecom gibt Sprint-Anteile
ebenfalls ab Nach der Deutschen Telekom hat auch France Telecom am heutigen
Mittwoch in Paris angekündigt , ihre Anteile an dem US-Telefonkonzern Sprint
verkaufen zu wollen . Das öffentliche Angebot solle noch im laufenden Quartal
erfolgen . Nach den Angaben des französischen Telekommunikationskonzerns hält
France Telecom 9,9 Prozent der ausgegebenen Sprint-Aktien . Wie auch die
Deutsche Telekom meinte France Telecom , die vorbereitete Transaktion sei Teil
des angekündigten Plans , strategisch nicht wichtige Werte abzugeben , um
Schulden in erheblichem Maße abzubauen . Die Beteiligungen des deutschen und des
französischen Konzerns an Sprint waren im Zug der Bildung des Konsortiums Global
One entstanden , mit der die drei Partner in die internationalen Märkte
einsteigen wollten . Anfang vergangenen Jahres übernahmen die Franzosen Global
One komplett , nachdem sich Deutsche Telekom und France Telecom zerstritten
hatten . Auch die Überkreuzbeteiligung von Deutscher Telekom und France Telecom
wurde aufgelöst . Lycos Europe tief in den roten Zahlen Grund sei " die
Markteinführung neuer Produkte " gewesen , erklärt der Internet-Anbieter die
tiefroten Zahlen . Lycos wolle jedoch im Geschäftsjahr 2003/2004 in die
Gewinnzone kommen . An Lycos Europe ist der Medienkonzern Bertelsmann mit rund
27 Prozent beteiligt . Im ersten Quartal konnte der Internet-Anbieter sogar noch
auf sinkende Verluste verweisen . Lycos wolle sich künftig geographisch weiter
ausbreiten sowie neue Marken , Dienstleistungen und Produkte entwickeln und
einführen , hieß es . Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben seine
Attraktivität für Werbetreibende und Geschäftspartner für den elektronischen
Handel deutlich erhöht . Bis Dezember 2000 sei die Zahl der monatlichen
Seitenabrufe auf 1,5 Milliarden gestiegen . Damit sei Lycos europäischer
Marktführer . EU-Polizeibehörde baut an neuem Informationssystem Auftragnehmer
sind die französische EADS-Tochter EADS Sycomore ( Matra Systems ) , die
italienische Datamat sowie Sail Labs Deutschland . Europolis soll zum 1. Januar
2002 in einer ersten Version betriebsbereit sein . Die IT-Abteilung von Europol
wird nach eigenen Angaben noch in diesem Jahr auf 34 Angestellte aufgestockt .
Zurzeit gibt es 250 Anwender im Europol-Hauptquartier sowie direkte und
indirekte Nutzer in den nationalen Europol-Einheiten der 15 Mitgliedstaaten .
Das Europol-System ist mit einer sicheren VPN-Verbindung mit den Systemen der
Mitgliedstaaten verbunden . Auch damals erhielt Matra Systemes & Information den
Auftrag . Sail Labs und Datamat waren Auftragnehmer von Matra Systemes &
Information . Die Tochter der französischen Aerospatiale Matra ging allerdings
im Frühjahr 2000 in einer Fusion ihrer Mutter mit der deutschen Daimler-Chrysler
Aerospace ( Dasa ) und der spanischen CASA in der EADS auf . EADS war einer der
größten Börsengänge des Jahres 2000 und ist heute das drittgrößte Luft- ,
Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen der Welt . Auch in der zweiten Etappe
haben im Prinzip dieselben Auftragnehmer den hoch dotierten Auftrag erhalten .
Während Matra beziehungsweise EADS Sycomore Systemintegrator ist , bringt
Datamat " sein Know-How hinsichtlich des Datenbanksystems " ein . Sail Labs
sorgt für die automatische Übersetzung zwischen den 11 Sprachen der
EU-Mitgliedstaaten . Dabei werden die Anfragen der Polizeibeamten an das System
wie die entsprechenden Antworten in Echzeit übersetzt . Sail Labs und Datamat
waren neben der Firma Poly/Genesys zuvor Anbieter im EU-Projekt SENSUS , in dem
ein multilinguales Informationssystem entwickelt wurde . Projektkoordinator für
SENSUS war der BND-Agent Stephan Bodenkamp , der schließlich wegen
Vertragsfälschung im Dezember 2000 vom Amtsgericht München zu einer Geldstrafe
verurteilt worden war . Nutzer bei SENSUS war Europol . Peer van Driesten , der
Chef von Sail Labs , erklärte gegenüber c't , dass Europolis jedoch " mit den
Dingen , die wir im SENSUS-Projekt gemacht haben , technologisch nichts zu tun "
habe . 3Com will gesundschrumpfen 3Com gibt sein bisheriges Geschäft mit Modems
und High-End-Geräten für LANs und WANs auf . In den letzten Tagen war unter
Börsianern schon heftig über anstehende Umorganisationen bei 3Com spekuliert
worden : Hinter dieser Formulierung steckt zum einen der Verkauf des Geschäfts
mit analogen Modems , in deren Besitz der Konzern 1997 durch die Übernahme des
Traditionsunternehmens US Robotics gekommen war . Zum anderen stellt 3Com die
Herstellung von LAN- und WAN-Lösungen für größere Unternehmen komplett ein . Für
das gesamte Modem-Geschäft gründet 3Com mit Accton und NatSteel Electronics eine
neue Firma , die dann alle analogen Modems und Modem-Karten von 3Com übernimmt .
Die High-End-Switches der CoreBuilder-Linie werden zum letzten Mal am 30. Juni
ausgeliefert . Eine Partnerschaft mit Extreme Networks soll dafür sorgen , dass
3Com-Kunden auch weiterhin mit entsprechenden Geräten beliefert werden können .
Support für die Switches will 3Com aber weiterhin leisten . Nach eigenen
Aussagen will sich 3Com in Zukunft auf drei Bereiche konzentrieren : das
Endkundengeschäft , Netzwerklösungen für kleinere und mittlere Firmen sowie
Angebote für Service-Provider . Auf der technischen Seite bedeutet das für 3Com
, zukünftig vor allem mit IP-Telefonie , Lösungen für Breitband-Zugänge wie
Kabelmodems und DSL , drahtlosen Zugangsmöglichkeiten und Geräten für
Web-Anbieter Geld verdienen zu wollen . Einige Kooperationen sollen dem
Unternehmen zu einem besseren Stand beispielsweise bei Service-Providern
verhelfen . Mit F5 Networks , Inktomi und SonicWall hat 3Com Vereinbarungen
geschlossen , um die SuperStack-Router mit Load-Balancing für Web-Server ,
Web-Caching und Firewalls aufzurüsten . Und Symbol , der Spezialist für
Funk-Netze , will 3Coms IP-Telefonie in die eigenen drahtlosen Telefone
integrieren . Vertreter von 3Com Deutschland erklärten gegenüber c't , dass die
Firma LAN-Produkte wie Netzwerkkarten und Switches sowie Hubs für kleinere und
mittlere Firmen beibehält . Die Aufgabe der analogen Modems sei ein logischer
Schritt , da auf lange Sichte dieses Geschäft nicht mehr profitabel zu betreiben
gewesen sei . Und mit Geräten wie den CoreBuilder- und PathBuilder-Produkten hat
3Com in den letzten Jahren gegenüber Firmen wie Cisco , Nortel oder Lucent
sowieso kaum einen Stich gemacht . Die Restrukturierung wird von massiven
Stellenkürzungen begleitet . Insgesamt 3.000 Arbeitsplätze sollen bei 3Com
wegfallen . Rund 1.000 Angestellte werden entlassen , 2.000 Mitarbeiter sollen
in die ausgelagerten Bereiche wechseln , erklärte Bruce Claflin , Präsident und
Chief Operating Office von 3Com . Die Börse sieht die Schritte von 3Com
offensichtlich positiv . Im nachbörslichen Handel stiegen die Aktien des
Unternehmens um 1,38 US-Dollar auf knapp 70 US-Dollar . Zuvor schon konnten die
3Com-Papiere einen Gewinn von über 9 US-Dollar verbuchen und erreichte
angesichts der Gerüchte über die bevorstehende Umorganisation zwischenzeitlich
sogar einen Kurs von über 73 US-Dollar . Dies ist zwar noch weit vom letzten
Höchststand des Papiers von über 119 US-Dollar entfernt - diesen Kurs erreichte
die Aktie allerdings Anfang März , als 3Com die PDA-Abteilung Palm Computing an
die Börse brachte . Ciscos Übernahme von Aironet , dem Spezialisten für
drahtlose LANs , zeigt erste Ergebnisse : Ab dem 27. März will der Marktführer
bei Internet-Routern seinen Eintritt in den Markt der drahtlosen Netze mit einer
neuen Geräte-Serie zelebrieren . Das Funk-LAN , Cisco Aironet 340 getauft ,
arbeitet mit Direct Sequence Spread Spectrum ( DSSS ) und einer Datenrate von 11
MBit/s . Die 340-Serie soll vollständig mit IEEE 802.11b , dem offiziellen
Standard für Funknetze mit 11 MBit/s , kompatibel sein . Cisco Aironet 340 ist
nach Aussagen des Herstellers vor allem für kleinere und mittlere Firmen sowie
für Großunternehmen gedacht . Neben Adapter-Karten für den ISA- und PCI-Bus
sowie PC-Cards für Notebooks gibt es einen Access Point , um das Funknetz an ein
drahtgebundenes Ethernet anzuschließen und die Größe der Funkzelle und damit die
Reichweite des Netzes zu erhöhen . Außerdem will Cisco eine Wireless Bridge
liefern , die zur Kopplung von LANs über Gebäudegrenzen hinweg eingesetzt werden
kann . Die Adapter-Karten sollen mit Treibern für Windows 9x , NT , Windows 2000
und NetWare geliefert werden . Die Verwaltung des Funknetzes ermöglicht entweder
eine Web-basierte Anwendung oder die Integration in ein Managementsystem mittels
SNMP . Die Preise liegen in den USA zwischen 249 US-Dollar für die PC-Card ,
1299 US-Dollar für den Access Point und 1949 US-Dollar für die Wireless Bridge .
Die Preise für die deutsche Version der Geräte stehen noch nicht fest ;
vorgestellt wird die 340-Serie laut Cisco Deutschland hier zu Lande
voraussichtlich Mitte bis Ende April 2000 . Später in diesem Jahr will Cisco
dann auch ein Funk-LAN für Privatanwender vorstellen . Details zu diesem Produkt
und zum Verfügbarkeitstermin wollte die Firma bislang aber nicht bekannt geben .
Mit den drahtlosen Netze für Firmen ebenso wie für Endanwender möchte Cisco
jedenfalls von einem schnell wachsenden Markt profitieren : Das real erzielte
Wachstum in diesem Markt hängt laut Cisco allerdings von verschiedenen Faktoren
ab , wobei die Firma vor allem die Etablierung hoher Datenraten und sinkende
Kosten für die Hardware als entscheidend ansieht . Nortel stärkt Abteilung für
optische Netze Die optischen Netze boomen und die Marktführer sind weiter auf
Einkaufsbummel : Der Hersteller von Lasereinheiten und optischen Komponenten ist
Spezialist für VCSEL ( vertical cavity surface-emitting laser ) . Die Technik
dient dazu , möglichst viele Lasereinheiten in möglichst kompakter Form auf
einem Substrat unterzubringen . Außerdem baut CorTek Micro-Spiegel-Systeme und
andere Komponenten , die auf micro-elektromechanischer Basis funktionieren . Sie
sollen beispielsweise eingesetzt werden , um die Wellenlänge des von einem Laser
ausgesandten Lichts zu ändern - unter anderem , um in optischen Routern eine
Wellenlängenkonversion in Echtzeit durchführen zu können . CoreTek ergänzt damit
den jüngsten Einkauf von Nortel , Xros . Die Firma ist auf so genannte optische
Cross-Connects spezialisiert . Diese Geräte sollen über Micro-Spiegel die
Weiterleitung von Transitverker in den zentralen Vermittlungsstellen eines
optischen Netzes mit der gleichen Datenrate ermöglichen , die auch die
Verbindungsstrecken benutzen . Regierungsprogramm gegen Computer-Kriminalität
gefordert Im Kampf gegen die Computerkriminalität in Deutschland hat die
Bundesregierung nach Ansicht des Branchenverbandes BITKOM zu lange tatenlos
zugesehen . Die Kriminalitätsabwehr sei Staatsaufgabe , sagte der Vizepräsident
des Verbandes , Willi Berchtold , vor Beginn der weltgrößten Computermesse CeBIT
in einem Gespräch mit dpa . Er forderte ein staatliches Sicherheitsprogramm im
Umfang von 100-Millionen-Mark . Auf die Gefahren durch zerstörerische
Computerviren und die Internet-Kriminalität sind viele deutsche Unternehmen nach
Ansicht von Berchtold noch immer schlechter vorbereitet als seinerzeit auf das
Jahr-2000-Problem . " Wenn ein Virus die deutschen Unternehmen nur für einen Tag
lahm legt , ist das ein Milliardenschaden für die Wirtschaft " , sagte Berchtold
. Mit Hilfe eines Regierungsprogramms könnten aus seiner Sicht beispielsweise
übergreifende Sicherheitsprojekte am Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik ( BSI ) gefördert werden . In Deutschland würden die
Schwerpunkte immer noch falsch gesetzt . Die mangelnde Sicherheit von
Computernetzwerken stelle auch für den E-Commerce in Deutschland ein großes
Problem da . Chinas Internetverbindungen durch Fischernetze bedroht Der
Fischfang im Ostchinesischen Meer stellt nach Ansicht von chinesischen Experten
eine wachsende Gefahr für Chinas Internetverbindungen in die Welt dar . Nachdem
seit Februar bereits drei Unterwasserkabelbrüche vor der Küste Schanghais durch
Fischernetze verursacht wurden , könnten in den kommenden Monaten weitere
Probleme auftreten , sagten Vertreter von China Telecom nach einem Bericht der
Zeitung Shanghai Daily . Bislang fehle es an Gesetzen , die den Fischern die
Benutzung von Netzen mit den für die Kabel gefährlichen Ankern untersagten .
Zwar wurde der Zeitung zufolge zum Schutz der Unterwasserkabel die Zahl der
Patrouillenboote im Meer bei Schanghai erhöht . Doch könnten gerade in der
Hochsaison der Fischer von März bis Mai nicht alle Schiffe vor den Gefahrenzonen
gewarnt werden . In der Zwischenzeit soll der chinesische Staatsrat
Interims-Regeln für das Problem festlegen , forderten das Ministerium für die
Informationsindustrie , das in China das Internet reguliert , und das
Agrarministerium . Die chinesischen Fischer dürften solche Regelungen allerdings
nicht gerne sehen : Die Technik der Anker-Netze spart nach Angaben eines
Technikers des Agrarministeriums 30 Prozent Benzinkosten gegenüber herkömmlichem
Fischfang . Anfang Februar hatte ein Fischerboot ein Hauptkabel für die
Internetverbindung zwischen China und den USA beschädigt und damit die bislang
größte Störung des Internet in China ausgelöst . Nur einen Monat später wurde
ein Kabel nach Taiwan gleich an zwei Stellen gekappt . Die Reparaturkosten für
ein beschädigtes Kabel liegen laut China Telecom bei 723.000 US-Dollar .
Verwaltung geht online Die Verwaltung geht online . Mit einer Sonderausstellung
präsentiert das Bundesinnenministerium auf der CeBIT sein Projekt " Moderner
Staat - Moderne Verwaltung " . Bis 2005 will die Regierung eine Vielzahl von
Dienstleistungen der Bundesverwaltung über das Internet zugänglich machen . Die
elektronischen Informationsangebote und die Online-Dienstleistungen des Bundes
will Innenminister Otto Schily ( SPD ) zur Eröffnung der weltgrößten
Computermesse unter www.bund.de freischalten . Das neue Internet-Portal der
Bundesverwaltung bietet eine eigene Suchmaschine an , mit der Bürger nach Themen
, Adressen und Aufgabengebieten der Bundesbehörden suchen können . Kommentierte
Links verweisen nach Angaben des Ministeriums auf bereits online geschaltete
elektronische Dienstleistungen . Mit dem Projekt " Moderner Staat - Moderne
Verwaltung " will die Bundesregierung die Verwaltung an die elektronische
Entwicklung anpassen und bürgerfreundlicher gestalten . Mit einem Angebot des
Statistischen Bundesamtes können Unternehmen und Bürger bereits künftig
Publikationen online bestellen und statistische Daten direkt auf den PC zu Hause
oder im Büro laden . Der Statistik-Shop ist unter www-ec.statistik-bund.de
verfügbar . Unter w3stat.statistik-bund.de bietet das Statistische Bundesamt ein
Meldeverfahren für Unternehmen . Bisher mussten die meldepflichtigen Firmen ihre
Daten über Lieferungen und Bezüge auf Formularen oder Datenträgern abliefern .
Mit einem neuen elektronischen Beschaffungsverfahren hofft das Innenministerium
, Einsparungen in zweistelliger Milliardenhöhe erzielen zu können . Nach dem
geänderten Recht können Ausschreibungen nun auch über das Internet erfolgen .
Das Beschaffungsamt des Innenministeriums hat den " Öffentlichen Eink@uf Online
" entwickelt . In der zweiten Jahreshälfte soll ein Pilotverfahren starten .
Alle Einkaufswünsche des Bundes können schon jetzt unter www.bescha.bund.de
eingesehen werden . Heidelberger Druck will zum Software-Spezialisten werden
Nach dem erfolgreichen Start in den Digitaldruck will die erfolgsverwöhnte
Heidelberger Druckmaschinen AG sich nun auch als Softwarespezialist für die
grafische Industrie positionieren . Auf der CeBIT wolle der Konzern mit seiner
Software neue Kundenkreise außerhalb des " klassischen Druckereibetriebs "
gewinnen , sagte Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier in einem dpa-Gespräch .
Für die Druckbranche würden deshalb die so genannten PPS-Systeme ( Produktion ,
Planung , Steuerung ) immer wichtiger . Auf der CeBIT könnte Heidelberger
Druckmaschinen die IT-Spezialisten der grafischen Industrie ansprechen , die
nicht zu den reinen Druckmessen wie der alle vier Jahre stattfindenden drupa in
Düsseldorf anreisten , meinte Schreier . Die Digitaltechnik ist einer der
Investitionsschwerpunkte des Traditionsunternehmens . Glänzend angelaufen ist
das Geschäft mit Maschinen für den digitalen Schwarzweiß-Druck . Zusätzliches
Wachstum sollen ab kommendem Jahr die mit dem US-Konzern Kodak im
Gemeinschaftsunternehmen Nexpress produzierten Maschinen für den farbigen
Digitaldruck bringen . " Der Farbmarkt wird voraussichtlich jährlich um 18 bis
20 Prozent zulegen " , sagte Schreier . Die Abkühlung der US-Konjunktur werde
voraussichtlich keine negativen Folgen für das Unternehmen haben , sagte
Schreier . " Nach dem starken Wachstum der Vergangenheit schwächt sich derzeit
das US-Geschäft ab , wir können das aber durch starkes Wachstum in China mehr
als ausgleichen . " Schreier deutete eine Erhöhung des Aktien-Streubesitzes von
derzeit 16 auf über 20 Prozent in den Sommermonaten an . Das wäre Voraussetzung
für den Verbleib im Frankfurter M-DAX für die Mittelwerte . Über die angestrebte
Verdopplung des Streubesitzes sei noch keine abschließende Entscheidung gefallen
. Großaktionär bei Heidelberger Druck ist der Essener RWE-Konzern , der gut 56
Prozent der Anteile hält . Bundeskanzler Schröder und HP-Chefin Fiorina eröffnen
CeBIT Bundeskanzler Gerhard Schröder ( SPD ) und die HP-Präsidentin Carly
Fiorina starten am heutigen Mittwochabend auf der Eröffnungsfeier ab 18 Uhr im
Hannover Congress Centrum offiziell die CeBIT 2001 . Der erste Messetag für
Besucher ist dann der morgige Donnerstag . Zur weltgrößten Computermesse haben
sich 8106 Aussteller angemeldet , mehr als jemals zuvor . Wie in den Vorjahren
werden von der Leitmesse Impulse für die Computer- und
Telekommunikationswirtschaft erwartet . Dies gilt umso mehr , als die bisherigen
Boombranchen in jüngster Zeit von dramatischen Kursverlusten an den
internationalen Börsen getroffen wurden . Die Deutsche Messe AG als Veranstalter
erwartet an den sieben Messetagen mehr als 700.000 Besucher aus dem In- und
Ausland . Zentrales Thema der CeBIT sind quer durch alle Branchen das Internet
und der elektronische Handel . Neue Software , Netzwerktechnologien und mobile
Internetcomputer werden wieder im Mittelpunkt des Interesses stehen . Biometrie
steckt noch in den Kinderschuhen Der weltweite Markt für Biometrie ist noch
klein : Dabei spielten vor allem Zutrittssicherungen beziehungsweise
Grenzkontrollen eine entscheidende Rolle . Am häufigsten wurden
Fingerprintverfahren und die Handgeometrie eingesetzt . Auf der
Wissenschaftspressekonferenz in Bonn diskutierten Vertreter von Verbrauchern
sowie aus Wissenschaft und Industrie die Perspektiven von Biometrie . Für den
Teletrust-Geschäftsführer Helmut Reimer ist klar : " In den nächsten fünf bis
zehn Jahren werden die Investitionsentscheidungen vorbereitet . " Einen breiten
Einsatz erwartet Reimer vor allem bei den Banken . Doch die bisherige
Infrastruktur der EC-Karten mit Magnetstreifen , die weltweit verbreitet ist ,
ist " zäh " , weiß Reimer . Gerade auf innovative Firmen , die jetzt mit neuen
biometrischen Produkten auf den Markt gehen , kommt eine harte Wartezeit zu .
Sie müssen deshalb , so Reimer , weitere Einsatzfelder erschließen . Komfort ist
hier das Zauberwort . Professor Michael Behrens von der Fachhochschule
Gießen-Friedberg sieht die Biometrie nicht nur im Sicherheitsbereich , sondern
vor allem als Schlüssel für mehr Komfort . Vor allem im Automobilbereich erkennt
er große Einsatzmöglichkeiten . Aber auch das intelligente Haus , dessen Räume
bei Eintritt individuell je nach Tätigkeit beheizt und belichtet werden , bietet
ebenfalls Perspektiven . Reimer sieht zudem bei der Integration von
biometrischen Verfahren in Handys einen " konkreten Nutzen " . Mobile Endgeräte
wie der Personal Digital Assistent oder ein Laptop können mit Hilfe von
Biometrie geschützt werden . Biometrisch ausgewertet werden kann vieles : Das
Tippverhalten an einer Tastatur , die Fingergeometrie , die Stimme , das Gesicht
, die Unterschriftendynamik , das Netzhaut- und das Irismuster , der genetische
Code - oder der Fingerabdruck . Seit Jahren ist die biometrische Maus von
Siemens , die ID-Maus , auf dem Markt . Der Nutzer kann sich mit einem kurzen
Fingertip auf den Sensor der Maus identifizieren . Die Daten des Fingerabdrucks
werden mit den gespeicherten Referenzdaten des berechtigten Nutzers abgeglichen
. Sind die Werte identisch , kann der Nutzer ans Werk gehen . Bislang verkaufte
sich die biometrische Maus jedoch nicht gut . Es fehlten die richtigen
Anwendungen . Nun hat Siemens die schlaue Maus mit einem virtuellen Marktplatz
verkuppelt : Kunden des Webtrade-Center der DCI AG , eines Markplatzes für
Informationstechnologie und Telekommunikation , können sich demnächst per
Fingerabdruck anmelden . Damit müssen sie nicht mehr ihren Benutzernamen und ihr
Passwort bei der Anmeldung angeben . Die biometrischen Daten des Anwenders
bleiben sicher verschlüsselt auf seinem PC , wo auch der Abgleich mit den
Referenzdaten erfolgt . Zum Webserver werden nur dieselben Daten übertragen wie
bei einem herkömmlichen Anmeldevorgang . Damit bleiben die biometrischen
Informationen stets beim Nutzer . Für den Siemens-Manager Stefan Kuhn zeigt
diese Anwendung , dass " biometrische Verfahren nicht nur über die lokale
Anwendung an einen PC geeignet sind , sondern ganz praktisch im E-Commerce
eingesetzt werden können " . Gegenüber heise online sagte Reimer , dass der bei
der Maus eingesetzte Sensor-Chip von Infineon im Alltagsgebrauch zu empfindlich
sei . Tatsächlich gibt es bis jetzt keine robusten biometrischen Systeme für
offene Nutzergruppen . Zwar experimentiert auch die Dresdner Bank bei
Geldautomaten mit einem Iris-Scanner , der immerhin eine Ersterkennungsrate von
99 Prozent aufweist . Doch für Kunden sind die Geldautomaten noch nicht in
Gebrauch , sondern nur für interne Mitarbeiter . Kein Wunder also , dass der
Toleranzwert von 99 Prozent so hoch sein kann - die wenigen Nutzer sind dem
Gerät bekannt . Astrid Albrecht von der Arbeitsgemeinschaft Verbraucherverbände
meint : " Biometrische Verfahren versprechen viele Vorteile , bringen jedoch
mehr Risiken mit sich . " Mehr Vertrauenswürdigkeit im Gegensatz zu PINs und
Passwörtern bringen die personengebundenen Daten wohl : So entfallen beim
Geldautomaten die Sorgfaltspflichten . Aber der Nutzer kann die vom Automaten
erhobenen Daten nicht selbst kontrollieren . Der Missbrauch ist deshalb nicht
ausgeschlossen . Biometrische Daten können nicht wie PINs jederzeit ausgetauscht
und erneuert bleiben - sie bleiben konstant . Eine verbraucherfreundliche Lösung
ist deshalb die Speicherung und der Abgleich von Daten auf einer Smartcard . Die
Aachener Sicherheitsfirma Utimaco stellt auf der CeBIT eine solche Lösung vor .
Utimaco arbeitete nicht mit Siemens , sondern mit der schwedischen Firma Precise
Biometrics zusammen : Sie stellte den kombinierten Smartcard-Fingerprint-Leser
her . Er benötigt keine eigene Stromversorgung und wird über die parallele
Schnittstelle oder den USB-Port mit dem PC verbunden . Die finnische Firma
Miotec entwickelte das neue Betriebssystem für die Smartcards . Es ermöglicht es
, den PIN-Code durch den Fingerprint zu ersetzen . Die Smartcard kann mehrere
Fingerabdrücke speichern , der integrierte RSA-Co-Prozessor ermöglicht die
Verbindung der Smartcards für digitale Signaturen . Anders als beim
Siemens-Modell werden die biometrischen Daten nicht auf dem PC , sondern direkt
auf der Smartcard gespeichert . Mit der elektronischen Signatur auf der
Smartcard könnten E-Mails unterzeichnet werden , Nutzer können sich in Virtual
Private Networks authentifizieren oder Dateien verschlüsseln . Durchgreifende
Veränderungen bei Ericsson Beim schwedischen Handy-Produzenten Ericsson stehen
offenbar durchgreifende Veränderungen an der Spitze sowie ein umfassendes
Sanierungsprogramm vor der Tür . Mehrere Zeitungen in Stockholm berichteten am
heutigen Mittwoch , dass der derzeitige Chef der Finanzgesellschaft Investor ,
Percy Barnevik , Aufsichtsratschef Lars Ramqvist ablösen soll . Gleichzeitig
verlangten die bei Ericsson vertretenen Gewerkschaften erstmals auch den
Rücktritt von Vorstandschef Kurt Hellström , weil er zusammen mit Ramqvist die
gigantischen Verluste beim bislang drittgrößten Handy-Produzenten der Welt nach
Nokia und Motorola zu verantworten habe . Im März hatte es eine Gewinnwarnung
für das erste Quartal veröffentlicht , wonach mit tiefroten Zahlen zu rechnen
sei . Gewerkschaftssprecher begründeten im Wirtschaftsblatt Dagens Industridie
Forderung nach Ablösung von Hellström und Ramqvist damit , dass unter den 40.000
schwedischen Ericsson-Beschäftigten " Aufruhr-Stimmung " herrsche , weil die
Unternehmensführung die Verantwortung für die negative Entwicklung sowie deren "
permanenter Verdunkelung " durch fehlende Information trage . Der Kurs der
Ericsson-Aktie ist innerhalb eines Jahres von 212 auf 57 Kronen gefallen . ATI
steigt mit FireGL in den Profi-3D-Markt ein In die beabsichtigte Übernahme sind
zudem die 35 Entwicklungsingenieure von FGL Graphics eingezogen , die an den
Standorten in San Jose , Kalifornien und in Starnberg tätig sind . ATIs Stärke
lag bislang bei Consumer-Grafikkarten für PCs und Macintosh mit gutem
Preis-/Leistungsverhältnis und mit 3D-Eigenschaften , die vor allem auf
Spiele-Anforderungen optimiert waren . Mit der Übernahme von FGL Graphics
verschafft sich ATI relativ preiswert ein Standbein im Workstation-Markt für
professionelle Software wie 3D Studio MAX , Softimage , AutoCAD und Pro/Engineer
. SonicBlue beendet mit dem Verkauf von FireGL Graphics seinen Rückzug aus dem
Grafik-Business und will sich jetzt vollständig auf Heim-Netzwerke , Internet-
und Digitalvideo-Geräte konzentrieren . Gigabit Ethernet ? Abwarten und Tee
trinken ... Sehr bedeckt halten sich die Netzwerker in Halle 11 der CeBIT , wenn
es um Gigabit Ethernet geht . Waren vor der Messe noch euphorische Töne zu hören
, wollen sich die meisten Hersteller inzwischen nicht mehr aus der Reserve
locken lassen . Wenn der Standard verabschiedet sei , dann wolle man langsam an
Produkte denken , ist allenthalben zu hören . Nicht einmal eine weitere
Verschiebung der Standard-Verabschiedung , die erst vor kurzem auf Juni 98
verlegt wurde , wollen einige Hersteller ausschließen . Und angesichts der
technischen Probleme , die selbst beim Einsatz des 1000-MBit-Netzes auf
Multimode-Glasfaser auftraten , erscheint dies nicht unwahrscheinlich . Allied
Telesyn und D-Link wollen sich gar erst nach der Verabschiedung des Standards an
die Produktentwicklung machen . Vor Ende 1999 rechnet D-Link beispielsweise
nicht damit , daß Gigabit Ethernet in einem Produktionsnetz eingesetzt wird .
Andere Hersteller haben zwar schon erste Produkte fertig , wollen damit aber
noch nicht herausrücken . 3Com ist einer der wenigen großen Namen im
Netzwerkbereich , der sich mit Gigabit-Geräten schon auf den Markt traut .
Allerdings sieht sich die Firma veranlaßt , eine Garantie für den kostenlosen
Austausch der Geräte zu geben , falls sich der verabschiedete Standard von ihrer
Implementation unterscheidet . Internet-Zugriff für alle Netze Internet Access
Router sind wohl die Geräte , die auf das größte Interesse bei Anwendern
kleinerer wie größerer Netze stoßen . Die Geräte bieten transparenten
Internet-Zugriff für alle Nutzer in einem LAN , wobei nur der Router selbst eine
IP-Adresse im öffentlichen Netz haben muß . Diese Network Address Translation (
NAT ) genannte Funktion ersetzt die lokalen IP-Adressen durch die des Routers
und leitet die eingehenden Daten an die entsprechenden Workstations weiter , die
sie angefordert haben . Alle aber haben nur einen 10-MBit-Anschluß ins LAN . Das
erscheint ja auch ausreichend , ist dies doch immer noch weitgehend schneller
als die 128 KBit/s , die man mit Kanalbündelung auf ISDN erreicht . Hat man aber
nun einen reinen 100-MBit-Hub für das LAN , hat man mit Zitronen gehandelt - man
benötigt ein weiteres Zwischengerät , um den Access Router anzuschließen .
D-Link ( Halle 11 , Stand D06 ) stellt mit dem DI-300 einen ISDN-Router vor ,
der einen LAN-Port mit 10 und 100 MBit/s hat . Der Port stellt sich automatisch
auf die richtige Geschwindigkeit ein . Ansonsten bietet er alles , was für den
Internet-Zugriff notwendig ist : DHCP , NAT , Multilink-PPP usw. Microsoft
dementiert Linux-Version von Office Gegenüber c't dementierte Gregory Gordon ,
Mitglied der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland , entschieden alle
Berichte , wonach die Windows-Company eine Linux-Version von Microsoft Office
plane . Die auf der CeBIT kursierende Nachricht , Microsoft habe ein Team von 37
Entwicklern gebildet , die MS Office für Linux portieren sollten , entbehrt laut
Gordon jeder Grundlage . Linux sei ein Betriebssystem wie viele andere vor ihm
und stelle keine Bedrohung für Windows dar . Wie Microsoft in Zukunft mit dem
immer stärker werdenden Boom von Linux umgehen will , bleibt damit weiter unklar
. Und die Gerüchte über das Entwicklerteam für Linux-Office , die teilweise
direkt auf Quellen aus Redmond zurückgehen , wollen trotz der Dementis nicht
verstummen . Die Möglichkeit , Microsoft beschäftige Programmierer , die zwar
kein Produkt entwicklen , aber die Stärken und Schwächen des momentan stärksten
Konkurrenten für Windows studieren sollen , ist nicht von der Hand zu weisen .
Doch ein neuer Notes-Client für OS/2 ? Bisher kündigt Lotus den Notes-R5-Client
nur für Windows und den Mac an . Den Domino-Server dagegen soll es für Windows ,
OS/2 , diverse Unixe sowie AS/400 und S/390 geben . Einige große Kunden aus dem
deutschen Finanzsektor üben seit der letzen Lotusphere in Berlin allerdings
Druck auf IBM aus , um für ihre OS/2-Clients ebenfalls eine Notes-Version zu
bekommen . Seit der vollständigen Portierung der SmartSuite verfügt die
IBM-Tochter Lotus über die erforderliche Technologie . Es gäbe allerdings in USA
noch eine andere Einschätzung , da dort OS/2 keine Rolle mehr spiele . Auch
Christoph Rau , Generalbevollmächtiger und Leiter des Geschäftsbereichs Software
der IBM in Deutschland , würde es sehr begrüßen , von Lotus einen aktuellen
Notes-Client für OS/2 zu bekommen . Notes 4.5 war die letzte offizielle Version
für OS/2 . Mit ein paar Anpassungen läßt sich aber auch Notes 4.6 unter OS/2
erfolgreich installieren . Arztbesuch per E-Mail , Rezepte auf Mausklick Die
deutsche Berufsordnung für Ärzte verbietet eindeutig die Ferndiagnose und damit
auch ärztliche Online-Beratung . Deutsche Patienten können allerdings schon
jetzt Gesundheitsberatung per Internet auf ausländischen Websites nutzen . Im
Zeitalter der weltumspannenden Netze beeinflusst die Entwicklung im Ausland auch
Deutschland . Denn Gesetzgeber in anderen Ländern setzen oft weniger enge
Grenzen als das deutsche Recht . Die US-amerikanische Ärztevertretung AMA
beispielsweise untersagt lediglich , im Rahmen der Fernsprechstunde Medikamente
zu verschreiben . Der finnische Anbieter Atuline führt bereits seit Dezember
1999 eine " virtuelle Arztpraxis " im Testbetrieb - in finnischer , schwedischer
, französischer , englischer und auch deutscher Sprache . Registrierte Nutzer
können sich gegen Zahlung einer einmaligen Aufnahmegebühr plus gestaffelter
Gebühren für die jeweilige Anfrage behandeln lassen . Die Online-Redaktion
leitet die Patientenanfragen an unter Vertrag stehende Ärzte weiter . Der
Sozialmediziner Gunter Eysenbach , Leiter der Arbeitsgruppe Cybermedizin an der
Universität Heidelberg , sieht im Informationszeitalter vor allem die
Möglichkeit einer verbesserten Patienteninformation . Unter Einhaltung strikter
Qualitätskontrollen kann er sich auch in Deutschland medizinische
Online-Beratungen vorstellen , etwa bei Fragen zu Medikamentenwechselwirkungen .
Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer sieht in der Integration von
Informationstechnik in das Gesundheitswesen ganz neue Chancen und Möglichkeiten
. Gesundheitsministerium und Krankenkassen erhoffen sich von der Cybermedizin
vor allem Einsparungen im Gesundheitswesen . Ein reibungsloser Informationsfluss
könnte Kliniken , Arztpraxen und Rehabilitationszentren eine bessere
Koordination interner Arbeitsabläufe ermöglichen . MP3-Tauschbörse weiter unter
Druck Nach Yale hat nun auch die Indiana University angekündigt , die Benutzung
der Software von Napster , mit der Anwender MP3-Dateien beliebig miteinander
tauschen können , im internen Uni-Netz zu blockieren . Die Unis geben damit dem
Druck nach , der durch eine Klage wegen Copyright-Verletzungen entstand , die
unter anderem von der Band Metallica eingereicht wurde . Und er fügte hinzu ,
dass die Verwaltung der Uni glaube , dass man nicht zur Verantwortung gezogen
werden könne , weil die Uni Zugang zu Sites wie die von Napster ermögliche .
Pikantes Detail am Rande : Die Indiana University hatte bereits früher einmal
die Benutzung von Napster verboten , ließ die Software dann aber wieder zu -
unter anderem nach einer Unterstützungskampagne von Studenten der Uni für
Napster , und nach Verhandlungen mit der Firma selbst , um die Software für eine
geringere Belastung der Netzwerkbandbreite anzupassen . Aber nicht nur durch die
Metallica-Klage und die prompte Reaktion der davon betroffenen Reaktionen gerät
die MP3-Tauschbörse immer stärker unter Druck . Vor einigen Tagen stellte Rapper
Dr. Dre Napster ein Ultimatum : Es sei wahrscheinlich , dass noch weitere
Musiker Klagen gegen Napster einreichen oder sich der Klage von Metallica
anschließen würden . Napster selbst sieht sich inzwischen veranlasst , auf die
neuen Vorwürfe und Klagen zu reagieren , die in einer Rehe stehen mit einem
schon bestehenden Rechsstreit mit der Recording Industry Association of America
( RIAA ) . Der Anwalt von Napster erklärte , die Firma werde alle vom Zugriff
auf die Napster-Server ausschließen , die von Urheberrechtsinhabern als
Copyright-Verletzer identifiziert werden . Dies habe man auch Dr. Dre auf sein
Ultimatum hin mitgeteilt - es sei nun an ihm , was er weiter unternehmen werde .
Der Anwalt der Musiker bezeichnete dieses Statement allerdings schon als " ulkig
" . Napster verteidigt sich gegen Vorwürfe , das Urheberrecht zu ignorieren ,
seit dem Bestehen des Dienstes mit dem Hinweis darauf , man stelle nur eine
Plattform zum Tausch zur Verfügung ; auf den Napster-Servern , über die die
Tausch-Software arbeitet , sei keine einzige MP3-Datei gespeichert . Musiker und
Plattenindustrie sehen darin allerdings nur eine schwache Ausrede : Sie werfen
der Firma vor , mit der Software ein Hilfsmittel für Piraterie und
Copyright-Verletzungen zu liefern und damit auch für Rechtsbrüche verantwortlich
zu sein . Zum Thema MP3 , Napster , anderen Möglichkeiten und den juristischen
Auseinandersetzungen siehe auch den Artikel Napster erneut unter Druck in
Telepolis . Regulierungsbehörde verteidigt Versteigerung von UMTS-Lizenzen Die
milliardenschwere Versteigerung von Lizenzen für die dritte Mobilfunkgeneration
sorgt weiter für Streit zwischen den Telekommunikationsfirmen und der Politik .
Während Firmen-Chefs davor warnten , die Milliardenkosten könnten auf den Kunden
abgewälzt werden , verteidigte die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und
Post die Versteigerung . Behörden-Chef Klaus-Dieter Scheurle sagte der
Börsen-Zeitung , die hohen Summen seien Ausdruck des Marktwertes der Lizenzen .
" Die aufgewendeten Mittel sind Zukunftsinvestitionen in einem außerordentlich
interessanten Markt , wie sie von jedem anderen Unternehmen in anderen Branchen
auch getätigt werden " , erklärte Scheurle . Hans-Burghardt Ziermann , Mitglied
der Geschäftsführung von VIAG Interkom , bezeichnete einem Bericht des Focus
zufolge die Versteigerung dagegen als " technologiefeindlich " . Die Grundgebühr
für einen UMTS-Anschluss werde den Kunden 50 Mark kosten . Auch Telekom-Chef Ron
Sommer hatte zuvor davor gewarnt , dass die hohen Summen letztlich auf den
Kunden abgewälzt würden . Er hatte die unterschiedliche Vergabeverfahren in
Europa heftig kritisiert und bemängelt , dass Lizenzen in einigen Ländern
verschenkt , in anderen milliardenschwer erkauft werden müssten . Der Bund will
Mitte dieses Jahres vier bis sechs Lizenzen für den neuen UMTS-Standard (
Universal Mobile Telecommunication System ) versteigern , der den schnellem
Zugriff auf das Internet und Multimedia auch per Handy ermöglicht . Scheurle
hält das Verfahren für ausgesprochen transparent . Es sei " allemal besser als
ein so genannter Schönheitswettbewerb , bei dem in behördlichen Prüfungen nach
nicht immer ganz transparenten Maßstäben eine Auswahl getroffen wird " . " UMTS
ist keine Experimentierbude , sondern eine der wichtigsten Zukunftstechnologien
" , sagte Sommer . Für die deutschen Lizenzen läuft Ende April die
Bewerbungsfrist ab . Neben den deutschen Mobilfunkbetreibern haben auch
ausländische Firmen wie die spanische Telefonica oder MCI/Worldcom Interesse
signalisiert . Ausländerbeauftragte : Green Card wird ein Flop Nachdem das
Arbeitsministerium einen Entwurf für die Regelung der Arbeitserlaubnisse für
ausländische EDV-Spezialisten vorgestellt hat , meldet sich nun Hamburgs
Ausländerbeaufragte Ursula Neumann zu Wort : Sie glaubt nicht an einen Erfolg
der so genannten Green Card . " Die Green Card wird ein großer Flop " , sagte
die 50-jährige Pädagogik-Professorin in einem dpa-Gespräch . " Ich kann mir
nicht vorstellen , dass wirklich viele hoch qualifizierte Computerexperten nach
Deutschland kommen , wenn wir zwar das Know-how der Leute abschöpfen , ihnen
aber überhaupt keine Perspektive auf Dauer hier bieten " , betonte Neumann .
Damit reiht sie sich unter die Kritiker vor allem aus FDP und CDU ein , die die
Einschränkungen der Green-Card-Lösung kritisieren . Vor allem die FDP plädiert
stattdessen für ein Einwanderungsgesetz . Die intensive öffentliche Diskussion
über die Green Card in den vergangenen Wochen zeigt nach Ansicht der
Wissenschaftlerin , " dass die Zeit für eine grundlegende und ehrliche
Einwanderungsdebatte gekommen ist " . Ihrer Ansicht nach brauche Deutschland ein
Einwanderungsgesetz , um auf die Herausforderungen der Globalisierung reagieren
zu können . Das Auswärtige Amt hatte Anfang der Woche bestätigt , dass die
Green-Card-Initiative bei den von Bundesregierung und Wirtschaft umworbenen
indischen Computerspezialisten bislang auf geringes Interesse stößt . Die hoch
qualifizierten Informatiker zögen häufig Großbritannien und die USA aus
kulturellen und sprachlichen Gründen vor . Bei der zuständigen Stelle für
Arbeitserlaubnisse für ausländische Fachkräfte , der Zentralstelle für
Arbeitsvermittlung ( ZAV ) , haben bislang erst etwa 700 ausländische
Computerexperten Interesse an der Green Card gezeigt - dabei spielten die viel
zitierten Inder praktisch keine Rolle . Neue Telefonvorwahlen für Großbritannien
Am Ostersamstag ändern sich die Bereichs- und Ortsvorwahlen in sechs britischen
Regionen . Außerdem gibt es neue Nummern für Handys , Pager sowie spezielle
Dienste . Mit der Umstellung solle dem stetig wachsenden Bedarf an neuen Nummern
Rechnung getragen werden , erklärte die britische Telekommunikations-Behörde
OFTEL mit . Sie weist darauf hin , dass sich vom 22. April an auch für Anrufer
aus dem Ausland die Einwahlen ändern . So wird die Hauptstadt London , die
bislang in die zwei Vorwahlen 0171 und 0181 unterteilt war , nun in einem
Ortsnetz mit der Vorwahl 020 zusammengefasst . Außerdem erhalten die englischen
Städte Southampton , Portsmouth , Coventry , die walisische Hauptstadt Cardiff
sowie die gesamte Provinz Nordirland neue Vorwahlen . Will man Teilnehmer in
Großbritannien erreichen , sollte man von Deutschland künftig nach dem
internationalen Code ( 0044 ) beispielsweise folgende Vorwahlen benutzen : Auch
für fast alle Orte in Nordirland ändern sich die Vorwahlen . Allgemein gilt für
die Provinz zukünftig die Vorwahl 028 . Genauere Informationen über die gesammte
Umstellung gibt die OFTEL auf der Website numberchange.org . Dort findet man
auch eine Übersicht über neue , alte und reservierte Codes sowie eine Datenbank
mit Suchmaschine , über die sich der neue Code für eine alte Telefonnumer
herausfinden lässt . UMTS-Kunden von MobilCom im E-Plus-Netz MobilCom wolle ab
Mitte 2002 sein UMTS-Netz in Betrieb nehmen , sagte ein Sprecher , zunächst vor
allem in Ballungsräumen . Außerhalb davon sollen MobilCom-Kunden das E-Plus-Netz
im derzeitigen GSM-Standard benutzen können . Über den Preis wurde
Stillschweigen vereinbart . Als bedeutenden Schritt bezeichnete MobilCom-Chef
Gerhard Schmid das Abkommen : " Wir können bereits beim Start unseres
UMTS-Netzes bundesweit Kunden gewinnen und diese bedienen . " Auf Grund der
hohen Verschuldung der E-Plus-Muttergesellschaft KPN hatte die Branche eine
Vereinbarung zwischen MobilCom und E-Plus erwartet . Für E-Plus bringe die
Zusammenarbeit " erhebliche zusätzliche Einnahmen " , sagte Unternehmenssprecher
Claas Sandrock . E-Plus will ebenfalls im Jahr 2002 ein eigenes UMTS-Netz
einsatzbereit haben . Telecom-Branche : Mit Massenentlassungen gegen die Krise
Derzeit jagt eine Hiobsbotschaft über Stellenstreichungen in der Telecom-Branche
die nächste . Allein am Freitag hieß es : 20.000 weniger Arbeitsplätze bei
Nortel , 10.000 weniger bei Ericsson . Den Reigen hatte kürzlich der
amerikanische Handy- und Chiphersteller Motorola eröffnet . Angesichts des
sinkenden Handyabsatzes kündigte der Branchenzweite den Abbau von insgesamt
22.000 Stellen an . Bislang halbwegs unberührt steht einzig der weltweit
dominierende Handy-Anbieter aus Finnland , Nokia , glänzend da . Dafür sind auch
die großen Namen unter den Telecom-Ausrüstern von der angespannten Lage
betroffen . Neben den festen Arbeitsplätzen wollen die Schweden auch die Zahl
der 15.000 freiberuflich beschäftigten Berater drastisch reduziert werden .
Deutschland sei davon aber nicht betroffen , hieß es . Äußerst zufrieden
erklärte Vorstandschef Jorma Ollila in Helsinki : " Ich bin über unsere Zahlen
mehr als erfreut . " Ein angestrebtes Wachstum von 20 Prozent für das nächste
Quartal aber war für die Börsen schon ein Zeichen , dass auch Nokia nicht ganz
vom Ende des Handy-Booms unberührt bleibt - denn die Erwartungen waren zuvor
weit höher . So ging denn auch der Kurs des Nokia-Papiers an den Börsen trotz
des ausgezeichneten Ergebnisses zurück . Die schwache US-Konjunktur , Zweifel
über die Zukunft einiger Telecom-Carrier und die zögerliche Haltung der
Unternehmenskunden bringen aber nicht nur die Handy-Hersteller und
Mobilfunk-Ausrüster in eine schwierige Lage . Auch die großen Telecom-Ausrüster
geraten unter Druck : Der kanadische Netzwerk-Riese Nortel schreibt tiefrote
Zahlen . Bis Mitte dieses Jahres sollen daher insgesamt 20.000 Stellen
gestrichen werden , rund 21 Prozent der Belegschaft . Nortel steht aber beileibe
nicht alleine da : Selbst Cisco , das Vorzeigekind der Branche , musste zwar
keine Verluste ankündigen , aber die Umsätze sollen um glatte 30 Prozent
zurückgehen - und durch Massenentlassungen kompensiert werden . Dass der
Telecom-Ausrüster Lucent bis zu 16.000 Mitarbeiter entlässt , verwundert
angesichts der Management-Fehler bei der ehemaligen AT&T-Abteilung kaum einen
aus der Branche - aber nicht alle Schwierigkeiten bei Lucent sind hausgemacht .
Prozessor-Produzent Intel warnt schon vor einem Schiffbruch der
Telecom-Industrie und fürchtet um die eigenen Diversifikations-Bemühungen im
Kommunikationsbereich . Die Zeiten sind hart für die Telecom-Ausrüster - und die
Mitarbeiter , vielmehr die ehemaligen Mitarbeiter bekommen dies am eigenen Leib
zu spüren . Windows XP und die Anmeldepflicht Der Softwareriese Microsoft hat
eine neue Prozedur zum Schutz gegen illegale Softwarenutzung ersonnen : Wer
künftig ein Office-Paket oder einen PC mit dem Betriebssystem Windows kauft ,
muss die Benutzung bei Microsoft anmelden , sonst funktionieren die Programme
nach kurzer Zeit nicht mehr . Mit der bevorstehenden Markteinführung von Office
XP und Windows XP will Microsoft die so genannte Aktivierung zur Pflicht machen
. Die Programme errechnen aus der Hardwareausstattung des Computers einen Code ,
den der Kunde an Microsoft übermitteln muss , um im Gegenzug einen
Freischaltcode zu erhalten . Damit will Microsoft offenbar erreichen , dass die
Software nur noch auf dem PC läuft , für den sie angemeldet worden ist . Nach
Umbauten an der Hardware wird unter Umständen ein neuer Freischaltcode benötigt
. Microsoft versichert , dass der Kunde bei der Anmeldung anonym bleibe . Wer
aber wiederholt einen neuen Freischaltcode benötigt , kann diesen nur noch per
Telefon einholen . Ob das Verfahren überhaupt mit der deutschen Rechtslage
vereinbar ist , hat der Münchner Rechtsanwalt Andreas Witte für c't untersucht .
Der Jurist meldet Bedenken gegen die Beschneidung der Rechte des Softwarekäufers
an . Rechnerbezogene Lizenzen hält er im Massengeschäft für unzulässig . Witte
nennt außerdem Bedingungen , die Microsoft bei der Anmeldeprozedur in jedem Fall
zu erfüllen habe . Demnach müssen Anrufe rund um die Uhr kostenfrei möglich sein
. Es dürfen kein überflüssigen Vorspanntexte laufen , etwa Lizenzbelehrungen ,
und es darf keine Anlockung zur Preisgabe persönlicher Daten erfolgen . Die
Datenschutzbestimmungen müssen strikt eingehalten werden . Der Hausjurist der
deutschen Microsoft-Niederlassung sicherte die Einhaltung dieser Kriterien in
einer Stellungnahme gegenüber c't zu . Von der Anmeldung über das Internet rät
c't wegen der mangelnden Transparenz des Verfahrens ab . Denn dabei überträgt
die Software verschlüsselte Daten , deren Inhalt jeder Kontrolle entzogen ist .
Der Aufwand für die Verschlüsselung von Daten , die im anderen Fall einfach per
Telefon ausgetauscht würden , erscheint unplausibel . c't erinnert daran , dass
der Softwareriese 1999 in einer ähnlichen Sache Fehler einräumen musste ,
nachdem er ertappt worden war : Bei der Online-Registrierung von Windows 98
wurden generell auch solche Daten übertragen , deren Übermittlung der Anwender
ausdrücklich abgelehnt hatte . Die US-Musiktauschbörse Napster will ihre bisher
eher mäßig funktionierenden Filtersysteme zur Blockierung urheberrechtlich
geschützter Songs weiter ausbauen . Dazu vereinbarte Napster eine Kooperation
mit Relatable . Damit soll es möglich sein , MP3-Dateien anhand des
Audio-Inhalts zu erkennen . Nach Angaben von Relatable extrahiert die Technik
namens TRM eine große Anzahl von akustischen Merkmale und Signalformen aus einer
Musikdatei und erzeugt daraus einen eindeutigen Key , anhand dessen sich Songs
einwandrei identifizieren lassen können . Die Identifikation eines Songs erfolgt
dann über den Vergleich seines Keys mit dem auf einem TRM-Server gespeicherten
Fingerprint ; die Server-Software soll momentan bis zu 5.000 Überprüfungen pro
Sekunde bewerkstelligen können . Relatable selbst setzt die Technik auch in
einem eigenen Audio-Player ein , um den Benutzern eine Auswahl von Songs nach
Vorlieben zu ermöglichen . Er gibt einem Benutzer auf Grund der von ihm
abgespielten Musik Empfehlungen dadurch , dass er seine Vorlieben mit denjenigen
anderer User vergleicht . Dazu erzeugt der Player die Fingerprints der lokal
gespeicherten Musikdateien , erzeugt daraus ein Profil und vergleicht es mit den
Profilen anderer User , die auf den Relatable-Servern abgelegt sind . Die Firma
verspricht dafür vollständige Anonymität der Benutzer . Relatable ist auch ein
Sponsor des FreeAMP-Projekts , das einen Open-Source-Audio-Player entwickelt hat
. In FreeAMP ist Relatables TRM seit Version 2.1.0 Beta 6 als Möglichkeit
eingebaut , Playlists und Musikvorlieben zu beeinflussen . Napster möchte die
TRM-Technik nun dazu einsetzen , um den Tausch nicht-lizenzierter Songs nicht
nur anhand der Dateinamen , sondern auch über die Identifikation durch diese
Keys zu unterbinden . " Wir arbeiten eng mit den Technikern von Relatable
zusammen , um deren Technologie mit unserem Filtersystem zu koordinieren " ,
erklärte Napster-Chef Hank Barry . Diese Technik des digitalen Fingerabdrucks
solle auch für das neue gebührenpflichtige Napster eingesetzt werden , hieß es
weiter . Damit soll die Bezahlung von Künstlern und Plattenfirmen gesichert
werden . TRM könne ohne weiteres auf die Datenmengen angepasst werden , die über
Napster übertragen werden , meinte Breslin . Der amerikanische
TelDaFax-Großaktionär World Access hat die Deutsche Telekom bei einem
US-Bundesgericht in Georgia wegen Geschäftsschädigung verklagt . Die Klage
erfolgte im Zusammenhang mit der Abschaltung der deutschen Telefongesellschaft
TelDaFax vom Netz der Deutsche Telekom . World Access ist an der TelDaFax
zurzeit mit 33 Prozent beteiligt , will aber bereits die Verhandlungen über die
Übernahme von 70,11 Prozent der Anteile abgeschlossen haben . Durch die
Netzzugangs-Unterbrechung habe die Deutsche Telekom deutsche Kartellgesetze und
ihre vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der TelDaFax verletzt . Der Bonner
Konzern sieht sich dagegen nach wie vor im Recht . Da dies leider nicht gelungen
sei , habe die Telekom keine andere Wahl als die Abschaltung gehabt . Die
Vorwürfe , die Telekom habe versucht , TelDaFax-Kunden gezielt abzuwerben , wies
Lissek als Verdrehung von Tatsachen zurück . Die Telekom habe lediglich auf die
bevorstehende Abtrennung aufmerksam gemacht , damit diese nicht überraschend
komme . World Access versucht seit 1999 ein europäisches Telefongeschäft
aufzubauen , das sich auf kleine und mittlere Unternehmenskunden konzentriert .
Die Deutsche Telekom habe nun durch die Abschaltung des Netzzugangs nicht nur
die Geschäfte von TelDaFax zerstört , sondern auch World Access schwer
geschädigt , argumentieren die Amerikaner . Die Deutsche Telekom musste auf
Grund einer von TelDaFax erwirkten einstweiligen Verfügung des Landgerichts Köln
die vor etwa zwei Wochen wegen Zahlungsrückständen gekappten Leitungen wieder
schalten . Die angeschlagene Marburger Firma steht mit einem zweistelligen
Millionenbetrag bei der Deutsche Telekom in der Kreide . Neue Beschichtung sorgt
für reflexionsarmen Bildschirm Schweizer Forscher haben eine wirkungsvolle und
kostengünstige Beschichtung für Oberflächen entwickelt , die Reflexionen stark
reduzieren soll . Neben Computer- und Fernsehbildschirmen ließen sich damit
unter anderem auch Solarpanels effizienter gestalten , berichtet das
Wissenschaftsmagazin Nature . Dafür bringen die Forscher der Firma Rolic einen
dünnen Film aus zwei Flüssigkristallen in Form von klarem Plastik auf die
Vorder- und die Rückseite der Scheibe auf und erreichen so eine Reduzierung der
Reflexionen von acht auf unter ein Prozent . Die beiden Schweizer Forscher
Martin Schadt und Mohammed Ibn-Elhaj haben dieses Verfahren nun verfeinert . Sie
benutzen zwei verschiedene Flüssigkristalle , die aus länglichen Molekülen
bestehen und sich im flüssigen Zustand gut miteinander vermischen . Bei einem
der beiden Flüssigkristalle verbinden sich aber die Moleküle miteinander zu
hartem Plastik , sobald sie Licht ausgesetzt werden . Unter bestimmten
Bedingungen wird dabei der zweite Flüssigkristall in Form von kleinen Tröpfchen
mit weniger als 200 Nanometer Durchmesser im erhärtenden Plastik eingeschlossen
, ähnlich wie eine Rosine im Kuchenteig . Diese Tropfen werden anschließend
entfernt und es bleiben die extrem kleinen Vertiefungen im Kunststoff zurück .
Die Forscher können die Form der Tropfen beeinflussen , indem sie die Mischung
der beiden Flüssigkristalle verändern oder auch parallel auftragen , sodass nach
dem Aushärten und Entfernen der Tropfen eine geriffelte Oberfläche mit einem
Abstand von nur 100 Nanometern zwischen den Rillen entsteht . Werden Bildschirme
von Fernsehern oder Computermonitoren mit dieser Beschichtung versehen , lässt
sich durch die starke Entspiegelung und die wegfallenden Reflexionen im Bild ein
besserer Kontrast erreichen . Möglicherweise lassen sich mit dieser Technik
hergestellte Folien , sind sie erst einmal marktreif , auch nachträglich auf den
Bildschirm aufbringen . Eine Schicht aus Flüssigkristallen zwischen zwei
Glasscheiben soll das störende Blenden ausschalten , dabei aber nicht die freie
Sicht behindern . Das Forscherteam mischte den Flüssigkristallen noch eine
winzige Menge Färbemittel bei , das ihre Fähigkeit zum Abblocken des Lichts
erhöht . Nach Angaben eines Entwicklers kann der Schutzfilm Licht mit der
Intensität von 140 Milliwatt auf nur 5 Milliwatt reduzieren und löst so das
Problem des Blendens . Be auf der Suche nach Kapital - oder einem Käufer Kurz
und knapp berichtete das kalifornische Softwarehaus Be über seine Ergebnisse im
ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs : Einem Umsatz von 100.000 US-Dollar
steht ein Verlust von 14 Cents pro Aktie gegenüber . Im ersten Quartal des
vergangenen Jahres hatte Be ebenfalls einen Verlust von 14 Cents pro Aktie
verbucht . Bezieht man einmalige Sonderausgaben ein , betrug der Verlust in
beiden Quartalen jeweils 15 Cents pro Aktie . Aber selbst angesichts solch
marginaler Umsätzen bei hohen Verlusten sieht Be offiziell Grund zur Freude :
Die Umsätze seien hauptsächlich aus Lizenzeinnahmen für BeIA gekommen , dem
System für Internet Applicances . Zusätzlich könne man 477.000 US-Dollar
verbuchen für Dienstleistungen , um BeIA auf bestimmte Geräte anzupassen ; diese
würden aber erst im zweiten Quartal in der Bilanz auftauchen . " Wir sind
erfreut , zum ersten Mal Umsätze mit BeIA erzielen zu können " , meinte P. C.
Berndt , Finanzchef von Be . Angesichts der geringen Umsätze und der hohen "
Burn Rate " für das Kapital fragt sich jedoch mancher , wie lange Be überhaupt
noch überleben kann - und Be selbst kommt an dieser Frage auch nicht mehr vorbei
. Kurz nach der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das erste Quartal erklärte
das Unternehmen , man habe die Investment-Banker von ING Barings angeheuert , um
" verschiedene strategische und finanzielle Alternativen zu untersuchen , um den
Shareholder-Value zu maximieren " . Das wird die Aktienbesitzer natürlich freuen
- denn der Wert der Be-Aktie liegt gerade einmal knapp über einem US-Dollar . Ob
die in Frage kommenden Alternativen außer die Investoren auch die Be-Kunden und
BeOS-Fans erfreuen , ist eine andere Geschichte : Be-Chef Jean-Louis Gassée
machte es etwas deutlicher : Im SEC-Filing , mit dem Be bei der
US-amerikanischen Aufsichtsbehörde den Geschäftsbericht für das Jahr 2000
offiziell machte , hieß es bereits : Im Klartext : Be ging schon zum Zeitpunkt ,
als der Geschäftsbericht für das Jahr 2000 fertiggestellt wurde , immer
schneller das Geld aus . Nun ziehen die Vorstände die Konsequenzen und sind
bereit , die Firma komplett zu verkaufen , falls sich nicht ein Investor findet
. Ob nun die angebliche Liebe zwischen Sony und Be neu entflammt , bleibt
abzuwarten : Über eine mögliche Übernahme der Kalifornier durch den japanischen
Konzern wurde schon Anfang dieses Jahres spekuliert ; Sony ist zudem eine der
ersten Firmen , die ein Surf-Terminal mit BeIA - wenn auch später als
ursprünglich geplant - tatsächlich auf den Markt bringt . Was war . Was wird .
Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details
schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse .
Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Nach den Attacken von ILOVEYOU
stellte die gefährlichere Neuerscheinung NewLove die erklärenden Medien in
dieser Woche vor große Probleme . Dafür stöbert das Programm auf des Anwenders
Festplatte herum und sucht sich sein Thema aus kürzlich benutzten Dokumenten des
Benutzers aus . Wie warnt man die Allgemeinheit vor solch einem Wurm ? Die
Nachrichtensender versuchten es auf die seriöse Art der Virus-Forscher und
warnten vor *.vbs-Anhängen . Die Information , dass das Sternchen
computertechnisch als Platzhalter fungiert , wurde dabei vielfach nicht
mitgesendet . Den Höhepunkt bildeten solchermassen Rundfunksendungen , die vor "
Sternpunkt-VBS " warnten . Als Gegenmaßnahme dürfen wir ein kräftig wirkendes
Verbizid empfehlen . Zeitgenossen dieser ungemütlichen Sorte verschickten in den
letzten Wochen E-Mails mit einem Textanhang , den sie in
LOVE-LETTER-TEXT.txt.vbs umbenannten . Mindestens in einem Fall brachte so ein
Buh-Buh-Spielchen mit ahnungslosen Mitmenschen die Digest-Funktion einer
Mailingliste zum Absturz . Statt alle aufgelaufenen Mail-Beiträge eines Tages zu
sammeln und zu versenden , brach die Software nach dem fünften eingesammelten
Pseudo-Anhang ab und verschickte nur einen Bruchteil der Diskussion . Damit
wurde aus der Demonstration der eigenen Schweinchenschläue schlussendlich doch
ein Virus , der einen Programmablauf in vom Experten unvorhergesehener Weise
beeinflusste . Am Ende stehen sie da und beteuern , dass es nur um Text geht .
Good Times allerseits . Die Vorstellung , der Liebesbrief vor zwei Wochen wäre
von der gewissen Raffinesse des NewLove gewesen , kann schon kaltes Grausen
auslösen . Windows-Monokultur und Unerfahrenheit der Anwender hätten einen
fruchtbaren Nährboden für seine Verbreitung ergeben - mit unabsehbaren Folgen .
Die klammheimliche Freude mancher selbst ernannter Fachleute , dass es nur die
Windows-User traf , führte in manchen Fernsehsendungen schon zu Spekulationen ,
die Würmer wären gezielt ausgesetzt worden , um Microsoft in schlechtem Licht
dastehen zu lassen . Das haben sie sicher erreicht - auf Kosten der Benutzer .
Die Schadenfreude von Springer&Jacoby mit ihrer hämischen Anzeige ist aber kaum
die angemessene Reaktion . Wie eine ungewollt treffende Randbemerkung erscheint
da der Bericht einer TV-Station , die eine sächsische Firma interviewte . Der
zuständige Herr des Unternehmens schwadronierte munter drauf los , welch schwere
finanzielle Schäden seine Firma erlitten hätte , wäre der neueste E-Mail-Wurm
nicht gleich gestoppt worden . Während des ganzen Interviews waren eifrige
Mitarbeiter zu sehen , die fleißig ihre Arbeit verrichteten - an des VBS nicht
mächtigen iMacs . Ein Schuft , wer Böses dabei denkt . Napster folgte der
Auflage - und gewann dabei an Popularität , ganz im Gegensatz zu den Herren von
Metallica . Eine als Musikstück getarnte Datei - noch so eine Umbenennung -
erklärte den Windows-Nutzern wie den schadenfrohen Gnapster- und
Knapster-Fraktionen , was in der Registry gelöscht werden muss , damit ein neuer
Account geöffnet werden kann . Letzte Woche veröffentlichte Napster seine
Gegenliste : 30.000 Nutzer haben eine eidesstattliche Aussage gegeben , dass sie
niemals illegal einen Metallica-Song per Download auf ihren Computer kopiert
haben . Wenn der Rechtsstreit weiter verfolgt wird , müssen alle 30.000 von den
Rechtsanwälten in Einzelverfahren vor Gericht gezerrt werden . Auch bei dem
Verfahren um den Musikanbieter MP3.com hat sich Neues getan , das es nicht in
die News schaffte . Sie versucht , weitere Musiker zum finanziellen Engagement
in MP3.com zu bewegen . Inmitten der israelischen Negev-Wüste trafen sich
deutsche und israelische Startups , Venture-Kapitalisten , Journalisten sowie
Medien-Wissenschaftler aus aller Welt . Sie ergründelten , wie die
Cyber-Ökonomie der Zukunft aussehen mag . Den Höhepunkt der Tagung bildete ein
Vortrag des Autovermieters Erich Sixt , der sein eSixt ( " Mobility Online " )
vorstellte und den Sieg der " Old Economy " verkündete . Sixt wünschte den
Cyber-Entrepeneuren alles Schlechte , die ohne Ziegel und Mörtel , ohne Öl und
Luftfilter glauben , ein Business einrichten zu können . Libanesen , Griechen
und Israelis führen Online-Firmen wie Amazon oder eTrade und machen deutlich ,
warum der Nahe Osten eine zentrale Rolle im Cyberspace einnehmen kann . Warum
das so teuer ist , demonstrierte Erich Sixt , als er den kompletten Kongress in
Busse verfrachtete und in die Wüste schickte . Dort wurde eine rauschende Party
gefeiert , zu der Sixt Fotoapparate , Taschenlampen und Ferngläser an alle
Teilnehmer verschenkte , die ihm mit Sixt-Fähnchen und orangenen Blinke-Herzchen
ihre Huld erwiesen . Man blieb jedoch unter 400 Dollar pro Teilnehmer . Nächstes
Jahr darf Jeff Bezos den Coolen People zeigen , wie man eine Sause in der Wüste
macht . Anderen mögen da noch zwei Zeitungen einfallen : Times ist neu und von
der Telekom , sagt sie zumindest in der neuesten Werbekampagne . Und deshalb
muss man die nächsten T-Aktien unbedingt kaufen . Da sage noch einer was von
Informationsflut : Oder gehört es schon zum Allgemeinwissen , dass " Times " für
" Telekommunikation und Informationstechnologie sowie Medien , Erlebniswelt und
telematische Sicherheit " steht ? Ich wusste es nicht , aber ich zocke ja auch
nicht an der Börse . Dafür bin ich jetzt aber gespannt , welchen Vogel Harald
Schmidt aus der Tasche zieht , um uns armen Erdenbürgern Times zu erklären .
Oder darf etwa wieder der notorische Fernsehkomissar ran ? Was wird . In der
nächsten Woche öffnet die Internet World in Berlin ihre Pforten , getarnt als "
Internationaler Fachkongress für das Internet-Business " . In Wahrheit ist die
Messe ein Catwalk für durchdrehende Startups , die so aufgeblasen daherkommen ,
als wenn sie kurz vor dem Platzen stehen . Wenn man laut genug Buh ruft - wie in
Boo.com - platzen sie vielleicht . Hören wir die Pressemeldung der Firma Acris ,
die den Telekommunikationsmarkt revolutionieren möchte , weil sie auf eine
unerhörte Nutzung des Internets gestossen ist : Weitere Vorteile liegen auf der
Hand : es ist nochmals eine Kostenreduzierung von bis zu dramatischen 90 %
realisierbar . Wahrscheinlich ist es nur geträumt , wenn Elon Ganor von Vocaltec
davon erzählt , wie die israelische Armee Anfang der 90er mit der
Sprachübertragung in Datennetzen experimentierte , woraus seine Firma dann das
Internet Phone kommerzialisierte . Die richtig coolen Leute aber sitzen in
Berlin und kapieren E-Nix . Eingeschränkter Zugang zu IRC-Chat-Servern über
Flatrate-Anbieter Den Ausschluss der Flatrate-Anbieter , die als Reseller der
Domain t-ipconnect.de der Telekom operieren , wurde für den heutigen Sonntag und
den morgigen Montag teilweise wieder aufgehoben . Wie gestern berichtet , führte
massiver Missbrauch der Chat-Server im deutschen IRCNet durch User der
Telekom-Zwischenhändler zu einer so genannten K-line auf alle Provider , die
unter der Reseller-Domain t-ipconnect.de operieren . Näheres zu einer restricted
connection im IRCNet findet sich in der IRC-FAQ . In diesem Fall ist die
Maßnahme aber offensichtlich gewählt worden , um nicht alle Chatter der
Flatrate-Anbieter wegen des Fehlverhaltens einiger Nutzer ausschließen zu müssen
. In der Erklärung der IRC-Administratoren heißt es , durch die " große Resonanz
" und die " daraus zu schließende breite Information " habe man sich
entschlossen , den Zugang zumindest restricted wieder zuzulassen , um den
Nutzern wenigstens das Chatten zu ermöglichen . Gleichzeitig richten die
Betreiber der IRC-Server aber auch eine Warnung an die Telekom : Sollte bis
Dienstag keine Reaktion des Konzerns erfolgen , die eine Lösung für
Schwierigkeiten mit den Resellern von t-ipconnect.de verspreche , werde man die
K-line auf die Domain wieder in Kraft setzen . Internet-Sicherheit : Behörden
und Wirtschaft haben Nachholbedarf Die Behörden ebenso wie die Unternehmen in
Deutschland geraten bei Sicherheitsexperten wegen mangelnder
Sicherheitsvorkehrungen unter Beschuss . So meinte Michael Dickopf , Sprecher
des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) , bei vielen
deutschen Unternehmen gebe es einen Nachholbedarf beim Schutz gegen Cracker und
Computerspione . Der E-Mail-Wurm ILOVEYOU habe deutlich gezeugt , dass in der
Wirtschaft für dieses Thema zu wenig Sensibilität vorhanden sei , meinte der
BSI-Sprecher . " Die Sicherung der Netze und Daten ist ebenso wichtig wie abends
das Werktor abzuschließen " , sagte Dickopf in einem Gespräch mit der
Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung . Nach den Erfahrungen des BSI handelten
viele Unternehmen nach dem Motto : " Wir haben ja einen Firewall - also ist die
Welt in Ordnung . " Eine solche elektronische Schutzwand gegen unberechtigte
Eindringlinge erfülle ihren Zweck aber nur , solange sie technisch auf dem
neuesten Stand gehalten werde . Dies gelte auch für Viren-Schutzprogramme . Zu
hoher Vorsicht riet Dickopf auch beim Internet . Wer darüber vertrauliche Daten
austausche , solle sie immer verschlüsseln . Vor allem Forschungsergebnisse
sollten unbedingt gegen Attacken und Eindringlinge gesichert werden .
Andernfalls bestehe die Gefahr , dass Konkurrenten sie aus dem Computer
entwendeten oder Hacker sie zerstörten . IT-Sicherheit koste aber immer Geld .
Die Betriebe sollten sie als Kostenfaktor akzeptieren , meinte der BSI-Sprecher
. " Die Sicherheitsvorgaben an Behörden sind nicht hoch genug " , erklärte der
Sprecher der AFCEA gegenüber dpa . Die Organisation beschäftigt sich als
internationaler Fachverband unter anderem mit Sicherheitsfragen beim Austausch
von Informationen und zählt weltweit 45.000 Mitglieder . Hess erklärte ,
Behörden würden sich im Allgemeinen nicht viel Mühe beim Aufbau von
Sicherheitssystemen geben . Große Verwaltungsapparate seien nicht sehr beweglich
. Sie hätten Schwierigkeiten , sich den in der Computerindustrie üblichen
Innovationszyklen anzupassen . Behörden daraufhin zu sensibilisieren , sei
Sisyphusarbeit . Hess forderte Datenschutzteams in allen größeren deutschen
Behörden . Diese Experten sollten Angriffen aus dem Internet vorbeugen und rasch
eingreifen . Derzeit reiche das Personal aber nicht aus . " Notfalls müssten
Spezialisten aus anderen Bereichen eingestellt werden " , meinte Hess .
Deutschland habe Jahre bei der Ausbildung dieser Fachleute verschlafen . Hess
zufolge gibt es zu wenig Eigeninitiative in Behörden . Die Institutionen müssen
aus Kostengründen Programme kommerzieller Anbieter nutzen : Deshalb müssten
Behörden in die dazugehörigen Sicherheitssysteme investieren , die nochmal mit
etwa fünf bis 15 Prozent der Kosten für die Software zu Buche schlügen . Laut
Hess besteht zumindest beim Militär kaum Gefahr durch Computerkriminelle .
Sensible Daten der Armee seien ausreichend geschützt . Auch Online-Banking sei
ausreichend sicher . " Wer Kontendaten knacken will , muss erheblichen Aufwand
betreiben " , meinte der Ex-Admiral . Sicherheitsrisiken könnten aber nie ganz
ausgeschlossen werden ; um Sicherheit müsse sich jede einzelne Institution
kümmern . Allerdings betonte Hess auch , dass der Staat dem Internet keine
strangulierenden Regularien auferlegen dürfe : Die Stärke des Internets sei
dessen Offenheit . Kritik an UMTS-Lizenzvergabe auch in Frankreich Die
französische Regierung erwägt , fünf statt der geplanten vier Lizenzen für die
begehrten UMTS-Mobilfunkrechte zu vergeben . Auf eine der französischen Lizenzen
für den Highspeed-Mobilfunk hat es auch die Deutsche Telekom abgesehen . Deren
Chef Ron Sommer pries die Auktion inzwischen als fairste und transparenteste
Lösung . Dagegen reihte sich der Chef des Telekom-Konkurrenten Vivendi ,
Jean-Marie Messier , in die Phalanx der Kritiker am Auktionsverfahren für die
UMTS-Lizenzen ein . " Man kann nicht eine Lizenz nur angesichts der auf den
Tisch geblätterten Geldscheine erteilen , ohne die Qualität des Projektes und
die dem Kunden angebotenen Dienstleistungen zu berücksichtigen " , erklärte
Messier gegenüber einen französischen Sonntagszeitung . " Denn das ist eine
produktive Investition . " Die Bezahlung einer Lizenz sei dagegen nichts anderes
als eine Steuer , die zu den Kosten hinzu komme . " Wenn die Preise der
britischen Lizenzen in Frankreich gefordert werden , werden die UMTS-Netze nie
amortisiert werden " , kommentierte Messier . Vivendi hat sich erst kürzlich aus
dem Bietverfahren für die deutschen UMTS-Lizenzen zurückgezogen . Über das
Vergabeverfahren in Frankreich ist allerdings noch nicht entschieden . Nachdem
in Großbritannien die Erlöse der Versteigerung wesentlich höher ausfielen als
erwartet , wird auch in Frankreich und Italien verstärkt an ein
Auktionsverfahren gedacht . Neben Spanien , Italien und Großbritannien gelten
Frankreich und Deutschland in Europa als die attraktivsten Mobilfunkmärkte der
Zukunft . IBM hilft Microsofts Server-Software auf die Sprünge IBM will laut
amerikanischen Presseberichten auf Microsofts Konferenz TechEd , die gerade in
Dallas stattfindet , eine neue Cluster-Technologie für Windows NT demonstrieren
. Bislang ist mit Microsofts hauseigenem Cluster-Service nur die
Zusammenschaltung von zwei Maschinen möglich ; eine Version für vier Rechner ist
in Vorbereitung . IBM setzt das Limit mit der Neuvorstellung , die ab Sommer
verfügbar sein soll , auf acht Maschinen hoch . Allerdings soll die Technik nur
auf IBMs Netfinity-Servern arbeiten . Immerhin verspricht IBM , daß die Lösung
dieselben Schnittstellen wie Microsofts bisherige Cluster-Software benutzt .
Entwickler müßten daher speziell für Microsoft-Cluster-Systeme angepaßte
Anwendungen nicht mehr ändern . Cluster , bei denen mehrere Server-Maschinen zu
einem einzigen System zusammengeschaltet werden , kommen vor allem in den
Bereichen zum Einsatz , in denen es auf höchste Verfügbarkeit ankommt .
Zusätzlich bieten Cluster in vielen Fällen auch einen Lastausgleich zwischen den
einzelnen Rechnern des Clusters . IBM hat im Unterschied zu Microsoft schon
einige Erfahrungen mit Clustern gesammelt , und das vor allem auf den
RS/6000-Maschinen unter AIX , aber etwa auch mit OS/2 und den Großrechnern des
Typs S/390 . Auch Compaq beispielsweise hat eine eigene Cluster-Technologie -
nach dem Aufkauf der Firma Tandem forcierten die Texaner deren ServerNet-Lösung
, die ebenfalls für NT verfügbar ist . Arbeitsamt-Vermittlungsbörse für
IT-Fachkräfte im Internet Die Bundesanstalt für Arbeit hat eine
Vermittlungsbörse speziell für Bewerber und Stellenangebote aus der IT-Branche
bereitgestellt . Ab sofort können sich interessierte Bewerber für die so
genannte Green Card , die ausländische EDV-Experten nach Deutschland locken soll
, ihr Kenntnisprofil in eine Datenbank eintragen . Unternehmen aus der
IT-Branche können Arbeitsplätze , für die sie IT-Experten suchen ,
veröffentlichen . Green-Card-Bewerber können die Datenbank nach interessanten
Stellenangeboten durchsuchen ebenso wie die Firmen nach potenziellen
Mitarbeitern . Neben allgemeinen Informationen zum Sofortprogramm zur Deckung
des IT-Fachkräftebedarfs finden sich für Bewerber aus dem Ausland aktuelle
Hinweise zu den Bereichen Leben und Arbeiten in Deutschland sowie ausführliche
Informationen , die Bewerber und Unternehmen dabei unterstützen sollen , alle
Formalitäten einfach und unkompliziert zu erledigen . Das Internetangebot steht
in Deutsch oder in Englisch zur Verfügung . Natürlich können auch IT-Experten
aus Deutschland oder den EU-Ländern das Angebot zur Jobsuche nutzen . Eine
Vermittlungsbörse für ausländische IT-Fachleute , die sich allerdings speziell
um indische Fachkräfte kümmert , bietet auch das Fraunhofer-Institut für
Software- und Systemtechnik . Auf einem speziellen Green-Card-Portal können
Firmen ihr Anforderungsprofil für Bewerber angeben . Das Institut führt in
Indien Schulungen und Zertifizierungen von Bewerbern in Zusammenarbeit mit
indischen Universitäten durch , um sie auf die Verhältnisse in Deutschland
vorzubereiten und Unternehmen potenzielle Mitarbeiter vorstellen zu können . Für
EDV-Fachleute aus Nicht-EU-Ländern wird die Verordnung über die
Arbeitsgenehmigung für hoch qualifizierte ausländische Fachkräfte der
Informations- und Kommunikationstechnologie Grundlage für ihre Arbeitsaufnahme
in Deutschland sein . Sie soll ab August 2000 in Kraft treten . Danach kann
Spitzenkräften , die eine Hochschul- oder Fachhochschulausbildung mit
Schwerpunkt auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie
abgeschlossen haben oder deren Qualifikation durch ein vereinbartes
Jahresbruttogehalt von mindestens 100.000 Mark nachgewiesen wird , eine
Arbeitsgenehmigung erteilt werden . Bulmahn will Informatik-Studium ohne Numerus
Clausus Bund und Länder haben sich über das 100-Millionen-Mark teure
Sonderprogramm zur Modernisierung des Informatik-Studiums in Deutschland
verständigt . Wie Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn am Dienstag in
Berlin mitteilte , sollen dabei vor allem kürzere Studiengänge geschaffen und
die Betreuung der Studenten durch Tutoren verbessert werden . Auch sollen
Weiterbildungsangebote an den Hochschulen entwickelt werden . In Informatik
brechen nach einer neuen Untersuchung bis zu 60 Prozent der Studenten das
Studium vorzeitig ab . Bulmahn kündigte weitere Hilfen des Bundes an , um das
deutsche Bildungssystem für das Computer-Zeitalter fit zu machen . In Informatik
sollen neben neuen Studiengängen mit international anerkannten Bachelor- oder
Masterabschlüssen auch Modellversuche mit Trimester- statt
Semester-Studienabschnitten gefördert werden . Das in der Bund-Länder-Kommission
für Bildungsplanung ( BLK ) beschlossene Sonderprogramm ist auf fünf Jahre
angelegt . Die Kosten teilen sich Bund und Länder je zur Hälfte . Es soll
bereits im Herbst starten . Über die Zuteilung der Gelder an die Hochschulen
entscheiden die Länder . Bulmahn erwartet , dass die Länder gleichzeitig ihre
eigenen Anstrengungen zum Ausbau des Informatik-Studiums fortsetzen und sich ein
Numerus Clausus weitgehend vermeiden lässt . Derzeit gibt es an 64 der insgesamt
220 Informatik-Studiengänge in Deutschland einen Numerus Clausus . Vor allem
Fachhochschulen sind davon betroffen . Mitte der 90er Jahre waren die
Studienplatz-Kapazitäten in Informatik nur zur Hälfte ausgelastet . Seitdem
kletterte die Zahl der Neueinschreibungen ins erste Fachsemester von 12.936 (
1995 ) auf 28.835 ( 1999 ) . Die Einstellung von indischen Computer-Spezialisten
im Rahmen der Green-Card-Aktion soll nach Bulmahns Worten " keine Einbahnstraße
" sein . Mit ihrem indischen Amtskollegen Murli Manohir Joshi vereinbarte
Bulmahn am Dienstag den gegenseitigen Austausch von mehr Studenten und
Nachwuchswissenschaftlern . Nur 50 junge Deutsche studieren derzeit in Indien ,
umgekehrt absolvieren 900 Inder ein Studium in der Bundesrepublik . Gemessen an
China , dass derzeit 7.000 Studenten nach Deutschland geschickt habe , sei dies
aus ihrer Sicht viel zu wenig . Die Green-Card-Debatte habe in Deutschland zu
einer verstärkten Wahrnehmung Indiens auch als Hochtechnologieland geführt ,
sagte Bulmahn . Nach Angaben des Ministeriums liegen derzeit 800 Bewerbungen von
indischen Computer-Spezialisten vor . Der Großteil der gesuchten 20.000
ausländischen Fachkräfte wird aus dem Ländern des ehemaligen Ostblocks erwartet
. Chip-Fehler kommt Intel teuer zu stehen Der Fehler im so genannten Memory
Translator Hub , der den i820-Chipsatz SDRAM-fähig machen sollte , kommt Intel
teuer zu stehen . Der Chip-Bug zwang Intel zu einer Umtauschaktion für
Motherboards . Ob damit Intel schon den gesamten finanziellen Aufwand verbucht
hat , der durch den missglückten Chip entstand , muss bezweifelt werden .
Immerhin bietet Intel den Board-Herstellern nicht nur an , die problematischen
Platinen gegen Rambus-Mainboards mit 128 MByte ( teurem ) RIMM-Speicher
auszutauschen , sondern bezahlt ihnen auch noch pro Board 10 US-Dollar
Aufwandsentschädigung . Den alten SDRAM-Speicher dürfen die Hersteller behalten
... AOL verdient an E-Commerce und Dot.Coms Die Internet-Händler und
E-Commerce-Firmen selbst stehen unter Druck - AOL verdient aber offensichtlich
gut an ihnen . Und besonders gut verdiente AOL offensichtlich an den Dot.Coms .
Diese Einnahmen werden von den Börsianern besonders genau beobachtet , da sie
als Zeichen für die weitere Profitabilität des Unternehmens gesehen werden . AOL
steuert angesichts der schwächelnden Internet-Ökonomie aber gegen : Der Konzern
versucht , sich von den Internet-Startups , lange Zeit Hauptansprechpartner für
Werbung im Internet , unabhängig zu machen und stattdessen Firmen der " Old
Economy " als Partner zu gewinnen . Die Analysten waren über Deals mit solchen
großen Namen wie Coca Cola , Citigroup und General Motors recht erfreut .
Gegenüber den Werbeeinnahmen nehmen sich die Steigerungen der Umsätze bei den
Mitgliedergebühren geradezu bescheiden aus - um 26 Prozent stiegen sie im
vierten Quartal . Zwar waren die Steigerungen bei den Einnahmen durch
Mitgliedergebühren nicht ganz so hoch wie viele Analysten erwarteten - trotzdem
sehen viele vor allem die ungebremste Zunahme an Mitgliedern als Beweis , dass
AOL durch normale Internet-Provider kaum in Gefahr gerät . Allerdings sieht sich
AOL bei den Preisen unter Druck - daher dürften bei weiter steigenden
Mitgliederzahlen die Umsätze in diesem Bereich nicht mehr ganz so stark wachsen
. Gespannt warten die Börsianer allerdings auch darauf , wie sich der weitere
Ablauf der Übernahme von Time Warner entwickelt . Und Time-Warner-Konkurrent
Disney ebenso wie Verbraucherschützer laufen schon Sturm gegen den neuen Medien-
und Online-Giganten . Cookie-Manager von Microsoft für Internet Explorer 5.5
Microsoft hat eine Erweiterung für seinen Internet Explorer 5.5 angekündigt ,
die es Surfern ermöglichen soll , Cookies besser zu verwalten . Die kleinen
Informationseinheiten , die Betreiber von Websites auf den lokalen Rechnern
ihrer Besucher speichern können , ermöglichen es dem Site-Betreiber
beispielsweise , Besuchern personalisierte Angebote zu präsentieren . Microsoft
will das Add-On " in den kommenden vier Wochen " auf der Explorer-Homepage
bereitstellen . Es soll ausführlichere Erklärungen zum Thema Cookies in der
Explorer-Hilfefunktion bieten und dem Benutzer ermöglichen , einzelne oder
sämtliche Cookies auf der Festplatte zu löschen . Darüber hinaus soll die
Erweiterung gezielt nachfragen , bevor der Explorer ein Cookie von einem
Drittanbieter setzt - also nicht vom Betreiber der besuchten Site , sondern zum
Beispiel einem eingebundenen Werbe-Server ( Adserver ) . Gezielter noch lassen
sich Cookies mit Filter-Proxies wie dem Internet Junkbuster abwehren .
US-Mobilfunker und Telekom in heißer Verhandlungs-Phase Noch am Wochenende
könnte der Deal perfekt gemacht werden - nachdem es in den letzten Tagen schon
mehrere Berichte gab , die Deutsche Telekom wolle die US-Mobilfunkgesellschaft
Voicestream übernehmen , scheinen sich die beiden Firmen nun langsam einem
Abschluss zu nähern . Allerdings gibt es wohl noch einige Details zu klären .
Voicestream ist vor allem daran interessiert , eine Kapitalspritze zu erhalten ,
um sich im Herbst an den Auktionen von Lizenzen für die dritte
Mobilfunkgeneration und für die Ausdehnung des eigenen Netzes in den USA
beteiligen zu können . Die Telekom hat bislang angeboten , 3,2 eigene Aktien
plus 30 US-Dollar in bar für jedes Voicestream-Papier zu zahlen . Da die
Abwicklung der Übernahme allerdings bis zu neun Monate dauern könnte , ist nach
US-Berichten denkbar , dass sich die beiden potenziellen Partner auf eine Art "
zweistufiger Übernahme " einigen : Voicestream erhält von der Telekom erst
einmal Bargeld oder in Cash umsetzbare Papiere , während die Telekom die
potenziellen Besitzrechte an Voicestream bekommt . Nach Ansicht des US-Blatts
stehen die Chancen für die Telekom inzwischen gut , nachdem es gestern noch so
aussah , als müsse sie sich mit anderen Konkurrenten um die
US-Mobilfunkgesellschaft streiten . Zwar liege wohl weiterhin ein Angebot von
NTT DoCoMo , der Mobilfunktochter der größten japanischen Telefongesellschaft ,
auf dem Tisch ; allerdings stellten die Japaner klar , dass sie keinesfalls
Voicestream komplett übernehmen wollen , sondern nur an einer
Minderheitsbeteiligung interessiert seien . Die könnte für die DoCoMo allerdings
recht interessant sein : Voicestream konzentriere sich aber inzwischen darauf ,
den Deal mit der Telekom unter Dach und Fach zu bringen , hieß es . Allerdings
dürfte dies die Telekom nicht stören . Zum einen wäre Voicestream endlich der
lang ersehnte Einstieg in den US-Markt für den rosa Riesen . Zum anderen
betreibt die Firma ein eigenes Mobilfunknetz , das fast die gesamte USA umfasst
und das auch noch mit der in Europa gebräuchlichen GSM-Technik arbeitet - wenn
auch auf der in Europa nicht eingesetzten Frequenz 1900 MHz . Unter anderem mit
der Deutschen Telekom hat Voicestream bereits Roaming-Abkommen , sodass
Voicestream-Kunden auch hier zu Lande mit einem Dual-Band-Handy mobil
telefonieren können . Mit einem Problem wird die Telekom allerdings noch zu
kämpfen haben , wenn Voicestream ihr Angebot annimmt . William Kennard , Chef
der Federal Communications Commission ( FCC ) erklärte laut dem Finanzdienst
Bloomberg bereits vor dem Kongress , dass er jede Transaktion genau überprüfen
werde , bei der eine Firma , die von einer ausländischen Regierung kontrolliert
werde , einen US-Carrier kaufen wolle . Einige Mitglieder des US-Kongresses
haben die FCC aufgefordert , eine Übernahme von Voicestream durch die Telekom zu
blockieren - ähnlich , wie dies schon nach den Gerüchten passierte , die Telekom
wolle Sprint übernehmen . Laut dem Wall Street Journal hat die Telekom
inzwischen ein US-Rechtsanwaltsbüro angeheuert , um im Kongress Lobby-Arbeit für
sie zu betreiben : " Wir kommen nicht als Invasoren " , erklärte Telekom-Chef
Ron Sommer gegenüber dem Blatt . Internet-Protest von Wissenschaftlern gegen
Stammzellenprojekte Einen Aufruf gegen die geplante Forschung mit embryonalen
Stammzellen haben Wissenschaftler im Internet veröffentlicht . Bislang
unterstützen sechs Wissenschaftler des Zoologischen Instituts der Universität
Köln und ein Wissenschaftler der Pathologie dieser Uni den Aufruf . Die
Unterzeichner des Aufrufs , der Biologe Klaus Herrmann ( Köln ) und Hans-Jürgen
Fischbeck ( Dortmund ) für die NaturwissenschaftlerInnen-Initiative , fordern
ihre Kollegen auf , auf die Arbeit mit embryonalen Stammzellen zu verzichten und
die Resolution vom 26. Juni zu unterzeichnen . Als erster Mediziner in
Deutschland hat der Bonner Neuropathologe Oliver Brüstle bei der Deutschen
Forschungsgemeinschaft ( DFG ) einen Förderantrag zur Arbeit mit embryonalen
Stammzellen gestellt . Mit Unterstützung des nordrhein-westfälischen
Ministerpräsidenten Wolfgang Clement ( SPD ) will Brüstle Stammzellen für sein
umstrittenes Projekt aus Israel importieren . Um der aktuellen Debatte genügend
Zeit einzuräumen , hat die DFG ihre Stellungnahme auf den 7. Dezember verschoben
. Dem Chaos auf der Spur " Das Chaos ist überall " , sagt Jürgen Kurths ,
Physiker an der Universität Potsdam . " Das ist aber kein Grund zum Fatalismus ,
denn es gibt kein absolutes Chaos , sondern immer Chaos mit bestimmten
Teilstrukturen " , meint der Forscher . Für den Laien mag der Unterschied
unerheblich sein , für die Forscher ist es die Chance , mittels Computer und
mathematischer Modelle selbst in chaotischen Abläufen wie etwa dem Wetter noch
Aussagen und Vorhersagen treffen zu können . Von Sonntag bis Donnerstag wird an
der Universität die 6. Internationale Konferenz über experimentelle Ergebnisse
der Chaosforschung ausgerichtet . " Diese Konferenz ist wichtig , weil sie sich
mit der praktischen Anwendung der Chaosforschung befasst " , erläutert Kurths ,
der zu den Organisatoren des Treffens zählt . Die " Entdeckung " des Chaos Ende
der 70er Jahre sei ein Schock für die Welt der Wissenschaft gewesen . Ein
praktisches Beispiel aus dem Straßenverkehr : Alle fahren noch , und auf einmal
gibt es ohne ersichtlichen Grund Stau . Oder ein Zugunglück : Bei solchen
Systemen helfe es auch nicht , einfach immer mehr Wissen über ihr Verhalten
anzuhäufen . Es gehe somit darum , die zeitlichen Grenzen der Erkenntnis
abzustecken . Samsung Electronics trotzt der Chip-Konkurrenz Der führende
südkoreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics hat im zweiten Quartal 2001
deutlich weniger als im ersten Quartal des laufenden Jahres verdient . Dem
Umsatzrückgang im Halbleitergeschäft standen jedoch eigenen Angaben zufolge
Zuwächse im Bereich Information und Kommunikation entgegen . Mit diesem Ergebnis
liegt Samsung allerdings weit vor den Konkurrenten , etwa Micron oder Hynix (
ehemals Hyundai Electronics ) . Viele Chiphersteller mussten bereits angesichts
anhaltender Flaute besonders im Handy- und PC-Geschäft rote Zahlen vermelden .
So verwundert es nicht , dass Samsung im Gegensatz beispielsweise zu Hynix den
Chip-Ausstoß keineswegs reduzieren will . Zwangsschließung : Viele
Internet-Cafés in China " zu unsicher " Laut Berichten der offiziellen
chinesischen Medien vom Ende der Woche haben die Sicherheitsbehörden
verschiedener Provinzen in den vergangenen Monaten insgesamt 2.494
Internet-Cafés geschlossen . Ein Artikel der überregionalen Tageszeitung
Guangming Ribao spricht unter Berufung auf eine unvollständige Statistik des
Ministeriums für Öffentliche Sicherheit sogar von Maßnahmen gegen insgesamt
14.428 von 77.964 überprüften " Netzbars " ( wangba ) . Die chinesischen
Behörden nennen vor allem " Sicherheitsmängel " - darunter die primitive
Ausstattung , Probleme beim Brandschutz und bei der Betriebsführung , etwa bei
der Registrierung der Nutzer - als Ziel der groß angelegten Überprüfung . Unter
anderem dürfte den Behörden die Tatsache ein Dorn im Auge sein , dass im Schnitt
rund ein Drittel der Internet-Cafés keine oder nur eine unzureichende Lizenz
haben . In manchen Orten betrage die Zahl der nichtlizenzierten kommerziellen
öffentlichen Internetzugänge sogar über 50 Prozent , so der Bericht in Guangming
Ribao . Internetzugänge sind nicht nur im klassischen Internet-Café zu finden ,
sondern auch in Buch- und Kleiderläden , Friseursalons oder beim Metzger . Vor
allem letzterer dürfte sich kaum die Mühe machen , für seinen online-fähigen
Computer eine Lizenz entsprechend der " Vorschriften für Internet-Access
Servicebetriebe " zu beantragen . Laut den Vorschriften drohen unlizenzierten
Betrieben Geldstrafen von 30.000 Renminbi ( rund 7.000 Mark ) . Unter Strafe
stehen der Download oder Besuch illegaler Inhalte , darunter Pornographie ,
Gewaltdarstellungen , Glückspielseiten und Angebote von Sekten , womit vor allem
die in China verbotene Falungong-Bewegung gemeint ist . In den Provinzen Jiangsu
, Guilin , Xinjiang , Henan und Anhui hätten die Sicherheitsbehörden genau
solches Material bei ihren Razzien entdeckt , schreibt Guangming Ribao . Die
turnusmäßigen Razzien gegen Internet-Cafés seien das typische Beispiel für die
Einschüchterungstaktik der chinesischen Behörden , erklärt der Sinologe Lokman
Tsui in einer aktuellen Arbeit zu Chinas Internet-Überwachung . Der Vollzug der
Gesetze hat die Form einer Sinuskurve , Phasen unkontrollierter Ausbreitung
folge von Zeit zu Zeit ein hartes und von entsprechender Medienpropaganda
begleitetes Durchgreifen . " Diese Aktionen sind notwendig , um die
Gefängnisinsassen daran zu erinnern , dass sie überwacht werden " , meint Tsui .
In einem Special der Online-Ausgabe der Volkszeitung werden daneben vor allem
die Gefahren der Netzbars für Jugendliche in den Vordergrund gerückt , die sich
häufig weniger für politisch sensible Inhalte im Internet als für gewalttätige
Spiele interessieren . Der Vizeminister des fürs Internet zuständigen Ministry
of Information Industry , Zhang Chunjiang , mahnte kürzlich bei einer
Veranstaltung zur Nutzung des Internet durch Kinder und Jugendliche denn auch
eine " gesunde " Entwicklung an . Verzichten will die Partei allerdings
keinesfalls auf den Einstieg in die Informationsgesellschaft . Unter großem
Presserummel legte denn auch in der vergangenen Woche die Registrierstelle für
.cn-Domains , das CNNIC , ihren 8. Bericht zur Entwicklung der Internetnutzung
im Land vor . Frauen und auch die Nutzer über 35 gewinnen dem Bericht zufolge
inzwischen an Boden . Die genaue Zahlen darüber , welche Art des Zuganges Chinas
User vor allem verwenden , steht noch aus , im vergangenen Jahr nutzten immerhin
20 Prozent Internet-Cafés . Nie wieder Hardware-Probleme ? Geht es nach IBM ,
ist in Zukunft alles ganz einfach : Server , Router , Switches und alle anderen
Geräte in einem Netzwerk kontrollieren sich selbst . Zur Not können sie kleinere
Probleme selbst beseitigen . Auf jeden Fall erfahren die Administratoren immer
sofort , daß ein Problem vorliegt und worin die Ursache besteht . Ein neuer Chip
soll die Netzverwalter in diesen siebten Himmel des Management heben . Unter dem
Namen System Management Processor geführt , handelt es sich um einen
modifizierten PowerPC-403x-Processor . Er soll die Datenströme innerhalb eines
Geräts oder Servers über DMA direkt beobachten und kontrollieren können .
Außerdem will IBM ihn mit einem eigenen Controller für eine serielle
Schnittstelle ausstatten , damit er selbständig und unabhängig vom System mit
der Außenwelt kommunizieren kann . Eine eingebaute Java Virtual Machine soll bei
Problemen ein Applet starten , damit der Administrator von außen eine
detaillierte Problembeschreibung und unter Umständen Möglichkeiten zum
Eingreifen erhält . Geht es nach IBM , kann der System Management Processor
kleinere Probleme auch selbst beheben : wird etwa eine Komponente in einem
Server zu heiß , könnte der Management-Chip einen zusätzlichen Lüfter anschalten
. Außerdem soll er dem Desktop Management Interface ( DMI ) entsprechen und
dadurch Informationen mit anderen DMI-Produkten austauschen können . DMI hat
sich weitgehend als Standard für das Management von Rechnern in einem Netzwerk
durchgesetzt . Zusätzlich wird er SNMP unterstützen und läßt sich dadurch in die
großen Management-Lösungen wie HPs OpenView , Tivolis TME10 oder CA's Unicenter
integrieren . IBM möchte den Chip an jeden Hersteller von Servern und
Netzwerkgeräten verkaufen , um einen Standard für das Hardware-Management von
Geräten im Netzwerk zu etablieren . Den Beweis für die Tragfähigkeit des
Konzepts sieht IBM in den eigenen PC-Servern der Netfinity-Reihe : Die
5500-Server arbeiten schon mit einer ersten Version des Chips . Compaq-Chef
sieht PC-Industrie vor Lieferschwierigkeiten Michael Capellas , Chef von Compaq
, sieht in den kommenden Monaten " ernsthafte Probleme " auf die
Computer-Industrie zukommen . In einem Interview mit der Nachrichtenagentur
Reuters betonte er zwar , dass die Nachfrage nach Computern sehr hoch sei , es
gebe aber die seit langem schlimmsten Lieferschwierigkeiten bei Komponenten .
Glaubt man Capellas , droht der Computerindustrie ein ähnliches Los wie der
Handy-Branche . Die Mobiltelefonhersteller mussten ihre Absatzprognosen schon
nach unten korrigieren - nicht etwa , weil niemand mehr Handys kaufen will ,
sondern weil die Bauteilezuliefer nicht so schnell produzieren wie die
Mobiltelefone verkauft werden könnten . Zwar haben neben Prozessorherstellern
wie Intel auch die großen Chip- und DSP-Produzenten Lieferschwierigkeiten ,
dafür brummt ihr Geschäft wie lange nicht mehr : Ein Rekordergebnis nach dem
anderen können die Halbleiterschmieden und Hersteller von Chipfertigungsanlagen
verbuchen . Streik bei US-Telekomriesen ( fast ) beendet Gut zwei Wochen nach
dem Beginn des Streiks bei dem US-Telekomriesen Verizon haben die Kontrahenten
eine erste Vereinbarung erzielt , nach der rund 52.000 der streikenden
Angestellten die Arbeit wieder aufnehmen können . Die Verhandlungen mit
Süd-Sektion der Gewerkschaft Communication Workers of America , die 35.000
Verizon-Mitarbeiter vertritt , gingen allerdings Sonntag Nacht noch weiter . Die
Gewerkschaft ging aber davon aus , dass auch diese Verhandlungen bald
abgeschlossen sind . Die aus dem Zusammenschluss von Bell Atlantic und GTE
entstandene Verizon Communications ist der größte Anbieter von lokalen
Telefondiensten in den USA . Die Gesellschaft verfügt auch über
Hochgeschwindigkeits-Datennetze und ist in 40 Ländern in Nord- und Südamerika ,
Europa , Asien und im pazifischen Raum aktiv . Das entspricht laut dem Wall
Street Journal weit gehend den Abschlüssen , die die Gewerkschaften auch mit
anderen Telekom-Carriern in der letzten Zeit erreicht hatten . Außerdem wird
Verizon zum ersten Mal Aktien-Optionen an Gewerkschaftsmitglieder ausgeben :
Jeder organisierte Angestellte erhält zum Ende dieses Jahres 100 Aktien-Optionen
. Bislang wollte der Telekom-Konzern in diesen Bereichen gewerkschaftlich
organisierte Angestellte ausschließen , um nicht in den Boom-Branchen mit den
Forderungen der Gewerkschaften konfrontiert zu werden . Außerdem garantieren die
neuen Verträge zwischen den Gewerkschaften und Verizon , dass keine
organisierten Angestellten entlassen werden . Über eine der zentralen
Forderungen der Gewerkschaften , der Einschränkung angeordneter Überstunden ,
wurden Sonntag Nacht die Details noch ausgehandelt ; beide Seiten gaben bislang
keine weiteren Informationen dazu bekannt . Bislang kann jeder
Verizon-Angestellte dazu verdonnert werden , pro Woche in sieben Monaten im Jahr
bis zu 10 Überstunden zu machen ; in weiteren fünf Monaten im Verlauf eines
Jahres sind die Mitarbeiter nach den alten Verträgen verpflichtet , bis zu 15
Überstunden zu machen . Die Gewerkschaften wollen dies auf maximal acht
Überstunden pro Woche beschränken . Der Streik bei Verizon ist einer der ersten
größeren Arbeitskämpfe in den USA , der in der jüngsten Zeit in der boomenden
Hightech- und Telekom-Branche ausgefochten wurde . Die Vorläufer des Konzerns
sahen sich allerdings ebenfalls schon mit Streiks konfrontiert . Verizon zeigte
sich mit dem Ergebnis zufrieden : Es lasse genug Flexibilität , um in den
schnell wachsenden Märkten erfolgreich zu operieren . Und die Gewerkschaften
freuen sich nach ihren Worten über einen Erfolg : Zum ersten Mal sei die
Bedeutung von gewerkschaftlicher Organisierung in den neuen Hightech-Branchen
klargestellt worden . Nach dem Ende des Streiks stehen die Mitarbeiter rund
90.000 unerledigten Aufträgen für neue Telefonanschlüsse und Reparatur-Anfragen
gegenüber . Laut amerikanischen Nachrichtenagenturen gab es trotz des Streiks
nur geringe Ausfälle bei den Telefondiensten für die Verizon-Kunden an der
US-Ostküste ; die internationalen Operationen des Konzerns seien nicht betroffen
gewesen . Allerdings wären größere Störungen im Netz von Verizon zu erwarten
gewesen , wenn der Streik noch längere Zeit angedauert hätte . Selbst die
Vereinten Nationen wollen mit einem Plan die weltweite " Digitale Kluft "
beheben - denn nicht nur innerhalb einzelner Länder , sondern auch zwischen
Industriestaaten und so genannter Dritter Welt klafft eine immer größere Lücke
zwischen Arm und Reich , was die Nutzung des Internet angeht . Nun wollen die
Marktforscher von Media Metrix festgestellt haben , dass sich zumindest
innerhalb der USA die " Digitale Kluft " schließt - wenn auch langsam . Im
Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahrs hätten im Juni 2000 insgesamt 50
Prozent mehr Haushalte mit niedrigem Einkommen ( unter 25.000 US-Dollar pro Jahr
) über einen Internet-Anschluss verfügt . Die Zahl dieser Surfer sei von 5
Millionen auf 7,5 Millionen gestiegen . Damit seien die Menschen mit niedrigem
Haushaltseinkommen unter den Internet-Nutzern die am schnellsten wachsende
Gruppe . Trotzdem bleiben die Haushalte mit niedrigem Einkommen immer noch die
kleinste Gruppe unter den Surfern : 28 Prozent der User können über ein
Haushaltseinkommen von 40.000 bis 60.000 US-Dollar verfügen und stellen damit
den größten Anteil unter den Surfern . Auf der anderen Seite bleibt diese Gruppe
im Monatsdurchschnitt drei Stunden weniger online als diejenige mit niedrigem
Einkommen . Die Marktforscher führen dies darauf zurück , dass die
Höherverdienenden sich bereits besser im Internet auskennen . Auch die Vorlieben
unterscheiden sich : Ärmere Internet-Nutzer besuchen vor allem Online-Auktionen
und Websites mit Job- und Karriereinformationen , während die Wohlhabenderen vor
allem Unterhaltungs- und Reiseangebote frequentieren . France Telecom : Mobilcom
zahlt UMTS-Lizenz selbst So viel muss Mobilcom für die eigene UMTS-Lizenz
hinblättern . Jean-Louis Vinciguerra , Finanzchef des französischen Carriers ,
erklärte laut dem Wall Street Journal , die Beteiligung von 50 Prozent an dem
gemeinsamen Unternehmen Mobilcom Multimedia , das der eigentliche Ersteigerer
der UMTS-Lizenz war , werde nun an Mobilcom übergeben . Dies habe die
Vereinbarung zwischen den beiden Partnern vorgehesen , als France Telecom den
Anteil an Mobilcom kaufte . Die Kosten für die Lizenz würden in den Bilanzen von
Mobilcom verbucht ; Gegenüber der französischen Tageszeitung Le Monde bekräftige
Vinciguerra darüber hinaus das Interesse des Konzerns an der finnischen Sonera .
Wenn die Regierung Finnlands ihre verbliebenen Anteile an dem Ex-Monopolisten
verkaufen wolle , dann stelle das eine interessante Gelegenheit für France
Telecom dar . Sonera sei ein attraktiver Übernahmekandidat , da der Konzern eine
starke Position in den skandinavischen und türkischen Mobilfunkmärkten habe .
France Telecom ist seit einiger Zeit massiv dabei , seine Präsenz auf den
europäischen Märkten auszubauen . So übernahm der Konzern den britischen
Mobilfunkanbieter Orange , den Mannesmann nach der Übernahme durch Vodafone
verkaufen musste . Dadurch gelangten die Franzosen auch in den Besitz einer
UMTS-Lizenz in Großbritannien . In Italien ist France Telecom an dem
Joint-Venture Wind beteiligt und übernahm vor kurzem die meisten Anteile der
Deutschen Telekom an der Gesellschaft . In Deutschland wurde France Telecom auch
schon ein Interesse an der Festnetzgesellschaft Mannesmann Arcor nachgesagt :
Zwar dementierte France Telecom dies erst vor wenigen Tagen wieder entschieden ,
betonte aber gleichzeitig , dass man hier zu Lande ein eigenes Festnetz aufbauen
wolle . Mannesmann erwartet harten Mobilfunk-Wettbewerb Eine ganze Zeit
versuchte Mannesmann Mobilfunk wie auch die Telekom , durch den Erwerb von drei
Frequenzpaketen bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen Konkurrenten von der
neuen Technik fernzuhalten . Am Ende wurden es dann doch sechs Anbieter . Und
nun rechnet der Konzern künftig mit einem " knallharten " Wettbewerb in
Deutschland . Mannesmann habe die wunschgemäße Frequenzausstattung erhalten ,
die alle erdenklichen Dienste ermögliche . Kuczkowski begrüßte die vom
Bundesfinanzminister geplante Verwendung der Mittel zur Schuldentilgung . Ein
kleiner Teil davon sollte aber " verursachergerecht " in die Entwicklung von
Zukunftstechnologien wie dem Internet und Mobilfunk investiert werden , forderte
Kuczkowski . Die Finanzierung sei mit der Muttergesellschaft Vodafone
abgesprochen und kein Problem . Wie diese enormen Summen auf die Ertragsrechnung
durchschlagen , wollte Kuczkowski nicht sagen . " Der Markt wird riesig sein " ,
prophezeite Kuczkowski . Da könne Mannesmann auch mit einem geringeren Anteil
leben . Die derzeitigen GSM-Netze würden durch UMTS allerdings keineswegs
überflüssig : " Wir haben ein ausgereiftes GSM-Netz , das in der Sprache eine
wichtige Rollen spielen wird " , sagte Kuczkowski . Über UMTS sollen lediglich
die neuen Dienste abgewickelt werden . Hierzu zählte er beispielsweise
interaktive Spiele , Einkaufen und Bezahlen mit dem Handy , Nachrichten oder
Musik aus dem Internet . Siehe auch den Hintergrundbericht : Die Wanderung der
UMTS-Milliarden Das Internet als Game-Show-Kanal Sony und eine AT&T-Tochter
gehen zusammen , um einen interaktiven TV-Kanal per Internet zu etablieren , der
Surfern das Spielen per Settop-Box und Fernseher und die Teilnahme an Game Shows
ermöglichen soll . Dafür beteiligt sich Liberty Digital , eine Einheit der
AT&T-Tocher Liberty Media , zu 50 Prozent am Game Show Network von Sony Pictures
Entertainment . Als Ergebnis der Zusammenarbeit soll ein 24-Stündiges
TV-Programm mit Spielen und Game-Shows herauskommen , dass per Internet verteilt
wird . Liberty Media ist bereits an einigen Firmen beteiligt , die
beispielsweise Software für interaktives TV und Fernsehen per Internet
herstellen , darunter OpenTV , sowie an Herstellern digitaler Videorekorder wie
TiVo . Die AT&T-Gesellschaft hat zudem Anteile an mehreren Kabelgesellschaften -
darunter auch in Japan , wo die Gesellschaft auch mit Microsoft zusammenarbeitet
. In Großbritannien waren die Pläne von Microsoft und Liberty Media am Einspruch
der EU-Kommission gescheitert , gemeinsam und mit gegenseitigen Beteiligungen
die Kabelgesellschaft Telewest vollständig zu kontrollieren . Keine schärferen
Elektrosmog-Regelungen wegen UMTS geplant Das Bundesumweltministerium hat einen
Bericht des Spiegel vom Wochenende zurückgewiesen , dass Umweltminister Jürgen
Trittin wegen möglicher Gesundheitsgefährdungen der Bevölkerung durch den neuen
UMTS-Mobilfunk eine Verschärfung der Elektrosmog-Verordnung plane . Ein Sprecher
des Ministeriums erklärte gegenüber c't , es sei zwar eine Novellierung der
Verordnung über elektromagnetische Felder ( 26. Verordnung zur Durchführung des
Bundesimmisionsschutzgesetzes vom 1. Januar 1997 ) in Vorbereitung , dabei gehe
es jedoch lediglich um die Umsetzung einer EU-Ratsempfehlung . Diese sehe vor ,
bestimmte Frequenzbereiche , die bisher nicht mit Grenzwerten für die Immission
belegt seien , in die Regulierung aufzunehmen . Eine Verschärfung der
Elektrosmog-Grenzwerte sei bislang nicht geplant ; zwar sei die
Strahlenschutzkommission beauftragt , die Grenzwerte zu überprüfen , dies sei
aber ein ganz normaler Vorgang , der regelmäßig durchgeführt werde . Er habe mit
dem UMTS-Mobilfunk absolut nichts zu tun . Auch Bundeswirtschaftsminister Werner
Müller hat Befürchtungen zurückgewiesen , die neuen UMTS-Mobilfunknetze würden
zu einer Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung führen . Er erklärte
ebenfalls , dass die Bundesregierung keine Verschärfung der gesetzlichen
Bestimmungen plane : Wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst . In der vergangenen
Woche hatten Umweltschutzverbände die Befürchtung geäußert , durch die Freigabe
der bisher ungenutzten Frequenzbereiche könne es zu Gesundheitsgefährdungen auf
Grund von elektromagnetischer Strahlung kommen . Der Bund für Umwelt und
Naturschutz ( BUND ) und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz ( BBU
) hatten gefordert , mindestens ein Prozent des Gewinns aus der UMTS-Auktion
dafür zu verwenden , mögliche Risiken durch elektromagnetische Strahlen zu
erforschen . Zum aktuellen Stand der Diskussion über die Gesundheitsgefahren
durch Elektrosmog siehe auch Störfunk fürs Gehirn - Mythos und Realität von
Gesundheitsschäden durch elektronische Geräte aus Ausgabe 14/2000 der c't .
Matsushita und NEC besiegeln Kooperation bei 3G-Handys Die beiden größten
japanischen Hersteller von Mobiltelefonen , Matsushita und NEC , haben die
Kooperation bei Internet-fähigen Handys für 3G-Mobilfunk , über die japanische
Zeitungen bereits gestern spekuliert hatten , am heutigen Dienstag offiziell
besiegelt . Matsushita Electric und ihre Tochter Matsushita Communication ,
beide weltweit bekannt unter den Markennamen National und Panasonic , werden
künftig gemeinsam mit NEC Spezifikationen , grundlegende Designs und Software
für 3G-Mobilfunkgeräte sowie mobile Terminals für den Multimediamarkt entwickeln
. Unter Umständen wollen die beiden Firmen im Rahmen der Kooperation auch
Produkte für GSM/GPRS- und 3G-Anwendungen an Dritthersteller liefern . Es ist
die erste Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zwischen führenden japanischen
Elektronikkonzernen . Durch die Kooperation wollen die Unternehmen hohe Kosten
bei der Entwicklung von Mobilfunk-Geräten und -Software sparen . Angesichts des
weltweit umkämpften Mobilfunkmarktes haben sich bereits Toshiba und Siemens
zusammengeschlossen . Sony und der schwedische Konzern Ericsson basteln an einem
ähnlichen gemeinsamen Projekt . Der neue Partner NEC folgt an zweiter Stelle mit
einem Marktanteil von 23 Prozent . T-Aktie weiter im Abwärtssog Die Aktien der
Deutschen Telekom haben auch am heutigen Dienstagmorgen dem anhaltenden
Abwärtssog der vergangenen Wochen nicht standhalten können . Nach Ansicht von
Händlern bleibt der Markt besorgt wegen drohender Verkäufe weiterer großer
Aktienpakete . Bis kurz vor Mittag verloren die Papiere 2,54 Prozent auf 16,86
Euro . Für Ron Sommer mag sich das wie ein Zahlendreher anhören : Der vom
Telekom-Chef anvisierte Kurs von 70 Euro ist jedenfalls himmelweit entfernt .
Wie der Vizepräsident der Investor-Relations-Abteilung von Sonera , Samppa
Seppola , im Gespräch mit der Financial Times sagte , will die Firma den "
ganzen Anteil " an der Deutschen Telekom zwischen Anfang September und dem
Jahresende platzieren . Weiterhin für Nervosität sorge auch die Sperrfrist für
VoiceStream-Aktionäre , hieß es am Markt . Die Telekom hatte die
US-Telefongesellschaft VoiceStream hauptsächlich durch einen Aktientausch mit
1,2 Milliarden neuer T-Aktien erworben . Anfang September und im Dezember laufen
Haltefristen für Telekom-Papiere von VoiceStream-Altaktionären aus . Zwar hatte
Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick eine Gefahr für den Kurs der T-Aktie
wegen der Anteile von VoiceStream-Aktionären ausgeschlossen ; dies trug aber
bislang nicht besonders zur Beruhigung der Situation bei . youSmile vergeht das
Lächeln Nach monatelangen ergebnislosen Gesprächen mit potenziellen Geldgebern
sind beim Karlsruher Geschenkeportal youSmile die Kriegskassen leer . " Wir
befinden uns in einem vorläufigen Insolvenzverfahren " , bestätigt Peter Sudholt
, der die operativen Geschäfte des Startups leitet , gegenüber heise online die
kursierenden Gerüchte über die Pleite der 1999 gegründeten Aktiengesellschaft .
Der Verkauf laufe vorerst aber ganz normal weiter . " Die Logistik- und
Servicepartner stehen zu uns . " Probleme räumt Sudholt allerdings im
Gutscheinbereich ein , da diese von ehemaligen Geschäftspartnern nicht mehr
eingelöst würden . Mit den Betroffenen bemüht sich die Firma um " individuelle
Lösungen " . Das endgültige Aus für den Geschenkeversender will der vierköpfige
Vorstand mit allen Mitteln verhindern . " Wir versuchen , möglichst schnell
einen strategischen Investor an Bord zu holen " , erläutert Sudholt . Gespräche
mit einem Finanzpartner stünden trotz der " extrem schwierigen Marktsituation "
kurz vor dem Abschluss . " Es geht dabei um die Integration von youSmile in ein
größeres Projekt " , so das Vorstandsmitglied . Den Namen des
Verhandlungspartners will Sudholt allerdings noch nicht verraten . youSmile war
im vergangenen Jahr mit der Losung angetreten , das Netz in ein " Land des
Lächelns " zu verwandeln . Mit der Kohle auf dem Konto hatte youSmile eine teure
Niederlassung in der " Trendstadt " München aufgebaut , in der die
Geschäftsführung residierte ; die Technikabteilung verblieb dagegen in Karlsruhe
. Doch inzwischen sind die Reserven der Firma genauso wie die E-Commerce-Töpfe
der drei Geldgeber ausgeschöpft - und Online-Handel als förderwürdiges
Geschäftsmodell ja eh längst out . Weitere Finanzspritzen von den Alt-Investoren
blieben daher aus . Während der Vorstand von youSmile weiter für die Rettung des
Unternehmens kämpft , geht in anderen Startups und Multimedia-Agenturen der
Kahlschlag unvermindert weiter . " Die Anfragen aus dem Bereich der New Economy
werden täglich mehr " , weiß Steffen Schmidt , der Münchner Beauftragte des
Projekts connexx.av bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi , das speziell für
den Multimedia- und Startup-Sektor gegründet wurde . Bei rund 25 bis 30
Unternehmen aus der New Economy betreue connexx.av derzeit den Aufbau von
Angestelltenvertretungen . Die Mitarbeiter einer Firma wie youSmile bräuchten
sich allerdings gar nicht erst an ihn zu wenden : " Wenn das Insolvenzverfahren
bereits angemeldet ist , sind die Chancen sehr gering , dass ein Betriebsrat
noch etwas ausrichten könnte . " Auch Neugründungen , die bislang noch nicht
direkt von der Krise betroffen seien , empfiehlt Schmidt daher die frühzeitige
Wahl eines Betriebsrats . Datenschnüffler gesucht Die Big-Brother-Preise in
Deutschland , Österreich und der Schweiz werden in diesem Jahr wieder am 26.
Oktober verliehen . Anfang Oktober wird dann die Jury darüber entscheiden , wer
den diesjährigen Anti-Preis für Datenschnüffler erhält . Bislang gingen bei
Foebud e. V. , den Bielefelder Big-Brother-Organisatoren , rund 50 Vorschläge
ein . " Wir wollen aber noch mehr Vorschläge , vor allem qualifizierte
Vorschläge " , appelliert Rena Tangens . Das diesjährige Veranstaltungs-Motto in
Wien ist : " Sie wollen uns zu Kakerlaken machen " - also " immer auf der Flucht
" , meint Organisator Erich Moechel . Die ersten Big-Brother-Awards wurden 1998
in Großbritannien von der Organisation " Privacy International " verliehen . Der
Preis wird inzwischen auch in den USA und Frankreich verliehen , geplant sind
zudem Veranstaltungen in Ungarn und in den Niederlanden . US-Navy erhält Patent
für anonymes Surfen Ende Juli wurde der US-Navy vom US-Patentamt das Patent für
" Onion Routing " bewilligt . Onion Routing ( siehe dazu auch " Tarnkappen fürs
Internet " in Ausgabe 16/2000 von c't ) wäre nach Ansicht vieler
Sicherheitsexperten derzeit die beste Methode für anonyme Datenreisen . Es
gewährleistet nicht nur anonymes Surfen , sondern auch anonymen Datentransfer (
ftp ) oder Remote Login . Entwickelt wurde es in einem Forschungsprojekt des
US-Verteidigungsministeriums . Das AN.ON-Projekt , das gemeinsam vom Virtuellen
Datenschutzbüro und der Universität Dresden betrieben wird , ist durch die
Patenterteilung jedoch auch dann nicht gefährdet , wenn man nur die technische
Ebene berücksichtigt . Marit Köhntopp vom Unabhängigen Landeszentrum für
Datenschutz in Schleswig-Holstein sagte , dass AN.ON zwar ähnlich arbeitet ,
aber auf dem Mix-Konzept des Mathematikers David Chaum aus dem Jahr 1981
aufsetzt . Auch Lance Cottrell , der nun den Anonymizer betreibt , setzte in den
frühen 90er-Jahren mit seinem Mixmaster-System auf den Ideen von Chaum auf .
Hannes Federrath , Projektleiter von AN.ON , wundert sich , " dass das Patent
überhaupt erteilt wurde " . Es sei lediglich das Konzept von Chaum abgespeckt
worden , um Realzeit-Verhalten im Netz zu ermöglichen . Seit Chaum habe es keine
wesentlichen Neuerungen mehr gegeben . Dies gelte auch für das AN.ON-Projekt ,
das eng an Chaum angelehnt ist . Federrath : Allerdings könnte im Streitfall das
Projekt Zero Knowledge mit " Freedom " größere Probleme bekommen , da es direkt
auf Onion Routing beruht . Doch dazu soll es vorerst nicht kommen , nimmt man
die Argumentation von Onion-Routing-Entwickler Paul Syverson ernst : " Es ist
ein notwendiger Schritt für diejenigen , die für die Regierung arbeiten , die
Technologie in die Öffentlichkeit zu bringen " , meinte er gegenüber Wired .
Alle drei arbeiten gemeinsam in der NymIP-Forschungsgruppe , die auf
Internet-Protokollebene Anonymität und Pseudonymität im Netz anstrebt . Zurzeit
gibt es allerdings keinen funktionierenden Onion-Router im Netz . Es ist nur ein
Konzept , dessen Prototyp funktionierte . Seit dem 28. Januar 2000 ist der
Prototyp offline und wartet auf weitere Einsätze . Ins Ausland soll er jedoch
nicht exportiert werden - auf Grund seines militärischen Hintergrunds . Onion
Routing verwendet mehrere Rechner für die Anonymisierung . Auch die
Kommunikation wird verschlüsselt . Deshalb ist auch eine Verkehrsanalyse nur
eingeschränkt möglich . Allerdings ist der Absender dem Empfänger bekannt .
Damit schützt Onion Routing den Nutzer gegen Angriffe besser als Crowds , ein
Universitätsprojekt von Mike Reiter und Avi Rubin , und noch um einiges besser
als der Anonymizer . Beim Onion-Routing baut der Browser eine Verbindung zu
einem ersten Onion-Routing-Proxy-Rechner auf . Bevor die Daten auf die Reise
gehen , werden sie mehrfach verschlüsselt . Diese Verschlüsselung legt sich in
Schichten um die Daten , wobei jede Schicht die Adresse des nächsten
Onion-Routers trägt . Diese Schichten sind der Namensgeber für das Projekt ,
dessen Verschlüsselungskonzept einer Zwiebel ähnelt . Schutz vor Beobachtung
bietet der so genannte Dummy Traffic oder Leerverkehr , der zwischen den
Onion-Routern erzeugt wird . Wird der Dienst nur wenig benutzt , bietet das
jedoch kaum Schutz . Denn dann können die Enden eines Kommunikationskanals
allein über die ausgetauschte Datenmenge verkettet werden . I-D Media setzt
Mitarbeitern das Messer auf die Brust Um betriebsbedingte Kündigungen zu
vermeiden , legt der Berliner Webdienstleister I-D Media seinen rund 400
Mitarbeitern mit ungewöhnlichen Mitteln den Abschied von der Firma nahe . Die
Angestellten fanden am heutigen Dienstagmorgen einen freundlichen Brief vor , in
denen ihnen die Geschäftsführung eine " befristete Abfindungsregelung "
unterbreitet . Zwei Monatsbruttolöhne beziehungsweise maximal 16.000 Mark wird
den Mitarbeitern quer durch alle Abteilungen offeriert , wenn sie ihren
Schreibtisch räumen und " Auf-nicht-mehr-so-bald-Wiedersehen " sagen . Olaf
Hofmann , der Berliner Beauftragte des Gewerkschaftsprojekts connexx.av ,
spricht gegenüber heise online von einem " unmoralischen Angebot " . Nicht nur
der immense Zeitdruck , der auf die Mitarbeiter ausgeübt werde , sei jenseits
von Gut und Böse . Zudem würden soziale Härtefälle nicht berücksichtigt . " Eine
geregelte Kündigung oder eine Abwicklungsvereinbarung ist da oft besser " ,
meint Hofmann . Noch für den heutigen Abend hat connexx.av daher eine
Informationsveranstaltung angesetzt , um die ID-Media-Belegschaft über ihre
Situation aufzuklären . Die Einberufung einer solchen Mitarbeitervertretung ist
die Voraussetzung für die Aufstellung eines Sozialplans , wie ihn connex.av
vergangene Woche erstmals für das zu EM.TV gehörende Jugendportal Junior-Web
erstritten hat . Mit einem solchen " kollektiven Aufhebungsvertrag " wird ein
Ausgleich zwischen den Interessen von Arbeitgeber und Arbeitnehmern angestrebt .
Die Möglichkeiten , auf individuelle Schicksale einzugehen , ist dabei deutlich
größer als bei Abfindungsvorschlägen von der Unternehmensleitung .
I-D-Media-Sprecher Sebastian Dieterich wollte die " Berliner Regelung " heute
gegenüber heise online nicht kommentieren , da es sich um eine " rein interne
Maßnahme " handle . " Die schlechte Marktlage " zwinge die Firma leider dazu ,
solche Wege zu beschreiten . Erst vergangene Woche hatte das börsennotierte
Unternehmen die 21 Mitarbeiter in den Stuttgarter und Wiener Filialen davon in
Kenntnis gesetzt , dass die Niederlassungen dicht gemacht werden . Bereits im
Juni mussten zudem die 93 I-D-Media-Angestellten in Hamburg gehen , da der
Standort aufgegeben wurde . " Davon haben aber 90 Prozent bereits neue
Arbeitsverträge unterschrieben " , freut sich Dieterich , der über diese Zahl
angesichts der schlechten Marktlage selbst überrascht ist . Vor allem kleine
Unternehmen hätten aber anscheinend noch Einstellungsbedarf an gut
qualifizierten Leuten . Eine Sollgröße an Mitarbeitern , die I-D Media an den
verbliebenen Niederlassungen in Berlin und London behalten möchte , kann
Dieterich nicht benennen . " Wahrscheinlich will der Vorstand einfach mal
schauen , wen er schnell loswerden kann " , sieht Hofmann daher als Sinn der
überraschenden Aktion . Dazu will der Dienstleister verstärkt auf das bisher
vernachlässigte Consulting setzen . Neue Umsätze soll zudem die gerade in
Kooperation mit IBM fertig gestellte Lösung Cynigma bringen , ein aus dem von
I-D Media betriebenen Cycosmos entwickeltes Personalisierungstool . Mit der
Software will die Firma Netzhändlern ein modular einsetzbares Gateway zur
Verwaltung von Kundenprofilen an die Hand geben . Intel kauft Olicoms
Entwicklungsabteilung Nachdem Olicom schon seine Token-Ring-Abteilung an Madge
verkauft hat , übernimmt Intel nun die gesamte Entwicklungsgruppe vom dänischen
Netzwerkhersteller . Mit dem Kauf werden 220 Olicom-Techniker in Kopenhangen ,
Dänemark , und Gdansk , Polen , zu Intel-Mitarbeitern ; außerdem bekommt Intel
die gesamten Patente und Produktrechte , die die Olicom-Entwicklungsabteilung
hält . Beide Firmen gaben bislang keine Informationen über den Preis bekannt ,
den Intel bezahlen muss . Wie es mit Olicom nun weitergeht , ist weitgehend
unklar . Nach Angaben von Olicom hatte das Management versucht , die gesamte
Firma zu verkaufen , was aber gescheitert sei . Daher habe man sich dafür
entschieden , nach und nach einzelne Abteilungen abzugeben , um " eine sehr
kritische finanzielle Situation " zu vermeiden . Obwohl der Verkauf der
Token-Ring- und Entwicklungsabteilungen die Liquidität von Olicom verbessert
habe , sei der Buchwert der Firma durch " signifikante Verluste und
substantielle Abschreibungen " nunmehr nahezu Null . Der einzige größere Besitz
von Olicom ist jetzt die Merheitsbeteiligung an der dänischen Firma Digianswer ,
einem Hersteller von DSP-basierenden Freisprecheinrichtungen für Mobiltelefone
und Entwickler von Bluetooth-Produkten . Diese Beteiligung möchte Olicom nunmehr
ebenfalls verkaufen , womit die Firma praktisch nicht mehr existent wäre . Im
Herbst wird es laut Olicom eine außerordentliche Aktionärsversammlung geben ,
die über die weitere Zukunft des Unternehmens entscheiden soll . Netscape
Communicator 4.61 für OS/2 Seit gestern gibt es nun auch die Version 4.61 des
Netscape Communicator für OS/2 . Er beherrscht alle Funktionen , die auch die
anderen Betriebssystemversionen des Netscape-Browsers bieten . Unter
http://techsupport.services.ibm.com/asd-bin/doc/en_us/ns40/f-feat.htm bekommt
jeder OS/2-Benutzer ihn kostenlos . Bertelsmann will Flatrate-Zugang anbieten
Bertelsmann trumpft auf : Ein Mittel , dieses hehre Ziel zu erreichen , scheint
für Bertelsmann eine Flatrate für den Internet-Zugang zu sein . Ein
entsprechendes Angebot kündigte Eierhoff im selben Interview an : " Wir wollen
die Telefonuhr abstellen und einen pauschalen Online-Tarif inklusive
Telefongebühr anbieten " . Passend zu den Vorhaben von Bertelsmann verstärken
sich wie gemeldet die Gerüchte , der Konzern wolle Strato übernehmen , den
größten deutschen Web-Dienstleister . Buchmesse : Die Gewinner des ersten
Frankfurt eBook Award heißen E.M. Schorb und David Maraniss . Überraschend wurde
der mit 100.000 US-Dollar dotierte Preis , der damit einer der lukrativsten
Preise in der Literaturwelt ist , unter den beiden aufgeteilt . Weitere Preise
in Höhe von 10.000 US-Dollar für die Kategorien Converted Fiction , Original
Nonfiction und Converted Nonfiction erhielten Zadie Smith ( " White Teeth " ) ,
Larry Colton ( " Counting Coup " ) und Viliam Vasata ( " Überleben in der
Sintflut " ) . Ed McBain bekam für seinen Belltristikbeitrag " The Last dance "
ebenfalls einen Preis . Im großen Rahmen in der Frankfurter Alten Oper wurden
die Preisträger und vor allem der Preis gefeiert . Der Frankfurt eBook Award
wurde unter Federführung von Microsoft ins Leben gerufen , um die besten E-Books
zu prämieren und so der E-Book-Industrie einen Schub nach vorne zu geben .
Microsoft engagiert sich in dem noch in den Anfängen steckenden Markt auf
vielfältige Weise . Das Software-Unternehmen ist die treibende Kraft hinter dem
Open-eBook-Standard ( OEB ) , dem sich der Big Player Gemstar eBook bereits
verpflichtet hat . Der MS Reader , eine Software um E-Books auf PC und Pocket PC
zu lesen , wird kostenlos unter die Leute gebracht . Und nicht zuletzt versucht
Microsoft , die Verlag in großem Stil davon zu überzeugen , ihr Material
OEB-gerecht aufzuarbeiten und als E-Book zu vertreiben . Diese Aktivität hat
sich bislang auf die USA beschränkt , doch streckte der Software-Riese auf der
Buchmesse auch in Europa die Fühler aus . Im Vorfeld des Award wurde nicht nur
die Höhe des Preisgeldes in dem Zusammenhang kritisiert , dass hier ja weniger
Literatur , sondern vielmehr Technik prämiert werde . Alberto Vitale ,
Vorsitzender der International eBook Award Foundation und ehemaliger CEO von
Random House , bemerkte auf der Buchmesse auch vielsagend , vielleicht würde mit
dem Preis in wenigen Jahren tatsächlich Technik statt Literatur prämiert . Offen
blieb , ob er damit Lesegeräte meint oder zukünftige E-Books , die die neue
Techniken ausreizen . Immerhin wurde mit dem eBookMan von Franklin auch schon
ein Lesegerät mit einem Frankfurt-eBook-Award ausgezeichnet . Ein weitere
Kritikpunkt betraf die Finalisten-Auswahl . Zufällig sind Deutschland und
Frankreich die beiden einzigen Länder außerhalb der USA , in denen ein
E-Book-Markt aufgebaut werden soll . Colt reicht Beschwerde gegen Telekom wegen
Ortsnetzen ein Die Colt Telecom GmbH aus Frankfurt/Main hat eine formelle
Beschwerde gegen die Deutsche Telekom wegen Behinderungen beim Aufbau eigener
Ortsnetze eingereicht . Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Samstag
berichtete , will das Unternehmen erreichen , dass die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) in Bonn prüft , ob die Deutsche Telekom
ihre marktbeherrschende Stellung im Ortsnetz missbraucht , um den Wettbewerb in
diesem Marktsegment zu behindern . Das sagte der Vorsitzende von Colt , Horst
Enzelmüller , der FAZ . Der Rosa Riese hält im Ortsnetz einen Marktanteil von 97
Prozent . Zwar sei die Deutsche Telekom verpflichtet , den Wettbewerbern den
Zugang zum Kunden über eine zweiadrige Kupferleitung zu überlassen . Dazu müsse
die jeweilige Telefongesellschaft ihre Technik in den Schaltstellen der
Deutschen Telekom installieren . Die Branche wirft der Deutschen Telekom vor ,
die Verbindung zum Kunden zu langsam , zu bürokratisch und technisch fehlerhaft
zu schalten . Darüber ärgere sich die Branche schon lange , bisher habe aber die
Angst vor Repressalien offenbar viele Unternehmen bewogen , keine Beschwerde bei
der Regulierungsbehörde einzureichen , schreibt die Zeitung . Linus Torvalds : "
Was Anwender tun , ist niemals falsch . " In einem Interview mit c't beschreibt
Linus Torvalds , " Erfinder " des Open-Source-Systems Linux , die Entwicklung ,
die zum heutigen Stand des Systems geführt hat und seine weitere Rolle in der
Entwicklung . Auch auf die Schwierigkeiten und Verzögerungen beim neuen Kernel
2.4 geht Torvalds im Detail ein . Die Zukunft des Systems sieht Torvalds durch
die große Entwicklergemeinde gesichert : " In Wirklichkeit ist Linux ja nicht
eine einzige Person . " Aber die wirklich faszinierenden Dinge machen andere
Leute . Die ganze Aufregung um DVD war sehr interessant , wenn auch vielleicht
etwas entmutigend . Und dann natürlich der Desktop und Dinge , die für Unix
eigentlich ganz ungewöhnlich sind . Wenn ich beispielsweise Fernsehen gucke ,
tue ich das mit einem Linux-Rechner , dessen Festplatte als Videorecorder dient
. Wenn man so ein Gerät mal benutzt hat , will man nie wieder einen klassischen
Videorecorder anfassen . Auch bei mobilen Geräte und drahtlosen Verbindungen
sieht Torvalds entscheidende Entwicklungen auf die Branche und Linux zukommen :
Wenn ich unterwegs bin , benutze ich meinen Laptop , um E-Mail zu lesen ; und
dann will ich das Handy als Modem einsetzen . Aber das geht nicht ; diese Art
Kommunikation funktioniert einfach noch nicht . Ich denke , in fünf Jahren
werden alle diese Geräte miteinander kommunizieren können . Torvalds kann darin
aber kein Problem entdecken , etwa für die Einheitlichkeit von Linux : Ich kann
den Linux-Usern doch nicht vorschreiben , was sie zu tun haben . Meine Ansicht
war immer : Was immer die Leute tun wollen , es ist in Ordnung . Eher amüsiert
steht Linus Torvalds all den heftigen Debatten um das " richtige "
Betriebssystem gegenüber . Bei Diskussionen um ihre technischen Ideen würden die
Leute sehr hitzig und unangenehm , dies sei aber nicht allein typisch für die
Open-Source-Gemeinde : Das Internet macht es leicht , einfach drauflos zu reden
, und dann kommt es schnell zu Flame Wars . Man kennt die Leute nicht , mit
denen man streitet , und dann übertreibt man es leicht . Torvalds sieht solche
Auseinandersetzungen gelassen : Es ist ein sozialer Wettbewerb , man zeigt so
seine Überlegenheit anderen gegenüber . Dyson : Internet-Regierung überflüssig
und nicht demokratisch Die internen Auseinandersetzung innerhalb der
Internet-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers um die
Wahl zum Direktorium gehen offensichtlich weiter . " ICANN wollte zwar regieren
, es aber nicht zugeben " , hat die gegenwärtige Präsidentin Esther Dyson eine "
Internet-Regierung " kategorisch abgelehnt . " Und dann will ich immer noch den
öffentlichen Raum frei von kommerziellen Spielregeln halten , den freien
Informationsfluss hüten und den Bits ihre Freiräume geben . " Dyson dagegen
scheint inzwischen das gewählte Direktorium als überflüssig zu betrachten : "
Das Web braucht eine verantwortlich handelnde Organisation mit begrenzter Macht
" , sagte sie laut dpa in einem Interview des Frauenmagazins Vivian . Diese
Organisation solle die Infrastruktur des Netzes verwalten und bindende
Grundsätze festlegen , die das weitere Wachstum des Web sicherten . Mitte
Oktober hatten die ICANN-Mitglieder die Direktoren gewählt , die die
Internet-Nutzer vertreten sollen . Müller-Maguhn soll als europäischer Direktor
für die europäischen Surfer sprechen - und schaffte den Wahlsieg mit 5.948
Stimmen . 76.000 ICANN-Mitglieder waren wahlberechtigt , davon gaben rund 32.000
tatsächlich ihre Stimme ab - teilweise behindert von technischen Schwierigkeiten
bei der Online-Wahl . Elektronisches Publizieren stellt Buchmarkt vor neue
Herausforderung Die digitale Technik stellt den Buchmarkt vor neue
Herausforderungen . So langsam dämmert es den bislang noch zurückhaltenden
Verlagen und Buchhändlern , dass sie sich auf die neuen elektronischen
Möglichkeiten wie E-Books ( elektronische Bücher ) und Books on Demand ( BoD ,
Buchdruck auf Anforderung ) einstellen sollten , wenn sie nicht den Anschluss
verpassen wollen . Das elektronische Publizieren war daher auf der Frankfurter
Buchmesse , die morgigen Montag zu Ende geht , eines der am meisten diskutierten
Themen . Content Syndication lautet das neue Zauberwort der Branche : Die
Mehrfachverwertung von einmal digitalisierten Inhalten als Buch , Taschenbuch ,
CD-ROM , Hörbuch oder auch Film verspricht größtmöglichen Ertrag , und in dieser
Kette bilden E-Books und Books on Demand neue Verwertungsglieder . Immer mehr
Unternehmen entstehen , die Software für das Herunterladen und Lesen von E-Books
am PC erstellen oder PC-unabhängige Lesegeräte für E-Books anbieten . Mit
BoD-Digitaldruck lassen sich relativ günstig kleinste Auflagen herstellen , so
dass auch Hobby-Autoren ohne Verlag ihre Werke gedruckt in Händen halten können
. " Books on Demand werden für Spezialauflagen unter 500 Exemplaren oder zum
Wiederauflegen vergriffener Titel in wenigen Jahren Standard bei vielen Verlagen
sein " , glaubt der Sprecher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels , Eugen
Emmerling . Mittlerweile gibt es auch so genannte Individualbücher , die genau
nach den Wünschen des Bestellers produziert werden . So bietet Booktailor.com
maßgeschneiderte Reiseführer an , und bei einigen Internet-Buchhändlern gibt es
Geschenkbücher zum Geburtstag oder zur Hochzeit mit einem individuellen
Glückwunschtext des Bestellers . Bislang stoßen E-Books und Books on Demand
allerdings noch auf kein sehr großes Leserinteresse . Daher scheuen viele
Verlage noch vor den hohen Investitionen zurück , die der Einstieg in die
digitale Buch- und Informationswelt erfordert . " E-Books haben eine große
Zukunft - aber keiner weiß , wann sie wirklich beginnt " , brachte das Wall
Street Journal kürzlich die Lage auf den Punkt . In Deutschland werden unter dem
Namen Rocket eBook seit Juni Lesegeräte verkauft , die man im Internet mit bis
zu 50 digitalisierten Büchern speisen kann . Bei einem Preis von 675 Mark haben
nach Angaben des Anbieters Gemstar bisher 500 Leser zugegriffen . Bislang bieten
erst 50 der 2.000 deutschen Verlage Titel an . Insgesamt gibt es derzeit erst
rund 600 elektronische Bücher . Als Vorteil für die Verlage preist
Gemstar-Sprecher Gerd Ribbeck den Kopierschutz der Lesegeräte : E-Books für das
Rocket eBook können nicht weitergegeben oder verliehen werden , sie sind immer
nur auf dem individuellen Gerät lesbar , für das ein Anwender sie gekauft hat .
Die nächste Geräte-Generation , die im Frühjahr auf den deutschen Markt kommen
soll , habe zudem integrierte Modems . Eines der beiden neuen Geräte biete einen
hoch auflösenden Farbbildschirm , auf dem auch Tabellen , Bilder und Grafiken
besser lesbar sein sollen als bisher . Denn anders als viele
Belletristik-Verlage haben die großen Wissenschaftsverlage das elektronische
Publizieren bereits für sich entdeckt . Für sie bietet das Internet den Vorteil
, einzelne Artikel oder komplette Zeitschriften schon vor Erscheinen des
gedruckten Heftes weltweit verbreiten zu können . Der wissenschaftliche
Springer-Verlag ( Heidelberg ) etwa stellt bereits 98 Prozent seiner rund 500
Zeitschriftentitel ins Netz . Ein Problem ist jedoch der mangelnde
Urheberrechtsschutz . " Das Internet ist kein anarchistischer Raum , wir
brauchen verlässliche Spielregeln " , fordert Wolfgang Scheuren vom Arbeitskreis
Elektronisches Publizieren im Börsenverein . Bislang gebe es noch keine
Verschlüsselungstechnik , die Autoren und Verlagen zuverlässigen Schutz vor
Internet-Piraterie biete . Noch ist auch nicht klar , welche Form des
E-Book-Lesens sich durchsetzen wird : Die Lektüre auf PC oder Laptop oder aber
auf einem separaten Gerät wie den E-Book-Readern . Medientheoretiker zeichnen
ein anderes Szenario : AOL : Bundeskanzler soll sich für günstige Flatrate
einsetzen In den Auseinandersetzungen um das jüngste Flatrate-Sterben meldet
sich nun einmal wieder die Deutschland-Dependance von AOL , dem weltgrößten
Online-Dienst , zu Wort . Offensichtlich angesichts einer bevorstehenden
Anhörung bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) zu
den Gebühren , die die Telekom von Internet-Providern und Online-Diensten
verlangt , fordert AOL das Angreifen der Politik . Bundeskanzler Gerhard
Schröder soll nach den Vorstellungen von AOL-Deutschland günstige Tarife für den
Internetzugang durchsetzen und einen " Internet-Minister " berufen . In der Welt
am Sonntag fordert der Geschäftsführer von AOL-Deutschland , Uwe Heddendorp , in
einem offenen Brief an Schröder , er solle sich für günstige
Internet-Pauschalpreise ( Flatrate ) einsetzen . Wenn Fernsehen in Deutschland
nicht mehr pauschal 28,25 Mark Rundfunkgebühr im Monat , sondern 1,8 ,
vielleicht sogar nur 1,4 Pfennig pro Minute kosten würde , wäre es mit dem
Fernsehen schnell vorbei . Der angeblich so günstige Minutenpreis sei in
Wahrheit ein Preistreiber , der die Kosten für den durchschnittlichen
TV-Konsumenten auf weit über 100 Mark im Monat steigen ließe , meint der
AOL-Chef . Schröder sollte verhindern , dass wirtschaftlich sinnvolle
Entscheidungen im Dickicht zwischen Regulierungsbehörde , Regierung und
Gesetzgeber stecken blieben . Das beweise auch das Vorbild USA . " AOL würde
längst eine Flatrate für um die 40 DM anbieten , wenn man uns nur ließe " ,
schreibt Heddendorp . Als einer der letzten Anbieter eines
Privatkunden-Pauschaltarifs außer der Telekom hatte Anfang Oktober NGI seine
Flatrate " vorläufig " eingestellt . Die RegTP hatte Mitte September bereits ein
offizielles Verfahren gegen die Telekom eingeleitet , bei der es nach Angaben
der Behörde um die Gebühren gehe , die der Konzern von Internet-Providern und
Online-Diensten verlange . Teilnehmen sollen unter anderem AOL , Mannesmann ,
Viag Interkom und natürlich die Deutsche Telekom . Die 3. Beschlusskammer der
RegTP ist für " Besondere Mißbrauchsaufsicht " und " Nachträgliche
Entgeltregulierung Telekommunikation " zuständig . Weltweit längstes
Internet-Unterseekabel beschädigt Ein Schaden an einem der weltweit
meistgenutzten Unterseekabel zur Datenübertragung bremst Internetsurfer auf
insgesamt drei Kontinenten aus . Wie ein Sprecher der australischen
Telefongesellschaft Telstra gestern mitteilte , wurde das mit 39.000 Kilometern
längste Unterseekabel der Welt , das Australien mit Asien und Europa verbindet ,
rund 100 Kilometer vor der Küste Singapurs beschädigt . Als Schadensursache
komme beispielsweise ein Schiffsanker in Frage , sagte der Sprecher . Die
Reparatur könne Tage dauern . Die normalen transkontinentalen Ferngespräche
waren von dem Kabelschaden nicht berührt . Daneben war zum Teil auch der
Internet-Datenverkehr in Japan , Indonesien und Hongkong betroffen ; in
kleinerem Umfang mussten auch Surfer in Großbritannien und den USA mit etwas
erhöhten Wartezeiten leben . Es wird von rund 100 Telekommunikationsfirmen aus
aller Welt betrieben und ist eines der längsten Unterseekabel der Welt .
Haupteinsatzzweck von SEA-ME-WE 3 ist der Betrieb als Internet-Backbone .
Telstra , Australiens größter Internet-Provider , nutzt SEA-ME-WE 3 für rund 60
Prozent seines internationalen Internet-Traffic . Um 16 Uhr ( Ortszeit ) am
gestrigen Dienstag erreichte das Telstra-Netz nach dem Schaden am Kabel gerade
noch einmal 30 Prozent seiner normalen Leistungsfähigkeit - im Laufe des Abends
sank die Leistung noch weiter , da die ständigen Anfragen nach nicht
erreichbaren Web-Seiten die Kapazität über das normale Maß hinaus weiter
belasteten . SEA-ME-WE 3 soll in absehbarer Zeit durch das Southern Cross Cable
Network ergänzt werden . Das unterseeische Glasfaserkabelnetz , das zu 40
Prozent einer Tochter von Cable & Wireless gehört , verbindet die Ostküste
Australiens mit den USA und ermöglicht eine maximale Bandbreite von 100 GBit/s ,
während SEA-ME-WE 3 maximal 20 GBit/s erreicht . SEA-ME-WE 3 , das wie auch das
neue Netz mit Wavelength Division Multiplexing arbeitet , ist Hauptbestandteil
eines Netzwerks von rund 40.000 Kilometer Länge , das sich von Deutschland über
Spanien , den Nahen Osten und Südost-Asien bis Japan erstreckt . Millionenkredit
für zahlungsunfähige teamwork Für die Sanierung des zahlungsunfähigen
Paderborner IT-Dienstleisters teamwork haben die Hauptgläubiger einen
Millionenkredit zur Verfügung gestellt . Die Börse habe auf die Nachricht mit
einem " Kursfeuerwerk " reagiert , erklärte Eickholz . Am gestrigen Montag ist
der Kurs der teamwork-Aktie auch tatsächlich um mehr als 50 Prozent geklettert -
allerdings auf dem niedrigen Niveau von unter fünf Euro . Damit ist die Aktie
allerdings immer noch weit vom 52-Wochen-Hoch von 59,50 Euro entfernt . Nach dem
Sanierungskonzept des vorläufigen Insolvenzverwalters , Frank Kebekus , sollen
in- und ausländische Beteiligungen der teamwork AG veräußert werden . Damit
solle Geld in das angeschlagene Unternehmen fließen . Zusätzlich solle ein
strategischer Partner gewonnen werden . Bislang seien Gespräche mit mehr als 20
Interessenten geführt worden , sagte Eickholz . Mit einem Ergebnis werde bis
Ende des Jahres gerechnet . Das operative Geschäft des Unternehmens werde in
vollem Umfang fortgeführt , Auftragsstornierungen gebe es nicht . Nach Auskunft
des Firmensprechers übernimmt die Bundesanstalt für Arbeit bis Ende Dezember die
Gehaltszahlungen für die rund 320 Mitarbeiter . Umsätze mit optischen Netzwerken
gesunken Die auf Netzwerke spezialisierten Marktforscher analysierten die
Verkäufe von Einrichtungen und Installationen , die mit Wavelength Division
Multiplexing und SONET arbeiten . Bei Fujitsu , nach Nortel und Lucent Nummer 3
auf dem Markt für optische Netze , blieben die Umsätze sogar gleich . Dafür
konnten die beiden auf den Plätzen 6 und 7 gelisteten Firmen , Ciena und Cisco ,
starken Zuwachs verzeichnen : Ciena legte um 17 Prozent zu , Cisco sogar um 25
Prozent . Beide sind aber vom reinem Umsatzvolumen mit optischen Netzen her noch
weit von den Marktführern entfernt . Analysten führen die zurückgegangen Umsätze
allerdings nicht auf Preisreduzierungen bei den Geräten und
Infrastruktureinrichtungen zurück . Nortel beispielsweise erklärten schon , dass
die Nachfrage zwar weiter sehr groß sei , aber auch diese Industrie könne nicht
immer in astronomischen Ausmaßen wachsen . Die Marktforscher von Dell'Oro
wiederum sehen auch saisonale Einflüsse : Das dürfte Balsam für die geplagten
Netzwerk-Hersteller sein : Nicht nur von Schwierigkeiten geplagte Firmen wie
Lucent , auch Konzerne wie Nortel sind in den letzten Monaten von den Börsen auf
Grund von Befürchtungen abgestraft worden , dass der Boom nicht ewig so
weitergehen könne . Mikrotechnologien auf dem Vormarsch Die in den für das
menschliche Auge nicht mehr sichtbaren Bereichen arbeitende Mikrosystemtechnik
ist weltweit auf dem Vormarsch . Die Miniatur-Sensoren und Systemkomponenten im
Nano- bis Millimeter-Bereich seien eine der Schlüsseltechniken des Jahrhunderts
, sagte der Vorsitzende der Deutschen Elektrotechnischen Kommission im Verband
der Elektrotechnik , Elektronik und Informationstechnik ( VDE ) , Dietmar
Harting , am heutigen Dienstag auf der Fachmesse electronica in München .
Deutsche und europäische Firmen seien in diesem Wachstumssegment auf dem Weg zur
Weltspitze und könnten den USA im Jahr 2010 den Rang ablaufen , sagte Harting .
Die Mikrosystemtechnik finde in nahezu allen Bereichen der modernen Welt
Verwendung . So kämen die mikroskopisch kleinen Komponenten unter anderem in
Autos , Handys , Computern oder medizinischen Geräten zur Anwendung . Bundesweit
sind in der Branche gegenwärtig rund 200.000 Menschen beschäftigt . Allerdings
hätten die Unternehmen auch hier " mit einem riesigen Fachkräftemangel " zu
kämpfen . Den erwarteten 6.500 frisch ausgebildeten Ingenieuren stünden im
nächsten Jahr rund 13.500 offene Stellen gegenüber . Von entscheidender
Bedeutung für den jungen Industriezweig sei auch eine möglichst schnelle
Ausarbeitung und internationale Umsetzung gültiger elektrotechnischer Normen ,
betonte Harting . " Die Mikrosystemtechnik entwickelt sich revolutionär , nicht
evolutionär . " Nur auf einer verlässlichen Basis könnten Unternehmen gezielt in
die neue Technologie investieren . Uneinigkeit über digitale Urheberrechte und
Abgabe auf PCs Dietrich Harke , Datenschutzbeauftragter der Fachhochschule
Darmstadt , hat ein " digitales Dilemma " ausgemacht . Denn einerseits besteht
weltweit Einigkeit darüber , dass geistiges Eigentum auch im Internet geschützt
werden muss . Doch über das Wie , so zeigte zuletzt ein zweitägiger Workshop zum
" Schutz digitaler Güter " in Berlin , herrscht ebenso weltweit Unstimmigkeit .
Speziell die Musikindustrie beklagt seit Jahren Umsatzeinbußen , weil zahlreiche
Musikfans aktuelle Hits nicht mehr auf CD kaufen , sondern sie kostenlos von
illegalen Internet-Seiten herunterladen . Während Vaughn Halyard vom
Disney-Konzern " Anreize schaffen " will , um die Kunden zu freiwilligen
Zahlungen zu bewegen , will die Bundesregierung das Geld zwangsweise eintreiben
, in dem auf Computer und CD-Brenner eine Geräteabgabe erhoben wird . Volker
Schöfisch vom Bundesjustizministerium verteidigte auf dem Workshop diesen
umstrittenen Vorschlag . Es sei ein " Irrglaube " , dass Kopien für den
Privatgebrauch bislang kostenlos gewesen seien . Über die Geräteabgabe müsse für
das Fotokopieren von Büchern oder das Mitschneiden von CDs schon seit 25 Jahren
gezahlt werden . Kathrin Bremer vom Bundesverband Informationswirtschaft ,
Telekommunikation und neue Medien ( BITKOM ) geißelte eine Geräteabgabe hingegen
als " ungerecht " . Es bleibe unberücksichtigt , ob man sein Faxgerät als
Kopierer oder als Kommunikations-Instrument benutzt . Sie forderte stattdessen
technische Schutzmechanismen . Dafür plädierte auch Martin Weinert ,
Geschäftsführer beim Filmkunst-Musikverlag , einer Tochterfirma der
Kirch-Holding . Er dachte laut über " individuelle Formatierungen " nach . Dies
findet Dietrich Harke " bedenklich " . Technische Schutzmaßnahmen dürften nicht
dazu führen , " dass das Recht auf private Kopien ausgehebelt wird " , sagte er
und verwies auf Gerichtsentscheidungen , die das Kopieren und Weitergeben von
Tonträgern in geringem Umfang erlauben , solange dies lediglich im privaten
Freundeskreis geschieht . Am Rande der Veranstaltung wurden aber ohnehin Zweifel
laut , ob technische Barrieren das Problem lösen . " Die Kirch-Gruppe bekommt es
doch noch nicht einmal hin , Premiere World vernünftig zu verschlüsseln " ,
spottete einer der Zuhörer , und auch Martin Böhm von Digital World Services ,
einer Firma des Bertelsmann-Konzerns , war pessimistisch : " Eine
hundertprozentige Sicherheit wird es nie geben . " Auf der electronica 2000 gab
der japanische Halbleiterkonzern Sharp für den Mikroelektronikbereich nicht nur
traumhafte Wachstumsraten von 90 Prozent bekannt , sondern verkündete auch den
Einstieg mit eigenen Displays und Kameras ins Handy-Geschäft . Weit mehr als der
Weltmarktdurchschnitt konnte Sharp Microelectronics Europa ( SME ) im letzten
halben Jahr den Umsatz steigern . Hier waren es vor allem die Flash-Speicher ,
deren Umsatz sich um 300 Prozent verbesserte . Sharp stellte zudem auf der Messe
ein Fülle neuer Produkte vor , darunter Displays mit einer verbesserten aktiven
TFT-LCD-Technik . Daneben präsentierte Sharp als Highlight ein 28-Zoll-TFT-LCD ,
das irgendwann einmal die Wohnzimmer erobern soll . Derzeit dürfte es mit
Preisen um die 20.000 Mark jedoch nur wenig Abnehmer finden . CMOS-Sensoren
verdrängen im Lowcost-Markt allmählich die CCD-Elemente ; zum Teil haben sie
auch bessere Kontrasteigenschaften bei schlechten Lichtverhältnissen . Und damit
Displays und CMOS-Kameras auch in " vernünftiger Form " in Mobiltelefonen auf
den Markt kommen , hat sich Sharp nun entschlossen , die Handys auch gleich
selbst zu fertigen . Bereits in einem Monat sollen die ersten Geräte erhältlich
sein . Rekordjahr für deutsche Chip-Branche Im kommenden Jahr erwartet der ZVEI
allerdings eine moderate Abschwächung der rasanten Entwicklung auf rund 15
Prozent Zuwachs . Treibende Kraft waren die aktiven Bauelemente , insbesondere
die integrierten Schaltungen ( ICs ) , die gleich um 45 Prozent zulegten . Der
Weltmark der elektronischen Bauelemente wuchs allerdings noch deutlich stärker -
jedenfalls wenn man ihn in Euro berechnet . In US-Dollar betrug die Steigerung
insgesamt " nur " 23,3 Prozent , umgerechnet in Euro legte er aber wegen des
Kursverfalls der europäischen Währung um über 36 Prozent zu . Bei den
Arbeitsplätzen hielt sich der Boom allerdings in Grenzen . Hier hat sich der
Mitarbeiterstand bei den Firmen des ZVEI-Fachbereichs Bauelemente von 78.100 auf
83.400 Beschäftigte erhöht , also um 6,7 Prozent . Rau : Im Internet politische
Bildung vermitteln Politische Bildungsarbeit muss nach Ansicht von
Bundespräsident Johannes Rau jetzt auch in den neuen Medien und vor allem im
Internet mit seinen Möglichkeiten der interaktiven Kommunikation geleistet
werden . Bei einem Gespräch mit dem Präsidenten der Bundeszentrale für
politische Bildung , Thomas Krüger , sagte Rau am heutigen Dienstag in Bonn ,
auch auf diese neue Weise müssten die entsprechenden Zielgruppen erreicht werden
. " Wir brauchen für eine lebendige Demokratie den mündigen Staatsbürger " ,
unterstrich Rau . Bei dem Treffen , an dem auch die Leiter der Landeszentralen
für politische Bildung teilnahmen , meinte Rau , manche Menschen in den neuen
Bundesländern stünden politischer Bildung oft reserviert gegenüber , weil es sie
in der ehemaligen DDR nur in der Form von Indoktrination gegeben habe . Er halte
es für wichtig , dass die Arbeit der Zentralen für politische Bildung auch die
Jugendlichen in den neuen Ländern erreicht . Gerade in den neuen Ländern finde
vor allem unter Jugendlichen rechtsextremes Gedankengut viele Anhänger . Immer
wieder müssten antisemitische und ausländerfeindliche Übergriffe registriert
werden . " Solchem Denken und Handeln müssen wir begegnen - auch und gerade mit
den Mitteln der politischen Bildung " , erklärte Rau . Rechtsextremes
Gedankengut , Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit gebe es jedoch auch in
den Ländern der alten Bundesrepublik . " Überall müssen wir Intoleranz und
Fremdenhass bekämpfen , in den neuen und in den alten Ländern " , betonte Rau .
Die Bundeszentrale für politische Bildung wurde 1952 gegründet , um " den
demokratischen und europäischen Gedanken im deutschen Volk zu festigen und zu
verbreiten " . Ziel ihrer Arbeit ist es , " durch die Vermittlung möglichst
umfassender Informationen Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern ,
das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen
Mitarbeit zu stärken " . Infomatec-Zentrale erneut durchsucht Die Skandalserie
um die gebeutelte Augsburger Infomatec AG reißt nicht ab . Die
Unternehmenszentrale des am Neuen Markt notierten Unternehmens , das Soft- und
Hardware für Settop-Boxen zum Surfen per Fernseher herstellt , ist am heutigen
Dienstag erneut durchsucht worden . Dies berichtet laut dpa die Augsburger
Allgemeine in ihrer Mittwochausgabe . Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Kolb habe auf
Anfrage in Augsburg bestätigt , dass seine Behörde bei der Durchsuchung am
Dienstag Unterlagen sicher gestellt habe , die im Zusammenhang mit der
Verhaftung der ehemaligen Infomatec-Chefs Gerhard Harlos und Alexander Häfele
stehen . Eine Zeugenaussage habe den Verdacht ergeben , dass das
Software-Unternehmen der Staatsanwaltschaft wichtige Dokumente vorenthalten habe
, sagte Kolb . Wegen " Gefahr im Verzug " sei daher die Durchsuchung angeordnet
worden . Bereits Mitte Oktober hatte die Staatsanwaltschaft und die Polizei die
Zentrale der Infomatec und andere Büros der Firma durchsucht . Die beiden
Firmengründer Harlos und Häfele waren vergangenen Donnerstag verhaftet worden .
Ihnen werden Kursbetrug , verbotene Insider-Geschäfte und falsche Darstellung
der Unternehmensverhältnisse vorgeworfen . Harlos und Häfele blieben weiter in
Haft . Die Staatsanwaltschaft Augsburg ermittelt seit einiger Zeit , nachdem
eine Aktionärsschutzgemeinschaft Anzeige wegen angeblich falscher
Ad-Hoc-Meldungen erstattet hatte . In diesen Pflichtmeldungen müssen
börsennotierte Unternehmen Nachrichten bekannt geben , die den Aktienkurs
beeinflussen könnten . Telekom ohne UMTS-Lizenz in Frankreich Die Deutsche
Telekom gibt eine weitere Option auf , sich an dem europaweiten UMTS-Geschäft zu
beteiligen . Das Unternehmen werde sich nicht an der Lizenzvergabe in Frankreich
beteiligen ; das habe der Vorstand am Dienstag entschieden , teilte ein Sprecher
laut dpa in Bonn mit . Ein Einstieg in den französischen UMTS-Mobilfunkmarkt sei
nicht im Interesse des Unternehmens und der Aktionäre . Zuvor hatte die Deutsche
Telekom bereits in Italien und in der Schweiz auf die Teilnahme verzichtet .
Noch vor wenigen Tagen sagte der T-Mobile-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke , die
Telekom arbeite mit Hochdruck daran , Möglichkeiten für einen UMTS-Einstieg in
Frankreich zu finden . Noch ein Beweis gegen Microsoft Das amerikanische
Justizministerium hat im Antitrust-Verfahren gegen Microsoft ein weiteres
Beweismittel veröffentlicht . Der Entgegnung von Microsoft stellt das
Antitrust-Department eine interne Email von James Allchin , einem der
Microsoft-Vizepräsidenten , gegenüber . Der sprach sich darin vor weniger als
einem Jahr gegen die Behandlung des Internet Explorer als eigenständiges Produkt
aus . Damit , so schrieb er , würde Microsoft seinen größten Vorteil verlieren ,
den Marktanteil von Windows . Man solle über eine integrierte Lösung nachdenken
. Das Justizministerium sieht darin einen weiteren Beweis dafür , daß Windows 95
und der Internet Explorer als getrennte Produkte konzipiert worden seien . Mit
der Vermarktung als Windows-Bestandteil habe Microsoft gegen den Consent Decree
von 1995 verstoßen , der es der Firma verbietet , Zusammenhänge zwischen den
Lizenzen von Windows 95 und anderen Produkten herzustellen . Das Recht , Windows
95 weiterzuentwickeln , bedeutet nach Auffassung des Justizministeriums noch
lange nicht , daß beliebige Produkte in das System integriert werden dürften .
Microsoft-Sprecher Max Murray kommentierte , das Justizministerium interpretiere
die Mail von Allchin falsch . Wenn eine Person bei Microsoft gemeint habe , daß
beide Produkte integriert werden sollten , heiße das nicht , daß dies nicht
schon vorher geschehen sei . Die Beatles im Internet : noch lange nicht Spitze
Wahre Beatles-Fans erkennt man dieser Tage an ihrer unendlichen Geduld . Da kann
man sich mit einer Antwort schon mal beruhigt zwei bis drei Minuten Zeit lassen
, die Beatles-Fans wird das nicht aus der Ruhe bringen . Sie sind das Warten
gewöhnt - von der offiziellen Website ihrer Lieblingsband . Die wurde pünktlich
mit dem Erscheinen der derzeit immer noch an der Chartspitze notierenden
Hitsammlung " 1 " online geschaltet , ist aber im Gegensatz zu den restlichen
Beatles-Produkten noch lange nicht spitze . Ein im Vergleich zu vollmundigen
Ankündigungen eher mageres Angebot paart sich da mit endlos erscheinenden
Ladezeiten und etlichen der Band eher unangemessenen Spielereien . Wer sich
unter http://www.thebeatles.com umschaut , steht zuerst einmal genau dem Angebot
der Platte gegenüber . Alle 27 Hits von " 1 " werden da geführt , und zu jedem
Titel gibt es ausführliche Angaben zu Erscheinungsdatum , Platzierungen und
Besonderheiten . Zusätzlich geben Fotos , Cover-Abbildungen sowie kurze Audio-
und Videoclips einen akustischen und optischen Eindruck vom Schaffen der Fab
Four . Wer allerdings auf die jeweilige Rubrik " Video " klickt , lernt schnell
meditative Geduld . Auch bei einem ordentlich ausgestatteten und per ISDN
verbundenen Computer dauert das Laden eines 30-Sekunden-Filmchens zwischen zwei
und drei Minuten , in der schnellen Welt des Internets eine mittlere Ewigkeit .
Zur Belohnung gibt es allerlei Sehenswertes aus den frühen Tagen , als die
Beatles noch Pilzköpfe genannt wurden . Dazu erfährt man jede Menge wichtiger
und unwichtiger Details , etwa , dass der Titel " Love Me Do " 1962 in Hamburg
live gespielt wurde . Eigentliche Attraktion der Beatles-Website sollen
allerdings die so genannten " New Features " sein . Beim Song " Help " kann man
ein Männchen durch bunte Räume laufen und nach Instrumenten suchen lassen ,
während sich hinter " Yellow Submarine " ein Ballerspiel versteckt , bei dem man
auf Blue Meanies und wildgewordene Riesenhandschuhe schießen muss . Bei " Day
Tripper " stößt man auf in Seifenblasen aufsteigende Beatles-Köpfe , und bei "
Get Back " kann man aus verschiedenen Perspektiven Bilder abrufen vom
Dachkonzert , mit dem die Beatles am 30. Januar 1969 in der Londoner Saville Row
für Aufsehen sorgten . Nicht alles macht Freude , aber fast alles dauert lange ,
sodass man schon mindestens eine Stunde Online-Zeit einkalkulieren muss , will
man halbwegs einen Überblick übers Angebot bekommen . Dafür kann man dann unter
" Paperback Writer " auch einen Einblick in die Beatles-"Anthology" nehmen ,
womit sich letztlich der Kreis zwischen verschiedenen Beatles-Produkten schließt
. Ein richtiger Beatles-Fan ist eben nur , wer die Platte und das Buch besitzt ,
stundenlang online geht - und warten kann . AT&T kürzt Dividende und
Gewinnprognose Die größte amerikanische Telefongesellschaft AT&T hat erstmals in
ihrer Geschichte die Dividende gekürzt . Der Abschlag beträgt 83 Prozent . Der
Telekomkonzern wird im Februar 2001 nur noch eine Quartalsdividende von 3,75
Cents je Aktie zahlen gegenüber bisher 22 Cents pro Aktie . Dies hat das
Unternehmen am gestrigen Mittwoch nach Börsenschluss angekündigt . Die
Jahresdividende wird damit von bisher 88 Cents je Aktie auf 15 Cents gekürzt .
Gleichzeitig hat AT&T seine Gewinnprognose für das vierte Quartal 2000 reduziert
. Das Unternehmen rechnet jetzt nur noch mit einem operativen Gewinn von 26
Cents bis 28 Cents je Aktie , während es vorher 29 Cents bis 33 Cents je Aktie
erwartet hatte . Die Wall Street hatte den Quartalsgewinn auf 31 Cents geschätzt
. AT&T erwartet für das Schlussquartal auch nur noch einen Umsatzanstieg um 2,5
bis drei Prozent . Bisher hatte die Gesellschaft mit vier bis fünf Prozent
Umsatzwachstum gerechnet . Die AT&T-Aktien waren am Mittwoch im regulären Handel
um 1,63 US-Dollar auf 18,94 US-Dollar gefallen . Sie haben damit in diesem Jahr
rund 63 Prozent an Wert verloren . Sie gaben nachbörslich weiter auf 17,50
US-Dollar nach . Mehr als die Hälfte von Sachsens Kommunen im Internet Mehr als
die Hälfte der sächsischen Kommunen sind derzeit mit einer Homepage im Internet
vertreten . Das ergab eine Umfrage der Sächsischen Anstalt für kommunale
Datenarbeit ( SAKD ) , die am heutigen Donnerstag in Dresden vorgestellt wurde .
324 Gemeinden haben einen Internetauftritt . Der Anteil von 57 Prozent
Internetpräsenz liege weit über dem Bundesdurchschnitt , hieß es . Die Umfrage
im Auftrag der Staatskanzlei wurde zwischen August und November durchgeführt .
Die im Internet vertretenen Kommunen betrachten ihre Webseiten derzeit vor allem
als " elektronische Litfaßsäulen " , sagte SAKD-Direktor Karl-Otto Feger . 88
Prozent dieser Kommunen bieten beispielsweise touristische Informationen ,
dahinter rangieren Zahlen und Fakten zur Kommune selbst ( 82 Prozent ) ,
Veranstaltungskalender ( 66 Prozent ) oder Adressen und Öffnungszeiten von
Behörden . Dagegen spiele die Vereinfachung und Verkürzung von
Kommunikationswegen zwischen Behörden und Bürgern oder die Rationalisierung von
Behördenarbeit noch eine untergeordnete Rolle . Ein Drittel der noch nicht im
Internet vertretenen Kommunen gaben als Grund dafür fehlende Finanzen an . 22
Prozent sehen derzeit keine Notwendigkeit für einen Internetauftritt . " Da ist
noch einiges an Aufklärungarbeit zu leisten , denn schließlich leben wir in
einer Informationsgesellschaft " , sagte Feger . Nachholbedarf gebe es auch in
Sachen E-Mail . Zwar seien nur zehn Prozent der Kommunen auf diesem Wege nicht
erreichbar . Ein Großteil der anderen verfüge lediglich über Sammeladressen .
Russland sucht Investoren für Telekommunikation Der russische Regierungschef
Michail Kasjanow hat den Markt für Telekommunikation zur Chefsache erklärt und
um Milliardenkredite für den " sehr aussichtsreichen Sektor " geworben . Größtes
Hindernis sei noch fehlendes Kapital , betonte Kasjanow . Die Telekommunikation
sei einer der aussichtsreichsten und am schnellsten wachsenden Märkte in
Russland , sagte Kasjanow . Auch die Zahl der Telefon- und Internetanschlüsse
werde sich in den nächsten Jahren vervielfachen . Die rechtlichen Grundlagen für
Beteiligungen ausländischer Investoren seien allerdings noch nicht ausreichend
geklärt , kritisieren Finanzexperten . Wenn die russische Seite auf einer
Kontrollmehrheit in Kommunikationsunternehmen beharre , sei mit bedeutenden
Investitionen aus dem Ausland nicht zu rechnen , schreibt die Tageszeitung
Sewodnja in ihrer Freitagsausgabe . Zu den Sorgenkindern unter den
Kommunikationsunternehmen zählt unter anderem die finanzschwache Holding
Swjasinvest , die sich aus 78 regionalen Telefongesellschaften zusammensetzt .
Homebanking für OS/2 mit HBCI Der Softwarehersteller Matrica aus dem
ostwürttembergischen Aalen hat eine neue Version seiner Homebanking- und
Finanzsoftware Moneyplex für OS/2 vorgestellt . Version 4.0 ermöglicht nun auch
Fans des IBM-Betriebssystems , ihre Bankkonten über das standardisierte
Homebanking Computer Interface ( HBCI ) zu verwalten . Frühere
Moneyplex-Versionen unterstützten lediglich den in die Tage gekommenen
Kontozugriff via Btx . Die Geburt von Moneyplex 4.0 war beschwerlich . Matrica
hatte bereits bei der Einführung von Moneyplex 1.0 eine HBCI-fähige Version der
Software in Aussicht gestellt . Auf Grund des weiter schrumpfenden OS/2-Marktes
sah sich der Hersteller im Sommer dieses Jahres jedoch veranlasst , die
Fortentwicklung der Software von den Ergebnissen einer Online-Umfrage abhängig
zu machen . Potenzielle Moneyplex-Nutzer sollten dabei die Abnahme der Version
4.0 in Aussicht stellen . Knappe sechs Wochen nach der Umfrage , die Matrica
offenbar zu neuen Taten ermunterte , ist Moneyplex 4.0 in drei Variationen
erhältlich : Zu Preisen ab 99 Mark unterstützt die Standardausführung lediglich
die HBCI-Authentifizierung per Schlüsseldiskette . Die Smartcard-Edition ( ab
199 Mark ) wird mit einem OS/2-tauglichen Chipkartenleser geliefert und bietet
dadurch auch die sicherere HBCI-Authentifizierung per Smartcard . Mit mindestens
249 Mark schlägt die Luxus-Ausführung " Moneyplex Pro Smartcard Edition " zu
Buche . Sie bietet Mandantenfähigkeit , zusätzliche Exportfunktionen und die
Unterstützung von Lastschriften . Dank der neuen HBCI-Unterstützung können sich
die verbliebenen OS/2-Fans jedenfalls über eine aktuelle Homebanking-Lösung für
ihre Betriebssystemplattform freuen . Telecom-Ausrüster Lucent taumelt in die
Krise Der größte amerikanische Telekomausrüster Lucent Technologies kommt nicht
aus den ( negativen ) Schlagzeilen . Lucent gab eine Gewinnwarnung für das erste
Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2000/2001 aus und kündigte außerdem eine
Umstrukturierung an . Lucent führte zur Begründung einen erheblichen
Verkaufsrückgang in Nordamerika an . Neben Nortel ist Lucent einer der führenden
Hersteller von Equipment für Telekom-Gesellschaften und große Firmen ; besonders
auf dem Gebiet der optischen Netze konnte der ehemaligen AT&T-Abteilung lange
Zeit kaum ein Konkurrent das Wasser reichen . Inzwischen aber nimmt Nortel ,
Marktführer bei optischen Netzen , Lucent auch hier immer mehr Marktanteile ab .
Lucent erwartet in dem am 31. Dezember zu Ende gehenden Dreimonatsabschnitt
einen Verlust aus dem laufenden Geschäft von 25 Cents bis 30 Cents je Aktie .
Die Wall Street hatte einen Verlust von einem Cent erwartet . Der Umsatz wird in
dem Quartalsabschnitt gegenüber der Vorjahresvergleichszeit um 20 Prozent fallen
. Bereits Mitte Oktober hatte Lucent die Anleger mit einer Gewinnwarnung
geschockt ; ein Ergebnis des schlechten Geschäftsverlaufs war auch der Rauswurf
des Lucent-Chefs Richard McGinn . Lucent hat auch seine Geschäftszahlen für das
vierte Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres nach unten korrigiert . Der
Gewinn pro Aktie lag nur bei zehn Cents gegenüber der bisherigen Berechnung von
18 Cents . Lucent will seine Operationen entschlacken , das Produktangebot
reduzieren und die Kostenstruktur erheblich senken . Dabei wird es auch
Entlassungen geben . Lucent teilte jedoch nicht mit , wie viele Mitarbeiter ihre
Stellen verlieren werden . Nachdem der Kurs der Lucent-Aktie bereits am
gestrigen Mittwoch um über 10 Prozent eingebrochen war , fiel er am heutigen
Donnerstag im Verlauf des bisherigen Börsentags in den USA erneut . Bis 10.30
Uhr Ortszeit war er bereits um rund 18 Prozent gefallen und stand bei 12,69
US-Dollar . Am 23. Dezember 1999 war die Lucent-Aktie noch 73,59 US-Dollar wert
. Nortel Networks konnte sich dagegen heute bislang leicht erholen , nachdem die
Aktie am gestrigen Mittwoch um 7,49 Prozent gefallen war : Momentan steht das
Papier mit 1,42 Prozent im Plus bei 31,31 US-Dollar . Intel baut Netzwerk- und
Funkgeschäft aus Intel verlegt sich immer stärker auf das Geschäft abseits von
PC-Prozessoren . Die neu gebildete Wireless Communications and Computing Group
soll sich um Intels Präsenz auf den Märkten für Mobilfunk und drahtlose
Vernetzung kümmern . Zu dieser Abteilung gehört in Zukunft auch die Firma DSP
Communications . Der Spezialist für Mobilfunk-Chipsätze , den Intel kürzlich
gekauft hat , soll zwar nach außen eine selbstständige Einheit bleiben , aber
direkt Intels Vizepräsidenten Ronald J. Smith , dem Chef der neuen Abteilung ,
unterstellt sein . Auch die Gruppen für Flash-Speicher und DSPs sind Smith
zugeschlagen worden . Gleichzeitig hat der amerikanische Prozessorbäcker die
Network Communications Group ausgebaut . Unter Leitung von Mark A. Christensen
umfasst sie außer der klassischen Netzwerktechnik nunmehr auch die Bereiche
Embedded Controller und Mikroprozessoren für die Telecom-Industrie . Dies soll
Intel in die Lage versetzen , eine größere Rolle im wachsenden Markt der
Netzwerk-Prozessoren zu spielen . Mit der Konzentration auf den Netzwerk- und
Mobilfunkmarkt möchte Intel offensichtlich Schwierigkeiten im klassischen
Geschäftsfeld mit PC-Prozessoren und -Chips begegnen . Zunehmende Konkurrenz und
die Aussicht auf sinkende Gewinne beim Geschäft mit CPUs veranlassen die
Intel-Chefs , frühzeitig gegenzusteuern : Cabletron geht s wieder besser
Cabletron weist im vierten aufeinanderfolgenden Quartal einen Gewinn aus . Damit
übertraf der amerikanische Hersteller die Erwartungen der Wall Street um 2 Cent
pro Aktie . Trotzdem hielten sich die Börsianer zurück : Nachdem die Aktie in
den letzten 52 Wochen von einem historischen Tief ( 7,18 US-Dollar ) bis Mitte
Dezember auf 29 US-Dollar gestiegen war , führte der positive Geschäftsbericht
nicht zu einer weiteren Steigerung . Am gestrigen Tag fiel die Aktie sogar noch
einmal um 2,6 Prozent auf einen Schlusskurs von 27,75 US-Dollar . Offensichtlich
trauen die Analysten dem Umschwung bei Cabletron noch nicht so recht . Die Firma
war ins Trudeln gekommen , weil sie sich trotz boomendem Internet weiterhin auf
klassisches Netzwerkequipment für Unternehmen konzentrierte . Auch die Übernahme
der Netzwerkabteilung von DEC - kurz bevor Digital an Compaq verkauft wurde -
konnte die Schwierigkeiten nur vorübergehend verdecken . Nun sieht sich
Cabeltron aber auf dem richtigen Weg : So erlaube unter anderem die Auslagerung
des DSL-Bereichs in eine Kooperation mit dem Spezialisten Efficient Networks
sowie die Gründung einer eigenen Firma für das Netzwerkmanagementsystem SPECTRUM
die Konzentration auf das Kerngeschäft . Obwohl der größte Umsatz immer noch mit
Großunternehmen erzielt werde , möchte Cabletron eine führende Position " in der
Internet-Ökonomie " einnehmen , betonte Cabletron-Chef Piyush Patel :
Möglicherweise hat gerade dieses Sammelsurium aktueller Marketing-Themen die
Börsianer skeptisch gestimmt . MP3.com wegen Copyright-Verletzung verklagt Der
neue Service des Web-Anbieters MP3.com , mit dem Anwender ihre privaten CDs
jederzeit und überall über das Internet hören können , löste schon bei seiner
Vorstellung rechtliche Bedenken aus . Nun hat die Recording Industry Association
of America ( RIAA ) , ein Zusammenschluss amerikanischer Platten-Labels ,
MP3.com wegen Copyright-Verletzungen verklagt . Die Datenbank von MP3.com stelle
ein unzulässiges digitales Archiv urheberrechtlich geschützter Musik dar . " Es
ist ganz einfach nicht legal , ohne jede Erlaubnis und ohne Lizenzvereinbarung
eine riesige Datenbank mit Aufnahmen unserer Mitgliederfirmen zusammenzustellen
" , erklärte RIAA-Chefin Hilary Rosen in einem Brief an den MP3.com-CEO Michael
Robertson . " Es ist doch klar , dass man nicht einfach geschütztes Material
benutzen kann , nur weil man es haben will " , kommentierte Rosen die neue
MP3.com-Dienstleistung . MP3.com verteidigt sich natürlich : Wenn ein Anwender
eine CD gekauft habe , könne man ihm nicht vorschreiben , wo und wann er die
darauf gespeicherte Musik hören dürfe . Mit dem neuen Service von MP3.com dürfe
schließlich nur derjenige , der eine CD besitze , auch die komprimierte digitale
Variante benutzen . " Die Maßnahme der RIAA sagt den Konsumenten , dass es ihnen
nicht erlaubt ist , ihre Musik in das digitale Zeitalter mitzunehmen " ,
schreibt MP3.com-Chef Robertson in einem Antwortbrief an die RIAA . Der Vorwurf
, MP3.com habe Copyright-Gesetze verletzt , sei die Rhetorik eines Monopols .
Die Schärfe , die die Auseiandersetzung angenommen hat , verwundert nicht :
Falls ein Gericht aufgrund der RIAA-Klage feststellt , MP3.com habe tatsächlich
gegen die Copyright-Gesetze verstoßen , könnte dies das Ende für MP3.com
bedeuten . Der Anbieter könnte dann wegen Verstoß gegen das Urheberrecht für
jeden einzelnen Song von jeder in seiner Datenbank verzeichneten CD verurteilt
werden . Zusätzlich gibt es auch noch zwei Copyrights für jedes Musikstück :
Eines für die Aufnahme selbst und eines für die Veröffentlichung . Im Interview
mit c't nehmen auch Smudo von den Fantastischen Vier und Rudolf Schenker von den
Scorpions Stellung zu MP3 . Außergerichtliche Lösung im Microsoft-Prozess
unwahrscheinlich Nach Berichten amerikanischer Nachrichtenagenturen wird es
immer unwahrscheinlicher , dass Microsoft und das US-Justizministerium sich im
Kartellverfahren außergerichtlich verständigen . " Informierte Kreise " aus dem
Umfeld der Einigungsverhandlungen sagten , es habe praktisch keine Annäherung in
den unterschiedlichen Positionen gegeben . Das Justizministerium und 19
amerikanische Bundesstaaten , die eigene Klagen gegen Microsoft angestrengt
haben , befürworten offensichtlich eine Aufspaltung des Software-Konzerns .
Überraschende Unterstützung erfuhr das Justizministerium inzwischen vom
Vorsitzenden des Justizausschusses im amerikanischen Senat . Der Republikaner
Orrin G. Hatch meinte , er sei gegen eine kontinuierliche Regulierung des
Internets und der Computer-Industrie durch die Regierung . In einem Brief an
Bill Gates und Joel Klein , den Chef-Ankläger des Justizministeriums , schrieb
Hatch , eine Lösung für das Antitrust-Verfahren müsse sicherstellen , dass ein
vom Gericht bestellter Schiedsmann zur Überwachung eines Urteils nicht über
längere Zeit das Management von amerikanischen Technologie-Unternehmen
kontrolliere . In den USA werden diese Kommentare von Hatch allgemein als
Unterstützung der Republikaner für eine Aufspaltung Microsofts verstanden -
womit Microsoft auch dann nicht darauf hoffen könnte , mit einem blauen Auge
davon zu kommen , wenn bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen ein
Republikaner den Demokraten Clinton ablöst . PC-Absatz auch in Europa
enttäuschend Die Absatzzahlen für das vierte Quartal in Europa treiben der
PC-Industrie den Angstschweiß ins Gesicht : Nach vorläufigen Zahlen der
Marktforschungsfirma Context wuchsen die PC-Verkäufe gerade einmal um 6,9
Prozent gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahrs . Das vierte Quartal ist
traditionell der umsatzstärkste Abschnitt für die Industrie . 1999 betrug der
Zuwachs noch 11,7 Prozent , in den Vorjahren über 20 Prozent . Den Rückgang im
Jahr 1999 führte die Industrie damals auf das Jahr-2000-Problem zurück , weshalb
viele Unternehmen Investitionen in EDV-Technik verschoben hätten . Als die
gegenwärtige PC-Flaute mit einem sehr schwachen Weihnachtsgeschäft in den USA
anfing , hofften die Hersteller durch die Bank noch , dass die Verkaufszahlen in
Europa dies schon wieder ausgleichen würden : Immerhin seien die europäischen
Verbraucher noch lange nicht so gut mit PCs ausgestattet wie US-Bürger . Die
sich nun abzeichnenden Absatzzahlen wecken die Furcht , dass auch in Europa der
Markt langsam die Sättigungsgrenze erreichen könnte - und es scheint eine
Horror-Vorstellung für die mit hohen zweistelligen Zuwachsraten verwöhnte
Industrie zu sein , künftig mit Steigerungen im einstelligen Bereich leben zu
müssen , die für andere Industrien ein großer Erfolg wären . Die Marktforscher
von Context gehen sogar davon aus , dass die Steigerungsraten bei den
PC-Verkäufen in Europa für das gesamte Jahr 2000 nur bei 7,9 Prozent liegen ,
weit unter den zeitweise üblichen 20 Prozent . Jeremy Davis von Context meinte
gegenüber dem Wall Street Journal , das letzte Jahr habe eine " fundamentale
Veränderung " für die Industrie gebracht . Auch die so genannte "
Gigahertz-Krise " führte Davis als Begründung für schwache Verkaufszahlen an :
Context will die bislang veröffentlichten Zahlen aber noch mit Vorsicht genossen
wissen : Sie könnten sich auf Grund von Nachmeldungen der PC-Hersteller noch
leicht ändern . Bislang jedenfalls führt Compaq die Rangliste in Europa mit
einem Marktanteil von 13,8 Prozent bei den PC-Verkäufen an . An zweiter Stelle
lag Fujitsu-Siemens mit 9 Prozent , an dritter Stelle Dell mit 8 Prozent . Dell
lieferte Context allerdings bislang nur Schätzungen des PC-Verkaufs im vierten
Quartal . Während der Absatz von Desktop-Rechnern schnell zurückgeht , gibt es
nach den Zahlen von Context beim Absatz von Notebooks und anderen portablen
Rechnern sowie von Servern große Zuwächse . Am Freitag vergangener Woche hatte
Dataquest bereits Zahlen über den weltweiten Absatz von PCs vorgelegt , nach
denen die Industrie mit Ach und Krach gerade noch eine zweistellige Steigerung
erreichen konnte . France Telecom bringt Mobilfunktochter Orange an die Börse
Der französische Telekommunikationskonzern France Telecom will 13 Prozent des
Kapitals seiner Mobilfunk-Tochter Orange an die Börse bringen . Die Preisspanne
pro Aktie liege zwischen 11,5 und 13,5 Euro , teilte das Unternehmen am heutigen
Montag in Paris mit . Das Angebot für Institutionen und Privatanleger werde vom
23. Januar bis 9. Februar gelten . Später könnten weitere zwei Prozent zugeteilt
werden . Der Ausgabepreis werde am Tag der Börseneinführung am 12. Februar
festgelegt . Im November 2000 hatte France Telecom die Anteile des deutschen
Energie-Konzerns E.ON an der Schweizer Orange übernommen . Im Mai ging bereits
die britische Orange an den französischen Konzern : Vodafone musste die
Gesellschaft verkaufen , um von den EU-Wettbewerbshütern die Genehmigung für die
Übernahme von Mannesmann zu erhalten . Mannesmann hatte Orange erst kurz zuvor
aufgekauft . In der Tochter Orange bündelt France Telecom inzwischen alle
Mobilfunkaktivitäten des Konzerns . In seinem Heimatland betreibt France Telecom
ein GSM-Netz auch unter der Marke Itineris . Cisco und UPC planen IP-Telefonie
im Kabelnetz UPC , größter Kabelnetzbetreiber Europas , und Cisco , Marktführer
bei Internet-Routern , wollen zusammen ein Voice-over-IP-Netzwerk ( VoIP )
aufbauen , das auf den existierenden TV-Kabelnetzen von UPC aufsetzt . Im
dritten Quartal 2001 soll in Rotterdam ein erster Feldtest starten . UPC
erwartet sich von dem VoIP-Kabelnetz " signifikante Kosteneinsparungen " im
Vergleich zu traditionellen Telefon-Carriern . Dadurch könnten Unternehmen
Telefondienste zu " äußerst konkurrenzfähigen Preisen " anbieten . Finanzielle
Details des Abkommens gaben UPC und Cisco nicht bekannt . UPC betreibt
TV-Kabelnetze in 17 europäischen Ländern . In Deutschland erhielt UPC , nach
einigen Unstimmigkeiten , im November letzten Jahres die Option zur Übernahme
der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus und SMATcom von der Deutschen Bank . Cisco
und UPC arbeiten bereits bei der Bereitstellung von IP-Datendiensten über
TV-Kabelnetze zusammen . Gewinnsteigerung bei Loewe durch Multimedia-Geräte Der
Unterhaltungselektronik-Hersteller Loewe reitet weiterhin auf der Gewinn-Welle -
und das nach Angaben der Firma vor allem dank Multimedia . Die endgültigen
Zahlen will das Unternehmen auf seiner Bilanz-Pressekonferenz am 26. April in
München bekannt geben . Vorstandschef Rainer Hecker führt die überproportionale
Ergebnisverbesserung und den über Plan liegenden Umsatzzuwachs vor allem auf die
" außerordentlich gute Nachfrage " nach höherwertigen Produkten insbesondere im
Multimedia-Bereich zurück . Die Exportquote erhöhte sich binnen Jahresfrist um
sechs Prozentpunkte auf 42 Prozent . Im laufenden Jahr will das Unternehmen
seine Multimedia-Aktivitäten mit neuen Produkten und neuen Geschäftsideen
vorantreiben und damit die positive Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis
fortsetzen . Zur Funkausstellung im August will Loewe die dritte Generation
seiner multimediafähigen Fernseher vorstellen . Dabei kann eine im Fernsehen
eingeblendete Internet-Adresse mit der Fernbedienung aktiviert werden . Die
entsprechende Seite wird dann parallel zum laufenden Fernsehprogramm
eingeblendet . Das neue Dienstangebot der URL-Erkennung wurde gemeinsam mit dem
ZDF entwickelt . ICANNs Mann in Europa Seit vergangener Woche ist es sozusagen
amtlich : Die Internet-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names and
Numbers ( ICANN ) leistet sich einen ersten Mitarbeiter in Europa . Von Salzburg
aus wird Herbert Vitzthum die häufig des US-Zentrismus geziehene Organisation
bei der weiteren Zusammenarbeit mit den nationalen Registrierstellen ( country
code Top Level Domains , ccTLDs ) unterstützen . Der 38-jährige Vitzthum ist
eine kluge Wahl : Die Auseinandersetzungen zwischen den Länderregistraren und
der Organisation kennt Vitzthum daher nur zu gut . Noch immer fehlen Verträge
zwischen den nationalen Registrierstellen und der vor gut zwei Jahren
gegründeten Organisation . Erst kürzlich hatten Vertreter asiatischer
Länderregistrierstellen angekündigt , sich nicht weiter an der
ICANN-Finanzierung zu beteiligen , solange die vertragliche Beziehung nicht
geklärt ist . Eine Pattsituation besteht auch hinsichtlich der Frage , ob
nationale Regierungen ICANN gegenüber eine Neuorganisation , eine so genannte
Redelegation , der jeweiligen Registrierstelle fordern können . Der
Regierungsbeirat der ICANN verwies mehrfach darauf , dass die Regierungen dabei
das öffentliche Interesse zu vertreten hätten . Die Manager der ccTLDs
befürchten andererseits willkürliche oder politisch motivierte Redelegationen .
" Nur ICANNs Seite kenne ich noch nicht " , meint Vitzthum , der der ICANN
selbst den Vorschlag für die jetzt neu eingerichtete Stelle gemacht hatte .
Viele NIC-Vertreter haben die Berufung von Vitzthum in den damit auf 15 Personen
anwachsenden Mitarbeiterstab der ICANN begrüßt . Er habe , erklärte Vitzthum ,
eine Menge positiver Rückmeldungen bekommen . Bei der Jahrestagung der ICANN
hatten ccTLD-Vertreter eine bessere Vertretung der Interessen der
Länderregistrierstellen innerhalb des ICANN-Vorstandes gefordert . Mit der
Einstellung von Vitzthum kommt man der Forderung nach einem direkten Draht
zwischen der ICANN und den Länderregistraren also entgegen , allerdings nicht
auf Vorstandsebene . Angesichts mancher Klagen , dass im Grunde das
hauptamtliche Büro der ICANN die Entscheidungen dominiere , ist das vielleicht
keine schlechte Ausgangsposition . Als inzwischen zweiter Europäer kann Vitzthum
sich dabei auch einen Eindruck davon verschaffen , wie stark die Rolle der
US-Regierung auf die Selbstregulierer in Marina del Rey ist . Beim Treffen der
ICANN-Fachgruppe der Länderregistrare SPD-Fraktion will mehr Jugendschutz im
Internet Die brandenburgische SPD-Landtagsfraktion will den Jugendschutz im
Internet deutlich verstärken . Da die Computer in den Schulen inzwischen fester
Bestandteil des Unterrichts seien , trage die Politik jetzt die Verantwortung
für die zahlreichen Risiken , sagte die bildungspolitische Sprecherin Ingrid
Siebke am Montag in einer Experten-Anhörung . Um Jugendschutz im Internet
durchzusetzen , bereitet die Fraktion eine parlamentarische Initiative vor .
Damit soll die Landesregierung zur Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern und
zu einem Dialog mit den in Brandenburg ansässigen Netzanbietern aufgefordert
werden . Ziel der Bemühungen ist vor allem die Schaffung einer neuartigen
Filtersoftware zum Schutz von Jugendlichen . Der SPD-Wirtschaftsexperte Heiko
Müller sprach sich für eine stärkere Einbeziehung der Eltern aus . Oft bleibe
ihnen verborgen , welche Seiten ihre Kinder im Internet anwählten . Deshalb
müsse die Aufsicht verbessert und dieses Thema auf den Elternkonferenzen in den
Schulen verstärkt behandelt werden . Bildungsminister Steffen Reiche ( SPD )
sicherte seine Unterstützung zu . Erforderlich sei ein kritischer und kreativer
Umgang mit den neuen Medien . Nach Angaben von Friedemann Schindler von der
Zentralstelle der Länder für den Jugendschutz gibt es heute kaum funktionierende
Filtersysteme . Internetseiten mit pornografischen Darstellungen oder
Gewaltverherrlichung könnten von jedermann problemlos angewählt werden . Die
Zentralstelle mit Sitz in Mainz versuche , die Jugendlichen vor den gefährdenden
Angeboten zu schützen . Dazu werde die Herausnahme der entsprechenden Seiten aus
dem Internet veranlasst . In der Regel dauere das etwa eine Woche . Schröder :
Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft Bundeskanzler Gerhard Schröder
beschreibt gegenüber c't aus Anlass der CeBIT 2000 in Hannover die Pläne und
Vorhaben der Bundesregierung für den Weg der Bundesrepublik in die
Informationsgesellschaft . Multimedia , World-Wide-Web , Telelearning , E-Mails
und E-Commerce sind Begriffe , die in aller Munde sind - und das nicht nur
während der CeBIT in Hannover . Die neuen Informations- und
Kommunikationstechnologien sind weltweit auf dem Vormarsch . Mittlerweile
entscheidet die Kompetenz in der Anwendung der Informations- und
Kommunikationstechnologien nicht mehr nur über die Wettbewerbsfähigkeit der
Unternehmen , sondern immer mehr auch über den zukünftigen Rang einer
Volkswirtschaft in der Welt . Vor diesem Hintergrund kommt der CeBIT als
internationale Leitmesse der I+K-Branche besondere Bedeutung zu . Die
Rekordbeteiligung an der CeBIT 2000 von über 7.500 Ausstellern aus mehr als 60
Ländern ist Spiegelbild des globalen Strukturwandels zur
Informationsgesellschaft . Schon jetzt ist die Informationswirtschaft der
Wachstums- und Beschäftigungsmotor Nummer 1 . Die Bundesregierung ist
entschlossen , den Wandel von der Industriegesellschaft des 20. Jahrhunderts zur
Wissens- und Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts für Innovation und
Beschäftigung zu nutzen . Ziel ist , Deutschland einen internationalen
Spitzenplatz im digitalen Zeitalter zu sichern . Während wir über eines der
modernsten Telekommunikationsnetze verfügen , zählen wir bei der Anwendung der
neuen Medien im internationalen Vergleich bislang nicht zur Spitzengruppe . Das
von der Bundesregierung vor wenigen Monaten beschlossene Aktionsprogramm "
Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21.Jahrhunderts
" setzt wichtige Impulse für eine stärkere und breitere Nutzung der
Informations- und Kommunikationstechnologien . Es enthält konkrete Ziele für den
Aufbruch in das Informationszeitalter : Ich bin zuversichtlich , dass wir diese
ehrgeizigen Ziele erreichen werden . Notwendig dafür ist eine Bündelung der
Kräfte von Staat , Wirtschaft und Gesellschaft . Vor diesem Hintergrund habe ich
auch den Vorsitz im Beirat der Unternehmensinitiative " Deutschland 21 "
übernommen . Niemand darf von der Wissensgesellschaft ausgeschlossen bleiben ,
nur weil er keine Chance hatte , sich die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten
anzueignen . Die Neuausrichtung von Bildung und beruflicher Qualifizierung in
Richtung " lebenslanges Lernen " gewinnt vor diesem Hintergrund zusätzliche
Bedeutung . Aber auch unter der Beschäftigungsperspektive ist eine fundierte
Aus- und Weiterbildung unverzichtbar . Derzeit können die Beschäftigungs- und
Wachstumspotenziale der Informationswirtschaft nicht voll ausgeschöpft werden ,
weil nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen . Abhilfe
schafft die mehrjährige Offensive zum Abbau des Fachkräftemangels in den
Informations- und Kommunikationsberufen , auf die sich die Partner des
Bündnisses für Arbeit , Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit im letzten Jahr
verständigt haben . ( Gerhard Schröder ) Prescient : Systemmanagement für
kleinere Netze NexStor zeigt auf der diesjährigen CeBIT in Halle 5 , Stand E58
eine neue Version seiner Systemmanagement-Software Prescient . Alle gängigen
Management-Standards wie DMI , SNMP und WBEM werden unterstützt . Als
Management-Server kann jede Maschine mit NT 4 oder Windows 2000 dienen . Als
Konsole kommt eine beliebige Maschine mit dem Internet Explorer 4 oder höher zum
Einsatz . Auf den Client-Systemen unterstützt Prescient mit eigenen Agents
Windows 95 , 98 , NT 4 oder Windows 2000 . Darüber hinaus lässt sich jedes
System , das DMI- , SNMP- oder WBEM-fähig ist , in die Managementstruktur
integrieren . Auf der CeBIT möchte NexStor zum ersten Mal auch eine eigene
Linux-Version von Prescient vorstellen . Sie soll alle Funktionen des
Management-Systems auch für das Open-Source-System bereitstellen und eine völlig
transparente Integration in die Management-Konsole ermöglichen . Darüber hinaus
präsentiert der indische Software-Hersteller auf der CeBIT eine Vorabversion
seines e-Monitor , der für die Überwachung und Verwaltung von Web-Servern dient
. e-Monitor bietet unter anderem Überwachung der Response-Zeiten ,
Traffic-Analyse und Verwaltung sowie Einrichtung der Web-Seiten auf dem Server .
Hewlett-Packard bringt ersten e-PC Hewlett Packard stellt auf der CeBIT ( Halle
1 , Stand 7i2 ) den ersten Rechner aus der e-PC-Serie vor . Laut HP handelt es
sich dabei um eine völlig neue Produktkategorie , die eine Art Vereinigung von
klassischem PC , Thin Client und Netzwerk-PC darstellen soll . e-PC ist übrigens
keine Ableitung von E-Commerce , wie angesichts der aktuellen Schlagworte der
Branche zu vermuten wäre : HP möchte es als Evolution PC verstanden wissen . Der
erste e-PC firmiert unter dem Namen e-Vectra und ist vor allem für Unternehmen
gedacht . Für diese Kundschaft soll er einen nett gestalteten , einfach zu
verwaltenden und zuverlässigen Arbeitsplatzrechner bieten . Der e-Vectra ist in
einem Gehäuse , nicht viel größer als ein Toaster , untergebracht . Er enthält
keine ISA- oder PCI-Slots und kein Floppy-Laufwerk , ist aber mit einem CD- oder
DVD-Drive ausgestattet . Als Prozessoren kommen Intel Celeron oder Pentium III
zum Einsatz ; HP benutzt als Betriebssysteme Windows 98 oder Windows 2000 . Auf
dem Motherboard werkelt ein 810e-Chipsatz von Intel . Zwei PS/2- und zwei
USB-Ports stehen zur Verfügung ; im Unterschied zu anderen Design-PCs bietet der
e-Vectra aber auch serielle und parallele Schnittstellen . Laut HP ergeben so
genannte Legacy Free PCs , die auf klassische PC-Schnittstellen verzichten und
nur USB einsetzen , gerade für größere Unternehmen wie Banken oder
Fluggesellschaften keinen Sinn . Sie setzten oft proprietäre Peripherie wie
Kontoauszugsdrucker ein , die bislang nicht mit USB-Schnittstellen verfügbar
seien . Eine Umrüstung würde für diese Firmen riesige Investitionen erfordern ,
die den Markt für die e-PCs stark einschränken würden . HP wählt einen anderen
Weg und liefert den e-Vectra mit einer Klappe , mit der sich alle Schnittstellen
und die Abdeckung für die Festplatte abschließen lassen . Neben Schlüsseln für
jeden einzelnen PCs gibt es aber einen zentralen Schlüssel für Administratoren
und Techniker , damit sie nicht mit einem riesigen Schlüsselbund durch die Firma
laufen müssen . Die Festplatte ist unter einer speziellen Abdeckung
untergebracht und lässt sich mit einem Griff entfernen . In der dreijährigen
Garantie-Zeit kann der Administrator bei Defekten am PC die Platte einfach
ausbauen und den restlichen Rechner an HP schicken - zurück bekommt er ein neues
Gerät ohne Hard-Disk . Die Geräuschentwicklung des Rechners liegt im Betrieb
nach HP-Angaben unter 33 dB(A) - während einer Vorstellung des neuen Rechners in
der c't-Redaktion war das Gerät zumindest auch bei gestartetem System nicht zu
hören . Das Netzteil des e-Vectra hat allerdings nicht mehr in das Mini-Gehäuse
gepasst ; es ist extern ausgeführt . Laut HP ist der Stromverbrauch bei
ausgeschaltetem Rechner aber so gering , dass die Firma trotzdem das
Umweltzeichen Blue Angel dafür bekommen habe . " Linux auf dem Desktop-PC ergibt
keinen Sinn " , meinte der HP-Manager . Die Preise für den e-Vectra sollen
zwischen 599 Euro ( Celeron-Prozessor , Windows 98 , 64 MByte Hauptspeicher ,
Festplatte mit 8,5 GByte ) und 1490 Euro ( Pentium III , Windows 2000 , 256
MByte Hauptspeicher , Festplatte mit 15 GByte ) liegen . Verfügbar soll der
Rechner in Deutschland ab Mitte März sein - dann muss sich der e-Vectra auch
einem Test in den c't-Labors stellen . Wettlauf der Banken im Internet Das
Bankgewerbe geht online . Mit Milliardenbeträgen rüsten sich die Geldhäuser für
den Wettlauf um die besten Positionen im Internet . Im Eiltempo geht die
Finanzwelt Kooperationen mit Partnern aus Telekommunikation und
Informationstechnologien ein . Alle wollen die Nase vorn haben , ehe es auf der
Datenbahn eng wird . Auf dem Wege in die virtuelle Zukunft buhlen die
wichtigsten Akteure des Kreditgewerbes händeringend um Beifahrer . Und von
diesen kann es offensichtlich nicht genug geben : AOL , SAP , Mannesmann , Nokia
, Yahoo , Lycos , RTL und andere hat der Branchenführer Deutsche Bank bereits an
Bord genommen . Die Commerzbank hatte vor wenigen Tagen unter anderem mit
T-Online vorgelegt ; weitere Partner sollen folgen . Die Dresdner Bank sieht
sich schon heute in punkto Online-Service für Firmenkunden und Kapitalmärkte in
der Pole-Position . Auch die Münchener HypoVereinsbank sucht neue Horizonte im
Netz : Vor allem bei Immobiliengeschäften über das Internet will die zweitgrößte
deutsche Privatbank schon bald kräftig Terrain gewinnen . Die " Revolution "
Internet wird das Kreditgewerbe gründlich umkrempeln . Da ist sich der
Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer sicher . Die Angst , den Anschluss an die
virtuelle Welt zu verpassen , sitzt tief . Zu groß sei außerdem der
Konkurrenzdruck auf diesem Gebiet , zu rasant der technische Fortschritt ,
erläutert er . Zu verlockend sind aber auch die Perspektiven , aus der
vermeintlichen Goldmine Internet Profit zu schlagen . Die WestLB hält nach
Branchenstudien in Europa sogar einen Umsatz von mehr als 1,5 Billionen Euro im
Jahre 2004 für möglich . Der Umsatz und vor allem die noch üblichen horrenden
Verluste spielten kaum eine Rolle . Für diesen Preis könne man Bayer , Veba , VW
, ThyssenKrupp , Preussag und Lufthansa im Paket kaufen . " Wir werden die
Deutsche Bank in die Welt des Internet transferieren " , sagt Breuer . Dies
solle helfen , auch den Wert des weltgrößten Geldhauses mit seinen
Milliardengewinnen zu steigern . Nicht zuletzt die rasant aufkommende Konkurrenz
neuer Internet-Finanzhäuser zwingt die großen Kreditinstitute zu schnellem
Handeln . Beschäftigte und König Kunde sollen dabei nicht auf der Strecke
bleiben . " Das Internet ist ein Zusatzangebot zu unseren Filialen " , sagt
Breuer . Harte Einschnitte im kostspieligen Filialgeschäft werde es nicht geben
. Auch die Kunden sollen keine Abstriche zum Beispiel bei der Finanzberatung
machen müssen : " Ein Handschlag ist nach wie vor mehr Wert als tausend Klicks "
, sagt Breuer . Dies habe die Kundschaft seines Hauses in einer Umfrage auch
deutlich zum Ausdruck gebracht . Ob sich die Milliarden-Träume der
Internetstrategen überhaupt jemals realisieren werden oder letztlich als
Größenwahn entpuppen , sei auch noch offen , räumt die Führung der Deutschen
Bank ein . Schließlich kann auch im Netz der Netze jeder Euro nur einmal
ausgegeben werden . Telekom : Große Vorhaben und neue ISDN-Tarife Die Deutsche
Telekom trumpfte heute in Hannover auf . " Wir machen Europa zum Telekom-Valley
" , erklärte Telekom-Chef Ron Sommer auf einer Pressekonferenz in der
Messe-Stadt im Vorfeld der CeBIT . Die Telekom werde weiter auf
Internationalisierung setzen und sich zum Mega-Player entwickeln . Dieses Jahr
seien von der Telekom noch einige Überraschungen zu erwarten , was Fusionen und
Aufkäufe betreffe - Details wollte Sommer aber nicht nennen . Immerhin hatte Ron
Sommer nicht nur große Sprüche zu bieten , sondern gab auch neue Tarife bekannt
, die ab 1. März gelten sollen . In diesem Zeitraum müssen Telefonierer von
Montag bis Freitag für Ortsgespräche 3 Pfennig pro Minute , in der restlichen
Zeit 8 Pfennig pro Minute zahlen . Für den Tarifbereich " Regional Deutschland "
, eine Zusammenfassung der bisherigen Bereiche " Regional " und " Deutschland "
, gelten entsprechende Gebühren in der Nebenzeit von 6 Pfennig pro Minute und 18
Pfennig pro Minute tagsüber . Samstags und Sonntags gilt in Zukunft immer der
Tarif für die Nebenzeit , sodass das gesamte Wochenende regionale und nationale
Gespräche zu diesen Gebühren geführt werden können . Die bisher bestehende
Tarifzeit " Freizeit " entfällt damit ganz . Laut Telekom hat die
Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation ( RegTP ) diese Ausdehnung
der Nebenzeit bereits genehmigt . Für Kunden im analogen Telefonnetz der Telekom
ändern sich die Tarifzeiten nicht . Für Ferngespräche verlangt der Konzern hier
in Zukunft tagsüber 24 statt 36 Pfennig pro Minute ; im Freizeittarif schlägt
die Minute mit 9 Pfennig zu Buche . Der Abendtarif im analogen Netz bleibt bei 6
Pfennig pro Minute . Die Full Flatrate will die Telekom zum 1. Mai einführen .
Sommer erwartet nicht , dass es Schwierigkeiten mit der Genehmigung des
Telefonkostenanteils dieses Pauschaltarifs durch die RegTP geben wird . Auch die
Schüler-Flatrate und ISDN-XXL will die Telekom noch im ersten Halbjahr einführen
; Schwierigkeiten mit der RegTP erwartet die Telekom hier ebenfalls nicht . Auch
mit T-DSL , dem ADSL-Angebot für schnelle Internet-Zugänge , hat die Telekom
große Pläne . Sommer geht davon aus , dass T-DSL demnächst genauso erfolgreich
sein wird wie ISDN . Mit dem digitalen Telefonnetz konnte die Telekom 1999 einen
Zuwachs der Anschlüsse von 32 Prozent verbuchen . Zu den jüngsten
Auseinandersetzungen mit AOL um gleiche Bedingungen für alle Online-Anbieter und
die Call-by-Call-Abrechung durch die Telekom nahm Sommer ebenfalls Stellung .
Pikanterweise machte der Telekom-Chef dem europäischen Ableger des
amerikanischen Online-Diensts vis-a-vis zu dessen gleichzeitig stattfindender
Pressekonferenz in Hannover Dampf . Für die Entscheidung der RegTP , dass die
Telekom das Inkasso für Call-by-Call-Gespräche über Netze der Konkurrenz erst
einmal weiterführen muss , zeigte Sommer wenig Verständnis . Er stellte die
Position der Telekom mit deutlichen Worten klar : " Wir gießen nicht die zarten
Pflänzlein der Konkurrenz und werden sie auch nicht auf dem Silbertablett zu den
Geldquellen tragen . " Der Verkauf des Telekom-Kabelnetzes Mit dem Verkauf des
TV-Kabelnetzes in Nordrhein-Westfalen hat die Deutsche Telekom die erste ihrer
neun Regionalgesellschaften mehrheitlich verkauft . Die amerikanisch- britische
Betreibergesellschaft Callahan Associates International LLC galt seit November
vergangenen Jahres als der aussichtsreichste Bewerber in NRW . Finanzinstitute ,
Telefongesellschaften , Softwarehäuser und Medienkonzerne hatten für das
Kabelnetz der Telekom geboten . Für 4,2 Millionen in Nordrhein-Westfalen steht
der neue Mehrheitseigner nun fest . Der Verkauf zieht sich nun bereits über ein
Jahr . Anfang vergangenen Jahres hatte die Telekom ihr Kabelgeschäft in neun
regionale Gesellschaften ausgegliedert . Zuvor hatte die Brüsseler EU-Kommission
entschieden , dass marktbeherrschende Unternehmen Kabel- und Telefonnetz trennen
müssen . Im August vergangenen Jahres boten für das Kabelnetz unter anderem die
Deutsche-Bank-Tochter DB Investor , der Software-Hersteller Microsoft , die
Mediengruppe Bertelsmann und der Düsseldorfer Mischkonzern Mannesmann .
Presseberichte nannten auch Rupert Murdochs Medienkonzern News Corp. und die
britische TV-Kabelgesellschaft NTL . Auch Callahan Associates International
hatte sich in allen Regionen um das TV-Kabelnetz beworben . Mit
Milliardeninvestitionen wollen die Interessenten das veraltete Netz
multimediafähig machen und so den Zugang zu elektronischem Handel und
interaktivem Fernsehen erlangen . Nur an ausgewählten Regionen interessiert
waren unter anderem die Münchener VIAG Interkom und die Kabelnetzbetreiber
Primacom ( Mainz ) und EWT/TSS ( Berlin ) . Die Kölner Gesellschaft NetCologne
und die WestLB wollten in NRW einsteigen , die Hamburger Vereins- und Westbank
hatte in Norddeutschland Interesse . Die Telekom engte den Interessentenkreis
Schritt für Schritt ein . In drei Regionen wurde seit Dezember vergangenen
Jahres nur noch mit jeweils einem Interessenten verhandelt . In NRW war dies
Callahan , in Hessen der britische Kabelnetzbetreiber Klesch und in der Region
Rheinland-Pfalz/Saarland die niederländische Kabelfernsehfirma United Pan-Europe
Communications ( UPC ) . Damit hatte sich in diesen Regionen die Gruppe der
potenziellen Käufer auf ausländische Anbieter verengt . Ein Grund dafür waren
nach Brancheneinschätzung die horrenden Preise , die ausländische Firmen boten .
Mannesmann , die nach eigenen Angaben nicht mehr berücksichtigt ist , warf der
Telekom vor , Konkurrenten in Deutschland vom Bieterkreis auszuschließen . Die
Telekom wollte die Verkäufe in NRW und Hessen eigentlich bis Ende vergangenen
Jahres über die Bühne bringen . Später hieß es dann , die Endrunden in NRW ,
Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland sollten bis Ende Januar zu einer
Entscheidung führen . Unmittelbar danach sollten auch die Schlussverhandlungen
für die restlichen sechs regionalen Kabelgesellschaften beginnen . Ursprünglich
wollte die Telekom bis zu 74,9 Prozent an den Regionalgesellschaften verkaufen .
Im November verkündete der Konzern dann jedoch , er wolle die Kaufinteressenten
nur noch mit 35 Prozent an den regionalen Kabelgesellschaften beteiligen .
Weitere 40 Prozent wolle die Telekom an die Börse bringen und die restlichen 25
Prozent als Sperrminorität behalten . Bei den Kaufinteressenten stieß dieser
Schwenk auf Unmut . In NRW hat Callahan jetzt jedoch eine Mehrheitsbeteiligung
erhalten . Dies könnte richtungsweisend für die weiteren acht Verkäufe sein .
Mannesmann Arcor erweitert Internet-Angebot Kunden , die sich per
Preselection-Vertrag fest für Mannesmann Arcor entscheiden , bekommen von der
Telefongesellschaft einen erweiterten Internet-Zugang . Falls gewünscht , sind
in dem Vertrag ein Online-Zugang mit zehn MByte Speicherplatz für eine eigene
Home-Page und zwei E-Mail-Adressen enthalten . Eine Stunde monatlich können
Arcor-Kunden zudem kostenlos surfen . Gleichzeitig senkt Mannesmann Arcor die
Telefongebühren für dem Online-Zugang durch eine Ausdehnung der Nebenzeit ;
diese gilt bei Arcor-Online in Zukunft schon ab 18 Uhr und am gesamten
Wochenende . Online-Kunden surfen damit laut Mannesmann Arcor schon ab 2,9
Pfennig pro Minute am Wochenende und in den Abendstunden . Für Internet-by-Call
senkt das Unternehmen ebenfalls die Preise : Statt 5,4 Pfennig zahlen
Internet-Nutzer in diesem Tarif in Zukunft den ganzen Tag über 4,9 Pfennig . Die
neue Gebührenstruktur für die Internet-Zugänge will Mannesmann Arcor zum Beginn
der CeBIT am 24. Februar in Kraft setzen . Siemens will DSL-Spezialisten
übernehmen Mit dem Kauf der US-Firma Efficient Networks könne der
Siemens-Bereich Information and Communications Networks ( ICN ) seine
Marktposition auf dem Weg zur weltweiten Führungsrolle deutlich verbessern ,
teilte Siemens mit . Dazu werde man ein öffentliches Bar-Angebot für alle Aktien
in Höhe von jeweils 23,50 US-Dollar unterbreiten . Die zuständigen Behörden
müssten noch zustimmen . Das Unternehmen biete Netzbetreibern Produkte für deren
Kunden an , um diesen den Breitbandzugang zum Internet zu ermöglichen . Zu den
Produkten gehörten Modems , Router sowie Netzwerkmanagement-Systeme . Siemens
rechnet in den nächsten Jahren mit einem rasanten Wachstum des DSL-Marktes .
Schon jetzt zählt sich ICN zu den führenden Anbietern von DSL-Ausrüstung . In
drei Jahren will der Konzern " zum weltweiten Führungstrio gehören " . Die
Milliardenwette der Musiktauschbörse In San Fransisco verkündete zwar
Napster-Chef Barry die Offerte der Musiktauschbörse an die Musikindustrie , doch
die Väter des Milliardenangebots sind eigentlich Bertelsmann-Chef Thomas
Middelhoff und sein Chef-Stratege für E-Commerce , Andreas Schmidt . " Im
Interesse der Verbraucher und der Künstler ist nun die Zeit gekommen , dass die
Industrie ihre Waffen niederlegt " , meinte Schmidt dazu . Dafür sollen die
Plattenfirmen im Streit um eine angebliche Verletzung der Urheberrechte durch
Napster und seine Benutzer eine Einigung außerhalb des Gerichtssaals anstreben .
" Die Abgaben für die Künstler sind bei einem Datei-Tausch-Modell der einzig
relevante Kostenfaktor . " Die Vorschläge von Middelhoff und Schmidt in San
Fransisco wurden von den Lobbyisten der Musikindustrie zunächst spontan
zurückgewiesen . " Warum machen die hier eine Pressekonferenz anstatt mit den
Plattenfirmen zu verhandeln " , regte sich Hilary Rosen auf , die Präsidentin
der Record Industry Association of America ( RIAA ) . Napster und Bertelsmann
können sich in den anstehenden Gesprächen mit den Labels auf den großen
Markenwert der Internet-Tauschbörse stützen . In den vergangenen Tagen stieg die
Zahl der registrierten Napster-User nach Angaben des Dienstes auf 64 Millionen
an . Gleichzeitig kaufen Napster-Nutzer angeblich fast doppelt so häufig CDs als
andere Menschen ( neun CDs in sechs Monaten statt den durchschnittlichen fünf )
. Ganz unabhängig von dem Streit um Napster wird sich die Musikindustrie in
Sachen Internet-Tausch bewegen müssen . Zum einen stehen im Internet zahlreiche
Napster-Konkurrenzdienste wie beispielsweise Gnutella zur Verfügung , die nicht
zentral gesteuert werden und deshalb auch nicht durch einen Gerichtsbeschluss
gestoppt werden können . Auch neue Anbieter wollen auf den Markt , etwa
Carraccho mit einer Technik , die unter dem Code-Namen Spice Weasel entwickelt
wird und die Rechte der Urheber schützen soll . Dieses Medienhaus sei aber nicht
Bertelsmann - offensichtlich handelt es sich um Burda , deren Tochter Burda
Digital mit Carracho zusammenarbeitet . Auf der anderen Seite stellen die großen
Labels EMI , Sony , Universal und Warner den musikbegeisterten Internet-Usern
große Hürden in den Weg , um im Netz legal an einen Musiktitel heranzukommen .
Bei acht unterschiedlichen Auslieferungsketten sind derzeit Firmen wie Microsoft
, IBM , Liquid Audio und Real beteiligt . Das daraus sich ergebende
Standard-Chaos hat sich bislang als die größte Bremse beim Vertrieb von Musik
über das Netz erwiesen . Ob das Napster-Modell funktionieren wird , hängt nicht
nur von den umworbenen Plattenfirmen ab . Die Napster-User selbst werden über
die Zukunft des Dienstes entscheiden , denn sie werden künftig nicht mehr
umsonst an die Hits aus dem Netz herankommen . Wenn die Napster-User in Scharen
zu Diensten wie Gnutella wechseln , könnte die Milliardenwette von Napster und
Bertelsmann nicht aufgehen . E-Commerce-Spezialist Brokat mit hohen Verlusten
Das Software-Unternehmen Brokat will Ende dieses Jahres schwarze Zahlen
schreiben . Das Unternehmen rechnet in den ersten drei Monaten zwar weiter mit
hohen Verlusten , im vierten Quartal solle jedoch die Gewinnschwelle erreicht
werden , sagte Finanzvorstand Michael Janßen am gestrigen Mittwoch bei der
Bilanzvorlage . Brokat will seinen Umsatz 2001 verdoppeln und setzt dabei auf
den Zukunftsmarkt mobiles Internet . Für das Gesamtjahr 2002 peilt der
Spezialist für elektronisches Bezahlen ein positives operatives Ergebnis an .
Das Ergebnis vor Steuern , Zinsen , Abschreibungen und Mitarbeiterbeteiligungen
war im vergangenen Geschäftsjahr negativ : Besonders negativ wirkten sich im
vierten Quartal Aufwendungen zur Integration der beiden amerikanischen
Software-Unternehmen Blaze und Gemstone aus , die Brokat im Jahr 2000 übernommen
hatte . Für das laufende Quartal sei erneut mit hohen Kosten zu rechnen , unter
anderem für Berater . Janßen wies Spekulationen über Liquiditätsengpässe zurück
: Dabei entfielen knapp 19 Prozent auf die Übernahmen , den eigenen Umsatz
konnte Brokat ungefähr verdoppeln . Knapp ein Viertel der Erlöse wurden in USA
erzielt , mittelfristig werden 40 Prozent angestrebt . Vorstandschef Stefan
Röver sieht das Unternehmen für die Zukunft optimal gerüstet . " Wir haben
unsere Chance für Übernahmen genutzt und sie zum Zeitpunkt hoher Kurse
überwiegend mit eigenen Aktien bezahlt " , sagte Röver . Das Brokat-Papier war
im Herbst 2000 nach Höchstständen in der Gegend von 200 Euro auf ein Tief von
9,40 Euro gestürzt . Die Siemens AG hält drei Prozent der Anteile an Brokat .
Brokat hatte am Montag in Deutschland ein Patent auf eine digitale Signatur für
Mobiltelefone erhalten . Damit sind sichere Einkäufe im Internet über das Handy
möglich . Das Patent soll gemeinsam mit einem Konsortium genutzt werden , dem
auch Telekomunternehmen und Hersteller von Chipkarten angehören . Zum Jahresende
beschäftigte Brokat 1.438 Mitarbeiter , rund 220 sollen 2001 hinzukommen .
Brokat trete künftig mit dem Logo einer Pusteblume und unter dem Namen
BrokatTechnologies auf , weil der längere Name in den USA griffiger sei . Erst
im Mai 2000 hatte sich das Unternehmen von Brokat Infosystems in Brokat
umbenannt . Sommer : Am Absturz der T-Aktie sind die Medien schuld Die Aktie der
Telekom verbesserte sich am Vormittag auf bis zu 26,64 Euro , büßte davon aber
wieder einiges ein und notierte kurz nach Mittag bei 25,26 Euro , ein Plus von
0,28 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Vortag . " Dieser Kursgewinn ist nur
eine marginale Steigerung nach den großen Verlusten der vergangenen Tage " ,
sagte Telekom-Analyst Werner Stäblein von der BHF-Bank der dpa . Gerade am
Mittwoch hätten die Anleger nach der Wertberichtigung der Firmenimmobilien "
überreagiert " . Mit der Korrektur sei nun wenigstens die lang anhaltende
Diskussion um dieses Thema beendet . Ob der Zeitpunkt der Veröffentlichung "
glücklich " gewählt worden sei , ließ der Analyst dahingestellt . " Langfristig
gesehen steht die Telekom aber immer noch gut da " , glaubt Stäblein . Die
Aufregung um die berichtigten Konzernbilanzen könnte sich aber noch als größerer
Stolperstrick für Ron Sommer erweisen . Denn die Frage der zutreffenden
Bewertung wurde schon im vergangenen Jahr virulent , nachdem der ehemalige
Personalvorstand der Telekom und spätere Immobilien-Chef Frerich Görtz den
langjährigen Finanzchef Joachim Kröske wegen des Verdachts betrügerischer
Bilanzmanipulationen angezeigt hatte , meint die Süddeutsche Zeitung . Eine
daraufhin von seinem Nachfolger Eick in Auftrag gegebene Untersuchung durch die
Immobiliengesellschaft Jones Lang Lassalle brachte den Stein jetzt ins Rollen .
Nach dem neuen Kurstief der T-Aktie in den letzten Tagen wächst zudem die Kritik
an der Unternehmenspolitik von Sommer . Der Vorsitzende des Deutschen Verbands
für Post und Telekommunikation , Manfred Herresthal , sagte gegenüber BILD :
Auch der Wettbewerbsexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion , Hartmut Schauerte ,
kritisierte Sommer : " Wenn er nicht aufhört , die Schuld bei anderen zu suchen
, ist ein Rücktritt unausweichlich . " Zudem treten die Aktionärsschützer auf
den Plan : Nach der Immobilien-Wertberichtigung prüfen sie juristische Schritte
gegen das Bonner Unternehmen . Die Deutsche Schutzvereinigung für
Wertpapierbesitz ( DSW ) teilte am Donnerstag in Düsseldorf mit , sie prüfe die
Möglichkeit einer Prospekthaftungsklage . Der Immobilienmarkt sei schon vor
einigen Jahren nach unten gegangen . Ron Sommer allerdings sieht das alles ganz
anders : Die Telekom habe nichts falsch gemacht , am Kursverfall der Aktie sind
allein die Medien schuld . In einer Mitteilung an die Telekom-Mitarbeiter meinte
er : Die negative Kursentwicklung der T-Aktie der letzten Tage sei jedenfalls
durch " unternehmensbezogene Fakten " nicht zu begründen . " Die positiven
Stimmen , von denen es in Wirklichkeit eine Menge gibt , gehen in dem diffusen
vielschichtigen Meinungsumfeld fast vollkommen unter . " Die Entscheidung , den
US-Anbieter VoiceStream zu übernehmen , sei richtig gewesen , worüber sich auch
alle ernstzunehmenden Beobachter einig seien , meinte Sommer . Und die
Zukunftsinvestitionen der Telekom stünden auf einer stabilen finanziellen
Grundlage . Auch bei den Verbindlichkeiten stünde die Telekom zu manchem
internationalen Konkurrenten weit besser da . Und kaum ein Unternehmen sei so
gut positioniert wie die Telekom , aus UMTS sehr schnell Umsätze und Gewinne zu
erzielen , betonte Sommer . " Die Spekulationen um meine Person in den letzten
Tagen entbehren jedweder Grundlage " , dementierte Sommer aber erneut jedwede
Rücktrittsabsichten . Siehe dazu auch : Dokumentation : Ron Sommer an die
Telekom-Belegschaft Dokumentation : Ron Sommer an die Telekom-Belegschaft In
einer Mail an die Mitarbeiter der Deutschen Telekom nimmt Konzern-Chef Ron
Sommer Stellung zu den jüngsten Turbulenzen , in die der Ex-Monopolist
angesichts des Kursverfalls der T-Aktie geriet . Wir dokumentierten Sommers
Schreiben im Wortlaut : Information für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Deutschen Telekom Wir alle wissen , dass es zwischen veröffentlichter
Meinung und Kursentwicklung Zusammenhänge gibt . Und nachdem die eher negative
Schlagzeile mehr Aufmerksamkeit und Interesse verspricht , hat ein Unternehmen
wie unseres , das verstärkt im öffentlichen Rampenlicht steht , zusätzlich zu
den Herausforderungen , die unsere ganze Branche weltweit durch die Entwicklung
an den Finanzmärkten gegenwärtig zu meistern hat , noch Probleme in der
öffentlichen Berichterstattung . Dass wir in der Vergangenheit im positiven
Sinne Objekt des öffentlichen Interesses waren , ist kein Trost . Ich bedaure
diesen Kursverlust , den unsere Aktionäre und damit ja auch die Mehrzahl unserer
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinnehmen mussten , sehr . Die negative
Kursentwicklung der T-Aktie der letzten Tage ist durch unternehmensbezogene
Fakten nicht zu begründen . Die Bewertung der T-Aktie befindet sich gegenwärtig
auf einem Niveau , das überhaupt nichts mehr mit dem Wert des Unternehmens , den
Entwicklungschancen und seiner aktuellen Position im Wettbewerb zu tun hat .
Gerade die Kursentwicklung der letzten Tage ist durch unternehmensbezogene
Fakten nicht zu begründen . Die positiven Stimmen , von denen es in Wirklichkeit
eine Menge gibt , gehen in dem diffusen vielschichtigen Meinungsumfeld fast
vollkommen unter . Wir werden unsere Stärken offensiv kommunizieren . Wir werden
deshalb auch noch einmal stärker als bisher im Dialog mit der Öffentlichkeit und
der Financial Community unsere Strategie und unsere Stärken kommunizieren und
dabei mit einem professionellen Aktienmarketing zu Werke gehen . Nähere
Informationen dazu finden Sie auf der Intranet-Startseite
http://intranet.telekom.de . Lassen Sie mich an dieser Stelle nun in kurzer Form
zu den negativen Schlagzeilen , die in den Medien wiederholt an unsere Adresse
gerichtet werden , Stellung nehmen . Fachleute bestätigen : Die Entscheidung für
VoiceStream war richtig . Ich beginne mit dem letzten Punkt . Alle wirklich
ernstzunehmenden Beobachter unserer Branche sind - wie wir - der Meinung , dass
die Entscheidung für VoiceStream strategisch richtig war und ist . Die Chancen
in dem bislang vergleichsweise schwach entwickelten US-Mobilfunkmarkt sind
riesengroß . Und unser Konzept , auf GSM-Basis den ersten transatlantischen und
weltweit größten Anbieter zu schaffen , wird inzwischen praktisch von keinem
Marktteilnehmer mehr ernsthaft in Frage gestellt . Selbstverständlich bleibt in
den USA noch viel zu tun , wenn wir die Genehmigung für den VoiceStream-Erwerb
erhalten . Aber der Umsatzzuwachs bei VoiceStream von 304 % und die Steigerung
der Kundenzahl von 359 % im zurück liegenden Geschäftsjahr sprechen eine
deutliche Sprache . Ebenso wie die Absicht von Wettbewerbern , in den USA nun
auch - aber eben mit großer Verspätung - GSM-Netze aufzubauen . Unsere
Zukunftsinvestitionen stehen auf einer stabilen finanziellen Grundlage . Zum
Stand der Verbindlichkeiten . Fakt ist auch hier , dass wir im Gegensatz zu
manchem unserer großen internationalen Wettbewerber erheblich besser finanziert
sind . Dazu werden wir wie geplant die Erlöse nutzen , die uns insbesondere
durch den Verkauf von Aktivitäten zufließen werden , die nicht mehr zu unserem
Kerngeschäft gehören . Bereits im vergangenen Jahr haben wir aus solchen
Verkäufen erhebliche Summen erlöst . Zudem haben wir früher und deshalb zu
günstigeren Konditionen als unsere Wettbewerber unsere Finanzbasis mit einer
globalen Anleihe erweitert und abgesichert , sodass wir hier keinesfalls den
Druck verspüren , dem andere Unternehmen unserer Branche ausgesetzt sind . Aber
wir haben diese Investitionen sehr gezielt , nicht überhastet und immer mit
Blick auf unsere finanziellen Möglichkeiten sowie im Rahmen unserer Strategie
zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes getätigt . Unsere
Zukunftsplanung steht auf sicheren Beinen und steht in keiner Weise und auch
nicht in Teilbereichen zur Disposition . Kaum einer ist so gut positioniert wie
wir , aus UMTS sehr schnell Umsätze und Gewinne zu erzielen . Das Thema UMTS .
Selbstverständlich sind die Lizenzen sehr teuer gewesen . Aber wir haben auch in
diesem Fall wie bei allen anderen Investitionen die Wirtschaftlichkeit
sorgfältig geprüft und sind zu einem positiven Ergebnis gekommen . Entscheidend
ist , welche Chancen man hat , aus UMTS Umsätze und Gewinne zu erzielen - und
zwar schneller und in größerem Maße als seine Wettbewerber . Und hier sind wir
so gut vorbereitet wie kaum ein anderer . Erst vor kurzem hat laut
WirtschaftsWoche eine Umfrage ergeben , dass 59 Prozent der bis Mitte des Jahres
von den Unternehmen in Deutschland geplanten Mobilfunk-Investitionen auf das
Konto von T-D1 gehen . Im übrigen verfügen wir dort , wo wir UMTS-Lizenzen
gekauft haben , über einen sehr starken Kundenstamm - im Gegensatz zu manch
anderem Wettbewerber , der sich im harten Wettbewerb mit relativ gesättigten
Märkten überhaupt erst einmal Kunden erobern muss und praktisch bei Null anfängt
. Unsere Strategie : im Gegensatz zu anderen haben wir bereits die notwendigen
Weichenstellungen getroffen . Schließlich das Thema Unternehmensstrategie . Mit
unserer 4-Säulen-Wachstumsstrategie sind wir für die Herausforderung in den
rasant sich verändernden Märkten besser aufgestellt als jeder unserer
Wettbewerber . Insbesondere auf die dominierende Technologieentwicklung des 21.
Jahrhunderts , nämlich das Verschmelzen von Telekommunikation und
Informationstechnologie zur Telematik , sind wir viel besser vorbereitet als
alle anderen . Die notwendigen Weichenstellungen , über die andere zum Teil noch
diskutieren , haben wir längst vorgenommen und arbeiten bereits mit Hochdruck
daran , die Strategie weiter voran zu treiben . Beispielsweise mit T-Systems .
Durch die Zusammenarbeit mit dem debis Systemhaus sind wir auf einen Schlag zu
Europas Nummer 2 im weltweit boomenden Systemlösungsgeschäft aufgestiegen und
gehen gerade mit einer aggressiven Kommunikationskampagne in den Markt . Mit
T-Systems haben wir bereits unsere nächste Wachstumslokomotive auf die Schiene
gesetzt : Fazit : Wir sind finanziell und strategisch in einer ausgezeichneten
Ausgangsposition . Dies alles zeigt : Und Fakt ist deshalb auch , dass die
T-Aktie viel mehr wert ist , als das Kursniveau , auf dem sie zur Zeit gehandelt
wird . Rücktritts-Spekulationen sind völlig haltlos . Selbstverständlich trage
ich die Verantwortung für die Strategie des Unternehmens . Der daran geübten
Kritik habe ich mich auch als erster zu stellen . Daher sage ich ganz deutlich :
Die Spekulationen um meine Person in den letzten Tagen entbehren jedweder
Grundlage . Und nochmals : Alle ernst zu nehmenden Fachleute aus dem Bereich der
Telekommunikation bestätigen uns , dass unsere Strategie richtig ist . Und dass
wir im Kreis der internationalen TK-Unternehmen vergleichsweise beste
Voraussetzungen haben . Ich stehe weiterhin zu meiner Verantwortung - ohne Wenn
und Aber . Und bin es nicht zuletzt Ihnen allen schuldig , die in
unterschiedlichen Funktionen die Fahrt des Unternehmens steuern und mit vollem
Herzen und ganzer Kraft daran arbeiten , die Strategie zum Erfolg zu führen .
Wir haben in den letzten Jahren gemeinsam bereits sehr viel erreicht - viel mehr
, als so mancher uns noch vor wenigen Jahren zugetraut hat . Lassen Sie uns alle
daher wie bisher mit Engagement , Kraft und Einsatzbereitschaft dafür arbeiten ,
unser Unternehmen im Wettbewerb weiter voran zu bringen . Unsere
Ausgangsposition dafür ist ganz ausgezeichnet , und dies werden auch die
Kapitalmärkte bald honorieren . Mit freundlichen Grüßen Dr. Ron Sommer
Information for all employees at Deutsche Telekom Our company is always in the
focus of the public spotlight . We have seen this both in the past when the
reasons were positive and in the past few months when they have been negative .
The main reason for the increased level of interest shown by the media was and
is the far from pleasing development of the share prices of the T-Share and the
T-Online share . We all know that there are links between published opinions and
the development of share prices . And , as negative headlines tend to attract
greater attention and interest , a company such as ours which is subject to such
intense public scrutiny has to tackle not only the challenges which currently
face our entire industry worldwide with the development of the finance markets
but also the problems of public reporting . The fact that we have in the past
been a positive object of public interest is no consolation . Nor is the fact
that other companies in our industry more or less share our fate . I regret very
much this fall in the share price which has hit our shareholders and therefore
the majority of our employees . The negative developments in the price of the
T-Share in the past few days is not justified by any facts relating to the
company . The valuation of the T-Share is currently at a level which bears no
relation to the value of the company , its prospects for development or its
current position in competition . The development of the share price in the past
few days in particular cannot be explained by facts relating to the company .
The positive voices , of which there are in reality a great many , are almost
completely drowned out in the multi-layered variety of opinions . We will
communicate our strengths emphatically . We will therefore communicate our
strategy and our strengths more intensively in dialogue with the public and the
financial community and use professional share marketing . More information
about this is available on the intranet homepage http://intranet.telekom.de .
Let me now respond briefly to the negative headlines which are repeatedly
directed at us in the media . They are mainly concerned with the supposedly
inappropriate corporate strategy , the enormous level of debt - as a result ,
for example , of the purchase of UMTS licences - or the apparently excessive
price for the planned acquisition of the U.S. mobile communications company
VoiceStream . Experts confirm : The decision to acquire VoiceStream was right .
I shall start with the final point . All really serious observers of our
industry are of the opinion - as are we - that the decision to acquire
VoiceStream was and is the correct strategic decision . The opportunities on the
so far relatively underdeveloped U.S. mobile communications market are enormous
. And practically nobody in the market now seriously questions our concept of
creating the first transatlantic and world 's largest provider on the basis of
GSM technology . Of course there is still great deal to do in the USA once we
receive approval of the VoiceStream acquisition . But the growth of 304 % in
VoiceStream's revenue and the 359 % increase in the number of VoiceStream
customers in the past financial year speak for themselves . So does the
intention of competitors now to follow suit in setting up GSM networks - albeit
with a considerable delay . Our investments in the future have a sound financial
basis . As for the level of debt : It is a fact that we are considerably better
financed than some of our large international competitors . We will , as planned
, use the proceeds from the sale of activities which no longer form part of our
core activities . We already received considerable sums last year as proceeds
from such sales . In addition , we expanded and safeguarded our financial basis
with a global bond much sooner and therefore under far more favourable
conditions than our competitors , which means that we are in no way under the
same pressure as other companies in the industry . To put it briefly : Our
investments in the future have cost a lot of money - we have invested or planned
a total of approximately 100 billion euros in the last two years , including the
planned acquisition of VoiceStream . But we have made these investments with
specific focus , never hastily , and always with an eye on our financial
capabilities and within our strategy of increasing the shareholder value of the
company in the long term . Our plans for the future have a sound foundation and
are not to be shaken , not even in individual areas . Hardly anyone is as well
positioned as we are to generate revenues and profits from UMTS so quickly . And
now to UMTS : Of course the licences were very expensive . But , as with all
other investments , we did analyse the economic viability very carefully and
come to a positive conclusion . The decisive factor is what opportunities one
has to generate revenues and profits from UMTS - faster and to a greater extent
than one 's competitors . And hardly anyone is as well prepared as we are in
this respect . Not least because we are the clear number 1 among business
customers , who are typically the first to take up new technologies . Only
recently the Wirtschaftswoche business magazine reported on a survey which found
that T-D1 accounts for 59 per cent of all investment companies in Germany are
planning to make in mobile communications by the middle of this year companies
in Germany . And besides , wherever we have acquired UMTS licences , we have a
very strong customer base - in contrast to some of our competitors who have to
start - practically from zero - winning customers over in an intense competitive
environment with relatively saturated markets . Our strategy : In contrast to
other companies , we have already laid our foundation . Finally to the matter of
corporate strategy : Our 4 pillar growth strategy puts us in a better position
to tackle the challenge of the rapidly changing markets than any of our
competitors . This is particularly true of the dominant technological
development of the 21st century , namely the fusion of telecommunications and
information technology to create telematics . While some are even now still
talking about it , we laid our foundations long ago and are already working
dedicatedly on furthering this strategy . Let us take the example of T-Systems .
As a result of our cooperation with debis Systemhaus , we became Europe's number
2 in the globally booming systems solutions market overnight and are just
entering the market with an aggressive communication campaign . T-Systems is our
next growth locomotive to be put on the track and clear advantages in entering
the telematics market for which annual growth rates of 65 per cent to 100
billion euros are being predicted to the year 2004 in Europe alone . In summary
: We are in an excellent position , both financially and strategically . All
this goes to show : It is a indisputable fact that we are in an excellent
position , both financially and strategically , a position which is the envy of
telecommunications companies around the world . And it is therefore also a fact
that the T-Share is worth far more than the price at which it is currently being
traded . Speculations of resignation completely unfounded . Of course I bear the
responsibility for the company 's strategy . It is I who must face the criticism
of this strategy . I say therefore very clearly : The speculation of the past
few days concerning me is totally without foundation . And once more : All
serious telecommunications experts confirm that our strategy is the right one .
And above all : that the course we are taking is not only the right one , but
also the necessary one. and that we have excellent preconditions in comparison
with other international telecommunications companies . I continue to stand by
my responsibility - without ifs and buts . I owe it not least to all of you who
, in your various functions , are driving the company along its course and are
giving your heart and your strength to the job to make this strategy a success .
We have achieved a great deal together in the past years - perhaps more than
some thought us capable of a few years ago . Let us all therefore continue to
work with commitment , strength and willingness to push our company further
ahead in competition . We are in an excellent starting position and this will be
rewarded by the capital markets soon . Dr. Ron Sommer Mannesmann Arcor soll an
die Börse Chris Gent , Chef des britischen Mobilfunkkonzern Vodafone Airtouch
und wohl baldiger Eigentümer von Mannesmann , will Mannesmann Arcor an die Börse
bringen . In einem Interview mit der Financial Times Deutschland erklärte er ,
20 bis 25 Prozent der Festnetztelefongesellschaft platzieren zu wollen . Dies
solle das Wachstum von Arcor fördern und einen Teil der Kosten für die Übernahme
von Mannesmann finanzieren . Schwieriger ist das wohl mit dem Röhrengeschäft von
Mannesmann : Derzeit werde noch nach einer Lösung gesucht . Die Gewerkschaften
hätten aber bereits ihre Unterstützung signalisiert , wenn der Konzern die
deutschen Mitbestimmungsregeln einhalte . Laut Vodafone haben bereits mehr als
95 Prozent der Mannesmann-Anteilseigner ihrer Aktien in Vodafone-Papiere
getauscht . Stimmen dann noch die Wettbewerbshüter der EU zu , steht der
Übernahme von Mannesmann durch Vodafone nichts mehr im Wege . Vodafone erwartet
aber keine grundsätzlichen Bedenken der EU-Kommission . Extreme Networks : Licht
aus , Spot an Der Rückzug von 3Com aus dem Geschäft mit High-End-Switches für
Großunternehmen bringt ein Unternehmen stärker ins Licht der Öffentlichkeit ,
das bislang eher Spezialisten ein Begriff war . Vor wenigen Monaten brachte das
Unternehmen mit dem Black Diamond sein erstes Chassis auf den Markt : Für die
Zukunft hat Extreme schon weitere Module versprochen , so etwa für
Packet-over-SONET oder für 10 Gigabit Ethernet , sobald der
Standardisierungsprozess in seiner Endphase ist . Dazu gehört auch ein
Austauschprogramm , dass Extreme Networks gerade vorbereitet . Extreme Networks
wird wohl rund 200 Angestellte von 3Com übernehmen - darunter Vertriebs- und
Marketingmitarbeiter , aber auch Entwicklungsingenieure . Analysten erwarten ,
dass der Netzwerkhersteller nun in eine Position kommt , in der er mit
Branchengrößen wie Cisco oder Lucent direkt konkurrieren kann : Extreme habe
technisch ausgezeichnete Produkte , und der Deal mit 3Com werde sicherlich die
öffentliche Präsenz des Unternehmens fördern . Die Börsen jedenfalls scheinen
den 3Com-Deal mit großen Hoffnungen für Extreme Networks zu verbinden : Gestern
schoss der Kurs der Extreme-Aktie um über 12 US-Dollar auf 112,75 US-Dollar nach
oben . Im Verlauf des letzten Jahres schwankte der Kurs des Papiers zwar
teilweise sehr stark , stieg aber insgesamt von rund 45 US-Dollar Anfang 1999
auf über 100 US-Dollar ; nach einem Höchststand von 121,38 US-Dollar Anfang März
pendelte der Kurs bis gestern zwischen 100 und 105 US-Dollar . Was bringen
Softwarepatente einem Unternehmen ? Der Förderverein für eine Freie
Informationelle Infrastruktur ( FFII ) und die Eurolinux-Allianz wollen es jetzt
endlich wissen : Befürwortet die deutsche Wirtschaft eine Ausweitung des
Patentschutzes für Software gemäß der Praxis des Europäischen Patentamtes ( EPA
) oder sollen für Algorithmen weiterhin Ausnahmen gelten ? Dazu haben die beiden
eng verbündeten Organisationen in Kooperation mit der Frankfurter
Goethe-Universität eine Umfrageaktion gestartet . Den Fragebogen dazu gibt es
auch im Web . Alle Teilnehmer erhalten eine CD mit den 30.000 Softwarepatenten
des EPAs und besonderen Hinweisen zur Patentsituation auf ihrem Spezialgebiet .
In 13 Fragen sollen Unternehmer Stellung beziehen . Abgefragt wird dabei nicht
nur die Zahl der in einer Firma angestellten Programmierer und Patentexperten .
Möglichst genaue Prozentangaben erhoffen sich die beiden Lobbyvereine auch zu
den veranschlagten Umsätzen und Kosten für Patentberatungen , -recherchen und
-anmeldungen gegenüber Lizenzeinnahmen durch Patente . Erwünscht sind auch
Angaben zu Patentverletzungsprozessen . Zum Ende werden die Fragen länger und
suggestiver : So listet der Fragebogen bereits vom EPA zugeteilte
Softwarepatente rund um " elementare Verfahren wie zum Beispiel
Netzwerk-Multitasking , Abfangen von Viren , erweiterbare Webserver , Steuerung
eines Rechners durch einen anderen " auf , spricht von " bereits zugemauerten
Gebieten " und möchte dann wissen , welche Auswirkungen die Firmen von dieser
Entwicklung erwarten . Zugleich will Eurolinux auch die eine oder andere
Unterschrift zu den bereits über 70.000 Unterzeichnern einer Petition gegen
Softwarepatente hinzufügen . Die Aktion startet in einer Zeit , in der die
Brüsseler Binnenmarktdirektion in aller Eile eine Richtlinie rund um
Softwarepatente vorbereitet . Während das Bundeswirtschaftsministerium noch
weiteren Forschungsbedarf in der heftig umstrittenen Frage sieht , häufen sich
im Bundesjustizministerium die Stimmen , die für eine " Harmonisierung " mit der
Praxis in anderen EU-Ländern sprechen . Dies könnte den Weg frei machen für weit
gehend triviale Softwarepatente . Eine klare Position zur Ausdehnung des
Patentschutzes für Algorithmen bezieht in Berliner Ministerien momentan
allerdings niemand . Deutlicher wurde Mitte März die Grünen-Parlamentarierin
Andrea Fischer , die im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Technologie sitzt
. Ihrer Meinung nach sind Patente " der falsche Weg " , um eine " angemessene
Vergütung der Arbeit von Softwareentwicklern " sicher zu stellen . Eine Studie
des Massachusetts Institute of Technology habe zudem klar dokumentiert , dass
Softwarepatente schädlich für Innovation und Wachstum sind . Fischer fordert von
der Kommission in Brüssel , die für Juni erwarteten Ergebnisse des vom
Bundeswirtschaftsministeriums in Auftrag gegebenen Gutachtens zu den " mikro-
wie makroökonomischen Gesichtspunkten für Software-Leistungen " abzuwarten und
auf europäischer Ebene breit zu diskutieren . Zudem müsse die Kommission
zunächst ihre Hausaufgaben machen und die 1300 eingegangenen Stellungnahmen zu
ihrem Konsultationspapier endlich sorgfältig auszuwerten . France Telecom
steigert Gewinn um 32 Prozent Der französische Markt hatte am Umsatz des
Konzerns nur einen Anteil von 5 Prozent . Für das Jahr 2001 rechnet Konzernchef
Michel Bon mit einem noch schnelleren Wachstum . Die Zahl der Kunden ist nach
Firmenangaben um 40 Prozent auf 77 Millionen gestiegen . Davon seien 33
Millionen Handy-Nutzer und 2,6 Millionen surften mit Hilfe von Wanadoo im
Internet . Für France Telecom arbeiten weltweit etwa 160.000 Mitarbeiter . Die
Hoffnungen auf eine kräftige Kapitalspritze aus dem Börsengang der
Mobilfunktochter Orange im Februar wurden enttäuscht : France Telecom hatte
wegen des ungünstigen Börsenklimas Probleme , die Aktie zu platzieren . Die
Preisspanne wurde wegen mangelnder Nachfrage in der Zeichnungsfrist gesenkt und
der Börsengang um einen Tag verschoben . Zum Auftakt fiel die Orange-Aktie dann
gleich unter den Ausgabepreis . Der Duft des Rechners : Avon bietet
Mitarbeiter-PCs Einen Riesendeal fädelte Gateway mit dem
Kosmetik-Direktvertreiber Avon ein . Avon bietet allen seinen 500.000
US-Mitarbeitern und -Mitarbeiterinnen , die Produkte der Firma normalerweise
direkt an die Frau ( aber auch den Mann ) bringen , PCs , Drucker und
Internet-Zugang an . Die Rechner kommen von Gateway , als Drucker stehen diverse
Epson-Modelle zur Auswahl . Ganz kostenlos ist die Sache für die meist
freiberuflich tätigen Vetriebsmitarbeiterinnen von Avon allerdings nicht : Sie
können die Geräte für eine monatliche Leasing-Rate bekommen , in der allerdings
schon unbegrenzter Zugang zum Internet enthalten ist . Je nach
Hardware-Ausstattung müssen die Mitarbeiter mit monatlichen Kosten ab 19,95
US-Dollar rechnen . Alternativ ist auch eine einmalige Zahlung möglich , die
ebenfalls unbegrenzten Internet-Zugang beinhaltet . Während andere Firmen wie
Bertelsmann , Ford , Delta Airlines und Intel mit ähnlichen Angeboten an
Angestellte sich vor allem indirekten Nutzen durch Schaffung von
Technologie-Know-how erhoffen , zielt Avon auf ganz direkte Vorteile . Alle
Mitarbeiter , die von dem Angebot Gebrauch machen , erhalten Zugriff auf ein
spezielles Avon-Portal , das ihnen Produkt- und Kundeninformationen liefert .
Über die Ausstattung der Angestellten möchte Avon eine Verbindung zwischen dem
Online-Vertrieb und dem Verkauf der Kosmetik durch unabhängige Repräsentanten
erreichen . Für Gateway bedeuten solche Vereinbarungen natürlich eine gewisse
Unabhängigkeit von den Unwägbarkeiten des PC-Retailmarkts . Selbst wenn nicht
alle 500.000 Avon-Mitarbeiter das Angebot nutzen , dürfte es ein glänzendes
Geschäft für den PC-Bauer sein - zumal sich Avon die Option offen hält , die
Vereinbarung über die USA hinaus auszudehnen . Solche Vereinbarungen zwischen
PC-Herstellern und Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen , setzen sie
sich denn durch , könnten den PC-Handel grundlegend verändern : Rechner kauft
man dann nicht mehr beim Laden um die Ecke oder einer der großen Computer-Ketten
, sondern bekommt sie über die Firma , bei der man seinen Job hat . Der Druck
auf Mitarbeiter , sich mit den neuen Techniken auszustatten , dürfte damit
allerdings zunehmen - ohne Internet-Know-how geht 's offensichtlich auch bei den
Angestellten der Kosmetikbranche nicht mehr . Die PC-Bauer dagegen könnten auf
ein halbwegs stabiles Geschäft durch Mitarbeiterangebote hoffen . Gateway-Chef
Heffrey Weitzen erklärte dann auch gleich , Gateway beabsichtige , " eine
führende Rolle bei Programmen für Mitarbeiter-PCs zu spielen " . Die
französische Regulierungsbehörde für Telekommunikation , ART , gab gestern die
aktuellen Zahlen zur Mobilfunknutzung in Frankreich bekannt . Das entspricht
ungefähr 37,7 Prozent der Gesamtbevölkerung . Ende 1999 waren es noch 34,3
Prozent . Im März 2000 alleine kamen 444.500 Handy-Nutzer dazu , während im März
1999 noch 419.300 Franzosen einen neuen Vertrag abschlossen . Die France Telecom
hat in Frankreich mit 48,3 Prozent den größten Anteil am Mobilfunk-Markt ,
gefolgt von Vivendis Mobilfunkgesellschaft SFR mit 22,6 Prozent und Boygues
Telecom mit 21,5 Prozent . France Telecom konnte die Marktführerschaft auch
weiter ausbauen : An den Steigerungsraten hatte der Ex-Monopolist allein einen
Anteil von 44,9 Prozent . Pitch-Fever : Hamburg im Internet-Rausch Während in
Nordrhein-Westfalen im Landtagswahlkampf darüber gestritten wird , ob das
Bundesland bereits Internet-Standort Nr. 1 ist oder erst werden soll , ist man
in Hamburg der Ansicht , man könne die Spitzenposition der Hansestadt als
deutsches Internet-Zentrum noch ausbauen . Nach Informationen des Hamburger
Abendblatts will die Wirtschaftsbehörde unter dem Titel Pitch-Fever einen
Wettbewerb für die digitale Wirtschaft starten . Jeden Monat soll die beste
Geschäftsidee eines Hamburger Unternehmens oder Existenzgründers im Bereich der
neuen Medien mit einer Prämie von 100.000 Mark ausgezeichnet werden . Der Preis
wird von newmedia@work vergeben , einer gemeinsamen Initiative der Stadt und
Hamburger Unternehmen . Mit 18.000 Mitarbeitern in etwa 1000 Unternehmen ist
Hamburg heute die Nummer eins der New-Media-Branche in Deutschland , erklärte
der Sprecher der Hamburgischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung ( HWF ) ,
Andreas Köpke , dem Hamburger Abendblatt . Neun der 25 umsatzstärksten deutschen
New-Media-Unternehmen seien mit ihren Stammsitz oder einer Vertretung in Hamburg
präsent . Aber auch die großen Konzerne wie AOL Europa seien an der Elbe
vertreten . Jeder dritte Klick im gesamten deutschen Internetverkehr lande
mittlerweile auf einem Angebot , das in Hamburg entwickelt wurde , meinte Köpke
. An dem Wettbewerb können nur Geschäftsideen und Projekte teilnehmen , die zum
Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht umgesetzt wurden . Was war . Was wird . Wie
immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen :
Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist
Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . In der aktuellen Folge trifft die
ehrgeizige Journalistin Ann Windblad auf einer Sommerparty den gut aussehenden
Kollegen Hal Faber , den Star der Online-Journalisten , und verliebt sich in ihn
, unsterblich . Doch dann nehmen die Dinge eine dramatische Wendung , als die
Klatschreporterin Bernarda Begnini die innige Gefühltheit der beiden auf toten
Bäumen breit tritt . Ausserdem zeigt das TV-Format Format . Man schaue nur zu
AprilFirst , der Fernsehadaption des justamente Hops gegangenen Mega-Consultants
MarchFirst , wo der Tag im Leben der Business-Consultantin Ginger abläuft , die
noch im Halbschlaf das Zeitkonto ihrer Clientel belasten kann . Oder man schalte
zum Wurst-TV um , der gläsernen Wurstproduktion im Internet . " 19 Kameras
liefern dem User aus dem gesamten Unternehmen aktuelle Live-Videobilder in
Echtzeit auf diese Website , ergänzt durch eine Fülle interessanter und
nützlicher Hintergrundinformationen . " Das ist insbesondere das Anliegen des
zeit-aufklärerischen Beate-Uhse-TV , wo gerade ein neues Bigbrother-Format
gestartet wurde , die Sex-WG : Garantiert ohne die unendlichen politischen
Diskussionen . Eine WG eben , die es in sich hat ! Heute füllen wir einmal die
praktische Allzweck-Variable mit Roboterkeksen : In einem Versuch zur viel
bequatschten Selbstregulierung des Netzes haben einige Webhamster den Robots
Exclusion Standard kreiert und kurz vor Ostern vorgestellt . Ist das im Sinne
des ersten Roboterrichters Asimov , der für Roboter-Hardware wie -Software die
Grundgesetze schuf ? Seit Asimovs Grundlagen sind einige Jahre vergangen . Heute
sind Roboter nachgerade unerwünscht oder in endlose Schleifen vertüddelt . Und
wieder zeigt sich , dass der Code Gesetz ist . Darüber vielleicht sollte sich
das erste künstliche Gehirn vielleicht zuvörderst Gedanken machen , bevor es
daran geht , die Weltherrschaft zu übernehmen . Aber Vorsicht : Bis dahin ist
noch ein weiter Weg , meinen die Russen , die seltsamerweise als Väter mit dem
ersten künstlichen Gehirn schwanger gingen , denn bislang muss es wie ein Baby
behandelt werden . Dududu , blblblbl , lalala - sonst könnte es sich zu
Frankensteins Monster entwickeln . Es stellt sich dann wenigstens nicht mehr die
Frage , ob Roboter von elektrischen Schafen träumen ; eher dürfte es interessant
sein , die kleinen Robot-Blagen zu beobachten , wenn Tante Ericsson zu Besuch
kommt : " Immer diese Knutscherei - aber das Schmieröl ist voll gut ... "
Zumindest 10.000 Menschen , die man einmal als ihre Angehörigen bezeichnen
konnte , dürften so ihre Zweifel daran haben . Inzwischen geht 's nicht nur den
fast schon traditionellen Bobos schlecht , sondern auch den Möchtegern-Bobos aus
der Old Economy , die auch wieder zu ganz alten Tugenden zurückfindet : Mancher
Jungspunt , den Väterchen und Mütterchen vor den Leuten gewarnt hatten , die
noch nie einen Afghanen-Tee tranken , sehnt sich möglicherweise nach den Zeiten
im Che-Guevara-gepflasteren elterlichen Wohnzimmer seiner Jugendtage zurück .
Dann hat er aber nichts verstanden : Manche der elterlichen Generation landeten
beim Marsch durch die Institutionen , den nicht nur Rudi Dutschke selig ausrief
, eben im Außenministerium , andere in Firmenvorständen , die mit Schuldenbergen
dem Monopolkapital das Fürchten lehren . Jetzt hat er sogar eine Schwarzhaarige
zugelassen - kann es sein , dass in Deutschland doch bald eine Revolution
ausbricht ? Dieses Mal lösen die hiesigen Revolutionäre aber nicht etwa eine
Bahnsteigkarte , sondern reichen Klage gegen die Monopolisten ein , weil sie
ihnen ihre Revolution nicht finanzieren . Und kaufen ein Handy . Von Nokia .
Denn Ollila war auch so ein Wickert-Hippie . Nur ist die inzwischen schick
renoviert ; und keiner muss mehr zu der verzweifelten Aufforderung Zuflucht
nehmen : Mit Rauslassen hat in den Lofts des Internet kaum jemand
Schwierigkeiten , zu manches Zeitgenossen Leidwesen . Aber das Internet ist die
große Freiheit , von der nicht nur an Krebs sterbende Marlboro-Männer träumen ;
auch ödipussierende Söhne ehemaliger TV-Manager entdecken den Humanisten in sich
und feiern die Freiheit der Information . Und sei es nur die Freiheit , einem
Menschen beim Sterben zuzuschauen . So lässt sich mit der Freiheit der
Information noch jedes Geschäft begründen , die libertären Hooligans des
rechtsfreien Raums bejubeln noch die plumpeste Geldschneiderei , solange sie nur
die richtigen Ressentiments bedient . Anything goes ? Was wird . Überall in
dieser Republik ist etwas los . Das Highlight ist zweifellos im Süden das
Vintage Computer Festival 2.0 in München , wo die Freunde des heißen Kolbens
zusammentrefffen . Wie heißt es dort so schön : Dort findet vielleicht wieder
das Nerdquiz assoluta statt , an dem just diese Geeks teilnehmen , die nach den
neuesten Untersuchungen eigentlich auch bei Beate Uhse im TV auftreten könnten .
Was sagt uns das ? Mein Ende wird bitter sein , mit einem gewirbelten Knochen ,
einem Bobo , der die Sargnägel reinhämmert , einer Hölle , in der mir pausenlos
meine OS/2-Artikel vorgelesen werden , und auf den Sarg flattern unaufhörlich
Wetterberichte mit einem hübschen GPL-Anhang . Sie bietet der Beate-Uhse-WG von
'68 längst entrückten unabwaschbaren Hardcore-Pinguinen Themen wie "
Produktivkraftentwicklung unter GPL " oder die Actonomy als Fortentwicklung der
Kampfkraft der Arbeiterklasse . Mit 19 Web-Kameras , die die Entwicklung der
Wurst bei Beate Uhse zeigen . Oder war es doch die " Halb-private
post-hegelianische Höschen-Phantasie " , die Keith Sanborn bei den Osnabrückern
zeigt ? Nach Ostern sind alle Eier grau . Mädchen sollen technische Berufe
kennenlernen Nur noch wenige Tage Zeit : Am 26. April soll erstmalig auch in
Deutschland der Girls Day stattfinden , bei dem Mädchen im Alter von 10 bis 15
Jahren ihren Eltern , Großeltern , Onkeln oder Tanten " auf Arbeit " über die
Schulter schauen dürfen . Dazu rufen unter anderem verschiedene Ministerien wie
das Niedersächsische Ministerium für Frauen , Arbeit und Soziales , das
Bundesministerium für Bildung und Forschung ( BMBF ) höchstselbst sowie der
Projektträger " Kompetenzzentrum Frauen in Informationsgesellschaft und
Technologie " auf . Wenn die Älteste noch in den Genuss des Girls Day kommen
soll , sollte man den Arbeitgeber ansprechen , falls der noch nicht selbst dazu
aufgerufen hat . Leitet man selbst ein Unternehmen , eine Behörde , eine
Abteilung oder ein Forschungslabor , sollte man sich an der Aktion beteiligen ,
so die Bitte der Initiatoren , und die Mitarbeiter informieren . Weitere
Hinweise gibt es im Internet und direkt per Telefon unter 0521/1067353 . Die
Idee stammt aus den USA , wo der Girls Day seit 1993 an jedem 4. Donnerstag im
April praktiziert wird ; hier beteiligen sich mittlerweile 30 Prozent der
US-Firmen daran . Ziel der Initiative ist es , Mädchen auch an technische Berufe
heranzuführen . Obwohl sie im Schnitt bessere Schulabschlüsse erreichten als die
Jungen , ergriffen sie nach wie vor schlechter bezahlte Berufe wie Arzthelferin
, Bürokauffrau oder Frisörin , meint die niedersächsische Ministerin Trauernicht
. Bei den Studienanfängern in Informatik seien nur ein Fünftel Frauen , und
unter den jungen Leuten , die eine IT-Ausbildung beginnen , seien sogar nur 14
Prozent Mädchen : Polizeipräsident : Bund muss Handy-Überwachung erleichtern Zur
Bekämpfung des organisierten Verbrechens hat der baden-württembergische
Landespolizeipräsident Erwin Hetger bessere Überwachungsmöglichkeiten von
Mobiltelefonen gefordert . Die Netzbetreiber müssten zudem gesetzlich
verpflichtet werden , richterlich genehmigte Abhöraktionen von Handy-Anschlüssen
kurzfristig auch am Wochenende durch einen Bereitschaftsdienst sicher zu stellen
, sagte Hetger in einem dpa-Gespräch . Dazu müsse die
Telekommunikations-Überwachungsverordnung auf Bundesebene geändert werden . Der
Landespolizeipräsident wandte sich auch gegen die Kritik des
Bundesdatenschutzbeauftragten Joachim Jacob an der gestiegenen Zahl der
Telefonüberwachungen . Hetger sagte : Die gestiegene Zahl der Überwachungen
begründete Hetger auch mit der massiven Zunahme von Mobiltelefonen . Zudem habe
die Polizei gerade in Baden-Württemberg die Bekämpfung der organisierten
Kriminalität erheblich ausgeweitet : " Wir haben die Zahl der zuständigen
Dezernate von früher 15 um 12 erhöht und damit fast verdoppelt . " Im
Drogenhandel und in der Wirtschaftskriminalität beobachtet die Polizei nach
Hetgers Worten eine immer stärkere Abschottung auch innerhalb der
Verbrecherorganisationen : " Die Drahtzieher , Hintermänner und Großdealer sind
durch konventionelle Ermittlungen kaum mehr zu erreichen . " Die
Telefonüberwachung sei deshalb , wie auch in den Gesetzen vorgesehen , oft das
letzte Mittel . Nach dem Datenschutzbericht von Jacob nahm die Zahl der
Telefon-Abhöraktionen bundesweit zwischen 1995 und 1999 von 4-675 auf 12-651 zu
. Zwischen Main und Bodensee wurden 1999 nach Hetgers Angaben 1.565
Telefonanschlüsse überwacht . 1996 waren es nur 788 . Die Zunahme betrug von
1998 bis 1999 gut 24 Prozent . " Etwa im gleichen Maß dürfte auch im vergangenen
Jahr die Zahl der Überwachungen angestiegen sein " , fügte Hetger hinzu . Genaue
Angaben könne er erst machen , wenn der Landtag unterrichtet sei . Seitdem sich
ein Untersuchungsausschuss 1994 mit der Praxis der Telefonüberwachung im
Südwesten befasste , muss das Innenministerium dem Parlament jährlich über die
Abhörmaßnahmen berichten . Hetger sprach sich auch dafür aus , dass die
Mobilfunknetzbetreiber die Verbindungsdaten von Handyanschlüssen nachträglich
schneller als bisher zur Verfügung stellen . Sie seien zwar verpflichtet , diese
Daten für Ermittlungszwecke herauszugeben , würden aber bisher häufig auf ihre
begrenzten Kapazitäten verweisen . Als Beispiel nannte Hetger den spektakulären
Fall des Mordes an einem Stuttgarter Taxifahrer vor wenigen Wochen . Es habe 22
Tage gedauert , bis die Verbindungsdaten des Handys vorlagen , das der Täter dem
Opfer vermutlich entwendet hatte . Mit einer schnelleren Information durch den
Netzbetreiber wäre die Fahndung nach Ansicht Hetgers wesentlich erleichtert
worden . Das Gleiche gelte auch für die Standortbestimmung von Mobiltelefonen .
" Diese Möglichkeit wird verstärkt genutzt , wenn beispielsweise mit
internationalem Haftbefehl gesuchte Mafiosi im Land unterwegs sind und wir deren
Handy-Nummer kennen " , erläuterte Hetger . Auch für diese Fälle müssten die
Netzbetreiber verpflichtet werden , die Daten umgehend zur Verfügung zu stellen
. Die ( Wieder- ) Entdeckung der Langsamkeit Wann die Sonne morgens aufging und
abends wieder verschwand , war Alexander Samwer egal . Bis spät nachts spiegelte
sich in den Augen des Jungunternehmers der blaue Schimmer seiner
Computermonitore - typisch für die Workaholics der New Economy . " Das gehörte
zum Aufbau und zur Atmosphäre einfach dazu " , sagt Samwer . Heute sieht man den
26-jährigen Manager immer öfter im Grüngürtel Berlins beim Angeln und Bummeln .
Samwer gehört zu den neuen Trödlern : Mit Lust auf Langsamkeit widersetzen sich
immer mehr Menschen ständigem Stress und exaktem Timing . Vor allem den modernen
Helden der Börsen- , Internet- und Wissenschaftswelt ist ihre Zeit Jahr um Jahr
mehr verloren gegangen . Ausgefeiltere Computer , Handys , Autos und Flugzeuge
drücken weiter dröhnend aufs Tempo des täglichen Lebens . 77.000 Menschen
starben 1999 in Deutschland an Herzinfarkt . Wer am Burnout-Syndrom leidet ,
kann sich in Spezialkliniken behandeln lassen . Eine der ersten deutschen
Adressen ist die Kasseler Habichtswald-Klinik . Die Psychosomatische Abteilung
ist immer ausgebucht . " Zu uns kommen viele Akademiker , Ärzte und Ingenieure "
, erzählt Chefarzt Christoph Kurtz von Aschoff : " Sehr sensible Leute . " Kann
man dem ständig rotierenden Hamsterrad aus Besprechungen , Sport ,
Klavierunterricht , Einkaufen , Arbeit , Friseur , Seminar und Skiwochenende
jedoch überhaupt entgehen ? " Wir haben am Anfang gearbeitet wie im Rausch " ,
sagt New-Economy-Veteran Samwer . Gemeinsam mit seinen zwei Brüdern leitet er
die Jamba AG , die Internetzugänge auf Handys anbietet . Seinen 60 Mitarbeitern
verschreibt Samwer heute regelmäßig Auszeiten : " Die Leute sollen ihre Freunde
besuchen und Zeit zum Faulenzen haben . " Energie schöpfen . Und Kreativität .
Erholte Mitarbeiter brächten Effizienz , bestätigt Zeitexperte Olaf Weber . Für
ein Uni-Projekt " Entschleunigung " hat sich Weber in aller Ruhe in die Welt der
Uhren und Kalender gestürzt . " Viele wollen mehr Zeit haben und sich selbst
entdecken " , sagt er . Eine Studentin entwarf einen Kalender , der statt Tagen
nur Monate kennt . " Terminkalender zerhacken die Zeit in immer kleinere
Einheiten " , analysiert Weber . Nur für Tages-Ziele sei normalerweise Platz .
In dem Kalender aus der Bauhaus-Universität sollen die Menschen dagegen große
Ziele notieren . Bislang ist nur eine starke Minderheit von dem Faszinosum
Faulenzen überzeugt . So steigt die Quote der Handybesitzer in Deutschland nach
Experteneinschätzung bald von derzeit 52 Prozent auf bis zu 80 Prozent . Im Jahr
2000 überstieg in Deutschland die Zahl der Fluggäste den Rekordwert von 143
Millionen . Ist der Stress eine Droge , mit der wir leben müssen ? Europaweit
haben sich Menschen in Gruppen zusammengeschlossen , um das Gegenteil zu
beweisen . In Deutschland kommen heute rund 40 Regionalgruppen regelmäßig zu
langem Kochen , Kosten und Genießen zusammen . Eine ganz ruhige
Erfolgsgeschichte ist auch der " Verein zur Verzögerung der Zeit " , dessen
Aktionen wie Demos für mehr Zeit seit seiner Gründung 1990 an der Universität
Klagenfurt mit vielen bewundernden Artikeln bedacht wurde . Die Grundfrage an
diesen Verein konnte jedoch noch kein Beobachter so recht beantworten , denn sie
ist zu paradox : Welche Aktionen sind nötig , um die Zeit zu verzögern - und
einmal gar nicht zu agieren ? Wirkliches Nichtstun , Nicht-Handeln , kann man im
idyllischen Chiemgau-Ort Polling in Bayern lernen . Hier betreibt das
Psychologen-Paar Margot und George Pennington sein Seminarhaus . Eine der
Spezialitäten : "Zeitlupen"-Kurse . " In den fünf Tagen des Seminars gibt es
keine Aufgaben außer Anziehen , Essen und Besprechen " , sagt Pennington . Für
den Gang zur sechs Meter entfernten Toilette ist hier eine Mindestzeit von 20
Minuten vorgeschrieben . Und pro Atemzug sollen die Teilnehmer nur ein Wort
sprechen . Aber ist es wirklich so süß , das Nichtstun ? Manchen Gehetzten
schafft Langsamkeit nur Gelegenheit für zähe Trägheit , dunkle Gefühle und
marternde Selbstzweifel . Viele , sagt Pennington , wollen dem Geheimnis der
Zeit lieber gar nicht auf den Grund gehen . " Sie bekommen es mit der Angst zu
tun , ganz auf sich selbst zurückgeworfen zu werden . " Vielleicht sollten sie
sich in der wiedergefundenen Zeit Sten Nadolnys Roman " Die Entdeckung der
Langsamkeit " zu Gemüte führen . Murdoch und Microsoft bauen an Satelliten-Netz
für Digital-TV Nach langen Verhandlungen , die bereits früher geführt wurden und
immer auf einem toten Gleis endeten , unternimmt Medienmagnat Rupert Murdoch in
Zusammenarbeit mit Microsoft angeblich einen neuen Anlauf , das weltweit größte
Satellitennetz für interaktives Digital-TV zu bauen . Hughes ist die
Muttergesellschaft der größten amerikanischen Satelliten-TV-Firma DirecTV , die
in Kooperation mit Microsoft auch das Digital-TV-Angebot Ultimate TV der
Redmonder vertreibt . Hughes Electronics gehört mehrheitlich General Motors .
Murdoch will für seinen Übernahme-Versuch offenbar Microsoft direkt einspannen .
Mit AT&T ist Microsoft ebenfalls verbandelt : Die Redmonder sind bislang noch
der größte Einzelaktionär des Unternehmens und arbeiten mit Liverty Media bei
diversen Projekten zum interaktiven TV über das Kabelnetz zusammen . Falls
notwendig , werde auch die Hughes Network Systems veräußert ; das Unternehmen
verkauft Satelliten-Terminals . Murdoch und Microsoft-Chef Steve Ballmer
bereiteten sich laut dem US-Blatt darauf vor , am Montag nach Detroit zu fliegen
, um sich mit GM-Chef Rick Wagoner zu treffen . Die News Corporation war
angeblich auch an EchoStar interessiert , dem zweitgrößten amerikanischen
Satelliten-TV-Anbieter . Es sei jedoch jetzt klar , dass Murdoch die Kontrolle
über DirecTV gewinnen wolle , um das ausländische Satelliten-Geschäft seiner
eigenen Gesellschaft zu ergänzen und eine weltweite Plattform zu erhalten . Die
GM- und die Hughes-Aktionäre müssten einer Transaktion erst zustimmen . Internet
: Neue Registrierungen für Domain-Namen Die neue Namensstruktur des Internet
nimmt immer deutlicher Gestalt an . Das ICANN ( Internet Corporation for
Assigned Names and Numbers ) hat am Mittwoch fünf Firmen benannt , die in
Zukunft als Registraturen für Domain-Namen im Internet fungieren können . Zu den
fünf gehört überraschenderweise auch der Online-Dienst AOL , der damit seine
Position als Dienstleister und Internet-Provider weiter ausbauen kann . Die
Integration des CORE ist wohl als Einbindung durch Umarmung zu verstehen : Es
stellt die Organisation der Registraturen nach dem ursprünglichen Plan der IANA
( Internet Assignend Numbers Authority ) dar , der durch das Vorgehen der
US-Regierung und die Einrichtung des ICANN obsolet wurde . Ab Montag , den 26.
April , sollen die fünf neuen Registraturen mit internen Tests beginnen . Der
Hauptteil der neuen Registraturen kommt aus den USA und Kanada , aus Asien ist
eine japanischer Firma vertreten , Europa ist neben der France Telekom mit
Unternehmen aus Dänemark , Norwegen , Spanien , Schweden und England
repräsentiert . Die Firma Network Solutions , die bislang im Auftrag von IANA
und InterNIC ( Internet Network Information Center ) das Monopol auf die
Registrierung von .com-Domains und die Verwaltung der zentralen Namensdatenbank
hatte , muß sich aber vorerst wenig Sorgen machen . Die Kontrolle und
Administration der zentralen Datenbank bleibt erst einmal weiter in ihren Händen
- bis sich die neuen Strukturen endgültig etabliert haben , muß jede der neuen
Registraturen 9 US-Dollar pro Jahr und registriertem Namen an Network Solutions
zahlen . Einen ausführlichen Bericht zu den politischen und technischen
Hintergründen der Auseinandersetzung um die Namensstruktur und Adressierung in
Internet sowie Telephonnetzen lesen Sie in Ausgabe 9/99 der c't , die ab dem 26.
4. am Kiosk erhältlich ist . Freemailer GMX verschiebt Börsengang Am 25. Mai
sollte der Handel losgehen , nachdem die Zeichnungsfrist für die GMX-Aktien am
letzten Freitag endete : Nun hat der E-Mail- und Messaging-Dienst GMX den für
Donnerstag geplanten Ersthandelstag für die Aktie am Neuen Markt verschoben .
Aufgegeben hat der Anbieter , der vor allem durch kostenlose E-Mail-Dienste
bekannt wurde , seinen Börsengang nicht . Einen neuen zeitlichen Rahmen für den
öffentlichen Handel der GMX-Aktien habe man allerdings noch nicht festgelegt ,
erklärte Klaus Köhler von GMX gegenüber c't . Karsten Schramm ,
Vorstandsvorsitzender des Freemailers , begründete die Verschiebung mit den
jüngsten Problemen der Firmen aus der " New Economy " an der Börse : " Unter
diesen Umständen halten wir einen Börsengang derzeit nicht für ratsam . " Und
Ralph Dommermuth , Vorstand von United Internet ( ehemals 1&1 ) , das 64,9
Prozent an GMX hält , kommentierte : Zunächst hat GMX vor , einen Teil der
Aktien im Rahmen einer privaten Platzierung zu verkaufen . Die entsprechenden
Verträge sollen kurzfristig abgeschlossen werden ; laut Köhler sei aber noch
nicht bekannt , wer dadurch in den Genuss der GMX-Papiere komme . Der Preis
werde sich aber an der Bookbuilding-Spanne von 18 bis 22 Euro orientieren .
Einen Zusammenhang zwischen dem verschobenen öffentlichen Handel mit GMX-Aktien
und den technischen Problemen bei GMX in der jüngsten Zeit wollte Köhler nicht
sehen : Die Verschiebung des Börsengangs habe damit nichts zu tun , betonte er
gegenüber c't . Solche Schwierigkeiten könnten komplexen Angeboten immer mal
wieder vorkommen , man arbeite aber intensiv daran , die Infrastruktur
auszubauen . Dies entspreche einem Anteil von 6,6 Prozent an der Telekom . Die
Papiere sollen in allen elf Euroländern sowie in der Schweiz , Norwegen und
Dänemark angeboten werden . Um den internationalen Charakter des Börsengangs zu
unterstreichen , werden die Aktien zudem auch in den USA , Kanada und Japan
offeriert , erklärte die Telekom . Damit bringt der Bund bei der dritten Ausgabe
von T-Aktien im Juni rund ein Drittel des Aktienpakets an die Börse , das bei
der KfW geparkt ist . Insgesamt liegen 21,6 Prozent der Telekom-Anteile bei der
Kreditanstalt . Wie das Finanzministerium bereits Anfang Mai bekannt gab ,
beginnt die Zeichnungsfrist für die neue Tranche an T-Aktien am 31. Mai ; sie
endet am 16. Juni . Die Erstnotiz ist für den 19. Juni geplant . Privatanleger
sollen mit besonderen Konditionen gelockt werden . Für private Interessenten im
Euroland wird ein Rabatt von rund fünf Prozent eingeräumt , wobei der Kurs vom
29. Mai als Referenzwert genommen wird . Darüber hinaus erhalten alle
internationalen Privatanleger für zehn gekaufte Telekom-Papiere eine Treueaktie
, wenn sie die Aktien bis Ende 2001 ununterbrochen halten . Die Besitzer von
T-Online-Aktien erhalten in der kommenden Woche einen Gutschein , der ihnen eine
bessere Chance bei der Zuteilung einräumen soll . Um in den Genuss der Vorteile
zu kommen , müssen Privatanleger ihre Kauforder bis 9. Juni abgegeben haben .
Die Mindestorder liegt generell bei 25 Aktien , lediglich in Japan müssen
mindestens 50 Aktien in Auftrag gegeben werden . Bruch im Glasfaserkabel : Ein
Tag ohne Telefon Ein durch Bauarbeiten verursachter Schaden an einem
Glasfaserkabel der Deutschen Telekom hat einen Tag lang für erhebliche Probleme
beim Telefonieren in den Regionen Schwerin und Hagenow gesorgt . Am
Mittwochnachmittag war bei Arbeiten an einem Radweg zwischen Blowatz und Groß
Strömkendorf bei Wismar das Kabel an zwei Stellen durchtrennt worden , wie
Telekom-Sprecher Joachim Petersson am heutigen Donnerstag mitteilte . Von dem
folgenden Ausfall in der gesamten Region gwaren die Fernverbindungen sowie die
Einwahl in die Mobilfunknetze D 1 , D 2 und E-Plus betroffen - einmal wieder ein
deutlicher Hinweis , dass Handys nur scheinbar unabhängig vom Festnetz sind .
Von dort aus nehmen die Sprachübertragungen ihren Weg über Festverbindungen .
Auch die Anbindung der Universität Rostock an das Breitband-Wissenschaftsnetz (
B-WiN ) war von dem Netzausfall betroffen - bis ca. 10:30 am heutigen Donnerstag
war die Verbindung tot . Gegen 22.00 Uhr am Mittwochabend sei zumindest das
Telefonieren teilweise wieder möglich gewesen , sagte der Sprecher . " Viele
Kunden werden das aber noch als sehr mangelhaft empfunden haben . " Erst am
Donnerstagmittag war der Schaden vollständig behoben . Wie viele Kunden von der
Störung betroffen waren , konnte der Sprecher nicht beziffern . Ebenso lagen am
Donnerstag noch keine Angaben über die durch den Ausfall verursachten Kosten und
die Einnahmeausfälle der Telekom vor . Interesse steigt für chinesische
Telekom-Aktien Gestern wurden erstmals die Aktien des zweitgrößten staatlichen
chinesischen Telekom-Operators Unicom gehandelt . Für den heutigen
Ersthandelstag in Hongkong wird ein ähnlich guter Start erwartet . Unicom hatte
bereits in einer Pressekonferenz vor gut einer Woche angekündigt , rund 80
Prozent des eingenommenen Geldes werde für den Ausbau der eigenen Mobilnetze
verwandt , 20 Prozent flössen in den Ausbau des Glasfaser-Backbones in China .
Die chinesische Tageszeitung Beijing Youth Daily urteilte im Vorfeld , der
Börsengang sei ein Prüfstein für das Vertrauen der Investoren in den
chinesischen Telekommunikationsmarkt . Gleichzeitig sei dies eine Chance für
ausländische Investoren , schon jetzt den chinesischen Markt zu besetzen ,
dessen allmähliche Öffnung mit dem WTO-Beitritt zwingend notwendig werde . Der
von Unicom zunächst beschrittene Weg , Kapital durch Beteiligungen ausländischer
Telekom-Unternehmen ( darunter auch der Deutschen Telekom ) über eine
Tochtergeselschaft zu beschaffen , platzte nach einem Einspruch des zuständigen
Ministeriums im vergangenen August . Ein Teil der damaligen Investoren soll nun
auch über Aktienanteile beim Börsengang entschädigt werden . Zugleich führt die
Unicom nach Berichten der chinesischen Finanancial Daily bereits Gespräche mit
verschiedenen Unternehmen wie France Telecom und Vodafone hinsichtlich einer
zweiten Aktienzuteilung . In China war der Börsengang in den USA heute kein
großes Thema . Chinas Bürger können sowieso nicht ohne weiteres Unicom-Aktien
kaufen : Sie dürfen keine Depots im Ausland eröffnen . Internet-Startups wollen
eigenen Interessen-Verband Deutsche Internet-Firmen wollen ihre Interessen
künftig stärker im Rahmen eines eigenen Verbandes vertreten . Gerade die jungen
Startup-Unternehmen seien in den traditionellen Wirtschaftsverbänden nicht
ausreichend repräsentiert , sagten Vertreter von Internet-Firmen bei einem
Workshop am heutigen Donnerstag auf der Expo in Hannover . Auf der Veranstaltung
, die von Felix Frohn-Bernau von Dooyoo initiiert und geleitet wurde , waren
insgesamt 20 Gründer von Startups vertreten , unter anderem von Naked Eye ,
OneView , Allmax , Econia , Interprise , MyToys , Yellout , Zooplus und 12Snap .
Im Schnitt haben die beteiligten Firmen zwischen 20 und 150 Mitarbeiter und sind
nicht älter als ein Jahr . Der Börseneinbruch am Neuen Markt habe gezeigt , dass
auch die Internet-Firmen sich kontinuierlich um möglichst optimale
Rahmenbedingungen für ihre Wettbewerbsfähigkeit kümmern müssten . Die Initiative
D21 der deutschen Wirtschaft zur Förderung der Informations- und
Kommunikationstechnik habe Startup-Unternehmen mehr oder weniger deutlich außen
vor gelassen . Akutes Problem für die Unternehmen sei etwa die Situation an der
Börse . Vertreter der international tätigen Investmentbank Goldman Sachs
erklärten nach Angaben einer Sprecherin in dem Workshop freimütig , dass sie
derzeit Börsengänge nicht empfehlen könnten . Wie der Verband der
Internet-Startups heißen und welche Rechtsform er haben soll , darüber ist noch
nicht entschieden . Einigen konnten sich die Vertreter der Unternehmen aber
schon darauf , dass sie sich von den existierenden Verbänden nicht angemessen
repräsentiert sehen . Falls ihr eigener Verband zustandekomme , solle der aber
nicht nur rummeckern , sondern konkrete Vorschläge zu notwendigen Veränderungen
erarbeiten , hieß es auf dem Workshop . So sollen etwa Vorschläge erarbeiten
werden , um die Rahmenbedingen für das Anwerben und das Halten neuer Mitarbeiter
zu verbessern , etwa durch Aktienoptionen . Kritik gab es aber auch an der
Green-Card-Initiative zur Anwerbung ausländischer IT-Spezialisten : Die
Gehaltsgrenze von 100.000 Mark liege viel zu hoch . Unter anderem möchten die
Jungunternehmer aber auch für Verbesserungen der ökonomischen Rahmenbedingungen
sorgen - etwa durch die Vereinfachung des Steuerrechts . So sei die Herabsetzung
der Grenze , ab der der Wertzuwachs von Unternehmensbeteiligungen versteuert
werden muss , für Startups ein schwer wiegenderes Problem als für große Konzerne
. Telefonica-Boss Villalonga in Bedrängnis An der Spitze des Konzerns eilte der
smarte Manager von einem Erfolg zum anderen . Nichts schien den Siegeszug von
Spaniens mächtigstem Firmenchef stoppen zu können . So kaufte Telefonica den
holländischen Unterhaltungskonzern Endemol , unter anderem für die
Container-Soap Big Brother verantwortlich ; und die Telefonica-Tochter fürs
Internet , Terra , fusionierte mit dem Internet-Portal Lycos . Nun bläst dem
47-jährigen Konzernchef der Wind zunehmend ins Gesicht . Manche fragen sich
bereits , wie lange er sich noch an der Spitze des größten spanischen
Unternehmens halten wird . Der Telefonica-Präsident geriet in Bedrängnis , seit
die Zeitung El Mundo ihm kürzlich Insidergeschäfte zur Last legte . Die
Börsenaufsicht leitete eine Untersuchung ein . Heute erholten sich die Kurse
allerdings wieder ein wenig . Bei der Affäre geht es um ein privates Geschäft
von Villalonga , der Anfang 1998 Optionen auf Telefonica-Aktien erworben hatte .
Nach Darstellung der Zeitung nutzte er dabei sein Insiderwissen von den
anstehenden Allianz-Verhandlungen mit dem US-Konzern MCI-WorldCom . Telefonica
betonte demgegenüber , von Insidergeschäften könne keine Rede sein . Das
Aktiengeschäft sei vor Beginn der Verhandlungen abgewickelt worden . Hinter den
Vorwürfen verberge sich eine " Kampagne " , die auf den Sturz des Firmenchefs
abziele , argwöhnt das Unternehmen . Der Telefonica-Präsident scheint in der Tat
mächtige Feinde zu haben . Aber mit der Freundschaft zwischen Aznar und
Villalonga scheint es vorbei zu sein . Im Mai ließ Aznar eine Fusion der
Telefonica mit dem niederländischen Konzern KPN an seinem Veto scheitern . Er
pochte auch darauf , dass das Aktiengeschäft Villalongas näher untersucht wird .
Weshalb die Freundschaft zwischen Aznar und Villalonga in die Brüche ging , ist
nicht so ganz klar . Anscheinend spielten dabei auch persönliche Faktoren eine
Rolle . Aznar und seine Ehefrau Ana Botella sollen es dem Telefonica-Chef übel
genommen haben , dass dieser sich scheiden ließ und eine Liaison mit der Witwe
eines mexikanischen Medienmoguls einging . Nach Angaben der Presse trug Aznars
Frau wesentlich dazu bei , dass die Beziehungen zwischen dem Regierungschef und
dem Firmen-Boss sich abkühlten . Ana Botella gilt als eine enge Freundin von
Villalongas früherer Gattin . Notes-Funktionen für Web-Browser Wie auf der
Lotus-Entwicklerkonferenz Devcon 99 bekannt wurde , arbeitet Lotus an einer
Domino-Laufzeitumgebung ( Domino Runtime Services ) , die Web-Browsern viele
Notes-Funktionen bereitstellen soll . Dazu gehört vor allem die Replikation und
damit die Möglickeit , offline zu arbeiten . Der Internet Explorer
beispielsweise ist zwar derzeit in der Lage , Webseiten ohne Verbindung zum
Server darzustellen ; er kann jedoch nicht damit arbeiten : Ein Anwender hat
also nicht die Möglichkeit , etwa Formulare offline auszufüllen und abzuschicken
. Quickplace hat eine Option " Go offline " , die auf dem Client eine kleine
Laufzeitumgebung installiert und alle relevanten Daten repliziert . Der Benutzer
kann nun offline mit diesen Daten arbeiten und später wieder mit dem Server
austauschen . Anwendungsentwickler werden die Verwendung der Domino Runtime
Services bereits bei der Entwicklung Ihrer Domino-Anwendungen berücksichtigen
müssen . Bisher hat Lotus allerdings noch keinerlei Preisvorstellungen geäußert
und auch keinen Fertigstellungstermin angekündigt . Transatlantischer Streit um
US-Beteiligungen der Telekom Nun äußert sich auch die EU-Kommission zu den
Diskussionen in den USA um die Übernahme von US-Firmen durch die Deutsche
Telekom - die Versuche des rosa Riesen , im US-Telekommunikationsmarkt Fuß zu
fassen , entwickeln sich langsam zum Politikum . Und dies könnte sich zu einem
neuen transatlantischen Streit zwischen der EU und der US-Regierung ausweiten .
Schon nach den Gerüchten , die Telekom wolle den US-Telekomkonzern Sprint
übernehmen , hatten Mitglieder des US-Kongresses die Federal Communications
Commission ( FCC ) aufgefordert , einen solchen Deal zu blockieren . Eine von
einer ausländischen Regierung kontrollierte Firma dürfe keine US-Gesellschaft
übernehmen hießt es damals von insgesamt 30 US-Senatoren . Ähnliche Äußerungen
waren nun gestern angesichts der Berichte zu hören , eine Übernahme der
US-Mobilfunkgesellschaft Voicestream durch die Deutsche Telekom stünde kurz
bevor . Auch William E. Kennard , Chef der FCC , erklärte vor dem Kongress
bereits , die Behörde werde eine Voicestream-Übernahme durch die Telekom genau
unter die Lupe nehmen - als Begründung für diese Maßnahmen muss die " nationale
Sicherheit " herhalten . Die Telekom operiert zwar inzwischen nicht mehr als
Staatsunternehmen , aber auch nach der letzten Emission von T-Aktien aus
Staatsbesitz ist die Bundesrepublik Deutschland noch mit gut 59 Prozent der
Telekom beteiligt . Seit kurzem hat die Telekom auch eine US-Anwaltskanzlei
beauftragt , für sie Lobby-Arbeit in Washington zu betrieben . Die Londoner
Financial Times berichtet nun am heutigen Samstag , dass sich die EU-Kommission
in diese Angelegenheit einmischt . Laut dem englischen Finanzblatt soll ein
Protestbrief der EU-Kommission am Montag der US-Regierung zugestellt werden .
Darin droht die Kommission an , sie werde sich aus dem Abkommen der
Welthandelsorganisation WTO über die Telekom-Märkte verabschieden , wenn die USA
die Übernahme von US-Gesellschaften durch die Telekom per Gesetz verbiete . In
dem Abkommen ist der freie Zugang zu den weltweiten und regionalen
Telekommunikationsmärkten geregelt . " Dies geht über die Beilegung eines
Streits hinaus " , sagte der Leiter der EU-Handelsdelegation in Washington ,
Bert van Barlingen , der Financial Times . Damit ist der Zeitung zufolge das
gesamte WTO-Abkommen über die Telekommunikationsmärkte gefährdet . Van Barlingen
erklärte zudem , das US-Gesetz würde auch Washingtons Verpflichtungen im
Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen GATT aushebeln , das nicht zwischen
Staats- und Privatunternehmen unterscheide . G8-Staaten stoßen globale
Internetoffensive an Die führenden Industriestaaten wollen auch die
Entwicklungsländer in die Informationsgesellschaft einbinden und vom
milliardenschweren Internetgeschäft profitieren lassen . Der G8-Gipfel startete
am Samstag auf der südjapanischen Insel Okinawa eine Offensive , um moderne
Informations- und Kommunikationstechnologien für jedermann weltweit nutzbar zu
machen . Die Regierungschefs verabschiedeten die Okinawa-Charta für eine globale
Informationsgesellschaft . Diese IT-Technologien werden nach Einschätzung der
USA , Kanadas , Japans , Deutschlands , Frankreichs , Großbritanniens , Italiens
und Russlands , die die G8-Gruppe bilden , immer mehr zum Wohlstand der
Weltbevölkerung beitragen . " Information- und Kommunikationstechnologien
gehören zu den stärksten Kräften , die das 21. Jahrhundert formen werden " ,
heißt es in der Erklärung . " IT wird schnell eine kräftige Wachstumsmaschine
für die Weltwirtschaft . " Weiter schrieben die Gipfelteilnehmer : " Jeder auf
der Welt sollte in der Lage sein , daran teilzunehmen und niemand darf von den
Vorteilen der globalen Informationsgesellschaft ausgeschlossen werden . "
Entscheidend sei deshalb , in die Ausbildung der Menschen zu investieren . Um
die Technologien umfassend zu nutzen , müssten bürokratische Hürden beseitigt
und sichere Kommunikationsnetze geschaffen werden . " Die Herausforderung , die
internationale Trennung von Information und Wissen zu überbrücken , darf nicht
unterschätzt werden " , hieß es weiter . Internationale Finanzorganisationen ,
nicht-staatliche Organisationen , Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen
müssten zusammenarbeiten , um die Partnerschaft der entwickelten mit den
unterentwickelten Staaten aufzubauen . Die G8-Staaten wollten dabei finanziell ,
technisch und politisch helfen . Zwar spiele die private Wirtschaft eine
entscheidende Rolle in dem Prozess , " aber die Staaten müssten ihre Märkte
öffnen , faire Wettbewerbsbedingungen und unnötige Vorschriften für die Branche
unterlassen " . Nur so könne sich der milliardenschwere Markt des E-Commerce
entwickeln . Urheberrechte und Patente für die Technik müssten geschützt werden
. Verbraucherschutz sei auch im Internet entscheidend für einen dauerhaften
Erfolg der Technologien . Die Staaten verpflichten sich , den Bürger eine
entsprechende Ausbildung für das Leben und Arbeiten mit IT zu geben . Siehe dazu
auch in Telepolis : G8-Gipfel : Bekämpfung der digitalen Kluft Telekom nimmt
neuen Anlauf in Italien Nach ihrem Ausstieg aus der italienischen Mobilfunkfirma
Wind erwägt die Deutsche Telekom anscheinend ihren Wiedereinstieg in den
italienischen Markt über die sardische Firma Tiscali . Die Telekom könne
gemeinsam mit Tiscali für eine UMTS-Mobilfunklizenz bieten , berichtet die
Wirtschaftsnachrichten-Agentur Bloomberg am Samstag unter Berufung auf Analysten
. Ohne italienischen Partner dürfte es der Telekom um einiges schwerer Fallen ,
eine UMTS-Lizenz in Italien zu ergattern - und das südeuropäische Land zählt zu
einem der wichtigsten Märkte , wenn es um Mobilfunk geht . Tiscali besitzt 58
Prozent der Anteile an der Gesellschaft Andala , die Ende Oktober für eine
italienische UMTS-Lizenz bieten will . Tiscali ist inzwischen als
Internet-Provider in einigen europäischen Ländern vertreten , darunter in
Deutschland . Hier zu Lande könnte die Tochter Tiscalinet GmbH , nach der
Übernahme von Nikoma als eigenständiger Internet-Provider aktiv , über 237.000
Kunden in eine Ehe mit der Telekom einbringen . Mit ihrem erzwungenen Rückzug
aus dem Joint Venture Wind , dem drittgrößten italienischen Mobilfunkanbieter ,
verlor die Telekom ihre Stellung auf dem größten europäischen Handymarkt . Das
Joint Venture Wind wurde im Dezember 1997 ins Leben gerufen ; allerdings war die
Atmosphäre zwischen den Gesellschaftern seit dem gescheiterten Fusionsversuch
der Deutschen Telekom mit der Telecom Italia empfindlich gestört . Die Telekom
hatte sich durch diese Tändelei mit der Telecom Italia Schadensersatzklagen in
Milliardenhöhe von France Telecom und dem Stromkonzern Enel eingehandelt , den
beiden anderen Partnern bei Wind . Diese sind jetzt vom Tisch : Der Einstieg in
die UMTS-Märkte kommt teuer : IT-Systemhäuser in Deutschland wachsen Die
Computer-Dienstleister und Systemhäuser in Deutschland wachsen und gedeihen .
Das seien 14 Prozent mehr als im Jahr zuvor . Dabei haben süddeutsche
Unternehmen die Nase vorn : Damit stellen sie zehn Prozent des Umsatzes der
Informationstechnik-Branche . Die Geschäftsentwicklung sei 1999 vor allem von
Übernahmen geprägt gewesen . Im Jahresdurchschnitt beschäftigten die Unternehmen
zusammen 18.000 Mitarbeiter , rund 15 Prozent mehr als 1998 . In den Unternehmen
, die bereits in der Liste von 1998 aufgeführt waren , fiel die Steigerung mit
knapp 46 Prozent deutlich höher aus . Die Branche bleibt optimistisch : 70
Prozent der Firmen erwarten ein Wachstum von mehr als zehn Prozent in den
kommenden drei bis fünf Jahren . Was war . Was wird . Wie immer möchte die
Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche
Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau
zugleich . Was war . Aber nun Sonne . Und das nicht nur in eben dieser
norddeutschen Tiefebene : Um neue Powerbooks , die sich so sehr an den Nutzer
anschmiegen , dass dieser etwas " von der Wärme der Chips darunter , dem
Atemhauch des Rechners " spürt , wie die Süddeutsche schwärmt . " Was ist es ,
das in uns schmerzt ? " Das Big-Brother-Video , mit dem Apple die Einführung des
Macintosh feierte , strahlte noch den Charme der frühen 80er aus , den
vermeintlichen Kampf gegen Big Brother IBM . Die Frau in den roten Hosen , die
das elektronische Abbild des Großen Bruders zerstört , wurde aber schon von
Ridley Scott in Szene gesetzt , der auch " Alien " schuf : So mögen es
inzwischen auch die meisten Apple-Anhänger sehen und sich der Langeweile der
Macworld dieser Tage hingeben : Big Brother Steve hat nicht einmal mehr eine
letzte Überraschung zu bieten , seine Rede sei " Ja , ja , nein , nein " .
Selbst der iMac verliert die poppigen unter seinen seltsamen Farben , und der
normale Macintosh ist auch nur noch eine Big-Brother-Blackbox - mag sie bei
Apple auch silbern daherkommen . Eine Szene , die im MS-TV nicht übertragen
wurde - einfach darum , weil es MSN-TV war , das die Verleihung sendete . Früher
hieß man WebTV und erzeugte mit dem Namen " eine falsche Markensuggestion " ,
wie es bei Micorosft zum Namens-Update heißt . Vielleicht eine kabbalistische
Formel wie " Sam Donaldson , dude , gnarly toupee " ? Immerhin , die Bobos von
Plastic machten es stilvoll : " Bankruptcy never felt so good . " Was neben den
rechtsextremistischen oder kinderpornographischen Inhalten ( die übrigens
anderswo gemeldet werden können ) bedenkliche Inhalte sein sollen , lässt er
offen . Oder gibt es keine Differenz mehr zwischen bedenklichen und
rechtswidrigen Inhalten ? Endlich etwas im Internet , für das die Surfer gerne
Geld bei den Betreibern hinterlegen . Das dürfte wohl der Sinn bei der Idee sein
, dass bild.de die Rechte an den Bildern der Hochzeit eines gewissen deutschen
Selbstdarstellers exklusiv gekauft hat . " We shall prevail ! " , meint Big
Brother in dem Apple-Spot , bevor der Hammer in den Bildschirm fliegt . Kein
Hammer , nirgends . Stattdessen der Schmerz in uns . Schade eigentlich , dass
der Spot fast nie zu sehen war , da Apple nicht genug Geld hatte , um ihn
massenwirksam in möglichst vielen TV-Kanälen laufen zu lassen . Heute hat Apple
wieder etwas mehr Geld , und Steve Jobs ist wie damals wieder am Ruder - aber
die reine Ideologie , die vertritt der Konzern inzwischen genauso wie die Firma
IBM , die im Spot von 1984 noch als Big Brother erscheinen durfte . Big Brother
ist es egal , ob er mit globalisierten Konzernen oder regionalisierten
Mütterchen Geschäfte macht . Was wird . Was ist ein besserer Ort als ein
einsamer Sandstrand mit ein paar Förmchen zum Kuchenbacken , wenn man dem , was
in uns schmerzt , und möglicherweise auch der Lektüre von Gerd Koenen entkommen
will , der sich redlich abmüht , " Das rote Jahrzehnt " zu erklären ? Für die
Jüngeren , die nicht irgendwann in den 50ern geboren wurden , sind K-Gruppen und
Revolutionäre Zellen schwer zu erklärende Ballungen menschlicher Aktivitäten .
Koenen versucht es mit einem Vergleich : Wer sich in eine Programmiersprache
einbuddelt , ohne sie zu verstehen , hat schlechte Karten . In diesem Sinne gibt
es heute andere Ferienprojekte als revolutionäre Zeltlager , etwa das schon
einmal erwähnte HAL 2001 , das sogar ganz ohne Sonne und Strand auskommen muss .
Derweil soll es regnen , regnen , regnen , auf meine verbrannten Häute , ob sie
nun in der norddeutschen Tiefebene oder in Boboland der Verbrennung anheim
fallen ... Es wird übrigens auch eine Premiere in der nächsten Wochenschau :
Letzte Woche lobte ich die Mitarbeit für die nächste Kolumne für den oder die
aus , der oder die mein Geburtsdatum anhand der Position in Pi erführen . Nun ,
es gab nicht viele , aber mehrere - und der datumstechnisch Erste hat gewonnen ,
so verfügte ich nun einfach . Der nun aber hat erst nächste Woche Zeit . Die
geneigten Leser dürften gespannt sein . Microsoft verbucht Erfolge vor Gericht
Die nächste Runde im Kartellprozess gegen Microsoft nähert sich langsam : Das
US-Justizministerium drängt auf ein schnelles Ende vor dem Supreme Court ,
während Microsoft unbedingt vor dem eigentlich zuständigen Berufungsgericht
verhandeln will . Derweil kann sich der Konzern aus Redmond in anderen
juristischen Auseinandersetzungen , die in der Folge des Kartellprozesses
auftauchten , bisher beruhigt zurücklehnen . Über 130 Privatklagen wegen
überhöhter Preise für Windows 95 und Windows 98 waren gegen Microsoft anhängig .
Bislang haben aber einige Gerichte , die die Verfahren abschlossen , zu
Microsofts Gunsten entschieden . Bereits im Juni hatte der Software-Konzern vor
einem Bezirksgericht in Maryland die Abweisung von insgesamt 62 Klagen beantragt
. In den Verfahren geht es den Klägern darum , dass Microsoft sein Monopol bei
Betriebssystemen benutzt habe , um von Kunden überhöhte Preise für seine
Software zu verlangen . Microsoft argumentierte dagegen mit Urteilen in anderen
Prozessen , nach denen ein Hersteller nicht für die Preise verantwortlich
gemacht werden könne , die Verbraucher bei Zwischenhändlern oder beim Kauf eines
Computers mit Microsoft-Software bezahlt hätten . Zwar ging es bei den Fällen ,
auf denen Microsoft seine Argumentation stützt , um die Bauindustrie - die
Gerichte sahen die Entscheidungen in diesen Verfahren allerdings bislang als
relevant für die Entscheidung über die Privatklagen und folgten Microsofts
Argumentation . Allerdings hat die Abweisung der Privatklagen keinen Einfluss
die Auseinandersetzung zwischen US-Justizministerium und Microsoft . Denn die
Einstellung der Verfahren beruht allein auf juristischen Feinheiten , nach denen
ein Hersteller nicht für die Preise von Zwischenhändlern verantwortlich ist ;
außerdem kann nach dem Präzedenzfall , auf den sich Microsoft bezieht , in den
meisten US-Bundesstaaten ein einmaliges wettberbswidriges Verhalten nicht zu
mehreren Klagen führen . Mit der Abweisung der Privatklagen ist daher keine
Entscheidung darüber verbunden , ob Microsoft seine Monopolmacht tatsächlich
dafür genutzt hat , die Software-Preise künstlich hoch zu halten , wie Richter
Jackson dies im Kartellprozess feststellte . Immerhin kommt , neben der
Vermeidung möglicher finanzieller Einbußen in Millionenhöhe , die Abweisung der
Klagen dem öffentlichen Ansehen der Redmonder während der weiteren Runden des
Antitrust-Verfahrens zu Gute . Intel investiert in Spezialisten für neue
I/O-Technik Das erst 1999 gegründete Startup-Unternehmen ohne eigene Produktion
konzentriert sich auf das Design von Chips für die so genannte
InfiniBand-Technik . Als zukünftiger I/O-Standard soll InfiniBand die
klassischen Bus-Systeme vor allem in Servern und der Kommunikation zwischen
speziellen Netzwerkgeräten ablösen . Statt als Bus ist InfiniBand als
geswitchtes I/O-System ausgelegt . Über den I/O-Switch sollen einzelne Ein- und
Ausgabeeinheiten , Prozessor-Knoten und I/O-Plattformen wie
Massenspeichereinheiten mit einer hohen Datenrate verbunden werden . Eine
Industrievereinigung , die InfiniBand Trade Association , in der mehr als 160
Firmen Mitglied sind , will den Standardisierungsprozess überwachen und
vorantreiben . Mit der Investition in die Chipschmiede möchte Intel wohl vor
allem auf entsprechende Technologie zurückgreifen können und die Etablierung des
I/O-Systems fördern . Immerhin steckt hinter InfiniBand zu einen Teil
ursprünglich ein Vorschlag von Intel : Den Namen wählten diverse Firmen für
einen gemeinsamen Vorschlag für ein neues I/O-System , das ursprünglich unter
dem Namen System I/O geführt wurde . System I/O wiederum ging aus der Einigung
von Intel auf der einen und dem Dreier-Bund IBM , Hewlett-Packard und Compaq auf
der anderen Seite hervor , die sich zuvor mit zwei unterschiedlichen Entwürfen
für ein neues I/O-System gegenüberstanden . Die Future-I/O-Protagonisten wollten
damit Intel die Definition künftiger PC- und Server-Architekturen nicht allein
überlassen . Ende August 1999 legten die Kontrahenten dann ihren Streit über den
künftigen I/O-Standard bei und schufen System I/O respektive InfiniBand . Erste
Spezifikationen für InfiniBand sehen eine Entkopplung des I/O-Subsystems vom
Speicher vor ; stattdessen sollen Point-to-Point-Verbindungen zwischen den
Kommunikationspartner zum Einsatz kommen . Die Kanäle , die über einen Switch
geschaltet werden , sollen eine Datenrate von 2,5 GBit/s bieten , wobei pro
Kabelverbindung einer , vier oder 12 Kanäle zum Einsatz kommen können . Ende des
Jahres bereits möchte Banderacom mit ersten Chips für InfiniBand auf den Markt
kommen . Neben Banderacom haben beispielsweise auch IBM und Intel selbst die
Produktion von InfiniBand-Chips und -Modulen angekündigt . Erste Systeme mit
InfiniBand sollen nach den Vorstellungen der InfiniBand Trade Association Anfang
2001 erhältlich sein . Katerstimmung bei UMTS-Gewinnern Kaum sind die
rauschenden Siegesfeiern beendet , macht sich unter den UMTS-Gewinnern
Katerstimmung breit . Mit zum Teil kräftigen Kursabschlägen straften sie in den
vergangenen Tagen die nimmersatten Mobilfunkriesen ab . Holger Grawe ,
Telekom-Analyst der Düsseldorfer WestLB Panmure , zeigt sich überrascht über den
drastischen Einbruch : " Diese Kursentwicklung halten wir für übertrieben " ,
sagt er und glaubt an eine Bodenbildung . Am Dienstag kamen die Kursrückgänge
zunächst zum Stillstand . Neben der Deutschen Telekom waren vor allem die
spanische Telefonica , France Telecom und die niederländische KPN unter Druck
geraten . Vodafone AirTouch , Muttergesellschaft von Mannesmann Mobilfunk ( D2 )
, und British Telecom ( BT/VIAG Interkom ) standen dagegen besser da . Während
Vodafone vor wenigen Wochen mit dem Verkauf von Orange seine Kriegskasse gut
aufgefüllt hatte , profitierte BT von dem Gerücht , das Unternehmen wolle sich
mit dem US-Konzern AT&T zu einem neuen Giganten zusammenschließen . Verstärkt
wurde der Trend fallender Kurse außerdem durch Rating-Agenturen , die angesichts
der enormen UMTS-Ausgaben der UMTS-Sieger deren Bonität herabstuften . Auch dass
sechs Unternehmen statt der erwarteten fünf eine Lizenz ersteigert hatten , hat
den Kapitalmarkt keineswegs entzückt : Denn das bedeutet mehr Wettbewerb und
niedrigere Erträge . Stark gelitten unter dem Kursverfall hat vor allem die
Deutsche Telekom . Ohnehin haben die Aktionäre des Bonner Riesen seit Wochen
wenig zu lachen . Nach dem dritten Börsengang im Juni rutschte die T-Aktie nur
wenige Tage später unter den Ausgabekurs von 63,50 Euro . Mit der
UMTS-Versteigerung habe sich der Bund auf Kosten der Aktionäre ein zweites Mal
bedient , schimpft Ulrich Hocker , Geschäftsführer der Deutschen
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz in Düsseldorf . " Erst wird die Telekom
privatisiert , dann holt sich der Bund mit den UMTS-Lizenzen noch einen
Nachschlag " . Und so müssen sich die Aktionäre von Telekom , Telefonica ,
France Telecom oder KPN weiter in Geduld üben . " Ein bis zwei Jahre wird die
relative Schwäche dieser Werte anhalten " , glaubt Theo Kitz vom Bankhaus Merck
Finck & Co. Jetzt werde erst einmal umgeschichtet , auf Aktien der Lieferanten
wie Nokia , Ericsson oder Alcatel . Am ehesten muten Experten der Telekom zu ,
die hohen Belastungen wegzustecken . Beste Voraussetzung hat auch Mannesmann
Mobilfunk mit seiner starken britischen Mutter Vodafone . D1 und D2 werden so
voraussichtlich im künftigen UMTS-Geschäft den Ton angeben . Sonera und
Telefonica , VIAG Interkom oder die E-Plus-Muttergesellschaft KPN hätten es viel
schwerer . " KPN ist mau " , beschreibt ein Beobachter in drastischen Worten die
Situation bei den Niederländern nach dem überraschenden Rückzug von Hutchison
aus dem deutschen UMTS-Geschäft . Als schöne Braut putzt sich indes die
Telefongesellschaft Debitel ( Swisscom ) raus : Das Unternehmen hatte sich
vorzeitig aus der UMTS-Auktion zurückgezogen . Jetzt wollen sich die Stuttgarter
als so genannter virtueller Netzbetreiber bei einem der Sieger einhaken . Beide
müssen davon profitieren . Telefonica . TV-Bericht über " Rinderstudie " heizt
Elektrosmog-Debatte an Das bayerische Umweltministerium hat den Bericht eines
Fernsehmagazins zurückgewiesen , der die Debatte um die Gefahren des
Elektrosmogs neu angeheizt hat . Unter Berufung auf eine vom Umweltministerium
in Auftrag gegebene Studie meldete das Politmagazin Report Mainz des
Südwestrundfunks ( SWR ) am gestrigen Montag Abend " neue Erkenntnisse über die
Wirkung von Mobilfunkstrahlung " . Danach hätten Wissenschaftler an Tieren auf
Höfen in der Nähe von Mobilfunkanlagen ein signifikant verändertes Weide- ,
Futter- und Liegeverhalten gegenüber Tieren auf Bauernhöfen ohne
Strahlungseinfluss festgestellt . Die Autoren der Studie , hieß es in dem
Bericht , wiesen auf " Zusammenhänge zwischen Strahlenexposition und Verhalten "
hin und vermuteten , " dass die Strahlenwirkung einer chronischen
Stressbelastung ähnelt " . Darüber hinaus will Report Mainz auch erfahren haben
, dass die Zahl der Missbildungen in der Nähe von Mobilfunkstationen erheblich
höher sein soll als in den Rinderbeständen auf Höfen ohne Mobilfunkstrahlung .
Das bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen hatte im
Juli 1998 Arbeitsgruppe von Wissenschaftlern der Universitäten Gießen und
München sowie der Firma IGU mit der so genannten Rinderstudie beauftragt . Dabei
wird in 38 Rinderhaltungen in Bayern und Hessen der Einfluss elektromagnetischer
Felder von Mobilfunkanlagen auf Gesundheit , Leistung und Verhalten von Rindern
untersucht . Das bayerische Umweltministerium weist nach dem Bericht von Report
Mainz nun darauf hin , dass die Rinderstudie bislang noch gar nicht fertig
gestellt sei . Die Untersuchung soll im Oktober abgeschlossen werden . " Schon
heute mit Untersuchungsergebnissen aufzuwarten , ist deshalb unseriös " , heißt
es in einer Mitteilung des Ministeriums vom heutigen Dienstag . Kommentar : Mehr
als die Gefährdungen durch Mobilfunkstrahlung verdeutlicht der Bericht von
Report Mainz denn auch die Gefahren , die an der Schnittstelle von Wissenschaft
und Öffentlichkeit lauern . Bekanntlich sind epidemiologische Untersuchungen zum
Elektrosmog das methodisch schwächste Glied der Nachweiskette gesundheitlicher
Beeinträchtigungen , solange keine direkten zellbiologischen Wirkungsmechanismen
schwacher elektromagnetischer Felder nachgewiesen sind . Daher mutet der SWR den
Adressaten seiner Information einiges an Unmündigkeit zu : Sie sollen nicht nur
unbesehen darauf vertrauen , dass die an der Rinderstudie beteiligten
Wissenschaftler validierte Ergebnisse erarbeitet haben , sondern auch noch
glauben , dass Report Mainz bislang unveröffentlichte " Teilergebnisse dieser
Studie " korrekt referierte . Better no news than such news . Schlichter bei
Domainstreitereien angeblich parteiisch Das außergerichtliche Schlichten von
Streitereien um .com- , .net- , .org- und künftig auch .info- und .biz-Domains
ist billiger , schneller und effektiver als langwierige Gerichtsverfahren ,
loben die einen . Der kanadische Jurist Prof. Michael Geist warnte jetzt vor der
offensichtlichen Parteilichkeit mancher Schlichter zu Gunsten der
Markenrechtsinhaber bei den von der ICANN benannten Schiedsstellen . Diese
Schlichter würden teilweise bevorzugt von den Schlichterorganisationen
eingesetzt . Bei der World Intellectual Property Organization fällt das Ergebnis
nicht ganz so krass aus . Hier entfallen auf die sechs aktivsten Schlichter rund
17 Prozent der Fälle . Doch die Tatsache , dass zwei als Markenrechts-kritische
Köpfe eingeschätzte Schlichter noch keine einzige Einzelentscheidung zugewiesen
bekamen , macht laut Geist deutlich , dass die Verteilung kaum nach dem
Zufallsprizip erfolgen kann . Die WIPO hat als Spitzenreiter der vier
Schlichterorganisationen immerhin bereits rund 1.800 Fälle entschieden . Geist
will mit seiner Studie auch nachweisen , dass die Kläger ganz offensichtlich
davon profitieren , wenn nur ein einziger Schlichter bestellt wird . Mit der
Einsetzung eines dreiköpfigen Schlichterpanels sinke die Erfolgsrate der
Markenrechtsinhaber unabhängig vom Provider von über 80 auf rund 60 Prozent .
Wird ein Dreier-Panel eingesetzt , entscheiden Kläger und Domaininhaber über die
Zusammensetzung ihres Schiedsgerichtes , beim Eizelpanel entscheiden die
Schlichterorganisationen unabhängig . Als " trivial " wies Francis Gurry ,
Assistant Director General bei der WIPO in Genf , die Studie von Geist zurück .
Gegenüber heise online sagte Gurry , seine Organisation wähle die Schlichter
entsprechend Sprache , Nationalität und Neutralität aus . Für Geists Befunde
gibt es seiner Ansicht nach einfache Erklärungen . Dass einzelne Schlichter
besonders häufig gewählt würden , sei einfach darauf zurückzuführen , dass man
gerne die Schlichter wähle , die besonders schnell arbeiteten . Auch für das von
Geist konstatierte Absinken der Erfolgsrate für die Markeninhaber bei
Dreier-Entscheidungen hat Gurry eine Erklärung . " In der Regel sind das die
Fälle , in denen der aktuelle Domaininhaber eine starke Position hat und nicht
bereits ist , die Domain einfach dem Markeninhaber zu überlassen " , meint Gurry
. Doch der WIPO-Domainchef räumt ein , dass die Reflektiertheit der
Dreier-Entscheidungen höher sei . " Nur , wer will das denn bezahlen ? " Ein
Einzelentscheider garantiere ein schnelles und kostengünstiges Verfahren , das
Richtige bei der überwiegenden Mehrzahl der Fälle , die glasklare
Markenverletzungen darstellten . Der Vorstoß von Geist kommt in einem Moment ,
in dem die ICANN selbst über den Erfolg der UDRP nachdenkt . Eine spezielle
Arbeitsgruppe soll bis November untersuchen , wie stark der Trend zur Wahl
Kläger-freundlicher Provider ist und wie es mit der Qualität , Geschwindigkeit ,
Transparenz und den Fairness der Verfahren aussieht . Gurry und seine Kollegen
bei der WIPO arbeiten aktuell an einem Bericht zu den möglichen Erweiterungen
der UDRP im Rahmen des so genannten 2. WIPO Internet Domain Name Process .
Agilent Deutschland will ohne Kündigungen auskommen Der Messtechnik- und
Photonik-Spezialist Agilent will in Deutschland weniger Stellen abbauen als im
Gesamtkonzern . " Wir planen keine betriebsbedingten Kündigungen , und der
Stellenabbau wird weit unterproportional ausfallen " , sagte der Vorsitzende der
Geschäftsführung von Agilent Deutschland , Hans-Günter Hohmann , gegenüber dpa .
Die ehemalige Hewlett-Packard-Abteilung hatte am gestrigen Dienstag angekündigt
, bis Mitte 2002 neun Prozent der Belegschaft oder weltweit 4.000 Stellen
abzubauen . In Deutschland beschäftigt Agilent nach dem Verkauf des Bereichs
Medizintechnik an Philips rund 2.900 Mitarbeiter . Anfangs hatten sich 95
Prozent der deutschen Mitarbeiter daran beteiligt . Führungskräfte verzichteten
dabei auf bis zu 10 Prozent ihres Gehalts oder sechs Urlaubstage . " Ich rechne
damit , dass die Beteiligungsrate für das laufende Quartal leicht niedriger
ausfällt " , sagte Hohmann . Agilent gehörte bis 1999 zum Computerkonzern
Hewlett-Packard , der für eine ähnliche Aktion zum Gehaltsverzicht in den
vergangenen Wochen von der Gewerkschaft IG Metall heftig kritisiert worden war .
In Deutschland hätten sich die Geschäfte im Bereich der Messtechnik für die in
Handys oder im Internet eingesetzten Komponenten ähnlich schlecht wie im Konzern
entwickelt , sagte Hohmann . Positiv sehe es hingegen in der chemischen Analyse
und bei Messtechnik für neue Elektronikprodukte aus . Internet über TV-Kabel
kommt in Schwung Excite@Home , der amerikanische Anbieter von Internet-Zugängen
über TV-Kabelnetze , kommt nach Deutschland . Mitte des Jahres 2000 will die
Firma nach Berichten aus den USA ihren Internet-Dienst auch hier zu Lande
anbieten . Dazu schloss Excite@Home eine Kooperation mit dem deutschen
Kabelnetzbetreiber Tele-Columbus und dessen Muttergesellschaft , der Deutschen
Bank - das Gemeinschaftsunternehmen soll dann unter @Home Deutschland firmieren
. Der Zugang über das TV-Kabelnetz will man ohne Zeitgebühren zu einer festen
monatlichen Gebühr anbieten . Die geplante Höhe des Monatsbetrags steht
allerdings noch nicht fest . Für den PC sieht der Zugriff über das Kabelmodem
wie ein LAN-Anschluss aus ; der Internet-Zugang ist also immer ohne
Einwahlvorgänge verfügbar . Tele-Columbus selbst bietet unter dem Namen InfoCity
schon Internet-Zugänge über das eigene TV-Kabelnetz an . Für pauschal 79 Mark im
Monat ( 59 Mark Zugangsgebühr , 20 Mark Miete für das Kabelmodem ) können
Interessierte in den Städten Berlin , Cottbus , Gelsenkirchen , Düsseldorf und
Köln über das TV-Kabel ins Internet - mit " einem Vielfachen der
ISDN-Geschwindigkeit " , so das Unternehmen . Über das Breitbandkabel sind
bislang maximal 36 MBit/s möglich - allerdings ein rein theoretischer Wert .
Andere Anbieter , etwa PrimaCom aus Leipzig , sprechen von bis zu 768 KBit/s mit
derzeitigen Installationen . Realistisch dürften im Praxisbetrieb allerdings
eher Werte von 100 bis 200 KBit/s sein , da es sich bei den Verbindungen um
Punkt-zu-Multipunkt-Links handelt : Mehrere Kunden müssen sich also die
Gesamtbandbreite des Netzes teilen . Ende Juni 1999 nutzten in den USA 620.000
Kunden die Internet-Zugänge der Firma über Kabelmodem . In Europa bietet die
Firma bereits in Holland das Surfen über TV-Kabel an . 3Com : Erfolg durch
Konzentration Der Netzwerkspezialist 3Com sieht sich durch die Konzentration auf
das Kerngeschäft weiter auf der Erfolgsstraße . Dies überstieg die Erwartungen
der Wall Street bei weitem , die mit einem Gewinn von 24 Cent pro Aktie
gerechnet hatte . Die Steigerungen lassen sich zum einen auf sehr gute Verkäufe
der Palm-PDAs zurückführen . Nicht so berauschend sieht es dagegen bei Modems
und Netzwerkkarten aus . Bei diesen Produkten musste 3Com nach eigenen Aussagen
" preisbedingte Umsatzeinbußen " hinnehmen . Die Verkäufe von Modems und
Netzwerkkarten fielen sogar um 19 Prozent - die Hauptursache dafür , dass der
Umsatz trotz gestiegenen Gewinns gesunken ist : 3Com hofft , durch weitere
Bereinigungen die Gewinne noch steigern zu können . Eine Maßnahme dafür sei ,
die Palm-Division Anfang 2000 als unbhängiges Unternehmen an die Börse zu
bringen . Nächste Internet-Flatrate vor dem Start Langsam aber sicher nehmen die
Flatrate-Projekte einzelner Anbieter konkrete Formen an . Nachdem Silyn-Tek
sogar schon Preissenkungen für den ab 1. Oktober verfügbaren Zugang bekannt gab
, zieht Ecore nun mit einem eigenen Angebot nach . Das Interesse am Feldversuch
mit einem Internet-Zugang für einen festen Monatsbetrag einschließlich
Telefongebühren sei so groß gewesen , dass man nunmehr schon am 15. Oktober mit
einem Pauschaltarif an den Start gehen wolle , teilte die Firma mit . Seit
Anfang September läuft der Feldtest , mit dem Ecore erst einmal herausfinden
wollte , wie lange die Nutzer eigentlich im Schnitt online sind . Offensichtlich
lohnt es sich für den Provider : Für eine Einrichtungsgebühr von 249 Mark und
eine monatliche Pauschale von 299 Mark soll der INTERNETunlimited Alpha genannte
Zugang ab Mitte Oktober zur Verfügung stehen . Die Mindestvertragslaufzeit
beträgt dabei nur einen Monat . Zur Einwahl benötigt man einen ISDN-Anschluss ,
Modem-Zugänge sind nicht vorgesehen . Solche Internet-Zugänge zu einem festen
Monatsbetrag lohnen sich allerdings in der Regel nur für diejenigen , die sehr
oft und lange online sind . Wer sein Online-Verhalten genauer unter die Lupe
nimmt , kann in vielen Fällen mit Providern , die einen Zeittarif verlangen ,
billiger fahren . Einen Vergleich der Online-Kosten von Flatrate-Zugängen mit
einzelnen zeitabhängigen Angeboten veröffentlicht c't in Ausgabe 20/99 , die ab
27. September im Handel ist . Was war . Was wird . Wie immer möchte die
Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche
Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau
zugleich . Was war . Das ist manchmal zu wenig : Regierungserklärungen muss man
auch erklären . Was der zukünftige ICANN-Supermann in der FAZ veröffentlichte ,
die sonst nur Manifesten von den Cyber-Lichtgestalten David Gelernter oder Jaron
Lanier im hauseigenen Online-Organ Edge über den Tupel traut , was eine richtige
Regierungserklärung sein soll , schwappt jetzt munter durch die Medienlandschaft
und wird verklärt , dass die Slash-Balken nur so krachen . Freuen wir uns also
über die erste deutsche Cyber-Regierungserklärung , leiden wir mit , wenn Mama
ein RAF-Fahndungsplakat aus dem Regierungszimmer entfernt . Und wir wundern uns
, wenn der schnieke Bobo als Krawatti übersetzt wird . Was His AMM macht , ist
schon von einem anderen Kaliber als das Geballere gegen die Regierungen dieser
Welt , mit denen Perry Barlow seine Unabhängigkeit erklärt oder die Magna Charta
des Informationszeitalters , die uns als " Cyberspace and the American Dream "
gerne vorgehalten wird . Ein Vorbild für Regierungserklärung Seiner Gnaden AMM
ist 66 Jahre alt . Heute klingt die Not im Heimatstaat der Bobos ziemlich fremd
, ist doch die Not an verfügbaren Domain-Namen viel dringlicher und essenzieller
. Wie Sinclair oder Medea Benjamin mit ihrem eBook schreibt AMM aus der
Zukunftsperspektive , in der er die Wahl zur Regierungsbildung offensichtlich
hinter sich hat . Wie Sinclair und Benjamin wird Andy Müller-Maguhn nicht die
Regierung führen und uns nicht in die Selbstregierung entlassen können . Jörg
Tauss , SPD-Fachmann für Neue Medien , teilte dem Parteiblatt " Computerwoche "
mit , dass AMMs Flugtätigkeit notfalls von der Bundesregierung gesponsert werde
. " Es ist nicht einzusehen , dass Herr Müller-Maguhn auf eigene Kosten in die
USA fliegt . " Da freut sich der Fachmann und der Laie schüttelt sich . Was ist
mit China ? Wie kommt AMM dort hin , wo die Solidarität der ICANN gebraucht wird
, wenn CNNIC , das China Internet Network Information Center , von CNN
angegriffen wird . Nur mit Mühe konnten die kundigen Rechtsanwälte dieses
Senders davon abgehalten werden , ihren Markenanspruchauf die TLD .cn
auszudehnen , die " zu größter Irreführung anleitet " . Ha ! Die erste
Volkserklärung zur Regierungserklärung ? Mitnichten : Dieser Propagandaminister
der Regierung Müller-Maguhn wirbt mit einem Spot für AOL , in dem er von einer
Party kommend die Mail-Adressen auf den Visitenkarten betrachtet . Ihm geht eine
Art Licht auf , weil AOL sieben Mail-Adressen vergibt . In deutscher PR-Prosa
liest sich das so : Ab morgen wird " Ich bin drin " also durch " Ich darf noch
drei Mal " abgelöst - der Rest liegt in den kundigen Händen von Frau Barbara .
Als letzte Woche die Modesite eve.com ihren Bobo-Out bekannt gab , fragte das
Management des Konzeptmusikers Peter Gabriel nach dem Preis der Domain . Mit
seinem interaktiven Eve-Adventure und dem ins Mainstream pendelnden Ovo ist der
Mann im Internet präsent , doch nein : Die Marke Eve könne bei diesen Inhalten
verwischen , Ähnlich markt es sich um den Dönerscout , weil das Wort Scout 24
Holz-Pfadfindern der neuen Ökonomie gehört . Mit stephenking.com hat der
Gruselautor nicht das Problem von Peter Gabriel . Dafür schaffte er es , in der
ansonsten eher unansehnlichen und müden e-Book-Ausstellung der Frankfurter
Buchmesse zum Hauptthema zu werden : Macht er 's oder macht er 's nicht mehr ?
Kurzum , er macht 's . King hatte angedroht , dann kein weiteres Kapitel mehr
ins Internet zu stellen . Die eine kann ohne sie nicht leben , der andere guckt
nur dumm , wenn ihm eines in die Hände fällt . Aber Abhilfe ist in Sicht : Die
Buchmesse bescherte uns nicht nur den eBook Award , sondern etwas , was als
Parents Award gefeiert werden dürfte . " Mein Grundschulabschluss " , Untertitel
" Fit für die fünfte Klasse " , ist ein interaktives Spiel von Heureka Klett ,
das Eltern und Kindern eine Entscheidungshilfe gegen die Lehrer in die Hand
geben soll , wenn der zukünftige Entwicklungsweg geplant wird . Mit den im Spiel
erzielten Punkten der kleinen Genies werden Eltern zu den Lehrern und
Lehrerinnen rennen , die wie üblich verkennen , welches Talent in ihrem
Nachwuchs schlummert . Sie werden Dampf machen und auf eine Empfehlung für den
richtigen Schulzweig drängen , weil Klein Pups so schön mit dem Gameboy zeichnen
kann , dass ganze Tischdecken damit hübsch aussehen . Natürlich hat der
Trainingsstress für konkurrenzbewusste Kids in Frankfurt eine " Gigamaus "
gewonnen , den ersten Preis einer Zeitschrift mit dem seltsamen Titel " Eltern
for family " . Eine weitere Gigamaus ging nicht an das Cinderella-Projekt und
die fanatasievolle Cinderella-Community , sondern ebenfalls an den besagten
Heureka-Klett-Verlag , der die Kommerzialisierung von Cinderella übernommen hat
. Eltern for profit wissen eben , was sich schickt . Diese Woche lief die zweite
Verfilmung eines Krimis von Donna Leon , natürlich mit dem durch Venedig
trampelnden Gutmenschen Guido Brunetti . Wer schon bei den Büchern haareraufend
diese Traumvorstellung der Toskana-Fraktion über eine italienische
Vorzeigefamilie bejammerte , sah sich im Fernsehen eines noch Schlimmeren
belehrt . Und dann auch noch die unsägliche Barbara Auer als Paola . Dabei lässt
sich recht gut schmökern in italienischen Unterwelt- und Polizei-Gefilden . Ich
mag mir die Panik gar nicht vorstellen , erzählte ihnen jemand von all den
Versprechen , die uns verfolgen und da besagen , TV und Internet seien sowieso
bald eins . Die Erlösung durch das Internet naht , die Befreiung von allem
Politischen , denn die Politiker verstehen schließlich nichts von unserer
schönen neuen Welt . Dessen allerdings scheint es manches Mal im Internet zu
ermangeln . Weitgehend unbemerkt begreift die Politik das Internet in seinem
gegenwärtigen Zustand inzwischen oft besser als mancher Nutzer : Ein
ökonomisches und gewaltig politisches Gebilde haben uns Techniker , Neue
Ökonomisten , Bobos und Internet-Minister da aus " unserem Internet " gebastelt
, in dem solche Organisationen wie die ICANN von Regierungskomitees unter die
Fuchtel genommen werden und Regeln des alltäglichen Wirtschaftssbedarfs die
Datenströme durch die Kabel zaubern . Es gibt kein richtiges Leben im Falschen .
Ganz falsch . Kaum ein Bobo versteht die Welt außerhalb seiner kleinen
Internet-Klitsche - wenn er sie den überhaupt wahrnimmt . Irgendwie tröstlich ,
dass auch ein Tycoon der New Economy zwischen Kartellrecht , Midas-Syndrom und
Pinguin-Jagd einen kleinen Blick auf die Realität erhascht . Was wird .
Demnächst lädt die Firma Courseleader englische Journalisten zu einem
Internet-Seminar ein , das den Titel " Living with the RIP - a journalist 's
guide to surviving cyber-regulation " trägt . RIP steht für " Regulatory of
Investigatory Powers " und ist nichts anderes als ein Schritt in den englischen
oder europäischen Überwachungsstaat , der es erlaubt , dass Mails zwischen
Journalisten und ihren Quellen abgefangen und entschlüsselt werden können .
Deftige Gefängnisstrafen drohen dem , der sich weigert , seine Verschlüsselung
den Behörden zu überreichen . In dieser Situation ist es sinnvoll , an eine
kleine Stadt zu erinnern , die es eigentlich nicht gibt : Am 26. 10. findet in
Bielefeld die Verleihung des " Big Brother Awards " statt . Dies ist nun
keineswegs , wie man angesichts unserer Medienlandschaft spontan vermuten könnte
, der Preis für den Couch Potato , der die RTL-Containersoap am längsten
ausgehalten hat . Vielmehr wird der Award an Firmen und Organisationen verliehen
, die " in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Menschen
beeinträchtigen oder ( persönliche ) Daten Dritten zugänglich machen " . Im
Gegensatz zur schnieken durchsichtigen Gigamaus aus Plexiglas ( die zur
Verleihung in Frankfurt zu spät kam ) ist der Award eine potthässliche Figur mit
polizeitaktisch empfohlener Fußfessel , die von einer Plexiglasscheibe
durchschnitten wird , auf der binär eine Passage aus Huxleys " Schöne Neue Welt
" abgedruckt sein soll . Die Verleihung findet passenderweise in einem Bunker
statt . Das Internet boomt und zieht mit seinem Unterhaltungs-Angebot immer mehr
Deutsche an ihren PC-Schreibtischen in das weltweite Datennetz . Am Fernseher
dagegen , jahrzehntelang das Unterhaltungsmedium Nummer eins , ist diese
Entwicklung bislang fast spurlos vorbei gegangen . Nun will die
Unterhaltungsindustrie das " Defizit " aufholen . " Schon in wenigen Jahren wird
das Multimedia-TV dem Computer auf dem Unterhaltungssektor den Rang ablaufen " ,
sagte Roland Raithel von Loewe bei einem Gespräch mit dem High Tech Presseclub
in Hamburg . Dabei geht es nicht einmal mehr um Zukunftsmusik . Das
Elektronikunternehmen aus dem nordbayrischen Kronach hat bereits vor zwei Jahren
das weltweit erste internetfähige Fernsehgerät auf den Markt gebracht . Die
Verknüpfung von TV-Angebot und Internet-Zugang realisierte Loewe in
Partnerschaft mit dem ZDF . Der Benutzer kann sich über die Fernbedienung durch
die TV-Kanäle klicken oder sich direkt ins Internet einwählen . " Der
Schwachpunkt besteht zur Zeit vor allem in der schlechten Bildqualität der
Geräte " , sagte Kerestedjian . " Der Bildaufbau einer heute normalen Web-Seite
mit Grafik und Animationen dauert über eine Set-Top-Box rund eine halbe Minute "
, sagte Kerestedjian . Das sei viel zu lang . Die verfügbaren
Multimedia-Fernseher sind nach Meinung von Kerestedjian allenfalls " gute
Image-Produkte " , aber weit entfernt vom Massenmarkt . Selbst Internet-Boxen
hätten noch nicht das Interesse der Kunden geweckt . " Von vielen
Elektronik-Märkten heißt es , die stehen wie Blei " , sagte auch Peter Hahn von
Philips . Der Produktmanager des niederländischen Elektronikkonzerns rechnet
damit , dass sich internetfähige Fernseher in den kommenden fünf Jahren einen
breiten Markt erobern werden . Das weltweite Datennetz boome derzeit vor allem
durch sinkende Kosten . " Das Internet wird in wenigen Jahren zum
Standardbestandteil eines Fernseher gehören " , sagt Hahn . Bereits auf der
nächsten Internationalen Funkausstellung in Berlin werde Internet-TV das Thema
Nummer eins sein . Die Entwickler arbeiten unterdessen an vielen Lösungen , um
das begehrte Datennetz in die Wohnzimmer zu holen . Panasonic bietet eine
Settop-Box an , mit der sich der Fernsehzuschauer Funktionen wie E-Mail ,
Online-Shopping und Homebanking auf die Mattscheibe holen kann . Ein
integriertes Modem sorgt für den nötigen Rückkanal , über den der Zuschauer
Daten versenden und bestimmte Sendungen anfordern kann . In Zusammenarbeit mit
Sendern wie ZDF , ARD und RTL hat das Unternehmen bereits eine Reihe von
Sonderdiensten entwickelt . " Wir haben in diesem Jahr einen interaktiven Tatort
ausgestrahlt , bei dem der Zuschauer selbst auf Verbrecherjagd gehen konnte " ,
erläuterte Kerestedjian . Auch eine interaktive Version der Sendung " Verstehen
Sie Spaß " sei mit im Programm . Parallel arbeitet Panasonic an der Entwicklung
neuer Fernseh-Techniken . " Mit Bildröhren der nächsten Generation in
Kombination mit Plasma- oder LCD-Bildschirmen wird reales Web-TV vermutlich im
nächsten Jahr realisiert werden können " , sagte Kerestedjian . Auch Philips
will im kommenden Jahr mehrere Lösungen auf den Markt bringen . " Neben einer
Internet-Box wird es auch TV-Festplatten sowie Fernseher mit integriertem Zugang
geben " , sagte Hahn . Herkömmliche Fernseher sollen sich aber auch weiterhin
problemlos nachrüsten lassen . " Was sich am Markt durchsetzen wird , wird am
Ende der Verbraucher entscheiden " , sagte Hahn . Verkehrsminister :
Handy-Verbot auch für Radfahrer Nach den Plänen von Bundesverkehrsminister
Reinhard Klimmt soll die Benutzung von Mobiltelefonen ab 1. Januar nicht nur für
Autofahrer , sondern auch für Radfahrer untersagt werden . Klimmt sagte
gegenüber Focus , das Handy-Verbot gelte für alle " Fahrzeugführer , also auch
den Radfahrer " . Telefonnummern wählen oder SMS eintippen darf der Fahrer
jedoch auch mit Lautsprecher oder " Knopf im Ohr " nicht . Die Bundesländer
müssen der Verordnung noch zustimmen . Hintergrund : Programmierer nehmen
MP3-Tauschbörse Napster aufs Korn Die MP3-Tauschbörse Napster hat gegen die
Vorwürfe , sie verletze mit ihrem Tauschdienst das Urheberrecht , immer die
Position bezogen , sie biete nur eine Dienstleistung an und sei nicht
verantwortlich dafür , wenn dies zu illegalen Zwecken benutzt werde . In der
Auseinandersetzung mit der Vereinigung der US-amerikanischen Musikindustrie (
RIAA ) erklärten die Anwälte und Manager von Napster zudem immer wieder , sie
könnten angesichts Millionen von Nutzern nicht jede einzelne Datei kontrollieren
, ob eventuell die User unter Umgehung des Urheberrechts illegal Musikstücke
tauschen . In diesem Sinne äußerten sich auch die Richter der Berufungsinstanz ,
die die von Patel erlassene einstweilige Verfügung vorerst aufhoben , bis das
Berufungsgericht eine endgütltige Entscheidung gefällt hat . Programmierer , die
sich mit der Technik von Napster offensichtlich recht gut auskennen ,
widersprechen dieser Ansicht nun und stützen eher die Haltung von Richterin
Patel . In einem ausführlichen Artikel , den das Medienfachmagazin Inside letzte
Woche veröffentlichte , kommen sie zu dem Schluss , dass die Verteidigungslinie
von Napster , eine Kontrolle über mögliche Urheberrechtsverletzungen sei
technisch unmöglich , nicht schlüssig sei . Und die Entwickler sollten
eigentlich wissen , wovon sie reden . Schließlich gehören sie zu der Gemeinde
und haben bei der Programmierung von Napster-Clones eine nicht unerhebliche
Rolle gespielt : David Weekly etwa veröffentlichte eine Analyse des
Napster-Protokolls im Internet ; Chad Boyda beispielsweise ist Chef-Entwickler
von Thirty4 Interactive , die die Software Napigator zur Durchsuchung von
Napster und vergleichbaren Diensten herausgaben . " Es ist mir ziemlich klar ,
dass die Richter falsch informiert waren " , meint David Weekly laut Inside : "
Napster weiß , wer was mit wem tauscht , und sie könnten es blockieren . " Und
Chad Boyda unterstützt diese Ansicht : Die Kontroverse um die technische
Machbarkeit beruht darauf , dass Napster für jede MP3-Datei , die ein einzelner
User anbietet , den MD5-Hash auf seinen Servern speichert . Dies identifiziert
jede einzelne bei Napster registrierte Datei eindeutig , auch wenn es sich nur
um unterschiedliche Datei-Versionen des gleichen Songs handelt . Ursprünglich
benutzte Napster dies für eine Resume-Funktion , die abgebrochene Downloads
wieder aufnimmt . Laut Napster wurde dies eingestellt , da es nie richtig
funktioniert habe . Die Programmierer spekulieren nun nach den Angaben von
Inside aber , dass dies eher auf Grund juristischer Bedenken geschehen sei , da
ein funktionierendes Resume bewiesen hätte , dass Napster die getauschten Songs
eindeutig identifizieren könne : Die Funktion wurde gerade zu dem Zeitpunkt
wieder entfernt , als Rechtsanwälte der RIAA sie als Beweis für die Möglichkeit
zitierten , Napster könne Urheberrechtsverletzungen erkennen . Napster und seine
Verteidiger argumentieren nun aber , dass es auf Grund der Menge an eindeutigen
Strings nicht machbar sei , sie tatsächlich zu untersuchen . Dem widersprechen
aber nicht nur die technischen Berater der Gegenseite , sondern auch Inside :
Untersuchungen hatten schon früher ergeben , dass nur die wenigsten Napster-User
selbst Songs anbieten , die Majorität der Napster-User kopiert sich die
Musikstücke nur auf den eigenen Rechner . Und selbst von denen , die ihre eigene
MP3-Sammlung zum Tausch anbieten , erstellen die wenigsten die MP3-Dateien
selbst : Die Mehrheit biete einfach die Dateien an , die sie selbst vorher von
Napster kopiert habe . Ein technischer Berater der RIAA bezeichnete dies schon
als eine Art Echo-Effekt , der dazu führe , dass nur wenig tatsächlich erzeugte
MP3-Versionen von Songs eine Unmenge von angebotenen Dateien nach sich zögen .
Damit ließe sich aber argumentieren , dass durch die Blockierung nur weniger
MD5-Hashes fast sämtliche Urheberrechtsverletzungen blockiert werden könnten ,
die durch das Anbieten der entsprechenden MP3-Dateien ausgelöst würden . Solche
Methoden wollen angeblich auch einige Anbieter nutzen , die mit Tauschbörsen an
den Start gehen möchten , die Urheberrechtsverletzungen von vornherein
ausschließen . Napster ist der Ansicht , ähnlich wie bei Videorekorden böten sie
einen Dienst an , der zwar illegal genutzt werden könne , wofür aber nicht der
Hersteller oder Dienstleister verantwortlich gemacht werden dürfe . Dem
widerspricht aber nicht nur die RIAA heftig ; auch Regierungsbehörden wie das
Copyright Office sehen dies als nicht haltbar an . Und wenn Napster eigentlich
in der Lage wäre , Copyright-Verletzungen mit technischen Maßnahmen zu
verhindern , könnten ähnlich wie bei MP3.com Schadensersatzforderungen in
Millionenhöhe auf den Dienst zukommen - ganz zu schweigen davon , dass die
Tauschbörse in Zukunft nur noch betrieben werden dürfte , wenn Lizenzzahlungen
für jedes einzelne getauschte Musikstück an die Labels fällig wären . Auf der
anderen Seite zeigen die Untersuchungen verschiedener Institutionen , dass ein
Großteil des Materials , das auf Napster getauscht wird , urheberrechtlich
geschützte Musik ist . Würde Napster all diese Songs von seinen Servern
ausschließen , verlöre Napster wohl jede Attraktivität für die Nutzer - und ein
vor sich hin dümpelnder Tausch-Service , auf den ein paar hundert Dateien von
völlig unbekannten Gruppen angeboten werden , dürfte wohl kaum die Chance haben
, größeres Interesse im Netz auf sich zu ziehen oder gar ein erfolgreiches
Geschäftsmodell zu entwickeln . Japanischer Mobilfunkriese auf dem Weg in die
USA Die ersten Informationen über den Einstieg von NTT DoCoMo bei der
Mobilfunktochter von AT&T tauchten bereits Ende Oktober auf , nun scheinen sie
sich zu konkretisieren : Der japanische Mobilfunkkonzern will sich
Medienberichten zufolge an AT&T Wireless beteiligen . Laut dpa wollte ein
Sprecher des japanischen Konzerns die Berichte allerdings nicht kommentieren .
Nach dem Erfolg mit dem Internet-Handy i-mode in Japan wird aber immer
deutlicher , dass es NTT DoCoMo nun in die USA und nach Europa drängt . In
Europa kooperiert NTT DoCoMo bereits mit der niederländischen KPN Mobile und der
Hutchinson 3G UK Holdings . Besonders in Europa verfolgt der Konzern eine
aggressive Expansionsstrategie . In den USA ging der Konzern zudem eine Allianz
mit dem weltgrößten Internet-Dienst AOL ein . Mit dem geplanten Einstieg bei
AT&T Wireless festige der japanische Konzern sein Standbein auf dem
amerikanischen Markt , hieß es in den Berichten . Beide Unternehmen befänden
sich bereits in den Schlussverhandlungen . Der Wirtschaftszeitung Nihon Keizai
Shimbun zufolge wurde bereits eine weitgehende Vereinbarung getroffen .
Hintergrund der Expansion ist die dritte Mobilfunkgeneration , die NTT DoCoMo im
Mai 2001 in Japan als weitweit erster Konzern einführen will . Um auch seine
Präsenz in Asien auszubauen , führt NTT DoCoMo der Zeitung zufolge derzeit auch
Verhandlungen über einen Kapitaleinstieg bei der taiwanischen Mobilkfunkfirma KG
Telecommunications in Höhe von rund 20 Prozent . Bislang waren NTT DoCoMo in den
USA auch Ambitionen nachgesagt worden , bei Voicestream , dem US-Kauf der
Deutschen Telekom , mit einer Minderheitsbeteiligung einzusteigen . Solche Pläne
dürften aber am Widerstand der Telekom gescheitert sein , nachdem NTT DoCoMo vor
dem Abschluss des Voicestream-Telekom-Deals versucht hatte , den Deutschen die
US-Mobilfunker durch eine 49-Prozent-Beteiligung wegzuschnappen . Nach einem
Jahr stürmischen Wachstums will der Bauelemente-Spezialist EPCOS seinen
Expansionskurs mit etwas gebremstem Tempo fortsetzen . " Bei den elektronischen
Bauelementen herrscht eine gesunde Zuversicht " , sagte EPCOS-Chef Klaus Ziegler
am heutigen Mittwoch in München . Einen Wachstumsschub verspreche unter anderem
die Einführung der neuen Mobilfunkgeneration UMTS . Auch für die nächsten zwei
Geschäftsjahre erwarte der Konzern ein " gutes Wachstum " . Damit übertraf der
Konzern seine im Sommer bereits nach oben korrigierten Prognosen leicht . Der
EPCOS-Aktienkurs legte am Morgen gegen den Trend an den deutschen Aktienmärkten
um gut zwei Prozent auf 91,40 Euro zu ; inzwischen pendelte sich der Kurs bei
rund 90 Euro ein . Denn Aktionären solle eine Dividende von einem Euro
ausgezahlt werden , hieß es . Auch im laufenden Geschäftsjahr sollen die
Investitionen wegen der positiven Gewinnentwicklung aus eigener Kraft finanziert
werden , eine Kapitalerhöhung ist derzeit also nicht geplant . Künftige
Wachstumsfelder sieht Ziegler vor allem in der Autoelektronik und im
Internetbereich . Multimedia-Anwendungen würden mittelfristig die Hauptrolle
übernehmen und " riesige neue Wachstumsmärkte eröffnen " . Passive Bauelemente
wie Kondensatoren und Keramikbausteine finden sich in fast jedem elektronischen
Gerät . EPCOS sieht sich als Nummer eins in Europa und mittlerweile auf dem
zweiten Rang weltweit . Der Siemens-Ableger ist seit Februar im DAX notiert .
Ausgegeben wurde die Aktie beim Börsengang vor gut einem Jahr für 31 Euro . Das
Jahreshoch lag bei etwa 190 Euro . Siemens und der Matsushita-Konzern halten
noch jeweils 12,5 Prozent plus eine Aktie an EPCOS . UMTS : Handy-Nutzer wollen
nicht zusätzlich zahlen Die meisten Handy-Nutzer wollen für die neuen
Mobilfunk-Technologien UMTS und GPRS kein zusätzliches Geld ausgeben . Bei einer
repräsentativen Umfrage des stern sagte zwar fast jeder zweite Befragte , er
habe Interesse an der neuen Technik - 74 Prozent wollten dafür aber nicht mehr
Geld bezahlen . Nur neun Prozent der Handy-Nutzer würden mehr als 20 Mark
Zusatzkosten pro Monat akzeptieren , 17 Prozent halten eine Summe von bis zu 20
Mark noch annehmbar . Wie das Magazin weiter berichtet , ist für 80 Prozent der
Mobilfunk-Nutzer das Handy reine Privatsache , nur knapp 20 Prozent nutzten das
Gerät auch geschäftlich . Die Zahl der Menschen , die in ihrem Haushalt über ein
Handy verfügen und es auch nutzen , liege derzeit bei insgesamt 24,13 Millionen
. Auf der Konferenz zur Überarbeitung des Europäischen Patentübereinkommens (
EPÜ ) haben die 20 beteiligten Staaten beschlossen , die Regelungen zur
Patentierbarkeit von Software nicht zu ändern und damit grundsätzlich keine
Patente auf Software zuzulassen . Ob es in Zukunft möglich sein soll , Software
patentieren zu lassen , war nach Ansicht einiger Beteiligter die heikelste Frage
auf der Konferenz . Bislang gab es prinzipiell keine Patente auf Software ; der
Revisionsvorschlag des Verwaltungsrats der Europäischen Patentorganisation ( EPO
) sah aber eine Änderung dieser Regelung vor . Nach geltendem Recht sind
Computerprogramme " als solche " gemäß Artikel 52 , Absätze 2 und 3 des EPÜ
nicht patentierbar . Wie es beim Bundesjustizministerium hieß , habe es gar
keine formelle Abstimmung mehr gegeben , da die Diskussion unter den Teilnehmern
der Konferenz gezeigt habe , dass der Vorschlag zur Änderung des EPÜ-Artikels
über die Software-Patente keine Mehrheit finden werde . Nach von offizieller
Seite bislang unbestätigten Informationen des Fördervereins für eine Freie
Informationelle Infrastruktur ( FFII ) und des Industry Standard Europe sollen
sich auf der Konferenz nur die Schweiz , Lichtenstein und Österreich für eine
Änderung ausgesprochen haben , hätten dann aber angesichts der Mehrheitsmeinung
angekündigt , sich bei einer formellen Abstimmung zu enthalten . Ob dies
allerdings ausreicht , Patente auf Software künftig zu verhindern , sei
dahingestellt : Die nationalen Patentämter und das EPO haben bereits viele
Patente für technische Erfindungen erteilt , bei denen ein Computerprogramm
verwendet wird . Das Bundesjustizministerium wies in diesem Zusammenhang
gegenüber heise online explizit darauf hin , dass das EPÜ Patente auf Software
nicht verbietet , sondern " Programme für Datenverarbeitungsanlagen " nur als
Beispiele erwähnt , bei denen es sich um keine originäre Erfindungen handele und
die daher nicht patentierbar seien . Wenn eine Software nun aber solch eine
Erfindung darstelle , dann sei auch ein Patent auf sie möglich . Im Vorfeld der
Konferenz hatte der FFII eine Datenbank als eine Art " Gruselkabinett "
europäischer Software-Patente ins Web gestellt . Nach dem heftig geführten
Streit über die Patentierbarkeit von Software kommt die Konferenz zur
Überarbeitung des EPÜ aber auch wegen Gentechnik-Patenten unter Druck .
Greenpeace hat die deutsche Delegation erneut scharf angegriffen . Schon zu
Beginn der Konferenz hatte Greenpeace ein bereits 1999 erteiltes Patent auf eine
Mischform aus Tier und Mensch ( Chimäre ) öffentlich gemacht . Damit verstoße
das Amt gegen ethische Normen und die öffentliche Ordnung . Die Beamten des
Bundesinnenministeriums würden nichts unternehmen , um die " offensichtliche
Fehlentwicklung " am Europäischen Patentamt zu unterbinden , erklärte Greenpeace
. Dabei habe Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin im Dezember 1999 der
Umweltorganisation schriftlich mitgeteilt , dass sie das Vorgehen des Amtes für
unzulässig halte . Greenpeace-Sprecher Christoph Then erklärte , die deutsche
Delegation könne es sich nach dieser Vorgabe nicht erlauben , " sich tot zu
stellen " . Die Münchner Konferenz hatte aber beschlossen , nicht über die
Vergabe von Biopatenten zu diskutieren . Dazu sagte Then : Er forderte die
nationalen Regierungen der 20 Mitgliedsländer auf , ihre Delegationen in München
anzuweisen , die Patentierung von Leben zu stoppen . Siehe dazu auch den Artikel
Vorläufige Entwarnung für Softwareentwickler in Telepolis . Die Telekom verliert
im UMTS-Markt an Boden Für die Deutsche Telekom bleibt der europäische
UMTS-Mobilfunkmarkt ein Flickenteppich . Nach dem Verzicht auf eine Bewerbung um
die begehrten Lizenzen der dritten Handy-Generation in Frankreich steht Europas
größter Telekommunikationskonzern bereits in einem dritten bedeutenden Markt mit
leeren Händen da . Zuvor war das Unternehmen in Spanien nicht zum Zuge gekommen
und hatte sich in Italien erst gar nicht um eine Lizenz beworben . Auch in der
Schweiz steht der Konzern ohne UMTS-Lizenz da . " Die Strategie der Telekom ist
nicht aufgegangen " , kommentiert Hans Huff , Telekom-Analyst der Berliner
Bankgesellschaft , den Rückzug nüchtern . Theo Kitz von der Münchner Merck Finck
& Co. Privatbankiers nennt die Entscheidung enttäuschend . Frankreich sei eines
der wichtigsten UMTS-Länder in Europa . Dabei verweist der Telekom-Analyst
besonders auf den extrem hohen Telefon- und Datenverkehr zwischen Deutschland
und Frankreich : " Das ist das höchste Aufkommen in ganz Europa . " Das Ziel des
Telekom-Chefs Ron Sommer , den ehemaligen Monopolisten zu einem paneuropäischen
Anbieter zu machen , ist in weite Ferne gerückt . So spielen die Bonner auf dem
boomenden Mobilfunkmarkt nach Einschätzung von Branchenkennern in Europa nur
noch die zweite Geige . Huff : " Die Telekom muss sich bescheiden geben . " So
haben die Vodafone-Gruppe und France Telecom die Deutschen weit abgehängt . Da
fallen jene UMTS-Lizenzen kaum zu Buche , um deren Vergabe sich die Telekom über
ihre Beteiligungen in Nord , Mittel- und Osteuropa bewerben will -
einschließlich Schweden in acht Ländern . Damit könnte der Bonner Riese am Ende
in Europa insgesamt ein Dutzend UMTS-Lizenzen halten . Gegenwärtig sind es vier
( Großbritannien , Niederlande , Deutschland , Österreich ) . Auf drei
europäischen Kernmärkten ( Frankreich , Italien , Spanien ) wird die Telekom
allerdings zunächst nicht mitmischen . Frankreich ist das letzte große Land in
Westeuropa , dass im kommenden Jahr vier Lizenzen in einem so genannten
Schönheitswettbewerb vergibt . Und wieder ist die britische Vodafone-Gruppe
einer der Favoriten bei der Ausschreibung . Für France Telecom ist die Teilnahme
ohnehin ein Muss , genauso wie für Bouygues Telecom , dem dritten nationalen
Mobilfunkbetreiber . Als Neueinsteiger ist außerdem die spanische Telefonica mit
von der Partie . " Dies ist keine Entscheidung gegen Frankreich oder den
französischen Markt , sondern eine konsequente Fortsetzung unserer Strategie " ,
erläuterte der Vorstandschef der T-Mobile International AG , Kai-Uwe Ricke , den
Rückzug . Zum jetzigen Zeitpunkt sei der Einstieg in den französischen Markt im
Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre nicht vertretbar . Von der
Kostenseite könnte die Entscheidung den Konzern tatsächlich entlasten .
Schließlich musste die Telekom für die UMTS-Konzessionen bereits kräftig bluten
: Dass die Telekom in dem Nachbarland fehlt , hält Theo Kitz für einen
gravierenden Fehler : " Das ist ein sehr schlechtes Signal für den Börsengang
von T-Mobile International . " Auch T-Mobile-Chef Ricke räumte in einem Gespräch
mit der französischen Wirtschaftszeitung Les Echos erneut ein , dass die Telekom
ohne Präsenz in Frankreich , Spanien und Italien kein globaler Anbieter sein
kann . Nur eine Allianz kann Abhilfe schaffen . " Die Türen sind noch nicht
zugefallen " , glaubt Huff . Als Wunschpartner der Telekom gilt in der Branche
weiterhin die Telecom Italia - trotz der gescheiterten Fusion von 1999 . Denn
deren Mobilfunktochter TIM ist ausgerechnet in den Ländern aktiv , in denen die
Telekom nicht vertreten ist . Ricke spricht von einer " bestechenden Logik " .
Es gebe in Zukunft noch viele Gelegenheiten auf diesen Märkten Fuß zu fassen ,
sagt er . " Viele Wege führen nach Rom . " Entscheidung über .eu-Domain vertagt
Am Montag dieser Woche wollte der Rat der Europäischen Union eigentlich über das
weitere Vorgehen und die Zukunft der Internet-Domain .eu entscheiden . Erst
einmal ist das Vorhaben aber nun verschoben worden - nach Auskunft der
Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland gegenüber heise online
steht die EU-Domain in der nächsten Woche wieder auf der Tagesordnung des Rats .
Die EU-Kommission hatte zu der für Europa geplanten eigenen Domain .eu einen
fast 40 Seiten starken Bericht einer kleinen Arbeitsgruppe , des Interim
Steering Committee ( ISG ) , vorgelegt . Das ISG bietet darin vier Modelle für
die Organisation des Adressbereichs an . Die Vorschläge differieren hinsichtlich
der Integration von Registrierpolitik , technischer Verwaltung und kommerzieller
Vermarktung über Registrare in den Mitgliedsländern . Über die verschiedenen
Vorschläge muss der Rat der EU Einigung erzielen . EU untersucht Kosten für
Roaming in Mobilfunknetzen Die EU-Kommission nimmt die Kosten für das Roaming
bei Handys ins Visier . Der Kommission liegen Beschwerden über angeblich zu hohe
Kosten vor , wenn Handy-Besitzer ein anderes Mobilfunknetz als das ihres
Betreibers benutzen - beispielsweise im Ausland . Zur Klärung dieser Frage will
die Kommission an diesem Freitag mit Vertretern der EU-Kartellbehörden in
Brüssel zusammenkommen , teilte der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissar Mario
Monti laut dpa mit . Den EU-Wettbewerbshüter sind die Kosten für die Nutzung
eines " fremden " Mobilfunknetzes mit dem Handy schon länger ein Dorn im Auge .
Bereits im März dieses Jahres hatte Monti den europäischen Mobilfunkbetreibern
hohe Strafen angedroht , falls die Brüsseler Wettbewerbsbehörde Beweise für
Kartellabsprachen bei Auslandsgebühren finde . " Unsere Untersuchung betrifft
die gesamte Branche in ganz Europa , also auch die deutschen Firmen " , erklärte
Monti damals . Für die nun eingeleitete Untersuchung nannte der Sprecher von
Monti allerdings keine Namen von Ländern oder Anbietern . Die Behörde kann im
Falle eines Vergehens Strafen von bis zu zehn Prozent des Umsatzes verhängen .
Die EU-Kartellwächter vermuten in Europa überhöhte Preise , da der Wettbewerb in
vielen Ländern wegen einer begrenzten Zahl von Anbietern nur eingeschränkt
funktioniere . Mehrere Anbieter versicherten aber der Kommission , diese
Situation werde sich auch wegen technischer Entwicklungen ändern . Die
Kommission hatte zu Beginn des Jahres rund 200 Fragenbögen an nationale
Wettbewerbsbehörden und Mobilfunkbetreiber versandt . Sprecher von deutschen
Mobilfunkfirmen bezeichneten allerdings bereits im März die Vorwürfe von Monti
als absurd . Einigung über Urheberrechtsabgabe auf CD-Brenner Nach langem Streit
haben sich die zwei Hauptkontrahenten in der Auseinandersetzung um eine
Urheberrechtsabgabe auf CD-Brenner geeinigt : Der Computerhersteller
Hewlett-Packard und die Urheberrechts-Verwertungsgesellschaft Gema vereinbarten
vor dem Stuttgarter Landgericht eine Urheberabgabe von zwölf Mark für CD-Brenner
. Nun fordert die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische
Vervielfältigungsrechte , wie die Gema ausgesprochen heißt , auch die anderen
Hersteller auf , ebenfalls zwölf Mark pro Gerät zu bezahlen . Angesichts der
Einigung mit HP , bislang einer der aktivsten Gegner einer Urheberrechtsabgabe
auf Computer-Technik , die zur Vervielfältigung geschützter Werke dienen kann ,
dürfte die Gema ihre bereits im Juli erhobene Forderung verstärkt durchzusetzen
versuchen , auch für andere Geräte wie komplette PCs oder Festplatten eine
Urheberrechtsabgabe zu kassieren . Die Gema geht davon aus , dass etwa PCs
aufgrund der technischen Entwicklung mittlerweile perfekt zum digitalen Kopieren
von urheberrechtlich geschützten Werken geeignet seien und auch für diesen Zweck
verwendet werden . Unterstützung erhält die Gema dabei von der Bundesregierung .
Erst am Dienstag dieser Woche verteidigte Volker Schöfisch vom
Bundesjustizministerium den Vorschlag , eine Geräteabgabe auf PCs zu erheben .
Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin hatte nach dem im Sommer vorgelegten
Vergütungsbericht eine entsprechende Forderung erhoben . Der in regelmäßigen
Abständen erstellte Bericht soll über die Entwicklung der Vergütungen nach dem
Urheberrechtsgesetz Auskunft geben . Siehe dazu auch : Weiter Streit um
Urheberrechtsabgabe auf Computertechnik . Handel über mobiles Internet ist die
Zukunft - vielleicht ... Für den Erfolg eines Unternehmens wird es nach
Expertenmeinung immer wichtiger , Strategien für den Handel über mobile Geräte
zu entwickeln . " Ende 2003 wird es bereits mehr mobile als stationäre
Internet-Nutzer geben " , sagte Tor Marklund von Ericsson am Mittwoch in Hamburg
. Dennoch verfügten einer Studie des schwedischen Handyherstellers zufolge mehr
als 70 Prozent der deutschen Unternehmen über keine Strategie für ihren Einstieg
in den so genannten M-Commerce . Der weltweit anhaltende Handy-Boom und die
künftige Übertragungstechnik UMTS werde den Handel über mobile Geräte schon in
wenigen Jahren sprunghaft ansteigen lassen . Nur die herkömmliche Präsenz eines
Unternehmens im Internet reiche dabei nicht mehr aus : " Der Erfolg eines
Unternehmens wird davon abhängen , ob es auf vielen Plattformen wie Handys , TV
, PCs oder so genannten Digitalen Assistenten präsent ist " , sagte Klaus
Täubrich von AOL Deutschland . Der Internet-Anbieter plane bereits für die
nächste Zukunft eine ganze Reihe von Kurznachrichten-Diensten ( SMS ) für
Handy-Nutzer . Mit neuen Geräten und Technologien würden die Karten neu gemischt
werden . " Viele Entwicklungen sind in den vergangenen Jahren an Deutschland
vorbeigelaufen " , sagte Herbert Kircher , Chef der IBM-Forschung . Der mobile
Handel eröffne die Chance , " das Blatt noch einmal zu wenden " . Beim ersten
m-Commerce Day , den der High-Tech-Presseclub Hamburg am gestrigen Mittwoch in
Kooperation mit dem Hamburger Förderkreis Multimedia veranstaltete , konnten
sich Vertreter aus Wirtschaft und Politik über die neuesten Entwicklungen
informieren sowie erste Erfahrungen mit der neuen Handelsplattform austauschen .
Auf der Veranstaltung präsentierte VW auch seinen Prototypen eines
Internet-Autos . Doch die nette Empfehlung gehört , ebenso wie das " Fräulein
vom Amt " , längst der Vergangenheit an . Die Ausstellung ist anschließend noch
in Hamburg ( 22. 3. bis 17. 6. ) , Berlin ( 19. 7. bis 7. 10. ) und Nürnberg (
29. 11. bis 24. 2. 2002 ) zu sehen . In Film- und Audio-Beispielen macht die
Ausstellung die technische Entwicklung des Telefons wie auch die
Kommunikationskultur des Menschen anschaulich . Der Frankfurter Künstler Ulrich
Diekmann zeigt in seinem Kunst-Video einen markanten Männerkopf , der im
Karaoke-Stil den Mund zu den Telefonsex-Versprechungen bewegt , die
Frauen-Stimmen reichlich anzüglich in einschlägigen TV-Spots säuseln . Zwischen
600 Telefongeräten - darunter Apparate des Vatikan und der Stasi - sowie
zahlreichen Fotos , Werbematerialien , Spielen , Zeitungsartikeln ,
Telefon-Kritzeleien und viel Kunst rund ums Telefon wird auch Ernstes
thematisiert . Die Besucher erfahren etwas über kriminalistische Stimmenanalysen
bei Telefon-Terror und Drohanrufen . Sie können sich über Notrufsäulen und deren
Ursprung nach einem tragischen Unfall eines Jungen 1969 informieren . Zu sehen
ist auch das erste Tagebuch ( 1956 ) der ersten deutschen Telefonseelsorge aus
Berlin , der Stadt mit der vorübergehend höchsten Selbstmordrate in Westeuropa .
Die Entstehung des Telefons ist von einem hessischen Tüftler mitgeprägt :
Während Reis früh starb , hatte Alexander Bell ( 1847 bis 1922 ) großen Erfolg
in den USA . Der Taubstummenlehrer war mit einem Patentantrag 1876 erfolgreich .
Telefon-Apparate wurden zu Status-Symbolen . Die Faszination der "
Zaubermaschine " breitete sich schnell in der ganzen Gesellschaft aus .
Kinderspiele drehten sich ums Telefon , Postkarten zeigten Verliebte am Telefon
, im Film beschleunigten Telefonate das Geschehen . Dass Telefonieren ins Geld
gehen kann , belegen Rechnungen der Schauspielerin Marlene Dietrich : Die Diva
soll es auf Monatssummen von 15.000 Mark gebracht haben . Lotus hat den im
Januar von CEO Jeff Papows angekündigten Domino-Server für Linux fertiggestellt
. Im Oktober gab Lotus dann überraschend auf der Lotusphere in Berlin bekannt ,
dass der Domino-Server für Linux bereits mit dem QMR 5.02 statt 5.03 fertig
würde . Dieses ist nun auf Notes.net verfügbar Eine 90 Tage gültige
Evaluationsversion des Linux-Servers kann man bei Lotus bekommen . Nach Ablauf
dieser Frist muss man für den Linux-Server die gleichen Lizenzgebühren bezahlen
wie für die NT-Variante . Ein Notes-Client für Linux ist derzeit nicht geplant .
Nick Shelness , der Lotus Chief Technical Officer , hatte auf der Lotusphere
gegenüber c't nochmals bekräftigt , dass allein steigende Marktanteile von Linux
auf dem Desktop daran etwas ändern würden . Das QMR 5.02 ist nicht nur für Linux
, sondern auch für alle anderen Serverplattformen von großer Bedeutung . Lotus
stopft damit eine Reihe von Sicherheitslöchern , über die c't in Ausgabe 15/99
berichtete . Lotus liefert damit ein geschlossenes System , das durch
Administratoreingriffe gezielt geöffnet werden muss und verbessert damit die
Sicherheit von Domino-Servern ganz entscheidend . Japans Elektronikindustrie
erwartet Rekordproduktion Mögen andere auch jammern , die japanische
Elektronikindustrie freut sich auf das nächste Jahr : Sie erwartet für 2001 eine
Rekordproduktion . Für das laufende Kalenderjahr werde ein Produktionsanstieg
von 10,1 Prozent auf den Rekordwert von 25,9 Billionen Yen erwartet , teilte der
Verband mit . Anlass für diese Prognose ist der erwartete Nachfrageschub -
allerdings weniger mit klassischen IT-Produkten , sondern insbesondere bei
Mobiltelefonen der dritten Generation sowie digitalen Audiogeräten und
Videoausrüstungen . In Japan sollen die UMTS-Netze bereits 2001 an den Start
gehen , so will der Mobilfunkriese NTT DoCoMo bereits im Mai 2001 starten ,
Japan Telecom will nur kurze Zeit später folgen . Davon erhofft sich die
Elektronikbranche einen weiteren Absatzschub . Das Internet - für die meisten
Kubaner ein Tabu Den Propagandakrieg gegen die USA führt Kuba jetzt auch im
Cyberspace . Auf einer soeben vorgestellten Homepage informiert die Regierung in
allen Details über die gescheiterte Invasion einer exilkubanischen Truppe in der
Schweinebucht im April 1961 , deren 40. Jahrestag im nächsten Jahr groß gefeiert
werden soll . Wer sich die Seite anschaut , hat dort auch Zugang zu rund 150
Fotos . Als Zielgruppe scheinen die in Havanna regierenden Kommunisten vor allem
Kubafreunde im Ausland im Visier zu haben . Denn für die meisten Bürger der
Insel ist das Internet noch immer tabu . Das Regime , das auch keine unabhängige
Presse zulässt , fürchtet offenbar den freien Fluss von Informationen . Während
sich der Gebrauch des Internet in anderen Teilen Lateinamerikas rasant
ausbreitet und in Mexiko beispielsweise schon jede Kleinstadt mehrere
Internet-Cafes zählt , haben auf der Karibikinsel nur Regierungsstellen ,
einzelne Bereiche der Universitäten und ausländische Firmen Zugang zum
weltweiten Datennetz . Letztere müssen dafür tief in die Tasche greifen . " Dies
ist eine weitere Form der Blockade des freien Denkens und des Zugangs zu
Informationsquellen " , heißt es in dem Papier . Anstatt die freie Entwicklung
des Netzes zu erlauben , behindere die Regierung sie . Das heißt allerdings
nicht , dass Kubatouristen in Havanna nicht ihre Mailboxen checken könnten .
Inzwischen gibt es im Capitolio , einer Imitation des Washingtoner Kapitols am
Rande der Altstadt , ein Internet-Cafe . Dort zahlt man aber für die Stunde fünf
US-Dollar . Das entspricht umgerechnet fast der Hälfte eines durchschnittlichen
kubanischen Peso-Gehaltes . Ausländische Unternehmen , Medien oder Botschaften
können sich in Kuba von der Telefongesellschaft ETECSA einen Internet-Anschluss
einrichten lassen . Das Surfen kostet Geschäftsleute bei unbegrenzter
Verweildauer 250 US-Dollar ( rund 550 Mark ) pro Monat . Dies ist fast zehnmal
so viel wie die in Mexiko üblichen Tarife . Im sozialistischen Kuba , das nach
wie vor totalitäre Züge aufweist , ist es für die Bürger daher ausgesprochen
schwer , sich unabhängig von der Regierungslinie über das Weltgeschehen zu
informieren . Von der US-Regierung finanzierte antikommunistische
Propagandasender wie " Radio Marti " strahlen Radioprogramme nach Kuba aus ,
Fernsehsendungen kann das Regime in Havanna aber erfolgreich stören .
Ausländische Presseerzeugnisse werden nur in den internationalen Hotels verkauft
und wären für Kubaner bei Preisen von zwei US-Dollar für eine Zeitung ebenfalls
viel zu teuer . Einige unabhängige Journalisten haben in Kuba vor einigen Jahren
begonnen , Beiträge an ausländische Medien zu verschicken . Da ihre Tätigkeit
illegal ist , stehen sie mit einem Bein im Gefängnis . Aber ihre Artikel landen
über ausländische Helfer ebenfalls ins Internet . So bietet etwa die Seite
http://www.cubanet.org alternative Informationen zu den offiziellen
Verlautbarungen der Regierungs-Website . Hoffen und Bangen im
Online-Weihnachtsgeschäft Süßer die Kassen nie klingeln : Doch statt sich auf
der Suche nach passenden Geschenken ins vorweihnachtliche Getümmel zu stürzen ,
ziehen es immer mehr Kunden vor , ihre Einkäufe vom heimischen PC aus zu
erledigen oder im Internet virtuell zu bummeln . " Was die Zahl der
Internet-Nutzer in diesem Bereich angeht , werden wir in diesem Jahr einige
positive Überraschungen erleben " , sagt Analyst Stefan Borscheid von der
HypoVereinsbank . Das elektronische Einkaufen steckt immer noch in den
Kinderschuhen . Viele unerfahrene Menschen zögerten lange vor dem Schritt ins
Internet und hätten Berührungsängste , sagt Borscheid . Die einen plage die
Sorge , ihre Bestellung könnte nicht rechtzeitig zum Fest eintreffen . Andere
misstrauten der im Internet weit verbreiteten Zahlung per Kreditkarte oder
hätten schlicht keine . Allerdings wachse die Zahl der Computer stetig ; und sei
nach einem ersten Testkauf erst einmal " der Knoten geplatzt " , mausere sich
der elektronische Handel schnell zur beliebten Alternative . Schenkt man den
Aussagen vieler E-Commerce-Häuser Glauben , ist der Groschen bei den
Verbrauchern schon gefallen . Bei der deutschen Tochtergesellschaft des
amerikanischen Bücherriesen Amazon ist man wenige Tage vor dem Weihnachtsfest
mit dem bisherigen Verlauf des Geschäftes " sehr zufrieden " , betont eine
Sprecherin . Täglich verließen etwa 60000 Sendungen die zentrale Ausgabestelle
im hessischen Bad Hersfeld , normalerweise sei es knapp die Hälfte . Auch beim
Münchner Konkurrenten mediantis AG ist die Stimmung gut . Zusätzliche Leistungen
wie Grußkarten-Dienste und die weihnachtsgerechte Verpackung der Geschenke
fänden regen Zuspruch . Für viele börsennotierte Online-Händler geht es in
diesem Jahr um die Wurst . Sie stecken tief in den roten Zahlen . Erfüllen sich
die oft optimistischen Prognosen nicht , droht der Absturz des Aktienkurses .
Der virtuelle Himmel hängt nicht nur voller Geigen . " Die Nutzung des Internet
wird zwar zunehmen , aber einige Unternehmen werden wohl auf der Strecke bleiben
" , dämpft HypoVereinsbank-Analyst Borscheid die Euphorie . Viele
Geschäftsmodelle seien sich einfach zu ähnlich , letztlich könnten nur die
großen Anbieter überleben . Für Unternehmen der Old Economy biete sich so die
Gelegenheit , kleine Firmen in Bedrängnis zu übernehmen . " So können die auf
den fahrenden Zug aufspringen und haben quasi über Nacht einen eigenen
Online-Auftritt . " Vor der nicht-virtuellen Konkurrenz hat der Berliner
Online-Spielwarenhändler MyToys.de etwa keine Angst . " In Deutschland ist es
kein reines Vergnügen , Spielzeug zu kaufen " , sagt Geschäftsführer Oliver
Beste . Dass die Internet-Seiten der Online-Händler zu bloßen Katalogen
verkommen , der Kauf aber im Laden stattfinde , befürchtet Beste nicht . " Bei
einigen Produkten fehlt so zwar der Anfass- und Kuschelfaktor , wir gehen aber
von weiterem Wachstum aus . " " In diesem Jahr werden wir das sicher um das
Dreifache übertreffen . " US-Mobilfunklizenzen : Die Tochter des Telecom-Konzern
Verizon , der aus dem Zusammenschluss von Bell Atlantic und GTE hervorgegangen
war , wollte damit allein rund die Hälfte des gesamten gebotenen Betrags
ausgeben . An der Auktion , die die US-amerikanischen Regulierungsbehörde
Federal Communications Commission ( FCC ) durchführt , sind von den ursprünglich
87 angetretenen Firmen noch 58 beteiligt . Insgesamt werden 422 Lizenzen für
regionale und lokale Frequenzbereiche vergeben , die vor allem zur Ausweitung
bestehender Mobilfunknetze oder dem Aufbau neuer GSM-Netze im 1900-MHz-Band
dienen sollen . Viele Firmen , besonders die größeren Konzerne , wollen mit den
Frequenzen GSM-Netze aufbauen , die dann gleich für GPRS zur schnelleren
Datenübertragung per Handy genutzt werden . Die Auktion geht nach den Feiertagen
am 5. Januar 2001 weiter ; das Endergebnis könnte nach Expertenmeinung bereits
zwischen dem 12. und dem 20. Januar feststehen . Allerdings dürften sich einige
Firmen über die Weihnachtszeit noch einmal genauer überlegen , wie viel sie
wirklich für die Lizenzen auszugeben bereit sind . 3Com macht Verluste und
erfreut die Börse Der Netzwerk-Spezialist 3Com sorgte für halbwegs gute
Nachrichten : Die Geschäftszahlen für das zweite Quartal sind besser als
erwartet . Allerdings wurden die Prognosen vor kurzem schon heruntergesetzt ;
und insgesamt muss 3Com Verluste verbuchen . Vor einer Umsatzwarnung Anfang
Dezember war die Börse noch von einem Verlust von 8 Cents pro Aktie für das
zweite Quartal dieses Jahres ausgegangen ; danach waren die Prognosen aber auf
20 Cents pro Aktie heruntergesetzt worden . So konnte 3Com also letztlich doch
noch die Erwartungen übertreffen . Ähnlich wie Lucent , Foundry oder Cisco sieht
sich 3Com als Opfer schwacher Nachfrage bei Telecom-Firmen und
Internet-Providern . Das Geschäft mit Carrier-Equipment will 3Com nun in eine
eigene Firma auslagern . Die Sparte Carrier Network Business soll als
eigenständiges Unternehmen , das vollständig im Besitz von 3Com verbleibt ,
unter dem Namen CommWorks firmieren . 3Com selbst will sich künftig auf das
Geschäft mit kleinen und mittleren Firmen sowie Privatkunden konzentrieren .
Ursprünglich hatte das 3Com-Management noch angekündigt , spätestens im vierten
Quartal des laufenden Geschäftsjahres wieder schwarze Zahlen melden zu können .
Der Kurs stieg im nachbörslichen Handel bei relativ hohem Handelsvolumen um gut
13 Prozent auf 8,13 US-Dollar . Hewlett-Packard auf Sparkurs Anfang Dezember
hatte Carly Fiorina , Chefin des Computer-Konzerns Hewlett-Packard , noch
Optimismus verbreitet : Obwohl es Schwierigkeiten gebe , werde HP ein schönes
Umsatzwachstum erreichen . Nun sieht sich der Konzern aber offensichtlich doch
veranlasst , die Notbremse zu ziehen und auf Sparkurs zu gehen . Wie die
US-Tageszeitung San Jose Mercury News berichtet , teilte die Unternehmensführung
den Mitarbeitern mit , dass alle Gehaltserhöhungen um drei Monate verschoben
würden . Außerdem seien weitere Einsparungen beabsichtigt : So sollen weniger
Zeitarbeitskräfte und Freiberufler beschäftigt und Dienstreisen sowie Meetings
außerhalb des HP-Geländes eingeschränkt werden Offiziell wollte HP dazu zwar
keine Stellung nehmen , ein Sprecher des Unternehmens erklärte aber laut der
Zeitung , man habe verschiedene Maßnahmen ergriffen , um das zu tun , was jedes
Unternehmen in dieser Sitation machen würde : Die Kosten etwas mehr mit den
erwarteten Umsätzen in Einklang zu bringen . Europäische Domain-Registrare
gründen Verein für .eu-Domain Eine Gruppe von deutschen , italienischen ,
britischen und österreichischen Domain-Registraren haben einen Verein mit dem
Namen CO-EUR gegründet , der beim Aufbau der neuen .eu-Domain als Fachgruppe (
constituency ) mitreden möchte . " Wir sind 10 Gründungsmitglieder , haben aber
inzwischen bereits 20 weitere Aufnahmeanträge erhalten " , sagt Vereinspräsident
Francois Collignon . Collignon vom CORE-Registrar 7ways/tldnames sagte , man
werde sich aller Voraussicht nach auch um den technischen Betrieb der neuen
Registry bewerben . " Es ist klar , dass kein einzelnes Registrierunternehmen
das machen kann " , meinte Collignon gegenüber heise online . Die erste Sitzung
des CO-EUR soll am Rande des geplanten EC-POP-Treffens im Januar in Brüssel
stattfinden , bei dem auf Veranlassung der Europäischen Kommission die sieben
neuen allgemeinen TLDs ihre Konzepte präsentieren . Gegründet wurde der Verein
bereits Anfang November in Berlin , " eine gute Wahl , weil viele unserer
Gründungsmitglieder deutsche Registrare sind " , so Collignon . Die Entscheidung
für die Gründung sei bei einer Zusammenkunft des EC-POP in Brüssel gefallen ,
danach habe man alle CORE-Mitglieder und auch alle in Europa aktiven
ICANN-akkreditierten Registrare zum Mitarbeit aufgefordert , erklärte Collignon
. Eine Nachfrage bei deutschen CORE-Mitgliedern ergab allerdings , dass nicht
alle über die Gründungsversammlung informiert waren . Collignon und
Gründungsmitglied Hans-Oskar Siffrin , Berater des Domainproviders Key-Systems ,
betonten allerdings , dass der Verein allen europäischen Registraren offen stehe
. CO-EUR habe organisatorisch nichts mit CORE zu tun . In erster Linie will man
mit dem Registrar-Verein ein Gremium schaffen , das die Europäische Kommission
bei der Formulierung der Registrierrichtlinien unterstützt , sagte Collignon . "
Wir machen damit auch einen ersten Schritt zur Etablierung einer Art
At-large-Gremium beitragen . " Collignon hatte bereits mehrfach auf die
Notwendigkeit der Einrichtung mehrerer Fachgruppen im Stil der ICANN-Fachgruppen
verwiesen . Neben Registraren sollen dort , so der Vorschlag der von der
Kommission initiierten Arbeitsgruppe in ihrem Abschlussbericht , auch die
Länderdomain-Manager , kommerzielle , private und institutionelle Nutzer und die
IP-Nummern- und Rootzone-Verwalter vertreten sein . Ein Vertreter der Kommission
äußerte sich inzwischen allerdings zurückhaltend in Bezug auf die Etablierung
der Fachgruppen . Es handele sich bei dem Abschlussbericht nicht um ein Dokument
der Kommission . Tatsächlich ist in dem Verordnungsentwurf der Kommission von
einem "At-large"-Gremium zur Vertretung der Interessen von Internet-Nutzern
nicht die Rede . Ihren Verordnungsentwurf legt die Kommission am heutigen
Freitag den Ratsvertretern für den Bereich Telekommunikation vor . In der
bisherigen Form sichert er der Kommission weit gehende Kompetenzen bei den
Entscheidungen über die .eu-Domain zu . " Im Entwurf ist nirgends ein Hinweis
auf die Abstimmung mit dem Rat zu finden " , sagte der Vertreter des deutschen
Wirtschaftsministeriums , Michael Leibrandt . " Deshalb wird es noch Korrekturen
geben müssen . " Die Telekommunikations-Gruppe des Rates , der Industrie- und
der Rechtsausschuss sowie das Parlament werden sich ab Februar kommenden Jahres
mit der Verordnung beschäftigen . Um das Registry-Management wird sich dann
aller Voraussicht nach auch der neue Registrarverein bewerben . " Man hat schon
den Eindruck , dass sich da inzwischen verschiedene Züge in Bewegung gesetzt
haben " , so CORE-Registrar Elmar Knipp . Key-Systems-Berater Siffrin verweist
so etwa auch darauf , dass das junge Saarbrücker Unternehmen über ehemalige
Militärgebäude samt Atombunkern verfüge , die sich für den Betrieb von Servern
eignen könnten . Gleichzeitig gibt es laut Siffrin , der selbst im Auswärtigen
Dienst tätig ist , auch die Idee , den Europa-Providerverein zu einer größeren
Plattform mit verstärkten Kontakten zu osteuropäischen Registraren zu machen .
Auch innerhalb der ICANN könnte der Registrarverein mehr für Europas Registrare
tun , bislang dominiere die Konkurrenz aus den USA . Schließlich habe man sogar
schon darüber nachgedacht , ob man eine kleine Akademie fürs
Domaingeschäft-Know-how aufbaut . 3Com : Probleme trotz Gewinnsteigerung 3Coms
Ergebnisse für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres lösten an den
Börsen gemischte Gefühle aus . Ohne die Verkäufe von PDAs der Palm Division
hätte 3Com sogar einen Rückgang um 13 Prozent verbuchen müssen . Die Umsätze mit
Netzwerkequipment wie Routern , Switches oder Hubs fielen um 12 Prozent ; bei
Netzwerkkarten und Modems musste 3Com einen Rückgang um 14 Prozent hinnehmen .
Nur die Verkäufe von neueren Geräten wie DSL- und Kabelmodems zogen an , machen
aber bislang nur einen kleinen Teil der Gesamtumsätze aus . Die Abteilung für
die Palm-PDAs dagegen war wieder überaus erfolgreich : Im Vergleich zum gleichen
Quartal des Vorjahres konnte sie die Verkäufe um 77 Prozent steigern . Die
Erfolge mit den PDAs kann 3Com allerdings nicht mehr lange im eigenen
Geschäftsbericht verbuchen . Die Pläne , die Abteilung im Jahr 2000
selbstständig zu machen und an die Börse zu bringen , verfolgt 3Com weiter .
Angesichts der nicht gerade berauschenden Umsätze im Kerngeschäft mit
Netzwerkequipment sehen Analysten die Zukunft von 3Com skeptisch . Ein
Börsenmakler nannte die Ergebnisse gegenüber dem Wall Street Journal "
schockierend schlecht " . Eric Benhamou , Chef von 3Com , erklärte dagegen bei
der Vorstellung des Geschäftsberichts , das Unternehmen mache kontinulierlich
Fortschritte in den drei Hauptzielen für das laufende Jahr : " Weiterentwicklung
der Strategie , Umgestaltung des Wachstumsprofils und Verbesserung der
Geschäftsprozesse . " Die langfristige Entwicklung von 3Com sei gesichert : "
Wir nehmen in verschiedenen Märkten mit hohem Wachstum Fahrt auf , darunter
Funktechnik , LAN-Telefonie sowie Kabel- und DSL-Modems . " Die momentanen
Probleme bei den Netzwerkgeräten führte Benhamou unter anderem auf die
Zurückhaltung der Kunden zurück , die erst einmal die Auswirkungen des Y2k-Bugs
abwarten wollten . Die Börsianer scheinen die Ansichten von Benhammou allerdings
nicht ganz zu teilen : Telegate nimmt Call-by-Call aus dem Angebot Die
Telefongesellschaft Telegate stellt mittelfristig ihren Call-by-Call-Dienst ein
. Als ersten Schritt dazu erhöht das Unternehmen die Preise für diesen Dienst ab
1. Januar 2000 um durchschnittlich 0,9 Pfennig pro Minute . Unter der Nummer
01080 können Kunden bislang ohne Voranmeldung und Grundgebühr über das
Telegate-Netz telefonieren . Nach dem Tarifrechner ttarif auf heise online
gehörte Telegate bislang etwa bei Ferngesprächen in den frühen Morgenstunden und
Nachts zu den billigsten Anbietern . Wie ein Sprecher von Telegate gegenüber c't
betonte , waren die Leitungskapazitäten , die bislang für den
Call-by-Call-Dienst genutzt wurden , schon immer für andere Angebote vorgesehen
. Der Call-by-Call-Dienst habe vor allem dazu gedient , die Leitungen für
geplante Serviceleistungen zu testen . So betreibt das Unternehmen unter 11880
eine Telefonauskunft , bei der das direkte Weiterverbinden zur gewünschten
Rufnummer möglich ist . Seit September können Kunden über die Auskunftsnummer
auch Telefonkonferenzen mit bis zu 25 Teilnehmern schalten lassen . Ab dem
Frühjahr 2000 will Telegate auch Dienste für Telefonkunden zur Verfügung stellen
, die Internet-Chat-Rooms vergleichbar sind . StarPortal im Beta-Test Sun
schickt StarPortal , die Web-Ausgabe der Office-Suite StarOffice , in den
Beta-Test : Die Internet-Version sei so weit fertig gestellt , dass ausgewählte
Unternehmen sie im sogenannten Early Access Program testen könnten . US West und
Bell Atlantic , zwei regionale Telefongesellschaften in den USA , gehören zu den
ersten Firmen , die die Nutzung von Office-Anwendungen über das Web ausprobieren
wollen . Im Frühjahr 2000 will Sun die Tests beenden und die endgültige Version
von StarPortal freigeben . AOL Time Warner kauft Platten-Label EMI Die
Musikabteilung von Time Warner , die Warner Music Group , will am Montag , den
24. Januar 2000 , die Übernahme der britischen EMI Group verkünden . Damit würde
der letzte unabhängige Musikkonzern in den neuen Mediengiganten AOL Time Warner
eingegliedert . Die letzten Details der Übernahme würden am heutigen Sonntag
ausgehandelt , berichtete die Londoner Zeitung Sunday Telegraph . Nach der
Übernahme könnte Warner Music unter anderem die Spice Girls oder die Rolling
Stones dem eigenen Portfolio hinzufügen , zu dem unter anderem schon Cher , Eric
Clapton , Madonna und Fleetwod Mac gehören . Bislang ist EMI weltweit die Nummer
3 im Musikgeschäft . AOL Time Warner baut mit der Übernahme der Gruppe die schon
jetzt riesigen eigenen Ressourcen für Unterhaltungsangebote im klassischen
Geschäft und im Internet weiter aus . Mit der Übernahme durch Warner Music
werden auch die Pläne von Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff empfindlich gestört
, die Musiksparte des Konzerns zur Nummer eins zu machen . In Reaktion auf die
Fusion von AOL mit Time Warner hatte Middelhoff erklärt , sich ganz auf den
Internet-Content konzentrieren und die Bertelsmann Music Group mit der Übernahme
von EMI oder Sony Music zum Marktführer der Branche machen zu wollen . Liquid
Audio kooperiert mit Microsoft Microsoft macht Fortschritte , das eigene Format
für komprimierte digitale Musik im Internet durchzusetzen . Laut einem Bericht
der Nachrichtenagentur Reuters will Liquid Audio , bislang mit einem eigenen
Format im Bereich der Musik über das Internet aktiv , in Zukunft auch Microsofts
hauseigenes Format WMA ( Windows Media Audio ) unterstützen . Die über 50.000
Songs , die Liquid Audio bislang im Internet bereitstellt , sollen in absehbarer
Zeit auch im WMA-Format angeboten werden - alle Nutzer des Media Player von
Windows-Systemen könnten dann auch auf die Angebote von Liquid Audio zugreifen .
Außerdem werde der Liquid-Audio-Player aktualisiert , so dass er auch
WMA-Dateien abspielen kann . Darüber hinaus will Liquid Audio das
Copyright-Management von Microsoft für Musiktitel unterstützen . Die
Vereinbarung sei ein Schritt , Ordnung in den chaotischen Markt für Online-Musik
zu bringen , meinten beide Firmen . " Microsoft als Technologie-Führer und
Liquid Audio als führender Musik-Distributor vereinbarten die Partnerschaft , um
es Kunden - Musik-Labels , Händlern und Konsumenten - einfacher zu machen , an
der digitalen Musikrevolution teilzunehmen " , erklärte Microsoft .
Liquid-Audio-Chef Gerry Kearby betonte vor allem , dass die Kooperation den
Musik-Labels die Möglichkeit biete , Millionen von Endkunden zu erreichen , die
bereits den Windows-Player nutzten . Texas Instruments mit enttäuschendem
Quartalsergebnis Texas Instruments , der weltweit führende Hersteller von
Handy-Chips , hat am Montag für das vierte Quartal einen Gewinnanstieg von 22
Prozent bekannt gegeben . Damit lag das Unternehmen mit Sitz in Dallas jedoch
unter den Prognosen der Analysten . Texas Instruments warnte zugleich , dass die
Umsätze im ersten Quartal des laufenden Jahres mit 10 Prozent stärker
zurückgehen würden als dies in diesem Quartal ohnehin immer der Fall sei .
Analysten hatten mit 33 Cent je Aktie gerechnet . Die Chip-Bestellungen bei TI
sanken um 15 Prozent vom dritten zum vierten Quartal . TI machte die
schwächelnde Ökonomie für die Ergebnisse im vierten Quartal verantwortlich :
Kunden hätten Bestellungen hinausgeschoben oder ganz storniert . Die Aktien von
Texas Instruments legten seit Jahresbeginn fünf Prozent zu , doch im
zurückliegenden Jahr verloren sie zwölf Prozent . Im nachbörslichen Handel sank
der Kurs der TI-Aktie am gestrigen Montag um 5,5 Prozent auf 45,88 US-Dollar .
Soziologe : Kirche im Internet wirkt lächerlich Wenn die Kirchen sich nur auf
das Internet konzentrieren , geben sie sich der Lächerlichkeit und
Unchristlichkeit preis . Darauf hat der Soziologe und frühere evangelische
Pfarrer , Professor Reimer Gronemeyer von der Universität Gießen , am Montag in
Frankfurt hingewiesen . In einer Veranstaltung der evangelischen Kirche unter
dem Motto " Das Netz kommt - die Person geht " warnte Gronemeyer vor einem Zug
zur Entkörperlichung als " bedrohlichem Grundzug unserer Zeit " . Seelsorge im
Internet etwa sei ihm ein Graus , denn so verliere die christliche Botschaft
ihren Adressaten . Das einzige aber , was die Menschen an der Barbarei hindere ,
sei das " Antlitz des anderen " . Der Blick der Christen und der Kirche auf das
Netz bedeute eine " Rücknahme der Inkarnation " , das heißt der Körperlichkeit
des Christentums , hob Gronemeyer hervor . Die " wunderbare Geschichte der
christlichen Nächstenliebe " drohe damit zu zerfallen . Die Menschen würden sich
von allen Traditionen lösen , um der " letzten Tugend " der Flexibilität zu
frönen . Verinnerlichung , Subjektivität und Charakter als vom Christentum
überlieferte Tugenden würden sich zunehmend verflüssigen und in einer Zeit der
rasanten äußeren Beschleunigung untergehen . Moral sei nicht mehr verinnerlicht
, sondern werde an Maschinen abgegeben . Orientierungslosigkeit werde als
Voraussetzung für Innovation- und Modernisierungsfähigkeit verlangt , warnte
Gronemeyer . Begriffe wie Gerechtigkeit , Freiheit , Solidarität oder gemeinwohl
seien von der Informationsgesellschaft in das 20. Jahrhundert zurückverwiesen .
Damit werde das Christentum seit 2000 Jahren " erstmals ernsthaft in Frage
gestellt " . Die Existenz des christlichen Individuums ist damit Gronemeyer zu
Folge " auf das höchste gefährdet " und kirchliches Handeln werde einerseits so
aussichtslos , andererseits so notwendig wie nie zuvor . SAP legt bei Gewinn und
Umsatz stark zu Dabei sind allerdings nicht die Kosten für das
Mitarbeiter-Bonusprogramm enthalten . Schon in der Vergangenheit hatte SAP
erklärt , ein Großteil der Gewinne fließe in das Mitarbeiter-Bonusprogramm . 53
Prozent davon habe man mit der E-Business-Lösung mySAP.com erzielt , hieß es bei
SAP . Der 1972 von fünf IBM-Mitarbeitern gegründete Anbieter von
Geschäftssoftware und E-Business-Lösungen beschäftigte zum Ende des vierten
Quartals weltweit 24.178 Mitarbeiter ; die Belegschaft wuchs damit um 12 Prozent
gegenüber dem Vorjahr . Telekom mit durchwachsener Bilanz Die Deutsche Telekom
hat mit Milliardenerlösen aus Beteiligungsverkäufen im vergangenen Jahr ihre
Bilanz kräftig aufpoliert . Die auf den ersten Blick ausgezeichneten Zahlen
haben allerdings zwei Haken : Dazu gehörten etwa der Verkauf von
TV-Kabelgesellschaften , der Ausstieg bei Global One und die Aufgabe der
Beteiligung an dem italienischen Konsortium Wind . Ein Telekom-Sprecher ergänzte
, beim Gewinn ( bereinigt um Sondererträge ) habe sich eine " schwarze Null "
ergeben . Details zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2000 will die Telekom
am 24. April bekannt geben . Bei den Festnetzanschlüssen stieg die Kundenzahl um
3 Prozent auf 49,4 Millionen ; Das waren 19 Prozent mehr als ein Jahr zuvor .
Das äußerst durchwachsene Ergebnis der Telekom führte gleich zu einer Abstrafung
an der Börse : Der Kurs der T-Aktie brach am Vormittag um fast vier Prozent ein
. Auch die Konzern-Tochter T-Online musste einen Kursrückgang um knapp ein
Prozent verbuchen . Intershop : Kein Stellenabbau in Jena Die Jenaer
Softwarefirma Intershop hat einen Bericht über den Abbau von 190 Stellen
dementiert . " In Deutschland sind derzeit keine Entlassungen geplant " , sagte
der Prokurist Karsten Schneider am heutigen Dienstag der dpa . Die Bild-Zeitung
schrieb heute , in Jena würden 40 Stellen abgebaut . Weitere 150 Kündigungen
seien geplant . Damit wolle Intershop auf den Einbruch des Aktienkurses zu
Jahresbeginn reagieren . Ziel sei es , Kosten zu drücken , bevor Ende Januar die
neue Gewinnprognose fällig sei . Es seien jedoch noch keine Entschlüsse gefasst
, sagte Schneider . " Mit Sicherheit werden wir das Mitarbeiterwachstum , das
sich in Deutschland im vergangenen Jahr fast verdoppelt hat , in diesem Jahr
nicht erreichen . " Die gemeldeten 40 Aufhebungsverträge und 150 weitere
Entlassungen seien aus der Luft gegriffen , sagte Schneider . " Es wird
weiterhin Einstellungen geben . " In USA werden jedoch 80 von 256 Stellen
gestrichen . " In den USA haben wir 30 Prozent Stellen abgebaut , weil die
Umsätze in den vergangenen Jahren nicht mithalten konnte mit dem
Mitarbeiteraufbau " , sagte der Prokurist . Deshalb würden Funktionen aus den
USA nach Jena und Hamburg geholt . Damit würden deutsche Standorte gestärkt .
Bild hatte berichtet , dass von dem Abbau die neue Abteilung Großkundenbetreuung
in Jena betroffen sei . Die gibt es laut Schneider jedoch gar nicht . Mit einer
Fülle von Informations-Aktivitäten soll der elektronische Geschäftsverkehr auch
kleinen und mittelgroßen Firmen näher gebracht werden . Das vereinbarten der
Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium , Alfred Tacke , und der
Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelstages ( DIHT ) , Franz
Schoser . " Wir verstärken hiermit unsere Initiativen , den Mittelstand und das
Handwerk nicht nur ans Netz , sondern an die entwickelten Formen des E-Business
heranzuführen " , meinte Tacke . Gemäß einer gemeinsamen Position von
Ministerium und DIHT nehmen deutsche mittelständische Unternehmen hierbei bisher
" nur einen Platz im unteren europäischen Mittelfeld " ein . Mit den gemeinsamen
Maßnahmen reagierten DIHT und Ministerium auf die Ergebnisse einer Umfrage des
DIHT , nach der es immer noch Hemmnisse für eine breitere Nutzung der neuen
Medien in Unternehmen gebe . Musikverleger fordern globale Lizenzierung von
Musik im Web Die internationalen Musikverleger fordern die weltweite
Lizenzierung und Verwertung von Musik im Internet . " Dies darf nicht mehr
national organisiert werden , sondern muss international geschehen " , sagte der
Präsident von BMG Music Publishing im Bertelsmann-Konzern , Nicholas Firth , am
heutigen Dienstag auf der Musikmesse Midem in Cannes . Das größte Repertoire an
guter Musik sei für Verleger und Plattenfirmen wertlos , wenn sie keine Lizenz
besäßen , ergänzte Irwin Robinson , Geschäftsführer von Famous Music Publishing
. " Wir müssen endlich globale Online-Lizenzierung einführen . " Momentan
verdiene die Musikindustrie noch kein Geld im Web . " Es sind Musik-Piraten ,
also Diebe , und Pornographie-Anbieter , die Geld im Web machen - das müssen wir
ändern " , sagte Firth . Die Plattenindustrie beharre aber immer noch auf ihrem
alten Geschäftsmodell , dem Plattenverkauf . Dieser könne auch in nationalen
Grenzen geregelt werden . " Aber im Internet reden wir nicht über Hardware ,
sondern über Software . " Und diese sei über das Web weltweit verfügbar ;
nationale Gesetze , Rechte und Strategien reichten nicht mehr aus . Die
Verwertungsgesellschaften arbeiteten noch im nationalen Rahmen . So schüttet die
GEMA Gelder für Musikaufführungen im deutschsprachigen Raum aus . Findet eine
Aufführung aber in einem anderen Land statt , ist sie nicht direkt zuständig .
Da das Internet aber keinen Standort hat und Web-Ereignisse weltweit stattfinden
, sei die Frage zu klären : Wo werden die Rechte wahrgenommen - am Standort des
Providers , im Land des jeweiligen Downloads oder am Sitz des Rechteinhabers ?
Außerdem müsse jedes Musik-File eindeutig identifizierbar sein , damit man wisse
, wer berechtigt sei , Lizenzgebühren zu verlangen - und wo . Diese Fragen
müssten schnell geklärt werden , sagte Robinson . Sonst könne es sein , dass die
Politik den Gesellschaften und Verlegern die Entscheidung aus der Hand nehme .
Es sei auch nötig , die Gelder schneller an die Lizenzgeber auszuschütten . Der
Vizepräsident der GEMA , Jürgen Becker , sieht die Verwertungsgesellschaften
aber auf dem richtigen Weg . Mit einer Ende vergangenen Jahres geschlossenen
Vereinbarung der großen Verwertungsgesellschaften , die zusammen mehr als 100
Länder abdecken , sei nun der Weg zu einer weltweiten Inanspruchnahme von
Rechten geebnet . Diese Vereinbarung sehe vor , dass die Rechte eines
Lizenzinhabers dort abgegolten werden , wo er seinen Hauptsitz hat - egal , wo
seine lizenzierte Musik aufgeführt , abgespielt oder heruntergeladen wird .
Außerdem wolle man ein System globaler Lizenzierung schaffen . Hannover platzt
aus allen Nähten Zur CeBIT 2000 musste Julia Meissel einigen ihrer Kollegen gut
zureden . " Sie glauben gar nicht , was ich mir vorher anhören musste " , sagt
die Projektmanagement-Assistentin der Agentur aus Ludwigsburg , die auf der
weltgrößten Computerschau den Auftritt der Deutschen Telekom präsentiert . " Wie
sehen wir denn aus , wenn wir im dunklen Anzug und schwarzen Schuhen über den
Zeltplatz laufen ? " , hätten manche besorgt gefragt . Und andere hatten gleich
kategorisch erklärt : " Ich campe nicht ! " Doch von Pfadfinder-Atmosphäre ,
matschigen Wegen und zugigen Gemeinschaftsbädern ist auf dem Campingplatz am
Arnumer See keine Spur . Normalerweise haben hier vor allem Dauercamper in
adretten Holzhäuschen ihre Zelte aufgeschlagen . Nun hat sich daneben " CeBIT
City " auf dem Kieselboden breit gemacht : knapp 70 weiße Reisemobile mit
Nummernschildern am hinteren Fenster . " Das ist wie ein Hotelzimmer " , sagt
Julia Meissel . 6,60 Meter mal 2,30 Meter messen die Caravans , inklusive
separater Toilette und Dusche . Das Bett ist ausgeklappt , darunter Platz für
Koffer und Taschen . Sitzecke , Kühlschrank und kleiner Fernseher komplettieren
das Hotelzimmer auf Rädern . " Und allemal besser als eine Stunde mit dem Auto
fahren . " Bereits zum achten Mal ist die Agentur aus Baden-Württemberg auf der
Computerschau in Hannover . In den Vorjahren waren die Mitarbeiter in
unterschiedlichen Hotels und Städten verstreut . Als sie von dem mobilen Hotel
in der Nähe des Messegeländes in Hannovers Süden hörte , buchte Julia Meissel
daher schnell . " Denn eigentlich wollen wir erst zur Weltausstellung 300
Reisemobile in Hannover aufstellen " , sagt Andreas Sucker von La Mama . Dann
aber in der Luxusversion : mit ISDN-Anschluss , Fax , Platz für bis zu vier
Personen und ab 339 Mark . " In der Kürze der Zeit wurden die Caravans für uns
nicht extra aufgepeppt " , berichtet Julia Meissel . " Aber wir haben ja eh alle
Handys und sind den ganzen Tag auf der Messe . " Dafür rollten die mobilen
Hotelzimmer auch zur Computermesse nach Hannover - extra für die Ludwigsburger .
Andere CeBIT-Besucher dagegen müssen nach wie vor konventionell absteigen .
Derzeit 8.800 Hotelbetten gibt es in Hannover - viel zu wenig für die erwarteten
700.000 CeBIT-Besucher . " Die Hotels schlagen da kräftig drauf " , sagt Karin
Klier vom Hannover Congress & Tourismus Centrum ( HCC ) , bei dem bereits seit
Mitte Januar die Telefone nicht still stehen . Jetzt noch ein Hotelbett in
Hannover zu ergattern , sei praktisch aussichtslos . " Nur noch außerhalb . "
Privatzimmer in der Stadt gibt es nach Auskunft Kliers aber noch ausreichend .
Sie können nicht mehr am Telefon gebucht werden , sondern nur noch persönlich an
einem der drei HCC-Außenstellen am Flughafen , auf der Messe und in der
Touristeninformation am Hauptbahnhof . " Allein letztes Jahr haben wir noch
7.000 Gäste während der CeBIT untergebracht " , sagt Klier und ist optimistisch
. Denn auch wenn es eng wird in Hannover : " Wir garantieren jedem eine
Unterkunft . " Vodafone/Mannesmann : EU will mehr Infos Vodafone hat die
Wettbewerbshüter in Brüssel noch nicht davon überzeugt , dass die Übernahme von
Mannesmann wettbewerbsrechtlich unbedenklich ist . Die EU-Kommission erklärte
heute , die Anmeldung des Zusammenschlusses vom 14. Januar halte man noch für
unvollständig . Aus den Kommentaren und Einsprüchen von Konkurrenten gehe hervor
, dass Informationen über die Auswirkungen der Fusion auf bestimmte Märkte
fehlten , hieß es in Brüssel . Die Frist für Vodafone , weitere Informationen
bei der Kommission vorzulegen , wurde nur um wenige Tage verlängert . Die
Entscheidung , ob der Zusammenschluss genehmigt werde , solle dann innerhalb
eines Monats fallen , meinten Sprecher der EU-Kommission . Vodafone erklärte zu
den neuen Bedenken der EU , man sei zuversichtlich , dass eine vertiefte
Untersuchung der Fusion durch die europäischen Wettbewerbshüter nicht
erforderlich sei . Inzwischen gibt es allerdings auch Stimmen , die die
Übernahme von Mannesmann durch Vodafone aus ökonomischen Gesichtspunkten
kritisch sehen . Diese Abschreibungen lägen weit über den zu erwartenden
Gewinnen des Konzerns , meinte das Blatt . In absehbarer Zukunft könnten
Aktionäre daher nicht mit Dividenden-Zahlungen rechnen . Vodafone bestritt dies
allerdings . Der Abschreibungsbedarf beeinträchtige nicht die Fähigkeit des
Mobilfunkanbieters , Gewinne zu erzielen und Dividenden auszuzahlen , meinte ein
Vodafone-Sprecher . Auch bei der Übernahme von Airtouch vor einem Jahr seien
Berichte erschienen , wonach die hohen Übernahmekosten dazu führen sollten ,
dass keine Dividende mehr gezahlt werde - " aber wir haben weiter Dividenden
gezahlt " , erklärte der Vodafone-Sprecher . Alcatel verleibt sich Newbridge ein
Die französische Alcatel , zweitgrößter Hersteller von Telekom-Equipment in
Europa , kauft Newbridge Networks . Der kanadische Hersteller konzentriert sich
auf Switches für Telekom-Carrier , die Sprache und Daten zusammenbringen , und
ist Spezialist für ATM- und Frame-Relay-Techniken . Außerdem liefert er den
Telekom-Gesellschaften Zugangslösungen beispielsweise über Funk und DSL . Die
Übernahme erfolgt durch einen Aktientausch ; die Newbridge-Anteilseigner sollen
für jede Aktie 0,81 Alcatel-Papiere erhalten . Newbridge soll nach der Übernahme
in Alcatels Carrier Data Division ( CDD ) aufgehen . Mit Newbridge nun kann der
französische Konzern auch im ATM- und Frame-Relay-Bereich reüssieren , wo man
bislang hinter Konzernen wie Nortel , Lucent oder auch Cisco hinterherhinkte .
Newbridge war praktisch die letzte Gelegenheit für Alcatel , durch den Aufkauf
einer Firma in diese Bereiche vorzudringen . Allerdings dürfte Siemens nicht
gerade begeistert von der Übernahme von Newbridge durch Alcatel sein . Der
Münchner Elektro-Multi sorgt für rund 15 Prozent der Newbridge-Umsätze durch
Weiterverkauf der Telekom-Switches des Herstellers . Gleichzeitig ist Siemens
aber auch direkter Konkurrent von Alcatel - in welchem Umfang die Zusammenarbeit
mit Newbridge nach der Übernahme fortgesetzt wird , ist bislang nicht klar .
Unternehmenssprecherin Elisabeth Ramelsberger betonte aber gegenüber c't , dass
Siemens davon ausgehe , dass die " langfristige und erfolgreiche Partnerschaft "
vor allem im ATM-Bereich auch mit dem neuen Eigentümer fortgesetzt werde . Um
eine endgültige Aussage zu treffen , sei die Situation nach der Übernahme aber
noch zu neu . Fehlstart des neuen MSN Vor ein paar Tagen erst hatte Microsoft
angekündigt , die deutsche Ausgabe des Microsoft Network MSN solle als
Internet-Anbieter zu T-Online und AOL aufschließen . Am Montag verpatzte
Microsoft dann aber den Start des Internet-by-Call-Zugangs über MSN für 3,3
Pfennig pro Minute ( MSN Easysurfer ) : Die Einwahl-Server waren für viele
Interessierte nicht erreichbar . Microsoft Deutschland teilte mit , die
Einwahlknoten und die Server seien überlastet gewesen . Auf der MSN-Web-Seite
versprach der Konzern aber Besserung : Vielleicht wäre auch eine bessere
Kooperation mit dem angesprochenen Telekommunikationspartner UUNET , über den
Microsoft die Easysurfer-Zugänge abwickelt , ein erster Schritt zur Besserung
der Situation . Denn die UUNET-Einwahlzugänge funktionierten zur selben Zeit
anscheinend einwandfrei . Jetzt geht 's los : Schröder und Sommer eröffnen die
CeBIT Heute Abend gaben Bundeskanzler Gerhard Schröder und Telekom-Chef Ron
Sommer offiziell den Startschuss für die weltgrößte Computermesse CeBIT 2000 .
Für Besucher ist die Messe ab dem morgigen Donnerstag geöffnet . Schröder rief
zu einer Offensive für " Informationskompetenz " in Deutschland auf . Es sei
eine gesellschaftliche Aufgabe , allen Menschen Zugang zu modernen
Kommunikationstechniken und dem Internet zu geben . Dieser Forderung schloss
sich auch Telekom-Chef Ron Sommer an , zweiter Redner zur Eröffnung der CeBIT .
Auf die jüngsten Forderungen der IT-Branche nach Arbeitsgenehmigungen für
ausländische Fachkräfte eingehend erklärte Bundeskanzler Schröder , neben der im
Bündnis für Arbeit vereinbarten " Qualifizierungsoffensive " für IT-Spezialisten
und mehr Ausbildungsplätze in der Branche müssten kurzfristig Spitzenkräfte vor
allem aus Osteuropa und Indien nach Deutschland geholt werden . " Wir dürfen die
derzeitige Aufbruchstimmung nicht verspielen und müssen die Wachstumschancen
nutzen " , sagte Schröder . Wie dieses Verfahren aussehen wird , steht aber wohl
noch in den Sternen : Um die Lösung des Fachkräftemangels in der Computerbranche
gab es heute schon Konflikte innerhalb der rot-grünen Bundesregierung . Nach
Bildungsministerin Edelgard Bulmahn sprach sich auch Wirtschaftsminister Werner
Müller dafür aus , qualifizierte Experten aus dem Ausland zu holen . Beide
stießen damit auf Widerspruch von Arbeitsminister Walter Riester , der die
Grenzen für ausländische Arbeitnehmer mit Blick auf die hohe Arbeitslosigkeit in
Deutschland nicht weiter öffnen will . Unterstützt wird er in dieser Haltung vom
Deutschen Gewerkschaftsbund DGB . Mit über 7.800 Ausstellern und 700.000
erwarteten Besuchern ist die CeBIT in Hannover die größte Computermesse der Welt
. Sie wartet aber nicht nur bei der Computer-Technik und Aussteller- sowie
Besucherzahlen mit Superlativen auf . Auch das Drumherum ist laut dpa
rekordverdächtig : Beschäftigte : Um den Aufbau der Messe kümmern sich rund
20.000 Menschen . Während der CeBIT werden rund 1.000 Wachleute eingesetzt . An
den Ständen und in den Service-Einrichtungen arbeiten bis zu 60.000 Personen ,
auf den Parkplätzen 250 Wächter . Im Reinigungsdienst in den Hallen beschäftigen
drei Unternehmen bis zu 1.500 Kräfte . Gastronomie : Das Messegelände verfügt
über 45 Gastronomiebetriebe und zwei Kongress- und Tagungsbereiche mit insgesamt
20.000 Plätzen . Im Durchschnitt werden während einer CeBIT etwa 180.000 Liter
Bier getrunken , außerdem unter anderem 480.000 Flaschen oder Dosen
Erfrischungsgetränke , 350.000 Tassen Kaffee , 28.000 Schoppen Wein und 6.300
Flaschen Sekt . 245.000 Bratwürste , 120.000 Bockwürste , 45.000 Steaks , 36.000
Schnitzel , 25.000 Haxen , 46.000 Suppen und 85.000 belegte Brötchen werden
gegessen . Polizei : Zur CeBIT hat die hannoversche Polizei etwa 350 Polizei-
und Sicherheitsbeamte unmittelbar im Bereich des Messegeländes und bei der
Verkehrslenkung eingesetzt . 24 Kameras und ein Hubschrauber beobachten die
Brennpunkte des Messeverkehrs . Energie : Das ist etwa so viel , wie mehr als
2.000 Vier-Personen-Haushalte in einem ganzen Jahr benötigen . Mehr den
technischen Neuerungen widmet sich das CeBIT-Special auf heise online . Dort
versorgen Sie die Redaktionen von c't , iX und Telepolis während der ganzen
CeBIT ständig mit aktuellen Neuigkeiten von der Messe . Europa-Premiere für
Windows 2000 Zum Auftakt der Computermesse CeBIT hat Microsoft heute sein neues
Betriebssystem Windows 2000 in Europa vorgestellt . " Für uns bedeutet das neue
System den Durchbruch im Businessmarkt " , sagte der Chef von Microsoft
Deutschland , Richard Roy . " Windows 2000 wird unseren Wettbewerbern
Kopfzerbrechen bereiten , weil es bislang unerreichte Maßstäbe beim
Preis/Leistungs-Verhältnis bietet " , erklärte Roy laut dpa . Allerdings sieht
das wohl nicht jeder aus der Branche so : Im Vorfeld der Vorstellung von Windows
2000 war es schon zu heftigen Diskussionen um angebliche unzählige Bugs in
Microsofts neuem System und Schwierigkeiten beim Update gekommen . Roy stellte
jedenfalls noch einmal deutlich klar , dass Windows 2000 kein System für den
Privatanwender sei ; es richte sich an den geschäftlichen Computernutzer . Mit
der Vorstellung zur CeBIT 2000 sei Windows 2000 fast ein Jahr überfällig ,
gestand Roy laut dpa ein . Neben dem Flugzeughersteller Boeing habe vor allem
der deutsche Elektronikkonzern Siemens an der Entwicklung von Windows 2000
mitgearbeitet . Damit halte Microsoft im Markt der Server hier zu Lande einen
Anteil von 54 Prozent . Das liege deutlich über dem weltweiten Anteil von
Windows-NT-Systemen . Sun sieht schwere Zeiten voraus Der Unix- und
Server-Spezialist Sun reiht sich nun auch unter die Firmen ein , die
schwierigere Zeiten voraussehen : Die Gewinne dürften nur bei 7 bis 9 Cents pro
Aktie liegen ; die Börse war bislang von 15 Cents pro Aktie ausgegangen . Der
Umsatzzuwachs werde bei 10 bis 13 Prozent liegen ; auch hier waren die Prognosen
bislang höher . Im gleichen Quartal des Vorjahrs hatte Sun noch eine
Umsatzsteigerung von 35 Prozent verbucht . Ed Zander sieht die Ursachen
allerdings nicht bei Sun selbst : " Wir sind von einer einzigen und wirklich nur
einer einzigen Sache enttäuscht , und das ist die US-Wirtschaft " , beschwor Ed
Zander , CEO von Sun , die Analysten in der Telefonkonferenz : " Das ist der
Hauptfaktor . " Die großen und mittleren Unternehmen würden Investitionen in
Internet und Hardware zurückschrauben ; der starke Rückgang sei jedoch sehr
überraschend . Solch einen Einbruch der Nachfrage habe er bisher noch nicht
erlebt , meinte Zander . Die Krise der Dot.Coms und die Schwäche der
Telecom-Märkte habe Sun noch gut wegstecken können , aber von diesem allgemeinen
Rückgang der Investitionen sei Sun eben auch betroffen . Sun werde aber die
Ausgaben für Forschung und Entwicklung nicht zurückschrauben , um weiter für die
Anforderungen des Marktes gerüstet zu sein . Auch sei man für die fernere
Zukunft recht optimistisch : Sun hole weiter gegen Konkurrenten wie IBM oder
Hewlett-Packard auf . Der Aktienkurs von Sun war bereits am Mittwoch um 28
Prozent gefallen , als erste Gerüchte über eine mögliche Gewinnwarnung die Runde
machten . Am Donnerstag konnte er sich jedoch während des normalen Börsentags
leicht erholen und stieg um 1,19 US-Dollar auf 20,81 US-Dollar . Die Deutsche
Telekom hat mit dem Konsortium Klesch/Liberty Media eine Vereinbarung über den
Verkauf der noch bei der Telekom verbliebenen TV-Kabelgesellschaften geschlossen
. Nach der nun unterzeichneten Absichtserklärung will Klesch/Liberty Media die
Kabelnetze und die zugehörigen sechs Betreibergesellschaften in Bayern ,
Berlin/Brandenburg , Rheinland-Pfalz und dem Saarland ,
Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern , Niedersachsen/Bremen und
Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen übernehmen . Klesch/Liberty Media übernehmen
nach der Vereinbarung erst einmal 55 Prozent an den jeweiligen
Kabelnetzbetreibern ; das Konsortium hat zudem eine Option auf weitere 20
Prozent minus einer Stimme . Die Übernahme soll Mitte 2001 abgeschlossen sein .
Nach Bekanntwerden des Kabelnetz-Verkaufs legte der Kurs der T-Aktie an der
Frankfurter Börse am Vormittag um über 2,5 Prozent auf fast 26 Euro zu . Bislang
hatte die Telekom nur Käufer für die Kabelgesellschaften in Nordrhein-Westfalen
, Baden-Württemberg und Hessen gefunden . Klesch hatte bereits die
Kabelgesellschaft in Hessen von der Telekom übernommen . Dort baut die Gurppe
das TV-Kabelnetz zu einen rückkanalfähigen Medium für schnellen Internet-Zugang
aus . Das Unternehmen Liberty Media , mit dem Klesch zusammenarbeitet , ist eine
Tochter des US-Telecomriesen AT&T , die für die Inhaltsangebote des Konzerns für
Kabelnetzbetreiber zuständig ist . Im Zuge der Übernahme des
US-Kabelnetzbetreibers MediaOne durch AT&T muss der Konzern Liberty Media
allerdings wahrscheinlich verkaufen . Musikindustrie geht gegen
Napster-Alternativen vor Der Verband der US-Musikindustrie will sich nicht
darauf beschränken , gegen die Musiktauschbörse Napster vor Gericht vorzugehen .
Auf dieser Grundlage meint die Recording Industry Association of America ( RIAA
) , nun müsse auch der Tausch illegaler Kopien von Musikstücken über
Napster-Alternativen unterbunden werden . Auch wenn noch nicht klar ist , wie
die Gerichte in der Frage der Verletzung des Urheberrechts durch
Musiktauschbörsen im Internet entscheiden , verschickt die RIAA seit dieser
Woche Briefe an Internet-Provider , die Verbindungen zu Napster-Alternativen
herstellen . Insgesamt 60 Schreiben habe die RIAA bereits an Provider verschickt
, über die Zugriff auf OpenNap-Server möglich ist , schreibt das Wall Street
Journal . OpenNap ist eine Open-Source-Alternative zu Napster , die nicht nur
das Tauschen von MP3-Dateien , sondern beliebiger Typen digitaler Medien bietet
. Die Server-Software gibt es für diverse Betriebssysteme , darunter Linux , BSD
, OS/2 und Windows ; das Open-Source-Projekt ist aber in keiner Weise mit der
Firma Napster verbunden , die Technik nutzt nur das entsprechende Protokoll und
wurde um die Unterstützung weiterer Medientypen erweitert . Ähnlich wie Napster
und im Unterschied zu Gnutella arbeitet OpenNap allerdings mit zentralen Servern
. Diese sind aber über das ganze Internet verteilt und nicht so leicht
lokalisierbar wie bei Napster ; zudem ändert sich die Anzahl und die
Verfügbarkeit der OpenNap-Server nahezu täglich . Dies macht es für die RIAA
natürlich schwer , juristisch gegen die Betreiber vorzugehen : Hat sie einen am
Wickel , heißt dies noch lange nicht , dass das Tauschen von Musikdateien über
OpenNap unterbunden wird . Daher wählte die RIAA offensichtlich den Weg , die
Internet-Provider anzugehen , die die Datenverbindungen zu den OpenNap-Servern
herstellen . Nach dem Digital Millenium Copyright Act ( DMCA ) muss ein
Internet-Provider die Verbindung kappen , wenn er vom Rechteinhaber über die
Verletzung des Copyrights durch einen Anbieter informiert wird . Allerdings ist
dieses US-Recht nicht auf Provider anwendbar , die außerhalb der USA arbeiten ,
beziehungsweise auf Verbindung zu OpenNap-Servern , die weltweit verteilt sind .
Hier müsste die RIAA nach jeweiligem nationalen Recht gegen die Betreiber
vorgehen . Noch mehr Schwierigkeiten als mit OpenNap wird die RIAA zudem mit
Tauschbörsen wie Gnutella oder Freenet bekommen : Denn diese Dienste beruhen
nicht auf zentralen Servern wie Napster oder OpenNap und bieten daher auch kaum
Chancen , direkt gegen sie vorzugehen . Angeblicher WEF-Hacker verhaftet Drei
Wochen nach Ende des Weltwirtschaftsforums ( WEF ) in Davos und Bekanntwerden
eines Angriffs auf persönliche Daten von Teilnehmern ist ein Verdächtiger
festgenommen worden . Wie aus Schweizer Justizkreisen verlautete , wurde der in
Bern wohnhafte Verdächtige um 8 Uhr auf Grund von klaren Beweisen festgenommen .
Zwei Spezialisten der Genfer Polizei hätten bei den Ermittlungen geholfen . Der
Verhaftete verweigerte nach Schweizer Presseberichten zunächst jede Aussage .
Beim Angriff auf die WEF-Server hatte die Gruppe , die sich selbst in einem kurz
danach veröffentlichten Interview Virtual Monkeywrench nannte , Daten wie
Kreditkartennummern oder private Telefon- und Handynummern der WEF-Teilnehmer
kopiert und auf eine CD-ROM gebrannt . Ein Teil der Daten war später auch im
Internet zu lesen . Das WEF hat gegen die Hacker Klage erhoben . Die
Ermittlungen werden in Genf , dem Sitz der WEF-Organisation , geführt .
Malaysias erste Chip-Fabrik unter deutscher Beteiligung Die unter massiver
deutscher Beteiligung gebaute erste Computerchip-Fabrik Malaysias ist am
heutigen Freitag eröffnet worden . " Diese Anlage ist Sprungbrett für den
technologischen Fortschritt unseres Landes " , betonte Malaysias
Ministerpräsident Mahathir Mohamad zur Einweihungsfeier der 1st Silicon Sdn .
Bhd. nahe Kuching in der Provinz Sarawak auf der Insel Borneo . Ab jetzt sollen
Hightech-Halbleiter aus den Tiefen des Dschungels der Region einen vorderen
Platz im Computer-Zeitalter verschaffen - mit Hilfe deutscher Banken und
Unternehmen . Angepeilter Jahresumsatz : " An 1st Silicon erkennt man die
Globalisierung " , sagt der Sarde . Damit meint er neben den Millionen aus
Deutschland und anderswoher auch seine Kundschaft : Fließen die Investitionen
weiter , seien auch 30.000 Stück möglich . Und der Gang des Unternehmens an die
US-Technologiebörse Nasdaq ist für nächstes Jahr geplant . Selbst angesichts
eines Abschwungs auf dem US-Computermarkt gibt sich
Jenoptik-Vorstandsvorsitzender Lothar Späth hoffnungsfroh mit Blick auf den
weißen Fabrik-Komplex im Knie des Sungai-Kuap-Flusses . " Die überspringen
einfach das Industriezeitalter . " Und : " Wir müssen aufpassen , dass uns hier
nicht eine große Konkurrenz auf den Pelz brennt . " Während derzeit erst 5.000
Wafer monatlich die 9.300 Quadratmeter große Werkshalle verlassen , reiben sich
Geschäftsleute in Kuching schon die Hände . Die Hotels sind gut belegt , die
Restaurants und der Golfclub voll . Etwa 3.000 neue Arbeitsplätze entstünden
durch die Fabrik in der Provinzhauptstadt , schätzt der 1st Silicon-Chef , davon
allein 1.000 Spezialisten-Jobs . Und um die teuren Maschinen von den USA ans
andere Ende der Welt zu bringen , erzählt Loddo immer wieder gerne , seien sogar
Jumbo-Jets auf dem Flughafen von Kuching gelandet . Philosoph : Internet
gefährdet kulturelle Identität Der Philosoph Heiner Hastedt , Professor an der
philosophischen Fakultät der Universität Rostock , hat vor negativen
Auswirkungen des Internets auf die kulturelle Vielfalt gewarnt . Die
verschiedenen Kulturen gerieten in einen " Vereinheitlichungssog " des
englischsprachigen Internet , das sich am amerikanischen Vorbild orientiere .
Dadurch werde die Identität regionaler und kultureller Kulturen gefährdet ,
erklärte der Philosoph . Hastedt nimmt als einziger Deutscher in der kommenden
Woche an einer interdisziplinären Konferenz über Informationstechnologie in
Hiroshima teil . Dabei werden 20 Referenten aus dem Gastgeberland Japan , den
USA , Großbritannien und Frankreich erwartet . Der 43-jährige Prorektor der
Universität Rostock will über Internetethik sprechen . Das Internet berge bei
allen großartigen Möglichkeiten auch sozialen Zündstoff für die Gesellschaft .
Die soziale Ungleichheit werde sich weiter differenzieren , betonte Hastedt . "
Es wird Informations-Reiche und Informations-Arme geben . " Die Tagung wird von
den Universitäten Tokio , Hiroshima und Chiba ausgerichtet und steht unter dem
Motto : " Wie wollen wir mit den neuen Informationstechnologien leben ? " . Die
Geschäfte laufen nicht gut bei Motorola Der amerikanische Handy- und
Chiphersteller Motorola hat angesichts der schwachen US-Wirtschaftslage und
weltweiten Inventarkorrekturen eine Gewinn- und Umsatzwarnung herausgegeben .
Motorola verwies auf den schwachen Auftragseingang in allen Geschäftssparten und
nur schwachen Handy-Verkäufen . Sollte sich der Trend fortsetzen , könne es
sogar einen operativen Verlust in dem Quartal geben . Motorola hatte in der
Vorjahresvergleichszeit 20 Cents je Aktie verdient . In den letzten Wochen hatte
der US-Konzern bereits einen rigorosen Sparkurs eingeleitet , dem unter anderem
in der Halbleiter-Sparte 4.000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen sollen . Auch im
Handy-Bereich nimmt Motorola Entlassungen vor und lagert Produktionsteile aus .
Die Motorola-Aktien gaben zum Beginn des heutigen Börsentags in den USA um fast
vier Prozent nach . Lucent bekommt neue Kredite Das Unternehmen bezeichnete die
neuen Kreditvereinbarungen am heutigen Freitag als ein " kritisches Element "
des Umstrukturierungsplans . Lucent steckt in einer erheblichen geschäftlichen
und finanziellen Krise . Das Unternehmen will in großem Stil Kosten einsparen
und insgesamt 16.000 Stellen streichen . Die nun gewährten neuen Kredite , die
lange in Frage standen , sollen zur Sicherung der Liquidität dienen . EU will
durch E-Commerce an die Spitze Große Vorhaben , große Worte : Heute startete der
Sondergipfel der Europäischen Union in Lissabon mit der Ankündigung , Europa
wolle die USA in den Bereichen Internet und neue Technologien überholen . Die
europäischen Staats- und Regierungschefs möchten Europa in den kommenden Jahren
zur führenden Wirtschaftsmacht der Welt machen , vor allem durch E-Commerce und
Internet-Zugänge für alle Bürger . Es gebe zwar noch viel zu tun , aber die
Unterschiede seien nicht so groß wie immer getan werde . Man dürfe auch nicht
vergessen , dass es bereits jetzt Bereiche gebe , wo die EU besser als die USA
dastehe , meinte Schröder mit Verweis etwa auf die ISDN-Anschlüsse . Wie dpa aus
Delegationskreisen auf dem EU-Gipfel erfahren haben will , wird es aber wohl
keine bindenden Beschlüsse über das Vorgehen geben . Vielmehr dürften eine
Vielzahl von Vorhaben in Aussicht gestellt werden - laut Bundeskanzler Schröder
will sich die EU aber auf ein jährliches Wirtschaftswachstum von drei Prozent
und Vollbeschäftigung festlegen . Das bedeute beispielsweise die Festlegung ,
den Beschäftigungsgrad in der EU von derzeit 67 auf zukünftig 70 Prozent zu
steigern , hieß es im Umfeld des EU-Gipfels . Die Präsidentin des
Europa-Parlaments , Nicole Fontaine , warnte zwar vor einem " ungezähmten
Kapitalismus " . Das Parlament werde aber jede Initiative unterstützen , die die
Wettbewerbsfähigkeit der EU verbessere , fügte sie hinzu . Der Präsident der
deutschen Arbeitgeber , Dieter Hundt , sprach sich dagegen scharf gegen
europäische Zielvorgaben für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung aus - das
seien Instrumente einer zentralistischen Wirtschaftspolitik auf europäischer
Ebene . " Das lehne ich mit allem Nachdruck ab " , erklärte Hundt kategorisch .
Die Gewerkschaftsverbände haben aus Anlass des EU-Gipfels für heute zu einer
Großdemonstration in Lissabon für mehr Beschäftigung aufgerufen . Virtuelle Uni
: Eine Behörde will zuhören Für das Diskussionsangebot " Auf dem Weg zur
virtuellen Hochschule " der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und
Forschungsförderung ( BLK ) haben sich seit dem Start vor einer Woche bereits
120 Teilnehmer registriert . Die Diskutanten sind vor allem Studierende ,
Postgraduierte , Hochschullehrer und Leute , die sich beruflich mit
multimedialen Angeboten im Netz beschäftigen , etwa Techniker und Webdesigner .
Dr. Angela Degand , Referatsleiterin bei der BLK und Moderatorin des Forums ,
erklärt im Gespräch mit heise online : Mit ihrem Angebot
www.studieren-im-netz.de hat die BLK bereits Erfahrungen mit den neuen Medien
sammeln können . Auf der Web-Seite können unter andere Studienplätze getauscht
werden . Besonders beliebt : Die direkte Diskussion einer Behörde mit der
fachlich interessierten Öffentlichkeit ist jedoch ein Novum . Die
Bund-Länder-Kommission ist ein Koordinationsgremium der 16
Wisenschaftministerien der Länder und des Bundesministriums für Bildung und
Forschung . Die BLK betreibt eine Geschäftsstelle in Bonn mit 26 Angestellten .
Auf Basis dieser Zahlen und der im Januar dieses Jahres vereinbarten Übernahme
von " Liberty Surf " , dem zweitgrößten ISP in Frankreich , bezeichnet sich
Tiscali aber nun als zweitgrößten Internet-Provider in Europa . Hauptsächlich
durch weitere Zukäufe will Tiscali in den kommenden zwei Jahren zum größten
Internet-Provider für Privatkunden in Europa aufsteigen und in Deutschland unter
die Top 3 kommen . Oder " Partnerschaften " , wie Soru das nennt : " Wir sehen ,
dass jedes Unternehmen etwas Einzigartiges hat , das es in unser Unternehmen
einbringt und von dem Tiscali lernen und profitieren kann . " Das reiche für die
Marktführerschaft in Europa und für ein auf Dauer profitables Wirtschaften .
Viele der in den Boom-Jahren gegründeten Internet-Firmen und besonders die
Internet-Abteilungen der ehemaligen Staatsunternehmen seien ineffizient , meinte
Soru . Das schaffe für das Unternehmen die Chance , durch innovative technische
Lösungen und effiziente interne Abläufe den Platzhirschen die nötigen
Marktanteile abzujagen . Als Beispiel und Beweis nennt Carl Mühlner die Tatsache
, dass es Tiscali seit der Gründung 1997 mit einem nicht näher bezifferten "
winzigen Startkapital " geschafft habe , Telecom Italia bedeutende Maktanteile
abzujagen und zur Nummer 2 im Heimatlad aufzusteigen . Mühlner ist ehemaliger
Geschäftsführer des von Tiscali gekauften Unternehmens World Online , heute
Geschäftsführer der Tiscali Business GmbH und konzernweit für das
Business-to-Business-Geschäft zuständig . Renato Soru , Gründer und Chairman von
Tiscali begann seine Internet-Karriere als Lizenznehmer von Nicola Grausos Video
Online ( VOL ) in der Tschechischen Republik , wo Tiscali heute Marktführer ist
. Nach der Übernahme des sardisch-italienischen Internet-Pioniers VOL , der es
bis Ende 1996 auf fast 100.000 Abonnenten gebracht hatte , gründete Soru Tiscali
. NTT DoCoMo zeigt mobiles Internet der dritten Generation FOMA heißt das mobile
Internet der dritten Generation , das der i-mode-Erfinder NTT DoCoMo auf der
CeBIT zeigte . Vorgestellt wurden Konzepstudien und Anwendungen . Die neue
Technik soll mit größerer Bandbreite eine erheblich bessere Sprachqualität und
flüssige Video-Übertragungen ermöglichen . FOMA steht für Freedom of Mobile
Multimedia Access und soll ab Mai in Japan verfügbar sein . Die i-mode Palette
wird mit i&alpha;ppli um ein Java-Plugin erweitert . An neuen Anwendungen zeigte
NTT DoCoMo einen Lokalisierungs-Dienst , neue Musik- und Video-Angebote sowie
die Zwei-Weg-Bildübertragung zwischen PDAs . DVD-Authoring-Programm von Roxio
Adaptecs Tochterunternehmen Roxio , vielen durch die CD-Brennprogramme WinOnCD
oder Toast bekannt , setzt nun auf die beschreibbare DVD . Auf der CeBIT an
Stand C38 in Halle 12 kann man sich bereits einen ersten Eindruck vom neuen
Authoring-Programm VideoPack machen . Roxio richtet sich mit seinem neuen
Programm vor allem an Heimanwender , die möglichst unkompliziert eine eigene
Video-DVD auf ihrem Windows-PC erstellen möchten . Entsprechend gestaltet sich
die Bedienung : Mit wenigen Mausklicks arrangiert man Videoclips , Standbilder
und Audiodateien im Projektfenster . Die fertige Kreation kann man dann im
Vorschaumodus ausgiebig testen und anschließend mittels eines DVD-R- oder
CD-R/RW-Brenners auf eine DVD-R respektive CD-R/RW bannen . Im Unterschied zu
anderen Einsteigerprogrammen beherrscht VideoPack auch Funktionen , die man
sonst nur in Profi-Programmen der gehobenen Preisklasse findet . Dazu zählen
unter anderem animierte Buttons , Menüs mit im Hintergrund ablaufenden Filmen
oder die Verknüpfung von kleineren Sequenzen zu einem Film . Auf den Einsatz
mehrerer Tonspuren , Kamerapositionen oder Untertiteln muss man allerdings auch
bei Roxios Software verzichten . Bemerkenswert ist die Vielzahl an unterstützten
Formaten . Selbst VOB-Dateien einer Video-DVD kann man direkt verwenden ;
freilich nur , wenn sie nicht mit dem Kopierschutz CSS verschlüsselt wurden .
Neben der Ausgabe im DVD-Format kann der Anwender wahlweise auch eine Video-
oder SuperVideo-CD sowie Mini-DVDs , also CD-Rs mit DVD-konformen Inhalten ,
erstellen . Nach Roxios Angaben soll das Programm in wenigen Monaten auf den
Markt kommen ; ein genaues Datum sowie der Preis stehen aber noch nicht fest .
Zimmer einrichten mit Web3D Software wird normalerweise mit jeder Generation
größer und langsamer . Nicht so beim Web3D-Plugin von Cycore , das in der auf
der CeBIT vorgestellten Version 70 Kilobyte schlanker ist und trotzdem mehr
Funktionen bietet . Cycore ist mit über 300 Kunden derzeit der bedeutendste
Anbieter für Single Object 3D Animation im Web . Cult3D ermöglicht schon seit
längerem das Ausprobieren von Geräten wie Nokia-Handys und Palm-Organizern auf
Webseiten der Hersteller . Der Web3D-Designer nutzt dafür ein 3D-Modell des
Geräts , in dem sich auf der Website potenziell sämtliche Features des begehrten
Apparats realistisch ausprobieren lassen . Von einem virtuellen Nokia
Communicator lassen sich beispielsweise echte SMS senden . Das Plugin ist für
Windows , Mac OS und Linux verfügbar und in der aktuellen Version je nach
Plattform zwischen 1,03 und 1,21 Megabyte ( Mac/Internet Explorer ) groß .
Cult3D 5.2 ermöglicht das Hinzufügen neuer Objekte , während die Animation
bereits läuft . Besonders gut sichtbar ist das bei einer IKEA-Website , auf der
sich ein komplettes Zimmer mit Elch-Möbeln einrichten lässt . Durch die
Nachlade-Funktion verkleinert sich der Download : Wer in seiner virtuellen
Wohnung keine Blumen haben will , muss diese auch nicht aus dem Netz ziehen .
Ein Hintergrundbericht zum Thema Web3D erscheint in Ausgabe 8/2001 von c't .
BITKOM fordert neue Lösungen zum Schutz von Urheberrechten Der
IT-Branchenverband BITKOM hat neue Lösungen zum Schutz von Urheberrechten
gefordert . Eine Abgabe auf Geräte zur Vervielfältigung geschützter Werke wie
Video , Audio und Texte sei unzeitgemäß , sagte BITKOM-Vizepräsident Jörg Menno
Harms . Computer und CD-Brenner seien nicht mit Geräten wie Kassettenrekordern
vergleichbar , für die vor etwa 30 Jahren eine Pauschalabgabe eingeführt worden
war . Harms verwies auf digitale Schutzmechanismen , zum Beispiel Systeme für
das Digital Right Management ( DRM ) , die bereits von Unternehmen wie IBM und
Microsoft angeboten würden . Mit DRM-Systemen bestimme der Autor über die
Nutzung seiner Werke selbst , erläutert Harms . Seit kurzem sei auch ein
Kopierer auf dem Markt , der Wasserzeichen erkennt . Würden sich
Verwertungsgesellschaften mit ihren Forderungen nach Abgaben auf IT-Geräte
durchsetzen , drohe eine Preissteigerung für einen vollständig ausgestatteten
Computer plus Zusatzgeräte um etwa 180 Mark . " Unsere Industrie wehrt sich
keinesfalls gegen urheberrechtliche Abgaben " , sagte Harms . BITKOM-Mitglieder
wie Software-Anbieter und Multimediahäuser seien oft selbst Urheber
schutzwürdiger Werke . Kritik an Schröders neuen Vorschlägen zur Green Card
Opposition und Gewerkschaften attackieren Bundeskanzler Gerhard Schröder für
seine Pläne , noch mehr ausländische Computerspezialisten ins Land zu holen .
Vor ihrem Besuch auf der weltgrößten Computermesse CeBIT in Hannover hielt
CDU-Chefin Angela Merkel am heutigen Freitag dem Kanzler eine mangelhafte
Förderung deutscher Nachwuchskräfte vor . Auch die Gewerkschaften forderten von
der Regierung eine entsprechende Bildungsoffensive . " In der Forschungspolitik
müssen die Weichen dafür gestellt werden , dass unser Land für die besten Köpfe
in der Welt interessanter wird " , unterstrich die CDU-Chefin .
ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christian Zahn bezeichnete in Berlin den
Fachkräftemangel als " in hohem Maße hausgemacht " . IG-BCE-Chef Hubertus
Schmoldt sagte , der Wettbewerb um die besten Köpfe fange im eigenen Land an .
Zahn verwies auf Daten des Bundesarbeitsministeriums zur Green Card , wonach
Fachkräfte der IT-Branche bereits ab dem 45. Lebensjahr als " ältere
Arbeitnehmer " aus Unternehmen herausgedrängt würden und praktisch keine
Einstellungschance mehr hätten . Die Green Card sei ein " Notstopfen " .
Motorola will weitere 4.000 Stellen streichen Der US-Handy- und Chip-Hersteller
Motorola will weitere 4000 Mitarbeiter nach Hause schicken . Diesmal ist aber
nicht die Handy-Sparte betroffen , sondern die Netzwerk-Abteilung . Sie liefert
Breitband- und Funksysteme für die Telecom-Carrier . Damit führt Motorola einen
im Dezember 2000 gestarteten rigorosen Sparkurs mit Massenentlassungen fort :
Insgesamt kündigte der Konzern bislang 22.000 Stellenstreichungen an . Das
Unternehmen beschäftigte im Dezember 2000 rund 147.000 Mitarbeiter . " Motorola
treffe harte , aber wohlüberlegte Geschäftsentscheidungen , um in einer sich
abschwächenden Ökonomie konkurrenzfähig zu bleiben " , gab Edward D. Breen ,
Chef von Motorolas Netzwerk-Sparte , als Begründung für die erneuten
Entlassungen an . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal
Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist
Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war
. Es gab klare Kategorien und Lager : Gut und Böse , Ost und West , Microsoft
und Netscape . Heute mischt sich alles und die Leute programmieren nur noch , um
Geld zu verdienen . Schauen wir uns nur das Beispiel " Künstliche Intelligenz "
an . Ein Abfallprodukt dieser Auseinandersetzung war ELIZA . Joseph Weizenbaum
hatte die Software , die einen Psychotherapeuten emuliert , eigentlich
geschrieben , um zu demonstrieren , wie leicht künstliche Intelligenz sich
vortäuschen lässt . Neulich habe ich einen Enkel von ELIZA im Web getroffen ; er
sprach deutsch und war in Java programmiert . Hocherfreut über das Widersehen
nach so langer Zeit , begann ich zu plaudern und der folgende Dialog entwickelte
sich : DAS IST INTERESSANT ! " Ich schreibe Artikel über Computer . " Vielleicht
war das ja die Fingerübung eines der so genannten N@tkids , die angeblich um die
Wette programmieren - glaubt man jedenfalls ricardo.de und einer gewissen
TV-Sendung namens Akte 2000 . Noch nie gehört ? Es handelt sich schlicht um den
Versuch , Monitor , Panorama oder ähnliche Polit-Sendungen im
öffentlich-rechtlichen TV mit privatfernsehlichen Mitteln zu emulieren .
Natürlich ist der Moderator nicht so bärbeißig wie Klaus Bednarz oder so
todernst wie Patricia Schlesinger ; Ulrich Meyer entspricht mehr den
Vorstellungen moderner Marketiers . Mit solchen Leuten kann man dann schon mal
eine Kampagne starten , die das leidige Thema Ausbildung und Fachkräftemangel
werbewirksam verwurstet . Endlich bekommt der Spruch " Kinder statt Inder "
einen konkreten Inhalt . Oder doch nicht ? Zweifel schleichen sich ein :
Verhunzungen der Sprache . Ich meine nicht die Anglizismen , die in vielen
Fällen vielmehr ein Zeichen für die Lebendigkeit des Deutschen sind , die sich
diese Sprache trotz aller gegenteiligen Bemühungen diverser Institutionen
bewahrt hat . Aber Leute , die auf einen gewissen Herrn Zlatko amüsiert
herabblicken , und dann in den eigenen Pressemitteilungen etwa von "
Funktionalitäten " reden oder von den vielen " Alternativen " , derer es in
Wirklichkeit doch immer nur eine gibt , kann man nicht ganz ernst nehmen . So
bekriegen sich seit einigen Monaten zwei Online-Jobbörsen vor Gericht . Die eine
, Jobs & Adverts , wollte die andere , <i<worldwidejobs , aus dem Internet
verdrängen . Das die andere Online-Stellenvermittlung sich das nicht gefallen
lassen will , verwundert allerdings auch nicht - ist sie doch eng mit der
Tomorrow Internet AG verbandelt , die ebenfalls vor kurzem an die Börse ging . "
Anwälte statt Polen " oder " Börsianer statt Weißrussen " sind vielleicht nicht
so eingängig wie der Rüttgers-Spruch - aber offensichtlich bringen sie mehr ein
. Für die Jüngeren unter uns : In prähistorischen Zeiten glaubten doch
tatsächlich viele , Computer würden bedrucktes Papier überflüssig machen .
Inzwischen hat sich herausgestellt , dass die Computerisierung einer der größten
Umsatzbringer für die Papierhersteller war . Es gibt nichts , was nicht
ausgedruckt wird ... Ähnliches scheint mit den auf echtem Papier gedruckten
Magazinen und Zeitungen zu geschehen . Jüngstes Beispiel : <e>MARKET , das
Wochenmagazin für Online-Marketing und E-Commerce . Offensichtlich geht die
Redaktion davon aus , dass die Leute , die sich mit diesen Themen beschäftigen ,
keinen Internet-Zugang haben ... Was die Leserschaft dann aber beim
Online-Marketing bewerben und beim E-Commerce umsetzen soll , die Antwort auf
diese Frage blieb die Ankündigung des Verlags schuldig . Immerhin , der Name des
Magazins ist innovativ - endlich einmal jemand , der das " E " nicht einfach nur
mit einem Bindestrich vor einen anderen Begriff klatscht . Das Ganze in
gedruckter Form auszuliefern , ist ja möglicherweise keine schlechte Idee :
Vielleicht wird <e> doch irgendwann zu einem HTML-Code , mit dem sich etwas
anfangen lässt ? Beim Blättern in den ausliegenden Magazinen fragt Mann sich
allerdings schon einmal , ob alle RedakteurInnen die Frauen wirklich für so
dämlich halten , wie ihre Blätter den Anschein erwecken . Wie auch immer :
Besagte Petra hat nun auch das Internet entdeckt und herausgefunden , dass es "
die Liebe auf den Kopf stellt " . Millionen einsamer Herzen seien in den Welten
der virtuellen Welt unterwegs , um ihr Glück zu finden , heißt es wörtlich in
einer Ankündigung der Redaktion . Nun , es mag eine erste , zweite und dritte
Welt auf der Erde geben , aber Welten in einer Welt ? Jedenfalls gibt Petra
nicht nur Tipps , wie man den richtigen Namen für den Online-Flirt findet ,
sondern auch für den optimalen Flirt-Einstieg . Mit den Tipps von Petra wird man
dort vielleicht zum " Single des Tages " . Da ist es doch irgendwie tröstlich ,
dass der Sieg der virtuellen Liebe genauso wahrscheinlich ist wie der Erfolg des
papierlosen Büros und das Aussterben der gedruckten Magazine . Was ist Ostern
natürlich ! Daher eine Sonderrubrik in WWWW : Damit auch niemand vergisst ,
rechtzeitig buntbemalte Eier und debil grinsende Schokoladenhasen zu kaufen ,
werden wir in diesem Jahr auch im Internet mit einer Flut von Oster-Sites
beglückt . Fröhliche Eiersuche auf unserer Website ... Und ich dachte immer ,
das Internet wäre ein Medium für die Informations-Elite . Aber das Leben gibt
seltsame Hinweise und die Wege des Herrn sind ja bekanntermaßen sowieso
unerforschlich - und gerade , als ich voller Verzweiflung offline gehen wollte ,
wurde mir von der Katholischen Kirche folgende Botschaft zuteil : Das hat mich
zu tiefer Meditation über das Wesen von Computern inspiriert . Haben die
endlosen Diskussionen um das einzig wahre Betriebssystem nicht etwas von
theologischen Disputen ? Ist nicht Software tatsächlich ein
ganzheitlich-spiritueller Weg zur Selbsterfahrung und religiösen Einsicht ? Ich
habe es schon immer geahnt , als ich das majestätische Blau im Hintergrund einer
Fatal-Error-Meldung bewundert habe oder mich einlullen liess vom erhabenen Klang
und der Schönheit des System-Sanskrit , das mein Linux-System beim Starten von
sich gibt . Und die Wartezeiten im Netz sind eigentlich Zen-Übungen ... Wir
müssen nur positiver denken . Was wird Auch die schönsten Feste vergehen und
dann ist wieder schnöder Alltag , aber auch die nächste Woche winkt ja schon
wieder mit einem verlängerten Wochenende . Erster Mai ... Jedenfalls für die ,
die die Zukunft der Arbeitswelt noch nicht praktizieren : The city never sleeps
- und Online-Medien kennen sowieso keinen Redaktionsschluss . Bis nächsten
Sonntag also ... Goldesel Chip-Industrie Nachdem die Chip-Industrie schon im
Februar Zahlen vorlegte , die sie zuversichtlich in die Zukunft blicken ließen ,
dürften die März-Ergebnisse erst recht die Sektkorken knallen lassen . Der
Verband der Hersteller von Chip-Produktionsmaschinen und Materialzulieferern (
Semiconductor Equipment and Materials Industry , SEMI ) berichtete von massiven
Steigerungen bei den Auftragseingängen und Auslieferungen für den fünften Monat
in Folge . Die großen Investitionen in die Produktionsstätten für Halbleiter
sind ein deutliches Zeichen für den anhaltenden Boom der Industrie - nur durch
zusätzliche Herstellungskapazitäten können die Chip-Firmen die starke Nachfrage
befriedigen . Laut SEMI sind alle Regionen der Welt an diesen Steigerungen
beteiligt , wobei Taiwan und Europa mit am stärksten zu den Zuwächsen beitrugen
. Der Auftragsüberschuss der Produzenten von Halbleitermaschinen nimmt außerdem
kontinuierlich zu , teilte die SEMI mit . Lagen die Auftragseingänge im Januar
noch 39 Prozent über den Auslieferungen , waren es im Februar schon 44 Prozent -
ursprünglich war für Februar ein Auftragsüberschuss von 41 Prozent erwartet
worden . Im März lagen die Auftragseingänge nun sogar 45 Prozent über den
Auslieferungen . Für je 100 US-Dollar an verkauften Maschinen und Materialien
konnten die Firmen also gleich wieder Auftragseingänge im Wert von jeweils 145
US-Dollar verbuchen . Justizministerium : Kampf gegen Neonazis im Internet
Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin will mit neuen Methoden die
Kriminalität und den Rechtsextremismus im Internet besser bekämpfen . Bereits
vor wenigen Tagen hatte Däubler-Gmelin angekündigt , schärfer gegen Neonazis im
Internet vorgehen zu wollen . Nun erklärte sie in einem Interview mit der Welt
am Sonntag erneut , dass sie die wichtigsten Internet-Unternehmen und Provider
an einen Tisch bekommen wolle , um mit ihnen eine Art Verhaltenskodex zu
formulieren . Auch beim Jugendschutz im Internet müsse nachgebessert werden . "
Wenn wir sichern wollen , dass nur Erwachsene die Möglichkeiten haben sollen ,
im Internet an bestimmte Texte oder Bilder zu kommen , stellen sich ganz neue
Probleme " , sagte Däubler-Gmelin . " Am vernünftigsten wäre eine Sperre in Form
einer Filter-Software . " Diese müssten dann alle benutzen , die Schriften oder
Bilder , die für Jugendliche ungeeignet sind , ins Internet stellen wollen ,
sagte die Ministerin weiter . Die technischen Mittel , die zusammen mit den
Providern und Internet-Anbietern realisiert werden können , stellen natürlich
nicht sicher , dass alles erfasst wird , räumte Justiziministeriumssprecher
Christian Arns bereits am Donnerstag gegenüber c't ein . " Dennoch wollen wir
das Internet nicht preisgeben . " Die Neonazis sollten möglichst wenig Raum
haben , sich übers Web zu organisieren und Aktionen vorzubereiten : " Wir wollen
richtig lästig sein . " Microsoft wegen Windows 2000 unter Druck Rechtzeitig
innerhalb der neuen Frist , die die EU-Wettbewerbshüter Microsoft gesetzt hatten
, lieferte der Software-Konzern nun die gewünschten Informationen an die
EU-Kommission , hieß es letzte Woche in Brüssel . Die Abteilung für Wettbewerb
bei der EU-Kommission geht der Frage nach , ob Microsoft Teile von Windows 2000
so angelegt hat , dass dadurch seine Dominanz auf dem Betriebssystemmarkt auf
andere Bereiche übertragen werden könnte . " Dies würde die Märkte für
Server-Betriebssysteme und letztlich für den elektronischen Handel einschließen
" , erklärte Wettbewerbs-Kommissar Mario Monti bei der Eröffnung der
Untersuchung . Ende März hatte Microsoft den Wettbewerbshütern nur vorläufige
Informationen geliefert , die nach Angaben aus Brüssel noch keine technischen
Details zu Windows 2000 enthielten . Es sei aber unmöglich zu sagen , wann die
Entscheidung falle , erklärte eine Sprecherin der EU-Kommission . Falls eine
offizielles Verfahren zu Stande kommt , sieht sich Microsoft mit neuen Vorwürfen
konfrontiert , seine Monopolmacht zu missbrauchen - dieses Mal , um den Markt
für große LAN- und Web-Server zu dominieren . In diesem Bereich hat Microsoft
bislang allerdings noch keine größeren Blumentöpfe gegen Firmen wie Sun gewonnen
; auch Linux macht den Redmondern hier schwer zu schaffen . Und bei LAN-Servern
hat Microsoft auch mit NetWare immer noch ziemlich zu kämpfen . Die Beschwerden
, auf Grund derer die EU-Kommission die Prüfung einleitete , laufen aber darauf
hinaus , dass Microsoft mit Windows 2000 Funktionen und Dienste eingeführt habe
, die sich nur in einem reinen Windows-Netz nutzen ließen . Dadurch würden
Konkurrenten aus den Unternehmens-LANs und auch aus den internen Netzen bei
Internet-Providern ausgeschlossen . Letztlich versuche Microsoft mit seiner
Dominanz bei Desktop-Betriebssystemen , ein ähnliches Monopol bei den Servern zu
erreichen . Auch in den USA wird die Untersuchung der EU-Kommission aufmerksam
beobachtet . Das Kartellverfahren , dass das US-Justizministerium und 19
amerikanische Bundesstaaten gegen Microsoft führen , dreht sich vor allem um
Desktop-Software und Internet-Browser . Nun denken nach Informationen des Wall
Street Journal einige US-Regierungsoffizielle darüber nach , auch die Taktiken
von Microsoft im Server-Markt genauer zu untersuchen . Bislang gebe es aber
keine endgültigen Entscheidungen , ob irgendwelche Maßnahmen ergriffen würden ,
schreibt das Blatt . Wenn die EU-Kommission ein Verfahren gegen Microsoft
eröffnet , könnte das auch für die US-Justizbehörden der Anlass für
entsprechende Maßnahmen sein - schließlich arbeiten die amerikanischen und
europäischen Wettbewerbshüter nach eigenen Aussagen im Fall Microsoft eng
zusammen . MP3-Tauschbörse nicht an allen Unis verboten Im Unterschied zu den
Universitäten von Yale und Indiana will die University of Southern California
die Benutzung der MP3-Tauschbörse Napster in ihrem internen Netz nicht verbieten
. Die beiden anderen Unis hatten angekündigt , die Benutzung der Software zu
blockieren , nachdem Metallica gegen sie geklagt und der Rapper Dr. Dre ihnen
ein Ultimatum gestellt hatte . Ganz problemlos dürfte sich für die
kalifornischen Studenten der Einsatz von Napster allerdings nicht gestalten : In
einer Erklärung der Uni heißt es , man werde Studenten den Zugriff auf die
Napster-Server " nur für offensichtlich legale Zwecke von speziell dafür
bereitgestellten Universitäts-Rechnern aus und unter Aufsicht von
Universtitäts-Personal " erlauben . Ein Rechtsanwalt der University of Southern
California erklärte gegenüber der amerikanischen Nachrichtenagentur AP , es gebe
auf den Napster-Websites einige Anwendungen , die eindeutig legal seien , etwa
die Chat-Rooms . Die Gangart unter den Betreibern und Herstellern globaler
Netzinfrastruktur für die Telekommunikationsindustrie wird schärfer . Global
Crossing betreibt ein globales Glasfasernetz , zu dem unter anderem
Transatlantik-Verbindungen zwischen Europa und den USA sowie Netze in einzelnen
Ländern und Kontinenten gehören . Tyco ist Hersteller von elektronischen und
optischen Komponenten sowie Kabeln für Untersee-Verbindungen ; bislang war die
Firma einer der größten Zulieferer für die weltweiten Projekte von Global
Crossing . Harte Bandagen Auch für ein unterseeisches Glasfasernetz rund um
Südamerika waren die beiden Unternehmen Partner - Global Crossing beschuldigt
Tyco nun , die Firma habe ihr Wissen über die Pläne missbraucht , um sich an
einem konkurrierenden Projekt für dieses Netz zu beteiligen . Am 28. April 1999
hatte Global Crossing den Vertrag mit Tyco geschlossen , nachdem das Unternehmen
das Netz in Südamerika bauen sollte . Zuvor habe man Monate über die Bedingungen
verhandelt ; im Zuge dieser Verhandlungen habe Tyco sehr viele vertrauliche
Informationen von Global Crossing erhalten . Gleichzeitig beteiligte sich Tyco
mit 25 Prozent an der Telefonica-Tochter , die für dieses Projekt zuständig ist
. Man sei daher auch nicht verwundert , dass das Telefonica-Projekt "
bemerkenswerte Ähnlichkeiten " mit den eigenen Plänen habe . Die Anschuldigungen
von Global Crossing gehen aber noch weiter : Falscher Zeitpunkt Tyco weist die
Vorwürfe von Global Crossing natürlich weit von sich . " Unsere Anteilseigner
können sicher sein , dass wir uns auf das Entschiedenste gegen die Vorwürfe zur
Wehr setzen werden . " Der Rechtsstreit kommt für Tyco allerdings auch recht
ungelegen . Das Unternehmen plant , in nächster Zeit seine Abteilung für
Unterseekabel an die Börse zu bringen . Die Pläne für diesen Börsengang führten
schon zu einer massiven Erholung des Kurses der Tyco-Aktien - das Papier war
letztes Jahr nach vergleichbaren Diskussionen über die Praxis der
Rechnungsstellung der Firma eingebrochen . Die Branche für globale
Telekommunikationsnetze , die Unterseekabel und die gesamte Infrastruktur für
Telefon und Internet wird als der eigentliche Profiteure des Internet- und
E-Commerce-Booms betrachtet - mehr als die Hälfte der erwarteten Umsätze von
rund 2,6 Billionen US-Dollar im Jahr 2004 in diesem Bereich sollen allein von
Infrastruktur-Anbietern erwirtschaftet werden . Kaum verwunderlich also , dass
in der Branche mit harten Bandagen gekämpft wird . Roboter auf dem Bauernhof "
In Japan werden die unbemannten Maschinen bereits erfolgreich im Versuch
eingesetzt " , erklärte der Agrartechniker Markus Demmel von der Technischen
Universität München am Dienstag am Rande einer Vermessungs-Tagung gegenüber dpa
. Ermöglicht werde die automatisierte Feldbestellung vor allem durch das
Satelliten-Navigationssystem GPS ( Global Positioning System ) . Demmel meinte ,
mit GPS-gesteuerten Feldrobotern lasse sich Geld und Zeit sparen : " Vor allem
kann mit dem System aber dem drohenden Arbeitskräftemangel in der deutschen
Landwirtschaft begegnet werden . " Aus demselben Grund werde beim
Feldrobotik-Vorreiter Japan die Automatisierung vorangetrieben . Roboter
bestellten bereits ganze Reisfelder selbstständig , sagte Demmel . Ein
einsetzbarer deutscher Prototyp existiere bereits . Das System ermögliche auch
eine ökologischere Bewirtschaftung , da sich Dünge- und Pflanzenschutzmittel
gezielter einsetzen ließen . Die Elektronik sei keine Konkurrenz für deutsche
Landwirte , sondern entlaste von " stupiden Tätigkeiten " . Dank der
Automatisierung bleibe mehr Zeit für das Management des Betriebes . Es gehe
keineswegs darum , den Landwirt zu ersetzen , sagte Demmel .
Deutsch-französische Telekom-Scheidung Die Rivalen France Telecom und Deutsche
Telekom ziehen endgültig einen Schlussstrich unter ihre einstigen Pläne für eine
Allianz . Die Unternehmen werden ihre Kapitalverflechtung aufgeben , wie der
französische Telekom-Konzern heute in Paris mitteilte . France Telecom werde
einen Anteil von 1,8 Prozent an der Deutschen Telekom zwischen dem 15. Dezember
2000 und dem 31. Januar 2001 an die Kreditanstalt für Wiederaufbau ( KfW )
verkaufen . Der Preis werde sich am Markt orientierten . Die Deutsche Telekom
könne ihre Beteiligung von zwei Prozent laut einer Vereinbarung der Unternehmen
zwischen dem 1. Januar 2002 und dem 31. Januar 2003 zum Marktpreis an France
Telecom verkaufen . Nutzt France Telecom die Option nicht , könne die Deutsche
Telekom die Anteile vom 31. Januar 2003 an am Markt verkaufen . Die früheren
Partner hatten Fusionsabsichten vor einem Jahr fallen gelassen . Obwohl diese
Pläne des rosa Riesen scheiterten , betrachtete die französische Konzernleitung
sie als Affront . Anschließend beendete man alle weiteren Pläne zur
Zusammenarbeit : So trennten sich die beiden ehemaligen Partner auch bei dem
gemeinsam mit Sprint betriebenen weltweiten Joint Venture Global One . France
Telecom hat mit Mobilcom inzwischen einen neuen Partner im deutschen Markt
gefunden - eine Beteiligung von 28,5 Prozent verschaffte den Franzosen Zugang
zum lukrativen Telekom-Geschäft in Deutschland und gute Chancen bei der
Versteigerung der UMTS-Lizenzen hier zu Lande . Entlassungen bei Novell Novell ,
mit Netware Marktführer bei den Netzwerkbetriebssystemen , ist unter Druck . Am
28. Mai werden die Ergebnisse für das 2. Quartal 1997 , das am 30. April endet ,
bekannt gegeben . Beobachter in den USA gehen davon aus , daß dies kaum noch für
einen nennenswerten Profit reicht . Der neue CEO von Novell , Eric Schmidt ,
reagiert sofort mit einschneidenden Maßnahmen . In den USA sollen 20 Prozent der
Mitarbeiter entlassen werden . Für Europa kündigten amerikanische
Novell-Mitarbeiter eine Verrringerung der Belegschaft um 15 Prozent an . PCs
ohne PC : Microsoft kombiniert E-Book und Surf-Terminal Microsoft trennt sich
vom klassischen PC ? Nicht ganz : Das ist ein voll ausgerüsteter PC , nicht etwa
ein eingeschränktes Device . Burt Keylie , Chef der Microsoft-Gruppe , die das
Gerät entwickelte , beschrieb den Tablet PC als Kombination der visuellen
Qualitäten einer Zeitschrift mit der Handlichkeit eines Notizbuchs und der
Leistung eines PC . Nach außen präsentiert sich dieses Gerät als DIN-A4-großes
LC-Display , auf dem direkt geschrieben werden kann . Der erste Eindruck
unterscheidet den Tablet PC nicht groß vom Web-Pad , das National seit einiger
Zeit propagiert - allerdings arbeitet der Tablet PC im Hochformat . Und
natürlich sieht Microsoft das neue Gerät als passendes Device für Microsofts
.NET-Infrastruktur für ein " besseres Internet " . Einen Schwerpunkt bei seiner
Präsentation legte Keylie darauf , dass ein Tablet PC die Qualität von Zeitungen
und Büchern haben solle : Von der Klarheit und einfachen Lesbarkeit der
Schriften bis hin zum Umblättern der Seiten , das so einfach wie bei einem Buch
werden müsse . Die Möglichkeiten im User-Interface von .NET würden endlich der
Interaktivität von Papier entsprechen , stellte Keylie den Zusammenhang zwischen
Tablet PC und den Vorstellungen von Microsoft über die neue Netz-Infrastruktur
her . Integriert in den Tablet PC sollen natürlich nicht nur Microsofts
Techniken für elektronische Bücher und Font-Darstellungen sein , sondern auch
das Internet , beziehungsweise die Möglichkeit , mit dem Tablet PC jederzeit
direkt Netz-Ressourcen anzusprechen - sei es für die Bestellung neuer Bücher ,
sei es für andere finanzielle Transaktionen mit digitalem Rechte-Management und
Verwaltung der User-Daten durch Microsoft-Software . Solch triviale Funktionen
wie etwa Surfen im Web und den Austausch von E-Mails beherrscht der Tablet PC
natürlich auch . Wie nicht anders zu erwarten arbeitete auf dem
Surf-Terminal/E-Book/E-Magazin Microsofts Outlook als Mailprogramm - aber
ausgebaut um ein paar neue Funktionen , etwa an eine E-Mail angehängte Dokumente
ohne zugehörige Anwendung im richtigen Format zu öffnen , ergänzt um die
Möglichkeit , direkt Anmerkungen eingeben zu können . Da ist es dann wohl auch
selbstverständlich , meint zumindest Keylie , dass ein Tablet PC die Handschrift
des Benutzers erkennt - und alle Texte auch bearbeitet und durchsucht werden
können , ohne sie zuerst in normale ASCII-Texte umzuwandeln . Und natürlich
arbeitet solch ein Tablet PC ohne Kabel : Ins Internet gelangt man mit ihm über
eine Funk-Anbindung . Bill Gates jedenfalls meinte , er würde nur allzu gerne
einen dieser Tablet PCs haben : " Es gibt wirklich eine Menge faszinierender
Sachen , die wir mit Notizeingaben und Informations-Sharing machen können . " Ob
die Anwender ihm in dieser Begeisterung für die " PCs jenseits des PC " folgen ,
muss sich herausstellen , wenn Tablet PCs wirklich auf den Markt kommen . Gates
sieht eine drahtlose Zukunft mit Smart Phones Geht es nach Microsoft-Übervater
Bill Gates , gehört die Zukunft des Internet der drahtlosen Netz-Infrastruktur
und Geräten wie Smart Phones für Internet-Zugang und persönliches
Informationsmanagement : " Wir sind sehr von der Idee überzeugt , dass innerhalb
der nächsten Jahre die Fähigkeiten zum drahtlosen Datentransport überall
vorhanden sein werden , wenn die dritte Generation der Funk-Infrastruktur
eingeführt wird . " Kein Wunder , dass neben dem neuen Tablet PC auch so
genannte Smart Phones im Mittelpunkt von Microsofts Forum 2000 standen - auch
sie sollen zu idealen Geräte werden , um über Microsofts .NET-Infrastruktur ins
Internet zu gelangen und Daten sowie persönliche Informationen zu verwalten . "
Bei den Geräten mit kleinen Bildschirmen wird es unglaubliche Innovationen geben
" , meinte Gates . Brian Shafer , Marketing Manager für Mobile Devices bei
Microsoft , meinte allerdings , besonders die Handys tendierten dazu , isolierte
Technologie-Inseln zu bleiben : " Sie arbeiten nicht vollständig mit anderen
Plattformen zusammen , nicht so gut , wie sie es untereinander könnten . " Die
Lösung für Shafer besteht in der .NET-Infrastruktur , deren Vorstellung der
eigentliche Anlass für das Forum 2000 war , auf dem auch Microsofts Smart Phones
präsentiert wurden . Wie der Software-Konzern schon Mitte Juni dieses Jahres
angekündigte , will Samsung erste Microsoft-Telefone , die über die Fähigkeiten
bisheriger Daten-Handys hinausgehen , nächstes Jahr auf den Markt bringen . So
könnten Smart Phones automatisch aus der .NET-Infrastruktur die notwendigen
Informationen über den Benutzer und seine persönlichen Daten beziehen , auch
dann , wenn er sich das erste Mal anmelde . Durch Microsofts geplante neue
Infrastruktur für das Internet sei es zudem möglich , spezielle Anwendungen zu
entwickeln , die sich über das Telefon nutzen ließen . Informationen , die ein
Benutzer über das Handy eingebe , würden dann automatisch auf allen anderen
Geräten , mit denen er arbeite , zur Verfügung stehen . Offensichtlich sieht
Shafer das Handy als eine neue Art von Thin Client - in der Hoffnung , dass den
Smart Phones bei den Verbrauchern ein besseres Schicksal blüht als den außerhalb
großer Firmennetze eher glücklosen Netzwerk-Computern . 3Com : Erfolg mit
Netz-Equipment Der Gewinn beträgt damit 24 Cents pro 3Com-Aktie . Mit diesem
Ergebnis konnte 3Com eine Gewinnsteigerung von 38 Prozent erzielen , während der
Umsatz nur um 3 Prozent wuchs ( verglichen mit dem vierten Quartal das vorigen
Geschäftsjahres ) . Die Firma führt dies darauf zurück , daß sie sich auf ihr
eigentliches Geschäft konzentriert hat : Netzwerk-Equipment wie Switches , Hubs
und Router . Die Verkäufe in diesem Bereich stiegen um 17 Prozent , während die
Verkäufe von Hardware mit geringen Gewinn-Margen ( etwa Modems und
Netzwerkkarten ) um 10 Prozent sanken . Was war . Was wird . Wie immer möchte
die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Was war . Dabei ist er schlicht und erinnert an berühmte
Vorbilder , etwa an die Hobos , die auf den Inseln vor Seattle vor 100 Jahren
ein freies Leben führten . Wie wäre es dann wissenschaftlicher mit dem " Homo
Davosiensis " ? So nennt der Soziologe Richard Sennett unsere Bobos , nach dem
Schweizer Luftkurort Davos , in dem das so genannte Weltwirtschaftsforum seit
1970 tagt . Nun sollen Bobos in diesen erlauchten Kreis aufgenommen werden , um
dem Forum mehr " Internet-Relevanz " zu bringen . Aushilfsweise wird dabei nicht
der Umsatz , sondern die Börsenkapitalisierung als Maßstab genommen . Erstmals
zudem soll das Forum , auf dem Bill Gates wie Larry Ellison sich
Streicheleinheiten von Bill Clinton und " Schörd Schröder " abholen ,
dekommerzialisiert werden . " Relevante prozessorientierte proaktive
Nichtregierungsorganisationen " sollen geladen werden , erfahren wir aus einem
Papier , das letzte Woche veröffentlicht wurde . Als solche hat man die
internationalen Gewerkschaftsorganisationen ausgespäht . Sie sollen helfen , den
" Ungeist von Seattle " zu bannen - die Erinnerungen an die Demonstrationen
anlässlich des Weltwirtschaftsgipfels stecken den Wirtschaftsführern noch in den
Knochen . Aus Angst vor dieser Form von Protestbewegung wurde zum letzten
Davoser Forum die Hochschweiz in einen Sicherheitstrakt verwandelt . Das will
man jetzt billiger haben . Da darf man sich nun selbst überlegen , ob Russland
nur nicht " westlich " ist , oder ob es nicht zu den " führenden
Wirtschaftsnationen " zählt . Wie auch immer : Immerhin 22.000 Polizisten
schirmen die Regierungschefs ab - nicht aber etwa , weil die Bobos den G8-Gipfel
stürmen würden , wohl eher wegen der Leute , derentwegen in Davos nun auch die
Gewerkschaften vertreten sein sollen . Dabei meinen es die Regierungschefs doch
nur gut : So schafft das Internet jedenfalls nicht nur eine neue Ökonomie ,
sondern auch neue Märkte . So schließt sich der Kreis : In Davos diskutieren die
Gewerkschaften in Zukunft über die Verteilung der Gewinne mit , die die
Wirtschaftslenker der New Economy mit den Krediten des G8-Gipfels an die
Entwicklungsländer erwirtschaften . Dabei kann Politik doch auch Spaß machen : "
Entfesseln Sie uns ! " Madeleine Albright war nämlich gar nicht da . Vielmehr
trumpfte einer unserer hiesigen Bobos in Bayern auf . " Entfesseln Sie uns " ,
das war die Forderung von Maximilian Cartellieri , seines Zeichens Finanzchef
des Internet-Startups Ciao.com , an die bayerische Staatsregierung . Und er
meinte damit , die Startups müssten von den Fesseln der aktuellen Gesetzgebung
befreit werden . Nur zu : Durch die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe "
Entfesselung " , die laut der Pressemitteilung im Rahmen des bayerischen
Internet-Beirats tagte , erfüllen die Männer und Frauen von Ciao.com ihre "
Bürgerpflicht " . Das macht die bayerische Staatsregierung aber schon lange :
Schließlich entbindet sie die Dot.coms mit ihrer Blue Card von lästigen
Pflichten des Arbeitsrechts . Da dürften so ein paar störende steuerrechtliche
Bestimmungen doch für die Neue Ökonomie auch schnell abgeschafft sein . Wenn so
ein smarter Bobo auftaucht , ist mit dem " Münchner im Himmel " eben kein Staat
mehr zu machen - aber die bayerische Staatsregierung wartet daher wohl auch
immer noch auf die himmlischen Eingebungen . Statt rotem Telefon nun E-Mail :
Eine revolutionäre Idee . " You've got Mail " : Statt Geturtel zwischen Tom
Hanks und Meg Ryan knallharte elektronische Politik . Natürlich waren alle
Regierungschefs auf dem G8-Treffen von dem Vorschlag Russlands begeistert ,
E-Mail als Kommunikationsmittel einzusetzen , sah sich der deutsche
Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye veranlasst , gegenüber den anwesenden
Journalisten zu betonen . Da bekommt der jüngst um die Welt gegangene
Liebesbrief doch ganz neue Dimensionen . Darüber , und über die
Internet-Ökonomie , die Firmen , die hinter ihr stecken , und die Produkte , die
diese Firmen an den Mann und die Frau bringen wollen . Zwei der bekannteren aus
dieser Branche , eigentlich selbst Teil der Internet-Ökonomie , schmeißen die
Brocken nun nicht hin , sondern zusammen . CNet kauft ZDNet : ZDNet wiederum ist
ein Online-Medium für alles , was Computer betrifft , und eigentlich das einzige
, was von dem einst ruhmreichen Verlag Ziff-Davis noch halbwegs profitabel
operiert . CNet dagegen attestieren die meisten amerikanischen Journalisten eine
für US-Verhältnisse große Unabhängigkeit . Allerdings geriet CNet selbst bei
Nutzern des Dienstes in den letzten Monaten immer mehr in die Kritik , da durch
die Expansion der Muttergesellschaft in immer neue Bereiche die Trennung
zwischen journalistischem Inhalt und Verkaufsinteressen bei den verzweigten
E-Commerce-Aktivitäten der Firma nicht immer deutlich blieb . Ein
Zusammenschluss von CNet und ZDNet bedeutet jedenfalls für die Internet-Surfer
eine Möglichkeit weniger , unterschiedliche Meldungen und Meinungen
gegeneinander abzuwägen - so jedenfalls war es in den Diskussionsforen von CNet
zu lesen . Außerhalb der USA stellt sich der Deal aber als gar nicht so dumm
heraus : Schließlich ist ZDNet in einigen außeramerikanischen Ländern vertreten
, unter anderem mit ZDNet.de in Deutschland . So fällt CNet mit einem Schlag das
in den Schoß , was die Firma schon lange ohne große Fortune selbst aufzubauen
versuchte : Präsenz in möglichst vielen europäischen Ländern . CNet entwickelt
sich mit der Übernahme von ZDNet zu einer Art Kombination aus Murdoch und Kirch
bei den Internet-Diensten . Glücklicherweise ist der Heise-Verlag nicht auch
noch zu kaufen - sonst müsste ich mir glatt einen anderen Brötchengeber suchen .
Wer den Niedergang des Stern in den letzten Monaten verfolgt hat , hegt wenig
Zukunftshoffnung für die erste deutsche Internet-Tageszeitung . Denn
ausgerechnet Michael Maier , der von der Berliner Zeitung als Chefredakteur zu
eben diesem Stern wechselte , wird deren journalistischer Leiter und
Geschäftsführer . Dass beide Positionen in einer Person vereint sind , zeugt zum
einen nicht gerade von viel Gespür dafür , dass bei Nachrichten
Geschäftsinteresse und Berichterstattung nicht zusammengehören sollten - es hat
seinen Grund , dass bei normalen Tageszeitungen eine scharfe Trennung zwischen
Anzeigenabteilung und Redaktion existiert . Viel skeptischer stimmt aber viele
Beobachter , dass Meier gerade beim Stern geschasst wurde , weil seine Konzepte
wohl nicht ausreichten , den Niedergang des Blatts aufzuhalten . Dafür soll er
jetzt bei der Netzeitung für Erfolg sorgen , denn immerhin war " seine bisherige
Arbeit im Zeitungs- und Zeitschriftenbereich stets an höchsten publizistischen
Ansprüchen orientiert " , wie es bei der neugegründeten Berliner Firma heißt .
Was wird . Das war jetzt aber einmal eine bitterernste Wochenschau . Ich gelobe
Besserung - auch wenn die Nachrichten nicht besser werden . Oder werden sie es
doch ? Denn am 1. August besucht der hessische Ministerpräsident das
Internet-Herz . " Dass Frankfurt mehr als nur ein Bankenviertel zu bieten hat ,
das wissen mittlerweile auch die deutschen Politiker " , meint die PR-Agentur
zum Besuch Kochs bei VentureLab . Wir hingegen wissen , dass die deutschen
Politiker wissen , dass nicht nur Frankfurt ein Bankenviertel hat . Aber
vielleicht können die Kapitalgeber der New Economy dem hessischen
Ministerpräsidenten ja verraten , wie man zukünftig schwarze Kassen besser
versteckt . Telekom-Chef wehrt sich gegen US-Vorbehalte Nachdem US-Senatoren
schon dafür plädiert hatten , der Deutschen Telekom die Übernahme der
US-Mobilfunkgesellschaft Voicestream aus Gründen der " nationalen Sicherheit "
zu blockieren , und die EU-Kommission im Gegenzug die US-Regierung gewarnt hatte
, in diesem Fall werde sie Gegenmaßnahmen ergreifen , äußert sich nun
Telekom-Chef Ron Sommer selbst zu den Auseinandersetzungen . Sommer mahnte die
USA , die Verhältnisse bei der Telekom in Deutschland nicht mit denen in Italien
und Frankreich gleich zu setzen . " In Deutschland hat der Staat keine Golden
Shares , die ihm ein Veto einräumen " , sagte er dem Spiegel . " Und man darf
uns auch nicht verwechseln mit France Telecom , wo der Staat per Gesetz mehr als
50 Prozent der Aktien halten muss . " Sommer äußerte Verständnis für die
politischen Widerstände in den USA gegen ein Telekom-Engagement , bezeichnete
die Stimmen aber als " nicht repräsentativ " . Er fügte hinzu : Ein Zeitplan für
den Abbau des Staatsanteils " würde mit Sicherheit gewaltige Aktienwerte
zerstören " . " Wir kommen ja nicht als Invasoren , wir schaffen ja auch
Arbeitsplätze " , sagte Sommer . Online-Bankrotteur darf keine Kundendaten
verkaufen Hehre Ziele verfolgte der Pleite gegangene Internet-Spielzeugladen
Toysmart mit seiner Privacy-Politik : " Ihre persönlichen Daten werden wir
niemals an eine dritte Partei weiterreichen " , versprach die Firma ,
mehrheitlich im Besitz des Mediengiganten Disney . Daran muss sich Toysmart nun
auch halten . Dort bot Toysmart offenbar seine künftige Konkursmasse feil .
Neben Inventar und Büromaterial gab es auch " immaterielle Güter , wie zum
Beispiel Namen , Datenbankinhalte , Kundenlisten , Marketingpläne und
Website-Content " zu erwerben . Den Verkauf der Kundendaten hat die
US-amerikanische Federal Trade Commission ( FTC ) nun aber verboten - außer ,
der Online-Laden hält einige Bedingungen ein . In der Vereinbarung , die die FTC
veröffentlichte , heißt es , die Kundendaten dürften nicht alleine verkauft
werden , sondern nur im Rahmen eines Gesamtpakets , das unter anderem den
gesamten Web-Auftritt von Toysmart enthält . Zudem muss sich der Käufer als
qualified buyer ausweisen - dies konkretisiert die FTC dahingehend , dass die
Firma , die Kundendaten und Website von Toysmart übernimmt , in einer
vergleichbaren Branche tätig sein muss . Außerdem muss der neue Besitzer
explizit zustimmen , die Verpflichtungen von Toysmart gegenüber seinen
ehemaligen Kunden zu übernehmen , und zudem die Bestimmungen in der Privacy
Policy von Toysmart einhalten . Falls er an dieser Erklärung zum Schutz der
Privatsphäre von Kunden Änderungen vornehmen will , hat er bestimmte Verfahren
einzuhalten : Dieses Vorgehen soll von einem Gericht überwacht werden , bei dem
Toysmart eine Bankruptcy Order hinterlegen muss . Kommt dieses Gericht zur
Ansicht , der beabsichtigte Verkauf der Kundendaten entspreche nicht den von der
FTC vorgesehenen Restriktionen , hat Toysmart alle Kundendaten zu löschen . Die
Festlegungen der FTC wurden bekannt , kurz nachdem 39 US-Staaten eine Klage bei
einem Bundesgericht eingereicht hatten , die dem Online-Shop den Verkauf der
Kundendaten verbieten sollte . Toysmart ist darüber hinaus der erste
Online-Händler , der wegen Verstößen gegen das Gesetz zum Schutz der
Privatsphäre von Kindern im Internet ( Children's Online Privacy Protection Act
, COPPA ) belangt wird . Dieses Gesetz untersagt es Internet-Anbietern , Daten
von Kindern und Jugendlichen - Informationen also , die gerade für
Online-Spielzeughändler von hohem Interesse sind - ohne ausdrückliche
Einwilligung der Eltern zu sammeln . Toysmart muss nun alle Daten löschen , die
die Firma unter Verletzung von COPPA gewonnen hat . Ob die FTC auch gegen andere
Dot.Com-Bankrotteure vorgehen will , die versuchen , ihre Kundendaten zu
verkaufen , ließ die amerikanische Behörde zunächst offen . Immerhin ist die
Entscheidung gegen den Händler Toysmart , der besonders dreist vorging , das
erste Verfahren in dieser Richtung . Zwar hat sich beispielsweise auch
Fashionmall.com nach der Übernahme des bankrotten Online-Modehändlers Boo.com
deren Kundenstamm und alle zugehörigen Nutzerdaten einverleibt , dies ist im
Zuge eines Aufkaufs aber nicht wirklich ungewöhnlich - diese Übernahme würde
zudem ziemlich genau den Auflagen der FTC für Toysmart entsprechen . Der Vorfall
macht jedenfalls klar , dass sichere Transaktionen , Verschlüsselungsstandards
und Privacy-Versprechen nicht darüber hinwegtäuschen können , wie unsicher
Personendaten im Internet aufgehoben sind . Wenn die Dot.Coms wie im Moment
unter enormen finanziellen Druck stehen oder gar nichts mehr zu verlieren haben
, dürften alle Versprechen , die Privatsphäre der Kunden zu schützen , die
Festplatten nicht wert sein , auf denen sie gespeichert sind . Bleibt zu hoffen
, dass auch die Gerichte und Aufsichtsbehören in Europa ein wachsames Auge auf
bankrotte oder unter finanziellen Druck geratene Internet-Firmen haben .
Hintergrund : Ericsson hat Probleme mit Handys Ein sattes Gewinnplus konnte der
schwedische Mobilfunkspezialist Ericsson im zweiten Quartal des laufenden
Geschäftsjahr einfahren : Grund zur Freude also , könnte man meinen . Das
Problem aber : Der schwedische Konzern konnte seine Erfolge vor allem durch
Verkäufe von Geräten und Techniken für die Infrastruktur der Mobilfunknetze
erzielen . Und nach der Vorstellung des Geschäftsberichts kam gleich noch die
nächste schlechte Nachricht für die Investoren : Weitere Verluste im
Handy-Geschäft sollen im dritten Quartal die Gewinne unter die des ersten und
zweiten Quartals drücken , warnte Ericsson . Ein von dem Konzern eingeleitetes
Aktionsprogramm , das durch eine veränderte Einkaufspolitik bei den Bauteilen
für Mobiltelefone sowie eine Straffung der Modellpalette und verbesserte
Herstellungsprozesse Abhilfe schaffen soll , konnte die Analysten nicht davon
überzeugen , dass Ericsson in diesem Geschäft bald erfolgreicher operieren wird
. Der Kurs des Papiers stürzte an den Börsen über 11 Prozent in den Keller , ein
recht ungewöhnlicher Verlauf für die Aktie einer Firma , die vor allem mit
Mobilfunk ihr Geld verdient . Allerdings befindet sich Ericsson auch in einer
schlechten Ausgangsposition : Der Marktanteil bei Handys liegt gerade einmal bei
etwas über einem Drittel der Verkäufe , die Marktführer Nokia erzielen kann .
Ericsson gibt als Erklärung für die Probleme im Handy-Geschäft an , es habe
Lieferschwierigkeiten bei zentralen Chips für die Mobiltelefone gegeben - etwa
bei Flash-Speichern und DSPs . Das dürfte aber die Investoren nicht gerade
überzeugen : Schließlich trifft die bekannte Knappheit bei diesen Komponenten
auch alle anderen Hersteller von Handys , wenn sie nicht entsprechende
Vorkehrungen getroffen haben . Und dazu schien der schwedische Konzern nicht in
der Lage zu sein . Ericsson könne einfach nicht mit Verbraucherprodukten umgehen
, kommentierten einzelne Analysten schon . Die Firma solle doch einfach keine
Handys mehr herstellen , so der harsche Kommentar eines Börsianers gegenüber dem
Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg . Ericsson baue langweilige Telefone für
Geschäftsleute , und das sei ein statischer und gesättigter Markt . Ericsson
dürfte es jedenfalls schwer fallen , zu den Hauptkonkurrenten aufzuschließen .
Der finnische Konzern Nokia , der sein Geschäftsergebnis am 27. Juli vorstellt ,
kontrolliert 27 Prozent des weltweiten Handy-Markts . Motorola liegt auf dem
zweiten Platz mit 17 Prozent - Ericsson ist abgeschlagener Dritter mit 11
Prozent . Und Analysten erwarten bereits , dass Nokia seinen Marktanteil in
diesem Jahr eher auf 35 Prozent ausdehnen kann . Die Hoffnung , Ericsson könne
dieses Jahr einen Anteil von 15 Prozent erreichen , hat Kurt Hellstroem , Chef
des schwedischen Konzerns , bereits aufgegeben . Allerdings will Ericsson den
Empfehlungen einiger Börsianer , das Handy-Geschäft ganz sein zu lassen , nicht
folgen : Die Existenz der Sparte sei ein wichtiges Argument , um Unternehmen
davon zu überzeugen , Aufträge für die Netzwerk-Infrastruktur an Ericsson zu
vergeben . Yahoo erwartet rund ein Fünftel Anteil am Online-Werbemarkt Der
Internetdienst Yahoo erwartet 15 bis 25 Prozent Anteil am europäischen Markt für
Onlinewerbung . Das sei eine sehr konservative Schätzungen , sagte Fabiola
Arredondo , Europa-Chefin des Internet-Anbieters und Portals Yahoo , der Zeitung
Euro am Sonntag . Für 2001 werde das Überschreiten der Milliardenmarke erwartet
. Yahoo wolle 2003 ein Drittel des Umsatzes aus dem elektronischen Handel
erwirtschaften . Der Rest solle aus Werbeeinnahmen kommen . Die Übernahme eines
Inhalte-Anbieters nach dem Rezept der Übernahme von Time Warner durch AOL steht
für Arredondo derzeit nicht zur Debatte . Allerdings solle man niemals nie sagen
. Grundsätzlich halte sich Yahoo Europa die Option eines Börsenganges offen .
Wahl zur Internet-Verwaltung : " I can ! " Nächste Woche schon schließt das
Nominierungskommittee der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (
ICANN ) seine Kandidatensuche für die weltweite Wahl von Vertretern der
Internet-Nutzer ins ICANN-Board ab . Dann ist noch einen Monat lang der Ring
freigegeben : Jedes ICANN-Mitglied kann Kandidaten für seine Region vorschlagen
und je einen auch unterstützen . Und nicht zuletzt die Auserwählten , die einen
Anruf von Spiegel Online erhalten haben , ob sie für den vergleichsweise
undankbaren Job zur Verfügung stehen , werden sich allmählich fragen , wie das
denn nun weitergeht . Chaos-Computer-Club-Gründungsmitglied Andy Müller-Maguhn
fehle es an der Finanzierung , befürchten Eingeweihte . E-Wahl-Verfechter Prof.
Dieter Otten könnte ein Aspirant für die von der Telekom geförderte Kandidatur
sein . ICANN-Studienkreis-Initiator Wolfgang Kleinwächter sei dagegen schon
abgeschlagen , blubbert es in der Gerüchteküche . Der berechtigterweise
ICANN-krititsche Spiegel sieht sich nun angesichts dieser Kandidatenkür-Misere
selbst Kritik ausgesetzt und muss sich von den Skeptikern fragen lassen , ob er
selbst schon den häufig bemängelten Mustern der DNS-Reformer verfallen ist . "
Der Prozess droht doch genauso intransparent zu verlaufen , wie die Besetzung
des ersten ICANN-Boards " , fürchtet der Schweizer Politikwissenschaftler Marc
Holitscher . Jeanette Hoffmann vom Wissenschaftszentrum Berlin fordert , dass
auch die Finanzierungsfrage offener geklärt wird . " Es sollte einen gemeinsamen
Topf geben , der von einer neutralen Instanz verwaltet wird , um Kandidaten zu
unterstützen " , sagt die ICANN-Kennerin . Sie ist im Übrigen auch verwundert ,
dass auf der deutschen Kandidatenliste gerade sieben Namen stehen sollen , denn
das entspricht , nach den Beschlüssen in Yokohama , dem gesamten
Europakontingent . " Man hätte ja auch an andere europäische Kandidaten und
Kandidatinnen denken können " , sagt sie . Die Beschränkung der Kandidatenzahl
auf sieben für jede der fünf Wahlregionen durch die bisherigen ICANN-Direktoren
dürfte noch für viel Kritik sorgen . " Absolut unüblich " , kommentiert
Holitscher die Vorgehensweise , Kandidaten , die die notwendigen Bedingungen
mitbringen , schon in einem Vorverfahren auszuschliessen . ICANN-Finanzchef
Andrew McLaughlin hatte dies in Yokohama mit fehlenden personellen Kapazitäten
im ICANN-Büro begründet . Aber nicht nur für die Kandidaten heisst es im Zweifel
eher " I cannot " . Noch mehr in Frage gestellt wird die Legitimation der Wahl
nämlich durch Performance-Probleme der At-large-Registrier-Seite , auf der sich
Interessierte als Mitglieder der ICANN eintragen lassen können - eine
Voraussetzung , um überhaupt an der Wahl teilnehmen zu können . Seit Wochen
mehren sich die Klagen potenzieller Wähler , dass die Seite nicht erreichbar und
Registrierungen nicht möglich sind . Auf dem letzten Meeting in Yokohama
forderte ICANN-Interimsvorsitzende Esther Dyson , doch zumindest eine
zusätzliche Liste aufzusetzen , auf der sich Registrierwillige eintragen können
, solange eine Registrierung nicht direkt möglich ist . ICANN-Direktor Vint Cerf
lehnte dies gemeinsam mit anderen Boardmitgliedern allerdings ab . Nicht
auszudenken , meint Cerf , was passieren würde , wenn die Wählerdaten verloren
gingen . Auf die abschließende Beurteilung der Wahl durch Institutionen wie das
Carter-Center , das weltweit als Wahlbeobachter agiert und im ICANN-Wahlkomittee
einen Sitz hat , darf man ziemlich gespannt sein . Auf die Lehren , die das
Board aus den Pannen zieht , auch . Börsengang von Spiegel Online möglich Die
Mitarbeiter des Spiegel , die 50 Prozent an der Beteiligungs-KG des Verlages
halten , haben den Widerstand gegen den Börsengang von Spiegel Online aufgegeben
. Dies berichtet die Financial Times Deutschland ( FTD ) in ihrer Wochendausgabe
ohne Angabe von Quellen . Unklar seien lediglich Personalien und Details der
Verknüpfung mit dem Internet-Auftritt des Manager Magazin , das ebenfalls im
Spiegel-Verlag erscheint . Vor dem Börsengang müsse allerdings noch ein
endgültiger Beschluss gefasst werden . Spiegel Online erwirtschaftet trotz hoher
Besucherzahlen und hochwertiger journalistischer Inhalte seit Jahren Verluste .
Nach dem Börsengang soll Spiegel Online nach FTD-Angaben als Handelsplattform
genutzt werden . Allerdings bleibe Spiegel.de shopping-frei . Links von
Buchkritiken zu Buchläden werde es nicht geben . SAP muss Bilanz korrigieren Die
Aktie von SAP ist am Montag mit Abschlägen in den Handel gestartet , weil das
Unternehmen seine Quartalszahlen revidieren musste . Der Grund : Verluste bei
der US-Beteiligung Commerce One . Die Papiere des Software-Hauses gingen am
frühen Vormittag zeitweilig um 1,15 Prozent auf 154,20 Euro zurück . Das erkläre
wohl , warum die Kursabschläge nur moderat ausfielen , ergänzte er . Darüber
hinaus sei der Gesamtmarkt schwach . Er bewertete die Beteiligung an dem
US-amerikanischen Anbieter von Software für den Handel im Internet als gut - zum
Beispiel weil man gemeinsam neue Produkte rund um die Internetplattform
mySAP.com anbieten wolle . Das hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung am
Wochenende berichtet und sich auf einen Unternehmenssprecher berufen . SAP müsse
die Verluste des US-Unternehmens Commerce One entsprechend seiner Beteiligung ,
die erst im Juni auf 20 Prozent aufgestockt worden war , im eigenen
Finanzergebnis rückwirkend berücksichtigen . Im gleichen Quartal des Vorjahres
war das Minus mit 0,28 US-Dollar je Aktie vergleichsweise moderat ausgefallen .
Microsoft Deutschland will Server-Geschäft ankurbeln Der US-Softwareriese
Microsoft will in Deutschland das Geschäft mit Server-Software ankurbeln und
dafür 100 neue Stellen schaffen , sagte der neue Chef von Microsoft Deutschland
, Kurt Sibold , einem Bericht des Handelsblatt zufolge . Microsoft sei bei
Betriebssystemen für PCs mit einem Marktanteil von mehr als 90 Prozent
dominierend . Bei Systemen für Server komme das Unternehmen dagegen auf 40
Prozent und sehe deshalb ein Wachstumspotenzial . Gleichzeitig sucht Sibold
wieder engere Kontakte zu deutschen Politikern : " Es geht zu weit , dass sich
die Regierung offen für Linux einsetzt " , meinte der Deutschland-Chef von
Microsoft gegenüber dem Handelsblatt . Allerdings sieht sich der
Software-Konzern in Europa möglicherweise auch mit einer Untersuchung durch die
EU-Kommission konfrontiert , ob das Vorgehen von Microsoft bei Server-Systemen
nicht das Wettbewerbsrecht verletzt . Sibold rechnet beim angestammten
Microsoft-Geschäft mit Software für Desktop-PCs mit einem schwachen Geschäft ,
da das durchschnittliche Wachstum des PC-Marktes nur noch bei vier Prozent nach
den zweistelligen Zuwachsraten der vergangenen Jahre liegen werde . Einen
Verkaufsschub verspricht sich der Manager durch die jüngst eingeführte und
umstrittene Registrierungspflicht für Office und künftig auch für Windows XP .
Microsoft beschäftige derzeit in Deutschland 1200 Mitarbeiter . Verluste bei
Group-3G-Partner Sonera geringer als erwartet Finnlands größtes
Telekom-Unternehmen Sonera hat im zweiten Quartal geringere Verluste gemacht als
von den Analysten erwartet . Als wichtigste Ursache für die Verluste wurde die
Entwicklung bei den türkischen Tochterunternehmen Türkcell und Fintur genannt .
Sonera gilt seit längerem als Übernahmekandidat für die in Nordeuropa führenden
Telefonkonzerne , zu denen Telia in Schweden , Telenor in Norwegen und der
dänische TDC-Konzern ( früher Tele Danmark ) gehören . In Deutschland ist Sonera
zu 49 Prozent an dem UMTS-Konsortium Group 3G beteiligt , das hierzulande eine
UMTS-Lizenz ersteigerte . An Group 3G hält die spanische Telefonica die Mehrheit
. Mobilcom-Chef : " Telekom befand sich in Interessenkonflikt " Die
Katerstimmung , die sich teilweise unter den Gewinnern der
UMTS-Lizenzversteigerung breit macht , führt im Nachhinein zu heftigen
Auseinandersetzungen zwischen den Beteiligten . Der Chef der Telefongesellschaft
Mobilcom , Gerhard Schmid , erhebt schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Telekom .
Als mehrheitlich im Staatsbesitz befindliches Unternehmen habe die Telekom bei
der Auktion vergangene Woche in einem " Interessenkonflikt " gestanden , sagte
Schmid in einem Interview mit dem Stern . Ähnliche Vorwürfe waren auch schon von
anderen Beteiligten an der UMTS-Auktion zu hören , etwa von Viag Interkom . Die
Telekom hatte nach der Auktion für sich Anspruch genommen , sie habe dadurch ,
dass sie sich doch mit zwei Frequenzpaketen in der ersten Auktions-Runde begnügt
habe , dem " drohenden Wahnsinn " ein Ende gemacht . Beobachter sprachen aber
schon vor den letzten Runden der Versteigerung davon , Mannesmann Mobilfunk ,
die einzige Firma , die neben T-Mobil noch auf drei Frequenzpakete aus war ,
habe schon zuvor signalisiert , man wolle sich mit zwei Paketen begnügen - die
Telekom sei aber nicht darauf eingestiegen . Schmid deutete im Gespräch mit dem
Stern an , dass er sich vorstellen könne , die Leitung von Mobilcom künftig in
andere Hände abzugeben . Es könne so weit kommen , dass der deutsche Markt für
Telefongesellschaften zu klein sei . Deshalb habe sich Mobilcom über die
Verbindung mit France Telecom in einen europäischen Konzern eingeklinkt . " Wenn
es sich herausstellt , dass ein solches Unternehmen besser von einem
Konzernlenker geführt werden kann , bin ich der Letzte , der diesen Job weiter
machen will " , sagte Schmid . Dann werde er " das tun , was ich kann : für
Mobilcom neue Märkte erschließen " . Die France Telecom hält sich allerdings
noch etwas bedeckt : Zwar hatte der französische Konzern eine Beteiligung von
28,5 Prozent an Mobilcom erworben , will sich darüber hinaus aber an den Kosten
für die UMTS-Lizenz in Deutschland vorerst nicht beteiligen . France Telecom
kündigte sogar verstärktes Interesse an , die finnische Gesellschaft Sonera zu
übernehmen , die zusammen mit der spanischen Telefonica im Konsortium 3G
ebenfalls eine UMTS-Lizenz hier zu Lande erworben hat . Telekom-Chef Ron Sommer
, den Schmid nun heftig angriff , erklärte vor wenigen Tagen , die hohen Kosten
für die UMTS-Lizenzen würden zu weiteren Fusionen und Übernahmen in der Branche
führen . Zwar rechnet auch Schmid mit einem Erfolg des Mobilfunks der dritten
Generation , ähnlich wie Mannesmann sieht er aber einen harten Wettbewerb auf
die Anbieter zukommen . " Dann hat jeder sein eigenes Handy , dazu kommt ein
Familiengerät , eins im Auto und ein Firmen-Telefon . " Mobilcom strebe einen
Marktanteil von 15 Prozent an . In seinem Businessplan rechnet Schmid " mit mehr
als 100 Mark monatlichem Umsatz pro Kunde " . Auch Werbung auf dem Handy sei
künftig möglich . Wenn etwa McDonald's seine Produkte über ein UMTS-Handy
anbiete , " dann könnten wir am Umsatz beteiligt sein , zum Beispiel an jedem
Hamburger 20 Pfennig verdienen " , meinte der Mobilcom-Chef . Von der Konkurrenz
anderer UMTS-Anbieter werde sich sein Unternehmen auch über den Preis absetzen .
" Wir waren der Festnetz-Aldi , wir werden der UMTS-Aldi . " Sydney 2000 :
Olympisches Klicken im Internet Athleten mit Goldmedaillen um den Hals und
strahlend vor Glück , daneben enttäuschte Verlierer mit Tränen in den Augen -
selten kochen Emotionen im Sport so hoch wie bei den Olympischen Spielen . Auch
in Sydney wird das vom 15. September bis 1. Oktober wieder der Fall sein . Doch
viele Sportfans hier zu Lande werden nicht live verfolgen können , wenn im
fernen Australien die Entscheidungen fallen . Schuld ist die Zeitverschiebung
von acht Stunden , die die Fernseh-Übertragungen in Deutschland in die Nacht und
den Vormittag verlegt . Mit Internet-Anschluss ist man aber nicht auf die
heimische Glotze angewiesen : Man kann zeitgleich dabei sein , wenn Franziska
van Almsick über 200 Meter Freistil beweisen will , dass sie noch einmal gut für
Edelmetall ist , oder wenn Diskus-Olympiasieger Lars Riedel antritt , um auch
diesmal wieder die Konkurrenz in die Schranken zu weisen . " Wir wollen so
schnell wie möglich mit den Ergebnissen ins Netz " , verspricht etwa Udo Wandtke
, verantwortlicher Redakteur des Anbieters www.sport.de aus München . Sport.de
stützt sich dabei nicht nur auf die Informationen der Deutschen Presse-Agentur ,
sondern auch auf die Berichte von sieben Online-Reportern , die in Sydney an Ort
und Stelle dabei sind . Weitere Seiten informieren über Ergebnisse , Zeitpläne ,
Teilnehmer , Wettkampf-Orte , Regeln , Statistiken , Chroniken sowie über Land
und Leute . Ein Feuerwerk für 's Auge will die Homepage www.sport1.de liefern .
Der gemeinsame Online-Auftritt von Sport-Bild , der SAT.1-Sportsendung ran und
des Deutschen Sportfernsehens ( DSF ) soll die technischen Möglichkeiten des
Internets voll ausschöpfen . " Wir wollen den olympiainteressierten Surfer
begeistern " , sagt Thomas Medau , Sprecher von Sport1.de in Ismaning . Für
Sport1.de läuft bereits der Countdown . Die Besucher der Site werden schon im
Vorfeld der Spiele auf dem Laufenden gehalten mit den " Top-News " aus Sydney .
Während der Spiele will die Sport1.de-Olympia Mannschaft zusammen mit den
Kollegen vom DSF nah dran am Geschehen sein : Den User erwarten Live- und
Ergebnisticker , Videos mit Interviews und Hintergrundberichten , Bilder des
Tages , Portraits internationaler Stars sowie der 450 deutschen Athleten ,
Olympialexikon , Glossen , Promi-Kolumnen , Chats , Foren und Spiele .
Auftrumpfen wollen auch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten . Neben 420
Stunden Fernseh-Programm soll der Internet-Auftritt keine Wünsche offen lassen .
" Unter www.ard-sydney2000.de liefert Das Erste ein umfangreiches Angebot mit
zeitnahen Ergebnissen , News , Historie , Fernseh-Tipps , Sportler-Portraits und
Hintergründen " , sagt Andreas Schulz , Leiter des Online-Service-Center beim
NDR in Hamburg . Begleitet wird das Angebot auch hier von Chats , Foren ,
Spielen , Bildern und zum Teil auch Videos . Neben den üblichen Fernseh- und
Hörfunkreportern werden eigens zwei Online-Redakteure nach Sydney geschickt . "
Wir werden versuchen , in Sydney den Standard zu halten , den die ARD im
Internet bei der Fußball-Europameisterschaft und bei der Tour de France geboten
hat " , meint Schulz . Dem will das ZDF nicht nachstehen . Schnell und rund um
die Uhr wollen die Mainzelmännchen unter www.zdf.msnbc.de über das sportliche
Top-Ereignis berichten . " Auf alles , was die Fernseh-Kollegen produzieren ,
soll zurückgegriffen werden " , sagt Max Johns , Leiter der Online-Redaktion in
Mainz . Interviews , Hintergründe , Portraits werden als Video im Internet zu
sehen sein . Bewegte Bilder von den sportlichen Highlights bleiben dagegen die
Ausnahme . Grund sind laut Johns rechtliche Schwierigkeiten mit dem
Internationalen Olympischen Komitee . Dafür können sich die Internet-User über
ein anderes Highlight freuen : Bei dem Spiel geht es um die Vorbereitung von
Sportlern auf den olympischen Wettkampf . Einen Mausklick wert sind sicher auch
die Seiten des Veranstalters der Olympischen Spiele . Neben zahlreichen
Informationen rund um Wettbewerbe , Nationen und Athleten gibt es auch wichtige
Tipps und Hinweise für Olympia-Touristen . Dort ist unter anderem eine Reihe von
Veranstaltern mit entsprechenden Reisepaketen aufgelistet . Allein die Karte für
die Eröffnungs- oder Schlussfeier kostet bis zu 1.960 Mark . Siehe dazu auch den
Bericht Die Olympiade im Netz ist nichts für Amateure in Telepolis . ( Clemens
Kurth , gms ) France Telecom vom ( Börsen- ) Thron gestoßen Erstmals seit fast
drei Jahren ist der französische Telekommunikationsriese France Telecom an der
Pariser Börse entthront worden . Der Öl- und Chemiekonzern TotalFinaElf schob
sich im Börsenwert am Dienstagabend knapp vor France Telecom . Die
Telecom-Aktien leiden gegenwärtig unter der Beteiligung des Konzerns an der
Versteigerung der teuren deutschen UMTS-Mobilfunklizenzen . France Telecom
besitzt 28,5 Prozent der Anteile an Mobilcom . Seit ihrem Jahreshöchststand
Anfang März hat die Aktie von France Telecom insgesamt 44 Prozent verloren ,
zunächst wegen des Kaufs der britischen Orange und zuletzt nach dem teuren
UMTS-Einstieg in Deutschland . Unterdessen profitierte der Öl- und Chemiekonzern
von dem Ölpreisanstieg . Seine Aktien stiegen um 26 Prozent . France Telecom
hatte die Börsenspitze 1997 übernommen . Virtuelle Zahnschmerzen : Zahn-OP live
im Internet Es gibt wohl im Internet kaum noch etwas , was es nicht gibt : Das
globale Netz dient seit heute auch zur Live-Übertragung direkt vom Zahnarztstuhl
. Die Deutsche Parodontose-Hilfe überträgt auf ihrer Website am heutigen Tag
eine Operation , bei der eine neuartige Zahnimplantation vorgenommen wird . Bei
dem Eingriff sollen einem zahnlosen Patienten in Düsseldorf 26 Zähne implantiert
werden , mit denen er nach Angaben der Chirurgen schon am Abend wieder fest
zubeißen könne . Die Bilder des Eingriffs kann sich jeder Interessierte per
Web-Cam anschauen . Die Deutsche Parodontose-Hilfe ist ein gemeinnütziger Verein
, der sich nach eigenen Angaben das Ziel gesetzt hat , über die Gefahren von
Zahnfleischerkrankungen , besonders der Parodontose , aufzuklären .
Linux-Distributor Caldera mit höheren Verlusten Der Verlust belief sich damit
auf 19 Cents pro Aktie , immerhin 6 Cent weniger als die Börsianer erwartet
hatten . In diesen Bilanzen sind die Kosten , die Caldera durch die Übernahme
der Unix- und Service-Abteilung des Unix-Traditionshauses SCO entstehen , noch
nicht verbucht . Den Anstieg der Verluste führt Caldera nach eigenen Angaben vor
allem auf Infrastruktur-Investitionen sowie Ausgaben für Anzeigen ,
Marktentwicklung und " strategische Entwicklungen " zurück . Telefonica vor
Milliarden-Investitionen in Deutschland Damit sollten auch Investitionen im
Handy-Bereich in anderen europäischen Ländern abgedeckt werden , teilte das
Unternehmen nach Presseberichten vom heutigen Mittwoch in Madrid mit . Seit der
Ersteigerung der Mobilfunklizenz in Deutschland ist der Kurs des spanischen
Unternehmens um etwa 17 Prozent gefallen - Telefonica muss wie andere
Unternehmen auch mit einer Abstrafung durch die Börse für die hohen Kosten bei
den deutschen UMTS-Lizenzen leben . Der Konsortiums-Partner Sonera wird dagegen
schon eifrig als Übernahmekandidat gehandelt - Telefonica selbst , aber auch der
France Telecom werden ein gesteigertes Interesse nachgesagt , den finnischen
Konzern und Ex-Monopolisten zu übernehmen . Novell verspricht NetWare 6 für das
erste Halbjahr 2001 Novell konnte sich in den letzten Monaten kaum über gute
Nachrichten freuen : Im dritten Quartal schlitterte der Netzwerk-Spezialist nur
knapp an Verlusten vorbei , bereits im zweiten Quartal musste Novell einen
Umsatzrückgang um 20 Prozent verbuchen - nach eigenen Aussagen vor allem wegen
schlechter Verkaufszahlen beim Flaggschiff NetWare . Kein Wunder , dass die
immer wieder auftauchenden Gerüchte , IBM wolle das Unternehmen aus Utah
übernehmen , wieder die Runde machten . Nun verdeutlichte Novell allerdings ,
dass man trotz aller Unkenrufe auch weiterhin auf NetWare setzen will - und das
klassische Server-Betriebssystem bei aller neu entdeckten Liebe für das Internet
weiter ausbaut . Die nächste Inkarnation des Betriebssystems , NetWare 6 , soll
im ersten Halbjahr 2001 erhältlich sein . Momentan befinde es sich bereits in
einem " kontrollierten Beta-Test " , hieß es bei Novell . Welche
Preisvorstellungen die Firma mit der neuen Version verbindet , will man zu einem
späteren Termin bekannt geben . Die wichtigsten Features der neuen Version sind
laut Novell die Integration der NetWare Cluster Services für Cluster mit bis zu
32 Nodes und der SMP-Unterstützung ( symmetrisches Multi-Processing ) für bis zu
32 Prozessoren . Die Novell Storage Services ( NSS ) möchte Novell für NetWare 6
weiter ausbauen - nach Novell-Angaben würden die NSS dann alle vorstellbaren
Anforderungen an Speicherlösungen erfüllen . NSS unterstütze " Milliarden von
Volumes und Directories " , wobei jedes Volume " Milliarden von Dateien "
aufnehmen und jede Datei bis zu 8 Terabyte groß sein könne . Genauere Details ,
was für weitere Neuigkeiten auf die Administratoren mit NetWare 6 zukommen , gab
Novell allerdings noch nicht bekannt ; die Firma will NetWare 6 aber in drei
verschiedenen Konfigurationen ausliefern , die auf kleinere Firmen , mittlere
Netzwerke oder große Rechenzentren ausgerichtet seien . Für Eric Schmidt , Chef
von Novell , ist NetWare 6 auf jeden Fall ein " Schüsselelement als
Hosting-Plattform für Dienste , die Netzwerke sichern und vereinfachen und den
Übergang zu E-Business-Lösungen beschleunigen " . NetWare 6 überführe außerdem
das Speichermanagement im Netzwerk in ein Internet-Modell , das gleichzeitig die
Zugangssteuerung zu Dateien und Ressourcen für Windows- , Unix- , Linux- und
andere Desktop-Clients durch eine einzige Netzwerk-Lösung vereinfache . IDF :
Intel enthüllt " Crusoe-Killer " ( Bildquelle : Intel ) Mit einer Vorführung des
neuen Prozessors StrongArm2 konnte Intel am zweiten Tag des Intel Developer
Forum noch weit mehr Aufmerksamkeit erregen als mit der 2-GHz-Präsentation des
Pentium 4 am Vortag . Bereits der erste Prototyp ( in 0,18 µm ) der XScale
genannten Architektur kann bis zu 1 GHz Takt erreichen - und leistet 1500
Dhrystone-MIPS bei einem Verbrauch von nur 1,5 W. Im " Normalbetrieb " bei 800
MHz ( 1000 MIPS ) liegt sein Leistungshunger deutlich unter 1 W. Reduziert man
die Betriebsspannung auf 1 V , kann der Prozessor mit 466 MHz ( 600 MIPS )
arbeiten und schluckt nur 250 mW . Schließlich lässt sich die Spannung sogar auf
0,7 V reduzieren , womit der Prozessor bei 200 MHz ( 250 MIPS ) nur schlappe 50
mW verbraucht . Ziel ist sogar ein Sparbetrieb , bei dem der Prozessor nur 10 mW
verbraucht bei 62 MIPS Leistung . IDF : USB 2.0 bekommt Starthilfe Intel macht
auf dem Intel Developer Forum ( IDF ) Druck auf die schnelle Einführung und
Akzeptanz des seriellen Bus-Standards USB 2.0 , der 40 Mal schneller ist als die
aktuelle Version USB 1.0 . Nun hat der Konzern ein USB 2.0 Peripheral
Integration Lab gegründet , das Hardware-Entwicklern kostenlos Training ,
Dienste und Testmöglichkeiten anbietet . Zusätzlich sind Tools und
Entwicklungskits erhältlich . Nähere Informationen für Entwickler will Intel auf
einer speziellen Website bereitstellen . Das USB 2.0 Implementers Forum stellt
auf der begleitenden Ausstellung zum IDF eine Fülle von Entwicklungshardware vor
, etwa USB-Logik-Analyzer zusammen mit Prototypen von Scannern und
USB-Festplatten . Die Chipschmiede Cypress hat inzwischen auch einen Prototypen
des USB-2.0-Controllers fertig . Die Deutsche Telekom steht nach einem Bericht
der Tageszeitung Die Welt unmittelbar vor dem Verkauf ihrer Fernsehkabelnetze an
das US-Medienunternehmen Liberty Media . Der Vertrag kann jetzt jeden Tag
unterzeichnet werden , sagte Detlef Samland von der Agentur Kothes & Klewes ,
die Liberty Media in Deutschland vertritt . Die Vertragsverhandlungen mit der
Deutschen Telekom hätten sich zuletzt nur noch um technische Details gedreht ,
sagte Samland . Nach Angaben von Samland werde der Vorstandschef von Liberty
Media , John Malone , am 17. September nach Deutschland kommen , um unter
anderem in München und Berlin mit möglichen Partnern für den geplanten Ausbau
der Kabelnetze , der unter anderem Video-on-Demand oder schnelle
Internet-Zugänge ermöglichen soll , zu sprechen . Angefragt sei auch eine
Unterredung mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und den Ministerpräsidenten der
Bundesländer . Einen Bericht des Handelsblatts , wonach Liberty Media mit dem
Abbruch der Kaufverhandlungen drohe , solange es keine Zusagen des
Bundeskartellamtes für weitere Übernahmen kleinerer Kabelnetzbetreiber gebe ,
dementierte Samland nachdrücklich . Liberty Media habe zu keinem Zeitpunkt in
Bezug auf kartellrechtliche Fragen irgendwelche Forderungen gestellt . Die
Darstellung des Handelsblatts , die den Aktienkurs der Deutschen Telekom am
Mittwoch zusätzlich unter Druck gesetzt hatte , entspreche in keinem Punkt den
Tatsachen , sagte Samland . Auch ein Telekom-Sprecher dementierte bereits am
gestrigen Mittwoch gegenüber dpa Probleme mit Liberty Media : " Derzeit laufen
die Verhandlungen über die Feinabstimmung des im Juni abgeschlossenen
Rahmenvertrags . " Die Telekom rechne mit einem endgültigen Abschluss des
Handels in " einigen Wochen " . Die kartellrechtlichen Bedenken von Seiten des
US-Unternehmens seien kein Gegenstand der laufenden Gespräche . Nach dem Bericht
über die Schwierigkeiten beim Verkauf der Kabelnetze war das Papier der
Deutschen Telekom am gestrigen Mittwoch auf den tiefsten Stand seit Februar 1998
gefallen . Zum Handelsschluss war die T-Aktie auf 16,29 Euro abgerutscht - ein
Abschlag von 4,74 Prozent . Gleichzeitig gewann der DAX 0,08 Prozent auf 5220
Punkte . Berliner Wirtschaftssenatorin greift Startups unter die Arme Der sich
mit zahlreichen Entlassungen und unternehmerischen Dramen auch in Berlin breit
machenden Krise der Internetbranche will Wirtschaftssenatorin Juliane von
Friesen mit dem Start des " New-Economy-Dialogs " entgegenwirken . Teil der
Aktion soll die Vermittlung zinsgünstiger Darlehen , Bürgschaften oder von
Wagniskapital sein . " Ziel der Maßnahme ist , die gegenwärtige Krise in eine
neue Chance für die junge New Economy zu verwandeln " , erläutert von Friesen
ihr Vorhaben . In der gegenwärtigen Marktlage sieht sie keine allgemeine Krise
des Internet , da die Webdienstleistungen erst am Anfang der Entwicklung stünden
. " 80 Prozent " des Potenzials , meint die Senatorin , " sind noch nicht
ausgeschöpft " . Region Berlin will Weichen in der Medienpolitik stellen Mit dem
Beginn der Internationalen Funkausstellung ( IFA ) drehen sich die Scheinwerfer
wie alle zwei Jahre wieder nach Berlin . Die eigentlichen Weichen für die
zukünftige Medienentwicklung werden jedoch in einer ganzen Reihe von Konferenzen
am Rande des Elektronik-Spektakels gestellt , die erstmals unter der Dachmarke
der " Internationalen Medienwoche Berlin-Brandenburg " firmieren . Das hoffen
zumindest die Veranstalter , die mit dem am morgigen Donnerstag startenden
Medienforum 2001 , der Babelsberg 2001 sowie der BerlinBeta version 2001 der
wachsenden Bedeutung des Medienregion Berlin/Brandenburg Rechnung tragen wollen
. Der Medienstandort im Nordosten hat seit Jahren mit einer regelrechten
Profilneurose zu kämpfen , kann inzwischen aber mit einer rasch gewachsenen
Startup-Szene , einigen Software- und Telekommunikationsunternehmen sowie mit
Universal Music auch mit einem gewichtigen Neuzugang im Bereich der
Musikwirtschaft aufwarten . Die aktuelle Landesstatistik für 1999 weist 8.800
Firmen mit über 100.000 Beschäftigten im Medien- und Kommunikationssektor aus .
Andere Standorte wie München oder Köln " haben uns damit rein zahlenmäßig noch
was voraus " , sagt Bernd Schiphorst , Medienbeauftragter für Berlin und
Brandenburg . Dort sehe man die Region aber inzwischen als " Angstgegner " . Ein
" Aufbruchssignal " sieht der ehemalige Bertelsmann-Manager nun in der
Medienwoche , die für die drei bisher vor sich hin wurstelnden Konferenzen
abgestimmte Termine geschaffen hat und in Zukunft jährlich stattfinden soll .
Thematisch geht es beim Medienforum vor allem um die Standards der digitalen
Medienwelt . Die Medienanstalt Berlin/Brandenburg wird am Freitag ein Gutachten
für den Zugang zum Kabel vorlegen , " dem wichtigsten Übertragungsweg " der
Zukunft , wie der Direktor der Behörde , Hans Hege , meint . Davor gibt es eine
Diskussionsrunde , in der die " neuen Herren des Kabels " endlich ihre Pläne
offen legen sollen . Der Liberty-Konzern , der dem Alteigentümer Deutsche
Telekom gleich sechs regionale Kabelnetze abkaufen will , wird dabei aber fehlen
: Vertreter des Unternehmens müssen gleichzeitig mit dem Kanzler ein
potenzielles kartellrechtliches Verbot der Einkaufstour bereden . Vorstellen
will Hege zudem Berlin-Brandenburg als Modellregion für den digitalen Rundfunk
über Antenne ( DVB-T ) . Bislang nutzen noch 7,4 Prozent der Berliner den
terrestrischen Empfang fürs Fernsehen . Die Preise für die erforderlichen
Settop-Boxen bewegen sich laut Hege momentan im Bereich von 500 Mark . Teurer
wird der Spaß , wenn die Verbraucher auch die Multimedia-Home-Plattform ( MHP )
an Bord haben wollen , eine offene Schnittstelle für alle Formen des digitalen
Fernsehens . Ob MHP in den kommenden 12 Monaten endlich den Durchbruch erzielen
wird , ist die Kernfrage eines weiteren Panels . Die Babelsberg 2001 präsentiert
sich dagegen ähnlich wie die BerlinBeta als Forum der Macher und Kreativen , die
für die Medieninhalte sorgen . Hier liegen die Stärken Berlins , sind sich Klaus
Keil , Geschäftsführer des Filmboards Berlin/Brandenburg , und Stephan Balzer ,
Mitinitiator der Beta , einig . Die Stadt entfalte eine " magische
Anziehungskraft " auf die Medienschaffenden , meint Keil , während Balzer gerade
die in Berlin versammelten " jungen Kreativen " als Differenzierungsfaktor sieht
. Auf der BerlinBeta erwartet Designer , Web-Unternehmer und die noch
hoffnungsvollen New-Economy-Durchstarter dagegen zum vierten Mal Ende nächster
Woche ein crossmedialer Mix aus Buzzwords , Konferenz , Partys in Berlins
angesagtesten Clubs und Filmfest . Angesichts der Ernüchterung rund um die
digitale Wirtschaft wird es die Beta dieses Jahr schwerer haben , zahlende
Besucher anzulocken . Nneben der Schiene " Digital Business and Finance " , in
der geklärt werden soll , wer überhaupt noch in den Internet- und Medienbereich
Geld steckt , liegen Schwerpunkte aber auch beim Game-Design , Entertainment und
der " Digital Fiction " . Sex , Spiele und Services Die Medienkonvergenz
zwischen Fernsehen , Internet und Mobilfunk ist das beherrschende Thema auf der
Internationalen Funkausstellung ( IFA ) in Berlin . Doch nach jahrelanger
Diskussion über die verschmelzenden Medien-Wunderwelten hat so mancher
Beobachter den Glauben an die erhoffte Revolution im Bereich der neuen
Nutzungsmöglichkeiten aufgegeben . Das viel gepriesene " interaktive
Entertainment " , das den zuschauenden Anwender beziehungsweise den anwendenden
Zuschauer in Zukunft auf stationären wie mobilen digitalen Endgeräten erreichen
soll , unterscheidet sich zumindest laut Klaus Goldhammer nur geringfügig von
heutigen " Partizipationsmöglichkeiten " beim Fernsehen . Dies machte der
Gründer des Berliner Beratungshauses GoldMedia am heutigen Donnerstag auf dem
Medienforum Berlin-Brandenburg am Rande der IFA klar . Die Killer-Applikationen
werden seiner Meinung nach vor allem " Spiele und Wetten " sein . Seine These
leitet Goldhammer aus Erfahrungen im englischen Markt fürs digitale Fernsehen ab
, der als führend in Europa gilt . Beim Londoner Anbieter Two Way TV etwa sind "
Games " mit 44 Prozent der am zweithäufigsten genutzte Dienst . Davor rangiert
nur der elektronische Programmführer von Two Way . Shopping und Internetzugang
liegen mit 18 beziehungsweise 9 Prozent abgeschlagen auf den hinteren Plätzen .
Bildungsangebote , die bei Umfragen im Vorfeld 36 Prozent der potenziellen
Nutzer abrufen wollten , wurden so gut wie gar nicht nachgefragt . Die Spiele
selbst , so Goldhammer , seien keineswegs aufwändige Spiele wie von der Konsole
her gewohnt . In Frankreich gebe es ähnliche Erfahrungen : Dort sei das
interaktive Pferdewettsystem der absolute Renner . " Lazy Entertainment " ,
glaubt Goldhammer daher , wollen die Zuschauer , keine Shopping-Angebote , bei
denen man auf den Pulli oder die Sonnenbrille klicken muss . Völlig überfordern
würde die Nutzer gar , wenn sie ständig über den weiteren Verlauf eines Films
entscheiden müssten . Derlei Visionen , die im Vorfeld der Durchsetzung des
interaktiven Fernsehens immer wieder ausgebreitet wurden , sind heute aus der
Mode gekommen . Zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommt das Beratungshaus
VisionConsult Berlin . Für die hybriden Netze aus digitalem Rundfunk und den
Mobilfunkgenerationen der nächsten Generation präferieren die Anbieter nach
Erkenntnisse der Firma das " Triple-S-Szenario " : Sex , Spiele und Services
werden demnach die Umsatzbringer sein . Bei den Diensten interessiere die Nutzer
vor allem " Mittel zur sozialen Interaktion " wie E-Mail oder SMS . Gericht :
Telekom muss letzte Meile entbündeln Die Deutsche Telekom muss nach einem Urteil
des Oberverwaltungsgerichts Münster ihre Ortsnetze für die Konkurrenz öffnen .
Den Antrag des Ex-Monopolisten auf einen einstweiligen Rechtsschutz wies der 4.
Senat des Gerichts am Donnerstag in der zweiten Instanz zurück . Die
Regulierungsbehörde hatte im März angeordnet , dass die Telekom ihre Leitungen
im so genannten Line Sharing den Konkurrenten zur Verfügung stellen muss . Damit
setzte sie zugleich eine europäische Richtlinie um . Beim Line Sharing sind
Netzinhaber wie die Telekom verpflichtet , den Konkurrenten die Leitungen nicht
nur komplett zu vermieten , sondern auch getrennt für verschiedene Dienste . Die
Anschlussleitung wird dabei nach Frequenzbändern unterteilt , womit
beispielsweise die Leitung nur für Datendienste oder aber ausschließlich für
Sprachdienste vermietet werden kann . Gegen den Beschluss hatte die Telekom
gerichtliche Schritte eingeleitet . Der Präsident der Regulierungsbehörde ,
Matthias Kurth , forderte den Bonner Konzern auf , umgehend ein Angebot an den
Wettbewerb vorzulegen . " Das Gericht hat klar entschieden , dass unsere
Entscheidung fehlerfrei ist " , betonte der Behörden-Chef gegenüber dpa . Mit
den eingelegten Rechtsmitteln habe die Deutsche Telekom versucht , auf Zeit zu
spielen . Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten
VATM begrüßte den Gerichtsbeschluss . " Das ist endlich mal eine erfreuliche
Meldung " , meinte Geschäftsführer Jürgen Grützner . Er zeigte sich aber
skeptisch , dass die Telekom zügig die Entscheidung umsetzen wird . Die
Regulierungsbehörde habe den DSL-Preis der Telekom für den schnellen
Internetzugang doch nur unter der Bedingung genehmigt , dass sie bis September
dieses Jahres Line Sharing für die Wettbewerber verfügbar mache . Ein Sprecher
der Telekom sagte : " Wir haben immer schon gesagt , dass wir ein Angebot
vorlegen werden " . Dieses soll aber nicht für ein Unternehmen gelten , sondern
eine generelle Offerte für alle Konkurrenten sein . Bis August werde zudem der
europäische Standard vorliegen . Darauf aufbauend werde ein Angebot entwickelt .
Infomatec-Vorstände legen Ämter nieder Die beiden Vorstände des
krisengeschüttelten Software-Unternehmens Infomatec , Helmut Schiner und Karl
Gruns , haben ihre Ämter niedergelegt . Ein neuer Vorstand sei bisher noch nicht
bestellt worden , teilte das Unternehmen mit . Nach mehrfachen Korrekturen der
Umsatz- und Gewinnprognosen war der Kurs der Infomatec-Aktie im vergangenen Jahr
von einem Höchststand bei 52 Euro auf teilweise unter zwei Euro gerutscht . Die
Staatsanwaltschaft Augsburg ermittelt gegen die Ex-Vorstände Gerhard Harlos und
Alexander Häfele unter anderem wegen Kursbetrugs und Insiderhandels . Anfang Mai
hatte die Infomatec Integrated Information Systems AG ( Gersthofen bei Augsburg
) wegen fehlender liquider Mittel beim Amtsgericht Augsburg ein
Insolvenzverfahren beantragt . Mehrere Kleinanleger haben inzwischen
Schadenersatzklagen gegen das Unternehmen angestrengt . Sie begründen ihre
Klagen mit falschen Pflichtmitteilungen , mit denen sie getäuscht worden seien .
"Wired"-Gründer Louis Rossetto auf der BerlinBeta Den krönenden Abschluss der "
crossmedialen " Konferenz BerlinBeta , die im Rahmen der Internationalen
Medienwoche Berlin nächste Woche stattfindet , wird ein Erfahrungsbericht der
amerikanischen Medienlegende Louis Rossetto bilden . Die Idee für " Wired " ,
das während seiner Hochzeit als das " Hausblatt der digitalen Revolution "
gefeiert wurde , kommt Rossetto zusammen mit seiner Lebensgefährtin Jane
Metcalfe und dem Designer John Plunkett 1991 . Von San Francisco aus planen die
Macher ein Magazin für die digitale Generation , für das sie nach langer Suche
1992 endlich ein paar Investoren - darunter der Direktor des Media Labs am MIT ,
Nicholas Negroponte - finden . Im Januar 1993 erscheint die Erstausgabe des
ersten professionellen Computer-Lifestyle-Magazins , das sich mit ausführlichen
Geschichten rund um alles , was sich mit der Vorsilbe " Cyber " verbinden lässt
, und um die Internet-Startups einen Namen macht . Der Erfolgt des Blatts steigt
Rossetto bald zu Kopf : " Wired Ventures " soll zur Dachmarke für das
Online-Magazin Hotwired , eine TV-Sendung , einen Buchverlag und zahlreiche
andere Tochterunternehmen werden - und natürlich an der Börse Millionen
einspielen . Doch die Investoren verschmähen das Unternehmen gleich zweimal ,
was Rossetto als Geschäftsmann unglaubwürdig erscheinen lässt . Er zieht sich
immer mehr aus dem Unternehmen zurück , trennt sich von einzelnen
Unternehmensarmen oder stellt sie ein und verkauft schließlich im Mai 1998 das
Heft selbst an Condé Nast , einen der " verhassten " Ostküsten-Glamour-Verlage .
Inzwischen leben Rossetto und Metcalfe wieder in Amsterdam , wo sie das
Frührentnerdasein genießen . Computerolympiade : Die Weltmeister im
Computerschach Heute ging im niederländischen Maastricht die sechste
Computerolympiade zu Ende . Das Schachturnier hatte besonderen Stellenwert , war
es doch gleichzeitig die 18. Microcomputer-Weltmeisterschaft . Den Gesamtsieg
und damit auch den Titel in der Multiprozessor-Wertung sicherte sich
ungeschlagen das israelische Programm Junior7 . Mit acht Punkten aus neun
gespielten Partien konnte es das zweitplatzierten Quest , eine Spezialversion
von Fritz , um zwei Punkte distanzieren . Junior , das vor einiger Zeit den
Ausscheidungskampf um das Recht , im Oktober ein Match gegen den menschlichen
Weltmeister Wladimir Kramnik zu spielen , knapp gegen Fritz verloren hatte ,
wurde nach 1997 zum zweiten Mal Weltmeister . In der sechsten Runde hatte es in
einer dramatischen Partie aus Verluststellung heraus den Titelverteidiger und
viermaligen Champion Shredder geschlagen . Dieser sicherte sich mit einem Sieg
in der Schlussrunde ebenfalls sechs Punkte und den Titel in der
Singleprozessor-Wertung . Beide Programme werden von der Hamburger Firma
Chessbase vertrieben . Im Vorfeld der Weltmeisterschaft gab es einige Querelen ,
da die International Computer Chess Association ( ICCA ) kurz vor dem Turnier
erlaubte , Rechner mit zwei Prozessoren zu benutzen . Dies rief Proteste der
Teilnehmer hervor , deren Programme diesen Vorteil nicht nutzen können .
Daraufhin wurden die Regeln erneut geändert und beschlossen , zwei Titel zu
vergeben , einen für Dual- , den anderen für Singleprozessor-Programme . Jetzt
erhalten die jeweils bestplatzierten Teilnehmer in dem gemischt ausgetragenen
Turnier das verkaufsfördernde Attribut " Weltmeister " . Kompetenzen für "
Kommunikationsstaatsvertrag " abgesteckt In der vergangenen Woche steckten
Vertreter von Bund und Ländern erstmals die Kompetenzen für einen möglichen
neuen " Kommunikationsstaatsvertrag " ab , der den auslaufenden 5.
Rundfunkstaatsvertrag ersetzen soll . Mit einem medienübergreifenden
Staatsvertrag komme man der Entwicklung der Medienkonvergenz nach , sagte
Drewitz . Es sei das Ziel vom Nebeneinander von Mediendiensten , Telediensten
und Rundfunk wegzukommen , das beispielsweise im Bereich des Jugendschutzes zu
einem " grotesken " Regelungswirrwar führe . " Auch wenn die gleiche Konserve
abgespielt wird , wird sie je nach Medium unterschiedlich beurteilt . " Aufgrund
der aktuellen Mediengesetzgebung ist der Bund für so genannte Teledienste , die
Länder aber für Mediendienste und Rundfunk zuständig . Um die Verwirrung
komplett zu machen , sind in den Bundesländern auch noch sehr unterschiedliche
Stellen für den Jugendschutz im Netz zuständig , teilweise die
Landesrundfunkanstalten , teilweise aber auch Regierungspräsidien oder
Kreisverwaltungen . Summa würde daher eine Zentralstelle begrüßen . " Eine rein
staatliche Regelung ist , glaube ich , im Bereich des Jugendschutzes im Netz
nicht sinnvoll . " " Darin sollen nicht alle 15 Landesmedienanstalten vertreten
sein , sondern wie in der KEK unabhängige Fachleute aus dem Bereich Jugendschutz
" , erklärt Drewitz . Die Landesmedienanstalten verlieren damit praktisch ihren
Auftrag im Bereich Jugendschutz . Das als Bund-Länder-Stelle eingerichtete
jugenschutz.net soll in der neuen Regulierungsarchitektur ebenfalls
berücksichtigt werden . Wie gut das Konzept ist , muss sich erst noch zeigen .
Erste Papiere zu einem Staatsvertrag über den Jugendmedienschutz offenbarten die
Probleme der Konvergenzidee : Es war darin die Rede von Tageszeitregelungen
nicht nur für Fernsehprogramme , sondern auch für Webangebote . Auch auf die
Reaktion der Landesdatenschützer , die künftig dann Bundesgesetzen unterstellt
wären , darf man gespannt sein . Ein weiterer Gesprächspunkt zwischen den
Vertretern der Staatskanzleien aus Rheinland-Pfalz und Bayern , Vertretern des
Bundeskanzleramtes und des Kultur- und Medienbeauftragten war die Aufteilung der
Kompetenzen im Bereich Medienkonzentration und Kartellrecht . " Wie bisher ,
aber mit deutlich stärkerer Vernetzung etwa von KEK und Bundeskartellamt " soll
es hier voraussichtlich weitergehen . Bis Ende des Jahres soll die Reform der
Medienordnung so weit vorangetrieben werden , dass gesetzgeberische Maßnahmen
noch in der laufenden Legislaturperiode möglich sind . Provider suchen ihr Heil
in der Fusion Lange schon erwarten Beobachter große Schwierigkeiten für die
kleineren Internet-Provider , die sich gegen Giganten wie AOL , AT&T in den USA
oder die Telekom in Deutschland behaupten müssen . Selbst in den USA , Vorreiter
bei der Versorgung der Bevölkerung mit Internet-Anschlüssen , scheinen
Internet-Provider ihr Heil nur noch in Fusionen zu sehen . Dort schließen sich
jetzt die Firmen Earthlink und MindSpring zusammen . Allerdings relativiert sich
dieser Spitzenplatz doch sehr , wenn man dagegen die Mitgliederzahlen des
größten Konkurrenten sieht : Angesichts solcher Konkurrenten klingen die
markigen Sprüche des bisherigen und zukünftigen Earthlink-Chefs eher wie das
Pfeifen im dunklen Walde : Entsprechend zurückhaltend waren auch die Reaktionen
der Wall Street . Während die Earthlink-Aktie um knapp 4 Dollar auf rund 47
Dollar stieg , fiel der Kurs von MindSpring um 2 Dollar pro Aktie . Analysten an
der Börse sehen keine Chance für die neue Company , in der nahen Zukunft AOL
ernsthaft Paroli zu bieten . Offensichtlich ist es gerade für MindSpring auch
eher eine Vernunftehe als eine Liebesheirat : Wie andere Provider auch hatte das
Unternehmen in der letzten Zeit Schwierigkeiten , neue Mitglieder zu gewinnen .
Der Aktienkurs war in den vergangenen Monaten um mehr als 50 Prozent gefallen .
IBM scheint sich darauf freuen zu dürfen , das Geschäft mit Mainframes bald
weitgehend allein zu kontrollieren . Nachdem Hitachi schon vor einige Monaten
ankündigte , sein Mainframe-Geschäft zurückzufahren und keine neuen Kunden mehr
zu akquirieren , geht nun auch der Amdahl , Traditions-Hersteller von
S/390-kompatiblem " Großem Eisen " einen ähnlichen Weg . Die Maschinen von
Amdahl , die unter den Labeln Millennium und OmniFlex produziert wurden , sind
grundsätzlich 1:1 in eine S/390-Umgebung integrierbar ; die Mainframes sind
kompatibel zu den IBM-Maschinen . Die Entwicklung von entsprechenden Maschinen ,
die mit IBMs neuer 64-Bit-Serie ( zSeries 900 ) mithalten könnten und zu ihnen
kompatibel seien , lohne nicht , erklärte Amdahl laut dem US-Blatt . Da aber IBM
wohl seinen Schwerpunkt bei den Mainframes zukünftig auf die neuen Rechner der
zSerie legen wird , hat Amdahl auch nicht vor , die bisherige S/390-kompatible
Produktlinie zu erweitern , erklärte Amdahls Vizepräsidentin Carol Stone .
Support für die existierenden Kunden soll es aber noch weitere fünf Jahre nach
Einstellung der Produktion geben . In Zukunft will sich Amdahl im
Highend-Serverbereich auf die bereits angebotenen Unix-Maschinen konzentrieren ,
die mit SPARC-Prozessoren ausgestattet sind . Auch die Muttergesellschaft von
Amdahl , Fujitsu , verkauft bereits seit einiger Zeit Hardware mit
SPARC-Prozessoren . In der Zwischenzeit bestätigte auch Amdahl Europa den
Rückzug aus dem Mainframe-Geschäft . Stefan Maierhofer , Leiter der
Technologie-Division bei Amdahl Central Europe , meinte , der Markt habe sich
verändert : Allerdings scheint sich Amdahl des Problems bewusst zu sein ,
Großfirmen zur Umstellung von Mainframes auf Unix-Server zu bewegen : "
Open-Systems-Server müssen für unternehmenskritische Anwendungen den
Zuverlässigkeitsgrad von Mainframes erreichen - denn es ist absolut notwendig ,
dass Anwendungen von Drittanbietern und E-Business-Applikationen einwandfrei und
rund um die Uhr funktionieren , also die Ausfallzeiten gegen Null tendieren " ,
meinte Maierhofer . Amdahl habe aber nach seiner Ansicht einen guten Ruf bei der
" Entwicklung und Implementierung von unternehmenskritischen Lösungen , die auf
Open Systems basieren " . Outdoor-Handys : Telefonieren beim Bungee-Jumping
Mountainbiking , Kickboarding , Rafting , Inline-Skating : Außer ihren
englischen Namen haben diese Trendsportarten noch etwas anderes gemeinsam - sie
werden an der frischen Luft betrieben . Und viele Aktive meinen offensichtlich ,
auch dabei über ihr Mobiltelefon erreichbar sein zu müssen . Wie viele Handys
beim Sturz auf die Piste oder in den Bach ihren letzten Rufton ausgehaucht haben
, ist nicht bekannt . Doch einige Mobiltelefonhersteller haben die
Freizeitsportler schon als neue Zielgruppe ausgemacht und neue Produktlinien
konzipiert : Outdoor-Handys . " Unser Modell R 310s ist wasser- , stoß- und
staubgeschützt und einfach besonders robust " , sagt Anja Klein ,
Pressereferentin bei Ericsson in Düsseldorf . Am R 310s zeigt sich beispielhaft
, wie empfindliche Geräte für härtere Einsätze getrimmt werden : So ist das
Gehäuse des R310s mit Gummi-Einlagen verstärkt , damit es Stürze und Stöße heil
übersteht . Gleichzeitig liegt es dadurch auch nass noch gut in der Hand . Damit
kein Wasser eindringen kann , wurden Silikon-Dichtungen eingearbeitet . Mikrofon
und Lautsprecher werden von Goretex-Membranen trocken gehalten . " Die
Anschlussbuchsen für das Zubehör unten am Handy sind durch eine Gummihülle
verdeckt " , sagt Anja Klein . Das Design der Antenne ist auffällig : Sie hat
die Form einer Haifischflosse und ist durch die Gummi-Ummantelung praktisch
bruchsicher . Knapp 700 Mark kostet das R 310s ohne Kartenvertrag . Noch härter
im Nehmen dürfte das Ericsson R250s Pro sein : Das Handy wird zusätzlich durch
ein Magnesium-Gehäuse geschützt . Zusätzliche Besonderheiten erleichtern den
Einsatz : Eine Sicherheitshalterung sorgt für festen Sitz , eine
Freisprechfunktion und der Sofortzugriff auf das integrierte Telefonbuch
ermöglichen einen unkomplizierten Einsatz auch mit nur einer Hand . Rund 1.000
Mark lautet die unverbindliche Preisempfehlung für das R250s . Und : Dafür
sprechen eine extra dicke Schutzummantelung , die aufwendig gepolsterte Lagerung
des Innenlebens sowie ein praktisch wasserdichtes Gehäuse mit speziellen
Membranen . Zudem sollen alle Bauteile nach Nokia-Angaben außergewöhnlich
strapazierfähig sein . Auch das Innenleben ist auf den Firmen-Einsatz getrimmt :
Das Handy beherrscht auch WAP . Raffiniert ist die Funktion der automatischen
Lautstärkenkontrolle und des so genannten Sound Level Meters : Dabei wird die
ungefähre Umgebungslautstärke in Dezibel gemessen und die Lautstärke
entsprechend angepasst . Eine automatische Worterkennung ermöglicht nicht nur
die Sprachanwahl , sondern auch das Schreiben von Kurzmitteilungen . Noch vor
Weihnachten soll das Nokia 6250 in den Handel kommen , der Preis steht noch
nicht fest . Wer ein Outdoor-Handy für den professionellen Einsatz benötigt ,
der kann oft auch nicht auf einen stabilen mobilen Rechner verzichten : Mit dem
Modell X-C 6250Pro von Itronix bekommt man sogar einen , der militärischen
Standards entspricht , und die sind bekanntlich hart . " Die Geräte werden
Vibrationen und Stürzen auf Ecken und Kanten ausgesetzt , mit Wasser bestrahlt
und sogar mit einem Salznebel behandelt " , sagt Daniela Prill ,
Marketing-Leiterin bei Itronix in Lohmar bei Köln . Schlimmer kann man mit einem
Laptop eigentlich nicht umgehen . Um bei diesen extremen Bedingungen keinen
Datenverlust zu erleiden , wird die Festplatte des X-C 6250Pro auf einem
speziellen Gel gelagert . So viel Leidensfähigkeit kostet , trotz eines relativ
langsamen 266-Megahertz-Prozessors und abhängig von der weiteren Ausstattung ,
von 12.800 Mark an aufwärts . Eine Handheld-Variante , der FEX2 , läuft unter
dem Betriebssystem Windows CE und kostet rund 3.800 Mark . Für diejenigen , die
schon ein Handy besitzen und sich nicht unbedingt ein neues leisten möchten ,
hat ein Erfinder aus Baden-Baden Abhilfe ersonnen : Während eines seiner
Schichtdienste hat Horst Busch , hauptberuflich Kommissar bei der
Kriminalpolizei , eine Eingebung gehabt : " Wenn die Handys nicht stabil sind ,
dann muss es das Gefäß sein , in dem sie sich befinden . " Das Ergebnis ist der
" Handy-Safe " . Er besteht aus bruchsicherem Polypropylen und ist mit
Schaumstoff gepolstert : " Es passt aber nicht nur ein Mobiltelefon hinein ,
Platz ist außerdem für das Portmonee und Dokumente . " Auch am Strand soll der
Handy-Safe vor Sandkörnern und starker Sonneneinstrahlung schützen . Selbst wenn
er bei einer Bootsfahrt aus Versehen ins Wasser fällt , passiert nichts : Der
Preis für den " Freischwimmer " liegt bei 50 Mark . ( Venio Piero Quinque , gms
) Sommer : Telekom auf richtigem Kurs Telekom-Chef Ron Sommer geht
offensichtlich in eine Offensive , um seine Aktionäre zu beruhigen . Nachdem er
schon Ende letzter Woche im Stern zur Gelassenheit mahnte , erklärte er nun in
einem Interview mit dem Handelsblatt vom heutigen Montag , die deutsche Telekom
stehe besser da als ihre einstigen Vorbilder British Telecom und AT&T . Sommer
meinte , dass der seit Wochen niedrige Aktienkurs das operative Geschäft des
Konzerns nicht belaste . Deshalb habe die Telekom - anders als etwa die
niederländische Telekom KPN - keine Eile , ihre Mobilfunktochter T-Mobile an die
Börse zu bringen . Die Zahlen des dritten Quartals , die der Telekomkonzern am
30. Oktober vorlegen wird , liegen laut Sommer im Rahmen der
Analysten-Erwartungen . Die Phase der Globalisierung sieht Sommer zunächst als
abgeschlossen . Es komme jetzt darauf an , die neuen Gesellschaften zu
integrieren . Nach einem Bericht des Spiegel allerdings will die Telekom
zumindest in Europa weiter expandieren . Angeblich konkurrieren die Deutsche
Telekom und der britische Mobilfunker Vodafone um die Mobilfunktochter der
Schweizer Telefongesellschaft Swisscom . Geplant sei die Übernahme eines Anteils
in Höhe von 20 bis 25 Prozent der Swisscom Mobile . Mit dem Einstieg wäre
zugleich eine Teilnahme an der UMTS-Autkion in der Schweiz gesichert , die in
Kürze beginne . Die Entscheidung solle noch in diesem Monat fallen . Vodafone
hat laut Spiegel das bessere Angebot abgegeben . Außerdem will Sommer wohl die
in letzter Zeit nicht nur durch sinkende Aktienkurse , sondern auch durch
Manager-Schwund ins Gerede gekommen Internet-Tochter der Telekom , T-Online ,
konsolidieren . Nach Angaben der Financial Times Deutschland ( FTD ) will die
Telekom T-Online in eine Holding mit drei regionalen Tochterunternehmen
umzuwandeln . Nach Angaben eines Vorstandes der Deutschen Telekom müsse die
Umsetzung des Planes noch von der Telekom beschlossen werden . Mit der neuen
Struktur habe die Telekom eine größere Möglichkeit zur Kontrolle der Strategien
der Online-Holding . British Telecom ohne italienische UMTS-Lizenz Die
Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Italien ist nach nur zwei Tagen unterbrochen
worden . Kurz vor der geplanten Wiederaufnahme der Aktion am Montag erklärte die
italienische Mobilfunkgesellschaft Blu , an der auch British Telecom beteiligt
ist , ihren Ausstieg . Damit dürfte die Versteigerung beendet sein , meinten
Kommentatoren in Rom . Die fünf verbliebenen Konkurrenten könnten sich die fünf
zu Verfügung stehenden Lizenzen untereinander aufteilen . Experten hatten mehr
als das Doppelte erwartet . An dem Verfahren beteiligen sind von den
ursprünglich acht Bewerbern nach wie vor die drei Inhaber von italienischen
GSM-Lizenzen Telecom Italia Mobile ( TIM ) , Omnitel und Wind sowie die
internationalen Konsortien Ipse 2000 und Andala-Hutchinson . Als Grund für den
Rückzug von Blu gilt der Streit unter den acht Aktionären über die Firmenpolitik
und die Frage , wie das Geld für die Lizenzen aufgebracht werden solle . Zu den
Aktionären zählen unter anderem Autostrada ( 32 Prozent ) , British Telecom ( 20
Prozent ) und Benetton ( neun Prozent ) . Blu hatte erst in letzter Moment
entscheiden , an der Versteigerung teilzunehmen . Fortschritte bei
0,035-Mikron-Prozessen für die Chipproduktion Auf der SEMICON Southwest , einer
Veranstaltung der SEMI , der Vereinigung der Hersteller von
Chipproduktionsanlagen , stellte Advanced Copper Metallization ( ACM Research )
vergangene Woche neuartige Metallisierungs- und Polierwerkzeuge vor . 80.000
Ingenieurstunden will die 1998 gegründete Firma in den vergangenen 34 Monaten in
die Entwicklung investiert haben . Das System " Ultra ECP " zur galvanischen
Beschichtung von Wafern erlaube Kupferlagen mit einer Schichtdicke von 50 bis 5
Nanometern bei einer Abweichung von weniger als einem Prozent . Das zugehörige
Polierwerkzeug " Ultra SFP " könne im Gegensatz zu herkömmlichen
chemomechanischen Verfahren auch auf sehr weiches Kupfer angewendet werden . Das
Polierverfahren habe einen Durchsatz von 60 Wafern pro Stunde bei Gesamtkosten
von etwa 2 US-Dollar pro Wafer . Laut ACM ist ihr Polierverfahren damit etwa 60
Prozent günstiger als die aktuellen chemomechanischen Methoden . Beide
Prozesschritte enthalten Selbsttests ( in-situ-monitoring ) .
0,035-Mikron-Fertigungsprozesse werden für das Jahr 2010 erwartet , was eine
sehr hohe Standzeit für das ACM-Verfahren bedeuten würde . AT&T steht vor der
Aufspaltung in Einzelfirmen Anfang der 80er Jahre war AT&T nach einem
Kartellverfahren gezwungen , das Geschäft mit lokalen Telefongesprächen
abzugeben - daraus entstanden die so genannten Baby Bells , die regionale und
lokale Telefonnetze in den USA betreiben . Später verselbstständigte AT&T einige
seiner Sparten selbst ; Lucent etwa , Hersteller von
Telekommunikations-Equipment , entstand aus der Ausgliederung des entsprechenden
AT&T-Bereichs Nun soll nach einem Bericht des Wall Street Journal eine Project
Grand Slam genannte neue Struktur AT&T in vier selbstständige Einzelfirmen
aufteilen . Die für das Telekommunikationsgeschäft mit Unternehmen zuständige
AT&T-Sparte soll dabei auch das Telekommunkations-Netzwerk erhalten , berichtet
das Wall Street Journal am Montag . Die Verbraucher-Telefonsparte , das
Breitbandgeschäft sowie die Mobilfunkoperationen sollen danach ebenfalls separat
arbeiten . Er könnte bei einer Billigung bereits am Mittwoch bei Vorlage der
AT&T-Ergebnisse für das dritte Quartal 2000 angekündigt werden , heißt es in dem
Zeitungsbericht . Die Telekommunikationssparte soll nach dem Aufspaltungsplan
den namen AT&T behalten . Es sei allerdings noch nicht klar , ob der Vorschlag
im Aufsichtsgremium Unterstützung finden werde , schreibt das Wall Street
Journal weiter . Das Aufsichtsgremium könne auch nur beschließen , die
Verbraucher-Telefonsparte zu verselbstständigen beziehungsweise dafür so
genannte Tracking-Aktien herausgeben , bei denen die Anteilsabesitzer am Gewinn
des Geschäfts beteiligt werden , während das Unternehmen im Besitz von AT&T
bleiben würde . AT&T hat bereits solche Aktien für seine Mobilfunkoperationen
ausgegeben . Armstrong wollte durch die Kabelfernsehfirmen ein Breitbandnetz mit
direkten Zugang zu den US-Haushalten unter Umgehung der regionalen
Telefongesellschaften schaffen . Lucent-Chef gefeuert Am morgigen Dienstag
sollte Rich McGinn eigentlich die Geschäftszahlen präsentieren : Nun hat ihn
aber das Board of Directors von Lucent von seinen Aufgaben als Präsident und CEO
des Herstellers von Telekommunikationsequipment gefeuert . Laut Lucent fiel die
Entscheidung am Wochenende , nachdem das Verwaltungsgremium die
Geschäftsentwicklung im bisherigen Jahresverlauf und die Aussichten für das
laufende Quartal untersucht habe . Dabei habe man festgestellt , dass eine
sofortige Änderung in der Geschäftsführung notwendig sei . McGinn habe viel zur
Entwicklung von Lucent in den vergangenen Jahren beigetragen , hieß es bei dem
Konzern , aber nun seien " andere Fähigkeiten erforderlich " . Lucent zog zudem
die Vorstellung der Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vom morgigen
Dienstag auf den heutigen Montagnachmittag ( amerikanischer Ortszeit ) vor . In
der Mitteilung über das Ausscheiden von McGinn spricht Lucent davon , dass man
bei den Umsätzen des laufenden Quartals einen Rückgang von sieben Prozent und
die gleichen Gewinne im Vergleich zum Vorjahresquartal erwarte . McGinn wird
ersetzt durch Henry Schacht , der erst im März die Lucent-Ausgliederung Avaya
übernahm . Schacht war bereits einmal Chef von Lucent : Bei der Ausgliederung
der Firma aus dem Telekom-Konzern AT&T 1996 wurde er Präsident und CEO , trat
aber 1997 als CEO und 1998 als Präsident zurück . Lucent hatte in letzter Zeit
einige Probleme mit dem Geschäftsverlauf , die der Konzern selbst vor allem auf
Umsatzeinbußen im Glasfasersegment zurückführt . Bereits letztes Jahr hatte das
Unternehmen aber Schwierigkeiten , mit der Lieferung von Geräten für optische
Netze nachzukommen und musste Marktanteile in diesem Bereich abgeben . Besonders
gegenüber dem kanadischen Konzern Nortel verlor Lucent immer mehr an Boden .
UMTS-Auktion in Italien beendet In Italien kommen die Telekom-Gesellschaften ,
die ein UMTS-Netz aufbauen wollen , wohl recht billig an eine Lizenz : Nach nur
zwei Tagen ist die Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen in Italien am Montag
überraschend beendet worden . Kurz vor der geplanten Wiederaufnahme der Aktion
erklärte die italienische Mobilfunkgesellschaft Blu , an der auch British
Telecom beteiligt ist , ihren Ausstieg . Die Entscheidung führte zu einem
scharfen politischen Schlagabtausch in Rom . Fachleute hatten etwa das Doppelte
erwartet und von einer " Jahrhundert-Auktion " gesprochen . An der Versteigerung
der fünf Lizenzen hatten sich von den ursprünglich acht Bewerbern neben Blu die
drei Inhaber von italienischen GSM-Lizenzen Telecom Italia Mobile ( TIM ) ,
Omnitel und Wind sowie die internationalen Konsortien Ipse 2000 und
Andala-Hutchinson beteiligt . British Telecom bedauerte den Ausstieg von Blu .
In einer in London veröffentlichten Erklärung hieß es am Montag , 52 Prozent der
Aktionäre hätten sich für die weitere Teilnahme an der Auktion ausgesprochen ,
darunter auch BT . Erforderlich sei jedoch eine Zustimmung von 80 Prozent . Für
einen Ausstieg aus der Auktion seien Sitech , Edizione Holding und Palatinus
gewesen . Die acht Beteiligungsinhaber von Blu konnten sich offensichtlich nicht
über die Firmenpolitik und die Frage einigen , wie das Geld für die Lizenzen
aufgebracht werden solle . Zu den Aktionären zählen unter anderem Autostrade (
32 Prozent ) , British Telecom ( 20 Prozent ) und Benetton ( neun Prozent ) .
Blu hatte am Donnerstag erst im letzten Moment entschieden , an der
Versteigerung teilzunehmen . In Rom sprachen Vertreter der rechtsgerichteten
Parteien unter Führung von Oppositionschef Silvio Berlusconi von einem "
Dilettanten-Stück " . Die italienische Regierung habe schwere Fehler begangen .
" Dieser Scherz kostet uns viele Milliarden . " Der Spitzenkandidat der Linken
für die Parlamentswahlen im Frühjahr 2001 , Roms Bürgermeister Francesco Rutelli
, verwies dagegen auf den Interessenkonflikt von Herausforderer und
Oppositionschef Silvio Berlusconi . Zu Blu gehöre auch eine Unternehmensgruppe
Berlusconis . Möglicherweise sei dies nur eine " Schein-Teilnahme gewesen " ,
meinte ein führender Politiker der Grünen . Ein Gewerkschaftsführer sagte , der
Rückzug sei ein " Desaster nicht nur für das Unternehmen , sondern für ganz
Italien " . Dagegen äußerte sich Andala-Vizepräsident Franco Bernabe
zuversichtlich . Eine Europa-ICANN für dot.eu ? Am 20. November soll der Rat der
Europäischen Union über die Zukunft von dot.eu entscheiden . Die EU-Kommission
präsentierte zu der für Europa geplanten eigenen Domain .eu in der vergangenen
Woche einen fast 40 Seiten starken Bericht einer kleinen Arbeitsgruppe , des
Interim Steering Committee ( ISG ) . Das ISG bietet darin vier Modelle für die
Organisation des Adressbereichs an . Die Vorschläge differieren hinsichtlich der
Integration von Registrierpolitik , technischer Verwaltung und kommerzieller
Vermarktung über Registrare in den Mitgliedsländern . Fest steht , dass
politisch-organisatorische Fragen und operatives Geschäft auf jeden Fall in
irgendeiner Form getrennt werden sollen . Unklar ist derzeit , wie und wie
schnell sich die " EU-ICANN " konstituieren wird , vom Start der Registrierung
ganz zu schweigen . Im Anschluss an ein Online-Anhörungsverfahren im Frühjahr
hatte ein kleiner Kreis Interessierter den Prozess unter der Ägide der
Kommission vorangetrieben . Der Aufruf müsse gar nicht unbedingt von der EU
selbst kommen . Allerdings erwartet man sich auch hier grünes Licht . " So
schnell wie möglich " will inzwischen der Rat mit dem eu-Adressbereich
vorankommen , ließ er kürzlich in einer Pressemitteilung verlauten . Eine
gewisse Entzerrung im Namensraum könnte es vielleicht durch die Einrichtung von
Second Level Domains geben , etwa .per.eu für Personen oder .co.eu für
Unternehmen . Daneben sollen eigene EU-Schlichtungsregeln eingeführt werden . In
der Entschließung äußerte sich der Rat auch grundsätzlich zur " Organisation und
Verwaltung des Internet " . Mit Blick auf die ICANN werden dabei eine ganze
Reihe von Versäumnissen festgestellt . Ungelöst sind nach Ansicht der EU demnach
noch immer das Verhältnis von Regierungen zur ICANN , die Frage quasi
hoheitlicher Rechte der Regierungen über die Länderadressbereiche und die
Übertragung der Verwaltung des Root-A-Servers von der amerikanischen Regierung
an ICANN . Vor allem das Verhältnis von Regierungen und ccTLD-Betreibern ist
auch bei der kommenden Jahrestagung der ICANN erneut ein wichtiges Thema . Ein
Vertreter der International Association of Top Level Domains ( IATLD ) warnte
davor , dass " Regierungsbeteiligung " , die man befürworte , leicht zu "
willkürlicher Kontrolle durch Regierungen " mutieren könne . Für den
eu-Adressbereich hat die ISG die Hoheit der Kommission gleich in den Vorschlag
geschrieben , ganz im Sinn der aktuellen Ratsentschließung wird auch die Rolle
des Governmental Advisory Committee ( GAC ) der ICANN als öffentlicher Aufsicht
bekräftigt . Abschlussbericht der US-Kommission zum Jugendschutz im Internet
1998 wurde der so genannte Child Online Protection Act ( COPA ) vom US-Kongress
verabschiedet und von US-Präsident Bill Clinton in Kraft gesetzt - das Gesetz
sollte Kindern den Zugang zu Porno-Sites im Internet erschweren .
Bürgerrechtsorganisationen in den USA legten allerdings vor Gericht gegen das
Gesetz Beschwerde ein in Sorge um Verletzung der Meinungsfreiheit - und hatten
Ende Juni dieses Jahres auch im Berufungsverfahren um die erstinstanzliche
Aussetzung des Gesetzes Recht bekommen . Gleichzeitig mit der Verabschiedung des
Gesetzes wurde 1998 auch eine Kommission eingerichtet , die " Methoden und
Werkzeuge studieren " sollte , die dafür eingesetzt werden könnten , um " Kinder
vor Material zu schützen , das schädlich für sie ist " . Ende November endet nun
das Mandat dieser Commission on Child Online Protection ; am Freitag vergangener
Woche legte sie ihren Abschlussbericht vor . " Die Kommission ist zu dem Schluss
gekommen , dass keine einzelne Technologie oder Methode Kinder hundertprozentig
vor schädlichen Online-Inhalten schützen wird " , sagte der
Kommissionsvorsitzende Don Telage von Network Solutions ( NSI ) . Auch in ihren
Einzelresümees empfahlen die Kommissionsmitglieder , die von großen
Contentanbietern sowie aus Justiz und Bildungseinrichtungen kommen , einen Mix
aus Aufklärung und Information für Eltern und Erzieher , der Weiterentwicklung
von Filter- und Blocking-Technolgien und der besseren Anwendung bestehender
Gesetze . 18 verschiedene Maßnahmen hat die Kommission entsprechend ihrer
Effektivität für den Schutz der Kinder , der Verfügbarkeit , der Kosten für
Anwender und Anbieter , aber auch ihrer Gefahren für die Meinungsfreiheit
getestet . Bei der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN )
liegen Vorschläge wie .kid oder .sex vor . Außerdem hat die Kommission auch über
die Möglichkeit nachgedacht , spezielle Nummernblöcke auf der Basis des neuen
Protkollstandards IPv6 als Rotlichtbezirk oder Kinderzone einzurichten . Dafür
wäre allerdings ein vergleichsweise großer Aufwand für die Verknüpfung von
Inhalten mit spezifischen Nummernbereichen notwendig . Den besten
Kosten-Nutzeneffekt bescheinigt die Kommission Aufklärungsprogrammen für die
Eltern von Online-Kids und so genannten Greenspaces , die ein begrenztes Angebot
für Kinder zur Verfügung stellen . Server-seitige Filter und auch den
Alters-Check per Kreditkarte beurteilt sie zwar als effektiver als diese
Maßnahmen , warnt allerdings deutlich vor Verletzungen der Meinungsfreiheit
beziehungsweise Datenschutzproblemen . Zur Frage der Güterabwägung zwischen dem
Schutz der Kinder und der Einschränkung verfassungsmäßiger Rechte äußerten sich
die einzelnen Mitglieder sehr verschieden . Der geschäftsführende Direktor der
Internet Content Rating Association ( ICRA ) , Stephen Balkam , erklärte ,
Nutzer in aller Welt seien vor allem über Pornographie , Datenschutz und
Sicherheit besorgt : Im nächsten Schritt hält Balkam eine internationale
Kommission analog zur COPA-Kommission für notwendig . Deutlich verhaltener fiel
dagegen das Urteil von Jerry Berman vom Center for Democracy and Technology (
CDT ) aus , der vor der zwangsweisen Zuordnungen verdächtiger Inhalte in
spezielle Top Level Domains warnte . Er betonte , jegliche Filtertechniken
müssten unabhängig auf ihre Verfassungsmäßigkeit hin überprüft werden . " Ich
halte , wie einige andere Kommissionsmitglieder , die Einschränkungen freier
Rede , die mit COPA in Kraft gesetzt sind , für verfassungswidrig " ,
kritisierte auch der CEO von PSInet , William Schrader . Aufhorchen dürften
Filterkritiker vor allem bei der wiederholten Nennung der ICANN im
Kommissionsbericht . Die für Nummern , Namen und Protokolle zuständige
Organisation hat bislang jede Ausweitung ihres Mandats auf Content-Fragen
energisch zurückgewiesen . Im COPA-Bericht wird sie von mehreren
Kommissionsmitgliedern als Modell eines internationalen Selbstregulierungsorgans
für das Netz genannt . Noch gibt es jedoch keinen konkreten Vorschlag für ein
entsprechendes Organ zur globalen Inhaltsaufsicht im Internet . TelDaFax rutscht
tief in die roten Zahlen Die Marburger Telefongesellschaft TelDaFax , die unter
der Vorwahl 01030 auch als Call-by-Call-Anbieter auftritt , rutscht tief in die
Verlustzone . " Wir hatten ein schlechtes Jahr und das Ergebnis wird rot sein "
, sagte Unternehmenssprecher Frank Stähler am heutigen Donnerstag . Allerdings
werde " ein gutes viertes Quartal " erwartet . Zudem soll der Umsatz bis
Jahresende " etwas besser " ausfallen . Genauere Prognosen will das Unternehmen
nicht abgeben . Das verwundert nicht , denn immerhin hatte sich TelDaFax bereits
im Vorjahr gründlich vergriffen . Das Unternehmen erklärt den extrem negativen
Ertragstrend mit dem stetigen Preisverfall im Telefon-Festnetz und gestiegenen
Kosten zur Gewinnung von Kunden . Seit dem Höchststand von 23,40 Euro im März
hat das Papier damit mehr als 80 Prozent verloren . Das Internet verändert das
Leseverhalten Im Zeitalter von Internet und Multimedia lesen die Deutschen nicht
viel weniger als zu Beginn der 90er Jahre , aber oberflächlicher . Auf diese
Kurzformel lässt sich eine neue Studie der Stiftung Lesen bringen , die am
Donnerstag bei einem internationalen Kongress in Mainz vorgestellt wurde .
Erstmals wird in der Studie der Zusammenhang zwischen der Internet-Nutzung und
dem Lesen mit Zahlen belegt . Gerade für junge Menschen im Alter bis 29 Jahre
gilt : Wer häufig im Datennetz surft , nimmt auch gern und oft ein Buch in die
Hand . " Die Computernutzung ist keine Verhinderung von Lesen " , kommentierte
Hans-Jürgen Hippler von der Zeitungs-Marketing-Gesellschaft bei der Präsentation
der Untersuchung ein verbreitetes Vorurteil . Von den jungen Computernutzern
lesen 15 Prozent täglich ein Buch , 40 Prozent geben sich mehrmals in der Woche
der Lektüre hin , elf Prozent dagegen nie . Von denjenigen , die keinen PC
benutzen , lesen nur vier Prozent täglich , aber 30 Prozent nie ein Buch . 19
Prozent gaben an , seltener als einmal im Monat ein Buch zu lesen . Auch die
Zahl der gelesenen Bücher klafft zwischen Jugendlichen , die der "
Informationselite " angehören , und den anderen Altersgenossen stark auseinander
. So lesen 33 Prozent der Computerfreaks elf bis 20 Bücher im Jahr , neun
Prozent von ihnen sogar bis zu 50 Bücher jährlich . Von den Nicht-PC-Nutzern
liest dagegen fast die Hälfte ( 47 Prozent ) nur ein bis fünf Bücher pro Jahr .
Offenkundig hinken viele Jugendliche auf dem Weg in die Informationsgesellschaft
hinterher . " Da muss sich die Bildungspolitik etwas einfallen lassen " , meint
der Sozialwissenschaftler Franzmann von der Stiftung Lesen . Generell hat die
tägliche Buchlektüre in Deutschland in den vergangenen Jahren abgenommen . Seit
1992 sank der Anteil der täglichen Leser von 16 auf sechs Prozent . Am anderen
Ende der Skala ging die Zahl der Nie-Leser nach oben : Vor acht Jahren waren es
erst 20 Prozent . Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der jährlich gelesenen
Bücher zu . Auch die Buchausstattung in den Haushalten verbesserte sich deutlich
. Werden alle diese Faktoren berücksichtigt , ergibt sich nun ein anderes Bild :
Die Zahl der Vielleser nahm von 25 auf 28 Prozent zu , die der Kaum- und
Wenigleser von 53 auf 45 Prozent ab . " Vielleser sind die , die freiwillig
lesen und denen es Spaß macht , Wenigleser tun es , weil sie lesen müssen " ,
erläuterte Christiane Tullius von der Zeitungs-Marketing-Gesellschaft . Bei der
Lektüre hält der Trend zu Sach- und Fachbüchern an . Im Jahr 2000 gaben 41
Prozent der Befragten an , Ratgeber oder Literatur zur Weiterbildung zu lesen ,
1992 waren es 31 Prozent . Die überraschendste Erkenntnis haben die
Wissenschaftler aber bei ihren Fragen nach den Lesestrategien gemacht : So hat
die Zahl der " Häppchen-Leser " von 18 auf 47 Prozent stark zugenommen . 19
Prozent überfliegen beim Lesen nur noch die Seiten . Von den Jugendlichen bis 19
Jahren gab sogar fast jeder dritte an , sich nur die interessantesten Passagen
durchzulesen . " Die Leser passen sich immer stärker an das
Informationsüberangebot in der Mediengesellschaft an " , schließt Prof. Klaus
Ring , Geschäftsführer der Stiftung Lesen , aus der Studie . Vielleser seien
zwar lesefreudig und kompetent wie nie zuvor , ein Großteil der Deutschen aber
immer noch nicht ausreichend auf die Anforderungen des Informationszeitalters
vorbereitet . " Das Betriebssystem für die neuen Medien ist das Lesen " , betont
Ring . Deshalb müsse mehr getan werden , um " Leser-Karrieren " zu fördern . Vor
allem den Eltern kommt dabei laut Studie eine große Verantwortung zu . " Wenn
beide Eltern lesen , hat man keine Chance , am Lesen vorbeizukommen " , sagte
Tullius . Die Schule könne Versäumnisse im Elternhaus kaum ausgleichen . Der
Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) ,
Klaus-Dieter Scheurle , ist zurückgetreten . Das teilte das
Wirtschaftsministerium in Berlin am heutigen Donnerstagabend mit . Scheurle
werde eine neue Aufgabe in der Privatwirtschaft übernehmen , hieß es . Er lege
sein Amt zum Jahresende nieder . Schon seit einiger Zeit rissen die Berichte ,
Scheurle wolle als Chef der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
zurücktreten , nicht ab . Anfang Oktober hatte das Bundeswirtschaftsministerium
Informationen der Welt am Sonntag dementiert , der Chef der Regulierungsbehörde
werde abgelöst . Und Ende Oktober erklärte Scheurle selbst , eine Meldung der
Süddeutschen Zeitung , er werde als Telekom-Analyst zu einer Investmentbank
wechseln , entbehre jeder Grundlage . Nun legte die Süddeutsche Zeitung nach :
In seiner morgigen Ausgabe berichtet das Blatt , bis zuletzt habe Scheurle
offenbar mit mehreren potenziellen Interessenten verhandelt , zu denen auch die
Unternehmensberatung Roland Berger gehört haben soll . Schließlich habe er sich
aber für einen Job bei der Bank Credit Suisse entschieden , schreibt das Blatt .
Der bisherige Vizepräsident Matthias Kurth ( SPD ) sei als Nachfolger vorgesehen
, schreibt das Blatt weiter . Eine Sprecher der Regulierungsbehörde wollte den
Bericht zuerst offensichtlich nicht direkt dementieren . Er erklärte lediglich ,
dass es kein Schreiben gebe , in dem Scheurle um eine Auslösung seines Vertrages
bitte . Wegen des allgemeinen öffentlichen Interesses wolle sich der Präsident
der Regulierungsbehörde aber am kommenden Montag zu den Berichten äußern . Nur
wenige Stunden später aber riss das Bundeswirtschaftsministerium die Initiative
an sich und bestätigte das Ausscheiden Scheurles offiziell .
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller bedauerte in einer Mitteilung den nach
seinen Angaben überraschenden Schritt . Scheurle und seine Behörde hätten dazu
beigetragen , dass die Kundenpreise für Dienstleistungen in der
Telekommunikation drastisch gefallen seien . Müller kündigte an , er wolle den
Beirat der Regulierungsbehörde entsprechend der Gesetzeslage auffordern , der
Bundesregierung einen neuen Präsidenten vorzuschlagen . In der Übergangszeit
werde Vizepräsident Matthias Kurth die Geschäfte wahrnehmen . Scheurle soll am
20. Dezember verabschiedet werden . Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt , habe
sich Scheurle nach der erfolgreichen Auktion der UMTS-Mobilfunklizenzen zu
diesem Schritt entschlossen , um sich zu einem günstigen Zeitpunkt seinen Ruf
als renommierter Liberalisierer des Telekom-Marktes mit einem besser dotierten
Job zu vergolden . Der zweite Vizepräsident der Behörde , Gerhard Harms ( FDP )
, wird dem Zeitungsbericht zufolge seinen Posten zur Verfügung stellen . Dieser
würde dann mit einem CDU-nahen Kandidaten besetzt . Privates Surfen am
Arbeitsplatz ist endgültig steuerfrei Die vom Bundestag nach einer
Gesetzesvorlage des Bundesfinanzministers beschlossene Steuerbefreiung für die
private Nutzung von Telefonen und Computern am Arbeitsplatz wird auch von den 16
Bundesländern unterstützt . Deren Finanzminister stimmten am heutigen Donnerstag
der Vorlage ebenfalls zu . Die Steuerbefreiung für die " private Nutzung des
Internet mit Hilfe von Personalcomputern und Telekommunikationsgeräten des
Arbeitgebers durch den Arbeitnehmer " erfolgt rückwirkend zum 1. Januar dieses
Jahres . Bisher sind solche Leistungen - auch das private Telefonieren - nur bis
50 Mark monatlich steuerfrei . Mit der Einführung des Euro-Bargeldes wird dieser
Betrag allerdings auf 50 Euro ( knapp 100 Mark ) fast verdoppelt , was durch das
Euroglättungsgesetz geregelt wird . PC-Spiel wegen Bundesadler unter Beschuss
Wegen einer " stillosen " Szene in einem Computerspiel hat die Bonner
Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst gegen den Hersteller rechtliche Schritte
eingeleitet , berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe . Der
niederländische Software-Hersteller Davilex vertreibt das PC-Spiel Invasion
Deutschland , in dem der Spieler außerirdische Monster an Plätzen wie dem Kölner
Dom oder im Deutschen Bundestag abschießen kann . Im Finale begegnet der Spieler
seinem letzten Gegner im Plenarsaal des Bundestages . Schießt er auf den
Bundesadler , stößt das Wappentier einen Krächzlaut aus . Wegen dieser "
stillosen " Szene habe die Gesellschaft dem Software-Unternehmen eine Abmahnung
und eine Unterlassungserklärung zukommen lassen , bestätigte laut Spiegel ein
Sprecher der Bundestagsverwaltung . " Wir wissen nicht , ob das Schreiben in der
Weihnachtspost hängen geblieben ist , aber bis heute ist nichts derartiges bei
uns eingegangen " , sagte Marcus Keller von Davilex Deutschland . Auf Grund der
Aufregung überlegt das niederländische Unternehmen , einen so genannten Patch zu
verbreiten , mit dessen Hilfe der Bundestagsadler aus dem Spiel verschwindet . "
So könnte jeder , dem diese Angelegenheit zu stillos ist , den Adler aus seinem
PC-Spiel eliminieren " , sagte Keller . Der Bundesadler dürfe als
urheberrechtlich geschütztes Werk nur vom Bundestag genutzt und verwertet werden
, argumentiert die Verwertungsgesellschaft nach Angaben des Spiegel . Sollte
Davilex die Software nicht vom Markt nehmen , drohten dem Unternehmen ein
Zivilprozess sowie Schadenersatz-Zahlungen . Alexander Vesely , Pressesprecher
von Davilex , weist dagegen auf den Comic-Stil des Spiels hin . " Zudem ist
unser Bundesadler ja für die Story auch nicht relevant , sondern gehört einfach
zum Plenarsaal dazu . " Der wöchentliche Report auf heise online über neue
Treiber und BIOS-Versionen : Diesmal gibt s nur BIOS-Updates , allerdings recht
viele von Abit , Asus , Chaintech , Elitegroup , FIC , MSI , NMC , Soltek und
Tyan . Abit : Asus : Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : Chaintech :
Auf der Update-Seite gibt es : Elitegroup : Auf der Download-Seite erhältlich :
FIC : MSI/Microstar : NMC : Auf der Download-Seite stehen bereit : Soltek : Auf
der Download-Seite stehen bereit : Tyan : Alex van Kaam stellt die Version 5.03
seines Motherboard Monitors zum Download bereit . Dieses Tool für Windows liest
die Informationen des Hardware-Monitoring ( Temperaturen , Spannungen ,
Lüfterdrehzahlen ) bei sehr vielen Mainboards aus und zeigt diese an . Neue
Treiber und BIOS-Versionen aus den Vorwochen Microsoft kauft DVD-Player für
Spielkonsole X-Box ein Ravisent Technologies , Hersteller des
Software-DVD-Players " CineMaster " für PCs , wird auch den DVD-Player für
Microsofts Spielkonsole X-Box liefern . Damit ist nicht nur die Frage geklärt ,
ob die für den Herbst 2001 angekündigte Spielkonsole DVD-Videos abspielen können
wird . Auch die Diskussion , ob der Player gleich auf der Konsole mitgeliefert
wird , scheint nun endgültig entschieden : Tatsächlich soll es die
Player-Software nur als Option geben , wobei Ravisent immerhin ( anders als bei
der Playstation 2 ) eine Fernbedienung dazupackt . Das Set werde die X-Box laut
Ravisent in einen " High-End-DVD-Player " verwandeln . Die Aussage des
Ravisent-Vizepräsidenten , dass Microsoft diesen Weg gewählt hat , um den
Kundenwünschen entgegen zu kommen , sollte man allerdings mit Vorsicht genießen
. Wahrscheinlicher ist eine andere Erklärung : Den Redmondern dürfte schwer im
Magen gelegen haben , dass sie Lizenzgebühren für alle Konsolen zahlen müssten ,
wenn diese ab Werk DVD wiedergeben könnten - zumal die Lizenzzahlungen unter
anderem an den Konkurrenten Sony geflossen wären . Weg für hardwarekompatible
USB-2.0-Controller geebnet Intel will dem Wildwuchs bei der Implementierung von
Hostadaptern für USB 2.0 , dem schnelleren Nachfolger der heutigen
USB-Schnittstelle , vorbeugen und hat daher die EHCI-Spezifikation ( Enhanced
Host Controller Interface ) offen gelegt . Sie beschreibt die
Programmierschnittstelle für einen USB-2.0-Controller , also wie ein
Gerätetreiber mit einem solchen Controller kommuniziert . EHCI ist nicht zu
verwechseln mit der bereits im April vorgestellten USB-2.0-Spezifikation , die
den Bus an sich beschreibt - all das , was auf dem Kabel passiert . Wenn alle
Hersteller von USB-2.0-Controllern diese EHCI-konform implemtieren , so würde
dies bedeuten , dass sie hardwaremäßig kompatibel sind , sich also über ein und
denselben Gerätetreiber ansprechen lassen . Das käme der schnellen Verbreitung
von USB 2.0 sicherlich zu Gute . Anscheinend hat Intel aus den bei USB 1.1
gemachten Fehlern gelernt : Damals implementierte Intel die USB-Controller nach
dem hauseigenen UHCI-Standard ( Universal Host Controller Interface ) , der
jedoch anderen Herstellern nicht zur Verfügung stand . Diese mussten dann etwas
eigenes erfinden und einigten sich auf das Open Host Controller Interface ( OHCI
) . Die konkurrierenden Spezifikationen erschwerten die Treiberprogrammierung
und den Test , was zu Verzögerungen bei der Einführung von USB führte .
Hardwarehersteller können EHCI kostenlos lizenzieren , allerdings gilt die
zurzeit aktuelle Version 0.95 nur für diskrete USB-2.0-Controller , also nicht
für solche , die im Chipsatz integriert sind . Für die Integration in Chipsätze
will Intel erst dann Lizenzen erteilen , wenn die engültige Version 1.0 der
Spezifikation vorliegt . Diese dürfte allerdings noch eine Weile auf sich warten
lassen , wie man aus Intels November-Roadmap herauslesen kann . Viren-Warnung
für den 1. Weihnachtsfeiertag Der Anti-Viren-Hersteller Symantec warnt vor einer
gefährlichen Kreuzung aus dem Virus W32.Kriz und dem Wurm W32.hllw.bymer.worm .
Er soll am 25. Dezember auf Windows-PCs zuschlagen . Der Hybrid verändere das
BIOS des Computers , der dadurch nicht mehr boote . Norton AntiVirus erkenne und
beseitige nach einem LiveUpdate der Virendefinition die neue Kreuzung . Wer
diese Software nicht besitzt , findet bei Symantec ein kostenloses Tool namens
fixkriz.exe , das den Schädling entfernen soll . Die beiden Vorfahren des
Schädlings sind bereits seit August 1999 beziehungsweise Oktober 2000 bekannt .
Die nun entstandene Kreuzung verbindet die Schadensroutine des gefährlichen
Virus mit der Fähigkeit des harmlosen Wurms , sich sehr schnell zu verbreiten .
Der Hybrid versucht , sämtliche Dateien , die geöffnet werden , zu infizieren .
Dazu ersetzt er die Windows-Systemdatei KERNEL32.DLL . Nach dem nächsten Start
des Rechners greifen alle Anwendungen darauf zu , womit der Virus sich
verbreiten kann . Wem der Virus am 1. Weihnachtsfeiertag das BIOS zerstört , der
hat verschiedene Möglichkeiten , um seinen Rechner wieder in Gang zu setzen . Am
einfachsten ist es , wenn das betroffene Board einen BIOS-Recovery-Mode
unterstützt . Dieses lässt sich zur Not noch bei einem Bekannten mit
Internet-Zugang von der Website des Board-Herstellers besorgen . Andernfalls
muss das Flash neu geschrieben werden . Oder man greift auf einen Brennservice
zurück , wie ihn beispielsweise die Firma Segor bietet . Weitere Hinweise zur
Abwehr von Viren und Würmern sowie Links zu aktueller Anti-Viren-Software findet
man auf der Anti-Viren-Seite von c't . Suche nach vermissten Kindern im Internet
Vermisste Kinder möchte die Kasseler Firma Cobion mit einer speziellen Software
im Internet etwa auf Pornoseiten aufspüren . Eine erste Kooperation sei dazu mit
der schweizerischen Organisation FREDI ( Stiftung zur Suche nach verschwundenen
Kindern im Internet ) vereinbart worden , teilte Cobion mit . Die nach Angaben
der Firma einzigartige Technik ermögliche es , nahezu das gesamte Internet
automatisch nach Abbildungen zu durchsuchen . Bei der Internet-Fahndung werden
Bilder der Kinder in die Bildersuchmaschine des Softwareentwicklers eingelesen ,
um diese nach gesichtsspezifischen Kriterien " anzulernen " und mit
mathematischen Verfahren der Mustererkennung zu definieren . Je mehr Bilder
vorliegen , desto einfacher sei es für die Software , sich das jeweilige
Konterfei " einzuprägen " . Der Abgleich und die Erkennung mit den unzähligen im
Internet befindlichen Bildern erfolge vollautomatisch . Dabei sollen nicht nur
die eingelesenen Fotos , sondern auch Bilder aufgefunden werden , die das Kind
gealtert oder mit einer anderen Kopfhaltung zeigen . Zum Einsatz kommt die
Kasseler Bildersuchmaschine bereits bei der Suche nach missbräuchlich
verwendeten Firmenlogos oder gefälschten Medikamenten . Das Verfahren soll aus
dem Internet auch Seiten etwa mit pornografischen oder rechtsradikalen
Abbildungen herausfiltern können . Frohes Fest ! Die Redaktionen von c't , iX
und Telepolis und das Team von heise online wünschen allen Lesern frohe und
erholsame Weihnachten . Wer aber in dieser Zeit nicht bei unserem News-Ticker
vorbeischaut , dem wünschen wir eines : Kommen Sie gut ins Jahr 2001 !
Kreditkarten-Nummern bei Online-Computerhändler geklaut Am Freitag verschafften
sich Cracker Zugang zu den Servern von Egghead , einem der größten
Computer-Händler der USA . Die Firma , die früher noch eine eigene Ladenkette
betrieb , hat inzwischen nahezu komplett auf Online-Handel umgestellt . Egghead
bestätigte nach US-Berichten , dass die Kundendatenbank das Ziel des Angriffs
war und wohl von den Crackern eingesehen werden konnte - samt der
Kreditkartennummern der Online-Shopper . Bislang kann Egghead aber nicht sagen ,
wie viele der Kunden-Kreditkartennummern von den Crackern geklaut wurden . Man
habe die Kreditinstitute von dem Einbruch informiert ; außerdem wolle man die
Sicherheitslöcher schnellstmöglich stopfen . Egghead versucht die Kunden
allerdings zu beruhigen : Bisher lägen keine Beschwerden von Egghead-Kunden über
verdächtige Abbuchungen von ihren Kreditkartenkonten vor . Sollte sich
allerdings bestätigen , dass die Cracker Zugang zu den kompletten Kunden- und
Kreditkartendaten erhielten , könnte sich dies zum bislang größten Diebstahl von
Kreditkartennummern im Internet auswachsen . Die Tatsache , dass Egghead nicht
sagen kann , wie groß der Schaden überhaupt ist , spricht nach Meinung von
US-Experten nicht gerade für die Sicherheitsmaßnahmen des Unternehmens . So habe
Egghead , deren Web-Angebot über Microsofts Internet Information Server unter
Windows NT 4 läuft , offensichtlich kein System im Einsatz , dass den Zugriff
auf die internen Kundendaten in Echtzeit überwacht . Allerdings scheint der
Egghead-Fall nicht der einzige der letzten Tage zu sein . Nach einem Bericht von
MSNBC sind von diversen Web-Servern geklaute Kreditkartennummern noch immer im
Umlauf . Sie sollen in letzter Zeit dazu benutzt worden sein , um jeweils nur
geringe Beträge abzubuchen - in der Hoffnung , dass sie den Konteninhabern nicht
auffallen oder es ihnen zu mühsam ist , gegen die Abbuchungen bei den
Kreditkartengesellschaften Widerspruch einzulegen . Im Beschwerdeforum von
Siftelecom häufen sich inzwischen die Beschwerden genervter Kreditkartenbesitzer
. Bislang ist allerdings nicht klar , ob die Firmen selbst nur Opfer eines
größeren Betrugsversuchs mit Kreditkartennummern im Internet sind . Vermutungen
, die Kreditkartennummern stammten aus dem Angriff auf CD Universe Ende letzten
Jahres oder dem Diebstahl von Kreditkartennummern bei CreditCards.com Anfang
Dezember dieses Jahres ließen sich bislang nicht bestätigen , da einige der
belasteten Kartenkonten nicht in den Datenbanken eines der beiden Unternehmen
verzeichnet waren . Bill Malik , Analyst bei Gartner , meinte gegenüber MSNBC ,
die Betrüger hätten sich die meisten Kreditkartennummern , die im Umlauf sind ,
über eine gefälschte Porno-Site abgegriffen . Internet-Händler mit
Weihnachtsgeschäft zufrieden Das Weihnachtsgeschäft hat sich nach einem Bericht
der Welt am Sonntag für die deutschen Internet-Händler gelohnt . Beim
Versandhaus Quelle sagte Vertriebsvorstand Mirko Meyer-Schoenherr der Zeitung :
" Wir sind mit unserem Online-Weihnachtsgeschäft sehr zufrieden " . " Allein im
Weihnachtsgeschäft haben wir die Verkäufe verfünffacht " . Beim
Online-Buchhändler Amazon.de habe man in der umsatzstärksten Zeit des Jahres
etwa 150 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum , sagte
Amazon-Deutschland-Chef Philipp Humm der Zeitung . Konkurrent BOL hat nach
eigenen Angaben den Umsatz in der Adventszeit verfünffacht . Der Hauptverband
des Deutschen Einzelhandels bestätigt den Trend : Michael Mollenhauer ,
Vize-Präsident der Unternehmensberatung A.T. Kearney meinte gegenüber dpa ,
entscheidend für den langfristigen Erfolg der Internet-Händler dürfte sein , ob
sie ihre Logistik-Probleme wirklich lösen können und jedes Geschenk rechtzeitig
ausgeliefert haben . Die Firmen versichern , sie hätten nahezu alle Wünsche
erfüllt . In den USA gingen die Besuche auf den Web-Sites der Online-Shops in
der letzten Woche vor Weihnachten zwar zurück - dies erscheint aber logisch , da
nur noch besonders eifrige Internet-Händler bei so kurzfristigen Bestellungen
eine Garantie für rechtzeitige Lieferung übernehmen wollten . Immerhin ist nach
Untersuchungen der Marktforscher von MediaMetrix die Besucherzahl auch in den
letzten Tagen höher als noch vor einem Jahr . Die Surfer haben offensichtlich
aus der Pleite des Vorjahrs mit verspäteten oder ausgefallenen Lieferungen
gelernt : Die höchsten Besucherzahlen stellten die Online-Shops in der zweiten
Woche des Weihnachtsgeschäfts fest , während im Vorjahr noch in der dritten
Woche ( der vorletzten Woche vor Weihnachten ) die meisten Online-Shopper
unterwegs waren . Spannend bleibt aber die Frage , ob nicht nur die Surfer die
Erwartungen der Online-Shops in den " W-Commerce " erfüllten , sondern umgekehrt
auch die Internet-Händler die Erwartungen der Online-Käufer . Welche Händler
letztlich vom " W-Commerce " profitieren konnten und zufriedene Surfer auch
künftig zu ihren Kunden zählen können , wird sich in den nächsten Wochen zeigen
- ebenso wie die Überlebensfähigkeit einiger Shops , die möglicherweise auf
ähnlich schwachen Beinen wie der Online-Spielzeughändler Etoys stehen . Telekom
vor Zukauf in Dänemark Die Deutsche Telekom will möglicherweise bei ihrem
dänischen Konkurrenten Tele Danmark A/S ( Kopenhagen ) einsteigen . Das hat die
Welt am Sonntag aus Telekom-Kreisen erfahren . Im Januar wolle sich die
drittgrößte US-Telefongesellschaft SBC Ameritech von ihrem 42-Prozent-Anteil
trennen . Sollte das Geschäft zu Stande kommen , hätte Telekom-Chef Ron Sommer
weiße Flecken auf seiner Europa-Landkarte gefüllt , meint das Blatt . Tele
Danmark ist mit seiner Tochter Sunrise/Diax in der Schweiz vertreten . Bei der
niederländischen Mobilfunkfirma Ben sind Tele Danmark und Telekom zusammen mit
Belgacom Partner . Auch auf dem deutschen Markt würde die Telekom mit einem
Einstieg in Kopenhagen die Karten neu mischen . Denn die Dänen sind Eigner der
Elmshorner Telekom-Konkurrentin Talkline . PC-Verkäufe weiter eingebrochen
Voller Erwartung blickten die PC-Hersteller auf den Dezember : Im
vorweihnachtlichen Kaufrausch sollten die Kunden noch einmal so richtig bei
PC-Hardware zuschlagen , hofften die Firmen . Immerhin war der November
enttäuschend verlaufen ; selbst das Thanksgiving-Wochenende , in den USA
klassischerweise der erste große Schub des Weihnachtsgeschäfts , führte nur dazu
, dass die gesamte Branche in eine überraschende Flaute taumelte und die Firmen
eine Gewinnwarnung nach der anderen ausgeben mussten . Mit Entsetzten dürften
die PC-Hersteller nun auf die Verkaufszahlen für den Dezember schauen . Auch der
Umsatz im Online-Handel mit PCs und Notebooks scheint von der Schwäche betroffen
zu sein : Laut OneChannel.net kauften die Online-Shopper in der zweiten
Dezemberwoche 14,1 Prozent weniger Computer-Hardware im Internet ein als im
Wochendurchschnitt des Jahres . PC Data sprach von " trostlosen " Umsätzen und
sieht keine Zeichen dafür , dass sich die Situation in den Tagen vor Weihnachten
noch geändert hat . Hersteller wie Händler müssen die Lagerbestände , die das
Doppelte oder mehr normaler Vorräte ausmachen , möglichst schnell unter die
Leute bringen - schon vor einigen Tagen sprach ein Analyst von einem " Blutbad "
, das auf die Branche im Januar zukomme . Außerdem ist der Endkundenmarkt für
PCs in den USA nach Ansicht der meisten Marktforscher weitgehend gesättigt - und
trotz der Megahertzprotzerei der Prozessor-Hersteller kaufen viele Kunden
offensichtlich nur noch einen neuen PC , wenn der alte kaputt ist . Denn das
vorhandene Gerät reicht in der Regel für die Anwendungen , die die Verbraucher
tagtäglich benutzen , völlig aus . Möglicherweise würden die Hersteller von
solchen Maßnahmen Abstand nehmen : Schließlich nutze es wenig , den Preis zu
senken , wenn die Ware sowieso niemand haben wolle . Die meisten Beobachter
gehen aber davon aus , dass es im Januar zu Preissenkungen kommen wird , auch
wenn dies nach Meinung der Markforscher nicht gleich in einen brutalen
Preiskampf ausarten sollte . Schließlich sind Computer nicht ganz so schnell
verderblich wie Obst und Gemüse , da dürften viele Firmen der Ansicht sein ,
über den Preis noch etwas reißen zu können . Manager von Lernout & Hauspie unter
Betrugsverdacht Für Lernout & Hauspie wird es immer enger : Nachdem der
belgische Konzern , der auf Spracherkennungssysteme und -software spezialisiert
ist , schon finanziell in die Krise schlitterte , mehren sich nun die Anzeichen
, dass die Firma durch Betrug in die Bredouille geriet . Ein belgisches Gericht
hat einen Untersuchungsrichter eingesetzt , der die Betrugsvorwürfe untersuchen
soll und aller Wahrscheinlichkeit nach auch eine Durchsuchung der
Konzernzentrale anordnen wird . Die Staatsanwaltschaft in Belgien untersucht
bereits seit dem 14. November die Vorgänge bei Lernout & Hauspie ; die
Einsetzung eines Untersuchungsrichters bringt dieses Verfahren nun noch
zusätzlich in Fahrt . Manager von Lernout & Hauspie werden beschuldigt , sich
verschworen zu haben , um Informationen und Bilanzen zu fälschen , die
Ergebnisse des Unternehmens zu übertreiben und so den Aktienkurs zur
persönlichen Bereicherung nach oben zu treiben . Ein Wirtschaftsprüfer von KPMG
, der lange für Lernout & Hauspie die Bücher prüfte , erhob diese
Anschuldigungen explizit in einem Schreiben an den Chef der Firma . Die
Untersuchungen lassen vor allem die beiden Gründer der Firma , Jo Lernout und
Pol Hauspie , in schlechtem Licht erscheinen , da sich die meisten Vorwürfe auch
gegen sie richten . Neben den belgischen Strafverfolgungsbehörden untersucht
auch die US-amerikanische Finanz- und Börsenaufsicht Securities and Exchange
Commission ( SEC ) die Vorgänge bei Lernout & Hauspie . Die Aktien der Firma
wurden an der Nasdaq ausgelistet und an der europäischen Easdaq auf unbestimmten
Zeit vom Handel ausgesetzt . Die juristischen Untersuchungen gegen Lernout &
Hauspie könnten dazu führen , dass die Firma nicht mehr in der Lage ist , die
finanzielle Krise zu überwinden . Ein belgisches Gericht hatte bereits den
beantragten Gläubigerschutz abgelehnt , da Lernout & Hauspie keine ausreichenden
Geschäftszahlen vorgelegt habe , die diese Maßnahme rechtfertigten . Besonders
tragisch dürften die Vorgänge bei Lernout & Hauspie für zwei Unternehmen sein ,
die bislang als wirtschaftlich gesund galten und die die Belgier vor kurzem
übernahmen : Den US-Spracherkennungssoftware-Spezialisten Dragon Systems und die
Firma Dictaphone , in den USA praktisch das Synonym für Diktiergeräte . Der
britische Mobilfunkkonzern Vodafone hat heute offiziell sein Angebot an die
Aktionäre von Mannesmann vorgelegt . Gegenüber früheren Offerten an das
Mannesmann-Management haben die Briten allerdings nicht mehr nachgebessert : Für
jede Mannesmann-Aktie will Vodafone 53,7 eigene Papiere ausgeben . Eine
zusätzliche Barabfindung ist weiterhin nicht vorgesehen . Der
Mannesmann-Vorstand betrachtet die Vodafone-Offerte aber weiterhin als
unzureichend . Klaus Esser , Vorstandschef von Mannesmann , bezeichnete einen
Preis von 330 Euro pro Aktie in bar als angemessen . Außerdem versprach er den
Aktionären auch ohne den Zusammenschluss mit Vodafone einen Kursanstieg auf 350
Euro innerhalb eines Jahres . Vodafone hat bereits eine gigantische
Anzeigenkampagne gestartet , um das Angebot bekannt zu machen und die
Anteilseigner zur Annahme zu bewegen . Vodafone-Chef Chris Gent sicherte in
diesem Zusammenhang erneut zu , dass es keine Entlassungen geben werde , wenn
der Übernahmeversuch erfolgreich sei . Man werde die Pläne des
Mannesmann-Vorstands weiterführen , die Abteilungen für Anlagenbau und
Autotechnik an die Börse zu bringen . Dabei werde es zu keinem Stellenabbau
kommen ; die Rechte von Mitarbeitern , Betriebsräten und Gewerkschaften blieben
gesichert . Börsenrausch um Windows 2000 Die Glücklichen sind die
Microsoft-Aktionäre : Geht die Hausse der Microsoft-Aktie so weiter , ist die
Firma bald doppelt so viel wert wie Cisco : Der größte Microsoft-Aktionär hat zu
Weihnachten allen Grund zu feiern : Den Boom um die Microsoft-Aktie führen
Analysten auf die Erwartungen der Börsianer zurück , dass die Auslieferung von
Windows 2000 im nächsten Jahr die Verkäufe und Gewinne von Microsoft nach oben
treiben werde . Außerdem erwarteten viele Makler keine größeren Auswirkungen des
Anti-Trust-Verfahrens gegen Microsoft mehr . Siemens : Gewinnsprung im ersten
Quartal Pierer kann Zahlen vorlegen , die diese Einschätzung gerechtfertigt
erscheinen lassen . Das Unternehmen korrigierte daraufhin seine Prognosen nach
oben : Nunmehr werde auch für das gesamte Geschäftsjahr ein zweistelliges
Wachstum erwartet . Zu der guten Ertragslage trugen vor allem das Handy-Geschäft
und die Halbleitertochter Infineon bei . Im März möchte Siemens Infineon nun an
die Börse bringen und dabei 25 bis 30 Prozent der Anteile platzieren . Für die
Beschäftigtenzahlen wirkt sich die Geschäftsentwicklung des Konzerns aber nicht
positiv aus : Im ersten Quartal sank die Zahl der Siemens-Mitarbeiter um 30.000
auf 413.000 . Der Konzern führt dies vor allem auf Ausgliederungen und Verkäufe
von Konzernteilen zurück . Ein riesiger Musikkonzern entsteht Nicht als
Übernahme , wie ursprünglich berichtet , sondern als Zusammenschluss zu einem
Joint Venture geht die Bildung des größten Musikkonzerns der Welt über die Bühne
: Die neue Firma wird 20 Prozent der weltweiten Umsätze mit Musik für sich
vereinnahmen und damit Nummer 1 der Branche sein . Die Kontrolle über den
Vorstand der neuen Warner EMI Music wird aber Time Warner und damit der neue
Megakonzern AOL Time Warner ausüben - dafür zahlt Time Warner den EMI-Aktionären
1,65 US-Dollar pro Aktie . Dem Vorstand des Unternehmens aus 11 Mitgliedern
gehören sechs Manager von Time Warner und fünf von EMI an ; Eric Nicoli von EMI
und Richard Parsons von Time Warner sollen zusammen den Vorsitz inne haben . CEO
der neuen Firma wird Roger Ames , bislang Vorsitzender und CEO von Time Warner .
Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff hatte selbst einen Aufkauf von EMI ins
Gespräch gebracht , als er seine Pläne ankündigte , die Bertelsmann Music Group
( BMG ) zur Nummer 1 der Branche zu machen . Mit dem neuen Unternehmen Warner
EMI Music hat AOL Time Warner natürlich beste Voraussetzungen , nicht nur die
klassischen Distributionskanäle für Musik zu kontrollieren , sondern auch das
Internet als neues Medium für Musikliebhaber für sich zu beanspruchen .
Analysten gehen davon aus , dass MP3 und ähnliche Techniken für digitale
komprimierte Musik und Streaming Audio , die Musikbranche komplett
durcheinanderwirbeln . Die Dominanz dieser neuen Märkte in einem kommerziellen
Unterhaltungs-Internet möchte AOL Time Warner offensichtlich über die Inhalte
erreichen , die das Unternehmen seinen Kunden exklusiv über eigene
Internet-Vertriebswege anbieten kann . Erfinderische Deutsche Das Deutsche
Patent- und Markenamt konnte 1999 mit insgesamt 94.000 neuen Einreichungen eine
Steigerung der Patentanmeldungen um glatte 13 Prozent verbuchen . Auch die
Anmeldungen von Markennamen stiegen 1999 um acht Prozent auf 74.000 . Allein aus
Deutschland kamen 51.100 Patentanmeldunngen , eine Zunahme um 8,1 Prozent . Laut
dem scheidenden Präsidenten des Patentamts , Norbert Haugg , liegt Deutschland
damit in Europa an der Spitze . Allerdings komme der Großteil der
Patentanmeldungen von Firmen ; findige Tüftler machten nur 17 Prozent der
Einreichungen aus . Gerade die Wirtschaft äußert aber heftige Kritik an der
Arbeit des Patentamts . Mittlerweile vergingen drei Jahre zwischen Anmeldung und
Erteilung eines Patents , meinte Haugg . Die Unternehmen forderten aber eine
maximale Bearbeitungszeit von einem Jahr . Deshalb plant das Patentamt , in
Zukunft Anmeldungen über das Internet möglich zu machen und die Mitarbeiter
verstärkt auf Computer und Datenbanken zurückgreifen zu lassen . Laut Haugg
könne dadurch die Bearbeitungszeit für einen Patentantrag auf sechs bis 12
Monate sinken . Dell stürmt an die Spitze Überraschende Zahlen für den PC-Markt
1999 erbrachten Erhebungen der Marktforschungsunternehmen IDC und Dataquest .
Danach ist Dell die Nummer 1 unter den PC-Herstellern in den USA ; weltweit kann
der Direktvertreiber aus Texas den zweiten Platz einnehmen . Damit konnte Dell
in den USA Compaq , weltweit immer noch die Nummer 1 , überholen und in der
Weltrangliste IBM vom zweiten Platz verdrängen . In den USA behauptete Gateway
den dritten Platz unter den PC-Herstellern , dicht gefolgt von Hewlett-Packard .
HP konnte allerdings im vierten Quartal Gateway übertrumpfen . Auch Apple konnte
zur allgemeinen Überraschung im vierten Quartal an Gateway vorbeiziehen ; übers
ganze Jahr gesehen nahm Apple allerdings nur den sechsten Platz unter den
US-PC-Herstellern ein . Insgesamt stiegen die PC-Verkäufe laut IDC im Jahr 1999
um 23 Prozent . Dataquest dagegen gibt eine Steigerung von 21,7 Prozent weltweit
und 21,6 Prozent in den USA an . Selbst die Dataquest-Zahlen überraschten aber
die Experten : Angesichts der Diskussion um das Ende der PC-Ära , sinkender
Preise und der erwarteten Y2K-Probleme hatten viele weit geringere
Steigerungsraten erwartet . In Europa stiegen die PC-Verkäufe um 17 Prozent .
Allerdings trat hier eine Verlangsamung des Wachstums im vierten Quartal auf 11
Prozent ein . Die Ursache dafür sehen die Marktforscher dann doch in der
Zurückhaltung kleinerer Firmen aufgrund des Y2K-Bugs . T-Online : Viele Kunden ,
rote Zahlen Nachdem die Deutsche Telekom schon eine eher mäßige Bilanz
präsentierte , konnte T-Online , die Online-Tochter der Deutschen Telekom , für
das Jahr 2000 keine schwarzen Zahlen schreiben : Bei den Angaben für das Jahr
2000 handelt es sich laut T-Online aber noch um vorläufige Zahlen , den
endgültigen Geschäftsbericht will das Unternehmen am 29. März vorlegen . Die
Online-Zeit über den Telekom-Provider betrug im letzten Jahr im Schnitt 580
Minuten pro Monat und Benutzer . Der Anteil der Surfer , die den Flatrate-Tarif
von T-Online für den Internet-Zugang einsetzten , lag zum Jahresende bei 512.000
. Dieser Flatrate-Tarif ist nach Ansicht von T-Online auch einer der Gründe für
die roten Zahlen des Konzerns : " Auch die schon im dritten Quartal eingesetzte
Belastung durch die Einführung neuer Flatrate-Tarife setzte sich im vierten
Quartal fort " , heißt es von dem Online-Dienst . Bundesgerichtshof
veröffentlicht Urteile im Internet Nach dem Bundesverfassungsgericht wird nun
auch der Bundesgerichtshof ( BGH ) seine Urteile im Internet veröffentlichen .
Wie der BGH-Präsident Günter Hirsch am gestrigen Dienstagabend in Karlsruhe
mitteilte , sollen die Entscheidungen voraussichtlich ab Mitte dieses Jahres im
Volltext online abrufbar sein . Als Adresse ist www.bundesgerichtshof.de
vorgesehen . Hirsch bezeichnete beim BGH-Jahrespresseempfang den
Internetauftritt als ein " Gebot der Transparenz " . Jedes Urteil solle überall
zugänglich sein . Beim Bundesverfassungsgericht ist dies seit einiger Zeit
möglich . Zudem soll sich der Eintritt ins elektronische Zeitalter auch im
Umgang mit den Anwälten vollziehen . In einem vom Bundesjustizministerium
initiierten Pilotprojekt werde ein Zivilsenat testen , welche Vorkehrungen nötig
seien , um den Schriftverkehr elektronisch abzuwickeln . Zuvor müsse man aber
Probleme wie die elektronische Signatur oder die Einhaltung des Datenschutzes
klären , sagte Hirsch . Am Ende einer solchen Entwicklung könnte die
elektronische Gerichtsakte stehen . Compaq macht Gewinn und ist besorgt Auch
wenn Compaq anders als beispielsweise IBM sich von der PC-Flaute betroffen zeigt
, kann der texanische Computer-Hersteller wenigstens die zuvor reduzierten
Erwartungen übertreffen . Aber die Aussichten sind leicht getrübt : Der
Computer-Konzern reduzierte seine Erwartungen für das kommende Jahr angesichts
der schwächelnden Konjunktur . Compaq , weltweit größter Hersteller von PCs ,
brachte es im vierten Quartal 2000 im Vergleich zur entsprechenden
Vorjahresperiode auf einen Gewinnzuwachs von 83 Prozent . Laut den Texanern
haben vor allem gute Verkäufe von Servern dazu beigetragen , das rückläufige
PC-Geschäft auszugleichen . Compaq hält rund 13 Prozent an CMGI - die Firma
musste auf Grund finanzieller Probleme einen Einbruch ihres Aktienkurses
hinnehmen , was nun auch die Compaq-Bilanz belastet . Bei Desktop-PCs für
Unternehmen verzeichnete Compaq einen Anstieg um 11 Prozent ; bei Servern und
Massenspeichern konnte der Konzern den Umsatz sogar um 20 Prozent steigern . Im
Oktober hatte Compaq seine Umsatzerwartung auf Grund der Nachfrageflaute auf dem
europäischen Markt nach unten korrigiert . Im Dezember nahm Compaq wegen des
schleppenden Weihnachtsgeschäfts eine weitere Berichtigung vor . Nach Erwartung
von Compaqs Vorstandschef Michael Capellas wird die Abschwächung noch ein paar
Monate anhalten . Compaq erwartet nun für das laufende Geschäftsjahr
Steigerungen beim Verkauf von 6 bis 8 Prozent statt der vor einem Monat auf 10
Prozent reduzierten Prognosen . Zwar konnte Compaq seinen ersten Platz unter den
PC-Herstellern mit 13 Prozent Marktanteil behaupten , nach Untersuchungen von
IDC konnte der Konzern aber bei den Zahlen über verkaufte Geräte nur um vier
Prozent zulegen , Konkurrent Dell liegt nach diesen Angaben beim Marktanteil nur
noch einen Prozentpunkt von Comapq entfernt . In einen Preiskampf um
Marktanteile will das Unternehmen aber nicht einsteigen ; Manager von Compaq
erklärten , stattdessen werde man Verkäufe , die keinen Gewinn brächten ,
aufgeben . Compaqs operativer Gewinn übertraf die Analystenprognosen , die
zwischen 28 und 30 Cent pro Aktie lagen . Im nachbörslichen Handel stieg die
Compaq-Aktie um 15 Prozent auf 23,07 Dollar . Die ICANN hat einen neuen
Präsidenten Der Mathematiker Stuart Lynn wird neuer Präsident der
Internet-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN
) . Das gab die für Namen , Nummern und Protokollstandards im Netz zuständige
Organisation bekannt . Lynn folgt damit Michael Roberts als Präsident und Chef
der hauptamtlichen ICANN-Verwaltung in Marina del Rey nach . Roberts hatte das
Amt für die Startup-Phase übernommen . Zuvor war er an verschiedenen
Universitäten in den USA - Cornell , Berkeley , Rice - und für private
IT-Unternehmen tätig , unter anderem auch die mit ICANNs Gründung eng verbundene
IBM . Mit dem scheidenden Präsidenten hat er außerdem in einem Komittee zum
Aufbau des Internet2 zusammengearbeitet . " Wir können uns glücklich schätzen ,
dass wir jemanden mit einem so breiten und vielseitigen technischen und
administrativen Erfahrungshintergrund gefunden haben wie Stuart Lynn " ,
kommentierte Vinton Cerf , Chef des ICANN-Vorstands , die bereits seit Ende
letzten Jahres erwartete Entscheidung . Über 300 Bewerber seien im Rahmen der
von der Personalagentur Christopher Mill & Partner organisierten Suche seit Ende
1999 diskutiert worden , heißt es bei der ICANN . Über die von einem
Auswahlkomittee der ICANN vorbereitete Endauswahl durch die 19
Vorstandsmitglieder der ICANN waren zunächst noch keine Details zu erfahren .
Nach Aussage des deutschen ICANN-Direktors Helmut Schink fiel die Entscheidung
in einer Telefonkonferenz des Vorstands am Montag einstimmig . Drei Bewerber
hätten es in die letzte Runde geschafft , sagte der Siemens-Manager gegenüber
heise online . " Verfügbarkeit , Kompetenz und Internationalität " , meinte
Schink , seien wesentliche Punkte bei der Auswahl gewesen . Lynn selbst , der
eine stattliche Summe von 250.000 US-Dollar Jahresgehalt erhalten soll , gab
nach der Wahl zu Protokoll : " Ich fühle mich geehrt , dass ich für eine so
herausragende und herausfordernde Aufgabe ausgewählt worden bin und freue mich
darauf mit allen Mitgliedern der Internet-Community rund um den Globus
zusammenzuarbeiten , um ICANNs technische Aufgabe zu erfüllen . " Lynn , der für
viele ICANN-Beobachter ein unbeschriebenes Blatt ist , wird seinen ersten
Auftritt als Mitglied der Vorstandes bei der ICANN-Tagung in Melbourne im März
haben . Das Internet als Spielwiese für Nachwuchsfilmer Das Internet macht es
möglich . Und gleichzeitig können sie sich online um Hollywood-Unterstützung für
größere Spielfilmprojekte bewerben . " Sundance hat sich schon immer für
innovative Werke interessiert , und wir sind besonders froh über das Material ,
das jetzt speziell für das Web produziert wird " , sagt Geoffrey Gilmore , der
das Festival zusammen mit dem Gründer , dem Hollywoodstar Robert Redford ,
leitet . Unter www.sundanceonlinefilmfestival.org sind bis Ende Februar noch 18
Streifen zu sehen , bei der Wahl des besten Werks kann jeder Zuschauer mitmachen
, notwendig ist nur eine kostenlose Registrierung . Wie alle anderen Websites
dieser Art leidet auch die Sundance-Site unter den üblichen Problemen der
Filmübertragung im Netz . Mit einer Standard-Modemverbindung über eine
Telefonleitung lassen sich gerade mal konstante Audiosignale auf den PC laden ,
als Videomaterial kommen überwiegend Standbilder . Natürlich hoffen die
Sundance-Verantwortlichen ebenso wie kommerzielle Anbieter auf die weitere
Verbreitung von Breitband-Verbindungen , die zumindest bei digital übertragenen
Kurzfilmen schon eine Bildqualität auf TV-Niveau ermöglichen . An Arbeitsplätzen
mit Breitbandanschluss erholen sich gestresste Mitarbeiter , indem sie sich
überwiegend kostenlose Unterhaltung bei Anbietern wie www.atomfilms.com oder
www.ifilm.com besorgen . Die Firmen verdienen ihr Geld mit Werbung und mit dem
Weiterverkauf der Vorführrechte an Kunden wie Fluggesellschaften , die im
Bordprogramm Kurzfilme zeigen . Angehende Regisseure können auf diesem Weg ihre
ersten Arbeiten zeigen . Die Vorführrechte an den besten dieser Erstlingswerke
werden beim Sundance-Festival inzwischen für fünfstellige Dollarbeträge
gehandelt . Das ist eine vor wenigen Jahren noch unvorstellbare Entwicklung im
Kurzfilmbereich , sagt Ian Calderon , der beim Festival fürs digitale Kino
zuständig ist . " Ich finde es hochinteressant , dass wir nun via Web ganz neue
Talente öffentlich präsentieren können " , meint Calderon . Für ambitionierte
Filmemacher gibt es neuerdings noch einen weiteren Weg , online auf sich
aufmerksam zu machen . Das Hollywood-Establishment versucht inzwischen , via
Internet frische Talente zu ködern - mit Online-Wettbewerben . Angeboten werden
sie etwa vom Studio Universal Pictures , das unter www.hypnotic.com ein "
Million Dollar Film Festival " veranstaltete . Hunderte von Kurzfilmen wurden
eingereicht , und 25 wurden dann auf der online präsentiert . Besucher der Site
stimmten über die fünf besten Streifen ab , die jetzt auch beim
Sundance-Festival laufen . Die fünf Nachwuchs-Regisseure konnten dann ein
Spielfilmprojekt vorschlagen . Den populärsten Online-Wettbewerb der Filmbranche
gibt es zurzeit unter www.projectgreenlight.com . Er wurde von zwei bekannten
Multitalenten Hollywoods ins Leben gerufen , den Schauspielern Ben Affleck und
Matt Damon , die 1997 mit ihrem Drehbuch für " Good Will Hunting " zu
Oscar-Gewinnern wurden . Aus 8000 Bewerbungen wurden inzwischen die besten 30
ermittelt , Anfang März soll der Sieger feststehen . Quelle baut den
Internet-Handel aus Das Versandhaus Quelle profitiert vom Handel per Internet .
Quelle erzielt nach eigenen Angaben inzwischen neun Prozent des Versandumsatzes
per Internet . Die Seite www.quelle.de ist nach Unternehmensangaben damit eine
der erfolgreichsten E-Commerce-Angebote in Europa . Allein im Dezember klickten
Besucher aus 76 Ländern die Seiten an . Besonders gut werden nach Quelle-Angaben
im Internet Computer und Zubehör , Handys , Digitalkameras und Blumensträuße
verkauft . Auch Textilien gewännen immer mehr an Bedeutung . Der
durchschnittliche Wert einer Bestellung , die übers Internet aufgegeben wird ,
liegt nach Firmenangaben um 20 Prozent über dem Wert eines traditionellen
Auftrags . Den Internet-Auftritt will das Versandhaus ausbauen : " Langfristig
wird www.quelle.com zu einem weltweiten Informations-Pool über unser Unternehmen
, an dem sich auch unsere Auslandstöchter beteiligen " , betonte Meyer-Schönherr
. Die landesspezifischen Internet-Seiten blieben dann jeweils dem Einkaufen
vorbehalten . Außerdem werde das Geschenke-Portal toojoo.de ab Ende Februar in
den Internetauftritt von quelle.de eingegliedert . Das Unternehmen war im
vergangenen Jahr von Quelle und Yahoo Deutschland gegründet worden .
Preview-Programm für die nächste Notes/Domino-Version Lotus stellt seinen
Business Partner erstmals die nächste Version von Notes und Domino zum Testen
zur Verfügung . Derzeit ist noch kein endgültiger Name festgelegt ; deshalb
bezeichnet Lotus die Version als Rnext . Business-Partner erhalten bei Lotus
einen Aktivierungscode , mit dem sie Zugang zu einem geschlossenen Bereich auf
Notes.net erlangen . Alle Downloads und Informationen aus diesem Bereich
unterliegen noch einer Verschwiegenheitsverpflichtung . Das Preview-Programm ist
Bestandteil einer neuen Qualitätsoffensive , mit der Lotus erreichen will , dass
die fertige Release möglichst fehlerfrei ausgeliefert werden kann . Das ist eine
Anspielung auf die berühmte Forderung von Microsoft-CEO Steve Ballmer " Eat your
own dogfood " : Lotus wird Rnext zunächst bei Lotus und IBM sowie einem oder
zwei großen Kunden in Betrieb nehmen , bevor es für alle freigegeben wird .
Paris droht Milliardenverlust bei UMTS-Vergabe Der französischen Regierung
drohen bei der Vergabe der UMTS-Lizenzen für die dritte Mobilfunkgeneration
Milliardenverluste . Eine Woche vor Abgabeschluss der Bewerbungen erklärten die
im ST3G-Konsortium zusammengefassten Konzerne Suez Lyonnaise des Eaux (
Frankreich ) und Telefonica ( Spanien ) am Mittwoch ihren Verzicht . Die Lizenz
sei zu teuer , begründete das Konsortium den Schritt . Damit bleiben noch drei
Kandidaten für die vier Lizenzen übrig . Doppelbewerbungen schließt das
Verfahren aus . Die Deutsche Telekom hatte sich bereits Ende November 2000
zurückgezogen . Das Geld sollte für die französischen Rentenkassen genutzt
werden . Der für die Industrie zuständige Staatssekretär Christian Pierret
betonte aber nach der Absage , das Verfahren gehe wie geplant weiter . " Wir
sind der Ansicht , dass die Preise der Lizenzen nicht die Marktsituation
widerspiegeln , da die Tendenz der Preise für die in Europa bereits vergebenen
UMTS-Lizenzen in den vergangenen Monaten eine regelmäßige Abwärtsbewegung
gezeigt hat " , teilte ST3G mit . Die Investoren hätten die Kosten für diese
dritte Handy-Generation überprüft . Banken hätten vor zu hohen Risiken gewarnt .
Die Börse in Paris reagierte auf die Nachricht mit einem Kurssprung von 3,5
Prozent auf 183,1 Euro . Annahmefrist für Bewerbungen ist der 31. Januar .
Danach will die Regierung in Paris spätestens im Juni die Lizenzen vergeben .
Bisher lagen lediglich vier Absichtserklärungen vor : ST3G , France
Telecom/Orange , Cegetel ( Gruppe Vivendi Universal ) und Bouygues Telecom . Das
Konsortium ST3G wird zu 60 Prozent gehalten von der Suez Lyonnaise des Eaux UMTS
, einer Tochter der Gruppe Suez Lyonnaise des Eaux , sowie zu 40 Prozent von
Telefonica . Lotus schließt Sicherheitsloch im Domino-Server Lotus schließt mit
der Version 5.0.6a das Sicherheitsloch im Web-Server-Task von Domino , das seit
der Release 5 im 2. Quartal 1999 bestand . Es wurde jedoch erst durch eine
Veröffentlichung durch Georgi Guninski bekannt ( siehe dazu auch die Meldungen
auf heise online vom 9. Januar und am 21. Januar 2001 ) . Ein QMU ( Quarterly
Maintenance Update ) von 5.0.6 auf die Version 5.0.6a ist auf Notes.Net für alle
Plattformen in englischer Sprache verfügbar . Neben dem Server wird auch der
Client auf die neue Version gebracht , in der ein ärgerlicher Fehler im
Tabellenhandling behoben wurde - dieser existierte immerhin seit Version 4.5 .
Anders als etwa bei den Fix-Packs von Microsoft sind die so genannten QMUs und
QMRs ( Quarterly Maintenance Releases ) nicht kumulativ . Deshalb muss Notes und
Domino erst auf 5.0.6 aktualisiert werden , bevor der unbedingt zu empfehlende
Fix eingespielt werden kann . Musikindustrie sucht nach dem Geld im Internet
Zuerst herrschte Desinteresse , dann Euphorie und schließlich Angst . Das
Internet hat der Musikindustrie viele schlaflose Nächte bereitet . Doch jetzt
wollen die Plattenfirmen und Verleger das Heft selbst in die Hand nehmen : Sie
wollen endlich Geld im Web verdienen . Aber wie ? Das war die alles
beherrschende Frage auf der diesjährigen Musikmesse Midem in Cannes , die an
diesem Donnerstag zu Ende geht . Zunächst müsse aber die gesamte Branche
umdenken , meint der Präsident von BMG Music , Nicholas Firth . Diese Anpassung
scheint allmählich zu gelingen , glaubt man den Experten auf der Midem . Nicht
nur , dass Deutschlands Musikriese Bertelsmann durch die Allianz mit der
Internet-Tauschbörse Napster dem Erzfeind der Branche den Stachel gezogen hat ,
gibt vielen Hoffnung . Plötzlich schießen auch allerorten technische Lösungen
aus dem Boden , digitale Musik " sicherer " zu machen , das heißt illegales
Kopieren zu verhindern . Firmen wie die Bertelsmann-Tochter Digital World
Services ( DWS ) oder der Marktführer Reciprocal präsentieren wie Dutzende
andere ihre Lösungen für das so genannte Digitale Rechte-Management ( DRM ) .
Dabei übernehmen diese Unternehmen die Musikdaten der Labels und Verlage ,
verschlüsseln jeden einzelnen Track , überspielen ihn auf das richtige Webformat
und stellen ihn Labels , Online-Händlern oder Internetportalen zur Verfügung .
Der Clou : Jede einzelne Musikdatei wird mit einem eigenen Sicherheitscode
versehen . Damit soll sicher gestellt werden , dass die Daten nur vom einem
berechtigten Surfer genutzt werden können . Illegale Kopien an Freunde und
selbst die Verbreitung über Napster seien somit praktisch unmöglich , erklärt
Markus Böhm , zuständig für die Geschäftsentwicklung bei DWS . Ein weiterer
Vorteil der Technologie : Die Plattenfirmen verlieren die Angst , ihre Musik
könnte " geklaut " und illegal im Netz verbeitet werden - sie öffnen nach und
nach ihre riesigen Musikkataloge für das World Wide Web . Denn Napster sei ja
nicht nur deswegen erfolgreich , weil man dort Musik umsonst bekommt , meint Ken
Horowitz von Reciprocal . " Napster ist einfach zu benutzen und eine riesige
Musikbibliothek . " So etwas gebe es legal eben noch nicht . Ein legales Napster
sozusagen . Erste Schritte sind getan : Der französische Online-Anbieter
Zoomzic.com hat auf der Midem bekannt gegeben , demnächst bis zu 10.000 Titel
legal ins Netz zu stellen - nur ein Beispiel von vielen . Was Musikfans künftig
für ihre Lieblingssongs im Netz bezahlen müssen , ist nach Meinung der Experten
völlig offen . Das goldene Geschäftsmodell gibt es nicht . Die Hauptformen
werden wohl Downloads und Abonnements sein . Beim Herunterladen zahlt der Nutzer
pro Musikdatei , beim Abo zahlt er eine gewisse Summe für einen festen Zeitraum
und kann in diesem das Angebot des Providers nutzen . " Das ist wie eine
Mitgliedschaft in einer Musikbibliothek " , meint Horowitz . Eines aber ist nach
Meinung vieler Experten sicher : Die Kosten für CD-Produktion , Verpackung und
Vertrieb fallen weg . Auch die Werbung wird zielgerichteter und somit vermutlich
güstiger . Und wenn sich das Internet durch niedrige Preise und guten Service
allmählich zu einem Musik-Massenmarkt entwickle , dann seien die Verluste von
heute , die selbst der erfolgreiche Dienst MP3.com einfährt , bald vergessen und
endlich Gewinne möglich : " Möglicherweise schon im kommenden Jahr " , meint
nicht nur Horowitz . Notes-R5-Client unter OS/2 Never give up : Bei IBM in Halle
2 , Stand D28 , Demo-Punkt B10 , ist unter anderem ein Notes-Client der Version
5 unter OS/2 zu sehen . Bestaunen kann man die Software an den Stationen , die
die Thin-Client-Technik WorkSpace on-Demand vorführen . Allerdings handelt es
sich nicht etwa um einen richtigen Port der Win32-Version des Notes-Clients für
OS/2 . Diesem Projekt verweigert sich Lotus immer noch standhaft . Das
Odin-Projekt , ein von IBM unabhängiges Unterfangen , hat sich zwei
anspruchsvolle Ziele gesetzt . Zum anderen will man eine komplette
OS/2-Implementierung der Win32-API realisieren , also jede API-Funktion in Win32
unter OS/2 zur Verfügung zu stellen oder auf die entsprechenden OS/2-APIs
umlenken . Rekordwerte im IT-Außenhandel Der deutsche Außenhandel mit Computern
, Büromaschinen und Mikrochips steht vor neuen Rekordmarken . Im Gegensatz zu
Geschäften mit Autos , Maschinen und Chemieprodukten werden aber in diesem
Wirtschaftszweig keine Exportüberschüsse erzielt . Im Gegenteil : Als
Vizeweltmeister im internationalen Handel ist die Bundesrepublik auf dem
elektronischen Feld ein eindeutiges Importland . Aus den bislang vorliegenden
Zahlen für 1999 ist davon auszugehen , dass die 98er Spitzenwerte nochmals
deutlich übertroffen werden . Die größten Lieferländer sind mit Abstand die USA
und Japan . Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes für den Zeitraum Januar
bis November 1999 kommen beide Länder mit jeweils 19 beziehungsweise 15 Prozent
Anteil auf ein gutes Drittel der gesamten Lieferungen . Ein weiteres Drittel
stammt aus den EU-Ländern . Während die Ausfuhren in die europäischen Länder
sogar höher liegen als die Bezüge , fallen die Exporte nach USA und Japan in der
EDV-Branche nur äußerst gering aus . Damit nimmt die Datenverarbeitung und
Elektronik im deutschen Außenhandel eine wichtige Position ein . Zu den großen
Wirtschaftszweigen Chemie , Maschinenbau oder Autoindustrie bestehen nach wie
vor riesige Abstände . High-Tech-Gastarbeiter : Riester rudert zurück
Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte gestern bei der Eröffnung der CeBIT
angekündigt , eine Visa-Initiative für ausländische High-Tech-Spezialisten zügig
anzugehen . Riester erklärte aber neben seiner Zustimmung für die
Schröder-Initiative auch , dass diese nur erfolge , wenn gleichzeitig die
Wirtschaft eine Qualifizierungsoffensive für arbeitslose deutsche Ingenieure
starte . Riester sprach laut dpa von 54.000 arbeitslosen Ingenieuren und 30.000
arbeitslosen EDV-Fachleuten in Deutschland . " Hier lässt sich durch
Weiterqualifizierung und Umschulung eine Menge erreichen " , betonte der
Bundesarbeitsminister . Die Wirtschaft hatte im Rahmen der Verhandlungen über
das " Bündnis für Arbeit " versprochen , zur Deckung des Bedarfs an
IT-Fachkräften in den nächsten Jahren zusätzlich 40.000 Ausbildungsplätze zu
schaffen - dies wollen die Unternehmen nun schon bis Ende 2000 erreichen und
außerdem verstärkt auf Umschulung und Weiterbildung deutscher Arbeitsloser
setzen . Trotzdem werden nach Meinung von Branchenverbänden zusätzlich 75.000
Spezialisten fehlen . Bevor Riester heute auf die Linie des Bundeskanzlers
einschwenkte , hatte er nach Zeitungsberichten noch Bedenken geäußert . Er wolle
die Grenzen für ausländische Arbeitnehmer mit Blick auf die hohe
Arbeitslosigkeit in Deutschland nicht weiter öffnen , hieß es . Damit befand er
sich in Widerspruch zu Bildungsministerin Edelgard Bulmahn und
Wirtschaftsminister Werner Müller , die sich für Visa für ausländische
IT-Spezialisten aussprachen . Die überraschende Erklärung von Schröder hat nun
offensichtlich die rot-grüne Bundesregierung auf Linie gebracht . Sprecher des
Deutschen Städtetags forderten dagegen dringend eine politische Debatte über
Zuwanderungen . Erste Reaktionen aus der Wirtschaft jedoch waren überwiegend
positiv . Bei Hewlett-Packard etwa hieß es , die Genehmigung für die Anwerbung
ausländischer IT-Spezialisten sei ein wichtiger Schritt , um Arbeitsplätze in
Deutschland langfristig zu sichern . Auch die deutsche Tochter des
Computer-Riesen IBM zeigte sich zufrieden und signalisierte Unterstützung : "
Wir sind zugleich bereit , auf die Forderung des Kanzlers einzugehen und die
Aus- und Weiterbildung von arbeitslosen Akademikern in IT-Berufen noch stärker
zu fördern " , erkärte IBM-Sprecher Thomas Mickeleit . BKA verlangt weniger
Anonymität im Internet Mitte diesen Monats erst hatte das Bundeskriminalamt
seine Bilanz von einem Jahr Internet-Streife veröffentlicht und dabei zugegeben
, dass die deutsche Polizei beim Kampf gegen Internet-Kriminalität noch am
Anfang steht . Die Ergebnisse der Durchforstung des Internet durch das BKA gaben
aber nicht unbedingt die Sicht von Experten wieder : Die Internet-Streife der
Bundespolizisten hatten als Schwerpunkt vor allem Kinderpornographie
festgestellt , während Fachleute davon ausgehen , dass es im Internet so
ziemlich jede Form von Kriminalität außer Mord gibt . Heute nun erklärte das BKA
bei der Vorstellung einer Studie zur Internet-Kriminalität , eine wichtige
Gegenstrategie gegen Betrug beim E-Commerce sei die konsequente Anwendung von
Verschlüsselungstechniken . " Wir müssen bei den Nutzern das Bewusstsein wecken
, dass sie sich im Internet in einem äußerst öffentlichen Raum befinden " ,
erklärte BKA-Sprecher Norbert Unger . Die Konstruktion des weltweiten
Computernetzes beinhalte allerdings einige Faktoren , die Kriminalität
begünstigten - darunter frei zugängliche Hacker-Programme und die hohe
Anonymität im Internet . Daher müsse die Verbreitung von Hacker-Programmen
eingeschränkt und die Anonymität beim E-Commerce reduziert werden , außerdem
sollten Zulassungskriterien für die Internet-Provider entwickelt werden , so die
Forderungen des BKA . Die vorgelegte Studie hatte das BKA in Zusammenarbeit mit
Providern , Banken und E-Commerce-Firmen erstellt . Die Forderung nach
geringerer Anonymität im Netz dürfte allerdings angesichts der jüngsten Berichte
über die Datensammelwut einzelner Unternehmen und die Zusammenführung mit
Adressdaten nicht auf besonders viel Gegenliebe bei den Internet-Surfern stoßen
. Viele Internet-Firmen gehen sogar davon aus , dass gerade die mangelnde
Transparenz beim Umgang mit User-Daten und Bedenken der Nutzer bezüglich der
Sicherheit von Transaktionen sowie der Privatheit persönlicher Daten einen
Hemmschuh für die Verbreitung von Internet im Allgemeinen und E-Commerce im
Besonderen darstellen . Mehr dazu in Telepolis : " Gefährlicher Hang zur
Sicherheit " Wettbewerb " Internet für alle " mit einer Million Preisgeld Das
Motto lautet diesmal " Internet für alle " . 1999 war der Wettbewerb zum Thema "
Regionale Entwicklungskonzepte für Multimedia " und im Jahr 2000 zum Thema "
Internet lernen - wir tun 's " ausgeschrieben worden . Wie Wirtschaftsminister
Hans-Artur Bauckhage ( FDP ) am heutigen Samstag in Mainz mitteilte , werden die
Preisträger des diesjährigen Ideenwettbewerbs in zwei Kategorien ermittelt . Die
besten zehn Ideen für regionale Lösungsansätze zum Thema " Internet für alle "
werden laut Bauckhage mit je 25.000 Mark prämiert . Aus den eingereichten
Konzepten werden im November drei Preisträger ausgewählt ; ihre Konzepte will
die Landesregierung mit je 250.000 Mark unterstützen . Die zweite Kategorie
richtet sich an einzelnen Gruppen , zum Beispiel Schüler , Jugendliche ,
Senioren , Vereine oder soziale Einrichtungen . Bewerbungsfrist ist der 30.
September . Die zehn besten Ideen aus diesem Bereich werden mit je einem
PC-Labor oder einem Internet-Cafe als Sonderpreis im Wert von insgesamt 200.000
Mark ausgezeichnet . Zu den beiden ersten Wettbewerben waren nach Angaben von
Bauckhage über 100 Beiträge von mehr als 800 Teilnehmern eingereicht worden .
Als Begründung für das Motto des diesjährigen Wettbewerbs führte er aus , man
müsse sich der aktuellen Diskussion um die digitale Spaltung der Gesellschaft
stellen : " Wir müssen möglichst vielen Menschen den Zugang zu den neuen
Technologien ermöglichen , um so Medienkompetenz und die erforderliche
Qualifikation für den Arbeitsmarkt der Zukunft zu erwerben . " Napster-Prozess
geht in die nächste Runde Am 2. März ist es soweit : Die nächste Runde im
Prozess gegen Napster , den die US-Musikindustrie angestrengt hat , steht an .
Napster und die klagenden Plattenlabels wollen über die endgültige Fassung der
einstweiligen Verfügung gegen die Musiktauschbörse verhandeln . Die erste
Instanz , die nun neu entscheiden muss , hatte anfangs eine Verfügung erlassen ,
nach der Napster seine Server hätte vom Netz nehmen müssen . Diese wurde vom
Berufungsgericht erst kassiert ; anschließend entschieden die Richter , dass die
einstweilige Verfügung auf Grund von Verletzungen des Urheberrechts zwar
grundsätzlich in Ordnung sei , aber über das Ziel hinausschoss : Napster müsse
nicht komplett vom Netz , sondern dafür sorgen , dass keine Kopien mehr
getauscht werden können , die das Urheberrecht verletzen . Das Berufungsgericht
beschloss daher , dass die einstweilige Verfügung in diesem Sinne geändert
werden müsse . Wie sie nun genau aussehen soll , darüber setzen sich die
streitenden Parteien wieder vor der ersten Instanz auseinander . Napster
beantrage allerdings ein neues Hearing vor dem Berufungsgericht , da die
Tauschbörse die einstweilige Verfügung grundsätzlich in Frage stellt : Durch sie
werde die legale Nutzung des Dienstes in Mitleidenschaft gezogen , nur um
illegale Nutzung zu verhindern . Napster geht sogar soweit , dies als
Einschränkung der Redefreiheit zu bezeichnen , wie sie im ersten Zusatz zur
US-Verfassung festgeschrieben sei . Dieser Antrag auf ein neues Hearing hat aber
keinen direkten Einfluss auf die Neuverhandlung am 2. März . Das Vorgehen von
Napster stellt eher eine Art " vorauseilender Berufung " gegen die einstweilige
Verfügung dar , da deren zentraler Inhalt nach der Entscheidung der
Berufungsrichter schon weitgehend klar ist . Fraglich dürfte lediglich sein ,
wie illegale Kopien zu identifizieren sind und welche Maßnahmen Napster im
Detail gegen sie ergreifen muss . Sollte der zuständige Appeals Court kein
erneutes Hearing zulassen , überlegt Napster jedoch , damit vor das oberste
US-Bundesgericht , den Supreme Court , zu ziehen - eine endgültige Entscheidung
darüber sei aber noch nicht gefallen . " Es ist für jeden in der Branche
offensichtlich , dass die Summe , die Napster angeboten hat , keinen Sinn macht
in einer 40-Milliarden-Dollar-Industrie " , teilte Sony Music Entertainment mit
. Sony will inzwischen mit Vivendi Universal zusammen ein eigenes Angebot
aufbauen , zu dem die beiden Konzerne ebenfalls die anderen Majors einluden .
Die Musikkonzerne EMI und Universal zeigten dagegen zumindest prinzipielles
Interesse an einer Zusammenarbeit , äußerten aber Zweifel an dem von Napster
vorgestellten Geschäftsmodell . " Wir sind an allem interessiert , das den
Umsatz unserer Künstler und Aktionäre erhöht " , sagte Jay Samit , Senior-Chef
von EMI Recorded Music . " Doch etwas derartiges wurde uns nicht präsentiert . "
Nach Überzeugung von Universal Music hat Napster die Verpflichtung , ein
Business-Modell zu entwickeln , das die Rechte der Künstler und Aktionäre
berücksichtigt . " Nichts , was wir gehört haben , legt nahe , dass Napster in
der Lage ist , diese Aufgabe zu erfüllen " , sagte Universal-Sprecher Bob
Bernstein . Trotz allem zeigt sich Napster-Partner Bertelsmann optimistisch ,
die anderen Labels doch noch überzeugen zu können . Beide Seiten sollten einen "
Waffenstillstand " schließen , meinte Andreas Schmidt , Chef der Bertelsmann
eCommerce Group . Ob Schmidts Wünsche schon beim Gerichtstermin Anfang März
erfüllt werden , muss sich zeigen . Eine Einigung über die einstweilige
Verfügung bedeutete jedoch nicht zwangsläufig die Einstellung des
Hauptsacheverfahrens , das immer noch anhängig ist : Darin geht es grundsätzlich
um die Verletzung des Urheberrechts durch Musiktauschbörsen im Internet und wie
Lizenzierungsverfahren bei digitalen Medien aussehen könnten - dies kann sogar
dazu führen , dass Napster Lizenzgebühren für die gesamte Zeit des Bestehens der
Musiktauschbörse nachentrichten muss , ähnlich wie dies schon MP3.com mit den
Majors vereinbarte . Dem Hauptsacheverfahren gegen Napster kommt jedenfalls
entscheidende Bedeutung für zukünftige Entwicklungen des Urheberrechts im
Internet zu . Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und
BIOS-Versionen : BIOS-Updates von AOpen , Asus , DFI , Elitegroup ,
Fujitsu/Siemens , MSI , NMC , Soyo und Transcend sowie einige Tipps zu
Mainboards mit Onboard-IDE-Chips . Boards mit Onboard-IDE-Chips Nach wie vor
zahlreich sind die Hotline-Anfragen wegen Problemen mit
Ultra-ATA/100-Festplatten an IDE-Onboard-Adapterchips . Besonders viele
c't-Leser haben Probleme mit dem Asus A7V und A7V133 , auf denen der Promise
PDC20265 sitzt . Derselbe Chip kommt auch beim Gigabyte GA-7ZXR zum Einsatz .
Einige Tipps hatte c't bereits in Ausgabe 26/2000 veröffentlicht ( Probleme mit
Ultra-ATA/100-Festplatten I und Probleme mit Ultra-ATA/100-Festplatten II ) ,
doch scheinen diese bei weitem nicht alle Ungereimtheiten zu beseitigen . Asus
berichtet von einem Problem bei im BIOS abgeschalteter Boot-Sector Virus
Protection , das aber mit den BIOS-Versionen 1006 beim A7V und 1003 beim A7V133
behoben sein soll . Außerdem empfiehlt die Microsoft-Knowledge-Base im Artikel
Q271274 , bei Windows 2000 genau auf die Einstellung der Festplattengeometrie
per Jumper zu achten . Offenbar hakt es öfters , wenn der an vielen Platten zu
findende Jumper für die Angabe von 15 statt 16 Köpfen auf dem Wert " 15 Köpfe "
steht . Asus Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : DFI Auf der
Beta-Download-Seite stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit : Auf
der Download-Seite stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit : Neue
BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Unkenrufe um T-Aktie wegen
DAX-Umgewichtung Über die Entwicklung der T-Aktie nach der DAX-Umstellung im
Juni 2002 sind sich Experten uneins . Unkenrufe über einen weiteren Kursverfall
des Papiers wegen einer geringeren Gewichtung im deutschen Aktienindex DAX
finden nicht überall Widerhall . Die Fondsmanager hätten dies bei ihrer
Portfoliozusammenstellung bereits berücksichtigt , heißt es . Daher rechnet auch
Bernd Meyer von der Deutschen Bank nicht mit einer massiven Verkaufswelle . Der
Aktienstratege gibt zudem zu bedenken , dass in Europa die überwiegende Zahl der
Fonds nicht passiv und somit nicht 1:1 im Vergleich zum jeweiligen Index
angelegt sind . " Ziel dieser Fonds ist es ja , den Gesamtmarkt zu übertreffen "
, erläutert der Experte . Wenn nun die Gewichtung der Deutschen Telekom im DAX
reduziert werden sollte , findet laut Meyer nicht unbedingt eine synchrone
Entwicklung in den entsprechenden Fonds statt . Vielmehr versuchten die
Fondsmanager , rechtzeitig ihre Bestände anzupassen . Dagegen geht Volker
Borghoff von DG Bank Asset Management davon aus , dass die Fondsmanager erst
drei bis sechs Monate vor der Umstellung reagieren werden . Die Deutsche Telekom
sei trotz des relativ geringen Streubesitzes kein marktenger Titel . Daher
bestehe noch kein Handlungsbedarf . Das bestätigt auch Matthias Grimm ,
Fondsmanager bei ADIG Investment : Inwieweit das Papier einige Monate vor der
Umstellung unter Druck gerate , hänge von den fundamentalen Daten ab , sagt
Stratege Borghoff . Derzeit ist der Kursverfall der T-Aktie aus seiner Sicht
gerechtfertigt . Als Gründe nannte er die hohen UMTS-Kosten , die relativ
schlechten Unternehmensergebnisse , das sich abschwächende Wachstum im
Mobilfunkbereich und den hohen Margendruck . Inwieweit die Deutsche Telekom
weiter an Wert verliere , werde nun davon abhängen , inwieweit das Unternehmen
diese Probleme in den Griff kriege . Ungemach droht laut Experten nach der
Übernahme des amerikanischen Mobilfunkunternehmens VoiceStream durch die Bonner
. Danach könnte eine Vielzahl von T-Aktien in den Markt geschwemmt werden , da
die US-Anleger möglicherweise nach einem Aktientausch nicht an dem Besitz des
deutschen Titels interessiert seien . " VoiceStream ist im Gegensatz zur
Deutschen Telekom ein Wachstumswert " , erläutert Grimm . Der Fondsmanager
erwartet von der Übernahme aber auch positive Auswirkungen . Der Anteil der frei
gehandelten T-Aktien werde sich erheblich erhöhen und damit den Druck nach der
Umstellung im DAX etwas abfedern . Intel befüchtet Schiffbruch der
Telecom-Industrie Intel macht sich Sorgen - aber nicht nur um die jüngste
PC-Flaute , sondern auch um die Telecom-Industrie . Auf dem GSM World Congress
meinte Hans Geyer , Vizepräsident bei Intel , der Branche stehe auf Grund der
hohen Ausgaben für den Mobilfunk der nächsten Generation möglicherweise ein
finanzieller Schiffbruch bevor . Dass Intel dies nicht unbekümmert lässt ,
dürfte daran liegen , dass der Chip-Hersteller gute Geschäfte mit
Flash-Speichern macht , die auch für Handys benötigt werden : Außerdem arbeitet
der Konzern eifrig an neuen Prozessoren für die Handys der nächsten Generation ;
zusammen mit Analog Devices betreibt Intel dafür die Entwicklung eines besonders
stromsparenden digitalen Signalprozessors ( DSP ) . Dies wären wohl weit gehend
in den Sand gesetzte Investitionen , wenn der Markt zusammenbricht : Seiner
Ansicht nach ist das größte Problem , dass es bislang noch keine
Dienstleistungen gebe , die die Kunden zum Einsatz der neuen Mobilfunktechnik
bewegen könnten . Dagegen habe die Industrie Milliarden in die UMTS-Lizenzen
investiert ; die gleichen Beträge seien noch einmal für den Aufbau der
Infrastruktur notwendig . Die Telecom-Branche könne einiges von der PC-Industrie
lernen , meinte Geyer . Er warnte jedoch davor , nach der allein selig machenden
" Killer-Anwendung " zu suchen , die den Kunden den Mobilfunk der dritten
Generation schmackhaft machen könne . Auch die PC-Industrie habe so eine "
Killer-Anwendung " nicht gefunden , betonte der Intel-Manager . Compaq verklagt
Server-Startup Der Computer-Konzern Compaq geht gerichtlich gegen den Newcomer
RLX Technologies vor . RLX möchte dafür Crusoe-Prozessoren von Transmeta
einsetzen . RLX wird von einer Reihe früherer Compaq-Manager geführt ; außerdem
stießen nach Gründung der Firma noch weitere Compaq-Mitarbeiter zu dem Startup .
Der Konzern aus Houston , Texas , wirft diesen ehemaligen Mitarbeitern nun vor ,
vertrauliches Material , das Compaq als sein geistiges Eigentum beansprucht , zu
dem neuen Arbeitgeber mitgenommen zu haben . RLX habe durch das Anheuern
ehemaliger Compaq-Manager die Geschäftsgeheimnisse des Konzerns verletzt .
Rechtstreitigkeiten um den Wechsel von Mitarbeitern zur Konkurrenz sind in der
EDV-Branche beileibe nichts neues . Und der Server-Markt ist heiß umkämpft ,
auch im Bereich der " Pizzabox-Server " , die sich besonders bei
Internet-Providern und Web-Hostern großer Beliebtheit erfreuen .
Internet-Provider Tiscali entlässt europaweit In der Schweiz sollen 58
Mitarbeiter ihren Job verlieren - damit würde die gesamte eidgenössische
Belegschaft von World Online arbeitslos . In Belgien will Tiscali 45 Angestellte
entlassen . Laut Tiscali sollen durch die Entlassungen Doppelbelegungen von
Funktionen beseitigt werden , die durch die Übernahmen anderer Firmen entstanden
seien . Daher könnten auch andere Standorte betroffen sein ; eine
Tiscali-Sprecherin wollte gegenüber dem Wall Street Journal zwar keine genauen
Angaben machen , meinte aber , dass auch in Deutschland , Großbritannien ,
Italien , Frankreich und Tschechien Jobs wegfallen würden . In der Schweiz
zumindest regt sich bereits Widerstand : Dort soll es zu einem Streik kommen ,
wenn sich Tiscali nicht auf Verhandlungen über einen Sozialplan einlässt ,
erklärte die Genfer Gewerkschaft Syndicat interprofessionnel de travailleuses et
travailleurs ( SIT ) . Als World Online von Tiscali übernommen wurde ,
versicherte die Schweizer Dependance noch , es werde zu keinen Entlassungen
kommen , hieß es bei der SIT . Virtueller Marktplatz für den Einzelhandel Nach
der Automobil- und Chemie-Industrie gehen jetzt auch die Einzelhandelskonzerne
online : Die Kölner Metro AG arbeitet zukünftig mit den Warenhaus- und
Supermarkt-Unternehmen Carrefour aus Frankreich , Sears aus den USA und
Sainsburys aus Großbritannien beim E-Commerce zusammen . Die Einzelhandelsriesen
wollen gemeinsam den Internet-Marktplatz GlobalNetXChange zum Datentransfer
zwischen den Unternehmen und mit Zulieferern für den Einzelhandel nutzen . Die
Metro wird einen Kapitalanteil an GlobalNetXChange erwerben . Das Unternehmen
war Ende Februar als Joint Venture von Sears , Carrefour und dem
Datenbankhersteller Oracle speziell für den virtuellen Retail-Markt gegründet
worden . Im Mai will die Metro zudem weitere Pläne zur Forcierung des eigenen
Internet-Auftritts bekannt geben . Der virtuelle Marktplatz für den Einzelhandel
soll aber nach Aussagen der Metro die Einkaufsmacht der Großkonzerne nicht
weiter bündeln , sondern vor allem einen einheitlichen Kommunikationsstandard
zwischen den Unternehmen und den Lieferanten befördern . Ähnlich wie in anderen
klassischen Industrien dürften sich die Handelsgiganten aber vom so genannten
B2B-E-Commerce ( Business-to-Business ) erwarten , dass endlich die
Rationalisierungsgewinne realisiert werden , die die EDV und besonders das
Internet schon lange in Aussicht stellen . Für das Jahr 2004 erwarten
Marktforschungsinstitute dann nach optimistischen Analysen schon 2,7 oder gar
7,3 Billionen US-Dollar ; konservative Schätzungen gehen immerhin noch von rund
1,5 Billionen US-Dollar aus . Dagegen wirken die Umsätze beim Online-Shopping
eher marginal : Damit würde das Online-Shopping der Privatkunden selbst in
einigen Jahren gerade einmal knapp über den Umsätzen liegen , die heute schon
mit dem elektronischen Handel zwischen Unternehmen erzielt werden . EU will
Internet für Schulen und billigere Netz-Zugänge Bis Ende 2001 will die
Europäische Union alle Schulen in Europa ins Internet bringen . Darauf legten
sich die Staats- und Regierungschefs heute auf ihrem Sondertreffen zur
Beschäftigungs- und Sozialpolitik in Lissabon fest . Zusätzlich sollen auch die
Lehrer für den Umgang mit dem Internet im Schulunterricht ausgebildet werden .
Die unter dem Titel " Informationsgesellschaft für alle " gefassten Beschlüsse
des Gipfels sehen neben dem Internet-Zugang für alle Schulen auch einen größeren
Wettbewerb bei den Telefon-Ortsnetzen noch für dieses Jahr vor . Ziel sei es ,
die Kosten für die Internet-Nutzung wesentlich zu verbilligen . Für ein
stärkeres Wachstum , größere Wettbewerbsfähigkeit sowie mehr Arbeitsplätze
müssen Unternehmer und Bürger Zugang zu einer kostengünstigen
Kommunikations-Infrastruktur bekommen , heißt es in den Schlussfolgerungen von
Lissabon . Auf dem Treffen hatten die EU-Regierungschefs angekündigt , die EU
wolle durch E-Commerce und Internet die USA als führende Wirtschaftsmacht der
Welt überholen . Niemand dürfe von Informationen ausgeschlossen werden ,
erklärten die Teilnehmer des Gipfeltreffens . Nur mittels günstiger Bedingungen
für den elektronischen Handel und das Internet könne die Europäische Union den
Anschluss an ihre Konkurrenten , vor allem die USA , schaffen . " Ein
vollständig integrierter und liberalisierter Telekommunikationsmarkt sollte bis
2001 vollendet sein " , heißt es in der Abschlusserklärung . Neue Klage der
Musikindustrie gegen Napster Die amerikanische Musikindustrie hat eine weitere
Klage gegen die Musik-Tauschbörse Napster angekündigt . Von der
Internet-Plattform könnten immer noch geschützte Titel heruntergeladen werden ,
begründete die Vereinigung der Amerikanischen Musikindustrie ( RIAA ) ihren
Schritt . " Es ist klar , dass Napster sich nicht an das Gerichtsurteil hält ,
geschütztes Material zu sperren " , sagte ein Sprecher der RIAA . Nächste Woche
werde der Verband eine Unterlassungsklage einreichen . Nach Angaben von Firmen ,
die den Austausch im Internet beobachten , hat Napster die geschützten Titel auf
der Webseite lediglich um die Hälfte reduziert . Die Tauschbörse selbst gab
bekannt , sie habe seit dem 12. März mehr als 200.000 Songs herausgefiltert ,
bei denen nach Angaben der Plattenindustrie Verletzungen des Urheberrechts
vorlägen . Um die Stücke zu sperren , berücksichtige Napster zusätzlich
insgesamt 1.186.000 Variationen bei Dateinamen ; damit benutze die Tauschbörse
nunmehr über 228.569 Kombinationen aus Künstler- und Stücknamen und über
1.300.000 Variationen bei den File-Titeln . Die über Napster verfügbaren Stücke
seien inzwischen um rund 50 Prozent gesunken , lobt die Tauschbörse die
Statistiken , die auch die Beobachter bestätigen , selbst : Während vor
Einführung des Filter-Systems ein Napster-User im Durchschnitt 220 Songs zum
Tausch anbot , seien es nun nur noch rund 110 Stücke , erklärte die Tauschbörse
. Nach der einstweiligen Verfügung eines Berufungsgerichts in Kalifornien vom 6.
März müsste Napster längst alle geschützten Titel herausgefiltert haben . Die
Tauschbörse warf den Labels aber bereits bei der Vorlage ihres Berichts an das
zuständige Bezirksgericht vor , sie untergrabe die Bemühungen Napsters durch
unvollständige Listen und falsche Dateinamen . Herzog Telecom wegen überzogener
Versprechungen in Konkurs Das börsennotierte Trierer Kommunikationsunternehmen
Herzog Telecom AG will wegen Liquiditätsproblemen am kommenden Montag Konkurs
anmelden . Wie das Unternehmen außerdem mitteilte , wird der bisherige
Finanzvorstand Werner Plein das Unternehmen verlassen . Seine Position werde
Jochen Hirschmann übernehmen . Zusätzlich sollen 20 Filialen geschlossen werden
. Die Zahl der Mitarbeiter werde von 211 auf 78 sinken . Werbung und Druckerei
sollen ausgelagert werden . Herzog Telecom ist vor allem wegen überzogener
Versprechungen bei der Vermittlung von Handy-Verträgen in Schwierigkeiten
geraten . So hatte die Firma Kunden des Mobilfunkanbieters Viag Interkom eine
Erstattung der Grundgebühr versprochen . Die aktuell nicht bedienten Forderungen
von zusammen 11.800 Kunden bezifferte das Unternehmen auf 750000 Euro . Die
Staatsanwaltschaft ermittelt laut dpa wegen des Verdachts des unlauteren
Wettbewerbs und hat bereits Unternehmensakten beschlagnahmt . Das
Rückerstattungsmodell werde nicht mehr angeboten . Nach der massiven Senkung der
Einstiegspreise bei den monatlichen Mobilfunkgrundgebühren und höheren Preisen
bei Pre-Paid Handys sehe Herzog nunmehr eine realistische Chance , kurzfristig
wieder Gewinne erzielen zu können , hieß es in einer Börsenpflichtmeldung des
Unternehmens . Es gebe aber auch Gespräche mit Investoren . Am gestrigen Freitag
schloss der Aktienkurs der an der Frankfurter Börse notierten Firma mit einem
Minus von über 9 Prozent bei 1,91 Euro ; das 52-Wochen-Hoch des Papiers hatte
bei 15,5 Euro gelegen . Justizministerin : Gesetze im Internet Rechtzeitig zur
CeBIT läutet die deutsche Justiz eine neue Epoche ein . Sie verwies darauf ,
dass schon seit ihrem Amtsantritt vom Bundesjustizministerium Gesetzentwürfe im
Internet veröffentlicht werden - ein Angebot , das von Journalisten und
politisch interessierten Bürgern rege genutzt werde . Auch die Entscheidungen
des Bundesverfassungsgerichts könnten inzwischen im Internet nachgelesen werden
. Im Sommer werde der Bundesgerichtshof nachziehen und darüber hinaus mit einem
Senat den elektronischen Rechts- und Gerichtsverkehr testen , kündigte
Däubler-Gmelin an . Bürger , Rechtsanwälte und Gerichte könnten sich künftig
Schriftsätze , Dokumente und Entscheidungen per E-Mail gegenseitig zusenden .
Dafür habe die Bundesregierung in letzter Zeit alle rechtlichen Voraussetzungen
geschaffen . Dazu gehöre insbesondere die Regelung der so genannten
elektronischen Unterschrift ( Signaturgesetz ) , die in der Rechtswirkung mit
einer eigenhändigen Unterschrift gleichzusetzen sei . Mit diesen Voraussetzungen
stehe auch bei den Gerichten in den Ländern der Einführung des Rechts- und
Gerichtsverkehrs über das Internet nichts mehr im Wege . Die Entscheidung
darüber sei aber Sache der Länder , die auch in ihrem Bereich die Kosten für
Computer und Software aufbringen müssten . Sie hoffe , dass dies so bald wie
möglich geschehe , weil Internet und E-Mail erhebliche Erleichterungen und auch
Rationalisierungen im Justizwesen ermöglichten . Die Ministerin betonte , ein
Schwerpunkt der Bundesregierung sei , die Modernisierung der Justiz ein
erhebliches Stück voranzubringen . Das Recht müsse die Schwächeren schützen und
ihnen effizient zu ihrem Recht verhelfen . Diesem Ziel diene die Justizreform ,
und diesem Ziel diene die Nutzung der modernen elektronischen Medien bei Gericht
. Zum Problem rechtsextremistischer Propaganda im Internet sagte Däubler-Gmelin
, die Zahl der so genannten Hass-Seiten nehme - wie die Zahl der Internet-Seiten
insgesamt - zu . Die Relation habe sich aber nicht verschlechtert . Wichtig sei
die Arbeit ziviler Gruppen , die das Netz beobachten und gegen schwere Auswüchse
vorgehen . Sehr viele Hass-Seiten kämen mit Ziel Deutschland aus den USA . Auch
mit den amerikanischen Behörden sei man ein Stück vorangekommen , sie stünden
den Deutschen in solchen Fällen " kooperierend " zur Seite . c't im Fernsehen :
Das CeBIT-Special von com.p@ss Am heutigen Samstag , 24. März , zeigt das hessen
fernsehen um 18.30 Uhr die CeBIT-Sendung von com.p@ss . Die wöchentliche
Computer- und Multimedia-Sendereihe führt ihre Tests in Zusammenarbeit mit c't
durch . Dieses Mal kommentieren Mike Carl und c't-Redakteur Georg Schnurer die
Trends der CeBIT : Trend Nr. 1 : Die " normale Rechenkiste " hat ausgedient .
Ihren Platz nehmen Minicomputer , Organizer und Handys ein . Trend Nr. 2 : Trend
Nr. 3 : Auf der CeBIT geht die Unterhaltung neue Wege . com.p@ss wird im hessen
fernsehen am Sonntag , 25.3.2001 , um 15.15 Uhr wiederholt . Das Berliner
Fernsehen B1 zeigt die Folge am 27.3.2001 um 8.30 Uhr , am 30.3.2001 um 14.30
Uhr und am 1.4.2001 um 2.00 Uhr . E-Plus will mit i-mode Mobilfunkmarkt
aufrollen Der Mobilfunkbetreiber E-Plus will voraussichtlich schon Ende dieses
Jahres mit i-mode , dem Internet-Dienst für Handys , in Deutschland antreten . "
Entscheidend ist , dass wir ein Produkt auf den Markt bringen , das vital ,
spannend und überzeugend ist " , sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung ,
Uwe Bergheim , auf der CeBIT in einem Gespräch mit dpa . i-mode ist ähnlich wie
WAP eine abgespeckte Internetversion für das mobile Surfen im Netz , wird aber
bereits nach Datenvolumen und nicht nach Online-Zeit abgerechnet . Unterhaltung
, Spiele oder E-Mails , elektronisches Shopping oder Bank- und Börsengeschäfte
sollen Schwerpunkte des neuen Angebotes sein . An der Entwicklung des Dienstes
arbeiten E-Plus , die niederländische KPN Mobile , Muttergeselschaft von E-Pklus
, und die japanische NTT DoCoMo in einem Gemeinschaftsunternehmen . " i-mode ist
der lebende Beweis , dass Informationen über das Mobiltelefon abgefragt werden "
, sagte der E-Plus-Chef weiter . Auf diese Erfolgsstory setzt auch Bergheim .
Mit i-Mode war DoCoMo 1999 gestartet . Proxim und Netopia sagen Fusion ab Ende
Januar erst gaben der Funk-LAN-Spezialist Proxim und Netopia , Hersteller von
Breitband-Lösungen , ihr Fusion bekannt - nun sagen sie den Deal wieder ab .
Neben DSL- und Kabelinfrastruktur bietet Netopia auch die
Remote-Control-Software Timbuktu an . Die beiden Firmen einigten sich gemeinsam
auf die Absage des Zusammenschlusses - Strafgebühren für eine einseitige
Kündigung der Vereinbarung werden daher nicht fällig . Als Grund für den
geplatzten Deal gaben die Firmen die " gegenwärtigen Marktbedingungen " an . Zu
diesen dürfte auch die Entscheidung von Intel gehören , in künftigen
Wireless-LAN-Produkten nicht auf den HomeRF-Standard zu setzen , den Proxim
favorisiert . Im April vergangenen Jahres hatte Intel noch in Zusammenarbeit mit
Proxim eigene HomeRF-Geräte vorgestellt . Der Chip-Gigant will nun stattdessen
nur noch Geräte auf den Markt bringen , die nach IEEE 802.11b mit bis zu 11
MBit/s arbeiten . HomeRF war gegen diesen quasi offiziellen WLAN-Standard als
kostengünstigere Lösung vor allem für Privatanwender gedacht ; bislang konnte er
aber noch keine allzu großen Marktanteile gewinnen . Ganz aufgeben wollen
Netopia und Proxim ihre Zusammenarbeit aber nicht - zumindest in den
Verlautbarungen zur Absage der Fusion betonten beide Firmen die Fortsetzung
ihrer " strategischen Partnerschaft " . Netopia werde Proxims HomeRF-Technik in
die Router und Endgeräte für Breitband-Kommunikation einbauen , hieß es .
Adaptec gibt erneut Gewinnwarnung aus Der SCSI-Spezialist Adaptec hat seine
Gewinnerwartungen für das laufende vierte Geschäftsquartal zum zweiten Mal in
diesem Monat nach unten korrigiert . Am 2. März kündigte Adaptec an , einen
Gewinn von 10 bis 15 Cents statt 23 Cents pro Aktie zu erreichen ; am gestrigen
Freitag erklärte das Unternehmen nun , der Gewinn werde bei zwei bis vier Cents
je Aktie liegen . Als Grund für die niedrigere Gewinnprognose gab Adaptec
übervolle Lager bei den Händlern auf Grund des Rückgangs bei den Ausgaben für
Technologie-Investitionen an . Am Dienstag hatte Adaptec bekannt gegeben , 450
Mitarbeiter zu entlassen , rund 20 Prozent der Belegschaft . Studie sieht
Milliardenverluste durch UMTS Interne Berechnungen der Unternehmsberatung
McKinsey sagen den Telefonkonzernen in Europa Milliardenverluste durch die
Einführung des neuen UMTS-Standards im Mobilfunk voraus . Ursache seien die
hohen Investitionen für die UMTS-Lizenzen und die zugehörige Infrastruktur , die
sich nicht vor 2017 amortisieren ließen . Ein Sprecher von T-Mobil wies die
Angaben von McKinsey am heutigen Samstag auf der CeBIT jedoch zurück . " Die
Berechnungen fußen auf willkürlichen Annahmen " , sagte Stephan Althoff von
T-Mobil der dpa . " Da wird das Spiel mit der Angst betrieben . " T-Mobil sei
bislang ein profitables Unternehmen und werde es auch weiterhin sein . Laut
Spiegel gibt McKinsey T-Mobil und D2 Vodafone noch die besten Chancen , die
UMTS-Einführung ohne Verluste zu überstehen . Bei E-Plus , Viag-Interkom und
Mobilcom laute die Bewertung " kritisch " bis " sehr kritisch " . Die
finnisch/spanische Allianz von Sonera und Telefonica sei sogar völlig chancenlos
. Online-Verwaltung soll Bürgern lange Wege ersparen Das Internet birgt nach
Ansicht von Verwaltungsexperten für Kommunen und Regierungen eine einmalige
Chance für mehr Bürgernähe . " Etwa jede zweite Dienstleistung in der Verwaltung
ist internetfähig " , sagte Bodo Henning , Geschäftsführer des
Datenverarbeitungszentrums Mecklenburg-Vorpommern , am heutigen Samstag am Rande
einer internationalen Konferenz über " E-Government " in Schwerin . Die
technischen und datenschutzrelevanten Voraussetzungen seien vorhanden . Jetzt
müsse es vor allem um die Umsetzung innerhalb der Verwaltungen gehen . Bei der
bis Montag dauernden Konferenz stellen rund 70 Vertreter aus den USA , allen
drei baltischen Ländern , Skandinavien und Finnland , Island , Polen und
Russland ihre Erfahrungen mit Online-Angeboten von Verwaltungen vor . Die
Vereinigten Staaten seien auf diesem Gebiet schon sehr viel weiter , betonte
Henning . Dort laute die Devise : " Jeder Bürger muss an jedem Ort die
Information bekommen , die er braucht . " Gerade für Bewohner ländlicher
Regionen biete das Internet erhebliche Vorteile . Um einen neuen Führerschein zu
beantragen , müsse man heute oftmals noch einen Tag Urlaub nehmen . Durch
entsprechende Online-Möglichkeiten könne Zeit und Geld gespart werden , sagte
Henning . Auch innerhalb der Verwaltungen führten " intelligente
Online-Formulare " zu einer deutlichen Beschleunigung der Verwaltungsabläufe .
Dennoch dürfe sich nicht alles aufs Internet konzentrieren : " Die Oma im Dorf
muss ihren Brief auch noch im Amt abgeben können . " Mecklenburg-Vorpommerns
Innenminister Gottfried Timm ( SPD ) hatte zur Eröffnung der Konferenz "
Developing E-Government in the Baltic Region " auf die Verpflichtung der
Bundesregierung verwiesen , bis 2005 alle internetfähigen Dienstleistungen der
Bundesverwaltung online zugänglich zu machen . Dazu habe Bundeskanzler Gerhard
Schröder ( SPD ) im September vergangenen Jahres mit der Initiative BundOnline
2005 den Startschuss gegeben . Viele Länder , darunter Finnland , hätten in
diesem Bereich bereits heute Beachtliches geleistet . Neues Leben für das
Internet Underground Music Archive " IUMA wird niemals sterben ! " , jubeln die
Betreiber des Internet Underground Music Archive ( IUMA ) seit dem gestrigen
Freitag . Die traditionsreiche Webseite für Online-Musik und unabhängige Musiker
scheint gerettet : Die Betreibergesellschaft wird von dem europäischen
Online-Musikanbieter Vitaminic übernommen . Innerhalb einer Woche sollen alle
vor kurzem eingestellten Angebote wieder aufgenommen werden . Vitaminic betreibt
bereits eine amerikanische und neun regionale europäische Web-Sites für
Online-Musik . 1993 wurde die Site von Jeff Patterson gegründet , um seine
eigene Band zu promoten . IUMA wurde schnell zum Promotion-Geheimtipp vieler
Independent-Musiker . Anfangs bot man Songs noch als WAV-Dateien zum Download an
, dann wurde IUMA eine der ersten legalen MP3-Sites . Mitte der Neunziger war
sie geradezu Inbegriff der Möglichkeiten , die das Netz Musikern ohne
Plattenvertrag bot . Mitte 1999 kaufte der Internet-Musikändler Emusic die Site
auf ; die Firma geriet aber selbst in eine Krise . Anfang Februar kam dann das
vorläufige Aus für IUMA : Die Site kündigte damals an , den Betrieb " geordnet "
einzustellen und nach und nach alle Angebote aus dem Web zu nehmen . Vitaminic
kauft nun Emusic alle Besitztümer von IUMA ab , einschließlich der Domains , der
Künstler-Datenbank , der Hardware sowie der eingetragenen Markenzeichen .
Innerhalb der nächsten Monate will Vitaminic die IUMA-Site um E-Commerce , einen
Abo-Service und Dienstleistungen für mobile Nutzer erweitern . Emusic bekommt
für IUMA 400.000 US-Dollar in bar sowie 500.000 US-Dollar in neu von Vitaminic
herausgegebenen Aktien . Jeff Patterson , Gründer von IUMA , feierte den
Finanz-Deal überschwenglich als Sieg für die IUMA-Gemeinschaft : Wir waren die
ersten hier und wir werden für immer hier sein . Als uns das Geld ausging ,
arbeiteten die Mitarbeiter freiwillig weiter - als wir die Arbeit nicht mehr
bewältigen konnten , machten die Künstler freiwillig mit . EU : Mit dem Internet
zur Wirtschaftsmacht Nr.1 Auch Maßnahmen im Bereich der IT-Technik sollen Europa
nach den Beschlüssen des EU-Gipfels in Stockholm auf den Weg zur
Wirtschaftsmacht Nr.1 bringen : Mit umfassenden Forschungsarbeiten zu kabellosen
Techniken sollen die Voraussetzungen für ein " drahtloses Europa " geschaffen
werden,.der Ausbau der nächsten Internet-Generation wird gefördert und bis Ende
dieses Jahres sollen Rechtsvorschriften zum elektronischen Geschäftsverkehr
angenommen werden . Außerdem will die EU bis Juni dieses Jahres eine umfassende
Strategie für die Sicherheit elektronischer Netze entwickeln . Dafür sollen Aus-
und Fortbildungsmöglichkeiten sowie Programme zum lebenslangen Lernen stärker
gefördert werden . Im Mittelpunkt steht dabei die Verbesserung der
Qualifikationen im Bereich der Informationstechnologien . Weitere Beschlüsse
fassten die Regierungschefs auf dem EU-Gipfel zu Wirtschaftsreformen innerhalb
der Europäischen Gemeinschaft , einem einheitlichen Sozialmodell und zur
Vernetzung der europäischen Spitzenforschung . Maßnahmen zur Stärkung des
europäischen Biotechnologiesektors sollen darüber hinaus geprüft werden . Cisco
gründet Abteilung für Internet-Software Der Router-Spezialist Cisco will
verstärkt ins Software-Business einsteigen , um seine Geschäfte mit der Hardware
für die Internet-Infrastruktur zu ergänzen und abzusichern . Die Internet
Communications Software Group ( ICSG ) soll alle entsprechenden Aktivitäten des
Netzwerk-Konzerns bündeln und Anwendungen für Internet-Anbieter , Application
Service Provider und Betreiber von E-Commerce-Seiten liefern . Zum Portfolio der
neuen Sparte gehört beispielsweise das so genannte Customer Relationship
Management ( CRM ) , das Internet-Dienstleistern besseres Management von
Kundenkontakten und -daten ermöglichen soll . Viele Anbieter betrachten dies als
Lösung für eines der größten Probleme der E-Commerce-Sites : Die ICSG nennt ihre
CRM-Angebote Customer Contact Platform . Letztes Jahr übernahm der Konzern
GeoTel und WebLine , die CRM-Lösungen produzieren ; die
Unified-Messaging-Anwendung stammt von der ebenfalls aufgekauften Firma Amteva .
Mit der Bildung einer eigenen Abteilung für die Internet-Software will Cisco
offensichtlich stärker vom Boom bei der Software für die Internet-Infrastruktur
profitieren . Bei der Hardware ist man schließlich schon gut im Geschäft - der
Konzern ist Marktführer bei den Internet-Routern . Da bietet es sich an , diese
Position auch zum Verkauf von Software zu nutzen , für die Analysten große
Umsatzzuwächse erwarten . Unified Messaging wird schon als eine der nächsten "
Killer-Anwendungen " für das Internet bezeichnet , die die zunehmende
Integration von Sprach- und Datennetzen auf der Hardware-Ebene durch
entsprechende Software ergänzt . Und die Sicherstellung von Kundenloyalität
durch funktionierendes Customer Relationship Management dürfte für die meisten
E-Commerce-Anbieter über Wohl oder Wehe entscheiden . Intel-Chef : Microsofts
Aufteilung ohne Auswirkungen Craig Barrett , Chef von Intel , meint , es werde
keine größeren Auswirkungen geben , wenn Microsoft aufgeteilt werde , wie es das
erstinstanzliche Urteil im Kartellverfahren gegen den Software-Konzern vorsieht
. " Die horizontale Teilung Microsofts in eine Betriebssystem- und eine
Anwendungsfirma , wie sie vorgeschlagen wurde , stimmt ziemlich mit der
horizontalen Struktur der Computer-Industrie überein " , begründete er seine
Ansicht auf einer Pressekonferenz in Moskau . Barrett reiht sich damit in die
Reihe derjeniger Beobachter ein , die davon ausgehen , zwei " Baby-Bills "
könnten in ihren jeweiligen Märkten praktisch genauso operieren wie zuvor
Microsoft alleine . Wirtschaftswissenschaftler hatten im Vorfeld des Urteils in
einem unabhängigen Gutachten für das Gericht sogar vorgeschlagen , Microsoft in
mehrere Teile zu zerschlagen , da eine Zweiteilung den neuen Firmen ein Monopol
in ihren jeweiligen Märkten lasse . Die Kontrahenten im Verfahren haben sich
inzwischen zumindest auf einen Zeitplan für das weitere Vorgehen im
Berufungsverfahren geeinigt . Am 26. Juli dieses Jahres soll danach Microsoft
seine Position darlegen . Am 15. August will die Klägerseite aus
US-Justizministerium und den Vertretern von 19 amerikanischen Bundesstaaten
darauf antworten ; Microsoft möchte dies vor der offiziell vorgesehenen ersten
Instanz , dem Appeals Court von Washington D.C. erledigt wissen ; das
US-Justizministerium will aber direkt vor dem obersten US-Bundesgericht , dem
Supreme Court verhandeln , der im normalen Verlauf eines Berufungsverfahrens die
letzte Instanz wäre . Richter Thomas Penfield Jackson vom Bezirksgericht in
Washington D.C. hat die Verhandlung vor dem Supreme Court bereits zugelassen ,
während der Appeals Court in einer überraschenden Wendung die Berufung von
Microsoft sehr schnell angenommen hat . Die Entscheidung über den weiteren
Verlauf liegt nun beim Supreme Court : Für den Fall , dass dieser die Berufung
annimmt , kündigte der Appeals Court , der allgemein als " Microsoft-freundlich
" bezeichnet wird , bereits an , nicht auf einer Verhandlung unter eigener Ägide
zu bestehen . Deutsche Telekom im Kaufrausch Die Deutsche Telekom will nun
offensichtlich langsam damit ernst machen , die Ankündigungen einer
internationalen Expansion in die Tat umzusetzen . Der Spiegel berichtet in
seiner Ausgabe vom kommenden Montag , dass die Übernahme von Freeserve , dem
größten britische Internet-Dienstleister , in den nächsten Tagen besiegelt wird
. Damit solle die Position der Internet-Tochter T-Online gestärkt werden , die
bislang fast nur auf dem deutschen Markt vertreten ist - hier zu Lande lässt sie
den Konkurrenten AOL zwar weit hinter sich , im internationalen Geschäft kann
T-Online dem amerikanischen Online-Dienst aber nicht das Wasser reichen . Nach
einem Bericht der Washington Post erklärte zudem Jeffrey A. Hedberg , bei der
Telekom für die internationalen Operationen zuständig , der deutsche Konzern
wolle sich in den rasch wachsenden amerikanischen Mobilfunkmarkt einkaufen . Sie
wolle sich aber auch ein US-Unternehmen sichern , das über ein erhebliches
Internet- und Telefonnetz auf dem größten Markt verfüge . Als Kaufobjekte kommen
der US-Konzern Sprint , aber auch andere amerikanische Telekom-Unternehmen in
Betracht . " Sprint wäre interessant " , sagte Hedberg . Es ist ein gutes
Unternehmen ... Er lehnte nach dem Bericht der Washington Post jedoch ab ,
definitiv zu sagen , ob die Deutsche Telekom Sprint oder Anteile daran
übernehmen wolle , falls die Großfusion mit dem US-Konzern WorldCom an den
Wettbewerbshütern scheitert oder der Verkauf wichtiger Kernsparten nötig wird .
" Wir werden all solche Möglichkeiten untersuchen " , sagte Hedberg . Jede
Gesellschaft , die einen direkten Weg zu Unternehmenskunden in wichtigen Märkten
biete und über eine starke Verkaufs- und Marketingmannschaft verfüge , sei eine
Möglichkeit . Hedberg unterstrich , dass ein Joint Venture auf keinen Fall in
Frage komme . Die Deutsche Telekom wolle volle Kontrolle über jeden Weg haben ,
den sie einschlage . Verfassungsschutz : Anstieg rechtsextremer
Internet-Auftritte Die Internet-Auftritte von Rechtsextremisten sind nach
Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz sprunghaft angestiegen . Allein in
den ersten vier Monaten dieses Jahres seien 140 Homepages dazugekommen ,
berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung .
Verfassungsschutz-Präsident Heinz Fromm zufolge werden die Inhalte der
rechtsextremistischen Internet-Seiten immer aggressiver . Es werde offen zum
Rassenhass angestachelt , die Anwendung von Gewalt werde propagiert und es
fänden sich sogar detaillierte Anleitungen zum Bombenbasteln . Erstmals hätten
Extremisten im vergangenen Jahr " schwarze Listen " politischer Gegner und
Mordaufrufe ins Internet gestellt . Der Verfassungsschutz-Präsident spricht in
diesem Zusammenhang von einer " neuen Dimension " . Zwar gelinge es immer wieder
, die Urheber gewaltpropagierender oder volksverhetzender Seiten zu
identifizieren . Doch werde die Strafverfolgung dadurch erschwert , dass die
Extremisten ihre Homepages häufig über Provider eines fremden Landes einstellten
, in dem zum Beispiel Volksverhetzung nicht geahndet werde . So sei etwa ein
Mordaufruf auf einem ausländischen Server nur zögerlich und erst nach mehrfacher
Intervention deutscher Stellen gelöscht worden . Eine wirksame Bekämpfung des
Rechtsextremismus im Internet sei deshalb nur möglich , wenn es zu
internationalen Lösungen komme , meinte Fromm . Die neuen Erkenntnisse des
Verfassungsschutzes sind in einer neuen Broschüre zusammengefasst , die am
Montag ins Internet gestellt wird . Ein Bericht vom Januar 2000 über
rechtsextremistische Aktivitäten im Internet ist bereits verfügbar . Aktionäre
genehmigen Fusion von AOL und Time Warner Die Aktionäre des weltgrößten
Onlineunternehmens AOL und des Medienriesen Time Warner haben am gestrigen
Freitag die geplante Fusion mit überwältigender Mehrheit gebilligt , teilten
beide Unternehmen nach den außerordentlichen Hauptversammlungen mit . Allerdings
stehen dem Fusions-Glück der beiden Konzerne noch die Wettbewerbshüter der
Europäischen Union und der USA im Weg : Deren Genehmigungen stehen nämlich noch
aus . Bislang laufen die Prüfungen in Washington und Brüssel noch ; man kann
aber davon ausgehen , dass die beiden Unternehmen Zugeständnisse machen müssen ,
um grünes Licht für die Mammutfusion zu erhalten . Kritisiert wurde von
Konkurrenten und Verbraucherschützern aber unter anderem die Konzentration von
TV-Kabel und Internet-Zugang unter dem Dach eines Konzerns . Und AOL bekommt
über die Time-Warner-Kabelfernsehnetze eine wichtige Breitbandschiene für seine
Onlinedienste und kann die Inhalte der Time-Warner-Publikationen und deren Film-
und Fernsehprogramme nutzen . Trotz der weiteren Prüfung durch die
Wettbewerbshüter gehen beide Unternehmen davon aus , dass der Deal im Herbst
endgültig über die Bühne gehen wird TI steigt bei Breitband-Funknetzen ein Texas
Instruments auf Einkaufstour : Das Unternehmen ist spezialisiert auf die
Entwicklung von Chipdesigns für drahtlose Netze . So bietet Alantro bereits
Chips für Funk-LANs nach IEEE 802.11b mit 11 MBit/s an ; durch proprietäre
Erweiterungen ereichen die Designs allerdings höhere Datenraten als die der
Konkurrenz , heißt es bei Alantro . Außerdem entwickle man neue Chips , die
Datenraten bis 22 MBit/s ermöglichen sollen , ohne die Kompatibilität zu 802.11b
zu verlieren . Zu den Bereichen , bei denen Alantro besondere technische
Expertise für sich reklamiert , gehören unter anderem Reed-Solomon- und
Viterbi-Coding in Hardware . Die Übernahme von Alantro will TI über einen
Aktientausch abwickeln . Eine eigene Chip-Produktion besitzt Alantro nicht , die
Firma mit rund 50 Beschäftigten arbeitet als reines Design-Unternehmen . TI
gliedert Alantro in die Broadband Access Group ein . NSA kann Bundeswehr-EMail
knacken " Da Lotus Notes in der Bundeswehr zur Übertragung offener Informationen
und Informationen des Schutzbereichs 1 genutzt wird , ist in der Regel der
Mailverkehr nicht verschlüsselt " , heißt es in der Antwort . Eine Stellungnahme
zu der Frage , warum bei Regierungsstellen überhaupt Software mit schwacher
Verschlüsselung eingesetzt wird , die beispielsweise vom amerikanischen
Geheimdienst NSA problemlos geknackt werden kann , bleibt die Bundesregierung
allerdings schuldig . Da es sich bei den Mechanismen in Notes im technischen
Sinne nicht um eine Key-Recovery-Funktion handle , von der die Anfrage der
PDS-Fraktion spricht , verweigert die Bundesregierung schlicht und einfach die
Antwort . In den internationalen Versionen von Lotus Notes kommt ein Verfahren
zum Einsatz , das sich Work Factor Reduction Field nennt . Dabei werden 24 Bit
des 64 Bit großen Schlüssels mit dem öffentlichen Schlüssel der National
Security Agency ( NSA ) kodiert . Der Geheimdienst hat damit direkten Zugriff
auf diesen Teil des Schlüssels und muß nur noch einen 40 Bit großen Schlüssel
knacken - was für die NSA kein Problem darstellt . Experten des
Bundesverteidigungsministeriums äußern angesichts dieser Spionageerleichtung für
die NSA einige Bedenken . Wolfgang Taubert , Oberregierungsrat im
Bundesverteidigungsministerium , erklärte vor kurzem auf einer Lotus-Konferenz :
" Wir können eine NSA-Kontrolle unseres nationalen IT-Sicherheitssystems für
vertrauliche und geheime Informationen unmöglich akzeptieren . " Notes/Domino
werde deshalb ohne zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen in der Bundeswehr nicht für
die Verarbeitung von vertraulichen oder geheimen Informationen eingesetzt . UMTS
: Lockrufe des Mobilfunks Für die sieben Telefonkonzern-Riesen geht es um alles
oder nichts : Wenn am 31. Juli die Versteigerung der begehrten
UMTS-Mobilfunklizenzen beginnt , wird über einen lukrativen Markt der Zukunft
entschieden . Nach dem Motto " dabei sein und siegen " setzen die Bieter alles
auf eine Karte , um eine Lizenz der dritten Generation zu ergattern . Mobiles
Internet und superschnelle Datenübertragung , M-Commerce ( E-Commerce übers
Handy ) und Multimedia über Handy lauten die Lockrufe des Mobilfunks . Für die
vier deutschen Betreiber ist eine UMTS-Lizenz ein Muss . " Sie sind dazu
verdammt , eine Lizenz zu ersteigern " , schreiben die Telekom-Analysten der
Düsseldorfer WestLB Panmure . Gingen sie leer aus , verlöre ihr Kundenstamm
deutlich an Marktwert . Auch an der Börse erwarten die Experten im Falle eines
Misserfolgs Kursabschläge . Branchenkenner erwarten , dass T-Mobil ( D1 ) und
Mannesmann Mobilfunk ( D2/Vodafone ) ohne Limit in die Auktion gehen . " Wir
haben eine exzellente Ausgangsbasis und ein hochmotiviertes Team . " Ähnlich
äußert sich Roland Mahler , Generalbevollmächtigter von T-Mobil : " Wir sind
bestens auf die Versteigerung vorbereitet . " Als sichere Bank auf eine
Konzession gilt ferner E-Plus , die gemeinsam mit Hutchison Whampoa antritt .
Erst vor wenigen Tagen hatten sich die niederländische Konzernmutter KPN mit der
Mobilfunkfirma aus Hongkong verbündet . Außerdem sitzt die japanische NTT DoCoMo
im Boot dieser Gruppe : " KPN und Hutchison werden bei der Auktion eine starke
Rolle spielen " , sagt E-Plus-Geschäftsführer Klaus Thiemann . Und mit NTT
DoCoMo habe man das Potenzial eines Weltmarktführers beim mobilen Multimedia zur
Seite . " Wir sind fest entschlossen mit einer UMTS-Lizenz nach Hause zu gehen "
, betont Maximilian Ardelt von der VIAG Interkom . Die Partner British Telecom
und Telenor ( Norwegen ) sowie der Energieriese E.ON seien voll entschlossen ,
eine Lizenz zu erwerben . Vor allem die Briten , denen nachgesagt wird , die
Mehrheit an dem Unternehmen erwerben zu wollen , können sich einen Flop in
Deutschland kaum erlauben . Ohnehin liefern die britische und die deutsche
Auktion gutes Anschauungsmaterial über die wichtigsten Mitspieler der Branche .
Fünf große Gruppierungen wollen im Mobilfunk der Zukunft in Europa den Ton
angeben : Vodafone/Mannesmann , France Telecom/Orange , Deutsche Telekom ,
KPN/NTT DoCoMo und die British Telecom . Alle fünf besitzen in Großbritannien
eine UMTS-Lizenz und werden vermutlich auch in Deutschland zum Zuge kommen . Nur
die Großen können die Preise für die Lizenzen und Kosten des Netzaufbaus
schultern . Denn bis es mit UMTS-Diensten ans große Geld verdienen geht ,
dürften noch einige Jahren vergehen . Die enormen Kosten werden die Bilanzen
zunächst stark belasten . Kuczkowski : " D2 ist gut aufgestellt , aber
Goldgräberstimmung ist nicht angebracht . " Die UMTS-Euphorie ist verflogen .
Für die Firmen wird es immer schwieriger , Geschäftspläne über einen Markt
einzuhalten , der noch entwickelt werden muss . Der Abschied aus UMTS oder die
Bildung von neuen Partnerschaften sind die Folgen . Die WestLB Panmure resümiert
: Die UMTS-Auktionen würden eine weitere Triebfeder für Allianzen und eine
Bereinigung der Branche sein . Auch wenn inzwischen Ernüchterung eingetreten ist
, verschenkt werden die Lizenzen nicht . Die Besinnung auf den
Selbsterhaltungstrieb , hofft Michael Rebstock von VIAG Interkom , werde dafür
sorgen , dass es nicht zu teuer werde . Je günstiger die Lizenzkosten , umso
besser für die Unternehmen . Selbst für den Bund könnten niedrigere
Auktionserlöse eine positive Wirkung haben . Denn der Kurs der Telekom-Aktie
dürfte weniger Federn lassen und die Staatsbeteiligung ( momemtan 58 Prozent )
mehr wert sein . Solche Summen haben Begehrlichkeiten von allen Seiten ausgelöst
. Doch für Bundesfinanzminister Hans Eichel steht die Verwendung der Mittel
längst fest . " Unerwartete Mehreinnahme zur Tilgung von Staatsschulden " .
Kommentar : Endlich : ICANN sei Dank ! Wir dürfen nämlich einen europäischen
Direktor für die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers wählen . Da
besuchen uns doch eh mehr Leute als unter unserer richtigen Adresse . Und warum
soll bei einem so wichtigen Bereich nicht ein deutscher Direktor mitreden , kann
doch nicht schaden . Auch unsere deutschen Politikerinnen und Politiker finden
das , Herr Mosdorf hat 's gesagt und Frau Bulmahn . Ausserdem hat Spiegel Online
fast dreihundert Vorschläge bekommen für Leute , die das für uns machen könnten
, und er hat fest gearbeitet und eine " bereinigte " Liste erstellt . Damit hat
er uns aber doch geholfen : Das ist schon okay . Bloß schade , dass wir die
Liste jetzt nicht mal sehen können . Wäre doch für uns Wähler auch ganz nett
gewesen zu sehen , welcher unserer Kandidaten als würdig erachtet wurde .
Immerhin hat der Spiegel schon verraten , dass ein Medienprofessor dabei ist und
ein Domainhändler . Das macht die Sache doch spannender ... Es war ja auch echt
gut , die Liste zu bereinigen : Wenn wir das gewusst hätten , hätten wir
allerdings keine 300 Leute vorgeschlagen ... Wir erfahren die Namen ja
vielleicht dann später auch noch , vielleicht sagt auch ICANN-Finanzchef Andrew
McLaughlin sie uns , der die Spiegel-Liste jetzt ja kriegen soll . Bloß in einer
Hinsicht müssen wir noch aufpassen : Siehe Japan , da können die Chinesen noch
so viele sein , die Japaner stellen mit über 15.000 Wählern das meiste Wahlvolk
. Da hat es doch auch sein Gutes , dass die Webseite der ICANN gerade so
überlastet ist - kommt also eh kaum noch einer ins Wählerverzeichnis . Die ICANN
will daran auch gar nix mehr ändern , sonst gehen noch alle Wähleradressen
futsch , hat der Vater des Internet ( mit bürgerlichem Namen Vint Cerf ) gesagt
. Speichern die die Wählerlisten etwa auf ihrer Website ? Nun ja , die
Amerikaner und der Datenschutz ... M-Commerce-Firmen fordern 10 Prozent der
UMTS-Einnahmen E-Commerce ist out , M-Commerce ist in : Dem elektronischen
Handel über mobile Geräte wie Handys prophezeien einige Marktforscher große
Zukunft . Ganz zu trauen scheinen die mit M-Commerce beschäftigten Firmen dem
Frieden allerdings nicht . In einem offenen Brief an Bundeskanzler Gerhard
Schröder fordert die Initiative Mobiles Netz ( IMN ) , dass 10 Prozent der
Einnahmen aus der Versteigerung der UMTS-Lizenzen für die Förderung des mobilen
Internets bereitgestellt werden sollen . Die Initiative ist der Ansicht , dass
die M-Commerce-Unternehmen in Deutschland im internationalen Vergleich noch weit
vorne liegen : " Diesen Vorsprung dürfen wir nicht verlieren " , meint der
Verband in seinem offenen Brief . Die Gefahr sieht die IMN aber : Die deutschen
Unternehmen könnten daher schnell von der Leistungsspitze verdrängt werden . Da
muss natürlich Abhilfe geschaffen werden . Die sieht die Branchenvereinigung
darin , 10 Prozent der Einnahmen aus der UMTS-Versteigerung für Förderprojekte
auszugeben . So sollten nach Ansicht der IMN Forschungszentren eingerichtet
werden , in denen Startups M-Commerce-Techniken basierend auf GPRS und UMTS
entwickeln könnten . Sollte die Bundesregierung den Forderungen des Verbands
entsprechen , möchte die IMN dann bei den Vorhaben natürlich auch eine Rolle
spielen : Die IMN sei der richtige Ansprechpartner für die Bundesregierung ,
schreibt Matthias Kose , Präsident des Verbands , in dem offenen Brief . Ob die
Bundesregierung tatsächlich , wie von dem Verband gewünscht , das Füllhorn der
UMTS-Einnahmen über den hoffnungsvollen M-Commerce-Firmen ausschüttet , ist aber
mehr als zweifelhaft : Finanzminister Hans Eichel hat nicht nur solche
Begehrlichkeiten immer wieder abgewehrt mit dem Hinweis , die Einnahmen sollten
zur Schuldentilgung eingesetzt werden . Reaktionen aus Berlin auf den offenen
Brief gibt es bislang jedenfalls nicht . Hintergrund : Globalisierung ist keine
Einbahnstraße Globalisierung halten viele Amerikaner für eine feine Sache , weil
sie darin eine Amerikanisierung der restlichen Welt sehen . Mit zunehmendem
Befremden registriert die Öffentlichkeit daher seit einiger Zeit , dass die
Sache auch anders laufen kann - und europäische Unternehmen amerikanische
schlucken . Die Pläne der Deutschen Telekom , ein US-Unternehmen zu kaufen ,
haben jetzt erstmals heftigen politischen Widerstand ausgelöst . Unbehagen kam
bereits beim als gleichberechtigter Zusammenschluss verkauften Zusammengehen von
Daimler-Benz und Chrysler auf , das sich in amerikanischen Augen als Übernahme
durch die Deutschen entpuppte . Ein Juwel der US-Autoindustrie und Symbol des
American Way of Life gilt heute als verloren . Die Expansionspläne der Telekom
brachten das Fass zum Überlaufen . " Es ist verrückt zu glauben , dass wir uns
zurücklehnen und Amerikas Telekommunikation den Ausländern überlassen " ,
erklärte Senator Ernest Hollings . In seiner Kampagne gegen einen Telekom-Deal
nutzt er das Argument , dass die Aktiengesellschaft noch immer zu 58 Prozent in
Staatsbesitz ist : " Wir können uns nicht darauf verlassen , dass uns die
deutsche Regierung immer freundlich gesonnen ist . " Nun ist die Sorge , die
Bundesregierung könne mit Hilfe der Telekom amerikanische Geheimnisse
ausspionieren , eher abwegig und im Lande des Spionagesystems Echelon schon fast
pikant . Für den einstigen Stabschef der Telekom-Aufsichtsbehörde FCC Blair
Levin offenbaren solche Äußerungen etwas anderes : " Globalisierung und
Nationalismus liegen dicht beieinander . " Der einstige FCC-Vorsitzende Reed
Hundt sagte der Washington Post , der Wachstums- und Globalisierungsmotor
Internet wecke mit seinen fast ausschließlich in den USA gesetzten Standards den
Eindruck einer immer amerikanischeren Wirtschaftswelt . Doch das täusche .
Schließlich ist nicht einmal die Trutzburg des US-Kapitalismus , das Börsen- und
Bankenviertel an der Wall Street , vor Infiltration sicher . Im vergangenen Jahr
übernahm die Deutsche Bank dort den Bankers Trust und wurde damit zur größten
Bank der Welt . Nun kauft die Schweizer Großbank UBS den Wall Street Broker
Paine Webber . Eine Debatte um die nationale Sicherheit löste der vereinbarte
Kauf des Bereichs Luftwaffenelektronik der Lockheed Martin Corp durch die
britische BAE Systems aus . Damit kommt ein Schlüsselbereich der
US-Rüstungsindustrie in ausländische Hände . Bisher war die Diskussion über die
transatlantische Integration der Verteidigungstechnologie theoretisch . Jetzt
wird sie zu einem realen Thema . Das Pentagon kündigte eine genaue Prüfung an ,
" um sicher zu stellen , dass die Interessen der nationalen Sicherheit
berücksichtigt werden " . Und FCC-Mann Hundt hat den Eindruck , dass dem
Establishment in Washington erst jetzt deutlich wird , dass Globalisierung keine
Einbahnstraße ist . Siehe dazu auch in Telepolis : Telekom sorgt in den USA für
Unruhe Mega-Fusion bei optischen Netzen möglich Nortel wiederum ist einer der
größten Hersteller von Infrastruktur-Einrichtungen für optische Netze und von
Telekommunikations-Equipment . Was sich auf den ersten Blick wie der
milliarden-schwere Verkauf einer Unternehmensabteilung anhört , könnte sich aber
zu einer der größten Fusionen in der noch relativ jungen Branche für die
Internet-Infrastruktur und Unternehmensnetze auf der Basis photonischer
Technologien entwickeln . Im Gegenzug soll Nortel nämlich Corning mit über 50
Prozent der Unternehmensanteile kontrollieren . Denn Corning ist nicht nur
Zulieferer für Nortel selbst , sondern auch für anderen Firmen aus diesem
Bereich . Um mit anderen Unternehmen bessere Geschäfte machen zu können , geht
Lucent beispielsweise den umgekehrten Weg und will seine Komponentensparte in
eine selbstständige Firma auslagern . Das Geschäft zwischen Nortel und Corning
soll aber in Form eines Aktientauschs ablaufen , womit Nortel automatisch
Mehrheitseigner des Glasfaserpsezialisten würde . Nach den Informationen des
Wall Street Journal sind die beiden Firmen bereits seit längerem in ernsthaften
Gesprächen ; ein Abschluss stünde aber noch nicht auf der Tagesordnung , unter
anderem wegen der möglichen Schwierigkeiten , denen beide Firmen anschließend
auf dem Markt gegenüberstünden . Bislang gaben beide Unternehmen keine
Kommentare zu dem möglichen Deal ab . Den hohen Kaufpreis , den Corning für die
Sparte zahlen will , überrascht angesichts der jüngsten Entwicklungen kaum noch
: Der zunehmende Konzentrationsprozess auf diesem Markt hat allerdings bereits
zu einiger Besorgnis bei den amerikanischen Wettbewerbshütern der Federal Trade
Commission ( FTC ) geführt . Im weltweiten Glasfasermarkt hat Corning bereits
einen Marktanteil von 40 Prozent . Aktionärsschützer raten zum Abwarten bei der
Telekom Die Kleinaktionäre der Deutschen Telekom müssen sich nach Ansicht der
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz auf eine Durststrecke einrichten . " Ich
würde die Aktien langfristig im Depot behalten und nicht jeden Tag nach dem Kurs
schauen " , sagte der Sprecher der Schutzvereinigung , Jürgen Kurz , am Montag
in einem dpa-Gespräch nach Bekanntgabe der Übernahme des US-Mobilfunkanbieters
Voicestream durch die Telekom . Der Bonner Konzern sei zu groß , um an der Börse
ganz durchzufallen . Die Zeichner der T-Aktien aus dem dritten Börsengang im
Juni würden mit Verlust aussteigen , wenn sie jetzt die Papiere verkauften .
Neueinsteiger sollten etwas abwarten , da der Kurs der T-Aktien wegen der
UMTS-Lizenzen noch leicht nachgeben könnte . Die Übernahme der US-Firma
Voicestream sei kein großer Wurf . Vor einigen Jahren sei die Chance vertan
worden , wesentlich preiswerter und mit größeren Schritten auf dem US-Markt Fuß
zu fassen . Dabei sei zu beachten , dass der US-Markt hart umkämpft sei und auch
andere Konzerne das Mobilfunk-Potenzial abschöpfen wollten . " Mir fehlt ein
klare strategische Linie " , betonte der Vertreter der Deutschen
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz . Konzernchef Ron Sommer erwecke den
Eindruck , eine Firma gekauft zu haben , um einen Erfolg vorweisen zu können .
Nach seiner Sicht ist die Deutsche Telekom im heimatlichen Europa durch die
britische Mobilfunkgruppe Vodafone unter Zugzwang geraten . Kurz verwies in
diesem Zusammenhang auf die gescheiterte Fusion mit der Telecom Italia , durch
die auch das Bündnis mit France Telecom zerbrach . Amazon mit stark verringertem
Verlust und AOL-Allianz Der weltgrößte Online-Einzelhändler hat im zweiten
Quartal und im ersten Halbjahr 2001 jedenfalls deutlich geringere Verluste als
im Vorjahr ausgewiesen . Das war eine Verbesserung um 69 Prozent gegenüber der
Vorjahresvergleichszeit . Dazu zählten 900.000 Neukunden im Ausland . Der
operative Pro-Forma-Verlust werde etwa auf der Höhe der roten Zahlen des zweiten
Quartals liegen oder etwas niedriger . Im vierten Quartal erwartet Amazon dann
ein Umsatzwachstum von zehn bis 20 Prozent gegenüber dem Schlussquartal 2000 .
Amazon und AOL kündigten zudem parallel zur Vorstellung der Geschäftszahlen des
Online-Shops eine erweiterte strategische Allianz an . Die E-Commerce-Plattform
von Amazon soll auch von den America Online Shops verwendet werden . Lucent
schreibt tiefrote Zahlen und entlässt weiter Nach Nortel meldet nun auch Lucent
tiefrote Zahlen und zieht die Notbremse - zumindest was die Beschäftigtenzahlen
angeht : Der schwer angeschlagene amerikanische Telecomausrüster will nochmals
zwischen 15.000 und 20.000 Mitarbeiter nach Hause schicken . Die Gesellschaft
hat bereits seit Januar 10.500 Mitarbeiter entlassen . Weitere 8.500
Beschäftigte haben ein Vorruhestandsangebot akzeptiert . Damit hat Lucent seit
Januar die Zahl seiner Beschäftigten um 19.000 reduziert . Es wurden zusätzlich
5.500 Zeitarbeitsstellen gestrichen . Lucent hatte zum Jahresbeginn noch 123.000
Beschäftigte . Das Unternehmen hat auch seine Dividende gestrichen und plant
massive Investitionskürzungen . Mit Hilfe der neuen Umstrukturierungsaktionen
und sonstigen Sparmaßnahmen will Lucent im kommenden Geschäftsjahr wieder in die
Gewinnzone kommen . Alternativer Domain-Anbieter New.net kollidiert mit T-Online
T-Online-Kunden waren in den vergangenen Wochen offenbar besonders betroffen :
Ein neues Plug-in des alternativen Domainsanbieters New.net sorgte dafür , dass
sie keinen Internetzugang mehr hatten . Mit einer Fehlermeldung wie " Online
verursachte einen Fehler durch eine ungültige Seite in Modul " wurde die
Verbindung der T-Online-Kunden ins Netz abgebrochen . Laut einer Antwort von
T-Online im einschlägigen Usenet-Forum ( de.comm.provider.t-online ) ist man bei
T-Online sicher , dass das Problem von einer Anfang Mai von New.net
herausgegebenen neuen Version des Plug-ins rührt . Die Software dient dazu ,
dass Nutzer die von New.net eingeführten Domains .kid , .hola , und rund zwei
Dutzend weitere Top Level Domains erreichen können , die nicht im offziellen
DNS-Rootzone-File eingetragen sind . Bislang leiten vier US-Provider die
Anfragen nach den nicht-offiziellen Domains an New.net , bei den anderen Kunden
ergänzt das Software-Plug-in die TLDs um den Zusatz .new.net , damit die
entsprechenden Webseiten auffindbar sind . Das Tückische an den Plug-ins ist ,
dass sie teilweise ohne das Wissen der Nutzer auf deren Rechner gelangen . Das
File wird bei Windows 9x unter C:\\Windows\\ abgelegt und startet automatisch .
Von Zeit zu Zeit erfolgen dann außerdem automatische Online-Aktualisierungen der
vorhandenen " Newdotnet.dll " . Das Update vom Anfang Mai hatte es dann
offensichtlich in sich und führte zu einer Kollision mit der T-Online-Software .
Für New.net kommentierte Sprecher Brad Copeland : Das T-Online-Problem sei
allerdings behoben , versicherte Copeland zuversichtlich . Doch für die Nutzer
älterer Versionen muss das nicht stimmen . Auch in den USA klagen Nutzer
offenbar vermehrt über Probleme mit der New.net-Software . Die Verantwortlichen
auf der gegen Spamming und Spy-Software gerichteten US-Webseite cexx.org (
Counterexploitation ) können ein Lied von den Problemen mit der New.net-Software
singen : Mit der Auffassung , dass die neuen " Alternativen " im DNS , allen
voran New.net , weitere Kollisionen bei der Internetadressierung verursachen
werden , stehen die Macher von cexx.org nicht allein . Auch Experten hierzulande
fürchten , dass das DNS durch das Nebeneinander verschiedener Systeme gefährdet
wird . Das aktuelle Problem von T-Online-Kunden ist vermutlich nur die Spitze
des Eisbergs . Bei der Telekom hält man sich völlig bedeckt zu der Frage , wie
viele Kunden betroffen sind oder wie man ähnliche Probleme in der Zukunft
vermeiden will . Im Usenet empfiehlt das T-Online-Team vorerst : Insolvente
Infomatec verkauft Kernbereich Das insolvente Software-Unternehmen Infomatec hat
seinen Kernbereich " Interaktives Fernsehen " im Rahmen des Insolvenzverfahrens
an einen ausländischen Investor verkauft . Der Bereich werde in der neu
gegründeten Aktiengesellschaft GIT Global Interactive Technologie fortgeführt ,
die dem ausländischen Investor zuzurechnen sei , sagte der Insolvenzverwalter
und Wirtschaftsprüfer Werner Schneider . Das neue Unternehmen soll seine Arbeit
am 1. September aufnehmen . Rund 40 der insgesamt rund 100 Infomatec-Mitarbeiter
werden übernommen . Weitere zehn Beschäftigte werden sich nach Auskunft
Schneiders in einer neuen Gesellschaft engagieren , die den Umfang der
Dienstleistungen der Infomatec-Tochter GetBit erbringen soll . Das
Insolvenzverfahren über Infomatec und fünf Konzerntöchter war Anfang Juli
eröffnet worden , nachdem das Unternehmen im Jahr 2000 tief in die roten Zahlen
gerutscht war . Im Mai hatte Infomatec beantragt , das Insolvenzverfahren zu
eröffnen . Neben strafrechtlichen Ermittlungen gegen die Ex-Vorstände Gerhard
Harlos und Alexander Häfele unter anderem wegen Verdachts auf Kursbetrug und
Insiderhandels gibt es auch Zivilklagen von Aktionären . Sie werfen dem
Unternehmen falsche ad-hoc-Mitteilungen vor und fordern Schadenersatz für
Kursverluste ihrer Aktien . Telekom bezahlt UMTS-Lizenz aus Eigenmitteln Die
spanische Telefonica bekommt einen Kredit und legt eine neue Anleihe in
Milliarden-Höhe auf , um nicht nur die UMTS-Lizenz zu bezahlen , sondern auch
ein Netz in Deutschland aufzubauen . Die Deutsche Telekom will dagegen die
Kosten für die UMTS-Mobilfunklizenz aus eigenen Mitteln bezahlen . Hierzu sei
keine neue Kreditaufnahme erforderlich , sagte ein Unternehmenssprecher am
Mittwoch in Bonn der dpa . Bis Ende August müssen aber alle Lizenz-Inhaber die
Konzessionskosten an die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (
RegTP ) überwiesen haben . Dies stehe aber nicht im Zusammenhang mit der
Finanzierung der UMTS-Konzession . Die Telekom könne sich so bei Bedarf
kurzfristig Liquidität besorgen . Die Telekom war nach der UMTS-Versteigerung in
die Kritik geraten , da sie nach Ansicht einiger Konkurrenten die Kosten für die
" kleine " UMTS-Lizenz unnötig in die Höhe getrieben habe . IDF : AMD will nicht
locker lassen Auf dem Intel Developer Forum ( IDF ) trumpft Intel mit
Neuvorstellungen , Ankündigungen und Prototypen auf : Kein Wunder , dass AMD
gegenhalten will . Dass Intels Hauptkonkurrent am Rande des IDF in San Jose im
Tagungs-Hotel Hilton eine Suite gemietet hatte , verhieß ja einiges . Wollte AMD
hier einen besonders schnellen Athlon vorführen , vielleicht gar einen
Prototypen des Mustang-Prozessors mit 1 MByte Cache ? Doch nichts von alledem .
Der im Nachbarort Sunnyvale beheimatete Intel-Konkurrent konnte nebst der im Web
erhältlichen Sledgehammer-Dokumentation nur mit dem 1,1-GHz-Athlon aufwarten ,
der am 28. August offiziell vorgestellt werden soll . Etwas spannender wird es
bei AMD wohl erst wieder nach diesem Termin : Dieses Pulver will die
Prozessorschmiede offensichtlich nicht schon während des IDF verschießen . "
Intelligente Kleidung " : Von der schützenden Hülle zum Aufpasser " Vergessen
Sie den Haustürschlüssel nicht " , empfiehlt das Jackett am Morgen . " Da ist
jemand in der Nähe " , warnt der Mantel abends beim Spaziergang im dunklen Park
. " Intelligente Kleidung " gibt es zwar noch nicht von der Stange . Aber
Wissenschaftler in Brüssel haben bereits Prototypen für die Wäsche der Zukunft
ausgetüftelt , die mitdenken kann . " Letztlich wird die Kleidung eine
schützende Hülle sein , die aktiv in das Geschehen eingreift " , beschreibt
Chefwissenschaftler Walter Van de Velde die Windjacke mit integrierter
Klimaanlage oder den Energie produzierenden Joggingschuh der übernächsten
Generation . Im privaten Forschungsinstitut Starlab denkt er mit Physikern ,
Biologen , Medizinern oder Spezialisten für künstliche Intelligenz seiner Zeit
voraus . " Deep Future " steht deshalb auch als Motto über dem Portal der
Jugendstilvilla in der belgischen Hauptstadt , in der 60 Wissenschaflter aus 28
Ländern arbeiten . i-wear steht für intelligente Kleidung und ist eines von
vielen Projekten , an denen in dem seit drei Jahren bestehenden Institut für
Grundlagenforschung gebastelt wird . " Wir arbeiten ohne gezielten Auftrag und
suchen uns die Nischen für innovative Forschungsfelder " , erklärt Professor Van
de Velde . Im Labor hängen mit winzigen Sensoren , Minikameras und
Kleinstcomputern bestückte Hemden über Kleiderpuppen . Ingenieur Alex Hum aus
Singapur arbeitet daran , die in Schuhen , Hosen oder Jacken eingearbeiteten
Mikrotechniken drahtlos miteinander zu verbinden . " Die Menschen sollen über
die Kleidung mit der Umwelt in Kontakt treten " , beschreibt er seinen Anspruch
an die vollvernetzte Wäsche . In der Praxis könnte dies dann so aussehen , dass
ein im Mantel platzierter Bewegungsmelder seinem spazierenden Besitzer etwa in
der Nacht durch ein Piepsignal anzeigt , dass sich ihm jemand nähert . Handelt
es sich um einen Angreifer , sendet die im Kragen untergebrachte Mini-Kamera die
Bilder von dem Bösewicht direkt an die über Mobiltelefon verständigte Polizei .
Auch beim Schwitzen kann i-wear behilflich sein : In die Sportkleidung
integrierte winzige Biosensoren messen Herzschlag , Blutdruck oder
Körpertemperatur , speichern die Daten und erstellen letztlich Trainingspläne
oder dudeln dem Sportler zum Ansporn beim Bergauf-Laufen automatisch Rockmusik
statt Entspannungsmelodien über den Walkman in die Ohren . Patienten könnten
ihren Ärzten mittels dieser Kleidung umfangreiche medizinische Daten über
längere Zeiträume hinweg liefern . Selbst der Profisport zieht Nutzen aus i-wear
: Im Brüsseler Labor findet sich beispielsweise ein Fußballschuh mit eingebautem
Chip . Dieser kann auf Grund seiner direkten Tuchfühlung Gesundheitsprobleme der
Füße erkennen oder den Spielstil des Schuhbesitzers analysieren . Was von den
Erfindungen letztlich auf den Markt kommen wird , bestimmt Starlab gemeinsam mit
den beteiligten Sponsoren . Während diese Erfindungen bereits funktionieren oder
kurz vor ihrer Vollendung stehen , blickt Van de Velde schon in die weitere
Zukunft : Fasern für Kleidung sollen entwickelt werden , durch die
Informationsströme fließen und die Energie speichern können . " Und wir wollen
dafür etwas anderes als Batterien " , sagt der Starlab-Chefforscher . Für diese
intelligente " zweite Haut " soll dann ein Waschmittel mit bestimmten chemischen
Substanzen entwickelt werden , die die Spezialfasern wieder aufladen . Verlangt
also das High-Tech-Hemd durch mehrmaligen Gebrauch nach Energie-Nachschub , dann
kommt es einfach in die Waschmaschine . Siehe dazu auch den Bericht Mode bleibt
tragbar , alles andere soll sich ändern - Levi's und Philips bringen interaktive
Mode auf den Markt in Telepolis . Satelliten-Telefongesellschaft Iridium
endgültig am Ende Seit dem gestrigen Mittwoch scheint das Aus für Iridium , den
Anbieter von Mobilfunk über Satelliten , endgültig zu sein . Einen genauen
Termin wollte Motorola noch nicht nennen ; das Unternehmen betonte aber , dass
die ersten Satelliten noch nicht am heutigen Donnerstag aus der Umlaufbahn
genommen würden . Die Satelliten sollen nun in der Erdatmosphäre verglühen ; die
Genehmigung des Konkursgerichts liege vor . Die Entscheidung von Motorola kommt
nun , nachdem man Anfang August noch einen Aufschub für den bankrotten
Satelliten-Telefonprovider erhalten hatte . Die Zeit sollte genutzt werden , um
Gespräche mit dem potenziellen Kaufinteressenten Castle Harlan , einer
amerikanischen Investment-Bank , zum Abschluss zu bringen . Der mögliche
Investor hatte aber sein Angebot zurückgezogen , nachdem er keine Aussicht auf
ausreichende Umsätze oder gar Gewinne für das Unternehmen feststellen konnte .
Auch die Aktionen privater Vereine , das Satellitentelefonnetz zu retten , haben
offensichtlich nicht genug Interesse erzeugt , um Iridium zu retten . Iridium
war 1998 gestartet , um weltweites Telefonieren mit einem Handy über Satellit zu
ermöglichen . Die schweren und teuren Satelliten-Telefone konnten allerdings nie
viele Freunde gewinnen . Iridium war im März dieses Jahres endgültig pleite .
Kein Ende der Debatte um UMTS-Erlöse Die Milliardenerlöse aus der Versteigerung
der UMTS-Lizenzen sorgen weiter für Diskussionsstoff . Wenn er diese Summe auch
in die Tilgung stecke , sei das im Lande nicht zu vermitteln . Der
CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz hatte dies im ZDF-Morgenmagazin
angeregt . Die freiwerdenden Mittel durch verringerte Zinszahlungen sollen für
die Bahn , den Straßenbau und die Hochschulen verwendet werden . Über die
Verteilung gibt es aber weiter Meinungsverschiedenheiten zwischen SPD und Grünen
. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen , Albert Schmidt , sagte , es sei
keine Alternative , eine Milliarde in die Sanierung des Bahnnetzes zu
investieren und die andere in den Straßenbau . Das Schienennetz müsse verbessert
werden , da der Zustand sich fortlaufend verschlechtere . " Sonst können wir die
Fahrpläne nicht mehr einhalten . " Ihm sei es in der Frage wirklich ernst . Wenn
die SPD diesem Vorhaben nicht zustimmen sollte , " sehe ich nicht , wie ich dem
Bundeshaushalt 2001 zustimmen sollte . " Der Fraktionsvorsitzende der SPD im
Bundestag , Peter Struck , geht jedoch von einer Einigung mit den Grünen über
die UMTS-Milliarden aus . Die Versteigerungserlöse müssten in die
Schuldentilgung fließen , sagte Struck vor dem Reichstag . Dadurch erhofft sich
Struck Unterstützung bei der Bekämpfung rechter Gewalt : " Rechtsextremismus hat
auch etwas mit der Bildung der jungen Menschen zu tun . " Auch der frühere
CDU-Vorsitzende Wolfgang Schäuble würde die Verkaufserlöse zur Schuldentilgung
nutzen . Der Präsident des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft , Mario
Ohoven , äußerte sich enttäuscht über die Äußerungen von Merz . Ein Teil der
Zinsersparnisse sollte besser für Steuererleichterungen des Mittelstandes
eingesetzt werden . Unterdessen berichtete das Wochenmagazin Die Telebörse ,
Eichel erwäge , die Einnahmen aus der Versteigerung bei privaten Banken zu
parken , solange sie nicht zur Schuldentilgung eingesetzt werden könnten . Die
Anlagespezialisten des Bundes würden sondieren , ob ein Teil des Geldes
kurzfristig Gewinn bringend bei Privatbanken untergebracht werden könne .
US-Telekomstreik endgültig beendet Fast drei Wochen nach dem Beginn des Streiks
beim US-Telekomriesen Verizon ist nun auch die letzte Vereinbarung zwischen den
Gewerkschaften und dem Unternehmen geschlossen worden . Nachdem am Wochenende
bereits Abschlüsse für 52.000 streikende Gewerkschaftsmitglieder erreicht wurden
, hat nun auch die Süd-Sektion der Communication Workers of America ( CWA ) ,
die 35.000 Verizon-Mitarbeiter vertritt , die Tarifverträge unterschrieben . Die
jetzt geschlossene Vereinbarung unterscheidet sich aber praktisch nicht von dem
Vertrag , den schon die Nord-Sektion der CWA und die International Brotherhood
of Electrical Workers ( IBEW ) abgeschlossen hatten . Die Gewerkschaften
erreichten unter anderem Lohnverbesserungen , Aktienoptionen für Mitarbeiter und
die Möglichkeit für Gewerkschaftsmitglieder , in den Boomsparten Mobilfunk und
DSL bei Verizon zu arbeiten . Der Konzern stimmte auch zu , angeordnete
Überstunden auf 7,5 bis 8 Stunden pro Woche zu begrenzen ; zuvor waren 10 bis 15
Stunden möglich . Verizon ist eine der größten Telefongesellschaften in den USA
und aus dem Zusammenschluss von Bell Atlantic und GTE hervorgegangen . Der
Streik bei Verizon ist einer der ersten größeren Arbeitskämpfe in den USA , der
in der jüngsten Zeit in der boomenden Hightech- und Telekom-Branche ausgefochten
wurde . Das Fast-Food-Internet von McDonalds Mit ganz neuen Formen der "
Sozialarbeit " schmückt sich die Fast-Food-Kette McDonalds : Der Konzern wird in
Brasilien Computer mit freiem Internet-Zugang für alle Restaurant-Kunden
installieren . " Es handelt sich um ein Pilotprojekt namens McInternet , das
auch in anderen Ländern getestet werden soll , aber in Brasilien wird allein vom
Ausmaß her der Schwerpunkt des Tests sein " , sagte der Vizepräsident für Neue
Technologien des Unternehmens , der Inder Ragvinder Rekhi , laut dpa . Für das
Pilotprojekt will McDonalds in Brasilien zunächst 800.000 US-Dollar investieren
. In vorerst 51 der insgesamt 570 brasilianischen McDonalds-Restaurants sollen
den Angaben zufolge in den nächsten Wochen jeweils drei bis vier PCs aufgestellt
werden . Natürlich verbindet der Konzern mit der Maßnahme nicht nur Altruismus :
Die Initiative habe mit Marketing , aber auch mit Sozialengagement des
Unternehmens zu tun , meinte Rekhi . Man wolle dazu beitragen , allen Schichten
Internetzugang zu verschaffen . Beim brasilianischen McInternet-Test wird
McDonalds unter anderem mit den Unternehmen Hewlett-Packard , Terra , einer
Tochter des spanischen Telecom-Konzerns Telefonica , und der
Telekommunikationsgesellschaft Speedy zusammen arbeiten . Die Reaktion der
Kunden werde für die Beibehaltung und die Ausweitung von McInternet entscheidend
sein , erklärte Rekhi . Wenn es eine gute Akzeptanz hat , bleibt es . Rasender
Stillstand bei der Multimedia Home Platform Das Thema Interaktives Fernsehen
steht nicht zum ersten Mal im Mittelpunkt der IFA . Nach jahrelangen
Diskussionen der Techniker können die Besucher in diesem Jahr allerdings in Form
einer echten Premiere Settop-Boxen mit der Standard Multimedia Home Platform (
MHP ) in den Messehallen unterm Funkturm bewundern . Geräte mit dieser offenen
API , dank der künftig alle interaktiven Anwendungen auf allen Geräten
unabhängig von Anbieter und Hersteller ablaufen sollen , sind auf den Ständen
von Nokia , Panasonic , Philips und Sony zu bewundern . Nach Ansicht der
beteiligten Branchen , die sich hierzulande bereits vor zehn Jahren zur
Deutschen TV-Plattform zusammengeschlossen haben , führe an MHP langfristig kein
Weg vorbei , da das heute herrschende Nebeneinander verschiedener
Programmierungsschnittstellen auf Dauer im Interesse der Erschließung eines
gemeinsamen Marktes nicht durchzuhalten sei . Die Technik ist nach Ansicht der
Hersteller nach jahrelangen Standardisierungsgefechten trotz noch bestehender
Unklarheiten über Rückkanäle , ohne die das " interaktive " Feedback nicht zum
Anbieter gelangt , und die Belegung der Fernbedienung jetzt endlich
einsatzbereit für den Massenmarkt . Vor allem die Interoperabilität sei
gesichert , verkündete Wilfried Geuen , Leiter der Panasonic European
Laboratories in Erlangen am Donnerstag auf dem Medienforum Berlin-Brandenburg am
Rande der IFA . " Wir haben mehr als 1500 Applikationen auf vier Plattformen
verifiziert . " Das einberufene Test-Konsortium der Hersteller habe zudem
Checkpunkte für die Selbstzertifizierung aufgestellt . Nur wer sie erfülle ,
erhalte das MHP-Logo . Eines der vier bereits zu kaufenden MHP-Geräte - das
Nokia Media Terminal , das mit seinen abgerundeten Ecken und dem Silberdesign
mit den früheren Kästen zum Empfang von digitalem Rundfunk nur noch wenig gemein
hat - stellte Helmut Stein , Cheftechniker von Nokia Home Communications , auf
dem Medienforum bereits vor . " Darauf lassen sich rund 40 Stunden Video
speichern " , erläutert Stein . Softwaremäßig bedient sich die Box nur offener
Standards - neben MHP insbesondere HTML und Java - und hat als Betriebssystem
Linux an Bord . Wie die Geräte der anderen Hersteller ist das Media Terminal
allerdings nicht ganz billig : Rund 1000 Mark sollen Technikfans dafür berappen
. Nicht gerade wenig für eine Box mit einem Standard , von dem die meisten
Zuschauer bislang nie etwas gehört haben . Der stolze Preis rechnet sich aber
noch nicht einmal für die Hersteller , sodass Nokia auch - ähnlich wie Microsoft
bei Windows XP - prominente Icons zum Beispiel an Shopping-Anbieter vermieten
will . Quelle etwa könne sich damit einen festen Speicherplatz auf der Harddisk
sichern , meinte Stein , den Katalog digital vorhalten und dadurch Druckkosten
sparen . Mit dem Grundpreis allein ist aber auch der Verbraucher noch lange
nicht aus dem Schneider : Für Kommunikationsdienste wie E-Mail , personalisierte
Wettervorhersagen , Spiele oder Software-Downloads soll er natürlich extra
bezahlen . Die große Herausforderung für die sich multimedial gebenden
Verbraucherelektronik-Hersteller ist nun , die Endkunden Schritt für Schritt aus
der heutigen Rundfunkumgebung abzuholen . Denn " gieren " wird der Konsument ,
hat der geistige Vater von MHP , der Philips-Manager Georg Lütteke , eingesehen
, nach der neuen schönen Medienwelt nicht . Berlin als Modellregion fürs
digitale " Überall-Fernsehen " Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg will
gemeinsam mit den öffentlich-rechtlichen sowie privaten Anbietern ernst machen
und vom nächsten Jahr an als erste Region in Deutschland Schritt für Schritt das
gute alte Fernsehen über Antenne abschalten und den terrestrischen digitalen
Rundfunk ( DVB-T ) einführen . Das verkündete der Leiter der Medienanstalt ,
Hans Hege , am Donnerstagabend auf dem Medienforum der beiden Länder am Rande
der IFA . Betroffen sind rund 7,4 Prozent der Berliner , die sich noch nicht wie
der Großteil der Hauptstädter über Kabel ( 77 Prozent ) Fernsehangebote ins Haus
holen oder eine Satellitenschüssel installiert haben ( 7,7 Prozent ) . Das
Umstellungsszenario hat die Medienanstalt in Grundzügen erarbeitet : Zunächst
soll ein leistungsstarker Kanal zu Demozwecken digitalisiert werden , damit sich
die betroffenen Zuschauer im Handel oder bei öffentlichen Informationsstellen
überhaupt ein Bild von den neuen Möglichkeiten machen können . Hege denkt dabei
an einen finanzstarken Partner wie die Kirch-Gruppe . Im zweiten Schritt ist die
Umstellung der privaten Programme auf das digitale Spektrum geplant , während
die öffentlich-rechtlichen Sender gleichzeitig auf relativ schwache
terrestrische Frequenzen umgesiedelt werden . Schließlich soll die analoge
terrestrische Übertragung ganz beendet werden , wofür noch kein genauer
Zeitpunkt angegeben wurde . Auf längere Zeit hinaus , machte der oberste
Medienwächter Berlins und Potsdams klar , sei ein paralleles Angebot von analog
und digital jedenfalls nicht zu finanzieren . " Eine derartige Abschaltung ist
bislang weltweit so noch nie probiert worden " , erklärt Hege . Doch das
Unterfangen , das für andere Ballungsräume und letztlich für ganz Deutschland
Modell stehen soll , diene letztlich dem Grundziel , eine größere Auswahl für
den Endverbraucher bei den Rundfunk-Übertragungswegen zu sichern . Die
Digitalisierung des Fernsehens steht seiner Meinung nach nicht nur für eine
effizientere Nutzung der begrenzten Frequenzen , nicht nur für mehr Programme
und interaktive Teledienste , " sondern auch für neue Macht " . Dass sozial
schwächere Schichten oder Senioren mit der Umstellung ihres vielleicht einzigen
Kommunikationsmediums beraubt werden , glaubt Hege nicht . " Ältere und Arme
haben doch längst Kabel oder Satellit . " Die 7,4 Prozent Antennenfreaks
vermutet der Medienhüter , der sich von der Vorstellung , dass alle Bundesbürger
mit denselben Programmen gleichmäßig versorgt werden müssen , verabschiedet hat
, eher im intellektuellen Milieu . Die 500 Mark , die die als Sesam-öffne-dich
für DVB-T fungierenden Set-Top-Boxen zunächst kosten sollen , sieht Hege daher
nicht als Marktverhinderungsfaktor an . Trotzdem muss der geplante Wandel noch
tüchtig vermarktet werden , sind sich alle Beteiligten einig . Den Anfang soll
die Umbenennung des digitalen terrestrischen Rundfunks in " Überall-Fernsehen "
machen . Die Marktforscher von VisionConsult Berlin legten den Regulierern zudem
ans Herz , im Rahmen des Pilotprojekts sogleich an den Aufbau hybrider Netze
zwischen digitalem Rund- und Mobilfunk zu denken und vor allem die Handy- und
PDA-Nutzer als Zielgruppe für DVB-T ins Auge zu fassen . Bei einer reinen
Übertragung der analogen Programmangebote in Bits und Bytes sei der Flop des
digitalen Antennenfunks bereits vorprogrammiert . Das Modellprojekt in Berlin
und Potsdam hat den offiziellen Segen der Bundesregierung . " Die
Digitalisierung ist die notwendige Voraussetzung für die Konvergenz der Medien "
, erklärte Wolfgang Becker vom Bundeswirtschaftsministerium auf dem Medienforum
. Die Weichen für die Abschaltung des analogen Fernsehens hat die alte
schwarz-gelbe Regierungskoalition bereits Ende 1997 gestellt und wenig später
die " Initiative Digitaler Rundfunk " ins Leben gerufen . Peer-to-Peer für das
digitale Fernsehen Auf dem Medienforum Berlin-Brandenburg im Internationalen
Congresscentrum Berlin warf Georg Lütteke , geistiger Vater von MHP und Direktor
für neue Technologien bei Philips Consumer Electronics in Hamburg , einen Blick
in die Medienwelt von " übermorgen " . Die Trends , die den Verbrauchermarkt
dann kennzeichnen werden , sind seiner Auffassung nach vor allem die Vernetzung
des gesamten Heimbereichs ( " e-Home " ) . Der heutige Fernsehapparat wird dabei
in seinem Inneren endgültig zum vollwertigen PC und erlaubt die Speicherung
großer Datenmengen sowie die Personalisierung von Telediensten . Als eines der
wichtigsten Elemente der IP-basierten Fernsehwelt sieht Lütteke die Möglichkeit
, " dass Kunden auch selbst Inhalte tauschen können " . Bei seinem an
Tauschbörsen wie das inzwischen befriedete Napster erinnernden
Peer-to-Peer-Szenario ( P2P ) , das die sich im Entwicklungsstadium befindliche
Version 2.0 von MHP ermöglichen soll , denkt Lütteke dabei keineswegs allein an
die Übersendung von Urlaubsfotos . Er prophezeit den Anbietern vielmehr einen
Paradigmenwechsel , in dessen Verlauf die Nutzer ihr Programm letztlich stärker
selbst organisieren und dabei auch die Inhalte untereinander austauschen . "
Bisher muss der Endkunde sehen , was er bekommt " , erklärt Lütteke . " Doch
jetzt geht die Marktmacht in Richtung Kunden . " Dem sei es schließlich egal ,
wo er sein Unterhaltungsmaterial her bekomme . Die Technik fürs " P2P-Fernsehen
" ist in Grundzügen bereits vorhanden . Kopfschmerzen bereiten den Herstellern -
und insbesondere der Inhalte-Industrie - allerdings Fragen des geistigen
Eigentums an den möglichen Tauschinhalten . " Die Kopierschutzsoftware ist
entscheidend " , weiß Lütteke . Sonst werde es nichts mit dem ganzen Modell der
" Super-Distribution " , wie die Fernsehwelt das angedachte P2P-Verfahren
betitelt . Doch die Techniken zum so genannten Digital Rights Management ( DRM )
, die Kopiermöglichkeiten im Einzelfall festlegen sollen , stecken nach wie vor
in den Kinderschuhen . Welche Verschlüsselungsformen oder digitalen
Wasserzeichen welcher Firma zum Einsatz kommen sollen , sei noch völlig offen .
Die Branche analysiere aber gerade einige der vorhandenen Lösungen . Als
warnendes Beispiel steht den MHP-Vordenkern das Debakel der Musikindustrie und
der von ihr getragenen Secure Digital Music Initiative ( SDMI ) vor Augen . Der
Standard sollte eigentlich MP3 den Zahn ziehen und den Labels die Kontrolle über
digitale Musikstücke zurückgeben . Doch SDMI galt von Anfang an als unsicher und
wurde vom US-Professor Edward Felten schließlich im Rahmen eines von der
Musikindustrie ausgeschriebenen Wettbewerbs geknackt . Im Bereich Audiovision
droht sich das Fiasko zu wiederholen : Der renommierte holländische
Kryptoforscher Niels Ferguson hat nach eigenen Angaben den
Verschlüsselungsmechanismus von Intels Schutzsystem für digitales Video ( HDCP )
gebrochen . Seine Ergebnisse will er aber noch nicht vollständig publizieren ,
da er ansonsten mit einer Verfolgung in den USA auf Grund der dort bestehenden
Urheberrechtsgesetze rechnet . Einen hundertprozentigen Kopierschutz suchen
Lütteke und seine Mitstreiter daher erst gar nicht . " Die Lösung muss allein
ökonomisch vernünftig und machbar sein " , sagt der Techniker . Die Mehrzahl der
Kunden akzeptiere ein solches Verfahren und die fünf bis zehn Prozent der
Cracker könne eh niemand stoppen . " Wir müssen eine Balance finden " , ist sich
Lütteke im Klaren . Denn das sei natürlich eine besondere Herausforderung für
die Cracker . Swisscom : Rekordergebnis dank Sondereinnahmen Das gute Ergebnis
von Swisscom ist wesentlich auf außerordentliche Gewinne zurückzuführen . Einen
wichtigen Anteil an den guten Zahlen lieferte der Bereich mobile Kommunikation ,
der den Umsatz um 18 Prozent steigern konnte . Damit trägt dieser
Unternehmenszweig ein Viertel zum Konzernumsatz und 40 Prozent zum Gewinn bei .
Die Zahl der Swisscom-Mobilkunden ist um weitere 259.000 gestiegen ; auch der
SMS-Boom hält weiter an . Im Festnetzgeschäft musste Swisscom auf Grund von
Preissenkungen einen leichten Rückgang hinnehmen ; auch der Telefonverkehr hat
Einbußen erlitten . Über die Verwendung der gut gefüllten Kriegskasse macht
Swisscom weiterhin keine konkreten Angaben . Schon seit einer Weile hält der
vormalige Schweizer Monopolist Ausschau nach geeigneten Akquisitionen im Bereich
Datenkommunikation oder mobile Dienstleistungen . Nicht infrage komme hingegen
eine Fusion mit einem gleich großen Partnerunternehmen , hieß es bei dem
Schweizer Unternehmen immer wieder . Es wird aber auch die Möglichkeit offen
gehalten , den Aktionären einen Teil des Kapitals zurückzuzahlen . An der Börse
wurde das positive Halbjahresergebnis mit einem leichten Kursanstieg der
Swisscom-Aktie honoriert . Seit Anfang des Jahres hat der Titel um 13 Prozent
zugelegt . Im freien Handel sind seit Ende 1998 nur knapp 35 Prozent des
Swisscom-Aktienkapitals , der Rest ist weiterhin in staatlichem Besitz . Das im
Vergleich zur Konkurrenz in Europa auffällig gute Resultat hat neben den
erwähnten Faktoren auch mit dem äußerst billigen Preis der Schweizer
UMTS-Lizenzen zu tun . Mit der Inbetriebnahme des UMTS-Netzes rechnet Swisscom
für 2003 und korrigiert damit die ursprüngliche Ankündigung um ein Jahr nach
hinten . Der Grund liegt allerdings nicht in der Verfügbarkeit der
Netzinfrastruktur , sondern in der ( mangelnden ) Verfügbarkeit von Endgeräten .
" Zuerst will ich ein UMTS-Handy sehen , das kleiner ist als ein Kühlschrank " ,
wird Swisscom-CEO Jens Alder zitiert . Neue Digitalkameras im Low-End-Bereich
Fujifilm hat heute drei neue Digitalkamera-Modelle vorgestellt , die die
Produktpalette der FinePix-Serie nach unten abrunden sollen . Die Modelle A101
und A201 sind kompakte Geräte mit 36-mm-Fixfocus-Objektiv , die sich im
Wesentlichen in der Auflösung unterscheiden : Während die A101 mit einem
1,3-Megapixel-Sensor auskommen muss , wird die A201 mit einem
2,1-Megapixel-Sensor bestückt . Auch die übrigen technischen Daten sind
unspektakulär : Beide bieten einen 1,5-ZOLL-LCD-Monitor mit 55.000 Bildpunkten ,
werden mit zwei Mignonzellen betrieben und arbeiten mit einem " herkömmlichen "
CCD-Bildaufnahmechip , also nicht mit Fujis "Super-CCD"-Technik . Wie bei Fuji
nicht unüblich , können die Kameras via USB-Verbindung auch als Webcams genutzt
werden und zeichnen kurze Videoclips auf die Speicherkarte auf . Die A101 kommt
ab Oktober mit einer 8-MByte-SmartMedia-Karte für rund 550 Mark in den Handel ,
während für die A201 einschließlich einer 16-MByte-Karte 100 Mark mehr fällig
werden . Dies lässt - zusammen mit dem leistungsfähigeren Sensor - das
Preis/Leistungs-Verhältnis der A201 besser erscheinen . Preisbewusste Zoom-Fans
bedient Fuji für 898 Mark mit der neuen FinePix 2600 Zoom , die ein
Vario-Objektiv von 38 bis 114 mm Brennweite und Autofocus anbietet und ebenfalls
2,1 Megapixel auflöst . Der Hauptschalter der Kamera ist in die Funktion des
großen Objektiv-Schutzschiebers integriert - eine sinnvolle Variante , die
beispielsweise von den Kompakt-Modellen von Olympus bekannt ist . Die sonstigen
technischen Eckdaten der 2600 Zoom gleichen im Wesentlichen dem zoomlosen
A201-Modell , allerdings kommt die 2600 Zoom ab Oktober gleich komplett mit zwei
NiMH-Akkus nebst Ladegerät auf den Markt . jugendschutz.net erreicht Sperrung
von Neonazi-Seiten Bei der ersten internationalen Aktion der Zentralstelle der
Bundesländer für Jugendschutz im Internet jugendschutz.net sind 15 im Ausland
ins Internet gestellte rechtsextremistische Angebote gesperrt worden . Das seien
etwa zwei Drittel der von März bis Mai beanstandeten Seiten , teilte die
gemeinsame Einrichtung der Jugendminister der Länder am Freitag in Mainz mit .
In Deutschland hätten verschiedene Provider fünf von 13 beanstandeten Seiten aus
dem Netz genommen . Die Fälle der in Deutschland beanstandeten und teilweise
gesperrten Seiten seien über die obersten Landesjugendbehörden an die
zuständigen Staatsanwaltschaften gegeben worden , sagte der
Rechtsextremismus-Experte von jugendschutz.net Thomas Günter . Inwieweit
rechtliche Schritte gegen die Urheber eingeleitet wurden , ist bei der in Mainz
ansässigen Organisation nicht bekannt . Günter wies darauf hin , dass die
Inhalte der gesperrten Seiten inzwischen über andere Provider wieder ins
Internet gelangt sein können . Auf den beanstandeten Seiten seien
verfassungsfeindliche Zeichen und volksverhetzende Inhalte verbreitet worden .
Nach Feststellung der Verfassungswidrigkeit schrieb jugendschutz.net die
Provider im Aus- und Inland an und bat um die Sperrung der Seiten . Das erste
Projekt zur direkten Kontaktaufnahme mit den Providern unterstützte das
rheinland-pfälzische Jugendministerium mit 20.000 Mark . Mit Breitband-Internet
, E-Mail und preisgünstigen Telefondiensten wollen die neuen Bosse des Kabels
zahlende Kunden gewinnen . Das interaktive Fernsehen mit Einkaufsmöglichkeiten
per Fernbedienung und anderen Telediensten steht dagegen wider Erwarten nicht
bei allen Strippenziehern sofort im Vordergrund . " Der Markt für E-Commerce
existiert noch nicht " , glaubt David Colley , Geschäftsführer von Kabel NRW und
Leiter der Europäischen Breitbandgeschäfte des US-Konzerns Callahan , der nach
dem Einstieg in Nordrhein-Westfalen gerade auch den Kauf der
Kabelinfrastrukturen im " Ländle " abwickelt . Callahan will die häufig
verkündete digitale Revolution des Fernsehens langsam angehen . Interaktive
TV-Dienste sollen nicht vor der zweiten Hälfte 2002 angeboten werden . Vorrang
habe zunächst der Ausbau des Netzes , das Callahan so wie alle anderen neuen
Betreiber von der Deutschen Telekom ohne den Rückkanal erhalten hat , über den
Daten vom Nutzer zurück zum Sender transportiert werden können . Über genaue
Angaben , wann das Kabel in NRW und Baden-Württemberg zum " Full Service Network
" mit allen erdenklichen Interaktionsangeboten auf 862 Megahertz ausgebaut
werden soll , drückte sich Colley im Gegensatz zu seinem Kollegen Mobley herum .
Der machte deutlich , dass iesy sich generell als " Mercedes in der Kabelwelt "
begreife und daher schon vom Herbst an Multimedia-Services anbieten werde .
Gestartet wird das digitale Fernsehen allerdings zunächst nur in den
Ballungsräumen Frankfurt und Wiesbaden . Bislang hat die iesy/Kabel Hessen GmbH
, die hauptsächlich dem britischen Konzern NTL gehört , erst 2.000 Wohnungen
testweise aufgerüstet . Von Januar an sollen aber monatlich 50.000 Einheiten
folgen . Nur weil Callahan seine Wurzeln in Denver , Colorado , habe , scherzte
Colley , seien dort keineswegs nur Cowboys beschäftigt . Die bei den
Medienwächtern erwachte " Hysterie " anlässlich befürchteter Einschnitte in die
bestehende Programmwelt sei übertrieben . Kosten , die über die bisherigen
Kabelgebühren hinausgehen , sollen allein für die Nutzung von Angeboten wie
E-Mail , Chats oder elektronischen Programmführern berechnet werden . Die
Betreiber hoffen , dass die Zuschauer beispielsweise für den Service , eine
Nachbarin während einer spannenden Sendung auf diese direkt hinzuweisen und in
einem separaten Fenster auf dem Bildschirm parallel mit ihr zu chatten ,
zusätzlich in die Tasche greifen . Bei iesy werden solche Kommunikationsdienste
im Verbund mit themenbezogenen Spartenkanälen mit 20 Mark monatlich zu Buche
schlagen . Bedeckt hält sich noch der Dritte im Bunde der Kabelherren , der wie
Callahan in Denver beheimatete Konzern Liberty Media . Dessen Chef John Malone
ist in der Branche als knallharter Geschäftsmann bekannt . Da der Kaufvertrag
mit der Telekom noch nicht im Trockenen ist und immer wieder kartellrechtliche
Bedenken gegen den Aufkauf der Kabelnetze in der gesamten Nord-Südachse zwischen
Schleswig-Holstein und Bayern laut werden , schweigt sich das Unternehmen
momentan über konkrete Vorhaben aus . Generell meint es Liberty mit den
Ballungsgebieten besser als mit ländlichen Regionen , wo digitale TV-Dienste
erst mit deutlicher Verzögerung eingeführt werden sollen . Im Laufe des nächsten
Jahres plant Liberty nach Angaben der Kabel Berlin-Brandenburg GmbH , etwa in
der Hauptstadt 713.000 Haushalte auf 862 Mhz aufzurüsten . Malone will vor allem
mit Fernsehprogrammen Geld verdienen . Auf gemeinsame Standards für Settop-Boxen
wie etwa MHP ( Multimedia Home Platform ) wollen sich die Strippenzieher
hierzulande noch nicht festlegen lassen , obwohl zumindest Callahan und iesy
Kooperationen nicht ausschlossen . Ein einheitliches Betriebssystem für alle
Boxen in Deutschland sei vorerst nicht geplant . Ausverkauf bei Brokat - eine
Erfolgsgeschichte ohne Happy End Michael Janßen war von Anfang an dabei .
Gemeinsam mit ein paar Freunden von der Universität Tübingen hatte der
Blondschopf 1994 die Brokat Informationssysteme GmbH gegründet . Genau sieben
Jahre später kündigte das Software-Unternehmen , das in seiner Höchstzeit mehr
als 1400 Mitarbeiter beschäftigte , seine Aufspaltung in einzelne Sparten an .
Als Finanzvorstand gilt Michael Janßen als der Hauptverantwortliche für das
Desaster bei Brokat . Das Unternehmen scheiterte nicht , weil sein Produkt bei
den Kunden nicht ankam . Die rasche Expansion hatte ein zu tiefes Loch in die
Kasse gerissen , das auch Janßen nicht mehr rechtzeitig stopfen konnte .
Telekom-Konzerne und Großbanken weltweit nutzen Brokat-Software für das
elektronische Bezahlen im Internet und per Mobiltelefon . Die Orientierung an
den Medien der Zukunft , der jugendliche Charme seiner Vorstandsmitglieder und
der Glaube an eine neue Unternehmenskultur hatte Brokat zu einem der Stars der
New Economy in Deutschland gemacht . Bei einem Treffen mit anderen
Wirtschaftsbossen im Schwarzwald hatte der 1965 geborene Brokat-Chef Stefan
Röver seine meist schon ergrauten Kollegen einmal mit der Aussage geschockt ,
selbst der Hausmeister bei Brokat könne ein Jahresgehalt von mehreren
hunderttausend Mark verdienen . Ein Jahr später spotteten die Industrie-Barone
an gleicher Stelle während eines Gourmet-Dinners schadenfroh über den abwesenden
Röver . Die Aktienoptionen des Brokat-Hausmeisters , auf die der Manager
angespielt hatte , waren fast nichts mehr wert : Der Kurs der Aktie fiel von
Höhen um 200 Euro ins Bodenlose . " Null Euro " gab ein Analyst kurz vor der
Hauptversammlung im Juni als Kursziel an und hielt damit den Aktionären die
drohende Pleite vor Augen . Was war geschehen ? Aggressiv hatte Brokat sein
weltweites Wachstum vorangetrieben und hohe Risiken dabei bewusst in Kauf
genommen . Im März 2000 , als noch alles nach Plan lief , brachte das
Unternehmen eine Anleihe heraus , die mit stattlichen 11,5 Prozent verzinst
wurde . In den USA kaufte Brokat durch Ausgabe eigener Aktien zwei Mal teuer ein
. Doch die ins Stocken geratene Konjunktur ließ die ehrgeizigen Umsatzziele in
weite Ferne rücken . Gleichzeitig mussten die neu erworbenen Unternehmen
integriert werden - ein teurer Prozess . Als neues Logo wählte die
Software-Schmiede schließlich eine Pusteblume . Spät erkannte der 35-jährige
Janßen , dass das Geld bei Brokat knapp wurde . Das Unternehmen trat auf die
Kostenbremse und entließ ein Fünftel seiner Mitarbeiter . Die Übernahmen in den
USA waren nicht mehr zu bewältigen und wurden wieder verkauft ; Auch potenzielle
Kunden ahnten , dass es mit Brokat zu Ende ging . Die Umsätze brachen ein .
Fieberhaft suchte das Unternehmen nach einem Investor . Janßen , der
Hobby-Schwimmer , blieb . Er ist kein eingekaufter Investment-Banker wie viele
der Finanzvorstände am Neuen Markt . Er hatte Brokat mitgegründet und sich einem
offenen Umgang mit den Zahlen verschrieben . " Ich bin kein typischer Buchhalter
" , meinte Janßen im Herbst vergangenen Jahres . Als er merkte , dass die eigene
Kompetenz allein wohl nicht mehr ausreichen würde , bewies Janßen Mut und bat
öffentlich den bekannten Insolvenzverwalter Dirk Pfeil um Hilfe . Nach dem
angekündigten Weggang von Röver soll der Manager nun den zurechtgestutzten Rest
von Brokat leiten . Er fängt also nochmal von vorn an . Happy Hour im
Online-Bookshop Der Online-Buchhändler buecherwurm.de feiert Geburtstag : 500
Tage ist der Shop online . Aus diesem Anlass gibt 's alle englischsprachigen
Bücher für eine Mark pro US-Dollar offiziellem Verkaufspreis : Ein Buch , das in
den USA beispielsweise 30 Dollar kostet , kann man also für 30 Mark bekommen .
Die Aktion ist allerdings auf drei Tage begrenzt . Wer eines der 500.000
angebotenen englischsprachigen Bücher zu diesem Dollarkurs kaufen möchte , muss
seine Bestellung zwischen dem 24. und 26. August aufgeben . AOL : " Festpreis "
bleibt Aufmerksamen TV-Guckern fiel es gestern schon auf : AOL wirbt fleißig
weiter mit " Internet zum Festpreis " , obwohl das Landgericht Hamburg diese
Werbeaussage durch eine einstweilige Verfügung verboten hat . Das Hamburger
Landgericht war zu der Auffassung gelangt , die Werbung mit " Internet zum
Festpreis " sei nicht statthaft , solange AOL zusätzlich zur festen Grundgebühr
" nutzungsabhängige Verbindungsgebühren " erhebe . Die Firmensprecherin betonte
demgegenüber , die Kampagne werde unverändert weiterlaufen . Von einer
Irreführung des Verbrauchers könne man daher nicht sprechen . Das Unternehmen
werde es auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen und sehe
dieser mit Ruhe entgegen . Laut Gerichtsbeschluss muss AOL für jeden Fall der
Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld von bis zu 500.000 Mark bezahlen ; falls dies
nicht eingetrieben werden kann , droht dem Geschäftsführer von AOL Deutschland
eine Ordnungshaft von insgesamt bis zu zwei Jahren . Haustiere mit
Terminal-Halsband - NTT DoCoMo und seine Visionen Eltern , die sich von
unterwegs per Handy ins Kinderzimmer einloggen und nach ihren Kleinen schauen .
Kunden im Supermarkt , die über Mobilfunk ihren Kühlschrank überprüfen , ob noch
genug Milch da ist . Urlauber , die von der Ferieninsel aus per Handy die
Türschlösser und das Licht zu Hause kontrollieren . " Selbst Haustiere werden
künftig Terminals in ihrem Halsband tragen " , beschreibt Keiji Tachikawa die
Zukunft . Vom 44. Stockwerk des hochmodernen Tokioter Sanno Park Towers blickt
der Präsident von NTT DoCoMo , Japans größtem Mobilfunkkonzern , nicht nur auf
Nippons politisches und wirtschaftliches Machtzentrum . Von hier schaut
Tachikawa auch täglich in die Zukunft und arbeitet an neuen Visionen für die
mobile Kommunikation . Die Mehrheit mobiler Kommunikationsterminals werde
nämlich nicht mehr bloß die Übertragung von Sprache beinhalten . Autos werden
künftig bei einem Unfall automatisch Polizei und Versicherung informieren ,
Kinder und Alte werden Terminals tragen , die sie vor Autos warnen und
Haustier-Besitzer werden stets über Halsband-Terminals wissen , wo ihre
Vierbeiner sind . Tachikawa und seinen Entwicklern schwebt eine völlig neue
Dimension mobiler Kommunikation vor . Den Anfang will NTT DoCoMo im Mai 2001
machen , wenn der Telekomkonzern als Erster in der Welt die dritte
Mobilfunkgeneration in Japan in Betrieb nimmt . Mit Kameras ausgerüstete
Videophones könnten Live-Bilder in Echtzeit verschicken . Zudem könnten
Multimedia-Inhalte wie Video-Programme heruntergeladen werden . Im Februar 1999
hatte NTT DoCoMo in Japan bereits das weltweit erste Handy mit Internetzugang ,
das i-mode gestartet . Die Regierung hegt die Hoffnung , dass das Internet und
die Informationstechnologien ( IT ) zur " Wiedergeburt Japans " beitragen werden
. Das gute an IT sei , dass alle Bereiche davon profitierten , sagt Tachikawa .
Die Regierung werde aber auch andere Maßnahmen treffen . Eine Industrie allein
sei " niemals stark genug , die treibende Kraft für die gesamte Wirtschaft zu
sein " . Der Vorteil Japans sei , dass es über sehr gute Fertigungstechnologien
verfüge . Dies liege einerseits an der " Kultur des harten Arbeitens " in Japan
. Japan , wo die Verbreitung des Internets lange Zeit nur schleppend voran kam ,
sei eine " Zehn-Tasten-Kultur " , beschreibt Tachikawa den Grund , warum die
Japaner lieber per Handy als über eine herkömmliche Computer-Tastatur ins
Internet gehen . " Ich glaube , dass war das Einzigartige an unserem System " ,
sagt Tachikawa . " Es ist notwendig , eine Lösung anzubieten , die auf die
Eigenheiten der Menschen und der Kultur des Marktes abgestimmt ist " , meint
Tachikawa . Das i-mode sei einfacher als der konventionelle Internet-Zugang . "
Die Leute wollen in ihrer freien Zeit nur kleine Mengen an präzisen
Informationen . " . Das gelte letztlich auch für andere Kulturen . Tachikawa ,
der in seiner Freizeit selbst ein i-mode benutzt , ist davon überzeugt , dass
sich das System auch in Europa gegenüber dem WAP-Übertragungsprotokoll
durchsetzen wird . NTT DoCoMo beteiligte sich zu diesem Zweck an der
niederländischen KPN Mobile . " Wir haben unsere Allianzen in Europa
abgeschlossen " , sagt Tachikawa . Telekom-Hersteller Lucent in Schwierigkeiten
Die Börse hatte zwar nur einen Gewinn von 17 Cents pro Aktie erwartet -
allerdings , nachdem die Analysten ihre Prognosen auf Grund einer Gewinnwarnung
von Lucent scharf nach unten korrigiert hatten . Für das nächste Quartal
erwartet Lucent sogar einen Rückgang der Umsätze um sieben Prozent . Angesichts
dieser Ergebnisse erscheint die Entlassung des Lucent-Chefs Rich McGinn am
gestrigen Montag nicht mehr verwunderlich : Besonders bei der Photonik , die als
einer der großen Boom-Märkte der Telekom- und Netzwerk-Industrie angesehen wird
, fiel Lucent zunehmend hinter den Hauptkonkurrenten Nortel zurück . Im
abgeschlossenen vierten Quartal fielen die Verkäufe von Geräten und Komponenten
für optische Netze sogar um 26 Prozent . Der neue Lucent-Chef Henry Schacht
erklärte , dieses Jahr sei eine Übergangsphase . Man werde Quartal nach Quartal
Fortschritte machen und rechtzeitig Entscheidungen treffen , die eine
wirtschaftlich gesunde Firma schaffen würden : " Diese Führung ist an der Arbeit
und ergreift Maßnahmen , die eine neue Lucent bauen werden . " Schacht selbst
scheint aber wohl nur ein Interims-Chef zu sein : Die Firma sucht einen neuen
CEO , der , mit technischen Know-how ausgestattet , die täglichen Geschäfte
führen soll . KPNQwest gibt sich optimistisch Der Data-Carrier und
Internet-Provider KPNQwest , ein Joint Venture der niederländischen KPN und des
US-Konzerns Qwest , musste in seinem dritten Geschäftsquartal höhere Verluste
als im gleichen Vorjahresquartal verbuchen . Der Carrier , der in den letzten
Monaten gerade in Deutschland immer wieder durch technische Schwierigkeiten in
die Schlagzeilen geraten war , führte gestiegene Umsätze wie Verluste auf den
Ausbau des eigenen europäischen Glasfasernetzes und Maßnahmen zur Gewinnung
neuer Kunden zurück . Damit lege man den Grundstein , spätestens im letzten
Quartal des nächsten Geschäftsjahrs die Gewinnschwelle zu überschreiten .
Besonders von der hohen Nachfrage nach europaweiten IP-Netzen und nach
Web-Hosting-Dienstleistungen will KPNQwest , in Deutschland früher als X-Link
bekannt , profitieren . Deutsche Telekom wegen Internet-Pauschaltarifen unter
Druck Heute findet die Anhörung bei der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) über " Entgelte für Verbindungen zu
Online-Diensten " statt . Untersucht werden sollen die Gebühren , die die
Deutsche Telekom von Internet-Providern und Online-Diensten verlangt - im
September hatte die RegTP ein offizielles Verfahren zu diesem Thema eingeleitet
. Im Vorfeld dieser ( mündlichen ) Anhörung gerät der Ex-Monopolist wegen seines
Quasi-Monopols im Ortsnetzbereich zunehmend unter Beschuss . Am Wochenende schon
forderte der Chef von AOL-Deutschland Bundeskanzler Gerhard Schröder auf , sich
für einen preisgünstigen Internet-Pauschaltarif ( Flatrate ) einzusetzen . Auch
die Grünen hatten sich der Forderung des AOL-Chefs angeschlossen . In die
gleiche Kerbe schlägt nun der Verband von Telekommunikations- und
Mehrwertdiensten ( VATM ) . Seiner Ansicht nach ist der mangelnde Wettbewerb
Haupthindernis eines günstigen Pauschaltarifs für das Surfen im Internet : " Die
Einführung einer Internet-Flatrate kommt in Deutschland nicht voran " ,
kritisierte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner in einer am heutigen Dienstag
in Köln veröffentlichten Erklärung zu der Anhörung bei der RegTP . Von der
Telekom verlangen die Wettbewerber seit längerem die Bereitstellung von
Vorleistungen , die pauschal und nicht wie bisher zeitabhängig angeboten werden
. So könnten die neuen Telefonfirmen einen Internet-Pauschaltarif bisher nicht
anbieten , weil die von der Telekom geforderten Preise ein Kosten deckendes
Geschäft nicht zuließen . Deshalb müssten Internetanbieter bei der Telekom
Kapazitäten pauschal einkaufen können , fordert der VATM . Immerhin zeigte sich
der VATM-Chef zuversichtlich , dass die Anhörung bei der RegTP im Sinne der
Telekom-Konkurrenten ausgeht . Unter Umständen kommt die Telekom angesichts des
Drucks , den die RegTP ebenso wie die Konkurrenz ausüben , den Forderungen nach
einer so genannten " Großhandels-Flatrate " ja auch entgegen : Zumindest
spekulierte das Magazin Focus in seiner Ausgabe vom gestrigen Montag darüber ,
dass " Unternehmenskreise der Telekom " ein solches Angebot an Internet-Provider
und Online-Dienste nicht mehr ausschlössen . Zoff um ( gültige ) UMTS-Auktion in
Italien Die italienischen Mobilfunkbetreiber , die eine UMTS-Lizenz erhalten ,
sparen viel Geld - anders als erwartet kommen sie überraschend billig an eine
Lizenz für den Mobilfunk der nächsten Generation . Als " Flop für die
Staatskassen " haben daraufhin Kommentatoren in Rom laut dpa die vorzeitig
beendete Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen in Italien bezeichnet . Am
gestrigen Montag war die Auktion nach nur zwei Tagen überraschend vorzeitig
beendet : Vor dem Beginn der Auktion hatte man mit gut dem Doppelten gerechnet .
Wie italienische Zeitungen am heutigen Dienstag berichteten , erklärte die
Regierung in Rom die Auktion zwar für gültig . Zugleich kündigte das zuständige
Regierungsgremium aber an , gegen Blu vorzugehen . Die Vorgehensweise von Blu
sei " gesetzwidrig " gewesen , heißt es dazu in einer Erklärung . Zeitungen
berichteten , Blu drohe eine Rekordstrafe . Die Staatsanwaltschaft in Rom will
prüfen , ob das Verfahren regulär ablief . Ein Teil davon sollte ursprünglich
für die Flutopfer im Norden des Landes bereitgestellt werden , berichtet dpa .
Das vorzeitige Ende der Versteigerung löste heftige politische Kontroversen aus
. Vertreter der rechtsgerichteten Opposition sprachen von einem "
Dilettanten-Stück " und forderten Ministerpräsident Giuliano Amato zum Rücktritt
auf . Der Spitzenkandidat der Linken für die Parlamentswahlen im Frühjahr 2001 ,
Roms Bürgermeister Francesco Rutelli , verwies dagegen darauf , dass auch eine
Unternehmensgruppe des Oppositionschefs Silvio Berlusconi an Blu beteiligt sei .
Möglicherweise sei dies nur eine " Schein-Teilnahme gewesen " , meinte ein
führender Politiker der Grünen . Telefon-Discounter führt Regulierungsbehörde
vor Mit einer Marketing-Aktion trifft der Fernmelde-Discounter 01051 einen
wunden Punkt in der deutschen Regulierungspolitik - und führt die Fachleute bei
der Telekom wie der Regulierungsbehörde gleichermaßen vor . Seit gut zwei Wochen
bieten die Düsseldorfer Billig-Fernmelder unter der Marke " Teledump "
Call-by-Call im Ortsbereich an - obwohl es dies nach dem
Telekommunikationsgesetz eigentlich gar nicht geben dürfte . Möglich wurde das
Angebot durch einen technischen Trick : Anstelle der reinen Netzzahl sind für
die Einwahl in das Teledump-Netz zusätzlich die Ziffern 031 zu wählen . Erst
danach folgt die eigentliche Telefonnummer . Die so genannte 031-Gasse ist nach
Telekom-Angaben nur für Test- und Prüfzwecke vorgesehen . Da die Telekom
verpflichtet ist , sämtliche Gespräche ordnungsgemäß an diese Testvorwahl weiter
zu leiten , kann 01051 diese entgegennehmen und die nachfolgend gewählten
Ziffern zur Gesprächsvermittlung heran ziehen . Um über Teledump ein
Ortsgespräch zu führen , ergeben sich zwar relativ lange Rufnummern , aber in
den meisten Fällen scheint diese Art der Durchwahl zu funktionieren . Kaum stand
das Angebot von 01051 , ließ die Regulierungsbehörde verlauten , dass die
Telekom gesetzlich nicht verpflichtet sei , Ortsgespräche via Call-by-Call zu
vermitteln . Das heißt im Klartext : Die Telekom darf theoretisch abschalten .
Die juristische Antwort der Telekom fiel kompliziert aus : Da 01051 kein
Teilnehmernetzbetreiber , sondern ein Verbindungsnetzbetreiber ist , verstoße
sie gegen die Vereinbarungen , hieß es weiter . Dass die Telekom in ihrer
Entgegnung keine einschlägigen Paragraphen , sondern nur die technische
Spezifikation eines Arbeitskreises präsentieren konnte , ließ erahnen , dass
sich der größte deutsche Netzbetreiber in keiner besonders starken Position
befindet . Mit dem Versuch , eine einstweilige Verfügung durchzusetzen ,
scheiterte er dann auch prompt . Erst Mitte November soll in der Angelegenheit
mündlich vor dem Kölner Landgericht verhandelt werden . Dann wird sich zeigen ,
wie es mit dem Teledump-Angebot weiter geht . Inzwischen droht 01051 weiteres
Ungemach von der Konkurrenz . Mitbewerber Mobilcom sieht in der
Teledump-Vorgehensweise einen " widerrechtlichen Wettbewerbsvorsprung " und
forderte die Unterzeichung einer Unterlassungserklärung . Auch wenn 01051 dieser
Aufforderung nicht nachkam , könnte die nun mögliche einstweilige Verfügung dem
Telefonieren über die Service-Nummer ein schnelles Ende bereiten . Die
Regulierungsbehörde könnte sich aus einem anderen Grund zu Wort melden . Sie
vergibt ihre Rufnummern nach strengen Regeln . Und der Zweck der von 01051
verwendeten Testvorwahl 031 war es sicherlich nicht , kostengünstige
Call-by-Call-Gespräche im Ortsgespräche zu ermöglichen . Doch ein Eingreifen
dürfte sich die Regulierungsbehörde gleich in zweifacher Hinsicht überlegen :
Zum einen drohen bei einer unhaltbaren Sperre des Angebotes massive
Schadensersatzforderungen , und zum anderen haben die Regulierer ohnehin bereits
mit Vorwürfen zu kämpfen , sie ermöglichten im Ortsbereich keinen freien
Wettbewerb . Wenn sie nun den ersten bundesweiten Anbieter mit Billig-Angebot
wegen eines Nummernmissbrauchs aus dem Markt drängt , dürfte ihr dies von den
Kritikern nicht besonders positiv ausgelegt werden . Der Kniff mit den
Ortsgesprächen ist nicht der einzige , den 01051 für das Teledump-Angebot
bemühte . Insbesondere im Auslandsbereich kauft die Firma Überkapazitäten auf ,
mit denen sie günstige Auslandsgespräche anbieten kann . Überkapazität bedeutet
: Sind Leitungen frei , wird die Verbindung aufgebaut . Sind keine frei , so
ertönt ein Besetztzeichen . Wenn alle Stricke reißen , kann sich auch der Preis
kurzfristig ändern - nicht nur nach unten , sondern auch nach oben . Das
Telekommunikationsgesetz stellt sehr hohe Anforderungen an die Art und Weise ,
wie Tarifänderungen publiziert werden müssen . Die meisten Gesellschaften
publizieren daher ihre Tarifänderungen mittlerweile im Amtsblatt der
Regulierungsbehörde und wählen damit den juristisch sichersten Weg . 01051
hingegen sagt den Abrechnungstakt vor dem eigentlichen Gesprächsaufbau an , um
sich so die notwendige Rechtssicherheit zu verschaffen . ( Ralf Hüskes ) Der
Streit zwischen der Deutschen Telekom und ihren Konkurrenten über Pauschaltarife
für den Internetzugang soll bis Mitte November entschieden werden , erklärte der
Sprecher der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post , Harald Dörr ,
laut dpa am heutigen Dienstag nach einer öffentlichen Anhörung über das
strittige Thema in Bonn . Es bestehe weiterhin ein intensiver Prüfungsbedarf ,
sagte Dörr nach Ende der Anhörung weiter . In Einzelgesprächen mit den
betroffenen Unternehmen wolle die Regulierungsbehörde in den kommenden Wochen
Klarheit über die Flatrate gewinnen . Seit längerem verlangen die Wettbewerber
für ihre Internetangebote auf Basis einer so genannten Flatrate von der Telekom
Vorleistungen , die pauschal und nicht wie bisher zeitabhängig berechnet werden
. Gegenwärtig sei ein Kosten deckendes Geschäft der neuen Anbieter nicht möglich
, hieß es . Bei der Anhörung wiederholten die Telefongesellschaften ihre
Forderung nach der Bereitstellung einer entsprechenden so genannten
Großhandels-Flatrate . Diese soll es ihnen ermöglichen , eine Flatrate in den
Online-Markt zu bringen . Die Telekom bezeichnete den Zeitpunkt als verfrüht ,
signalisierte aber Bereitschaft , über solche " innovativen Produkte "
nachzudenken . Deutschland wird zum größten Mobilfunkmarkt Europas In der Studie
Wireless Data : Allerdings werde im Jahr 2003 eine Trendwende eintreten : Die
Marktdurchdringung werde dann mit 85 Prozent ihren Höhepunkt erreicht haben ;
zum ersten Mal würden in den folgenden Jahren die Umsätze mit Sprachdiensten im
Mobilfunk sinken . Im Jahr 2010 soll Deutschland den größten Anteil am
europäischen Mobilfunkmarkt haben . 23 Prozent der Gesamtumsätze würden dann
allein hier zu Lande realisiert ; Großbritannien und Frankreich folgen mit
jeweils 17 Prozent . Auf eine lange Durstrecke müssen sich nach den Ergebnissen
der Studie die Inhaber von UMTS-Lizenzen gefasst machen . Den Firmen , die sie
in einer Auktion ersteigert haben , steht eine Amortisationsdauer von 15 Jahren
bevor . Unternehmen , denen eine Lizenz in einzelnen Ländern kostenlos zugeteilt
wurde , müssen dort immer noch mit sieben Jahren rechnen , bis erste Gewinne aus
den neuen Netzen fließen . Und ein weiteres Problem sehen die Analysten von
Arthur Andersen auch : Dafür böten UMTS-Lizenzen aber die " bislang einzigartige
Gelegenheit , Mobilfunk-Infrastrukturen in Ländern zu entwickeln , in denen
derzeit noch kein Netzbetreiber existiert " . Siemens-Vorstand erwartet weiter
rasante IT-Entwicklung Die Entwicklung der Computer- und
Telekommunikationstechnik wird sich nach Ansicht von Siemens-Vorstand Volker
Jung weiterhin beschleunigen . Als Konsequenz werde der so genannte Mobile
Commerce gleichzeitig rasant an Bedeutung gewinnen , erklärte Jung anlässlich
der Eröffnung des Kongresses Focus 2000 am gestrigen Dienstag . Focus ,
Veranstalter der Konferenz , ist die Dachorganisation für Benutzer-Vereinigungen
, die sich mit Computer- und Kommunikationstechnik von Siemens beschäftigen . Im
Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung sollen die Auswirkungen des
technischen Fortschritts auf Arbeits- und Privatleben stehen . " Wir sehen hier
jetzt nur die Spitze eines Eisbergs und stehen an der Schwelle zu einer neuen
technischen und wirtschaftlichen Revolution " , meinte Jung laut dpa . Immer
leistungsfähigere Chips und schnellere Datenübertragungsraten machten immer mehr
Mobilität von Informationen , Finanzen und Handel möglich . So würden künftig
immer mehr Menschen als freie Mitarbeiter gleichzeitig mehrere Berufe ausüben
und für verschiedene Firmen arbeiten . Laut Jung werden in wenigen Jahren mehr
Mobiltelefone als Festnetzanschlüsse genutzt werden . Ähnlich werde die
Entwicklung beim Zugang zum Internet sein . Gleichzeitig werden nach Schätzungen
von Experten allein im nächsten Jahr in Europa mehr als 1.000 elektronische
Marktplätze im Internet aufgemacht . Vom Industrieroboter zum Haushaltshelfer
Die erste große Messe für Unterhaltungsroboter ist am heutigen Freitag in der
japanischen Stadt Yokohama eröffnet worden . Dazu zählt der 50 Zentimeter große
Roboter SDR-3X des japanischen Elektronikkonzerns Sony . Mit seinen 24 Gelenken
kann das kleine Blechwesen tanzen , Fußball spielen und über eine neue
Stimmenerkennungstechnik auf etwa 20 Worte reagieren . In Japan , das sich zum
Pionier der Robotertechnologie entwickelt hat , vollzieht sich derzeit eine
Evolution vom reinen Industrieroboter hin zu dem , was die Konzerne gerne einmal
als digitale Lebensgefährten des Menschen sähen . Japans Hightechunternehmen
prophezeien Unterhaltungsrobotern eine goldene kommerzielle Zukunft . Er ist
geistiger Vater des berühmten Roboterhundes Aibo , von dem Sony seit
Markteinführung im vergangenem Jahr bereits etwa 45.000 verkauft hat . Seit
wenigen Tagen gibt es Aibos Nachfolger zu bestellen , der eher einem Löwenbaby
ähnelt und " ausdrucksstärker " als sein Vorgänger daher kommt , jedoch billiger
als dieser ist . Der Autokonzern Honda präsentiert derweil auf der Robodex
seinen humanoiden Roboter Asimo . Mit seinen kleinen Computern und Sensoren in
den Gliedern kann sich der Metallmensch fast bewegen wie sein Vorbild aus Haut
und Knochen . Nach dem Willen ihrer Erfinder sollen die Androiden nicht nur der
Unterhaltung dienen , sondern sich künftig auch fürsorglich um die Menschen
kümmern , zum Beispiel in der Altenpflege oder im Haushalt . Hintergrund : Der
oberste Telekom- und Post-Regulierer geht Der Gründungspräsident der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) , Klaus-Dieter
Scheurle , wechselt in die Privatwirtschaft . Bereits am gestrigen
Donnerstagabend ergriff das Bundeswirtschaftsministerium die Initiative ,
nachdem wieder neue Berichte über einen Rücktritt Scheurles aufgetaucht waren ,
und bestätigte , dass der RegTP-Chef sein Amt zum Jahresende niederlege . Neuer
Arbeitgeber Scheurles wird nach Informationen der Süddeutschen Zeitung die
Schweizer Investmentbank Credit Suisse . Sein Vizepräsident Matthias Kurth ( SPD
) sei als Nachfolger vorgesehen , schreibt das Blatt . Nach Informationen der
Berliner Zeitung will Scheurle am kommenden Montag offiziell einen
Auflösungsvertrag von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller erbitten . Wie das
Blatt unter Berufung auf das Umfeld der Behörde weiter berichtet , sei Scheurle
hinter den Kulissen massiv zu diesem Schritt gedrängt worden . Vor allem
Bundesfinanzminister Hans Eichel habe auf Druck der Chefs von Telekom und Post ,
Ron Sommer und Klaus Zumwinkel , auf einen Rücktritt Scheurles hingearbeitet .
Die beiden Vorstandvorsitzenden der ehemals staatlichen Unternehmen hätten um
einen weiteren Kursverfall der Aktien ihrer Konzerne gebangt , falls Scheurle
den eingeschlagenen Liberalisierungskurs fortgesetzt hätte , schreibt das Blatt
. Auch in anderen Kommentaren ist bereits davon die Rede , dass Scheurle auf
Grund des Drucks der Ex-Monopolisten geopfert wurde . Scheurles Rücktritt werfe
die Frage nach einem Kurswechsel in der Regulierungspolitik auf , kommentiert
etwa die Financial Times Deutschland . Der Bundesregierung und vor allem den
Länderfinanzministern sei Scheurles harter Kurs häufig ein Dorn im Auge gewesen
. Dass Telekom-Chef Ron Sommer von dem Vorgehen der Regulierungsbehörde nicht
viel hielt , äußerte er auch in der Öffentlichkeit immer wieder recht
offenherzig . Zuletzt brachten die Entscheidung für eine so genannte
Großhandels-Flatrate und die Untersuchung der T-DSL-Angebote durch die
Regulierungsbehörde den Telekom-Chef in Rage . Sommer warf Scheurle immer wieder
vor , der Wettbewerb werde einseitig zu Lasten der Telekom geführt . Der
Süddeutschen Zeitung zufolge hat Scheurle sich nach der erfolgreichen Auktion
der UMTS-Mobilfunklizenzen zum Wechsel entschlossen , um sich zu einem günstigen
Zeitpunkt seinen Ruf als Liberalisierer des Telekom-Marktes mit einem besser
dotierten Job zu vergolden . Von Anfang an war Scheurle sozusagen das
Wettbewerbsgewissen für Telekom und gelbe Post . Schon zur Jahreswende
entbrannte damals ein gnadenloser Konkurrenzkampf um Telefontarife , den die
privaten Newcomer mit aggressiven Preistabellen kräftig schürten . Telekom-Chef
Ron Sommer bekam noch Dampf von anderer Seite - nämlich von Scheurle , der
Abwehrstrategien des Hechts im Karpfenteich forsch abwehrte und inzwischen auch
die gelbe Post und ihren Chef Klaus Zumwinkel das Fürchten gelehrt hat . Die
Folge : Die Telefontarife purzelten munter , Handy-Frequenzen , Marktzugang und
Internet-Öffnung wurden zu einem Feld der Telekommunikation , auf dem sich
inzwischen viele tummeln . Obwohl auf ordnungsgemäße Auktion bedacht , wurde er
auch hier zur Zielscheibe der Kritik , als einzelne Telekom-Konkurrenten das
Verfahren und das Ausmaß der ersteigerten Summen heftig angriffen . Im Interview
mit der Zeitung Die Welt hielt der 46-jährige Jurist der Telekom jetzt vor ,
dass sie sehr intensive Lobbyarbeit betreibe . Danach begann seine Karriere im
Umfeld der Politik mit dem Eintritt ins Bundesjustizministerium . Er arbeitete
von Herbst 1985 an im bayerischen Bundesratsministeriums und wirkte 1989 bis
Anfang 1993 für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion . Bis 1994 leitete er das Büro
des letzten Postministers Wolfgang Bötsch ( CSU ) . Danach wurde er Leiter der
Grundsatzabteilung im Postministerium , von 1997 an Leiter der Abteilung
Regulierung . Dies war die Vorstufe für den Chefsessel zum 1. Januar 1998 bei
der frisch aus der Taufe gehobenen Regulierungsbehörde . Der Autor von " ping "
ist tot Bereits am Montag , dem 20. November , ist Mike Muuss bei einem
Autounfall tödlich verunglückt , teilte sein Kousin Karsten Muuss mit . Der Name
Mike Muuss dürfte zwar spontan den wenigsten etwas sagen - zu tun hatten die
meisten aber schon mit einem Programm , dass Mike Muuss entwickelt hat : Sein
ping-Programm ist auf fast jedem Rechner dieser Welt zu finden . Es dient zur
Überprüfung der Erreichbarkeit von Hosts in IP-Netzen . Benannt hat es Mike
Muuss seinen eigenen Angaben zufolge nach dem Geräusch , das ein Sonar bei der
U-Boot-Aufspürung erzeugt : " Ping ist ein Hack von wenig mehr als tausend
Zeilen , den ich an einem Abend schrieb , und das inzwischen praktisch jeder zu
kennen scheint . " Neben " ping " habe er schon früh wichtige Beiträge zu der
Entwicklung von TCP/IP geleistet . Sein Hauptinteresse jedoch habe in den
Bereichen Modellierung und Simulation gelegen . Besonders sei er von
Computer-generierten Grafiken zur Erleichterung des Verständnisses der
zugehörigen Modelle fasziniert gewesen . Das Internet vergrößert die
Wissenskluft Das Internet spaltet die Gesellschaft : Die Kluft zwischen gut
informierten Viellesern und passiven Medienverweigerern wächst mit dem neuen
Medium schneller . Die neue Studie der Mainzer Stiftung Lesen über das
Leseverhalten der Deutschen ist ein neuer Beleg für dieses Phänomen , das die
Fachleute " Wissenskluft " nennen . Das Phänomen ist nicht neu ,
Kommunikationsforscher warnen schon seit Jahren davor . Doch mit der rasanten
Verbreitung des Internet gewinnt der Prozess an Dynamik . Und er trifft bereits
die Jugendlichen . Auf der einen Seite des Grabens steht die "
Informations-Elite " mit Menschen , die viel und regelmäßig lesen und neben
gedruckten auch die elektronischen Medien wie Radio , Fernsehen und Internet
ausgiebig nutzen . Auf der anderen Seite stehen Menschen , die selten ein Buch
oder eine Zeitung in die Hand nehmen und sich vom Fernsehen lieber berieseln als
informieren lassen . Für die Referenten der Mainzer Tagung " Gutenbergs Folgen "
, die am heutigen Freitag zu Ende gehen soll , ist die wachsende Kluft gerade
bei jungen Leuten ein Grund zur Besorgnis . Denn : Wenigleser drohen im
Informationszeitalter den Anschluss zu verpassen . Sie sind weniger informiert
und wissen weniger . Das kann nicht nur ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt
verringern , sondern auch negative Folgen für die Gesellschaft haben : Der viel
zitierte " mündige Bürger " braucht in der Demokratie Informationen , sonst
gerät der Urnengang zur reinen Bauchentscheidung . Auf den ersten Blick bietet
die am Donnerstag in Mainz vorgestellte Studie Anlass zu Optimismus : Es wird
insgesamt nicht weniger gelesen als noch 1992 bei der vorherigen Erhebung . Aber
es wird anders gelesen : Dies gilt vor allem für Jugendliche bis 19 Jahren .
Dabei - so ein weiteres zentrales Ergebnis - geht ausgiebiges Surfen im Internet
nicht zu Lasten der Buch- oder Zeitungslektüre . Doch es verändert den Anspruch
an die Aufbereitung von Informationen und Texten . Und es verlangt dem Leser
größere Fähigkeiten zur Einordnung ab . " Im Internet wird ein ungeheurer
Datenmüll erzeugt " , sagte Werner Klatten vom Spiegel-Verlag auf einer
Podiumsdiskussion am Donnerstagabend . Das Internet sei mit der Möglichkeit ,
Links zu anderen Seiten zu knüpfen , dafür gut geeignet . Bücher , Zeitungen und
Zeitschriften dagegen hätten es schwer , junge Leser zu gewinnen , " dafür haben
wir noch nicht den Schlüssel gefunden " , räumte Klatten ein . Die Verlage
müssten ihre Produkte in der Optik und Aufmachung an die veränderten
Lesegewohnheiten anpassen , forderte der Vorsteher des Börsenvereins des
Deutschen Buchhandels , Roland Ulmer . " Aber mit den deutschen Fachautoren ist
es schwierig , Texte zur raschen Orientierung anzubieten , da sind die Lektorate
gefragt . " " Wenn sich unter Einfluss der neuen Medien die Art zu lesen und die
Ansprüche an die Textgestaltung ändern , wenn Zappen auf Papier gegenüber
sorgfältigem Durchlesen dominiert , dann muss gehandelt werden , damit die
Wissenskluft nicht noch größer wird " , mahnte der Geschäftsführer der Stiftung
Lesen , Klaus Ring . " Eine wachsende Kluft ist inakzeptabel , dagegen müssen
wir so früh wie möglich angehen . " Dazu müsse man in den Familien ansetzen ,
solange die Kinder noch klein und " prägungsfähig " seien , meinte Ring . Auch
die Schulen müssten eine stärkere Leseförderung betreiben . Jürgen Genuneit vom
Bundesverband Alphabetisierung wies auf die generell abnehmende Lesefähigkeit
der Deutschen hin . 14 Prozent erreichten nur die unterste Stufe der
Lesefähigkeit . Doch auch bei leseerfahrenen Deutschen hat nach der Beobachtung
des Frankfurter Verlegers Vittorio Klostermann die Lust nachgelassen , sich mit
komplexen Inhalten auseinanderzusetzen . Nicht nur seitenlange Zeitungsartikel ,
auch wortlastige Fernsehbeiträge wie Kommentare würden immer seltener . " Das
liegt nicht nur an veränderten Lesegewohnheiten , die Muße allgemein ist auf dem
Rückzug . " Website-Design : Weniger ist oft mehr Wer seine Website
übersichtlich und benutzerfreundlich gestalten möchte , sollte auf überflüssige
Gimmicks verzichten . Oftmals erweise sich selbst auf professionellen Websites
von Unternehmen die Orientierung als " Sisyphusarbeit " , berichtet iX in seiner
neuesten Ausgabe 12/2000 . " Marktschreierische Effekte " und lange
Download-Zeiten verhinderten einen schnellen Zugriff auf die eigentlichen
Informationen . Dabei sei die Qualität einer Website keinesfalls reine
Geschmackssache . Als Grundlage für die richtige Gestaltung des Online-Auftritts
dienen zum Beispiel die Jahrzehnte langen Erfahrungen aus dem Zeitungsbereich .
Dafür hat iX den Web-Auftritt zweier Tageszeitungen - Neue Zürcher Zeitung und
Rheinische Post - untersucht . Gemessen wurden etwa verschiedene Einzelzeiten ,
die der Surfer braucht , um eine gewünschte Information zu erhalten . " Obwohl
die ausgewählten Web-Sites der Verlage zu den positiven Beispielen in einem Meer
der Unsäglichkeiten gehören , fanden sich noch etliche Verletzungen
fundamentaler Gestaltungsregeln " , heißt es im Fazit . Als Faustregel für
benutzerfreundliches Design gilt immer noch : so klassisch wie möglich , so
modern wie nötig . Wirtschaftsminister dementiert Druck auf RegTP-Chef
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hat Berichte zurückgewiesen , wonach er
den Präsidenten der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP )
, Klaus-Dieter Scheurle , zum Rücktritt gedrängt habe . Er bedauere den
Rücktritt . " Aus meiner Sicht hätte Herr Scheurle ruhig weiterarbeiten können .
" Er habe allerdings Verständnis dafür , dass Scheurle sich überlegt habe , "
wann für ihn der optimale Zeitpunkt ist , aus seiner hervorragenden Reputation
privatwirtschaftlich etwas zu machen " , sagte Müller . Der Minister sagte auf
die Frage , ob die Telekom oder das Finanzministerium Druck auf ihn im Fall
Scheurle gemacht hätten : " Wer mich kennt , weiß , ich bin schlecht unter Druck
zu setzen . " Müller räumte aber ein , dass gewisse Entscheidungen der
Regulierungsbehörde " das ein oder andere Unternehmen im mehrheitlichen Besitz
des Bundes nicht immer erfreut haben " . Müller verwies darauf , dass nicht der
Präsident der Regulierungsbehörde die Entscheidungen treffe , sondern deren
autonomen Beschlusskammern . " Insofern ist vieles , was der ein oder andere
schon mal kritisch sagt , gar nicht Scheurles Werk " , sagte er . Der Deutsche
Industrie- und Handelstag ( DIHT ) zeigte sich inzwischen besorgt , dass der
Rücktritt von Scheurle negative Folgen für den Wettbewerb haben könnte . Der
Wettbewerbskurs müsse konsequent fortgesetzt werden , erklärte der DIHT .
Wichtige Entscheidungen stünden an , darunter zur Belebung des Wettbewerbs im
Ortsnetz . Es dürfe künftig keine protektionistische Ausrichtung der
Wettbewerbspolitik geben . Dies würde dem Wirtschaftsstandort Deutschland
schaden . Elsa in den schwarzen Zahlen Im vorherigen Quartal konnte Elsa den
Verlust bereits auf 539.000 Euro herunterschrauben . Der Exportanteil erhöhte
sich nach Angaben der Firma von 30 auf 43 Prozent . Auf Grund des starken
Auftragsbestandes erwartet Elsa nach eigenen Angaben eine weitere Steigerung der
Ergebnisse für das Jahr 2000 . Die Börse scheint in diesem Fall der Ansicht der
Unternehmensleitung zu folgen : Der Kurs der Elsa-Aktie am Neuen Markt stieg am
heutigen Freitag bis 14:30 um rund 3 Prozent auf 12,10 Euro . Weizenbaum : Das
Internet ist ein riesiger Misthaufen Vor einer Überschätzung des Internet hat
der Computerkritiker Joseph Weizenbaum gewarnt . " Das Internet ist wie ein
riesiger Misthaufen " , sagte der Informatiker am Freitag beim Kongress "
Gutenbergs Folgen " in Mainz . Im weltweiten Datennetz gebe es aber einige
Perlen zu finden . Dies gelinge jedoch nur mit der Fähigkeit , gute Fragen zu
stellen . Dazu müsse das kritische Denken in den Schulen und Universitäten
gefördert werden , sagte der Wissenschaftler , der am Massachusetts Institute of
Technology ( MIT ) arbeitet . Nach Ansicht des Literaturwissenschaftlers Willie
van Peer von der Universität München werden die Anforderungen an die Lese- und
Schreibfähigkeit in der Informationsgesellschaft weiter zunehmen . " Das Lesen
ist die Schlüsselqualifikation für die Wissensgesellschaft " , sagte van Peer .
Deshalb sei es nicht nötig , mehr Computer , Bildschirme und Tastaturen in die
Schulen zu bringen . Vielmehr müsse der Unterricht in Mathematik und in der
Muttersprache verbessert werden . " Wir müssen die analytischen Fähigkeiten
ausbilden " , forderte van Peer . Auch der Erziehungswissenschaftler Hartmut von
Hentig sprach sich dagegen aus , die Bildung der Kinder dem Computer zu
überlassen . Eltern und Schule müssten den Kindern Erfahrungen vermitteln , die
für ihr Leben von Bedeutung seien . Neben dem Einüben der drei Kulturtechniken
Lesen , Schreiben und Rechnen gehe es darum , den Kindern das Verstehen , das
Urteilen und das geduldige Beobachten beizubringen , sagte der Pädagoge . Der
Geschäftsführer der Stiftung Lesen , Heinrich Kreibich , sprach sich dafür aus ,
bei der Leseförderung auf dem " Multimedia-Klavier " zu spielen . Schöne Bücher
und gute Autoren würden nicht ausreichen , um zum Lesen anzuregen . Die
Literaturwissenschaftlerin Sabine Gross von der University of Wisconsin
plädierte dafür , die sinnlichen Freuden des Lesens stärker zu betonen . " Wir
müssen zum Vergnügen lesen " , sagte die Professorin für Neuere Deutsche
Literaturwissenschaft . Die Verleger sollten deshalb mehr Wert auf das
Buchdesign legen und die Möglichkeit zur Drei-Dimensionalität nutzen . Nach
Ansicht des Informatikers Wolfgang Wahlster wird die moderne Sprachtechnologie
die Bedeutung der Schriftsprache in den nächsten 50 Jahren zurückdrängen . " Das
Lesen wird nicht völlig überflüssig , aber mit der Vorfilterung durch die
Sprachtechnologie werden wir weniger Irrelevantes lesen " , sagte der
wissenschaftliche Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche
Intelligenz ( DFKI ) . Die heute stark am Text orientierte Gesellschaft werde in
Zukunft wieder mehr Wissen mündlich weitergeben und verarbeiten , wie dies vor
der Erfindung des Buchdrucks vor 500 Jahren der Fall war . " Smart Clothes " mit
Handys im Kragen Als Internationales Forum für Textilien und Technologien der
Zukunft findet von Montag bis Mittwoch zum ersten Mal die Messe avantex in der
Mainmetropole statt . Neben Kleidungsstücken mit integrierter Mikroelektronik ,
den so genannten " Smart Clothes " , werden auch gesundheitsfördernde Textilien
präsentiert , etwa eine antibakteriell wirkende Hose , Kleidung mit integriertem
Sonnenschutz oder ein Anzug , der gegen Neurodermitis helfen soll . Unter
anderem durch ein " erstes öffentliches Treffen zwischen Bekleidungsindustrie
und Mikrosystemtechnik " hoffen die Unternehmen offensichtlich auf neue Impulse
und Märkte , um wieder besseren Zeiten entgegensteuern zu können : Die
Bekleidungsindustrie sieht in den neuartigen Produkten die Chance , ihre
wirtschaftlich angeschlagene Position zu verbessern . " Wir müssen rein in neue
Materialien , Technologien und Produkte " , sagte Friedhelm Sartoris vom
Bundesverband Bekleidungsindustrie gegenüber dpa . Auf der Messe werden deshalb
Prototypen vorgeführt , die " dem Laborstatus entwachsen , aber noch nicht als
kommerzielles Produkt vermarktet worden sind " , betonte ein Aussteller .
Insgesamt präsentieren nach Angaben der Vernstalter rund 75 Unternehmen über 100
Neuheiten und Erfindungen . Dazu zählen aber nicht nur Hightech-Klamotten und
die " kommunizierende Kleidung " - auch die Herstellungsprozesse sollen modernen
Zeiten angepasst werden . Aber auch der Einbau von medizinischen Systemen in die
Kleidung soll ein wichtiges Thema sein . Novell : Erfolg mit Directory Services
NT hier , Windows 2000 da : Die Umsätze mit NetWare stiegen im Geschäftsjahr
1999 um 23,6% im Vergleich zum Vorjahr , die Verkäufe von Software für Directory
Services , darunter die Novell Directory Services ( NDS ) für NT und Solaris ,
sogar um 38,8% . Eric Schmidt , Chef von Novell , führt diesen Erfolg vor allem
auf das Interesse an den Directory Services zurück , die mit NetWare 4 zum
ersten Mal einem breiten Anwenderkreis zugänglich wurden . Angesichts der
Erfahrungen , die Novell mit Directory Services schon hat , scheint es den
Mannen um Schmidt nicht bang vor Windows 2000 und seinem Active Directory zu
sein : Die Schwierigkeiten , die Novell bei der Einführung der NDS in NetWare 4
hatte , dürften Microsoft erst noch bevor stehen . So erklärt Novell auch
zuversichtlich , man werde die Geschäftsziele daran ausrichten , die Umsätze vor
allem mit Directory-Software weiter zu steigern und sie auf den verschiedensten
Plattformen anzubieten . Nach den NDS in NetWare und Versionen für Solaris und
NT stehen als nächstes die NDS für Linux und Compaqs Tru64 ins Haus , die beide
Anfang 2000 verfügbar sein sollen . Cisco ist Microsoft auf den Fersen Gestern
war es geschafft : Cisco durchbrach die 300-Milliarden-Dollar-Marke an der Börse
. Cisco ist damit nach General Electric und Microsoft die dritte Firma , die in
den USA diese Schallmauer knackte , wie der Finanzdienst Bloomberg berichtet .
Bereits Anfang November hatte der Börsenwert von Cisco den von Intel überholt .
General Electric dagegen benötigte 106 Jahre , wie Bloomberg trocken kommentiert
. Jetzt schon kann sich das Cisco-Management aber ziemlich sicher sein , dass
die Firma nicht in den Strudel der Firmenübernahmen und Großfusionen gerät : Sie
ist einfach zu teuer . Was war . Was wird . Die sonntägliche Wochenschau ist
Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war
. " Denn es begab sich zu dieser Zeit , dass die Menschen das Internet
entdeckten . " Ich geb 's auf - immerhin hat heise online seine Leser ja auch
schon in die Weihnacht entlassen . Aber der harte Kern der Netzwerker ,
Bitpatrioten und natürlich meine Freunde von der Bobo-Selbsterfahrungsgruppe
haben RFC 968 nicht vergessen und wissen , dass es weitergeht . Damit wissen wir
endlich , was Engel sind : 330 Engel gibt es übrigens , die nach Shaw nur
deshalb fliegen können , weil sie sich nicht ernst nehmen . Anatole France
beschäftigte die Frage , warum der Mensch den Engeln folgt und vertraut . Seine
Antwort gibt zu denken : Engel können ihr Geschlecht wechseln . Er ist eine Art
Superman , der nach Berechnungen namhafter Wissenschaftler Megatonnen Geschenke
in Nanosekunden an die Kinder der Christenheit verteilt . Doch trotz all der
sagenhaften Daten hat er nicht einmal einen vernünftigen Businessplan , dieser
arme Kerl . Darin unterscheidet er sich von den Bobos , den Helden der digitalen
Ökonomie , bei denen der Wunsch nach einem guten Rutsch fatale Folgen zeitigte .
Jetzt rutschen sie wirklich . Die Firma wirbt im Web für ihren Octanium-Chip und
ist damit auf dem Radar von Intel aufgetaucht , weil sie namenstechnisch in
guter Triton-Tradition hart am Pentium vorbeirauscht . Zu den Produkten von
e-com-con zählt der Gleitkomma-Prozessor Nostradamus , die
Verschlüsselungsfunktion Houdini , das Videoprotokoll H.Bomb und der Web-Browser
Spelunker . Doch bei Octium will Intel keinen Spaß verstehen . Um Nissan.com ,
Nissan.net und Nissan.org tobt dennoch nicht der Kampf Araber gegen Israelis ,
sondern eine Auseinandersetzung zwischen dem Autobauer Nissan und dem
Computerfachman Uzi Nissan . Was den Fall interessant macht , sind nicht die
rechtlichen Geplänkel , sondern die Überzeugung von Nissan , dass die Besetzung
des Namens den Bau von Autos behindert - weil die Autos wesentlich mit dem Netz
verbunden sein müssen . So gesehen kann sich Ford mit seinem Explorer auf eine
wirklich lustige Clique einstellen . Oder war es v. Ferrero ? Wie auch immer ,
die Firma mit der ekligen Werbung meint offensichtlich , Kinder behindern die
Produktion von Schokolade , zumindest , wenn Kinder im Web zu finden sind .
Seltsame Marketingstrategie , sollte man doch meinen , dass gewisse Produkte des
italienischen Unternehmens vor allem die Zähne der Kleinsten verderben sollen .
Aber selbst , wer Kinder hat , kann schon das Grausen bekommen : Dann wäre also
Ferrero Schuld am Aussterben des deutschen Volkes , wie gewisse Kreise es
angesichts all des so genannten ausländischen Gesocks schon lange befürchten .
Ist Ferrero demnach die Rache der Italiener an den Deutschen , die erst
Mussolini an der Macht hielten und dann die Adria versauten ? Auch was für den
vorweihnachtlichen Wunschzettel . Oder war es nur ein Spaß , wenn Claire Swire
lieber Sperma statt Glühwein trinkt ? Einer der Beteiligten behauptet es
jedenfalls , um seinen Job zu retten , während andere aus seiner Clique längst
gefeuert worden sind . Die Mail besagter durstiger Dame läuft derweil im Stil
von Good Times um den Globus ; außerdem wird " Swire " in den Suchmaschinen
rasant von einschlägigen Websites besetzt . So üben sich die Bewohner der Insel
in Schadenfreude , und überlegen allenfalls , ob sich der besagte Stoff nicht
auch als Motoröl eignen könnte - dieselbe Viskosität hat er jedenfalls . Nun
schreiben die Kosovoraren kaum weihnachtliche Wunschzettel , sind sie doch in
der Mehrheit Muslime - einschließlich ein paar verstreuter und ebenfalls ungern
gelittener und ebenfalls vertriebener Roma und Aschkali . Trotzdem dürfen die
Kosovaren jetzt mit Mozilla im Web browsen , dank der liberalen
Export-Bestimmungen der US-Regierung . Einwohner von Kuba , des Sudan oder
Syriens beispielsweise dürfen das , wie die Serben , immer noch nicht . Nun ,
macht nichts , wir mussten ja vor kurzem auch lernen , dass das Internet für die
Kubaner etwa noch weitgehend tabu ist . Da ist es egal , wenn die wenigen , die
doch dürfen , den Internet Explorer benutzen . Ob das aber die Menschen im
Kosovo so besonders interessiert , wage ich zu bezweifeln . Aber die KFOR wird
's schon richten - oder erinnert das zu sehr an die Zeit , als das Wünschen noch
geholfen hat ? Sonst geht das Geraune wieder los , wie es der inzwischen recht
unselige Martin Walser in letzter Zeit viel zu häufig vormacht - da fehlt dann
ein bisschen die klare Sicht auf einen Anselm Kristlein oder Hans Beumann .
Anschwellende Bocksgesänge sind in , auch in der vorweihnachtlichen Zeit klagt
sich 's gut über unsere Entfernung von Gott : Aber weit gefehlt , das Magma des
Gewesenen erreicht mich nicht , stattdessen sitze ich hier , schreibe Kolumnen
im Internet und versuche , mitzudenken . Da sei aber Botho vor : Da mache ich
doch lieber weiter mit meinem " Terror der technisch-ökonomischen Intelligenz "
und denke mir meinen Teil . " Der Schwachsinn als letztes Reservat der
Menschheit " : Wenn echte teutsche Intellektuelle ihren Elfenbeinturm verlassen
, überkommt sie , so scheint s , gleich das dringende Bedürfnis , in eine
schlagende Verbindung einzutreten . Das stand jetzt aber nicht auf meinem
Wunschzettel . Was wird . Gibt es eine Gemeinsamkeit zwischen dem Chaos Computer
Club und Microsoft ? Aber sicher doch : Beide engagieren sich " zwischen den
Jahren " , wo der Rest der Weihnachtsvöllerei verdaut wird . In Berlin findet
17C3 statt , in Redmond startet am 26. Dezember die Kampagne " NYR " ,
ausgeschrieben New Years Resolutions . Beide haben sogar das gleiche Thema : "
Explore the Internet together " . Was den modernen Hackern recht ist , ist den
altertümlichen Gestalten nur billig . Aber keine Angst : Wenn sogar die
Redaktion von Readers Digest Linus Torvalds zum Europäer des Jahres wählt , dann
kann ja nichts mehr schief gehen . Alles wird gut . In diesem Sinne :
Business-to-Machine - das Internet , die Maschine und das Kapital
Wagniskapitalgeber haben ein Problem in der neu-alten Ökonomie : Dem x-ten
Online-Buchversender können sie ihre Millionen ebenso wenig in den Rachen
schieben wie dem hundertsten Web-Marktplatz für Büromaterialien . Fast alles ,
was nach E-Handel im Bereich B2C ( Business-to-Consumer ) oder B2B (
Business-to-Business ) riecht , ist für die Venture-Kapitalisten tabu . " B2M "
ist das nächste große Ding , von dem Yves Sisteron , Gründungspartner des in Los
Angeles beheimateten Risikokapitalgebers Global Retail Partners ( GRP ) schwärmt
. Dahinter verstecken sich seiner Meinung nach unendliche Geschäftsmodelle im
Bereich Business-to-Machine . Wer dabei an den von Software-Agenten gesteuerten
Kommerz denkt oder an vernetzte Rechner , die nur noch mit ihresgleichen
kommunizieren , ist auf der falschen Fährte . Sisteron träumt vielmehr zunächst
vom " Return " zu handfesten alten Technologien , von Verknüpfungen des
Internets mit Fabrikationsmaschinen , Logistikprozessen , medizinischen Systemen
und der konventionellen Unterhaltungselektronik . Dort dürfen Ingenieure ,
Informatiker und Experten aus der "Beliebig-zu-Ergänzen"-Economy Ideen ausbrüten
- und hoffentlich förderungswürdige Startups ins Leben rufen . " Mitdenken ,
mitreden , mitgründen " , lautet das anheimelnde Motto der vom Manager Magazin
unter zahlreichen Werbebannern gehosteten Site . Der Clou der virtuellen
Gründer-Community : Zumindest plant GRP , mit gutem Beispiel vorauszugehen .
Natürlich könne man nicht alle sich in dem Webforum tummelnden Investoren dazu
verpflichten . Sisteron hofft aber , dass sich die selbst aufgestellte Maßregel
allgemein durchsetzt . " Das ist ein Experiment im Bereich Open Entrepreneurship
" , hat der Geldgeber gleich noch ein Buzzword parat . So wie Programmierer bei
der Entwicklung von Open-Source-Software die Quelltexte offen legen , sollten
die vielleicht gar nicht unbedingt an einer Firmengründung interessierten
Fachleute ihre Ideen offenbaren und gemeinsam mit den anderen Teilnehmern formen
- und dafür aber eben nicht leer ausgehen . Frohes Fest ! Die Redaktionen von
c't , iX und Telepolis und das Team von Heise Online wünschen allen Lesern frohe
und erholsame Weihnachten . Auch zwischen den Jahren werden wir Sie mit
aktuellen Meldungen aus der Computer-Welt versorgen . Kommen Sie gut ins Jahr
2000 ! T-Online ab April an der Börse ( update ) Heute gab die Deutsche Telekom
offiziell bekannt , dass der Konzern seine Tochter T-Online Mitte April an die
Börse bringen will . Die Telekom will auch nach dem Börsengang eine " deutliche
Mehrheit " an T-Online halten . Die Details des Börsengangs will der Konzern
rechtzeitig veröffentlichen : Der vorläufige Verkaufsprospekt für die
T-Online-Aktie soll Mitte März herauskommen . Die Zeichnungsfrist für die Aktie
wird voraussichtlich in den ersten beiden Aprilwochen liegen . Mitglieder des
Forum T-Aktie und alle Kunden von T-Online sollen alle notwendigen Informationen
automatisch erhalten . Nachdem T-Online schon zum 1. Januar in eine
Aktiengesellschaft umgewandelt wurde , dementierte die Deutsche Telekom noch im
Januar heftig Berichte , nach denen bis zu 15 Prozent der T-Online-Aktien auf
dem Parkett platziert werden sollten . Sprecher der Telekom betonten allerdings
schon damals , es herrsche Einigkeit darüber , dass " Kapital für das
Internet-Business " generiert werden solle . Mit den erzielten Erlösen des
Börsengangs von T-Online könnte sich die Telekom dringend benötigte Ressourcen
für notwendige Investitionen verschaffen . AOL Europe als härtester Konkurrent
unter den Online-Diensten kann allerdings bei den Mitgliederzahlen noch nicht
mit der Telekom-Tochter mithalten : Dafür dürfte das Gemeinschaftsunternehmen
von Bertelsmann und AOL USA aber langfristig von den Ambitionen der Amerikaner
profitieren : Die Megafusion zwischen AOL und Time Warner lässt auch den
europäischen Markt nicht unberührt . AOL-Europe-Chef Andreas Schmidt jedenfalls
bleibt angesichts des Börsengangs von T-Online gelassen . Das Unternehmen sei
bestens positioniert , Europa in das Internet-Zeitalter zu führen , erklärte
Schmidt gegenüber dpa : " AOL Europe kann dabei auf die reichhaltigen
internationalen Ressourcen seiner beiden Gesellschafter zurückgreifen . " Über
einen Börsengang von AOL Europe wollte er dagegen nicht spekulieren , darüber
würden die beiden Gesellschafter Bertelsmann und AOL USA entscheiden .
Microsoft-Ausfall durch falsche Router-Konfiguration Die Nicht-Erreichbarkeit
großer Teile von Microsofts Web-Seiten führt der Software-Konzern auf
Konfigurationsfehler in Routern zurück . Firmensprecher Adam Sohn wollte zwar am
gestrigen Mittwochabend auch eine Denial-of-Service-Attacke nicht ausschließen ,
inzwischen aber teilte der Software-Konzern mit , die eigenen Techniker hätten
durch falsche Router-Konfigurationsdateien das Problem verursacht . Der
Router-Fehler macht allerdings ein Problem mit Microsofts Netzwerkkonfiguration
sichtbar : Microsoft hat beispielsweise alle Class-C-Netze von 207.46.0.0 bis
207.46.255.0 für sich registriert , darüberhinaus etwa auch das Class-B-Netz
131.107.0.0 . Am gestrigen Mittwoch war auf alle vier für das Microsoft-Netzwerk
zuständigen Name-Server kein Zugriff möglich . Dadurch waren nicht nur die
Seiten von microsoft.com , sondern auch einige regionale Länder-Sites von
Microsoft , aber auch beispielweise Hotmail und Expedia betroffen . Sonork
bringt Instant Messaging für das Intranet Ganz abgesehen vom hohen Anspruch ,
der damit formuliert wird , ist allein die Entstehung aus einem " persönlichen
Experiment " , das " nicht zum kommerziellen Gebrauch gedacht " war , schon
einmal eine recht interessante Geschichte . Mit harten Bandagen kämpft AOL darum
, seine Vormachtstellung zu erhalten . Gemeinsam ist diesen Lösungen ein
ungesicherter Datenaustausch über das Internet mit Servern , die außerhalb des
eigenen Unternehmens angesiedelt sind . Sonork dagegen ermöglicht es einem
Unternehmen , einen eigenen Messaging-Server zu etablieren , um eine sichere
Authentifizierung der Teilnehmer und eine verschlüsselte Datenübertragung zu
gewährleisten . Um gegen Lösungen wie Lotus Sametime konkurrieren zu können ,
baut Sonork alles zwei Nummern kleiner . Der Server passt auf eine Diskette ,
der Client benötigt nicht einmal die gesamte Kapazität einer Floppy-Disk . Bis
zu fünf gleichzeitige Benutzer können einen Sonork-Server kostenlos nutzen .
Darüber beginnen die Preise bei 28 Euro und sinken bei entsprechend großen
Zahlen auf unter 10 Euro pro Benutzer . Client und Server laufen derzeit nur auf
Windows 9x , NT oder 2000 . Versionen für Linux , Mac OS und BeOS sollen folgen
. Den Client gibt es als Open Source , sodass Interessierte eigene Erweiterungen
anbringen können . Sonork will darüber hinaus ein Plugin-API anbieten , mit dem
Dritte Lösungen auf einer definierten Schnittstelle anbieten können . So weit ,
so gut . Aber warum heißt das ganze Sonork ? Helmar Rudolph vom Sonork-Team
meint dazu : Sonork ist der Name von Miguel's Server . Es ist " Kronos "
rückwärts , wie in : " Wir drehen die Zeit um " . Glasfaser-Spezialist Corning
verdoppelt Quartalsergebnis Der weltweit führende Hersteller von Glasfaserkabeln
und Komponenten für die Photonik , Corning , hat den Gewinn im vierten Quartal
gegenüber der Vorjahresperiode mehr als verdoppelt . Das Unternehmen warnte
jedoch davor , dass sich der Telekommunikationsmarkt insgesamt im ersten Quartal
abschwächen könnte . Diverse Kunden für Glasfaser- und Photonik-Produkte hätten
angekündigt , dass " ihre Bestellrate niedriger und nicht so gleichmäßig sein
möge als ursprünglich für das erste Halbjahr erwartet " , erklärte Corning .
Damit übertraf der Glasfaser-Spezialist die Erwartungen der Analysten , die bei
28 Cents pro Aktie lagen , bei weitem . Der Kurs der Aktie schloss im normalen
Handel bei 70,75 US-Dollar . Im nachbörslichen Handel verlor das Papier
allerdings 6,6 Prozent . Voriges Jahr haben Corning fast 64 Prozent gewonnen .
Offensichtlich sind die Investoren nach den Hiobsbotschaften von Lucent und
Warnungen von Nortel nicht besonders optimistisch , was die Aussichten für die
Spezialisten bei den optischen Netzen angeht . Der kanadische Konzern warnte
ähnlich wie Corning bei der Vorstellung des Geschäftsberichts , dass es
Schwierigkeiten im Geschäftsjahr 2001 geben könnte . Der Grund : "
Kapitalknappheit im Telecom-Sektor " , meinte Nortel , neben Lucent größter
Hersteller von Telecom-Equipment . DIHT : " Moderne Einwanderungspolitik " gegen
IT-Fachkräftemangel Hans Peter Stihl , Präsident des Deutschen Industrie- und
Handelstags ( DIHT ) hat verstärkte Anstrengungen zur Integration des
elektronischen Geschäftsverkehrs in den betrieblichen Alltag gefordert . Die New
Economy bleibt trotz des jüngsten Einbruchs aktuell , sagte Stihl auf der
Auftaktveranstaltung " Jahr des E-Business " am heutigen Donnerstag in Berlin .
Um den Fachkräftebedarf der Internet-Wirtschaft zu decken , sei eine moderne
Einwanderungspolitik notwendig , die über die Green-Card-Regelung hinausgehe .
Qualifizierte Arbeitskräfte sollten grundsätzlich " die Perspektive eines
dauerhaften Aufenthalts " erhalten . Dies gelte ebenso für ausländische
Absolventen deutscher Hochschulen . Wir meinen , dass es an der Zeit ist , den
deutschen Arbeitsmarkt für qualifizierte Zuwanderer zu öffnen . Die
Green-Card-Regelung ist zwar schon ein deutlicher Fortschritt . Die
Parlamentarische Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium , Margareta Wolf ,
meinte laut dpa , in den traditionellen kleinen und mittleren Unternehmen sei
man " noch ziemlich weit entfernt von einer breiten Nutzung des E-Commerce " .
Im Mittelstand gebe es eine Anwendungslücke bei der Nutzung elektronischer
Netzwerke . Die Bundesregierung habe mit der beabsichtigten Novellierung des
Gesetzes für elektronische Signaturen und die Aufhebung des Rabattgesetzes
Weichen für einen effektiven Rechtsrahmen der Internet-Wirtschaft gestellt . Den
IT-Fachkräftemangel bezifferte Wolf auf 75.000 bis 100.000 Spezialisten . Stihl
sagte , bei eigenen IT-Anwendungen stünden noch zwei von fünf Unternehmen ganz
am Anfang . Ostdeutsche Unternehmen hätten teilweise erheblichen Nachholbedarf .
Die Firmen benötigen nach wie vor Basisinformationen und sie sollten das
Bewusstsein für Internet-Sicherheit schärfen . Das globale Netz ist die
Schlagader der Informationsgesellschaft . Von dem Telekommunikationsnetz sind
alle abhängig . Bei allen vertriebsorientierten Berufen gelte es außerdem ,
Grundlagenwissen zum E-Commerce als Zusatzqualifikation zu vermitteln . Der DIHT
veranstaltet im Rahmen seiner Aktion während des ganzen Jahres mit den
Industrie- und Handelskammern im Bundesgebiet Veranstaltungen zu aktuellen
E-Business-Themen . Angeschlagene Infomatec mit sinkenden Umsätzen Das wegen des
Verdachtes auf Anlagebetrug in die Schlagzeilen geratene Software-Unternehmen
Infomatec hat die wiederholt nach unten korrigierte Umsatzprognose für das
abgelaufene Jahr erfüllt . Ergebniszahlen nannte die Infomatec AG allerdings
nicht , die endgültigen Geschäftszahlen für 2000 will das Unternehmen Ende März
vorlegen . Bis Ende März soll laut Infomatec auch die Umstrukturierung
abgeschlossen werden . Das Unternehmen werde sich von Bereichen des
Geschäftsfeldes Globale Informationssysteme und diversen
Unternehmensbeteiligungen trennen , hieß es weiter . Die Zahl der Beschäftigten
wurde bereits im Jahr 2000 von 570 auf 330 gesenkt . Damit sei der Stellenabbau
abgeschlossen , sagte ein Sprecher . Im vergangenen November hatte die
Verhaftung der beiden Infomatec-Vorstände Gerhard Harlos und Alexander Häfele
für Aufsehen gesorgt . Die Staatsanwaltschaft verdächtigt sie verbotener
Insider-Geschäfte und des Kursbetrugs . Die Ex-Manager sitzen seitdem in
Untersuchungshaft . Der Kurs des am Neuen Markt notierten Unternehmens zog am
Donnerstag zwischenzeitlich um gut 7 Prozent auf 2,39 Euro an . Nach mehrfachen
Korrekturen der Umsatz- und Gewinnprognosen war die Notierung im vergangenen
Jahr von einem Höchststand von 52 Euro auf zeitweilig unter 2 Euro abgerutscht .
Proxim übernimmt Netopia Netopia stellt zudem die Remote-Control-Software
Timbuktu her . Proxim will damit nicht nur seine Position bei Endverbrauchern
ausdehen , sondern auch Provider mit DSL- und anderem Breitband-Equipment
beliefern . Netopia hatte in letzter Zeit gewisse Schwierigkeiten - die Gewinne
entsprachen bei weitem nicht dem , was erwartet worden war . Der Hersteller
machte dafür finanzielle Schwierigkeiten bei Kunden verantwortlich , die
DSL-Zugänge für Unternehmen bereitstellen . Bereits Mitte letzten Jahres hatte
Proxim den Netzwerkhersteller Farallon aufgekauft . Im August 1998 hatte Netopia
selbst Farallon in eine neue , eigenständige und nicht an der Börse gehandelte
Firma ausgegliedert , die sich vor allem auf Netzwerkprodukte für den Macintosh
konzentrieren wollte . Siemens : Ein Koloss in Bewegung " Weiter so ! " riefen
Aktionärsvertreter auf der Siemens-Hauptversammlung in der Olympia-Halle in
München . Kein Wunder angesichts der Konzernbilanz , die er vorlegte : Solche
Zahlen freuen natürlich die Aktionäre . Solche hehren Ziele freuen die
Anteilseigner natürlich noch mehr - sie sind mit der neuen Vorstandspolitik mehr
als einverstanden . Selbst die Vertreter der Belegschaftsaktionäre warnten zwar
, der Konzern habe auch eine soziale Verantwortung und Gewinnmaximierung dürfe
nicht auf Kosten der Belegschaft gehen - Pierer habe aber " als Industriekapitän
das Boot gut gesteuert " . Angesichts ausgiebiger Finanzgeschäfte und
exorbitanter Rücklagen unkten viele Analysten immer wieder , bei Siemens handle
es sich eigentlich um eine Bank mit angeschlossenem Elektro-Handel . So möchte
Pierer den Konzern in Zukunft nicht mehr beschrieben wissen . Siemens plant nach
seinen Worten eine Offensive beim elektronischen Handel und bei den
Dienstleistungen . Der Konzern werde schon in Kürze ein Viertel des Umsatzes
online erwirtschaften , prognostizierte Pierer . Dienstleistungen sollen in
Zukunft am gesamten Geschäftsvolumen einen Anteil von 50 Prozent haben . Und im
Mobilfunkbereich will Pierer Siemens zum Drittplatzierten der Branche machen :
Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen , gründete Pierer gleich einen neuen
Geschäftsbereich : ICM fasst alle bisherigen Bereiche von Siemens zusammen , die
für dieses Geschäft wichtig sind . Mit dem Börsengang der ehemaligen
Halbleiter-Sparte Infineon sei der Konzernumbau damit weit gehend abgeschlossen
, betonte Pierer , noch einmal Berichte dementierend , der Konzern plane einen
weiteren radikalen Umbau . Immerhin erklärte Pierer auch , auch in Zukunft werde
der Konzern weitere Unternehmensteile verkaufen , wenn sie zu dem Ziel , in
allen Sparten an der Spitze zu liegen , nichts beitragen würden . " Zukaufen ,
kooperieren , verkaufen und schließen " , das seien die Optionen , um die
ehrgeizigen Absichten zu realisieren . Siemens also als aggressiver Angreifer in
den wichtigsten Märkten der Internet-Ökonomie , fast schon als so genannte
dot.com-Company ? Angesichts der Größe des Konzerns , der nach Umsatz und mit
über 400.000 Beschäftigten an der Spitze der Unternehmen in Deutschland liegt ,
erscheint ein Vergleich mit Internet-Startups abwegig . Die Börse jedenfalls
honorierte die Vorstellung Pierers : Noch während der Hauptversammlung kletterte
die Siemens-Aktie um sechs Prozent auf ein neues Rekordhoch . WebCam und
Web-Haushalt von X-traWeb Die Firma X-traWeb ( Halle 6 , Stand F20 A3 ) stellt
auf der CeBIT ihre neue WebCam X-Cam vor , die ohne PC-Verbindung und
entsprechende Treiber auskommt . Die X-Cam ist Teil einer ganzen Produktpalette
für den Web-Zugang zu Hause . Jedes normale Haushaltsgerät könne so über das Web
kontrolliert werden , behauptet X-traWeb . Zwischen die Geräte und den
Stromkreis wird ein spezieller Miniatur-Web-Server , X-Node genannt , geschaltet
. Das X-Gate , ein Internet-Gateway , verbindet dann die über den X-Node
angeschlossenen Gerätschaften mit dem Internet . Ein eigener PC zur Verbindung
der Installation mit dem Internet sei durch diese Technik nicht notwendig . Die
Kommunikation zwischen X-Nodes und X-Gate erfolgt über die Funktechnik von
Wireless Communications , der Muttergesellschaft von X-traWeb . Sie arbeitet auf
einer Frequenz von 900 MHz mit Frequency Hopping Spread Spectrum ( FHSS ) .
Bezahlen im Internet per Geldkarte Die Geldkarte , die sich mit bis zu 400 Mark
an entsprechenden Bank-Terminals aufladen lässt , wird momentan in einigen
Städten etwa zum Bezahlen von Bus- und Bahn-Fahrscheinen eingesetzt . Viele
EC-Karten sind bereits mit entsprechenden Chips zur Geldkarte aufgerüstet worden
; Über den CardMan 2000 will Utimaco diese Geldkarte auch im Internet
einsatzfähig machen . Die Sicherheitsanforderungen für entsprechende Kartenleser
hatte der Zentrale Kreditausschuss ( ZKA ) definiert , das Koordinierungsgremium
der deutschen Bankenverbände . Laut Utimaco ist der CardMan 2000 ZKA-konform .
Er arbeitet mit einem Display und einer Tastatur . Vor der Abbuchung wird der zu
zahlende Betrag dem Surfer angezeigt ; erst nach Bestätigung durch den Nutzer
erfolgt die Transaktion . Utimaco erwartet , dass der CardMan 2000 spätestens im
dritten Quartal 2000 durch die ZKA zertifiziert wird . An Kosten für den
Privatanwender erwartet das Unternehmen 80 bis 100 Mark pro Kartenleser ;
sollten etwa Kreditunternehmen größere Stückzahlen abnehmen , um die Leser ihren
Kunden anzubieten , könne man diesen Preis noch unterbieten . VPN-Router von
Elsa Die ISDN-Router der LANcom-Familie können in Zukunft mit
Verschlüsselungstechnik nach dem IPSEC-Standard angeboten werden . Im neuen
IPv6-Protokoll ist IPSEC bereits enthalten . In die LANcom-Router integriert
Elsa zukünftig das IPSEC Express Toolkit von SSH . EU : Besorgnis erregender
Rückstand Europas im Internet EU-Kommissar Erkki Liikanen , zuständig für die
Generaldirektionen " Unternehmen " und " Informationsgesellschaft " bei der
EU-Kommission , beklagt den Rückstand Europas gegenüber den USA bei der Nutzung
des Internet und von E-Commerce . Zwar stehe E-Commerce inzwischen zunehmend auf
der Agenda der Unternehmen . Trotzdem hätten selbst große Konzerne immer noch zu
viele Vorbehalte gegen das Internet , vor allem auf Grund von Befürchtungen über
fehlende interne Akzeptanz , durch ein Management mit zu geringer Aufmerksamkeit
für das Internet und wegen der schwierigen Integration von Internet-Techniken
mit firmeninternen Systemen . Kleinere Firmen , besonders Unternehmen mit
weniger als 10 Mitarbeitern , seien darüber hinaus noch viel misstrauischer
gegenüber dem Internet . Zudem zögen gerade kleine Firmen nur wenig Nutzen aus
der globalen Natur des Netzes : 90 Prozent des E-Commerce , den sie überhaupt
abwickeln , würden sich immer noch innerhalb nationaler Grenzen bewegen .
Liikanen , der schon vor einigen Tagen die zu hohen Preise für den
Internet-Zugang in Europa beklagt hatte , sieht dagegen positive Signale auf der
anderen Seite der ökonomischen Gleichung . Die Haltung der Konsumenten zum
Internet werde sich unter Umständen zu Europas Gunsten ändern . " Aber wenn das
Internet mobil wird , könnte dies bis 2003 schon auf 170 bis 220 Millionen
wachsen " , prognostizierte der EU-Kommissar . Immerhin sei sich die
EU-Kommission bewusst , dass Internet und E-Commerce einen einheitlichen Ansatz
erfordern , um die rechtlichen Bedingungen und Selbstregulierung voranzubringen
. Außerdem sei billiger Zugang zu schnelleren Netzwerken und zu besseren
Techniken notwendig . Beachtung verdient laut Liikanen auch die Förderung
ökonomischer und sozialer Entwicklungen , darunter die Herausbildung der
notwendigen Fähigkeiten in der Bevölkerung für die Informationsgesellschaft .
Liikanen jedenfalls sieht die Unternehmen und die Politik , auch die
EU-Kommission , vor hohen Anforderungen : Einen fast schon dramatischer Appell
richtete er daher an Politik und Wirtschaft : Was war . Was wird . Wie immer
möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Was war . Die einen lieben die Bobos , die anderen
hassen sie . Die Dritten finden den Begriff vergurkt und schlagen statt dessen
Yetties vor . Yetties kommt von " Young Entrepreneurial Tech-based " und
bezeichnet die Internet-Gründergeneration , die eine Kampagne gegen das
abwertende Bobotum gestartet hat . Sie gehören zu denen , um die das
Internethaus Cinetic mit dem Slogan " lebenvorderafterworkparty.de " wirbt . So
etwas macht mich depressiv , so depressiv , wie sonst nur Web-Server sein können
, wenn man sich Muße nimmt und ihnen zuhört . " Es ist nicht schön , wenn ein
Web-Server weint . " Da lobt die einflussreiche Online Journalism Review die
kanadischen Naked News als vorbildliches Nachrichtenformat , vor allem darum ,
weil die Auslandsberichterstattung das sonst übliche Maß übersteigt . " Wir
bringen dem nordamerikanischen Kontinent ein Stück europäischer Sensibilität " ,
heißt es bei den Verkünderinnen der nackten Tatsachen . ist das deprimierend .
Der Text-basierte Striptease muss her . Mit ihm stellt sich ein dicker
Mittvierziger der jungen weiblichen Konkurrenz . Wie schreibt doch die Review so
feinsinnig : " In einer Welt voller nackter Tatsachen werden die Frauen regieren
. " " Es kommt der Tag , da muss die Säge sägen " , hieß es dereinst in einem
gemütlichen deutschen Heimatfilm . Eine Wahrheit , die auch in Japan gilt . Dort
wartete Hirsohi Itami in aller Ruhe eine der üblichen belanglosen Reden von
Steve Jobs ab , ehe er die Kettensäge startete und vor aller Augen ein iBook
zerlegte . Vielleicht kam die große Depression erst mit einem Farbenstreit der
Analysten , die uns die Welt erklären . Blue Dalmatien , Gloomy sunday . Zur
Kettensäge greifen wollten diese Woche die Kollegen aus der Open Source , die
sich voll an ihrer OpenCola verschluckten , als sie die Worte des Microsoftlers
Jim Allchin lasen , der erst Open Source , dann " genauer " die GNU General
Public License als Weltübel definierte . Dabei ist die Sache einfach : Microsoft
will mit Windows XP zum ersten regierungsamtlichen Softwaresystem aufsteigen und
verlässt den Kurs , sich um Regierungen und ihre Antitrust-Anstrengungen einen
Deut zu scheren . Die Beschreibung des " Secure Audio Path " ist ein
Friedensangebot an Regierungen wie an befreundete Industrien . Wer so etwas
plant , braucht einen Büttel wie Open Source , obwohl die Gefahr viel eher in
Peer-to-Peer-Systemen liegt . Die Prügelfunktion kennt nicht nur Microsoft ,
auch Network Associates beherrscht den Trick . Dort hat der mitsamt Programm
gekaufte PGP-Erfinder Philip Zimmermann das Haus verlassen und bekommt dafür
Vorwürfe zu hören : Nach einem seltsam unbeachteten Bericht der Washington Post
wird hinter dem Versagen der jeweils 500.000 Dollar teuren Superbomben im Irak
ein Softwarefehler vermutet . Alle 25 Superbomben vom Typ AGM-154A schlugen 15
bis 250 Meter links vom Ziel ein , nur die ungleich billigeren halbautomatischen
krachten überwiegend in die richtigen Punkte . Nein . Hat sich jedes
Waffensystem perfekt bewährt ? Russlands Präsident Putin war einigermaßen von
den Socken , als er erfuhr , dass Amerikas Präsident Bush ihm den Spitznamen "
Straußenbein " verpasst hat . Doch was ist schon Straußenbein gegen Namen wie
Ampino , Timpano , Teluna , Kolambo und Somesay ? Solche Namen stellte die
Berlincubate im Netz zur superdemokratischen Wahl des Firmennamens eines neuen
Startups . Somesay gewann die Wahl , obwohl niemand der Wähler einen blassen
Schimmer davon hatte , was die neue Firma eigentlich macht . So sind Wahlen . In
Berlin betonte Edwin Black , Autor eines umstrittenen Buches über die
Machenschaften von IBM zur Zeit der Dritten Reiches , keinem Interesse als dem
der Auklärung gefolgt zu sein . " Ich hatte von den Klagen auf
Wiedergutmachungszahlungen überhaupt keine Ahnung . " Nur war das anders gemeint
, denn er fuhr fort : Es ist wahr , ihr habt verloren . Aber ihr werdet den
ultimativen Sieg feiern . Eines Tages wird die Welt genauso funktionieren , wie
ihr es immer wolltet . Darum wird euer Betriebssystem OS/2 Warp niemals
vergessen werden . Und ihr werdet stehen als Pioniere hoch auf dem Berg und auf
die endlosen Kolonnen derer schauen , die euren Weg einschlagen . Und ihr werdet
wissen , dass ihr den Weg geebnet habt . Und wenn euch eines Tages jemand fragt
, warum ihr gegen den Sturm angetreten seid , so werdet ihr antworten : Mit
diesen nüchternen Worten verbschiedeten sich Edwin Black und seine Zeitschrift
OS/2 Professional im Februar 1996 . " Das Internet ist eine bessere Faxmaschine
- nix weiter " . OM Gottes Willes soll ihr neuer Film heißen , der zeigt , wie
sich mit dem richtigen Glauben Scheisse zu Gold verwandelt . In den USA wurde
Robert Hanssen erwischt . Zwar angezogen , doch enttarnt als Russenspion .
Seitdem ranken sich um seine Computer-Fähigkeiten immer wildere Gerüchte . Noch
ist nicht klar , wie groß der Schaden ist , den der Über-Geek Hansen verursacht
hat . Er betonte , dass seiner Einschätzung nach keine Sicherheit außer einer
Verschlüsselung über stoch 8er-Zahlen erreicht werden könne . Xyz revidierte
seine Auffassung , dass ein Krämbler genügen würde und gab dann zu , dass man
auch in den USA zu der Auffassung gelangt sei , dass mit endlichem Aufwand keine
befriedigende Sicherheit erreicht werden kann . Der Rest der Konferenz verlief
in englischer Sprache . Es ist alles so deprimierend ... Was wird . Aber halt ,
war da nicht noch was ? Vor das Bett haben die Götter der EDV die Woche der
Prozesse gesetzt - kein Mensch kann mehr ruhig schlafen , stehen doch die
wichtigsten Firmen der Branche vor dem Kadi . Am Montag muss sich Microsoft
gegen den Vorwurf der übelsten Praktiken erwehren , und am Freitag droht dann
dem Rebellen des freien Internet der Garaus . Rebellen haben es nur leider
heutzutage so an sich , dass sie vor allem auf Geld aus sind - eine Frankfurter
Putzgruppe dagegen lebte wenigstens nur ihre Macho-Allüren aus , und ein
gewisser Che Guevara meinte es in Bolivien noch richtig ernst . Die Rebellen von
gestern sind Außenminister , diejenigen von heute Bobos im Business-Dress der
Internet-Ökonomie . Aber auch das Volk , das es vormals zu befreien galt , hält
nicht mehr viel von Revolution : Solange es Britney Spears umsonst bekommt , ist
es glücklich . Das Opium des Volkes ist nicht mehr die Religion , sondern
Napster - oder höchstens noch ein Religionskrieg : So lässt sich pfleglich
streiten , ob Windows oder Linux allein selig machend sei - das Gemüt einer
herzlosen Welt zeigt sich allein daran , dass manche diesen Streit wichtiger
nehmen als eben diese Welt . Oder offenbart sich einfach nur der Geist
geistloser Zustände ? Aber nun haben wir ja George W. Bush : Er wird seine Leute
schon anweisen , im Microsoft-Prozess die richtige Predigt von der Kanzel zu
halten . Ist das nun das Ende oder der Anfang der Depression ? Hintergrund :
Eine Green Card weckt Hoffnung Besonders das Betriebsklima bei seinem neuen
Arbeitgeber hat es dem 23-jährigen Software-Ingenieur aus Rumänien angetan . Von
den neun Mitarbeitern Firma Persist AG in Teltow ( Kreis Teltow-Fläming ) ist
Schmitt einer von dreien , die nicht deutschstämmig sind . Gleichzeitig besitzt
er wie derzeit nur noch 21 andere in Brandenburg eine Green Card - die
befristete Arbeitserlaubnis für Computerexperten , wie sie vor gut einem halben
Jahr eingeführt wurde . Bei Persist entwickelt Schmitt
Datenbank-Managementsysteme für das Internet und für die unternehmensinterne
Kommunikation . Im Juli 2000 hörte er zum ersten Mal von den Plänen zur
Einführung der Green Card . Nach seinem Abschluss an der Universität von Iasi im
September arbeitete er zunächst bei einer rumänischen Software-Firma . Weil der
monatliche Verdienst recht dürftig ausfiel , informierte er sich früh im
Internet über freie Stellen . Rund die Hälfte seines Jahrganges an der
Universität sei bereits ins Ausland gegangen oder habe dies vor . Dass der
Experte in Deutschland landete , war Zufall . " Ich wollte vor allem in Europa
bleiben . " Seine österreichische Abstammung habe dabei keine Rolle gespielt . "
Mein Großvater hat aus Angst vor den Kommunisten meinem Vater nicht die deutsche
Sprache beigebracht " , erzählt er auf Englisch . Die Idee , als Aussiedler nach
Österreich oder Deutschland zu kommen , sei ihm nie gekommen . Die Green Card
ist zwar auf fünf Jahre befristet , " aber wer weiß , wie sich bis dahin die
europäischen Integration entwickelt " . Schmitt rechnet nicht damit , dass er
nach Ablauf der Arbeitserlaubnis nach Rumänien zurückgeschickt wird . " Die
Behörden in Potsdam haben mir sehr geholfen " , lobt Schmitt . " Nach nur zwei
Wochen hielt ich meine Green Card in der Hand . " Seine Frau Daniela ist
inzwischen nachgekommen und hat ebenfalls eine Arbeitserlaubnis . Für die
Leiterin des Bereichs Marketing und Vertrieb in dem Teltower Unternehmen , Petra
Gerboth , ist es selbstverständlich , eine internationale Belegschaft zu haben :
" Die Software-Industrie ist eine weltweite Branche , die Geschäftssprache ist
Englisch , und die Experten kommen aus vielen verschiedenen Ländern . " Schmitt
hat von der hitzigen Debatte um die Einführung der Green Card in Deutschland
wenig mitbekommen : Auch in Rumänien gibt es Politiker , die fordern , dass die
IT-Spezialisten im Land bleiben sollen . Zunächst einmal will sich Schmitt einen
Wunsch erfüllen : " Von meinem ersten Gehalt werde ich mir ein schönes Fahrrad
kaufen . " Damit will er dann gemeinsam mit seiner Frau Ausflüge rund um seinen
Wohnort Stahnsdorf ( Kreis Potsdam-Mittelmark ) machen , wo die beiden in einer
Einzimmerwohnung leben . Ein Computer steht auf seiner Wunschliste erst an
zweiter Stelle . Neue Rücktrittsgerüchte um Telekom-Chef Sommer Ron Sommer ist
dieser Tage nicht zu beneiden : Der Absturz der T-Aktie regt nicht nur die
Großinvestoren und Kleinanleger auf , sondern lässt auch den Druck auf den
Telekom-Chef rapide wachsen . Nach einer kurzfristigen Erholung sackte sie , wie
der gesamte Aktienmarkt , wieder ab und schloss am Freitag mit einem Minus von
2,85 Prozent bei 24,55 Euro . Bislang hatte Sommer öffentlich jedoch immer
beteuert , er denke keinesfalls an Rücktritt . Die Welt am Sonntag ( WamS ) will
nun jedoch anderes erfahren haben : Nach Informationen des Blatts soll Sommer
bereits zu Beginn der Woche seinen Rücktritt angeboten haben , wenn die
Bundesregierung ihm nicht eine Ehrenerklärung abgebe . Diese habe Bundeskanzler
Gerhard Schröder jedoch verweigert . Das Verhältnis zur Regierung , dass noch
unter Helmut Kohl sehr gut gewesen sein soll , sei endgültig zerstört , zitiert
die WamS Regierungskreise . Angeblich könnte Sommer schon nächste Woche abgelöst
werden ; der Telekom-Aufsichtsrat habe bereits Nachfolger sondiert . Das Blatt
bringt dafür unter Berufung auf interne Quellen den Bahn-Aufsichtsrat Dieter
Vogel , Swisscom-Vorstandsmitglied Carsten Schloter und
Telekom-Vertriebsvorstand Josef Brauner ins Gespräch . Sprecher der Telekom
allerdings dementierten dies entschieden . Elmar Müller , Beiratsvorsitzender
der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) , erklärte
jedoch gegenüber der WamS kategorisch : " Ich denke , die Situation hat einen
Zeitpunkt erreicht , an dem ein Rücktritt von Ron Sommer unausweichlich ist . "
Sommer könne die ganze Misere nicht immer nur auf die Politik der
Regulierungsbehörde abschieben . Der stellvertrende Vorsitzende der
FDP-Bundestagsfraktion , Rainer Brüderle , der die Übernahme des US-Mobilfunkers
VoiceStream bereits als gescheitert ansieht , haut in die gleiche Kerbe : Er
räumt Sommer aber immerhin noch eine " gewisse Galgenfrist " ein : " Seine
Strategie für eine globale Ausrichtung war nicht überzeugend . " Inzwischen
werden aber auch Stimmen laut , die zur Vorsicht raten : Ein Rauswurf von Sommer
löse die Probleme der Telekom nicht ; auch könne man nicht dem Telekom-Chef die
Schuld für die Schwierigkeiten der Branche , mit der alle großen Telefonkonzerne
zu kämpfen haben , in die Schuhe schieben . " Man kann sein Mütchen kühlen an
einem der Großen der Wirtschaft , an einer so eleganten und hochnäsig wirkenden
Erscheinung wie Ron Sommer " , kommentiert die Süddeutsche Zeitung die
Diskussion um den Telekom-Vorstandschef . Sommer habe nicht wirklich dramatische
Fehler gemacht : " Er ist so gut oder schlecht wie andere seriöse Spitzenmanager
auch , kein Vergleich mit manchem Impresario vom neuen Markt . " Sommers
Vier-Säulen-Strategie mit Mobilfunk , Festnetz , Internet und Systemlösungen
wird von vielen Telecom-Experten als vernünftig eingeschätzt - da kann der
britische Riese Vodafone in ganz andere Turbulenzen geraten , wenn die Strategie
der vollständigen Konzentration auf den Mobilfunk nicht aufgeht . Das Dilemma
Sommers wird auch durch die anhaltende Diskussion um die hohen Kosten für die
UMTS-Lizenzen deutlich : Wäre die Telekom ausgestiegen , würde sie abgewatscht ,
da sie in ihrem wichtigsten Markt ohne den Mobilfunk der dritten Generation
dastünde . Nun , da auch breiteren Kreisen deutlich wird , dass UMTS ein noch
nicht eingelöster Wechsel auf die Zukunft ist , gerät die Telekom in die Kritik
, weil sie für teures Geld eine UMTS-Lizenz erworben hat . " Mit populären
Parolen ist keines der Probleme zu lösen " , kommentiert daher auch die Zeit : "
Nationale Regulierung einerseits , internationaler Wettbewerbsdruck andererseits
, angereicht mit kollektiver Hysterie an den Börsen , ergeben zurzeit eine
explosive Mischung . " Ob diese Mischung hochgeht und Sommer von seinem Platz
fegt , werden die nächsten Tage und Wochen zeigen . Sollte der Deal mit
VoiceStream doch noch platzen - sowieso eigentlich nur ein Notbehelf für den
Einstieg der Telekom in den US-Markt - , dürften die Tage von Ron Sommer als
Telekom-Chef tatsächlich gezählt sein . Bessere Chancen durch E-Commerce Wie
viele Unternehmen im Freistaat das Netz als Verkaufsstrategie mit einbeziehen ,
lässt sich kaum feststellen . Der Wettbewerb digisax , bei dem seit 1999
kleinere Unternehmen ihre Homepage vorstellen , verzeichnet starken
Teilnehmerzuwachs . " Im vergangenen Jahr haben sich 40 Prozent mehr Firmen für
die beste Internetgestaltung beworben " , sagt Sabine Klie von der Sächsischen
Entwicklungsgesellschaft für Telematik mbH . Die Präsentation im Web ist längst
nicht mehr bestimmten Branchen vorbehalten . So nutzt etwa jeder zweite
Handwerksbetrieb in Sachsen das Internet . Am Online-Weihnachtsmarkt der
Sächsischen Staatskanzlei und der Wirtschaftsförderung GmbH beteiligten sich im
vergangenen Dezember 75 Unternehmen . Gerade klein- und mittelständische
Unternehmen in Ostdeutschland haben noch großen Nachholbedarf in Sachen
E-Commerce , stellte sich Anfang des Jahres bei einer Veranstaltung des
Deutschen Industrie- und Handelstages ( DIHT ) heraus . Hat eine Firma den
Internet-Auftritt noch vor sich , steht Professionalität an oberster Stelle . "
Wir empfehlen , dass die Unternehmen mit Experten zusammenarbeiten " , rät Klie
. Auf finanzielle Unterstützung können Betriebe derzeit nicht setzen : Das erste
Förderprogramm ist ausgelaufen . Das zweite , das kleine und mittelständische
Unternehmen unterstützt , ist noch in Planung . Möglichst viele Produkte direkt
durch den elektronischen Handel zu verkaufen , ist bei vielen Firmen nicht das
alleinige Ziel . Ihnen ist es wichtiger , den Bekanntheitsgrad zu steigern und
den Kundenkreis zu erweitern . " Wir sitzen hier hinter den sieben Bergen " ,
sagt Jörg Vetter aus Johanngeorgenstadt ( Kreis Aue-Schwarzenberg ) . Wegen der
abgelegenen Lage will der Inhaber einer Firma für Industrieausrüstung über das
Internet neue Abnehmer gewinnen . Interesse sei da , Anfragen habe er seit dem
Start 1999 genug erhalten . Davon leben könnte Vetter jedoch nicht : " Richtig
bestellt hat im vergangenen Jahr nur ein Kunde . " Den Grund dafür sieht er in
der Branche selbst , wo Bestellungen mittels Fax noch immer gängig seien . " Das
Internet muss sich stärker entwickeln " , sagt Vetter . So das Ziel der fit GmbH
, die Spül- und Reinigungsmittel anbietet . Das Internet ist für Produktmanager
Bodo Broeker das geeignete Medium , weil viele Westdeutsche bereits einen
Anschluss haben . Per E-Commerce soll langfristig Großkunden die Bestellung
erleichtert werden . Privatkunden will das Unternehmen dabei nicht vergessen . "
Jemand , der aus den neuen Bundesländern nach Tauberbischofsheim gezogen ist ,
kann ganz einfach Produkte bestellen , die er schon lange kennt . " Ganz dem
Bild vom virtuellen Warenhaus entspricht dagegen der UniRiese.de . Seit
vergangenem Juli können Leipziger sich rund 5.000 Produkte per Mouseclick ins
Haus bringen lassen . Der Weg dorthin war für das Unternehmen mühsam . "
Begeistert waren die Banken von Anfang an , finanzieren wollten sie das Projekt
allerdings nicht " , erinnert sich Stefan Tilke , einer der Gründer von
UniRiese.de . Die Dienstleistungen sollen nun in anderen Städten angeboten
werden . Dabei ist es nicht nur teurer Wein , der von den Kunden geordert wird .
" Frisches Obst und Fleisch wird viel häufiger bestellt " , sagt Tilke .
Nebenbuhler und Nachfolger von UMTS Die Infrastruktur für UMTS steckt noch
zwischen Planung und Aufbau , da brüten Experten bereits über Nachfolgesystemen
: Trotzdem gilt UMTS vielen immer noch als die Zukunft des mobilen
Datenaustauschs . Doch die Entwickler arbeiten längst an Alternativen und
Weiterentwicklungen . Gleichzeitig werden die Hoffnungen begraben , in
absehbarer Zeit einen weltweit einheitlichen Mobilfunkstandard durchsetzen zu
können . " An UMTS wird man sich hauptsächlich als den Auslöser für den
Zusammenbruch der europäischen Mobilfunkindustrie erinnern " , zitiert c't in
seiner jüngsten Ausgabe den Marktanalytiker Lars Godell . Die finanziellen
Belastungen sind hoch , während sich UMTS auf dem Markt einer harten Konkurrenz
stellen muss . Gleich mehrere Standards für Mobilfunktechnik kämpfen derzeit
weltweit um die Vorherrschaft . Die regionalen Unterschiede wird UMTS technisch
schwer auffangen können . Besser funktioniert das in alternativen
Frequenzbereichen : Wer als Mobilfunkunternehmen ohne UMTS-Lizenz in die Zukunft
navigiert , kann in Europa beispielsweise auf das so genannte EDGE ( Enhanced
Datarates for GSM Evolution ) ausweichen . EDGE ermöglicht zu UMTS vergleichbare
Übertragungsraten und lässt sich im Gegensatz dazu auch nahtlos in die
bestehenden Mobilfunknetze integrieren . Aber wie bei UMTS sind auch bei EDGE
neue Endanwendergeräte nötig . Herkömmliche Handys sind dann nicht mehr
einsetzbar . Derzeit ist es noch nicht absehbar , ob sich die hohen Kosten für
die UMTS-Lizenzen jemals amortisieren . Viele Entwickler arbeiten bereits an der
übernächsten Mobilfunkgeneration ( 4G ) . Die Rede ist von einer Integration
verschiedener Techniken , wie digitalen Hörfunk in Mobilfunk . Auch arbeiten die
Experten an multistandardfähigen Endgeräten und an " intelligenten " Antennen .
Rückendeckung für Telekom-Chef Ron Sommer Neue Spekulationen über die angeblich
kurz bevorstehende Ablösung von Telekom-Chef Ron Sommer hat das Unternehmen
energisch zurückgewiesen . " Da ist absolut nichts dran " , erklärte
Telekom-Sprecher Ulrich Lissek am Sonntag gegenüber dpa . Die Welt am Sonntag (
WamS ) hatte berichtet , der Telekom-Aufsichtsrat habe bereits potenzielle
Nachfolger für Sommer sondiert . Erst vor wenigen Tagen hatte der Telekom-Chef
im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung betont : " Mein Stuhl wackelt nicht ,
und wenn es noch so oft geschrieben wird . " Auch eigene Rücktrittsabsichten
hatte Sommer immer wieder als Unsinn bezeichnet . Auch die Bundesregierung wies
die " Einmischungsversuche von Oppositionspolitikern " bei der Deutschen Telekom
scharf zurück . Die Deutsche Telekom sei eine Aktiengesellschaft im
internationalen Wettbewerb und kein " Spielfeld für unbedarfte
Oppositionspolitiker " , erklärte der stellvertretende Regierungssprecher Bela
Anda . Das operative Geschäft sei Sache des Vorstandes und vor allem die des
Vorstandsvorsitzenden , mit dem die Bundesregierung vertrauensvoll
zusammenarbeite . Personalentscheidungen treffe nach Aktienrecht allein der
Aufsichtsrat . Wer ohne Kenntnis des Aktienrechts versuche , auf dem Rücken der
Deutschen Telekom parteipolitische Süppchen zu kochen , schwäche das Unternehmen
und schade dessen Aktionären . Das Bundesfinanzministerium lehnte ebenfalls
jeden Kommentar ab . " Wir beteiligen uns nicht an der Personaldiskussion " ,
sagte eine Sprecherin am heutigen Sonntag . Das Ministerium beurteile die
Deutsche Telekom weiter als ein " zukunftsfähiges Unternehmen " , das im
Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche " sehr gut " dastehe . Die
wirtschaftliche Lage der Telekom könne nicht mit dem Verhalten der Börsen in
Bezug gesetzt werden . Der CDU/CSU-Fraktionschef im Deutschen Bundestag ,
Friedrich Merz , sagte zu den Spekulationen um die angebliche Ablösung des
Telekom-Chefs , Sommer habe " Vertrauen und Unterstützung in seine Arbeit
verdient " . Wenn er gehe , werde der Kurs der Telekom-Aktie noch weiter
abstürzen . Merz wies darauf hin , dass sich die Telekom-Industrie weltweit in
einer schwierigen Phase befinde . Zusätzlich zur Rückendeckung , die Sommer aus
der Politik erhält , mehren sich inzwischen auch die warnenden Stimmen , die
Forderungen nach einer Ablösung Sommers als populistisch und ungerechtfertig
bezeichnen . Verhandlung im Microsoft-Berufungsverfahren steht an Der
Kartellstreit um Microsoft geht in die nächste Runde . An diesem Montag beginnen
vor dem Berufungsgericht in Washington zweitägige Anhörungen . Microsoft will
dabei die Aufhebung des Urteils vom Juni vergangenen Jahres erreichen , in dem
eine Zerschlagung des Konzerns in zwei unabhängige Unternehmen verfügt worden
war . Die US-Regierung und 19 US-Bundesstaaten hatten Microsoft wegen
Missbrauchs seiner Quasi-Monopolstellung beim Betriebssystem Windows verklagt .
Der im ersten Verfahren zuständige Bundesrichter Thomas Penfield Jackson gab den
Klägern recht . Er befand , dass Microsoft gegen die Kartellgesetze verstoßen
habe , indem es Windows mit dem Webbrowser Internet Explorer verband . Das
Unternehmen habe zudem wettbewerbswidrige Maßnahmen ergriffen , um seine
Monopolstellung bei Betriebssystemen abzusichern . Microsoft legte daraufhin
sofort Berufung ein . Microsofts Rechtsvertreter wollen argumentieren , dass das
Unternehmen nicht gegen Kartellgesetze verstieß , Richter Jackson voreingenommen
war und die von ihm verfügte Zerschlagung eine " exzessive " Maßnahme sei . Im
Fall Jackson stützt sich Microsoft unter anderem darauf , dass der Richter
seinerzeit keine gesonderten Anhörungen über mögliche Strafen für das
Unternehmen abgehalten habe . Das Berufungsgericht hatte zudem in einem
überraschenden Zug das Verhalten Jacksons auf die Tagesordnung gesetzt und den
Zeitplan entsprechend geändert - und dies , obwohl sich die beiden streitenden
Parteien zuvor darauf verständigt hatten , dies nicht zum Thema der mündlichen
Verhandlung zu machen . Nach Ansicht von Rechtsexperten hat Microsoft eine gute
Chance , bei der Berufung zumindest einen Teilerfolg zu erzielen . Zwei der
Richter im jetzigen Revisionsverfahren hatten bereits früher gegen eine
Entscheidung Jacksons und zu Gunsten Microsofts entschieden : Sie hoben eine
Verfügung Jacksons auf , derzufolge das Unternehmen den Webbrowser von Windows
trennen sollte . Wenn das Gericht im Sinne Microsofts entscheidet
beziehungsweise das Verfahren wegen eines zu harten Urteils an die erste Instanz
zurückverweist , halten US-Beobachter inzwischen sogar wieder eine
außergerichtliche Einigung zwischen US-Justizministerium und dem
Software-Konzern für möglich . Schließlich hat das Antitrust-Department des
Ministeriums mit Charles James einen neuen Chef bekommen , der schon zuvor
geäußert hatte , dass er von einer Zerschlagung Microsofts nichts halte . Diese
würde nach seiner Ansicht die einheitliche Software-Plattform zerstören , die
das Unternehmen geschaffen habe . Technologie-Broker im Internet Auf gleich zwei
neuen Internet-Angeboten können Technik- und Forschungszentren künftig sich und
ihre Ergebnisse einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen . Beide
Sites sollen vorrangig der Bereitstellung von Informationen über neue Ideen ,
Produkte , Verfahren und Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung sowie der
Vermittlung von nationalen und internationalen Kontakten zwischen Wissenschaft
und Wirtschaft dienen . Das erste Angebot schaltete Bundesforschungsministerin
Edelgard Bulmahn während eines Besuchs der Hannover-Messe am Freitag frei .
Unter der Adresse www.kompetenznetze.de hat das Bundesministerium für Bildung
und Forschung ( BMBF ) ein Forum eingerichtet , auf dem sich so genannte
Kompetenznetze präsentieren können . Als " Kompetenznetze " bezeichnet das BMBF
regional konzentrierte , aber überregional agierende und thematisch fokussierte
Verbünde von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen . Über die Aufnahme in
das Internet-Angebot , das vom Technologiezentrum des Vereins Deutscher
Ingenieuere ( VDI ) betrieben wird , entscheidet ein vom Ministerium bestelltes
Expertengremium . Bulmahn versteht das Angebot als " Verstärkung des
internationalen Standortmarketings " . Derzeit präsentieren sich zehn Zentren
unter anderem für Biotechnologie , Verkehrskonzepte , Laserfertigung und
Nanotechnologie . Die TechnologyMall , das zweite Angebot , wird dagegen stärker
kommerziell ausgerichtet sein . Probeweise ging es ebenfalls während der
Hannover-Messe online , der offizielle Start ist aber erst in zwei Wochen
vorgesehen . Auf der TechnologyMall soll man neue Entwicklungen aus Unternehmen
und wissenschaftlichen Instituten bewundern können , berichtet der
Vorstandsvorsitzende der Mall , Frank Treppe . Die Mall ist eine
Gemeinschaftsunternehmen der Fraunhofer Gesellschaft , des Berliner
Venture-Capital-Unternehmens Econa , dem Technologie-Trader Promotec aus
Michigan und der Würzburger Marketing- und Mediengesellschaft Vogel Media Group
. Eine unabhängige Qualitätskontrolle zur Aufnahme einer Entwicklung in das
Angebot ist nicht geplant , auch wird die Präsentation auf den Seiten der
TechnologyMall genauso wie Suche in den Angeboten nicht kostenlos sein :
Präsentationen sollen je nach Aufwand zwischen 100 und 2.000 Mark kosten . Cisco
wertvollste Firma der Welt Zum Börsenschluss am gestrigen Freitag überholte
Cisco Microsoft als wertvollste Firma der Welt - zumindest , wenn es nach dem
Aktienkurs geht . Cisco dürfte sich aber nur kurz an der Spitze aufhalten :
Beobachter erwarten , dass Microsoft angesichts der Berichte über eine
möglicherweise bevorstehende außergerichtliche Einigung im Kartellverfahren
schnell wieder den ersten Platz als wertvollste Firma übernimmt .
Computer-Unternehmen , die als " gesund " bewertet werden , haben in der Regel
einen P/E zwischen 30 und 70 . In klassischen Industrien betrachtet man dagegen
Werte zwischen 10 und 15 als ausgezeichnet : DaimlerChrysler beispielsweise hat
einen P/E von 10,8 . Gegenüber den Unternehmen aus der so genannten
Internet-Ökonomie steht Cisco allerdings noch recht gut da : 3D-Chip GeForce 3 :
Gemischte Ergebnisse , mögliche Bugs ( Update ) Am Abend des ersten
CeBIT-Messetages verteilte Nvidia-Partner Elsa die erste Lieferung von
Testmustern des Highend-Spielebeschleunigers Gladiac 920 mit dem neuen 3D-Chip
GeForce 3 . Damit sind erstmals Leistungsmessungen möglich , die nach Aussage
von Nvidia auf die endgültigen Verkaufsversionen des Chips übertragbar sind .
Die im Labor von c't auf einem 1,2-GHz-Athlon-System durchgeführten Messungen
ergaben ein gemischtes Bild . Das Testboard durchlief die Demo001 mit 82
Bildern/s . Der Vorsprung von 30 Prozent bei Evolva-bumped zeigt , dass
DotProduct3-Bump-Mapping von dem Vertex-Shader des GeForce 3 selbst bei
DirectX-7-Spielen effektiv beschleunigt wird . Auch CAD-Zeichnungen mit
geglätteten Linien werden rund 60 Prozent schneller bearbeitet , wie sich im
c't-Test mit der MCAD40-Szene von Indy3D zeigte . Ebenfalls beeindruckend ist
das Abschneiden beim Test VillageMark , in dem der GeForce 3 seine Fähigkeit
ausspielen kann , die dreifach überlagerten Texturen in einem Pass zu berechnen
. Damit erzielt der neue Chip 55 Prozent bessere Ergebnisse als der GeForce 2
Ultra . Auch die bandbreitensparende Speichernutzung bei stark verschachtelten
Szenen dürfte sich hier auswirken . Damit sollten GeForce-3-Grafikkarten für
künftige Spiele mit komplexen Szenarien gut gerüstet sein . Der Spieletest
Serious Sam belegt allerdings , dass der GeForce 3 nicht in jedem Fall seinem
Vorgänger überlegen ist . Offenbar kommen die für den GeForce 3 verantwortlichen
Teile des OpenGL-Treibers mit den Eigenheiten von Serious Sam überhaupt nicht
zurecht , während das Ultra-Board sich mit demselben Treiber sehr passabel
verhält . Dieses Problem lässt sich natürlich mit überarbeiteten Treibern lösen
. Ein anderer Effekt ist dagegen vermutlich ernsterer Natur - denn das Verhalten
bei den höheren Antialiasing-Einstellungen ist äußerst enttäuschend . Das als
großer Fortschritt gepriesene spezielle Quincunx-Verfahren lag in der Qualität
noch unter dem 2x-Antialiasing ; das Ergebnis beim 4x-Antialiasing war darüber
hinaus mit dem bei der 2x-Einstellung identisch . Damit wären auch die ständigen
Verzögerungen erklärt - Elsa nennt inzwischen den Mai als den frühesten Termin
für die offizielle Einführung der Grafikkarte Gladiac 920 . Wenn es sich
tatsächlich um Hardware-Bugs handelt , müssten Interessenten darauf achten ,
keine GeForce-3-Karte mit einer frühen Chiprevision ( A03 und A04 ) zu kaufen ,
die unter Umständen die höheren Antialiasing-Methoden nicht beherrscht . Da
diese Revisionen in erheblichen Stückzahlen produziert wurden , ist nicht
auszuschließen , dass sie auch in den Handel gelangen . Was war . Was wird . Wie
immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen :
Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist
Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Endet nie des Irdischen Gewalt ?
Unselige Geschäftigkeit verzehrt den himmlischen Anflug der Nacht . Nun wird
selbst der Romantiker Novalis gewusst haben , dass es keine besondere
Eigenleistung ist , als Deutscher geboren zu werden - und stolz könne man doch
eigentlich nur auf seine eigenen Leistungen sein , meinte der Bundespräsident .
Denn der liebte seine Frau , aber nicht Deutschland . Träfe letzteres zu ,
könnten jedoch leise Zweifel an den Leistungen dieses Herrn aufkommen , zumal ,
wenn man sich Kreationen wie einen gewissen Politiker in Rheinland-Pfalz oder
manchen CSU-Generalsekretär so anhört - um von einem Umweltminister ganz zu
schweigen . Und da erfüllt es den Beobachter der deutschen Szene doch etwas mit
Sorge , dass der Computer uns täglich beweist , dass er vom Menschen abstammt .
Besonders deutlich wird die Verwandschaft immer wieder im Umgang mit der Sprache
. Von Sinn gar nicht erst zu reden . Was hochgeht , muss auch wieder
runterkommen . Die Weisheit gilt für ausfallsichere Server , Börsenkurse und die
Mir . Der Stolz des russischen Volkes versank im Geschwabbel des Pazifiks . Nach
86.000 Umrundungen der Erde wurde die letzte Hoffnung aufgegeben , doch noch
intelligentes Leben auf diesem Planeten zu finden . Immerhin waren die
Ingenieure des Stolzes voll , das Schwabbeltuch zu ignorieren , das die
Schnellfutterkette Taco Bell vor der Küste Australiens treiben ließ . Ein
mexikanischer Taco für jeden Amerikaner , wenn russisches Metall in das Meer vor
.to stürzt , das ist die Globalisierung , die vom Geist von Davos beseelt ist .
Stressfrei nennt man das heute in Zeiten , in denen sich die Firma Logitech
rühmt , den " Heiligen Gral der Mäuse " gefunden zu haben . Wer traut einer an
sich harmlosen Zeige- und Klickdrauf-Vorrichtung so viel Tiefgang zu ? Da ziehen
die Ritter der Tafelrunde aus , den heiligen Gral zu finden , da legt Indiana
Jones los - und nur Logitech schafft es , diesen heiligen Gral in die Jetztzeit
hinüberzuretten . Solch eine Leistung macht die Aufregung der Journalisten
verständlich , die sich zur CeBIT einfanden , um auf einer
Logitech-Pressekonferenz den Worten über die Gralsmaus zu lauschen . Am Ende
verteilte Logitech eine Hundertschaft Mäuse , die bei weitem nicht ausreichten .
So prügelten sich denn hart gesottene IT-Journalisten um eine Maus wie Ritter um
den Gral . Anschließend mussten einige Schürfwunden vom Messe-Sanitäter
behandelt werden . So scharf war man darauf , am Grals-Glück Teil zu haben .
Inmitten der allgemeinen Knufferei hätte der NEC-Roboter gut gepasst , der mit
künstlicher Intelligenz und Windows 98 Familienstreitigkeiten schlichten soll .
Manche mögen in solch einem Projekt auch eine contradictio in adjecto sehen -
der Streit , ob dem so ist , darf weitergehen , denn das Ding schaffte es nicht
nach Hannover . Sie bevölkerten die CeBIT ungeniert und nicht nur zur obligaten
Eröffnungsrede . Ob Schröder , Schily , Bulmahn , Regierungssprecher Heye oder
Oppositionsführerin Merkel , sie alle kamen mehrfach zu Worte und durften das
Messegelände befahren . Dafür gab es von der Messe eine Green Card für die
bereiften Panzer . Hübscher Gag oder Rache der Zunft ? Jede Rede wurde mit
Schnitzern gespickt , über die Häme billig und Spott wohlfeil ist . Politiker
haben nun einmal anderes zu tun als über den korrekten Gebrauch der Fachbegriffe
mehr zu wissen als in ihrem Redemanuskript steht . Dennoch müssen wir den
Hal-Faber-Oscar ( zum schon etwas verflossenen Jubiläum dieser Kolumne ) dem
Gerhard Schröder in seiner Rolle als Bundeskanzler im Film " Findulin , der
Bundesgeier " verleihen . Bevor Gerhard auf der Bildfläche erschien , plauderte
eine Viva-Moderatorin mit den Kindern über das Internet . Was denn die
Lieblingssache mit dem Netz sei , fragte sie . Musik aus dem Internet holen ,
mit Napster und so , kam die Antwort . Und welche Musik ? " Franz Schubert
natürlich " , antwortete ein trutziger Junge aus dem Grenzland . War doch dort
schon vom M-Commerce als nächstem Buzzword die Rede und IBM verkündete die
nächste große Strategie , von der heute nichts mehr zu hören ist . Ein Schreck
fährt der Gemeinde in die Knochen , die sich nur allzu gut an das traurige
Schicksal von OS/2 erinnert . Gedacht werden soll nun aber nicht etwa eines
prophetisch in die Nacht verschwindenden Pinguins , der sich die Blaue Blume ins
nicht vorhandene Knopfloch steckt , sondern eines Buchstabens : Das E hat sich
inzwischen ganz gut von der letztjährigen Auszeichnung als " Unwort der
Computer-Branche " an dieser Stelle erholt . Ich nehme also noch Vorschläge
entgegen . Was wird . Schauen wir in die Zukunft und bleiben einmal bei der
CeBIT . Unter den vielen dort vergebenen Preisen fällt die unscheinbare
Auszeichnung kaum ins Gewicht , die der CCC am kommenden Dienstag verleiht .
Diesmal an die Firma Siemens , die mit ihrem Smartfilter ein Programm auf den
Markt bringen möchte , das die Produktivität der Mitarbeiter beim
arbeitsbedingten Surfen steigern will . Der Smartfilter schließt schmutzige
Webseiten aus , aber auch den CCC höchstselbst , weil dieser skurrile Verein
beim FilterTeam unter die Kategorie " Anleitung zum Datenmissbrauch " fällt .
Schon vor dem Smartfilter hatte Siemens mit dem Webwasher eine Lösung im
Programm , die filtern konnte und Banner-Werbung austrickste . Mittlerweile ist
der Scheibenwischer eine eigene Firma . Eigentlich ist die Verleihung an Siemens
nicht unbedingt eine gute Tat des CCC . Was fehlt , sind positive Beispiele ,
wie man zum Beispiel mit Perl kreativ umgeht , um Filter zu schreiben , die das
Web wieder in eine lesbare Form bringen . Freilich wird so etwas nicht auf einer
Messe ausgestellt , die den " Spirit of Tomorrow " in kleinen Grals-Dosierungen
unter die Massen bringt . Was wird kann manchmal auch weit im Gestern liegen und
dennoch für die Zukunft wichtig sein . Am Dienstag findet in Paderborn eine
Konferenz zur Geschichte der Kryptographie statt , auf der es um vergangene
Verschlüsselungsformen geht . Ob Bletchley Park , ob MfS , sie alle rufen ins
Gedächtnis , wie wichtig Kryptographie als Bürgerrecht ist . 3D-Scanner für
Web3D Wer seinen Produktkatalog online verfügbar machen will und Produkt-Fotos
zu altbacken findet , hat seit einiger Zeit die Möglichkeit , seinen Kunden ein
3D-Modell der Ware ins Web zu stellen . Nach einen Untersuchung der Intel
Architecture Labs arbeiten heute weltweit 57 Firmen an der Entwicklung von
Software , die diese und andere 3D-Anwendungen auf dem Web ermöglicht . Eine
unübersichtliche Vielfalt von Plug-ins verbreitet sich , aber im Moment scheinen
die meisten Firmen noch ihre Nische zu finden . 3D-Produktmodelle haben
gegenüber Fotos vor allem den Vorteil , dass man ihre Funktionen mit der Maus
ausprobieren , öffnen und von allen Seiten betrachten kann . Derzeit werden ein
Großteil dieser Modelle mit der Software Cult3D der schwedischen
Aktiengesellschaft Cycore erstellt . Über sehr ähnlichen Technologien verfügen
auch die Firma Superscape und die Firma Viewpoint mit dem bis Ende letzten
Jahres von Metacreations verkauften Produkt Metastream . Die Herstellung der
3D-Objekte ist bisher eine langwierige und teure Angelegenheit , da die Produkte
zunächst in Alias/Wavefront Maya oder Discreet 3ds max modelliert und
anschließend zum Beispiel mit Cycores Cult3D-Produktionssoftware mit Hotspots
und Funktionen ausgestattet werden müssen . Das soll sich nun ändern . Canons
Lösung setzt dabei auf eine mit einem Muster versehene Unterlage , die von der
Software erkannt wird und dieser eine automatische Bestimmung des
Betrachtungswinkels gestattet . Das Objekt auf den 12 bis 16 Fotos , die für ein
detailliertes 3D-Modell nötig sind , wird dann vollautomatisch freigestellt .
Für den Web-Export setzt Canon auf die i3D-Technologie von Superscape . Zu
Preisen und Verfügbarkeit äußerte sich Canon noch nicht . Yukinori Matsumoto ,
Entwicklungschef von Sanyo , erläutert gegenüber heise online die Funktionsweise
des Cybermodelers , der bereits seit 1998 auf dem Markt ist und nun mit Cult3D
zusammengebracht werden soll : Drehtisch und Kamera werden vom einem PC aus
ferngesteuert , der nicht Teil des Pakets ist . Der Scan-Vorgang dauert
unabhängig von der Auflösung jeweils rund 2 Minuten . Die Forschungsabteilung
von Sanyo beschäftigt sich seit Anfang der 90er-Jahre mit 3D-Technik , unter
anderem bei stereoskopischen Displays und Konvertierung von 2D- in 3D-Bilder .
1996 begann auf Basis dieser Arbeiten die Entwicklung des Cybermodelers . Beim
Web3D-Export hat sich Sanyo nach Prüfung diverser Technologieren für Cult3D
entschieden . Die Ziele der Sanyo-Forscher bestehen in preiswerten 3D-Scannern
für den Massenmarkt , die mit diversen Kamera-Modellen zusammenarbeiten , sowie
Gesichtsscannern . In Zukunft sollen so auch Privatanwender ihre Homepage mit
beliebigen selbsterstellten 3D-Objekten schmücken können . Eine derartige
Möglichkeit bietet bereits heute die britische Firma BioVirtual mit der Software
3DMeNow , deren Lite-Version kostenlos im Internet zur Verfügung steht , und die
aus nur 2 Fotos den Kopf des Nutzers in ein 3D-Modell verwandelt . Das Aus für
verbilligte Handys Stark verbilligte Mobiltelefone soll es schon bald nicht mehr
geben . Die vier großen Telefonnetzbetreiber D1 , D2 , E-Plus und Viag Interkom
sowie Dienstleister wie zum Beispiel MobilCom oder Hutchison wollen die
Herstellerpreise verlangen . Besonders betroffen sind Prepaid-Handys . "
Standardgeräte , die es bisher für 99 Mark gab , werden künftig 300 bis 400 Mark
kosten " , meinte Viag Interkom-Sprecher Michael Rebstock gegenüber dem Blatt .
" Die Preiserhöhung kommt schon kurz nach Ostern " , will Daniel Wild vom
Münchner Handy-Händler Get Mobile erfahren haben . Doch viele der Handys , die
einen Warenwert von je 400 bis 1000 Mark haben , sind selten in Betrieb , machen
kaum Umsatz . Künftig wollen die Telefongesellschaften daher nur noch Kunden
bevorzugen , die viel Geld bringen . Deshalb fällt auch ein weiterer Bonus weg :
Bisher konnte jeder Kunde nach Ende eines Vertrags mit 24 Monaten Laufzeit mit
einem neuen Handy - kostenlos oder zum Niedrigpreis - rechnen , wenn er den
Vertrag um weitere zwei Jahre verlängerte . Das wird es bald nur noch für
Vieltelefonierer geben . " Wir werden Angebote für Wenigtelefonierer so
ausgestalten , dass sie sich für uns besser rechnen " , sagte T-Mobile-Vorstand
Ricke . Offenbar betrifft das nicht nur die Gerätepreise , sondern auch die
Gesprächsgebühren . Wer nur selten telefoniert , wird in Zukunft mehr bezahlen .
Infrarot-Brücke für PDAs und preisgünstiges WLAN-Kit ( Update ) Notebooks und
PDAs , die noch keinen integrierten Bluetooth-Adapter besitzen , verschafft der
Palmlink von Compex ( Halle 11 , F70 ) Zugang ins Internet oder Firmennetz via
Infrarot . Diese Fast-IrDA-Schnittstelle hängt per USB an einem stationären
Rechner , der als Bridge für das mobile Gerät arbeitet . Passende
Windows-Software gehört zum Lieferumfang des ungefähr 100 US-Dollar teuren
Geräts . Eine Bluetooth-Variante ist in Vorbereitung , sie soll im Oktober
erscheinen . Neben dem Palmlink bietet Compex ab sofort ein mit etwa 300
US-Dollar recht günstiges Einsteigerkit für drahtlose Netze nach dem
WLAN-Standard IEEE 802.11b ( 11 MBit/s ) . Die Hardware umfasst zwei PC-Cards
sowie einen Adapter für den Betrieb einer Karte in einem PCI-Slot ; damit kann
man wahlweise zwei Notebooks oder einen mobilen und einen stationären Rechner
bestücken . Hierzulande vertreiben die Distributoren ReadyLINK in Rödermark
sowie Astra die Compex-Produkte . USV in der Steckdosenleiste Etwas voluminöser
als eine übliche Mehrfachsteckdose kommt die USV Back-UPS ES daher , die APC (
Halle 11 , Stand B40 ) im dritten Quartal dieses Jahres in einer 350-VA-Variante
( 225 W , 130 Euro ) und einer 500-VA-Ausführung ( 325 W , 150 Euro ) auf den
Markt bringen will . APC peilt damit vor allem " Heimwerker " an , die Arbeit
aus dem Büro mit nach Hause nehmen oder gänzlich dort tätig sind . Ein
Schwesterprodukt ( Back-UPS CS mit gleichen Stützleistungen und Preisen ) im
regulären Schuhschachtelformat bietet dagegen zusätzlich eine serielle
Schnittstelle und damit auch Unterstützung für Linux , Windows 3.x sowie NT .
Zwar liegt das dafür nötige RS-232-Kabel nicht bei , doch könne man dieses
kostenlos beim Support nachordern , betonte APC . Funknetz-Adapter am USB SMC
folgt dem Trend zur drahtlosen Vernetzung und bietet eine Reihe von
WLAN-Produkten gemäß IEEE 802.11b ( 11 MBit/s ) an . Frisch zur CeBIT kommt ein
USB-WLAN-Adapter heraus , der Notebooks ohne freien PC-Card-Slot oder intern
vollausgebauten Desktop-Rechnern Zugang zum Funk-LAN verschafft . Sein Preis ist
zwar noch offen , dennoch soll der Adapter schon im April auf den Markt kommen .
Andere WLAN-Produkte , etwa Access Points ( rund 1400 Mark ) , PC-Cards ( ca.
540 Mark ) und PCI-Karten ( 680 Mark ) sind dagegen bereits seit kurzem zu haben
; ein Einsteigerbündel aus Access Point und PC-Card schnürt SMC für 1900 Mark .
Des weiteren ist auf dem Stand F14 in Halle 11 die WLAN-Version 7004AWBR des in
Ausgabe 24/2000 von c't getesteten DSL-Routers Barricade ausgestellt ; auch
dafür steht der Preis noch nicht fest , doch soll der Router ab Mitte April
ausgeliefert werden . Bluetooth via USB Mit zwei Bluetooth-Adaptern , einer
PC-Card sowie einem Bluetooth-USB-Dongle ( siehe Bild ) , baut der angeschlagene
Netzwerkspezialist 3Com sein Produktspektrum für kabelfreie Vernetzung aus .
Beide Produkte sollen ab Mitte des Jahres erhältlich sein und mit Windows 98 ,
ME , NT und 2000 zusammenarbeiten . Für den USB-Dongle nennt 3Com einen Preis
von rund 110 US-Dollar , die PC-Card soll bei circa 190 US-Dollar liegen . Als
Messeneuheiten in Halle 11 , Stand B50 präsentiert 3Com zudem einen neuen
Gigabit-Ethernet-Adapter mit PCI-X-Interface , der unter 500 Mark kosten soll ,
sowie das Home Wireless Gateway ( HWG ) . Mit dem HWG will 3Com vor allem den
SOHO-Markt ( Small Office , Home Office ) angehen . Das etwa 850 Mark teure
Gateway enthält einen 10/100-MBit/s-Switch mit drei LAN-Anschlüssen sowie für
das drahtlose LAN einen IEEE-802.11b-WLAN-Port . Die Vorzüge des HWG sind seine
integrierten Funktionen für ISDN- oder DSL-Internet-Routing ( letzteres per PPP
over Ethernet ) , Firewall , Unterstützung von Virtual Private Networks sowie
NAT ( Network Address Translation ) und DHCP-Server . Ein kleines Manko ist ,
dass das Gerät derzeit nur die schwächere Funk-Verschlüsselung nach WEP40 (
Wired Equivalent Privacy , 40 Bit frei wählbare Schlüssellänge gegenüber 104 Bit
bei WEP128 ) ermöglicht . Halbzeitbilanz : CeBIT will geplagter Branche neue
Impulse geben Trotz Flaute auf den neuen Märkten erfüllt die weltgrößte
Computermesse CeBIT zur Halbzeit voll die Erwartungen der Branche . Die CeBIT "
behauptet ihre Stellung als Impulsgeber für die Branche und widerspricht dem
aktuellen Stimmungstief an den Börsen " , sagte Hubert-H . Mehr als 350.000
Gäste kamen nach Veranstalterangaben an den ersten drei Messetagen auf das
Messegelände . Der Branchenverband BITKOM sprach von einem " ausgezeichneten
Messeauftakt " . BITKOM-Vizepräsident Gerhard Jörg sagte , einer Kurzumfrage
unter den CeBIT-Ausstellern zufolge seien diese sehr zufrieden . " Insbesondere
die hohe Besucherzahl und die sehr gute Qualität der Kontakte lassen einen
insgesamt erfolgreichen Messeverlauf erwarten . " Lange meinte , die Aussteller
, die in diesem Jahr die wirtschaftliche Situation ihrer Branche zu Messebeginn
weniger positiv einschätzten als im Jahr zuvor , erhofften sich von der CeBIT
2001 einen Stimmungsumschwung an den Kapitalmärkten . Nach Veranstalterangaben
erreichte das CeBIT-Internetangebot neue Rekordzahlen . Surfer aus 159 Ländern
hätten bislang die CeBIT-Homepage besucht . " Mehr denn je nutzen die
ausstellenden Unternehmen die CeBIT auch zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter " ,
sagte Lange . Rund 160 Firmen seien vertreten , die Berufsein- und -umsteiger
über die aktuellen Stellenangebote informierten . Darunter seien
Personalagenturen , Jobbörsen , Verlage und andere Unternehmen . Laut BITKOM
stehen im Mittelpunkt des Interesses auf der diesjährigen CeBIT Anwendungen rund
um das Thema Mobile Business , Lösungen für den elektronischen Geschäftsverkehr
sowie das Thema Sicherheit . Vor einem Jahr verbuchte die CeBIT nach den ersten
drei Tagen 320.000 Besucher , insgesamt kamen etwa 750.000 . Im Vorfeld der
diesjährigen Messe gab es wegen der wackeligen Branchenlage ungewohnt viele
Absagen von Ausstellern , die durch Wartelisten jedoch wieder aufgefüllt wurden
. Mit Preiserhöhungen gegen den kalifornischen Blackout Die kalifornische
Regulierungskommission für Versorgungsbetriebe will einer Erhöhung der
Strompreise für Endverbraucher zustimmen , berichtet das Wall Street Journal
unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise . Mit Preiserhöhungen von bis zu 20
Prozent soll die Zahlungsfähigkeit der drei großen kalifornischen
Energieversorger sichergestellt werden . Der Netzbetreiber des kalifornsichen
Stromnetzes hatte vergangene Woche überraschend erneut rotierende
Stromabschaltungen angeordnet . Für den Sommer rechnen Fachleute mit einer
weiteren Zuspitzung der Energiekrise : Während der Sommermonate steigt der
Energiebedarf in Kalifornien durch den nahezu flächendeckenden Einsatz von
Kühlgeräten und Klimaanlagen erfahrungsgemäß auf mehr als das Doppelte des
momentanen Verbrauchs . Kalifornien hat seit Monaten unter Stromknappheit zu
leiden , die im wesentlichen auf die Deregulierung des Strommarktes
zurückzuführen ist : Während die Strompreise auf dem Großhandelsmarkt nach der
Deregulierung nahezu explodiert sind , wurden die Endverbraucherpreise staatlich
gedeckelt . Eine solche Maßnahme stößt jedoch bis jetzt bei US-Präsident Bush
auf taube Ohren . Videokonferenz mittels Wavelets Das Software-Paket komprimiert
die Video-Daten mit Hilfe eines an der Fachhochschule entwickelten
Wavelet-Codecs und verschickt die Daten via IP . Über die Ausgründung daViCo (
Gesellschaft für digitale audiovisuelle Kommunikation ) wollen die Forscher die
Software jetzt vermarkten - für Universitäten soll das Paket aber frei verfügbar
bleiben . Zur Zeit läuft die Software unter Windows ( 9x , ME , NT , 2000 ) -
eine Linux-Version ist in Arbeit . 3D-Spiele entwickeln unter Linux Das
besonders bei Spieleentwicklern beliebte Animationspaket Maya von
Alias/Wavefront gibt es nach Angaben des Herstellers ab dem morgigen Montag auch
für Linux . Bisher lief das Produkt der SGI-Tochter nur mit dem Unix-Derivat des
Grafik-Workstation-Pioniers sowie unter Windows NT und 2000 . Die Version für
das neue Apple-Betriebssysem Mac OS X durchläuft seit einem Monat die Beta-Phase
und soll im Juni erscheinen . Die Lauffähigkeit von Maya für Linux garantiert
Alias/Wavefront nur für die Red-Hat-Distribution ( Version 6.2 ) - dies bedeutet
jedoch nicht , dass es unter anderen Zusammenstellungen des freien Systems nicht
funktionieren würde . Ab Mitte diesen Jahres ist Maya damit unter IRIX und Linux
sowie unter Mac OS X ( das SGI berechtigterweise ebenfalls zu den Unix-Derivaten
zählt ) einsetzbar . Ein SGI-Sprecher betonte im Gespräch mit heise online : Am
Stand von SGI ( Halle 9 , A36 ) zeigt Alias nicht nur die Linux-Version ,
sondern auch etliche Spiele , die mit Maya entwickelt wurden , wie etwa das
Online-Adventure " Pirates " der österreichischen Firma neo . Das Spiel
erreichte bei den animago awards 2000 Platz 1 für die beste Computeranimation .
Im Nicht-Spiele-Bereich sind die Muppets der Jim Henson Company besonders
prominente Figuren . Das Komplettpaket Alias/Wavefront Maya ist für 20.700 Mark
mit identischem Funktionsumfang für alle 3 Plattformen erhältlich . In einem
Campus-Programm können Studenten das Produkt für 600 Mark erwerben .
Voraussetzung ist eine gültige Immatrikulationsbescheinigung . Palm reagiert auf
Microsofts Pocket PC Geht es nach Palm-CEO Carl Yankowski , sind die PDAs bald
keine einfachen elektronischen Organizer mehr . Drei verschiedene Wege will
Yankowski dabei gehen : Zum einen sollen in bestimmte Modelle ähnlich wie beim
bislang nur in den USA verkauften Palm VII Funk-Empfänger eingebaut werden , um
einen drahtlosen Internet-Zugang zu gewährleisten . Andere Geräte möchte
Yankowski mit Bluetooth ausstatten ; sie können dann über eine Bridge , etwa die
Basistation eines drahtlosen Telefons , zum Surfen dienen . Als dritte Option
denkt Yankowski an eine spezielle HotSync-Station oder vergleichbare
Zusatzmodule mit Internet-Verbindung . Für die neuen Funktionen sollen einige
Typen der Palm-Serie einen neuen Prozessor erhalten . Diese Geräte sollen dann
auch Spracherkennung unterstützen : Werden die Vorhaben Realität , könnten sich
die Palm-Organizer tatsächlich zu einer Art multifunktionalem Surf-Terminal
entwickeln . Yankowski sieht daher schon Veränderungen in der Rolle seiner Firma
: Wenn alle Palm-Handhelds drahtlose Kommunikationsgeräte werden , würde sich
das Unternehmen in gewisser Hinsicht in einen Service-Provider für drahtloses
Internet verwandeln . Von einem integrierten Handy , wie es das EPOC-Konsortium
bereits auf der diesjährigen CeBIT in einem PDA-Prototypen gezeigt hat , war auf
der Palm-Konferenz allerdings nicht die Rede . Die Ankündigung , die PDAs vom
Organzier zum Internet-Terminal zu erweitern , dürften vor allem mit Microsofts
Vorstellung der neuen Inkarnation von Windows CE zu tun haben : Die ersten so
genannten Pocket PCs kommen bereits mit einer Internet-Anbindung über Kabel oder
Funk daher . AOL , Gateway und Konsorten investieren in Transmeta Sie scheinen
der Firma eine rosige Zukunft zuzutrauen , trotz einiger Bedenken von Analysten
, die bislang nur wenige Kunden für die Crusoe-Chips entdecken konnten . Damals
hieß es , die AOL-Internet-Appliances würden mit Linux arbeiten ; der
Crusoe-Prozessor wiederum benutzt als Host-Betriebssystem eine
Transmeta-Entwicklung , mobile Linux genannt . Zu der größten Investorengruppe
gehören neben den amerikanischen und japanischen Konzernen auch einige
taiwanische Hersteller - darunter First International Computer ( FIC ) , die
auch an VIA beteiligt sind . Außerdem haben sich Samsung und Phoenix
Technologies angeschlossen . Das Internet macht dem Buchhandel Sorgen Das neue
Medium müsse " handelsfähig " gemacht werden , sagte Börsenvereins-Vorsteher
Roland Ulmer anlässlich des Jubiläums des Verbands . Es sei die Aufgabe des
Börsenvereins , Abrechnungsabläufe im Internet zu organisieren und den Schutz
des Urheberrechts aufzubauen . So sei zum Beispiel denkbar , den Zugang zu
Texten im Internet mit einem Abonnement zu regeln . " Das Urheberrecht bietet
zwar theoretisch Schutz , ist aber im Internet kaum anzuwenden " , meinte Ulmer
. Zudem bliebe bei einem solchen Modell der konventionelle Buchhandel außen vor
, " und das wollen wir natürlich nicht " . Sun macht SGI bei 3D-Grafik
Konkurrenz Sun will mit einer leistungsstarken 3D-Grafikkarte in die Domäne von
SGI eindringen und sich Marktanteile im schnell wachsenden Bereich der
3D-Visualisierung sichern . Die Expert3D ist ein Grafik-Subsystem mit hoher
3D-Leistung zur Visualisierung von großen Datensätzen , wie sie etwa in der
Erdöl-Exploration und in der Wissenschaft anfallen . Weitere Einsatzfelder sind
die fotorealistischen Darstellung von CAD/CAM-Modellen , VR-Anwendungen und
3D-Animation . Gegenüber vergleichbarer 3D-Hardware von Hewlett-Packard soll das
Sun-Board eine um 50 Prozent höhere Leistung bieten . Die Berechnung der Pixel
übernimmt ein Rasterizer-Chip mit 64 MByte Framebuffer . Für Texturen gibt es
einen weiteren Buffer von ebenfalls 64 MByte , was Darstellungen mit realistisch
getalteten Oberflächenzeichnungen ermöglicht . Eine weitere Besonderheit ist der
Parallelbetrieb von zwei Expert3D-Karten , in dem sich 3D-Ansichten auch auf
zwei Monitore ausdehnen lassen , um komplexe Szenen zu betrachten . Die Expert3D
ist als Option für die Sun-Desktop-Stationen erhältlich ; Sun gibt für die Karte
als Aufrüstkomponente einen Preis von 3495 US-Dollar an . In zukünftigen
3D-Karten will Sun auch den MAJC-Chip ( Microprocessor Architecture for Java
Computing ) einsetzen - einen programmierbaren Gleitkomma-Prozessor , den Sun
für Multimedia-Anwendungen , etwa als MPEG- und Video-Codec konzipiert hat . Die
Unix- und Server-Spezialisten aus Palo Alto möchten aber die MAJC-Serie , deren
technische Details bereits im Oktober letzten Jahres verkündet wurden , nicht
auf 3D-Grafikadapter beschränkt wissen . So könnten die Chips laut Sun etwa in
Web-Servern eingesetzt werden , um dem Web zu etwas multimedialerem Gewand zu
verhelfen ; außerdem würden sie E-Commerce-Anwendungen verbessern , indem die
Verschlüsselung mit SSL beschleunigt wird . Und schließlich hofft Sun , durch
Kooperationen mit Netzwerkherstellern über die MAJC-Chips vom boomenden Markt
der Netzwerkprozessoren profitieren zu können . Bald neue Namensstruktur im
Internet Nächste Woche soll nun endlich eine Vereinbarung unterschrieben werden
, die nicht nur eine neue Namensstruktur verabschiedet , sondern auch neue
Mechanismen zur Namensvergabe installiert . Mehrere große Internet-Provider ,
Unternehmen und internationale Organisationen sowie US-Regierunseinrichtungen
werden sich auf die neue Namensstruktur verpflichten . Zusätzliche Domain-Namen
sind dann möglich , darunter .firm ( für allgemeine Wirtschaftsunternehmen ) und
.nom ( für private Web-Seiten ) . Zusätzlich werden Organisationen wie die World
Intellectual Property Organization ( WIPO ) und die International
Telecommunications Union ( ITU ) , beides Unterorganisationen der UN , neue
Methoden zur Namensvergabe überwachen und Streitfälle schlichten . Die
Vereinbarung sieht vor , daß ein Netz von Registrierungsunternehmen auf der
ganzen Welt zur Vergabe von Domain-Namen eingerichtet wird . Anfangs sollen 28
Unternehmen dazu berechtigt sein , mehr werden folgen . Bei Streitfällen sind
die entsprechenden UN-Organisationen einzuschalten . Schon am Mittwoch hatte die
amerikanische National Science Foundation angekündigt , daß die Vereinbarung mit
dem kommerziellen Unternehmen Network Solutions zur Verwaltung der Domain-Namen
nicht verlängert wird . Durch die neue Struktur hofft man , nicht nur die
Engpäße bei vorhandenen Namen zu beseitigen , sondern auch die Preise für die
Registrierung nach unten zu drücken . I can ! Surfer an die Wahl-Urnen : Die
Verwaltung von Namen und Adressen im Internet unter Ägide der
Internet-Verwaltung ICANN ( Internet Corporation for Assigned Names and Numbers
) soll durch eine Wahl des Direktoriums der Organisation eine etwas
demokratischere Basis bekommen . Insgesamt sollen fünf Mitglieder des
18-köpfigen Direktoriums von den Internet-Nutzern selbst gewählt werden . Die
bisherigen Chefs der ICANN versprechen sich davon eine bessere Legitimation
ihrer Arbeit . Nach langen Auseinandersetzungen um den Anteil der
Internet-Nutzer an der Verwaltung und den Modus der Wahl wurden vor einiger Zeit
endlich die entsprechenden Vereinbarungen verabschiedet . Auf Initiative von
SPIEGEL ONLINE haben sich einige Online-Angebote von Zeitungen und Magazinen ,
darunter auch c't , Telepolis und heise online , sowie Vertreter der Politik
zusammengetan . Zur Unterstützung der Kampagne hat heise online nun eine eigene
Web-Seite zur Wahl des ICANN-Direktoriums eingerichtet . Zusätzliche Seiten
stellen alle Artikel , die auf heise online , in c't , Telepolis und iX zur
ICANN und den Auseinandersetzung um die Neuorganisation der Internet-Verwaltung
erschienen sind , zur Verfügung - eine Art Kurze Geschichte der ICANN . Darüber
hinaus bieten externe Links zu Vereinigungen , Organisationen und
Diskussionspapieren , die sich mit der Verwaltung des Internets beschäftigen ,
zusätzliche Informationen . In Diskussionsforen auf den Webseiten können sich
Interessierte über die Kampagne und die ICANN-Wahl austauschen und Anregungen
für das weitere Vorgehen geben . Cabletron gibt DEC-Netzwerksparte auf Im März
1998 zeigten sich Cabletron und die Netzwerksparte von Digital Equipment noch
optimistisch : Kurz vor der Übernahme von DEC durch Compaq kaufte Cabletron den
gesamten Netz-Bereich des Traditionsunternehmens ; der Zusammenschluss bringe
vor allem im Vertrieb und Support einige Vorteile , hieß es damals . Nun
verkauft der vor einiger Zeit wirtschaftlichen Turbulenzen entkommene
Netzwerkspezialist Cabletron den DEC-Bereich ( DIGITAL Network Products Group ,
DNPG ) . Cabletron hat sich inzwischen in vier unabhängige Einheiten aufgeteilt
: Enterasy Networks verkauft Equipment an Großunternehmen , Riverstone Networks
konzentriert sich auf MAN ( Metropolitan Area Networks ) , GlobalNetwork
Technology Services betreibt Netzwerk-Consulting und Aprisma Management
Technologies liefert Software für das Management von Netzwerken und
E-Commerce-Lösungen . In dieses Portfolio passte offensichtlich der ehemalige
DEC-Netzwerkbereich nicht mehr hinein , den Cabletron eher für den Low-End-Markt
übernahm . Bislang wurde der Bereich auch nicht in das Cabletron-Produktspektrum
integriert ; die Geräte liefen weiterhin unter dem Markennamen " digital " . Die
DNPG wird nun von einer Investment-Firma namens Gores Technology Group
übernommen , die unter anderem auch Anteile an dem Netzwerkhersteller Farallon
hält ; insgesamt ist die Firma an 21 Unternehmen beteiligt . Über den Kaufpreis
vereinbarten Cabletron und Gores Stillschweigen . Die DNPG war bislang zu einem
Drittel an den Umsätzen von Cabletron beteiligt ; trotzdem erklärte das
Unternehmen , der Bereich würde als " langsam wachsender Markt " nicht mehr zu
Cabletron passen , da man sich vollständig auf Sektoren mit großen
Wachstumsaussichten konzentrieren wolle . Gores kommentierte dies schon lapidar
, dass die DEC-Sparte für Cabletron zwar zu einem langsam wachsenden Sektor
gehören möge , die Umsatzsteigerungen seien aber bei weitem gut genug , um eine
Übernahme zu rechtfertigen . Die 130 Angestellten der DNPG behalten ihren
Arbeitsplatz ; Support für Kunden der Abteilung sei gewährleistet , ebenso wie
die Weiterentwicklung der Produkte . Übrigens gehört der Bereich der ehemaligen
Digital Equipment Corporation , der Chips für Netzwerkkarten und -Geräte
herstellte , nicht zur DNPG : Diese Abteilung , verantwortlich unter anderem für
die weit verbreiteten DEC2114x-Chips für Ethernet- und Fast-Ethernet-Adapter (
auch unter dem Namen Tulip bekannt ) , ging bei der Aufteilung DECs an Intel .
Die Telekom drückt beim Internet auf die Tube Mit einer neuen Internet-Offensive
will die Deutsche Telekom im Online-Geschäft ihre Konkurrenten abhängen . Mit
der Anschlusstechnik T-DSL will der rosa Riese den schnellen Internetzugang in
einen Massenmarkt bringen und Multimedia über die herkömmliche Telefonleitung
möglich machen . Darunter versteht Sommer die so genannten TIMES-Märkte . Um
große Worte ist der Vorstandsvorsitzende nicht verlegen : " Wir wollen
Deutschland zur Breitbandnation Nummer Eins machen " , sagte er vor zirka 8.500
Aktionären in der Köln-Arena . Mit der Verbreiterung von T-DSL erwartet Sommer
auch für T-Online einen Wachstumsschub : Über Computer und Telefonleitung würden
ganz neue Multimedia-Anwendungen möglich betonte er . Kritik erntete der
Vorstand von Aktionärsvertretern indes wegen der zögerlichen
Internationalisierung des Konzerns . " Von einem global player kann keine Rede
sein , sondern eher von einem local hero " , spöttelte Jella Benner-Heinacher
von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz . Die Konkurrenz
schlafe nicht , forderte sie den Vorstand zum Handeln auf . Doch Sommer will
sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen : " Wir wollen Unternehmen finden , die
zu uns passen " , sagte er . Und er wiederholte alt bekannte Äußerungen :
Handlungsbedarf bestehe vor allem in Europa und Nordamerika . " Wir arbeiten mit
Hochdruck daran " , versicherte Sommer . Eine Megafusion könne mit diesen Aktien
, die rund die Hälfte des Börsenwertes des Unternehmens ausmachten , finanziert
werden , unterstrich Sommer . Zusätzlichen Spielraum für Zukäufe verschaffe sich
die Telekom auch durch die separaten Börsengänge von Tochtergesellschaften .
T-Online kam im April an die Börse , der Mobilfunk soll im Herbst folgen . Wie
bei T-Online werde auch bei T-Mobil International ein großer Anteil der Aktien
bei der Muttergesellschaft verbleiben , sagte Sommer . Denn in beiden
Gesellschaften sollen Aktien als Akquisitionswährung eingesetzt werden . Zur
bevorstehenden Auktion der Mobilfunklizenzen UMTS erneuerte Sommer seine Kritik
an der unterschiedlichen Vergabepraxis in Europa . Er forderte die EU-Kommission
zum Handeln auf . Während die begehrten Lizenzen beispielsweise in Spanien "
verschenkt " worden seien , müssten in anderen Ländern Milliardenbeträge bezahlt
werden - eine " ungeheurliche Ungerechtigkeit " , schimpfte der Konzernchef .
Und doch fand Sommer angesichts der erwarteten immensen Summen auch positive
Worte : Über die Lizenzeinnahmen dürfe sich schließlich nicht nur der
Finanzminister freuen , sondern auch die großenTelekom-Unternehmen : UMTS werde
die Konzentration in der Telekommunikation stark beschleunigen , prophezeite er
. Und dass die Deutsche Telekom dabei auf dem Fahrersitz Platz nehmen wird ,
daran besteht für Sommer kein Zweifel . Gratis-Upgrade für PalmPilot und Notes
R5 Die Synchronisation von PalmPilot und Notes erfordert zusätzliche Conduits ,
die beispielsweise Lotus selbst mit EasySync anbietet . Wegen etlicher
Änderungen in den Kalenderfunktionen von Notes/Domino R5 klappt die
Kommunikation mit dem PalmPilot aber nur mit der neuesten EasySync-Version 3.0a
. Anwender dieser Version können jetzt bei Lotus ein kostenloses Upgrade
bekommen . Die Installationsroutine prüft , ob EasySync 2.1 bereits installiert
ist . Das Upgrade ist auch für Besitzer eines Palm IIIx , Palm V oder IBM
Workpad 3C notwendig , selbst wenn sie noch mit Notes 4.5 oder 4.6 arbeiten .
Ärgerlich ist , daß Lotus ein kostenloses Upgrade nur für EasySync 2.1 , nicht
aber für die Version 2.0 zur Verfügung stellt . Kurioserweise bietet Lotus
weiterhin EasySync 1.0 für Organizer kostenlos an und behandelt diese Version
beim Upgrade auf 3.0a wie die Version 2.0 . Die Vollversion von EasySync 3.0a
ist für 68 US-Dollar ebenfalls online erhältlich . ISDN-Treiber für Notes/Domino
R5 Lotus liefert die bislang in R5 fehlenden CAPI-Treiber zum kostenlosen
Download nach . Die modulare Struktur von Notes erlaubt die Einbindung
verschiedenster Protokolltreiber . Standardmäßig werden jedoch nur
Netzwerkprotokolle ( TCP/IP , SPX , NetBIOS/NetBEUI , AppleTalk ) und ein
generischer Modemtreiber ( X.PC ) geliefert . Der Modemtreiber setzt auch unter
Windows nur auf COM-Schnittstellen und nicht auf den Windows-Modems auf . Damit
ist er für ISDN-Karten ohne Port-Emulation unbrauchbar . Lotus faßt die
CAPI-Unterstützung mit anderen Treibern für SNA und X.25 unter dem Oberbegriff
WAN ( Wide Area Network ) zusammen . Man findet diese Treiber deshalb etwas
versteckt unter Products/Notes WAN Drivers auf der Lotus Homepage . Was war .
Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die
Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und
Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Für eingefleischte
Eindeutschungsfans wäre vielleicht Punkt-Hops ganz passend . Unser aller
Lieblingsthema bleibt uns auch dieses Wochenende nicht erspart . Hier an dieser
sonntäglich friedlichen Stelle schlage ich Dot-netted als Ergänzung zur schönen
Internet-Ökonomie-Newspeak vor . Das soll für alle Beschäftigten in Firmen
stehen , die durch Microsofts .NET-Strategie ausmanövriert werden . Die mit
großem Gekoller verkündete Strategie soll sich zwar irgendwann in den Jahren
2002 bis 2005 entvaporisieren , doch fordert sie bereits heute ihre Opfer .
Dot-netted ist beispielsweise Ed Iacobucci , der als Vorsitzender der von ihm
gegründeten Firma Citrix den Hut nehmen musste . Mit der Bekanntgabe der
.NET-Strategie und ihrer Client-Anbindung à la Microsoft rauschten die
Citrix-Aktien in den Keller , dorthin , wo man bald die Terminalserver der Firma
finden wird . Citrixens Erklärung zur Amtsniederlegung des " verdienstvollen "
Iacobucci klärt uns auf , dass dieser früher bei IBM proprietäre Betriebssysteme
entwickelte . Das mag man so sehen , aber eigentlich ist es nicht ganz richtig :
Iacobucci war Chef des gemeinsamen IBM/Microsoft-Teams für das Design von OS/2 .
In seinem OS/2-Buch , von McGraw-Hill auf deutsch 1989 herausgegeben und kurz
und knapp Das OS/2-Buch ( mit Diskette 51/4 Zoll ) genannt , stammt der erste
Satz im Vorwort von Bill Gates : Und in seinen eigenen Danksagungen bedankt sich
Iacobucci artig bei Steve Ballmer und Bill Gates für ihre unablässige
Unterstützung . Bei der Preisgabe des ungemein zugkräftigen .NET wurde auch dem
letzten Beobachter klar , warum Microsoft in den letzten Monaten zuhauf seltsame
Domain-Namen konnektierte . Ein kleiner Auszug aus der Liste :
Dot-in-the-dot.com , dot-in-the-dot-com.org , dot-in-the-dot-com.net ,
dot-in-the-dot-com.com , dot-in-the-dot.net , dot-in-the-dot.org , dot-truth.org
und dot-truth.net . Eines fehlt : Dot-wise.net . Kein Wunder , denn dies ist
eine rein deutsche Sache : Sechs Berliner Startups haben sich zu einer
Initiative für mehr Weisheit im Netz zusammengschlossen und wollen für diese
Weisheit mit Weißheit demonstrieren : Schön wird es , wenn die Weißen beim
großen Internet-Grau mitmachen . Die Mischfarbe heißt einfach Nebel . Dafür
gründen sie jetzt einen eigenen Wirtschaftsverband und machen Heavyweights wie
dem Bundesverband der deutschen Industrie ( BDI ) und dem Bundesverband der
deutschen Arbeitgeber ( BDA ) Konkurrenz . Jedenfalls fühlen sich die Startups
diskriminiert und überhaupt nicht repräsentiert : Auf einen Namen für ihre neue
Organisation konnten sich die Mannen der deutschen Internet-Ökonomie allerdings
noch nicht einigen . Kleiner Vorschlag meinerseits : Wie wäre es mit
Bundesverband der deutschen Bobos ( BDB ) ? So gut wie gar nichts also ; ein
paar Vorzeigeexemplare dürfen mitmischen , die dann wie Marsmädchen bestaunt und
neckisch mit Carly angeredet werden . Wenn s dann aber zu viel wird , stehen sie
schneller als ihre männlichen Kollegen zum Abschuss frei - auch wenn sie nicht
viel anders arbeiten als die Herren der New Economy . Jeanine Graf von Inquire
hat schließlich kaum anders operiert als all die Startups , die aus jedem
Blödsinn noch eine Pressemitteilung generieren , dass die Weltrevolution
ausgebrochen sei . Kein Wunder , dass sich unsere Startups mit Kommentaren zu
Graf zurückhielten - auch der noch zu gründende Bobo-Verband hatte dazu nichts
zu sagen . Da kann auch eine Graf von Geschäftskunden fabulieren , die es nie
gab , und von Umsatzzahlen , die keiner Nachprüfung standhalten : Hauptsache
Dot.Com . Vor ein paar Jahren noch erklärte man all die lieben Leute für
verrückt , die auf Gewinnversprechen im Stile von Bernie Cornfelds IOS
hereinfielen . Aber immerhin ist sich Graf bewußt , was sich für eine Boboin
gehört : Sie gab die Auszeichnung " Entrepeneur des Jahres 2000 " zurück . Es
existiert doch noch Ehrlichkeit auf der Welt . Nach fünfjähriger Haft wurde
Kevin Mitnick im Januar auf Bewährung entlassen , unter harten Auflagen . So
darf Mitnick keinen Computer mehr anfassen , auch die ( lukrative ) Arbeit als "
Lecturer " wurde ihm untersagt . Mitnick hatte begonnen , Unternehmen über
Sicherheitslücken in Rechnernetzen aufzuklären . Das Berufsverbot als Redner
folgte sinnigerweise an dem Tag , als der ILOVEYOU-Wurm ausbrach . Nun soll
Mitnick auch verboten werden , als Kolumnist zu arbeiten . Er sollte in dem
Webzine Contentville monatlich über Sicherheitsrisiken im Internet schreiben .
Contentville wird von Steve Brill herausgegeben , der mit Brill's Content die
führende US-Zeitschrift für Medienkritik verlegt . Brill versicherte den
Behörden , dass Mitnick seine Kommentare auf Band sprechen wird und keinen
Computer anfasst . Ob es ausreicht , wird sich am nächsten Montag zeigen .
Mitnicks Fall wird von der Richterin verhandelt , die ihm die Tätigkeit als
Redner verboten hatte . Mitnick selbst soll erklärt haben , dass es für ihn
ausreicht , Zeitungen und Fachzeitschriften zu lesen , um für seine Kolumnen fit
zu sein . Und dass es bei den Sicherheitslücken ohnehin kaum Neues gäbe . Ob von
einem ominösen Unternehmen namens AMD , das sich frecherweise herausnimmt ,
ebenfalls PC-Prozessoren zu produzieren ? Aber es gibt Abhilfe : Dem
angeschossenen Platzhirschen der PC-CPUs ist jede Klitsche , deren Software auch
auf Pentiums läuft , eine Pressemitteilung wert . Firmen wie EHAND , WStore oder
Ozon kommen in den Genuss Intel-finanzierter Pressemitteilungen , weil sie sich
breitschlagen lassen , öffentlich bekannt zu geben , ihre Software , ihre
Infrastuktur , ihr Online-Shop oder was auch immer arbeite eben auch mit
Hardware von Intel . Ozon , übrigens ein russischer Online-Buchladen , hatte
laut ( deutscher ) Intel-Presserklärung Schwierigkeiten , weil seine Server doch
tatsächlich 8.000 Seitenaufrufe pro Tag verkraften mussten . Aber alles kein
Problem , denn die waren ja mit Intel-Prozessoren ausgerüstet : Durch diesen "
Industrie-Standard der Intel-Architektur " ließ sich das gesamte System "
innerhalb weniger Monate " komplett neu aufbauen . So mögen wir die
Internet-Ökonomie : Im Geschwindschritt zu ganz neuen Höchstleistungen . Ist
diese Kolumne zu kurz ? Ha ! Das kommt ganz einfach daher , dass eine
Presseerklärung von Oracle mich zu Höchstleistungen anspornte . Glaubt man
Oracle , so wurde die schwedische Firma Produktfact.com am Donnerstag , den 13.
April , gegründet und nahm am Montag , den 17. April , ihre Geschäfte auf .
Nichts ist " einfacher , als mit Oracle 8i sein Wochenende zu verbringen und
eine Firma zu gründen . " Jetzt wird in die Hände gespuckt , wir heben das
Bruttosozialprodukt , sang einmal eine längst vergessene Band : Montag eröffnet
der Hal-Shop in schlichtem Weiß auf Weiß . Und nächste Woche erzähle ich , wie
ich mit meiner Cyberidee , Wasser in H20 aufzulösen , gedot-commed wurde . Was
wird . Noch vor den Erlebnissen von Hal , dem Warmduscher , im
Internet-Startup-Abenteuerwunderland findet im Disneyland bei Paris die Real
2000 statt , eine Konferenz von RealNetworks zur Zukunft des Streaming im
Internet . Das ist in der Masse der frühsommerlichen Konferenzen noch nichts
besonderes , richtig . Interessant ist aber die Rolle der Deutschen Telekom ,
die Keynote-Redner stellt und in den Unterlagen als größte deutsche
Fernsehanstalt geführt wird . Es muss diese Ähnlichkeit von Ron Sommer und Ted
Turner sein , die für diese Verwechslung verantwortlich ist . Bertelsmann füllt
Kriegskasse für Akquisitionen auf Die Konsolidierung der CLT-UFA mache etwa noch
einmal so viel aus , sagte Bertelsmann-Sprecher Manfred Harnischfeger am
heutigen Sonntag . Auch das Betriebsergebnis sei kräftig gestiegen . Näheres
will der Konzern allerdings erst auf seiner Bilanzpressekonferenz bekannt geben
. Bertelsmann betonte , im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Großakquisition
getätigt zu haben . " Mit Sicherheit werden wir dieses Geld brauchen " , sagte
er . Bertelsmann beschäftigt nach eigenen Angaben rund 73.000 Mitarbeiter in
mehr als 300 Einzelfirmen in 54 Ländern . Nach eigenen Angaben steht der Konzern
unter den Mediengiganten auf Platz 3 . Die Rangliste ändert sich allerdings
schlagartig , wenn man bei den Konzernen nicht nur den Medienbereich zählt : Die
Rangliste illustriert ein Problem Bertelsmanns , das man offensichtlich durch
weitere Zukäufe und Kooperationen mittels massiven Kapitaleinsatzes beheben will
. Nach der Trennung von AOL Europe konnte Bertelsmann zwar eine " strategische
Partnerschaft " mit AOL zur Lieferung von Content eingehen - ob diese aber lange
hält , wenn die Fusion mit Time Warner im Herbst über die Bühne gegangen ist ,
muss sich erst noch herausstellen . PC-Ausstellung ohne PCs Wer aber erwartet
auf der PC-Ausstellung vor allem PCs zu finden , sieht sich getäuscht .
Surf-Terminals , elektronische Organizer und Handhelds , Design-Rechner sowie
der Auftritt Transmetas mit seinen Crusoe-Chips für Laptops und Internet
Appliances sind die heißen Themen der Show - da werden es klassische
PC-Hersteller , die nichts Entsprechendes anbieten können , schwer haben , das
Interesse der Ausstellungsbesucher auf sich zu lenken . Kein Wunder daher , dass
sich kaum ein Hersteller damit begnügt , eine neue graue Kiste zu präsentieren ,
vielleicht gerade noch mit schnellerem Prozessor oder niedrigerem Preis . Selbst
Intel , Hardware-Platzhirsch der Wintel-Welt , sieht sich veranlasst , großes
Trara um sein Surf-Terminal auf Linux-Basis zu veranstalten , das PC-scheuen
Internet-Interessenten den Zugang zum Netz der Netze verschaffen soll .
Vielleicht möchte man ja mit Geräten jenseits des PC dem Konkurrenten AMD Paroli
bieten , ohne sich auf eine direkte Schlacht im Prozessormarkt auf der PC Expo
einlassen zu müssen . Angesichts all des Linux-Hypes sah sich der Veranstalter
darüber hinaus veranlasst , Linux zum Thema einer Keynote zu machen : John "
Maddog " Hall von Linux International und Mark Bolzen von LinuxMall.com halten
eine Ansprache - nicht aber etwa über Open Source im Allgemeinen oder Linux als
das " System to end all systems " im Besonderen . Business-to-Business ,
Online-Transaktionen zwischen Unternehmen mit Linux ist das Thema ihres Vortrags
mit dem schönen Titel To B2B or Not to B2B : Linux Puts on Its Work Clothes .
Palm will Handspring das Feld natürlich nicht ganz überlassen und nimmt die PC
Expo zum Anlass , eine Reihe neuer Ankündigungen zu Gehör zu bringen ; dazu
gehören wohl der Umstieg auf den ARM-Prozessor und Optionen für existierende
Palm-PDAs , um drahtlos auf das Internet zuzugreifen . Klappt alles , wie es
sich die Mannen von Transmeta vorstellen , wird Crusoe aber der Star der PC Expo
. IBM will den Prototypen des Thinkpad 240 mit Crusoe-CPU präsentieren -
IBM-Sprecher erklärten , wenn das Modell gut ankomme , werde man im Herbst einen
entsprechenden Laptop auf den Markt bringen . Auch Compaq soll bereits einen
Crusoe-Rechner in petto haben und möglicherweise auf der Messe ausstellen . Und
Gateway hat sich ja schon vor einiger Zeit entschieden , das Surf-Terminal , das
man für AOLs Online-Dienst baut , mit dem Crusoe auszustatten . Die
Chip-Schmiede selbst könnte Details zu drei neuen CPUs aus der Crusoe-Serie
enthüllen , zwei für Internet Appliances und einen für Laptops . Von diversen
Herstellern wird zudem erwartet , ebenfalls Surf-Terminals oder Laptops mit
Transmeta-Chips anzukündigen - oder sogar schon Vorserienmodelle zu präsentieren
. Da muss sich Intel wohl schon ein bisschen mehr anstrengen , um Transmeta auf
der PC Expo das Wasser abzugraben : Ob die Firma mehr als ein Internet-Terminal
und die überraschende Ankündigung zweier nach Intel-Angaben besonders
stromsparender CPUs zu bieten hat , wird sich zeigen . Besucher , die lange
genug suchen , werden unter dem Berg von all den Mini-Geräten und
Spezial-Rechnern natürlich auch klassische PCs entdecken - aber was ist heute
schon noch ein klassischer PC ... Handelt es sich nicht gerade um neue Server
für Internet-Provider und Großunternehmen , ist Buntigkeit wohl das Mindeste ,
was die Hersteller den neuen Geräten mit auf den Weg zum Kunden geben - auch
wenn es sich nur um austauschbare Blenden wie bei Compaqs neuer PC-Linie handelt
. Edeka : E-Commerce auf die Dörfer Der E-Commerce erreicht das weite Land ,
zumindest , wenn es nach der Edeka-Gruppe , dem größten deutschen
Lebensmittelunternehmen geht . Edeka will künftig mehr Waren über das Internet
verkaufen : Im Blick hat das Unternehmen dabei vor allem kleine Dörfer ohne
eigenen Supermarkt . Edeka will dort in kleinen Läden Bestell-Terminals
installieren und so den Kunden ein breiteres Angebot bieten , erklärte
Vorstandssprecher Bartholomäus Werberger am Sonntag bei der Jahrestagung des
Unternehmens in Wiesbaden . In zwei Orten wurde dieses Verfahren bereits
erfolgreich getestet . Auch bei großen Unternehmen oder in Verwaltungen plant
Edeka Bestell-Terminals . Auch der Verkehr mit Lieferanten , Partnern oder
zwischen den Edeka-Konzern-Bereichen soll mit Hilfe des Internets verbessert
werden . Im Verbund mit 18 weiteren internationalen Handelsunternehmen , die
zusammen etwa 57.000 Geschäfte betreiben , will Edeka künftig über das Netz
gemeinsam Waren ordern , Auktionen durchführen , Geschäfte abwickeln und Daten
austauschen . Im Oktober will Edeka eine Kundenkarte auf den Markt bringen . Die
" Edecard " soll in 46 Märkten ein halbes Jahr getestet werden . Ein Chip soll
dabei nach jedem Einkauf die erworbenen Bonuspunkte berechnen . Die
Edeka-Einzelhändler sind Mitglieder von regionalen Genossenschaften , die über
zwölf Großhandelsbetriebe verfügen , darunter Fleischwerke und Backbetriebe .
Die Genossenschaften wiederum sind Aktionäre der Edeka Zentrale AG und der
Edekabank AG . Neben den fast 11.000 Geschäften der Edeka-Kaufleute gehören zur
Gruppe auch noch so genannte Regiebetriebe , die von den Großhandelsbetrieben
als Filialen geführt werden . Die " New Economy " geht in Kiel vor Anker Die
alte Rüstungsschmiede Kiel mausert sich zu einem Mekka für die neuen
Technologien : Direct-Banking , Internet-Angebote und elektronischer Handel sind
die Geschäftsfelder , die am Förde-Ufer " festmachen " . Ein Multimedia-Campus
kommt hinzu - und das alles in bester Nachbarschaft zu einer Werft wie HDW . Die
ist zwar traditionsbeladen , mit ihren Fähren und U-Booten aber längst auf
High-Tech-Kurs . Mit 700 Software-Unternehmen sei die Hälfte der
Zukunftsbranchen in Schleswig-Holstein im Großraum Kiel konzentriert , sagt der
Geschäftsführer der Kieler Wirtschaftsförderung , Finn Duggen . 9.000
Beschäftigte dort sind deutlich mehr , als im Schiffbau übrig blieben . Über
vier Jahre lang habe man intensiv am Aufbruch zu neuen Ufern mitgearbeitet ,
jetzt könne man die Ernte einfahren , freut sich Duggen . Zuvor hatte die Stadt
einige Rückschläge in traditionellen Sektoren mit teils drastischem
Personalabbau verkraften müssen . Die Wirtschaftsförderer verweisen jetzt auf
den Mix , den die kapitalkräftigen Zugnummern unter den neuen Investoren in Kiel
verkörpern : MobilCom-Chef Gerhard Schmid steht für Telekommunikation und
Internet , ISION macht Management komplexer Internetseiten , Portalen und
Lösungen für den elektronischen Handel , und die Comdirect-Bank betreibt
Online-Banking . Als " Sahnehäubchen " kommt Schleswig-Holsteins
Multimedia-Campus hinzu , in dem Führungs- und Fachkräfte im IT-Bereich
qualifiziert werden und in einem Gründerzentrum gleich ein Startup unterbringen
können . Außerdem klappt die Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen
Einrichtungen . Die Wirtschaftsförderer haben in Kiel ein früher ungekanntes
Tempo vorgelegt : So reichten bei Genehmigungen für gewerbliche Bauten jetzt
vier Wochen , nachdem dies früher auch schon einmal ein halbes Jahr gedauert
habe . Auch der relativ zügig über die Bühne gebrachte Verkauf von 51 Prozent
Anteilen der Stadtwerke an den weltweit tätigen Konzern TXU belegt das Umdenken
. " Kiel hat den Strukturwandel als Chance begriffen und rüstet sich für die
Zukunft " , sagt Oberbürgermeister Norbert Gansel . Wichtig ist dabei für den OB
, dass nicht nur die " New Economy " und der Dienstleistungssektor kräftig
zulegen , sondern dass auch " alte " Industrien wie Schiff- und Maschinenbau zum
Teil in weltweiten Kooperationen und Allianzen ihre Zukunftsmärkte gefunden
hätten . IBM benennt neue Führungsspitze Der Computer-Konzern IBM bereitet sich
offensichtlich auf Zeit nach Lou Gerstner vor . Samuel J. Palmisano wird
Präsident und Chief Operating Officer ( COO ) , John M. Thompson nimmt die
Aufgabe eines Vize-Vorsitzenden war . Palmisano soll für alle Bereiche des
täglichen Geschäfts von IBM zuständig sein , darunter alle Produkt- und
Dienstleistungsabteilungen . Thompson dagegen soll die Entwicklung und
Einbeziehung zukunftsträchtiger Bereiche in das Geschäft von IBM vorantreiben ,
darunter Funk-Techniken , Internet-Dienste , Linux und die so genannten Life
Sciences , also Biotechnologie und Gentechnik beispielsweise . Palmisano ist
seit 1973 bei IBM ; bevor Big Blue ihn zum COO machte , zeichnete er als
Vizepräsident und Bereichsleiter für das Server- und Massenspeichergeschäft für
große Installationen zuständig . In Thompsons Verantwortungsbereich fielen auch
die Übernahmen von Lotus und des Systemmanagementspezialisten Tivoli . Seine
Vorstellungen über die Zukunft des Softwaregeschäfts erläuterte er schon Ende
1999 in einem Interview mit c't . Allgemein wird nach dieser Beförderung
Palmisano schon als Nachfolger von Lou Gerstner gehandelt . Von dem 48-Jährigen
erwarten sich Beobachter , dass er als Manager in der Lage ist , die Position
von IBM im Computer-Markt zu verbessern . Vor wenigen Tagen erst musste IBM
einen Geschäftsbericht mit rückläufigen Gewinnen vorlegen . In Kommentaren von
Börsianern zur Beförderung von Thompson hieß es , nach seiner guten Arbeit als
Chef der Software-Abteilung sei seine Ernennung zum zuständigen Manager für
Zukunftstechniken eine sichere Bank für IBM . Die Änderungen in der
Führungsspitze sind die ersten seit sieben Jahren , die Big Blue auf dieser
Management-Ebene durchgeführt hat . Schleswig-Holstein von Telefon und Internet
abgeschnitten Schleswig-Holstein war in der Nacht zum Mittwoch stundenlang
telefonisch von der Außenwelt nahezu abgeschnitten . Ein Stromausfall in einem
Knotenpunkt der Deutschen Telekom hatte den Telefon- und Internetverkehr lahm
gelegt , bestätigte ein Telekom-Sprecher . Auch die Mobilfunknetze seien
überwiegend unbrauchbar gewesen - schließlich werden die Mobilfunkgespräche ab
den Sendemasten über das normale Leitungsnetz geschickt . Erst gegen 23.00 Uhr
am gestrigen Dienstagabend konnte der Fehler behoben werden . " Es läuft jetzt
alles wieder hundertprozentig " , hieß es bei der Telekom . Vor allem
Ferngespräche waren von der Störung betroffen . Das " Epizentrum des
Großausfalls " sei die Region Kiel gewesen . Aber auch in Lübeck und an der
Westküste seien die Leitungen stark gestört gewesen . Die genaue Ursache ist
noch nicht bekannt . Die Polizei dementierte Meldungen , in einem Kieler
Knotenpunkt der Telekom habe es Explosionen gegeben . " Offenbar haben aber
einige Blitzschläge gleich mehrere neuralgische Punkte des Kommunikationsnetzes
lahm gelegt " , meinte ein Polizeisprecher . Auch die Notrufe der Polizei seien
zum großen Teil von der Störung betroffen gewesen . Stillhalteabkommen zwischen
Amazon und AOL Im Rahmen der Beteiligung von AOL Time Warner am Online-Shop
Amazon unterzeichneten beide Firmen ein Stillhalteabkommen . Nach dem bei der
US-amerikanischen Finanz- und Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission
( SEC ) eingereichten Dokument kann AOL Time Warner ein Angebot machen , um
Amazon komplett zu übernehmen , solange dies stillschweigend geschieht . Eine
feindliche Übernahme wird in dem SEC-Filing allerdings ausgeschlossen ; jedoch
gelten diese Vereinbarungen nicht , wenn Amazon einem stillschweigend
vorgelegten Übernahme-Angebot von AOL zustimmt , oder wenn eine andere Firma
eine Übernahme von Amazon versucht , die der Online-Shop nicht öffentlich
zurückweist . Erst danach kann AOL Time Warner die Amazon-Papiere wieder
verkaufen . Amazon meinte zu der Vereinbarungen , man habe ein " gemäßigtes und
angemessenes Stillhalteabkommen " mit AOL geschlossen ; in der Regel werden
solche Vereinbarungen bei wechselseitigen Investments aber festgelegt , um eine
vollständige Übernahme komplett auszuschließen . Das Abkommen zwischen AOL und
Amazon wird von einigen Analysten in den USA bereits als eine Art Absicherung
für den als Internet-Buchladen gestarteten Online-Einzelhändler gewertet .
Nachdem Amazon zwar die Verluste verringerte , aber geringere Umsätze als
bislang erwartet prognostizierte , machte sich trotz Freude über rückläufige
rote Zahlen eine gewisse Ungeduld unter den Börsianern breit : Wenn Amazon eine
Aktie mit Wachstumsaussichten sein wolle , müsse man auch für beide elementaren
Werte Wachstum ausweisen , für die Gewinne und für die Umsätze , grummelte ein
Analyst gegenüber dem Wall Street Journal . Das Investment und das
Stillhalteabkommen mit AOL Time Warner gibt Amazon unter diesen Gesichtspunkten
jedoch finanzkräftigen Rückhalt , falls doch weitere Verluste anfallen und das
Kapital knapp wird . Gateway : Keine Werksschließung in Irland Die anhaltend
schlechte Geschäftslage zwingt den Computerhersteller Gateway zu harten
Sparmaßnahmen - von einem Rückzug aus Irland ist aber bislang nicht die Rede .
Wie Lenia Iacovides , Director CEMEA bei Gateway , im Gespräch mit heise online
betonte , sei bislang nicht geplant , das Werk in Irland zu schließen : " Eine
solche Entscheidung wurde nicht getroffen . " Gateway wolle zwar keine
Möglichkeiten ausschließen , da umstrukturiert werden müsse , eine Schließung
des Dubliner Werks sei aber bislang nicht beschlossen worden , kommentierte
Iacovides die Berichte unter anderem in der Irish Times . Auch eine Verlagerung
von Vertrieb und Support nach Zypern ist nach Aussage der Chefin von Gateways
CEMEA-Organistation , die nach der Schließung des Münchener Büros von Gateway
auch für die Geschäfte von Gateway in Deutschland zuständig ist , nicht geplant
: Nur sie selbst habe ihren Wohnort auf Zypern . Defekte Sicherung legte
Telekom-Netz teilweise lahm Wegen einer " durchgebrannten " Sicherung in einem
Knotenpunkt der Telekom in Kiel sind nach Angaben des Unternehmens
Telefonfernverkehr und Datenaustausch in weiten Teilen Schleswig-Holsteins am
Dienstagabend zusammengebrochen . " Eine Sicherung ist angesprungen und hat
damit die Stromzufuhr unterbrochen " , sagte Telekomsprecher Helmut Ritter .
Besonders betroffen von der dreistündigen Leitungsstörung waren der Großraum
Kiel und die Verbindungen in Richtung Nordfriesland , Flensburg und Lübeck sowie
darüber hinaus ins Bundesgebiet und ins Ausland . Auch die
Online-Datenverarbeitung bei Unternehmen wie Banken und Sparkassen fiel
zeitweise aus . In weiten Teilen des Landes konnte etwa an Tankstellen auch
nicht mit Kredit- und ec-Karten bezahlt werden . Von der Störung bei der Telekom
, die etwa von 19.30 bis 22.30 Uhr dauerte , war auch das Mobilfunknetz
betroffen . Ebenfalls beeinträchtigt war der Rundfunk : " Von 19.43 bis 22.22
Uhr haben wir nicht gesendet " , sagte der Geschäftsführer des Privatsenders
RADIO NORA , Klaus Gräff . NORA habe zwar sein Programm weitergemacht , aber
niemand konnte es in der Störungszeit hören . Wegen des Defekts bei der Telekom
funktionierte bei einer Vielzahl von Kreditinstituten im Norden in der
betreffenden Zeit die Online-Datenverarbeitung nicht . Dies betraf nach Angaben
der Datenverarbeitungsgesellschaft ( Hannover ) unter anderem die Landesbank
Kiel sowie die Sparkassen Kiel , Plön , Neumünster und Mittelholstein (
Rendsburg ) . Es könne aber nicht die Rede davon sein , dass das gesamte
Telekommunikationsnetz im Land zusammengebrochen sei , sagte Telekomsprecher
Ritter . So habe man Ortsgespräche führen und auch etwa nach Neumünster oder
Hamburg telefonieren können . Die noch zur Verfügung stehenden Kanäle seien in
der Störungssituation aber " natürlich überlastet " gewesen . Nach Entdeckung
der Fehlerquelle sei die Störung durch Austausch der defekten Sicherung behoben
worden . Zur Ursache für das Durchbrennen der Sicherung meinte Ritter : " Es
sieht so aus , als wenn es eine Frage der Langzeitstabilität wäre . "
Normalerweise hielten diese Elemente sehr lange . " Solche bedauerlichen Fehler
kommen vor und lassen sich nicht mit vertretbaren Mitteln vermeiden " , sagte
Ritter . " Man müsste sonst das ganze System zwei Mal aufbauen und das ist
technisch nicht möglich . " Zwar funktionierten im Land die Notrufe , dennoch
ging auch an der Polizei die Störung im Telefonnetz nicht völlig vorbei . " Wir
haben die Lage aber trotzdem im Griff gehabt , weil nichts passiert ist " ,
sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Kiel . Koregulierung für österreichische
Domains Am gestrigen Dienstag hat sich in Wien der Domainbeirat der Internet
Privatstiftung Austria ( IPA ) konstituiert , die für den Betrieb der
Registrierungsstelle für .at-Domains verantwortlich ist . In den Domainbeirat
wurden neben Vertretern der IT-Branche und einem Delegierten für die
Internetnutzer je ein Vertreter des Verkehrsministeriums und der
österreichischen TK-Regulierungsbehörder RTR berufen . Als eines der ersten
Länder überhaupt geht Österreich mit der Berufung staatlicher Vertreter in
diesen Domainbeirat den Weg einer Art Koregulierung im Bereich der
Domainverwaltung . Auch in den Niederlanden findet dazu derzeit ein
Konsultationsprozess statt . Viermal im Jahr soll sich der Domainbeirat nach
Aussagen des IPA-Vorstands Michael Haberler treffen und dabei über Fragen der
Domain-Vergaberichtlinien oder auch möglicher außergerichtlicher
Streitschlichtungsverfahren entscheiden . " Solange die Entscheidungen des
Domainbeirates nicht explizit dem Zweck unserer Stiftung widersprechen , sind
wir an die Beschlüsse des Domainbeirates auch gebunden . " Das gelte etwa auch
für eine Entscheidung über neue Registriervorgaben , etwa die Einführung von
Second-Level-Domain-Adressbereichen , wie gov.at . Staatliche Stellen müssten ,
betont Haberler , aber durchaus als Repräsentanten " begründeter Interessen " in
die ehemals völlig privatwirtschaftlich organisierte Selbstverwaltung des Netzes
einbezogen werden . Wie stark sie den Einfluss geltend machen , müsse man
abwarten . Bei den ersten Sitzungen im Oktober und Januar werde erst einmal ein
gegenseitiges Abtasten stattfinden . Möglicherweise spielt auch der Gedanke eine
Rolle , einer staatlichen Regulierung im IP- und Domainbereich zuvorzukommen .
Wie Österreichs Internetcommunity auf die Berufung des Domainbeirates reagiert ,
bleibt abzuwarten . Neben den Vertretern der öffentlichen Hand , zu denen auch
noch der Richter Franz Schmidbauer gerechnet werden darf , soll Naseam Bhatti
für die Registrare und der IT-Berater Ronald Schwärzler für die Branche sprechen
. Ein internationales Auge soll Dennis Jennigs vom University College in Dublin
auf die .at-Domainverwaltung werfen und als Vertreter der österreichischen
Internetcommunity hat man sich Christian Mock vom Verein für Internet-Benutzer
Österreichs ( VIBE ) ausgesucht . " Das ist zwar ein kleiner Verein , aber wir
haben uns für VIBE entschieden , weil sie schon lange mit eigenen Positionen zur
Domainpolitik auftreten " , erklärt Haberler . Die Legitimationsfrage könnte man
möglicherweise stellen , räumte Haberler ein . " Vorerst ist das ein Sprung von
null auf eins , wir müssen sicher die Diskussion über die neue Konstruktion
weiter führen . " Erst im vergangenen Dezember hatten Österreichs Provider auf
Betreiben von Haberler und weiterer Mitglieder der österreichischen
Providervertretung ISPA die nic.at-Betreibergesellschaft an die IPA abgegeben .
Auch dieser Start der Neuorganisation der Domainverwaltung war nicht
unumstritten . Web-Inhalte : Auf der Suche nach den Einnahmen Mit dem
Anglizismus " Content " bezeichnen viele Macher der modernen Medien das , was
für den Marktverkäufer Obst oder Gemüse ist . Die Schlüsselfrage für viele
Anbieter ist jedoch , wie man mit welchen Inhalten - beispielsweise Text oder
Bild - Geld machen kann . Firmen hofften zunächst , Werbung im Internet würde
die Angebote finanzieren . Mit eingeblendeten Bannern verdient die New Economy
aber derzeit wenig Geld . Und jetzt fragen sich alle : " Wer zahlt für was ? "
Auf die Suche nach Antworten begaben sich am gestrigen Dienstag die Teilnehmer
des Medienforums " Netz-Welten " der TOMORROW Internet AG . Lösungen für Modelle
bezahlten Contents zeichnen sich noch nicht ab . Es gibt jedoch Tendenzen : Im
Internet suchen die Verbraucher etwa hauptsächlich Berichte zu internationalen
Nachrichten und Informationen zu Computertechnologien , erläuterte Holger Maaß ,
Geschäftsführer des Hamburger Marktforschers Fittkau & Maaß . Die User zahlen
jedoch viel Geld für die Verbindung ins Internet ; nur ein Drittel sei daher
bereit , zusätzlich für Inhalte zu zahlen . Dabei hat auch die große Mehrheit
Angst , die Kreditkartennummer oder persönliche Daten freizugeben . " Zahlung im
Internet ist schwierig " , sagte Maaß . " Das Internet hat sich zu einem
Gratismedium entwickelt " , sagte Stephan Richter , Vizepräsident der TOMORROW
Internet AG . Sein Lösungsansatz : " Wir sehen sehr große Chancen im mobilen
Internet . " Zwar weiß noch keiner , wie die Fortentwicklung von WAP oder die
Möglichkeiten von UMTS aussehen werden . Doch eins ist jetzt schon klar :
Information soll es per Telefon nicht umsonst geben . Auch die
öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt ZDF setzt auf Mobiles . Zur
Internationalen Funkausstellung ( IFA ) in Berlin will die ZDF.newmedia ihr
Angebot vorstellen . Dirk Max Johns , Leiter der ZDF-Tochter , glaubt zudem an
den Erfolg bekannter Namen : " Marken schaffen Kundenbindung . " Johns hofft auf
eine " emotionale Verbindung " seines Unternehmens zu den Kunden . Und so wollen
die Mainzer Geld verdienen : Nachrichtenfilme , die im Fernsehen gezeigt wurden
, sollen weiterverkauft werden . Das ZDF erzielt einen Mehrwert , wenn unter dem
ZDF-Markennamen dann auf einem fremden Internetportal die Filme für die User
abrufbar sind . Er glaubt , dass Content-Handel sich erst lohne , " wenn zum
Kunden eine Umsatzbeziehung aufgebaut wurde " . Ihm schwebt damit eine Art
Abonnement vor . Im Internetgeschäft zählt für die gesamte Branche ein zahlender
Kunde , von dem man die persönlichen Daten hat , mehr als die anonyme Zahl der
Seitenabrufe . KPN mit Multi-Milliarden-Anleihe für UMTS-Kosten KPN ,
Muttergesellschaft von E-Plus , will die Kosten für die UMTS-Lizenzen und für
die notwendigen Infrastruktur-Investitionen über eine Anleihe finanzieren . Auch
" andere Projekte " sollen damit finanziert werden , kündigte das Unternehmen
laut dpa an . Das Papier werde mit unterschiedlichen Laufzeiten , mindestens
aber für fünf Jahre angeboten . Vor allem europäische Investoren sowie
institutionelle Anleger in den USA will KPN zur Zeichnung gewinnen . Das
Unternehmen , das noch zu 43,6 Prozent dem niederländischen Staat gehört , war
in letzter Zeit wie andere Unternehmen auch wegen des kostspieligen Engagements
bei Versteigerungen von UMTS-Auktionen an der Börse unter Druck gekommen . Auch
in Belgien will sich der Konzern beteiligen , und bei der noch kommenden Auktion
in Frankreich werden nach Angaben eines KPN-Sprechers derzeit die Möglichkeiten
ausgelotet . Dort sei ein französischer Partner nötig , den man noch nicht habe
. Der Aktienkurs von KPN erholte sich am Donnerstag an der Aktienbörse in
Amsterdam wieder um 5,6 Prozent auf 30,99 Euro , nachdem der Titel in den
vergangenen Tagen starke Einbußen hinnehmen musste . Auch andere
UMTS-Lizenznehmer sehen sich veranlasst , zur Finanzierung der Kosten Kredite
aufzunehmen oder Anleihen aufzulegen . Diese stehen aber nach Angaben eines
Sprechers nicht im Zusammenhang mit der Finanzierung der UMTS-Konzession . Elsa
steigert Umsatz und macht geringere Verluste Die Exportquote erhöhte sich dabei
auf 44 Prozent des gesamten Konzernumsatzes - nach Ansicht von Elsa ein
deutliches Zeichen für die weitere erfolgreiche internationale Expansion . Im
ersten Halbjahr des Vorjahrs lag die Exportquote noch bei 31 Prozent . Das
Halbjahresergebnis von Elsa sei nun durch Aufwendungen für die " operative und
strategische Neuausrichtung " des Unternehmensbereichs Computergrafik sowie
durch " atypisch hohe Warenrücknahmen " beeinflusst worden . Sicherheitssoftware
Secure Shell 2.3 freigegeben Der Sicherheitsspezialist SSH Communications
Security hat die Version 2.3 der Secure Shell freigegeben . Mit dem Secure Shell
2.3 Client für Windows kann man sich nun auch an Secure-Shell-Servern anmelden ,
die noch nach dem SSH1-Protokoll arbeiten . Bislang ließen sich lediglich
SSH2-Server an die Nutzung mit SSH1-Clients anpassen ; eine Anmeldung mit SSH2
auf SSH1-Servern dagegen klappte bisher nicht . Die Firma erhofft sich durch die
Abwärtskompatibilität eine einfachere Migration zu SSH2 , das von der IETF
bevorzugt wird , da es das sicherere Protokoll ist . Außerdem hat SSH
Communications Security die Lizenzbestimmungen geändert : Alle Nutzer von freien
Betriebssystemen ( SSH nennt explizit Linux , FreeBSD , NetBSD und OpenBSD )
können die Secure Shell 2.3 ( Server wie Client ) kostenlos bekommen , egal , ob
sie die Software kommerziell einsetzen wollen oder nicht . Außerdem können
Distributoren der freien Betriebssysteme die Secure Shell 2.3 in ihre
Distributionen aufnehmen , ohne Lizenzgebühren an den Hersteller zahlen zu
müssen . Auch für einige andere Nutzergruppen ist die Secure Shell kostenlos :
Alle Anwender , die nicht unter eine der Kategorien fallen , die die kostenlose
Secure-Shell-Version einsetzen dürfen , müssen für kommerzielle Version des
Secure-Shell-Clients 89 US-Dollar und für die Server-Variante 399 US-Dollar
bezahlen . Neben Windows und freien Unix-Derivaten sind eine Reihe anderer
Betriebssystemversionen verfügbar . Die Secure Shell besteht aus einer ganzen
Kombination von Protokollen , die kryptographisch abgesicherte Kommunikation in
unsicheren Netzen ermöglichen . Ursprünglich wurde es von dem Finnen Tatu Ylönen
zum abgesicherten Einsatz der Unix-Utilities rsh , rlogin und rcp entwickelt ,
kann aber auch zur Absicherung der Kommunikation dienen , indem lokale TCP-Ports
über einen verschlüsselten Kanal an das Zielsystem geleitet werden . Zu Details
der Kommunikation mittels Secure Shell siehe den Artikel Lückenfüller in Ausgabe
16/1999 der c't . Der Tüftler im Hintergrund verlässt T-Online Doch zu diesem
Zeitpunkt hatte der 43-jährige Vorstandschef des kundenstärksten Onlinedienstes
in Europa seinen Posten bereits niedergelegt . Ausgeschieden sei der Manager auf
eigenen Wunsch und aus persönlichen Gründen , begründete die Telekom in Bonn den
überraschenden Schritt . Und Vorstandschef Ron Sommer klopfte Keuntje zum
Abschied noch einmal kräftig auf die Schulter . Dieser habe maßgeblich dazu
beigetragen , dass T-Online seine heutige Führungsposition erreicht habe ,
erklärte der oberste Telekom-Chef . Allerdings : Die meisten entfallen auf
Deutschland , auch wenn das Unternehmen mit Club Internet inzwischen auch in
Frankreich aktiv ist . Die Internationalsierung des Unternehmens steht noch
bevor . Nicht ausgeschlossen , dass es zwischen Tochter und Mutter auch
unterschiedliche Vorstellungen über das Vorgehen beim Schritt ins Ausland gab .
Der Börsenkurs von T-Online hatte in den vergangenen Tagen im Sog der mit
Milliarden-Kosten belasteten Konzernmutter deutlich gelitten . Die Telekom war
am Freitag sichtlich um Harmonie bemüht : Streit im Management kann das
Unternehmen angesichts der bisherigen Talfahrt der T-Aktie am allerwenigsten
gebrauchen . Nach außen hin blieb der jugendlich wirkende Manager blass . Der
Vater von zwei Kindern zog es meist vor , im stillen Kämmlerlein zu tüfteln .
Als Jugendlicher gewann er einen Regionalpreis bei Jugend forscht . Nach dem
Studium der Elektrotechnik begann er beim Stuttgarter Kommunikationsunternehmen
Alcatel SEL 1983 seine berufliche Karriere . Gut zehn Jahre später kam er zur
Telekom-Tochter DeTeSystem , wo er als verantwortlicher Manager neue
Geschäftsfelder aufbaute . Im Sommer 1996 wurde Keuntje Sprecher der
Geschäftsführung der Deutschen Telekom Online Service in Darmstadt . Zum 1.
Januar dieses Jahres wurde die Gesellschaft in T-Online International AG
umfirmiert und Keuntje ihr Vorstandschef . Seine Karriere bei der Telekom krönte
Keuntje im April mit dem Börsengang des Unternehmens . Was war . Was wird . Wie
immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen :
Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist
Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Selbst das Nachtleben der alten und
neuen Hauptstadt hat nicht mehr als Langeweile angesichts einer Wolke von Wärme
und schlechter Luft zu bieten , während in Hannover die heimliche echte Love
Parade unter dem Label Reincarnation Parade über die Bühne , beziehungsweise die
Straßen geht . Wenn die Hannoveraner der Berliner Parade schon mit nahezu
gleicher Beteiligtenzahl Paroli bieten können , ist es doch gut , dass in Berlin
auch mal wieder die Revolution ausgerufen wird . Die Eröffnungsgala für die IFA
kann beginnen . Armes Deutschland - und arme Computer- und
Unterhaltungselektronikbranche , deren Erfolg von so etwas abhängt . Die
anwesenden Zuschauer versuchen sich derweil gequält in ihren Sitzen zu
verstecken , sie könnten sonst von der Kamera erfasst werden - nur Klaus
Wowereit und Frank Steffel grinsen unverzagt in jede Linse . Das ist die
digitale Medienrevolution . War sonst noch was ? Aber Vorsicht :
heute.t-online.de und John Malone mitsamt seinen Kumpanen lassen sich von
Sommerschwüle nicht irritieren . Ein paar Prozesse um Video- und
Audio-Kopierereien , ein paar neue Techniken , mit denen man schöne neue Dinge
basteln kann : Vielleicht ist Matrix ja doch ein Dokumentarfilm , Carmen Nebel
kriegen wir im dritten Teil schon unter . Derweil fragt sich der verblüffte
Beobachter , was außer kaltem Grausen angesichts dessen verbleibt , was die
Unterhaltungsindustrie heutzutage so produziert . Und noch viel verwunderter
fragt man sich , warum überhaupt irgendjemand all diesen Mist kopieren will . Wo
sind die Verschwörungstheoretiker , wenn man sie wirklich mal bräuchte ? Denn
offensichtlich schützt selbst die Produktion abgestandenen Mülls nicht vor
Raubkopien . " Vielleicht gibt es in der Zukunft ja auch gar kein Fernsehen " ,
meinte eines der befragten Kinder während der IFA-Eröffnungsgala . Kinder dürfen
noch vom Paradies träumen , derweil müssen sich die Erwachsenen die x-te
Wiederholung der norwegischen Prinzenhochzeit ansehen . Viel besser wurde es
aber nach Abbruch meines IFA-Selbstversuchs auch nicht : " Deo , Deo , Deo "
ruft Steve Ballmer , der die Ankunft von Windows bei den OEM feiern durfte ,
stilecht mit einem Walkürenritt auf Hubschraubern , wie Coppola das in "
Apocalypse Now " vorgemacht hat . Das wird Frau Colleen Kollar-Kotelly mit
Interesse hören . Nach all den Videos und Affentänzen ist Steve Ballmer reif für
größere Auftritte . Unvergesslich die Sketche , die er mit seinem Buddy Bill
Gates gedreht hat , besonders seine Interpretation des Dr. Evil von Austin
Powers . Es steht unzweifelhaft fest , dass Steve Ballmer der beste Schauspieler
in der Computerbranche ist . Früher hielt Samir Arora den Titel für seine guten
Leistungen als Tänzer und Sänger in dem Musical " Jesus Christ Superstar " ,
doch momentan pfeift der Chef der Firma NetObjects auf dem letzten Loch . Dafür
singen und loben seine Kunden umso lauter . Ob es reicht , den Mehrheitsinhaber
IBM von einer kleinen Spende zu überzeugen , darf bezweifelt werden . Dort
fließen die Millionen gerade in ein neu gestaltetes Logo , das laut den
Designern den Prozess des Abpulens versinnbildlichen soll . Puler-affin soll es
Nintendos Gamecube und zahlreiche Settop-Boxen zieren , vielleicht sogar die
Apples . Da hilft bei NetObjects nur noch zum Superstar beten oder spenden , und
das bitte nicht zu knickerig . Was einst Avantgarde war , ist heute Unterhaltung
, was heute Avantgarde ist , liegt morgen im Koma . Da macht die Entscheidung
des 1st Public White Cube schon Sinn , eine Kunst auszustellen , die direkt an
eine Versteigerung auf eBay gekoppelt ist . Wer die Auktion gewinnt , darf das
Kunstwerk verändern . Wäre Heise nicht so überaus unbestechlich , könnte dies
ein probater Weg sein , die Kassen verarmter Kolumnisten zu füllen ... Andere
Kolumnisten versuchen sich daran , obsolete Leitungen von Wachschutz-Firmen zu
kaufen und über sie ein schnelles DSL-Netz im Eigenbau zu installieren , doch
Hal Faber verkauft jeden Satz an den Meistbietenden . Die Sache hat natürlich
einen Haken : Content ist im Internet billig oder kostenlos ; und wo der Rubel
rollt , ist meistens Porno im Spiel . Also wird " Was War , Was Wird " aussehen
, als sei die Kolumne durch den Pornolizer gedreht worden . Heute vor 30 Jahren
wurde das " Bundes-Ausbildungsförderungsgesetz " ( BAföG ) verabschiedet , das
Leuten wie mir eine Chance gab , eine Universität von innen zu sehen und absolut
seltsame Studiengänge zu füllen , an deren Ende man noch seltsamere Titel
kassierte . Darum sei an das BAföG erinnert - nicht zuletzt deswegen , weil
seine finnische Variante es einem jungen Programmierer vor 10 Jahren gestattete
, stur sein Projekt durchzuziehen - aber das hatten wir schon letzte Woche . Wo
es solche Möglichkeiten nicht gibt , die Bildung stattdessen eine
Tangensfunktion der elterlichen Geldbörse ist , da werden andere Kriterien
angelegt . Was wird . Einrichtungen wie das BAföG sind konzipiert , die analoge
Spaltung aufzuheben . Heute glaubt man kaum noch an ihre Wirksamkeit und redet
viel lieber von der digitalen Spaltung . Wenn jeder einen Netzzugriff hat und
sich in den Weiten des WWW bilden kann , dann ist das Projekt
Klassengesellschaft gescheitert . Das " Internet für Alle " fördert Ideen wie
den Seniorencomputer und andere Marketingideen und lässt als Kronzeugen für das
Internet der Gleichen ausgerechnet Steve Case von AOL antreten . AOL ist nach
einer Gartner-Studie die Firma , der die wenigsten trauen . Dann schon lieber
Microsoft : In der nächsten Woche startet bei der Vogel Burda Communications zur
Überwindung der digitalen Spaltung die bundesweite Initiative " Computerwissen
für alle " . Am Ende wird das MOUS-Zertifikat verliehen , der die
Computeranfänger als " Microsoft Office User Specialist " ausweist . Es soll bei
deutschen Personalchefs in höchstem Ansehen stehen . Das TAST-Zertifikat , der "
Typische Anwender von STaroffice " scheint nicht so gut anzukommen . Und gar
keinen Titel gibt es für die ERfahrenen HEIseTickER-Leser , für den sich
eigentlich ERHEITERL anbietet . Dabei könnte es mehrere Stufen geben : Aber nein
: Nicht einmal einen kleinen 25%-Button zum Anstecken gibt es als ERHEITERL .
3Com/Siemens : Keine gemeinsame LAN-Telefonie Mit Aplomb hatten Siemens und 3Com
eine Kooperation für LAN-Telefonie im Dezember letzten Jahres angekündigt , nun
haben sie das Projekt eingestellt : Eine gemeinsame Firma zur Entwicklung von
Techniken und Geräten für die LAN-Telefonie wird es nicht geben . Nachdem
allerdings Siemens verstärkt auf Einkaufstour war und in den USA einige
Datennetzhersteller aufgekauft hat , außerdem 3Com mit der Übernahme von NBX
selbst in den Besitz von Telefonanlagen gelangt ist , sehen sich beide Firmen
wohl eher als direkte Konkurrenten im Markt der LAN-Telefonie . Laut 3Com soll
vom Abbruch des Joint Venture die Zusammenarbeit mit Siemens nicht betroffen
sein , in der beide Firmen die Produkte des Partners mit vertreiben . Der
Sozialplan für rund 700 Beschäftigte beim Telecom-Ausrüster Lucent Technologies
in Nürnberg ist in seinen Eckpunkten unter Dach und Fach . Betriebsrat und
Führung der Lucent Technologies Network Systems GmbH unterzeichneten nach
Angaben von Unternehmenssprecher Gerhard Dahlberg am Montag einen Vorvertrag .
Demnach einigten sich beide Seiten auf die Höhe der Abfindung bei möglichen
Kündigungen im Zuge der derzeitigen Restrukturierung . Demnach erhalten die
Beschäftigten eine Abfindung , die sich aus den Jahren der Betriebszugehörigkeit
, dem Monatsgehalt und einem Abfindungsfaktor von 1,0 bis 1,4 entsprechend dem
Alter zusammensetzt . Nach Angaben von Betriebsrats-Chef Reynaldo Zavala wurden
zudem ein Extrafaktor für Schwerbehinderte sowie Extraregelungen für ältere
Mitarbeiter ab 58,5 Jahren vereinbart . Zusatzzahlungen soll es ferner für
Mitarbeiter mit Kindern sowie für allein Erziehende geben . Unterdessen wird
weiter ein Käufer für das Nürnberger Werk gesucht . Dort sind rund 620 der
insgesamt 700 Stellen gefährdet . Die Chancen für einen Verkauf werden weiter
als gut eingeschätzt . Mit Sicherheit gestrichen werden rund 80 Stellen im
Forschungsschwerpunkt Wireless . Sie sollen bis September 2002 abgebaut werden .
" Im günstigsten Fall betrifft der Sozialplan nur diese 80 Mitarbeiter " , sagte
Unternehmenssprecher Dahlberg . Der Vorvertrag regele die Eckpunkte des
Sozialplanes , sagte Dahlberg weiter . Bis dahin müsse noch über Details
verhandelt werden , betonte Zavala . Beide Seiten einigten sich auch auf die
Einsetzung der Beschäftigungsgesellschaft Enexy . " Das ist der einzige
Wermutstropfen " , sagte der Betriebsrats-Vorsitzende . Die Wahl der
Gesellschaft war zuletzt einer der Hauptstreitpunkte gewesen . Der Betriebsrat
und die IG Metall hatten die Firma Mypegasus Gesellschaft für
Personalentwicklung und Qualifizierung mbH ( GPQ ) in Nürnberg favorisiert . Der
Verkauf des Nürnberger Werkes ist Teil eines weltweiten Spar-Programms des
amerikanischen Konzerns . Infomatec : Berufung gegen Schadensersatz-Urteil Nach
der Aufsehen erregenden Entscheidung des Augsburger Landgerichts wollen zwei
Ex-Manager der Software-Firma Infomatec ihre Verurteilung zur Zahlung von
Schadenersatz an einen Kleinaktionär nicht hinnehmen . Es sei beabsichtigt ,
beim Oberlandesgericht in München Berufung gegen das Urteil einzulegen , sagte
Infomatec-Anwalt Panos Pananis am Dienstag . Die früheren Infomatec-Vorstände
Gerhard Harlos und Alexander Häfele sollen dem Anleger rund 100.000 Mark zahlen
. Das Gericht hatte erstmals in Deutschland einem Kleinaktionär am Neuen Markt
wegen falscher Pflicht-Mitteilungen Schadenersatz zugebilligt . Der Dortmunder
hatte die Forderung nach rund 100.000 Mark mit falschen Ad-hoc-Mitteilungen der
Infomatec AG begründet . Diese hätten ihn im Juli 1999 zum Kauf der Aktien
bewogen . Im Jahr 2000 war der Infomatec-Kurs nach Korrekturen der Umsatz- und
Gewinnprognosen dann stark gefallen . Die Infomatec-Anwälte zweifeln den im
Urteil erhobenen Vorwurf der Kursmanipulation und der vorsätzlichen
sittenwidrigen Schädigung an . Es sei zweifelhaft , ob die entsprechende
Pflichtmitteilung wirklich falsch gewesen sei , sagte Pananis . Gleiches gelte
für den Vorsatz der damaligen Infomatec-Vorstände Harlos und Häfele . " Wir
schätzen die Erfolgsaussichten einer Berufung als durchaus positiv ein " , sagte
Pananis . Er verwies unter anderem auf eine Entscheidung des Landgerichts
München in einem anderen Verfahren . Das Gericht habe sich in der Begründung
ausführlich mit denselben Rechtsfragen auseinander gesetzt wie das Landgericht
Augsburg , sei aber zu einem anderen Ergebnis gekommen . Internet per Stromnetz
in Mannheim Einwohner von Mannheim sollen künftig über die Steckdose im Internet
surfen können . Von Ende September an will der Energieversorger MVV , der auch
zu den Ausstellern der Systems ( Halle B5 ) gehört , die Haushalte der Stadt mit
dem Angebot Vype zur Nutzung der Powerline-Technik ausstatten . Bis Ende 2003
sollen alle Haushalte Vype nutzen können . " Wenn man die Chance hat , über das
Stromnetz auch Telekommunikationssignale zu empfangen , ist das revolutionär " ,
sagte der Vorstandssprecher der MVV Energie AG , Roland Hartung , gegenüber dpa
. Die monatliche Grundgebühr für Vype liegt zwischen 29 und rund 66 Mark ,
zusätzlich wird eine Einrichtungsgebühr von knapp 233 Mark fällig . Wer
alllerdings für eine Grundgebühr von 29 Mark den schnellen Internet-Zugang per
Steckdose nutzen will , sollte auf sein Transfervolumen achten : Denn pro MByte
Datenübertragung stellt der MVV 6,45 Pfennig in Rechnung . Ein Pauschaltarif
schlägt zusätzlich zur Grundgebühr mit 48,70 Mark zu Buche . Ein " Profi-Tarif "
für gut 66 Mark enthält dagegen ein Transfervolumen von 1 GByte , jedes weitere
MByte kostet dann 3,72 Pfennig . Um die Powerline-Technik anbieten zu können ,
ist nach Hartungs Angaben ein Glasfaserkabelnetz nötig . Daher lasse MVV zurzeit
das in der Stadt bereits vorhandene Netz auf 200 Kilometer Länge ausbauen .
Soft- und Hardware für Vype liefert das israelische Unternehmen Main.net , mit
dem MVV ein Joint Venture eingegangen ist . Im Juli war das Projekt in 100
Haushalten erfolgreich getestet worden . Vom Mitte 2002 an können die Mannheimer
, die dann bereits angeschlossen sind , per Powerline auch telefonieren ,
kündigte Hartung an . Mit mehreren von ihnen sei bereits eine Zusammenarbeit
vereinbart . Die Musikindustrie entdeckt das Internet Musik nicht mehr im
Plattenladen , sondern aus dem Internet zu besorgen , ist längst ganz alltäglich
. Bislang war die Möglichkeit , Songs als MP3-Dateien online auszutauschen , der
Plattenindustrie aber eher unheimlich . Schließlich boten Tauschbörsen wie
Napster die Möglichkeit , an Musikstücke heranzukommen , ohne dafür zu bezahlen
und ohne sich um die Urheberrechte zu kümmern . Inzwischen aber gehen die
Unternehmen der Branche dazu über , das Prinzip selbst zu nutzen . Music on
Demand heißt das neue Schlagwort - Musik auf Abruf aus dem Internet .
Angetrieben wird die Musikindustrie durch die hohen finanziellen Verluste , die
ihr nach eigenen Aussagen durch die unautorisierten und kostenlosen Downloads
ihrer Stücke widerfahren sind . Von einem " schnell wachsenden Krebsgeschwür "
wird beim Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft in Hamburg gesprochen .
Bei vielen Angeboten entgeht Plattenfirmen und Künstlern die ihnen zustehende
Lizenzgebühr . Selbstkritisch merkte Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff auf der
diesjährigen Musikmesse Popkomm in Köln an , die Musikwirtschaft habe die
Bedeutung des Internet zu lange unterschätzt . Sie müsse den legalen Download
von Musikstücken aus dem Internet als wichtigen Vertriebskanal für sich erkennen
. Dabei sehe sich die Branche jedoch zahlreichen Schwierigkeiten gegenüber ,
erklärt Dietmar Schlumbohm vom Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft .
Da seien zum einen technische Probleme zu bewältigen , meint Schlumbohm . Denn
die Plattenfirmen wollen ihre Produkte so zuverlässig sichern , dass die Dateien
nicht gleich wieder als illegale Kopien im Internet auftauchen . " Die Industrie
experimentiert zurzeit " , sagt Schlumbohm . Um einen zuverlässigen Kopierschutz
bemüht sich die Musikindustrie schon lange , nicht nur , um Angeboten wie die
der kostenlosen Musik-Tauschbörse Napster das Wasser abzugraben . Die
Entwicklung kommt aber nur in kleinen Schritten voran . Sie geben eindeutige
Hinweise auf illegal vertriebene Musikstücke und bieten die Möglichkeit ,
Urheberrechtsverstößen auf die Spur zu kommen . Darüber hinaus sollen die
Wasserzeichen das Kopieren unmöglich machen . Doch in der Praxis mangelt es
dafür noch an entsprechenden Abspielgeräten und Software . Wann der Schutz
greifen wird , ist daher noch ungewiss , räumt Schlumbohm ein . Allerdings
verliert die Musikindustrie auch schon dadurch an Umsatz , dass Künstler selbst
ihre Musik zum Download bereitstellten - ohne den Umweg über die Plattenfirmen .
Unter den im Music-on-Demand-Geschäft tätigen deutschen Unternehmen hat derzeit
der Bertelsmann-Konzern die Nase vorn . Die Bertelsmann-Tochter BMG
Entertainment in München testet zurzeit ihr Projekt www.musicdownload24.de . Die
Testteilnehmer können unter bis zu 300 Titeln wählen . Dabei erprobt BMG
Entertainment zwei Verkaufsmodelle : Für rund 50 Pfennig darf der Käufer einen
Song ein einziges Mal herunterladen und hören . Auch die Zusatzinformationen
fallen weg . Einen anderen Weg will EMI Electrola in Köln beschreiten : Hier
wird nicht auf den Direktvertrieb gesetzt , sondern auf Händlerseiten . Seit
Juli 2000 laufe bereits ein Test in Nordamerika , sagt Dirk Ewald von EMI . Über
die Internetseiten großer Musikhändler wie www.virginjamcast.com oder
www.hmv.com können zunächst Titel von 100 Alben und Singles aus der
EMI-Produktion heruntergeladen werden . Nach einer Auswertung der Probephase sei
das Angebot auch für Deutschland geplant . Bis der Anteil kommerzieller
Downloads am Umsatz der Musikindustrie überhaupt nur die " wahrnehmbare
Größenordnung " von zwei oder drei Prozent erreiche , werde es noch mindestens
zwei bis drei Jahre dauern , sagt Schlumbohm . Sicher ist daher auch , dass der
Verkauf per Download die CD noch lange nicht ersetzen wird . " Der Vertrieb
physischer Tonträger wird auf absehbare Zeit das bestimmende Element des
Musikmarktes sein " , ist sich EMI-Mitarbeiter Ewald sicher . ( Ulrike Meier ,
gms ) Heise beteiligt sich an Linux-Verlag Bei MEK3 erscheint das neue Magazin
LINUX computing . " LINUX computing ist nicht irgendein neues Magazin , das auf
der allgemeinen Linux-Welle mitschwimmt " , sagte Knoblach . " Wir wollen
vielmehr ein Magazin machen , das redaktionell wie grafisch richtungsweisend ist
und 100 Prozent Linux bietet . " Damit reiht sich das neue Magazin nach Ansicht
des MEK3-Verlags harmonisch ein zwischen die Heise-Zeitschriften c't und iX .
Die inhaltlichen Schwerpunkte des neuen Magazins bilden vor allem
praxisorientierte Themen , wie Knoblach erklärt : In Marktübersichten und
Kaufberatung will LINUX computing dem Leser qualifizierte Entscheidungshilfen
zum Kauf von Hard- und Software geben . Dem Magazin liegt jeden Monat eine
Heft-CD mit redaktionell ausgewählter Software und aktuellen Demo-Produkten bei
. " Wir bekommen eine schlagkräftige , junge und doch erfahrene Redaktion hinzu
" , sagte Verleger Christian Heise über den Neuzugang in der Verlagsgruppe Heise
. Der redaktionelle Auftritt von c't , iX , Telepolis und heise online wird von
der Beteiligung des Heise-Verlags an MEK3 nicht berührt . Im MEK3-Verlag
erscheint außerdem die Technical-Reihe . Die Technicals sind monothematische
Computermagazine . In jedem Heft findet der Leser umfassende Informationen zu
einem einzigen Thema , beispielsweise DVD , CD-Brennen oder MP3 . Dem Leser
sollen unter anderem ausführliche Produkttests , Workshops sowie Kaufberatungen
geboten werden . Das erste Technical-Heft mit dem Schwerpunktthema DVD wird ab
dem 15. Dezember 2000 zum Preis von 19,80 erhältlich sein . LINUX computing
wurde Anfang Oktober auf der Linuxworld Expo in Frankfurt erstmals der
Öffentlichkeit vorgestellt und ist seit 11. Oktober 2000 für 12,80 Mark am Kiosk
erhältlich . Zu den Schwerpunkt-Themen im aktuellen Heft gehören : Linux stellt
sich Windows , Grafik- und Soundkarten im Test , Marktübersicht Elektronische
Bildverarbeitung sowie Umsteigen auf XFree 4.0 . Weitere Information finden sich
im Internet unter www.linux-computing-online.de und www.mek3.de . Finanzieller
Albtraum statt " Schwarzer Null " Expo-Chefin Birgit Breuel überlegt nicht lange
, wenn sie nach den nicht eingelösten Versprechen der Weltausstellung gefragt
wird : Als vor rund zehn Jahren die Planungen für die erste deutsche
Weltausstellung in Hannover begannen , war die Rede von einer " Schwarzen Null "
. Das " Projekt Expo 2000 " hat sich aber im Verlauf der fünfmonatigen
Veranstaltung zu einem finanziellen Albtraum entwickelt . Der Steuerzahler wird
zur Kasse gebeten . Und am Ende der Expo zeigt sich , dass die Macher der
Weltausstellung mit nahezu allen Voraussagen zum Besucherverhalten daneben lagen
. Es kamen weniger als die Hälfte , sie kamen zu anderen Tageszeiten ,
verhielten sich auf dem Gelände anders , gingen schneller durch die Pavillons
und gaben ihr Geld anders aus . Und sie brachten Rucksäcke mit Butterbroten mit
, weil in den ersten Tagen ein Bratwurstpreis von neun Mark durch den deutschen
Blätterwald rauschte . Eigentlich wollte die Expo in ihrem
3,4-Milliarden-Mark-Etat pro Ticket 45 Mark einnehmen . Hinzu kamen die Ziele
für Parkplatzgebühren und Aufschläge an den Tageskassen . Mehrere Marktanalysen
und selbst unabhängige Umfragen kurz vor Beginn der Weltausstellung hielten das
Ziel zumindest für möglich . Zweifler gab es immer , nur hatten sie nichts
Greifbares in der Hand und mussten sich von den immer mehr werdenden
Expo-Befürwortern substanzloses Nörgeln vorwerfen lassen . Sie sollten aber
Recht behalten . Jeder Tag in den ersten sechs Wochen Expo mit schwachem Besuch
machte das Ziel von 40 Millionen mehr und mehr zur Illusion . Die Schere
zwischen tatsächlichen Gästen und den haarklein für jeden Tag ermittelten
Soll-Werten auf der " Besucherganglinie " wurde immer größer . Die Besuchshemmer
wurden am 7. Juli vom Aufsichtsrat ausgemacht - und gekippt : Parken war von da
an umsonst ; das Abendticket kostete statt 24 nur noch 15 Mark ; Senioren kamen
für 49 Mark aufs Gelände ; Aufschläge an den Tageskassen gab es fortan nicht
mehr . Zwar zog der Besuch langsam an . Die Entscheidungen ließen den Erlös pro
Karte aber von kalkulierten 45 Mark auf etwa 31 Mark fallen . Immer wieder taten
sich neue Löcher auf . Weniger Besucher trinken und essen weniger . Die niedrige
Besucherzahl trieb auch die verbuchbaren Zahlen aus dem Souvenirverkauf in den
Keller . Mit dem Münchner Unternehmen EM.TV einigte man sich auf einen
Festbetrag pro Expo-Besucher - egal ob er mit Twipsy in der Tasche nach Haus
ging oder nicht . Statt 50 Millionen rechnet die Expo jetzt nur noch rund zwölf
Twipsy-Millionen . Ein weiteres Geld-Loch hatte sich schon vor der Expo aufgetan
. Die Wirtschaft engagierte sich nicht in dem angestrebten Umfang - trotz
mehrerer Kanzlerrunden . Es werden jetzt rund 540 Millionen sein . Bund und Land
Niedersachsen als einzig haftende Gesellschafter der Expo tragen die Schulden -
50 zu 50 ist bislang abgemacht . Niedersachsen will aber eine andere Verteilung
erreichen und argumentiert , die Weltausstellung sei eine nationale
Veranstaltung , deshalb müsse der Bund auch den Löwenanteil tragen . Zwei
Drittel heißt die Ziellinie von Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel
. Expo-Chefin Breuel treibt unterdessen etwas anderes um :
"FTP-Explorer"-Prozess in erster Instanz entschieden Wie bereits in der
Verhandlung Ende September anklang , hat SELFHTML-Autor Stefan Münz den
Rechtsstreit um den "FTP-Explorer"-Link in erster Instanz gewonnen . In der
negativen Feststellungsklage von Münz gegen die Ratinger Firma Symicron hat das
Landgericht Düsseldorf am heutigen Mittwoch den Tenor des Urteils verlesen . Die
Vorsitzende Richterin Fudickar führte darin aus , dass die Nennung des
FTP-Explorers wie auch der Link zur amerikanischen Firma FTPx Corporation keine
Rechte der Beklagten verletze . Damit hat Stefan Münz die erste Instanz seines
Verfahrens gewonnen . Das schriftliche Urteil wird in zwei bis drei Wochen
erwartet . Schließlich habe das OLG schon früher eine Verwechslungsgefahr von "
3DexPlorer " mit der Explorer-Marke festgestellt . Münz , der finanziell vom
Verein " Freedom for Links " unterstützt wird , will den Fall notfalls über alle
Instanzen durchfechten . Viag Interkom will Kompensation für hohen UMTS-Preis
Viag Interkom will in einem Spitzengespräch mit Bundeswirtschaftsminister Werner
Müller eine teilweise Kompensation für die hohen Belastungen aus dem Erwerb der
UMTS-Lizenzen erreichen . Dies müsse nicht immer Geld sein , sagte der
Vorsitzende der Geschäftsführung , Maximilian Ardelt , am Mittwoch in Berlin .
Erforderlich sei eine Gleichbehandlung der Telekom-Unternehmen auf EU-Ebene und
mehr Spielraum bei der Verwendung der Lizenzen . Die durch die unterschiedlich
hohen Lizenzbelastungen in Europa entstandenen Wettbewerbsverzerrungen sollten
erträglicher gestaltet werden . Schon Mitte Oktober hatte sich Viag Interkom den
Forderungen Mobilcoms angeschlossen , einen Teil der Lizenzgebühren zurück zu
erhalten . Dies sei der " überschießende Betrag " , um den sich das
Auktionsergebnis für Viag Interkom nach dem Ausscheiden von debitel noch erhöht
habe . Mit dieser Summe sei der Zukunftsgewinn weit gehend abgeschöpft worden .
Im Anschluss an die UMTS-Auktion hatte es teilweise heftigen Streit unter den
beteiligten Bietern gegeben , da sich nach dem Ausscheiden von debitel die
verbliebenen Firmen mit einem weit geringeren Endbetrag aus der Auktion hätten
gehen können . Der Telekom wurde vorgeworfen , dies dadurch verhindert zu haben
, dass sie weiter für drei Frequenzpakete geboten habe . Mobilcom warf dem
Ex-Monopolisten vor , er habe in einem Interessenkonflikt gestanden . Mobilcom
selbst will die Rechtmäßigkeit der UMTS-Auktion in Deutschland gerichtlich
prüfen lassen . In der Entscheidung , UMTS-Lizenzen nicht zu erwerben , seien
nur jene Gesellschaften wirklich frei gewesen , die über kein Netz verfügten .
Für Viag Interkom hätte der Verzicht auf eine Folgelizenz letztlich die
Geschäftsaufgabe bedeutet . Zu den nun von Viag Interkom geforderten
kompensatorischen Maßnahmen sollte auch gehören , dass bei der Verwendung der
Lizenzen größere Eigentümerrechte eingeräumt würden , meinte Ardelt . So könnten
diese im Unterschied zu Großbritannien in Deutschland nicht verkauft werden .
Der Bund sollte ferner für die Anwendung der neuen Technologie massiv Mittel
bereitstellen und zusammen mit den Ländern die Akzeptanz im Lande fördern . Es
sei schwierig , in Gemeinden Standorte zu finden und auszurüsten . Die ganze
Branche habe durch das Auktionsverfahren einen Dämpfer erhalten , ist Ardelt
überzeugt . Jetzt würden ihre Wachstumsaussichten kurz- und mittelfristig
reduziert und weniger Arbeitsplätze entstehen . Es sei in großem Umfang Geld
abgeschöpft worden bevor überhaupt ein Markt mit Einnahmen da sei . Dies werde
nicht vor zwei bis drei Jahren sein . Viag Interkom werde über die Einschränkung
von Aktivitäten nachdenken , um sich voll auf UMTS zu konzentrieren . 2001 will
es Gewinne erwirtschaften . Erste Version der InfiniBand-Spezifikation Nach
einiger Verzögerung hat es die InfiniBand Trade Association endlich geschafft :
Am gestrigen Dienstag veröffentliche die Industrievereinigung die Version 1.0
der InfiniBand-Spezifikation . InfiniBand ist zunächst in Server-Systemen als
Nachfolger oder Ergänzung des PCI-Bus vorgesehen und ging aus den verschiedenen
Ansätzen von Intel , IBM , HP und Compaq für ein neues I/O-System hervor . Ende
August 1999 taten sich die Kontrahenten zusammen , um einen gemeinsamen Standard
zu entwickeln . In der InfiniBand Trade Association sind inzwischen mehr als 200
Firmen zusammengeschlossen , die die Entwicklung und Vermarktung des I/O-Systems
vorantreiben wollen . Erste Produkte mit InfiniBand erwartet das Konsortium
eigentlich für Anfang 2001 - angesichts der Verzögerungen , die es bei der
Fertigstellung der Spezifikation gab , dürfte sich aber auch die
Produktentwicklung noch etwas länger hinziehen . Statt als Bus ist InfiniBand
als geswitchtes I/O-System ausgelegt . Über den I/O-Switch sollen einzelne Ein-
und Ausgabeeinheiten , Prozessor-Knoten und I/O-Plattformen wie
Massenspeichereinheiten mit einer hohen Datenrate verbunden werden . Die Kanäle
, die über einen Switch geschaltet werden , sollen eine Signalisierungsrate von
2,5 GBit/s bieten , wobei pro Kabelverbindung einer , vier oder 12 Kanäle zum
Einsatz kommen können . Die Netto-Datenrate der zusammengefassten Kanäle über
eine Verbindung soll nach den Vorstellungen der Infiniband-Assoziation 500
MByte/s , 2 GByte/s oder 6 GByte/s erreichen . Allerdings sind die
Spezifikations-Unterlagen nur für Mitglieder des Konsortiums kostenlos . Alle
anderen zahlen 19,95 US-Dollar für die elektronische Version per Download , für
eine CD 52,95 US-Dollar und für eine gedruckte Ausgabe 264,95 US-Dollar .
Peer-to-Peer-Netzanwendung von Notes-Guru Ray Ozzie Drei Jahre lang war Ray
Ozzie , der Vater von Lotus Notes , von der Bildfläche verschwunden . In einer
ehemaligen Schuhfabrik in Beverly , Massachusets , hat er in dieser Zeit die
Firma Groove.net mit derzeit über 110 Mitarbeitern aufgebaut . Woran Ozzie
arbeitete , war streng geheim - in letzter Zeit häuften sich allerdings die
Hinweise darauf , dass er Software für Peer-to-Peer-Netzwerke entwickle .
Auftritte bei entsprechenden Konferenzen gaben dem weiter Nahrung . Und was kam
nun bei all der Heimlichtuerei heraus ? Als Benutzer von Groove kann man einen "
gemeinsamen Raum " eröffnen und diesen anderen Personen zugänglich machen . Den
Inhalt dieser Räume strukturiert man mit verschiedenen Werkzeugen :
Diskussionsforen , Texteditor , Datei- und Fotoablage , Webbrowser , Kalender ,
Outliner etc. Die Räume selbst werden auf dem lokalen PC des jeweiligen
Benutzers verschlüsselt abgelegt . Groove kümmert sich darum , dass die Räume
und deren Inhalte auf allen angeschlossen PCs synchronisiert sind . Lädt man
jemanden ein , einen solchen Raum mitzubenutzen , wird der komplette Raum einmal
übertragen und auf dem PC des Eingeladenen abgelegt . Arbeiten dann zwei oder
mehr Personen gleichzeitig in einem solchen Raum , sehen sie dies und können
direkt zusammenarbeiten , miteinader chatten oder per Voice-over-IP auch
miteinander reden beziehungsweise konferieren . Selbstverständlich kann man
einen solchen Raum auch offline nutzen . Groove kümmert sich selbst um die
Resynchronisation und überträgt Änderungen an alle Teilnehmer . Groove liegt in
einer Preview-Version vor , die aber bereits jetzt offensichtlich ohne größere
Schwierigkeiten funktioniert . Ohne irgendwelche Konfiguration gelang es in
ersten Tests , einen Raum auf einem Firmen-LAN hinter einer Firewall mit
jemandem zu teilen , der per ISDN-Router im Internet unterwegs war . Und der
Nutzen ? Gruppen von interessierten Leuten können Ad Hoc einen gesicherten
Besprechungsraum öffnen . Familien können ihre Fotoalben und Rezepte miteinander
teilen . Innerhalb einer Firma entstehen Intra-Intranets , die unabhängig von
der Geschwindigkeit der IT-Abteilung entstehen und verschwinden : Die
Technologie erscheint faszinierend . Einerseits soll es für Firmen angepasste
Clients geben , andererseits stellt Groove eine Relay-Server-Infrastruktur zur
Verfügung , die es möglich macht , dass die Synchronisation auch dann erfolgt ,
wenn die Teilnehmer nicht gleichzeitig online sind . Groove ist für Windows 98 ,
ME , NT und 2000 verfügbar . Eine Version , die unter WINE auf Linux läuft ist
vorzeigbar - aber gibt 's noch nicht zum Downlaod . Und laut Groove arbeitet man
auch an einer Version für Mac OS X. Groove hofft natürlich , dass sich mit der
hauseigenen Software Peer-to-Peer-Netzanwendungen im Businessbereich etablieren
- ob das Business davon begeistert sein wird , bleibt abzuwarten . (
Jens-Christian Fischer ) Zwei Drittel der Eltern ahnungslos über Computerspiele
Dabei sei das Wissen um die Inhalte dieser Spiele und ein gesundes familiäres
Umfeld im Kampf gegen die Folgen von Gewalt verherrlichenden Spielen sehr
wirksam . Selbst intensiv spielende Computer-Kinder könnten so gegen die Folgen
von Gewalt verherrlichenden Spielen unempfindlich gemacht werden , sagte der
Bochumer Wirkungsforscher Clemens Trudewind am heutigen Mittwoch in Nürnberg .
Auf der Jahrestagung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften wies
er in Nürnberg vor 300 Teilnehmern darauf hin , dass die Einstufung von Spielen
als jugendgefährdend nur eine von vielen Schutzmaßnahmen sein könne . Nach einer
von Trudewind vorgestellten Studie stellten Wissenschaftler bei manchen
Computer-Kids eine starke emotionale Abstumpfung fest . Von den 300 Kindern
zwischen acht und 14 Jahren hätten stets diejenigen Befragten eine gefährliche
Absenkung der Aggressionsschwelle aufgewiesen , die mehr als zehn Stunden pro
Woche spielten und keine feste Bindung zu ihren Eltern hätten , berichtete
Trudewind . Dagegen hätten sich ein gesundes familiäres Umfeld und eine
Beteiligung der Eltern an den Spielerfahrungen ihrer Kinder als stark
aggressionshemmend erwiesen . Heike Esser von der Fachhochschule Köln wies
darauf hin , dass man keineswegs sagen könne , " Wer den Gewaltspielen zuspricht
, ballert auch in der Wirklichkeit " . Die Wirkung hänge von sehr vielen
Faktoren ab und ereigne sich auf den unterschiedlichsten Ebenen . So
beeinflussten ihre Erfahrungen in der virtuellen Spielwelt ihre Stimmungen .
Andere Kinder gingen aber so weit , dass sie Klickbewegungen in der Realität
nachahmten . US-Telekomriese AT&T wird viergeteilt Nach ersten Hinweisen Anfang
dieser Woche auf entsprechende Vorschläge , die das Management dem
Aufsichtsgremium von AT&T unterbreiten wolle , ist es nun offiziell : Die größte
Telefon- und Kabelfernsehgesellschaft der USA , AT&T , will sich in vier
Einzelfirmen aufspalten . Damit steht eines der ältesten und traditionsreichsten
US-Unternehmen praktisch vor dem Ende - auch wenn der Name AT&T weiter erhalten
bleibt . Die Aufspaltung soll jeder Einzelfirma bessere Möglichkeiten
verschaffen , zu wachsen und sich an der Börse zu entfalten , teilte AT&T am
heutigen Mittwoch mit . Das rückläufige Geschäft mit Ferngesprächen wird dabei
von den schneller wachsenden Sparten getrennt . Damit reagiert der
Telefonkonzern auf einen drastischen Kursverfall seiner Aktien und auf harte
Kritik seiner Aktionäre an der Kurs- und Gewinnentwicklung . Die AT&T-Aktien
notierten zum Ende des gestrigen Börsentags bei rund 27 US-Dollar . Ebenfalls am
heutigen Mittwoch musste der Konzern erneut rückläufige Gewinne bekannt gegeben
. Der Mobilfunkumsatz erhöhte sich um 36 Prozent , während AT&T im
Breitbandbereich um 10,8 Prozent zulegte . Das Geschäft mit den
Unternehmenskunden wurde um 2,5 Prozent ausgeweitet . Dagegen war das
Verbrauchergeschäft rückläufig . AT&T machte hierfür den scharfen Wettbewerb ,
den verstärkten Einsatz von Handys und " andere Gründe " verantwortlich .
Momentan , vor der Aufspaltung , hat der Konzern 160.000 Mitarbeiter . AT&T will
nun seine Telekomgeschäfte mit Firmenkunden in einer eigenen Firma bündeln .
Davon getrennt soll eine Firma Telefon- und Internetdienste für private
Verbraucher anbieten . Weitere Unternehmen sind für den Mobilfunk und für die
Sparte Kabelfernsehen und Breitband geplant . Der Aufspaltungsplan soll bis 2002
über die Bühne gehen . Der Verwaltungsrat hat den Plan bereits einstimmig
gebilligt . Die neue AT&T Business wird das Geschäft mit Unternehmenskunden
betreiben und das Festnetz übernehmen . Sie wird mit so genannten
"Tracking"-Aktien verselbstständigt . Besitzer dieser Aktien sind am Gewinn des
Geschäfts beteiligt , haben aber keine Kontrolle über das Unternehmen . Die
neuen Gesellschaften sollen nach den Plänen des Managements eng miteinander
kooperieren . Die AT&T Business werde etwa ihren Schwesterfirmen über
Langzeitverträge Netzwerkleistungen verkaufen und den Namen AT&T in Lizenz
anbieten , hieß es bei dem Konzern . AT&T war 1984 aus der Zerschlagung der
Monopolgesellschaft American Telephone & Telegraf ( Ma Bell ) als größte
US-Ferngesprächsgesellschaft hervorgegangen . Aus dieser von den
US-Wettbewerbshütern betriebenen Aufspaltung waren die so genannten Baby Bells
entstanden , die in den USA für lokale und regionale Telefongespräche zuständig
sind . 1996 hatte AT&T bereits den weltgrößten Telekommunikationsausrüster
Lucent Technologies abgespalten - der inzwischen mit eigenen Schwierigkeiten zu
kämpfen hat . Außerdem trennte sich AT&T vom 1991 gekauften Computerkonzern NCR
. Neue Computerspiel-Messe geplant Unter dem Titel Game On soll nach
Informationen der Leipziger Volkszeitung in Leipzig eine neue Messe für
Computerspiele ins Leben gerufen werden . Hinter dem Vorhaben stehe der Verband
der Unterhaltungssoftware Deutschlands ( VUD ) in Paderborn , zu dessen
Mitgliedern auch die Hersteller Sony , Nintendo und Sega gehören , berichtete
die Zeitung . Im Unterschied zur Computermesse CeBIT Home , deren Zukunft nach
der Pleite mit der diesjährigen Veranstaltung in den Sternen steht , solle nicht
nur die bloße Information über Neuheiten im Vordergrund stehen . Geplant sei
eine Messe mit Erlebnischarakter für den Endverbraucher , vergleichbar einem
Rockkonzert oder einem Sportgroßereignis . Verbandsgeschäftsführer Hermann
Achilles sowie die Leipziger Messe wollten sich zu dem Vorhaben nicht äußern ,
berichtete die Zeitung . Nach Auskunft von Branchenexperten seien die Verträge
aber perfekt . Der Verband suche schon länger nach einem Partner für das
Vorhaben . Als Gründe wurden konzeptionelle Mängel angegeben . Laut Achilles
richtete sich die Absage aber nicht an den Messestandort , sondern den
Veranstalter . Unklar sei bislang noch , wann die neue Schau stattfinden soll .
Für nächstes Jahr plant die Leipziger Messe als Ersatz für die erfolglose
Computerschau Bik die Publikumsmesse Come On , eine Messe für Computer ,
Internet und Telekommunikation . Flurbereinigung bei E-Books Die
Buchhandelskette Barnes & Noble , an dereren Online-Tochter barnesandnoble.com
auch Bertelsmann beteiligt ist , bestätigte Verhandlungen mit dem
E-Book-Lesegerätehersteller Gemstar über eine Kooperation oder sogar eine
mögliche Fusion . Gemstar übernahm Anfang des Jahres erst die Firma NuvoMedia ,
mit dem Rocket eBook einer der ersten Hersteller von Lesegeräten , von Barnes &
Noble . Die Buchhandelskette kam dadurch in den Besitz eines einprozentigen
Anteils an Gemstar . Bislang gehören 43 Prozent von Gemstar der News Corporation
des Medienzaren Rupert Murdoch . Eine Kooperation oder eine Fusion versetzte
Gemstar in die Lage , neue Bücher schneller im elektronischen Format anzubieten
. Zudem würde Barnes & Noble , die größte US-Buchhandelskette , die
Gemstar-Geräte in den eigene Läden anbieten , die in den USA in fast jeder Stadt
zu finden sind . Die Online-Tochter der Kette ist bislang der größte Anbieter
von E-Books im Internet . Der Chef von Barnes & Noble , Leonard Riggio ,
erwartet , dass die E-Books in den nächsten Jahren bis zu 20 Prozent des
Konzernumsatzes ausmachen werden . Beide Firmen gehen davon aus , dass die
Preise für die Lesegeräte , kommt eine Kooperation zu Stande , deutlich sinken
werden . Zur Frankfurter Buchmesse stellte Gemstar zwar die neue Generation der
E-Book-Lesegeräte vor - die aber in Deutschland natürlich noch immer damit zu
kämpfen haben , dass nur wenige hundert Titel zur Verfügung stehen . Bislang
stören sich viele Anwender zudem nicht nur an Preis und Unhandlichkeit der
Geräte , die verwöhnten Buch-Lesern kaum den gewohnten Komfort bieten , sondern
auch an den Verschlüsselungsmechanismen . Gemstar verschlüsselt ein E-Book
gerätespezifisch , sodass kein anderes Lesegerät die Datei anzeigen kann .
Gemstar will sich jedenfalls auf das Lizengeschäft mit den Verlagen
konzentrieren , denn letzten Endes soll mit dem Verkauf der E-Books und weniger
mit dem der Lesegeräte Geld in die Kassen kommen . Erscheinungen wie die
MP3-Musiktauschbörsen möchte man wohl bei den E-Books gar nicht erst aufkommen
lassen . Ob eine Kooperation zwischen Barnes & Noble und Gemstar die E-Books
durch ein besseres Angebot für die Kunden attraktiver macht , wird sich
allerdings erst noch zeigen müssen . Deutsche Yahoo-Auktionen mit Nazi-Andenken
unter Beschuss Nach dem Urteil in Frankreich , das Yahoo dazu verurteilte , die
Auktionsseiten mit Nazi-Memorabilien zu schließen , steht dem Internet-Portal
nun möglicherweise auch in Deutschland Ärger ins Haus . " Wir prüfen , ob wir
gegen solche Angebote klagen " , sagte der Vizepräsident des Zentralrats der
Juden in Deutschland , Michel Friedman , gegenüber dem Focus . " Wenn die
Sperrung technisch möglich ist , dann muss sie auch in Deutschland durchgeführt
werden " , forderte Friedman . Yahoo war in Frankreich von der Ligue
internationale contre le racisme et l'antisémitisme ( Licra ) , der Union des
étudiants juifs de France ( UEJF ) und dem Mouvement contre le racisme et pour
l'amitié entre les peuples ( MRAP ) verklagt worden . Für jeden Tag , den die
Auktionsseiten über diese Frist hinaus von französischen Internetnutzern
aufgerufen werden können , muss Yahoo 100.000 Franc Strafe zahlen . Vint Cerf ,
inzwischen Chef der Internet-Verwaltung ICANN und einer der Experten , die der
Richter heranzog , hält allerdings nichts von dem französischen Richterspruch .
Wenn das Urteil Schule mache , führe dies zu einer Verkrüppelung des Web , ist
sich Cerf sicher . Die Anwendung nationaler Gesetzgebungen würde aber das
Internet als einen Raum ohne Grenzen unmöglich machen . Cerf meinte gegenüber
der französischen Nachrichtenagentur afp , das Gericht habe seine Bedenken
beiseite gewischt . " Man ignorierte die Meinung , dass das Web nicht mehr
funktionieren würde , falls die Gesetzgeber der ganzen Welt auf bestimmte
Inhalts-Filter für ihr jeweiliges Staatsgebiet bestünden " , erklärte Cerf .
Schambach : Die Banken brachten jede Bude an die Börse An den verfehlten
Geschäftszielen und Firmenpleiten am Frankfurter Hightech-Börsensegment Neuer
Markt tragen die Banken nach Einschätzung des Intershop-Chefs Stephan Schambach
eine gehörige Mitschuld . Manche Probleme der Unternehmen am Neuen Markt wären
bereits vor ein oder zwei Jahren erkennbar gewesen , wenn die Verantwortlichen
nur genau hingesehen hätten . Viele Internetfirmen seien großzügig mit
Vorschusslorbeeren bedacht worden ; es sei aber von vornherein klar gewesen ,
dass ihr Geschäftsmodell nicht funktionieren konnte . Ein Schwachpunkt so
mancher Internetfirma liege in der Bilanzierung . Nicht nur die Banken müssten
künftig schärfere Kriterien an die Firmen anlegen , die sie an den Neuen Markt
bringen . Schambach forderte , in der Bundesrepublik eine Börsenaufsicht
einzuführen . Diese sollte genauso scharf prüfen dürfen wie die Securities and
Exchange Commission ( SEC ) in den USA . Die SEC hat das Recht , bei
aufkommenden Zweifeln an der Rechnungslegung einer Börsengesellschaft , eine
Prüfung der Bilanz anzuordnen . Auf diese Weise seien die Anleger in den USA
vielfach vor größerem Schaden bewahrt worden , sagte Schambach . Justizminister
droht Providern " Daumenschrauben " an " Ich bin nicht bereit , die Provider aus
ihrer Verantwortung in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus zu
entlassen " , erklärte der nordrhein-westfälische Justizminister Jochen
Dieckmann schon im September . Nun reißt ihm offensichtlich langsam der
Geduldsfaden : Dieckmann forderte die Internet-Provider ultimativ dazu auf ,
eine Selbstkontrolle gegen den Missbrauch des Netzes durch rechtsextreme Gruppen
zu organisieren . In einem Interview der Welt am Sonntag sagte der Minister ,
dies sei ein " Appell in letzter Stunde , bevor wir ihnen die Daumenschrauben
ansetzen " . Dieckmann sagte , Staatsanwälte und Polizei bemühten sich gemeinsam
um neue Kompetenz im Internet . Notwendig seien Instrumente , mit denen
verhindert werde , " dass die Radikalen das Netz ungehindert besetzen können " .
Dieckmann ist seit langem der Ansicht , dass die Behörden eingreifen müssten ,
wenn der Markt nicht selbst mit den Rechtsradikalen im Internet fertig werde .
So sind in Nordrhein-Westfalen Maßnahmen im Gange , um rechtsradikale und
jugendgefährdende Inhalte im Internet aufzuspüren . Das Regierungspräsidium in
Düsseldorf , dem in Nordrhein-Westfalen die Überwachung der Einhaltung des
Medienstaatsvertrags obliegt , setzt beispielsweise auf eine spezielle
Suchmaschine , um solche Seiten im Internet aufzuspüren . Providern , die auf
entsprechende Hinweise der nordrhein-westfälischen Behörden nicht reagieren ,
drohen bis zu 500.000 Mark Geldbuße . Studie : MP3 ist der Tod der CD Sie ruhe
in Frieden : " Die Zeit läuft ab für die Compact Disc , die noch gar nicht so
lange als die ultimative Hör-Erfahrung angepriesen wird . " Dies etwas
überraschende Fazit ziehen die Marktforscher des britischen Instituts Market &
Opinion Research International ( MORI ) in einer jüngst veröffentlichten Studie
mit dem Titel R.I.P. ? The Compact Disc 1970 - 2005 . Darin heißt es , dass das
Ende für die CD in Sicht sei , besonders unter jungen Leuten . Sie würde bald
ersetzt durch die " unendlichen Möglichkeiten " von virtuellen Plattensammlungen
, die auf portablen Geräten gespeichert würden . Unter bald verstehen die
Marktforscher von MORI dabei einen Zeitraum von fünf Jahren . Die Untersuchung ,
die in Großbritannien durchgeführt wurde ( insgesamt befragte MORI 1.629
Personen zwischen 15 und 65 Jahren ) , habe ergeben , dass die britischen
Jugendlichen an vorderster Front stünden , wenn es darum gehe , CDs zu Gunsten
von MP3-Dateien , Musik aus dem Internet und digitalen portablen Playern
aufzugeben . Als stationäre Musikanlage werde der PC dann das Hifi-Rack ablösen
. Einen Wermutstropfen gießt die Studie aber in das Bild von der schönen neuen
Welt der Online-Musik : Allerdings hat die Studie einen weiteren Wermutstropfen
, wenn es darum geht , die Stichhaltigkeit ihrer Ergebnisse zu beurteilen :
Auftraggeber war Creative Labs . So zeigte sich auch Duncan Jackson , Direktor
bei Creative Europa , überzeugt , dass die Ergebnisse der Studie viele Ansichten
der Firma bestätigten : " Der Geist ist aus der Flasche - digitale Musik wird
uns erhalten bleiben . " Elektronisches Geld von japanischen Konzernen Der
japanische Elektronikriese Sony will mit dem führenden Mobilfunkkonzern NTT
DoCoMo sowie neun anderen japanischen Unternehmen im kommenden Januar eine
Gemeinschaftsfirma für den elektronischen Zahlungsverkehr gründen . Wie die
Unternehmen am heutigen Montag bekanntgaben , steht im Mittelpunkt des EDY
service genannten Projekts eine von Sony entwickelte Elektronikgeldkarte , mit
der der Nutzer eine Reihe von Produkten und Dienstleistungen bezahlen kann . Der
eigentliche Startschuss sei für Oktober 2001 geplant . Die anderen beteiligten
Unternehmen sind die Sakura Bank , Sony Finance International , Toyota Motor ,
der Autoteilebauer Denso , die Telefonfirma KDDI , die Sanwa Bank , die Bank of
Tokyo-Mitsubishi , Sakura Information Systems sowie das Japan Research Institute
. Computerpanne sorgte für Chaos im Schweizer Weihnachtsgeschäft Wegen einer
Computerpanne ist ausgerechnet im größten Weihnachtsansturm in der ganzen
Schweiz der bargeldlose Zahlungsverkehr mit EC-Karten zusammengebrochen .
Wütende Kunden stürmten am Samstag ohne ihre Einkäufe aus den Geschäften ,
berichteten die Schweizer Zeitungen . An den 58.000 Terminals in den Geschäften
und fast 5.000 Bargeldautomaten ging nichts mehr . " Eine Katastrophe " ,
kommentierte Bernhard Wenger , Sprecher der Telekurs AG , die den elektronischen
Zahlungsverkehr in der Schweiz abwickelt . Mitten im dicksten
Vorweihnachtsrummel musste das System am Samstagnachmittag heruntergefahren
werden . Am Samstag um 13.15 Uhr breitete sich der Fehler langsam über die ganze
Schweiz aus ; um 14.40 kam dann für 45 Minuten der Totalausfall . Bei Telekus
waren 100.000 Transaktionen betroffen . Im Rechenzentrum der Telekurs sind seit
einigen Jahren Roboter im Einsatz , die für den Austausch von Bändern in den
Laufwerken des Speichersystems sorgen . Einer dieser Roboter hatte eine Kassette
fallen lassen , die zur Speicherung von Daten in ein Laufwerk gesteckt werden
sollte . Eigentlich habe man genügend Kapazitäten auch für den Ansturm am
letzten Tag vor Weihnachten vorgehalten . Einige Geschäfte ließen ihre Kunden
gegen unterschriebene Rechnungen ziehen . Erst nach zwei Stunden war der Schaden
behoben . Wie viel Umsatz die Geschäfte einbüßten , ist bislang noch nicht
abzusehen . Den letzten grossen Ausfall verzeichnete die Telekurs nach Berichten
aus der Schweiz im April 1998 . Juristisch kann das Unternehmen nicht zur
Verantwortung gezogen werden . Für zusätzliche Probleme sorgte eines der größten
Schweizerischen Bankhäuser , die Credit Suisse . Weil auf Grund eines
technischen Problems , das nicht im Zusammenhang mit dem Fehler bei Telekurs
stand , bei der Bank die EC-Karten an allen ihren Bankautomaten eingezogen
wurden , mussten sämtliche Automaten außer Betrieb gesetzt werden . Die
Geldautomaten sollten aber zwischenzeitlich wieder ordnungsgemäß funktionieren ,
hieß es bei der Credit Suisse . Surfen Richtung Urlaub - Touristik-Boom im
Internet Das Internet macht 's möglich : Anders als sonst im Tourismus-Geschäft
lässt C&N-Touristic Branchenführer TUI hinter sich - zumindest , was den
Online-Auftritt angeht . Während bei C&N vor Weihnachten als witzige Animation
ein Weihnachtsmann Schlitten und Rentier durchs Bild zog , bevor prompt die
Reisesuche beginnen konnte , lassen die TUI-Rechner lange die Sanduhr auf dem
PC-Schirm kreisen . " Nicht zu fassen , was sich TUI da leistet " , sagt ein
Kenner der Tourismus- wie der Internetbranche . Dabei boomen die
Online-Reiseangebote wie nie zuvor . Experten sagen voraus , dass schon in drei
Jahren 20 bis 25 Prozent der europäischen Haushalte ihre Urlaubsreisen online
buchen werden . Darauf haben zahlreiche Firmen bereits reagiert , insbesondere
innerhalb der vergangenen 15 Monate . Neben den Marktführern wie TUI und
C&N-Touristic haben sich auch reine Online-Firmen wie beispielsweise die am
Neuen Markt notierte Travel24.com AG etabliert . " Wir sind damit sehr zufrieden
und werden weiter wachsen " , sagt Travel24-Sprecherin Sonja Reber . Von
Branchenführer TUI gab es keine Informationen . Geschäftsführer Gerhard Browa
hat sich die " genial einfache " Domain schon im März 1997 reservieren lassen -
vor allen Reisenmultis . Er will künftig vor allem Spezialanbietern ein Forum
bieten und den Online-Auftritt im Januar völlig neu gestalten . Den
Online-Bedarf von klassischen Reisebüros hat die Hamburger Firma
Buchungsmaschine AG als Markt entdeckt . " Wir haben bereits 1.400 Reisebüros
und 42 Portale als Kunden , denen wir unseren Datenbank-Service anbieten " ,
erklärt Verkaufs-Chef Ivo Krautschneider . Dabei können Surfer auf den Seiten
der Reisebüros Online-Preise verschiedener Anbieter zum Beispiel bei
Pauschalreisen vergleichen . " Tendenz steigend " , berichtet Krautschneider .
Mehr noch als andere Online-Anbieter muss Buchungsmaschine einen erheblichen
Aufwand betreiben , um die gesamten Kataloginformationen der Reiseanbieter in
den Datenbanken zu erfassen - und das zwei Mal im Jahr für Sommer- und
Winterreiseangebot . Und die Abrufzahlen zeigen : Immer mehr Menschen surfen per
Internet in Richtung Urlaub . Weihnachtlicher SMS-Ansturm überlastet Handynetze
Peinliche Panne für die Mobilfunkbetreiber : Beim Short Message Service ( SMS )
kam es an den Feiertagen zu Kapazitätsengpässen und Netzstörungen , bestätigten
der Kundenservice von D1 ( Telekom ) und D2 ( Mannesmann ) am heutigen Montag .
Auch bei E-Plus und Viag Interkom ist es offensichtlich zu Schwierigkeiten bei
der Auslieferung von SMS-Nachrichten gekommen . Viele Absender mussten besonders
am Heiligen Abend kurz vor dem Fest zu ihrem Ärger damit leben , dass ihr
Weihnachtsgruß per SMS nicht ausgeliefert wurde . Von der Störung betroffen war
allerdings nur der Kurznachrichten-Bereich , das mobile Telefonieren war weiter
problemlos möglich , betonten die Firmen . Nur bei Viag Interkom scheint es nach
Berichten von c't-Lesern auch mit dem normalen Mobiltelefonieren teilweise
Schwierigkeiten zu geben . In einigen Fällen war es nicht möglich , sich mit den
Handy ins Netz einzubuchen . Nach Angaben der Viag-Hotline soll es sich um
kleinere Kapazitätsengpässe handeln ; Techniker seien auf der Suche nach der
Ursache . Sandra Neumann , Kundenbetreuerin bei D2-Mannesmann , meinte zu den
SMS-Ausfällen gegenüber dpa : " Für den Alltag reichen die Kapazitäten aus , nur
an besonderen Feiertagen wie eben Weihnachten oder Silvester kann es schon mal
zu Engpässen kommen . " Viele vorausdenkende Teilnehmer hätten ihre
Weihnachtsgrüße auch schon am 23. zur Sendung am 24. eingegeben , das habe
zusätzliche Speicherkapazitäten gebunden . Die Sprecherin rechnete nicht mit
einer wesentlichen Besserung über die Feiertage . Bei manchen Handybesitzern ,
die zu Weihnachten ein neues Mobiltelefon unterm Baum fanden , war die Freude
über ihr Geschenk am Heiligen Abend daher ein wenig getrübt . " 98 Prozent der
Anrufer gestern fragten besorgt , ob ihr Handy vielleicht kaputt sei " sagte
Kundenbetreuerin Neumann . Compaq macht wieder Gewinn Allerdings relativieren
sich die Erfolgszahlen Compaqs bei näherer Betrachtung etwas . Im letzten
Quartal des Geschäftsjahres 1999 musste die Firma einen Umsatzrückgang um vier
Prozent gegenüber dem Schlußquartal des Vorjahres verzeichnen . Außerdem ist der
starke Umsatzanstieg für 1999 darauf zurückzuführen , dass die Umsätze der von
Compaq übernommen Digital Equipment Corporation zum ersten Mal vollständig in
die Bilanz des Geschäftsjahrs eingingen - 1998 konnte Compaq die DEC-Umsätze nur
für ein gutes halbes Jahr für sich verbuchen . Compaq-Chef Michael Capellas
meinte bei der Vorstellung des Geschäftsberichts , er unterschätze die
Herausforderungen nicht . Er wolle aber den Aktionären stetig wachsende Zahlen
bieten . Sein Vorgänger Eckhard Pfeiffer wurde gefeuert , nachdem er mehrere
Quartale in Folge enttäuschende Geschäftsergebnisse präsentieren musste .
Pfeiffer wehrte sich allerdings heftig dagegen , zum Sündenbock für Compaqs
Schwierigkeiten gemacht zu werden . DoS-Attacke gegen Websites von Microsoft
Kaum hat Microsoft das Problem mit dem Router für das IP-Netz , in dem seine
DNS-Server liegen , wieder im Griff , sieht sich der Software-Konzern mit
Angriffen von außen konfrontiert . " Während des Morgens des 25. Januar war
Microsoft das Ziel einer Denial-of-Service-Attacke auf die Router , die für den
Datenverkehr zu den Microsoft-Webseiten zuständig sind " , hieß es . Dadurch sei
der Zugang zu einigen Internet-Angeboten , darunter microsoft.com und msn.com ,
teilweise behindert worden . Das Netzwerk-Team von Microsoft habe aber sofort
festgestellt , dass die Attacke ein neues Problem darstelle und nichts mit dem
Ausfall vom Mittwoch zu tun habe . Vorgestern hatte laut Microsoft der Fehler
eines Technikers bei der Konfiguration eines Routers dazu geführt , dass die
DNS-Server von Microsoft und damit die Internet-Seiten des Konzerns größtenteils
nicht erreichbar waren . " Diese Art von Denial-of-Service-Angriff steht in
keiner Beziehung zu irgendeinem Microsoft-Produkt " , betonte das Unternehmen :
Man habe das FBI von der Attacke in Kenntnis gesetzt . Anscheinend brachte der
Ausfall am Mittwoch die Angreifer auf die Idee zu der Attacke : Ericsson gibt
komplette Handy-Produktion ab Der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson
gibt die komplette Produktion von Mobiltelefonen an das US-Unternehmen
Flextronics ab . Das teilte Ericsson bei der Veröffentlichung der Jahresbilanz
am heutigen Freitag in Stockholm mit . Flextronics ist bislang als Anbieter in
der Öffentlichkeit nicht besonders in Erscheinung getreten , das Unternehmen
operierte vor allem als Dienstleister für Produktion und Distribution in der
Computer- und Unterhaltungselektronikbranche . Unter anderem arbeitet Microsoft
mit Flextronics bei der Produktion der Spielkonsole Xbox zusammen . Vor etwa
einem Jahr übernahm Flextronics auch die Paderborner Fertigung von
Fujitsu-Siemens . Der Grund für Ericssons Schritt ist schnell gefunden : Die
Schweden sind mit ihrer Handy-Sparte tief in den roten Zahlen . Diese hohen
Verluste waren erwartet worden , Beobachter gingen schon im Vorfeld der
Vorstellung des Geschäftsberichts davon aus , dass Ericsson daraus Konsequenzen
ziehen werde . Jan Wäreby , Chef der Consumer Products Division , erklärte aber
bei der Bekanntgabe der Vereinbarung , Ericsson wolle " ein Top Player bei
Mobiltelefonen " bleiben . Ericsson will sich aber auf Forschung und Entwicklung
, Design und Vertrieb konzentrieren , während Flextronics die komplette
Produktion zuliefert . Von 16.800 Beschäftigten in Ericssons Sparte für
Consumer-Produkte sollen 7.000 übrig bleiben . 4.200 der bisherigen Mitarbeiter
werden von Flextronics übernommen . Siemens beispielsweise konnte Ericsson mit
neuen Handys einige Marktanteile abnehmen und war den Schweden hart auf den
Fersen . Positiv habe sich das gesamte Geschäft mit Infrastruktur-Geräten für
die Mobil-Netze entwickelt , hieß es in Stockholm . In diesem Bereich ist
Ericsson traditionell stark und kann auch schon bei den geplanten UMTS-Netzen
einige Aufträge verbuchen . Bei den Zukunftsprognosen für Mobiltelefone
schraubte Ericsson bisherige Wachstumserwartungen leicht zurück . Zuvor war
schon Nokia , unangefochtener Marktführer bei den Mobiltelefonen , von der Börse
abgestraft worden , weil der finnische Konzern die eigenen Vorhersagen über den
Handy-Absatz nicht ganz einhalten konnte . Und Motorola , zumindest in den USA
führender Hersteller von Handys , musste schon einen rigiden Schrumpfungskurs
einleiten - unter anderem , weil der Gewinn im Handy-Bereich und um 69 Prozent
gefallen war . Optik-Konzern JDS Uniphase mit gemischtem Ergebnis JDS aus San
Jose sagte nach US-Börsenschluss , der Verlust hätte als Folge von Akquisitionen
zugenommen . Die Prognosen für den weiteren Geschäftsverlauf sind allerdings
nicht nur rosig : Der Umsatz für das im Juni endende Geschäftsjahr 2001 werde am
" unteren Ende " der Prognosen liegen . Die Investoren nahmen , wie auch schon
bei anderen Konzernen aus der Branche der optischen Netze , die Zahlen von JDS
Uniphase nicht besonders positiv auf . Schon während des normalen Handels am
gestrigen Donnerstag sank der Kurs der Aktie um über 12 Prozent auf 55,19
US-Dollar . Im nachbörslichen Handel gab das Papier dann noch einmal um über 3
Prozent auf 53,50 US-Dollar nach . Die Börsianer sind offensichtlich nach
gemischten Nachrichten aus der Branche etwas vorsichtig mit Aktien von
Telecom-Ausrüstern und Equipment-Produzenten . Schon zuvor musste Corning ,
Spezialist für Glasfaserkabel , trotz verdoppeltem Gewinn einen Kursrückgang
hinnehmen : Corning selbst erwartet eine Abschwächung des
Telekommunikationsmarkts . Nur wenig früher schockte bereits Lucent die
Investoren mit Hiobsbotschaften , und Nortel sprach davon , im weiteren Verlauf
des Geschäfts könne es auf Grund von Kapitalknappheit im Telecom-Sektor
Schwierigkeiten geben . Aufträge für Jenoptik-Tochter bei Chipfabriken in China
Zudem werde das Unternehmen in einem Elektronikwerk von Motorola in der Nähe von
Peking die Versorgungssysteme für die Fertigungsanlagen anschließen . Die
Jenoptik AG sprach dabei von einem Auftragsvolumen im hohen zweistelligen
Millionenbereich in Dollar . Die hundertprozentige Jenoptik-Tochter M+W Zander
ist weltweit beim Bau von Fabriken für die Halbleiter- und Pharmaindustrie
engagiert . Das Napster-Prinzip erobert den Film Zwei Jahre ist es her , da
filmten Kinobesucher in den USA eine Vorstellung von " Star Wars - Episode 1 "
von der Kinoleinwand ab . Die Qualität war jämmerlich , der Ton schlecht und die
Bilder verwackelt . Über das Internet verbreitete sich der Film trotzdem wie ein
Lauffeuer . Inzwischen ist die Filmauswahl unübersichtlich groß , die Qualität
um Längen besser , und neue Software sorgt für immer kleinere Pakete , zu denen
die Streifen gepackt werden können . Wer einen schnellen Internet-Zugang besitzt
oder gar mit zeitunabhängiger Flatrate surft , kann in wenigen Stunden eine
Raubkopie seines Lieblingsfilms auf den heimischen PC holen . Dem wird durch
Tauschbörsen nach Napster-Vorbild noch Vorschub geleistet . Auf der Suche nach
dem richtigen Film werden Internet-Nutzer schnell fündig . Herkömmliche
Suchmaschinen liefern prompte Ergebnisse . Bei einzelnen Freenet- oder
Hotline-Servern tummeln sich zum Teil bereits über 100 Filme zum Herunterladen .
Vertreter der Filmindustrie erklärten gegenüber c't , dass sie davon ausgehen ,
solchen Diebstahl im Internet auf die Dauer wirkungsvoll bekämpfen zu können .
Man werde auf Erfahrungen der Musikbranche mit MP3 aufbauen . " Es ist aber
offensichtlich , dass hier für die Zukunft große Gefahren drohen , falls es
nicht gelingt , die rechtlichen Standards der realen Welt auf die digitale Welt
zu übertragen " , meint etwa Johannes Klingsporn , Geschäftsführer des Verbandes
der Filmverleiher . Schon jetzt machen sich die Verleiher der Verfilmung " Der
Herr der Ringe " Gedanken um den Schutz vor Raubkopien . Grüne : Grundrecht auf
unbeobachtete Kommunikation Die medienpolitische Sprecherin der Grünen im
Bundestag , Grietje Bettin , hat sich für die Wahrung der Anonymität von
Internet-Nutzern ausgesprochen . Das Grundrecht auf unbeobachtete Kommunikation
müsse auch im Internet sichergestellt sein , sagte Bettin in einem
Telepolis-Gespräch . Niemand dürfe dazu gezwungen werden , seine Daten
preiszugeben . Die Grünen-Politikerin wandte sich damit gegen die Vorstellungen
der Landesinnenminister , nach denen die Anonymität weitgehend abgeschafft
werden soll . Um das in die Jahre gekommene Bundesdatenschutzgesetz ( BDSG ) dem
Internetzeitalter anzupassen , will die rot-grüne Bundesregierung es grundlegend
modernisieren . Öffentlich diskutiert werden sollen Fragen wie die Sicherung der
Anomymität im Netz , um eine modernisierte Datenschutzgesetzgebung auszuarbeiten
. Bettin sieht nun " knallharte Diskussionen " um den Datenschutz vor sich , da
es beim Schutz der Anonymität kaum Möglichkeiten für Kompromisse gebe :
Allerdings hoffe sie doch auf einen " Mittelweg " , der die Anonymität
sicherstelle : Zum von den Grünen geforderten " Recht auf informationelle
Selbstbestimmung " gehört für Bettin , dass jeder selbst entscheiden könne , ob
er seine Daten hergibt : Auch in Anbetracht sich abzeichnender
Informationsmonopole . Otto Schily , der Innenminister der rot-grünen
Bundesregierung hatte dagegen in einem Interview mit c't im Herbst vergangenen
Jahres für einen Zwang zur Identifizierung der Nutzer bestimmter
Internet-Dienste plädiert . Anonymität im Internet sei nicht die Voraussetzung
für die Ausübung des Grundrechts der freien Meinungsäußerung , meinte Schily
damals . Beim Jugendschutz plädiert Bettin beispielsweise für die Einrichtung
eines " Kindernetzes " , in das Eltern ihre Kinder problemlos schicken könnten .
Filter , die von Eltern zur Sperrung bestimmter Inhalte verwendet werden ,
schließt sie nicht aus , wohl jedoch , dass dies " von Staatsseite aus "
geschehen soll . Und beim Umgang mit rechtsradikalen Webseiten setzt die Grüne
eher auf Aufklärung denn auf Verbote : Man muss den einzelnen Nutzer kompetent
machen und kritisch damit umgehen lassen . Da sind wir bei der Grundfrage der
Medienkompetenz angelangt . Unter den Medienpolitiker , die sich mit dem
Internet wirklich beschäftigten , gebe es in diesen Fragen wenig Diskrepanzen ,
sagte Bettin . Das vollständige Gespräch ( Wahrung der Anonymität im Internet )
mit Grietje Bettin veröffentlicht Telepolis . Hintergrund : Ericsson wirft das
Handtuch Die Geschichte vom glücklosen Hasen und vom stets schnelleren Igel kam
manchem in den Sinn , als der schwedische Ericsson-Konzern am heutigen Freitag
in Stockholm den Ausstieg aus der Handy-Produktion verkündete . Während Nokia im
benachbarten Finnland die Marktführerschaft mit immer neuen Traumerträgen und
einem Marktanteil von über 30 Prozent beständig ausbaute , wurde die geplante
Aufholjagd für Ericsson als bisher Drittem der Branche nach dem US-Konzern
Motorola immer mehr zum Albtraum . Die gesamte Sparte geht nun an den bisherigen
US-Lieferanten Flextronics . Mehrere Jahre lang hatte Schwedens größter
Industriekonzern alles daran gesetzt , den Vorsprung von Nokia aufzuholen . Aber
die Werbeparole " Make Yourself Heard " schlug ebenso wenig gegen Nokias "
Connecting People " durch wie die schlingernde Modellpolitik der Schweden .
Kleinlaut räumte Hellström bei der Bilanzvorlage ein , dass Ericsson trotz
gigantischer Investitionen wieder am Markt vorbeiproduziert hatte . Der Markt
hat vorrangig die simpleren und billigeren angenommen . Dass der Konzern derzeit
nicht als gefährdet gelten muss , hat Ericsson seinem Erfolg als Netz- und
Systemanbieter im Mobilfunk zu verdanken . Der Blick nach vorn ist aber nicht
unbedingt von strahlendem Optimismus geprägt . Im ersten Quartal wird bei
Ericsson wegen der gewaltigen Umstrukturierungskosten für die Handy-Sparte
gerade mal mit einem Null-Ergebnis gerechnet . Ebenso wie in den Vorwochen Nokia
und Motorola schraubten die Schweden ihre Prognosen für das weitere Wachstum des
Handy-Markts nach unten . In ersten Reaktionen von Stockholmer
Branchenbeobachtern dominierte Skepsis über den jetzt eingeschlagenen Kurs . "
Flextronics ist wohl kaum der Traumpartner , den Ericsson für seine
Mobiltelefon-Produktion braucht " , hieß es im Kommentar von Dagens Industri .
Dunklere Wolken könnten demnächst auch beim bisher für Ericsson so erfolgreichen
Geschäft mit Mobilsystemen aufziehen . " Hier ist durch die zunehmende
Konkurrenz derselbe Preisdruck zu erwarten , der bei den Handys seit Jahren
herrscht " , meinte der Kommentator des schwedischen Fernsehens , das die
Bilanz-Pressekonferenz des mit Abstand wichtigsten schwedischen
Industrieunternehmens live übertrug . Beim deutschen Handy-Marktführer Siemens
wollte man den Ausstieg des Konkurrenten aus dem Norden zunächst nicht
kommentieren . Rudi Lamprecht , im Vorstand für die Handysparte IC Mobile
zuständig , hatte unlängst für die Branche Zuwachsraten zwischen 20 und 25
Prozent in den kommenden drei Jahren prognostiziert . Siemens kann der Rückzug
von Ericsson nur recht sein . Damit rückt der dritte Platz hinter Nokia und
Motorola deutlich näher . Startups fordern Steuerprivilegien Die Mitglieder des
im Sommer letzten Jahres gegründeten European Net Economy Forum ( E-nef ) sind
optimistisch : Ihrer Meinung nach bleibt die Beteiligung von Mitarbeitern an
Unternehmen durch Aktienoptionen trotz der momentanen Börseneiszeit ein
attraktives Mittel , um Personal an Startups zu binden . Sie fordern daher ,
dass bei jungen Aktiengesellschaften vor dem eigentlichen Börsengang
Steuerfreiheit im Umgang mit Stock Options gewährt wird . Stein des Anstoßes für
die E-nef-Firmen , zu denen unter anderem Abea , Dooyoo , Idealo , Questico ,
Sevenval , Yellout und Zooplus gehören : Nach geltendem Recht werden
Aktienoptionen bei Mitarbeitern von nicht börsennotierten Unternehmen genauso
behandelt wie die von etablierten Börsenriesen . Möchte ein Angestellter die
Option ausüben , kassiert das Finanzamt 53 Prozent Steuern auf den Kursgewinn .
Das bisherige Verfahren macht dem Kölner Juristen zufolge nur dann Sinn , wenn
Aktienoptionen gleichsam eine Gehaltszahlung darstellen . Wie die
Pleitegeschichten der vergangenen Wochen aber gezeigt haben , können sich
Startup-Mitarbeiter aber keineswegs sicher sein , dass sie ihre Optionen
gewinnbringend realisieren können . Stock Options vergleichen die Startups in
ihrer Branche daher eher mit einem " ungewissen Investment " eines Mitarbeiters
als mit einer mehr oder weniger garantierten Gehaltszahlung . Die Wertsteigerung
eines Investments sei aber nach Ablauf der Spekulationsfrist grundsätzlich
steuerfrei . Dieses Privileg beansprucht E-nef daher auch für
Firmenneugründungen . Ein solcher Schritt sei " dringend notwendig " , um die
deutschen Durchstarter " im internationalen Ringen um die dringend benötigten
IT-Fachleute wieder wettbewerbsfähig zu machen " , sind sich die Mitglieder des
Forums einig , das sich als " erste Vereinigung bundesweiter Startups aus der
Net Economy " sieht . Knatsch gab es daher kurz nach der Gründung vor allem mit
dem Silicon City Club , den die Macher von Alando/Ebay.de und Datango bereits
1999 ins Leben gerufen hatten , und der inzwischen auch bundesweit agiert . Der
Streit sei inzwischen allerdings beigelegt , sagt Daphne Rauch , Sprecherin des
Entscheidungsportals Dooyoo , dessen Geschäftsführer Felix Frohn-Bernau sich bei
E-nef stark engagiert : " Jeder spricht wieder mit jedem . " Am Herzen liegen
ihr dabei aber natürlich besonders die Startups , die längst starken Lobbydruck
machen . Bei ihnen sieht die Staatssekretärin eine neue Beteiligungskultur für
Mitarbeiter am Entstehen . Bundesfinanzminister Hans Eichel ( SPD ) will von den
Plänen des Wirtschaftsministeriums allerdings nichts wissen . Er betonte Mitte
der Woche erst wieder , dass es keine Veranlassung zu einer Reform in diesem
Bereich gebe . Ironisch ist an der ganzen Diskussion , dass sie gerade in einer
Zeit auflebt , in der Startup-Mitarbeiter angesichts ins Bodenlose gesunkener
Bewertungen von Firmen der New Economy auf Aktienoptionen pfeifen und lieber
mehr Festgehalt als Fantasiegeld mit nach Hause nehmen . Doch " man muss ja
weiter in die Zukunft denken " , lautet die Losung von Dooyoo-Sprecherin Rauch .
Vorstand von Openshop bei Flugzeugabsturz getötet Der Vorstandsvorsitzende des
am Neuen Markt notierten Softwareunternehmens Openshop , Thomas Egner , ist bei
einem Flugzeugabsturz nahe Augsburg ums Leben gekommen . Das Flugzeug war am
Donnerstagabend nach Polizeiangaben aus ungeklärter Ursache auf dem Rückflug von
London abgestürzt . Auch eine weitere Mitarbeiterin des Unternehmens sowie der
Pilot und der Co-Pilot wurden bei dem Unglück getötet . Openshop kündigte an ,
bereits Anfang der kommenden Woche über die Neustrukturierung des Vorstandes zu
entscheiden . Bei den Mitarbeitern des Ulmer Unternehmens sorgte die Nachricht
für große Bestürzung . " Wir sind einfach noch geschockt " , sagte
Unternehmenssprecher Frederik Rehms . Bei den Beschäftigten sei der 38-jährige
Egner wegen seiner kollegialen Art sehr beliebt gewesen . An der Börse sorgte
die Nachricht am Freitag für Verunsicherung . Der Kurs sank zwischenzeitlich um
mehr als zehn Prozent auf elf Euro . Analysten sahen Egner als treibende Kraft
des Unternehmens . Unter seiner Führung war das Ulmer Unternehmen im März
vergangenen Jahres an den Neuen Markt gegangen . Vom Abwärtstrend am Neuen Markt
blieb Openshop im vergangenen Jahr nicht verschont . Innerhalb eines Jahres sank
der Kurs von rund 130 Euro auf unter zehn Euro . Openshop stellt Software für
den elektronischen Handel über das Internet her und beschäftigt rund 150
Mitarbeiter . Motorola baut in Flensburg mehr Arbeitsplätze ab als geplant Die
Flensburger Handy-Fabrik des US-Unternehmens Motorola hat mehr Arbeitsplätze
abgebaut als vorgesehen . Das bestätigte am heutigen Freitag der Geschäftsführer
des Mobiltelefonwerks , Bent Andersen , gegenüber dpa . Genaue Zahlen der
aussscheidenden Mitarbeiter wollte Andersen nicht nennen . Die Anfang Dezember
2000 angekündigte Reduzierungsmaßnahme sei abgeschlossen . Es sei " nicht
beabsichtigt , auf weitere Mitarbeiter zu verzichten " . Die Fabrik habe nun
rund 2.200 Beschäftigte . Motorola hatte als Grund für die " Umstrukturierung "
im Flensburger Werk die Neugestaltung des europäischen Vertriebsnetzes für
Fertigprodukte genannt . Nach Angaben Andersens wird sich in Flensburg die
Produktion in diesem Jahr erhöhen . Zahlen nennt Motorola , wie andere
Mobiltelefonhersteller auch , traditionell nicht . Nach zuverlässigen
Informationen werden allein in Flensburg täglich rund 30.000 Mobilfunkgeräte
hergestellt . Der Elektronikkonzern Motorola , der im Handy-Geschäft mit
Schwierigkeiten kämpft , hatte sich weltweit einen drastischen Schrumpfungskurs
verordnet . Allein in einem Werk in den USA beispielsweise verlieren 2.500
Angestellte ihren Arbeitsplatz . In Deutschland ist der US-amerikanische
Elektronikkonzern mit weltweit 121.000 Mitarbeitern durch die Motorola GmbH (
Wiesbaden ) präsent . E-Government in Großbritannien kommt voran Der Plan der
britischen Regierung , jedem interessierten Einwohner bis 2005 die Möglichkeit
zu geben , auch auf elektronischem Weg mit seinen lokalen Behörden in Kontakt
treten zu können , kommt in einigen Gegenden recht schnell voran . Der Bracknell
Forest Borough Council wies in dieser Woche jedem der 110.000 Einwohner von
Bracknell , Crowthorne , Sandhurst und Winkfield eine digitale Identität ( ID )
zu , bestehend aus einer Nummer und einem Passwort . Interessierte Bürger können
ihre ID bei der Stadt erfragen , wenn sie mit den Behörden per Internet
kommunizieren wollen . Darüber hinaus können die Bürger an die Beschäftigten
ihrer Stadt E-Mails versenden . Die Stadtoberen denken , dass ihr Service in
erster Linie Familien mit Kindern gefallen wird , die mit der Stadt lieber am
Abend per Internet in Kontakt treten wollen , anstatt mit den Kindern tagsüber
in Schlangen warten zu müssen . " Wir wollen einfach versuchen , die Lücke
zwischen Bürokratie und den individuellen Bedürfnissen unserer Einwohner zu
schließen " erklärt Gordon Mitchell vom Bracknell Forest Borough Council . Noch
in diesem Jahr will die Stadt an jeden registrierten Bürger eine SmartCard mit
seiner persönlichen ID ausgeben , mit der ihm eine noch größere Spannbreite an
Dienstleistungen zur Verfügung stehen soll . So lassen sich dann beispielsweise
Freizeitangebote wie Tennisplätze per Internet buchen und gleich bezahlen . In
Bracknell haben viele Hightech-Firmen ihren Sitz oder eine Niederlassung . Die
Bürger in dieser Region sind daher mit dem Netz besonders vertraut , mehr als
jeder zweite Einwohner besitzt bereits zu Hause einen Internetzugang . Bislang
versuchen die meisten Stadtherren , den Plänen der britischen Regierung in
Sachen E-Government zumindest so weit nachzukommen , indem sie ihren Bürgern
eine einfache Kontaktaufnahme per E-Mail offerieren . Das Gericht von Preston
plant für Anfang Februar eine Rechtsberatung per E-Mail , um vorschnelle
Klageeinreichungen zu vermeiden . Der Handy-Boom schwächt sich ab Die
Wachstumsraten auf dem Handy-Markt sind seit Jahren rasant . Nummer zwei auf der
Weltmarkt ist der US-Konzern Motorola , Nummer drei war bisher Ericsson . An
vierter Stelle folgt Siemens mit einem Marktanteil von etwa neun Prozent .
Siemens-Manager Rudi Lamprecht prophezeite unlängst für die Branche Zuwachsraten
von 20 bis 25 Prozent pro Jahr . Doch die Investoren sind nervös . Als Nokia für
das Jahr 2000 die Rekordzahl von 128 Millionen verkaufter Handys meldete - im
Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 64 Prozent - gab die Nokia-Aktie um acht
Prozent nach . Die Analysten hatten noch höhere Werte erwartet . Viele Experten
erwarten eine Abschwächung des Wachstums . Motorola - neben der Handyproduktion
auch in der Chip- und Halbleiterherstellung tätig - schraubte seine Erwartungen
für 2001 bereits nach unten . Ericsson geht davon aus , dass die gesamte Branche
in diesem Jahr weltweit nur noch 400 bis 540 Millionen statt wie zunächst
erwartet 525 bis 575 Millionen absetzen kann . Der Computer am Krankenbett Die
Informationstechnologie erleichtert auch viele Arbeitsabläufe im Krankenhaus .
Außerdem gibt es Informationen über andere Angebote im Krankenhaus : Bisweilen
kann über den kleinen Bildschirm auch ein Fernsehprogramm ausgewählt werden - "
wie im Mäusekino im ICE " . In den vergangenen zehn Jahren hat sich in diesem
Bereich eine Wende vollzogen . Früher standen dem Patienten als technische
Kommunikationsmittel in der Regel nur Telefon und der Lichtruf-Druckknopf mit
dem Schwestern-Symbol zur Verfügung . Die Menü-Auswahl musste auf einem
Speiseplan angekreuzt werden . Die alte Lichtrufanlage , die eine
Krankenschwester alarmierte , hat ausgedient . " Mittlerweile kann eine Kennung
zu einem Pieper mitgeschickt werden " , sagte Paulus . " Mit dieser Ziffernfolge
kann die Krankenschwester von jedem Telefon aus den Patienten gleich zurückrufen
. " Sie muss nicht mehr ins Krankenzimmer gehen . " Das erleichtert Wege . " Der
Rückruf ist aber nach wie vor zwingend notwendig , um unterscheiden zu können :
Handelt es sich um einen Servicefall oder braucht der Patient rasche
medizinische Hilfe ? Dass der Kranke gleich schriftlich mitteilen kann , er
brauche nur ein Glas Wasser , " ist noch Zukunftsmusik " , sagte Paulus . " Die
Innovationsgeschwindigkeit im Krankenzimmer ist langsam . " Audio-CDs : Kopien
für Privatgebrauch erlaubt Wo aber endet der " private Gebrauch " ?
Urheberrechts-Experten und Musikindustrie sind da unterschiedlicher Meinung . "
Der Download von Musikdateien aus dem Netz zur rein privaten Nutzung ist legal "
, meint der Urheberrechtsexperte Professor Dr. Dietrich Harke in einem Beitrag
für c't . Für bestimmte private Kopiervorgänge erteile der Gesetzgeber eine
vergütungsfreie gesetzliche Lizenz . Im Gegenzug müssen Hersteller und
Importeure eine auf Geräte und leere Tonträger erhobene Abgabe zahlen . Bei
Musik müssen die Vorlagen seiner Auffassung nach nicht einmal urheberrechtlich
korrekt lizenziert sein , wie das bei Software der Fall ist . Der Rechtsexperte
der Internationalen Föderation der Phonographischen Industrie , Dr. Thorsten
Braun , ist da natürlich völlig anderer Meinung : " Was illegal angeboten wird ,
kann nicht rechtmäßig kopiert werden , selbst wenn die Kopie für den privaten
Gebrauch bestimmt ist " , erklärte er gegenüber c't . Das gelte für MP3-Dateien
und auch für CD-Raubkopien . Auch beim Verschenken von kopierten CDs scheiden
sich die Geister . Nach der liberalen Position des Urheberrechts-Experten kann
man die Kopien verschenken , sofern eine persönliche Beziehung zu den
beschenkten Personen besteht . Im Gegensatz dazu vertritt die IFPI die
Auffassung , dass im Fall des Schenkens die Kopie nicht für den privaten eigenen
Gebrauch produziert wird , sondern für den Gebrauch durch einen anderen . Nun
kann sich eigentlich jeder aussuchen , welche Auffassung ihm lieber ist - die
Rechtsunsicherheit bleibt , was unter " privatem Gebrauch " zu verstehen ist ,
und geht zu Lasten der Anwender . Siemens : US-Tochter für optische Netze
Siemens verstärkt sein Engagement im Bereich der Vernetzung von Unternehmen und
Privatleuten . Die Abteilung Information and Communication Networks bildet zum
1. April einen neuen Bereich Enterprise Networks , der sich um die Entwicklung
und Installation von Techniken und Anwendungen für multimediafähige Netze in
Firmen und Privathaushalten kümmern soll . Ebenfalls zum 1. April nimmt eine
neue US-Tochter von Siemens ihre Arbeit auf : Optisphere Networks . Die
Gesellschaft mit Sitz in Washington , USA , soll im amerikanischen Markt das
Geschäft von Siemens mit optischen Netzen vorantreiben und die Technik der
Datenübertragung über Glasfaser weiterentwickeln . Laut
Siemens-Vorstandsmitglied Volker Jung entfallen auf die USA allein 85 Prozent
des Weltmarkts mit optischen Netzen . Autokonzerne gründen E-Commerce-Koloss
DaimlerChrysler , Ford und General Motors dürfen für sich in Anspruch nehmen ,
die drei größten Autokonzerne der Welt zu sein . Nun gründen sie auch noch ein
Unternehmen , das mit einem Schlag zur weltgrößten E-Commerce-Firma für
elektronischen Handel im Internet wird . Die drei Riesen tun sich zusammen , um
ein neues Unternehmen auf den Weg zu bringen , das in Zukunft alle Einkäufe für
die Drei über das Internet abwickeln soll . Angesichts der Umsätze der Konzerne
mit ihren Zulieferern würde sich die neue Firma nicht nur im Bereich
Business-to-Business ( B2B ) , dem elektronischen Handel zwischen Unternehmen ,
sondern im ganzen Bereich E-Commerce an die Spitze setzen . Ein Name für die
neue Unternehmung steht noch nicht fest - klar ist aber schon , dass sie noch im
ersten Quartal 2000 gegründet werden soll und die drei Autobauer jeweils 25
Prozent der Anteile halten wollen . Der Rest soll nach den Plänen der Konzerne
an die beteiligten Partner für den Aufbau des Internet-Auftritts gehen .
DaimlerChrysler arbeitet dabei mit SAP zusammen . General Motors hatte schon mit
CommerceOne die Firma TradeExchange für den Internet-Handel gegründet ; und Ford
war mit Oracle für AutoXchange im Boot . Inzwischen haben sich auch Renault und
der von dem französischen Unternehmen kontrollierte japanische Autobauer Nissan
dem Vorhaben angeschlossen . Die neue Firma soll jedenfalls nach Aussagen der
Beteiligten einen transparenten Weltmarkt für alle Autoteile schaffen . Die
Konzerne wollen damit alle Zulieferfirmen , aber auch die Konkurrenten auf einem
virtuellen Marktplatz zusammenbringen - die Preise für Autoteile und
Zulieferer-Dienstleistungen würden damit weltweit vergleichbar . Was den
Konzernen recht ist , dürfte den Zulieferern allerdings noch lange nicht billig
sein . Sprecher von DaimlerChrysler , Ford und General Motors sprachen selbst
schon davon , dass der virtuelle Marktplatz für Autoteile Folgen für die engen
Bindungen mittelständischer Zulieferer an Autohersteller in ihrer Nähe haben
werde . Der virtuelle Marktplatz stellt sie nun vor eine völlig neue Situation :
Sie dürften sich einem verschärften Kostendruck und dem Zwang zu Konzentration
und Fusion ausgesetzt sehen . Es muss dann wohl auch davon ausgegangen werden ,
dass die mittelständische Zulieferindustrie , die bislang einen großen Anteil an
den Beschäftigtenzahlen der gesamten Autoindustrie hatte , angesichts sinkender
Preise und nur weniger überlebender Firmen von einer Entlassungswelle überrollt
wird - keine guten Aussichten für den Arbeitsmarkt in der Bundesrepublik .
Hartmut Schauerte , Kartellrechtsexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion , warnte
dann heute auch schon vor einem möglichen " Super-GAU " für die kleineren
Teilelieferanten . Er forderte das Bundeskartellamt und die Wettbewerbshüter der
EU-Kommission auf , die geplante " Bündelung der Nachfragemacht gegen
Zigtausende mittelständischer Zulieferer in Europa " verschärft zu prüfen . Man
müsse alles tun , um eine drohene " katastrophale Machtverschiebung zwischen
Abnehmern und Zulieferern " zu verhindern . Telekom , Siemens , EDS an debis
interessiert Nach einem Bericht der Tageszeitung Welt will DaimlerChrysler bis
Ende März über den Verkauf von debis entscheiden . Nach dem Zeitungsbericht sind
Siemens , der debis-Konkurrent EDS und die Deutsche Telekom daran interessiert ,
DaimlerChrysler das Systemhaus abzukaufen . Die Telekom hatte schon im Mai 1999
ihr Interesse signalisiert , konnte sich aber der Welt zufolge mit
DaimlerChrysler nicht über den Preis einigen . Siemens will debis mit der
eigenen Dienstleistungsabteilung Siemens Business Services zusammenlegen . EDS ,
die sich angeblich schon seit 7 Monaten um eine Übernahme des Konkurrenten
bemühen , räumt die Zeitung allerdings nur wenig Chancen ein : Da EDS
Dienstleistungsverträge mit den DaimlerChrysler-Konkurrenten Opel und General
Motors habe , sei ein Zuschlag für den US-Konzern unwahrscheinlich . Die
Belegschaftsvertreter halten von den Plänen DaimlerChryslers überhaupt nichts .
Der debis-Betriebsrat hatte schon vor einigen Tagen protestiert . Spiegel :
Kartellbehörden gegen Telekom-Kabelpläne Die Wettbewerbshüter in Deutschland und
der Europäischen Union planen nach einem Bericht des Spiegel Maßnahmen gegen die
Deutsche Telekom im Kabelfernsehen . Die Kartellbehörden seien irritiert darüber
, dass die Telekom , die sich eigentlich von ihren TV-Kabelnetzen trennen wolle
, nun aggressiv für andere Kabelfirmen biete , schreibt das Hamburger
Nachrichtenmagazin in seiner neuen Ausgabe . Mit den Zukäufen wolle die Telekom
nach eigenen Angaben die zersplitterten Aktivitäten beim TV-Kabel bündeln ,
bevor die Netze endgültig zu maximal 74,9 Prozent an Investoren fallen .
Gespräche der Bank über den Kauf von Telekom-Netzen in Norddeutschland und
Bayern seien ins Stocken geraten , weil die Telekom Vetorechte fordere und
Bedingungen stelle . Den Telekom-Absichten will die EU-Kommission nach Angaben
des Spiegel mit dem Plan entgegentreten , die Telekom zum Verkauf von 100
Prozent des TV-Netzes zu zwingen , wenn sie eine Fusion mit einem anderen
Telefonkonzern anmelde . Die frühere Idee , über die Kabel-Richtlinie eine
Trennung von Telefon- und TV-Kabelnetz vorzuschreiben , gelte als politisch
nicht durchsetzbar , schreibt das Magazin weiter . Die Telekom führt für fünf
weitere Regionen Verkaufsverhandlungen . Vom Werbe-Banner zum Abmahn-Bumerang
Mit drastischen Maßnahmen versuchte die junge Firma on-web AG , einen
vermeintlichen Konkurrenten aus dem Geschäft zu drängen . Die Firma , zu deren
Portfolio der Nightlife-Guide Amatio gehört , erwarb unlängst das
Bannertauschsystem Frame-Ad der " netzrotor e-media & fuscript internetauftritte
" . Später musste die on-web AG feststellen , das ein österreichischer Dienst
namens xerlul seit dem 17. Dezember 2000 einen ähnlichen Service bietet .
Vergangenen Freitag schickte die on-web AG der Konkurrenz eine E-Mail , in der
sie unter Berufung auf einen in Arbeit befindlichen Marken- und Patentschutz den
Betreiber von xerlul aufforderte , seinen Dienst unverzüglich zu schließen . Als
Frist wurde ihm der heutige Montag , 16 Uhr gesetzt . Im gleichen Schreiben bot
die on-web AG kulant einen Vertrag an , 1.000 Mark zu zahlen , wenn der
österreichische Betreiber nach Einstellung seines Dienstes alle Kundenadressen
an die on-web AG übermittelt . Der über das Wochenende mehrfach geänderte
Vertrag tritt aber auch nach 16 Uhr nicht in Kraft : Ermittlungen des von xerlul
beauftragten Rechtsanwalts Dr. Krieger ergaben , dass derzeit keine Marken- oder
Patenteintragung vorliegt , die ein Vorgehen der Firma aus Großbottwar hätte
rechtfertigen können . Nun gibt es eine Gegenklage : Die Berufung auf ein nicht
existierendes Patent kann als " unzulässige Schutzrechtsberühmung "
interpretiert werden , die strafbar ist . Von der Abmahnung habe er erst durch
einen Anruf des Rechtsanwaltes Dr. Krieger erfahren . Telekom-Konzerne wollen
bei UMTS-Netzaufbau kooperieren Durch Kooperation beim Netzaufbau wollen die
Telekom-Unternehmen die Kosten für den Aufbau der UMTS-Mobilfunknetze senken ,
berichtet das Handelsblatt . Die Unternehmen erhofften sich durch die Initiative
Einsparungen zwischen 20 und 40 Prozent bei den Netzpreisen , sagte ein
Unternehmenssprecher der Zeitung . " Wir müsse schauen , wo Synergien liegen . "
Vor allem in ländlichen Gebieten ließen sich durch Funkstationen , die die
Betreiber gemeinsam nutzten , Geld sparen . Die Deutsche Telekom , British
Telecom ( Viag Interkom ) , die niederländische KPN ( E-Plus ) , MobilCom ,
Mannesmann/Vodafone und das Konsortium 3G hatten jeweils eine deutsche
UMTS-Lizenz erworben . " Eklatante Managementschwächen " bei Heyde Am heutigen
Montag verloren die am Neuen Markt gehandelten Aktien des Unternehmens zeitweise
über 38 Prozent ihres Wertes . " Das Management hat den Überblick über das
Unternehmen verloren " , sagte Analyst Reinhard Rother von Delbrück Asset
Management auf Anfrage von dpa-AFX . Die Heyde AG sei " sehr aggressiv "
gewachsen , das habe " eklatante Managementschwächen " offenbart . Die
Begründung in der Ad-hoc-Mitteilung vom Freitag , wonach die schlechte
Marktdynamik im vierten Quartal und eine Reihe von Sonderentwicklungen für die
schwierige Lage bei Heyde verantwortlich seien , hält Rother für unzureichend :
" Die Probleme sind zum großen Teil hausgemacht . " Neben Managementproblemen
seien Fehleinschätzungen des Geschäfts in Großbritannien mit dem dortigen
Tochterunternehmen Tantus ein weiterer Grund für die jetzigen Schwierigkeiten ,
sagte Rother . " Jetzt geht es darum , das Unternehmen zu retten " , sagte
Rother . Das sei umso schwieriger , da das gesamte Management ausgetauscht
worden sei . Firmengründer Dieter Heyde habe den Vorstandsvorsitz niedergelegt .
Allerdings sei noch unklar , ob Heyde in den Aufsichtsrat wechseln werde .
Andreas Köchling , Leiter Wertpapiere von der Frankfurter Sparkasse 1822 ,
schätzte die Gefahr , dass Heyde Pleite gehen könnte , für gering ein : " Wer
Gewinne macht , geht nicht pleite . " Den Kurseinbruch am Montag bezeichnete
Köchling als eine Übertreibung des Marktes nach unten . Der neue
Vorstandsvorsitzende Dirk Wittenborg hatte am Samstag ein
Restrukturierungsprogramm angekündigt . Microsoft : Wir haben den Wettbewerb
nicht behindert In der ersten Runde der Berufungsverhandlung im
Microsoft-Prozess bekräftigen beide Parteien ihre bekannten Positionen . Die
Klagevertreter des US-Justizministeriums dagegen betonten - ebenfalls wie
erwartet - , Microsoft habe seine Position bei Betriebssystemen ausgenutzt , um
die Konkurrenz von Netscape auszuschalten . Microsofts Anwalt Richard Urowsky
legte dem Gericht Beweise vor , die nach Ansicht des Konzerns zeigen , dass
Netscape von Microsoft nicht behindert wurde . So sei zwischen 1996 und 1998 die
Anzahl der Netscape-User von 15 Millionen auf 33 Millionen gestiegen . "
Millionen entschieden sich dafür , den Navigator zu benutzen , obwohl der
Internet Explorer mit Windows geliefert wurde " , betonte Urowsky : " Netscape
hatte uneingeschränkten Zugang zu den Kunden . " Das Unternehmen habe nicht
gegen Kartellgesetze verstoßen und sei auf dem Software-Markt rigorosem
Wettbewerb ausgesetzt . Dagegen führte Jeffrey Minear vom US-Justizministerium
aus , Microsoft habe Unsummen ausgegeben , um seinen Internet Explorer zu
fördern und die Konkurrenz zu überwältigen . " Die Firma nutzte ihr Monopol , um
den Wettbewerb zu ersticken " , versicherte Minear . Beide Seiten wurden
allerdings von den sieben Richtern der Berufungsinstanz hart zur Brust genommen
. " Ich sehe nicht , wie Sie eine Urteilsaufhebung erreichen können " , meinte
Richter David Tatel zu dem Microsoft-Anwalt . Richter Douglas Ginsburg wiederum
warf dem Konzern vor , Taktiken einer " Sättigungsbombardierung " gegen Netscape
eingesetzt zu haben . Der Vorsitzende des Gerichts , Harry Edwards , überraschte
dagegen den Regierungsanwalt mit dem Vorwurf , das US-Justizministerium habe ein
Bild von Microsoft gezeichnet als " paranoidem Monpolisten , jemand , der mitten
in der Nacht aufsteht und auf alles ballert , was sich bewegt " . Ein weiterer
Richter , Raymond Randolph , fragte Minear , was denn wäre , wenn Microsoft
gedacht hätte , der Navigator sei eine ernsthafte Bedrohung für Windows : "
Warum ist das nicht genug , um aggressiv in den Wettbewerb zu gehen ? "
Microsofts Rechtsvertreter Urowsky stieg darauf sofort ein : " Ich denke , es
reicht aus , dass der Navigator als ein potenzieller ernsthafter Konkurrent
betrachtet wurde , um ernsthafte Schritte im Wettbewerb zu unternehmen . " Eine
Entscheidung des Gerichts wird aller Voraussicht nach nicht direkt im Anschluss
fallen . Rechtsexperten rechnen Microsoft jedoch gute Chancen aus , zumindest
einen Teilerfolg zu erzielen . Zwei der Richter im jetzigen Revisionsverfahren
hatten bereits früher zu Gunsten Microsofts entschieden : Sie hoben eine
Verfügung des Richters der ersten Instanz , Thomas Penfield Jackson , auf ,
derzufolge PC-Hersteller nicht mehr dazu verpflichtet sein sollten , den
Internet Browser mit Windows zu verknüpfen . Eine Änderung der Prozesstaktik des
US-Justizministeriums wird dagegen zumindest so lange nicht erwartet , wie die
Berufungsverhandlung andauert . Sollte das Gericht dann Microsoft teilweise
recht geben , gehen US-Beobachter davon aus , dass die Regierung eine
außergerichtliche Einigung zu erreichen versucht : Der neue Chef des
Antitrust-Departments wird als weitaus Microsoft-freundlicher eingestuft als
Joel Klein , der unter Clinton für die Abteilung zuständig war . Novell
profitiert von Windows-2000-Verspätung Die NetWare-Company führt diese
Steigerung auf gute Verkäufe von NetWare 5 zurück . Man profitiere dabei von den
ständigen Verzögerungen , die es bei Windows 2000 und den Directory-Lösungen (
Active Directory ) von Microsoft gebe . Die guten Verkaufszahlen würden
unterstützt durch die begleitenden Produkte für Netzwerk-Directories , etwa die
Novell Directory Services ( NDS ) für Windows NT , Solaris und andere Systeme ,
meinte Novell-Chef Eric Schmidt . Insgesamt sollen die NDS-Lösungen 88 Prozent
des Novell-Umsatzes ausmachen . Was war . Was wird . Wie immer möchte die
Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die Wochenschau
ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was
war Die Europäische Union strebt nach der Weltherrschaft . Im Unterschied zu
früheren Versuchen europäischer Staaten und Potentaten greift die EU aber zu
moderneren Mitteln . Musste Karl der Große , der dieses Jahr groß gefeiert wird
, die aufständischen Sachsen und Langobarden noch mit Schwert und Speer
bekämpfen , greift das Europa unserer Tage zu Bits und Bytes . Das Internet soll
's richten - die Schüler surfen im Unterricht und das normale Volk erfreut sich
kostenloser Netz-Zugänge . Ein , zwei , drei - schon sind alle Probleme gelöst ,
das Wirtschaftswachstum explodiert und die Arbeitslosigkeit schrumpft auf Null .
Im Hintergrund aber scheppert leise das sardonische Lachen eines gewissen Herrn
: Aber solange es der nächsten Wiederwahl dient , sind schwarze Kassen und
nebulöse Projekte immer willkommen . Das ist in , das ist modern , das fördert
die Wirtschaft . Klasse Idee , und gleich befürwortet von anderen Fraktionen im
Landtag . Das Adressen-Wirrwarr der sächsischen Repräsentanz im Internet würde
endlich beendet , meinte gar ein PDS-Abgeordneter . Das wage ich zu bezweifeln :
Was sollen denn dann all die Lieschen Müllers machen ? Er kann aber nicht der
gleiche Karl Nolle sein , der E-Mail für alle Sachsen fordert : Denn eine
Mail-Adresse hat er nicht . Oder sind die beiden Personen doch identisch und die
konfuse Gestaltung der sächsischen Web-Seite verhindert die Kommunikation ?
Immerhin : Warum sollte es den Volksvertreten besser gehen als normalen
Mitgliedern der Bevölkerung . Auch die ist bislang nicht durchweg per E-Mail zu
erreichen . Und wenn es dann doch zwei verschiedene Karl Nolles sind , bleibt
die Frage , welche Mail-Adressen sie denn in Zukunft bekommen ... Es wäre ja
auch zu peinlich , wenn ihre Schutzbefohlenen ihnen erst beibringen müssten ,
was denn eine E-Mail ist . Nicht alle Pädagogen dürften dem allerdings mit
Freude entgegensehen . So mancher Lehrer , der sich schon um den Einsatz von
Computern im Unterricht bemühte , wurde von Kollegen scheel angesehen - oder
bekam sogar disziplinarische Probleme . So geschehen einem hessischen Lehrer .
Sein Vergehen : Als Leiter einer Computer-Arbeitsgemeinschaft hatte er ein
Ballerspiel auf die Web-Seite seiner Schule freigeschaltet , bei dem man auf
eine Klasse und deren Lehrerin schießen konnte . Die Richter lehnten den Antrag
des Mannes , seine Suspendierung aufzuheben , erst einmal ab : Er habe nur
zögerlich sein Fehlverhalten eingeräumt und sei daher als Pädagoge
disqualifiziert . Schöne Aussichten für die Schulen , wenn die Kids dann , wenn
wirklich alle europäischen Schulen am Netz sind , sich selbst ihre Wege durchs
Internet bahnen . " Der Führerschein für die Datenautobahn wird durch das Lesen
erworben und nichts anderes " , meint ein Vertreter der Organisation in einer
Presseerklärung . Oder erwartet der Mann , dass irgendein Rapper in Zukunft den
Kids die URLs vorbrabbelt ? Ich sehe schon die nächste Diskussion über den
Untergang des Abendlands auf uns zukommen : Nach dem Radio , der Rock-Musik und
schließlich dem Fernsehen ist es nun das Internet , das unsere Jugend verdirbt
und sie von den klassischen Bildungsgütern unserer schönen deutschen Kultur
ausschließt . Dabei ist der Zugang etwa zum Faust , der Phänomenologie des
Geistes , Deutschland - Ein Wintermärchen oder gar dem Manifest der
Kommunistischen Partei über das Internet oft einfacher als in der realen Welt :
Anscheinend kann in den Zeiten der Internet-Euphorie jeder Hansel eine beliebige
Binsenweisheit dafür nutzen , sich im Licht der Öffentlichkeit zu sonnen .
Zumindest könnte man auf diese Idee kommen , wenn man die Mitteilung des
Verbands der Deutschen Psychologen studiert , die jüngst in alle
Redaktionsstuben flatterte . Denn die vereinigten Psycho-Doktoren greifen zu
harscher Kritik : Die IT-Branche betreibe " Personalpolitik wie im Mittelalter "
. Die schöne neue Welt der jung-dynamischen Internet-Startups in einer Linie mit
Hexenverbrennungen , Inquisition und Index Librorum Prohibitorum ? Lebenslanges
Lernen und ein gewisses Maß an Grundintelligenz ? Vergesst es : Lernt lieber die
Administration eines NT-Servers in- und auswendig , beherrscht das
fließbandartige Ausstoßen von Code-Zeilen . Der neue Mensch der
Internet-Ökonomie ist der alte Mensch des Taylorismus - nur macht er sich nicht
mehr die Hände am Fließband schmutzig . Da war noch die Sache mit
Open-Source-Software in der Verwaltung . Vor 14 Tagen tauchte auf dem Web-Server
einer Abteilung des Innenministeriuns eine Studie auf , die darlegte , dass
freie Software mittlerweile durchaus eine Alternative auch für die öffentliche
Verwaltung ist - und sogar Vorteile bietet . Allgemeine Anerkennung für diesen
fortschrittlichen Gedanken war dem Innenministerium sicher . Aber dann folgte
der Hickhack um dieses Papier : Kommentar des Innenministeriums : An das
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) erging eine
schriftliche Weisung , jegliche Stellungnahme zum Thema Open-Source-Software zu
unterlassen und Anfragen direkt ans Innenministerium weiterzureichen . Fast
könnte man meinen , dass ein gewisser Hersteller bei einer gewissen
Staatsekretärin im Innenministerium in Berlin angerufen und unter Verweis auf
langjährige gute Geschäftskontakte interveniert hat - bei der Anzahl
Software-Lizenzen , die die öffentliche Verwaltung so einkauft , würde eine
Entscheidung " Linux statt Windows " natürlich ein schönes Geschäft kaputt
machen . Da setzt man schon mal einige Hebel in Bewegung und dreht an diversen
Schrauben . Ein Schuft , der Böses dabei denkt . Was wird Nach all den Gerüchten
und dem Hin und Her zwischen amerikanischem Justizministerium und dem
Software-Konzern aus Seattle läuft wohl alles auf eine Einigung zwischen den
Kontrahenten in der nächsten Woche hinaus . Die US-Regierung hat kein Interesse
, es auf ein Gerichtsurteil ankommen zu lassen : Das langwierige
Berufungsverfahren würde alle Strafen für Microsoft ad absurdum führen . Und die
Redmonder möchten endlich raus aus dem Licht der kritischen Öffentlichkeit .
Zwar könnte der Konzern hoffen , dass sich das gesamte Verfahren von selbst
erledigt , wenn Bush Junior gegen den Demokraten Gore die amerikanischen
Präsidentschaftswahlen gewinnt - das Risiko weiterer unangenehmer Enthüllungen
und peinlicher Auftritte höherer Microsoft-Chargen erspart sich der Konzern aber
gern . Schließlich haben Gates' Software-Bastler schon genug damit zu tun , sich
der aufstrebenden Linux-Konkurrenz und der Abwendung der Benutzer vom
klassischen PC zu erwehren . Es gibt genug zu tun , lassen wir 's zu , wird sich
Steve Ballmer , neuer Chef von Microsoft , gedacht haben : Kleine Zugeständnisse
hier , ein Mini-Erfolg für das US-Justizministerium da - dafür keine
Zerschlagung Microsofts , aber die Trennung von Internet-Browser und
Betriebssystem . Das Ganze geht aus wie das Hornberger Schießen - oder , um es
etwas angemessener für die Medienlandschaft unserer Zeit zu formulieren : Raider
heißt jetzt Twix , sonst ändert sich nix . Telekom spendiert Internet-Cafes für
Schulen Neben dem Internet-Zugang für alle Schulen , den die Deutsche Telekom
spendieren möchte , will sie nun auch noch in 30 ausgewählten Schulen
Internet-Cafes einrichten . Welche Lehranstalten in den Genuss der Aktion kommen
, wolle das Unternehmen allerdings selbst entscheiden , heißt es in einem
Bericht des Focus . Auswahlkriterien seien geeignete Räume und entsprechend
ausgebildete Lehrer . Da muss etwas Werbung für den Telekom-Konzern natürlich
sein : Die Internet-Cafes laufen unter dem Titel T-Classroom . Für die
Telekom-Klassenzimmer will das Unternehmen jeweils 20 PCs mit entsprechender
Software zur Verfügung stellen und ein Jahr lang die Telefon- und
Online-Gebühren übernehmen . EU-Kommissarin gegen US-Software für europäische
Schulen Getreu den Vorgaben des Gipfels , dass Europa die USA als führende
Wirtschaftsmacht überholen solle , forderte die EU-Kommissarin Viviane Reding ,
zuständig für die Generaldirektion Bildung und Kultur , US-Software aus Schulen
und Kinderzimmern zu verbannen . Sie solle " fast ausschließlich " durch
Programme aus Europa ersetzt werden , erklärte Reding in einem Interview mit dem
Magazin Focus . Die Software von Microsoft und anderen Firmen dürfe nicht länger
" amerikanische Kultur in die Köpfe europäischer Jugendlicher impfen " , meinte
die luxemburgische EU-Kommissarin . Keine Einigung im Microsoft-Prozess in Sicht
Der Vergleichsvorschlag , den Microsoft am Freitag den US-Justizbehörden
vorgelegt hat , führt offensichtlich nicht zu einer außergerichtlichen Einigung
im Kartellverfahren gegen den Software-Konzern . Dies berichten übereinstimmend
mehrere US-Medien . Das Wall Street Journal beruft sich auf informierte Kreise
aus dem Umfeld der Regierungsanwälte , die das Dokument von Microsoft für in
wichtigen Bereichen völlig unangemessen hielten . Daher sei nicht einmal an eine
Wiederaufnahme der Vergleichsverhandlungen unter Leitung des Richters Richard
Posner gedacht . Am Samstag hatte es noch geheißen , unter Umständen würden sich
Bill Gates und der stellvertretende US-Justizminister Joel Klein persönlich in
Chicago treffen , um die Gespräche über eine außergerichtliche Einigung
weiterzuführen . Sollte nicht doch noch fünf Minuten vor Zwölf eine Einigung zu
Stande kommen , ist wieder Richter Thomas Penfield Jackson in Washington am Zug
. Er hatte zwar die Parteien zu einer außergerichtlichen Einigung gedrängt ,
aber ebenfalls angekündigt , er werde am Dienstag seine juristische Bewertung
des Falls bekannt geben , sollte es zu keiner Verständigung zwischen Microsoft
und dem Justizministerium kommen . Anschließend muss das Gericht noch über eine
angemessene Strafe entscheiden - womit der Prozess dann aber noch lange nicht
beendet sein dürfte . Microsoft bereitet sich nach Informationen des Wall Street
Journal bereits durch die Auswahl von weiteren Zeugen auf das dann folgende
Berufungsverfahren vor . IBM verbannt Windows 2000 aus dem eigenen Netzwerk IBM
fordert alle Mitarbeiter auf , Windows-2000-Rechner unverzüglich aus dem
hauseigenen Produktionsnetzwerk zu entfernen - so ein internes Memo an die
Angestellten . Offensichtlich gibt es Schwierigkeiten bei der automatischen
Zuteilung von TCP/IP-Ressourcen über DHCP ( Dynamic Host Configuration Protocol
) und Konflikte mit existierenden DHCP-Diensten . Dadurch entstünden erhebliche
Beeinträchtigungen im Netzwerk . Client- und Server-Maschinen mit Windows 2000
dürfen bei IBM ab sofort nur noch in abgeschlossenen Testumgebungen betrieben
werden . IBM plant eine weltweite Einführung von Windows 2000 später in diesem
Jahr . Die Client-Installationen sollen dabei jedoch nicht einfach von Microsoft
übernommen , sondern individuell angepasst und einem Integrationstest
unterworfen werden . Wachsende Vielfalt bei Mainstream-Grafikkarten Während die
Hochleistungs-Grafikkarten mit dem 3D-Chip GeForce 3 für die Hersteller eher
Prestigeprodukte mit geringem Verdienst sind , wird das eigentliche Geschäft in
der Preis-Kategorie bis 400 Mark gemacht . Aber auch hier dominiert mit wenigen
Ausnahmen ein Nvidia-Chip , der nun in unterschiedlichen Leistungsstufen (
GeForce2 MX/200 , MX/400 ) auf den PC-Karten verbaut wird . Elsa bietet die
Gladiac 511 mit dem MX/400 gleich in fünf Varianten zu Preisen von 249 bis 329
Mark an ( TwinView , DVI , PCI und TV-Out mit 32 und 64 MByte ) . Während die
PCI-Version mit 6-ns-SDR-DRAM bestückt ist , setzt Elsa auf allen anderen
Varianten 5,5-ns-Speicher ein . Der Speichertakt ist bei allen Karten auf 166
MHz voreingestellt . Die PCI-Variante zu 329 Mark verfügt übrigens wie die
AGP-Karte TwinView über zwei VGA-Ausgänge . Asus verbaut den MX/400 auf der AGP
V7100 Pro und bestückt diese mit schnellen 5-ns-SDR-DRAMs . Der Speichertakt ist
auf 183 MHz voreingestellt . Wer mit weniger Leistung zufrieden ist , kann zur
V7100Magic mit dem MX/200 greifen . Bei Leadtek gibt es ebenfalls den schnellen
5-ns-Speicher auf der WinFast GeForce2 MX SH Pro für 299 Mark . Weitere
Varianten bieten einen zweiten VGA-Ausgang und/oder 64 MByte Speicher , sind
aber nur mit 6-ns-SDR-DRAMs bestückt . Gainward verwendet in der
"Golden-Sample"-Serie die wohl schnellste Speicherbestückung . Die CardExpert TV
ViVo kommt mit 4,5-ns-SDR-DRAMs und kostet dafür stolze 450 Mark . Weitere
Versionen mit einem zweiten VGA-Ausgang oder mit einem TV-Tuner verfügen
immerhin über eine 4,8-ns-Bestückung . Eine Leistungskategorie höher gibt es mit
der GeForce2 Pro 64/400 ein ausgesprochenes Schnäppchen . Mit 64 MByte
5-ns-DDR-DRAM liegt sie nicht weit unter einer GeForce2 Ultra und soll 649 Mark
kosten . Bislang ungeschlagen ist allerdings die StarForce64 von MSI für 579
Mark . Hercules/Guillemot dagegen stemmt sich mit dem PowerVR-Chip gegen die
GeForce-Flut . Statt des MX/400 setzt man auf der 3D Prophet 4500 den Kyro II
ein , der in ersten Tests sogar mit DDR-DRAM-Karten mithalten konnte . Die Karte
ist mit 64 MByte SDR-DRAM bestückt und soll ab Mai für 330 Mark in die Läden
kommen , im Juni zudem für preisbewusste Anwender eine Kyro-I-Karte für 175 Mark
. Mit der Vivid ! XS bietet außerdem VideoLogic für rund 370 Mark eine
Kyro-II-Karte mit 32 MByte Speicher und TV-Out an . Verband : Handy-Tarife
bleiben trotz UMTS-Kosten stabil Die Handytarife werden trotz befürchteter
Milliardenverluste durch die UMTS-Einführung nach Einschätzung des Deutschen
Verbandes für Post und Telekommunikation ( DVPT ) stabil bleiben . " Die Tarife
werden mit ziemlicher Sicherheit nicht steigen " , sagte der DVPT-Vorsitzende
Manfred Herresthal am heutigen Montag dem Saarländischen Rundfunk . Sonst "
würde man sich den Markt selbst kaputt machen " . Auch Ladenpreise für
Mobiltelefone würden " nicht ins Uferlose gehen . " Vor allem die Hersteller von
Mobilfunkgeräten seien gegen eine große Erhöhung , sagte Herresthal . " Wenn die
Handy-Preise Richtung 1000 Mark gehen , dann befürchte ich einfach , dass denen
der Markt wegbricht . " Die Telekommunikationsbranche will künftig
Herstellerpreise für die Geräte verlangen und Gesprächsgebühren erhöhen , um die
Anlaufkosten der neuen Mobilfunk-Generation UMTS zu finanzieren . Besonders
betroffen sollen die Prepaid-Angebote sein . Keine Open-Source-Version von
NetWare Die Gerüchteküche kochte wieder einmal über : Novell wolle angeblich den
Source-Code von NetWare freigeben . Dem widerspricht Novell allerdings heftig .
Hans Krogull , Produkt-Manager bei Novell Deutschland , meinte gegenüber c't : "
Dann können wir die Bude ja dichtmachen ! " Hintergrund des Gerüchts : Auf der
amerikanischen Novell-Entwicklerkonferenz Brainshare , die gerade stattfindet ,
hat Novell angekündigt , bestimmte Teile aus dem Quelltext der Client-Software ,
der Schnittstellen nach außen und der Novell Directory Services ( NDS ) zur
Verfügung zu stellen . Ziel sei es , Drittanbietern und Entwicklungspartnern
einfache Möglicheiten zu geben , Anwendungen für NetWare-Systeme und die NDS zu
schreiben . Eine genaue Liste , welche Teile gemeint sind , wie man an sie
herankommt und wie sie nutzbar sind , soll es in einigen Tagen auf Novells
Web-Server geben . 3D-Grafik : Nvidia kontert ATI-Neuvorstellung Nachdem
Konkurrent ATI mit dem Radeon256 hohe Vorgaben machte , kontert Nvidia auf der
WinHEC in New Orleans mit dem GeForce2 GTS . Mit dieser Ausstattung liefert der
Chip pro Takt vier doppelt texturierte Pixel . Der maximal mögliche Speichertakt
liegt mit 450 MHz etwa 12 Prozent höher als beim Radeon256 . Die verfügbare
DDR-DRAMS mit 6 ns lassen zurzeit aber nicht mehr als 333 MHz zu . Durch den
0,18-µm-Fertigungsprozess liegt die Leistungsaufnahme mit 8 Watt um 50 Prozent
niedriger als beim Vorgänger , was im c't-Labor bereits bestätigt werden konnte
. Probleme mit überlasteten Mainboards sollten beim GeForce2 nicht mehr
auftreten . Der Geforce2 verfüge ferner über " pixel shader " zur Darstellung
realistischen Reflexionsverhaltens von Materialien . Nvidia hat bislang aber
nicht genau spezifiziert , worin diese Funktionen bestehen . " Environment
Mapped Bump Mapping " wird nicht explizit erwähnt . Eventuell wertet das
Nvidia-Marketing hier nur das bereits beim Vorgänger mögliche " Dot Product3
Bump Mapping " aus . Nvidia demonstriert die jetzt auch im OpenGL-Treiber
eingebaute Textur-Kompression mit einem eigenen Quake3-Level " Area 15 " und
bietet ein 2-Sample-Full-Screen-Antialiasing an . Diese Funktion konnte im Test
durch c't mit den verfügbaren Treibern der Version 5.13 jedoch nicht überzeugen
. Bei Spielen für DirectX 7.0 ist die Leistungseinbuße noch drastischer . Dabei
liefert das Zweifach-Antialiasing im Vergleich zum Vierfach-Antialiasing nur
eine leichte Unterdrückung der Treppeneffekte an schrägen Kanten . Ohne
Antialiasing erreicht der GeForce2 GTS auf einem 750-MHz-Pentium-III-System etwa
15 bis 22 Prozent höhere Bildraten als sein Vorgänger GeForce256 . Einen
ausführlichen Testbericht bringt c't in Ausgabe 10/2000 . Im Vergleich erscheint
der GeForce2 GTS nicht so innovativ wie ATIs Radeon256 . Dieser soll mit HyperZ
die Speicherbandbreite besser nutzen und verfügt über mehr
Bump-Mapping-Funktionen . Spieleprogrammierern bietet er mit 3D-Texturen ,
3D-Schatten , vierfachem Vertex Skinning und Objektmorphing für Character
Animation eine ganze Reihe interessanter neuer Techniken , um noch
realistischere Spielfiguren und Szenerien erzeugen zu können . Allerdings dauert
es in der Regel mindestens ein Jahr , bis Spiele neue Chipfunktionen auch
benutzen . Nvidias Roadmap sieht bereits für den Herbst die nächste
Chiparchitektur vor ( NV20 ) , die voraussichtlich Funktionen von DirectX 8
unterstützen wird . Dazu gehören programmierbare T&L-Einheiten , die , von
entsprechenden Micro-Programmen ( Vertex Shader ) gesteuert , dynamische Objekte
erzeugen können , die pulsieren oder sich mittels inverser Kinematik bewegen .
Ballmer : Microsoft ist für den Wettbewerb geschaffen Microsofts Chef Steve
Ballmer äußerte in einer E-Mail an die Konzern-Mitarbeiter und in einem
Reuters-Interview seine Ansichten über die Zukunft der Software-Schmiede .
Ballmer , dem viele Beobachter nach dem Rücktritt von Bill Gates zutrauten ,
besser auf die Herausforderungen des Internet reagieren und mit den Auswirkungen
des Kartellprozesses umgehen zu können , sieht die Zukunft des Redmonder
Software-Hauses " äußerst optimistisch " . Seiner Ansicht nach ist Microsoft für
den Wettbewerb geschaffen : " Und wir werden weiter im Wettbewerb mitmischen ,
wie wir das immer getan haben - fair und mit Nachdruck . " Ballmer wehrt sich
auch weiterhin heftig gegen eine Aufspaltung Microsofts , wie sie nach jüngsten
Berichten das US-Justizministerium und die Vertreter der 19 amerikanischen
Bundesstaaten im Kartellverfahren fordern wollen . " Diese Firma , die in den
letzten 25 Jahren so viel Großes für die Verbraucher und die amerikanische
Wirtschaft geleistet hat , wird nicht aufgeteilt " , erklärte Ballmer
kategorisch : Er kündigte erneut an , dass Microsoft alle rechtlichen
Möglichkeiten ausschöpfen werde : Gates und er seien von der rechtmäßigen
Position Microsofts überzeugt . Sie kamen aus Investmenterträgen , die aber im
Geschäftsbericht nicht als " außerordentliche Posten " verbucht wurden .
DIHT-Chef fordert Einwanderungsgesetz Der Präsident des Deutschen Industrie- und
Handelstags ( DIHT ) , Hans Peter Stihl , forderte heute ein Einwanderungsgesetz
für Deutschland . Angesichts des Fachkräftemangels in der EDV-Branche meint
Stihl zwar zur Green Card der Bundesregierung , sie sei " ein erster Schritt in
die richtige Richtung " . Die Bundesrepublik werde aber " künftig gezielte
Zuwanderungen brauchen " . Die Zuwanderung von IT-Experten wird nach Ansicht
Stihls " zu zögerlich behandelt " . Einzelregelungen , zeitlich enge
Begrenzungen und Überprüfungen durch Arbeitsämter würden diese Fachkräfte aus
der Dritten Welt oder aus Osteuropa " an uns vorbei gleich in die USA
weiterziehen lassen " . Bei der EDV-Anwendung und beim E-Commerce sei
Deutschland trotz aller Fortschritte im Vergleich zu den USA und Japan " bislang
nur ein Zwerg " . Für die gesamte Wirtschaft rechnet Stihl damit , dass das
Wachstum im laufenden Jahr drei Prozent überschreitet . Besonders von der
Exportseite komme zusätzlicher Antrieb . " Der Turboeffekt des schwachen Euro
leistet einen recht beachtlichen außenwirtschaftlichen Beitrag " , sagte Stihl .
Er glaube deshalb , dass der DIHT seine Konjunkturprognose von 2,8 Prozent , die
er noch vor einem Monat abgegeben hat , inzwischen " auf eine Drei oder gar eine
Drei plus korrigieren kann " . Auch die bisher vereinbarten Tarifabschlüsse
stützten laut Stihl die positive Entwicklung . Er hoffe , dass es gelinge , in
den kommenden zwei bis drei Jahren die Arbeitslosenzahl in Deutschland um eine
halbe Million zu senken . Pauschaltarif für T-Online ab Juni Zu den neuen
Tarifen , die die Telekom für ihren Online-Dienst und Internet-Provider T-Online
einführen will , gehört nach Angaben des Konzerns auch eine Flatrate für
T-Online : Ab dem 1. Juni sollen Kunden für einen Pauschalbetrag von 79 Mark pro
Monat im Internet Surfen können . Die Mindestvertragslaufzeit für die
T-Online-Flatrate beträgt allerdings ein Jahr . Weitere Informationen zur neuen
Preisstruktur und besonderen Angeboten will T-Online im Laufe des heutigen
Vormittags auf einer Pressekonferenz in Frankfurt bekannt geben . France Telecom
wird zum europäischen Telekom-Riesen Anfang nächster Woche soll nach Berichten
der Financial Times und des Finanzdiensts Bloomberg der Verkauf des britischen
Mobilfunkunternehmens Orange durch Vodafone perfekt sein . Zur Finanzierung des
Orange-Kaufs trenne sich die France Telecom von ihrem siebenprozentigen Anteil
an der mexikanischen Telefongesellschaft Telmex . Vodafone erhielt von der
EU-Kommission bei der Genehmigung der Übernahme von Mannesmann die Auflage , das
Mobilfunkunternehmen Orange zu verkaufen . Orange ist in Großbritannien im
Besitz einer der heiß begehrten UMTS-Lizenzen für den Highspeed-Mobilfunk .
France Telecom würde mit Orange auf dem britischen UMTS-Mobilfunkmarkt direkt
gegen die Deutsche Telekom ( One2One ) , British Telecom und Vodafone AirTouch
antreten . Für France Telecom ist Orange zudem wohl die letzte Chance , nach dem
Einstieg in den deutschen Telekom-Markt auch in Großbritannien Fuß zu fassen .
Kabelfernseh-Deal von AT&T perfekt Das US-Justizministerium hat die Übernahme
des amerikanischen Kabelfernsehriesen MediaOne Group durch den größten
US-Telefonkonzern AT&T mit Auflagen gebilligt . AT&T muss sich aber von der
MediaOne-Beteiligung an Road Runner trennen . Diese Firma bietet
Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet über Kabelfernsehleitungen an - AT&T
kontrolliert bereits Excite At Home , US-Branchenführer beim Internet-Zugang
über TV-Kabel und Hauptkonkurrent von Road Runner . Allerdings muss noch die
Aufsichtsbehörde FCC ( Federal Communications Commission ) grünes Licht für die
MediaOne-Übernahme geben . Sie wird möglicherweise die Veräußerung einiger
AT&T-Kabelfernsehsysteme verlangen . AT&T wird nämlich nach dem MediaOne-Kauf
weit mehr als ein Drittel der Kabelfernsehsysteme in den USA kontrollieren . Es
darf jedoch kein Unternehmen mehr als 30 Prozent Marktanteil haben . Mehrere
Verbraucherverbände hatten angesichts dieser Aufkäufe schon bei der FCC gegen
die MediaOne-Übernahme protestiert . AT&T erklärte aber , man rechne in Kürze
mit einer FCC-Genehmigung und wolle die Fusion mit MediaOne dann so rasch wie
möglich vollziehen . AT&T will seinen Kunden über die Kabelfernsehsysteme
Breitband-Internetzugang , digitales Kabelfernsehen und auch lokale
Telefondienste anbieten . Zum einen ist der Software-Konzern aus Redmond größter
Einzelaktionär von AT&T . Zum anderen arbeiten beide Unternehmen beispielsweise
bei den japanischen TV-Kabelgesellschaften , an denen sie beteiligt sind ,
zusammen . Kampf um UMTS-Lizenzen bringt Telekom-Firmen in Not Der kostspielige
Bieterkampf um die neuen UMTS-Mobilfunklizenzen wird nach Einschätzung der
Frankfurter DG Bank die Telekommunikationsfirmen in große finanzielle Bedrängnis
bringen . " Was aus Sicht des Finanzministers ein Glücksfall ist , bringt selbst
größere Telekommunikationsanbieter in ernsthafte Finanznöte " , sagte
DG-Chefvolkswirt Michael Heise am Freitag in Frankfurt . Vor allem in
Deutschland und Großbritannien sei der Kapitalbedarf zur Ersteigerung dieser
Rechte für die künftige Mobilfunktechnik enorm . Die Finanzkraft der großen
Firmen bringe diesen dennoch zunehmend Vorsprünge und damit auch
Wettbewerbsvorteile etwa bei ihrer Preisgestaltung . Mit Abstand größter
Wachstumsmotor für die Telekom-Branche werde künftig Mobilfunk und dabei die
Verknüpfung mit dem Internet sein , betonte Heise . Die Aussichten in den
einzelnen Regionen Europas beurteilt der Ökonom höchst unterschiedlich . Während
vor allem in Skandinavien , dem Standort der Mobilfunkriesen Nokia und Ericsson
, bereits bis zu 70 Prozent des Mobilfunkmarktes " durchdrungen " seien , gebe
es in anderen Ländern noch großes Nachholpotenzial . Attraktivste Absatzgebiete
seien dabei Deutschland , Frankreich , Großbritannien , Italien und Spanien .
US-Regierung fordert weiter Zweiteilung Microsofts Nach einem Bericht der
Washington Post bleibt das US-Justizministerium im Kartellverfahren gegen
Microsoft bei seiner Forderung nach einer Zweiteilung des Konzerns . In der
Anhörung zum Strafmaß am Mittwoch hatte Richter Thomas Penfield Jackson den Sinn
einer Zweiteilung bezweifelt und den Vorschlag der Software and Information
Industry Association sowie mehrerer Ökonomen , Microsoft in mindestens drei
Firmen zu spalten , gelobt . Er forderte die Kläger daraufhin auf , ihren Antrag
zu überarbeiten . Die neue Fassung des Justizministeriums sieht nach
amerikanischen Berichten nun weiterhin eine Zweiteilung vor ; Anwälte der
US-Regierung betonten , sie hätten nicht vor , die Forderung nach einer
Zerschlagung Microsofts in mehr als zwei Teile zu erheben . Aber der Richter
könne das ja jederzeit aus eigener Machtvollkommenheit beschließen .
Überarbeitet wurde der Antrag der Regierungsseite wohl nur in einzelnen Details
, die Microsoft-Anteilseigner betreffen . Paul Allen , Mitbegründer von
Microsoft und einer der größten Aktionäre des Konzerns , hatte in einem Brief an
Richter Jackson Bedenken geäußert , dass die Beschränkung von Aktienbesitz für
Microsoft-Manager , die der Antrag der Kläger vorsah , seine eigene Beteiligung
an dem Redmonder Softwarehaus berühren könnte . Microsoft hat nach der
Einreichung des überarbeiteten Antrags der Kläger nun nach dem Beschluss von
Richter Jackson 48 Stunden Zeit , eine Antwort zu formulieren . Die
Microsoft-Anwälte gaben bereits am Mittwoch bekannt , dass sie Dienstag nächster
Woche Stellung zum Antrag der Kläger beziehen würden . Jackson strebt ein
schnelles Ende dieser Prozessphase an und könnte seine wahrscheinlich auf die
Aufteilung von Microsoft hinaus laufende Entscheidung bereits in der kommenden
Woche verkünden . Da das Unternehmen Berufung angekündigt hat , bliebe dieses
drastische Urteil aber zunächst folgenlos . Amerikanische Juristen sind
zwischenzeitlich unterschiedlicher Meinung , was sie vom Vorgehen Richter
Jacksons halten sollen . Selbst wenn ein Aufteilungsbeschluss vor der nächsten
Instanz keinen Bestand habe , könnte dies zur Folge haben , dass der Prozess an
Jackson zurücküberwiesen werde - der Richter müsse dann zwar weitere Zeugen
hören , bliebe aber Herr des Verfahrens , meinten einige Experten . Andere
Juristen sind allerdings der Ansicht , dass der Zeitdruck , unter den Jackson
Microsoft setzt , angesichts der möglichen drakonischen Strafe dem
Softwarekonzern die Chance gebe , nicht nur das Urteil , sondern das gesamte
Verfahren anzufechten . Ein Jurist nannte den Beschluss über den weiteren
Zeitplan schon den " ersten Fehler Jacksons in dem Verfahren " . Kandidatenkür
für die Wahl der Internet-Verwaltung gestartet Vor kurzem erst hat die Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) die Komitees eingerichtet ,
die die Online-Wahl für die neue Internet-Verwaltung vorbereiten sollen .
Inzwischen hat das Nominierungskomitee , das die Kandidaten aussuchen soll ,
erste Richtlinien für deren Kür beschlossen . Zum einen wird das Komitee selbst
Kandidaten vorschlagen . Auswahlkriterien sind nach Angaben der ICANN unter
anderem " Verständnis der Internet-Architektur und -Geschichte " , " Erfahrungen
mit der Internet-Architektur " und " besondere Kenntnisse mit dem System der
Domain-Namen und IP-Adressen " . Besonders diese Kriterien weisen , mit relativ
harmlosen Begriffen , allerdings schon auf ein Problem hin , vor dem die
Kandidaten stehen , sollten sie wirklich ins ICANN-Direktorium gewählt werden :
Aus Kreisen der ICANN war schon zu hören , man müsse als ICANN-Direktor wohl
mindestens drei bis vier Monate von seinem Arbeitgeber freigestellt werden .
Auch die Kosten , die ein Direktoriumsmitglied aus eigener Tasche aufzubringen
hat , dürften ein erkleckliches Sümmchen ergeben , auch wenn die ICANN wohl die
eigentlichen Reisekosten übernehmen will . Wer auch immer vom
Nominierungskomitee in die Kandidatenliste aufgenommen werden soll , für den
muss es jedenfalls nach Aussagen der ICANN breite Unterstützung unter den
ICANN-Mitgliedern geben - wobei unklar bleibt , wie das Komitee dies feststellen
will . Die bislang recht undurchsichtigen Pläne zur Kandidatennominierung
schürten jedenfalls einige Unzufriedenheit . Die entsprechenden Kriterien und
Voraussetzungen gab das Komitee auf seiner Webseite bekannt . Für die
Selbstnominierung hat die ICANN darüber hinaus eine eigene Seite eingerichtet .
Auch hier sind diverse Kriterien zu erfüllen . Dafür soll jeder Selbstnominierte
auf den ICANN-Servern eine eigene Seite bekommen , auf der dann Interessierte
ihre Unterstützung für ihn kundtun können . Demokratie oder nicht ? Die
Beschränkung auf fünf Direktoren , die von den Surfern selbst gewählt werden
können , und die teilweise undurchsichtigen Kriterien und hohen Hürden , um
überhaupt auf die Kandidatenliste zu kommen , stoßen schon auf heftige Kritik .
Der weitere Prozess dürfte auch davon abhängen , wie weit sich die
Internet-Nutzer tatsächlich selbst einmischen . Cisco hat das Netz im Griff Den
Markt für diese Geräte hat Cisco fest im Griff , meint das amerikanische
Marktforschungsunternehmen Dataquest . Die Firma konnte damit ihren Marktanteil
gegenüber dem Vorjahrsquartal ( 69 Prozent ) sogar noch steigern . Die
Konkurrenz ist weit abeschlagen . Der nächste Kandidat , der kanadische
Telecom-Gigant Nortel Networks , liegt bei 7,6 Prozent Marktanteil . Die Firma
hatte 1998 den direkten Cisco-Konkurrenten Bay Networks übernommen . An dritter
Stelle folgt der Netzwerkspezialist 3Com mit 3,1 Prozent Marktanteil .
Allerdings sehen die amerikanischen Analytiker trotz der klaren Dominanz von
Cisco erste Anzeichen dafür , daß sich die Situation schnell ändern könnte .
Zwar besitzt die Konkurrenz niedrigere Marktanteile , erzielt aber starkes
Umsatzwachstum . So schaffte Nortel Networks ein Plus bei Routern von 26,4
Prozent , 3Com sogar einen Zuwachs von 45 Prozent . Nicht vergessen sollte man
zudem andere Firmen aus der Telekommunikationsbranche wie Lucent oder Ericsson ,
die sich immer stärker im Bereich der Datennetzwerke einmischen . Lesung mit
Salman Rushdie live im Internet Am 29. Mai liest der Schriftsteller Salman
Rushdie in der Münchner Muffathalle aus seinem neuestem Roman Der Boden unter
ihren Füßen . Die Süddeutsche Zeitung online überträgt die Lesung ab 20.30 Uhr
live im Internet . Rushdie lebt versteckt , seit 1989 der iranische
Revolutionsführer Ayatolla Khomeini die Fatwa gegen ihn ausgesprochen hat , weil
sein Buch Die Satanischen Verse blasphemisch sei . Damit rief Khomeini alle
Moslems auf , das Todesurteil an Rushdie zu vollstrecken . Die iranische
Regierung setzte sogar ein Kopfgeld aus . Offizielle iranische Stellen
distanzierten sich zwar 1998 etwas verklausuliert von der Fatwa , moslemische
Fundamentalisten halten allerdings daran fest . Eine Kurz-Biographie von Salman
Rushdie und Leseproben aus dem neuesten Buch finden Interessierte unter
www.sueddeutsche.de/misc/rushdie . Dort gibt es für diejenigen , die ihn noch
nicht haben , auch den für die Live-Übertragung notwendigen Real Player . Novell
weiter auf Erfolgskurs " Novell geht wieder auf Wachstumskurs " , meinte
Novell-Chef Eric Schmidt bei der Vorstellung des Berichts für das zweite Quartal
des Geschäftsjahrs 1999 . Die Zahlen scheinen ihm Recht zu geben : Der Umsatz
stieg damit um 20 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 1998 , der Gewinn sogar
um über 100 Prozent . Dies ist das zweite Quartal in Folge , in dem Novell die
Erwartungen von Wallstreet-Analysten übertrifft . Die Firma führt den Erfolg
selbst auf das große Interesse an NetWare 5 zurück , der neuesten Version von
Novells Server-Betriebssystem . Digitaler TV-Standard von Toshiba , Matsushita
und Sony Nach Informationen der japanischen Wirtschaftszeitung Nihon Keizai
wollen die japanischen Elektronikkonzerne Toshiba , Matsushita ( Panasonic ) und
Sony auf dem Gebiet des digitalen Fernsehens künftig eng zusammenarbeiten und
eine neue Generation von Empfängern entwickeln . Unter Führung von Toshiba wird
zunächst ein gemeinsames Team gebildet . Ausserdem einigte man sich auf das
Verschlüsselungs- und Abrechnungssystem B-CAS . Darüber hinaus sollen die Boxen
und Komplettgeräte auch noch über eine Festplatte mit bis zu 30 bis 50 GByte
Kapazität verfügen , mit der im Idealfall über sechzig Stunden TV-Programm
temporär aufgezeichnet werden können . Ein endgültiges Abspeichern soll
anschliessend auf DVD möglich sein . Zu guter Letzt soll ein eingebautes Modem
den Internet-Zugang , Online-Shopping und Telefonie ermöglichen . Geplant sind
komplette Fernsehgeräte und Settop-Boxen . Letztere sollen zwischen 100.000 und
150.000 Yen kosten , umgerechnet knapp 2000 bis 3000 Mark . Um eine schnelle
Verbreitung zu gewährleisten , können sich die Beteiligten laut den japanischen
Berichten aber auch niedrigere Preise vorstellen . Die ersten Geräte sollen
jedenfalls zwischen März und Juni 2001 in die Regale der Elektronikhändler
gelangen . Die drei großen japanischen Konzerne mussten sich nicht zuletzt auch
deshalb einigen , weil im Sommer kommenden Jahres zwei Satellitensysteme ( BS
und CS ) nebeneinander existieren werden . Kenwood will Sound-Qualität von MP3
verbessern In diversen Berichten ist die Technologie schon als " CD-Qualität für
MP3 " gefeiert worden . Dieses Wunder soll so vonstatten gehen , daß beim
Abspielen besonders Höhen , die beim Komprimieren verloren gegangen sind ,
wieder in das Audio-Signal hineingerechnet werden . Grundsätzlich aber nimmt das
menschliche Ohr Audiosignale besonders intensiv in dem von Sprache benutzten
Frequenzbereich wahr . Es ist daher gewollt , dass bei Kompression den Höhen
wenig Platz eingeräumt wird . Nun können einmal verloren gegangene Teile des
Signals im Allgemeinen nicht rekonstruiert werden . Alle natürlichen
Geräuschquellen verfügen allerdings über Obertöne - wenn also beispielsweise
eine Violine ein A spielt , klingen auch gleichzeitig höhere Frequenzen mit ,
und zwar bestimmte Vielfache der Ursprungsfrequenz . Diese Obertöne sind eine
Eigenschaft des Instruments . Um sie korrekt zu rekonstruieren , müßte Kenwood
also anhand des Signals die einzelnen Tonquellen erkennen können . Wenn das
gelänge , wäre aber schon eine viel effizientere Kompression als mit MPEG Layer
3 möglich . Es liegt daher die Vermutung nahe , daß Kenwood einfach das Signal
mit höherer Frequenz über sich selbst legt . Es ist vielmehr mit dem Bass Boost
vergleichbar , der ja in Low-Cost-Audio-Komponenten auch weite Verbreitung
findet und gewöhnlich auch mit vermeintlich natürlicherem Klang beworben wird .
Hinzu kommt , dass der tatsächliche Grund für schlecht klingende MP3-Dateien
nicht die fehlenden Obertöne sondern schlechte Encoder sind . Die typischen
MP3-Artefakte sind Pre-Echos und zu lautes Rauschen in manchen Frequenzbändern .
Selbst wenn diese Artefakte durch weitere Obertöne natürlicher klingen mögen ,
so sollte doch das eigentliche Ziel sein , sie beim Kodieren komplett zu
vermeiden . Philips stellt eigene Handy-Produktion ein Nun ist es offiziell :
Philips gibt , ähnlich wie der schwedische Konzern Ericsson , die eigene
verlustreiche Handy-Produktion auf . Das gab das Unternehmen am Dienstag in
Amsterdam bekannt . Nach skeptischen Äußerungen des Philips-Managements über den
Erfolg der Handy-Sparte war ein solcher Schritt in der Branche bereits erwartet
worden . Teile des Entwicklungsprogramms und der Produktion von Handys will der
niederländische Konzern in eine Partnerschaft mit der China Electronics
Corporation ( CEC ) einbringen . Über die grundsätzliche Neuordnung des
Geschäfts mit Mobiltelefonen sind nach Angaben des Konzerns noch Gespräche mit
dem Betriebsrat vorgesehen . CEC wird die bisherige Minderheitsbeteiligung an
einem Gemeinschaftsunternehmen mit Philips in Shenzen ( China ) aufstocken .
Außerdem übernimmt CEC einen Teil der Forschungs- und Entwicklungsressourcen von
Philips sowie Design und Know-how für GSM-Mobiltelefone . Philips werde sich
künftig vor allem auf diese Rolle als Technologie-Lieferant konzentrieren ,
meinte der neue Philips-Chef Gerard Kleisterlee : " Mit den Halbleiter- und
Komponenten-Sparten ist Philips ein wichtiger Anbieter von drahtloser
Technologie für Mobiltelefon-Hersteller . " Handys mit den Philips-Label soll es
aber weiterhin geben : Man wolle Mobiltelefone unter dem Namen Philips verkaufen
, soweit dies Gewinn bringe , meinte Kleisterlee . Cap Gemini baut weltweit
2.700 Stellen ab Die französische Software- und Consulting-Gruppe Cap Gemini
Ernst & Young kann die in diesem Jahr angestrebten Ziele nicht erreichen und
baut weltweit 2.700 Arbeitsplätze ab . Nach einer Mitteilung des Unternehmens
sind überwiegend Arbeitsplätze in den USA , Großbritannien und nordeuropäischen
Ländern sowie im Telekommunikationsbereich betroffen . Auch die Zusammenlegung
von VEBA und VIAG in der E.ON Energie in Deutschland wirke sich aus , weil das
Zusammengehen mit der VEBA-Gruppe damit aufgelöst werden müsse . Die Hälfte des
Rückgangs gehe auf die Abschwächung des US-Geschäfts zurück . Besonders
betroffen sei das Consulting-Geschäft für US-Finanzdienstleister sowie
Hightech-Firmen in den USA und Nordeuropa . Auch der Telekommunikationssektor
setze seinen Abschwung besonders in den Ländern fort , in denen er einen
signifikanten Anteil zum Umsatz von Cap Gemini beitrage . Noch vor einem Jahr
galt das Internet als die neue Goldader der Medienbranche . Nach dem Platzen der
Internet-Blase an der Börse ist auch bei den TV-Konzernen Ernüchterung
eingekehrt , wie am heutigen Dienstag beim Medienforum NRW in Köln deutlich
wurde . Noch immer melden die TV-Sender , die mit großen Investitionen auf den
Internet-Zug aufgesprungen sind , enorme Steigerungsraten bei den Page
Impressions . Doch trotz anhaltend steil zunehmender Online-Nutzung haben sich
die Erlöse für die Anbieter nicht gleichermaßen positiv entwickelt , wie Stefan
Groß-Selbeck , Geschäftsführer der ProSieben Digital Media GmbH , einräumte .
Nur teilweise erfüllt haben sich danach die Hoffnungen , die auf Online-Werbung
oder E-Commerce gesetzt wurden , da große Handelsketten wie Otto oder Karstadt
selbst im Internet aktiv seien . Als " Silberstreifen am Horizont " sieht
Groß-Selbeck die " cross-mediale Verwertung " - dabei wird das Internet
gemeinsam mit dem TV-Programm an Kunden vermarktet . In der Zukunft wird beim
ProSieben-SAT.1-Konzern ( Kirch ) vor allem auf Allianzen im E-Commerce-Bereich
sowie auf Dienste für das Handy gesetzt . Künftig werden Nutzer für "
Premium-Dienste " im Internet auch zahlen müssen . Optimismus verbreitete
dagegen Thomas Hesse von der RTL Newmedia , der Online-Tochter von Deutschlands
größtem TV-Konzern RTL . RTL , das auch im Internet Marktführer ist , setzt nach
Hesses Worten ebenfalls auf Cross-Media . Daneben baut man auf den Ausbau der
Breitbandkabelnetze in Deutschland , die künftig digital eine Vielzahl von
TV-Kanälen zusammen mit Internet und Telefon viel schneller und interaktiver ins
Haus bringen sollen . Hesse rechnet aber für dieses Jahr nicht mit mehr als
100.000 Haushalten , die diese neuen Dienste in Deutschland erproben können . "
Es kommt nicht über Nacht , aber in kleinen stetigen Schritten . " Der
US-Konzern Callahan , der zusammen mit dem ebenfalls amerikanischen Konzern
Liberty Media für Milliarden von Mark das Kabelnetz der Deutschen Telekom
gekauft hat , will im September mit seinen Breitbanddiensten in NRW beginnen .
Ob und in welchem Maß diese neuen digitalen Dienste von den Verbrauchern
angenommen werden , gilt als ungewiss . Die Menschen müssten auf diese neue
Technik vorbereitet werden , sagte Bertold Heil von der Unternehmensberatung
PricewaterHouseCoopers . " Es ist nicht ausreichend , den Leuten die neue
Technik einfach hinzustellen . " Trotz weiterhin guter Wachstumschancen
beurteilt auch die nordrhein-westfälische Landesregierung die Aussichten der
Branche eher nüchtern . Statt der viel zitierten " digitalen Revolution " müsse
man wohl eher von einer " digitalen Evolution " sprechen , meinte Miriam Meckel
, Medien-Professorin und Staatssekretärin in Düsseldorf . Und auch das TV , das
manche schon zur totgesagten " Old Economy " zählten , ist längst nicht
abgeschrieben : " Das Fernsehen bleibt auf längere Sicht Leitmedium " ,
prophezeite Meckel . Chaos im Netz macht der Internet-Ökonomie zu schaffen Die
schöne neue Welt des Internet droht im Müll zu versinken . Tote Links und
langweilige Homepages frustrieren viele Surfer - und gefährden Wachstum und
wirtschaftlichen Erfolg des Netzes . Pupillen zucken , verharren und wandern
plötzlich unruhig hin und her . Eine Spezialkamera hat einen Testsurfer im
Visier , und die Forscher kontrollieren die Bewegungen seiner Augen auf einem
neben dem Internet-Monitor aufgebauten Bildschirm . " Die meisten klicken
hektisch herum oder sehen nur kleine Bruchteile von Homepages " , sagt der
Düsseldorfer Professor für Kommunikation . Das Internet krankt an allzu großem
Chaos . " Viele Nutzer haben ein hohes Frustrationspotenzial , aber die
Schonfrist ist bald vorbei " , sagt Roland Bronold , Internet-Experte der
Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung ( GfK ) . Die meisten Texte und
Bilder im immer weiter verzweigten Netz finden nach den Ergebnissen der
Düsseldorfer Forscher kaum Beachtung . Leisten voller Zugänge zu nachgeordneten
Seiten , Links in alle Welt , Bildschirme voller Text - alles vergebens ? " Die
Verweildauer bei einem Internetangebot liegt bei zwei bis sieben Seiten , danach
hören die Surfer entnervt auf " , sagt Schub von Bossiazky . Dutzendfach bleiben
die einzelnen Seiten hinter oft langweiligen Startseiten ungesehen . Rund 100
Testpersonen plagten sich über ein halbes Jahr hinweg unter Realbedingungen im
Netz ab . Nach maximal einer Viertelstunde oft frustrierter Suche gingen die
User durchschnittlich offline . Jeder Dritte fand gar nichts von den gewünschten
Informationen . " Viele große Prophezeiungen sind unsinnig . " In der Branche
gelobt man freilich Besserung . " Die Zeit von Listen mit Firmenabteilungen auf
Homepages ist vorbei " , verspricht Oliver Suhre , Sprecher von BBDO Interactive
in Düsseldorf . Die Web-Designer der Werbeagentur unterstützen das Netz-Labor -
und versprechen sich davon attraktivere Sites . Neue Homepages sollen nach dem
Vorbild von Nutzeranalysen für Zeitschriften während der Entwicklung ständig
geprüft werden . Regelmäßig wechselnde Slogans und Bilder sollen die Surfer auf
eine Homepage locken , nach dem ersten Klick sollen sie schnell ins Innere
gelockt werden . Der Werbemann glaubt an die schöne neue Welt des Internet : "
Eine Trennung von Netz und Fernsehen wird es nicht mehr geben " , sagt Suhre
etwa voraus . Anstatt Produkte zu bewerben , würden Firmen in TV-Spots künftig
lediglich ihre Webadresse anpreisen . Doch noch hinkt das Netz seinen
technischen Möglichkeiten hinterher , gibt Suhre zu : " Für viele ist das Netz
noch das Medium von Technofreaks und von Wissenschaftlern . " Manch gestandener
Internet-Nutzer dürfte allerdings angesichts der schönen neuen Welt der
Internet-Ökonomie hoffen , dass dies so bleibt . Telekom : Zeitplan für
T-Mobil-Börsengang bleibt vorerst Die Telekom möchte beim Zeitplan für den
Börsengang ihrer Mobilfunktochter T-Mobil bleiben . Bislang ist die Ausgabe der
Aktien für Oktober angekündigt . In der Tagespresse und Wirtschaftsblättern gab
es daher bereits Spekulationen , dies könne den Börsengang der Telekom-Tochter
verzögern ; der Telekom-Sprecher Jürgen Kindervater wird mit den Worten zitiert
: " Die US-Börsenregeln sind sehr streng - wir müssen jetzt erst mal
Rechtssicherheit haben . " Dass dies aber eine Verschiebung des Börsengangs von
T-Mobil bedeute , wollte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek gegenüber c't zum
jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigen . Natürlich müsse man den Börsenprospekt
überarbeiten und die Zahlen von Voicestream aufnehmen ; die Arbeiten seien
bereits im Gange , um auch der amerikanischen Finanz- und Börsenaufsicht
Securities und Exchange Commission ( SEC ) entsprechende Unterlagen vorlegen zu
können . Bislang bleibe die Telekom aber beim ursprünglichen Zeitplan , mit
T-Mobil im Oktober an die Börse zu gehen , da man annehme , die Überarbeitung
des Börsenprospekts im vorgegebenen Zeitrahmen abschließen zu können . Sun
trumpft auch in Deutschland auf Sun trumpft auf - während die Hersteller von
Standard-PCs und Servern auf Basis von Intel-Technik eher mit gemischten
Gefühlen auf die Absatzzahlen des zweiten Quartals blicken , kann der Server-
und Unix-Spezialist auch in Deutschland glänzende Zahlen vorlegen . Nachdem die
Sun-Chefs Ende letzter Woche schon bei der Vorstellung der Geschäftszahlen des
Gesamtkonzerns von einem " unglaublichen Quartal " sprachen , legte gestern
Abend auch die deutsche Tochter eine Erfolgsbilanz vor . Im laufenden Jahr werde
sich das Wachstum mit Steigerungsraten von 30 Prozent fortsetzen , erwartet
Krings . Bei Großprojekten und Neugründungen der Internet-Ökonomie sei Sun in
Deutschland inzwischen Marktführer und der dominierende Lieferant . Für den
Konzern spielten dabei vor allem die Märkte der Telekommunikation , der
Finanzdienstleistungen , des Handels und der Fertigung die größte Rolle . Zu den
Kunden in diesen Bereichen zählten unter anderem die Großbanken , Siemens , die
Telekom und der Autokonzern DaimlerChrysler . Zu den Auftragseingängen und den
Gewinnen der deutschen Sun-Dependance wollte Krings zwar keine Zahlen nennen ,
sprach aber von Rekordwerten . Momentan sind hier zu Lande rund 1.500
Mitarbeiter bei Sun beschäftigt . Wer liest was im Cyberspace - neue Zählung bei
den Online-Medien Wie oft wird eine Homepage eigentlich angeklickt - und wie
intensiv in Online-Medien gelesen ? Darüber rätseln nicht nur viele
Internetnutzer . Auch die Anbieter selbst und natürlich die Werbewirtschaft
würden da gerne möglichst genau Bescheid wissen . Nachlesen lässt sich die "
Auflage " der Online-Ausgaben von Bild , Stern , Spiegel oder Allegra unter
www.ivw.de . Das ist die Homepage der Informationsgemeinschaft zur Feststellung
von Verbreitung von Werbeträgern ( IVW ) in Bonn . Die hat gerade ein neues
Verfahren zum Zählen der Online-Nutzer eingeführt , das für mehr Durchsicht
sorgen soll . Die Top Ten der beliebtesten Internetzeitschriften gerät nun
durcheinander : War bis jetzt die Zeitschrift Focus Online Spitzenreiter unter
den virtuellen Ablegern deutscher Print-Magazine , könnten nach Berechnungen des
Interactive Advertising Center in München bald Coupe und Praline auf den Plätzen
eins und zwei stehen , die vor allem mit nackten Tatsachen auf sich aufmerksam
machen . Die Nummer zwei , Coupe , folgte mit rund 62 Millionen . Der Grund für
den Wechsel ist nun ein geändertes Auszählverfahren der IVW . Denn hinter Focus
online verbirgt sich nicht nur die Online-Version der Zeitschrift Focus ,
sondern auch das Auktionshaus E-Bay und der Autohändler Autoscout24 . " Die
zunehmende Zahl von Kooperationen hat die jetzige Darstellungsform der
Seitennutzung von potenziellen Werbeträgern unübersichtlich gemacht " , sagt
Wolfgang Neuber , Bereichsleiter Online bei der IVW . " Kooperationen haben ihre
Einzelangebote zwar teilweise ausgewiesen , konnten aber die Nutzungszahlen
zusammenschmeißen , wenn es um die Auflistung in einer bestimmten IVW-Kategorie
ging . " Netzwerke müssen nun erstmals vom Juli an alle Einzelangebote innerhalb
einer Kooperation , die über eine eigene Adresse im Internet verfügen , samt
Nutzungszahlen bei der IVW ausweisen . Nicht nur " Focus " muss mit der neuen
Transparenz Federn im Ranking lassen . Auch " Coupe " und " Praline " , verrät
ein Blick auf die IVW-Website , haben sich im Mai noch mit Seitenaufrufen von
Netzwerkpartnern geschmückt . Die Betroffenen geben sich gelassen . " Wir
begrüßen die durch die Änderungen entstehende Transparenz " sagt Manfred Klaus ,
Geschäftsführer des Interactive Advertising Center , der auch die Werbeflächen
bei " Focus " verkauft . " Von Netzwerken profitiert der Kunde , weil er einen
größeren Markt abdecken kann " , sagt Martina Lenk , Projektleiterin beim
Mecklenburg-Vorpommern-Web in Schwerin . Die genauen Konsequenzen der Änderung
sind nicht völlig klar . Denn nicht nur in der Rangfolge , auch in der Zuordnung
der Netz-Presse wird es Neugestaltungen geben . " Eine Online-Zeitschrift kann
sich nicht als General-Interest-Anbieter ausgeben , wenn die Masse der Klicks im
mit der Zeitung verbundenen Reisebüro gemacht wird " , sagt IVW-Experte Neuber .
Cisco kauft Hersteller von Internet-Telefonen Das Unternehmen stellt Adapter und
Gateways her , um normale Telefone an Voice-over-IP-Netze anzuschließen ; zum
Portfolio gehören aber auch Ethernet-Telefone , die sich direkt zum Telefonieren
per Voice-over-IP ( VoIP ) mit einem LAN verbinden lassen . Die Übernahme von
Komodo , dessen Papiere sich bislang in privater Hand befinden und nicht
öffentlich gehandelt werden , soll in Form eines Aktientauschs vor sich gehen .
Cisco möchte nach eigenen Aussagen mit dieser Übernahme seine Stellung im Markt
der Telefonie-Angebote für Internet-Provider stärken . Diese sehen in
VoIP-Techniken teilweise die Chance , nicht nur als reiner
Anschlussdienstleister für den Daten-Transport , sondern als Komplettanbieter
für Daten- und Sprachkommunikation mit den großen Carriers zu konkurrieren .
Bereits im März hatte Cisco eigene IP-Telefone und VoIP-Gateway-Module für seine
Catalyst-Switches angekündigt . Mit den Produkten von Komodo will Cisco auch nun
kostengünstige Lösungen offerieren , um klassische Telefonanlagen und sogar
Privatkundentelefone in VoIP-Netze und Internet-Telefonie-Dienstleistungen
einbinden zu können . Microsoft-Prozess : Die nächste Runde naht Nun kommt
langsam Fahrt in die nächste Runde des Prozesses : Microsoft hat am heutigen
Mittwoch in einem Schreiben an das oberste Bundesgericht ( Supreme Court )
gefordert , dass zuerst das zuständige Washingtoner Berufungsgericht ( DC
Circuit Court of Appeals ) über den Microsoft-Einspruch verhandeln solle . Die
US-Regierung hatte dagegen beantragt , über die Berufung direkt vor dem Supreme
Court zu verhandeln ; dem hatte der Richter der ersten Instanz , Thomas Penfield
Jackson , zugestimmt . Durch Überspringen der nächsthöheren Instanz solle die
endgültige Entscheidung in dem Verfahren beschleunigt werden . Die Möglichkeit ,
direkt vor dem Supreme Court zu verhandeln , ist durch den so genannten
Expediting Act gegeben , der die direkte Berufung vor dem Supreme Court bei
Kartellverfahren von nationaler Bedeutung zulässt . Dem Supreme Cour steht es
aber frei , den Fall anzunehmen oder ihn zunächst an das eigentlich zuständige
Berufungsgericht zu verweisen . Zur Begründung des Antrags , vor dem Appeals
Court weiter zu verhandeln , erklärte Microsoft unter anderem , dass der
Berufungsfall so komplex sei , dass die Angelegenheit am besten auf dem normalen
Rechtsweg behandelt werden könne . Allerdings gibt es auch einen anderen
möglichen Grund für Microsoft , die Verhandlung vor dem Appeals Court
anzustreben : Dieses Gericht hatte in der Vergangenheit in einer mit dem
Kartellstreit verbundenen Rechtsfrage zu Gunsten des Konzerns entschieden . Wenn
das höchste Gericht der Microsoft-Eingabe stattgibt und den Fall nicht annimmt ,
würde die Berufung automatisch auf dem Tisch des Appeals Court landen . Dieser
hatte Mitte Juni bereits in einer überraschend schnellen Reaktion zugestimmt ,
die Berufung anzunehmen - muss aber das Verfahren trotzdem abgeben , wenn der
Supreme Court den Fall an sich zieht . Einige Rechtsexperten in den USA halten
es allerdings für wahrscheinlich , dass der Supreme Court selbst über die
Berfung verhandeln will : Wenn das Verfahren gegen Microsoft nicht dem
entspreche , was der Expediting Act vorsehe , sei die Bestimmung in dieser
Verordnung so gut wie sinnlos . Eine Entscheidung des obersten Gerichsts über
das weitere Vorgehen ist jedoch wohl frühestens im September zu erwarten .
Nortel profitiert vom Boom der optischen Netze Ähnlich wie bei Lucent , dem
Hauptkonkurrenten Nortels , der vor wenigen Tagen seine Geschäftszahlen
präsentierte , gibt es aber auch im Nortel-Bericht einen Wermutstropfen : Bei
Erfolgen in Bereich der optischen Netze sieht Nortel denn auch vor allem den
Grund für die Steigerung des operativen Gewinns und des Umsatzes . Zu den
Berichten , dass Nortel eine Art " kleiner Fusion " mit dem weltgrößten
Hersteller von Glasfasern , Corning , plane , wollte Roth allerdings keine
Stellung beziehen . Compaq macht Verluste Compaq hat im zweiten Quartal 2001 auf
Grund der schwachen Konjunktur und harter Preiskämpfe rote Zahlen geschrieben
und einen starken Umsatzrückschlag verbucht . Auch für das dritte Quartal
erwartet Compaq angesichts sich verschärfenden Preiskriegs keine Besserung . Die
Firma aus Houston hatte bereits vor wenigen Tagen Entlassungen angekündigt Green
Card : Nur 8.556 IT-Spezialisten kamen Die vor einem Jahr auf Druck der
Wirtschaft geschaffene Green Card für ausländische Computer-Spezialisten hat die
Erwartungen im ersten Jahr anscheinend nicht erfüllt . Am 1. August ist die
Green-Card-Regelung ein Jahr alt . Sie sieht Ausnahmegenehmigungen für maximal
20.000 ausländische IT-Fachleute vor . Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte sich
seit der CeBIT im Jahr 2000 für die Green Card eingesetzt . Noch Mitte Juni
hatte die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung eine positive Zwischenbilanz der
Green-Card-Regelung gezogen . Der amtlichen Statistik zufolge sind die meisten
der ausländischen Fachleute Inder : Die zweitstärkste Gruppe ( 1.198 ) kommt aus
den Staaten der ehemaligen Sowjetunion , auf dem dritten Platz rangieren die
Rumänen ( 736 ) . Die weitaus größte Zahl der IT-Kräfte erhielten die Green Card
auf Grund ihres Hochschulabschlusses . Den amtlichen Zahlen zufolge bekamen
knapp 13 Prozent der Bewerber eine Green Card , weil sie mindestens 100.000 Mark
im Jahr verdienen . Nach Informationen der Wirtschaftswoche aus dem Bayerischen
Landesarbeitsamt lässt die Qualifikation der Bewerber zu wünschen übrig . So
habe es bereits Änderungskündigungen und neue Verträge mit Löhnen gegeben , die
unter der von der Bundesregierung festgesetzten Untergrenze von 100.000 Mark
jährlich liegen . Dem Vernehmen nach waren einige der Green-Card-Inhaber
vorübergehend sogar arbeitslos . Amazon vs. eBay : Online-Flaggschiffe auf
Kollisionskurs Gewinne sind selten im Internet-Geschäft , Verlustmeldungen
bleiben die Norm . Zwei Flaggschiffe des Internet-Handels repräsentieren diese
Trends , und sie werden zunehmend zu erbitterten Gegnern , die einander die
Kunden weglocken wollen . Auf der einen Seite steht eBay . Der
Online-Auktionator kann nicht nur ständige Umsatzsteigerungen melden . Auf der
anderen Seite steht der größte und immer weiter wachsende Online-Händler Amazon
, der jedoch immer noch rote Zahlen schreibt . Eine positivere
Jahresschlussbilanz ist nun das große Ziel , das betont Amazon-Chef Jeff Bezos
immer wieder . Eine Methode auf dem Weg zu Gewinnen sind strategische Allianzen
wie die jetzt angekündigte verstärkte Zusammenarbeit mit America Online , dem
weltgrößten Internet-Service des Medienkonzerns AOL Time Warner . Und eBay geht
dafür eine Allianz mit Microsoft ein und will die .NET-Strategie der Redmonder
umsetzen : Hinter dem Aufeinandertreffen der Online-Händler steht inzwischen
möglicherweise auch der Kampf der Giganten AOL und Microsoft um die
Vorherrrschaft im Internet . Die beiden Flaggschiffe der Internet-Ökonomie
ähneln sich in ihren Methoden inzwischen . Amazon setzt mittlerweile verstärkt
auf alternative Verkaufsmethoden , die schon eBay zum Erfolg verhalfen . Aber
auch die Konkurrenz schaut über den Zaun . Verkehrte Welt : Während Amazon
Auktionen anbietet , gibt es bei eBay immer öfter feste Preise . Das
Auktionshaus präsentiert im Internet eine Infrastruktur , in der angemeldete
Teilnehmer ihre Waren zur Versteigerung anbieten und die Waren nach dem Ende der
Auktion an den Meistbietenden verschicken . Damit entfallen für eBay Lager- und
Transportkosten , gleichzeitig kassiert das Unternehmen einen Anteil des
Verkaufspreises . Eine ähnliche Vermittlerrolle spielt Amazon nun ebenfalls .
Neuerdings werden Bücher , CDs oder auch Computer von Privatleuten oder kleinen
Händlern auf der Amazon-Website versteigert . Bei diesen Auktionen vermittelt
Amazon nach dem Vorbild eBay zwischen Anbietern und Interessenten und kassiert
Prozente . Die Versendung des verkauften Artikels organisieren Käufer und
Verkäufer auch bei Amazon unter sich . Das neue Auktionshaus floriert , über
700.000 Kunden nutzten nach Firmenangaben das Angebot bereits . Bei eBay hat man
unterdessen erkannt , dass einige Kunden feste Preise attraktiver finden als die
zeitraubende Teilnahme an einer Auktion , die schließlich noch nicht einmal die
Ersteigerung des gewünschten Artikels garantiert . Unter dem eBay-Dach residiert
deshalb die Sparte Half.com , wo gebrauchte Bücher und CDs zum garantierten
Billigpreis verhökert werden . Als neueste Verkaufsvariante führte eBay außerdem
das virtuelle Ladenviertel eBayStores ein , wo Einzelpersonen ebenso Handel
treiben können wie etablierte Firmen . Die Parallele zu eBayStores heißt bei
Amazon zShops . Unter diesem Namen bietet der Online-Händler schon seit 1999
einzelnen Kleingeschäften eine digitale Heimat . Die Online-Einkaufszone ist
perfekt vernetzt : Bei der Eingabe von Suchbegriffen erscheinen in der
Ergebnistabelle neben den Artikeln aus Amazons Warenlager auch ähnliche oder
gebrauchte Artikel aus dem Sortiment der angeschlossenen Amazon-Partner . Beim
Kampf um die Kundschaft gleichen sich die Geschäftsmodelle von eBay und Amazon
immer weiter an . Und damit steht möglicherweise schon in der nächsten
Weihnachtssaison eine Entscheidungsschlacht der Online-Handelsgiganten bevor ,
sagt der Analyst Jeetil Patel von der führenden US-Investmentbank Deutsche Banc
Alex . Brown . Software AG verbessert Umsatz und Ergebnis Für das Gesamtjahr
2001 rechnet die Software AG mit einem Umsatzwachstum von mindestens 45 Prozent
. Das operative Ergebnis soll erneut deutlich überproportional gesteigert werden
, hieß es bei dem Darmstädter Software-Haus . Infineon bestätigt
Stellenstreichungen Mit der Streichung von 5.000 Arbeitsplätzen im In- und
Ausland und einem drastischen Sparkurs will der Chiphersteller Infineon die
Krise überstehen . Damit soll jeder siebte der derzeit 35.000 Arbeitsplätze
entfallen . " Die dramatische Marktentwicklung und unsere daraus resultierende
Geschäftslage lassen uns keine andere Wahl " , erklärte Infineon-Chef Ulrich
Schumacher . Der Konzern bedauere , dass der Abbau von Arbeitsplätzen
unvermeidlich sei . Ein Ende der Schwäche im weltweiten Technologiesektor sei
aber nicht in Sicht . Von den Stellenstreichungen seien auch Arbeitsplätze in
Deutschland betroffen , sagte eine Sprecherin von Infineon gegenüber dpa . Die
regionale Verteilung sei aber noch nicht entschieden . Zur Situation im Dresdner
Werk könne man noch keine Aussage treffen , da derzeit alle Standorte überprüft
würden . Dresden werde mit der neuen 300-Millimeter-Technologie aber ein
zentraler Standort bleiben . Infineon ist von der Schwäche der Hightech-Märkte
besonders stark betroffen . Angesichts der anhaltenden Flaute rechnet Infineon
auch im gesamten Geschäftsjahr mit Verlusten . Bauelemente-Hersteller Epcos
streicht Stellen Nach einem Gewinneinbruch im dritten Quartal hat der
Bauelemente-Spezialist Epcos wegen der anhaltenden Branchenflaute zum
wiederholten Mal in diesem Jahr seine Prognosen gesenkt . " Unsere Hoffnung auf
eine Geschäftsbelebung in der zweiten Geschäftsjahreshälfte hat sich nicht
erfüllt " , sagte Epcos-Chef Gerhard Pegam . Daher will der Konzern in den
kommenden Monaten 750 weitere Arbeitsplätze streichen . Im vierten Quartal
erwartet das Unternehmen einen Verlust . Der Geschäftsverlauf bei den Kunden sei
weiter schwach , die Lagerbestände hoch . Für das Geschäftsjahr geht der Konzern
daher nun nur noch von einem Umsatzwachstum von " einigen wenigen Prozent " aus
. Die Umsatzrendite vor Steuern und Zinsen solle zweistellig sein . Zuletzt
hatte Epcos 10 bis 15 Prozent Umsatzwachstum und eine Gewinnmarge von 16 Prozent
vor Steuern und Zinsen prognostiziert . Die Erwartungen wurden bereits mehrere
Male gesenkt , zudem warnte der Konzern vor dem schwachen dritten Quartal .
Ursprünglich war Epcos von bis zu 30 Prozent Umsatzplus und einer Rendite von 19
Prozent ausgegangen . Trotz der schwachen Zahlen bemühte sich Epcos um
Optimismus ; die Mitteilung über den Geschäftsbericht überschrieb das
Unternehmen sogar mit " Epcos behauptet sich in schwachem Markt " . Pegam meinte
: " Auch wenn der Zyklus diesmal besonders heftig ist , glauben wir fest daran ,
dass sich unser Geschäft im Laufe des Jahres 2002 wieder verbessert . " Epcos
werde aus der derzeitigen Konsolidierungsphase gestärkt hervorgehen . Seit März
hat Epcos nach eigenen Angaben weltweit 610 feste Arbeitsplätze und 830 Stellen
von Zeitarbeitern gestrichen . In Deutschland entfielen 150 feste Arbeitsplätze
. Da der Großteil davon im vierten Quartal anfalle , werde für das Gesamtjahr
ein Verlust erwartet . Hitachi schließt Monitor-Fabriken Der japanische
Elektronikkonzern Hitachi will Monitor-Fabriken in Japan , Singapur und Malaysia
schließen und mehr als 2.600 Stellen streichen . Grund sei der bis Ende 2001
geplante Rückzug aus dem Geschäft mit Monitoren mit Bildröhre , teilte das
Unternehmen am Donnerstag in Tokio mit . Die Preise für derartige Monitore seien
wegen des flauen PC-Marktes stark gefallen , außerdem seien künftig
Flachbildschirme gefragt . SMS ins Festnetz - nun auch in der Schweiz Nach den
deutschen Telecom-Anbietern E-Plus , D2 Vodafone und der Telekom bietet nun auch
Swisscom als erster Anbieter in der Schweiz das Versenden und Empfangen von
Kurzmitteilungen ( SMS ) im Festnetz an . Ab dem kommenden 1. August können
Swisscom Kunden den neuen Dienst nutzen . Voraussetzung dafür ist ein
ISDN-Anschluss ( MultiLINEISDN ) sowie ein SMS-fähiges Telefongerät . Der
ehemalige Schweizer Monopolist bietet dazu fünf Gerätetypen im Preisbereich
zwischen umgerechnet 220 und 580 Mark an . Nicht vorgesehen ist nach Angaben von
Swisscom-Sprecher Sepp Huber die Übersetzung der Kurzmitteilungen in Sprachform
, wie dies etwa E-Plus anbietet . In der Einführungsphase vom 1. August bis Ende
September ist das Angebot gratis . Danach kostet das Versenden einer SMS wie im
Mobilnetz einheitliche 20 Rappen ( umgerechnet 25 Pfennige ) . Vorerst können
ausschließlich Festnetzabonnenten von Swisscom von dem neuen Angebot profitieren
. Der Empfang von Mitteilungen aus Fremdnetzen ist jedoch möglich .
Telecom-Konzern KPN baut Schulden ab Der Erlös soll dem Abbau der eigenen
Schulden dienen . Sie entstanden durch den Kauf von E-Plus und den Erwerb von
UMTS-Lizenzen in Deutschland und Großbritannien . Die Gespräche zwischen KPN und
dem belgischen Telecom-Unternehmen Belgacom über eine Fusion sollen inzwischen
wichtige Fortschritte gebracht haben . Wie die Zeitung De Telegraaf unter
Berufung auf Informationen aus Kreisen der Unterhändler berichtete , habe man
sich darauf geeinigt , beide Unternehmen als gleichwertig zu betrachten , obwohl
KPN größer sei . Im Fall einer Fusion soll Belgacom-Chef John J. Goossens das
neue Gesamtunternehmen führen . Die Verhandlungen könnten allerdings noch einige
Zeit dauern , meldete das Blatt . KPN sei an der Fusion interessiert , um
kurzfristig die Schuldenlast zu verringern , hatte die niederländische
Wirtschaftszeitung Het financieele Dagblad berichtet . " Längerfristig sucht KPN
eine strategische Zusammenarbeit mit einem größeren Partner " , schrieb das
Blatt am Mittwoch . British Telecom sieht ( finanzielle ) Fortschritte BT-Chef
Sir Peter Bonfield hob vor allem die Verringerung der Schulden als "
beträchtlichen Fortschritt " hervor . BT erlebt zurzeit die schwerste Krise seit
seiner Privatisierung 1984 . Dazu gab BT Milliarden für Mobilfunklizenzen aus .
Doch die Gewinnerwartungen erfüllten sich nicht . Erzwungene Preissenkungen
durch die Wettbewerbsbehörde Oftel belasteten BT zusätzlich . Seine Position als
britischer Branchenführer verlor das Unternehmen an den Konkurrenten Vodafone .
Der BT-Aktienkurs fiel von 15,13 Pfund Ende 1999 auf zurzeit 4,45 Pfund . Um die
Schulden weiter abzubauen , will BT nun auch seine Mobilfunksparte BT Wireless
mit der deutschen Viag Interkom selbstständig machen und die Anteile teilweise
verkaufen . Gefälschte Meldung führt zu Turbulenzen an US-Hightech-Börse Eine
solche Meldung kann ein börsennotiertes Unternehmen in den Ruin treiben : Die
Aktie des kalifornischen Netzwerk- und Fibre-Channel-Spezialisten Emulex
reagierte am gestrigen Freitag sofort auf diese Hiobs-Botschaft . Panikverkäufe
ließen den Kurs um bis zu 62 Prozent einbrechen , bevor die US-Hightech-Börse
Nasdaq den Handel aussetzte . Eine kurze Zeit standen sogar die Aktienkurse
anderer in diesem Segment tätiger Firmen unter Druck . Etliche Anleger und
Händler dürften nachhaltig geschädigt sein , denn die Nasdaq erklärte noch
während der Handelsaussetzung , dass keine Transaktionen storniert würden , die
auf Basis der Falschmeldung vorgenommen wurden . Nach den bisherigen Kenntnissen
wurde die Meldung vom PR-News-Service Internet Wire entgegengenommen . Dieser
Dienst reicht Unternehmensmeldungen an ein ganzes Netz von Finanz-Websites und
Nachrichtenagenturen weiter . PR-Dienstleister wie Internet Wire nehmen
normalerweise keine inhaltliche Bewertung der Meldungen vor , und verbreiten
alles , was nicht offensichtlich gegen geltende Gesetze verstößt .
Nachrichtenagenturen wie Dow Jones und Bloomberg stützen sich für ihre Beiträge
unter anderem auf diese PR-Dienste . Für eine Veröffentlichung ist für sie
jedoch allein der Nachrichtenwert entscheidend , der bei der Emulex-Meldung
scheinbar gegeben war . Dabei hatten sie sich offensichtlich darauf verlassen ,
dass die PR-Agentur zuvor zumindest die Authentizität des Herausgebers überprüft
hatte . Inzwischen ermittelt das FBI , und es dürfte sich in kurzer Zeit
herausstellen , wie es gelingen konnte , die Meldung in das internationale
Nachrichtennetzwerk einzuspeisen . Baubiologen : Bei UMTS biologisch
verträgliche Technik nutzen In die teilweise recht hitzig geführte Debatte über
den so genannten Elektrosmog greift nun auch der Berufsverband Deutscher
Baubiologen ( VDB ) ein . In dem seit zwei Jahren bestehenden Verband sind rund
60 Fachleute auf dem Gebiet der Baubiologie zusammengeschlossen . Allerdings ist
UMTS nach Ansicht der Baubiologen in einigen Bereichen unbedenklicher als die
bisherige GMS-Technik ; sie fordern aber die möglichst breite Nutzung möglichst
verträglicher Techniken . Die Baubiologen haben nun an die Inhaber der
UMTS-Lizenzen appelliert , beim künftigen Einsatz des neuen Mobilfunk-Standards
biologisch verträgliche Technik zu nutzen . So genannte gepulste Verfahren , wie
sei bei heutigen Handys angewandt würden , seien technisch keineswegs zwingend ,
betonte der Telekommunikations-Experte Martin Virnich vom VDB in einem
dpa-Gespräch . " Die biologische Belastung des Handy-Nutzers durch UMTS wird
ganz wesentlich davon abhängen , wie stark sich in der Praxis ungepulste
Verfahren durchsetzen " , unterstrich der Verbandsvertreter . Die ( mit 217
Hertz ) gepulste Strahlung der heutigen Handy-Generation kann nach Angaben des
Baubiologen-Verbandes unter anderem Hirnstromveränderungen hervorrufen . Auch
Schlaf- und Traumphasen könnten dadurch beeinflusst werden . Im Tierversuch sei
bereits ein erhöhtes Krebsrisiko festgestellt worden . Anders als bei GSM , bei
der eine bestimmte Anzahl Handy-Nutzer sich eine Frequenz in Form verschiedener
winziger Zeitfenster teilten , könnten bei diesem UMTS-Verfahren mehrere
Mobil-Anrufer die ganze Bandbreite eines kompletten Frequenzblocks gemeinsam und
zeitgleich nutzen , meinte Virnich . Das bei der heutigen GSM-Technologie
erforderliche Impuls-"Trommelfeuer" werde durch die Breite des Frequenzbandes
überflüssig . Allerdings gelte dies nur für schon aufgebaute Verbindungen . Die
Entwickler des neuen UMTS-Standards müssten deshalb dafür sorgen , dass auch für
den Verbindungsaufbau zwischen Handy und Basisstation in möglichst geringem
Umfang gepulste Verfahren eingesetzt würden , forderte Virnich . Grundsätzlich
wertete er es als bedenklich , dass mit UMTS genauso wie beim GSM-Standard eine
Technologie ohne eine wissenschaftliche Untersuchung ihrer Verträglichkeit " auf
den Massenmarkt geworfen wird " . Problematisch sei zudem die mit UMTS
verbundene drastische Zunahme von Basisstationen auf Gittermasten , Hochhäusern
, Wassertürmen , ausgedienten Fabrikschornsteinen und Kirchtürmen . Gerade nach
der Versteigerung der UMTS-Lizenzen und dem vorgesehenen Aufbau von insgesamt
sechs Netzen der dritten Mobilfunkgeneration gab es Diskussionen über eine
mögliche Verschärfung der Bestimmungen über die Immissions-Grenzwerte - die aber
bislang vom Umweltministerium nach offizieller Aussage nicht für notwendig
gehalten wird . Umweltverbände forderten allerdings , zumindest einen Teil der
Erlöse aus der UMTS-Versteigerung für die Erforschung der Auswirkungen
elektromagnetischer Felder zu nutzen . Napster erhält Unterstützung aus
Elektronik- und Medienbranche Die MP3-Tauschbörse Napster darf sich in der
juristischen Auseinandersetzung mit der amerikanischen Plattenindustrie über
neue Unterstützer freuen . Die Consumer Electronics Association ( CEA ) , die
Digital Media Association ( DiMA ) und die NetCoalition haben beim
Berufungsgericht des 9. US-Justizbezirks Dokumente eingereicht , die zu der
Klage der Vereinigung der amerikanischen Musikindustrie ( RIAA ) und der
einstweiligen Verfügung , die ein kalifornisches Gericht gegen Napster erlassen
hatte , Stellung nehmen . Das Berufungsgericht hatte die einstweilige Verfügung
der Richterin Marilyn Hall Patel außer Vollzug gesetzt , bis endgültig über die
Klage der RIAA entschieden ist . Die CEA ist eine US-Vereinigung , zu der so gut
wie alle Firmen aus der Hightech- und Elektronik-Branche gehören . In der DiMA
sind vor allem Unternehmen zusammengeschlossen , die Medieninhalte und
entsprechend Software und Infrastruktur im Internet anbieten , darunter etwa
Liquid Audio , RealNetworks , CDNow , EMusic oder der Online-Buchladen
Barnesandnoble.com . Die NetCoalition schließlich ist ein Zusammenschluss aus
Providern und Dienstleistern , darunter Yahoo , eBay , Lycos , Inktomi oder
Excite@Home . Pikanterweise sind in den Vereinigungen , die so genannte
amicus-Schriftsätze eingereicht haben , die dem Gericht bei der
Entscheidungsfindung durch Stellungnahmen nicht direkt involvierter Parteien
helfen sollen , auch beispielsweise AOL oder Sony Electronics vertreten . AOL
wiederum ist durch die geplante Fusion mit Time Warner und damit mit Time Warner
Music/EMI indirekt an der Klage der RIAA beteiligt - ebenso wie Sony Electronics
durch die Abteilung Sony Music des Mutterkonzerns . Und Sony-Vizechef Steve
Heckler hatte gerade ein radikales Vorgehen des Konzerns gegen Napster
angekündigt . Zudem hat an Barnesandnoble.com schließlich auch Bertelsmann einen
Anteil von 40 Prozent . Ganz ungetrübte Freude dürfte aber auch bei Napster
angesichts der unerwarteten Unterstützung nicht aufkommen : Denn so richtig
wollen sich die Industrieverbände nicht auf die Seite der MP3-Tauschbörse
schlagen . Die Statements beziehen sich vor allem auf die Verteidigungsstrategie
von Napster , die den Dienst mit Videorekordern vergleicht , die auch zum
illegalen Kopieren von Filmen eingesetzt werden könnten , trotzdem aber nicht
verboten seien . Die Richterin hatte das Argument verworfen , da interne
Dokumente von Napster zeigten , die Firma habe ihre Software vor allem
geschaffen , um Copyright-Verletzungen zu provozieren , und sei von vornherein
davon ausgegangen , dass Anwender durch die Nutzung der MP3-Tauschbörse das
Recht brechen würden . Die Industrievereinigungen werfen der Richterin nun vor
allem vor , dass sie Copyright-Gesetze falsch angewandt habe , die eigentlich
Techniken schützten , die auch für Anwendungen eingesetzt werden könnten , die
keine Gesetze verletzten . So sei schließlich der Verkauf und die Nutzung von
Videorekordern tatsächlich rechtmässig , auch wenn sie für illegale Kopien von
Filmen missbraucht werden könnten . Die Entscheidung von Patel dagegen , die
Technik von Napster grundsätzlich als rechtwidrig zu erklären , könne die
Entwicklung bei der gesamten Technik , die für Verbraucher gedacht sei ,
gefährden . Die DiMA etwa wirft Patel vor , sie sei nicht den juristischen
Standards gefolgt , die das oberste US-Bundesgericht in den Entscheidungen zu
Videorekordern ( speziell im Streit um Sony/Betamax ) gesetzt habe . Stattdessen
habe das Bezirksgericht neue Festlegungen über die Legalität von Technologie
getroffen . Diese hinderten , falls sie zum Präzedenzfall würden , die
DiMA-Mitglieder daran , neue Angebote und Produkte auf den Markt zu bringen ,
die Verbraucher befähigten , Musik und andere urheberrechtlich geschützten Werke
dem Recht gemäß zu genießen . Das Bezirksgericht habe vor allem die
Herangehensweise des obersten Bundesgerichts verworfen , nach der eine Technik
danach zu beurteilen sei , ob sie grundsätzlich für Anwendungen eingesetzt
werden könne , die das Recht nicht verletzen . Stattdessen habe die Richterin
Kriterien wie " überwiegender Gebrauch " und " Absicht des Erfinders "
eingeführt , die für das oberste Bundesgericht bei der Beurteilung von
Technologien keine Rolle spielten . Außerdem benutze sie eine künstliche
Trennung zwischen Technik-Produkten und -Dienstleistungen und habe daraufhin
eine Verpflichtung zur Copyright-Überwachung für digitale Dienstleister
postuliert . Die Verbände sehen in dieser Herangehensweise offensichtlich die
Gefahr , dass jeder Internet-Anbieter und Service-Provider in Zukunft , würde
die Entscheidung von Patel zur vorherrschenden juristischen Ansicht , für
Copyright-Verletzungen seiner Kunden verantwortlich gemacht werden könnte . Eine
Technik könne man nicht verbieten , wenn sie dem Recht gemäß eingesetzt werden
könne . Ein Hersteller ist danach nicht dafür verantwortlich , wenn seine
Produkte rechtswidrige Nutzung erfahren . Es gebe andere Wege , üble Burschen
und illegale Nutzung zu verfolgen , als eine bestimmte Technik von vornherein zu
verbieten , meinte ein Sprecher der DiMA . Das wichtigste aber sei , dass man
dem Gesetz folgen müsse . Die Richterin aber habe die juristischen Standards
verzerrt . Die Industrievereinigungen erklärten allerdings unisono , dass sie
sich mit ihren Schriftsätzen nicht etwa auf die Seite von Napster schlagen
wollten - sie würden bei der Entscheidung , ob Napster am Netz bleiben dürfe
oder nicht , eine neutrale Position einnehmen . Allerdings wollten sie darauf
hinweisen , dass nicht nur das endgültige Urteil in dem Verfahren eine Rolle
spiele , sondern auch die damit einhergende juristische Begründung der
Entscheidung . Ford forciert Autokauf per Internet Die einen geben auf , die
anderen treiben das Geschäft voran : Die Aussichten für den Autoverkauf per
Internet werden offensichtlich unterschiedlich eingeschätzt . Während
carOrder.com seine Webseite schloss , da sich gezeigt habe , aus dem KFZ-Handel
im Web lasse sich kein profitables Geschäft machen , steigt der Autogigant Ford
jetzt groß ein . In den USA gründet das Ford Dealer Council , eine Organisation
von rund 4.200 Ford-Händlern , ein Unternehmen , um die Wagen des Konzerns im
Internet feil zu bieten . Über FordDirect sollen Surfer ihren Wunschwagen online
zusammestellen , den Preis bestimmen , die Finanzierung regeln und das Auto
bestellen können . Ausgeliefert wird der Wagen dann durch den nächstgelegenen
Ford-Händler , mit dem sich online aber auch Termine für die Übergabe
vereinbaren lassen . Die Web-Site soll im Mehrheitsbesitz des Ford Dealer
Council bleiben ; Ford werde sich aber mit einer nicht genannten Summe an dem
Unternehmen beteiligen . Die Ford-Händler sind vertraglich aber nicht gezwungen
, sich an dem Projekt zu beteiligen . Verschiedene Studien sehen den Auto-Kauf
per Web inzwischen schon rasant zunehmen . Allerdings hätten nur 2,7 Prozent
dann auch per Internet bestellt . Die Erwartungen der US-Industrie könnten auch
durch eine Studie aus Deutschland gestützt werden : Allerdings sind dafür einige
Voraussetzungen zu erfüllen : So erwarten 64 Prozent der Befragten , das Auto im
Internet billiger als beim normalen Händler zu bekommen . Und 89 Prozent wollen
trotz Online-Bestellung auf jeden Fall das Auto vor dem Kauf besichtigen .
Computer nur scheinbare Erleichterung für Analphabeten " Zwar gibt es eine Reihe
von Vorteilen durch bebilderte Software , Rechtschreibprogramme , Lernprogramme
und gesprochene Anweisungen " , sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes
Alphabetisierung , Peter Hubertus , der Nachrichtenagentur dpa in Münster . "
Aber das ist letztlich nur der Einstieg - die Nutzung des Mediums selbst
erfordert schnelles und selektives Lesen . " Anders als bei einem Buch könnten
die funktionalen Analphabeten nicht Tempo und den Schwierigkeitsgrad des Stoffes
bestimmen . Unter funktionalen Analphabeten versteht der Verband Betroffene ,
die einige Buchstaben beherrschen , vielleicht ihren Namen schreiben sowie
leichte Sätze lesen können . Dies genüge aber nicht für ein Auskommen im
beruflichen oder privaten Leben . Sie seien immer von anderen abhängig , die für
sie alles Schriftliche übernehmen . Pro Jahr verließen immerhin 70.000 bis
80.000 junge Menschen die Schulen ohne Abschluss , sagte Hubertus . " Während
man mit Mathe- oder Chemieproblemen in der Schule sogar kokettieren kann , hört
der Spaß bei dem Mangel an Lesen und Schreiben auf " , sagt Hubertus . Für die
meisten Menschen gelte als dumm , wer nicht Lesen und Schreiben kann . " Zwar
liegt es in Einzelfällen auch an den persönlichen Fähigkeiten , aber Eltern und
Schule tragen dazu bei " , sagte der Experte . Der Bundesverband plädiert dafür
, neben Grundschulen auch die Alphabetisierungskurse für Erwachsene mit
Computern und Internetzugang auszustatten , um die Schwellenangst zu nehmen .
Mit einem eigens für funktionale Analphabeten abgestimmten " Chat-Room " will
der Verband im kommenden Jahr die Internetnutzung der Betroffenen weiter fördern
und Möglichkeiten zum " anonymen Üben " geben . Bundesweite Informationen zu
Erwachsenenkursen sowie anonyme Beratung bietet der Bundesverband
Alphabetisierung unter der Münsteraner Telefonnummer 0251/533344 und auf seiner
Webseite . Strafen für Provider für rechtsextreme Internetseiten Die Aufregung
um die Internet-Adresse www.heil-hitler.de , die Anfang August erst registriert
und dann wieder gelöscht wurde , lässt den Aktionismus zunehmen und heizt die
öffentliche Debatte immer weiter an . Die Auseinandersetzung um Rechtsradikale
und Neo-Nazis im Internet nimmt zudem langsam ernsthafte juristische Formen an ,
die auch Internet-Anbieter und Service-Provider betreffen : Nordrhein-Westfalen
will mit hohen Geldstrafen gegen rechtsextremes Gedankengut im Internet vorgehen
. Als zuständige Aufsichtsbehörde forderte das Düsseldorfer Regierungspräsidium
jetzt laut Spiegel alle im Land angesiedelten Provider auf , ihre Online-Dienste
nach rechtsextremistischen Angeboten zu durchsuchen und diese dann zu sperren .
Der nordrhein-westfälische Innenminister Fritz Behrens begrüßt das Vorgehen . Er
sagte der Nachrichtenagentur dpa am heutigen Samstag in Düsseldorf : Es gebe
mehr als 330 rechtsextremistische Seiten im Internet . Büssow droht den
Unternehmen Geldbußen von bis zu 500.000 Mark an , sollten Nazi-Parolen dennoch
weiter verbreitet werden . Rechtsgrundlage ist der Medienstaatsvertrag , nach
dem Büssow Bußgelder in dieser Höhe verhängen darf . Die ersten Seiten wurden
daraufhin bereits gelöscht . Mit Hilfe dieses Gesetzes will Büssow auch gegen
Nazi-Homepages im Ausland vorgehen . " In solchen Fällen haften die deutschen
Provider , über die der Kontakt zu den Internetseiten im Ausland hergestellt
wird " , sagte er laut Focus . Handlungsbedarf besteht seiner Meinung nach noch
bei der Registrierung von Domains . Ein entsprechendes Gesetz müsste am besten
international dafür sorgen , dass rechtsradikale Adressen gar nicht erst
vergeben werden . Klaus Hertzig , Sprecher des Deutschen
Network-Information-Centers ( Denic ) in Frankfurt , das für die Vergabe der
.de-Domains verantwortlich ist , wäre froh über eine solche " rechtliche
Klarheit " . Er schlägt vor , Domains wie evabraun.de nicht einfach zu streichen
. Besser wäre es , wenn künftig unter solchen Adressen Aufklärung seriöser
Organisationen anzuklicken sei . Bereits Anfang August hatten das Denic und das
Justizministerium angekündigt , über eine Stiftung " anstößige Internet-Adressen
" selbst zu registrieren und entsprechend umzulenken . Ein Update für die
Verschlüsselungssoftware Pretty Good Privacy ( PGP ) des Herstellers NAI/PGP
Security steht ab sofort unter www.pgpi.org für Windows und Mac OS zum Download
bereit . Für die kommerziellen Varianten sind ebenfalls Hotfixes erhältlich .
Das Update beseitigt einen Fehler in den Versionen 5.5.x und 6.x von PGP beim
Umgang mit so genannten Additional Decryption Keys ( ADKs ) . Angreifer konnten
für den Anwender unbemerkt einen solchen ADK in den öffentlichen Schlüssel
einfügen , sodass sie bei Zugriff auf die E-Mail diese als Klartext lesen können
. Dadurch hätte der Anwender so gut wie nicht bemerken können , dass eine E-Mail
auch an jemanden anders als den eigentlichen Adressaten entschlüsselt werden
konnte . Auch die verschlüsselte Kommunikation mit PGP 6.5.8 und Schlüsseln
direkt vom NAI/PGP-Server kann also wieder als sicher gelten . Selbst ein
manipulierter Schlüssel bliebe also ohne Wirkung . Werbung in USA soll deutsche
IT-Experten zurückholen Mit einer ungewöhnlichen Werbekampagne wollen Firmen aus
Baden-Württemberg deutsche Computerexperten aus den USA zurückholen . Mit der
Aufschrift " Back to Germany " sollen sie die deutschen Fachkräfte zur Rückkehr
auf den heimischen Arbeitsmarkt bewegen , berichtete die Stuttgarter Zeitung .
Die Initiative werde von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH und fast
40 Unternehmen organisiert . Rund 4.000 Spezialisten der Informationstechnologie
würden in der Region dringend benötigt , hieß es . Eine vergleichbare Aktion hat
es nach Angaben von Wirtschaftsförderer Walter Rogg bisher noch nie gegeben .
Auch die Green Card habe dem deutschen Arbeitsmarkt nicht die dringend
benötigten Computerexperten gebracht , sagte er der Stuttgarter Zeitung .
Jährlich verlassen laut Rogg rund 10.000 IT-Fachkräfte die Bundesrepublik , die
meisten von ihnen gehen in die Vereinigten Staaten . Die Werbeaktion kostet die
Wirtschaftsförderung und die Unternehmen 256000 Euro . " Wenn wir damit 300 neue
Leute in die Region Stuttgart locken können , wäre das schon ein großer Erfolg "
, sagte Rogg . Pentium 4 mit 2 GHz : Gigahertz-Rekord mit Schwächen Gerade
eineinhalb Jahre ist es her , da hat Intels Hauptkonkurrent AMD die 1-GHz-Marke
überschritten . Diesmal war Intel schneller : Die 2-GHz-Grenze ist überwunden .
Intel will verlorene Marktanteile zurückerobern : Am morgigen Montag möchte die
Chipschmiede den Pentium 4 mit 2 GHz vorstellen . Zusätzlich stehen massive
Preissenkungen sowie neue Chipsätze ins Haus . Neben tatsächlichen
Geschwindigkeitsrekorden treten in der Praxis bei dem neuen Prozessor aber auch
Schwächen zu Tage , wie der Test von c't ergab . Nicht immer lohnt sich so eine
hoch getaktete CPU . Im Alltag machen sich die 2 GHz in vielen Fällen gar nicht
bemerkbar . " Trotz höherer Taktfrequenz bringt der Pentium 4 mit älterer
Software im Vergleich zum Athlon von AMD bei vielen praktischen Anwendungen
keinen Leistungsvorsprung " , so eines der Fazits des c't-Tests . Bei einigen
Office-Anwendungen hatte sogar der Athlon die Nase vorne . Wer allerdings
Videodaten bearbeiten will und aktuelle Software einsetzt , kann die
Leistungsfähigkeit des neuen Pentium 4 voll ausschöpfen . In diesen Fällen war
der Pentium 4 mit 2 GHz im Test doppelt so schnell wie der Athlon mit 1,4 GHz .
Die hohe Leistungsfähigkeit hat aber auch ihre Tücken : Kommen billige Lüfter
zum Einsatz , können ungewöhnlich laute Betriebsgeräusche den
Geschwindigkeitsspaß am Rechner lärmend verderben . Besonders im
Heimanwenderbereich hat Intel in den vergangenen Jahren stark an Boden verloren
. Mit dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis der Athlon-Prozessoren kann der
ehemalige Platzhirsch noch immer nicht mithalten . Wenn Intel seine aggressive
Produktstrategie beibehält , könnte sich das bald wieder ändern . Siehe dazu
auch : i-mode setzt Europas Handy-Hersteller unter Druck Mit der Einführung des
i-mode-Systems für E-Plus-Handys Ende des Jahres wollen auch die japanischen
Mobiltelefon-Hersteller einen Fuß in den deutschen Markt bekommen . E-Plus-Chef
Uwe Bergheim erwartet einen " Angriff der japanischen Endgerätelieferanten " .
Sie seien technisch sehr viel weiter , sagte er gegenüber dpa am Rande der
Internationalen Funkausstellung ( IFA ) . " Das wird die heute in Deutschland
gängigen Lieferanten aufrütteln . " Marktführer ist bislang Nokia aus Finnland .
Über ein Joint Venture mit der E-Plus-Mutter KPN Mobile aus den Niederlanden
soll i-mode in Deutschland , Belgien und den Niederlanden eingeführt werden -
voraussichtlich unter demselben Namen . i-mode arbeitet auf Handys mit dem
GPRS-Standard und bieten mehr Internet-Anwendungen als die WAP-Dienste bisher .
Mit einem Gerätehersteller sei E-Plus bereits handelseinig , sagte Bergheim ,
mit anderen noch in den Verhandlungen . Für das auf GPRS folgende Mobilfunknetz
der dritten Generation auf UMTS-Basis verhandelt E-Plus nach seinen Worten
derzeit mit mehr als zwei anderen Anbietern über eine gemeinsame Infrastruktur .
Im September will E-Plus verkünden , mit wem die Mobilfunkfirma zusammenarbeiten
werde . Im Gespräch sind unter anderem Mobilcom und die Group 3G von Sonera und
Telefonica . Mitte 2002 soll der Aufbau des Netzes beginnen . Für die
Entwicklung von UMTS-Endgeräten hatten die japanischen Produzenten NEC und
Matsushita bereits eine Zusammenarbeit verkündet ; Sony wiederum hat sich mit
Ericsson zusammengetan und Siemens mit Toshiba . " Ich würde das aber lieber
nicht tun . " " Die Nachfrage der Provider ist enorm , weil sie damit richtig
Geld verdienen können . " Ende 2005 will E-Plus die Hälfte seiner gesamten
Erlöse aus Daten-Umsätzen generieren ; die japanische NTT DoCoMo konnte bereits
vor allem wegen i-mode und den Umsätzen mit Datenübertragungen ausgezeichnete
Geschäftszahlen präsentieren . In diesem Jahr hofft E-Plus auf das beste
Ergebnis seiner neunjährigen Firmengeschichte . Genauere Jahresprognosen will
KPN Anfang September geben . Den Grund für die Ertragsverbesserung sieht
Bergheim darin , dass E-Plus früh damit angefangen habe , die Subventionen für
Karten-Handys zu streichen . Das Unternehmen will sich auf gewinnträchtigere
Kunden konzentrieren . Vor einem halben Jahr seien es noch 30 Prozent gewesen .
Mercedes-Chef : Kunden wollen kein Internet im Auto DaimlerChrysler will sich
nicht am Wettrennen der Branche ums Internet im Auto beteiligen . " Ich glaube
nicht , dass die Kunden das wünschen " , sagte Jürgen Hubbert , Chef der Marken
Mercedes und smart , dem Focus . Das von BMW und VW verfolgte Ziel , das
Internet ins Auto zu bringen , gehe in die falsche Richtung . Mercedes setzt
dagegen auf elektronische Kanäle , über die jeder Interessent Spezial-Infos wie
Routenplaner und Wetterbericht abrufen kann . Am vergangenen Donnerstag hatten
DaimlerChrysler und T-Online dazu ein gemeinsames Internet-Portal gestartet .
Über Handy oder PC können Reisende unter anderem Nachrichten , Stau- und
Wettermeldungen und E-Mail abrufen . Neue Kontrollstelle zum Jugendschutz in TV
und Internet Bundesländer und Bundesregierung haben eine neue einheitliche
Aufsicht für alle elektronischen Medien verabredet . Im Gegenzug übernehme der
Bund den gesamten Datenschutz für den Medien- und Telekommunikationsbereich . "
Wir wollen noch in diesem Jahr den neuen Staatsvertrag schließen und mit der
einheitlichen Überwachung der Qualität beginnen " , sagte der Leiter der
bayerischen Staatskanzlei , Erwin Huber ( CSU ) , der Welt am Sonntag nach einem
Treffen im Kanzleramt . Bei mehrfacher Wiederholung wird die Lizenz entzogen .
Bereits in der vergangenen Woche hatten Vertreter von Bund und Ländern erstmals
die Kompetenzen für einen neuen " Kommunikationsstaatsvertrag " abgesteckt , der
den auslaufenden 5. Rundfunkstaatsvertrag ersetzen soll . Streckeninformationen
per Handy " Off-Board " deshalb , weil die Strecke nicht , wie heute üblich ,
beispielsweise vom Bordcomputer des Kunden-Autos berechnet wird , sondern auf
dem Server von Tele-Info . Das hat nach Ansicht des Dienstleisters eine Reihe
von Vorteilen . Tele-Info liefert ihm dann eine Streckenbeschreibung aufs
WAP-Handy , auf den Bordcomputer des Autos oder den per Handy ans Internet
angeschlossenen PDA . Preise des kostenpflichtigen Dienstes stehen allerdings
bisher ebenso wenig fest wie der genaue Termin , an dem der Router ans Netz
gehen soll . Noch im September starten soll dagegen der Pendler-Service . Damit
können sich Benutzer zu jeder beliebigen Route die Stauinformationen per SMS
zukommen lassen . Der Nutzer definiert einfach auf dem Tele-Info-Server seinen
festen Routenabschnitt und die Zeitspanne beziehungsweise das Zeitfenster , zu
dem er die gewünschten Informationen benötigt . Kommt es dann auf dem
definierten Streckenabschnitt zu einem Stau , erhält der Nutzer diese
Informationen unmittelbar als SMS auf sein Handy . In Finnland startet erstes
Digital-TV per MHP In Finnland startet am Montag das erste digitale
Fernsehprogramm . Es basiert auf der Mulitmedia Home Platform ( MHP ) , kündigte
der Anbieter Sofia Digital am Sonntag auf der Funkausstellung in Berlin an .
Damit würden weltweit die ersten MHP-Dienste in Betrieb gehen . Alle finnischen
Digitalfernsehkanäle verwendeten das MHP-Superteletextsystem , um ihre
Informationen mit Bildern , Grafiken und Texten dem Zuschauer ins Haus zu
liefern , hieß es . In Finnland sollen zwölf digitale TV-Kanäle zu empfangen
sein . In Deutschland soll terrestrisches Digitalfernsehen noch in diesem Jahr
in einigen Regionen angeboten werden . In Finnland werde zudem auf allen
TV-Kanälen eine elektronische MHP-Programmzeitschrift vorgestellt . Neben
Programm- und Wetterberichten können Produktinformationen geliefert werden ,
erläuterte Sofia Digital . Die technischen Lösungen für das Einkaufen vom Sofa
aus seien inbegriffen . Im Angebot sollen auch Spiele , Unterhaltung und
E-Mail-Kommunikation sein . Lange vor Ablauf der ursprünglich vereinbarten
Haltefrist hat der finnische Telefonkonzern Sonera nach einem Bericht des
Spiegel einen Großteil seiner Telekom-Aktien abgestoßen . Die Telekom bestätigte
inzwischen offiziell den Bericht : Sonera habe von Anfang Juli bis Ende August
2001 kleine Pakete von T-Aktien " marktschonend " zu einem durchschnittlichen
Preis von 25,75 Euro verkauft . Die große Mehrheit der Verkäufe habe keinen
Einfluss auf den Kurs der T-Aktie gehabt . Sonera hatte sich mit der Deutschen
Telekom darauf geeinigt , die Aktien vor Ablauf der ursprünglichen Haltefrist (
1. September ) platzieren zu können , bestätigte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek
. In der vergangen Woche hatte der Vizepräsident der
Investor-Relations-Abteilung von Sonera , Samppa Seppola , angekündigt , sein
Unternehmen plane den Abbau seines " ganzen Anteils " an der Deutschen Telekom .
Einen konkreten Zeitplan nannte er nicht . Anders als bei den Aktivitäten der
Dresdner Bank , die keinen eindeutigen Einfluss auf den Telekom-Kurs hatten ,
war die T-Aktie nach den Verkäufen der Deutschen Bank deutlich abgestürzt . Am
Freitag konnte sich der Kurs aber wieder erholen . Er stieg um 8,5 Prozent auf
18 Euro . Einzelne Aktienhändler begründeten die Kursgewinne unter anderem mit
einer allgemein positiven Stimmung gegenüber Telekommunikationswerten , nachdem
der US-Netzwerkausrüsters Cisco im Rahmen seiner Umstrukturierungspläne einen
überraschend positiven Ausblick auf den weiteren Geschäftsverlauf gegeben hatte
. Die Unsicherheit der Anleger gegenüber der T-Aktie bleibt aber wohl noch
bestehen : Trotz beruhigender Worte des Telekom-Finanzvorstands Karl-Gerhard
Eick sehen auch viele Börsenhändler noch mit Sorge auf den Termin , zu dem die
Haltefrist der ehemaligen VoiceStream-Eigner abläuft .
Rhein-Main-Verkehrsverbund sucht Tester für Internetportal Der
Rhein-Main-Verkehrsverbund ( RMV ) sucht 4.000 Tester im Rhein-Main-Gebiet für
sein neues Internetportal " Wayflow " . Nach Angaben des RMV in Hofheim sind auf
der Internetseite alle Fahrpläne und Stadt- und Landkarten der Region
zusammengefasst . Mit Hilfe eines Navigators können sich die Nutzer die besten
Verbindungen mit dem öffentlichen oder dem Individualverkehr von Haustür zu
Haustür heraussuchen . Dafür müssen nur Start- und Zieladresse , Datum , Zeit
und das gewünschte Verkehrsmittel eingegeben werden . Auf einer zweiten
Internetseite werden die im Internet vorhandenen Freizeitführer des
Rhein-Main-Gebietes mit den aktuellen Daten über Veranstaltungen zusammengefasst
. Die Daten werden mit den Verbindungen aus dem Navigator gekoppelt und dem
Nutzer die besten Verkehrsverbindungen zu den Veranstaltungen angezeigt .
Bewohner des Rhein-Main-Gebietes , die an dem sechsmonatigen Feldversuch
teilnehmen wollen , können sich unter der Internetadresse www.rmvplus.de als "
scouts " anmelden . Nach der Anmeldung erhält jeder " scout " eine
"Wayflow"-Card , auf der seine persönlichen Vorlieben und Informationen
gespeichert sind , einen Kartenleser sowie die notwendige Software . Die Tester
sollen dem RMV Informationen über Erweiterungen und Änderungen des Systems
liefern . Dafür sind Preise wie Reisen nach Nizza und Berlin ausgelobt . In
einer späteren Ausbaustufe des Systems ist nach Angaben des RMV daran gedacht ,
die Chipkarte als elektronische Fahrkarte zu nutzen und sie als " elektronische
Eintrittskarte " im gesamten Einzugsgebiet des RMV einzusetzen . Damit könne der
Kunde seine Eintrittskarten in die Alte Oper , das Kino oder in das neue
Waldstadion elektronisch speichern und selbst ausdrucken . Internet per TV im
Abo Freedomland präsentiert auf der IFA ( Stand 10 , Halle 4.1a ) die
Internet-Settop-Box für den Fernseher . Die Box , die der Hersteller Netgem
zuliefert , ermöglicht es per Bild-in-Bild-Funktion , während des Surfens das
Fernsehprogramm weiter zu verfolgen . Darüber hinaus besitzt die Box einen
E-Mail-Client , der über eine angeschlossene Digitalkamera oder das integrierte
Mikrofon Nachrichten in Bild und Ton versenden kann . Mit der Bedienoberfläche
der Box sollen auch Anwender zurecht kommen , die sich bisher nicht mit einem PC
anfreunden konnten . Freedomland versorgt die Benutzer über ein eigenes Portal
mit Nachrichten und dem aktuellen Fernsehprogramm . Die Freischaltung der Box
kostet einmalig 39,95 Mark , bei einer monatlichen Mietgebühr von 24,95 Mark
sowie zusätzlichen Online-Kosten von 3,9 Pfennig pro Minute . Zurzeit lässt sich
die Box nur bei Freedomland selbst bestellen . Menschliches Gehirn als Vorbild
für neuen NASA-Prozessor Ein von NASA-Forschern am Jet Propulsion Laboratory in
Pasadena ( JPL ) entwickelter Prozessor , der ähnlich arbeitet wie das
menschliche Gehirn , könnte Maschinen in Zukunft durch künstliche Intelligenz
eine größere Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit ermöglichen . Der kompakte
Prozessor ist an die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns angelehnt , dessen
enorme Leistungsfähigkeit auf der komplexen Vernetzung zwischen den einzelnen
Gehirnzellen über die Synapsen beruht . Über diese Netzwerke , auch Neuronen
genannt , sind Menschen in der Lage , schnell Entscheidungen auf Grund eines
wahrgenommenen Bildes oder einer Szene zu treffen . Zwei Technologien helfen dem
Chip bei den angestrebten Einsatzzwecken . In dieser Zusammenstellung erreicht
der Prozessor eine Geschwindigkeit von mehr als einer Billion Berechnungen pro
Sekunde bei einer Leistungsaufnahme von nur acht Watt und ist damit tausend mal
schneller als ein herkömmlicher Desktop-PC , der hundert Watt an Energie
verbraucht . Eigenschaften wie geringe Stromaufnahme , Leichtigkeit und sehr
kompakte Bauweise sind Voraussetzungen , um solche Bauteile in der Raumfahrt
einsetzen zu können . Die Entwickler sehen Möglichkeiten , den Prozessor in der
öffentlichen Sicherheit einzusetzen , wo Bildszenen schnell auf bestimmte
Personen oder Aktionen analysiert werden müssen . Auch sei die Entwicklung eines
PCs denkbar , der anhand des Gesichtsausdrucks seines Benutzers auf dessen Laune
entsprechend reagieren könne . Und für die Videospiel-Industrie rechnen sich die
Entwickler neue interaktive Anwendungen aus . Letztendlich darf auch das Militär
nicht fehlen , dem der Prozessor neue Möglichkeiten bei der Zielerfassung
ermögliche . Für die NASA bringt der Prozessor dagegen andere Vorteile , denn
mit seiner Hilfe wären Maschinen in der Lage , unabhängig und schnell darauf zu
reagieren , was sie sehen . Auf künstliche Intelligenz setzt die NASA aber auch
in anderen Bereichen . Bereits im Mai kündigte die Weltraumorganisation an ,
dass sie für 2002 eine Steuerungssoftware einsetzen will , die auf künstlicher
Intelligenz beruht . Das Continuous Activity Scheduling , Planning Execution and
Replanning Program ( CASPAR ) wertet die Daten aus , die von an einer Sonde
befindlichen Sensoren und Kameras geliefert werden , und soll selbstständig zu
Entscheidungen über den weiteren Verlauf der Mission kommen . Surfen per
Videorecorder Die Firma Lamaqq GmbH präsentiert auf dem IFA-Stand des
Satellitensystems Astra ( Halle 1.2a Stand 01 ) den " personalTV-Receiver " ,
mit dem der Zuschauer mittels integriertem Modem vom Fernseher aus im Internet
surfen können soll . Als Grundlage für das Gerät dient die von Axcent
entwickelte Konzeptstudie " MediaTV 2 " , die alle Funktionen eines Personal
Videorecorders ( PVR ) mitbringt . Die von Axcent entwickelte Technik ( der
Media TV 1 ) wurde bereits erfolgreich bei Grundigs PVR Selexx eingesetzt . Laut
Herstellerangaben soll der personalTV-Receiver ab dem vierten Quartal diesen
Jahres für 699 Mark in den Handel kommen . Hitachi will 20.000 Stellen streichen
Die japanischen Elektronikkonzerne bekommen die schwache Konjunktur massiv zu
spüren : Nach Fujitsu wird angeblich auch Toshiba massiv Stellen abbauen . Und
nach Berichten in japanischen Medien will auch Hitachi auf diesem Weg der
wirtschaftlichen Krise begegnen . Laut der japanischen Zeitung Yomiuri wird
Hitachi wegen der weltweit fallenden Nachfrage nach Halbleitern und anderen
IT-Produkten 20.000 Stellen streichen . Die 20.000 gestrichenen Stellen
entsprechen rund 6 Prozent der 340.000 Mitarbeiter , die Hitachi weltweit
beschäftigt . Metabox wirft letzten Rettungsanker aus Kurz vor dem
möglicherweise endgültigen Aus für die schwer angeschlagene Hildesheimer Metabox
AG will der Settop-Boxen-Hersteller einen letzten Rettungsversuch unternehmen .
Der Insolvenzrichter hatte diesen Betrag bis Mitte kommender Woche verlangt , um
die Eröffnung der Insolvenz im letzten Moment noch abzuwenden . Er sei jedoch
zuversichtlich , den Betrag so kurzfristig einwerben zu können , zumal
Insolvenzverwalter Michael Graaff Sicherheiten in Falle eines Scheitern des
Rettungsversuches angeboten habe , meine Kauffeld . Andernfalls sei in den
nächsten Tagen mit der Eröffnung der Insolvenz über das Vermögens zu rechnen .
Die Aktionärsgemeinschaft erklärte , sie habe eine Delegation nach Hildesheim
entsandt , um die Sanierungschancen abzuklären und zu bewerten . In den
Ergebnissen der Unternehmensprüfung stellt die Aktionärsgemeinschaft fest , dass
das Management " weitgehend versagt " habe . Ihm werden Fehlinvestitionen
vorgeworfen . Außerdem sei die Fertigstellung eines marktfähigen Produktes bei
der " Phoenix-Box " nicht hinreichend vorangetrieben worden . Mit dem Gerät kann
interaktives Fernsehen ebenso empfangen wie das Internet auf dem TV-Gerät
genutzt werden . Erst in der vergangenen Woche war eine Investorengruppe
abgesprungen , die Metabox ursprünglich das erforderliche Kapital zur Verfügung
stellen wollte . Zudem hatte die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre das am
Frankfurter Neuen Markt notierte Unternehmen auf Schadensersatz verklagt .
Metabox hatte am 22. Mai Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt .
Die undurchsichtige Informationspolitik des Unternehmens hatte zudem immer
wieder Zweifel an der Seriosität von vermeintlichen Großaufträgen und
angeblichen Investoren gefördert . Drahtlose Heimvernetzung von Elsa Der
Auftritt von Elsa auf der IFA steht ganz im Zeichen des Mottos " Wireless Worlds
@ Home " . Der Aachener Hersteller von Netzwerklösungen zeigt am Stand B02 in
Halle 5.2 erste Produkte seiner neuen Reihe " Vianect " , die sich speziell an
Heimanwender richtet . Die Vianect-Reihe arbeitet nach dem WLAN-Standard 802.11b
mit 11 MBit/s . Im Mittelpunkt steht für Elsa dabei das Logboard . Das Web-Pad
auf Basis des WebDT 380 von DT-Research verfügt über ein 8,4-ZOLL-TFT-Display .
Das Tablett arbeitet unter Windows CE 3.0 ; eine eigens entwickelte Oberfläche
soll Anwendern , die keine PC-Erfahrung besitzen , den Umgang mit dem Gerät und
das Surfen im Web erleichtern . Das Logboard kommuniziert per Wireless LAN mit
seiner Basisstation ( Access Point ) Vianect WLAN AP . Der Access Point verfügt
über eine serielle und eine Ethernet-Schnittstelle , über die er sich an ein
Modem beziehungsweise ein vorhandenes lokales Netz anschließen lässt . Die
Basisstation kostet 799 Mark . Ab September soll das WLAN Starter Kit mit dem
Vianect WLAN AP und dem dazu passenden Funk-Adapter Vianect WLAN MC für 999 Mark
erhältlich sein . Einzeln kostet der Adapter 349 Mark . Über die
Wireless-LAN-Geräte hinaus präsentiert Elsa auch Bluetooth-Lösungen , zum
Beispiel das Vianect blue Handsfree . Die drahtlose Freisprecheinrichtung für
jedes Auto und jedes Handy , das Sprachübertragung per Bluetooth unterstützt ,
ist ab sofort für 699 Mark verfügbar . Der Multimedia-Server - vorerst nur zum
Anschauen Das Datenblatt des MediaPortal liest sich wie das eines "
Killergerätes " im Markt für Heimunterhaltung : Die Box von SM Electronic soll
Web-Browser , E-Mail-Client , digitaler Videorecorder , DVD-Player und
MP3-Player mit 20 GByte Plattenplatz in einem Gerät darstellen . Mit dem
Internet kommuniziert es entweder per ISDN , analogem Modem oder LAN-Anschluss .
Laut einem Mitarbeiter von SM Electronic soll das MediaPortal auch " bald
verfügbar " sein . So verfügbar jedoch , dass es in Betrieb genommen werden
könnte , ist es offenbar noch nicht : Das Gerät am Stand des Herstellers auf der
IFA war jedenfalls nicht angeschlossen . Aber wenigstens konnte man sich das
Gehäuse und das Datenblatt ansehen . Alle Hoffnungen der Branche ruhen auf DVD
und MHP Die multimediale Welt zu Hause wird zunehmend digital , schnurlos und
vor allem mobil : Das ist zumindest die Hoffnung , die die Branche mit dem Blick
auf neue lukrative Einnahmequellen auf der Internationalen Funk-Ausstellung
umtreibt . Multitalentierte Computer für die Hosentasche , Internet von überall
und immer flachere TV-Geräte sollen den Absatz ankurbeln . Hoffnungsträger der
weltweiten Branche der Unterhaltung- und Kommunikationselektronik ist aber die
Digital Versatile Disk ( DVD ) . Konkurrierende und nicht kompatible Systeme
behinderten die Durchsetzung . Das soll sich mit dem neuen europäischen
Einheitsstandard Multimedia Home Platform ( MHP ) ändern . Sendeanstalten ,
Dienste- und Programmanbieter und auch die Endgeräteindustrie zeigten sich
optimistisch , dass der Neustart gelingt . " MHP ist ein offenes System und
damit zukunftssicher " , urteilte Simone Emmelius vom ZDF , das wie andere
Fernsehveranstalter auf der IFA auch erste interaktive Anwendungen vorstellt .
Man darf gespannt sein ... Die Bundesregierung und die Branche der
Unterhaltungselektronik erhoffen sich von der bis 2. September dauernden IFA ein
Aufbruchsignal für die schwächelnde deutsche Wirtschaft . Er setze auf ein "
Signal für Zuversicht , Kreativität und die Kraft deutschen Erfindergeistes " .
Sony rechnet bis 2002 weltweit mit rund 100 Millionen verkaufter DVDs . " Die
DVD ist die Killer-Applikation " , sagte Masakaru Sonoda , Chef der
Sony-Homevideo-Sparte . Ende 2002 sollen es fünf Millionen sein . Von der
Digitaltechnik erwartet das Unternehmen eine radikale Änderung der
Marktstrukturen . Die traditionellen Märkte der Videorecorder , Großbildschirme
, Projektions-Fernsehen und CD-ROM-Laufwerke werden in den nächsten fünf Jahren
zurückgehen , lautet die Prognose . Der immer schnellere Übergang vom analogen
in das digitalen Zeitalter erfordere laut Panasonic von allen Unternehmen eine
wachsende Zusammenarbeit . RTL beispielsweise stellte denn auch eine interaktive
TV-Plattform für das Fernsehen der Zukunft vor . In der bislang höchsten
Ausbaustufe , die eine entsprechende Aufrüstung des Kabelnetzes für
Breitband-Anwendungen einschließlich des Rückkanals erfordert , erhalten die
Nutzer ein komplettes Medienangebot rund um das Fernsehen . Die Abfrage der
Musikcharts etwa kann mit der sofortigen Bestellung der CD verbunden werden .
Bei hochsommerlichen Temperaturen haben nach Angaben der Messe Berlin rund
85.000 Menschen am Eröffnungswochenende die IFA besucht . Dies entspreche dem
Besuch auf der letzten IFA vor zwei Jahren . Neben der kühlen Technikwelt mit
zahlreichen Neuheiten waren auch Lichter- und Spielshows sowie die Auftritte der
Stars und Sternchen aus Film und Fernsehen Anziehungspunkte . Happy Hour mit
Hindernis bei buecherwurm.de Sonderangebote sind beliebt - aber offenbar rechnen
Anbieter im Internet manchmal nicht damit . Nachdem der Online-Bookshop
buecherwurm.de sein Angebot veröffentlicht hatte , englischsprachige Bücher drei
Tage lang zu einem Kurs von einer Mark pro US-Dollar zu verkaufen , war der
Server praktisch nicht mehr erreichbar . " Wegen Überlastung geschlossen " - zu
dieser Meldung konnte sich der Händler dann aber doch nicht durchringen . Statt
dessen wurden interessierte Web-Surfer mit Nicht-Erreichbarkeit konfrontiert
oder mit der lakonischen Meldung , der Shop werde umgebaut . Besonders peinlich
dürfte das für die Firmen sein , die hinter dem Bücherwurm stehen - denn Primus
Online , zu dem auch buecherwurm.de gehört , ist ein Gemeinschaftsunternehmen
von debis und Metro . Immerhin sah sich buecherwurm.de auf dem Newsticker-Forum
der c't dazu veranlasst , eine Ausdehnung der Happy Hour anzukündigen . Ciscos
teuerster Einkauf Das Unternehmen ist spezialisiert auf Router und Switches ,
die das normale Netzerk mit Netzen auf Glasfaserbasis verbinden . Außerdem
ermöglichen sie die Weiterleitung von Sprachkommunikation und die Integration
klassischer Telefonnetze . Cisco möchte damit offensichtlich seine Position im
Geschäft mit den zentralen Geräten für das Internet weiter stärken und
gleichzeitig die eigene Technik für Hochgeschwindigkeitsnetze und
Sprachkommunikation in den Griff bekommen . Cisco gehörte schon seit dem Herbst
letzten Jahres zu den Investoren , die Cerent überhaupt erst den Start
ermöglichten . Die Übernahme dürfte nun vor allem die Venture-Capital-Firmen
begeistern , die bislang Anteile an Cerent hielten : Die 30,8 Prozent der
Cerent-Aktien , die sie dafür erhielten , sind nun 2,1 Milliarden in
Cisco-Aktien wert . Amazon.com : Big Brother is watching you Das Bestreben ,
möglichst viele Surfer auf die eigene Shopping-Site zu lenken , führt in den USA
zu immer seltsameren Auswüchsen . Der amerikanischen Online-Buchladen Amazon
bietet seit letzter Woche einen besonderen Service an , Purchase Circles genannt
. Damit kann sich jeder Surfer anschauen , was beispielsweise Mitarbeiter von
Firmen , Regierungsinstitutionen oder Universitäten bei Amazon einkaufen . Ein
Schelm , der Böses dabei denkt ... So ist beispielsweise das zweitbeliebteste
Buch bei Netscape-Mitarbeitern " Understanding and Deploying LDAP Directory
Services " , auf der Top-Liste bei Novell steht " Java Servlet Programming " und
bei Intel-Angestellten ist " Linux Device Drivers " sehr gefragt . Man kann also
aus dem Kaufverhalten der Mitarbeiter bestimmter Firmen unter Umständen
Rückschlüsse auf die Produktpläne des jeweiligen Unternehmens ziehen . Bislang
weist Amazon aber jede Forderung , den Service wieder einzustellen , weit von
sich . Man habe auch keine Pläne , Kunden die Option anzubieten , nicht in die
Untersuchung des Kaufverhaltens aufgenommen zu werden . Flatrates im Kommen ?
Flatrates sind bei Viel-Surfern populär . Und inzwischen tauchen auch immer mehr
Anbieter auf , die für einen festen Monatsbetrag unbeschränktes Surfen
ermöglichen wollen . Nach Handshake und WestSurf will auch bebue.net ab 1.
September eine Flatrate anbieten . Über 01804-Nummern ermöglichen diese Anbieter
eine bundesweite Einwahl ins Internet zu einem festen Monatsbeitrag ohne weitere
laufende Kosten . Allerdings kommen pro Einwahl 48 Pfennig Verbindungsgebühr
hinzu - der Zugang lohnt sich also nur , wenn auch Verbindungen möglich sind ,
die länger als etwa eine halbe Stunde dauern . WestSurf beschränkt die Anzahl
der möglichen Anwender in der Testphase auf 2500 , bebue.net spricht von einem "
voraussichtlichen Start " am 1. September 1999 . Die Anmeldegebühr von 49 Mark
muss man aber auf jeden Fall zahlen , egal , ob der Zugang schon verfügbar ist
oder nicht . Der Anbieter schränkt die Flatrate zudem weiter ein : Der Zugang
ist nur zwischen 21 und 9 Uhr verfügbar . Bei einem weiteren Angebot von
bebue.net , bei dem Surfen rund um die Uhr möglich ist , fallen zwischen 9 und
21 Uhr zusätzlich noch Telefonkosten von 5 Pfennig pro Minute an . Verbot von
Internet-Apotheken soll fallen Angesichts des Milliarden-Defizits der Kassen
will Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ( SPD ) nach einem Bericht der
Berliner Zeitung das Versandverbot für Arzneimittel abschaffen und damit den
kostengünstigen Internethandel ermöglichen . " Es ist keine Frage des Ob ,
sondern des Wie " , sagte Schmidts Staatssekretär Klaus Theo Schröder dem Blatt
. Voraussetzung sei aber , dass die Arzneimittelsicherheit beim elektronischen
Handel gewährleistet werde . " Daher stellen wir uns vor , dass der
Versandhandel ein herkömmliches Apothekengeschäft ergänzt " , sagte Schröder .
Reine Internet-Apotheken nach dem Vorbild des umstrittenen Online-Händler
DocMorris lehnt das Ministerium als " Rosinenpickerei " ab . " Wir wollen den
Internethandel als Ergänzung des in Deutschland bestehenden Vollsortimentsystems
" , sagt der Staatssekretär . Das Versandhandelsverbot für Arzneimittel war 1998
eingeführt worden . Verfechter sind vor allem die Apotheker , die um ihr Monopol
bei der Medikamentenversorgung bangen . Zuletzt hatte sich die Bundesvereinigung
Deutscher Apothekerverbände Mitte September auf ihrem Verbandstag strikt gegen
eine Aufhebung des Verbotes ausgesprochen . Die Apotheker argumentieren mit dem
Verbraucherschutz . Nur bei einer Beratung vor Ort könne der Patient richtig
über die Medikamente informiert werden . Das bezweifelt Schröder jedoch . Er
forderte die Apotheker auf , ihre Haltung zu überdenken . Die Krankenkassen sind
dagegen sehr an dem Internethandel interessiert . Die juristische
Auseinandersetzung um die Internet-Apotheken in Deutschland hat das Landgericht
Frankfurt vor kurzem dem Europäischen Gerichtshof zur Entscheidung vorgelegt .
Vivendi Universal bleibt bei optimistischer Prognose Trotz der Alarmsignale für
eine weitere Konjunkturabkühlung in Folge der Terroranschläge in den USA hat der
Medien- und Kommunikations-Konzern Vivendi Universal seine Gewinnprognose für
das laufende Geschäftsjahr 2001 bekräftigt . Angesichts des aktuellen Umfelds
sei eine Prognose für 2002 zwar mit Unsicherheiten behaftet . Zuvor hatte der
weltgrößte Medienkonzern AOL Time Warner , einer der Hauptkonkurrenten von
Vivendi Universal , auf Grund rückläufiger Werbeeinnahmen und der Folgen der
Terrorattacken seine Prognosen für 2001 deutlich reduziert . 3D-Grafikchip
Radeon 7500 läuft mit 290 MHz ATI gibt Gas : Der Grafikchip Radeon 7500 ist zwar
noch nicht ATIs Gegenstück zum GeForce3 , stellt aber eine schnellere Version
seines Vorgängers dar , mit dem die Kanadier neue Marktanteile im mittleren
Marktsegment erobern wollen . Dank 0,15-µm-Fertigung legt ATI allerdings
gewaltig an Tempo zu und erhöht den Arbeitstakt auf die für einen Grafikchip
imposante Rekordmarke von 290 MHz . Der Vorgänger Radeon läuft maximal mit 183
MHz . Konkurrent Nvidia hat es beim GeForce2 Ultra bisher auf 250 MHz gebracht ,
dieser wird allerdings noch in einem 0,18-µm-Prozess gefertigt . Für die
Spieleleistung kommt es aber mehr auf die Geschwindigkeit des Speichers an , bei
dem ATI mit Nvidia gleichauf liegt : Beide erreichen 230 MHz , was bei den
DDR-DRAMs einer Datenwortrate von 460 MHz entspricht . Übertakten lohnt sich
kaum : Das Heraufsetzen des Speichertaktes auf 250 MHz bescherte lediglich einen
um knapp 2 fps höheren Wert . Das DirectX-Spiel Giants liefert bei der
1600er-Einstellung 29 fps , was einem Vorsprung von immerhin noch 32 Prozent
entspricht . Alle Werte wurden auf einem BX-Mainboard mit einem 800 MHz
schnellen Pentium-III-System ermittelt . Dank eines mitgelieferten Adapters
lässt sich auch ein zweiter Röhrenmonitor betreiben . Schließlich bietet ATI
noch einen Video-Ausgang in FBAS- oder S-VHS-Norm . Die Radeon 7500 ist mit 64
MByte DDR-DRAM bestückt und soll Anfang Oktober für 399 Mark inklusive einer
DVD-Abspielsoftware in den Handel kommen . Infineon sieht keine finanzielle
Schwierigkeiten Der angeschlagene Halbleiter-Konzern Infineon hat Spekulationen
über drohende finanzielle Schwierigkeiten zurückgewiesen . Das Sparprogramm
greife , die Bilanz von Infineon sei gesund , erklärte Konzernchef Ulrich
Schumacher am Mittwoch in einer Börsen-Pflichtmitteilung . " Wir planen daher
derzeit keine weiteren Finanzierungsmaßnahmen am Kapitalmarkt . " Wie Infineon
mitteilte , sind in den ersten zwei Monaten von Impact die Kosten vor allem beim
Einkauf und in der Logistik gesenkt worden . In der Informationstechnik seien
die Kosten um 30 Prozent reduziert worden . Bei den Investitionen will der
Halbleiterhersteller weiter kräftig kürzen : Insgesamt sollen bei Infineon 5.000
Arbeitsplätze wegfallen ; Ende 2001 sollen bereits etwa 2.400 Stellen abgebaut
sein , davon ca. 1.900 im Ausland und 500 in Deutschland . Dem Konzern könnte
allerdings das Geld ausgehen , falls sich die Situation auf dem Markt für
Speicherchips nicht bessert , zitiert die Financial Times Deutschland Analysten
. Lycos Europe gibt sich optimistisch Das Internet-Portal Lycos Europe hat im
abgelaufenen Geschäftsjahr seinen operativen Verlust erhöht , will jedoch
wesentlich früher als geplant die Gewinnschwelle erreichen . Mitte September
hatte sich die Beschreibung der Situation bei Lycos Europe allerdings noch etwas
düsterer angehört : Das Unternehmen sah sich zu einem Restrukturierungsprogramm
veranlasst , mit dem der Umsatz weiter gesteigert und die Kosten gesenkt werden
sollten . Das bedeutete auch den Abbau von 300 Stellen , knapp einem Viertel der
Gesamtbelegschaft des Unternehmens , an dem der Medienkonzern Bertelsmann mit 27
Prozent beteiligt ist . Frankreich erwägt längere UMTS-Lizenzlaufzeiten Die
französische Regierung erwägt eine Kostenentlastung der Telefonkonzerne durch
eine längere Laufzeit von UMTS-Lizenzen . Die Regierung untersuche die
Möglichkeit , die Nutzungsbedingungen substanziell zu verbessern , berichtete
die Wirtschaftszeitung Les Echos unter Berufung auf Quellen in der Regierung .
In erster Linie gehe es dabei um die Verlängerung der Lizenzen von 15 auf 20
Jahre . Dies könnte die Erträge der Telekommunikationskonzerne um 15 bis 20
Prozent steigern . Außerdem werde eine Aufteilung der Netze geprüft , die den
Lizenzinhabern eine Kostenentlastung von etwa 25 Prozent ermöglichen könnte .
Das französische Wirtschafts- und Finanzministerium schweigt sich zu den Plänen
jedoch noch aus , berichtet dpa . Es konnten im Mai jedoch nur zwei Lizenzen
vergeben werden , und zwar an France Telecom/Orange sowie SFR/Cegetel ( Vivendi
Universal ) . Für die beiden anderen hatten sich auf Grund der hohen Kosten
keine Interessenten gefunden . Deshalb wird ein zweiter Aufruf notwendig . Mit
der Vergabe der weiteren Lizenzen wird aber frühestens im kommenden Sommer nach
den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Frankreich gerechnet . PopNet
Internet AG beantragt Insolvenzverfahren Die PopNet Internet AG aus Hamburg hat
wegen Zahlungsunfähigkeit den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens
gestellt . Die erst im Mai 2001 eingeräumten Kreditlinien sei " aus wichtigem
Grund und mit sofortiger Wirkung " von der Commerzbank AG gekündigt worden ,
teilte das Unternehmen in einer Börsenpflichtmeldung mit . Weitere Details dazu
nannte PopNet nicht , ließ aber wissen , dass zuvor intensive Bemühungen und
Verhandlungen mit einem potenziellen Partner wegen der tragischen Ereignisse in
den USA unterbrochen worden seien . Nach " erneuter Prüfung der wirtschaftlichen
Situation des Unternehmens , sich abzeichnender Umsatzrückgänge , zunehmender
Liquiditätsbedürfnisse bis Jahresende und der negativen gesamtwirtschaftlichen
Perspektive " seien Vorstand und Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen , einen
Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu stellen . UrMeL wird erwachsen
Drei Gurus aus dem Bereich des objektorientierten Designs ( OOD ) haben sich
schon vor längerer Zeit zusammengefunden , um eine einheitliche Sprache für die
Modellierung komponentenbasierter Software zu schaffen . Grady Booch , James
Rumbaugh und Ivar Jacobson sammelten sich unter dem Dach der Rational Software
Corporation , um ihre eigenen Ansätze zusammenzubringen . Heraus kam dabei eben
diese Unified Modelling Language . Schon die Tatsache , daß dahinter drei der
führenden Vertreter von OOD/OOA stehen , sprach von vornehrein dafür , daß sich
die UML durchsetzen würde . Nun hat sich Rational darüber hinaus entschlossen ,
die UML-Spezifikation 1.1 der Object Management Group OMG zu übergeben . Die
Object Analysis and Design Taskforce der OMG will bis Ende September über die
Standardisierung abgestimmt haben , wobei kaum ein Zweifel über die Annahme des
Vorschlags besteht . GMD/Fraunhofer : " Es gibt kein Zurück " Ungeachtet der
jüngsten Proteste aus den Reihen der GMD halten Bundesforschungsministerium und
Fraunhofer-Gesellschaft ( FhG ) an der Fusion von FhG und GMD fest . Das sehen
die Betroffenen bekanntlich anders . Vergangene Woche hatten der Sprecher der
Institutsleiter , der Vorsitzende des Wissenschaftlich-Technischen Rats und der
Gesamtbetriebsratsvorsitzende der GMD die Übernahme des FhG-Modells der
Forschungsfinanzierung abgelehnt und der Ministerin in einem offenen Brief
vorgeworfen , ihr Wort , die Fusion nicht gegen den Willen der Mitarbeiter
durchzuführen , gebrochen zu haben . Bei den Protesten sieht FhG-Präsident
Hans-Jürgen Warnecke viel Larmoyanz im Spiel , die sich legen werde , " sobald
klar ist , dass es kein Zurück gibt und der Vorgang unumkehrbar ist " . Am
Dienstag hat der FhG-Senat als Aufsichtsgremium der Fusion auf der Grundlage des
von den externen Moderatoren Arnold Picot vom Münchner Kreis und Tom Sommerlatte
von der Wiesbadener Unternehmensberatung Arthur D. Little Mitte September
vorgelegten Konzeptes zugestimmt . Das Anwaltsbüro sei bereits beauftragt . Auf
der Pressekonferenz zur Jahresversammlung zeigte sich der FhG-Präsident am
gestrigen Mittwoch zuversichtlich , dass die gesellschaftsrechtliche Integration
mit dem Beginn kommenden Jahres , spätestens aber zum 1. Juli 2001 vollzogen ist
. Indizierung von Computerspielen - sinnvoll oder nicht ? Spätestens seit dem
Massaker in Littleton ( USA ) sorgen Gewalt verherrlichende Computerspiele immer
wieder für Diskussionen . Zwar sind Spiele wie Doom oder Quake - Lieblingsspiele
der Amokläufer von Littleton - in Deutschland für Jugendliche und Kinder
verboten . Wenn die zuständige Bundesprüfstelle ein Spiel verboten hat , sind
manchmal schon zehntausende Exemplare über den Ladentisch gegangen , im Fall von
Quake III waren es 120.000 . " Wir dürfen erst indizieren , wenn die Produkte
auf dem Markt sind " , erklärte die Vorsitzende der zuständigen Bundesprüfstelle
für jugendgefährdende Schriften am heutigen Donnerstag bei der Jahrestagung der
Behörde in Nürnberg . " Die Spielfreaks wissen natürlich vorher , wann welche
Extremspiele rauskommen und die Verleger sind clever genug , die Erstauflage so
hoch zu bemessen , dass es trotz Indizierung in der Kasse klingelt " , ergänzte
der Leiter der nordrhein-westfälischen Arbeitsgemeinschaft Kinder- und
Jugendschutz , Jürgen Hilse . Daher erwische die Bundesprüfstelle mit ihrer
Indizierung nur die Spitze des Eisberges . Erschwerend wirkt zudem die illegale
Vervielfältigung von Spielen . Auf diese Weise werden Spiele trotz eines Verbots
verbreitet . Außerdem entsteht der Branche Millionenschaden . Nicht alle
Computerspiele seien brutal und aggressionsfördernd , betonen Verbandsvertreter
wie auch Jugendschützer . Man dürfe nicht alle Computerspiele in einen Topf
werfen und ihnen den schwarzen Peter zu schieben . Vielmehr müssten die Folgen
des intensiven Computerspielens differenziert untersucht werden . Wichtig sei
auch , dass Kinder nicht vernachlässigt vor ihrer Konsole hingen , sondern
Eltern sich in den Alltag ihrer Zöglinge einmischten . Auch die Wissenschaftler
, die sich mit den Auswirkungen von Gewalt verherrlichenden Spielen beschäftigen
, wehren sich gegen allzu einfach Erklärungen . Der Zusammenhang zwischen
Aggressivität und Computerzockerei werde von unzähligen Komponenten beeinflusst
, sagte die Sozialpädagogin Heike Esser . Für die Frage nach den Wirkungen seien
unter anderem das familiäre Umfeld , die Anzahl der Spielstunden und der
Realitätsgrad eines Spieles wichtig . Ein Negativbeispiel seien die so genannten
Ego-Shooter , bei denen der Spieler nicht mehr eine Bildschirm-Figur steuert ,
sondern quasi selbst zum Akteur wird . Szenerie , Waffen und Geräusche wirkten
dabei extrem realistisch . Gegen solche Spiele per Indizierung vorzugehen sei
auch noch sinnvoll , wenn die entsprechenden Datenträger schon vergriffen seien
, sagte der Jugendschützer Hilse . Es diene zumindest als Signalwirkung für die
Hersteller . Am effektivsten könnten allerdings die Eltern ihre Kinder vor den
Folgen von Gewalt verherrlichenden Computerspielen schützen . Eine Broschüre ,
die Hilse für das Bundesfamilienministerium geschrieben hat , beschreibt die
gängigsten Spiele und die dahinter stehende Technik . Das Hobby ihrer Kinder
soll Eltern so nicht länger ein Rätsel bleiben . Hacker betreiben " Info-War "
in Nahost Information Warfare , die Kriegführung mittels moderner
Informationstechnik und " Informationsangriffen " auf gegnerische Computernetze
, betrachtete man bislang vor allem als Domäne der großen Militärstaaten . Aber
auch andere Gruppen entdecken die Kreugführung mit " Bits statt Bomben " . So
finden die Kämpfe in Nahost momentan offensichtlich nicht nur auf der Straße
statt : Hacker aus aller Welt " bombardieren " nach israelischen Medienberichten
seit Tagen Internet-Seiten der israelischen Regierung und Armee . Der
israelische Armeesender meldete am Donnerstag , Israels Militär wolle nun den
Service des US-Telekommunikationskonzerns AT&T in Anspruch nehmen , um seine
Web-Seite zu schützen . In einer Woche habe es auch mehr als 140.000 Zugriffe
auf die Seite gegeben . Die Hacker-Angriffe auf israelische Regierungsseiten
hätten auch dem Service des größten israelischen Internet-Anbieter Netvision
extrem geschadet , sagte Netvision-Chef Gilad Rabinowitz . Die Seite des
israelischen Außenministeriums sei bereits seit längerer Zeit lahm gelegt ,
meldete der israelische Rundfunk . Auch die Homepage der Knesset , des
israelischen Parlaments , brach am Donnerstag nach massivem elektronischem "
Bombardement " zusammen . Eine Untersuchung habe ergeben , dass die meisten
Angriffe aus Libanon kamen , hieß es . Bundeskanzler : " Die Expo war ein großer
Erfolg " Die Weltausstellung in Hannover war nach Ansicht von Bundeskanzler
Gerhard Schröder ein großer Erfolg . " Dass in finanzieller Hinsicht nicht alle
Rechnungen aufgegangen sind , schmälert den Erfolg der Expo nicht " , sagte
Schröder am Donnerstag beim Abschiedsempfang für die Generalkommissare der
teilnehmenden Länder . Sie habe Grenzen überwunden und Menschen und Völker
zusammengebracht . Der ideelle Nutzen der Weltausstellung sei nicht in Geld
aufzuwiegen . Deutschland habe während der Expo Weltoffenheit und
Internationalität gezeigt . Er dankte den internationalen Teilnehmern , die
einen maßgeblichen Anteil daran gehabt hätten , dass die Expo ein Erfolg wurde .
" Es ist gut , wenn sie zu Hause von dem , was sie hier erlebt haben , berichten
werden . " Notes/Domino komplett per Webbrowser iNotes Web Access ( oder "
Shimmer " , wie der Codename des Produkts lautet ) ist ein vollwertiger Mail- ,
Kalender- und To-Do-Client , der ausschließlich im Webbrowser läuft . Auch
bisher war es möglich , über einen Browser auf Notes-Mail zuzugreifen ,
allerdings war der Verlust an Funktionalität so groß , dass sich nur hart
gesottene Hasser des Notes-Clients oder Mitarbeiter mit Unix-Clients dieser Qual
aussetzten . Mit iNotes Web Access soll das alles anders werden : Die Stärken
des Notes-Clients und des Webbrowsers sollen erstmals vereint werden -
selbstverständlich auch im Offline-Betrieb . Einzig der Domino-Server muss um
ein Modul erweitert werden , die bestehenden Mail-Files werden einem Redesign
unterzogen - und dann soll alles funktionieren . Die öffentliche Beta will Lotus
im ersten Quartal 2001 beenden - dann wird Shimmer nach den Plänen von Lotus
ausgeliefert . Hintergrund : Auch Tux bekommt seinen Preis In Bielefeld wurden
heute zum ersten Mal die deutschen Bigbrother-Awards verliehen . Den Hauptpreis
erhielt die Loyalty Partner Gesellschaft für Kundenbindungssyteme aus München ,
die das Bonuspunkte-System Payback entwickelt hat . Die
Kundenbindungsspezialisten , deren Haupteigner mit 68 Prozent die Deutsche
Lufthansa ist , gewähren nicht nur Rabatt bei Online-Einkäufen oder Benutzung
der Payback-Karte , sondern erstellen aus den Daten Persönlichkeitsprofile , die
für Werbeaktionen der Partner genutzt werden können . Das Payback-System trat in
der Kategorie Business und Finanzen an . Der Preis in der Kategorie "
Kommunikation " ging an den Freemail-Dienst GMX , der in der Vergangenheit nicht
nur durch Datenverlust und große Verletzlichkeit bei Hackerangriffen glänzte .
Als einziger Kandidat der diesjährigen Awards meldete sich GMX selbst zum
Wettbewerb an , mit einer großformatigen Anzeige in PR-Fachblättern , in denen
sich GMX rühmt die besten und detailliertesten Kundenprofile erstellen zu können
. GMX war auch der einzige Sieger , der mit einer gefaxten Stellungnahme
Kommunikationsbereitschaft bezeugte . GMX-Geschäftsführer Karsten Schramm
betonte , dass GMX " voll und ganz hinter dem Prinzip der Veranstaltung steht "
, doch bemängelte er eine " mangelhafte Recherche " der Jury sowie die "
mangelhafte Begründung " zur Verleihung . Schramm , selber langjährig als
Journalist tätig , verneinte , dass Datenverlust und Hackerangriffe im
Zusammenhang mit der Privatsphäre stehen . In der Kategorie " Behörden und
Verwaltung " gewann sinnigerweise die privatisierte Deutsche Bahn AG mit ihrem
3-S-Zentralen ( " Sicherheit , Sauberkeit und Service " ) , bei denen 42
Bahnhöfe und der vorgelagerte öffentliche Raum in Deutschland videoüberwacht
werden . Vor den Schirmen sitzen Mitarbeiter des staatlichen Bundesgrenzschutzes
und der bahneigenen Sicherheitsgesellschaft in trauter Zweisamkeit , obwohl dies
bereits von Datenschützern heftig kritisierte wurde . In der Kategorie " Politik
" schaffte es der Berliner Innensenator Dr. Eckhart Werthebach auf den ersten
Platz . Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsschutzes bekam den Preis
stellvertretend für den Eifer , mit dem in Deutschland die Telefonüberwachung
ausgebaut wird . Allein das Land Berlin unterhält 75 Aufzeichnungs- und 55
Auswertungsgeräte . Der " Lifetime Achievemt Award " ging an das
Ausländerzentralregister des Bundesverwaltungsamtes in Köln . Ein Gesetz , das
dieses Register genehmigt wurde erst im Jahre 1994 verabschiedet .
Ablehnungsbescheide werden gespeichert , positive Bescheide zur
Aufenthaltgenehmigung hingegen nicht . Neben einem Lokalpreis für die Stadt
Bielefeld und ihren Versuch , das Radiohören in Bussen auf den Lokalsendern
Radio Bielefeld zu eichen , erzeugte der so genannte Szenepreis die größte
Reaktion und scheint schon jetzt auf heftige Kritik der Open-Source-Gemeinde zu
stoßen . Der Preis wurde für den Apache-Webserver vergeben , der in seiner
Standardkonfiguration Logfiles mitspeichert , die die IP-Adresse der Besucher
enthalten . Damit greife Apache massiv in die Privatsphäre der Surfer ein , so
die Begründung der Jury . Siehe dazu auch : Big-Brother-Preis in Deutschland in
Telepolis Gegen Rechts im Internet Über das Internet kann seit dem heutigen
Donnerstag jeder den von etlichen Prominenten unterzeichneten Aufruf zu der
Großdemonstration gegen Rechts am 9. November in Berlin unterstützen . Wer das
Anliegen teile , könne sich in eine Liste eintragen , teilten die Veranstalter
zum Start der Internet-Site mit . Unterdessen wachse die Zahl der prominenten
Unterzeichner weiter ; unter anderem habe sich Rocksänger Marius
Müller-Westernhagen spontan gemeldet . Das Berliner Abgeordnetenhaus unterstütze
den Aufruf einstimmig und rufe alle Berliner zur Teilnahme an der Demonstration
auf . Die nach Angaben der Veranstalter von einem " breiten gesellschaftlichen
Bündnis " getragene Veranstaltung beginnt am Nachmittag mit einer
Gedenkzeremonie an der Neuen Synagoge und endet mit einer Kundgebung am
Brandenburger Tor . Hauptredner werden Bundespräsident Johannes Rau und der
Präsident des Zentralrates der Juden , Paul Spiegel , sein . Bundeskanzler
Gerhard Schröder will ebenfalls an der Demonstration teilnehmen . Veranstalter
sind alle im Parlament vertretenen Parteien sowie die katholische und die
evangelische Kirche , die Jüdische Gemeinde , der Deutsche Gewerkschaftsbund und
die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände . Zu den Erstunterzeichnern des
Aufrufs Wir stehen auf für Menschlichkeit und Toleranz gehören auch Prominente
aus Kultur und Sport . Unterschrieben haben unter anderem Boris Becker und
Steffi Graf , Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler , Radprofi Jan Ullrich
und Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass . Der 9. November ist ein Tag mit
wechselvoller Geschichte in Deutschland : Er ist der Jahrestag der
nationalsozialistischen Pogrome von 1938 gegen Juden in Deutschland und des (
kläglich gescheiterten ) Putschversuchs von Hitler 1923 in München .
Andererseits wurde am 9. November 1918 auch die erste Republik auf deutschem
Boden begründet : Und schließlich fiel 1989 am 9. November auch die Mauer .
WAZ-Gruppe steigt bei Internet-Buchhändler ein Die WAZ-Gruppe und die
österreichische LIBRO AG wollen im elektronischen Handel zu einem führenden
Internet-Anbieter in Deutschland aufsteigen , kündigte der
LIBRO-Vorstandsvorsitzende , Andre Rettberg , am heutigen Donnerstag bei der
Vorstellung der Kooperation in Düsseldorf an . Danach wird das Essener
Verlagshaus an der LIBRO-Internettochter LION.cc eine Beteiligung von 35 Prozent
erwerben . Im kommenden Jahr soll der E-Commerce-Anbieter bei entsprechendem
Umfeld an die Börse gebracht werden . LION wurde vor rund einem Jahr als
100-prozentige Tochter der börsennotierten LIBRO gegründet . Nach Angaben von
Rettberg ist das Unternehmen der am schnellsten wachsende Internetanbieter in
Österreich . LION.cc war in Deutschland ins Gerede gekommen , als der
Online-Buchhändler mit Rabatten im grenzüberschreitenden Handel in der EU die
Buchpreisbindung aushebeln wollte . Allerdings gilt dies nicht , wenn es sich um
einen reinen Reimport handelt - und genau dies warfen die deutschen Verlage
LION.cc vor . LION schreibt derzeit noch rote Zahlen , soll aber in drei Jahren
die Gewinnschwelle erreichen . Nach eigenen Angaben hat der Online-Shop derzeit
500.000 registrierte Nutzer . Die Partnerschaft von LION.cc mit der WAZ-Gruppe ,
die am Mittwochabend mit der Unterzeichnung der Verträge endgültig besiegelt
worden war , sei zukunftsweisend : Mit der WAZ werde die Expansion preiswerter
und rascher möglich sein , unterstrich Rettberg : " Mit dem Einstieg der
WAZ-Gruppe bei LION.cc verbündet sich das größte österreichische E-Commerce
Unternehmen mit einem der erfolgreichsten Verlage in Europa . " Vor wenigen
Wochen stieg bereits die Telekom Austria mit 6,75 Prozent bei LION.cc ein .
Bernd Nacke , einer der Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe , zeigte sich
zuversichtlich , das die Kooperation mit LIBRO erfolgreich sein wird : " Was
zusammen passt , sollte auch zusammen kommen " , betonte er . In dieses
Unternehmen wird die WAZ ihre eigene Internetaktivität cityweb.de einbringen ,
den größten regionalen Onlinedienst in Deutschland . Verwirrung um Chef der
Regulierungsbehörde Die Gerüchte um einen Rücktritt Klaus-Dieter Scheurles
wollen nicht verstummen : Der Präsident der Bonner Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) , Klaus-Dieter Scheurle , wird nach
Informationen der Süddeutschen Zeitung in Kürze Manager in der Privatwirtschaft
. Scheurle wird nach dem Bericht der SZ in ihrer Ausgabe vom heutigen Freitag im
Vorstand einer Investmentbank den Telekom-Markt analysieren . Das Dementi folgte
allerdings auf dem Fuß . Scheurle erklärte am heutigen Freitagmorgen gegenüber
der Financial Times Deutschland , er werde nicht zurücktreten : " Diese Meldung
entbehrt jeder sachlichen Grundlage . " Scheurle weiter : " Ich wundere mich
sehr darüber . " Anfang Oktober sah sich das Bundeswirtschaftsministerium erst
veranlasst , eine angebliche Ablösung Scheurles durch Sigmar Mosdorf ,
Staatssektretär im Wirtschaftsministerium , zu dementieren . Telefonauskunft
telegate überraschend in den Miesen Der Telefonauskunfts-Dienstleister telegate
musste eine deftige Gewinnwarnung herausgeben : Konzernchef Klaus Harisch machte
am gestrigen Donnerstagabend ausgefallene Auslandsumsätze und technische
Probleme bei der Einrichtung eines Internet-Portals für die Einbußen
verantwortlich . Ursprünglich hatte der Konzern laut dpa für 2000 einen nicht
näher bezifferten Überschuss angekündigt . Das Kerngeschäft in Deutschland laufe
aber weiterhin sehr gut , versuchte Harisch die Investoren zu beruhigen .
Dagegen habe man 2000 entgegen den Planungen praktisch keine Erlöse in Italien
und Spanien erzielt . Harisch führte dies unter anderem auf Probleme mit den
italienischen Regulierern nach dem indirekten Einstieg der Telecom Italia bei
telegate zurück . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal
Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist
Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war
. Dieser Ire war der erste Dandy seiner Zeit . Er wusste zu unterscheiden , und
deklarierte , dass der Sinn für Farben wichtiger ist als die Unterscheidung
zwischen Gut und Böse . Die Spießer brachten ihn in den Knast und damit um : "
Wenn jemand mit mir übereinstimmt , habe ich stets das Gefühl , dass ich Unrecht
habe . " Es gibt Leser dieser Wochenschau , die sich an dem Begriff Bobo stören
, der bourgeoisen Boheme der Jetzt-Zeit . Wahrscheinlich sind es dieselben Leser
, die einen Espresso trinkenden Professor nicht von einem Cappucino schlürfenden
Venture-Kapitalisten unterscheiden können . Ich kann es auch nicht : In der
letzten Woche durfte ich den ungemein akademisch klingenden Begriff Assertivität
lernen . Das behauptet jedenfalls eine Meldung aus dem Hause McGraw Hill . "
Assertiveness lädt nicht nur dazu ein , kritische Dialogsituationen wie
Kundenbeschwerden oder Meetings auf der analytischen Ebene besser zu verstehen ,
sondern sie vor allem auch im Artikulations- und Verhaltensbereich mit optimaler
Wirkung umzusetzen . " So sei es . Mit aller Assertiveness reagiere ich daher
auf die Forderung , den Bobo abzusetzen . Und schreibe weiter über seine Nöte .
Das sieht auch der Verschlüsselungsspezialist Trevor Jones ein , dem die
englische Firma Softlok gehört . Auf Kosten des Hauses darf zu Weihnachten jeder
Single in der Firma einen Partnervermittlungsdienst in Anspruch nehmen , um den
Wunschpartner zum Fest zünftig einzusocken . Dabei haben sich die Zeiten seit
Wilde geändert : Dafür hat Trevor Jones eine bemerkenswert schlichte Rechnung
parat : " Wenn man mit seinem Leben nicht zufrieden ist , beeinflusst das auch
die Arbeitsleistung . " Und selbige ist bei Softlok gefragt , schließlich möchte
man eine erstklassige Verschlüsselung präsentieren , die übliche Tools wie PGP
schal aussehen lässt , wie es in der PR der Firma vor einem Jahr hieß . Das
Public Genitals Project der Cyberkünstlerin und Protesenforscherin Allucquère
Rosanne " Sandy " Stone speichert Körper-Images auf realen Körpern ab .
Fleshmapping nennt sich die Technologie , die von dem ehrenwerten Träger dieser
Website mit einem eigenen Genitalien-Server unterstützt wird . Das Internet ist
ein Raum ohne Grenzen . Meint Vint Cerf , und haut der französischen Justiz
damit schwer auf die Finger , denn die will diesen Raum ohne Grenzen doch glatt
mit moralischen Argumenten und normaler Rechtsprechung beikommen . So einen Raum
ohne Grenzen kann man aber nach Ansicht anderer Leute auch ganz anders
beschreiben : Ein Raum ohne Grenzen ist vielleicht ja das ideale Behältnis für
einen Misthaufen . Wer aber auf der Suche nach den Perlen ist , verliert sich in
einem Raum ohne Grenzen leicht im Unendlichen . " Wenn man die Wahrheit sagt ,
kann man sicher sein , früher oder später ertappt zu werden . " Stephen Fry ,
ingeniöser Darsteller des Oscar Wilde in der Filmbiographie , schrieb übrigens
in seinem mehr oder weniger geglückten Roman Geschichte machen : Eine Ratte tut
Gutes oder Böses , indem sie den Lauf der Welt verändert . Die Maus dagegen tut
Gutes oder Böses durch Nichtstun . Gute Frage : Lieber ertappt werden beim
Aufräumen im Misthaufen oder Nichtstun im Raum ohne Grenzen ? Sie möchte eine
Debatte über " nationale Identität " - und das , um endlich wieder vom "
deutschen Vaterland " unbefangen sprechen zu können . Wer wird hier nun bei was
ertappt ? Spannend wird es natürlich , wie die " nationale Identität " , die vom
" deutschen Vaterland " zu sprechen berechtigt , im Internet als Raum ohne
Grenzen sich materialisiert . Dem Misthaufen . Das dunkle Raunen von Martin
Walser ? Die Stahlgewitter des Ernst Jünger ? SAP als teutsches Softwarehaus ?
Die Deutsche Ideologie von Karl Marx ? Sein und Zeit von Martin Heidegger ? Der
Faust von Goethe ? Die Blechtrommel von Grass ? Der Fluss ohne Ufer von Hans
Henny Jahnn ? Die deutschen Entwickler von im Internet verbreiteter
Open-Source-Software ? Oder das " Ich kann gar nicht soviel fressen wie ich
kotzen möchte " eines Max Liebermann zur SA-Parade anlässlich der "
Machtergreifung " 1933 ? Amüsant jedenfalls der Streit um multikulturelle
Gesellschaft und Leitkultur von Leuten , die wohl meist ihre eigene Abstammung (
und die gilt wohl leider noch immer , wenn es darum geht , wer Deutscher sein
darf ) nicht kennen . Mit deutschem Vaterland kann ich zumindest wenig anfangen
- immerhin stammt die Familie väterlicherseits von Zigeunern ab , die im 15.
Jahrhundert in Deutschland sesshaft wurden . Dann vielleicht das deutsche
Mutterland ? Pech gehabt . " Gesegnet seien jene , die nichts zu sagen haben und
den Mund halten . " Vielleicht fände man dann im Misthaufen die Perlen leichter
. Früher war es eine Gewissheit sondergleichen , dass Technikjournalisten für
den Leser schrieben . Ebenso einfach war die Technik gestrickt , die sich wie
ein einziger großer Stammbaum darstellte . Doch danach schrieb niemand mehr für
den Leser , sondern für den Konsumenten , dem das einfache Leben mit einem
Device die höchste Sinnesfreude bringt . Hier war die Sache schon schwieriger .
Ein Konsument kann männlich oder weiblich sein und obendrein schnell in sein
Gegenteil umschlagen , wenn er online geht und vielleicht alles zusammen ist .
Doch nun wird die Sache wieder einfacher . Heute schreibt man nicht für Leser ,
nicht für Konsumenten , sondern für Investoren , wo der kleine Unterschied keine
große Rolle spielt . Was wird . In der nächsten Woche wissen wir ganz sicher ,
wer der nächste Präsident der USA ist . Oder auch nicht . Sonst müssen wir auch
dort warten , ob nicht vielleicht die Marijuana-Partei den nächsten Premier
stellt , der zugedröhnt die Falkland-Inseln annektiert - und das Terrain
zwischendrinne . Wer in die Zukunft blickt , muss weit nach hinten greifen
können : An dem Tag , an dem Kanada wählt , wurde vor zwanzig Jahren das
deutsche Kabelfernsehprojekt in Ludwigshafen gestartet . Heute kommt
bekannterweise das Internet durch diese Kabel , any day now . Dem Regelbetrieb
in Ludwigshafen gingen Experimente in Bremen voraus . Hier ließ der damalige
Intendant von Radio Bremen im Jahre 1975 das Kabelfernsehen in einem Stadtteil
testen , der seinerzeit der " Neuen Heimat " gehörte . Aus dem Test entsprang
ein Gutachten der " Kommission für den Ausbau des technischen
Kommunikationssystems " . In diesem Gutachten tauchte die Vision eines "
Bürger-Rückkanals " auf , der vorzüglich in die SPD-Pläne der Bürgerbeteiligung
an der Politik passte . Aber warum erzähle ich das unter dem Rubrum " Was Wird "
? Verhaltene Beteiligung am Internet-Parteitag der Grünen Der erste
Internet-Parteitag der Grünen in Baden-Württemberg hat mit verhaltener
Beteiligung begonnen . Knapp zwei Tage nach Beginn des zweiwöchigen virtuellen
Projekts gab es erst rund 60 Wortmeldungen zu den beiden Parteitagsthemen
Ladenschlusszeiten und elektronische Bürgerdemokratie . Der Landtagsabgeordnete
Walter Witzel äußerte allerdings Zweifel an der Forderung im Vorstandsantrag ,
an den Schulen unterschiedliche Betriebssysteme einzuführen . Die gut gemeinte
Vielfalt könne leicht zu einer Überforderung der Schüler führen und den Rahmen
der allgemein bildenden Schulen sprengen . Der Delegierte Andreas Kozlik mahnte
zur Vorsicht bei der Einführung einer elektronischen Briefwahl . Manipulationen
und Unklarheiten könnten die Folge sein . Wie unsicher solche Verfahrensein
können , zeige das Beispiel der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl . Dort
habe bereits das " EDV-geschichtlich primitive Verfahren der Lochkarte " zu
großen Problemen geführt . Seine Begeisterung über den virtuellen Parteitag
fasste der Delegierte mit den Worten zusammen : " Das war meine erste
Parteitagsrede nach 14 Jahren Mitgliedschaft . " Zu Abstimmungen kam es bislang
während des bislang einzigartigen Internetprojekts noch nicht . Die Spitze der
Landesgrünen hatte zu Beginn angekündigt , dass voraussichtlich am 1. oder 2.
Dezember zum ersten Mal das Votum der Delegierten gefragt sei . Am 3. Dezember
soll der virtuelle Parteitag enden . Die Jugendarbeit in Baden-Württemberg wird
durch eine neue Informations,- Kommunikations- und Arbeitsplattform im Internet
vernetzt . Kultusstaatssekretär Rudolf Köberle ( CDU ) teilte am gestrigen
Samstag bei einem Jugendmedienkongress in Weil der Stadt mit , über die
Internetseite www.Jugendnetz.de könnten sich die Aktiven in der Jugendarbeit und
Jugendbildung sowie die Jugendlichen selbst informieren und untereinander
austauschen . Auf der Internetseite würden zentrale jugendbezogene
Informationsangebote sowie regionale und lokale Aktivitäten dargestellt . Ziel
ist es nach Köberles Worten , dass die Jugendlichen selbst an der Gestaltung des
Informationsangebotes mitwirken . Wer daran Interesse hat , kann sich direkt
über die Internetseite melden . Außerdem gebe es zahlreiche Informationen über
internationale Aufenthalts- und Austauschmöglichkeiten , Au-pair-Einsätze ,
Ferienjobs , Praktikumsangebote oder europäische Jugendprogramme .
Fremdsprachige Angebote würden umgekehrt auch jungen Menschen aus anderen
Ländern den Weg nach Baden-Württemberg ebnen . Um die Medienkompetenz zu fördern
hat die Landesakademie für Jugendbildung in Weil der Stadt ein
Landesjugendmedienzentrum eingerichtet . Dort werden an elf gut ausgestatten
PC-Arbeitsplätzen Multiplikatoren geschult . Außerdem misst Köberle dem Ausbau
regionaler Jugendmedienzentren und -netze eine große Bedeutung zu . Erfreuliche
Ansätze gebe es in Form von Computer- und Medienwerkstätten , die sich
vielerorts als Anlaufstellen auf Kreis- und Stadtebene angeboten hätten .
Elektrosmog : Schlafstörungen und Gedächtnisverlust bei Kindern Berichte in der
britischen Medizinwissenschaftszeitschrift The Lancet heben in der Diskussion
über die Gefährlichkeit der elektromagnetischen Abstrahlungen von Handys und des
Elektrosmogs die nicht-thermischen Auswirkungen hervor . In der aktuellen
Ausgabe der Zeitschrift ( Volume 356 , Number 9244 ) gehen zwei Artikel auf die
Auswirkungen von Handys auf die Gesundheit ein . Kenneth J. Rothman sieht dabei
noch keine sicheren Nachweise , dass die thermischen Auswirkungen der
elektromagnetischen Felder zu Krebs führen könnten - was sich aber durch neuere
Untersuchungen , die gerade durchgeführt würden , ändern könnte . Einen anderen
Aspekt betont dagegen Gerard Hyland . Er sieht vor allem bei Personen unter 18
Jahren die nicht-thermischen Auswirkungen des Elektrosmogs als erwiesen an .
Kinder , die Handys benutzten , litten an Gedächtnisverlust , Schlafstörungen
und Kopfschmerzen , schreibt Hyland . Die Unter-18-Jährigen , die rund ein
Viertel der Mobilfunknutzer in Großbritannien ausmachten , seien zudem
anfälliger als Erwachsene , da ihr Immunsystem weniger robust sei . Die
Haupteffekte der Handy-Abstrahlungen seien neurologischer Natur , die die
Stabilität der Körperzellen beeinflussten . Die Gefahren kämen dabei von der
niedrigfrequenten nicht-thermischen Strahlung , nicht von der Erwärmung des
Gehirns durch thermische Effekte . Kinder seien dabei anfälliger als Erwachsene
, da die Absorption von GSM-Abstrahlungen bei einem Objekt , das ungefähr die
Größe eines Kinderkopfes habe , am größten sei . Außerdem könne die Strahlung
auf Grund der dünneren Hirnschale von Kindern leichter eindringen . Das
Immunsystem , dass durch diese Form der Abstrahlungen negativ beeinflusst werde
, sei bei Kindern darüber hinaus schwächer als bei Erwachsenen , wodurch sie
negative Auswirkungen auf die Gesundheit schlechter bewältigen könnten . Wären
Mobiltelefone Lebensmittel , wären sie nicht zugelassen worden , da es zu viel
Unsicherheit gebe , ob sie sicher seien , schreibt Hyland . Die bislang
umfassendste Bestandsaufnahme und Bewertung der Erkenntnisse zu den
Gesundheitsrisiken der Mobiltelefonie legte im Mai des Jahres die Independent
Expert Group on Mobile Phones ( IEGMP ) in England vor . Sie kam ebenfalls zu
dem Schluss , dass Kinder auf Grund ihrer dünneren Schädeldecke und des sich
noch entwickelnden Nervensystems einem größeren Risiko ausgesetzt sind . Zum
Stand der Forschung und der Diskussion um die Auswirkungen des Elektrosmogs
siehe auch den Artikel Störfunk fürs Gehirn in Ausgabe 14/2000 der c't .
Mobilcom-Chef verliert Prozess in Millionenhöhe Gerhard Schmid , Chef der
Telefongesellschaft Mobilcom , gerät wegen seines Geschäftsgebarens ins
Zwielicht . Nach Informationen des Focus hat Schmid einen Zivilprozess in
Millionenhöhe verloren . Der Fall sei mittlerweile auch Gegenstand einer
Betrugsanzeige gegen Schmid ( Az. 545 Js 52471/00 ) . Dem Bericht zufolge
verurteilte das Zivilgericht Schmid dazu , eine geforderte
Wandelschuldverschreibung auszustellen . Da das Urteil vorläufig vollstreckbar
sei , müsse sich der Mobilcom-Chef in der nächsten Woche auf den Besuch des
Gerichtsvollziehers vorbereiten , schreibt der Focus . Sommer : Keine Eile mit
neuem T-Online-Chef Telekom-Chef Ron Sommer sieht keine Eile bei der
Neubesetzung des T-Online-Vorstandes . Innerhalb weniger Monate hatten vier der
fünf Vorstände der Telekom-Tochter das Unternehmen verlassen , allen voran der
ehemalige Vorstandsvorsitzende Wolfgang Keuntje , der seinen Posten Ende August
wegen Differenzen mit Sommer niedergelegt hatte . Derzeit wird T-Online
kommissarisch von dem Telekom-Vorstandsmitglied Detlev Buchal geführt . Die
T-Online-Aktie sank im Zuge der Personalprobleme auf neue Tiefstände . Sie liegt
derzeit bei 18,90 Euro und damit weit unter ihrem Ausgabekurs von 27 Euro . Von
Chaos bei T-Online könne keine Rede sein , sagte Sommer . " Der einzige Vorwurf
, den ich mir mache , ist , dass ich nicht von Anfang an die richtige
Führungsmannschaft für T-Online eingesetzt habe . " Das Ausscheiden der
T-Online-Vorstände steht vermutlich in Zusammenhang mit Untersuchungen der
internen Revision wegen des Verdachts auf Vorteilnahme gegen mehrere hochrangige
Manager . Vier Führungskräfte werden verdächtigt , einen millionenschweren
Sponsoringvertrag an eine Veranstaltungsagentur vergeben zu haben , an der sie
indirekt beteiligt waren . Sie sind inzwischen entlassen worden . Der neue
T-Online-Chef soll Sommer zufolge auch im Telekom-Vorstand für den Bereich
Multimedia zuständig sein . Der Telekom-Chef kritisierte noch einmal die
Entscheidung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post , dass die
Telekom von Februar kommenden Jahres an den Internet-Diensteanbietern einen
Pauschaltarif für den Internetzugang anbieten muss Die Haushalts-Roboter sind im
Anmarsch Asimo tanzt mit wiegender Metallhüfte zu Rumbaklängen , während sein
Roboterkollege SDR-3X beim Fußballspielen pathetisch auf die Knie geht und seine
Arme zum Triumph nach oben streckt . Keine Szene aus einem Science-Fiction-Film
, sondern erste Schritte im Leben einer neu geborenen Generation japanischer
Roboter . In den Entwicklungslabors der fernöstlichen Hightech-Nation vollzieht
sich derzeit eine schnelle Evolution vom Industrie-Roboter hin zu
mechanisch-elektronischen Lebensgefährten des Menschen . Armeen dieser pfiffigen
Metallwesen sollen künftig nicht mehr wie ihre Vorgänger in Fabriken als
Arbeitssklaven dienen , sondern dem Menschen im Alltag als Partner fürsorglich
und tröstend zur Seite stehen , ob beim Aufräumen im Haushalt oder bei der
Betreuung alter Menschen . Der Elektronikriese Matsushita Electric will im
Dezember kommenden Jahres in der Provinz Osaka ein Hightech-Pflegeheim eröffnen
, in dem jedes der 103 Zimmer mit sprechenden Roboterhaustieren und
Internetanschluss ausgestattet werden soll . Seit kurzem gibt es in Japan die
zweite Generation von Aibo zu bestellen , die als Verschnitt zwischen Katze und
Hund daher kommt und auch Gefühle zeigen kann . " Die Metallwesen geben den
Menschen Seelenfrieden und können ihre Sorgen lindern " , sagt Sony-Manager Doi
. Japans Hightech-Konzerne prophezeien Unterhaltungsrobotern denn auch eine
goldene kommerzielle Zukunft . Bei Industrie-Robotern ist Japan bereits weltweit
führend . Ende 1999 waren nach Angaben der Wirtschaftszeitschrift Toyo Keizai
740.000 im Einsatz , mehr als 50 Prozent ( 400.000 ) davon in Japan . Nun geht
die Industrie einen Schritt weiter und entwickelt sehende , sprechende und
fühlende Roboter für den kommerziellen Markt . Zwar werden auch in Europa
Roboter entwickelt , zum Beispiel für Expeditionen im All , aber " es sind nur
die Japaner , die so eifrig Haustier- und menschliche Roboter wollen " , stellt
Professor Yoshiaki Shirai , Präsident der Gesellschaft für Künstliche
Intelligenz , fest . Während in Europa Roboter in Büchern und Filmen oft am Ende
zur Bedrohung für die Menschen wurden , haben Roboter im Animations- und
Comic-Land Japan genau das gegenteilige Image , wie Toyo Keizai schreibt . Das
sei vermutlich ein Grund dafür , warum die Japaner so eifrig in der
Roboterentwicklung seien . Zugleich versprechen sich die Japaner davon
kommerziellen Erfolg . NEC stellte kürzlich sein Robo-Ei R100 vor , das durchs
Haus rollt , auf Zuruf menschliche Gesichter erkennt und die jeweilige Person
beim Namen fragt , was es denn für sie tun könne . Der kleine Roboter soll auch
auf Zuruf Fernbedienungen betätigen und Familienangehörigen ankommende E-Mails
laut vorlesen können . Die Spielzeugfirma Takara entwickelte Roboterfische und
-quallen . Zunächst sollen die bisher nur als Prototypen vorgestellten
Service-Roboter die Bevölkerung an die Vorstellung gewöhnen , mit ihnen künftig
zusammenzuleben . Noch sei es zu gefährlich , wenn solch schwere Ungetüme zum
Beispiel Pflegebedürftige badeten oder auch einfach nur im Haus herumliefen .
Die digitale Kluft vor der Haustür - Indianer im Internet Bei den Indianern
liegt die digitale Hürde gleich vor der eigenen Haustür . Eigentlich meinen
Technologieexperten die Diskrepanz zwischen den Industrienationen und
Entwicklungsländern , wenn sie von " digital divide " , der digitalen Spaltung ,
sprechen . Aber " World Wide Web " ist auch in den USA in manchen Gegenden noch
ein Fremdwort . Zwar meint das US-Wirtschaftsministerium , die digitale Kluft
zwischen traditionell " benachteiligten " soziokulturellen Gruppen der
US-Gesellschaft , etwa Farbigen , Hispanos oder Haushalten mit geringem
Einkommen , und weißen oder reicheren Amerikanern werde kleiner : In den
Indianerreservaten aber fehlt in durchschnittlich jedem zweiten Haushalt sogar
die Auffahrt zur Datenautobahn , der Telefonanschluss . Das soll sich nun mit
massiver Hilfe der US-Regierung ändern . " Wir können neue Technologien nutzen ,
um mehr Menschen als jemals zuvor neue Chancen zu bieten " , verkündete
Präsident Clinton , der in diesem Jahr eine 17-Millionen-Dollar-Initiative
startete . Möglichst bald sollen bis zu 300.000 Indianerhaushalte in den USA für
eine Grundgebühr von einem US-Dollar pro Monat telefonieren können . Manchmal
mangelt es sogar an der Stromversorgung , und selbst wenn Telefon und
Elektrizität vorhanden sind , fehlt oft das Geld für einen Computer . Die
bittere Armut vieler Indianer ist ein Grundproblem , an dem sich nur sehr
langsam etwas ändert . Neben Regierungsmitteln sollen nun auch Privatspenden
dafür sorgen , dass immer mehr Ureinwohner Anschluss ans 21. Jahrhundert
bekommen . Davon könnten vor allem die jüngsten Stammesmitglieder profitieren .
Ihre Qualifikation für gut bezahlte Jobs und den Weg aus der Armut hänge
schließlich von ihrer Vertrautheit mit dem Internet ab , sagt Sally Tilousi vom
Havasupai-Stamm in Arizona . " Wir haben unsere Kinder früher in die Welt
geschickt , ohne sie dafür ausgebildet zu haben " , sagt Tilousi . Die Havasupai
leben im Grand Canyon , und von dort aus hatten sie bisher vor allem per
Maultier Zugang zur Außenwelt . Das hat sich radikal geändert , nachdem das
Unternehmen Starband Communications mit Regierungsmitteln und eigenen
Materialspenden ein Pilotprojekt startete . Auf den steilen Pfaden in den Grand
Canyon wurden Computer und Anlagen für den Satellitenempfang zur
Havasupai-Siedlung geschleppt , wo immerhin schon Generatoren für die
Stromversorgung bereitstanden . Jetzt haben die Havasupai einen besseren
Internet-Zugang als die Durchschnittsamerikaner . Statt einer relativ langsamen
Standard-Telefonverbindung nutzen sie zehn Mal schnellere Satellitenverbindungen
. Und so lernen die Indianerkinder das World Wide Web gut kennen , bevor sie
dann im Alter von etwa 13 Jahren Schulen außerhalb der Reservate besuchen .
Allmählich steigt in den Indianergebieten die Zahl der regionalen
Telefongesellschaften . Ein halbes Dutzend Kleinunternehmen versorgt die dünn
besiedelten Gebiete . Ohne großzügige Unterstützung aus Washington wäre das
nicht machbar , denn die Kosten für einen einzelnen Anschluss können bei bis zu
50.000 US-Dollar liegen . Dort baut ein nach dem Stamm benanntes Unternehmen
jetzt sogar ein Glasfaser-Netz auf . Denn Firmenchef Godfrey Enjady hat große
Pläne , die weit über die Telefonversorgung der Stammesmitglieder hinausgehen .
" Wir bauen eine Infrastruktur auf , um Investoren anzulocken " , sagt Enjady .
Neue Methoden gegen IT-Fachkräftemangel Der vielbeschworene Mangel an
Fachkräften für die EDV-Industrie macht Unternehmen erfinderisch . Die
Ergebnisse sind bisweilen kurios , aber für die umworbenen Arbeitnehmer
vorteilhaft . So kündigte Netzwerkspezalist 3Com an , für die Angestellten der
deutschen GmbH auf Firmenkosten die Steuerlast zu beschränken : Im nächsten Jahr
will die Firma ihren Mitarbeitern alle Jahreseinkommens-Steuerlasten , die 39
Prozent des Gehalts überschreiten , zum Jahresabschluss erstatten . Auf diese
Weise werde kein Angestellter mehr als 39 Prozent Steuern auf sein Gehalt zahlen
müssen , so der Chef der deutschen 3Com-Filiale , Thomas Peters , gegenüber dpa
. Diese Maßnahme kann die Firma teuer zu stehen kommen . Peters benennt jedoch
den Grund für das Entgegenkommen eindeutig : " Wir machen unsere eigene
Steuerreform , um Spitzenkräfte zu halten und offene Stellen besetzen zu können
. " Dem Fiskus gehe aber nichts verloren , da das Unternehmen dafür sorge , dass
alle notwendigen Steuern abgeführt werden . Ob sich 3Com mit diesem Vorgehen
allerdings zum Vorbild für neue Beschäftigungsprogramme der Branche aufschwingen
kann , dürfte fraglich sein . Jagoda : Green Card brachte 4.000 zusätzliche
Arbeitsplätze Die so genannte Green-Card-Initiative der Bundesregierung hat im
Jahr 2000 zu etwa 4.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Computer-Branche
geführt . Das teilte der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit , Bernhard
Jagoda , am Dienstag im Berliner Sender F.A.Z. 93.6 Berlin mit . Jagoda wertete
die Entwicklung als Erfolg . Laut Jagoda gab es 1999 in der so genannten
IT-Branche einen Zuwachs von 35.000 Arbeitsplätzen . 2000 seien es in diesem
Bereich rund 50.000 neue Arbeitsplätze gewesen , davon etwa 4.000 direkt über
die Green-Card . " Das ist eine positive Entwicklung " , betonte Jagoda Die
Bundesanstalt für Arbeit habe nach Inkrafttreten der Regelung " sehr schnell
gehandelt . " Über das Internet seien der deutschen Wirtschaft " 14.000 Bewerber
angeboten worden , die bereit sind , nach Deutschland zu kommen " , erklärte
Jagoda . Auch im kommenden Jahr werde es weitere Genehmigungen geben . Das
Kontingent sei zunächst auf 10.000 begrenzt . Anschließend werde die
Bundesregierung prüfen , ob weitere 10.000 Green-Cards erteilt werden könnten .
Kritisch äußerte sich der Behörden-Präsident zu Forderungen , die Genehmigungen
auch auf andere Wirtschaftsbereiche auszudehnen . Dies sei für den Arbeitsmarkt
verkraftbar und erhöhe die Attraktivität des Studienstandortes Deutschland . NTT
DoCoMo bringt Java-Internetdienst für Handys Der japanische Mobilfunkriese NTT
DoCoMo setzt seine aggressive Expansion weiter fort - und das nicht nur durch
die weltweite Ausdehnung der Geschäftsfelder , sondern auch durch neue
Dienstleistungen . Nach japanischen Zeitungsberichten will NTT DoCoMo im
kommenden Monat den weltweit ersten Internetdienst für Handys auf Basis von Java
in Betrieb nehmen . Mit Java sei es möglich , eine größere Bandbreite für
Internet-Software über Mobiltelefone zu benutzen , wie die japanische
Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun am Dienstag berichtete . So können
Handy-Besitzer damit Spiele-Software herunterladen und gegeneinander über das
Netz spielen . Auch könnten aktualisierte Wetterdaten , Aktienpreise sowie
Verkehrsinformationen geladen werden . NTT DoCoMo setzt bei der Einführung neuer
Handy-Dienstleistungen vollständig auf seinen bislang schon recht erfolgreichen
mobilen Internet-Dienst i-mode . Dieser ist nun auch Voraussetzung für die neuen
Funktionen über Java . Außerdem soll der Kauf eines Terminals mit neuer Software
notwendig sein . Der japanische J-Phone-Konzern , an dem auch Vodafone direkt
sowie über eine Beteiligung an der Muttergesellschaft Japan Telecom Anteile
besitzt , sowie die KDDI-Gruppe planten im Mai beziehungsweise kommenden Sommer
ähnliche Dienste auf Basis von Java , wie die Zeitung weiter berichtete .
Skepsis beim Online-Shopping bleibt Und das rund um die Uhr . Doch der Schein
trügt . Immer wieder kommt es zum Datenklau via Internet . Dabei gewinnt das
Internet hier zu Lande stetig an Attraktivität . Zwar liegt Deutschland nach
einer Studie des Marktforschungsinstituts Infratest Burke in München im
weltweiten Vergleich gerade mal im Mittelfeld , doch hat sich die Zahl der User
zwischen 1997 und 2000 von 4,1 auf 18,3 Millionen mehr als vervierfacht . Auch
viele Dienstleister setzen zunehmend aufs World Wide Web . " Für viele bietet
der virtuelle Shop einen alternativen Absatzkanal " , so Harald Summa ,
Geschäftsführer des Electronic Commerce Forums ( eco ) in Köln . Dennoch rechnet
der Verband nicht mit allzu hohen Umsätzen . " Bis 2004 wird der Anteil des
E-Commerce rund sieben Prozent am Gesamtumsatz betragen " , prognostiziert Summa
. Weitere Steigerungen werden nicht erwartet . Viele Deutsche sind beim Thema
Online-Shopping ohnehin immer noch skeptisch . Zu recht , meinen
Verbraucherschützer mit Blick auf eine von der Stiftung Warentest durchgeführte
Untersuchung : Beim Test von 16 umsatzstarken Online-Shops in Punkto Sicherheit
und Datenschutz bestanden nur zwei der Anbieter . Auch der Bundesbeauftragte für
den Datenschutz in Bonn warnt vor den Risiken des Online-Shoppings : " Der
Nutzer hinterlässt bereits nach einem virtuellen Schaufensterbummel seine
Datenspuren . " Diese kann der Anbieter dann problemlos aufzeichnen . Während
Verbraucher zu Recht um ihre Anonymität bangen , reiben sich die
Werbeabteilungen der Anbieter die Hände : Ihnen bieten beispielsweise Cookies
den Vorteil , dass sie dem Besucher persönlich abgestimmte Inhalte und
maßgeschneiderte Angebote bereitsstellen können . " Jetzt gilt es , bei den
Verbrauchern Vertrauen aufzubauen " , erklärt Harald Summa vom eco-Verband .
Immer mehr Shops gehen deshalb her und lassen ihr Angebot zertifizieren .
Während beispielsweise das EHI-Gütesiegel auf Selbstauskünften der Anbieter
basiert , geht die Verbraucherzentrale NRW einen Schritt weiter : " Wir
untersuchen die Firmen vor Ort " , erklärt der Projektleiter und Anwalt Wolfgang
Schuldzinski . Je nach Entwicklungsstand dauert der Prozess zwischen zwei Wochen
und drei Monaten . " Ein Online-Shop , der alle Kriterien vorbildlich erfüllt
erhält das Zertifikat natürlich wesentlich schneller " , so Schuldzinski .
Anfang 2001 werden die ersten Shops mit dem Gütesiegel gekennzeichnet sein , so
die Erwartungen der Verbraucherzentrale . Zuvor müssen die durch die RW TÜV
Anlagentechnik GmbH aufgestellten Qualitätskriterien erfüllt werden . Dazu
gehören die genaue Anbieterkennzeichnung , dass heißt eine Kurzbeschreibung ,
welches Unternehmen sich hinter dem Shop verbirgt , sowie ein deutlicher Hinweis
auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ( AGB ) . Die ausgezeichneten Preise
müssen ebenso verbindlich sein wie der Liefertermin , der per
Auftragsbestätigung mitgeteilt werden muss . Zu guter Letzt wird der Umgang mit
persönlichen Kundendaten kritisch unter die Lupe genommen : So muss der
Online-Shop eine sichere Verschlüsselungstechnologie einsetzen , über die er
seine Kunden eingehend informiert . " Personenbezogene Daten müssen mit
mindestens 128 Bit übertragen werden " , erläutert Schuldzinski . Außerdem ist
jeder Schritt zu dokumentieren , sodass er für den Verbraucher nachvollziehbar
wird . Gleiches gilt für den Datenschutz . Der Anbieter muss bereits auf der
Startseite dem User die Möglichkeit geben , sich über den Sinn und Zweck der
Datenerhebung zu informieren . Erst wenn all diese Kriterien erfüllt sind ,
vergibt die Verbraucherzentrale das Gütesiegel . " Der Kunde kann zum Beispiel
anhand unseres Kriterienkatalogs den Anbieter selber überprüfen " , rät Wolfgang
Schuldzinski . " Finger weg von Anbietern , deren Unternehmenssitz
geheimgehalten wird " , empfiehlt Harald Summa . In dieser Hinsicht gibt es kaum
einen Unterschied zwischen klassischen und Online-Geschäften : Einkauf ist
Vertrauenssache . Landesmedienanstalten wollen Medienkompetenz vermitteln Die
Landesmedienanstalten wollen sich künftig verstärkt auf die Vermittlung von
Medienkompetenz spezialisieren . " Es wird in der Zukunft viel wichtiger sein ,
Medienkompetenz und Medienpädagogik zu vermitteln " , sagte der Geschäftsführer
der Sächsischen Landesmedienanstalt , Martin Deitenbeck , in einem dpa-Gespräch
. " Damit sind wir momentan noch allein auf weiter Flur . " Die
Landesmedienanstalten , die für die Aufsicht des privaten Rundfunks in
Deutschland zuständig sind , wollten deshalb künftig andere Schwerpunkte setzen
. " Um die Zukunft der Landesmedienanstalten mache ich mir keine Sorgen " ,
sagte Deitenbeck . Er wies den Vorwurf zurück , die Landesmedienanstalten seien
als " zahnlose Papiertiger " relativ unwirksam . " Im privaten Rundfunk haben
wir eine sehr wirksame Kontrolle des Jugendschutzes und der Werberechtlinien " ,
sagte Deitenbeck . Das gehe mitunter so weit , dass die Veranstalter mit
Bußgeldern belegt werden . Bei der Diskussion um die TV-Show " Big Brother "
habe sich gezeigt , dass die Landesmedienanstalten Formate ausgiebig
diskutierten . " Es ist eben nicht so , dass überhaupt nichts passiert " , sagte
Deitenbeck . Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk dagegen hätten die für die
Aufsicht zuständigen Rundfunkräte bei den Stasivorwürfen gegen den MDR oder
Jugendschutzfragen bei "Tatort"-Folgen nicht genügend eingegriffen und ihre
Kontrollfunktion nur unzureichend erfüllt , kritisierte Deitenbeck . Nach seinen
Worten hat es sich in Sachsen bewährt , den Kabelnetzbetreibern große Freiräume
bei der Belegung ihrer Kabelplätze zu gewähren . Der Freistaat ist das einzige
Bundesland , in dem die Vergabe der Plätze in den Kabelnetzen nicht von der
Landesmedienanstalt vorgegeben wird . " Wir haben in den vergangenen Jahren
gesehen , dass die Zuschauer die Programme erhalten , die sie auch sehen wollen
" , sagte Deitenbeck . Bei der Einführung 1996 sei versucht worden zu vermeiden
, dass eine Vielzahl der dritten Programme aus anderen Bundesländern die
Kabelplätze verstopfen . " Für die privaten Sender sollten noch genügend Plätze
freigehalten werden . " Freie Bildberarbeitung GIMP in Version 1.2.0
Open-Source-Entwickler arbeiten offensichtlich auch über Weihnachten : Das GNU
Image Manipulation Program , den meisten besser bekannt unter dem Akronym GIMP ,
ist seit dem 25. Dezember in der Version 1.2.0 freigegeben . Die unter der GNU
General Public License vertriebene Bildberarbeitungssoftware ist vor allem unter
Nutzern von Unix-Systemen als Werkzeug beliebt , um Grafiken und Bilder zu
erstellen und zu bearbeiten . Eine Windows-Version der Open-Source-Software GIMP
existiert ebenfalls . Viele Fans des Programms halten es sogar für mächtiger als
die Profi-Bildbearbeitung Photoshop auf dem Mac und unter Windows . Die Release
1.2.0 ist nach Angaben der Entwickler vor allem ein " Maintenance-Release " .
Entscheidende Änderungen sollen in die Entwicklungslinie von GIMP 1.3.x
einfließen , die die Programmierer auch als " Cleanup for 2.0 " bezeichnen .
Dazu gehören dann vor allem die Portierung nach gtk+-2.0 , einige neue
Funktionen und möglicherweise eine neue Methode zur Plug-in-Distribution . GIMP
1.2.0 steht als Source-Code-Distribution auf
ftp://ftp.gimp.org/pub/gimp/v1.2/v1.2.0/ oder einer der Mirror-Sites zur
Verfügung . Online-Einkäufe vor Weihnachten in den USA verdoppelt Dies
berichteten die US-Investmentbank Goldman Sachs und das auf Interneterhebungen
spezialisierte Marktforschungsinstitut PC Data Online am heutigenDienstag . Die
Online-Einkaufszahlen der Vorweihnachtszeit beruhen auf einer Umfrage bei 2.823
Internet-Nutzern . Yahoo verbuchte in der Vorweihnachtszeit nahezu eine
Verdoppelung der Einkäufe in seinen amerikanischen Shopping-Diensten . Außerhalb
der USA seien die Transaktionen durch Online-Käufe um mehr als das Sechsfache
gestiegen , gab Yahoo bekannt . Siemens möchte Mobilfunk-Sparte von Bosch
erwerben Die Siemens AG beabsichtigt Sprechern des Unternehmens in München
zufolge , den Mobilfunkbereich von Bosch Telecom zu übernehmen . Kurz vor
Weihnachten haben Vertreter der Siemens AG mit Sitz in Berlin und München sowie
der in Stuttgart ansässigen Robert Bosch GmbH eine grundsätzliche Übereinkunft
über gemeinsame Interessen im Mobilnetzgeschäft unterzeichnet . Bosch plant ,
den Geschäftsbereich GSM-Endgeräte abzugeben . Eine Entscheidung über den Handel
mit Siemens ist aber , wie es dort heißt , noch nicht gefallen - vielmehr liefen
die Verhandlungen noch . Mit einem Ergebnis sei aber noch im Januar zu rechnen .
Siemens beabsichtige im übrigen nicht , im Zuge des Geschäfts auch
Produktionsstätten von Bosch zu übernehmen , so ein Konzernsprecher . Siemens
als viertgrößter europäischer Hersteller von Mobiltelefonen möchte mit dem
Zukauf der Mobilfunk-Abteilung von Bosch wohl vor allem gegenüber dem
Martkführer Nokia etwas Boden gut machen . Der Konzern hat das Ziel , einen
Anteil von 10 Prozent am weltweiten Mobilfunkmarkt zu erreichen . Um dieses Ziel
zu erreichen , werde man sicher Firmen übernehmen . Auf der anderen Seite trennt
Bosch sich nach und nach von immer mehr Bereichen seiner
Telekommunikationssparte , um sich auf das Geschäft als Zulieferer der
KFZ-Industrie zu konzentrieren . Telekom steigt bei Global One aus Die Deutsche
Telekom verkauft ihren Anteil am internationalen Telekommunikationsverbund
Global One an France Telecom . Am Mittwoch bereits hatten die Deutsche Telekom
und France Telecom die Anteile des amerikanischen Global-One-Beteiligten Sprint
übernommen - damit ist das Unternehmen nun vollständig in den Besitz von France
Telecom übergegangen . Global One stellte den Versuch der Deutschen Telekom dar
, in Kooperation mit France Telecom und dem amerikanischen Anbieter Sprint in
die internationalen Märkte einzusteigen und besonders in den USA einen Fuß auf
den Boden zu bekommen . Das Vorhaben stand aber unter keinem besonders guten
Stern : Bislang schreibt Global One , das vor allem internationalen
Großunternehmen globale Telekommunikationsdienstleistungen anbietet , immer noch
rote Zahlen . Die Auseinandersetzungen zwischen den Partnern förderten das
Unternehmen auch nicht gerade : Der Versuch des deutschen Konzerns , die Telekom
Italia zu übernehmen , führte zu Spannungen mit France Telecom , die auch Global
One in Frage stellten . Schon im September 1999 sprach Telekom-Chef Ron Sommer
von einer unbefriedigenden Situation bei Global One . Nach der Übernahme von
Sprint durch MCI Worldcom sah es für die Zukunft von Global One und die
hochfliegenden Pläne der Deutschen Telekom , im US-Markt Fuß zu fassen ,
endgültig schwarz aus . MCI rückte mit der Übernahme von Sprint endgültig zum
zweiten der US-Branche auf und kündigte Ende 1999 bereits an , auch in Europa
eine ähnliche Position einnehmen zu wollen . Mit dem Verkauf der
Global-One-Anteile an France Telecom bereinigt die Deutsche Telekom zumindest
die Auseinandersetzungen um das Konsortium und gewinnt Kapital für neue
Investitionen . Außerdem ist die Telekom nun von Restriktionen aus der
Global-One-Partnerschaft frei , die unter anderem ihre Bewegungsfreiheit in den
USA einschränkten . Allerdings dürfte die Telekom mit dem Rückzug aus Global One
weiter in Zugzwang geraten : Bislang kann das Unternehmen in den USA , dem
größten Telekommunikationsmarkt der Welt , außer einer offiziellen Lizenz zur
Bereitstellung von Telekommunikationsdienstleistungen und sechs lokalen
Datennetzen noch nicht viel vorweisen . Und die Versuche , durch Übernahmen
international in eine bessere Ausgangsposition zu kommen , waren bislang nicht
gerade von Erfolg gekrönt - neue Anläufe dürfte die Konkurrenz zudem nicht ohne
Gegenmaßnahmen hinnehmen . Kein Wunder also , dass Ron Sommer den Rückzug aus
Global One als " weiteres Beispiel für die klare internationale Positionierung
der Deutschen Telekom " verteidigt , um die Anleger zu beruhigen . Die Telekom
auf Partnersuche Nach dem vollständigen Rückzug der Deutschen Telekom aus dem
Gemeinschaftsunternehmen Global One gerät der Bonner Telefonriese immer mehr
unter Handlungsdruck . Spekulationen über den großen Fisch , den der
Telefonriese ins Boot ziehen könnte , schießen ins Kraut . " Ich erwarte sehr
schnell eine Akquisition " , sagt Robert Vinall , Analyst bei der Frankfurter DG
Bank . Sein Topfavorit : der britische Telekommunikationskonzern Cable &
Wireless . Selbst eine Neuauflage der im vergangenen Jahr gescheiterten Fusion
mit Telecom Italia wird in Branchenkreisen nicht ausgeschlossen . Telekom-Chef
Ron Sommer antwortet auf solche Berichte mit einem vielsagenden Lächeln und
wiederholt gebetsmühlenartig : " Gerüchte kommentieren wir nicht " . Doch er
selbst gibt den Spekulationen ständig neue Nahrung , auch nach dem Verkauf von
Global One : Die Telekom werde ihre Strategie zur Internationalisierung
fortführen und durch Übernahmen und Mehrheitsbeteiligungen mit starken Partnern
ihren Kunden weltweit Telekommunikationsdienste anbieten . Mit drei Börsengängen
in diesem Jahr will die Telekom ihre Kriegskassen weiter auffüllen und mit
sogenannten Akquisitionswährungen die Voraussetzungen für einen Aktientausch bei
künftigen milliardenschweren Zukäufen im Mobilfunk- und Internetgeschäft
schaffen . Unterdessen ist die Trennung von Global One bei den meisten Analysten
auf ein positives Echo gestoßen . " Die Allianz ist ohnehin wenig erfolgreich
gewesen , jetzt hat man klare Verhältnisse " , begrüßt Jörg Natrop von der
Westdeutschen Genossenschafts-Zentralbank ( WGZ ) in Düsseldorf den Ausstieg .
Tatsächlich hat das Joint Venture seit Gründung 1996 nur rote Zahlen
erwirtschaftet . Der Verbund von Deutscher Telekom , France Telecom und der
US-Firma Sprint stand unter keinem guten Stern . Als die Telekom im Frühjahr
1999 versuchte , die Telecom Italia zu übernehmen , überwarf sie sich mit der
France Telecom . Der Bruch war nicht mehr zu kitten . Der Abstimmungsbedarf
zwischen Partnern sei zu hoch gewesen . Als verpatzte Chance wird der Ausstieg
aus Global One bei Experten nicht gesehen . Mit einem Anteil von einem Prozent
am gesamten Umsatz der Telekom fällt das Joint Venture vom Volumen her ohnehin
kaum ins Gewicht . Für den WGZ-Analyst Natrop ist es vielmehr die angekündigte
Internationalsierungstrategie , die bislang negativ ausgefallen sei : " Wir
warten immer noch auf den großen Zusammenschluss " . Doch für die Telekom wird
es immer enger : Das gilt vor allem für den US-Markt . Die dortigen
Branchengiganten haben sich inzwischen durch Fusionen neu formiert und gelten
für die Telekom praktisch als unverdauliche Brocken . Auf diesem US-Markt sei
der Kuchen verteilt , meint Natrop . Bis auf eine Ausnahme - Cable & Wireless .
" Die Telekom würde mit einer Übernahme ihre internationale Basis auf einen
Schlag stark verbreitern " , glaubt Frank Wellendorf , Aktienanalyst bei der
Düsseldorfer WestLB Panmure . In den USA verfügten die Briten über ein
hervorragendes Backbone-Netz und transportierten weltweit ein Drittel des
gesamten Internet-Verkehrs . US-Versteigerung von Mobilfunk-Lizenzen beendet
Sprint PCS beispielsweise fehlte nach Expertenmeinung das nötige Geld für höhere
Gebote ; Nextel etwa hätte dagegen wohl noch höhere Gebote abgeben können , wäre
dann aber zu erheblichen Investitionen gezwungen gewesen , um die ersteigerten
Lizenzen überhaupt nutzen zu können . Die Auktion hatte ursprünglich dem Ziel
gedient , kleineren Unternehmen einen Zugang zum amerikanischen Mobilfunk-Markt
zu ermöglichen . Die meisten Lizenzen sind aber lokal sehr eingegrenzt und
bedienen vor allem örtliche Bereiche , die bislang noch nicht mit GSM-Netzen
versorgt werden können . Mobilfunknetze nach dem europäischen GSM-Standard sind
in den USA noch nicht sehr verbreitet . AT&T hatte im Dezember 2000 als einer
der ersten der großen US-Telekom-Konzerne angekündigt , Anfang 2001 mit einem
GSM-Netz starten zu wollen . Im Unterschied zu Europa , wo die GSM-Anbieter in
den Frequenzbändern bei 900 und 1800 MHz arbeiten , müssen die US-Gesellschaften
allerdings auf das 1900-MHz-Band ausweichen , da die beiden anderen Bänder unter
anderem vom Militär benutzt werden . Unklare Zukunft für Digital-Radio Seit mehr
als zehn Jahren diskutiert die deutsche Rundfunkbranche über die Einführung des
digitalen Radios DAB ( Digital Audio Broadcast ) . Doch auch nach einigen
teilweise in den Regelbetrieb überführten Pilotprojekten in mehreren
Bundesländern steht hinter der Zukunft von DAB noch immer ein großes
Fragezeichen . Eine Fachtagung in Darmstadt illustrierte am Freitag das Dilemma
, in dem Radiosender und Gerätehersteller stecken . Eines der Hauptprobleme :
Keiner der Experten kann sagen , was genau das digitale Radio dem Hörer
eigentlich außer Musikklang in CD-Qualität bieten kann , zumal Studien zufolge
die meisten Hörer den Unterschied gar nicht wahrnehmen . DAB-Befürworter führen
stets den so genannten Zusatznutzen ins Feld , den die digitale Technik
ermöglicht , weil das terrestrisch verbreitete digitale Radioprogramm weniger
Platz im Kanal benötigt . Dadurch ist Raum frei für zusätzliche Informationen
wie Titel der gespielten Musikstücke , Wetterbericht oder Staumeldungen . Doch
es weiß auch noch niemand genau , welche dieser Angebote der Radiohörer , das
unbekannte Wesen , gern nutzen würde . Zudem haben Internet und WAP-Handys das
DAB-Radio inzwischen teilweise überholt . Sie bieten schon heute Informationen
und Serviceleistungen , die auch DAB für Otto Normalradiohörer attraktiv machen
sollen . Dass der digitale Hörfunk den analogen einmal ablösen wird , steht für
die meisten Experten fest . Der Chefingenieur der Deutschen Welle , Peter Senger
, schätzt , dass es in etwa zehn Jahren keinen analogen UKW-Hörfunk mehr geben
wird . Solange aber der Radiohörer nicht weiß , warum er sich für mehrere
hundert Mark ein Digitalradio kaufen soll , will wegen der hohen Entwicklungs-
und Produktionskosten keiner der Gerätehersteller das Risiko eingehen ,
DAB-Radios in großer Stückzahl herzustellen . Und solange es kein preiswertes
Geräteangebot auf dem Markt gibt , machen die Radiosender keine Werbung für die
neue Technik . Somit entsteht auch keine Nachfrage . Radiosender und Industrie
sollten sich endlich auf eine gemeinsame Aktion verständigen , forderte der
Geschäftsführer der Bayerische Medien Technik GmbH , Helwin Lesch . Nach Angaben
von Rüdiger Malfeld , der sich als Sendeleiter im Westdeutschen Rundfunk ( WDR )
mit Digitalradio beschäftigt , besitzen in ganz Deutschland erst wenige tausend
Menschen die neuen Geräte . Die digitalen Pilotprogramme , die der WDR bereits
heute ausstrahlt , laufen daher mehr oder weniger ins Leere . Solange
Digitalradio noch nicht als Marke etabliert sei , mache es keinen Sinn , viel
Geld in eine Marketingkampagne zu stecken , sagte Malfeld . Ohne die Aussicht
auf große Hörerzahlen und damit Werbekunden zögern auch die privaten Radiosender
, in die digitale Übertragung zu investieren . " DAB bietet uns kurz- bis
mittelfristig keine Aussicht auf Refinanzierung oder gar Gewinne , sondern
müsste über das Kerngeschäft UKW quersubventioniert werden " , sagte der
Vertreter der kommerziellen Anbieter auf dem Podium , Roland Hensle . " Deshalb
bleibt für uns UKW auf lange Sicht zentral in der Hörfunkübertragung . " Josef
Trappel , Medien-Projektleiter beim Baseler Beratungsinstitut Prognos , forderte
die Privaten vehement auf , sich ein Konzept zur Nutzung des digitalen Hörfunks
zu überlegen . Wenn die Privaten nicht mitzögen , sei das Digitalradio zum
Scheitern verurteilt . Um sich aus dem Dilemma herauszuwinden , hält Malfeld ein
gestuftes Verfahren für sinnvoll : Zunächst müsse das digitale Sendernetz
Flächen deckend ausgebaut sein , dann sollten sich die Beteiligten auf ein
gemeinsames Vorgehen abstimmen . Wenn bis dahin nicht Mobilfunk- und
Internetanbieter schneller sind und eigene Multifunktionsgeräte auf den Markt
bringen , könnte DAB noch eine Chance haben . Microsoft : Wir haben unsere
Lektion gelernt Wer den Schaden hat , muss offensichtlich damit rechnen , dass
sich Trittbrettfahrer finden : Nach den technischen Problemen durch einen
Router-Konfigurationsfehler Mitte der Woche und der Denial-of-Service-Attacke (
DoS ) am Donnerstag war Microsoft am gestrigen Freitag erneut Opfer eines
Angriffs . Die DoS-Attacke habe zu zwei Ausfällen der Webserver von Microsoft
geführt , die jeweils 15 Minuten gedauert hätten , erklärte der Konzern am
gestrigen späten Freitagabend . Microsoft habe sofort alles unternommen , um den
normalen Betrieb wieder aufnehmen zu können . Um 12.30 Uhr pazifischer Zeit (
21.30 deutscher Zeit ) habe alles wieder normal funktioniert . Der Angriff sei
mit dem vom Donnerstag vergleichbar gewesen : Die DoS-Attacke zielte auf die
Router im Microsoft-Netzwerk , nicht auf die Webserver selbst . Ein Zusammenhang
zur Sicherheit oder Zuverlässigkeit irgendeines Microsoft-Produkts habe nicht
bestanden . Es habe keine Einbruchsversuche gegeben und Kundendaten seien nicht
betroffen gewesen . Die Webserver von Microsoft sowie alle anderen
Internet-Dienste , die mit Microsoft-Systemen arbeiten , haben während der
Attacke normal funktioniert , erklärte der Software-Konzern . Offensichtlich
aber möchten die Redmonder nach den Schwierigkeiten der letzten Tage
Konsequenzen ziehen : " Microsoft anerkennt die volle Verantwortung für die
Unannehmlichkeiten , die unsere Kunden in den letzten Tagen erleben mussten " ,
betont der Konzern . Rick Devenuti , Vizepräsident bei Microsoft und Chief
Information Officer , erklärte : " Durch die Erfahrungen der letzten Tage haben
wir einige wichtige Lektionen gelernt . " In der Vergangenheit habe sich
Microsoft darauf konzentriert , die Angriffe auf Microsoft-Produkte zu verstehen
und sie zu verhindern . " Wir haben unglücklicherweise keine ausreichenden
Selbstverteidigungstechniken für die Nutzung von Produkten anderer Hersteller
angewandt , die an der Front von Teilen unserer zentralen Netzwerk-Infrastruktur
stehen . " Nach den schmerzvollen Lektionen dieser Woche habe Microsoft bereits
Schritte unternommen , um die Architektur der Netzwerk-Infrastruktur zu ändern ,
meinte Devenuti . Damit solle die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit für die
Kunden verbessert werden . " Wir werden weiter unsere Infrastruktur-Architektur
und die Vorgehensweisen untersuchen , um unsere Netzwerkressourcen zu schützen .
" Die Besonderheit an den beiden Attacken gegen Microsoft liegt in ihrem
Angriffsziel : Dies führt natürlich dazu , dass die Subnetze , die über
bestimmte Router angeschlossen sind , nicht mehr erreicht werden können , wenn
der Router durch massenhafte unsinnige Datenpakete überlastet ist .
Normalerweise stellt dies kein größeres Problem dar : Die Unerreichbarkeit eines
einzelnen IP-Subnetzes kann meist nicht zu größeren Ausfällen führen , da die
öffentlich verfügbaren Server nicht nur über eine Route erreichbar sind . Selbst
der Ausfall zentraler Leitungen oder Router führt meist nur dazu , dass der
Datenverkehr sich verlangsamt , weil er über andere Routen umgeleitet werden
muss - die Datenübertragung kommt aber nicht komplett zum Stillstand . Microsoft
selbst nutzt beispielsweise auch die Caching-Infrastruktur von Akamai , um eine
möglichst gute Erreichbarkeit seiner Webangebote zu erzielen . Dies führte
beispielsweise dazu , dass über einige Provider , etwa KPNQwest , die
Microsoft-Webseiten nach dem Router-Konfigurationsfehler Mitte der Woche eine
Zeit lang noch erreichbar waren , da die Anfragen zuerst direkt an Akamai
weitergeleitet wurden . Allerdings hat Microsoft offensichtlich ein Problem :
Damit lassen sich die DNS-Server ausschalten , wenn der entsprechenden Router ,
der den Datenverkehr in das Netz leitet , nicht mehr mitspielt . Dies wirkt sich
dann über kurz oder lang auch auf gecachte oder replizierte Informationen bei
anderen Anbietern aus . Warum Microsoft dies so organisiert hat , darüber gab
der Konzern bislang keine Stellungnahme ab . Die meisten größeren Unternehmen
nutzen mehrere DNS-Server in unterschiedlichen IP-Subnetzen : IBM beispielsweise
betreibt für ibm.com vier DNS-Server in vier verschiedenen Netzen an
unterschiedlichen Unternehmensstandorten ; Oracle besitzt für oracle.com zwei
DNS-Server in zwei verschiedenen Netzen ; Sun setzt für sun.com drei DNS-Server
in drei verschiedenen Subnetzen ein . Dies macht zwar einen Angriff nicht
vollständig unmöglich , erschwert ihn aber zumindest stark . Microsoft selbst
hat diverse öffentliche Class-C-Netze von 207.46.0.0 bis 207.46.255.0
registriert , zudem etwa auch das Class-B-Netz 131.107.0.0 . Der Konzern nutzt
diese aber bislang wohl nicht für die Verteilung der zentralen DNS-Server oder
für Backup-DNS-Server . Siehe dazu auch Erste Reaktionen von Microsoft auf
DNS-Probleme und den Hintergrund-Bericht Microsoft , das Internet und die Namen
. Hintergrund : Microsoft , das Internet und die Namen Die
Router-Konfigurationsfehler von Microsoft-Technikern und die DoS-Attacken auf
Microsofts Router , die das IP-Netz mit den DNS-Servern ans Internet bringen ,
rücken ein viel benutztes , aber oftmals wenig beachtetes System ins Blickfeld
der Öffentlichkeit : Das Domain Name System ( DNS ) . Anscheinend haben sich bei
der Popularisierung des Internet selbst bei großen Firmen Schlampigkeiten
eingeschlichen , die das Funktionieren des DNS zumindest in Teilbereichen in
Frage stellen können . Ob IP-Adressen nun statisch eingetragen oder dynamisch
über DHCP vergeben werden , sie sind nicht gerade die bequemste Methode , andere
Rechner im Netz anzusprechen . Glücklicherweise entwickelte sich schon früh ein
Namenssystem , das die Erinnerung an bestimmte wichtige Rechner einfacher macht
, oft sogar Hinweise ermöglicht , unter welcher Bezeichnung Rechner zu finden
sind . Jedem Rechner im TCP/IP-Netz kann ein Name zugewiesen werden , der
prinzipiell frei wählbar ist . Er hat zwar grundsätzlich nichts mit der
IP-Adresse der Maschine , beziehungsweise ihres Netzwerk-Interface zu tun , wird
aber durch bestimmte Mechanismen auf sie abgebildet , sodass die
Anwendungsschicht anhand des Namens die IP-Adresse ermitteln kann . Nur diese
wird dann auf der Protokollebene zur weiteren Kommunikation benutzt . Am
einfachsten erscheint es , eine schlichte Textdatei zu erstellen , in der die
Host-Namen und zugehörigen IP-Adressen der Rechner festgehalten sind , mit denen
eine Kommunikation notwendig oder erwünscht ist . Diese Textdatei existiert auch
heute noch . Selbst für das Internet wurde zu Beginn , als es noch etwas
überschaubarer war , auf diese Weise vorgegangen - das Network Information
Center hielt eine zentrale hosts-Datei vor , die auf alle Rechner im Internet
kopiert wurde , und alle neuen Hosts mussten erst in diese Datei eingetragen
werden . Dies ist natürlich auf Dauer unpraktikabel . Zum einen muss durch die
reine Tabellenform der Datei jeder Host einen eindeutigen Namen haben , doppelte
Namen , wie sie in einer hierarchischen Struktur möglich sind , durften nicht
auftauchen . Vor allem aber wurde die Verwaltung einer solchen Datei bei
wachsender Zahl von Hosts im Internet unmöglich . Grundlage ist eine
hierarchisch organisierte , verteilte und replizierte Datenbank , in der der
mögliche Namensraum in aufteilbaren Einheiten organisiert ist . Zum anderen sind
Sub-Domains erlaubt , die wiederum an untergeordnete Stellen zur Verwaltung
weitergegeben werden können . Durch die Aufteilung in voneinander getrennte
Namensräume lassen sich auch Host-Namen beliebig oft vergeben , solange sie
jeweils in getrennten Domains oder Sub-Domains liegen . Ausgangspunkt für die
DNS-Struktur im Internet sind die so genannten Top-Level-Domains . Dazu gehören
unter anderem mil ( für militärische Einrichtungen der amerikanischen Regierung
) , gov ( für sonstige Einrichtungen der amerikanischen Regierung ) , edu ( für
Ausbildungsinstitutionen in den USA ) oder com ( für kommerzielle Unternehmen )
. Dazu kommt int ( für internationale Organisationen ) . Erst Ende letzten Jahrs
beschloss die ICANN die Einführung sieben zusätzlicher Top Level Domains : Im
Laufe dieses Jahres sollen auch die TLDs biz , info , pro , name , aero , museum
und coop verfügbar sein . Zusätzlich wurden Länder-Domains eingerichtet ,
darunter auch de für Deutschland . Unterhalb dieser Top-Level-Domains können
Unternehmen oder Institutionen ihre eigenen Sub-Domains erhalten . So hat der
Heise-Verlag die Domain heise.de , die für bestimmte Zwecke nochmals unterteilt
ist , etwa in ct.heise.de . Die Verwaltung der Sub-Domains muss nicht von einer
zentralen Stelle aus erfolgen , sondern kann an die Sub-Domains selbst delegiert
werden . Auf der anderen Seite muss bei einer Delegierung nicht automatisch jede
Sub-Domain eine eigene Verwaltung erhalten . Sie können in so genannte Zonen
zusammengefasst werden , sodass die Verwaltung mehrerer Sub-Domains einer Domain
über diese Zone erfolgt . Die Sub-Domains sind nicht etwa zwangsweise mit einem
bestimmten IP-Netz verbunden , eine Sub-Domain kann prinzipiell diverse IP-Netze
unterschiedlicher Klassen enthalten . Die Umsetzung zwischen Namen und Adresse
ist eine willkürliche Festlegung , die nur durch die Einträge in der Datenbank
der Name-Server gültig wird . Nicht nur auf Grund einfacher Verwaltung ist es
sinnvoll , die DNS-Datenbank zum einen auf mehrere Server zu verteilen , zum
anderen nach logischen Gesichtspunkten zu segmentieren . Root-Server für das DNS
im Internet gibt es inzwischen 13 Stück ( a bis m ) , die praktisch auf der
ganzen Welt verteilt sind , auch wenn die Merhheit noch in den USA steht . Den
a-Root-Server verwaltet Network Solutions , der ehemaligen Monopolisten für die
TLD-Registrierung ; er steht noch unter Oberaufsicht des US-amerikanischen
Department of Commerce . Ein DNS-Server in einer Sub-Domain kann alle Namen
dieser Sub-Domain verwalten und Verweise auf andere Server enthalten , die bei
Anfragen nach Hosts in anderen Namensräumen abgefragt werden . Zudem kann die
Datenbank auf mehrere Maschinen verteilt werden , sodass nicht ein Server alle
Anfragen beantworten muss , sondern je nach Netzwerklast der Server abgefragt
werden kann , der die gewünschten Informationen am schnellsten liefert . Um alle
diese Aufgaben erfüllen zu können , sind in der DNS-Datenbank nicht nur
Host-Namen und IP-Adressen festgehalten . Sie ist in Resource Records
organisiert , die je nach Typ unterschiedliche Informationen liefern . Es gibt
inzwischen unzähöige verschiedene Typen von Resource Records , die wichtigsten
davon sind bis heute : Prinzipiell sind beliebige Erweiterungen der Resource
Records möglich , sie müssen allerdings von der jeweiligen DNS-Software auch
unterstützt werden . Soll ein DNS-Server im Internet aktiv sein , kann er zwar
über die offiziellen Standards hinausgehende Resource Records anbieten , sie
werden aber nur genutzt , wenn andere DNS-Server diese Typen kennen . So wurde
beispielsweise für IP Version 6 ein weiterer Record definiert , AAAA oder Quad-A
, der dem Address Record für IP4 entspricht . Er wird wie der A-Record die zu
einem Host-Namen gehörende IP6-Adresse eines Rechners enthalten - sobald IP6
größere Verbreitung findet und die DNS-Server aktualisiert wurden . Darüber
hinaus existieren vier verschiedene Typen von DNS-Servern : Es ist nicht
zwingend notwendig , dass in jedem Netz , in dem mit Host-Namen gearbeitet wird
, auch ein DNS-Server existiert . Ist dieses Netz mit dem Internet oder einem
anderen Netz verbunden , können die DNS-Anfragen der Clients auch dorthin
umgeleitet werden . Diese Umleitung der Anfragen ist schließlich auch notwendig
, wenn die IP-Adresse , die zu einem bestimmten Host gehört , in den Tabellen
des lokalen DNS-Servers nicht bekannt ist und auch nicht in seinem Cache steht .
Anforderungen , die der DNS-Server nicht auf Grund seiner eigenen Informationen
beantworten kann , leitet er an die Server weiter , die in seinen Tabellen im
NS-Record als zuständig angegeben sind . Teile und funktioniere ... Auf Grund
der langen Geschichte des DNS gibt es natürlich bereits einige Erfahrungen , wie
einzelne Server arbeiten sollten , beziehungsweise wie eine Netzwerkstruktur mit
DNS-Servern aussehen sollte , um sie möglichst zuverlässig zu machen , ohne
unnötigen Datenverkehr im Internet zu produzieren . Sie sind zum Beispiel im RFC
2182 Selection and Operation of Secondary DNS Servers zusammengefasst . Darin
heißt etwa schon in der Einführung : Weiter führen die Autoren aus :
Konsequenterweise ist es keine gute Vorgehensweise , alle Server an einem Ort zu
platzieren , auch wenn dies einfach einzurichten und zu verwalten ist . Dies hat
sich Microsoft offensichtlich nicht zu Herzen genommen - immerhin erklärte der
zuständige IT-Manager des Konzerns , Rick Devenuti , inzwischen , man habe aus
den Angriffen und Konfigurationsfehlern gelernt und werde die
Netzwerk-Infrastruktur ändern . Filofax fürs Internet , Der Domain Name Service
von TCP/IP , c't 10/1997 , S. 346 Telekom will T-Online massiv ausbauen Die
Telekom strotzt vor Selbstbewußtsein , geht es um Online-Dienste und
Internet-Zugang . 1998 habe man 800.000 neue Kunden für T-Online gewonnen , eine
Steigerung um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr , berichtete Wolfgang Keuntje ,
Sprecher der Geschäftsführung von Deutsche Telekom Online Service . Um auch
nächstes Jahr wieder eine Erfolgsgeschichte präsentieren zu können , hat die
Telekom mit T-Online noch einiges vor . Ab sofort bietet sie für den Dienst
Roaming an - es gibt nun insgesamt 2500 T-Online-Einwählpunkte in 150 Ländern .
Die Gebühren für den Zugriff auf T-Online aus dem Ausland fallen moderat aus :
In den USA ist dies mit 3 Mark pro Stunde nicht teurer als ein Zugriff in
Deutschland , in anderen Ländern kostet der Zugang 6 Mark pro Stunde ( dazu
kommen jeweils die lokalen Telefongebühren ) . Die Internationalisierung soll
sich aber nicht nur auf Roaming beschränken . Die Telekom will T-Online auch als
Internet-Zugang und Online-Dienst im Ausland vermarkten . Als erste werden die
Schweiz und Österreich beglückt , welche weiteren Länder geplant sind , war noch
nicht in Erfahrung zu bringen . Als Ergänzung zum Roaming ermöglicht T-Online
mit " WebMail " auch den Zugang zur EMail mit dem Web-Browser , wofür eine
SSL-Verbindung mit Datenverschlüsselung zum Einsatz kommt . Diese beiden
Web-Seiten sind für die Telekom der Einstieg ins Geschäft mit Portal Sites , den
Zugangsseiten für Surfer ins Web . Schon zur CeBIT 99 möchte T-Online aber mit
sogenannten " Special Interest Portal Sites " starten . Eine Shopping-Seite
unter www.shopping.t-online.de soll einkaufswillige Surfer zu T-Online locken .
Im zweiten Quartal möchte man dann eine Jugend-Site lancieren , die Spiele ,
Chats , Online-Events und News aus der Musik- und Filmszene bieten soll . Im
dritten Quartal will die Telekom dann schließlich ein Business Portal folgen
lassen mit Börsen- und Wirtschaftsinformationen sowie Service-Leistungen wie
Flugbuchungen und Mietwagenreservierung . Weitere Ankündigungen umfassen
Internet-Telefonie , die bei erfolgreichem Abschluß des Pilot-Versuchs
kurzfrisitg angeboten werden soll , High-Speed-Zugänge über DSL und die
Ergänzung des Online-Banking über T-Online/BTX durch Internet-Banking mit
T-Online . Außerdem will man ab der CeBIT mit der " T-Online Business Homepage "
ein Komplettpaket für den Internet-Auftritt kleinerer Firmen anbieten . Das
Paket unfaßt für 59 Mark 50 MByte Speicherplatz auf dem Web-Server bei T-Online
, fünf EMail-Adressen , zwei GByte monatliches Datentransfervolumen und Software
zur Erstellung und Gestaltung von Web-Seiten . Was war . Was wird . Wie immer
möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Immer
wieder gibt es Informationsbröckchen , die es nicht zur richtigen Nachricht
schaffen . Sie mögen nicht in das Bild passen , das eine Firma von sich
präsentieren will . Manches bleibt auch unterhalb der Aufmerksamkeitsschwelle :
Menschen , Computer , Sensationen verdecken den Blick auf Hintergründiges und
Zusammenhängendes . Die Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Was
war Zunächst blieb nämlich unverständlich , wieso Microsoft es nötig hatte , dem
als gar nicht so schlecht bekannten Windows-2000-Paket ( W2K ) ein
Bestechungsgeschenk in Form eines CE-Organizers mit CeBIT-Plan beizulegen .
Gewöhnlichenfalls wird so etwas als Anti-PR wahrgenommen nach dem Motto : Die
Ereignislosigkeit des Ereignisses aber machte stutzig . Denn das einzige , was
auffiel , war tatsächlich das überraschende Geschenk . Denn viele der Kollegen
werden ähnlich reagiert haben wie ich : Die Einladung zum CE-Event wanderte ins
Altpapier , das W2K-Antwortfax in den Fernkopierer . " Wie " , so die neue
Aufgabenstellung der Marketing-Abteilung , " nutzen wir die auf W2K gerichteten
Augäpfel , um WindowsCE über die Wahrnehmungsschwelle zu heben ? " Die Antwort :
Im Spiel lernt der Journalist das im Schatten des Neuen stehende Produkt kennen
, nimmt es zur Kenntnis und berichtet vielleicht davon . Das WCE-Rechnerchen
jedenfalls hat schon Staub angesetzt : Das Auftauchen der Sanduhr beim Starten
des Mini-Dingsbums erwischte mich noch kalt ; die zweite Sanduhr während der
Aktivierung der ( leeren ) Adressdatenbank ließ mich reumütig zu meinem
gewohnten PDA zurückkehren . Der zeigte sich glücklicherweise nicht beleidigt
angesichts meiner kurzfristigen Untreue . Die Firma mit dem großen roten Q ist
manchmal auch um keine Peinlichkeit verlegen . Daher schlagen die
Rechner-Bastler aus Texas das nette Wörtchen efziv vor . Fassungslos steht
unsereins vor so viel Sprachgefühl . Was ist schon E-Commerce , wenn es den
M-Commerce gibt ! Schneematsch von gestern , ein feuchter Dreck eben . Der
Mobile Kommerz war das Lieblingsbuzzwort der CeBIT-Aussteller . " Wappen ist
geiler als Surfen " , verkündete ein Button auf dem Consors-Stand . Was mag in
Menschen vor sich gehen , die auf einem kleinen Hörknochen herumdrücken und
verzückt auf die Antwort ihrer Bank starren ? Sicher kümmern sie sich nicht um
die Sicherheit , und das öffentlich heraus telefonierte Privatleben findet bei
ihnen nicht statt . " Wir bringen sie so schnell zum IPO , dass Sie wieder Spaß
mit Ihrer Freundin haben " , verspricht eine Initiative namens " Speed-Up your
IPO " , die von Sun , Oracle und Cisco vorgestellt wurde . Dabei freuten sich
die Oracle-Vertreter sichtlich , mit dem " Punkt in .com " zusammenzuarbeiten .
Database Nation heißt es und Simson Garfinkel ist sein Autor . Ein Lichtblick in
der Diskussion um den Schutz der Persönlichkeit könnte man schreiben , wenn
nicht der Inhalt anders stimmt : In den ersten amerikanischen Buchbesprechungen
wird Garfinkel schon als paranoider Orwellianer tituliert , was ein hübsches
Bild ausmacht . Zusammen mit der Website www.databasenation.com eine
Pflichtlektüre für alle positiv Paranoiden , die der Euphorie des e- , M- ,
C-Commerce nicht über den Weg trauen . Wie löst man das Drogenproblem ? Man
legalisiert alle Drogen - und überlässt IBM das Marketing . Bei leidgeplagten
OS/2-Usern huscht da wohl nur kurz ein gequältes Grinsen über 's Gesicht , aber
wie das Marketing von IBM funktioniert , demonstrierte der blaue Riese wieder
auf der CeBIT . Jüngstes Schlagwort : EON . Meint : Edge of Network . Bedeutet :
Remember Workplace/OS ? Was wird Früher schauten viele peinlich berührt weg ,
begegneten sie verwirrten Menschen auf der Straße , die wirres Zeug vor sich hin
brummelten . Heutzutage guckt man interessiert hin : Das lässt sich natürlich
noch ausdehnen : Noch kabelloser , mit noch mehr ohne Schnur kommen die
drahtlosen Freisprecheinrichtungen . Da muss man dann schon genau hinschauen :
Ein Kabel gibt s nicht mehr , das die Unterscheidung zwischen " Armer Irrer "
und " Handy-Nutzer " zuließe . Für Unkenrufe , dies ließe sich auch mit Kabel
kaum auseinander halten , bin ich nicht verantwortlich ... Das könnte sich aber
bald ändern . Das Internet per Handy ist ja mit Freisprecheinrichtung ohne
Spracherkennung und Sprachausgabe eine etwas klägliche Angelegenheit . Der
Schluss liegt nahe , dass vor den GPRS- und UMTS-Handys noch eine
Mobiltelefon-Generation eingelegt wird . Also kommt das WAP-Handy mit
Sprachsteuerung . Als Antwort auf die Aufforderung , eine Verbindung mit dem
Internet herzustellen , säuselt das Handy eifrig vor sich hin : Manch einer mag
dies zu wörtlich verstehen . Unter Journalisten-Kollegen ging auf der
IBM-Messeparty übrigens die Rede , man müsse sich zusammentun und , ähnlich zum
" Unwort des Jahres " der Gesellschaft für Deutsche Sprache , ein " Unwort der
Computer-Branche " küren . Die CeBIT mit ihren diversen feucht-fröhlichen Partys
böte sich idealerweise als Austragungsort für den Wettstreit um das schlimmste
Marketing-Geblubber und den dümmsten Hype-Begriff an . E-Commerce , M-Commerce ,
Customer Relationship Management , Application Service Provider , efziv .
Schließlich kam aber doch ein einstimmiges Ergebnis zu Stande : Dieses Jahr ist
das Unwort der Branche nicht etwa ein ganzes Wort , sondern ein einzelner
Buchstabe . Das E kann natürlich nix dafür , dass ihm so übel mitgespielt wird :
Aber wenn nichts mehr ohne E geht , wenn die Aktienkurse von Firmen in
astronomische Höhen schießen , die etwa ihre Maus in eine E-Maus umbenennen oder
ihren popeligen Shareware-Terminkalender als E-Timer anbieten , dann erscheint
mir das Ergebnis mehr als verständlich . Eigentlich hat das arme E das nicht
verdient . Für nächstes Jahr sind natürlich noch keine Kandidaten ausgemacht .
Ab dem 1. Januar 2001 nehme ich aber gerne unter hal@heise.de Vorschläge
entgegen . Die Jury trifft sich dann auf der CeBIT 2001 . Japans Autokonzerne
für E-Commerce-Einkauf Renault und Nissan hatten bereits angekündigt , sich an
dem virtuellen Marktplatz für alle Autoteile und Zulieferer beteiligen zu wollen
. Nun werden sich nach einem Bericht der Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun
auch weitere japanische Konzerne dem Unternehmen anschließen . Laut dem
japanischen Blatt erwarten Branchenexperten , dass Toyota und Honda in das
E-Commerce-Unternehmen einsteigen . Bei Mitsubishi hieß es , man werde eine
Nutzung des Systems prüfen . Sollte es DaimlerChrysler , Ford und General Motors
tatsächlich gelingen , einen Großteil der Autobauer für ihren virtuellen
Zulieferermarkt zu gewinnen , kommen auf die Teilebauer jedenfalls harte Zeiten
zu . Die Vernetzung mit Zulieferern , Kunden und Transporteuren bietet den
Autokonzernen erhebliche Kostenvorteile . Preise für Waren und Dienste werden
weltweit vergleichbar ; Lagerbestände füllen die Großen erst auf , wenn neue
Teile tatsächlich benötigt werden : Just in Time als weltweite Einkaufsstruktur
, die gleichzeitig Kosten der Konzerne für Personal- und Einkaufswesen durch die
Vorteile des elektronischen Handels dramatisch senkt . Die Zulieferer dagegen
sehen sich verschärfter weltweiter Konkurrenz ausgesetzt . Philips will
Chipfabrik in Erfurt bauen Der niederländische Elektronik-Konzern Philips will
einem Zeitungsbericht zufolge mit internationalen Partnern in Erfurt eine
Chipfabrik bauen . In dem geplanten Werk sollen Chips für UMTS-Mobilfunktelefone
gefertigt werden , berichtet die in Erfurt erscheinende Thüringer Allgemeine
unter Berufung auf einen Philips-Sprecher . Das Blatt zitiert den Sprecher , es
gebe intensive Gespräche in dieser Richtung . Das Thüringer
Wirtschaftsministerium gab bislang keine Stellungnahme ab . Vor einer
endgültigen Entscheidung zum Standort solle die Ansiedlung nicht kommentiert
werden . Die Zeitung berichtet von einem Investitionsvolumen im dreistelligen
Millionenbereich und 300 Beschäftigten in der ersten Ausbaustufe . Langfristig
sei ein zügiges Aufstocken der Thüringer Kapazitäten geplant . IDF : Die Kraft
des Netzes Unter dem Motto : " Expanding the Power of the Net " begann der
diesjährige Reigen der Intel Development Foren ( IDF ) . Über 5000 Entwickler
haben sich für das Frühlingsforum angemeldet , die mit vielen Informationen zu
Prozessoren , Plattformen , Netzwerken , Peer-to-Peer-Konzepten und so weiter
geradezu überschüttet werden . In der vorab abgehaltenen Pressekonferenz
versuchte Intels General Manager der Desktop Group , Louis Burns , Intels
Pentium-4-Strategie für das laufende Jahr zu erläutern . Doch er musste als
schlechtes Omen zur Kenntnis nehmen , dass kein einziger der etwa 300 anwesenden
Pressevertreter auf die Frage , wer einen " für eigenes Geld gekauften " Pentium
4 bereits besitzt oder vor hat , in der nächsten Zeit einen solchen zu kaufen ,
seinen Arm hob . Ein Grund dafür dürfte die oft schlechtere Performance des
Pentium 4 gegenüber Pentium III oder Athlon bei herkömmlicher Software sein .
Trotzdem schaut Intel voller Optimismus in die Zukunft und präsentierte eine
Liste von über 60 Applikationen , die inzwischen von der Mikroarchitektur des
Pentium 4 profitieren . Doch weiterhin prägt schwache Nachfrage , eine sich
allmählich abzeichende Marktsättigung bei den Endverbrauchern und massive
Konkurrenz durch den Erzrivalen AMD das Bild . Ob die von Burns beim
anschließenden Lunch auf eine Tischdecke skizzierten Strategien da heraushelfen
, bleibt fraglich . Von neuen Prozesstechnologien ( 0,13 µm für Pentium III im
Sommer und für Pentium 4 im vierten Quartal ) und Übergang zu 300-mm-Wafern
Mitte nächsten Jahres verspricht sich Intel einen großen Sprung nach vorne .
Neben höherer Performance und weniger Stromverbrauch sollen sich die neuen
Technologien vor allem auch auf die Stückzahlkosten positiv auswirken . Der
Chipmarktführer investiert hierfür Riesensummen : Zum ersten Mal wird es in
diesem Jahr neben den traditionellen Foren in Kalifornien auch mehrere lokale
Foren in Japan , Taiwan , China und Europa geben . In Europa ( am 17. und 18.
Mai in Amsterdam ) dreht es sich dann ausnahmslos um Kommunikation . Dunkle
Wolken über Texas Instruments Der Chip-Hersteller Texas Instruments korrigiert
seine Prognosen für das erste Quartal nach unten : Der Umsatz werde nach
Firmenangaben um 20 Prozent unter den Prognosen liegen , der operative Gewinn um
sechs bis acht Prozentpunkte . Bislang war TI nur von einem Rückgang von rund 10
Prozent ausgegangen - teilweise bedingt durch saisonale Schwankungen . Um die
rückläufigen Umsätze etwas aufzufangen und die Kosten zu reduzieren , will der
Konzern ein Programm auflegen , das Mitarbeiter zu einem freiwilligen
Ausscheiden veranlassen soll . Um die Kosten zu drücken , hatte TI bereits die
zeitweise Stilllegung von Fertigungslinien angekündigt . IDF : InfiniBand in den
Startlöchern Auf dem Developer Forum ( IDF ) führte Intel erstmals eine so
genannte InfiniBand Fabric vor , das zentrale Netzwerk für den neuen
I/O-Standard InfiniBand . InfiniBand wurde nach einem längeren Zwist zwischen
Intel und anderen großen IT-Konzernen wie HP , IBM , Compaq als gemeinsamer
Standard ins Leben gerufen , um schnelle I/O-Anbindungen für Server herzustellen
oder externe Massenspeicher und Netzwerkgeräte anzusprechen . Je nach Kanalzahl
soll InfiniBand dabei bis zu 6 GByte/s Transferrate erreichen . InfiniBand ist
nunmehr als Gemeinschaftsstandard ohne Konkurrenz , über 220 Firmen haben sich
seit der Gründung 1999 der InfiniBand Trade Association angeschlossen . Intel
als eine treibende Kraft will in wenige Wochen ein Development Kit für
InfiniBand ausliefern und im Sommer ein Interoperabilitätslabor eröffnen , das
den Entwicklern ermöglicht , ihre Produkte im Zusammenspiel mit Intel-Produkten
zu testen . IDF : Controller für Gigabit Ethernet auf einem Chip Intel hat erste
Samples eines Single-Chip-Controllers für Gigabit Ethernet fertig . Der
Halbleitergigant erklärte auf dem Intel Developer Forum ( IDF ) , der nur etwa
ein Markstück große Chip mit der Bezeichnung 82544EI soll die gleiche Leistung
bringen wie die komplexen Boards der Konkurrenz . Somit sind laut Intel
System-Designer in der Lage , wesentlich einfachere Produkte für Gigabit
Ethernet zu entwerfen . Da die Größe des Controllers um 50 Prozent reduziert und
damit auch die Stromaufnahme halbiert wurde , kann er direkt in
Netzwerk-Hardware integriert werden : Die Wärmeentwicklung des Chips fällt
wesentlich geringer aus als bei bisherigen Lösungen . Die Verbindung zum
Netzwerk wird dann schlicht und einfach über eine Art LAN-On-Motherboard ( LOM )
hergestellt . Die Kompatibilität zu PCI-X ist bereits vorhanden , da sich der
PCI-Bus zunehmend zum Flaschenhals innerhalb eines Systems entwickelt . Gemäß
den IEEE-Spezifikationen 802.3ab und 802.3z kann der Controller in Verbindung
mit Kupfer- und Glasfaser-Leitungen bei 10 , 100 oder 1000 MBit/s eingesetzt
werden . Zu den unterstützten Betriebssystemen gehören unter anderem Windows NT
, 2000 und XP sowie Linux , Novell Netware , Solaris und SCO UnixWare . Die
Samples sind bereits auf ihrem Weg zu Server- und Netzwerk-OEMs , die
Massenfertigung wird aber erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnen . IDF : Die
Schleier um Intels Surf-Terminal lüften sich Auf dem Delevoper Forum ( IDF ) hat
Intel die grundlegenden technischen Details seines drahtlosen Web Tablets
bekannt gegeben . Intels Surfbrett , das bereits auf der Consumer Electronics
Show im Januar in Las Vegas zu sehen war und noch in diesem Jahr in Nordamerika
erscheinen soll , wurde lediglich als mobile Ergänzung zum vorhandenen Desktop
konzipiert . Es greift auf dessen Online-Verbindung zu , kann dafür aber auch an
den PC angeschlossene Drucker benutzen . Das Web Tablet basiert auf einem 32-Bit
StrongARM-Prozessor SA-1110 . Als Speicher für Code und Daten wird 3 Volt
StrataFlash-Memory verwendet , das Intel als äußerst Strom sparend bezeichnet .
Die Software stammt von Wind River und beinhaltet WindStorm , das
Echtzeit-Betriebssystem VxWorks sowie Personal Jworks . Von Espial kommt der
Browser Escape sowie das GUI-Toolkit Espresso , über das Programmierer weitere
Applikationen für das Web Tablet schreiben können . Für Audio zeichnet sich die
Software Strings von BeComm verantwortlich . Strings managt den Audio-Stream vom
Desktop zum Web Tablet . Disneys Internet-Sparte entlässt weitere Mitarbeiter
Die Walt Disney Internet Group entlässt weitere 135 Mitarbeiter , knapp zehn
Prozent der verbliebenen Belegschaft , kündigte das Internet-Unternehmen des
amerikanischen Medienriesen Disney an . Bereits Ende Januar hatte Disney im Zuge
der Schließung seines Internet-Portals Go.com angekündigt , 400 Stellen zu
streichen . IDF : Nvidias GeForce 3 stiehlt Intel die Show Nvidias neuer
Grafik-Chip GeForce3 . Am Vorabend des IDF stellte Nvidia in San Jose den
gigantischen 57-Millionen-Transistor-Chip vor . Damit überrundet der Grafik-Chip
an Komplexität die Desktop-Mikroprozessoren : Der GeForce3 hat so viele
Transistoren wie Pentium 4 und Pentium III ( Katmai ) zusammen . Der technisch
anspruchsvolle Grafikchip für PC und Macintosh soll im Wesentlichen auch in
Microsofts Spielekonsole Xbox für die 3D-Pracht sorgen . Die Eckdaten der
Version für Desktop-Rechner sind 200 MHz Chiptakt sowie vier Pipelines mit
jeweils zwei Textur-Engines . Jede Pipeline kann mittels einmaligem Loop-back
bis zu vier Texturen in einem Durchgang verarbeiten . Gefertigt wird der
Baustein bei TSMC in Taiwan in einem 0,15-µm-Prozess . Allerdings kann der neue
Chip seine Vorteile erst mit DirectX 8 und entsprechender Software ausspielen ,
die im Stande ist , die neuen Hardwaremöglichkeiten auch zu nutzen . Dann aber
bringt er beeindruckende Animationen in Echtzeit zu Stande , Animationen , die
bislang viel Rechenzeit auf größeren Renderfarmen erforderten . Für
Spieleprogrammierer besonders interessant ist die programmierbare
Geometrieeinheit . Es lassen sich zahlreiche Effekte und Verfahren in Form von
kleinen Programmen ( Vertex Shader ) für die Behandlung von 3D-Daten und die
Beleuchtung in den GeForce 3 laden ( nfinitFX Architecture ) . In der Praxis
können Vertex Shader etwa einen Gesichtsausdruck von einer Form in eine andere
überführen ( Keyframe Interpolation ) . Bei Partikelsystemen ( Wasserfontänen ,
Feuerwerk usw. ) berechnen sie die Flugbahn , Lebensdauer und Helligkeit der
Partikel . Andere Anwendungen sind realistische Verformungen von Haut und
Kleidung ( Matrix Skinning ) , Haare und Fell sowie flatternde Fahnen (
Procedural Deformation ) und spezielle Linseneffekte ( Fischauge ) . Vertex
Shader lassen sich jederzeit in den Grafikchip laden , um die Effekte innerhalb
eines Spiels auszutauschen . Nvidia hat auch einen Vorschlag für Vertex Shader
in OpenGL-Spielen gemacht . Neu ist auch die Fähigkeit , polynominale
Oberflächen ( Kugeln , Zylinder und komplex gekrümmte Flächen ) in Form von
wenigen Kontrollpunkten an den GeForce3 zu übergeben . Es lassen sich so etwa
organische Formen und ausgedehnte Bodenformationen aus tausenden von Polygonen
erzeugen , ohne den AGP-Bus mit riesigen Datenmengen zu blockieren . Da die
Speichergeschwindigkeit nach wie vor nur knapp ausreicht , hat Nvidia außerdem
einige Maßnahmen ergriffen , um den Speicher effektiver zu nutzen . Im
Wesentlichen sind dies die verlustlose Kompression von Tiefeninformationen um
den Faktor vier sowie ein Verfahren , um später verdeckte Pixel erst gar nicht
zu berechnen . Bei Letzterem handelt es sich vermutlich um einen vorgezogenen
Z-Test , der zwar Texturzugriffe einspart , aber darauf angewiesen ist , dass
Objekte von vorne nach hinten sortiert an den Chip übergeben werden . ATI hat
beim Radeon ähnliche Verfahren angewandt ( Hyper-Z ) . Zusätzlich können
Anwendungen vom Chip überprüfen lassen , ob ein bestimmtes Objekt
beziehungsweise seine Umgebungsbox überhaupt sichtbar ist . Stellt sich dabei
heraus , dass eine Figur vollständig hinter einer Wand verborgen ist , braucht
diese erst gar nicht an den Grafichip übergeben zu werden . Verbessert wurde
ferner das Fullscene-Antialiasing zur Unterdrückung von Treppeneffekten an
schrägen Kanten . Der GeForce3 verwendet Multisampling ( Quincunx AA ) , das im
Gegensatz zum Supersampling des GeForce2 mit weniger Speicherzugriffen auskommt
, da es zwar die Polygone in höherer Auflösung berechnet , nicht aber die
Texturen . Nvidia behauptet , dass der Leistungseinbruch selbst bei vierfachem
Antialiasing nicht mehr als 40 Prozent beträgt . In Quake3 sollen so bei
maximaler Textur-Einstellung in einer Auflösung von 1024×768 mit 32 Bit
Farbtiefe 71 Bilder/s bei zweifachem Antialiasing möglich sein . Der Vorgänger
GeForce2 Ultra liegt hier lediglich bei 34 Bilder/s . Der Quake-Programmierer
John Carmack hat bereits aus seiner Sicht einige Vor- und Nachteile der
GeForce3-Architektur beschrieben . Elsa setzt den GeForce3 auf der Gladiac 920
ein . Sie soll in ersten Stückzahlen bereits Mitte März für knapp 1.300 Mark
erhältlich sein und ist mit 64 MByte DDR-SDRAM-Speicher ( 3,8 ns ) bestückt ,
der mit 230 MHz getaktet wird . Kurz vor der GeForce3-Präsentation hat Nvidia
auch spezielle Mobile-Ausführungen des GeForce2-Prozessors vorgestellt :
GeForce2 Go 100 und Go 200 . Diese zeichnen sich durch 45 Prozent kleinere
Gehäuse und erheblich geringeren Stromverbrauch aus , der beim Go 100 bei nur
0,5 Watt liegen soll . Die Luftnummer : Domains mit Umlauten Seit Anfang der
Woche lassen sich com- , net- und org-Adressen mit Umlauten , Akzenten und
anderen einzelsprachlichen Sonderzeichen bei Verisign/NSI , einigen
US-amerikanischen und asiatischen Unternehmen und der dänischen Firma Speednames
registrieren . Für 25 bis 35 US-Dollar pro Jahr können deutsche Nutzer also
www.würstchen.org reservieren . Was aber sind die Test-Reservierungen wert ,
solange kein Client die in Raw Ascii Compatible Encoding ( RACE ) kodierten
Namen interpretieren und der Nutzer die Registrierung auch nur über den für ihn
reservierten RACE-String ( etwa " - bq - abxyrkjk.com " ) abfragen kann ? Als "
Luftnummer " bezeichnet CORE-Registrar Elmar Knipp die Aktion von Verisign/NSI .
Knipp hat sich Ende vergangener Woche in einem Schreiben an seine Kunden gewandt
und begründet , warum sein Unternehmen sich nicht beteiligen will . Ärgerlich
ist Knipp wie viele andere Registrare vor allem darüber , dass diejenigen , die
auf die Verabschiedung des Standards warteten , angesichts des von Verisign
ausgelösten Marketing-Rummels ins Abseits gedrängt würden . Beobachter schätzen
, dass Verisign das Thema vor allem dazu nutzt , die seit der Öffnung des
Registrarmarktes sinkenden Marktanteile von Verisign/NSI zu kompensieren . Das
von Verisign und den knapp 30 Testbed-Registraren verwendete RACE ist einer von
einem halben Dutzend Vorschlägen , die derzeit zur Diskussion stehen . Auf jeden
Fall werde auch Verisign einen von der IETF ausgehandelten Standard verwenden ,
sicherte das Unternehmen bereits im Zusammenhang mit einem Test für asiatische
Domains im Herbst vergangenen Jahres zu . Die Internet Corporation for Assigned
Names and Numbers ( ICANN ) wie die IETF hatten Verisigns vorzeitigen Alleingang
kritisiert . Verisign/NSI wolle damit Fakten schaffen , kritisierten Provider
bei einer Konferenz des ICANN-Studienkreises Anfang des Monats in Zürich . Die
von Verisign verwandten Zeichentabellen werden angeblich inzwischen selbst vom
RACE-Autor Paul Hoffman als fehlerhaft bezeichnet . Gänzlich unklar bleibt vor
allem die für die Nutzer zentrale Frage : Sollte ein IETF-Standard verabschiedet
werden , bekommt er dann das bezahlte würstchen.com ? Ursprünglich habe Verisign
sich dahingehend geäußert , dass man dann einfach den in RACE registrierten
String anpassen werde , sagt Elmar Knipp . Inzwischen habe Verisign die
Verantwortung an die Registrare weitergegeben . Diese sollten nach der
Verabschiedung einer anderen Kodierung für die nicht-englischen Namen die
Registrierungen ihrer Kunden anpassen . Shonna Keagan , Sprecherin für
Testbed-Registrar Register.com , gibt allerdings die Verantwortung an die IETF
zurück : Wenn die Kunden Pech haben , erfolgt die Registrierung wohl wieder nach
dem Prinzip " first come , first serve " . Dann wäre die jetzt bezahlte
Registriergebühr eine Fehlinvestition . NSI hat sich in seinen
Geschäftsbedingungen auf jeden Fall klar abgesichert : Sie übernehmen alle
Risiken , dass solche Änderungen Ihre Möglichkeiten , die von Ihnen
registrierten MDN zu nutzen , beeinträchtigen oder verhindern können . Wieviele
Nutzer in den ersten beiden Tagen trotzdem für eine Registrierung entschieden
haben , darüber gibt es aktuell noch keine Zahlen . Bei den asiatischen Domains
verzeichnete Verisign bislang bereits 800.000 Registrierungen . Nur am Rande
bemerkt : Würstchen.com und Würstchen.net sind leider schon vergeben , um zu
wissen an wen , muß man die RACE-Kodierung kennen . Würstchen.org ist derzeit
noch zu haben . Lotus Deutschland wird möglicherweise aufgelöst Wie aus
Firmenkreisen verlautet , wird die deutsche Lotus Development GmbH aufgelöst .
Die Geschäftsaktivitäten sollen in IBM integriert werden . " Ich weiß nicht ,
wie weit die Entwicklung in Deutschland fortgeschritten ist , aber wir sind in
der Tat dabei , Lotus weiter in die IBM Software Group zu integrieren . "
Occleshaw weist darauf hin , dass Lotus in den letzten Jahren einen aggressiven
Kampf um Marktanteile mit dem einzigen verbliebenen Konkurrenten Microsoft im
Markt Messaging & Collaboration geführt habe . Auch nach den letzten IDC-Zahlen
habe Lotus dies für sich entscheiden können . Nun gehe es aber darum , aus
diesem weniger stark wachsenden Markt in andere Bereiche wie Knowledge
Management und E-Learning zu expandieren , und dazu müsse Lotus auf
entsprechende IBM-Ressourcen zurückgreifen . Dies sei am einfachsten , wenn man
Lotus in die IBM Software Group integriere . In einem internen Schreiben hatte
Lotus-Präsident und CEO Al Zollar angekündigt , dass im ersten Quartal 2001
umfassende Restrukturierungen bei Lotus ins Haus stünden , die eine höhere
Profitabilität ermöglichen sollen . Dabei gelte es inbesondere , parallele
Aktivitäten von IBM und Lotus zu vermeiden . Nachdem in den letzten Jahren
bereits viele Backoffice-Bereiche wie Einkauf , Personal und Auftragsabwicklung
bei IBM und Lotus auf eine gemeinsame Basis gestellt wurden , sind jetzt auch
die Funktionsbereiche an der Reihe , die nach außen sichtbar sind - etwa
Vertrieb , Marketing und Support . Zollar hatte in seinem Schreiben bereits
darauf hingewiesen , dass es höchstwahrscheinlich Personalumsetzungen von
Lotus-Angestellten zu IBM sowie zu einigen Entlassungen kommen werde . Scharfe
Angriffe auf Microsoft-Richter Mit einem scharfen Angriff auf Richter Thomas
Penfield Jackson hat Microsoft seinen Kampf gegen die Zerschlagung des
Software-Konzerns am zweiten Tag der Berufungsverhandlung im Kartellprozess
fortgesetzt . Der Richter der ersten Inszanz habe das Unternehmen nur bestrafen
wollen und nicht in erster Linie den fairen Wettbewerb im Auge gehabt ,
erklärten die Microsoft-Anwälte vor dem Berufungsgericht in Washington . Am
zweiten Tag der mündlichen Verhandlung des Microsoft-Berufungsverfahrens
gerieten die Anwälte der US-Regierung und der 19 klagenden Bundesstaaten
zumindest vorübergehend in die Defensive . Die Richter des Gerichtshofs
bezweifelten rundheraus , dass Netscape durch die Aktionen von Microsoft
signifikant beeinträchtigt worden sei . Da die Webbrowser kostenlos abgegeben
würden , könnte Microsoft Netscape auch kaum geschadet haben . Richter David
Sentelle meinte , angesichts dieser Situation könne man kaum einen bestimmten
Markt für Webbrowser definieren . Der US-Bundesanwalt David Frederick musste
dies einräumen , hielt jedoch dagegen , dass das Gericht nun die Gelegenheit
habe , den Markt zu definieren und die Aufspaltung des Konzerns zu bestätigen .
Frederick argumentierte , Microsoft habe seinen Konkurrenten Netscape daran
gehindert , seinen Browser in eine vollständige Software-Plattform weiter zu
entwickeln . Microsoft habe eine Konkurrenz zu seinem Betriebssystem Windows
gefürchtet . Durch die Verknüpfung des Internet Explorer mit Windows habe
Microsoft den Wettbewerb auf dem Markt verhindert , sagte Frederick . Die
Microsoft-Anwälte warfen ihrerseits Richter Jackson Befangenheit vor . Er habe
nicht nach Faktenlage , sondern nach Vorurteilen geurteilt . Der Richter hatte
Microsoft-Gründer Bill Gates öffentlich mit Napoleon verglichen und ihm Arroganz
vorgeworfen . Jackson sei " von einem illegitimen Wunsch " geleitet worden ,
Microsoft zu bestrafen , betonte Microsoft-Anwalt Steven Holley . Insgesamt
scheint Microsoft bislang einige Punkte für sich verbuchen zu können , besonders
in der Frage , ob eine Aufspaltung des Konzerns nicht eine viel zu harte
Bestrafung sei , die zudem den Wettbewerb in der Software-Industrie verfälsche .
Auch das Bundling von Internet Explorer und Windows scheinen die Richter nicht
besonders kritisch zu sehen , da es den Verbrauchern zu Gute komme - Argumente ,
die auch Microsoft anführt . Allerdings haben die Regierungsanwälte
offensichtlich zumindest das Argument auf ihrer Seite , dass es keine
technischen Gründe gebe , Microsofts Webbrowser und das Betriebssystem so eng
wie bislang miteinander zu verzahnen . Das Berufungsgericht wird aber auch am
zweiten und letzten Sitzungstag in der mündlichen Berufungsverhandlung noch kein
Urteil fällen . Ricardo kauft Schweizer Online-Auktionshaus Der Hamburger
Online-Auktionator ricardo.de hat das Schweizer Web-Auktionshaus Auktion24.ch
übernommen . Nach Angaben von ricardo ist das Unternehmen Marktführer in der
Schweiz mit rund 80 Prozent Marktanteil . Die Schweizer selbst sind etwas
vorsichtiger und sprechen auf ihrer Web-Seite von über 70 Prozent Marktanteil .
Cisco forciert Internet-Telefonie Noch im zweiten Quartal 2000 will Cisco ,
Marktführer bei Internet-Routern , neue Lösungen für das Telefonieren über
IP-Netzwerke auf den Markt bringen . Dazu gehören unter anderem zwei neue
IP-Telefone : Das Modell 7960 ( für 495 US-Dollar zu haben ) arbeitet mit einer
grafischen Bedienoberfläche auf einem LC-Display und bietet einen
Fast-Ethernet-Port , um Computer sowie Telefon gemeinsam über eine einzige
Leitung zu betreiben . Das Modell 7910 ( 145 US-Dollar ) dagegen tituliert Cisco
als " Einsteigermodell " , das vergleichbare Funktionen wie normale
Komforttelefone bieten soll . Für die Infrastruktur eines gemeinsamen Netzes für
Daten und Telefonie rüstet Cisco die Switches der Catalyst-6000-Serie nach :
Gateway- und Stromversorgungsmodule für IP-Telefone sollen die Geräte für
IP-Telefonie fit machen . Außerdem kündigte Cisco die neue Version 3.0 der
CallManager-Software an . Sie soll nun unter anderem bis zu 10.000 IP-Telefone
in einem einzigen Cluster von fünf so genannten Media Convergence Servern ( MCS
) unterstützen . Diese Server dienen der zentralen Steuerung großer
Telefonie-Installationen . Der neue MCS 7835 soll rund 15.000 US-Dollar kosten ,
die CallManager-Software ist darin bereits enthalten . Mit der Erweiterung des
Angebots für IP-Telefonie hofft Cisco offensichtlich , einen erwarteten
Boom-Markt von vornherein zu besetzen . Das Telefonieren über herkömmliche
IP-Netze und damit die Kombination von bislang getrennten Daten- und
Sprachübertragungen über ein einziges Kabel verspricht vor allem für
Großunternehmen einige Kosteneinsparungen . Und Internet-Provider könnten mit
IP-Telefonie plötzlich zu vollwertigen Kommunikationsanbietern werden , die den
angestammten Telekom-Konzernen Konkurrenz machen . Mit der Hoffnung steht Cisco
allerdings nicht allein : Auch 3Com etwa setzt seine Zukunft inzwischen unter
anderem auf die IP-Telefonie , nachdem das Unternehmen unrentable Bereiche
abgestoßen hat . Und andere Hersteller wie Lucent , Nortel oder Siemens sind
ebenfalls sehr engagiert im Bereich des Telefonierens über IP-Netze . " 12 Weise
" arbeiten am schmuddelfreien Internet Noch in diesem Jahr soll ein global
einsetzbarer Filter fürs Web programmiert werden , damit Eltern ihre Kids
unbesorgt surfen lassen können . Die von der Bertelsmann-Stiftung mit initiierte
Internet Content Rating Association ( ICRA ) hat deshalb ein 12-köpfiges
internationales Beratergremium einberufen , das sich vergangene Woche zum ersten
Mal zu einer internen Diskussionsrunde in Den Haag traf . Mit dem System , das
aus einem Basisvokabular und frei wählbaren nationalen und weltanschaulichen
Zusatzfiltern bestehen soll , möchte man das Self-Rating- und Filtering-System
der RSACi ( Recreational Software Advisory Committee on the Internet )
weiterentwickeln und dies dann dem besorgten User weltweit anbieten . Bei der
Auswahl der Experten hat die ICRA , die von großen Medien- und
Telekommunikationsunternehmen getragen wird , auf geographische
Repräsentativität geachtet . In den nächsten zwei Monaten müssen Williams und
seine Kollegen aus den USA , Europa , Japan , Kananda , Australien und Singapur
Filterkategorien absegnen , nach denen Anbieter ihre Web-Angebote bewerten
können . " Die nationalen Unterschiede sind gar nicht so groß " , sagt Williams
. Eltern hätten überall etwa die gleichen Bedenken . Grössere
Meinungsunterschiede zur Filterdebatte gibt es seiner Einschätzung nach
innerhalb jeder Gesellschaft . Auch bei der Sitzung in Den Haag hat es durchaus
eine lebhafte Diskussion über den Filtereinsatz gegeben , erklärte Williams . Um
sich nicht dem Vorwurf der Einseitigkeit auszusetzen , hat die ICRA mit Jerry
Berman vom Center for Democracy and Technology auch einen Vertreter der
US-amerikanischen Free-Speech-Organisationen eingeladen . Die Meinungsfreiheit
im Internet , versicherte Williams , sei für alle ICRA-Berater ebenso ein
elementares Kriterium wie der Schutz von Kindern im Netz . WinHEC : Der Tablet
PC nimmt langsam Gestalt an In seiner Keynote zum Auftakt von Microsofts
WinHEC-Entwicklerkonferenz in Anaheim , Kalifornien , gab Chefentwickler und
Microsoft-Übervater Bill Gates einen Vorgeschmack dessen , was Microsoft unter "
Natural Computing " versteht . Kurz gefasst : Der Tablet PC nimmt allmählich
Gestalt an , und zwar nicht zuletzt dadurch , dass sich führende PC-Hersteller
wie Sony , Compaq , Acer , Fujitsu und Toshiba bereit erklärt haben , sich auf
das Abenteuer Tablet PC einzulassen . Microsoft positioniert den Tablet PC
vielmehr in Bereichen , in denen Anwender lieber handschriftliche Notizen machen
statt sich mit einer Tastatur herumzuschlagen . Microsoft führt als Zielgruppe
Geschäftsanwender an , die zum Beipiel während einer Konferenz Notizen machen
wollen , oder aber Studenten . Erste Geräte erwartet Gates im Verlauf des
nächsten Jahres . Damit ist auch klar , dass die Tablet PCs auf Windows XP
basieren ; Standardsoftware soll auf ihnen genutzt werden können . Apropos
Standardsoftware : Der Tablet PC wird zwar mit einem Stift beschrieben oder an
eine Tastatur angeschlossen , auf der WinHEC war aber bereits zu vernehmen ,
dass es durchaus auch Modelle mit Spracherkennung geben könnte . Während der
bereits im letzten Jahr auf der Comdex vorgestellte Prototyp einen Crusoe von
Transmeta beherbergte , legt sich Microsoft bezüglich der Hardwarekomponenten
nicht weiter fest . Dies ist auch nicht nötig , denn OEMs werden praktisch jeden
x86kompatiblen Chip verwenden können , sei er nun von Intel , Transmeta , VIA
oder AMD . Die Prototypen , die Microsoft zusammen mit PC-Herstellern wie Compaq
und Sony entwickelt , beherbergen jedenfalls einen 600 MHz TM5600 Crusoe oder
einen mobilen Ultra-Low-Power Pentium III . Die Features des Tablet PCs , die
Gates demonstrierte , waren allerdings weitgehend kalter Kaffee - sie sind seit
der Comdex und dem Forum 2000 im Juni vergangenen Jahres hinlänglich bekannt .
Das Stift-basierte Gerät lässt es zu , dass der Anwender nach Herzenslust auf
dem farbigen Touch-Screen herumschreiben sowie Text und Abschnitte formatieren
und verschieben sowie in Standardformaten speichern kann . Neu ist allerdings ,
dass das Konzept die drahtlose Verbindung zum Internet und zu einem
Firmennetzwerk vorsieht . Anwender können ihr Multipurpose-Surfbrett mit sich
herumtragen und bleiben im Netz , was zum Beispiel den Informationszugriff
während Konferenzen wesentlich erleichtert . Wie diese Geschichte technisch
aussehen könnte , hat Microsoft ebenfalls zum Auftakt der WinHEC angedeutet .
Vor allem aber will Microsoft IEEE 802.1x als Übertragungsstandard in Windows XP
integrieren . WinHEC : Die Beta 2 von Windows XP ( Update ) Zumindest das
Rätselraten um den Erscheinungstermin der zweiten Beta von Windows XP ist vorbei
. Bill Gates hat auf der WinHEC-Entwicklerkonferenz in Anaheim die Verfügbarkeit
der Betaversion offiziell verkündet . Microsoft bezeichnet Windows XP als die
wichtigste Neuerscheinung für den Heimanwender seit Windows 95 . Auch wenn
Microsoft eine 64-Bit-Edition für Intels Itanium herausbringen wird , hat sich
doch bestätigt , dass XP in erster Linie Privatanwendern schmackhaft gemacht
werden soll . Das Rezept dabei ist relativ einfach : Man verspreche wesentlich
verbesserte Stabilität ( wie schon bei Windwos ME ) in Form des NT-Kernels und
päppele das Ganze mit einem neuen Outfit und einigen netten Features auf .
Fertig ist die Windows XP Home Edition . Von Systemadministratoren war in
Anaheim hinter vorgehaltener Hand des Öfteren zu vernehmen , dass man nur wenig
Sinn darin sehe , Windows 2000 durch XP zu ersetzen . Diesen Umstand hat
übrigens Microsoft-Vize Brian Valentine , Chef der Windows-Division , in der
US-amerikanischen Presse schon Ende letzter Woche zugegeben : Er bezeichnete XP
als " Version .1 " für Windows-2000-Nutzer . Einige neue Funktionen hat aber
auch die Professional Edition von XP zu bieten , die Unternehmen dazu verleiten
könnten , für Upgrades in die Tasche zu greifen . Da ist zum einen die
Integration verschiedener Web-Dienste im Rahmen von Microsofts .Net-Initiative
zu nennen , zum zweiten wurden die Remote-Funktionen für externen Datenzugriff
und Systemadministration erweitert . An die ersten 20.000 Teilnehmer am Preview
Program , in dem es eigentlich nnur die Release Candidates gibt , will Microsoft
im April auch die Beta 2 ausliefern . Dieses Angebot gilt allerdings nur für
US-Bürger und Kanadier . Zeitungsverleger : Online-Ausweitung von ARD und ZDF
rechtswidrig Die Ausweitung der Online-Angebote öffentlich-rechtlicher
Rundfunkanstalten verstößt nach Ansicht des Bundesverbandes Deutscher
Zeitungsverleger ( BDZV ) gegen geltendes Recht . Dies geht aus einem Gutachten
hervor , das der BDZV am heutigen Dienstag in Düsseldorf vorstellte . ARD und
ZDF könnten zwar neue Dienste mittels neuer Techniken anbieten . Nach den
Vorgaben des Rundfunkstaatsvertrags müssten diese jedoch ausdrücklich
programmbezogen sein , betonte der Leipziger Medienrechtler Christoph Degenhart
in dem Gutachten . Internetdienste fielen nicht unter den Rundfunkbegriff . Das
Vorhaben des Westdeutschen Rundfunks ( WDR ) , ein Internetportal für
Nordrhein-Westfalen einzurichten , sei mit dem Rundfunkrecht und der
Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts nicht vereinbar , erklärte
Degenhart weiter . Der BDZV drohte dem WDR mit juristischen Konsequenzen . "
Falls unsere heutige Einflussnahme nichts nutzen sollte , werden wir rechtliche
Schritte einleiten und gegebenenfalls eine Verfassungsklage anstrengen " , sagte
BDZV-Vizepräsident Richard Rebmann laut dpa . Der ARD-Vorsitzende und
WDR-Intendant Fritz Pleitgen bezeichnete die Kritik sofort als unbegründet . "
Dies ist ein Gutachten , das die Interessen der Auftraggeber widerspiegelt und
nicht die Interessen der Gesellschaft " , kommentierte Pleitgen das Gutachten
und die Forderungen des BDZV . Insbesondere könne von einem Überschreiten des
dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk verfassungsrechtlich und gesetzlich
vorgegebenen Funktionsauftrags nicht die Rede sein : " Wir halten uns streng an
die Formulierungen des 4. Rundfunkänderungsstaatsvertrages " , meinte Pleitgen .
Dies gelte selbstverständlich auch für die Online-Angebote des WDR . Auch das
ZDF wies das Gutachten umgehend zurück . " Seinen jetzigen Thesen zum
öffentlich-rechtlichen Funktionsauftrag wird es nicht anders ergehen . " Das
öffentlich-rechtliche Online-Angebot sei durch den vierten
Rundfunkänderungsstaatsvertrag der Länder eindeutig festgelegt und definiert .
Der ZDF-Intendant bezeichnete es zugleich als " ein ebenso durchsichtiges wie
untaugliches Manöver " , die Kooperation zwischen dem ZDF und T-Online in
Misskredit zu bringen . Das ZDF hatte die Partnerschaft mit T-Online vergangene
Woche angekündigt . Der Mainzer Sender will heute.t-online.de , das sich vor
allem an jüngere Mediennutzer wendet , zum größten Nachrichtenportal Europas
ausbauen . IT-Spezialisten : Schröder kritisiert " verklemmte "
Zuwanderungs-Debatte Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die seiner Ansicht nach
" verklemmte " Debatte zur Zuwanderung kritisiert . Mehr Internationalität sei
für Deutschland nicht nur eine Frage des Images , sondern auch der Selbstachtung
und der wirtschaftlichen Notwendigkeiten , sagte er am heutigen Dienstag in
München . Gruppen , die Fremdenfeindlichkeit zum Programm machten , seien nicht
nur unzivilisiert . Sie schadeten Deutschland auch wirtschaftlich , da es einen
internationalen Markt für qualifizierte Mitarbeiter gebe . " Wenn wir den
Wettbewerb um die besten Köpfe gewinnen wollen , brauchen wir eine sachliche und
sachkundige Debatte " , sagte Schröder . Um bei den Bürgern Akzeptanz für die
Zuwanderung zu erhalten , sei es unbedingt notwendig , die Aus- und Fortbildung
der deutschen Arbeitskräfte zu verstärken . Das Green-Card-Programm der
Bundesregierung erweist sich nach Einschätzung des Kanzlers als Erfolg . Bereits
6.000 ausländische Spezialisten der Computerbranche seien so nach Deutschland
geholt worden . Jede Woche kämen weitere 200 hinzu . Etwa zwei Drittel dieser
Fachleute würden in Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern angestellt .
Damit komme die Initiative vor allem dem Mittelstand zugute , sagte Schröder .
Den Unternehmen , die UMTS-Mobilfunklizenzen ersteigert haben , sagte Schröder
erneut zu , beim Aufbau des entsprechenden Netzes behilflich zu sein . Nicht
jedes Telekommunikationsunternehmen solle gezwungen sein , ein eigenes Netz zu
installieren , wie es die Verträge nahe legten . Der Staat habe das Geld aber
dringend zum Abbau der Staatsverschuldung gebraucht . Simonis : Schulbuchtexte
ins Internet Schleswig-Holstein will gemeinsam mit der Deutschen Telekom als
erstes Bundesland Schultexte ins Internet stellen und so modernes Lernen fördern
. Die Gespräche seien bereits weit voran geschritten , sagte Ministerpräsidentin
Heide Simonis ( SPD ) am heutigen Dienstag bei einem Besuch der CeBIT in
Hannover . Der Lehrer kann sich dann darauf konzentrieren , sie für den
Unterricht auszugestalten . Das Bildungsministerium kümmere sich um den
Lehrstoff , die Telekom um die Datenverwaltung . Mit dem Schulprogramm werde das
Land bundesweit Vorreiter sein , kündigte die Ministerpräsidentin an .
Finanzierungsfragen würden derzeit noch geklärt . Mehr als 100 IT-Unternehmen
Schleswig-Holsteins zeigen auf der CeBIT ihre Neuheiten . " Dieses Land ist in
einem ungeheuren Strukturwandel " , sagte Simonis . Mit findigen
Nischenprodukten und gutem Instinkt für Kundenwünsche hätten sich bereits viele
IT-Firmen Schleswig-Holsteins erfolgreich auf dem Markt etabliert . Auch bei der
Vernetzung der Behörden sei das Land bundesweit vorbildhaft , sagte Simonis : "
Wir sehen uns inzwischen als Serviceanbieter . " Dennoch werde das Land zu
Unrecht häufig unterschätzt . " Viele denken noch immer , wir würden hier nur
Sand von einer Küste zur anderen tragen . " Online-Wahl Preisträger bei
Wettbwerb zu E-Government Behörden aus Köln , Potsdam , Düsseldorf und Hamburg
haben beim Wettbewerb eGovernment in Bundes- und Landesverwaltungen gewonnen .
Insgesamt nahmen 50 Verwaltungen mit Ideen und Vorschlägen daran teil ,
berichteten die Veranstalter , das Bundesinnenministerium , die
Unternehmensberatung KPMG und der Netzwerkanbieter Cisco Systems am heutigen
Dienstag . Mit dem Wettbewerb sollte die Anwendung von Internettechnologien bei
der Modernisierung der Verwaltung gestärkt werden . So habe beispielsweise das
Bundesverwaltungsamt ( BVA ) in Köln ein vorbildliches Informations- und
Wissensmanagementsystem aufgebaut , hieß es in der Würdigung der Preisträger .
Mit dem Projekt Öffentlicher Eink@uf Online soll zudem die Effizienz des
Beschaffungsprozesses verbessert werden . Preiswürdig fand die Jury auch das
Internetportal mit Informationen , Beratung und Verwaltungsdienstleistungen der
staatlichen Arbeitsschutzverwaltung Nordrhein-Westfalen ( Düsseldorf ) . Für den
Modellversuch einer Internet-Wahl mit Chipkarte und Mausklick ist das Landesamt
für Datenverarbeitung und Statistik Potsdam ausgezeichnet worden . Das Landesamt
hatte im vergangenen Jahr am Beispiel einer Personalratswahl eine Internet-Wahl
erprobt . Die fiktive Stimmabgabe sei Teil eines bundesweiten
Forschungsprojektes gewesen , bei dem die Möglichkeiten von Internet-Wahlen
erprobt werden sollten . Bei der Simulation erfolgte die Stimmabgabe per
Mausklick , Chipkarte und Netzübertragung . Ein Sonderpreis ging laut dpa an die
neun eingereichten Wettbewerbsbeiträge der Hansestadt Hamburg für einen "
beispiellosen ganzheitlichen E-Government-Ansatz " . Amazon.com : Der König der
roten Zahlen Die Zahl der Kunden , die bei Amazon einkauften , nahm im ersten
Quartal um 3,1 Millionen auf 20 Millionen zu . Damit setzt Amazon eine lange "
Tradition " der roten Zahlen fort . Als Online-Buchshop war Amazon.com gestartet
, inzwischen bezeichnet sich das Unternehmen selbst als weltgrößten
Internet-Einzelhändler - Gewinn warf das Unternehmen aber noch nie ab . Immerhin
rechnet Amazon damit , dass zumindest das Buch- , Musik- und Videogeschäft in
den USA dieses Jahr einen Betriebsgewinn abwerfen wird . Ob diese Vorgehensweise
von Amazon aufgeht , beobachten die Börsianer inzwischen sehr genau . Zwar
erwarten einige Analysten bereits , dass der Gesamtkonzern irgendwann nächstes
Jahr Profite erwirtschaften könnte , einige Marktstudien sprechen aber auch
schon davon , dass nur die wenigsten der reinen Online-Shops überleben würden .
Zumindest wurden die Börsianer in den letzten Monaten etwas nervös , was die
roten Zahlen Amazons betraf : Sie straften den Online-Shop mit einem Verfall des
Aktienkurses auf gut die Hälfte seines Höchststands vom Dezember 1999 ab .
Zumindest konnte sich der Aktienkurs in den letzten Tagen behaupten und sogar
leichte Gewinne verbuchen . Kaum Interesse an Green Card in Indien Das geplante
Green-Card-Angebot der Bundesregierung wird nach Einschätzung eines indischen
Software-Experten keinen Massenansturm seiner Landsleute auslösen . Grund sei
der stetig steigende Bedarf an Informationstechnologie-Fachleuten in den USA und
Indien selbst , sagte Umesh Aggarwal in einem dpa-Gespräch . Der 35-Jährige ,
der in Mannheim wohnt , arbeitet als " E-Commerce Consultant " bei KPMG , einer
internationalen Unternehmensberatungs- und Buchprüfungsgesellschaft . Gemeinsam
mit Bekannten hat der in Afrika geborene Diplomatensohn die Indian Software
Service Companies Association ( ISSCOM ) gegründet : Dieser Verein soll
indischen Software-Spezialisten und -Unternehmen bei der Vermittlung von
Auslandskontakten helfen . US-Firmen seien bei der Anwerbung indischer
Spezialisten sehr rege , sagte Aggarwal . " Viele indische Studenten bekommen
schon vor Abschluss ihres Studiums mehrere Angebote aus den USA . " Jedes Jahr
verließen mehrere zehntausend indische Spezialisten ihre Heimat , um im Ausland
zu arbeiten . Weit mehr als die Hälfte von ihnen gingen in die USA , sagte
Aggarwal . " Dort wird Englisch gesprochen , außerdem gibt es bereits eine sehr
große indische Gemeinde . " Ein weiterer Grund für die hohe Attraktivität der
USA seien die dortigen hohen Gehälter . " Es gibt auch jede Menge deutsche
Software-Spezialisten , die sehr gerne in die USA gehen würden " , meinte
Aggarwal . In Indien selbst seien die Gehälter für Berufsanfänger in der
Softwarebranche zwar relativ niedrig . " Das liegt in der Regel zwischen 800 und
2000 Mark im Monat . " Viele indische Experten kehrten jedoch nach einigen
Jahren im Ausland gerne nach Indien zurück . " Dort können sie sich
selbstständig machen und ein eigenes Unternehmen gründen . " Kritik an
UMTS-Versteigerung nimmt zu Nachdem schon die Telekom und debitel scharfe Kritik
an dem Versteigerungsmodus der Lizenzen für den Highspeed-Mobilfunk-Standard
UMTS geübt hatten , legt nun VIAG Interkom noch einmal eins drauf .
Hans-Burghardt Ziermann , Mitglied der Geschäftsführung von VIAG Interkom ,
bezeichnete schon vor wenigen Tagen die Versteigerung als " technologiefeindlich
" . Nun erklärte Unternehmenssprecher Michael Rebstock , dass man die hohen
Kosten der UMTS-Lizenzen auf Wettbewerbsverzerrungen im Vergleich zu
Lizenzvergaben in anderen europäischen Ländern hin prüfen wolle . Es sei nicht
akzeptabel , dass die Lizenzen in Frankreich und Spanien fast nichts kosteten
und in Deutschland und Großbritannien für hohe Summen ersteigert werden müssten
, erklärte Rebstock am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin . Die erfolgreichen
Telefonunternehmen müssten von den Verbrauchern eine Grundgebühr von 30 Mark
einfordern , um die Ausgaben für die UMTS-Lizenz wieder hereinzuholen . Andere
interessierte Firmen sprachen sogar schon von einer zu erwartenden Grundgebühr
von 50 Mark . Ungeachtet all der Vorbehalte gegen das Verfahren will sich VIAG
Interkom an der Versteigerung der UMTS-Lizenzen beteiligen . Wer nicht zur
Aufnahme des Kampfes bereit sei , werde wahrscheinlich in drei bis vier Jahren
ganz aus dem Telekommunikationsgeschäft verschwinden , meinte Rebstock . Ähnlich
scheinen das diverse andere Firmen zu sehen : Kaum ein größerer in- oder
ausländischer Anbieter will sich nicht an der deutschen UMTS-Versteigerung
beteiligen . Die Anbieter müssen unter Umständen so viel Geld ausgeben , dass
sich für sie die neue Technik in absehbarer Zeit nicht lohnen könnte . Keine
Einschränkung der Telekom-Regulierung Dies ist die Kernaussage eines vom
Ministerium veröffentlichten Eckpunktepapiers ( wir berichteten ) . Es dient zur
Vorbereitung der abschließenden Stellungnahme der Bundesregierung zu dem
Jahresbericht der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP )
sowie dem Gutachten der Monopolkommission zur Wettbewerbssituation auf den
Telekommunikationsmärkten , die voraussichtlich im Juli vom Kabinett
verabschiedet werden soll . Bislang bleiben die alternativen Angebote der neuen
Carrier auf Ballungsräume begrenzt und richten sich dort vornehmlich an größere
Geschäftskunden ; Privatkunden sind bei den Ortsnetzanschlüssen überwiegend vom
Wettbewerb ausgeschlossen . Diese Situation führt die Monopolkommission - ein
Beratungsgremium der Bundesregierung ohne eigene Entscheidungsbefugnisse - im
Wesentlichen auf drei Ursachen zurück . Erstens sind die Marktzutrittskosten im
Ortsnetz wegen der notwendigen Investitionen in Netzanbindungen sowie der
kosten- und zeitintensiven Kundenakquise deutlich höher als im
Ferngesprächsmarkt . Zudem ist die Deutsche Telekom als dominierender
Teilnehmernetzbetreiber in der Lage , die Kosten des Markteintritts für neue
Anbieter zu beeinflussen . " Der Anreiz , solche Behinderungspotenziale zu
nutzen , ist groß " . Zweitens beschränkt der Preis für den entbündelten Zugang
zur Teilnehmeranschlussleitung den Wettbewerb . Er liegt gemäß dem Beschluss der
RegTP vom Februar 1999 höher als das Entgelt , das Endkunden der Telekom für den
Teilnehmeranschluss zahlen . Damit werden Marktzutritte neuer Anbieter zwar
nicht verhindert , in der Tendenz jedoch erschwert . Drittens schließlich stehen
derzeit im Festnetz keine alternativen Anschlusstechnologien zum herkömmlichen
Telekommunikationsnetz zur Verfügung . Die Funkanbindung von
Teilnehmeranschlüssen , die Nutzung der Stromnetze oder des existierenden
Fernsehkabelnetzes als Endkundenzugang werden im Ortsnetz nach Ansicht der
Monopolkommission nur mittel- und langfristig zu einer Intensivierung des
Wettbewerbs beitragen ; kurzfristig seien selbst die potenziellen
Wettbewerbswirkungen gering , solange die technischen und ökonomischen
Perspektiven dieser Technologien unsicher sind . Das BMWi teilt die Einschätzung
der Monopolkommission , dass die Wettbewerbsintensität auf den Märkten für
Ortsgespräche und Teilnehmernetzanschlüsse bisher gering ist , hofft aber , dass
sich die Situation von selbst bereinigt . " Die alternativen
Anschlusstechnologien ( WLL , DECT , xDSL , Breitbandkabel ) tragen allerdings
im Zusammenspiel mit der gestiegenen Nachfrage nach breitbandigeren Netzzugängen
sowie der Möglichkeit des Zugangs zur Teilnehmeranschlussleitung der Deutschen
Telekom das Potenzial in sich , für eine deutliche Wettbewerbsintensivierung zu
sorgen " , heißt es in dem Eckpunktepapier . Auch die Sonderregelungen für die
Wettbewerbsaufsicht des Telekommunikationssektors , die von der RegTP und nicht
wie in allen anderen Branchen vom Bundeskartellamt wahrgenommen wird , will das
BMWi vorerst beibehalten . Allenfalls langfristig soll die Telekommunikation dem
allgemeinen Wettbewerbsrecht unterstellt werden . Damit folgt der
Wirtschaftsminister der Empfehlung der Monopolkommission und nicht dem
Bundeskartellamt . Wie Kartellamtspräsident Ulf Böge in einem Interview mit c't
erklärte , hat seine Behörde " immer die Auffassung vertreten , dass es keine
sektorspezifischen Regelungen geben sollte " . " Dann wird man in der Überlegung
einen Schritt weiter sein , ob die bereichsbezogene Regulierung in der
Telekommunikation beibehalten werden soll oder nicht " . Telekom-Verband :
Grundgebühren müssen sinken Die Konkurrenten der Telekom sind gar nicht erfreut
über das Verfahren , das die EU-Kommission auf Grund der Telefongebühren des
Ex-Monopolisten gegen Deutschland eingeleitet hat . Es zielt nach Einschätzung
von Jürgen Grützner , Geschäftsführer des Verbands der Anbieter von
Telekommunikations- und Mehrwertdiensten ( VATM ) , " in die falsche Richtung "
. Statt höherer Grundgebühren für die Privatkunden seien niedrigere
Anschlussgebühren für Telekom-Konkurrenten gefragt . Der
Bundeswirtschaftsminister habe durchgesetzt , dass die Wettbewerber der Telekom
für die " letzte Meile " des Telefonanschlusses mehr zahlten als die Endkunden ,
erklärte Grützner . Die Bundesregierung müsse sich " sehr genau überlegen , ob
es angehen kann , dass die Endkundentarife angehoben werden " , meinte der
VATM-Chef . Der Wirtschaftsminister müsse einsehen , " dass die Wettbewerber
dafür sorgen , dass schnellste Zugangsmöglichkeiten für das Internet geschaffen
werden und hierzu nicht nur die Telekom in der Lage ist " . Aus Sicht des VATM
müssen die Gebühren für die Telekom-Konkurrenten gesenkt werden . Außerdem würde
so der Wettbewerb im Ortsnetz und damit auch beim Internetzugang gestärkt . Die
Verbraucher wollten " deutlich sinkende Preise im Ortsnetz " . Die Preise
sollten " in allen Bereichen angemessen sinken und nicht durch die Entscheidung
der Brüsseler Kommission steigen . " Das Internet im Flugzeug Der
Luftfahrtkonzern Boeing bringt das Flugzeug ins Internet und das Internet ins
Flugzeug . Ein System namens Connexion by Boeing soll allen Reisenden in
Passagier-Jets die gleichen Datendienste und Internet-Zugänge wie zu Hause oder
im Büro bieten . Zum Einsatz kommt ein von Boeing für die Militärtechnik
entwickelter Ansatz , bei dem die Daten mittels einer speziellen Antenne im
Flugzeug über Satelliten zu Bodenstationen gelangen , die dann wiederum für den
Anschluss ans Internet sorgen . Das gesamte Flugzeug ist durch die Technik nach
Angaben von Boeing mit einer Datenrate von mehreren Megabit/s mit dem Internet
verbunden - die Bandbreite steht dann allen Passagieren gemeinsam zur Verfügung
. In einem ersten Schritt will Boeing die Connexion-Dienste in den USA anbieten
. Boeing hat vor , das System ab dem Frühjahr 2001 in Linienflugzeugen
einzubauen . Außerdem sei man mit mehreren Fluglinien und Internet-Providern in
Verhandlungen . In Firmenjets lasse sich Connexion bereits jetzt installieren .
Für das Projekt kooperiert Boeing unter anderem mit CNN , Matsushita ,
Mitsubishi und CNBC . Neben den Internet-Diensten für Fluggäste denkt der
Konzern auch daran , den Fluggesellschaften spezielle Services wie die
Übermittlung von Crew- und Flugdaten über die Satelliten-Verbindung anzubieten ;
außerdem könnten etwa in Notfällen Patientendaten zu Ärzten am Boden übertragen
werden . Die Preise , die Passagiere für das Surfen während des Flugs zahlen
müssen , dürften allerdings recht gesalzen sein : Laut Boeing sollen die
laufenden Kosten im Bereich herkömmlicher Mobilfunkgebühren liegen . Kläger
wollen Microsoft zweiteilen Das US-Justizministerium und die meisten Vertreter
der 19 amerikanischen Bundesstaaten , die an dem Kartellverfahren gegen
Microsoft beteiligt sind , haben sich auf das Strafmaß geeinigt , das sie am
morgigen Freitag von Richter Thomas Penfield Jackson fordern werden . Der
gemeinsame Plan von Regierung und Bundesstaaten sieht danach vor , dass die eine
neue Firma für alle Betriebssysteme zuständig ist , während die andere "
Baby-Bill " den ganzen Rest erhält , also etwa Anwendungs- und Internet-Software
sowie Internet-Dienste wie MSN . Außerdem beinhaltet der Plan laut dem US-Blatt
zeitweise Auflagen für Microsoft , die mindestens solange gelten sollen , bis
das Verfahren alle Berufungsinstanzen durchlaufen hat . Dazu gehören unter
anderem eine einheitliche Preisliste für Windows für alle Kunden sowie der freie
Zugang für Microsoft-Konkurrenten zu allen Windows-Programmierschnittstellen .
Während sich Justizministerium und die meisten Bundesstaaten auf diese Grundzüge
geeinigt haben , gibt es in Details noch unterschiedliche Meinungen , berichtet
die Zeitung . So sieht die US-Regierung eine Gültigkeitsdauer der Auflagen für
drei Jahre vor , wenn die Aufspaltung des Konzerns durchgeführt wird .
Andernfalls sollen sie zehn Jahre in Kraft bleiben . Einige Bundesstaaten wollen
offensichtlich diese Fristen verlängern . Auch die Mechanismen , um die
Einhaltung dieser Auflagen zu überwachen , sind noch umstritten , meint das
US-Blatt . Allerdings kann es noch passieren , dass nicht alle Bundesstaaten den
gemeinsamen Plan unterstützen . Die Vertreterin aus Ohio , Bett Montgomery , hat
etwa des Öfteren betont , dass sie gegen eine Aufspaltung Microsofts sei . Dies
kann zur Einreichung einer Minderheitsmeinung bei der Vorlage des Plans der
Kläger für das Strafmaß gegen Microsoft führen - eine Vorgehensweise , die
Richter Jackson nicht sehr gelegen kommen dürfte . Ironischerweise haben nach
Angaben von US-Regierungsvertretern die jüngsten Anmerkungen der
Microsoft-Oberen Bill Gates und Steve Ballmer die Einigung zwischen
Justizministerium und Bundesstaaten sehr befördert . Ballmer etwa erklärte in
einer öffentlich gewordenen E-Mail an die Microsoft-Mitarbeiter kategorisch :
Und Gates verkündete in einem TV-Interview , Microsoft sei sich sehr sicher ,
absolut nichts Falsches getan zu haben . Zuvor nannte er das Urteil von Richter
Jackson " räuberisch " und " illegal " . Solche Äußerungen machten es den Leuten
schwer , Vertrauen in Microsoft zu gewinnen , meinte ein Regierungsvertreter .
Inzwischen haben sogar einige Industrievertreter und Marktforscher erklärt ,
eine Aufspaltung Microsofts werde den Wettbewerb und die Innovationsfreude der
EDV-Branche fördern . Allerdings werde man die direkten Auswirkungen , etwa ein
Microsoft Office für andere Betriebssysteme als Windows oder MacOS , erst in
einigen Jahren zu spüren bekommen ; dafür werde der Weg frei für Drittanbieter ,
Standardanwendungen für Windows-Systeme zu entwickeln . Auch die Akzeptanz von
Linux auf Client- und Desktop-Rechnern könne durch eine Aufspaltung Microsofts
gefördert werden . GEC kauft Fore Systems Die Konzentrationswelle im
Netzwerkmarkt rollt weiter : Fore Systems ist ein führender Anbieter von
Switches und Routern für ATM- und IP-Netzwerke . Im März erst hatte GEC die
Firma Reltec übernommen , einen Hersteller von Glasfasernetzen für
Telecom-Carrier . GEC will durch die Kombination der Datennetzlösungen von Fore
und der Telecom-Produkte von Marconi und Reltec offensichtlich ein Wörtchen im
Markt der vereinheitlichten Sprach/Datennetze mitreden . GEC zahlt 35 Dollar für
jede Aktie von Fore Systems . Nach Abschluß der Transaktion befindet sich Fore
Systems vollständig im Besitz von GEC . Vorabversion von AOL 6.0 im Web Sehr zum
Missvergnügen des Online-Dienstes AOL ist eine Alpha-Version der Version 6.0 der
AOL-Zugangssoftware den hauseigenen Entwicklungslabors entschlüpft . Wie der
Konzern nach amerikanischen Berichten am Freitag bestätigte , gelangte die
Software auf bisher noch nicht eruierten Kanälen an eine Web-Seite namens
kenton.org , die unter einer speziellen Rubrik seit einiger Zeit ständig über
das AOL-Projekt informiert . Auf dieser Site heißt es allerdings ,
AOL-Mitarbeiter und freiwillige Helfer hätte in internen Foren Zugang zu der
Software . Seit heute nacht ( amerikanischer Zeit ) bietet auch techpages.com
die Software zum Download an . Einige der neuen Features von AOL 6.0 können
Interessierte darüber hinaus bereits unter www.observers.net bewundern . Dort
sind allerdings vor allem Screenshots der neuen grafischen Oberfläche zu sehen ;
eine neue Toolbar beispielsweise soll die Online-Navigation vereinfachen . Auch
das E-Mail-Interface wird wohl stark überarbeitet . Eine Viren-Warnung , wenn
eine E-Mail mit Attachment heruntergeladen werden soll , baut AOL ebenfalls ein
. Für den Instant Messenger ist zudem die Integration der
Spracherkennungssoftware von Dragon Systems geplant . Eher für Verspielte dürfte
eine Funktion interessant sein , die in E-Mail und im Instant Messenger Smileys
als grafische Symbole anzeigt . Online-Discountbroker kauft Bank Nach Berichten
, die der Spiegel und das Handelsblatt in ihren nächsten Ausgaben
veröffentlichen , kauft der Online-Discountbroker Consors in Berlin ein :
Bezahlen will der Online-Broker mit eigenen Aktien . Die Unternehmen wollen eine
gemeinsame Plattform für Privatkundengeschäfte aufbauen . Zur Berliner
Effektengesellschaft gehört auch der Berliner Freiverkehr , die größte
Maklergesellschaft in Berlin . Sie betreut insgesamt 5.000 Börsenwerte . Durch
die Beteiligung an dem Makler will Consors sich die Möglichkeit verschaffen ,
die Maklergebühren für die Kunden stark zu senken - ein entscheidendes Argument
bei der Entscheidung für einen Online-Broker . Außerdem möchte Consors durch die
Effektenbank auch in das lukrative Geschäft mit Börseneinführungen und
Vermögensverwaltungen einsteigen . Die Börse soll sich dann stärker als bislang
vor allem auf Online-Geschäfte ausrichten . Für die Berliner Börse könnte dies
die Chance darstellen , sich eine eigene Nische im Privatkundengeschäft zu
sichern - gegen die maßgeblich von Großinvestoren bestimmte , fusionierte
Londoner/Frankfurter Börse . Napster-Streit : Noch mehr User von MP3-Tauschbörse
gesperrt Die MP3-Tauschbörse Napster versucht weiter , mit Sperrung von
Anwendern Verurteilungen vor Gericht zu entkommen . Nachdem Napster bereits über
300.000 User wegen angeblichen illegalen Anbietens von Metallica-Songs gesperrt
hatte , wurden nun weitere 230.142 Napster-Benutzer Opfer der
Auseinandersetzungen zwischen der Musikindustrie , einzelnen Musikern und der
MP3-Tauschbörse . Der Rapper Dr. Dre hatte zwar zuerst gefordert , die
Verfügbarkeit von über 900.000 Kopien seiner Songs über Napster zu unterbinden .
Nachdem ihm nun aber offensichtlich klar wurde , dass dies auf Grund der
Arbeitsweise von Napster nicht so einfach zu realisieren ist , reichte er vor
wenigen Tagen eine Liste mit 230.142 Napster-Accounts nach , die angeblich
illegal Kopien seiner Stücke über den Service zum Download anboten . Diese
Accounts hat Napster nun stillgelegt - wenn sich ein Anwender mit einem
entsprechenden Account anmeldet , wird er auf eine spezielle Seite mit
Informationen zu der Sperrung umgeleitet . Ausgeschlossene Anwender können mit
einer Art eidesstattlichen Erklärung zwar versichern , dass sie sich nie
illegale Aktivitäten , wie Dr. Dre sie ihnen vorwirft , zu Schulden haben kommen
lassen - Napster warnt auf seiner Web-Seite über die Copyright-Verletzungen aber
ausdrücklich davor , dass diese Erklärung auch bedeutet , dass Dr. Dre alle
Informationen bekommt , um einen Anwender vor Gericht zu zerren . In der so
genannten Counter Notification , die Napster an Dr. Dre weiterleitet , muss der
Benutzer nicht nur seinen Napster-Account , sondern auch seinen vollen Namen und
Adresse angeben . Außerdem muss der User sich damit einverstanden erklären ,
dass Dr. Dre ein Gerichtsverfahren einleiten kann , um ihn an " illegalen
Aktivitäten " zu hindern . Napster schaltet nach eigenen Aussagen den Account ,
für den eine solche Erklärung des Anwenders vorliegt , erst dann wieder frei ,
wenn Dr. Dre innerhalb eines Zeitraums von 10 bis 14 Tagen keine Klage gegen den
User erhoben hat . Angesichts dieser Bedingungen für eine Reaktivierung des
Accounts dürften wohl nur wenige Napster-Benutzer eine Counter Notification
einreichen - eingefleischte Napster-Fans werden zudem schon längst alle
notwendigen Informationen haben , um einen neuen Account einzurichten .
Dreamweaver-Unterstützung für Notes/Domino Seit Domino R5 unterstützt Lotus
neben dem eigenen Designer auch andere Entwicklungs-Werkzeuge für Domino- und
Web-Anwendungen , etwa Microsofts Frontpage und Netobjects Fusion . In Zukuft
gesellt sich dazu der in USA recht beliebte Dreamweaver von Macromedia . Die
Lotus Domino Design Components for Dreamweaver sollen innerhalb der nächsten
Tagen bei Macromedia und im Lotus Developer Network kostenlos bereitstehen .
Lotus liefert Team-Software Quickplace 2.0 aus Mit Quickplace bietet Lotus einen
Server an , der es ermöglicht , ad hoc einen Arbeitsbereich einzurichten , in
dem ein Team an einem gemeinsamen Projekt arbeitet . Dieser so genannte Place
enthält dabei wahlweise Diskussionsforen , Dateiablagen , einen Kalender und
eine Aufgabenverwaltung in Form eines Gannt-Diagramms . Quickplace 2.0 wurde
gegenüber der Vorversion vollkommen renoviert . Es verzichtet im neuen Release
auf Framesets und umschifft damit einige Navigationsprobleme , die bei der alten
Version zum Beispiel ein Zurückblättern im Browser verhinderten . Als besondere
Erweiterungen der neuen Version nennt Lotus Themes , PlaceTypes und PlaceBots .
Mit Hilfe der Themes lässt sich das Aussehen eines Quickplace an das eigene "
Corporate Design " eines Unternehmens anpassen . PlaceTypes ermöglichen , die
Anwendungen inhaltlich anzupassen und als Schablonen bereitzustellen . Mit den
Placebots schließlich lassen sich automatische Aktivitäten programmieren . In
die neue Quickplace-Version integriert Lotus einige Funktion aus Sametime ,
sodass man sehen kann , welche anderen Benutzer zur gleichen Zeit in demselben
Quickplace angemeldet sind . Eine Verbindung zu einem Domino Directory oder
anderen Verzeichnissen ( via LDAP ) erübrigt eine separate Registrierung des
gleichen Benutzers in mehreren Places . Der Benutzer kann sich damit stets mit
dem gleichen Passwort anmelden . Quickplace 2.0 lässt sich " aus dem Karton "
benutzen , ermöglicht aber auch andere Geschäftmodelle . So kann ein Anbieter
eigene Placetypes entwickeln und mit dem Server zusammen unter einem eigenen
Logo anbieten . Placetypes sind dabei so gut gekapselt , dass man sie auch
einzeln als Lösungen offerieren kann . Nicht zuletzt wird Lotus ein
Lizenzierungsmodell Pay per Use anbieten , bei dem ein Application Service
Provider ( ASP ) nur für die Anzahl der tatsächlich registrierten Benutzer
Lizenzgebühren an Lotus zahlen muss . Das gesamte Produkt muss man nicht
unbesehen kaufen : Lotus bietet an , Quickplace für 45 Tage kostenlos zu nutzen
. Das reicht schon für manches kleine Projekt . Bertelsmann rüstet zur
E-Commerce-Expansion in Asien Der erste Schritt ist getan : Mit einem eigenen
japanischen Shop hat Bertelsmann Online ( BOL ) einen wichtigen Brückenpfeiler
im Konzept der Expansion beim E-Commerce in Asien errichtet . " Wir haben mit
unserer Strategie , Märkte auch mit lokalen Partnern zu erschließen , hier genau
richtig gelegen " , sagt BOL-Chef Heinz Wermelinger . Das Geschäft wird
gemeinsam mit starken japanischen Partnern erschlossen . Kadokawa Shoten ist
einer der Großen der Verlagsbranche . Acht Monate hat die japanische Mannschaft
unter Führung von Isao Tanaka den Start vorbereitet . Nun ist BOL als erster
internationaler Anbieter auf diesem wichtigen Markt gestartet - noch vor
Weltmarktführer Amazon.com . Japan hat mit einer Bevölkerung von 125 Millionen
ein starkes Marktpotenzial . Der Internethandel ist weiter entwickelt als in
Deutschland . Auch die Zahl der Internet-Nutzer liegt höher . Im E-Commerce sind
allein im Online-Buchhandel über 80 Anbieter aktiv . Die Logistik - eine
zentrale Aufgabe beim E-Commerce - ist weit entwickelt und mit Dai Nippon und
Nippan sind renommierte Unternehmen der Branche mit im Boot . Die Ware kommt
entweder direkt zum Kunden oder wird bei Zwischenstationen angeliefert und vom
Kunden dort abgeholt . " Wir kennen die Angebote und Lieferzeiten unserer
Wettbewerber und sehen unsere Chancen in einem interessanten Internet-Auftritt ,
reichhaltigem Angebot , wettbewerbsfähigen Preisen und vor allem in schnelleren
Lieferzeiten " , sagt Wermelinger . Wie im Verlagsbereich existiert auch bei
Tonträgern eine Preisbindung . Weit entwickelt ist auch der Markt bei DVD und
insbesondere bei Computerspielen . Vor allem aber ist die explosionsartige
Verbreitung von Handys für BOL eine Chance , in Japan die neuen Möglichkeiten
des mobilen Internet-Handels zu erproben . Über 40 Prozent der Japaner
telefonieren bereits mobil und das Unternehmen NTT DoCoMo ermöglicht mit dem "
i-mode " den mobilen Internet-Zugang . Die Möglichkeiten des asiatischen Marktes
werden von BOL als außerordentlich Erfolg versprechend eingeschätzt . Als
nächstes steht die Erschließung des chinesischen Marktes an . Heinz Wermelinger
: " Hier sind die Voraussetzungen für uns naturgemäß weitaus schwieriger , aber
ich erwarte , dass wir unseren BOL-Shop noch in diesem Jahr eröffnen werden . "
Dann erhält die Strategie der Internationalisierung zusätzlichen Schwung , denn
in Hongkong , Singapur und Malaysia ist BOL bereits mit seinem
englischsprachigen Angebot vertreten . Die Musiktochter BMG ist in elf
asiatischen Ländern aktiv . Darüber hinaus unterhält Bertelsmann Buchclubs in
China und Südkorea und ist an den Internet-Portalen Daum ( Südkorea ) und Yam (
Taiwan ) beteiligt . Neue Version von Domino Workflow vorgestellt Rechtzeitig
zur Lotus-Entwicklerkonferenz DevCon war die Entwicklung von Domino Workflow 2.1
abgeschlossen . Dabei handelt es sich um die erste echte Lotus-Release : Während
Release 2.0 nur in Deutsch und Englisch erhältlich war , erscheint die Version
2.1 nun in zahlreichen Sprachen , unter anderem auch in Versionen für den
asiatischen Markt . Dies setzt die Unterstützung des DBCS ( Double Byte
Character Sets ) voraus . Der Workflow Architekt wurde für die neue Version
grundlegend überarbeitet . Das Workflow Toolkit unterstützt nun eine größere
Anzahl an Events . Am Lizenzmodell ändert sich nichts : Neben dem Server muss
man für jeden Workflow-Bearbeiter eine CAL ( Client Access License ) erwerben .
Bildet man etwa einen Einkaufsprozess ab , dann sind nur diejenigen Bearbeiter
in der Einkaufsabteilung zu lizenzieren , die an einem Workflow teilnehmen . Die
eigentlichen Besteller , die den Workflow anstoßen , sind dagegen lizenzfrei .
In der neuen Version hilft ein Assistent bei der Konfiguration einer
Beispielanwendung , um den Einstieg zu erleichtern . Ein neues Redbook mit dem
Titel " Using Domino Workflow " dient als Programmierhandbuch . Megafusion in
der US-Telekombranche vor dem Scheitern Die geplante Fusion der amerikanischen
Telekommunikationsriesen WorldCom und Sprint steht kurz vor dem Scheitern . Die
Unternehmen werden nach einem Bericht der Washington Post vom heutigen Dienstag
wahrscheinlich ihren Fusions-Antrag wegen des Widerstands der Kartellbehörden in
den USA und der EU zurückziehen . Sprecher der Unternehmen nahmen zu dem Bericht
bislang offiziell keine Stellung . Die Brüsseler EU-Kommission hat weiterhin
schwer wiegende Wettbewerbsbedenken und könnte den Zusammenschluss der
Superlative deshalb verbieten , verlautete aus Kommissionskreisen in Brüssel .
Ein Beschluss könnte möglicherweise schon am morgigen Mittwoch fallen . Die
Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti sagte lediglich : " Es ist
möglich , dass es morgen eine Entscheidung gibt . " In Brüssel hielten es
Kommissionsexperten aber für durchaus möglich , dass die Unternehmen ihre
Fusionsanmeldung kurzfristig wieder zurückziehen , wenn sie ein Verbot der
Kommission befürchten . Der Zusammenschluss müsste in einem solchen Fall in ganz
neuer Form wieder in Brüssel angemeldet werden . Monti hatte zu Wochenbeginn in
Washington gesagt , der Zusammenschluss könne in seiner derzeit geplanten Form
nicht genehmigt werden . Die fusionierte Gesellschaft hätte eine zu starke
Kontrolle über den globalen Ferngesprächsmarkt und den Internetverkehr in Europa
. Brüssel muss bis 12. Juli eine Wettbewerbsentscheidung treffen . Von
Zugeständnissen in letzter Minute war in der EU-Kommission nichts bekannt . Der
kurzfristige Rückzug einer Fusionsanmeldung ist in Brüssel nichts Ungewöhnliches
: Erst im März nahmen die Aluminiumkonzerne Alcan und Pechiney vor einem
drohenden Verbot Brüssels von ihrer geplanten Fusion Abstand . Seit Beginn der
Brüsseler Fusionskontrolle 1990 sind ein Dutzend Zusammenschlüsse regelrecht
verboten worden ; der letzte Fall war Volvo/Scania . Das US-Justizministerium
plane nach Angaben informierter Kreise eine Klage gegen die Fusion , berichtete
die Washington Post außerdem . Die beiden beteiligten Firmen hoffen demnach ,
einen neuen Fusionsvorschlag ausarbeiten zu können , der bessere Chancen hat .
Sie hatten in den letzten Tagen schon erwogen , das Fernsprech- und
Internet-Kommunikationsnetz von Sprint aus der Fusion herauszulösen und zu
verkaufen . Sie seien aber zu dem Schluss gekommen , dass dies nicht in ihrem
besten geschäftlichen Interesse liege . Das US-Justizministerium macht sich vor
allem Sorge über die Macht , die eine fusionierte Sprint-WorldCom im
US-Ferngesprächsmarkt bekommen würde . AT&T ist dort Branchenführer , doch hatte
WorldCom 1997 bereits die zweitgrößte Ferngesprächsgesellschaft MCI geschluckt
und will jetzt mit Sprint auch die drittgrößte Ferngesprächs-Firma übernehmen .
Hauptziel von WorldCom bei der geplanten Sprint-Übernahme war deren riesiges
US-Mobilfunknetz . WorldCom hat bisher kein Mobilfunknetz und benötigt es
dringend , um ebenso wie andere große Telekomkonzerne seinen Kunden gebündelte
Telefon- , Internet- und Mobilfunkdienste anbieten zu können . Die Deutsche
Telekom hatte schon im letzten Jahr versucht , Sprint zu übernehmen ; damals
machte aber Worldcom das bessere Angebot . Das US-Justizministerium will die
geplante Fusion der US-Telekomkonzerne WorldCom und Sprint gerichtlich
verhindern . Das Ministerium habe Klage gegen den Zusammenschluss eingelegt ,
teilte Justizministerin Janet Reno am Dienstag in Washington mit . " Wenn diese
Fusion stattfände , würden Verbraucher und Unternehmen dafür bezahlen " , sagte
Reno . Das zweitgrößte US-Telefonunternehmen WorldCom kündigte an , es werde
seine Optionen mit Sprint " prompt überprüfen " . Die Entwicklung hat große
Bedeutung für die Deutsche Telekom , die einen Partner in den USA sucht . Die
Telekom ist laut Medienberichten am Internet- und Fernsprechnetz von Sprint
interessiert gewesen . WorldCom und Sprint hatten den Verkauf dieser Sparten
erwogen , um die Fusion zu retten . Die Deutsche Telekom hatte schon im letzten
Jahr versucht , Sprint zu übernehmen ; damals machte aber Worldcom das bessere
Angebot Sprint äußerte sich enttäuscht , dass man nicht in der Lage gewesen sei
, das US-Justizministerium von dem Zusammenschluss zu überzeugen . Die
Partnerschaft wäre im Interesse der amerikanischen Öffentlichkeit gewesen und
hätte den Wettbewerb gestärkt , argumentierte er . Die Gesellschaft wolle in den
kommenden Tagen ihre nächsten Schritte festlegen . Die Aktienkurse von WorldCom
und Sprint wurden zunächst nicht nachteilig beeinflusst , sondern stiegen
geringfügig . Die Unternehmen wollten nach einem Bericht der Washington Post vom
heutigen Dienstag wahrscheinlich ihren Fusions-Antrag zurückziehen , da die
Kartellbehörden in den USA und der Europäischen Union Widerstand gegen den
Mega-Deal angemeldet hatten . Mit E-Mail auf die Hauptversammlung Wenn
Aktiengesellschaften zur Hauptversammlung einladen , pfeifen viele Aktionäre auf
ihre Rechte . Die jährlichen Treffen gelten als zäh , langweilig und als Bühne
für Selbstdarsteller und Querulanten . Nach Angaben der Deutschen
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz ( DSW ) betrug die Präsenz 1994 bei den
im deutschen Aktienindex DAX notierten Unternehmen durchschnittlich noch knapp
62 Prozent , im vergangenen Jahr waren es lediglich 55 Prozent .
Live-Übertragungen im Internet und der Einsatz von E-Mail sollen
Hauptversammlungen wieder attraktiver machen . Als richtigen Ansatz bewertet
Fleischhauer das am 25. Januar 2001 in Kraft getretene Gesetz zur Namensaktie
und zur Erleichterung der Stimmrechtsausübung ( NaStraG ) . Außerdem können die
Aktionäre Vollmachten für ihr Stimmrecht und Weisungen für die Ausübung des
Stimmrechts per E-Mail an einen Vertreter übermitteln . Die Bundesnotarkammer
will noch weiter gehen : Ein Anteilseigner könnte so während seines Urlaubs auf
Hawaii die Hauptversammlung im Netz in Echtzeit verfolgen und direkt abstimmen .
Außerdem soll es möglich sein , namentlich bekannte Aktionäre auch per E-Mail
und nicht mehr nur schriftlich per Brief einzuladen . Je nach Größe und Struktur
könnten die Aktiengesellschaften den Einsatz von Internet und E-Mail individuell
in ihrer Satzung festlegen . Auch das Deutsche Aktieninstitut will die Neuen
Medien stärker einbinden , von einer Vielzahl unterschiedlicher Regelungen in
den einzelnen Unternehmen hält es allerdings wenig . Ähnlich argumentiert die
DSW . Das Bundesjustizministerium hat sich die Vorschläge der Bundesnotarkammer
" wohlwollend angesehen " , sagt Pressesprecherin Maritta Strasser . Der Entwurf
der Bundesnotarkammer liegt bei der Regierungskommission " Corporate Governance
" auf dem Tisch , deren Votum Anfang Juli soll laut Strasser abgewartet werden .
Aktionäre , die per Internet abstimmen wollen , müssen ihre Weisung für die
Abstimmung in der Regel bereits einige Tage vor der Hauptversammlung festlegen .
Beim Aktionärstreffen der advantec Wagniskapital AG & Co. KGaA in Berlin konnte
nach Unternehmensangaben erstmals in Deutschland noch während der
Hauptversammlung per Mausklick reagiert werden . " Eine virtuelle
Hauptversammlung wird es aber auch künftig wohl nicht geben " , sagt
DSW-Geschäftsführer Carsten Heise . Das Internet erhöht den Papierverbrauch Rund
18 Prozent der deutschen Bevölkerung verbraucht durch die Nutzung des Internet
deutlich mehr Papier als zuvor . So lautet das Ergebnis einer repräsentativen
Umfrage , die das Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Auftrag von Minolta
durchgeführt hat . Insbesondere E-Mails mögen die Deutschen lieber in gedruckter
Form : Nur 6,8 Prozent der Nutzer lesen ihre elektronischen Nachrichten
ausschliesslich am Bildschirm . Diese Zahlen belegen , dass der papierlose
Arbeitsplatz noch lange nicht in Sicht ist . Entsprechende Studien in den USA
erbrachten ähnliche Resultate . Der Druckerhersteller Hewlett-Packard ( HP ) zum
Beispiel ließ ermitteln , dass sich bei 33 Prozent der US-amerikanischen Manager
das Druckaufkommen in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht hat . HP geht von
einer weiteren Steigerung des Druckbedarfs in den kommenden Jahren aus . Der
Präsident des spanischen Telekom-Konzerns Telefonica , Juan Villalonga , hat
knapp zwei Monate nach der Aufdeckung einer Aktienaffäre seinen Rücktritt
erklärt . Der Verwaltungsrat des größten spanischen Unternehmens ernannte noch
am Mittwochabend den Finanzexperten Cesar Alierta zu dessen Nachfolger . Der
neue Telefonica-Chef war bisher Co-Präsident des spanisch- französischen
Tabakkonzerns Altadis gewesen . Villalonga ist der bekannteste Unternehmer
Spaniens und eine der schillerndsten Figuren in der Geschäftswelt des Landes .
Der zuletzt heftig umstrittene 47-jährige Konzernchef zog mit dem Rücktritt die
Konsequenz aus den Vorwürfen , wonach er in ein unzulässiges Insidergeschäft
verwickelt gewesen sein soll . Villalonga hatte seit vier Jahren an der Spitze
des Unternehmens gestanden . Er war in die Kritik geraten , als die Zeitung El
Mundo im Juni enthüllte , dass er 1998 bei einem privaten Aktiengeschäft von
Insiderinformationen profitiert haben soll . Die Börsenaufsicht leitete eine
Untersuchung ein . Die Großaktionäre des Telefonkonzerns - die Bank BBVA und die
Sparkasse La Caixa - hatten zunächst das Ergebnis der Ermittlungen abwarten
wollen . Sie entschlossen sich nun doch zum Handeln , da die Aktienkurse des
Konzerns wegen der Ungewissheit starken Schwankungen unterlagen . Auch am
Mittwoch erlebte die Telefonica-Aktie ein starkes Auf und Ab . Sie verzeichnete
zeitweise Kursgewinne bis drei Prozent , notierte aber bei Börsenschluss nur
0,81 Prozent höher als am Vorabend . Ministerpräsident Jose Maria Aznar hatte
1996 seinen Schulfreund Villalonga zum Präsidenten des staatlichen
Telefonmonopols ernannt . Telefonica wurde mittlerweile völlig privatisiert und
stieg unter Villalonga zu einem bedeutenden internationalen Telekom-Unternehmen
auf , das in Lateinamerika Marktführer ist . Der als impulsiv und
entschlussfreudig geltende Telefonica-Chef scheiterte aber mit seinem Vorhaben ,
den Konzern mit der niederländischen KPN zu fusionieren . Zudem überwarf er sich
mit Aznar . Er steht dem spanischen Wirtschaftsminister und Vizepremier Rodrigo
Rato nahe . Alierta erhält bei Telefonica nach Presseberichten nicht die gleiche
Machtfülle , wie Villalonga sie besessen hatte . Telefonica ist nach eigenen
Angaben Branchenführer in der spanisch- und portugiesischsprachigen Welt .
Weltweit arbeiten mehr als 100.000 Menschen für den Konzern . In den vergangenen
Jahren stieg Telefonica zunehmend in die Bereiche Internet ( etwa mit der Fusion
der Internet-Tochter Terra mit Lycos ) und Medien ( beispielsweise durch den
Kauf von Endemol ) ein und erwarb Anteile an Zeitungen und privaten Radio- und
Fernsehsendern . Umfrage : Microsoft ist das meistgehasste IT-Unternehmen Wenige
Wochen , bevor die nächste Runde im Kartellprozess gegen die Windows-Firma
ansteht , ist Microsoft anscheinend unter den Firmen , die mit dem Konzern zu
tun haben , unbeliebter als je zuvor . Die europäische Wirtschaft ist aber
weniger an einer Aufspaltung von Microsoft als vielmehr an der Offenlegung des
Quellcodes von Windows interessiert , ergab eine Umfrage der Marktforscher der
Giga Information Group . In den USA gaben immerhin noch 27 Prozent der Manager
auf die gleiche Frage die Gates-Company an . An zweiter Stelle auf dieser wenig
rühmlichen Skala steht nach der Umfrage von Giga in Europa IBM mit 13 Prozent
und in den USA Oracle mit 17 Prozent . 49 Prozent der befragten Unternehmen in
Europa verlangen , Microsoft zur Herausgabe des Betriebssystem-Codes zu zwingen
. Nur 24 Prozent ist an der Zerlegung des weltweit größten Softwareherstellers
gelegen . 11 Prozent meinen , dass man Microsoft schlichtweg in Ruhe lassen
sollte . 7 Prozent befürworten die Einführung einer Regulierungsbehörde , die
Microsoft kontrolliert . 5 Prozent verlangen eine finanzielle Bestrafung des
Quasi-Monopolisten , halten aber weitere Maßnahmen für übertrieben . Damit
vertreten die europäischen Manager in weiten Teilen eine deutlich andere Meinung
als ihre Kollegen aus den Führungsetagen der USA , meinen die Marktforscher . Im
Heimatland von Microsoft fordert die klare Mehrheit - 43 Prozent - den
Softwareriesen in Ruhe zu lassen . Immerhin die Hälfte davon will die
Gates-Company wenigstens finanziell bestraft sehen . 28 Prozent plädieren für
die Aufspaltung , nur 20 Prozent sind am Quellcode von Windows interessiert . 6
Prozent glauben , dass der Einsatz einer Regulierungsbehörde helfen würde . Was
von der Mehrheit der Amerikaner gewünscht wird , ist den Europäern laut
Giga-Umfrage ein Gräuel : Auf die Frage " Was wäre für Sie der schlimmste
Ausgang des Microsoft-Verfahrens " antworteten 50 Prozent der europäischen
Manager " Wenn alles beim Alten bliebe " . 20 Prozent der Führungskräfte in
Europa halten den Einsatz einer Regulierungsbehörde für das schlimmste Resultat
, 16 Prozent die Zerschlagung des Gates-Imperiums . Für die US-Kollegen ist
hingegen die Regulierungslösung ( 24 Prozent ) beziehungsweise die Aufspaltung (
23 Prozent ) offenbar eine Horrorvorstellung . 20 Prozent der Amerikaner halten
eine unveränderte Situation für den schlechtesten Verfahrensausgang . IT Factory
beruft " Notes-Urgestein " Tim Halvorsen als Berater Unlängst machte IT Factory
bereits mit der Verpflichtung des ehemaligen Lotus-Chefs Papows auf sich
aufmerksam . Nun beruft der aus Dänemark stammende Lotus Business Partner mit
Tim Halvorsen ein Urgestein der Notes-Szene als Berater . Iris Associates wurde
1984 von Tim Halvorsen , Ray Ozzie , Steven Beckhardt und Leonhard Kawell
gegründet . Ozzie und Halvorsen gelten als Erfinder der Notes-Technologie ,
Beckhardt ist heute noch Präsident von Iris . Ozzie verlies das Unternehmen , um
Groove Networks zu gründen . Woran genau Ozzie heute arbeitet , ist unbekannt ,
da Groove Networks noch keine Produkte verkauft . Halvorsen ist heute neben
Lotus-CTO Nick Shelness eine der zentralen Personen hinter der Lotus-Technologie
. Ein Verpflichtung von Halvorsen ist deshalb für IT Factory ein besonderer
Erfolg . Nach eigenen Angaben ist IT Factory der größte und zugleich am
schnellsten wachsende Lotus Business Partner . Die Firma möchte eine Application
Framework als Standard für die Entwicklung von Notes-Anwendungen durchsetzen und
profitiert natürlich durch eine enge Zusammenarbeit mit Iris Associates . In
Deutschland ist die geplante Zusammenarbeit mit der hiesigen Lotus-Dependance ,
die mit der LSA eine eigene Lösung durchsetzen möchte , unlängst wieder einmal
gescheitert . Cisco steigt in Heimvernetzungsprojekt ein So ganz scheint Cisco
dem Frieden nicht zu trauen : Zwar ist der kalifornische Konzern unbestrittener
Marktführer bei Internet-Routern , möchte aber in neue Geschäftsbereiche
vordringen . Neben Internet-Telefonie oder beispielsweise optischen Netzen
scheint dem Hersteller da vor allem das Geschäft mit Privatkunden am Herz zu
liegen . Schon mit der Vorstellung des Internet Home Gateway und der Beteiligung
an einem Internet-Haus in Großbritannien ( siehe c't 24/99 , S. 54 ) unternahm
Cisco erste Schritte , eine stärkere Position im Markt der Heimvernetzung zu
erreichen . Der Konzern kann aber seit Mittwoch nicht nur auf Pilotprojekte
verweisen : Unter dem Motto Building Cisco Powered Communities gaben die
Kalifornier eine Zusammenarbeit mit Playa Vista , einer Makler- und
Immobilienfirma in Marina del Rey ( Kalifornien ) , und dem Internet-Provider
PaeTec bekannt . Alle Einheiten in dem neuen Wohngebiet möchten die Partner mit
Netzwerkverkabelung und Ciscos Internet-Gateway ausstatten . Für Cisco ist es
das erste größere kommerzielle Projekt dieser Art . Ist es erfolgreich , dürfte
sich der Konzern ein gutes Standbein für weitere Geschäfte im Markt der
Heimvernetzung geschaffen haben . Bislang spricht Cisco davon , dass für ein
vollständig vernetztes Haus mit Internet-Zugang je nach Ausstattung mit einem
Aufpreis zwischen 15.000 und 100.000 US-Dollar zu rechnen sei . Die Hoffnung ,
dass sich die Kunden angesichts dieser Kosten nicht doch lieber für ein normales
Haus ganz ohne " Internet für den Kühlschrank " entscheiden , ist ein Wechsel
auf die Zukunft . Da bietet es sich natürlich für Cisco an , möglichst früh zu
versuchen , diesen Markt in die Hand zu bekommen . Bundesforschungsministerin :
ICANN-Wahl kein Musterbeispiel für Demokratie Fast 150.000 Internet-Nutzer haben
bislang ihren Mitgliedsantrag bei der Internet Corporation for Assigned Names
and Numbers ( ICANN ) eingereicht . Damit haben sie die Anforderungen erfüllt ,
um bei der ersten " globalen " Wahl zur Bestimmung von fünf Mitglieder der sich
um die Verwaltung der Netzadressen-Infrastruktur kümmernden Unternehmung im
Oktober dabei sein zu können . Japan führt nach wie vor in der von vielen
Surfern wie die Musik-Charts verfolgten Mitglieder-Liste . Überraschend auf dem
zweiten Platz gelandet ist momentan China mit auch schon fast 30.000 Surfern ,
die sich anscheinend von den Japanern in ihrer Lust aufs " Netzregieren "
anstecken haben lassen . Deutschland hat nur noch knapp 500 Zähler Rückstand zum
Geburtsland des Internet und holt ständig auf . Dafür formiert sich - zumindest
in Deutschland - langsam eine bunte Kandidatenrunde . Gerüchte über die Auswahl
des Spiegel kursieren bereits seit Anfang der Woche . Einen eigenen Kandidaten
hat zudem die deutsche Abteilung der Internet Society mit Hans Peter Dittler ,
Geschäftsführer der Firma Braintec Netzwerk Consulting aus Karlsruhe . Einen
eigenen Kandidaten will heute auch noch die Initiative D21 aufs Podest hieven .
Die Lobbyvereinigung von zahlreichen Konzernen aus dem Bereich Informations- und
Kommunikationstechnologie setzt auf Jörg Menno Harms , den ehemaligen Chef von
Hewlett-Packard Deutschland und langjährigen Leiter des IT-Fachverbands im
VDMA/ZVEI . Dem könnte die Werbeagentur Scholz & Friends Berlin , seit kurzem
Mitglied bei D21 , dann auch gleich eine passende ( Netz- ) Kampagne auf den
Leib schneidern , damit der bisher reichlich dröge " Wahlkampf " noch etwas mehr
Farbe bekäme . Chancen auf einen Platz im Direktorium hat nur der Kandidat , der
mindestens zwei Prozent der Stimmen aus seiner Wahlregion - hierzulande also
Europa - auf sich vereinen kann . Selbstnominierungen für die Kandidatur sind
noch bis 14. August möglich . D21 kam auf die Idee zur Aufstellung eines
Kandidaten erst Ende vergangener Woche , als die Bundesforschungsministerin
Edelgard Bulmahn sich eine größere Beteiligung des deutschen Techniker- ,
Forschungs- und Wirtschaftslagers am ICANN-Wahlprozess wünschte . Dass sich das
Bundesforschungsministerium nun mit einiger Verspätung der Sache angenommen hat
, liegt daran , dass das eigentlich sich mit ICANN befassende
Bundeswirtschaftministerium bisher keine Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich
für nötig hielt . mehr Transparenz Stefan Krempl sprach nun für heise online mit
Edelgard Bulmahn über ihre Hoffnungen rund um die " Netzverwaltung " und die
Wahl der neuen Direktoriumsmitglieder . Sie haben sich vergangene Woche mit
einem Aufruf an die IT-Community hierzulande gewandt , einen deutschen
Kandidaten für die ICANN-Wahl zu nominieren . Haben Sie selbst jemand im Auge
oder welche Anforderungen müsste ein auch vom Bundesforschungsministerium
unterstützter Kandidat erfüllen ? Edelgard Bulmahn : Die Anforderungen sind ja
allgemein von ICANN vorgegeben worden . Es muss jemand sein mit " Reputation " ,
der " hart zu arbeiten " bereit ist , der die Architektur des Internet und seine
Geschichte versteht , bereits Erfahrungen mit dem Domain Name System hat ,
international verhandeln kann und genügend Zeit und Energie für die Aufgabe
mitbringt . Ich habe jetzt niemand als Person im Auge , der sich nominieren
sollte . Das ist auch nicht meine Aufgabe . Durch Medienkampagnen oder von
Lobbygruppen sind ja bereits einige Namen von potentiellen Kandidaten genannt
worden . Sehen Sie darunter schon jemanden , der mit ihrem Segen zu den
ICANN-Treffen fahren könnte ? Bulmahn : Ich werde mich nicht auf einzelne
Kandidaten öffentlich festlegen . Mein wichtigste Anliegen ist momentan wirklich
, dass sich ein möglichst großer Zahl der User an der Wahl beteiligt . Wir
stehen in Deutschland da gar nicht so schlecht da und liegen hinter Japan ,
China und den USA an vierter Stelle der Registrierungen . Wie wichtig erscheint
Ihnen die ICANN-Wahl ? In der letzten Zeit war ja viel in diesem Zusammenhang zu
hören von einem Test auf die elektronische Demokratie oder von einem
Modellversuch fürs transnationale Regieren . Kritiker sehen das ganze dagegen
als Farce , weil beispielsweise in Afrika die Voraussetzungen zum Wählen noch
kaum gegeben sind . Bulmahn : Meines Erachtens nach wird hier ein Schritt in die
richtige Richtung gemacht . Es ist wichtig , dass mit dieser Wahl die
Möglichkeit gegeben wird , dass jeweils ein Vertreter von einem Kontinent dann
auch in Zukunft im Direktorium vertreten ist . Daher wünsche ich mir , dass die
Chance ein Verfahren zu starten , durch das zumindest ein Teil des Direktoriums
durch Wahl bestellt wird , auch von möglichst vielen genutzt wird . Ist ICANN
von ihrer Struktur her überhaupt dafür geschaffen , all die in die Unternehmung
gestellten Hoffnungen auf ein neues " Regieren ohne Regieren " zu erfüllen ?
Bulmahn : Das , was jetzt durchgeführt wird , ist sicherlich auch eine Korrektur
. Ich sehe darin eine Verbesserung , weil mit der Wahl der Repräsentanten der
verschiedenen Kontinente auch ein Stück weit mehr Transparenz hergestellt wird .
Transparenz darin , wie überhaupt Entscheidungen bei ICANN getroffen werden .
Das lässt alles hoffen , ist aber sicherlich nicht ein Musterbeispiel für eine
demokratische Vertretung der Internet-Nutzer . Wie groß ist der Einfluss der
Regierungsvertreter ? Bulmahn : ICANN ist eine Organisation , die zunächst nicht
von einer Regierung bzw. von Regierungen allgemein bestimmt wird . Von daher ist
es eine Mischung von unterschiedlichsten Interessenvertretern . Welchen Einfluss
hat der Regierungsbeirat von ICANN ? Bulmahn : Der Beratungsauschuss der
Regierungen hat zur Zeit 54 Mitglieder . Er steht allen Regierungen offen und
hat eine rein beratende Funktion . In der Praxis ist der ICANN-Vorstand
allerdings bisher auf die Vorschläge des Ausschusses eingegangen . Zu größeren
Meinungsverschiedenheiten kam es bisher nicht . Dem Komitee gehören derzeit auch
eine begrenzte Anzahl internationaler Organisationen an , die ein unmittelbares
Interesse an der Politik von ICANN haben , also unter anderem die ITU , die WIPO
und die OECD . ICANN erscheint heute noch als sehr technisch orientiert und auch
größtenteils von kommerziellen Interessen dominiert . Wie könnte man dieses
Gebilde noch attraktiver machen für den Otto-Normal-Surfer , so dass auch er
sich für die Politik von ICANN interessiert ? Bulmahn : Es wird sicherlich noch
eine längere Debatte darüber geben , wie man ICANN weiterentwickeln kann . Mir
ist nur wichtig , dass man diese Debatte jetzt nicht zum Anlass nimmt , sich
gegen die Wahl zu entscheiden . Das fände ich bedauerlich . AMD will
Produktionskapazitäten erweitern Kein Wunder , dass AMD die
Produktionskapazitäten ausbauen will . Hector Ruiz , Präsident und Chief
Operating Officer ( COO ) von AMD , erklärte bei seinem Besuch des Dresdner
Werks der Athlon-Schmiede , dass über eine neue Fabrik voraussichtlich bis
Jahresende entschieden werde . Dafür würden weltweit Standorte geprüft . Ob dies
ein sanfter Hinweis auf erwünschte Investitionszuschüsse durch den Bund oder das
Land Sachsen sein sollte , ließ Ruiz allerdings offen . Immerhin sind solche
Beihilfen auch für recht gut verdienende Unternehmen wie Infineon in Dresden
schon reichlich geflossen . Ende 2001 ist ein Personalstand von etwa 1.800
Mitarbeitern vorgesehen . Cisco kauft Startup für IP-basierte
Netzwerk-Massenspeicher NuSpeed soll Techniken zur Anbindung von
Speicher-Systemen und Storage Area Networks ( SAN ) an IP-Netze herstellen . Das
Unternehmen selbst möchte noch gar keine Aussagen über die Produkte machen , die
es entwickelt . Man sei momentan im "Stealth"-Modus und habe daher nicht viele
Informationen für die Öffentlichkeit ; man sei aber ein " heißes "
Netzwerk-Startup . Finanziert wird die 1999 gegründete Firma bislang unter
anderem von der Venture-Capital-Gesellschaft Crescendo Ventures , die auch
beispielsweise in Digital Island oder Ciena investiert hat . Immerhin , NuSpeed
arbeitet laut Cisco an Techniken für das so genannte Internet-SCSI ( iSCSI ) .
Das Protokoll , das bislang als Draft für einen IETF-Standard vorliegt ,
ermöglicht die Übertragung von SCSI-Signalen über IP - eine Lösung also , um
etwa Massenspeicher direkt über das Internet mit einer Art virtueller
Ende-zu-Ende-Verbindung an entsprechend ausgestattete Rechner anzuschließen .
Die Übernahme von NuSpeed erfolgt in Form eines Aktientauschs , wobei alle
Papiere des bislang nicht öffentlich notierten Unternehmens an Cisco übergehen .
Alle 56 Mitarbeiter des Unternehmens werden unter Führung von NuSpeed-CEO Mark
Cree innerhalb der Abteilung von Cisco-Vizepräsident James Richardson arbeiten .
300 Prozent mehr Internet-User in China innerhalb eines Jahres Das bedeutet eine
Steigerung um 300 Prozent innerhalb eines Jahres . Rund die Hälfte der Surfer
sind zwischen 18 und 24 Jahre , Frauen haben im Vergleich zum Vorjahr
beträchtlich aufgeholt und stellen nun immerhin ein Drittel der aktiven User .
Bei der Frage nach den Kosten , die als eine Hauptbarriere für die schnellere
Ausbreitung genannt wird , gaben die Befragten an , diese selbst zu tragen . 34
Prozent geben demnach bis 100 Yuan ( rund 25 Mark ) im Monat für ihre
Online-Aktivitäten aus , 35 Prozent bis 200 Yuan , 18 Prozent bis 300 Yuan und
immerhin 2 Prozent bis 600 Yuan . An den Stellen zwei und drei folgen
Sohu.com.cn und 163.com ( Netease ) . Alle drei bieten Nachrichten , Onlineforen
und Auktionen oder Einkaufsmalls . Von den traditionellen Medien landete das
Webangebot des Staatlichen Fernsehens CCTV an erster , die Volkszeitung , das
offizielle Organ der KP China , immerhin an dritter Stelle . Der Boom hat
allerdings auch seine Schattenseiten , bei der diesmaligen Ermittlung der
beliebtesten Webseiten kam es zu diversen Fälschungsversuchen durch
kapitalhungrige Startup-Unternehmen , die CNNIC-Direktor Mao Wei im heutigen
Interview mit der Volkszeitung auch einräumte : " Wir haben dieses Mal 360.000
Bewertungen erhalten , haben aber am Ende nur 160.000 herausgefiltert , da wir
Unregelmässigkeiten festgestellt haben . " An dem halbjährlich erscheinenden
Report werde man aber dennoch festhalten , die Verlässlichkeit soll durch
technische Verbesserungen gesichert werden , kündigte Mao an . Immerhin sei er
der Gradmesser für die Entwicklung des Internet in China . " Trotz der raschen
Entwicklung " , meinte Mao , " kommen die Nutzer immer noch aus den entwickelten
Provinzen und Städten und es sind gut ausgebildete junge Leute , von einer
allgemeinen Verbreitung kann noch keine Rede sein . " Nortel und Corning brechen
Übernahme-Gespräche ab Bislang hatten Nortel , einer der führenden Hersteller
von Telekommunikationsequipment , und dem Hersteller Corning , der nach eigenen
Angaben 40 Prozent des weltweiten Glasfasermarkts hält , Gespräche über eine Art
" Mini-Fusion " nie bestätigt - nun geben die beiden potenziellen Partner
offiziell bekannt , dass die Verhandlungen abgebrochen wurden . In einer
Erklärung meint Nortel-Chef John Roth , die Gespräche hätten die guten
Geschäftsbeziehungen wiedergespiegelt , die man seit vielen Jahren miteinander
pflege . Bei den Verhandlungen mit Corning ging es darum , dass der
Glasfaserpsezialist die Sparte für optische Komponenten ( etwa Laser-Einheiten
und Verstärker ) von Nortel übernehmen sollte . Nortel hätte im Gegenzug eine
Mehrheitsbeteiligung an Corning erhalten . Offensichtlich konnten die beiden
Unternehmen nun die Schwierigkeiten nicht aus dem Weg räumen , denen sie nach
diesem Deal gegenübergestanden hätten - schließlich ist Corning bei Glasfasern
und Komponenten für Photonik-Equipment nicht nur Zulieferer von Nortel , sondern
auch der Hauptkonkurrenten des kanadischen Konzerns . Mit dem nun abgesagten
Deal wäre der weltweit größte Konzern für Glasfasern und optische Komponenten
entstanden . " Corning bleibt einer unserer strategischen Verbündeten in dem
Wettlauf , das Internet der Gegenwart in das High-Performance-Internet der
Zukunft zu verwandeln " , meinte Roth . Nortel werde weiterhin in den
Geschäftsbereich für optische Netze investieren , um die Sparte , die im zweiten
Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 150 Prozent gewachsen sei , weiter zu
stärken . Auch Photonik-Spezialist JDS mit Massenentlassungen Die
Hiobsbotschaften aus der Computer- , Halbleiter- und Netzwerkbranche nehmen kein
Ende : Schon Anfang März sah es nach Ansicht des Photonik- und
Glasfaserpsezialisten JDS Uniphase nicht besonders rosig aus - nun entlässt der
weltgrößte Anbieter von faseroptischen Komponenten für Netzwerke angesichts der
desolaten Geschäftslage 16.000 Mitarbeiter . JDS Uniphase hat auf Grund von
Abschreibungen auf Investments einen Riesenverlust verbucht . Die Firma hat
bereits bis 30. Juni 9.000 und Ende Februar 3000 Stellen gestrichen und will die
restlichen Arbeitsplätze zum größten Teil im ersten Quartal des laufenden
Geschäftsjahres abbauen . Das Unternehmen will auch 30 Prozent seiner
Fabriknutzflächen oder fast 200.000 Quadratmeter freimachen und plant andere
Sparmaßnahmen . JDS Uniphase nimmt auch gewaltige Abschreibungen auf Investments
und Käufe von Firmen vor , die seit dem Erwerb stark im Wert gefallen sind . Das
Unternehmen sieht keinen Silberstreifen am Horizont . Die Gesellschaft sieht
keine Umkehr des Abwärtstrends der Branche . Microsoft sieht trotz Flaute PC als
Priorität Microsoft wird angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage
weniger Mitarbeiter einstellen . Im laufenden Geschäftsjahr werde das
Unternehmen die Zahl der Neueinstellungen von 8000 im Vorjahr auf 4000 halbieren
, sagte Microsoft-Präsident Rick Belluzzo auf einer Analystenkonferenz am
Donnerstagabend ( Ortszeit ) in Seattle . " Alle in der Firma verstehen , dass
der PC und die Neudefinition des PC sowie die Aufgabe , den PC auf die nächste
Stufe zu heben , unsere Priorität Nummer 1 ist . " SAP SI meldet deutliches
Wachstum Die SAP Systems Integration ( SAP SI ) hat in den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahres 2001 ein deutliches Wachstum erzielt . Das Konzernergebnis
je Aktie vor Goodwill-Abschreibungen verdoppelte sich im ersten Halbjahr von
0,18 Euro auf 0,39 Euro . Die Zahl der Mitarbeiter nahm gegenüber dem Vorjahr
von 1164 auf 1486 zu . Der PC feiert Geburtstag Er war die Antwort der bis dato
unbestrittenen Computergroßmacht IBM auf einen neuen Markt preisgünstiger Spiel-
und Schreibtischrechner von Apple , Commodore oder Tandy . Dessen Bedeutung
hatte IBM lange unterschätzt . Deshalb gab es von IBM vor allem eine Devise für
die Entwickler : Hauptsache günstig . Die billigste Ausführung des ersten IBM-PC
ohne Diskettenlaufwerk und Festplatte kostete mit 1560 US-Dollar weniger als ein
Zehntel des sonst üblichen Computerpreises . In fünf Jahren wollte IBM 250.000
Rechner verkauft haben . Stattdessen ging der einmillionste PC bereits 1984 über
den Ladentisch . Recht schnell hat IBM seine Marktmacht allerdings an andere
PC-Hersteller verloren . Die einfache Bauart und die technische Dokumentation
machte es der Konkurrenz sehr leicht , Kopien dieser günstigen
Schreibtisch-Rechner anzubieten . Heute werden die Leistungsdaten der Oldie-PCs
um den Faktor 1000 und mehr übertroffen . Und doch hat der Ur-PC noch immer
seine Finger mit im Spiel : " Selbst jetzt findet man in modernsten
Pentium-4-Maschinen zuhauf Restbestände einer übrigens schon damals teilweise
veralteten Hardware " , heißt es im Geburtstags-Artikel von c't . " Dasselbe
gilt für die Software . " Immerhin war der Geburtstag des PC die Grundlage für
eine weitere berühmte Erfolgsgeschichte der Branche : Microsoft-Gründer Bill
Gates konnte bei IBM den Windows-Vorläufer DOS unterbringen , das der heutige
Milliardär für wenig Geld einem Software-Entwickler abgekauft hatte . Bangemann
bleibt Berater bei spanischer Telefonica Der frühere deutsche EU-Kommissar der
Generaldirektion Informationsgesellschaft , Martin Bangemann , bleibt nun doch
beim spanischen Telecom-Konzern Telefonica , teilte eine Unternehmenssprecherin
am Freitag in Madrid auf Anfrage von dpa mit . Die Telefonica-Sprecherin stellte
zugleich einen Bericht der Zeitung El Pais richtig , wonach der 66-jährige
ehemalige Bundeswirtschaftsminister und FDP-Politiker einen neuen Beratervertrag
mit Telefonica geschlossen haben sollte . Vielmehr sei der alte Kontrakt , den
Bangemann mit dem früheren Telefonica-Präsidenten Juan Villalonga vereinbart
habe , weiterhin in Kraft . Nach Informationen der Zeitung hatte Telefonica
versucht , den Beratervertrag mit dem früheren EU-Kommissar aufzulösen . Dies
ist aber anscheinend nicht gelungen . Das Blatt hielt dem früheren
FDP-Vorsitzenden vor , in seiner bisherigen Tätigkeit für Telefonica praktisch
keine Resultate geliefert zu haben . Bangemann war im Juli 1999 von Villalonga
als Berater engagiert worden . Dies löste damals großen politischen Wirbel aus ,
weil die Amtszeit als EU-Kommissar in Brüssel zu jenem Zeitpunkt offiziell noch
nicht abgelaufen war - und als EU-Kommissar war Bangemann genau für die Branchen
zuständig , in denen auch sein zu diesem Zeitpunkt zukünftiger Arbeitgeber aktiv
ist . Der Wechsel Bangemanns zu Telefonica wurde schließlich um ein Jahr
verschoben . Im Juli 2000 musste Villalonga wegen eines angeblichen
Insidergeschäfts zurücktreten ; die Ermittlungen gegen den Ex-Telefonica-Chef
wurden später aber eingestellt . Bangemann war bei Telefonica eine Zeit lang als
Verantwortlicher für das deutsche UMTS-Geschäft des spanischen Konzerns im
Gespräch ; seit Ende vergangenen Jahres war davon aber nichts mehr zu hören .
Die Telefonica betreibt zusammen mit der finnischen Sonera das Konsortium Group
3G , das hierzulande eine UMTS-Lizenz ersteigerte . Regierungspräsidium warnt
vor Medikamentenkauf im Internet Das Regierungspräsidium Darmstadt warnt vor
Medikamentenkauf im Internet . Viele angebotene Wundermittel seien schlichter
Betrug , sagte Pharmazie-Dezernent Reiner Herkner . Außerdem dürften nur
ausländische Arzneimittel eingeführt werden , die auf dem deutschen Markt
zugelassen sind . Alle anderen Mittel würden vom Zoll einbehalten . Die
Darmstädter Behörde ist für die Arzneimittelsicherheit in Hessen zuständig . Am
Frankfurter Flughafen sei die Zahl der Beschlagnahmungen von Medikamenten in den
vergangenen Monaten stetig gestiegen . Zuletzt habe der Zoll eine Lieferung mit
einem Mittel sichergestellt , das angeblich den Alterungsprozess verzögert . "
Viele arglose Internet-User haben bereits diese bittere und ernüchternde
Erfahrung machen müssen " , sagte Herkner . Einige Bürger könnten nicht einsehen
, warum sie das Medikament , das in den USA im Supermarkt verkauft werde , nicht
nach Deutschland einführen dürfen . " Wir haben das schärfste Arzneimittelrecht
in der Welt " , erklärt Herkner . " Schließlich haben wir aus dem Conterganfall
gelernt . " Wer ein nicht zugelassenes Medikament aus dem Ausland benötige ,
könne es sich vom Arzt verschreiben und von einer Apotheke importieren lassen .
Diese bürge dann für die Qualität des Produktes . Wenig Eingreifmöglichkeiten
habe die Behörde gegen Geschäftemacher im Netz , die meistens nur eine
Telefonnummer und eine Bestelladresse angeben . Viele fragwürdige Angebote seien
allerdings schnell zu erkennen , erläutert der Pharma-Experte : " Wer 20 Kilo
Fettabnahme in 14 Tagen verspricht , ist ein Betrüger . " Oft werde auch
Schwerkranken mit irgendwelchen Wundermitteln Hoffnung gemacht . Hintergrund :
.kids und die US-Dominanz im Internet Keinesweg aber beabsichtige der
republikanische Kongressabgeordnete John Shimkus damit , die
Internationalisierung der 1998 installierten Domainverwaltung aufzuhalten ,
sagte gegenüber heise online der Sprecher von Shimkus , Steven Tomaszewski .
Doch der von Shimkus vorgelegte Gesetzentwurf enthält nach wie vor die Klausel :
In erster Linie geht es Shimkus und seinem Kollegen Edward Markey nach Aussage
von Tomaszewski darum , einen sicheren Ort für Kinder im Netz zu schaffen .
Shimkus hatte in einer Pressekonferenz gesagt : " Als Vater von Kindern , die
das Internet nutzen , will ich dazu beitragen , sichere Seiten im Internet
einzurichten , bei denen ich weiß , dass sie kein unangemessenes Material
beinhalten . " Eine kontinuierliche Überwachung sei wohl nicht möglich . Die
Nutzung von Anbieter und Nutzerseite sei selbstverständlich völlig freiwillig .
Die ICANN selbst hatte bei der Auswahl neuer Domains im vergangenen Jahr mehrere
speziell Kindern gewidmete gTLDs mit der Begründung abgelehnt , dass derartige
Regeln für die Registrierung tatsächlich effektiv durchgesetzt werden könnten .
Zudem hielten ICANNs Direktoren die Aufgabe für unlösbar , international
einheitliche Maßstäbe zu formulieren , was in eine " Kinderdomain " gehört und
was nicht . " Eine solche Domain ist vielleicht keine schlechte Idee " , sagt
dazu David Maher , für Politikfragen zuständiger Vizepräsident der Internet
Society ( ISOC ) . Die zwangweise Einführung durch ein nationales Gesetz lehnt
die ISOC allerdings grundsätzlich ab . In einer Reaktion auf den Vorschlag
warnte die Organisation eindringlich vor dem US-Alleingang , der die bereits
bestehende Besorgnis der internationalen Gemeinschaft angesichts der US-Dominanz
weiter verschlimmern könnte . " Was sollte die Regierungen von Großbritannien ,
Schweden oder Japan , die ebenfalls Server innerhalb der offiziellen Rootzone
betreiben , davon abhalten , ein eigenes System aufzuziehen " , betonte Maher
gegenüber heise online . Im Büro des Abgeordneten Shimkus kann man sich das wohl
vorerst nicht vorstellen . Auf die Frage , was andere Regierungen davon abhalten
sollte , ebenfalls per Gesetz die Einführung bestimmter Domains zu erzwingen ,
sagte Tomaszewski : Zur Absicherung des eigenen Anspruchs haben die
.kids-Initiatoren aber einfach auch die Vorrangigkeit der .kids-Domain vor jeder
anderen neuen gTLD oder ccTLD in den Entwurf geschrieben . Davon könnte
beispielsweise die Einführung der Europa-Domain .eu betroffen sein . Für
Tomaszewski besteht bei all dem kein Widerspruch zwischen der Vereinbarung , die
die Unabhängigkeit der ICANN vorsieht , und dem Gesetzesentwurf . Sollte ICANN
noch vor der möglichen Verabschiedung des Gesetzes im Sinne der Vereinbarung aus
der US-Aufsicht entlassen werden , sei der Entwurf wohl obsolet . " Dann würde
der Entwurf einfach empfehlenden Charakter bekommen " , erklärt der Sprecher .
Er betonte , eine Verlängerung der US-Sonderrolle sei tatsächlich nicht
intendiert . " Soweit ich aber weiß , ist ICANN selbst an einer erneuten
Verlängerung des Vertrags interessiert . " Für David Maher ist der Widerspruch
dagegen einfach unerklärlich . " In Washington ist ja einiges möglich , aber auf
gut Englisch steht eine unbegrenzte Aufsicht durch das Wirtschaftsministerium
einfach so drin . " Die ISOC hofft nun , dass der Gesetzesentwurf irgendwo auf
dem Weg durch den Kongress und den Senat scheitert . " Soweit ich es beurteilen
kann " , meint Maher , " gibt es keine allzugroße Unterstützung dafür . " Andere
nationale Regierungen haben bislang offensichtlich noch nicht auf die
AmerICANNisierung - so die Bezeichnung für den Vorstoß innerhalb der
ICANN-Community - reagiert . Brokat rechnet mit hohen Verlusten Bei der
angeschlagenen Software-Schmiede Brokat reißen die Hiobsbotschaften nicht ab .
Hintergrund seien Sonderabschreibungen auf zwei im vergangenen Jahr erworbene
Unternehmen in den USA , teilte die Brokat Technologies AG ( Stuttgart ) am
Freitag mit . " Aussagekräftige Einschätzungen über den weiteren Verlauf des
Geschäftsjahres sind derzeit nur sehr schwer zu treffen " , sagte Vorstandschef
Stefan Röver . Brokat hatte die Umsatzprognosen für 2001 bereits im April
deutlich nach unten korrigiert und verhandelt nach eigenen Angaben derzeit mit
potenziellen Investoren . " Wir wollen bei diesen Gesprächen bis Ende des
dritten Quartals Ergebnisse erzielen " , sagte Sprecher Reiner Jung der dpa .
Vorstandsmitglied Angelo Maestrini legt auf eigenen Wunsch zum 31. August sein
Amt nieder und soll nicht ersetzt werden . Die hohen Abschreibungen auf die
Unternehmen Blaze Software und GemStone Systems haben auf die Kassenlage des
Unternehmens keinen unmittelbaren Einfluss . " Sorgen macht mir , dass sich das
operative Ergebnis weiter verschlechtert hat " , sagte Analyst Helmut Bartsch
von der Baden-Württembergischen Bank . Das Unternehmen hatte angekündigt , ein
Fünftel seiner 1450 Stellen abzubauen . Wenn die Maßnahmen zur Kostensenkung
nicht ausreichten , benötige Brokat spätestens im vierten Quartal 2001 neues
Kapital , hatte es auf der Hauptversammlung im Juni geheißen . Als mögliche "
Retter in der Not " gelten in Branchenkreisen IBM und Siemens . Ein IBM-Sprecher
wollte am Freitag keine Stellung nehmen . Beim Münchener Elektronikkonzern , der
bereits drei Prozent der Brokat-Aktien hält , hieß es , ein Verkauf oder eine
Aufstockung der Anteile sei derzeit nicht geplant . Siemens und NEC erhalten
UMTS-Auftrag aus Frankreich Der Siemens-Konzern hat sich zusammen mit seinem
Kooperationspartner NEC einen Großauftrag für den Aufbau eines UMTS-Netzes in
Frankreich gesichert . Der französische Mobilfunkbetreiber Groupe Cegetel , eine
Tochter von Vivendi Universal , habe sich für Siemens und NEC als einen der
Hauptlieferanten entschieden , berichtete der Siemens-Bereich Information and
Communication Mobile am Freitag in München . Zum Wert des Auftrages machte
Siemens keine Angaben . Siemens und NEC werden nach eigenen Angaben zunächst im
Großraum Lille ein komplettes UMTS-Netz errichten . Insgesamt hat Siemens damit
nach Angaben eines Sprechers 17 Aufträge für UMTS-Netze . Niedrigere Preise für
Memory Sticks Sony senkt die empfohlenen Preise für seine Memory Sticks . Die
proprietären Flash-Speichermodule für Digitalkameras , Notebooks , Walkmen usw.
nähern sich damit preislich den ebenfalls noch recht hochpreisigen MMC- oder
SD-Modulen an . Für einen 16-MByte-Stick möchte Sony ab 1. August noch 99 Mark ,
für einen 32-MByte-Stick 149 Mark , für die 64-MByte-Variante 239 und für das
derzeit größte Modul mit 128 MByte 469 Mark haben - das entspricht
Preisermäßigungen zwischen 16 und 25 Prozent . Gegenüber der Konkurrenz aus dem
Smart-Media- und vor allem dem Compact-Flash-Lager erscheinen die Sony-Sticks
aber noch immer reichlich überteuert . So sind 64-MB-Module des
Markenherstellers SanDisk in der CF-Variante im Handel schon für 100 Mark
weniger zu bekommen , bei der 128-MB-Variante kommt man teilweise sogar 200 Mark
günstiger davon . Smart-Media-Cards trumpfen insbesondere bei den kleinen
Kapazitäten auf - 16- und 32-MB-Karten kosten nicht selten weniger als die
Hälfte des jeweiligen Sony-Pendants . Dennoch konnte Sony seinen Marktanteil bei
den Speicher-Modulen deutlich steigern - im Vergleich zum Vorjahr von sieben auf
immerhin 25 Prozent . Auch in Sachen Lizenzierungen gibt sich das Unternehmen
inzwischen kulanter und gestattet künftig auch einigen Fremdherstellern die
Produktion von Memory Sticks . Branchenkreise berichten zudem von Sonys
intensiven Bemühungen , seine Speichertechnologie der Autoindustrie anzudienen ,
für künftige On-board-Lösungen bei Car-Audio , Internet und Navigation . Die von
dem Elektronik-Riesen angestrebte Memory-Stick-Kapazität von 1 GByte schon im
Jahre 2003 dürfte hier gerade recht kommen . Da alle Module letztlich auf
dieselben Speicherchips zurückgingen , erwarte man auch künftig eine eher
gleichmäßige Entwicklung bei den unterschiedlichen Bauformen , die allenfalls
durch die unterschiedlich mutige Preispolitik der Hersteller geprägt sein werde
. Allein bei der Smart-Media-Technologie , die auf nackten Speichermodulen
aufsetzt und deshalb einen Controller in allen Endgeräten benötigt , bestehe im
Falle von Kapazitätssprüngen auch künftig die Gefahr von Inkompatibilitäten .
Neue Domains : Europas Markeninhaber lassen sich Zeit Der Sturm auf die
Eintragung von Markennamen unter der neuen generic Top Level Domain ( gTLD )
.info ist bislang offensichtlich ausgeblieben . Vor allem die Unternehmen in
Europa machten zögerlicher als erwartet Gebrauch von dem eigens für sie
vorgesehenen Vor-Registrierrecht , sagte der Anwalt Philip Grabensee , der
Sprecher von EPAG , Mitglied des für .info zuständigen Afilias-Konsortiums .
Seit Mittwoch nimmt das Registrarkonsortium Afilias die erste Runde von so
genannten Sunrise-Period-Vorregistrierungen von insgesamt 41
Registrierunternehmen weltweit entgegen . In der Sunrise Period sollen zunächst
die Inhabern von Markenrechten ihre Ansprüche sichern . Für .info , eine von
sieben neuen gTLDs , die in den kommenden Monaten an den Start gehen sollen ,
wird vor allem mit dem Hinweis geworben , dass sie die einzige völlig offene TLD
ist . .biz , die etwa zeitgleich mit .info an den Start geht , soll prinzipiell
Unternehmen vorbehalten bleiben . .biz-Anbieter Neulevel reklamiert auf seiner
Webseite bereits " zehntausende " von .biz-Sperreinträgen von Markeninhabern .
Eine konkrete Zahl war allerdings vom Unternehmen nicht zu erhalten . " Etwa 20
Prozent der Registrare hat sich am ersten Tag in die gemeinsame Registry
eingeloggt " , sagte Afilias-Marketingchef Robert LaPlante zum Start der
.info-Sunrise-Period . " Meistens haben sie kleine Testmengen von
Vorregistrierungen geschickt , um sicher zu stellen , dass ihre Verbindungen
funktionieren " , meint LaPlante . Die aktuelle Zahl sage daher noch nichts über
die eigentliche Nachfrage . EPAG-Vertreter und Afilias-Direktoriums-Mitglied
Grabensee allerdings bedauerte , dass erneut US-Unternehmen die Nase bei der
Sicherung ihrer Rechte vorne hätten . Ganz offensichtlich sei das Bewusstsein
für die Möglichkeit in den USA einfach größer , die Markenschutzexperten
europäischer Unternehmen ließen sich offensichtlich noch etwas mehr Zeit . "
Eigentlich hätten wir erwartet , dass wir die größte Nachfrage in der ersten
Runde sehen " , meint Grabensee . Für EPAG rechnet er inzwischen aber eher mit
einer steigenden Nachfrage in der zweiten und dritten Runde der Sunrise-Period .
Noch muss sich allerdings auch zeigen , ob die Preisunterschiede der
Registrarunternehmen hier eine Rolle spielen . Derzeit bewegten sich die Preise
zwischen 130 und 200 US-Dollar für den Zeitraum von fünf Jahren . Solange müssen
sich die Einkäufer von Marken-Domains mindestens festlegen . Wer in der ersten
Runde dabei sein will , kann noch bis 31. Juli .info-Adresswünsche bei einem der
Afilias-Registrare einreichen . Dabei wird wie in der Lotterie reihum je ein
Adresswunsch pro Registrarunternehmen gezogen , wenn die Domain noch frei ist ,
bekommt das entsprechende Unternehmen den Zuschlag . Auch der Spitzenplatz für
die erste zu ziehende Domain wird zufällig ausgewählt . Man habe alles getan ,
um den Verdacht auszuräumen , dass die 18 Gründungsmitglieder von Afilias
bevorzugt würden , betont Grabensee . Zwei weitere jeweils drei Tage dauernde
Runden schließen sich jeweils direkt an . Sobald die ersten Registrierungen
feststehen , können sie , erklärt Grabensee , über Whois gecheckt werden .
Markeninhabern , die bei der Registrierung Pech hatten , bleibt dann noch eine
Chance : In der so genannten Challenge Period können sie über ein vereinfachtes
Verfahren bei der World Intellectual Property Organization ( WIPO ) versuchen ,
doch noch an die gewünschte Domain zu kommen . An den genauen Regeln dafür wird
noch fieberhaft gearbeitet . Kein Wunder : Denn im Netz gibt es jede
.info-Domain nur einmal , im wirklichen Leben kann ein und dieselbe Marke in
verschiedenen Regionen oder Branchen ohne große Kollision verwandt werden . Fürs
gemeine Netz-Volk dreht sich die .info-Domain-Lostrommel übrigens ab dem 12.
September . Dolphin Telecom beantragt Insolvenzverfahren Wegen drohender
Zahlungsunfähigkeit hat die Kölner Dolphin Telecom GmbH vorsorglich ein
Insolvenzverfahren beantragt , teilte das Unternehmen am Freitag in Köln mit .
Durch das Verfahren seien die Fortführung des Betriebes und die Gehälter der 250
Mitarbeiter vorläufig gesichert . Derzeit würden Gespräche mit privaten
Investoren über die Zukunft des Unternehmens geführt . Was war . Was wird . Wie
immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen :
Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist
Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Wenn wir Lünux sagen , klingt es
gehässig und grämig . Solch ein Ünsünn wird aus Ängland gemeldet und natürlich
von einem Wissenschaftler mit einer üblichen ördentlichen Stüdie ünterfüttert .
Und dann dürfen wir diese humoristische Meldung lesen : Das gesamte deutsche
Internet war am Abend betroffen ; viele Surfer klagten in E-Mails an die
Redaktion über langsame Verbindungen zu diversen Websites . Dummerweise konnte
man am Tag des Huhns ungestört im deutschen wie im internationalen Internet
surfen , ohne Probleme E-Mail empfangen und mit Genuss Newsgroups lesen , ohne
ins Stocken zu kommen . Ein bekannter englischer Detektiv würde nun messerscharf
schlussfolgern , dass das " gesamte deutsche Internet " etwas anderes sein muss
als das Netz , in dem wir uns täglich virtuell bewegen . Inzwischen aber ist in
einer neuen Pressemeldung aus dem gesamten deutschen Internet die Standleitung
eines Providers geworden , an dem angeblich Dutzende von wichtigen deutschen
Firmen angebunden sind . Wohl bekomm s . Aufmerksame Leser der Wochenschau haben
mich darauf hingewiesen , dass die Taufe eines Iuma Dylan-Lucas Thornhill so neu
nicht ist . Tatsächlich hat es schon ganz andere Kaliber erwischt , schreiben
sie . Wie es der Zufall will , wurde in der letzten Woche der 3Com Park wieder
zum Candlestick Park umgetauft . Als Gegenleistung für diese großzügige Geste
installiert die Firma 3Com in den Logen der Besser-Verdienenden eine
Netzwerktopologie , die es gestattet , dass " sie mit ihren PDAs in
Kommunikation mit den Fans treten können , die das Spiel zu Hause verfolgen " .
Es kommt nicht alle Tage vor , dass ein förmliches Fax mit der " Bitte um
Waffenstillstand " in der Redaktion eintrudelt . Eigentlich ist der Verlag , dem
ich den Platz für diese Kolumne verdanke , im Allgemeinen friedlich , freundlich
und keineswegs darauf aus , einen Krieg zu beginnen . Schnell entpuppte sich die
Bitte denn auch als ein PR-Schreiben der Firma MandrakeSoft : Ihr
vorgeschlagener Waffenstillstand bezieht sich auf den Krieg KDE versus Gnome ,
der laut Fax unzählige Opfer gekostet haben soll . Ich kann mir sehr gut
vorstellen , dass der eine oder andere Entwickler viel Zeit in ein Projekt
gesteckt hat und damit vielleicht der Open-Source-Bewegung ein Stück seines
Lebens opferte . Warum aber von Waffenstillstand die Rede sein muss , warum
gleich Opfer zu beklagen sind , das will mir nicht in den Sinn . Wie wäre die
Welt , wenn hinter den unterschiedlichen Visagen auch Gedanken schlummern , die
nicht von Opfern , Waffenstillstand und Krieg der Benutzeroberflächen handeln ?
Ihr fürchtet euch vor einem Nachbarn ? Friedrich Nietzsche starb am 25. August
vor hundert Jahren in Weimar . Aber man könnte meinen , er beklagte nicht nur
die Kriege des imperialistischen Zeitalters , sondern auch den Unsinn , der
heutzutage von manchen Menschen angestellt wird , die man neuzeitlich " User "
nennt . User im Sinne des legendären Films Tron : Diejenigen , die sich wirklich
auszukennen glauben - deren Existenz aber unter der Software umstritten ist . So
leben auf manchem Rechner Windows und Linux friedlich nebeneinander her und
denken sich ihr Teil . Sein Zarathustra jedenfalls mied solche Ehrungen und
suchte die Einsamkeit , genoss dort seines Geistes " und wurde dessen zehn Jahre
nicht müde " - fast war das schon eine Vorahnung auf die zehnjährige geistige
Umnachtung , in der Nietzsche vor seinem Tod sein Dasein fristete . Doch was
soll s : Warum auch sollte die Welt nicht eine Fiktion sein - sind wir doch von
Fiktionen umgeben . An Wirklichkeit gibt es hier nur ein paar elektrische Felder
in miniaturisierten Bauteilen , all die bunten Bilder und Texte , die wir auf
dem Monitor sehen . Reine Fiktionen ? Das sind doch keine Fiktionen , sondern
schlicht digitalisierte Darstellungen . Habe ich vielleicht zu viel bei Nietsche
geschmökert ? Sollte es wirklich so sein , dass hier das Bewusstsein das Sein zu
bestimmten versucht ? Wo kämen wir denn hin , wenn alles auf dem Rechner nur
fiktional wäre : Also sprach Zarathustra : Ob dieses bewusste Bewusststein einen
tanzenden Stern gebären kann , darüber ließ sich der Initiator dieses Programms
, Chris McKinstry , bislang nicht aus . Stattdessen will er ein Buch mit dem
schönen Titel Hacking Consciousness veröffentlichen . Spaßig allerdings ist das
Ansinnen der Teilnehmer an diesem Projekt , den so entstehenden Computer Hal zu
nennen . McKinstry und sein Team haben sich für den Namen GAC ( für Generic
Artificial Consciousness ) entschieden , der den anderen missfällt . Sie wollen
Hal als Namen , doch Hal sagt , frei nach der Geschichte schottischer
Edelmetallbesitzer : Es kann nur einen geben ! Das Sein bestimmt das
Bewusststein , wusste nämlich ein anderer deutscher Philiosoph , aus Trier
gebürtig und vor fast 120 Jahren in London gestorben . Da fabulieren all die
Startups , Online-Shops und Internet-Firmen mit den verrücktesten Geschäftsideen
von dem neuen Arbeitnehmer , der eigentlich selbst Unternehmer sei . Und finden
auch genug Dumme , die sich für eine Handvoll Aktien den Arsch aufreißen , als
wär 's ihr eigen Besitz . All die Dot.com-Beschäftigten würden es nach Ansicht
unserer Internet-Entrepeneurs als Beleidigung ansehen , mit normalen Arbeitern
und Angestellten in einen Topf geworfen zu werden . Und dann kommen so ein paar
Gewerkschaften und wagen es tatsächlich , das ganze notwendig falsche
Bewusstsein unserer Startup-Helden mit dem realen Sein zu konfrontieren . Der
Gipfel : Nicht einmal übermäßige Überstunden wollen die Leute machen . Da
grausen sich unsere Startups sehr . Und fürchten die Erkenntnis , dass ihre
schöne neue Welt des E-Commerce doch mehr mit der guten alten politischen
Ökonomie zu tun hat , als sie zugeben wollen . Was wird . Gleich am Montag
findet in Kiel eine von vielen Sommerakademien statt , die diesen " Sommer "
etwas erträglicher machen sollen . Die Datenschützer tagen zum Thema E-Privacy .
Herauskommen wird keine flammende Resolution , wie sie beim Kampf a la Web gegen
Rechts momentan gang und gäbe ist . Wie heißt es so schön in der Ankündigung :
Hat da jemand Bobo gerufen ? " Die Folgen können Belastungen der Augen ,
Wirbelsäule , Bandscheibe und Muskulatur sein " , sagte der Bonner
Arbeitsmediziner Gerhard Schamschula im Gespräch mit der dpa . Die Angst vor zu
hoher Strahlung hingegen sei unbegründet , meinte der Mediziner . Nach den
Worten des Experten ist eine dauerhafte Bildschirmarbeit sehr anstrengend und
führt häufig zu Ermüdungserscheinungen . " Mit einigen praktischen Tipps lassen
sich Gesundheitsschäden vermeiden . " " Ist dies nicht möglich , muss es mehrere
Kurzpausen geben , die nicht auf die bestehende Mittags- und Kaffeepause
angerechnet werden dürfen . " Außerdem sollte die Tätigkeit so vielseitig wie
möglich gestaltet werden . Das setze Abwechslung zwischen routinemäßigen und
hochkonzentrierten Arbeiten sowie zwischen sitzender und stehender Körperhaltung
voraus . Seit Januar 2000 könnten die Gewerbeaufsichtsämter gegen Unternehmen ,
deren Bildschirm-Arbeitsplätze nicht dieser Verordnung entsprechen , ein Bußgeld
von bis zu 50.000 Mark verhängen , sagte Schamschula . Siehe dazu auch den
Artikel Ende der Schonfrist in Ausgabe 26/1999 der c't . Dies forderte die
Präsidentin der Universität , Ayla Neusel , in einem Gespräch mit der
Nachrichtenagentur dpa . " Entsprechende Gespräche und Pläne laufen bereits . "
Während der drei Monate , in denen sich mehr als 900 Studentinnen aus aller Welt
an dem Projekt beteiligen , werde der Erfolg getestet . " Bislang ist die
Resonanz sehr positiv " , sagte Neusel . Bereits vor Beginn des Semesters , das
von Juli bis Oktober läuft , hätten sich 1.500 hoch qualifizierte
Akademikerinnen aus aller Welt in Hannover beworben . Dabei sei das Projekt
zunächst belächelt worden . " Skeptiker redeten von Pudding-Hochschule " , sagte
Neusel . Über die Hälfte der Studentinnen hätten bereits zwei abgeschlossene
Hochschulabschlüsse , einige arbeiten sogar bereits als Professorinnen ,
erläuterte die Präsidentin . Angelockt würden die Studentinnen von der
einmaligen Möglichkeit , sich mit anderen Akademikerinnen aus der ganzen Welt
persönlich auszutauschen und gemeinsame Projekte zu entwickeln . Ihre Themen
seien Arbeit , Information , Körper , Migration , Stadtentwicklung und Wasser .
Während des Semesters der Frauenuniversität besuchten die Teilnehmerinnen
Vorlesungen und schrieben eine Arbeit über ihr Thema . Die
Nachwuchswissenschaftlerinnen absolvierten das englischsprachige Studium in
Hannover , Hamburg , Suderburg und Kassel . Sie erhielten auch Unterstützung . "
Die Dozentinnen empfehlen begabte Studentinnen weiter und begleiten sie auf
ihrem beruflichen Weg " , sagte Neusel . " Dabei nehmen die Professorinnen ,
Managerinnen und Frauen in anderen Führungspositionen eine Vorbildfunktion ein .
" Die Einstellung , dass eine Frau bestimmte Aufgaben nicht erfüllen könne ,
existiere nicht . Die Internationale Frauenuniversität ist als Virtual ifu auch
online zu erreichen . Siehe dazu auch den Artikel Erste Internationale
Frauenuniversität online in Telepolis . Deutsche Bank geht mit europäischem
Finanzportal online Der Bericht wurde von einem Sprecher der Deutschen Bank
inzwischen bestätigt . Für ihr Projekt hat die Deutsche Bank bereits zahlreiche
Partner gefunden , darunter die Frankfurter BfG Bank , die niederländische
Großbank ABN Amro , die Credit Suisse und Morgan Stanley Dean Witter sowie die
Versicherungen AXA Colonia und Gerling . " Der Service ist kostenfrei , auch
wenn man nicht bei der Deutschen Bank Kunde ist " , schreibt die Zeitung . Der
Frankfurter Branchenprimus verdiene an Provisionen der Partner und wolle zudem
junge Kunden an sich binden . moneyshelf.com soll den Online-Kunden rund um die
Uhr Zugriff auf ihre Bankkonten , Bausparverträge , Versicherungen und andere
Finanzkonten geben . Die Deutsche Bank will das Projekt am Mittwoch im Detail
vorstellen und die Seite am Donnerstag freischalten . Geplant sind zudem Portale
für den Wertpapierhandel und für Firmenkunden sowie ein elektronischer
Marktplatz für Unternehmen . " Die Deutsche Bank hat das Ziel , die
Bankgeschäfte vollständig ins Internet zu verlagern " , schreibt das Blatt .
Telekom will Deregulierung weiterer Auslandsmärkte Die Deutsche Telekom will
künftig ihre Preise für Telefondienste von Deutschland nach Japan und Australien
frei gestalten können . Entsprechende Anträge liegen bei der Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post ( RegTP ) vor , erklärte Matthias Kurth ,
Präsident der Behörde , am Montag auf einem Forum über Marktabgrenzung und
-beherrschung in Bonn . Die Behörde hatte den Bonner Ex-Monopolisten im Februar
dieses Jahres aus der Regulierung für Gesprächsverbindungen in die Türkei
entlassen . Als Marktführer muss die Telekom anders als ihre Wettbewerber ihre
Preise stets von der Regulierungsbehörde genehmigen lassen . Abgelehnt hatte die
Aufsichtsinstanz bereits den Antrag der Telekom , auch für USA und Dänemark aus
der Regulierung entlassen zu werden . Inzwischen habe das Unternehmen auch eine
Marktbeherrschung für Telefondienste nach Russland , Weißrussland , der Ukraine
und Kasachstan bestritten , sagte Kurth weiter . Ob die Telekom mit ihrem
neuerlichen Antrag erfolgreich sein wird , ist ungewiss . Es werde zu prüfen
sein , ob ein einzelnes Zielland als eigener sachlich relevanter Markt anzusehen
sei , betonte Kurth . Die Entlassung der Telekom aus der Regulierung von
Telefondiensten in die Türkei hatte Kurth seinerzeit damit begründet , dass das
Unternehmen nur über einen geringen Marktanteilsvorsprung zum nächsten
Wettbewerber verfüge . LCD-Fernseher als PC-Monitor Mit 100
Programmspeicherplätzen , Kabel-/Hyperband-Tuner , TOP-Videotext mit
8-Seiten-Speicher , Fernbedienung und einem Timer für die Ausschaltfunktion
bietet es die heute von TV-Geräten gewohnte Ausstattung und findet gleichzeitig
auf jedem Schreibtisch Platz . Weitere Anschlussmöglichkeiten bieten
Video-Eingänge in Cinch- und S-VHS-Ausführung , die im AV-Modus auch die
NTSC-Norm unterstützen ; der Anschluss importierter Spielekonsolen ist also kein
Problem . Auch eine SCART- und eine Kopfhörer-Buchse fehlen nicht . Das Gerät
ist zudem mit einer gegen Berührung unempfindlichen Frontscheibe aus Glas
ausgestattet . Zur Funkausstellung senkt LG-Electronics den Preis des LE-15 A 10
auf 3999 Mark . Im vierten Quartal 2001 will LG Electronics die Ausführung LE-20
A 20 mit 20-Zoll-Diagonale folgen lassen . Für Mitte 2002 ist schließlich der
RN-29 LZ 10 geplant , der eine Bildschirmdiagonale von 74 cm besitzt und ein
16:9-Seitenverhältnis aufweist . Digitale Bildbearbeitung mit dem Handheld Laut
JVC soll zukünftig auch die Bearbeitung von Digitalbildern zu den Aufgaben eines
Pocket PCs gehören . Die Bildbearbeitungssoftware ist bereits im MP-C33
vorinstalliert . Die Daten selbst kommen per USB , Compact-Flash oder
PC-Karten-Einschub in den Rechner . Auf den ersten Blick scheint der Handheld
durchaus für die gestellte Aufgabe gerüstet : Bis zu 260.000 Farben sollen dafür
sorgen , dass auch Hautschattierungen auf Digitalaufnahmen akkurat wiedergegeben
werden . Ein genauerer Blick auf die Produktbeschreibung offenbart dann doch
einige Einschränkungen : So sind in dem Anzeigemodus mit 260.000 Farben
Bildbearbeitungsfunktionen gar nicht verfügbar ; wer diese nutzen will , muss
mit 65.000 Farben vorlieb nehmen . Zudem spricht auch JVC lediglich von der
Möglichkeit " zur einfachen Retouche von Standbildern " . Ein Projektor fürs
Heimkino Anders als bei Präsentationen findet der heimische Kinogenuss eher in
abgedunkelten Räumen statt . Yamaha legte daher bei seinem Heimkino-Projektor
DPX-1 großen Wert auf einen guten Schwarzwert und einen hohen Farbkontrast .
Trotz dieser Maßnahme erreicht man bei der Helligkeit noch 800 ANSI-Lumen . Beim
Kontrast liegt das Gerät mit einem Verhältnis von 900:1 im Spitzenfeld . Auch
das Gebläse für die 120-Watt-Lampe nimmt Rücksicht auf den heimischen Einsatz
und soll dank einer geräuschdämmenden Kammer besonders leise sein . Der große
DMD-Chip vergrößert die Reichweite gegenüber kleineren Chips um 65 Prozent auf
einen Projektionsabstand von bis zu 10,6 Meter . Im 16:9-Modus ergibt dies eine
Bilddiagonale von rund 5 Metern . Das Gerät verarbeitet die Standards NTSC , PAL
, NTSC 4.43 , SECAM , PAL60 , PAL-M sowie PAL-N und stellt Formate mit maximal
720 Bildzeilen oder 1080 Zeilen interlaced dar . Die Synchronisationsbereiche
reichen bis 85 Hz vertikal und 80 kHz horizontal . Der DPX-1 wiegt 7,8 kg ,
kostet rund 20.000 Mark und ist ab sofort erhältlich . Infineon verhandelt mit
Toshiba Der angeschlagene Halbleiterhersteller Infineon verhandelt mit dem
japanischen Elektronikkonzern Toshiba über eine Zusammenarbeit in dem
verlustreichen Geschäft mit Speicherchips . Details über die Gespräche sollten
zunächst nicht bekannt gegeben werden , sagte ein Unternehmenssprecher am Montag
in München . Auch zu einem möglichen Verkauf der Sparte wollte er sich zunächst
nicht äußern . An der Börse wurde die Nachricht über die mögliche Zusammenarbeit
mit Toshiba positiv bewertet . Der Kurs der Infineon-Aktie stieg um zeitweise
mehr als drei Prozent auf 27,69 Euro . Der rasante Preisverfall bei
Speicherchips hatte Infineon in den vergangenen Monaten schwer zugesetzt und
einen großen Teil zu den Verlusten des Konzerns beigetragen . Japanische Medien
hatten im Zusammenhang mit einem massiven Stellenabbau bei Toshiba bereits am
Wochenende über die Verhandlungen mit der Siemens-Tochter Infineon berichtet .
Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2000/2001 machte Infineon in
der Sparte Speicherchips mehr Verlust als Umsatz . Dafür war vor allem der
rasante Preisverfall bei DRAM-Chips verantwortlich . Digitaler Videorecorder für
analoges Fernsehen Der koreanische Hersteller Daewoo zeigt auf der IFA einen
digitalen Festplattenrecorder für analogen Fernsehempfang . Der Prototyp des
DQN-1000 soll auf einer ( derzeit eingeplanten ) 30 GByte fassenden Festplatte
maximal 30 Stunden Video in MPEG-2 ( bei 2 MBit/s ) abspeichern . Damit der
Zuschauer keine Sekunde des Fernsehprogramms verpasst , bietet der DQN-1000
einen Timeshift-Puffer , der bei Druck auf die Pause-Taste bis zu eine Stunde
der Sendung aufzeichnet . Einen DVD-Recorder konnte Daewoo auf der IFA noch
nicht zeigen , arbeitet aber an einer entsprechenden Lösung : Der so genannte
DVD DS-2000N/D soll bis zu 2 Stunden Video auf 4,7 GByte-Medien unterbringen .
Ob es sich dabei um DVD+RW/-RW oder RAM handelt , war noch nicht in Erfahrung zu
bringen . Da Daewoo der RW Products Promotion Initiative ( RWPPI ) angehört ,
ist jedoch davon auszugehen , dass es sich um einen DVD-RW-Recorder handeln wird
. Datenschützer warnen Urheberrechtsindustrie Die Einführung von Systemen zum
Digital Rights Management ( DRM ) , mit dem die Inhaltsindustrien die Rechte der
Urheber und Verwerter sichern wollen , wird die Privatsphäre der Nutzer im
Internet weiter aushöhlen . Dies befürchten die Experten der Internationalen
Arbeitsgruppe zum Datenschutz in der Telekommunikation ( International Working
Group on Data Protection in Telecommunications ) , die am Rande der IFA auf
Einladung des Berliner Datenschutzbeauftragten über " Datenschutz und geistiges
Eigentum im Internet " debattierten . Ihre Befürchtung ist , dass die
Unternehmen beziehungsweise die von ihnen beauftragten Service-Firmen mit den
neuen Kopierschutzverfahren zu Abrechnungszwecken auch detaillierte
Nutzerprofile speichern , die eine Einladung zum Missbrauch darstellen . Das
Grundkonzept von DRM besteht darin , ein Verfahren zu finden , mit dem sich die
Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke individuell abrechnen lässt . Kern
der DRM-Systeme ist eine Art Softwarehülle , die Regeln fürs Kopieren definiert
und durchzusetzen versucht . Mittelfristig sollen auch Verfahren zur
individuellen Abrechnung mit eingebaut werden , da internationale
Urheberrechtsgesetze eine " Ausgleichspflicht " für die Verbreitung geistigen
Eigentums festschreiben . Alexander Dix , Landesdatenschutzbeauftragter von
Brandenburg , sowie sein Berliner Kollege Hansjürgen Garstka forderten daher die
Urheberrechtsindustrie auf , " über datenschutzfreundliche Zahlverfahren
nachzudenken " . In Deutschland ist das Prinzip der Datenvermeidung
beziehungsweise der Datensparsamkeit mit dem vor drei Monate in Kraft getretenen
neuen Bundesdatenschutzgesetz rechtlich vorgeschrieben . Schon bei der
Gestaltung der Systeme , so die Datenschützer , müssten die Firmen daher die
Abrechungsverfahren möglichst anonym gestalten . Dies sei auch ein
Akzeptanzfaktor der neuen Musikdienste , wie sie Bertelsmann etwa mit dem
Neustart der Tauschbörse Napster plant . Generell befürwortet die Arbeitsgruppe
Pauschalgebühren zur Entschädigung der Kreativen und der Verwerter . " Wir
favorisieren Lösungen , die ohne personenbezogene Daten auskommen " , erläuterte
Garstka . Die werden von der Industrie allerdings abgelehnt , da sie
Computergeräte von vornherein verteuern und zu wenig " Fairness " gegenüber dem
tatsächlichen Nutzerverhalten zeigen . So habe der Verbraucher bisher ein "
unbeschränktes Recht " zur Nutzung der von ihm legal erstanden Inhalte , während
die Kopierschutzsysteme Möglichkeiten zur zeitlichen Nutzungsbefristung mit sich
bringen sollen . Auch das in Deutschland geltende Recht auf die Anfertigung von
Kopien für private Zwecke könne mit der DRM-Technik unterlaufen werden , warnte
Garstka . Derlei Pläne müssten daher zunächst im deutschen Urhebergesetz ,
dessen Revision im Lauf der nächsten anderthalb Jahre auf Grund der Vorgaben der
EU-Richtlinie zum Urheberrecht eh ansteht , abgesichert werden . Video on Demand
per Satellit Die technischen Daten der auf PC-Architektur basierenden Activy
nehmen sich für eine Multimedia-Box recht beachtlich aus : Eine 733-MHz-CPU ,
40-GByte-Festplatte ( ab November dann 80 GByte ) , DVD-Laufwerk ,
Infrarot-Tastatur , zur Wiedergabe von Digital-TV ein DVB-Tuner und eingebaute
Videorecorder-Funktionen sollen aus der Activy eine " eierlegende Wollmilchsau "
machen . Allerdings ist das Angebot nicht ganz billig . Je nach Abonnement zahlt
der Kunde entweder einmalig rund 3000 Mark und ab dem zweiten Jahr monatlich
knapp 20 Mark oder einmalig 1100 Mark und fast 100 Mark monatliche Grundgebühr .
Wer Video on Demand nutzen will , muss mit einer Gebühr von 6 bis 14 Mark pro
Film rechnen . Dafür soll der Kunde allerdings immer zwischen 30 und 50 aktuelle
Videofilme im MPEG-4-Format auf der Platte haben . Diese werden per
Satelliten-Push über Astra bei 2 MBit/s auf die Festplatte gespielt . Die Filme
liegen in verschlüsselter Form auf der Festplatte und werden erst bei Bedarf vom
Kunden freigeschaltet . Dazu nutzt Europe Online das Digital Rights Management (
DRM ) von Microsoft . So " geliehene " Filme sollen für 24 bis 48 Stunden auf
der Festplatte bleiben und anschließend gelöscht werden . Bezahlt wird per
Monatsabrechnung oder Kreditkarte . Von wem Europe Online die Inhalte beziehen
will , wollte das Unternehmen noch nicht bekannt geben . ATI kündigt neuen
Grafikchip für Notebooks an Während der Vorgänger " Mobility Radeon " noch keine
integrierte T&L-Einheit für die Geometriebeschleunigung aufwies , holt ATI dies
jetzt beim " Mobility Radeon 7500 " nach . Insbesondere bei 3D-Spielen wird die
CPU dadurch von aufwendigen Berechnungen entlastet , was zu einer längeren
Laufzeit im Batteriebetrieb führen kann . Konkurrent Nvidia hat mit dem "
GeForce2 Go " bereits einen entsprechenden Grafikchip im Markt . Dieser läuft
aber lediglich mit einem Arbeitstakt von rund 143 MHz , ATI erreicht dagegen
maximal 270 MHz , was wiederum der Grafikleistung bei 3D-Spielen zugute kommt .
Noch entscheidender für die Spieleleistung ist aber die Fähigkeit , den
Bildspeicher über einen 128-Bit-Bus ansprechen zu können ; der Nvidia-Chip ist
auf einen 64-Bit-Bus beschränkt . Ein anderer Vorteil der ATI-Grafikchips ist
die weitergehende Unterstützung beim Decodieren von DVD-Filmen . Nvidia führt
lediglich die Bewegungskompensation aus . Bei normalen Anforderungen und
statischer Anzeige senkt ATIs Powerplay-Technik den Chiptakt auf 66 MHz und
drückt die Leistungsaufnahme des Chips auf rund 0,5 Watt . Bei Notebooks mit
geringeren Anforderungen an die 3D-Leistung sind auch Konfigurationen mit 64 Bit
breitem DDR-Speicher möglich . Besonders für Sub-Notebooks eignet sich die
Ausführung als Multi-Chip-Modul , bei dem Grafikchip und 16 oder 32 MByte
64-Bit-DDR-DRAM auf einer kleinen Platine zusammengefasst sind . Über einen
zweiten 64-Bit-Kanal lässt sich auch diese Konfiguration auf maximal 64 MByte
DDR-DRAM mit 128-Bit-Datenbus erweitern . Erste Notebooks mit dem Mobility
Radeon 7500 sollen im vierten Quartal auf den Markt kommen . DVD :
Filmwirtschaft hat " aus Napster-Erfahrung gelernt " Auf der Pressekonferenz
anlässlich der IFA 2001 zog der Bundesverband Video ( BVV ) eine überaus
positive Bilanz . Demnach stammten im zweiten Quartal 2001 bereits die Hälfte
der Umsätze am Kaufvideomarkt aus DVD-Verkäufen . Mittlerweile geht man davon
aus , dass die DVD-Verkaufsumsätze in der zweiten Jahreshälfte die Umsätze aus
dem Verkauf herkömmlicher Videokassetten erstmalig übertreffen werden . Auch den
Verleiher beschert die DVD einen lange nicht mehr erlebten Boom . In
schätzungsweise 7,6 Prozent der deutschen Haushalte wird Ende 2001 ein
DVD-Player stehen . Im Vergleich zur Verbreitung der CD-Player in den 80er
Jahren verläuft die Ausstattung der deutschen Haushalte mit DVD-Playern etwa
doppelt so schnell . Nur halb im Scherz meinte Jean Hermsen , stellvertretender
Vorsitzender des BVV und Geschäftsführer der Warner Home Video GmbH , dass die
DVD dieses Jahr wohl die Unterhaltungselektronik rette . Um den Erfolg der DVD
auch zukünftig zu sichern , soll das Titelangebot kontinuierlich ausgebaut
werden . Bis Ende 2001 sollen 4.400 Titel in Deutschland verfügbar sein , nach
Aussagen des BVV mehr als in jedem anderen Land Europas . Ein wichtiges Thema
bleibt natürlich , ob und in welchem Maße Raubkopien in den kommenden Jahren die
Umsätze der Videowirtschaft bedrohen werden . Nach Aussagen von Hermsen habe die
Filmwirtschaft aber aus den Napster-Erfahrungen der Musikindustrie gelernt .
Daher werde man dem Nutzer legale Wege aufzeigen , Filme über das Internet zu
beziehen . Dabei werde auch daran gedacht , dieser Verbreitungsform ein
Verleihfenster einzuräumen , wie dies heute schon für die PayTV-Ausstrahlung und
den Verleih über Videotheken geschieht . LCD-TVs werden günstiger Fernseher ,
die dünn wie eine Videokassette sind und sich nicht nur auf TV-Signale verstehen
, könnten in naher Zukunft die Wohnzimmer schmücken . So stellt Sharp auf der
IFA LCD-TVs vor , die einen PC-Card-Slot integrieren . Wer seine letzten
Urlaubsbilder vorführen will , steckt die Speicherkarte einfach in das TV-Gerät
, schon kann die Darbietung beginnen . Den mit 30 Zoll Bilddiagonale derzeit
größten angebotenen TV-Flachbildschirm in Flüssgkristalltechnik will Sharp
demnächst in Japan einführen , auf dem hiesigen Markt soll das LCD-TV im
Frühjahr nächsten Jahres erhältlich sein . In dem Gerät kommt laut Sharp ein
Long-Life Backlight zum Einsatz , das erst nach 60.000 Stunden die Hälfte seiner
urspünglichen Leuchtdichte verloren hat . Die meisten Hersteller von LCDs
sprechen derzeit von 30.000 bis 50.000 Stunden " Halbwertszeit " . Einen Preis
für den schicken 30-Zoll-Fernseher konnte der Hersteller noch nicht nennen .
Sharp rechnet allerdings damit , dass bis 2003 die Preise für LCD-TVs auf 150
Euro pro Inch sinken , bei PC-Flachbildschirmen sieht der japanische Hersteller
sogar einen Preisverfall auf 60 Euro pro Inch . Für Sharps 30-zöllige LCD-TVs
bedeutete dies einen Gesamtbetrag von 4500 Euro - immer noch kein Pappenstiel .
Das von Samsung auf der IFA vorgestellte 24-Zoll-LCD-TV würde dann an Stelle der
derzeit anvisierten knapp 10.000 Mark noch gut 7000 Mark kosten . Immerhin
dürfte die Ausführung als 24-Zoll-Computerdisplay bei Samsung nach den Prognosen
dann mit weniger als 3000 Mark zu Buche schlagen . Der
15-Zoll-Flachbildfernseher von Samsung ist mit circa 3500 Mark sogar
vergleichsweise preiswert ; er soll ebenso wie die 17-Zoll-Variante im November
auf den deutschen Markt kommen . Noch günstiger wird es bei alphatronics : Das
Unternehmen aus Büchenbach hat LCD-TVs ab 2700 Mark im Programm . Amazon
verspricht nun doch mehr Datenschutz Nach heftigen Protesten von Kunden , Firmen
und amerikanischen Datenschutzorganisationen gegen die sogenannten Purchase
Circles will der amerikanische Online-Buchhändler Amazon nun doch reagieren .
Nachdem Amazon anfangs mit völligem Unverständnis auf die Kritik reagiert hatte
, will der Online-Buchhändler nun jedem Kunden die Option anbieten , nicht in
die Auswertung seiner Einkäufe für einen Purchase Circle aufgenommen zu werden .
Außerdem können Firmen , die Amazon unter diesem Service aufführt , die
Entfernung ihres Eintrags verlangen . Laut Amazon sollen die Änderungen " so
schnell wie möglich " umgesetzt werden . Domino R5 für OS/2 , Notes R5 für
Macintosh Die Notes/Domino-Familie ist nun komplett . Zu der bisher einzigen
verfügbaren Notes-Version für Win32 gesellt sich der Macintosh-Client . Eine
Linux-Version steht als Preview bereit ; das Release soll zum Jahresende fertig
sein . Bemerkenswert ist die Größe der Archive : Der OS/2-Server paßt in ein
50-MByte-Paket , während für NT 70 MByte und für Linux mehr als 130 MByte
herunterzuladen sind . Auch der Mac-Download ist mit 45 MByte nur halb so groß
wie die entsprechende Windows-Version . Wie bei Lotus üblich , lassen sich alle
Pakete von Notes.Net herunterladen . Sie kommen mit einer 90-Tage-Testlizenz ,
sind jedoch technisch nicht eingeschränkt . Die gerade veröffentlichten neuen
Notes/Domino-Varianten für Macintosh und OS/2 sind bereits auf dem Fixlevel
5.01a , den es für alle anderen Systeme noch nicht gibt . Die Iris-Entwickler
arbeiten an der Version 5.02 , die turnusmäßig zum Ende des Quartals geplant ist
. Eine Fixliste für 5.01 ist auch einen Monat nach Release nicht verfügbar . Da
es recht unwahrscheinlich ist , daß Iris keine solche Liste besitzt , kann man
nur vermuten , daß sie zurückgehalten wird , um kein zu schlechtes Bild von der
Fehlerquote abzugeben . Kommentar : Großer Tag für Cyberkriminelle ?
Abschreckende Wirkung ging von dem dreitägigen Arbeitstreffen von Experten zu
Fragen der Hightech- und Internetkriminalität aus den G8-Staaten in Berlin nicht
aus . Den großen Worten zu Beginn folgte Nichtssagendes zum Schluss .
Bundesinnenminister Schily hieb in die gleiche Kerbe : " Geschützte Rechtsgüter
, allgemein anerkannte Werte und kulturelle Standards dürfen in einer immer mehr
vernetzten Welt nicht aufgegeben werden . " Außenminister Joseph Fischer setzte
einen gewissen Kontrapunkt und warnte vor Überregulierung : " Der gläserne
Mensch , die Verwandlung des Netzes in ein globales Polizeiregime , kann nicht
unsere Zukunftsvision sein . " Die sieben führenden Industriestaaten und
Russland arbeiten in verschiedenen Arbeitsgruppen bereits seit 1997 an Rezepten
zur Bekämpfung der Cyberkriminalität . Der G8-Dialog von Politik und Wirtschaft
zur Sicherheit und Vertrauensbildung im Cyberspace war von einer
G8-Expertenrunde zur Bekämpfung der internationalen organisierten Kriminalität ,
der so genannten Lyon-Gruppe , ins Leben gerufen worden und gilt als eine Art "
Weltgipfel gegen die Kriminalität im Internet " . Klärungsbedarf auf
internationaler Ebene gibt es sicherlich genug , so etwa : Nichts davon in dem
Kommuniqué zum Ende der Veranstaltung . Stattdessen rückten zur
Abschlusspressekonferenz 23 Leute auf dem Podium an . Schiere Masse überdeckte ,
dass in der Substanz nichts anzubieten war . Quintessenz nach drei Tagen : Der
Gastgeber in Gestalt von Staatssekretär Wolfgang Ischinger aus dem Auswärtigen
Amt befand , " die Veranstaltung hat sich nicht nur gelohnt , sondern war ein
voller Erfolg " . Doch konkrete Ergebnisse oder auch nur ein Bild davon , wo die
Kontroversen der Diskussion verlaufen , konnte er ebenso wie die anderen
Podiumsteilnehmer nicht präsentieren . Unklar blieb auch , inwieweit das
Berliner Treffen Fortschritte gegenüber dem Vorangegangenen im Mai in Paris
brachte . Nur so viel wusste Ischinger zu vermelden : Die Gelegenheit dazu
bietet sich auf dem nächsten Treffen der G8-Experten in Japan . So lieben wir
die Demokratie : Da geht es um eine höchst delikate Balance zwischen der
notwendigen Kriminalitätsbekämpfung und der ebenso notwendigen Wahrung von
Bürgerrechten im Cyberspace , aber dem Abschlusskommuniqué ist kein Satz darüber
zu entnehmen , wo diese Balance liegen könnte . Worum es wirklich geht , erfährt
die Öffentlichkeit erst , wenn die Weichen hinter den Kulissen längst gestellt
sind . Mannesmann-Niederlage für Esser eine Enttäuschung Für den ehemaligen
Mannesmann-Chef Klaus Esser war die Niederlage des Traditionskonzerns im
Übernahmekampf mit Vodafone eine " Enttäuschung " . " Wir hatten den Aktionären
aber versprochen , die Mehrheitsmeinung zu respektieren " , sagte er am
Donnerstagabend im Westdeutschen Rundfunk ( WDR ) knapp ein Jahr nach Vorlage
der Kaufofferte durch die Briten . Die Strategie der Unabhängigkeit und des
Alleingangs in der Telekommunikation hält Esser weiterhin für die bessere als
die von Vodafone . " Es ist eine außerordentlich bedauerliche Entwicklung , dass
ein erfolgreiches Unternehmen jetzt nicht mehr da ist . " Vodafone habe
Mannesmann um jeden Preis kaufen müssen , weil das Unternehmen in zahlreichen
Ländern nur Minderheitsbeteiligungen gehalten habe . Das Kaufangebot am 14.
November 1999 wurde vom Mannesmann-Vorstand als völlig unzureichend abgelehnt .
In den folgenden drei Monaten tobte zwischen beiden Unternehmen eine
Übernahmeschlacht , wie es sie in der Wirtschaftgeschichte bislang noch nicht
gegeben hatte . Am Ende entschied sich die Mehrheit der Mannesmann-Aktionäre
Anfang Februar für eine Annahme des Vodafone-Angebots . " Mehrheit siegt ,
Minderheit fliegt " , resümierte der frühere Mannesmann-Chef nüchtern . Die
erfolgreiche Übernahme wurde nach seinen Worten nur ganz knapp entschieden .
Lediglich vier oder fünf institutionelle Anleger mit einem Anteil am
Aktienkapital von acht bis zehn Prozent seien das " Zünglein an der Waage "
gewesen . " Das wollten wir erreichen , auch um den Preis , dass die
Erfolgsgeschichte Mannesmann zu Ende gegangen ist " , sagte Esser . Das war 's :
die erste Weltausstellung in Deutschland Das war 's . Nach 153 Tagen endet am
31. Oktober in Hannover die erste Weltausstellung in Deutschland . Und genauso
bunt und unterschiedlich wie das Nationentreffen mit Rekordbeteiligung fällt
auch die Bilanz aus . Auf der einen Seite steht das bunte Vielvölkerfest mit
fröhlicher Stimmung , das noch in den letzten Tagen täglich mehr als 200000
Menschen anzieht . Bundeskanzler Gerhard Schröder spricht von einem "
überragenden Erlebnis " und einem " großen Erfolg " für Deutschland . Im Vorfeld
hatten Politik , Expo-Gesellschaft und die Werbung Image und Inhalte des Mottos
" Mensch-Natur-Technik " in den Mittelpunkt gestellt . An der Schwelle zum
nächsten Jahrtausend sollte die Expo Zukunftslösungen zeigen , soziale und
ökologische Maßstäbe wollte sie setzen . Kritiker finden wenige der teils
vollmundigen Versprechen eingelöst . Expo-Chefin Birgit Breuel dagegen ist
zufrieden : " Inhaltlich waren wir gut . " Schröder kommt zu dem Ergebnis , dass
die Expo eine " Ideenwerkstatt der Zukunft " war und die " Völker verständigende
Idee " transportiert hat . Der Anfang aber lief zäh . Als die Expo wenige Tage
alt war , zeigte sich schnell , dass die Deutschen sich mit " Nachhaltigkeit " ,
" Agenda 21 " und " Zukunft " nicht in Scharen für 69 Mark Eintritt aufs Gelände
locken ließen . Eine erste Werbekampagne mit echten Bildern von dem Treffen in
Hannover wurde angeschoben , mit Kultstar Verona Feldbusch und Sir Peter Ustinov
in den Hauptrollen . Fortan stand die Expo für " Spaßfaktor XXL " mit
internationalem Flair . Die Inhalte interessierten nur noch am Rande . Dabei
half auch - eher unfreiwillig - Ernst August Prinz von Hannover . Am Nationentag
Monacos wurde er in pikanter Pose vor dem türkischen Pavillon erwischt . Die
Bilder gingen um die Welt . Diplomatische Verstrickungen drohten , die Türken
verlangten eine Entschuldigung . " Eigentlich war die Pinkelaffäre ein
Glücksfall " , meint ein Expo-Sprecher , " so viel Aufmerksamkeit hatten wir
selten " . Auch viele Besuche von Königen , Staatsoberhäuptern und Prominenz
ließen die Besucherzahlen langsam steigen . Wirklich eingenommen hat die Expo
aus der Wirtschaft und durch Eintrittsgeld rund eine Milliarde , eigentlich
sollten es drei sein . Positiv fällt die Bilanz der meisten der 173 Nationen und
internationale Organisationen aus , von denen viele zweistellige
Millionenbeträge investierten . Der dänische Generalkommissar Ole Philipson
meint als deren Sprecher : " Die Expo ist insgesamt wunderbar gelaufen , wir
haben die ganze Zeit in Frieden hier gelebt . " " Und die Besucher waren sehr
zufrieden . " Allerdings waren die ersten Wochen schwierig . " Anfangs hatten
wir wenige Besucher , schlechtes Wetter und keine gute Presse . " Dennoch : "
Ich bin sicher , wir werden im November in eine kollektive Depression verfallen
. " Auf der Weltausstellung reihte sich ein Highlight an das andere . Das
Kulturprogramm trug viel zur Atmosphäre und Lebendigkeit der Expo bei .
Expo-Kulturchef Tom Stromberg ist überzeugt , dass sein Konzept von
anspruchsvoller Kultur und Unterhaltung für die Massen aufgegangen ist . " Ich
habe überall nur fröhliche Gesichter gesehen . " Kritiker werfen ihm vor , er
habe zu wenig die populäre Kultur bedacht . Mit dem Themenpark und bei den
dezentralen Projekten löste die Expo am ehesten ihre Versprechen ein , meinen
selbst hartnäckige Gegner . Zwar machten sie im Themenpark grobe Entgleisungen
des Sponsoring aus - etwa in Form einer Kinoachterbahn der Chemischen Industrie
mit dem ausgewogenen Informationsgehalt einer Kaffeefahrt . Die grundsätzliche
Idee aber , mit dem Themenpark Menschen zu erreichen , die sich sonst eher
selten mit Energie , Grundbedürfnissen oder Umwelt beschäftigen , scheint
aufgegangen zu sein . Gesehen haben die Hallen viele , was in den Köpfen bleibt
, ist offen . Breuel ist sicher : " Viele werden die Bilder nicht mehr loswerden
. " Den weltweiten Projekten schenkten allerdings im Vergleich nur wenige Gäste
Aufmerksamkeit . Leicht hat es die Weltausstellung in Deutschland nie gehabt -
das wird auch nach dem Ende so bleiben . Nicht nur Kritiker behaupten , dass
sich an der Art , wie mit dem Expo-Nachlass umgegangen wird , ermessen lässt ,
was sie den Machern bedeutete . Ein Verein soll sich weiter um die weltweiten
Projekte kümmern - Finanzierung noch unklar . Die Plaza und einige Pavillons
bleiben erhalten , aber auch die Abrissbirne wird Vielem zu Leibe rücken . Der
Themenpark wird unterm Auktionshammer zu Spottpreisen vergeben . Und die
unzähligen Geschenke der Nationen für Breuel werden wohl in einer U-Bahn-Station
am Rande von Hannovers Innenstadt ausgestellt - für mehr fehlt das Geld .
Telegate-Kurs bricht nach Verlust-Ankündigung ein Nach der Ankündigung von
unerwarteten Verlusten ist der Aktienkurs des Telefonauskunfts-Dienstleister
telegate am Freitag massiv eingebrochen . Ursprünglich hatte der Konzern für
2000 einen nicht näher bezifferten Überschuss angekündigt . Derzeit bereitet der
Konzern eine Kapitalerhöhung für den Einstieg in neue Wachstumsfelder vor . Der
telegate-Kurs sank zur Eröffnung um über 45 Prozent auf rund 62 Euro , erholte
sich dann aber leicht und stand gegen Mittag bei knapp über 70 Euro . Wenig
gebracht hat angesichts der Anlaufschwierigkeiten im Ausland das
Formel-1-Engagement . Wegen der Anlaufschwierigkeiten verpuffte die Werbung .
Der Konzern denke darüber nach , das Motorsport-Engagement einzustellen , sagte
Harisch laut dpa . Trotz der Schwierigkeiten , in Italien und Spanien eine
attraktive Nummer für den Auskunftdienst zu bekommen , werde das
Auslandsengagement nicht gestoppt . Auch in den USA habe man weiterhin
ehrgeizige Wachstumspläne . Harisch räumte ein , dass das Auskunftsgeschäft in
Deutschland nicht beliebig wachse . Derzeit hat das Unternehmen hier zu Lande
einen Marktanteil von 23 Prozent . Im nächsten Jahr rechnet telegate im
Kerngeschäft noch mit einem Umsatzplus von zehn bis 20 Prozent . Daher will
telegate nicht nur das Internetgeschäft forcieren , sondern auch in den Vertrieb
von Reisen und Flugtickets einsteigen . Im Frühjahr beteiligte sich der Konzern
an zwei Online-Reisebüros , die nun zur Travelgate zusammengefasst werden sollen
. Die Call Center sollen als " Sprachportal " genutzt werden und voraussichtlich
künftig auch Tickets für Kinos , Veranstaltungen oder Fußballspiele vertreiben .
Für die weitere Expansion will sich der Vorstand auf einer außerordentlichen
Hauptversammlung im Januar die Schaffung eines genehmigten Kapitals genehmigen
lassen . Die Höhe wollte Harisch nicht beziffern . Grüne fordern
Genehmigungspflicht für Mobilfunkantennen Geht es nach den Grünen im Bayerischen
Landtag , sind in Zukunft sämtliche Mobilfunkmasten und -antennen
genehmigungspflichtig - unter anderem wegen der Gefahren , die nach ihrer
Ansicht vom so genannten Elektrosmog ausgehen . In dem Antrag , den die
Grünen-Fraktion am heutigen Freitag im Bayerischen Landtag eingebracht hat und
der c't vorliegt , heißt es : " Der flächendeckende Ausbau bestehender
Mobilfunknetze , die zu erwartende Entwicklung und Verbreitung drahtloser
Kommunikationstechnologien und die von den Sendeanlagen ausgehenden
gesundheitlichen Wirkungen rechtfertigen diese Genehmigungsfreistellung nicht
mehr . " Die Grünen sehen in einer Genehmigungspflicht für alle Mobilfunkmasten
die Chance für Gemeinden und Bewohner , auf die Aufstellung von Antennen durch
Beteiligung am Genehmigungsverfahren Einfluss zu nehmen . Dadurch könne die
Verbreitung von Sendemasten gelenkt und Standortalternativen entwickelt werden .
Neben bauordnungs- und bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen müssten
insbesondere immissionschutzrechtliche Anforderungen " in jedem Einzelfall "
überprüft werden , fordern die Grünen . Das mobile Internet - ein
Unterhaltungsnetz Spiele , Filme und andere Unterhaltungsangebote werden nach
Einschätzung eines IBM-Forschers die wichtigsten Anwendungen im mobilen Internet
der Zukunft sein . " Das zeigt das Beispiel Japan " , sagte Phil Janson vom
Züricher Forschungslabor des Computerkonzerns am Freitag in Stuttgart gegenüber
dpa . Zu weiteren beliebten Anwendungen könnten sich Werbung und lokale
Informationen entwickeln , vermutet der Experte . Erst danach würden Angebote
wie Internet-Banking oder die Bestellung von Waren und Dienstleistungen über das
Handy folgen . IBM-Experten rechnen damit , dass bereits im Jahr 2003 mehr
Menschen per Handy oder mit anderen mobilen Geräten im Internet surfen als mit
dem Computer von zu Hause oder dem Büro aus . Für die breitbandige
Mobilfunktechnik der dritten Generation würden Geräte auf den Markt kommen , die
nicht mehr eindeutig als Telefon oder Computer zu definieren seien . Mit den
mobilen Zugangseräten kommen aber nach Ansicht von IBM ganz neue
Herausforderungen auf das Netz und die Betreiber zu : " Das Datenvolumen und der
Speicherbedarf werden sich wohl nicht nur verzehn- , sondern vertausendfachen "
, sagte Herbert Kircher , Entwicklungschef der IBM Deutschland . Optik-Konzern
beeindruckt mit Umsatzwachstum Nachdem Lucent wegen schlechter Geschäftszahlen
schon seinen Boss feuerte und Nortel auf Grund etwas geringerer Umsatzanstiege
als von den Analysten erwartet durch die Börsen abgestraft wurde , warteten
viele Anleger gespannt auf die Geschäftszahlen des nächsten Großkonzerns , der
sich vor allem auf den Bereich der optischen Netze verlegt hat : In den letzten
Monaten war JDS Uniphase zudem groß auf Einkaufstour : Zuerst übernahm der
Konzern Cronos , einen Hersteller von photonischen Switches , kurze Zeit später
dann SDL , einen seiner größten Konkurrenten . Diese Übernahmen belasteten nun
allerdings das Konzern-Ergebnis : Besonders aber die Umsatzsteigerungen
beeindruckten die Investoren : Im Umfeld der schlechten Zahlen von Lucent und
der Analysten-Enttäuschung über Nortel waren die JDS-Papiere in dieser Woche
bereits um 27 Prozent eingebrochen . Chinas Telekom- und TV-Kabelmarkt in
Bewegung Das chinesische Ministerium für Informationsindustrie ( MII ) will
künftig Kabelnetzbetreiber und Telekomanbieter Lizenzen für alle Dienste
anbieten , berichtete China Daily unter Berufung auf einen Direktor der
MII-Planungs- und Politikabteilung . Damit würde das MII von dem noch im
September vergangenen Jahres festgelegten Konvergenz-Bann abrücken . Fernsehen
über die Netze der Telefonanbieter - allen voran China Telekom - wäre damit
ebenso erlaubt wie High-Speed-Internetzugänge über das HFC-Netz des State
Administration for Radio and Television ( SARFT ) . Kabelbetreiber können
Internetdienstleistungen anbieten , sie brauchen lediglich eine Lizenz , sagte
der MII-Vertreter . Die Entscheidung im vergangenen Jahr muss auch vor dem
Hintergrund der Auseinandersetzungen zwischen Kabel- und Netzbetreibern gesehen
werden . Im vergangenen Jahr hatten Kabelfernsehbetreiber Telekomleitungen
gekappt , über die Videoprogramme angeboten wurden , berichtete das WebZine
ChinaOnline . Auch nach dem Bann hätten viele Rundfunkstationen Internetangebote
und die marktdominierende China Telecom Fernsehangebote gemacht . " Für schnelle
Internetanschlüsse übers Kabel gibt es schon eine ganze Reihe von Testläufe in
Shenzhen , Qingdao und den Provinzen Hunan und Shandong " , sagt Chen Liying ,
Chefredakteurin der China Internet Times . " Gesetzliche Regelungen für alle
gibt es aber derzeit noch nicht . " Die Kabelnetzwerke sind laut einer Studie
des US-amerikanischen Department of Commerce geeignet , das Problem des
Endnutzerzugangs zu lösen . Auch wenn erst knapp ein Zehntel rückkanalfähig sind
, gehen doch Beobachter davon aus , dass Internet per Kabel angesichts der
besseren Penetration gute Chancen im Wettlauf um Multimediakunden hat . Zu den
Regionen mit Sonderregelungen gehört auch die Küstenmetropole Shanghai , die
schon seit längerer Zeit die Integration von Diensten auf dem Kabel erprobt . In
einzelnen Stadtteilen gibt es schon jetzt Internet über das TV-Kabel . Gerade
diese Woche bekräftigte Shanghai mit einem ehrgeizigen Fünf-Jahresplan , man
wolle sich noch stärker aufs digitale Medienzeitalter einstellen . Um 30 Prozent
jährlich soll der IT-Sektor wachsen , wenn es nach der Vorstellung der speziell
für Netzfragen zuständigen Shanghaier Behörde geht . Kabelinternetanbieter
könnten nach dieser Wende auch ausländischen Investitionen offen stehen , sofern
die Bereiche Programm und Netzdienstleistung getrennt sind . Denn China hat sich
in kürzlich veröffentlichten Neuregelungen des Telekommunikationssektors zu den
in den WTO-Verhandlungen zugesicherten Beteiligungsmöglichkeiten für
ausländische Internet-Provider bekannt . Der Wettbewerb um Chinas Surfer wird
auf jeden Fall härter . Gestern kündigte China Telekom in Peking sinkende Preise
für den Internet-Zugang an . Mitte der Woche kam außerdem ein neuer potenter
Konkurrent aus der Deckung : die chinesische Bahn hat beim MII eine
Telekommunikationslizenz beantragt . Asus liefert neue Treiber für Boards mit
dem Promise-IDE-Chip , die KT133-Boards von MSI beherrschen endlich eine
automatische Speichererkennung , und viele Grafikkarten-Hersteller stellen sich
auf DirectX 8 oder neue Nvidia-Treiber ein . Chipsatz-TreiberBIOS-UpdatesAsus :
Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : Elitegroup : Auf der
Download-Seite Epox : Soltek : Auf der Download-Seite stehen bereit : >
Grafikkarten 3dfx : Ati : Elsa : Bertelsmanns Online-Buchladen setzt auf
Shopping per Handy Der neue Vorstandschef der Bertelsmann-Tochter BOL , Stuart
Goldfarb , will das Unternehmen zum Marktführer beim Einkauf per Mobiltelefon
machen . " Sobald die Endgeräte für die neue Handy-Generation für GPRS und UMTS
verfügbar sind , werden wir Bücher , Songs und andere Inhalte zusätzlich zum
elektronischen Download anbieten " , sagte der US-Amerikaner der Welt am Sonntag
. Die Bertelsmann-Gruppe verfüge über genug Inhalte , die sie digital vertreiben
könne , sagte Goldfarb , der den Internet-Buchhändler von der Londoner
Niederlassung aus leiten wird . Hauptsitz der BOL.com AG ist München . Ein
kräftiges Umsatzplus verspricht er sich von Verkäufen in China . Der im Mai
abgesagte Börsengang von BOL sei derzeit kein Thema . Bertelsmann liegt beim
Buchverkauf über das Internet in Europa mit BOL und in den USA über seine
Beteiligung an Barnesandnoble.com auf Platz zwei hinter Weltmarktführer
Amazon.com . Ziel von Vorstandsvorsitzendem Thomas Middelhoff ist es , bei
Medieninhalten die Weltmarktführerschaft zu übernehmen . Über strategische
Allianzen mit AOL und TerraLycos hat die Gruppe in den vergangenen Monaten
direkten Zugang zu etwa 200 Millionen weiteren Kunden gefunden . Neuer
Ausstellerrekord für die CeBIT 2001 erwartet Manch einer denkt vielleicht schon
mit Vorfreude daran , andere graust es bei dem Gedanken , dass sie sich nur
allzu bald wieder auf dem Messegelände in Hannover tummeln müssen : Die CeBIT
2001 naht mit schnellen Schritten , in knapp vier Monaten bricht wieder die
fünfte Jahreszeit in Hannover an . Und die weltgrößte Computermesse CeBIT wächst
weiter , die Veranstalter rechnen schon wieder mit einem neuen Ausstellerrekord
. Im kommenden Jahr werden zwischen dem 22. und 28. März 8.015 Aussteller in der
niedersächsischen Landeshauptstadt erwartet , rund 120 mehr als in diesem Jahr .
Ein vorläufiges Ausstellerverzeichnis ist bereits auf den Web-Seiten der
Messegesellschaft zu finden . Nach Angaben der Deutschen Messe AG vom heutigen
Montag steigt auch die Ausstellungsfläche um rund 5.000 auf 422.100 Quadratmeter
. Der europäische IT-Markt sei stark gewachsen , sagte Jörn P. Stielow vom
Fachverband Informationstechnik laut dpa . Im Jahr 2000 werden in der Branche
europaweit erstmals mehr als eine Billion Mark umgesetzt . In 2001 sollen es 1,1
Billion Mark sein . Stielow sagte , die Informations- und
Kommunikationswirtschaft habe sich in kürzester Zeit zum größten deutschen
Wirtschaftssektor entwickelt . Die stärksten Schübe kommen dabei von der
Mobilkommunikation . Handy-Boom in Deutschland ungebrochen Der Handy-Boom hält
an : Die Mobiltelefone werden in Deutschland immer beliebter , Diskussionen über
potenzielle Gesundheitsrisiken hin oder her . Damit habe sich die Zahl der
Mobilfunkteilnehmer in nur einem Jahr verdoppelt , sagte Jörn P. Stielow vom
Fachverband Informationstechnik am Montag während einer Fachpressekonferenz im
Vorfeld der CeBIT 2001 in Hannover . Der Fachverband gehört dem Verband
Deutscher Maschinen- und Anlagenbau ( VDMA ) und dem Zentralverband
Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ( ZVEI ) an . Das Umsatzwachstum in der
Mobilkommunikation liegt durchgehend bei mehr als 25 Prozent und wird bei Handys
im laufenden Jahr voraussichtlich sogar mehr als 40 Prozent betragen . Erstmals
wurden 2000 mit den neuen Kommunikationsdiensten höhere Umsätze erzielt als im
Festnetzbereich . Dieser Markt verliert derzeit zwei Prozentpunkte , während die
neuen Dienste 22 Prozent gewinnen , sagte Stielow . Dabei macht das mobile
Telefonieren den Löwenanteil aus . Die größten Zuwächse erzielt aber das
Internet mit zurzeit rund 40 Prozent . Wieder acht Tage CeBIT ab 2002 Wegen der
ständig steigenden Besucherzahlen wird die weltgrößte Computermesse CeBIT vom
Jahr 2002 an wieder acht Tage dauern . Dazu entschloss sich die Deutsche Messe
AG nach monatelangen Verhandlungen mit dem Messeausschuss , in dem die
Branchenverbände vertreten sind . Von der Verlängerung auf die ursprünglichen
acht Tage versprechen sich die Organisatoren eine deutliche Entlastung an den
Messeständen , teilte die Deutsche Messe AG am heutigen Montag in Hannover mit .
In diesem Jahr besuchten insgesamt 782.000 Menschen die CeBIT . Entscheidend sei
vor allem der hohe Anteil von Fachbesuchern auf mehr als 87 Prozent bei der
CeBIT im Jahr 2000 gewesen , hieß es . Die CeBIT 2001 wird aber noch einmal
sieben Tage dauern und vom 22. bis 28. März in Hannover veranstaltet . Für eine
Verlängerung der Veranstaltung schon für das kommende Jahr waren die Termine zu
knapp , da die Vorbuchungen für die CeBIT schon weit vor Beginn der Messe
starten . Zur Messe im kommenden Jahr wird mit ähnlich vielen Besucher wie in
diesem Jahr gerechnet . Konkrete Prognosen wurden jedoch nicht genannt . Focus :
Druck auf neuen Chef der Regulierungsbehörde Nach dem Rücktritt von Klaus-Dieter
Scheurle als Chef der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP
) wollen die Berichte nicht verstummen , dass Scheurle auf Druck vor allem der
Deutschen Telekom geopfert wurde . Nach einem Bericht in der aktuellen Ausgabe
des Magazins will die Bundesregierung den kommissarischen Präsidenten der
Behörde , Matthias Kurth , nur dann zum Scheurle-Nachfolger ernennen , wenn er
bei den Anfang 2001 anstehenden Gebühren-Entscheidungen zum
Internet-Pauschaltarif ( Flatrate ) und zum Ortsnetz zu Gunsten der Telekom
entscheidet . Außerdem soll er einer möglichen Verlängerung des Briefmonopols
der Post über das Jahr 2002 hinaus zustimmen . Am Verhalten Kurths in diesen
Fragen entscheide sich , ob der kommissarische Präsident tatsächlich Chef der
RegTP werde , will Focus aus Kreisen der Regulierungsbehörde erfahren haben .
Wenn Kurth den Wünschen der Telekom folge sowie die Bereitschaft zu einer
Verlängerung des Post-Briefmonopols signalisiere , habe er den Posten sicher ,
schreibt der Focus . Das Bundeswirtschaftsministerium bezeichnete den Bericht in
einer ersten Reaktion gegenüber heise online als " Quatsch " . Ein Sprecher
erklärte , gerade die Entscheidungen über den Telekommunikationsmarkt wie der
Flatrate-Beschluss würden von den Spruchkammern der Regulierungsbehörde gefällt
, auf die der Chef der RegTP wenig Einfluss habe . Da säßen selbstbewusste Leute
drin , die sich kaum reinreden lassen würden . " Auch ohne Scheurle muss die
RegTP den freien Wettbewerb in Deutschland vorantreiben , damit möglichst viele
Bürger den Weg ins Internet schaffen " , meinte Heddendorp . Siemens verstärkt
Engagement in den USA Der Siemens-Konzern startet vor seinem geplanten
US-Börsengang im kommenden Jahr eine Offensive auf dem nordamerikanischen Markt
. Die 30 operativen US-Gesellschaften des Konzerns würden stärker an die bisher
eher bedeutungslose US-Holding Siemens Corporation angebunden , schreibt das
Blatt . Die Dachgesellschaft koordiniere künftig die Geschäfte und gewinne
dadurch an Schlagkraft . Für den Siemens-Chef passt der US-Börsengang von
Siemens ideal in die gegenwärtige Entwicklung des US-Geschäfts : Der
US-Geschäftsanteil am Gesamtkonzern solle mittelfristig von derzeit 23 Prozent
auf 30 Prozent steigen . Im kommenden Jahr will Siemens in den USA vor allem
auch das Handy-Geschäft ankurbeln . Von Pierer hoffe , dass die anstehende
Übernahme des US-Mobilfunkbetreibers Voicestream durch die Deutsche Telekom den
Verkauf beflügeln wird , schreibt die FTD . Dagegen sei Siemens in der
Informations- und Kommunikationstechnik in den USA noch schwach . Von Pierer
rechne damit , dass auch das China-Geschäft deutlich zulegen und in zwei bis
drei Jahren hinter den USA und Deutschland zu den größten Märkten für Siemens
wird . Das Unternehmen wird sich mit dem US-Listing eine Akquisitionswährung in
den USA schaffen und den Bekanntheitsgrad bei Investoren und Verbrauchern
erhöhen . Jenoptik-Tochter baut Chip-Fabrik in Taiwan Die Jenoptik-Tochter M+W
Zander wird Anlagen für eine taiwanische Chip-Fabrik bauen . Bis April 2001
sollen 22.000 Quadratmeter Reinraum sowie Prozess- und Versorgungssysteme
geplant und eingebaut werden . Auftraggeber ist der Chip-Hersteller Taiwan
Semiconductor Manufacturing Company ( TSMC ) in der Stadt Hsin-Chu . TSMC als
reine Foundry produziert Chips im Auftrag anderer Hersteller . M+W Zander ist
weltweit beim Bau von Fabriken für die Halbleiter- und Pharmaindustrie engagiert
. Web-Prämiensystem bläst im Ausland zum Rückzug Zwei Tage , bevor in Stockholm
die Kerzen an den Weihnachtsbäumen angezündet wurden , gingen im
Skandinavien-Büro von Webmiles nach nicht einmal neun Monaten Betriebszeit die
Lichter aus - der zweite Schlag für Webmiles nach dem Ende der Kooperation mit
Ricardo vor wenigen Wochen . " Wir haben uns nach langen Diskussionen
entschlossen , den skandinavischen Markt nicht weiter zu bedienen " , seufzt
Patrick Boos , Miterfinder des webbasierten Prämiensystems . Die Erwartungen
hätten sich einfach nicht erfüllt . Die Entscheidung fiel bereits am vergangenen
Donnerstag . Um den Weihnachtsfrieden in der Münchner Zentrale nicht zu
gefährden , wurde die unerfreuliche Meldung allerdings erst heute publik gemacht
, wie die Financial Times Deutschland berichtet . Skandinavien galt wegen der
hohen User-Raten lange als Testmarkt für Firmen der New Economy . Doch
spektakuläre Pleiten wie die von den E-Commerce-Seiten Boxman.com oder
Dressmart.com haben in jüngster Zeit Zweifel an den Träumen vom großen
Internetgeschäft im hohen Norden aufkommen lassen . " Die absolute Nutzerzahl
ist einfach zu klein im dünn besiedelten Skandinavien " , sagt Boos . Zahlreiche
Partner aus dem Webhandel seien weggebrochen . Da hätte es wenig Sinn gemacht ,
die skandinavische Site noch weiter am Netz zu halten . Denn auch wenn in
Stockholm selbst in jüngster Zeit nur noch drei Mann für Webmiles gearbeitet
hätten , sei die Ressourcenbindung für die Bearbeitung des Marktes jenseits der
Ostsee doch enorm gewesen . Die Büroschließung ist die erste wichtige
strategische Entscheidung bei Webmiles , seit die
Bertelsmann-Dienstleistungssparte Arvato Mitte Oktober 70 Prozent des
Aktienkapitals des Startups übernommen hat . " Wir haben allerdings nicht von
den Güterslohern das Budget zusammengestrichen bekommen " , widerspricht Boos
Vermutungen , dass der neue Mehrheitsanteilseigner den Münchnern die Leviten
gelesen und ihnen die Schließung des Büros nahegelegt hätte . Das im März 1999
von Loretta Würtenberger und Patrick Boos gegründete Unternehmen Webmiles
gehörte während der vergangenen 13 Monate zu den am stärksten in europäische
Nachbarländer expandierenden Startups hierzulande . Auf die Eröffnung von
Satellitenbüros in London und Paris Ende 1999 folgte im Frühjahr der Aufbau von
virtuellen beziehungsweise realen Dependancen in Stockholm , Amsterdam , Madrid
und Mailand - zum Teil allerdings unter anderen Namen , etwa in Spanien , wo die
Surfer " Webpuntos " statt Meilen sammeln können . Doch " noch hat niemand einen
Vierfrontenkrieg gewonnen " , wundert sich Bernd Hardes , Vorstand der Berliner
Investmentfirma Econa , über den Überambitionismus der Branche . Früher hätten
Firmen 50 Jahre gebraucht , um sich international auszubreiten . Den Anspruch ,
vergleichbare Leistungen in 50 Tagen zu vollbringen , hält der Geldgeber für
einen der größten Fehler von Startup-Managern überhaupt . Die Lektion lernen
zahlreiche Internet-Firmen momentan unter Schmerzen . Bei der Paderborner
teamwork AG , der zweiten Pleite am Neuen Markt nach dem Provider Gigabell , war
die zu schnelle Expansion nach Frankreich , Polen und Großbritannien das
i-Tüpfelchen einer Reihe von Fehlkalkulationen . Auch der Wellness-Shop Vitago
musste kürzlich die Notbremse ziehen : Die Niederlassungen in Frankreich und
Großbritannien kommen unter den Hammer , das Büro in Italien wird liquidiert . "
Die Internationalisierung war vom Markt getrieben und nicht gesund " , sagt Boos
heute , demzufolge im neuen Jahr alle Auslandsniederlassungen von Webmiles auf
den Prüfstand kommen . Doch nachdem Startups nun von den Börsen Gegenwind ins
Gesicht bläst , fragen die Investoren nur noch nach Profiten und haben sich von
dem Mantra vom " Wachstum um jeden Preis " längst verabschiedet . Etwas Gutes
kann der Webmiles-Mitbegründer dem Aus für das skandinavische Büro daher
wenigstens abgewinnen : " Die Analysten werden den Konzentrationsprozess sicher
gut heißen . " Telekom legt Verdauungspause ein Nach den milliardenschweren
Zukäufen und dem Erwerb teurer UMTS-Mobilfunklizenzen will die Deutsche Telekom
im neuen Jahr erst einmal verdauen : " Integration gilt jetzt vor Akquisition "
, sagt Vorstandschef Ron Sommer . Doch von einer Atempause will der Topmanager
nichts wissen . Man könne nicht alles auf einmal machen . " Die Globalisierung
der Telekom wird nicht in einem , zwei oder in fünf Jahren stattfinden " ,
beteuert der Konzernchef . Als Hauptaufgabe für 2001 sieht Sommer die
Eingliederung des US-Mobilfunkbetreibers VoiceStream . Auch weitere Zukäufe
schließen Branchenkenner im kommenden Jahr nicht aus . So rechnet Frank
Wellendorf von der WestLB Panmure fest damit , dass Sommer bald in Dänemark
zugreifen wird : " Mit der Übernahme der Tele Danmark kann die Telekom einige
weiße Flecken in Europa schließen . " Hierzu gehören vor allem die
skandinavischen Länder , die Schweiz , Belgien und Holland , meint der
Telekom-Analyst . Neben der Integration von VoiceStream steht in Sommers
Terminkalender für 2001 noch der Börsengang der T-Mobile International AG , der
im Herbst abgesagt worden war . Unter dem Dach dieser Tochter sind alle
Aktivitäten des Bonner Riesen in der Mobilfunk-Sparte zusammengefasst - unter
anderem D1 , One2One , max.mobil und künftig auch VoiceStream . Eine
Voraussetzung für den Börsengang von T-Mobile ist der Abschluss des Erwerbs von
VoiceStream . Die andere heißt Börsenumfeld : Der Telekom-Chef weiß , wovon er
redet : Schließlich hatte er viele T-Aktionäre erst Mitte 2000 vergrault . Der
dritte Börsengang Telekom , bei dem erstmals Anteile des Bundes platziert wurden
, geriet zum Flop . Vom damaligen Emissionskurs ( 63,50 Euro für Privatanleger )
ist die Aktie trotz eines Plus von 2,19 Prozent , den die T-Aktie am heutigen
Börsentag bislang erreichte , mit rund 33,60 Euro weit entfernt . Aber auch die
übrigen Aktionäre wurden gebeutelt : Ihr Aktienvermögen halbierte sich binnen
Jahresfrist . Grund hierfür war nach dem Stimmungshoch der Einbruch der
Technologie- und Internetwerte an den internationalen Kapitalmärkten im Frühjahr
. Hinzu kamen die Milliarden-Summen , die die Telekom und andere
Mobilfunkkonzerne für UMTS-Lizenzen auf den Tisch blättern mussten . Das
Scheitern beziehungsweise der Rückzug an UMTS-Ausschreibungen in Ländern wie
Spanien , Italien , Frankreich , der Schweiz und Schweden tat ein Übriges . An
der Börse wurde durch den Rücktritt von Wolfgang Keuntje als Vorstandschef von
T-Online im August die Serie von Negativmeldungen fortgesetzt . Drei Monate
stand der größte europäische Onlinedienst , der im April an die Börse gegangen
war , führungslos da . Erst Anfang Dezember präsentierte Sommer mit dem Banker
Thomas Holtrop einen neuen Chef für seine Tochterfirma . Doch die WestLB Panmure
macht den T-Aktionären wieder Mut : " Die Telekom hat unseres Erachtens im Jahr
2000 den Boden gesehen . " Auch die Wende im operativen Geschäft werde den Kurs
positiv beeinflussen , schreiben die Telekom-Analysten in ihrem Ausblick für das
kommende Jahr . Gegenüber ihren Konkurrenten Vodafone und France Telecom hat die
Telekom noch einiges aufzuholen . Im UMTS-Geschäft ist der Konzern klar ins
Hintertreffen geraten . Doch die Konsolidierung der Branche dürfte sich
angesichts der hohen Lizenzkosten fortsetzen und neue Chancen eröffnen . "
Konsolidierungsmotor dürfte neben Vodafone die Deutsche Telekom sein " , glaubt
die WestLB Panmure . Und da bleibt nur der Weg über weitere Zukäufe . Die
Telecom Italia wäre ein solcher Kandidat . Doch Sommer winkt ab : " Steht heute
nicht zur Debatte . " Erste Firmen des M-Commerce vor der Pleite Noch bevor der
elektronische Handel mit Hilfe von Mobiltelefonen oder anderen mobilen Geräten
richtig in Schwung gekommen ist , stehen einige M-Commerce-Startups vor dem Aus
, berichtet die Wochenzeitung Die Zeit in ihrer jüngsten Ausgabe . Vor einigen
Tagen musste nach Angaben der Zeitung die Firma Starwap einen Insolvenzantrag
beim Amtsgericht München stellen . Das Unternehmen war erst im Januar gegründet
worden . Zuvor waren bereits zugesagte Überbrückungskredite geplatzt . Noch im
September war Max Grauert , Vorstandsvorsitzender von Starwap , von der
Wirtschaftswoche in die Liste " New Economy Top 100 " gewählt worden . Der
Starwap-Vorstand machte nun die allgemein schlechte Lage des Finanzmarkts und
die unerwartet schleppende Entwicklung des mobilen Internet-Marktes für die
Pleite verantwortlich . Bereits zuvor musste auch ein direkter Konkurrent , das
Portal CitiKey , Konkurs anmelden . Es ist noch nicht lange her , da herrschte
in der M-Commerce-Szene die reine Euphorie . " Ende 2003 wird es bereits mehr
mobile als stationäre Internet-Nutzer geben " , schürte Tor Marklund von
Ericsson Ende November die Hoffnungen der Startups . Aber : Und die Haltung der
User hätte für die M-Commercler ebenfalls eine Warnung sein sollen : Der
Internet-Handel übers Handy ist einer Studie der Boston Consulting Group ( BCG )
zufolge noch für viele Benutzer frustrierend . Jeder dritte deutsche
Handy-Nutzer gibt nach erfolglosen Versuchen den M-Commerce-Angeboten keine
zweite Chance . Dennoch wird der M-Commerce-Markt von vielen als Wachstumsmarkt
gesehen . Fieberhaft werden Anwendungen für die künftigen Handy-Generationen
entwickelt . Die Frage bleibt , wie viele der bereits bestehenden
M-Commerce-Unternehmen diese Zeiten noch erleben werden , denn ihre
Risikokapital verbrennen sie schon jetzt , meint die Zeit . Microsoft bringt
Spielkonsole X-Box erst 2002 nach Europa Offensichtlich möchte Microsoft nicht
mit den gleichen Problemen konfrontiert werden wie Sony bei der Auslieferung der
Playstation 2 : Der Softwarekonzern aus Redmond will mit Flextronics , einem
Dienstleister für Produktion und Distribution in der Computer- und
Unterhaltungselektronikbranche , zusammenarbeiten , um in " mehreren Regionen
der Welt " Produktionskapazitäten für die X-Box aufzubauen . Außerdem soll die
abgestufte Fütterung der Distributionskanäle Gewähr bieten , dass alle
Interessierten , die eine X-Box haben wollen , auch sofort eine bekommen . Mit
einer impliziten Anspielung auf die Lieferschwierigkeiten von Sony erklärte
Robbie Bach , der sich mit dem schönen Titel Chief X-Box Officer ( CXO )
schmücken darf und ansonsten seines Zeichens Vize-Präsident von Microsofts
Spiele-Abteilung ist : Hintergrund : Die Sucht am Monitor Computerspiele gehören
heute zum Alltag vieler Jugendlicher . Für den einen sind die Games ein Mittel ,
um mit Gleichaltrigen beim gemeinsamen Spiel in Kontakt zu kommen . Andere
flüchten sich dagegen regelrecht in die virtuelle Welt . Egal ob als "
Fußballmanager " oder Monster jagender " Krieger " oder einfach als Surfer ins
Netz : Wenn die Erlebnisse am Rechner wichtiger als die Wirklichkeit werden ,
ist Vorsicht angesagt . Es droht die Sucht . Wie viele Menschen betroffen sind ,
ist noch unklar . Zwar hat die Humboldt-Universität in Berlin die Ergebnisse
einer Umfrage in die Studie " Stress und Sucht im Internet " einfließen lassen .
Doch die Daten seien nicht repräsentativ , so die Wissenschaftler . Die Raten
der Süchtigen im Alter zwischen 15 bis 18 Jahren schwanken derzeit zwischen 2,2
und 15,8 Prozent der Befragten . Fest steht aber , dass " die Zahl meiner
Patienten , die internet- oder computerspielsüchtig sind , in letzter Zeit
deutlich zugenommen hat " , sagt Friedrich Gocht , Kinder- und
Jugendpsychotherapeut aus Reutlingen . Auch wann genau von einer Sucht nach
Computerspielen und dem Internet gesprochen werden kann , ist schwer zu sagen .
" Die Dauer allein ist kein Kriterium " , sagt Thomas Hünerfauth ,
Diplompsychologe und Verhaltenstherapeut aus Mittenbuch ( Bayern ) . Vor allem
das Surfen im Internet könne auch einen ernsthaften Hintergrund haben , zum
Beispiel eine aufwendige Recherche für eine Hausarbeit . Eine Abhängigkeit liege
vielmehr dann vor , wenn man merkt , dass es schwierig wird , Internet und Games
auch mal sein zu lassen . " Betroffen sind vor allem Jungen " , sagt Christiane
Papastefanou , Jugend- und Familienpsychologin aus Mannheim . Die größere
Aufgeschlossenheit der Jungen gegenüber der Technik spiele dabei eine wichtige
Rolle . Zudem sei in Jugend-Cliquen Anerkennung dadurch zu gewinnen , dass
jemand ein Computerspiel gut beherrscht . Um solches Können zu erreichen , müsse
schon eine Zeit lang gespielt werden . Von " Sucht " mag Gocht aber eigentlich
gar nicht sprechen . Er bevorzugt den Begriff pathologische Internetnutzung . "
Der Begriff Sucht orientiert sich ursprünglich an bestimmten Substanzen wie dem
Alkohol " , sagt er . Bei der Online- und Computersucht handele es sich um
exzessives Verhalten . Das entstehe dadurch , dass der Anwender bei
Computerspielen , aber auch im Internet durch die ständigen Reaktionen auf sein
Handeln bei der Stange gehalten werde . Dabei bewegen sich die Betroffenen in
einem Teufelskreis : Von anderen Abhängigkeiten wie zum Beispiel der
Alkoholsucht unterscheidet sich die Computersucht auch dadurch , dass eine
selbst auferlegte Abstinenz nur schwer möglich ist . " Mit Computer und Internet
kommen viele Menschen schon berufsbedingt in Kontakt " , sagt Hünerfauth . Wie
bei essgestörten Patienten , die ebenso wenig ganz auf das Essen verzichten
könnten , sei es daher zur Behebung des Problems wichtig , dass der
Computersüchtige sich zu disziplinieren lerne . In einer Therapie werden
Hünerfauth zufolge deshalb zunächst äußere Regularien geschaffen : " Zum
Beispiel kann sich der Betroffene ein Zeitlimit für die Sitzung am Computer
setzen , sich einen Wecker stellen und ein Protokoll führen . " Das Ziel sei
aber , dass sich der Patient " von innen heraus " wieder unter Kontrolle bekomme
. Friedrich Gocht hält es für sinnvoller , die psychischen Probleme des
Betroffenen anzugehen : " Vorschriften helfen da kaum weiter , man muss den
Patienten direkt an seinem Leidensdruck anpacken . " Die Gefahren der
Computersucht liegen vor allem in der Abkapselung von Freunden und Verwandten .
" Das ist in der Jugend besonders schlimm , zu einer Zeit also , in der Menschen
lernen , soziale Kontakte aufzubauen und sich in der Gesellschaft zu bewegen " ,
sagt Hünerfauth . Der Austausch im Chatroom sei keine Alternative zum echten
Gespräch mit anderen , sagt auch Papastefanou . Manche von der Sucht Betroffene
entwickeln Hünerfauth zufolge regelrecht Angst davor , auf andere Menschen zu
treffen . Wichtig sei jedoch , dass der Jugendliche eine Rückmeldung bekomme : "
Man sollte ihm mitteilen , welche Auswirkungen sein Verhalten auf die eigenen
Gefühle hat " , rät der Psychologe . " Eltern sollten versuchen , den Kindern
Anreize für andere Aktivitäten zum Beispiel im Sportverein zu schaffen " ,
schlägt Papastefanou vor . Und nach Auffassung von Gocht ist es das Beste , die
Betroffenen ohne Umschweife auf das Problem anzusprechen : " Von alleine kommen
die sonst nie darauf , dass etwas nicht in Ordnung ist . " Hat der Betroffene
das Problem erkannt , und ist er willig , sein Verhalten zu ändern , beginnt die
Suche nach Hilfe . " Am besten ist es , einen Therapeuten in der unmittelbaren
Umgebung aufzusuchen " , empfiehlt Gocht . Dabei werde man allerdings kaum auf
ausgemachte Computerexperten stoßen . " Die Forschung steht hier noch am Anfang
" , erklärt Papastefanou . Allerdings , so Gocht , sei eine Vorbildung des
Therapeuten in Sachen Computer oder Internet auch nicht unbedingt nötig .
Internet-TV : Das Ende des PCs ? Der Fernseher wird den PC nach Ansicht von
Rainer Hecker , dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Gesellschaft für
Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik ( gfu ) , " in weniger als zehn
Jahren als bevorzugtes Gerät für das Surfen im Internet ablösen " . In einem
Gespräch mit dpa gestand Hecker zwar zu , dass auch die Zahl der
Personalcomputer in privaten Haushalten weiter zunehmen werde . " Aber die
wachsende Verbreitung des Internet geschieht künftig über den Fernseher . " Alle
Hersteller arbeiteten bereits an internetfähigen TV-Geräten , erklärte Hecker .
Der gfu-Chef sieht den entscheidenden Vorteil der Glotze gegenüber dem PC in der
einfachen Bedienung . Allerdings müsse Rechenleistung und Speicherkapazität der
TVs noch wachsen : " So wird man sehen müssen , ob dieser Teil der Technik im
Gerät untergebracht werden kann oder aber eines Tages auf einem separaten Server
im Keller des Hauses stehen wird . " Die gfu wurde 1973 von elf Firmen gegründet
, um die Belange der Unterhaltungselektronikindustrie in der Öffentlichkeit zu
fördern . Mitglieder sind unter anderem Sony , Nokia , Philips , Blaupunkt ,
Grundig und Metz . Anderes beweisen möchte . Die Vorstellung , in Zukunft werde
man zum Surfen den Fernseher benutzen , ist allerdings nicht gerade neu :
Inzwischen schicken sich aber Geräte an , die mit einem normalen PC nicht mehr
viel zu tun haben , der Computer-Industrie das lukrative Geschäft mit dem
Internet streitig zu machen . Mit der wagemutigen Prognose , bald werde der
Internet-Zugang über Fernseher dominieren , startet die gfu offensichtlich einen
Versuch , die Claims für die Unterhaltungselektronikundustrie in diesem
boomenden Markt abzustecken . Surfen mit jedem Handy Internet-Zugang für jedes
beliebige Handy verspricht das Eschborner Systemhaus CMG . Eine spezielle
Software , der WAP Service Broker , soll das Surfen mit dem Mobiltelefon
ermöglichen , auch wenn das Gerät noch nicht das Wireless Application Protocol (
WAP ) versteht . Dazu müssen die Anbieter von WAP-Diensten die CMG-Software auf
ihren Servern installieren . Sie setzt dann die Daten in den Short Message
Service ( SMS ) um , so dass jedes gebräuchliche Handy die Informationen
empfangen kann . Eigentlich sollten WAP-Handys zu einem der Boom-Artikel im
Weihnachtsgeschäft werden - das hat aber nicht so ganz geklappt : Die
WAP-Mobiltelefone sind teuer und bislang kaum lieferbar . Und die ersten
Anbieter stellen zwar WAP-Dienste im Internet zur Verfügung , einige halten sich
angesichts der nicht verfügbaren Endgeräte aber noch zurück . CMG will dem mit
einem Komplettpaket abhelfen : WAP-Gateway und WAP Service Broker sollen nicht
nur eine schon bestehende WAP-Infrastruktur von jedem Handy aus nutzbar machen ,
sondern den Aufbau eines kompletten neuen WAP-Angebots mit integriertem
SMS-Dienst ermöglichen . Freier Internet-Zugang für alle Hamburger Ab Mitte 2000
sollen alle Einwohner von Hamburg einen Internet-Zugang ohne Provider-Gebühren
erhalten - nur die lokalen Telefonkosten zur Einwahl muss weiterhin jeder selbst
tragen . Der Zugang umfasst für jeden Hamburger eine E-Mail-Adresse in der Form
Vorname.Nachname@hamburg.de und eine kostenlose Homepage mit bis zu zehn
Web-Seiten . Die Stadt Hamburg will für den Ausbau der stadteigenen Web-Dienste
zusammen mit der Hamburgischen Landesbank , der Hamburger Sparkasse , der
Kreissparkasse Harburg und der S-Online Schleswig-Holstein GmbH eine
Betreibergesellschaft gründen . Nach dem heute geschlossenen Vertrag wird sie
das bisherige rein städtische Internet-Angebot um kommerzielle Inhalte erweitern
. Die Stadt bringt in die Kooperation das Portal hamburg.de ein , auf dem
bislang schon Informationen des Senats und der städtischen Verwaltung zu finden
sind . Dazu gehören beispielsweise Job-Angebote des örtlichen Arbeitsamts ,
genauere Angaben zu Dienststellen der Stadt wie etwa dem Einwohnermeldeamt oder
den KFZ-Zulassungsstellen sowie E-Mail-Adressen einzelner Behörden . Ein Beirat
soll die Betreibergesellschaft darin beraten , hamburg.de " serviceorientiert ,
bürgernah , effektiv und pluralistisch " zu gestalten , wie es in einer heute
vom Hamburger Senat herausgegebenen Erklärung heißt . In diesem Beirat sollen
Unternehmen und Organisationen vertreten sein , " die an der Fortentwicklung des
Internet in Hamburg interessiert sind " . Dazu könnten beispielsweise auch
Stadtteil-Initiativen oder Firmen aus der Hamburger Multimedia-Branche gehören ,
kommentierte ein Sprecher gegenüber c't . Mit diesem Vorhaben gehe Hamburg "
einen entscheidenden Schritt zur Demokratisierung des Internet " , erklärte die
Hamburger Finanzsenatorin Ingrid Nürmann-Seidewinkel . Das sei aber noch nicht
alles : Der Senat hofft außerdem , durch die Übergabe von hamburg.de an die
Betreibergesellschaft Geld zu sparen : Man brauche in Zukunft keine
Providerkosten mehr zu entrichten , um das städtische Angebot ins Netz zu
stellen . Die Finanzierung des Ausbaus von hamburg.de werde in vollem Umfang
durch die an der Betreibergesellschaft beteiligten Unternehmen gewährleistet .
Die daraus entstehenden Produkte würden dann gemeinsam vermarktet . Ericsson :
Schwierigkeiten im Handy-Markt Immerhin konnten die Schweden im vierten Quartal
des Geschäftsjahres zulegen : Den Gewinnrückgang für das gesamte Geschäftsjahr
führt Ericsson selbst auf geringere Absätze bei Mobiltelefonen zurück . Der
Anteil von Ericsson am Handy-Markt sank 1999 nach Analysen von Börsenexperten
von 15 auf 12 Prozent . Da haben die Hauptkonkurrenten des schwedischen Konzerns
wohl besser gearbeitet . Motorola , mit einem Marktanteil von 20 Prozent Zweiter
der Branche , führt eine exorbitante Gewinnsteigerung vor allem auf Erfolge im
Handy-Markt zurück . Und Branchenprimus Nokia , der seine Zahlen für das
Geschäftsjahr 2000 am 1. Februar 2000 vorstellt , konnte seinen Anteil am
Handy-Markt sogar von 23 auf 30 Prozent steigern . Die Börsen erwarten daher
eine Gewinnsteigerung beim finnischen Telekommunikationskonzern um 32 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr . Die Firma geht davon aus , dass die Zahl der
Handy-Besitzer von 23 Millionen Ende 1999 auf ungefähr 35 Millionen zum Ende
dieses Jahres steigt ; damit würden rund 43 Prozent der deutschen Bevölkerung
ein Mobiltelefon ihr Eigen nennen . Davon möchte Ericsson 11 Prozent liefern -
1999 schaffte Ericsson mit 800.000 verkauften Mobiltelefonen in Deutschland
einen Marktanteil von rund 6,4 Prozent . 2000 will die Firma einen Umsatzzuwachs
von 30 Prozent erreichen . Der wichtigste Geschäftsbereich in Deutschland ist
die Netzinfrastruktur mit einem Umsatzanteil von 42 Prozent ; die Abteilung
verkauft vor allem Systeme für Mobilfunknetze ( unter anderem an Mannesmann ) .
Das schwedische Mutterhaus musste für das Geschäftsjahr 1999 einen
Gewinnrückgang um 10 Prozent verbuchen , den die Firma selbst auf geringere
Absätze bei Mobiltelefonen zurückführte . Allerdings verbuchte Ericsson ein sehr
erfolgreiches viertes Quartal , in dem der Gesamtkonzern den Umsatz mit Handys
um 40 Prozent steigern konnte . Disney gibt im Rennen der Internet-Portale auf
Die Walt Disney Corporation , größter Medienkonzern der Welt , gibt im Rennen
gegen Online-Portale wie Yahoo , Lycos oder AOL auf . Die sogenannten Portale
dienen als Einstiegsseite für Internet-Surfer - sie versprechen , die ganze Welt
des Internet unter einem Dach zu vereinen . Ein lukratives Unterfangen : Yahoo
entwickelte sich etwa von einem Webseiten-Katalog zu einem Portal und macht
inzwischen glänzende Geschäfte damit . Nun zieht der Konzern die Konsequenzen :
Statt als allgemeine Einstiegsseite ins Internet soll go.com sich in Zukunft auf
spezielle Gebiete konzentrieren . Wen wundert es angesichts des Eigentümers
Disney , dass es sich dabei um die Bereiche Erholung , Freizeit und Unterhaltung
handeln soll ? Niedersachsen führt digitale Signaturen ein Die niedersächsische
Landesverwaltung hat mit der Deutschen Telekom eine Vereinbarung getroffen , die
die Einführung von digitalen Signaturen im Landesdienst ermöglicht . Die
Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation hatte schon Anfang letzten
Jahres die so genannte Wurzelinstanz für digitale Signaturen in Betrieb genommen
; die Telekom wurde von der Behörde zur gleichen Zeit als Trust-Center für
digitale Signaturen anerkannt . Seither bietet die Telefongesellschaft
Chipkarten für diese elektronischen Unterschriften nach dem Signaturgesetz (
SigG ) an . Bislang aber gab es praktische keine Anwendungen für digitale
Signaturen , die elektronischen Zahlungs- und Briefverkehr absichern und
authentisieren sollen . Niedersachsen will nun die elektronischen Unterschriften
bei allen Mitarbeitern einführen - seit Jahresbeginn würden bereits digitale
Signaturen an Landesbedienstete ausgegeben , erklärte das niedersächsische
Finanzministerium . Bislang seien rund 6400 Angestellte damit versorgt ; nach
Abschluss der Umstellung würden 12.000 Bedienstete an 700 Standorten mit
elektronischen Unterschriften arbeiten . " Niedersachsen ist weltweit das erste
Land , das diese zukunftsweisende Technologie flächendeckend einsetzt " , heißt
es in einer Mitteilung des Ministeriums . Zukünftig sollen beispielsweise
Zahlungsvorgänge am PC vollelektronisch und ohne Papierbelege abgewickelt werden
. Der niedersächsische Finanzminister Aller erklärte , durch die elektronische
Abwicklung von Transaktionen verkürze sich die Bearbeitungszeit von Vorgängen ,
die bislang zehn Tage benötigten , auf ein bis zwei Tage . Josef Brauner ,
Vorstandsmitglied der Telekom , sieht darüber hinaus auch Vorteile auf die
Bürger zukommen : " Neben erheblich verkürzten Bearbeitungszeiten ergeben sich
neue Anwendungsmöglichkeiten wie zum Beispiel die elektronische Steuererklärung
. " Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den
Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar ,
Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Sieben
Jahre nach Couplands Entscheidung beginnen die mit " rolling blackouts "
lebenden Kalifornier , die Devise von Coupland umzusetzen . Sie misstrauen den
Bildschirmen und schreiben lieber auf ihren Handhelds . Oder sie kaufen Laptops
, die nun als " rollover resistant " angepriesen werden , weil die Batterien
tatsächlich zwei Stunden schaffen . Noch können sie nicht mit Gelee oder
Gummibärchen à la mode de Gravenreuth aufgepäppelt werden . Zu den feineren
Aspekten dieses Blackouts zählt der Börsenliebling Cisco , der sich mit allen
Mitteln gegen den Bau eines großen Kraftwerks sperrt , weil dies die
Lebensqualität in einem neuen Büroareal für 20.000 hereingekaufte Mitarbeiter
drastisch senken würde . Ohne Strom geht 's auch , wenn die DNS-Server eh nicht
erreichbar sind . Bei einem Stromausfall in Seattle jedenfalls kam Coupland die
Idee für seine " Mikrosklaven " , einem hübschen Stück über das Leben und
Arbeiten unter Ballmigates . Coupland fragte sich beim Blackout , was die da in
Redmond wohl in der Dunkelheit machen . Inzwischen wissen wir , dass es für
Microsoft etwas Schlimmeres gibt als einen kleinen Stromausfall : Wenn die
Server futsch sind , merkt man das nicht nur in Seattle . Im Rückblick auf die
Woche beschäftigt mich beim Thema Microsoft noch die Frage , ob Ausfälle in den
Taschenrechnern auch zum Alltag auf dem " schönsten Campus der Welt " ( Gates )
gehören . Die Summe , die Microsoft nun an Sun nach der Einigung im großen
Java-Streit zahlt , beträgt ziemlich genau ein Fünftel der Anwaltskosten , die
Microsoft bisher in diesen Streit investierte . Nun sage noch einer , dass nur
die Bobos mit ihren Dot.Coms wie letsburyit oder vielleicht kimble.com richtig
Geld verbrennen können . Denn die Angestellten verdienen bekanntermaßen nicht
allzu viel , zumindest was das Grundgehalt betrifft . Die Aktienoptionen dürften
die Microserfs aber in den letzten Wochen auch nicht besonders glücklich gemacht
haben . Ob Techniker in Redmond besonders wenig verdienen , ist übrigens bislang
nicht bekannt . Wer den Schaden hat , braucht für den Spott nicht zu sorgen . Da
muss unsereiner nicht auch noch draufschlagen . Denn Leid können sie einem schon
tun , die Gates-Mannen : Da verhaut irgendso ein Dödel von Techniker die
Konfiguration eines Routers ( wahrscheinlich von Cisco ) , und schon kommen die
Kiddies auf die Idee , das könnten sie doch besser . Unternehmen . Wer traut
schon der Software einer Firma , die ihr eigenes Netz nicht vernünftig in den
Griff bekommt ... Das hat Microsoft nicht verdient . So schlecht wie die
Netzwerkplaner ist die Software aus Redmond nun doch nicht . Vielleicht standen
die Netzarchitekten ja auch zu lange im Dunkeln , weil es auch in Seattle zu
wenig Strom gab . Im löblichen Forum zum Heiseticker , der reizenderweise dieses
wwww ins www stellt , äußerten Forumsteilnehmer angesichts der Ausfälle bei
Microsoft ihre " klammheimliche Freude " und mussten dafür harsche Kritik
anderer Forumsteilnehmer einstecken . Leider macht Trittin lächelnde Miene zum
blöden Spiel und beteuert , dass er das Wort klammheimlich unheimlich schlimm
findet , wenn es , wie 1977 geschehen , in Zusammenhang mit einem Mord gebraucht
wird . Als diese Formulierung von der klammheimlichen Freude von einem gewissen
Mescalero in Göttingen gebraucht wurde , eskalierte ein Streit um Meinungs- und
Redefreiheit , wie ihn die Republik Deutschland bis dahin nie erlebt hatte .
Professoren mussten extra Treue auf diesen Staat schwören . Doch was hatte der
Mescalero geschrieben ? Er hatte den Mord an Siegfried Buback verurteilt ,
zitiert nach Geronimo : Die Sätze müssen sicher im Kontext bedacht werden : Der
fürchterliche " Deutsche Herbst " begann ein paar Monate später . Wer heute die
Argumentation eines Peter Brückner verstehen will , muss seinen Überlegungen zum
First Amendment der USA folgen , das die Meinungsfreiheit sehr hoch einschätzt :
In der Debatte um die Sauberkeit des www sind diese Gedanken rund um den
Mescalero-Artikel hochaktuell . In Deutschland ist für solche Fragen
bekanntermaßen die Bild-Zeitung zuständig , die sich gerade den ehemaligen
IBM-Chef und Ex-BDI-Präsidenten Olaf Henkel als Kommentator für das Internet und
die digitale Gesellschaft der Zukunft geholt hat . " Ihr , die ihr herkommt ,
lasset alle Hoffnung " , meinte ein gewisser Herr Alighieri , zumindest in der
Übersetzung von Ida und Walther von Wartburg . Wer in 's Internet eingeht , muss
vielleicht noch nicht alle Hoffnung fahren lassen - aber weit ist es nicht mehr
bis dahin . Wir wissen nicht , welche Hoffnung Henkel fahren lässt , aber
offensichtlich lassen die Grünen nicht nur manche Castoren fahren . Mag sich
auch Grietje Bettin , ihres Zeichens medienpolitische Sprecherin der Grünen ,
für ein " Recht auf Anonymität " mit Otto Schily anlegen und selbst
rechtsradikale Webseiten ganz gegen alle veröffentlichte Meinung von der Zensur
ausnehmen wollen : Einen " Mittelweg " gemeinsam mit Schily möchte sie dann doch
finden . Vielleicht sieht er dann ja so aus wie der berühmte Atom-Kompromiss
oder die gerechten Kriege im Kosovo - man mag von diesen Ereignissen halten ,
was man will , sie sind nun nicht gerade gelungene Beispiele , um Vertrauen in
die Standhaftigkeit der Grünen zu erwecken . Vielleicht sollte der guten
Edelgard Bulmahn einmal jemand erzählen , dass die Abwanderung hochkarätiger
Wissenschaftler nicht nur ein ökonomisches , sondern auch ein gesellschaftliches
und soziales Phänomen ist . Aber ob sie sich gegen Schily , diese Reinkarnation
von Manfred Kanther ohne schwarze Kassen , durchsetzen kann , ist sowieso eine
andere Frage . Die Ansicht , gegen die Probleme mit der Redefreiheit helfe nur
noch mehr Redefreiheit , wird unsereinem angesichts so mancher aktueller
Diskussion hierzulande immer sympathischer : Drauf er , wie einer dem Erkenntnis
ward : Ein immer wieder gern gesehener Torpedo gegen die Meinungsfreiheit ist
der Kinderschutz . Was passiert mit unseren behüteten Kindern , wenn sie
unvermittelt lesen müssen , was Henkel über OS/2 dachte ? Vor Unflätigkeiten wie
" absolute Scheiße " müssen Kinder doch geschützt werden , in einen
wuschelig-weichen Kokon erlaubter Web-Adressen eingespannt . Sinnigerweise ist
es das Mutterland des First Amendments , in dem aus einem Schutz ein satter
Profit gezogen werden kann . N2H2 , einer der wichtigsten Schutzschildmacher ,
verkaufte offensichtlich statistische Daten über die Surfgewohnheiten an Firmen
, die just diese Klientel zur Kundschaft haben . Ständig sind sie in Sorge , was
die Jugend konsumiert , ob sie gar den neuesten Ginger schon im
One-Click-Koofmich eingetragen hat . Was wird . Am Montag wird das Guiness-Buch
der Rekorde um einen neuen Eintrag erweitert . Schon vor dem Mindestalter für
diesen ehrwürdigen Titel hatte der Junge alle Prüfungen erfolgreich bestanden .
Als Nächstes steht der entsprechende Titel von Cisco auf dem Programm . Damit
könnte der junge Mann glatt bei Microsoft anfangen und die DNS-Server
ausfallsicher aufstellen und konfigurieren . Und Bill Gates könnte um einiges
ruhiger durch die Weltgeschichte reisen . Am Donnerstag wird der Star-Architekt
von Microsoft bei uns erwartet , um vor Journalisten in Düsseldorf den
revolutionären Biztalk Server 2000 und den Commerce Server 2000 vorzustellen .
Wenig Interesse an kostenloser Internet-Schulung Arbeitslose sind in
Schleswig-Holstein an kostenloser Internet-Schulung wenig interessiert . Das hat
eine dpa-Umfrage bei der Arbeitsverwaltung im nördlichsten Bundesland ergeben .
Zum Grund der Zurückhaltung könne er nichts sagen . " Wir hoffen aber , dass das
Angebot bald stärker genutzt wird " . Denn " das Internet wird immer wichtiger ,
auch bei der Jobsuche " , meinte der Sprecher . In Hamburg , Schleswig-Holstein
und Mecklenburg-Vorpommern waren es seit Einführung des Angebotes im Oktober
2000 insgesamt rund 2.500 Teilnehmer , sagte Möller . Dabei entfallen zwei
Drittel der vergebenen Internet-Zertifikate allein auf Mecklenburg-Vorpommern .
Vor allem in Schleswig-Holstein sei die Inanspruchnahme " sehr uneinheitlich " .
In Arbeitsämtern , die mehr für die Fläche zuständig sind , sei die Nachfrage
geringer als in städtischen Bereichen . " Das kostenfreie Angebot , in
Kurzlehrgängen bei örtlichen Bildungsträgern einige Internetkenntnisse zu
erwerben , fällt bisher auf wenig fruchtbaren Boden " , meinte der Sprecher des
Arbeitsamts Flensburg , Wilfried Schramm . Nur rund 100 Personen hätten die "
Schnupperkurse " genutzt . Den Trend bestätigte auch das Kieler Arbeitsamt ,
zuständig für die Landeshauptstadt und den Kreis Plön sowie einen Teil von
Rendsburg-Eckernförde . Für diesen Bereich nannte ein Amtssprecher die Zahl von
bisher rund 200 Internet-Trainierten . Die Internet-Fortbildungsaktion war von
der Bundesregierung ins Leben gerufen worden , um Arbeitslosen die zunehmende
Chance der Stellensuche im weltweiten Netz zu ermöglichen . Dazu dient ein
vierstündiger Computer-Einstieg und ein angehängter Kurs von sechs Stunden , bei
dem speziell die Anwendung des Internet vermittelt wird . Abschließend erhält
der Teilnehmer ein " Internet-Zertifikat " . Damit die Kenntnisse praktisch
umgesetzt werden können , bekommt jeder außerdem einen " Surf-Gutschein " im
Wert von 50 Mark . Dieser kann bei den beauftragten Bildungsträgern am Computer
eingelöst werden . Der Piep im Ohr - das Handy im Auto Die Fahrt auf der
Autobahn lässig mit einer Hand zu steuern und nebenher das Handy ans Ohr zu
drücken , ist künftig tabu . Ab 1. Februar darf im Auto nur noch im Dauerstau
oder mit Freisprechanlage telefoniert werden . Dafür sorgt die 33. Verordnung
zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften aus dem
Bundesverkehrsministerium - eigentlich eine überschaubare Vorschrift . Das
Handyverbot sorgt deshalb im Vorfeld für Aufregung . Und doch ist es wohl nur
ein Schritt auf dem Weg zum völlig befreiten Telefonieren . " Das führt zur
Gängelung und Verunsicherung der Fahrer " , kritisiert etwa Johannes Hübner ,
Sprecher des Automobilclubs von Deutschland e. V. ( AvD ) in Frankfurt . Über
die Hälfte ( 53 Prozent ) der Vielfahrer in Deutschland lehnt nach einer Umfrage
der Sicher Direct Versicherung das Verbot ab . " Das Gesetz ist sinnvoll " ,
sagt hingegen Maximilian Maurer vom ADAC in München . Telefonierer begehen viel
häufiger gravierende Fahrfehler - meist ohne es überhaupt zu merken . 20
Unfalltote gab es laut Bundesverkehrsministerium 1996 wegen Telefonierens . Die
Details der neuen ablenkungsfreien Autowelt können den Fahrern allerdings
Kopfzerbrechen bereiten . Klar ist : Nach einer Lernphase mit nur mündlichen
Verwarnungen bis 1. April ist ein Verwarngeld von 60 Mark fällig . Beim
Radfahrer wird Telefonieren während der Fahrt dann mit 30 Mark geahndet .
Außerdem gibt es ja noch die erlaubten Telefonvarianten . Reicht aber ein
Headset - ein Ohrstecker mit Mikro - oder braucht man eine teure
Freisprechanlage ? " Headsets sind billiger und besser " , sagt Jürgen Grützner
, Geschäftsführer des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und
Mehrwertdiensten ( vatm ) in Köln . Grützner rät zu den Modellen , die
Handy-Hersteller für rund 70 Mark für eigene Geräte anbieten . Empfang und Ton
seien klarer als bei rund 30 Mark teuren variablen Headsets für verschiedene
Handys . Ungewiss ist allerdings noch , ob das Verbot wirklich richtig
kontrolliert wird . " Es wird Gegenden geben , wo auch Monate nach Inkrafttreten
kein Polizist etwas sagt " , räumt Richard Schild ein , der Sprecher des
Bundesverkehrsministeriums , " im Bereich anderer Polizeidirektionen kann
dagegen scharf kontrolliert werden " . Ministeriumssprecher Schild erwartet ,
dass sich das Gesetz irgendwann überlebt haben wird : " Wenn alle Fahrzeuge mit
Freisprechanlagen ausgestattet sind , braucht man das Gesetz nicht mehr " , sagt
Schild . In Zukunft werden womöglich alle Fahrer ohne sichtbare Geräte ständig
mit aller Welt in Kontakt stehen . Diese Entwicklung sieht bereits der vatm
voraus . Die neue Vorschrift könnte die technische Aufrüstung zur freien
Telefonzukunft sogar beschleunigen . Bereits heute verbinden viele
Freisprechanlagen die Fahrer auf Zuruf mit ihren Lieben - oder mit der Auskunft
, die gleich zum gewünschten Gesprächspartner durchstellt . Erste Reaktionen von
Microsoft auf DNS-Probleme Nach dem Webseiten-Ausfall durch einen
Router-Konfigurationsfehler und den folgenden DoS-Attacken auf die Router hat
Microsoft erste Reaktionen auf die Kritik gezeigt , die Netzstruktur des
Konzerns mache das Microsoft-Netzwerk für solche Probleme anfällig . Statt wie
bisher alle Anfragen nach der Namensauflösung für Microsoft-Webseiten durch vier
DNS-Server beantworten zu lassen , die im selben IP-Subnetz liegen , sind nun
weitere DNS-Server hinzugekommen . Sie sind bereits in den Root-Servern des DNS
eingetragen . Akamai will über ein globales Netz von Server-Farmen Aufrufe von
Webseiten beschleunigen , indem sie immer zu den nächstgelegenen Servern
geleitet werden . Seit dem 27. Januar ergeben Abfragen bei Network Solutions auf
den a-Root-Server zusätzlich zu den Microsoft-eigenen DNS-Servern (
DNS4.CP.MSFT.NET 207.46.138.11 , DNS5.CP.MSFT.NET 207.46.138.12 ,
DNS6.CP.MSFT.NET 207.46.138.20 , DNS7.CP.MSFT.NET 207.46.138.21 ) zumindest
einen weiteren DNS-Server von Akamai ( Z1.MSFT.AKADNS.COM 216.32.118.104 ) .
Nameserver-Lookups auf microsoft.com resultieren zudem in drei weiteren
Akamai-Servern , die Anfragen auf die Microsoft-Domain beantworten können (
Z2.MSFT.AKADNS.COM 32.96.80.17 , Z6.MSFT.AKADNS.COM 207.229.152.20 ,
Z7.MSFT.AKADNS.COM 213.161.66.158 ) . Im Unterschied zu den Microsoft-eigenen
DNS-Servern , die sich bislang immer noch im selben IP-Subnetz befinden , sind
die Akamai-Server in verschiedenen Netzen angeschlossen und an unterschiedlichen
Orten platziert . Nach eigenen Angaben betreibt Akamai mehr als 8.000 Server in
54 verschiedenen Ländern , die über 460 unterschiedliche Telecom-Netze mit dem
Internet verbunden sind . Unter anderem hat Akamai auch das ICAP-Forum
mitbegründet . ICAP ( Internet Content Adaptation Protocol ) soll nach den
Vorstellungen des Konsortiums zu einem Standard für Load-Balancing ,
Ausfallsicherheit und Verteilung von Webinhalten im Internet werden .
Interessanterweise ist Akamai eine " Unix-Company " : akamai.com selbst arbeitet
auf Solaris-Basis , das Webangebot unter www.akamai.com läuft unter Linux . Als
Webserver nutzt Akamai dabei den Enterprise-Server von Netscape . Über die
Technik , auf der das Server-Netz basiert , gibt Akamai bislang zwar kaum
Details an die Öffentlichkeit , benutzt für die entsprechenden Rechner aber
anscheinend auch Unix-Systeme . Zum Domain Name System ( DNS ) siehe auch den
Hintergrund-Bericht Microsoft , das Internet und die Namen . CNN-Websites wegen
" interner Probleme " vom Netz Die Websites des Fernsehsenders CNN , der nach
der Übernahme von Time Warner durch AOL zum neuen Mediengiganten AOL Time Warner
gehört , hatten am Freitag mit Problemen zu kämpfen : Eine CNN-Sprecherin
schloss gegenüber US-Nachrichtenagenturen einen Cracker-Angriff jedoch aus . Es
habe ein " internes Problem " gegeben . Man untersuche derzeit noch , ob es sich
um den Fehler eines Mitarbeiters gehandelt habe , erklärte sie am gestrigen
Samstag . Im Rahmen der Fusion von AOL und Time Warner sollen über 2.000
Arbeitsplätze wegfallen . Schon vor der endgültigen Genehmigung des
Zusammenschlusses hatte CNN eine Umstrukturierung angekündigt , die für bessere
Zusammenarbeit zwischen den Redaktionen der Webseiten und den CNN-eigenen
Reportern sorgen soll . Dabei sollen 500 bis 1.000 Stellen wegfallen . US-Sender
klagen gegen Gebühren für Internet-Radios Die National Assoication of
Broadcasters ( NAB ) , die CBS-Tochter Infinity Broadcasting und einige andere
Stationen haben vor einem Bezirksgericht in Pennsylvania eine Klage gegen
Lizenzgebühren für Internet-Radios eingereicht . Aulöser des Streits ist ein
Beschluss des Coypright Office , in den USA für alle Fragen des Urheberrechts
und der Copyright-Lizenzen zuständig . Darin legte die Behörde Anfang Dezember
fest , dass Internet-Radios an die Musikindustrie Lizenzgebühren zahlen müssen .
Zuvor hatten Radiostationen , die eine so genannte Statutory License nach dem
Digital Millenium Copyright Act ( DCMA ) für Radioprogramme per terrestrischer
oder Kabel-Ausstrahlung besaßen , für zusätzliche Webradio-Angebote keine
weiteren Lizenzgebühren bezahlt . Nach dem Beschluss des Copyright Office
müssten die Stationen für die zusätzlichen Webcast-Angebote nun jedoch weitere
Gebühren zahlen - denn eine durch die amerikanische Regulierungsbehörde FCC
lizenzierte Radiostation sei bei der digitalen Übertragung nicht vom
Urheberrecht der Coypright-Inhaber ausgenommen , die über die Aufführung ihrer
Werke mittels digitaler Medien entscheiden könnten . Einige Stationen , die nur
per Streaming Media im Internet arbeiten , leisten bereits Abgaben an die
Musikindustrie . Das Copyright Office legte allerdings in seiner Entscheidung
nicht die Höhe der zu zahlenden Lizenzgebühren fest . Dies sollten die
Musikindustrie und die Sender unter sich aushandeln . Die Klage der
Radiostationen und ihrer Lobby-Vereinigung richtet sich nun auch grundsätzlich
gegen den Beschluss der Behörde . Die NAB hatte bereits nach Bekanntwerden der
Copyright-Office-Entscheidung erklärt , dass " diese Entscheidung Bundesgesetzen
und den Absichten des Kongresses widerspricht , die im Copyright-Gesetz zum
Ausdruck kommen " . In der Klageschrift betonen die Radiostationen nun , ihrer
Ansicht nach sei der Beschluss des Copyright Office eine Überschreitung der
Befugnisse der Behörde . Die Entscheidung sei " willkürlich , ein Missbrauch von
Machtbefugnissen und daher ungültig " . Träten die durch das Copyright Office
erlassenen Bestimmungen in Kraft , würde dies die zusätzlichen Angebote von
normalen Radio-Programmen über das Internet abwürgen . Sprecher des Copyright
Office wiesen die in der Klageschrift geäußerten Vorwürfe bereits zurück und
zeigten sich zuversichtlich , dass die Entscheidung auch vor Gericht Bestand
haben werde . ICANN startet Studie zur Mitbestimmung durch Internet-Nutzer Der
ehemalige schwedische Ministerpräsident Carl Bildt , der Chef des Carter Centers
, Charles Costello , und Ex-ICANN-Direktor Pindar Wong sollen in den kommenden
Monaten die Mitsprachemöglichkeiten der Internet-User innerhalb der Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) neu bewerten . Der Vorstand
der ICANN einigte sich auf Bildt als Chef einer insgesamt bis zu neunköpfigen
Expertengruppe , die innerhalb eines Jahres Empfehlungen zur so genannten
At-large-Mitgliedschaft machen soll . Geschäftsführende Direktorin des
Studienkomitees wird Denise Michel , Beraterin des früheren
US-Wirtschaftministers Ronald Brown . Die rund 76.000 At-large-Mitglieder der
ICANN hatten im vergangenen Herbst in einer weltweiten elektronischen Wahl fünf
Direktoren zu ihren Vertretern im Vorstand der Internet-Verwalter bestimmt . Der
Sprecher des Chaos Computer Club , Andy Müller-Maguhn vertritt die Nutzer aus
Europa . Schon im Vorfeld der Wahl gab es innerhalb der ICANN erhebliche
Bedenken gegenüber dem Konzept der Einzelmitgliedschaft . Die restlichen Sitze
werden von den verschiedenen Industrie-Fachgruppen der ICANN vergeben , vier
Direktoren stammen noch aus dem ursprünglich auf Initiative der US-Regierung
handverlesenen Interims-Vorstand . Im Rahmen der At-large-Studie sollen Bildt
und seine beiden Vizechefs noch einmal grundsätzliche Fragen klären : Obwohl es
bereits einmal ausführliche Diskussionen zu diesen Fragen im eigens dafür
eingerichteten Mitgliederkomitee ( Membership Advisory Committee ) gab - und man
sich letztlich zur Direktwahl entschloss - , besteht der Vorstand nun erneut auf
einer bedingungslosen Prüfung der Mitsprachemöglichkeiten . Bildt , der derzeit
als Balkan-Botschafter für die Vereinten Nationen aktiv ist und auch noch einen
Sitz im schwedischen Parlament hat , bleiben gerade einmal sechs Wochen , um ein
Konzept für die Studie zu erstellen und einen Budget-Vorschlag zu machen .
Bereits bei der ICANN-Tagung im März soll die Studiengruppe dazu einen ersten
Bericht abliefern . Und weil Änderungen in der Vorstandsstruktur der
Organisation bereits Ende 2002 komplett umgesetzt sein müssen , haben die
Ergebnisse der Studie voraussichtlich bereits zur Jahrestagung 2001 dem Vorstand
vorzuliegen . Vorschläge und Einwendungen der User sollen auf Mailinglisten und
bei einer oder mehreren Konferenzen zusammengetragen werden . " Und ich zähle
auf die Mitarbeit einer Vielzahl von Internet-Interessengruppen , die sich für
ICANNs Arbeit interessieren , um eine arbeitsfähige Lösung vorlegen zu können .
" Damit bezieht sich Bildt auf die Forderung der ICANN , möglichst viele von
unterschiedlichster Seite finanzierte Einzelstudien in die Empfehlungen des
Studienkomitees aufzunehmen . Dadurch kann die ICANN auch eine ganze Menge Geld
sparen und sich aus den vorgelegten Ergebnissen nach Belieben bedienen . Es
bleibt abzuwarten , wie viele Organisationen oder Institutionen bereit sind ,
einen Beitrag zur Metastudie zu leisten . " Die weiteren Mitglieder des Komitees
werden zu einem späteren Zeitpunkt angekündigt " , teilt die Organisation dazu
lapidar mit . Bei der Jahrestagung in Marina del Rey hatten sich erstmals
Aktivisten zu einem At-large-Mitglieder-Treffen zusammengefunden und ein
Mitspracherecht eingefordert . Dazu war ein Interim Coordinating Committee ( ICC
) eingesetzt worden . Spätestens im März dürfte Bildt bekannt geben , welche
Rolle die At-large-Vertreter in dem Studienkomitee spielen werden . IDF : Intel
zeigt 64-Bit-Prozessor McKinley Wie bereits erwartet , setzte Paul Otellini als
Nachfolger des " degradierten " ehemaligen Chefs der Mikroprozessor-Abteilung
Albery Yu die Tradition fort , auf dem Intel Developer Forum ( IDF )
bahnbrechende neue CPU-Designs vorzuführen - allerdings nicht so
effekthascherisch wie früher mit den üblichen Gigahertz-Rekorden . Der Pentium 4
mit 2 GHz wurde mehr nebenbei von Microsoft bei einer kurzen Präsentation von
Windows XP als Basis benutzt . Dann konnte man ein Notebook bewundern , das mit
dem Mobile Pentium III in 0,13 µm bestückt war ( Codename Tualatin ) . Es lief
vergleichsweise beschaulich mit 850 MHz , zum Stromverbrauch äußerte sich
Otellini nicht . Schließlich führte Stephen Hunt , seit Jahren der Mann für die
IDF-Highlights , drei Systeme mit dem 64-Bit-Prozessor und Itanium-Nachfolger
McKinley vor , die wenig spektakulär miteinander korrespondierten : einer unter
Windows XP , der zweite unter Linux und der dritte unter HP-UX . Zur Taktrate
sagte er jedoch nichts - schließlich handelte es sich noch um den ersten
Alpha-Step . Das Bus-Interface soll gegenüber Itanium um den Faktor 3 schneller
sein . Ende dieses Jahres sollen die ersten Pilot-Systeme ausgeliefert werden .
IDF : Für Intel kommt der Aufschwung und der Extended PC In seiner
Eröffnungsansprache zum Developer Forum ( IDF ) zeigte sich Intel-Chef Barrett
optimistisch . Wichtig sei es , jetzt für den " Upswing " vorbereitet zu sein .
Natürlich ist das Internet die treibende Kraft , die " growth engine " , die den
erhofften Aufschwung treiben soll . " Während Technologie-Unternehmen zurzeit
vielleicht mit einer schrumpfenden Nachfrage für bestimmte Produkte zu tun haben
, wird der anhaltende Ausbau des Internet die Produktivität weiter steigern und
neue Formen der Kommunikation sowie völlig neue Produkt-Kategorien schaffen " ,
betonte der Intel-Chef und forderte die Anwesenden zu mehr Mut auf : " Es ist
jetzt an der Zeit , in die Zukunft zu investieren . " In allen vier
Kernbereichen will Intel mit seinen Architekturen präsent sein : IA32 für
Desktops , Xeon und Itanium für Server und schließlich StongArm/Xscale , denen
dank ihrer Skalierbarkeit eine Doppelrolle zukommt . In kleinen handlichen
Geräten ( PCA , Personal Internet Client Architecture , nennt Intel dies )
sollen sie die mobile Kommunikation ermöglichen . In Routern , Switches usw.
dagegen sollen die CPUs die Internet-Infrastruktur antreiben , vor allem
natürlich über Intels IXA ( Internet Exchange Architecture ) . Diverse neue "
Building Blocks " für diese vier Bereiche hat Intel für 2001 in petto . PCs sind
nach Barrets Worten " wohl kaum tot " . Domino-Plugin gegen Brute-Force-Angriffe
Lotus Domino Server sind nicht gegen Angriffe gesichert , bei denen ein
Crack-Programm Benutzer-Passwort-Kombinationen durch Permutation oder
Dictionary-Lookups " ausprobiert " . TimeToAct stellt nun eine neue Version des
Plugins SecureDomino vor , dass diese Angriffe ausschließen soll . Nach einer
einstellbaren Anzahl von Anmeldeversuchen sperrt SecureDomino das Benutzerkonto
für Anmeldungen über das Web und teilt dem Anwender und dem Administrator diese
Sperrung per E-Mail mit . Das Plugin wehrt darüber hinaus auch von TimeToAct so
genannte " Smart-Force-Angriffe " ab , bei denen unter Ausnutzung von
Domino-URLs wie $DefaultNav , $DefaultView , $DefaultForm oder ReadViewEntries
unsaubere Sicherheitseinstellungen ausgenutzt werden . SecureDomino wird per
Server lizenziert und steht bei TimeToAct als Demoversion zur Verfügung . IDF :
Highspeed-USB nähert sich der Praxistauglichkeit Mit einer ganzen Palette
serienreifer Produkte demonstriert die USB 2.0 Promoters Group auf dem Intel
Developer Forum ( IDF ) , dass der Nachfolger von USB 1.1 sich anschickt , aus
den Startlöchern zu kommen . Böse Zungen behaupteten bereits , die 2.0 steht für
den Entwicklungszeitraum : Vor ziemlich exakt zwei Jahren wurde die USB 2.0
Promoters Group von Unternehmen wie Compaq , Hewlett-Packard , NEC , Philips ,
Intel und Microsoft aus der Taufe gehoben . Im Vergleich zu USB 1.1 ist die
Version 2.0 mit einem Datendurchsatz von 480 MBit/s jedenfalls bis zu 40-mal
schneller und gilt somit als ernsthafter Konkurrent zu IEEE1394 ( FireWire ,
iLink ) . Einen serienreifen USB-2.0-Scanner zeigte zum Beispiel Microtec ; das
Gerät soll im Frühsommer in den Handel kommen . Auf dem IDF vor einem Jahr war
es noch ein Prototyp , dessen USB-Logik in Form eines Test-Controllers von
NetChip implemetiert war . Die fertige Version des Controllers stellte NetChip
allerdings erst im Dezember vergangenen Jahres in Form des NET2270 vor .
Anfänglich sollen es 100.000 Stück pro Monat sein , ab Juli soll die Fertigung
dann auf 600.000 Exemplare hochgesetzt werden . Während Festplattenhersteller
wie Maxtor und Western Digital auf externe Festplatten via FireWire setzen ,
erweitert Sanyo seinen Festplattenchipsatz LC89163 um einen USB-2.0-Chip von
Adhere , die frühere Microelectronics Group von Lucent . Beim LC89163 handelt es
sich um eine USB-ATAPI-Bridge , mit der Festplattenhersteller externe
USB-2.0-Drives produzieren können . Erste Prototypen waren auf dem IDF bereits
zu sehen . Weiter geht hingegen Kawasaki und spendiert seinem KL5KUSB221 auch
noch 100-MBit-Ethernet . Kawasaki sieht seinen Controller somit in erster Linie
in den Bereichen LAN , Home Area Network ( HAN ) , Kabelmodems , Settop-Boxen
und Mobile Network . Bis die ersten integrierten Lösungen in Form von
USB-2.0-tauglichen Chipsätzen auf den Markt kommen , findet die Migration zu
Highspeed-USB über PCI-Erweiterungs- und PCMCIA-Karten statt . Auf diese Weise
lassen sich auch ältere Computer und Notebooks aufrüsten . Ein einfacher Adapter
mit zwei Anschlüssen kostet rund 90 Mark . IDF : FireWire ganz ohne Kabel Die
Firma Zayante demonstrierte zusammen mit Intel auf dem Developer Forum ( IDF )
eine IEEE1394-Bridge , über die Daten drahtlos übertragen werden können . Bei
den TNF Zboxes handelt es sich um eine Test- und Entwicklungsplattform , die
einen modularen 1394-Softwarestack enthält , der die 400 MBit/s von FireWire
liefert . An Protokollen werden unter anderem Audio-Video-Control , IP1394 und
SBP-2 für den Zugriff auf Peripheriegeräte wie Festplatten , CD-Laufwerke und
Drucker unterstützt . Den Nutzen drahtloser FireWire-Verbindungen sieht die
federführende Wireless Working Group der 1394 Trade Association vor allem in der
Übertragung von Video und Audio innerhalb eines drahtlosen Heimnetzwerkes .
Optimistisch gibt sich diesbezüglich Steve Bard , Senior Staff Architect in
Intels Communication/eHome Lab : " Die Studie ist ein aufregender Schritt in die
Richtung , PCs und Unterhaltungselektronik zusammenzuführen . " Ob sich die
Technik durchsetzt , bleibt freilich abzuwarten . Zwar hat FireWire nach langen
Anlaufschwierigkeiten einen gewissen Stellenwert im Markt erreicht , dieser
beschränkt sich jedoch im Wesentlichen auf digitale Camcorder , digitale
Videorecorder und eine Hand voll externer Festplatten . Spielraum für
Telefongebühren im Festnetz ausgeschöpft Die Preise für die Nutzung von Telefon
und Internet sind weiter auf dem Rückmarsch , im Festnetz scheint der Spielraum
des Wettbewerbs aber fast ausgeschöpft . Wie das Statistische Bundesamt
mitteilte , wurden Telekommunikationsdienstleistungen im Februar im
Jahresvergleich um acht Prozent billiger . Am stärksten profitierten die
Internetnutzer mit einem Preisrückgang im Jahresvergleich um 32,1 Prozent . Das
Mobiltelefonieren wurde 11,3 Prozent günstiger , im Festnetz sanken die Preise
um 2,2 Prozent . Wie schon in den Monaten zuvor veränderten sich die Gebühren
für Ortsgespräche kaum : Die Preise sanken im Jahresvergleich nur geringfügig um
0,7 Prozent . Die durchschnittlichen Anschlussgebühren sind seit April 1998
unverändert . Telekom-Chef macht Hoffnung auf bessere Zeiten Telekom-Chef Ron
Sommer macht den zahlreichen Kleinaktionären seines Unternehmens nach der
dramatischen Talfahrt der T-Aktie Hoffnung auf bessere Zeiten . Der Rückgang des
Aktienkurses sei kein besonderes Problem der Deutschen Telekom , sondern zeige
die schwierige Lage an den Weltbörsen . Unternehmen mit Substanz , wie die
Deutsche Telekom , werden nach seinen Worten diesen Sturm meistern .
Gleichzeitig bekräftigte Sommer , dass er nicht an einen Rücktritt denke . " Ich
bin kein Schönwetter-Kapitän " , betonte der Telekom-Chef . Dabei zog er eine
positive Zwischenbilanz seiner Amtszeit als Vorstandschef . " Alles , was wir
bisher versprochen haben , haben wir erreicht " , unterstrich Sommer . So gehöre
die Telekom zu den führenden Mobilfunk-Unternehmen der Welt und sei in Europa
der führende Internet-Anbieter . Die Strategie stimme , und die Übernahme des
US-Mobilfunk-Unternehmens Voicestream sei richtig . Sommer zeigte sich
zuversichtlich , dass diese Übernahme erfolgreich sein werde . ICANN bringt
Mustervertrag für neue Top Level Domains Einen ausverhandelten Entwurf für die
Verträge mit den offenen neuen Top Level Domains hat das Büro der Internet- und
Namensraumverwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN
) in Marina del Rey vorgelegt . Ursprünglich sollten die Verträge zwischen den
sieben im vergangenen November ausgewählten Betreibern neuer Top Level Domains
bereits zum Jahresende abgeschlossen sein . Mit einem endgültigen
Vertragsschluss vor der Tagung der ICANN in Melbourne ist vermutlich nicht mehr
zu rechnen . Bei den Verhandlungen mit den Organisationen , die TLDs für
bestimmte Nutzergruppen anbieten wollen ( .museum , .aero , .coop ) befindet
sich die ICANN offensichtlich noch ganz am Anfang . Von den 22 Anhangsdokumenten
sind bislang erst vier ausverhandelt . Beispielsweise möchte man noch einen "
Code of Conduct " für die neuen Betreiber , eine Vereinbarung zum Whois , eine
Liste freihaltebedürftiger Adressen oder einen Anhang zu Registrier-Preisen .
Festgelegt sind grundsätzliche Verpflichtungen der beiden Seiten , von Seiten
der ICANN vor allem die zeitnahe Eintragung der von den neuen Registries
vorgesehenen DNS-Nameserver beziehungsweise etwaige Veränderungen bei der
Delegation . Die neuen Registries müssen ihrerseits allen von der ICANN
akkreditierten Registraren gleiche Marktchancen zusichern , eine Bedingung , der
zumindest .name in seiner Bewerbung widersprochen hatte . Ausführlich geht ICANN
auf die Trennung von Registry und Registrarbetrieb ein und gibt damit denen
Recht , die die Organisation als starke Vertretung von Registrarinteressen
beurteilen . Auch bei den technischen Spezifikationen sieht der Vertrag vor ,
dass sie mit dem kompatibel sein müssen , was in ICANNs Registrarverträgen
festgelegt ist . ICANN hat sich mit dem Vertrag eine verhältnismäßig starke
Position gegenüber den neuen Registries gesichert . Nicht nur redet die ICANN
ein Wort beim Data Escrow der Registry-Daten mit und sichert sich ein Recht auf
die Registrierung von bis zu 5.000 Adressen für ICANN-Organisationen . " Diese
Regelungen zur Neuvergabe sind sicher nicht unbedingt in unserem Interesse " ,
erklärt Grabensee . Die ICANN sitze aber einfach am längeren Hebel . Dass ICANN
sich eine Kündigung des Registry-Vertrags beispielsweise schon für den Fall der
Untreue eines einzelnen Registry-Managers vorbehält , sei zwar typisch für
US-Verträge , aber weniger bedrohlich . Außerdem müssen sich die
Registry-Betreiber auch künftigen " konsensualen " ICANN-Entscheidungen
unterwerfen . Die Liste der Dinge , die von der ICANN bei Bedarf neu geregelt
werden können , umfasst auch technische Spezifikationen oder Bestimmungen über
Sicherheit und Integrität der Registry-Datenbanken . Eine ganz neue Antwort gibt
der Mustervertrag auch auf die Frage , wie sich ein Unternehmen gegen eine
ICANN-Entscheidung zur Wehr setzen kann . Zwar sieht der Vertrag wie schon
bisher die Anrufung der ICANN-internen Gremien vor , aber gerade nach den
Anhörungen vor US-Kongress- und Senatsausschüssen macht der jetzige Vorschlag
Sinn : Sollte es zum Streit über die Registry-Verträge kommen , sollen sich
Registry-Betreiber und ICANN einem Verfahren beim Schiedsgerichtshof der
International Chamber of Commerce unterwerfen . IETF will Netzüberwachung
erschweren Die Internet Engineering Task Force ( IETF ) hat offiziell einen
neuen Standard vorgestellt , der den Surfern helfen soll , ihre Datenspuren zu
verwischen . Damit will das Gremium , das sich allgemein der Entwicklung von
Internet-Standards verschrieben hat , die Privatsphäre der Nutzer stärken und
Datensammlern in Marketingabteilungen oder bei Geheimdiensten das Leben schwerer
machen . Die IETF reagiert mit dem Vorschlag auf heftige Kritik aus der
Netzgemeinde . User , die übers Ethernet ins Netz gehen , wären daher beim
Surfen leicht verfolgbar gewesen . Böse Absicht wies die IETF allerdings schon
beim Bekanntwerden dieses " Features " , das eigentlich nur
Netzwerkadministratoren die Arbeit erleichtern sollte , von sich und machte sich
vor rund zwei Jahren an die Ausarbeitung von Gegenmaßnahmen . Der neue Standard
, der jetzt seinen Weg durch die wichtigsten Untergremien der IETF genommen hat
, zeigt auf , wie anstatt der permanenten Kennung zufällig generierte Nummern
verwendet werden können . Dadurch sollen IPv6-Adressen generiert werden , die
den gläsernen Surfer verhindern . " Bei jedem Hochfahren eines Rechners oder
sogar noch öfter werden die Nummern neu durchgemischt " , erläutert Hans Petter
Dittler , Chef der Braintec Netzwerk Consulting , der als stellvertretender
Vorsitzender der deutschen Abteilung der Internet Society die Entwicklung des
neuen Protokolls seit langem begleitet . Die IETF will die User mit dem
Vorschlag vor allem gegen die Data-Mining-Techniken von Marktforschern schützen
, die bei gleich bleibenden Nutzeradressen leicht ausführliche
Persönlichkeitsprofile anlegen könnten . In einer Mitteilung weist die
Organisation darauf hin , dass diese Marketingpraktiken angesichts der Zunahme
von permanent über DSL oder Kabel mit dem Internet verbundenen Nutzern besonders
bedenklich sind . Auch die sich immer weiter verbreitenden
Internet-Zugangsgeräte der nächsten Generation wie Mobiltelefone oder PDAs
könnten theoretisch einfacher mit einzelnen Usern verknüpft werden . Diesen
Entwicklungen will das Gremium entgegenwirken . Fände der Standard allgemeine
Akzeptanz , wären Abhörpläne , wie sie das Bundeswirtschaftsministerium momentan
mit der Telekommunikations-Überwachungsverordnung vorantreibt , noch viel
schwieriger zu realisieren als bisher . Heute ist bereits unklar , wie
Internet-Provider Surfer überwachen sollen , die sich analog oder per ISDN über
dynamisch vergebene IP-Adressen ins Netz einwählen . Mit dem neuen Standard
erscheinen die von der Regierung angedachten Maßnahmen im Zusammenspiel mit
momentan nicht hinterfragten Verschlüsselungsoptionen für die
E-Mail-Kommunikation noch ein Stück weit ungeeigneter - und damit letztlich
unverhältnismäßig und potenziell verfassungswidrig . Der Erfolg von RFC 3041
hängst allerdings natürlich von der weiteren Durchsetzung von IPv6 ab , die
bisher äußerst schleppend verlief . Doch vielleicht verhilft auch gerade der
Datenschutzbedenken wegwischende neue Standard dem Internet-Protokoll der
nächsten Generation auf die Sprünge . Microsoft signalisierte jedenfalls bereits
, dass die Redmonder hinter dem Entwurf stehen . " Wir denken , dass dieser
vorgeschlagene Standard wichtig ist zum Schutz der Privatsphäre der
Internet-Nutzer " , erklärte Jawad Khaki , bei Microsoft Vice President für
Windows Networking . Er kündigte an , dass Microsoft den Standard in das sich
noch im Entwicklungsstadium befindliche Betriebssystem Windows XP integrieren
werde . Intel stemmt sich mit Milliarden-Summen gegen Rezession Die Zeichen in
der Computer-Industrie stehen im Vorfeld der Computermesse CeBIT auf Sturm . Die
Nachfrage nach Hightech-Produkten in Deutschland und Europa wächst nicht so
stark , wie sich die Hersteller erhoffen . In den USA sind sogar deutliche
Anzeichen einer Rezession sichtbar . Intel , der weltgrößte Chip-Produzent ,
will sich durch den Konjunktur-Abschwung jedoch nicht aus dem Konzept bringen
lassen : Obwohl manche Industrie-Experten den Rummel um überzogene Hoffnungen
auf das Internet für die düstere Lage der Computer-Industrie verantwortlich
machen , setzen Barrett und sein Unternehmen weiter voll auf das weltweite
Datennetzwerk als das ökonomische Fundament der Zukunft : " Die Ausprägung des
Internets , die Ausprägung dieser digitalisierten Welt steckt immer noch in den
Kinderschuhen . " Der größte Fehler , den Unternehmen jetzt begehen könnten ,
sei ein Stopp der Investitionen in die Informationstechnologie ( IT ) , meinte
der Intel-Chef . Der Chip-Konzern will mit einem umfangreichen
Investitionsprogramm selbst ein Zeichen setzen : " Unsere Investitionen werden
sich durch Einsparungen selbst finanzieren " , rechnete Barrett den Teilnehmern
des IDF vor . " Wir werden mit neuer Technologie und neuen Produkten den Weg aus
der Rezession finden . " Hier steht Intel vor einem schwierigen Wechsel vom
Pentium III auf das Nachfolgemodell . Intel-Manager erklären beispielsweise die
Performance-Probleme des Pentium 4 mit vorhandenen Standard-Anwendungen damit ,
dass bislang nur wenige Programme die neue Architektur des Pentium 4 ausnutzen .
Da aber viele Käufer so lange warten werden , bis eine stattliche Anzahl von
speziell angepassten Applikationen auf dem Markt ist , kann Intel in diesem Jahr
noch nicht voll mit einem Verkaufserfolg rechnen . Daran wird auch der zu
erwartende Werberummel zur CeBIT nichts ändern . Größere Bedeutung für Intel
werden die Bemühungen haben , die Produktivität der Chip-Fabriken zu steigern .
Ein großer Teil der Intel-Investition fließt in den Umstieg auf eine neue
0,13-µm-Kupfer-Prozesstechnik und in den Aufbau der Produktion von 300-mm-Wafern
. Mit den größeren Wafern sinken dank höherer Ausbeute die Produktionskosten um
rund ein Drittel . New Economy : Wer war schuld am ganzen Hype ? Vor einem Jahr
füllten sie die Seiten der Fach- und Publikumsblätter und lachten von den
Titelseiten der Hochglanzmagazine : Die oft in Rudeln auftretenden
Startup-Gründer waren hip und sorgten für Auflage und Anzeigenwachstum .
Komplett neue Zeitungsprojekte wie Net-Business frönten dem Zeitgeist und
setzten auf den immerwährenden Aufschwung der New Economy . Doch längst ist die
Blase geplatzt : Bereits börsennotierte Dot.Coms und E-Commerce-Dienstleister
sind auf dem Boden der Realität unsanft gelandet , Startups stürzen ihre
Geschäftsmodelle um und entlassen genauso wie die Blätter rund um die New
Economy immer mehr Mitarbeiter . Auf einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus
der Wirtschaftspresse , der entzauberten New Economy und Abgesandten von
Unternehmensverbänden am gestrigen Dienstag , zu der die Beratungsfirma Heaven
21 eingeladen hatte , wurde nun die Schuldfrage aufgeworfen . Uli Pecher ,
Chefredakteur der um Leser kämpfenden deutschen Ausgabe von Business 2.0 , nahm
dabei vor allem die eigene Zunft in die Pflicht . Doch die Diskussionsteilnehmer
aus der Börsenpresse wollten sich den Schuh nicht wirklich anziehen und wehrten
sich gegen den unterschwellig laut gewordenen Vorwurf der Volksverdummung . Als
Anlegermagazin müsse man bei einem mehrjährigen Börsenhype einfach mitspielen ,
auch wenn es Pflicht der Redakteure sei , auf alternative
Investitionsmöglichkeiten hinzuweisen . Wer zwischen 1996 und 2000 an den
Wachstumsmärkten investiert habe , habe ja auch viel Geld verdient . Höfer
weiter : " Man muss natürlich auch rechtzeitig aussteigen . " Außerdem gab der
Capital-Redakteur zu , dass " wir auch nur bei den Bankanalysten abschreiben " .
Die Anlegerblätter hätten einfach darauf reagieren müssen , als die führenden
Börsenauguren die Werte der Old Economy massiv abwerteten und Papiere aus der
New Economy im Gegenzug nach oben stuften . Geschadet hätten sich dabei vor
allem die Banker mit ihren " unkritischen Berichten " , weniger die sich auf sie
stützenden Medien . Auch Jürgen Homeyer von Focus Money schimpft auf die
Finanzinstitute und ihre Politik : " Die Banken haben suggeriert , dass die
jungen Firmen nicht mehr den Gesetzen der Ökonomie unterliegen . " Sie seien
auch diejenigen gewesen , die mit dieser Masche am besten gefahren seien . Er
selbst habe sich von Anfang an gegen den Begriff der New Economy gewehrt : " Nur
der Vertriebsweg ist neu , die Gesetze der Marktwirtschaft müssen höchstens
modifiziert werden . " Die nachträgliche Schadensbegrenzung hört sich angesichts
entgegengesetzter Töne vor einem Jahr nicht besonders aufrichtig an .
Medienwissenschaftler sind sich einig darüber , dass die schreibende Zunft
Trends weniger prägt als vielmehr aufgreift , verstärkt und dabei dem Leser
letztlich nichts verkaufen kann , was dieser nicht bereitwillig aufnimmt ; doch
eine stärkere Berücksichtigung kritischer Gegenstimmen , die es auch während des
Startup-Hypes reichlich gegeben hat , hätte nicht schaden können . Das gilt
generell auch für das den Medien inzwischen leicht fallende Einhauen auf die
einst hochgejubelten Helden . Diese Sicht erkläre nichts , da sie auf die
Analyse von vornherein verzichte . Dem Konzept des neuen Wirtschaftens und
Marketings will Wojcicki nämlich längst noch nicht den Todesstoß versetzen .
Seiner Ansicht nach verkennen Medien und Analysten heute , " dass sich die New
Economy keineswegs ausschließlich auf die frischen Dot.Coms , sondern auf eine
Reihe von neuen Geschäftsmodellen und Geschäftsprozessen bezieht " . Dooyoo sagt
Ciao zu 15 Prozent der Belegschaft Dicke Luft herrscht in der Fabriketage des
Berliner Verbraucherportals Dooyoo in Berlin-Friedrichshain , das bisher vor
allem durch einen Kickertisch , eine schrille Couch-Garnitur im " Sozialraum "
sowie einen gut gefüllten Kühlschrank in der Gemeinschaftsküche Medienberichte
auf sich zog . Denn seit gestern heißt es " Schluss mit lustig " . Obwohl ein
Großteil der Gründer des Startups aus dem Rheinland kommt und daher eigentlich
Karneval hätte feiern sollen , musste der Vorstand am gestrigen Dienstag den
Mitarbeitern schlechte Nachrichten verkünden : Nach Gesprächen mit den
Altinvestoren und dem neuen Aufsichtsratmitglied und künftigen Opel-Chef
Carl-Peter Forster haben sich die Manager des Startups entschlossen , sich von
25 Mitarbeitern in Berlin und anderen europäischen Büros der Firma zu trennen .
Das entspricht rund 15 Prozent der Belegschaft . Bereits im Januar hatte die
Entlassung von drei Mitarbeitern , die ihr " Planziel " nicht erfüllt hatten ,
für Unmut bei Dooyoo geführt . Die bereits damals befürchtete Kündigungswelle
konnte das Vorstandsteam nun nicht mehr länger hinausziehen : Gespart wird nach
einer teuren Werbekampagne im vergangenen Frühjahr und der Expansion in fünf
europäische Länder zwar seit Sommer an allen Ecken und Enden , doch ohne die
neuen Entlassungen wäre das Unternehmen nicht zu retten gewesen , meinte
Vorstandschef Felix Frohn-Bernau . Einnahmen-Ausgaben-Rechnungen und
Zielvereinbarungen - sonst eher aus dem öffentlichen Dienst bekannt - bestimmen
bereits seit längerem das Startup-Leben bei Dooyoo . Seit Mai sorgt der
ehemalige McKinsey-Berater René Griemens als Kassenwart auf Vorstandsebene für
den Sparkurs . Zur Seite steht dem 33-Jährigen seit kurzem der Controller Marcus
Piepenschneider , der von einer IBM-Tochter zu Dooyoo wechselte . Der
Zahlenfuchser brütet nun über der ins Unternehmen zurückgeholten Buchhaltung und
sitzt ebenfalls im Vorstand . Drei Gründer mussten ihre Posten im Vorstand der
Firma dagegen inzwischen räumen , da auch der bisherige E-Commerce-Chef Stefan
Smalla als Produktverantwortlicher nach oben rückt . Es hängt daher weiter am
Tropf fremder Investoren , die eine dritte Kapitalspritze nur unter Bedingungen
gewähren wollen . Der Abschluss der dritten Finanzierungsrunde steht laut
Dooyoo-Sprecherin Daphne Rauch nun allerdings kurz bevor . Auch sei die
Schließung von Auslandsniederlassungen nicht geplant . Der " einmalige Schnitt "
ist ihrer Ansicht nach besser als ein schleppender Prozess , bei dem die
Mitarbeiter ständig vor weiteren Entlassungen Angst haben müssten . Für die
jetzt Betroffenen wolle Dooyoo den Zwangsabschied so verträglich wie möglich
gestalten . Bis Ende März werde auf jeden Fall das volle Gehalt gezahlt .
Außerdem gebe es eine Abfindung . Die plötzliche " Betriebsverschlankung " wirft
trotzdem erneut die Frage auf , inwieweit auch Startups eine organisierte
Mitarbeitervertretung brauchen . Dooyoo-Chef Frohn-Bernau gilt
bezeichnenderweise als ausgesprochener Gegner von Gewerkschaften in der New
Economy . In einem Gespräch im Herbst hatte er Ursula Engelen-Kefer , der
Vizechefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes ( DGB ) , unmissverständlich klar
gemacht , dass Betriebsräte bei Dot.Coms fehl am Platz seien . Beim
Hauptkonkurrenten von Dooyoo , dem Verbraucherportal Ciao.com , sind keine
Entlassungen geplant . " Mit rund 80 festen Mitarbeitern sind wir generell
schlanker aufgestellt als Dooyoo " , sagt Cornelius Rost , Marketingchef der
Münchner . Gegen eine Verschmelzung von Dooyoo und Ciao , um die sich angesichts
der schlechten Marktsituation immer wieder Gerüchte ranken , wehren sich derweil
beide Führungsteams . " Das passt einfach nicht " , glaubt Rost . Auch
Frohn-Bernau läßt keinen Zweifel daran , dass er das Geschäft mit den Meinungen
lieber allein zur Reife bringen will . Reporter ohne Grenzen listen " Gegner des
Internet " auf Nordkorea , Saudi-Arabien und China gehören nach einem Bericht
der französischen Journalisten-Hilfsorganisation Reporter ohne Grenzen zu den
radikalsten Gegnern des Internet . Es seien aber alle Staaten durch das Internet
in die Defensive geraten und " träumen von einem Internet unter Kontrolle " ,
hält die in Paris ansässige Organisation in ihrem Bericht fest . Doch nur in
Nordkorea gebe es das Internet überhaupt nicht . " Das Internet sprengt den
traditionellen Rahmen , den es für die Machtbeziehungen zwischen den Staaten und
jenen gibt , die Informationen produzieren " , heißt es in der 149-Seiten-Studie
, die von der Organisation zusammen mit der Monatspublikation Transfert.net
erarbeitet worden ist . Trotz aller Bemühungen gelinge es auch den autoritärsten
Regierungen nicht , es wirklich zu kontrollieren . Reporter ohne Grenzen wendet
sich gegen noch stärkere gesetzliche Hürden für das Internet , " das ein ideales
Werkzeug ist , um Zensur zu vereiteln " . Auch in westlichen Ländern wie
Frankreich , Deutschland und den USA habe es aus Furcht vor einem
unkontrollierbaren Internet Versuche gegeben , es mit restriktiven Gesetzen
einzuengen . Internet-Filtern auf gut Deutsch Die Internet Content Rating
Association ( ICRA ) bietet nun ihren bereits im vergangenen Jahr vorgestellten
Fragebogen zu " nicht-jugendfreien " Inhalten im Web auch auf Deutsch ,
Französisch und Spanisch an . ICRASafe ist eine Weiterentwicklung des technisch
auf PICs ( Platform for Internet Content Selection ) basierenden Filtersystems
des Recreational Software Advisory Council on the Internet ( RSACi ) . Es wird
von Branchenriesen wie AOL , Microsoft , Network Solutions , British Telecom ,
T-Online und Organisationen wie der EUROIspa , Internet Watch Foundation oder
der Parents Advisory Group for the Internet ( PAGi ) aus Singapur getragen . Die
Internationalisierung des Kategoriensystems für die Selbsteinschätzung von
Webseiten sei gerade mit Blick auf die kulturelle Vielfalt in Europa ein
wichtiger Schritt , heißt es in der Mitteilung des Konsortiums . Bislang haben
nach Auskunft des Europa-Direktors der ICRA , Ola-Kristian Hoff , nur etwa
170.000 Anbieter sich selbst mittels ICRA-Fragebogen klassifiziert . Darunter
seien allerdings wohl auch einige nicht mehr aktive Seiten . " Da wir mit dem
neuen System erst einige Monate präsent sind , wollen wir uns jetzt um die
stärkere Verbreitung kümmern " , betonte Hoff . Man setze vor allem auf die rund
1.000 Seiten , die laut Statistiken 80 Prozent des Webverkehrs anziehen .
Vorerst ergibt die ausschließliche Zulassung bereits bewerteter Seiten
allerdings ein recht eingeschränktes Angebot . Noch deutlicher wird das Problem
bei den allgemeinen Kategorien : " Inhalte , die Kindern ein schlechtes Beispiel
setzen können " und " Inhalte , die Kinder beeinträchtigen können " . ICRA
versteht sich dennoch als nichtkommerzielle Alternative auf dem wachsenden
Filtermarkt , da große Content-Anbieter es vorzögen , selbst ihre Inhalte zu
erklären anstatt von kommerziellen Filteranbietern ohne ihr Wissen auf schwarze
Listen gesetzt zu werden . Die größte Filterliste überhaupt will etwa
Siemens-Ableger Webwasher gemeinsam mit zwei Partnern auf der Cebit ankündigen .
" Wir nehmen den Inhalteanbietern das ab , wir sagen , das ist Pornographie ,
das ist rechtsradikal " , erklärt Lörwald . Damit , so schätzt er , werde aber
auch die Selbstbewertung , wie ICRA sie plant , interessanter . Dann nämlich
seien Anbieter eher an einem Unbedenklichkeitslabel interessiert . Beide
Filteranbieter erhalten Geld aus dem EU-Programm Safer Use of the Internet .
3Com plant Palm-ähnliches Surf-Gerät 3Com steigt in den Markt für
Internet-Zugangsgeräte ein , die unabhängig vom PC arbeiten : Nach dem
Börsengang der Tochter Palm Computing und der Einstellung unrentabler Bereiche
des Netzwerkgeschäfts hat 3Com offensichtlich noch einiges vor . Und das nicht
nur im Bereich der Internet-Provider und der Netzwerke für kleine und mittlere
Firmen : Nach Aussagen von 3Com-Chef Eric Benhamou will die traditionsreiche
Netzwerkfirma noch im Sommer ein so genanntes Internet Appliance herausbringen .
Das Internet-Terminal soll aber nicht von Palm Computing als Ergänzung zur
PDA-Reihe , sondern von 3Com selbst kommen . Das Gerät werde zwar den
Abmessungen nach größer als ein Palm-PDA sein , aber auf den Erfahrungen , die
das Unternehmen mit den populären Handhelds gemacht habe , aufbauen und
gleichzeitig neue Arten des Internet-Zugangs mitbringen . Benhamou erwähnte in
diesem Zusammenhang nicht nur den Palm VII , der bislang nur in den USA
erhältlich ist und per Funk speziell angepasste Internet-Angebote nutzen kann ,
sondern auch Breitband-Zugänge wie DSL oder Kabelmodems für das geplante
Surf-Terminal . Auf den Markt bringen will 3Com das Produkt innerhalb der
nächsten drei Monate . " Das wird der Typ von Gerät , das man gerne in der Küche
benutzt " , erklärte Benhamou in einem Interview mit Reuters . Der 3Com-Chef
erwartet unter anderem , dass Internet-Provider als Wiederverkäufer des Produkts
auftreten . Aber auch Distributionskanäle wie Kaufhäuser und Supermärkte kann
sich Benhamou vorstellen . Nortel : Die zweite Welle des E-Commerce Nortel ,
nach Lucent zweitgrößter Hersteller von Netzwerkequipment , möchte
offensichtlich nicht mehr nur als Spezialist für Internet-Geräte und optische
Netzwerke auftreten . Geht es nach den heute in London präsentierten
Vorstellungen des kanadischen Konzerns , stellt das Unternehmen den E-Commerce
vom Kopf auf die Füße : Nortel wolle die zweite Welle des E-Business einleiten ,
die den endgültigen Durchbruch für den elektronischen Handel bringen soll . Die
Kernfaktoren für Nortel sind dabei die Integration von Voice-over-IP und
Spracherkennung mit dem Online-Handel . Die Sprachtechniken sollen als
Schnittstelle zwischen Call-Centern und E-Business-Systemen dienen . So stellt
sich Nortel etwa Sprachsteuerung für Online-Shops vor und die Möglichkeit , über
IP-Telefonie direkt vom Online-Shop aus ein Kontaktzentrum anzurufen . Nortel
arbeitet nach eigenen Aussagen momentan an der Integration des gesamten
Unternehmens-Portfolios zu einer Gesamtlösung für den E-Commerce . Zentrale
Bausteine des daraus resultierenden Angebots , das in 180 Tagen fertig sein soll
, seien drahtlose Internet-Zugänge , die Infrastruktur für
Hochgeschwindigkeits-Internet , Sprachtechniken und Lösungen für das Customer
Relationship Management ( CRM ) . Mittels CRM , bei dem Nortel sogar von Return
on Relationship spricht , soll den Betreibern der Online-Shops eine vernünftige
Auswertung der Kundendaten und des Einkaufsverhaltens möglich sein - letztlich
mit dem Ziel , Kunden auch in Zeiten des elektronischen Handels an einen Shop zu
binden . Die Ergebnisse dieser Bemühungen von Nortel um den Einstieg in den
E-Commerce firmieren unter der neuen Abteilung Clarify , die durch die kürzliche
Übernahme der gleichnamigen Firma , eines Spezialisten für E-Commerce-Software ,
entstand . Aber nicht nur durch das breite Produktangebot , dass sich zu einer
Gesamtlösung zusammenfassen lasse , sieht sich Nortel für den Eintritt in das
Geschäft mit Angeboten für E-Commerce-Dienstleister gut gerüstet . Laut Nortel
arbeiten inzwischen bereits 2.600 Firmenmitarbeiter im Bereich E-Business .
Besonders in Europa sei das Unternehmen bei den Investitionen in die
Internet-Infrastruktur stark : 34 von 40 paneuropäischen Netzen arbeiteten mit
Nortel-Equipment . Vertreter des Unternehmens erklärten am Rande der Londoner
Nortel-Präsentation im Gespräch mit c't , bis Anfang 2001 ließen sich 160
Wellenlängen mit jeweils 10 GBit/s auf einer Glasfaser realisieren . Dabei seien
Entfernungen zwischen zwei Endpunkten von 2.400 bis 4.000 Kilometern ohne
Repeater möglich . Solche Bandbreiten und Entfernungen könnten aber nicht auf
allen bereits installierten Glasfaserkabeln umgesetzt werden . Momentan arbeite
Nortel außerdem an der Realisierung einer Datenrate von 40 GBit/s pro
Wellenlängenkanal - dies werde wohl noch im Jahr 2001 kommerziell einsetzbar
sein . Urteil im Microsoft-Prozess verschoben Dies teilte ein Sprecher des
Bezirksgerichts in Washington mit . Damit erhalten die beiden gegnerischen
Parteien , das US-Justizministerium und der Software-Konzern aus Redmond , eine
längere Frist , um sich außergerichtlich doch noch gütlich zu einigen . Das
Verfahren hatte das US-Justizministerium angestrengt , da Microsoft seine
Monopolstellung bei PC-Betriebssystemen mißbrauche . Ursprünglich hatte Richter
Jackson für heute die juristische Bewertung ( findings of law ) des Verfahrens
angekündigt . Dabei handelt es sich praktisch um das Urteil in dem Prozess ,
wobei das Strafmaß allerdings noch nicht festgelegt wird . Allgemein ging man
davon aus , dass diese juristische Bewertung nach der Tatsachenfeststellung
durch Richter Jackson im November negativ für Microsoft ausfällt . Die
Verschiebung des Urteils wird nun allgemein dahingehend interpretiert , dass
sich in den Verhandlungen immerhin Fortschritte abzeichnen , die eine Einigung
möglich erscheinen lassen . Auch wenn das Justizministerium den
Einigungsvorschlag von Microsoft am Wochenende als " unzureichend " zurückwies ,
wollen die Regierungsanwälte einige " interessante Aspekte " in dem Dokument von
Microsoft genauer prüfen . Die Anwälte hätten außerdem weitere Informationen von
Microsoft erhalten , berichtet der Nachrichtensender MSNBC , der mit dem
Software-Konzern einen Kooperationsvertrag hat . Laut dem Wall Street Journal
hat sich auch Bill Gates mehrfach in die Vergleichsverhandlungen eingeschaltet .
Nach Informationen des Finanzblattes hatte Microsoft in dem " sehr technisch
formulierten Schreiben " angeboten , Computerherstellern den Quellcode für
Windows zu geben - mit der Erlaubnis , ihn zu verändern . Damit sollten sie in
die Lage versetzt werden , Software anderer Firmen in das System zu integrieren
. Darüber hinaus habe Microsoft angeboten , eine Windows-Version ohne den
hauseigenen eigenen Internet Explorer auszuliefern . Außerdem habe das
Unternehmen sich bereit erklärt , " befreundete Computerfirmen " nicht länger zu
bevorzugen , sondern die Windows-Betriebssysteme zu einheitlichen Preisen zu
liefern . Einen neuen Termin für die Bekanntgabe der juristischen Bewertung ,
falls Microsoft und das Justizministerium doch nicht zu einer Einigung kommen ,
nannte das Gericht bislang nicht . An den Börsen hatte die Unsicherheit über die
Zukunft des Unternehmens am Montag zu einem deutlichen Kursrückgang der
Microsoft-Aktien geführt . Am Dienstag stiegen die Kurse wieder leicht an .
USB-On-the-Go nur für dezidierte Geräte-Paare Die Berichte über USB-On-The-Go (
USB OTG ) , die in den letzten Wochen durch die Presse geisterten , sind zum
größten Teil falsch . Dies zumindest erklärte Intels Technologie-Manager Jason
Ziller , Präsident und Chairman des USB Implementers Forum , am Rande der WinHEC
in Anaheim im Interview mit heise online . Das USB Implementers Forum arbeitet
zurzeit an einer neuen USB-Version , für das kein Computer mehr benötigt wird ,
um zwei Geräte über USB miteinander zu verbinden . Im Gegensatz zu Techniken wie
Bluetooth oder Firewire wird es aber nicht möglich sein , beliebige Geräte
miteinander zu verbinden . Die Technologie biete sich also zum Beispiel an ,
wenn Hersteller Geräte im Bundle herausbringen wollen . Nach Aussagen von Ziller
werden die Spezifikationen von USB-On-the-Go zurzeit noch definiert und
frühestens im Herbst fertig sein - also nicht wie erwartet schon im Sommer . Die
Übertragungsraten entsprechen denen von USB 1.0 und 2.0 ( 1,5 beziehungsweise
480 MBit pro Sekunde ) . Die Geräte mit USB-On-the-Go sollen dann im nächsten
Jahr auf den Markt kommen . Laut Ziller sind die Berichte über den angeblichen
Peer-to-Peer-USB durch eine kleinere Firma , die dem USB Implementers Forum
angehört , aufgekommen , die entsprechende Informationen durchsickern ließ .
Multimedia-Terminals gegen die " Krise der Telefonzelle " Einst galten die
kleinen Häuschen als unentbehrlich : In Urlaubsorten , Bahnhöfen und
Neubaugebieten waren Telefonzellen stets umlagert von Wartenden . Doch die
Zeiten , als private Telefonanschlüsse sogar im Westen ein knappes Gut waren ,
sind längst vorbei . Mittlerweile tragen die meisten Deutschen ein Zweit-Telefon
in der Tasche mit sich herum , und die gelben und grauen Zellen stehen immer
häufiger leer . Gab es 1990 bundesweit nach Angaben der Deutschen Telekom in
Bonn rund 160000 öffentliche Fernsprecher , so sind es gegenwärtig noch etwa
135000 . Das große Geschäft ist mit den kleinen Häuschen nicht zu machen . Bei
40 Pfennig pro Minute für ein Deutschland-Gespräch und 20 Pfennig pro Minute für
ein Ortsgespräch kommen laut Broszio an manchen Standorten nicht einmal mehr die
Unterhaltskosten zusammen . Bis zu 750 Mark kosten Wartung und Reinigung einer
Telefonzelle pro Monat , erklärte Broszio weiter . Hinzu kommen Schäden durch
Vandalismus : Wie kaum eine andere öffentliche Einrichtung ziehen die verglasten
Häuschen Rowdies und Randalierer an . Größere Einschnitte in das Netz der
öffentlichen Fernsprecher sind laut Broszio dennoch nicht geplant . Werde ein
Standpunkt unwirtschaftlich , so werde im Einzelfall und in Absprache mit den
Kommunen entschieden , ob eine Telefonzelle verlegt oder abgebaut wird . Vor dem
großflächigen Verschwinden der Telefonzellen , Telefonhauben und
Fernsprechsäulen schützt zudem ein 1997 verabschiedetes Regelwerk mit dem
umständlichen Titel " Telekommunikations-Universaldienstleistungsverordnung " (
TUDLV ) . Vor allem die Rettungsdienste plädieren für eine Beibehaltung des
dichten Telefonzellen-Netzes . Schließlich können an jedem öffentlichen
Fernsprecher auch ohne Karten oder Münzen die beiden Notrufe 110 und 112 gewählt
werden . " Der Alarmierungsweg muss so kurz wie möglich sein " , sagt Rudolf
Römer , Sprecher des Deutschen Feuerwehrverbandes in Bonn . Auch alte Menschen
ohne Handy müssten unterwegs die Chance haben , schnell telefonisch Hilfe zu
holen . Um das öffentliche Telefonieren wieder attraktiver zu machen , hat die
Deutsche Telekom zwei neue Modelle auf den Markt gebracht . An bundesweit 1000 "
Telekiosken " will das Unternehmen laut Broszio " das Internet auf die Straße
bringen " . Neben dem klassischen Telefongespräch bieten die in dunkelgrau
gehaltenen Multimedia-Terminals auch die Möglichkeit zum Internet-Surfen an .
Als weitere Neuerung sind so genannte " Telestationen " geplant , die ebenfalls
seit Anfang des Jahres errichtet werden : schlanke Metallsäulen mit
Tastentelefon , aber in der Regel ohne Dach . Mit der Säule hatte übrigens am
Ende des 19. Jahrhunderts alles angefangen : " Die ersten öffentlichen
Fernsprecher standen an Haltestellen von Straßenbahnen oder waren in
Litfaß-Säulen integriert " , berichtet Rainer Pfeiffer , Begründer eines der
größten privaten Telefon-Museen Europas in Hittfeld bei Hamburg . Einzeln
stehende Häuschen seien erst in den zwanziger Jahren aufgekommen . Von der
Antike bis zur Enigma : Kryptographie in der Geschichte Mit einer Fachtagung zur
Geschichte der Kryptographie eröffnete das Heinz Nixdorf Museumsforum eine
ständige Ausstellung , die sich mit der " Welt der Codes und Chiffren " befasst
. Im Vordergrund der wissenschaftlichen Tagung stand die Kriegskryptographie .
Toni Sale , der einstmals im legendären Bletchley Park und später im britischen
Geheimdienst Mi5 als Kryptologe unter anderem beim Knacken der Chiffriermaschine
Enigma arbeitete , stellte sein Projekt zum Reverse-Engineering des
Dechiffriercomputers Colossus vor . Von der ehemaligen Gegenseite zeigte der
Ingenieur Franz Fick , als ehemaliger deutscher Luftwaffenfunker mit der Enigma
wohl vertraut , wie die Polen und die Engländer die Verschlüsselung der Enigma
brechen konnten . Fick demonstrierte die Schwachstellen im Detail mit zwei von
ihm entwickelten Programmsimulationen , die alle Funktionen der Enigma und der
gegen sie eingesetzten so genannten " polnischen Bombe " nachbildeten . Der
Historiker Bernd Lippmann berichtete von seiner Forschung über das
Chiffrierwesen des Ministeriums für Staatssicherheit der ehemaligen DDR . Rudolf
Staritz , ein ehemaliger Mitarbeiter des Amtes für Heeresstatistik ( so hieß die
Funkabwehr unter Admiral Canaris ) erzählte launisch von den Problemen , den
Funkkontakt mit den Agenten in aller Welt zu halten und die Kommunikation der
gegnerischen Agenten zu stören . Weiter zurück in die Vergangenheit reichten
Referate zum Geheimschreiben der preußischen ( optischen wie elektischen )
Telegraphen und zur Kryptographie bei Griechen und Römern . Alle Referate wurden
lebhaft diskutiert , da Forscher wie Friedrich Bauer oder David Kahn den
direkten Kontakt mit den Praktikern von damals hatten . So berichtete aus dem
Publikum heraus Oskar Störzinger , der frühere Chefingenieur der Schweizer
Crypto AG , von den Problemen , eine priesterkompatible Chiffriermaschine für
den Vatikan zu bauen . Heraus kam ein vergoldetes Handchiffriergerät im
Elfenbeinkästchen , komplett mit Kreuz und Trostspruch : Mens agitat molem .
Diese Maschine wie andere seltene mechanische Kryptographiehilfen sind in der
Ausstellung in Paderborn ab sofort zur Besichtigung freigegeben . Zu den
bemerkenswerten Schaustücken zählt eine britische Typex-Chiffriermaschine von
1945 , deren Code nie gebrochen wurde . Die amerikanische NSA beschickte die
Ausstellung mit einem Fragment des japanischen "Purple"-Chiffrierers und einem
Exemplar der japanischen Enigma . Im Jahre 2002 soll die Ausstellung um das "
Zeitalter der Computerkryptologie " erweitert werden , in dem aus der
Herrschaftswissenschaft Kryptographie ein alltäglicher Vorgang wird , die eigene
Privatsphäre zu sichern . Online-Broker Consors verordnet sich Sparkurs Der
Nürnberger Discount-Broker Consors verordnet sich nach schwachem Start 2001
einen rigiden Sparkurs . Das Budget wird angesichts der anhaltenden Börsenflaute
um 15 Prozent heruntergefahren . Auch beim Personal wird kräftig der Rotstift
angesetzt . Entlassungen werde es aber nicht geben , versicherte der
Vorstandschef der ConSors Discount-Broker AG , Karl Matthäus Schmidt , am
heutigen Mittwoch in Frankfurt . Nach einem Spitzenjahr 2000 zahlt Consors
seinen Aktionären aber erstmals eine Dividende von 0,18 Euro . Der
Vorstandsvorsitzende bezeichnete dies als " Vertrauensmaßnahme " . Angesichts
hoher Verluste vieler Firmen am Neuen Markt will Consors das angekratzte Image
dieses Segmentes aufpolieren . " Consors verdient Geld " , so Schmidt . Dennoch
setzt die Krise an den Aktienmärkten auch den Nürnbergern schwer zu . " Alles ,
was Einsparungen bringt , wird jetzt konsequent durchgezogen " , kündigte
Schmidt an . Bei den rund 1600 Beschäftigten im Konzern , davon 1140 in
Deutschland , gebe es ein großes " Polster " befristeter Verträge . " Das werden
wir nutzen . " Der nach eigener Darstellung in Europa führende Direktanbieter
von Aktiengeschäften via Internet will die Börsenkrise nutzen , um sich " fit "
zu machen . Grund für die Einschnitte ist der deutliche Rückgang von
Börsentransaktionen der Kundschaft zu Jahresbeginn . Die Zahl der Aktienkäufe
und -verkäufe ging im Vergleich zum vierten Quartal 2000 um 20 Prozent zurück .
Außerdem konnten die Nürnberger in den ersten drei Monaten 2001 nur noch 27.000
neue Kunden gewinnen . Zugleich wurden aber 14.300 Depots geschlossen . " Das
war enttäuschend für uns " , bilanzierte Schmidt . 2000 war dank des
Börsen-Booms in der ersten Jahreshälfte die Zahl neu eröffneter Kundendepots um
325.000 auf 526.000 geschnellt . Für 2001 rechnen die Nürnberger nur noch mit
maximal 140.000 Neukunden . Ein Großteil des positiven Ergebnisses ging auf die
Übernahme der Berliner Effektengesellschaft zurück . PDA-Hersteller Handspring
erwartet weiteres Wachstum Während Palm für die kommenden Monate eher düstere
Stimmung verbreitet und hohe Verluste im vierten Quartal erwartet , beeilt sich
Handspring , gleichzeitig Konkurrent und Lizenznehmer von Palm OS , seine
Prognosen zu bekräftigen . " Auch wenn keine Firma gegen die gegenwärtigen
ökonomischen Bedingungen immun ist , sehen wir weiterhin Zuwachs bei unseren
Verkäufen " , betonte Donna Dubinsky , Gründerin und Chefin von Handspring .
Chiphändler ce Consumer schwächt Umsatzprognose ab Der Chiphändler ce Consumer
hat seine Umsatzprognose für 2001 wegen der Flaute auf dem Halbleitermarkt
deutlich abgeschwächt . Bisher hatte das Unternehmen angekündigt , in diesem
Jahr die Milliardengrenze zu überschreiten . Die Aktionäre sollen eine
unveränderte Dividende von 0,10 Mark pro Aktie erhalten . Im laufenden Jahr soll
das EBIT um mindestens 20 Prozent steigen . Der Aktienkurs von ce Consumer sank
bis kurz nach 15 Uhr in Frankfurt um fast 9 Prozent auf 7,70 Euro . Das
52-Wochen-Hoch liegt bei 79,27 Euro . Ein guter Teil des Umsatzwachstums ist
auch 2001 auf die erstmalige volle Einbeziehung von Zukäufen zurückzuführen .
Trotz der Abschwächung der Prognose geht ce Consumer davon aus , sich " vom
negativen Marktumfeld weitgehend abkoppeln " zu können . Der Weltmarkt für
Halbleiter werde " auf Grund der Rezessionsrisiken der amerikanischen Wirtschaft
und des weltweiten Einbruchs der Nachfrage nach Chips " im laufenden Jahr um bis
zu 20 Prozent sinken . Allerdings hätten sich die Aussichten auf ein Anspringen
der Chip-Konjunktur im zweiten Halbjahr 2001 verbessert . buch.de will 2002 aus
roten Zahlen Vorstandssprecher Gerald Winter räumte eine " wenig erfreuliche
Entwicklung an der Börse " ein : Der Kurs der Aktie sei " schwer abgestraft "
worden und im vergangenen Jahr um 80 Prozent oder 6 Euro auf 2 Euro abgerutscht
. Als Gründe nannte er eine zu spät in Angriff genommene Erweiterung des
Sortiments und eine unverlangt abgegebene Umsatz-Erwartung im Mai für das Jahr
2000 . Der zum Börsenstart im November 1999 noch amtierende Vorstand sei nun
auch nicht mehr in seiner Funktion , betonte Winter . buch.de will mit seinen 45
Beschäftigten verstärkt auf Kooperationen setzen - vor allem mit der
Universitätsbuchhandlung Phönix-Montanus , einer Tochter der Douglas Holding AG
. Künftig sollen auch über eine Kooperation mit JustBooks antiquarische und
vergriffene Bücher angeboten werden . Zugleich hofft man bei buch.de auf eine
weitere Aufstockung der Kundenzahlen : 1999 seien es 87.000 und im vergangenen
Jahr schon 230.000 gewesen . Ende dieses Jahres sollen es dann 380.000 Kunden
sein . Ihnen werden online neben Büchern auch Blumen , CDs , Videos und
Geschenkartikel angeboten . Mitte des Jahres soll der Firmensitz nach Münster
verlegt werden . Satelliten-Telefonnetz nimmt Sprachdienste wieder auf Wie
angekündigt nimmt das Satellitenkommunikationssystem Iridium nach einer
konkursbedingten langen Unterbrechung seinen Dienst wieder auf , gab die Iridium
Satellite LLC bekannt . Die Gesellschaft hatte das Iridium-System nach dem
Konkurs gekauft . Iridium war 1998 gestartet , um weltweites Telefonieren mit
einem Handy über Satellit zu ermöglichen . Die schweren und teuren
Satelliten-Telefone konnten allerdings nie viele Freunde gewinnen . Der riesige
Schuldenberg , hohe Benutzergebühren und unzureichende Kundenzahlen hatten zum
Zusammenbruch geführt . Die Satelliten sollten nach dem geschäftlichen
Zusammenbruch ursprünglich durch den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre
zerstört werden , doch übernahm die Iridium Satellite LLC das System . Eine
Bedingung für die Genehmigung der Übernahme durch das Konkursgericht war unter
anderem ein Großauftrag des Pentagons für Iridium . Der Ferngesprächsdienst über
die Satellitentelefone soll jetzt nach dreimonativer Systemprüfung wieder
anlaufen . Ab Juni sollen auch Datenübertragungsdienste angeboten werden . Dazu
gehören der direkte Internet-Zugang über Satelliten-Handy . Jetzt richtet sich
die neue Iridium-Gesellschaft an Reedereien , Fluggesellschaften , Bergwerks- ,
Öl- und Erdgas- , Bau- und Forstwirtschaftsunternehmen , Regierungsbehörden und
Hilfsorganisationen , die in entlegenen Gebieten operieren . Iridium-Chef Dan
Colussy will mit einem kostengünstigen und benutzerfreundlichen Dienst die
Kunden anlocken . Eine Minute Nutzung soll nicht mehr als 1,50 US-Dollar kosten
. Ein neues Satelliten-Handy soll es für weniger als 1.000 US-Dollar geben . Ein
leichteres Satellitentelefon will Iridium ab August für 1.500 US-Dollar anbieten
. Internet-Buchhändler mediantis erst 2003 mit Gewinnen Nach der Verfehlung der
Planzahlen im vergangenen Jahr rechnet der Internet-Buchhändler mediantis (
früher unter dem Namen buecher.de bekannt ) erst im Jahr 2003 mit Gewinnen .
Wenn sich in der Branche Versandkosten durchsetzen ließen , seien schwarze
Zahlen auch schon 2002 möglich , sagte Vorstandssprecher Georg Heusgen am
heutigen Mittwoch in München . Künftig will das Unternehmen auch Wein und Spiele
sowie Filmentwicklung im Internet anbieten . mediantis zählt sich in Deutschland
zu den drei größten Internet-Buchhändlern . Klare Nummer eins ist Amazon , BOL
und mediantis beanspruchten in der Vergangenheit den zweiten Platz . Allerdings
hatten zuletzt Gerüchte über Verkäufe von Alt-Eigentümern den Kurs weiter
belastet . Heusgen selbst wollte nicht sagen , wie viele Aktien er hält und ob
er sich von Anteilen getrennt hat . Am heutigen Mittwoch stieg der Aktienkurs
zwischenzeitlich um 2,7 Prozent auf 1,54 Euro ; die Aktie fiel dann aber wieder
und stand bis kurz vor 18 Uhr mit einem Minus von 1,33 Prozent bei 1,48 Euro .
Vor knapp einem Jahr kostete die Aktie mehr als 28 Euro . Roboter lernen
Teamwork Beat Hirsbrunner , Informatik-Professor an der Universität Freiburg in
der Schweiz , will seelenlosen Robotern Teamgeist beibringen . Wie schwierig
dieses Unterfangen ist , zeigen die Ergebnisse der ersten Experimente
Hirsbrunners mit gemischten Roboter-Gruppen . " Wir haben zwischen den einzelnen
Robotern echte Gegnerschaft beobachten können " , sagt der Wissenschaftler .
Sein Versuchsaufbau war simpel : Der Seh-Roboter verfügte dagegen , ähnlich wie
der Mensch , nur über ein eingeschränktes Sichtfeld . Das Ergebnis : Der Roboter
mit der Rundumwahrnehmung hörte nicht auf , bis er die Arbeit des anderen
Roboters vollständig zerstört hatte . Dabei sollen einzelnen Roboter nach ihren
spezifischen Fähigkeiten auswählt werden . So ein Team könnte etwa aus einem
Roboter mit besonders sensiblen Greif-Armen , einem anderen mit Sehfähigkeit und
einem dritten , der riechen und schmecken kann , bestehen . " Genau wie Menschen
, so können sich auch Roboter mit verschiedenen Fähigkeiten hervorragend
ergänzen " , stellt Hirsbrunner fest , " vorausgesetzt , sie passen zusammen " .
Denn in weiteren Experimenten haben die Freiburger nachgewiesen , dass zwei gut
zusammen arbeitende Roboter , die gemeinsam eine Aufgabe erledigen , dies oft
mehr als doppelt so schnell schaffen wie beide alleine . Noch besser klappt es ,
wenn die beiden Roboter miteinander kommunizieren können . In der Industrie
seien die Anwendungsmöglichkeiten für teamfähige Roboter derzeit noch sehr
begrenzt , räumt der Professor ein . In der Weltraumforschung seien sie jedoch
die Technologie der Zukunft . Im Rudel hätten die Roboter die Oberfläche des
roten Planeten selbst dann noch erfolgreich erforschen können , wenn einzelne
von ihnen plötzlich nicht mehr funktionsfähig gewesen wären . Die im vergangenen
Herbst zum Mars geflogene 165 Millionen teure NASA-Marssonde Polar Lander hatte
kein einziges Signal zur Erde gesandt . " Sehen und sich vorantasten können sie
schon ganz gut " , meint Hirsbrunner . Beim Hören hapere es aber noch etwas mit
der räumlichen Wahrnehmung . Die Nachbildung des menschlichen Geruchssinns
stelle für die Wissenschaft derzeit noch die größte Herausforderung dar . Dabei
wären nach Einschätzung des Freiburger Professors gerade Riech-Roboter für die
Industrie von besonders großem Nutzen . Anders sieht dies die
UN-Wirtschaftskommission für Europa ( ECE ) . Sie geht davon aus , dass
Haushaltsroboter schon in zehn bis 15 Jahren so verbreitet sein werden wie heute
das Mobiltelefon und der Computer . Elsa geht 's gut Für das gesamte
Geschäftsjahr erwartet der Grafik- und ISDN-Spezialist inzwischen ein positives
Ergebnis . Zu den Gewinnen hat diesmal laut Elsa auch die US-Tochter beigetragen
. Die Anlaufverluste der Elsa Inc. seien dagegen im Geschäftsjahr 1999 noch
maßgeblich an den roten Zahlen des Unternehmens beteiligt gewesen . MCI Worldcom
steigt in Bieterstreit um Orange ein Die britische Mobilfunkfirma Orange ist
heiß begehrt . Das Unternehmen , das von Mannesmann kurz vor der
Übernahmeschlacht mit Vodafone gekauft wurde , muss wieder abgestoßen werden -
die EU-Kommission machte dies bei der Genehmigung der Mannesmann-Übernahme durch
Vodafone zur Auflage . Nachdem schon France Telecom und die holländische KPN
sowie Spaniens Telefonica und DoCoMo , die Tochter des japanischen
Telekom-Riesen NTT ihr Interesse an Orange angemeldet haben , will nun
offensichtlich auch MCI Worldcom in den Übernahmepoker einsteigen . Auf einem
Meeting mit Analysten anlässlich der Vorstellung des Geschäftsberichts erklärte
MCI-Chef Bernie Ebbers , man prüfe , ob eine Übernahme von Orange sinnvoll sei .
Eine andere Möglichkeit , einen Fuß in den britischen Mobilfunkmarkt zu bekommen
, sei aber die Zusammenarbeit mit einer der Firmen , die gerade eine UMTS-Lizenz
in Großbritannien ersteigert habe . Die hätten so viel für eine der Lizenzen
bezahlen müssen , dass sie unter Umständen einen starken Partner brauchten ,
meinte Ebbers . MCI Worldcom , nach AT&T Branchenzweiter im amerikanischen
Telekommunikationsmarkt , hatte erst im Oktober letzten Jahres die
Übernahmeschlacht um die drittgrößte US-Telefongesellschaft Sprint für sich
entscheiden - Kaufpreis damals : Die Übernahme wird aber noch von der
amerikanischen Kartellbehörde geprüft . Neue CD-ROM mit Postleitzahlen von der
Post Ab Mai gibt es eine aktualisierte Neuauflage des elektronischen
Nachschlagewerks Postleitzahleninfo , wie die Deutsche Post mitteilte . Die
CD-ROM erteilt Auskunft über Postleitzahlen , Straßen , Orte und Großempfänger
wie zum Beispiel die Expo 2000 in Hannover . Bei der Suche nach Adressen
korrigiert und ergänzt das Programm der Post zufolge die Eingaben des Anwenders
und ordnet den gesuchten Ort der richtigen Gemeinde zu . Außerdem berücksichtige
die Neuauflage kürzlich umbenannte Straßen und eingemeindete Ortsteile . Die CD
kostet 19,90 Mark . Wer lieber im Internet surft und sich die Ausgabe für die CD
sparen will , findet auf den Web-Seiten der Post ebenfalls eine Suchmaske , um
Postleitzahlen für Orte , Straßen , Postlagerausgaben oder Großempfänger
herauszufinden . Panne bei Computersystem für Arbeitsämter Gäbe es nicht eine
Lieferpanne bei der notwendigen Software , könnten die Mitarbeiter der
Arbeitsämter ja inzwischen auf ein bundesweit vernetztes EDV-System
zurückgreifen - zumindest die Einrichtung der Hardeware ist abgeschlossen .
Damit sollen Arbeitsamtsmitarbeiter Dienstleistungen aus einer Hand bieten
können : Künftig sollen nicht mehr die Arbeitslosen , sondern die Daten laufen ,
meinte Bernhard Jagoda , Präsident der Bundesanstalt für Arbeit , bei der
Vorstellung des Systems Ende März . Nur leider verzögert sich die vollständige
Inbetriebnahme . Die Software für das neue System IT 2000 sollte eigentlich
schon im Dezember letzten Jahres installiert werden - nun steht sie erst im
September 2000 zur Verfügung , erklärte Herbert Pfuhlmann , Leiter des
Lenkungsauschusses für IT-Technologie bei der Bundesanstalt für Arbeit . Er
bestätigte damit Teile eines Berichts des Nachrichtenmagazins Spiegel . Das
Blatt spricht in seiner neuesten Ausgabe von einer " Millionen-Panne mit neuer
Software " . Als Reaktion auf die Lieferpanne hat die Nürnberger Bundesanstalt
nach Angaben einer Sprecherin inzwischen ihren Rücktritt vom Vertrag erklärt und
eine Rückabwicklung beim Lieferanten Siemens Business Services ( SBS ) gefordert
. Man werde nicht für ein Produkt zahlen , das man nicht erhalten habe . Dem
Vernehmen nach hat die Firma SBS den Programmieraufwand im Zusammenhang mit den
neuen arbeitsmarkt- relevanten Sozialgesetzen unterschätzt . Für die
Bundesanstalt bedeute der verspätete Start des ersten Teilprodukts des Systems
IT 2000 zwar eine ärgerliche Zeitverzögerung , von einem finanziellen Schaden ,
wie in dem Spiegel-Bericht behauptet , könne allerdings keine Rede sein . Nach
Pfuhlmanns Darstellung verwechselt der Spiegel verschiedene Aspekte . Die Kritik
des Rechnungshofs beziehe sich auf ein angeblich zu früh erstelltes und
jahrelang ungenutztes Daten-Netzwerk der Bundesanstalt . Die BA habe dieser
Annahme wiederholt widersprochen . Das Arbeitsamts-Datennetzwerk werde schon für
andere Zwecke , etwa den E-Mail-Austausch zwischen den Arbeitsämtern und den
Datentransfer einer Basisversion von IT 2000 , genutzt . IBM will 's wissen :
OS/2-Treiber gewünscht ? Nach Informationen des TeamOS/2 Deutschland e. V. fragt
IBM Deutschland momentan bei den Kunden nach , welche Treiber sie sich für OS/2
wünschen . Von IBM Deutschland war dazu allerdings bislang keine offizielle
Stellungnahme zu erhalten . Wer sich trotzdem schon einmal mit seinen Wünschen
für OS/2-Unterstützung melden will , kann dies über den Web-Server oder eine
spezielle Mail-Adresse des TeamOS/2 Deutschland e. V. erledigen . Die
Vereinigung von OS/2-Anwendern gibt die Treiberwünsche dann gesammelt bei IBM ab
. Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick
für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick
und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Der Wind pfeift
laut wie die Dot.coms , die sich auflösen , weil die Investoren kein frisches
Geld mehr zuschießen wollen . Das Internet wird grau wie dieser Samstag . "
Keine Farben mehr , die Sinne zu erwecken ; keine Musik , die die Seele fliegen
lässt , keine Schriften mehr , die die Fantasie anstacheln , keine
Programmiersprachen , an denen man sich erfreuen kann " - ist das Leben nicht
elend ? An diesem Tag werden auch Menschen , die an den Hängen unserer Tiefebene
leben , das leibhaftige Grau bekommen . Das Große Internet Grau ist ein
Protesttag gegen die fortgesetzten Urheberrechtsverletzungen im Internet . Sie
ist sogar die Lieblingsfarbe der Bobos , sozusagen der Erkennungswimpel der
Bobo-Kultur . Bobos sind die Neureichen des Internet-Booms , die Millionen
gescheffelt haben , aber sich nicht anständig anziehen . Die , die die teuerste
Uhr am Handgelenk tragen , sich aber mit einem eBay-T-Shirt und dreckigen Jeans
in die Berliner U-Bahn werfen , um zur Internet World zu fahren . The New Upper
Class and How They Got There den Bobos die Leviten lesen will . Das Buch des
konservativen Journalisten , der in den Untersuchungen gegen Clinton der
Spezialist für unappetitliche Details á la Paula Jones war , wird sicher in die
Charts klettern . Den Bobos wird es herzlich egal sein . Amerika ist auf ihre
Erfolge angewiesen und wird die Jungmillionäre sicher nicht in Arbeitslager
stecken , wie sich das Brooks insgeheim wünscht . Auf der Blubber- und
Labermesse Internet World in Berlin musste die Preisverleihung des
Venture-Kapitalisten Econa abgeblasen werden . Als erster Preis für die beste
StartUp-Idee winkte eine kostenlose Werbekampagne der Agentur Scholz & Friends .
Doch der Sieger , ein Hamburger Student mit einem Preisvergleichssystem namens
eVendi , war einfach schon abgereist . Die Idee hinter dem Angebot ist es , dem
durchschnittlichen Anwender , Benutzer , Tierhalter oder Wagenwäscher den Raum
zu geben , seine Meinung zu veröffentlichen . Wer die selben Vorlieben wie ein
anderer Meinungsführer hat , kann praktischerweise auf ein eigenes Urteil
verzichten und die Meinung übernehmen , etwa , dass www.renate-wallert.de einen
Trost für die Geiseln auf den Philippinen ebenso wie eine Aufmunterung an die
moslemischen Geiselnehmer enthalten müsse . Mitunter hilft die schönste
Meinungsführung nicht , weil Kleinvieh nun einmal Mist macht . So meldete dooyoo
in der letzten Woche ganz aufgeregt , dass Handy-Betrüger auf Kosten
ahnungsloser Handy-Besitzer telefonieren können , die auf eine SMS-Nachricht hin
die Nummer 01414554414 anrufen . Und überhaupt : Die Nummer der SIM-Karte
könnten die bösen Verbrecher gleich auch noch auslesen . Ergebnis :
Offensichtlich machte sich kein Meinungsforscher die Mühe nachzufragen , ob 0141
überhaupt eine in Deutschland zugelassene Nummer ist ; offensichtlich fiel
keinem der knallharten Jung-Rechercheure auf , wie oft dieser Fake schon durch
das Netz der Netze gewandert ist . Recherche ist halt ein Glücksspiel , wenn die
Dollars ( oder Euros , meinetwegen ) aus einem möglichen Börsengang den Verstand
vernebeln . Heftige Proteste unter den Newsticker-Lesern : Recht so : Die
monarchische Staatsform ist dem basisdemokratischen Gedanken des Netzes sui
generis völlig wesensfern . Die feine Ironie , mit der eine Kollegin die "
wichtigste Persönlichkeit des deutschen Internet-Business " , wie der Titel des
Preisträgers offiziell hieß , gleich zum " Internet-König " ernannt hatte ,
entging allerdings manchem Kritiker . Wenn aber schon all diese lächerlichen
Awards und Preise und Labels vergeben werden müssen , die ja allesamt nach dem
Motto " Nenn mich Schiller , sag ich Goethe " funktionieren , indem die
Preisträger das nächste Mal den Preisvergebern den Preis geben und sich damit
wechselseitig immer wieder auf die Schulter klopfen , dann sollte der Preis an
sich wenigstens nicht im Widerspruch stehen zum Medium , mit dem er
zusammenhängen will . Ob " wichtigste Persönlichkeit des Internet " oder "
Internet-König " : Ausgerechnet den Chef eines der mächtigsten Medienkonzerne
der Welt dazu zu ernennen , zeigt von einer gewissen Autoritätshörigkeit . Die
brauchen aber anscheinend auch Bewerber , die sich für eine Stelle bei eben
diesem Medienkonzern interessieren . " Hier wird nicht verwaltet , sondern
gestaltet " . Das meint zumindest Reinhard Mohn , Vorstand der
Bertelsmann-Stiftung und Granddaddy des Konzerns , in einer Stellenanzeige der
ZEIT vom 25. Mai 2000 . Antreten : " Hier wird nicht geraucht ... " Deren sind
ganz neue in Sicht . Sie kommen - natürlich , aus dem Internet . Einer heißt
Ricardo , stammt aus Hamburg und startet im Herbst bei SAT.1 mit einer
Verkaufs-Show , die " klassische Show-Elemente mit den Online-Auktionen von
ricardo.de verbindet " . Ein anderer heißt LetsBuyIt , kommt aus Schweden und
kündigt beim BSkyB-Channel eine Verkaufs-Show an , an der auch ProSieben
beteiligt ist . Nur nicht lange zögern ... Ricardo.de jedenfalls hat
herausgefunden , dass der typische Ricardo-Fan männlich , besserverdienend und
30 Jahre alt ist sowie Abitur hat . Neben den permanenten Lieferschwierigkeiten
sorgte Ricardo zuletzt mit der hauseigenen Mode-Kollekion für Aufsehen :
Sweatshirts , Pullover , ja sogar Krawatten mit Ricardo-Schildchen markierten
die Zugehörigkeit zur berühmten Generation@ . Jetzt stellt sich raus , dass die
Generation@ aus Langeweilern besteht , die wochenends zur Prime-Time @Home
sitzen . Was wird . Für die nächste Woche darf ich nach all dem Geblubber der
Internet World auf eine Konferenz aufmerksam machen , die Tulipomania Dotcom
heißt und in Amsterdam und Frankfurt stattfinden soll . Das muss man sich so
vorstellen : Mitten in den heißen Debatten über die Rolle der Linken im
Internet-Boom schmeißen sich alle Beteiligten in einen Flieger der KLM und
kurven nach Frankfurt . Oder nach Seattle ? Dort wird uns Bill Gates den ganz
großen Knaller bescheren . Allerdings musste Microsofts Übervater das nun
verschieben - der Kartellprozess beschäftigt die Mannen aus Redmond doch zu sehr
. Vor 140 Firmenführern hat Bill Gates allerdings auf einem privaten
dooyoo-Meeting in seinem Häuschen schon einmal die feinen Sachen springen lassen
, die da kommen werden . SOAP , das Simple Object Access Protocol , oder ASP+ ,
die Active ServerPages Plus , ein Webstore Foundation Layer , ein AppCenter
Layer und vieles mehr will er nun bald einer Presse vorstellen , die ohnehin der
Meinung ist , dass Bill Gates das Internet erfunden hat , zusammen mit Al Gore
natürlich . Der große Zauber wird jedenfalls bestimmt helfen , die blöde Sache
mit Outlook vergessen zu machen , das dieser Tage so manchen netten Virus
transportiert . Genauso wie die fesche TV-Kampagne , die Microsoft zur Rettung
von Outlook vor der öffentlichen Meinung in den USA gestartet hart . Die Musik
zum Werbespot klingt erhaben . Es ist das Confutatis Maledictis aus Mozarts
Requiem : " Die Verdammten und Verfluchten fahren in die Flammen der Hölle " .
Optische Netze : Nächste Runde im Fusionspoker Der anhaltende Kampf um die
Beherrschung des Markts für rein optische Netze ( siehe dazu auch den
Hintergrundbericht Der Boom der optischen Netze ) lässt die Großen der Branche
nach jeder Firma greifen , die das eigene Portfolio in diesem Bereich ergänzen
kann . Chromatis , spezialisiert auf Komponenten für optische Netze im
MAN-Bereich ( Metropolitan Area Networks ) , hat allerdings noch keine
kommerziell verfügbaren Produkte vorzuweisen . Angesichts dessen scheint der
Kaufpreis zwar weit übertrieben , dürfte aber für Lucent gerechtfertigt sein :
Geräte von Chromatis befinden sich gerade in Feldtests bei verschiedenen
Telekom-Konzernen ; nach Angaben von Qwest , einem der Testteilnehmer , seien
die Versuche sehr vielversprechend verlaufen . Die erste Phase sei abgeschlossen
und Chromatis-Geräte könnten eine große Lücke bei Infrastruktur-Angeboten im
MAN- und Citycarrier-Bereich schließen . Chromatis stellt nach eigenen Angaben
Equipment für optische Netze auf Basis von WDM ( Wavelength Division
Multiplexing ) her , die mehrere Protokolle und Techniken über eine einzige
Wellenlänge transportieren können . Traditionell werden dagegen etwa für ATM ,
IP oder TDM jeweils eigene Wellenlängen benutzt . Außerdem hat Chromatis eine
Technik entwickelt , die die Firma SWDM ( Selective WDM ) nennt . WDM-Ringnetze
erfordern normalerweise , dass an jedem Anschlusspunkt mindestens eine
Wellenlänge mittels WDM-Geräten in den Ring gelangt oder an das angeschlossene
Netz geleitet wird , um die Daten der an den optischen Ring angeschlossenen
Teilnehmer transportieren zu können . Netzteilnehmer , die die Bandbreite von
WDM nicht benötigen , können so nach Angaben von Chromatis kostengünstiger in
ein MAN oder Citycarrier-Netz aufgenommen werden . Die Übernahme von Chromatis
durch Lucent , die offiziell noch nicht bestätigt wurde , brächte den
Netzwerkgiganten , der aus AT&T hervorgegangen ist , jedenfalls Techniken ein ,
die gut zur eigenen Produktpalette passen . Die Übernahme wäre der nächste
Schritt im Konzentrationsprozess bei den optischen Netzen : Besonders Lucent
selbst und Nortel als zweitgrößter Hersteller nach der ehemaligen AT&T-Abteilung
konkurrieren eifrig um die Beherrschung des Markts . Aber auch Cisco ist nicht
untätig : Den Rückstand im Bereich der Photonik versucht der Platzhirsch unter
den Router-Produzenten durch Aufkäufe wettzumachen . Nach der Übernahme der
WDM-Abteilung des italienischen Mischkonzerns Pirelli baute Cisco die Abteilung
für optische Netze durch den Kauf des schwedischen Anbieters Qeyton weiter aus .
Microsoft verschiebt Vorstellung der neuen Internet-Strategie Das " Forum 2000 "
, auf dem die Microsoft-Oberen , unter anderem Bill Gates und Steve Ballmer ,
Analysten und Wirtschaftpresse über die zukünftige Strategie aufklären wollten ,
hat der Software-Konzern nun vom 1. auf den 22. Juni verschoben . Der mit
Spannung erwartete Event , auf dem Details über die so genannten Next Generation
Windows Services ( NGWS ) bekannt gegeben werden sollten , würde zu sehr im
Schatten der Entscheidung von Richter Thomas Penfield Jackson zum Strafmaß im
Kartellprozess gegen Microsoft stehen , hieß es in Redmond . In dem Verfahren
hat Microsoft bis Dienstag Zeit , seine Antwort auf den überarbeiteten
Strafantrag der Kläger vorzulegen . Daher will Microsoft es offensichtlich
vermeiden , dass die Ankündigungen , wie man mit den Herausforderungen umgehen
will , die das Internet für die klassische Wintel-Welt darstellt , in der
öffentlichen Aufmerksamkeit für das Urteil untergehen . Microsofts Chefs
betonten in letzter Zeit immer wieder , die NGWS seien ein zentraler Baustein
für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens . Die NGWS sollen unter anderem
einen Teil der Microsoft-Betriebssysteme und -Anwendungen Internet-fit machen -
ein Schritt weg von klassischen Systemen und Applikationen für Desktop-PCs . Was
sich indes im Detail hinter den NGWS verbirgt , darüber gibt es bislang nur
spärliche Informationen - kein Wunder also , dass das die Festlegung der
Teilnehmer am " Forum 2000 " auf Börsianer und Wirtschaftspresse schon für
einiges Aufsehen sorgte . Transmetas großer Auftritt : Notebooks mit Crusoe-CPU
Seit der Vorstellung des Crusoe-Prozessors Anfang des Jahres war die große
Preisfrage , welche Systemhersteller ein Gerät mit stromsparenden Transmeta-Chip
auf den Markt bringen . Immerhin hatten FIC und S3 schon angekündigt , Webpads
mit Crusoes bauen zu wollen - auf der Computex zeigte FIC auch schon einmal ein
Vorserienmodell . Auch PC-Hersteller Gateway gab schon bekannt , das
Surf-Terminal für AOLs Online-Dienst mit Crusoe-Chips zu bauen . Transmeta
selbst schwieg vor allem zu dem Thema Notebooks , aber auch zu den Webpads
bislang beharrlich . Man deutete lediglich hier und da an , dass alle großen
Notebook-Häuser interessiert seien . IBM , NEC und Hitachi zeigten ultraflache
Notebooks mit Crusoe-TM5400-Prozessor , die in den nächsten Monaten auf den
Markt kommen sollen . Von Fujitsu gab es zwar noch kein Notebook , aber ein
Motherboard mit Crusoe-Chip . IBM stellte beispielsweise ein Thinkpad 570 vor ,
in dem der sonst übliche Pentium III durch den TM5400 ersetzt wurde . Laut
Angaben von IBM läuft das Gerät dank Transmetas stromsparender LongRun-Technik
im Batteriebetrieb zwischen vier und sieben Stunden . Der Crusoe-Thinkpad soll
rechtzeitig zum kommenden Weihnachtsgeschäft erhältlich sein , und je nach
Ausstattung zwischen 1800 und 2300 US-Dollar kosten . Neben den genannten
Notebook-Herstellern gibt es angeblich noch zwei weitere große Firmen , die
ebenfalls an Geräten mit Transmeta-Prozessor arbeiten , aber nicht rechtzeitig
zur PC Expo ein vorzeigefähiges Modell zu Stande brachten . Transmeta zeigt am
Stand außerdem ein schickes Webpad mit Crusoe-TM3120-Chip , das von einer
taiwanischen Firma produziert wird und in den USA von japanischen OEMs
vertrieben werden soll . Zur Identität des Herstellers sowie der OEMs hüllte man
sich allerdings wieder in Schweigen . Das Webpad nutzte ein Gateway der Firma
rebel.com namens NetWinder als Base-Station , der ebenfalls mit Crusoe-Prozessor
arbeitet . Billiger telefonieren - aber nicht im Ortsnetz Telefonieren ist zwar
im Juni insgesamt um 4,8 Prozent billiger gewesen als ein Jahr zuvor , dies
wurde aber vor allem durch Preissenkungen für Mobilfunk sowie Auslands- und
Inlandsferngespräche verursacht . Trotz aller Reden und Beschlüsse von Politik
und Wirtschaft , durch mehr Konkurrenz im Ortsnetzbereich auch die
Internet-Zugänge zu verbilligen , sanken die Kosten für lokale Gespräche kaum
und die Grundgebühren für den Telefonanschluss blieben konstant . Dieses Bild
zeichnen zumindest die neuen Zahlen zum Telefonie-Markt in Deutschland , die das
Statistische Bundesamt am heutigen Mittwoch in Wiesbaden bekannt gab . Vor allem
Auslandsgespräche wurden um 35,6 Prozent deutlich billiger .
Inlands-Ferngespräche waren um 8,5 Prozent günstiger zu haben . Die Preise für
Ortsgespräche sanken lediglich um 0,7 Prozent , während die Anschluss- und
Grundgebühren konstant blieben . Insgesamt wurde das Telefonieren im Festnetz um
4,3 Prozent billiger . Beim Mobiltelefonieren lag der Rückgang bei 13,1 Prozent
. Die Preissenkung war im Juni allerdings etwas geringer als in den Vormonaten .
Im April und Mai hatte der Rückgang bei 5,8 Prozent gelegen , im Dezember 1999
bei 11,3 Prozent . Im Vergleich zum Mai sanken die Preise fürs Telefonieren um
0,1 Prozent . Grund waren vor allem erneute Preissenkungen für
Mobiltelefon-Dienstleistungen ( minus 1,2 Prozent ) . Heute stellte AltaVista
Deutschland seinen neuen " freien " Internet-Zugang FreeIn vor . Nach Angaben
von AltaVistas Deutschland-Geschäftsführer Mathias Schmitz biete FreeIn freies
Internet für alle ohne vertragliche Bindung und ohne Werbeeinblendung .
Abgewickelt wird der Zugang über Netzwerkdienstleister MediaWays . Der Haken an
der Sache : Kostenlos ist der Internet-Zugang nur für fünf Stunden im Monat ,
und dieser Zeitrahmen kann auch nur in Portionen von 10 Minuten pro Tag in
Anspruch genommen werden . Danach will AltaVista von den Surfern 4,9 Pfennig pro
Minute , unabhängig von der Tageszeit . Viel mehr als ein Internet-Zugang ohne
Vertragsbindung mit einem bestimmten Kontingent an Freiminuten ist FreeIn also
nicht . Zudem liegt AltaVista mit dem Minutenpreis nun nicht unbedingt am
unteren Ende der Preisskala ; andere Anbieter etwa für Internet-by-Call-Zugänge
liegen teilweise weit darunter . Ob die kostenlosen 10 Minuten pro Tag das
ausgleichen können , scheint doch sehr fraglich . Darauf angesprochen meinte
Schmitz trocken : " In 10 Minuten kann man viel machen , wenn man die richtige
Suchmaschine benutzt . " Der Wink mit dem Zaunpfahl , um das hauseigene
Internet-Portal ins Gespräch zu bringen , dürfte allerdings nur wenige Surfer
trösten , die sich nach den Berichten um AltaVistas kostenlosen Internet-Zugang
in Großbritannien hier zu Lande wohl mehr versprochen hatten . Schmitz erklärte
allerdings , nach einer Untersuchung , die AltaVista in Auftrag gegeben habe ,
sei der durchschnittliche deutsche Internet-Nutzer nur neun Minuten pro Tag
online . Flatrates mit unbegrenzter Surfzeit für einen festen Monatsbetrag seien
etwas für Power-User , die das Netz schon gut kennen . AltaVista wolle dagegen
neue User ansprechen . Schmitz forderte zudem die Industrie und die Politik auf
mitzuziehen : FreeIn solle nur ein erster Schritt für ein billiges und möglichst
kostenloses Internet in Deutschland sein . Unternehmen könnten die Initiative
von AltaVista unterstützen und erhielten dafür im Gegenzug Medienleistungen auf
AltaVista.de . Wer sich für den Internet-Zugang von AltaVista interessiert ,
soll sich ab heute Mittag auf der AltaVista-Homepage anmelden können . Die
Software , die es nur für Windows gibt , soll zum Beispiel verhindern , dass
Surfer nach 10 Minuten Online-Zeit ihre Identität wechseln , um erneut kostenlos
ins Internet zu kommen . Die Support-Hotline über eine 0190-Nummer soll 2,42
Mark pro Minute kosten . AvantGo bringt Notes-Anwendungen auf den Palm AvantGo
kauft den Softwareanbieter Globalware Computing , besser bekannt als Hersteller
der Pylon-Produktfamilie zur Nutzung von Notes/Domino mit den Palm-PDAs . Pylon
besteht aus drei Komponenten : Lotus hat bislang keine vergleichbare
Produktpalette . Erst zum Ende des Jahres wird eine neue Version der Mobile
Services for Notes erwartet . EasySync wird nicht über die aktuelle Version 3.0x
hinaus weiterentwickelt . Auf der Lotusphere im Januar hatte Lotus erstmals
angekündigt , ein Mobile Notes anbieten zu wollen . IBM baut WebSphere zur
Plattform für E-Commerce aus Die WebSphere-Software-Plattform gründet auf dem
Application Framework for E-Business und gliedert sich in drei Ebenen :
WebSphere Foundation , WebSphere Foundation Extensions und WebSphere Application
Accelerator . Die Foundation basiert auf dem Application Server 3.5 sowie auf
der Messaging-Software MQSeries . Die Foundation Extensions enthalten unter
anderem einen Portal-Server , den Edge-Server , einen Site-Analyzer , WebSphere
Studio , VisualAge for Java , VisualAge Generator und den WebSphere Host
Publisher . Der Edge-Server ist eine Art Caching Proxy , das über die
dynamischen Inhalte einer Web-Site Bescheid weiß und sie in Verbindung mit einem
Transcoding-Server für verschiedene Ausgabegeräte wie PDA , Handy oder
PC-Webbrowser aufbereiten kann . Generator ist ein von Versata eingekauftes
OEM-Produkt , eine Art 4GL ( Fourth Generation Language ) , die auf Grund von
Business-Rules JavaBeans und Enterprise JavaBeans für WebSphere generiert . Mit
Application Accelerators schließlich bezeichnet IBM Anwendungen , die auf Basis
von WebSphere und in Zusammenarbeit mit dieser Plattform arbeiten können . Dazu
gehören etwa Lotus Domino , die WebSphere Commerce Suite und der WebSphere B2B
Integrator , der bereits im März dieses Jahres vorgestellt wurde . Der Großteil
dieser Komponenten wird am 31. August zur Verfügung stehen . Alle eingesetzten
Techniken beruhen laut IBM auf veröffentlichten Standards des W3C und der IETF .
Es ist eine Plattform , die aus Bestandteilen besteht , die sich gegenseitig
unterstützen , und auf der Anwendungen nach gemeinsamen Prinzipien entwickelt
werden . Geht es nach den Marktforschern der Giga Information Group , liegt IBM
mit diesem Vorgehen genau richtig . Giga geht davon aus , dass IBM bis Ende 2000
seinen Marktanteil in diesem Bereich von 16 auf 24 Prozent steigern wird . NGOs
: ICANN hat ein Demokratie-Defizit Ein Dutzend internationale
Nicht-Regierungsorganisationen ( Non-Governmental Organizations , NGOs ) wollen
die Internet-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (
ICANN ) bei ihrer Sitzung in Yokohama an ihre demokratischen Verpflichtungen
erinnern . " ICANN hat ein Demokratie-Defizit " , heißt es im Entwurf für ein "
Yokohama Statement on Civil Society and ICANN Elections " . Das Papier fordert
unter anderem die Trennung der Nummern- und Namensverwaltung , mehr Transparenz
bei ICANNs finanziellen und politischen Entscheidungen und einen vereinfachten
(Email-)Zugang zu den Wahlen von ICANN-Direktoriumsmitgliedern durch die
Internet-Nutzer ( At-Large-Wahl ) . Kern der Erklärung ist die Forderung nach
der gleichberechtigten Mitsprache individueller Nutzer bei Entscheidungen über
die Reform des Domain Name System ( DNS ) . Alle Entscheidungen , die ICANN
derzeit treffe , müssten auf jeden Fall überprüft werden , sobald das
Direktorium entsprechend der ursprünglichen Satzung besetzt sei , meint Klein .
Da die ICANN bei der laufenden At-Large-Wahl nur fünf der neun Posten besetzen
will , bleibt das Direktorium weiter nicht voll entscheidungsfähig .
Kritikwürdig finden die Nicht-Regierungsvertreter auch , dass ICANNs nicht
gewählter Präsident qua Amt im Direktorium ist . Und : ICANNs Angestellte
müssten mehr Respekt für demokratische " Checks and Balances " aufbringen .
Immerhin , meint Holitzscher , hätten ICANNs Entscheidungen weit reichende
sozioökonomische Konsequenzen , die den einzelnen User beträfen . Auch an
anderer Stelle wollen die Unterzeichner aus Japan , Ghana , Kambodscha ,
Bulgarien , England , Südafrika , der Schweiz und den USA das Gewicht zu Gunsten
der individuellen Nutzer verschieben . So soll ICANN für die Domain Name
Supporting Organisation , die durch drei Direktoren vertreten ist , zusätzliche
Gruppen , so genannte constitutencies , zulassen . Abgesehen von einer
Non-Commercial Constituency würden alle anderen Interessensgruppen die Industrie
vertreten , meint Klein . In Zukunft sollten aber auch Interessensgruppen für
Entwicklungsländern , für kleinere Unternehmen und für private Domainbesitzer
stimmberechtigt sein . Solche Initiativen hatte die ICANN bisher regelmäßig
abgelehnt . Die weitreichendste Forderung des Yokohama-Statement ist wohl die
nach einer Trennung von " name and number " , der Nummernzuteilung und der
Organisation des DNS . Klein kann sich eine Auftrennung in " ICANN 1 " und "
ICANN 2 " vorstellen . Dadurch werde auch ein wenig die Gefahr gebannt , dass
ICANNs Position zu stark und damit die Versuchung zu groß werde , das
ICANN-Mandat über die technischen Aufgaben hinaus auszudehnen . Wenn es keinen
einzelnen autoritativen Rootserver mehr geben , bräuchte man auch keine
komplizierten Kontrollmechnanismen mehr . Auch dem Streit um die staatliche
Hoheit über die Länder-Domains RealPlayer für UMTS-Handys Wenn Chuck Berry aus
dem Handy dröhnt , kann sich Rob Glaser freuen . Der Chef von RealNetworks
kündigte auf der Real Europe 2000 in Disneyland bei Paris an , zusammen mit
Nokia Audio- und Video-Streaming für das EPOC-Betriebssystem zu entwickeln . In
allen UMTS-Geräten soll Technologie von RealNetworks für das nötige
Multimedia-Gefühl sorgen . Damit fährt RealNetworks zweigleisig : " In den USA
setzen wir auf die Breitband-Lieferung via Kabel und die DSL-Technik , in Europa
wird es UMTS und Kabel oder DSL sein . " In diesem Zusammenhang kündigte
RealNetworks mit drei Partnern die Lieferung von Internet-Video über Kabel an :
Chello , die Deutsche Telekom und Madge.web wollen ein paneuropäisches System
für die Lieferung von Videos in VHS-Qualität entwickeln . Ziel sei es , den Weg
in die Videothek abzuschaffen , verkündete Robert Madge , Präsident von
Madge.web . Rob Glaser , der ehemalige Multimedia-Chefentwickler , fand harte
Worte für die Musikindustrie : Dieser Kampf ist aussichtslos . RealNetworks hält
nach eigenen Angaben bei Streaming Media einen Marktanteil von 85 Prozent . Für
die Firma ist Microsoft kein richtiger Gegner , sondern eine Firma auf der Suche
nach einer Strategie . Aber sie kümmern sich nicht um Standards und machen ihr
eigenes Ding . Im Streaming-Sektor stellte RealNetworks in Disneyland erstmals
die Unterstützung von Apples Quicktime vor . Die Lösung wurde unabhängig von
Apple entwickelt , sei aber von der Firma akzeptiert worden , heißt es bei
RealNetworks . Libro-Aktie vom Handel ausgesetzt Die Aktie der um ihre Existenz
kämpfenden österreichischen Buch- und Medienkette Libro AG ist am Donnerstag vom
Handel an der Wiener Börse ausgesetzt worden . Da eine wichtige Mitteilung des
Unternehmens erwartet werde , sollten eventuelle Informationsvorsprünge einiger
Anleger verhindert werden , begründete die Börse nach einem Bericht von dpa
ihren Beschluss . Er soll noch in dieser Woche angemeldet werden . Die 3000
Mitarbeiter hatten bisher 300 Filialen in Österreich und 18 in Deutschland
betrieben . Die offenbar fehlgeschlagene Expansion ins Nachbarland war als ein
Grund für die Schwierigkeiten des Unternehmens genannt worden . Das Management
unter dem Vorstandschef Andre Rettberg soll nach inoffiziellen Informationen
abgelöst werden . In Deutschland hatte vor allem die Online-Tochter Lion.cc eine
gewisse Berühmtheit erlangt , die die Buchpreisbindung unterlaufen wollte . Die
Auseinandersetzung zwischen Libro/Lion und dem deutschen Buchhandel
beziehungsweise den Verlagen rief sogar die EU-Kommission auf den Plan . Nokia
Networks will bis zu 1000 Stellen abbauen Nokia Networks werde seine Effizienz
weiterentwickeln - unter dieser Überschrift teilte die Tochter des weltgrößten
Handy-Produzenten Nokia den Abbau von weltweit bis zu 1000 Stellen mit .
Nokia-Vizepräsident Olli Oittinen hatte bereits im März Entlassungen im Bereich
Netzwerktechnik angekündigt ; damals war noch von rund 400 Mitarbeitern die Rede
. Weltweit beschäftigt Nokia Networks , die Nokia-Sparte für
Netzwerkausrüstungen der Mobilfunkbetreiber , derzeit 23.000 Mitarbeiter .
Österreichischer Buchhändler Libro meldet Vergleich an Die um ihre Existenz
kämpfende österreichische Buch- und Medienkette Libro AG wird am morgigen
Freitag Vergleich anmelden , erklärte das Unternehmen , das durch die
Auseinandersetzung seiner Online-Tochter Lion.cc um die Buchpreisbindung
europaweit bekannt wurde . Gleichzeitig sei der alte Vorstand durch eine neue
vierköpfige Führung ersetzt worden . Nach dem Willen der Gläubigerbanken soll
das Unternehmen mit 3.000 Mitarbeitern erhalten bleiben und nach der Sanierung
an einen neuen Eigentümer verkauft werden . Die Libro-Aktie mit einem
Ausgabekurs von 29 Euro Ende 1999 und einem Höchstkurs von knapp 68 Euro im
folgenden Mai war am Donnerstagvormittag an der Wiener Börse vom Handel
ausgesetzt worden . Bei Wiederaufnahme des Handels stürzte das Papier um 14.00
Uhr gegenüber dem Schlusskurs des Vortages um über 15 Prozent auf 3,51 Euro ab .
Schlappe für Telekom auf polnischem Mobilfunkmarkt Im Bietergefecht um die
Kontrolle über den polnischen Mobilfunkbetreiber PTC hat die Deutsche Telekom
eine Schlappe einstecken müssen . Wie die Elektrim SA am heutigen Donnerstag in
Warschau mitteilte , werde der französische Vivendi-Konzern durch den Erwerb der
Mehrheitsanteile an der Elektrim Telekomunikacja ( ET ) künftig mit 51 Prozent
das Sagen bei PTC haben . Auf die Telekom entfallen die übrigen Anteile . Der
Bonner Telefonriese und Vivendi stritten seit gut zwei Jahren um die Mehrheit
bei PTC . Ausschlaggebend für den Zuschlag an Vivendi war offenbar ein höherer
Kaufpreis für die zum Verkauf anstehenden Anteile . " Wir haben ein faires und
sehr gutes Angebot vorgelegt " , meinte Telekom-Sprecher Hans Ehnert . Das
Unternehmen werde auch künftig ein verantwortungsvoller Partner von PTC bleiben
. " Wir sehen unsere Position auf dem polnischen Mobilfunkmarkt weiterhin als
stark an " , unterstrich Ehnert . PTC werde gemeinsam von den beiden Eigentümern
geführt , Vivendi verfüge nicht über die operative Kontrolle . Nach wie vor
rechnet sich der Bonner Telefonriese gute Chancen aus , langfristig doch noch
weitere Anteile an der PTC zu erwerben . " Wir haben eine erfolgreiche Strategie
und sind in der Region so gut vertreten wie keiner " , sagte der
Telekom-Sprecher weiter . Mehrheitsbeteiligungen halten die Bonner unter anderem
in Ungarn ( Matav ) und der Tschechischen Republik . Aktiv im Mobilfunkgeschäft
ist der Konzern ferner in Kroatien , der Ukraine , Russland und der Slowakei .
AOL verteidigt Übernahme von Time Warner AOL-Chef Steve Case hat am Donnerstag
die geplante Fusion mit dem Medienkonzern Time Warner bei einer Anhörung vor der
US-Aufsichtsbehörde FCC verteidigt . Eine zentrale Rolle bei dem Hearing spielte
das TV-Kabelnetz - Time Warner gilt als einer der größten TV-Kabelnetz-Betreiber
in den USA , der auch bereits Breitband-Internetzugänge darüber anbietet . Aber
auch der Streit um das Instant-Messaging-System von AOL , das der Online-Dienst
vor anderen Plattformen wie dem Microsoft-Messenger abschottet , spielte wieder
eine Rolle . Der Vorsitzende der Federal Communications Commission ( FCC ) ,
William Kennard , betonte in seiner Erklärung am Donnerstag , dass er über die
Frage des Zugangs anderer Programmanbieter zu Fernsehkabel und Internet des
fusionierten Konzerns sehr besorgt sei . Im Fernsehsender CNN , der zu Time
Warner gehört , wurde Kennard mit den Worten zitiert , die Kommission müsse
entscheiden , ob die Fusion die Entwicklung des schnellen
Breitband-Internetzugangs und des interaktiven Fernsehens fördern oder bremsen
werde . Kennard meinte , die FCC werde den Deal weiter beobachten , bis ein
endgültiger Plan ausgearbeitet sei , wie die Konkurrenten Zugang zum Kabelnetz
von Time Warner bekommen könnten . Case als Chef des größten Onlinedienstes der
Welt erklärte , von dem Zusammenschluss würden die Verbraucher profitieren .
Außerdem bringe die Fusion das Internet auf die nächste Stufe . Gerald Levin ,
Chef von Time Warner , versicherte bei dem FCC-Hearing , AOL/Time Warner werde
auch anderen Internet-Providern Zugang zu dem Kabelnetz für die Bereitstellung
schneller Internet-Zugänge gewähren . Bislang hat die Kabelgesellschaft von Time
Warner einen Exklusiv-Vertrag mit dem Provider Road Runner ; Levin betonte
jedoch , man sei bereits dabei , die Vereinbarungen mit dem Dienst so zu ändern
, dass auch Road Runner seinen Kunden andere Möglichkeiten für den
Breitband-Zugang anbieten könne . Die technische Infrastruktur sei vorhanden ,
um auch anderen Internet-Providern auf das Kabelnetz von Time Warner zu lassen ,
betonte Levin . Allerdings seien noch ein paar Probleme zu lösen , unter anderem
, wie man den Datenverkehr der jeweiligen Provider für Abrechnungszwecke
auseinander halten könne . Details zur Öffnung des Kabelnetzes wollte aber auch
Levin auf dem FCC-Hearing nicht kundtun . Vor allem der Mediengigant Walt Disney
lehnt die Fusion in der geplanten Form ab und fordert von der Aufsichtsbehörde
Beschränkungen . Disney befürchtet , dass der neue Konzern eine dominierende
Rolle im Fernseh- und Internetgeschäft sowie beim neuen Breitbandkabel spielen
wird und Programme oder Inhalte anderer Anbieter von seinem riesigen Netz
ausschließen könnte . Damit hätten die Verbraucher weniger Auswahl . Der
Zusammenschluss von AOL und Time Warner soll im Herbst erfolgen . Es steht
allerdings noch die Genehmigung der US-Handelskommission ( Federal Trade
Commission FTC ) aus . Auch die EU muss den Zusammenschluss billigen . Die FCC
dagegen hat zwar nicht die Befugnis , die Übernahme von Time Warner durch AOL zu
verhindern , hielt das Hearing gestern aber ab , um einige strittige Punkte bei
der Frage des Zugangs zum TV-Kabel zu klären . Mit dem Ergebnis dürfte sie
allerdings kaum zufrieden gewesen sein , denn die Details behielten Case und
Levin bei ihren Versprechungen , die Konkurrenz bei TV und Online-Angeboten
nicht aus dem hauseigenen Kabelnetz auszuschließen , für sich .
Verbraucherschützer bleiben daher auch weiterhin skeptisch : Sie meinten , der
Druck der Regulierungsbehörden sei der einzige Grund gewesen , warum AOL/Time
Warner erste Schritte unternommen haben , das Kabelnetz für Konkurrenten zu
öffnen . Symantec kauft Hersteller von Firmen-Sicherheitslösungen Der Deal geht
in Form eines Aktientauschs vonstatten : Für jedes Axent-Papier erhalten die
Anteilseigner der Firma eine halbe Symantec-Aktie . Mit der Übernahme möchte
Symantec offensichtlich vor allem seine Position im lukrativen Markt der
Sicherheitslösungen für Unternehmen stärken - nachdem John Thompson den Posten
des Präsidenten und CEOs von Symantec vor 15 Monaten übernahm , versucht die
Firma verstärkt , in diesem Bereich Fuß zu fassen , da sich höhere Margen
realisieren lassen als mit Produkten für Endverbraucher . Axent stellt unter
anderem Firewalls ( Raptor ) und Intrusion-Detection-Systeme ( Intruder Alert )
her . Nach Angaben von Axent nutzen 45 Unternehmen aus der Fortune-50-Liste der
größten US-Firmen Axent-Software ; unter anderem zählen der Telekom-Konzern
Sprint , Mobil , Unilever und die US-Airforce zu den Kunden von Axent . Alcatel
erwartet gute Geschäfte mit UMTS-Infrastruktur Der französische
Elektronikkonzern Alcatel will in Deutschland die Infrastruktur für mindestens
zwei UMTS-Mobilfunknetze liefern , erklärte der neue Vorstandschef der deutschen
Tochter Alcatel SEL , Andreas Bernhardt . Mit drei Bewerbern für die Lizenzen
der dritten Mobilfunkgeneration habe Alcatel bereits intensive Gespräche über
eine künftige Zusammenarbeit geführt . Das Unternehmen bietet Komplettlösungen
für Finanzierung und Aufbau der neuen Netze an . Alcatel teste bereits Standorte
für Antennen des UMTS-Netzes , sagte Bernhardt . Der Vorstandschef rechnet nicht
damit , dass die mobilen Internet-Dienste der Zukunft in Deutschland
flächendeckend angeboten werden . " Das wäre für die Netzbetreiber zu teuer " ,
sagte Bernhardt . Der Schwerpunkt werde auf Ballungszentren und ausgewählten
ländlichen Gebieten liegen . Die deutschen Lizenzen für den Mobilfunkstandard
UMTS ( Universal Mobile Telecommunications System ) werden ab dem kommenden
Montag in Mainz versteigert . Alcatel will sich im Wettbewerb mit Angeboten aus
einer Hand für Aufbau , Betrieb und Service von Mobilfunknetzen gegen
Konkurrenten durchsetzen . " Die Telekommunikation ist an allen
Geschäftsprozessen der Zukunft wesentlich beteiligt " , sagte Bernhardt . Die
stärkere Ausrichtung auf neue Technologien werde den Rückgang im traditionellen
Geschäft mit Vermittlungstechnik aufheben . Für 2001 rechnet Bernhardt daher mit
einer konstanten Mitarbeiterzahl , betriebsbedingte Entlassungen seien nicht
geplant . Die Alcatel SEL beschäftigt in Deutschland rund 11.000 Mitarbeiter .
Netzwerk-Startup : Ohne Umsatz erfolgreich an der Börse Manche Börsengänge
werden auch zu Zeiten großer Skepsis gegenüber Hightech-Aktien zu einem Erfolg :
Im Juni noch war man von einem Erstausgabe-Preis von 13 bis 15 US-Dollar
ausgegangen . Der Erfolg ist umso erstaunlich , als Corvis praktisch auf keine
Umsätze verweisen kann . Die Produkte des Unternehmens sind größtenteils noch
nicht serienreif : Bislang existieren sie vor allem als Testgeräte für einige
große Firmen , die die Corvis-Technik in Feldversuchen ausprobieren sollen .
Corvis profitiert aber offensichtlich vom Boom der optischen Netze : Das
Unternehmen entwickelt Komponenten für optische Netze , mit denen die
überbrückbaren Distanzen bei Punkt-zu-Punkt-Verbindungen auf Glasfaserstrecken
erhöht werden sollen . Das Unternehmen verspricht mit seinen Geräten bis zu
3.200 Kilometer ohne Regeneratoren - dies würde den Einsatz optischer Netze
dramatisch verbilligen . Bislang müssen teure Verstärker und Regeneratoren auf
längeren Glasfaserstrecken eingesetzt werden , und zwar in der Regel alle 400
bis 500 Kilometer . Sican-Gruppe soll unter Infineon-Führung kräftig wachsen Die
Hannoveraner Mikroelektronik-Gruppe Sican soll unter der Führung des neuen
Mehrheitseigentümers Infineon in den nächsten Jahren kräftig wachsen . Das
Sican-Geschäft gehe zum 1. Oktober auf die neu gegründete Advanced Semiconductor
Development GmbH ( ASD ) über , teilte die Sican GmbH am heutigen Freitag in
Hannover mit . Sican war mit massiver öffentlicher Förderung vor rund zehn
Jahren als niedersächsisches Mikroelektronikzentrum gegründet worden . Zu den
bisherigen Sican-Gesellschaftern gehören die Kreissparkasse Hannover , die TÜV
Süddeutschland Holding und die Frieda Palma S.L. , deren Geschäftsführer
Karl-Heinz Voß früher bei Baan Dienst tat . Hauptgesellschafter von ASD wird nun
Infineon mit 74,9 Prozent . Dazu kommen die Regionale Beteiligungsgesellschaft
der Kreissparkasse Hannover mit 15,1 Prozent und die TÜV Süddeutschland Holding
mit zehn Prozent . Das Unternehmen mit 300 Beschäftigten ist Spezialist für
Halbleiter und entwickelt und fertigt auch Systeme für die industrielle
Automation . ASD werde trotz der starken Infineon-Beteiligung eigenständig am
Markt auftreten , sagte der Aufsichtsratsvorsitzende von Sican , Bernhard
Schäfer . Synergieeffekte seien dennoch zu erwarten . " Infineon war der
Wunschpartner " , erklärte Schäfer . Ein späterer Börsengang der neuen ASD sei
möglich . Nortel schlägt bei Web-Load-Balancern zu Die Alteon-Aktionäre sollen
1,83 Nortel-Aktien pro Alteon-Papier erhalten - was rund 144 US-Dollar je
Alteon-Aktie entspricht . Die Firma ist spezialisiert auf Load-Balancer für
Web-Anwendungen und so genannte Layer-4-Switches . ( Siehe zu dieser Technik
auch c't 6/99 , S. 302 ) . Direkte Konkurrenten von Alteon sind beispielsweise
Hydraweb , F5 Networks oder IPivot , die im Herbst 1999 von Intel übernommen
wurden . Zu den Firmen , die Load-Balancer von Alteon einsetzen , zählen
beispielsweise Yahoo , der japanische Telekom-Konzern NTT oder Microsofts WebTV
. Regulierungsbehörde : Mobilfunkboom begünstigt UMTS-Auktion Der anhaltende
Mobilfunkboom in Deutschland wird sich nach Einschätzung der Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post ( RegTP ) positiv auf die Auktion der
UMTS-Lizenzen auswirken . Die am kommenden Montag beginnende Versteigerung finde
zu einem günstigen Zeitpunkt statt , sagte der Präsident der Behörde ,
Klaus-Dieter Scheurle , am heutigen Freitag in Bonn . Damit hätte sich die
Teilnehmerzahl des Vorjahres ( 23,5 Millionen ) mehr als verdoppelt .
Unterdessen rechnet die Bundesregierung mit einem vollen Erfolg der Auktion .
Insgesamt werden vier bis sechs Lizenzen des Mobilfunks der Zukunft vergeben .
Das Internet habe den Alltag verändert , UMTS werde das Internet verändern ,
sagte der Parlamentarische Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums ,
Siegmar Mosdorf . Die Versteigerung garantiere eine transparente , effiziente
und faire Lösung . Die erfolgreichen Unternehmen würden engagiert am Aufbau der
UMTS-Netze arbeiten . Denn sie hätten eine Chance , den Markt ab 2002
entscheidend zu beeinflussen , betonte Mosdorf . Zu den Auktionserlösen wollte
er sich nicht äußern . Inzwischen haben Experten die Zahlen allerdings deutlich
nach unten korrigiert . Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung ( DIW )
ist noch wesentlich konservativer : In den Niederlanden endete die UMTS-Auktion
vor wenigen Tagen für die Regierung mit einer großen Enttäuschung : Das war
nicht einmal ein Drittel der Summe , die Den Haag erwartet hatte . An der
Versteigerung in Deutschland werden sich insgesamt sieben Bieter aus dem In- und
Ausland beteiligen . Ursprünglich waren elf Bewerber zugelassen worden . Davon
hatten sich drei ( Worldcom , Vivendi und Talkline ) zurückgezogen und zwei
weitere zu einer Bietergemeinschaft zusammengeschlossen ( E-Plus/Hutchison ) .
Laut Scheurle bleibt die Übernahme des US-Mobilfunkbetreibers VoiceStream durch
die Telekom ohne Einfluss auf die UMTS-Auktion . Durch den Zukauf wird der
VoiceStream-Aktionär Hutchison Whampoa mit knapp fünf Prozent Anteilseigner der
Telekom . Gleichzeitig bietet das Unternehmen gemeinsam mit E-Plus gegen die
Telekom um eine UMTS-Lizenz . Scheurle : " Wir haben geeignete Maßnahmen
getroffen , die eine Interessensüberschneidung verhindern . " Die Teilnahme von
D1 sei nicht gefährdet . Zuvor habe die Regulierungsbehörde schon in einem
ähnlichen Fall positiv entschieden . Telekom weiter auf der Suche nach
Übernahmekandidaten Die Deutsche Telekom überlegt , den Widerstand in den USA
gegen die Übernahme der Mobilfunkfirma Voicestream durch einen weiteren
Unternehmenskauf zu brechen . Der Bund ist derzeit noch mit 58 Prozent an der
Deutschen Telekom beteiligt . Dies liegt aber immer noch weit über der
25-Prozent-Grenze für den Staatsanteil , die nach behördlichen Vorschriften in
den USA gilt . Im Wall Street Journal fügte er hinzu : " Und es muss nicht
unbedingt ein US-Unternehmen sein . " Die Spekulationen über mögliche
Übernahmekandidaten hielten unterdessen an und gingen weit auseinander . Der
Beitrag sei " substanzlos " , teilte das Unternehmen mit . Sonera stehe nicht
zum Verkauf . Die Telekom bezeichnete Gerücht über einen Einstieg als " reine
Spekulation " . Das finnische Unternehmen ist mit acht Prozent an Voicestream
beteiligt . Die Zeitung verwies darauf , dass in den USA eine Hand voll Firmen
als mögliche Übernahmekandidaten genannt worden seien . Unter anderem sind
WorldCom , dessen Fusion mit der US-Telekomfirma Sprint kürzlich gescheitert war
, die amerikanische Qwest Communications , Global Crossing und Sprint im
Gespräch . Der demokratische Senator Ernest F. Hollings will unterstützt von 30
Senatoren ein Gesetz im US-Kongress durchdrücken , das Unternehmensübernahmen
wie im Fall der Telekom verbietet . Damit wären dann Ausnahmeregelungen von der
Obergrenze des Staatsanteils von 25 Prozent nicht mehr möglich . Bisher kann die
für die Branche zuständige Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (
FCC ) solche in bestimmten Fällen einräumen . Nortel baut Führungsposition im
Photonik-Markt massiv aus Die Geschäfte mit Photonik-Equipment sind lukrativ -
und anscheinend schwingt sich der kanadische Hersteller Nortel zur bestimmenden
Firma der Branche auf . Nach jüngsten Untersuchungen der auf Netzwerkfirmen
spezialisierten Marktforscher der Dell'Oro Group konnte der kanadische Konzern
Nortel seine führende Marktposition im Bereich der optischen Netze stark
ausbauen . Die Zahlen sehen Nortel im zweiten Quartal dieses Jahres mit 43
Prozent Marktanteil weit an der Spitze vor dem Hauptkonkurrenten Lucent mit 15
Prozent . An die dritte Stelle platzieren die Marktforscher Fujitsu mit 11,1
Prozent . Im gleichen Quartal 1999 lagen die Platzhirsche der Photonik noch weit
näher beieinander : Nortel konnte damals 28,6 und Lucent 24,1 Prozent
Marktanteil für sich beanspruchen . Die Anteile anderer am Markt der optischen
Netze beteiligten Firmen veränderten sich dagegen kaum : Insgesamt kommen
Unternehmen wie Cisco , Ciena oder Alcatel wie im Vorjahr auf rund 30 Prozent .
Offensichtlich zahlen sich die massiven Investitionen aus , die Nortel in den
letzten Monaten in die Photonik-Sparte getätigt hat - Lucent hingegen scheint
die Schwierigkeiten , die der Konzern mit optischen Netzen hatte , noch nicht
überwunden zu haben . Nortel denkt inzwischen daran , die Sparte für optische
Komponenten wie Verstärker und Laser-Einheiten in eine selbstständige Firma
auszulagern . Vor kurzem gaben die Kanadier die Pläne auf , diese Abteilung
gegen eine Mehrheitsbeteiligung an den Glasfaserspezialisten Corning zu
verkaufen . Zur Eröffnung des Intel Developer Forums Herbst 2001 präsentierte
Intels Desktop-Manager Louis Burns den 300 angereisten Journalisten die in der
aktuellen c't bereits vorgestellte 2-GHz-Ausführung des Pentium 4 . Rund 50
Firmen zeigen auf der Show ihre Softwareprodukte , die besonders von dem
schnellen Prozessor profitieren sollen , darunter Microsoft mit Windows XP und
Office XP - wobei die alles entscheidende Frage bleibt : Braucht man dafür einen
2-GHz-Prozessor ? Weitere Neuigkeiten zu Prozessor- und Chipsatzplänen , zu
Netzwerken und Servern , zu I/O und Peripherie , zu Boarddesign und
Entwicklungssoftware , zu thermischen und akustischen Strategien und vielem mehr
will Intel den rund 5000 erwarteten Teilnehmen in den nächsten drei Tagen
präsentieren . IDF : Ein Grafikchip für zwei Flachbildschirme Auf dem Intel
Developer Forum zeigt Nvidia eine zusammen mit Eizo entwickelte Erweiterung
seiner TwinView-Technologie . Die Lösung arbeitet dabei mit einer Grafikkarte
und einem einzelnen Geforce2 MX . Eine solche Single-Chip-Lösung ist nach
Auffassung von Nvidia hinsichtlich der Kosten einer der wichtigsten Aspekte ,
Multi-Monitor-Techniken auch auf dem Massenmarkt durchzusetzen . Ob die Rechnung
aufgeht , bleibt freilich abzuwarten : Zwar befinden sich die Preise für solche
Displays bereits im freien Fall , doch schließlich fällt der Löwenanteil bei den
Anschaffungskosten auf die Monitore selbst , nicht auf die Grafikkarte . IDF : "
Computer über Waldbränden abwerfen " Computer sind längst kein Synonym für große
graue Kisten unter dem Schreibtisch mehr . Um zu dieser bahnbrechenden
Erkenntnis zu gelangen , muss man sicher nicht das Intel Developer Forum
besuchen . Die Einblicke , die aber Intels Chefentwickler David Tennenhouse zum
Auftakt des IDF in San Jose zur Zukunft des Computers gab , reichten aber selbst
über die bekannten Visionen vom " PC and beyond " weit hinaus . Das Stichwort
lautet für Intel " pro-active computing " . Tennenhouse zufolge werden Computer
in der Größe eines Markstücks und noch kleiner in der Zukunft Aufgaben
übernehmen , die heute noch futuristisch anmuten . Ähnliche Modelle könnten
tektonische Platten überwachen und rechtzeitig vor Erdbeben warnen wie auch in
Gebäudekonstruktionen eingesetzt werden , um deren Stabilität zu kontrollieren .
Die eigentliche technische Faszination dabei ist , dass solche neuen
Generationen von Microelectromechanical Systems ( MEMS ) genannten Minicomputern
in der Lage sind , sich gegenseitig zu finden und selbstständig ein
Ad-hoc-Netzwerk aufzubauen . Eine beeindruckende Demonstration von MEMS-Modulen
zeigte Professor David Culler von der University of California , Berkeley . Rund
ein Dutzend dieser " nodes " bauten ein Netzwerk auf , dessen Struktur auf einem
Bildschirm sichtbar war , und konnten die Lichtverhältnisse auf der Bühne nahezu
in Echtzeit grafisch darstellen . Ein solches Netzwerk ist bereits heute mit
Hunderten MEMS möglich , wie eine weitere Vorführung demonstrierte , bei der
Intel und Culler rund 800 " nodes " unter den Stühlen der Zuschauer versteckt
hatten . Nach Auffassung von Tennenhouse verfolgen solche Ad-hoc-Netzwerke aber
vor allem den Zweck , die kaum noch überschaubare Informationsflut zu bewältigen
. Computer sollen künftig in der Lage sein , die Bedürfnisse des Anwenders
vorhersagen zu können und entsprechend darauf zu reagieren . Als rudimentäre
Beispiele dieser Entwicklung nannte er mikrochipgesteuerte Airbags und
Antiblockiersysteme . Voraussetzung ist , dass Computer ihre Daten in Zukunft
weitestgehend selbstständig sammeln und die Informationen dem Anwender bei
Bedarf zur Verfügung stellen . " Wenn in Zukunft auf einen Menschen Hunderte
oder gar Tausende Computer kommen , müssen wir Wege finden , wie diese überhaupt
noch beherrscht und genutzt werden können " , brachte es Tennenhouse auf den
Punkt . Zwangsläufig , so Tennenhouse , wird auch die traditionelle
Halbleiterindustrie an ihre Grenzen stoßen . Im Hinblick auf Prozessoren
versprechen Bio-Chips das größte Entwicklungspotenzial . Dasselbe gelte übrigens
auch für Speichertechnologien , um die gewaltige Informationsflut bewältigen zu
können . Laut Tennenhouse werden Polymerspeicher wie PFRAM ( Polymeric
Ferroelectric RAM ) oder etwa OVM ( Ovonics Unified Memory ) heutige
Speichertechniken ablösen . Toshiba bietet Samsung Speicherchip-Geschäft an
Japans größter Halbleiterhersteller Toshiba hat sein Speicherchip-Geschäft dem
südkoreanischen Wettbewerber Samsung Electronics zum Kauf angeboten . " Wir
haben den Vorschlag kürzlich erhalten " , sagte eine Sprecherin Samsungs am
heutigen Dienstag in Seoul , ohne Einzelheiten zu nennen . Das Unternehmen prüfe
derzeit das Angebot Toshibas für den DRAM-Chip-Bereich . Samsung ist der
weltgrößte Produzent für Speicherchips . Angesichts der globalen
Halbleiter-Flaute hatte Toshiba die Streichung von 19.000 Stellen oder zehn
Prozent der Belegschaft angekündigt . Auch verhandelt der Elektronikkonzern mit
dem angeschlagenen Halbleiter-Hersteller Infineon über eine Zusammenarbeit in
dem verlustreichen Geschäft mit Speicherkomponenten . IDF : der digitale
Videorecorder von Nvidia Normalerweise ist es in der letzten Zeit recht einfach
: Nvidia stellt einen neuen Grafikprozessor vor und alle fragen sich , wie wohl
die Konkurrenz darauf reagiert - und ob sie überhaupt in der Lage ist ,
reagieren zu können . Dass es aber in Bezug auf Grafik mehr als nur 3D- und
Spielepower gibt , zeigt das Beispiel von ATI mit seiner Produktpalette , bei
der Videofunktionen integraler Bestandteil sind . Diesem Beispiel folgt nun
Nvidia mit der Präsentation von " Personal Cinema " , einer Erweiterung für
Karten mit GeForce 2 und 3 , die den PC in ein komplettes " Home Entertainment
Center " verwandeln soll . Die Box , die unter anderem einen TV-Tuner und
Videoanschlüsse enthält , kann allerdings nicht an bereits existierende Karten
angeschlossen werden , da die Adapter eine spezielle 9-polige Buchse benötigen .
Das Paket enthält eine Fernbedienung , mit der die DVD-Player- , TV- und
Videorecorder-Funktionen gesteuert werden . Time-Shift und Instant Replay
gehören zu den bekannten Vorteilen digitaler Videorecorder , die auch Nvidias
Personal Cinema bietet - unter Nutzung des PCs , an den die Box angeschlossen
ist . Über die Videobuchsen lassen sich zudem Camcorder zum Capturen selbst
gedrehter Videos anschließen , die mit der mitgelieferten Software MGI Videowave
4.0 SE bearbeitet werden können . Sony und Ericsson einigen sich auf
Mobilfunkallianz Der japanische Elektronik-Riese Sony und der schwedische
Mobilfunkkonzern Ericsson legen ihr Geschäft mit Handys zusammen . Beide
Unternehmen erzielten eine entsprechende Vereinbarung , wie am heutigen Dienstag
bekannt gegeben wurde . Zu diesem Zweck soll ein Gemeinschaftsunternehmen
gegründet werden . Beide Konzerne hatten sich im April grundsätzlich darauf
verständigt , ihre Mobiltelefon-Sparten zu fusionieren . Das
Gemeinschaftsunternehmen , an dem sich beide Konzerne paritätisch beteiligen ,
soll demnach mit Sony Ericsson Mobile Communications firmieren und am 1. Oktober
an den Start gehen . Anfangs soll das Unternehmen 3.500 Mitarbeiter beschäftigen
, hieß es bei Ericsson . Ericsson hatte nach massiven Verlusten im Handy-Bereich
Anfang des Jahres die Herstellung der Mobiltelefone bereits an Flextronics
verkauft . Die gemeinsame Gesellschaft mit Sony soll nun das komplette
Produktmarketing und die Verkaufsaktivitäten übernehmen . Lucent-Tochter
Chromatis wird geschlossen Der frühere Besitzer des Unternehmens teilte laut dpa
den 130 Mitarbeitern der Firma ihre Entlassung mit . Auch die beiden Gründer des
Unternehmens , Rafi Gidron und Orni Petruschka , verlieren ihren Job . Chromatis
ist spezialisiert auf Komponenten für optische Netze im MAN-Bereich (
Metropolitan Area Networks ) , hatte allerdings zum Zeitpunkt der Übernahme
durch Lucent noch keine kommerziell verfügbaren Produkte vorzuweisen . Chromatis
hatte seinen Firmensitz zwischenzeitlich in Herndon ( Virginia ) und verfügte in
Israel über ein Forschungszentrum . Die Firma war 1998 gegründet worden . Nach
Angaben von Lucent konnten sich Produkte von Chromatis bei den Kunden nicht
durchsetzen ; bereits im Juli hatte das Unternehmen 20 Mitarbeitern gekündigt .
Lucent hatte jedoch Berichten in US-Medien zufolge erst vor einer Woche weitere
Investitionen in Chromatis angekündigt . Der kriselnde amerikansiche
Telecom-Ausrüster hat in den vergangenen Wochen die Halbierung seiner
Belegschaft angekündigt und nicht-profitable Firmen geschlossen . Jenoptik trotz
Chipkrise vor neuem Rekordjahr Der Technologiekonzern Jenoptik hat die Krise der
Chipindustrie bisher ohne größere Blessuren überstanden und peilt für 2001 ein
Wachstum bei Umsatz und Ertrag von 25 bis 30 Prozent an . " Wir werden alle
Ziele erreichen " , sagte Vorstandschef Lothar Späth am Dienstag bei der Vorlage
der Halbjahreszahlen in Jena . Späths Geschäftsprognose für 2002 fiel allerdings
verhalten aus . " Niemand kann zurzeit sagen , wie sich die Halbleiterindustrie
entwickelt . " Jenoptik baut weltweit Chipfabriken . Der Vorstand rechnet mit
einem " moderaten Wachstum " im kommenden Jahr . Durch
Produktivitätsfortschritte soll der Gewinn des MDAX-Unternehmens erneut
schneller steigen als die Erlöse . Grund für die vorsichtige Prognose sei der
Auftragseingang , der sich nach Einschätzung des Jenoptik-Chefs in diesem Jahr
etwa auf dem Niveau von 2000 bewegen wird . Im ersten Halbjahr verbuchte der
Elektronik- und Optikkonzern hohe Steigerungsraten , die zum Teil aus
Sondereffekten resultieren . Darin enthalten sind Erträge aus dem Verkauf der
Microlas GmbH . Grund für den gewaltigen Anstieg sei die Abrechnung eines
Auftrags von Infineon in der ersten Jahreshälfte . " Bei dem Vorlauf ist das
Umsatzziel von mindestens plus 25 Prozent leicht zu erreichen " , sagte Späth .
Das Geschäft mit Börsengängen der Jenoptik-Finanztochter DEWB AG will Späth in
diesem Jahr einfrieren . Angesicht der Probleme am Kapitalmarkt sollen keine
Beteiligungen an die Börse kommen . " Wir ziehen uns jetzt den Wintermantel an .
" Telekom-Chef sieht positive Entwicklung Telekom-Chef Ron Sommer hat erneut den
starken Einbruch der T-Aktie in den vergangenen Wochen bedauert . Bei der
Vorstellung der offiziellen Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2001 am
Dienstag kündigte er zugleich an , mit einem Fünf-Punkte-Programm das verloren
gegangene Vertrauen der Aktionäre zurückzugewinnen . Hierzu gehöre unter anderem
der Schuldenabbau , Steigerung der Gewinne sowie eine konzernweite
Qualitätsoffensive . " Es geht mir ans Eingemachte , wenn die Aktie so tief
liegt " , sagte der Vorstandschef über den neuerlichen Kursrutsch der T-Aktie .
Der Vorstand nehme die kritischen Stimmen in der Öffentlichkeit sehr ernst . Zum
Kursverfall der Aktie verwies er auch auf andere Telekommunikationsunternehmen :
" Die Branche leidet unter Liebesentzug der Aktionäre . " Diese unerfreuliche
Situation verdecke jedoch völlig die Tatsache , dass die Telekom eine
außerordentlich positive Entwicklung durchlaufe . Sommer bestätigte Gespräche ,
die der Vorstand einen Tag zuvor mit Bundesfinanzminister Hans Eichel ( SPD )
geführt hat . Zu dem Treffen wollte er sich aber nicht näher äußern : Es habe
sich um Routinegespräche mit einem Großaktionär gehandelt . Für den Vorstand
stehen die Geschäftszahlen indes im krassen Widerspruch zum schlechten
Aktienkurs . Mittelfristig würden sich Substanz und Qualität durchsetzen ,
prophezeite Sommer . " Fundamental stehen wir wesentlich besser da als vor einem
Jahr " , meinte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick . Schwarze Zahlen schrieb die
Telekom in den ersten sechs Monaten ohnehin nur im Festnetzgeschäft ( T-Com ) .
Über den gegenwärtigen Schuldenstand brauche sich die Telekom keine Sorgen zu
machen . Den neuerlichen Kursrutsch der T-Aktie hatte die Deutsche Bank in der
ersten August-Woche ausgelöst , als sie ein größeres Aktienpaket der Hutchison
Whampoa am Markt platzierte . Sommer sprach von einer " missglückten "
Transaktion , die der Markt nicht verkraftet habe . Hintergrund der Kursschwäche
ist der milliardenschwere Zukauf des US-Mobilfunkunternehmens VoiceStream . Die
Telekom hatte die Übernahme unter anderem mit der Ausgabe von 1,2 Milliarden
neuer T-Aktien bezahlt . Davon entfiel rund die Hälfte auf Kleinaktionäre .
Diese Fristen wurden aber von der Telekom selbst unterlaufen . Für die Telekom
aber ein Beispiel , wie man es machen sollte : In Abstimmung mit der Dresdener
Bank und dem Bonner Konzern sei ein großes Aktienpaket in homöopathischen Dosen
auf den Markt gekommen , sagte Sommer . Justizministerium hält am Recht auf die
Privatkopie fest Die Bundesregierung will Bestrebungen der Medien- und
Verwertungsindustrien , digitale Kopien für den Privatbereich komplett technisch
zu unterbinden , einen Riegel vorschieben . Elmar Hucko , Abteilungsleiter für
Wirtschaftsrecht im Bundesjustizministerium , sprach sich gestern während einer
Datenschutztagung am Rande der IFA für die Aufrechterhaltung des im
Urheberrechtsgesetz garantierten Rechts des Verbrauchers auf Privatkopien im
angemessenen Umfang aus . Prinzipiell stärkt die von der Europäischen Kommission
erlassene Richtlinie zum Urheberrecht Anbietern den Rücken , die Werke mit Hilfe
von Techniken wie DRM ( Digital Rights Management ) unter die digitale Plombe
bringen wollen . Dabei wird ihnen aber auch die Möglichkeit gegeben , die
Ansprüche der Urheber und Verwerter , die theoretisch jede Form des Kopierens
technisch verhindern könnten , in gewisse Schranken zu weisen . Freie Hand hat
die Kommission den Mitgliedsstaaten so auch bei der Frage der Handhabung von
Privatkopien gelassen . Das Recht zum Vervielfältigen für den eigenen Gebrauch
will die Bundesregierung Hucko zufolge definitiv auch im digitalen Zeitalter
bewahren , solange die Urheber eine Entschädigung erhalten . " Sonst sind wir
weitgehend ein Volk von Kriminellen und Vorbestraften " , begründete der
Regierungsgesandte den auch von den Geräteherstellern befürworteten Plan . Die
Verkäufer von Medieninhalten müssten daher ihre Systeme so konstruieren , dass
sie erst " bei der dritten oder vierten Kopie " in Aktion träten und weitere
Vervielfältigungen verhinderten . " Das werden wir gesetzgeberisch klar machen "
, sagte Hucko . " Total sperrende " Kopierschutzverfahren seien hierzulande
nicht erwünscht . Diese Position dürfte vor allem der Musikindustrie wenig
behagen , die im Herbst im großen Stil vollständig kopiergeschützte CDs auf den
Markt bringen will . Sobald die von Hucko skizzierte Neugestaltung des
Urheberrechts über die Bühne gegangen ist , müssten sie ihre Kopierschutzsysteme
wieder ändern und der Gesetzeslage anpassen . Insgesamt zeigte sich Hucko
skeptisch über den kurzfristigen Erfolg von DRM-Systemen , mit denen die
Verwerter ihre Umsätze und die Einnahmequellen der Urheber sichern wollen .
Technisch könnten die Verfahren noch nicht überzeugen . Frühestens könne man
aber in zwei bis drei Jahren über eine solche Gesetzesänderung nachdenken ,
falls sich die Sinnhaftigkeit der DRM-Systeme bis dahin erwiesen habe . Siehe
dazu auch Digitale Rechte und ihre Manager in Telepolis . DVD-Recorder mit
Festplatte als digitaler Videorecorder In der " Thomson-Halle " ( Halle 21a )
auf der IFA präsentiert Thomson Multimedia einen DVD+RW-Recorder , der sich bei
näherer Betrachtung als Philips DVDR1000 in anderem Chassis entpuppt .
Allerdings wird Thomson dieses Gerät sehr wahrscheinlich nie auf den Markt
bringen . Der Grund : Man wolle abwarten , bis es möglich ist , mehr als eine
Stunde DVD-nahe Videoqualität auf einer DVD+RW unterzubringen . Philips scheint
sich hingegen seiner Sache sehr sicher zu sein und stellt seinen gesamten
IFA-Auftritt unter das Motto DVD-Recording . Nur der Presse und Händlern zeigt
Thomson indes seine eigene Entwicklung eines DVD+RW-Recorders . Dieser enthält
neben dem DVD-Brenner eine Festplatte , die für die Timeshift-Funktionen und
Bearbeitungsmöglichkeiten aufgenommener Videos zuständig ist - grundsätzlich
eine sinnvolle Idee , denn im Unterschied zu Panasonics DVD-RAM-Recorder , der
auf dem DVD-Medium selbst Timeshift-Funktionen unterstützt , muss sich der
Zuschauer in diesem Falle keine Gedanken darüber machen , ob ein Medium im
Brenner liegt . Da sich der Recorder noch im Entwicklungsstadium befindet , ist
mit der Markteinführung nicht vor Mitte oder Ende nächsten Jahres zu rechnen .
Auch ob derzeit von aufgedruckten Logos versprochene Features - etwa die
Möglichkeit zum Abspielen von DVD-Audio und MP3 - in der endgültigen Version
enthalten sein werden , bleibt abzuwarten . Neben den DVD-Recordern hat Thomson
einen reinen Festplatten-Recorder mit der Bezeichnung " Unlimited Digital
Recorder " ( UDR ) in Vorbereitung , der bereits deutlich vor dem DVD-Recorder
für rund 3000 Mark auf den Markt kommen soll . Der 3D-PC wird Realität Versuche
, Computernutzern 3D-Bilder ohne lästige Stereobrille zu bieten , gab es schon
einige . Selten sahen die Bilder aber so vielversprechend aus wie die , welche
die 3D-PCs des Heinrich-Hertz-Instituts für Nachrichtentechnik Berlin ( HHI )
liefern . Die Stereozone , also der Bereich , in der sich der 3D-Effekt zeigt ,
ist allerdings nicht beliebig . Vielmehr muss sich der Betrachter in einem recht
genau festgelegten Bereich befinden . Allerdings hat das HHI mittlerweile eine
Technik entwickelt , die mittels Head-Tracking jedenfalls in gewissem Maße für
eine Nachführung der Stereozone sorgt - das Display bewegt sich . In einer
verbesserten Version kommt bereits ein so genannter Video-Tracker zum Einsatz ,
der in der Initialisierungsphase auf ein Augenblinzeln des Anwenders wartet und
darüber die Augenregion des Benutzers im Kamerabild identifiziert . Die
3D-Koordinaten der Augen werden fünfzigmal in der Sekunde berechnet und das Bild
angepasst . Im nächsten Schritt wird die Position der Hand des Nutzers im Raum
mit Hilfe von Stereokameras in der Tastatur bestimmt . Da einfache Handgesten
erkannt werden , lassen sich virtuelle 3D-Objekte " anfassen " und manipulieren
- beispielsweise verschieben , skalieren und aktivieren . HHI will die
3D-Displays jedoch nicht selbst bauen , sondern lediglich Lizenzen vergeben .
Exakte Endkundenpreise für den 3D-PC konnten die Entwickler auf Anfrage von
heise online daher nicht nennen . Allerdings geht das Unternehmen nach
vorsichtigen Schätzungen von einem Preis ab 15.000 Mark aus . Zu sehen ist am
Stand des HHI auch noch eine " Highend-Lösung " , die zwei Displays benutzt ,
die beide XGA-Auflösung erreichen und so sehr detaillierte Bilder ermöglichen .
Ein derartiges System wäre aber wohl nicht unter 50.000 Mark zu haben . Der
3D-PC wird auf der IFA in Halle 5.3 am Stand 2 gezeigt . Portabler CD-Brenner
spielt MP3 Als Ergänzung zum Notebook zeigt Yamaha den CRW-70 , einen kompakten
CD-Brenner , der auch CD-RW-Medien beschreiben kann . Der Datenaustausch mit PC
oder Notebook findet mit maximal 480 MBit/s über eine USB-2.0-Schnittstelle
statt , was beim Brennen 12-fache Geschwindigkeit bei CD-Rs ( Partial CAV ) und
8-fache Geschwindigkeit bei RW-Medien ( Full CAV ) ermöglicht . An einem
USB-1.1-Port wird immerhin noch 6-fache Geschwindigkeit erreicht . Einsame
Abende im Hotelzimmer vertreibt der CD-Schreiber zudem mit bis zu 10 Stunden
MP3-kodierter Musik pro CD . Die Wiedergabe erfolgt ohne Rechnerunterstützung im
Stand-Alone-Betrieb über den Kopfhöreranschluss und den Line-Ausgang . Zum
Lieferumfang gehört die Brenn-Software Nero 5.5 von Ahead nebst weiterer Tools
unter anderem für die Erstellung von Playlisten ( NeroMix , NeroToolkit , InCD )
. Batteriebetrieb ist mit dem CRW-70 nicht möglich . Das Gerät wiegt 563 Gramm
und soll im Oktober zu einem Preis von unter 600 Mark in den Handel kommen .
Metabox vorerst gerettet Das Geld sei bereits auf dem Firmenkonto angekommen ,
sagte Pressesprecherin Melanie Hoffmann der dpa . Der Insolvenzrichter Dieter
Klass bestätigte diese Angaben des Unternehmens . Das Insolvenzgericht in
Hildesheim hatte für Mitte der Woche die Entscheidung über den Insolvenzvertrag
angekündigt . Außerdem baute das Unternehmen den Vorstand um . Der
Vorstandsvorsitzende Stefan Domeyer lasse sein Amt zunächst ruhen , solange die
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen ihn laufen . Als kommissarischen
Vorstandsvorsitzenden habe der Aufsichtsrat Herbert Steinhauer bestellt .
Gleichzeitig sei Michael Heckeroth aus dem Vorstand abberufen worden . Gründe
wurden nicht mitgeteilt . Zu den Hintergründen der unerwarteten Finanzspritze
wollte die Firmensprecherin nichts sagen . Mit dem Geldgeber aus Deutschland sei
Stillschweigen vereinbart worden - ein Vorgehen , das bei Metabox inzwischen
unrühmliche Tradition hat : Da der Hersteller immer wieder die Auskunft über die
Urheber angeblicher Großaufträge und die Namen von Investoren verweigerte ,
waren teilweise ernste Zweifel an der Seriosität des Unternehmens aufgekommen .
Im Mai musste Metabox dann wegen Zahlungsschwierigkeiten Insolvenz beantragen .
Danach ist nach Ansicht des zuständigen Insolvenzrichters deutlich mehr Geld
nötig . Die Lauschverordnung kommt Die Wirtschaft wird der Bundesregierung beim
Erlass der umstrittenen Telekommunikations-Überwachungsverordnung ( TKÜV ) keine
dicken Brocken mehr in den Weg legen . Das ist das Ergebnis eines rund
anderthalbstündigen Gesprächs , das Vertreter einschlägiger Verbände mit den
Spitzen des federführenden Referats " Sicherheit in der Telekommunikation " am
gestrigen Donnerstag im Bundeswirtschaftsministerium ( BMWi ) in Bonn führten .
" Trotz Bedenken " , hieß es beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (
DIHK ) sowie beim Verband der deutschen Internet-Wirtschaft eco unisono , "
nehmen wir die Verordnung in ihrer jetzigen Form hin . " Dass die
Unternehmensverbände ihre bisherige Kritik deutlich zurückgeschraubt haben ,
liegt neben dem vom BMWi Anfang September vorgelegten Kompromissvorschlag auch
an der Angst vor erneuten Verschärfungen der Abhörauflagen nach den
Terroranschlägen vom 11. September in den USA . Im gestrigen Gespräch wurden
daher nur noch kurz ein paar kritische Punkte von einzelnen Verbandsjuristen
angesprochen . Lautstarken Protest wie noch bei einer Anhörung im Bundestag
Anfang Juli zum Thema Cybercrime gab es dagegen nicht mehr . Im Gegensatz zum
Bundesverband Informationswirtschaft , Telekommunikation und neue Medien e. V. (
BITKOM ) , der bereits gestern nachmittag Zustimmung zur TKÜV signalisiert hatte
, äußerten sich Vertreter anderer Verbände gegenüber heise online wenig erfreut
über die Lage . So ist es Rechtsexperten von eco nach wie vor ein Rätsel , wie
die Überwachung breitbandiger Netzanschlüsse wie DSL funktionieren soll . "
Grundsätzlich bestehen auch die Bedenken gegen die Ermächtigungsgrundlage der
Verordnung weiterhin " , sagte Ina Pernice , Leiterin des Referats
Telekommunikationsrecht beim DIHK , in einer ersten Stellungnahme gegenüber
heise online . Die Novellierung von § 88 des Telekommunikationsgesetzes ( TKG )
, wonach Anbieter die Überwachungsmaßnahmen auf eigene Kosten bestreiten müssen
, dürfe nicht völlig unter den Tisch fallen . Ihrer Meinung nach wird ein vom
Bundesjustizministerium beim Max-Planck-Institut in Auftrag gegebenes Gutachten
über die Effizienz von Überwachungsmaßnahmen zeigen , dass die TKÜV letztlich
nicht gebraucht werde . Mit der umstrittenen Verordnung , die nun vermutlich
gleich im Oktober ins Bundeskabinett gehen und noch in diesem Jahr erlassen
werden soll , wird die Bespitzelung des E-Mail-Verkehrs auf eine gesetzliche
Basis gestellt . Bei Übertragungswegen , die dem " unmittelbaren Zugang " zum
Internet dienen , wollen die Ermittler zudem " unverzüglich " und direkt ihr Ohr
am Netz haben . Anbieter von Festverbindungen über Verbreitungswege wie DSL ,
Powerline oder das TV-Kabel müssen dazu teure Abhörtechnik vorhalten . Die
Kosten belaufen sich bei größeren Providern in zweistelliger Millionenhöhe .
Datenschützer haben Vorbehalte gegen die TKÜV , weil mit ihr ein Instrumentarium
zur pauschalen Bespitzelung der Surfer geschaffen werden könnte . Sony bekommt
Probleme Der japanische Technologiekonzern Sony hat im Zuge der abgeschwächten
Konjunktur seine Gewinnerwartungen drastisch nach unten geschraubt . Das
Unternehmen begründete seine geänderten Erwartungen mit nachlassenden
Verkaufszahlen bei Microchips , PCs und entsprechendem Zubehör . Die Produktion
sei daher zurückgefahren worden . Eine Rolle hätten aber auch die
Terror-Attacken in den USA gespielt . Inwieweit Preissenkungen bei der
Spielkonsole Playstation 2 sich künftig auch auf Umsatz und Gewinn auswirken ,
spezifizierte der Konzern nicht genauer . Immerhin bestätigte die deutsche
Dependance inzwischen frühere Berichte über einen niedrigeren Preis der Konsole
auch hierzulande . Ab sofort soll die Playstation 2 nur noch 599 Mark kosten .
Damit wird die Konsole um 200 Mark billiger im Vergleich zum letzten
Verkaufspreis von 799 Mark . Der Grund für die Preisreduzierung sei der "
massive Verkaufsschwung der vergangenen Monate " und eine erhöhte Nachfrage nach
der PS2 , so Sony . Mit diesem Preis sei es möglich , noch stärker in den
Massenmarkt einzudringen - auch vor dem Hintergrund des Weihnachtsgeschäftes .
Hinter dieser verklausulierten Formulierung scheinen Befürchtungen über
potenzielle Konkurrenz zu stecken : Die Maßnahme richtet sich wohl gegen die für
das erste Quartal 2002 angekündigten Deutschland-Premieren der
Konkurrenzprodukte Xbox und GameCube . Die PS 2 kam im November 2000 in
Deutschland für 869 Mark auf den Markt . Domainverwalter diskutieren Sicherheit
statt Domain-Namen Beim Jahrestreffen der Internet Corporation for Assigned
Names and Numbers ( ICANN ) im November werden nicht wie geplant die neuen Top
Level Domains im Vordergrund stehen . Als internationale Institution sei auch
ICANN nicht immun dagegen . Man wisse , dass dadurch andere wichtige Initiativen
verzögert würden : " Ich bitte Teile der ICANN-Community um Geduld , sodass wir
uns auf die anstehenden Dinge konzentrieren können " , sagte Lynn . Mögliche
Diskussionspunkte dürften etwa die Sicherheit der 13 offiziellen
DNS-Rootzone-Server sein , die kritisch für die Adressierung im Web sind . Aber
auch die Zusammenarbeit der ICANN mit den Sicherheitsbehörden wird wohl ein
Thema sein : Bereits mehrmals haben sich ICANN-Registrare in den USA mit
Vertretern des FBI getroffen , um über die Weitergabe von Daten zu diskutieren .
In den USA ist zudem umstritten , ob US-Firmen Domains an afghanische oder
irakische Kunden mit antiamerikanischen Inhalten verkaufen sollten . Der
Ex-Monopolist NSI hat auf öffentlichen Druck hin die Domain taleban.com
abgeschaltet . Auch über die Frage , ob Internetadressen einem Embargo wie dem
gegen den Irak unterfallen können , wird die ICANN wohl diskutieren . Eine
offizielle Stellungnahme von Lynn zu den Sicherheitsbedenken , die diskutiert
werden sollen , steht allerdings noch aus . Derweil gibt es aber auch in den USA
Kritik am Sicherheitsdenken der ICANN . Der DNS-Experte Milton Mueller warnte
ICANN davor , ungelöste Probleme von der Tagesordnung zu nehmen . ICANN könne im
Übrigen wenig tun gegen Mörder , die andere in die Luft sprengten . Die
Aufklärung und Verfolgung der Anschläge gehöre in die Hände der
Ermittlungsbehörden und Geheimdienste . NEC prognostiziert Milliarden-Verlust
statt Gewinn Der japanische Technologiekonzern NEC hat seine Gewinnprognosen für
das laufende Geschäftsjahr gesenkt . Die Aktie des Unternehmens sank am Freitag
auf ein Jahrestief von 973 Yen . Der japanische Elektronikkonzern machte die
schwache Konjunktur in Japan , die weltweit gesunkene Nachfrage sowie die Folgen
der Terroristenattacke in den USA für die Lage verantwortlich . Im Juli hatte
NEC angekündigt , weltweit 4.000 Arbeitsplätze abzubauen . Heiler Software
erreicht Aufschub der Penny-Stock-Regeln Das Software-Unternehmen Heiler hat
beim Landgericht Frankfurt eine Verschiebung der Ausschlussregeln für den Neuen
Markt erreicht . Einer einstweiligen Verfügung des Unternehmens sei inzwischen
stattgegeben worden , teilte die Heiler Software AG am Freitag mit . Das Gericht
hatte bereits in den Verfahren des Prozessfinanzierers Foris AG und des
Medienunternehmens Advanced Medien eine Halbjahresfrist erlassen . Zur
Begründung hieß es damals , der Neue Markt sei privatrechtlich organisiert und
müsse daher auf die Belange der Teilnehmer Rücksicht nehmen . Die Deutsche Börse
hatte Berufung angekündigt . Entscheidend für ihr endgültiges Schicksal soll
dann die Kursentwicklung in den folgenden 90 Handelstagen sein . Schaffen die
Billigaktien die Grenzwerte an 15 aufeinander folgenden Tagen nicht , bedeutet
das den Abschied von dem Handelssegment . Richterin drängt auf gütliche Einigung
im Microsoft-Prozess Dies verfügte die inzwischen für das Verfahren zuständige
Richterin Colleen Kollar-Kotelly nach einem Hearing am heutigen Freitag : Damit
liegt die Richterin ungefähr in dem Zeitplan , den auch das US-Justizministerium
vorschlug , betonten Vertreter des Ministeriums . Eine Schlappe musste Microsoft
zudem einstecken : Kollar-Kotelly weigerte sich , dem Antrag des
Software-Konzerns zu entsprechen , nach dem das mögliche Strafmaß für die Firma
von vornherein eingeschränkt werden sollte . Das Berufungsgericht hatte in dem
Verfahren nur das Strafmaß der ersten Instanz aufgehoben , wonach Microsoft in
zwei Teile zerschlagen werden sollte . Das Urteil , dass Microsoft sich
wettbewerbswidrig verhalten habe , hielt die Berufungsinstanz aufrecht . Auf
eine Zerschlagung des Konzerns hat die US-Regierung inzwischen von sich aus
verzichtet . US-Kongress verzichtet auf Hürden für die Telekom Die Deutsche
Telekom hat eine weitere Hürde in der geplanten Übernahme des US-amerikanischen
Mobilfunkanbieter Voicestream genommen . Das US-Repräsentantenhaus verzichtete
nach wochenlangem Ringen auf die Verabschiedung einer neuen gesetzlichen
Vorschrift , die eine Übernahme unmöglich gemacht hätte . Der Streit in den USA
ging um die Frage , ob ausländische Telekommunikationsfirmen , die mehrheitlich
im Besitz eines ausländischen Staats sind , US-amerikanische Telefonunternehmen
übernehmen dürfen . Der demokratische Senator Ernest Hollings wollte mit einer
Gesetzesinitiative eine solche Übernahme verhindern . Im Repräsentantenhaus
wurde ein entsprechender Zusatz Hollings zu einem Ausgabengesetzentwurf aber nun
herausgenommen . Die beiden betroffenen Telekomunternehmen , die Regierung
Clinton , US-Gewerkschaften und die amerikanischen Handelskammer hatten sich
ebenso wie ausländische Regierungen gegen diesen Zusatz Hollings stark gemacht .
Die Europäer sahen in dem Entwurf eine Verletzung internationaler Abkommen zur
Öffnung der Telekommunikationsmärkte auf beiden Seiten des Atlantik . Der
Staatsanteil bei der Deutschen Telekom wird durch die VoiceStream-Übernahme von
58 auf 44 Prozent verringert . Die deutsche Regierung hatte während der
Diskussion um die US-Regelung noch einmal klar gemacht , dass sie den
Staatsanteil an der Telekom weiter abbauen will . Die amerikanische
Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission ( FCC ) nimmt die Übernahme
von VoiceStream noch unter die Lupe . Die Behörde hat ohnehin das Recht ,
Übernahmen amerikanischer Kommunikationsfirmen durch staatliche Auslandsfirmen
zu blockieren , indem sie den Transfer von Kommunikationslizenzen untersagt .
Sie kann den Transfer aber auch genehmigen , wenn er im öffentlichen Interesse
ist . Der Hollings-Vorschlag hätte der FCC diesen Spielraum genommen . Neben der
FCC prüft außerdem das Committee on Foreign Investments die geplante Übernahme
daraufhin , ob sie Probleme für die nationale Sicherheit der USA verursacht .
Das US-Justizministerium hat die Übernahme von Voicestream durch die Telekom
dagegen bereits genehmigt . Angriff auf Microsoft-Intranet " harmloser als
befürchtet " ( Update ) Nach den Meldungen , durch einen Einbruch in das
Intranet von Microsoft sei der Quelltext für Windows und Office geklaut und
möglicherweise sogar intern verändert worden , beruhigt der Softwarekonzern aus
Redmond nun Kunden und Öffentlichkeit : " Die Angelegenheit scheint sich in
engeren Grenzen zu halten als ursprünglich berichtet " , heißt es in der ersten
offiziellen Stellungnahme . Die hauseigenen Untersuchungen hätten keine Hinweise
ergeben , dass die Einbrecher Zugang zum Source-Code der wichtigsten Produkte
wie Windows 2000 oder Office bekommen hätten . " Obwohl der Hacker
offensichtlich Source-Code anschauen konnte , der zu der Entwicklung für ein
zukünftiges Produkt gehört , bestätigte die Untersuchung , dass es keine
Veränderung oder Zerstörung von Source-Code gegeben hat " , erklärte Microsoft .
Um welches " zukünftige Produkt " es sich dabei handelt , teilte Microsoft
allerdings nicht mit . Auch in der offiziellen Stellungnahme von Microsoft heißt
es nun , man habe keinen Grund zu der Annahme , dass Kunden in irgendeiner Weise
von dem Vorfall berührt waren oder in Zukunft betroffen sein würden . Der
Einbruch wurde am Mittwoch entdeckt . Log-Files belegen , dass an diesem Tag
Quell-Code an einen E-Mail-Empfänger in St. Petersburg ( Russland ) geschickt
wurde . Der Einbruch wurde offensichtlich urspünglich mit Hilfe des QA-Trojaners
bewerkstelligt : Ein unbekannter Angestellter hat demnach den so genannten "
Notepad-Wurm " in einem E-Mail-Attachment bekommen . Die unbekannten Cracker
haben dann Programme installiert , die heimlich Passwörter von
Microsoft-Mitarbeitern protokollierten . So hätten sie drei Monate lang Zugriff
auf interne Microsoft-Rechner gehabt . " In drei Monaten kann man theoretisch
jedes Geheimnis in einer Organisation herausbekommen " , sagte Graham Satchwell
, ein ehemaliger Microsoft-Sicherheitsberater , in einem Interview . Das
amerikanische Bundeskriminalamt FBI nahm unterdessen seine Ermittlung auf . Ein
Sprecher des FBI in Seattle , wo Microsoft seinen Sitz hat , erklärte , die
Polizeibehörde helfe dem Unternehmen , den Einbruch aufzuklären . Und Microsoft
betonte , man arbeite mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen , um diesen "
bedauernswerten Akt von Industriespionage " aufzuklären . Gleichzeitig hielt der
Konzern fest , dass nach seiner Ansicht die Attacke keine " Sicherheitslücke in
irgendeinem Microsoft-Produkt " gezeigt habe . Es gebe ständig Versuche , sich
unerlaubt Zugang zum Intranet von Microsoft zu verschaffen - genauso wie bei "
den meisten großen Unternehmen und Regierungsbehörden auf der Welt " . Die
Motive des Einbruchs und das reale Ausmaß des Zugangs , den die Einbrecher zum
Microsoft-Intranet bekamen , bleiben aber weiterhin unklar . Sicherheitsexperten
hatten gestern spekuliert , es könnte sich um einen Fall von Erpressung durch "
Daten-Entführung " handeln . Der Zugang zu Quelltexten von " zukünftigen
Produkten " kann aber genauso gut über die weiteren Pläne Microsofts Aufschluss
geben - was für die Ansicht Microsofts spräche , es handele sich um
Industrie-Spionage . Inzwischen meldeten sich auch russische Experten zu Wort :
Die Tageszeitung Kommersant zitierte am heutigen Samstag einen namentlich nicht
genannten Computerexperten der russischen Militäraufklärung GRU mit den Worten :
Von St. Petersburg aus war bereits vor Jahren das Kreditinstitut Citibank von
Hackern heimgesucht worden . Laut Kommersant gibt es in der russischen Stadt
offenbar fanatische Gegner des Microsoft-Gründers Bill Gates . Zu jedem Neujahr
sei auf einer Wand in der Stadt mit riesigen Buchstaben zu lesen : " Ich hasse
Bill Gates " . Rückrufaktion für Akku-Packs von Compaq-Notebooks Der
US-Computerkonzern Compaq startet eine Rückrufaktion für Akku-Packs , die in den
Notebooks Armada E500 und Armada V300 eingesetzt werden . Bei den Akku-Packs
dieser Serien können Kurzschlüsse auftreten , die zu Überhitzung führen und
einen Brand auslösen könnten , heißt es in einer entsprechenden Erklärung von
Compaq . Insgesamt handelt es sich nach Angaben des Computer-Konzerns um rund
55.000 Akku-Packs , die weltweit mit den Notebook-Modellen , als Zusatzoption
oder als Ersatzteil vertrieben wurden . Alle Kunden , die von dem Rückruf
betroffen sind , sollen für jedes rückgerufene Pack zwei neue erhalten . Für die
Kunden entstünden keinerlei Kosten ; allerdings sollten alle Benutzer , die
Notebooks mit betroffenen Akku-Packs einsetzen , den Betrieb der Rechner damit
sofort einstellen , die Akkus entladen und sie aus den Notebooks entfernen .
Betroffen sind allerdings nicht alle E500- und V300-Modelle . Die fehlerhaften
Akku-Packs lassen sich an folgenden Seriennummern und Datum-Codes erkennen :
TCGK 00001- 10500 TCGK 20001- 21800 TCGK 40001- 83100 TCHK 40001- 44700 Alle
anderen Akku-Packs können laut Compaq ohne Gefahr weiter eingesetzt werden . Nur
Kunden , in deren Notebook sich ein Akku-Pack mit einer dieser
Seriennumern/Datum-Codes befindet , können sie gegen zwei neue Akku-Packs
austauschen lassen . Nähere Informationen finden Benutzer von Compaq-Notebooks
auf einer speziell eingerichteten Web-Seite . Zusätzliche Auskünfte erhält man
in Deutschland unter der Telefonnummer 069/66-805542 , in Österreich unter
01546-521568 und in der Schweiz unter 01212-1813 - am Wochenende waren die
entsprechenden Kundendienststellen bislang aber nicht zu erreichen . Auch von
Compaq Deutschland war wegen des Wochenendes bislang kein weiterer Kommentar zu
erhalten . Compaq ist nicht der erste Hersteller in jüngster Zeit , der Probleme
mit Notebook-Akkus hat . Mitte Oktober erst musste Dell 27.000 Akku-Packs
austauschen . Die Akkus seien von unterschiedlichen Herstellern produziert
worden . Medienanstalt ruft nach Gesetzen fürs digitale Zeitalter Der Präsident
der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien ( BLM ) , Wolf-Dieter Ring ,
sieht einen rasanten Wandel der Medien ins digitale Zeitalter . " In zehn Jahren
wird alles digital sein " , sagte Ring in einem dpa-Gespräch . Das "
Tante-Emma-Fernsehen " mit Antenne gehöre dann endgültig der Vergangenheit an .
" Die Zukunft heißt enorme Programmvielfalt über Kabel und Satellit . " Für das
öffentlich-rechtliche Fernsehen sieht Ring dabei keine Probleme . " ZDF und ARD
haben eine Bestandsgarantie . " So müssten ihre Programme gesetzlich auch im
Kabel weiter transportiert werden , egal wer dann letztlich der Betreiber sei .
Allerdings gehe er davon aus , dass viele attraktive Programmangebote wie
Spielfilme oder Live-Fußball fast nur noch im Pay-TV zu empfangen sein werden .
" Der Zuschauer muss sich darauf einstellen , dass er für die Vielfalt
zusätzlich bezahlen muss . " Ring zeigte sich überzeugt , dass Pay-TV trotz der
Milliardenverluste auch in Deutschland erfolgreich sein wird . " Aber man muss
einen langen Atem haben . " Die digitale Entwicklung wirft nach den Worten des
BLM-Präsidenten aber auch prinzipielle Fragen des Medienrechts auf . Bisher
seien zum Beispiel Programmanbieter und Netzbetreiber getrennt gewesen . " Das
ist heute schon nicht mehr der Fall " , betonte der Chef der Landeszentrale für
den bayerischen Privatfunk . In Zukunft würden Netzbetreiber auch Einfluss auf
Programme haben , was bisher im Medienrecht überhaupt noch nicht berücksichtigt
sei . Bei den Neuregelungen sieht er jedoch keinen gesetzmäßigen " Anspruch auf
bestimmte Inhalte " , wie dies beispielsweise für Fußballspiele immer wieder
gefordert wird . Handlungsbedarf sieht Ring auch für das Internet . Hier gebe es
eine Entwicklung , die sich schon verselbstständigt hat . " Man sollte aber auch
im Internet nur Geschäfte machen , wenn die Regeln eingehalten werden . " Dies
gelte vor allem auch für den Urheberschutz . Es sei geradezu schick , sich Musik
oder sonstige Programme " runterzuladen " . Doch dieses illegale Kopieren
geistigen Eigentums sei kein Kavaliersdelikt , sondern müsse wie
Warenhausdiebstahl geahndet werden , meinte Ring . Beim Jugendschutz gebe es
reichlich Probleme im Internet . " Eine lückenlose Überwachung " sei jedoch kaum
möglich , meinte Ring , der seit fast zwei Jahren auch Leiter der Gemeinsamen
Stelle Jugendschutz und Programm der Arbeitsgemeinschaft der
Landesmedienanstalten ist . Der Branchentreff steht dieses Jahr unter dem Motto
" Global Media - Fusionen , Visionen , Illusionen " . Ring rechnet erstmals mit
über 7.000 Teilnehmern . Für die 73 Veranstaltungen sind 470 Referenten
vorgesehen . Die Eröffnungsrede hält Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber .
Danach treffen sich Spitzenvertreter der Kommunikationsbranche auf dem
traditionellen " Mediengipfel " . Neue Chance für Satelliten-Telefongesellschaft
Iridium Ende August schien das Aus für das weltweite Satelliten-Mobilfunknetz
von Iridium endgültig gekommen : Iridium war 1998 gestartet , um weltweites
Telefonieren mit einem Handy über Satellit zu ermöglichen . Die schweren und
teuren Satelliten-Telefone konnten allerdings nie viele Freunde gewinnen : Das
Unternehmen war im März dieses Jahres pleite . Nun scheint nach einem Bericht
der Financial Times Deutschland das Iridium-Netz doch weiterbetrieben zu werden
. Motorola habe die Iridium-Kunden informiert , dass eine neu gegründete
Gesellschaft dem Konkursgericht ein Angebot für die Satelliten und
Vermögenswerte vorgelegt habe , berichtet das Blatt . Das Netz aus
Kommunikationssatelliten soll danach künftig der US-Flugzeugbauer Boeing
betreiben und warten . Boeing übernehme aber keine Anteile an Iridium oder an
seinem neuen Betreiber . Präsident der neuen Iridium-Gesellschaft soll der
frühere Präsident der US-Fluggesellschaft Pan Am , Dan Colussy , sein . Motorola
halte zunächst noch einen minimalen Anteil an der neuen Gesellschaft . Das
Konkursgericht müsse den Plänen allerdings noch zustimmen . Die Fertigung solle
in der ersten Hälfte des Jahres 2002 aufgenommen werden . Die maximale
monatliche Fertigungskapazität werde bei 20.000 Stück von
300-Millimeter-Chipwafern liegen , hieß es . Das Gemeinschaftsunternehmen Elpida
Memory Inc. , an dem die beiden Elektronikkonzerne jeweils zur Hälfte beteiligt
sind , war Ende des vergangenen Jahres zunächst für das gemeinsame Design und
die Vermarktung von Speicherchips gegründet worden . Nach Informationen der
führenden japanischen Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun soll das Joint
Venture schließlich auch an die Börse gebracht werden . Hintergrund der
gemeinsamen Produktion ist der zunehmende Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt für
Halbleiter . NEC und Hitachi hinken beim Marktanteil für DRAM-Chips hinter
anderen führenden Chipherstellern wie den südkoreanischen Unternehmen Samsung
und Hyundai Electronics sowie der US-Firma Micron Technology hinter her . Um
Kosten zu sparen , suchen Nippons Konzerne derzeit verstärkt nach Partnern zur
Entwicklung und Produktion von Computerchips . Microsoft : Richter legte
Wettbewerbsrecht falsch aus Die nächste Runde im Kartellprozess gegen Microsoft
ist eröffnet : Am gestrigen Dienstagabend reichte Microsoft seine Stellungnahme
für den weiteren Prozess vor dem zuständigen Berufungsgericht ein . Darin fährt
der Software-Konzern schweres Geschütz auf : Dabei habe Microsofts Auftritt den
Kunden enorme Vorteile gebracht , führt der Konzern weiter aus .
Microsoft-Sprecher Mark Thomas bekräftige dies bei der Vorlage des Dokuments ,
indem er betonte , dass es sich um reguläre Geschäftspraktiken gehandelt habe .
Der Beschluss des Bundesgerichts hätte , wenn er wirksam würde , ausgesprochen
negative Auswirkungen auf die Technologieindustrie sowie die gesamte
US-Wirtschaft , meinte Thomas . Dafür rollt der Konzern das gesamte Verfahren
neu auf und versucht , alle Feststellungen , die Richter Jackson bereits in
seiner juristischen und der Tatsachenbewertung getroffen hat , erneut zu
widerlegen . Dazu gehört etwa , dass selbst dann , wenn die Feststellung des
Gerichts stimme , Microsoft habe ein Monopol bei Betriebssystemen , Jackson doch
diese Tatsache falsch ausgelegt und die Kartellgesetze daraufhin unkorrekt
angewendet habe . Immerhin hatte Jackson selbst festgehalten , dass die
Praktiken von Microsoft Netscape nicht daran gehindert hätten , den eigenen
Browser zu vertreiben - und unter anderem darauf stützt nun Microsoft wiederum
seine Argumentation , die Auslegung der Kartellgesetze in diesem Fall stelle im
eigentlichen Sinn eine Rechtsbeugung dar . Der Richter habe zudem das Verhalten
der Redmonder , das sie selbst als dem Wettbewerb dienlich bezeichnen , unter
wettbewerbsfeindlich gefasst . Und nicht zuletzt habe Richter Jackson schon
durch sein Verhalten im Gerichtssaal und seine Prozessführung gezeigt , dass er
grundsätzlich gegen Microsoft eingestellt sei . Ganz hat sich Microsoft nicht
daran gehalten : Mit allen Anhängen nimmt sich der Konzern 207 Seiten , um seine
Argumente darzulegen . Mündliche Verhandlungen sind für den 26. und 27. Februar
vorgesehen . Die Argumentationsschiene , die Microsoft nun in seinem Schreiben
verfolgt , könnte den Prozess zudem noch weit über ein normales
Berufungsverfahren hinaus verlängern - denn folgt das Gericht der Argumentation
Microsofts , hieße das wohl , den Prozess komplett neu aufzurollen . BinTec
immer tiefer in den roten Zahlen Der Nürnberger Netzwerkspezialist BinTec
rutscht immer tiefer in die roten Zahlen . Nach Angaben des Vorstands vom
Dienstag hatte das Unternehmen in den ersten neun Monaten seinen Verlust im
Vergleich zum entsprechenden Vorjahres-Zeitraum verdreißigfacht . In den ersten
neun Monaten 1999 hatte der Verlust von BinTec noch bei 350.000 Mark gelegen .
In der aktuellen Situation beeinträchtigten vor allem die Kosten für Forschung
und Entwicklung das Neun-Monats-Ergebnis , begründete der Vorstand laut dpa die
neuerlichen Verluste . Die jüngsten Investitionen in den Vertrieb und Produkte
mit hohen Gewinnmargen würden erst im Geschäftsjahr 2001 zu Buche schlagen . Für
das nächste Jahr gibt sich BinTec aber optimistisch : Der Vorstand erwarte für
2001 ein ausgeglichenes Ergebnis . Diesem Optimismus traut die Börse allerdings
noch nicht so recht über den Weg : Bislang rutsche der Kurs der BinTec-Aktie um
gut 3 Prozent auf 3,78 Euro und ist damit weit von seinem 52-Wochen-Hoch von
44,10 Euro entfernt . Erst im August hatte der anhaltende Verlustkurs den
früheren Vorstands-Chef Claus Wortmann zum Rücktritt gezwungen . PixelNet
übernimmt ORWO Media Die PixelNet AG ( Wolfen ) übernimmt zum Jahresende die
bislang vollständig zum Computerkonzern Lintec AG ( Taucha bei Leipzig )
gehörende ORWO Media GmbH . Das hätten die Vorstände der beiden am Neuen Markt
notierten Unternehmen beschlossen , teilte Lintec am gestrigen Mittwochabend mit
. Dieser Kaufpreis entspreche im Wesentlichen dem ursprünglich von Lintec
gezahlten Preis zuzüglich der in den vergangenen Monaten getätigten
Investitionen in Ausrüstung und Infrastruktur . Mit dieser Transaktion werde der
Weg frei für die Entwicklung der bei PixelNet geplanten Tochtergesellschaften
und strategischen Kooperationen im E-Commerce-Bereich . Lintec will nach eigenen
Angaben den Verkaufserlös für weitere Akquisitionen einsetzen . Entsprechende
Gespräche würden derzeit geführt , eine bevorstehende Übernahme stehe noch unter
Vorbehalt . Die PixelNet AG war am 21. Juni am Neuen Markt gestartet . In
Sachsen-Anhalt ist PixelNet das erste und bislang einzige Unternehmen an der
Börse . Neben einem internetbasierten Bilderdienst für Digitalfotografie - dem
PixelNetwork - werden verschiedene Dienstleistungen rund um die Fotografie
angeboten . Außerdem wird PixelNet für die Metro-Tochter PRIMUS Online GmbH die
Fotodienstleistung und Aufgaben für den Online-Shop übernehmen . Dafür
beabsichtigten die PRIMUS Online GmbH und PixelNet die Gründung einer
gemeinsamen Gesellschaft , hieß es in einer zweiten Ad hoc-Mitteilung . Damit
festige PixelNet nach der Kooperation mit dem Internet-Provider AOL die
Marktführerschaft in der digitalen Online-Fotodienstleistung . Das Handwerk
strebt ins Internet Das Internet hält verstärkt Einzug in das Handwerk . Weitere
20 Prozent planten in naher Zukunft den Einstieg in die Online-Welt . Vorreiter
seien das Kraftfahrzeuggewerbe und das Metallhandwerk . Nach Einschätzung der
Präsidentin wird das neue Medium eindeutig " mehrwertorientiert " genutzt . "
Informationsbeschaffung , Kommunikation und Dokumentenaustausch mit Kunden ,
Lieferanten und anderen Unternehmen sowie elektronische Bankengeschäfte liegen
vorn " , sagte Strothmann . Während in mittleren und größeren Betrieben mit mehr
als 50 Beschäftigten das vernetzte Wirtschaften schon zum Regelfall gehöre , sei
bei kleinen Firmen die Internet-Nutzung noch steigerungsfähig . Diese würden in
Zukunft durch die Handwerkskammern und Fachverbände gezielt unterstützt und "
fit gemacht " für eine breitere Nutzung der neuen Medien . Angesichts der
rasanten Entwicklung und Verbreitung neuer Technologien gebe es zum Anschluss an
die Netzwelt keine Alternative , unterstrich die Handwerkspräsidentin . Nach
ihren Angaben plant jedes vierte Unternehmen der Branche in nächster Zeit den
Aufbau einer eigenen Homepage . Dies belegten aktuelle Umfragen . Gleichzeitig
verringere sich die Zahl der Betriebe , die auch künftig eine eigene
Internet-Präsentation ablehnten , sagte Strothmann . Von wachsender Bedeutung
für das Handwerk sei auch der Einstieg in den Wachstumsmarkt des E-Commerce .
Knapp 30 Prozent der Unternehmen nutzten das Internet bereits als
Einkaufsmöglichkeit und " Marktplatz für ihre Produkte und Dienstleistungen " .
Spezialist für Breitbandübertragungen in Turbulenzen Es war eine der ganz großen
Erfolgsgeschichten am Frankfurter Neuen Markt : Die Fantastic Corporation , ein
Schweizer Software-Hersteller für Breitbandübertragungsdienste , legte vor 15
Monaten einen fulminanten Börsenstart hin . Inzwischen ist die Ernüchterung groß
. Dem Börsenwert nach ist das Unternehmen nur noch halb so viel wert wie bei der
Markteinführung . " Wir sind enttäuscht " , sagt Presse-Sprecher Jürgen Bollag
schlicht . Nicht zuletzt haben viele Mitarbeiter , die dank üppiger
Aktienoptionen schon im Millionärshimmel schwebten , dem Schwund ihres
virtuellen Reichtums zusehen müssen . " Da wurde jede Aktie nach oben gejubelt ,
ohne hinzuschauen , ob da auch Zukunftsmusik drin ist " , sagt Bollag heute .
Ein Abgesang auf Fantastic sei jedoch abwegig . Nach wie vor ist das Unternehmen
überzeugt , dass Telekommunikation , Rundfunk und Internet verschmelzen und
Breitband die Kommunikation der Zukunft ist . " Ohne eine Software wie die
unsere kann der Markt sich nicht entwickeln " , sagt Bollag . Den Höhenflug der
Aktien im März hatte Fantastic mit blendenden Zahlen untermauert : 449 Prozent
Umsatzsteigerung in einem Jahr , beim Bruttoergebnis sogar 613 Prozent . Zwar
machte das Unternehmen noch keine Gewinne , doch bescheinigten Analysten ihm
großes Potenzial . Fantastic schreibt Software für die Nutzung der
Breitbandtechnologie für interaktive multimediale Inhalte . " Wir wussten , dass
in einem Markt , der eigentlich noch gar nicht richtig existiert , ein Einbruch
passieren kann " , sagt Bollag . " Der Markt hat sich einfach nicht so schnell
entwickelt , wie wir erwartet hatten . " Fantastics avisierte Kunden waren
zunächst die großen Telekomfirmen wie Deutsche Telekom , British Telecom und NTT
Japan . " Damit waren wir im vergangenen Jahr sehr erfolgreich , doch die
Partner hatten keinen Verkehr über ihre Netzwerke " , sagt Bollag . Während die
Telekomunternehmen die physischen Plattformen wie Satellit , Kabel oder
terrestrische Übermittlung bereitstellen , liefert Fantastic die Software , die
die Übermittlung überwacht . Die Inhalte müssen allerdings andere liefern .
Daran haperte es . Deshalb hat Fantastic jetzt die Strategie geändert . Die
Softwaregesellschaft will zum Lösungsanbieter werden . Seit kurzem arbeitet
Fantastic mit IBM zusammen . Während der Computerriese Hardware , Wartung und
Consulting macht , liefert Fantastic die Software - den Kunden wird ein
Komplettpaket angeboten . Ende 2001 will Fantastic erstmals schwarze Zahlen
schreiben . Telekom will mehr Geld für Vermietung der Ortsnetzanschlüsse Bislang
hat die Deutsche Telekom mit 94 Telefon-Gesellschaften Verträge über die
Teilnehmeranschlussleitung geschlossen . Die Kosten liegen momentan bei
monatlich 12,99 Euro ( 25,40 Mark ) ohne Mehrwertsteuer für einen Anschluss des
Endkunden mit einer Kupferdoppelader-Leitung . Diese Tariffestlegung der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) läuft zum 31. März
2001 aus . Die Telekom beantragte am gestrigen Mittwoch bei der RegTP daher eine
neue Tariffestsetzung : Künftig will der rosa Riese für die Vermietung der
Teilnehmeranschlussleitung 17,40 Euro ( 34,03 Mark ) monatlich ohne
Mehrwertsteuer haben : " Mit diesem Preis trägt die Deutsche Telekom den bereits
im vorangegangen Genehmigungsverfahren nachgewiesenen langfristigen Kosten ,
sowie den im Vergleich zu alternativen Realisierungsmöglichkeiten des
Teilnehmerzugangs im nationalen Markt als auch im internationalen Vergleich
entstehenden Kosten Rechnung " , hieß es von dem Konzern . Die Telekom hat auf
Grund der auslaufenden Entgeltregelung die entsprechenden Verträge mit allen
Firmen gekündigt , erklärte aber , die weitere Bereitstellung der
Teilnehmeranschlussleitung sei davon nicht betroffen . Dass die Konkurrenten des
Ex-Monopolisten , der die letzte Meile in Deutschland noch weitgehend beherrscht
, anstandslos einen höheren Preis als bisher akzeptieren , ist wohl kaum
wahrscheinlich ; sie werden wohl in den nächsten Tagen mit eigenen Vorstellungen
über die Kosten aufwarten , die auf eine Senkung der Gebühren für die
Teilnehmeranschlussleitung hinauslaufen dürften . Dabei könnten sie sich sogar
auf die EU berufen , die mehr Konkurrenz und sinkende Preise im Ortsnetz als
unabdingbar für die Förderung des Internet in Europa ansieht . Das letzte Wort
hat dann allerdings wieder die Regulierungsbehörde - und wie deren Entscheidung
ausfällt , ist offen . Die Steckdose als Tor zum Internet Der Schweizer
Technologiekonzern Ascom möchte die Steckdose neu erfinden : Strom ist
Kommunikation , sagen sich die Berner , und steigen in die Vermarktung der
Technologie für den Daten- , Bilder- und Sprachaustausch über herkömmliche
Stromleitungen ein . Mit Hilfe der Powerline-Geräte kommt aus der Steckdose
jedoch nicht nur wie beim Babyphone das Geschrei der Kleinsten aus dem
Nachbarzimmer . Die Stromvernetzung wird mit der patentierten Schweizer
Technologie zum Tor zur ganzen Welt - dank digitaler Nachrichtentechnik ohne die
beim Babyphone üblichen Störungen . Telefonieren , Faxen und Surfen im Internet
durch die Steckdose werden möglich , ohne sich bei den Telekom-Firmen anzumelden
. Dazu kommen Fernsteuerung von Haushaltsgeräten wie Heizungen , Licht- oder
Alarmanlagen und Überwachungsmöglichkeiten wie mit dem alten Babyphone . Die
Übertragung sei bis zu 20 mal schneller als bei einer ISDN-Leitung , sagt
Ascom-Sprecher Andre Simmen . Die Ascom ist nach eigenen Angaben auf dem Gebiet
so weit wie kein anderer . Als erste wollen sie auf der CeBIT im nächsten
Frühjahr ihre serienreifen Geräte vorstellen . Insgesamt laufen weltweit 15
Feldversuche , darunter in Essen zusammen mit dem Stromlieferanten RWE . Dort
sind rund 100 Ein- und Mehrfamilienhäuser und eine Schule mit dem Schweizer
Equipment ausgestattet . " Deutschland ist eines der ersten Länder , in denen
Powerline im großen Stil eingeführt wird " , sagt Simmen . Nach Angaben von RWE
soll der Stromanschluss zum Datenhighway ab Frühjahr möglich sein . Dass Ascom
nach dem vielversprechenden Versuch in Essen dabei die Nase vorn hat , ist noch
nicht offiziell , liegt aber auf der Hand . Ascom ist ein Lieferant von
Telekommunikationsausrüstungen . Ihre Kunden sieht sie in erster Linie in den
großen Elektrizitätsgesellschaften . Die stellen die Verbindung der
Trafostationen mit dem weltweiten Kommunikationsnetz her , die Verbindung zur
Steckdose läuft dann über die Stromleitung . Für die Datenübertragung werden
zusätzliche höhere Frequenzen genutzt . Im Haus sind lediglich Adapter nötig ,
um die Daten herauszufiltern . Mit dem Powerline-System von Ascom können
Energieversorger ihren Kunden in Zeiten fallender Strompreise ganz neue
Leistungen bieten , sagt Simmen , das Online-Ablesen der Stromzähler und das
Verschicken der Abrechnung per E-Mail inbegriffen . Über das Stromnetz wäre
jeder permanent im Netz , ohne sich über die Telefonleitung immer wieder
einwählen zu müssen . Bei Stromausfall wird 's allerdings auch auf den
Kommunikationskanälen still . Besonders in Ländern , in denen es an stabilen und
schnellen Telefonleitungen hapert , soll die neue Technologie nach den
Vorstellungen der Schweizer die Internet-Nutzung vorantreiben . Im
Powerline-Bereich will Ascom zu den ganz großen der Branche werden . Das
Unternehmen sieht riesiges Marktpotenzial : Für Deutschland müssen RWE und Ascom
sowie alle anderen Konzerne , die mit Powerline starten wollen , aber noch
einige Hürden überwinden : Insbesondere die teilweise heftigen Störabstrahlungen
der verschiedenen Powerline-Modems verhinderten bisher den öffentlichen Betrieb
, da die Stromleitungen Frequenzen abstrahlen , die etablierte Funkdienste mit
zugewiesenen Frequenzspektren stören . Die Betriebsgenehmigung auch für
Powerline-Techniken erteilt in Deutschland die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) . Und die steht bislang noch aus .
Fantastic mit erneuter Gewinnwarnung und Entlassungen ( Update ) Manchmal helfen
auch " Strategieänderungen " erst einmal nichts : Zeigte sich Fantastic , der
Spezialist für Software zur Breitbandübetragung , nach Bekanntgabe einer
Zusammenarbeit mit IBM noch optimistisch , Ende 2001 schwarze Zahlen schreiben
zu können , überraschte die Firma am heutigen Donnerstagmorgen die Anleger . Das
Schweizer Software-Unternehmen will zudem im Zuge eines Umbaus rund 30 Prozent
der 356 Mitarbeiter entlassen . Im Geschäftsjahr 2000 rechnet Fantastic jetzt
mit einem Umsatz " um Vorjahresniveau " , sagte Unternehmenssprecher Jürg Bollag
der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX . " Diese Nachricht ist eine Frechheit
" , schimpfte ein Händler einer großen deutschen Landesbank laut dpa . "
Schlimmer geht 's nimmer " , mehr könne zu diesem Unternehmen , das " kein
Mensch braucht " , nicht gesagt werden , tobte der Börsianer . Die Aktien der am
Neuen Markt im Nemax 50 notierten Firma haben am heutigen Donnerstag mit
Verlusten auf die erneute Gewinnwarnung des Unternehmens reagiert . Das
52-Wochen-Hoch des Papiers lag bei 54,40 Euro . Nach den Worten von
Unternehmenschef Reto Braun ist der Breitbandmarkt langsamer gewachsen als
erwartet . Ausstellung : Moderne Kommunikation für Kinder An Besucher im Alter
von 7 bis 77 Jahren wendet sich eine finnische Ausstellung zur modernen
Kommunikationstechnik , die momentan in Brüssel Station macht . An zirka 50
interaktiven Objekten , die zum Mitmachen einladen , werden beispielsweise die
Bandbreitenproblematik bei der Videoübertragung , das Sortieren von
TCP/IP-Datenpaketen im Internet und die Satellitenübertragung kinderverständlich
veranschaulicht . Auch die praktischen Anwendungsmöglichkeiten , etwa das
Aufladen einer Parkuhr übers Handy oder die Übertragung von Text , Ton und Bild
via Glasfaser werden anschaulich dargestellt . 17C3 : Startup-Mitarbeiter
sollten lieber draußen bleiben Nach all den Pleiten , Pech und Pannen in diesem
Jahr trifft die Gründer und Mitarbeiter von Startups und Dot.Coms jetzt auch
noch der Bannstrahl der Hacker . Obwohl bekannte Mitglieder des Chaos Computer
Clubs wie Andreas Bogk von Convergence oder Frank Rieger von Gate5 längst in
New-Economy-Firmen arbeiten beziehungsweise ihre eigenen Startups gegründet
haben , schlägt den verhinderten Netzgeschäftemachern im Haus am Köllnischen
Park überall eine Welle der Ablehnung entgegen . Schon vor dem dieses Jahr weiß
verhüllten Eingangstor aus der Berliner " Raumstation " C-Base dürfte die "
Durchstarter " , die sich in das ehemalige SED-Kongresszentrum verirren , der
blanke Schock treffen : Die Organisatoren der " europäischen Hackerparty " haben
extra ihre Tarife neu überdacht . So müssen Besucher aus der Wirtschaft den sich
mit 230 Mark noch im Rahmen haltenden " Economy-Preis " zahlen - während der "
New-Economy-Tarif " mit satten 2300 Mark ausgewiesen ist . Doch selbst , wer die
stolze Summe gezahlt hat , kommt damit nicht weit : Am Schwarzen Brett mit den
Veranstaltungs-"Fahrplänen" für die nächsten zwei Tage dürfte ihm endgültig vor
Augen treten , dass er beim 17C3 höchstens als Geldgeber willkommen ist . Sein
Unternehmen grenze sich von Geburt an von dem Gebaren der Dot.Com-Gründer ab ,
beschäftige keine " Netzsklaven " und sei nicht einmal an Partnerschaften mit
den üblichen Verdächtigen aus der Startup-Szene interessiert . Ob bisher
überhaupt jemand den " New-Economy-Tarif " bezahlt hat , konnten die Kassenwarte
noch nicht sagen . US-Klagen von Hirntumor-Patienten gegen Mobilfunkindustrie
US-Anwälte wollen der Auseinandersetzung um die Schädlichkeit der
elektromagnetischen Abstrahlungen von Handys neue Dimensionen hinzufügen :
Juristische Auseinandersetzungen und milliardenschwere Schadensersatzforderungen
. Nach einem Bericht der britischen Times vom heutigen Donnerstag wollen
amerikanische Handy-Besitzer , die an einem Gehirntumor erkrankt sind , eine
ganze Reihe von Mobilfunkanbietern verklagen , darunter Verizon Wireless , ein
Jointventure von Vodafone und dem aus der Fusion von Bell Atlantic und GTE
hervorgegangenen Konzern Verizon . Die Tumorpatienten werden von Staranwalt
Peter Angelos vertreten , der wesentlich an der erfolgreichen Milliarden-Klage
gegen die Tabakbranche im US-Staat Maryland beteiligt gewesen sei . John A. Pica
, ein Anwalt aus Angelos' Kanzlei , sagte der Times : Zwei der Klagen sollen im
kommenden März eingereicht werden , weitere sieben oder acht dann im Laufe des
Jahres . Jede der Klagen werde gegen einen Handy-Hersteller , einen Betreiber
eines Mobilfunknetzes und eine lokale Festnetz-Gesellschaft eingereicht ,
erklärte der Anwalt . In allen Fällen wollen die Kläger Schmerzensgeld für die
Leiden erreichen , die durch die Hirntumore ausgelöst wurden , sowie
Schadensersatz für die Einkommensausfälle auf Grund der Krankheit . Außerdem
möchten sie Schadensersatzzahlungen für die Familien von Handy-Nutzern , die an
Hirntumoren starben , sowie Geldstrafen durchsetzen . Die Times meint , die
Klagen könnten verheerende Auswirkungen auf die Aktienkurse der Mobilfunk-Firmen
haben , die bereits wegen der hohen Schulden , die sie zur Finanzierung neuer
Mobilfunknetze gemacht haben , unter Druck sind . Das Unternehmen sei von den
Klagen nicht betroffen . " Meines Wissens haben wir überhaupt nirgendwo in der
Welt irgendwelche Vorladungen oder andere Gerichtssachen zu diesem Thema . " Im
übrigen gebe es bisher keine Beweise für Gesundheitsschäden durch Handys : Der
so genannte Stewart-Report ( siehe dazu auch Störfunk fürs Gehirn - Mythos und
Realität von Gesundheitsschäden durch elektronische Geräte ) habe Handys und
Sendemasten eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt . 17C3 : Empörung
über juristische " Sicherung " von Prepaid-Handys Vor Weihnachten waren sie die
Renner : Pakete mit Handy und Prepaid-Karte , die von einzelnen
Mobilfunkanbietern bereits für Preise ab 66 Mark verramscht wurden . Doch
zahlreiche Kunden dürften sich über die Geschenke später ärgern , spätestens
dann , wenn sie ihr Handy einmal mit der SIM-Karte eines anderen Netzbetreibers
ausrüsten wollen : Denn dank der "SIM-Lock"-Technik funktionieren die meisten im
Billigpaket erstandenen Handys nur mit einer Karte des ursprünglichen Anbieters
. Doch natürlich gibt es junge Menschen , die sich damit nicht zufrieden geben
und selbst an Lösungen zur Entsperrung der Handys basteln oder sich übers
Internet Werkzeuge zum selben Zweck an die Hand geben lassen . Mit
selbstgelöteten Kabeln und meist eigens programmierter Software können die
meisten dieser Sperren schließlich rasch entfernt werden . Software und
Hilfsmittel zur Entsperrung lassen sich mit einer gezielten Suchabfrage aber
auch von " Experten " online beziehen . Zwei Schüler aus dem Umkreis des Chaos
Computer Clubs hat nun allein der Hinweis auf Webseiten mit Werkzeugen für die
Freischaltung der nur begrenzt nutzbaren Handys in die Bredouille gebracht , wie
die Köpfe des Hackervereins in ihrem Jahresrückblick auf dem 17. Chaos
Communication Congress ( 17C3 ) dem erstaunten Publikum berichteten . Nachdem
die zwei Freaks auf ihrem Nachrichtendienst für " mobile Geeks " über den Erfolg
von Hackern berichtet hatten , die unter www.gsmunlock.com beziehungsweise
www.gsmania.com Hilfen zum Entsperren gängiger Handymodelle angeboten hatten ,
und diese Angebote auch mit ihrem Webangebot verlinkt hatten , flatterte ihnen
just eine anwaltliche Abmahnung des Münchner Mobilfunkbetreibers Viag Interkom
ins Haus . Inzwischen hat das Landgericht München I eine einstweilige Verfügung
gegen die Betreiber des Newsdienstes ausgesprochen . Darin werden die CCCler
dazu verpflichtet , von ihrer Site aus nicht mehr auf " Waren " hinzuweisen , "
die geeignet sind , den so genannten SIM-Lock-Schutz bei von Viag Interkom
vertriebenen Mobiltelefonen zu beseitigen " . Die eigentliche
Gerichtsverhandlung steht noch aus . Auch Siemens hat sich der Klage
angeschlossen , nachdem Viag Interkom einen Auftrag bei dem Münchner
Elektronikhersteller storniert hatte , berichtete CCC-Sprecher Andy
Müller-Maguhn . Siemens habe zuvor zugeben müssen , dass man keine
Funktionsgarantie auf den Sperrmechanismus geben könne . Die CCC-Führung steht
nun nicht nur vor dem Rätsel , wie die " Änderung von 10 bis 12 Bits " bei der
Software eines Handys mit einem derart hohen Streitwert beziffert werden konnte
- zumal die Angeklagten nur Links zu entsprechenden Hackerseiten gelegt haben .
Insgesamt stelle der Fall die Frage der Informationsfreiheit , glaubt
Müller-Maguhn . Schließlich sei die Rechtslage nicht eindeutig : Der gewerbliche
Vertrieb von Freischalt-Werkzeugen könne zwar eventuell mit einem Verstoß gegen
das Wettbewerbsrecht belegt werden . Relativ wenig Handhabe hätten die
Mobilfunkanbieter aber gegen das reine Veröffentlichen von Informationen zur
Entsperrung . Reengineering sei in Deutschland derzeit nicht strafbar . Auch
eine Preisgabe dieser Tipps und von Bauanleitungen stehe nicht im Zusammenhang
mit den angekreideten Wettbewerbsverstößen . Der CCC wies außerdem darauf hin ,
dass die Frage noch lange nicht entschieden sei , ob der Käufer eines Telefons
damit nicht schlicht machen könne , was er wolle . Zudem könne die Untersuchung
und Veränderung der Software eines Telefons dem Benutzer durchaus Vorteile
bringen . Bei einem Handy-Modell konnte mit der veränderten Software
beispielsweise die Taschenrechnerfunktion wieder benutzt werden , die der
Hersteller bei dieser Baureihe deaktiviert hatte . Ein Jurist aus dem Umkreis
des Chaos Computer Clubs warnte die versammelte Hackergemeinde allerdings davor
, Informationen zur Handy-Entsperrung vor einem Gerichtsurteil zu verbreiten .
Selbst arbeite der CCC momentan an der Erstellung eines Gutachtens , " um die
Richter aufzuklären " . Aktie der Deutschen Telekom auf neuem Jahrestief Die
Aktie der Deutschen Telekom ist am Donnerstag bei schwachem Handel auf ein neues
Jahrestief von 31,37 Euro gefallen . Gegen 14.45 Uhr notierte sie wieder bei
31,52 Euro , ein Minus von 1,96 Prozent . Zur gleichen Zeit gewann der Dax
moderate 0,17 Prozent und notierte 6.339,17 Zähler , der Nemax50 verlor 1,49
Prozent und stand bei 2.734,57 Punkten . Ein Händler der Commerzbank betrachtet
die Verluste mit Gelassenheit : Viele Fonds trennen sich zum Jahresende von den
Positionen , mit denen sie im Jahr 2000 Verluste gemacht haben . Dazu zählen
neben Infineon , DaimlerChrysler eben auch die Deutsche Telekom . Die Aktie von
T-Online verlor zwischenzeitlich 2,57 Prozent auf 12,15 Euro bevor sie sich
wieder auf 12,30 Euro hoch arbeitete . Wolfgang Kuhl , Händler bei der BfG Bank
, wies auf mögliche Auswirkungen hin , die der schwache Kurs für die Übernahme
der amerikanischen Mobilfunkgesellschaft Voicestream durch die Telekom haben
könnte . 17C3 : Wau Holland bläst zur Meinungsfreiheits-Offensive Weitere
gefährliche Eingriffe in die Meinungsfreiheit und den ungehinderten Fluss der
Bits sehen die Hacker in der Verurteilung des in Australien lebenden
Holocaust-Leugners Fredrick Töben sowie in der Anklage gegen zwei Schüler aus
dem CCC-Kreis , die auf ihrem Newsdienst über Hilfsmittel zur Entsperrung von
Handys mit speziellen Prepaid-Karten berichtet und auf entsprechende Webseiten
gelinkt hatten . Laut Wau geht es in allen drei Fällen um die in der vernetzten
Gesellschaft elementare Frage der Informationsfreiheit . Statt in diesem Bereich
" Rückzugsgefechte " zu führen , wie der Doyen des Hackervereins die bisherigen
Reaktionen auf die umstrittenen Urteile beziehungsweise gerichtlichen
Verfügungen beurteilt , müssten die Datenreisenden sie " ganz klar als
Absurdität darstellen , damit uns nichts passiert . " Wau erinnerte daran , dass
in den Anfangszeiten des Clubs " die Verlängerung eines Telefonkabels schlimmer
bestraft wurde als das Auslösen einer atomaren Explosion " . Damals hätten die
Hacker den Richtern einfach permanent ihre Dummheit vorgeworfen - und ihre Sicht
der " schöpferisch-kritischen Umgangs " mit Technologie schließlich in die Köpfe
der Entscheider bekommen . Lächerlich machte der Althacker vor allem die
Bemühungen von Inhalteproduzenten aus der Musik- , Film- und Medienindustrie ,
mit allerlei Verschlüsselungsmechanismen ihre Produkte unter digitale Plomben zu
bringen . " Der Computer ist per se eine Maschine zum Kopieren von Bits " , gab
Wau Holland den Verfechtern des Copyrights mit auf den Weg . Sie sei an ihren
Versuchen zur Zähmung des Mediums eher selbst zugrunde gegangen . 17C3 :
Betaversion von GnuPG für Windows angekündigt " Die Windows-Version von GnuPG
ist so gut wie fertig " , verkündete Werner Koch auf dem 17. Chaos Communication
Congress in Berlin . Auch die grafische Benutzeroberfläche für Unix , Linux und
Windows sei " zu 75 Prozent " einsatzbereit , freute sich der Düsseldorfer
Programmierer . Im Januar rechnet er mit der Bereitstellung einer Demoversion ,
im Frühjahr mit einem vollen Release . Das Verschlüsselungsprogramm Gnu Privacy
Guard gilt als Vorzeigeprojekt der deutschen Free-Software-Gemeinde . Es dient
als Alternative zu Phil Zimmermanns PGP , dem Kritiker eine zu enge Ausrichtung
an den Bedürfnissen der amerikanischen Unternehmenswelt sowie der Regierung
vorwerfen . Vorbehalte gibt es gegen PGP vor allem , weil die Software in ihren
jüngsten Versionen einen automatischen Mechanismus für das Erstellen von
Nachschlüsseln enthält und nicht von Anfang an als Open-Source-Projekt mit
offenen Quelltexten entwickelt wurde . Das Bundeswirtschaftsministerium hat Ende
vergangenen Jahres einen Zuschuss für die Weiterarbeit an GnuPG , das momentan
nur für Linux und ein paar Unix-Varianten verfügbar ist , in Höhe von 275.000
Mark zur Verfügung gestellt . " In den entsprechenden Referaten hat sich die
Einsicht durchgesetzt , dass Sicherheit auf offenen Quellen beruht " , sagte
Koch . Bei Open-Source-Projekten seien Sicherheitslücken schneller zu entdecken
und zu beseitigen als bei proprietärer Software . " Auflage " des Ministeriums
sei gewesen , die Portierung auf Windows vorzunehmen , Mailer-Plug-ins für
Programme wie Outlook oder Eudora zu entwickeln , ein deutsches Handbuch zu
schreiben sowie das Produkt auch entsprechend zu vermarkten . Alle diese Ziele
seien mit der Förderungssumme bisher allerdings nicht zu erreichen gewesen , gab
Koch zu . Probleme habe es vor allem gegeben , da das Microsoft-Betriebssystem
in Hacker- und Programmiererkreisen einfach nicht attraktiv sei und sich " erst
jetzt Freiwillige aus der Open-Source-Szene finden , die mitarbeiten " . Normal
bezahlte Programmierer seien aus dem Fördergeld einfach nicht zu finanzieren
gewesen . Ungeahnte Schwierigkeiten hätten sich zudem bei der Entwicklung von
Plug-ins für Microsoft Outlook ergeben : Der Programmierer ist zuversichtlich :
" Wir werden in Bälde etwas haben , mit dem man sinnvoll unter Windows
verschlüsseln kann . " Beim Bielefelder Netzkünstler und Hacker padeluun
erweckten die Ausführungen Kochs allerdings den Eindruck , als ob man in der
Szene nur halbherzig an der ungeliebten Windows-Portierung arbeite . Er
bedauerte , dass die Entwicklung vernünftiger Programme für Windows anscheinend
durch den andauernden " Religionskrieg " zwischen Linux- und Microsoft-Anhängern
behindert werde . Konkret warf padeluun Koch vor , ihm ein komplettes Angebot
zur Programmierung der Windows-Version von GnuPG geschickt zu haben , das
allerdings auf keine Reaktion gestoßen sei . Koch konnte sich jedoch nur daran
erinnern , dass padeluun ihm einmal Programmierer mit 300 Mark Stundenlohn
angeboten hatte , was bei dem begrenzten Budget eine Sache der Unmöglichkeit
gewesen sei . Prozess um "FTP-Explorer"-Link geht in die nächste Instanz Ende
Oktober entschied das Landgericht Düsseldorf im Rechtsstreit um den
"FTP-Explorer"-Link auf den SelfHTML-Seiten , dass die Nennung des FTP-Explorer
wie auch der Link zur amerikanischen Firma FTPx Corporation keine Rechte der
Ratinger Firma Symicron verletze . Dieses Urteil zu der negativen
Feststellungsklage von SelfHTML-Autor Stefan Münz wird vorerst nicht
rechtskräftig : Münz hatte allerdings ebenfalls erklärt , er wolle den Fall
notfalls über alle Instanzen durchfechten . Kritiker der Abmahnpraxis bezweifeln
jedoch , dass Symicron den Namen " Explorer " jemals selbst benutzt hat . Sie
haben unterdessen für den Nachweis , dass jemand ein solches Produkt von
Symicron erworben hat , eine Belohnung ausgesetzt . Computer-Frust nimmt zu
Computerbenutzer verlieren zunehmend die Nerven im Umgang mit den Rechnern ,
lautet das Ergebnis einer Umfrage in Großbritannien , die Symantec in
Zusammenarbeit mit einem Meinungsforschungsinstitut durchführte . Kollegen
bekommen schon einmal Schimpfworte oder gar Rechnerteile an den Kopf geworfen ,
wenn die Maschine abstürzt oder Daten verloren gehen . Aber auch die Computer
selbst bleiben nicht verschont : Rund 30 Prozent der Benutzer haben ihren
Rechner schon einmal physisch angegriffen , heißt es in der Studie . Immerhin 67
Prozent der Anwender gaben an , bei der Arbeit am Rechner frustriert zu sein .
Bertelsmann : Zusammenarbeit mit Mannesmann vorstellbar Mannesmann-Sprecher
bezeichneten die Vorstellung eines Einstiegs bei AOL Europe gegenüber c't schon
als " sehr attraktiv " . Nachdem der viertgrößte Medienkonzern der Welt gestern
entsprechende Berichte nicht kommentieren wollte , erklärte der
Multimedia-Vorstand von Bertelsmann Klaus Eierhoff , eine Zusammenarbeit mit
Anbietern wie Mannesmann sei vorstellbar . Der Bertelsmann-Manager sieht eine
Kapitalverflechtung , etwa einen Einstieg von Mannesmann bei AOL Europe ,
allerdings nicht als unbedingt notwendig an : " Wenn wir unsere Angebote den
Kunden diskriminierungsfrei präsentieren können , brauchen wir keine
Kapitalbeteiligung . " Sony und Compaq favorisieren Direktverkäufe Bringt das
Internet das Ende für Zwischenhändler und traditionelle Verkäufer ? Sony und
Compaq scheinen jedenfalls dieser Ansicht zu sein . Beide Firmen wollen sich in
diesem Jahr verstärkt auf Direktverkäufe an Firmen und Privatkunden über das
Internet konzentrieren . Sony bietet seit einiger Zeit einzelne Produkte direkt
über das Web an . Im letzten Jahr erlaubte der japanische Elektromulti sechs
Händlern , Audio- und Videogerätschaften des Konzerns im Internet anzubieten .
Nun will Sony selbst ins E-Commerce-Geschäft einsteigen . Im Laufe diesen Jahres
sollen mehr und mehr Produkte auf den Sony-Webseiten zur Bestellung über das
Internet angeboten werden . " Die Händler mögen es nicht , wenn wir unsere
Produkte über das Internet verkaufen " , meinte Sony-Präsident Teruaki Aoki .
Auch Compaq hat ähnliche Pläne . Michael Capellas , Chef des PC-Herstellers ,
kündigte an , Rechner-Verkäufe an Firmenkunden in Zukunft vor allem über das
Internet abwickeln zu wollen . Dell , einer der Hauptkonkurrenten Compaqs ,
wurde mit diesem Konzept in den USA im Jahr 1999 Nummer 1 der Branche . Solche
Pläne verwundern nicht , wenn man sich die Kosten für den indirekten Verkauf
über Zwischenhändler und traditionelle Läden genauer betrachtet . Compaqs
Vizepräsident Mike Winkler legte am Freitag zum ersten Mal entsprechende Zahlen
vor . Nach einem Bericht des Wall Street Journal kostet Compaq danach der
indirekte Verkauf über Zwischenhändler 13,5 bis 15,5 Prozent vom Umsatz . Die
Kosten des direkten Vertriebs liegen laut Winkler dagegen nur bei rund 2 Prozent
. Oracle : Ohne Draht auf Draht Larry Ellison , Chef des weltgrößten
Datenbankherstellers , kündigte nach einem Bericht des Wirtschaftsdiensts
Bloomberg an , dafür eine eigene Firma zu gründen . Oracle richtete schon im
November das so genannte Projekt Panama ein . Das Ziel : Ein gewichtiges
Wörtchen im Markt für drahtlosen Internet-Zugänge mit Handys und PDAs mitzureden
. Das Projekt will Ellison nun in den nächsten Monaten als selbstständiges
Unternehmen auslagern . Unter anderem sollen die Weiterentwicklung und
Vermarktung von Portal-to-Go , Oracles Gateway-Software , um Daten aus dem
Internet mit Handys lesbar zu machen , an das neue Unternehmen übergehen .
Welche Firma sich Ellison als Partner der neuen Oracle-Tochter vorstellt , gab
der Oracle-Chef aber noch nicht bekannt . Die Firma für drahtlose
Internet-Techniken ist schon die zweite Neugründung , die Ellison für dieses
Jahr plant . Schon im Oktober kündigte Oracle an , ein Unternehmen zur
Herstellung von Internet Appliances aufbauen zu wollen . New Internet Computer
Company genannt , soll die Firma Geräte in einer Preiskategorie von rund 200
US-Dollar für einfachen Internet-Zugang ohne PC herstellen . Falls die beiden
Oracle-Töchter finanziell erfolgreich sind , kann sich Ellison auch einen
Börsengang vorstellen : " Sie werden beide unabhängige Unternehmen sein , und
wenn sie erfolgreich sind , dann werden sie an die Börse gehen . " WorldCom
plant mehr als 10.000 Entlassungen Nach der Aufsplittung des US-Telekomriesen
WorldCom Anfang November letzten Jahres will das Unternehmen nun weitere
Resturkturierungsmaßnahmen ergreifen . Insgesamt sollen rund 15 Prozent der
77.000 WorldCom-Angestellten betroffen sein . Ein Auslöser für die Entlassungen
soll die Integration der WorldCom-Tochter UUNet in die entsprechende Sparte des
Konzerns sein . Damit habe man zwei Sparten , die mit unterschiedlichen Leuten
genau dasselbe täten , erklärte ein WorldCom-Sprecher . In Deutschland übernahm
UUNet im November 1996 Eunet , die seit dem September 1997 als UUNet Deutschland
firmiert . Auch im Bereich der Ferngesprächsdienstleistungen will WorldCom nach
US-Agenturberichten Mitarbeiter feuern , um die nach der Aufsplittung als
eigenständiges Unternehmen an der Börse notierte Firma profitabel zu machen .
WorldCom war im Juli letzten Jahres mit seinem Vorhaben , den Telefonkonzern
Sprint zu übernehmen , an dem Einspruch der EU-Wettbewerbshüter gescheitert .
WorldCom legte zwar Berufung gegen das Fusionsverbot ein , große Chancen werden
diesem Einspruch allerdings nicht gegeben . Cisco in unruhigen Fahrwassern John
Chambers , Chef von Cisco , sieht den Marktführer bei Internet-Routern vor
einigen " Herausforderungen " . Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos
erklärte Chambers auf einem Presseforum , das erste Quartal des Geschäftsjahres
sei schwieriger gewesen , als er vor einigen Wochen erwartet habe . Die
Abschwächung der Konjunktur habe Cisco doch mehr getroffen , als die Firma
eigentlich gedacht habe . Dazu hat vor allem ein Rückgang der Investitionen
durch die großen Telekom-Carrier beigetragen , die zu den Hauptkunden von Cisco
gehören . Angesichts der teuren Mobilfunklizenzen für UTMS in der letzten Zeit
und der notwendigen Milliardeninvestitionen in neue Netze wird die Kapitaldecke
der meisten Carrier inzwischen recht dünn - und die Kapitalgeber halten sich
immer mehr zurück . Chambers meinte nun , das Geschäft im Januar sei " ein
bisschen lahm " gewesen . " Wir haben schon gesagt , dass dieses Quartal uns
etwas überrascht hat und dass es schwierig war ; nun , es war in jedem einzelnem
Punkt so herausfordernd wie wir dachten . " Investoren sollten sich auf ein
unsicheres erstes Halbjahr vorbereiten , dämpfte Chambers die Erwartungen für
die nächste Zeit . Vor allem die US-amerikanischen Firmen , die bei Cisco
einkaufen , würden für dunkle Wolken sorgen ; vor allem die Internet-Provider
schraubten ihre Investitionen zurück . Beim längerfristigen Ausblick dagegen
zeigte sich Chambers optimistisch . Im zweiten Halbjahr könne der Abschwung
schon vorbei sein . Und trotz einiger Schwächen im Telekom-Sektor seien die
europäischen Cisco-Kunden bislang recht unbeeindruckt von der
Konjunkturabkühlung in den USA : " Es gibt sicher geringere Investitionen von
den neuen Telekom-Firmen , aber die alten Carrier sehen dies als Gelegenheit ,
ihren Marktanteil auszubauen und investieren in Wirklichkeit sogar mehr . "
Cisco reiht sich mit Chambers' Äußerungen unter die großen Telekom-Ausrüster ein
, die in letzter Zeit durch Schwierigkeiten bei den Carriern ihre Erwartungen
reduzieren mussten . Zwar sind beispielsweise viele der Probleme bei Lucent
hausgemacht , aber auch dieser Ausrüster muss mit Finanzierungsproblemen im
Telekom-Sektor leben , wie etwa auch Nortel oder der Glasfaser-Spezialist JDS
Uniphase . Dies führt beispielsweise auch dazu , dass die Firmen ihre
Rückstellungen für säumige Kunden erhöhen müssen - auch Cisco musste bereits
mehr Mittel dafür zur Verfügung stellen . Auch zur Finanzierung der
Infrastrukturinvestitionen durch die Carrier werden die Ausrüster immer öfter
herangezogen . Fernsehen am PC mit Tücken Der PC als Fernseh- , Radio- und
Videotext-Station : Das ist mit einer TV-Karte kein Problem , versprechen die
Hersteller . Doch der Ärger mit der Software ist in vielen Fällen
vorprogrammiert , zeigt ein Test von c't . Der Rechner als Zweitfernseher im
Arbeitszimmer soll im Zweifel nicht nur den Familienstreit über das
Fernsehprogramm schlichten . Fernseher-PCs bieten auch als Radio oder Empfänger
von Videotext vielfältige Möglichkeiten . Software aus dem Internet hilft dabei
, wichtige Finanzdaten automatisch aus dem Videotext zu laden und in andere
Anwendungen zu importieren . Auch das Aufnehmen des laufenden Fernsehprogramms
und Nachbearbeiten der gespeicherten Videos auf dem PC ist möglich , allerdings
in schlechterer Qualität und mit weniger Komfort als etwa mit darauf
spezialisierten Video-Schnittkarten . Die c't-Redaktion hat sieben TV-Karten mit
Radiofunktion unter die Lupe genommen . Die reine TV-Karten-Hardware ist -
anders als bei vorangegangenen Tests - durch die Verwendung von
Standardbauteilen inzwischen relativ unproblematisch , die Bildqualität
ordentlich . Dennoch muss der Käufer auf diverse Stolperfallen gefasst sein . So
arbeitet nicht jedes TV-System störungsfrei mit jeder Grafikkarte zusammen , und
die Software zur Bedienung der meisten Karten erwies sich als geradezu technisch
rückständig : " TV-süchtige PC-Anwender müssen sich immer noch mit Problemen
herumschlagen , die in anderen Bereichen schlicht unzumutbar wären " , so das
Fazit . Keine Software lief auf allen Testsystemen stabil . Bei zahlreichen
Abstürzen wurde mehrfach das Betriebssystem beschädigt . Dennoch : Und neben der
Software-Qualität sollte man die Kaufentscheidung auch von Merkmalen wie
Infrarot-Fernbedienung , Videotext-Komfort oder den Möglichkeiten zur Audio- und
Video-Aufzeichnung abhängig machen . Telekom-Konzerne kombinieren Playstation ,
Handys und Internet Telekom-Unternehmen in den Niederlanden , Japan , Hongkong ,
Italien , den USA , Großbritannien und Südkorea wollen Online-Spiele für Handy-
und Playstation-Nutzer anbieten . NTT DoCoMo und PlayStation-Entwickler Sony
werden dazu ihr Know-how mit KPN Mobile , Telecom Italia Mobile ( TIM ) , AT&T
Wireless ( USA ) , Hutchison 3G UK Holdings ( Großbritannien ) , Hutchison
Telephone Company Limited ( HTCL ) und KG Telekom ( Südkorea ) teilen ,
berichtete KPN . Eine entsprechende Vereinbarung der beteiligten Unternehmen sei
am heutigen Montag unterzeichnet worden . Details zu der Kooperation und Termine
, zu denen die Angebote verfügbar sein sollen , wollte KPN noch nicht bekannt
geben . KPN Mobile gehört zu 85 Prozent dem niederländischen Telekomkonzern KPN
und zu 15 Prozent NTT DoCoMo . In Deutschland , den Niederlanden und
Großbritannien hat KPN Mobile als Anteilseigner von Hutchison 3G UK und
Mehrheitseigner von E-Plus zusammen mit NTT DoCoMo UMTS-Lizenzen erworben . NTT
DoCoMo und KPN hatten erst vor kurzem die Gründung eines Joint Ventures mit
Telecom Italia bekannt gegeben , um i-mode , den Internet-Dienst von NTT DoCoMo
für Handys , auch nach Europa zu bringen . Der niederländische und der
japanische Konzern wollen europaweit ein gemeinsames UMTS-Netz aufbauen .
Urheberrecht : EU-Parlament flickt an neuer Richtlinie Der Ausschuss für Recht
und Binnenmarkt des Europäischen Parlaments berät heute und morgen in Brüssel
über zahlreiche Änderungsanträge zur geplanten " Richtlinie zur Harmonisierung
bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der
Informationsgesellschaft " . In insgesamt 197 Änderungsanträgen , mit denen sich
der Rechtsausschuss befassen muss , sehen einige Abgeordnete starke
Einschränkungen der Nutzerrechte vor . So soll beispielweise weit weniger an
privatem Kopieren erlaubt sein als etwa im als recht streng geltenden deutsche
Urheberrecht für Privatnutzer bislang vorgesehen ist . " Dies kommt nicht von
den Abgeordneten " räumte ein Parlaments-Insider gegenüber heise online ein , es
sei " doch klar " , woher das komme . Auch dem Bundesjustizministerium , den
Interessen der Urheberrechtsinhaber eher positiv gegenüberstehend , gehen die
Änderungswünsche der Verwertungslobby offenbar zu weit . Man halte den
ursprünglich von der EU-Kommission vorgelegten Entwurf für ausreichend und
ausgewogen , verkündete eine Sprecherin des Ministeriums im Gespräch mit heise
online . Die zahlreichen Änderungsanträge sehe man eher mit Skepsis . Die
Änderungen betreffen vor allem eine weit stärkere Einschränkung als bislang
vorgesehen , was als Zwischenspeicherung ( " Caching " ) künftig zulässig sein
soll . Außerdem sollen kaum noch private Kopien erlaubt sein . Die
Urheberrechtsinhaber und die Abgeordneten könnten mit ihren zahlreichen
Änderungswünschen aber auch gänzlich Schiffbruch erleiden : Überschreiten sie
die Grenze dessen , was einigen Mitgliedsstaaten der EU vor allem hinsichtlich
der pauschalen Urheberrechtsvergütungen ( Geräteabgaben ) als kompromissfähig
gilt , so könnte die Richtlinie im EU-Rat noch lange auf Eis liegen oder gar
gänzlich scheitern . Infineon arbeitet mit IMEC an neuen Prozesstechniken Zur
Stärkung seiner technologischen Position intensiviert Chiphersteller Infineon
seine Kooperation mit Europas führendem Forschungsinstitut der Mikroelektronik ,
dem IMEC in Löwen ( Belgien ) . Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf
CMOS-Prozesstechnologien zur Fertigung mit Strukturbreiten von 70 nm sowie
neuartige optische Lithografiesysteme . Weitere gemeinsame Aktivitäten
erstrecken sich auf den Entwurf von " Systems-on-Chip " ( SoC ) und
System-Anwendungen für drahtlose lokale Netzwerke ( WLAN ) . Infineons Partner
für Forschung und Entwicklung , das Interuniversity Micro-Electronics Center (
IMEC ) , ist ein unabhängiges Forschungszentrum . Ein Forschungsprogramm widmet
sich den Gate-Dielektrika mit hohen k-Werten ( spezifische
Dielektrizitäts-Konstante ) für Sub-100-nm-Schaltungen , wo das bisher
verwendete Siliziumdioxid zur Isolierung der Gate-Elektroden der Transistoren
auf den Chips bei der weiteren Strukturverkleinerung an physikalische Grenzen
stößt . In einem zweiten Programm werden Weiterentwicklungen zur
Kupfer-Verdrahtung auf den Chips durchgeführt , wo es zur Verbesserung des
Signalverhaltens bei den kleineren Dimensionen wiederum auf Isolationsschichten
mit niedrigem k-Wert ( " Low-k-Dielectrics " ) ankommt . Daneben arbeiten
Infineon und IMEC an der Optimierung von Siliziden und an neuartigen Konzepten
zur Reinigung der Wafer zwischen den einzelnen Verarbeitungsschritten . Zudem
wollen beide Partner verstärkt die Möglichkeiten der CMOS-Standardtechnologie
mit " Systemen auf dem Chip " ausreizen . Der Bedarf an Bausteinen mit
nichtflüchtigen Speichern wächst , die sich Daten auch bei abgeschalteter
Stromversorgung merken und daher besonders für portable Endgeräte wie Handys
oder PDAs unentbehrlich sind . Hier sind Flash-Speicher eine attraktive
Technologie , weil das Prozessieren dieser Bausteine in einem zusätzlichen Modul
kompatibel zu CMOS-Linien erfolgen kann . Dieser Ansatz mit eingebetteten
nicht-flüchtigen Speichern soll nun auch in den tiefen Submikron-Bereich
ausgedehnt werden . Die gemeinsame Forschung und Entwicklung konzentriert sich
daher auf Fragen der Skalierung von Flash-Speicherzellen wie der Zuverlässigkeit
derart verkleinerter Strukturen , widmet sich daneben aber auch der Untersuchung
innovativer Konzepte wie der Multi-Level-Schemata und Dual-Bit-Zellen . Der
Trend zum " System auf dem Chip " stellt größere Anforderungen an die
Entwurfsmethoden . Hierzu gehört insbesondere das Co-Design von Hard- und
Software . In diesem Bereich wollen Infineon und IMEC die anwendungsspezifischen
Design-Abläufe mit der objektorientierten Modellierung in C++ verbessern . Als
erstes Anwendungsgebiet der gemeinsam entwickelten Methodik ist die
Breitbandkommunikation vorgesehen . Daneben beteiligt sich Infineon auch am
IMEC-Programm zum System-Design von drahtlosen lokalen Netzen . Nokia soll
erneut mit dem Handy-Geschäft gewinnen Beim finnischen Telekommunikationskonzern
Nokia zeichnet sich dank des anhaltenden Handy-Booms erneut ein Rekordgewinn ab
. Bei Analysten herrschte kurz vor Veröffentlichung der Bilanz die Meinung vor ,
dass Nokia leicht tiefgestapelt hat . Im härter gewordenen Konkurrenzkampf um
Mobiltelefonkunden sind die Nordeuropäer die einzigen unter den Marktführern ,
die Handys mit Gewinn verkaufen . Der will nun vor allem durch Verlagerung in
Billiglohnländer für schwarze Zahlen sorgen . Dass Ericsson beim Marktanteil
unter zehn Prozent rutscht und den dritten Platz an Siemens verliert , gilt
dabei als ausgemacht . Nokia-Vorstandschef Jorma Ollila ( 50 ) hat solche Sorgen
nicht . Für sein Unternehmen errechnet die Stockholmer Zeitung Dagens Industri
einen Gewinn von 40 Euro je verkauftem Mobiltelefon . Allerdings braucht Nokia
solche Zahlen auch dringender als etwa Ericsson , der als Mobil-Systemausrüster
noch höhere Profite einfährt , während Nokia viel abhängiger vom immer
rasanteren Modellwechsel ist . Ebenso wie Motorola und Ericsson hat Nokia die
Wachstumserwartungen der Finanzmärkte an die Handybranche in den letzten Wochen
leicht gebremst . Nokia ist inzwischen vielleicht auch Gefangener immer neuer
eigener Rekordziffern . Als aus der futuristisch gebauten Konzernzentrale bei
Helsinki die Mitteilung kam , dass der Handy-Verkauf im letzten Jahr um 64
Prozent gestiegen war , sackten die Aktienkurse ab . An den Finanzmärkten fand
man den Zuwachs enttäuschend niedrig . Kirch New Media und ProSieben Digital
gehen zusammen Kirch New Media und ProSieben Digital Media schließen sich
zusammen . Einen entsprechenden Beschluss haben die Gesellschafter der beiden
Multimedia-Unternehmen am heutigen Montag gefasst . " Durch den Zusammenschluss
entsteht eines der größten und leistungsstärksten New-Media-Unternehmen
Deutschlands , in dem die Multimedia-Aktivitäten der KirchGruppe und der
ProSiebenSat.1-Gruppe gebündelt werden " , heißt es dazu in einer gemeinsamen
Erklärung der beiden Firmen . Die ProSiebenSat.1 Media , bislang
Alleingesellschafterin der ProSieben Digital Media , werde bis zu 50 Prozent der
Gesellschaftsanteile der gemeinsamen neuen Firma übernehmen . Die übrigen
Anteile halten nach der Mitteilung die bisherigen Gesellschafter der Kirch New
Media , die KirchMedia und die KirchPayTV . Der Zusammenschluss soll sich darauf
konzentrieren , die Online-Marken der beiden Firmen auszubauen . Vorerst wolle
Kirch New Media dann auch den Start der Entertainment-Plattform maxdome
verschieben - aber nicht nur aus Rücksicht auf die zuerst zu bildende neue Firma
. Das Unternehmen teilte mit , die Verschiebung erfolge auch " angesichts der
langsameren Dynamik im Markt für breitbandige Angebote " . Offensichtlich
erwartet Kirch New Media wegen mangelnder User-Akzeptanz nicht , dass sich
Unterhaltungsangebote mit großem Bandbreitenbedarf in absehbarer Zeit im
Internet lohnen . " Zusätzlich entstehen durch den Zusammenschluss erhebliche
Synergien in den Bereichen Technik , Redaktion und Vertrieb " , erklärten die
beteiligten Firmen . Ob sich dies auf die Personalausstattung der neuen
Gesellschaft auswirken wird , wurde bislang nicht bekannt . Sicher sind sich die
Partner aber über eines : Telekom-Riese AT&T mit Gewinneinbruch Der
Telekommunikationskonzern AT&T hat im vierten Quartal 2000 einen Gewinneinbruch
von 68 Prozent verzeichnet . Das Unternehmen begründete am Montag vor
Handelsbeginn der Börse das Ergebnis mit höheren Kosten und niedrigeren
Fernsprechgebühren . Im Ergebnis berücksichtigt seien die jüngsten Akquisitionen
und Gemeinschaftsunternehmen , sagte AT&T-Sprecher David Caouette . Bei den
Aussichten für den weiteren Geschäftsverlauf erhofft sich AT&T Besserung durch
die Umstrukturierung , die der größte US-amerikanische Konzern im letzten Jahr
angekündigt hatte . Die Aufspaltung in vier unabhängige Gesellschaften soll die
Kosten- und Ertragslage verbessern . AT&T Wireless soll ein Umsatzwachstum von
30 bis 35 Prozent hinlegen und den Gewinn im gesamten Geschäftsjahr um rund 65
Prozent steigern . Das Geschäft mit Privatkunden dagegen werde Umsatzrückgänge
hinnehmen müssen - laut AT&T vor allem wegen härterer Konkurrenz durch lokale
Telefongesellschaften , Investitionen in neue Technologien und die Abwanderung
von Kunden zu niedrigeren Tarifen . Auch die Geschäftskunden-Sparte soll im
laufenden Jahr maximal den gleichen Umsatz wie im Vorjahr erzielen . Dies liege
an dem zunehmenden Preiskampf im Geschäft mit Ferngesprächen und sinkenden
Volumen bei den vermittelten Gesprächen . Der Breitband-Bereich erwartet dagegen
immerhin ein Umsatzwachstum von um die 15 Prozent . Das Ergebnis von AT&T
entsprach den Erwartungen von Wall-Street-Analysten ; die Aussichten konnten die
Börsianer aber offensichtlich nicht überzeugen . Bis 10 Uhr Ortszeit am heutigen
Montag fiel der Kurs weiter auf 22,89 US-Dollar . Im Gesamtjahr 2000 hatten die
Titel um 52 Prozent nachgegeben . Kurth : Ortsnetz Schwerpunkt der
Regulierungspolitik Der Streit zwischen der Telekom und ihren Wettbewerbern über
die Höhe des Preises für den Teilnehmeranschluss wird für die
Regulierungsbehörde für Telekommunikatikon und Post ( RegTP ) zu einem "
Drahtseilakt " . Werde das Entgelt für die so genannte letzte Meile zu hoch
festgelegt , würde die Telekom einen ungerechtfertigten Gewinn erzielen , sagte
der kommissarische Leiter der Behörde , Matthias Kurth , am heutigen Montag auf
der Online-Messe in Düsseldorf . Fiele er dagegen zu niedrig aus , würden Kosten
des Ex-Monopolisten nicht gedeckt und Investitionen in alternative Anschlüsse
der Wettbewerber entwertet . Gegenwärtig prüfen die obersten Aufseher über den
deutschen Telekommunikationsmarkt einen Antrag der Telekom , die Anschlussmiete
von derzeit 25,40 Mark pro Monat auf 34 Mark zu erhöhen . Außerdem will der
Bonner Riese das einmalige Kündigungsentgelt auf 204 Mark praktisch verdoppeln .
Die Telekom begründete Ende 2000 den Aufschlag mit Kostengründen . Bis Ende März
will die Regulierungsbehörde eine Entscheidung fällen . Nach Ansicht ihrer
Konkurrenten will die Telekom mit den erhöhten Preisen ihre Monopolstellung
festigen . Ein Wettbewerb im Ortsnetz sei unter diesen Bedingungen unmöglich ,
heißt es unisono . Mannesmann Arcor hatte vor wenigen Wochen einen monatlichen
Preis von 15 Mark und eine Anschlussgebühr von 50 Mark als angemessen bezeichnet
. Der Streit ist die erste große Herausforderung für den designierten
Regulierungschef Kurth ( SPD ) , der für den Posten Mitte Januar vom
RegTP-Beirat als Nachfolger für Klaus-Dieter Scheurle vorgeschlagen worden war .
Zwar steht die Bestätigung durch die Bundesregierung noch aus , eine Ablehnung
des Vorschlags ist aber nicht zu erwarten . Erstmals legte sich der Kurth mit
dem Vorstandsvorsitzenden der Telekom , Ron Sommer , an . So wies er dessen
Kritik zurück , dass die Regulierungsbehörde für den Absturz der T-Aktie an den
Börsen mit verantwortlich sei . Sommer hatte zuvor mehrfach behauptet , dass
Kursverluste der T-Aktie im vergangenen Jahr mindestens in Höhe von 25 Prozent
auf die Entscheidungen der Regulierungsbehörde zurückzuführen seien . Angesichts
der vielen Faktoren , die einen Aktienkurs beeinflussen , sei es schon gewagt ,
einen Sonderfaktor mit einer derartigen Dominanz in den Vordergrund zu rücken .
Kurth war wegen seiner politischen Nähe zur rot-grünen Bundesregierung im
Vorfeld der Entscheidung über einen neuen RegTP-Präsidenten ein freundlicherer
Umgang mit der Telekom unterstellt worden . Den Ortsnetzbereich bezeichnete
Kurth als einen der " Schwerpunkte der derzeitigen Regulierungspolitik " . So
liege der Anteil der Wettbewerber bei Ortsnetzanschlüssen bundesweit noch unter
zwei Prozent . " Dies zeigt drastisch , in welchem Bereich die Dominanz des
früheren Monopols noch ungebrochen ist " , meinte Kurth . Microsoft sieht keine
Beweise für Monopol-Stellung Die nächste Runde im US-Kartell-Prozess gegen
Microsoft nähert sich : Im Februar sollen die mündlichen Anhörungen im
Berufungsverfahren stattfinden . Ende November hatte Microsoft seine Eingabe
gemacht , am 12. Januar legte das US-Justizministerium seine Dokumente dafür vor
. In der Antwort auf die Eingabe des US-Justizministeriums greift der
Software-Konzern nun die grundsätzlichen Feststellungen der ersten Instanz und
die Argumentation der Klägerseite an . Es seien keine Beweise dafür erbracht
worden , dass Microsoft überhaupt eine Monopolstellung habe , heißt es in dem am
heutigen Montag vorgelegten Schreiben von Microsoft . Auch hätten die Kläger
nicht ausreichend dargelegt , dass sich Microsoft wettbewerbswidriger
Verhaltensweisen schuldig gemacht oder solche eingesetzt habe , um das
angebliche Monopol zu bewahren . Der wichtigste Punkt , den Microsoft anspricht
, ist aber auf ein früheres Urteil des nun erneut zuständigen Berufungsgerichts
ausgerichtet . Damals hatte das Gericht entschieden , dass es kein
rechtswidriges Vorgehen von Microsoft gewesen sei , Internet Explorer und
Windows 95 in einem Paket auszuliefern . Microsoft argumentiert nun , die Kläger
hätten zwar behauptet , Windows und der Webbrowser seien separate Produkte ,
dies aber nie richtig bewiesen . Von einem technischen Standpunkt aus betrachtet
bauten viele Teile von Windows und auch andere Anwendungen auf den Internet
Explorer auf . Selbst die Kläger behaupteten nicht mehr , dass der Browser aus
Windows entfernt werden könnte oder sollte . Damit legt Microsoft dem Gericht
nahe , dass das Bundling aus technischen Gründen geschehen sei - genau mit
dieser Begründung hatte das Berufungsgericht in dem früheren Verfahren im Sinne
von Microsoft entschieden . Nach Ansicht von Microsoft sind Windows und Internet
Explorer laut dem Urteil des Berufungsgerichts eben keine " getrennten Produkte
" . Die Argumentation der Kläger , Microsoft habe versucht , sich durch das
Bundling ein Monopol bei Webbrowsern zu verschaffen , sei darüber hinaus nicht
stichhaltig . Schließlich habe man mit den Versionen 1 und 2 des Internet
Explorer gerade einmal einen Marktanteil von 5 Prozent geschafft , obwohl diese
mit jeder Kopie von Windows 95 über einen Zeitraum von 12 Monaten hinweg
ausgeliefert wurden . Neben dieser grundsätzlichen Argumentation , die versucht
, dem gesamten Verfahren und der Argumentation der Klägerseite den Boden unter
den Füßen wegzuziehen , greift Microsoft auch erneut das erstinstanzliche
Verfahren an . Das extreme Urteil , Microsoft in zwei Teile aufzuspalten , sei
unhaltbar , da es ohne richtige Beweisanhörung ergangen sei . Auch die
Anschuldigungen gegen Thomas Penfield Jackson , den Richter der ersten Instanz ,
nimmt Microsoft wieder auf : Seine öffentlichen Äußerungen gegen den Konzern
verletzten die Pflicht zu einer fairen Gerichtsverhandlung . Jackson hatte
Microsoft im Juni letzten Jahres zur Zweiteilung verurteilt . In seiner
faktischen und juristischen Bewertung des Falls hatte er festgehalten ,
Microsoft habe seine Position genutzt , " um den Markt für Webbrowser zu
monopolisieren " . Das Unternehmen habe in mehreren Punkten gegen die
kartellrechtlichen Bestimmungen des so genannten Sherman-Akts verstoßen und mit
wettbewerbswidrigen Mitteln seine Monopolposition aufrechterhalten . In der
Öffentlichkeit erregte Jackson schon während des Prozesses und auch in letzter
Zeit Aufsehen mit einigen harschen Äußerungen gegenüber Microsoft . So meinte er
etwa , Bill Gates habe einen " Napoleon-Komplex " . Vor kurzem äußerte aber
US-Senator Orrin Hatch , auch die Bush-Regierung werde den Prozess wie das
Justizministerium unter Clinton weiter betreiben . Microsoft geht aber offenbar
davon aus , dass zumindest das Berufungsgericht dem Konzern freundlicher
gegenübersteht als die erste Instanz und versucht , seine Argumentation ganz auf
frühere Entscheidungen des Gerichts auszurichten . Mündliche Verhandlungen vor
dem Berufungsgericht sind für den 26. und 27. Februar vorgesehen . Viele
Rechtsexperten in den USA gehen davon aus , dass das Berufungsgericht der
Microsoft-Argumentation in Bezug auf das Bundling von Windows und Internet
Explorer folgt . Damit wäre aber einer der Hauptpunkte des Verfahrens erledigt -
und der gesamte Prozess könnte unter Umständen in sich zusammenfallen . Sony :
FireWire für das Heimnetz Sony ( Halle 13 , C18 ) demonstriert auf der CeBIT die
Heimvernetzung über IEEE-1394 . Der japanische Konzern nennt die Technik , die
von Apple als FireWire bezeichnet wird , i.Link . Anders als Unibrain beschränkt
sich Sony aber nicht auf die Kommunikation zwischen Rechnern : Um möglichst
lange Distanzen zwischen den vernetzten Geräten zu erreichen , setzt Sony
Repeater ein ; zwischen zwei i.Link-Repeatern sind Entfernungen von bis zu 100
Metern erlaubt . Nach Aussagen von Sony-Mitarbeitern lassen sich prinzipiell
beliebig viele Repeater hintereinander hängen , sodass sich ein gesamtes Haus
mittels FireWire vernetzen lässt . Zusätzlich zeigt Sony auf der CeBIT ein
FireWire-ATM-Gateway . Es ermöglicht den Anschluss von Geräten mit
IEEE-1394-Anschluss und den Transport der Daten über Weitverkehrsnetze . So
lassen sich etwa Aufnahmen von Digitalkameras über ATM in die ganze Welt
übertragen . Bei der Demonstration auf dem Sony-Stand ermöglichte das Gateway
Video-Übertragungen mittels einer FireWire-Videokamera nahezu in Echtzeit : Die
Darstellung auf dem an ein zweites Gateway angeschlossenen Bildschirm erfolgte
praktisch lippensynchron . Das FireWire-ATM-Gateway ist mit OC3-Anschlüssen (
155 MBit/s ) für das ATM-Interface ausgestattet , OC-12 ( 655 MBit/s ) soll aber
ebenfalls möglich sein . Die FireWire-Schnittstelle des Gateways bietet eine
Netto-Datenrate von 100 MBit/s . Auch die i.Link-Repeater lassen sich mit dem
Gateway verbinden , führen aber zu leichten Verzögerungen in der
Datenübertragung . Schneller IP-Router und -Firewall auf PC-Basis Die
schwedische Firma Effnet stellt auf der CeBIT ( Halle 11 , Stand F34 ) zum
ersten Mal in Deutschland ihre Router und Firewalls vor . Das Besondere : Sie
sind komplett mit Standard-PC-Komponenten aufgebaut . Effnet ermöglicht
schnelles IP-Routing und Firewall-Funktionen über einen selbst entwickelten
Algorithmus , der die Geräte nach Ansicht der Firma mit zu den Schnellsten der
Branche macht . Als Netzschnittstellen gibt es unter anderem Ethernet , Frame
Relay und DTM ( Dynamic Transfer Mode ) ; VLANs und Ciscos HDLC unterstützt
Effnet ebenfalls . Effnet-Mitarbeiter erklärten gegenüber c't , der
Routing-Algorithmus sei bereits zum Patent angemeldet . Er komme auf einem
Pentium-Prozessor , unabhängig von der Größe der Routing-Tabelle , mit sechs
Speicher-Referenzen und maximal 50 Instruktionen pro Route-Lookup aus . Die
komplette Behandlung eines IP-Pakets erfordere , ebenso wie Multicasts , das
Doppelte . Anders Magnusson von Effnet betonte , auch Netzwerkprozessoren kämen
zum Bau von Routern mit dem Effnet-Algorithmus in Frage . So biete etwa die
Internet Exchange Architecture und der Netzwerkprozessor IXP 1200 von Intel eine
ideale Plattform für einen Router mit Effnet-Software . Lucent baut
Videonetzwerk Der Netzwerkhersteller Lucent gründet eine neue Firma , die
zusammen mit dem Netzwerkbetreiber Metromedia Fiber Network ein Videonetzwerk
auf IP-Basis betreiben soll . GeoVideo Networks , wie das Unternehmen getauft
wurde , wird nach Aussagen von Lucent die Netz-Infrastruktur und die Software
für bi-direktionales Video in hochauflösender TV-Qualität ( High-Definition TV ,
HDTV ) anbieten . Von Metromedia kommt dabei das weltweite optische Netzwerk ,
das genügend Bandbreite für hochauflösendes Video zur Verfügung stellen soll .
Die Metromedia-Tocher AboveNet werde die IP-Dienste einbringen und GeoVideo
Networks selbst die zentralen Server und Gateways für das Videonetzwerk
entwickeln . Lucent Digital Video , die Abteilung von Lucent für MPEG2-Encoder ,
liefert GeoVideo die notwendige Komprimierungs- und Gateway-Hardware . Das
Videonetzwerk soll mit Datenraten von OC-3 ( 155 MBit/s ) bis OC-192 ( 10 GBit/s
) arbeiten . Zugänge über T1/T3-Leitungen und DSL würden aber ebenfalls
unterstützt , heißt es bei Lucent . Lucent sieht beispielsweise Fernsehteams als
Anwender des Netzwerks , die ihre Aufnahmen direkt über das Netz an ein
zentrales Studio zur Weiterverarbeitung schicken können . Zusätzlich möchte
GeoVideo Dienstleistungen für Videokonferenzen und
Hochgeschwindigkeits-Videoübertragungen anbieten . In London soll zusätzlich der
erste außeramerikanische Zugangsknoten entstehen . In absehbarer Zukunft möchte
die Firma auch Anwendungen für Endverbraucher über das Internet wie
Video-on-Demand und " elektronisches Kino " anbieten . Zusätzlich zu dem
Netzwerk und den entsprechenden Dienstleistungen will GeoVideo einen speziellen
Browser entwickeln , der auf einem normalen Desktop-PC die über Netzwerk
gelieferten Videos darstellt . Laut Lucent wird er Videos mit 30 Frames pro
Sekunde bei gleichzeitigem Stereosound in 48 KHz ermöglichen . Bis zu 16
unabhängige Videofenster sollen gleichzeitig machbar sein . US-Kongress will
gegen Spam-Flut vorgehen Der US-Kongress will Verbraucher gegen die Flut
unerwünschter Werbe-E-Mails schützen . Der Handelsausschuss billigte einen
Entwurf , der Junk-Mail verbietet , wenn der Absender nicht erkennbar ist und
der Empfänger damit künftige Post nicht selbst abblocken kann . Nach Angaben der
Abgeordneten Heather Wilson , die den Entwurf einbrachte , werden viele
Verbraucher mit unerwünschter Werbe-Mail förmlich überflutet . Der Entwurf sieht
unter anderem vor , dass Verstöße mit bis zu 500 US-Dollar pro verschickter
E-Mail bestraft werden können . Da viele Werber teilweise hunderttausende
E-Mails versenden , gilt dies als harte Strafe . ICANN-Fachgruppe gegen neue
Verträge zu .com-Domains In einer dreistündigen Telefonkonferenz haben sich
Vertreter der Fachgruppen ( Names Council , NC ) innerhalb der Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) gegen die neuen Verträge
mit VeriSign Global Registries/NSI ausgesprochen . Mit 6 : " Bemerkenswert
deutlich " habe das NC auch auf mögliche Wettbewerbsverzerrungen durch die neuen
Verträge hingewiesen , meinte der deutsche Rechtsanwalt Michael Schneider , der
die Internet-Provider in dem Gremium vertritt . Die endgültige Entscheidung
liegt nun beim ICANN-Vorstand . Die neuen Verträge würden zwar eine formelle
Aufteilung der drei Adressbereiche bedeuten , VeriSign zugleich allerdings auf
Jahre hinaus das Management der zentralen Datenbank für die begehrten com- und
net-Adressen sichern . Mit dieser Trennung sollte fairer Wettbewerb zwischen den
Registraren gesichert werden . Kritik äußerte das NC in seinem ausführlichen
vierteiligen Beschluß auch noch einmal am Verfahren . ICANNs Juristen hatten die
Vertragsentwürfe sehr kurzfristig bei der Vorstandssitzung in Melbourne
vorgelegt und sich damit wieder einmal dem Verdacht ausgesetzt , Entscheidungen
ohne Beteiligung der Gremien durchpeitschen zu wollen . VeriSign müßte sich nach
den alten Verträgen bis 10. Mai von der Registrarfunktion trennen , um den
Registry-Betrieb bis 2007 behalten zu können . Nachverhandlungen zu den
Verträgen hatte ICANNs Hausjurist Louis Touton aus Zeitgründen für unmöglich
erklärt . Ohne wettbewerbssichernde Veränderungen aber erschien der neue Vertrag
der Mehrheit der NC-Mitglieder unannehmbar . Immerhin boten sie in einem
Teilbeschluß VeriSign erneut an , noch einmal nachzuverhandeln und für beide
Seiten zufriedenstellende Verträge zu formulieren . VeriSigns Vertreter im NC ,
Roger Cochetti , stimmte jedoch auch in diesem Punkt gegen die Mehrheit . Die
endgültige Entscheidung liegt nun in der Hand der ICANN-Direktoren .
Satzungsgemäß können sie gegen den Beschluß der Fachgruppenvertreter stimmen . "
Allerdings " , erklärte Schneider , " müssen sie es gut begründen . " Touton
habe , sagte Schneider , die NC-Mitglieder auch schon darauf aufmerksam gemacht
, dass man angesichts der Abstimmungsverhältnisse nicht von einem Konsens
sprechen könne . Für die neuen Verträge votierten gemeinsam mit Cochetti die
Markenschützer , die Vertreter der ccTLDs und ein einzelnes Mitglied der
Unternehmensfachgruppe . Andere " Ausreißer " sind nach Ansicht von Schneider
durch " Verflechtungen " im Names Council erklärbar . In vergangenen
Abstimmungen hatte dies zum Teil zu fast inhaltsleeren Kompromissbeschlüssen
geführt . Schneider ist daher mit dem Ergebnis der Mammutsitzung nicht
unzufrieden : " Statt uns auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen und
dabei auch noch zu versuchen , durch diplomatische Präzision keinerlei
Widerstandsfläche mehr zu bieten , haben wir heute ernsthaft versucht , unsere
satzungsgemäße Aufgabe zu erfüllen . " Von daher , kommentierte Schneider mit
einem Seitenhieb auf Touton , werde man kaum sagen können , man möge das NC
wegen Handlungsunfähigkeit schlicht ignorieren . Die Chancen für den
VeriSign-Deal sind jedenfalls erst einmal gesunken . Online-Broker Direkt Anlage
Bank in der Verlustzone Die Börsenkrise hat auch der Münchner Direkt Anlage Bank
( DAB ) hart zugesetzt . Zwar bezeichnet der Online-Broker das Geschäftsjahr
2000 als " erfolgreichstes Jahr seit der Gründung " , im ersten Quartal 2001
seien jedoch " schätzungsweise " nur noch 45.000 neue Kundendepots hinzugekommen
, teilte die Tochter der HypoVereinsbank am heutigen Donnerstag in Frankfurt mit
. Im vierten Quartal 2000 hatte die DAB noch mehr als 50.000 neue Kunden
gewinnen können . Insgesamt zählt der Spezialist für Börsengeschäfte via
Internet nun 463.800 Depots . Auch im Boom-Jahr 2000 blieb der
Direktbank-Konzern insgesamt in der Verlustzone . Dies bedeutet ein Verlust je
Aktie von 6,8 Cent . Dabei wurde die in Frankreich erworbene Self Trade SA aus
der Gewinn- und Verlustrechnung sogar herausgelassen . Diese wird erst in die
Bilanz 2001 einbezogen . Dies bedeutet eine Versiebenfachung im Vergleich zum
Jahr davor . Massenentlassungswelle in den USA Der amerikanische Unterhaltungs-
und Medienriese Walt Disney Company , der kanadische Netzwerkausrüster Nortel
Networks , der US-Computerhersteller Palm und der US-Telekom-Ausrüster ADC
Telecommunications sind nur die letzten in einer ganzen Reihe von Firmen , die
in den USA groß angelegte Stellenstreichungen angekündigt haben . Disney will
wegen des konjunkturellen Schwächeanfalls weltweit 4000 Mitarbeiter oder rund
drei Prozent der insgesamt 120.000 Beschäftigten nach Hause schicken . Nortel
will weitere 5000 Stellen streichen . Damit hat Nortel seit Jahresbeginn
insgesamt 15.000 Mitarbeiter nach Hause geschickt . PDA-Spezialist Palm will 250
seiner insgesamt 1.924 Mitarbeiter entlassen . Die Aktien des Unternehmens
brachen im vorbörslichen Handel drastisch um 40 Prozent auf 9,34 US-Dollar ein .
Das Unternehmen wird auch den Bau eines neuen Firmen-Hauptquartiers verschieben
. Und der Telekom-Ausrüster ADC will bis Ende Oktober weitere 3.000 bis 4.000
Mitarbeiter entlassen , nachdem die Gesellschaft bereits zuvor weit reichende
Stellenstreichungen vorgenommen hatte . Damit setzt sich die Entlassungswelle
bei vielen nordamerikanischen Großkonzernen beschleunigt fort . In den letzten
Wochen und Monaten haben bereits mehr als 30 US-Unternehmen Massenentlassungen
von insgesamt 167.000 Mitarbeitern angekündigt . Dazu zählen unter vielen
anderen die amerikanische DaimlerChrysler-Tochter Chrysler ( 26.000 ) , der
Chip- und Handy-Hersteller Motorola ( 22.000 ) , der Telecom-Ausrüster Lucent (
16.000 ) , die Telefongesellschaft Verizon ( 10.000 ) und der
Verbraucherproduktriese Procter & Gamble ( 9.600 ) . Disney bezeichnete den
Stellenabbau als die schwierigste Entscheidung der letzten 20 Jahre . Die
Stellenstreichungen sollen alle Betriebsbereiche und die Konzernzentrale
betreffen : " Wir sehen uns den immer stärkeren Herausforderungen einer sich
abschwächenden Wirtschaft gegenüber " , erklärte der Konzern . Disney und andere
Medienunternehmen leiden nach Darstellung von Wall-Street-Analysten unter
sinkenden Werbeeinnahmen . Diese könnten vor allem die riesige Fernsehtochter
ABC sowie die Disney-Kabelfernsehsparte treffen . Auch die Freizeitparks wie
Walt Disney World in Orlando ( Florida ) und Disneyland in Kalifornien könnten
von der US-Konjunkturschwäche betroffen werden , glauben Tourismusexperten .
T-Online : Wie sich schon bei der Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen andeutete ,
schrieb T-Online im Geschäftsjahr 2000 rote Zahlen . Wieder betont T-Online ,
dass die vor kurzem eingestellte Flatrate sehr zu den roten Zahlen beigetragen
habe . Zudem habe es Anlaufverluste bei den ausländischen Tochtergesellschaften
gegeben . Auch 2001 werde man tiefrote Zahlen schreiben , hieß es bei T-Online .
Vor Steuern , Zinsen und Abschreibungen ( EBITDA ) könnten sich die Verluste
sogar verdoppeln . Besonders freut sich T-Online bei seiner Bilanz für das Jahr
2000 aber über eine Zunahme der Einnahmen aus dem Portalgeschäft , also aus
Werbung im Netz und E-Commerce . Allerdings kommen geschlagene 44 Prozent dieser
Umsätze durch Geschäfte mit der Muttergesellschaft Telekom zu Stande . Seit
Anfang des Jahres 2000 stieg der Anteil der Umsätze , die nicht durch die
Gebühren für Internet-Zugänge erzielt werden , von 11,4 auf 22,3 Prozent .
T-Online werde die Weiterentwicklung des Content-Geschäfts weiter forcieren und
sich zu einem " breit aufgestellten Informationsdienstleister " wandeln : Als
erstes ( und bislang einziges ) Beispiel für diese Strategie erwähnte der
T-Online-Chef die neue Kooperation mit dem ZDF . Eine klare Absage erteilte
Holtrop erneut einer Allianz im Inhaltebereich mit der Münchner Kirchgruppe oder
einem anderen großen Medienkonzern . Die Strategie von T-Online baue vielmehr
auf ausgewählte selektive Partnerschaften . Insgesamt steigerte T-Online die
Zahl seiner Kunden , die über die Firma ins Internet gelangen , im Jahr 2000 um
70 Prozent auf 7,94 Millionen . Allein in Deutschland waren es 6,53 Millionen ,
wovon 512.000 Kunden mit einer Flatrate im Internet unterwegs waren . Die Zahl
der Verbindungsminuten ist nach Angaben des Unternehmens zudem um fast 300
Prozent gestiegen ; die Verweildauer auf dem T-Online-Portal hat sich
verfünffacht . Eigentlich entsprechen die bereits bekannten vorläufigen Zahlen
weitgehend dem nun vorgelegten endgültigen Geschäftsbericht - die Verluste von
T-Online waren somit keine Überraschung mehr . Die Börsianer scheinen aber von
der Strategie , wie die Firma in die Gewinnzone kommen will , nicht so recht
überzeugt : PDA-Spezialist Palm stürzt an der Börse ab Die Aktie des
PDA-Spezialisten Palm ist am gestrigen Mittwoch an der Wall Street um fast die
Hälfte eingebrochen , nachdem der Hersteller von Taschencomputern seine
Prognosen für das vierte Quartal revidiert hatte . Ein Kursverfall um fast 48
Prozent auf 8,063 Dollar sei bisher beispiellos seit Gründung von Palm , heißt
es in US-Medien . Im nachbörslichen Handel gehörte das Papier zu den
meistgehandelten Aktien und gab noch einmal leicht um knapp 0,4 Prozent nach .
Das Unternehmen spüre jetzt die verschlechterte wirtschaftliche Lage in den USA
und die " ökonomischen Turbulenzen " , die auch die Konkurrenzunternehmen
treffen werde , sagte Palm-Chef Carl Yanowski . Nach Einschätzung von Analysten
könnte der Marktführer allein wegen seiner Größe von der gesamtwirtschaftlichen
Lage deutlich mehr betroffen sein . Unterdessen zeigte sich der Palm-Konkurrent
Handspring von der Talfahrt der Palm-Aktien wenig beeindruckt und hält an seinen
Prognosen für das kommende Quartal fest . " Wir erwarten weiter wachsende
Verkaufszahlen in unserem Geschäft " , sagte Handspring-Chef Donna Dubinsky .
Auch Compaq , ebenfalls Hersteller von PDAs , hat nach Angaben des
Finanzdienstes Bloomberg volle Auftragsbücher . Ganz so schlimm wie Palm strafte
die Wall Street Handspring nicht ab , ganz zu trauen scheinen die Börsianer dem
Frieden aber nicht : Im regulären Handel fiel das Handspring-Papier um knapp 33
Prozent auf 10,875 US-Dollar , im nachbörslichen Handel konnte sich der Kurs
behaupten und legte um 0,57 Prozent zu . Auf der CeBIT waren die PDAs einer der
größten Publikumsmagneten . Palm und Handspring hatten in Hannover ihre neuen
Organizern vorgestellt ; Handspring brachte mit dem Visor Edge zum ersten Mal
ein flaches Gerät ohne integrierten Springboard-Slot . Marktführer Palm will mit
der m500-Serie technologisch aufholen . Als Reaktion auf die Börsenentwicklung
will sich Palm laut dpa nun auf den Verkauf der neuen Geräte konzentrieren und
die Produktion älterer Modelle zurückschrauben . Außerdem will das Unternehmen
250 seiner insgesamt 1.924 Mitarbeiter entlassen . Nach Angaben des
Marktforschungsinstituts Gartner Group war das Unternehmen im Jahr 2000 mit
einem Marktanteil von 54,8 Prozent unbestrittener Marktführer , Handspring kam
auf 4,3 und Compaq auf 5,1 Prozent Marktanteil . EU-Parlamentarier drängeln auf
.eu-Domain Mehr Unabhängigkeit für die Internet Corporation for Assigned Names
and Numbers ( ICANN ) , eine Harmonisierung der Verwaltungen der
Länderadressbereiche ( ccTLDs ) und die möglichst schnelle Schaffung eines
Adressbereichs für die Union unter .eu fordern die Abgeordneten des
Europaparlaments . Überhaupt soll die Internetgesetzgebung in den
Mitgliedsstaaten harmonisert und deren Beachtung auch auf die Liste der
Anforderungen für Neumitglieder gesetzt werden . Die Mitte März gefaßte
Entschließung ist die Antwort des Parlaments auf das von der Kommission
vorgelegte Grundsatzpapier zu " Organisation und Verwaltung des Internet " und
beschäftigt sich deshalb mit einer ganzen Liste von Fragen . Deutlich ist die
Kritik an der Sonderstellung , die die USA bei der Aufsicht über die ICANN
besitzt . Auch auf die internationale Repräsentativität in der Organisation
pochen die EU-Parlamentarier und fordern offensichtlich mit Blick auf die
Diskussionen um die Mitgliedschaft der Internet-Nutzer bei der ICANN (
At-large-Mitglieder ) weiter die " Einführung eines transparenten Prozesses für
die Mitgliedschaft " . Die Demokratisierung und Internationalisierung der
Organisation , so die Grundsatzposition , müssten abgeschlossen werden . Leise
Mahnungen gehen auch an die Adresse der ICANN , die an ihre Verpflichtung zu
transparenten Entscheidungen erinnert wird . " Ich glaube nicht , dass der
Bericht Kritik an den USA übt " , teilte der für die Vorbereitung der
Entscheidung verantwortliche Berichterstatter Massimo Carraro gegenüber heise
online mit . Er sei persönlich von der wichtigen Rolle überzeugt , die die USA
bei der Entwicklung des Internet habe . ICANN müsse , so italienische
Abgeordnete , internationale Neutralität wahren und auf das Prinzip der
Selbstregulierung aufgebaut sein . Ganz eindeutig ist allerdings die Haltung des
Parlamentes in der Frage Selbstregulierung versus gesetzlicher Regulierung nicht
, wird doch die Rolle des Regierungsbeirates der ICANN noch einmal grundsätzlich
betont . Vor allem aber stehen die Überlegungen von einer Harmonisierung der
Registrierpolitik für die Länderadressbereiche der Mitgliedsstaaten im
Widerspruch zur Selbstregulierungsidee . Die Regierungen der Mitgliedsstaaten
werden aufgefordert , die Registierung von Domains in ihrem Land EU-einheitlich
zu regulieren . Die Registrierpolitik wird bislang in den Mitgliedsstaaten sehr
unterschiedlich - und normalerweise eben nicht gesetzlich , sondern von den
Registrierstellen selbst - geregelt . .de-Adressen werden nach wesentlich
liberaleren Grundsätzen vergeben als die Adressen in Frankreich . Strenge Regeln
für die Namensvergabe führten aber vor allem dazu , dass weniger Adressen
registriert werden und die Nutzer in den .com-Bereich ausweichen . Immer mehr
Länderadressbereiche in Europa entscheiden sich daher für liberalere
Registrierrichtlinien . " Das Binnenmarktsprinzip ist so etwas wie ein Mantra in
der Union " , erklärt die EU-Abgeordnete Erika Mann ( SPD ) . " Allerdings halte
ich nichts von einer Harmonisierung , die bereits fortgeschrittenere
Vorstellungen in den Mitgliedsstaaten einschränkt . " Im vorliegenden Fall macht
dies ihrer Meinung nach keinen Sinn . Der Widerspruch in der Entschließung sei
allenfalls dadurch erklärbar , dass man unterschiedliche Interessen habe
bedienen wollen . Interessen , die mit bedient wurden , sind deutlich die
Markenschutzinteressen . Denn die Harmonisierung von Marken- und
Namensrechtsstreitigkeiten ist ein zentrales Anliegen des Dokumentes . Als
Modell dafür sollen nach der Vorstellung des Parlamentes die außergerichtlichen
Schlichterverfahren dienen , die die World Intellectual Property Organisation (
WIPO ) in Genf kürzlich vorgestellt hat . " Wir führen das ein , wenn wir müssen
" , betonte Dolderer . " Aber in Deutschland glaube ich einfach nicht an einen
großen Bedarf . " Als strahlendes Beispiel für die Domain-Registrierung in
Europa und international ist die .eu-Registry geplant , das Parlament sieht sie
schon als das best-practice-Modell . Noch allerdings sind die Regeln für Europas
Adressbereich nicht geschrieben , ja noch nicht einmal festgelegt , wer die
Regeln aufsetzen und wieviel Selbstregulierung es dann auf euroäischer Ebene
sein darf . Otto-Versand : zweitgrößter Online-Händler weltweit Der Hamburger
Otto Versand , der weltweit größte Versandhändler , hat sich auch im
Online-Handel über das Internet eine führende Position erobert . Otto werde im
Online-Geschäft durch seine 50-jährige Erfahrung im Versandhandel und die
überlegene unternehmenseigene Logistik begünstigt . In zehn Jahren werde der
Online-Handel einen Anteil von 10 Prozent am gesamten Einzelhandel erreichen ,
hieß es bei dem Unternehmen . Otto selbst werde jedoch 20 Prozent seiner Umsätze
über das Netz abwickeln . Neben dem Internet erwiesen sich die
nordamerikanischen Tochterunternehmen als Wachstumsmotoren für die Otto-Gruppe ,
die mit 90 Handelsunternehmen in 23 Ländern Europas , Amerikas und Asiens aktiv
ist . Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz erhöhte sich damit von 51 auf 55
Prozent . " Wir bemühen uns immer , neue Wege zu gehen " , erklärte
Vorstandschef Michael Otto . " So legen wir aktuell unseren Schwerpunkt auf die
Verknüpfung von Katalogangebot , Stationärgeschäft und Internet zu einem
zeitgemäßen Multichannel-Vertrieb . " Damit biete Otto seinen Kunden die Wahl
zwischen unterschiedlichen Einkaufsmöglichkeiten , die sich ergänzten . Tenovis
will angeschlagene Micrologica übernehmen Der Frankfurter
Telekommunikations-Dienstleister Tenovis will das Kerngeschäft der
angeschlagenen Softwarefirma Micrologica in Bargteheide übernehmen . Die
Geschäftsleitung von Tenovis , der Vorstand von Micrologica und der vorläufige
Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann haben sich nach den Angaben grundsätzlich
auf das Vorhaben geeinigt , das " florierende Kerngeschäft " von Micrologica an
Tenovis zur Fortführung zu verkaufen . Der einstige Börsenstar Micrologica hatte
Anfang des Monats die Einleitung eines Insolvenzverfahrens beantragt , da die
künftigen Verbindlichkeiten nicht mehr erfüllt werden könnten . Zum Kerngeschäft
von Micrologica zählen die Verhandlungspartner " die Beziehungen und
Wartungsverträge mit mehr als einhundert renommierten Kunden und weiteren
Interessenten , die Übernahme der Softwarerechte am dem MCC ( Micrologica
Communication Center ) und die Übernahme von circa 60 bis 70 Mitarbeitern am
Standort Bargteheide " . Tenovis hofft , dadurch seinen Marktanteil bei
Call-Center-Lösungen , der nach eigenen Angaben 16 Prozent beträgt , stark
ausbauen zu können . Die Rest-Micrologica soll dann weiterhin die " profitablen
Wartungsgeschäfte für den Pharmagroßhandel und das Software-Produktgeschäft der
Tochtergesellschaft Softek GmbH " weiterführen . Über die geplanten finanziellen
Bedingungen der Transaktion vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen .
Internet-Sicherheit : Wölfe im Schafspelz Hacker wurden in der Vergangenheit
glorifiziert , als Computer-Genies bezeichnet , und im allgemeinen eher
bewundert . Er ging sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnete die Hacker
als Amateur-Terroristen , die mit ihren Angriffen nicht einmal eine Ideologie
verteidigen . Er habe es gründlich satt , sagte Ranum , daß ein jugendlicher
Hacker als Computer-Wunderkind dargestellt wird - und man damit gleichzeitig
indirekt den Software-Ingenieur als unfähig abstempelt . Oft handelt es sich bei
dem " Wunderkind " um einen Jugendlichen , der " sein " Hacker-Tool lediglich
von einer der Hacker-Sites heruntergeladen hat . Letztere sollten nach Ansicht
von Ranum übrigens nicht länger toleriert werden . Ranum forderte Firmen auf ,
keine ehemaligen Hacker als Sicherheits-Experten einzustellen , wie es bislang
oft Gang und Gäbe ist . Diese " reformierten Wölfe im Schafspelz " sollten für
ihre kriminelle Vergangenheit nicht auch noch belohnt und anerkannt werden . In
seiner Firma , Network Flight Recorder , gibt es kein Pardon für Hacker .
Letztere forderte er auf , ihre Energie lieber in die Entwicklung von Tools zu
stecken , die Internet- und Web-Sicherheit fördern anstatt kostenloses Werkzeug
für deren Zerstörung anzubieten . Einen Unterschied zwischen vermeintlich
gutwilligen Hackern und böswilligen Crackern sieht Ranum anscheinend nicht . (
Dr. Sabine Cianciolo ) Holländischer Mobilfunkkonzern sucht internationale
Partner Das niederländische Mobilfunkunternehmen KPN Mobil , sechstgrößter
Anbieter in Europa und Tochter von KPN Royal Dutch Telecom , die führende
Telefongesellschaft in den Niederlanden , verschiebt den Börsengang " um einige
Wochen " , wie ein Sprecher des Unternehmens formulierte . Die Zeichnungsfrist
für Aktien von KPN Mobile solle aber wie vorgesehen am 2. Mai beginnen . KPN
erklärte , die Verschiebung habe mit Gesprächen über einen möglichen
strategischen Partner für das Mobilfunkunternehmen zu tun . Es handle sich dabei
um eine ausländische Telekom-Firma , allerdings gehe es nicht um eine Fusion .
KPN erklärte , die Diskussionen mit einem möglichen Partner hätten materielle
Auswirkungen auf das Geschäft von KPN Mobile und damit logischerweise auch auf
mögliche Investoren in KPN-Mobile-Aktien . Diskussionen über einen Zusammenhang
zwischen der Verbschiebung des Börsengangs und den jüngsten Einbrüchen der
High-Tech-Aktien an der Börse will KPN also offensichtlich von vornherein
vermeiden . KPN Mobile stieg zum sechstgrößten Mobilfunkunternehmen Europas im
Dezember 1999 auf , als KPN mit Unterstützung von BellSouth in einem geschickten
Schachzug die deutsche Mobilfunkfirma E-Plus der France Telekom vor der Nase
wegschnappte . Die Holländer wollen dabei aber nicht stehen bleiben : So
beteiligt sich das Unternehmen auch am Poker um den britischen Anbieter Orange ,
den Mannesmann nach der Übernahme durch Vodafone wieder verkaufen muss . Als
möglicher Kooperationspartner für KPN Mobile käme beispielsweise BellSouth in
Frage - der amerikanische Telekom-Konzern stockte im Verlauf der
E-Plus-Übernahme seine Beteiligung an KPN auf 40 Prozent auf . Die Übernahme war
damals nur zu Stande gekommen , weil BellSouth von seinem E-Plus-Vorkaufsrecht
Gebrauch machte , die deutsche Mobilfunkfirma dann aber gegen die Beteiligung an
KPN gleich an die Holländer weitergab . Zwischenzeitlich hatte es sogar Gerüchte
über eine Fusion zwischen BellSouth und KPN gegeben . Zusammenarbeit gegen
Neonazi-Propaganda im Internet Das Bundesinnenministerium schließt sich
offensichtlich der Ansicht von Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin an ,
die schon Ende letzter Woche die Notwendigkeit neuer Methoden zur Bekämpfung von
Kriminalität und Rechtsextremismus im Internet betont hatte . Das
Innenministerium hält nun eine verbesserte internationale Zusammenarbeit bei der
Fahndung nach Rechtsextremisten im Internet für erforderlich . Nur so könne man
" Straftäter belangen , die vom Ausland aus ihr Unwesen treiben " , sagte die
Parlamentarische Staatssekretärin Cornelie Sonntag-Wolgast der Welt am Sonntag .
In Deutschland verfolgten Sicherheitsbehörden und Justiz die Urheber so
genannter Anti-Antifa-Listen " sofern sie identifizierbar sind " .
Ermittlungserfolge zeigten , dass " wir national auf dem richtigen Weg sind " ,
sagte Sonntag-Wolgast . Das ZDF-Magazin Kennzeichen D hatte in der vergangenen
Woche berichtet , rechtsextremistische Aktivitäten im Internet hätten einen
neuen Höhepunkt erreicht . Neonazis stellen demnach seit kurzem Listen mit Namen
und Privatadressen von Personen , die sie als politische Gegner betrachteten ,
ins Internet . Verfassungsschützer sprachen von einer neuen Qualität im Umgang
mit dem politischen Gegner . Siehe dazu auch den Kommentar
Bundesjustizministerin befürwortet Filter in Telepolis Sicherheitsrisiko durch
Adobes PDF ( English version available : http://www.heise.de/ct/english/9706n1 )
Vorsicht bei PDF-Dateien ( Dokumente im Adobe-Acrobat-Format ) , die Sie vom
Internet holen - sie könnten gefährliche Kommandos enthalten , die ihre Daten
zerstören . Das PDF-Format von Adobe hat sich zu einer Art Standard für
Dokumente entwickelt , mit denen unter anderem Hersteller technische
Informationen , Handbücher etc. über das Internet verteilen . Gab es schon in
den bisherigen PDF-Spezifikationen die Möglichkeit , Systemfunktionen ausführen
zu lassen , hat sich dies in der aktuellen Version 1.2 noch einmal " verbessert
" . Zumindest unter Windows 3.x , Windows 95 und Windows NT können die Autoren
der Dokumente auf Hotlinks und Buttons innerhalb des Textes Aktionen legen , die
beliebige Programme mit Parametern ausführen . Sogar automatische Aktionen beim
Laden des Dokuments in den Reader sind möglich . Eigentlich eine nette Sache ,
um trockene Informationen etwas aufzupeppen . Das Problem : PDF-Dateien lassen
sich nachträglich so verändern , daß durch einen harmlosen Link ( etwa " Next
Page " ) ein Betriebssystemkommando gestartet wird . Einzig eine kurze Dialogbox
beim Laden des Dokuments , daß es beschädigt sei und repariert werde , weist auf
die nacträgliche Änderung des Dokuments hin . Diese Meldung muß nicht einmal vom
Anwender bestätigt werden . Kein Autor ist davor sicher : bei c't haben wir
beispielsweise die zum Acrobat Reader mitgelieferte Original-Dokumentation
modifiziert und probehalber NT-Systemaufrufe eingebaut . Die c't-Redaktion hat
Adobe von diesem Sicherheitsrisiko informiert . Adobe arbeitet an einer Lösung .
Einen ausführlichen Bericht zu diesem Problem lesen Sie in Ausgabe 6/97 der c't
. Chinesische Forschungsnetze wollen ans Internet2 Vertreter der beiden
chinesischen Universitäts- und Forschungsnetze CERNET und CSTnet haben zum
Abschluss des zweiten Chinese American Network Symposiums ( Cans2000 ) am
Sonntag in Peking ein Memorandum of Understanding mit Internet2-Chef Doug Van
Houweling unterzeichnet . So schnell wie möglich soll ein zwischen den Pekinger
Universitäten geplantes Hochgeschwindigkeitsnetz an das für breitbandige
wissenschaftliche Anwendungen gedachte Internet2 angeschlossen werden . " Das
ist die Geschwindigkeit der Netzwerke . " Die mangelnden Datenübertragungsraten
für chinesische akademische und private Nutzer wurden beim Symposium einstimmig
als größtes Problem für die Entwicklung der Internet-Ökonomie bezeichnet . Das
von der Chinesischen Akademie der Wissenschaft betriebene CSTnet ( China Science
and Technology Network ) verfügt beispielsweise derzeit gerade mal über einen
Anschluss mit 10 MBit/s ans Internet . Ein großes Problem ist , dass die
verschiedenen Netze in China auch untereinander schlecht vernetzt sind und
Verbindungen teilweise übers Ausland geroutet werden . Ungewöhnlich harte Kritik
gab es auch für China Telecom , die als Monopolist fürs Festnetz in der
Volksrepublik China auch den Markt für Dial-Up-Internetzugänge beherrscht . Jay
Tian , CEO der Digiark Information Corporation , erklärte , die China Telekom
verhindere gezielt einen gesunden Wettbewerb mit den neuen kleineren
Internet-Providern . Stattdessen liebäugle man mit ausländische Anbietern , die
am Ende den Markt unter sich aufteilen würden . Auch die bisher verabschiedeten
Gesetze schadeten der Entwicklung der Branche in China . Die Investitionssperre
verunsichere und erschwere es chinesischen Internetfirmen , an Kapital zu kommen
. Risikokapital komme vor allem aus dem Ausland . Trotz des offiziellen Verbots
sind demnach 80 bis 90 Prozent des Provider-Markts in ausländischer Hand . Auch
ausländische ISPs gebe es bereits . Verordnungen wie das Verbot der
Veröffentlichung von " Staatsgeheimnissen " seien vollkommen vage . Lange
angekündigte Regulierungen wie die für Inhaltsanbieter seien immer noch nicht
verfügbar . " Die Intentionen der Regierung sind einfach nicht klar " ,
kommentierte Tian . Online-Broker Consors auf dem Weg zum Komplettanbieter
Consors übernimmt die Mehrheit an dem Maklerunternehmen Berliner
Effektengesellschaft . Der Internet-Discountbroker bestätigte heute
entsprechende Berichte vom Samstag letzter Woche . Wie Consors mitteilte ,
wollen beide Unternehmen eine Allianz mit der Berliner Wertpapierbörse bilden .
Mit dem Einstieg bei den Berliner Börsen- und Bankgesellschaften will Consors
seine Position vor allem durch verbilligte Konditionen für Privatanleger weiter
ausbauen - aber auch in das lukrative Geschäft mit Neuemissionen und die
Vermögensverwaltung einsteigen . Ziel sei , eine Online-Börse mit dem
Schwerpunkt Privatanleger aufzubauen , erklärte Consors . Consors werde in jedem
Fall 53 Prozent der Effektengesellschaft übernehmen , erklärte der Nürnberger
Online-Broker . Durch den Bezug neuer Aktien in bar und über einen Aktientausch
wolle das Unternehmen zunächst rund 16 Prozent des Grundkapitals der Berliner
Effektengesellschaft übernehmen . Außerdem werde Consors den Aktionären der
Effektengesellschaft für deren Papiere öffentlich 37,40 Euro pro Aktie anbieten
. Sollte Consors trotz des öffentlichen Angebotes weniger als 53 Prozent des
Grundkapitals der Effektengesellschaft halten , habe das Unternehmen die Option
, vom bisherigen Hauptaktionär , dem Vorstandschef der Effektengesellschaft
Holger Timm , weitere Aktien über einen Aktientausch zu übernehmen . Ferner
werde Consors auch die Mehrheit an der Berliner Effektenbank übernehmen . Die
Berliner Effektengesellschaft startete Mitte der 80er Jahre quasi als
Ein-Mann-Betrieb . Das früher nur als Börsenmakler tätige Unternehmen ist heute
ein Wertpapier- und Finanzdienstleister mit etwa 100 Mitarbeitern und seit 1997
selbst börsennotiert . Unter dem Holding-Dach sind Beteiligungen und Töchter für
den Aktienhandel , die Vermögensverwaltung und -beratung sowie die
Börsenbegleitung zuständig . Mehrheitseigner ist Gründer und Vorstandschef
Holger Timm . Die Tochter Berliner Freiverkehrist zugelassen an der Berliner ,
Frankfurter , Stuttgarter und Münchener Börse . Sie betreut dort als
preisfeststellendes Maklerunternehmen mehr als 6.000 Aktiengesellschaften -
vorwiegend im Marktsegment Freiverkehr . Weiterhin ist die Gesellschaft als
Betreuer im Neuen Markt tätig . Die Berliner Effektenbank bezeichnet sich selbst
als private Investmentbank und konzentriert sich im Privatkundengeschäft auf
Vermögensverwaltung , Vermögensberatung und Aktienplatzierung . Im
Unternehmensbereich befasst sie sich unter anderem mit Börseneinführungen . In
diesem Bereich ist auch die Berliner Effektenbeteiligungsgesellschaft tätig .
Beim Online-Broking ist die Effektenbank Kooperationspartner der E*Trade Group ,
die ein globales Finanznetzwerk aufbaut . Dazu wurde mit dem zweitgrößten
Online-Broker der USA die E*Trade Germany gegründet . Im vergangenen Sommer
startete mit TradeGate die erste außerbörsliche Informations- und
Handelsplattform via Internet , über die börsentäglich bis 22:00 Uhr Geld- und
Briefkurse gestellt werden . Deutsches ASP-Konsortium nimmt Arbeit auf Das Ende
März gegründete deutsche ASP-Konsortium hat mit der Konstituierung von fünf
Arbeitskreisen seine Arbeit aufgenommen . Die Industrievereinigung , in der sich
in Deutschland vertretene Firmen zusammengeschlossen haben , möchte
Interessierte über das Modell der so genannten Application Service Provider
informieren und die Akzeptanz im Markt fördern . Statt Anwendungen wie
Office-Pakete oder aber Betriebssysteme zu verkaufen , wollen ASPs mit der
Vermietung von Software Geld verdienen , die zu den Anwendern dann über die
Netzwerke gelangt . Die Arbeitskreise beschäftigen sich mit Sicherheit und
Quality of Service , Billing und Accounting für ASP-Dienstleistungen ,
Software-Entwicklung , Ausbau des Verbands und Öffentlichkeitsarbeit sowie
Marktanalysen . Inzwischen ist das ASP-Konsortium mit einer vorläufigen Seite
auch über das Web erreichbar : Unter http://www.asp-konsortium.de finden sich
erste Informationen über den Verband selbst , über die Mitgliedsfirmen sowie
Kontaktmöglichkeiten . Die erst vor wenigen Tagen beschlossene Umwandlung der
Berliner Wertpapierbörse in eine Aktiengesellschaft war wenig spektakulär ,
folgte die Hauptstadtbörse damit doch nur anderen Handelsplätzen . Dass man sich
damit auch für die Beteiligung Dritter öffnen und auf die " zunehmende
Wettbewerbsintensität " reagieren wollte , ließ ahnen , in welche Richtung die
Reise geht . Wenige Tage später war ein Vorteil der AG-Umwandlung klar : Der
Discount-Broker Consors kann sich nach dem Einstieg beim Wertpapierdienstleister
Berliner Effektengesellschaft an der Berliner Börse beteiligen . Nach der
Megafusion von Frankfurt und London zur Superbörse vor allem für institutionelle
Großanleger soll sich die bisherige Regionalbörse Berlin zum
Top-Online-Börsenplatz für Privatanleger mausern . Dazu sollen auch andere
renommierte Internet-Broker als Partner geholt werden . Verhandlungen mit in-
und ausländischen Interessenten gibt es bereits . Das Ziel von Consors und der
Effektengesellschaft ist klar : Berlin wurde nicht umsonst gewählt , bietet die
Nummer 3 unter den deutschen Börsen doch das umfangreichste Aktienangebot . Hier
werden inzwischen 8.789 Aktien gehandelt , davon im Freiverkehr 8.027
ausländische Papiere . Der Boom an der US-Börse für Technologiewerte , Nasdaq ,
hatte sich in den Büchern der Berliner Makler niedergeschlagen . Zudem drängten
die Berliner wegen des starken Handels mit US-Werten auf immer längere
Handelszeiten . Entsprechend gelassen gab sich Börsenchef Jörg Walter Anfang Mai
mit Blick auf die Fusion von Frankfurter und Londoner Börse . " Wir werden an
unserer Strategie vorrangig für Privatanleger mit einem breiten Angebot
festhalten . " Derzeit kämpfen mehr als 20 Börsen in Europa um das Geld der
Anleger . Die Börsenlandschaft hat angesichts der Fusionen noch lange nicht ihre
endgültige Gestalt erreicht . Die Traditionsbörsen bekommen auch zunehmend
Konkurrenz durch private elektronische Handels-Plattformen , beispielsweise der
von Morgan Stanley und dem schwedischen Partner OM angekündigten reinen
Internet-Börse " Jiway " . Dort sollen Anleger nach bisherigen Plänen ab
September führende US- und europäische Aktien handeln . Geworben wird mit
drastisch reduzierten Handels- und Abrechnungskosten sowie Bestpreisgarantien .
Für hohe Liquidität soll gesorgt werden . Zudem ist Jiway einzig und allein für
Privatanleger gedacht . Sie wollen die Vorteile aus einem Verbund von Makler-
sowie Internet-Geschäft nutzen . Für jede Order soll der Anleger die Garantie
erhalten , Aktien zumindest zum günstigsten in Deutschland gehandelten Kurs
kaufen oder verkaufen zu können . Auch soll mehr Einblick in Orderbücher möglich
sein . Für Consors interessant sind zudem Neu-Emissionen der Berliner . Die
Aufsicht über die Aktiengeschäfte hat aber weiter der Staat . Und dies , so
heißt es bei den Machern der neuen Partnerschaft , sei " von unschlagbarem
Vorteil " gegenüber anderen Plattformen . Novell : Nach langen Spekulationen
über den Umsatz im zweiten Quartal 1997 hat Novell jetzt endlich die Zahlen
bekannt gegeben . Als Reaktion auf den Quartalsabschluß wird Novell 1000
Mitarbeiter entlassen , rund 18 Prozent der Belegschaft weltweit . In
Deutschland wurden diesen Monat schon in einem Schnellschuß rund 25 Prozent der
Mitarbeiter entlassen . IBM meldet Erfolg mit NCs Laut IBM zahlen sich die
Investitionen in die Entwicklung von Network Computern ( NC ) langsam aus . Das
in Großbritannien landesweit aktive Reisebüro Carlson WorldChoice hat 2000 der
auf PowerPC-Prozessoren basierenden IBM-NCs bestellt . Sie sollen die bisherige
PC-Infrastruktur ersetzen IBM gibt an , dies sei das bislang größte Projekt zum
Einsatz von NCs in einer Produktionsumgebung . Damit das auch funktioniert , hat
das Unternehmen gleich noch 400 Server des Typs Netfinity 3500 bei Big Blue
bestellt , die den NCs Betriebssystem , Anwendungen und Daten über das Netz
liefern sollen . Byte USA macht Pause Nach der Juli-Ausgabe will das
amerikanische Magazin Byte , eine der ältesten und bekanntesten
EDV-Fachzeitschriften in den USA , eine zweimonatige Pause einlegen . Danach
möchte CMP , seit Anfang Mai Eigentümer von Byte , nach c't-Informationen mit
einer " neuen Byte " wieder auf den Markt kommen . Die außeramerikanischen
Lizenznehmer von Byte , darunter die deutsche Byte , sollen von eventuellen
Veränderungen vorerst nicht betroffen sein . Byte war Teil eines Gesamtpakets ,
mit dem CMP Media die komplette Information Technology and Communications Group
von McGraw-Hill übernahm . Dazu gehören unter anderem die Zeitschriften LAN
Times und MacData Communications . Im Zuge der Übernahme verloren viele
Mitarbeiter ihren Job . So sollen von der Byte-Mannschaft nur der Chefredakteur
und der Lizenz-Manager übernommen worden sein . Es kursieren auch Gerüchte , die
Print-Ausgabe von Byte werde vollständig eingestellt . Eine Stellungnahme zu dem
Vorgang hat CMP Media für den 1. Juni angekündigt . Computer im Designer-Kimono
Beruf und Vergnügen versucht die Stuttgarter Designerin Anna Niemann in ihrer
neunteiligen Kollektion von Cyber-Kimonos zu vereinen . Dieses Problem versucht
die 30-Jährigen jetzt mit ihrer Kreation zu lösen . Sie integriert tragbare
elektronische Helferlein , so genannte Wearables , in ihre Kleider . Die
Kleidung soll dem Träger ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln und " eine Art
Behausung und Lebensumgebung für draußen " sein , erklärt Niemann und nennt als
kleinsten gemeinsamen Nenner für ihre Kollektion den " Etui-Charakter " . In 38
Taschen im silber-weiß schimmernden Modell " Akishino " lassen sich die
Wearables dicht am Körper anbringen . Aluminium- oder andere Metallfasern ,
elementare Bestandteile der Stoffe , leiten Elektrosmog von außen ab . Das kann
auch Klaus Liebert vom Institut für Textil- und Verfahrensforschung in
Denkendorf ( Kreis Esslingen ) unterschreiben . Vor allem für Arbeits- und
Schutzkleidung seien solche Stoffe gut geeignet . Das Institut hat getestet ob
Textilien aus leitfähigen Garnen oder Kohlenstofffasern gegen elektrische und
magnetische Felder abschirmen . Ergebnis : Den besten Schutz biete dagegen Stoff
aus 80 Prozent Metallfasern . Ihre Inspirationen hat sich die Designerin Niemann
auf einer zehntägigen Japanreise geholt . Dort seien Tradition und Moderne keine
Gegensätze . Ihre Idee , Privatsphäre und Arbeit in Einklang zu bringen ,
verdeutlicht ein schwarzer Kimono , dessen Ausgangsmaterial eine Steppdecke ist
. Kurzerhand hat sie der Decke Ärmel verpasst . Ein breiter Kragen , bestehend
aus den beiden oberen Enden der Steppdecke , kann zu einer Kapuze geknöpft
werden . Kleine Lautsprecher sind in den Kragen eingearbeitet und im Futter
miteinander vernetzt . Mit einem Mikrofon werden Töne aufgenommen und via
Lautsprecher übertragen . Auf Kopfhörer kann sie damit völlig verzichten . Oft
sei am Kopfhörer zusätzlich ein Gestell angebracht , sagt Niemann . Am Ende des
Gestells , das direkt vor ein Auge führt , befindet sich ein kleiner Spiegel ,
der die Funktion eines Computerbildschirms übernimmt . Aber so ein Spiegel
direkt vor den Augen " kann auf Dauer nerven " , meint Niemann . In ihrem für
die Böblinger Firma Xybernaut angefertigten Modell ist das Gestell ebenfalls in
den Kragen integriert . Der Nutzer kann sich einfach vom Spiegel wegdrehen . Der
Böblinger Xybernaut-Geschäftsführer Bernd Wiedmann ist offensichtlich zufrieden
mit der Spezialanfertigung . " Die Modelle von Frau Niemann sind nicht nur
Design und Mode , sondern auch Funktion " , erklärt er . Mit dem großen Kragen
sei kein Kopfhörer mehr nötig , " das ist viel komfortabler und versaut die
Frisur nicht so " , sagt er . Dass man in den Kleidern wuchtiger aussieht , als
man wirklich ist , war Absicht : " Es soll die menschliche Erweiterung durch
Technik verdeutlichen " , erklärt Niemann . " Der Mensch kann mehr mit dieser
Kleidung , die Technik ist durch die Integration in die Modelle nicht so
dominant " . WHO : Kein Beweis für Gesundheitsrisiken durch Handys Die
Diskussion um den so genannten " Elektrosmog " , die Auswirkungen von
elektromagnetischen Feldern moderner Hightech-Geräte , erregt immer wieder die
Öffentlichkeit . Die Schlagzeilen in den Medien lauten je nach Bedarf " Hitzkopf
am Handy " oder " Restrisiko einer Pudelmütze " . Grund zur Besorgnis gibt
vielen Mitmenschen vor allem die lawinenartige Vermehrung von Strahlungsquellen
elektromagnetischer Felder . Die " Grundemission " von Haushaltsgeräten liegt
aber nach heutigem Erkenntnisstand im grünen Bereich - dies galt aber eigentlich
nur für die Betrachtung eines einzelnen Geräts . Stein des Anstoßes ist aber oft
der flächendeckende Ausbau des Mobilfunks und die massive Vermehrung von Geräten
mit Funkanbindung . Die Weltgesundheitsorganisation ( WHO ) aber hat nach
eigenen Angaben bisher keinen Beweis zumindest für mögliche Gesundheitsrisiken
durch Handys oder Basisstationen für Mobiltelefone gefunden . " Man hat
bestimmte Krebsarten und Veränderungen in der Hirn-Tätigkeit mit der Benutzung
von Mobiltelefonen in Verbindung gebracht " , erklärte die UN-Organisation laut
dpa am Mittwoch in Genf . " Bisher hat jedoch keine einzige Untersuchung am
Menschen derartige Behauptungen untermauert . " Es sei unwahrscheinlich , dass
durch den Handy-Gebrauch entstehende Hochfrequenzfelder Krebs verursachten . Die
Krebs-Experten der WHO haben dazu jedoch eine Langzeit-Studie in Auftrag gegeben
, deren Ergebnisse 2003 vorliegen sollen . Nach Angaben der
Weltgesundheitsorganisation ist eine leichte Erwärmung des Körpers bisher die
einzige Veränderung , die sich bei Handy-Benutzung feststellen lässt . Eine
Ausnahme bildeten Patienten , deren Herzschrittmacher durch die
Hochfrequenzfelder der Mobiltelefone beeinflusst werden könnten . Als völlig
sinnlose Vorsichtsmaßnahme bezeichnete die WHO so genannte Handy-Schutzhüllen ,
die nach Angaben der Hersteller angeblich schädliche Strahlen abfangen sollen .
Wer sich bei der Handy-Benutzung unsicher fühle , solle lieber ein Mobiltelefon
mit einer Freisprechvorrichtung kaufen . Die Hochfrequenzfelder in der Nähe von
Mobilfunk-Basisstationen sind nach WHO-Angaben deutlich schwächer als bei der
Handy-Benutzung . Die Basisstationen auf Dächern oder Türmen sollten aber
trotzdem durch Zäune gesichert sein , damit sich niemand unerlaubt in der
direkten Umgebung der Masten aufhalte . Zwölf Wissenschaftler hatten im Mai im
Auftrag der britischen Regierung eine Empfehlung zur Einschränkung der
Handy-Benutzung durch Kinder herausgegeben . Die Wissenschaftler kamen zu dem
Schluss , dass eine " vernünftige Nutzung " von Handys zwar für Erwachsene
unbedenklich sei . Bei Kindern und Jugendlichen könnten sich jedoch wegen der
Entwicklung des Nervensystems und der dünneren Schädeldecke " subtile
biologische Veränderungen " ergeben . Außerdem enthalten sie Einrichtungs- und
Management-Tools , die auch unerfahrenen Anwendern den schnellen Aufbau eines
kleinen LANs mit Internet-Anschluss ermöglichen sollen . Die komplette
Einrichtung und Verwaltung der Geräte erfolgt über das LAN mittels eines
Webbrowser . Der Netzwerk-Server ist eine " Black Box " , die ebenfalls über das
Netz administriert wird . Der Server ist mit einer 13-GByte-Festplatte
ausgestattet ; außerdem besitzt er einen Parallel-Port für den Anschluss eines
Druckers , RJ-11-Buchsen für analoge Modems und Telefone sowie RJ-45-Buchsen für
Ethernet , DSL , ISDN oder ein Kabel-Modem . Die Netzwerkschnittstelle
unterstützt Fast Ethernet ; der mitgelieferte 8-Port-Hub arbeitet allerdings nur
mit 10 MBit/s . Als Betriebssystem nutzt der Server , den Intel als Small Office
Network Appliance bezeichnet , Microsofts Windows for Express Networks - einer
Art nicht erweiterbarer Version von Windows NT , die bereits 25 Client-Lizenzen
enthält . Einen Firewall , um das LAN gegenüber dem Internet abzusichern , hat
Intel dem Netzwerk-Server ebenfalls spendiert , ebenso wie einen E-Mail-Server ,
der mit allen POP3-Mailclients arbeiten kann . Ebenfalls eingebaut sind
Fernwartungsmöglichkeiten , mit denen ein Provider seine Kunden beim Aufbau und
der Verwaltung des Netzwerks und der Internet-Anbindung unterstützen kann . Die
neue DSL-Version bietet neben dem direkten Anschluss eine zusätzliche
Netzwerkschnittstelle zum Anschluss eines DSL- oder Kabelmodems . Laut Intel
kommen als Clients für den Netzwerk-Server Systeme in Frage , die mit Windows
95/98 , Windows NT , Windows 2000 , OS/2 , Mac OS , Unix oder Linux arbeiten -
Unterstützung für SMB ist allerdings Voraussetzung , Mac- und Linux-User
benötigen also entsprechende Clients , etwa den Samba-Client unter Linux .
Zugriff per NFS beispielsweise ist nicht vorgesehen . Die DSL- und ISDN-Pakete
des Network in a Box sollen in Deutschland im Juli erhältlich sein . Bislang
sind aber nur US-Preise bekannt : zwischen 1.499 US-Dollar und 2.149 US-Dollar .
KPN verkaufte Vodafone-Anteile Der niederländische Telekommunikationskonzern KPN
hat am Donnerstag seine Anteile an der Vodafone Group plc verkauft . KPN durfte
nach eigenen Angaben die Aktien nicht vor dem 21. Juni veräußern . Aufgrund des
hohen Schuldenbergs gab es sogar bereits Gerüchte , KPN wolle sich wieder von
E-Plus trennen , was der niederländische Konzern jedoch heftig dementierte .
Zahlungsstopp bei Kabel New Media Der Vorstand des Internet- und
E-Commerce-Dienstleisters Kabel New Media AG hat für die gesamte Firmengruppe
einen Zahlungsstopp veranlasst . Wie es in einer Mitteilung des Hamburger
Multimedia-Unternehmens weiter hieß , hatte in der Nacht zuvor ein
aussichtsreicher Beteiligungsinteressent die Gespräche abgebrochen . Sollten
Verhandlungen mit weiteren potenziellen Geldgebern und Investoren keinen Erfolg
haben , drohe die Zahlungsunfähigkeit . Der Vorstand prüfe die Situation und
analysiere das weitere Vorgehen . Ziel sei " die Erhaltung des gesunden
Kerngeschäfts im Interesse der Mitarbeiter , Kunden und Aktionäre " . Kabel New
Media hat eigenen Angaben zufolge " auf Grund eines schwieriger werdenden
Marktes und eines schwachen operativen Geschäfts " begonnen , den Produktions-
und Vertriebsprozess umzustrukturieren . Die Investoren wollten daran aber
offensichtlich nicht so recht glauben : Nachdem der Kurs der Aktie des einstigen
Börsenlieblings am gestrigen Donnerstag bis Börsenschluss um über 22 Prozent auf
1,08 Euro gesunken war , setzte sich der dramatische Einbruch zur Eröffnung des
heutigen Tages weiter fort . Die Aktie stürzte gleich um über 50 Prozent auf
0,50 Euro ab . Das 52-Wochen-Hoch hatte bei 37,01 Euro und der Höchstkurs bei
über 83 Euro gelegen , der Emissionspreis Mitte Juni 1999 bei 6,15 Euro .
Schadenersatzprozess gegen Infomatec ausgesetzt Das Landgericht Augsburg hat am
Freitag das Zivilverfahren eines Aktionärs gegen das krisengeschüttelte
Software-Unternehmen Infomatec auf Schadenersatz ausgesetzt . Das Gericht wolle
erst die Ermittlungs- und Strafverfahren gegen die früheren Vorstände Gerhard
Harlos und Alexander Häfele abwarten , begründete der Vorsitzende Richter die
Entscheidung . Die Staatsanwaltschaft Augsburg ermittelt gegen die Ex-Vorstände
unter anderem wegen Kursbetrug und Insiderhandel . Er fordert 12.000 Mark für
Kursverluste seiner Infomatec-Aktien , zu deren Kauf ihn falsche
ad-hoc-Mitteilungen bewogen hätten . Infomatec selbst bestreitet die Vorwürfe .
Ein anderer Aktionär ist nach Auskunft von Häfeles Anwalt Bernhard Hannemann am
Donnerstag vor dem Landgericht München in einem Prozess gegen die beiden
Ex-Vorstände gescheitert . Das Gericht habe seine Klage auf 30.000 Mark
Schadenersatz abgewiesen , sagte Hannemann . Das Münchner Gericht sah nach den
Worten Hannemanns den Schaden und auch den Zusammenhang mit dem Kauf der
Infomatec-Aktien als nicht erwiesen an . Außerdem habe es den Vorsatz von Harlos
und Häfele angezweifelt , den Aktionär zu schädigen . Infomatec war im Jahr 2000
tief in die roten Zahlen gerutscht . Im vergangenen Mai hatte das Unternehmen ,
das inzwischen rund 110 Beschäftigte zählt , wegen fehlender liquider Mittel
beantragt , das Insolvenzverfahren zu eröffnen . Seitdem laufen Gespräche mit
potenziellen Investoren . Harlos und Häfele saßen seit November 2000 bis Anfang
Mai 2001 in Untersuchungshaft . Die Staatsanwaltschaft Augsburg wirft ihnen vor
, mit falschen Ad-hoc-Mitteilungen die Kurse in die Höhe getrieben und davon mit
dem Verkauf eigener Aktien profitiert zu haben . " Cyberpeace " statt Krieg im
Netz Ab wann greifen Mechanismen des militärisch-industriellen Komplexes auch im
Internet , wenn Regierungen immer häufiger Horrorbilder von möglichen
Angriffskriegen in den Datennetzen zeichnen und virtuell " aufrüsten " wollen ?
Die Veranstaltung " Rüstungskontrolle im Cyberspace " , die auf Initiative der
den Grünen nahe stehenden Heinrich-Böll-Stiftung am heutigen 29. und morgigen
30. Juni in Berlin stattfindet , sieht diese Verbindungslinie bereits deutlich
hervortreten . Ralf Bendrath vom Mitveranstalter Forschungsgruppe
Informationsgesellschaft und Sicherheitspolitik ( FO:GIS ) spricht in einem
Beitrag für Telepolis gar von einem " neuen Wettrüsten " , das spätestens seit
Anfang der neunziger Jahre von den USA vorangetrieben werde . Zur Konferenz hat
man daher nicht nur technische Experten eingeladen , die über Viren , Würmer
oder Trojanische Pferde berichten , sondern folgerichtig eben auch Vertreter des
Militärs und der für Rüstungskontrolle zuständigen Organe der Bundesregierung .
Gleich im zweiten Panel trifft so Richard W. Aldrich vom US Air Force Office of
Special Investigations in Maryland auf Berthold Johannes vom Referat für
Rüstungskontrolle und Abrüstung im Auswärtigen Amt . Die Seite des Ostens
vertritt Alexander Nikitin vom Center for Political and International Studies in
Moskau . Dabei sind auch einmal mehr die " üblichen Verdächtigen " : So wird in
einem Panel über die notwendig werdenden politischen und rechtlichen Normen
ICANN-Abgesandter Andy Müller-Maguhn vom Chaos Computer Club zugegen sein ,
während der Hamburger Informatikprofessor und Sicherheitsexperte Klaus
Brunnstein über " Waffen im CyberWar " berichten möchte . Knatsch um
Organisierung der Schweizer " E-Arbeiter " Im kommenden Dezember soll in der
Schweiz die Gewerkschaft //syndikat gegründet werden . Die neue
Arbeitnehmerorganisation will sich um Berufstätige in sämtlichen Bereichen der
New Economy kümmern . Für ihre Dienstleistungen und den Kontakt zu den
Mitgliedern soll primär das Internet als Kommunikationsplattform genutzt werden
. Massgeblich unterstützt wird //syndikat in der Startphase von der Gewerkschaft
Bau und Industrie ( GBI ) . Laut GBI-Präsident Vasco Pedrina passt die
Neugründung zur Strategie , eine interprofessionelle Gewerkschaft für den
gesamten Privatsektor zu schaffen . Pedrina ist überzeugt , dass die
E-Organisation den Werten der traditionellen Gewerkschaftsbewegung eng verbunden
sein wird . Arbeitnehmerorganisationen , die bereits im Bereich
Medien/Kommunikation tätig sind , begegnen der angekündigten Neugründung dagegen
mit Skepsis . Die Gewerkschaft Kommunikation etwa sieht in //syndikat klar eine
Konkurrenz . Eben erst habe man mit großem Aufwand damit begonnen , das Personal
in den Call-Centern zu organisieren . Auch die Mediengewerkschaft Comedia zeigt
sich nicht allzu glücklich und ortet " Koordinationsbedarf mit der potenziellen
Konkurrenz " . Beat Ringger , //syndikat-Projektleiter und ehemaliger
IBM-Systemengineer , hält solcherlei " Organisations-Egoismus " für überholt .
Ursprünglich sollte //syndikat von Comedia mit aus der Taufe gehoben werden .
Dem Zentralvorstand war der Startbeitrag von 120.000 Franken allerdings zu hoch
. Nach dem Nein zur finanziellen Starthilfe zog sich der gesamte Vorstand des
Comedia-Sektors " Elektronische Medien " zurück und machte sich an die Gründung
von //syndikat . Stühlerücken bei Viag Interkom Nach der Übernahme durch die
British Telecom und dem Rücktritt des früheren Chefs Maximilian Ardelt hat Viag
Interkom Posten in der Führungsetage neu besetzt . Zum ersten Juli werde der
38-jährige Joachim Preisig , bisher zuständig für Finanzen und Controlling , die
Stelle des Geschäftsführers für die Bereiche Marketing und Vertrieb übernehmen ,
teilte die Telefongesellschaft mit . Neu in die Geschäftsführung rücke der 40
Jahre alte Dietrich Beese auf , der künftig für Finanzen und Administration
zuständig sei . Letztes Mitglied der vierköpfigen Geschäftsführung sei
Karl-Wilhelm Rohrsen . Er betreue den Bereich Technik und kümmere sich in dieser
Funktion um den Ausbau der Mobilfunknetze der zweiten und dritten Generation .
Ardelt und der damalige Geschäftsführer Hans-Burghardt Ziermann hatten das
Unternehmen im Mai dieses Jahres verlassen . Mit der BT soll es zu einem
heftigen Streit über die künftige Geschäftspolitik des viertgrößten deutschen
Mobilfunkanbieters gekommen sein . Ardelt galt als einer der " Gründerväter "
von Viag Interkom , der den Aufbau des Unternehmens begleitet hatte . Philips
startet mit Internet-Radiogerät Im dritten Quartal 2001 will der
Elektronik-Konzern mit dem Internet-Radio FW-i1000 sein erstes System auf den
US-Markt bringen . Für den europäischen Markt ist ein eigenes Produkt in
Vorbereitung , dass im Laufe des kommenden Jahres angeboten werden soll . Aus
Firmenkreisen war zu erfahren , dass vor der Markteinführung in Europa noch ein
Beta-Test geplant ist . Schon heute lassen sich Tausende von Radiosendern aus
aller Welt über einen PC mit Internet-Anschluss hören . Ganz ohne PC können
Radiohörer mit dem Internet-Radio schnell und einfach die gewünschten Stationen
aus aller Welt aufrufen . Für den Empfang benötigt das Gerät einen DSL- oder
Kabel-Anschluss . Per Knopfdruck kontaktiert das Mini-Hifi-System automatisch
die gewünschten Sender - sortiert nach Sprache , Region oder Genre von Jazz bis
Information . Zielgruppe sind vor allem Personen , die über einen DSL- oder
Kabel-Anschluss mit Internet-Pauschaltarif verfügen . Das US-Mini-System nutzt
den TriMedia-Prozessor von Philips und verfügt zudem über einen
Dreifach-CD-Wechsler , ein Doppel-Kassettenteil sowie über einen herkömmlichen
Radio-Tuner . Über die Internet-Verbindung lassen sich zusätzlich Informationen
über den aktuell gespielten Interpreten und das Musikstück abrufen . Der
Radio-Stream wird über einen Datenpuffer geleitet , sodass die Musikausgabe nach
dem Empfang etwa zwei bis drei Sekunden verzögert erfolgt . Neben der
Internet-Verbindung ermöglicht das Gerät über einen PC-Anschluss auch das
Abspielen von MP3-Dateien . " Wir wollen das Internet Audio System in Europa im
Laufe des nächsten Jahres einführen " , betont Jean-Marc Matteini , General
Manager Philips Internet Audio . Die Vorlieben der europäischen Konsumenten
müssten noch berücksichtigt werden . Die US-Version des Internet-Radios kommt
für 499 US-Dollar auf den Markt . Alcatel will 50 Fabriken abstoßen Der
französische Telekom-Ausrüster Alcatel will bis Ende 2002 rund 50 Fabriken
abstoßen . Betroffen sind davon rund 13.500 Beschäftigte . Mit diesen Angaben
präzisierte Konzernchef Serge Tchuruk am heutigen Freitag bei einem Treffen mit
dem Ausschuss der europäischen Gewerkschaftsvertreter von Alcatel seine
Ankündigung zum Konzernumbau . Derzeit verfügt der Konzern noch über rund 100
Produktionsstätten und beschäftigt insgesamt 110.000 Arbeitnehmer . Nach Angaben
von Gewerkschaften sollen nach den jüngsten Ankündigungen 27 Fabriken in Europa
und 23 in den USA abgestoßen werden . Die Produktionsstätten sollen an
Spezialhersteller gehen , die weiter an Alcatel liefern . Der
Umstrukturierungsplan stieß laut dpa auf scharfe Kritik der Gewerkschaften .
Tchuruk sagte zu , bei den Verhandlungen mit den potenziellen Käufern besonders
auf die sozialen Aspekte zu achten . Alcatel werde sich auf das Kerngeschäft mit
Datennetzen und Telekomdienstleistungen konzentrieren , kündigte der Konzernchef
an . Die Entscheidung , sich von den Fabriken zu trennen , solle dem Konzern
mehr Flexibilität geben , sich auf die Marktveränderungen einzustellen .
Kostensenkungen stünden nicht im Vordergrund . MP3-Tauschbörse Napster darf
vorerst am Netz bleiben So begrüßte am heutigen Samstag um 9:00 Uhr deutscher
Zeit die MP3-Tauschbörse Napster neugierige Surfer . Wäre es nach einer
einstweiligen Verfügung des Bezirksgerichts von Nord-Kalifornien gegangen ,
hätte Napster spätestens zu diesem Zeitpunkt ( 24 Uhr kalifornischer Ortszeit )
seine Server vom Netz nehmen müssen . In einer Eilentscheidung verfügte das
Berufungsgericht des 9. US-Justizbezirks aber , dass die MP3-Tauschbörse vorerst
am Netz bleiben darf - die einstweilige Verfügung wurde ausgesetzt . In der
Aussetzungsverfügung erklärten zwei Bundesrichter , es seien Fragen aufgetaucht
über Begründung und die Form der einstweiligen Verfügung . In ihr hatte die
Bezirksrichterin Marilyn Hall Patel erklärt , Copyright-Verletzung sei der
einzige Grund für Napsters Existenz . Die Aussetzung der einstweiligen Verfügung
bedeutet nun aber nicht , die MP3-Tauschbörse habe das Verfahren , das die
Vereinigung der Plattenlabels angestrengt hat , schon gewonnen - die jetzige
Entscheidung hält nur den Status Quo aufrecht , bis im Hauptverfahren über die
Vorwürfe entschieden ist , Napster würde wissentlich und absichtlich die
Urheberrechte der Musiker und der Musikkonzerne verletzen . Bis Anfang August
hat die MP3-Tauschbörse nun Zeit , zu den Anklagepunkten Stellung zu nehmen ;
die Musikindustrie kann dann darauf bis Anfang September antworten . Frühestens
im September ist dann auch mit einer Entscheidung im Hauptverfahren zu rechnen .
In der Zwischenzeit hatte Napster zu einer Protestaktion aufgerufen , die die
Firma " Buy-Cott " nannte : Nutzer des Dienstes sollten in die Plattenläden
gehen , und mit dem Hinweis , sie seien Napster-User , CDs von Künstlern kaufen
, die den Dienst unterstützen . Zu den Musikern , die sich für Napster
ausgesprochen haben , gehören unter anderem Chuck D , Cypress Hill , Billy
Corgan von den Smashing Pumpkins , die Grateful Dead und Marianne Faithfull .
Andere Surfer sind da etwas radikaler : Siehe dazu auch die Artikel in Telepolis
: Napsters laute Beerdigung und Schöner tauschen : Napsters Konkurrenten -
zentralisierte Tauschbörsen . Kaum ein Hersteller entzieht sich den schnellen
Entwicklungszyklen im PC-Markt . Jeder versucht , als erster vom rasenden
Fortschritt zu profitieren und seine fertigen Produkte zu verkaufen . Doch so
richtig fertig sind Mainboards , Grafikkarten oder andere Geräte oft noch nicht
, wenn sie beim Händler und schließlich beim Kunden landen . Time-to-Market
scheint einigen Herstellern wichtiger zu sein als ein stabiles Produkt ; das
Attribut " ausgereift " verkommt quasi zum Synonym für " veraltet " . Auf der
anderen Seite kann keine Entwicklungsabteilung alle vorhandenen Geräte und
Programme oder gar zukünftige Techniken berücksichtigen . Viele Konflikte
entstehen nicht unter " Laborbedingungen " , sondern tauchen erst in der großen
rauhen Computerwelt auf . Glücklicherweise lassen sich viele Fehler nachträglich
mit einem BIOS- oder Treiber-Update ausbügeln , was die Hersteller auch fleißig
nutzen . So findet man eine wahre Flut von neuen Versionen , Beta-Treibern ,
vorläufigen BIOSsen , inoffiziellen Releases oder sonstigen Dateien .
Grafikkarten 3dfx : NVidia : Elsa : BIOS-UpdatesAsus : Sonstige Treiber ALi hat
für die Southbridges M1535 und M1535D mit integriertem Sound-Chip Treiber für
Linux 2.2.x und 2.3.35 herausgebracht . Die Installation erfolgt automatisch
oder manuell . Steuerschlupfloch Internet Der Bundesrechnungshof schlägt nach
Informationen des Spiegel Alarm : Immer mehr Firmen suchten nach Wegen , "
Steuerbelastungen durch die Nutzung des Internets zu umgehen " . Während "
normale " Firmem sich bei dem örtlichen Finanzamt zur Umsatzsteuer anmelden
müssen , würden Internet-Unternehmen dies häufig nicht tun , bemängelten die
Prüfer in einem Bericht an das Berliner Finanzministerium . So werde nur jede
zweite Mark versteuert , die im Netz umgesetzt werde . Bereits 1998 habe die
Oberfinanzdirektion Düsseldorf festgestellt , dass 20 Prozent der Anbieter nicht
bei der Steuerverwaltung registriert seien . Der Bundesrechnungshof forderte ,
die Steuerfahnder personell und technisch besser auszustatten . Hintergrund :
Die MP3-Tauschbörse Napster hat zumindest einen temporären Teilerfolg erzielt
und die User-Gemeinde jubelt . Derweil macht sich die Musikindustrie so ihre
eigenen Gedanken über die Auswirkungen des Internet auf ihre Vertriebswege und
Einkunftsquellen . Während der amerikanische Verband der Musikindustrie , die
RIAA , einen Anbieter von Musik-Dienstleistungen im Internet nach dem anderen
mit Klagen überzieht , einigen sich einige der großen Labels schon mit
bestimmten Firmen . So machten bereits Time Warner , Bertelsmann und EMI einen
Deal mit mp3.com und brachen damit aus der Phalanx der Labels aus , die mp3.com
in die Knie zwingen wollten . Auch der Mediengigant Bertelsmann sieht Phänomene
wie Napster nicht nur unter dem Aspekt der Piraterie : " Wo Nachfrage ist , ist
immer auch ein Angebot " , sagte Schmidt laut dpa am heutigen Samstag . Napster
habe Musikfans dazu verleitet , illegal Musik auszutauschen . Die Internet-Börse
habe aber auch gezeigt , dass die Zukunft der Musikdistribution in der
Digitalisierung liege . Die großen Unternehmen stünden dabei in einer
Bringschuld gegenüber dem Markt , die bislang nicht erfüllt worden sei . "
Solange dies nicht geschieht , wird kein Gericht der Welt die illegale Nutzung
der Daten über Napster oder den Nächsten effektiv stoppen können " , sagte
Schmidt . Aber auch die vermeintlichen Revolutionäre der Internet-Musik denken
langsam um : Napster selbst will schon mit Liquid Audio Möglichkeiten entwickeln
, Tauschbörsen ohne Gefahren für das Urheberrecht zu betreiben ; und mp3.com
zahlt mittlerweile Lizenzgebühren an Plattenlabels . Findet die Revolution also
nicht statt ? Absehbar scheint zumindest zu sein , dass sich die
Plattenindustrie verstärkt aufs Internet als neues Distributionsmedium stürzt -
nachdem sie von den Neulingen der Internet-Ökonomie mit der Nase darauf gestoßen
wurde . EMI versucht es beispielsweise in Kooperation mit Microsoft selbst . Und
die Startups wollen schließlich auch Geld verdienen : Der Streit zwischen
Internet-Anbietern und Labels scheint sich momentan auf eine Frage zuzuspitzen :
Verstärkter Kampf gegen Kriminalität und Rechtsradikale im Internet Die EU will
verstärkt die Internet-Kriminalität bekämpfen . " Das ist auch eine große Sorge
in Deutschland " , sagte Bundesinnenminister Otto Schily laut dpa am Samstag in
Marseille nach Abschluss eines zweitägigen informellen Treffens der Innen- und
Justizminister der 15 EU-Staaten . Er regte an , eine europäische
Überwachungsbehörde zur Sicherheit der Informationstechnik zu schaffen . Für
Deutschland gebe es bereits ein solches Amt . Bei Internet-Delikten geht es vor
allem um Kinderpornografie , nazistische oder rassistische Inhalte im Internet
sowie Hackerkriminalität und das Zerstören von Daten durch Viren . " Im Internet
selber haben wir keine Möglichkeiten " , sagte Schily . Kontrolliert werden
könnten nur " Schnittstellen " , an denen Daten in das Internet gegeben oder
herausgeholt werden - beispielsweise am Computer . Schily fügte hinzu : " Man
soll auch nicht unterschlagen , dass es ein Spannungsverhältnis gibt zwischen
Sicherheitsbelangen einerseits und dem Schutz der Privatsphäre andererseits . "
Frankreichs Innenminister Jean-Pierre Chevenement hob die missbräuchliche
Verwendung von Kreditkarten und Kreditkartennummern im elektronischen
Geschäftsverkehr hervor . Der für Innen- und Justizpolitik zuständige
EU-Kommissar Antonio Vitorino forderte im Kampf gegen die Internet-Kriminalität
ein europäisches Forum , in dem Behörden , Wirtschaft und Verbraucher
zusammenarbeiten . " Wir müssen eine Koalition bilden . " Er wies darauf hin ,
dass bereits der Europarat - ein Nicht-EU-Organ - an gemeinsamen
Strafrechtsnormen in diesem Bereich arbeite . Auch die Staatengruppe der G8 sei
auf diesem Feld tätig . Besonders Augenmerk will zumindest die Bundesregierung
offensichtlich auf Rechtsradikale im Internet werfen . Sie will sich
international verstärkt um ein wirkungsvolles Vorgehen gegen rechtsradikale
Internetseiten bemühen , kündigte die parlamentarische Staatssekretärin im
Bundesinnenministerium , Cornelie Sonntag-Wolgast , in der Berliner Morgenpost
vom heutigen Samstag an . Zugleich wandte sie sich gegen überholte
sozialpädagogische Erklärungsmuster , durch die rechtsextreme Gewalt bislang
vielfach bagatellisiert werde . Man müsse " diese entschuldigenden
sozialpädagogischen Rechtfertigungen überwinden , die besagen , man müsse
Verständnis haben , weil es sich hier um Einheits- oder Globalisierungsverlierer
handelt " , sagte Sonntag-Wolgast . " Es gibt Nichts , das rechtsextreme Gewalt
und Fremdenhass rechtfertigt . " Außerordentlich wichtig sei es auch die
zeitnahe Verfolgung rechtsextremer Straftaten durch die Justiz : Was war . Was
wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details
schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse .
Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Ein Stück seiner Kolumne für den
oder die , der oder die seinen Geburtstag anhand der Zahl Pi errät . Die
Erwartungen lasten nun schwer auf mir : Ist das der Beginn eines neuen Gespanns
? Batman und Robin , Erwin und Dust Puppy - Hal und Desiatox ? Schade . Ich
melde mich nicht aus der norddeutschen Tiefebene , sondern aus der Mitte der
Kölner Bucht . Dort bin ich abgeschnitten von den aktuellen Entwicklungen des
Internet . Nicht nur Iloveyou und Kournikova-Mails versäumten es , in meinem
Postfach zu landen , auch der Sircam-Virus hielt mich nicht für wert , die
vertraulichen Daten meiner Mitmenschen zu erhalten . Nicht einmal Code Red sah
vorbei , ob ich nicht doch den Internet Information Server installiert habe .
Nun stecken meine Anmerkungen zur Woche also wie Viren in Hals Kolumne , zwei an
der Zahl . Eine gute Frage , eine sehr gute Frage . Wer sie also findet , ist
nächste Woche Gastkolumnist . Desiatox ist natürlich vom Wettbewerb
ausgeschlossen , das wäre denn doch zu einfach . Zu einfach , wie etwa die
Nachricht der letzten Woche herauszufinden . Stürzen wir uns also mitten in den
Rückblick : Ötzi ist ermordet worden . Im ersten europäischen Tiefkühlmuseum
haben Forscher einen Pfeil-Einschuss entdeckt und die Interpreten auf Trab
gebracht . War es ein Krieg , der um jeden Preis verschleiert werden musste ,
war es der Versuch , die " Information Superiority " eines anderen zu brechen ?
Oder war es schlichte Eifersucht ? In Italien berichten die Zeitungen bereits
von Ötzis Frau Gertrude , die einen rasenden Sex-Unhold abgewiesen haben soll .
Triebstaumäßig hat der dann einen Pfeil auf den Bogen geklemmt . Aber das hat
schon Ötsi nicht gejuckt , als sein Stündlein schlug . Wir wenden uns darum mit
Ötzi der ebengleichso vereinnahmten Lady Di zu , die heute vor 20 Jahren ihrem
Prinzen Charles das Yes/Abort/Ignore gab . Ob sich Ötzi und Gertrud trennten wie
Charles und Diana wissen wir nicht . Damals war das Medieninteresse halt noch
nicht so groß . Vielleicht hat Ötzi seine Gertrud einfach verstoßen . In
arabischen Ländern geht das noch heute und praktischerweise via SMS : Im Juni
berichtete die Gulf News von einer Scheidung via SMS , die nach der Scharia
rechtens sei . Wenn der Mann drei Mal " Ich scheide dich " ausspricht oder mailt
und die Frau diese Nachricht empfängt , sollte die Verbindung gelöst sein . In
der letzten Woche debattierten islamische Geistliche diesen Fall sehr kontrovers
: Die Scheidung ist nur dann gültig , wenn die Frau sich überzeugen kann , dass
die SMS ( oder E-Mail ) kein Hoax ist und wirklich vom Ehemann abgeschickt wurde
. Wie eine beweiskräftige Signatur aussieht , entscheidet der Koran . " I'm a
poor lonesome cowboy , I'm a long , long way from home . " Maurice de Bévère ,
alias Morris , ist gleich seinem Lucky Luke zum letzten Mal dem Sonnenuntergang
zugeritten . " Aus Zeichen bist du geboren , zu Zeichen sollst du werden " , so
ist der Welten Lauf . Uns bleibt das Rätseln über den " häuslichen Arbeitsunfall
" , an dessen Folgen Morris gestorben sein soll . Im realen Leben kommt es nicht
gut , wie Rantanplan gegen die Mauer zu rennen . Andere Abschiede fallen
leichter . Das Rabattgesetz wurde nach 68 Jahren gestrichen , das große
Feilschen kann beginnen . Dass dabei der Verstand auf der Strecke bleibt , wird
zu verschmerzen sein - Multitasking beim Kaufen mit Prozentrechnen im Kopf ist
halt nicht Sache des Menschen . Alle werden jetzt beträchtliche Schnäppchen
machen wollen , wenn eBay ins richtige Leben überschwappt . Mit dem Rabattgesetz
wurde auch die Zugabeverordnung gestrichen . Ab sofort gibt es den Vibrator zum
Handy , das Handy zum Auto , das Auto zur Yacht - ein Fisch pro Antiquität und
eine Antiquität für jeden Fisch . Dabei ist es das Internet selbst , das in
Deutschland so mannhaft daher kommt . Da macht es schon einen rechten Sinn ,
wenn hierzulande unter dem Namen des entsexualisierten Ken eine Software
daherkommt , die die indizierten Links der Bundesprüfstelle für
jugendgefährdende Schriften als Sperrliste nutzt . Das Netz ist sauber von
anders Denkenden , anders Handelnden . Wie man Schweinskram definiert , damit
hatte letzte Woche auch Microsoft Probleme . Ausgerechnet die Schweizer
Dependance der Redmonder ließ einen Werbefilm für Office XP drehen , der in den
USA als anstößig empfunden wurde und daher vom Netz genommen werden musste .
Alles blieb friedlich , sehr O'Reilly-friedlich . Skepsis bleibt , ob Microsoft
wirklich Open Source verstanden hat , ein Konzept , das weiter will als bis zum
nächsten BH . Wie es Richard Stallmann in Indien auf seine gepuderte Weise
erklärte , ist Open Source ein Mittel zur Überwindung des " Digital Divide " .
Als " numerischen Graben " übersetzte den die gelehrte Wochenzeitung " Freitag "
in ihrem Interview mit Michel Serres . Ein numerischer Graben , an dem sich
binäre Kontinente reiben , ergibt auch ein schönes Bild , wie ein spotzender
Ätna . Also , nochmal : Ist das jetzt Desiatox oder Hal ? In deren Natur liegt ,
wie der Name ihrer Spezies manch Zeitgenossen nahe legen mag , eben alles besser
zu wissen - und so werden sie auch nicht müde zu wiederholen , dass der PC
natürlich nicht seinen zwanzigsten Geburtstag feiert . Denn einen Personal
Computer gab es natürlich schon vor dem IBM PC . Nun ist diese Aussage so
intelligent wie die Feststellung , Hal würde auch nicht demnächst Geburtstag
feiern , denn das Konzept Mensch habe es schon vor Hal gegeben . So zeigt sich
angesichts des 20. Jubiläums der Einführung des PC nur eines : Manche Leute
wollen es hinterher immer besser gewusst haben - und die Geschichte wiederholt
sich als Farce . Was etwa in dem wunderbaren Band " Die Traum-Maschine " über
die " Lunch-Group und ihre Gäste " in einer Geschichte als ernsthafter sozialer
Konflikt zwischen IBM-Bürokraten und Apple-Revoluzzern beschrieben wird , ist
heute nur noch die alberne Kinderei derjenigen , die kein Bewusstsein über die (
wenn auch kurze ) Historie der Industrie haben , mit der sie sich beschäftigen .
Da bleibt wohl nur noch debiles Gekreisch von der Sorte " Mit Linux wäre das
nicht passiert " ... " Die Traum-Maschine " erschien auf Deutsch übrigens im
Jahr 1985 ; welcher Schreihals , der auf der Existenz des PC vor dem IBM PC zu
bestehen müssen meint , kann mit Überschriften wie " Warum ich mein Model 100
liebe " , " Wo sind die Vics vom vergangenen Jahr " , " Erinnerungen eines
Osborne " oder " Und noch die Kaypro-Geschichte " etwas anfangen ? Dass ein
schlecht ausgeprägtes historisches Gedächtnis immer zu Verwerfungen führt , die
man später möglicherweise nicht mehr in den Griff bekommt und zutiefst bedauert
, zeigen jedoch nicht erst dumpfbackige Glatzen . Wie zum Ausgleich sind die
Apple-Revoluzzer inzwischen auch nicht viel besser als die IBM-Bürokraten ; die
selige Erinnerung an rotbehoste Frauen , die Big Brother mit Hämmern auf den
virtuellen Pelz rücken , machte schon die letzte Wochenschau zu einer
sentimental journey . Was wird . Ein weiterer Abschied kommt auf uns zu , der
von tm3 . Der TV-Sender , der sich nicht zwischen Frauen-TV und Champions-League
entscheiden konnte , firmiert nun nämlich um in " 9 live " und findet als "
Transaktionssender " seine endgültige Bestimmung . Ziel des wiedererweckten
Fernseh-Kanals : die Taste 9 auf der Fernbedienung der Zuschauer . Dazu müssen
die aber zuerst herausfinden , wo sich der Kanal bisher versteckt hat . Irgendwo
zwischen Home Shopping Europe und SuperRTL wird der interessierte Zuschauer (
männlicher Bauart ) vielleicht fündig . Denn nur dann wird er in den Genuss der
längsten Erotik-Show der Welt kommen . Um den Kontrast zur Unterbrecherwerbung
möglichst gering zu halten , wurde die Sendung mit kostenpflichtigen
Telefonnummern gespickt , die zu so neckischen Spielchen wie " Chicken poppen "
einladen . Moorhuhn hin , Moorhuhn her : Auf alle Fälle wird am ersten August
erst einmal kräftig gefeiert . Dann hat MTV sein Jubiläum . Vor zwanzig Jahren
ging man in New Jersey auf Sendung , mit einem beziehungsreichen Song : " Video
Killed the Radio Star " des verkrachten britischen Duos " The Buggles " , das
danach in die Reste von Yes aufging . Was ist ein F-Wort ? Aber nicht doch ,
nicht doch . Die letzten Bobos ihrer Art jubeln in ihrem Pressetext über den
Start ihres europäischen F Magazines " am 1. August " . An der vordersten Grenze
des digitalen Highway wähnt man sich angesiedelt und erklärt es so :
Zwischenhoch bei Ericsson Der krisengeschüttelte schwedische Handyhersteller
Ericsson befindet sich offenbar auf dem Weg zur Erholung . Gemäß einem internen
Bericht scheint das vor drei Monaten beschlossene Maßnahmenpaket zur Sanierung
des Unternehmens bereits zu greifen . In den Bereichen Forschung und Entwicklung
soll das Sparpotential sogar um 10 bis 15 Prozent größer sein als geplant . Im
zweiten Quartal des laufenden Jahres wurde die Bezahlungsfrist für Kunden von
durchschnittlich 116 auf 97 Tage gestrafft . Diese Trendwende stärke die
Position von Ericsson-CEO Kurt Hellström , schreibt die schwedische Zeitung
Dagens Industri . Aus dem Bericht , der dem Blatt vorliegt , soll auch
hervorgehen , dass Hellström die treibende Kraft hinter der sogenannten " Gruppe
der 40 " war . Dieser Ausschuss , bestehend aus Wirtschaftsprominenz wie etwa
die ehemaligen Chefs von ABB und Compaq , Göran Lindahl und Eckhard Pfeiffer ,
ist für die Umsetzung der Sanierungsmassnahmen verantwortlich . Die Börse
honorierte die positiven Meldungen mit höheren Notierungen . Am Freitag stieg
die Ericsson Aktie an der Stockholmer Börse um 10 Prozent auf 52 Kronen .
Milchstraße verabschiedet sich von " Net-Business " Nach der plötzlichen
Einstellung des "e-Business"-Ablegers der Wirtschaftswoche Mitte Juni stellt nun
auch der Verlag Milchstraße seine Zeitung " Net-Business " ein . Die am
kommenden Freitag erscheinende Ausgabe wird die letzte von der Hamburger
Redaktion erstellte Nummer sein . Wie die Verlagsgruppe Handelsblatt , die "
e-Business " herausgab , macht auch die Milchstraße den vollständig
eingebrochenen Anzeigenmarkt rund um die New Economy für das Aus verantwortlich
. Mit Net-Business verschwindet einer der letzten Cheerleader der
Internet-Startup-Kultur vom Markt . Bis zuletzt hatte die Zeitung die wenigen "
Dot-wins " vorgestellt , Durchstarter , die mit dem Netz tatsächlich Gewinne
erwirtschaften . Berühmt wurde das Blatt auch durch Trend-Geschichten über die "
New-Business-Generation " , die Kickertische im Büro einführte , immer öfter den
Hund mit ins Office brachte oder Afterwork-Parties am Arbeitsplatz zelebrierte .
Neben dem Lifestyle-Element , das den Trendverlag Milchstraße groß gemacht hat ,
wollte Herausgeber Dirk Manthey mit " Net-Business " allerdings auch die
Neupositionierung seines Hauses hin zur seriösen Berichterstattung angehen . Im
neuen Jahrtausend soll der spaßbetonte Konzern im Hamburger Stadtteil Pöseldorf
zu einem publizistisch ernst zu nehmenden Unternehmen reifen , gab der helle
Polohemden gegen dunkle Pullis tauschende Verleger Anfang 2000 als Losung aus .
Die am 24. Januar 2000 gestartete " Net-Business " war daher neben dem
Internet-Lifestyle auf kritische Analysen von Geschäftsmodellen wie das
Netz-Consulting oder der Wagniskapitalgeber programmiert . Dazu kamen ein großer
Aktien- und Finanzteil sowie ein Ressort für Netzpolitik und Aktuelles . Die
Pläne Mantheys schienen zunächst aufzugehen . " Wir haben ein gesundes Wachstum
der Abonnenten und das Anzeigengeschäft läuft hervorragend " , verkündete Klaus
Mazdia , Geschäftsführer und Chefredakteur des Blattes , im Sommer vergangenen
Jahres . Im September wurde die Erscheinungsweise daher zwischenzeitlich von
14-täglich auf wöchentlich verkürzt , die Anzeigenpreise schossen nach oben .
Doch bereits am Jahresende wurde die zunächst auf über 80 Köpfe erweiterte
Redaktion erstmals deutlich zurückgestutzt . Zahlreiche Gründungsredakteure
verließen mit einem lachenden und einem weinenden Auge das Haus . Auch der
Erwerb der Eklusivrechte an deutschen Übersetzungen von Geschichten aus dem
US-Magazin " Wired " , dem einstigen Hausblatt der " digitalen Revolution " ,
half nicht mehr weiter . Nach der Entzauberung der New Economy brach "
Net-Business " das Anzeigengeschäft in einem Umfang weg , mit dem Chefredaktion
und Manthey zunächst nicht gerechnet hatten . Chefredakteur Klaus Madzia hatte
nach dem Kahlschlag im Wald der New-Economy-Blätter vor wenigen Wochen noch
unaufgefordert bei anderen Medien angerufen , um Redakteuren zu versichern ,
sein Blatt stehe nicht vor dem Aus . Doch der Sommerwind und die anhaltend
schlechte Lage im IT-Sektor haben " Net-Business " nun doch noch getroffen . Für
die verbliebenen 32 Mitarbeiter soll zumindest ein Sozialplan erstellt werden ,
versichert Milchstraße-Geschäftsführer Martin Fischer , ehemaliger Sonnyboy der
Anzeigenabteilung im Hamburger Nobelviertel . Die Marke " Net-Business " wird
dagegen vorerst überleben . Manthey hat sie für einen nicht genannten Betrag an
Peter Turi verkauft . Der ehemalige Chefredakteur des Medien-Branchendienstes "
Kress " will unter dem lizenzierten Namen ein 14-tägiges Branchenmagazin in
Heidelberg entwickeln . Ursprünglich sollte Turi vom 1. Oktober an Madzia als
Chefredakteur der ins Trudeln gekommenen " Net-Business " ablösen . Das erste
Heft mit neuem Konzept wird vermutlich schon im September erscheinen .
Zurückstreichen musste Manthey vor zwei Wochen auch das Milchstraße-Objekt
Tomorrow , das als " Internet-Illustrierte " zeitweilig eine Auflage von über
300.000 Heften erreichte . Das Magazin erscheint in Zukunft wieder monatlich
statt alle zwei Wochen . Fast die Hälfte der Belegschaft muss daher auch dort
gehen . CCC-Mitbegründer Wau Holland ist tot Als TAZ-Korrespondent berichtete
Wau Holland schon frühzeitig im Jahre 1983 über den entstehenden
Computer-Untergrund . Im Februar 1984 schenkte er den Hackern die erste Ausgabe
der Datenschleuder und stellte in ihr später den gerade im Entstehen begriffenen
Chaos Computer Club vor . " Die galaktische Vereinigung ohne feste Strukturen "
wurde schlagartig berühmt , als sie mit einem " elektronischen Bankraub " im
gerade gestarteten BTX-System die Hamburger Sparkasse um 135.000 Mark
erleichterte . Auch die vom CCC veröffentlichten zwei Ausgaben der Hackerbibel
trugen zur Popularisierung bei . Diese Zukunft wird nun ohne ihn stattfinden
müssen . Start der Genesis-Raumsonde live im Web Die NASA wird den Start ihrer
Genesis-Sonde live im Internet senden . Die Übertragung soll auf der Website des
Jet Propulsion Laboratory ( JPL ) zu sehen sein , das die Mission betreut .
Bereits am heutigen Sonntag steht um 19 Uhr deutscher Zeit eine Pressekonferenz
zu den Startvorbereitungen auf dem Sendeplan . Am Montag beginnt die Übertragung
ab 17 Uhr , der Start selbst ist für 18.36 Uhr deutscher Zeit vorgesehen . Mit
der Mission wollen die Weltraumforscher drei Jahre lang einige Mikrogramm des
Sonnenwindes einsammeln und im Jahr 2004 zurück zur Erde bringen . Dann soll die
Genesis-Rückkehrkapsel an einem Fallschirm über Utah ( USA ) niedergehen und von
speziell ausgebildeten Hubschrauber-Piloten eingefangen werden . Bin ich schon
raus ? AOL trennt sich von seinem Werbeträger Boris Becker - angeblich wegen der
jüngsten Negativschlagzeilen um den Ex-Tennisstar . Nach einem Bericht der
heutigen Bild am Sonntag sagte AOL-Sprecher Jens Nordlohne , dass keine weiteren
Spots mit Becker geplant sind . Laut der BamS soll die Schlammschlacht um
Beckers Scheidung sowie das uneheliche Kind für den " Rausschmiss " Beckers
verantwortlich sein - es sei schwierig , nach diesen Schlagzeilen offensiv mit
Becker zu werben . Nordlohne betonte aber , " es ist nicht auszuschließen , dass
wir irgendwann etwas Neues mit Herrn Becker machen " . So werde Becker weiter
als Botschafter für die AOL-Aktion " fit for future " werben . Offensichtlich
sieht aber AOL für die eigentliche Werbung solche Aktionen wie die Umbenennung
des Hamburger Volksparksstadions in AOL-Arena als geeigneter an ...
Euro-Umstellung verteuert Handy-Minuten Die Euro-Umstellung bringt Kunden von
Viag Interkom verdeckte Preiserhöhungen . Auch wenn die EU-Rechenregeln
grundsätzlich verhindern sollen , dass die Umstellung auf den Euro zu höheren
Verbraucherpreisen führt , so ermöglichen sie doch Rechenwege , bei denen sich
die unvermeidlichen Rundungsfehler über Gebühr summieren . So will der
Mobilfunkbetreiber Viag Interkom in den nächsten Wochen die Rechnungen für
Genion-Handyverträge auf Euro umstellen , indem er im ersten Rechenschritt die
Minutenpreise konvertiert . Diese Beträge , die bei 5 Pfennigen anfangen ,
sollen dann auf ganze Cent gerundet werden , sodass sich im ungünstigsten Fall
eine Preiserhöhung von etwa 17 Prozent ergibt . Ein Sonderkündigungsrecht wegen
der dadurch gestiegenen Kosten will der Netzbetreiber seinen Kunden nicht
einräumen , weil in einigen Fällen auch Veränderungen zu Gunsten der Verbraucher
aufträten . Eine vorzeitige Kündigung käme besonders denjenigen Partnern zugute
, die bei Abschluss eines langfristigen Vertrags ein verbilligtes Handy erworben
haben und sich jetzt der daran gekoppelten Vertragsbindung entledigen könnten .
Telecom-Liberalisierung in Südafrika mit Leitplanken In knapp einem Jahr erhält
der südafrikanische Monopolist Telkom zwei Konkurrenten . Ab Mai 2002 sind zwei
weitere Unternehmen für den Betrieb von Festnetzangeboten zugelassen . Die
südafrikanische Kommunikationsministerin Ivy Matsepe-Casaburri hat diesen
Schritt bei der Vorstellung der Telecommunications Policy Directions
bekanntgegeben . Die angekündigte Liberalisierung des Telekommarkts in Südafrika
ist jedoch an Rahmenbedingungen geknüpft . So sollen der zweite und dritte
Anbieter zu dreißig Prozent im Besitz von " historisch benachteiligten Gruppen "
sein - gemeint sind Unternehmen im Besitz von Schwarzen . Im Rahmen der
Telecommunications Policy Directions werden zudem verschiedene Ansatzpunkte zur
Überwindung des sogenannten Digital Divide vorgestellt . So sollen etwa Schulen
nur die Hälfte der Verbindungsgebühren beim Einwählen ins Internet bezahlen .
Mit diesem Geld soll die Universal Service Agency unter anderem Massnahmen
treffen , damit auch " unterschiedlich begabte " Menschen von den Früchten der
Telecom-Liberalisierung profitieren können . Pirelli und Benetton übernehmen
Kontrolle bei Telecom Italia Der italienische Mischkonzern Pirelli , der vor
allem als Reifenhersteller bekannt wurde , und die Edizioni Holding im Besitz
der Familie Benetton übernehmen indirekt die Kontrolle über die Telecom Italia .
Ein gemeinsames Unternehmen , das zu 60 Prozent Pirelli und zu 40 Prozent
Edizioni Holding gehört , übernehme 100 Prozent der Anteile der luxemburgischen
Gesellschaft Bell SA , die über ihre Olivetti-Anteile bislang die Telecom Italia
kontrollierte , teilte Pirelli am gestrigen Samstag mit . Durch die Übernahme
des größten Olivetti-Aktionärs Bell kontrollieren Pirelli und Benetton insgesamt
27 Prozent von Olivetti . Olivetti ist die Mutterfirma der Telecom Italia , die
der italienische Elektronikkonzern der Deutschen Telecom im Mai 1999 vor der
Nase weggeschnappt hatte . Laut dpa begrüßte die italienische Regierung unter
Ministerpräsident Silvio Berlusconi am heutigen Sonntag die Übernahme der
Telecom Italia . Bereits am Montag wollen Pirelli und Benetton im Rahmen einer
Pressekonferenz in Mailand das neue Führungspersonal und die neue Strategie der
Telecom Italia vorstellen . Bislang hatte der italienische Industrielle Roberto
Colaninno als Vorstandsvorsitzender die Telecom Italia geführt . Napsters Erben
formieren sich Musik aus dem Internet soll noch in diesem Sommer zu einem
lukrativen Geschäft werden - darüber sind sich die Kontrahenten MusicNet und
Pressplay einig . Mit großen Allianzen und namhaften Partnern will man sich
möglichst viel vom digitalen Musikkuchen abschneiden . Nachdem MusicNet die
ehemalige Online-Tauschbörse Napster mit ins Boot gezogen hat , berichten
mehrere Agenturen , dass die Konkurrenz-Allianz Pressplay zwischen Vivendi
Universal und Sony heftig mit Microsoft flirtet . Laut einem dpa-Bericht vom
heutigen Sonntag wolle man bei Microsoft genauso wie bei Yahoo kostenpflichtige
Musik von Pressplay anbieten . Auf einem ganz anderen Blatt steht , wieviele
Kunden überhaupt bereit sind , für Musik aus dem Internet zu zahlen . So ging
die Nutzung der Tauschbörse durch Privatleute in den 14 führenden
Internet-Ländern von Februar bis Juni um 65 Prozent zurück . Alexander Adler ,
Sprecher der Bertelsmann eCommerce Group , will sich aber nicht nur auf die
digitale Vermarktung verlassen . Mit der Unternehmensgruppe BeMusic bündelt
Bertelsmann seine Vertriebswege : So gehören zu der Abteilung der
Online-CD-Verkäufer CDNow , der Musikclub BMGDirect und der
Technologiedienstleister myplay.com . GnuPG-Plugin zur E-Mail-Verschlüsselung
mit Outlook G DATA bietet Outlook-Nutzern ab sofort ein Plug-In für die
Verschlüsselung der E-Mail mit GnuPG . Das GnuPG-Plug-In für Outlook steht zum
kostenlosen Download zur Verfügung und kann wahlweise mit einer eigenen
GnuPG-Schlüsselverwaltung installiert werden . Auf der Seite von G DATA gibt es
neben dem Plug-In in binärer Form auch die Quelltexte zu der Software .
Online-Shopping : das Aus für kleine Händler In den USA soll in den nächsten
Jahren der Anteil kleinerer und mittlerer Unternehmen am E-Commerce um ein
Drittel zurückgehen , lautet das Ergebnis einer Studie des amerikanischen
Marktforschungsunternehmens Forrester Research . Danach dürften im Jahr 2003 die
kleineren Händler und Wiederverkäufer nur noch einen Anteil von 6 Prozent am
Online-Shopping haben , während sie heute noch 9 Prozent für sich beanspruchen
können . Diese Aussicht steht ganz im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung ,
E-Commerce biete kleineren Firmen die Chance , sich gegen Großunternehmen und
nationale sowie internationale Gesellschaften behaupten zu können . Solche
Ansichten sind anscheinend vor allem im Interesse der Verkäufer von
E-Commerce-Lösungen . Bestes Beispiel ist IBM , die in ihrer Anzeigenkampagne
vor allem auf kleine Shops und hoffnungsvolle Einzelhändler als Kunden setzt .
Die Gründe dafür liegen auf der Hand , meinen die amerikanischen Marktforscher .
Große Unternehmen mit eingeführten Marken hätten es schlicht einfacher , auch im
Internet die Kunden auf ihre Web-Seiten zu lenken - nicht zuletzt , da sie
attraktive Partner für Anzeigenkampangen und Link-Deals mit Portal-Sites seien .
Außerdem wären große Firmen eher in der Lage , ausgewachsene E-Commerce-Sites
aufzubauen mit Funktionen wie personalisierten Einstiegsseiten und einfacher
Benutzerführung . Nicht zuletzt sprächen die Kosten gegen den Erfolg der Kleinen
: T-Mobil rüstet auf Mit den Geräten will die Telekom das Mobilfunknetz D-1
aufrüsten : Damit ist die Datenkommunikation auf TCP/IP-Basis über Mobilfunk mit
Geschwindigkeiten von bis zu 115,2 kBit machbar . Als Nebeneffekt der neuen
Geräte erhofft sich die Telekom eine Sprachqualität im D1-Netz , die normalem
Festnetztelefonaten entspricht . Motorola implementiert dazu in allen von der
Telekom gekauften Geräten EFR-Sprachkodierung ( Enhanced Full Rate ) . E-Privacy
: Müsste man das Wort E-Privacy übersetzen , so würde eine Mischung aus E-Ruhe (
vor dem Werbemüll des E-Commerce ) und E-Sicherheit ( beim Einkauf im Internet )
der Sache wohl am nächsten kommen . Die Kieler Sommerakademie 2000 verzichtete
kurzerhand auf eine Übersetzung und beließ es bei E-Privacy . Duncan Campbell
versuchte , den rund 400 Teilnehmern der Tagung mit einer Art Diashow der
Überwachungsanlagen in aller Welt die Dimension gestörter Privacy fassbar zu
machen . Der Selbstschutz des Bürgers gegen diese Lauschübergriffe und die
mögliche Bedeutung von P3P als Tool gegen zudringliche E-Shop-Anbieter bildeten
denn auch Schwerpunkte für die Arbeitsgruppen , um Themen wie Onion Routing ,
Crowd Surfing und Verschlüsselung unter die Lupe zu nehmen . Eine dritte
Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der staatlichen Überwachung des Internet .
Die pointierten Positionen der Vertreter der unterschiedlichen Lager ( Provider
, BKA- und Polizeibehörden , Rechtsanwälte plus Enfopol-Experte Campbell )
brachten es mit sich , dass kaum Übereinkommen zu erzielen war . Auffallend
häufig wurde das Geldwäschegesetz als Vorbild einer möglichen Inanspruchnahme
der Provider durch die Strafverfolgungsbehörden genannt . Wie so etwas aussehen
kann , machte Rechtsanwalt Schneider deutlich : Er votierte für einen durchaus
umfangreichen Satz ermittlungsrelevanter Daten , die die Provider langfristiger
speichern müssten . Diese Daten sollen mit einem asymmetrischen
Schlüsselverfahren gesichert sein , wobei der zweite Schlüssel beim
Datenschutzbeauftragten liegen soll und nur nach richterlicher Anordnung
angewendet wird . Insgesamt brachte die Tagung zum Ausdruck , dass
professionelle Datenschützer eher hilflos sind , wenn es um E-Privacy geht ,
weil jeder Surfer für die Spuren verantwortlich ist , die er beim Surfen
hinterlässt . Ob Aufklärung über diese Spuren helfen kann , erscheint ungewiss .
Beispiele wie der mit protokollierende Webcounter der Privacy-Spezialisten
TrustE zeigen , dass selbst die Privacy-Profis ihr Metier nicht beherrschen .
Zur Kieler Tagung ist ein sehr informativer Aufsatzband erschienen , natürlich
mit englischem Titel : IDF : USB 2.0 und FireWire gleichzeitig Für alle , die
sich nicht entscheiden können oder die beides benötigen , stellte Adaptec auf
dem Intel Developer Forum eine PCI-Karte mit dem Namen " Duo Connect " vor : mit
zwei FireWire- und vier USB-2.0-Ports . Wie alle anderen derzeitigen Hostadapter
oder Motherboards auch ( darunter die neuen Intel i850- und i845-Boards ) wird
USB 2.0 über einen Baustein von NEC betrieben . Die Duo Connect soll in etwa
sechs Wochen auch in Europa erhältlich sein , in den USA wird sie in Kürze für
129 US-Dollar angeboten . Daneben bringt Adaptec auch pure USB-2.0 -Karten mit
vier ( 69 US-Dollar ) beziehungsweise sechs Ports ( 89 US-Dollar ) . Telekom
Austria mit Verlusten im ersten Halbjahr Nach der letzten Privatisierungswelle
im vergangenen November besitzt der österreichische Staat noch 44,4 Prozent der
Anteile an der Telekom Austria . Die Telecom Italia hält 29,8 Prozent , 25,8
Prozent sind im Streubesitz . IDF : 64-Bit-CPU McKinley doppelt so schnell wie
Itanium Doch auch ohne Neukompilation betrage der Performance-Gewinn beim
SPECint2000-Benchmark 70 Prozent . Auf einer Pressekonferenz und in einem
anschließenden c't-Interview verriet Hambrick erstmals weiter gehende Details
zum Itanium-McKinley-Prozessor . Dieser hat einen integrierten L3-Cache von 1,5
beziehungsweise 3 MByte sowie einen von 96 KByte auf 256 KByte vergrößerten
L2-Cache . Die L1-Caches bleiben wie gehabt bei jeweils 16 KByte . Die Zahl der
Integer-Einheiten bei McKinley wurde von 4 auf 6 aufgestockt ; jeweils zwei
Loads und Stores können gleichzeitig statt nur entweder/oder stattfinden . Allen
anderen Meldungen zum Trotz wird McKinley laut Lisa Hambrick wie der Merced auch
im 0,18-µm-Prozess hergestellt . Die Verkleinerung auf 0,13 µm ist erst für den
Nachfolgechip Madison im Jahre 2003 vorgesehen , der dann 6 MByte L3-Cache
bieten soll . Derzeit laufen die aktuellen Prototypen ( A-Step ) nur mit 800 MHz
und der L1-Cache ist wegen nicht genauer spezifizierter Schwierigkeiten ganz
abgeschaltet . Dennoch konnte Intels Marketing-Vize Paul Otellini in seiner
Keynote auf einem IBM-System eine DB2-SAP-Datenbank-Demo mit beeindruckender
Performance vorführen . T-Online startet neue Inhalts-Offensive Mit einer
Inhalts-Offensive auf der Basis des schnellen Zugangs zum Internet will T-Online
neue Kunden ins Netz bringen . Ab 2002 werde auf der DSL-Plattform das
Breitbandportal T-Vision gestartet , sagte der Vorstandsvorsitzende von T-Online
International , Thomas Holtrop , bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für das
erste Halbjahr 2001 am Mittwoch in Berlin . Es soll attraktive Inhalte bieten
und hochwertige Audio- und Video-Angebote unter einem Dach vereinen . Holtrop
bekräftigte laut dpa die Zielsetzung des größten europäischen Onlinedienstes ,
2003 beim Ergebnis vor Steuern , Zinsen und Abschreibungen ( EBITDA ) in die
Gewinnzone zu kommen . Keine Angaben wollte der Vorstand darüber machen , zu
welchem Zeitpunkt der Konzern auch nach Steuern in die schwarzen Zahlen kommt
und damit dividendenfähig wird . Der Internet-Anbieter war im April 2000 an die
Börse gegangen . Derzeit würden die Ergebnisse sehr stark durch Abschreibungen
auf Firmenwerte beeinflusst . Auf den Kurs der am Neuen Markt notierten
T-Online-Aktie hatten die Geschäftszahlen , deren vorläufige Fassung bereits
Anfang August vorgelegt wurde , nur geringe Auswirkungen , auch wenn die
Investoren den Versprechungen von Holtrop wohl noch nicht so ganz glauben wollen
: Gegen Mittag lag das Papier mit 8,09 Euro 2,53 Prozent im Minus . Im
operativen Geschäft zeige sich inzwischen aber ein Trendwende . Nach weiteren
Angaben von Holtrop steht T-Online kurz davor , bei den Kunden die Schwelle von
zehn Millionen zu überschreiten . Davon entfiel ein Anteil von 85 Prozent auf
das reine Zugangsgeschäft . Funkausstellung erfüllt Branchen-Erwartungen Die
Internationale Funkausstellung ( IFA ) hat zur Halbzeit die hohen Erwartungen
der Branche nahezu erfüllt . Es wurde vom Handel bisher mehr geordert als bei
der vergangenen Messe vor zwei Jahren , sagte der Aufsichtsratschef der
veranstaltenden Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (
gfu ) , Rainer Hecker , am Mittwoch in Berlin . " Wenn der Handel jetzt nicht
kauft , dann muss er befürchten , bald nicht mehr bedient zu werden " , zitierte
er Aussteller . Gefragt seien Neuheiten und auch höherpreisige Geräte . DVD sei
der erwartete große Verkaufserfolg , hieß es . Die Nachfrage steige noch durch
die jetzt angebotenen DVD-Recorder . Hecker äußerte sich überzeugt , dass die am
2. September endende Messe ihr gestecktes Ziel erreicht , Konjunkturlokomotive
zu sein . Auch Home-Cinema finde besondere Aufmerksamkeit . Zu dem bisher guten
Ergebnis habe auch die Nachfrage nach Camcordern sowie kleinen MP3-Spielern
beigetragen . Interesse bei den Besuchern gebe es auch für Handys und Notebooks
. Dazu soll auch die erste IFA-Night am kommenden Freitag beitragen . Das
Messegelände ist dann bis Mitternacht geöffnet . Mit dem Stadionsportfest ISTAF
gebe es eine Kooperation . ISTAF-Besucher können am Abend umsonst zur IFA .
TV-Kabelnetz : Privatanbieter für neue Regulierung Die privaten TV-Anbieter
haben eine Initiative des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (
SPD ) für eine neue Regulierung der Breitbandkabelnetze begrüßt . " Die
Breitbandkabelnetze sind für Rundfunk und Mediendienste der zentrale
Übertragungsweg , so dass Sicherungen zu Gunsten der Angebotsvielfalt hier von
besonderer Bedeutung sind " , heißt es in einem Schreiben des Präsidenten des
Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation ( VPRT ) , Jürgen Doetz , an
Beck . Auch der VPRT halte es angesichts des Verkaufs der Telekom-Kabelnetze an
US-Unternehmen für notwendig , den diskriminierungsfreien Zugang von Rundfunk-
und Mediendienste-Anbietern zu den Netzen zu gewährleisten . Allerdings sei
ebenso dringend eine verbindliche Verständigung der Marktpartner und der Politik
auf einen Ausbau der Breitbandkabelnetze erforderlich . Beck hatte sich vor
kurzem mit einem Vorschlag an seine Kollegen gewandt , der unter anderem
spezielle medienrechtliche Auflagen für Netzbetreiber vorsieht , die selbst auch
Medieninhalte anbieten . Der Mainzer Regierungschef ist Vorsitzender der
Rundfunkkommission der Länder . IDF : Arapahoe soll PCI und AGP zu Grabe tragen
Dies gab die Arapahoe Working Group , die aus Compaq , Dell , IBM , Intel ,
Microsoft und der PCI-Special Interest Group ( PCI-SIG ) besteht , auf dem Intel
Developer Forum in San Jose bekannt . Die Arbeitsgemeinschaft will zunächst bis
Frühjahr nächsten Jahres einen ersten Entwurf bei der PCI-SIG einreichen , bevor
Mitte 2002 die Spezifikationen endgültig festgelegt werden . Marktreife
3GIO-Produkte werden schließlich für die zweite Hälfte 2003 erwartet ,
möglicherweise sogar erst Ende 2004 . Zu den Spezifikationen wurde bis jetzt
noch relativ wenig bekannt . Dabei soll sie abwärtskompatibel zu den heutigen
PCI-Spezifikationen bleiben . Gleichzeitig wird 3GIO wohl auch den AGP-Bus
ersetzen ; das geht zumindest aus den Entwurfszeichnungen in den White-Papers
hervor . Apropos " seriell " : Von einer linearen Entwicklung von PCI über PCI-X
hin zu Arapahoe kann keine Rede sein . Nach den Auffassungen der Gruppe reichen
diese Ressourcen für die nächsten Jahre völlig aus , bis Paul Otellinis Vision
vom 10-GHz-Pentium-4 und der dazu passenden Peripherie wahr wird .
Groteskerweise soll die neue I/O-Technologie zuerst im Low-End- beziehungsweise
im Desktop-Segment eingeführt werden . Ob es sich hierbei um einen gewaltigen
Testlauf handelt , bevor man sich an die Server wagt , oder
marketingstrategische Überlegungen dahinter stehen , wird nicht so ganz klar .
Eines ist jedenfalls sicher : Da Server und Workstations einen wesentlich
längeren Lebenszyklus als Desktop-Rechner haben , würden sich die
Computerhersteller in Bezug auf PCI-X selbst das Wasser abgraben . Welches
Unternehmen wird schon Millionen in neue Server-Hardware investieren , die in
zwei Jahren zum alten Eisen gehört , nur weil Arapahoe an die Türen klopft ?
Eine Hintertür lassen sich die Verantwortlichen allerdings offen : " Die Dynamik
des Marktes wird bestimmen , wann 3GIO-Produkte auf den Markt kommen " , so die
offizielle Verlautbarung der PCI-SIG . IDF : Hewlett-Packard lässt PA-RISC-CPUs
auslaufen Hewlett-Packard wird nur noch bis 2004 seine
PA-RISC-Server-Prozessoren herstellen . Market Communications Manager Dirk Brown
erklärte auf dem Intel Developer Forum in San Jose im Interview mit c't , HP
werde sich im Serverbereich künftig voll auf Intels IA64-Architektur
konzentrieren , die das Unternehmen seit 1994 mitentwickelt hat . Gleichzeitig
räumte Brown ein , dass der eigentliche Durchbruch und der kommerzielle Erfolg
der Itanium-Familie erst mit dem Erscheinen des McKinley zu erwarten ist . " Die
Weiterentwicklung der RISC-Prozessoren wird immer aufwendiger und teurer ,
während Itanium erst am Anfang seines Lebenszyklus steht " , begründete Brown
jedoch die HP-Entscheidung . Darüber hinaus , so Brown , werden Itanium-Systeme
schon deshalb preiswerter , weil der Chip in großen Mengen gefertigt werden wird
, im Gegensatz zu den hauseigenen PA-RISCs . Intel hat damit einen weiteren
Serverprozessor-Hersteller endgültig auf seine Seite gezogen , auch wenn dies
nicht weiter überraschend ist . Während Compaq erst vor kurzem ankündigte ,
seine Alpha-Serverreihe in den nächsten zwei Jahren einzustellen , habe HP einen
solchen Schritt bereits angekündigt , als man sich an der Entwicklung von Intels
64-Bit-Architektur , damaliger Codename " Merced " , beteiligte , meinte Brown .
Der IA32-Architektur bescheingte Brown trotz allem noch etliche Jahre im
Servergeschäft : IDF : Boards mit VIAs Pentium-4-Chipsatz ab September
Mainboards mit dem umstrittenen VIA P4x266 kommen wie geplant im nächsten Monat
auf den Markt . Richard Brown , Director of International Marketing bei VIA ,
betonte am Rande des Intel Developer Forum im Gespräch mit c't noch einmal , von
Intel läge derzeit keine offizielle Klage wegen angeblicher
Lizenzrechtsverletzungen vor . Nächste Woche sollen auf dem VIA Technology Forum
in Taipeh die ersten fertigen Mainboards mit dem P4x266-Chipsatz gezeigt werden
, der im Gegensatz zu den Intel-Chipsätzen DDR266-SDRAM unterstützt .
Bekanntlich benötigt der Intel i850 RDRAM , während die Version i845 momentan
lediglich mit SDR-SDRAM zurechtkommt . Aus dem andauernden Prozessor-Preiskampf
zwischen Intel und AMD will sich VIA auch weiterhin heraushalten . Brown meinte
, dass VIA nicht auf den Verkauf von Prozessoren angewiesen sei und dies nur bei
Bedarf aus der Industrie täte . Indirekt gab er jedoch zu , dass VIA mit den
C3-Prozessoren gegen die übermächtige Konkurrenz nicht viel ausrichten könne .
Stattdessen wollen sich die Taiwaner mit dem C3 auf preiswerte Notebooks bis
1.000 Dollar konzentrieren , um Intel und AMD nicht in die Quere zu kommen . Ob
die Rechnung aufgeht , werden wohl die nächsten Tage zeigen : Gerüchtehalber
wird Intel noch auf dem IDF einen neuen mobilen Low-Cost-Prozessor ankündigen .
PC-Hersteller Acer warnt vor Verlusten Acer , Taiwans größter Hersteller von PCs
, sieht skeptisch in die Zukunft . Obwohl die Firma die Geschäftszahlen für das
dritte Quartal noch gar nicht bekannt gegeben hat - eine entsprechende
Mitteilung steht für Ende Oktober ins Haus - , warnt Acer bereits jetzt , dass
man im vierten Quartal rote Zahlen schreiben werde . Eine erwartete Erholung bei
den PC-Verkaufszahlen zum Jahresende sei aber nicht in Sicht , hieß es bei Acer
. Nicht einmal die Terror-Attacken in den USA wollte Acer dabei als Ursache für
die schlechten Zahlen heranziehen , anders als viele Firmen , die in den letzten
Tagen Gewinnwarnungen ausgegeben haben . " Der Markt war über das vierte Quartal
viel zu optimistisch " , sagte ein Firmensprecher laut US-Nachrichtenagenturen .
Die Penny-Stocks unter Druck Am Montag ist es nach dem Willen der Deutschen
Börse soweit : Die Ausschlussregeln für das Hightech-Segment Neuer Markt treten
in Kraft . Die insolvente Micrologica , die ebenfalls eine einstweilige
Verfügung gegen die Gültigkeit der neuen Regeln für das Unternehmen gestellt
hatte , wurde damit übrigens vom Landgericht Frankfurt abgewiesen . Entscheidend
für ihr endgültiges Schicksal soll dann die Kursentwicklung in den folgenden 90
Handelstagen sein . Schaffen die Billigaktien die Grenzwerte an 15 aufeinander
folgenden Tagen nicht , bedeutet das den Abschied von dem Handelssegment . Damit
nicht nur die Firmen , die unter die Auschlusskriterien der Börse fallen ,
darüber Bescheid wissen , sondern auch die Anleger , hat die Schutzgemeinschaft
der Kleinaktionäre eine Liste der Penny Stocks veröffentlicht . Damit treffen
beide Auschlusskriterien der Deutschen Börse auf 44 Unternehmen zu . Was war .
Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die
Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und
Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Aber PR-Profi Ellison
hat dies als Erster gespürt und seine Geschichte von dem landesweiten ID-System
mit Foto und Fingerabdruck aus den verstaubten Ordnern früherer Zeiten gezogen .
Schließlich braucht man dazu eine Datenbank , die Oracle kostenlos liefern will
. So schließt sich ein Kreis : Oracles erster Kunde war die CIA , die eine
Fingerabdruck-Datenbank aufbauen wollte . Im Fernsehinterview , in dem er seinen
Vorschlag vorstellte , sagte Ellison : Alles , was Sie aufgeben müssen , ist
ihre Illusion , nicht ihre Privatsphäre . Da fragt sich fast , was Larry Ellison
über Bill Gates herausgefunden hat . Wir kümmern uns zuwenig um die Leute
nebenan und lassen es damit zu , dass Terroristen Wohnungen mieten können . Mit
dem Vorschlag einer " Global Neighbourhood Watch " meldete sich der
Sicherheitsspezialist und ehemalige Prediger Richard Thieme in seinem Newsletter
" Islands in the Clickstreams " zu Wort . Alle besonderen Vorkommnisse sollen
einer Datenbank im Internet gemeldet werden , in der modernstes
Informations-Drilling die Zusammenhänge erschließt . Die Blockwarte im neuen (
Bürger- ) Krieg werden geradezu poetisch auf " Anomaly Detection " eingestimmt :
Die Friedenstaube lassen wir hier lieber gleich weg , sie könnte ein Aufklärer
sein . In Zeiten , in denen in Deutschland Lauschverordnungen einfach akzeptiert
oder mit Bedenken akzeptiert oder gar nicht akzeptiert werden , zeigen uns damit
die Amerikaner , wie Information Superiority aussehen soll . Nach den
Terror-Attacken in den USA wurde dies Bestandteil des Arbeitsvertrages auch für
Journalisten bei Springer . Nun will ich hier nicht diskutieren , ob die
Redaktion oder einzelne Redakteure von Computer-Bild etwas gegen die NATO haben
oder jemals haben werden . Die Frage stellt sich , ob etwa Echelon , das frühere
Export-Verbot für starke Kryptographie , Carnivore , der Geheimdienst NSA oder
Ähnliches auch zur Unterstützung der NATO und der Solidarität in der
freiheitlichen Wertegemeinschaft gehörten . Man sieht , selbst Computer-Blätter
bleiben von der medialen Überreaktion nicht verschont , die nun wohl auch
US-Altrocker Mitch Ryder aus MP3-Sammlungen verbannt . Der sang zwar " Ich bin
aus Amerika " - das aber auf Deutsch , und auch erst , nachdem er mit der Zeile
" Er ist nicht mein Präsident " Ronald Reagan sein äußerstes Misstrauen
ausgesprochen hatte . In einem Artikel für den englischen Guardian machte der
Echelon-Experte David Campbell in dieser Woche noch einmal darauf aufmerksam ,
dass Kryptografie und Steganografie bei den Islamisten von Bin Laden keine Rolle
spielten . Das neue " Betriebsklima " stellt jede Kommunikationsform unter einen
Anfangsverdacht . Aus Australien kommt die Nachricht von einem Instant Messenger
der Firma Cleartext , der mit verschlüsselter Kommunikation arbeitet . Prompt
muss sich der Autor David Banes gegen Vorwürfe wehren , den Terroristen in die
Hände zu arbeiten . Das bringt uns zu einem Konkurrenten , der
israelisch-amerikanischen Firma Odigo . Nach Angaben der Firma wurde der Hinweis
sofort an das FBI weiter geleitet . Die Sache gibt Spekulationen Auftrieb ,
wonach Messaging-Systeme von den eifrigen Datensammlern bisher nicht beachtet
wurden . Ein mysteriöser Fall , weit mysteriöser als die liebevoll geführte
Dauer-Debatte um ein Foto , das angeblich von der Spitze des World Trade Centers
stammt , wo es in dieser Form keine Aussichtsplattform gegeben haben sollte .
Als ob es derzeit nicht genug Probleme hätte , muss es sich neben dem Jihad mit
den Yihats befassen . So kürzt sich angeblich eine Gruppe um den gerade
angezeigten Edelhacker Kimble ab . Ausgeschrieben sind sie die " Young
Intelligent Hackers Against Terror " . Die jungen Intelligenzler , hauptsächlich
Engländer unter Führung von Kimble , wollen die Al Shamal Islamic Bank gehackt ,
dort Konten von Bin Laden und seiner Al Quaeda gefunden und diese Informationen
dem FBI übergeben haben . Man mag die Sache glauben und Kimble bewundern , wie
es die nicht näher genannten Hacker tun , man mag die Todesdrohungen glauben ,
unter denen Kimble leidet . Seltsam ist , dass sich unter den islamischen Banken
ausgerechnet die Bank zum Hack über eine bekannte Lücke des Checkpoint Firewall
1 ausgesucht wurde , die letzten Mittwoch in einem Senats-Hearing als
Bin-Laden-Bank identifiziert wurde . Der supercoole Yihat-Führer Kimble wird in
den US-Medien als " finanziell erfolgreich " geführt , seine an den Webmaster
der Al Shamal Islamic Bank geschickte Erklärung ausführlich zitiert . Seltsam
nur , dass keine Website dieser Bank existiert . Was wird . Es geht weiter . Das
erste Buch zu 9/11 ist erschienen . Ursprünglich sollte es nur " 09/118:48 AM "
heißen , doch das erschien dem Herausgeber zu ungenau . In einem Jahr könnte
vielleicht schon jemand nichts mit dieser Angabe verbinden , heißt es zum neuen
Untertitel : " Documenting America's Greatest Tragedy " . Wir lernen : Wer
schnell schießt , scheint kein Langzeitgedächtnis zu haben . " Wir schreiten
voran , Amerika und die Comdex " , heißt es in einer Pressemitteilung der Comdex
. Das novemberliche Computerspektakel in Las Vegas soll fast wie gehabt statt
finden . Fast . " Unter der Flagge finden wir zusammen und zeigen aller Welt ,
wie stark Amerika ist . " Die Pressemitteilung der Comdex gehört noch zu den
gemäßigten ihrer Art . Aus aktuellem Anlass wird ein neuer Themenpavillon auf
der Messe errichtet , der sich mit Video-Conferencing befasst . Das wird Ray
Kurzweil freuen , der die Videotreffen im Internet als erste Anzeichen für den
großen Sprung der Menschheit begrüßte . Denn wer sich virtuell auf einem Server
trifft , ist eher bereit , sein Hirn auf einer Festplatte speichern zu lassen .
Das erleichtert die Kommunikation mit anderen Partitionen ungemein . Am 24.
Oktober eröffnet Kurzweil eine Ausstellung über Computergehirne im Paderborner
Heinz Nixdorf MuseumsForum . Wie stark Amerika ist , zeigt sich in der aktuellen
Diskussion um die Verschlechterung oder den Ausfall von GPS in seiner zivilen
Variante . Was bleibt ? SOS funken ? Aber nicht doch , dieses Signal ist 1999
abgeschafft und durch GMDSS ersetzt worden . An diesem Tag wurde in Berlin aus
dem SOE der Reichsmarine das weltweit anerkannte SOS kreiert . Drei kurz , drei
lang , drei kurz , eine " edle Einfachheit in tiefer Noth " , die den anwesenden
Italienern , Franzosen , Engländern und Amerikanern gefiel . Gerade beraten FAA
und angeschlossene Militärs , welches Signal ein Transponder eines Flugszeugs
senden kann , das von Terroristen gekapert wurde . Wie sangen noch Motley Crue
ihr Save our Souls ? " Got no religion , laugh while they fight . " Das Wetter .
Konzentrationswelle rollt im Netzwerkmarkt Die Konzentrationswelle im
Netzwerkmarkt nimmt kein Ende . Firmen wie Cisco oder 3Com gehen mit gut
gefüllter Kasse auf Einkaufstour . Letzter Coup war die Übernahme von USRobotics
durch 3Com . Andere schließen sich zusammen : inoffizell wurde heute bekannt ,
daß SMC und Accton ihre Netzwerkabteilungen zusammenlegen . Die offizielle
Bestätigung wird allerdings bis Mittwoch auf sich warten lassen . SMC ist neben
3Com einer der wenigen Hersteller , die für Ethernet-Netzwerkkarten noch eigene
Chips entwickeln . Verwaltung der Domain-Namen endlich geklärt Zumindest für die
nächsten vier Jahre ist die Verwaltung und Registrierung von Internet-Namen in
den Domains .com , .net und .org geklärt . Nach langen Auseinandersetzungen
zwischen der amerikanischen Regierung , der neuen Verwaltungsbehörde ICANN und
dem bisherigen Registrierungsmonopolisten Network Solutions haben die
beteiligten Parteien nun eine entsprechende Vereinbarung erreicht . Danach
verwaltet Network Solutions ( NSI ) im Auftrag der ICANN weiter die zentrale
Datenbank und die zugehörigen Server der Top-Level-Domains . Ab dem 15. Januar
2000 soll NSI den Registraturen , die von der ICANN akzeptiert wurden , die
Möglichkeit geben , Domain-Namen in die Datenbank aufzunehmen . NSI , die selbst
als Einrichtungsstelle für Domain-Namen von der ICANN anerkannt ist , kann dafür
von den konkurrierenden Unternehmen 6 Dollar pro laufendem Registrierungsjahr
kassieren , darf diese Einkünfte aber nicht zur Verbesserung seiner
Wettbewerbsposition verwenden . Die ICANN entstand als neue Oberaufsicht über
die Internet-Verwaltung im Gefolge von Plänen der US-Regierung , das Internet
weitgehend in privatwirtschaftliche Hände zu übertragen . Dazu gehörte auch ,
die Verwaltung der Domain-Namen auf mehrere Stellen zu verteilen . Zwar ließ man
sich selbst als Registratur nach den neuen Plänen eintragen , behinderte aber
den Prozess der Aufnahme neuer Unternehmen in die Domain-Verwaltung , wo es nur
ging . Unter anderem verlangte NSI von den neuen Registratoren neben 10.000
US-Dollar für die Software zum Zugriff auf die zentrale Datenbank zusätzlich
eine Kaution von 100.000 US-Dollar ; außerdem gingen die Tests , mit denen der
Zugang von Konkurrenten ausprobiert werden sollte , nur schleppend voran . Die
jetzt getroffene Vereinbarung ist ein Kompromiss , von dem allerdings vor allem
NSI profitieren dürfte : Wirtschaft und Politik hinken dem Internet hinterher "
Die Bedenkenträger werden den internationalen Wettlauf nicht gewinnen . " Mit
diesem harschen Kommentar wandte sich der FDP-Politiker Walter Döring ,
Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg , auf der Eröffnung des 4. Deutschen
Internet-Kongresses gegen mangelnde Risikobereitschaft in der deutschen
Wirtschaft . Vor allem Finanzinstitute sollten bei der Finanzierung von
Existenzgründern in der Computerwirtschaft mehr wagen . " Uns trennen immer noch
Welten zwischen den Wachstumsprognosen und den technischen Möglichkeiten
einerseits und der Realität andererseits " , beschrieb Döring die Situation .
Ein weiteres Problem sieht darüber hinaus Erwin Staudt , Chef von IBM
Deutschland , nach wie vor im großen Mangel an Fachkräften : Die Kommunikation
über das Internet revolutioniere die gesamte Gesellschaft . Das müsse stärker
als bisher das öffentliche Handeln bestimmen , fügte Staudt hinzu . Uneins waren
sich die beiden Eröffnungsrederner des Kongresses dagegen bei Sicherheitsfragen
. Döring geht davon aus , dass man in Deutschland dem besonders ausgeprägten
Sicherheitsbedürfnis der Anwender stärker Rechnung tragen müsse : " Der Einkauf
im Internet ist für Verbraucher immer noch riskant . " Staudt dagegen warnte vor
übertriebener staatlicher Regulierung und falschem Sicherheitsbewusstsein : "
Die Leute , die auf die Unsicherheit von Kreditkartenzahlungen im Internet
verweisen , sind die gleichen , die am Abend im Restaurant die Karten
bedenkenlos aus der Hand geben . " Bei den Bezahlverfahren im Internet sieht
Staudt keine Sicherheitsrisiken mehr . Von Microsoft und 3Com : In den USA sind
nun erste Ergebnisse der Kooperation zwischen Microsoft und 3Com bei Netzwerken
für Privatanwender zu bewundern . Die Hardware ist nichts Besonders : Ergänzt
wird dies allerdings durch spezielle Software , die Einrichtung und Betrieb
kleiner Netze besonders einfach machen soll . Sobald ein Rechner , ein Drucker
oder ähnliches an das LAN angeschlossen werden , soll die Software automatisch
dafür sorgen , dass die Ressourcen im gesamten Netz zur Verfügung stehen . Auch
gibt es nach Aussagen eines 3Com-Sprechers keine Probleme mehr , etwa ein
Notebook zu Hause und in der Firma zu vernetzen : Die Software stelle den
Rechner automatisch auf die unterschiedlichen Umgebungen ein . Das Kit , das
Microsoft unter dem Namen HomeClick allerdings erst am 14. Oktober offiziell
vorstellen will , soll für zwei Fast-Ethernet-Karten , Kabel und Software rund
180 US-Dollar kosten . 3Com führt das Ganze als HomeConnect . Unter diesem Label
bietet der Netzwerkspezialist auch digitale Kameras mit Netzwerkanschluss sowie
Kabel- und DSL-Modems an . Nach dem Ethernet-Kit wollen die beiden Firmen Ende
diesen Jahres ein vergleichbare Paket für die Vernetzung über schon installierte
Telefonleitungen und Anfang 2000 ein Kit für drahtlose LANs vorstellen . Amazon
: Vom Buchladen zum Supermarkt Amazon will offensichtlich zum Online-Superstore
werden und die Festlegung auf Bücher , CDs und ähnliches abstreifen . Statt nun
aber entsprechende Online-Anbieter für alles mögliche aufzukaufen oder selbst
entsprechende Shops zu entwickeln , läßt sich die Firma einen geschickten
Schachzug einfallen : Morgen will das Unternehmen laut Nachrichtenagentur AP
offiziell bekanntgeben , dass in Zukunft jedermann und jedefrau über Amazon.com
beliebige Waren verkaufen kann . " Wir möchten , dass Shopper alles online
finden können " , zitiert AP Jeff Bezos , Chef von Amazon . Soviel Altruismus
verwundert schon etwas , dachte man doch bislang , auch Online-Shops wollten vor
allem Geld verdienen . Und das ist auch der Sinn hinter dem zShops genannten
Dienst . Statt aber riesige Investitionen in den Aufbau neuer Online-Shops zu
stecken , will Amazon an den Verkäufen von Privatleuten und anderen Anbietern
verdienen . Wer solch einen Shop bei Amazon aufbauen möchte , zahlt 9,99
US-Dollar pro Monat und kann dann bis zu 3000 einzelne Posten zum Verkauf
anbieten . Wem das zu viel ist , der hat die Möglichkeit , für 10 Cents zwei
Wochen lang einzelne Waren auflisten zu lassen . Wer dann tatsächlich etwas
verkauft , muss allerdings noch einmal an Amazon zahlen : Für alles , was unter
25 US-Dollar kostet , möchte Amazon eine Gebühr von 5 Prozent des
Verkaufspreises ; bei einem Preis zwischen 25 und 999 US-Dollar sind es 2,5
Prozent . Für alles , was darüber liegt , beträgt die Gebühr 1,25 Prozent .
Funktioniert das Konzept , kann Amazon bald ohne große Mühe als Superstore
auftreten und verdient trotzdem an jeder Transaktion . Angeblich sollen zum
Start des neuen Service schon über 500.000 neue Artikel auf Amazon.com zu haben
sein . Für Deutschland scheint vergleichbares aber noch nicht geplant : Amazon
Deutschland wollte noch keinen Kommentar zu der Meldung abgeben . Was war . Was
wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details
schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse .
Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Genau : Er befindet sich auf
Kriegspfad . Sie sind zäh und verschlagen und lächeln nicht einmal , wenn sie
als Riesenpinguine einen ganzen Campus zertreten . So zeigte es ein begehrtes
Plakat auf der letzten Comdex : Tux zertrampelt auf ihm genüsslich den Hauptsitz
von Microsoft in Redmond . Jetzt aber schlägt der grimmige Tux in Deutschland zu
und zertrampelt Bielefeld , eine Stadt von zweifelhafter Existenz . Dort wurde
in dieser Woche der Big-Brother-Award vergeben und dabei erwischte es den
Apache-Webserver beim " Szene-Preis " auf Grund schwerster Verfehlungen im
Logfile bei einer Standardinstallation . Nun macht eine Feder wenig her , darum
steckte die Jury diese dem Tux zu . Das brachte wiederum das Blut der Szene zum
Wallen : Schließlich läuft Apache beileibe nicht nur unter Linux . Und was für
eins ! Jede Standardinstallation des RAS unter Windows NT oder 9x installiert
NetBEUI zusammen mit dem TCP/IP-Protokoll . Damit gibt die Verbindung im
Zweifelsfall den Nutzer- und den Computernamen preis - auch ein Frage der
Privatsphäre . So aber hat die tuxlastige Unlogik des Szene-Preises die fatale
Folge , den Big-Brother-Award von der Szene zu entfremden , aus der sich 80
Prozent der Tipps für diesen Preis rekrutierten . Glückwunsch nach Bielefeld !
Und das mit dem Loggen von IP-Adressen üben wir noch einmal , nicht war ? Erfolg
macht anscheinend empfindlich . Man könnte meinen , auf dem Campus in Redmond zu
stehen nach dem Tortenangriff auf den Oberguru . Die Psychopathologie der
EDV-Branche , ob sie nun auf Open Source setzt oder auf geheime Quellcodes ,
will erst noch geschrieben werden . Aber vielleicht hat sich dies ja auch dank
einiger russischer Hacker von selbst erledigt : Wenn Windows mehr oder weniger
unfreiwillig Open Source wird , wer will da noch den Basar zur Revolution gegen
die Kathedrale führen . Zumal das mit den Quellcodes so eine Sache ist - das
Damoklesschwert des Untergangs hängt über Netscape nur noch an einem ganz dünnen
Faden , da helfen alle offen gelegten Sourcen nichts . Denn in Wirklichkeit hat
bestimmt Scott McNealy im Auftrag von Larry Ellison den Code von .NET gemopst -
in der hinterlistigen Absicht , liege der Code des neuen
Microsoft-Hoffnungsträgers erst einmal offen , komme nie eine Version davon
heraus : Die Hälfte der Entwickler lacht sich tot , die andere Hälfte verfällt
über dem Versuch , ihn zu verstehen , dem Veitstanz . Die Redmonder taumeln in
den Abgrund - finis . Derweil ging gestern in dem kleinen Örtchen nahe der Stadt
Seattle , die im Unterschied zu Bielefeld nachweislich existiert , aber immer
verregnet sein soll , stattdessen einmal wieder die Sonne auf . Ein kleines
Ständchen zum wichtigsten Ereignis der Woche habe ich nun ja schon abgeliefert :
Wenn Bill Gates 45 wird , darf Hal Faber unter den Gratulanten schließlich nicht
fehlen . Bemerkenswerterweise gab es nicht nur die üblichen Reaktionen unserer
geliebten Betriebssystemkrieger , von denen die einen " Hosianna " jubeln und
die anderen " Verbrennt den Hexer " geifern . Die gab es natürlich auch , aber
ebenso Dankesworte für die Nicht-Verwendung des Begriffs Bobo zur Beschreibung
der Herren und Damen aus der New Economy . Eigentlich war dies aber ein Versehen
: Dumm nur , dass Gates anscheinend langsam zu alt für einen Bobo wird . Denn
auf Kriegspfaden gibt es bekanntlich Tote . Und ein solcher scheint der Bobo zu
sein . Vom Autor des Buches " Bobos in Paradise " kommt die Nachricht , dass er
in den heftigen Abwinden der Internet-Ökonomie für die Bobos die Variante P.O.W.
vorschlägt , Prisoners of Work . Ausnahmsweise glaube ich , dass er Unrecht hat
: Die Bobos leben weiter , auch wenn sie sterben ! Wie das geht , zeigt Bigwords
, ein gerade zu Grabe getragener Dot.com , der gebrauchte Lehr- und
Studienbücher an darbende Studenten verscherbeln wollte und nun Stil beweist :
Wir fingen mit Geld von unseren eigenen Bankkonten an und bauten ein Geschäft
auf , das für alle Zeiten die Weise revolutioniert hat , wie eine
5-Milliarden-Dollar-Industrie Geschäfte macht . Das könnt ihr auch . Von den
Bobos ist es glücklicherweise auch nur ein kleiner Schritt zu Boris Becker ,
einem ehemaligen Tennisspieler . Letzte Woche habe ich seine millionenschwere
Kampagne für AOL-Screennames erwähnt , doch scheint es so , als ob einfache
Namen mit einem aol.com für den Herren nicht ganz das Gelbe vom Ei sind . So
lässt er flächendeckend Domain-Inhaber abmahnen , die die Marke Boris besetzen .
Etwa so wie bei Boris.de . Hier zeigt sich , was ein guter Werbevertrag wert ist
: Beim AOL-Hosting-Service verschwand flugs die Domain Steffi.de in der
Versenkung . Eine andere Marke mit Macke ist der Explorer , der nach einem
Bericht lieber Kollegen mittels Hörfehler ins Jahr 1991 zurückdatiert wurde .
Also vor die Zeit , als die Discotec in Düsseldorf ein Archiv der in Deutschland
verfügbaren Diskothekensteuerungen anlegte . Ehret die Archive des Wissens ,
sagte schon Foucault - und wir drücken bei der Suche natürlich die Daumen .
Letzte Woche schneite die RWE-Agenda in nordrhein-westfälische Haushalte , das
Kundenmagazin des Stromversorgers RWE mit dem Untertitel " Verantwortung
Leistung Zukunft " . Zu lesen ein Daum-Special , in dem kein Trainer redet .
Christoph Daum beschreibt seinen Job im Interview seines Werbepartners anders :
" Seit ungefähr zehn Jahren bin ich bei Unternehmen tätig und berate das
mittlere und gehobene Management im Bereich der Teambildung . " Dann fragt der
Interviewer , warum Daum nicht zu einem Internet-Startup gegangen ist . Doch was
ist schon ein Dot.com ? RWE dagegen ! So auch die Antwort Daums : Er wendet sich
an uns und wir versorgen ihn mit Licht und Wärme und Wasser und entsorgen seinen
Abfall . Wir hätten gerne Strom , den Internet-Anschluss und die Web-Adresse der
Gesellschaft für deutsche Haarforschung . Was wird . Wo der Big-Brother-Award
weg ist und der österreichische Preisträger Haider samt seinen
Datenbankforschern noch da ist , lohnt es sich vielleicht , die Privacy2000 zu
erwähnen . Sie findet vom 30. bis 31. Oktober in Columbus , Ohio statt . Zu den
Hauptsponsoren dieser Veranstaltung gehört eine Firma des Walt Disney-Konzerns ,
der sich rühmt , in seinen Parks das weltweit beste flächendeckende
Videoüberwachungssystem installiert zu haben . Das wichtigste Ereignis der
nächsten Woche ist aber eigentlich ein Nicht-Ereignis : Nämlich die Nicht-Expo .
Am 31. Oktober geht sie nun endgültig zu Ende , hinterlässt ein paar Mark , die
noch zu bezahlen wären , und wird verabschiedet von begeisterten Menschen , die
hier zu Lande meist als Ausländer tituliert werden . Die Stadt an der Leine als
humanistische Enklave inmitten eines Landes , in dem kahlköpfige Skins und
dumpfbackige NPD-Funktionäre ihr Unwesen treiben ? Scheint so , denn andernorts
will man andere Saiten aufziehen : In Berlin findet etwas mehr als eine Woche
nach dem Ende der Expo die große Demonstration gegen Rechts statt . Ob sich der
humanistische Hannoveraner aber in Gesellschaft von Friedrich " Deutsche
Leitkultur " Merz , Günther " nützende statt ausnützende Ausländer " Beckstein ,
Jürgen " Kinder statt Inder " Rüttgers oder Otto " Das Boot ist voll " Schily
gut aufgehoben sieht , wird sich zeigen müssen . Aber vielleicht fühlten sich
die Expo-Ausländer auch nur so wohl , weil der normale Deutsche damit rechnen
durfte , dass sie nur neun Monate im Land bleiben . Cracker-Einbruch trifft
Microsofts Netz-Strategie schwer Der Cracker-Angriff aus Russland hat
Microsoft-Chef Steve Ballmer nicht in Panik verfallen lassen - zumindest in der
Öffentlichkeit rudert er nach den ersten Berichten über den Einbruch in das
Microsoft-Intranet kräftig zurück . Die Attacke habe " kaum Schaden angerichtet
" , sagte Ballmer Journalisten und Programmierern in Stockholm . Aus der
Firmenzentrale in Redmond kamen am Wochenende ebenfalls Beschwichtigungen : "
Der Vorfall scheint wesentlich begrenzter zu sein als wir zunächst gedacht haben
" , meinte Firmensprecher Mark Murray . Die Äußerungen der Microsoft-Führer
stoßen bei etlichen Sicherheitsexperten auf Unverständnis . Sprecher von
Softwarefirmen verwiesen darauf , dass das vermutlich eingesetzte Trojanische
Pferd mit dem Namen QAZ schon seit rund drei Monaten bekannt sei . Aktuelle
Anti-Viren-Software sei in der Lage gewesen , QAZ zu erkennen und auszuschalten
. Robert Graham , Technologie-Chef der Computer-Sicherheitsfirma Network Ice ,
sagte , der Vorfall beweise , wie lax Firmen mit dem Thema Sicherheit umgingen .
Unterdessen versucht ein Team von Sicherheitsexperten auf dem weit verzweigten
Campus der Microsoft-Zentrale in Redmond bei Seattle herauszubekommen , was den
Crackern tatsächlich in die Hände fiel . Nach einer ersten schnellen
Untersuchung geht das größte Software-Unternehmen davon aus , dass lediglich
Programmcode von künftigen Microsoft-Produkten betroffen ist , nicht aber die
Kronjuwelen Microsofts , der Quellcode des Betriebssystems Windows oder des
Büroprogramms Office . Ist die von Microsoft entwickelte und selbst eingesetzte
Technik wirklich so einfach zu überlisten ? Microsoft-Chef Ballmer und Bill
Gates , der Gründer des Softwarekonzerns , werden in den kommenden Wochen viel
Überzeugungsarbeit leisten müssen . Schließlich strebt Microsoft künftig mit
seiner .NET-Strategie eine komplette Vernetzung der Betriebssysteme und der
Programme über das Internet an . Und das kann natürlich nur auf dem Fundament
einer soliden Sicherheits-Strategie geschehen . Und die steht natürlich , egal ,
welche Codes die Cracker nun bei Microsoft geklaut haben oder nicht , auf dem
Prüfstand . Darin liegt die eigentliche Bedeutung des Angriffs . Einer Firma ,
die ihr eigenes Intranet nicht vor schon bekannten Trojanern oder Viren schützen
kann , dürfte es in der Öffentlichkeit schwer fallen , Vertrauen in die
hauseigenen Angebote zur angestrebten totalen Vernetzung über das Internet zu
erzeugen . Unabhängig von den konkreten Schäden und Einblicken durch den
Einbruch in das Microsoft-Intranet , ist der erfolgreiche Angriff die größte
anzunehmende Blamage für den Konzern aus Redmond . Firmen , Behörden und
Organisationen werden sich in Zukunft sehr genau ansehen müssen , wem sie ihre
eigenen digitalen Kronjuwelen anvertrauen . Telekom an Swisscoms
Mobilfunkgeschäft interessiert Der Schweizer Ex-Telefonmonopolist Swisscom will
nach Informationen der Zeitung SonntagsBlick einen großen Teil seines
Mobilfunkgeschäfts verkaufen . Als Kaufinteressenten werden bislang die Deutsche
Telekom und die britische Vodafone gehandelt . Wie die Schweizer Zeitung am
heutigen Sonntag berichtete , unterbreitete Swisscom-Konzernchef Jens Alder der
Schweizer Regierung in der vergangenen Woche einen entsprechenden Vorschlag .
Nach Ansicht Alders , schreibt die Zeitung , gebe es ohne starken Partner aus
dem Ausland keine Überlebenschance für Swisscom . Nach den Plänen des
Swisscom-Chefs soll sich der teilprivatisierte Konzern von seinen
Übertragungsanlagen und Immobilien trennen . Da diese beiden Bereiche nicht zum
zentralen Geschäft von Swisscom gehörten , halte der Schweizer Staat daran keine
Anteile . Daher könnten sie sofort verkauft werden . Gegen die Veräußerung der
Übertragungsanlagen habe das Schweizer Militär aber schon Bedenken geäußert ,
heißt es in dem Bericht . Außerdem sucht die Swisscom einen ausländischen
Partner für die Mobilkommunikation . Bisher sei beim Mobilfunk zwar erst von
einer Veräußerung eines Anteils von 20 bis 25 Prozent die Rede , die möglichen
Partner würden sich aber mit einer Minderheitsbeteiligung nicht zufrieden geben
, schreibt das Blatt . Der Schweizer Staat hält allerdings noch 65 Prozent der
Swisscom-Anteile . Zwar ist er bereit , diese Anteile zu veräußern : Dafür sei
aber mindestens eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes , wenn nicht gar
der Verfassung notwendig . In Deutschland ist Swisscom zu 74 Prozent am
Mobilfunkanbieter debitel beteiligt . In den letzten Wochen gab es immer wieder
Gerüchte , Swisscom werde die debitel-Anteile verkaufen , die allerdings heftig
dementiert wurden . Aus dem Festnetzgeschäft hier zu Lande ist das Schweizer
Unternehmen dagegen ausgestiegen . Richter : Microsoft-Zerschlagung nicht
bevorzugte Entscheidung Richter Thomas Penfield Jackson bedauert keine der
Entscheidungen , die er im Kartellprozess gegen Microsoft getroffen hat , obwohl
nahezu alles , was er getan habe , in der Berufung anfechtbar sei . Jackson ,
der in seinem erstinstanzlichen Urteil im Kartellprozsess Microsoft zur
Aufspaltung verurteilte , meinte nach Berichten in verschiedenen US-Medien auf
einer Tagung zum Kartellrecht der George Mason University allerdings auch , die
Aufteilung Microsofts sei eigentlich nie seine bevorzugte Entscheidung in dem
Fall gewesen . Jackson , der um deftige Kommentare zu Microsoft nie verlegen war
, betonte jedoch , " Microsofts Unnachgiebigkeit " habe ihm keine andere Wahl
gelassen . Inzwischen scheint Jackson von dem Verfahren und den
Auseinandersetzungen , in die er auf Grund seines Urteils in der Öffentlichkeit
geriet , frustriert zu sein . Er denke ernsthaft darüber nach , sich aus dem
Prozess zurückzuziehen , wenn das Berufungsgericht zu der Ansicht komme , sein
Urteil sei " krass falsch " gewesen . Dafür reiche es nach Ansicht Jacksons
schon aus , wenn die Berufungsrichter weitere Anhörungen in dem Verfahren
durchführen wollten , statt auf Grund seiner Urteilsbegründung und der
eingereichten Dokumente von Justizministerium und Microsoft zu einem schnellen
Urteil in der Berufungsinstanz zu kommen . Damit käme Jackson Microsoft entgegen
: Wegen seiner öffentlichen Kommentare zu dem Verfahren will der Konzern
erreichen , dass der Richter von dem weiteren Verfahren ausgeschlossen wird .
US-amerikanische Rechtsexperten bezweifelten wegen Interviews von Jackson
bereits , dass er weiter an dem Prozess teilnehmen könne . Jackson verteidigte
seine öffentlichen Auftritte allerdings . Er habe aus Sorge um falsche
Vorstellungen über seine Rolle gehandelt , die auf Grund der PR-Kampagnen der
streitenden Parteien entstanden seien . Er habe dabei keine juristischen
Verfahrensregeln verletzt , da er sich erst geäußert habe , nachdem das Urteil
gefallen sei . Auch alle Interviews , die er während des laufenden Verfahrens
gegeben habe , hätten erst nach dessen Abschluss veröffentlicht werden dürfen .
Die russische KP entdeckt das Internet Die Kommunistische Partei Russlands will
im Werben um junge Wähler auf das Internet setzen . " Ich gehe mit einem Stock
umher und zwinge alle , sich das Internet anzueignen " , sagte deren
Parteivorsitzender Gennadi Sjuganow am Sonntag auf einem Jugendkongress der
Kommunisten in Moskau . Ohne Internet komme man in der modernen Welt nicht mehr
aus , erklärte der KP-Chef . Sjuganow kündigte an , dass jede Bezirksabteilung
der Partei eine eigene Webseite mit speziellen Jugendthemen betreiben werde .
US-Kauf der Telekom heiß umworben Der japanische Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo
hofft immer noch auf die US-Mobilfunkgesellschaft Voicestream , um einen Fuß in
den amerikanischen Markt zu bekommen . Vor wenigen Monaten erst schnappte die
Deutsche Telekom dem japanischen Konzern die Firma Voicestream vor der Nase weg
- und während NTT DoCoMo in Europa im Bund mit der niederländischen KPN eine
aggressive Strategie zum Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes verfolgt , steht
er in den USA bislang mit leeren Händen da . Nach einem Bericht des
Finanzdiensts Bloomberg gibt NTT DoCoMo aber das Werben um Voicestream noch
nicht ganz auf . " Unser primäres Ziel für den Eintritt in den US-Markt ist die
Förderung von W-CDMA " , erklärte DoCoMo-Chef Keiji Tachikawa . Und dafür sieht
das Unternehmen Voicestream wohl immer noch als idealen Partner an .
Mobilfunknetze der dritten Generation ( wie beispielsweise UMTS ) setzen auf das
breitbandige W-CDMA auf . Eine Allianz mit NTT DoCoMo könnte Voicestream einen
Vorsprung vor anderen US-Gesellschaften geben , die mit den neuen
Mobilfunktechniken noch nicht so weit gediehen sind . Allerdings dürfte die
Telekom eventuelle Verhandlungen misstrauisch beäugen : Schließlich entwickelt
sich NTT DoCoMo zu einem scharfen Konkurrenten des deutschen Ex-Monopolisten .
Eine Beteiligung von NTT DoCoMo an Voicestream sei allerdings nicht mehr geplant
, meinte Tachikawa . Dies könnte sich aber wohl schnell ändern , wenn die
Telekom es nicht schafft , den Kurs ihrer Aktie weiter zu stabilisieren : Die
Übernahme von Voicestream sieht sich zwar nicht mehr so hohen Hürden gegenüber
wie noch vor wenigen Tagen , soll aber zu einem großen Teil mit Telekom-Aktien
bezahlt werden . Je tiefer der Kurs sinkt , desto unattraktiver wird natürlich
auch das Angebot der Telekom - womit beim Voicestream-Management angesichts des
anhaltenden Liebeswerbens unter Umständen wieder die ursprüngliche Offerte von
NTT DoCoMo ins Bewusstsein rückt . Im Unterschied zur Telekom hatten die Japaner
aber in keiner Verhandlungsphase eine vollständige Übernahme von Voicestream
angeboten und nur eine Minderheitsbeteiligung angestrebt . Und Voicestream kam
es erklärtermaßen in allen Verhandlungen darauf an , vor allem eine
Kapitalspritze für den Ausbau des eigenen Netzes zu erhalten . Besorgnis bei
US-Offiziellen nach Angriff auf Microsoft Der Crackerangriff auf Microsoft hat
in US-Sicherheitskreisen und auch im Verteidigungsministerium große Besorgnis
ausgelöst . Amit Yoran , ein ehemaliger Manager des
Pentagon-Computersicherheitsteams meinte in der Zeitung Seattle
Post-Intelligencer : Aus Sicherheitskreisen hieß es laut dpa , der Angriff aus
Russland beweise , dass auch die größten Firmen und Regierungen nicht sicher
seien . Der Nationale Sicherheitsrat , der nicht direkt mit dem Angriff
beschäftigt ist , zeigte sich am Wochenende ebenfalls besorgt . " Wir sind sehr
an dem Fall interessiert " , sagte ein Beamter des Sicherheitsrates dem US-Blatt
: Es gebe diverse gefährliche Akteure im Internet , meinte der Beamte , der
anonym bleiben wollte . Jay Inslee , Mitglied des US-Repräsentantenhauses für
den US-Bundesstaat Washington , in dem Microsoft seinen Firmensitz hat , stieß
ins gleiche Horn : Er forderte härtere Strafen für Computerkriminalität . Dies
sei eine Gefährdung für die gesamte Wirtschaft , und die Kriminellen seien den
Strafverfolgungsbehörden voraus . Über den Stand der FBI-Ermittlungen wurde am
heutigen Sonntag nichts weiter bekannt . Microsoft bemühte sich jedoch am
Wochenende , den Fall herunterzuspielen . Microsoft-Sicherheitsexperte Howard
Schmidt legte am gestrigen Samstag neue Details des Einbruchs vor . Demnach
verschafften sich die Hacker über den Privatcomputer eines Angestellten mittels
des Trojaners QAZ Zugang in das Microsoft-Netzwerk . Vermutlich hätten die
Hacker aber nur eine Woche Zugang zu den Microsoft-Daten gehabt , erklärte
Schmidt gegenüber der Washington Post . Einige Experten allerdings zweifelten
die Angaben von Microsoft an , die Cracker hätten keinen Zugang zum Code der
Betriebssysteme und von Office gehabt , sondern nur zum Quelltext für " künftige
Entwicklungen " . Steve Fallin vom Unternehmen Watchguard Technologies in
Seattle kommentierte wiederum im Seattle Post-Intelligencer , es wäre schon ein
großer Zufall , wenn die Hacker wirklich nur die Quellcodes der neuesten
Produkte ausgekundschaftet und die Hauptsoftware ignoriert hätten . " Es gibt
nun eine Verwundbarkeit von innen , nicht mehr nur von außen . " Neben der
Blamage , dass Cracker in das Intranet von Microsoft eindringen können , die
allein schon einen schweren Rückschlag für Microsofts Netz-Strategie darstellt ,
hat der Konzern in Zukunft wohl mit einem weiteren Problem zu kämpfen : Der
wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen :
Ziemlich viel Updates von Aopen , einzelnes von Abit , Asus , Elitegroup , FIC
und Soyo . Und Microsoft nimmt sich der Kombination aus Windows 2000 und
VIA-Chipsätzen an . Die Kombination aus VIA-Chipsatz und Windows 2000 gilt als
nicht optimal . Mit den Nvidia-Treibern ab Version 6.31 schienen die Systeme
stabil zu laufen . Jetzt hat sich Microsoft der Sache angenommen und in der
Knowledgebase unter Q261606 einen Patch bereitgestellt , der mit allen
Grafikkarten funktionieren soll . Abit : Aopen : Asus : Elitegroup : Auf der
Update-Seite stehen bereit : FIC : Soyo : Auf der Update-Seite stehen bereit :
Das Programm Motherboard Monitor in Version 5.01 liest die Informationen des
Hardware-Monitorings und zeigt sie unter Windows an . Die Änderungen der neuen
Version betreffen vor allem die Windows-Oberfläche . Hoffen und Bangen bei Call
Centern Call Center haben nach Ansicht des Koblenzer
Wirtschaftsinformatik-Professors Felix Hampe " ein unglaubliches
Wachstumspotenzial " . Diese " Telefonzentralen für den Kundenkontakt "
entwickelten sich derzeit zu Communication Centern weiter , die auch über andere
Kanäle Verbindung zu ihren Kunden aufnähmen , sagte Hampe in einem Gespräch mit
der dpa . Dazu zählten das Internet , die E-Mail und geschriebene
Kurznachrichten ( SMS ) auf Handys , sagte Hampe am Rande einer Tagung der
Universität Koblenz-Landau zum Thema Communication Center . " Die Firmen
verschleudern heute viele Millionen , weil sie die Möglichkeiten der
Rationalisierung in der Kommunikation noch zu wenig nutzen " , meinte der
Experte . In diesem Bereich lägen die großen Chancen der Communication Center .
" Der Basisdienst Telefonieren dagegen wird so einen Preisverfall erleben , dass
es sich bald nicht mehr lohnt , solche Verbindungsleistungen ohne zusätzliche
Mehrwertdienste anzubieten " , erklärte Hampe . Beim Aufbau von Communication
Centern gehe es nicht um die Einsparung von Stellen , sondern um die
Verbesserung der Kommunikation mit den Kunden . " Die Ansprüche an die
Qualifikation der Agenten im Communication Center werden erheblich steigen " ,
sagte Hampe . In vielen Bereichen werde auch in fernerer Zukunft keine
Sprachautomatik diese Spezialisten ablösen , weil ein Agent am besten auf die
Bedürfnisse der Kunden eingehen könne . Die heutzutage im Call Center
eingesetzten Computerprogramme müssten noch sehr verbessert werden . Für die
Nutzung mehrerer Informationskanäle zu einem Kunden gab Hampe ein Beispiel :
Erst könne der Agent eines Communication Center einem Touristen die Vorzüge
einer Region erklären und dann zur Orientierung auf eine Landkarte im Internet
verweisen . Wenn der Kunde schließlich mit dem Auto am Urlaubsort ankomme ,
werde er über Satelliten und Funk mit Hilfe eines Navigationssystems von einer
Stimme direkt zu seiner Unterkunft gelotst . Die Frage , ob ein Communication
Center in einer Firma angesiedelt sein müsse oder ausgelagert werden könne ,
hängt nach Ansicht des Fachmanns davon ab , " wie wichtig die Kunden dem
Unternehmen sind " . Bei teuren oder sensiblen Produkten empfehle es sich ,
diese Zentralen selbst zu betreiben , ansonsten sei Auslagerung eine gute Lösung
. Nicht ganz so euphorisch wie Hampe sehen die Gewerkschaften die Situation bei
Call Centern . Die HBV kritisierte das Fehlen von Tarifverträgen für die
Beschäftigten in den Call Centern . Die Lage der Beschäftigten sei damit von
schlechteren Arbeitsbedingungen gekennzeichnet , sagte Jürgen Knoll von der HBV
. Hauptproblem für das Zustandekommen tariflicher Regelungen sei die bei den
Call Centern über eine Ausnahmeregelung im Arbeitszeitgesetz ermöglichte
Sieben-Tage-Regelung . Tarifverträge gebe es in Rheinland-Pfalz derzeit
lediglich für die Beschäftigten in zwei Call Centern von Versandhäusern . Damit
sei die Neigung gering , sich gewerkschaftlich zu organisieren . Die
Einwirkungsmöglichkeiten der Gewerkschaften seien deswegen gering . Der
Gewerkschaftssprecher wandte sich gegen die " Mär " , bei Call Centern werde
eine hohe Zahl neuer Arbeitsplätze geschaffen . Telefon-Leitung von Lübeck nach
Hamburg beschädigt Die Telefon-Leitungen für Ferngespräche von Lübeck nach
Hamburg sind am gestrigen Dienstag vermutlich von einem Bagger durchgerissen
worden . Wie die Deutsche Telekom gegenüber dpa mitteilte , wurden mehrere
Glasfaser-Kabel gekappt , über die der Sprachverkehr zwischen den beiden
norddeutschen Städten läuft . Anrufer müssen sich seit 13.15 Uhr am gestrigen
Dienstag in Geduld üben , da sie oft nur das Besetztzeichen zu hören bekommen .
Alternativ-Verbindungen seien dadurch ebenfalls überlastet , hieß es bei der
Telekom . Betroffen sei auch die Telekom-Auskunft , die aus der Gegend angewählt
wird . Die Reparatur-Arbeiten dauerten in der Nacht noch an . Nach Auskunft der
Telekom könnte die Leitung im Laufe des heutigen Mittwochmorgen wieder
funktionieren . Außerdem haben die beiden Firmen ein Vermarktungsabkommen für
die Domain geschlossen . NSI wird danach künftig .tv-Domains über seine eigenen
Webseiten verkaufen und die Registry-Datenbank betreiben sowie die
E-Mail-Adressen von .tv verwalten . Die Domain gilt als besonders attraktiv für
alle TV-Sender und Firmen , die mit Streaming Media oder vergleichbaren
Techniken im Internet auftreten wollen . Bislang zeigten allerdings
vergleichbare Versuche mit Länderdomains wie .to ( Tonga ) oder .nu ( Niue ) nur
bescheidene Erfolge - an die Registrierungen bei den allgemeinen Top Level
Domains ( .com , .net , .org ) oder allgemein gebräuchlichen Länder-Domains (
etwa .de für Deutschland ) reichten sie bislang nicht heran . Das soll sich für
.tv nun grundsätzlich ändern . NSI erhofft sich natürlich neue Geschäftsfelder ,
die das profitable Geschäft mit .com ergänzen können - denn dabei ist die Firma
nicht nur durch von der Internet-Verwaltung ICANN neu zugelassene Registrare mit
Konkurrenz konfrontiert , sondern möglicherweise auch durch die kürzlich
beschlossenen neuen Top Level Domains wie .biz . Schweizer Volkszählung mit
Internet-Premiere und Pannen So hat sich das beim Schweizer Bundesamt für
Statistik wohl niemand vorgestellt : Im Kanton Jura sind 50.000 Fragebögen mit
falschen Angaben bei den vorgedruckten Personenangaben verschickt worden . Für
jene , die den Fragebogen wie bei den letzten Erhebungen auf Papier ausfüllen ,
stellen die fehlerhaften Personendaten kein Problem dar , da sie manuell
korrigiert werden können . Da aber bei der aktuellen Volkszählung die Fragebögen
auch auf einem Formular im Internet ausgefüllt werden können , ist es möglich ,
dass im Zusammenhang mit den 50.000 fehlerhaften Bögen ernsthafte Probleme
entstehen könnten . Wer seine falschen Personendaten bei der Erfassung im
Internet nicht korrigiert , dem werden falsche Folgefragen gestellt . Eigentlich
hat alles erstaunlich reibungslos begonnen : Vor zwei Jahren wurde das
Bundesgesetz über die eidgenössische Volkszählung vom Parlament in Bern ohne
nennenswerten Widerstand verabschiedet . Einzig von den rechtsextremen Schweizer
Demokraten kamen Einwände bezüglich der zu erwartenden hohen Kosten . Für die
Ratslinke , die sich traditionell kritisch zu Datenerfassung äußerte , schien
jeglicher Verdacht auf " staatliche Schnüffelei " ausgeräumt . Die
Vorbereitungen für die in der Schweiz alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung
konnte ihren Lauf nehmen . Eine Neuerung gegenüber den früheren Erhebungen ist
der flächendeckende Einsatz des Internet . Auf der Site können mittels Passwort
, das jeder Bewohner auf seinem Papierfragebogen zugestellt erhält , die
geforderten Personendaten elektronisch dem Bundesamt für Statistik übermittelt
werden . Das Projekt " e-census " ist eine Europapremiere . Nur in Singapur und
den USA ist das Internet bisher bei Volkszählungen angewendet worden -
allerdings nur für die Erhebung von Stichproben oder als Test . Auf einem mit
128 Bit verschlüsselten Formular können 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung
ihre Daten elektronisch übermitteln . Ganz ausgereift ist das System allerdings
noch nicht . Verzerrungen bei der Auswertung sind so vorprogrammiert , wenn ein
Teil der Bevölkerung gar nicht die Möglichkeit hat , gewisse Fragen zu
beantworten . Beispiel gefällig ? Bei der Frage nach dem Telefonanschluss stehen
auf dem Papier drei Antwortkategorien zur Verfügung , während es im Internet
deren vier sind . Mit Großhaushalten schient die Internetanwendung der
helvetischen Statistiker auf Kriegsfuß zu stehen : Was die technische Seite von
" e-census " anbetrifft , so ist allerdings wenig zu kritisieren : Auch wenn mit
dem Projekt " e-census " ein wegweisender Schritt für die Zukunft der
Volkszählung gemacht wurde , so kommt bei der aktuellen Erhebung weiterhin die
gute alte Methode mit den Zählerinnen und Zählern zum Einsatz . In rund 700 der
3.000 Schweizer Gemeinden , die über kein EDV-gestütztes Einwohnerregister
verfügen , werden die Fragebogen von Hand verteilt und auch wieder eingesammelt
. Siehe dazu auch den Artikel Volkszählung in der Schweiz mittels Fragebogen im
Internet in Telepolis . Entlassungen beim insolventen IT-Dienstleister teamwork
Der zahlungsunfähige IT-Dienstleister teamwork AG wird noch in diesem Jahr 53
seiner 138 Mitarbeiter entlassen . Wie der vorläufige Insolvenzverwalter der
Paderborner teamwork information management AG , Frank Kebekus , am heutigen
Mittwoch mitteilte , will das Unternehmen zur Kostenersparnis künftig
qualifizierte freie Mitarbeiter einsetzen . Das Sanierungskonzept für den
angeschlagenen Paderborner IT-Dienstleister sehe zudem eine Reduzierung der
deutschen Vertriebsstandorte vor . Nach Angaben des Insolvenzverwalters sollen
die umsatzstarken Geschäftsstellen in Hamburg , Hannover und Paderborn weiter
betrieben werden . Die bislang von Dortmund , Düsseldorf , Köln und Frankfurt
ausgehenden Aktivitäten werden in einer Geschäftsstelle zusammengefasst , hieß
es . Ziel des Sanierungskonzeptes sei es , im Geschäftsjahr 2001 ein
ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen . Damit ist sie nach der Frankfurter
Gigabell AG das zweite Unternehmen , das am Neuen Markt börsennotiert ist und in
die Pleite schlittert . Photonik-Systeme mit ungebremstem Wachstum Die
Hauptursache , dass besonders die DWDM-Systeme im Markt für optische Netze so
erfolgreich sein sollen , sehen die Analysten vor allem in der inzwischen weit
gehend ausgereiften Technik , die hohe Bandbreiten ermögliche . 10 Gigabit/s
über einen Wellenlängenkanal sind inzwischen schon fast Alltag , Siemens
beispielsweise stellte auf der ECOC unter anderem Techniken für 40 Gigabit/s
über einen Wellenlängenkanal mit bis zu 80 Kanälen auf einer Faser vor .
Außerdem führe ein zunehmender Wettbewerb dazu , dass die Preise für
DWDM-Systeme sinken , der Markt aber insgesamt größer werde . Die Zahl der
Firmen , die DWDM-Systeme anbieten , sei von 15 im Jahr 1999 auf mehr als 30 im
Jahr 2000 gestiegen - und das trotz einiger teuerer Akquisitionen in der Branche
. Die Zahl der DWDM-Anwender sei von 75 im Jahr 1999 auf 175 gestiegen , die
Zahl der öffentlich verkündeten Verträge für DWDM solle sich etwa verdoppeln -
von 75 auf etwa 150 dieses Jahr , meint KMI Einen weiteren Faktor beim Erfolg
von DWDM sehen die Marktforscher in der Verfügbarkeit von Produkten für kürzere
Distanzen , die sich nicht nur im Backbone-Bereich und bei WANs , sondern auch
in Campusnetzen und MANs einsetzen lassen . Jenoptik mit deutlichem Gewinnsprung
Der Konzernumbau der Jenoptik mit der Konzentration auf die beiden
Industriesparten Reinraumtechnik und Optoelektronik zahlt sich aus . Der
Jahresüberschuss wird nach Jenoptik-Angaben wie prognostiziert in diesem Jahr um
150 Prozent höher ausfallen als 1999 . Jenoptik mit zurzeit rund 6.000
Mitarbeitern stehe vor dem erfolgreichsten Geschäftsjahr seit Gründung 1991 ,
heißt es in Jena . Das Unternehmen profitiert vor allem von Aufträgen der
Chipindustrie , für die Produktionsanlagen in staubfreien Räumen errichtet
werden . Im Geschäftsbereich Reinraumtechnik würden im traditionell
umsatzstärksten vierten Quartal mehrere Großprojekte abgerechnet , darunter eine
Chipfabrik in Malaysia und in Taiwan . Der Boom halte auch im laufenden vierten
Quartal mit Aufträgen unter anderem von AMD an . Am Montag erst hatte zudem die
Jenoptik-Tochter M+W Zander mitgeteilt , sie werde auch eine neue Chip-Fabrik
für die Foundry TSMC bauen . Im dritten Quartal wurden mit der Analytik Jena AG
, der 4 MBO AG und der caatoosee AG drei Beteiligungen an die Börse gebracht .
Jenoptik hatte sich im vergangenen Jahr von unrentablen Konzerntöchtern getrennt
und das Börsengeschäft aufgebaut . Verkauft wurde der
Telekommunikationstechnik-Hersteller Krone . Dramatische Lage an deutschen
Hochschulbibliotheken Alarm schlug am heutigen Mittwoch die Bundesvereinigung
Deutscher Bibliotheksverbände . Die anhaltende Schwäche des Euro und "
exorbitante Preissteigerungen " bei wichtigen ausländischen Zeitschriften vor
allem der Naturwissenschaften , Technik und Medizin haben die wissenschaftlichen
Bibliotheken an den Universitäten und Hochschulen der Bundesrepublik in " eine
verzweifelte Etatlage " gebracht . Dies bringe den Wissenschaftsstandort
Deutschland in Gefahr , heißt es in einer heute in Berlin veröffentlichten
Resolution an die Forschungs- und Wissenschaftsministerien des Bundes und der
Länder . Auf der Pressekonferenz der Verbände-Initiative in Berlin verwahrte
sich ihr Sprecher Georg Ruppelt gegen die in Politik und Verwaltungen um sich
greifende Meinung , das Internet mache Bibliotheken überflüssig . " Es wäre
falsch , das Kind mit dem Bade auszuschütten " , erklärte er . " Es wird auch
weiterhin einen hohen Bedarf an konventionellen Zeitschriften und Bibliotheken
bei den Wissenschaftlern geben . " Und die Hoffnung , dass die Digitalisierung
von Zeitschriften Kosten senken würde , habe bislang getrogen . Sie verschärfe
die Situation eher , denn " die Kosten müssen aus den stagnierenden Etats
zusätzlich getragen werden " . Die aus dem Dollarkursanstieg resultierenden
Kaufkraftverluste beim Bezug angloamerikanischer Zeitschriften bezifferte der
Direktor der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen ,
Elmar Mittler , auf 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr . Das habe bereits zu
zahlreichen Abbestellungen von Abonnements geführt . Doch allein durch das
Streichen von Zeitschriftentiteln seien die Kostensteigerungen nicht aufzufangen
; in vielen Bibliotheken gibt es daher seit Monaten einen Bestellstop auch für
Bücher . " Wir haben seit Mai keine Monografien mehr gekauft " , erklärte
Mittler . An die Bildungs- und Wissenschaftsministerien von Bund und Ländern
appelliert die Initiative , " kurzfristig schnelle Hilfen durch Sonderprogramme
zur Verfügung zu stellen , um zumindest die dramatischen Auswirkungen der
Euroschwäche auszugleichen " . Zudem fordert sie von den Politikern , "
mittelfristig die Finanzausstattung der Bibliotheken so zu gestalten , dass der
Forschung und Lehre ein dauerhafter Zugang zu allen Publikationsformen
wissenschaftlicher Information gesichert wird " . IBM verschafft sich Standbein
in der Biotechnik Es ist wohl der erste Schritt , den ein EDV-Konzern unternimmt
, um sich ein sicheres Standbein in der Biotechnik zu verschaffen : IBM kauft
sich bei der Biotech-Firma Structural Bioinformatics ein . Zwar übernimmt Big
Blue nach den Aussagen der Beteiligten nur eine kleinen Anteil an dem bislang
nicht an der Börse notierten Unternehmen ( über die genaue Höhe vereinbarten
beide Firmen Stillschweigen ) , aber für einen klassischen IT-Technik-Konzern
scheint diese Investition überraschend zu kommen : Computer- und Gentechnik
hatten bislang unter dem Gesichtspunkt finanzieller Beteiligungen und
wechselseitiger Partnerschaften wenig Berührungspunkte . Auf den zweiten Blick
ist IBMs Vorgehen dann aber doch nicht so erstaunlich : Structural
Bioinformatics ist spezialisiert auf die 3D-Modellierung von Proteinen auf der
Basis von DNA-Informationen und -Analysen , die Pharmafirmen zur Entwicklung
gentechnisch erzeugter Medikamente nutzen . Die Modelle bietet die Firma den
Pharma-Konzernen über eine Datenbank und durch Kooperationen bei der
Medikamentenforschung an . Ein gutes Geschäft also für eine Firma wie IBM , die
mit diesen Maschinen recht anständig Geld verdient . So ist denn auch Teil der
Vereinbarung zwischen Structural Bioinformatics und IBM , dass die
Gentechnik-Datenfirma Server und Datenbanksoftware bei dem Computerriesen
einkauft . Unter anderem wird Structural Bioinformatics laut der Vereinbarung
Cluster aus Rechnern der xSeries unter Linux einsetzen . Beide Unternehmen
wollen zusammenarbeiten , um Forschern schnellen Zugriff auf die Datenbanken von
Structural Bioinformatics zu ermöglichen , unter anderem auch über das Internet
. Entsprechende Produkte und Service-Angebote wollen die beiden Partner
gemeinsam vermarkten ; Structural Bioinformatics wird zudem Zugriff auf die
Forschungsarbeiten von IBM im Bereich der Bioinformatik erhalten . IBM ist seit
August mit einer eigenen Abteilung im Bereich der Bioinformatik und Gentechnik
aktiv . Die Sparte Life Sciences soll aus den vorhandenen Hard- und
Software-Technologien des Konzerns Angebote und Dienstleistungen für die
Gentechnik-Industrie entwickeln . Mit der Investition in Structural
Bioinformatics verschafft IBM der Sparte nun ein erstes festes Standbein in
dieser Branche : Die Technologie von Structural Bioinformatics könne diesen
Entwicklungszyklus entscheidend verkürzen . Nach Angaben von Structural
Bioninformatics ist die Firma unter den ersten Unternehmen , das
Computer-Modellierung zur Entwicklung von Medikamenten anbietet , einen Ansatz ,
den die Firma als " in silico " bezeichnet . Börsen-Neuling ad pepper mit
weniger Umsatz und mehr Verlust Rund acht Wochen nach seinem Börsenstart hat der
Online-Werbevermarkter ad pepper seine Umsatz- und Gewinn-Prognose für das Jahr
2000 nach unten korrigiert . Der Ausgabekurs hatte Anfang Oktober noch bei 17
Euro gelegen und zwischenzeitlich einen Höchststand von 19 Euro erreicht . Als
Grund für die herabgestufte Prognose nannte der Vorstand die " nicht erwartete
saison-unübliche Zurückhaltung " von Unternehmen bei Aufträgen für
Online-Werbung . Diese habe zu einem Preisdruck geführt . 2001 will ad pepper
mit einem geringeren Verlust bei deutlich steigenden Umsätzen abschließen .
Verantwortlich dafür seien die Kosten für den Geschäftsumbau in Europa und den
USA . Spezialist für Spracherkennungssoftware unter Druck Nach dem Skandal um
Geschäftsberichte , die Lernout & Hauspie , der Spezialist für
Spracherkennungssoftware , nachträglich berichtigen musste , kommt das
Unternehmen offensichtlich noch lange nicht zur Ruhe . Der Ruf der Firma scheint
endgültig ruiniert : Nicht nur , dass die Firma die Umsatzerwartungen in den
letzten Wochen mehrmals nach unten korrigieren musste , nun machen auch Berichte
über eine mögliche Insolvenz des Unternehmens die Runde . Die Kleinaktionäre des
Weltmarktführers für Spracherkennungssysteme und Spracherkennungssoftware haben
wegen dieser Gerüchte Gläubigerschutz gefordert . Wenn Lernout & Hauspie mit
Sitz im belgischen Ypern nicht innerhalb dieser Woche einen Vorschlag vorlege ,
würden die Banken Kredite aufheben oder Rückerstattung verlangen , teilte das
Anlageberater-Unternehmen Deminor laut dpa am gestrigen Mittwoch in Brüssel mit
. Zuvor hatte die belgische Zeitung De Financieel Economische Tijd unter
Berufung auf anonyme Unternehmensquellen berichtet , dass sich Lernout & Hauspie
bereits in Verhandlungen mit Banken befinde . Dabei würden die Möglichkeiten
sondiert , ein Insolvenzverfahren einzuleiten oder Vermögenswerte zu verkaufen .
Der Gesellschaft lägen angeblich bereits Angebote für einige ihrer
Minderheitsbeteiligungen und Tochterunternehmen vor . Erst im März dieses Jahres
hatte Lernout & Hauspie seinen schärfsten Konkurrenten und größten
Spracherkennungssoftware-Hersteller der USA , Dragon Systems , übernommen . Kurz
zuvor kaufte Lernout & Hauspie die Firma Dictaphone , in den USA sozusagen das
Synonym für Diktiergeräte . Die belgische Staatsanwaltschaft sowie die
US-amerikanische Börsenaufsicht Security and Exchange Commission ( SEC )
ermitteln wegen Unregelmäßigkeiten in der Rechnungslegung der Software-Firma .
Sie wollen prüfen , ob die Bilanzen und Erfolgsrechnungen bei Lernout & Hauspie
für die Jahre 1998 , 1999 und 2000 dem Gesetz entsprochen haben . Das
Unternehmen hatte " Fehler und Unregelmäßigkeiten " eingestanden . Die Aktien
des Unternehmen an der US-Technikbörse NASDAQ und der europäischen EASDAQ wurden
ausgesetzt . Europa beteiligt sich an IPv6-Einführung Mit dem European
Telecommunication Standards Institute ( ETSI ) hat das IPv6-Forum einen weiteren
Kooperationspartner für die Einführung von IPv6 gewonnen . In dem neuen Standard
sind unter anderem IP-Adressen mit einer Länge von 128 Bit festgelegt . Gerade
die Anbieter von internetfähigen Mobiltelefonen sind auf den leistungsfähigeren
Standard angewiesen , der die drohenden Knappheit bei IP-Adressen beseitigen
soll : " Das gemeinsame Ziel der beiden Organisationen ist es , die
Implementierung der Internetprotokolle in der Sphäre der traditionellen
Telekommunikation zu beschleunigen . " Gastgeber in Berlin am 8. und 9.Dezember
sind das Deutsche Forschungsnetz ( DFN ) und die Telekom-Tochter T-Nova . " Mit
den Konferenzen wollen wir darauf aufmerksam machen , dass der Bedarf für Ipv6
bei bestimmten Anwendungen gegeben ist , und wir wollen erreichen , dass es an
den ersten Stellen zum Einsatz gebracht wird " , sagte Jürgen Rauschenbach vom
DFN . Der Übergangsprozess , während dessen das bestehende Ipv4 und das neue
Protokoll nebeneinander existieren , werde Jahre dauern , meinte Rauschenbach .
Getestet werden müsse deswegen auch , wie sich IPv6-Daten beim Durchschleusen
durch das normale Internet verhalten . Ein Großteil der klassischen Anwendungen
werde in Zukunft beide Standards parallel verwenden , so dass sie auch über
nicht umgestellte Netze verfügbar blieben . " Wir müssen aber schon jetzt daran
denken , dass etwa Länder wie China bei einem Ansteigen des Adressbedarfs nicht
mehr mit IP-Adressen bedient werden können " , so Rauschenbach . Aber auch der
Adressbedarf hierzulande wird nach Ansicht von Experten dramatisch steigen ,
wenn Koffer , Kühlschränke , Kraftfahrzeuge IP-Adressen erhalten . Nach der
zweitägigen Berliner Veranstaltung , mit der man sich ebenso an
Netzwerkbetreiber wie an Gerätehersteller und ISPs wendet , folgen im kommenden
Jahr ähnliche Konferenzen in Japan , Großbritannien , USA und Spanien . Mobiles
Internet - ein Milliardengeschäft für Autokonzerne Mit dem mobilen Internet und
anderen Telematik-Diensten können die Autokonzerne laut einer neuen Studie in
den nächsten Jahren Milliardengewinne einfahren . " Die Menschen verbringen
immer mehr Zeit im Auto " , sagte Ralf Kalmbach , Vize-Präsident bei Mercer
Management Consulting . Die Hersteller könnten daher mit modernen
Telematik-Diensten das Ertragspotenzial je Auto verdoppeln . Schon in wenigen
Jahren werde es möglich sein , vom Fahrzeug aus Reisen zu buchen , den Parkplatz
zu reservieren oder online etwas einzukaufen . Autofahrer könnten in Zukunft
laut Mercer-Untersuchung bis zu sechs Prozent ihres verfügbaren Einkommens auf
einer mobilen Plattform im Fahrzeug ausgeben . " Das bedeutet , dass die
Autofahrer bereit sind , für attraktive Telematik-Dienste über die gesamte
Lebensdauer ihres Autos noch einmal das Doppelte dessen auszugeben , was sie für
den Neuwagen bezahlt haben . " Dabei gehe es nicht um zusätzliche Kosten ,
sondern um Ausgaben , die ohnehin getätigt würden , künftig aber vom Auto aus
erledigt werden sollen . Für die Autoindustrie werde es immer schwieriger , sich
technisch von den Konkurrenten zu unterscheiden , sagte Kalmbach . " Vorsprung
durch Technik wird es bald innerhalb einer Klasse kaum noch geben . " Zudem
drücke die Konzentrationswelle bei den Zulieferern auf die Margen . Daher
müssten die Autokonzerne neue Wege suchen , um die Kunden dauerhaft an die Marke
zu binden . Die UMTS-Technologie biete nun die Chance dazu . Derzeit sind in der
Oberklasse vor allem Navigationssysteme beliebt , die dem Fahrer auf unbekanntem
Terrain den Weg weisen . Im nächsten Schritt würden sich branchenspezifische
Dienste beispielsweise für den Außendienstler oder Kurierfahrer durchsetzen ,
prognostizierte Kalmbach . In acht bis zehn Jahren sei dann eine 100-prozentigen
Marktdurchdringung möglich . Die Autohersteller könnten von Werbeeinnahmen auf
den Telematik-Portalen ebenso profitieren wie von einer Umsatzbeteiligung beim
E-Commerce . Die Konzerne hätten eine attraktive Adresskartei mit oft
zahlungskräftiger Kundschaft . Die Autokonzerne müssten allerdings bereit sein ,
sich zum " Mobilitätsdienstleister " zu wandeln , sagte Kalmbach . Noch
dominiere die " klassische Ingenieurskultur " . Derzeit seien Konzerne wie
DaimlerChrysler und General Motors bei Telematik-Angeboten vorn . Von der
Oberklasse könnten sich die neuen Technologien auch in billigeren Autos
durchsetzen . Ähnlich wie bei Handys sei mit drastisch sinkenden Gerätepreisen
zu rechnen , da das Geld über die Dienste verdient werde . Streit um Mietpreis
für die Ortsnetzanschlüsse Die Telekom will ab April nächsten Jahres eine höhere
Miete für die Teilnehmeranschlussleitung , die so genannte letzte Meile - und
erwartungsgemäß zeigen sich die Telekom-Konkurrenten wenig begeistert von den
Vorstellungen des Ex-Monopolisten , der die Ortsnetzanschlüsse noch weitgehend
unter eigener Kontrolle hat . " Offensichtlich verwechselt die Deutsche Telekom
bei ihrem angekündigten Angebot von 17,40 Euro für die Miete des blanken
Kupferkabels zum Endkunden Euro mit D-Mark " , frotzelt der Verband der Anbieter
von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten ( VATM ) in einer ersten Reaktion
auf die Telekom-Ankündigung . Die Telekom will von den Telefonie-Anbietern in
Zukunft 17,40 Euro monatlich statt wie bislang 12,99 Euro pro Monat . Schon vor
Jahren hätten mehrere Wettbewerber des Bonner Konzerns realistische
Kostenkalkulationen von um die 15 Mark vorgelegt , betonte der VATM . Die
Telekom verteidigte dagegen ihren geplanten Antrag bei der Regulierungsbehörde .
Die Höhe von 17,40 Euro bewege sich auf einem ähnlichen Niveau wie die Preise in
Großbritannien . Auch in Frankreich bestünden ähnliche Preisvorstellungen ,
unterstrich ein Sprecher des Bonner Unternehmens . Die Anhebung müsse nicht zu
höheren Telefonpreisen führen , da diese Miete für die letzte Meile nur ein
Kostenbestandteil der Festnetztarife sei . Ein Sprecher der Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post ( RegTP ) erwartet das Antragsschreiben in der
nächsten Woche . Die alte Regelung läuft zum 31. März des Jahres 2001 aus ,
danach muss die Regulierungsbehörde neue Preise festsetzen . Halle schließt
Internet-Forum wegen Missbrauchs Wegen Missbrauchs durch extremistische
Propaganda , Gewaltdrohungen und Beleidigungen hat die Stadt Halle ihr
Internet-Forum wieder geschlossen . Dies sei bereits am dem 7. Dezember erfolgt
, teilte das Presse- und Werbeamt der Stadt am gestrigen Donnerstag auf Anfrage
mit und bestätigte einen Bericht der Mitteldeutschen Zeitung vom selben Tag .
Zugleich wollte die Verwaltung ein Zeichen für mehr Bürgernähe und Service
setzen . Die Verursacher konnten nicht ermittelt werden . Um erheblichen
Imageschaden abzuwenden , sei das Forum auf der Homepage der Stadt daraufhin
geschlossen worden . Teles gibt ISDN-Anlagen und -Endgeräte auf Der
Telekommunikationskonzern Teles trennt sich von einem früher zentralen , aber
heute verlustbringenden Geschäftsbereich , teilte Sigram Schindler ,
Vorstandsvorsitzender von Teles , in einer Börsenpflichtmeldung am heutigen
Freitagmorgen mit . Wie sich die Einstellung des Geschäftsbereichs etwa auf die
Software-Unterstützung für die ISDN-Geräte von Teles auswirkt , war bislang bei
der Firma nicht in Erfahrung zu bringen . Sie habe weit reichende Auswirkungen
auf die Konzern-Ergebnisse . Das diesjährige Konzern-Nettoergebnis falle wegen
der Einmalkosten der Schließung nicht wie erwartet aus . Andererseits werde
durch die Schließung das gesamte Konzern-Ergebnis vor Steuern , Zinsen und
Abschreibungen ( EBITDA ) um den EBITDA-Verlust im geschlossenen
Geschäftsbereich bereinigt . Dadurch ergebe sich für 2000 ein positives
Konzern-EBITDA-Ergebnis . Dieses Ziel stand unter der Prämisse , dass es noch
zur Übernahme eines weiteren Handelshauses komme . Das lässt sich laut Teles in
diesem Jahr nicht mehr realisieren . Mobilfunkmasten in Brandenburg umstritten
Neben Buchen und Kiefern wächst in Brandenburg seit Jahren ein ganz neuer Wald
in den Himmel : Die Sendemasten für Mobilfunknetze prägen immer mehr das Bild
der Märkischen Heide , aber auch der Städte . Etwa 1.500 dieser Masten kann man
schon landesweit zählen , und durch die bevorstehende Einführung des
UMTS-Standards werden es bald noch mehr . Eine " Verspargelung " der Landschaft
befürchtet bereits der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland ( BUND ) in
Brandenburg . " Das ist ein Großversuch an Millionen von Menschen " , sagt Jost
Kremmler , Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Potsdam , angesichts der
ungeklärten gesundheitlichen Folgen . Personen , die starker elektromagnetischer
Strahlung - dem so genannten Elektrosmog - ausgesetzt sind , klagen laut
Kremmler häufig über Schlaflosigkeit , Migräne , Nervosität und Depressionen .
Die Ursache für die Krankheitssymptome sieht Kremmler , ehemals Physiker am
Potsdamer GeoForschungsZentrum , in den nicht-thermischen Effekten der Strahlung
. " Diese Effekte werden aber von der Industrie geleugnet " , meint Kremmler .
Er fordert daher , das Aufstellen von Sendestationen in direkter Nachbarschaft
zu Krankenhäusern und Schulen zu verbieten , ähnlich wie in Großbritannien
bereits beschlossen . Die zahlreichen Sendemasten beeinträchtigen nach Ansicht
der Umweltschützer auch das Landschaftsbild . In den vergangenen vier Jahren war
dies bei etwa 150 Projekte der Fall , berichtet der BUND . Auch in den Städten
breiten sich die Sendestationen immer mehr aus . Für die Hausbesitzer kann sich
das lohnen : Einige tausend Mark jährlich zahlen Mobilfunkanbieter für einen
Mast auf dem Dach . Doch nicht allen ist das geheuer . Die evangelische
Erlösergemeinde in Potsdam hat jüngst das Angebot eines Netzbetreibers abgelehnt
, im Turm der Kirche einen Sender zu installieren - obwohl es der Gemeinde 6.000
Mark jährlich gebracht hätte . Die Eltern des angeschlossenen Kindergartens
hätten heftig protestiert , sagt Pfarrer Konrad Elmer . Die Wohnungsunternehmen
freuen sich dagegen über den zusätzlichen Geldsegen . Allerdings sind mit den
Sendestationen auch Mietausfälle verbunden . Das Amtsgericht München hatte 1998
geurteilt , dass Mieter von Wohnungen , die nahe an einer solchen Station liegen
, Mietminderung verlangen können . 17C3 : CCC plant Aufbau eines alternativen
DNS-Root-Servers Es ist nicht nur der mysteriöse Regierungsbeirat bei der ICANN
oder die Vormacht von Konzernen aus der Telekommunikations- und
Elektronikbranche in der Protocol beziehungsweise Domain Name Supporting
Organisation , zwei der drei Standbeine der Adressverwaltungsstelle , die dem
Hacker Kopfschmerzen bereiten . Vielmehr glaubt Müller-Maguhn , dass das Design
des von der ICANN überwachten Namensraumes grundsätzlich falsch angelegt ist .
Den ICANN-Direktor stört vor allem , dass das Domain-Namen-System ( DNS ) nach
wie vor der letzte zentralistische Punkt ist , an dem relativ einfach Kontrolle
ausgeübt werden kann . Drum herum gibt es zwar inzwischen 12 weitere Root-Server
- sie spiegeln allerdings nur das Verzeichnis des Basis-Servers . Wie einfach
sich dieses System missbrauchen lässt , zeigt für Müller-Maguhn vor allem das
Beispiel Vote-auction.com : Um sich dem Einfluss amerikanischer Gesetze bei der
Ausweichadresse Vote-auction.com zu entziehen , hatten die Macher von
Ubermorgen.com sie nach dem Verbot der Stammdomain bei einem deutschen Provider
registrieren lassen , der seine .com-Adressen über das in der Schweiz
beheimatete CORE verwaltet . Doch die Österreicher hatten nicht mit dem weiten
Arm der amerikanischen Politiker gerechnet : Am 2. November teilte CORE ihnen
mit , dass man über den Ablauf illegaler Machenschaften auf der Domain
Vote-auction.com per E-Mail informiert worden sei und daher der Austragung der
Adresse aus den Root-Servern zugestimmt habe . In eine ähnliche Richtung , so
Müller-Maguhn , weise der Fall der Manipulation von Webseiten der jugoslawischen
Opposition während der Präsidentschaftswahl Ende September . Die Beispiele sind
für den Hackerclub Grund genug , mit einem alternativen Domain-Namen-System zu
experimentieren . Nachdem Müller-Maguhn bereits Anfang November mit dem Gedanken
gespielt hatte , " etwas Eigenes aufzumachen " , bestätigte er gestern auf dem
17. Chaos Communication Congress in Berlin den Plan , einen alternativen
Namensraum ohne hierarchisches Konzept innerhalb der Hackerszene aufzubauen . "
Wir haben genügend Rechner am Netz , das Ganze ist technisch machbar " , sagte
der Sprecher des Clubs unter dem Beifall der versammelten Community .
Schließlich hätten die Politiker und die " Markenrechts-Mafia " vor nichts mehr
Angst , als vor Webräumen , wo sich keiner um Namensrechte oder Urhebergesetze
kümmere . Der CCC wäre mit der Umsetzung des Plans nicht der einzige Betreiber
virtueller Nebenwelten im Internet . Das Problem all der alternativen
Adressverzeichnisse ist , dass sie bei den meisten Providern nicht in der
DNS-Software eingetragen sind , die Domain-Abfragen weiterleitet und beantwortet
. Der CCC will trotzdem mit dem Projekt beginnen , " auch wenn wir das alles
erst einmal nur unter uns nutzen " , bekräftige Müller-Maguhn den Entschluss .
Es gehe letztlich darum , die weltweite Verbreitung " amerikanischer Zustände "
zu verhindern . 17C3 : Brave Bürger mit recht teuren Laptops Alles nur ein Gag ,
das mit dem New-Economy-Tarif beim 17. Chaos Communcation Congress , bemühten
sich zahlreiche Chaosjünger gestern die Wogen der Erregung zu glätten und
sämtliche Gedanken an eine Diskriminierung unternehmerischer Durchstarter
wegzuwischen . Es gibt also offiziell keine Vorbehalte des Chaos Computer Clubs
gegen Startups und Gründer , auch wenn auf dem heute zu Ende gehenden Congress
in Berlin die lodernden Interhemd-Sweatshirts mit dem Slogan " Burn , Venture
Capital , burn " der Renner sind . Tatsächlich wagten sich gestern sogar zwei
junge Herren mit knallig-orangen Corporate-T-Shirts unter die zur Verbrennung
von Wagniskapital auffordernde Menge , auf denen der Schriftzug " Handy.de "
prangte . Ob sie den New-Economy-Tarif bezahlt hatten , war unklar . Auf jeden
Fall bewegten sie sich frei und ungehindert zwischen den rund 2.300 Besuchern .
Einzelne CCCler hielten mit ihrer Kritik an der " New " Economy allerdings nicht
hinterm Berg . Wau Holland , Alterspräsident des Clubs , gab eine ganz
persönliche Stellungnahme in der Mailingliste " debate " von Fitug ab . Darin
bezeichnete er so manchen " Schwitzjob " bei Startups als " neue Form der
Sklaverei in der Tradition der Leibeigenschaft , der heutigen Geisteigenschaft "
. Da werde die Kraft eines ganzen Menschenlebens in wenigen Jahren ausgesaugt ,
und die Altersrente " für die mit Herzinfarkt und Magengeschwür schon unter 30 "
bestehe aus " abstürzenden Aktienoptionen " . Für Zündstoff ganz anderer Art
sorgte derweil Elisabeth Haas , die besser unter ihrem Pseudonym Lizvlx bekannte
Medienhackerin von der auch in Berlin mit Büro ausgestatteten Marketing-Agentur
Ubermorgen.com . Nachdem sie sich das Treiben auf dem Congress anderthalb Tage
lang angeschaut hatte , zeigte sie sich in ihrem Vortrag über die "
Informations-Guerilla und Hoaxes " wenig beeindruckt von der Szene : Da sie
diese Ansicht allerdings mit ihrem charmanten österreichischen Dialekt vortrug ,
reagierten die anwesenden Hacker so , wie von ihr beschrieben : ziemlich
zurückhaltend . Co-Shopping-Anbieter LetsBuyIt beantragt Zahlungsmoratorium In
einer Börsenpflichtmeldung gab der Co-Shopping-Anbieter LetsBuyIt.com bekannt ,
dass die niederländische Muttergesellschaft ein Moratorium beantragt hat . Ziel
ist es , einen Zahlungsaufschub gegenüber den Gläubigern wegen vorübergehender
Zahlungsschwierigkeiten zu erreichen . Nach Ansicht von Finanzexperten deutet
die Beantragung eines Zahlungsmoratoriums jedoch darauf hin , dass die Firma
faktisch zahlungsunfähig ist . Als Reaktion auf den Antrag von LetsBuyIt.com
wurde die Aktie am Neuen Markt in Frankfurt vorerst vom Handel ausgesetzt . Ob
das Moratorium genehmigt wird , dürfte sich erst Anfang des nächsten Jahres
erweisen . Am gestrigen Donenrstag waren die LetsBuyIt-Aktien in Frankfurt
bereits um gut 6 Prozent auf 1,25 Euro gefallen . Das Co-Shopping von
Internet-Anbietern wie LetsBuyIt.com hatte sich zu einer Variante des
Online-Einkaufs entwickelt , das zunehmend populär wurde . Käufer schließen sich
dabei zu Gruppen zusammen , die Mengenrabatte eingeräumt bekommen . Je mehr
Käufer sich finden , desto billiger wird das Produkt . Diese Rabatte stoßen
jedoch bei Konkurrenten und Kontrollbehörden auf Widerstand . Dreh- und
Angelpunkt der Rechtsstreits ist das im internationalen Vergleich eng gehaltene
deutsche Rabatt- und Wettbewerbsrecht . Die geplante und vom Bundeskabinett
bereits beschlossene Abschaffung des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung
schürte aber neue Hoffnungen bei den Co-Shopping-Anbietern - deren
Geschäftsmodell verstößt nach Ansicht der deutschen Richter gegen das
Rabattgesetz . Ob LetsBuyIt.com von der Abschaffung noch profitieren kann ,
steht angesichts der offensichtlich desolaten finanziellen Lage der Firma
allerdings in Frage . Internet-Probeabstimmung gegen Wahl-Chaos in Frankfurt Die
nächste Kommunalwahl wird für viele Hessen vermutlich zu einer besonderen
Herausforderung . Statt wie bisher einen kleinen Stimmzettel auszufüllen ,
müssen die Wähler in Hessen am 18. März 2001 ihr Haupt über einen Papierbogen
beugen , der in einigen hessischen Städten und Gemeinden die Ausmaße eines
Badetuchs erreichen wird . Schuld ist das neue Kommunalwahlrecht : Die Wähler
können nicht mehr nur Parteilisten ankreuzen , sondern auch bis zu drei Stimmen
auf einen Kandidaten anhäufen ( kumulieren ) oder die Stimmen auf Bewerber
verschiedener Parteien verteilen ( panaschieren ) . Jeder hat dabei so viele
Stimmen , wie es Sitze im Kommunalparlament gibt - in Frankfurt beispielsweise
93 , in Wiesbaden und Darmstadt 81 und 71 . Damit die Bürger am Wahltag nicht
ratlos in den eigens vergrößerten Kabinen stehen , setzt die Stadt Frankfurt auf
eine in Hessen bislang einzigartige Kampagne . Unter der Internetadresse
www.leute-waehlen-leute.de kann das neue Wahlrecht an Prominenten " erprobt "
werden . In den vier Parteien Kunst & Kultur , Variete & Kabarett , Funk &
Fernsehen sowie Sport & Spaß stellen sie sich seit November im Internet dem
Votum der Wähler - mit großer Resonanz . " Pro Monat haben wir fast 300.000
Zugriffe auf die Homepage gezählt " , berichtet der Frankfurter Wahlamtsleiter ,
Oskar Rohde . Die Mehrzahl der Surfer informiere sich mit den angebotenen Texten
über den neuen Wahlmodus und den Stimmzettel . Auch die Erklärungen in sechs
Fremdsprachen für EU-Bürger sowie das Diskussionsforum für individuelle Fragen
würden häufig genutzt . Zudem gaben etwa 25.000 Menschen ihre fünf möglichen
Stimmen den prominenten Bewerbern . Absoluter Liebling der Hessen ist der "
Telefonterrorist " Bodo Bach . Zusammen mit dem Hessenschau-Moderator und
Promi-Reporter Holger Weinert ( 18,2 Prozent ) und dem Komiker-Duo Mundstuhl (
11,8 ) dürfte es jedoch zur " Regierungsbildung " reichen . Auf Platz vier und
damit weitaus besser als die Eintracht in der Bundesliga rangiert Felix Magath .
Noch aber hat die 800.000 Mark teure Kampagne , die im neuen Jahr von Annoncen
und Info-Veranstaltungen begleitet wird , nicht jeden Homepagebesucher zum
mündigen Staatsbürger werden lassen . Knapp zehn Prozent der Wähler hätten nicht
" richtig " kumuliert , panaschiert oder für eine Liste gestimmt , berichtet
Rohde . Ist die Stimme dagegen gültig , winkt dem Teilnehmer eine Belohnung .
Richtige Verlierer wird es im Gegensatz zur echten Wahl nicht geben . Dafür
sorgt bereits die Stadt , die die Ergebnisse der letztplatzierten Promis nicht
veröffentlicht . Vodafone baut Position in Spanien aus Vodafone , größter
Mobilfunkkonzern der Welt und in Deutschland nach der Übernahme von Mannesmann
prominent vertreten , baut seine Position in Spanien weiter aus . Mit der
Transaktion wollen die Briten sicherstellen , dass sie die Kontrolle über das
Management der spanischen Firma bekommen : Vodafone übernahm zusätzlich 5,4
Prozent der Airtel-Anteile von Acconia sowie 2,7 Prozent von Financiera Alba .
Vor knapp einer Woche erst hatten die Wettbewerbshüter der EU die Übernahme von
30 Prozent der Airtel-Anteile genehmigt , die sich im Besitz der Banco Santander
befanden , womit Vodafone seine Airtel-Beteiligung bereits auf 52 Prozent
aufstockte . Mit den nun abgeschlossenen Anteilsübernahmen hat der britische
Konzern den Streit mit British Telecom ( BT ) um die Kontrolle von Airtel
endgültig für sich entschieden : Wenn alle Transaktionen abgeschlossen sind ,
hält Vodafone 74 Prozent , während BT sich mit 18 Prozent bescheiden muss .
Vodafone kann damit einen weiteren Erfolg im scheinbar ewigen Kampf gegen den
britischen Ex-Monopolisten verbuchen : Erst vor wenigen Tagen war Vodafone mit
15 Prozent bei Japan Telecom eingestiegen , an der BT ebenfalls beteiligt ist .
Urmenschen - ganz modern Allmonatlich etwa 18.000 Besucher aus 70 Nationen haben
in diesem Jahr das Neandertal per Datennetz besucht . Rund 600 Menschen
informierten sich täglich unter www.neanderthal.de über die Geschichte des
Urmenschen , neueste Forschungsergebnisse oder nähmen an einem virtuellen
Museumsrundgang teil . Für Interessierte hält das Museum auch
Veranstaltungshinweise sowie ein Bildarchiv und weitere Links zum Thema bereit .
IBM beansprucht Spitzenplatz für Unix-Workstation Etwas mehr Saft liefert IBM ab
sofort für seine Einstiegs-Unix-Workstation . Die Einprozessor-Maschine
RS/600044 P Model 170 gibt es in Zukunft mit dem neuen Power3-II-Prozessor mit
450 MHz , eine 64-Bit-CPU , die IBM mittels Kupferprozess herstellt . Außerdem
soll das neue Grafikboard GXT6000P der Maschine zusätzliche Attraktivität
verleihen ; die Karte soll drei Mal schneller sein als ihr Vorgänger , die
GXT3000P . IBM beansprucht mit den neuen Features für das Model 170 einen
Spitzenplatz unter den Low-End-Unix-Workstations : Laut Big Blue ist die
Maschine vor allem bei Grafik-Anwendungen doppelt so schnell wie vergleichbar
ausgestattete Maschinen von Sun mit UltraSparc-III-CPU . Den Beweis will IBM mit
den Ergebnissen des SPEC-ViewPerf-Benchmarks antreten . Verbraucherzentrale :
unseriöse Verdienstangebote im Web Vor unseriösen Job- und Verdienst-Angeboten
im Internet warnt die Verbraucherzentrale Berlin . Den Kunden wird bei diesen
Angeboten teilweise viel Geld abgenommen , ohne dafür eine erfolgreiche
Vermittlung zu garantieren , meinen die Verbraucherschützer . So gingen etwa
dubiose Model- und Castingagenturen mit der Aussicht auf große
Verdienstmöglichkeiten auf Interessentenfang , ohne dabei klare Versprechungen
abzugeben . Gegen Zahlung von einigen 100 Mark bestehe die einzige Leistung
dieser Agenturen dann oft darin , dass Fotos der Kunden ins Internet gestellt
werden . Oft werden nach Erfahrungen der Verbraucherzentrale auch die
mitgebrachten Fotos als unprofessionell bezeichnet . Zugleich werde die
Anfertigung von Fotos durch einen Fotografen angeboten , der meist mit einem
Visagisten kooperiert . Diese verlangten ein mindestens dreistelliges Honorar ,
lieferten aber nur in Ausnahmefällen wirklich professionelle Bilder . Andere
Geschäftemacher im Internet versprechen beispielsweise , dass mit
Werbeaufklebern am Auto bis zu 1.000 Mark im Jahr verdient werden können ,
warnen die Verbraucherschützer . Angeblich suchten Unternehmen online nach
geeigneten Fahrzeugen , auf denen sie ihre Werbeaufkleber präsentieren können .
Viele Interessenten ließen sich vorschnell dazu hinreißen , einen Vertrag zu
unterschreiben . Bei näherem Hinsehen stelle sich dann heraus , dass keine
konkreten Werbeaufträge vergeben werden . Für ungefähr 100 Mark werde nur die
Möglichkeit gegeben , sein Fahrzeug per Foto im Internet zwölf Monate lang zu
präsentieren . KPN will für E-Plus wieder 15 Prozent Marktanteil Das deutsche
Mobilfunkunternehmen E-Plus soll nach den Erwartungen seines niederländischen
Mutterkonzerns KPN in Deutschland bald wieder einen Marktanteil von 15 Prozent
erreichen . Dass die Tochter , die zu 77,5 Prozent im Besitz von KPN ist und zu
22,5 Prozent der US-amerikanischen Bell South gehört , in den letzten Monaten
gegenüber der Konkurrenz Boden verloren hat , ist nach den Worten von KPN-Chef
Paul Smits Folge einer bewussten Entscheidung . " Die Konkurrenz hat in
Deutschland mit Dumpingpreisen Kunden gelockt " , sagte er in einem Interview
der niederländischen Wirtschaftszeitung Het financieele Dagblad . Das ist die
reinste Idiotie . Die Situation verändere sich inzwischen : Die drohende
Rückstufung für KPN in den Kreditratings durch das US-Unternehmen Moody's in die
B-Klasse sieht Smits als " nicht unüberwindbares " Problem an . " In anderthalb
Jahren will ich wieder den einfachen A-Status erreicht haben " , versicherte er
. Der niederländische Staat hält noch 43,6 Prozent der KPN-Anteile . Der Konzern
ist eng mit dem japanischen Mobilfunkriesen NTT DoCoMo verbandelt ; beide Firmen
wollen zusammen den Internet-Dienst i-mode von NTT DoCoMo auch in Europa
einführen . Die Japaner drängeln den niederländischen Konzern , sich mit dem
Aufbau eines Mobilfunknetzes der dritten Generation in Europa zu beeilen , bei
dem auch E-Plus mit seiner deutschen UMTS-Lizenz eine wichtige Rolle spielen
soll : Wenn UMTS in zwei bis drei Jahren überall in Betrieb sei , erwarte NTT
DoCoMo von KPN , dass die gemeinsam aufgebauten Angebote zu den drei Führenden
der Branche gehören . Seit Einführung der so genannten Green Card in Deutschland
sind insgesamt 4.214 Arbeitserlaubnisse an ausländische EDV-Fachkräfte erteilt
worden . Damit habe es in den ersten fünf Monaten eine zufrieden stellende
Entwicklung gegeben , teilte die Bundesanstalt für Arbeit am heutigen Freitag in
Nürnberg mit . In Deutschland herrscht weiter ein krasses West-Ost-Gefälle :
4.029 Green Cards im Westen stehen demnach lediglich 185 im Osten gegenüber .
Der Präsident der Behörde , Bernhard Jagoda , hatte bis Jahresende mit rund
4.000 ausgestellten Green Cards gerechnet . Die Konzeption der Green Card und
die prompte Bewilligung durch die Arbeitsämter habe sich als erfolgreich
erwiesen , sagte ein Sprecher der Behörde . Bei der Bewilligung der Green Cards
zeige sich pro Woche eine kontinuierliche Zunahme . Unter den Ländern stelle
Indien nach wie vor mit 820 Fachleuten die meisten Bewerber . Den zweiten Platz
belegen Bewerber aus Russland , Weißrussland , der Ukraine und den baltischen
Staaten mit 639 bewilligten Anträgen . Unter den Bundesländern nimmt Bayern
weiterhin mit 1.181 bewilligten Green Cards die Spitzenstellung ein . Danach
folgen Baden-Württemberg mit 844 und Hessen mit 842 erteilten
Arbeitserlaubnissen . Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt mit gerade zwei
bewilligten Green Cards . Die Green Card war am 1. August dieses Jahres
eingeführt worden . Das Arbeitsministerium wies Vorwürfe zurück , die Green Card
sei ein Flopp . Zwar gebe es keinen Bewerber-Run , aber die angepeilte Zahl von
20.000 Green Cards werde voraussichtlich schon deutlich vor Ende der
Zulassungsfrist am 31. Juli 2003 ausgeschöpft . Gefragt sind die Experten laut
Ministerium vor allem bei Firmen bis 100 Mitarbeiter . Kritik vor allem der
Wirtschaft , die Green-Card-Regelung sei nicht praxisgerecht , widersprach das
Ministerium . Tatsächlich sei auch die Nachfrage von Seiten der Unternehmen eher
mäßig . In der von der Bundesanstalt für Arbeit eingerichteten
IT-Vermittlungsbörse seien bis Mitte Dezember lediglich 807 Stellenangebote
eingegangen . Dem stünden 11.852 Jobsuchende aus dem In- und Ausland gegenüber .
Allerdings gebe es auch eine Reihe anderer Gründe , die ausländische IT-Kräfte
bei ihrer Wahl beeinflussen könnten . So dürften manche auf Grund ihrer
Sprachkenntnisse englischsprachige Länder bevorzugen . Bei Spitzenkräften sei
davon auszugehen , dass sie auch in ihrer Heimat nicht arbeitslos seien und gut
verdienten . " Zudem dürften die ausländerfeindlichen Aktionen zu einer gewissen
Skepsis gegenüber der Aufnahme von Beschäftigungen in Deutschland beigetragen
haben . " Bildungsministerin Edelgard Bulmahn rechnet bis 2005 mit mehr als
350.000 neuen IT-Spezialisten in Deutschland . Alleine in diesem Jahr seien
25.000 neue Ausbildungsverträge geschlossen worden . Wenn die Wirtschaft weiter
so viel ausbilde , die Bundesanstalt für Arbeit ihre Finanzmittel beibehalte und
Maßnahmen von Bund und Ländern bei den Hochschulen griffen , sei bis 2005 mit
350.000 Spezialisten zu rechnen . Zur Situation auf dem Arbeitsmarkt für
EDV-Fachkräfte siehe auch Wachstum ohne Ende ? Jobwunder Internet & New Economy
in Telepolis . Landwirte fassen nur langsam im Internet Fuß Nur langsam fassen
Bauern als Anbieter von Waren im Internet Fuß . Für leicht verderbliche
Lebensmittel sind kurze Wege zum Verbraucher nötig , und offenbar ist der
direkte Kontakt zum Kunden Erfolg versprechender als der virtuelle Auftritt im
Netz . Etwa in Hessen bieten erst ganz wenige Bauern ihre Erzeugnisse auf diesem
Weg an . Zum Beispiel Gutsbesitzerin Karin Behlen aus Ilschhausen ( Kreis
Marburg-Biedenkopf ) : Zwar verderben ihre Schnäpse auch auf langen
Transportwegen nicht , aber dennoch werden sie auf ihrer Homepage nur selten
angeklickt . " Ich bin eigentlich stinksauer . " Für die wenigen Aufträge , die
sie per Mausklick erreicht haben , musste sie einige Mühen auf sich nehmen .
Zuerst klappte die Zusammenarbeit mit dem Provider nicht , dann ging der Pleite
. Hinzu kamen wie bei allen Bestellungen Transportprobleme . Halb leer getrunken
und mit Wasser aufgefüllt trafen via Internet georderte Flaschen aus ihrer Obst-
und Kornbrennerei in Berlin ein . " Den Schaden von 2000 Mark musste ich selber
tragen . " Dennoch will Behlen weiter machen . " Ich will zeigen , dass Bauern
nicht nur mit der Mistgabel , sondern auch mit neuen Medien umgehen können . "
Deshalb biete die Vereinigung der Direktvermarkter in diesem Winter wieder
Seminare an . Auch der Hessische Bauernverband will die Landwirte in der kalten
Jahreszeit anregen , das Netz als Marktplatz zu nutzen . Bisher seien zwei bis
drei Prozent der Agrarbetriebe im Land mit ihren Produkten im Internet vertreten
, schätzt Martin Scholtz , EDV-Experte des Verbandes . Alternative Betriebe
seien aufgeschlossener als konventionell wirtschaftende . Scholtz wirbt im
Winter regelmäßig bei Junglandwirte-Stammtischen für das Internet . Unter
www.agrinet.de bietet der Verband seit Anfang 2000 Direktvermarktern
Handwerkszeug für ihren Online-Auftritt . Für die Direktvermarkter lässt Behlen
derzeit einen gemeinsamen Internetauftritt erarbeiten . Sie erwartet , dass 75
der rund 400 Mitglieder in Hessen im kommenden Jahr mitmachen werden . Einig
sind sich die Interessenvertreter , dass der Erfolg von der Lösung der
Transportfrage abhängen wird . Karin Behlen prüft unter anderem ein Angebot der
Post , haltbare Produkte wie Nudeln oder Kräuter zu einem günstigen Tarif zu
versenden . Hans-Hermann Harpain vom Hessischen Bauernverband ist skeptisch ,
dass sich mit dem Direktverkauf große Gewinne erzielen lassen . Ein paar Ahle
Würste von Kassel nach Frankfurt zu verschicken - damit lasse sich nichts
verdienen . Er glaubt , dass sich nur der Verkauf an Großabnehmer lohne .
Ähnlich sieht es Wilfried Schäfer , Geschäftsführer der von der
Ernährungswirtschaft und Landwirten getragenen Marketinggesellschaft " Gutes aus
Hessen " . Er setzt deshalb nicht auf Privatkunden , sondern möchte bei ECO-DELI
dabei sein , einem überregionalen Konzept , an dem die Centrale
Marketinggesellschaft der Agrarwirtschaft ( CMA ) in Bonn arbeitet . Eine
Entscheidung , die Jochen Führer von der Abteilung Landtechnik der Universität
Gießen bedauert . Gemeinsam mit der Behinderteneinrichtung Hephata in
Schwalmstadt bietet er unter hessen-markt.de Bauern ein Forum . Flankiert von
touristischen Angeboten und Landeskunde präsentieren sich auf diesen
Internetseiten rund 450 Betriebe aus allen Branchen , darunter auch einige
Landwirte . Direkt bestellen kann man aber nicht bei allen . Online-Shop Avitos
verärgert DVD-Käufer Online-Shopper , die über die Weihnachtstage auf der
Homepage von Avitos DVDs zum Schnäppchenpreis von 5,99 Mark bestellten , will
der Shop unter Hinweis auf eine Panne nun nicht beliefern . Heim-Cineasten , die
an die Schnäppchen kommen wollten , mussten auf der Avitos-Seite als Suchbegriff
lediglich " DVF " eingeben und konnten dann bestellen . Das wiederum ließen sich
viele nicht zweimal sagen und gaben Bestellungen - häufig über 10 Titel - auf .
Da eine Bestätigung per E-Mail folgte , hatte kaum ein Besteller Zweifel an der
Wirksamkeit des Kaufvertrages . Wörtlich heißt es dort : " Auf die aktuellen
Online-Preise können Sie sich verlassen " . Am 26. Dezember folgte dennoch die
Ernüchterung : Mitarbeiter von Avitos erklärten Kunden am Telefon und via E-Mail
, dass das DVD-Sortiment bereits seit Freitag , den 22. Dezember , aus dem
Internet-Katalog gestrichen worden sei . Wie es gelingen konnte , eine Buchung
aufzugeben " und eventuell eine Bestätigungen zu erhalten " , obwohl das Angebot
" nicht mehr im Internet ersichtlich war " , könne man sich nicht erklären .
Eine etwaige Bestätigung seitens Avitos sollte jedenfalls nicht abgegeben werden
und sei daher irrtümlich zu Stande gekommen . Diese werde daher fürsorglich
angefochten beziehungsweise widerrufen . Avitos erklärte weiterhin , dass man
einen systembedingten Fehler vermute , möglicherweise hervorgerufen durch
IT-Arbeiten im Rahmen eines geplanten Umzuges . Bei den Kunden möchte man sich
höflichst für die eventuell entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen und
bitte um Verständnis . Ein Verständnis , das nicht jeder Kunde aufbrachte -
zumal die Schnäppchen-DVDs auch noch am Vormittag des 26. Dezember bestellt
werden konnten , während Avitos bereits mit den ersten Kunden Kontakt aufnahm .
Mittlerweile meldeten sich mehrere Leser bei heise online , die juristische
Schritte gegen Avitos im Falle einer Nichtlieferung erwägen . Proxim kauft
Spezialisten für drahtlose Gebäudekopplung Wavespan ist vor allem im Bereich
schneller Funknetze über große Entfernungen aktiv . Die Technik des Unternehmens
ermöglicht Funkverbindungen zwischen Gebäuden mit Datenraten von 20 oder 100
MBit/s und über Distanzen von bis zu acht Kilometern . Proxim schließt mit
dieser Übernahme eine Lücke im bisherigen Produktangebot . Als einer der
Pioniere drahtloser Vernetzung lieferte die Firma bislang vor allem Lösungen für
lokale In-House-Netze mit Datenraten von 2 MBit/s . Zusätztlich versucht Proxim
seit einiger Zeit , mit der Symphony-Linie drahtlose Netze auch bei
Privatanwendern zu etablieren . Durch den Kauf von Wavespan möchte Proxim
offensichtlich die eigene Position im Markt für Funkvernetzung verbessern , der
aufgrund der Übernahme von Aironet durch Cisco in Bewegung geraten ist . Y2K-Bug
schlägt vorzeitig zu Die ersten Schwierigkeiten auf Grund des Jahr-2000-Problems
treten schon einige Tage vor dem Jahreswechsel auf . In Großbritannien haben
laut einem Bericht des Londoner dpa-Korrespondenten 20.000 Kreditkartenterminals
bei Einzelhändlern den Dienst versagt . Die Terminals überprüften Daten bis zu
vier Arbeitstage im voraus - und stolperten dabei über das Datum des 1. Januar
2000 . Daraufhin stellten sie ihren Dienst ein . Die zuständige Bank HSBC hat
laut dpa erklärt , das Problem werde von selbst verschwinden , wenn der 1.
Januar 2000 tatsächlich erreicht sei . " Wir wissen nicht , wie uns dieser
Fehler bei den Prüfungen hinsichtlich der Jahr-2000-Eignung entgehen konnte . "
Auch Microsoft scheint gewisse Schwierigkeiten zu haben , mit dem Wechsel zum
Jahr 2000 zurecht zu kommen . Einige neue Bücher zu Windows 2000 sind auf der
entsprechenden Webseite von Microsoft Press mit dem Erscheinungsdatum 1. Januar
1900 beworben worden . Allerdings konnten die Verantwortlichen den Fehler schon
am Dienstag einfach beheben . Wie glaubwürdig die Beteuerungen von Unternehmen
und Behörden sind , sie hätten den Y2K-Bug im Griff , wird sich noch zeigen .
Mobilfunk-Boom in Deutschland Die Betreiber der vier digitalen Mobilfunknetze in
Deutschland dürfen sich über ein sehr erfolgreiches Jahr 1999 freuen . Das geht
aus Zahlen hervor , die am heutigen Mittwoch , 29.12.1999 , bekannt gegeben
wurden . Die Zahl der Mobiltelefonkunden ist seit Beginn des Jahres um 71
Prozent gewachsen . Das größte Stück vom deutschen Markt konnte sich nach wie
vor die Mannesmann Mobilfunk GmbH mit ihrem D2-Netz sichern : Den zweiten Platz
in der Statistik belegt die Telekom-Tochter T-Mobil mit ihrem D1-Netz : Sie
konnte gerade ihren neunmillionsten Kunden begrüßen - die Prognose vom
Jahresbeginn hatte auf lediglich acht Millionen gelautet . Auch bei dem
Mobilnetzbetreiber mit dem großen T ist der Kundenbestand im laufenden Jahr um
3,5 Millionen gewachsen . Für 2000 hat das Unternehmen große Pläne : Der Vierte
im Bunde der digitalen Netzbetreiber , Viag Interkom , freut sich sehr über
seine Zahl von 900000 Kunden am Jahresende , da der junge Dienst Anfang 1999 mit
rund 20000 Kunden nach Darstellung des Unternehmens erst richtig gestartet ist .
Für das Jahr 2000 rechnen die Mobilfunkanbieter mit weiterem kräftigem Wachstum
. T-Mobil spricht davon , das kommende Jahr werde einen " Durchbruch in der
mobilen Datenkommunikation " bringen . Starkes Wachstumspotenzial sieht T-Mobil
besonders in der Nutzung des Kurznachrichten-Dienstes SMS , während Viag
Interkom meint , dass vor allem aufladbare Handy-Karten ( Pre-paid Cards ) den
Markt in Bewegung halten werden . Amazon.com : Das Ende der Fahnenstange ? Der
amerikanische Online-Händler Amazon gilt als Pionier der so genannten
Internet-Ökonomie . Nun hat die als Online-Buchladen gestartete Firma eine
weitere Pioniertat vollbracht : Entlassungen , bislang bei den hoffnungsvollen
dot.com-Companies ein kaum zu beobachtendes Phänomen . Amazon wirft 150
Mitarbeiter hinaus , zwei Prozent der bislang 7500 Angestellten . Die
Entlassungen seien aber kein Zeichen für eine Änderung im Geschäftskonzept von
Amazon , betonte Curry : " Wir setzen unseren Weg fort , der führende
Anlaufpunkt für E-Commerce zu sein , wo die Leute alles finden und entdecken
können , was sie im Internet kaufen wollen . " Gleichzeitig aber warnte Amazon
wieder davor , dass die Umsätze im vierten Quartal des abgelaufenen
Geschäftsjahres zwar gestiegen seien , die Verluste aber sogar wachsen würden .
Den vollständigen Geschäftsbericht will Amazon am 2. Februar 2000 vorlegen .
Gewinn hat Amazon noch nie seit seinem Bestehen gemacht - bislang vertritt
Amazon-Chef Jeff Bezos die Ansicht , die Verluste seien kein Problem . Erst
müsse investiert werden , um den Markt zu besetzen , dann könne man über Gewinne
nachdenken : Marktbeobachter scheinen allerdings davon auszugehen , dass diese
von den meisten Neugründungen der Internet-Ökonomie verfolgte Strategie an ihre
Grenzen stößt . Bislang konnten die Aktienkurse der reinen E-Commerce-Firmen
stetige Steigerungen verbuchen , obwohl kaum ein Unternehmen schwarze Zahlen
schrieb . Diesen Wechsel auf die Zukunft möchten die Börsianer nun
offensichtlich langsam eingelöst sehen . Der Kurs des Amazon-Papiers fiel fast
um die Hälfte auf rund 61,7 US-Dollar seit dem Höchststand von 113 US-Dollar im
Dezember . Neben Amazon kündigten einige andere Online-Shops wie Beyond oder
Value America in den letzten Tagen Restrukturierungen an - in der Regel ein
Euphemismus für Entlassungen und den Versuch , finanzielle Probleme in den Griff
zu bekommen . Analysten befürchten nun , dass der Internet-Ökonomie eine
Gesundschrumpfung bevorsteht . Die Entlassungen bei Amazon interpretieren
Börsianer daher bereits als deutliches Signal : " Investoren sollten darüber
erfreut sein " , kommentierte Tom Wyman von J. P. Morgan laut AP . " Ich
betrachte dies als sehr positives Zeichen , dass das Management-Team darauf
vorbereitet ist , unangenehmen Entscheidungen zu treffen . " Wyman verwies dabei
explizit auf Amazons neuen Finanzmanager Warren Jenson , der früher für Delta
Airlines und die TV-Company NBC arbeitete . CeBIT-Special bei heise online Die
Expo drängelt - die CeBIT findet daher einen Monat früher als gewohnt statt .
Schon jetzt können Sie sich auf heise online auf die größte Computer-Messe der
Welt vorbereiten . Bis die CeBIT ihre Tore öffnet , finden Sie in unserem
Messe-Special Vorberichte zu interessanten Neuvorstellungen und Trends . Dazu
kommen heute und in den nächsten Tagen Tipps für Messebesucher : Ein weiterer
Schwerpunkt der Ausgabe 4/2000 der c't werden die Tendenzen sein , mit denen
Computer-Nutzer und Internet-Surfer in den nächsten Monaten und Jahren rechnen
müssen . Und während der Messe versorgen Sie die Redaktionen von c't , iX und
Telepolis sowie das Team von heise online ständig mit aktuellen Nachrichten
direkt vom Ort des Geschehens . Eigener Pavillon für Linux Branchenfachleute
prognostizieren , dass Linux im Jahr 2003 Windows NT und seine Nachfolger
überholt haben wird , meint die Deutsche Messe AG , Veranstalter der CeBIT .
Kein Wunder also , dass das Open-Source-Betriebssystem auf der CeBIT 2000
besondere Beachtung erfährt . In Halle 6 , Stand F20 präsentieren sich in einem
speziellen Pavillon 16 Linux-Unternehmen , darunter Caldera , Red Hat , SuSE und
TurboLinux . Neben unterschiedlichen Distributionen von Linux selbst sollen im
Linux-Pavillon vor allem Anwendungen für Firmen und Privatmenschen im
Vordergrund stehen . Am 28. Februar gibt zudem Jon " Maddog " Hall drei
einstündige Einführungen in Linux ( TCM , Raum 15/16 ) . Bluetooth nimmt Fahrt
auf Bluetooth als Technik für die nahezu selbstständige drahtlose Kommunikation
zwischen beliebigen Geräten hat allerdings noch mit einigen Problemen zu kämpfen
. Der endgültige Standard wurde erst vor kurzem verabschiedet ; die Hersteller
beeilen sich zwar mit Ankündigungen Bluetooth-fähiger Geräte oder entsprechendem
Zubehör , so richtig liefern konnte aber biskang noch keine Firma . Auf der
CeBIT 2000 wollen nun zumindest einige Anbieter vorführen , dass Bluetooth heute
schon eine praktikable Technik ist . Unter den ausstellenden Unternehmen
befinden sich beispielsweise 3Com , IBM , Intel und Lucent . Hifi-Profis : Kaum
Unterschiede zwischen MP3 und CD Für manchen audiophilen Hifi-Puristen mag es
überraschend sein : Aber Profis konnten beim Hörtest in vielen Fällen praktisch
keinen Qualitätsunterschied zwischen MP3 und Audio-CDs feststellen . Dies ist
eines der Ergebnisse von Tests , die c't im Rahmen eines großen MP3-Schwerpunkts
in Ausgabe 3/2000 veröffentlicht . Leo Kirchner von der Hifi-Manufaktur aus
Braunschweig beispielsweise meinte , dass die Qualität moderner Abspielgeräte
für komprimierte digitale Musik im MP3-Format so gut sei , dass sie an die
neuesten MiniDisc-Techniken heranreiche - wenn die MP3-Player nicht sogar besser
seien . Beim Testhören konnten viele an professionellem Highend-Equipment
geschulte Hörer in der Regel nur in 50 Prozent der Fälle erkennen , ob die Musik
von CD kam oder aus einem MP3-Player . " Eigentlich ein erschreckendes Ergebnis
" , kommentiert Kirchner . " Da fragt man sich , was das ganze Highend-Getue
soll . " Neben der Qualität der komprimierten digitalen Musik ist in letzter
Zeit die rechtliche und politische Seite Gegenstand heftiger Diskussionen . Die
Weitergabe von MP3-Dateien und die Verfügbarkeit von Songs im MP3-Format über
das Internet versetzen offensichtlich die Musikindustrie in Panik . Sie versucht
mit allen Mitteln , gegen das illegale Kopieren von Musik per MP3 vorzugehen .
Jüngstes Beispiel ist die Klage des amerikanischen Verbandes der Musikindustrie
gegen MP3.com . Der Internet-Anbieter stellt seit Neuestem jedem registrierten
Internet-Benutzer die Möglichkeit zur Verfügung , seine privaten CDs im Internet
freizuschalten . Und Smudo von den Fantastischen Vier meinte gegenüber c't :
Schenker sieht eine grundlegende Veränderung auf die Industrie zukommen . Viele
Fans würden gegenüber Musik in eine Art Fast-Food-Haltung verfallen : In
weiteren Artikeln geht es um die technischen und akustischen Grundlagen der
Audio-Kompression , um Audio-Qualität und politische Aspekte von MP3 sowie die
Leistungsfähigkeit von MP3-Encodern . Vodafone und Vivendi in einem Boot Der
britische Mobilfunkkonzern Vodafone Airtouch vereinbarte mit dem französischen
Mischkonzern Vivendi die Gründung eines neuen Internet-Unternehmens - unter dem
Vorbehalt , dass Vodafone bei der angestrebten Übernahme von Mannesmann einen
Anteil von über 50 Prozent erreicht . In diesem Fall wollen Vodafone und Vivendi
darüber hinaus prüfen , ob die Festnetz-Angebote von Mannesmann in Frankreich ,
Deutschland und Italien mit entsprechenden Aktivitäten von Vivendi in Frankreich
zu einer Firma kombiniert werden können . Vodafone und Vivendi beabsichtigen ,
gemeinsam ein so genanntes Multi Access Portal als Internet-Zugangsknoten zu
entwickeln und zu betreiben , um mobilen Geräten wie PDAs und Handys direkten
Internet-Zugang zu bieten . Mit dieser Vereinbarung sei es möglich , " die
Schaffung von Europas erstem Unternehmen der zweiten Internet-Generation
dramatisch zu beschleunigen " , meinte Vivendi-Chef Jean Marie Messier . " Diese
Allianz versetzt Vodafone Airtouch und Vivendi in die Lage , eines der führenden
Internet-Unternehmen Europas zu entwickeln " , ergänzte Vodafone-Chef Chris Gent
. Mannesmann muss durch die Vodafone-Vivendi-Kooperation wohl eine schwere
Schlappe in der Schlacht gegen die feindliche Übernahme durch die Briten
hinnehmen . Und Vivendi , der größte private Arbeitgeber Frankreichs , wurde
teilweise als weißer Ritter gehandelt , der Mannesmann gegen Vodafone
unterstützen könnte - solche Gerüchte sind nach der Vereinbarung mit Vodafone
offensichtlich endgültig hinfällig . Eher scheint Vivendi daran interessiert zu
sein , sich nach einer Übernahme von Mannesmann durch Vodafone die Festnetze des
deutschen Konzerns einzuverleiben . Spekulationen dagegen , Mannesmann werde den
Vivendi-Anteil von 40 Prozent an dem französischen Kommunikationsanbieter
Cegetel übernehmen , hatten Mannesmann-Sprecher gegenüber c't bereits dementiert
. An Cegetel hält Mannesmann bislang 15 Prozent , Vodafone ist mit 20 Prozent
beteiligt . Gateway-Chef tritt zurück Der gebeutelte PC-Hersteller Gateway
verliert seinen Chef : Der Vorstandsvorsitzende Jeff Weitzen ist zurückgetreten
. Gateway als zweitgrößter Direktverkäufer von PCs rutsche im vierten Quartal
tief in die rote Zahlen , nachdem die Flaute im Weihnachtsgeschäft die Umsatz
und Gewinn der Firma in den Keller drückte . Als eine Konsequenz daraus kündigte
Gateway an , dass bis zu 10 Prozent der Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren
würden . Nun nimmt auch Weitzen seinen Hut und wird vom
Verwaltungsratsvorsitzenden Ted Waitt abgelöst . Waitt , der Gateway 1985 in
South Dakota gegründet hat , besitzt etwa 32 Prozent der Aktien des Unternehmens
. In den Monaten zuvor dagegen trug Weitzen nach Ansicht des Unternehmens immer
wieder zu Umsatz- und Gewinnsteigerungen bei , indem er den Vertrieb von
Speichersystemen und Software beschleunigte , anstatt ausschließlich das
wachstumsarme PC-Geschäft zu betreiben . Weitzen habe eine Menge getan , um das
Gateway-Geschäft über die " Kistenschieberei " hinaus auf ein gutes Fundament zu
stellen , meinte der neue CEO Waitt . Nach seinen eigenen Angaben will sich
Weitzen ins Privatleben zurückziehen . SAP SI steigert Umsatz und reduziert
Prognose Dies entspreche der Planung , teilte das Unternehmen am heutigen
Dienstag in Dresden mit . Dies entspreche einer Marge von 19,7 Prozent . Die
Mitarbeiterzahl stieg um 23 Prozent auf 1.225 . SAP SI erwartet für das Jahr
2001 ein " organisches Wachstum " von 22 bis 27 Prozent . Sicherheitslücken im
DNS-Server BIND Bei Versionen des DNS-Servers BIND ( Berkeley Internet Name
Domain ) vor 8.2.3 beziehungsweise 9.x wurden einige Sicherheitslücken entdeckt
, die die Funktion des Namenssystems , soweit es durch BIND-Server
bereitgestellt wird , beeinträchtigen können . Außerdem ermöglichen die Löcher ,
wenn sie ausgenutzt werden , unter Umständen Zugang zu Systemen , auf dem
BIND-Server laufen . Das Computer Emergency Response Team ( CERT ) berichtet von
mehreren Fehlern , die zu Buffer Overflows führen können , darunter bei der
Abarbeitung des Codes zur Bearbeitung der Transaction Signature oder bei
nslookupComplain() . Die Sicherheitslöcher können Angreifer unter Umständen
Zugang zum System verschaffen . Ein Bug bei der Bearbeitung der NXT-Records von
Domain-Einträgen ermöglicht nach CERT-Angaben potenziellen Angreifern , auf das
System der Maschine zuzugreifen , auf der BIND läuft - unabhängig davon , mit
welchen Priviligien die Name-Server-Software selbst ausgestattet ist . Außerdem
sind Bugs entdeckt worden , die einen vollständigen Absturz des Name-Servers
auslösen können . Dazu gehören unter anderem Fehler beim Transfer komprimierter
Zone-Files , fehlerhafte Überprüfung von SIG-Records und Bugs bei der Behandlung
von File-Deskriptoren . Ein weiterer Fehler ermöglicht es Angreifern , die
BIND-Server über das Netz zu einer " Arbeitspause " von 120 Sekunden zu zwingen
. Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Fehler hat das CERT am gestrigen
Montagabend als CA-2001-02 Multiple Vulnerabilities in BIND veröffentlicht . Die
Entwickler von Bind , das Internet Software Consortium ( ISC ) beschreibt die
Mehrheit der Fehler als " critical " oder " serious " und berichtet , dass für
mehrere der Sicherheitslücken bereits Skripts und Anleitungen aufgetaucht sind ,
wie sich die Bugs ausnutzen lassen . Wo dies nicht möglich sei , solle zumindest
die Version 8.2.3 eingesetzt werden . Nokia macht Rekordgewinn mit Handys Mit
Spannung wurden die Geschäftszahlen des Marktführers unter den Handy-Herstellern
erwartet - und nun legt der finnische Telecom-Konzern Nokia wie erwartet erneut
ein Rekordergebnis vor . Der Gewinn pro Aktie legte um 52 Prozent auf 0,82 Euro
zu . Ganz im Unterschied zu Ericsson oder Motorola konnte Nokia auch bei den
Handys massiv zulegen : Auch die Abteilung , die Infrastruktur-Einrichtungen für
Mobilfunkbetreiber liefert , konnte stark zulegen : Auch bei den Quartalszahlen
legte der Handy-Bereich zu : Kein Wunder , dass sich Konzernchef Jorma Ollila
erfreut zeigte : Nokia habe für das abgelaufene Jahr alle gesteckten Ziele
erreicht und ein herausragendes Ergebnis vorgelegt . So reagierte die Börse
trotz des Rekordgewinns auch etwas verschnupft auf die Äußerungen von Ollila ,
dass sich das Wachstum der Gesamtbranche etwas abschwächen werde und bestätigte
damit wohl die Ansicht der Investoren , der Handy-Boom gehe langsam zu Ende .
Für das erste Quartal erwartet Nokia ein Umsatzplus von 25 bis 30 Prozent :
Diese gegenüber früheren Prognosen reduzierte Zahl reflektiere das etwas
langsame Wachstum des Marktes als früher angenommen . Zwischenzeitlich war er
dagegen von einem Eröffnungskurs von 40,44 Euro auf fast 43 Euro geklettert , um
dann einzubrechen . Die New Economy ist für die Politik keine Eintagsfliege
Diese Einsicht ist nicht etwa einem Buzzword-Generator der New Economy
entsprungen . Sie stammt vielmehr aus dem Mund von Siegmar Mosdorf , seines
Zeichens Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium . Der Trendsurfer glaubt
endlich einen " Beweis " für seine langjährige These gefunden zu haben , dass in
der Informationswirtschaft die Hardware an Bedeutung verliert und Inhalte immer
wichtiger werden : Es galt angesichts der traurigen Lage am Neuen Markt die
Frage zu klären , ob sich die Art des Wirtschaftens durch die Internet-Startups
wirklich verändert hat und welche Rolle die Politik bei der Gestaltung des
vielfach ausgerufenen revolutionären Wandels einnehmen kann . " Sie ist das
Epizentrum der Veränderung unserer Volkswirtschaft " , steckte Mosdorf die fast
schon gefallene Latte wieder nach oben . Neef rief den Übergang von der
Ellbogengesellschaft zur Beziehungsgesellschaft aus , da die Bereitschaft ,
Kooperationen einzugehen , in der New Economy viel größer sei . Mit dem Tempo ,
das die Startup-Gründer vorlegen , können allerdings Politiker , Investoren und
Verbraucher nicht immer mithalten : Den Durchstartern dauert es zu lange , bis
bürokratische Formalitäten wie die Eintragung einer Firma ins Handelsregister
erledigt sind . Außerdem drängen sie das Bundeswirtschaftsministerium , Druck
auf den obersten Finanzkassenwart auszuüben , um die Besteuerung von
Aktienoptionen zu ändern . Geprellte Anleger fordern dagegen nach
Schmierenstücken und Pleiten am Neuen Markt ein Mehr an Regulierung , die den
Finanzmarkt wie in den USA stärker kontrollieren soll . Und die Konsumenten
stürzen sich derzeit lieber in den Winterschlussverkauf , als sich mit PCs sowie
Internet-Zugang auszurüsten und online zu shoppen . Was kann der Staat da tun ,
um die " Misere " zu beenden ? Rexrodt und Mosdorf plädieren dafür , dem Markt
möglichst wenig in die Quere zu kommen . Die von Madzia aufgebrachte Idee ,
Netzzugangsgeräte staatlich zu subventionieren , fand der FDP-Politiker schlicht
" absurd " . Ihm liegt vor allem daran , das Arbeitsrecht zu entschlacken , um
den Entrepreneur-Spirit nicht zu unterwandern . " Die Arbeitswelt ist in einer
Art und Weise überreguliert , die Deutschland einen großen Imageschaden und
einen faktischen Nachteil bringt " , sagte Rexrodt . Durch die Verpflichtung zur
Teilzeitarbeit und die Ausdehnung der Mitbestimmung der Mitarbeiter auf "
Kleinstbetriebe " habe die rot-grüne Regierung hier sogar das Rad noch
zurückgedreht . Auch Mosdorf ist prinzipiell eher für weniger als für mehr
Gesetze . Forderungen , dem teilweise selbstzerstörerischen Gebaren junger
börsennotierter Firmen gesetzliche Schranken zu setzen , erteilte er eine klare
Absage . " Wir brauchen Transparenz , aber ich setze auf die aufgeklärte
Gesellschaft " , machte der SPD-Politiker klar . Die New Economy wirft für den
Staatssekretär die Frage auf , ob nicht auch eine " New Society " vonnöten sei .
Die Startup-Community warnte er allerdings davor , zu viel Talent auf einmal zu
verbrennen : Das rasende Tempo in den Dot.Coms könne Kreativität auch zersetzen
. Dann würden Burnout und " Hurry-Sickness " drohen . Angesichts der
weitgehenden Einigkeit seiner marktbegeisterten Kollegen versuchte
CDU-Generalsekretär Meyer wenigstens einen Kontrapunkt zu finden . So sprach er
dem Staat die Aufgabe zu , mehr für den Aufbau vernünftiger Netzinfrastrukturen
zu tun und Verbrauchern den Zugang zum Internet und zum E-Ecommerce
schmackhafter zu machen . Keine Zusagen für Ex-Mannesmann-Chef von Vodafone Der
ehemalige Mannesmann-Vorstandschef Klaus Esser hat nach einem Bericht des WDR
keine finanziellen Zusagen von Vodafone erhalten . " Esser kämpfte geradezu
verzweifelt um seinen Job und um die Unabhängigkeit von Mannesmann " , sagte
Vodafone-Chef Chris Gent in einem WDR-Fernsehinterview , das am 9. Februar im
Rahmen einer Mannesmann-Dokumentation ausgestrahlt wird . Auszüge aus dem
Gespräch teilte der WDR am Dienstag vorab mit . Es sei ziemlich hart , Esser
jetzt zu unterstellen , er habe persönliche Vorteile aus der Situation ziehen
wollen , betonte Gent . Eine Stuttgarter Anwaltskanzlei hatte daraufhin wegen
des Verdachts auf Untreue eine Anzeige gegen Esser erstattet . Die
Millionen-Abfindung , argumentieren die Kläger , sei eine Gegenleistung dafür
gewesen sein , dass Esser seinen Widerstand gegen die Mannesmann-Übernahme durch
Vodafone aufgegeben habe . Am gestrigen Montag wurde bekannt , dass die
Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf die Beschwerde der beiden Anwälte gegen die
Einstellung des Verfahrens prüft . Nach weiteren Angaben des WDR wies Esser den
Vorwurf der Bestechung und Vorteilsnahme entschieden zurück . Esser : " Ich bin
der Meinung , dass die Höhe der Zuwendung am Erfolg des Managers gemessen werden
soll " . Zugleich bat er um Verständnis dafür , dass er das Angebot des
Aufsichtsrates nicht abgelehnt habe . MP3.com mit neuem Service für Musiker
Bislang konnten Musiker ihre Songs auf MP3.com schon zum kostenlosen Download
anbieten . Nun führt der Internet-Musikdienstleister einen neuen Service ein :
Für 19,95 US-Dollar im Monat können Musiker den so genannten Premium Artist
Service abonnieren . Für den monatlichen Obulus erhalten sie zusätzlich zum
kostenlosen Marketing-Service die Möglichkeit , eine eigene Home-Page auf
MP3.com abzulegen und Werbebanner auf den Seiten mit ihrer Musik auszuschalten .
Die Stücke von Abonnenten des Dienstes werden bei Suchanfragen über die
Search-Engine von MP3.com an vorderen Stellen in den Ergebnislisten platziert ,
außerdem bekommen sie grafische Hervorhebungen in den Charts auf den Seiten des
Internet-Unternehmens . Laut MP3.com werden täglich 1.500 Songs im MP3-Format
auf den Seiten des Dienstleisters neu angeboten . Daher hätten viele Künstler
die Forderung nach Möglichkeiten gestellt , sich aus dem unüberschaubaren
Angebot herauszuheben und den Fans schnelleren Zugang zu ihrer Musik zu bieten .
MP3.com offeriert nach eigenen Angaben mit über 750.000 Stücken von mehr als
117.000 Künstlern und Labeln die größte Sammlung von Musik in digitalen
komprimierten Formaten im Internet an . Nach langwierigen juristischen
Auseinandersetzungen um diesen Dienst konnte sich MP3.com inzwischen mit allen
großen Labels über Lizenzzahlungen einigen . Met@box tief in den roten Zahlen
Manchmal kommt es noch schlimmer als man denkt : Zwei vorliegende Aufträge zur
Lieferung von Settop-Boxen " kamen nicht wie geplant zur Ausführung " , hieß es
in einer Mitteilung . Met@box hatte bereits in der Vergangenheit diverse
Schwierigkeiten gemeldet und die Prognosen immer wieder nach unten korrigiert .
Schon auf der ersten Hauptversammlung des Unternehmens hatten Aktionäre heftige
Kritik an der undurchsichtigen Bilanz von Met@box geübt . Bereits zuvor waren
Zweifel an der Seriosität mehrerer von Met@box vermeldeter Großaufträge für
Settop-Boxen aufgekommen . Met@box kündigte nun auch einen Wechsel im Vorstand
an . Der bisher für Vertrieb und Marketing zuständige Rainer Kochan scheide mit
sofortiger Wirkung aus . Zu seinem Nachfolger hat der Aufsichtsrat Peter White
berufen . Der 38 Jahre alte Brite war bislang Vorstand der Met@box International
AG . White werde unterstützt vom neuen Vertriebsleiter Karl Hallmann , der von
Motorola zu den Hildesheimern wechselt . Das 52-Wochen-Hoch des Papiers lag bei
45,80 Euro ; die Aktie war im Verlauf der letzten Monate schon auf 4,28 Euro
abgerutscht . Zwei Kandidaten für vier UMTS-Lizenzen in Frankreich Der Betreiber
Bouyges Telecom hat knapp einen Tag vor Ablauf der Bewerbungsfrist seine
Kandidatur für eine UMTS-Lizenz in Frankreich zurückgezogen . Die Bedingungen
für die zu vergebenden vier UMTS-Lizenzen seien für eine Kandidatur " nicht
förderlich " , hieß es in einem Kommunique des Unternehmens von Dienstag in
Paris . Damit sind für die vier UMTS-Lizenzen bisher zwei Bewerber im Gespräch .
Die erste offizielle Kandidatur reichte der zweitgrößte nationale
Handy-Betreiber SFR ( Cegetel , Tochter der Vivendi-Gruppe ) ein . Als sicher
galt die Kandidatur von France Telecom/Orange , die jedoch erst kurz vor Ablauf
der Bewerbungsfrist am Mittwochmittag eingehen soll . Ein potenzieller vierte
Bewerber , das ST3G-Konsortium , hatte sich vor kurzem aus dem Rennen
zurückgezogen . Die darin zusammengefassten Telekom-Konzerne Suez Lyonnaise des
Eaux ( Frankreich ) und Telefonica ( Spanien ) begründeten ihre Absicht mit zu
hohen Kosten . " Wenn die Regeln erst einmal aufgestellt sind , muss man sich
daran halten " , sagte Finanzminister Laurent Fabius vor der Nationalversammlung
. Allerdings müsse man " die Vorlage der Kandidaturen abwarten " , fügte er
hinzu . Annahmefrist für Bewerbungen ist der 31. Januar . Danach will die
Regierung in Paris spätestens im Juni die Lizenzen vergeben . Das Geld war in
erster Linie zur Finanzierung der Renten gedacht . Die E-Grünen kommen Dazu
haben Bundesvorstand und Bundestagsfraktion heute in Berlin das Forum " e-green
" ins Leben gerufen . Es soll zum Think-Tank der Partei heranreifen und bei der
Weiterentwicklung des Programms helfen . Für den nötigen Input sorgen Experten
aus Wissenschaft , Wirtschaft und aus Gewerkschaftskreisen . Auf diesem Treffen
des Länderrats hatten die Teilnehmer Informationsfreiheit und
Informationsgerechtigkeit als die wichtigsten Voraussetzungen für den Wandel hin
zur Wissensgesellschaft ausgemacht . " Wir wollen den Menschen nicht nur helfen
, einen Internetführerschein zu erwerben , sondern ihnen auch den Zugang zu
einer freien und vielfältigen Datenautobahn schaffen " , heißt es in dem
Beschluss vom Herbst . Statt nur bei jeder Gelegenheit zu zeigen , dass man auch
" drin " sei , wurde gleichzeitig ein " langfristig angelegter Dialog mit
internen und externen FachexpertInnen " angedacht , der nun in die Wege geleitet
wurde . Unterteilt ist das Forum in vier Fachgruppen . Im Arbeitskreis
Informationsgerechtigkeit sollen der Berliner Informatikprofessor Wolfgang Coy
sowie Ute Bernhardt vom Forum InformatikerInnen für Frieden und
gesellschaftliche Verantwortung ( FifF ) bei der Klärung der Frage helfen , was
zur Überwindung der digitalen Spaltung der Gesellschaft in User und Loser zu tun
ist . Der Komplex Informationsfreiheit , worunter die Grünen Bereiche wie
Datenschutz und Fragen der Überwachung des Netzverkehrs genauso fassen wie die
Stärkung der Demokratie durch die Online-Kommunikation , wird unter anderem von
den Politologen Claus Leggewie ( Universität Gießen ) und Jeanette Hoffmann (
Wissenschaftszentrum Berlin ) aufbereitet . Regulierungsfragen im Zusammenhang
mit der Konvergenz von neuen und alten Medien werden in einem weiteren
Arbeitskreis erörtert . Auf den ersten Blick überraschen mag die Tatsache , dass
die Grünen auch dem Themenbereich Internetökonomie eine eigene Gruppe gewidmet
haben . Doch in der Partei dreht sich längst nicht mehr alles um " Wollsocken
und Bauernhof " , hat Sylvius Bardt , Geschäftsführer der Expertenvermittlung
Questico erkannt . Neben dem Startup-Gründer und anderen Fachleuten aus der New
Economy sowie von der IG Metall wird auch Margareta Wolf ihre neuen Erfahrungen
als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium in diesen
Diskussionskreis einbringen . Gemeinsame Positionen sollen dabei zur
Unternehmenskultur in Startups , zur Besteuerung von Aktienoptionen und zu
allgemeinen Veränderungen in der Arbeitswelt gefunden werden . Vom Image einer
reinen Ökopartei wollen sich die Bündnisgrünen mit der Etablierung des Forums
endgültig verabschieden . Doch bis sich die Grünen tatsächlich als vernetzte
Partei und Lobby von Startup-Gründern und Surfern präsentieren können , ist noch
einiges Feilen am Image und am Programm nötig . " Wir wollen uns mit dem Forum
auch auf Defizite aufmerksam machen lassen " , gibt Grietje Bettin ,
medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion , zu . Erste Ergebnisse der
Arbeit des Forums möchte sie gemeinsam mit ihren Kollegen im Herbst präsentieren
. Unklar ist noch , wie sich die Zusammenarbeit von " e-green " mit dem Netzwerk
Neue Medien gestalten soll , das die parteinahe Heinrich Böll Stiftung bereits
im Mai vergangenen Jahres ins Leben gerufen hatte . Auch dort sind im Oktober
eine Reihe von Projekten gestartet worden , unter anderem zu Open Source , zur
E-Demokratie , zur freien Meinungsäußerung und zum Schutz der Privatsphäre . "
Es gibt Überschneidungen " , sagt Niombo Lomba , Bundesvorstand der
Bündnisgrünen . Aber besser zu viel Networking als zu wenig . Konsortium für
Anwendungen übers Internet gegründet In den USA haben sich schon vor einiger
Zeit Unternehmen zusammen geschlossen , die in so genannten Application Service
Providern ( ASP ) die Zukunft der Software für Unternehmen sehen . Nach dem
amerikanischen Vorbild des ASP Industry Consortium gründete sich nun auch in
Deutschland das ASP-Konsortium . Zu der Industrievereinigung gehören unter
anderem die deutschen Dependancen von Cisco , Citrix , Compaq , Sun und UUNet
sowie beispielsweise die Deutsche Telecom , SAP und Nortel DASA . Die
Organisation möchte in Deutschland Interessierte über das ASP-Modell informieren
und die Akzeptanz im Markt fördern . Statt Anwendungen wie Office-Pakete oder
aber Betriebssysteme zu verkaufen , wollen ASPs mit der Vermietung von Software
Geld verdienen , die zu den Anwendern dann über die Netzwerke gelangt .
Application Service Provider stellen Anwendungen zentral zur Verfügung , die
dann in Unternehmen oder zukünftig auch von Endanwendern gegen eine Leihgebühr
über das Internet und Virtual Private Networks genutzt werden sollen . Auch
Großkonzerne wie Microsoft arbeiten bereits an der Vermietung ihrer Software
über Internet-Provider . 128-Bit-Verschlüsselung für deutschen Internet Explorer
Nach der US-englischen Version der 128-Bit-Verschlüsselung für den Internet
Explorer gibt 's nun auch die Variante des so genannten High Encryption Pack für
die deutsche Ausgabe von Microsofts Web-Browser . Auf der Download-Seite bietet
der Software-Konzern eine entsprechende Aktualisierung an . Spielehersteller
bringen Yahoo vor Gericht Drei der führenden Anbieter im Markt für
Computer-Spiele und Spiele-Konsolen gehen gegen das Internet-Portal Yahoo vor
Gericht . Electronic Arts , Sega und Nintendo werfen Yahoo vor , über die
Auktions- und Shopping-Angebote des Internet-Dienstleisters würden raubkopierte
Spiele verkauft . Außerdem könnten Surfer sich über die Einkaufsmeilen von Yahoo
auch Geräte besorgen , die zur Aushebelung des Kopierschutzes bei Spielen
benutzt würden . Die Klage soll erreichen , dass Yahoo zukünftig entsprechende
Verkäufe und Auktionen über seine Web-Seiten stoppt . Außerdem verlangen die
Spielehersteller einen finanziellen Ausgleich für die Verluste , die ihnen durch
schon erfolgte Verkäufe entstanden seien . Wie hoch der Betrag sein soll , den
Yahoo bezahlen soll , bezifferten die Kläger bislang nicht im Detail -
allerdings sprachen sie davon , dass bis zu 100.000 US-Dollar pro verkaufter
Raubkopie oder illegalem Gerät fällig sein könnten . In der Klageschrift
erklären die Spielefirmen , Yahoo profitiere direkt von dem Verkauf illegaler
Waren und sei sich über diese Aktivitäten auf seinen Seiten voll bewusst . Yahoo
sei kein passiver Dienstanbieter , heißt es in der gemeinsamen Erklärung von
Electronic Arts , Nintendo und Sega . " Yahoo hat einen internationalen
Cyber-Flohmarkt für raubkopierte und illegale Waren geschaffen , der
Zehntausende von kreativen Menschen schädigt " , erklärte Ruth Kennedy , die
Electronic Arts vor Gericht vertritt . Und Nintendos Anwalt Richard Flamm
ergänzt : Würde Yahoo verurteilt , könnte dies die Bedingungen für Online-Shops
und Auktionshäuser vollständig verändern . Eine Verurteilung von Yahoo würde
dieser Ansicht zumindest in den USA den juristischen Boden entziehen - die
Anbieter wären verpflichtet , jedes einzelne Angebot auf Shopping- oder
Auktionsseiten im Hinblick auf mögliche rechtswidrige Transaktionen zu
überprüfen . Die Arbeitslosen der New Economy Dann kam die große Ernüchterung in
der Internetbranche , und nun stehen im legendären Silicon Valley Tausende
junger Leute , die vor kurzem noch dicke Autos fuhren und in teuren Restaurants
aßen , erstmals auf der Straße . Die 29-jährige Melissa Sheridan kann es immer
noch nicht fassen : Im vergangenen Jahr brach sein Traum zusammen . Die
Fachzeitschrift Industry Standard richtete auf ihrer Internetseite einen ständig
aktualisierten Arbeitslosenzähler für die Branche ein : Er verzeichnete bisher
über 76.000 Entlassungen . Der Psychologe Robert Chope wies im Fernsehsender NBC
darauf hin , dass die Entlassungen die lange vom Erfolg verwöhnten jungen
Menschen am härtesten trifft . Die einstigen Helden der Internetgeneration seien
eine ständig wachsende Wirtschaft gewohnt gewesen . Nun seien viele von ihnen
geradezu in Panik . Andere , die ihre Aktienanteile noch rechtzeitig vergolden
konnten , genießen nach ihrem harten Rund-um-die-Uhr-Jobs das süße Nichtstun . "
Das Beste , was mir passieren konnte , war es , meinen Job zu verlieren " ,
strahlt die 28-jährige Alli Ehrenberg . Für die weniger glücklichen Opfer der
Internet-Pleiten bietet das Internet aber auch Hilfe . Der Jobvermittler
Monster.com wird seit Monaten mit Bewerbungsunterlagen förmlich überflutet .
Viele finden auch schnell eine neue Stelle , doch viel sicherer muss der Job
auch nicht sein . Die 32-jährige Stacy Drake war glücklich , dass sie nach der
Entlassung bei HomeGrocer.com schnell wieder eine Stelle bei dem Auktionshaus
Bidpath.com fand . Doch nach ein paar Wochen ging auch dieser Firma das Geld aus
, und sie musste ihren Schreibtisch wieder räumen . Sie sei geschockt gewesen ,
erklärt Drake , und ihr erster Gedanke nach der zweiten Entlassung sei es
gewesen , sich erst einmal mit Shoppen zu trösten . Doch dann habe sie
entschieden , ihr Geld lieber doch ein wenig zu sparen . Die 32-jährige bleibt
aber auch nach dem doppelten Internet-Flopp optimistisch und rechnet damit ,
spätestens in drei Monaten wieder einen Job zu haben . Corel macht trotz
niedriger Umsätze wieder Gewinn Wenn auch nur knapp , so hat der
Software-Hersteller Corel in seinem ersten Geschäftsquartal doch wieder die
Gewinnzone erreicht . Trotz stark zurückgegangener Umsätze konnte der
Grafiksoftware-Spezialist einen Gewinn von 534.000 US-Dollar oder einem Cent pro
Aktie erreichen . Problematisch erscheint allerdings selbst Corel der Rückgang
der Verkäufe : " Auch wenn sich unsere Ergebnisse insgesamt verbessert haben ,
wissen wir , dass wir immer noch unsere Umsätze verbessern müssen " , meinte
denn auch Corel-Chef Derek Burney auf der Bilanzpressekonferenz . Ende Januar
erst hatte der angeschlagene Software-Hersteller mit der Konzentration auf die "
Kreativ-Software " , zu der die Grafik-Anwendungen gehören , eine neue
Geschäftsstrategie verkündet , um aus den roten Zahlen herauszukommen .
Zeitgleich mit der Vorstellung der Zahlen für das erste Quartal gab Corel nun
bekannt , dass Rene Schmidt neuer Chief Technology Officer wird . Schmidt
leitete die Linux-Sparte von Corel , die in eine eigene Firma ausgelagert werden
soll . Das Unternehmen bot als einer der wenigen Online-Shops bereits ab der
ersten Bestellung die Lieferung der Ware auf Rechnung an . Damit soll nun
Schluss sein - Lion.cc verschickte eine E-Mail an seine deutschen Kunden , in
dem angekündigt wurde , dass ab 2. April 2001 Bestellungen bei Lion.cc " einfach
und bequem " nur mehr mittels Kreditkarte oder Bankeinzug/Lastschrift bezahlt
werden können . Für die österreichischen Kunden gilt diese Neuregelung
allerdings nicht . Man habe , so ist in dem Schreiben zu lesen , mit der
Zahlungsform per Zahlschein seinen Kunden entgegenkommen und ihnen einen
besonderen Service bieten wollen . Leider sei dieses Vertrauen " von vielen
missbraucht " worden . Daher sei es leider nicht mehr möglich , diese
Zahlungsform anzubieten . Regulierungsbehörde verbilligt Miete für die " letzte
Meile " Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) hat am
heutigen Freitag den Preis festgelegt , den die Telekom künftig von ihren
Wettbewerbern für die Teilnehmeranschlussleitung verlangen darf . Entgegen den
Vorstellungen der Deutschen Telekom erhöht die RegTP die monatlichen
Mietgebühren nicht etwa , sondern senkt sie ab : Auch die einmaligen Preise für
die Übernahme der Teilnehmeranschlussleitung hat die RegTP leicht gesenkt : Für
die Bereitstellung der entbündelten Kupferdoppelader , die häufigste Variante
für die letzte Meile , kann die Telekom nun 181,09 Mark verlangen . Der
bisherige Preis lag bei 191,64 Mark , die Telekom hatte 248,47 Mark beantragt .
Ebenfalls billiger werden die Kündigungsentgelte : Falls ein Endkunde zu einem
anderen Konkurrenten wechselt oder zur Telekom zurückkehrt , müssen die
Konkurrenten künftig 74,45 Mark anstatt 107,70 Mark bezahlen . Die Telekom hatte
hierfür künftig 204,21 Mark haben wollen . Den bisherigen Preis von 25,40 Mark
für die letzte Meile hielt die Telekom für zu niedrig , die Konkurrenz dagegen
für zu hoch . Die Telekom hatte bei der Regulierungsbehörde beantragt , die
monatliche Miete für die Teilnehmeranschlussleitung auf 34,03 Mark zu erhöhen .
Die Höhe der Leitungsmiete gilt als eine Voraussetzung zur Schaffung von mehr
Wettbewerb im Ortsnetz und damit für günstigere Telefonpreise . Während die
Telekom bei Ferngesprächen inzwischen erheblich an Marktanteilen verlor ,
verfügt sie im Ortsnetz praktisch immer noch über ein Monopol . Matthias Kurth ,
Chef der Regulierungsbehörde , meinte zu den gefassten Beschlüssen , das
Verfahren , das dazu geführt habe , sei eine der wichtigsten Aufgaben seiner
Behörde gewesen : " Es liegt auf der Hand , dass insbesondere die preislichen
Bedingungen , zu denen das ehemalige Monopolunternehmen den neuen Wettbewerbern
den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung gewähren muss , eine ganz wesentliche
Bedeutung haben für die Entwicklung von chancengleichem Wettbewerb im Ortsnetz .
" Mit der Entscheidung über die letzte Meile habe die RegTP ein klares Signal
für mehr Wettbewerb im Ortsnetz gesetzt , betonte Kurth , und die Befürchtungen
der Wettbewerbsunternehmen , eine Erhöhung des Preises drohe , seien nun
definitiv vom Tisch . Philips denkt an Verkauf der Handy-Sparte Der
Elektronik-Konzern Philips denkt an den Verkauf seiner Abteilung für
Mobiltelefone , wenn der " richtige Preis " dafür geboten würde . Gerard
Kelsterlee , neuer Philips-Chef , erklärte laut dem Finanzdienst Bloomberg bei
der jährlichen Aktionärsversammlung : " Wenn jemand ein attraktives Angebot
macht , werden wir einen Verkauf ernsthaft in Betracht ziehen . " Ein Joint
Venture stelle eine weitere Möglichkeit dar . Philips liegt in der Liste der
größten Handy-Produzenten auf Platz 9 . Der nächste Online-Händler für DVDs gibt
auf Wer die Seiten des australischen Online-Händlers DVDplanet besucht , trifft
dort nur noch auf eine Mitteilung , wonach der Verkauf von DVD erst einmal
eingestellt wird . Als Hauptgrund gibt der Online-Shop die fehlende
Profitabilität des Online-Business an . Firmeninhaber und Manager müssten
einsehen , heißt es in dem Statement zur Einstellung des DVD-Handels weiter ,
dass es nicht reiche , dass ein Geschäft die Kosten decke . Vielmehr müssten
Gewinne eingefahren werden , die eine Expansion ermöglichen . Mit dieser
Erkenntnis im Hinterkopf sei es bei den derzeit sehr geringen Margen in diesem
Gewerbe nicht möglich , profitabel zu sein und zugleich den Service zu bieten ,
den die Kunden heute verlangen . DVDplanet folgt dem US-Unternehmen Reel.com ,
das bereits im vergangenen Jahr seinen Handel mit DVDs einstellte . Zuletzt
geriet Express.com , einer der bekanntesten amerikanischen DVD-Händler , ins
Trudeln und beantragte Anfang März Schutz vor seinen Gläubigern nach Chapter 11
. Zuvor war bereits bekannt geworden , dass Express.com nur noch gegen
Vorauskasse von seinen Lieferanten Ware erhält . Ganz so überraschend kommt auch
das Ende von DVDplanet nicht : DVDplanet hatte in den vergangenen Wochen einen
Ausverkauf seiner DVD-Titel durchgeführt und zudem angegeben , für einige Wochen
keine neuen Bestellungen anzunehmen , um seinen Lagerbestand zu reduzieren . Den
in der Vergangenheit immer wieder geäußerten Gerüchten , auch DVDplanet sei
pleite , tritt die Firma mit einem " Financial Statement " jedoch energisch
entgegen . Darin heißt es unter anderem , dass keine offenen
Zahlungsverpflichtungen vorlägen und alle Mitarbeiter vollen Lohn erhalten haben
. Man habe sogar noch Geld auf der Bank und DVDs im Wert von 10.000 Dollar auf
Lager . DVDplanet schließt sogar nicht generell aus , den Verkauf von DVDs
wieder aufzunehmen - geht aber nicht davon aus , dass dies in den nächsten sechs
Monaten geschehen wird . Da sich das Internet aber so schnell verändere , werde
man ein Auge auf den Markt haben . Endemann Internet rutscht in die Verlustzone
Telekom darf T-DSL-Preise beibehalten Die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) hat nichts gegen die Gebühren , die die
Telekom von ihren DSL-Kunden haben will : " Die aktuellen
T-DSL-Anschlussentgelte der Deutschen Telekom AG sind regulatorisch nicht zu
beanstanden " , entschied die RegTP am heutigen Freitag . Damit endete ein
Beschlusskammerverfahren zur nachträglichen Entgeltregulierung bei T-DSL , da
die Preise laut RegTP dem Verdacht unterlagen , in Verdrängungsabsicht unter
Kosten und auch diskriminierend gestaltet zu sein . Der Bundesverband der
regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften ( Breko ) war der
Ansicht , die Preise für T-DSL lägen deutlich unter den Kosten , die die Telekom
dafür aufwenden muss . Die RegTP bestätigte diesen Verdacht zwar teilweise ,
hält aber ein Eingreifen nicht für notwendig . Die Preisunterschiede von T-DSL
in Verbindung mit den unterschiedlichen ISDN-Varianten liefern jedoch nach
Ansicht der RegTP " keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine wesentliche
Diskriminierung " . Aber auch die Angebotsvarianten , bei denen Unterdeckungen
vorliegen , seien nicht zu beanstanden . Anlaufverluste bei der Einführung neuer
Produkte in Kauf zu nehmen , entspreche unternehmerischem Verhalten , betonte
die RegTP . Zudem sei ein Verdrängungswettbewerb nicht erwiesen . Die
Regulierungsbehörde richte zurzeit ihr ganzes Augenmerk auf das Ziel , den
Wettbewerbern diskriminierungsfreien Zugang zur notwendigen Netzinfrastruktur zu
gewähren . Dabei stehe an erster Stelle auch die Entgeltentscheidung für den
Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung sowie die Verpflichtung der Telekom , den
Zugang zur letzten Meile zu entbündeln . Die Regulierungsbehörde hebt bei ihrer
Entscheidung zudem darauf ab , dass sich die DSL-Leitungen der Telekom nicht nur
mit T-Online nutzen lassen . Die Ankündigung , dass AOL demnächst ebenfalls
einen DSL-Zugang zum eigenen Online-Dienst über die Leitungen der Telekom
anbieten will , dürfte dabei für den Konzern hilfreich gewesen sein . Telekom
muss " letzte Meile " entbündeln Nach der Entscheidung über die Entgelte für die
Teilnehmeranschlussleitung und die T-DSL-Preise der Telekom verordnete die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) auch die
Entbündelung der letzten Meile von den Vermittlungsstellen zu den Endkunden .
Bereits im vergangenen Jahr hatte die EU beschlossen , dass europaweit ein
entbündelter Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung angeboten werden muss .
Dadurch sind Netzinhaber wie die Telekom verpflichtet , den Konkurrenten die
Leitungen nicht nur komplett zu vermieten , sondern auch getrennt für
verschiedene Dienste . Die Anschlussleitung wird dabei nach Frequenzbändern
unterteilt , womit beispielsweise die Leitung nur für Datendienste oder aber
ausschließlich für Sprachdienste vermietet werden kann . Dadurch lassen sich
beispielsweise für Internet-Zugänge kostengünstige Modelle für den
Endverbraucher realisieren , da Internet-Provider nicht die komplette Leitung
von der Telekom mieten müssen . Die Verordnung der EU ist seit dem 1. Januar
2001 auch in Deutschland geltendes Recht . Technische Argumente der Telekom
gegen die Entbündelung wies die Regulierungsbehörde als nicht stichhaltig zurück
. Der Konzern hatte erklärt , dass Frequenz-Splitter und DSLAM zum
Daten-Weitertransport bei dem Unternehmen nur in einer integrierten Baugruppe
zur Verfügung stünden ; außerdem gebe es in einzelnen Aspekten noch keine
europaweite Norm . Dies steht aber nach Ansicht der Regulierungsbehörde einer
Entbündelung nicht im Wege , da es auf dem Markt bereits getrennte Baugruppen
gebe . Außerdem könne die Telekom die von ihr verwendeten Schnittstellen
offenlegen , während eine europaweite Harmonisierung parallel dazu
vorangetrieben werde . Die Regulierungsbehörde erwartet , dass der kommerzielle
Betrieb des Line-Sharing ab September dieses Jahres starten kann . SAP übernimmt
US-Softwarefirma TopTier Damit wolle SAP die führende Position unter anderem im
Bereich Unternehmensportale und bei elektronische Marktplätzen ausbauen , teilte
das Unternehmen am heutigen Freitag in Walldorf mit . Die Übernahme soll im
zweiten Quartal abgeschlossen werden . Der Preis sei gerechtfertigt , weil
TopTier eine noch im Anfangsstadium befindliche Technologie von enormer
strategischer Bedeutung entwickelt habe , sagte SAP-Sprecher Gundolf Moritz
gegenüber dpa . Teile der Technik von TopTier seien bereits in de
E-Business-Software mySAP.com von SAP integriert , erklärte das Unternehmen .
Die für den Internethandel wichtigen Unternehmensportale gelten als ein großer
Wachstumsmarkt im Internet . Die Telekom und die Konkurrenz im Ortsnetz Für
Matthias Kurth dürfte diese Entscheidung ein Drahtseilakt gewesen sein : Nicht
zu hoch , aber auch nicht zu niedrig sollte der Preis für die Leitungsmiete
ausfallen , den die Konkurrenten der Telekom für den direkten Telefonanschluss
des Endkunden zahlen sollen . Einmal mehr erwies sich der Präsident der
Regulierungsbehörde ( RegTP ) dabei als Meister des Kompromisses , auch wenn die
Telekom erst einmal wie der Verlierer des Streits über den Teilnehmeranschluss
aussieht . Schließlich konnte sich der Ex-Monoplist mit seinen Forderungen nach
einer Aufstockung der Anschlussmiete auf 34 Mark und einer kräftigen Erhöhung
der einmaligen Wechsel- und Umschaltgebühren nicht durchsetzen . Für die
Konkurrenz der Deutschen Telekom wird der Zugang zum Telefonanschluss der Kunden
damit künftig zwar etwas billiger - doch dürften die Verbraucher davon kaum
profitieren . Kurth sprach von einer Entscheidung im Sinne des Wettbewerbs und
der Verbraucher , die Telekom-Konkurrenz reagierte dagegen enttäuscht . " Der
Privatkunde hat das Nachsehen , da auch die neuen Preise kein
verbraucherfreundliches Angebort zulassen werden " , bemängelte Horst
Enzelmüller vom Verband der Telekom-Wettbewerber ( VATM ) . Und die Telekom
kritisierte die Entscheidung als ungerecht . Telekom-Sprecher Ulrich Lissek
nannte den Beschluss " bedauerlich " . Die Telekom-Konkurrenz sprach dagegen von
einem " schwarzen Freitag " für den Wettbewerb . Die Regulierungsbehörde habe
eine Chance vertan , deutliche Impulse für mehr Wettbewerb im Ortsnetz zu geben
, kritisierte auch der Geschäftsführer des Bundesverbands der regionalen und
lokalen Telekommunikationsgesellschaften ( BREKO ) , Rainer Lüddemann . Für
viele Unternehmen werde es sich weiter nicht lohnen , Privatkunden anzuschließen
. " Der Beschluss kommt einer Talfahrt für den Telekommunikationsmarkt gleich "
, meinte Frank Schubert , Geschäftsführer Finanzen bei Talkline . " Die heute
festgelegten Beträge liegen zwar unter den derzeitigen , die Senkung ist aber zu
gering , um einen Durchbruch , eine wirkliche Marktöffnung und Liberalisierung
der Teilnehmeranschlussleitung in Deutschland zu schaffen . " Die Ablehnung der
Regulierungsbehörde , die DSL-Gebühren der Telekom zu regulieren , stieß
ebenfalls auf geharnischte Kritik : " Es ist schon sehr verwunderlich , dass die
RegTP das Preisdumping der Deutschen Telekom sanktioniert " , sagte Stefan
Michalk vom Onlinedienst AOL . Die Entscheidung der Regulierungsbehörde bedeute
einen Rückschlag für alle Telekom-Mitbewerber . " Wir gehen nach wie vor davon
aus , dass die Telekom mit ihren Preisen für die T-DSL-Leitungen nicht Kosten
deckend arbeitet . " Auch nach Meinung von Peter Poch vom Breitbandanbieter
mediaWays handelt es sich bei dem DSL-Pauschaltarif der Telekom um Dumping . "
Natürlich ist die Entscheidung der Regulierungsbehörde schön für die
Telekom-Kunden " , sagte Poch . Man müsse aber den politischen Hintergrund dabei
sehen . In dieser Hinsicht habe das Unternehmen auf mehr Mut der Behörde gehofft
. Auch wenn die Absenkung der Telekom-Preise für die Teilnehmehranschlussleitung
bei weitem nicht so massiv ausfiel wie von der Konkurrenz gewünscht und die
DSL-Preise des Ex-Monopolisten nicht reguliert werden sollen , gibt es für die
Telekom aber einen entscheidenden Haken bei den heutigen Entscheidungen der
Regulierungsbehörde : Die Entbündelung der letzten Meile . Denn das
Telekommunikationsgeschäft der Zukunft findet vor allem im Datenverkehr statt .
Wieder einmal sitzt Kurth also zwischen allen Stühlen . Es werde nicht gelingen
, den kaum vorhandenen Wettbewerb in den Ortsnetzen voranzubringen , hieß es bei
der Konkurrenz . Schließlich hatten die Telefonanbieter selber vorgemacht ,
welche Preise möglich sind . Vor wenigen Wochen vereinbarten Netcologne , die in
Köln über zahlreiche direkte Zugänge zum Endkunden verfügt , und der zweitgrößte
deutsche Telefonanbieter Arcor eine Anschlussmiete von unter 15 Mark . Die
Telekom jedenfalls hat auch drei Jahre nach Marktöffnung ihre Ortsnetze fest im
Griff . Obwohl dort inzwischen 52 Betreiber aktiv und in rund der Hälfte der
deutschen Städte mit über 100.000 Einwohnern ein Wechsel zu einem Konkurrenten
möglich ist , bekommen diese im Ortsnetz praktisch keinen Fuß auf den Boden .
Mit einem Marktanteil von über 98 Prozent bleibt die Telekom Quasi-Monopolist .
Kein Wunder , dass die Konkurrenz auf die Kompromiss-Entscheidungen der
Regulierungsbehörde nicht sehr erfreut reagiert . Einzig die Bestimmung , die
Telekom müsse die Teilnehmeranschlussleitung entbündeln , stößt offensichtlich
auf allgemeine Zustimmung - wann ( und ob überhaupt ) Verbraucher davon
profitieren und Datenleitungen separat vom Telefonanschluss zu günstigeren
Bedingungen bekommen können , steht nach wie vor in den Sternen . Vor September
dieses Jahres rechnet auch die Regulierungsbehörde nicht mit entsprechenden
Angeboten . Siehe dazu auch die Beiträge über die Entscheidungen der
Regulierungsbehörde : Kammern wollen E-Commerce mit Signaturkarte absichern Eine
digitale Signaturkarte soll vom 1. April an den elektronischen Handel von
Unternehmen in Norddeutschland absichern . Die Industrie- und Handelskammern (
IHK ) Lüneburg-Wolfsburg und Stade sowie die Handelskammer Hamburg starten eine
nach ihren Angaben bundesweite Neuheit . Mit der so genannten ChamberCard können
Unternehmen im Internet rechtsverbindlich unterschreiben . Mit der EU-konformen
Signatur falle die letzte Hürde auf dem Weg zu einer eindeutigen Identität im
Netz , sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg , Jens Petersen
, am Freitag in Lüneburg gegenüber dpa . E-Commerce sei bisher vor allem wegen
der vorhandenen Rechtsunsicherheit und mangelnder Angebote nicht gut in Gang
gekommen , hieß es . Der Absender einer Nachricht sei mit seiner digitalen
Unterschrift nunmehr zweifelsfrei festzustellen . Zwölf weitere Kammern wollten
im Laufe der kommenden Monate ebenfalls entsprechende Systeme aufbauen . Die
Unternehmen können mit der jährlich 49 Euro kostenden ChamberCard auch
kammerinterne Angebote nutzen . So könnten sie innerhalb eines geschützten
Bereichs über das Internet gemeinsame Projekte mit Partnern abwickeln , die
ebenfalls Inhaber einer solchen Karte sind , sagte Petersen . Regelungen für
Internet-Zugang über Stromnetz verabschiedet Der Bundesrat hat am heutigen
Freitag den Weg für den Internet-Zugang über Stromleitungen ( Powerline
Communications ) und den digitalen Rundfunk freigemacht . Entsprechenden
Frequenzverordnungen des Bundeswirtschaftsministeriums stimmte das Ländergremium
am Freitag zu . Anbieter der Powerline-Technik können damit in bestimmten
Frequenzbereichen die Stromkabelnetze kostenlos benutzen , um Internet-Zugänge
per Stromleitung anzubieten . Sie erhalten so Planungssicherheit . In
Deutschland haben die Energiekonzerne RWE , E.ON , EnBW und die MVV Energie AG
aus Mannheim angekündigt , ihr Stromnetz mit dem " Internet aus der Steckdose "
zu einer zusätzlichen Einnahmequelle zu machen . RWE will im Juli mit einem
Internetangebot auf den Markt . Später sollen Kunden auch über die Stromnetze
telefonieren können . Durch die Powerline-Technik waren Funkstörungen für
bereits existierende Dienste , etwa den Polizeifunk , befürchtet worden . Die
Anbieter dürfen deshalb festgelegte Grenzwerte für die Störstrahlung nicht
überschreiten . Über die Einhaltung wacht die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) . Mit der Richtlinie scheiden allerdings
hochpegelige Powerline-Techniken aus - dies wird als Grund hinter den
Entscheidungen des kanadischen Telecom-Ausrüsters Nortel im Jahr 1999 und vor
kurzem auch von Siemens vermutet , die Powerline-Technik aufzugeben . Die
Fernsehübertragung soll bis 2010 digitalisiert werden . " Die neuen Regelungen
fördern neue Dienste und technische Innovationen , unterstützen den
Wirtschaftsstandort Deutschland und sorgen damit für mehr Wachstum und
Beschäftigung " , sagte Wirtschaftsminister Werner Müller . Grundig will 900
Stellen abbauen Der angeschlagene Elektronikkonzern Grundig will bis Ende dieses
Jahres rund 900 Stellen abbauen und den letzten Teil der Fernseher-Produktion
ins Ausland verlagern . Einem entsprechenden Sanierungskonzept der
Unternehmensberatung Roland Berger habe der Aufsichtsrat " in Grundzügen "
zugestimmt , berichtete Vorstandssprecher Herbert Bruch am heutigen Freitag .
Nach Abschluss der Umstrukturierung werde Grundig in Deutschland 2.000
Mitarbeiter beschäftigen , davon 1.750 in Bayern . Weltweit soll der Konzern
künftig 5.000 Mitarbeiter zählen . Der Vorstand sei überzeugt , dass " das
Konzept tragfähig ist und die Zukunft von Grundig gewährleisten kann " . Grundig
ist in die bundesdeutsche Wirtschafts-Geschichte vor allem als einer der
wichtigsten Fernseh-Hersteller eingegangen . Mehr als 300 Beschäftigte in
Nürnberg legten nach Bekanntgabe der Pläne die Arbeit nieder . Mit
Trillerpfeifen machten sie vor der Filiale der Deutschen Bank ihrem Unmut Luft .
Vertreter der Bank sitzen im Grundig-Aufsichtsrat . Der Vizevorsitzende der IG
Metall in Nürnberg , Jürgen Wechsler , betonte , die Entscheidung des
Aufsichtsrats sei für die Gewerkschaft nicht akzeptabel , und kündigte weitere
Proteste an . Allein in Nürnberg sollen nach dem Aufsichtsratsbeschluss bis zu
600 Arbeitsplätze verloren gehen , damit bleiben am Hauptstandort rund 1.600
Jobs übrig . Die gesamte Fernsehgeräte-Produktion soll von Nürnberg-Langwasser
nach Wien verlagert werden . Dabei setze das Unternehmen vor allem auf moderne
multimediale Geräte mit Internet- und Satellitenzugang , erläuterte Bruch .
Außerdem werde der Konzern künftig in eigenverantwortliche Geschäftseinheiten
umstrukturiert . Betriebsratsvorsitzender Dieter Appelt sagte , die Aufgabe der
Fernsehgeräteproduktion in Nürnberg-Langwasser werde der Betriebsrat so nicht
hinnehmen . Es sei von Schaden für den gesamten Konzern , wenn ausgerechnet die
traditionsreiche TV-Herstellung nicht mehr in Deutschland stattfinde . " Der
Name Grundig hat in Deutschland deshalb so einen guten Klang , weil rund 50
Prozent des Gesamtumsatzes in Deutschland gemacht werden " , unterstrich Appelt
. Letzter Aufschub für Whois-Umstellung beim DeNIC Einen letzten Aufschub für
die vollständige Übernahme der personenbezogenen Daten von .de-Adressinhabern
kündigte die Geschäftsführerin der .de-Registrierstelle DeNIC , Sabine Dolderer
, Mitte dieser Woche aufgebrachten Internet-Providern an . Bislang liegen die
Daten bei RIPE NCC , der zentralen Nummernvergabestelle in Europa , das jedoch
ursprünglich bereits Mitte April die deutschen Personenadressbestände komplett
vom Netz nehmen wollte . Weil das in Frankfurt beheimatete DeNIC aber nicht
endgültig über das Konzept für die künftige Verwaltung der Personendaten
entschieden hat , hätte dies mindestens Einschränkungen für die Registrierung
von .de-Domains bedeutet . Dolderer räumte auch Versäumnisse bei der
Informationspolitik gegenüber den Internet-Providern ein . Die Entscheidung ,
die Kontaktadressen für Domaininhaber und -administratoren aus der
RIPE-Datenbank der jeweiligen nationalen Registry zu übergeben , wurde von den
RIPE-Mitgliedern gefällt . Die Speicherung der Domains sei außerdem mit einer
Menge nationaler Rechtsfragen verbunden und schließlich : " Die Aufbewahrung
dieser Daten in der RIPE-Datenbank ist für den DNS-Betrieb nicht notwendig " ,
meinte Rendek . Das DeNIC führte vor allem die datenschutzrechtlichen
Bestimmungen als Grund für die Umstellung an , die für die Internet-Provider mit
erheblichen Veränderungen verbunden sind . Eine offene Datenbank mit
Personenangaben wie bisher beim RIPE in Amsterdam sei aus Datenschutzgründen
nicht mehr möglich , betonte Dolderer wiederholt : " Die Datenschützer stehen
uns heftig auf den Füßen . " Schon jetzt werden daher über das im Netz abrufbare
Whois beispielsweise nicht mehr standardmäßig Telefonnummern oder Faxnummern der
Endkunden angeben . Das führe unvermeidlich zu Doppeleinträgen , kritisiert Lutz
Donnerhacke vom Jenaer Provider IKS . Die Doppeleinträge werden allerdings im
angedachten neuen System beim DeNIC systematisch vorkommen - denn es wird keine
gemeinsame Datenverwaltung durch die Provider geben . Ganz grundsätzlich plant
das DeNIC den Zugang zur Datenbank zunächst einmal auf die DeNIC-Mitglieder
einzuschränken . Nachdem diese Form der " Zweiklassengesellschaft " vor allem
kleinere ISP auf die Barrikaden getrieben hatte , sieht ein neuerer Vorschlag
der Geschäftsführerin vor , dass die Mitglieder ihrerseits Zugangsrechte für
ihre Reseller einrichten können . " Ich kann mir nicht vorstellen , dass ein
Mitglied seinen Resellern keinen Zugriff auf die Handle-Registrierung zur
Verfügung stellt " , schätzt Markus Warg vom DeNIC-Mitglied ViaNet.Works .
ViaNet.Works arbeite derzeit an einem System , das es allen Resellern ermöglicht
, die Handles ihrer Kunden zu pflegen . Allerdings : Ein Handle-Sharing zwischen
Resellern wird es nicht mehr geben , das heißt , die Provider haben tatsächlich
nur auf die von ihnen selbst angelegten Handles Zugriff . " Auch die
DeNIC-Mitglieder werden künftig nur noch auf die von ihnen selbst angelegten
Datensätze zurückgreifen können " , sagte Dolderer gegenüber heise online . Das
DeNIC engagiert sich auch in einer Arbeitsgruppe der IETF , die einen Standard
für die Schnittstelle zwischen den Registries ( den zentralen Datenbanken für
die Adressbereiche ) und den Registraren erarbeiten soll . " Aber an einem
offenen Zugang zu ihren Kundendaten für die gesamte Konkurrenz haben die
Unternehmen natürlich kein Interesse " , sagt Dolderer auch mit Blick auf große
Anbieter in Deutschland . " Wenn tatsächlich der Datenschutz im Vordergrund
steht " , urteilt dagegen Donnerhacke , " sollte man lieber gleich auf die
Datenbank und Whois verzichten . " Statt der Weitergabe der Daten über das
DeNIC-Mitglied an die Registrierungsstelle und wieder zurück sollte einfach im
Name des Reseller-Kunden die Domain beantragt und alle personenbezogenen
Kundendaten auch beim Reseller verbleiben . Das widerspricht allerdings klar dem
erklärten Geschäftsmodell des DeNIC , das davon ausgeht , dass beim Eintrag der
.de-Domain das DeNIC selbst der Vertragspartner des Endkunden wird . " Aber dann
sollte sich das DeNIC auch um die Pflege der Daten kümmern " , sagt Donnerhacke
. Schon denkt man beim DeNIC über die Idee nach , die Endkunden ihre eigenen
Daten selbst pflegen zu lassen . Irgendeine dem RIPE-System ebenbürtige Lösung
müsse her , meint Warg . " Leider sind aber einige Details , die für den
späteren Betrieb wichtig sind , noch nicht abschliessend definiert " , betont
Warg . " Es kann durchaus sein , dass sich dort noch Änderungen ergeben , die
die Abläufe im Betrieb beeinflussen . " Was war . Was wird . Wie immer möchte
die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Was war . Erst erzählt ein Manager , immerhin
Marketingleiter , Microsoft habe gewonnen und das eigene Betriebssystem keine
Chance . Warum also weitermachen ? Eine logische Frage , die der Mann dann auch
gleich selbst beantwortete : Man werde BeOS einstellen und sich auf die so
genannten Internet Appliances konzentrieren . Halt , Stopp : Das hat er gar
nicht gesagt . Sagt er zumindest . Er könne sich " in seinen wildesten Träumen "
nicht ausmalen , wie diese Interpretation des entsprechenden Interviews zu
Stande gekommen sei . Der Vizechef von Be meint , das System für die
Surf-Terminals sei nichts anderes wie das für den PC . Und der Oberboss
Jean-Louis Gassée zeigt sich " traurig und entsetzt " . Eine nachfolgende
Präzisierung durch den uns nun schon bekannten Marketingleiter wiederum bedeutet
nichts weiter , als dass Be die Entwicklung des PC-Betriebssystems an
Drittfirmen abgeben und sich auf das System für Internet Appliances
konzentrieren wolle . Was denn nun ? Jedes Betriebssystem hat offensichtlich die
Marketiers , die es verdient . Ob die User dem folgen wollen , mögen sie selbst
entscheiden . Jedenfalls kann man Microsoft viel vorwerfen , aber eines bestimmt
nicht : Die letzte Woche könnte man vielleicht unter ein Motto stellen :
Sympathy for the Devil . Die zumindest versuchte Microsoft zu erreichen .
Eigentlich war es schon lange klar , nun wurde es offiziell : Am Freitag stellte
das US-Justizministerium den Antrag , Microsoft in zwei Teile zu spalten . Die
endlose Geschichte kann jetzt weitergehen : Der Richter misst das Strafmaß zu ,
Gates' Mannen gehen in Berufung , irgendwann in ein paar Jahren kommt das
endgültige Urteil . Und wenn wir im Heise-Newsticker darüber berichten , fragen
im Leser-Forum verdutzte Jünglinge : Who the hell is Microsoft ? Selbst heute
interessiert doch kaum noch jemanden , ob der Web-Browser nun mit Windows
mitgeliefert wird oder nicht . Die ernsthaften Fights der Branche werden ganz
woanders ausgefochten : Server , Infrastruktur auf der einen , PDAs ,
Surf-Terminals , Handys auf der anderen Seite . Wo ist da Microsoft ? Ziemlich
planlos operieren die Untergebenen von Steve Ballmer und gewinnen bislang nur
recht wenige Blumentöpfe . Verschwörungstheoretiker an die Front : Wo ist der
Master-Plan , der hinter dem hilflosen Hin- und Herrudern Microsofts steckt ?
Boys don't cry ? Weit gefehlt , das beleidigte Aufheulen der beiden
Microsoft-Oberen erinnert eher an pubertierende Knaben , die auf ihrer ersten
Party um acht Uhr zu Hause sein müssen . Die Arroganz der beiden Herren macht
schon nachdenklich : Ballmer mag man ja noch zu Gute halten , dass er unter der
Fuchtel von Gates steht . Gates wiederum verhält sich inzwischen wie ein
Psychopath , dem man sein Spielzeug wegnehmen will . Offensichtlich ist Gates
aber das eigentliche Problem von Microsoft : Sein Spielzeug fasst niemand ohne
seine Erlaubnis an . Leider hat er inzwischen mehr Macht als im Kindergarten ,
als er sich nur schmollend in die Ecke zurückziehen konnte . Oder nicht ?
Anscheinend nämlich kann man einen blanken Kinderhintern kopieren - was den
Söhnen von Franz Josef Strauß selig vielleicht nicht ganz so recht wäre .
Jedenfalls berichtete ich in der Wochenschau vor 14 Tagen , dass eine Festplatte
, auf der Daten von Max Strauß sein sollen , spurlos verschwunden ist . Gegen
den Strauß-Zögling läuft ein Ermittlungsverfahren in Zusammenhang mit
Schmiergeldzahlungen des Waffenhändlers Schreiber und wegen des Verdachts auf
Steuerhinterziehung . Nun ist eine Kopie der Festplatte bei Convar aufgetaucht -
allerdings ist dafür ein Gutachten der Firma zu der ominösen Festplatte nicht
mehr auffindbar . Breiten sich blanke Kinderhintern wie ein Virus aus ? Sachen
gibt 's ... Was sich manche Leute inzwischen unter Journalismus im
Internet-Zeitalter vorstellen , demonstriert eine Firma namens AdPartner . Wer
schon angesichts des Firmennamens nicht unbedingt hochqualitative Nachrichten
und Berichte erwartet , mag sich durch eine Mitteilung eben dieses Unternehmens
bestätigt fühlen . Dann aber kommt 's noch dicker : Jetzt will die Werbeagentur
gleich eine Zeitung aufmachen , entsprechend dem aktuellen Marketing-Blabla
DotcomZeitung genannt ( übrigens hier ohne Fehler in der Schreibweise des
Unternehmens wieder gegeben ) . " Unsere Multi-Domainstrategie erlaubt es dem
Leser , interessenspezifisch in die DotcomZeitung einzusteigen und nach Belieben
von Stellenmarkt.com zu Nachrichten.com oder Automarkt.com zu wechseln " ,
erklärt AdPartner . Diesen Vorteil wolle man konsequent im harten Kampf auf dem
Anzeigenmarkt nutzen , meint die Firma weiter . Sollen sie mal - eigentlich
glaube ich immer noch , dass die Leser sehr wohl zwischen Nachrichten , Anzeigen
und Verkaufsangeboten unterscheiden können , die diese ominöse DotcomZeitung
offensichtlich beliebig vermengen will . Das ist doch aber ein
Internet-Auktionshaus ? Trotzdem bringt ricardo jetzt eine eigene Mode-Kollekion
heraus : Da ist es doch irgendwie tröstlich , dass einige Leute , die ich so
treffe , noch ganz normal gewandet sind - manche treten nicht einmal als
Schlipsträger auf , die DotcomZeitungen lesen . History Repeating mag auch dem
CDU-Vorsitzenden in Nordrhein-Westfalen inzwischen nicht mehr allzu recht sein .
Jürgen Rüttgers hat einfach kein Glück mit seinen Modernisierer-Auftritten -
trotz Duumvirats mit Volker Rühe hatte er keine Chance gegen Angela Merkel , und
nach missglückten Auftritten mit " Kindern statt Indern " und Forderungen nach
einen Internet-Standort Nr. 1 für das Bundesland , das er bald regieren möchte ,
lässt er sich nun mit eben dieser Angela Merkel auf Plakaten für den laufenden
Landtagswahlkampf zeigen . Die Sache hat nur einen Haken : Der ehemalige "
Zukunftsminister " , von dem während seiner Amtszeit eigentlich nicht viel zu
hören war , hat auf den Plakaten eine falsch geschriebene Web-Abdresse angegeben
. Klar , der arme Mann kann nicht alle Wahlplakate auf richtige Schreibweise
Korrektur lesen . Aber vielleicht sollte sich jemand , der auf seine
Vergangenheit als Zukunftsminister stolz ist , wenigstens Mitarbeiter besorgen ,
die mit der Gegenwart umgehen können . Was wird . Don't worry be happy : Für die
Anhänger von BeOS entwickeln sich die OS/2-User zum leidgeplagten Vorbild .
Unentwegt halten diese an ihrem System fest , auch wenn IBM es selbst gerne in
der Versenkung verschwinden lassen würde . Wie deutlich muss man es denn noch in
die Welt hinausschreien : Die proprietäre OS/2-API ist tot . Das meint zumindest
John Soyring , seit kurzem Chef der Betriebssysteme bei IBM - und damit auch von
OS/2 - in einem Interview mit c't ( das gibt 's komplett , wie mir Kollegen
berichteten , übrigens in der Ausgabe 10 meines Lieblings-Computerblatts ) .
Niemand interessiert sich heute mehr für OS/2 außer ein paar Fanatikern , und
die lassen IBM dann auch noch in schlechtem Licht dastehen . Nervöse
Linux-Anhänger übrigens seien getröstet : Bislang erscheinen vergleichbare
Entwicklungen wie bei BeOS oder OS/2 bei dem Open-Source-System unwahrscheinlich
. Zumindest steht hinter Linux bislang kein Großkonzern , der sich dummbatzig
wie ein Elefant im Porzellanladen aufführt . Obwohl : Was ist mit Red Hat beim
Linux für Desktop-Rechner und Server , was mit Lineo , die eine Firma nach der
anderen aufkaufen , beim Linux für so genannte Embedded Devices ? Wenn die
beiden sich zusammentäten , hätten wir nichts anderes als ein Linux-Microsoft :
Red Hat mit Linux 98 und Linux 2000 und Lineo mit Linux CE . Fragt sich nur , ob
dabei dann ein OS/2- oder ein Windows-Nachfolger herauskäme . KPN verhandelt mit
Telefonica und debitel Nicht mit BellSouth , wie ursprünglich vermutet , sondern
mit dem spanischen Telefonkonzern Telefonica verhandelt KPN über eine engere
Zusammenarbeit . Der holländische Telekommunikationsmulti bestätigte
entsprechende Gespräche mit dem spanischen Konkurrenten am späten Samstagabend .
Die Gespräche hätten zum Teil mit der überraschenden Verschiebung des
Börsengangs der Mobilfunktochter KPN Mobile zu tun , bestätigte ein KPN-Sprecher
in Den Haag . Telefonica hatte kürzlich die Übernahme der niederländischen
TV-Produktionsgesellschaft Endemol angekündigt . Auch mit anderen
Telekom-Unternehmen in Europa werden nach Angaben des KPN-Sprechers Gespräche
mit dem Ziel engerer Zusammenarbeit geführt . Um wen es sich handelt , wollte er
nicht sagen . In Deutschland wurde bekannt , dass KPN mit Debitel im Gespräch
ist . In Branchenkreisen hieß es , dass ein Bündnis der beiden Unternehmen , die
in den Niederlanden schon zusammenarbeiten , Sinn mache . Auf dem deutschen
Mobilfunkmarkt ist Debitel die Nummer drei . KPN rangiert über die im Dezember
erworbene Gesellschaft E-Plus auf Rang vier . Internationaler Kampf gegen
Nazi-Propaganda im Internet Einen verstärkten internationalen Kampf gegen
Nazi-Propaganda im Internet hat der Präsident des Zentralrats der Juden in
Deutschland , Paul Spiegel , gefordert . Es sei widersinnig , dass der Erwerb
derartiger Literatur im Handel in vielen Ländern verboten sei , " aber das
Internet eine ungehindert sprudelnde Quelle übelsten Gedankengutes ist " , sagte
Spiegel in einem dpa-Gespräch in Düsseldorf . Auch das Bundesinnenministerium
und Justizministerin Herta Däubler-Gmelin halten eine verbesserte Zusammenarbeit
bei der Fahndung nach Rechtsextremisten im Internet für erforderlich . Spiegel
verlangte , Politiker in aller Welt sollen sich verstärkt für ein Verbot
neonazistischer und rechtsradikaler Propaganda im Internet einsetzen . Man dürfe
sich nicht wundern , dass gerade Jugendliche mit ihrer starken Vorliebe für
dieses neue Medium sich zunehmend rechtsextrem betätigten . " Verbrecherische
Anschläge wie das Attentat auf die Synagoge von Erfurt sind dann die bittere
Konsequenz " , sagte Spiegel . Vor dem Hintergrund des am Dienstag
bevorstehenden Yom Hashoa , des weltweiten jüdischen Gedenktages für die Opfer
des Holocausts , appellierte Spiegel an Regierungen und internationale
Organisationen " alle rechtlichen und auch technischen Möglichkeiten
auszuschöpfen oder neu zu schaffen , neonazistische und rassistische Umtriebe im
weltweiten Netz zu verhindern " . Microsoft-Prozess : Neue Vorwürfe , neue
Verteidigung In einer jahrelangen juristischen Abwehrschlacht will Microsoft
seine drohende Zerschlagung verhindern . Die US-Regierung hatte am Freitag nach
Börsenschluss gerichtlich beantragt , den weltgrößten Softwarehersteller in je
ein Unternehmen für Betriebssysteme und für Anwendungsprogramme wie den
Internet-Browser und Word zu spalten . Es wäre die härteste Maßnahme in einem
US-Wettbewerbsprozess seit der Aufspaltung des Telefonkonzerns AT&T ( Ma Bell )
in regionale Baby Bells 1982 . Nach einer Anhörung am 24. Mai will Richter
Thomas Penfield Jackson das Strafmaß im Sommer verkünden . " Wir befinden uns
mit hoher Wahrscheinlichkeit erst im ersten Drittel eines Gesamtverfahrens " ,
sagte der Chef von Microsoft Deutschland , Richard Roy , der Tageszeitung Welt .
Microsoft kündigte außerdem in den USA für den 10. Mai eine Erwiderung auf die "
völlig überzogenen " und " zerstörerischen " Forderungen an , die " in keinem
Verhältnis zu den unbewiesenen Vorwürfen " stünden . Bill Gates warnte , die
Verwirklichung des Plans würde die Entwicklung einer neuen " großartigen "
Softwaregeneration unmöglich machen . Die Verbraucher würden die Aufteilung von
Microsoft " schmerzlich spüren " . Dagegen sprach die Justizministerin Janet
Reno von einer " richtigen Maßnahme zur rechten Zeit " . Sie würde den
Wettbewerb beleben , die Innovation fördern und den Verbrauchern neue und
bessere Wahlmöglichkeiten geben . Die US-Regierung untermauerte ihren
Zerschlagungsantrag in Dokumenten , die den Strafantrag stützen sollen , mit
neuen Vorwürfen . Danach soll Gates versucht haben , Firmen wie den
PDA-Hersteller Palm zu schädigen , um Windows CE und Windows als
Integrationsplattform für elektronische Organizer zu fördern . Microsoft sah
nach den Dokumenten der US-Regierung die PDAs als Angriff auf das eigene
Betriebssystem-Monopol an , da sie die führende Position des PCs bei der
Computer-Hardware gefährden könnten . Der Richter Jackson hatte bereits am 3.
April Microsoft in den so genannten Conclusions of Law des Verstoßes gegen das
Wettbewerbsrecht für schuldig befunden . Nach einer Anhörung am 24. Mai und der
Festsetzung des Strafmaßes im Sommer wird Microsoft in die Berufung gehen . Um
Berufungsmöglichkeiten einzuschränken , schlägt die Regierung vor , dass die
Microsoft-Manager selbst einen Plan für die Aufspaltung erarbeiten . Dieser Plan
solle vier Monate nach Jacksons Urteil vorliegen , aber erst nach dem
Berufungsverfahrens umgesetzt werden . Allerdings sollen schon vorher strikte
Auflagen für Microsoft gelten . So soll Microsoft Programmierschnittstellen und
Quellcodes offen legen , die anderen Firmen das Schreiben von Software zur
Integration in Window ermöglichen würden . Jegliche Vergeltungsmaßnahmen gegen
Computerhersteller , die konkurrierende Produkte empfehlen oder benutzen ,
sollen verboten sein . Zudem sollen die PC-Produzenten in die Lage versetzt
werden , Windows entsprechend den Verbraucherwünschen zu verändern . So sollen
Funktionen weggenommen und dem Kunden dadurch billigere Produkte angeboten
werden können . Beantragt wurden außerdem einheitliche Lizenz- und
Preisbedingungen für Computerhersteller . Postman : Das Wetter ist die
(E-)Nachricht " Wir können den technologischen Wandel nicht mit geschlossenen
Augen angehen . " Der 69 Jahre alte Schriftsteller kritisierte , es gebe eine
Lawine an Informationen , mit denen die Menschen nichts anzufangen wüssten . Die
einzig wichtige Nachricht für die meisten Menschen sei doch eine Antwort auf die
Frage , ob sie am nächsten Tag einen Regenschirm mitnehmen müssten . Zur Debatte
um die stärkere Nutzung von Computern im Schulunterricht sagte Postman , es gebe
in den USA nicht den geringsten Hinweis darauf , dass elektronische Medien zu
besseren schulischen Leistungen und mehr Wissen führten . Er sei nicht gegen
eine stärkere Nutzung des Internets in Schulen , nur müsse gründlich darüber
diskutiert und nachgeforscht werden , welche Folgen das habe . Dies werde seiner
Meinung nach nicht in ausreichendem Maße getan . Einstieg von France Telecom in
Großbritannien perfekt Heute gaben der britische Mobilfunkriese und France
Telecom bekannt , dass der französische Telekom-Konzern den Mobilfunkanbieter
Orange übernimmt . Vodafone werde nach dem Verkauf mit weniger als zehn Prozent
an der France Telecom beteiligt sein , der französische Staat werde seine
Mehrheitsbeteiligung an dem Konzern von 61 auf 54 Prozent reduzieren . Bereits
am Wochenende wurde deutlich , dass France Telecom wohl das Rennen im
Bieterwettstreit um Orange macht - unter anderem , weil die Franzosen bereit
seien , einen Großteil des Kaufpreises cash auf den Tisch zu legen . Dass der
Wert von Orange seit der Übernahme durch Mannesmann um rund ein Drittel
gestiegen ist , hängt unter anderem damit zusammen , dass sich der
Mobilfunkanbieter inzwischen im Besitz einer der begehrten britischen
UMTS-Lizenzen für Highspeed-Mobilfunk befindet . Der französische Kontern , der
sich immer mehr zu einem der Hauptkonkurrenten der Deutschen Telekom in Europa
entwickeln , will Orange mit seinen eigenen Mobilfunk-Aktivitäten zusammen legen
, den Markennamen aber beibehalten . In Deutschland ist France Telecom an
Mobilcom beteiligt und möchte darüber auch hier zu Lande an eine UMTS-Lizenz
kommen . Die Telekom auf der anderen Seite erlangte über ihre Tochter One2One
eine UMTS-Lizenz in Großbritannien und möchte auch in Frankreich in dieses
Geschäft einsteigen . Deutsche Chip-Industrie am Subventionstropf In Dresden
wurde heute der Grundstein zu einer neuen Produktionslinie von Infineon
Technologies gelegt - der ersten , in der DRAMs künftig auf Wafern von 300 mm
Durchmesser gefertigt werden sollen . Stand der Technik sind heute
200-mm-Scheiben ; verglichen damit versprechen die " Pizza-Wafer " den
2,5-fachen Ausstoß an Chips pro Prozess . Die Hersteller erhoffen sich davon
Senkung der Produktionskosten um etwa 30 Prozent . In einem Pressegespräch am
Vorabend der Grundsteinlegung für das neue Dresdner Infineon-Werk bemühte sich
Forschungsministerin Edelgard Bulmahn sichtlich , die Subventionen ihres Hauses
für das Großprojekt zu rechtfertigen . Produkt- und Verfahrensinnovationen seien
zwar in erster Linie Sache der Unternehmen , " aber in diesem Falle war die
Förderung notwendig , weil es nicht um ein einfaches Upscaling ging " . Sie
verwies auf die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Impulse sowie die
Arbeitsplatzeffekte für die Volkswirtschaft und die Region . So seien schon in
der ersten Phase des Projektes " 650 hoch qualifizierte Arbeitsplätze " in
Dresden und Burghausen entstanden ; unter Berücksichtigung von Zulieferern ,
Abnehmern und Forschungsinstituten würden insgesamt 6.000 Dauerarbeitsplätze
geschaffen , davon 5.100 in der Region Dresden . " Den gewährten Fördergeldern
stehen erhebliche Mehreinnahmen der öffentlichen Hand gegenüber " , betonte
Bulmahn . Daneben flössen erhebliche Beiträge in die Kassen der sozialen
Sicherungssysteme . Transmeta-Chips in Surf-Geräten von Gateway Schon die
Ankündigung der Millionen-Investition im April gab Anlass zu Spekulationen über
die Vorhaben der PC-Firma : Mit Gateway wird nun der erste Hersteller von
klassischen PCs nicht nur zum Anteilseigner , sondern auch zum Kunden von
Transmeta . Bislang wurden aber noch keine finanziellen Details der Vereinbarung
bekannt . " Die Leute von Transmeta sind sehr clever " , meinte Peter Ashkin ,
Chef-Techniker von Gateway gegenüber dem Wall Street Journal : " Nachdem wir
eine Untersuchung über einen Prozessor für unsere Info-Appliance durchführten ,
war Transmeta an der Spitze der Liste . " Mit Gateway stützt sich einer der
ersten Hersteller aus der klassischen Wintel-Welt auf den Newcomer Transmeta ,
um neue Geräte für den Internet-Zugang unabhängig vom PC anzubieten . Glaubt man
amerikanischen Marktforschern , werden spätestens im Herbst zumindest Compaq und
IBM nachziehen . Den so genannten Internet Appliances , die PC-unwilligen
Surfern den Zugang zum Netz der Netze ermöglichen , wird eine glänzende Zukunft
prophezeit : France Telecom auf dem Weg nach oben Eine strategische Schlacht ist
geschlagen : " Die Zukunft ist strahlend , die Zukunft ist Orange " , hatte
Mannesmann-Chef Klaus Esser im Oktober vergangenen Jahres bei der Übernahme des
britischen Unternehmens geschwärmt , wenige Monate vor der Übernahme von
Mannesmann durch Vodafone . " Wir kaufen alles , was uns bei der Eroberung der
Märkte im Wege steht . " Nach der Orange-Übernahme ist France Telecom als
Mobilfunkanbieter in den vier großen EU-Ländern Frankreich , Großbritannien ,
Deutschland und Italien präsent sowie in Belgien , Dänemark , Portugal und in
einigen ehemaligen osteuropäischen Ländern . Für den Trumpf Orange muss France
Telecom tief in die Tasche greifen . Die Finanzierung von Orange will France
Telecom über den Verkauf von strategisch weniger wichtigen Anteilen an
verschiedenen Telefonkonzernen abwickeln . Abgestoßen werden sollen die sieben
Prozent Anteile am mexikanischen Anbieter Telmex , die 1,8 Prozent an der
Deutschen Telekom und ihr Anteil von zehn Prozent beim US-Telefonkonzern Sprint
. Auch für die hochverschuldete britische Vodafone kam das französische Angebot
gerade zur rechten Zeit . Nicht aus einer plötzlichen Liebe zu Frankreich
entschied sie sich für France Telecom , sondern weil die Franzosen im Vergleich
zu den niederländischen und spanischen Mitbewerbern bereit waren , den höchsten
Bargeldanteil zu bezahlen . Die Deutsche Telekom wird die neue Errungenschaft
ihres einstigen französischen Kooperationspartners wohl eher zähneknirschend zur
Kenntnis nehmen , weil sie nach mehreren Anläufen auf dem europäischen
Mobilfunkmarkt immer noch mit fast leeren Händen dasteht . Angesichts der
bevorstehenden Vergabe der UMTS-Lizenzen wiegt das besonders schwer . Die beiden
früheren Partner werden sich künftig als Konkurrenten gegenüber stehen : France
Telecom tritt in England mit Orange gegen die Deutsche Telekom an ( One2One ) ,
in Deutschland wollen die Franzosen mit ihrem deutschen Partner MobilCom den
Markt erobern . Mit dem französischen Orange-Schachzug , der bislang teuersten
Übernahme einer Mobilfunkgesellschaft , wird sich der heiß umkämpfte Handy-Markt
neu ordnen . Die Unternehmen , die beim Wettrennen um die meisten Kunden und
weit reichendsten Lizenzen noch nicht dabei sind , werden es angesichts der drei
Marktführer Vodafone/Mannesmann , New Orange und der italienischen Telecom
Italia Mobile schwer haben , einen Fuß in die Tür zu bekommen . Marktbeobachter
gehen aber auch davon aus , dass sich mit dem Erfolg von France Telecom bei
Orange der Fusionsdruck auf andere Anbieter in Europa erhöht . Schließlich
winken noch andere Märkte : Mit GlobalOne ist France Telecom schon jetzt auf dem
US-Markt vertreten . Vodafone steigert Gewinn - Arcor an die Börse Dieses
Ergebnis für das Geschäftsjahr 1999/2000 schließt den im April übernommenen
Mannesmann-Konzern noch nicht ein . Vodafone erwägt nach Angaben einer
Unternehmenssprecherin , das Mannesmann-Festnetzgeschäft an die Börse zu bringen
. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen . Für die deutsche
Festnetzfirma Arcor werde September als Termin angestrebt , für die italienische
Infostrada November . Zuvor war über einen Verkauf an British Telecom spekuliert
worden . Die Ersteigerung weiterer Lizenzen unter anderem in Deutschland ist
geplant . Dies waren 88 Prozent mehr als vor einem Jahr , teilte das Unternehmen
in Maastricht mit . Hausgemachte Probleme mit der deutschen New Economy Die
Mitarbeiter sind ständig damit beschäftigt , ausgefallene Produkte und
Dienstleistungen zu finden , " über die sich Menschen freuen , die schon alles
haben " - den Kamelritt im Schwarzwald , Gutscheine fürs Bungee-Jumping oder das
Thermalbad beispielsweise . Diese Erfolgsgeschichte der neuen Ökonomie stößt
sich jedoch an den Realitäten der alten . Jetzt hat man Schwierigkeiten , wie
Stracke klagt , Beschäftigte mit Aktienoptionen zu bezahlen , da diese Art der
erfolgsabhängigen Entlohnung " steuerlich bestraft " werde . " Wir haben gute
Leute nicht gewinnen können , weil die Beteiligung noch am selben Tag versteuert
werden muss , an dem sie übertragen wird . " Feudaler Rahmen Stracke nutzte
jedenfalls die Gelegenheit , sich auch für die steuerlichen Probleme der
youSmile-Paten stark zu machen . Tauss konnte ihn beruhigen . Für ein
Unternehmen wie youSmile ist der Mobile Commerce , der Kunden die Möglichkeit
bietet , unterwegs noch rasch eine originelle Aufmerksamkeit über das
Geschenk-Service-Portal zu ordern , ein Zukunftsmarkt . Aber die Regulierung
laufe derzeit auf ein Oligopol der Netzbetreiber hinaus , das sich in den neuen
UMTS-Mobilfunksystemen fortzusetzen droht . Mit dieser Forderung hatte er Thomas
Heilmann auf seiner Seite . Der kritisierte , dass der bei den Auktionen der
UMTS-Lizenzen erzielte Erlös zwar Geld in die Staatshaushalte spült , zugleich
aber die Investitionskosten der Betreiber derart verteuert , dass die Dienste am
Ende für die Masse der Konsumenten unbezahlbar werden . Wie hier zu Lande die
Regeln noch während des bereits laufenden Bieterverfahrens verändert werden
könnten , behielt der CDU-Experte allerdings für sich . Denn die Weichen sind
längst gestellt . " Die Länder , die das Geld in der Wirtschaft lassen , werden
die Nase vorn haben " , befürchtet Tim Stracke . Und an Heilmann gewendet : "
Die Idee mit der Versteigerung stammt nicht von uns " ; die schreibt das von der
christlich-liberalen Vorgängerregierung unter Helmut Kohl 1996 verabschiedete
Telekommunikationsgesetz ( TKG ) bindend vor . Die seinerzeit geschaffenen
Rahmenbedingungen sind auch die Ursache der heutigen Flatrate-Geburtswehen . Im
Ortsnetz ist der Ex-Staatscarrier der mit Abstand führende Internet Service
Provider und behindert den Wettbewerb , sodass die Internet-Zugangskosten für
die Verbraucher allen Preissenkungen zum Trotz nach wie vor viel zu hoch seien ,
klagt youSmile . Dieser Einschätzung schlossen sich Tauss und Heilmann zwar an ,
Möglichkeiten zum Eingreifen sehen beide aber nicht . Die Amerikaner hätten
durch die Tarifstruktur der kostenlosen Ortsgespräche eine günstigere
Ausgangssituation gehabt , als Online-Dienste und das Internet populär wurden ,
meint Heilmann und hofft , " dass wir über den Wettbewerb sehr viel schneller zu
niedrigen Gebühren kommen als über die Regulierung " . " Das TKG lässt uns
leider keinen politischen Spielraum " , meint auch Jörg Tauss . Bei der
Privatisierung der Telekom war die Chance versäumt worden , durch eine
Aufspaltung der Telekom horizontale Märkte zu schaffen ; stattdessen wurde die
vertikale Integration von Fern- und Ortsnetzen beibehalten . " Man hat nur den
Sprachverkehr im Auge gehabt , nicht den Datenverkehr . " Und mit dem Blick auf
die Börsengänge der Deutschen Telekom hat sich die Regulierungsbehörde stets
zurückgehalten , was die letzte Meile angeht . " Es kann nicht angehen , dass
die Telekom indirekt T-Online subventioniert . " Zu dem Berliner "
Streitgespräch " siehe auch Telepolis : TI schlägt bei Mobilfunk-Chips zu Texas
Instruments ist weiter auf Einkaufstour : Das CDMA-Übertragungsverfahren wird
für Mobilfunknetze der dritten Generation eingesetzt ; unter anderem hat
Ericsson CDMA in den Standard für UMTS ( Universal Mobile Telecommunications
Systems ) eingebracht . Dot Wireless entwickelt mit insgesamt 75 Mitarbeitern
CDMA-Techniken sowie Software und Transceiver-Designs . Dem Chip-Konzern geht es
mit der Übernahme von Dot Wireless weniger um eine Stärkung der eigenen Finanzen
als darum , in den Besitz von Techniken und Know-how für Handys und
Mobilfunknetze zu gelangen , die die eigene DSP-Entwicklung ergänzen sollen .
Dot Wireless ist bereits die dritte Firmenübernahme durch TI innerhalb kurzer
Zeit : Mitte Juni kaufte der Konzern binnen weniger Tage zuerst den Spezialisten
für Analog-Halbleiter Burr-Brown und anschließend Alantro , Chip-Designschmiede
für drahtlose Netze . DENIC übernimmt "Whois"-Datenbank für .de-Domains Schon
seit Anfang Juni hält das DENIC , die Registrierungsstelle für .de-Domains , die
Whois-Daten für deutsche Domainnamen selbst bereit . Die bisher übliche
Übermittlung der Daten über Domain-Inhaber und Administrations-Kontakte an RIPE
werde damit eingestellt . " Alle deutschen Daten bleiben nun hier in Deutschland
" , sagt DENIC-Geschäftsführerin Sabine Dolderer . Hintergrund der Umstellung
sei vor allem die Entlastung von RIPE ( Reseaux IP Européen ) , das in Europa
für die Vergabe von IP-Adressen zuständig ist . Andere Länderregistries , etwa
Norwegen und die Schweiz , hätten die Umstellung bereits vollzogen , bestätigt
Miriam Kühne von RIPE . " Auch vor dem Hintergrund unterschiedlicher
Datenschutzbestimmungen der Länder haben wir diesen Weg eingeschlagen " ,
erklärte Kühne . Auch in Zukunft können die Datensätze aber über beide
Organisationen abgefragt werden . Entsprechend den deutschen
Datenschutzbestimmungen werden für .de-Domains allerdings momentan keine
Telefon- und Faxnummern der Domaininhaber mehr aufgeführt . " Unser
Datenschützer hat uns schon seit einiger Zeit darauf hingewiesen , dass wir ohne
Zustimmungserklärung der Kunden diese Daten nicht veröffentlichen können " ,
sagte Dolderer . Adresssammler haben es dadurch deutlich schwerer . Provider und
Internet-Anbieter stellt die Veränderung nach Ansicht von Frank Tegtmeyer ,
Internetdienstleister und -berater aus Kaarst , aber vor erhebliche praktische
Probleme . " Wenn eine Domain nicht mehr erreichbar ist und ich schnell etwas
unternehmen will , nützt mir die angegebene Email-Adresse wenig . " Ausserdem
sei er durchaus an der Veröffentlichung der Telefonnummer seiner Firma
interessiert . Das DENIC will in einem zweiten Schritt auf diese Probleme
reagieren : " Wir wollen die Telefonnummern für den technischen Administrator
und den Zonen-Administrator bekannt geben und ausserdem auch jedem Kunden die
Option eröffnen , einer Veröffentlichung der Telefonnummer explizit zuzustimmen
. " Ex-Intel-Mitarbeiter gesteht Sabotage Ein früherer Intel-Ingenieur bekannte
sich in einem Verfahren vor dem Bezirksgericht in Oregon schuldig , die
Produktion in Intels Fab 15 in Aloha , Oregon , sabotiert zu haben , gab der
stellvertretende US-Staatsanwalt Kent Robinson bekannt . Paul Barton war in der
Intel-Anlage für die Verwaltung des automatisierten Produktionssystems zuständig
. Nachdem Intel ihn 1997 herausgeschmissen hatte , verschaffte er sich über
seinen Computer zu Hause Zugang zu den Steuerrechnern und löschte einige Dateien
. Dies führte dazu , dass die Software zur Produktionssteuerung nicht mehr
funktionierte . Barton erwarten nun theoretisch bis zu fünf Jahre Haft und bis
zu 250.000 US-Dollar Geldstrafe . Robinson ist allerdings der Ansicht , dass der
ehemalige Intel-Techniker mit weit weniger davon kommen wird , da der Schaden
für Intel nur relativ gering war : Der Prozessorhersteller gab an , die
Wiederherstellung des Steuerungssystems habe rund 20.000 US-Dollar gekostet .
Die Produktion in der Fab 15 sei zu keinem Zeitpunkt vollständig ausgefallen ;
die Anlage habe für rund vier Stunden nur weniger als üblich produziert .
Internet2 : Deutsches Gigabit-Wissenschaftsnetz übergeben In Anwesenheit von
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn nahm der Verein zur Förderung eines
Deutschen Forschungsnetzes ( DFN ) am heutigen Freitag offiziell das deutsche
Internet2 , das Gigabit-Wissenschaftsnetz ( G-Win ) , in Betrieb . Gegenüber dem
Vorgänger , dem Breitband-Wissenschaftsnetz ( B-Win ) , steigert es die
Übertragungsraten im Kernnetz von 622 MBit/s auf 2,5 bis 10 GBit/s . Den
Hochschulen und Forschungseinrichtungen stehen statt bisher höchstens 155 MBit/s
nunmehr Spitzenanschlussraten von 622 MBit/s zur Verfügung . " Mit dem neuen
Gigabit-Netz setzen wir uns an die internationale Spitze der Internettechnologie
" . Über das B-Win wickelte der DFN-Verein zuletzt ein Datenvolumen von mehr als
200 Terabyte pro Monat ab , was im Mittel je Benutzer und Arbeitstag den
Transport einer CD-ROM entspricht . Das G-Win basiert auf optischer
Wellenlängen-Multiplex-Technik ( Wavelength Division Multiplexing WDM ) , bei
der zur Übertragung auf einer Glasfaser Licht verschiedener Wellenlängen
verwendet wird . Jede Wellenlänge dient dabei als Träger von 2,5- oder
10-GBit/s-Zeitmultiplex-Datenströmen nach dem SDH-Verfahren ( Synchronous
Digital Hierarchy ) , das für die strukturierte Übertragung der Daten sorgt .
Durch das Hinzufügen weiterer Wellenlängenträger lässt sich die Kapazität ohne
Neuverlegung von Glasfasern weiter steigern . Auf der von der Deutschen Telekom
verwalteten SDH/WDM-Plattform bietet der DFN-Verein den angeschlossenen
Hochschulen und Forschungseinrichtungen neben schnellen Internet-Zugängen (
DFN-IP ) auch ATM-Anschlüsse ( DFN-ATM ) zur flexiblen Bandbreitennutzung auf
der Basis des Asynchronen Transfer Modus mit Quality-of-Service-Garantien an .
Außerdem kommen die Einrichtungen in den Genuss von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen
garantierter Bandbreite ( DFN-Connect ) zur Kopplung von Superrechnern . Ohne
Beteiligung von palästinensischer Seite ging die Veranstaltung Cyberwar between
Israel & Palestine zu Ende , die vom Institut für Kommunikationswissenschaft der
Universität München und dem Hubert Burda Center for Innovative Communications an
der Ben Gurion Unsiversity von Beer Sheva durchgeführt wurde . Elias Zanneri ,
stellvertretender Direktor des Institutes für Israel-Studien aus dem
palästinensischen Ramallah bekam von den israelischen Behörden kein Visum und
war daher der Konferenz in München nur über eine störungsanfällige
Telefonleitung zugeschaltet . Auf der Konferenz präsentierten so drei
israelische Kommunikations-Wissenschaftler ihre Forschungen zum Cyberwar im
Nahen Osten . Dov Shinar vom Hubert Burda Center stellte die verschiedenen
Formen des palästinensischen Einsatzes der neuen Netzmedien vor . Schon die
Tatsache , dass die Hamas-Site oft zu pornografischen Angeboten verzweigt , wenn
israelische Hacker aktiv sind , zeigte den Teilnehmern der Konferenz , dass es
Cyberwar gibt . Vermittelnde Web-Angebote wie www.MEVIC.org ließen Shinar
dennoch hoffen . Vorsichtig kritisierte er israelische Medien , die die Taten
14-jähriger Skript-Kiddies zu Helden im Kampf gegen die Palästinenser
aufbauschen . Dan Caspi analsysierte das Chat-Verhalten von Al Bawaba , wo
Israelis und Palästinenser sowie weltweit verstreute Interessierte diskutieren .
Auch sein Fazit fiel nicht rosig aus : Gegenüber den regelmäßig auflaufenden
Flame Wars bleibe ein wirkliches Bemühen um Verständigung in der Minderheit .
Die Kommunikationswissenschaftlerin Tamar Liebes zeigte in ihrer Analyse des
Diskurses des israelischen und palästinensischen Fernsehens , wie Stereotype
produziert werden , die dann im Cyberspace und in Computerspielen wie dem
arabischen " Stone Thrower " auftauchen . Illusionslos sprach sie von einer "
Yellowisation " des Cyberspace im Cyberwar . Die deutsche Seite legte auf der
Konferenz einen anderen Gang ein . Christiane Schulzki-Haddouti zeigte , wie der
Begriff des Cyberwar Ende der 80er-Jahre entstand und vor allem in den USA
fortlaufend verfeinert wurde . Frank Lesiak vom Bundesnachrichtendienst ( BND )
beschäftigte sich vor allem mit der Frage , wann eine Attacke dem Cyberwar
zugerechnet werden kann und wann es sich nur um " einfaches " Cybercrime handelt
. Lesiaks Definition des Cybercrime war sehr umfassend , selbst die in vielen
Softwareprogramen eingebauten Easter Eggs zählten für ihn schon zu den
potenziell kriminellen Attacken . Mangels Beteiligung der palästinensischen
Seite fiel Abschlussdiskussion der Konferenz eher unbefriedigend aus , zumal die
israelischen Teilnehmer nur Vermutungen darüber abgeben wollten , wie ihre
Regierung den Cyberwar betreibt . Ursprünglich war die Cyberwar-Konferenz als
Fortsetzung der Burda-Reihe Cool People in the Hot Desert geplant und sollte
heuer in Syrien stattfinden . Durch die Absage vieler israelischer Vertreter kam
München ins Spiel . Dort hielten sich hartnäckig Gerüchte , dass die
Palästinenser ihre Teilnahme an der Konferenz von einer Stiftungsprofessur für
einen plästinensischen Wissenschaftler abhängig machen wollten . An der Ben
Gurion University finanziert das Hubert Burda Center drei Lehrstühle . EU
untersucht Monopolstellung bei Internet-Verwaltung Nach Beschwerden von Firmen ,
die an der neuen Internet-Verwaltung nach dem Plan der ICANN ( Internet
Corporation for Assignet Names and Numbers ) teilnehmen wollen , untersucht die
EU-Kommission , ob die Firma Network Solutions ( NSI ) gegen europäische
Kartellgesetze verstößt . NSI hatte bislang ein Monopol auf die Registrierung
von Domain-Namen im Internet mit der Endung .com , .org und .net ( etwa
www.nsi.com ) . Nach der Entscheidung der US-Regierung , die gesamte Verwaltung
des Internet in privatwirtschaftliche Hände zu übergeben , entwickelte die
daraufhin gegründete ICANN eine neue Struktur , nach der mehrere Registraturen
miteinander konkurrieren sollen . Die Umsetzung dieses Vorhabens stößt aber noch
auf Schwierigkeiten : NSI sperrt sich mit allen möglichen Tricks gegen die
Zulassung anderer Firmen . Um Zugriff auf die Name-Server zu bekommen , müssen
die potentiellen neuen Registrierungsfirmen beispielsweise Verträge mit NSI
abschließen . Die EU-Kommission will sich nun genauer anschauen , ob dies die
Ausnutzung eines Monopols darstellt . Diverse Interessenten hatten sich darüber
beschwert , daß NSI durch die Verträge eine zu große Kontrolle über die
Geschäfte neuer Registrierungsfirmen bekomme , während das Risiko vollständig
bei den hoffnungsvollen Neu-Registraturen liege . Was war . Was wird . Wie immer
möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Was war . Bei der FAZ kehrt man zur alten
Rechtschreibung zurück , um ein dräuendes Sommerloch zu öffnen , das man
schreibend wieder schließen kann . So ein ruhiges Sommerloch könnte der
Newsticker brauchen , mit Hal in der Sonne und einer Ecole de Surf am Strand von
Hossegor . Überall wollen Alternativen zu Napster besichtigt werden . Da hilft
ein Blick auf die FAZ-Kollegen von der SZ , die sich eigentlich ß schreiben
sollte , wie ßibboleths scheußlicher Kapitalismus . Denn über Napster klärt uns
das Feuilleton der SZ in einer eigenwilligen Interpretation des Urteils auf :
Ein Sieg der Kultur , die die Kunst davor bewahrt , Content zu liefern , ist
denkwürdig . Da werden selbst Tageszeitungen philosophisch . Das nenne ich
Marketing : " Spricht Strom türkisch ? " lautet die Frage in einer Pressemeldung
der deutsch-türkischen Online-Community vaybee.de . Natürlich nicht , meldet
Vaybee triumphierend . Deshalb habe man den Stromtarifrechner von Astromo.de für
die Surfer ins Türkische übersetzt . Was folgern wir daraus ? An mein Hertz !
Auftritt Erodata : So nennt sich eine Firma , die mit einem innovativen
Jugendschutz auf den Markt will . Er besteht darin , dass Pornoseiten einfach
die Nummer des Personalausweises abfragen . Ein Erodata-Programm hinter der
HTML-Abfrage errechnet aus der Nummer die Lebensjahre und gibt den Blick ins
Rotlichtviertel frei . Ob die Nummern zur weiteren Verwendung gespeichert werden
und Papis Personalausweis zugriffssicher gelagert sein muss , darüber klärt uns
Erodata nicht auf . Stattdessen erfahren wir , das der Entwickler des Kern-Tools
" ueber18 " ein 18-Jähriger Jungunternehmer ist , der schon in jungen Jahren an
seinem Programm feilte . Auch so kann der Weg zur Reife aussehen . So langsam
nimmt das Interesse doch zu , was denn in Zukunft mit der technischen
Infrastruktur und logischen Organisation des Internet passieren soll . Was sich
wie der verballhornte Name einer längst vergessenen Band anhört ,
charakterisiert ausgesprochen eine seltsame Vereinigung . Entstanden aus dem
Einspruch der US-Regierung gegen den Versuch der Internet-Techniker , sich
selbst eine neue Organisationsform zu geben , entwickelte sie byzantinische
Strukturen , die ein normaler Mensch kaum noch durchschauen kann . Und jetzt
sollen all die normalen Menschen auch noch ein bisschen mitbestimmen , wer ein
bisschen in der obersten Chefetage dieses Konstantinopel des Internet
mitbestimmt . Da ist das Interesse groß - aber damit haben unsere Byzantiner
nicht gerechnet . Ungeahnt zumindest für eine Organisation , die die Verwaltung
des Internet an sich nehmen will : Das schafft Vertrauen in die Zukunft : In
normalen Zeiten wären unsere Byzantiner nicht einmal ein Thema fürs Sommerloch ,
sondern höchstens für die Kuriositäten-Sparte am 1. April . Wenn das Sommerloch
vorbei ist , geht es darum , wer uns alle - also diejenigen , die das Internet
eher als Mittel zum Zweck ansehen denn als Zweck an sich , also diejenigen , die
man in der Regel " normale Internet-Surfer " nennt - in der ICANN vertritt .
Aber schon der Anschein einer auch nur partiellen demokratischen Legitimation
verflüchtigt sich im Nebel von ICANN-Bestimmungen und Verpflichtungen eines
ICANN-Direktors . So ein Direktor , der von den Nutzern gewählt werden soll ,
muss viel Zeit und Geld mitbringen . Also wählen wir lieber gleich Bill Gates
oder Larry Ellison - genug Geld haben sie , und sie werden sich von ihren
Firmenlenkerpflichten ja wohl lange genug frei machen können , um ein bisschen
ICANN-Politik zu betreiben . Nun , vielleicht haben es Bill und Larry in solchen
Ehrenämtern einfach , Unabhängigkeit von ihren geschäftlichen Interessen zu
beweisen . Einfacher jedenfalls als der Mitarbeiter einer x-beliebigen Firma ,
der für sein ICANN-Direktorat darauf angewiesen ist , von seinem Arbeitgeber
mindestens sechs Monate pro Jahr freigestellt und subventioniert zu werden .
Also , es kommt , wie es kommen muss : Die besten Lösungen sind die abstrusesten
. Bill Gates als US-ICANN-Direktor ! Und Ron Sommer vertritt die europäischen
Interessen - mag auch Chris Gent vor Wut schäumen . Ich hätte da nämlich noch
ein Thema . Keiner mag das IOS , das Betriebssystem der Cisco-Router . Es ist
eine Art Mischung aus Windows und Linux für Netzwerkgeräte : Ideale
Voraussetzungen , um auf dieser Basis aus einer Nische ein Monopol zu machen .
Microsoft ein Monopol ? Lachhaft . Bei ihnen nämlich heißt das Sommerlochthema ,
das für das ganze Jahr gut ist , Windows vs. Linux . Früher war es Windows vs.
OS/2 - aber wer außer ein paar trauernden Hinterbliebenen weiß überhaupt noch ,
was OS/2 ist ... Einen Fortschritt haben unsere Systemkrieger allerdings
gegenüber den Sommerloch-Berichten gemacht : Sie sind nicht monothematisch .
Zwar gibt es auch nur AMD vs. Intel als Alternative zu Windows vs. Linux ; aber
immerhin stürzt man sich in diese Auseinandersetzung mit genauso viel Eifer .
AMD freut 's , Intel begutachtet es mit Verwunderung . Hätte ja auch niemand
gedacht , dass man aus einem Stück Silizium mit ein paar Dotierungen ein
obskures Objekt der Begierde machen kann . Eines jedenfalls hat die New Economy
entdeckt : Marketing durch Fan-Clubs ; Markenbindung hieß das früher , was aber
in der Old Economy nicht mehr so recht klappen will . Da wird manch gestandener
Manager von VW oder Siemens ganz neidisch . Ich muss zugeben , ich bin ein
interessierter Leser der Foren , die es auf heise online zu den ganzen Meldungen
im Newsticker gibt . Das ist besser als alle Nessies , die aus diversen
Sommerlöchern grunzend auftauchen . Sicher , das ist ein Geständnis , dass in
anderen Welten den Vorwurf des Masochismus eintrüge - aber dem stelle ich mich
ganz ungeniert . Immerhin muss selbst meine Freundin zugeben , dass in diesen
Foren weit mehr vernünftige Beiträge zu finden sind als in mancher
Usenet-Newsgroup . Aber wer kennt schon in Zeiten der New Economy und des
multimedialen Internet , in denen selbst Deja seine Archiv-Server abschaltet ,
noch das Usenet ? Das Internet wird schließlich nicht mehr " gebraucht " ,
sondern konsumiert . Wo auch immer man sich nun aber herumtreibt , ob in den
Newsticker-Foren , im Usenet oder in den angeblich so modernen
Web-Diskussionsgruppen , eines fällt auf : Prügelten früher OS/2-User und seit
einiger Zeit Linux-Freaks ungestraft auf Windows ein , so schlagen die Anhänger
der Microsoft-Systeme inzwischen zurück . Mir drängt sich aber der Eindruck auf
, dass sie sich ein bisschen wie die beleidigten Leberwürste der OS/2-Szene
aufführen : Alles ist gut , nur das Presse-Echo ist schlecht . Das zeugt von
wenig Vertrauen : Wenig Vertrauen in die Meriten des Systems , das man benutzt ;
wenig Vertrauen in das Image der Firma , die dieses System herstellt ; wenig
Vertrauen in die Schwächen der Konkurrenz . Das ist nicht besonders intelligent
: Als beleidigte Leberwurst macht man sich nicht beliebt . Und genauso , wie der
Spruch stimmt , technische Vorzüge reichten nicht , um sich am Markt
durchzusetzen , gilt immer noch , dass noch so geniales Marketing nicht genügt ,
um ein Produkt zu einem Erfolg zu machen . Was wird . Montag geht es endlich los
. Morgen beginnt die Versteigerung der UMTS-Lizenzen . Was allgemein als
Mobilfunk der dritten Generation bezeichnet wird , ist technisch vielleicht ganz
interessant , für die Benutzer aber nicht viel mehr als die Einlösung all der
Versprechen , die mit Handys , PDAs und WAP gemacht wurden : Für die
Telekom-Firmen stellt sich das natürlich anders dar : Jeder braucht UMTS , weil
jeder natürlich immer und überall online sein will . E-Books , WAP und Internet
können mir dann gestohlen bleiben - daran wird auch UMTS nichts ändern . Oder
doch ? Ganz fantastische neue Online-Anwendungen sollen damit möglich sein .
Lernen via Internet wird zur Normalität Auch die Weiterbildung von Beschäftigten
bei Banken , im Handel oder in der Industrie erfolgt zunehmend online . " Die
Integration des Internet in Lernprozesse wird in den kommenden Jahren zur
Normalität werden " , sagte der Projektleiter des internetgestützten
Studienganges E-Commerce an der Berufsakademie Heidenheim , Werner Sauter , in
einem dpa-Gespräch . Nach seiner Ansicht liegen die Vorteile klar auf der Hand :
Studenten und Berufstätige würden durch Online-Kurse , bei denen der Lernstoff
über das Internet verbreitet wird , unabhängig von Stundenplänen und
Seminarorten . Vor dem eigenen Rechner könne jeder Teilnehmer seinen eigenen
Rhythmus finden . " Wenn ich dagegen im Unterricht sitze , muss ich mich dem
Lerntempo anpassen " , sagte Sauter . Zudem vermittle das Lernen via Internet
die auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt unabdingbare Fähigkeit , das weltweite Netz
gezielt zu nutzen . " Mit Tafel und Kreide kann man das nicht machen . " Die
Heidenheimer Berufsakademie testet seit Januar in einem Pilotprojekt das
bundesweit erste internetgestützte BWL-Studium mit Schwerpunkt E-Commerce . Die
Studieninhalte entwickelten Dozenten der Akademie und Wirtschaftsvertreter .
Seit Mai biete die Berufsakademie zusätzlich Online-Kurse an , in denen sich
Kaufleute und Betriebswirte berufsbegleitend weiterbilden können . " Diese Leute
haben keine Zeit , drei oder vier Wochen lang ein Seminar zu besuchen " , sagte
Sauter . Zum Teil finde der Unterricht aber auch in Zukunft noch im realen Raum
statt , sagte Sauter . " Bei uns beginnt jede Lehreinheit mit einem Präsenztag ,
an dem ein Dozent in das Thema einführt und Aufgaben stellt . " Ergebnisse
würden bei Workshops präsentiert , Prüfungen müssten zumindest vorerst noch in
den Akademieräumen abgelegt werden . Dabei gehe es auch darum , soziale
Kompetenz zu erwerben . " Die Kommunikation im Netz funktioniert einfach besser
, wenn man sich persönlich kennt . " Auf den letzten Metern : Alternative
ICANN-Registrierung freigeschaltet Seit Wochen gibt es Klagen , dass die
Mitgliederregistrierung der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers
( ICANN ) nur noch mit viel Geduld möglich ist . Die Seite kann unter
http://www.comlink.org/icann/icann.php3 abgerufen werden . Auch wenn die Nutzer
damit nicht vollständig gegen die "Überlastet"-Meldungen gefeit sind , sind
Registrierungen so doch sehr viel schneller durchzuführen . Versuche zeigen ,
dass die Nutzer anschliessend ohne weiteres die E-Mail-Bestätigung der
Organisation erhalten . Der Vorstoß von Comlink hat allerdings sehr
unterschiedlichen Reaktionen ausgelöst . ICANNs Finanzchef Andrew McLaughlin ,
der auch für die Technik zur Aufnahme von Mitgliedern zuständig ist , warnte den
Hannoveraner Provider per E-Mail , man werde keine Registrierugnen durch die
Hintertür akzeptieren . " Er vermutet wohl , dass wir uns in die Datenbank
eingehackt haben , aber das ist nicht so " , erklärte Schulze . McLaughlin
kritisierte vor allem , dass diejenigen , die sich über die Comlink-Seite
eintragen , nicht auf ICANNs Mitgliedschaftsbestimmungen hingewiesen würden .
Schulze meint allerdings , dass die Alternativ-Registrierung vor allem von
Leuten genutzt würden , die an ICANNs At-Large-Seite gescheitert sind . " Ich
will aber noch heute einen Link auf die entsprechenden ICANN-Bestimmungen setzen
. " Ausserdem bemängelte ICANN , dass teilweise falsche Uhrzeiten auf den
Anmeldungen verzeichnet seien , was laut Schulze mit dem Vorhandensein des
php-Skriptes auf den Rechnern zusammenhängt . Dass ICANN sich wegen dieser
Einschränkungen am Ende weigern könnte , die über Comlink vorgenommenen
Registrierungen anzuerkennen , kann sich Schulze aber nicht vorstellen . Die
ICANN würde sich wohl auch viel Ärger einhandeln , wenn sie die Registrierungen
über die Alternativ-Seite nicht akzeptierte - haben doch mehrere
Bürgerrechtsorganisationen die Alternativ-Registrierung begrüßt . Die
Association for Progressive Communications ( APC ) , deren deutscher Vertreter
Comlink ist , meldete bereits erfreut , dass ein Mitglied aus Uruguay sich
erfolgreich registriert habe . Inzwischen haben andere APC-Landesorganisationen
sprachspezifische Varianten der Seite aufgesetzt , allen voran Japan . In einer
Pressemeldung wandte sich Karen Higgs , Sprecherin der APC , in San Francisco
nun mit der Frage an die ICANN : In einer E-Mail an Schulze hatte McLaughlin auf
fehlende finanzielle Mittel und den unerwarteten Ansturm von Nutzern verwiesen .
" Anbieter wie Yahoo oder Altavista beantworten stündlich Millionen von Anfragen
, man hätte also von einer Organisation , die für die technische Infrastruktur
des Internet zuständig ist , schon mehr erwartet . " Der US-Journalist Tom
Byfield spottete bereits früher , ICANN wickle die At-Large-Registrierung
vermutlich über einen Gameboy ab . Schulze hofft nun , dass die ICANN die
Registrierfrist , die eigentlich am morgigen Montag abläuft , angesichts der
Schwierigkeiten noch einmal verlängert . Hintergrund : Telekomriesen feilschen
um UMTS-Lizenzen Bei der UMTS-Versteigerung in Deutschland werden vier bis sechs
Lizenzen vergeben . Die genaue Zahl hängt vom Bieterverhalten ab . Zunächst
gelten die Lizenzen bis Ende 2020 . Insgesamt kommen zwölf gepaarte
Frequenzblöcke a fünf Megahertz unter den Hammer . Die Bieter müssen mindestens
zwei Blöcke ( zehn Megahertz ) ersteigern , höchstens aber drei . Das heißt :
Sollten zum Beispiel alle vier GSM-Mobilfunkbetreiber ( D1 , D2 , E-Plus , E2 )
drei Frequenzpakete a fünf Megahertz erwerben , würden die übrigen Bieter leer
ausgeben . Sechs Lizenzen werden es dann sein , wenn sich alle erfolgreichen
Unternehmen mit zehn Megahertz ( zwei Blöcke ) begnügen . Experten rechnen damit
, dass es am Ende fünf Lizenzen sein werden : So würden die beiden Marktführer
D1 und D2 drei Pakete a 15 Megahertz und damit mehr Kapazität ersteigern als
ihre Mitwettbewerber . Unternehmen , die im ersten Auktionsabschnitt erfolgreich
waren , erhalten die Möglichkeit , weitere ( ungepaarte ) Frequenzblöcke zu
ersteigern . Hierdurch können sie ihre neuen UMTS-Netz durch zusätzliche Kanäle
aufwerten . Strenge Sitten Bei der Auktion in Deutschland geht es streng zu .
Handy her ! Wenn die Firmenvertreter am Montag die Niederlassung der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) in Mainz-Gonsenheim
betreten , werden sie gründlich gefilzt . Die Kontrolleure am Eingang haben es
auf die Mobiltelefone abgesehen . Die Vorschriften im Milliarden-Poker um die
begehrten Mobilfunklizenzen für UMTS sind knallhart . Schließlich soll es fair
zugehen und sich keiner unerlaubte Vorteile verschaffen , wenn der Auktionator
die Teilnehmer zu ihren Geboten aufruft . So geht es in der ehemaligen
US-Kaserne in der Canisiusstraße wieder richtig militärisch zu : Während des
gesamten Bieterverfahrens werden jeweils zwei Vertreter von D1 , D2 & Co in karg
ausgestatten Büros eingesperrt . Ganz nach dem Motto : Kontakt mit der Außenwelt
nicht erwünscht . Per Computer geben sie ihre Angebote ab . Damit alles
reibungslos läuft , waren die Firmenvertreter in den vergangenen Wochen zu
Softwareschulungen in Mainz . Sieben Bewerber und sieben abhörsichere Büros :
Zehn Stunden lang täglich , nur unterbrochen durch eine einstündige Mittagspause
, wird geboten und überboten . Ferner sind die Büros über Computer mit dem
Auktionator verbunden . Ansonsten sind die kleinen Räume spärlich ausgestattet .
Die Wände sind schlichtweiß ohne Bilder , die Stühle aus einfachem Stahlrohr mit
roten Sitzpolstern , in der Mitte steht ein Tisch mit hellem Holzfurnier . In
welchen Räumen die Vertreter der Firmen ihre Gebote abgeben , will
Pressesprecher Werner Hugentobler nicht verraten . Auch einen Blick in die
sieben Büros lässt er wenige Tage vor Beginn der Auktion nicht zu -
Geheimhaltung pur . Lediglich der so genannte Auktionsraum ist nicht
verschlossen : Dort werden die Gebote auf eine Leinwand projiziert und der
Präsident der Behörde , Klaus-Dieter Scheurle , die Auktion am Montag um 10:00
Uhr eröffnen . Damit in den Büros alles mit rechten Dingen zugeht , sitzt ein
Mitarbeiter der Regulierungsbehörde mit am Tisch . Überwachung total : Selbst
der Gang zur Toilette erfolgt nur in Begleitung eines Behördenvertreters . Denn
Absprachen zwischen den Bewerbern sind strengstens untersagt . Scheurle warnt :
Die Bieter könnten es versuchen , meint er , aber das Risiko der Sanktion sei
groß . Wie schnell oder lange die Schlacht um die UMTS-Lizenzen dauert , ist
völlig offen . " Wir haben zwei Wochen eingeplant " , sagt Hugentobler , einer
von 350 Mitarbeitern der Mainzer Dienststelle der Regulierungsbehörde . Nach
Abzug der US-Soldaten im Jahr 1994 zogen sie - damals noch als Mitarbeiter des
Postministeriums - in das Gebäude ein , das für einen zweistelligen
Millionenbetrag renoviert und von Asbest befreit wurde . Normalerweise sind die
Mainzer für die Vergabe von Telefonnummern für ganz Deutschland zuständig . Von
Montag an sind Telefonnummern aber zweitrangig - es geht um die
zukunftsträchtigen UMTS-Lizenzen . " Das ist ein Milliardenspiel " , sagt der
Pförtner am Haupteingang , der sich die Spannung vor dem großen Ereignis nicht
anmerken lässt . Schließlich habe es in dem Gebäude schon zwei Versteigerungen
von Funkfrequenzen gegeben . Die höchst Bietenden für die einzelnen
Frequenzpakete werden nach jeder Runde bekannt gegeben - für die Mitwettbewerber
per Computer , für Öffentlichkeit per Internet . Und dann ruft der Auktionator
schon wieder zur nächsten Runde : " Wer bietet mehr ? " Die Vergabe der
UMTS-Lizenzen wird in Europa im Wesentlichen nach zwei Verfahren abgewickelt .
Während Länder wie Frankreich , Portugal , Schweden oder Dänemark auf einen so
genannten Schönheitswettbewerb setzen , werden die Konzessionen in den
Niederlanden , Österreich , Deutschland und der Schweiz versteigert . Bei dem
ersten Verfahren setzt der Staat einen Preis für die Lizenzen fest und prüft die
Eignung der Bewerber . Daneben gibt es Mischverfahren wie in Italien und Belgien
. Bislang wurden in drei Ländern UMTS-Lizenzen vergeben : in Finnland , Spanien
und Großbritannien . Bei den Bewerbern ist der " Schönheitswettbewerb "
umstritten . Dieses Verfahren sei unfair , öffne Mauscheleien Tür und Tor und
bevorzuge die heimischen Bieter , lautet die Kritik . Eine Auktion gelte als das
gerechtere und marktkonformere Verfahren . Über den Zuschlag entscheidet dann
allein der Preis . Zuvor waren in Spanien in einem Schönheitswettbewerb die
Konzessionen vergeben worden . Sieben Unternehmen und Konsortien bewerben sich
jedenfalls ab Morgen hier zu Lande um die UMTS-Lizenzen : Führungsetagen fehlt
das Verständnis für das Internet Viele Internet-Auftritte deutscher Firmen sind
nach Expertenmeinung für die Verbraucher noch häufig unzulänglich . " Besonders
die Stärke des Internets im Hinblick auf eine Interaktivität wird von den
Unternehmen nicht zufrieden stellend genutzt " , sagte Professor Uwe Kamenz vom
Fachbereich Betriebswirtschaftslehre an der Universität Dortmund in einem
dpa-Gespräch . Besonders monierte der Internet-Experte unzulängliche
Möglichkeiten für potenzielle Kunden , spezielle Anfragen oder Preisvergleiche
beispielsweise bei einem Autokauf oder bei der Stromversorgung per Internet
abzurufen . " Die meisten Unternehmen schaffen es nicht , Anfragen per E-Mail
innerhalb eines Tages zu beantworten " , fasste Kamenz die Ergebnisse mehrerer
Studien an der Uni Dortmund zusammen . Gleichzeitig kritisierte er fehlende
Angaben zu den einzelnen Produkten beim Auftritt im Netz . Dabei attestierte der
Experte den Verantwortlichen in den Führungsetagen deutscher Unternehmen ein oft
fehlendes Verständnis für das neuen Medium . " Viele Manager haben noch nicht
begriffen , dass man in Zukunft durch das Internet auch den Umsatz steigern kann
. " So werde der Autritt im Netz häufig weiterhin allein als eine Art
Visitenkarte verstanden und nicht als eine Möglichkeit , neue Märkte zu
erschließen . Dabei gebe es im Vergleich zu den USA noch ein großes
Nachholbedürfnis in Deutschland . Fusionsgespräche zwischen British Telecom und
Telefonica möglich In Großbritannien wird nach Informationen der Sunday Times
mit Fusionsverhandlungen zwischen British Telecom ( BT ) und der spanischen
Telefonica gerechnet . Unter Berufung auf " spanische Politikexperten "
berichtete die Zeitung am Sonntag außerdem , dass auch die spanische Regierung
einen Zusammenschluss von BT und Telefonica unterstütze . Vor neun Monaten
hätten beide Seiten schon einmal Fusionsgespräche beginnen wollen . Außerdem
hätte er eine Allianz mit der Deutschen Telekom bevorzugt . Villalongas
Rücktritt in der vergangenen Woche habe dieses Problem nun beseitigt . Im Winter
wäre BT den Angaben zufolge mit 60 Prozent noch der Mehrheitsaktionär gewesen .
Doch wegen des Verfalls des BT-Kurses in der Zwischenzeit und der gleichzeitigen
Wertsteigerung der Telefonica-Aktien sei nun ein " Deal unter Gleichen " möglich
. Denkbar sei allerdings , dass BT ihren derzeitigen Kurs als unterbewertet
betrachte und deshalb nach wie vor eine höhere Beteiligung fordere . MSN vs. AOL
: Microsoft zieht nach Der Kampf der beiden Online-Dienste AOL und MSN um die
potenziellen Kunden nimmt langsam an Schärfe zu : Alle PC-Hersteller sollen
angeblich verpflichtet werden , bei Vorinstallation von Windows XP auch
Microsofts Online-Dienst einzurichten . Vor wenigen Tagen erst wurde bekannt ,
dass AOL zum Ausgleich , dass der Online-Dienst mit seiner Client-Software nicht
mehr automatisch in Windows XP vertreten ist , mit den PC-Herstellern direkt
verhandelt - und mit Compaq schon einen Partner gefunden hat , der die
AOL-Software auf Rechnern mit Windows XP vorinstallieren wird . Das soll AOL
angeblich sogar 35 US-Dollar pro entsprechend konfiguriertem Rechner wert sein .
Nun zieht Microsoft nach - stellt aber nach Ansicht der Redmonder nur die
Lizenzbestimmungen klar . Danach sind PC-Hersteller , die Windows XP auf ihren
Rechnern vorinstallieren wollen , dazu verpflichtet , einen Icon zu MSN auf dem
Desktop zu platzieren . Laut einem Bericht des Wall Street Journal machte eine
Microsoft-Sprecherin deutlich , dass sich die Lockerung der Lizenzbestimmungen
nicht auf Links und Icons für Microsofts Online-Dienst beziehe . Microsoft hatte
als Reaktion auf den Urteilsspruch des Berufungsgerichts im Kartellprozess gegen
den Softwarekonzern PC-Herstellern durch Änderung der Lizenzbestimmungen
gestattet , Links und Icons zu anderen Web-Browsern als Microsofts Internet
Explorer einzubauen und die entsprechenden Symbole für den IE vom Desktop und
aus dem Startmenü zu entfernen . Die Änderung der Lizenzbestimmungen will
Microsoft aber nur auf den Web-Browser angewendet wissen ; selbst wenn zum
Internet Explorer konkurrierende Produkte installiert werden , müssten danach
die PC-Hersteller ein Icon für MSN einrichten . Das Bundesberufungsgericht in
Washington hatte Ende Juni zwar die von einer niedrigeren Instanz wegen
Kartellrechtsverstößen verhängte Strafe einer Zerschlagung des Konzerns
aufgehoben . Es bestätigte jedoch die Urteilsfindung , der zufolge die
bisherigen Windows-Nutzungsbedingungen für Computerhersteller wettbewerbswidrig
die Verbreitung von Web-Browsern anderer Unternehmen behindert . Bislang sieht
Microsoft offensichtlich durch sein Vorgehen mit MSN vergleichbare Probleme
nicht auf sich zukommen , hofft aber anscheinend , AOL in die Schranken weisen
zu können . Totgesagte leben länger : der fröhliche Oldie PC Seit seinem ersten
offiziellen Auftritt unter diesem Namen vor 20 Jahren wurde der PC schon so oft
totgesagt , dass er längst als Zombie der Technikgeschichte gelten darf . Manche
Visionäre glauben nun , die Handys der Zukunft würden den PC überflüssig machen
. Bislang ist davon wenig zu sehen . In fast allen Büros und in den meisten
Arbeitszimmern zu Hause ist Kollege Computer nicht mehr wegzudenken . Intel ,
der weltgrößte Chiphersteller , hat den PC kürzlich erst zum " Zentrum des
digitalen Universums " erklärt . Und Sony , bislang auf dem deutschen Markt für
Spielekonsolen und Unterhaltungselektronik bekannt , ist gerade erst ins
PC-Geschäft eingestiegen . " Intel hat sich nie der Hysterie angeschlossen , der
PC sei zum Aussterben verurteilt " , sagt Christian Anderka , Sprecher des
Unternehmens in Feldkirchen bei München . Der Bedarf an den Rechnern wird
Anderkas Einschätzung zufolge sogar eher noch steigen : Auch Handys , die mit
GPRS-Technologie arbeiten , seien vielleicht angenehm , wenn nach Informationen
wie dem nächsten italienischen Restaurant gesucht werde . " Aber für längere
Internet-Recherchen ist der Rechner auf dem Schreibtisch nicht zu ersetzen . "
Den Abgesang auf den PC , der immer wieder mal zu hören ist , erklärt sich
Anderka nicht zuletzt damit , dass der Computer längst zum Alltag gehört .
Ähnlich sieht das Olaf Pempel , Sprecher von Sony Deutschland in Köln : Es wird
in absehbarer Zukunft weiter solche stationären Lösungen geben . Selbst im
Vergleich zum Notebook biete der PC nach wie vor Vorteile :
Flüssigkristall-Displays seien außerdem in der Regel zu langsam für etliche
Anwendungen , die gerade bei Computerspielen gefragt sind . Hinzu komme , dass
beim Desktop-PC einzelne Komponenten etwa bei Defekten in der Regel problemlos
austauschbar sind . Dass die Preise für Desktop-Rechner und Notebooks sich zwar
annähern , aber nicht angleichen , sieht auch Volker Kapp , Leiter der Abteilung
Produktmanagement bei IBM in Stuttgart , so . " Der PC wird weiter existieren "
, sagt Kapp . " Wir leben noch lange im PC-Zeitalter . " Dafür gibt es aus der
Sicht des Verbrauchers auch gute Gründe : " Bei den Notebooks gab es diese
Entwicklung in diesem Maß noch nicht . " Zwar haben fast alle Notebooks
inzwischen mindestens Celeron-Prozessoren mit 650 Megahertz Taktfrequenz . " Und
das reicht für Office-Anwendungen und Internet " , so der Hardware-Spezialist .
" Aber Notebooks sind unter Ergonomie-Gesichtspunkten immer noch schlechter . "
Wer lange tippen muss , riskiere einen steifen Nacken . " Und die
13-Zoll-Displays , die bei Notebooks Standard sind , sind doch recht klein . "
Hinzu kommt , dass Notebooks eben für den mobilen Einsatz gedacht sind . Das
kompaktere Design und der Akku kosten extra . Insgesamt fahre man mit dem PC
finanziell selbst mit LCD-Bildschirm besser : " Mit 1400 Mark für den Rechner
und 800 Mark für das Flachdisplay kann man schon hinkommen " , sagt der
Computerexperte . Für den PC hält Knaak daher das Motto " Totgesagte leben
länger " durchaus für treffend : " Der Computer steht erst am Beginn seiner
Karriere . " Siehe dazu auch : Telecom Italia vor Fusion mit Olivetti Telecom
Italia und deren Mutter Olivetti stehen möglicherweise vor einer Fusion . Dies
hat Pirelli-Chef Marco Tronchetti Provera nach italienischen Medienberichten am
heutigen Montag während einer Konferenzschaltung mit internationalen
Finanzanalysten in Aussicht gestellt . Pirelli hatte am Wochenende bekannt
gegeben , dass der Reifenhersteller im Verein mit Benetton indirekt die
Kontrolle über die Telecom Italia übernimmt . Die von Pirelli und der Edizione
Holding ( Benetton ) formierte Käufergemeinschaft ( vorläufig Newco genannt )
will zudem auch die Großbanken Unicredito und Banca Intesa-BCI einbeziehen .
Danach würden sich die Anteile für Pirelli auf 60 Prozent , für Benetton auf 20
Prozent und für die beiden neuen Partner auf zusammen ebenfalls 20 Prozent
belaufen . Eine der dringlichsten Aufgaben sei die Herabsetzung der hohen
Nettoverschuldung bei Olivetti . Bei Pirelli werde an eine Aufgabe der
Lkw-Reifensparte und des Stromkabelgeschäftes gedacht . Bezüglich der Telecom
Italia seien zusätzliche Investitionen in die Kommunikationstechnologie geplant
. Alle nichtstrategischen Tätigkeitsfelder sollen in den kommenden 18 Monaten
verkauft werden . Inzwischen sind samtliche von der Operation betroffenen
Börsentitel vom Handel ausgesetzt worden . Silicon Graphics schließt
europäisches Produktionszentrum Silicon Graphics ( SGI ) schließt bis Ende
dieses Jahres sein europäisches Produktions- und Technologiezentrum mit Sitz in
Cortaillod in der Westschweiz . 300 Angestellte verlieren dabei ihren
Arbeitsplatz . Noch Ende Mai wurden in Cortaillod die auf die doppelte Fläche
vergrößerten Produktionsräumlichkeiten eingeweiht . Anlässlich der Feier
verkündete Bob Bishop , Vorsitzender von SGI World Trade , ein Festhalten am
bisherigen Engagement und lobte die " Effizienz des Industriestandortes Schweiz
" . Der US-amerikanische Hersteller von Hochleistungscomputern und
Grafik-Workstations begründet die radikale Kehrtwende mit dem allgemeinen
wirtschaftlichen Kriechgang der IT-Branche . Erst vor wenigen Tagen legte
Silicon Graphics seine Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres vor ,
die Anlass für den Schließungsentscheid sind . Im Rahmen der
Konsolidierungsmassnahmen soll nun die gesamte europäische Produktion nach
Chippwa Falls im US-Bundesstaat Wisconsin verlegt werden . In der Westschweiz
produzierte Silicon Graphics seit 1989 . Das Unternehmen war ein Vorzeigeobjekt
der lokalen Wirtschaftsförderung , die es dank attraktiver Standortbedingungen
geschafft hatte , nach der Krise der Schweizer Uhrenindustrie in den 70er Jahren
eine Reihe namhafter Hightech-Firmen anzusiedeln . Erhalten bleiben soll in der
Schweiz lediglich ein lokales Verkaufszetrum für SGI-Produkte . Domino/Notes
R5.01 verfügbar Lotus hat mit knapp einem Monat Verzögerung das QMR ( Quarterly
Maintenance Release ) 5.01 von Notes und Domino freigegeben . Die Notes-Version
für Macintosh und die Domino-Server für HP-UX und OS/2 lassen aber weiter auf
sich warten . Offizielle Aussage : In den nächsten drei Monaten . Die Fixliste
ist so lang , daß Lotus sie noch nicht veröffentlicht hat . Interessant ist aber
die Liste der neuen Funktionen . So kann man nun bereits vorhandene
X.509-Zertifikate vom Netscape Navigator im PKCS#12 Format in die Notes.ID
übernehmen . Nach ersten Tests funktioniert das nur mit dem Navigator , nicht
aber mit Microsofts Internet Explorer . Letztlich klappt es aber doch , da der
Netscape Navigator Explorer-Zertifikate importieren kann . Privatklagen wegen
überhöhter Windows-Preise zugelassen Über 130 Klagen wegen überhöhter
Windows-Preise waren in der Folge des Kartellprozesses gegen Microsoft von
Privatleuten vor verschiedenen US-Gerichten eingereicht worden . In den
Verfahren geht es den Klägern darum , dass Microsoft sein Monopol bei
Betriebssystemen benutzt habe , um von Kunden überhöhte Preise für seine
Software zu verlangen . Microsoft konnte in der letzten Zeit allerdings einige
Klagen abwehren , schon bevor es zu einem Verfahren kam . Bislang hatten die
Gerichte , die schon zu einer Entscheidung gekommen waren , die Klagen
umstandlos verworfen : Sie folgten der Argumentation Microsofts , dass der
Hersteller nicht für Preise verantwortlich gemacht werden könne , die
Wiederverkäufer von den Kunden verlangten . Außerdem kann nach der Entscheidung
in dem Präzendenzfall , auf den sich Microsoft bezieht , ein Hersteller wegen
eines einmaligen wettbewerbswidrigen Verhaltens nicht mehrmals verklagt werden .
Dies gilt aber nicht in allen US-Bundesstaaten - Kalifornien lässt explizit
mehrfache Klagen wegen eines einzigen Vergehens gegen das Wettbewerbsrecht zu .
Daher hat nun ein kalifornischer Richter am gestrigen Dienstag die Privatklagen
einer ungenannten Zahl von Verbrauchen gegen Microsoft ermöglicht und sie als
Sammelklage zugelassen . Eine Ablehnung der Sammelklage würde dagegen zu
unzähligen Einzelverfahren führen , hieß es in der Entscheidung des Gerichts in
San Francisco . Dieser Fall betreffe eine sehr große Zahl von Klägern , denen es
jeweils nur um einen sehr geringen Betrag gehe , erklärte der zuständige Richter
Stuart R. Pollak . Die meisten Verbraucher hätten nur einen sehr geringen Anreiz
, unabhängige Verfahren anzustrengen , da deren Kosten zweifellos die möglichen
Erstattungsbeträge weit überschritten . Daher sieht der Richter offensichtlich
eine Sammelklage für sinnvoll an , da es in Kalifornien grundsätzlich möglich
ist , wegen des vermuteten wettbewerbswidrigen Verhaltens Microsofts mehrere
Klagen einzureichen . Der Konzern stützte sich hier aber nicht auf die
Argumentation mit dem Präzedenzfall aus der Bauindustrie wie in anderen
Bundesstaaten , da dies in Kalifornien kaum eine Rolle gespielt hätte .
Stattdessen argumentierte Microsoft , dass es praktisch unmöglich sei , die
Schäden , die den einzelnen Verbrauchern entstanden seien , genau zu
spezifizieren . Microsoft verkaufe seine Produkte an Tausende von Händlern , die
sie zu unterschiedlichen Preisen an die Kunden abgeben würden . Der Richter
müsse daher jede Forderung von Fall zu Fall genau untersuchen . Die
Klagevertreter erklärten dagegen , nur , weil ein Geschäft eine bestimmte Größe
erreicht habe , dürfe dies nicht vor Wettbewerbsklagen schützen . Ganz abgeneigt
scheint Richter Pollak der Argumentation Microsofts aber nicht gegenüber zu
stehen . Laut dem Wall Street Journal erklärte er schon vor drei Wochen , die
Rechtsanwälte der Kläger sähen sich einer " herkulischen Aufgabe " gegenüber ,
um zu beweisen , dass den Verbrauchern Unrecht geschehen sei : " Wenn sie das
nicht schaffen , werden sie den Prozess verlieren . " Internet-TV : das Ende der
Couch-Potatoes Der Fernsehzuschauer bekommt bald einiges zu tun : Die Tage sind
gezählt , in denen das Drücken auf der Fernbedienung die einzige Betätigung vor
der Glotze war . Denn Internet und TV wachsen zusammen und ermöglichen eine
aktivere Teilnahme des Betrachters am Geschehen . Wer kennt zum Beispiel nicht
den Wunsch , Politikern und Experten in den Talk-Shows mal die Meinung zu sagen
- während der laufenden Sendung ? " Fernsehen , bei dem man sich gemütlich
zurücklehnen kann , gehört bald der Geschichte an " , prophezeit der
Medienexperte und ehemalige Sat1-Programmdirektor Knut Föckler aus Berlin . Die
Zuschauer von morgen wollen nicht mehr nur passiv unterhalten werden . Gefragt
sei inzwischen jede Art von Zusatznutzen , der den Zuschauer über die jeweilige
Sendung hinaus beschäftige . Das könne das Internet leisten , meint Föckler ,
wenn es sinnvoll mit dem TV-Angebot verknüpft werde . In ein virtuelles
Auditorium begibt sich das Publikum der Online-Talk-Show Centerstage , die von
AOL Live! ausgestrahlt wird . Dort kann das Publikum , das zu Hause vor dem
Rechner sitzt , Fragen stellen , meckern und diskutieren , als sitze es
leibhaftig im Studio . Im Chat-Room stellen die Zuschauer zum Beispiel den
Prominenten in der Show Fragen . Auch Preisrätsel gibt es - der Sieger findet
sich dann als Gast auf der virtuellen Bühne wieder . Dass das Internet-TV noch
keine große Verbreitung gefunden hat , mag neben technischen Schwierigkeiten zum
einen daran liegen , dass es weit weniger Computer mit Online-Zugang gibt als
Fernseher . Eine weitere Ursache könnte das Format selbst sein : Das Verhalten
der Zuschauer wird aktiver , daran glaubt auch Thäsler . Der Nutzer wolle selbst
bestimmen , wann und wie oft er sich welchen Beitrag ansieht . Das könne ein
herkömmliches Fernsehprogramm nicht leisten . Leichter hätten es da
Spartenkanäle : " Unsere Inhalte sind per Mausklick immer wieder abrufbar ,
überall auf der ganzen Welt verfügbar , mit zusätzlichen Informationen und
Beiträgen angereichert " , beschreibt Thäsler die Vorteile der Kopplung seines
Haussenders mit Angeboten im Internet . Dort könne zum Beispiel der
Finanzminister zur Steuerreform befragt werden , erklärte Thäsler . Und wenn
dieser aus der Sendung gehe , könnten die Zuschauer weiterdiskutieren und am
nächsten Tag mit Vertretern des Bundes der Steuerzahler sprechen . Vor allem
stehe der Zuschauer mit seinen Fragen nicht mehr alleine da , erklärt Karin
Brösicke . " Man kann sich untereinander während der Sendung austauschen und
mitunter kommt es dann zu kuriosen Begegnungen . " So habe der Schauspieler
Jürgen Vogel beim Chat in Brösickes Online-Talk-Show zufällig eine Banknachbarin
aus der Grundschule gesprochen . Vogel hatte sie in der Schule immer mit einem
Bleistift gepiesackt . " In der Online-Talk-Show hat er sich in aller Form
entschuldigt " , erinnert sich Karin Brösicke lachend . Bei aller Begeisterung
bleibt die Frage nach der Verlässlichkeit der Technik . Die steckt allerdings
noch in den Kinderschuhen . Selbst der vergleichsweise schnelle ISDN-Anschluss
genüge nicht , um flüssiges Fernsehen in vernünftiger Bild- und Audioqualität zu
übertragen . Wer stets die neuesten Player aus dem Internet herunterlade ,
bekomme jetzt schon ein gutes Fernsehbild , hält Karin Brösicke dagegen . Etwas
verhaltener ist da Kai Thäsler : " Wird die neueste Technologie kombiniert ,
kann man in zwei Jahren bei Fernsehqualität sein . " Aber die Technik habe sich
ja oft schneller entwickelt als erwartet . Allerdings stößt der
Bandbreitenhunger von Internetfernsehen nicht überall auf Gegenliebe - manch
gestandener Surfer sieht das Netz schon durch TV und weitere Kommerzialisierung
weitgehend blockiert . Geschäfte bei Jenoptik gehen gut Andere Firmen machen in
der Telekom-Branche gute Geschäfte : Die Jenoptik aus Jena konnte durch den
Verkauf unrentabler Sparten wie des Telekommunikationsbereichs gewinnen und vom
anhaltend hohen Bedarf nach Halbleitern und entsprechenden Fertigungsanlagen
profitieren . Vorstandschef Lothar Späth korrigierte am heutigen Mittwoch die
Gewinnprognose für den größten ostdeutschen Technologiekonzern nach oben . Der
Konzernüberschuss werde in diesem Jahr nicht 50 Prozent , sondern 150 Prozent
höher ausfallen als 1999 , kündigte Späth bei der Vorlage der Halbjahreszahlen
an . " Die Dynamik der Märkte , in denen wir agieren , ist ungebrochen . " Späth
verwies auf neue Bestmarken beim Auftragseingang . Besonders profitiert Jenoptik
dabei vom Boom der Halbleiterindustrie , die gar nicht genug
Produktionskapazitäten aufbauen kann , um die hohe Nachfrage nach Bauteilen für
Handys , Mobilgeräte und Computer zu befriedigen . Jenoptik ist in diesem
Geschäft mit dem weltweiten Bau von Chipfabriken engagiert . Der Konzern
beschäftigt über 5.000 Mitarbeiter , davon etwa 1.000 am Sitz in Jena , wo im
September die Optik-Produktionskapazitäten erweitert werden .
Ixos-Tochtergesellschaft verkauft Vor wenigen Tagen erst musste der
Software-Konzern Ixos Millionen-Verluste bekannt geben . Nun hat das Unternehmen
die Leipziger Tochterfirma Ixos Anwendungs-Software GmbH an das Management der
Gesellschaft verkauft . Rückwirkend zum 1. Juli 2000 erwerben zwei führende
Manager der bisherigen Ixos-Tochter die Eigentumsrechte ; Matthias Kunisch und
Christa Gaudlitz halten nunmehr 100 Prozent der Unternehmensanteile . Die
ehemalige Ixos-Tochter firmiert ab sofort als forcont business technology gmbh ,
alle 47 Mitarbeiter wollen die neuen Chefs übernehmen . Die Beziehungen zu dem
Unternehmen sollen aber nicht vollständig abgebrochen werden - forcont werde
zukünftig als Vertriebs- und Technologiepartner von Ixos in Deutschland
operieren . Robert Hoog , neuer Vorstandsvorsitzender von Ixos , meinte bei der
Bekanntgabe des Verkaufs , er sei überzeugt , dass Ixos alle
Restrukturierungsmaßnahmen bis Ende September abschliessen könne und sich
positive Auswirkungen bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres
zeigen würden . Rambus unter Druck : Auch Hyundai verklagt Speicherschmiede
Nachdem schon die Chipschmiede Micron den Spieß umgedreht hat und den
Speicher-Designer Rambus wegen Verletzung der Wettbewerbsgesetze und ungültiger
Patente verklagte , gerät Rambus nun noch mehr unter Druck . Auch der
koreanische Konzern Hyundai , der weltweit zweitgrößte Hersteller von
Speicherchips , hat Klage gegen Rambus eingereicht , da einige Patente der Firma
nicht rechtmäßig seien . Hyundai schrieb in einer Klageschrift , die der Konzern
beim Bezirksgericht von Nord-Kalifornien in San Jose einreichte , bestimmte
Patente von Rambus seien ungültig und rechtlich nicht haltbar ; zudem verletzte
keines der Hyundai-Produkte Rambus-Patente . Der Konzern erklärte , die Klage
sei die Antwort auf die Behauptung von Rambus , Hyundai habe das Recht verletzt
. Dies sei mit der Forderung verbunden gewesen , dass Hyundai die Rambus-Patente
akzeptiere und Lizenzgebühren an die Speicherschmiede zahle . Bislang hat sich
auch Infineon geweigert , Lizenzgebühren an Rambus zu zahlen und wurde daraufhin
von der Firma verklagt . Die Verfahren , die nun Micron und Hyundai gegen Rambus
angestrengt haben , kommen der ehemaligen Siemens-Tochter also gerade recht .
Sollte Rambus vor Gericht verlieren , muss die Firma mit einem gehörigen
Einbruch beim Umsatz rechnen - im letzten Geschäftsbericht kamen 37 Prozent der
Umsätze aus Lizenzgebühren . Außerdem könnten sogar Rückzahlungs- und
Schadenersatzforderungen auf Rambus zukommen : Hitachi , Toshiba und Oki
beispielsweise haben sich nach Klagen außergerichtlich mit Rambus verständigt
und zahlen seitdem Lizenzgebühren . Infomatec halbiert Umsatzerwartungen Mitte
August war das Augsburger Softwarehaus Infomatec in die Schlagzeilen gekommen :
Das Unternehmen hatte falsche Erfolgsmeldungen verbreitet - und dies als
Ad-Hoc-Meldungen , also als Pflichtmeldung eines börsennotierten Unternehmens
über Geschäftsvorgänge , die den Aktienkurs beeinflussen können . Heute nun hat
Infomatec seine Umsatzerwartungen für das laufende Jahr um die Hälfte nach unten
korrigiert . Im April war Infomatec noch vom doppelten Umsatz ausgegangen . Zum
Umsatzrückgang im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal 2000 habe vor
allem die Ausgliederung des Hardware-Geschäftes beigetragen . Ende 1999
beschäftigte Infomatec 570 Mitarbeiter . Infomatec entwickelt unter anderem
Software für Settop-Boxen für Internet per TV und Systeme für Web-Pads oder
andere Internet Appliances . KPN weiter mit hohem Staatsanteil KPN ,
Muttergesellschaft von E-Plus und in Europa nach dem Ausscheiden von Hutchison
Whampoa noch mit dem japanischen Mobilfunkriesen NTT DoCoMo für den Aufbau von
UMTS-Netzen verbandelt , soll vorerst weiter zu 43,6 Prozent in der Hand des
niederländischen Staats bleiben . Am heutigen Mittwoch teilte der
niederländische Finanzminister Gerrit Zalm mit , in diesem Jahr würden keine
weiteren Anteile des Staats an KPN verkauft . Die Regierung wolle nicht in
Konkurrenz zur Ausgabe neuer Aktien durch KPN treten , erklärte das
Finanzministerium . Für den Staat bestehe zudem keine finanzielle Notwendigkeit
, KPN-Aktien noch in diesem Herbst auf den Markt zu bringen . Am hohen
Staatsanteil an KPN waren letztlich die Verhandlungen mit dem spanischen
Telekom-Konzern Telefonica über eine Fusion gescheitert . Noch im Juni erklärten
die beiden Unternehmen allerdings , an ihren Fusionsplänen festhalten zu wollen
, und hatten die beteiligten Regierungen in Spanien und den Niederlanden um
Stellungnahmen gebeten , unter anderem zu dem hohen Staatsanteil bei KPN .
Damals hieß es , der niederländische Staat wolle seine Anteile spätestens
innerhalb der nächsten 18 Monate verkaufen . E-Plus-Übernahme beschert KPN rote
Zahlen Die Übernahme des deutschen Mobilfunkunternehmens E-Plus Ende 1999 hat
den niederländischen Telekomkonzern KPN in die roten Zahlen geführt . Er lag
damit um 29,5 Prozent über dem Vergleichswert von 1999 . Die Einbeziehung von
E-Plus war allein für die Hälfte des Zuwachses ( 15 Prozent ) verantwortlich .
Der Grund dafür liege in den hohen Kosten für Mobilfunk-Kunden auf dem deutschen
Markt und den ISP-Aktivitäten in Deutschland . Nach dem Aktiensplit im
Verhältnis zwei zu eins vom Juni dieses Jahres wird eine Interim-Dividende in
Aktien zum Wert von 0,18 Euro je Aktie ( September ) gezahlt . Für das
Gesamtjahr werde eine Dividende von 0,35 Euro erwartet , teilte das Unternehmen
mit . Am heutigen Mittwoch hatte schon der niederländische Finanzminister
angekündigt , dass der Staatsanteil von 43,6 Prozent an KPN vorerst nicht
verkauft wird . KPN hatte im Dezember letzten Jahres der France Telecom die
Mobilfunkfirma E-Plus in einem geschickten Schachzug unter Einbeziehung des
E-Plus-Mitgründers BellSouth vor der Nase weggeschnappt . Hier zu Lande betreibt
KPN außerdem zusammen mit dem amerikanischen Konzern Qwest das Unternehmen
KPNQwest ( ehemals X-Link ) als Internet-Provider . KPNQwest war in der letzten
Zeit immer wieder in den Schlagzeilen , da der Web-Hoster Strato Probleme mit
den bei ihm gehosteten Domains auf technische Schwierigkeiten von KPNQwest
zurückführt . Die Hitparade als Handy-Klingel Im September dieses Jahres dudeln
Handys möglicherweise die neuesten Hitparaden-Songs , wenn ein Anruf eingeht -
zumindest , wenn der Mobiltelefonierer ein Nokia-Handy benutzt . Der finnische
Konzern hat heute eine Vereinbarung mit EMI Music bekannt gegeben , nach der
Nokia in Zukunft die Musikstücke des Labels für Klingeltöne der hauseigenen
Handys verwenden kann . Anfangs soll der Service bekannte Songs und Themen aus
TV-Serien sowie Filmen anbieten . Laut Nokia sollen in regelmäßigen Abständen
neue Stücke hinzukommen . Nutzer sollen die Klingel-Charts ab September über die
Web-Seiten des Club Nokia im Internet bekommen können . Auch die Möglichkeit ,
über eine SMS gewünschte Titel als Klingelton zu bekommen , soll es geben .
Nokia erwartet , dass sich spezielle Songs auch zu Werbezwecken eignen und daher
über Sponsoren kostenlos angeboten werden können . Kleinaktionäre : Strafanzeige
gegen Infomatec-Vorstand Die Hiobsbotschaften beim Augsburger
Software-Hersteller Infomatec nehmen kein Ende : Erst kam die Firma wegen
falscher Börsenpflichtmeldungen in die Schlagzeilen , heute musste Infomatec
dann seine Umsatzerwartungen für das laufende Geschäftsjahr um die Hälfte
zurückschrauben . Nun will auch noch die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (
SdK ) Strafanzeige gegen die Vorstände des Unternehmens stellen - und zwar wegen
des Verdachts der Fälschung mehrerer Ad-hoc-Meldungen . Die Staatsanwaltschaft
solle prüfen , ob das Unternehmen sich des Kursbetrugs und des Insiderhandels
schuldig gemacht habe , teilte die Schutzgemeinschaft am heutigen Mittwoch mit .
Die SdK forderte das Bundesamt für den Wertpapierhandel auf festzustellen , ob
die Vorstände von Infomatec die vermutlich gefälschten Unternehmensdaten genutzt
hätten , um Aktien aus ihren Bestand zu verkaufen . Seit dem vergangenen Jahr
habe die am Neuen Markt notierte Infomatec eine große Anzahl positiver
Ad-hoc-Meldungen herausgegeben , hieß es weiter . Mehrere davon hätten sich
inzwischen als falsch erwiesen . In den Meldungen sei mehrmals von " georderten
" oder " fest bestellten " Millionenaufträgen die Rede gewesen , die jedoch
nicht existiert hätten . Am Dienstagabend hatte Infomatec Aussagen zweier
Meldungen aus dem vergangenen Jahr berichtigt . Im vergangenen Jahr notierte das
Wertpapier zeitweise bei mehr als 60 Euro . Sydney 2000 : Die Olympiade fast
ohne Internet Ein Grund dafür ist der große Zeitunterschied zwischen Australien
, Deutschland und den USA . Doch durch das Verbot des Internationalen
Olympischen Komitees , Fernsehbilder allgemein im Internet verfügbar zu machen ,
sind den Sport-Sites enge Grenzen gesetzt . Unermüdlich verteidigt das IOC seine
Bestrebungen , das Netz möglichst weit weg vom Geschehen zu halten . Es wird
kein Radio play-by-play , fast keine Video-Highlights , kein Live-Videos und
keine Akkreditierungen für Netzjournalisten geben . Selbst große Anbieter wie
ESPN.com oder SportsLine werden außen vor gehalten . Noch dazu bekam Sponsor IBM
den Zuschlag Olympics.com zu produzieren , ein Job der normalerweise einem
Online-Medienanbieter zustünde . Von den Wettbewerben darf es nur Standbilder
geben ; NBC , der Sender , der die Fernsehrechte an den Spielen erworben hat ,
ist der einzige , der Live-Bilder ins Netz stellen darf . Die ARD-Site
beispielsweise zeigt nur Interviews und Hintergrundberichte , die nicht auf dem
Olympiagelände gefilmt sind , mehr wäre verboten . Doch Netizens spielen ja
nicht immer nach den Regeln . Dank der neuen Technik lauern mehr Rechteräuber am
Stadionrand als je zuvor . Mobile Telefone und digitale Kameras machen jeden der
maximal 110.000 Besucher zu einem potentiellen rasenden Reporter . Das IOC hat
allerdings schon präventive Maßnahmen ergriffen . Im Juni wurden bereits 1.800
Websites verklagt , die " Olympic " oder " Olympics " im Namen trugen . Die
Website www.ard-sydney2000.de dagegen wurde in diesen Tagen inoffiziell
freigeschaltet . Siehe dazu auch den Bericht Die Olympiade im Netz ist nichts
für Amateure - Handhabe der Übertragungsrechte fordert Piraterie geradezu heraus
in Telepolis . Microsoft-Richterin will nächste Prozessrunde im September Die
neue Richterin im Microsoft-Kartellprozess , Colleen Kollar-Kotelly , hat die
Streitparteien für den 21. September zu einem ersten Treffen aufgefordert , bei
dem sie eine Bestandsaufnahme des bisherigen Prozessverlaufs vornehmen will .
Das Justizministerium hatte " wegen des großen öffentlichen Interesses " eine
Beschleunigung des Verfahrens verlangt und sogar eine Bestandsaufnahme in den
beiden ersten Septemberwochen angeregt . Microsoft hatte dagegen eine
Verschiebung des Verfahrens beantragt , war damit aber bislang gescheitert .
Microsoft-Kritiker werfen dem Unternehmen vor , den Abschluss des Verfahrens
verschleppen zu wollen , um das neue Betriebssystem Windows XP ungestört auf den
Markt bringen zu können . Microsoft ist bereits wegen Ausnutzung seiner
Monopolstellung verurteilt worden , diesen Teil des Urteils der ersten Instanz
hatte das Berufungsgericht nicht aufgehoben . In dem jetzt anliegenden Verfahren
geht es um das Strafmaß . Der bisherige Richter der ersten Instanz , Thomas
Penfield Jackson musste wegen seiner außergerichtlichen Äußerungen gegen
Microsoft aus dem Verfahren ausscheiden . Jacksons Strafzumessung , nach der
Microsoft zur Aufspaltung verurteilt worden war , hatte das Berufungsgericht
verworfen . IDF : Bohren an den Flaschenhälsen der Zukunft Gute Nachrichten für
Adaptec und Co. : Intel wird Chipsätze mit integriertem USB-2.0-Host Controller
erst im nächsten Jahr auf den Markt bringen . Bis dahin sind Käufer
entsprechender Geräte darauf angewiesen , sich gleichzeitig eine Adapterkarte
zuzulegen . Die Ankündigung kam von Louis Burns während seiner Keynote auf dem
Intel Developer Forum in San Jose . Zumindest demonstrierte Burns das Potenzial
von High-Speed-USB auf einem Pentium-4-System mit einem USB-2.0-fähigen
Chipsatz-Prototypen anhand verschiedener Videosequenzen . Auch VIA schaut da
nicht tatenlos zu . Die Taiwaner wollen nächste Woche in Taipeh auf dem VIA
Technology Forum eine USB-2.0-fähige Southbridge vorstellen . Wann die
entsprechenden Chipsätze in Produktion gehen , wollte VIA allerdings nicht
verraten . Mit einer Bandbreite von 480 MBit/s schickt sich USB 2.0 an ,
Firewire das Fürchten zu lehren , sollte man meinen . Dass USB 2.0 und IEEE1394
dennoch in den nächsten Jahren eine friedliche Koexistenz führen werden , ist
für Intels Technology Initiative Manager Jason Ziller jedoch ausgemachte Sache .
Er betrachtet USB 2.0 schon wegen der billigeren Implementierungskosten als die
ideale Schnittstelle für Computerperipherie wie Scanner und externe Laufwerke ,
während Firewire weiterhin vor allem in digitalen Unterhaltungsgeräten
eingesetzt werden wird . Während High-Speed-USB kurz vor seiner breiten
Markteinführung steht , dauert es mit seinem internen Pendant Serial ATA noch
eine ganze Weile . Waren auf dem letzten IDF im Frühjahr nur einige Prototypen
und Technologiestudien zu sehen , meldete die Serial ATA Working Group in San
Jose , dass die Spezifikation 1.0 nun endgültig fertig ist . Bei einem
Datendurchsatz von anfangs 1,5 Gigabit pro Sekunde soll die Performance mit
jeder weiteren Revision verdoppelt werden , erklärte Jason Ziller . Entwickler
dürfte die Tatsache beruhigen , dass Serial ATA vollständig zu den heute
existierenden Betriebssystemen kompatibel ist . Serial-ATA-Festplatten und
-Laufwerke werden frühestens in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres erwartet
. Sony und Ericsson verschwinden als Handy-Marken " Wir entwickeln eine komplett
neue Marke " , sagte ein Sprecher von Sony Europa der Financial Times
Deutschland . Sony und Ericsson hatten am Dienstag bekannt gegeben , zum 1.
Oktober 2001 ihr Gemeinschaftsunternehmen für Mobiltelefone Sony Ericsson Mobile
Communications mit Sitz in London zu starten . Für das neue Kind der beiden
Firmen fehlt aber noch ein Name , und damit auch ein Label , unter dem die
Geräte des gemeinsamen Unternehmens in Zukunft auf den Markt kommen sollen . Von
Sony hieß es gestern gegenüber der Zeitung , der Name könnte sich aus Elementen
der Namen Sony und Ericsson zusammen setzen . Ein Ericsson-Sprecher hingegen
sagte , auch eine völlig unabhängige Marke sei denkbar . Sony und Ericsson haben
bei Handys gemeinsam einen Marktanteil von rund 10 Prozent ; gestern erst
vermeldeten die Marktforscher von Gartner , dass Ericsson im zweiten Quartal mit
einem Marktanteil von 8,3 Prozent Siemens wieder vom dritten Platz in der
Rangliste der Handy-Hersteller verdrängen konnte . Ericsson hatte Anfang des
Jahres bereits die Produktion der Mobiltelefone wegen horrender Verluste an
Flextronics verkauft ; nun dürfte die Marke entgegen früherer Absichten doch
vollständig vom Handy-Markt zu verschwinden . Weiterer Stellenabbau in Japans
Elektronikbranche Der massive Arbeitsplatzabbau in der japanischen
Elektronikbranche geht weiter . Am Donnerstag gaben auch Kyocera und Oki
Electric bekannt , zusammen rund 12.200 Stellen streichen zu wollen . Damit
summiert sich der innerhalb eines Monats angekündigte Arbeitsplatzabbau in
Japans Elektronikindustrie auf bereits mehr als 50.000 Stellen . Zugleich
drosselten die Firmen wegen der globalen Technologieflaute den Ausstoß so sehr ,
dass die Industrieproduktion des Landes im Juli unerwartet stark um insgesamt
2,8 Prozent sank . Die Aktie stieg daraufhin um 5,3 Prozent . Beim
Telekommunikationsausrüster Oki sollen im Rahmen eines Umstrukturierungsplans
innerhalb der kommenden zwei Jahre 2200 der weltweit 21.700 Arbeitsplätze
wegfallen . Die Aktie sackte am Donnerstag um 3,6 Prozent ab . Dies sei
Bestandteil von Umstrukturierungen bei den Auslandsfertigungen , teilte das
Unternehmen mit . Zuvor hatten bereits andere Elektronikkonzerne wie Toshiba ,
Fujitsu und Hitachi drastische Stellenkürzungen und Umstrukturierungspläne
bekanntgegeben . France Telecom im ersten Halbjahr im Aufwind Die vollständigen
Halbjahreszahlen will France Telecom am 5. September bekannt geben . Novell :
Präsident und CEO Frankenberg tritt zurück Nach zweieinhalb Jahren im Amt ist
der Präsident und Chief Executive Officer ( CEO ) von Novell , Robert J.
Frankenberg , zurückgetreten . Zum neuen Chairman of the Board wurde John A.
Young ernannt , der , bevor er zu Novell stieß , Präsident und CEO bei Hewlett
Packard war . Einen neuen CEO sucht Novell noch . Frankenberg wurde Chef von
Novell kurz nach der Ankündigung des Wordperfect-Kaufs . Während seiner Zeit als
CEO wurde nicht nur Wordperfect , sondern auch Unixware wieder verkauft . Der
Rücktritt von Frankenberg kommt zu einer Zeit , in der Novell versucht , sich
auf den angestammten Markt im Netzwerkbereich zu konzentrieren und die Angriffe
von Microsoft mit Windows NT auf die Position als Marktführer zurückzuschlagen .
Verdrahtet : Intels neue Management-Software Gestern gab Intel eine neue Version
der Netzmanagemenent-Software LANDesk frei . Der LANDesk Client Manager
unterstützt jetzt neben den Standards Desktop Management Interface ( DMI ) 2.0
und Simple Network Management Protocol ( SNMP ) Intels eigene Spezifikation
Wired for Management Baseline (
http://www.intel.com/managedpc/standard/standard.htm ) . Ein sogenannter Service
Boot ermöglicht dann nicht nur Wartungsarbeiten an den entfernten Workstations ,
sondern beispielsweise auch Updates des BIOS , Umkonfigurationen der Hardware
oder Software-Installationen . Dies muß allerdings von den entsprechenden PCs in
der Hardware unterstützt werden . Bestehendes Equipment kommt absehbar über
angepaßte Netzwerkkarten zumindest teilweise in den Genuß von Wired for
Management . Der neue LANDesk Client Manager kann SNMP-Traps auch direkt an
große Management-Frameworks wie Tivolis TME10 oder HPs OpenView weitergeben .
Eine Integration in solche Enterprise-Management-Software ist ebenfalls möglich
. CIA gründet High-Tech-Firma Die Zeiten der Schlapphüte und gerührten Martinis
sind vorbei : Die CIA nimmt sich Q zum Vorbild , den abgedrehten Wissenschaftler
, der James Bond all sein High-Tech-Spielzeug entwickelt . Der
Auslandsgeheimdienst der USA gründet eine eigene Firma , um mit den
Entwicklungen der Computer-Technik mithalten zu können . Unter dem Namen In-Q-It
soll das Unternehmen der CIA einen guten Draht ins Sillicon Valley und andere
High-Tech-Zentren der USA bieten . In-Q-It soll vor allem als Investmentfirma
arbeiten und Kooperationen mit anderen Firmen schließen , um dem Geheimdienst
bei der Lösung seiner EDV-Probleme zu helfen . Dazu gehörten laut Sprechern der
CIA vor allem die Integration des Internet in interne Abläufe , die Entwicklung
von Sicherheitsprodukten , die Erstellung von Lösungen , um die riesigen
internen Datenbanken effektiv abfragen zu können sowie die Modernisierung der
CIA-Computeranlagen . Ob sich der Geheimdienst auch bei klassischen
Spionage-Aufgaben oder gar dem Abhören und Entschlüsseln von Datenkommunikation
von der neuen CIA-Firma unterstützen lassen will , liessen die CIA-Oberen
allerdings im Dunkeln . Sie verwiesen eher auf die Notwendigkeit , interne
Abläufe zu verändern : Angesichts der selbst von NATO-Bündnispartnern in letzter
Zeit vermehrt erhobenen Vorwürfe , die CIA betreibe Industriespionage zum
Ausgleich für den Wegfall des Hauptfeindes Sowjetunion , wundert es allerdings
nicht , dass die CIA-Chefs in ihren Aussagen eher nebulös bleiben . Als Chef von
In-Q-It konnte die CIA gleich einen High-Tech-Freak gewinnen : In-Q-It solle
nicht viel anders aufgebaut sein als viele der Informationstechnikfirmen , die
man als Partner gewinnen wolle . Mehr zu den neuen CIA-Unternehmungen auch in
Telepolis . AMDs Athlon noch einmal aufgebohrt Wenigstens einer hält sich an
Intels ursprünglich für heute vorgesehenen Vorstellungstermin des Pentium 4 :
AMD . Während Intel die Präsentation des neuen Prozessors verschieben musste ,
baut AMD seinen sowieso schon vorhandenen Vorsprung weiter aus und bringt heute
zwei neue Produkte auf den Markt : Den Athlon mit 133 MHz
Front-Side-Bus-Taktfrequenz und den dazu passenden Chipsatz AMD-760 mit
DDR-SDRAM-Interface ( Double Data Rate ) . Die bisherigen Athlons und Durons
laufen mit einem FSB-Takt von 100 MHz und nutzen dabei das DDR-Verfahren zu
Steigerung der Transferleistung . Die CPUs können über diese Schnittstelle zum
Chipsatz Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1,6 GByte/s austauschen .
Die bisherigen SDRAM-Speicher erreichen bei 100 MHz ( also PC100-Module ) eine
maximale Datentransferleistung von 800 MByte/s , PC133-Module kommen auf rund 1
GByte/s . In Verbindung mit gleichzeitig stattfindenden Datenübertragungen zur
Grafikkarte per AGP-2X ( ca. 500 MByte/s ) oder AGP-4X ( 1 GByte/s ) bremst das
Speicher-Interface den PC aus . Mehr Luft bietet nun das DDR-Interface : Genau
diese Datentransfergeschwindigkeit bietet auch das neue FSB133-Interface der
Athlons . Die FSB133-Athlons verkauft AMD etwas teurer als die FSB100-Varianten
. Obwohl recht ungenau , wird sich wohl die Bezeichnung " FSB266 " oder " 266
MHz Bustakt " bei den neuen Modellen ebenso durchsetzen wie FSB200 bei den
bisherigen Prozessoren . Der Chipsatz AMD-760 unterstützt DDR-SDRAM , allerdings
nur im Synchronbetrieb , bei dem FSB und Speicher mit dem gleichen Takt laufen .
Den von VIA-Chipsätzen bekannten Betrieb mit 100 MHz auf dem FSB und 133 auf dem
Speicherbus beherrscht der AMD-760 nicht . Der AMD-760 unterstützt
ausschließlich DDR-SDRAM . Wer seine alten PC100- oder PC133-Module weiter
nutzen möchte , muss auf Mainboards mit dem Chipsatz VIA KT266 warten . Die
Northbridge AMD-761 enthält neben Speicher- und FSB-Interface AGP-4X und PCI .
Die Southbridge AMD-766 ist als PCI-Device angebunden und bietet vier USB-Ports
, zwei Ultra-ATA/100-Kanäle und eine ISA-Bridge . Die " üblichen Verdächtigen "
unter den Herstellern haben bereits Mainboards mit dem AMD-760 angekündigt . Die
FSB133-Athlons nutzen den gleichen Thunderbird-Kern der aktuellen Athlons und
erscheinen ebenfalls im CPGA-Gehäuse für den Sockel A . Doch unklar ist , in
welchen momentan verfügbaren Mainboards sie laufen werden . Die bisherige
Ausführung des von VIA gelieferten KT133-Chipsatz ist nämlich nur für FSB100
spezifiziert . Viele Boards mit dem KT133-Chipsatz von VIA sind laut Hersteller
auf FSB133 übertaktbar , doch bisher fehlten die Prozessoren , um das zu
überprüfen . VIA soll jedenfalls einen KT133A auf den Markt bringen , der für
FSB133 zugelassen ist - was ein Hinweis darauf wäre , dass lange nicht alle
KT133-Mainboards den schnellen FSB-Takt vertragen . Internationale Expansion
soll T-Aktie beflügeln Für den Absturz der T-Aktie hat Ron Sommer eine schnelle
Erklärung parat : Die gigantische Internet-Euphorie habe zum Jahresanfang an der
Börse eine Luftblase erzeugt , meint der Vorstandschef der Deutschen Telekom .
Die sei geplatzt und habe die gesamte Branche mit in die Tiefe gerissen .
Zwischen April und Oktober büßte der Telefonriese an der Börse rund zwei Drittel
seines Wertes ein . Auch wenn der Kurs der T-Aktie in den vergangenen Tagen
wieder anzog , sind sich Experten nicht sicher , ob der Tiefpunkt erreicht ist .
" Der schnelle Ausgang der UMTS-Auktion in Italien hat sich positiv auf den Kurs
ausgewirkt , obwohl die Telekom gar nicht dabei war " , meint Werner Stäblein ,
Telekom-Analyst der Frankfurter BHF-Bank . In Italien beliefen sie sich dagegen
nur auf ein Viertel der deutschen UMTS-Kosten - eine gute Nachricht für
Börsianer . Nach Einschätzung von Frank Rothauge , Analyst bei der Privatbank
Sal. Oppenheim , müssen sich die T-Aktionäre für die nächste Zeit auf ein Niveau
zwischen 42 und 48 Euro einstellen . Den bisherigen Tiefpunkt von 35 Euro hält
er für eine Übertreibung nach unten . Das jetzt erreichte Kursniveau kann jene
Anleger aber kaum erfreuen , die im Juni im Rahmen des dritten Börsengangs
T-Aktien zugeteilt bekamen . Hierfür hatten sie nämlich 63,50 Euro zahlen müssen
, rund 20 Euro mehr , als die T-Aktie heute wert ist . Es gebe derzeit keine
Nachrichten , die den Kurs anheben könnten , glaubt Rothauge . Das gelte auch
für die neuen Quartalszahlen , die die Telekom an diesem Dienstag
veröffentlichen wird . Der Überschuss lag dagegen auf vergleichbarer Basis um 26
Prozent unter dem Vorjahreswert . Negativ auf das Ergebnis würden sich auch die
Pläne der Telekom auswirken , zusätzliche Beträge abzuschreiben , betonen
Analysten . Wenn das Zahlenwerk des Unternehmens schon nicht glänzt , dann soll
es wenigstens der weitere Ausbau des internationalen Geschäfts tun : So
schwindet in den USA der Widerstand gegen die Übernahme des Mobilfunkbetreibers
VoiceStream durch den Bonner Konzern . Nachdem das US-Justizministerium vor
einigen Wochen bereits grünes Licht für die Akquisition gab , verzichtete das
US-Repräsentantenhaus am Wochenende auf die Verabschiedung einer gesetzlichen
Vorschrift , die den Erwerb unmöglich gemacht hätte . Wegen des hohen
Bundesanteils an der Telekom ( rund 58 Prozent ) hatten einige US-Senatoren
gegen die Übernahme opponiert . Jetzt stehen noch die Genehmigungen der
Telekommunikationsbehörde FCC und des Komitees für ausländische Investitionen
aus . Bis Mitte kommenden Jahres soll der Zukauf perfekt und damit der Einstieg
in den US-Telekommunikationsmarkt geschafft sein . Am vergangenen Freitag
kündigte Sommer mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung außerdem eine "
weit reichende Zusammenarbeit " mit der China Telecom ( Peking ) an . Inhalt :
eine langfristige Kooperation , die gemeinsame Geschäftsmöglichkeiten im Rahmen
einer strategischen Partnerschaft entwickeln soll . Doch zur Kurspflege hat dies
nicht beigetragen , die Übereinkunft bleibt vage . Dort beginnt Mitte November
die Versteigerung der UMTS-Lizenzen . In der Branche gilt dabei ein Einstieg der
Telekom bei der Swisscom-Tochter Mobile Com oder bei dem Anbieter Diax als
möglich . Aber auch der Konkurrent Vodafone AirTouch soll angeblich mit der
Swisscom um ein Minderheitspaket von bis zu 25 Prozent verhandeln . Hintergrund
: Gigabell am Ende Die Frankfurter Gigabell wird ausgeschlachtet . Der finnische
Telekommunikationskonzern Jippii ( früher Saunalahti ) will das zahlungsunfähige
Unternehmen nicht übernehmen , sondern nur die Rosinen herauspicken . Auch die
knapp 200 Beschäftigten wechseln zu Jippii - wenn es denn wirklich so viele
werden . Nach unbestätigten Berichten aus Unternehmenskreisen sollen es maximal
150 sein . Allein am heutigen Tag würden 10 Mitarbeiter das Unternehmen
verlassen , hieß es . Allerdings kann Pfeil mit der nun eingefädelten
Transaktion Gigabell immerhin vor der sofortigen Liquidation bewahren . Außerdem
seien die Arbeitsplätze gerettet , hob Pfeil laut dpa hervor . " Wir können auch
den Kunden sagen , es geht weiter . " Allerdings bleibe das Unternehmen
voraussichtlich nur als " Firmenmantel " erhalten . " Was aus dem
Geschäftsgegenstand wird , kann ich nicht abschätzen " , sagte Pfeil laut dpa .
" Vielleicht befasst sich Gigabell irgend wann mal mit dem Vertrieb von
Weihnachtsschmuck . " Für Aktionäre , die auch nach dem ersten Pleitefall am
Neuen Markt auf Kurssprünge des Gigabell-Papiers gewettet hatten , bedeutet die
jüngste Entwicklung eine schlechte Nachricht . " Ich halte die Aktie inzwischen
für einen Unwert " , betonte Pfeil . Am Montagvormittag war der Handel mit
Gigabell-Aktien beim Kurs von rund 7,40 Euro zunächst ausgesetzt worden . " Die
Aktionäre sind mir aber eigentlich relativ wurscht " , sagte der
Insolvenzverwalter . " Ein Aktionär ist Mitunternehmer und damit Mitpleitier . "
Rosa-roter Riese : Die Deutsche Telekom in China Eine strategische Partnerschaft
mit der marktbeherrschenden China Telecommunications Corporation ( China Telecom
) kündigte Ende vergangener Woche die Deutsche Telekom an . Der Präsident der im
Mai umstruktierierten China Telecom , Zhou Deqiang , und Konzernchef Ron Sommer
unterzeichneten laut Angaben von Telekom-Sprecher Hans Ehnert ein Memorandum of
Understanding . " Verschiedene Arbeitsgruppen werden Einzelprojekte in allen
Sparten wie Festnetz , Internet , aber auch Management und Personalaustausch
verfolgen " , erklärte Ehnert gegenüber heise online . Eine hochrangiges
Executive-Kommittee soll zunächst die konkreten Projekte festlegen . Nur bei dem
von Chinas Regulierern aus dem " roten Riesen " ausgegliederten Mobilfunkbereich
müsse man die weitere Entwicklung abwarten . Allerdings denke China Telecom ganz
offensichtlich auch wieder über ein Engagement im Mobilbereich nach , meinte
Ehnert . Dafür hatten beide Unternehmen 1997 ein Roaming-Abkommen vereinbart .
Das jetzige Memorandum of Understanding bezeichnete Sommer als " weiteren
Meilenstein beim Ausbau der Partnerschaft zwischen der Volksrepublik China und
Deutschland " . Es sei für die Deutsche Telekom " eine hohe Ehre " , dass China
Telecom die Deutsche Telekom als strategischen Partner gewählt habe . Nach dem
fehlgeschlagenen Versuch , sich über den ersten staatlich zugelassenen
Konkurrenten der China Telecom , die China Unicom , in den Wachstumsmarkt
einzukaufen , will die Telekom mit dem ehemaligen Staatsmonopolisten nun
offensichtlich auf Nummer sicher gehen . Chinas Ministerium für
Informationsindustrie ( MII ) , dem die China Telecom ursprünglich direkt
unterstand , hatte die Beteiligungen verschiedener Unternehmen am
Mobilfunkanbieter Unicom im vergangenen Jahr für illegal erklärt und die
Rückabwicklung befohlen . Dass eine Bindung der Telekom an die China Telecom für
möglichen Beteiligungen im nach den WTO-Verhandlungen liberalisierten
chinesischen TK-Markt von Nachteil sind , glaubt Ehnert nicht . Aber auch für
China Telecom ist ein Börsengang in Zukunft nicht ausgeschlossen : " China
Telecom kann nach der Ermächtigung durch den Staatsrat an dem Experiment
weiterarbeiten , wie ein staatliches Unternehmen direkt von Investitionen
profitieren kann , während ein Teil seiner Anteile weiterhin staatlich
kontrolliert sind " , heißt es in der offiziellen Selbstdarstellung der China
Telecom . Im ersten halben Jahr konnte man nach eigenen Angaben die Zahl der
Festnetzanschlüsse um 21,11 Millionen auf über 129 Millionen erhöhen , bei rund
zwei Dritteln handelt es sich um Anschlüsse in den Städten . Der wachsenden
Konkurrenz vor allem aus dem Mobil- und TV-Kabelnetzmarkt , auf dem verstärkt
auch auf Internetgeschäft gesetzt wird , begegnet man derzeit mit Preissenkungen
. Ortsgespräche sollen laut einem Bericht der Shanghaier Jiefang Ribao in
Zukunft 0,1 Yuan pro Minute kosten , die nackten Verbindungskosten ( ohne
Zugangsgebühren ) fürs Internet belaufen sich demnach auf 0,02 Yuan pro Minute .
Die monatliche Telefon-Grundgebühr soll von 24 auf 18 Yuan gesenkt werden .
Neuer Chef von T-Online berufen Der Aufsichtsrat der Telekom-Tochter T-Online
hat am Mittwochabend Thomas Holtrop zum neuen Vorstandsvorsitzenden der T-Online
International berufen . Der 45-Jährige werde seine neue Position mit Wirkung zum
1. Januar 2001 antreten , teilte die Deutsche Telekom am heutigen Donnerstag in
Bonn mit . Mit Holtrop habe man eine " exzellente Führungspersönlichkeit für
Europas größten Online-Provider " gewinnen können , erklärte Telekom-Chef Ron
Sommer . Holtrop verfüge über eine ausgesprochen hohe Fachkompetenz , die er bei
seinen früheren Positionen unter Beweis gestellt habe . Holtrop selber sagte
laut Telekom , eine seiner künftigen Aufgaben sehe er im konsequenten Ausbau des
Inhaltebereiches bei T-Online , um das Angebot für die Kunden noch attraktiver
zu gestalten . Holtrop war 1995 zunächst als Generalbevollmächtiger , dann als
Mitglied des Vorstandes zur Bank 24 nach Bonn gekommen . Nach dem
Zusammenschluss der Bank 24 und dem Privat- und Geschäftskunden-Bereich der
Deutschen Bank zur Deutschen Bank 24 hatte er im Vorstand die Bereiche Marketing
und Produkte verantwortet . Holtrop wird Nachfolger von Wolfgang Keuntje , der
seinen Posten Ende August wegen Differenzen mit Sommer niedergelegt hatte .
Innerhalb weniger Monate hatten vier der fünf Vorstände des Internet-Providers
T-Online das Unternehmen verlassen , allen voran der ehemalige
Vorstandsvorsitzende Keuntje . Das Ausscheiden der T-Online-Vorstände steht
vermutlich in Zusammenhang mit Untersuchungen der internen Revision wegen des
Verdachts auf Vorteilnahme . Vier Führungskräfte werden verdächtigt , einen
millionenschweren Sponsoringvertrag an eine Veranstaltungsagentur vergeben zu
haben , an der sie indirekt beteiligt waren . Sie sind inzwischen entlassen
worden . Nun ist es offiziell : Nachdem gestern schon die Kleinaktionäre von
Lernout & Hauspie , Spezialist für Spracherkennungssysteme und -software ,
Gläubigerschutz gefordert haben , hat das Unternehmen nunmehr Schutz vor seinen
Gläubigern nach Chapter 11 in den USA und nach entsprechenden Gesetzen in
Belgien beantragt . Die Kreditgeber Deutsche Bank , Fortis Bank , KBC Bank und
Artesia teilten in einem gemeinsamen Schreiben mit , dass sie " nicht mehr an
die Bonität des Unternehmens glaubten " . Sie gaben als Grund eine Gewinnwarnung
, Unregelmäßigkeiten in der Bilanzierung und bedeutende Änderungen in der
Unternehmensleitung an . " Darüber hinaus ließ der Revisionsbericht von KPMG auf
sich warten und wurde kein akzeptabler Restrukturierungsplan vorgelegt . " Die
Firma war nach dem Skandal um nachträglich korrigierte Geschäftsberichte unter
Druck geraten . In den letzten Wochen musste der Konzern zudem mehrmals seine
Geschäftserwartungen nach unten korrigieren . Lernout & Hauspie erklärte , der
Gläubigerschutz werde es ermöglichen , " die vergangenen Probleme " in Angriff
zu nehmen , während man einen Plan entwickle , auf Grund der " unvergleichlichen
Basis an Technologien und Marktanteilen " wieder in die Gewinnzone
zurückzukehren . Zusätzlich zum beantragten Gläubigerschutz sei man in
Verhandlungen über weitere Finanzierungsrunden . Gestern bereits hatte es in
verschiedenen Berichten der belgischen Presse geheißen , Lernout & Hauspie
verhandle auch über den Verkauf von Beteiligungen und Tochtergesellschaften . Zu
den Einkäufen von Lernout & Hauspie der letzten Zeit gehören beispielsweise
Dragon Systems und Dictaphone . Schöne Bescherung : Die PC-Hersteller haben in
dieser Weihnachtssaison keinen Grund zum feiern . Bereits nach ersten
Marktberichten über das anlaufende Weihnachtsgeschäft zeigte sich , dass PCs als
Geschenk unter dem Weihnachtsbaum lange nicht so beliebt sind wie in den
vergangenen Jahren - stattdessen stürzen sich die Kunden auf technisches
Spielzeug , Organizer , Handys und ähnliche " Gadgets " . In den ersten beiden
Novemberwochen sollen die PC-Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent
gefallen sein ; im gesamten Oktober lagen sie gut 10 Prozent unter denen des
Vorjahrs . Und nun gibt der PC-Hersteller Gateway sogar eine Umsatz- und
Gewinnwarnung aus , da die Verkäufe schon am Thanksgiving-Wochenende in den USA
weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien . Das Nachlassen des
Wirtschaftswachstums habe zusammen mit einer fortschreitenden Veränderung in den
PC-Saisonverkäufen deutliche Auswirkungen auf die Umsätze von Gateway gezeigt ,
fügte Todd hinzu : " Wir erwarten , dass diese Faktoren Auswirkungen auf die
Nachfrage in den nächsten 12 bis 18 Monaten haben werden . " Und als ob das
nicht schon genug wäre , sollen auch die Gewinne aus dem operativen Geschäft
weit unter den Prognosen liegen : Gateway geht von 37 Cents pro Aktie aus ,
meilenweit entfernt von den erwarteten 62 Cents pro Aktie . Das bedeutet eine
zusätzliche Belastung von 39 Cents pro Aktie . Insgesamt würde Gateway damit
einen Verlust von 2 Cents pro Aktie für das vierte Quartal ausweisen . Für das
nächste Geschäftsjahr 2001 erwartet Gateway nun einen Gewinn von 1,89 US-Dollar
pro Aktie statt der bislang prognostizierten 2,28 US-Dollar . Kein Wunder , dass
die Hightech-Werte an den US-Börsen erneut unter Druck gerieten . Gateways Aktie
selbst fiel nach einem Schlusskurs von 29,50 US-Dollar im nachbörslichen Handel
auf 20 US-Dollar - das 52-Wochen-Hoch lag vor knapp einem Jahr bei 81,50
US-Dollar . Aber auch andere Werte wurden in Mitleidenschaft gezogen : Intel
beispielsweise fiel nachbörslich auf 37,75 US-Dollar , nachdem der Schlusskurs
noch 42,75 US-Dollar und das 52-Wochen-Hoch im August dieses Jahres 75,81
US-Dollar betragen hatte . Telekom mit gemischtem Ergebnis Die Deutsche Telekom
hat in den ersten drei Quartalen 2000 nur durch Beteiligungsverkäufe Gewinne
erzielt . Auch der Börsengang von T-Online spülte einiges Bargeld in die Kassen
des Konzerns : Immerhin konnte das Mobilfunkgeschäft der Telekom einen rasanten
Kundenzuwachs verbuchen : Gegenüber den ersten drei Quartalen 1999 konnte die
Zahl der Mobilfunkkunden sogar verdoppelt werden , erklärte die Telekom .
T-Online : Mehr Kunden und eine verhagelte Bilanz Die hohen Einnahmen aus dem
Börsengang der comdirekt bank haben die Telekom-Tochter T-Online nicht in die
Gewinnzone gehoben . Dies teilte das Unternehmen bei der Vorstellung des
endgültigen Geschäftsberichts für die ersten drei Quartale am heutigen
Donnerstag in Darmstadt mit . Schon bei der Vorstellung der vorläufigen Zahlen
Anfang November nannte der T-Online-Vorstand als Grund für das schwache Ergebnis
unter anderem die Einführung der Flatrate . Im gleichen Atemzug rechtfertigte
das Unternehmen jedoch den Pauschaltarif " als Instrument zur
Neukunden-Gewinnung und Kundenbindung " . Ohne Zukäufe wäre der Umsatz um 75,6
Prozent gestiegen . Dabei sank die Beteiligung der T-Online an der Direktbank
von 25 auf 21,35 Prozent . Die Zahl der Kunden in Europa nahm um 82,9 Prozent
auf 7,04 Millionen zu . Trotz der guten Mitgliederentwicklung hat der neue
T-Online-Vorstand Thomas Holtrop also einiges zu tun , um den Online-Dienst in
ruhigeres Fahrwasser zu bringen . Auch die in letzter Zeit wegen des sinkenden
Aktienkurses verägerten Anleger wollen besänftigt werden : Schließlich steht das
Papier weit entfernt von seinem 52-Wochen-Hoch , das bei 48 Euro lag . Damit
liegt die Aktie weit unter dem Ausgabepreis von 27 Euro . Immerhin aber ist
T-Online International der größte Internet-Anbieter in Europa . Die Tochter der
Deutschen Telekom rangiert auch in Deutschland auf Platz Nummer eins . Den
Abstand zum Konkurrenten AOL konnte T-Online sogar weiter ausbauen . Analysten
sahen allerdings vor allem in der Führungskrise einen Grund für die schlechte
Wertentwicklung . Der T-Online Chef Wolfgang Keuntje hatte im August sein Amt
niedergelegt ; drei seiner Vorstandskollegen verließen das Unternehmen später .
Erst zum 1. Januar 2001 wird Keuntjes Stuhl neu besetzt : eben mit dem
Marketingexperten Thomas Holtrop . Auf dem Börsenparkett und unter Beobachtern
löste die Ernennung allerdings Überraschung aus . Schließlich berief der
Telekom-Aufsichtsrat einen branchenfremden Manager zum Vorstandsvorsitzenden . "
Damit hätte ich nicht gerechnet " , sagte Theo Kitz von der Privatbank Merck
Finck & Co gegenüber dpa . Viele hätten sich wohl einen Kandidaten aus der New
Economy gewünscht , meinte Kitz . Der Druck auf Sommer sei offenbar sehr groß
gewesen , die Tochter nicht länger führungslos vor sich hin dümpeln zu lassen ,
meinte Telekom Analyst Marcus Schmitz von Hauck & Aufhäuser . Ralf Hallmann von
der Berliner Bankgesellschaft hielt die Berufung von Holtrop dagegen keineswegs
für eine Verlegenheitslösung . Der künftige T-Online-Chef sei zwar kein
ausgewiesener Internetfachmann , verfüge aber über internationale Erfahrung .
Außerdem würden Finanzaktivitäten über das Internet künftig ein wichtiger
Geschäftsfaktor sein . Jetzt komme es darauf an , T-Online auf die Bereiche
Inhalte und E-Commerce zu konzentrieren , sagte Markus Glockenmeier von
Frankfurter Delbrück Privatbankiers . Die Führungskrise bei T-Online sei mit der
Berufung keineswegs schon gelöst : Wichtig sei aber , dass endlich ein Vorstand
gefunden worden sei , betonte der Telekom-Analyst . Wie steht 's mit dem
Online-Bezahlen - das ist die Frage ... Die Auswertung zeigte beispielsweise ,
dass 53 Prozent der Teilnehmer vorausbezahlte Systeme ( elektronisches Geld )
prinzipiell ablehnen . Um möglichen Veränderungen der Einstellungen und
Zahlungsgewohnheiten nachzugehen , startet das IWW jetzt erneute eine Umfrage .
Neben allgemeinen Aspekten zum Online-Shopping werden vor allem die Präferenzen
der Verbraucher bezüglich der im Netz zur Verfügung stehenden Bezahl-Methoden
erforscht . Ein Schwerpunkt ist der Bereich Micropayment , also der Erwerb von
Waren und Dienstleistungen über das Internet , deren Kaufpreis relativ gering
ist . Außerdem wird die Einstellung der Verbraucher zu digitalen Signaturen
abgefragt . Die Umfrage soll bis Januar 2001 laufen , danach will das IWW die
Ergebnisse im Internet veröffentlichen . NTT DoCoMo schafft den Sprung in die
USA Der japanische Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo setzt seine Expansion fort : Vor
wenigen Tagen sickerten die Informationen über eine Beteiligung von DoCoMo an
der Mobilfunksparte von AT&T durch , nun hat das Unternehmen die Investition
offiziell bekannt gegeben . Die Transaktionen sollen bis Ende Januar
abgeschlossen sein . Nach seinem enormen Erfolg mit dem weltweit ersten
Internet-Handy i-mode in Japan drängt NTT DoCoMo aggressiv auf die Märkte in
Übersee . Neben i-mode will der Konzern dabei auch seine W-CDMA-Technologie für
die dritte Mobilfunkgeneration im Markt platzieren . Im Mai wird NTT DoCoMo als
weitweit erster Konzern in Japan ein entsprechendes Netz starten , weit vor der
Konkurrenz in Europa und den USA . In Europa ist NTT DoCoMo mit der
niederländischen KPN , zu der auch die deutsche Mobilfunkgesellschaft E-Plus
gehört , und der Hutchinson 3G UK Holdings verbandelt . Hier drängt der Konzern
mit Macht darauf , ein europäisches Netz der dritten Mobilfunkgeneration
aufzubauen . In den USA ist DoCoMo zudem schon eine Allianz mit AOL eingegangen
. Keine Schäden durch Elektrosmog - oder doch ? Ende August erregte ein Bericht
im Politmagazin Report Mainz des Südwestrundfunks ( SWR ) Aufsehen und heizte
einmal wieder die Diskussion um die Gefahren des Elektrosmogs an . Laut dem
Bericht hätten Wissenschaftler an Tieren auf Höfen in der Nähe von
Mobilfunkanlagen ein signifikant verändertes Weide- , Futter- und Liegeverhalten
gegenüber Tieren auf Bauernhöfen ohne Strahlungseinfluss festgestellt . Als
Beleg diente ein vom bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und
Umweltfragen in Auftrag gegebene Studie , bei der in 38 Rinderhaltungen in
Bayern und Hessen der Einfluss elektromagnetischer Felder von Mobilfunkanlagen
auf Gesundheit , Leistung und Verhalten von Rindern untersucht wird . Als
Reaktion auf den Report-Bericht wies das Umweltministerium allerdings im August
darauf hin , dass diese so genannte Rinderstudie noch gar nicht fertig gestellt
sei und noch keine Einzelauswertungen oder Teilberichte vorlägen . Im Oktober
sollte der Bericht eigentlich fertig sein ; nun hat das bayerische Ministerium
am heutigen Donnerstag die Rinderstudie vorgestellt . Das Ministerium erklärte ,
ein direkter Zusammenhang zwischen der Strahlung von Mobilfunk-Antennen und der
Gesundheit von Rindern habe nicht nachgewiesen werden können . Für
Stresssymptome auf Grund von Mobilfunkeinwirkungen gab es keine statistisch
abgesicherten Hinweise . Ein Gefährdungsszenario durch Mobilfunk sei nach
Auswertung der Studie nicht erkennbar , nach Ansicht der Wissenschaftler aber
auch nicht 100-prozentig auszuschließen . Was sich beim bayerischen Ministerium
teilweise recht eindeutig anhört , formulieren die Wissenschaftler in ihrer
Studie allerdings etwas vorsichtiger . So heißt es zum einen : Die
Wissenschaflter kommen zu keinem eindeutigen Fazit . Einige der beobachteten
Reaktionen sollten jedoch nicht zu dem voreiligen Schluss verleiten ,
schädigende Wirkungen seien völlig ausgeschlossen . Nichts genaues weiß man also
nicht - wie nach so vielen Studien , die in letzter Zeit zu den Auswirkungen des
Elektrosmogs durchgeführt wurden . Im Unterschied zum britischen Mediziner
Gerard Hyland konnten sich die deutschen Wissenschaftler zu keinem klaren
Statement durchringen . Hyland hatte zu einem von ihm verfassten Bericht über
die Auswirkungen von Handy-Nutzung auf Kinder kommentiert , wären Mobiltelefone
Lebensmittel , wären sie nicht zugelassen worden , da es zu viel Unsicherheit
gebe , ob sie sicher seien . Immerhin schließt sich das bayerische
Umweltministerium der Empfehlung der Wissenschaftler an , Folgeuntersuchungen
durchzuführen . Dies verband Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf gleich mit
der Forderung an Bundesumweltminister Jürgen Trittin , " für Forschung und
Information der Bevölkerung finanzielle Mittel aus den 100 Milliarden an
UMTS-Versteigerungserlösen bereitzustellen " . Finanzierung des Expo-Defizits
steht Bereits Mitte Oktober gab es einige Irritationen über Berichte , der Bund
wolle zwei Drittel der Kosten übernehmen , nachdem ursprünglich eine
50:50-Aufteilung vereinbart war . Damals hieß es , im Gegenzug könne sich die
Bundesregierung im Bundesrat auf die Zustimmung von Niedersachsen beim
Entlastungspaket für die hohen Energiepreise verlassen - was von der
niedersächsischen Landesregierung prompt heftig dementiert wurde . Nun aber hat
sich nach der SPD und den Grünen am heutigen Donnerstag auch die
CDU/CSU-Fraktion dafür ausgesprochen , dass der Bund zwei Drittel der Kosten
trägt . Ihr Vorsitzender Friedrich Merz erklärte : Ministerpräsident Sigmar
Gabriel ( SPD ) sprach am Donnerstag von einem " guten Ergebnis für
Niedersachsen " . Er sei über diese Einigung " sehr erleichtert " , sagte er
gegenüber dpa . Das Land habe bei den Gesprächen mit dem Bund in den vergangenen
drei Monaten zwar stets viel Hilfsbereitschaft verspürt . Diese sei aber nie
konkret gewesen . " Wir mussten diese Hängepartie jetzt mal beenden und klare
Verhältnisse schaffen . " CDU/CSU-Fraktionschef Merz kritisierte allerdings ,
dass Bundesfinanzminister Hans Eichel ( SPD ) im Haushaltsausschuss des
Bundestages noch gesagt habe , eine Übernahme von zwei Dritteln des
Expo-Defizits durch den Bund komme nicht in Frage . Diese Äußerung führe zu
Irritationen . " Die rot-grüne Bundesregierung muss endlich Klarheit darüber
schaffen , welchen Anteil der Bund an der Finanzierung des Expo-Defizits
aufbringen wird " , verlangte Merz . Kritik an der Aufteilung des Expo-Defizits
im Verhältnis zwei Drittel zu einem Drittel zwischen Bund und Land kam am
Donnerstag erneut von der FDP-Bundestagsfraktion . Ihr tourismuspolitischer
Sprecher Ernst Burgbacher beharrte auf der ursprünglich vereinbarten hälftigen
Aufteilung . Hannover und Niedersachsen hätten enorm von der Expo profitiert ,
sagte er . Datenschützer kritisieren Pläne zur Cybercrime-Bekämpfung Die
Datenschutzbeauftragten der Länder lehnen die Pläne der Innenminister zur
Bekämpfung der Kriminalität im Internet ab . Das Vorhaben der
Innenministerkonferenz laufe auf eine unzulässige " Rundumbeobachtung der Bürger
" hinaus . Die Innenministerkonferenz hatte sich am 24. November dafür
ausgesprochen , den Internet-Providern vorzuschreiben , die " digitalen Spuren "
der Nutzer zu protokollieren und aufzubewahren . Bislang erschweren nach
Einschätzung der Innenminister Rechtsunsicherheiten die Bekämpfung der
Internet-Kriminalität erheblich . Die Datenschützer befürchten dagegen einen
unvertretbaren Abbau des Datenschutzes . Die Pläne der Innenminister
widersprächen auch dem Regierungsentwurf für eine Novelle zum
Bundesdatenschutzgesetz . In einer Erklärung der bundesdeutschen Datenschützer
heißt es zudem , eine Vorschrift wie von den Innenministern geplant sei
verfassungswidrig : Das wäre aber im Bereich der Internetnutzung mit der
angestrebten Regelung der Fall . " Allen Bürgerinnen und Bürgern muss auch
zukünftig eine unbeobachtete Nutzung des Internet möglich sein . " Siehe dazu
auch den Artikel Deutsche Innenminister wollen ein deutsches
Carnivore-Lauschsystem in Telepolis . Zoff beim Online-Händler Amazon Beim
Online-Händler Amazon hängt mitten im wichtigen Weihnachtsgeschäft der Haussegen
schief . Während das Unternehmen aus Seattle im Bundesstaat Washington an der
Börse immer kritischer begutachtet wird , sind viele der amerikanischen
Mitarbeiter unzufrieden . Grund für sie , sich gewerkschaftlich zu organisieren
. Amazon-Gründer Jeff Bezos nimmt kein Blatt vor den Mund . Bezos verweist damit
auf die Aktienoptionen , die jeder Mitarbeiter erhält . Dieses Programm hat
Amazon-Mitarbeiter der ersten Stunde zu Multimillionären gemacht . Beim stetig
sinkenden Kurs des Amazon-Papiers haben diese Optionen aber zurzeit kaum Wert .
Das ist für viele Mitarbeiter besonders bitter , da sie auf einen stetig
steigenden Kurs spekulierten und sich deshalb auf geringere Löhne einließen .
Auch in Deutschland sitzen die 700 Mitarbeiter der Amazon.de GmbH auf ihren
Aktienoptionen . Probleme mit den Gewerkschaften wie in den USA sind für
Firmensprecher Andre Schirmer dagegen nicht in Sicht . Die innerbetriebliche
Mitbestimmung sei in Deutschland ganz anders geregelt - über gewählte
Betriebsräte etwa , die es in den USA nicht gebe . Die gelegentlich geäußerte
Kritik , dass Amazon.de weniger zahle als tariflich üblich , weist Schirmer
zurück : Unternehmen neuer Märkte seien so neu , dass es überhaupt noch keine
tariflichen Richtlinien gebe . Zudem zahle Amazon im Vertriebszentrum Bad
Hersfeld mehr als andere örtliche Unternehmen . In den USA sorgen sich die
Amazon-Angestellten auch um ihre Arbeitsplätze . Im vergangenen Jahr waren im
Januar nach dem Ende des Weihnachtstrubels etwa 150 Kollegen entlassen worden .
Gewerkschaftsvertreter stießen deshalb auf offene Ohren , als sie damit begannen
, in der Seattler Firmenzentrale neue Mitglieder zu rekrutieren . 400
Kundendienstmitarbeiter werden zurzeit von der Technologie-Gewerkschaft
Washington Alliance of Technology Workers ( WashTech ) umworben . An die 5.000
Arbeiter in den acht US-Vertriebslagern des Einzelhändlers wendet sich im Namen
der Gewerkschaften der Prewitt Organizing Fund , der auch deutsche und
französische Amazon-Angestellte gewerkschaftlich organisieren will . Die
Gewerkschafter erhoffen sich vor allem in den USA von ihrer Kampagne
Signalwirkung . " Amazon ist der Marktführer im Online-Einzelhandel , und die
gesamte Industrie wird dem Beispiel dieser Firma folgen " , sagt Duane Stillwell
, der die Kampagne in den Vertriebslagern leitet . Zeitpunkt und Ort der Aktion
sind mit Bedacht gewählt . Bei Amazon hat jetzt als Höhepunkt des
Geschäftsjahres die Weihnachtssaison begonnen , und Betriebsstörungen hätten
katastrophale Folgen . Deshalb hoffen die Gewerkschafter , dass ihre aktuelle
Rekrutierungskampagne von der Geschäftsleitung zähneknirschend geduldet wird .
Von einem Streik ist beim Online-Handelsriesen zurzeit keine Rede , und das soll
nach dem Willen der Geschäftsleitung auch so bleiben . Sie versorgt ihre Manager
mit Argumentationshilfen . Unzufriedene Arbeitnehmer sollen etwa davon überzeugt
werden , dass es zu ihrem Vorteil sei , wenn Lohnverhandlungen nicht auf dem
Umweg über eine Gewerkschaft stattfinden . Die Dokumente richten sich an die
Manager , unter der Überschrift " Gründe warum eine Gewerkschaft unerwünscht ist
" : Es werde " Misstrauen gegenüber Vorgesetzten " gesät , außerdem seien
gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter weniger kooperativ . Amazon-Sprecherin
Patty Smith bestätigte die Existenz der Warnschrift . " Wir glauben nicht , dass
unsere Mitarbeiter oder unsere Kunden von einer Gewerkschaft profitieren " ,
betont Smith . Siehe dazu auch den Artikel Weihnachten bald auch für
Amazon-Mitarbeiter ? Doch noch Versteigerung der Schweizer UMTS-Lizenzen Die
Schweizer UMTS-Mobilfunklizenzen sollen am Mittwoch nächster Woche doch noch
versteigert werden , teilte die Regulierungsbehörde , die Eidgenössische
Kommunikationskommission ( ComCom ) , am Donnerstag in Bern mit . Der erste
Versuch einer Auktion der UMTS-Lizenzen war in einer Pleite geendet : Ähnlich
wie in Österreich oder Italien befürchteten Beobachter schon ein Fiasko für die
Staatskasse . Schnell wurden Vorwürfe laut , es habe illegale Absprachen
zwischen den konkurrierenden Telekom-Gesellschaften gegeben . Die ComCom
erklärte damals , sie müsse über neue Spielregeln nachdenken . Man sei nun zu
dem Schluss gekommen , dass keine Beweise für unzulässige Absprachen vorlägen
und die Fusion der Telekommunikationsfirmen Sunrise und diAx den Wettbewerb auf
dem künftigen UMTS-Markt nicht behindere , erklärte die Behörde . Die Auktion
könne deshalb nach unveränderten Spielregeln stattfinden , hieß es . Schon nach
der geplatzten ersten Versteigerung hatten die Bewerber Swisscom , Orange ,
Telefonica und diAx erklärt , sie forderten weiterhin die Vergabe der Lizenzen
nach dem vorgesehenen Muster . Red Hat : Das nächste Microsoft ? ( update ) Der
Kurs der Red Hat-Aktie an der Nasdaq schwingt sich zu immer neuen Höhen auf .
Binnen weniger Tage ist das Papier um 95 Prozent gestiegen . Spekulationen über
weitere Firmenübernahmen durch den Linux-Distributor erzeugten das Kursfeuerwerk
. Auch sind nach Ansicht der Börsianer die Zukunftsaussichten für Firmen , die
sich auf das Open-Source-Unix stützen , ausgezeichnet . Selbst wildeste
Spekulationen tragen zum Red Hat-Boom bei . Laut Reuters sehen Analysten den
Linux-Distributor auf dem Weg zur ernsten Konkurrenz für Microsoft . Im Silicon
Valley sei allgemein bekannt , dass Red Hat nach der Übernahme des
Compiler-Herstellers Cygnus auf der Suche nach weiteren interessanten Firmen sei
, heißt es an der Börse . Angeblich will Red Hat auch Geld und
Entwicklungsressourcen in das Mozilla-Projekt pumpen , das auf Basis des
freigegebenen Netscape-Quelltexts eine neue Version des Web-Browsers entwickeln
will . Mit Sendmail Inc. ist man dagegen schon in Verhandlungen , die bereits
bestehenden Beziehungen auszudehen . Support für Sendmail , immer noch der
meistbenutzte Message Transfer Agent im Internet , erledigt Red Hat schon seit
kurzem . Nun sollen wohl weitere Vereinbarungen für gemeinsame Entwicklungen
folgen . Red Hat selbst hält sich aber bedeckt . " Wir kommentieren wilde und
zufällige Spekulationen nicht " , betonte eine Sprecherin . Die Corel-Aktie aber
profitierte trotz heftigster Dementis von den Übernahmegerüchten : An der Börse
in Toronto stieg der Kurs zuerst um geschlagene 97 Prozent auf 40,95 kanadische
Dollar . Er gab später dann zwar wieder nach , konnte zum Handelsschluss aber
immer noch einen Gewinn von 47 Prozent verbuchen . Keine Spekulation mehr ist
dagegen ein neuer Coup von Red Hat : Mit AutoZone , einem amerikanischen Händler
für Autoteile , schloss die Firma einen Vertrag , wonach AutoZone auf 3000
Rechnern in 2711 Ladengeschäften Linux installiert ; Red Hat leistet den
Vor-Ort-Support . Letzte Bausteine für CORBA 3 spezifiziert Die Object
Management Group hat die Spezifikationen verabschiedet , die für die Version 3
der Common Object Request Broker Architecture ( CORBA ) noch fehlten . Es
erweitert das Objektmodell der OMG um eine Komponenten-Architektur , die zur
Vereinfachung und Standardisierung der Programmierung führen soll . Dazu kommen
ein Persistent State Service und die Unterstützung für die OMG Interface
Definition Language ( IDL ) durch IDLscript und LISP . Nokia überholt Deutsche
Telekom Damit hat der finnische Telekommunikationsriese die Deutsche Telekom
überholt . In Europa nimmt Nokia jetzt die zweite Stelle ein - nur noch
übertroffen von BP . Der Aktienwert des britischen Mineralölkonzerns liegt
allerdings nur noch 9 Prozent über dem von Nokia . Allein in den letzten sechs
Wochen stieg der Kurs der Nokia-Aktien um 75 Prozent ; das Papier ist inzwischen
380-mal mehr wert als 1992 , berichtet der Wirtschaftsdienst Bloomberg . Bei den
Mobiltelefonen liegt Nokia weit vor allen Konkurrenten : Börsenanalysten
erwarten , dass die Firma im Jahr 1999 fast doppelt soviele Marktanteile wie der
härteste Konkurrent Motorola erreicht . Das Internet steckt noch in den
Kinderschuhen Das Internet wird nach Ansicht des Erfurter Forschers Klaus Beck
in 15 Jahren nicht so verbreitet sein wie Telefon oder Fernseher . " Ich sehe
den Nutzwert wie beim Telefon nicht " , sagte der Kommunikationswissenschaftler
von der Universität Erfurt in einem dpa-Gespräch . Derzeit gebe es eine
natürliche Grenze für eine höhere Internet-Verbreitung allein schon durch die
Alterspyramide . Die über 50-Jährigen zeigten wenig Interesse am Internet .
Sozusagen netzfern seien auch Menschen mit niedrigerer formaler Bildung . "
Akademiker sind als Internet-Nutzer noch immer überrepräsentiert " , sagte Beck
. Diese " netzfernen " Menschen hielten entweder die Bedienung für zu
kompliziert oder könnten einen möglichen Nutzen des Netzes für sich nicht
erkennen . Neue Internet-Nutzer kämen vor allem aus der Gruppe derjenigen , die
bei der Arbeit damit zu tun hätten oder sich einen neuen PC kauften . Wer aber
weniger an Textverarbeitung als vielmehr an Spielen interessiert sei , kaufe
sich häufig keinen PC , sondern eine Spielkonsole . Nach Ansicht von Beck steckt
das Internet derzeit technisch noch in den Kinderschuhen . " Die Entwicklung
dürfte etwa so weit fortgeschritten sein wie die des Radios im Jahr 1928 " ,
sagte er . Qualitativ neue Entwicklungen könnte das Internet durch neue
Zahlungsverfahren bekommen . " Wenn es möglich wäre , auch winzigste
Informationsschnipsel unmittelbar abzurechnen , würde dies das Medium stark
wandeln . " Entscheidende Impulse erwartete Beck auch durch einfachere
Eingabemöglichkeiten wie etwa berührungsempfindliche Tastenfelder in der
Bildschirmanzeige statt der Maus und einer Steuerung des Computers durch
Sprachbefehle . Hintergrund : PCI-Fehler bei Intels Chipsätzen Ein Fehler steckt
im Intel-Chipsatz i850 für den neuen Prozessor Pentium 4 , der das Zusammenspiel
mit einigen PCI-Karten beeinträchtigt . Diese Nachricht kursiert zurzeit durch
diverse US-Newsdienste . Ein Fehler ? Der jüngste Fehler trat vor ein paar Tagen
beim CRN Testcenter auf . Demnach gab es mit einem neuen i850-Mainboard Knackser
beim Sound während der DVD-Wiedergabe per PCI-Hardware-Decoder . Offensichtlich
funktioniert der Transfer über den PCI-Bus nicht schnell genug . Intel hat den
Fehler in dieser Hardware-Konfiguration bestätigt und darauf hingewiesen , dass
nur PCI-Karten betroffen sind , die nicht Busmaster-fähig sind . Das passt zu
dem Fehler Nummer 18 aus den Specification Updates zum ICH2 , der auf allen
Pentium-4-Mainboards sitzt . Der ICH2 ist der I/O Controller Hub , also die
Southbridge des i850-Chipsatzes , in der unter anderem der PCI-Controller steckt
. Isochrone Datentransfers auf dem PCI können behindert werden , falls der
Prozessor zur gleichen Zeit große Datenmengen an eine PCI-Karte schickt , die
nicht Busmaster-fähig ist . Isochrone Transfers benötigen einen kontinuierlichen
Datenstrom , müssen also in einem festen Zeitrahmen Zugriff auf den PCI-Bus
bekommen . Dazu zählen vor allem Sound- und Video-Übertragungen . Gerade die
Knackser bei der Audiowiedergabe deuten auf Störungen beim isochronen Transfer
hin , da alle aktuellen Rechner ( insbesondere ein Pentium 4 mit 1,5 GHz ) diese
vergleichsweise geringen Datenraten problemlos bewältigen . Tatsächlich tritt
der Fehler laut Specification Update erst mit dem B1'-Stepping des ICH2 auf .
Die in den ICH2 integrierten PCI-Komponenten ( IDE , LAN , AC97 , USB ) oder gar
die MCH-Anschlüsse ( AGP , Hauptspeicher ) sind nicht betroffen . Besonders
praxisrelevant ist dieser Fehler jedoch nicht , da PCI-Karten ohne
Busmaster-Fähigkeit selten sind : Dennoch scheint Vorsicht angebracht : Wer die
Anschaffung eines Mainboards mit dem Intel ICH2 plant , sollte die dafür
vorgesehenen PCI-Karten auf Busmaster-Tauglichkeit untersuchen und im Zweifel
lieber eine neue PCI-Karte kaufen . Einige PC-Hersteller wollen als Reaktion auf
den Fehler den Einsatz von PCI-Grafikkarten vermeiden ; falls ein Kunde zwei
Bildschirme benötigt , wollen sie eine AGP-Grafikkarte mit zwei Ausgängen
einsetzen wie beispielsweise die "Dual-Head"-Karten von Matrox . Fehler in neuen
Prozessoren oder Chipsätzen sind keine Seltenheit . Der starke Konkurrenzkampf
zwingt die Hersteller wie AMD , Intel , VIA , SiS oder ALi dazu , ihre Produkte
schnell auf den Markt zu bringen , sodass für die Beseitigung der Fehler oft zu
wenig Zeit bleibt . So beschreibt AMD in den Revision Guides insgesamt elf
Fehler , von denen drei nicht behoben sind . In der Northbridge AMD-751 des
750er-Chipsatzes stecken elf nicht behobene von insgesamt 21 Fehlern . VIA
unterrichtet beispielsweise gerade mal die Mainboard-Hersteller in der Form von
White Papers über die Fehler in den Chipsätzen . Weitere PCI-Fehler Im ICH2
stecken weitere Fehler , die mit dem PCI-Bus zu tun haben : Demnach funktioniert
das Prefetching von Daten aus dem Hauptspeicher nicht schnell genug , falls ein
PCI-Busmaster-Gerät Lesezugriffe durchführt . Der Busmaster muss daher mehrere
Lesezugriffe durchführen , was die maximale Datenrate auf etwa 90 MByte/s statt
den bei PCI möglichen 133 MByte/s beschränkt . Sogar im Pentium 4 selbst steckt
ein Fehler , der den PCI-Bus betrifft , die Nummer 41 von insgesamt 44 im
Specification Update gelisteten Fehlern : PCI-Geräte , die zur Initialisierung
mehr als 0,67 Sekunden benötigen , bringen den Pentium 4 zum Absturz . 17C3 :
Das sich zum Ende neigende Jahr war reich gesegnet mit Sicherheitsdesastern :
Schon zu Beginn mussten kommerzielle Webdienstleister wie Amazon.com , eBay ,
oder Yahoo sich gegen eine Welle von Distributed-Denial-of-Service-Attacken (
DDoS ) erwehren , im Mai erwischte dann ILOVEYOU viele klickfreudige Surfer kalt
. Laptops blieben reihenweise in Taxis liegen oder wurden an Flughäfen geklaut .
Back Orifice schlich sich auf zahlreiche weitere PCs ein - auf 20 bis 30 Prozent
der vernetzten Windows-Rechner ist der Trojaner nach Meinung von Experten aus
der Hackerszene inzwischen installiert . Der bei Network Associates ausgeheckte
Einbau von " Additional Decryption Keys " ( ADKs ) in PGP verwandelte sich vom
Feature zum Bug , da sich die automatisierte Generierung von Nachschlüsseln
nicht auf geschlossene Firmenumgebungen einschränken ließ . Und die
Filmindustrie musste sich über " Entschlüsselungssoftware " ärgern , die DVDs
auch Linux-kompatibel machte . Eine Trendwende fürs nächste Jahr ist nicht in
Sicht . Eher dürfte alles noch schlimmer kommen . Schon warnen die Crackerjäger
vom FBI vor DDoS-Angriffe großen Stils am verlängerten Neujahrswochenende .
Viren stehen als Verursacher neuer Security-Debakel ganz weit oben auf der Liste
der Hacker . ILOVEYOU sei ja nicht so schlimm gewesen , amüsiert sich das
Hamburger CCC-Mitglied Ron . Schließlich hätte ein solches Virus ja nicht nur
MP3-Dateien umbenennen , sondern ganze Excel-Dateien Spalte für Spalte verändern
können . Viel Spaß erhoffen sich die kreativen Computerforscher auch von der
stärkeren Verbreitung drahtloser Netzwerke , so genannter Wireless LANs . Auf
dem Congress waren die insgesamt 2342 Besucher in diesem Jahr selbst das erste
Mal von mobilen Datenströmen umgeben , in die sie sich mit ihren " recht teuren
Laptops " permanent im gesamten Haus am Köllnischen Park und Umgebung einloggen
konnten . Die Datenreisenden hoffen nun auf die weitere Verbreitung von Wireless
LANs in Firmen , damit sie bald auch bei der Fortbewegung durch die Stadt oder
im Café ständig " drin " sind . Wie einfach der " Hack " solcher Netzwerke ist ,
hatte ein Mitglied des Chaos Computer Clubs schon im Sommer bewiesen , als die
über WaveLAN gesteuerten Bots im Themenpark der Expo plötzlich nach seiner
Pfeife tanzten . Für die ein oder andere Überraschung dürften nach Meinung der
Hacker auch die Versuche von Regierungen und Unternehmen führen ,
Public-Key-Infrastrukturen ( PKIs ) um jeden Preis einzuführen . " Immer mehr
Computer unterschreiben dann auf Anweisung , doch was genau da unterzeichnet
wird , weiß keiner " , zitiert Ron den Kryptoexperten Bruce Schneier . Denn
letztlich könne keiner dafür garantieren , dass das auf dem Bildschirm
Präsentierte auch mit dem signierten Dokument übereinstimme . " Der Kunde wird
dann im Ernstfall beweisen müssen , dass er einen Vertrag gar nicht
abgeschlossen habe " , ärgert sich Ron , der ähnliche Haftungsdiskussionen wie
nach der Durchsetzung der EC-Karte befürchtet . Da auch biometrische Systeme ,
bei denen Körpermerkmale zur Identifizierung von Personen genutzt werden , im
nächsten Jahr in immer mehr Bankautomaten oder anderen Rechner-gesteuerten
Geräten Einzug halten werden , sehen die CCC-Experten auch bei Verbrechern neue
Arbeitsmethoden . " Sie werden ihren Opfern Finger abhacken und Augen auskratzen
" , glaubt Ron . Dabei habe der Club bereits bewiesen , dass einfache auf
Biometrie bauende Anwendungen bereits " mit ein bisschen Wachs oder Wurstpelle "
zu überlisten seien . Bleiben noch paranoide Naturen , die mit Hilfe von
Überwachungssoftware am heimischen Computer überprüfen , ob die
Lebensabschnittsgefährten heimlich chatten . Oder detaillierte Bewegungs- und
Kundenprofile , deren Erstellung dank lokalisierter Handy-Applikationen zum
Kinderspiel werden . Doch letztlich wird man im kommenden Jahr mit dem
Vordringen von " Embedded Systems " bei fast jeder Benutzung eines Geräts oder
einer Maschine auf Überraschungen gefasst sein müssen . " Fahrstühle werden
wilde Dinge tun , weil sie ans Internet angeschlossen sind " , hat Ron ein
Beispiel parat . " Sie werden die Stockwerke rekursiv abarbeiten . " Der
wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen .
Dieses Mal gibt es kaum Neuigkeiten : Die Programmierer scheinen dort zu sein ,
wo wir alle sein sollten : Bei der Familie und Freunden in den Feiertagen .
Einen " Guten Rutsch " wünscht das Treiber-Tream von heise online . Elitegroup :
Auf der Download-Seite gibt es : Gigabyte : Soltek : Auf der Download-Seite
steht bereit : Soyo : Auf der Download-Seite zu haben : 3dfx : Ein paar Tage
lang war die offizielle Treiber-Seite des zwischenzeitlich von Nvidia
übernommenen 3D-Grafik-Spezialisten nicht erreichbar , nun funktioniert sie
wieder . Mittlerweile hatte Rivastation für ein komplettes Archiv der
3dfx-Treiber gesorgt , das Besitzer der Voodoo-Karten sich merken sollten ,
falls der Server wieder ausfällt . Matrox : Auf der Download-Seite stehen bereit
: Neue Treiber und BIOS-Versionen aus den Vorwochen Yahoo wegen Geheimhaltung
von User-Daten verklagt Der Vorwurf : Yahoo habe nicht wie vereinbart die
Benutzerdaten seines Dienstes broadcast.com an Universal Image geliefert . Die
Verträge zwischen broadcast.com und Universal Image sehen vor , dass die Firma
im Austausch für Videos die Registrierungdaten der Benutzer von broadcast.com
erhält . Nach der Übernahme des Anbieters von Streaming Video und Audio durch
Yahoo im April habe der Portal-Betreiber nicht nur einige der von Universal
Image gelieferten Videos von seiner Internet-Seite verbannt , sondern auch weit
weniger User-Daten als zuvor geliefert . Den Hintergrund des Rechtsstreits
beschreibt Larry Friedman , Anwalt von Universal Image , mit deutlichen Worten :
" Diese Daten sind die Internet-Währung . " Yahoo habe broadcast.com allein
deswegen gekauft , um die Benutzerdaten zu erhalten - der Dienst sei bei der
Übernahme schließlich nicht profitabel gewesen . Deshalb habe Universal Image
auch weitere Maßnahmen vom Gericht verlangt , da Yahoo auf eine einstweilige
Verfügung des Richters nicht reagiert habe , nach der die Bestimmungen von
broadcast.com zum Umgang mit User-Daten nicht mehr veröffentlicht werden dürfen
. Bislang ist es die Politik von Yahoo , dass die Nutzer des Broadcast-Dienstes
Einfluss darauf nehmen können , was mit ihren Daten geschieht . So heißt es in
der Privacy Policy von broadcast.com beispielsweise : Wir werden Sie zum
Zeitpunkt der Sammlung von Daten oder ihrer Übertragung darüber informieren , ob
Ihre Daten an Dritte weitergegeben werden . Diese Bestimmungen würden außer
Kraft gesetzt , wenn Universal Image mit der Klage gegen Yahoo Erfolg hätte -
und kein Surfer könnte mehr sicher sein , dass seine privaten Daten nicht ohne
Kontrolle weitergegeben würden . Denn Universal Image scheint vor allem ein
Interesse an den Daten von broadcast.com zu haben : Sie weiter zu verkaufen oder
als Marketing-Instrument zu benutzen . Die Einschätzung der Rechtsanwälte ,
User-Daten seien das eigentlich Interessante für Internet-Anbieter , dürfte ins
Schwarze treffen : Viele Dienste , die für den Surfer kostenlos sind , stehen
schon lange unter dem Verdacht , sich neben Banner-Werbung vor allem durch den
Verkauf von Kundendaten zu finanzieren . Insofern trägt der Rechtsstreit
zwischen Yahoo und Universal Image vielleicht zur Klärung der Lage bei . Quake :
Niemand weiß , ob du gegen einen Hund spielst Ist Open Source eine soziale Tat
oder ein Programmier-Projekt ? Diese philosophische Fragestellung entzündete
sich über Weihnachten ausgerechnet am Ballerspiel Quake . Kurz vor dem Fest
hatte id Software den Sourcecode der Version 1.0 von Quake in die GPL überführt
. In bester Open-Source-Manier wurde der Code verbessert , entstanden neue
Clients und Ballerbots , die besser schiessen und schlachten können als jeder
Mensch . Die neuen Quakebots veranlassten John Carmack , den Chef-Designer von
id Software , zur Überlegung , das Open-Source-Experiment wieder zu stoppen .
Denn die Versuche , von einem perfekt feuernden Quake-Spieler auf ein
Bot-Programm zu schließen und selbiges auszuschließen , sind untauglich : auch "
menschentypische " Verzögerungen können programmiert werden . Das alles war vor
dem GPL-Geschenk von id Software bekannt , da schon vor der Freigabe des Codes
so genannte Aimbots zirkulierten , die Spielern bei der Ballerei unter die Arme
greifen . Mensch oder Hund als Gegner ? Mit Aimbots ist das kaum noch
festzustellen . Nun wäre eine Möglichkeit denkbar , dass sich ein
Open-Source-Projekt bildet , um eine fälschungssichere Zertifikation von
menschlichen Clients bei der Anmeldung an Quake-Servern zu programmieren . Eine
Überlegung , die Carmack bei seiner symbolischen Rückrufaktion ausschließen
wollte . Auf Slashdot schrieb er : " Was ist , wenn sich solche Programme in den
Video-Treiber , den Tastatur- und den Maustreiber einnisten und aus den Daten
die nächsten Spielzüge errechnen ? " Damit erregte Carmack den Widerspruch von
Open-Source-Guru Eric Raymond . Dieser sah ein zentrales Glaubensbekenntnis der
Open Source in Gefahr . Raymonds Verdikt : In letzter Konsequent müsse id
Software nicht nur den Sourcecode des Clients , sondern auch den des
Quake-Server unter GPL veröffentlichen . Leider greift auch Raymond zu kurz .
Eine kryptografisch einwandfrei sichere Kommunikation zwischen Server und
Quake-Clients kommt um die soziale Komponente einer Verfizierung des
menschlichen Spielers nicht herum . Bleibt die Frage , wie diese gestaltet sein
muss , um nicht den Geist der quelloffenen Szene zu verletzten . Diskutiert wird
ein Verfahren à la eBay , bei dem sich Spieler mit " Treuepunkten " gegenseitig
bewerten und eine Art Dopingkommission die Programme nach EPO-Tricks untersucht
. Damit wäre Quake auf seine Weise Pionier : Schon heute leben Profi-Spieler gut
von ihrem Gedaddel , wenn sie von Turnier zu Turnier ziehen oder ihre erreichten
Rollenstände auf eBay verkaufen . Zentrale des deutschen Internet zieht um Am
Mittwoch ist es soweit : Der neue zentrale Knoten für das Internet in
Deutschland wird eingeweiht . Der DE-CIX ( Deutscher Commercial Internet
Exchange ) wickelt über 85 Prozent des innerdeutschen Internet-Datenverkehrs ab
und stellt die Backbone-Verbindungen nach London und in die USA her . Mit dem
enormen Wachstum des Internet in Deutschland wurde auch der 1995 gegründete
DE-CIX immer größer - bis schließlich der Platz in den alten Räumen im Westen
von Frankfurt/Main nicht mehr ausreichte . Im Osten von Frankfurt stehen nun
fast 1000 Quadratmeter zur Verfügung . Harald Summa , Geschäftsführer von eco ,
geht davon aus , dass der neue zentrale Knoten genügend Kapazitätsreserven auch
für das Internet-Wachstum in Deutschland hat , das für die nächsten drei Jahre
prognostiziert wurde . Momentan ist der DE-CIX der zweitgrößte Internet-Knoten
in Europa . Kernstück der Anlage bilden Gigabit-Router von Cisco . Ziel ist es
laut eco , den DE-CIX zum größten Knoten innerhalb Europas auszubauen und die
verfügbaren Bandbreiten weiter zu erhöhen . USB Implementers Forum mit eigenem
Pavillon Der Universal Serial Bus hat nach Ansicht des USB Implementers Forum
alle Chancen , gewohnte PC-Schnittstellen als bevorzugtes Interface zum
Anschluss von Peripherie-Geräten abzulösen . In diversen so genannten Legacy
Free PCs oder Apples iMac finden Anwender bereits keine seriellen oder
parallelen Schnittstellen sondern nur noch USB-Anschlüsse vor . Um diesen Trend
weiter zufördern , richtet das USB Implementers Forum einen eigenen USB-Pavillon
auf der CeBIT 2000 ein . In Halle 6 , Stand H20 , Fläche L1 wollen Firmen wie
Lucent , Taurus , Freecom oder Multiport USB-Lösungen präsentieren .
Weltwirtschaftsforum : Auf der Suche nach dem Netz von morgen Denn nichts
beschäftigt die rund 3000 versammelten Konzernchefs und Wissenschaftler mehr als
die Frage , welche Internet-Strategien sich in den nächsten fünf Jahren
durchsetzen werden . Vor allem deutsche Topmanager , die immer noch an der
Tatsache zu knabbern haben , dass sie einst den Beginn der Internet-Revolution
verschlafen haben , sind in dem Schweizer Wintersportort auf der Suche nach den
Trends von morgen . " Eine Vorstellung ohne jeden Tiefgang " , meint Michael
Dell , Gründer und Vorstandsvorsitzender der Dell Computer Corporation , nach
Gates' Vortrag über neue Computer-Spiele und Video-Bearbeitungsmöglichkeiten für
Jedermann . Auf den Gängen des Kongresszentrums sind die Gespräche meist etwas
ernsthafter , doch auch hier wird viel heiße Luft verbreitet . Der nickt höflich
, winkt aber ab . " Wir werden aber auch in Zukunft nicht ein einzelnes Endgerät
haben , das alles kann . " Anders als Case glaubt Michael Dertouzos , Direktor
am Massachusetts Institut für Technologie , ohnehin nicht , dass das große
Geschäft im Privatkunden-Markt zu suchen ist . Die wichtigsten
Internet-Entwicklungen der nächsten fünf Jahren werden sich laut Dertouzos im
Online-Geschäft ( E-Commerce ) zwischen Unternehmen abspielen . " Das so
genannte Business-to-Business-Geschäft wird schneller wachsen , als das Geschäft
mit dem privaten Kunden " , meint er . Der Online-Umsatz von Siemens-Computern ,
-Mobiltelefonen und -Steuerungen habe heute bereits Milliardenhöhe erreicht .
Auch Verleger Hubert Burda ist zuversichtlich , dass die europäische Wirtschaft
in puncto Internet bald ihre Position gegenüber den überlegenen US-Firmen
verbessern kann . " Wir haben die Herausforderung zu spät angenommen " , sagt er
. Meine Generation hatte anfangs kein enges Verhältnis zum PC . Bei den
30-Jährigen ist das heute aber ganz anders . Das Internet : Drittgrößter Markt
der Welt Firmen , die Equipment für die Internet-Infrastruktur herstellen ,
dürften über die Ergebnisse einer Untersuchung erfreut sein , die Nortel
Networks in Zusammenarbeit mit den Marktforschern von IDC durchgeführt hat .
Damit entstünde ein Markt von 1,5 Billionen US-Dollar ; der Anteil der
Infrastruktur-Investitionen an der so genannten Internet-Ökonomie wäre damit
größer als die Ausgaben für E-Commerce , meinen die Analysten von Nortel und IDC
. Die Ursache für dieses explosionsartige Wachstum sehen die Marktforscher in
der Notwendigkeit , die Bandbreiten im Internet immer weiter zu erhöhen , um das
weitere Wachstum des E-Commerce und eines Unterhaltungs-Internet zu stützen .
Die Internet-Ökonomie soll nach der Studie im Jahr 2003 der drittgrößte
Einzelmarkt der Welt sein - mit rund 2,8 Billionen US-Dollar sei er größer als
das Bruttosozialprodukt von Deutschland , Frankreich oder Großbritannien . Dem
E-Commerce prophezeit die Untersuchung ein jährliches Wachstum von 86 Prozent
auf 1,3 Billionen US-Dollar weltweit . Europa sei der am schnellsten wachsende
Regionalmarkt für E-Commerce mit einer jährlichen Zunahme um 118 Prozent . Ein
Problem sehen Nortel und IDC in der letzten Meile , also den Anschlüssen von
Privathaushalten und Firmen an die Vermittlungsstellen der Telecom-Carrier . Für
die Marktforscher stellt der Internet-Zugang immer noch einen Flaschenhals dar :
Die Anzahl der Kabel-Modems und DSL-Zugänge wüchse zwar schnell , im Jahr 2003
seien aber nur 7,7 Prozent der Haushalte mit Internet-Zugang über das Kabelnetz
und nur 4,4 Prozent mit DSL-Anschlüssen ausgestattet . Nortel , nach Lucent
zweitgrößter Hersteller von Telekommunikationsequipment , freut sich natürlich
selbst über die Ergebnisse der Untersuchung . Das Unternehmen hofft
offensichtlich darauf , einen großen Anteil der Investitionen von 1,5 Billionen
US-Dollar für die Internet-Infrastruktur als Umsatz in der eigenen Bilanz
verbuchen zu können . " Das explosive Wachstum bei der Nachfrage nach Bandbreite
und die Tatsache , dass sich Handel und Industrie zunehmend auf das Web stützen
, erfordert dringend ein neues Hochgeschwindigkeits-Internet " , kommentierte
Ian Craig , Vice-Präsident und Chef-Marketier von Nortel : " Die Chancen sind
riesig . " Amazon.com entlässt 15 Prozent der Belegschaft Zugleich wies das
Unternehmen für das vierte Quartal einen Verlust aus . Analysten hatten mit 26
Cent gerechnet . Allerdings wuchsen die Verkäufe von Büchern , CDs und Videos in
den USA gegenüber dem Vorjahr nur um 11 Prozent , während es vom vierten Quartal
1998 zum gleichen Zeitraum 1999 noch 82 Prozent waren . Das vierte Quartal
sollte durch das Weihnachtsgeschäft gerade in diesem Bereich , immer noch das
Stammgeschäft von Amazon , besonders gute Verkäufe bringen . Amazon.com führt
dies darauf zurück , dass viele außeramerikanische Kunden im vierten Quartal
2000 in den Amazon-Filialen der jeweiligen Länder eingekauft hätten . Rechne man
diese Umätze hinzu , hätte sich immerhin eine Steigerung um 24 Prozent ergeben .
Insgesamt zeigt sich Amazon allerdings hoffnungsfroh : Im vierten Quartal will
das Online-Kaufhaus , das seine Wurzeln als Internet-Buchladen längst hinter
sich gelassen hat , endlich schwarze Zahlen schreiben : " Auch wenn die
Nachfrage der Verbraucher ein Unsicherheitsfaktor bleibt und es keine Garantien
gibt , erwarten wir doch , dass Amazon.com als Ganzes im vierten Quartal dieses
Jahres die Profitabilität erreicht " , meinte Amazons Finanzchef Warren Jenson .
Jeff Bezos , CEO von Amazon , meinte auf der Bilanzpressekonferenz leicht
grantig : Für solche Ziele gebe es eben keine Garantien , aber der Fortschritt
der letzten Zeit gebe Amazon.com die Zuversicht , sie nun bekannt zu geben ,
fügte Bezos hinzu . Schon vor der Vorstellung der Geschäftszahlen erwarteten
viele Beobachter , dass Amazon zu Entlassungen greifen wird , um die Kosten in
den Griff zu bekommen - dass aber gleich 15 Prozent der Angestellten gefeuert
werden , überraschte aber doch , bislang war von fünf bis zehn Prozent die Rede
gewesen . Ob ausgerechnet dies nun aber die richtige Methode ist , in die
Gewinnzone vorzustoßen , bezweifeln nicht nur die Mitarbeiter in den betroffenen
Außenstellen , sondern auch einige Investoren . Die Ungeduld mit dem
Online-Händler , dessen Chef Bezos immer betont hatte , zuvörderst gehe es um
Marktanteile und erst später um Gewinne , wächst offensichtlich langsam : Im
regulären Handel sackte der Kurs der Amazon-Aktie um fast 6 Prozent auf 18,94
US-Dollar . Im nachbörslichen Handel dann sackte der Kurs noch einmal um über 4
Prozent auf 18,13 US-Dollar ab . Telefon- und Internet-Kosten sinken weiter Die
Preise für das Telefonieren und für die Nutzung des Internet sinken auch drei
Jahre nach Öffnung des Telekommunikationsmarktes zwar weiter , aber im
Monatsvergleich nur noch langsam . Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden
mitteilte , waren diese Dienstleistungen im Januar 2001 rund 10,2 Prozent
günstiger als vor einem Jahr . Allerdings sanken sie gegenüber dem Vormonat nur
um 0,2 Prozent . Der Wettbewerb machte sich insbesondere beim Internet-Surfen
bemerkbar . Die Kosten sanken im Jahresvergleich um rund ein Drittel ( minus
32,5 Prozent ) . Besonders günstig war die Situation für Vielsurfer , die
Pauschalangebote nutzen . Ihre Online-Rechnung fiel um 42,3 Prozent niedriger
aus als vor einem Jahr . Im Mobilfunk gingen die Preise um 14,7 Prozent zurück
und im Festnetz wurde das Telefonieren um 4,2 Prozent billiger . Dabei gab es
vor allem starke Preissenkungen für Auslandsgespräche ( minus 36,5 Prozent ) .
Inlandsferngespräche waren 8,2 Prozent günstiger . Wie schon in den Monaten
zuvor veränderten sich die Gebühren für Ortsgespräche kaum . In diesem Bereich
ist sogar im Jahresvergleich nur ein leichter Rückgang von 0,7 Prozent zu
vermelden . Die Anschlussgebühren sind seit April 1998 unverändert . Wie das
Statistische Bundesamt erklärte , sind die am heutigen Mittwoch vorgestellten
Zahlen das " Ergebnis einer Neuberechnung des Verbraucherpreisindex für
Telekommunikationsdienstleistungen , der erstmals neben dem Telefonieren im
Festnetz und im Mobilfunk auch die Internet-Nutzung der privaten Haushalte
einschließt " . Dafür sei das 1998 von den obersten Statistikern der Republik
entwickelte Berechnungsmodell zur Erfassung der Preisentwicklung nach der
Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes an die Marktverhältnisse des
Jahres 2000 angepasst und um die Internet-Nutzung erweitert worden . Details zu
dem neuen Preisindex für die Internet-Nutzung werden nach Angaben des
Statistischen Bundesamts in der Februarausgabe der Monatszeitschrift Wirtschaft
und Statistik veröffentlicht . Schwere Enttäuschung bei Intershop Stephan
Schambach , Vorstandsvorsitzender des gefallenen Engels Intershop , will die
vergangenen vier Wochen am liebsten aus dem Kalender reißen . Mit Journalisten
spricht er jedenfalls nur noch , wenn es nicht um die ( roten ) Zahlen geht .
Doch heute muss er die Verluste noch einmal kommentieren , denn nach der
Gewinnwarnung Anfang Januar , die den gesamten Neuen Markt schockte , legte das
Unternehmen jetzt die endgültigen Zahlen für das verflixte vierte Quartal sowie
das Jahresergebnis 2000 vor . Das Minus je Aktie beträgt damit 0,47 Euro
gegenüber 0,23 Euro im Jahr 1999 . Doch Verluste wollen Investoren bei einem
gestandenen Unternehmen mit rund 1000 Mitarbeitern weltweit nicht mehr sehen ,
der Netz-Startup-Bonus ist längst weggefallen . Besonders hart traf Intershop
das vierte Quartal 2000 . Hineingerissen in den Abwärtsstrudel der New Economy
haben Intershop neben falschen Kostenrechnungen vor allem eine deutliche
Fehleinschätzung des US-Geschäfts . Die Umsatzschwäche jenseits des Atlantiks
führt Schambach vor allem darauf zurück , dass " zahlreiche Aufträge , die gegen
Ende des vierten Quartals erwartet worden waren , " von Kunden angesichts einer
einsetzenden Abkühlung der US-Wirtschaft " erst einmal verschoben " wurden .
Schambach gibt aber auch zu , dass trotz der Verlagerung der Firmenzentrale nach
San Francisco und einer teuren Werbekampagne im Sommer die " Marktpenetration "
in den USA nach wie vor zu gering sei . " Wir sind dort hinsichtlich
Markenbekanntheit , Vertrieb und Partnernetzwerk noch immer nicht da , wo wir
sein wollen . " Denn während amerikanische Firmen wie IBM , Microsoft oder
Broadvision den Markt für Verkaufssoftware in den USA nach wie vor weitgehend
unter sich aufteilen , haben die Jenaer das Nachsehen . Dass Teile des
amerikanischen Managements das Unternehmen im Herbst verlassen haben , mag
ebenfalls zu dem schweren Seegang am Pazifik beigetragen haben . Trotz des
schlechten Ergebnisses sieht Schambach die Firma " sehr gut positioniert im
Markt für E-Commerce-Software " . Er hofft vor allem auf den Erfolg von
Enfinity2 und den Erhalt einer " erstklassigen Kundenbasis " sowie " des
weltweiten Netzwerks von Integrations- und Technologiepartnern " . Mit einem
Abbau von rund 200 Stellen in den USA hat Intershop zudem ein "
unternehmensweites Restrukturierungsprogramm " eingeleitet , das " zur
Verschlankung unserer Organisation " führen soll , wie Schambach ausführt . Der
europäische " Heimatmarkt " ist nach wie vor die " Cash-Cow " für Intershop :
Ex-Microsoft-Ankläger wird Chef von Bertelsmann USA Joel Klein , ehemaliger Chef
der Antitrust Division im US-Justizministerium , wird neuer Präsident der
Bertelsmann-Verwaltung in den USA . Der 54-jährige Jurist erlangte einige
Berühmtheit als Chef-Ankläger im US-Kartellverfahren gegen Microsoft . Als
oberster Wettbewerbshüter im Justizministerium leitete er das Verfahren ein und
betrieb es mit so viel Verve , dass es zumindest in der ersten Instanz mit einer
Verurteilung des Software-Konzerns endete - und mit dem für die Redmonder
größten anzunehmenden Unfall , als der Richter als Strafmaß die Zweiteilung von
Microsoft anordnete . Das Berufungsverfahren , in dem Microsoft gerade seine
Stellungnahme zur Eingabe des US-Justizministeriums vorlegte , geht Ende Februar
mit mündlichen Anhörungen in die zweite Runde . Joel Klein wird bei der
Bertelsmann Inc. zum 1. Februar Chairman und CEO ( Chief Executive Officer ) .
Zusätzlich soll er die neu geschaffene Position des Chief US Liaison Officer
einnehmen . Offensichtlich erwartet sich Bertelsmann von dem in den USA
renommierten Juristen Unterstützung für eventuelle weitere Auseinandersetzungen
um die Musiktauschbörse Napster und bei den Verhandlungen über weitere
Beteiligungen von Musiklabels an der Kooperation zwischen dem Medienkonzern und
Napster . Nach Angaben von Bertelsmann ist die Bertelsmann Inc. " als zentrale
Dienstleistungseinheit Teil der Bertelsmann-Hauptverwaltung . " Joel Klein soll
direkt an Siegfried Luther , den Leiter der Bertelsmann-Hauptverwaltung ,
berichten . Paris verschiebt UMTS nach Debakel bei Lizenzvergabe Frankreich
verschiebt den Zeitplan für die dritte Handy-Generation nach einem Debakel bei
der erhofften Vergabe von vier UMTS-Mobilfunklizenzen . Sie kamen von dem
Mobilfunk-Betreiber SFR ( Vivendi Universal ) sowie dem zur staatlichen France
Telecom gehörenden Betreiber Orange , der sich wenige Stunden vor dem
Fristablauf bewarb . ART-Präsident Jean-Michel Hubert erklärte daraufhin in
Paris , der bisherige Zeitplan für die dritte Handy-Generation ab dem 1. Januar
2002 werde " mit Sicherheit verschoben " . Er hält " einen weiteren Aufruf für
Bewerbungen " für nötig . Erst am Vortag hatte der Betreiber Bouyges Telecom
seine Kandidatur für eine UMTS-Lizenz zurückgezogen . Die Bedingungen für die zu
vergebenden vier Multimedia-Handylizenzen seien für eine Kandidatur " nicht
förderlich " , hieß es in einer Erklärung des Unternehmens . Ein potenzieller
vierter Bewerber , das ST3G-Konsortium , hatte sich vor kurzem aus dem Rennen
verabschiedet . Die darin zusammengefassten Telekom-Konzerne Suez Lyonnaise des
Eaux ( Frankreich ) und Telefonica ( Spanien ) begründeten ihre Absicht mit zu
hohen Kosten . Allianz von Telekom und Kirch droht zu scheitern Die von der
Kirch-Gruppe und der Deutschen Telekom geplante Allianz für Internet und
Kabelfernsehen droht am Bundeskartellamt zu scheitern . Bei der Behörde gebe es
aus Wettbewerbssicht gegen den genehmigungspflichtigen Zusammenschluss "
eindeutig " Bedenken , sagte Kartellamts-Sprecher Stefan Siebert am heutigen
Mittwoch in Bonn . Die Prüfungsfrist dauere aber noch bis Ende Februar und eine
endgültige Entscheidung sei nicht getroffen . Beta Research zeichnet für die
Entwicklung der d-box zum Empfang des digitalen Bezahlfernsehens Premiere World
verantwortlich . Ein Zusammenschluss zweier derart maßgeblicher Unternehmen im
Sektor von Online-Inhalten und auf Netzbetreiberseite könne zu einer
marktbeherrschenden Stellung führen , erläuterte Siebert . Darüber würden mit
den beiden Unternehmen derzeit Gespräche geführt . Wegen des laufenden
Verfahrens könne er inhaltlich zum Stand keine näheren Angaben machen . Die
Telekom ist Marktführer beim Netz fürs Kabelfernsehen . Kirch ist beim Pay-TV
führend , auch wenn das Unternehmen damit noch Verluste einfährt . Nach
Informationen der Süddeutschen Zeitung will das Kartellamt das Vorhaben nicht
genehmigen . Beta Research nehme mit seiner d-box eine Schlüsselstellung in
diesen Märkten ein . Innerhalb der Prüffrist sei dies aber nicht zu
bewerkstelligen . " Die Haltung der Wettbewerbshüter läuft damit auf ein Verbot
der Allianz hinaus " , schreibt die SZ . Ein Sprecher der Telekom wollte sich
dazu inhaltlich nicht äußern . Er verwies auf die Gespräche , die zurzeit mit
dem Kartellamt geführt würden . Die Telekom prüfe die Bedenken und wie darauf zu
reagieren sei . Der Konzern , der bisher nur einen Teil seines Kabelnetzes
verkauft hat , wolle weitere Teile seines Kabelnetzes veräußern . Die formelle
Anmeldung der Allianz beim Kartellamt wurde am 26. Oktober 2000 eingereicht .
Die Prüffrist beträgt vier Monate - also bis 26. Februar . Telekom hofft aufs
E-Business-Geschäft Christian Hufnagl sieht nicht gerade wie ein typischer
E-Business-Unternehmer aus : Doch wie im Stakkatotempo fließen Vokabeln wie "
end-to-end-solutions " oder " seamless integration " aus dem Mund des gebürtigen
Österreichers : Hufnagl ist Vorsitzender der Geschäftsführung der T-Systems
International GmbH , mit der sich die Deutsche Telekom einen großen Anteil vom
E-Geschäft abschneiden will . Zum Start des Internationalen Pressekolloquiums
des Telekom-Riesen in Berlin verkündete Hufnagl mit großen Plänen heute den
Markteinstieg des Unternehmens , in dem die Mutterfirma ihre eigenen Kompetenzen
mit dem Geschäft des im vergangenen Jahr übernommenen debis Systemhaus zu
bündeln versucht . Die Geschäftsfelder , die T-Systems beackern will , könnten
breiter kaum angelegt sein : Auch in den Bereich der Online-Marktplätze will
T-Systems groß einsteigen und setzt dabei auf Partnerschaften mit SAP und
CommerceOne . Als erstes Vorzeigeprojekt wurde jüngst der Chemplorer gestartet ,
ein Handelsplatz für die Chemiebranche . Verhandlungen laufen bereits für den
Aufbau eines Marktplatzes für die Baubranche . Dass die auf den
Business-to-Business-Bereich abzielende neue Unternehmenssäule der Telekom in
einer Zeit startet , in der von vielen schon das Ende der Netzökonomie
ausgerufen wird , ist Hufnagl natürlich bewusst . Er setzt auf die Kunden aus
der Old Economy , die seiner Meinung nach sich gerade jetzt die Vorteile der New
Economy zu Nutze machen und sich auf neue Abläufe und Wertschöpfungsketten
konzentrieren würden . Zudem sieht er T-Systems gut gerüstet für die digitale
Zukunft , weil das Unternehmen nicht aus dem virtuellen Nichts startet wie ein
Dot.Com . Hufnagl schwärmt weiter von 1400 Konzernen wie ABB , einigen Banken
oder der Lufthansa und weiteren 800 Unternehmen aus dem Medienbereich , darunter
Sat1 , die bereits zu festen Kunden zählen würden . Denen will das "
Konvergenzhaus " baldmöglichst seine Dienstleistungen rund um den Globus herum
anbieten . Doch gerade an diesem Ziel werden die Telekom und debis noch ganz
schön zu arbeiten haben : Im Ausland wird bisher nur etwa ein Zehntel des
Umsatzes generiert . Wie schwierig das Geschäft mit Verkaufslösungen fürs
Internet momentan ist , zeigt zudem das Beispiel Intershop : Die in Jena
gegründete E-Business-Firma hatte sich im vergangenen Quartal mit dem
US-Geschäft vollkommen verrechnet . Zudem muss sich debis wie zahlreiche andere
Systemhäuser mit der starken Fluktuation in der Branche angesichts eines leer
gefegten Fachkräftemarkts herumschlagen . Er baut auf Synergien , die sich aus
dem Zusammenspiel mit den drei anderen Telekomsäulen " Mobilkommunikation (
T-Mobil ) , Festnetztelefonie sowie Online-Kommunikation ( T-Online ) " ergeben
sollen . Mit der " E-volution " will er daher auch gleich im eigenen
Telekom-Haus anfangen . Telekom will DSL zum Massenmarkt machen Ob immer wieder
auftretende Ausfälle der T-DSL-Zugänge in einzelnen Regionen , falsche
Abrechnungen der DSL-Flatrate oder Lieferschwierigkeiten für DSL-Neuanschlüsse :
Der schnelle Internet-Zugang der Deutschen Telekom über ADSL sorgt immer wieder
für negative Schlagzeilen . Telekom-Chef Ron Sommer möchte dies wohl ändern :
Die Telekom wolle noch in diesem Jahr T-DSL zu einem Massengeschäft machen ,
erklärte Sommer bei der Eröffnung eines internationalen Pressekolloquiums in
Berlin . Das werde auch den Wirtschaftsstandort Deutschland in der globalen
Konkurrenz weiter nach vorne bringen . Mit der DSL-Technik werde das Internet
gewissermaßen noch einmal erfunden , meinte der Telekom-Chef . Gegenwärtig hat
die Telekom Sommer zufolge 700.000 T-DSL-Anschlüsse vermarktet . AOL Time Warner
startet mit Milliarden-Verlust Die Kosten der Fusion haben dem neuen
Mediengiganten AOL Time Warner die Bilanz des ersten Quartals verhagelt . Lässt
man allerdings Fusionskosten und andere einmalige Sonderposten außer Acht , kann
AOL Time Warner einen Gewinn 28 Cents pro Aktie ausweisen ; im Vorjahr waren
dies noch 24 Cents pro Aktie . AOL Time Warner selbst gab dazu allerdings keine
Zahlen bekannt . Besonders erfreut dürften die Investoren sein , dass AOL seine
Abhängigkeit von Abo-Gebühren weiter reduziert hat : Den größten Umsatzanstieg
konnte der Online-Dienst mit 65 Prozent bei Umsätzen mit Werbung und
Online-Shopping erzielen . Die Time-Warner-Abteilungen des neuen Konzerns
mussten insgesamt einen Gewinnrückgang auf 18 Cents pro Aktie hinnehmen , in der
Vorjahresperiode waren es noch 20 Cents pro Aktie . Um die Kosten innerhalb des
neuen Konzern zu reduzieren , hatte AOL Time Warner bereits vor wenigen Tagen
angekündigt , unter anderem 2.000 bis 2.500 Arbeitsplätze zu streichen . Steve
Case , früher Boss von AOL und nun Chef von AOL Time Warner , erwägt allerdings
noch andere Maßnahmen , um die Bilanzen des Konzerns weiter zu verbessern : In
der Bilanzpressekonferenz meinte er , er könne sich eine Preiserhöhung für den
AOL-Zugang vorstellen - wenn auch nicht in der näheren Zukunft . Insgesamt
nahmen die Investoren den Geschäftsbericht von AOL Time Warner bislang recht
positiv auf : Bundesregierung zufrieden mit Internet-Verwaltung Seit Donnerstag
wird über den Reformprozess rund um das Management der Domain Names in
Deutschland diskutiert . Das NETCOM Institut Leipzig und das DENIC , die
Vergabestelle für .de-Domains , haben für zwei Tage die deutsche Szene rund um
die neuen Domain-Verwalter der ICANN ( Internet Corporation for Assigned Names
and Numbers ) nach Leipzig geladen . Nicht zuletzt mit Blick auf die globale
Online-Wahl der Domain-Wächter sollten die Aktivitäten , die die ICANN entfaltet
hat , näher beleuchtet werden ( siehe auch den Bericht in c't 7/2000 , S. 36 ) .
Rob Blokzijl , ICANN-Direktor für die europäische Internet-Registratur RIPE ,
und Andrew McLaughlin vom ICANN-Büro in Kalifornien stellten das Mandat der
Organisation als Sachwalterin des Domain Name Systems ( DNS ) vor . Wie bei den
letzten Treffen der ICANN selbst stand die Frage , wie politisch dieses Mandat
ist und welche zusätzlichen Aufgaben der ICANN durch die demokratischen
Legitimation per Online-Wahl zufallen , weitaus stärker im Mittelpunkt als die
technischen Aufgaben der Organisation . Man habe aber inzwischen einen festen
Zeitplan für die Übernahme des Root-Servers , erklärte McLaughlin . Siegmar
Mosdorf , Staatsekretär im Wirtschaftsministerium , hob die Besonderheit der
ICANN-Konstruktion vor : " Zum ersten Mal liegt die Verantwortung für eine
wichtige Zukunftsinfrastruktur primär in den Händen einer privaten Organisation
. " Die Bundesregierung betrachte den ICANN-Prozess als ein interessantes
demokratisches Experiment . Wann die Bundesregierung dieses Experiment als
gescheitert ansehen würde , dazu sagte Mosdorf nichts . Mehr europäische und
deutsche Beteiligung wünsche er sich allerdings durchaus . Zu der innerhalb der
ICANN heftig diskutierten Frage nach der Einflussnahme der Regierungen auf die
Verwaltung der Länder-Domains erklärte Mosdorf , in Deutschland sehe man hier
zwar keinen Handlungsbedarf - aber die Spielregeln für die Delegationen dieser
Aufgabe müssten geklärt werden . Genau auf diesen Punkt besteht auch die
amerikanische Regierung als Voraussetzung dafür , die ICANN endlich in die "
Unabhängigkeit " zu entlassen . Bislang hat das US-amerikanische Department of
Commerce als " dormant authority " das letzte Wort über Entscheidungen über das
DNS . Im September aber laufen die Übergangsverträge zwischen ICANN und dem
amerikanischen Handelsministerium aus . Mehr über die Online-Wahlen für die
ICANN in Telepolis : ICANN plant erste weltweite allgemeine Wahlen für
Internetnutzer und Die Zukunft der Demokratie AMD behält Netzwerk-Chips AMD hat
es sich anders überlegt und verkauft die hauseigene Kommunikationsabteilung nur
teilweise . Die Network Products Division ( NPD ) , die unter anderem Chips für
Ethernet-Karten und Netzwerk-Geräte herstellt , soll im Konzern verbleiben . Für
die Communications Products Division ( CPD ) , beispielsweise für DSL- und
Telefonie-Chips zuständig und momentan noch unter einem Dach mit der NPD
zusammengefasst , soll dagegen ein Käufer gefunden werden . Im Oktober letzten
Jahres hatte AMD noch beschlossen , die gesamte Abteilung für
Kommunikationsprodukte zu verkaufen - nach eigenen Aussagen , um sich ganz auf
das Prozessorgeschäft zu konzentrieren . Damals sprachen Beobachter schon von
einem großen Wagnis , da die Firma sich letztlich allein vom Erfolg der
Athlon-Prozessoren im Wettkampf mit Intel abhängig mache . AMD scheint dies nun
selbst nicht mehr für besonders schlau zu halten : Der Kombination aus
Prozessoren und Netzwerkchips wird eine große Zukunft prophezeit ( siehe dazu
auch c't 21/99 , S. 282 ) . Bundesregierung : Internet ist ein Mysterium für "
Bild " " Mit Amüsement verfolgt die Bundesregierung die Versuche einiger
Boulevardzeitungen , sich mit dem Mysterium Internet auseinander zu setzen " ,
lautete der süffisante Kommentar von Uwe-Karsten Heye , Sprecher der
Bundesregierung , zu der Aufregung nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung . Das
Blatt hatte am Mittwoch mit einem Artikel über angebliche Porno-Links auf der
Home-Page des Familienministeriums aufgemacht . Das weltweite Netz sei eben für
jeden zugänglich . Die Bundesregierung werde aber dennoch daran festhalten , "
das Internet offensiv als modernes und zukunftsträchtiges Kommunikations- und
Informationsmittel zu nutzen " , sagte Heye . So sei es auch nicht verwunderlich
, dass man von der zweiten Ebene der Home-Page der Bundesregierung zu den Seiten
der Länder komme . Von der Berliner Seite gelange man halt in das ganze bunte
Metropolenangebot und so etwa auch auf die Home-Page der
Homosexuellen-Zeitschrift " Die Siegessäule " . Kommentar : So viel Souveränität
hätten wir von bundesdeutschen Politikern gar nicht mehr erwartet . Die panische
Reaktion der Familienministerin Dr. Christine Bergmann , die den vermeintlich
anrüchigen Link auf Powercat , den Web-Katalog speziell für Frauen , sofort nach
dem "Bild"-Bericht von der Web-Seite nehmen ließ , zeugte nicht gerade von
tieferer Einsicht in die Verhältnisse im Internet . Ob sich allerdings auch die
Politiker von CDU und FDP , die im Verein mit " Bild " die Familienministerin
attackiert hatten , zu einem etwas souveräneren Umgang mit dem Internet
durchringen können , steht noch in den Sternen . Einige verdutzte Beobachter der
Geschehnisse kommentierten bereits , die Politiker hätten sich mal wieder durch
ihre freizügig geäußerte Unkenntnis über das Web unsterblich blamiert - nicht
zuletzt deswegen , da es bei den CDU-Web-Seiten genau so einfach wie bei der
Bundesregierung ist , auf vermeintlich pornografische Inhalte im Web zu gelangen
. Web-Browser Opera in Psion-Handhelds Der norwegische Produzent des Web-Browser
Opera hat ein Lizenz-Abkommen mit dem PDA-Hersteller Psion geschlossen . Danach
wird die Browser-Version für das Handheld-Betriebssystem EPOC zukünftig
standardmäßig in alle Psion-Geräte aus den Produktreihen Series7 und netBook
eingebaut . Anwender der Series5mx-PDAs sollen Opera separat nachkaufen können .
Psion will nach eigenen Angaben eng mit Dienstleistern im Internet
zusammenarbeiten , um die Inhalts-Angebote für die kleinen Bildschirme der
hauseigenen Organizer zu optimieren . Familienministerin : Gesetzliche
Altersgrenze für " Horror-Computerspiele " Bundesfamilienministerin Christine
Bergmann will eine gesetzlich geregelte Altersgrenze für von ihr als "
Horror-Computerspiele " bezeichnete Spiele einführen . In einem Interview mit
der Oldenburger Nordwest-Zeitung kündigte Bergmann einen entsprechenden
Gesetzentwurf an . Bei Computerspielen , die Gewaltszenen darstellten , müsse
eine ähnliche Regelung gefunden werden wie zum Beispiel bei Kinofilmen . Diese
Altersempfehlungen sind allerdings für den Handel nicht bindend . Die Ministerin
äußerte Besorgnis über die steigende Gewaltbereitschaft bei Kindern und
Jugendlichen . Sie forderte die Eltern auf , genau zu prüfen , was für
Computerspiele ihre Kinder konsumieren und welche Art Filme sie sehen . " Bei
15-Jährigen wird das schwierig , aber bei Fünf- bis Zehnjährigen muss man das
noch kontrollieren können " , betonte Bergmann . Diese Überwachung gehöre mit
zur Erziehungskompetenz der Eltern . Telekom und Springer wollen
zusammenarbeiten Der Axel Springer Verlag und die Deutsche Telekom planen ein
gemeinsames Engagement . Telekom-Chef Ron Sommer und der Multimedia- und
Zeitungsvorstand von Springer , Mathias Döpfner , wollen Einzelheiten am
kommenden Mittwoch in Berlin der Öffentlichkeit vorstellen , teilte der
Springer-Verlag mit . Um welche Art von Zusammenarbeit es sich handelt , wollte
Springer auf Nachfrage noch nicht mitteilen , berichtete dpa . Vergangene Woche
hatte die Telekom eine Zusammenarbeit mit dem ZDF im Internet angekündigt .
Vorstandschef Sommer und der Intendant des öffentlich-rechtlichen Senders ,
Dieter Stolte , hatten in Hannover eine Partnerschaft von T-Online und der
heute-Redaktion des ZDF vorgestellt . Bislang war dies die einzige größere
Kooperation , die den Ankündigungen von T-Online-Chef Thomas Holtrop , T-Online
zum " Internet-Medienhaus " auszubauen , etwas Substanz gab . Eine Kooperation
mit Springer könnte T-Online beispielsweise Zugriff auf die Inhalte der
Springer-Zeitungen wie Welt , Bild oder Computer-Bild und von Magazinen wie
Hörzu geben . Dies würde möglicherweise das vor kurzem freigeschaltete
Info-Portal t-info von T-Online aufwerten . Holtrop will mit dem Umbau von
T-Online vom reinen Zugangs-Provider zum Inhaltslieferanten die Tochter der
Telekom aus den tiefroten Zahlen bringen . Bayern veranstaltet ersten "
Hightech-Tag " In Bayern hat sich für einen Tag der Vorhang vor den "
Geheimnissen der Hochtechnologie " gehoben . Interessierte strömten zu Tausenden
zum ersten Hightech-Tag am Samstag in rund 200 Unternehmen , Universitäten und
Forschungseinrichtungen , die ein umfangreiches Programm anboten . Zur
offiziellen Eröffnung mit Ministerpräsident Edmund Stoiber ( CSU ) bei BMW in
München drängten sich die Besucher schon am Morgen . Allein das
Papierunternehmen Haindl in Augsburg erwartete nach Angaben der Staatskanzlei
etwa 30.000 Besucher . Stoiber sagte bei seiner Ansprache , die Leute sollten
sehen , was " Hightech " eigentlich sei . " Wir wollen Ihnen zeigen , dass in
Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft innovative Unternehmen oder
zukunftsgestaltende Forschungseinrichtungen arbeiten und dass Sie sich bereits
mitten im Zentrum des Fortschritts finden . " Mit den Präsentationen solle aber
auch Skepsis gegenüber neuen Techniken abgebaut und für Nachwuchs in den
technischen Berufen geworben werden , sagte Stoiber . Landesweit ließen sich 200
Unternehmen und Forschungseinrichtungen hinter die Kulissen schauen . 170
weitere Teilnehmer präsentieren ihre technischen Leistungen im Internet . Neben
Firmen wie Telekom , Astrium und Siemens öffneten auch Universitäten und
Fachhochschulen ihre Labors und Institute . Zahlreiche Minister und
Staatssekretäre nahmen an Besichtigungen im ganzen Land teil . Die modernste
Papiermaschine der Welt konnten sich Interessierte beim Augsburger
Papierhersteller Haindl aus der Nähe anschauen . Bereits am Vormittag strömten
mehrere tausend Besucher auf das Gelände des Unternehmens . In den Bayerischen
Flaschen-Glashüttenwerken im oberfränkischen Steinbach am Wald konnten sich die
Besucher über die Herstellung der leichtesten Glasflaschen der Welt , einem
Verbundmaterial aus Kunststoff und Glas , informieren . Gerätebedienung durch
Sprache ist eines der Projekte , die in der Universität Regensburg vorgestellt
wurden . BMW zeigte in seinem ansonsten streng abgeschirmten Forschungszentrum
neben dem neuen Mini und vielen anderen Automodellen auch modernste
Motorentechnik . Vorstandsmitglied Burkhard Göschel wies die Besucher darauf hin
, dass München die Keimzelle der Wasserstofftechnik für Automobile sei .
Call-by-Call-Anbieter in finanziellen Schwierigkeiten Die Telefongesellschaft
Callino , die unter anderem unter der Vorwahl 01075 Call-by-Call-Gespräche
anbietet , hat das Insolvenzverfahren beantragt . Firmen-Sprecher Norbert
Güldenpfennig betonte aber gegenüber heise online , dass die Gesellschaft
derzeit nicht zahlungunfähig sei . Nach deutschen Recht müssten aber bestimmte
Fristen eingehalten werden , wenn sich eine mögliche Zahlungsunfähigkeit
ankündige . Und da die Muttergesellschaft von Callino , Formus Communications
aus Denver ( Colorado ) , alle Aktivitäten in Europa einstelle , komme von da
kein Geld mehr . Callino ist eine hundertprozentige Tochter der US-Firma , die
vor allem auf Wireless Local Loop ( WLL ) zur Überbrückung der letzten Meile zum
Endkunden über Funkstrecken spezialisiert ist . Formus Communications verhandelt
nun mit mehreren Investoren über eine Übernahme der deutschen
Telefongesellschaft . Für die Kunden gebe es keine Einschränkungen , auch
Mitarbeiter seien nicht entlassen worden . Einen Zusammenhang des
Callino-Insolvenzverfahrens mit Berichten , dass einige Call-by-Call-Anbieter
demnächst den Betrieb einstellen müssten , da sie die Rechnungen der Telekom
nicht bezahlen könnten , gibt es jedoch nach den Angaben von Güldenpfennig nicht
. Der Spiegel schreibt in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe , dass
zahlreiche Anbieter von Call-by-Call-Diensten in Schwierigkeiten sind . Grund
sei der hohe Schuldenstand bei der Deutschen Telekom für die Miete des
Telekom-Netzes . Gut die Hälfte der Summe sei inzwischen in der dritten
Mahnstufe . Doch trotz Gesprächsangeboten und Mahnungen der Telekom würden
zahlreiche Unternehmen ihre Schulden nicht begleichen , will das Magazin
erfahren haben . Erst vor kurzem hatte die Telekom der Telefongesellschaft Star
Telecom wegen unbezahlter Rechnungen die Leitungen gekappt . Die Telekom will
nach dem Bericht säumige Unternehmen deshalb in den nächsten Wochen konsequent
von den Leitungen abschalten . Dem Marburger Telefonanbieter Teldafax habe die
Telekom eine solche Maßnahme bereits angekündigt . Telekom-Sprecher wollten
gegenüber Nachrichtenagenturen die ausstehenden Summen nicht bestätigen ,
erklärten aber , es gebe Forderungen an die Anbieter . Verfassungschutz : Zahl
rechtsextremistischer Websites steigt weiter Die Propaganda deutschsprachiger
Rechtsextremisten über das Internet nimmt nach einem Bericht der Stuttgarter
Nachrichten vom heutigen Samstag weiter zu : Die Zahl der identifizierten
Internet-Seiten sei innerhalb der vergangenen fünf Monate von 800 auf 1.000
gewachsen . Die Zahlen gehen aus dem neuen Zwischenbericht des
baden-württembergischen Landesamtes für Verfassungsschutz in Stuttgart hervor ,
der dem Blatt vorliegt . Noch am Donnerstag hatte Bundesinnenminister Otto
Schily ( SPD ) bei der Vorlage des Verfassungsschutzberichts 2000 in Berlin
davor gewarnt , dass die Rechtsextremisten immer gewaltbereiter und vor allem
jünger werden . Die Szene benutze dabei das weltweite Netz zunehmend als
Kommunikationsmittel . Im November 2000 hatte sich eine neue
Bund-Länder-Arbeitsgruppe erstmals mit Mitarbeitern aus
Verfassungsschutzbehörden des Bundes und einiger Bundesländer gezielt auf die
Suche nach Web-Seiten mit rechtsextremistischen Inhalten gemacht . Dabei wurden
insgesamt 800 Seiten mit volksverhetzender und verfassungsfeindlicher Propaganda
entdeckt . Im Jahr zuvor seien es noch 330 Seiten gewesen . Die Initiative zur
bundesweiten Zusammenarbeit war vom Landesamt für Verfassungsschutz in Stuttgart
ausgegangen , berichtet dpa . Dort gibt es seit 1997 das Referat Neue Medien ,
das sich schwerpunktmäßig um das Thema kümmert . Beim Verfassungsschutz in
Stuttgart wurde die neue Zahl bestätigt . " Diese Entwicklung bereitet uns
Sorgen " , sagte der stellvertretende Behördenleiter Hans-Jürgen Doll der
Zeitung . Obwohl die ermittelten Seiten rund um die Uhr überwacht würden ,
blieben die Absender meist anonym , könnten also strafrechtlich nicht verfolgt
werden . Doll forderte gegenüber den Stuttgarter Nachrichten deshalb eine
bessere internationale Zusammenarbeit der Fahnder . Zwei Gerichtsurteile aus
jüngster Zeit gäben Anlass zur Hoffnung , erklärte Doll allerdings . Er bezog
sich dabei zum einen auf das Urteil gegen Yahoo Frankreich , nach dem das
Internet-Portal den Zugang zu Auktionsseiten , auf denen mit Nazi-Memorabilien
gehandelt wird , für französische Bürger sperren muss . Zum anderen bezeichnete
Doll auch das Urteil des Bundesgerichtshofs gegen den Australier Frederick Toben
als " Anzeichen eines Umdenkungsprozesses über die Meinungsfreiheit im Internet
" . Der Bundesgerichtshof hatte entschieden , dass volksverhetzende Inhalte ,
die auf einem ausländischen Server ins Internet eingestellt werden , aber
Internet-Nutzern in Deutschland zugänglich sind , " den Frieden in Deutschland
stören " . Der öffentliche Druck , solche Web-Seiten zu sperren , müsse
aufrechterhalten werden , meinte Doll laut der Stuttgarter Zeitung . Gerade das
Urteil des Bundesgerichtshofs war allerdings auch auf heftige Kritik gestoßen .
Weltweite Internet-Telefonie mit Intel-Software Intel verbucht einen Erfolg für
seine Software für das Telefonieren übers Internet : Der Provider für
Internet-Telefonie ITXC lizenzierte die Software für seine eigene
Webphone-Technik . Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als "
Internet-Telefonie-Service-Provider für Service Provider " . ITXC habe durch die
Lizenz die Möglichkeit , Intels Telefonie-Software in die eigene
webtalkNOW!-Plattform einzubinden , gab das Unternehmen gestern bekannt . Intels
Voice-over-IP-Technik soll sich vor allem durch eine hohe Sprachqualität bei
Anrufen aus dem Internet ins Festnetz auszeichnen . " Wenn Intels
Telefonie-Technik in die Produkte von ITXC integriert wird , können Verbraucher
und Firmen ein qualitativ hochwertiges und Anbieter-übergreifendes
Telefonverfahren erwarten " , sagte Intel-Sprecher Abdel Weinrib . Grade das
Fehlen eines einheitlichen Übertragungsstandard habe bislang die Entwicklung des
Internet-Telefons gebremst . Durch die Einbindung in die ITXC-Plattform könnten
Online-Anbieter die Intel-Technik leichter in ihren eigenen Angebote integrieren
. Der Benuzter habe dann die Möglichkeit , Internet-Telefonate direkt aus seinem
Browser zu starten . Die hohe Klangqualität erreiche die Software durch
spezielle Filter , die Halleffekte und Rauschen vermindern , die akustische
Qualitat auch bei geringer Bandbreite erhalte und vor Übertragunsstörungen
schütze , hieß es bei Intel . " Wir arbeiten mit Intel und anderen
Industrie-Führern zusammen , um das Wachstum des Internet-Telefons zu
beschleunigen " , erklärt der ITXC-Vorsitzende Tom Evslin . Dazu wolle man neben
einer bessere Qualität auch Zusatzleistungen anbieten , mit denen ein
traditionelles Telefonnetz einfach nicht mithalten könne . Telefonieren erneut
billiger Laut dem Statistischen Bundesamt sind die Verbraucherpreise für
Telefondienstleistungen im Mai 2000 um 5,8 Prozent niedriger als im Vorjahr .
Gegenüber dem Vormonat hat sich das Telefonieren um 0,2 Prozent verbilligt . Im
Festnetz sanken die Kosten für Inlandsferngespäche um 0,7 Prozent und für
Auslandsverbindungen um 3,4 Prozent . Im Mobilfunk sanken die Gebühren um 0,5
Prozent . Im Vergleich zum Vorjahr lagen im Mai 2000 die Preise für
Telefondienstleistungen im Festnetz um 5,5 Prozent niedriger . Im Ortsnetz
dagegen ist wenig Bewegung spürbar : Nach den Zahlen der obersten Statistiker
der Republik sanken die Preise für Ortsgespräche im Vergleich zum Vorjahr um 0,7
Prozent , während Anschluss- und Grundgebühren sogar auf dem Niveau des
Vorjahres blieben . Das Mobiltelefonieren aber war im Mai 2000 um 12,0 Prozent
preiswerter als ein Jahr zuvor . UMTS-Versteigerung offiziell mit 11 Teilnehmern
( Update ) Heute gab die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (
RegTP ) den Abschluss des Bewerberverfahrens für die Versteigerung der
UMTS-Lizenzen in Deutschland bekannt . Die Behörde hat elf Bewerber für die
Versteigerung der begehrten Mobilfunklizenzen der dritten Generation zugelassen
. Nur die Nets AG habe die Hürde nicht genommen , erklärte Klaus-Dieter Scheurle
, Präsident der RegTP . Die Auktion wird am 31. Juli beginnen . Neben den vier
deutschen Mobilfunkbetreibern bewerben sich unter anderem debitel , France
Telecom/Mobilcom , MCI WorldCom und Hutchison Whampoa um eine Lizenz . Auch der
französische Mischkonzern Vivendi ist in der Liste der RegTP noch vertreten .
Das Unternehmen hatte zwar bereits bekannt gegeben , sich an der Auktion wegen
der zu erwartenden hohen Kosten nicht beteiligen zu wollen ; ein Sprecher der
Behörde meinte gegenüber c't allerdings , dass der Konzern seine Anmeldung
offiziell noch nicht zurückgezogen habe . Zum gestern schon bekannt gewordenen
Ausschluss der Nets AG von der Versteigerung wollte sich der Sprecher der RegTP
nicht weiter äußern : Der Antrag habe nicht die Voraussetzungen erfüllt , ins
Detail wolle man aber nicht gehen . " Selbst wenn die Nets AG klagen sollte ,
werden wir den Zeitplan aber einhalten können " , hieß es bei der RegTP . Thomas
Kapsner , Vorstandsmitglied der Nets AG , erklärte gegenüber c't , die RegTP
habe der Firma gegenüber die Finanzierungserklärung , die zum Antrag auf
Zulassung zur Auktion gehörte , als " zu schwach " bezeichnet . Kapsner führte
dies darauf zurück , dass die Muttergesellschaft von Nets , die Kapsner & Schmid
GmbH , nicht an der Börse notiert sei und daher ihre Bonität nicht so leicht
gepürft werden könne . Offensichtlich betrachte die RegTP börsennotierte
Unternehmen dagegen als finanzstark genug , die Kosten für eine UMTS-Lizenz zu
tragen . Die Nets-Muttergesellschaft Kapsner & Schmid hat laut Handelsregister
eine Kapitaleinlage von 50.000 Mark ; Kapsner erklärte aber , man sei in Kontakt
mit " finanzstarken Partnern " . Neben der Nets AG und Vivendi dürfte demnächst
ein weiterer Bewerber aus der UMTS-Pokerrunde ausscheiden : Nach der Übernahme
des Mobilfunkbetreibers Orange durch France Telecom muss eines der Unternehmen
seine Bewerbung um die UMTS-Lizenzen in Deutschland voraussichtlich zurückziehen
. Vieles spreche dafür , dass die jetzige Situation keinen Bestand haben werde ,
sagte RegTP-Chef Scheurle . France Telecom will gemeinsam mit der Büdelsdorfer
MobilCom eine Lizenz ersteigern , während Orange in einem Konsortium mit der
spanischen Telefonica und der finnischen Sonera bietet . Eine Mehrfachbewerbung
ist nach den Auktionsregeln aber nicht zulässig . Die Unabhängigkeit im
Bieterverfahren müsse garantiert sein , sagte Scheurle im Hinblick auf die
veränderten Eigentümerstrukturen bei France Telecom und Orange . " Wir gehen
davon aus , dass die Unternehmen Lösungsvorschläge unterbreiten werden " ,
betonte der oberste Aufseher über den deutschen Telekommunikationsmarkt .
Fraunhofer-Institut will indische IT-Spezialisten vermitteln Das
Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ( ISST ) will Firmen , die
ausländische IT-Experten suchen , mit interessierten Spezialisten aus Indien
zusammenbringen . Ab dem 15. Juni soll unter der Adresse www.isst-consulting.de
eine Art Green-Card-Portal zur Verfügung stehen . Herbert Weber , Leiter des
ISST , erklärte heute in Berlin , dass das Fraunhofer-Institut ein
standardisiertes Profil erstellt habe , aus dem sich Firmen , die EDV-Fachleute
suchen , Anforderungen nach ihren Bedürfnissen zusammenstellen könnten . Die
Consulting-Firma , die das Portal betreibt und hinter der das
Fraunhofer-Institut steht , übernimmt dann die Suche und Vermittlung von
Arbeitskräften in Indien , die dem jeweiligen Anforderungsprofil entsprechen .
In Indien selbst führt das Institut Schulungen durch , in denen an der deutschen
Green Card Interessierte auf die Bedingungen hier zu Lande vorbereitet werden .
Die Lehrgänge sollen mit einem Zertifikat abschließen - dies ist wohl als eine
Art " Zeugnis " gedacht , dass Bewerber sich auch in Deutschland zurechtfinden .
Anhand der Zertifikate soll möglichen deutschen Arbeitgebern auch die
Beurteilung der Bewerber erleichtert werden . Für die Schulungen gründet das
ISST mit indischen Universitäten mehrere so genannte Education Center in
Calcutta , Hydarabad und Bangalore . Schlappe für die kleine CeBIT-Schwester
Hintergrund : Anfang der Woche hatte die Leipziger Messe noch Grund zum Feiern .
Um ihre Kassen zu füllen , wurde sie Anteilseignerin am modernsten Chip-Werk der
Welt , für das am Dienstag in Dresden der Grundstein gelegt wurde . Einen Tag
darauf musste sie einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen . Die Computer- und
Medien-Messe CeBIT Home , die vom 30. 8. bis 3.9. in Leipzig stattfinden sollte
, fällt aus . Zu wenig Aussteller hätten sich bislang angemeldet , noch weniger
als vor zwei Jahren , begründete die Deutsche Messe AG in Hannover die
Entscheidung . Überraschend kam die Entscheidung nicht : Nachdem führende
Spielehersteller der Branche abgesagt hatten , schloss sich in der vergangenen
Woche auch Sony als Marktführer an und wollte nicht mehr mit der Playstation 2
in Leipzig präsent sein . Trotzdem beteuerte die Messegesellschaft zuerst noch ,
weiterhin an der CeBIT Home festhalten zu wollen - unter anderem mit dem Verweis
auf das diesjährige Motto der Messe " Die Welt geht online " . Die seit der
Wende oft gescholtene Leipziger Messe trägt dieses mal wahrlich keine Schuld .
Sie wurde Opfer eines gescheiterten Messekonzeptes . Die CeBIT Home war erstmals
1996 aus der weltgrößten Computermesse CeBIT ausgegliedert worden , weil diese
aus allen Nähten platzte . Die Privatbesucher sollten der großen CeBIT
fernbleiben und die CeBIT Home besuchen . Das Konzept ging nicht auf : Bereits
zur Premiere waren etliche der 623 Aussteller wegen mangelnder Besucher nicht
zufrieden . 1998 sank dann auch die Zahl der Aussteller auf 568 , die der
Besucher auf 180.000 . Dieses Jahr sollte die CeBIT Home wegen der Expo in
Hannover in Leipzig stattfinden . Auch entstünden der Messe durch mangelnde
Einnahmen Verluste . Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee ( SPD ) sieht
allerdings keinen Image-Verlust für die Leipziger Messe . Aussteller hätten
vielmehr auf die guten Bedingungen in Leipzig hingewiesen und betont , dass der
Standort Leipzig nicht der Grund für die Absagen ist . " Da in der Branche
bekannt ist , warum die CeBIT Home gescheitert ist , dürfte eher die Deutsche
Messe AG in Hannover ein Imageproblem bekommen " , sagte Tiefensee .
Offensichtlich ist das Konzept der CeBIT Home für die Aussteller nicht mehr
attraktiv genug , sagte Sachsens Wirtschaftsminister Kajo Schommer ( CDU ) .
Auch die glänzenden Bedingungen in Leipzig konnten daran nichts ändern . Doch
vielleicht hat die Absage die Leipziger Messe vor noch größeren Schäden bewahrt
. Hätte die Messe doch stattgefunden und sich als Flop herausgestellt , wäre
wohl ein ernsthafter Image-Verlust entstanden . Die Messegesellschaft in
Hannover , die nun die Notbremse zog , meinte zur Absage der CeBIT Home ,
Leipzig sei als Standort gut geeignet gewesen . Das gesamte Konzept einer
Multimediamesse , die sich an die Privatverbraucher wendet , müsse jetzt aber
neu überdacht werden . Das ist wohl auch dringend notwendig : Der Verband der
Unterhaltungssoftware Deutschland ( VUD ) warf der Messe AG vor , nicht
ausreichend auf Vorschläge für mehr Unterhaltung und Aktionen anstelle einer zu
sehr auf Informationen orientierten Messe eingegangen zu sein . Diesen Vorwurf
wies Messesprecher Eberhard Roloff zurück : " Wir machen lieber erfolgreich
Messen , als sie abzusagen . " Die Messe AG werde nun Konsequenzen ziehen . Es
werde aber weiter darum gehen , eine neue anwenderorientierte Multimedia-Messe
für Verbraucher zu entwickeln . Da müssen sich die Hannoveraner Veranstalter
aber beeilen : Ironischerweise kündigten am selben Tag , an dem die CeBIT Home
abgesagt wurde , die Veranstalter der Internationalen Funkausstellung ( IFA ) in
Berlin an , die IFA " zu einem Schaufenster für neue Technologien , Geräte und
Dienste " ausbauen zu wollen . Mit der strategischen Neuausrichtung werde der
weiteren Annäherung von Unterhaltungs- , Computer- und Kommunikationstechnik
Rechnung getragen . Die Entwicklung führe nicht nur zur Konvergenz der Technik ,
zu Multimedia-Produkten und intelligenter Vernetzung , sondern auch zu neuen
Programmformen und Diensten . Ursprünglich sollte die CeBIT Home alle zwei Jahre
in der IFA-losen Zeit stattfinden . Wenn die Berliner Veranstaltung nun die
Themen , die für die CeBIT Home vorgesehen waren , verstärkt in ihr Programm
einbaut , wird für die kleine Schwester der großen CeBIT die Luft noch dünner .
Denn immerhin ist die IFA die Leitmesse der Medien- und Unterhaltungsbranche und
erwartet für Ende August 2001 allein rund 900 Aussteller aus 30 Ländern - ideale
Bedingungen , um die Neue-Medien- und Computer-Unterhaltungsbranche anzulocken .
Microsoft-Prozess : Die Entscheidung steht bevor Im US-Kartellprozess um
Microsoft rückt die entscheidende Phase näher . Die Kläger , neben dem
Justizministerium 19 amerikanische Bundesstaaten , fordern weiterhin eine
Zerschlagung des weltgrößten Softwareherstellers in zwei Unternehmen . Der
zuständige Richter Thomas Penfield Jackson kann sich nach Eingang der Antwort
von Microsoft mit seinem Urteil noch Wochen Zeit lassen , aber auch direkt sein
Urteil verkünden . Prozessbeobachter gehen davon aus , dass das Urteil bereits
am morgigen Donnerstag oder am Freitag fällt : Jackson strebt , geht man nach
dem rigiden Zeitplan , den er den Beteiligten auferlegt hat , ein schnelles Ende
dieser Prozessphase an . Außerdem liegt der Antrag der Regierung in einer
verfahrensrechtlich verwertbaren Form vor , sodass der Richter Jackson das
Papier nur noch unterschreiben müsste ... Die Redmonder hatte bereits zuvor den
Antrag der US-Regierung als " radikal und unangemessen " abgelehnt . Stattdessen
schlug der Konzern gewisse Beschränkungen und Regeln für seine Geschäftspolitik
vor . Außerdem beantragte Microsoft Zeit bis Anfang Dezember , falls der Richter
eine Aufteilung des Konzerns in Betracht zöge , um angemessen darauf antworten
zu können . Beobachter erwarten aber , dass Richter Jackson dem Vorschlag der
Regierung folgen wird . Nachdem die Kläger ihren Plan einer Zweiteilung
vorgelegt hatten , deutete Richter Jackson in der Anhörung vom vergangenen
Mittwoch sogar an , dass er eine Zerschlagung des Softwaregiganten in drei Teile
befürworte . Anträge auf neue Anhörungen und weitere Fristen für die Suche nach
neuen Beweisen durch Microsoft lehnte Jackson zudem kategorisch ab - woraufhin
Microsoft gleich eine so genannte Offer of Proof einreichte , die wohl schon für
die nächste Instanz in dem Verfahren belegen soll , dass Richter Jackson dem
Konzern nicht genug Zeit eingeräumt habe , um auf den Strafantrag der Kläger zu
reagieren . Da Microsoft bereits Berufung angekündigt hat , bliebe ein Urteil im
momentan laufenden Verfahren zunächst folgenlos . Aus US-Justizkreisen
verlautete , möglicherweise versuchten der Richter und die Regierung die nächst
höhere Instanz in der Berufung zu umgehen , die in der Vergangenheit für
Microsoft gestimmt hatte , und direkt vor das Oberste Gericht der USA zu gehen .
Microsoft probiert Software-Ausleihe aus Ohne große Ankündigung hat Microsoft
angefangen , in einem Pilotversuch die Ausleihe von Software zu testen . Für die
Backoffice-Serie aus NT- , SQL- oder Exchange-Server ist ein erstes
kommerzielles Angebot verfügbar , das auf Leihgebühren für eine bestimmte
Nutzungsphase statt eines festen Kaufpreises beruht . Entsprechende Verträge
bietet Microsoft Internet-Providern an , die ihren Kunden auch Outsourcing von
Anwendungen für eine bestimmte Zeit zur Verfügung stellen ( sogenannte
Application Service Provider ) . Nutzer dieser Angebote zahlen an den Provider
während der Laufzeit des Vertrags eine Gebühr für die genutzte Software . Der
Provider selbst entrichtet an Microsoft eine monatliche Server License
Subscription nur für die Anzahl an Software-Servern , die in diesem Zeitraum von
Kunden genutzt werden . Der erste Provider , der mit einer solchen Leihgebühr
arbeitet , ist FutureLink . Beobachter in den USA gehen aber davon aus , daß es
sich bei diesen Experimenten von Microsoft nicht um Testballons für Leihgebühren
bei Endkunden-Software wie Windows 98 handelt . Vielmehr wolle sich Microsoft
wohl besser auf den Markt der Application Service Provider einstellen . Dieser
erhielt nach Ankündigungen bekannter Firmen wie Intel , selbst in das Geschäft
einzusteigen , gehörigen Aufschwung . Telefonkosten sinken weiter Wie das
Statistische Bundesamt am heutigen Montag mitteilte , lagen die
durchschnittlichen Kosten für Telefondienstleistungen im Juli 2000 um 4,9
Prozent niedriger als ein Jahr zuvor . Im Juni 2000 und Mai 2000 waren die
Preise fürs Telefonieren im Vergleich zu den gleichen Monaten des Vorjahrs um
4,8 beziehungsweise 5,8 Prozent gesunken . Bei Festnetzanschlüssen lagen die
Preise im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent niedriger . Auch im Juli konnten
die Bundesstatistiker kaum Veränderungen beiden Ortsgesprächen vermelden : Die
Preise sind hier im Vorjahresvergleich lediglich um 0,7 Prozent gesunken ,
während Anschluss- und Grundgebühren gleich blieben . Telefonieren mit dem Handy
war dagegen im Juli 2000 um 13,1 Prozent preiswerter als ein Jahr zuvor . Der
Startschuss für die milliardenschwere Auktion der UMTS-Mobilfunklizenzen ist
gefallen . Mit den Worten " wir wollen beginnen " eröffnete der Präsident der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) , Klaus-Dieter
Scheurle , am heutigen Montag in Mainz die mit Spannung erwartete Versteigerung
. Experten rechnen mit Auktionserlösen in zweistelliger Milliardenhöhe . Die
Einnahmen will der Bundesfinanzminister zur Tilgung der Staatsschulden verwenden
. Mit dem Standard UMTS können Mobilfunkkunden ab 2002 mit hoher Geschwindigkeit
Daten übertragen und im Internet surfen . Die Auktion könnte länger als eine
Woche dauern , meinte Telekom-Vostand Gerd Tenzer . An der Versteigerung werden
sieben Unternehmen und Konsortien aus dem In- und Ausland beteiligen . Vier bis
sechs UMTS-Lizenzen werden verstigert . Neben den deutschen Mobilfunkbetreibern
D1 , D2 , E-Plus/Hutchison und VIAG Interkom rechnet sich auch die Mobilcom gute
Chancen aus , die mit France Telecom antreten wird . Als Außenseiter gelten
debitel ( Swisscom ) und die Bietergemeinschaft von Telefonica und Sonera ( G3 )
. Schon vor dem Beginn der Versteigerung hatte Scheuerle erklärt , nach seiner
Einschätzung gehe es bei der UMTS-Auktion nicht um Milliarden-Einnahmen ,
sondern um technische Innovation im Mobilfunk . Die Diskusson drehe sich zu sehr
um den finanziellen Aspekt , sagte Scheurle im InfoRadio Berlin-Brandenburg .
Das eigentliche Ziel sei nicht , möglichst viel Geld in die Kasse zu bekommen .
Vielmehr solle der deutsche Mobilfunkmarkt mit einer neuen Innovation bereichert
werden . Dazu wolle man sehr kräftige und kompetente Unternehmen gewinnen .
Trotz der auf sieben gesunkenen Zahl der Bieter ist Scheurle optimistisch , dass
Finanzminister Hans Eichel ein ordentliches Ergebnis verbuchen wird . Absprachen
der Bieter bei der Versteigerung würde die Regulierungsbehörde sehr hart
sanktionieren . Die Deutsche Telekom wird nach Ansicht ihres Vorstandsmitglieds
Gerd Tenzer zu den Gewinnern der Versteigerung gehören . Im DeutschlandRadio
Berlin sagte Tenzer : " Wir sind hervorragend vorbereitet auf diese Aktion - die
sicher nicht einfach sein wird - , sodass wir davon ausgehen , dass wir zu einem
derjenigen gehören , die hinterher überbleiben . " Wichtig sei , die Nerven zu
behalten und nicht übereilt zu handeln . " Wir richten uns auf die Zeit ein ,
die notwendig ist und das wird sicher mehr als eine Woche sein . " Auch Viag
Interkom rechnet bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen fest mit einem Zuschlag
. " Mit 100-prozentiger Sicherheit werden wir eine Lizenz mit nach Hause nehmen
" , sagte ein Sprecher der Viag Interkom nach dem Start der Versteigerung in
Mainz . Zwar werde man nicht jeden Preis für eine Lizenz bezahlen . Man sei aber
zuversichtlich , dass " der Selbsterhaltungstrieb die mitbietenden Unternehmen
davon abhält , um jeden Preis zu bieten " . Wie lange die Versteigerung dauern
wird , konnte man bei Viag Interkom noch nicht abschätzen . " Das kann drei Tage
, aber auch sechs Wochen dauern " , sagte der Sprecher . In der Zentrale in
München sei ein " wasserdichter und versiegelter Raum " eingerichtet worden , in
dem die Spitzen des Unternehmens und der Gesellschafter die Gebote erörtern .
Mit " Spieltheoretikern und anderen Beratern " seien in den vergangenen Wochen
und Monaten mögliche Szenarien der Versteigerung durchdiskutiert worden .
Wissenschaftsnetz-Betreiber DFN kommt unter die Lupe Der Verein zur Förderung
eines Deutschen Wissenschaftsnetzes e. V. ( DFN ) , der Internet Service
Provider für Deutschlands Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen ,
wird im Auftrag des Bundesforschungsministeriums ( BMBF ) einer Überprüfung
durch den Wissenschaftsrat unterzogen . Sie sind der Überzeugung , dass auf dem
freien Markt inzwischen weitaus bessere Dienste zu günstigeren Preisen
erhältlich seien . " Der DFN betreibt im Grunde ein Corporate Network für die
Hochschulen , aber auf Grund seiner begrenzten Klientel und dem Anspruch auf
Flächendeckung kann er mit dem Wachstum der großen Provider und dem Preisverfall
auf dem TK-Markt nicht mithalten " , meint etwa Werner Zorn , Professor für
Informatik an der Universität Karlsruhe . " Er sollte sich deshalb auf den
Betrieb des G-Win-Backbone und die Entwicklung innovativer Dienste konzentrieren
" . Wie der Leiter der Evaluierungskommission , Professor Thomas Christaller ,
Direktor des GMD-Instituts für Autonome intelligente Systeme ( AiS ) in St.
Augustin , auf Anfrage von c't erklärte , wird sich das Gremium nach der
Sommerpause konstituieren und seine Arbeit mit Anhörungen und
Experten-Befragungen aufnehmen . Die abschließende Stellungnahme und Empfehlung
könnte der Wissenschaftsrat dann auf seiner Frühjahrs- oder Sommersitzung im
kommenden Jahr verabschieden . Genutzt werden die Netzzugangsdienste von mehr
als 700 wissenschaftlichen Einrichtungen . Mobilcom und Telekom mit höchsten
Anfangsgeboten für UMTS ( Update ) Die Mobilcom und T-Mobil haben zum Auftakt
der Versteigerung der UMTS-Lizenzen die höchsten Gebote abgegeben . Die Telekom
bot damit nicht mehr als den festgelegten Mindestbetrag für drei Pakete . Ob
sich Eichel aber mit weit weniger zufrieden geben muss , wird sich erst im
weiteren Verlauf der Auktion herausstellen . Der Präsident der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post , Klaus-Dieter Scheurle ,
sprach von einem " vorsichtigen und strategischen Vorgehen " der Bieter .
Netzüberlastung bei UMTS-Auktion lässt RegTP-Server abstürzen Kurz vor Beginn
der UMTS-Versteigerung am heutigen Montag in Mainz war die Internetseite der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) wegen Überlastung
nicht mehr abrufbar . Die beiden Server seien vermutlich wegen des hohen
Zugriffs abgestürzt , sagte ein Behörden-Sprecher . Es werde versucht , die
beiden Server wieder hochzufahren und zusätzlich einen dritten einzusetzen .
Während der Zugang zu den Hauptseiten der Regulierungsbehörde anfangs noch
funktionierte , scheiterte spätestens der Zugriff auf die speziellen Seiten ,
auf denen die RegTP laufend über den Verlauf der Auktion berichten will . Auf
der Internetseite will die Regulierungsbehörde nach jeder Versteigerungsrunde
die höchstbietenden Unternehmen und deren Gebote bekannt geben . Der Präsident
der Regulierungsbehörde , Klaus-Dieter Scheurle , hatte am Vormittag die mit
großer Spannung erwartete Auktion eröffnet . In der ersten Runde legten Mobilcom
und T-Mobil die höchsten Gebote vor . Mittlerweile hat der Präsident der Behörde
, Klaus-Dieter Scheurle , auch den Auktionator bekannt gegeben : Die
Präsidentenkammer der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post .
Bislang hatte die Behörde den Auktionator geheim gehalten . US-Parteitage als
Internetspektakel Reality-TV und Internet haben die politische Bühne erreicht -
zumindest im Präsidentschaftswahlkampf in den USA , der mit dem Parteitag der
Republikaner ab dem heutigen Montag in seine heiße Phase eintritt . Wer möchte ,
kann die im Netz live übertragenen Reden mit anderen politikbegeisterten
Computernutzern in Chatrooms analysieren und seinem Delegierten schnell eine
E-Mail schreiben . Vor vier Jahren war AOL noch so unbekannt , dass niemand so
recht etwas mit dem Onlinedienst anfangen konnte und er darum kämpfen musste ,
überhaupt eine Presseakkreditierung zu erhalten . Heute hat AOL eine Kamera in
der begehrten " Skybox " an der Decke , in der bisher nur die großen TV-Sender
vertreten waren . Auch Pseudo.com hat sich eine der 360-Grad Kameras gesichert ,
die sich von den Nutzern per Mausklick steuern lassen . Wer will , kann die
Kamera so lenken , dass er Präsidentschaftskandidat George Bush oder aber seinen
Lieblingsdelegierten immer im Blick hat . Und während vor vier Jahren allenfalls
eine Handvoll Reporter für Internetdienste arbeiteten , sind es jetzt auf dem
Parteitag der Republikaner und dann Mitte August bei den Demokraten jeweils
schon etwa tausend . Beide Parteien haben eigene " Internet Alleen " für die
Onlinejournalisten angelegt , denn auch sie haben die Bedeutung des neuen
Mediums erkannt . Der Vorsitzende des Demokratischen Parteitags , Terence
McAuliffe , erklärte vor kurzem , seine Partei werde nicht länger versuchen ,
die Fernsehsender zu einer umfangreicheren Berichterstattung zu überreden . Sie
setzte lieber auf das neue Medium Internet . Zudem setzen die Parteien auf
eigene Onlineauftritte . Beide Parteien versprechen gläserne Parteitage und
wollen ein vollkommen neues Demokratieverständnis über das Netz vermitteln . Die
Republikaner bieten Computernutzen unter der Adresse www.gopconvention.com an ,
sich als virtuelle Delegierte registrieren zu lassen und dann den Vertretern aus
ihrem Bundesstaat über die Schulter zu blicken . Die Demokraten versprechen den
Parteitag mit bis zu zehn 360-Grad-Kameras komplett abzudecken . Hinzu kommen
Internetkameras in den Delegiertenreihen . Selbst im Schminkraum der Politiker
werde es Kameras geben , drohte McAuliff . Und wer dann noch will , kann über
die Internetseite www.dems2000.com schnell noch für die Partei spenden . Ob die
allumfassende Berichterstattung beim Publikum ankommt , bleibt abzuwarten . Doch
die Internetdienste setzen auf die kleine Gruppe der Politikjunkies . Hier biete
ein AOL-Chatroom parallel zur Übertragung der Rede des
Präsidentschaftskandidaten Bush die Möglichkeit , sich mit Gleichgesinnten
auszutauschen . Ähnlich wie bei der Big-Brother-Container-Soap können die
Internetzuschauer auf den verschiedenen Webseiten der Onlineforen auch über die
Kandidaten und ihre Programme abstimmen . Zweite UMTS-Bieterrunde : E-Plus und
Mannesmann kommen ins Spiel In der zweiten Runde der Versteigerung der
UMTS-Mobilfunklizenzen haben sich am Montag in Mainz Mannesmann Mobilfunk (
D2/Vodafone ) und E-Plus/Hutchison ins Spiel gebracht . Gleichzeitig blieben die
Top-Offerten von Mobilcom und T-Mobil aus der ersten Runde bestehen . Mannesmann
und T-Mobil zeigten " höchstes Interesse " , drei Frequenzblöcke zu ersteigern ,
sagte der Präsident der Regulierungsbehörde , Klaus-Dieter Scheurle . An dieser
Vorgabe würden sich die übrigen Bewerber in den kommenden Bieterrunden
orientieren . Im Rennen ist weiterhin die Stuttgarter debitel , die bislang
allerdings von den Konkurrenten überboten wurde . Die Versteigerung in Mainz ist
erst dann abgeschlossen , wenn in einer Bieterrunde kein neues Angebot vorgelegt
wird . " Publius " - das Netz gegen Internet-Zensur im Test Am morgigen Dienstag
soll die Distribution der Proxy-Server starten , am 7. August beginnt der Test
der Client-Software . Das Publius genannte System sichert die Verbreitung von
Web-Veröffentlichungen ähnlich wie FreeNet , indem es sie in einem
Peer-to-Peer-Verfahren auf einer Vielzahl von Servern ablegt , und das unter
Umständen in mehreren Teilen . Somit wird potenziellen oder realen
Zensurbehörden erschwert , die inkriminierten Dokumente auf dem Weg über die
Betreiberhaftung aus dem Verkehr zu ziehen . Darüberhinaus stützt sich Publius
auf eine multiple Verschlüsselung : Dekodieren lassen sich die Seiten erst nach
dem Zusammenfügen der verteilten Fragmente . Für den Betreiber eines Servers
bleiben sie unlesbar . Damit können sie auch nicht für Inhalte verantwortlich
gemacht werden , die sie nicht kennen können . Wie die jüngsten
Auseinandersetzungen um Napster zeigen , gehen Wirtschaftsverbände und Behörden
im Kampf gegen vermeintliche Urheberrechtsverletzungen zunehmend gegen die
Betreiber von Web-Sites vor . Auch die Kriminalitätsbekämpfung konzentriert sich
auf die Knoten des Netzes - mit zweischneidigen Instrumenten , die an die
Internet-Kommunikation andere Maßstäbe anlegen als an den klassischen Brief- und
Telefonverkehr und die die Dienstanbieter zu Hilfsorganen des Staatsschutzes
machen . Gegen die Beschneidung von Grundrechten als " Kollateralschaden " der
Kriminalitätsbekämpfung und zum Schutz vor Repressionen gibt es im Wesentlichen
zwei Arten von Verfahren . Ein Tool wie Publius hingegen versucht , den Ort oder
Urheber eines bestimmten Web-Dokumentes im Netz zu " verstecken " . Zur
Kodierung verwendet ein Autor , der anonym bleiben möchte , einen Schlüssel ,
der sich in n Teile zerlegen lässt , von denen k ( <n ) zur Wiederherstellung
des Schlüssels reichen ; aus k-1 Teilen kann ein potenzieller Leser den
Schlüssel jedoch nicht rekonstruieren . Auf jedem beteiligten Server wird der
verschlüsselte Inhalt zusammen mit einem Schlüsselanteil abgelegt . Zusätzlicher
Vorteil der Publius-Verschlüsselung : Den Namen des Systems haben seine Schöpfer
mit Bedacht gewählt : Publius war das Pseudonym , unter dem die Verfassungsväter
der Vereinigten Staaten , Alexander Hamilton , John Jay und James Madison , in
den Jahren 1787 und 1788 die Federalist Papers veröffentlichten , einer Serie
von 85 Zeitungsartikeln , der Historiker den Durchbruch zuschreiben , dass die
US-Verfassung schließlich von den Bürgern ratifiziert wurde - jene Verfassung ,
die neben der Gewaltenteilung und dem föderalen Staatsaufbau auch das Recht auf
freie Meinungsäußerung garantiert . Siehe dazu auch den Artikel in Telepolis :
Publius will die Anonymität im Netz stärken ( Richard Sietmann ) UMTS-Auktion :
Nur langsam geht 's zur Sache Mit großer Zurückhaltung sind die Telekom-Konzerne
am Montag in die deutsche Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen gestartet .
Debitel , E-Plus/Hutchison , T-Mobil und Viag Interkom gingen leer aus , da sie
momentan nur jeweils für ein Frequenzpaket das Höchstgebot abgeben haben - es
müssen aber mindestens zwei Frequenzpakete ersteigert werden . Bei den anderen
Frequenzpaketen , bei denen diese vier Unternehmen mitgesteigert haben , legte
jeweils ein anderer Konzern ein höheres Angebot vor . Die Auktion dürfte aber
noch einige Zeit weitergehen - das letzte Wort der beteiligten Firmen ist sicher
noch lange nicht gesprochen . Der Präsident der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post , Karl-Heinz Scheurle , sprach von einem vorsichtigen
und strategischen Vorgehen der Bewerber . Die Bieter seien sehr sparsam , sie "
bieten nur das Nötigste " . Entsprechend schnell änderte sich in jeder Runde das
Gesamtbild . Zum Auftakt der Auktion zeichnete sich ferner ab , dass die beiden
führenden deutschen Mobilfunkbetreiber D1 ( T-Mobil ) und D2 ( Mannesmann
Mobilfunk/Vodafone ) drei Frequenzpakete ersteigern wollen . Alle Bieter waren
am Montagabend laut Scheurle noch im Rennen . Hieraus ermittelt sich auch die
Anzahl der UMTS-Lizenzen in Deutschland von vier bis sechs . Die Versteigerung
ist erst dann abgeschlossen , wenn keiner der Bewerber in einer Auktionsrunde
ein höheres Gebot vorlegt . Ein Ende der Versteigerung ist derzeit nicht
absehbar . Der verhaltende Auftakt deute eher auf einen längeren Verlauf der
Versteigerung , betonte Scheurle . Experten hatten vor Beginn der Auktion von
mehreren Wochen gesprochen . Die bislang größte und spektakulärste Auktion in
Deutschland war am Montag mit knapp zweistündiger Verspätung in der
Niederlassung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP )
in Mainz gestartet . Das große Interesse an der UMTS-Versteigerung hatte gleich
zu Beginn der Auktion die Server der Regulierungsbehörde zum Absturz gebracht .
Wegen der hohen Zugriffszahlen ( 5.000 pro Sekunde ) war die Internetseite der
Behörde nicht mehr abrufbar , hieß es bei der RegTP . Ursprünglich wollte die
Regulierungsbehörde die Öffentlichkeit fortlaufend nach jeder Runde über
Höchstgebote und -bietende informieren . Vor Beginn betonte Scheurle erneut ,
dass es nicht das Anliegen der Regulierungsbehörde sei , die Staatseinnahmen zu
mehren , sondern für ein faires und effizientes Verfahren zu sorgen . Das
Auktionsverfahren war im Vorfeld auch von Experten kritisiert worden , unter
anderem weil keine exklusiven Lizenzen für Neueinsteiger vorgesehen sind .
Praktisch können die vier deutschen Mobilfunkbetreiber alle Neulinge verdrängen
, wenn sie eine ausreichende Summe für drei Frequenzpakete bieten .
Ferngespräche im Festnetz werden wieder teurer Nach dem starken Preisrückgang
für Telefonate in den vergangenen Jahren werden Ferngespräche im Festnetz wieder
teurer . Wie das Statistische Bundesamt berichtete , hat sich der erstmals im
Juni ermittelte Preisanstieg für Inlandsferngespräche im Festnetz im Juli
beschleunigt . Nach dem Juni-Anstieg um 0,2 Prozent gegenüber Mai kletterten die
Gebühren im Juli um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat . Damit lagen die Preise
für Inlandsferngespräche im Festnetz im Juli um 0,7 Prozent höher als ein Jahr
vor ; die Auslandsferngespräche verbilligten sich dagegen um 1,3 Prozent . Wie
schon in den Monaten zuvor tat sich im Ortsnetz nichts : Die Preise für
Ortsgespräche und für die Anschlussgebühren des Telefonanschlusses blieben
unverändert . Dagegen waren Handy-Gespräche im Durchschnitt um 8,7 Prozent
billiger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres . Im Vergleich zum Vormonat
Juni blieben die Preise für das mobile Telefonieren aber ebenfalls unverändert .
Die Internet-Gebühren wurden im Jahresvergleich um rund 30 Prozent billiger .
Alle Telekommunikationsdienstleistungen zusammen gerechnet ermittelten die
Statistiker für Juli im Jahresvergleich einen Preisrückgang um 5,3 Prozent . Im
Vergleich zum Vormonat Juni blieb der Durchschnittswert unverändert . Im
Festnetzgeschäft sei die Anzahl der " vermarkteten DSL-Anschlüsse " um 60
Prozent gewachsen . Die endgültigen Geschäftszahlen will die Telekom am 28.
August bekanntgeben . Das Unternehmen kündigte an , dass der geplante Börsengang
der Tochtergesellschaft T-Mobile International AG nicht mehr in diesem Jahr
umgesetzt wird . Die grundsätzliche Entscheidung , T-Mobile an die Börse zu
bringen , bleibe jedoch bestehen . Der Personalabbau setzte sich bei der Telekom
weiter fort : Die Zahl der Mitarbeiter sank um 5,4 Prozent auf 125.900 . Im
Gesamtkonzern stieg die Bschäftigtenzahl dagegen stark an , vor allem durch den
Zukauf von Voicestream , des debis Systemhaus und osteuropäische Telecom-Firmen
. Die Aktien der Telekom sind am Vormittag nach Veröffentlichung der
Halbjahreszahlen ins Minus gerutscht . Die Aktie verlor zeitweise um 2,25
Prozent auf 25,17 Euro . Nils Machemehl von der Vereins- und Westbank bewertete
die vorläufigen Zahlen gegenüber dpa als " verhalten positiv " . Das Ergebnis im
Mobilfunk habe seine Erwartungen übertroffen . Auf den Kurs drücke vermutlich
das Konzernergebnis . Werner Stäblein , Analyst bei der BHF-Bank , nannte das
Ergebnis der Mobilfunksparte sehr gut . Kampf der Giganten - AOL und Microsoft
im Schlagabtausch Um die Vorherrschaft im Internet kämpfen die beiden Giganten
AOL und Microsoft mit immer härteren Bandagen . AOL hat im Kampf um die Icons ,
die Computernutzer beim Einschalten auf ihrem Desktop finden , sogar eine gut
gefüllte Kriegskasse eingerichtet . Microsoft will dem Konkurrenten das Leben
offenbar auch in anderen Bereichen schwer machen . Nach Informationen der
Financial Times will der Softwarekonzern verhindern , dass AOL Time Warner beim
Kabelanbieter AT&T einsteigt . Microsoft sei bereit , anderen Bewerbern
finanziell unter die Arme zu greifen , um ein Zusammengehen von AOL Time Warner
mit dem Telefonkonzern zu stoppen . Selbst sei Microsoft nicht an der
Beteiligung interessiert , hieß es . An der Internetfront drängt die Zeit . Ob
Microsoft in gewohnter Manier hauseigene Anwendungen wie den Windows Media
Player oder den MSN Messenger mitliefern kann oder nicht , ist heiß umstritten .
AOL Time Warner bekämpft diesen Kundenfang . Das Unternehmen drängt
PC-Hersteller , anstelle des Microsoft-Internetportals MSN besser AOL als
Provider anzubieten . Für jeden Kunden , den AOL damit gewinnt , stellt das
Unternehmen dem Hersteller 35 Dollar Prämie in Aussicht , berichtete die
Washington Post unwidersprochen . Compaq hat bereits angebissen : Der texanische
Computerhersteller kündigte an , auf seinen PCs exklusiv das AOL-Portal
anzubieten . Microsoft ist empört . " Beispiellos und verbraucherfeindlich " ,
beschied Sprecher Vivek Varma und verwies darauf , dass AOLs Internetzugang
teurer ist als der Microsoft-Dienst MSN . " Microsoft kann es offenbar nicht
akzeptieren , dass nach einem Jahrzehnt , in dem es Herstellern und Verbrauchern
seine Anwendungen aufgezwungen hat , nun auch ein anderer in der Lage ist ,
Deals mit Herstellern zu machen " , kontert AOL-Sprecher John Buckley . Ob und
wie viele Anwendungen Microsoft den Kunden einfach mitliefern darf , ist
umstritten . Über dem Unternehmen hängt das Damokles-Schwert eines Urteils , das
weit reichende Auswirkungen auf den Inhalt von Windows XP haben könnte . Das
Berufungsgericht im Kartellprozess gegen Microsoft hielt im Juni ein Urteil
aufrecht , wonach der Konzern durch die Einflechtung seines Browsers Internet
Explorer in Windows sein Monopol illegal ausnutzte . Denn das Gericht könnte der
Verknüpfung weiterer Anwendungen mit dem Betriebssystem einen Riegel vorschieben
. Microsoft kündigte Mitte Juli an , Computerherstellern mehr Freiheit
einzuräumen , welche Symbole sie auf dem Desktop platzieren . So darf der Link
zum Browser Internet Explorer ersetzt werden . Das soll die Richter gnädig
stimmen . Andere Links will Microsoft nicht freigeben . Die Konzessionen gehen
Kritikern nicht weit genug . Der Kongress hat für September Anhörungen über die
Folgen von XP für den Wettbewerb auf dem Internet angesetzt . " Microsoft will
die gerichtlichen Auseinandersetzungen jahrelang hinauszögern und seine
Konkurrenten in der Zwischenzeit aus dem Markt drängen " , meinte Schumer . Die
Justizminister mehrerer Bundesstaaten , die die ursprüngliche Kartellklage gegen
Microsoft mit dem Justizministerium in Washington angestrengt hatten , haben
schon Bedenken angemeldet . Sie überlegen bereits , gerichtliche Schranken vor
dem Marktstart zu beantragen . Outsourcing bei Banken schwächt die IT-Sicherheit
Der Trend zum Outsourcing im Kreditwesen führt zu Sicherheitslücken in den
Netzwerken der Banken . Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse einer Studie
zur Identifizierung von Schwachstellen in Systemen der Großbanken . Sie wurde
vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) bei der
Eschborner Unternehmensberatung Eurosec Chiffriertechnik & Sicherheit im
Frühjahr dieses Jahres in Auftrag gegeben und steht im Zusammenhang mit dem
staatlich anvisierten übergreifenden Schutz kritischer Infrastrukturen . Der
Berichtsentwurf liegt seit kurzem vor und wird gegenwärtig von den BSI-Experten
geprüft . " Netzwerke und Großrechner in den Banken werden zunehmend von
Externen betreut " , sagte Eurosec-Geschäftsführer Thilo Zieschang . Außerdem
sourcen die Banken immer mehr ihre IT-Abteilungen in Tochterfirmen aus . Noch
problematischer sei dieser Outsourcing-Trend bei der Bundeswehr . Die anhaltende
Fusionswelle bei den Finanzdienstleistern erhöhe das Schadenspotenzial
zusätzlich , da immer mehr Banken sich ein Rechenzentrum teilten . Darüber
hinaus fehlten der Branche IT-Sicherheitsfachkräfte , da sie von
Consulting-Firmen mit höheren Gehältern geködert würden , meint Zieschang .
Leichter anzugehen als die organisatorischen Schwachstellen sind technische
Sicherheitslücken , da ihre Beseitigung meist billiger kommt . " Wir haben auch
hier konkrete Probleme identifiziert , aber ich darf sie nicht nennen " , sagte
der Chef der IT-Sicherheits-Beratungsfirma . Im Vergleich zu anderen Branchen
seien die Finanzinstitute am stärksten bemüht , Schwachstellen in ihren
Netzwerken anzugehen . Aufgrund der nötigen Kompatibilität zum Beispiel bei den
Zahlungsverkehrs-Standards müssen die Empfehlungen allerdings von allen Banken
gemeinsam umgesetzt werden . Zieschang : Das ist wie bei Attentaten auf
Politikern oder Giftanschlägen auf Wasserspeicher . Die können Sie auch nicht
völlig ausschließen . Zur Erstellung der Studie habe man hauptsächlich
Interviews mit Mitarbeitern der Banken geführt . Eindringtests seien nicht
vorgenommen worden . Solche Verwundbarkeitsprüfungen , bei denen Angriffe auf
Systeme gestartet werden , mache Eurosec aber regelmäßig im Auftrag von Banken .
Sie machen laut Zieschang zwei Drittel der Kunden aus . Nach Angaben des
Referatsleiters für den Schutz kritischer Infrastrukturen im BSI , Joachim Weber
, " ist die Studie nicht auf die programmiertechnische Stufe herabgestiegen " .
Ihr habe vielmehr ein " top-down-approach " zu Grunde gelegt . Näheres könne er
momentan dazu nicht sagen , denn die Prüfung des " dicken Werks " werde noch bis
September dauern . Danach werde das BSI in Zusammenarbeit mit Eurosec eine
endgültige Fassung des Berichts erarbeiten . Die Umsetzung der Empfehlungen
liegt ohnehin bei den Banken . Nach Ansicht von Eurosec-Geschäftsführer
Zieschang wäre es wünschenswert , wenn es nicht bei der Studie bleibe , sondern
" die IT-Sicherheit der Großbanken permanent kontrolliert wird " . Dass das
Outsourcing sich nicht auf den Finanzsektor beschränkt , zeigt die Vergabe der
Studie an das Privatunternehmen : " Das kommt billiger als wenn wir im BSI das
machen " , meint Weber . EU genehmigt Internet-Markt der Automobil-Konzerne Nach
dem deutschen Bundeskartellamt und den US-Behörden hat nun auch die Brüsseler
EU-Kommission den Internet-Marktplatz der großen Automobilkonzerne gebilligt .
Die Automobilhersteller DaimlerChrysler , Ford und General Motors und
Renault/Nissan dürfen jetzt über das Gemeinschaftsunternehmen Covisint Teile im
Milliardenwert einkaufen , entschied die EU-Kommission . Covisint stehe allen
Unternehmen der Autobranche offen , deshalb sei das Joint Venture
wettbewerbsrechtlich unbedenklich , schrieb die Kommission . Die Anteilseigner
könnten auch andere so genannte Business-to-Business-Marktplätze nutzen . Die
Kommission interessierte sich besonders dafür , ob möglicherweise bestimmte
Gruppen der Branche diskriminiert oder vom Markt ausgeschlossen werden . Dies
sei nicht der Fall . Insgesamt sieht die Kommission die Internet-Marktplätze
positiv , da sie die Märkte durchsichtiger machen und damit mehr Wettbewerb
bringen . Covisint gilt als eines der größten Internetprojekte der Welt .
Software-Partner sind Oracle und Commerce One . VW hatte Mitte Juli bekannt
gegeben , man werde sich nicht an Covisint beteiligen , sondern eigene Wege beim
elektronischen Beschaffungswesen über das Internet gehen . US-Telefonkonzern
Verizon macht eine Milliarde Verlust Die Verluste sind vor allem auf
Abschreibungen auf im Wert gefallene Investments in anderen Telekomunternehmen
wie Cable & Wireless , NTL und Metromedia Fiber Network zurückzuführen . Verizon
stößt verstärkt ins Ferngesprächsgeschäft und betreibt mit der Verizon Wireless
die größte US-Mobilfunkfirma . Das Unternehmen erwartet wegen der
Konjunkturflaute und der schwächeren Nachfrage für das Gesamtjahr nur ein
Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent . Bisher hatte Verizon mit einem
Umsatzanstieg von sieben Prozent gerechnet . Der Gewinn pro Aktie dürfte
zwischen 3,07 Dollar und 3,12 Dollar liegen , während die bisherige Prognose auf
3,13 bis 3,17 Dollar lautete . Preise fürs Telefonieren sinken langsamer Im
August lagen die Verbraucherpreise fürs Telefonieren nach Angaben des
Statistischen Bundesamtes um 4,7 Prozent unter denen des gleichen Monats im
Vorjahr . Im Juli und Juni 2000 waren die Kosten im Jahresvergleich noch um 4,9
beziehungsweise 4,8 Prozent gesunken , im Mai sogar um 5,8 Prozent . Gegenüber
dem Juli 2000 blieben die Preise im August unverändert . Im Jahresvergleich
verbilligten sich im August die Preise für Auslandsgespräche am stärksten (
minus 35,6 Prozent ) ; die Kosten für Inlandsferngespräche sanken um 7,9 Prozent
. Insgesamt waren Telefondienstleistungen im Festnetz um 4,3 Prozent günstiger
zu haben als im gleichen Monat des Vorjahrs . Das Telefonieren mit dem Handy
verbilligte sich um 12,5 Prozent . Nahezu unverändert blieben wiederum die
Kosten für Ortsgespräche : Anschluss- und Grundgebühren blieben im
Jahresvergleich konstant , die Kosten für Ortsgespräche gingen kaum merklich um
0,7 Prozent zurück . Die Katholische Kirche mischt im Internet mit Wenn Bruder
Paulus von Gott spricht , benutzt er gerne die Sprache des Internet . " Bei Gott
hat jeder seine eigene Homepage " , sagt er . Oder : " Der Server im Himmel
fällt nie aus . " Paulus Terwitte ist Kapuzinermönch und nebenbei Macher der
neuesten PR-Aktion des Bistums Limburg . Jeden Morgen kommentiert er auf der
Homepage seiner Frankfurter Gemeinde Liebfrauen die aktuelle Schlagzeile der
Bild-Zeitung ; und die Gedanken , die er sich über Gott und die Welt macht ,
stoßen auf reges Interesse . Bruder Paulus ist allerdings nicht der Einzige ,
der mit außergewöhnlichen Aktionen im Internet auf die katholische Kirche
aufmerksam macht . Für die Katholische Medienarbeit , die die
Öffentlichkeitsarbeit der Frankfurter Kirche koordiniert , ist es bereits das
zweite Projekt in den Neuen Medien . In der diesjährigen Fastenzeit organisierte
sie zusammen mit dem Frankfurter Pfarrer Joachim Metzner eine SMS-Aktion , für
die sich jeder Interessierte über das Internet anmelden konnte . Mehr als 3.000
Handy-Besitzer machten mit und wurden von dem Geistlichen jeden Tag mit einem
Bibelspruch versorgt , der für " eine Unterbrechung im Alltag " sorgen sollte .
Auf Grund der großen Resonanz ist für die Adventszeit etwas Ähnliches geplant .
" Im Internet können wir Zielgruppen erreichen , die schon lange nicht mehr zu
denen der Kirche gehören " , sagt Bruder Paulus . Seine Bibelsprüche zu den
Bild-Schlagzeilen sieht er als Möglichkeit , in der Datenflut des Internet auf
das Angebot der Kirche aufmerksam zu machen . Die innovative Internetarbeit der
Kirche ist für ihn Ausdruck einer längerfristigen Entwicklung , in der sich die
Kirche wieder mehr auf ihren missionarischen Charakter besonnen habe . Bei der
Katholischen Medienarbeit stieß der Mönch mit seiner Idee offene Türen ein . "
Das Internet ist eine Chance , das weit verbreitete altmodische Kirchenbild zu
modernisieren " , meint eine Mitarbeiterin . Für den Pressesprecher des
Limburger Bistums Michael Wittekind sind Aktionen wie die von Terwitte oder
Metzner " eine gute Sache " , um Aufmerksamkeit auf die Homepage des Bistums zu
lenken . Allerdings müsste sich die Kirche auch weiterhin hauptsächlich auf ein
möglichst umfassendes Angebot und eine seriöse Präsentation im Netz
konzentrieren . Auch die rheinland-pfälzischen Kollegen des Bistums Mainz haben
schon länger das neue Medium für sich entdeckt . 1996 waren sie eines der ersten
deutschen Bistümer , das sich ins Netz wagte . Für Wieczorek ist auch eine
Live-Übertragung von Gottesdiensten via Netz nicht undenkbar . Die Kirche könne
im Internet einer ihrer wichtigsten Aufgaben nachkommen , der Verkündigung .
Eine andere wichtige Kirchenaufgabe erledigt Pfarrer Jörg Swiatek aus Mainz mit
der Seelsorge per E-Mail . Unter www.kastel- sanktgeorg.de findet sich seine
E-Mail-Adresse , an die jeder dem Geistlichen seine Sorgen durchs Netz schicken
kann . Swiatek hatte sich bereits 1995 eine eigene Homepage eingerichtet , da es
für ihn wichtig war , dass die Kirche beim Einsatz Neuer Medien nicht
hinterherhinkt . " Wir müssen wie damals die Fischer am See Genezareth unsere
virtuellen Netze auswerfen . " Im Internet besteht auch für ihn die Chance ,
Menschen zu erreichen , die schon lange nichts mehr mit der Kirche zu tun haben
. " Die Anonymität erleichtert gerade bei der Seelsorge oft den ersten Kontakt
und senkt die Hemmschwelle . " 3D-Grafikspezialist 3dfx meldet hohe Verluste Der
Entwickler der Voodoo-Grafikkarten für 3D-Spiele 3dfx gerät zunehmend in
finanzielle Nöte . Maßgeblich beigetragen hat zu den roten Zahlen allerdings die
Akquisition von Gigapixel , einem Chipentwickler mit speziellem Know-how , das
3dfx in seinen zukünftigen Chipprodukte verwerten will . Ein großes Manko waren
tatsächlich immer wieder neue Verzögerungen bei der Einführung von Voodoo4 und
Voodoo5 . Auch das für Sommer angekündigte Flaggschiff Voodoo6 ist bereits auf
den Herbst verschoben worden . Zudem muss man sich gegen eine Patentrechtklage
des Konkurrent Nvidia erwehren , der gerade auch noch Rekordgewinne melden
konnte . Alex Leupp sieht hierin aber lediglich eine Reaktion auf die Klage ,
die 3dfx Ende 1998 selbst gegen Nvidia eingereicht hat . 3dfx muss sich nun
dringend um neue Investoren oder anderen Geldquellen bemühen . Windows 2000 ? Ja
, aber ... Die PC- und Server-Hersteller zeigen doch kaum mehr als lauwarme
Begeisterung für das neue Profi-System von Microsoft , das für Ende dieses
Jahres erwartet wird . Einige bieten zwar kostenlose Upgrades an , gehen aber
nicht davon aus , dass Unternehmen schnell umsteigen werden . Gerade auf den
Markt der Server und Desktop-PCs in Firmen aber zielt Microsoft mit Windows 2000
. Dell beispielsweise kündigte wie zuvor schon Hewlett-Packard und andere
Hersteller ein kostenloses Upgrade-Programm auf Windows 2000 an , wenn man eine
NT-4-Maschine zwischen dem 1. September 1999 und Ende Februar 2000 kauft . Aber
Manager des Unternehmens nehmen an , dass dieses Angebot kaum von Firmenkunden
genutzt werden wird . Besonders zurückhaltend ist IBM : Big Blue meint ,
Microsoft müsste noch einige Verbesserungen an dem System einführen , bevor es
sich für heterogene Firmennetze eigne . So seien eine stabile Synchronisation
des Directory-Service Active Directory in Windows 2000 mit dem Standard LDAP (
Lightweight Directory Access Protocol ) notwendig , der beispielsweise auch bei
vielen Internet-Diensten eingesetzt wird . Überraschungen erwarten IBM-Manager
sogar beim Multi-Processing : Anwender dürften enttäuscht sein , vor allem , was
die Leistung auf den neuen Achtfach-Servern mit Intel-Chipsatz angeht . Trotzdem
will IBM schon zur Vorstellung von Windows 2000 mit Anwendungen für das System
auf dem Markt sein , darunter DB2 Universal Database und die Management-Suite
von Tivoli . VW wegen Domain-Namen verklagt VW versucht seit einiger Zeit ,
neben vw.com auch den Domain-Namen vw.net zu bekommen , der bislang Virtual
Works gehört . Darin sieht Volkswagen eine Verletzung der eingetragenen
Trademark " VW " . 1995 hatte der deutsche Autokonzern vw.com bei Network
Solutions ( NSI ) , damals noch Monopolist für die Eintragung von Domain-Namen ,
registrieren lassen ; vw.net beanspruchte er zu dieser Zeit aber nicht . Die
Domain wies NSI dann 1996 Virtual Works zu . In den Versuchen von VW , auch die
Domain vw.net zu bekommen , sieht Virtual Works nun eine eklatanten
Vertragsbruch durch NSI ( die ebenfalls verklagt wurden ) und
geschäftschädigendes Verhalten des Autoherstellers . Und dafür verlangt die
Firma Schadenersatz - ganz abgesehen davon , dass sie natürlich auch vw.net als
Domain-Namen behalten will . Deutsche Telekom legt kräftig zu Die Deutsche
Telekom hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres Ergebnis und Umsatz
kräftig gesteigert . Zugleich stiegen - vor allem durch Investitionen in
UMTS-Lizenzen - die Verbindlichkeiten , teilte die Deutsche Telekom am heutigen
Dienstag auf Grundlage vorläufiger Zahlen mit . Darin enthalten sind
Sondereinflüsse wie der Verkauf der Beteiligung an Global One und der Börsengang
von T-Online . Ohne Neukonsolidierungen wuchs der Umsatz um 5,5 Prozent . Dies
sei vor allem auf die Bezahlung der UMTS-Mobilfunklizenzen in Deutschland und
den Niederlanden sowie Investitionen in die zugekaufte VoiceStream
zurückzuführen . Die Zahl der Mitarbeiter legte vor allem durch Übernahmen um
gut 14.300 auf 207.440 zu . Auch das Schlachtschiff der Produktreihe Intershops
, die im vergangenen Jahr vorgestellte E-Business-Plattform Enfinity , ist seit
gestern als Version 2.0 verfügbar . Aufgepeppt wurde die Software fürs Verkaufen
übers Internet vor allem mit B2B-Funktionen ( Business-to-Business ) . So kommt
das Update mit vorgefertigten Integrationsbausteinen für den Marktplatz von
Commerce One , MarketSite sowie für die SAP-Standardsoftware R3 . Weitere "
Cartridges " für Produkte von Oracle , PeopleSoft oder Siebel sollen demnächst
folgen . Möglich macht das relativ einfache Plug-in von Enfinity in die
unterschiedlichsten Distributionskanäle vor allem die Tatsache , dass die
vollständig modular aufgebaute und über eine " Pipeline-Architektur " nach dem
Baukastenprinzip zusammensetzbare Software letztlich als eine Art Relais
zwischen Back- und Front-Office fungiert . Die Bezahlung kann dabei
beispielsweise über die Partner-Site laufen , während die Lagerentnahme und die
Versendung der bestellten Waren vom eigentlichen Verkäufer abgewickelt werden .
Möglich macht die " Zusammenarbeit " der unterschiedlichen Sites und Kanäle die
Arbeit mit offenen Standards bzw. " E-Business-Sprachen " wie Java , XML , CORBA
oder COM . Deutlich verbessert worden seien auch die Performance und die
Skalierbarkeit des Produkts , verspricht Schambach . Die Investoren am Neuen
Markt ließen die Intershop-Aktie allerdings trotz der Vorstellung des
Enfinity-Updates am gestrigen Montag um fast zwei Prozentpunkte nach unten
fallen . Doch Schambach und seine Intershopler haben momentan die Augen sowieso
stärker auf die Nasdaq gerichtet , wo das Papier seit September gelistet ist .
Ziel der IO2 ist daher vor allem , das Unternehmen in den USA stärker bekannt zu
machen . Denn obwohl Intershop seit einigen Jahren seine Zentrale in San
Francisco hat , genießt die in Jena gegründete Firma jenseits des Atlantiks noch
lange nicht den Status einer " Haushaltsmarke " . Die trug zusammen mit dem
Aufkauf von zwei Startups wesentlich dazu bei , dass Finanzchef Wilfried Beeck
Mitte Oktober durchschimmern lassen musste , dass trotz gestiegener Umsatzzahlen
wohl auch für die Monate Juli bis September ein Verlust zu erwarten sei . Die
genauen Zahlen werden am heutigen Dienstagabend verkündet , wenn die 30-tägige "
Schweigepflicht " ausläuft , die beim Gang an die Nasdaq vorgeschrieben ist .
Hickhack um AOL-Beteiligung am Microsoft-Prozess Vor wenigen Tagen erst hatte
AOL überraschend beantragt , beim Berufungsgericht im Kartellverfahren gegen
Microsoft einen so genannten amicus brief zur Unterstützung des
US-Justizministeriums einreichen zu dürfen . Auch die Computer and
Communications Industry Association ( CCIA ) , die Software and Information
Industry Association ( SIIA ) und das Project to Promote Competition and
Innovation in the Digital Age ( ProComp ) reichten solche Anträge ein . Sie
sollen dem Gericht bei seiner Entscheidungsfindung helfen . In der Regel werden
sie zu Gunsten einer der streitenden Parteien eingereicht . Um die beantragten
amicus briefs entwickelt sich nun ein rechtes Hickhack zwischen
US-Justizministerium , Microsoft und den Antragstellern . AOL sieht sich laut
seinem Antrag in einer guten Position , dem Berufungsgericht bei seiner
Entscheidungsfindung zu helfen : " AOL ist sehr gut geeignet , dem Gericht
wertvolle Unterstützung bei seiner Prüfung der entscheidenden Themen und Fragen
im Berufungsverfahren zu bieten " , meint der Online-Dienst . Denn AOL habe an
der Spitze der Entwicklung des Internet zum wichtigen Kommunikationsmedium
gestanden . Daher stimme man allen Anträgen zu , die um die Erlaubnis für die
Einreichung eines amicus briefs nachgesucht hätten . Dem kann sich Microsoft nun
allerdings überhaupt nicht anschließen . In seinem Widerspruch zu den Anträgen
meint der Konzern , Microsoft-Konkurrenten , ob sie nun unter eigenem Namen oder
unter dem verschiedener Industrie-Vereinigungen aufträten , sollte es nicht
gestattet sein , mehrere amicus briefs einzureichen . Stattdessen sollten diese
Institutionen und Firmen ein einziges Dokument vorlegen - alles andere wäre
unfair gegenüber Microsoft und würde dem Gericht zu große Lasten aufbürden . Die
drei Organisationen seien maßgeblich von Microsoft-Konkurrenten beeinflusst ,
darunter Oracle und Sun , meint Microsoft . Und mit Sun wiederum habe AOL eine
Partnerschaft für die Server-Software von Netscape . Microsoft hat aber auch
grundsätzliche Bedenken gegen einen amicus brief von AOL : Schließlich hätten
Zeugen von AOL und Netscape lange Aussagen in dem Verfahren gemacht . Es
erscheine doch unangebracht , dass AOL nun diese Zeugenaussagen mit zusätzlichen
Argumenten unabhängig davon ergänzen wolle . Darüber hinaus sollte
Organisationen und Privatpersonen , die kein spezielles Interesse an dem Fall
oder der Software-Industrie generell hätten , grundsätzlich die Einreichung von
Amicus-Dokumenten untersagt werden , egal , für welche Seite sie sich
aussprächen , meint Microsoft . Wie sich das Gericht nun entscheidet , wird sich
wohl noch diese Woche zeigen . Zu diesem Termin sollten alle Antworten auf die
Anträge für amicus briefs beim Gericht vorliegen . Das eigentliche Verfahren
soll nach dem Zeitplan des Gerichts am 26. und 27. Februar nächsten Jahres mit
mündlichen Verhandlungen weitergehen - nach diversen Fristen zur Einreichung von
Dokumenten der beteiligten Parteien und daraus resultierenden Antworten . Bis
dahin dürfte es anscheinend zwischen den streitenden Parteien in dem
Kartellverfahren noch einiges Geplänkel auf Nebenschauplätzen geben . Sechs
Bewerber um UMTS-Lizenzen in Österreich ( Update ) In Österreich beginnt am
Donnerstag dieser Woche die Versteigerung der UMTS-Lizenzen . Theoretisch können
alle sechs Bewerber für UMTS-Mobilfunknetze je zwei Frequenzpakete erhalten . In
diesem Falle wäre ein Flop mit mageren Einnahmen für den Finanzminister zu
erwarten . Sollte ein Bewerber jedoch zusätzliche Frequenzen anstreben , ist
ähnlich wie in Deutschland mit einem preistreibenden Wettbewerb zu rechnen .
Einnahmen in ähnlicher Höhe wie hierzulande sind aber auch dann nicht zu
erwarten : Die Bieter in Österreich werden angeführt vom heimischen
Branchenprimus Mobilkom , einer Tochter des Ex-Monopolisten Telekom Austria .
Daneben steht als Nummer Zwei auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt max.mobil
, eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Telekom . An dritter Stelle der "
heimischen " Bewerber steht das Unternehmen One , an dem E.ON , Tele Danmark ,
Telenor und die RHI-Gruppe beteiligt sind . Schließlich will tele.ring , das zur
Mannesmann-Gruppe und damit zum weltgrößten Mobilfunkunternehmen Vodafone
Airtouch gehört , Frequenzen ersteigern . Die Hutchison Telecommunications (
Hongkong ) und die spanische Telefonica bieten als ausländische Unternehmen mit
. Interessierte können die Auktion ab Donnerstag im Web verfolgen . Gerangel um
Mandatsverlängerung bei der ICANN Ohne jeglichen Kommentar zum Verfahren hat die
Internet-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN
) die vier Direktoren benannt , deren Amtszeit entgegen der ursprünglichen
Satzungsvorschriften noch einmal bis 2002 verlängert wird . Es sind der
Niederländer Hans Kraaijenbrink , Netzwerkexperte Jun Murai aus Japan , und die
US-Amerikaner Frank Fitzsimmons ( Dun and Bradstreet ) und Linda Wilson . Wilson
, früher Beraterin der National Science Foundation und künftig die einzige Frau
im ICANN-Direktorengremium , war zuletzt Vorsitzende des Nominierungskomitees
für die ICANN-Wahl im Oktober . Satzungsgemäß hätten bei dieser so genannten
At-large-Wahl Nutzer in aller Welt neun der 18 Vorstände der für die Aufsicht
über das Domain Name System ( DNS ) zuständigen Organisation wählen sollen . "
Die Hälfte der Macht für das Volk " , lautete die Interpretation der alten
ICANN-Satzung . Diese " Volksvertreter-Sitze " waren bei der Gründung der
Organisation im Herbst 1998 auf Veranlassung der US-Regierung mit handverlesenen
und nach geographischem Proporz ausgewählten Interims-Direktoren besetzt worden
. Sie sollten nach einer Amtszeit von zwei Jahren von den gewählten
Nutzervertretern abgelöst werden . Bei der ICANN-Sitzung in Kairo im vergangenen
März hatte das inzwischen von Industrieseite ebenfalls mit neun Direktoren
beschickte Board allerdings die Notbremse gezogen . Es entschied , dass zunächst
nur fünf der neun At-large-Direktoren gewählt werden sollten und das
Wahlverfahren zunächst durch ein Studie überprüft werden solle . Man werde , so
einigten sich die Direktoren in Kairo , innerhalb der Interims-Direktoren suchen
, wer sich für eine Verlängerung der Amtszeit zur Verfügung stelle .
Amtsmüdigkeit , so die Hoffnung , werde die Entscheidung erleichtern .
Tatsächlich gab es um die jetzt verkündete Entscheidung allerdings heftigen
Streit . " Es war wohl eher so , dass man sich nicht so leicht einigen konnte ,
wer das Board verlassen sollte " , sagt der neue ICANN-Direktor Helmut Schink .
Der Siemens-Manager , der Anfang Oktober fürs European Standard
Telecommunication Institute ( ETSI ) ins Board nachrückte , war von der
Entscheidung ebenso ausgeschlossen wie die im Oktober gewählten
At-Large-Direktoren . " Das haben die Interims-Direktoren unter sich ausgemacht
" , meinte Schink . Umstritten war nach Aussagen verschiedener Beobachter
besonders , welcher der drei Interimsdirektoren aus Europa an Bord bleiben
sollte . Zurückziehen werden sich nun Géraldine Capdeboscq und der ehemalige
stellvertretende Direktor der Generaldirektion XIII , Eugenio Triana .
Capdeboscq , beim französichen IT-Dienstleister Bull für Strategiefragen und
Partnerschaften zuständig , sagte zu der im Kreis der neun Interimsdirektoren
gefällten Entscheidung : Auch geographisch hätte man sich eine andere
Zusammensetzung der Europagruppe vorstellen können , meint Capdeboscq . Mit der
Entscheidung für Kraaijenbrink ist Europa durch zwei Deutsche , zwei
Niederländer und einen Spanier vertreten . Obwohl sie das Board in einer
kritischen Phase verlasse und sich gewünscht hätte , wenigstens einen Teil der
anstehenden Aufgaben zu Ende zu bringen , sei sie allerdings auch froh ,
kommentierte die Französin . " Die Arbeitsbelastung ist weit über das
hinausgegangen , was wir am Anfang erwartet hatten . " Erste deutsche
Weltausstellung endet mit Feiern und Wehmut Die erste Weltausstellung in
Deutschland ist Geschichte . Mit Appellen für ein friedliches Zusammenleben der
Völker und großem Lob für Deutschland geht die fünfmonatige Expo 2000 am
heutigen Dienstag in Hannover endgültig zu Ende . Bundestagspräsident Wolfgang
Thierse setzte am Mittag vor mehr als 7.000 Gästen den offiziellen Schlusspunkt
: " Die Expo 2000 ist beendet . " Besucher und Teilnehmer können allerdings noch
bis tief in die Nacht auf dem 170 Hektar großen Gelände Abschied feiern . Der
Sprecher der Expo-Teilnehmernationen , der Däne Ole Philipson , würdigte erneut
die Leistung der Gastgeber : " Man muss die endgültigen Bilanzen nicht abwarten
, um sagen zu können , dass die Expo 2000 ein Erfolg war " , sagte Thierse . "
Die Expo war nicht in erster Linie ein Unternehmen , um Geld zu verdienen . "
Die Weltausstellung habe dazu beigetragen , Distanzen und Fremdheit zu
überwinden . Angesichts rechtsradikaler und antisemitischer Gewalttaten in der
Vergangenheit sei von der Expo eine Botschaft für ein anderes Deutschland
ausgegangen . " Sie hat gezeigt , wie viele Deutsche gegenüber anderen Ländern
und Kulturen neugierig sind . " Die Expo sei ein Ort der Begegnung gewesen .
Philipson sagte , von der Weltausstellung in Hannover könne die " große Welt "
das friedvolle und harmonische Zusammenleben lernen . Philipson dankte
ausdrücklich Expo-Chefin Birgit Breuel , die häufig kritisiert worden sei . Der
Präsident des internationalen Weltausstellungsbüros , Gilles Noghes , bewertete
die Veranstaltung als ein " großartiges Fest " . " Im Laufe der Monate hat die
Expo an Größe gewonnen und endet im gemeinsamen Jubel von Veranstaltern und
Besuchern . " Gerade wegen der mehr als 700 weltweiten Projekte und der
veranstalteten Globalen Dialoge gehe große Wirkung von ihr aus . Auch im
Zeitalter des Internets hätten Weltausstellungen ihre Begründung . " Niemals
wird die Entdeckung virtueller Welten an die Stelle der fühlbaren Realität
treten können . " Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel dankte den
Nationen für ihre Teilnahme . " Es ist kein Defizit , was wir am Ende zu tragen
haben . " Es seien vielmehr Investitionen in die Zukunft des Landes .
Expo-Chefin Brigit Breuel bilanzierte : Während der Abschiedsfeier nahmen
offizielle Vertreter Japans die Fahne mit dem Symbol der Weltausstellungen
entgegen . In der Provinz Aichi wird 2005 die nächste Expo veranstaltet . Sie
wird unter dem Motto " Die Weisheit der Natur " stehen . Hintergrund : Das
Establishment frisst den " Revoluzzer " " Wir machen es den Leuten wirklich
schwer , legal an Musik im Netz zu kommen " , sagte kürzlich Andreas Schmidt ,
Chef der Bertelsmann eCommerce Group . Untersuchungen hätten belegt , dass zum
Beispiel 76 Prozent der Napster-Nutzer für Musikstücke zahlen würden , wenn sie
legal und in guter Qualität angeboten werden würde . " Der Austausch digitaler
Musikstücke ist nicht aufzuhalten " , sagt Schmidt . Und wenn man es nicht
selbst hinbekommt , dann beteiligt man sich eben an dem Vorreiter der
Tauschbörsen im Internet - oder übernimmt ihn gleich ganz . Die so genannte "
strategische Allianz " zwischen Bertelsmann und Napster , die am heutigen
Dienstag verkündet wurde , ist daher nur konsequent . Bertelsmann bekommt Zugang
zu einem eingeführten Dienst , Napster einen finanzstarken Partner , der gleich
noch ein Musiklabel in die neue Ehe mit einbringt . Doch dazu kommt noch , dass
es sich um die aktivsten Nutzer handeln dürfte , die eine ganz besonders
wertvolle Zielgruppe darstellen . Aus der kostenlosen Tauschbörse wird ein
Abonnenten-Modell . Offiziell wird es damit begründet , dass Urheberrechte damit
abgegolten werden . Erst einmal Marktanteile besetzen und einen Kundenstamm
aufbauen , auch unter Inkaufnahme hoher Anlaufverluste durch kostenlose Angebote
. Und dann erst kommt das eigentliche Geschäftsmodell , mit dem irgendwann auch
Gewinne eingefahren werden sollen . Pikanterie am Rande ist natürlich , dass
Napster im Konzert mit Bertelsmann nun genau das umsetzen will , was die
Musikindustrie in den juristischen Auseinandersetzungen immer wieder von der
Tauschbörse forderte : Nämlich den Tausch über Napster ständig zu kontrollieren
und Urheberrechtsverletzungen zu unterbinden . Napster lehnte dies immer als "
technisch undurchführbar " ab . Ohne eine solche Technik wird sich aber
natürlich kein Abonnement-Modell realisieren lassen , wie es Bertelsmann nach
Aussagen gegenüber c't vorschwebt . Auf der anderen Seite aber ist natürlich
auch ein Modell mit einer monatlichen Gebühr vorstellbar - solche Vorschläge
hatte Napster selbst schon in die Diskussion gebracht . Schließlich wussten auch
die Napster-Chefs von Anfang , dass sie die Millionen-Investitionen durch
Venture-Kapitalisten irgendwann wieder einspielen müssen . Neue Freunde Eines
wird noch einmal klar : Napster ist nicht der Revolutionär , den viele am Werke
sahen ; die Tauschbörse ist nicht der kleine David , der für die User gegen die
Goliaths der Musikindustrie kämpft . Ob sich allerdings aus dem Ansatz von
Napster ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln lässt , bleibt auch nach dem
Einstieg von Bertelsmann unsicher : Zu groß sind die Unwägbarkeiten , denen sich
die Firmen bei der Einführung einer Gebühr für den Dienst gegenübersehen - die
Reaktion der User wird auch von den konkreten Bedingungen abhängen , die ein
Abonnement begleiten , und genau die lässt Bertelsmann bislang im Dunkeln . Und
zu vielfältig sind die ( momentan noch verfügbaren ) kostenlosen
Ausweichmöglichkeiten . Die Plattenindustrie jedenfalls stürzt sich verstärkt
auf das Internet als Verteilmedium . Die Frage ist nicht , ob sich die
Distributionskanäle für Musik ändern , sondern wer diese Kanäle beherrscht - um
nichts anderes geht es in den juristischen Auseinandersetzungen zwischen den
Labels auf der einen und Napster oder MP3.com auf der anderen Seite . Und
bezeichnenderweise beteiligte sich auch nicht etwa die Bertelsmann Music Group ,
das Plattenlabel von Bertelsmann , an Napster , sondern die Bertelsmann
eCommerce Group . Mit Napster kann Andreas Schmidt jedenfalls seine Vision von
der Ablösung des Marktmodells durch das Netzmodell beginnen : Die beschränkte
Verfügung durch den Kauf einer CD wird durch den unbeschränkten Zugang zur Musik
durch das digitale Abonnement abgelöst . Und beim Fressen kommt der Appetit :
Musik ist nur der Anfang - wenn das Vorhaben von Erfolg gekrönt ist . Die
Statistik über Deutschland geht online Am gestrigen Dienstag ging das neue
Angebot des Statistischen Bundesamts online . Die Zahlen und Auswertungen der
obersten Statistiker Deutschlands sind ab sofort im Statistik-Shop abrufbar ;
darüber hinaus gibt es seit Anfang des Jahres ein Online-Meldeverfahren zur
Intrahandelsstatistik , das nun allen interessierten Firmen offen steht . "
Durch Online-Dienstleistungen der Bundesverwaltung werden wir den Bürgern mehr
Service bieten und der Wirtschaft die Erfüllung staatlicher Meldepflichten
erleichtern . " Neben dem Bestellen von gedruckten Veröffentlichungen ermöglicht
die Site , sich die Zahlenreihen in elektronischer Form zu besorgen . Kostenlos
ist allerdings nur ein kleiner Teil des Zahlenmaterials der Bundesstatistiker :
Der Auszug aus dem Gemeindeverzeichnis mit Gemeindeschlüsseln , Fläche und
Einwohnerzahl wiederum kostet schon 139 Mark . Bestellen kann jeder , der sich
einen ( kostenlosen ) Account im Statistik-Shop des Bundesamts besorgt ,
geliefert wird auf Rechnung . Das Online-Meldeverfahrens w3stat funktioniert
dagegen in die andere Richtung : Damit können Firmen ihre Daten über die
Lieferungen und Bezüge innerhalb der EU online übermitteln . Eine
Verschlüsselung mit SSL soll dabei die Sicherheit der Datenübertragung
gewährleisten . Seit Anfang 2000 läuft nach Angaben des Bundesamts bereits mit
anfangs 2000 Firmen der Betrieb dieses Verfahrens . Verlust bei Intershop jagt
den Aktienkurs nach unten Doch während das Softwarehaus zwischen März und Mai
Gewinne einfahren konnte , wiesen die Zahlen im dritten Quartal ins Minus .
Beeck betonte , dass es zum elften Mal in Folge gelungen sei , den Umsatz
gegenüber dem Vorquartal zu steigern . Die zur Fragestunde geladenen Analysten
zeigten sich allerdings wenig begeistert über die Verluste , und die Investoren
an der Börse reagierten prompt : Der Aktienkurs des Unternehmens stürzte am
Neuen Markt in Frankfurt am gestrigen Dienstag um 20 Prozent ins Minus und
pendelte sich kurz vor Handelsschluss bei 52 Euro ein . Angesichts des noch
geringen Bekanntheitsgrad der deutschen Firma jenseits des Atlantiks fragte ein
Analyst allerdings sofort nach , ob nicht weitere Werbemaßnahmen in den nächsten
Monaten nötig seien . Laut Schambach sei die Kampagne allerdings "
außerordentlich " gewesen und würde in der nächsten Zeit nicht wiederholt werden
. Weitere TV-Spots in den USA schloss der 30-Jährige allerdings nicht aus . Dass
die Softwarefirma , die sich momentan vor allem auf den B2B-Sektor (
Business-to-Business ) konzentriert , in den Dot.com-Strudel hineingerissen wird
, dementierten die Intershop-Manager . Startups machten nur 10 Prozent des
Umsatzes aus , erläuterte Beeck . Unter den neu gewonnen 281 Kunden befänden
sich Konzerne wie Bertelsmann , die Otto-Gruppe , Time Warner oder Shell ; die
Enterprise-Lösung Enfinity sorge für die meisten Einnahmen . Trotzdem ist der
Druck auf Intershop groß , nach Jahren des Verlusts endlich Gewinne in einer
Jahresbilanz auszuweisen . 2000 wird das allerdings nicht der Fall sein ,
blickte Beeck in die nahe Zukunft . " Im Gegensatz zu anderen Firmen kündigen
wir keine Vaporware an " , erläuterte er mit einem Seitenhieb auf den
Konkurrenten Microsoft . Ob das die Investoren langfristig zu schätzen wissen ,
ist allerdings die Frage . Preise fürs Telefonieren seit drei Monaten
unverändert Im Oktober 2000 lagen die durchschnittlichen Preise für
Telefondienstleistungen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 4,7
Prozent unter denen des Oktober 1999 . Im September 2000 gaben die Preise im
Vergleich zum Vorjahr noch um 4,9 Prozent nach , im Mai lag das Minus sogar noch
bei 5,8 Prozent . Gegenüber dem Vormonat blieben die Telefonkosten im Oktober
2000 allerdings unverändert - wie schon im September und August . Damit sanken
die Kosten fürs Telefonieren seit insgesamt drei Monaten nicht mehr . Das
Telefonieren im Festnetz verbilligte sich im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um
4,3 Prozent ; dabei machten die Preise für Auslandsgespräche den Löwenanteil (
minus 35,6 Prozent ) aus . Inlandsgespräche waren um 7,9 Prozent billiger zu
haben ; bei Ortsgesprächen war wiederum kaum eine Veränderung festzustellen ,
ihre Preise sanken um 0,7 Prozent . Die Anschluss- und Grundgebühren blieben
dagegen wie schon in den Vormonaten im Jahresvergleich auf demselben Niveau .
Fürs Mobiltelefonieren mussten die Verbraucher im Oktober 2000 13,7 Prozent
weniger als im Oktober 1999 ausgeben . Was wurde . Was war . Was wird . Ein
neues Jahr steht bevor , und so möchte die Wochenschau von Hal Faber zwar wie
immer den Blick für die Details schärfen , aber den Charakter als Wochenschau
kurzfristig einmal verlassen : Was wurde . " Träumen Sie vom absturzfreien PC ?
" , fragt mich der Windows-Berater aus dem Fachverlag für Computerwissen und
beruhigt mich : " Meist genügen einige gezielte Handgriffe , damit Sie die
größten Fehler beseitigen " . Ha ! Ein tausendjähriges absturzfreies Windows ,
knorzig wie eine Eiche , das wirft natürlich die Frage auf , ob da nicht ein Alb
auf der Menschheit lastet . Morgen betreten wir ein neues Jahr , begrüßen Y2K
erneut oder jetzt erst recht mit " the same procedure as every year " und lassen
wehmütig Y1K Erinnerung passieren ( your mileage may vary ) . Die ersten tausend
Jahre der Computerei , in denen gezielte Handgriffe noch unbekannt waren ,
Abstürze aber an der Tagesordnung . Ob Y2K oder Y1K : Jetzt aber doch . Weil ich
mich schon immer der Genauigkeit zutiefst verpflichtet gefühlt habe , will ich
zum Anfang doch eine der überflüssigsten Diskussionen des nun fast vergangenen
Jahres noch einmal wiederaufleben lassen . Deshalb gestatte ich mir , bevor es
in medias res geht , auf die " wahre Jahrtausendfeier " in Staffelstein
hinzuweisen . ( Die älteren Leser fühlen sich bei dieser Formulierung
möglicherweise an den " Wahren Heino " erinnert , aber ich versichere hiermit ,
dass es sich keinesfalls um einen satirischen Ansatz handelt ) . In einem
Fachwerkhaus kam hier 1492 der " Rechenmeister " Adam Riese zur Welt und unter
Berufung auf dieses Ereignis feiert die Gemeinde am 31. Dezember 2000 die
Jahrtausendwende - das Ereignis soll allerdings schon seit Wochen ausverkauft
sein . Noch etwas früher als der sprichwörtliche Adam Riese werkelte der
römische Abt Dionysius Exiguus , der 525 im Auftrag des Papstes Johannes I.
Tafeln zur Berechnung des Osterfestes zu erstellen hatte . Und nun ist er
angeblich Schuld an dem ganzen Kuddelmuddel . Er setzte sich mit seiner Ansicht
durch , die Zeitrechnung beginne mit der Geburt Christi . Allerdings kannte
Dionysius den genauen Zeitpunkt der Geburt Jesu nicht , und " rekonstruierte "
die Zeitrechnung aus der Bibel . So glaubte er , das Jahr 247 der Ära des
Diokletian mit dem Jahr 531 nach der Geburt Jesu gleichsetzen zu können . Das
Geburtsjahr Jesu war demnach das Jahr 1 n . Chr. , und das Jahr davor war das
Jahr 1 v. Chr. Die Zahl Null als mathematische Größe war zu jener Zeit nur in
den arabischen Ländern gebräuchlich . Das änderte sich aber schnell - und so war
der Weg frei für absturzsichere Computer , Visionen vom Jahr 2001 und natürlich
die Wochenschau . Das neue Jahrtausend wurde von beiden bereits vor einem Jahr
gefeiert , Mensch wie Computer nach eigener absturzartiger Weise . Die
Unzeitlichkeit hat gewissermaßen Tradition : Als Y1K begann , steckte man in
Europa noch im Mittelalter , das bekanntlich keine Computer brauchte , sondern
eine göttliche Ordnung . Der Beginn unserer Neuzeit verspätete sich geringfügig
, gelehrte Menschen setzen ihn im Jahre 1348 an , als die schwarze Pest durch
Europa zog und der Mensch sich keinen göttlichen Reim mehr darauf machen konnte
. Den Computer hatte der Mensch aber bereits zur Hand , er wurde kurz vor diesem
Datum erfunden . Die logischen Drehscheiben und allgemeinen Permutationstafeln
der Ars Magna des Raimundus Lullus sind der erste Universalcomputer , sie
sollten in einer logisch strengen Kombinatorik alle gültigen und wahren Aussagen
über Gott in allen Religionen darstellen können - und die anderen von der
christlichen Logik überzeugen . Mit dem ersten Computer kam ganz ohne Microsoft
auch die Systemkonkurrenz auf die Welt . Immerhin : Als Cobol-Programm ist die
Ars Magna noch heute ablauffähig . Ein erklärter Bewunderer von Raimundus Lullus
ist Pico von Mirandola , der seinen Gott zur radikalen Schlussfolgerung treibt ,
der den Menschen empfiehlt : Wie man selber meißelnd loslegen kann , zeigte 500
Jahre nach Lullus der Jesuit Athanasius Kircher , der eine " lullistische "
Kombinatorik konstruierte , die ohne einen Rosettastein auf Grund der schieren
Logik die ägyptischen Hieroglyphen entziffern sollte . Mit seiner Ars Magna
Sciendie lieferte Kircher nicht nur reichlich Grundstoff für die Illuminaten ,
sondern wurde als erster Hacker ein großes Vorbild für alle Codebrecher und von
Alan Turing zum Urahn erklärt . Natürlich gibt es Einwände , dass Kirchers "
Rechentechnik " niemals das Ägyptische entziffert habe , doch war das
Kunstägyptisch eine semantisch komplette Sprache . Sein Schüler Caspar Schott
veröffentlichte 1665 mit der Technik die erste funktionierende
Steganografie-Anleitung und noch der Marconi-Code des Leutnant Macbeth
orientierte sich an der Universalsprache von Kircher . Ohne den guten Athanasius
gäbe es vielleicht nicht so beschauliche Shows voller Grooves wie den "
Familientag Kryptografie " am Heinz Nixdorf Museums-Forum , das zum 4. Feburar
2001 eigentlich in die Abteilung " Was wird " gehört . " Wenn die Zahlen auf
ihre einfachsten Prinzipien wie 0 und 1 reduziert werden , dann herrscht überall
eine wunderbare Ordnung . " Übergehen wir auch Charles Babbage , der nicht
minder humorlos den Pferdekot in London berechnete oder die Zahl der Menschen ,
die seinerzeit minütlich geboren wurden . Kommen wir zur First Lady , Augusta
Ada Byron , Lady King , Countess of Lovelace , der für die Forderung , dass
Gottes Schöpfung maschinenlesbar sein muss , der ewige Ruhm im Heiseticker
sicher ist . Oder aber gebührt dieser Ruhm nicht eher Hans Rechsteiner ? Der
Schweizer Superingenieur hatte 1847 eine Ente konstruiert , die die berühmte
Maschinenente von Jaques Vaucanson ( 1738 ) oder den Schwan von Maillard ( 1733
) rundweg in die Tonne treten konnte . Die Ente von Rechsteiner schwamm nicht
nur lebensecht im Wasser herum , pickte Körner und verdaute sie ebenso
lebensecht in einem Mini-Chemielaboratorium . Der Laudator , dem die Gentechnik
noch unbekannt war , sprach vor leerem Haus . Das Publikum war draußen am Kotzen
. Ada Lovelace war einen Schritt weiter als der Schweizer Entenfreund . Sie
brachte das Dilemma um die Vögel und Maschinen prägnant auf dem Punkt , als sie
die Erfindungen von Charles Babbage kommentierte : " Wenn die analytische
Maschine erst einmal konstruiert sein wird , wird sich die Schwierigkeit (
Bewegungen und Prozesse darzustellen ) auf die Herstellung von Lochkarten
reduzieren . " Nicht die mechanische Reproduktion eines Tieres wird wichtig sein
, sondern die Steuerung des Modells , sei es eine Sprechpuppe im Stil von E.T.A.
Hoffmannns Olimpia oder eben Ananova . Software drives Hardware , dieser Satz
hatte beim Universalcomputer gefehlt , bis Ada Lovelace kam . Zum Dank wurde
bekanntermaßen eine ziemlich unerquickliche Programmmierumgebung nach Ada
benamst . Und zum Undank rücken nun die Biografen an , die hinter Ada Lovelace
nur das Treiben der Babbage-Söhne vermuten . Nach Ada Lovelace setzte sich ein
Kryptograf im Jahre 1949 an den Schreibtisch . Er schrieb einen Aufsatz , der
1951 gedruckt wurde und sich damit auf das Jahr 2001 bezog : Als Alan Turing
diesen Satz schrieb , waren Computer monströse Apparaturen , die ballistische
Berechnungen und dergleichen durchführten . In Deutschland tauchte dieser
Aufsatz 1967 in einem Kursbuch auf . Einen der schönsten Kommentare zu Turing
ließ sich der Engländer C.P. Snow einfallen , der den Begriff der " Zwei
Kulturen " ( Philosophie und Technik ) prägte : Was in Turings Universalmaschine
noch weitgehend Theorie blieb , blinzelte dann im Jahr 1975 vorsichtig in die
noch weitgehend uninteressierte Welt . In diesem Jahr konzipierte David Bunnell
eine Anzeige unter dem Titel : Der Spaß kostete 439 Dollar . Dafür kam ein Satz
Elektronik ins Haus , aus dem schlussendlich der erste Personal Computer
entstand , der Altair 8800 . Kaum war er auf dem Markt , da wurde er vielfach
kopiert . Als Spezialist für solche Kopien entwickelte Tim Paterson ein viel
beachtetes Talent . Als der Newcomer Apple mit einem gänzlich anderen Computer
in der Szene erschien , hatte Paterson in kürzester Zeit eine SoftCard fertig ,
die Hardware wie Software " emulierte " und in jedem anderen Computer eingebaut
werden sollte . Das Betriebssytem dazu nannte er SCP-DOS und verkaufte es
mitsamt der Karte als Q-DOS an Bill Gates und dessen Firma Microsoft . Was war .
Heutzutage hantieren die meisten aber natürlich völlig souverän mit Nullen ,
Einsen und der Zeitrechnung . So souverän , dass wir Anfang des Jahres sogar den
gefürchteten Jahr-2000-Fehler gebannt haben und die USA - das Mutterland des
Internet-Zeitalters - tatsächlich nach mehreren Wochen einen Präsidenten
ermitteln konnten . Immerhin , die Amis sind zäh , und die Idee , die legendären
Wahlmaschinen im Internet zu versteigern , beweist eine gewisse Größe . Ebenso
wohl wie die schon erwähnte Ada Lady King , die nur einen Tag später , dafür 94
Jahre früher das Licht der Welt erblickte . Was keiner wirklich je erwartet
hatte , wurde tatsächlich real : Bill " resistance is futile " Gates musste eine
derbe Schlappe einstecken , als sein Konzern wirklich verknackt wurde .
Verändert hat sich dadurch allerdings zunächst einmal nix . Der Tanz geht weiter
und weiter und weiter und vielleicht ereilt ja auch dieser Prozess das Schicksal
des Anti-Trust-Verfahrens gegen IBM , das nach zehn Jahren ohne Ergebnis
eingestellt wurde . Die Häretiker von der Linux-Bewegung üben derweil den Umgang
mit Marketing-Pol-Pots , das Zählen größerer Geldbeträge und das Lesen von
Kleingedrucktem . Und wer weiß - vielleicht dreht sich Konrad Zuse , der den
ersten programmgesteuerten und frei programmierbaren Computer baute , heute noch
im Grab um , wenn er sieht , was Leute wie Gates aus der Weiterentwicklung
seiner Erfindung gemacht haben . Vielleicht aber findet er es ja auch gut ,
fragen kann man ihn nicht mehr . Geboren wurde er jedenfalls in eben so einem
sonnigen Juni wie dem , in dem Microsoft seine bislang größte Niederlage
einstecken musste - allerdings 90 Jahre früher . Unter dem bombastischen Titel "
Review of the Year 2000 " kommentieren sie dann doch recht lapidar : Das mögen
auch die Bobos so sehen , die ihre Aktienkurse so ins Bodenlose stürzen sahen ,
dass selbst die Weihnachtspartys ausfielen . Dafür zeigt sich , dass die vielen
ausländischen IT-Spezialisten , die seit der CeBIT im Auftrag des Bundeskanzlers
so eifrig angelockt werden , nicht unter den Arbeitslosen aus den Pleite
gegangenen Dot.Coms zu finden sind - sonst hätte sich in den letzten zwei
Monaten das Gejammer der EDV-Branche , sie finde einfach keine anständigen Leute
, doch etwas stiller gestalten müssen . Aber das wird uns wohl genauso ins
nächste Jahr begleiten wie die Bobos , die Dot.Coms in die Landschaft setzen und
anschließend in die Pleite führen und die steigenden wie fallenden Aktienkurs ,
mit denen sich all die weisen Analysten blamieren . Wer erinnert sich schon noch
an das Frühjahr , als alles wie gebannt auf den Nemax starrte und jedermann wie
jederfrau der felsenfesten Überzeugen war , es sei nur noch eine Frage von Tagen
, wenn nicht von Stunden , dass er über die Marke von 10.000 Punkten klettere
und den guten alten Dax endgültig in den Staub trete ... Asche zu Asche , Staub
zu Staub eben . Mancher , dem sich die irreale Welt der Börsen als die reale
phänomenologisch zu verdichten schien , hätte möglicherweise gut daran getan ,
sich einen Schmöker zu Gemüte zu führen , den ein gewisser Georg Simmel vor rund
100 Jahren zu Ende führte . Da fällt das Geldzählen leichter , auch wenn man es
allzu schnell verbrennt , wie inzwischen wohl auch einige Linux-Firmen . Mit
einem müssen wir jedenfalls nicht mehr rechnen , und das sind die
Untergangsszenarien auf Grund irgendwelcher Y2k-Bugs ( heutzutage müssten sie
natürlich Y2K.001-Bug heißen ) . Schade eigentlich , es war doch eine lustige
Zeit , all die unbedarften Weltuntergangspropheten vom computerisierten
Atomkrieg fabulieren zu hören . Manche halten das den angestrengten Bemühungen
zu Gute , all die vielen Fehler in den alten Cobol-Programmen zu finden . Mag
sein . Jedenfalls haben sich einige Leute eine goldene Nase mit dem Y2K-Bug
verdient - so manche Dot.Com müsste eigentlich vor Neid erblassen angesichts
dieses erfolgreichen Geschäftsmodells . Solche Geschäftsmodelle funktionierten
sicherlich nicht , würden alle Programmier zu aufmerksamen Studium der bislang
existierenden Bände von The Art of Computer Programming verdonnert . Aber Knuth
, der am 10. Januar 1938 zum ersten Mal neugierig in die Welt blickte , ist in
gewisser Weise entschuldigt : Um sein Buch richtig setzen zu können , musste er
zwischendurch noch schnell TEX erfinden - und sich um seine Familie kümmern .
Gut , dass ein neues kommt , nichts im alten war so entscheidend , dass es im
neuen nicht schlimmer oder besser kommen könnte . Es wird neue E-Mail-Würmer und
Viren geben , neue Flatrate-Anbieter , die Pleite gehen oder auch nicht , noch
mehr Milliarden-Kredite für die Telecom-Firmen , mehr Dot.Com-Pleiten und neue
Bobo-Ideen , neuer Streit , wer eigentlich für all das Zeug , das es im Internet
so gibt , wie viel bezahlen soll - und was da all der welt- und
menschheitsbewegenden Angelegenheiten mehr wäre . Eines jedenfalls feierte
dieses Jahr fröhliche Urständ , wie es dies nicht einmal zu den seligen Zeiten
von OS/2 gab , und dürfte auch im neuen Jahr von Höhepunkt zu Höhepunkt
schreiten : Das Proselyten-Machen unter den EDV-Freaks . Wer verfolgt sie nicht
leicht amüsiert bis schwer genervt , die Religionskriege zwischen Linux-Adepten
und Microsoft-Jüngern : Stritt man früher um den richtigen Weg zum Leben oder
zur Freiheit oder wenigstens um den richtigen Weg zum Denken , reicht heute 0
und 1 : " In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein wollen , ist schon wieder
ein Irrsinn für sich . " Was wird . ( Wird was ? ) Was ist mit den nächsten 300
, 500 , 800 Jahren ? Der bei der Geburt in die Fontanelle eingepflanzte Chip
kann doch nicht alles sein ? Was ist mit Moores Law ? In seinem Buch " Homo
S@piens " entwickelt Ray Kurzweil den Fahrplan , in dem die Menschen nach und
nach Ersatzorgane bekommen , bis sie vollends Maschinen sind , ganz ohne Homo :
" The Age of Spiritual Machines " heißt das Original . In diesem Buch plaudert
der Autor mit einer Molly Bloom über die großen Themen : Was ist der Sinn des
Lebens , was ist Zeit ? Etwas anders als im Ulysses erfährt diese Molly eine
Verwandlung . Doch was kommt danach ? Längst befinden sich unter den
Heiseticker-Lesern Maschinen , die darauf antworten können : " Ich habe dich in
die Welt gesetzt ... " Halten Sie dem Heise-Ticker , der meiner kleinen Kolumne
so viel Platz einräumt , die Treue . Neue Spekulationen um Chipfabrik in Erfurt
Erfurt soll nach einem Zeitungsbericht den Zuschlag für den Bau einer Chipfabrik
mit rund 200 Arbeitsplätzen erhalten . In dem Werk sollen Schaltkreise für
Mobilfunktechnik hergestellt werden , berichtete die Thüringer Allgemeine . Im
Gespräch sei eine Investition im dreistelligen Millionen-Bereich durch ein
europäisches Konsortium . Firmennamen wurden nicht genannt . Der Sprecher des
Thüringer Wirtschaftsministeriums , Andreas Maruschke , sagte , zu Spekulationen
wolle sich das Ministerium nicht äußern . In den vergangenen Monaten war die
Region um Erfurt - in der DDR Hauptsitz der Mikroelektronik-Industrie - immer
wieder als Standort für Investitionen von Halbleiterherstellern ins Gespräch
gebracht worden . Wirtschaftsminister Franz Schuster hatte Kontakte zum
kalifornischen Prozessorhersteller AMD aufgenommen . Dabei soll es jedoch um ein
eher langfristiges Projekt gehen . Nach dem Zeitungsbericht soll die
Investitionsentscheidung für das Werk des europäischen Konsortiums , bei dem es
um Halbleitertechnologien auf Basis von Gallium-Arsenid gehe , Anfang 2001
bekannt gegeben werden . Thüringen gehört auch zu den Bewerbern um eine
Chipfabrik des taiwanischen Chip-Produzenten Mosel Vitelic . Sie werde
voraussichtlich erst Mitte 2001 fallen , hieß es jetzt im Erfurter
Wirtschaftsministerium . Thüringen steht dabei im Wettbewerb mit einer Vielzahl
von Standorten in Kanada , Europa und Bundesländern wie Sachsen-Anhalt und
Sachsen . Offen ist derzeit auch noch die Standortentscheidung des Erfurter
Schaltkreisherstellers X-Fab Semiconductor Foundries GmbH . X-Fab will zur
Kapazitätserweiterung ein weiteres Werk bauen . Das aus der Erfurter Thesys GmbH
hervorgegangene Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitern unterhält in der Thüringer
Landeshauptstadt bisher zwei Chipfabriken . " Das war wirklich gute PR für Linux
" News for Nerds . Stuff that matters . Unter diesem Motto schreibt auf Slashdot
nicht nur ein fester Redaktionsstab über Neuigkeiten und Gerüchte aus der Szene
. Auch die Surfer selbst gehen unter die Autoren - und die Beiträge lösen zudem
teilweise ellenlange Diskussionsthreads aus . So wurde das Internet-Angebot zu
einer der wichtigsten Newssites für die Open-Source-Gemeinde . Slashdot
entwickelte sich schon bald nach der Gründung 1997 zu einer der wichtigsten
Websites für die Open-Source-Gemeinde . Im Juni 1999 wurde die Site an den
Linux-Dienstleister Andover.net verkauft , den wiederum kurze Zeit später die
Linux-Firma VA Linux übernahm . Gerade in letzter Zeit sind immer wieder
Hiobsbotschaften durch die Szene gegangen , die die finanzielle Situation von
Linux-Firmen nicht gerade in einem rosigen Licht erscheinen lassen . Die
Aktienkurse folgten dem allgemeinen Trend und brachen weg , aber gerade in
Deutschland sind mit ID Pro und Innominate zwei Linux-Dienstleister in ernste
finanzielle Schwierigkeiten geraten . Malda glaubt allerdings nicht , dass dies
ein hausgemachtes Problem der Linux-Firmen ist : Trotz der schwierigen Situation
, der sich auch die börsennotierten Linux-Firmen gegenüber sehen , sieht Malda
den Schritt an die Börse letztendlich positiv : Das Konzept von Slashdot
jedenfalls ist erfolgreich . Die Übernahme durch Andover.net , die dann wiederum
in den Besitz von VA Linux übergingen , hat nach Ansicht von Malda zudem keinen
Einfluss auf die Unabhängigkeit der Site gehabt . Die Umsetzung von
Berichterstattung im Web , wie sie Slashdot betreibt , trägt den Machern
allerdings teilweise den Vorwurf ein , dass sich die Site manches Mal zu sehr in
eine Gerüchteküche verwandelt . Malda betrachtet das Slashdot-Konzept allerdings
nicht als eine Form des klassischen Journalismus : " Slashdot ist nicht wirklich
Journalismus , aber es stiehlt ihm einige seiner besten Ideen . " Das
entscheidende sind für ihn nicht nur die Originalbeiträge , sondern die
Diskussionen , die sich daraus entwickeln : Der eigentliche Artikel ergibt sich
für Malda erst aus dem Originalbeitrag und den daraus entstehenden
Diskussionsthreads : Es gibt nicht die beste und nicht die schlechteste
Distribution . Das ist natürlich nur meine offizielle Meinung . China verschärft
Bestimmungen zur Internet-Zensur Die Volksrepublik China hat neue Regelungen zur
Bekämpfung der Internet-Kriminalität . Die Verordnung , die laut chinesischen
Nachrichtenagenturen am Donnerstag von einem Komitee des Volkskongresses
verabschiedet wurde , fasst zum einen unter Cybercrime die Erzeugung und
Verbreitung von Computer-Viren , das Einbrechen in Netzwerke der Streitkräfte
oder die Manipulation von privaten E-Mail-Accounts . Als kriminelle Tat im
Internet wird zum anderen aber auch die Nutzung des Internet betrachtet , um
Taiwans Unabhängigkeit zu fördern , " Kulte " zu organisieren oder Gerüchte zu
verbreiten , um Aktienkurse zu manipulieren . Einige Bestimmungen der Verordnung
sind spezielle Umsetzungen existierender Gesetze für das Internet , nach denen
Dissidenten schon im Knast landeten . Kriminelle Taten sind nach der Verordnung
in Zukunft das " Aufwiegeln zur Untergrabung der Staatsmacht " im Internet ,
Online-Aufrufe zur " Vernichtung des sozialistischen Systems " oder zur "
Zerstörung der nationalen Vereinigung " sowie die Nutzung des Internet , um "
Kontakt mit Kult-Mitgliedern " zu halten . Letztere Bestimmung zielt wohl vor
allem gegen die verbotene Kultbewegung Falun Gong . Darüber hinaus ist die
Bereitstellung von pornographischen Web-Sites ebenso strafbar wie Links auf
solche Sites . Telekom entschuldigt sich für falsche DSL-Rechnungen Mehrere
Telekom-Kunden staunten in den letzten Wochen nicht schlecht : Die Deutsche
Telekom berechnete ihnen Minutengebühren für die T-Online-Nutzung per
Wählleitung , obwohl sie gleichzeitig die 49-Mark-Flatrate der T-Online per DSL
abonniert hatten . Einige Leser gaben gegenüber c't an , permanent per DSL mit
dem Internet verbunden gewesen zu sein - eine zusätzliche Einwahl per ISDN-Karte
oder Modem ist technisch nicht möglich . Dennoch berechnete ihnen der rosa Riese
mehrere tausend Minuten " Nutzung T-DSL flat via Telefon " . Nach mehrfacher
Anfrage bei der T-Online-Pressestelle meldete sich schließlich die Pressestelle
des Mutterkonzerns Deutsche Telekom bei c't - und entschuldigte sich im Namen
der Tochter . Der manuelle Eingriff eines Mitarbeiters soll zu einem Fehler in
den Kundendatensätzen geführt haben - einen Systemfehler oder gar technische
Probleme schloss die Telekom aus . Die Angelegenheit sei " sehr bedauerlich " .
Guten Rutsch und frohes neues Jahr ! Ganz egal , ob nun ein neues Millennium
oder schlicht ein neues Jahr gefeiert wird - die Redaktionen von c't , iX und
Telepolis und das Team von heise online wünschen allen Lesern und Leserinnen
einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr . Wenigstens gehen die Feiern dieses
Mal ohne Befürchtungen wegen irgendwelcher Y2K-Bugs über die Bühne ... Y2K : Um
12 Uhr mittags unserer Zeit war es in Neuseeland so weit : In Auckland stieg die
erste große Neujahrsparty . Mit einem bombastischen Feuerwerk und einer
Lasershow feierten die Neuseeländer den Wechsel ins Jahr 2000 - und konnten
bislang beruhigt ins neue Jahr blicken . Die Kraftwerke funktionierten weiter ,
das Licht blieb an , und eine halbe Stunde nach dem Jahreswechsel in Neuseeland
wurden auch noch keine Schwierigkeiten auf Grund ausgefallener Computer gemeldet
. Nur beim Telefonieren mussten sich die Neuseeländer auf gewisse Probleme
einstellen . Allerdings lag das nicht etwa am Y2K-Bug : Dies war aber von den
Telefongesellschaften erwartet worden . Neuseeland galt als Testfall , da es als
erster Industriestaat den Jahreswechsel erlebte . Die Regierung hatte extra ein
spezielles Zentrum eingerichtet , in dem aus dem ganzen Land Nachrichten über
mögliche Computerprobleme angenommen werden . Dieses Zentrum ist wiederum mit
einer Einrichtung in Washington verbunden , die Informationen aus 170 Ländern
über eventuelle Auswirkungen des Y2K-Bugs sammelt . Y2K : Russischer Atommeiler
arbeitet ohne Störungen Der erste russischer Atommeiler , der um 13 Uhr unserer
Zeit den Wechsel ins Jahr 2000 erlebte , arbeitet bislang ohne Störungen weiter
. Alle vier Reaktoren des Atomkraftwerks Bilibinskaja auf der
Tschuktschen-Halbinsel im äußersten Osten Sibiriens funktionieren normal ,
meldete die Betreibergesellschaft Rosenergoatom . Störungen in der
Stromversorung hat es laut der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass im Fernen
Osten Russlands und in Ost-Sibirien nicht gegeben . Y2K : Japan im Jahr 2000 Nun
hat es auch Japan geschafft : Um 16 Uhr MEZ überschritt das asiatische Land die
Schwelle zum neuen Jahr ohne Schwierigkeiten . In Tokio begrüßten die Einwohner
das Jahr 2000 mit Tausenden von Luftballons ; die Schläge einer 50 Tonnen
schweren Glocke aus dem 16. Jahrhundert läuteten das neue Jahr ein . Bislang
sind nach Berichten japanischer Medien keine Ausfälle bei der Stromversorgung
oder im Bahnverkehr bekannt geworden . Der japanische Ministerpräsident Keizo
Obuchi will kurz vor 17 Uhr unserer Zeit bekannt geben , wie Japan als eine der
führenden Industrienationen den Wechsel ins Jahr 2000 bewältigt hat . Letzte
Warnungen vor Jahr-2000-Viren Nicht so sehr das Jahr-2000-Problem als viel mehr
Viren-Angst scheint in den letzten Stunden vor dem Jahreswechsel die Experten zu
beschäftigen . Y2k-Beauftragte der französischen Regierung warnen davor ,
E-Mail-Attachments zu öffnen , selbst wenn der Absender bekannt sei . Hacker und
Viren-Programmierer seien in den letzten Tagen des alten Jahres sehr aktiv
gewesen . Sie könnten den Jahreswechsel dazu benutzen , neue Viren
einzuschleusen , die wie Hilfsprogramme gegen den Y2K-Bug aussehen . Computer
Associates will sogar noch einen neuen Virus entdeckt haben , der am 1. Januar
2000 aktiv wird . Trojan.Kill Inst98 löscht nach Angaben von CA alle Dateien auf
Laufwerk C: , sobald das Datum der Computeruhr auf dem 1. Januar 2000 oder
später steht . Genauere Informationen zu dem Virus stellt CA auf seiner
Web-Seite zur Verfügung ; ein für den persönlichen Gebrauch kostenloses
Anti-Viren-Programm , das Trojan.Kill erkennt , bietet die Firma ebenfalls an .
Brücke zwischen Digital- und Analogvideo Der deutsche Hersteller Como kündigt
einen Videokonverter an , der S-Video- oder Composite-Signale samt Stereoton in
Digitalvideo-Datenströme übersetzt . Zudem kann das Gerät auch über die
IEEE-1394-Schnittstelle eingespeistes Digitalvideo ( DV ) in Analogvideo und
-audio wandeln . Como will den 1500 Mark teuren Konverter namens DV-1394 auf der
CeBIT vorstellen ( Halle 9 , Stand C02 ) . Videoschnitt für Windows und Linux
Die Aachener Softwarefirma MainConcept will auf der CeBIT die Version 3.5 ihres
knapp 200 Mark teuren Videoschnittprogramms MainActor für Windows und Linux
zeigen . Der Im- und Export der Formate MPEG-1 und -2 soll verbessert worden
sein ; außerdem will MainConcept mit der neuen Version unter Windows eine
vollwertige Anbindung an DV-Geräte bieten . Im Internet stehen Betaversionen für
Windows und Linux bereit . Die soeben erschienene Public Beta 1 für Linux nimmt
per Echtzeit-MJPEG-Kompression von Videokarten auf , die von Video for Linux
unterstützt werden . Auf der CeBIT findet man MainConcept am ELSA-Stand ( Halle
9 , Stand C 62 ) . US-Außenministerium warnt vor Reisen am 1. Januar 2000 Das
US-Außenministerium mahnt die Bürger , daß sie bei Reisen ins Ausland zum
Jahreswechsel mit Jahr-2000-Problemen konfrontiert werden könnten . Schon die
Verkehrsverbindungen selbst könnten beeinträchtigt werden . Wie sonst bei
Naturkatastrophen oder militärischen Krisen will man im Internet detaillierte
Warnungen und Empfehlungen bereitstellen . Spätestens ab Oktober sollen sich
dort für jedes Land Berichte über die jeweiligen Jahr-2000-Vorkehrungen finden .
MetaCreations verkauft Kai's-Produktlinie Nachdem Grafik-Guru Kai Krause wieder
eigene Wege beschreitet , verkauft MetaCreations die Rechte an den
Billig-Produkten der "Kai's"-Serie an ScanSoft . Betroffen sind Super Goo (
Bildverzerrung ) , Photo Soap ( Bildbearbeitung ) und Power Show ( Präsentation
) . Bis Ende dieses Jahres soll der Support aber weiterhin durch MetaCreations
geleistet werden . Parallel dazu beginnt MetaCreations , Plug-in-Bildeffekte im
Web zu verkaufen ; als Appetithappen gibt 's ein Modul sogar kostenlos .
Zumindest beim Namen " KPT X " der Plug-ins bleibt man Kai noch treu : Kai's
Power Tools . IFA : DVD-Player für Linux Auf dem Convergence-Stand ist der
Prototyp des wohl ersten DVD-Hardware-Decoders für Linux zu sehen . Die Lösung
mit TV- und Audio-Ausgang basiert auf einem Hardware-Decoder von LSI Logic ;
eine offene Programmierschnittstelle soll die Nutzung des Players aus anderer
Software heraus erlauben . Nicht Software , sondern die Player-Hardware
entschlüsselt den Kopierschutz der DVD . So können die Entwickler die Treiber
unter GPL veröffentlichen . InDesign wird ausgeliefert Auf der Seybold
Conference verkündete Adobe , dass die langerwartete Layout-Software InDesign
jetzt in den USA ausgeliefert wird . Die deutsche Version des Pakets für Windows
98 , NT 4.0 oder MacOS 8.5 soll Mitte dieses Monats erscheinen . Selbst dann
liegt sein Preis immer noch deutlich unter dem des Hauptkonkurrenten QuarkXPress
, das aktuell mehr als 3000 Mark kostet . Jahr 2000 : Beschränkte Haftung für
falsche Angaben Soft- und Hardwarehersteller könnten Informationen über Probleme
zurückhalten oder Aussagen über die Kompatibilität verweigern , um nicht
rechtlich belangt zu werden . Selbst das gutgläubige Weiterverbreiten von
Aussagen darüber , ob ein Produkt Jahr-2000-fähig ist oder nicht , könnte
juristische Folgen nach sich ziehen . Abhilfe soll der Year 2000 Information
Disclosure Act schaffen , der nun vom US-Senat gebilligt wurde . Gemäß diesem
Gesetzesvorschlag haften Unternehmen nur noch eingeschränkt für falsche Aussagen
über die Jahr-2000-Kompatibilität ihrer oder fremder Produkte . Sie können
allerdings weiterhin für Behauptungen wider besseres Wissen oder für grobe
Fahrlässigkeit bei der Recherche zur Rechenschaft gezogen werden . Von der
Regelung ausgenommen sind auch Werbeanzeigen , die sich an Endverbraucher
richten . Der Gesetzesvorschlag muß nun noch das Abgeordnetenhaus passieren .
MetaCreations : Grafiksoftware fürs Web aus dem Web Die Kai-Krause-Company
MetaCreations will sich auf Grafiksoftware für das " Creative Web "
spezialisieren . Headline Studio , das erste Programm der neuen Linie , erzeugt
mit Hilfe programmierter Bewegungs- und Überlagerungseffekte animierte
GIF-Bilder . Die 250 US-Dollar teure Software für Windows und MacOS soll ab
Februar per Internet zu kaufen sein - MetaCreations' Einstieg in eCommerce .
XPress-Konkurrent : Adobe InDesign Auf der Seybold Publishing Conference in
Boston präsentiert Adobe das Layoutprogramm InDesign , das bisher unter dem
Codenamen " K2 " gehandelt wurde . Die gemäß Herstelleraussage extrem modular
aufgebaute Software für Windows und MacOS soll im Sommer Adobes bisheriges
DTP-Produkt PageMaker ablösen . InDesign soll Dokumente aus PageMaker sowie dem
Konkurrenzprodukt QuarkXPress weiterverarbeiten . Der geplante Preis von 700
US-Dollar für InDesign ist eine deutliche Kampfansage : QuarkXPress Passport 4.0
kostet derzeit etwa 4000 DM . Canvas 7 : Vektorgrafik mit Effekten Deneba
erlaubt auf der Seybold-Konferenz Version erste Blicke auf Version 7 des
Grafikprogramms Canvas für Windows und MacOS . Canvas 7 soll erstmals
pixelbasierende Effekte wie Weichzeichner und Wellenverformung als " Linsen "
auf weiterhin editierbare Grafiken anwenden . Die Exportfunktionen für JPEG und
GIF sollen verbessert worden sein ; insbesondere werden GIF-Animationen
unterstützt . Das Programm soll in den USA ab Oktober für 375 US-Dollar
verfügbar sein . QuarkXPress 4.0 im November Quark will binnen der nächsten 60
Tage Windows- und MacOS-Versionen der DTP-Software QuarkXPress Passport 4.0
weltweit ausliefern . Kunden in den USA zahlen knapp 1600 $ für dieses Paket ,
das auch europäische Sprachen unterstützt . Die englischsprachige Grundversion
QuarkXPress 4.0 wird für 995 $ zu haben sein . Internationale Verkaufspreise
stehen noch nicht fest . Parallel zu dieser Ankündigung verlautete von Quark ,
daß eine Version für Alpha-NT-Workstations geplant ist . Außerdem will man Adobe
Acrobat lizenzieren und bald nach Veröffentlichung von XPress 4.0 in Form von
XTensions nachliefern . Dann können XPress-Benutzer PDF-Dokumente ohne Umwege
lesen und schreiben . MPEG-2-Kompression in Echtzeit für 4600 Mark VisionTech
bringt nun mit MVCast eine Echtzeit-Lösung heraus , die beim deutschen Vertrieb
etwa 4600 Mark kostet . Diese PCI-Karte für Windows-NT- und Sun-Rechner wandelt
die angelegten Audio- und Videosignale ( PAL oder NTSC , auch 16:9-Bildformat )
ohne Verzögerung in MPEG-2-Daten um ( 3-16 MBit/s ) . Sie basiert auf dem
Ein-Chip-Encoder MVision10 . CorelDraw 9 runder statt breiter Auf der Seybold
Publishing Conference in Boston erlaubt Corel erste Blicke auf Version 9 des
Grafikpakets CorelDraw , die im März in den USA erhältlich sein soll . Statt
noch weitere Funktionen anzuhäufen , scheint sich der Hersteller dieses Mal vor
allem der Abrundung der Software gewidmet zu haben . So soll der Umgang mit PDF-
und AI-Dateien robuster sein , außerdem sei das Farbmanagement auf Basis von
ICC-Profilen verbessert worden . Die Anwendungen aus dem CorelDraw-Bündel sollen
mit mehr als 120 Digitalkameras per Plug&Play zusammenarbeiten . 3D-Canyons mit
Bryce 4 MetaCreations kündigt Version 4 des 3D-Landschaftsgenerators Bryce an .
Zu den Glanzlichtern zählen aufwendigere Wolkenformationen , die auch das
Sonnenlicht abschatten , der Import von Höhenkarten im DEM-Format , 3D-Export
für Programme wie Lightwave und Ray Dream sowie Export in Internet-Formate wie
VRML , RealVideo und MetaStream . Windows- und MacOS-Version von Bryce 4 sollen
noch diesen Monat in den USA für 250 US-$ auf einer gemeinsamen CD zu haben sein
. VRML-Browser Cosmo 2 jetzt für MacOS Das Programm zum Durchwandern virtueller
3D-Welten am Bildschirm läuft als Plug-in in Netscape Navigator 4 . Cosmo
begründet die Verzögerung gegenüber der seit letztem Jahr erhältlichen
Windows-Version mit einer aufwendigen Änderung : zur 3D-Darstellung verwendet
die Software nun die OpenGL-Bibliothek von Conix , statt unmittelbar auf Apples
QuickDraw 3D aufzusetzen . Microsoft lizenziert 3D-Technik Microsoft will das
jüngst von Intel und MetaCreations eingeführte 3D-Datenformat MetaStream in
DirectX und NetShow übernehmen . Den Abschluß einer entsprechenden
Lizenzvereinbarung mit MetaCreations gaben die Redmonder gestern bekannt .
MetaStream erlaubt echtes Streaming : per Internet übertragene 3D-Objekte
erscheinen schon grob während der Übertragung . Das aktuelle MetaStream-Plug-in
für Internet Explorer und Netscape Navigator unter Windows finden Sie auf der
Shareware-CD , die der Ausgabe 12 der c't beiliegen wird . Eine Mac-Version der
Software soll folgen . PageMaker-Nachfolger K2 Anläßlich der Seybold-Konferenz
in San Francisco gewährte Adobe zum ersten Mal Blicke auf das Desktop-Publishing
Programm K2 . Gerüchte über dessen Tauglichkeit als " QuarkXPress-Killer "
bestätigte Konkurrent Quark zuvor ungewollt selbst - mit dem mißlungenen Versuch
, Adobe zu kaufen . K2-Produktmanager Ben Rothholz demonstrierte , wie sich Text
und grafische Elemente gleichzeitig editieren lassen . Texte tippt man ein ,
ohne zuvor einen Rahmen aufzuziehen . Besonderen Wert legte Rothholz auf die
Fähigkeit von K2 , 4000 Prozent in die Darstellung hineinzuzoomen . Das allein
dürfte aber noch nicht genügen , um mit dem Programm , das nächstes Jahr fertig
werden soll , erfolgreich gegen Quark anzutreten . Jahr-1999-Probleme mit
Medizintechnik Die US-Behörde für Lebensmittel und Pharmaka FDA warnt davor ,
daß manche medizintechnische Geräte nicht erst am Jahr-2000-Problem scheitern ,
sondern schon die Jahreszahl 1999 nicht korrekt verarbeiten . Der Behörde lägen
15 Meldungen vor ; zwei davon seien von den jeweiligen Herstellern zumindest
teilweise bestätigt worden . Bei den betroffenen Geräten handele es sich um
einen Defibrillator ( Schockgenerator zur Wiederbelebung ) von Hewlett-Packard
und einen Multiparameter-Monitor von Invivo Research . Ghostscript 6.0 verfügbar
Die Version 6.0 des PostScript-Emulators Ghostscript steht nun für Unix zum
Download bereit . Varianten für OS/2 und Windows sollen in wenigen Wochen folgen
; eine Mac-Version ist in Vorbereitung . Ghostscript 6.0 unterstützt weitgehend
PostScript 3 and PDF 1.3 , das Format von Adobe Acrobat 4.0 . Das Hilfsprogramm
ps2pdf , das ähnlich wie Acrobat Distiller PostScript-Dateien in PDF-Dokumente
wandelt , soll besser als bisher mit verschiedenen Schriftarten umgehen .
Aladdin Ghostscript darf kostenlos benutzt werden , der kommerzielle Vertrieb
ist aber untersagt . Nach Replica für Netware ist jetzt auch die Backup-Lösung
Replica 3 für Windows NT 3.51 und 4.0 frei vom Internet-Server des Herstellers
zu erhalten ( http://www.stac.com ) . Abermals handelt es sich um eine voll
funktionstüchtige und nicht zeitbeschränkte Version . Telefonsupport - falls
gewünscht - muß allerdings getrennt bezahlt werden . Auch Disaster Recovery ,
die schnelle Wiederherstellung im Notfall , ist nicht in der kostenlosen Version
vorgesehen . Playmates unter Verschluß Das Herrenmagazin Playboy kämpft schon
länger dagegen , daß die freizügigen Bilder seiner Internet-Seiten auch auf
anderen Web-Sites auftauchen . Sogenannte digitale Wasserzeichen sollen diesen
Diebstahl nun unterbinden . Das unsichtbare Einbetten der
Copyright-Informationen in die Bilddateien und das automatische Durchforsten des
Web nach Raubkopien übernimmt Software des Herstellers Digimarc (
http://www.digimarc.com/pr016.html ) . Einen Testbericht über Software für
digitale Wasserzeichen - darunter auch das Digimarc-Produkt - finden Sie in der
kommenden Ausgabe 8/97 der c't . knapp kalkuliert : AKWs und das Jahr 2000 Der
Bundesregierung liegen derzeit noch keine Erkenntnisse darüber vor , wie gut
sich die Betreiber von Kernkraftwerken auf das Jahr-2000-Problem vorbereitet
haben . In einer Antwort auf eine schriftliche Frage des forschungspolitischen
Sprechers der Bündnisgrünen , Manuel Kiper , heißt es dazu nur , daß eine
systematische Überprüfung von computerabhängigen Einrichtungen und Systeme in
Kernkraftwerken veranlaßt wurde . Für jede Anlage müssen die Betreiber ihre
Planung und Maßnahmen darlegen . Die Bundesregierung gibt sich optimistisch :
Die Computersysteme würden rechtzeitig geprüft und gegebenenfalls umgestellt .
Die Sicherheit der deutschen Kernkraftwerke sei durch das Jahr-2000-Problem
nicht in Frage gestellt . Offenbar ist der Zeitplan der AKW-Betreiber jedoch
denkbar knapp kalkuliert : In anderen Branchen arbeitet man bereits seit Jahren
an der Umstellung . Christiane Schulzki-Haddouti Cosmo Player 2.0 : Beta
verfügbar Die lang erwartete erste Betaversion des VRML-2.0-Browsers Cosmo
Player 2.0 für Windows 95 und NT steht nun im Internet zur Verfügung . Das
Programm gestattett , virtuelle Welten mit Netscape Navigator oder Microsoft
Internet Explorer zu durchwandern . Es unterstützt den entsprechenden Standard
VRML 2.0 nun fast vollständig . Hersteller Silicon Graphics hat auch die
Benutzerobfläche neu gestaltet ; zur Beschleunigung der 3D-Darstellung wird
OpenGL verwendet . Die knapp vier Megabyte große Installationsdatei findet sich
samt weitergehenden Informationen und Hilfsprogrammen auf der Cosmo-Website .
Alternativ kann man sie vom deutschen SGI-Server herunterladen . Cubase VST mit
256 Audiospuren Steinberg und Silicon Graphics entwickeln unter dem Codenamen
NUENDO eine Workstation-Version des bisher für MacOS und Windows erhältlichen
virtuellen Tonstudios Cubase VST . Die Aufgaben von Mischpult und Effektgeräten
übernimmt der Rechner selbst - in Echtzeit . Im Unterschied zu den PC-Versionen
von Cubase VST soll NUENDO darauf ausgelegt sein , bis zu 256 Audiospuren mit 24
Bit Auflösung und 96 kHz Abtastfrequenz zu verarbeiten . Auch könne die
Bedienungsoberfläche auf einer O2-Workstation laufen , die zum Beispiel einen
Octane-Server fernsteuert . Als Erscheinungstermin visiert man das erste Quartal
1998 an . Y2K-Update für QuickBooks 2000 Neben Kontoführungsprogrammen wie
Quicken , Money und BankUp hat auch die Finanzbuchhaltungssoftware QuickBooks
Schwierigkeiten mit den seit Jahresbeginn geänderten
Online-Banking-Datenformaten einiger Kreditinstitute . Spätestens am Vormittag
des morgigen Donnerstag , des 6. Januar 2000 , soll eine entsprechende
Online-Aktualisierung über die QuickBooks-Internetseite verfügbar sein . Das
ließ Lexware , der deutsche Vertriebspartner des Herstellers Intuit , verlauten
. Lexware empfiehlt QuickBooks-Anwendern , nach dem Einspielen des Updates
erneut die Kontoauszüge abzurufen , die seit Jahresbeginn angefallen sind .
RagTime 5 im März RagTime , ein integriertes Paket aus Textverarbeitung und
Tabellenkalkulation , soll ab März für 1500 Mark in Version 5 erhältlich sein -
dann erstmals auch für Windows . Mit dem bisher nur für MacOS verfügbaren
Programm richtet sich der deutsche Hersteller B&E Software vor allem an
Geschäftsanwender , die Kataloge produzieren , Berichte verfassen oder
Rechnungen schreiben wollen . Für die neue Version ist unter anderem ein
verbesserter Import und Export der Microsoft-Office-Datenformate angekündigt .
Canon : Fotodruck par excellence In den USA hat Canon Farbdrucker angekündigt ,
die gleich mit einer ganzen Reihe von Superlativen aufwarten : Der BJC-7000
druckt mit sieben Grundfarben ; seine mehr als 1000 Düsen produzieren
Tintentropfen in zwei verschiedenen Größen . Um auch auf Normalpapier eine
maximale Qualität zu erreichen , sprüht der 1200x600-dpi-Drucker eine
transparente Grundierungsschicht aufs Blatt . In den USA soll das Gerät ab
Oktober für 450 Dollar erhältlich sein . Preis und Lieferdatum für Deutschland
sind noch unbekannt . Ebenfalls mit Tintentropfen in zwei verschiedenen Größen
arbeitet ein neuer 720x360-dpi-Vierfarbdrucker , der in den USA unter der
Bezeichnung " BJC-4304 Photo " zum Preis von 240 Dollar erhältlich ist . Zum
Aufpreis von 99 Dollar verwandelt sich dieser Drucker in einen 24-Bit-Scanner (
360 dpi ) - eine statt des Druckkopfes montierte Scaneinheit macht 's möglich .
Ein großer Bruder dieses Druckers für DIN-A3-Großformat wird vermutlich auch
über eine Macintosh-Schnittstelle verfügen . MiroVideo DC30 ein Drittel
günstiger Für die Dauer des Monats Oktober senkt Pinnacle den empfohlenen
Verkaufspreis der Videoschnittkarte MiroVideo DC30 von knapp 1500 auf 999 Mark .
Im Bündel fehlt dann die Rendersoftware 3Df/x . Die Karte wird weiterhin mit dem
Schnitt- und Effektprogramm Adobe Premiere 4.2 LE für Windows ausgeliefert .
Treiber für Premiere 5.0 seien erst in zwei Wochen zu erwarten , teilte Pinnacle
mit . CorelDraw 8 LE für Mac kostenlos Vor dem Download bittet man die Benutzer
darum , an einer kleinen Umfrage teilzunehmen , die sich aber auch überspringen
lässt . Die Programme sind gegenüber den Vollversionen vor allem in der Zahl der
Dateiformate und Filter sowie in den Druckvorstufen-Funktionen beschnitten .
US-Kunden erhalten für knapp 20 Dollar auch eine CD-ROM . Polaroid : bunte Pläne
für 1998 Elektronik und Chemie verbindet eine weitere geplante Kamera , die alle
Schnappschüsse als Sofortbild ausgibt und zugleich digital speichert . Für die
digitalen Knipser will Polaroid den kleinsten und schnellsten Fotodrucker
liefern : Notebooks und Handys mit hellen LC-Anzeigen ohne akkubelastende
Hintergrundbeleuchtung verspricht ein neuer holografischer LIFT-Reflexionsfilm (
Light Intensifying Film Technology ) . Gratis-Beta von LiveMotion Adobe stellt
eine kostenlose Betaversion seiner neuen Software für Internet-Grafiken bereit .
LiveMotion schreibt animierte GIF-Bilder ebenso wie Grafiken im XML-Abkömmling
SVG und interaktive Filme im Dateiformat SWF des Konkurrenten Macromedia Flash .
Der Download umfasst für MacOS 16 MByte , für Windows 27 MByte . In den USA soll
die endgültige Version noch im zweiten Quartal dieses Jahres für 400 Dollar
erhältlich sein . 3D fürs Internet von Intel und MetaCreations Intel und
MetaCreations wollen demnächst ein 3D-Dateiformat namens MetaStream
veröffentlichen , das erlaubt , virtuelle Welten schneller als bisher über das
Internet zu laden und am Bildschirm zu durchwandern . Grundlage der Technik ist
ein von der MetaCreations-Tochter RTG entwickeltes Verfahren , 3D-Objekte als
Punktwolken statt als Polygonflächen zu übertragen . Schon ab morgen soll ein
Plug-in verfügbar sein , mit dem sich MetaStream-Dateien anzeigen lassen .
Y2K-Mythos umrankt 9.9.99 Unkenrufer fühlen sich bemüßigt , vor Computerfehlern
am kommenden Donnerstag , dem 9.9.99 , zu warnen . Die Ziffernfolge 9999 könne
als Ende-Anweisung fehlinterpretiert werden . Bei genauerer Betrachtung löst
sich das " Problem " aber in Luft auf . Die Software müsste Datumsangaben mit
Hilfe von BCD-Zahlen oder ASCII-Zeichencodes statt Binärzahlen speichern , um
überhaupt auf vier gleiche Ziffern stoßen zu können . Aber selbst dann würde das
Datum 9.9.99 wahrscheinlich als 19990909 , 990909 oder 090999 dargestellt - mit
höchstens drei aufeinanderfolgenden Neunen . Die Ziffernfolge 9999 ist bei allen
halbwegs plausiblen Datumsformaten ausgeschlossen . Und selbst , wenn sie
vorkäme , müsste das Programm obendrein noch den unwahrscheinlichen Fehler
machen , sie als Endezeichen zu interpretieren . Die Nachrichtenagentur Reuters
zitiert einen Mitarbeiter der Gartner Group mit der Aussage , dass man bislang
nur zwei Fälle eines 9.9.99-Fehlers gefunden habe , und das auch nur in extrem
obskuren Systemen . Adobe : Dokumente piratensicher verkaufen Mit einer
"WebBuy"-Version von Acrobat will Adobe nächstes Jahr den Handel mit
elektronischen Dokumenten im Internet in Schwung bringen . Die verschlüsselten
Dateien werden frei verteilt ; passende Kennwörter kann der Kunde dann online
kaufen , so Adobes Idee . Die zum Lesen im Acrobat Reader nötigen Kennwörter
sollen an die Hardware-Konfiguration gebunden sein , sodass ihre Weitergabe
zwecklos ist und nicht das geistige Eigentum des Verkäufers gefährdet .
Inprise-Kunden fühlen sich verdächtigt Benutzer von Inprise-Produkten ( ehemals
Borland ) erhielten in den letzten Tagen ein Schreiben von der Firma SofTrust ,
das ihnen nahelegt , unrechtmäßig benutzte Software durch " Nachlizenzierung "
zu legalisieren . Einige Kunden fühlen sich zu Unrecht verdächtigt und
befürchten , daß Inprise ihre Adressen an SofTrust weitergeben hat . Bernd
Buchner , Marketing Manager Central Europe bei Inprise , nahm dazu gegenüber c't
Stellung : Ein Hinweis darauf fehlt allerdings in dem der c't vorliegenden
Anschreiben , so daß sich die Kunden zu Recht gewundert haben . Bereits letztes
Jahr sorgte die Business Software Alliance BSA durch Drohbriefe für Unmut (
siehe c't 7/97 , S. 14 ) . Auch SofTrust ist bereits mit
"Nachlizenzierungs"-Aktionen in Erscheinung getreten , die sich an PC-Hersteller
und an AS/400-Anwender richteten . MetaFlash : 3D mit Digitalkamera Die
Kai-Krause-Company MetaCreations kündigt einen Hardwarezusatz mit Namen
MetaFlash an , der gewöhnliche Digitalkameras zu 3D-Scannern umfunktionieren
soll . Wie ein Blitzgerät auf die Kamera montiert , soll MetaFlash die räumliche
Tiefe der fotografierten Objekte erfassen . Bereits auf der CeBIT 1997 hatte Kai
Krause einen preisgünstigen 3D-Scanner angekündigt , von dem bislang nur
Prototypen zu sehen waren . Vor wenigen Tagen gab MetaCreations den Aufkauf der
Firma Canoma bekannt , die sich auf Software zur Berechnung dreidimensionaler
Objekte aus zweidimensionalen Abbildungen spezialisiert hat . MetaCreations :
nur noch 3D fürs Web Der Rückzug von MetaCreations aus einem Großteil des
bisherigen Geschäfts mit Grafiksoftware nimmt im aktuellen Quartalsbericht
deutlichere Formen an : Die gesamte " prepackaged graphics software " - also
wohl ebenso das Malprogramm Painter wie etwa der 3D-Landschaftsgenerator Bryce -
soll an andere Firmen verkauft werden . Man stehe in Verhandlungen ; noch vor
Ende dieses Quartals soll ein Abschluss bekannt gegeben werden . Stattdessen
möchte sich MetaCreations auf MetaStream spezialisieren , eine Lösung , um
3D-Darstellungen von Modellen oder realen Objekten zu erzeugen und auf
Web-Seiten darzustellen . Die kommende Version MetaStream 3.0 soll Schatten und
Reflexionen zeigen sowie weitergehende Interaktion mit den Objekten ermöglichen
. Die Inhalte sollen an URLs gebunden werden , sodass sich die 3D-Figuren nicht
von Dritten weiterverwenden lassen . Vermarkten will MetaCreations diese Technik
vor allem über Web-Design- und Werbe-Agenturen . Softwaretest ohne Installation
Software-Hersteller müssen keine Demo-CDs mehr verschicken , Anwender nicht mehr
nach dem Ausprobieren von Windows-Programmen die Festplatte aufräumen . Vielmehr
stellt der Hersteller eine Beispielinstalliation der Software auf einem
Internet-Server bereit , und jeder Interessent kann diese per Web-Browser
bedienen . Möglich wird das mittels ActiveX und Citrix WinFrame - letzteres eine
Technik , die eigentlich fürs Intranet gedacht war . Das wohl erste Softwaredemo
dieser Art läßt sich unter http://www.test.software.de bewundern . Quark setzt
auf XML Quark kündigt ein XML-Exportmodul namens avenue.quark für das
Layout-Programm QuarkXPress an . Der XML-Export schafft die Voraussetzungen , um
die in der Satzsoftware erstellten Dokumente maschinell aufzubereiten , zum
Beispiel für das Internet oder zur Archivierung . Wie avenue.quark ein
XPress-Dokument nach XML umsetzt , lässt sich mit " Tagging Rules " festlegen .
Vorabversionen für Windows und MacOS sind kostenlos auf der Website von Quark
erhältlich . Pinnacle : kostenlose 3D-Effekte Zunächst kostenlos will Pinnacle
Systems die 3D-Effekt-Bibliothek FreeFX für die digitalen Videoschnitt-Lösungen
DC30 , DC30plus , DV200 , DV300 , DC1000 und DVD1000 verteilen . Die 20 Effekte
von Umblättern bis Öltropfen nutzen per DirectX die Hardwarebeschleunigung von
3D-Karten . Derzeit findet sich auf der Web-Seite eine Betaversion . Mausfiguren
statt Menüklicks Die Windows-Software Sensiva ruft Anwendungen oder Menübefehle
auf , wenn der Anwender mit Maus oder Grafiktablett vordefinierte Figuren ( "
Gesten " ) zeichnet , z. B. ein " Z " zum Zoomen oder ein " S " zum Speichern .
Nach Anmeldung auf der Webseite lässt sich das Programm kostenlos herunterladen
- samt Plugins , mit denen es zum Beispiel Photoshop oder AutoCAD steuert . Die
Idee als solche ist nicht neu , sondern findet sich zum Beispiel schon in der
Grafiksoftware 3D Studio MAX . Office 2000 ist da Erste offizielle Exemplare der
deutschsprachigen Version wurden bereits gesichtet . Damit startet der Verkauf
in Deutschland parallel zum Verkauf in den USA . Neben der Textverarbeitung Word
2000 und dem Tabellenkalkulationsprogramm Excel 2000 enthält Office 2000 - je
nach Variante - auch das Zeichenprogramm PhotoDraw , den HTML-Editor FrontPage
oder das DTP-Programm Publisher . Die meisten Komponenten wurden überarbeitet ;
wesentlicher Punkt der neuen Version ist eine leichtere Zusammenarbeit per
Inter- und Intranet . US Air Force setzt NT-Unix ein Auf Rechnern der
US-Luftwaffe darf in Zukunft statt reinem Unix auch ein als Unix verkapptes
Windows NT laufen . Wie Softway , der Hersteller des NT-basierten Unix-Systems
OpenNT , berichtet , hat die US-Regierung einen entsprechenden
Beschaffungsvertrag mit dem Systemanbieter Hughes geschlossen . Der Kontrakt
sieht die Lieferung einer noch unbestimmten Menge an Alpha-Prozessor-bestückten
Workstations vor , auf denen Windows NT und OpenNT installiert sind . Als
Maximalzahl sollen 37.000 Rechner vorgesehen sein . iMac im Mittelpunkt der
MacWorld Expo Gleich zu Beginn der ganz im Zeichen des iMac stehenden
Veranstaltung wartete Jobs mit interessanten Produktankündigungen auf .
Anscheinend stößt der iMac bei den Peripherieherstellern auf breite Akzeptanz .
Apple selbst hat sich entschlossen , den Rechner nun doch mit einem zeitgemäßen
56k-Modem zu bestücken . Besitzer eines G3-PowerBooks dürfen sich ebenfalls
freuen . Eine DVD-Lösung von Apple , bestehend aus DVD-Laufwerk und
Dekoder-Karte im PC-Card-Format , erlaubt nun auch unterwegs ungetrübten
Videogenuß . Das Ergebnis des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahres
wird wohl das Vertrauen der Analysten in Apple bestätigen . Auch wenn Steve Jobs
noch keine konkreten Zahlen nannte ( das offizielle Ergebnis gibt es erst am 15.
Juli ) , kündigte er doch bereits einen Gewinn an . MetaCreations : 3D der
Zukunft Die schon in SPIEGEL und c't gewürdigte 3D-Kamera arbeitete auf der
Messe mit einem 3D-Drucker von 3D Image Technology ( http://www.3dit.com )
zusammen , um gescannte Objekte mit 3D-Effekt aufs Papier zu bringen . Der
räumliche Eindruck entsteht durch schmale Linsenstreifen auf dem Papier - wie
von Kippbildern für Kinder bekannt . Auch Kodak hatte bereits ein solches
3D-Drucksystem angeboten . Eine eher professionelle 3D-Scan-Lösung will
MetaCreations mit Hilfe der Lockheed-Martin-Tochter Real 3D auf den Markt
bringen ( http://www.real3d.com ) . Im Preis von knapp 30.000 US-$ ist eine
Grafikworkstation enthalten . Mit Hilfe von Real 3D und Intel dürfte das
Verfahren den Weg in 3D-Grafikbeschleunigerchips finden . Auch die für Ende
dieses Jahres angekündigte Windows-Version 4.1 des Animationsprogramms
MetaCreations Infini-D soll teilweise die neue 3D-Technik benutzen - ein
schwacher Trost für die Mac-Anwender , die derzeit über die träge Version 4.0
stöhnen . Eine Neuerung anderer Art findet sich in der 3D-Software Ray Dream
Studio 5 , die MetaCreations in den USA ab sofort ausliefern will : Das Programm
unterstützt nun unter Windows wie MacOS die Rendertechnik von ThinkFish (
http://www.thinkfish.com ) : Die Objekte des virtuellen Raums erscheinen hier
nicht fotorealistisch , sondern wie im Comic , wie auf einer Kreidezeichnung
oder wie auf einem Gemälde von Matisse . Kostenlose 3D-Software für Macintosh
Microspot verteilt die Grundversion des Mac-Programms 3D World 3.0 kostenlos im
Internet . Diese Version beschränkt sich auf die grundlegenden Geometrie-Befehle
. Spezialeffekte , besondere Objekte oder Texturierung erfordern Zusatzpakete ,
die man für jeweils 29 englische Pfund per Internet kaufen kann . 3D Worlds
basiert auf QuickDraw 3D , so daß ohne weitere Software kein echtes Raytracing
mit Schattenwurf und Reflexionen möglich ist . Passende Erweiterungen zu
QuickDraw 3D liefert LightWork . Microsoft forciert Internet-Audio und -Video In
einer Keynote der Fachkonferenz Streaming Media West '99 hat Bill Gates
verstärktes Engagement bei Technik zur Übertragung von Audio und Video per
Internet angekündigt . Er präsentierte die ersten Heim-Stereogeräte , die
Audiodateien im Windows-Media-Format direkt aus dem Internet oder aus dem
lokalen Speicher wiedergeben . Als einen Teil von Windows Millennium will
Microsoft die Software Movie Maker ausliefern , die mit gängiger
Capture-Hardware Videos von Camcordern und Videorecordern auf die Festplatte
schreiben soll ; aufeinanderfolgende Szenen trennt das Programm dabei
automatisch . Laut Microsoft bewältigt Movie Maker die internetgerechte
Datenkompression von 1000:1 in Echtzeit . DVD übers Web Sonic Solutions kündigt
an , die hauseigene DVD-Autorensoftware Internet-tauglich zu machen : Die damit
erzeugten DVD-Inhalte sollen sich dann nicht nur auf DVDs und CDs bringen ,
sondern mit identischer Bedienoberfläche als Streaming Video per Internet
abrufen lassen . Sonic Solutions will die Streaming-fähigen Versionen seiner
Programme im Juni herausbringen . Es sei kein besonderer Server vonnöten ;
wahlweise fungiere die DVD-Autorensoftware als Server . Welche Programme zur
Wiedergabe dienen , verlautete noch nicht . Ein Lizenzierungsprogramm für die
Hersteller von Player-Software laufe an . Weniger MMX bei Photoshop Diese
Plug-ins mit Dateidatum 7. April 1997 sind auch im Photoshop-Update auf Version
4.0.1 enthalten . Besitzer von Nicht-MMX-PCs dürfen sich freuen : Adobe
verwendet teilweise neue Algorithmen , die auch ohne MMX einen Leistungsschub
gegenüber Photoshop 3.0 und 4.0 bringen . Zum Beispiel das Paradepferd "
Gaußscher Weichzeichner " rechnet unter der Haube anders als bisher , was
winzige Unterschiede zwischen den Resultaten der alten und der neuen Version
belegen . Hinsichtlich der Geschwindigkeit zeigte sich im Test unter Windows 95
Erstaunliches : " Gaußscher Weichzeichner " und " unscharf maskieren " laufen
nun auf einem herkömmlichen Pentium teilweise deutlich flotter als vorher : Wir
maßen 40 % Geschwindigkeitszuwachs beim Wirkungsradius 2,2 Pixel . " Gaußscher
Weichzeichner " und " unscharf maskieren " bewältigt er beim Wirkungsradius 2,2
Pixel nur noch knapp 15 % schneller als ein herkömmlicher Pentium mit den neuen
Plug-ins - dieses Ergebnis würde man von den neuen Pentium-Chips bereits ohne
Nutzung von MMX-Befehlen erwarten , etwa aufgrund des vergrößerten Caches .
Ebenfalls keine nennenswerte Beschleunigung mehr erfähhrt die Funktion "
Facettieren " . Bestehen bleibt der bisherige Vorsprung des MMX-Pentium dagegen
zum Beispiel beim Wirkungsradius 1,0 in " Gaußschem Weichzeichner " und "
unscharf maskieren " . Adobe kommentierte das gegenüber c't : Um in kürzester
Zeit ein stabiles Produkt anzubieten , konnte man einige MMX-Optimierungen noch
nicht vollständig zur Verfügung stellen . Eine verbesserte Version werde folgen
. Rundfunkgebühren fürs Internet " Was versteht man unter Rundfunkgeräten ? "
fragt die Gebühreneinzugszentrale GEZ ganz unschuldig auf Ihren Web-Seiten (
http://www.gez.de ) . Wie der SPIEGEL in seiner heutigen Ausgabe berichtet und
die GEZ auf Anfrage bestätigte , fallen darunter auch PCs mit Internetzugang .
Denn schließlich läßt sich ja der Radiokanal Bayern 5 auch im Web verfolgen (
http://br.gmd.de/b5akt/ ) . Auf die meisten Privatanwender sollten jedoch keine
zusätzlichen Gebühren zukommen : Für PC-Besitzer , die sowieso schon
Rundfunkgebühren bezahlen , ist der Rechner als " Zweitradio " gebührenfrei .
Firmen und Bildungseinrichtungen , die bislang nicht allzu viele Radios und
Fernseher angemeldet haben , stehen dagegen einige Gebühren ins Haus : Wie man
sich auf den Web-Seiten der GEZ ausrechnen lassen kann , kosten 50
Rundfunkempfänger - will sagen : Sicher kein Grund zur Freude für Universitäten
und für die Betreiber von Internet-Cafés . Sollten ARD oder ZDF auf den Gedanken
kommen , auch Fernsehsendungen zeitgleich zur Ausstrahlung ins Netz zu speisen ,
wird es richtig teuer : Für 50 " Fernsehempfänger " sind monatlich 1412,50 DM an
die GEZ abzuführen . Plasmaschirme hinter antiken Mauern Ein deutsches Xerox
PARC will Kai Krause gründen , seines Zeichens Hirn der Grafiksoftwarefirma
MetaCreations ( siehe auch http://www.heise.de/newsticker/data/jl-30.05.97-001/
) . Diese Forschergruppe soll bahnbrechende Ideen auf dem Gebiet der
Computertechnik entwickeln - so wie am Xerox PARC Computermaus und
Bildschirmfenster aus der Taufe gehoben wurden . Als Heimstätte schwebt Kai
Krause ein Schloß am Rhein vor : 40-Zoll-Plasmabildschirme hinter antiken
Burgmauern . Der Codename des Projekts : Fotos per Mausklick dreidimensional Die
Software Canoma von MetaCreations verwandelt zweidimensionale Fotos in
dreidimensionale Modelle . Mit Figuren wie Quadern oder Pyramiden definiert der
Anwender , wie die flache Vorlage in die Tiefe geht . Durch die Verwendung
mehrerer Aufnahmen wird eine Rundumsicht berechnet . Fehlen weitere Bilder ,
kann die Software mogeln und die gleichen Farbmuster ( Texturen ) auf sämtliche
Seiten auftragen . So läßt sich aus einer Postkarte eine recht eindrucksvolle
dreidimensionale Stadtansicht erstellen , die der Betrachter nach Belieben
rotieren , verzerren und zoomen kann . Neben dem MetaCreations-eigenen
MetaStream-Format erzeugt das Programm unter anderem auch Dateien im VRML2- ,
DXF- und OBJ-Format . Einen ausführlichen Testbericht bringt c't in Ausgabe
13/99 . Prototyp der 3D-Kamera von Minolta MetaCreations zeigte heute in München
einen Prototypen der bereits vor zwei Wochen angekündigten digitalen Fotokamera
von Minolta , die mit einer speziellen Beleuchtungstechnik dreidimensionale
Bilder erstellt . Dazu erzeugt die Kamera bei der Aufnahme neben dem
herkömmlichen Foto eine Aufnahme , die mit farbigen Linien überzogen ist . Aus
der Krümmung der Linien berechnet die Software das Gittermodell , das mit der
Textur des normalen Fotos überzogen wird . Durch die Kombination mehrerer
Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven entstehen so fein gerenderte
dreidimensionale Modelle . Rundfunkgebühren fürs Internet , Teil 2 Sind
Internet-PCs Rundfunkempfänger und damit gebührenpflichtig ? Ja - bestätigte uns
gestern ein Rechtsexperte der Gebühreneinzugszentrale GEZ . Deren
Geschäftsführer zitierte der Berliner Tagesspiegel dagegen mit der Aussage , daß
keine Gebühren erhoben werden . Endgültige Klarheit soll eine juristische
Kommission schaffen , die heute tagt . Sie wird sich wohl nicht zuletzt mit dem
Thema " Rundfunkgebühren und Neue Medien " befassen . Zur Vorgeschichte siehe
http://www.heise.de/newsticker/data/jl-09.06.97-001/ . Banken proben den
Ernstfall Am kommenden Wochenende wollen Banken aus 17 Ländern testen , ob der
internationale elektronische Geldtransfer wohl auch im Jahr 2000 noch klappen
wird . Unter der Leitung der Bundesbank nehmen in Deutschland unter anderem die
Sparkassen an dem Versuch teil . Bereits Anfang Juni fand hierzulande ein
erfolgreicher Vortest statt . Echtzeit-3D für MacOS MetaCreations stellt seit
heute eine Macintosh-Version des Anzeigemoduls für das MetaStream-Format bereit
. MetaStream dient zur schnellen Übertragung von 3D-Objekten über das Internet .
Adobe zeigt Flash-Konkurrenten Anlässlich einer Keynote zur
Seybold-Seminars-Konferenz in Boston zeigte Adobe ein neues Programm für
Web-Grafiken und -Animationen . Es vereint die Zeichen- und Effektfunktionen des
bisherigen Produkts ImageStyler mit einer Animationssteuerung nach Art von
AfterEffects . Als Ausgabe-Dateiformate dienen neben animiertem GIF auch das auf
XML basierende SVG und vor allem das SWF-Format , das von Macromedia eingeführt
und offen gelegt wurde . Damit stellt Adobe die neue Grafiksoftware in direkte
Konkurrenz zu dem Programm Macromedia Flash , das bislang die erste Wahl für
Internet-Vektorgrafiken und -Animationen in SWF war . Der endgültige Name der im
Betatest unter dem Namen " GroundZero " geführten Software wurde noch nicht
bekannt gegeben ; Insider nennen das Programm bereits " LiveMotion " und zeigen
schon Screenshots der Betaversion . Adobe : weiter für Macintosh Gestern meldete
die renommierte Mercury News , daß Adobe überlege , aus dem
Macintosh-Heimanwenderbereich auszusteigen , auch wenn vielleicht der Erfolg des
iMac das Unternehmen noch umstimmen könnte . Adobe weist die Spekulationen
zurück . Obwohl Adobe in den Internet-Newsgruppen bereits ein Verrat an Apple
nachgesagt wird , bezieht sich die Diskussion eigentlich nur auf PhotoDeluxe -
Adobes einzige Heimanwendung . Sie ist für Windows in Version 3.0 verfügbar ,
für MacOS bloß in Version 2.0 . Trotz starken Umsatzverlusten in Japan von 42%
gegenüber dem Vorjahr , leichten Einbußen beim Lizenzgeschäft gegenüber dem
Vorjahr und den Kosten der im August angekündigten Umstrukturierung ( 350
Entlassungen ) weist Adobe im soeben veröffentlichten Geschäftsbericht für das
dritte Quartal 1998 schwarze Zahlen aus . Videoschnitt-Software als Open Source
Broadcast 2000 verwandelt einen Linux-Rechner in ein System für nichtlinearen
Videoschnitt - wohl eine Premiere für freie Anwendungssoftware . Das Programm
arbeitet mit TV-Karten auf Basis der Digitalisierungs-Chips BT848 und BT878
zusammen ; die nötige Datenkompression erfolgt per Software-MJPEG-Codec . Die
Kompression läuft optional parallel auf mehreren Prozessoren ab ; ebenso
unterstützen auch die Echtzeit-Videoeffekte den Multiprozessor-Betrieb . Den
Audio-Teil der Software hat der Programmautor großzügig mit Effekten wie Hall ,
Equalizer und Limiter ausgestattet . Digitalknipser : 1 Mio. Pixel für 1300 DM
Kodak will zur CeBIT die digitale Fotokamera DC200 vorstellen , die zu einem
Preis von weniger als 1300 DM eine Auflösung von 1152x864 Pixeln bietet . Die
Kamera wird mit einer 4 MByte fassenden CompactFlash-Speicherkarte ausgeliefert
, auf der sich die Bilddaten in Form von FlashPix- oder JPEG-Dateien ablegen
lassen . Unter Windows läßt sich die DC200 per serieller Schnittstelle
ansprechen ; für Mac-Anwender will Kodak ein optionales Verbindungskit liefern .
Jeder registrierte Käufer der Kamera erhält laut Kodak ein Adaptermodul zum
schnellen Datenaustausch mit Rechnern , die über einen PC-Card-Steckplatz
verfügen . QuickTime wird Basis für MPEG-4 Das Dateiformat des
Computervideo-Standards QuickTime wird als Ausgangspunkt für den kommenden
MPEG-4-Standard dienen . ISO , die internationale Organisation für Normen , hat
einen entsprechenden Vorschlag von Apple , IBM , Netscape , Oracle , Silicon
Graphics und Sun angenommen , teilte Apple mit . MPEG-4 soll die
Videokompression nach MPEG-1 und -2 verbessern und gleichzeitig
Multimediafunktionen bieten : Der Datenstrom überträgt verschiedene Bild- und
Tonobjekte parallel . Bei der Wiedergabe können dadurch Szenen nach Wunsch
zusammengestellt werden . Das MPEG-Komitee der ISO hatte im Oktober vergangenen
Jahres einen " Call for Proposals " für Dateiformate gestartet , die eine solche
Funktion unterstützen . Bislang wurde nicht bekannt , welche anderen Vorschläge
zur Debatte standen . SGI beschleunigt OpenGL Parallel zu dieser im Betatest als
" Cosmo OpenGL " bezeichneten Version erscheint ein Treiber-Entwicklungswerkzeug
( Device Driver Kit ) für Grafikkarten mit 3D-Beschleunigung . Einige
Spielehersteller geben OpenGL inzwischen gegenüber dem von Micorosoft
favorisierten Direct3D den Vorzug , darunter id Software ( siehe c't 9/97 , S.
148 ) . " OpenGL erlaubt , aus der Hardwarebeschleunigung in
High-end-Windows-NT-Grafikkarten den größten Vorteil zu ziehen . "
Konsequenterweise will man in Version 2.0 von 3D Studio MAX auch OpenGL
unterstützen . Eine ebenfalls von SGI auf der Siggraph vorgestellte
Schnittstelle namens " OpenGL Optimizer " erlaubt , komplexe 3D-Modelle zu
vereinfachen , verdeckte Objekte zu entfernen und mehrere Prozessoren parallel
zur 3D-Wiedergabe einzusetzen . SGI verspricht in CAD/CAM-Anwendungen
Geschwindigkeitszuwächse von Faktor 2 bis Faktor 1000 oder mehr . OpenGL
Optimizer ist derzeit für Silicon-Graphics-Workstations erhältlich . Popkomm :
Livekonzerte im Netz Fractal Painter heiratet Kai's Power Tools John Wilczak ,
bisher CEO von Metatools , soll an der Spitze des neuen Unternehmens stehen .
Mark Zimmer , CEO von Fractal Design , ordnet sich ihm als Chief Technical
Officer unter . Das wie auch der Plan , die Fractal-Design-Aktien im Verhältnis
1:0,749 in MetaTools-Aktien einzutauschen , läßt Insider eher von einer
Übernahme als von einer Fusion sprechen . Die anvisierte Besetzung des
Aufsichtsrats mit sechs Vertretern von MetaTools und drei von Fractal-Design
weist ebenfalls in diese Richtung , auch wenn die Gesamtfirma wohl nicht
MetaTools heißen wird : Ihr Name steht noch nicht fest . Fractal Design (
http://www.fractal.com ) bringt solche Software ein wie das Malprogramm Painter
, das naturgetreu das Aussehen von Ölfarben oder Zeichenkreiden nachahmt .
Ebenso zählt die 3D-Software der vor nicht allzu langer Zeit aufgekauften Firma
Ray Dream zum Fundus von Fractal Design . Jüngere 3D-Produkte aus dem Hause
Fractal sind Poser und Detailer . MetaTools ( http://www.metatools.com , vormals
HSC ) wurde mit Kai's Power Tools bekannt , einer Sammlung von Effektfiltern für
Bildbearbeitungsprogramme . Ein weiteres Standbein hat man sich mit der
3D-Software Bryce und dem Morphing-Programm Goo geschaffen . Schon im Dezember
hatte MetaTools die Firma Real Time Geometry aufgekauft , die sich mit schnellem
3D-Rendering befaßt . Update für DTP-Software Indesign Adobe kündigt an , die
Version 1.5 der DTP-Software Indesign ab dem nächsten Monat in den USA
auszuliefern . Das Update für die deutsche Version soll kurz nach dem für die
US-Version folgen ; über den Preis wurde noch nichts bekannt . Kai unplugged "
Normalerweise geht das nicht ! " So provokant äußerte sich Grafikzauberer Kai
Krause auf der CeBIT . Wer stufenlos in eine 40-Megabyte große Bilddatei
hineinzoomen möchte , gerät schnell - zu schnell - an die Grenzen herkömmlicher
Bildbearbeitungssoftware . Und auch das Drehen einer 3D-Grafik in Echtzeit ist
im Leistungsspektrum gängiger Programme nicht vorgesehen . Daß es ganz anders
geht , beweisen Kai's neue Kreationen : Und das neue Metashow sortiert nicht nur
digitale Fotos , sondern produziert MTV-reife Diashows mit Überblend- und
3D-Effekten - in Echtzeit . Für den Popstar Peter Gabriel entwickelt Kai Krause
die Lichtorgel der Zukunft : Das Programm setzt via Fourier-Analyse akustische
Signale in dreidimensionale Figuren um , die auf dem Computerbildschirm
erscheinen . Daß hochgezüchtete Grafiksoftware nicht teuer sein muß , beweist
Krause obendrein : die Preisvorgabe für die neuen Werkzeuge liegt bei 99 Mark .
Im Fluß : Live-Video per WWW US-Internet-Provider MCI bietet einen
Broadcast-Service " RealNetwork " für Live-Audio und -Video an (
http://www.mci.com ) . Die Multimedia-Daten werden hier nicht - wie bislang im
Internet üblich - an jeden Empfänger getrennt verschickt , sondern mittels der
Multicast-Technik von Progressive Networks bandbreitenschonend verteilt . Vom
selben Hersteller stammt auch die passende Server- und Client-Software für
Live-Multimedia : RealAudio und RealVideo ( http://www.real.com ) . Zu den
ersten Anbietern im RealNetwork werden ABC News und Atlantic Records zählen .
Die Konkurrenz arbeitet derweil an den Übertragungsstandards : Microsoft hat
VXtreme aufgekauft , um zukünftige NetShow-Versionen mit der WebTheater-Technik
aufzufrischen ( http://www.vxtreme.com/ ) . Eine Kompatibilität zu RealAudio und
RealVideo ist geplant . Auch Oracle meldet sich zu Wort : Man will offenlegen ,
wie andere Anwendungen ihre Daten in Echtzeit an den Oracle Video Server
übergeben können ( http://www.oracle.com/st/alliances/html/oracle_vid.html ) .
Die wenigen deutschen Anwender von Office 97 , denen Microsoft in den letzten
Tagen das Update SR-2 geliefert hatte , haben sich zu früh gefreut . Die CDs
seien " irrtümlicherweise produziert " und verschickt worden . Microsoft will
die betroffenen Kunden per Brief vor den Installation warnen und ihnen eine
korrigierte Version des SR-2 zukommen lassen . Diese soll in etwa zwei Wochen im
Internet bereitstehen , auf CD-ROM kurz danach . Adobe FrameMaker 6.0
angekündigt Noch im Frühjahr soll die Version 6.0 von Adobes DTP-Programm
FrameMaker in den USA verfügbar sein , die deutsche Variante kurz danach . Als
Kernpunkte des Updates für Windows , MacOS und einige Unix-Varianten nennt der
Hersteller den vereinfachten Umgang mit Buchprojekten sowie HTML- und
XML-Erzeugung mit Hilfe zugekaufter Werkzeuge von Quadralay . Zur PDF-Produktion
will Adobe den Acrobat Distiller 4.0 mitliefern . Neuer RealPlayer für Windows ,
MacOS und Linux RealNetworks stellt das Update 1 des kostenlosen RealPlayer 7
Basic für Windows und die endgültige Version für MacOS bereit ; die geänderten
Dateien lassen sich auch mittels der AutoUpdate-Funktion einer vorhandenen
älteren Version des Players einspielen . Daneben sind Beta-Versionen für Linux
und Solaris verfügbar . Real nennt als unterstützten Linux-Distribution nur die
Variante von Red Hat ; die Solaris-Version arbeitet ausschließlich auf
Sparc-Workstations . RealPlayer ist Voraussetzung , um einen Großteil der Audio-
und Video-Angebote im Internet zu empfangen ( siehe auch c't 6/00 , S. 154 ) .
Das Update 1 für Windows soll eine höhere Leistung und einen besseren Zugriff
auf Reals Programmhinweise Take5 bieten . Windows 98 : Zeitsprung an Silvester
Auf der Suche nach Problemen mit dem Jahr 2000 hat die britische Firma Bromley
einen Datumsfehler in Windows 98 entdeckt , berichtet der
Internet-Nachrichtendienst der BBC . Bootet der Rechner in den letzten Sekunden
eines Silvesterabends , kann das Datum um ein oder zwei Tage verspringen . Laut
BBC will Microsoft in den nächsten Tagen ein Patch auf der Jahr-2000-Seite und
der Windows-98-Seite bereitstellen . Dreimal Billig-Grafik Adobe kündigt mit
ImageStyler eine einfache Vektorsoftware für Internetzwecke an . Die
Verwandschaft zwischen ImageStyler und Illustrator erinnert an das Verhältnis
von Adobes Web-Bildbearbeitungssoftware ImageReady zum Prepress-Tool Photoshop .
Eine Betaversion von ImageStyler ist frei auf Adobes Web-Seiten verfügbar .
Microsofts PhotoDraw 2000 verbindet Bildbearbeitung mit Vektorgrafik und
3D-Effekten . Jahr 2000 kostet Hälfte des IT-Jahresbudgets Laut einer Studie der
Gartner Group wenden Firmen im Mittel über alle Branchen dieses Jahr 30 % und
nächstes Jahr 44 % ihrer gesamten Ausgaben für Informationstechnik für Maßnahmen
gegen das Jahr-2000-Problem auf . Die Studie kommt außerdem zu dem Ergebnis ,
daß Firmen , welche die Umstellung komplett in Eigenregie übernehmen , in 80
Prozent der Fälle scheitern werden . Digitaler Videorecorder für 2300 Mark Einen
Videorecorder ohne Band , der gleichzeitig aufnehmen und wiedergeben kann , will
Axcent auf der CeBIT als Prototyp zeigen ( Halle 4 , Stand F32 , 27b ) . Ab dem
dritten Quartal soll das Gerät namens Insert\\MediaTV im Handel erhältlich sein
. Insert\\MediaTV speichert Digitalfernsehen auf einer Festplatte und gibt das
Video dann über eine SCART-Buchse analog aus . Derzeit plant der Hersteller ,
die 2300 Mark teure Grundversion mit 18 GByte Festplattenkapazität auszustatten
. Darauf lassen sich etwa 26 Stunden Video mit MPEG-1-Kompression oder 7 Stunden
Video in MPEG-2-Qualität ablegen . Gegen Aufpreis soll sich das Grundgerät
erweitern lassen , so daß mehrere Sendungen gleichzeitig aufgenommen werden und
mehrere angeschlossene Fernseher zur selben Zeit verschiedene Filme wiedergeben
können . QuickTime läßt die Puppen tanzen Die Erweiterung PuppetTime für Apples
Multimedia-Systemsoftware QuickTime 3.0 erweckt 3D-Modelle mit einfachen
Programmierbefehlen zum Leben . Sie soll zum Beispiel die Dateigröße von
Animationsfilmen klein halten , indem statt kompletter Bilder nur Bewegungsdaten
übertragen und vorbereitete " Aktionen " aufgerufen werden .
MacOS-Codebibliotheken und bislang eher simpel gehaltene Beispiele finden sich
auf dem eigens eingerichteten Web-Server . Bryce 3D : Flug über ferne Planeten
Der Raytracer und 3D-Landschaftsgenerator Bryce - bekannt für atemberaubend
realistische Bilder irrealer Welten - wird in seiner nächsten Version namens
Bryce 3D auch Animationsfilme erzeugen können . Abwechselnde Mondphasen , ein
Sternenhimmel und realistische Regenbögen komplettieren die Phantasiewelten .
Der Vorschaumodus von Bryce 3D wird OpenGL , Direct3D und QuickDraw 3D
unterstützen . Versionen für Windows 95 und NT sowie für MacOS sollen in den USA
ab Herbst für 299 US-$ erhältlich sein . Auch eine Version für Digital Alpha ist
geplant . Ulead : neue Videoschnittsoftware Mit seiner neuen
Videoschnittsoftware VideoStudio 3.0 will der taiwanische Hersteller Ulead vor
allem Heimanwender ansprechen . Die grafische Oberfläche erinnert teilweise an
das ähnlich gelagerte Programm MGI VideoWave , kann aber zwischen Spuransicht
und Storyboard umgeschaltet werden . VideoStudio soll MPEG-1-Videos ohne Umwege
bearbeiten . Als Preisempfehlung für die USA nennt Ulead 129 Dollar . Canvas 6 :
Grafiken mit Durchblick Deneba kündigt Version 6.0 der Grafiksoftware Canvas für
Windows und MacOS an . Wichtigste Neuerung dürften Transparenzeffekte sein , mit
denen Bilder , Grafiken und Texte Objekte im Hintergrund durchscheinen lassen .
In bislang nicht gekannter Form unterstützt Canvas 6.0 Explosionszeichungen .
Wie bisher vereint das Programm Bitmap- und Vektorelemente . Die Software soll
ab Januar für knapp 1000 Mark auf deutsch erhältlich sein . Adobe : Updates für
Premiere und FrameMaker Version 5.1 der Videoschnittsoftware Adobe Premiere soll
schneller rechnen und Dual-Prozessor-Systeme besser ausnutzen . Das Update soll
auch QuickTime-Audiokompression und -Effekte verwenden . Passende
QuickTime-Effekte will Adobe noch in diesem Jahr herausbringen . Das Update des
Textsatzprogramm FrameMaker auf Version 5.5.6 erweitert die Software um
PDF-Import , XML-Export sowie Import- und Export-Funktionen für Word 97 .
Videostudio für alle Die DV500 bringt zum angekündigten Preis von weniger als
2000 Mark die bisher im Studio üblichen Echtzeiteffekte und -überblendungen (
Dual Stream ) in erschwingliche Regionen . Obendrein soll das für Windows
gedachte Board neben analogen Anschlüssen auch mit IEEE-1394-Buchsen und einem
entsprechenden Hardware-Codec ausgestattet sein . An Software will Pinnacle das
Schnittprogramm Adobe Premiere RT , das Audioprogramm ACID Music , die
Bildbearbeitungssoftware Adobe Photoshop 5.0 LE und diverse Effekte beilegen .
Damit nicht genug : Mit Minerva Impression CD Pro umfasst das Paket auch einen
MPEG-2-Encoder und -Decoder für Multimedia-Authoring . Ebenfalls erstmals auf
der Systems soll die 111 Mark teure TV-Karte PCTV RAVE zu sehen sein , die VPS ,
Teletext und Intercast unterstützt , Videos aufnimmt und Einzelbilder grabbt .
Ein einfaches DV-Schnittsystem ohne 2-GByte-Grenze der Videodateien will
Pinnacle für 580 Mark auf den Markt bringen ; es soll Studio DV heißen .
Videoschnitt komplett für 200 Dollar Iomega teilt mit , daß die PC-Version des
Buz Multimedia Producer jetzt in den USA ausgeliefert wird . Das System vereint
Videodigitalisierung , (De-)Kompression , Wiedergabe mit voller Auflösung und
Bildrate - und obendrein einen Ultra-SCSI-Adapter . Inklusive der Software MGI
VideoWave und weiterer Programme kostet das Videoschnitt-Paket knapp 200
US-Dollar , was für einigen Wirbel in diesem Marktsegment sorgen dürfte . Ab
Mitte bis Ende März soll Buz dann auch in Deutschland erhältlich sein . Adobe
kündigt Acrobat 4.0 an Die kommende Version des Dokumentenaustauschsystems Adobe
Acrobat soll im zweiten Quartal dieses Jahres für MacOS und Windows erscheinen .
Elemente wie Grafiken oder Tabellen können dann auch in ihrem ursprünglichen
Format in PDF-Dokumente eingebettet werden , so daß sie sich später leichter
extrahieren und weiterbearbeiten lassen . Außerdem werden die Funktionen für
Anmerkungen und Notizen erweitert . Die Windows-Version von Acrobat 4.0 soll
obendrein Web-Seiten samt Links in PDF-Dateien verwandeln und elektronische
Unterschriften unterstützen . Kai Krause kauft weiter Heute kennt man zumindest
eine der Firmen , die Kai Krause mit dieser Aussage gemeint hat : 18 Angestellte
von Specular will man entlassen , 17 weitere nach Princeton zur ebenfalls jüngst
erworbenen Firma Real Time Geometry ( RTG ) holen . Unterdessen findet sich auf
den Web-Seiten von Real Time Geometry ( http://www.rtgeom.com ) und MetaTools (
http://www.metatools.com ) Genaueres zum Billig-3D-Scanner , der auf der CeBIT
angekündigt wurde ( http://www.heise.de/ct/art_ab97/9705078/ ) . Angesichts der
Tatsache , daß MetaTools demnächst mit Fractal Design fusionieren will - einem
weiteren Hersteller von 3D-Grafiksoftware - , darf man gespannt sein , ob
MetaTools die versammelten 3D-Software-Pakete Bryce , Ray Dream Designer und
Infini-D einzeln weiterentwickelt oder in einem neuen Produkt vereint .
Vorahnung auf das Jahr 2000 Zwar ist dieses Verhalten so geplant und
dokumentiert ; einige Experten betrachten dennoch das kommende Wochenende als
Vortest für die Auswirkungen des Jahr-2000-Problems . GPS-gesteuerte
Navigationssysteme etwa auf Schiffen könnten fehlerhaft reagieren .
MPEG-2-Encoder für 1000 US-Dollar Sigma Designs kündigt für das dritte Quartal
die PCI-Karte REALmagic DVR an . Sie vereint MPEG-2-Encoder und -Decoder ,
sodass man damit nicht nur DVD-Filme abspielen , sondern auch selbst
komprimierte Videos erzeugen kann . Das Board soll mit Treibern für Windows 95 ,
98 und NT sowie Software zum Produzieren eigener DVDs und VideoCDs geliefert
werden . Neben den üblichen Videoanschlüssen ( Composite und S-Video ) ist eine
digitale Audioschnittstelle vorgesehen ( S/P-DIF ) . Zum angekündigten Preis von
1000 US-Dollar wäre die REALmagic DVR deutlich günstiger als die meisten derzeit
erhältlichen MPEG-2-Hardware-Encoder : Noch beträgt deren Preis typischerweise
2000 US-Dollar oder mehr . Fast kündigt digitalen TV-Recorder an Bis zu 30
Stunden Fernsehprogramm soll der Fast TV-Server per MPEG-2 aufzeichnen . Zwei
Tuner ermöglichen , parallel laufende Programme gleichzeitig aufzuzeichnen . Das
Linux-basierende Gerät wird über Antennenbuchse und SCART-Anschluss gespeist ;
Satelliten-Receiver und Set-Top-Boxen soll es per Infrarot steuern . Der
Zuschauer kann sein Programm von jedem beliebigen Internet-Rechner aus
programmieren . Die Web-Site www.tvtvtv.de zeigt dazu ein elektronisches
Programmheft , mit dem der TV-Server-Kunde seine heimische Box programmiert . Da
der Hersteller die Austastlücke des Fernsehprogramms zur Übertragung nutzen will
, ist ein Anschluss an das Telefonnetz nicht erforderlich . Der Fast TV-Server
soll im zweiten Quartal des nächsten Jahres zu einem Preis zwischen 4000 und
5000 Mark in den Handel kommen . Eine monatliche Grundgebühr plant der
Hersteller nicht . Software im Internet kaufen Softline hat mit Beginn der CeBIT
den Softwareverkauf im Internet aufgenommen . Nach der Auswahl aus dem knapp 30
Programme umfassenden Angebot muß der Käufer seine Kreditkartennummer eingeben .
Daraufhin erhält er zunächst per Internet ein Hilfsprogramm , das für den
reibungslosen Transfer der eigentlichen Daten sorgen soll - angesichts der etwa
20 MByte des angebotenen TrueSpace 3.1 sicherlich eine sinnvolle Vorkehrung .
Derzeit will Softline allerdings noch jedem Internet-Kunden zusätzlich ein
Programmpaket per Post schicken . Medienriesen unterstützen digitalen
Videorecorder Replay produziert den digitalen Videorecoder ReplayTV , der je
nach Ausstattung und gewählter Bildqualität 28 Stunden Video im MPEG-2-Format
auf einer Festplatte speichert . Gerade das hatte zunächst zu Konflikten mit der
Medienindustrie geführt . Dank eingebautem MPEG-2-Encoder nimmt ReplayTV nicht
nur Digitalfernsehen auf , sondern auch Analogvideo . Die Grundversion ist für
700 US-Dollar erhältlich . Panasonic will im Herbst in den USA eine eigene
Version des ReplayTV auf den Markt bringen . Systems 98 : Lexware kontra KHK Der
deutsche Hersteller Lexware , der mit günstiger kaufmännischer Software für
Kleinbetriebe bekannt geworden ist , stellt auf der Systems erstmals ein System
für die Buchhaltung , Warenwirtschaft und Personalabrechnung in mittleren und
großen Unternehmen vor . Das System soll über Fachhändler vertrieben werden ,
die auch den Support übernehmen . Sie sind nicht an Preisempfehlungen ,
Mindest-Abnahmezahlen oder Verkaufsfristen gebunden . Daß die Händler keinen
Wartungsvertrag unterschreiben müssen , dürfte ein bewußt gewählter Unterschied
zum Konkurrenten sage KHK sein . Micrografx : Corel hat abgekupfert Der
Grafiksoftware-Hersteller Micrografx hat in den USA eine einstweilige Verfügung
gegen Corel beantragt . Laut Micrografx ist ein solcher Schritt hierzulande
nicht geplant - insbesondere weil CreataCard in Deutschland nicht angeboten wird
. Von Corel war noch keine Stellungnahme zu erhalten . Corel befindet sich
ohnehin in einer prekären Situation : Gestern mußte die Firma einen
Quartalsverlust von 67 Mio. US-Dollar bekanntgeben . Dieser fiel allerdings
niedriger aus als zunächst angekündigt . Neue Version von Mathematica Wolfram
Research Mathematica , eines der in Forschung und Technik am meisten
eingesetzten Programme für numerische und symbolische Rechnungen , ist nun für
Windows , MacOS und diverse Unix-Varianten einschließlich Linux in Version 4.0
erhältlich . Verbessert worden sein sollen vor allem die Arbeit mit großen
Zahlenmengen ( Arrays ) , der Import und Export von Bilddaten ( z. B. zur
Analyse ) und der Export nach HTML und LaTeX . In zwei Wochen soll die Software
auch in Deutschland verfügbar sein ; noch konnte der Vertrieb keinen Preis
nennen . In der Luft ins Jahr 2000 Fast 50 Maschinen der Lufthansa und etwa 55
Langstreckenflieger der British Airways sollen laut einem dpa-Bericht zum
Datumwechsel vom 31. Dezember auf den 1. Januar in der Luft sein .
British-Airways-Chef Bob Ayling will an Bord eines dieser Flugzeuge sein .
Flughäfen , die noch am Jahresende als Jahr-2000-unsicher gelten , sollen von
den Flugplänen gestrichen werden . Das könnte vor allem Airports in Afrika ,
Asien und Lateinamerika betreffen . Russland hat alle Inlandsflüge am 31.
Dezember gecancelt ; auch die polnische Gesellschaft Lot will wegen befürchteter
Probleme nicht fliegen . Ebenfalls am Boden bleiben die Maschinen von Virgin
Atlantic Airways und der irischen Billig-Linie Ryanair - weil man den
Mitarbeitern nicht das runde Silvesterdatum mit Arbeit verderben wolle . Matrox
: Grafikkarte für Videoschnitt Matrox vereint nun auf der Marvel G200 eine
2D/3D-beschleunigte Grafiklösung mit einem Videodigitalisierer und einem
Motion-JPEG-Kompressor/Dekompressor-Chip . Samt einfacher Software für
Videoschnitt , Videokonferenz und Bildbearbeitung kostet die Karte in PCI- oder
AGP-Version 650 Mark . Fireworks : Grafiksoftware-Beta gratis Macromedia stellt
auf seiner Website eine Betaversion der Grafiksoftware Fireworks bereit . Das
für Windows und MacOS erhältliche Programm vereint alle Funktionen , die
benötigt werden , um Internet-Grafiken im JPEG- , GIF- und PNG-Format zu
erzeugen . Was die fertige Version der Software einmal kosten soll , verrät der
Hersteller noch nicht . Corel-Update : korrekte Farben Corel kündigt kostenlose
Abhilfe für einen Fehler an , der Privatanwendern nie in die Quere kommt , dafür
aber professionellen Druckvorstufenbetrieben Ärger machen kann : Das
Zeichenprogramm CorelDraw 7.0 exportiert CMYK-Farbeinstellungen nicht immer
korrekt in EPS-Dateien . Eine fehlerbereinigte " Revision Build 468 " der
Software soll ab Mitte August ohne Liefer- oder Bearbeitungsgebühr über Corels
Kundendienst erhältlich sein ( Tel. 0130/815074 ) . Viva : Konkurrenz für Adobe
und Quark In Konkurrenz zu den DTP-Giganten QuarkXPress und Adobe InDesign
stellt sich der deutsche Anbieter Viva mit der neuen Version 3.0 seiner
Layoutsoftware VivaPress Pro 3.0 für MacOS . Das knapp 2000 Mark teure Programm
wird im Web angeboten - in der Version 3.0.1 , die gegenüber der letzten
3.0-Betaversion schneller drucken und Dateien von QuarkXPress 4.0 einlesen soll
. Mitte Oktober sollen die ersten Update-Pakete versandt werden . Gegenüber der
Vorversion hat Viva vor allem Rahmen- und Linientypen erweitert ; das Programm
speichert Farbverläufe in der Farbpalette und geht vielseitiger als bisher mit
Stilvorlagen um . Text- und Grafikrahmen als frei formbare Kurven kennen
VivaPress-Benutzer seit langem - anders als Kunden von Adobe und Quark . Systems
98 : Tektronix-Farblaser für 4600 Mark Tektronix stellt vier neue
PostScript-3-Farbdrucker mit 1200 dpi Auflösung und integriertem
Ethernet-Adapter vor . Der Farblaser Phaser 740 soll nur 4600 Mark kosten . Rund
1000 Mark günstiger kommt das Schwarzweiß-Modell 740L , das sich auf Farbe
aufrüsten läßt . Der Preis der DIN-A3-Variante Phaser 780 beläuft sich auf
11.500 Mark . Der Phaser 840 bringt für 6320 Mark Tektronix' eigenes
Festtinten-Druckverfahren erstmals in 1200 dpi Auflösung .
Semiprofi-Videoschnitt für 1000 Mark Der deutsche Hersteller Como teilt mit ,
dass seine Digitalvideo-Lösung DVX SC ab Januar 2000 von der Schnitt- und
Effektsoftware Ulead MediaStudio Pro in der neuen Version 6.0 begleitet werden
soll . Como will die Komplettlösung für 1000 Mark anbieten . Der gleiche Betrag
ist bislang für die Software allein anzulegen . Die PCI-Karte des Pakets enthält
drei IEEE-1394-Ports zum Anschluss von DV- oder Digital8-Camcordern und
-Recordern an Windows-98-Rechner . Videoschnitt in Echtzeit Die für August
angekündigte Version II des Casablanca-Schnittcomputers soll hochwertige Effekte
in Echtzeit liefern und in der kleinsten Variante nur 2500 Mark kosten . Das
Gerät wird als eigenständige Einheit ähnlich wie ein Videorecorder an Fernseher
oder TV-Monitor betrieben ; die Bedienung erfolgt per Maus und Tastatur . Um die
Videodaten auf der internen Festplatte abzulegen , werden sie gemäß MPEG-2
komprimiert . Digital-Video-Anschlüsse gemäß IEEE 1394 sollen gegen Aufpreis
erhältlich sein . Hersteller MacroSystem zeigt einen Prototypen auf der CeBIT (
Halle 9 , Stand C41 ) . Update : Tektronix-Farblaser für 4600 Mark Tektronix hat
die ursprüngliche Ankündigung vom 19. Oktober inzwischen konkretisiert : Die
günstige Version Phaser 740N des Farb-Laserdruckers Phaser 740 leistet bei
Farbdruck nur 600 dpi Auflösung . Tektronix erwartet , daß sich der Straßenpreis
anfänglich bei 4600 Mark einpendeln wird ; der Listenpreis liegt deutlich
darüber . RealPlayer 7 für Linux RealNetworks hat angekündigt , binnen 30 Tagen
eine Linux-Version des bisher nur für Windows sowie MacOS erhältlichen und für
BeIA geplanten RealPlayer 7 bereitzustellen . Das Client-Programm ist
Voraussetzung , um auf einen Großteil der Audio- und Video-Angebote im Internet
zugreifen zu können . Die entsprechende Server-Software von RealNetworks liegt
bereits seit längerem in einer Linux-Version vor ; sie wird nun mit der
Linux-Distribution von RedHat zusammen ausgeliefert . GPS-Woche 0 ( Update ) Im
Europa und USA wurden bislang nennenswerte Pannen mit GPS-Geräten nicht bekannt
. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet jedoch , dass in Japan zuhauf
Auto-Navigationssysteme ausgefallen sind . Um 2 Uhr morgens deutscher Zeit war
der Wochenzähler des Satelliten-Navigationssystems GPS von 1023 auf 0 gesprungen
( End-of-Week Rollover ) . Das kann Steuersysteme verwirren und Industrieanlagen
, welche die GPS-Signale als Zeitnormal nutzen , zum Systemdatum 6. Januar 1980
zurückbefördern . Update : 3D-Landschaften kostenlos Die Freeware Terragen ,
jetzt in einer voll funktionsfähigen Version im Internet zu haben , rendert
computergenerierte Landschaften - schroffe schneebedeckte Gebirge ebenso wie
paradiesische Sonnenuntergänge am Meer . Ähnlich wie im kommerziellen Programm
Bryce 3D malt man zum Beispiel Gebirgszüge und läßt Canyons sich da "
hineinfressen " . Wichtiger Nachtrag : c't-Leser berichten , daß das Programm
unter Windows 95 die Dateien comctl32.dll und comdlg32.dll überschreibt , so daß
der Windows-Explorer nicht mehr startet . Unter Windows 98 scheint es dagegen
keine Probleme zu geben . Feuerwehren planen für Jahr 2000 Die Feuerwehren von
Berlin und Hamburg bereiten sich auf extreme Situationen am 1. Januar 2000 vor ,
berichtet die Nachrichtenagentur dpa . In Berlin soll Wasser für bis zu 1000
Brände in den ersten Stunden des neuen Jahres notfalls aus Schwimmbädern gepumpt
werden . Bei kalter Witterung würden eventuell Eisdecken auf Gewässern mit
Kettensägen geöffnet . Doch nicht nur der Ausfall einiger Hydranten , sondern
auch der Zusammenbruch der Leitstelle und des Funksystems werden bei den
Planungen für den Großeinsatz einkalkuliert . " Notfalls fahren wir Streife in
der Stadt " , meint Feuerwehrchef Albrecht Broemme . Ähnlich intensiv denkt man
bei der Hamburger Feuerwehr über mögliche Folgen des Jahr-2000-Problems nach .
Firmen mit Brandmeldeanlagen wurden angeschrieben und gebeten , ihre Geräte zu
überprüfen . Stützpunkte der Freiwilligen Feuerwehr werden in der Silvesternacht
verstärkt besetzt . Insgesamt sollen zusammen mit der Berufsfeuerwehr mehr als
2000 Mann zum Einsatz kommen - um die Hälfte mehr als an normalen Tagen .
Hamburgs Feuerwehr will sich direkt aus Neuseeland , Australien und Singapur von
den dortigen Neujahrserfahrungen berichten lassen . 3D-Software von
MetaCreations MetaCreations plant am Jahresende eine neue 3D-Renderingsoftware
namens Carrara zu veröffentlichen . Sie soll die Funktionen von Ray Dream Studio
und Infini-D vereinen , der bisherigen Produkte für MacOS und Windows . Die
Oberfläche dürfte der des Figurenprogramms Poser entsprechen . Details will
MetaCreations erst in einigen Wochen verraten . Patentlösung : Software gemäß
Gebrauch bezahlen Aber offensichtlich ist bislang noch kein entsprechendes
Patent erteilt worden . Der Deutsche Heiko Jansen , der bereits am 16. April
1996 eine Patentanmeldung über die Nutzungsprotokollierung via Netzwerk
eingereicht hat , hofft nun auf den Zuschlag des deutschen Patentamts für sein
Verfahren , bei dem jeder Start des Programms via Internetverbindung gemeldet
und abgerechnet wird . Adobe Illustrator 8.0 Ende September will Adobe die
englischsprachige Version 8.0 der Vektorgrafiksoftware Illustrator ausliefern .
Die Software beherrscht nun " künstlerische " Pinselstriche à la MetaCreations
Expression . Wie in CorelDraw und in Macromedia FreeHand lassen sich Objekte mit
Hilfe von Griffen skalieren . Eine Actions-Palette zeichnet Makros auf . Einige
der angekündigten Funktionen suchen ihresgleichen : Farbverläufe verformt man
mit Hilfe eines Gitters . Beim Verschieben von Objekten erscheinen automatische
Hilfslinien , und der Export nach Photoshop bewahrt getrennte Ebenen .
PhotoImpact : ohne Nachfrage ins Web Das Bildbearbeitungsprogramm Ulead
PhotoImpact 4.0 spricht die Web-Adresse www.ulead.com an , ohne den Benutzer
vorher zu informieren . Der Zugriff geschieht nur bei laufender
Internet-Verbindung und bleibt damit meist unbemerkt . Ulead weist darauf hin ,
daß sich dieses Verhalten im Dialogfeld " Preferences " ( Voreinstellungen )
abschalten läßt . Der Zugriff auf die Web-Site erfolge , um den Benutzer über
Updates zu informieren . Man will auf den deutschen Web-Seiten einen Kommentar
dazu veröffentlichen . ColorSync : Patentrechte verletzt ? Insbesondere verweist
man auf das 1988 eingereichte und 1990 erteilte US-Patent mit der Nummer 4939581
. Es beschreibt , wie ein Bildschirmfoto eines Graustufenmonitors angefertigt
werden kann , das dem Originalschirm möglichst ähnlich sieht . Dieses Patent
enthält damit tatsächlich die Grundidee des Farbmanagements . Imatec muß sich
allerdings fragen lassen , warum man nicht eher Ansprüche geltend gemacht hat .
Schon die im Mac-Betriebssystem und auch anderswo seit langer Zeit praktizierte
Gamma-Kalibrierung des Monitors folgt derselben Idee . Videoschnitt analog und
digital Für Oktober und November kündigt der deutsche Hersteller
Electronic-Design drei neue Videoschnittlösungen für Windows-PCs an . Die
PCI-Karte AV-Toaster verarbeitet Analogvideo per Motion-JPEG-Kompression mit
Datenraten bis 10 MByte/s ; Audio-Verarbeitung ist integriert . Zum Preis von
1000 Mark soll die AV-Toaster mit der Schnittsoftware Ulead MediaStudio VE
geliefert werden ; für 1300 Mark liegt die große Version MediaStudio Pro samt
Effektsammlung Adorage Magic bei . Die gleiche Hardware mit einem zusätzlichen
Digital-Videoanschluss ( IEEE 1394 ) firmiert unter dem Namen DV-Toaster . In
entsprechenden Software-Bundles kostet sie 1500 beziehungsweise 1800 Mark . Als
größte Lösung zu einem Preis ab 2000 Mark präsentiert Electronic-Design die
DV-Card . Ihr zusätzliches Panel enthält Anschlüsse für Audio , Analog- und
Digitalvideo - sowie Anschlüsse zur Recorder-Fernsteuerung für linearen
Videoschnitt . KHK Kaufmann : Eine neue Version 2.5 der Software KHK PC-Kaufmann
Professionell soll Sicherheitslücken schließen , die derzeit bei der Anwendung
in Mehrbenutzerumgebungen bestehen . Insbesondere erlaubt die Funktion "
Elektronischer Buchhalter " den Zugriff auf Daten , die eigentlich für den
jeweiligen Benutzer gesperrt sein sollten . Mit Hilfe von Access lassen sich
obendrein alle Paßwörter herausfinden : Sie sind in der Datenbank nur schwach
verschlüsselt . Jeder registrierte Anwender erhält das Update automatisch ,
teilte KHK mit . Es kann außerdem mit einem WWW-Formular angefordert werden .
Digitale 3D-Fotokamera Minolta kündigt die digitale Fotokamera 3D 1500 an . Die
Kamera ähnelt Minoltas bisherigen Geräten der Dimage-Serie , enthält aber
zusätzlich ein Modul , welches das zu fotografierende Objekt mit einem
Lichtmuster beleuchtet . Die mitgelieferte Software MetaFlash von MetaCreations
berechnet aus dem fotografierten Lichtmuster die Form des Objekts und speichert
sie samt Texturen im MetaStream-Format . Die Kamera soll im Laufe dieses Jahres
in einer Windows-Version erscheinen ; einen Preis nennt Minolta noch nicht .
Rundfunkgebühren fürs Internet , Teil 3 Die Idee , daß für Internet-PCs eine
Rundfunkgebühr fällig wird , entwickelt sich zum Fortsetzungsroman . Die
Juristen bleiben bei der Rechtsauffassung , daß Internet-PCs gebührenpflichtige
Rundfunkempfänger darstellen , weil einige Radiosendungen zeitgleich zur
Ausstrahlung per WWW zu hören sind . Über technische Komplikationen - zum
Beispiel die mangelhafte Klangqualität oder den Umstand , daß in viele PCs gar
keine Soundkarte eingebaut ist - sehen sie großzügig hinweg . Immerhin haben die
Juristen herausgefunden : " Diese rechtliche Situation wird von vielen
Internet-Benutzern als unbefriedigend empfunden . " Die Landesregierungen können
sich natürlich auch anders entscheiden und zum Beispiel von der Gebührenpflicht
ganz absehen . Den Verzicht auf Gebühren dürften die meisten Internetbenutzer
als die sinnvollste Lösung ansehen , dient das Netz den Rundfunkanstalten doch
eher als Werbeträger . Bis eine endgültige Regelung den verwickelten Weg durch
die Länderparlamente findet , wird wohl keine Rundfunkanstalt Anwender oder
Firmen verfolgen , die ihre Internet-PCs nicht anmelden . Ein Vertreter der
Gebühreneinzugszentrale GEZ zur c't : Zur Vorgeschichte siehe
http://www.heise.de/newsticker/data/jl-10.06.97-000/ IFA : PC sendet Video ins
Wohnzimmer DVD-Abspieler im Computer haben einen entscheidenden Nachteil : Um
ein großes Bild genießen zu können , muss man den Rechner aus dem Arbeitszimmer
zum Fernseher ins Wohnzimmer schleppen . Für etwa 500 Mark will WG
Telekommunikations-Systeme aber nun eine Sendeanlage fürs private Heim anbieten
, mit deren Hilfe der PC an seinem angestammten Platz bleiben kann . Video- und
Audio-Signale gelangen drahtlos ins Wohnzimmer ; die Kommandos der
mitgelieferten Fernbedienung werden zurück zum PC gefunkt . Das Sendesystem
ähnelt wohl nicht nur von der Optik her dem in USA bereits erhältlichen DVD
Anywhere . In Deutschland soll das Produkt den Namen PowerDVD tragen . Das
könnte zum Konflikt mit dem Software-Hersteller Cyberlink führen : Er produziert
eine gleichnamige DVD-Abspielsoftware . IFA : Fernsehen über USB Pinnacle
Systems zeigt einen Radio- und TV-Empfänger , der auch Video-Capture und
-schnitt ermöglicht . Das mit USB-Anschluss ausgerüstete Gerät besitzt Ein- und
Ausgänge für S-Video und Composite ; mit einem "Capture"-Knopf am Gehäuse lassen
sich Standbildaufnahmen auslösen . Zum Lieferumfang gehört eine Vollversion des
Videoschnittprogramms Pinnacle Studio , welches die Filme als AVI- , MPEG-1-
oder RealVideo-Dateien speichert . Das PCTV USB soll im Oktober für 260 Mark in
den Handel kommen . PhotoCD schreiben mit Kodaks Segen Jedes gängige Office- und
DTP-Programm importiert Bilddateien , die im PhotoCD-Format vorliegen . Das
sollte sich nun ändern : Kodak bietet für Entwickler die Funktionsbibliothek
Image Pac Toolkit an , mit der sie PhotoCD-Export ( und -Import ) in ihren
Windows- und Mac-Programmen nachrüsten können . Mit Hilfe geeigneter
CD-Brennsoftware sind selbstgemachte PhotoCDs denkbar . Diese ließen sich mit
Hilfe des heimischen CD-I-Players auf den Fernsehschirm bringen . Ebenso könnte
man eigene PhotoCDs im Fotoladen in der bekannt hohen Qualität ausdrucken lassen
. HTML-Säuberung für Word 2000 Microsoft stellt ein Exportmodul bereit , mit
dessen Hilfe Word 2000 schlankere HTML-Dateien schreibt . Die Erweiterung läßt
sich auch mit der deutschen Version des Textverarbeitungsprogramms benutzen .
Sie verzichtet zum Beispiel auf die HTML-Kommentare , in denen Word sonst mit
Hilfe von XML-Tags Informationen versteckt . Micrografx : grafische Umwälzung
Micrografx , einer der größten Hersteller von Windows-Grafiksoftware , krempelt
seine Produktlinie um . Die Funktionen der bisherigen Programme wie Designer (
Vektorgrafik ) und PicturePublisher ( Bildbearbeitung ) werden mit anderer
Oberfläche und unter anderem Namen Teil eines modularen Softwaresystems namens
iGrafx . Micrografx will sich mit diesem System auf Unternehmensanwendungen
spezialisieren . Im Mittelpunkt steht dabei netzwerkfähige Diagrammsoftware für
Arbeitsabläufe und Datenvisualisierung . Kaufmännische Software gratis Easysoft
stellt die Grundversion eines eurofähigen Warenwirtschaftsystems für Windows 95
, 98 und NT sowie MacOS ( 68K und PPC ) zum kostenlosen Download ins Internet .
Das Paket enthält unter anderem Fakturierung und Lieferantenverwaltung .
Zusatzmodule sollen jeweils 200 Mark kosten . Endlich da : Videoschnittsystem
Buz Schon vor mehreren Monaten hatte Iomega den PC-Videobegeisterten den Mund
wäßrig gemacht : mit der Ankündigung des 500 Mark teuren Schnittsystems Buz . Ab
sofort soll die aus einer PC-Steckkarte und einer externen Anschlußbox
bestehende Lösung in Deutschland verfügbar sein - wenn auch zunächst nur für
Windows 95 . Zumindest ein Exemplar traf bereits in der c't-Redaktion ein . Buz
vereint digitale Video-Aufnahme und -wiedergabe ( PAL-Vollbild ) mit
Stereo-Sound und einem SCSI-Adapter . Im Preis inbegriffen sind neben der
Schnittsoftware MGI VideoWave SE Plus auch Programme zur Tonaufnahme und
Bildbearbeitung . Premiere 5.1 : inkompatibel Adobe stellt das Update auf die
englischsprachige Version 5.1 der Videoschnittsoftware Premiere für Windows und
MacOS im Internet bereit . Zwar scheint es sich um eine Komplettinstallation zu
handeln und nicht bloß um ein Update . Aber dennoch lohnt sich der 9 MByte große
Download nicht für Besitzer der deutschen Version : Die Installationsroutine
sucht auf der Festplatte nach einem englischsprachigen Premiere 5.0 . Premiere
5.1 unterstützt QuickTime 3.0 besser und soll auch schneller rechnen . Das
Readme warnt jedoch , daß Videokarten , die mit Version 5.0 funktioniert haben ,
inkompatibel zu Version 5.1 sein können . Außerdem , so das Readme , schreibt
Version 5.1 die Videoprojekte in einem Datenformat , das in Version 5.0 nicht
wieder eingelesen werden kann . Über den Auslieferungsbeginn des
deutschsprachigen Updates verlautete noch nichts . MetaTools wird MetaCreations
Die Aktionäre der Grafiksoftwarefirmen MetaTools und Fractal Design haben der
von den Aufsichtsräten eingeleiteten Fusion zugestimmt ( siehe
http://www.heise.de/newsticker/data/jl-17.04.97-000/ ) . Die Zusammensetzung der
neuen Führungsspitze und die Art der Vereinigung per Aktientausch zeigen , daß
eher eine freundliche Übernahme als eine Fusion gleichwertiger Partner
stattgefunden hat . Auch der neue Firmenname und der Umstand , daß man unter
http://www.metacreations.com derzeit noch zur MetaTools-Seite gelangt , sprechen
Bände . Zusammengerechnet haben beide Unternehmen im Jahr 1996 einen Umsatz von
65 Mio. US-$ erwirtschaftet . Damit ist man von den Marktführern Adobe ( 762
Mio. US-$ ) und Corel ( 334 Mio. US-$ ) noch weit entfernt , liegt aber in der
Größenordnung von Macromedia ( 97 Mio. US-$ ) und Micrografx ( 65 Mio. US-$ ) .
Unisys will bei Websites für GIF-Bilder kassieren Bislang hatte Unisys nur
Software-Autoren bedrängt , Lizenzabgaben zu zahlen , wenn sie Routinen zur
LZW-Kompression und -Dekompression verwenden , wie sie zum Beispiel zum Umgang
mit GIF-Bildern benötigt werden . Seit jüngstem fordert die einschlägige
Webseite der Firma auch Betreiber von Internet-Angeboten zu Zahlungen auf .
Mussten schon bisher Software-Entwickler mehrere tausend Dollar zahlen ,
verlangt Unisys jetzt von Web-Betreibern 5000 Dollar für zwei Server . Unisys
geht davon aus , dass viele Anbieter ihre GIF-Bilder mit Software erzeugen , für
welche das LZW-Verfahren nicht in der nötigen Form lizenziert wurde . In der Tat
haben sich viele Entwickler von Free- und Shareware bislang davor gedrückt . Das
LZW-Verfahren dürfte das bekannteste Software-Patent sein ( siehe c't 16/99 , S.
72 ) . Unisys hält das Patent unter anderem in USA und Deutschland , nicht
dagegen etwa in Österreich . Angesichts der weltweiten Verbreitung von Software
und Bildern per Internet wird aber praktisch immer US-Recht berührt . IFA :
Amber unterstützt das IBP-Frame-Format und kostet etwa 8000 DM . Die Software
läßt sich auf DVD Conductor für erweiterte DVD-Titel und DVD Maestro für
Unterhaltungsproduktionen aufrüsten . Erheblich preiswerter ist die Lösung von
COMO . Für 3600 DM erhält man den MPEG-2-Encoder OmnicarDVD , die
MPEG-2-Schnittsoftware iCutDVD sowie die DVD Authoring Software Astarte DVD
Light . Der Encoder kann im IBP- oder IP-Modus arbeiten . Als minimale
Hardware-Voraussetzung gibt COMO einen Pentium-200-MMX an . Die Schnittsoftware
arbeitet allerdings nur anhand der I-Frames , also nicht Bild-genau . 3D-Scanner
für 5800 Mark Dimension 3D kündigt einen Scanner an , der Gegenstände als
3D-Objekte in den Rechner holt . In der 5800 Mark teuren Grundausstattung erhält
man einen computergesteuerten Drehteller für den einzuscannenden Gegenstand ,
eine Digitalkamera ( 640x480 Pixel ) und eine Windows-Software . Sie nimmt mit
Hilfe des Drehtellers das Objekt aus verschiedenen Blickwinkeln auf . Die
nachfolgende automatische Bildanalyse ergibt nicht nur die Form des Objekts ,
sondern auch seine Färbung ( Oberflächentextur ) . Diese Daten legt das Programm
speicherplatzschonend im proprietären Dateiformat SPX ab . Dimension 3D will in
Kürze ein Web-Plug-in herausbringen , mit dem sich die SPX-Objekte im Internet
betrachten lassen . Kai's Soap : Bugfix in Arbeit Die derzeit ausgelieferte
Version des Bildbearbeitungsprogramms Kai's Photo Soap kränkelt an einigen
Stellen ( siehe c't 8/97 ) . Viele Anwender haben Probleme mit der
Scanneranbindung und anderen Funktionen . Für die Windows- und die Mac-Variante
der Software will MetaCreations in einigen Tagen einen kostenlosen Bugfix
liefern - per Internet unter http://www.metacreations.com oder per kostenloser
CD-ROM ( muß angefordert werden ) . Auch die Inkompatibilität mit dem Cyrix 6x86
P166+ soll beseitigt werden . ( Mit dem 6x86MX läuft Soap schon jetzt . ) Als
Ursache für die im Test bemängelte Trägheit des Vollschirm-Modus vermutet Kai
Krause unerwünschte Wechselwirkungen mit dem deutschen Windows 95 . Aber auch
Mac-Anwender berichten über das Phänomen . MPEG-2-Encoder für 200 US-Dollar Mit
einem Preis von 200 US-Dollar für die PCI-Videokarte ATI-Video Wonder , die im
vierten Quartal dieses Jahres erscheinen soll , unterbietet ATI deutlich das
bisherige Preisniveau für Echtzeit-MPEG-2-Kompression und -Dekompression . Neben
der Windows-Schnittsoftware Ulead VideoStudio soll ein Programm im Paket liegen
, das den Rechner zu einem digitalen Videorecorder macht , der gleichzeitig
aufnimmt und wiedergibt . CorelDraw mit 600 MHz Corel will das Grafikpaket
CorelDraw 8 , das ab Mitte Dezember auf Deutsch verfügbar sein soll , auch für
Rechner mit Alpha-Prozessor unter Windows NT herausbringen . Digital plant , die
Software ab Anfang 1998 als Dreingabe mit den Rechnern der
Personal-Workstation-Reihe zu bündeln . Nach Quarks Ankündigung , die Version
4.0 der DTP-Software QuarkXPress auch für Alpha-Rechner herauszubringen ,
eröffnet Corels Zusage den Digital-Maschinen neue Perspektiven im Bereich der
grafischen Anwendungen . Bislang beschränkt sich dieses Software-Marktsegment
beim Alpha fast ausschließlich auf 3D-Rendering . Macromedia : Multimedia mit
Java Nach einem Netscape-Plug-in und einem ActiveX-Control steht nun auch die
Betaversion eines Java-Applets bereit , um Grafiken und Zeichentrickfilme der
Software Macromedia Flash wiederzugeben (
http://www.macromedia.com/software/flash ) . Auch die
Multimedia-Entwickungsumgebung Director 6.0 will der Hersteller Java-tauglich
machen : Derzeit entwickelt man ein Xtra-Zusatzmodul , das erlaubt ,
Multimedia-Anwendungen als Java-Applets zu exportieren . ActiveX wird offener
Standard ActiveX ist Microsofts Standard , um Video , Sound und 3D in Realtime
im Internet zu ermöglichen . Es baut auf COM und DCOM , dem früheren distributed
OLE auf , besteht also praktisch aus internetfähigen-OCX-Controls . Daher
beschränkt sich ActiveX nicht nur auf Multimedia , sondern bietet einen
OO-artigen Ansatz , um Anwendungen zu erweitern . Das Technologiepaket soll nun
zu einem offenen Standard unter Leitung einer unabhängigen Organisation werden .
Die Burton Group will ein erstes Entwicklertreffen organisieren . DirectX 3.0
jetzt auf dem Microsoft-Server Die Version 3.0 des Spiele-APIs aus Redmond
unterstützt nun Mehrspieler-Games auch übers Internet , 3D-Sound sowie neue
Eingabegeräte . Die 3D-Grafik-Schnittstelle Direct3D liegt jetzt auch in einer
MMX-kodierten Version vor , die auf den Anfang nächsten Jahres erscheinenden
neuen Pentium-Prozessoren ( P55C ) deutlich höhere Leistungen erbringen soll .
Zusätzlich wurden die Algorithmen der sogenannten Ramp-Emulation verbessert , so
das sie eine bessere Bildqualität liefern . Direct3D läuft nun auch unter
Windows NT 4 . DirectInput unterstützt Eingabegeräte , die über den Universal
Serial Bus ( USB ) angeschlossen sind ; ressourcen-schonende ereignisgesteuerte
Anbindung beherrscht das API auch . Ausgeliefert wird das Software Development
Kit in der Oktober-Ausgabe der Microsoft Developer Network Development Platform
. Übers Internet ist es auch zu bekommen , aufgeteilt in " handliche " Päckchen
in der Größe zwischen 2 MByte und 30 MByte . Microsoft verkauft die
Windows-98-Beta In Amerika können einige ungeduldige Microsoft-Kunden jetzt die
aktuelle und letzte Beta-Version ( Beta3 ) von Windows 98 kaufen . Für knapp 30
US-$ darf man sich an der Fehlersuche beteiligen - allerdings nur auf Einladung
. Die Einladungen verschickt Microsoft per Email an Endkunden , die sich
irgendwie " qualifiziert " haben - unklar ist , nach welchen Kriterien .
Deutsche Endkunden müssen sich noch ein wenig gedulden : die deutsche
Beta-Version soll aber hierzulande ebenfalls in einigen Wochen zu kaufen sein .
Preis und Vertriebsweg stehen noch nicht fest ; genaueres wird auf der deutschen
Web-Site von Microsoft ab Ende Januar zu erfahren sein . Intels erster
3D-Grafikchip Nach zweijähriger Entwicklungsarbeit präsentieren Intel und Real3D
den kombinierten 2D-/3D-Grafikchip i740 . Er arbeitet mit 2 , 4 oder 8 MByte
Grafikspeicher , beherrscht die gängigen 3D-Verfahren und ist für den
Accelerated Graphics Port ( AGP ) optimiert . Der Chip soll noch in diesem
Quartal zum Stückpreis von etwa 30 US-$ auf den Markt kommen . Grafikkarten
sollen ab April erscheinen . c't berichtet in Ausgabe 4/98 ausführlich über
Intels ersten Grafikchip . Microsoft jetzt vor Gericht Der Streit zwischen
Microsoft und dem Justizministerium um die Integration des Internet Explorer in
Windows 95 ist in einer heißen Phase : Seit dem 13. Januar läuft die auf zwei
Tage angesetzte Anhörung unter Leitung von Richter Thomas Penfield Jackson . Am
ersten Tag ging es vorrangig darum , wie Microsoft die Auflage des Gerichts vom
Dezember '97 erfüllen kann , ein Windows 95 ohne den Internet Explorer zu
liefern . Diese könne man aber nicht klar identifizieren , und zudem arbeite das
Betriebssystem dann nicht mehr stabil . Phillip Malone , der Vertreter des
Justizministeriums , erklärte demgegenüber , das Gericht habe keine genaue
Methode vorgeschrieben , den IE zu entfernen . Microsoft verhalte sich unlogisch
. Im Kreuzverhör konnte der unabhängige Spezialist Glenn Weadlock nicht
zweifelsfrei angeben , welche Dateien man entfernen dürfe , ohne das
Funktionieren von Windows zu gefährden . Die Microsoft-Anwälte werteten dies als
Beweis dafür , daß man den IE nicht vom Betriebssystem trennen könne . Am
heutigen Mittwoch soll David Cole , ein Microsoft-Vizepräsident , angehört
werden . Er will darlegen , warum man den IE nicht aus Windows entfernen kann .
Unabhängig davon droht Microsoft jetzt auch Ungemach in Fernost : in Japan erhob
eine Regierungsbehörde Vorwürfe , Microsoft zwinge Großhändler dazu , die beiden
Office-Produkte Word und Excel nur zusammen zu installieren . Jeff Zuckerman vom
internationalen Rechtsanwaltsbüro Curtis , Mallet-Prevost , Colt & Mosle hält
die Vorwürfe für einen Versuch der japanischen Regierung , heimische
Softwarehäuser zu schützen . Ein Regierungsvertreter bestritt dies allerdings
energisch . ActiveMovie SDK von Microsoft Mit Microsofts ActiveMovie soll es
möglich sein , Video in Fernsehqualität von CD oder aus dem Internet abzuspielen
. ActiveMovie arbeitet mit kombinierbaren Filtern , die Funktionen wie MPEG- ,
AVI- oder Audio-Dekomprimierung enthalten . Das SDK ( Software Development Kit )
stellt eine in C++ implementierte Klassenbibliothek zur Verfügung , die das
Schreiben von eigenen Filtern erleichtert . Damit sollen auf einfache Weise
Erweiterungen wie Effektfilter oder weitere Decoder möglich sein . Das SDK soll
im Dezember im Rahmen des Microsoft Developer Network ausgeliefert werden .
Weitere Informationen über ActiveMovie findet man auf
http://www.microsoft.com/mediadev/video/ivid.htm und
http://www.microsoft.com/imedia/ . 3D-Grafik 100mal schneller HP und Microsoft
wollen 3D-Grafik bis zu 100mal schneller machen . Gelingen soll das mit Hilfe
von DirectModel (
http://hpcc920.external.hp.com/wsg/products/grfx/dmodel/index.html ) , einem von
Engineering Animation ( http://www.eai.com ) entwickelten Verfahren . Der Ansatz
geht davon aus , daß die heute verfügbaren High-End-Grafikbeschleuniger
eigentlich schnell genug sind , hochwertige Bilder auf den Monitor zu rendern .
Sie verbringen jedoch zuviel Zeit mit unnötigen Berechnungen . Dies verringert
die Renderleistung drastisch . DirectModel will nun mit Hilfe intelligenter
Datenstrukturen und Algorithmen die Überprüfungen zentralisieren und stark
vereinfachen . Damit wird DirectModel hauptsächlich in Programmen , die mit sehr
vielen Daten operieren ( beispielsweise CAD-Anwendungen oder VRML-Browser )
sinnvoll einsetzbar sein . Es ersetzt bestehende 3D-Bibliotheken wie OpenGL oder
Direct3D aber nicht , sondern ergänzt sie sinnvoll . Hewlett-Packard entwickelt
DirectModel für sein Unix-Derivat HP-UX . Eine erste Version soll im Herbst
verfügbar sein . Auch DirectX soll es bald für HP-UX geben . Eine entsprechende
Vereinbarung enthält das Lizenzabkommen zwischen Microsoft und Hewlett-Packard .
Der Grafikspezialist Template Graphics hat Versionen für SGI , Sun , IBM und
Digital angekündigt . Microsoft will DirectModel in DirectX implementieren und
seinen VRML-Browser mit dieser Technologie ausstatten . Mit DirectModel soll ein
Plattform-unabhängiger Standard entstehen , der Unix- und
Windows-NT-Programmierung mit der Pflege nur eines C++-Quelltext erlaubt .
Dataquest : Windows 98 wird ein Renner Das amerikanische
Wirtschaftsforschungsinstitut Dataquest sagt für Windows 98 einen reißenden
Absatz voraus . Auf Updates entfällt dabei nur ein Zehntel , den Großteil macht
das Bundling mit PCs aus . Netscape will Tool zur IE-Desinstallierung anbieten
Netscape startet eine Kampagne " Freedom of Choice " und will dazu auf seiner
Homepage einen Button installieren , der zum Download des Navigator führt und
gleichzeitig eine Software verfügbar macht , die den Internet Explorer von
Microsoft desinstalliert . Auch die mit dem Logo " Best viewed with Netscape
Navigator " versehenen Sites sollen diesen Button bekommen . Es bleibt
abzuwarten , welche IE- beziehungsweise Betriebssystem-Teile die
Netscape-Software tatsächlich entfernt , der Übergang ist jedenfalls fließend .
Microsoft startet Grafiktechnologie-Offensive Microsoft veröffentlichte auf der
Siggraph mit " Talisman " den ersten Entwurf eines neuen Grafik-Konzepts .
Talisman will vom klassischen Bildspeicher , in dem sich ein Abbild des
Monitorbildes findet , abrücken . Statt dessen sind die Informationen in kleinen
Blöcken à 32 mal 32 Pixeln abgelegt . Dabei können mit jedem Segment affine
Transformationen ausgeführt werden . Eine simple Skalierung kann also das
Näherkommen eines Autos simulieren . Für jeden Auschnitt kann der
Softwareentwickler die jeweils passende Darstellungmethode und
Aktualisierungspriorität wählen . Der Hintergrund eines Action-Spiels ist
beispielsweise fertig gerendert oder mit einer niedrigen Qualität und
Aktualisierungsrate versehen , während die 3D-Engine die Figuren im Vordergrund
mit hoher Qualität erzeugt . Auf Segmentebene arbeiten auch die Algorithmen ,
die Schatten und Anti-Aliasing berechnen . Um Speicherplatz zu sparen , sieht
das Design eine JPEG-ähnliche Kompression der Bilddaten im Speicher vor . Es
soll Hardware in verschiedenen Leistungsklassen geben ; Microsoft will sogar
Soundkarte und Modem mit auf die Steckkarte unterbringen . Produkte sind zwar
nicht vor Ende 1997 zu erwarten , Microsoft hat aber schon eine
Beispiel-Implementierung für den High-End-Bereich auf dem Papier . Die
benötigten Chips existieren schon in der Beschreibungssprache Verilog ; die
Redmonder selbst wollen aber keine Hardware verkaufen . Die Software entwickeln
sie im Rahmen von DirectX . Sie soll im Release 4 Anfang 1997 verfügbar sein .
Im Zuge der MMX-Version von DirectX ist auch eine entsprechende
Talisman-Adaption zu erwarten . Der Anschluß an den PC erfolgt über den PCI-Bus
; eine Version für Intels AGP ( Accelerated Graphics Port ) ist geplant . Als
Speichersystem soll die RAMBUS-Technologie zum Einsatz kommen . Andere
Plattformen , Bus- und Speichersystem sind ebenfalls möglich . Schnelle
3D-Karten für langsame PCs IBM , Fujitsu und Rendition planen eine neue
Grafikkartengeneration mit dem Vérité 2200 , einem leistungsfähigen 2D-/3D-Chip
von Rendition . Ihm vorgeschaltet ist ein Geometrieprozessor " Pinolito " von
Fujitsu , der bisher hauptsächlich in Spielekonsolen eingesetzt wird . Durch die
Verlagerung der Geometrieverarbeitung vom Hauptprozessor auf einen Spezialchip
sollen 3D-Spiele auch auf leistungsschwachen PCs ausreichend schnell laufen . So
soll etwa GLQuake auf einem P133 mit einer solchen Karte 30 Bilder/s darstellen
können ; mit einer konventionellen Vérité-Karte sind es nur 8 Bilder/s . In
Microsofts DirectX wird Geometrieverarbeitung erst in Version 6 oder 7
implementiert sein . Die erste Karte mit der Bezeichnung " Thriller Conspiracy "
will Hercules Ende Juni für etwa 300 DM auf den Markt bringen . 3D mit
Shutterbrille bei miro Nagelneu ist das " miro mediaMedia 3D Gamer Set " . Es
enthält neben einer 3D-Grafikkarte auf Virge-Basis , die einen integrierten
TV-Ausgang besitzt , eine spezielle Version von Descent II und eine
Shutter-Brille , die durch gezieltes Ein- und Ausblenden des Monitorbildes für
jeweils ein Auge , " echtes " 3D-Sehen ermöglicht . Durch spezielle Treiber und
Bildwiederholraten um 120 Hz ergibt sich auch mit der Shutterbrille ein relativ
flimmerfreies Bild . Das Paket soll im Herbst verfügbar sein und kostet 399 DM .
Für 299 DM kann die mediaView 3D mit TV-Tuner und einer Infrarot-Fernbedienung
aufgerüstet werden . Angekündigt wurde die miroCrystal VR 2000/4000-Serie mit
dem Virge/VX . Zum Lieferumfang gehören auch Treiber für Windows NT 4.0 ,
DirectX und S3D sowie der neuste MPEG-Player von Xing . S3D ist eine
3D-Grafik-Schnittstelle des Chipherstellers S3 . Auch diese Boards verfügen über
einen FBAS-Ausgang zur Ausgabe des Windows-Desktops oder Spielen auf einen
Fernseher . Virge/VX-Board bei Elsa Die Erfolgskarte Winner2000AVI kommt nun als
3D-Version heraus . Die VRAM-Grafikkarte mit dem Virge/VX zeichnet sich durch
einen 220-MHz-RAMDAC aus und soll im Oktober in den Handel kommen . Sie wird mit
2 MByte für 448 DM und mit 4 MByte für 648 DM angeboten werden . Spiele gehören
nicht zum Lieferumfang . Das eingebaute VBE-2.0-fähige BIOS verbessert die
Leistung bei DOS-Spielen , die einen linearen Bildspeicher nutzen . Das BIOS ist
auch für die Victory 3D verfügbar . Besitzer der Karte können es gegen
Einsendung von 15 DM bei ELSA anfordern . Netscape kapituliert vor
IE-Desinstallation Nachdem Netscape letzte Woche ein Programm angekündigt hat ,
das den Internet Explorer 3.0 aus Windows 95B entfernen soll , gibt es jetzt
lediglich einige Hinweise dazu . Ein Programm sucht man auf der Website
vergeblich . Netscape empfiehlt statt dessen , eine Sicherheitskopie der
Festplatte zu erstellen und auf die Desinstallationsroutine des Internet
Explorers zurückzugreifen . Genau die fehlt aber bei einer Standardinstallation
von Windows 95B . Auch hier weiß Netscape Rat : man soll sich in solchen Fällen
einfach an Microsoft wenden . DirectX5 : Der Joystick schlägt zurück Microsoft
hat die neueste Version seiner Spiele- und Multimedia-Schnittstelle freigegeben
. Die interessanteste Neuerung findet sich in DirectInput : Es unterstützt jetzt
Force Feedback . Spiele können also Erschütterungen jeglicher Art über das
Eingabegerät an den Spieler zurückgeben . Auch können Hersteller von
Peripheriegeräten eigene Test- und Kalibrier-Tools in das Joystick-Applet der
Windows-Eigenschaften einbauen . Die zweite große Änderung betrifft den inneren
Aufbau von Direct3D . Es müssen nicht mehr alle Kommandos über sogenannte
Execution Buffers an das 3D-API übergeben werden . Statt dessen ist es möglich ,
" DrawPrimitives " zu übergeben . Auch neu ist das Interface für 3D-Soundkarten
. Die Unterstützung von mehreren Monitoren wird erst mit Windows 98
funktionieren . Den AGP-Support kann man auch schon mit Windows 95 OSR2.1 nutzen
. Einige DirectDraw-Funktionen verwenden jetzt - so vorhanden - MMX , um
schneller zu sein . Viele weitere Neuerungen haben im Inneren von DirectX
stattgefunden und erleichtern die Spielprogrammierung . DirectX5 wird es in
einigen Tagen auf der Microsoft-Site unter http://www.microsoft.com/directx
geben . Die Runtime-Module liegen schon jetzt zum Beispiel unter
http://cws.internet.com/programs/directx5.zip vor . Opera auch für Linux und
MacOS kostenlos Ende letzen Jahres hatte Opera Software die Windows-Version 5.0
des Browsers als Freeware veröffentlicht . Die Linux-Variante befindet sich
momentan im Beta- , die MacOS-Version sogar noch im Alpha-Stadium . Neue
Beta-Software von T-Online T-Online stellt Kunden auf seinem Server neue
Beta-Versionen von Surf-Anwendungen zum Download bereit . Dazu gehören der
T-Online-Browser , das hauseigene E-Mail-Programm , der Instant Messenger TOM
sowie das Online-Banking-Modul . T-Online-Nutzer werden vor allem das neue
E-Mail-Programm herbeigesehnt haben , das eine Ordnerverwaltung sowie eine
Volltextsuchfunktion bietet und mehrere Benutzerprofile verwaltet . In einer
Drei-Fenster-Ansicht kann sich der Nutzer jetzt den Inhalt eines Ordners , eine
ausgewählte Mail sowie darin enthaltene Attachments anzeigen lassen . Filter zur
automatischen Mail-Verwaltung fehlen aber nach wie vor . Auch der Browser wurde
stark überarbeitet . Das auf dem Internet Explorer 5.x basierende Programm
bietet unter anderem ein Multimediafenster für Video-Streams und einen Download
Manager . Von den Sites im Favoritenverzeichnis erzeugt er Miniatur-Vorschauen .
Auch zeigt der Browser an , wenn der Benutzer eine neue E-Mail erhalten hat .
Innovationsbremse Internet-Rundfunkgebühren Sehr negative Resonanz finden die
Überlegungen , Rundfunkgebühren für PCs mit Internetanschluß zu verlangen . So
droht der Fachverband Informationstechnik den Bundesländern mit Klage , sollten
diese für Internet-fähige PC Gebühren erheben . Forschungsminister Rüttgers
hatte sie schon letze Woche in einem Interview der Neuen Osnabrücker Zeitung als
" Innovationsbremse " für den Multimedia-Standort Deutschland bezeichnet :
Unternehmen mit 1000 Computern müßten nach bestehenden Regelungen fast 30000
Mark Gebühren im Monat zahlen . Doch sind Tonübertagungen im Internet im
Gegensatz zu Rundfunkübertragungen asynchron , so Gerhard Rohleder ,
Geschäftsführer des Fachverbandes Informationstechnik . Daß der Staatsvertrag
dem heutigen Stand der Technik nicht mehr gerecht wird , haben offensichtlich
auch die Verantwortlichen bei der Gebühreneinzugszentrale ( GEZ ) erkannt . "
Als der Staatsvertrag formuliert wurde , war die technische Entwicklung noch gar
nicht abzusehen " , so Wolfgang Lewke , stellvertretender Geschäftsführer der
GEZ . Und das wird dauern , da alle Bundesländer dazu einen Konsens finden
müssen . IE-Upgrade von Netscape Laut einem Bericht von C|Net News wird Netscape
im Laufe des Tages eine kostenlose Erweiterung für das Konkurrenzprodukt
Internet Explorer veröffentlichen . Das " Netscape TuneUp for IE " , ein
ActiveX-Control , rüstet einige Funktionen nach , die bisher
Alleinstellungsmerkmale des Navigators sind . Andere Funktionen erleichtern den
Zugriff auf Netscapes Portal-Site Netcenter . Cache-Kuh schnüffelt Navigator aus
Internet-Consultant Dan Brumleve hat eine Sicherheitslücke des Netscape
Navigator gefunden , die es einem Eindringling erlaubt , im Cache des Browsers
zu schnüffeln . Dazu muß das Opfer eine entsprechend präparierte Web-Seite
aufrufen . Mit einem kleinen JavaScript späht Cache Cow - so Brunleves Name für
das Sicherheitsproblem - diejenigen URLs aus , die im Zwischenspeicher des
Browsers stehen . Der Angriff durch die Cache-Kuh sollte eigentlich " nur " ein
Privacy-Problem sein und Gegenmaßnahmen nur von solchen Anwendern erzwingen ,
die es Fremden nicht erlauben wollen , ihr Surfverhalten zu beobachten .
Sicherheitsrelevante Daten wie Zugangskennungen sollten nicht im Cache stehen .
Brumleve hat in den Log-Dateien seiner Demo-Site allerdings auch
Kreditkartennummern gefunden . Diese stammen von Besuchern seiner Site , die
zuvor offenbar schlecht programmierte Webseiten abgerufen hatten ( die
Kreditkartennummer war beim Formularabruf per http-GET offenbar in die URL
kodiert ) . Betroffen sind alle Versionen des Navigator , die JavaScript
unterstützen . Als Gegenmaßnahme bleibt momentan nur die Möglichkeit ,
JavaScript abzuschalten , den Cache zu löschen und die Cache-Größe auf 0 Bytes
festzulegen . C|Net News zitiert einen Netscape-Mitarbeiter , der einen Fix für
die nächste Woche ankündigt . Microsoft kauft Spracherkennungs-Spezialisten
Microsoft hat Entropic gekauft , einen Hersteller von Entwicklungsumgebungen für
sprecherunabhängige Dialoganwendungen . Neben britischem und amerikanischen
Englisch beherrschen die Entropic-Produkte auch Deutsch , Spanisch , Französisch
und Italienisch . Microsoft will die Entropic-Technik in künftige Versionen
seiner Betriebssysteme einbauen , um die Entwicklung von Anwendungen mit
Spracherkennung unter Windows zu vereinfachen . In einer FAQ geht der Hersteller
auf Fragen seiner Kunden ein , die sich hieraus ergeben können . Internet
Explorer 5.5 für Entwickler Auf der Website seines Entwickler-Programms
Microsoft Developer Network ( MSDN ) hat Microsoft eine Beta-Version des
Internet Explorer 5.5 bereitgestellt . Der Download ist nur für registrierte
MSDN-Mitglieder möglich . Derweil steht der Internet Explorer 5.01 schon seit
ein paar Tagen für alle Interessenten zum Herunterladen bereit - allerdings
bisher nur in der englischen Version . Es bietet nur wenige kleinere Neuerungen
: Der Benutzer kann die Einstellung , Browser-Fenster als separate Prozesse zu
öffnen , nicht mehr selber vornehmen . Der Internet Explorer stellt diese Option
in Abhängigkeit vom zur Verfügung stehenden Arbeitsspeicher ein . IE 5.01 soll
jetzt über einen intelligenteren Installationsprozess verfügen , der nur die
Dateien aus dem Netz lädt , die nicht bereits auf dem lokalen PC vorhanden sind
. In den Export-Versionen bietet der Browser 56-Bit-Verschlüsselung . Darüber
hinaus bereinigt der Internet Explorer 5.01 etliche Fehler der Vorgänger-Version
, darunter diverse Sicherheitsprobleme ( eine vollständige Beschreibung bietet
ein Knowlegdebase-Artikel ) . Allerdings birgt das neue Release offenbar auch
etliche neue Bugs : Microsofts Supportdatenbank enthält bereits 41 einschlägige
Hinweise . Europäischer Internet-Boykott ohne deutsche Beteiligung Am kommenden
Sonntag sollen die Surfer aus 14 europäischen Ländern ihre Modems ausgeschaltet
lassen - das wollen zumindest die Organisatoren des " European Telecom Boykott "
erreichen . Die Interessenvertretung der deutschen Surfer , der Verein deutscher
Online Nutzer ( VdON ) , will sich jedoch nicht an dem Streik beteiligen . So
ist laut Wilfried Gödert , dem Vorsitzenden des VdON , völlig unklar , wer
hinter dem Streikaufruf steht . Die Streik-Site liegt auf dem Server eines
Freespace-Providers und verfügt über keinerlei Impressum . Auch der Münchener
Provider Thorsten Weigl , der mit seiner Site www.internetstreik.de als
Unterstützer des Boykotts aufgeführt wird , soll sich laut Gödert von der Aktion
distanziert haben . Der erst Ende März gegründete VdON will im Dialog mit
Wirtschaft und Politik seine Ziele erreichen . Dazu zählen laut Satzung die "
Erleichterung des Online-Zugangs in finanzieller und technischer Hinsicht " und
der " Schutz vor staatlicher Überregulierung ( z. B. Kryptographie-Verbot ,
Zensur ) " . Ein Streik wie im letzten Jahr wäre laut Gödert momentan das
falsche Mittel , um die Ziele durchzusetzen . Internet-Filter für bayerische
Schulen Die Hamburger Pan Amp AG bietet allen bayerischen Schulen ein System zur
Filterung jugendgefährdender Internet-Inhalte an . Die 4300 Schulen des
Freistaates , die über einen Internet-Zugang verfügen , können es kostenlos
benutzen . Der Hersteller will das Pilotprojekt aufrechterhalten , solange eine
" ausreichende " Anzahl von Schulen daran teilnimmt . Auf den Pan-Amp-Webseiten
können sich interessierte Schulen informieren und vom 2. bis 31. Juli anmelden .
Auch das Kultusministerium will auf dem bayerischen Schulserver Informationen zu
dem Angebot bereitstellen . Ob Schulen ihre Rechner mit den Internet-Filtern
ausrüsten , liege aber in ihrem Ermessen , so Brigitte Waltenberger , Sprecherin
des Ministeriums , gegenüber heise online . Es arbeitet mit Negativlisten in
Verbindung mit einer " semantischen Keyword-Filterung " . Laut Pan Amp soll
diese Kombination " höchste Qualitätsansprüche bei der Filtergenauigkeit "
erfüllen . Der Hersteller hat aber auch eine spezielle E-Mail-Adresse für den
Fall eingerichtet , dass Internet-Angebote kurzfristig gesperrt oder freigegeben
werden sollen . GeoCities : Neue Benutzungsbedingungen In der Auseinandersetzung
um die Rechte an den GeoCities-Homepages hat Yahoo jetzt eingelenkt und neue
Benutzungsbedingungen veröffentlicht . Yahoo bleibt es aber weiterhin erlaubt ,
den Inhalt von Sites zu reproduzieren , zu modifizieren , zu publizieren sowie
zu übersetzen , in jedweder Form und mit jedem Medium . Auch aus einem anderen
Grund ist es unwahrscheinlich , daß die neuen Benutzungsbedingungen die Kritiker
verstummen lassen - Yahoo behält sich das Recht vor , die " Terms of Service "
von Zeit zu Zeit zu ändern , ohne explizit darauf hinzuweisen . Nach der
Übernahme von GeoCities durch Yahoo reagierten Homepage-Besitzer mit einem
Proteststurm auf geänderte Benutzungsverträge , die Yahoo das Recht einräumen ,
sich Homepage-Inhalte anzueignen . Yahoo antwortete zunächst mit einer
beschwichtigenden EMail , was aber nichts an den Boykottaufrufen änderte .
Instant Messaging : Offener Brief an AOL Als momentan letzten Schritt in der
Auseinandersetzung um einen Standard für Instant Messaging hat Microsoft mit
Partnern einen offenen Brief an AOL-Chef Steve Case verfasst . Zu den
Unterzeichnern gehören unter anderen Vertreter von Excite , Infoseek , Yahoo und
AT&T . Sie fordern Steve Case ( " Dear Steve " ) auf , sich an einem " offenen "
Standardentwurf der Internet Engineering Task Force ( IETF ) zu beteiligen .
Auch das sehr beliebte ICQ , dessen Hersteller Mirabilis von AOL gekauft worden
war , soll in einen Instant-Messaging-Standard einbezogen werden . Steve Cases'
Antwort steht noch aus . Microsoft hatte die
Instant-Messaging-Auseinandersetzung vom Zaun gebrochen , als der
Software-Hersteller seinen MSN Messenger zum Download bereitstellte . Dieser
erlaubte es , mit Benutzern des AOL-Buddy-Netzwerks zu kommunizieren , wozu der
MSN Messenger den AOL-Server benutzte . AOL lud Microsoft ein , an einer ( von
AOL angeführten ) Gutachterkommission zur Entwicklung eines Standards für
Instant Messaging teilzunehmen . Microsoft will stattdessen seinen mit der IETF
begonnenen Standardentwurf weiterverfolgen . Gates will sein Vermögen
verschenken Bill Gates' Vater William Gates Sr. , der die gemeinnützige William
H. Gates Foundation leitet , kündigte dies in einem Interview mit der britischen
Wochenzeitung Sunday Times an . Noch innerhalb der kommenden drei Monate will
die Stiftung eine Reihe neuer Projekte ins Leben rufen . Ein Teil des Geldes
soll in die Aids- und in die Malaria-Forschung fließen . W3C empfiehlt DOM Das
World Wide Web Consortium ( W3C ) , die Instanz für die Standardisierung von
Web-Technologien , hat die Spezifikation des Document Object Model ( DOM ) ,
Level 1 , verabschiedet . In Level 2 sollen unter anderem Funktionen zur
Manipulation des Layouts folgen ( siehe das W3C Activity Statement ) .
Internet-Streik : Ein kleiner Erfolg Ersten Aussagen von Internet-Providern
zufolge war der Internetstreik ein Erfolg - wenn auch ein bescheidener . So
meldete Nacamar-Sprecher Udo Trautenberg , daß etwa 25 Prozent weniger Benutzer
am 1. November gesurft haben als an vergleichbaren Tagen . Dies deckt sich mit
den Aussagen von Robert Rothe , Geschäftsführer von Interactive Networx , den
die Berliner Morgenpost zitiert . Einzig UUNet konnte keinen Unterschied zu
normalen Sonntagen ausmachen . " Die Zahlen liegen im normalen Bereich " , so
Sprecher Stefan Deutsch . Engagierte Internet-Benutzer hatten aufgrund der
überhöhten Telekom-Tarife den Streik ausgerufen . Internet-Benutzer waren
aufgerufen , sich am Sonntag nicht einzuwählen ; Betreiber von Websites sollten
ihre Homepages durch eine Protestseite ersetzen . Der Streik soll jeden Sonntag
fortgesetzt werden , bis die Telekom ihre Gebührenpolitik ändert . Neue Panne
bei Strato Nach einem Dauerausfall im März waren heute beim Web-Hoster Strato
wieder etliche Domains offline - wenn auch nur für ungefähr eine Stunde . Laut
Strato waren 120.000 Internet-Präsenzen betroffen . Ein ausgefallener Data Mover
im EMC-Storage-System , das die Domains beherbergt , sei die Ursache gewesen .
Mittlerweile habe man das Problem behoben . Das EMC-Speichersystem war auch die
Ursache des Ausfalls , der Strato Ende März für mehrere Tage lahmgelegt hatte .
Damals war ein Stromversorgungsfehler in dem Speichersystem der Auslöser . Beim
Wiederhochfahren versagten die Speicher wiederholt aufgrund inkonsistenter
Dateisysteme . Dieses System soll den Karlsruher Strato-Datenspeicher spiegeln
und künftig sofort einspringen , falls es Probleme gibt . AMD entwickelt
Billigst-Prozessor Laut einer C|Net-Meldung arbeitet AMD an einem abgespeckten
Prozessor für TV-Set-Top-Boxen und Low-Budget-PCs . Der Artikel zitiert einen
AMD-Manager , der indirekt die Existenz eines entsprechenden Projekts zugab :
Nachdem für die Prozessorhersteller auf dem PC-Markt immer weniger Geld zu
verdienen ist , sehen sie sich offenbar nach neuen Betätigungsfeldern um . Dazu
gehören auch TV-Set-Top-Boxen , die es erlauben , mit dem Fernseher im Internet
zu surfen und denen ein großer Markt vorausgesagt wird . Bereits letzte Woche
wurde bekannt , daß Intel an einem integrierten Chip ( Codename Timna ) arbeitet
, der sich auch für Set-Top-Boxen eignet . Cyrix hatte schon auf der Comdex das
WebPad als Beispielanwendung für seinen MediaGX vorgestellt , ein schnurloses
Internet-Tablett mit LC-Display . fast Search jetzt größte Suchmaschine Alle
Indexgrößen sind Herstellerangaben . Erklärtes Ziel der fast-Betreiber ist es ,
das gesamte Web zu erfassen - eine große Herausforderung . Februar '99 . Gates
spendet doch nicht alles Bill Gates , der Chef des weltgrößten Softwarekonzerns
Microsoft und seine Frau Melinda wollen in nächster Zeit nicht ihr gesamtes
Vermögen spenden . Das stellte der Sprecher ihrer Stiftungen , Trevor Neilson ,
am Montagabend in Redmond klar . Er reagierte damit auf einen Bericht der
Londoner Zeitung Sunday Times vom vergangenen Wochenende . Er wolle sein
Vermögen weggeben , um den Planeten von Krankheiten wie Aids und Malaria zu
befreien . Damit ist er der reichste Mann der Welt . Mit ihnen würden weltweit
Initiativen im Gesundheits- und Ausbildungswesen unterstützt . Seit Gründung der
beiden Stiftungen habe " das Paar den Wunsch zum Ausdruck gebracht , den
überwiegenden Teil seines Vermögens an die Gesellschaft zurückzugeben " , heißt
es in der Stellungnahme Neilsons . Wie bisher wollte das Ehepaar auch in Zukunft
regelmäßig größere Summen spenden . Streit um fehlende
Internet-Explorer-Funktion Will sich Microsoft einen Wettbewerbsvorteil
verschaffen , indem der Software-Hersteller anderen Entwicklern eine wichtige
Funktion des Internet Explorers vorenthält ? Microsoft ermöglicht es
Drittanbietern , den Internet Explorer in Form eines ActiveX-Controls in eigene
Anwendungen einzubetten . Beispielsweise AOL oder Lotus bauen den Browser in
ihre Produkte ein . Da Microsoft in der verfügbaren Zeit nicht in der Lage war ,
diese Anforderung zu erfüllen , hat der Hersteller die Funktion kurzerhand
ausgelagert . Die Software-Hersteller NeoPlanet , Netcaptor und Katiesoft , die
allesamt auf dem IE basierende Browser anbieten , sind laut CNet über Microsofts
Vorgehensweise verärgert . Adam Stiles , Chef von Netcaptor , hofft , dass
Microsoft das Problem deutlich schneller abstellen kann : Internet Explorer 4.01
ist da Knapp zwei Monate nach dem Release des Internet Explorer 4.0 hat
Microsoft das erste größere Upgrade seines Browsers zur Verfügung gestellt , den
Internet Explorer 4.01 . Die neue Version enthält Fixes für diverse in der
Vergangenheit bekanntgewordene Sicherheitsprobleme . Außerdem soll sie sich auch
auf Systemen installieren lassen , bei denen bisher Probleme auftraten .
Bestimmte Compaq Presarios sträubten sich etwa gegen den Internet Explorer 4 .
Darüberhinaus richten sich die Neuerungen des IE 4.01 vor allem an Benutzer mit
Behinderungen . So lassen sich jetzt alle Elemente des Active Desktop und
innerhalb einer Webseite von der Tastatur aus erreichen . Der Internet Explorer
4.01 kann von der Microsoft-Website heruntergeladen werden . Novell-Schmidt :
Bestohlen durch Cookies Novell-Chef Eric Schmidt hat am Donnerstag während einer
Rede bei der Digital Economy Conference verkündet , ihm sei beim Surfen seine
Kreditkartennummer gestohlen worden . Zwar wisse er nicht genau , auf welchem
Wege , er sei sich aber sicher , dass Cookies dabei eine Rolle gespielt hätten .
In dem Zusammenhang nannte Schmidt Cookies " eines der größten Desaster für die
Computer-Industrie " . Aber Schmidt hatte eine Lösung parat , die die
gefährlichen Cookies ablösen soll : Der Dienst speichert vertrauliche
Benutzerinformationen wie Passwörter oder Profilinformationen auf einem Server
und vermittelt sie an E-Commerce-Sites , wenn der Anwender damit einverstanden
ist . Routenplaner mit Stauwarnung G-Data bringt mit dem " PowerRoute
Staumonitor " einen Routenplaner heraus , der die aktuelle Verkehrssituation bei
der Streckenberechnung berücksichtigt . Dazu hat sich der Software-Hersteller
mit dem Verkehrstelematik-Spezialisten Mannesmann Passo zusammengetan . Passo
ermittelt mit Brückensensoren und Induktionsschleifen die aktuelle Verkehrslage
auf deutschen Autobahnen . PowerRoute Staumonitor ist ab nächster Woche für
49,95 Mark im Handel erhältlich . Im Kaufpreis ist für die Dauer eines Jahres
eine Stauabfrage pro Tag enthalten , die das Programm bei Bedarf automatisch
über eine spezielle Einwahlnummer abruft . Die Verbindungsgebühr von 6 Pfennig
pro Abfrage muss der Anwender allerdings selbst tragen . Weitere Stauabfragen
kosten 99 Pfennig ( plus 6 Pfennig Verbindungsgebühr ) . Die Kosten für
Verkehrsabfragen werden über die Telefonrechnung abgerechnet . Online-Händler
eToys schließt europäische Filiale Der amerikanische Online-Spielzeughändler
eToys wird am 19. Januar seine britische Tochter schließen , 14 Monate , nachdem
diese gestartet war . Alle 74 Angestellten werden entlassen . Die Schließung ist
offenbar eine Maßnahme , um die akute Finanznot des zweitgrößten
Internet-Spielzeughändlers der USA zu beheben . Ende letzten Jahres musste eToys
eine Gewinnwarnung herausgeben . Damals hatte eToys bereits Entlassungen
angekündigt . Das Weihnachtsgeschäft lief für eToys schlechter als erwartet ;
eToys ist in Gefahr , bis März dieses Jahres seine Kapitalreserven aufgebraucht
zu haben , falls keine neuen Investoren gefunden werden . Sicherheitsloch im
Internet Explorer Drei Studenten des Worcester Polytechnic Institute haben einen
Weg gefunden , die Sicherheitsmechnismen des Internet Explorer 3.0 ( und 3.01 )
unter Windows 95 und Windows NT 4.0 zu umgehen . Vielmehr nutzt er die Tatsache
, daß der Browser LNK- und URL-Dateien benutzen kann , um Programme auf fremden
Rechnern ausführen zu können ( LNK nur unter Windows 95 ) . Auf seiner Site (
http://www.cybersnot.com/iebug.html ) hat das Trio , das den Bug gefunden hat ,
ein paar Beispiele zusammengestellt . Diese zeigen , wie einfach sich der Fehler
von Microsofts Browser ausnutzen läßt . So erzeugen sie auf der Festplatte des
Anwenders ein Verzeichnis , öffnen es und löschen es wieder . Über das
HTML-Meta-Tag ließen sich sogar mehrere Befehle hintereinander ausführen . Dazu
muß ein Eindringling zwar wissen , wo auf der Festplatte sich die auszuführende
Datei befindet . Aber haben sie Ihr Systemverzeichnis etwa nicht unter
C:\\Windows untergebracht ? Und unter C:\\Windows\\Command befindet sich Deltree
, oder ? Microsoft hat inzwischen ein Update für seinen Browser zum Download
bereitgestellt . Unter http://www.microsoft.com/ie/security/update.htm
informiert der Hersteller außerdem über die Risiken , die mit dem Bug verbunden
sind . Liikanen : Zu wenig E-Government EU-Kommissar Erkki Liikanen forderte
gestern beim Deutschen Multimedia Kongress in Stuttgart , dass sich die
Verwaltungen für mehr E-Government einsetzen . Es sei noch kein E-Government ,
erklärte er , wenn man zwar Verwaltungsformulare ins Netz stelle , die Bürger
diese dann aber selbst ausdrucken , ausfüllen und per Post zurücksenden müssten
. Bereits am Eröffnungstag hatte der Geschäftsführer der GFT Technologies davor
gewarnt , dass die Bundesrepublik den Zug beim E-Government verpassen könnte .
Liikanen sieht die Verwaltungen selbst bei Inhalten für Handys gefordert . Ohne
mobilen Content nämlich könne Europa seinen Vorsprung im Mobilbereich nicht
wirklich nutzen . Rund 63 Prozent der Europäer haben derzeit ein Mobiltelefon .
Welche mobilen Inhalte die Verwaltungen bereitstellen sollen und wie
E-Government per Handy funktionieren soll , darüber schwieg sich Liikanen
allerdings aus . Mit Blick auf die Krise der Branche sagte Liikanen , nach dem
dotcom-Jahr 2000 werde 2001 ein Jahr der Zusammenschlüsse zwischen Unternehmen
der " Old " und der " New Economy " . Zwar sei die Zeit vorbei , in der es für
jede Idee Geld gegeben habe , doch sei man immer noch in der " Anfangsphase des
Interneteinsatzes " . Beim Internetzugang , den Liikanen als essenziell auch für
den künftigen politischen Einfluß der EU bezeichnete , liege man derzeit noch
rund 18 Monate hinter den USA . Allerdings sei auch dort das Wachstum in Europa
deutlich schneller als anderswo . Größer als der Rückstand auf die USA seien die
Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten . Eine gewisse
Harmonisierung auch im Bildungsbereich soll in den kommenden Jahren für einen
möglichst ungeteilten Zugang zur Informationsgesellschaft sorgen . Als weitere
Ziele nannte Liikanen die vollständige Liberalisierung der Telekommunikation .
Bei der Internetregulierung steht für Liikanen der Datenschutz , der Schutz der
Privatheit sowie die Rechtsverbindlichkeit von Verträgen im Netz im Vordergrund
. Der Regulierung und Selbstregulierung im Netz hatte die Messeleitung ein
eigenes Panel gewidmet , das Interesse der DMMK-Besucher dafür war allerdings
deutlich geringer als fürs " Managment der New Economy " . T-Online eröffnet
Shopping-Portal Unter der Adresse http://www.shopping.t-online.de/ hat T-Online
heute ein Portal speziell für das Online-Shopping eröffnet . Mit der
Shopping-Site geht das erste der T-Online-Portale für spezielle Zielgruppen ins
Netz . Siemens : Richtfest auf der E-Commerce-Baustelle Siemens hat seinen
Online-Beschaffungs-Marktplatz click2procure fertiggestellt . Nach Angaben des
Unternehmens können Lieferanten ab sofort elektronisch Angebote abgeben ,
Bestellungen empfangen , Rechnungen versenden sowie gezielt Informationen über
den Bedarf von Kunden des Konzerns einholen . Händler , die bisher Siemens nicht
beliefert haben , können sich auf der Site online anmelden . Das Angebot ist
jedoch kostenpflichtig . Wer Waren über click2procure im gesamten
Siemens-Konzern feilbieten will , muss 3000 Euro pro Jahr bezahlen . Die Site
soll zur zentralen Plattform für den elektronischen Einkauf des gesamten
Siemens-Konzerns werden . Dabei deckt click2procure das Beschaffungsspektrum des
gesamten Unternehmens ab - das Sortiment umfasst so unterschiedliche Artikel wie
Bürozubehör , Werkzeuge , IT-Produkte und elektronische Bauelemente . Zurzeit
greifen laut Siemens rund 3000 Einkäufer und weitere 30.000 firmeninterne Nutzer
in Deutschland und den USA auf den Marktplatz zu ; Siemens will das System in
den nächsten zwölf Monaten vor allem in Europa und im Asien-Pazifik-Raum
ausbauen . Das Einkaufsvolumen , das über click2procure abgewickelt wird , soll
dann die Milliarden-Euro-Marke überschreiten . Navigator wieder einzeln Nach
Informationen der amerikanischen PC Week plant Netscape eine abgespeckte Version
seiner Communicator-Suite . Diese soll nur den Browser Navigator 4.0 sowie den
Push-Client Netcaster umfassen . Der Artikel zitiert Mike Homer , den Executive
Vice President von Netscape : Netscape Deutschland wollte zu der Meldung keine
Stellung nehmen . Microsoft strickt Internet Explorer um Microsoft beugt sich
dem Druck seiner Kunden : Laut einem Bericht des Nachrichtendienstes News.Com (
http://www.news.com/News/Item/0,4,13920,00.html ) verzichtet der
Software-Hersteller auf die bisher geplante starke Verzahnung des Internet
Explorer 4.0 mit seinen Windows-Betriebssystemen . So wird die am 30. September
erscheinende endgültige Version des Browsers viele der Desktop-Erweiterungen
nicht wie bei den Betas fest eingebaut haben , sondern nur als Optionen anbieten
. Navigation per einfachem Mausklick etwa , die vielen Beta-Testern mißfiel ,
wird standardmäßig abgeschaltet sein . Die minimale der drei Installationsgrößen
soll die Windows-Oberfläche überhaupt nicht verändern . Mobilfunk-Allianz
zwischen AMD und Texas Instruments Die Chip-Hersteller AMD und Texas Instruments
( TI ) werden bei der Entwicklung von Multimedia-Handys der nächsten Generation
zusammenarbeiten . Die beiden Unternehmen gaben eine Abkommen bekannt ,
demzufolge AMD die so genannte Open Multimedia Application Platform ( OMAP ) von
TI - eine Spezifikation für den Aufbau zukünftiger Handys - unterstützen will .
TI nimmt im Gegenzug Flash-Speicher von AMD in die OMAP-Architektur mit auf .
Der Speicher soll huckepack auf dem DSP-basierten Prozessor platziert werden ,
was eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich bringen soll : So spart diese
Bauweise laut TI 100 mm2 der knappen Platinenfläche und bis zu 30 Prozent
Stromverbrauch ein . Bisher haben Nokia , Ericsson und Sony bekannt gegeben ,
Handys auf Basis der OMAP-Architektur zu entwickeln . Preissenkungen bei
T-Online und Mobilcom T-Online hat seine Tarife zum Teil deutlich gesenkt . Wie
der Online-Dienst der Telekom heute in München bekanntgab , kostet die
Online-Minute im sogenannten " eco-Tarif " jetzt nur noch 2 statt bisher drei
Pfennig . An Telefonkosten fallen wie bisher rund um die Uhr 3 Pfennig pro
Minute an . Auch die Grundgebühr von 8 Mark bleibt unverändert . Ab dem 1.
November wird es für viele Nutzer noch etwas billiger : Für eine erhöhte
Grundgebühr von 19,90 Mark gibt es eine Art Pauschaltarif . Über diese
Grungebühr hinaus fallen nur Kosten für die Telefonverbindung an ( bei Einwahl
über das Telekom-Netz drei Pfennig pro Minute ) . Ebenfalls ab nächstem Monat
gibt es einen Geschäftskundentarif : 50 MByte Webspace , 2 GByte Transfervolumen
, fünf EMail-Adressen und Web-Design-Software für 49 Mark pro Monat .
T-DSL-Nutzern berechnet T-Online für Online-Stunden , die über das
Grundkontingent hinausgehen , 1,80 Mark statt bisher 3,60 Mark . Bei allen
Tarifmodellen ist die Einwahl jetzt kostenlos ; bisher wurden pro
Verbindungsaufbau sechs Pfennig erhoben . Kunden , die bereits T-DSL einsetzen ,
werden sich freuen , denn sie können durch den Wegfall der Einwahlgebühr endlich
einen SMTP-Server auf ihrer lokalen Maschine installieren , so wie es in der
Pilotphase gang und gäbe war . Auch Telekom-Konkurrent Mobilcom gab heute neue
Tarife für den Internetzugang bekannt : Bei Mobilcom soll die Online-Minute ab
15. Oktober rund um die Uhr 3,3 Pfennig kosten . Allerdings muss der Surfer
mindestens 20 Stunden pro Monat im Netz sein . Außerdem fällt pro
Verbindungsaufbau zusätzlich eine Gebühr von 6 Pfennig an . Zu der angeblich
geplanten Flatrate hat sich Mobilcom bislang noch nicht geäußert .
Unternehmenschef Gerhard Schmid hatte in einem Zeitschrifteninterview
angekündigt , noch im Oktober in neun Städten den Internet-Zugang per
Pauschaltarif anbieten zu wollen . Micky Maus kommt nur per IE4 Als ob Microsoft
wegen seines Browsers nicht bereits genug Ärger mit Kartellwächtern hätte : Laut
einer Meldung von News.com hat der Software-Riese Exklusivverträge mit zwei
beliebten Anbietern abgeschlossen . Demnach wollen Time Warner und Walt Disney
Dienste anbieten , die ausschließlich mit dem Internet Explorer laufen . Der
Artikel zitiert auch eine Stellungnahme von Microsoft , nach der der
Software-Hersteller die Exklusivität nicht verlangt habe . IE 5 : öffentliche
Betaversion Microsoft bietet auf seinem Server eine öffentliche Betaversion
seines Browsers zum Download an . Momentan steht nur das englischsprachige
Release zum Herunterladen zur Verfügung . Bisherige Betaversionen des Internet
Explorers richteten sich ausschließlich an Entwickler . Zu den Neuerungen (
siehe auch die Tickermeldung vom Juni ) zählt unter anderem eine genauere
Suchfunktion . Der Benutzer kann genau angeben , nach welchem Typ von
Information er sucht : Der Website einer Firma , einem Eintrag in einem Lexikon
, bereits besuchten Seiten et cetera . Nach wie vor hält sich Microsoft jedoch
nicht 100%ig an alle Web-Standards des W3C . Microsoft läßt in Deutschland
forschen Microsoft will bei der Weiterentwicklung integrierter Internet-Systeme
mit dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung zusammenarbeiten .
Die deutsche Microsoft-Tochter habe in dem Darmstädter Institut ein
Computerlabor eröffnet , teilten Microsoft und das Fraunhofer-Institut am
Freitag mit . Diese erste Kooperation von Microsoft mit einem deutschen Institut
ist vorerst auf ein Jahr befristet . Im Mittelpunkt stehen Internet-Lösungen für
weltweit tätige Unternehmen . Kunden , Geschäftspartner und Mitarbeiter sollen
künftig über dieselbe Homepage mit einer Firma in Kontakt treten . Ein
Sicherungssystem soll dabei dafür sorgen , daß jede Gruppe nur zu den für sie
bestimmten Daten Zugang bekomme . Suchmaschinenriese von Dell und Fast Der
Suchmaschinen-Spezialist Fast und der PC-Hersteller Dell haben sich
zusammengetan , um die größte WWW-Suchmaschine aufzubauen . Fast steuert dazu
die Software , Dell die Hardware in Form von PowerEdge 4300 Servern und
PowerVault Speichersystemen bei . Laut Search Engine Watch sind dies knapp halb
so viele Seiten , wie AltaVista als momentan größte Web-Suchmaschine kennt .
Yahoo.de als Provider Yahoo! Deutschland will künftig auch als Online-Provider
auftreten . In Zusammenarbeit mit Mannesmann Arcor startet der Portal-Betreiber
den Call-by-Call-Zugang " Yahoo! Online " . Ohne Anmeldung und Grundgebühr kann
der Kunde unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 01070/0192020 für 6
Pfennig pro Minute inklusive der Telefongebühren surfen . Der Zugang ist
wahlweise über ein analoges Modem oder eine ISDN-Verbindung möglich .
Interessierte finden Details in den Yahoo!-Online-Informationsseiten oder unter
01801/924663 . Microsoft vs. AOL : Die nächste Runde Laut einer Meldung des Wall
Street Journal könnte sich der Streit zwischen AOL und Microsoft - die sich
momentan um einen Standard für das Versenden von Sofortnachrichten ( Instant
Messaging ) streiten - auf einer anderen Ebene fortsetzen . So plane Microsoft
einen günstigen oder sogar kostenfreien Internet-Zugang in den USA , berichtete
die Zeitung und zitiert einen Microsoft-Verantwortlichen mit den Worten : " Wir
werden in Bezug auf den Zugang sehr aggressiv sein " . Angeblich stehe der
Software-Riese in Verhandlungen mit verschiedenen großen Providern wie EarthLink
oder MindSpring . Mit einem Internet-Zugang zum Dumping-Preis würde Microsoft
AOLs Hauptverdienstquelle angreifen . Mit den Zugangsgebühren bestreitet AOL
zwei Drittel seines Umsatzes . Die Offensive zeigt , dass es bei der
Instant-Messenger-Auseinandersetzung um mehr ging als um einen technischen
Standard im Web . Vielmehr streiten sich die Nummer Eins der Software-Hersteller
und die Nummer Eins der Online-Dienste um die Vorherrschaft im Internet .
Interne AOL-Dokumente , die während des Microsoft-Antitrust-Prozesses
veröffentlicht wurden , legen den Schluß nahe , dass AOL genau dies geplant hat
. Microsoft hatte die Instant-Messaging-Auseinandersetzung vom Zaun gebrochen ,
als der Software-Hersteller seinen MSN Messenger zum Download bereitstellte .
Dieser erlaubte es , mit Benutzern des AOL-Buddy-Netzwerks zu kommunizieren ,
wozu der MSN Messenger AOL-Server benutzte . AOL lud Microsoft ein , an einer (
von AOL angeführten ) Gutachterkommission zur Entwicklung eines Standards für
Instant Messaging teilzunehmen . Microsoft lehnte ab und will stattdessen seinen
mit der IETF begonnenen Standard-Entwurf weiterverfolgen . AOL-Zugriff auch ohne
PC AOL stellt seit heute amerikanischen Benutzern auf seinem Web-Server die neue
Version 5.0 seiner Zugangs-Software zum Download bereit . Gleichzeitig hat der
Online-Dienst einige Angebote umgestrickt , sodass sie auch ohne PC abgerufen
werden können . So soll beispielsweise ein Online-Kalender auch von einer
Fernseh-Set-Top-Box oder einem Mobiltelefon aus bedient werden können . Der
Online-Dienst soll darüber hinaus automatisch erkennen , wie leistungsfähig die
Internet-Anbindung eines Benutzers ist . Surft der Kunde über einen
Breitband-Zugang , so bietet AOL ihm automatisch Video-Clips zum Download an .
Die deutsche Version von AOL 5.0 soll Ende dieses Monats zum Herunterladen
bereitstehen . Wann die Nicht-PC-Dienste auch für deutsche AOL-Kunden verfügbar
sind , stehe noch nicht fest , sagte AOL-Sprecherin Britta Döring auf Nachfrage
von c't . Neuer Entwurf für Cascading Style Sheets Einen öffentlichen Entwurf
für die künftige Version der Cascading Style Sheets , ( Level 2 , CSS2 ) stellte
das W3C auf seinem Webserver vor . Die HTML-Stilvorlagen nach CSS2 bringen unter
anderem Erweiterungen für die Positionierung von Elementen , herunterladbare
Fonts und verbesserte Druckfunktionen . Internet Explorer 4 für Unix Vorhang auf
: Ab heute gibt es den Microsoft-Browser auch für Unix . Auf dem Webserver der
Gates-Company steht eine Betaversion des Internet Explorer 4.0 für Sun Solaris
Unix zum Download bereit . Benutzern von Windows 3.1 können ab sofort die
Preview 2 herunterladen . Die endgültige Version des IE 4.0 für Windows 3.1 soll
Ende des Jahres fertig sein , die Unix-Version im ersten Quartal '98 . Mobiles
Internet braucht schnellere und sparsamere CPUs Stolpert das mobile Internet
über die Chiphersteller ? Die Leistung muss steigen , der Energieverbrauch
sinken - was schon lange als Binsenweisheit für drahtlose Geräte gilt , könnte
zum Stolperstein des mobilen Internet der nächsten Generation werden . Die Probe
aufs Exempel wird ab Mai NTT Mobile Communications Network ( NTT DoCoMo ) in
Japan mit der Einführung des weltweit ersten Mobilfunknetzes der dritten
Generation ( 3G ) machen , zu denen auch UMTS gehört . In seiner Eröffnungsrede
zum Auftakt der ISSCC warnte NTT-Topmanager Kei-ichi Enoki die Chiphersteller ,
dass 3G-Netze nur realisiert werden könnten , wenn der Stromverbrauch von
Mobiltelefonen und vergleichbaren Geräten rapide gesenkt wird . Personal Digital
Communications ( PDC ) ist die Bezeichnung des derzeitigen mobilen Netzwerks in
Japan . Basis des mobilen Multimedianetzes der Zukunft ist der internationale
Standard IMT-2000 . Bei Übertragungsraten zwischen 64 und 384 Kbps wird 3G dann
auch Video und Audio in erträglicher Zeit aufs Handy übertragen . Dafür steigen
allerdings die Anforderungen an die Hardware . " IMT-2000 benötigt für das
Processing rund zehnmal mehr Speicher als PDC " , erklärte Enoki . Enoki hat
hochfliegende Pläne . Mit dem Internet-Dienst i-mode will der Chef von NTT
DoCoMo den stationären Internet-Markt aufrollen . Durch die Zusammenarbeit mit
der niederländische KPN , die über ihre Mobilfunktochter E-Plus auch in
Deutschland präsent ist , und Telecom Italia Mobile soll i-mode auch nach Europa
kommen . In Japan findet der Dienst täglich 50.000 neue Teilnehmer . Strato und
die @Domains Der Web-Hoster Strato bietet seinen Kunden die Möglichkeit , ihre
Sites durch virtuelle Unterdomains zu strukturieren . Strato will den Betieb der
@Domains am heutigen Dienstagabend oder morgigen Mittwochmorgen freischalten .
Diese so genannten @Domains erweitern den ursprünglichen Domainnamen durch ein
Präfix , das mit einem Klammeraffen abgeschlossen wird : So stehen zum Beispiel
michael@musterfamilie.de und gisela@musterfamilie.de für zwei Unterdomains der
Domain musterfamilie.de . Jeder Eigner mindestens eines Strato PowerWeb-Pakets
kann sich so viele @Domains einrichten , wie ihm Mailboxen zur Verfügung stehen
. Fragt sich nur , ob dieser neue Typ von Internet-Adressen nicht insbesondere
Internet-Neulinge verwirrt - denn alleine an dem Namen lässt sich nicht erkennen
, ob es sich um eine Mail- oder eine Host-Adresse handelt ; die Angabe des
Protokolls http:// in der Web-Adresse ist zwingend notwendig . Weiterhin stellt
sich die Frage , warum Strato seinen Kunden nicht echte Unterdomains zur
Verfügung stellt , wie gewohnt mit einem " . " statt einem " @ " als
Trennzeichen . Dann könnte der Provider auch auf die relativ aufwendige und
fehlerträchtige Umsetzung verzichten : Die Adresse der @Domains wertet ein
JavaScript-Programm aus , das in die Indexdatei des Root-Verzeichnisses
eingebettet ist . Für den Betreiber einer Web-Präsenz sollen sich laut Strato
die neuen Domains allerdings einfach und transparent einrichten lassen : "
Kernstück des Strato-Angebots ist ein einfach zu handhabender @Domain-Editor ,
der alle notwendigen Dateien und Verzeichnisse automatisch anlegt , ohne dabei
die bereits in einer Internetpräsenz vorhandenen Daten zu verändern . " Die
Anküdigung von Strato , die neuen @Domains einführen zu wollen , hatten im
Strato-Kundenforum sofort Bedenken geweckt , diese könnten nicht den
entsprechenden Standards entsprechen . Doch auch wenn der Anblick der @Domains
sehr ungewohnt ist , sind sie nach Ansicht von Strato zumindest konform zum RFC
2396 . Zum allgemeinen Schema eines Uniform Ressource Identifiers ( also auch
einer URL ) heißt es in dem RFC : Ob der Bezug von Strato auf diesen Teil der
Spezifikation jedoch genügt , damit sich die neuen Adresstypen durchsetzen
können , bleibt zweifelhaft . Telekom-Chef Ron Sommer steht vor der Ablösung ,
will das manager magazin erfahren haben . Er soll aber dem Bericht zufolge Ron
Sommer erst im Mai ablösen können , nachdem der Kauf des US-Mobilfunkanbieters
VoiceStream , der durch einen Kurs der T-Aktie von unter 33 Euro immer noch
gefährdet ist , abgewickelt wurde . Auf den angestrebten Wechsel drängt offenbar
vor allem eine Gruppe von Führungskräften , die der SPD nahe stehen . Gerd
Tenzer gilt nicht als Medienstar vom Schlage Sommers . Wegen seiner integrativen
Fähigkeiten sähen ihn viele Mitarbeiter aber als ideale Alternative zum arrogant
wirkenden Sommer . Telekom-Sprecher Ulrich Lissek dementierte gegenüber heise
online allerdings entschieden den Bericht des manager magazin : Lissek zufolge
habe erst am heutigen Dienstag der Telekom-Vorstand in einem Brief an die
Mitarbeiter Ron Sommer das Vertrauen ausgesprochen . Pilotprojekt : Die
Bundesverwaltung vergibt Aufträge online Wirtschaftsminister Werner Müller hat
gestern ein Pilotprojekt zur elektronischen Vergabe von Aufträgen durch die
Bundesverwaltung gestartet . Im Rahmen des Projekts sollen zunächst das
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung sowie das Beschaffungsamt des
Innenministeriums ihre Aufträge online vergeben . Für das Beschaffungswesen
existiert laut Wirtschaftsminister Müller ein riesiger Markt : Nach den im
Februar 2001 in Kraft getretenen neuen Vergaberegeln können diese auch
elektronisch ausgeschrieben werden . Es gibt also ein riesiges Potenzial für
E-Vergabe . Die Firma CSC Ploenzke entwickelt den neuen Marktplatz der Regierung
. Das System soll den Ministerien helfen , Ausschreibungsunterlagen anzufertigen
sowie Bekanntmachungen online zu veröffentlichen und zu versenden . Außerdem
wird es seine Aufgabe sein , die elektronische Angebotsabgabe zu verwalten , bei
der Angebotsbewertung zu assistieren und die Ergebnisse zu veröffentlichen .
Verläuft der Aufbau des E-Vergabe-Systems erfolgreich , so soll die Plattform
mit ihrer Technik auch anderen öffentlichen Auftraggebern angeboten werden .
Books on Demand über das Internet Mit dem Dienst Books on Demand des
Online-Buchhändlers Libri.de ist das selbstverlegte Buch nur noch ein paar
Mausklicks entfernt . Dazu reicht der Autor sein Manuskript in elektronischer
Form bei BoD ein . Entsprechende Vorlagen für Quark Express , PageMaker und Word
liegen auf der BoD-Homepage bereit . Die Herstellung der Druckvorlage kostet
eine einmalige Gebühr , beginnend bei 150 Mark . Das kostet für ein
300-Seiten-Werk in Taschenbuchqualität ungefähr 10 Mark . Der Ladenpreis muß
daher etwa bei einer Auflage von 100 Stück mindestens 22,50 DM betragen , damit
nach Abzug der Handelsspanne ein kleines Honorar für den Autor/Verleger
übrigbleibt . Bei einem Ladenpreis von 30 DM läge die Einnahme bei etwa 3,50
Mark pro Exemplar . Zur Kostenrechnung bietet BoD einen Kalkulator . Für das
Konzept von Books on Demand war Libri im Juni mit dem angesehenen Smithsonian
Award ausgezeichnet worden . Vorerst keine Rundfunkgebühren für PCs Darauf hat
sich gestern eine Arbeitsgruppe der Rundfunkreferenten der Länder mit Vertretern
von ARD und ZDF geeinigt . Solange der laufende Gebührenstaatsvertrag nicht
geändert werde , müßten Internet-Nutzer keine Rundfunkgebühren zahlen , hieß es
( siehe auch http://www.heise.de/newsticker/data/jo-01.08.97-000/ ) . Mozilla
mit Opera-Feeling MultiZilla nennt sich ein Projekt der
Mozilla-Entwickler-Gemeinschaft , das dem freien Browser eine
Mehrfenster-Oberfläche spendieren soll . Mit dieser nützlichen Erweiterung , die
der Alternativ-Browser Opera bereits seit langem bietet , kann der Surfer
schnell über Karteireiter zwischen mehreren geöffneten Dokumenten wechseln . Die
MultiZilla-Homepage verspricht außerdem , dass MultiZilla bei mehreren
geöffneten Dokumenten weniger Speicher frisst als Mozilla . Das Projekt befindet
sich noch in einem frühen Alpha-Stadium . Wagemutige können sich die Erweiterung
von der Mozilla-Homepage herunterladen . Die Betreiber des Projekts haben
außerdem angekündigt , eine für Netscape 6.1 angepasste Version herauszubringen
. Sammler für Nachrichten Schon wieder eine neue Suchmaschine ? Paperboy (
http://www.paperboy.net/ ) will nicht mit AltaVista und Co. in Konkurrenz treten
. Der deutsche Crawler beschränkt sich auf deutsche und internationale Quellen ,
die interessante Neuigkeiten versprechen . Dazu zählen die Server von
Nachrichtendiensten wie CNN , Zeitungen wie der ZEIT und Magazinen wie DER
SPIEGEL . Auch der Heise-Newsticker fehlt nicht . Navigator 5.0 : Beta erst im
Februar Die Veröffentlichung des Navigator 5.0 verzögert sich um weitere zwei
Monate . Mike Shaver , Repräsentant der Mozilla-Entwicklergemeinde , erklärte in
einem Chat , dass am 15. Dezember eine Alpha-Version verfügbar sein soll ; die
lange erwartete Beta-Version folge jedoch erst Mitte Februar . Ursprünglich war
die Veröffentlichung des Browsers für diesen Sommer geplant . Die
Weiterentwicklung der Netscape-Browser-Suite litt von Anfang an unter vielen
Problemen . So wurden kurzfristig neue Funktionen in die Spezifikation
aufgenommen , darunter die so genannte Extensible User Interface Language ( kurz
XUL ) , die es WWW-Entwicklern ermöglichen soll , die Browser-Oberfläche
individuell anzupassen . Vor allem dürfte aber der massive Exodus von
Entwicklern , darunter auch auch der Verlust des Gründers von Mozilla.org ,
Jamie Zawinski , zur Verzögerung des Projekts beigetragen haben . Erster
deutscher Metacrawler Die Uni Hannover betreibt die erste deutsche
Metasuchmaschine . MetaGer ( http://meta.rrzn.uni-hannover.de ) befragt parallel
die deutschen Suchserver Dino ( http://www.dino-online.de/suche.html ) , web.de
( http://www.web.de ) , flipper ( http://www.flp.cs.tu-berlin.de/flipper/ ) ,
yahoo.de ( http://search.yahoo.de/search/de/ ) , crawler.de (
http://www.crawler.de/ ) , Hotlist ( http://www.hotlist.de/ ) und Netguide (
http://netguide.de/ ) . Außerdem recherchiert er in allen Newsgruppen der
de-*-Hierarchie . Einzelne Recherchequellen lassen sich auch von der Suche
ausschließen . Die Ergebnisse sammelt der Multisucher in einer Liste , wobei er
versucht , Mehrfachverweise zu vermeiden . Google durchsucht PDF Als erste große
Suchmaschine durchsucht Google jetzt auch PDF-Dateien . Noch sind nicht alle
Computer des Google-Rechnerverbunds mit den PDF-Daten aktualisiert worden . So
ist es derzeit noch ein Glücksspiel , ob die Suchmaschine PDF-Treffer
präsentiert , oder nicht , wie Craig Silverstein , der technische Direktor von
Google , dem E-Zine Search Engine Watch mitteilte . Zum Anzeigen der Dokumente
benötigt man natürlich einen Acrobat Reader . So sucht die Abfrage " Europa
inurl:pdf " nach PDF-Dateien , die den Begriff " Europa " enthalten . Search
Engine Watch beschreibt in diesem Zusammenhang noch eine Reihe weiterer
nützlicher Google-Befehle . Dass mit Google jetzt eine große Suchmaschine
PDF-Dateien indiziert , ist längst überfällig ( Fireball Wissen durchsucht zwar
auch PDF-Dateien und Dokumente anderer Typen , beschränkt sich dabei aber auf
die Server im deutschen Forschungsnetz ) . PDF ist neben HTML inzwischen ein
De-facto-Standard für die plattformübergreifende elektronische
Dokumentenverteilung . Da PDF dem Designer mehr Einfluss auf Typografie und
Layout der Dokumente gibt , finden sich viele Firmenprospekte , aber
beispielsweise auch etliche technische Dokumentationen in PDF-Form im Web .
Ausstellerdatenbank fürs Handy Das WAP-Portal YourWAP.com ermöglicht es , per
Handy CeBIT-Standnummern nachzuschlagen . Die CeBIT-Datenbank durchsucht
Ausstellernamen im Volltext ; in der Agenda kann der CeBIT-Besucher außerdem
seine Messe-Termine vermerken . YourWAP.com stellt seine Dienste kostenlos zur
Verfügung , allerdings muss sich der Handy-Surfer auf der WWW-Homepage anmelden
. Auf der Website steht das ebenfalls kostenlose Programm " YourWAP.com Wireless
Companion " zum Download bereit , das Outlook-Termine und -Aufgaben mit dem
WAP-Dienst synchronisiert . Lokalisierungsdienste : Push aufs Handy Die Anbieter
im Mobile Commerce scharren mit den Hufen und erwarten vom Gesetzgeber
Unterstützung : Sie hoffen mit individualisierten Push-Diensten , die auf den
momentanen Aufenthaltsort des Mobilfunkteilnehmers zugeschnitten sind , auf
lukrative Märkte . " Mit der mobilen Kommunikation besitzt Deutschland gegenüber
den USA seit langem einen Wettbewerbsvorsprung in einem wichtigen Zukunftsmarkt
" , so der Präsident des Deutschen Multimedia Verbandes ( dmmv ) , Rainer
Wiedmann , heute vor der Presse in Berlin ; " dieser Vorsprung darf nicht
verspielt werden " . Genau das aber befürchtet die Interessenvertretung von nach
eigenen Angaben rund 1300 Internet- und Multimedia-Unternehmen in der
Bundesrepublik und fordert den Gesetzgeber zur Beseitigung von Hemmnissen des
Bundesdatenschutzgesetzes auf . Dem dmmv geht es beim mobilen Internet um mehr
als nur den interaktiven Zugriff auf das Internet via Handy oder PDA : " Es geht
hier um nichts Geringeres als um die Einführung der Komponente Raum in die
mobile Kommunikation " , so Wiedmann . Dazu müsse der Gesetzgeber jedoch die
rechtlichen Grundlagen für die Bereitstellung der Lokalisierungsdaten schaffen .
Die heute erforderlichen Einwilligungserklärungen zur Freigabe der bei den
Netzbetreibern anfallenden Daten an externe Anbieter wären " so lang , daß sie
zehn Handyfenster benötigen " , klagt dmmv-Beiratsmitglied Knut Föckler ,
Vorstandsvorsitzender der Wireless Vision AG . " Mit der Lokalisierung kann man
einen wunderbaren Service machen " . Der dmmv appelliert deshalb an den
Gesetzgeber , im Rahmen der derzeitigen Generalüberholung des Datenschutzrechts
den Einwilligungsgrundsatz zu überarbeiten . Der dmmv unterstützt , wie Wiedmann
betonte , den Richtlinienvorschlag der EU-Kommission zum Schutz persönlicher
Daten und der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation . Dieser
Richtlinienentwurf sieht vor , dass der einzelne Nutzer die Möglichkeit haben
muss , die Lokalisierungsfunktion jederzeit auszuschalten . AltaVista sucht
Bilder und Audiodateien Nach Lycos bietet jetzt auch AltaVista eine
Multimedia-Suchfunktion . Hat der Benutzer ein ungefähr passendes Bildmotiv
gefunden , zeigt ihm die Funktion " Visually Similar " ähnliche an . Ein
eingebauter Filter blockiert jugendgefährdende Bilder und Videos . Auf Wunsch
kann der Besucher ihn aber abstellen ... Europa-Wahl : Kreuzchen per Computer
Bei der Wahl zum Europäischen Parlament am 13. Juni werden in Deutschland
erstmals Abstimmungscomputer eingesetzt . Die Süddeutsche Zeitung zitiert den
Bundeswahlleiter Johann Hahlen , demzufolge Köln als erste Kommune
Abstimmungscomputer statt Stimmzettel einsetze . Der Einsatz von Wahlcomputern
mit amtlichen Zertifikat ist erst seit kurzem erlaubt und den Kommunen
freigestellt . Bayerische Komponisten entwerfen Internet-Symphonie Am 1. Januar
2000 soll sie uraufgeführt werden : Eine Sinfonie , die im Netz der Netze
entstanden ist . Mit seinem Projekt " Internetsymphonie " will der bayerische
Musikrat " die Neue Musik des ausgehenden 20. Jahrhunderts mit dem Internet als
dem zentralen Medium des 21. Jahrhunderts in Verbindung bringen " . Professor
Harald Genzmer hat drei Themen vorgegeben ; Diese sollen von Professor Bertold
Hummel , Roland Leistner-Mayer und Moritz Eggert fortgeführt werden . Die
verschiedenen Tonsetzer stehen dabei stellvertretend für alle Generationen
bayerischer Komponisten . Jeder Interessierte ist aufgerufen , seine Meinung zum
Projekt mitzuteilen und sich durch Vorschläge am Kompositionsprozeß zu
beteiligen . Zu diesem Zweck stehen die ersten Entwürfe der drei Sätze auf dem
Server des bayerischen Musikrats als MP3- und als Midi-Datei zum Download bereit
. Fireball : Einträge gegen Geld Die Suchmaschine Fireball will mit bezahlten
Einträgen in ihrem Web-Katalog Geld verdienen . Betreiber von Websites können
ihre Seiten als normalen Eintrag in den Katalog aufnehmen oder als Surftipp in
einer Haupt- oder Zwischenrubrik unterbringen lassen . Dabei sollen die
bezahlten Einträge deutlich als solche gekennzeichnet werden . Bezahlte Einträge
positioniert Fireball ( zunächst ) immer an erster Stelle der jeweiligen
Kategorie im Katalog . Eine Garantie für die prominente Platzierung erhält der
Kunde aber nicht , denn später angemeldete Sites können bisherige Spitzenreiter
von der Top-Position verdrängen . Bisher hatte Fireball seinen Katalog
halbautomatisch aus dem Volltextindex der Suchmaschine generiert . Dabei hat ein
Filter zunächst eine Vorauswahl generiert , aus der ein redaktionelles Team dann
den Katalog zusammengestellt hat . Internet Explorer ermöglicht Datenklau
Microsoft warnt vor einem kürzlich bekannt gewordenen Sicherheitsloch seines
Browsers . Die sogenannte " Cross Frame Navigate Vulnerability " erlaubt es
einem Eindringling , Dateien auf dem Rechner eines Internet-Explorer-Benutzers
auszuspähen . Der Angreifer muß dazu den genauen Pfad des betreffenden Dokuments
kennen ; das Opfer muß eine entsprechend präparierte Web-Seite aufrufen . Georgi
Guninski , der den Bug entdeckt hat , bietet auf seiner Homepage eine Demo-Seite
. Betroffen sind der Internet Explorer 3 und 4 unter Windows 3.x , 95 , 98 , NT
sowie MacOS . Microsoft hat bereits einen Patch zur Behebung des Problems
bereitgestellt , allerdings bisher nur für die englischsprachigen 4er-Versionen
des Browsers . Patches für die internationale Versionen des IE 4 sollen " bald "
folgen ; Benutzern des IE 3 empfiehlt Microsoft , auf Version 4 umzusteigen .
V-Commerce : E-Commerce mit der Stimme Geschäftliche elektronische Transaktionen
sollen sich in Zukunft auch mit der Stimme erledigen lassen . Spracherkennende
Computer sollen es ermöglichen , im Web oder per Telefon Überweisungen oder
Bestellungen mit Sprachbefehlen in Auftrag zu geben . Um hierfür einheitliche
Standards zu schaffen , haben sich Hersteller von Spracherkennungs- und
E-Commerce-Produkten zur V-Commerce Alliance zusammengeschlossen . Zur Allianz
gehören so angesehene Unternehmen wie SAP , VISA und Motorola . Motorola bringt
VoxML in die Allianz ein , eine XML-Sprache , die es erlaubt ,
Spracherkennungsfunktionen in Web-Seiten zu integrieren . Nuance , ein
Hersteller von Spracherkennungsprodukten , steuert seine SpeechObjects bei ,
Komponenten für die Entwicklung von V-Commerce-Anwendungen . Deutscher
Communicator 4.7 ist da Auf dem ftp-Server von Netscape steht jetzt auch die
deutsche Version des Communicator 4.7 für Windows 95 , 98 und NT zum Download
bereit . Da Probleme nach der Installation auftreten können , hat Netscape eine
Hilfestellung auf seinem Web-Server veröffentlicht . Derweil steht das
Erscheinungsdatum der völlig überarbeiteten Version 5.0 des Communicator in den
Sternen . Ursprünglich hatte die Mozilla-Programmierergemeinde , die die
Weiterentwicklung des Browsers koordiniert , noch im Sommer eine Beta-Version
herausgeben wollen . Nach dem Exodus von vielen Communicator-Entwicklern sind es
einem Bericht in News.com zufolge jetzt nicht zur ursprünglichen Spezifikation
gehörende Browser-Funktionen , die das Projekt verzögern . So soll eine so
genannte Extensible User Interface Language ( kurz XUL ) WWW-Entwicklern
ermöglichen , die Browser-Oberfläche individuell anzupassen . Yahoo mit gutem
Quartalsergebnis " Es sieht so aus , als hätten wir unseren Konkurrenten ein
wenig Marktanteil abgenommen . " Yahoo-Präsident Jeff Mallett sieht sein
Unternehmen auf der Gewinnerstraße , nachdem Yahoo ein unerwartet gutes
Quartalsergebnis hingelegt hat . Während die Analysten mit einem Gewinn von 9
bis 12 Cent pro Aktie rechneten , machte die Firma satte 14 Cent Plus aus dem
operativen Geschäft . Auftritt für neuen Mozilla-Renderer : update Netscape hat
heute die neue Layout-Engine des Communicator 5.0 vorgestellt . Der Renderer
firmierte bisher unter dem Namen " NGLayout " , jetzt heißt er " Gecko " . Die
Layout-Engine ist das Herzstück des Browsers . Sie ist für die Darstellung von
Text , Grafiken und anderen Layout-Elementen im Browser-Fenster zuständig . Die
neue Layout-Maschine sollte ursprünglich erst nach Release 5 in den Browser
eingebaut werden . Die Aufrufe des Web Standards Project brachten Netscape dazu
, Gecko bereits in der kommenden Version des Communicator einzusetzen , dessen
Beta-Version noch Ende dieses Jahres erwartet wird . NGLayout unterstützt alle
aktuellen Standards des W3C , unter anderem HTML 4.0 , Cascading Style Sheets
Level 1 ( vollständig ) und 2 ( teilweise ) , das Document Object Model DOM ,
die eXtensible Markup Language XML 1.0 sowie das Open Java Interface . Gecko
soll laut Netscape " um ein vielfaches schneller " sein als sein Vorgänger , mit
1,4 MByte Größe ist der Renderer aber vor allem aber extrem schlank . Netscape
sieht als Einsatzgebiet daher neben PCs auch andere Geräte wie Handys , PDAs ,
Fax-Geräte und Fernseh-Set-Top-Boxen . Mozilla verletzt Wangs Patente nicht Laut
Netscape hat Leonie Brinkema , Bezirksrichter in Virginia , alle Vorwürfe der
Firma Wang im Patentrechtsstreit um den Netscape-Browser für nichtig erklärt .
Richter Brinkema schloß sich der Argumentation von Netscape an , daß sich das
Videotext-System fundamental vom Web unterscheidet und somit die Vorwürfe von
Wang nichtig seien . Wang kann allerdings noch Berufung einlegen .
Informationsfreiheitsgesetz : Das Innenministerium lädt zur Diskussion Nur wenig
Interesse findet zurzeit ein Angebot des Innenministeriums , bei dem die Meinung
der Bürger zum Entwurf des Informationsfreiheitsgesetz gefragt ist . Die
Beteiligung an einem seit Dienstag eingerichteten Diskussion-Forum ist bislang
gering . Nur ein gutes Dutzend Beiträge sind derzeit zu finden . Das Gesetz soll
allen Bürgerinnen und Bürgern einen umfassenden Zugang zu den Daten der
öffentlichen Verwaltung ermöglichen , ohne dabei personenbezogene Daten zu
gefährden . Kritiker bemängeln , dass viele Ausnahmen das Gesetz aber eher zu
einem Informationsverhinderungsgesetz machen . Die medienpolitische Sprecherin
der Bündnisgrünen , Grietje Bettin , und Cem Özdemir , innenpolitischer Sprecher
der Grünen , hatten sich dafür eingesetzt , dass das Gesetz auch im Internet
diskutiert werden kann . Online Provider : Internet in Europa zu teuer Im
Vergleich zu den USA sind die Internet-Kosten in Europa viel zu hoch . Schuld
daran sind laut EuroISPA , einem Zusammenschluß europäischer Provider , die
ineffezienten und monopolistischen Telefongesellschaften . So lägen die Gebühren
für bestimmte Leitungen um das zwanzigfache höher als in Amerika . Lösungen
suchte EuroISPA , der auch der deutsche ECO e. V. angeschlossen ist , in einer
Konferenz : " The Effects of Telecoms Pricing Policies on the European Internet
" . Wieder neue GeoCities-Verträge Yahoo hat zum wiederholten Male die
Nutzungsbedingungen für GeoCities geändert und hofft , den Proteststurm um die
Rechte an den Nutzer-Homepages damit zu beenden . Nach der Übernahme von
GeoCities durch Yahoo hatte es einen Aufschrei unter den Kunden des
Homepage-Dienstes gegeben , weil Yahoo sich mit neuen Benutzungsrichtlinien das
Recht einräumte , Inhalte der Homepages zu reproduzieren , zu modifizieren , zu
publizieren sowie zu übersetzen , und zwar in jedweder Form und in jedem Medium
. Auch eine geänderte Fassung der Richtlinien ging den Kritikern noch nicht weit
genug . Nach Gesprächen mit der Bürgerrechtsgruppe Electronic Frontier
Foundation hat Yahoo die Terms of Service von GeoCities nun nochmals umgestellt
. Sie stellen jetzt klar , daß Yahoo Rechte an Inhalten der Homepages nur für
die Veröffentlichung auf dem GeoCities-Server besitzt . Diese Regelung kann
Yahoo nach den neuen Benutzungsbedingungen auch nicht mehr ändern , ohne den
Homepage-Betreiber vorher darüber zu informieren . In den vorhergehenden
Entwürfen hatte sich Yahoo das Recht vorbehalten , alle Bestandteile der
GeoCities-Richtlinien ohne weitere Benachrichtigung zu ändern . Die
Yahoo-Kritiker , die unter come.to/boycottyahoo zum Boykott aufgerufen haben ,
sind zufrieden . Allerdings gelten die neuen Terms of Service ausschließlich für
GeoCities . Andere Yahoo-Dienste - beispielsweise die Yahoo Clubs - laufen nach
wie vor unter Benutzungsrichtlinien , die die bei GeoCities kritisierten
Bedingungen enthalten . Cache-Kalb spioniert im Navigator Dan Brumleve , der
Entdecker des jüngsten Navigator-Sicherheitsproblems ( " Cache Cow " ) , hat
eine neue Sicherheitslücke des Browsers ausgemacht . Da diese auf ähnliche Weise
funktioniert wie die Cache-Kuh , hat Brumleve sie " Son of the Cache Cow "
getauft . Ein Angreifer kann das Cache-Kalb einsetzen , um den Browser-Cache ,
Cookies oder Verzeichnisinformationen auszuspähen . Das Opfer muß dazu eine
entsprechend präparierte WWW-Seite aufrufen . Brumleve hat eine Demo-Site
eingerichtet . Betroffen sind alle Versionen des Navigators , die JavaScript
unterstützen , auch Release 4.07 , das kürzlich veröffentlicht wurde , um Cache
Cow zu beseitigen . Laut einem Bericht der C|Net News will Netscape in den
nächsten zwei Wochen einen Fix bereitstellen . Kostenlose Encyclopaedia
Britannica jetzt online Nach erheblichen Anlaufschwierigkeiten ist die
kostenlose Version der Encyclopadia Britannica jetzt online . Die Ankündigung
des Herausgebers , eine werbefinanzierte und damit für jedermann kostenlose
Version des Nachschlagewerkes unter der Domain Britannica.com herauszubringen ,
hatte einen solchen Ansturm auf den Server zur Folge , dass er zunächst vom Netz
genommen und ausgebaut werden musste . Auch wenn Britannica.com zurzeit sehr
träge reagiert , lohnt sich ein Besuch . Neben der Suche in der Enzyklopädie
bietet die Site auch ein gut sortiertes WWW-Verzeichnis . Internet Explorer 5.01
jetzt in deutsch Microsoft stellt auf seiner Homepage jetzt auch eine deutsche
Version seines Internet Explorer 5.01 für Windows 95 , 98 und NT 4.0 zum
Herunterladen bereit . Das neue Release behebt etliche Fehler der
Vorgängerversion , bietet aber nur wenige neue Funktionen . Wichtigste Neuerung
ist eine 56-Bit-Verschlüsselung für sichereres Bezahlen im Internet ( siehe eine
ältere Meldung ) . Derweil steht im Web-Bereich von Microsofts
Entwicklergemeinschaft MSDN eine deutsche Beta-Version des Internet Explorer 5.5
zum Download zur Verfügung . Die Beta wartet nur mit marginalen Änderungen der
Benutzerführung auf . Die auffälligste Neuerung stellt hier die Druckvorschau
dar . Deutlich mehr hat sich unter der Oberfläche getan . Microsoft hat die
Dynamic-HTML-Funktionen seines Browsers gründlich überarbeitet ( ein
MSDN-Artikel gibt eine erste Übersicht ) . Darüber hinaus hat Microsoft die
bisher zur Internet-Explorer-Suite gehörenden Chat- und Wallet-Programme aus dem
Paket genommen . Lycos : Nächste Portal-Übernahme Der Übernahme-Rausch bei
Portal Sites hält an . Nach Netcenter , Excite und Geocities steht jetzt Lycos
auf der Einkaufsliste . Der Kabelnetzbetreiber USA Networks übernimmt 61,5
Prozent der Portal Site . Lycos soll in ein neues Unternehmen aufgehen ,
USA/Lycos Interactive , in der Lycos mit Diensten von USA Network verschmilzt ,
darunter der Home-Order-Kanal Home Shopping und der Ticket-Dienst Ticketmaster .
Renault eröffnet Online-Shop Der französische Autobauer Renault hat seine
französischen , englischen und deutschen Homepages neu eröffnet . Erstmals
können Surfer die Fahrzeuge online bestellen . Unter Renault.de finden Besucher
sämtliche Neuwagen sowie eine Gebrauchtwagen-Datenbank . Unter " My Renault "
stellt sich der Interessent sein Wunschauto zusammen . Der Online-Dienst macht
auch ein Finanzierungsangebot über die hauseigenen Renault-Bank und hilft bei
der Suche nach einem regionalen Autohaus . Das eigentliche Geschäft läuft nach
wie vor über die Einzelhändler , bei denen der Kunde sein Fahrzeug auch abholt .
Streit um PC-Urheberrechtsabgaben verschärft sich In der Auseinandersetzung um
Urheberrechtsabgaben auf PCs zwischen der Computer-Industrie und den
Urheberrechts-Verwertungsgesellschaften machen letzere jetzt ernst . Die
Verwertungsgesellschaften Wort ( VG Wort ) und Bild-Kunst verklagen den
PC-Hersteller Fujitsu Siemens auf die Zahlung einer Abgabe von 30 Euro pro
verkauftem PC . Mit diesem Schritt will die VG Wort den Druck auf die
PC-Industrie erhöhen . Fujitsu Siemens als Verfahrensgegner ist letztlich eine
willkürliche Entscheidung , so Sprecher Frank Thoms gegenüber heise online . "
Wir hätten auch Compaq wählen können " . Mit der Klage sei auch nicht der Weg
für eine gütliche Einigung versperrt : Im Dezember hatte die VG Wort einseitig
einen Tarif für PCs in Höhe von 30 Euro festgelegt , nachdem Verhandlungen mit
der Industrie über ein Jahr lang zu keinem Ergebnis führten . Internet Explorer
5 als Werkzeug für Datendiebe Georgi Guninski hat wieder zugeschlagen : Nachdem
der Browser-Bug-Jäger bereits in der letzten Woche einen Fehler des Internet
Explorer 5 gefunden hatte , entdeckte er jetzt gleich zwei weitere
Sicherheitsprobleme . Der Microsoft-Browser ermöglicht es , eine Datei auf dem
Rechner eines Surfers auszuspähen , wenn der Benutzer einen präparierten Link
anklickt . Dabei müssen dem Angreifer Name und Verzeichnis der Datei bekannt
sein , was vielfach der Fall sein dürfte , wenn Anwendungen default-gemäß
installiert werden . Der zweite Fehler erlaubt sogenanntes Windows Spoofing :
Nachdem ein Anwender eine präparierte Site besucht oder einen entsprechenden
Link angeklickt hat , kann ihm der Angreifer eine andere Site vorgaukeln und auf
diese Weise sensitive Informationen erschnüffeln , beispielsweise
Kreditkartennummern . Beide Sicherheitslöcher sind besonders gefährlich , da sie
sich auch gezielt mittels HTML-EMail ausnutzen lassen . Bis Microsoft einen
Patch herausbringt , kann man sich nur schützen , indem man JavaScript
abschaltet . Internet Explorer als Big Brother Wenn Sie mit dem neuen Internet
Explorer von Microsoft einen Channel abonnieren , sollten Sie sich bewußt sein ,
daß Sie künftig beim Surfen beobachtet werden können . Das Channel Definition
Format ( http://www.microsoft.com/standards/cdf.htm ) des IE 4.0 erlaubt jedem
Channel Provider , Logs über Ihr Surfverhalten zu führen . Diese werden vom
Browser per http-POST beziehungsweise -PUT an den Server des Channel-Betreibers
übermittelt . Der kann Sie also sogar beobachten , wenn Sie über einen
Proxy-Server mit dem Internet verbunden sind oder nur lokal im Cache browsen .
Die Technik , die den Internet Explorer zum Big Brother werden läßt , heißt
LOG-TARGET . Microsoft hat in der Definition von CDF mittlerweile klargestellt ,
daß ein Channel-Betreiber nur Sites beobachten kann , die zu seinem Channel
gehören . Die Logging-Funktion läßt sich übrigens vom Anwender des Internet
Explorer abstellen . Hierzu muß er unter den Internet-Optionen im Karteireiter "
Erweitert " das Kästchen " Zählen der übertragenen Seiten " deaktivieren .
US-Senat verabschiedet Internet-Steuervorschrift Der amerikanische Senat hat
gestern den sogenannten Internet Tax Freedom Act verabschiedet . Die Verordnung
soll den Wildwuchs von Steuervorschriften einzelner US-Staaten verhindern und
damit einheitliche Regeln für den E-Commerce schaffen . Der Act gilt für drei
Jahre . Er umfaßt auch die Vorschrift , die von ihren Gegnern " Communications
Decency Act II " genannt wird . Diese sieht hohe Steuern für Sites vor , die
Kindern Zugang zu " gefährdenden " Material verschaffen . Amerikanische
Bürgerrechtsbewegungen , etwa die American Civil Liberties Union , sehen darin
eine Einschränkung des Rechts auf freie Rede und rufen zum Widerstand auf .
Microsoft-Prozess : Schadensersatzklagen drohen Bei einer Niederlage von
Microsoft im Antitrust-Prozess wäre das Feld frei für Schadensersatzklagen von
Konkurrenten und Kunden . Die vorläufige Tatsachenfeststellung ( finding of
facts ) lässt sich für einen Zivilprozess gegen Microsoft noch nicht verwenden ,
aber ein Urteil im Kartellprozess würde Zivilkläger " so gut wie ans Ziel
bringen " , zitiert das Wall Street Journal einen auf Antitrust-Verfahren
spezialisierten Anwalt . Der Schaden für Microsoft wäre beträchtlich :
Allerdings ist es sehr schwierig , den entstandenen Schaden überhaupt
abzuschätzen . Die Wirtschaftszeitung zitiert hierzu Robert Hall , einen
Wirtschaftsprofessor an der Universität Stanford und Spezialist für solche
Analysen . Hall geht davon aus , dass der Preis von Windows 98 um zirka 10
Dollar niedriger läge , wäre er unter fairen Wettbewerbsbedingungen entstanden .
Noch schwieriger ist es , den Schaden von Konkurrenten zu ermitteln .
Hauptkandidat für eine Klage gegen Microsoft wäre AOL . Der Online-Dienst hatte
Anfang des Jahres den angeschlagenen Browser-Hersteller Netscape übernommen .
Microsofts Geschäftspraktiken im Kampf um Browser-Marktanteile waren der
Auslöser des Antitrust-Prozesses . AOL lehnt zurzeit jegliche Stellungnahme zu
einem Zivilprozess gegen Microsoft ab . Streß durch Informations-Overkill Immer
mehr Menschen leiden unter der Informationsflut , die sie täglich im Job
bewältigen müssen . Im Auftrag von Reuters befragte das amerikanische
Marktforschungsunternehmen RONIN Research 1000 Manager in Großbritannien , den
USA , Irland , Deutschland , Singapur und Hongkong . Mehr als die Hälfte der
Interviewten fürchten , daß ihre Kollegen falsche Entscheidungen treffen , weil
sie die Informationsfülle nicht mehr bewältigen können . Insbesondere bei
deutschen Managern verursacht die Datenmenge Streß ( 59 % ) . Andererseits kann
es " high " machen , die richtige Information zu finden . Als Konsequenz fordern
76 % der Befragten , daß an Schulen und Unis Informationsmanagement gelehrt
werden solle . Für 86 % tun die Lehreinrichtungen nicht genug , um Kinder auf
den richtigen Umgang mit Informationen vorzubereiten . Die 1000-DM-PCs kommen
Anfang kommenden Jahres bringt 1&1 in Deutschland die ersten " gesponsorten "
PCs auf den Markt . Deren Kosten setzen sich - ähnlich wie bei Handys mit
Kartenvertrag - aus dem Grundpreis und einer monatlicher Gebühr für einen
Internet-Zugang zusammen . Der Internet.pc für 999 Mark besteht aus einen Compaq
Presario mit 333-MHz-Prozessor von AMD , 32 MByte SDRAM , AGP-Grafikkarte mit 4
MByte RAM , 4,3-GByte-Festplatte , CD-ROM-Laufwerk ( 36fach ) und
15-ZOLL-Monitor nach TCO 95 . Ein Modem ( 1&1 Skyconnect ) beziehungsweise eine
ISDN-Karte ( AVM Fritz!Card Plug&Play ) gibt es optional für 99 Mark .
Zusätzlich muß der Käufer einen Vertrag über einen Internet-Zugang der
1&1-eigenen Provider-Tochter mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten
abschließen . Er hat die Wahl zwischen zwei Tarifen : Die PCs sollen ab dem
1.1.99 lieferbar sein . Suns XML für Java nimmt Gestalt an Suns
Referenzimplementierung für die Einbindung von XML in Java ist jetzt auf der
Developer-Site des Software-Herstellers verfügbar . Für den Download ist
allerdings eine kostenlose Registrierung erforderlich . Rainald Menge Update :
Gratis-Eudora mit Werbung Künftig wird auch die Vollversion des EMail-Klassikers
Eudora kostenlos erhältlich sein . Allerdings muss der Anwender dafür wechselnde
Werbebanner in Kauf nehmen , die der EMail-Client in sein Programmfenster
einblendet . Auf dem Server des Herstellers steht bereits ein entsprechendes
Beta-Release zum Download bereit . Die endgültige Version hat Qualcomm für das
erste Quartal 2000 angekündigt . Neben dem mit Werbung versehenen " Sponsored
Mode " ist auch ein " Paid Mode " geplant - hier zahlt der Kunde für das
EMail-Programm die auch bisher üblichen 49,95 Dollar und wird dafür von Werbung
verschont . Darüber hinaus wird es auch wieder eine Light-Version geben . Diese
bietet weniger Funktionen als die Vollversion . Beispielsweise erlaubt sie es
nicht , Personalities anzulegen , mit denen mehrere User das Programm nutzen
können . Dafür präsentiert die Light-Version dem Benutzer nur ein Sponsoren-Logo
statt der wechselnden Werbeeinblendungen . FAZ legt zähen Online-Start hin Sie
antworten quälend langsam , wenn sie überhaupt eine Seite ausliefern . Jochen
Becker , Vorsitzender der Geschäftsführung der FAZ GmbH , freute sich jedoch in
einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung über das Problem : Es zeige die
hohe Nachfrage der Surfer . Die FAZ will nun kurzfristig die Server-Kapazitäten
erweitern . Warum man aus den Erfahrungen der anderen Tageszeitungen im Web ,
von denen die FAZ erklärtermaßen gelernt haben will , nicht auch auf
entsprechende Ausstattung der Server geschlossen hat , bleibt bislang im Dunkeln
. Immerhin , wenn man das Online-Angebot der FAZ erreicht , kann es sich sehen
lassen : Kinderpornos bei Napster und Gnutella Neuer Ärger um Napster und
Gnutella : Die Online-Musiktauschbörsen werden offenbar auch zum Austausch
kinderpornografischer Bilder und Videodateien missbraucht . Das Bayerische
Landeskriminalamt ermittelt inzwischen , wie ein Sprecher auf Nachfrage von
heise online bestätigte . Auf die Spur der Kinderschänder hat die Polizei das
Online-Magazin Computer Channel gebracht . Surfer , die über Napster oder
Gnutella Kinderpornos heruntergeladen haben , haben sich strafbar gemacht und
müssen mit einer Anzeige rechnen . Steht der ermittelte Rechner nicht in
Deutschland , will die Polizei die Beweise sichern und an die jeweils
zuständigen ausländischen Strafermittlungsbehörden weiterleiten . Bereits im
Dezember war ein Missbrauch von Napster bekannt geworden . Nach Erkenntnissen
des niedersächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz hat sich die
Musiktauschbörse zu einer zentralen Plattform für den Austausch rechtsradikaler
Musik entwickelt , darunter auch solcher Titel , in denen zu Mord aufgerufen
wird . NBC schluckt seine Internet-Tochter Der US-Fernsehsender NBC verleibt
sich seine Internet-Portal-Tochter NBCi vollständig ein . NBC war bisher bereits
zu 38,6 Prozent an der Not leidenden Internet-Firma NBCi beteiligt . Die anderen
NBCi-Aktionäre sollen 2,19 Dollar je Aktie erhalten oder ein Aufgeld von 46
Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag . Der Börsenkurs hatte
in den vergangenen zwölf Monaten zeitweise bei mehr als 38 Dollar gelegen .
Damit zieht NBC ebenso wie zuvor Disney und die News Corp. des australischen
Medienunternehmers Rupert Murdoch die Konsequenzen aus den hohen Verlusten der
Internet-Töchter . Die Medienkonzerne gliederten ihre Internet-Firmen wieder in
ihre eigenen Operationen ein und verkleinerten sie stark . NBC verwies auf die
Veränderungen im Markt für Internet-Portale und auf die schwachen Werbeeinnahmen
im Internet-Bereich . Statt weiter mit einem erheblichen Verlust zu operieren
und damit den Wert von NBCi noch mehr zu reduzieren , sei die Transaktion im
besten Interesse der Aktionäre . NBC will die Zahl der NBCi-Mitarbeiter sofort
reduzieren und die Geschäftstätigkeiten zurechtstutzen , kündigte die
Gesellschaft an . Sie will jetzt prüfen , wie die NBCi-Vermögenswerte am besten
genutzt werden können . Briefmarken aus dem Internet Zwei amerikanische Firmen
haben von der US-Post erstmals die Genehmigung erhalten , elektronische
Briefmarken über das Internet zu verkaufen . Stamps.com und E-Stamp.com wollen
nun unverzüglich mit dem Online-Verkauf beginnen . Der Benutzer lädt die
Postwertzeichen aus dem Internet und speichert sie auf seinem PC . Die "
Briefmarken " bestehen aus einem Bar-Code , der mit einem Laser- oder
Tintenstrahldrucker auf die Briefumschläge gedruckt wird . In Deutschland sind
solche Verfahren derzeit noch nicht im Einsatz . Doch die Firma
Francotyp-Postalia , die auch an E-Stamp beteiligt ist , möchte die Technik auch
gerne hierzulande einführen . Novell lizenziert Internet Explorer Novell hat
angekündigt , künftigen Versionen seiner Software , unter anderem NetWare 5 ,
den Microsoft-Browser beizugeben . Bisher lag Novell-Produkten nur der Netscape
Communicator bei , der auch weiterhin mitgeliefert wird . Novells Schritt ist
bisher der deutlichste Hinweis darauf , daß der Netzwerkhersteller seinen
langjährigen Microsoft-feindlichen Kurs verlassen hat . Novell hat bisher an
vorderster Front gegen Microsoft und sein Betriebssystem-Monopol gekämpft .
RealPlayer ohne Schnüffelfunktion RealNetworks stellt auf seiner Homepage eine
neue Beta-Version seines Players für live übertragene Audio- und Videodaten zum
Download bereit . Wie Tests im c't-Labor ergaben , überträgt RealPlayer 7 im
Unterschied zum Vorgänger nicht mehr heimlich ID-Nummern . c't hatte
herausgefunden , dass der RealPlayer bei jedem Abspielen einer Multimedia-Datei
aus dem Internet heimlich einen Global Unique Identifier ( GUID ) an den Server
überträgt , über die sich der Rechner , von dem aus der Zugriff erfolgt ,
eindeutig identifizieren lässt . An Stelle des GUID überträgt der RealPlayer
jetzt eine Folge von Nullen . Abgesehen von der abgestellten Schnüffelfunktion
bietet die neue Version etliche Neuerungen . Die Bedienoberfläche wurde komplett
überarbeitet . Der Player kann jetzt Inhalte cachen - so starten die
Lieblingsclips schneller . Der eingebaute Equalizer erkennt automatisch , ob
etwa ein Musikstück oder ein Nachrichtenbeitrag vorliegt und steuert die
Wiedergabe entsprechend aus . Microsoft übt sich in Toleranz Nachdem Microsoft
bisher auf Teilen seiner Web Sites Anwender ausgrenzte , die den Browser des
Konkurrenten Netscape benutzen , scheint der Riese aus Redmond jetzt einzulenken
- zumindest teilweise . So ist die Knowledge Base , die Datenbank mit
Supportfragen und -Antworten , inzwischen wieder für den Navigator zugänglich .
Auch ist es Microsoft mittlerweile offensichtlich peinlich , daß die hauseigene
Gaming Zone nur mit dem Internet Explorer besucht werden kann . Laut einem
Artikel in Techweb soll die Site im nächsten Jahr auch für den Navigator
geöffnet werden . 50.000 Dollar für die Vernichtung der Toysmart-Kundendaten Die
Disney-Tochter Buena Vista Internet will 50.000 US-Dollar für die Zerstörung der
Kundendatenbank von Toysmart.com bezahlen . Der Online-Spielzeughändler war
Mitte letzten Jahres pleite gegangen . Buena Vista , mit 60 Prozent
Mehrheitseigner von Toysmart , will auf diese Weise verhindern , dass die Daten
in fremde Hände geraten . Nach dem Konkurs des Unternehmens waren die Daten
jedoch zum Verkauf angeboten worden . Verbraucherschutzorganisationen
protestierten . Sie befürchteten , dass mit Toysmart ein Präzedenzfall
geschaffen werden könnte , und auch andere bankrotte Dot.Coms für ein paar
Dollars ihre Privacy-Zusicherungen über Bord werfen würden . Die
US-amerikanische Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission ( FTC ) hatte
daraufhin durch Auflagen verhindern wollen , dass die Daten von rund 250.000
Kunden als Teil der Konkursmasse veräußert und danach ohne Einschränkung
verwendet werden dürfen . Ein US-Konkursgericht hatte diese Auflagen allerdings
im August letzten Jahres vorerst ausgesetzt . Entsprechend zufrieden zeigten
sich dann auch erste Kommentatoren mit der Entwicklung bei Toysmart : " Dieser
Fall ist ein Meilenstein , weil er anderen Unternehmen zeigt , dass sie Ihre
Privacy-Zusagen auch dann einhalten müssen , wenn sie pleite gehen " , meinte
Dave Steer von TRUSTe . Ganz so rosig ist die Situation aber nicht :
Amerikanische Unternehmen müssen im Fall eines Bankrotts alle Besitztümer zu
Geld machen , also auch die Kundendaten . W3C verabschiedet XML Das World Wide
Web Consortium ( W3C ) hat die XML-1.0-Spezifikation verabschiedet . Die
eXtensible Markup Language ist mit der Websprache HTML verwandt , jedoch
flexibler . Da das SGML-Derivat XML eine Metasprache ist , können Entwickler für
ihre Anwendungen XML-Sprachen maßschneidern . XML könnte daher in bestimmten
Bereichen HTML verdrängen . Auch Navigator 4.51 hat Sicherheitslücken Netscape
hat die Version 4.51 seines Browsers veröffentlicht . Das neue Release soll vor
allem einige Sicherheitslöcher stopfen . So hat Bug-Jäger Georgi Guninski einen
Designfehler des Browsers gefunden , der es einem Angreifer unter anderem
erlaubt , HTML-Seiten sowie Verzeichnisinhalte auf dem PC des Opfers auszuspähen
. Guninski hat das Problem mit dem Navigator 4.51 und 4.5 unter Windows 95 und
98 sowie mit der Version 4.08 unter NT nachvollzogen . Er vermutet , daß alle
4.x-Versionen betroffen sind . Auf einer Demoseite kann jeder den Bug mit seinem
Browser ausprobieren . Als Gegenmaßnahme empfiehlt Guninski , JavaScript zu
deaktivieren . Wieder Paßwortklau bei Freemailern Zu den vor zwei Wochen
gemeldeten Paßwortattacken bei kostenlosen Email-Diensten ist eine neue Variante
hinzugekommen . Im Gegensatz zu den bisherigen Angriffen , die auf Java oder
Javascript beruhen , funktioniert die neue Methode sogar allein mit HTML-Mitteln
. Mehrere Kunden des Anbieters GMX hatten als Infos des Dienstleisters
aufgemachte Emails mit HTML-Attachment erhalten . Die gefälschte Mail stellte
eine angeblich neue Möglichkeit vor , sich bei dem Email-Dienst einzuloggen .
Wer Benutzernamen und Paßwort in das HTML-Formular eintrug und abschickte ,
sendete die Daten direkt an eine Adresse bei Geocities , nicht nach GMX . Der
Dienstleister hat mittlerweile reagiert und alle Kunden per Email gewarnt . GMX
will Anzeige gegen den Urheber der Mails erstatten . Fernsehen auf Abruf per
ADSL Der Hamburger Provider HanseNet will mit der Bertelsmann Broadband Group
Möglichkeiten für Multimediaanwendungen über die Telefonleitung ausloten . Dazu
stellt die Broadband Group Fernsehsendungen , Filme oder Musikvideos nach Wahl ,
E-Commerce-Angebote und andere Anwendungen bereit , die der Kunde über eine
spezielle Set-Top-Box am Fernseher oder PC abrufen kann . Als Übertragungsmedium
sorgt ADSL auf der letzen Meile zwischen Kundenanschluss und
Ortsvermittlungsstelle für die notwendige Bandbreite . Das Pilotprojekt soll
Anfang nächstens Jahres bei einigen Dutzend Kunden von HanseNet anlaufen .
Zweiter Versuch für MSN Nachdem seine Internet-Strategie erste Früchte trägt ,
wagt Bill Gates mit seinem Online-Dienst MSN ( Microsoft Network ) einen neuen
Anlauf . Auch das deutsche MSN ( http://www.msn.de ) zeigt sich bereits im neuen
Outfit , Inhalte übernimmt der Dienst momentan jedoch fast ausschließlich vom
amerikanischen Pendant . Erst Ende des ersten Quartals '97 will Microsoft das
deutsche Angebot neu auflegen . AOL auf dem Fernsehschirm AOL hat mit AOL TV
einen neuen Dienst angekündigt , der es erlauben soll , mit dem Fernseher zu
surfen . Die Boxen werden sich per 56k-Modem oder DSL bei AOL einwählen und
Internet-Inhalte auf dem Fernsehbildschirm darstellen . Wann der Konkurrent zu
Microsofts WebTV online gehen wird , steht noch nicht fest . IE 5 : Erste Beta
für Entwickler Für Mitglieder seiner Sitebuilder-Community hat Microsoft eine
erste Beta-Version des Internet Explorer 5.0 zum Download bereitgestellt . Die
erste Neuerung zeigt sich schon beim Download : Der Anwender hat jetzt die volle
Kontrolle darüber , welche Komponenten installiert werden ( und damit
heruntergeladen werden müssen ) . Auch unter der Haube hat sich einiges getan :
IE 5 bietet eine erweiterte Unterstützung von XML und Cascading Style Sheets
sowie neue Dynamic HTML-Funktionen . Details lesen Sie in der kommenden c't .
Internet-Schwergewichte gründen Lobby Mit NetCoalition.com haben neun
Internet-Unternehmen eine gemeinsame Interessenvertretung gegründet .
Gründungsmitglieder sind unter anderem der Buchhändler Amazon.com , Provider
America Online , das Werbenetz Doubleclick.net , Auktionator eBay sowie die
Portale Lycos und Yahoo . Aufgabe von NetCoalition.com ist die
Interessenvertretung der Internet-Wirtschaft . Im Dialog mit Politikern will man
" market-driven solutions to challenges facing the industry " bewerben . Anders
gesagt : Die Politik soll sich möglichst aus dem Internet-Marktgeschehen
heraushalten . Siehe hierzu auch die Glosse in Telepolis . Lycos Europe entlässt
300 Mitarbeiter Das Unternehmen wolle sich auf seine Kernkompetenzen
konzentrieren , gab es heute bekannt . Dazu zählt es Suchdienste , Kommunikation
, e-Commerce und " ausgewählte Inhaltebereiche " . Auf diese Weise hofft Lycos
Europe , Kosten in den Bereichen Marketing , Netzwerk und Hosting einzusparen .
Auch durch die engere Integration kürzlich erworbener Firmen erhofft sich Lycos
Einsparpotenzial . Dabei will das Unternehmen insgesamt 300 Beschäftigte
entlassen . Mit bereits angekündigten Entlassungen in Frankreich und Schweden
reduziert sich die Mitarbeiterzahl auf knapp unter 1.000 Angestellte im gesamten
europäischen Raum . Das Unternehmen will zwar auch in Zukunft mit Online-Werbung
Geld verdienen , sich aber unabhängiger von dieser Einnahmequelle machen . Als
neue Umsatzquellen sieht Lycos Europe Premium-Dienste , Mobil-Dienste und
e-Commerce . Mit allen Maßnahmen hofft Lycos , seine Verluste erheblich senken
zu können . IE-Sicherheitsloch ermöglicht Datenklau Juan Carlos García Cuartango
, ein spanischer Web-Entwickler , hat eine neue Sicherheitslücke des Internet
Explorers aufgedeckt . Das " Cuartango-Sicherheitsloch " erlaubt es einem
Angreifer , beliebige Dateien auf dem Rechner seines Opfers auszuspähen . Es muß
dazu eine entsprechende WWW-Seite abrufen , der Cracker den genauen
Verzeichnispfad des betreffenden Dokuments kennen . Cuartango hat eine
Demo-Seite eingerichtet . Laut einem Posting in der NT BugTraq Mailing List
funktioniert der Bug auch mit dem zum Internet Explorer gehörenden
Email-Programm Outlook Express . Hier genügt es , wenn das Opfer eine
präparierte HTML-Mail öffnet . Betroffen sind die Version 4 des Internet
Explorers und das Preview-Release des IE 5 . Laut einer Wired-Meldung arbeitet
Microsoft bereits an einem Fix . In der Zwischenzeit kann man sich nur schützen
, indem man Scripting abschaltet : Menüpunkt Ansicht\\Internetoptionen , Reiter
Sicherheit , Sicherheitsstufe " Angepasst " , dort " Active Scripting "
deaktivieren . Set-Top-Box von Intel und Nokia Intel und Nokia haben sich
zusammengetan , um gemeinsam Fernseh-Set-Top-Boxen für den europäischen Markt
herauszubringen . Das gaben die beiden Unternehmen im Rahmen der Messe Telecom
99 in Genf bekannt . Die Boxen sollen auf Linux basieren ; als Browser ist
Mozilla vorgesehen , der von einer offenen Entwicklergemeinschaft programmierte
Nachfolger des Netscape Communicator . Der Ankündigung zufolge werden die Geräte
dem Standard des Advanced Television Video Enhancement Forum ( ATVEF ) genügen ,
der es erlaubt , Internet- mit Fernsehinhalten zu verknüpfen . In der zweiten
Hälfte des kommenden Jahres sollen die Boxen auf den Markt kommen . AOL plant
50-Mark-Flatrate Der Online-Dienst AOL will noch im ersten Quartal 2000
Internet-Zugänge zu einem Pauschalpreis von etwa 50 Mark pro Monat anbieten .
Unternehmenssprecher Frank Sarfeld sagte zu c't , AOL werde diesen
Flatrate-Tarif offerieren können , weil die Telefonpreise durch den starken
Wettbewerbsdruck unter den internationalen Telefongesellschaften bis Anfang 2000
weiter stark fallen würden . Genauere Angaben darüber , wie der Online-Dienst
das Preisbrecher-Angebot vor dem Hintergrund der Kostensituation im deutschen
Telekom-Markt realisieren will , machte Sarfeld jedoch nicht . Andere Flatrates
, die sämtliche Telefon- und Onlinekosten abdecken , liegen derzeit bei mehreren
hundert Mark im Monat . Der Sprecher des Marktführers T-Online , Jörg Lammers ,
kommentierte die Ankündigung : " Wenn AOL ein solches Angebot bringt , dann
werden wir angemessen reagieren " . Google kauft Usenet-Archiv von Deja.com
Google , Betreiber der gleichnamigen Web-Suchmaschine , hat das Usenet-Archiv
von Deja.com übernommen . Neben der Usenet-Datenbank der Newsgroups im Internet
hat Google auch die Namen deja.com und dejanews.com gekauft . Über den Preis
schweigen beide Parteien . Wer versucht , die Deja.com-Homepage unter
www.deja.com aufzurufen , wird bereits zur Beta-Version von Googles Usenet-Suche
weitergeleitet . Die neue Usenet-Suche von Google basiert aber noch nicht auf
dem Deja-Archiv , sondern auf einer eigenen Datenbank , in der Google
Usenet-Postings seit August 2000 speichert . Verglichen mit den Möglichkeiten ,
die Deja bot , um in den Postings zu navigieren , nimmt sich Googles
Usenet-Dienst noch recht bescheiden aus . Auch besteht zurzeit noch keine
Möglichkeit , Postings abzusetzen . Wann dies der Fall sein wird , steht noch
nicht fest . Mit der Übernahme der Deja-Usenet-Suchfunktion ist der Ausverkauf
von Deja.com komplett . Bereits im September hatte man 50 der damals 140
Angestellten entlassen , um Kosten zu sparen . Im Dezember hatte das Unternehmen
dann seinen Dienst für Verbraucher-Produkttests an die eBay-Tochter Half.com
verkauft . Ob Google die jetzt verbliebenen 20 Mitarbeiter übernimmt , lässt das
Unternehmen offen . Netscape Navigator , der dritte Version 3.0 des populären
Browsers liegt auf dem Netscape-Server (
http://www.netscape.com/comprod/products/navigator/version_3.0/index. html ) in
einer Beta-Version zum Download bereit . Netscapes Entwickler haben ihrem
Navigator etliche neue Features eingebaut . Als weiteres Multimedia-Interface
hat Netscape Apples Quicktime lizensiert . Ein Plug-In hierfür soll in Kürze
erhältlich sein . Mit dem MacOS , Windows 3.1 , IBM AIX und BSDI unterstützen
jetzt vier weitere Navigator-Plattformen Java-Applets . Diese können über die
neue Schnittstelle LiveConnect jetzt mit Plug-Ins und JavaScript-Skripten
kommunizieren . Zu den Neuerungen gehören außerdem die Implementierung von SSL
3.0 , die Administrierbarkeit von Benutzereinstellungen , die Unterstützung
diverser HTML 3.0-Tags , bessere Navigationsmöglichkeiten in Frames ,
individuelle Anpaßbarkeit der Mail- und News-Clients , Erweiterungen der
Cache-Verwaltung sowie eine verbesserte Unterstützung des Mac ( OpenTransport ,
Internet Config , Tooltips ) . Auch die Version 3.0 des Microsoft Internet
Explorer befindet sich noch in der Entwicklungsphase . Microsoft verspricht viel
: Der Browser ist das erste WWW-Frontend , das die ActiveX-Technik integriert .
Microsoft plant , den Internet Explorer 3.0 in 22 Sprachen auszuliefern . Eine
Beta des Explorers 3.0 kann ab Mai von http://www.microsoft.com heruntergeladen
werden . Betrugsanzeige gegen Domain-Dienstleister Domain-Besitzer wehren sich
gegen den Versuch eines Domain-Registrierungsunternehmens , ihnen Geld für eine
sinnlose Dienstleistung aus der Tasche zu ziehen . Ende letzter Woche fanden die
ersten Domain-Besitzer eine Rechnung über 269 Mark in ihrer Post . Als "
wichtigen Hinweis " hebt die Rechnung hervor : Nur ein Passus im Kleingedruckten
stellt klar , dass die Adressaten nur für einen Eintrag im Online-Verzeichnis
bezahlen , das die ZRW unter der Domain z-r-w.de betreibt . Die
Selbstschutzmechanismen der Internet-Gemeinschaft haben sehr schnell gegriffen .
So hat die Registrierungsstelle für .de-Domains , DeNIC , auf ihrer Homepage
eine Warnung veröffentlicht . Auch Provider haben ihre Kunden mit Hinweisen auf
ihren Homepages und Rund-E-Mails vor den Machenschaften der ZRW gewarnt . In
einem ähnlichen Fall im April haben die Warnungen ihren Zweck erfüllt : Nach
Auskunft der ermittelnden Kriminalpolizei in Memmingen war auf das Schreiben
einer " Deutschen Domain Verwaltung " niemand hereingefallen . Daher sei der
entstandene Schaden auch nicht groß . Die Polizei ermittelt noch . Momentan ist
daher noch unklar , ob der Fall ein gerichtliches Nachspiel haben wird .
Geldquelle Browser-Bug Von einer neuen Sicherheitslücke im Netscape Navigator
berichtet CNNfn ( http://www.cnnfn.com/digitaljam/9706/12/netscape_pkg/ ) .
Diese betreffe sämtliche Versionen des Browsers ab Version 2.0 . Sie erlaube es
, Dateien zu stehlen , die sich auf der Festplatte eines Anwenders befinden .
Zwar hatte CNNfn offensichtlich bereits die Gelegenheit , den Bug zu
verifizieren . Eine genaue Beschreibung gibt es jedoch noch nicht : Cabocomm ,
die dänische Firma , die den Fehler entdeckte , will dafür Geld - und zwar mehr
als die 1000 Dollar , die Netscape für die Meldung von Sicherheitslücken
normalerweise bietet . RealNetworks als Spammer am Pranger Das Mail Abuse
Prevention System ( kurz MAPS ) hat zum wiederholten Male RealNetworks auf seine
Spammer-Blacklist gesetzt . Das MAPS-Netzwerk , mit dem sich amerikanische
Internet-Provider gegen Spam zu schützen versuchen , reagiert damit auf
Beschwerden über RealNetworks " massive " Werbekampagnen . Auch c't-Leser
berichten wiederholt von EMail-Belästigung durch den Hersteller für
Streaming-Audio-Software . Offenbar geben viele Benutzer der RealAudio-Programme
falsche EMail-Adressen bei der Registrierung an . RealNetworks hält das Problem
laut einem Bericht in Wired für nicht so schlimm und will offenbar nichts
unternehmen . Staat will durch Online-Einkauf Milliarden sparen Die
Bundesregierung drückt beim elektronischen Einkauf auf das Gaspedal : Noch im
Laufe des kommenden Jahres sollen sich sämtliche Beschaffungsprozesse der
öffentlichen Verwaltung auch online erledigen lassen , gab Staatssekretärin
Brigitte Zypries heute anlässlich einer Konferenz bekannt . Erste Erfahrungen
bei der Online-Beschaffung hat die Bundesregierung bereits gesammelt . In
Pilotprojekten haben bereits das Beschaffungsamt des Innenministeriums ( BMI )
sowie die Bundeswehr Aufträge online vergeben . Erste Ausschreibungen sollen im
Rahmen von " Öffentlicher Eink@uf Online " in der ersten Jahreshälfte 2002
gestartet werden können . Schon heute veröffentlicht die Website des BMI alle
Einkaufswünsche der zugehörigen Behörden . Interessierte Firmen finden dort auch
Informationen über elektronische Geschäfte mit der Verwaltung . Microsoft
präsentiert Multimedia-Webserver Weitere Neuerungen sind eine
Volltextsuchmaschine sowie die Unterstützung von Echtzeit-Audio- und Videodaten
. Der IIS 3.0 steht auf dem Microsoft-Server (
http://www.microsoft.com/iis/default.asp ) zum kostenlosen Download bereit .
Internet Explorer 3.0 für Windows 3.x Nachdem Version 3 von Microsofts Browser
für die Plattformen NT 4.0 und Windows 95 bereits seit Monaten auf dem Markt
sind , hat der Software-Riese jetzt eine Lücke im Sortiment geschlossen . Ab
sofort ist auch die Windows 3.1- beziehungsweise NT 3.51-Version des Internet
Explorers 3.0 verfügbar . Kostenlos steht er auf dem MS-Server (
http://www.microsoft.com/ie/ ) zum Download bereit . Der Autor von "
AnnaKournikova " bedauert Ein Niederländer hat sich als angeblicher Autor des
AnnaKournikova-Wurms geoutet , der am gestrigen Dienstag die Runde durch die
Netze machte . Auf einer Website bedauerte " OnTheFly " , wie er sich selber
nennt , den Wurm in die Welt gesetzt zu haben . Er hätte nicht erwartet , dass
sich AnnaKournikova so schnell verbreitet und entschuldige sich dafür , den Wurm
in Umlauf gebracht zu haben ; er habe niemanden damit schädigen wollen . Aber
letztendlich habe jeder , der das Attachment des E-Mail-Wurms geöffnet habe ,
selbst Schuld . " OnTheFly " erklärt auch , er habe das Virus nicht einfach aus
Spaß an der Freude in Umlauf gebracht . Vielmehr wollte er beweisen , dass
Anwender nicht viel aus früheren E-Mail-Würmern wie ILOVEYOU gelernt hätten .
Nach seinen Aussagen hat " OnTheFly " ein Virus Construction Set benutzt , um
seinen Wurm zu programmieren , da er sich nicht mit Programmiersprachen auskenne
. Weil er ein großer Fan des Tennis-Stars sei , habe er den Wurm "
AnnaKournikova " getauft : " Sie verdient ein wenig Beachtung , nicht wahr ? "
Die E-Mails versprechen als Anhang ein JPEG-Bild der Tennisspielerin Anna
Kournikova - tatsächlich handelt es sich jedoch um ein Visual-Basic-Skript .
Beim Öffnen des Mail-Attachments infiziert der Wurm den Rechner und verschickt
sich über alle im Windows-Adressbuch enthaltenen Einträge . Mittlerweile sollten
sämtliche Antivirenprogramme " AnnaKournikova " erkennen und ausschalten können
. Links zum Download von Antivirenprogrammen sowie weitere Tipps zur Vermeidung
eines Virenbefalls finden sich auf der Antiviren-Seite von c't . Siehe dazu auch
: Kournikova bietet erfreut über die Aufmerksamkeit virenfreie Bilder an in
Telepolis . Autor von " AnnaKournikova " stellt sich Der Autor des E-Mail-Wurms
AnnaKournikova hat eingesehen , dass sein Bedauern , den Wurm in die Welt
gesetzt zu haben , wohl nicht ganz ausreicht . Nachdem ihm klar wurde , welche
Wirkung AnnaKournikova entfaltete und nachdem er sich mit seinen Eltern beraten
hat , entschied er sich , zur Polizei zu gehen . Der 20-jährige Mann aus der
niederländischen Stadt Sneek hat sich am heutigen Mittwochmorgen gestellt . Ihm
wird nun die Beschädigung von Computer-Anlagen vorgeworfen . Nach
niederländischem Recht drohen dem Wurm-Entwickler dafür bis zu vier Jahre Haft ;
Er wurde jedoch zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt . Seinen Computer haben
die Ermittlungsbehörden sichergestellt , wie der Sprecher der friesischen
Polizei , Robert Rambonnet , gegenüber heise online erklärte . Den richtigen
Namen von " OnTheFly " , wie sich der Wurm-Autor selbst nannte , will die
Polizei nicht veröffentlichen . Der Schaden , den AnnaKournika angerichtet hat ,
hielt sich im Vergleich zu ILOVEYOU in Grenzen . Nach einer ersten E-Mail-Flut
in Australien und den USA waren die Anwender in den übrigen Teilen der Welt
offensichtlich rechtzeitig gewarnt und fielen nicht mehr auf den Virus herein .
In Deutschland sind " überraschend wenig " Probleme mit dem E-Mail-Wurm
aufgetaucht , berichtete Dirk Kollberg von Network Associates der dpa .
Microsoft , über dessen Mail-Programm Outlook sich der Virus beim Öffnen des
Anhangs mit dem Namen " AnnaKournikova.jpg.vbs " einschmuggelte , war dem
Unternehmen zufolge " minimalst betroffen " . QuickTime 4 spielt MP3 Laut
Informationen von Wired wird Apple auf der Messe der National Association of
Broadcasters ( NAB ) das neue Release von QuickTime vorstellen . QuickTime 4.0
enthält unter anderem eine neue Version des MoviePlayers , der jetzt QuickTime
Player heißt . Er spielt Video- und Audiodateien ab , darunter auch solche im
MP3-Format . Auch RealNetworks , dessen RealPlayer bisher der beliebteste Client
für die Übertragung von Audio- und Videodaten im Internet war , versucht sich
für MP3 fit zu machen . Real übernahm gestern Xing , dessen MP3-Software in die
eigenen Produkte integriert werden soll . Mozilla-Chatprojekt lebt wieder Laut
einer C|Net-Meldung will der Browser-Hersteller NeoPlanet nächste Woche
bekanntgeben , daß er die Federführung bei der Entwicklung des Mozilla-Clients
für Chat und Instant Messaging übernimmt . Das Projekt war kurz nach seinem
Start von Netscape auf Eis gelegt worden . Die Vermutung liegt nahe , daß
Netscape mit diesem Schritt die proprietären Produkte ICQ und Instant Messenger
der Mutterfirma AOL schützen wollte . Die kleine Firma NeoPlanet arbeitet
bereits länger eng mit dem Mozilla-Projekt zusammen . Wie es heißt , kümmern
sich bei NeoPlanet drei Vollzeitkräfte um den Mozilla-Code . Auch war NeoPlanet
der erste Hersteller , der die neue Layout-Engine , Gecko , in seinen Browser
eingebaut hatte . Mozilla ist allerdings nicht die einzige Gruppe , die an einem
offenen Client für Chat und Instant Messaging arbeitet . Auch Jabber.org
entwickelt ein solches System . MSN Messenger für MacOS und WebTV Microsoft hat
angekündigt , seinen Instant-Messenging-Dienst auch für MacOS , Windows CE und
WebTV zur Verfügung zu stellen . Seit Juli wird der MSN Messenger für Windows 95
, 98 und NT 4 zum kostenlosen Download auf der MSN-Homepage angeboten . Auch die
englischsprachige Macintosh-Version wurde im Verlauf des Tages bereitgestellt .
Laut Deanna Sanford , Microsofts Produktmanagerin für MSN , ist es das Ziel des
Online-Dienstes , Benutzer " überall und jederzeit " mit Informationen sowie der
Möglichkeit zur Kommunikation zu versorgen - eine Formulierung , die stark AOLs
Strategie " AOL anywhere " ähnelt . AOL und Microsoft befinden sich seit der
Veröffentlichung des MSN Messenger im Streit um einen Standard für Instant
Messaging . Xerox und Bertelsmann wollen Books on demand drucken In einer
strategischen Partnerschaft wollen Xerox und Bertelsmann den digitalen Buchdruck
nach Bedarf ( Books on demand ) weltweit einsetzen und weiter entwickeln ,
kündigten die Unternehmen auf der Frankfurter Buchmesse an . Xerox-Europachef
Pierre Danon erwartet , dass der Anteil von Books on Demand von heutzutage zehn
Prozent auf 30 Prozent in den nächsten Jahren wachsen wird . Gerade für kleine
Auflagen sei es die ideale Produktionslösung und eine notwendige Ergänzung zum
traditionellen Offsetdruck . In der herkömmlichen Buchproduktion machten die
echten Druckkosten nur die Spitze eines Eisbergs aus , erläuterte Danon .
Daneben würden Lagerhaltung , Verwaltung und Rückläufe einen erheblichen Anteil
an den finanziellen Aufwendungen ausmachen . Diese könnten in vielen Fällen beim
Print-on-demand-Verfahren entfallen . Im Juli hatte der Hamburger Grossist Libri
sein Online-Projekt Books on Demand ( BoD ) gestartet - mit beachtlichem Erfolg
: 500 BoD-Bücher werden bereits jeden Tag gedruckt . Organizer für das Handy
Motorola hat einen Organizer als Ergänzung zu seinen StarTAC-Handys
herausgebracht . Der StarTAC clipon Organizer umfaßt unter anderem ein Adreßbuch
, einen Kalender und eine To-Do-Liste . Daten lassen sich über ein
Windows-Programm mit gängigen PIM-Anwendungen wie Outlook , Lotus Organizer oder
Notes abgleichen . Der nur 22 Millimeter flache PDA kann separat betrieben oder
auf der Rückseite eines StarTAK eingerastet werden . Ans Handy angeschlossen
ermöglicht er , direkt aus dem Adreßbuch Telefonnummern anzuwählen . Bisher ist
der StarTAC clipon Organizer nur in den USA für 300 Dollar erhältlich .
MP3-Player als Handy-Plug-In Der Chip-Hersteller Micronas hat auf der Genfer
Messe Telecom 99 einen MP3-Player für Mobiltelefone vorgestellt . Das Gerät wird
einfach an ein Ericsson-3-V-Handy angesteckt und nutzt den Akku , das Display
sowie die Tastatur des Mobiltelefons . Für ansprechende Wiedergabequalität
sollen mitgelieferte Ohrhörer sorgen . Der Player ist bisher allerdings nur eine
Technologiestudie : Produktname , Preis sowie Verfügbarkeitstermine stehen noch
nicht fest . Das Handy wird Instant Messenger AOL und Motorola entwickeln
gemeinsam eine Version des AOL Instant Messenger für Motorolas WAP-Handys . Das
gaben beide Unternehmen auf der Genfer Messe Telecom '99 bekannt . Das
AOL-Programm erlaubt es , anderen Benutzern derselben Software
Echtzeit-Nachrichten über das Internet zu senden . Communicator ohne Java-Logo
Netscape stellte eine neue Version seiner Communictor-Suite mit der
Versionsnummer 4.04 vor . Diese wird es allerdings nur für den
englischsprachigen Markt geben , eine deutsche Version ist nicht geplant .
Communicator 4.04 bietet neben vielen technischen Detailverbesserungen eine neue
Komponente . Das Chat-Tool AOL Instant Messenger entspringt einer Kooperation
mit dem Online-Dienst . Als Konsequenz aus dem Rechtsstreit zwischen Sun und
Microsoft entfernte Netscape das Java-Logo aus der "About"-Box , da der
Communicator nur das veraltete JDK 1.0.2 unterstützt . Erst mit der Version 5.0
soll die Browser-Suite das aktuelle JDK 1.1 unterstützen . Shockwave liest mit
Das PlugIn Shockwave ( Netscape Navigator 2 , 3 für Win 95 , NT und MacOS ) kann
dazu mißbraucht werden , Emails des Benutzers mitzulesen , Zugang zu beliebigen
Intranet-Websites zu erschleichen ( auch Internet Explorer ) oder sogar jede
lokale Datei des Anwenders mitzulesen . Dies geschieht völlig unbemerkt , sobald
ein User eine entsprechend präparierte Seite besucht . David de Vitry beschreibt
die Gefahren sowie das Verfahren unter http://www.webcomics.com/shockwave/ im
Detail . Macromedia hat bisher noch keinen Bugfix parat . Zur Zeit kann man sich
also nur schützen , indem man Shockwave deinstalliert . Infoseek auf deutsch Am
19. April geht die deutsche Ausgabe von Infoseek unter www.infoseek.de online .
Für seinen Deutschland-Start hat sich der amerikanische Suchmaschinen-Betreiber
mächtige Partner ins Boot geholt : Der Axel Springer Verlag ( Bild , Allegra ,
die Welt ) und die Verlagsgruppe Holtzbrink ( Die Zeit , Handelsblatt ,
Tagesspiegel ) werden redaktionelle Beiträge zu der neuen Site beisteuern und
sie in ihre Websites einbinden . Auch die Telekom will Infoseek als offizielle
Suchmaschine von T-Online einsetzen . Wer schon heute nur die Suchfunktion
testen will , hat auf der Homepage von T-Online die Möglichkeit dazu .
Live-Geburt im Internet Morgen werden voraussichtlich Zigtausende von Menschen
auf der ganzen Welt Zeugen der Geburt von Elizabeths viertem Kind . Die
40jährige aus Florida , die ihren Nachnamen nicht preisgibt , will mit der
Aktion zeigen , daß " eine Geburt nichts Schauriges ist und wieviel Kontrolle
eine Mutter hat " . Austräger der Live-Geburt ist eine amerikanischer
Kabelfernsehsender , über dessen Web-Server jeder das Geschehen im Kreißsaal
verfolgen kann . Back Orifice hat einen NT-Bruder NetBus ist der Name einer
Hacker-Software , die sich über ein trojanisches Pferd auf einem fremden
Windows-Rechner einnistet . Im Gegensatz zu Back Orifice , das nur unter Windows
95 und 98 läuft , funktioniert NetBus auch unter NT . Microsoft hat zu dieser
neuen Sicherheitslücke noch nicht Stellung genommen . Unter
http://www.tbtf.com/resource/iss-backdoor.txt befindet sich eine Beschreibung ,
wie man NetBus ( und Back Orifice ) identifiziert und entfernt . Lizenzprobleme
: Archie.de abgeschaltet Der deutsche Archie-Server an der TU Darmstadt hat
aufgrund rechtlicher Probleme seinen Dienst eingestellt . Archie ist ein
Suchdienst für ftp-Dateien , der bereits vor der Verbreitung des WWW existierte
. Ursprünglich wurde das System an der kanadischen McGill University entwickelt
. Es verbreitete sich schnell weltweit . Die TU Darmstadt portierte das System
auf AIX und nahm ihren Server im März 1992 in Betrieb . Nachdem die
Programmierer des anfangs kostenlosen Archie in finanzielle Probleme kamen ,
gründeten sie die Firma Bunyip , die die Weiterentwicklung von Archie vorantrieb
. Mit Bunyip schloß die TU Darmstadt noch im Jahr 1992 einen Wartungsvertrag ab
. Mittlerweile will die TU jedoch die Wartungsgebühr von 5000 Dollar pro Jahr
nicht mehr bezahlen , da Archie offenbar nicht weitergepflegt wird . Allerdings
geht aus dem Vertrag mit Bunyip nicht klar hervor , ob er sich nur auf
technische Unterstützung und Updates oder nur auf die Nutzung von Archie
überhaupt bezieht . Da Bunyip auf Anfragen nicht reagiere , hieß es , sehe sich
die TU Darmstadt nun gezwungen , den Dienst einzustellen . Microsoft kauft
FlowChart-Spezialisten Visio Das gleichnamige FlowChart-Programm soll ein
eigenständiges Produkt bleiben , aber an die Microsoft Office Suite angepasst
werden . Presario mag IE4 nicht Während die Markteinführung des Internet
Explorer 4 in weiten Teilen erfolgreich verlief , müssen sich Benutzer einiger
Compaq Presario-PC-Modelle noch auf den neuen Browser gedulden - dort
funktioniert er nicht . Compaq hat auf seiner Website eine Liste der Presarios
veröffentlicht ( http://www.compaq.com/athome/ie40/instructions.html ) , mit
denen der Internet Explorer läuft . Für alle restlichen Modelle will der
Hersteller " bald " eine angepaßte Version des Browsers zur Verfügung stellen .
IBM druckt das individuelle Buch Die Lieblingskurzgeschichten in einem Band ;
ein Buch , das die wichtigsten Auszüge der meistgelesenen Management-Werke
enthält - das Konzept des Individualbuches ermöglicht Lesern , über das Internet
Bücher nach persönlichen Interessen zusammenzustellen und drucken zu lassen .
Demonstrationsbeispiel ist ein Kinderbuch , das Tiergeschichten aus
Kinderbüchern der Verlage Ravensburger , Triga und Freies Geistesleben enthält .
Verbraucherschützer tadeln Extrakosten bei Amazon.de Das Europäische
Verbraucherzentrum ( EVZ ) hat vor Einkäufen per Kreditkarte beim
Online-Buchhändler Amazon.de gewarnt . Weil Amazon über eine ausländische Bank
abrechne , müßten Kunden mit Extra-Kosten für Auslandsbuchungen rechnen .
Verbraucher sollten die Abrechnung ihrer Kreditkarte nach einem Einkauf im
Internet genau kontrollieren , empfiehlt das EVZ . Dies gelte besonders dann ,
wenn das Unternehmen seinen Hauptsitz im Ausland habe . Falls tatsächlich
unerwartete Extraentgelte erhoben würden , rät das EVZ , die Rückerstattung der
Kosten für interne Buchungen vom Anbieter oder vom Geldinstitut zu verlangen .
Amazon-Sprecher André Schirmer räumte auf Nachfrage von c't ein , dass es bei
einigen Kunden tatsächlich zu Extragebühren gekommen sei . Der Grund hierfür sei
allerdings bei einigen Kundenbanken zu suchen , die Transaktionen mit Amazons
englischer Bank als Auslandsgeschäfte interpretieren : " Durch unsere Bank
entstehen keinerlei Mehrkosten . " Namentlich nannte Schirmer die CityBank und
die HypoVereinsbank . Die CityBank habe jedoch angekündigt , die zusätzlichen
Gebühren zurückzuzahlen . Mit der HypoVereinsbank stehe Amazon noch im Dialog .
Somm-Prozess : Freispruch erwartet Im Pilotprozess um Pornografie im Internet
ist der ehemalige Chef von Compuserve Deutschland , Felix Somm , am Montag
voller Optimismus in seine Berufungsverhandlung gegangen . Vor Prozessbeginn
beim Landgericht München I sagte der 36-Jährige auf Fragen , ob er mit einem
Freispruch rechne : " Auf jeden Fall . " In erster Instanz hatte das Münchner
Amtsgericht ihn im Mai 1998 wegen Mittäterschaft bei der Verbreitung von Kinder-
und Tierpornografie im Internet zu zwei Jahren Bewährungsstrafe und 100000 Mark
Geldbuße verurteilt . Die Verurteilung kam völlig überraschend , hatte doch
zuvor nicht nur die Verteidigung , sondern auch der Staatsanwalt einen
Freispruch für Felix Somm gefordert . In der Branche wurde die Entscheidung
weitgehend mit Unverständnis aufgenommen , da Compuserve Deutschland nur den
technischen Zugangsweg zur Verfügung gestellt hatte . Somm habe den Zugang zu so
genannten Internet-Newsgroups mit den beanstandeten Darstellungen entgegen
seinen Möglichkeiten nicht unterbunden , hieß es damals in dem Urteil . Dabei
handelte es sich um die erste Verurteilung eines Online-Anbieters in Deutschland
wegen Kinderpornografie im Internet . Im Kern geht es um die für alle Anbieter
von Internet-Zugängen grundsätzliche Frage , ob es technisch möglich und
zumutbar war , die beanstandeten Inhalte in Deutschland aus dem Datennetz
herauszufiltern . Als Beweis dienten vor allem JPG-Dateien mit kinder- , gewalt-
und tierpornografischem Inhalt , die von der Polizei auf Compuserve News-Servern
gefunden wurden . Felix Somm hatte nach einer ersten Durchsuchung die Streichung
von fünf Newsgroups , deren Namen eindeutig auf kinderpornografischen Inhalt
hinwiesen , bei Compuserve USA veranlasst . Compuserve USA nahm daraufhin
vorübergehend alle genannten Gruppen vom Server und löste dadurch heftige
Protesten und Zensurvorwürfe aus . Schließlich gab Compuserve die meisten
Sex-Gruppen wieder frei und veröffentlichte parallel dazu ein Werkzeug , mit dem
Eltern den Zugriff auf bestimmte Inhalte sperren können . Die Verteidigung
betonte zur Eröffnung der Berufungsverhandlung noch einmal , dass die Daten
nicht in Deutschland gespeichert gewesen seien . Die Compuserve Deutschland GmbH
hat als Tocher von Compuserve Incorporated lediglich Standleitungen zu den
Servern in den USA bereitgestellt . Zudem habe sich Somm gegen illegale
Pornografie engagiert , was unter anderem durch der Sperrung der Newsgroups
belegt werde . Eine grobe Fehleinschätzung liege hinsichtlich der
Wiedereröffnung der meisten gesperrten Gruppen vor . Newsgroups , die eindeutig
harte Pornografie enthielten , seien nicht wieder freigeschaltet worden . Nach
dem ersten Prozesstag , an dem alle Beteiligten einen entspannten Eindruck
machten , wird nun für Mittwoch mit einem Freispruch gerechnet . Bereits nach
dem Eröffnungsplädoyer der Verteidigung hatte Richter Laszlo Ember durchblicken
lassen , dass der Strafbestand der Mittäterschaft nicht in Frage komme ,
allenfalls die Beihilfe . Der Prozess wird besonders wegen seiner Bedeutung als
Präzedenzfall auch im Ausland aufmerksam verfolgt . Die Hintertür zur FAZ Das
Online-Angebot der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat ein Sicherheitsloch : Wie
ein findiger c't-Leser herausfand , kann jedermann die Artikel im ausschließlich
Abonnenten vorbehaltenen Bereich lesen . Um einen der mit einem Schlüssel
gekennzeichneten Beiträge zu sehen , muss der Surfer nur dessen Adresse in die
Adressleiste des Browsers kopieren , einen Parameter entfernen - und schon kann
er die betreffende Seite ohne Passwortabfrage abrufen . Da hat der kluge Kopf ,
der laut Eigenwerbung sonst immer hinter der FAZ steckt , wohl nicht so ganz
mitgedacht . Dabei wollte es die Frankfurter Allgemeine Zeitung bei ihrem
Online-Start doch allen zeigen . Schließlich war sie verspätet ans Netz gegangen
, als letzte der großen meinungsbildenden Blätter . So sollte sie eigentlich
Gelegenheit gehabt haben , aus den Fehlern der anderen zu lernen . Und doch gab
es gleich beim Start die ersten Probleme : Die Server waren einfach
unterdimensioniert und brachen unter dem Besucheransturm zusammen . Dieses
Problem haben die FAZ-Macher mittlerweile weitgehend in den Griff bekommen . Die
FAZ tritt unter mehreren Adressen im Netz auf : Die Artikel des FAZ-"Portals"
www.faz.net stellt eine eigene Online-Redaktion zusammen . Der Inhalt der
Druckausgabe findet sich unter www.faz.de ; hier stehen nur einige Beiträge
allen Surfern offen , der Rest ist Abonnenten vorbehalten . Die Site www.faz.com
schließlich bietet einige der Artikel in englischer Sprache . Der erste
Mozilla-Browser ist da Der erste Web-Browser , der auf dem Mozilla-Code für die
künftige Version des Netscape Navigator basiert , ist jetzt als " Technology
Preview " verfügbar . NeoPlanet 5.0 benutzt die Rendering-Maschine " Gecko " ,
die Mozilla.org für die kommende Version des Navigators entwickelt hat . Seit
Netscape vor gut einem Jahr den Navigator-Quellcode freigegeben hat ,
koordiniert das Mozilla-Projekt die Weiterentwicklung unter einer offenen Lizenz
. Daher können auch andere Hersteller Teile des Mozilla-Codes für ihre Browser
verwenden . Die Technology Preview steht auf dem Server der Firma Neoplanet zum
Download bereit . Doch Vorsicht : Dennoch kann man mit dem Browser im Internet
surfen : Alternativ bindet Neoplanet die Render-Engine des Internet Explorer ein
. Schnüffelverdacht bei IE5-Favoriten Die Favoritenverwaltung des Internet
Explorer 5 birgt einen Mechanismus , der den Argwohn von Datenschützern erregt
hat , wie Wired-News berichtet . Der Browser ermöglicht es , Bookmarks mit
kleinen Grafiken zu verzieren , die der Website-Betreiber auf seinem Server
bereithält . Wenn der Besucher ein Lesezeichen setzt , wird die Grafikdatei
abgerufen und anschließend beim entsprechenden Eintrag im Favoriten-Menü des
Internet Explorer angezeigt ( siehe Microsoft-Beschreibung ) . Dieses Gimmick ,
das sich nicht abstellen läßt , könnte dazu mißbraucht werden , um festzuhalten
, wer eine Seite seinen Lesezeichen hinzufügt . Das wäre dann ein
Mosaiksteinchen zu einem Benutzerprofil . Ob dieser Mechanismus wirklich die
Privatsphäre bedroht , ist aber zumindest fraglich , denn der Website-Betreiber
erfährt nur die IP-Adresse des Anwenders , die hierzulande für private Surfer
zumeist dynamisch vergeben wird . Navigator 5 : Inkompatibel zum Vorgänger Der
bisher noch unveröffentlichte Navigator 5 kann Web-Seiten nicht richtig
darstellen , die auf spezifische JavaScript-Funktionen des Navigator 4
zugeschnitten sind . Dies bestätigte Netscape-Produktmanager in einem Posting
der Newsgroup netscape.public.mozilla.layout . Das Document Object Model ist die
Schnittstelle des Browsers für den Zugriff auf Inhalt und Struktur von
WWW-Dokumenten . Seither geben beide Hersteller an , den Vorgaben des W3C zu
folgen . Erste Sicherheitslücke im Internet Explorer 5.5 entdeckt Nicht einmal
eine Woche nach dem Erscheinen von Internet Explorer 5.5 hat Bug-Jäger Georgi
Guninski ein Sicherheitsproblem in Microsofts Webbrowser gefunden . Ein
Angreifer kann es dazu benutzen , Dateien auf dem Rechner seines Opfers
auszuspähen . Das Sicherheitsloch lässt sich auch über HTML-Emails ausnutzen ,
also beispielsweise via Outlook oder Outlook Express . Ursache des Problems ist
ein ActiveX-Control , das mit dem Internet Explorer mitgeliefert wird :
Allerdings muss der Angreifer den genauen Dateinamen und -pfad kennen . Auf
seiner Homepage gibt Guninski neben einer genauen Beschreibung auch eine
Demonstration des Problems . Neben dem IE 5.5 ist auch dessen Vorgänger 5.01
betroffen . Getestet hat Guninski das Problem nur mit der Windows-98-Version des
Internet Explorer ; er geht aber davon aus , dass auch die Releases für andere
Betriebssysteme betroffen sind . Ein Patch von Microsoft , der das Problem
behebt , existiert noch nicht . Als Abhilfe empfiehlt Guninski , in den
IE-Einstellungen das so genannte " Active Scripting " abzuschalten oder die
Option " ActiveX-Steuerelemente und Plugins ausführen " zu deaktivieren .
Microsoft-Überraschung : Gestern kündigte Microsoft überraschend ein weiteres
Feature seines kommenden Internet Explorer an : Wie es der Name schon ahnen läßt
, handelt es sich um Zwitter aus Skripten und Applets . Microsoft betont , es
handele sich um eine offene Architektur , die auch jeder Mitbewerber einsetzen
könne . Pech für Netscape , daß sie mit ihrer 4.0-Version vor Microsoft fertig
waren ... Das Interesse sei sehr groß , sagte Robert Mohren von der
Internetplattform Domshop.de gegenüber dpa . Der bisherige Inhaber der Seite ,
der Amerikaner Gary Kremen , habe das Kölner Unternehmen mit dem Verkauf
beauftragt . Bislang seien die Gebote für die Adresse aber noch nicht hoch genug
gewesen , berichtete Mohren . " Sex " sei der meistgesuchte Begriff im Internet
überhaupt . Die Seite sei daher eine " Lizenz zum Gelddrucken " , meinte Mohren
. Warum sich der bisherige Inhaber von der Adresse trennt , sei nicht bekannt .
Zurzeit hat er zwar nach der Entscheidung eines US-Bezirksgerichts die Kontrolle
über die Adresse , es läuft aber momentan ein Verfahren vor einem
US-Berufungsgericht , ob er sie nicht an den zwischenzeitlichen Besitzer Stephen
Michael Cohen zurückgeben muss . Bislang allerdings hatte das Berufungsgericht
den Antrag auf eine einstweilige Verfügung von Cohen gegen Kremen abgelehnt .
Kremen hatte die Domain bereits 1994 registriert . Cohen hatte die Kontrolle
über die Domain nach Ansicht des Richters der ersten Instanz durch einen
unberechtigten Übertragungsantrag bei Domain-Registrar Network Solutions
erhalten . Bis Mitte Februar laufen nun noch die Fristen , innerhalb derer die
streitenden Parteien ihre Eingaben beim Berufungsgericht machen können . Den
Termin für eine mündliche Verhandlung hat das Gericht noch nicht verkündet .
Nachdem der Wechsel ins Jahr 2000 ohne die befürchteten Probleme überstanden war
, stellte sich das Interesse an der Domain als doch nicht so groß heraus wie von
den ursprünglichen Betreibern erwartet . IBM will Standard für Sprache im WWW
setzen IBM hat mit SpeechML eine XML-basierende Sprache vorgestellt , die es
erlauben soll , netzbasierende sprachfähige Anwendungen zu entwickeln . Big Blue
will SpeechML dem W3C als Standard vorschlagen . Auf seinem alphaWorks-Server
stellt IBM interessierten Entwicklern ein SpeechML-Paket zum Download zur
Verfügung , das eine Beschreibung der Sprache , einen Sprachbrowser sowie
weitere Beispielanwendungen umfaßt . Neben einem JDK/ JRE 1.1 oder 1.2 benötigt
das Paket allerdings auch ein installiertes ViaVoice . SpeechML steht offenbar
in Konkurrenz zu VoxML . Motorola hatte diese XML-Sprache für
Sprachapplikationen bereits im letzten Herbst veröffentlicht . Auf dem
VoxML-Server steht ein SDK zum Herunterladen bereit . Network Computer :
Konkurrenz für den PC ? Auf der Konferenz der European Oracle User Group in
Amsterdam präsentierte Oracle-Chef Larry Ellison neue Studien " seines " Network
Computers ( NC ) . Dabei will Oracle den NC nicht selber herstellen , sondern
nur das Referenzdesign entwickeln . Momentan verhandelt der Hersteller mit
Hardware-Produzenten , die dieses lizensieren und darauf basierende Systeme
entwickeln sollen . Der Referenzentwurf läßt dabei verschiedene Ausprägungen des
NC zu . In Amsterdam wurden neben dem Standard-Desktop-Network Computer für
typische Büroarbeiten wie EMail und " leichte " Textverarbeitung ein Laptop-
sowie ein TV-NC für interaktives Fernsehen gezeigt . Internet World mit
Plattform für Start-Ups Morgen beginnt in Berlin die Internet World . 350
Unternehmen präsentieren bis Donnerstag ihre Produkte und Dienstleistungen für
das Internet . Der Veranstalter rechnet mit 35000 Besuchern . Der parallel zur
Messe stattfindende Fachkongreß behandelt Themen wie " Geschäftsmodelle für das
E-Commerce " oder " IP-Telefonie " . Erstmals integriert wurde die Object World
. Mit der Capital Business World bietet die Internet World eine Plattform für
Jung-Unternehmer . Der Gründerpavillon wird in Kooperation mit dem
Gründerwettbewerb des Verbandes Deutscher Ingenieure/Verbandes Deutscher
Elektrotechniker veranstaltet . Etwa 50 Start-Ups präsentieren hier ihre
innovativen Ideen und Produkte ; Jung-Unternehmer können mit
Venture-Kapital-Unternehmen direkt in Kontakt treten . Gericht : " You have Mail
" gehört nicht AOL Ein amerikanisches Gericht hat eine Klage von AOL gegen AT&T
abgewiesen . Der Online-Dienst wollte AT&T daran hindern , den Slogan " You have
mail " und andere Schlagworte zu benutzen , die für gewöhnlich mit AOL und
seinen Diensten in Verbindung gebracht werden . Wie das Wall Street Journal (
WSJ ) berichtet , entschied Richter Claude M. Hilton , dass die Ausdrücke " You
have mail " , " Buddy List " und " IM " - eine Abkürzung für AOLs
Instant-Messaging-Service - Allgemeinbegriffe seien . Er annullierte bei der
Gelegenheit ein Warenzeichen , das AOL für den Begriff Buddy List besitzt . AOL
will Einspruch erheben . Laut Paul Cappuccio , Senior Vice President von AOL ,
missinterpretiert der Urteilsspruch das Gesetz zum Schutz von Warenzeichen .
AT&T feierte seinen Sieg als einen Erfolg der Internet-Gemeinschaft . General
Counsel James Cicconi von AT&T : " AOLs Anspruch , die Sprache des Internet zu
besitzen , ist ein weiteres Beispiel für AOLs Versuch , alle Dienste des
Internet zu monopolisieren . " Einzelabrechnung für WAP-Dienste Kunden von
debitel bezahlen zukünftig kostenpflichtige WAP-Dienste mit der
Mobilfunkrechnung . Der Mobilfunkbetreiber hat heute gemeinsam mit dem
WAP-Portal Jamba das nach eigenen Angaben deutschlandweit erste Verfahren zur
Einzelabrechnung vorgestellt . Zu den ersten kostenpflichtigen Premium-Diensten
gehören ein Fußball- und Formel-1-Ticker sowie " neuartige Community- und
Action-Games " . Neben den kostenpflichtigen Premiumdiensten wollen beide
Anbieter ihre bisherigen WAP-Angebote aber weiterhin gratis offerieren . USA
lockern Kryptoexportverbot Die amerikanische Regierung hat bekanntgegeben , daß
sie ihr Exportverbot für Kryptoprodukte lockern wird . Jetzt können auch
Versicherungen und Online-Händler solche Produkte exportieren .
56-Bit-Verschlüsselung soll keiner Ausfuhrbeschränkung mehr unterliegen , für
alle Kryptoprodukte soll das Genehmigungsverfahren vereinfacht werden .
Internet-Privacy-Gruppen halten den Vorstoß in ersten Stellungnahmen für einen
Schritt in die richtige Richtung , sehen aber weiterhin Verbesserungsbedarf (
siehe auch News.Com-Meldung hierzu ) . Warentest : Viele Online-Banken nicht
sicher genug Die Stiftung Warentest untersuchte für ihr aktuelles Heft
Finanztest die Sicherheit der Online-Angebote von 150 Banken und Sparkassen . 62
der getesteten Kreditinstitute verwendeten einen zu unsicheren SSL-Schlüssel zur
Authentifizierung . Ein Angreifer kann die schwachen Schlüssel knacken , dem
Kunden eine Verbindung zur Bank vorgaukeln und so zum Beispiel Überweisungen
manipulieren . Dort bietet sich für Besucher auch eine Möglichkeit , die
Sicherheit der eigenen Online-Bank zu testen . Auktionsnetzwerk greift eBay an
Microsoft , Dell , Lycos , Excite@Home und andere High-Tech-Firmen wollen sich
an einem Auktionsnetzwerk beteiligen , an dem insgesamt über 100 Websites
teilnehmen . Die Gemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt , den Marktführer eBay
anzugreifen . Laut Berichten aus den USA soll der eBay-Konkurrent im Laufe
dieses Tages angekündigt werden . Auktionen sind ein für Betreiber von Websites
und deren Werbepartner attraktiver Dienst : Sie sorgen dafür , dass Surfer
regelmäßig wiederkommen , um ihre Gebote zu checken . MSN mit Dumping-Tarifen
gegen AOL Microsoft hat einen Discount-Tarif für seinen amerikanischen
Online-Dienst MSN eingeführt . Für 69 Dollar erhält der Kunde ein Jahr
unbeschränkten Internet-Zugang ; zwei Jahre kosten 99 Dollar . Zusammen mit
seinem Partner Lan Plus bietet MSN den Zugang ab sofort über die Site
MyShoppingClub an . Auch in Europa will MSN innerhalb der nächsten 12 bis 18
Monate wieder ins Online-Geschäft einsteigen . Über nähere Modalitäten und
Preise steht hier jedoch noch nichts fest . Der Dumping-Tarif ist offenbar ein
weiterer Schritt gegen den weltgrößten Online-Dienst AOL , mit dem Microsoft zur
Zeit eine Schlacht um die Vorherrschaft im Internet führt . AOL macht zwei
Drittel seines Umsatzes mit den Zugangsgebühren , die in den USA im Regelfall
monatlich 21,95 Dollar betragen . Allerdings zitieren amerikanische Quellen
Analysten , die trotz des deutlich günstigeren MSN-Angebots skeptisch sind , ob
AOL jetzt die Preise senken muss . Sie sind der Überzeugung , dass Benutzer
bereit sind , für AOLs Community-Funktionen den deutlich höheren Preis zu
bezahlen . Preisagent als Plugin Ein neues Software-Tool soll Online-Shoppern
helfen , den günstigsten Anbieter für Bücher , CDs , Videos und DVDs zu finden .
Der DealPilot Express , ein Browser-Plugin der Firma DealPilot , wird aktiv ,
sobald der Surfer einen Online-Shop besucht und dort die Produktseite eines
bestimmten Artikels aufruft . Das Plugin ermittelt daraufhin Angebote anderer
Internet-Händler und bereitet sie übersichtlich in einer Liste auf , die neben
den Preisen auch die Versandkosten enthält . Eine kostenlose Beta-Version für
den Internet Explorer unter Windows 95 , 98 oder NT steht auf dem Server des
Herstellers zum Download bereit . Das Plugin ist allerdings eher für den
US-Markt ausgelegt : Unter den Buch- , Musik- und Filmhändlern , die das
Programm berücksichtigt , befindet sich nur eine Hand voll europäischer
Unternehmen . Dagegen fehlen wichtige Player wie etwa der CD-Händler jpc - es
ist also fraglich , ob DealPilot Express auch wirklich das beste Angebot
ermittelt . Auch aus anderen Gründen ist Skepsis gegenüber dem Produkt
angebracht : DealPilot verlangt von Buchhändlern , die das Programm
berücksichtigen soll , eine Provision für vermittelte Verkäufe . Auffällig ist
auch , dass der Medienriese Bertelsmann die Mehrheit an der DealPilot AG hält ,
gleichzeitig aber mit seiner 50-prozentigen Tochter barnesandnoble.com bei den
vom DealPilot berücksichtigten Shops vertreten ist . Porno-Prozess : Somm
freigesprochen Mit einem Freispruch ist in München der bundesweit beachtete
Pilotprozess um Pornografie im Internet zu Ende gegangen . Das Landgericht
München I befand Felix Somm , den Ex-Chef von CompuServe Deutschland , für nicht
schuldig im Sinne der Anklage . Diese hatte auf Verbreitung
kinderpornografischer " Schriften " gelautet . Das Amtsgericht München hatte
Somm im Mai 1998 wegen Mittäterschaft bei der Verbreitung von Kinder- , Gewalt-
und Tierpornografie im Internet zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und
100.000 Mark Geldbuße verurteilt . Als Beweis dienten seinerzeit vor allem
JPG-Dateien mit entsprechendem Inhalt , die von der Polizei auf News-Servern von
CompuServe gefunden worden waren . Das Amtsgericht hielt Somm für schuldig ,
weil er deutschen Kunden technischen Zugang zu den News-Servern in den USA
ermöglicht hatte . Im Mittelpunkt des Berufungsprozesses stand die Frage nach
der Möglichkeit einer Überwachung der globalen Daten-Autobahn . Zwei Gutachter
hatten in dem Berufungsverfahren verneint , dass ein Online-Vermittler den
Zugriff auf illegale Daten verhindern könne . Gegen den Schuldspruch hatte neben
der Verteidigung auch die Staatsanwaltschaft Berufung zu Gunsten des Angeklagten
eingelegt . Somm nur " Sklave der Muttergesellschaft " Nach dem Freispruch von
Ex-Compuserve-Chef Felix Somm vor dem Landesgericht München I liegt nun die
Urteilsbegründung vor . Demnach sah es Richter Laszlo Ember als erwiesen an ,
dass Online-Dienste nicht für fremde Inhalte , zu denen sie lediglich einen
technischen Zugang vermitteln , verantwortlich sind . Im Gegensatz zur
Erstinstanz war das Berufungsgericht nicht der Auffassung , dass Somm eine
Sperrung der beanstandeten Inhalte technisch möglich und zumutbar gewesen wäre .
Eine Mittäterschaft oder Beihilfe setze eine gewisse Tatherrschaft voraus , von
der bei Somm nicht die Rede sein könne , sagte Ember . Somm sei nur " Sklave der
Muttergesellschaft " gewesen . " Haupttäter war , wenn man so sagen darf ,
Compuserve USA . " Somm habe bei der Mutterfirma eine vorübergehende Sperrung
der beanstandeten Inhalte erreicht . Mit dem Freispruch schloss sich das Gericht
den gleich lautenden Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung an .
Allerdings , so Ember , verkünde er das Urteil nicht frohen Herzens , denn es
sei " so oder so unbefriedigend " . Die schwierige Rechtslage hänge auch mit dem
unbefriedigenden Multimediagesetz zusammen , mit dem der Gesetzgeber einseitig
wirtschaftlichen Interessen den Vorrang gegeben habe . Auch die Gutachter hätten
die Gefahren des Internets bestätigt . Ein Problem der Gegenwart sei offenbar ,
dass der technische den moralischen Fortschritt bei weitem überflügelt habe .
Ember nahm das Amtsgericht gegen seiner Meinung nach überzogene Kritik am
umstrittenen erstinstanzlichen Urteil in Schutz . Ihm habe überhaupt nicht
gefallen , dass im Zusammenhang damit in den USA von einem deutschen
Überwachungsstaat gesprochen worden sei . Immerhin sei es in dem Verfahren um
schwerwiegende strafbare Inhalte gegangen . Ember : Er habe leider den Eindruck
, dass die US-Mutterfirma von Compuserve Deutschland diese Problematik nicht
recht sehen wolle . WAP-Homepage für jedermann Der Internet-Provider AddCom
ermöglicht es , eigene WAP-Homepages anzulegen und damit Inhalte für WAP-fähige
Handys zu veröffentlichen . Homepage-Autoren benötigen dafür einen
Addcom-Account . Um eine Homepage anlegen zu können , können Surfer aber jeden
beliebigen Provider nutzen : Die WAP-Site läßt sich mit dem Web-Browser per
WWW-Formular auf der Addcom-Homepage erzeugen . Addcom verlangt für seinen
Online-Zugang keine Anmelde- und Grundgebühr sowie keinen Mindestumsatz . Kosten
fallen ausschließlich für die Online-Zeit an - die Minute kostet inklusive
Telefongebühren tagsüber 5,9 Pfennig und zwischen 21 und 9 Uhr 3,9 Pfennig . Die
Ente von der sex.com-Versteigerung Allem Anschein nach handelt es sich bei der
angeblichen Versteigerung der Domain sex.com um einen Marketing-Gag des
Domain-Händlers domshop.de . Das Kölner Unternehmen hatte bekanntgegeben , der
Inhaber der Seite , der Amerikaner Gary Kremen , habe das Unternehmen mit dem
Verkauf beauftragt . Kremen teilte heise online dagegen auf Anfrage mit , dass
er überhaupt kein Interesse habe , die Domain zu veräußern . Nach dem
Bekanntwerden der angeblichen Versteigerung waren Zweifel an der Plausibilität
des Geschäfts aufgekommen . Warum sollte Kremen , der jahrelang vor Gericht um
seine Domain gekämpft hatte , diese jetzt verkaufen ? Weshalb wählte er
ausgerechnet einen deutschen Domain-Händler und nicht einen amerikanischen ? Und
wie will er die WWW-Adresse tatsächlich verkaufen , obwohl noch nicht einmal
endgültig geklärt ist , ob er sie behalten darf ( siehe ursprüngliche Meldung )
? Auch bei domshop.de konnte niemand diese Fragen beantworten - dort war den
ganzen Tag über kein Ansprechpartner für eine Stellungnahme zu erreichen .
Internet Explorer 5 ist da Die MacOS-Version soll im Sommer folgen . Die bei
derartigen Releases zu erwartenden Engpässe im Internet versucht Microsoft mit
einem Bestellprogramm für eine Browser-CD zu mildern . Wer Informationen auf dem
Microsoft-Server sucht oder den Browser herunterladen möchte , sollte auf die
europäischen und asiatischen Spiegel-Server ausweichen . Besucher der CeBIT
können sich den Download von maximal 65 MByte ganz sparen : Microsoft verteilt
auf seinem Stand in Halle 2 kostenlose CDs mit dem Browser . Abzocke mit
Domain-Registrierung , die Dritte Domain-Besitzer sind zurzeit ein beliebtes
Ziel für Bauernfänger : Bereits das dritte Unternehmen versucht mit geschickt
gestalteten Schreiben deutschen Domain-Inhabern Geld für zweifelhafte
Dienstleistungen aus der Tasche zu ziehen : 1223,80 Mark brutto will die " DID -
Deutsche Internet Domainregistrierung " kassieren , als " Registrierungsgebühr
für Leistungsbezieher " . Wofür der Adressat per beiliegendem
Überweisungsauftrag eigentlich bezahlt , erfährt er nur durch einen Blick ins
Kleingedruckte auf der Rückseite des Schreibens : Er zahlt für eine von der DID
betriebene Domain-Datenbank von zweifelhaftem Nutzen ; sie hat nichts mit der
Datenbank bei der DENIC , der Registrierungsstelle für .de-Domains , zu tun .
Beim ersten Blick auf das Schreiben der DID kann dieser Eindruck aber schnell
entstehen . Insbesondere der Passus Diese Daten stehen als Grundlage der
vorliegenden Akquisition . Ob die DID mit ihrer Schreiben Erfolg haben wird ,
ist fraglich . Im April hatte dies offenbar Erfolg , da kein Adressat auf das
Schreiben einer " Deutschen Domain Verwaltung " hereingefallen war . Außerdem
muss die DID wie die beiden anderen Domain-Dienstleister voraussichtlich mit
einer Strafanzeige wegen Betruges rechnen . Navigator-Bug ausgemerzt Netscape
stellt auf seinem Server eine aktualisierte Version 4.01 der Communicator Suite
zum Download bereit ( http://www.netscape.com/flash1/misc/security_update.html )
. Sie enthält einen Patch , der das kürzlich bekannt gewordene
Navigator-Sicherheitsloch schließen soll ( siehe
http://www.heise.de/newsticker/data/jo-13.06.97-000/ ) . Der Browser-Hersteller
fand und behob den Bug letztlich ohne Hilfe der dänischen Firma Cabocomm , die
hierfür mehr Geld wollte als die von Netscape üblicherweise gezahlten 1000
Dollar . Die endgültigen Versionen des Communicators für MacOS und Unix sollen
das Sicherheitsloch nicht mehr enthalten . Ein Fix für die 3.0er-Versionen des
Navigators wird " bald " folgen ; für die ebenfalls betroffenen Versionen 2.0
stellt Netscape jedoch keine Fixes zur Verfügung . AltaVista plant massive
Entlassungen AltaVista will 160 Mitarbeiter entlassen - ein Drittel seiner
derzeit 500 Angestellten - , berichtet das Wall Street Journal . Außerdem hat es
mit James Barnett einen neuen CEO gefunden . Sein Vorgänger Rod Schrock war
bereits im Oktober von seinem Amt zurückgetreten . Barnett war zuletzt Chef des
Unternehmens MyFamily.com Inc. , das mehrere Sites für Familien betreibt .
AltaVista leidet - wie andere Web-Dienste auch - unter der Flaute im
Online-Werbe-Markt . Im Januar hatte der Suchdienst , der mehrheitlich dem
Risikokapitalgeber CMGI gehört , einen geplanten öffentlichen Börsengang
ausfallen lassen , nachdem die Kurse von Internet-Werten in den Keller gerutscht
waren . Mittlerweile versucht AltaVista , sich vom Werbemarkt unabhängiger zu
machen , indem es verstärkt seine Suchsoftware vermarktet . Borland übernimmt
Visigenic Borland International , Anbieter von Entwicklungswerkzeugen ,
übernimmt die auf Object Request Broker-Technologien spezialisierte Firma
Visigenic Software . Dies erklärten heute beide Unternehmen auf der Comdex . Die
Übernahme ist ein weiterer Schritt auf Borlands Weg zum Anbieter von Werkzeugen
für ( Groß- ) Unternehmen . Object Request Broker wie Visigenics VisiBroker sind
die Herzstücke in unternehmensweiten Client/Server-Anwendungen . Erst vor kurzem
hat Borland seine Entwicklungsumgebung Delphi Enterprise für solche
Applikationen freigegeben . Netscape Navigator für OS/2 verfügbar Benutzern des
IBM-Betriebssystems steht jetzt endlich ein leistungsfähiges Surfbrett zur
Verfügung : Vom IBM-Servern (
http://www.internet.ibm.com/browsers/netscape/warp/ ) können sie sich eine
native OS/2-Version des Netscape Navigators herunterladen . Für Benutzer der
Beta-Versionen stehen Updates bereit . Der OS/2-Browser entspricht allerdings
nicht dem neuesten Stand , seine Versionsnummer lautet 2.02 . IBM will das
Produkt gemeinsam mit Netscape weiterentwickeln . Schneeballsystem verspricht
Geldvermehrung Mehrere c't-Leser erhielten in den vergangenen Tagen E-Mail von
einem Dr. Hans C. Müller , seines Zeichens Vorstandsvorsitzender einer Intervest
AG . Die jeweiligen Adressaten gehörten " zum auserwählten Kreis derer , die in
der ersten Stufe am Gewinnerspiel Vermehrung.com teilnehmen dürfen " . Der Brief
verwies auf die Seite www.vermehrung.com , die das " Gewinnerspiel " genauer
vorstellt - ein Pyramiden- oder Schneeballsystem . Diese Systeme werden in
Deutschland als Betrug angesehen und sind somit verboten . Der Teilnehmer muss
bei vermehrung.com zunächst 49 Mark auf ein Konto überweisen und anschließend
bis zu 15 Bekannte oder Freunde anwerben . An deren Einzahlungen verdient er
jeweils 10 Mark . Auch die neuen Teilnehmer sollen dem System weitere Mitspieler
zuführen und so weiter - an den Beiträgen der Teilnehmer der zweiten bis fünften
Stufe verdient der ursprüngliche Spieler sukzessive fünf bis zwei Mark . Der
kritische Besucher von vermehrung.com rechnet sich schnell aus , dass das System
nicht funktionieren kann : Wer Vermehrung.com betreibt ist jedoch unklar . Die
wenigen Angaben , die sich im Impressum und im Datenbankeintrag für die Domain
vermehrung.com über die Urheber herausfinden lassen , werfen in ihrer
Unvollständigkeit und Widersprüchlichkeit mehr Fragen auf , als sie beantworten
. So taucht im Impressum eine Firma namens " Intervest " ( ohne AG ) auf ; die
Domain-Datenbank führt als Registrant dagegen den Namen " vermehrung " an .
Intervest/Vermehrung sollen in der bulgarischen Stadt Madan angesiedelt sein -
genauso wie ein Hans Müller , den das Verzeichnis als Kontaktperson für die
Domain führt . Die gemeinsame Anschrift " Javorstr 1 Postfach 1 " mutet
allerdings für eine bulgarische Adresse eher merkwürdig an . Da passt es ins
Bild , dass die Postleitzahl von Madan mal falsch mit 49000 und mal richtig mit
4900 angegeben wird und dass Hans Müller ausschließlich eine deutsche
D2-Handynummer hat . Nichts zu tun hat vermehrung.com übrigens mit dem Schweizer
Aktienclub Intervest , der sich auf seiner Homepage von vermehrung.com
distanziert . Es ist wohl nur eine Frage der Zeit , bis die Spam-Mail von Dr.
Hans C. Müller aufhört und vermehrung.com von der Bildfläche verschwindet :
Mehrere Internet-Nutzer haben die Betreiber angezeigt ; die Polizei ermittelt .
US-Firmen ziehen IE dem Navigator vor Nach einer Studie des
Marktforschungsunternehmens Zona Research hat der Internet Explorer den Netscape
Communicator in großen Unternehmen als bevorzugter Browser abgelöst . In der
Umfrage unter 300 IT-Verantwortlichen gaben 59 Prozent an , den Internet
Explorer einzusetzen . Nur 41 Prozent der Befragten benutzen den Navigator .
Noch im Oktober war das Verhältnis nahezu umgekehrt . Hierzulande führt der
Navigator nach wie vor . Laut Zugriffsstatistik des Heise-Servers besuchten uns
im April 62 Prozent der Surfer mit einem Netscape-Browser , nur 35 Prozent
setzten den Internet Explorer ein . Auch die Metasuchmaschine MetaGer liefert
ähnliche Zahlen . Dort benutzen etwa 61 Prozent den Navigator und 37 Prozent das
Microsoft-Pendant . AOL ohne Gebührenzähler AOL wird " noch in diesem Sommer "
einen Tarif ohne minutenabhängige Abrechnung einführen , so AOL-Pressesprecher
Frank Sarfeld gegenüber c't . Das neue Preismodell sieht eine monatliche
Grundgebühr von 19,90 Mark vor , zitiert dpa den AOL-Europa-Chef Andreas Schmidt
. Surfer müssen aber weiterhin zusätzlich Telefonkosten zum Ortstarif zahlen .
In Großbritannien bietet AOL ab Mitte August unter dem Namen der Tochterfirma
Netscape einen Internet-Zugang ohne Grundgebühr an . Das Unternehmen reagiert
damit auf Konkurrenzdruck durch den gebührenfreien britischen Internet-Anbieter
Freeserve . Für das " Netscape Online " getaufte Angebot fallen nur
Telefonkosten an . Es soll sich durch Werbung und durch die Rückerstattung eines
Teils der Telefonkosten an den Provider finanzieren . Nutzer von Netscape Online
sollen keinen Zugang zu den Inhalten der nach wie vor gebührenpflichtigen
Online-Dienste AOL und Compuserve bekommen . Ob ein solcher gebührenfreier
Zugang auch in Deutschland angeboten werde , hänge von der Marktentwicklung ab .
" Wir sind aber jetzt in der Lage , dies in kürzester Zeit zu tun , wenn wir
dazu herausgefordert werden " , so Andreas Schmidt . Netscape Navigator 3.0
fertig Nachdem Microsoft Mitte letzter Woche seinen Internet Explorer 3.0
präsentierte , steht jetzt auch der Browser des Erzrivalen Netcape auf dessen
Homepage ( http://www.netscape.com ) zum Download bereit . Im Gegensatz zum
Explorer ist die Final-Version des Netscape Navigator bereits für sämtliche
Plattformen verfügbar . Microsoft veröffentlicht Instant-Messenger-Spezifikation
Als momentan letzten Schachzug in der Instant-Messaging-Auseinandersetzung will
Microsoft die Spezifikationen seines MSN Messenger offenlegen . Microsoft lädt
andere Hersteller von Messaging-Produkten ein , die Spezifikation in ihren
Programmen umzusetzen . Mit seinem Schritt will Microsoft offenbar den Druck auf
AOL erhöhen . Der Software-Hersteller und der Online-Dienst liegen seit Ende
Juli im Clinch um einen Standard für Instant-Messaging-Programme . Pegasus 4.0
Beta zum Download Ein E-Mail-Klassiker bekommt ein neues Gesicht : Pegasus Mail
wartet jetzt mit der für E-Mailer gängigen Drei-Fenster-Darstellung auf . Sie
setzt eine bereits installierte Version 3.12c voraus . Das endgültige
4er-Release von Pegasus Mail soll noch Ende September erscheinen . Einige der
bereits dafür angekündigten Funktionen verzögern sich allerdings . Dazu gehören
unter anderem geschützte und verschlüsselte Verzeichnisse , verbesserter Code
für die IMAP- und POP3-Implementierung sowie ein Script-Interface für die
Programmiersprache Python . Die Erweiterungen sollen erst nach dem Erscheinen
der endgültigen Version 4.0 im Zuge weiterer Zwischen-Releases herauskommen .
Communicator 4.5 ist da Auf dem Netscape-Server liegt ab sofort der Communicator
4.5 für Windows 95 , 98 und NT , MacOS sowie diverse Unixe zum Download bereit .
Er bietet einige mit Spannung erwartete neu Funktionen . So soll das sogenannte
" Smart Browsing " gerade unbedarften Benutzern die Orientierung im Web
erleichtern . Die Funktion schlägt abhängig von der aktuell besuchten Site "
ähnliche " WWW-Angebote vor . Derzeit ist zwar nur die englische Komplettversion
zu haben . Aber Netscape hat im Vergleich zu früher die Palette der
Zielbetriebssysteme erweitert . Neben den vom Hersteller unterstützten Varianten
( außer Mac und Windows sind das vor allem AIX , HP-UX , Irix , Linux und
Solaris ) gibt es im Verzeichnis unsupported auch Binaries für MkLinux und
SPARC-Linux ( glibc2 ) sowie HP-UX 9.x , FreeBSD und BSDI , SCO und Sinix .
Netscape erwirbt Newhoo ! Netscape hat sich den " offenen " Web-Katalog NewHoo!
einverleibt . Der Katalog wird ein Element des Netscape-Portals Netcenter , die
Adresse ändert sich von www.newhoo.com auf directory.mozilla.org . Der offene
Charakter von NewHoo soll erhalten bleiben : NewHoo wird nicht von einer festen
Anzahl bezahlter Redakteure betreut , sondern von freiwilligen Internet-Nutzern
. Die Betreiber von NewHoo arbeiten gerade an einer entsprechenden Lizenz . W3C
segnet HTML 4 ab Das W3 Consortium , die für die Weiterentwicklung von Worls
Wide Web-Standards zuständige Organisation , hat die Empfehlung von HTML 4.0
verabschiedet . Die neue Spezifikation bringt Verbesserungen bei Formularen ,
Frames und Tabellen . Neu ist die Unterstützung von Objekten , Skripten und
Style Sheets . Weitere Informationen finden sich auf dem Webserver des
WWW-Gremiums unter http://www.w3.org/Press/HTML4-REC . Gestern haben der
Breitband-Internet-Provider @Home und Excite bekanntgegeben , daß @Home die
Portal Site übernehmen wird . Nach der Übernahme von Netscape und dessen
Netcenter durch AOL ist dies ein weiterer Schritt zur Konzentration auf dem
Portal-Markt . Wie der Höhenflug des Yahoo-Marktwerts ist dies ein Beleg dafür ,
wie hoch das Potential im Portal-Geschäft eingeschätzt wird . DSL-Flatrate von
Yahoo Deutschland Das Internet-Portal Yahoo Deutschland wagt sich mit einer
DSL-Flatrate auf den Markt . Gemeinsam mit Partner streamgate bietet Yahoo zu
zwei Tarifen DSL-Anschlüsse für den Internet-Zugang an . Als " Yahoo! DSL DATA &
VOICE " kostet das Angebot inklusive eines Telefonanschlusses , des
Internet-Zugangs und der Flatrate 129,70 Mark . Als " Yahoo! DSL DATA " steht
dem Benutzer nur ein Internet-Anschluss mit Flatrate für 129,80 Mark zur
Verfügung . In beiden Fällen genehmigt Yahoo den Anschluss von bis zu drei PCs
gleichzeitig . Beide Yahoo-Zugänge bieten an Übertragungskapazität 1024 kBit/s
für den Down- und 128 kBit/s für den Upstream . Optional kann der Kunde für
29,90 Mark pro Monat die Datenrate für den Upstream auf 384 kBit/s erhöhen .
Kostenlos sind in dem Paket ein paar Goodies wie 5 MByte Webspace für die
Homepage und fünf E-Mail-Adressen . In allen Regionen steht das Yahoo-Angebot
allerdings noch nicht zur Verfügung ; momentan werden nur München und Umgebung
abgedeckt . Weitere Großstädte sollen im zweiten Quartal 2001 folgen . Die
intelligenten Autos kommen Wieviel Computertechnik einmal in Autos zum Einsatz
kommen kann , demonstriert IBM ( Halle 1 ) mit der Technologiestudie " Network
Vehicle " . Zentrale Komponente des intelligenten Autos ist ein Network Computer
, der sich mit der Stimme bedienen läßt . Über Antennen kann das Network Vehicle
jederzeit aufs Internet zugreifen oder Fernsehprogramme empfangen . Der Auto PC
soll schon im April in Fertigung gehen . Der PC für den Wagen ist ein
Windows-CE-basiertes Autoradio mit CD-Player , Email-Programm und der Option zu
vielen weiteren Funktionen . Der von Clarion gefertigte Auto PC ist als Prototyp
bei Lernout & Hauspie ( H6 G20 ) zu sehen , die die Technik zur Sprachbedienung
beisteuern . Die Spam-Fabrik schlägt zurück Tim Brauer staunte nicht schlecht ,
als er Mitte der Woche den Brief einer Münchener Anwaltskanzlei in den Händen
hielt . Von " Spam-Nahrungsmitteln " war dort die Rede , die einen "
ausgezeichneten Ruf " genießen , " insbesondere auch in Deutschland " . Außerdem
musste Brauer in dem Brief von einer Hormel Foods Corporation aus Austin in
Minnesota lesen , die auch in Deutschland die Rechte an der Marke " Spam " sowie
die Domains www.spam.com und www.spam.net besitzt , und von Unterlassungs- und
Schadensersatzansprüchen . Dabei hatte Brauer nur in einigen Usenet-Postings als
Absendeadresse no@spam.net angegeben . Mit Bildern habe er auf seine Site
www.girlwebcams.de aufmerksam machen wollen , mit der er sich nach eigenen
Angaben " ein paar Mark dazuverdient " . Hormel sieht das anders . Der
amerikanische Lebensmittelkonzern sieht den Ruf seiner Marke durch die
Verbindung mit der schlüpfrigen Site herabgesetzt . Er verlangt von Brauer , per
Unterlassungsverpflichtung zu erklären , nie mehr die betreffende E-Mail-Adresse
zu benutzen . Außerdem soll er den entstandenen Schaden begleichen sowie die
Rechts- und Anwaltkosten ersetzen . Über die Höhe des Schadensersatzes macht das
Schreiben keine Angaben ; auf Grundlage des Gegenstandswertes von 100.000 Mark
belaufen sich aber alleine die Anwaltskosten auf mehrere tausend Mark . Brauer
hätte wissen müssen , dass der Begriff Spam erst durch einen legendären
Monty-Python-Sketch zum Synonym für unverlangt versandte Werbe-E-Mails wurde .
In der Nicht-Online-Welt steht der Begriff seit 1937 für das Frühstücksfleisch
in Dosen . Der Hersteller Hormael Foods bittet , spam in kleinen Buchstaben zu
schreiben , wenn ungewünschte Werbemail gemeint ist , um sie von seinem
eingetragenen Warenzeichen SPAM zu unterscheiden . Laut Christian Rassmann ,
einem der Anwälte , die Hormel vertreten , steht dem Netz jetzt aber von seiner
Seite keine weitere Abmahnwelle bevor : " Wir haben nur in diesem einen Fall von
unserem Mandanten den Hinweis auf einen Missbrauch bekommen und bereiten keine
weiteren Fälle vor . " Das Aus für Infoseek Die Suchmaschine Infoseek.de wird
zum 31.Oktober vom Netz genommen , die Hamburger Betreibergesellschaft WSI
Webseek Infoservice stillgelegt . Zuvor hatte sich T-Online entschlossen , aus
dem Joint Venture auszusteigen . Der Internet-Provider sucht zur Zeit nach einem
neuen Suchmaschinen-Partner für sein Portal . Einen Namen wollte T-Online auf
Nachfrage von heise online noch nicht nennen . Man stehe mit mehreren Anbietern
in Verhandlungen . IE4-Sicherheitsloch gestopft Die Sicherheitslücke des
Internet Explorer , die c't-Autor Ralf Hüskes Ende letzter Woche gefunden hatte
, ist geschlossen . Microsoft stellt auf seiner Webseite (
http://www.microsoft.com/germany/internet/ie/ ) einen Patch für das Problem
parat . Systems 98 : WaSP kämpft für ein offenes Web Zu den Standards , die WaSP
unterstützt , zählen die Auszeichnungssprachen HTML 4.0 und XML 1.0 sowie die
Stilvorlagen Cascading Style Sheets und XSL . Interessierten Internet-Nutzern
bietet der Verlag Heinz Heise die Möglichkeit , sich an seinem Messestand (
A4/336 ) auf der Computerfachmesse Systems ( 19.-23.10.98 ) das Projekt
erläutern zu lassen und sich über dessen Ziele zu informieren . Mitinitiator
Tomas Caspers steht während der Messe Rede und Antwort . Encyclopaedia
Britannica angeblich bald kostenlos Encyclopaedia Britannica Inc , Herausgeber
des gleichnamigen Nachschlagewerkes , plant einem Bericht des Wall Street
Journals zufolge , die Online-Ausgabe seiner Enzyklopädie kostenlos zugänglich
zu machen . Der neue Dienst unter der Domain Britannica.com soll sich über
Werbung finanzieren . Bisher konnte man die Encyclopaedia Britannica nur 30 Tage
lang gratis testen , danach kostete die Benutzung 5 Dollar pro Monat . Der
WSJ-Meldung zufolge sollte der kostenlose Zugang bereits möglich sein , auf der
Britannica-Homepage ist davon zur Zeit allerdings noch nicht die Rede .
Annäherung zwischen AOL und Netscape Einer Meldung in C|Net News zufolge
verhandelt AOL mit Netscape über die Verwendung des Navigator als Browser für
den Online-Dienst . AOL-Kunden sollen in Zukunft die Wahl zwischen dem
Netscape-Browser und dem Internet Explorer haben . Microsoft Web-Client war
bisher der ausschließliche Browser für AOL . Nach der Zeugenaussage des
AOL-Chefs David Colburn im Prozeß gegen Microsoft ist dies ein weiterer Schritt
weg vom Brachenprimus . Auf die Meldung hin schossen die Aktien von AOL und
Netscape in die Höhe . Auch in anderer technischer Hinsicht will AOL sein
Angebot umstellen . Mozilla : Chat-Projekt gestoppt ? Hinter dem erst vor zwei
Tagen gestarteten Mozilla.org-Projekt für einen Chat- und Instant
Messenger-Client steht ein Fragezeichen . Wer versucht , die Projektbeschreibung
auf dem Mozilla-Server abzurufen , findet dort nur eine knappe Erklärung , daß
die Seiten auf Aufforderung von Netscape " zur Durchsicht " entfernt worden
seien . Das Projekt soll in einen Client münden , der eine große Anzahl von
Chat-Standards unterstützt , darunter das Internet Relay Chat ( IRC ) .
Darüberhinaus soll er es ermöglichen , Echtzeit-Nachrichten zu senden ( Instant
Messaging ) . Mit beiden Funktion steht er allerdings in direkter Konkurrenz zu
Programmen des Netscape-Besitzers AOL , ICQ und dem AOL Instant Messenger . Dies
könnte der Grund für den Schritt von Netscape sein . Mozilla.org ist zwar seit
der Code-Freigabe für die Weiterentwicklung des Browsers zuständig - im Prinzip
unabhängig von Netscape - , einige der zentralen Mozilla-Entwickler stehen aber
nach wie vor bei Netscape in Lohn und Brot . Fünf gegen Wintel Apple , IBM ,
Netscape , Oracle und Sun haben eine gemeinsame Spezifikation für den " Network
Computer " ( NC ) vorgestellt . Dabei stellt das Papier einen Rahmen für
Standardfunktionen dar , setzt jedoch keine Grenzen . " Rückkehr der Terminals "
Sun-Netscape-Allianz gründet Marke " iPlanet " Sun Microsystems und Netscape
verkaufen ihre Internet-Software künftig unter dem Namen iPlanet . Im März
hatten die US-Kartellbehörden grünes Licht für die Übernahme von Netscape durch
den weltgrößten Onlinedienst America Online ( AOL ) gegeben . AOL kündigte
gleichzeitig eine Kooperation mit Sun an . Ziel ist die Entwicklung von Software
für den elektronischen Handel und das Internet . Netscape Communicator 4.78 in
Deutsch Trotz der deutlich überarbeiteten 6er-Version des Netscape-Browsers
feilt der Hersteller nach wie vor auch an den 4.7x-er Varianten mit dem Namen
Communicator . So hat Netscape heimlich , still und leise eine deutsche Version
4.78 für Windows zum Download bereitgestellt . Damit zieht die deutsche Version
in der Versionsnummer mit ihrem englischen Pendant gleich . Nachdem Netscape
aber alles Gewicht in die 6er Releases seiner Browser legt , steht in den
Sternen , ob das Unternehmen die Communicator-Varianten weiter entwickelt .
Netscape konnte hierzu nicht Stellung beziehen . Fireball sucht themenbezogen
Die Suchmaschine Fireball ordnet Suchergebnisse ab sofort themenbezogen ein .
Fireball präsentiert Benutzern auf eine Suchanfrage hin neben den normalen
Treffern aus dem Volltextindex auch eine Auswahl der Kategorien des Katalogs ,
in denen sie weitere relevante Informationen finden . Eine Teilmenge des
Verzeichnisses läßt sich auch direkt verwenden . Auf seiner Homepage präsentiert
Fireball die Rubriken eines Teilkatalogs mit 200.000 Einträgen , die die
Indizierungs-Software als besonders relevant klassifiziert . Britannica.com
überrollt Die Site Britannica.com , auf der die Online-Ausgabe der Encyclopaedia
Britannica kostenlos zugänglich gemacht werden soll , wird seit der Ankündigung
des Gratisangebotes von interessierten Surfern geradezu überrannt . Zurzeit
gelingt es daher meist nicht , überhaupt auf den Server zuzugreifen . Wer zum
Britannica.com-Server durchdringt , findet dort eine Stellungnahme des CEO Don
Yannias : " Wir arbeiten hart daran , die Site so schnell wie möglich wieder
verfügbar zu machen . " IE 4 für Windows 3.x und NT 3.51 ist da Jetzt können
auch die Benutzer älterer Microsoft-Betriebssysteme mit der neuesten Version des
Internet Explorer im Internet surfen . Auf dem Microsoft-Server steht Release 4
des Browsers jetzt auch für die Plattformen Windows 3.1 , 3.11 , Windows for
Workgroups 3.11 und NT 3.51 zum Herunterladen bereit , allerdings zur Zeit nur
in US-englisch . Wer einen deutschen IE 4 möchte , muß sich laut
Microsoft-Auskunft " noch einige Tage " gedulden . Dies gilt auch für die
deutschsprachige Macintosh-Version . Wem der Download zu lange dauert , der kann
sich den Browser unter http://www.microsoft.com/germany/internet/ie/ auch online
auf CD-ROM bestellen . Inklusive Verpackung und Versand kostet die Silberscheibe
9,95 DM . Buzzword Bingo : die CeBIT-2001-Edition In Form eines Dilbert-Cartoons
kam die Idee des Buzzword Bingos auf die Welt , die dem sprachlichen Elend
wenigstens eine humorvolle Seite abgewinnt : Man nehme eine 5x5 Kästchen große
Bingo-Karte , fülle sie mit einschlägigen Phrasen - und schon kann man dem
langweiligen Meeting oder der öden Messepräsentation eine positive Seite
abgewinnen . Wann immer einer der Begriffe genannt wird , kreuze man ihn an ;
wer auf seiner zuerst fünf Buzzwords in einer Reihe angekreuzt hat , gewinnt .
Der Amerikaner Karl Geiger war der erste , der auf seiner Homepage einen
Buzzword-Generator veröffentlichte . Seither ist das Buzzword Bingo oder
Bullshit Bingo , wie es auch genannt wird , ein Klassiker in IT-Kreisen . Wir
haben die Buzzword-Liste eingedeutscht , auf den aktuellen Stand gebracht und
präsentieren die CeBIT-2001-Edition : Garantiert inklusive " maßgeschneidert " ,
" effektiv " , " transparent " und den unvermeidlichen " Funktionalitäten " .
IE5 : Erstes Sicherheits-Update Microsoft hat auf seinem Server ein
Sicherheits-Patch für den Internet Explorer 4 und 5 zum Download bereitgestellt
. Es beseitigt gleich drei Sicherheitsprobleme . Der erste Fehler , eine
Variante des sogenannten Windows Spoofing , erlaubt dem Betreiber einer Website
, beliebige Dateien von dem Rechner eines Besuchers zu stehlen . Entsprechend
ermöglicht es die zweite Sicherheitslücke , die Größe bekannter Dateien
auszuspähen . Der dritte Bug betrifft nur den Internet Explorer 5 . Er läßt sich
dazu ausnutzen , die Windows-Zwischenablage auszuschnüffeln . Über den Patch
hinaus arbeitet Microsoft laut News.com an einer Lösung für ein Problem , das
erst kürzlich bekannt wurde : Über einen Mechanismus der Favoritenverwaltung
kann der Betreiber einer Website verfolgen , ob ein Besucher auf seine Site ein
Lesezeichen setzt . Montag schlägt CIH zu Am kommenden Montag , 26. April ,
dürfte einige PC-Benutzer eine böse Überraschung erwarten : An diesem Tag wird
die am meisten verbreitete Variante des extrem schädlichen CIH-Virus aktiv . Er
ist angeblich in der Lage , ( zumindest ) bei Computern mit TX-Chipsatz das
Flash-BIOS zu löschen ( detaillierte Beschreibung beim
Antivirensoftware-Hersteller Data Fellows ) . Diese Woche sollte jeder , der
nicht sowieso permanent einen Virenchecker benutzt , sein System wieder einmal
nach Viren durchsuchen , beispielsweise mit dem kostenlosen F-Prot . Instant
Messenger von Microsoft Microsoft bietet jetzt auf seiner Portal Site MSN einen
Client für Chat und Instant Messaging zum Download an . Der kostenlose MSN
Messenger beherrscht im wesentlichen dieselben Funktionen wie das
Konkurrenzprodukt von AOL , der AOL Instant Messenger : Benutzer können sich
Echtzeit-Nachrichten zusenden ; sie sehen , welcher Freund gerade online ist ,
außerdem können sie sich mit mehreren Anwendern zum Chat treffen . Mit dem MSN
Messenger will Microsoft offenbar in den sehr populären Markt für Chat- und
Instant-Messaging-Programme eindringen , den bisher AOL dominiert . Es
verwundert daher nicht , dass der MSN Messenger Chat auch mit Benutzern des AOL
Instant Messenger erlauben soll . Das AOL-Programm liegt schon seit längerem dem
Netscape Communicator bei . Darüber hinaus gehört dem Online-Dienst mit
Mirabilis der Herstellers des Programms ICQ , dem wohl populärsten Chat-Programm
überhaupt . Internet-Shop offenbart Kreditkartennummern Auf dem Server des
Berliner Softwarehauses inet Software GmbH waren Kundendaten offen zugänglich ,
darunter auch Kreditkartennummern . Die Firma , die
Java-Client/Server-Anwendungen anbietet , ermöglicht es Kunden über ihren
Webserver , Produkte zu bestellen . Obwohl Kundendaten während des
Bestellvorgangs grundsätzlich verschlüsselt werden , war es möglich , sie
einzusehen . Ein aufmerksamer Leser wies c't auf das Sicherheitsproblem hin :
Wer mit der Suchfunktion der Site nach dem Schlüsselwort " Preis " fahndete ,
dem präsentierte der Server auch die Adressen der Dokumente , in denen er die
Bestelldaten speichert . Ungefähr 200 Buchungsangaben mit Namen und Adressen von
Kunden aus dem In- und Ausland inklusive der genauen Kreditkartendaten waren
darin für jedermann einsehbar . Mittlerweile hat die Firma den Zugriff auf die
Dateien mit den Benutzerdaten gesperrt . AOL Instant Messenger mit Web-Chat AOL
will seinen Instant Messenger um eine Funktion erweitern , die es Surfern
erlaubt , sich irgendwo im Web zu einem Schwätzchen zu verabreden . Wie
US-Medien berichten , plant der weltweit größte Online-Dienst den Einbau einer
solchen Web-Chat-Funktion in seinem Chat- und Sofortnachrichten-Client , der
aktuell in der Version 3.0 vorliegt . Dieser soll es dann seinen Benutzern
erlauben , praktisch in Echtzeit Meinungsaustausch miteinander zu betreiben ,
sofern sie mit ihren Browsern gerade die gleiche Website besuchen . Anders als
bei herkömmlichen Chat-Konzepten ist es dafür nicht notwendig , sich in einem
Chatroom einzuloggen . Auch AOL-Tochter Mirabilis ( ICQ ) hat mittlerweile einen
Web-Chat-Client als Vorabversion herausgebracht . Microsoft-Site gehackt Am
Freitag wurde die Microsoft-Site von einem Hacker lahmgelegt . Laut Microsoft
soll auch ein System-Upgrade zu Störungen geführt haben . Peinlich : Als Server
dient der hauseigene Internet Information Server . Mittlerweile haben die
Redmonder nach eigenen Angaben die Situation wieder im Griff , eine Beschreibung
des Bugs , der den Angriff ermöglicht , sowie einen Patch parat (
http://www.microsoft.com/misc/upgrademessage2.htm ) . IBM setzt auf Apache IBM
liefert seine Web-Entwicklungsumgebung WebSphere mit dem Freeware-Web-Server
Apache aus . WebSphere umfaßt auch den hauseigenen Domino Go-Webserver und
unterstützt auch andere http-Server . Neu ist jedoch , daß sich IBM zum freien
Apache bekennt und hierfür auch Support geben will . Ferner will IBM als
Mitglied des Apache-Projekts die Entwicklung des Servers vorantreiben . Web-Pad
mit Crusoe-CPU und Linux Hitachi stellt auf der Internationalen Funkausstellung
( IFA ) in Berlin sein Web-Pad Flora-ie 55mi vor . Im Innern arbeitet ein
Transmeta-Crusoe-Prozessor TM-3000 mit 400 MHz unter Midori Linux . Als Browser
verwendet es einen Java-fähigen Netscape 4.76 . Der mitgelieferte
Lithium-Ionen-Akku soll dreieinhalb Stunden Laufzeit ermöglichen , eine
optionale " Long Life Batterie " sogar sieben Stunden Dauereinsatz . Mit dem
Netz kommuniziert das Flora-ie 55mi per Wireless LAN . Alternativ lässt es sich
aber auch verdrahten : Es verfügt neben zwei USB-Anschlüssen und einem 56k-Modem
auch über eine Ethernet-Schnittstelle . Das Flora-ie 55mi soll noch im September
auf den Markt kommen ; sein Preis steht noch nicht fest . Interessierte können
sich auf der IFA am Stand von Hitachi ( Halle 8.2/Stand 11 ) ein Bild machen .
Sechs Prozent sind surf-süchtig Fast 6 Prozent der Internet-Nutzer sind
surf-süchtig - das ist das Ergebnis der bisher größten Studie unter Websurfern .
Der Psychologe David Greenfield befragte für die Untersuchung , die er gemeinsam
mit dem amerikanischen Newsdienst ABCNews.com durchführte , über 17.000 Surfer .
Er stellte dabei Fragen , die in ähnlicher Form für die Diagnose von Spielsucht
eingesetzt werden . Beispielsweise fragte Greenfield , ob Teilnehmer das
Internet benutzen , um ihren Problemen zu entkommen . Wer mindestens fünf von
zehn dieser Fragen mit " ja " beantwortete , gilt als süchtig . Wie das Wall
Street Journal berichtet , wurden die Ergebnisse am Sonntag auf dem jährlichen
Treffen der American Psychologist Association ( APA ) bekanntgegeben . Die Bill
& Melinda Gates Foundation , die sich Projekten zur Förderung von Bildung und
Gesundheit in der ganzen Welt widmet , ist damit die reichste Stiftung der USA
und die zweit reichste der Welt , übertroffen nur vom Wellcome Trust in London .
Die neuerliche Spende soll in erster Linie der Forschung nach neuen Impfstoffen
dienen . Die Bekämpfung von Krankheiten wie Malaria , Tuberkulose und AIDS steht
dabei im Vordergrund . Es handelt es sich um die höchste Summe , die bisher von
einem lebenden Menschen gestiftet wurde . In Gesprächen mit Gesundheitsexperten
hat Bill Gates angedeutet , er sei bereit noch viel mehr zu unternehmen . AOL
erwägt Rieseninvestition in schnelle Zugangstechnik AOL will weiter wachsen und
ist offenbar bereit , dafür eine Menge auszugeben : Das sagte laut
amerikanischen Medienberichten Ted Leonsis , Chef der Interactive Properties
Group von AOL , auf der Messe PCS '99 . Über Kabel- , DSL- , Satelliten- und
drahtlose Übertragungstechniken will der Online-Dienst neue Kunden gewinnen und
es den Anwendern ermöglichen , auch ohne PC auf sein Angebot zuzugreifen .
Allerdings sind die Investitionen offenbar nur für den amerikanischen Markt
vorgesehen , wie eine Nachfrage bei AOL Deutschland ergab . Sicherheitsloch im
Navigator für Unix Dave Brumleve , der Entdecker der Cache-Cow-Sicherheitslücken
des Netscape Navigator , hat ein neues Sicherheitsrisiko des Browsers ausgemacht
. Das Problem betrifft nur die Unix-Versionen 3.x , 4.x und 4.5 . Ein
Eindringling kann es benutzen , um beliebigen Code auf dem Rechner seines Opfers
auszuführen . Der Angriff beruht auf einem " klassischen " Buffer Overflow :
Versucht der Benutzer , ein Plug-In des Angreifers herunterzuladen , wird ein
interner Speicherbereich des Browsers überflutet . Dies kann dazu führen , daß
der Angreifer beliebige Anweisungen auf dem Rechner des Opfers ausführen kann .
Netscape hat laut C|Net die Existenz des Problems bestätigt und arbeitet an
einem Fix . Bis dahin können sich Surfer nur schützen , indem sie den Navigator
anweisen , eine Warnung auszugeben , bevor der Browser ein Plug-In herunterlädt
: Internet Explorer veruntreut Paßwörter " Page Redirect " heißt der neueste
entdeckte Sicherheits-Bug des Internet Explorer . Er ermöglicht , daß die
Authentifizierungsinformationen eines Benutzers von paßwortgeschützten Sites in
die falschen Hände gelangen . Betroffen sind die Versionen 4.0 und 3.02 des
Browsers für Windows 95 und NT sowie die Betaversion 4.0 für Unix . Microsoft
hat bereits einen Fix auf seinem Server bereitgestellt . Laut Microsoft ist
bisher niemand durch das Problem zu Schaden gekommen . Der Fehler kommt zum
Tragen , wenn der Besucher einer paßwortgeschützten Site auf einen anderen
Server umgeleitet wird . Stark frequentierte Sites benutzen solche Mechanismen ,
um die Last auf mehrere Server zu verteilen . In so einem Fall kann auch die
zweite Site die Zugangsinformationen lesen , also Benutzerkennwort und Paßwort .
Spiegelt ein Angreifer , etwa via DNS-Spoofing , einen falschen zweiten Server
vor , so kann er die Zugangsdaten abfangen . Diese werden zwar häufig
verschlüsselt übermittelt , allerdings sind die dafür benutzten
Verschlüsselungsverfahren relativ einfach zu knacken . Deutschland bei
Internet-Nutzung nur Mittelmaß Deutschland rangiert bei der Internet-Nutzung der
europäischen Staaten im Mittelfeld , berichtet das Institut der deutschen
Wirtschaft in Köln unter Berufung auf eine Eurobarometer-Umfrage der
Europäischen Kommission . Zwar stieg der Anteil der privaten Internet-Surfer an
der Gesamtbevölkerung hierzulande zwischen April und Oktober 2000 von 13,6 auf
27,1 Prozent , damit lagen die Deutschen aber immer noch knapp unter dem
EU-Durchschnitt von 28,4 Prozent . In den Niederlanden , Schweden und Dänemark
sind indessen schon mehr als die Hälfte der Bürger online . Griechenland mit
11,7 und Spanien mit 15,7 Prozent hinken dagegen noch deutlich hinterher .
Immerhin liegt Deutschland nach der EU-Studie zumindest beim Online-Shopping im
Spitzenfeld . 39 Prozent der deutschen Surfer hatten nach der
Eurobarometer-Umfrage im Oktober 2000 bereits online eingekauft , nur die
Schweden ( 47,8 Prozent ) und die Engländer ( 42,5 Prozent ) shoppten online
häufiger . Glaubt man einer Studie des US-Marktforschungsinstituts Nielsen , so
haben sich die deutschen Online-Shopper bis Dezember sogar auf den ersten Platz
unter den Europäern hochgearbeitet . Nichtsdestotrotz zeigt die EU-Studie , dass
Euroland beim E-Commerce im Vergleich zu den USA nach wie vor ein
Entwicklungsland ist : Während im Oktober durchschnittlich nur 4,7 Prozent der
Europäer mit Internet-Zugang regelmäßig online einkauften , betrieben bereits 30
Prozent der amerikanischen Surfer regelmäßig E-Commerce . Acer übernimmt
TI-Notebooks Acer kauft den Bereich Mobile Computing von Texas Instruments und
avanciert damit zu einem der größten Anbieter von Notebooks weltweit . Zum
Kaufpreis machten beide Firmen keine Angaben . Es hieß lediglich , daß der Kauf
nicht mit Aktientransfers bezahlt wurde . Der Marktführer wollte den Deal noch
nicht kommentieren . Acer erhält die beiden TI-Modellreihen TravelMate und
Extensa einschließlich der zugehörigen Vermögensanteile . Zur Übernahme gehört
die Lizenz , die beiden Markennamen für einen begrenzten Zeitraum weiter zu
benutzen . TI behält noch die rechtliche Verantwortung des Notebook-Bereichs für
das erste Quartal 1997 , danach trägt Acer alle Geschäftsrisiken . Nach eigenen
Angaben will sich Texas Instruments zunehmend auf den Bereich der digitalen
Signalbearbeitung konzentrieren und ist nicht mehr bereit , die erforderlichen
Mittel für den Mobilmarkt zu investieren . MIt dem Deal sind umfangreiche
Umstrukturierungen in beiden Firmen verbunden . TIs Entwicklungsabteilung in
Texas wird damit zur dritten Forschungsstätte von Acer neben San Jose ,
Kalifornien und Taiwan . Zukünftig will Acer alle Notebooks in San Jose
produzieren und die Produktion in Taiwan langfristig aufgeben . Netscape : Neues
Portal , neues Glück Mit einer überarbeiteten Version des deutschen
Netscape-Portals erhofft sich AOL , das Image der Marke Netscape aufzupolieren .
Das Portal wird jetzt unter deutscher Regie geführt , entspricht von seinem
Outfit aber weitgehend anderen internationalen Pendants , etwa dem
amerikanischen und dem französischen Portal . Neu sind Channels wie " Computing
" , " Auto&Motor " und " Shopping " . Der Computing-Channel bietet
beispielsweise neben News aus der PC-Welt über 6000 Shareware-Programme zum
Download . Als Suchhilfe dient neben einer von AOL-eigenen Redakteuren
überarbeitete Version des Open Directory der Volltextrechercheur Google .
Benutzer des hauseigenen Browsers sollen von der Integration des Dienstes in die
Browser-Seitenleiste profitieren . Microsoft warnt vor Cracker-Zertifikat
Peinliche Panne für das Sicherheitsunternehmen Verisign : Microsoft warnt vor
Sicherheitszertifikaten , die angeblich von dem Software-Konzern kommen , die
sich aber ein Unbekannter bei Verisign erschlichen hat . Nach Informationen von
Microsoft hat Verisign dem Unbekannten , der sich als Microsoft-Mitarbeiter
ausgegeben hat , bereits Ende Januar zwei Klasse-3-Zertifikate auf den Namen "
Microsoft Corporation " ausgehändigt . Diese Bescheinigungen dienen dazu ,
Nutzern beim Herunterladen von Dateien oder bei vertraulichen E-Mails zu
garantieren , dass sich niemand dazwischen geschaltet hat . Der Inhaber der
falschen Zertifikate kann diese beispielsweise dazu nutzen , um Viren oder
trojanische Pferde bei Anwendern von Microsoft-Programmen einzuschleusen - und
zwar generell bei allen Microsoft-Produkten , da sich alle über Add-Ons aus dem
Internet erweitern lassen . Microsoft hat das amerikanische Bundeskriminalamt
FBI über den Fall informiert und arbeitet an Updates seiner Programme , die die
falschen Zertifikate selbstständig erkennen . Vignette will den Mittelstand
Vignette - gewissermaßen eine Art SAP unter den Herstellern von
Content-Management-Systemen - will kleine und mittelständische Unternehmen als
neue Kundenschichten gewinnen . Das soll jetzt gemeinsam mit dem Unternehmen
Convigate gelingen , einem Spin-Off der 1 & 1 Internet AG . Convigate hat die
Exklusivrechte für den Vertrieb von " schlüsselfertigen eCommerce-Anwendungen "
auf Basis der Vignette-Software inne . In Halle 4 ( Stand C41 ) präsentieren die
Partner Promotion- und Service-Portale , mit dem Mittelständler schnell
personalisierbare Marketingangebote ins Netz stellen können . Internet-PC für
kleine Unternehmen Mit seiner PC-Linie namens WebLIVE wendet sich Mitsubishi an
kleine und mittlere Unternehmen , die bisher keinen Internet-Zugang besitzen .
Die Rechner sind wahlweise mit einem 56K-Modem oder einer ISDN-Karte
ausgestattet . Mitsubishi tritt mit WebLIVE erstmals als Internet-Provider auf .
Bereits ab April will Mitsubishi WebLIVE über Partner anbieten , dann stehen
auch die genauen Preise fest . Neue Netcenter-Suchmaschine Netscape hat die
Suchhilfe auf seiner Portal Site Netcenter umgebaut , so daß sie mehrere
Recherchequellen kombiniert . Wichtigste Neuerung ist die Integration des Open
Directory Project-Katalogs . Die Netscape-Recherchefunktion liefert passende
Kategorien und Einträge aus dem mittlerweile knapp 700000 Einträge großen Index
. Diese verweist auf Websites von Firmen , deren Namen dem Suchbegriff
entsprechen : " McDonalds " führt zur Homepage des Burger-Konzerns , bei
Namensbestandteilen wie " United " präsentiert die Suchmaschine eine Liste .
Wohl unvermeidlich bei einem Portal : An erster Stelle präsentiert die neue
Suchfunktion Verweise auf Seiten innerhalb des Netcenter . Allerdings sind diese
klar von den anderen Treffern abgehoben . Per Plug-In für den Internet Explorer
und Sherlock läßt sich die neue Netcenter-Suche direkt vom Microsoft-Browser
beziehungsweise vom Apple-Desktop aus ansprechen . Dabei besteht Acoon lediglich
aus drei NT-4.0-PCs , auf denen eine selbst entwickelte Software arbeitet . Der
Name Acoon hat übrigens keine tiefere Bedeutung und wurde nur des Klangs wegen
gewählt ( Acoon wird " Akuhn " ausgesprochen ) . Microsoft renoviert seine
Online-Angebote Mit einer Reihe von Neuerungen will Microsoft seine WWW-Angebote
aufpolieren . bCentral soll als eigenes Portal für kleine Unternehmen an den
Start gehen . Die Site soll Firmen den Einstieg ins Internet vereinfachen . Laut
einer News.com-Meldung arbeitet Microsoft auch daran , Office-Anwendungen über
die Site zugänglich zu machen . Am 30. September soll eine Vorabversion von
bCentral online gehen . Beim Endanwender-Portal MSN hat Microsoft die
Suchfunktion ausgebaut . Sie ist allerdings zur Zeit nur in der amerikanischen
MSN-Version verfügbar . Der Suchhelfer ist jetzt in der Lage , Tipp-Fehler in
gewissem Rahmen zu korrigieren : Bei der Suche nach " Mesenger " gibt er Treffer
aus , die das Wort " Messenger " enthalten , bei Schreibfehlern in " Microsoft "
versagt die Korrektur aber . Fireball und Lycos sollen verschmelzen Bertelsmann
plant , seine beiden Suchmaschinen Fireball und Lycos Europa zusammenzulegen .
Der Medienriese betreibt die europäischen Lycos-Suchdienste in einem Joint
Venture mit dem amerikanischen Lycos . Bertelsmann-Chef Middelhoff sagte gestern
amerikanischen Reportern , es sei sinnvoller , die beiden Recherchehelfer
zusammenzulegen als sie separat zu betreiben . Die neue Suchmaschine soll beide
Namen behalten und Anfang nächsten Jahres an die Börse gebracht werden .
WebWasher 2.0 für MacOS Webwasher.com präsentierte am Stand der Mutterfirma
Siemens ( Halle 1 , Stand 5e2 ) die Version 2.0 ihres Internet-Werbefilters .
Die neue Release bietet ein überarbeitetes Benutzer-Interface sowie verbesserte
Installations- und Filterfunktionen . Außerdem ist es nun auch in einer Version
für MacOS verfügbar ; ein Linux-Pendant soll noch im Sommer folgen .
Privatanwender können das Tool kostenlos von der Site des Anbieters
herunterladen . Darüber hinaus kündigte Webwasher.com eine Kooperation mit dem
amerikanischen Anbieter Cleverlearn an . Dessen Übersetzungsprogramm "
Clicktionary " will WebWasher.com künftig gemeinsam mit seinem Werbefilter
vermarkten . W3C schlägt CSS2 vor Das World Wide Web Consortium ( W3C ) schlägt
die zweite Version der Stilvorlagen ( Cascading Style Sheets , CSS ) für das Web
vor . Style Sheets , die dem neuen Vorschlag genügen , erlauben es , Dokumente
an verschiedene Medientypen anzupassen : Autoren können abhängig vom
Ausgabegerät - einem Webbrowser , dem Drucker oder etwa einem Braille-Lesegerät
- individuelle Layouts entwerfen . Zu den Neuerungen gehören Verbesserungen der
Fontauswahl , herunterladbare Fonts sowie Positionierung . CSS2 baut direkt auf
dem Vorgänger CSS1 auf ; alle CSS1-konformen Stilvorlagen genügen auch dem neuen
Standard . Instant Messenger 3 : Offenheit gehört nicht zum Update AOL hat auf
seinem Server eine neue Version des AOL Instant Messenger ( AIM ) zum Download
bereitgestellt . Das Programm für Chat und Sofortnachrichten ( Instant Messages
) steht allerdings nur in einer englischen Version zur Verfügung . Der neue AIM
ermöglicht es jetzt auch , Nachrichten- und Börsenticker einzurichten . Aber
nach wie vor erlaubt AOL es den Benutzern von Microsofts MSN Messenger nicht ,
sich an der Chat-Gemeinschaft zu beteiligen . AOL liegt mit Microsoft im Clinch
um einen Standard für Instant-Messaging-Software . Im Juli veröffentlichte der
Software-Hersteller seinen MSN Messenger , der es erlaubte , sich mit
AIM-Benutzern zu unterhalten . Da hierzu der Zugriff auf AOL-Server nötig ist ,
konnte AOL dies unterbinden . Seither fordert Microsoft AOL auf , sich an den
Standardisierungsbemühungen der Internet Engineering Task Force zu beteiligen -
bisher vergeblich . Web-Redaktionssystem als Open Source Zur CeBIT
veröffentlicht mindfact interaktive medien ( Halle 6 , Stand F07 ) ein
komplettes Content Management System als Open-Source-Projekt : OpenCms ist ein
ausgewachsenes Redaktionssystem für Web-Seiten , das auch den Anforderungen in
anspruchsvolleren Umgebungen genügt . So bietet es beispielsweise die
Möglichkeit , Workflows für die Bearbeitung von Projekten anzulegen . Die
komplette Administration des Systems sowie die Bearbeitung von Web-Seiten
erfolgt dabei mit dem Browser . OpenCms besteht aus Java-Servlets ; unter
www.opencms.com steht der Quelltext bereit . Der Hersteller hofft , dass die
Internet-Gemeinde das System annimmt und weiterentwickelt . Geld verdienen will
der Urheber durch Support und Schulungen . BMWs sollen Zuhören lernen Fahrer von
BMWs sollen zukünftig WWW-Seiten abrufen oder suchen können , ohne den Blick von
der Straße abzuwenden . Der bayrische Autohersteller arbeitet an einem
Forschungsprojekt für Spracherkennung . Ziel : Der Chauffeur soll dem
Bordcomputer Internet-Adressen oder Suchbegriffe über eine Freisprecheinrichtung
diktieren . So ganz ohne Blickkontakt zum Computer kommt die Vision der
bayerischen Fahrzeugbauer allerdings nicht aus : Die gewünschten Seiten zeigt
das Fahrzeug seinem Fahrer auf einem Monitor an , wahlweise im HTML- oder im
WAP-Format . Als Technikpartner hat sich BMW den Suchmaschinenbetreiber Google
ins Boot geholt . Google hilft aber nicht in seiner Funktion als Suchexperte ,
sondern liefert die Spracherkennungstechnik , wie BMW-Pressesprecher Andreas
Klugescheid heise online bestätigte . Wann das Forschungsprojekt um dem
gehorchenden Bordcomputer zur Serienreife gelangt , steht in den Sternen . Es
versorgt den Fahrer über ein kleines Display im Cockpit mit E-Mails , SMS , News
, Börseninfos , Reiseplänen und sonstigen Informationen am Standort oder Ziel
der Reise . Über ein Portal auf der BMW-Homepage kann der Fahrer genau festlegen
, mit welchen Informationen ihn das System während der Fahrt versorgen soll .
Kostenpflichtige Dienste bei MSN Microsoft plant auch in Deutschland , bei
seinem Online-Dienst MSN kostenpflichtige Dienste einzuführen . Innerhalb der
nächsten 12 bis 14 Monate will Microsoft so genannte Premium Services anbieten ,
für die Gebühren erhoben werden , bestätigte Nikolaus Bauer , Product Manager
MSN , auf Nachfrage von heise online . Die Inhalte der Premium Services sowie
die genauen Preise stehen jedoch noch nicht fest . Es werde aber keine
Grundgebühr für MSN geben ; der Dienst werde in einer Basisversion kostenlos
bleiben . Hollway hält 60 britische Pfund pro Jahr für vertretbar . Neue
Internet Explorer-Version Microsoft hat die fehlerberereinigte Version 3.02
seines Internet Explorers für Windows 95 und NT zum Download bereitgestellt (
http://www.microsoft.com/msdownload/ieplatform/iewin95.htm ) . Der
Software-Gigant entschuldigt sich für die Sicherheitslücken der Vorgänger 2.0
bis 3.01 ( http://home.microsoft.com/reading/security.asp ) . Das neue Release
räumt auch mit Schwächen der zum Browser gehörenden Mail- und Newsreader auf .
Für die MacOS-Version des Internet Explorers gibt es einen Sicherheits-Patch (
http://www.microsoft.com/ie/security/Java.htm ) . Dort greifen die Bugs des
Windows-Pendants zwar nicht , allerdings ein Fehler der Java Virtual Machine (
und zwar nur unter MacOS ) . Lycos integriert offenes Web-Verzeichnis Lycos hat
das offene Web-Verzeichnis Open Directory Project in zwei seiner Sites
integriert . Lycos.com und Hotbot.com sind neben Netcenter die ersten beiden
Portale , die das von freiwilligen Internet-Benutzern zusammengestellte Open
Directory einsetzen . Die Rechte am Open Directory besitzt Netscape ; jeder darf
allerdings Teile oder das gesamte Verzeichnis unter den Bedingungen einer
offenen Lizenz benutzen . Im Gegensatz zu etablierten Internet-Verzeichnissen
wie Yahoo oder Excite , die mit einem festangestellten Team von Redakteuren
arbeiten , kann beim Open Directory Project ( vormals Newhoo ) jeder
interessierte Surfer mitmachen . Mittlerweile haben fast 10.000 Hobby-Redakteure
gut 460.000 Sites in mehr als 70.000 Kategorien zusammengetragen . Der
deutschsprachige Teil fällt mit seinen zur Zeit nur knapp 6000 Links aber bisher
eher bescheiden aus . Neben der Original-Homepage besitzt das Projekt auch eine
deutsche , österreichische und schweizerische Homepage . Intel wird
Internet-Dienstleister Chipgigant Intel steigt in das Geschäft für
Internet-Services und Netzwerk-Ausrüstungen ein . Das kündigte Rob Eckelmann ,
Managing Director von Intel Europa , am Montag am Rande des 7. Deutschen
Multimedia Kongresses in Stuttgart an . Intel möchte künftig große Rechenzentren
für Internet Service Provider ( ISP ) bauen . Der Standort in Europa stehe noch
nicht fest . In Frage kämen beispielsweise der Großraum London oder
Frankfurt/Main . Mit Excite hat Intel schon einen prominenten Partner gewonnen .
Excite will mit Intel einen Shopping-Dienst betreiben . Dabei soll auch die
Software von Intels iCat Division zum Einsatz kommen . Intel hatte iCat , den
Hersteller von Shopping Software , Ende letzten Jahres übernommen . Mit seiner
Initiative versucht Intel nach Ansicht von Marktexperten , sich aus der
Abhängigkeit des Marktes der Personal Computer mit seinen schrumpfenden
Gewinnspannen zu befreien . Derzeit macht Intel aber noch knapp 80 Prozent
seines Umsatzes mit Mikroprozessoren und Bauteilen für den PC-Markt . Lycos mit
Internet-Radio Lycos bietet ab sofort Internet-Radio an . Der neue Dienst ,
Lycos Radio , bringt auf zunächst fünf Kanälen Hip-Hop , Rock , " Smooth " Jazz
, Country und " Hot Tracks " ; weitere Kanäle sollen hinzukommen . Der Benutzer
benötigt zum Empfang einen G2-Player von RealNetworks . Das neue Angebot von
Lycos folgt der zunehmenden Popularität von Internet-Radio . Lycos mit seinen
gewaltigen Besucherzahlen droht nun , einen Markt abzuräumen , der bisher von
spezialisierteren Sites wie spinner.com oder dem deutschen ChatRadio besetzt war
. Wer sich einen Überblick über alle im Netz befindlichen Radiosender
verschaffen will , dem bietet das MIT eine umfassende Zusammenstellung . Sun
stampft seine Web-Server ein Die Sun-Netscape-Allianz will zukünftig nur noch
die Web-Server von Netscape vermarkten - den Enterprise Server als High-End- und
den Fasttrack Server als Einstiegslösung . Die Entwicklung an Suns Web-Server
und am Java Server wird eingestellt ; die Sun-Entwickler sollen das
Netscape-Team verstärken . Der Internet-Newsdienst CNet zitiert einen
Produktmanager der Allianz , demzufolge der deutlich größere Marktanteil ein
Grund für die Entscheidung zugunsten der Netscape-Produkte war . Die
Sun-Netscape-Allianz war im März bei der Übernahme von Netscape durch AOL
gegründet worden , um gemeinsam E-Commerce- und Firmenlösungen anzubieten .
Yahoos Instant Messenger sendet Live-Bilder Yahoo hat seinem Instant Messenger
Live-Video-Fähigkeiten spendiert . Benutzer mit Web Cam können mit dem Programm
jetzt auch ihr Portrait übertragen lassen - allerdings bietet der Messenger nur
eine bescheidene Übertragungsrate von einem Frame pro Sekunde . Offenbar will
das Portal beim Kampf um Anteile im Instant-Messenger-Markt Boden wieder
gutmachen . Die Videofunktion steht bisher nur für die Windows-Version des Yahoo
Messenger zur Verfügung . Internet-Explorer-Beta mit Smart Tags In unserem
Kurztest war das vornehmlich bei Yahoo , ebay und AOL zu beobachten . Klickt der
Surfer auf ein Smart Tag , öffnet sich ein Fenster , das ihm neben einem Verweis
zur jeweiligen Firmensite auch " Company News " , einen " Company Report " sowie
aktuelle und historische Börsenkurse des Unternehmens offeriert . Allerdings
landeten wir nur beim Klick auf die Unternehmens-Site bei den ausgewiesenen
Firmen . Alle anderen Klicks führen zielsicher zu MoneyCentral , einem Angebot
von Microsofts Online-Plattform MSN . Die Smart Tags , mit denen Microsoft jede
fremde Website " anreichern " kann , hatten in den USA bereits einen Sturm der
Entrüstung ausgelöst . Die Bürgerrechtsorganisation Elektronic Frontier
Foundation glaubt , dass sie das US-amerikanische Urheberrecht verletzen .
Meldungen , Microsoft wolle die Funktion nur in der US-amerikanischen Version
des Betriebssystems einbauen , hat der Software-Riese mittlerweile widersprochen
. Der IE-Refresh mit der exakten Versionsnummer 6.0.2479.0006 ist zurzeit nur in
englisch für die Plattformen Windows 98 , NT 4.0 , 2000 und ME verfügbar . Die
aktuelle deutsche Version trägt die Versionsnummer 6.00.2462.0000 und beherrscht
keine Smart Tags . IFA : Set-Top-Box mit HTML 4 Eine neue Internet-Set-Top-Box
für den Fernseher stellte die Firma Satelco auf der IFA vor . Für das gemütliche
Surfen vom Sofa aus ist sie mit einer Infrarot-Tastatur ausgestattet . Die
E@sybox kostet 899 Mark und kann ab sofort unter 01805/ 224261 bestellt werden .
Versionen mit ISDN-Schnittstelle und 2-MBit-Ethernet-Anschluß sind in
Vorbereitung . T-Online : Surfen für 6 Pfennige pro Minute Nach günstigeren
Ferngesprächen und einem massiven Ausbau von T-Online kündigte die Telekom heute
auch günstigere Preise für ihren Online-Dienst an . Die WebPADs kommen Während
der letzten CeBIT waren WebPADs nur als Designstudien zu sehen . Auf der
diesjährigen Messe zeigt sich , dass das Konzept angenommen wurde : Etliche
Hersteller präsentierten produktionsreife Geräte . Auch Microsoft hat zur CeBIT
bekanntgegeben , WebPADs als Zugangsgeräte für seinen Online-Dienst MSN
einsetzen zu wollen . Am Stand von National ( Halle 13 , C 52 ) sind WebPADs
diverser Hersteller zu besichtigen , darunter Geräte von Tatung , Vestel , RS
Cordless Technology und Ericsson . Als Software-Plattform der WebPADs kommen
hauptsächlich zwei Systeme zum Einsatz : Java Network Technology von Infomatec (
Halle 3 , Stand E04 ) basiert auf einem angepassten Linux und dem Netscape
Navigator . QNX ( Halle 3 , Stand B23 ) setzt auf das eigene
Echtzeitbetriebssystem . Am QNX-Stand ist auch ein WebPAD-ähnliches Gerät zu
besichtigen , das in den USA bereits verkauft wird : Der i-opener besitzt ein
schwenkbares LC-Display und eine separate Tastatur . Der mittlerweile von
National übernommene Prozessorhersteller Cyrix hatte Ende '98 das Referenzdesign
für WebPADs vorgelegt . Es sieht Geräte von der Größe eines Notebooks mit
Touchdisplay und Browser vor , die ihre Daten wie ein schnurloses Telefon per
Funk von einer Basisstation beziehen . National baut die Geräte nicht selber ,
sondern überlässt es OEM-Herstellern , das Referenzdesign umzusetzen . National
verdient mit , indem die OEMs seine Prozessoren einsetzen , etwa den speziell
für diesen Zweck entwickelten Geode . Hannover bekommt zur CeBIT ein Mobilportal
Zur CeBIT sollen Handy-Nutzer in Hannover umfassende lokale Informationen im
mobilen Internet abrufen können . Im Beisein von Oberbürgermeister Herbert
Schmalstieg wurde am heutigen Dienstag das Handy-Portal " hannover goes mobile "
präsentiert . Die Stadt , Gastgeber der Expo und der CeBIT , will sich mit dem
europaweit einzigartigen Portal für WAP-fähige Handys als Hightech-City
profilieren . " hannover goes mobile " soll alle Informationen bieten , die
Bürger und Besucher von Hannover interessieren : Nachrichten , Restaurant- und
Hotelführer , Gelbe Seiten , aber auch Notfallinformationen wie die Adressen von
Apotheken . Laut Schmalstieg sollen auch so schnell wie möglich Bürgerservices
der Stadt eingeführt werden , wie sie sich auf dem hannoverschen Web-Portal
finden . Sobald es technisch möglich ist , will die Stadt über " hannover goes
mobile " auch Location Based Services anbieten . Dann zeigt der Dienst
beispielsweise abhängig von der momentanen Position des Benutzers automatisch
Restaurants in der Umgebung . " hannover goes mobile " soll zur CeBIT
freigeschaltet werden . Bis dahin veröffentlicht die Atobe GmbH , die für die
technische Umsetzung zuständig ist , die Adresse des Mobilportals noch nicht .
Obwohl das System bislang nicht online ist , strebt man bereits nach Größerem ,
wie Peter Kirch von der hannover goes mobile GmbH beteuert : " Unsere Vision
heißt europe goes mobile " . Die tanzende Wand Eine Wand ist der Star des
Standes von CoCreate in Halle 21 . Die 35 Quadratmeter große Aegis Hyposurface
bewegt sich , sie schlägt Wellen , " tanzt " zur Musik und lässt sich sogar über
die mit einer Videokamera aufgenommenen Bewegungen von Messebesuchern steuern .
Sie besteht aus hunderten dreieckiger Plättchen , die von pneumatischen Kolben
in Bewegung gesetzt werden . Auf der Homepage von CoCreate findet sich ein Video
, das die Aegis Hyposurface in Aktion zeigt . Die Idee zur tanzenden Wand hatte
Mark Goulthorpe , ein Architekt aus Paris . Nach seiner Vision sollen Wohnräume
in der Zukunft individuell auf die Menschen reagieren . Sie werden nach
Goulthorpes Vorstellungen zum Beispiel ihre Temperatur , Helligkeit und Farbe
auf den Menschen abstimmen , der sich im Raum befindet . Goulthorpe will seine
Aegis Hyposurface weiterentwickeln und größere sowie ausgefeiltere Versionen
bauen . Die Aegis Hyposurface ist kein Produkt von CoCreate , sondern das
Ergebnis eines der Produkte des auf CAD-Programme spezialisierten
Software-Herstellers . So benutzten die über die ganze Welt verstreuten
Entwickler der Wand das Collaboration-Werkzeug OneSpace . Die " intelligenten "
Clients des 3D-CAD-Systems rendern die Modelle selbstständig . Deshalb muss das
System nur Informationen über Änderungen und Bewegungen übertragen , sodass auch
mehrere Benutzer ein Modell in Echtzeit über das Internet bearbeiten können .
Gates : Windows wird zuhören In einer Rede anläßlich der WinHEC-Konferenz
kündigte Bill Gates an , daß Spracherkennung in zukünftigen Versionen von
Windows eine zentrale Rolle spielen wird : " Wir arbeiten an den APIs " . In NT
5.0 soll Sprachsteuerung ein optionales Feature sein , in einer späteren Version
soll die Stimme zum wichtigsten Steuermedium avancieren . Am Beispiel eines
Agenten für Terminvereinbarungen zeigte der Microsoft-Chef , wie Spracherkennung
einmal eingesetzt werden kann . Multimedia-Oskars vergeben Internet-Angebote von
acht Multimedia-Agenturen sind Montag abend in Stuttgart mit dem Deutschen
Multimedia Award ausgezeichnet worden . Der Preis für zukunftsweisende World
Wide Web-Seiten und CD-ROMs wurde zum vierten Mal im Rahmen des Deutschen
Multimedia-Kongresses vergeben . Einen Preis in Silber bekam die Web-Seite des
Internet-Auktionshauses ricardo.de , die die Hamburger Agentur Sinner + Schrader
entworfen hatte . Die Kölner Multimedia-Schmiede Denkwerk wurde für den Dienst
Oneview ausgezeichnet , der es erlaubt , Internet-Lesezeichen im Web zu
verwalten . Ebenfalls einen Preis in Silber erhielt die Kasseler Agentur Schima
& Scott für die CD-ROM zur Ausstellung " Körperwelten " , die 1997 im Mannheimer
Landesmuseum für Technik und Arbeit zu sehen war . Ein Preis in Gold wurde
diesmal nicht verliehen . Die Preisrichter hätten " nichts Herausragendes "
entdeckt , sagte Jurymitglied Volker Tietgens , Geschäftsführer der Agentur
Concept ( Wiesbaden ) zur Begründung . Allerdings habe sich die Qualität der
eingereichten Vorschläge im Vorjahrsvergleich deutlich verbessert . " Es wird
immer schwerer , die entscheidende Idee für die Zukunft zu finden ; die
Ansprüche sind einfach höher " , sagte Tietgens . Einheitliches Windows-Perl ist
fertig Nun können Perl-Entwickler Module und Erweiterungen aus beiden Welten
benutzen und einfacher selbst Module für das wichtige CPAN-Archiv entwickeln .
Das ActivePerl-Paket kann kostenlos bei ActiveState heruntergeladen werden . Es
umfaßt neben der Standard-Perl-Distribution ein Plug-In für den NT-Webserver IIS
. PerlScript , eine ActiveX Scripting Engine , läuft mit jedem ActiveX Scripting
Host , etwa dem Windows Scripting Host , dem Internet Explorer ( ab Version 4 )
oder dem IIS . Der Perl Package Manager vereinfacht die Verwaltung von
Perl-Modulen und -Erweiterungen . Dietmar Janetzko Microsoft kauft
Web-Kalender-Dienst Microsoft hat Jump Networks erworben , den Betreiber des
gleichnamigen Web-basierten Personal Information Manager . Jump erlaubt es ,
Kontakte , Termine und Aufgaben über das Web zu verwalten . Außerdem bietet der
kostenlose Dienst EMail und Diskussionsgruppen . Microsoft will die Funktionen
von Jump in seine Portal Site MSN einbauen . Commerzbank vermarktet "
Online-Banking-PC " Die Commerzbank geht unter die Computer-Händler . In
Zusammenarbeit mit Siemens , der Telekom und T-Online bietet das Kreditinstitut
einen " Online-Banking-PC " an . Mit diesem außergewöhnlichen Schritt wolle man
das Online-Banking in Deutschland vorantreiben , hieß es . Den " Scenic 500
Commerzbank Limited Edition " können nicht nur Kunden der Bank kaufen , sondern
jedermann . Er verfügt über einen 400-MHz-Celeron-Prozessor , 64 MByte RAM ,
eine 4,3-GByte-Festplatte , ein 32X-CD-ROM-Laufwerk , eine
ATI-Rage-Pro-Grafikkarte und eine Soundkarte . Der Kunde hat die Wahl zwischen
einer 56k-Modem-Karte oder der Siemens I-Surf-ISDN-Box . An Software sind
Windows 98 , Works 4.5 und der T-Online-Dekoder vorinstalliert . Mit
15-Zoll-Monitor soll der PC 1398 Mark kosten , ein 17-Zöller kostet 200 DM mehr
. Die Preise gelten aber nur bei Abschluß eines T-Online-Vertrags , sonst sind
100 Mark mehr fällig . Der T-Versand der Telekom hat unter 0800/3300170 eine
Hotline für Fragen zum Commerzbank-PC und Bestellungen eingerichtet . Lieferbar
soll der PC allerdings frühestens in 2 Wochen sein . Opera 5.12 mit persönlicher
Note Opera hat Version 5.12 seines gleichnamigen Browser fertiggestellt . Seine
Neuerungen halten sich in Grenzen ; die nützlichste unterdrückt auf Wunsch
Popup-Fenster . Im Mailer hat Opera einige Fehler behoben . Außerdem wurde das
Mail-Programm um die Fähigkeiten erweitert , Nachrichten aus Netscape zu
importieren und mit einem Mausklick die zu einem Browser-Fenster gehörende URL
zu versenden . Die Version 5.12 ist zurzeit nur in englischer Sprache und für
die Windows-Betriebssysteme ( 95 , 98 , NT4 , ME , 2000 ) erhältlich . Die
aktuelle deutsche Windows-Version trägt die Nummer 5.11 . So richtig interessant
wird ein neuer Opera-Download weniger durch die neuen eingebauten Features ,
sondern durch die Möglichkeit , sich eine individualisierte Version
zusammenzustellen . Opera ermöglicht es mit dem Opera Composer , den Browser den
eigenen Bedürfnissen entsprechend maßzuschneidern . Benutzer können dort
hauptsächlich das Erscheinungsbild von Opera verändern , unter anderem durch
individuelle Buttons und Skins sowie einen eigenen Splash Screen . Aber auch die
Menüstruktur lässt sich verändern . Diese Individualisierungsfunktion ist
insbesondere für ISPs und Software-CD-ROM-Herausgeber interessant , die
spezielle Versionen des Browser veröffentlichen möchten . Opera stellt den
Composer Firmen und Privatanwendern kostenlos zur Verfügung . AltaVista stoppt
die Versteigerung von Suchergebnissen AltaVista hat sein so genanntes Relevant
Paid Links Program eingestellt . Im Rahmen dieses Verfahrens konnten Firmen
Verweise auf ihre Web-Sites ersteigern , die im AltaVista-Suchergebnis an
prominenter Stelle auftauchten . Der Betreiber der Suchmaschine hat dabei bis zu
zwei bezahlte Links pro Suchbegriff zugelassen , die in einem farblich
abgegrenzten Kasten oberhalb der normalen Trefferliste angezeigt wurden . Den
Zuschlag für die exponierte Plazierung erhielt die jeweils meistbietende Firma .
Das Mindestgebot lag bei 25 Cent , die Altavista pro Klick eines Users auf einen
hervorgehobenen Link kassierte . Seinen Werbekunden begründete er den Schritt
damit , dass das Programm den Bedürfnissen der meisten seiner Kunden nicht
entspreche . Seit seiner Einführung im April stand das Relevant Paid Links
Program in der Kritik . Der Pionier bezahlter Suchmaschinen-Treffer , Goto.com ,
will allerdings an diesem Modell weiter festhalten . Network Computer aus
Redmond Microsoft hat angekündigt , eine Set-Top-Box für seinen amerikanischen
Online-Dienst MSN herauszubringen . Wie US-Medien berichten , soll die MSN Web
Companion getaufte Box auf Windows CE basieren . Das genaue Verfügbarkeitsdatum
und der Preis stehen noch nicht fest . Analysten schätzen , das Gerät werde für
nicht mehr als 100 Dollar in den Handel kommen und sich teilweise über die
Online-Gebühren finanzieren . Das neue Microsoft-Produkt wird Gates-Intimfeind
und Oracle-Chef Larry Ellison freuen , schließlich ist er es , der seit Jahren
das Hohelied vom Network Computer ( NC ) singt . Der Computer der Zukunft ist
nach Ellisons Vorstellung preisgünstig und nicht darauf eingerichtet , Software
lokal zu installieren . Statt dessen bezieht den Großteil seines
Funktionsumfanges aus dem Netz - wie der Web Companion . Internet-Streikführer
gründen Internet e.V Auch Deutschland soll eine organisierte Vertretung der
Internet-Benutzer bekommen , wie es sie zum Beispiel in Spanien mit der
Asociación Espanola de Usuarios de Internet längst gibt . Engagierte
Internet-Nutzer wollen einen Internet e. V. ins Leben rufen . Der Verein soll
die Interessen der privaten Internet-Benutzer vertreten und alle Bereiche des
Internets abdecken , also E-Commerce , Gebühren , Meinungsfreiheit ,
Krypto-Vorschriften , Multimediagesetze et cetera . Die Gründungsversammlung
soll Anfang Dezember stattfinden . Erste Satzungsentwürfe finden sich unter
http://members.tripod.de/Mythos/ , noch vor dem 6. 12. sollen genauere
Informationen auf der Internetstreik-Homepage zu finden sein .
Navigator-Nachfolger ist da Der Nachfolger des Navigators ist nicht mehr nur
WWW-Browser , Email- und FTP-Frontend , sondern versteht sich als
Groupware-Lösung fürs Intra- und Internet . Das Paket umfaßt die fünf
Komponenten Navigator , Messenger ( Mail-Client ) , Collabra ( News-Client ) ,
Composer ( HTML-Editor ) und Conference ( " Collaboration " ) . Also Vorsicht :
Falls Sie sämtliche Komponenten des Composers herunterladen , bewegen Sie knapp
10 MB durch 's Netz ! Yahoo kauft GeoCities Nächste Runde im Portalopoly : Die
Portal Site Yahoo! kauft den Community-Dienst GeoCities . Surfbox für 30 Mark
pro Monat Eine Surfbox zum Mieten will Met@box auf den Markt bringen . Der
Hersteller tritt auch als Provider für seine Box auf . Zusätzlich zum
monatlichen Grundpreis berechnet Met@box 8 Pfennig pro Minute an
Providergebühren ( inklusive der Telefonkosten ) ; ein anderer Provider läßt
sich nicht benutzen . Weitere Informationen bietet Met@box auf seiner Homepage
sowie unter 01805/ 002535 . Löchriger Communicator Eine weitere Sicherheitslücke
des Netscape Communicator hat Kuo Chiang , Mitarbeiter des Singapore's
Information Technology Institute , entdeckt (
http://www.iti.gov.sg/staff/kcchiang/bug/ ) . Auch mit dem neuen Sicherheitsloch
( vergleiche auch http://www.heise.de/newsticker/data/nl-10.07.97-000/ ) lassen
sich unter anderem Benutzereingaben wie Kreditkartennummern ausspähen . Es
bedient sich dabei Netscapes Schnittstelle zwischen Java und JavaScript ,
LiveConnect . Eine genaue Beschreibung des Fehlers sowie eine Demonstration
findet sich auf dem Server des Entdeckers . Nach Angaben von Netscape gibt es
bereits einen Fix für das Problem (
http://home.netscape.com/flash5/assist/security/ ) . Dieser soll in die kommende
Version des Communicator eingebaut werden , die in den nächsten Wochen
erscheinen soll . Sun-Netscape-Allianz läßt Linux fallen Im August will die
Sun-Netscape-Allianz laut einem Bericht von CNet News eine neue Version des
Netscape Application Server herausbringen . Doch entgegen der ursprünglichen
Ankündigung soll es keine Linux-Version geben . Die Produkt-Managerin Roseanna
Marchetti begründet diesen Schritt mit mangelnder Kundennachfrage . Der
erwartete Preis von 35.000 Dollar pro Prozessor dürfte wohl auch das Budget der
meisten Linux-Administratoren sprengen . Version 4.0 des Applikationsservers
soll unter anderem die Java 2 Enterprise Edition unterstützen sowie bessere
Performance bieten . Der Server ist das erste Produkt der Allianz , die sich zur
gemeinsamen Vermarktung von Produkten nach der Netscape-Übernahme durch AOL
gegründet hatte . Neben dem Netscape-Applikationsserver wollen die Partner auch
noch eine neue Version von Suns NetDynamics Server herausbringen , bevor die
beiden Produkte zu einem verschmelzen . Möglicherweise ist das der Grund , warum
der Netscape Application Server noch nicht unter dem gemeinsamen Namen der
Allianz , iPlanet , vermarktet wird . Internet-Streik gegen Telekom-Preise Zwei
Initiativen rufen dazu auf , am Sonntag , 1. November , aus Protest gegen die
überhöhten Telekom-Ortstarife auf das Surfen im Internet zu verzichten .
Reagiert der rosa Riese nicht auf diese erste Aktion , soll der Boykott
regelmäßig fortgesetzt werden . Die Initiativen " User gegen Wucher " des
Darkbreed e. V. und " Protestaktion gegen die überhöhten Internetzugangstarife "
von Sören Frey aus Spirkelbach hatten zunächst unabhängig voneinander zum
Boykott aufgerufen . Mittlerweile haben die beiden Streikführer ihre Aktionen
koordiniert . Dazu gehören unter anderem Protest-Emails an die Telekom . Die
Beschwerdeschreiben sollten selbstverständlich nicht an den betreffenden Tagen
versendet werden , sondern vorher oder nachher . Entsprechende Musterbriefe
finden sich auf den Servern der Initiativen . Besitzer von Homepages sollen
diese für den Zeitraum der Boykotte gegen eine Streik-Seite austauschen . Die
Streikführer berufen sich bei ihrer Aktion auf internationale Vergleiche der
Online-Kosten , bei denen Deutschland einen Spitzenplatz belegt . Mut macht
ihnen der Erfolg einer ähnlichen Aktion in Spanien . Dort hatte der Verband der
Internet-Nutzer zum Boykott aufgerufen , nachdem die spanische Telekom die
Ortstarife kräftig erhöht hatte . Als Reaktion auf den Protest bietet die
Telefongesellschaft Internet-Benutzern jetzt etwas günstigere optionale Tarife
an . c't veröffentlichte vor einem Jahr einen Vergleich der Online-Kosten
zwischen Deutschland und den USA . Danach zahlt ein deutscher Power User für den
Internetzugang rund 800 Prozent mehr als ein Amerikaner . AltaVista geht an die
Börse Die Suchmaschine AltaVista soll Anfang nächsten Jahres an die Börse
gebracht werden . Das Venture-Kapital-Unternehmen CMGI besitzt Beteiligungen an
fast 50 Unternehmen , darunter viele Internet-Companies . Zu früheren
Beteiligungen zählen Lycos und GeoCities . AltaVista soll noch stärker als
Portal für die anderen CMGI-Tochterunternehmen ausgebaut werden . Toyota zeigt
Microsoft die kalte Schulter Der größte japanische Autohersteller Toyota lehnt
es ab , seine Produkte online von Microsoft vermarkten zu lassen .
Toyota-Präsident Fujio Cho sagte dem Wall Street Journal , er habe kein
Interesse an dem von Microsoft gegründeten Automarkt CarPoint . Vergangene Woche
hatten Ford und Microsoft bekannt gegeben , dass Ford-Neuwagen in den USA
künftig unter dem Dach von CarPoint verkauft werden sollen . Ford hatte eine
Minderheitsbeteiligung an Microsofts CarPoint erworben , bisher ein
Informationsdienst für Kaufwillige . Andere Autohersteller sollen sich nach den
Vorstellungen von Microsoft und Ford an dem Internet-Automarkt beteiligen .
Demgegenüber befürchtet Cho eine zu große Dominanz von Microsoft : Zweite
Gerichtsentscheidung gegen AOL-"Festpreis" Auf Antrag von T-Online hat nun auch
das Landgerichts Köln dem Online-Dienst AOL per einstweiliger Verfügung verboten
, mit dem Slogan " Internet zum Festpreis " zu werben . Die AOL-Werbeaussage
führe die Verbraucher irre , begründeten die Richter ihren Beschluss , weil
neben dem monatlichen Grundpreis von 9,90 Mark ein zusätzliches Entgelt von 3,9
Pfennig pro Minute anfalle . Außerdem komme pro Verbindungsaufbau eine Gebühr
von 6 Pfennig hinzu . Ähnlich hatte auch das Landgericht Hamburg in der
vergangenen Woche einen gleichlautenden Beschluss auf Antrag der Firma Talkline
begründet . AOL hatte jedoch die angegriffene Werbeaussage nach der Hamburger
Entscheidung weiter verwendet und erklärt , man sehe sich durch die einstweilige
Verfügung nicht betroffen . Nichtsdestotrotz werde AOL seinen Werbeauftritt
überarbeiten . Neuer Slogan : " Internet-Nutzung ohne Limit " . Rangelei beim
Browser-Wettrennen " Der Internet-Explorer-Anteil liegt jetzt bei über vierzig
Prozent " jubelt Microsoft auf seiner Website . Dort hat der Branchenriese die
Schätzungen und Statistiken etlicher Quellen zusammengetragen . Sie sollen die
Behauptung stützen , daß der Internet Explorer im Duell mit dem Netscape
Navigator um Marktanteile im Web stark aufgeholt habe . Unter anderem stützen
sich die Redmonder auf eine Studie der Analysten von Dataquest , derzufolge der
Anteil des Microsoft-Browsers seit dem vierten Quartal '96 von 20 auf knapp 40
Prozent gestiegen sei . Im gleichen Zeitraum sei der Marktanteil des Navigators
von 73 Prozent auf knapp 57 Prozent gefallen . Netscapes Reaktion ließ laut
einer Meldung von CNet News nicht lange auf sich warten : Der
Navigator-Hersteller bemängelt die Vorgehensweise der Analysten . Die hätten nur
die Statistiken einer einzigen Suchmaschine , AltaVista , ausgewertet . Gerade
AltaVista sei jedoch auf der Suchseite des Netscape-Browsers - also derjenigen ,
die beim Klick auf den "Suchen"-Knopf des Browsers aufgerufen wird - an einer
wenig prominenten Stelle verlinkt . Netscape beruft sich auf eine Auswertung der
Zugriffsstatistiken von vier populären Suchmaschinen ( Yahoo , Excite , Infoseek
und LookSmart ) . Danach betrug der Marktanteil des Navigator im Oktober noch 67
Prozent . Die Statistik des Servers vom Heise-Verlag - immerhin einer der
meistfrequentierten Webserver in Deutschland - gibt Netscape recht . Auch wenn
diese Statistik nicht den Anspruch erhebt , repräsentativ zu sein , wurden
diesen Zahlen zufolge im Oktober zirka 70 Prozent der Seiten mit einem
Netscape-Browser aufgerufen , ungefähr 25 Prozent der Besucher benutzten den
Internet Explorer . Auch die Seiten von Browserwatch , einer Informationssite
zum Thema " Browser " , werden seltener mit dem Internet Explorer gelesen , als
es Microsoft lieb sein kann . Ende November lag der IE-Anteil in der täglich
aktualisierten Statistik erst bei etwa 30 Prozent . Allerdings benutzten auch
nur zirka 60 Prozent den Navigator : Beim neutralen Browserwatch ist der Anteil
an Besuchern mit alternativen Browsern sehr hoch . Infoportal von T-Online
t-info ist von der Mischung der Inhalte her irgendwo zwischen dem Post-Portal
eVita und Yahoo angesiedelt . Darüber hinaus verfügt sie über zusätzliche
Helferlein , etwa die Recherche in den Online-Ausgaben von Duden und Brockhaus -
wenig , was man nicht so oder in ähnlicher Form auch auf anderen Portalen findet
. Als interessantes Alleinstellungsmerkmal ermöglicht t-info über die Rubriken
einen thematischen Zugang zur Recherche in den Gelben Seiten . Einen
vielversprechenden Eindruck macht auf den ersten Blick auch der
individualisierbare Bereich " mein t-info " , in dem der Benutzer Termine und
Adressen online verwalten kann . Mit einer speziellen Software lassen sich die
Daten auch mit Desktop-Anwendungen synchronisieren . Datenschützer besorgt über
Amazon-Deal Der Internet-Buchhändler Amazon hat Alexa gekauft . Alexa betreibt
einen kostenlosen Dienst , der Surfern zur jeweils besuchten Site verwandte
Internet-Angebote empfiehlt . Während Alexa seinen Service bei älteren Browsern
in Form eines Plug-In beziehungsweise ActiveX-Control realisierte , ist der
Dienst in den neuesten Versionen der Standard-Browser bereits eingebaut . Um
überhaupt Empfehlungen geben zu können , überträgt Alexa die Adresse der jeweils
besuchten Site auf seinen Server . Diesbezügliche Sicherheitsbedenken mußte die
Firma zuletzt ausräumen , als die Alexa-Funktionen in den Navigator eingebaut
wurden ( siehe c't 23/98 , S. 62 ) . Damals hieß es , der betreffende Server
speichere keine Information , mit der sich Benutzerprofile generieren ließen .
Auch sende der Alexa-Client nur unbedenkliche Teile einer URL an den Server .
Variablen , die mitunter in die URL kodiert werden und die persönliche Daten
enthalten könnten , würden vorher abgeschnitten . Die Übernahme soll sich nicht
auf Alexas Privacy-Politik auswirken . Nichtsdestotrotz ist ein Dienst , der
sehr detaillierte Rückschlüsse auf das Surfverhalten seiner Benutzer zuläßt ,
für einen Online-Händler hochinteressant . Laut Wired sind amerikanische
Privacy-Schützer daher besorgt . Immerhin schließe Amazon es nicht grundsätzlich
aus , Benutzerdaten zukünftig zu verkaufen . Die vorhersehbare kritische
Auseinandersetzung mit der Übernahme war wohl der Grund , weshalb Amazon sie
nicht an die große Glocke gehängt hat . Sie wird eher beiläufig in der
Pressemitteilung zum Kauf von exchange.com erwähnt , einem vergleichsweise
unwichtigen Betreiber von zwei Sites für antiquarische Bücher und Musikmedien .
Mozilla 1.0 kommt erst Ende des Jahres Mozilla-Fans , die nach den schnell
aufeinanderfolgenden letzten so genannten Milestones mit den Nummern 0.8 und 0.9
darauf gehofft hatten , der Browser würde bald in einer endgültigen Version 1.0
verfügbar sein , werden enttäuscht sein : Das Mozilla Project , das die
Entwicklung des Open-Source-Browsers organisiert , plant , die endgültige
Version nicht vor dem letzten Quartal des Jahres fertigzustellen . Dies geht aus
einer Roadmap hervor , die die Mozilla-Entwicklergemeinde auf ihrer Homepage
veröffentlicht hat . In der Roadmap vom Ende des vergangenen Jahres waren die
Mozilla-Entwickler noch davon ausgegangen , Mozilla 1.0 bis Mitte 2001
veröffentlichen zu können . Ein kleiner Trost für Mozilla-Freunde : Auch die
bisherigen Versionen laufen bereits stabil und flott , so dass man sich bereits
ein gutes Bild des Browsers machen kann . Sie stehen auf der Mozilla-Homepage
zum Herunterladen bereit . Yahoo will Musik-Site kaufen Yahoo plant die
Übernahme von Launch Media , dem Betreiber der Musik-Site Launch.com . Dazu will
der Portal-Anbieter Launch-Media-Aktien für 92 Cent pro Stück kaufen . Die Firma
war im Mai in finanzielle Schwierigkeiten geraten und musste 60 seiner damals
235 Mitarbeiter entlassen . Die Launch-Dienste sollen Yahoos
Unterhaltungsangebot erweitern . Launch.com bietet unter anderem eine große
Auswahl an Audio-Streams , die nach eigenen Angaben größte Sammlung von
Musik-Videos im Web sowie News zu allen Musik-Genres . Neben der Übernahme hat
Launch Media bekannt gegeben , dass es seine gerichtlichen Streitigkeiten
zumindest mit einem Plattenlabel beigelegt hat . Mit Universal als einem der
Kläger hat Launch jetzt einen Vertrag geschlossen . Launch will Universal
zukünftig Lizenzgebühren für Stücke des Labels bezahlen , die bei Launch
gesendet werden ; auch für bereits in der Vergangenheit abgespielte Stücke zahlt
Launch Media . Haftstrafe für volksverhetzenden Internet-Forumsbeitrag Das
Amtsgericht Frankfurt hat einen 55 Jahre alten Lehrer im Ruhestand zu neun
Monaten Haft auf Bewährung und 5000 Mark Geldbuße wegen Volksverhetzung im
Internet verurteilt . Vor Gericht sagte der 55-Jährige aus , er bestreite den
Völkermord nicht generell . Mit seinem Internet-Beitrag habe er sich lediglich
gegen einseitige Darstellungen wenden wollen . Dem Urteil zufolge hatte der
55-Jährige jedoch gegen die Bestimmung des Volksverhetzungs-Paragrafen verstoßen
, der ein Leugnen oder ein Verharmlosen der NS-Verbrechen mit Strafe bedroht .
Wahlkampf : Fraktionsvorsitzende online Der Sonderteil " Wählen gehen '98 " des
Bundestags-Servers bietet Informationen zur Wahl . Dort haben interessierte
Bürger auch die Möglichkeit , die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU , B90/Grünen
, FDP und SPD online mit Fragen zu löchern . Die Termine : Für die Teilnahme an
den Konferenzen ist nur ein Browser notwendig ; Fragen müssen eine Viertelstunde
vor Beginn gestellt werden . Weitere Sites zur Bundestagswahl finden sich in den
c't-Topsites . CMGI kauft AltaVista Compaq will bei seinen Presario-PCs den
direkten Zugriff auf einige der CMGI-Dienste vorinstallieren . Web-Beschleuniger
von Intel Quick Web ist Intels Antwort auf das World Wide Wait . Die Software
für ISPs besteht aus einem cachenden Proxy mit eingebauter Bildkompression . Der
Anwender kann über ein Java-Applet , das in seinen Browser eingeblendet wird ,
wählen zwischen schnellem Download und komprimierten Grafiken oder
Originalbildern und langer Ladezeit . Ob der Quick Web-Ansatz angesichts
grundsätzlicher Performance-Probleme von HTTP 1.0 überhaupt Sinn macht , steht
auf einer anderen Web-Seite . Intel ist jetzt auch Web-Dienstleister Intel ist
gestern in ein neues Geschäftsfeld gestartet : Das Web-Hosting . Nach Angaben
des Prozessor-Giganten sind seine ersten zwei Server-Parks für bis zu 10.000
Server in den kalifornischen Städten Santa Clara und Folsom am Netz . Dort will
Intel in Zusammenarbeit mit Providern wie UUNet und Consulting-Unternehmen wie
Razorfish Web-Applikationen für andere Unternehmen entwickeln und hosten . Der
japanische Hosting Center entsteht in Zusammenarbeit mit NEC , mit dem Intel in
Zukunft bei der Entwicklung und Vermarktung von neuen WWW-Diensten für den
japanischen Markt zusammenarbeiten will . Der Start in das neue Geschäftsfeld
bedeutet einen ziemlichen Spagat für das Unternehmen Intel , das bisher fast
ausschließlich Hardware produziert hat - auch wenn Firmenvertreter sich bemühen
, diesen Problempunkt zu verniedlichen . Intel-Sprecher , die das Wall Street
Journal zitiert , verweisen darauf , dass das Unternehmen bereits im Intranet
Erfahrungen mit dem Hosting von Web-Applikationen sammeln konnte . Außerdem
würden die meisten Server der Intel-Center mit hauseigenen Prozessoren bestückt
, was wiederum den Prozessorabsatz stärke . Frauen holen bei Online-Nutzung auf
Frauen nutzen immer häufiger Online-Medien , insgesamt aber nach wie vor
deutlich seltener als Männer . So ist der Anteil weiblicher Online-Nutzer von
31,1 Prozent im vergangenen Jahr auf 34,5 Prozent gestiegen . Nach wie vor
nutzen vorwiegend jüngere Menschen Online-Dienste und Internet : So sind 72
Prozent der Nutzer noch keine 40 Jahre alt . Den relativ größten Anteil bildet
mit 28,3 Prozent die Gruppe der 20- bis 29-jährigen . Der Anteil der über
50-jährigen , die Internet oder Online-Dienste nutzen , liegt nur bei 9,7
Prozent . Im Vergleich zur vorhergehenden Erhebung , die von November 1998 bis
Januar 1999 durchgeführt wurde , ist er sogar um mehr als ein Prozent gesunken .
Internet Explorer als Big Brother , die zweite Ist der neue Internet Explorer
eine Gefahr für Daten und Persönlichkeitsrechte ? Viele Anwender und Experten
sind offenbar stark verunsichert . Arne Brand , Pressesprecher des virtuellen
Ortsvereins der SPD , spricht in einer Pressemitteilung von einem eklatanten
Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte des Benutzers . Allerdings sind beide
Aussagen in dieser allgemeinen Form nicht richtig . So ist der Bug , über den
sich Daten auslesen lassen , mittlerweile behoben . Jeder kann sich vom
Microsoft-Server einen Fix herunterladen . Andererseits erlaubt es das Channel
Definition Format des IE 4.0 tatsächlich jedem Channel Provider , Logs über das
Surfverhalten eines Browser-Benutzers zu führen . Allerdings kann er nur solche
Sites beobachten , die zu seinem Channel gehören . Außerdem läßt sich die
Logging-Funktion vom Anwender des Internet Explorer abstellen . Hierzu muß er
unter den Internet-Optionen im Karteireiter " Erweitert " das Kästchen " Zählen
der übertragenen Seiten " deaktivieren . Kalte Füße beim Spiegel In Bezug auf
die Logs sieht auch ein Channel Partner von Microsoft Erklärungsbedarf : Spiegel
Online erläutert in einer langen Stellungnahme sehr ausführlich die
Eigenschaften verschiedener Logging-Mechanismen im Netz . Spiegel Online hat
keine Bedenken gegen die Benutzung der Channel Logs und plant weiterhin , diese
einzusetzen . Die Hamburger erhoffen sich von dieser Technik , ihren Werbekunden
genauere Auskünfte über Zugriffszahlen geben zu können . Intel positioniert sich
als Internet-Firma Intel sieht sich jetzt als Lösungsanbieter für den E-Commerce
. Diese strategische Neuausrichtung des Konzerns , der einstmals ausschließlich
Chips hergestellt hat , gab CEO Craig Barret während eines Video-Webcast für
Analysten bekannt . Sämtliche Produkte und channel programs (
Wiederverkaufskanäle ) habe man neu auf das Internet ausgerichtet . Für
Beobachter des Unternehmens kommt diese Umorientierung so überraschend nicht ,
denn Intel betätigt sich bereits seit einiger Zeit als Internet-Dienstleister .
Intel gab außerdem erstmals offiziell bekannt , einen neuen Prozessor für
Low-Cost-PCs und Internet-"Appliances" wie Fernseh-Set-Top-Boxen zu entwickeln .
" Timna " soll neben der CPU auch den kompletten Chipsatz und den Grafikadapter
enthalten . Intel will das " System-on-a-chip " im zweiten Halbjahr 2000
herausbringen und damit den Low-Cost-Markt aufrollen . Bei den Ein-Chip-PCs
hinkt der Prozessorgigant freilich der Konkurrenz hinterher : National hat mit "
Geode " bereits im Juli ein ähnliches Produkt vorgestellt . Disney schließt
Internet-Portal Go.com Die Walt Disney Corporation wird ihr Portal Go.com
schließen und 400 Mitarbeiter entlassen . Die Ankündigung kommt fast auf den Tag
genau ein Jahr später , nachdem der Unterhaltungskonzern eine große
Restrukturierung von Go.com bekannt gegeben hatte . Disney beschloss , Go.com zu
einem Spezialportal für die Bereiche Erholung , Freizeit und Unterhaltung
umzubauen . Doch die Verluste blieben offensichtlich zu hoch und Disney zog nun
die Notbremse . Die über 3000 Mitarbeiter zählende Internet Group des
Medienkonzerns will sich jetzt auf erfolgreichere Angebote wie das Sportnetzwerk
ESPN und die Nachrichten-Site abcnews.com konzentrieren . IBM kündigt WebSphere
4 an Anlässlich der WebSphere 2001 in Wien kündigte IBM gestern die neue Version
4 des WebSphere Application Server an , der ab 30. Juni 2001 verfügbar sein soll
. WebSphere Application Server 4.0 ist die erste neue Server-Version , seit IBM
letztes Jahr überraschend zahlreiche andere Middleware-Produkte wie
Transaktions- und Messaging-Systeme unter dieser Marke zusammengefasst hat .
Eine Strategie , die laut Jocelyn Attal , IBM Vice President Marketing , voll
aufging . IBM nimmt für sich in Anspruch , mit Websphere Application Server 4
als erster Anbieter alle Standards für Web Services implementiert zu haben , von
J2EE ( Java 2 Enterprise Edition ) und XML über SOAP , WSDL bis UDDI . Alle
Server-Varianten der Version 4 basieren nun auf einem gemeinsamen Source-Code ,
der lediglich unterschiedlich konfiguriert wird . Die Trennung in Standard
Edition und Advanced Edition wird aufgegeben . Damit bekommt auch die kleinste
Version eine Unterstützung für EJBs ( Enterprise Java Beans ) . Diese als
Advanced Edition bezeichnete Version soll es zudem in einer Single Server
Configuration geben , die einfacher zu administrieren ist und zudem zu einem
verminderten Preis angeboten wird . IBM nennt derzeit 8000 US-Dollar für die
Single Server Configuration und 12.000 Dollar für die Multi Server Configuration
der Advanced Edition . Als Schlüssel zum Erfolg sieht IBM die Unterstützung von
Anwendungsentwicklern an . Darum wird die Single Server Configuration für die
Anwendungsentwicklung kostenlos lizenziert werden . Diese Development-only
Config Option soll ebenfalls am 30. Juni kostenlos in Versionen für Linux und
Windows zum Download angeboten werden . Dabei handelt es sich um eine
Vollversion mit Unterstützung für alle Web Services , jedoch ohne den
administrativen Überbau . Darüber hinaus verspricht IBM , noch im Laufe dieses
Jahres eine neue grafische Entwicklungsumgebung mit dem Namen Websphere Studio
Workbench als Open Source freizugeben . Craig Hayman , Director Websphere
Development , meint dazu : In der Vergangenheit haben wir gute Erfahrungen mit
der Apache-Lizenz gemacht . Den Erfolg dieser Strategie sieht IBM laut Hayman am
enormen Zuspruch der Entwickler zu IBM's Developerworks : W3C veröffentlicht
XML-Layoutstandard Das W3C hat das Dokument " Associating Style Sheets with XML
Documents " als Empfehlung veröffentlicht . Damit gibt das
Web-Standardisierungsgremium vor , wie Stilvorlagen mit XML-Dokumenten zu
verknüpfen sind . Das W3C hat sich für einen relativ simplen Mechanismus mittels
processing instructions entschieden , um XML-Dokumente mit Style Sheets zu
assoziieren . In zukünftigen Versionen der Spezifikation können weitere
Verfahren hinzukommen . altavista.com kostet 3,4 Mio $ Das ist die höchste Summe
, die jemals für einen Domain-Namen bezahlt wurde . Bisher gehörte die Domain
dem Elektroingenieur Jack Marshall , dem ein Unternehmen namens AltaVista
Technology gehört . Mehrere hunderttausend Surfer verirrten sich täglich auf
dessen Site www.altavista.com . Dort vermuteten sie offensichtlich die
Suchmaschine AltaVista , die Compaq-Tochter Digital bisher unter der Adresse
www.altavista.digital.com betreibt . In den nächsten Tagen soll die
Namensverwirrung nun ein Ende haben . AOL holt Steve Jobs ins Boot AOL bekommt
in der Instant-Messaging-Auseinandersetzung mit Microsoft Rückenwind von weiten
Teilen der Industrie . Nach eigenen Angaben hat der Online-Dienst eine "
Gutachterkommission " zur Entwicklung eines Standards für Instant Messaging
gegründet . Neben dem Chief Technology Officer von AOL , Marc Andreessen , soll
ihr laut CNet auch Apple-Chef Steve Jobs angehören . AOL hat nach eigenen
Angaben auch Microsoft die Teilnahme angeboten . Der Software-Gigant hat jedoch
bisher nicht auf das Angebot reagiert . Microsoft arbeitet bereits mit der
Internet Engineering Task Force ( IETF ) an der Entwicklung eines
Instant-Messaging-Standards . Apple-Anwender werden zukünftig im Buddy-Netz von
AOL chatten dürfen . AOL hat mit Apple angekündigt , gemeinsam einen
entsprechenden Client zu entwickeln . Benutzer von Microsofts MSN Messenger
bleiben dagegen außen vor . Microsoft Instant-Messaging-Client hatte letzte
Woche die Auseinandersetzung zwischen dem Software-Hersteller und dem
Online-Dienst ausgelöst , weil er den Zugriff auf AOLs Dienste erlaubte .
Symantec kauft Intels Antivirus-Geschäft Symantec hat das AntiVirus-Geschäft von
Intel gekauft . Die Virenschutzprogramme der beiden Hersteller sollen in ein
neues Norton-Produkt integriert werden , das Symantec noch in diesem Jahr auf
den Markt bringen will . Dieses soll vollständig in Intels LANDesk Management
Suite integriert sein ; Intel wird die neue Lösung als Virenschutz erster Wahl
empfehlen und über seine Distributionskanäle vertreiben . Dafür bietet Symantec
den Anwendern von Intels bisheriger Virenschutzsoftware , LANDesk Virus Protect
, Support . IDC : Internet Explorer vor Navigator Laut einer Studie der
International Data Corporation hat Microsofts Browser im Kampf um Marktanteile
in den USA gegenüber dem Netscape Navigator stark aufgeholt . So stieg von
Dezember '97 bis Juli '98 der Anteil des Internet Explorers von 22,8 auf 27,5
Prozent , während der des Navigators von 50,5 auf 41,5 Prozent fiel . Addiert
man zu der Zahl des IE noch die 16,3 Prozent des AOL-Browsers - AOL verwendet
eine spezielle Version des Internet Explorers - so ist Microsoft erstmals
Marktführer . Allerdings gibt es auch andere Ergebnisse zur Browser-Verbreitung
. Die Betreiber der deutschen Metasuchmaschine MetaGer liefern auf ihrer Website
eine nach Browsern aufgeschlüsselte Zugriffsstatistik . Derzufolge hält der
Navigator weit über 60 , der Internet Explorer knappe 30 Prozent Marktanteil .
T-Online : Zwei monatliche Freistunden Ab dem ersten November bietet T-Online
Kunden zwei Freistunden pro Monat , falls sie die Software-Version 2.0 einsetzen
. Die Preissenkung sei jedoch keine Reaktion auf den anstehenden Internet-Streik
, sondern bereits lange geplant , erklärte T-Online-Sprecher Jörg Lammers auf
Nachfrage von c't . Surfen über den Wolken British Telekom ( BT ) und Excite UK
wollen Fluggästen den Zugriff auf das Internet ermöglichen . Wie Wired berichtet
, soll ein gemeinsamer Satelliten-basierte Dienst im Herbst nächsten Jahres
starten . Insgesamt 19 europäische und asiatische Fluglinien wollen ihn anbieten
. Um Bandbreite zu sparen , wird ein Großteil des WWW-Angebots von Excite UK im
Flugzeug gespeichert ; der Zugriff darauf ist kostenlos . Wer außerhalb von
Excite surfen will , muss für die Verbindung bezahlen . BT hat nach eigenen
Angaben außerdem eine Technik entwickelt , die es Fluggästen ermöglicht , über
ihre Handy-Nummer erreichbar zu sein . Die neue Technik , die nur mit GSM-Handys
funktioniere , leite Gespräche auf das Sitztelefon im Flieger um . Virgin
Atlantic Airways soll im nächsten Herbst als erste Fluggesellschaft das neue
Angebot in Betrieb nehmen . AltaVista.de verbessert Suchqualität Die
deutschsprachige Version von AltaVista bietet eine ganze Reihe von Neuerungen .
Mit der so genannten " Phrase Detection " verknüpft AltaVista mehrgliedrige
Suchbegriffe , nach denen häufig gesucht wird , automatisch zu einer Phrase -
was zu besseren Suchergebnissen führen soll . Zusätzlich soll noch die
Suchfunktion von RealNames integriert werden . Die Datenbank dieses Dienstes
liefert bei der Recherche nach Marken , Produkten , Services und
Persönlichkeiten vorsortierte Sites zum Thema , also etwa die Homepage des
Herstellers eines Produkts . Acoon : Darüber hinaus wollen die Betreiber von
Acoon die Trefferqualität ihres Rechercheknechts , der erst seit Ende Juni im
Netz ist und nach wie vor auf drei NT-4.0-PCs läuft , verbessert haben .
Internet-Streik trotz Gebührensenkung Am Sonntag wird gestreikt . Alle
Internet-Benutzer sind aufgerufen , am 1. November aus Protest gegen die hohen
Telekom-Gebühren für Ortsgespräche auf das Surfen verzichten . Am Streikaufruf
ändern auch die von der Telekom angekündigte Tarifsenkung nichts . Thomas von
Treichel , einer der Boykott-Initiatoren , begründete gegenüber c't das
Festhalten am Boykott mit der Tatsache , daß die Telekom noch kein genaues
Gebührenmodell festgelegt hat : Von Treichel und seine Mitstreiker fordern
Höchstgrenzen von 1 Mark pro Stunde und 100 Mark pro Monat für Verbindungen zum
Provider . Auch der Verlag Heinz Heise beteiligt sich mit seiner gesamten Site
am Streik . Am Sonntag werden die Seiten von c't , iX und Telepolis durch eine
Streikseite ersetzt . Als Alternativprogramm zum Surfen haben engagierte
Mitstreiker Parties in zehn deutschen Städten organisiert . IE5 : Erste
Sicherheitslücken entdeckt Die lange Reihe von Browser-Sicherheitslecks reißt
nicht ab . Diesmal sind zwei Probleme des Internet Explorer 5 bekannt geworden .
Der bulgarische Bug-Jäger Georgi Guninski fand eine Lücke , die es dem Betreiber
einer Website erlaubt , eine Datei auf dem Rechner eines Besuchers auszuspähen ,
deren Namen er kennt . Auf seiner Webseite zeigt Guninski eine Demonstration des
Problems . Microsoft hat das Problem bestätigt und arbeitet an einem Patch . Das
zweite Problem erkennt Microsoft laut einer Meldung von News.com ebenfalls als
potentielles Sicherheitsrisiko an . Als Bug will der Hersteller es aber nicht
bezeichnen , eher als " Funktion , die möglicherweise in einer Weise gebraucht
wird , die nicht beabsichtigt war " . Sie ermöglicht es dem Betreiber einer
Webseite , den Inhalt der Windows-Zwischenablage eines Besuchers auszuspähen .
Sysopt.com gibt eine genaue Beschreibung des Problems und eine Demonstration .
Zur Vermeidung muß man in den Sicherheitsoptionen die Funktion "
Einfügeoperationen über ein Skript zulassen " deaktivieren . Uncle Sam ist einer
der größten Online-Händler Die amerikanische Regierung hat sich zu einem der
größten Internet-Verkäufer gemausert . Das geht aus einer Untersuchung des
Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center hervor . Die Meinungsforscher
haben 164 Sites gefunden , über die der amerikanische Staat verkauft . Für den
größten Anteil am Umsatz sorgt aber das Finanzministerium , das über seine Site
unter anderem Bundesobligationen vertreibt . Ballmer : Apache ist einfach besser
Microsoft-Vize Steve Ballmer hat in einer Keynote das Konkurrenzprodukt
Apache-Webserver ausdrücklich gelobt : Der von einem offenen Projekt gepflegte
WWW-Server Apache ist ein Konkurrent des Microsoft Internet Information Server (
IIS ) , einem Bestandteil von Windows NT . Laut Netcraft hat der Apache-Server
eine Verbreitung von 56 , IIS dagegen nur 23 Prozent . Online bezahlen mit
Peanuts " Millicent " soll neue Formen des Handels im Web ermöglichen . Laut
Hersteller Digital Equipment ist es das erste System , das es erlaubt , mit
Bruchteilen eines Pfennigs zu kaufen und verkaufen . Damit lassen sich etwa
Pay-Per-View für Online-Zeitschriften oder nutzungsbasierende Anwendungen auf
der Basis von Java-Applets verwirklichen . Seit der Systems kann jeder Content
Provider am Test von Millicent teilnehmen . Unter http://www.millicent.com/ gibt
's weitere Informationen . Ein ähnliches Micro-Payment-Verfahren hat T-Online in
Vorbereitung . Wie bereits im alten Btx soll es geringe Transaktions-Gebühren im
Internet ermöglichen , die mit der Telefonrechnung eingezogen werden . Die
Pilotversuche sind weitgehend abgeschlossen . Mit der Einführung für alle
T-Online-Kunden ist im März zu rechnen . Quant-X-System mit neuer Alpha-CPU
Quant-X und Samsung bieten ein weiteres Alpha-System an , das auf der Technik
der 21264-CPU von Samsung basiert . Die mit 500 MHz getakteten Prozessoren
verfügen über einen 128 Bit Zugriff auf 2 MByte oder 4 MByte Second-Level-Cache
. Die Rechnersysteme werden wahlweise mit einer oder zwei CPUs ausgeliefert .
Der Hauptspeicher kann in vier Bänken auf bis zu vier GByte mit DIMM-Modulen
aufgerüstet werden . Auf dem Motherboard sind zwei Ultra-SCSI3-Kanäle
untergebracht . Sechs 64-Bit-PCI-Steckplätze und ein ISA-Slot bieten
Erweiterungsmöglichkeiten mit handelsüblichen Einsteckkarten . Das
Alpha-Dual-264System kann mit den Betriebssystemen Windows NT , Linux und Unix
von Digital betrieben werden . Leistung pur von Big Blue Den Server S/390 G6 hat
Big Blue speziell für e-Business-Anwendungen entwickelt . Der G6 ist der erste
für Firmen produzierte Großcomputer der Welt , der mit der Kupferchip-Technik
produziert wird . Die Markteinführung ist für Ende Mai geplant . Der Preis für
das Einstiegsmodell beträgt etwa 85000 Mark ( zuzüglich Mehrwertsteuer ) .
Videokonferenzsystem für Low-End-PCs Wissenschaftler der Technischen Universität
Dresden haben eine Software für Windows NT entwickelt , die eine sehr hohe
Bildqualität bei Videokonferenzen bieten soll . Eine Arbeitsgruppe unter
Professor Alexander Schill hat ein mehrstufiges Kompressionsverfahren erarbeitet
, bei dem der Videodatenstrom auf den Endsystemen nur vorkomprimiert wird . In
Verbindung mit einem optimierten Kompressionsverfahren und angepaßten
Transportsystemen konnte darum die Rechenleistung erheblich reduziert werden .
Für Übergänge in Netze mit geringerer Bandbreite kommen zentrale
Kompressionsserver zum Einsatz . Durch die verschiedenen Optimierungen können
bis zu sechs Teilnehmer miteinander kommunizieren . Das Verfahren , das über ein
spezielles 3D-Video-Display auch eine 3D-Videodarstellung bietet , wird erstmals
während der CeBIT in Halle 16 , Stand B023 , präsentiert . Papierdokumente mobil
erfassen Hewlett-Packard hat einen mobilen Scanner in der Größe eines tragbaren
CD-Spielers präsentiert . Der HP 910 CapShare ist 350 Gramm leicht und speichert
in seinem Cache bis zu fünfzig monochrome DIN-A4-Seiten . Die Übertragung zum
Desktop-PC , Laptop , Handheld-Computer oder direkt zum Drucker erfolgt über die
eingebaute Infrarotschnittstelle . Das integrierte LCD-Display zeigt das
gespeicherte Dokument in verkleinerter Darstellung . Mehrere einzelne Seiten
können nachträglich zu einem kompletten Dokument zusammengesetzt werden . Die
Vorlagen werden von einem zwölf Zentimeter breiten Bildsensor an der Unterseite
eingelesen und mit der Software HP-CapeShare-910 weiterverarbeitet . Durch die
manuelle Bewegung lassen sich Verzerrungen nicht immer vermeiden . Zwei
optoelektronische Sensoren ermitteln Bewegung und Position des Bildsensors
während der Abtastung . Aus den Daten berechnet die Software die notwendigen
Parameter zur Wiederherstellung der Vorlage . Der gesamte Verarbeitungsprozeß
dauert etwa sechs Sekunden . Die Stromversorgung erfolgt über zwei
Standard-Akkus . Ende März wird die deutsche Version im Handel verfügbar sein .
Der Preis ist noch nicht bekannt . Datenspeicherung übers Internet Das zur
Grau-Software Gruppe gehörende Unternehmen WebDataCenter bietet unter der
Bezeichnung " WebAttached Storage " ( WAS ) Speicherplatz auf seinen Servern
übers Internet an . Jeder Internet-Benutzer kann mit entsprechender Software ,
die allerdings nur mit Windows läuft , Daten verschlüsselt ablegen . Das
Einstiegsvolumen liegt bei 250 MByte für 25 Mark im Monat . Unter
www.webdatacenter.de kann man WAS 10 Tage lang kostenlos testen . Erster
CD-Brenner für Notebooks Mit dem CRX510E bietet Sony einen internen CD-Rekorder
für Notebooks an . Das Gerät kann CDs mit vierfacher Geschwindigkeit brennen und
mit zwanzigfacher lesen . Es beherrscht alle gängigen Schreibmethoden und wird
mit einer ATAPI-Schnittstelle vorerst nur an OEMs und Systemintegratoren
ausgeliefert . Firmenallianz für I/O Unternehmen der IT-Branche haben sich zu
einer offenen Allianz zusammengeschlossen , um gemeinsam an der Entwicklung
eines neuen I/O Standards zu arbeiten . HP , IBM , Adaptec und Compaq verfolgen
das Ziel , den Datentransfer zwischen leistungsstarken Servern und
Peripheriegeräten zu optimieren . Unternehmen , die sich an der Initiative oder
der Veranstaltung beteiligen wollen , finden unter www.futureio.org weitere
Informationen . Pentium III angeblich schon im Handel Offiziell wird der Pentium
III ( Katmai ) von Intel erst am 28. 2. in den USA vorgestellt , aber nach
Presseberichten ist er schon bei zahlreichen Händlern verfügbar . Michael
Kanellos von CNet berichtete , daß Intel inzwischen etliche Prozessoren an
Chipbroker und Großhändler geliefert habe und diese wiederum ihre
Wiederverkäufer versorgt hätten . So bietet beispielsweise Net Express einen
Pentium III mit 500 MHz und 512K Cache für 880 US-Dollar an . Der Pressesprecher
von Intel Deutschland , Heiner Genzken , bezweifelt aber , daß es die
Prozessoren schon in großen Mengen gibt . Einzelne Exemplare könnten zwar
auftauchen , aber vor allem wollten die Händler wohl auf sich aufmerksam machen
und Interessenten sammeln . Der Katmai soll auf allen Slot-1-Boards mit dem
BX-Chipsatz und einer SECC2-Halterung laufen . Allerdings benötigt man ein
Katmai-taugliches BIOS vom Board-Hersteller . Beispielsweise bieten Asus und
Gigabyte seit geraumer Zeit auf ihren Internet-Seiten Katmai-taugliche
BIOS-Updates an . AMDs Preissenkungen moderater als erwartet Der Chiphersteller
AMD hat erwartungsgemäß unmittelbar nach Intel seine Prozessorpreise gesenkt .
Die neuen Preise der Athlon- und K6-2-Prozessoren sind nicht ganz so niedrig wie
vorausgesagt , doch weiterhin günstiger als die seit dem 27. Februar geltenden
Preise der Intel-Prozessoren . So kostet AMDs Athlon bei gleichem internen Takt
etwas weniger als der Pentium III . Alle Preise in der nachfolgenden Tabelle
sind Angaben in US-Dollar und beziehen sich auf 1000er-Stückzahlen . Intel senkt
Preise für Pentium 4 Intel hat heute wie erwartet die Preise für den
Pentium-4-Prozessor gesenkt - zum Teil um mehr als 50 Prozent . Allerdings
fallen ab heute auch die Subventionen für Rambus-Module weg , sodass die
tatsächliche Verbilligung von Pentium-4-Systemen weniger spektakulär ausfallen
wird . Der Preis für das vergangene Woche vorgestellte Spitzenmodell mit 1,7 GHz
bleibt unverändert . Hierbei handelt es sich um OEM-Preise bei einer Abnahme von
1000 Prozessoren oder mehr ; die tatsächlichen Straßenpreise sind höher . Diese
schon länger angekündigten Preissenkungen haben Mutmaßungen ausgelöst , dass der
Konkurrent AMD seine Athlon- und Duron-Prozesoren nun ebenfalls verbilligen
werde . Aber bisher hat AMD noch nicht auf Intels Schritt reagiert . Die
offizielle Preisliste ( Stand 18. April ) wurde lediglich um die neuen Modelle
Athlon mit 1,3 GHz , Duron mit 900 MHz und Mobile Duron mit 800 MHz ergänzt .
Ansonsten finden sich dort weiterhin die bereits seit Anfang März gültigen
Preise . Aldi-Notebook morgen im c't-Test Ab Mittwoch verkauft Aldi-Nord für
3000 Mark ein All-in-one-Notebook mit reichhaltiger Ausstattung , Aldi-Süd will
das Gerät ab Donnerstag anbieten . Das Gerät aus der Fertigung von Medion beruht
auf dem gleichen Grundgerüst ( Barebone ) wie das Asus-Notebook L8400K , Medion
baut lediglich Speicher , Festplatte und Prozessor ein . Dabei kommt nicht der
Mobile Pentium III zum Einsatz , sondern die Desktop-Version des Prozessors .
Sie nimmt laut Datenblatt zwar rund 7 Prozent weniger Leistung auf als der
Mobile-Chip , dafür fehlt ihr die Stromspartechnik SpeedStep , mit der im
laufenden Betrieb Taktrate und Kernspannung gesenkt werden können , um die
Leistungsaufnahme zu verringern . Das Display des Asus L8400 hinterließ im
c't-Test einen guten Eindruck . Ob das gleiche Display im Aldi-Notebook steckt ,
ist jedoch vorab nicht klar . Bei derart hohen Stückzahlen ( man munkelt von
über 30.000 Exemplaren ) erfüllt Asus dem Barebone-Käufer sicher ein paar
Sonderwünsche . Wie immer war Aldi nicht bereit , der c't-Redaktion ein Exemplar
vorab zum Test zu liefern . Die Redaktion plant deshalb , sofort nach
Geschäftsöffnung ein Testmuster einzukaufen und auf den Prüfstand zu stellen .
Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen :
Grafiktreiber von ATI , Elsa und Matrox ; BIOS-Updates von Asus , Biostar , DFI
, Gigabyte und MSI ; Sound-Treiber von Hercules Asus ( AsusTek ) Auf der
Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit :
Auf der Download-Seite stehen bereit : Gigabyte ( GBT ) MSI ( Microstar
International ) Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Rise hat
Celeron-Konkurrenten in Arbeit Der kleine Prozessorhersteller Rise hat in seiner
neuen Roadmap für 1999 einen Prozessor in PPGA-Bauform für den Sockel-370
angekündigt . Den mP6 plaziert Rise im Markt der Sub-$600-Rechner und möchte ihn
noch in diesem Jahr mit konkurrenzfähigen Taktraten ausstatten : Ab dem dritten
Quartal will Rise auf einen 0,18-µm-Prozeß umstellen und so im vierten Quartal
ein P-Rating von 466 erreichen . ( Das P-Rating gibt nicht den tatsächlichen
Coretakt des Prozessors an , sondern soll ihn mit einem fiktiven
Pentium-Prozessor vergleichbar machen . ) Ebenfalls im vierten Quartal soll der
mP6 im PPGA-Format für den Sockel-370 erscheinen und Intels Celeron-Prozessoren
Paroli bieten . Rise gibt noch nicht bekannt , mit welchem Coretakt der
PR466-Prozessor laufen wird . Auch bleibt bisher im Dunkeln , ob er wie die
Celerons mit 66 MHz Frontside-Bustakt arbeiten wird oder mit 100 MHz - diese
Technik hat Rise mit dem mP6 für den Sockel-7 schon ganz gut im Griff .
Nachteilig gegenüber dem Celeron wird sich der fehlende integrierte L2-Cache
auswirken , der für einen großen Teil der Geschwindigkeit des Intel-Prozessors
verantwortlich ist . Der mP6-II-Prozessor mit 256 KByte integriertem L2-Cache
verschwindet aus der Desktop-Roadmap und taucht unverständlicherweise
ausschließlich als Notebook-Prozessor auf . Er soll ab dem dritten Quartal mit
einem P-Rating von 380 und 400 erscheinen , später mit PR466 . Alle
Notebook-Prozessoren sollen mit einer Core-Spannung von 2,0 Volt arbeiten . CPU
P-Ratings Herstellung Muster ab Serienproduktion ( µm ) Quartal ab Quartal
Sockel-7-Prozessoren : mP6 2660,251/99 mP6 333,3660,252/993/99 mP6
380,4000,183/994/99 Sockel-370-Prozessoren : mP6 4660,183/99 ?
Notebook-Prozessoren : mP6 333,3660,182/993/99 mP6 380,4000,183/994/99 mP6
4660,184/99 ? mP6-II 380,4000,183/994/99 mP6-II 4660,184/99 ? Auch Asus P2B-F
gefälscht Auch vom Asus-Mainboard P2B-F sind inzwischen gefälschte Exemplare
aufgetaucht . Sie arbeiten wie die falschen P2B-Boards unzuverlässig und weisen
untypische Mängel auf . Inzwischen seien so viele verschiedene Fälschungen auf
dem Markt , daß keine gemeinsamen Merkmale mehr genannt werden könnten , sagte
ein Asus-Sprecher zu c't . Die im Internet kursierende PDF-Datei ist
mittlerweile veraltet : Sie zeigt hauptsächlich Unterschiede zwischen einem
falschen P2B der Revision 1.02 und einem echtem 1.10er-Board . Doch viele der
angeblichen Erkennungsmerkmale sind auch bei echten 1.02er-Boards zu finden . (
Beispielsweise hat Asus den fehlenden Jumper AGPFS bei den DIMM-Sockeln und
Festplattensteckern erst in Revision 1.03 eingeführt . ) Die neuen Falsifikate
der Revision 1.10 und des P2B-F ( davon existiert nur die Revision 1.0 ) seien
anhand dieser Merkmale nicht mehr zu erkennen . Einige aktuelle Kriterien sind
laut Asus : Händler sind dazu verpflichtet , die gefälschten Boards
zurückzunehmen und umzutauschen . Im Zweifel kann man sich an Asus wenden ;
allerdings bittet die Niederlassung in Ratingen darum , die seit Tagen
überlastete Telefon-Hotline zu meiden und sich im Internet unter
www.asuscom.de/de/support/support.htm zu melden . Dataquest : Billig-Wafer erst
2003 Erst im Jahr 2003 werden wir von den 30 Prozent Kostenersparnis profitieren
, die 300-Millimeter-Wafer in der Chipfabrikation bewirken sollen , so berichtet
The Register aus einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts Dataquest . Die
Wafer seien deutlich schwieriger zu handhaben als die herkömmlichen mit 200
Millimetern Durchmesser , weshalb die Chip-Bratereien große Teile ihrer Anlagen
ersetzen müßten . Die Verzögerungen seien daher unausweichlich . Intel hat erst
vor drei Wochen angekündigt , ab 2002 mit 300-Millimeter-Wafern zu arbeiten ,
Motorola/Infineon versprachen im Februar die Serienreife für 2001 . In einigen
Jahren werden wir dann erfahren , ob Marktforscher oder Chiphersteller mehr über
die Chipherstellung wissen . Der wöchentliche Report auf heise online über neue
Treiber und BIOS-Versionen : In dieser Woche trumpfen nur die
Grafikkartenhersteller mit neuen Releases auf . 3dfx : Leadtek : Matrox : AMD
stellt Duron mit 1,1 GHz vor Der Prozessorhersteller AMD beschleunigt seinen
Low-Cost-Prozessor Duron auf 1,1 GHz . Damit holt der Duron den Celeron wieder
ein , den Kontrahent Intel seit Anfang September mit derselben Taktfrequenz
anbietet . Außerdem steht die Markteinführung des lang erwarteten Athlon mit
Palomino-Kern kurz bevor . Er soll offenbar am 9. Oktober offiziell vorgestellt
werden . Allen Berichten zufolge wird AMD den verbesserten Athlon-Prozessor
tatsächlich nicht unter Angabe der realen Taktfrequenz vermarkten , sondern mit
einem an den Intel Pentium 4 angelehnten Rating . Die schnellste Variante mit
1,5 GHz Taktfrequenz wird unter dem Namen " Athlon XP 1800+ " auf den Markt
kommen . Beim Duron nutzt AMD seit der 1-GHz-Version einen neuen Kern ( Codename
" Morgan " ) . Gegenüber dem alten Spitfire-Kern enthält er einige interne
Verbesserungen wie einen Hardware-Prefetch und einen größeren TLB ( Translation
Lookaside Buffer ) . Außerdem hat AMD die vom Intel Pentium III bekannten
SSE-Befehle eingebaut . Bei gleichem Takt führten diese Verbesserungen im
Schnitt zu 5 bis 10 Prozent mehr Leistung . Da schon der Spitfire-Duron dem
Celeron ( mit Coppermine-128-Kern ) deutlich überlegen war , hängt der neue
Duron den direkten Konkurrenten locker ab . Sogar dem Intel Pentium III ( mit
Coppermine-Kern ) ist er in fast jedem Benchmark voraus . Und wenn man Intels
Flaggschiff , den Pentium 4 mit 2 GHz , in ein i845-Board mit lahmem
SDRAM-Speicher-Interface steckt , kann AMDs Einstiegsprozessor sogar mit dieser
deutlich teureren Konfiguration ganz gut mithalten . Allerdings lief der Duron
im c't-Labor in einem Board mit dem AMD-761-Chipsatz und
Double-Data-Rate-Speicher ; in Boards mit VIA KT133A und PC133-Modulen ist er um
5 bis 10 Prozent langsamer . Der große Bruder AMD Athlon mit derzeit maximal 1,4
GHz läuft all diesen Konfigurationen davon . Intel wird vermutlich in Kürze
einen neuen Celeron vorstellen , der statt des Coppermine-128-Kerns den
schnelleren Tualatin-Kern nutzt . Trouble mit Crusoe-Prozessoren Auch Sony hat
offenbar defekte Crusoe-Prozessoren in Notebooks eingebaut , will aber im
Unterschied zu NEC keine Rückrufaktion starten . US-Medien nannten die Zahl von
bis zu 13.000 Geräten . Wieviele Exemplare des PictureBook Vaio PCG-C1VE , das
seit einigen Wochen im Handel ist , tatsächlich von dem Fehler betroffen sind ,
ist aber noch unklar . Der Elektronik-Konzern hat die japanischen
PictureBook-Käufer darauf hingewiesen , dass beim Installieren von Windows
Schwierigkeiten auftreten könnten . Geräte , bei denen dies der Fall sei , will
Sony kostenfrei umtauschen . NEC hatte die ersten ausgelieferten Exemplare des
Notebooks mit Crusoe-Prozessor zurückgerufen . Betroffen sind lediglich 284 in
Japan verkaufte Exemplare des NEC LaVie MX , bei denen Probleme beim
Installieren von Betriebssystemen auftreten können . Transmeta habe den Fehler
im Crusoe-Prozessor bereits behoben , alle weiteren ausgelieferten Chips seien
daher fehlerfrei , hieß es übereinstimmend bei den beiden Firmen wie beim
Prozessorhersteller selbst . Offenbar als Reaktion auf diesen Rückruf brach der
Kurs der Transmeta-Aktie schon Mittwoch um 5,06 US-Dollar auf 23,81 US-Dollar
und sank auch am gestrigen Donnerstag noch einmal auf 22,62 US-Dollar . Der
wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen :
Schon wieder neue Promise-Treiber bei Asus , endlich neue IDE-Treiber für die
VIA-Southbridge 82C686B und Beta-Treiber mit HSR ( Hidden Surface Removal ) für
die Voodoo 4/5-Karten von 3dfx.Mainboards VIA : BIOS-UpdatesAsus : Auf der
Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : Elitegroup : Auf der Download-Seite NMC
: 3dfx : Im November nachgelegt : 27.11. , 18.11. , 11.11. , 3.11. . Im Oktober
nachgelegt : 29.10. , 21.10. , 13.10. , 6.10. . Im September nachgelegt : 30.9 .
, 22.9. , 15.9. , 8.9. , 1.9. . Im August nachgelegt : 26.8. , 18.8. , 13.8. ,
6.8. . Im Juli nachgelegt : 29.7. , 21.7. , 15.7. . Treiber-Service der c't Der
wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Der
taiwanische Neujahrs-Kater scheint immer noch eine Update-Flut zu verhindern ,
lediglich Asus , Chaintech , Elitegroup , FIC und die in Augsburg sitzende FuSi
schaffen ein paar neue Versionen . Dann gibt s Sound-Treiber von VIA und Neues
für zwei " Grufties " : Grafiktreiber für 3dfx von alten Mitarbeitern und
OS/2-Treiber für Matrox-Karten . Auf der Download-Seite stehen bereit : Auf
x3dfx.com sind neue Beta-Treiber für Voodoo-Karten aufgetaucht . Derzeit
scheinen die Dateien dort nicht zu bekommen zu sein , aber beispielsweise beim
3DCenter : Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Mobile Pen-PCs von
Fujitsu Mit dem Point 1600 und dem Stylistic 2300 stellt Fujitsu zwei Pen-PCs
vor . Sie sehen aus wie zwei Displays mit Griff , dahinter stecken jedoch
vollwertige PCs mit Pentium-MMX-Prozessor , 32 MByte Hauptspeicher und
Festplatte . Die Rechner können über übliche Schnittstellen ( PC-Card , IrDA ,
USB , seriell , parallel und PS/2 ) mit ihrer Umwelt in Kontakt treten und
werden von Lithium-Ionen-Akkus versorgt . Die Touchscreens für die
Stiftbedienung haben eine Auflösung von 800x600 Punkten . Den Point 1600 bietet
Fujitsu mit einem 10,4-ZOLL-Passiv-Display für 5660 Mark an . Der Stylistic 2300
kostet mit einem 8,4-ZOLL-TFT-Display 9388 Mark und mit 8,4-ZOLL-CTV-Display
7260 Mark . Intel bestreitet Katmai-Vorabverkäufe Intel hat heute
US-Presseberichten widersprochen , nach denen Pentium-III-Prozessoren angeblich
frühzeitig in den Handel gelangt sind . In einer ersten offiziellen
Stellungnahme erklärte eine Sprecherin des Chipherstellers : " Einige wenige
Händler nehmen bereits Bestellungen für Pentium-III-Prozessoren auf ; für eine
tatsächliche Auslieferung an Kunden gibt es jedoch keine Beweise . "
c't-Recherchen bei einem der Anbieter bestätigen Intels Version : Der Händler
erklärte , Pentium-III-Prozessoren seien vorrätig , eine Lieferung derzeit
jedoch noch nicht möglich . Transmetas Chef Ditzel tritt zurück David R. Ditzel
tritt von seinem Posten als CEO ( Chief Executive Officer ) bei Transmeta zurück
. Er will sich zukünftig vor allem als Chief Technology Officer um den
technischen Fortschritt der Prozessorschmiede kümmern . Im Vorstand wird er als
Vice Chairman vertreten bleiben . Neuer CEO wird Mark K. Allen , bisher
Präsident und Chief Operating Officer . Als einer der Gründer von Transmeta
blickt Ditzel mit Stolz auf die Entwicklung der letzten sechs Jahre zurück :
Alle Visionen seien erreicht , das Unternehmen sei auf Wachstum ausgerichtet ,
betonte Ditzel . Er wolle sich nun auf zukünftige Produkte konzentrieren .
Nachfolger Allen , seit Januar 2000 Präsident bei Transmeta , arbeitete vorher
als Manager bei Nvidia , C-Cube Microsystems und Cypress Semiconductor .
Transmeta stellt den Crusoe-Prozessor her , der vor allem durch seine geringe
Stromaufnahme ( unter 5 Watt bei 600 MHz ) und daher geringe Hitzeentwicklung
glänzt . Zuerst nur in Notebooks wie dem Sony Vaio PCG-C1VE vertreten ,
entdecken nun auch Firmen wie RLX Technologies die Vorzüge des Crusoe in
Serversystemen - wenn auch mit rechtlichen Problemen . Im November letzten
Jahres wagte Transmeta den Sprung an die Börse , Mitte Januar gab es die erste
Bilanz . Gegenwind bekommt Transmeta durch Intel , deren Mobilprozessoren zwar
nicht auf ähnlich " aufregenden " Techniken beruhen wie dem Code-Morphing des
Crusoes , die sich aber stetig mit Geschwindigkeit bei niedriger
Leistungsaufnahme weiterentwicklen . Erst vor wenigen Tagen hat Intel den Mobile
Pentium III LV mit 700 MHz vorgestellt , der im SpeedStep-Betrieb mit 500 MHz
gerade einmal 5 Watt verbrät . Auch die nächste Generation von AMDs
Mobil-Prozessoren ( Codename Morgan ) werden mit Spannung erwartet , obwohl der
im Januar vorgestellte Mobile Duron mit 20 Watt bei 600 MHz kein Stromsparwunder
ist . AMD stellt Duron-CPU mit 900 MHz vor Hersteller wie Compaq oder Maxdata
haben Rechner mit dem neuen Prozessor bereits angekündigt . Der Duron nutzt den
gleichen Kern wie seine Vorgänger und hat daher 128 KByte L1-Cache , 64 KByte
L2-Cache und erweiterte 3DNow!-Befehle . Die Kernspannung bleibt bei 1,6 Volt ,
die maximale Leistungsaufnahme liegt bei 39,5 Watt . Der Frontside-Bus läuft mit
100 MHz ( Double-Data-Rate-Verfahren , FSB200 ) . Damit funktioniert der
Duron-900 in allen aktuellen Sockel-A-Mainboards . In diesem Zug senkt AMD den
Preis für den Duron-850 . Die Großhandelspreise für OEM-Kunden : Die
tatsächlichen Einzelhandelspreise werden davon abweichen . Erste
Leistungsmessungen im c't-Labor ergaben folgendes Bild : Alle Messungen : Athlon
: Intel : Intel D850GB ( Intel i850 ) , 128 MByte Hauptspeicher PC800 ( Rambus )
, Soundblaster Live 1024 Unreal : Unreal Tournament , Patch 4.20 , Auflösung
640?480?16 BAPCo : BAPCo SYSMark 2000 , Auflösung 1024?768?32 PovRay :
Aldi-Notebook : Das heiße Schnäppchen Heiß ist nicht nur der Aldi-Preis von
knapp 3000 Mark für ein Notebook mit dieser Ausstattung . Dem Tester im
c't-Labor wurde es auch ein wenig zu warm um den Schoß , als er das laufende
Gerät auf denselben nahm . Denn der Boden heizt sich auf über 45 Grad auf .
Dabei lärmt der Lüfter immer wieder für einige Sekunden . Allzu gemütlich kann
man es sich also nicht machen mit diesem Portablen , der von einem Pentium III
mit 850 MHz getrieben wird . Bei der Akkulaufzeit macht sich der Energieumsatz
der Desktop-CPU nicht so sehr bemerkbar . Zwar fehlt ihr die Stromspartechnik
SpeedStep , mit der sich die Leistungsaufnahme durch Absenken von Taktrate und
Kernspannung im laufenden Betrieb senken lässt , aber dafür nimmt sie unter
Volllast 1,5 Watt weniger auf als der Mobile-Chip . Das Gerät hielt passable 2,3
Stunden lang durch . Mit knapp 130 cd/m2 zeigt das 14-zöllige Display ein schön
helles Bild , das sich in feinen Stufen abdunkeln lässt . Die Leuchtdichte ist
recht gleichmäßig , bei unserem Testexemplar sind nur auf der rechten Seite
leichte Abschattungen auszumachen . Nahe beieinander liegende dunkle Töne löst
das Display ordentlich auf . Helle Farben sind hingegen etwas matt - vor allem
Rot ähnelt eher Orange . Die Blickwinkelabhängigkeit ist in der Horizontalen
gering , aber nach oben und unten wird das Bild sehr schnell blass . Das Display
wartet mit Kontrasten von 250:1 auf - für einen Notebookbildschirm völlig
ausreichend . Kleinere Auflösungen als XGA werden so schlecht interpoliert ,
dass Schrift kaum noch lesbar ist . Die Rechengeschwindigkeit entspricht fast
der eines Desktop-Rechners , auch das Abspielen von DVDs gelingt dank schnellem
Prozessor und guter Konfiguration ruckelfrei . Ein vergleichbares Gerät kostete
bisher mindestens 500 Mark mehr . Intels Celeron-Prozessor erreicht 1,2 GHz
Heute stellt Intel einen Celeron-Prozessor mit 1,2 GHz interner Taktfrequenz vor
. Intels seit 1998 angebotener Lowcost-Prozessor erhält damit den vierten Kern :
Statt des im 0,18-µm-Prozess hergestellten " Coppermine-128 " mit 128 KByte
L2-Cache kommt jetzt der in 0,13-µm-Technik gefertigte "Tualatin"-Kern zum
Einsatz . Der Tualatin-Kern unterstützt wie schon der Vorgänger Coppermine ( und
der noch ältere Katmai ) die SSE-Befehlssatzerweiterung , die auch Kontrahent
AMD in den Athlon und Duron mit Palomino- und Morgan-Kern eingebaut hat . Die
SSE-Erweiterung SSE2 mit einigen zusätzlichen Befehlen spricht derzeit nur der
Intel Pentium 4 . Der 1,2-GHz-Celeron ( Datenblatt ) ist vor allem wegen des
größeren Caches deutlich schneller als sein 1100-MHz-Vorgänger . Sogar der
Leistungsabstand zum Pentium 4 mit 2,0 GHz ist bei einigen Anwendungen
erstaunlich gering , wenn dieser über den i845-Chipsatz nur auf PC133-SDRAM
zugreifen kann . War der Celeron bisher bei gleichem Takt dem Duron des
Kontrahenten AMD unterlegen , holt der neue Kern gut auf und überholt zumindest
den Duron mit 1,1 GHz in einigen Benchmarks recht deutlich . Leistungsvergleich
unter Windows 98SE und Linux Intel bietet dazu beispielsweise den i815E B-Step
an , ALi den Aladdin Pro5T , SiS den SiS635T und VIA den Apollo Pro133T und Pro
266T . Recht neu ist der i815EG : Dieser Chipsatz von Intel für
Sockel-370-Prozessoren hat wie der i815E einen eingebauten Grafikchip , aber
keine Anschlussmöglichkeit für AGP-Grafikkarten . Genau andersherum verhält es
sich beim i815EP , der nur ein AGP-Interface , aber keinen Grafikchip enthält .
Das " E " in Intels i8xx-Chipsatzbezeichnungen bezieht sich auf den
I/O-Controller Hub : Versionen mit E nutzen den ICH2 ( 82801BA ) , solche ohne E
den ICH ( 82801AA ) . Nur Ersterer beherrscht den Ultra-ATA/100-Modus für
EIDE-Geräte und bietet acht ( statt üblicherweise vier ) PCI-Interrupteingänge .
Der neue Celeron mit 1,2 GHz kostet für Großabnehmer in 1000-er Stückzahlen 103
US-Dollar . Die Preise der anderen Celerons passt Intel entsprechend an . AMD :
Gigahertz-Athlon in 2000-Mark-PCs Schon seit einiger Zeit verkaufen Händler wie
PC-Spezialist oder Vobis PCs mit dem Gigahertz-Athlon für unter 2000 Mark . Nun
will AMD diesen Preis auf weitem Feld durchsetzen und den Athlon-1000 in großen
Stückzahlen ausliefern . Mehr als 20 Hersteller und Handelsketten planen laut
AMD einen PC mit Gigahertz-Athlon ab 2000 Mark , darunter Compaq ,
Fujitsu-Siemens , Lion , Waibel , Packard Bell , Brinkmann , Comtech , Karstadt
, Kaufhof , Quelle , Red Zac und Schaulandt . Der Geschäftsführer von AMD
Deutschland , Jochen Polster , sagte , AMD habe das erfolgreichste Jahr seiner
Geschichte hinter sich . Nun wolle man sich " in diesem Weihnachts-Quartal bei
Kunden und Partnern bedanken " . Ende 1999 hatte der Kühlspezialist Kryotech den
ersten kommerziellen Gigahertz-PC zum stolzen Preis von 16.000 Mark angeboten ;
drinnen steckte ein übertakteter Athlon-900 . Zur offiziellen Markteinführung
des Athlon-1000 im März 2000 kosteten Systeme von Compaq und Gateway mindestens
5000 Mark , für der Prozessor allein ( ein Model 2 für den Slot A ) wollte AMD
damals über 2500 Mark haben . Inzwischen ist der Preis für einen Athlon mit
Thunderbird-Kern im CPGA-Gehäuse für den Sockel A auf unter 800 Mark gesunken .
Der Athlon mit 1,1 GHz kostet etwa 1000 , der mit 1,2 GHz über 1500 Mark . Doch
diese Version macht nur mit schnellerem Speicher ( DDR , Double Data Rate )
wirklich Sinn , sodass in den 2000-Marks-PCs wohl eher die herkömmliche Variante
mit FSB100 und PC100- oder PC133-Speichermodulen zum Einsatz kommen wird - für
diesen Preis dennoch ein attraktives Angebot . Konkurrent Intel kann derzeit mit
dem Pentium III nicht ganz mithalten , da die schnelleren Varianten ab 933 MHz
kaum zu bekommen und deutlich teurer als die Athlons sind . Für Ende November
plant Intel die Markteinführung des Pentium 4 mit Taktraten ab 1,4 GHz .
Besonders günstig werden die Systeme anfangs jedoch nicht sein , denn der bisher
einzige Chipsatz i850 benötigt zwei der vergleichsweise teuren
Rambus-Speichermodule . Die Systeme zielen damit eher auf den Server- und
Workstation-Markt . Intel selbst sieht den Pentium 4 erst Ende 2001 als
Mainstream-Produkt . In diesem Workstation-Markt hat AMD einen eher schwachen
Stand und musste erst kürzlich den Multiprozessor-Chipsatz 760MP verschieben ,
angeblich nicht aus technischen Gründen , sondern aufgrund mangelnder Akzeptanz
bei den PC-Herstellern . Somit scheint der Versuch von AMD nur verständlich ,
den Gigahertz-Athlon als Standard-Prozessor im PC-Markt zu etablieren .
Ungeachtet dieser ganzen Aspekte können die schnellen AMD-Systeme für 2000 Mark
durchaus ein gutes Schnäppchen sein . Doch es kommt auf das gesamte System an ,
auf die Kombination aus Mainboard , Speicher , Grafikkarte und Festplatte . Also
frohe Gigahertz-Weihnachten . ZDNet : Windows 98-Nachfolger statt Windows 2000
Der US-Newsdienst ZDNet berichtet von Plänen , nach denen Microsoft noch
mindestens einen Nachfolger für Windows 98 herausbringen will . Das widerspricht
den ursprünglichen Plänen , das nächste Consumer-Windows auf dem NT-Kernel
aufzubauen , paßt aber zu der andauernden Verzögerung bei Windows 2000 .
Microsoft Deutschland zeigte sich von dem Bericht überrascht und versicherte auf
Nachfrage von c't , daß an den bisherigen Plänen festgehalten werde . Die
Pressestelle räumte allerdings ein , daß natürlich noch kleinere Updates und
Servicepacks für Windows 98 zu erwarten seien . AMD : GHz-Athlon kommt noch im
März Der ungefähre Zeitpunkt für das Finale im Rennen um den ersten
Gigahertz-Prozessor steht jetzt fest : Noch im März wollen die beiden
Konkurrenten Intel und AMD ihre Prozessoren mit 1000 MHz vorstellen . Nach
Berichten über Intels Absicht , die Einführung des Pentium III/E vorzuverlegen ,
hat AMD heute offiziell bestätigt , ebenfalls noch im März einen Athlon mit 1
GHz auf den Markt bringen zu wollen . Zuerst war lediglich ein offenbar verfrüht
platzierter FAQ-Eintrag auf der Web-Seite von AMD aufgefallen : " Wie hat AMD es
geschafft , 1 GHz so viel schneller zu erreichen als ursprünglich vorgesehen ? "
. Neben ein wenig Eigenlob ist in der Antwort von der Einführung im März die
Rede . Dass dieser Termin tatsächlich geplant ist , hat mittlerweile AMDs
Pressesprecher Jan Gütter gegenüber c't bestätigt . Er versicherte , AMD werde
den 1000-MHz-Athlon auch sofort in großen Stückzahlen liefern können . So ganz
unerwartet kommt der Gigahertz-Athlon für aufmerksame CeBIT-Besucher nicht : Auf
dem Messestand von AMD hatten die PC-Hersteller Gateway und Compaq bereits
Rechner mit diesem Prozessor vorgeführt , Hersteller wie FIC zeigte ihre
Mainboards mit einer CPU vor , die mit " AMD-K71000 " beschriftet war . Bei dem
Neuling handelt es sich nicht um den Athlon-Nachfolger " Thunderbird " aus
Dresden , sondern um einen im 0,18-µm-Aluminium-Prozess gefertigen Prozessor aus
Austin/Texas . Da der derzeit schnellste Athlon mit 850 MHz läuft , wird AMD
vermutlich in den kommenden Tagen oder gleichzeitig mit dem 1000-MHz-Typ auch
Versionen für 900 und 950 MHz einführen . Der wöchentliche Report auf heise
online über neue Treiber und BIOS-Versionen : VIA hat seine Treiber-Seite
renoviert ; BIOS-Updates von Abit , Chaintech , Fujitsu/Siemens , Iwill und MSI
; Grafikkarten-Treiber von Matrox und Soundtreiber von Guillemot . VIA hat eine
neue Treiber-Seite ins Netz gestellt . Für jeden Chipsatz sind die 4in1-Treiber
sowie eventuelle Updates einfach ersichtlich . Den Treiber-Stamm hat VIA direkt
aktualisiert und einige schon lange kursierende Beta-Versionen damit
authorisiert . Unterstützt sind Windows 9x , ME , NT4 und 2000 Auf der
Update-Seite stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit : Neue
BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Erste PCI-Bridge für AMDs
HyperTransport Der Chiphersteller API Networks ( ehemals Alpha Processor ) hat
eine HyperTransport-PCI-Bridge vorgestellt . Mit dem AP1011 getauften Baustein
können die Hersteller solche Systeme mit einem PCI-Bus ausrüsten , die AMDs bis
zu 6,4 GByte/s schnellem HyperTransport zur Verbindung der Chips nutzen . Das
PCI-Interface des AP1011 unterstützt 64-Bit- , 66-MHz-PCI nach PCI 2.2 . Bis zu
15 Chips können kaskadiert werden , wobei jeder Chip vier 33-MHz- oder zwei
66-MHz-Slots unterstützt . HyperTransport ( vormals Lightning Data Transport -
LDT ) ist als Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen Chips konzipiert . AMD selbst
möchte die Northbridges und I/O-Controller in Multiprozessor-Systemen damit
verbunden sehen . Um komplette Systeme auf HyperTransport-Basis zu bauen ,
benötigen die Hersteller Übergänge ( Bridges ) zu den herkömmlichen Standards
wie AGP oder eben PCI . VIA hat mit V-Link und Intel mit dem Hub-Link eine
ähnliche Technik zum Verbinden von Chips im Programm , allerdings arbeiten beide
mit vergleichsweise mageren 266 MByte/s und sind darauf beschränkt , die
hauseigenen Northbridges und Southbridges zu koppeln . Für anspruchsvollere
Aufgaben eignen sich beide nicht . Als direkte Konkurrenz zum HyperTransport
hatte Intel auf dem IDF eine noch namenlose Technik mit einer Bandbreite von bis
zu 10 GHz pro Pin angekündigt , ohne jedoch nähere Details zu nennen .
Palm-Konkurrent Visor jetzt auch in Deutschland Heute beginnt die Firma
Handspring mit dem Verkauf des Palm-Konkurrenzprodukts Visor in Europa . Drei
Ausführungen des PDAs mit proprietärem Erweiterungsslot für Springboard-Karten
bietet der Hersteller an : Der Visor Deluxe mit 8 MByte Speicher ,
USB-Dockingstation und Leder-Etui kostet knapp 650 Mark und ist in den Farben
Ice , Grün , Blau , Orange und Graphit erhältlich . Das kleinere Standardmodell
für knapp 500 Mark ist nur in der Farbe Graphit zu haben und muss mit 2 MByte
Speicher und ohne Tasche auskommen . Der Visor Solo für knapp 400 Mark
schließlich wird ohne USB-Dockingstation ausgeliefert . Drei Erweiterungskarten
für den Springboard-Slot bietet Handspring derzeit an : Ein Backup-Modul für 109
Mark , eine 8-MByte-Flashkarte für 199 Mark und ein Golfspiel für 89 Mark .
Zusätzliche Karten sind zumindest für den amerikanischen Markt verfügbar . Als
weiteres Zubehör sind verschiedene Etuis und Stifte sowie eine serielle
Dockingstation für Rechner ohne USB-Schnittstelle erhältlich . Bestellungen
nimmt Firma Handspring bereits auf ihrer Webseite entgegen ; die Presseagentur
des Unternehmens versichert , es sei mit einer " normalen Lieferzeit " zu
rechnen . Auf der Auswahlseite des Standard-Modells hat sich aber offenbar ein
Fehler eingeschlichen : Im Unterschied zur englischen Seite ist das
preisgünstigste Modell Visor Solo dort nicht auswählbar . Ab 15. Mai sollen die
Visor-PDAs auch im Einzelhandel angeboten werden . " VIA-Bug " angeblich nur ein
Kompatibilitätsproblem Bei den Datenverfälschungen im Zusammenhang mit der
Southbridge 82C686B soll es sich nicht um einen Fehler in diesem Baustein
handeln , sondern um eine Inkompatibilität mit den Soundblaster-Live-Soundkarten
der Firma Creative . Das geht aus einer noch nicht offiziell bestätigten Meldung
des Chipsatzherstellers VIA hervor , die die Hardware-Site ViaHardware
veröffentlicht hat . Demnach tritt der Fehler nur in der Kombination aus
686B-Southbridge , Soundblaster Live! von Creative , Festplatte im ATA/66- oder
ATA/100-Modus und Athlon-Prozessor auf . Er sei zudem per Treiber-Update zu
beheben , entsprechend wolle VIA eine neue Version der 4in1-Treiber demnächst
zur Verfügung stellen . Derzeit bietet VIA die Version 4.29 zum Download an ,
eine Beta-Version 4.30 kursiert seit einigen Wochen durchs Internet ; das Update
kann also frühestens in Version 4.31 enthalten sein . Schon kurz nach
Bekanntwerden der Probleme hatten einige Mainboard-Hersteller BIOS-Updates
bereitgestellt ( weitere im Nachgelegt vom 20. 4. und 27.4. ) , die den Fehler
beheben sollen . Ob diese Updates tatsächlich das Problem lösen , lässt sich
nicht verifizieren . Die Stabilitätstests zur Erforschung des VIA-Bugs führen zu
einer Reihe Abstürzen , die nicht unbedingt auf den vieldiskutierten Via-Bug
zurückzuführen sind . Die Testprogramme zeigen auch andere Schwachstellen des
Systems auf : Schlechte Speichermodule oder falsche Einstellungen im BIOS-Setup
bringen auch Rechner mit funktionierender IDE-Anbindung zum Absturz . Ohne
genauere Informationen von VIA ist daher derzeit kaum abschätzbar , unter
welchen Umständen der Fehler in der Southbridge für Abstürze oder Datenverluste
verantwortlich ist . Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber
und BIOS-Versionen : Chipsatz-Treiber von Ali und Intel , ein CD-Brenner-Update
von Plextor , Grafiktreiber-Update von Videologic sowie BIOS-Updates von Asus ,
FIC und Gigabyte . Asus ( AsusTek ) Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen
bereit : FIC ( First International Computer ) Gigabyte ( GBT ) Neue
BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Der wöchentliche Report auf heise
online über neue Treiber und BIOS-Versionen : AMD bringt Treiber für den neuen
Chipsatz 760 , ein paar Nachträge von Epox und ein paar Updates von Asus ,
Elitegroup und Soltek . AMD : Auf der Treiber-Seite stehen neue Treiber bereit ,
die vor allem den AMD-760 mit der Northbridge AMD-761 und der Southbridge
AMD-766 unterstützen : Asus : Auf der Update-Seite stehen bereit : Elitegroup :
Auf der BIOS-Seite stehen bereit : Epox : Soltek : Die Download-Seite hält
bereit : 16-Milliarden-Dollar-Deal zwischen IBM und Dell Weiterhin wollen die
Firmen Patente austauschen und gemeinsam Forschung betreiben . Dell wird anfangs
hauptsächlich Festplatten , Speicherbausteine , Netzwerktechnik und LCD-Displays
von IBM beziehen , später soll die auf sieben Jahre angesetzte Übereinkunft auch
IBMs neue Kupferchiptechnologie umfassen . Zwar setzt Dell schon seit einigen
Jahren OEM-Produkte von IBM ein , aber durch die erweiterte Kooperation erwarten
beide Firmen Wettbewerbsvorteile . Web-Site von VIA gecrackt Auf der
Internet-Seite www.viatech.com des taiwanischen Chipherstellers VIA meldet sich
derzeit die Werbeseite der argentinischen Stadt Puerto Madryn . Ebenfalls
betroffen sind die Domains cyrix.com und winchip.com , die seit dem Aufkauf
dieser Firmen durch VIA auf viatech.com umgeleitet sind . VIAs Pressesprecher
Richard Brown möchte der Sache nachgehen , aber da Taiwan heute das
QingMing-Fest feiert ( eine Art Feiertag zur Verehrung der Ahnen ) , kann Brown
den Webmaster nicht erreichen - die Reparatur der Site kann also noch etwas
dauern . Wer auf Treiber oder Informationen von VIA angewiesen ist , kann wie
immer den taiwanischen Server unter www.via.com.tw nutzen .
Multiprozessor-Chipsatz für Athlon abgesagt AMD muss zusätzlich zur
Thunderbird/KX133-Misere einen weiteren Rückschlag bei der Athlon-Unterstützung
hinnehmen : Der Chip-Hersteller HotRail will die Entwicklung seines
High-End-Chipsatzes für Server mit bis zu acht Athlons einstellen und sich ganz
auf die Herstellung von Kommunikations-Chips konzentrieren . Bisher kann niemand
die Multiprozessor-Fähigkeiten des Athlon nutzen , da kein geeigneter Chipsatz
auf dem Markt ist . Die größten Hoffnungen liegen nun bei AMD selbst und dem
immerhin Dual-fähigen AMD-770 , der im vierten Quartal erscheinen soll . Neuer
Athlon XP schon im Handel Obwohl AMD die neue Athlon-Version mit Palomino-Kern
erst nächsten Dienstag offiziell vorstellen will , tauchen schon mehrere Geräte
mit dem " Athlon XP " genannten Prozessor im Handel auf . So bieten etwa
Karstadt und der ProMarkt/MakroMarkt bereits Komplettsysteme an . Während in
Online-Offerten Lieferzeiten von ein bis zwei Wochen genannt werden , sind die
PCs in einigen Filialen schon zu bekommen . Auch MediMax führte schon vergangene
Woche einen Athlon XP in einem Inserat auf , musste das Angebot jedoch wieder
zurücknehmen . AMD hält die Leistungssteigerung für ausreichend , um ein neues
Schema zur Bezeichnung zu rechtfertigen : Auf dem Athlon XP steht nicht mehr die
tatsächliche interne Taktfrequenz , sondern ein Rating , das eine
Vergleichbarkeit mit dem Hauptkonkurrenten Intel Pentium 4 herstellen soll . So
läuft der Athlon XP 1500+ intern mit 1,33 GHz , der 1600+ mit 1,4 , der 1700+
mit 1,466 und der 1800+ mit 1,533 GHz . Erste Tests im c't-Labor zeigen , dass
dieses Pentium-Rating im Großen und Ganzen vertretbar ist : In vielen Benchmarks
arbeitet der Athlon XP 1800+ tatsächlich knapp schneller als ein Pentium 4 mit
echten 1,8 GHz , nur bei wenigen Tests liegt die Intel-CPU deutlich vorne .
Allerdings beschleunigt der neue Palomino-Kern nicht jede Anwendung .
Normalerweise dürfen die Geräte vor dem offiziellen Vorstellungstermin des
Herstellers nicht in den Handel gelangen , den Verkäufern droht eine
kostenpflichtige Abmahnung . Für den Kunden bedeutet der Kauf jedoch kein Risiko
- schließlich hat nicht er mit AMD einen NDA-Vertrag abgeschlossen ( non
disclosure agreement ) . Mittlerweile scheinen nicht mehr alle Händler diese
Verträge zu beachten : Auch Systeme mit Intels Brookdale-Chipsatz ( i845 ) waren
einige Tage vor der offiziellen Vorstellung im Handel erhältlich . Wer also
schon jetzt auf AMDs XP-Zug aufspringen möchte , kann das tun , falls ihm denn
die Ausstattung der angebotenen Komplettrechner angemessen erscheint . Richtig
gut arbeitet der Athlon XP nur zusammen mit DDR-Speicher ( Double Data Rate ) ,
mit langsameren PC133-Speichermodulen verliert er etwas von seiner
Leistungsfähigkeit . Auf den Grafikkarten der meisten Komplettrechner sitzt der
Nvidia-Grafikchip GeForce 2 MX , der nicht zur allerschnellsten Riege der
3D-Beschleuniger gehört , aber für oft ausreichenden Spielspaß sorgt . AMD
stellt 700-MHz-Athlon vor und senkt Preise Chiphersteller AMD hat heute einen
700 MHz schnellen Athlon-Prozessor vorgestellt und damit seinen Vorsprung vor
Intel weiter ausgebaut , deren Pentium III derzeit mit maximal 600 MHz zu haben
ist . Selbst der für den 25. Oktober erwarteten Vorstellung des Pentium III/E (
Codename Coppermine ) mit voraussichtlich 667 und 733 MHz kann AMD ziemlich
gelassen entgegensehen . Insider-Informationen zufolge könnte AMD es bis dahin
sogar schaffen , die Megahertz-Schraube auf 750 oder gar 800 MHz zu drehen .
Andererseits mangelt es aber weiterhin an einem ausreichenden Angebot
Athlon-geeigneter Mainboards . Im Zuge der Neuankündigung senkt AMD die Preise
für die bisherigen Prozessortypen , obwohl die letzte Senkung erst drei Wochen
zurück liegt . Die Preise gelten wie immer für OEM-Kunden bei Abnahme von 1000
Stück : AMD K6-III 450173400163 AMD K6-2500153475994507940064 AMDs neuer
Lowcost-Prozessor K6-2+ findet sich noch nicht in der Liste , da er erst im
nächsten Jahr zu haben sein wird . AMD : Kein Problem mit 760er-Chipsatz AMD und
Gigabyte haben Berichte zurückgewiesen , wonach der neue Chipsatz AMD-760
fehlerhaft sei und verspätet auf den Markt gelangen werde . Am Mittwoch hatte
das britische Online-Magazin The Register gemeldet , ein Repräsentant des
Mainboard-Herstellers Gigabyte habe die Probleme bestätigt und von einer noch
nicht absehbaren Verzögerung gesprochen . Die Hardware-Sites Realworldtech und
FiringSquad wollen unterdessen in Erfahrung gebracht haben , wie es zu der
Nachricht kam : Demnach soll Gigabyte auf den Vorab-Exemplaren des Mainboards
GA-7DX , die zum Test an einige Redaktionen gingen , eine ältere Revision der
Northbridge AMD-761 verbaut haben . Deren Schwachstellen , unter anderem eine
recht starke Hitzeentwicklung , habe AMD jedoch schon behoben . Die
Chipsatzversion , die AMD in eigenen Demosystemen verschickte , arbeite
fehlerfrei . Tatsächlich hat das Corona-Board mit Athlon-1200 , 133 MHz
Frontside-Bustakt und PC266-Speicher ( Double Data Rate , DDR ) im c't-Labor
alle Benchmarks mit nur einem Absturz absolviert - für ein Demosystem
erstaunlich stabil . Wann jedoch die Mainboards mit AMD-760-Chipsatz ,
Athlon-Prozessoren mit 133 MHz Bustakt und PC266-Speicher tatsächlich erhältlich
sein werden , bleibt abzuwarten . Die Hersteller geben weiterhin Ende November
bis Mitte Dezember als Verkaufsstart an . Noch immer keine Athlon-PCs mit
DDR-Speicher ( Update ) Erste Benchmarks des neuen AMD-760-Chipsatzes verliefen
vielversprechend , doch die Hersteller liefern bisher keine serienreifen Boards
aus . Athlon-PCs mit dem schnellen DDR-Speicher ( Double Data Rate ) sind immer
noch nicht auf dem deutschen Markt . Anders als vor einem Monat gibt AMD nun
Schwierigkeiten mit dem 760er-Chipsatz zu . Allerdings liege die Ursache nicht
im Chipsatz , sondern im Design mancher Mainboards , sagte AMD-Sprecher Jan
Gütter gegenüber heise online . Betroffen sei derzeit lediglich ein PC-Modell
von Micron , der Millennia Max XP mit FSB266 ( Frontside-Bus ) , der nur in den
USA angeboten werden sollte und in dem eine OEM-Version eines Mainboards von
Gigabyte steckt . Die hohe Taktfrequenz führe zu Rauschen auf einigen Leitungen
, was den Rechner abstürzen lässt . Die Version mit FSB200 laufe hingegen
fehlerfrei und werde ausgeliefert . Laut AMD ist keine Änderung am Chipsatz
notwendig ; einige Modifikationen am Layout des Mainboards wie zusätzliche
Filter oder Pufferbausteine sollen reichen , um das System stabil zum Laufen zu
bekommen . Von einem Fehler im Chipsatz könne daher nicht die Rede sein . Der
AMD-760 für die Prozessoren Athlon und Duron unterstützt FSB200 und FSB266 sowie
die beiden Speichertypen SDR- und DDR-SDRAM . Speicher und FSB laufen mit
gleicher Taktfrequenz , sodass unklar ist , ob die Störungen nun am Frontside-
oder Speicherbus auftreten . Auch ist bisher nicht bekannt , ob auch andere
Hersteller außer Gigabyte ihre 760er-Mainboards überarbeiten müssen . Bei den
anderen Chipsätzen für DDR-Speicher sieht es auch nicht besser aus : Ein erstes
Testmuster des Ali-Chipsatzes ALiMAGiK 1 zeigte Transcend auf der Comdex in Las
Vegas , doch Ali selbst will erst in zwei bis drei Wochen Testsysteme ausliefern
. Auch die Mainboards mit Vias KT266 für AMD- und dem Apollo Pro266 für
Intel-Prozessoren lassen auf sich warten . Der wöchentliche Report auf heise
online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Auf der Treiber- und BIOS-Seite
stehen bereit : Auf der Download-Seite gibt es : Auf der Download-Seite stehen
bereit : Auf der Download-Seite sind erhältlich : Auf der Download-Seite stehen
bereit : Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen AMD sieht wieder rote
Zahlen kommen Der Handel mit AMD-Aktien wurde gestern zeitweise ausgesetzt ,
nachdem der Chiphersteller Verluste für das erste Quartal 1999 vorhergesagt
hatte . Trotz AMDs neuer Allianzen war das vorausgegangene Schrillen der
Alarmglocken also kein Fehlalarm . Der wöchentliche Report auf heise online über
neue Treiber und BIOS-Versionen : Abit , Asus , Elitegroup , Epox ,
Fujitsu/Siemens , Iwill , Legend QDI , MSI , Transcend stellen BIOS-Updates
bereit ; Soundtreiber von Terratec ; ein kleines INF-Update von Intel . Asus (
AsusTek ) Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : ECS ( Elitegroup
Computer Systems ) Auf der Download-Seite stehen bereit : Epox ( ElitoEPoX )
Fujitsu/Siemens ( FuSi ) Auf der Download-Seite stehen bereit : Legend QDI Auf
der Download-Seite stehen bereit : MSI ( Microstar International ) Neue
BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Rechner mit AMD Athlon und Linux Für
unter 2000 Mark will die deutsche Computer-Handelskette Comtech Komplettrechner
auf der Basis des Athlon-Prozessors von AMD anbieten . Die Geräte der " Black
Edition " erscheinen in einer Standard- und einer Profi-Version und sollen ab
dem 18. August lieferbar sein . Auf beiden Gerätevarianten ist das
Betriebssystem Linux vorinstalliert . Comtech hat die Modellreihe allerdings auf
1000 Exemplare limitiert , Interessenten können schon jetzt vorbestellen . Beide
Versionen nutzen den AMD Athlon ( ehemals K7 ) mit 500 MHz , ein
40fach-CDROM-Laufwerk . Die Standard-Version kommt mit 64 MByte RAM , einer
Festplatte mit 6,4 GByte und einer AGP-3D-Grafikkarte von ATI mit 8 MByte
Speicher für 1799 Mark in den Handel . Für 200 Mark Aufpreis bietet die
Profi-Version 128 MByte Speicher , eine 10-GByte-Festplatte und eine
ATI-Grafikkarte mit 16 MByte Speicher . Sie kann ein System unnötig ausbremsen .
Comtech gibt leider nur an , dass es sich um eine Grafikkarte von ATI handelt ,
ohne den genauen Typ oder den verwendeten Chip zu nennen . AMD stellt
Duron-Prozessor mit 750 MHz vor Der Chiphersteller AMD stellt heute eine
schnellere Version seines Einstiegsprozessors vor , den Duron mit 750 MHz . AMD
siedelt ihn in PCs unter 2000 Mark an , die Hersteller wie Siemens/Fujistu ,
Compaq und IBM schon anbieten oder angekündigt haben . Der AMD Duron ist der
kleine Bruder des Athlon , genaugenommen des Athlons mit dem Codenamen
Thunderbird . Beide kommen im CPGA-Gehäuse und laufen in Mainboards mit dem
Sockel A . Sie unterscheiden sich lediglich in der Größe des Level-2-Caches und
den verfügbaren Taktraten : Neben der neuen 750-MHz-Version bietet AMD den Duron
mit 700 , 650 und 600 MHz an , jeweils mit 64 KByte L2-Cache . Den Thunderbird
siedelt AMD eine Leistungsklasse höher an und rüstet ihn mit 256 KByte L2-Cache
und Taktraten von 700 MHz bis 1,1 GHz aus . Der L1-Cache umfasst bei beiden 128
KByte . Beim Duron ist der L1-Cache damit größer als der L2-Cache . Das ergibt
Sinn , da der L2-Cache als Victim-Cache arbeitet . Somit stehen im L1- und
L2-Cache unterschiedliche Daten . Der neue Duron mit 750 MHz besteht den
Vergleich mit den langsameren Varianten recht ordentlich . Die 3D-Benchmarks
absolviert die 750-MHz-Variante zwischen 9 und 12 Prozent schneller als der
600-MHz-Prozessor ; vom 700er kann er sich nur in einem Benchmark um mehr als 4
Prozent absetzen . Bei den Anwendungs-Benchmarks fällt der Vorsprung etwas
deutlicher aus : Um rund 15 Prozent liegt er vor dem 600er und um 4 bis 5
Prozent vor dem 700er . Lediglich der PovRay-Wert steigt linear mit dem Takt an
, sodass der 750er 25 Prozent schneller als der 600er und 7 Prozent schneller
als der 700er rendert . Um die beiden Brüder miteinander zu vergleichen , ließen
wir sie auf einem Asus A7V mit den Jumpern zum Einstellen des internen
Multiplikators laufen . Dabei war der Thunderbird bei 600 MHz unter- und der
Duron bei 800 MHz übertaktet . Creative Soundblaster Live , Festplatte IBM
DPTA-372050 . SYSMark : MadOnion BAPCo SYSMark 2000 , Patch 4B , 1024x768 Punkte
bei 32 Bit Farbtiefe 3DMark : MadOnion 3DMark 2000 , Version 1.1 , 800x600
Punkte bei 16 Bit Farbtiefe ; Optimierung für AMD Athlon ( kein Hardware-T&L ) .
Q III : Quake III , Version 1.11 UT : Den stärksten Konkurrenten findet der
schnellen Duron im eigenen Hause : den großen Bruder Thunderbird . Mit 700 MHz
arbeitet er um 5 bis 20 Prozent schneller als der Duron-750 und kostet bei den
Händlern nur noch rund 400 Mark . Solange der Straßenpreis des Duron-750 nicht
deutlich darunter liegt , lohnt sich eher der Kauf eines Thunderbird , zumal
beide in den gleichen Mainboards arbeiten . Für den Duron-750 gibt AMD einen
OEM-Preis von 181 US-Dollar an . Zum Vergleich : AMD beschleunigt Athlon- und
Duron-Prozessoren Der Prozessorhersteller AMD möchte noch diesen Monat einen
Athlon mit 1,2 GHz und einen Duron mit 800 MHz auf den Markt bringen . Während
der Geschwindigkeitszuwachs im Vergleich zu den aktuellen AMD-Prozessoren eher
gering ausfallen wird , zeigt AMD damit vor allem dem Konkurrenten Intel die
lange Nase : Dessen Prozessoren Pentium III und Celeron sind nur mit niedrigeren
Taktraten lieferbar . Der Duron-800 wird vermutlich ein neueres Stepping als die
bisheringen Durons haben , das einen Fehler behebt : Der CPUID-Befehl liefert
für die Größe des Level-2-Caches nur 1 KByte zurück . Das neue Stepping A2 soll
korrekt 64 KByte melden . Einige Programme wie WCPUID kennen den Fehler und
geben schon jetzt die richtige L2-Größe an . Andere Programme vertrauen dem
Rückgabewert des Prozessors und berichten 1 KByte , obwohl alle Durons 64 KByte
L2-Cache haben . Preise und genaue Vorstellungstermine für den Athlon-1200 und
den Duron-800 gibt AMD noch nicht bekannt . Der AMD Athlon arbeitet bei gleichem
Takt etwa gleich schnell wie ein Intel Pentium III , der jedoch nur bis maximal
1 GHz verfügbar ist . Im Low-Cost-Segment führt AMD noch deutlicher : Der Duron
lässt bei gleichem Takt den Celeron deutlich hinter sich , zudem sind nirgends
Celerons mit mehr als 700 MHz zu finden . Auch ausserhalb des Desktop-CPU-Markts
steht AMD gut da : Vor einigen Tagen gründeten AMD und TI eine Mobilfunk-Allianz
; und Intels Vorstellung von neuen Mobile-Prozessoren konterte AMD innerhalb
eines Tages . Grafikkarten gefährden Intel-Mainboards Fehlerhafte
AGP-Grafikkarten können Mainboards mit den Intel-Chipsätzen i850 und i845 für
den Intel Pentium 4 beschädigen , wie einige Mainboard-Hersteller bestätigen .
Diese beiden Chipsätze unterstützen nur AGP-Grafikkarten mit einem Signalpegel
von 1,5 Volt , während alle anderen Chipsätze zusätzlich 3,3 Volt vertragen .
Einige nur für 3,3 Volt geeignete Grafikkarten lassen sich fälschlicherweise in
i845/i850-Mainboards einsetzen und zerstören diese beim Einschalten . Zu den
betroffenen Grafikkarten zählen viele Modelle mit dem SiS305-Grafikchip . Die
AGP-Norm sieht eine Codierung der AGP-Slots und der Grafikkarten-Stecker vor ,
die nur passende Kombinationen von Grafikkarten und Mainboards zulässt : So
sitzt im AGP-Slot der i845/i850-Mainboards eine Nase , die das Einsetzen von
Karten ohne passende " 1,5-Volt-Kerbe " verhindert . Zu den Karten ohne Kerbe
gehören Produkte wie die Voodoo-Karten von 3dfx , die Matrox G200 , die ATI Rage
Fury und viele Karten mit dem TNT-Chip von Nvidia oder dem Savage 4 von S3 . Sie
lassen sich in die AGP-Slots mit 1,5-Volt-Nase nicht einsetzen . Einige
Grafikkarten besitzen diese Kerbe , ohne jedoch den Signalpegel von 1,5 Volt zu
unterstützen . Sie sind damit fehlerhaft codiert und entsprechen nicht der
AGP-2.0-Spezifikation . Mainboard-Hersteller wie Asus warnen inzwischen vor
solchen Karten , auch DFI und Epox bestätigten gegenüber heise online , dass
derartige Grafikkarten im Umlauf seien . Während alle modernen AGP-Karten keine
Probleme mit dem niedrigen Signalpegel haben sollten , scheinen einige Karten
mit Grafikchips der ersten AGP-4X-fähigen Generation betroffen zu sein . Die
Standards AGP-1X und -2X sahen beide Signalpegel vor , erst AGP-4X funktioniert
ausschließlich mit 1,5 Volt . Schon das BIOS-Setup einiger Boards wie das des
Epox 8KTA3 erlaubt nur AGP-1X und -2X . Spätestens nach dem Windows-Boot sollten
Programme wie WCPUID oder PowerStrip den aktuellen AGP-Modus anzeigen . Mit
einem Multimeter oder Durchgangsprüfer sollte die Identifikation der Karten
gelingen , ohne sie in Betrieb zu nehmen : Der Pin TYPEDET# ( Pin A2 ) muss bei
1,5-Volt-fähigen Karten mit Masse verbunden sein , bei 3,3-Volt-Karten bleibt er
offen . Masse findet man am Slotblech oder am Pin A5 - nicht allen Karten
verbinden das Slotblech mit Masse . Zum Testen baut man die Grafikkarte aus und
legt sie mit der bestückten Seite nach unten . Die Anschlüsse sind nun von
rechts nach links mit A1 beginnend durchnummeriert , A1 ist also der dem
Slotblech naheste Pin der Steckerleiste . Wenn nun A2 mit Masse verbunden ist ,
beherrscht die Karte den 1,5-Volt-Pegel , sie darf dann die Kerbe haben . Wenn
zwischen den Anschlüssen A2 und A5 jedoch keine Verbindung besteht , beherrscht
die Karte nur 3,3 Volt und dürfte die nun links liegende Einkerbung nicht haben
. Diese Karten sollte man nicht in Mainboards mit dem i845/i850-Chip betreiben .
Ein kurzer Test mit einigen Karten aus dem c't-Archiv hat gezeigt , dass neben
einem Exemplar mit dem SiS305-Grafikchip mindestens zwei weitere Karten diesen
Fehler zeigen : Nicht alle Grafikkarten mit Nvidias TNT2-Chip haben Probleme mit
1,5 Volt : Die Asus V3800 , Revision 1.04 , unterstützt beide Signalpegel
fehlerfrei . Auch der Pentium 4 ist nicht generell betroffen : VIAs
P4X266-Chipsatz unterstützt beide Signalpegel , sodass alle AGP-Karten dort
laufen . Allerdings wird wohl auch Nvidias zukünftiger Chipsatz nForce für
AMD-Prozessoren mit den fehlerhaften Grafikkarten zu kämpfen haben , da er wohl
ebenfalls nur 1,5-Volt-Grafikkarten unterstützt . Der wöchentliche Report auf
heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : USB-2.0-Treiber von NEC ,
IDE-Treiber von Promise , CDR-Firmware-Updates von Plextor , Grafik-Treiber von
Nvidia , Chipsatz-Treiber von Ali und AMD sowie BIOS-Updates von Abit , DFI ,
Elitegroup , Fujitsu-Siemens , Gigabyte , Shuttle und Tyan . Auf der
Download-Seite stehen bereit : ECS ( Elitegroup Computer Systems ) Auf der
Download-Seite stehen bereit : Fujitsu/Siemens ( FSC ) Gigabyte ( GBT ) Shuttle
( Spacewalker ) Auf der Download-Seite stehen bereit : Neue BIOS-Versionen und
Treiber der Vorwochen AMD will 2-GHz-CPU in Dresden fertigen Das
AMD-Halbleiterwerk in Dresden will in der ersten Jahreshälfte 2002
2-GHz-Prozessoren fertigen . Die Testproduktion für die AMD-Prozessoren der
achten Generation mit dem Codenamen Hammer solle bereits im nächsten Jahr
anlaufen , sagte der Geschäftsführer der AMD Saxony Manufacturing GmbH , Hans
Deppe , am Montag in Dresden . Die nahe Zukunft in AMDs Fab 30 gehöre aber
erstmal dem AMD-Prozessor mit dem Codenamen Palomino , der im ersten Quartal
2001 erscheinen und schon im zweiten Quartal 1,5 GHz Takt erreichen soll , sagte
Deppe . Die Vorgaben für das Jahr 2000 seien schon im November erfüllt , sodass
die Prognosen für das nächste Jahr gut ausfielen : AMD will die Reinraum-Fläche
vergrößern und die Zahl der Mitarbeiter , die in diesem Jahr von 400 auf 1400
gewachsen war , noch einmal in ähnlichem Umfang erhöhen . Die in der Roadmap
genannten Umstellungen der Fertigung auf 0,13 µm und Silicon-on-Insulator ( SoI
) sollen natürlich auch in Dresden stattfinden . Die gute Ausbeute der Fertigung
schlägt sich auch im Preis nieder . Gerüchten zufolge will AMD am 14. Dezember
auf die vom Erzkonkurrenten Intel für den 10. Dezember vorgesehenen
Preissenkungen reagieren . Beispielsweise soll der Preis des Athlon mit 1 GHz
von derzeit 350 auf 182 US-Dollar fallen . Intel plant den Pentium 4 und den
Foster mit 2 GHz schon für Ende 2001 . Transmetas Neuer : Crusoe-CPU mit 667 MHz
Auf der Comdex in Las Vegas stellte Transmeta nicht nur neue Notebooks mit dem
Crusoe vor , sondern hinter verschlossenen Türen auch eine Prozessorversion mit
667 MHz und die Version 4.2 der Code-Morphing-Software ( CMS ) . CMS 4.2 soll
einerseits die Interpretation des x86-Codes beschleunigen und andererseits die
Leistungsaufnahme des Crusoe weiter reduzieren . Letzteres funktioniert , weil
der Prozessor seine Kernspannung selbst einstellen kann . Der Umgang mit den
realen TM5600-Prozessoren habe gezeigt , dass die bisherigen Spannungen viel
Reserve bieten , meint Marc Fleischmann , Direktor des Low-Power-Programms . CMS
4.2 würde von diesen Erfahrungen profitieren , die Toleranzen besser ausnutzen
und schalte auch schneller zwischen den verschiedenen Taktraten und Power-Modi
um . Sogar eine Implementierung von Befehlen wie SSE oder 3DNow! wäre möglich -
sei aber vorerst nicht geplant , erklärte Fleischmann . Bestehende
Crusoe-Systeme können von der neuen CMS-Version profitieren , falls der
Hersteller den CMS-Baustein beschreibbar ausgelegt hat . Dann kann der Anwender
die neue Version ähnlich einem BIOS-Update aufspielen . Die später folgende
CMS-Version 4.3 wird allerdings nicht auf den bisherigen Geräten laufen - aus
einem recht profanen Grund : Sie ist zu groß und passt nicht in die aktuellen
Flash-Bausteine mit 1 MByte . Die jüngste Rückrufaktion für Crusoe-Prozessoren
zeigte jedoch auch die Grenzen der CMS . NEC musste 284 LaVie-Notebooks
umtauschen , die bei der Installation von verschiedenen Betriebssystemen
abstürzen . Der gleiche Fehler soll bei 13000 Vaio-Notebooks auftreten , die
Sony auf Anfrage der Anwender austauschen will . Der Crusoe passt auf kein
handelsübliches Mainboard , sondern jeder Hersteller eines Crusoe-Geräts
entwirft ein spezielles Board . Für die eigenen Tests hat Transmeta ein " fast
normales " Mainboard entwickelt : Es enthält die Southbridge ( Ali M1535 ) ,
PCI-Slots , einen I/O-Baustein und die üblichen Schnittstellen und passt in
preiswerte Standard-ATX-Gehäuse . Der Prozessor sitzt samt Speicher und
Flash-Baustein für die CMS auf einer Steckkarte , die in einen speziellen
PCI-Slot passt . Zwei Konfigurationen mit dem TM5600 bei 667 MHz lagen für einen
Test bei c't bereit , eine mit 128 MByte SDR-SDRAM ( Single Data Rate ) und CMS
Version 4.1 , die andere mit 128 MByte DDR-SDRAM ( Double Data Rate ) und CMS
Version 4.2 . In beiden Fällen bleiben von den 128 MByte nur 112 übrig , da
Code-Morphing-Software und -Cache 16 MByte für sich beanspruchen . Auf einen
Prototypen des für das zweite Halbjahr 2001 angekündigten TM5800 ( 0,13 µm , 800
MHz ) konnten wir bislang nicht mehr als einen kurzen Blick werfen . Der Crusoe
profitiert von höheren Taktraten mehr als andere Prozessoren , da neben Kern ,
L1- und L2-Cache auch die integrierte Northbridge schneller läuft . Einen
Frontside-Bus gibt es nicht und zwischen dem Prozessor und dem Speicher findet
nur einmal eine Takt-Umsetzung statt . Im Vergleich zum Sony-Notebook mit 600
MHz und PC100-Speicher beschleunigte der 667er-Crusoe mit PC133-Speicher jedoch
viel deutlicher , als von 11 Prozent höherem Kerntakt und 30 Prozent höherem
Speichertakt zu erwarten wären . Die Benchmark-Ergebnisse zeigten klar , dass
der Crusoe im Sony-Notebook keine optimale Umgebung gefunden hat . Mit
Double-Data-Rate-Speicher und CMS 4.2 legt der Crusoe weiter zu . Der größte
Vorteil dieser Umgebung liegt jedoch in der deutlich reduzierten
Leistungsaufnahme . Unter Windows 2000 etwa erkennt CMS 4.2 die
Prozessorauslastung besser und dreht öfters den Takt herunter . Selbst während
kurzer Wartezeiten auf die Festplatte schaltet sie den Crusoe in den Idle-Modus
, wo er inklusive DDR-Speicher weniger als 100 mW verbraucht . 3D-Messungen
aufgrund anderem Chip nicht vergleichbar 3DMark : Allerdings ist das
Sparpotenzial durch stromsparende Prozessoren begrenzt : Von den 12 Watt des
Sony Vaio unter Volllast frisst der Prozessor nur rund ein Drittel der Leistung
( 4,5 W ) ; etwas mehr geht für das ( vergleichsweise sparsame ) Display drauf (
4,7 W ) , den Rest verbrauchen Speicher , Festplatte und Grafikchip ( 2,8 W ) .
Die Leistungsaufnahme dieser Komponenten muss ebenfalls sinken , um wirklich
längere Akku-Laufzeiten zu erhalten . AMD Athlon mit 800 MHz Nach Intel hat nun
auch AMD einen 800-MHz-Prozessor im Programm : Der Athlon/800 legt gegenüber dem
bislang schnellsten Serien-Athlon 50 MHz nach . Wie erwartet zieht der
Prozessorhersteller aus Sunnyvale damit keine drei Wochen nach Intels
800-MHz-Pentium bei der Taktrate mit dem Hauptkonkurrenten gleich . Der
Athlon/800 beruht auf dem "K75"-Kern , den AMD in einem 0,18-µ-Prozess aus
Aluminium fertigt . Der L2-Cache läuft offenbar ebenfalls mit einem Verhältnis
von 2:5 , was 320 MHz entspricht . Anders als bei den Vorgängern soll die
Kernspannung nun 1,7 statt bislang 1,6 Volt betragen . Diese Anhebung der
Kernspannung nutzen Hersteller ( und Overclocker ) immer wieder , um Prozessoren
mit einer höheren Taktrate laufen zu lassen . Dadurch erhöht sich allerdings die
Leistungsaufnahme des Prozessors überproportional . Sie liegt nun im
Normalbetrieb laut AMD bei 43 Watt . Der Athlon/750 kam mit lediglich 35 Watt
aus , der in 0,18µ gefertigte Athlon/700 mit 34 . Dennoch lohnt sich die
kleinere Strukturbreite , denn der in 0,25µ hergestellte Athlon/700 heizte den
Rechner noch mit 45 Watt auf , der in einem älteren Prozess gefertigte
Athlon/650 gar mit 48 Watt . Alle derzeitigen AMD-Prozessoren stammen aus der
Fab 25 im texanischen Austin . Auf welchen Mainboards der Athlon/800 läuft , ist
noch unklar . Zwar sollte die höhere Core-Spannung kein Problem darstellen ,
aber AMD hat auch andere Details der Spezifikation geändert . Der Athlon/800
kostet in 1000er-Stückzahlen 849 US-Dollar . Gigahertz-Athlon ab April im
Einzelhandel Von AMDs Athlon-Prozessor mit 1000 MHz profitieren vorerst nur
Kunden von Compaq und Gateway : Alle im März produzierten Exemplare des heute
vorgestellten Chips sollen an diese beiden PC-Hersteller gehen , erklärte AMDs
Marketing-Direktor Steve Lapinski in einem Telefon-Konferenzschaltung am Mittag
. Den Endkundenmarkt und andere Systemintegratoren möchte AMD im April bedienen
. Trotz dieser Verzögerung sei AMD jedoch der steigenden Nachfrage nach
Athlon-Prozessoren gewachsen . Die Kapazitäten der Fabriken Fab25 in
Austin/Texas und Fab30 in Dresden lägen hoch genug , um einen prognostizierten
Marktanteil von zwei bis fünf Prozent erreichen zu können , erklärte Lapinski
weiter . Derzeit stellt AMD den Gigahertz-Prozessor allerdings nur in der Fab25
her - und zwar in dem gleichen 0,18-µm-Aluminium-Prozess wie die bisherigen
Athlon-Prozessoren . Der Level-2-Cache läuft mit einem Teiler von 3:1 , also mit
333 MHz . Der Prozessor steckt in einem SECC-Gehäuse für den Slot A und sollte
in allen aktuellen Athlon-Mainboards laufen , sofern das BIOS mitspielt . So
zeigte beispielsweise der Mainboard-Hersteller FIC auf der CeBIT , dass sein
SD11 mit dem schnellen Prozessor durchaus zurecht kam . AMD senkt Preise für
Prozessoren AMD hat die Preise für einige Prozessoren gesenkt . Unverändert ließ
AMD die Preise des Mobile Duron . Auch Hauptkonkurrent Intel bietet seine
Prozessoren seit Sonntag billiger an . Die Preise gelten wie immer nicht für den
Einzelhandel , sondern für OEM-Händler bei der Abnahme von mindestens 1000
Exemplaren . Die Straßenpreise können deutlich davon abweichen . Athlons
unterhalb 900 MHz stellt AMD nicht mehr her , ebenso streicht der Hersteller die
Durons unter 750 MHz aus dem Programm . Einige Händler werden Restposten wohl
noch eine Zeitlang anbieten . Die Athlons mit 133 MHz Frontside-Bus-Takt (
FSB266 ) laufen nicht in den Mainboards mit dem VIA-Chipsatz KT133 , sondern sie
benötigen einen der neuen Chipsätze VIA KT133A , KT266 , ALi Magik 1 oder
AMD-760 . AMD stellt K6-2 mit 475 MHz vor Chiphersteller AMD liefert den K6-2
jetzt auch mit 475 MHz . IBM und der US-Direktvertreiber CyberMax kündigten
bereits PCs mit dem neuen Prozessor an . Der AMD K6-2/475 arbeitet mit 95 MHz
Frontside-Bustakt ( FSB ) und einem Takt-Multiplikator von 5 . In
Sockel-7-Boards mit nur 90 oder 100 MHz FSB-Takt bietet er keine Vorteile
gegenüber der 450-MHz-Version , da die Multiplikatoren 5 beziehungsweise 4,5 nur
450 MHz Core-Takt erzeugen . AMD nennt für den K6-2/475 einen OEM-Preis von 213
US-Dollar bei der Abnahme von 1000 Stück . Chipsatzhersteller VIA wächst Der
Gewinn des Herstellers von Chipsätzen für Sockel-7- und Slot-1-Boards wuchs um 6
Prozent auf 18 Millionen . Vor wenigen Tagen hatte Intel eine Klage gegen VIA
eingereicht , aber dann sofort wieder zurückgezogen . Sie sei " aus Versehen "
entstanden , als Intel Lizenzprobleme bei Slot-1-Chipsätzen untersucht habe , so
zitiert TechWeb einen Sprecher . Der Sprecher habe aber nicht ausgeschlossen ,
die Klage später erneut einzureichen - dann " mit Absicht " . Der wöchentliche
Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Ein
Grafiktreiber-Update von Hercules ( Kyro ) sowie BIOS-Updates von AOpen , Asus ,
Biostar , DFI , Enmic , FIC , Fujitsu/Siemens , Gigabyte , Microstar , Shuttle
und Tyan . Asus ( AsusTek ) Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : Auf
der Download-Seite stehen bereit : ENMIC ( ehemals NMC ) Auf der Download-Seite
stehen bereit : FIC ( First International Computer ) Fujitsu/Siemens ( FuSi )
Gigabyte ( GBT ) MSI ( Microstar International ) Shuttle ( Spacewalker ) Auf der
Download-Seite stehen bereit : Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen
Intel-Notebook-Prozessoren jetzt billiger Intel hat einen Mobile-Celeron mit 433
MHz vorgestellt und gleichzeitig die Preise für die bisherigen
Notebook-Prozessoren gesenkt . Hersteller wie Dell , IBM und Compaq haben
Notebooks mit dem neuen Prozessor angekündigt . Er soll in Tausender-Stückzahlen
160 US-Dollar kosten , entsprechend fallen die Preise für die bisherigen
Prozessoren um bis zu 43 Prozent : Mobile Pentium II 400530316366316190333187160
Eine Mobile-Version des Pentium III verspricht Intel noch für dieses Jahr ,
danach würden die Notebook-Varianten des Pentium II wie schon die
Desktop-Versionen langsam aussterben . Ebenfalls im vierten Quartal soll der
Mobile-Celeron 466 MHz erreichen . AMD will Preise für Athlon und Duron senken
Der nächste Preissturz bei Prozessoren von AMD steht offensichtlich vor der Tür
. Der britische Nachrichtendienst The Register berichtete , dass Athlon und
Duron ab dem 9. Oktober günstiger zu haben sein sollen und veröffentlichte eine
unvollständige Liste der OEM-Preise : Der wöchentliche Report auf heise online
über neue Treiber und BIOS-Versionen : Das Asus A7V bootet nun schneller ,
Nvidia und Windows 2000 vertragen sich besser und viel Neues von MSI , Soyo und
anderen . Asus/Promise : Biostar : Gigabyte : Iwill : MSI : NMC : Soltek : Soyo
: Ati : Elsa : Nvidia : TNT/TNT2/GeForce/GeForce-2 : Für BeOS stehen Treiber in
der Version vom 30. 9. zur Verfügung . Terratec : Athlon-Nachfolger aus Dresden
fertig Der Chiphersteller AMD liefert die ersten Exemplare des
Athlon-Nachfolgers Thunderbird an ausgewählte Kunden aus . Sie stammen aus der
Fab 30 in Dresden . Firmensprecher Jan Gütter sagte zu c't , AMD werde im Juni
liefern können . Der Thunderbird integriert den Level-2-Cache auf dem
Prozessor-Die , sodass dieser mit demselben Takt läuft wie der Prozessorkern .
Der L2-Cache der bisherigen Athlon-Versionen sitzt auf der Prozessorplatine und
verträgt nur Taktraten bis etwa 350 MHz . Den Athlon-Kern selbst hat AMD jedoch
schon auf 1 Gigahertz und mehr beschleunigt , sodass der L2-Cache den Prozessor
ausbremst . AMD stellt den Thunderbird in einer 0,18-µm-Kupfertechnik her ,
anfangs in der bisherigen Bauform für den Slot-A . Der Umstieg auf den
kostensparenden Sockel-A ist erst für später geplant . Der wöchentliche Report
auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Ati , Elsa und Matrox
bieten neue Grafikkarten-Treiber an , Asus , Enmic ( NMC ) , Epox ,
Fujitsu/Siemens , und MSI/Microstar haben neue BIOS-Versionen.Mainboards Asus (
AsusTek ) Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : ENMIC ( ehemals NMC )
Auf der Download-Seite gibt es : Epox ( ElitoEPoX ) Fujitsu/Siemens ( FuSi ) MSI
( Microstar International ) Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen
Pentium 4 mit 1,7 GHz steht vor der Tür Ob derzeit Intel oder AMD den
schnellsten Prozessor liefert , ist keine so einfache Frage : Klar ist , dass
Intel den Pentium 4 auf 1,7 GHz beschleunigen will , unklar war bisher das Datum
. Nun berichten US-Nachrichtenagenturen vom 23. April als Stichtag für Intels
neuen Hoffnungsträger . Hersteller wie Dell wollen direkt zum
Veröffentlichungstermin der 1,7-GHz-Version entsprechende Systeme anbieten .
Voodoo3 läuft nicht auf allen Gigabyte-Boards Ältere Gigabyte-Mainboards mit
BX-Chipsatz arbeiten prinzipiell nicht mit Voodoo3-Grafikkarten zusammen , wie
der Hersteller auf seinen Webseiten bekannt gibt . Die Voodoo3 habe einen
erhöhten Strombedarf , den erst neuere Boards abdecken könnten . Seit Mittwoch
veröffentlicht Gigabyte nun eine Liste mit neuen Board-Revisionen , in denen die
beliebte Grafikkarte funktionieren soll . Immer wieder tauchen Kombinationen von
Mainboards und Grafikkarten auf , die nicht funktionieren . So arbeiten
Grafikkarten mit dem TNT-Chipsatz in einigen Super-Sockel-7-Mainboards nicht
stabil ( siehe c't 26/98 , S. 186 ) . Der Leistungsbedarf der TNT-Grafikkarten
war für das Asus P2L97 zu hoch , doch da gab es einen Basteltrick ( siehe c't
24/98 , S. 224 ) . Auch weiterhin werden wir also wohl mit hochgezüchteten
Komponenten zu kämpfen haben , die an den Toleranzgrenzen arbeiten und daher in
einigen Kombinationen instabil laufen oder ganz abstürzen . Neue Chipsätze für
den Pentium 4 Die Chiphersteller SiS und VIA wollen mit ihren Chipsätzen SiS645
und P4X266 für Intels Pentium-4-Prozessor schon im August auf den Markt kommen ,
wie ein taiwanisches Industriemagazin meldet . Im Unterschied zum derzeit
einzigen Chipsatz , dem Intel i850 , benötigen sie DDR-Speichermodule und nicht
die etwa dreimal teureren Rambus-Module . Auch Intel will mit einem neuen
Chipsatz dem Pentium 4 den Weg in den Massenmarkt ebnen : Die DDR-Version des
i845 lässt vermutlich sogar bis Jahresende auf sich warten . Die Verzögerungen
beim DDR-Chipsatz begründet Intel mit den unzureichenden Spezifikationen dieser
recht neuen Speichertechnik . Während SiS schon DDR333 ( ohne nähere
Informationen ) propagiert , arbeitet Intel an einer sauberen Spezifikation von
DDR266/DDR200 und versucht , die Speicherhersteller zum Einhalten dieser
Standards zu bringen . Derzeit seien etwa 30 Prozent der Module zu DDR266 und
über 70 Prozent zu DDR200 kompatibel , was Intel aber noch nicht ausreiche , wie
aus Firmenkreisen zu hören ist . Intel plant weitere Preisnachlässe Intel plant
zum 26. August vor allem beim Pentium 4 größere Preisnachlässe , wie das Wall
Street Journal meldet . Einige Preise sollen um über 50 Prozent fallen ,
beispielsweise der des Pentium 4 mit 1,8 GHz von 562 auf 260 US-Dollar .
Zusammen mit den neuen Chipsätzen für preiswertere Speichermodule will Intel den
Pentium 4 damit in den Massenmarkt bringen , der bisher dem Pentium III und dem
Konkurrenten AMD Athlon vorbehalten ist . Derzeit spielt der Pentium 4 im
Desktop-Markt eine vergleichsweise kleine Rolle und ist vor allem im
Retail-Bereich kaum vertreten . Was mit dem Pentium III und dem neuen
Tualatin-Kern passiert , ist noch ungewiss . Mit Taktraten um 1,1 GHz könnte er
einen Pentium 4 im unteren Taktfrequenzbereich durchaus abhängen , sodass
zumindest die Server-Version teurer sein müsste . Gerüchten zufolge will Intel
den Tualatin nun doch nicht sterben lassen , sondern unter dem Namen Celeron mit
Taktraten um 1 GHz weiter verkaufen . Derzeit fertigt Intel den Pentium 4 mit
Willamette-Kern in einem 0,18-µm-Prozess auf 200-mm-Wafern . Der wöchentliche
Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Chipsatz-Treiber
von Intel und VIA ; Sound-Treiber von C-Media und Creative ; Grafiktreiber von
Matrox und Nvidia ; CD-Updates von Plextor sowie BIOS-Updates von Abit , Asus ,
Elitegroup , Iwill und MSI . Asus ( AsusTek ) Auf der Treiber- und BIOS-Seite
stehen bereit : ECS ( Elitegroup Computer Systems ) Auf der Download-Seite
stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit : MSI ( Microstar
International ) Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Celeron und K6-2
billiger Die Konkurrenten Intel und AMD senken die Preise für ihre
Low-Cost-Prozessoren . Die Angaben gelten wie üblich nur für die Abnahme in
1000er-Stückzahl : AMD : Viel schlimmer als erwartet Nach zwei vorausgegangenen
Warnungen veröffentlichte Chiphersteller AMD am Mittwochabend ( Ortszeit )
vorläufige Umsatzzahlen für das erste Quartal 1999 . Der Preiskampf mit dem
Konkurrenten Intel drückte den durchschnittlichen Verkaufspreis ( ASP - average
selling price ) auf durchschnittlich 78 US-Dollar - rund 12 Prozent weniger als
die erwarteten 89 US-Dollar . AMD wollte keine näheren Angaben zu den als "
signifikant " bezeichneten Verlusten machen . Diese werden der Quartalsbilanz zu
entnehmen sein , die am 14. April veröffentlicht werden soll . AMD hatte im
Dezember 1998 mit Produktionsproblemen zu kämpfen , die auch im Januar und
Februar noch spürbar waren . Mittlerweile sei die Ausbeute jedoch besser , schon
im März seien mehr Prozessoren hergestellt worden als im Januar und Februar
zusammen . Ein weiteres Ansteigen der Produktionszahlen verspricht sich AMD von
der neuen Fabrik in Dresden . Doch hat AMD einen schwierigen Weg vor sich : Im
Low-Cost-Bereich gelang es zwar , Intel wichtige Marktanteile abzunehmen , aber
dieser Markt ist verlustreich . Laut AMD ist eine kostendeckende Produktion erst
ab einem Durchschnittserlös von 100 US-Dollar pro CPU möglich ; Insider erwarten
jedoch , daß der ASP unter 75 US-Dollar sinkt . Und im High-End-Bereich warten
alle gespannt auf den K7 , der laut Roadmap im Juni erscheinen soll . Intel
liefert Xeon mit 550 MHz aus Intel liefert den neuesten Pentium III Xeon mit 550
MHz und 512 KByte L2-Cache termingerecht seit heute aus . Der Prozessor eignet
sich für den Single- oder Dual-Betrieb in Slot-2-Mainboards . Erst die Xeons mit
1 MByte und 2 MByte L2-Cache ermöglichen den Aufbau von Systemen mit vier oder
acht Prozessoren und sollen laut Intels Roadmap im Herbst erscheinen . Beim
Händler Micron legt man für das kleinste Xeon-System rund 9000 Mark auf den
Tisch , über 3100 Mark sind für einen zweiten Prozessor fällig .
Athlon-Fälschungen aufgetaucht Inzwischen scheinen die guten
Übertaktungsfähigkeiten von AMDs Athlon-Prozessor auch Fälschern aufgefallen zu
sein : Nach einer bisher unbestätigten Meldung ( Mirror ) einer australischen
Website sollen gefälschte Athlons in Australien aufgetaucht sein . Ähnlich wie
bei einem früheren Bericht gibt es keine konkreten Hinweise zur Herkunft der
Prozessoren . Auch bleibt unklar , wie viele Fälschungen nun wirklich entdeckt
wurden . Nach diesen Berichten weisen beide Fälle einige Gemeinsamkeiten auf :
Die jetzt aufgetauchten Athlon-Fälschungen geben sich laut dem Bericht als
700-MHz-Versionen zu erkennen , was durch Umlöten einiger Widerstände auf der
Prozessorplatine ermöglicht wird . Bei privaten Übertaktern stand dieser Trick
hoch im Kurs , bevor die " Golden Finger Devices " auf den Markt kamen . Zudem
zeigen die Fotos in dem Bericht , dass auf dem Gehäuse eine zum Model 2 ( 0,18
µm ) passende Bestellnummer aufgedruckt ist . AMD weiss laut Pressesprecher Jan
Gütter nichts von gefälschten Athlon-Prozessoren . Er wolle sich an
Spekulationen im Internet nicht beteiligen , sagte Gütter . Ob man eine
Fälschung besitzt oder nicht , lässt sich nur feststellen , indem man das
Gehäuse seines Athlon öffnet . Doch dabei verliert man zum einen jegliche
Gewährleistung , zum anderen kann man den Prozessor beim Aufbrechen leicht
zerstören . IDT " WinChip " mit neuem Gesicht Nach rechtlichen Querelen um den
Produktnamen kehren die WinChip-Prozessoren des Herstellers IDT mit verändertem
Gehäuseaufdruck auf den deutschen Markt zurück . Da der Name WinChip in
Deutschland anderweitig geschützt ist , mußte IDT alle Prozessoren zurückziehen
und die Aufschrift ändern . Nun bezeichnet nur noch das Kürzel " IDT W2A " die
Chips . Am Innenleben hat sich nichts geändert : Der W2A ist ein
Single-Voltage-Prozessor für den Sockel-5 oder Sockel-7 , den es in Varianten
mit 3,3 und 3,52 Volt Core-Spannung gibt . Dadurch hat er sich als geeigneter
Upgrade-Prozessor für alte Mainboards erwiesen ( siehe Bericht c't 10/99 ) .
Erhältlich ist der Prozessor zur Zeit in den Taktraten PR200 ( 3x66 MHz ) ,
PR233 ( 3,5x66 MHz ) und PR266 ( 2,33x100 MHz ) . Athlon-Chipsatz von SiS erst
im vierten Quartal Der taiwanische Chip-Hersteller SiS ( Silicon Integrated
Systems ) hat den Athlon-Chipsatz 730S auf einer Pressekonferenz erneut
vorgestellt und angekündigt , die Vorserien-Produktion erst im September zu
beginnen . Mit entsprechenden Mainboards für den AMD Thunderbird und Duron ist
daher nicht vor dem vierten Quartal zu rechnen . SiS hat den 730S schon vor zwei
Monaten auf der Computex-Messe in Taipeh vorgestellt und die technischen Daten
verraten . Den damals angepeilten Preis von 39 US-Dollar kann SiS nicht halten ,
nun ist von 42 US-Dollar bei der Abnahme von 10.000 Stück die Rede . Der
wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : In
dieser Woche haben die Mainboard- und die Grafikkarten-Hersteller kräftig "
nachgelegt " : Chipsatz-TreiberAli : BIOS-UpdatesAsus : Elitegroup : Epox : MSI
: > Grafikkarten HilfsprogrammeEnTech Taiwan hat die Version 2.74 von PowerStrip
herausgebracht . Die anfangs auf dem Server liegende Datei war defekt ; seit
einigen Tagen steht die funktionierende Datei zum Download bereit . PowerStrip
liefert umfangreiche Informationen über das System und insbesondere die
Grafikkarte ( beispielsweise AGP-Modi , Chip-Takt ) . Viele sonst nicht
zugängliche Grafikkarten-Parameter sind einstellbar , wie der Chip- und
Speichertakt oder VSync-Vorgaben . Treiber3dfx : Elsa : Nvidia : >
SoundkartenTerratec : Intel stellt Packaging für 20-GHz-Prozessor vor Mit
Packaging bezeichnet man die Technik , die den Silizium-Kern ( das Die ) mit dem
Träger ( dem Gehäuse ) des Prozessors verbindet . Bei aktuellen Prozessoren
setzt Intel den Kern in einem Flip-Chip-Verfahren auf einen Kunststoffträger (
FC-PGA , Flip-Chip Pin Grid Array ) . Dabei werden Die und Träger getrennt
hergestellt und erst im letzten Arbeitsschritt mit rund 10000 Kontakten
miteinander verbunden . Im Träger stecken mehrere Lagen mit Kupferleitungen ,
die die Anschlüsse des Kerns mit den Prozessorbeinchen und einigen unter dem
Prozessor liegenden Kondensatoren verbinden . Bei BBUL ist das Die direkt in den
Träger eingefügt . Dazu wird das fertige Die im ersten Schritt mit dem noch "
leitungslosen " Trägermaterial verbunden . Die Schichten mit den Kuperleitungen
werden erst in den nächsten Schritten aufgebracht . Die erste Schicht ist dabei
direkt mit dem Die verbunden . BBUL hat laut Intels Technical Advisor Koushik
Banerjee mehrere Vorteile : Die Prozessoren werden flacher und leichter , sie
sollen lediglich etwa ein Millimeter dick sein . Dadurch halbiere sich die
Strecke zwischen dem Die und den Prozessor-Pins , was höhere Taktraten und
niedrigere Kernspannungen ermögliche . Die glatte Oberfläche des Prozessors
verbessere zudem die Hitzeabfuhr . Schließlich sei BBUL nicht auf ein Die pro
Träger beschränkt , sodass Intel in einem Chip mehrere Prozessorkerne oder
zusätzliche Komponenten wie Speicher , Chipsatz oder Grafikprozessor
unterbringen könne . Mit BBUL hat Intel mal wieder die physikalischen Grenzen
bei der Minituarisierung eines Verfahrens mit dem Umschwenken auf eine neue
Technik umgangen . Zu den kritischen Bereichen der Prozessorherstellung gehören
demnach die Auflösung der Lithografie-Verfahren zum Belichten der Dies , die
Verkleinerung der Transistoren , die Laufzeiten der Interconnects - und das
Packaging . Bisher sei noch für jede an ihre Grenzen gelangende Technologie ein
Ersatz gefunden worden . Banerjee betonte , dass BBUL für Intel das fehlende
Puzzleteile zum Bau des Milliarden-Transistor-Prozessors darstelle . Die
EUV-Lithografie ( extremes Ultraviolettlicht ) ermögliche Strukturbreiten
unterhalb 0,1 µm , Kupfer-Interconnects reichten bis etwa 25 GHz Kerntakt , 20-
und 30-nm-Transistoren hatte Intel schon demonstiert . Neuer Chipsatz für
schnelle AMD-Prozessoren Der Chipsatzhersteller VIA hat heute den KT133A
vorgestellt , der die AMD-Prozessoren mit schnellerem Frontside-Bustakt von 133
MHz unterstützt . Er ist Pin-kompatibel zum KT133 , sodass die
Mainboard-Hersteller ihre Designs schnell umstellen können und Boards mit dem
KT133A wohl in den nächsten Wochen erscheinen werden . Der Vorgänger VIA KT133
etablierte sich als Standard-Chipsatz für die Duron- und Athlon-Prozessoren von
AMD , lediglich ein einziges Board nutzt den Konkurrenz-Chipsatz AMD-750 . Der
KT133 besteht aus der Northbridge VT8363 und der Southbridge 82C686A . Die
Northbridge bietet AGP-4X , einen 100-MHz-Frontside-Bus und die Unterstützung
von PC100- oder PC133-Modulen . In der Southbridge stecken neben den üblichen
Schnittstellen vier USB-Ports , zwei Ultra-ATA/66-Kanäle und Hardware-Monitoring
. Seit kurzem liefert VIA die neue Southbridge 82C686B aus , deren IDE-Kanäle
nun mit Ultra-ATA/100 umgehen können . Beide Southbridges sind mit dem neuen
KT133A kombinierbar . Der KT133A beschleunigt den Frontside-Bus ( FSB ) von 100
auf 133 MHz . Die AMD-Prozessoren betreiben den FSB in einem
Double-Data-Rate-Verfahren , sodass die beiden Betriebsarten oft FSB200 und
FSB266 genannt werden . Athlons mit FSB266 hat AMD am 30. Oktober vorgestellt ,
im Handel sind sie noch nicht erhältlich . FSB266-Athlons mit 1000 ( 133x7,5 ) ,
1133 ( 133x8,5 ) und 1200 MHz ( 133x8 ) möchte AMD im ersten Quartal 2001 in
Stückzahlen liefern . Zudem implementiert der KT133A PowerNow! , eine Technik
zum Herunterschalten des Prozessortakts im laufenden Betrieb , die zum
Stromsparen in Notebooks gedacht ist . Damit bietet sich der KT133A auch als
Chipsatz für AMD-Notebooks an . Für die FSB266-Athlons sind vier weitere
Chipsätze angekündigt , von denen drei zusätzlich den neuen Speichertyp
DDR-SDRAM ( Double-Data-Rate ) unterstützen : Der VIA KT266 , der AMD-760 und
der Ali MAGiK 1 . Der VIA KM133 mit integrierter Grafik unterstüzt ebenfalls
FSB266 , aber nur herkömmlichen PC100/PC133-Speicher . Athlon-Nachfolger
Palomino nicht zur CeBIT Die nächste Generation des Athlon-Prozessors mit
Codenamen Palomino wird AMD erst im Juni verkaufen , wie aus einer der
c't-Redaktion zugespielten Roadmap hervorgeht . Samples liegen schon jetzt bei
den Mainboard- und Chipsatz-Herstellern , doch in den Handel gelangen die
Prozessoren wohl frühestens Ende des zweiten Quartals . Der Palomino erscheint
mit Taktraten ab 1,4 GHz und einem Frontside-Bustakt von 133 MHz ( FSB266 ) .
Aufgrund des höheren Bustakts wird der Palomino-Kern in keinem Mainboard mit
VIAs KT133-Chipsatz oder dem AMD-750 funktionieren . Ob er in allen modernen
Boards mit AMD-760 , VIA KT133A , KT266 oder ALi Magik 1 läuft , ist noch unklar
. Der für die nahe Zukunft erwartete Athlon mit 1,3 GHz Takt nutzt demnach den
aktuellen Thunderbird-Kern , wofür auch die Bilder einer japanischen Webseite
sprechen , die den Athlon mit 100×13 und 133×10 MHz zeigen . Die Beschriftung
A1333AMS3C und A1300AMS3B entsprechen den Bestellnummern der Thunderbird-Modelle
( 256 KByte L2-Cache , 90° Die-Temperatur , 1,75 Volt Kernspannung ) . Der
genaue Vorstellungstermin der beiden Athlons ist unbekannt , zwei als Gerücht in
die Welt gesetzte Termine sind schon verstrichen . AMD wird sich aber wohl kaum
nehmen lassen , die Athlons spätestens zur CeBIT zu präsentieren . Auf der
obigen Seite finden sich auch Fotos eines Duron mit 900 MHz . Der wöchentliche
Report auf heise online über neue BIOS-Versionen und Treiber : BIOS-Updates
bieten Asus , Biostar , DFI , Elitegroup , Fujitsu/Siemens , Legend QDI und
Soltek . Viel Treiber-Gewurschtel und Patches gibt s von 3dfx , Microsoft und
VIA . Microsoft Knowledge Base Auf der Download-Seite stehen bereit : Auf der
Beta-Seite stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit : Auf der
Download-Seite stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit : Neue
BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Xeon-550 für größere Server ungeeignet
Intel hat gegenüber c't bestätigt , daß der neue Pentium III Xeon mit 550 MHz
und 512 KByte L2-Cache nur für Single- und Dual-Systeme spezifiziert ist . Er
eignet sich nicht für Systeme mit vier oder mehr Prozessoren . Die Einschränkung
betrifft jedoch nur die jüngste Prozessor-Version . Die 500-MHz-Xeons
unterstützen dagegen in allen L2-Varianten Vier- und Achtfachsysteme , und auch
die für das dritte Quartal angekündigten 550-MHz-Xeons mit 1 MByte und 2 MByte
L2-Cache sollen wieder dafür geeignet sein . Laut Intel gibt es keine Pläne ,
die Einschränkungen der 512-KByte-Variante im nächsten Stepping aufzuheben .
Dell kauft Massenspeicher-Know-how Der Computerhersteller Dell will den
Massenspeicher-Spezialisten ConvergeNet Technologies übernehmen . Der Aufkauf
soll innerhalb der nächsten 60 Tage abgeschlossen sein . Mit dieser ersten
Übernahme in der Firmengeschichte möchte Dell im Server-Geschäft stärker Fuß
fassen . Mit der SAN-Technik ( Storage Area Network ) von ConvergeNet kann Dell
seine PowerVault-Produktreihe nun so erweitern , dass sie mit allen Intel- oder
RISC-basierten Servern zusammenarbeiten , die unter Unix , Solaris , Windows NT
, Windows 2000 , Netware oder Linux laufen . Nvidia und ALi bauen 3D-Chipsatz
Die Chiphersteller Nvidia und ALi haben angekündigt , mit dem Aladdin TNT2 einen
Chipsatz herauszubringen , der Slot-1/Sockel-370-Technik mit einer zeitgemäßen
3D-Grafikleistung verbindet . Wie der Name schon verrät , kombinieren die Firmen
den Grafikchip Riva TNT2 mit dem Chipsatz ALi Aladdin Pro II in einem Baustein .
Entsprechend liest sich die Feature-Liste : Für OEM-Kunden soll der Aladdin TNT2
zusammen mit der Southbridge M1535D von ALi 33 US-Dollar kosten . Muster seien
schon verfügbar , die Serienproduktion soll noch diesen Winter beginnen . Laut
einer Pressemitteilung von beiden Firmen haben schon einige Mainboard-Hersteller
ihre Unterstützung zugesagt : Asus , C.P. Technology , Acer und ABit möchten
Boards mit dem Chip herausbringen . Der Aladdin TNT2 steht damit in direkter
Konkurrenz zum Whitney-Chipsatz von Intel . Anhand der technischen Daten lässt
sich jetzt allerdings noch kein Leistungsvergleich durchführen : Das
Speicherinterface vom Whitney scheint zwar raffinierter , dafür lag seine
Grafikleistung deutlich unter der eines Riva TNT2 ( siehe c't 14/99 , Seite 112
) . Andererseits hatte sich der Aladdin Pro II im Vergleich zum BX-Chipsatz
nicht als Performancewunder herausgestellt ( siehe c't 24/98 , Seite 198 ) . Der
Whitney kostet mit 30 US-Dollar etwas weniger als der Aladdin TNT2 . AMD stellt
Athlon XP offiziell vor Der Chiphersteller AMD stellt heute offiziell den Athlon
XP mit Taktraten von 1,33 bis 1,53 GHz vor , nachdem Komplettsysteme mit diesem
Prozessor schon vor einigen Tagen im Handel aufgetaucht sind . Im XP steckt der
Palomino-Kern , den AMD schon im Athlon MP und Mobile Athlon 4 verkauft . Die
Desktop-Version des Palomino hat AMD auf 1,533 GHz beschleunigt und mit einem
neuen System zur Taktraten-Bezeichnung versehen , die eine Vergleichbarkeit mit
dem Hauptkontrahenten Intel Pentium 4 geben soll . Laut diesem Quantispeed
genannten Rating heißen die Athlon XPs : Auch die offiziellen OEM-Preise für
1000er-Stückzahlen richten sich nach diesem Rating , damit kostet der Athlon XP
immer knapp weniger als der vermeintlich gleich schnelle Pentium 4 : Die Preise
der deutschen Einzelhändler können wie immer erheblich von diesen eher
firmenpolitischen Vorgaben abweichen . Unverändert bleiben die Preise der
übrigen AMD-Prozessoren . Intel verschiebt Camino auf 2000 Der Chiphersteller
Intel benötigt noch weitere Monate zur Reparatur des Camino-Chipsatzes und will
die geplatzte Vorstellung erst Anfang 2000 nachholen , meldet The Register . Den
schon zum alten Eisen gelegten BX-Chipsatz möchte Intel nun doch noch weiter
nutzen und entwickelt für das hauseigene Mainboard SE440BX-2 ein BIOS-Update zur
Unterstützung des Pentium III/E ( Coppermine ) . Damit sollen immerhin die
Prozessor-Versionen mit 100 MHz Frontside-Bustakt auf eigenen Chipsätzen und
Boards funktionieren . Die 133-MHz-Versionen laufen zwar auf dem i810E-Chipsatz
, doch passt ein 2000-Mark-Prozessor nicht recht zu einem Board mit integrierter
Grafik , maximal 100 MHz Speichertakt und ohne AGP-Port . Der Coppermine soll im
zweiten Quartal 2000 die 800 MHz erreichen , getaktet mit 6x133 MHz . Läuft es
nach diesen Plänen , behielte der Konkurrent AMD die Desktop-Speed-Krone : Sein
Athlon ist schon jetzt mit 700 MHz lieferbar , 800 MHz peilt AMD noch dieses
Jahr an . Den Celeron mit 566 MHz möchte Intel ebenfalls im zweiten Quartal 2000
vorstellen . Offensichtlich bleibt der Low-End-Prozessor bei einem
Frontside-Bustakt von 66 MHz . Das dazu notwendige Taktverhältnis von 8,5
bedingt allerdings eine Änderung der nur bis x8 reichenden Spezifikation . Der
AMD Athlon/750 im c't-Labor Den Athlon mit 750 MHz möchte AMD doch erst am 13.
Dezember vorstellen , die 800-MHz-Version werde dieses Jahr nicht mehr
erscheinen , so ein Mitarbeiter der deutschen Niederlassung zu c't . Damit
verbleibt die Taktraten-Krone vorerst bei Intels Pentium III ( Coppermine ) mit
733 MHz . Doch zum Ermitteln des Spitzenreiters verirrte sich ein Athlon mit 750
MHz in das c't-Testlabor . AMD musste das Verhältnis des L2-Takts von 1:2 auf
2:5 verringern , da keine ausreichend schnellen Cache-Bausteine aufzutreiben
sind . So steigt gegenüber dem 700-MHz-Athlon zwar der Core-Takt auf 750 MHz ,
doch der L2-Takt sinkt von 350 auf 300 MHz . Anscheinend hat AMD die
0,18-µ-Fertigung noch nicht nutzen können , um den L2-Cache auf dem
Prozessor-Die zu integrieren . Einige Benchmark-Werte und Vergleichswerte des
Intel Pentium III/B ( Coppermine ) : Aufgrund der überlegenen
Floatingpoint-Einheit sammelt der Athlon Punkte gegenüber dem Pentium III/733EB
. Im 3D-Bereich liegen die Kontrahenten dicht beieinander . Auf AMDs eigenem
Referenzboard erzielt der Athlon zwar bessere Werte , doch diese haben keine
praktische Relevanz , da es das Board nicht zu kaufen gibt . Andererseits : Auch
das Board für den 733er Coppermine ist ein Prototyp mit dem noch nicht
erhältlichen Camino-Chipsatz und Rambus-Modulen . Die Geschwindigkeitskrone
gebührt also keinem der Kontrahenten alleine . Der höhere Takt nutzt AMD außer
dem Prestigegewinn nicht so richtig ; erst ein schnellerer Frontside-Bus und ein
Fullspeed-L2-Cache brächten die Architektur des Athlon wieder voll zur Geltung .
Gegenüber dem Vergleichstest der 700-MHz-Klasse in der c't 22/99 hat sich also
nicht viel geändert : Schnelle Prozessoren , aber immer noch keine richtig guten
Boards . Testkonfigurationen : ( 1 ) Asus K7M , Chipsatz AMD 751 ( Irongate ) ;
( 2 ) AMD Fester B3 Referenzboard , Chipsatz AMD 751 ; ( 3 ) Siemens D1127 ,
Chipsatz Intel 820 ( Camino ) ; ( 4 ) Asus P2B , Chipsatz Intel 440BX ; Alle :
Neuer Chipsatz für AMD Athlon im c't-Test VIAs Athlon-Chipsatz KX133 nähert sich
der Fertigstellung . Das c't-Labor hatte Gelegenheit zu einer ersten Erprobung
auf einem Prototyp-Board K7VA von Epox . Bei der Inbetriebnahme zeigte sich die
enge Verwandtschaft des KX133 zum Apollo-Chipsatz : Windows 98 und 2000
identifizieren ihn als solchen und installieren die entsprechenden Treiber . Ein
Athlon 500 und ein Athlon 750 liefen in dem Board problemlos , doch mit der
700-MHz-Version stürzte es häufig ab . Da der 700er-Prozessor deutlich mehr
Leistung aufnimmt , könnte eine noch unzureichende Stromversorgung des
Prozessor-Slots die Ursache sein . Mit PC100- und PC133-Speichermodulen zeigte
das Board keine Probleme . Als Grafikkarten kamen die Asus V3800 mit NVidia
TNT2-Ultra-Chip und die Asus V6600 mit NVidia GeForce-Chip zum Einsatz ; beide
liefen mit dem NVidia-Treiber 3.62 ohne Abstürze im AGP-2X und AGP-4X-Modus .
Die Speicher-Transferraten des VIA-Chipsatzes lagen hinter dem AMD Irongate
zurück , dennoch zeigten die Anwendungs-Benchmarks praktisch gleiche Performance
. Bei 3D-Grafik hingegen lieferte das Epox-Board trotz anscheinend aktiviertem
AGP-4X-Modus teilweise drastisch schlechtere Werte . Das könnte auf die frühe
Chipsatz-Revision oder nicht für den Athlon optimierte Treiber zurückzuführen
sein , vielleicht auch auf die frühe BIOS-Version . Fast alle namhaften
Board-Hersteller haben KX133-Platinen für das erste Quartal 2000 angekündigt .
Der Prototyp hat gezeigt , dass vor der Marktreife noch einige Arbeit auf VIA
und die Board-Hersteller wartet . Doch scheint der VIA-Chip über genügend
Potenzial zu verfügen , um zur ersten Wahl für Athlon-Boards heranzuwachsen .
Messergebnisse VIA KX133 AMD Irongate mit Asus V3800 ( NVidia TNT2-Ultra ) BAPCo
SYSmark98 274272 BAPCo SYSmark 2000139141 PovRay 3.1 ( PPS ) 581590 3DMark99
53546691 CPU 3DMark99 1194611693 3DMark2000 27743693 CPU 3DMark2000 147224
Expendable 640x480x16 54,275,9 Expendable 1024x768x32 45,546,4 mit Asus V6600 (
NVidia GeForce ) 3DMark99 49836878 CPU 3DMark99 1184411765 3DMark2000 43565076
CPU 3DMark2000 224287 Quake III high quality 67,768,5 Quake III fastest
64,3115,4 Alle Messungen : Athlon 750 , 128 MByte PC133 CL3 , Creative
Soundblaster Live , IBM DTTA-371440 ; NVidia-Treiber 3.62 , Windows 98SE ;
Irongate-Messungen auf Asus K7M , Bios 1209 . AOL-Kooperation teurer für Sun :
nun eine Milliarde Fast viermal teurer als ursprünglich angegeben wird für Sun
die mit dem Internet-Provider AOL vereinbarte Kooperation : AMDs Palomino heißt
Athlon 4 Dass AMD den nächsten Prozessorkern des Athlon nicht unter seinem
Codenamen Palomino verkaufen würde , war klar , denn auch die Codenamen der
aktuellen AMD-Prozessoren ( K7 , K75 , Thunderbird , Spitfire ) tauchen in
keinem offiziellen Papier des kalifornischen Chipherstellers auf . Doch der Neue
wird nicht einfach " Athlon " heißen , sondern " Athlon 4 " , wie eine
US-Hardware-Site berichtet . Damit positioniert AMD den neuen Prozessor als
direkten Konkurrenten gegen den Intel Pentium 4 . Wie auf der CeBIT bekannt
wurde , wird AMD den Palomino zuerst für Notebooks vorstellen , vermutlich in
der nächsten Woche und vermutlich unter dem Namen " Mobile Athlon 4 " mit
Taktraten um ein Gigahertz . Der Kontrahent Intel bietet derzeit für Notebooks
den Mobile Celeron und Mobile Pentium III an , sodass die " 4 " des Athlons nach
" mehr " klingt . Den Pentium 4 stellt Intel bisher nur für Desktops her , eine
Mobile-Version ist erst für das nächste Jahr geplant . Die direkte Nachfolge des
aktuellen Athlon mit Thunderbird-Kern für den Desktop-Markt wird der Palomino
wohl erst im zweiten Halbjahr antreten . Derzeit bietet AMD den Athlon mit
maximal 1,3 GHz an , den ebenfalls für dieses Halbjahr erwarteten Schritt auf
1,4 GHz will AMD daher wohl noch mit den Thunderbird-Kernen vollziehen . AMD
produziert den Palomino wie schon den aktuellen Thunderbird in einem
0,18-Mikron-Verfahren , auch die Caches bleiben gleich groß : 128 KByte L1-Cache
, 256 KByte L2-Cache in exclusive-Strategie . Gegenüber dem Thunderbird sinkt
die Kernspannung von 1,7 auf vermutlich 1,4 Volt oder weniger . Als weitere
Neuerung wird der Palomino über PowerNow! verfügen , AMDs Technik zum Reduzieren
von Prozessortakt und Kernspannung im laufenden Betrieb . Auch soll der Palomino
endlich einen internen Temperaturfühler bekommen . VIA veröffentlicht Patch
gegen 686B-Bug Der Chiphersteller VIA hat einen Patch entwickelt , der den
Fehler in der VIA-Southbridge beheben soll . Derzeit befindet sich der Patch in
einer Beta-Phase , doch die Hardware-Site ViaHardware stellt eine Vorabversion
für Windows 9x/ME/2000 zum Download zur Verfügung . Ein erster Test im c't-Labor
verlief positiv : Ein besonders anfälliges Mainboard läuft nach Einspielen des
Patch mittlerweile über 15 Stunden ohne Fehler . Wenn das Board mit einer
Soundblaster-Karte von Creative bestückt war , waren bei dem Transfer von großen
Datenmengen über die IDE-Kanäle der Southbridge Fehler aufgetreten , Original
und Kopie waren unterschiedlich . Alle Maßnahmen und auch ein BIOS-Update vom
Board-Hersteller veränderten zwar die Häufigkeit der Störungen , ließen sie aber
nicht verschwinden . Erst nach Entfernen der Soundkarte waren keine Fehler mehr
aufgetreten . Bei diesem Board half schließlich der Patch von VIA : Selbst mit
der alten BIOS-Version und " optimized settings " verlaufen bisher alle
Datentransfers ohne Störungen . Bei näherer Betrachtung zeigt sich , dass der
Patch das Zuteilungsverfahren für den PCI-Bus verändert : Er erhöht die
Priorität der CPU-Zugriffe gegenüber den Busmaster-Zugriffen . Einen
nennenswerten Geschwindigkeitsverlust durch die geänderte Zuteilung konnten wir
nicht feststellen . In der bisherigen Version lässt der Patch sich auf jedem
Mainboard installieren . Er ändert das Northbridge-Register allerdings nur bei
den VIA-Chipsätzen KX133 , KT133 oder KT133A und auch nur , falls eine
Soundblaster Live! im System steckt . Auf Mainboards mit der AMD-Northbridge
AMD-761 und der VIA-Southbridge 686B könnte der Fehler theoretisch ebenfalls
auftauchen , doch derzeit bewirkt der Patch auf diesen Systemen nichts . Wer
sich selber einen Patch mit Hilfe der Tools WPCREDIT/WPCRSET gebaut hat , sollte
diesen wieder entfernen , da er die Northbridge mit eigenen Parametern
initialisiert und damit den VIA-Patch unwirksam macht . Damit bleibt VIA vorerst
bei der Aussage , dass der Fehler nur im Zusammenhang mit der Soundblaster Live
von Creative auftaucht . Die Diagnose des VIA-Bugs bleibt schwierig , da bei
Systemabstürzen die schuldige Komponente selten eindeutig auszumachen ist . Im
c't-Labor hat sich eine Testmethode als recht zuverlässig herausgestellt , bei
der das System nach einem Datenfehler nicht abstürzt , sondern mit einer
Fehlermeldung weiter arbeitet . Dazu führt man unter Windows folgende Batchdatei
aus , wobei Quell- und Zielpfad auf unterschiedlichen Laufwerken liegen sollten
und die Datei mehr als 100 MByte groß sein sollte . set quelle=f:\\irgendwo set
ziel=g:\\woanders set datei=\\grossedatei del test.txt @echo off :anfang copy /B
%quelle%datei%ziel% fc /B %quelle%datei%ziel%datei% >test.one type test.one type
test.one >>test.txt goto anfang Im c't-Labor war keine weitere Aktivität auf dem
PCI-Bus notwendig . Schon das Vorhandensein der Soundkarte samt installierter
Treiber reichte aus , um den Fehler zu provozieren . Der wöchentliche Report auf
heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Chipsatz-Treiber von VIA
sowie BIOS-Updates von Aopen , Asustek , Biostar , Elitegroup , Fujitsu/Siemens
, Gigabyte , MSI und Shuttle . Asus ( AsusTek ) Auf der Treiber- und BIOS-Seite
stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit : ECS ( Elitegroup Computer
Systems ) Auf der Download-Seite stehen bereit : Fujitsu/Siemens ( FSC )
Gigabyte ( GBT ) MSI ( Microstar International ) Shuttle ( Spacewalker ) Auf der
Download-Seite stehen bereit : Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen
Desktop-Prozessoren von Intel auch billiger Intel senkt nun auch die Preise der
Desktop-Prozessoren , nachdem die Notebook-Preise schon vor einigen Tagen fielen
. Damit schafft der Chiphersteller Platz für die neuen Pentium-III-Modelle 533B
und 600B , die am 27. September erscheinen sollen . Die OEM-Preise lauten :
Pentium III 600660610550470410500254254450185185 Das B in der Bezeichnung der
neuen Modelle steht für 133 MHz Frontside-Bustakt . Die Prozessoren nutzen
wahrscheinlich den Katmai-Kern , der auch in den aktuellen Pentium-III-Modellen
steckt , denn Intel möchte den neuen Coppermine-Kern erst im Oktober vorstellen
. Welchen Kern sie auch immer haben , sie werden in Kombination mit modernen
AGP-Grafikkarten nur auf solchen Boards laufen , die bei 133 MHz FSB-Takt den
AGP-Bus mit 66 MHz ansteuern . Das kann bisher nur der VIA Apollo Pro 133 ( 693A
) und der von Intel ebenfalls für den 27. September angekündigte Camino-Chipsatz
( i820 ) . Deutsches Startup überrascht mit High-Performance-Prozessor Am Vortag
des alljährlichen Microprocessor Forum in San Jose überraschte die deutsche
Startup-Firma PACT die Fachwelt mit einem massiv parallelen Prozessordesign .
Die erste Implementierung namens XPU128 besteht aus 128 Einzelprozessoren , die
sich in beliebigen Topologien zusammenschalten lassen . Damit kann der XPU128 (
theoretisch ) mehr als 50 GOPS ( Giga Operations Per Second ) bei 100 MHz Takt
erreichen und wird so zum " World Most Powerful 32-Bit-Processor " . Das Prinzip
ähnelt dem der Rekonfigurierbaren Bausteine ( FPGA ) , nur dass hier die
einzelnen Zellen nicht aus wenigen Gattern bestehen , sondern aus kompletten
32-Bit-ALUs ( Arithmetic Logik Unit ) . Hinzu kommen 32 unabhängige
Speicherelemente von jeweils 1 KByte . Mit 3,2 GByte/s greift das
Prozessor-Array bidirektional auf externen Speicher zu . Niklaus Wirth , der
große Guru der Compilertechnik von der ETH Zürich , entwickelt für XPP eine
visuelle Programmiersprache namens Lela . Auch ein C-Compiler befindet sich in
der Entstehung . Das mit insgesamt zwanzig Patenten abgesicherte Prozessordesign
soll im Frühjahr 2001 auf dem Markt erscheinen . In der Zwischenzeit können sich
Interessenten schon mal den Simulator von der PACT-Website pactcorp.com
herunterladen . Simulator für x86-64-Bit-System AMDs 64-Bit-Prozessor
Sledgehammer soll erst nächstes Jahr erscheinen , doch Programmierer können ihn
schon jetzt ausprobieren - im Simulator SimNow! . Die unter Linux laufende
Anwendung bildet nicht nur einen Prozessorkern mit der neuen x86-64-Architektur
nach , sondern einen kompletten Rechner inklusive Chipsatz , Hauptspeicher ,
Massenspeichern und weiterer Peripherie . SimNow! steht samt weiterer
Dokumentation unter www.x86-64.org als RPM für SuSE 6.4 und RedHat 6.2 zum
Download bereit . Als Mindestvoraussetzung zum sinnvollen Arbeiten gibt AMD
einen Athlon mit 700 MHz und 256 MByte Speicher an , empfohlen sind ein
Athlon-1000 mit 384 MByte . Derzeit ist allerdings noch kein Compiler zum
Erzeugen von x86-64-Code erhältlich , sodass man SimNow! nur mit Assembler und
Maschinen-Code füttern kann . Eine GCC-Portierung soll in Arbeit sein . Der
Sourcecode von SimNow! ist vorerst nicht verfügbar . Siemens und Motorola
fabrizieren Riesen-Wafer Die Chiphersteller Siemens und Motorola haben in
Dresden die ersten Chips auf Basis eines 300-Millimeter-Wafers hergestellt . Die
gemeinsam aufgebaute Produktionsanlage ist weltweit die erste , in der die
großen Wafer erfolgreich verarbeitet werden konnten . Gegenüber den
200-Millimeter-Wafern soll die neue Technologie die Produktionskosten um mehr
als 30 Prozent senken . Ein großer Vorteil ist neben einer Rationalisierung des
Herstellungsprozesses der geringere Verschnitt bei der Positionierung der Chips
auf den Wafern : 150 Prozent mehr Chips passen auf die nur um 125 Prozent
größere Fläche . In Dresden sollen zusätzlich zu den rund 250 Beschäftigten
weitere 200 Mitarbeiter eingestellt werden . Vobis-PC mit 1,33-GHz-Athlon und
DDR-Speicher Die technischen Daten klingen beeindruckend : Als Prozessor verbaut
Vobis den AMD Athlon mit 1,33 GHz . Ihm zur Seite stehen 128 MByte DDR-Speicher
( Double Data Rate ) , eine AGP4X-Grafikkarte mit Nvidias GeForce 2 MX ( mit
TV-Ausgang ) und eine Festplatte mit 40 GByte . Abgerundet wird das Angebot
durch ein 16-fach DVD-Laufwerk , Boxen , Tastatur , Maus , Windows ME und ein
umfangreiches Software-Paket . Auf den ersten Blick kombiniert Vobis hier den
derzeit schnellsten x86-Prozessor mit einem modernen Speicher-Interface .
Lediglich die Grafikkarte erscheint etwas unterdimensioniert : Die GeForce 2 MX
gehört zwar zu den zeitgemäßen Karten , doch zum schnellen Prozessor würde die "
große Schwester " GeForce 2 GTS besser passen . Größter Haken jedoch : Mit dem
Mainboard hat Vobis sich ( und den Käufern ) keinen Gefallen getan . Nach
Informationen der c't-Redaktion sitzt ein Asus A7A266 in dem Rechner . Das Board
nutzt als Chipsatz den Ali Magik 1 , der bisher nicht mit übermäßiger
Geschwindigkeit glänzte . Im Test in Ausgabe 4/2001 der c't lief der Chipsatz
auch mit dem DDR-Speicher langsamer als ein gut konfiguriertes Mainboard mit
herkömmlichem PC133-Speicher . Crusoe : Nicht der Schnellste , aber sparsam Seit
einigen Tagen misst das c't-Labor die Leistungsfähigkeit des TM5600-Prozessor
von Transmeta . Nach den ersten Ergebnissen zur Speicher-Performance stehen nun
weitere Benchmark-Resultate fest . Der Prozessor läuft wahlweise mit 300 MHz bei
1,2 Volt Kernspannung oder 600 MHz bei 1,6 Volt und kann im laufenden Betrieb
zwischen beiden Frequenzen umgeschaltet werden . Er hat 128 KByte Level-1- und
256 KByte Level-2-Cache . x86-Code kann er nicht direkt ausführen , sondern
übersetzt ihn vorher in seinen internen VLIW-Befehlssatz ( very long instruction
word ) . Um diesen Vorgang nicht dauernd zu wiederholen , speichert der Crusoe
den übersetzten Code in einem Code-Morphing-Speicher . Dazu zwackt er sich 16
MByte vom Hauptspeicher ab , sodass für das Betriebssystem und Anwendungen nur
112 MByte übrig bleiben . Bei 300 MHz ergibt der c't-Akkubenchmark eine Laufzeit
von rund zwei Stunden . Sony gibt die Akku-Kapazität mit rund 20 Wh an . Demnach
nimmt das Notebook insgesamt nur etwa 10 Watt Leistung auf - durchaus beachtlich
, gönnen sich doch die meisten Notebooks zwischen 15 und 22 Watt . Im
Leistungsvergleich bleibt der Crusoe freilich hinter einem gleichschnell
getakteten Mobile Pentium III deutlich zurück : Vergleichsmessungen auf Acer
TravelMate 522 TXV mit Pentium III-600 ( mit SpeedStep ) , 128 MByte
Hauptspeicher und ebenfalls dem ATI Rage Mobility . Einige Benchmarks haben wir
mehrfach hintereinander laufen lassen , um den Einfluss des Code Morphing (
Übersetzen von x86-Maschinencode in Crusoe-Befehle ) zu beobachten . In der
Theorie sollte ein Benchmark beim zweiten Mal schneller laufen , da der
Prozessor auf den Morphing-Speicher zurückgreifen kann und den Code nicht neu
übersetzen muss . In der Praxis zeigt sich dieser Effekt tatsächlich bei einigen
Benchmarks : So stieg die Frame-Rate von Quake III von 13,5 fps um 10 Prozent
auf 14,9 fps im zweiten Lauf an . PovRay berechnete " desk.pov " im ersten
Durchgang in 20 Sekunden und brauchte bei den Wiederholungen nur noch 16
Sekunden . ( Beide bei 300 MHz gemessen . ) Jedoch blieben die Ergebnisse vom
3DMark 2000 , Unreal Tournament oder der "chess2.pov"-Berechnung von PovRay
konstant und auch die meisten Einzelwerte der BAPCo-Suite schwankten nur um die
bei allen Systemen üblichen zwei Prozent . Diese Benchmarks führen
offensichtlich die meisten Programmteile sowieso schon mehrfach aus , sodass der
Geschwindigkeitsvorteil beim wiederholten Durchlaufen eines Code-Abschnitts in
das Benchmark-Ergebnis mit eingeht . Beispielsweise besteht der BAPCo-Einzeltest
" Elastic Reality " hauptsächlich aus dem Berechnen von 150 Einzelbildern . Nach
dem ersten Bild sollte der Code komplett im Morphing-Speicher liegen , sodass
der Crusoe die weiteren 149 Bilder mit maximaler Geschwindigkeit berechnen kann
. Das Code Morphing müsste schon extrem langsam vonstatten gehen , um hier einen
Einfluss zu messen . x86-Mikrocontroller mit Rise-Technik ST Microelectronics ,
ehemals SGS-Thomson Microelectronics , stellte auf dem Microprocessor Forum in
San Jose die nächste Generation ihrer x86-kompatiblen System-On-Chip-Familie (
SOC ) namens STPC Galaxy vor . Das Kernstück der Galaxy-Familie bildet der neue
hochintegrierte Core CP250 mit einer schnellen Fliesskomma-Einheit ( FPU ) mit
Triple-Issue-MMX-Technik . Die ersten Mitglieder der Galaxy-Familie heißen STPC
Vega und STPC Pictor . Beide kommen mit dem CP250-Kern , einer 64-bittigen
Unified-Memory-Architektur ( UMA ) , SDRAM-Controller und einem PCI
Master/Slave-Controller . Der CP250 ist eine Weiterentwicklung des
x86-Prozessors von Rise Technology . Beide Firmen hatten Anfang dieses Jahres
ein Abkommen über die gemeinsame Entwicklung von SOC-Produkten abgeschlossen .
Auf dem Microprocessor Forum zeigte die Firma nun ihren iDragon mP6-Prozessor ,
der sich durch extrem niedrigen Stromverbrauch auszeichnet . Ein Demo-System
wurde lediglich von einer kleinen 1,5-V-Batterie ( AA ) gespeist . Monster-Chips
Power4 und Freeway von IBM Auf dem Microprocessor Forum enthüllte IBM die
Feinheiten der Mikroarchitektur des " Monster-Prozessors " Power4 . Dieser auf
dem letztjährigen Forum in den Grundzügen vorgestellte Chip enthält zwei
unabhängige 64-bittige Power-Kerne mit eigenen L1-Caches ( 32 KByte
Instruktionen und 64 KByte Daten ) . Jedes Cache-Modul arbeitet 8-fach
assoziativ und hat seinen eigenen L2-Controller . Mit einer Bandbreite von über
100 GByte/s gelangen die Daten vom L2- in den L1-Cache . Vier solcher
Doppelprozessoren können in einem Multichip-Modul über den so genannten GX-Bus
mit mehr als 4 GByte/s miteinander kommunizieren . Der 64-Bit-Prozessor soll mit
Taktraten von deutlich über 1 GHz im zweiten Halbjahr 2001 auf dem Markt
erscheinen . Auch IBMs Mainframe-Line S/390 wird jetzt 64-bittig . Der
S/390-Freeway löst den 32-bittigen G6 ab . Zweimal 256 KByte für Instruktionen
und Daten . Ein L2-Cache befindet sich nicht onboard , dafür aber eine spezielle
Compression/Translator-Unit . IBM hat Freeway für den Multiprozessorbetrieb
optimiert und will bis zu 20 Prozessoren auf ein Multi-Chip-Modul packen .
Coppermine-Preise vorab enthüllt Die OEM-Preise für den Pentium III/E ( Codename
" Coppermine " ) , den Intel am 25. Oktober vorstellen möchte , will The
Register vorab aus Händlerkreisen erfahren haben : Intel Coppermine , Slot-1 :
733EB 810 700E 785 667EB 630 650E 610 Intel Coppermine , Sockel-370 : 550E 385
500E 255 Intel Coppermine Xeon , Slot-2 : 733EB 865 667EB 688 Zum Vergleich AMD
Athlon , Slot-A : Der Unterschied zum Slot-1-Coppermine besteht daher nur in der
Bauform - zumindest , wenn Intel den Desktop-Coppermines nicht die
Dual-Fähigkeit genommen hat . Die Coppermine-Preise gelten laut The Register für
Händler bei einer Abnahmemenge ab 10 Stück , sodass vergleichbare OEM-Preise
noch etwas niedriger liegen dürften . Damit ist der Preiskampf zwischen AMD
Athlon und Intel Coppermine eingeläutet . Preissenkungen bei AMD und Intel Die
beiden Rivalen AMD und Intel senken ab dem heutigen Montag die Preise . Intel
hält sich dabei an die vor zwei Wochen bekannt gewordenen Preise , AMD landet
ebenfalls im vorhergesagten Rahmen . Die folgenden Preise gelten wie immer für
OEM-Kunden bei der Abnahme von 1000 Prozessoren oder mehr - die Endkundenpreise
können davon natürlich abweichen . SiS bringt Chipsätze für schnellen
DDR-Speicher Der Chip-Hersteller SiS möchte mit zwei neuen Chipsätzen in den
High-End-Markt vordringen . Der SiS 635 für Intel- und der SiS 735 für
AMD-Prozessoren bieten alle notwendigen Features inklusive dem neuen
DDR-Speicher-Interface ( Double Data Rate ) . Zusätzlich zu den DDR-Modulen
PC200 und PC266 sollen die Chips auch herkömmliche Single-Data-Rate-Module nach
PC133-Standard ansprechen können - vermutlich jedoch nicht beide Typen
gleichzeitig . Das Grafik-Interface soll AGP-4X samt FastWrites unterstützen .
Wie bei SiS üblich , sind die sonst in der Southbridge zu findenden
Schnittstellen in die Northbridge integriert : Zwei Ultra-ATA/100-Kanäle , sechs
USB-Ports , AC'97-Sound und -Modem sowie ein
10/100-MBit-Ethernet-Netzwerkanschluss . Der SiS 635 ist für die
Intel-Prozessoren Celeron , Pentium III und Tualatin konzipiert , der SiS 735
für Duron und Athlon von AMD . Bisher hatte SiS sich eher einen Namen als
Hersteller von Billig-Chipsätzen mit integrierter Grafik gemacht . Produkte wie
der SiS 630 oder 730 glänzten eher durch viele eingebaute Funktionen als durch
hohe Geschwindigkeit . Die beiden neuen Chipsätze will SiS in 0,18-µm-Technik
herstellen und in OEM-Stückzahlen für je 27 US-Dollar verkaufen . Samples des
Intel-Chips sollen im Dezember erscheinen , die Massenproduktion werde im
Februar beginnen , heißt es . Der AMD-Chip soll einen Monat später folgen .
Spielehersteller unterstützen 3DNow! Zwölf Softwarefirmen aus dem Spiele- und
Unterhaltungsbereich haben bekanntgegeben , die 3DNow!-Technologie des
Chipherstellers AMD zu unterstützen . Titel wie Tomb Raider III oder Descent3
würden in optimierten Versionen erscheinen , wie AMD meldete . AMD rüstet alle
aktuellen K6-2-Prozessoren mit der Befehlssatzerweiterung 3DNow! aus . Auch der
im ersten Quartal erwartete K6-III-Prozessor und die im Frühsommer folgende
K7-Generation werden über 3DNow! verfügen . Intel hat mit der vergleichbaren
"KNI"-Technologie im Spielemarkt schlechtere Karten : Nur die im
High-End-Bereich angesiedelten Pentium-III-Prozessoren werden vorerst über
KNI-Befehle verfügen , die Consumer-Celerons müssen noch länger darauf warten .
Motorola verklagt Intel Der Chiphersteller Motorola beschuldigt den Konkurrenten
Intel , durch Abwerben von Mitarbeitern an wichtige Firmengeheimnisse zu
gelangen . Gestern hat Motorola beim Bezirksgericht in Austin eine Klageschrift
eingereicht , in der Intel vorgeworfen wird , seit September den Chipdesigner
Mark McDermott und weitere 15 Angestellte gezielt abgeworben zu haben . Damit
führt er das gleiche Argument an , mit dem Intel sich in dem Kartellverfahren
verteidigt hatte , das erst vor drei Tagen mit einem Vergleich vorläufig beendet
wurde . Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und
BIOS-Versionen : Busmaster-Treiber von Intel ; Grafikkarten-Treiber von Matrox
und Elsa . Asus ( AsusTek ) Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : Auf
der Update-Seite sind erhältlich : Epox ( ElitoEPoX ) FIC ( First International
Computer ) Fujitsu/Siemens ( FuSi ) Auf der Download-Seite für VIA-Boards stehen
bereit : MSI ( Microstar International ) Shuttle ( Spacewalker ) Neue
BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen VIA-Chipsatz beschädigt Daten In der
VIA-Soutbridge 82C686B steckt ein Fehler , der zu fehlerhaften
Festplatten-Transfers führen kann . Der Fehler tritt in Erscheinung , wenn
während hoher Last auf dem PCI-Bus große Datenmengen vom ersten zum zweiten
IDE-Kanal wandern . Der Chipsatzhersteller VIA bestätigt diesen Fehler
mittlerweile offiziell . Demnach seien nicht alle Mainboards betroffen , zudem
sei der Fehler mit einem BIOS-Update zu umgehen . Auf via-cyrix.de soll in Kürze
eine Liste mit den betroffenen Mainboards und BIOS-Updates erscheinen . Nicht
betroffen scheinen Boards mit anderen VIA-Southbridges wie dem 686A , VT8231
oder VT8233 ; ebensowenig sind Fehler in anderen Chipsätzen wie dem Ali Magik 1
bekannt . Die Southbridge 686B ist als PCI-Device an die Northbridge angebunden
und enthält zwei IDE-Kanäle , Hardware-Monitoring , komplette Super-I/O-Funktion
inklusive vier USB-Ports sowie AC97-Soundfähigkeiten . Zuerst hatte die
Hardware-Seite Au-Ja diesen Fehler entdeckt und veröffentlicht . Dort findet
sich auch ein Testverfahren , mit dem Anwender untersuchen können , ob sie
betroffen sind . Im c't-Labor ließ sich der Fehler nachstellen : An die beiden
IDE-Kanäle der Soutbridge waren je eine Festplatte angeschlossen ; ein
Kopiervorgang übertrug große Dateien von der ersten auf die zweite Platte . Die
Last auf dem PCI erzeugte das Abspielen einer MP3-Datei über eine
Soundblaster-Karte ( Soundblaster Live! 1024 Value ) . Schon nach wenigen
Gigabyte Transferleistung traten Übertragungsfehler auf , die sich in zerstörten
Dateien oder Systemabstürzen äußerten . Ein Herunterschalten der Festplatten auf
Ultra-DMA/33 , Multiword-DMA oder gar PIO brachte keine Verbesserung . Mehrere
Workarounds sind möglich : Die Betreiber von Au-Ja empfehlen , drei
BIOS-Einstellungen zu ändern : " PCI Delay Transaction " und " PCI Master Read
Caching " sollten ausgeschaltet sein , die " PCI Latency " sollte auf 32 oder
kleiner stehen . Falls das BIOS-Setup diese Parameter nicht bietet , gibt es
eine Lösung mittels des Tools WPCRSET . Durch Abschalten dieser Funktionen
entsteht ein Leistungsverlust , der jedoch kaum messbar ist . Auf vielen der
betroffenen Mainboards steckt ein separater IDE-Chip wie der Highpoint HPT370
oder Promise PDC20265R . Dort angeschlossene Festplatten können von Fehlern in
der Southbridge nicht betroffen sein . Inwieweit andere IDE-Geräte ( CD-ROM ,
DVD , Brenner ) von dem Fehler berührt sind , ist noch unklar . Das Testsystem
im c't-Labor arbeitete stabil , nachdem die Soundblaster-Karte entfernt wurde
und die MP3-Ausgabe über den Onboard-Sound lief . Allerdings verursacht
anscheinend nicht die Soundkarte den Fehler , sondern generell die hohe Last auf
dem PCI-Bus . Auch andere Karten ( SCSI , TV , Netzwerk ) könnten Lasten
erzeugen , bei der die 686B-Southbridge ins Trudeln kommt . Bleibt abzuwarten ,
ob VIA es dem Chipsatz-Kontrahenten Intel nachmacht und eine Rückrufaktion
startet wie beim MTH-Bug in Intels i820-Chipsatz . Doch möglicherweise vermeidet
das Abschalten einiger PCI-Fähigkeiten den Fehler zuverlässig genug , sodass ein
BIOS-Update die betroffenen Mainboards heilt . Preisboxen zwischen Intel und AMD
Die Chiphersteller Intel und AMD läuten kurz vor der Bekanntgabe ihrer
Quartalsergebnisse die nächste Runde im Preiskampf ein . Den ersten Schlag
führte Intel mit Preissenkungen von bis zu 43 Prozent aus , worauf AMD wenige
Stunden später konterte . Damit muß AMD einen weiteren schmerzhaften
Preisverfall hinnehmen , nachdem laut den vorläufigen Quartalsergebnissen schon
die bisherigen Preise für rote Zahlen sorgten . Insider erwarten einen Verlust
von 52 Cent pro AMD-Aktie . Intel dagegen profitiert von der Rückendeckung durch
Pentium-III- und Xeon-Prozessoren , so daß die Vorhersagen bei 1,10 US-Dollar
Gewinn pro Aktie liegen . Die neuen Preise gelten wie immer für OEM-Kunden in
1000er-Stückzahlen : Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber
und BIOS-Versionen : Grafiktreiber von SiS und Asus ; BIOS-Updates von Asus ,
Chaintech , DFI , Elitegroup , Epox , Gigabyte , MSI und Soltek . Asus ( AsusTek
) Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : Auf der Update-Seite stehen
bereit : ECS ( Elitegroup Computer Systems ) Auf der Download-Seite stehen
bereit : Epox ( ElitoEPoX ) Gigabyte ( GBT ) MSI ( Microstar International )
Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen 36 GByte und 4,9 ms von IBM Die
Meßlatte für große und schnelle Festplatten liegt mal wieder etwas höher : IBM
stellt die Ultrastar 36ZX mit 36 GByte Kapazität und einer mittleren
Zugriffszeit von 5,4 ms vor . Die kleinere Schwester Ultrastar 18LZX speichert "
nur " 18 GByte , kann aber mit 4,9 ms noch etwas schneller darauf zugreifen .
Das kleinste Modell der Familie speichert schließlich 9,1 GByte bei ebenfalls
4,9 ms Zugriffszeit . Alle drei Festplatten rotieren mit 10.000 Umdrehungen pro
Minute und haben je nach Ausführung 2 bis 8 MByte Cache-Speicher . Als
Anschlüsse sind Ultra2 SCSI , Ultra/160m SCSI , SSA und Fibre Channel vorgesehen
, nicht jedoch ATA/IDE . In Deutschland sollen die Festplatten im nächsten
Quartal verfügbar sein und rund 2500 bis 4000 Mark kosten . Weltrekord bei
Speicherdichte Einen neuen Weltrekord im Speichern von Daten soll IBM
aufgestellt haben . Aktuelle Platten arbeiten mit 2 bis 6 GBit/sq.in . So packt
beispielsweise die gerade vorgestellte Ultrastar-36ZX-Familie 3,5 GBit auf ein
Quadratzoll , und den Rekord bei IBM halten Notebook-Platten mit bis zu 6 GBit .
In ein bis zwei Jahren soll die neue Technik marktreif sein und verspricht
Festplatten-Kapazitäten , die mindestens um den Faktor 3 über den heutigen
Modellen liegen . Joint-Venture zwischen VIA und S3 verzögert Die taiwanische
Regierung meldet Bedenken gegen das geplante Joint-Venture zwischen dem
Chip-Hersteller VIA und dem Grafikspezialisten S3 an . VIA muss nun weitere
Informationen über den Zusammenschluss an die Kommission liefern , die
frühestens im August eine Entscheidung fällen wird . Die Roadmap von VIA ist
schon voll von Früchten des Zusammenschlusses : Geplant sind verschiedene
Chipsätze mit integrierter Grafik , wie beispielsweise der PM133 für Intel- und
der KM133 für AMD-Prozessoren . Ersterer kombiniert den 694X mit dem
Savage-Grafikkern von S3 und steht damit vor allem in Konkurrenz mit dem
i815-Chipsatz von Intel . Der KM133 nutzt den gleichen Grafikkern und wäre der
erste Chipsatz mit integrierter Grafik für den Athlon-Markt . Neue Testversion
von Quake III Arena Der Spielehersteller id Software hat eine weitere
Testversion von Quake III Arena veröffentlicht . Auch diese Version 1.08 sei
noch in einem Status vor einer Betaversion , so der Hersteller . Dennoch ist die
Version voll funktionsfähig und kann per Internet Verbindungen zu Quake-Servern
aufbauen , so dass man gegen andere Spieler antreten kann . Zudem hat id die
Benchmark-Funktion renoviert , die bei den vorigen Testversionen viel Anlass zu
Kritik gab . In den alten Versionen starrte der Testspieler rund eine Minute
bewegungslos auf eine Wand , bevor er sein virtuelles Deathmatch begann .
Während dieser Minute erzielten alle Grafikkarten sehr hohe Frameraten , doch
diese waren nicht sehr aussagekräftig , da sie nicht der üblichen Spielepraxis
entsprachen . Die Demo der Version 1.08 beginnt jedoch sofort mit dem Gemetzel
und liefert daher praxisnähere Messwerte . Um die Demo zu starten , drückt man
nach dem Programmstart die "~"-Taste ( auf deutschen Tastaturen ist das die
"^"-Taste links neben der " 1 " ) . Dann tippt man die zwei Zeilen " timedemo 1
" und " demo q3demo1 " ein , worauf der Benchmark startet und rund eine Minute
läuft . Danach muss man noch mal die "^"-Taste drücken , um das Ergebnis
abzulesen . Die Athlon-Ergebnisse ermittelten wir auf einem Vorserienmodell des
FIC SD11 . Die Pentium-Ergebnisse ermittelten wir auf einem Asus P2B mit
BIOS-Version 1010.6 . Beide Boards unterstützen AGPx2 und liefen unter Windows
98 SE . AMD will ins Servergeschäft AMD stellte auf dem Microprocessor Forum
keine neuen Prozessoren vor , erwähnte die Mustang-Prozessoren mit dem größeren
Cache mit keinem einzigen Wort , sondern lieferte nur ein paar allgemeine
Eckdaten für die Dual-Prozessor-Plattform mit dem AMD 760MP-Chipsatz , der im
ersten Halbjahr 2001 auf den Markt kommen soll . Die Präsentation eines
lauffähigen MP-Systems blieb AMD der Forums-Öffentlichkeit schuldig - anders als
es eine AMD-Pressemeldung glauben macht . Allerdings verweigerte AMDs Marketing
Manager Bob Mitton jeglichen Blick in das verschlossene System - es muss wohl
noch ein roh zusammengezimmerter Prototyp gewesen sein . Mitton wartete die
Bekanntgabe der Quartalsergebnisse ab , bevor er sich zum Mustang äußerte . Wie
Rich Heye von AMDs Microprocessor Division auf dem Forum ausführte , will AMD
mit dem Dual-Athlon vor allem ins Servergeschäft einsteigen . Doch
Frontend-Technologie , insbesondere DDR-Speicher , ist im Servergeschäft nicht
unbedingt gefragt , jedenfalls noch nicht . Das gaben die Vertreter arrivierter
Serverfirmen dem Frischling AMD im Rahmen einer Podiumsdiskussion zu verstehen .
Hier zählt weniger die Performance als vielmehr die Zuverlässigkeit - und die
muss DDR-SDRAM erst noch beweisen . Athlon-Board von Asus nicht für den
Einzelhandel Auch der taiwanische Hersteller Asus reiht sich nun mit dem K7M in
die kleine Gruppe der Anbieter von Athlon-Mainboards ein . Doch das K7M soll
nicht im Einzelhandel erscheinen und auch keinen Asus-Support erfahren .
Ausschließlich OEM-Kunden können das Board in Komplettrechner eingebaut
verkaufen , sie sind dann auch für den Support zuständig . Den deutschen Markt
wird das Board wohl unter den OEM-Namen Freeway , Torpedo und Terra erreichen .
Doch findet sich der Schriftzug " Asus " an einigen Stellen im Handbuch , auf
der Treiber-CD und unter einem Aufkleber auf dem Mainboard selbst . Wie schon
beim FIC SD11 arbeitet hier die Northbridge AMD Irongate 751 mit der
VIA-Southbridge 686A zusammen . Asus nutzt alle Möglichkeiten der Southbridge :
2x seriell , 1x parallel , PS/2 Maus/Tastatur , 4x USB , 1x AMR , Onboard-Sound
, Ultra-ATA/66 und Monitoring-Funktionen sind realisiert . Die Slot-Ausstattung
ist zeitgemäß : 1x AGP , 5x PCI und 1x ISA . Nach dem Biostar M7MKA , FIC SD11 ,
Gigabyte 7IX und MSI 6167 erreicht das Asus K7M nun als fünftes Athlon-Board den
deutschen Markt . Doch leider verstecken die Hersteller ihre Produkte : Auf
einen Testaufruf von c't hin folgten fast nur Absagen . Asus und MSI mauern mit
der Begründung , die Boards seien nur für den OEM-Markt gedacht . Andere Firmen
schickten gar Boards mit dem i810E- oder i820-Chipsaetzen von Intel . Gerüchte
besagen , Intel setze die Mainboard-Hersteller unter Druck , indem sie den
Nachschub an BX-Chipsätzen reglementiere . Doch kein Hersteller wollte dies
bestätigen . Dem Informationsdienst The Register zufolge hat selbst AMD keine
Kenntnis von derartigen Praktiken und zeigt sich sogar erfreut über die
schnellen Fortschritte von Firmen wie des sechsten Produzenten von
Athlon-Mainboards , GVC . Andererseits gebe es keine technischen Gründe für eine
Beschränkung auf den OEM-Markt , so ein Hersteller zu c't . Einige "OEM"-Boards
tauchten dennoch im Einzelhandel auf , das Asus K7M beispielsweise für rund 450
Mark . Neuer Highend-Prozessor von Intel Der Prozessorhersteller Intel bietet
seit heute den Pentium III Xeon mit 800 MHz an . Der auf den Server- und
Workstation-Markt zielende Chip basiert auf dem Coppermine-Kern und passt in
Mainboards mit Slot-2-Anschluss . Er soll in OEM-Stückzahlen 901 US-Dollar
kosten . Vor Einführung der Coppermine-Kerns waren die Xeon-Prozessoren den
Desktop-Varianten überlegen . Die höhere Geschwindigkeit resultierte aus dem
L2-Cache : Dieser lief bei den Desktop-Prozessoren mit halbem Prozessortakt ,
bei den Xeons mit vollem . Zudem gab es den Xeon mit zwei- und vierfach größerem
L2-Cache . Beim Coppermine integrierte Intel den L2-Cache jedoch direkt auf den
Prozessor-Kern , dadurch arbeitet er immer mit dem vollen internen Takt . Auch
die Größe des L2-Cache kann Intel nicht mehr so einfach verändern . So
unterscheidet sich der Pentium III Xeon ab 600 MHz aufwärts nur geringfügig von
der Desktop-Variante : Er nutzt ein größeres Gehäuse und einen Stecker für den
Slot-2 , der zu den Slot-1-Steckern der " normalen " Boards mechanisch nicht
kompatibel ist . Zudem sitzt auf der internen Platine ein Spannungswandler , der
aus externen 2,8 Volt die 1,65 Volt erzeugt , die der Coppermine-Kern benötigt .
Einige Eigenschaften teilen beide Prozessoren : Wegen der geringen Unterschiede
verlangt Intel für den Xeon nur etwa 100 US-Dollar mehr als für den normalen
Pentium III . Computer-Hersteller HP hat schon vor einigen Wochen angekündigt ,
er wolle aufgrund des nicht vorhandenen Leistungsgefälles in einigen Baureihen
auf den Xeon verzichten . Für das dritte Quartal 2000 hat Intel einen Xeon mit
größerem L2-Cache ( 1 und 2 MByte ) in Aussicht gestellt . Der wöchentliche
Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen . Die Hersteller
beenden die Weihnachts-Flaute : Microsoft behebt einen Konflikt zwischen dem
Sidewinder-Joystick und VIA-Chipsätzen , Terratec und Elsa bringen neue Treiber
, BIOS-Updates erscheinen von Abit , Aopen , Asus , Chaintech , Elitegroup ,
Gigabyte , Legend QDI , MSI , Soltek und Transcend . Auf der Update-Seite gibt
es : Auf der Download-Seite stehen bereit : Legend QDI Auf der Download-Seite
stehen bereit : Microsoft Sidewinder Eine neue Treiberversion soll Probleme des
Joysticks Sidewinder Force Feedback 2 an USB-Ports von Rechnern mit VIA-Chipsatz
unter Windows 98/SE/ME und 2000 beheben . Neue BIOS-Versionen und Treiber der
Vorwochen Dual-Athlon in Servern von IBM IBM plant , eine Server-Baureihe mit
AMDs Athlon-Prozessoren auszurüsten . Nicht nur , dass IBM damit zu den ersten
Herstellern gehört , die AMD im Server-Markt einsetzen wollen , sondern die
Server sollen direkt Multiprozessorsysteme mit zwei Athlons sein , berichtet der
Branchendienst EBNews . Bisher existiert nur ein Chipsatz für den
Zweiprozessorbetrieb von Athlons , der AMD-760MP . AMD hat ihn bisher nicht
offiziell angekündigt , aber als wahrscheinlichen Termin Mitte 2001 genannt .
Der Dualboard-Spezialist Tyan möchte voraussichtlich auf der CeBIT als erstes
Mainboard mit diesem Chip das S2462 Thunder K7 vorführen . Ob IBM die Server mit
diesem Board ausstatten will , ist nicht bekannt . Nachdem NEC letzte Woche
angekündigt hat , Firmen-PCs mit AMD-Prozessoren anzubieten , bedeutet der Plan
von IBM einen weiteren Durchbruch für AMD im Markt der Rechner für den
Unternehmenseinsatz . Supergekühlter 600-MHz-AMD im Handel Im neusten System des
Spezialisten für Kühlsysteme läuft ein AMD K6-2 mit 600 MHz . KryoTech setzt
einen 475-MHz-Prozessor auf ein Asus P5A Motherboard und übertaktet das System
mit 120 MHz auf dem Frontside-Bus . Dadurch erreicht der für 95 MHz FSB-Takt
vorgesehene Prozessor einen Core-Takt von 600 MHz . Die firmeneigene
Kompressionstechnik kühlt das System auf minus 40 Grad Celsius , so daß Windows
98 und NT stabil laufen sollen . Für 1150 US-Dollar liefert KryoTech das
Basissystem , bestehend aus Kühltechnik , Gehäuse , Netzteil , Mainboard und
Prozessor . Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und
BIOS-Versionen : Ein Grafiktreiber-Update von Matrox , ein Brenner-Update von
Plextor sowie BIOS-Updates von Asus , Enmic/NMC , Epox , FIC , Fujitsu/Siemens ,
Gigabyte und Microstar . Asus ( AsusTek ) Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen
bereit : ENMIC ( ehemals NMC ) Auf der Download-Seite stehen bereit : Epox (
ElitoEPoX ) FIC ( First International Computer ) Fujitsu/Siemens ( FuSi )
Gigabyte ( GBT ) MSI ( Microstar International ) Neue BIOS-Versionen und Treiber
der Vorwochen Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und
BIOS-Versionen : Creative hat die Live!Ware 3.0 für Windows ME fertiggestellt ,
Elsa setzt neue Nvidia-Treiber als Beta-Version um , und einige BIOS-Updates von
Abit , Asus , Elitegroup und FIC . Abit : Asus : Elitegroup : FIC : Der
Motherboard Monitor läuft unter Windows und liest die Monitoring-Werte (
Lüfterdrehzahlen , Spannungen , Temperaturen ) vieler Mainboards aus . Mit der
aktuellen Version 5PB2.7 wechselte der Programmierer Alex van Kaam übrigens
seinen Provider und ist unter mbm.livewiredev.com zu finden . Asus : Elsa :
S3/Diamond : Creative : Fehler in der deutschen Ausgabe des Palm IIIxe ( Update
) Viele der in Deutschland ausgelieferten Palm IIIxe weisen einen Fehler bei der
Datumsauswahl auf : Der Fehler scheint nur die Darstellung zu betreffen , die
Auswahl eines Datums funktioniert einwandfrei . Betroffen sei die erste Charge
der nach Deutschland gelieferten Geräte und mittlerweile sei der Fehler behoben
, erklärte Palm gegenüber heise online . Palm verspricht ein Bugfix für die
betroffenen Geräte , der über Palms Website voraussichtlich noch vor Weihnachten
zur Verfügung stehen werde . Die frühere Aussage einer Infoline-Mitarbeiterin ,
dass der Palm IIIxe in Deutschland vorläufig nicht mehr verkauft werde , sei
aber falsch . Palm erkannte den Fehler nach eigenen Angaben schon recht früh .
Bleibt natürlich die Frage , warum dann nicht schon längst ein Update zur
Verfügung steht . Der Grund für die Verzögerung könnte hausgemacht sein : Palm
verlangt für das Upgrade zur Version 3.5 Geld . Das Palm-OS-Update , das den
Anzeigefehler behebt , muss gemäß dieser Vorgabe so beschaffen sein , dass es
nur auf den betroffenen Palm-Geräten in den Flash-Speicher eingespielt werden
kann und nicht auf andere Modelle . Von Berichten in Internet-Newsgroups , dass
zusätzlich die Checksumme des Flash-ROM falsch sei , was ein Upgrate des
Betriebssystems verhindern könnte , zeigte sich Palm dagegen überrascht . Ob
hier tatsächlich ein weiterer Fehler vorliegt , ist derzeit noch nicht klar .
Ein solcher Bug würde Palm recht schwer treffen : Der Hersteller hebt
schließlich als einen der Vorteile des IIIxe gegenüber Geräten wie dem
Handspring Visor oder dem hauseigenen M100 immer hervor , dass das
Betriebssystem in einem beschreibbaren Flash-Speicher steckt . Neue
Athlon-Boards lieferbar Die zweite Generation der Mainboards für AMDs
Athlon-Prozessor steht vor der Tür : Zur CeBIT wollen viele Hersteller ihre
Neulinge vorstellen , einige finden sich schon jetzt in den Preislisten der
Händler oder sind gar lieferbar . VIA liefert seit Anfang Januar den KX133 aus ,
der die Athlon-Welt um AGP-4X und PC133-Speicher bereichert . Vor allem das von
VIAs Slot-1-Chipsatz 694X ( Apollo Pro133A ) bekannte Speicher-Interface
verspricht viel : Im Vergleich zu PC100-Speicher steigt die theoretische
Bandbreite von 800 auf 1064 MByte/s . Zudem soll der KX133 mit verschiedenen
Speichermodulen auch in Mischbestückungen besser zurecht kommen als der in
dieser Hinsicht etwas zickige Irongate-Chipsatz . Laut VIA hat AMD für den
Irongate auf recht alte Bibliotheken von VIA-Chipsätzen zurückgegriffen , und
gerade bezüglich des Speicher-Interface hat VIA seit den ersten "
Apollo-Missionen " doch einige Fortschritte gemacht . Mainboards mit dem VIA
KX133 wollen AOpen ( H13/F51 ) , Asus ( H13/B52 ) , Chaintech ( H13/F70 ) , EPoX
( H13/F36 ) , Lucky-Star ( H13/D83,2 ) , LuckyTech ( H13/B70,10 ) , NMC (
H13/B25 ) , QDI ( H13/A17 ) , Tyan ( H9/C16 ) und Soltek ( H13/F50 ) vorstellen
. Die Ausstattung der Boards gleicht sich : Auch AMD hat seinen Chipsatz weiter
entwickelt und liefert nun eine Version mit " Super Bypass " aus . Über die
tatsächliche Bezeichnung dieser Revision herrscht wohl etwas Uneinigkeit : AMD
selbst und einige Hersteller bezeichnen sie als C5 , wogegen die PCI-Revision-ID
25h des Irongate laut Datenblatt als C6 zu interpretieren wäre . Die neue
Board-Generation mit dem Irongate C5/C6/25h beruht auf einem Referenz-Design von
AMD , das kostengünstige 4-Layer-Boards vorsieht , im Unterschied zu den
bisherigen Boards mit sechs Lagen . Sie sind bei DFI ( H13/F35 ) , Gigabyte (
H13/F13 ) , Lucky-Star , MSI ( H13/F31 ) , Shuttle ( H13/C46 ) und Soyo (
H13/D70 ) zu finden . Die Ausstattung der Boards mit Onboard-Sound , PCI- und
ISA-Slots variiert . Gemeinsam neben den üblichen Schnittstellen sind drei
DIMM-Sockel , ein AGP-Slot und der Verzicht auf AMR . Weitere Athlon-Boards
haben Biostar ( H13/B32 ) , FIC ( H13/B08 ) , Transcend ( H13/C14/1 ) und
TMC/Mycomp ( H13/F37 ) angekündigt , doch mit Einzelheiten halten sich die
Hersteller noch bedeckt . Um das erste in Deutschland lieferbare KX133-Board
scheint ein kleiner Wettlauf stattzufinden . NMC nimmt für das NMC-7VAX
Bestellungen entgegen und möchte das erste Exemplar auf Ricardo.de versteigern .
Epox steht mit dem EP-7KXA ebenfalls kurz vor der Auslieferung . Beide Boards
werden jedoch wohl erst zur CeBIT in Stückzahlen verfügbar sein . Etwas besser
stehen die neuen Irongate-Boards da : Schon lieferbar sind das Microstar
MSI-6195 K7 Pro und das Shuttle Spacewalker AI 61 , auch das DFI AK70 findet
sich in einigen Preislisten . Feuer zerstört Büros von Acer und anderen
High-Tech-Firmen Ein 43 Stunden lang wütendes Feuer hat am Wochenende einen
Hochhauskomplex in der Nähe von Taipeh zerstört und die Büros von 53 dort
ansässigen Firmen vernichtet , darunter auch die von Acer und dem taiwanischen
ISP SeedNet . Menschen kamen nicht zu Schaden . Das Feuer brach in der Nacht zum
Samstag um 4 Uhr im 26-stöckigen " Building A " eines Gebäudekomplexes im
Eastern Science Park von Hsichih aus , einem Ort in der Nähe der Hauptstadt
Taipeh . Die Flammen griffen schnell auf die zwei anderen Gebäude des Komplexes
über und zerstörten das erste Gebäude komplett sowie die oberen Etagen der
Gebäude B und C . Mehr als 500 Feuerwehrleute und 60 Einsatzfahrzeuge waren im
Einsatz , um den angeblich schlimmsten Brand der taiwanischen Geschichte zu
bekämpfen . Auch die Büros von Tochterfirmen wie dem Speicher-Hersteller Apacer
und dem Mainboard-Hersteller AOpen sind betroffen . Laut der Information eines
Mitarbeiters von AOpen seien deren Büros jedoch mit Ausnahme von Rauch- und
Löschwasserschäden intakt . Der Chairman der Acer Group Stan Shih sagt , Acer
würde wichtige Daten zusätzlich in anderen Gebäuden aufbewahren . Die
Auswirkungen auf kleinere Firmen sind kaum absehbar . So ist beispielsweise die
Internet-Seite des Speicherherstellers TwinMOS derzeit nicht erreichbar .
TwinMOS hat zusammen mit Apacer die SDR-DDR-DIMMs entworfen . Ein mit der
Entwicklung von Hochgeschwindigkeitszügen befasstes Ingenieurbüro beklagt ,
sämtliche Meßdaten und Testergebnise der letzten 27 Jahre komplett verloren zu
haben . Die taiwanische Regierung hat mittlerweile Maßnahmen zur Unterstützung
der betroffenen Firmen angekündigt . Gegen den Besitzer des Gebäudes , die
Tuntex Group , werden Vorwürfe laut , die Sicherheit vernachlässigt zu haben .
Bei einer Untersuchung hatte die Feuerwehr am 6. März schwerwiegende Mängel
festgestellt . Doch auch die Feuerwehr selbst muss sich Vorwürfe gefallen lassen
. Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen
: Chipsatz-Treiber von Intel , SiS und VIA , CD/DVD-Laufwerk-Treiber von LiteOn
, Grafikkarten-Treiber von Matrox , Nvidia und Power VR sowie BIOS-Updates von
AOpen , DFI , Elitegroup , Epox , FIC und Gigabyte . ECS ( Elitegroup Computer
Systems ) Auf der Download-Seite stehen bereit : Epox ( ElitoEPoX ) FIC ( First
International Computer ) Gigabyte ( GBT ) Power VR Neue BIOS-Versionen und
Treiber der Vorwochen Handspring mit mehr Speicher und mehr Farbe Handspring ,
der weltweit zweitgrößte Hersteller von Palm-Geräten , will am Montag zwei neue
Modelle der Visor-Serie herausbringen , den Visor Pro und den Visor Neo , wie
US-Nachrichtendienste berichten . Der Visor Pro soll den Visor Deluxe ablösen ,
den Hauptspeicher stockt er von 8 auf bisher im Palm-Bereich einmalige 16 MByte
auf . Der Visor Neo verdrängt den Visor Platinum und bietet als Neuigkeit drei
wählbare Gehäusefarben blau , rot und " smoke " ( Rauch ) . Der Visor Pro soll
299 US-Dollar kosten , genauso viel wie der flache Visor Edge im Metallgehäuse
nach der letzten Preissenkung . Der Visor Neo soll 199 US-Dollar kosten ,
genauso viel wie der Vorgänger Visor Platinum . Das Spitzenmodell Visor Prism
mit Farbdisplay kostet unverändert 399 US-Dollar , das Einstiegsmodell Visor mit
2 MByte Speicher bleibt bei 129 US-Dollar . Den Visor Neo werde es in
Deutschland wohl nicht geben , sagte ein Sprecher von Handspring gegenüber heise
online . Der Visor Pro kommt für 860 Mark ( 440 Euro ) auf den deutschen Markt .
Compaq zeigt Server mit PCI-X Compaq hat den ersten Prototypen eines Servers mit
PCI-X vorgestellt . Dabei handelt es sich um ein Developer-Upgrade-Kit für
Server der ProLiant-8500-Reihe , die immerhin schon 64-Bit-PCI unterstützen .
Der PCI-X-Bus läuft in diesen Prototypen aber wohl nur mit 100 statt den maximal
möglichen 133 MHz . PCI-X gilt als einer der potenziellen Nachfolger des
PCI-Standards . Die Taktrate soll von 33 auf 133 MHz steigen , die Busbreite von
32 auf 64 Bit . Damit bietet PCI-X gegenüber PCI die achtfache Bandbreite : 1
GByte/s statt derzeit 133 MByte/s . Laut Architecture Overview von Compaq laufen
allerdings nur Systeme mit einem einzigen PCI-X-Slot mit 133 MHz . Bei zwei
Slots sinkt die Taktrate auf 100 MHz , bei vier Slots sogar auf 66 MHz . Damit
sinkt die Bandbreite dann auf 800 respektive 528 MByte/s - immerhin noch viermal
schneller als PCI . Obwohl schon 1998 von Compaq , HP und IBM gestartet , trägt
die PCI-X-Entwicklung bisher wenig Früchte : IBM hat eine PCI-X-Bridge
vorgestellt , die zwei elektrisch getrennte Busse zusammenfasst , die jeweils
als PCI oder PCI-X konfiguriert sind . Der Chip kommt beispielsweise auf dem
FibreChannel-Adapter mit zwei Kanälen zum Einsatz , den Adaptec auf der Comdex
vorgestellt hatte . AMDs Duron-Prozessor für Notebooks Heute hat AMD
überraschend die Notebook-Variante des Duron-Prozessors vorgestellt , den Mobile
Duron mit 600 und 700 MHz . Die Serie umfasst drei Modelle mit 13- oder
14-Zoll-Display in XGA-Auflösung und 20-GByte-Festplatte . Ein Modell werde mit
8fach CD-R/RW-Brenner ausgestattet sein , ein anderes mit DVD-ROM und TV-Ausgang
. Der Mobile Duron nutzt wohl den gleichen Spitfire-Kern , der in den
Desktop-Varianten ( bis derzeit 850 MHz ) steckt und mit 128 KByte L1- und 64
KByte L2-Cache ausgestattet ist . Allerdings hat AMD die Kernspannung auf 1,4
Volt gesenkt . Damit dürfte die 600-MHz-Version rund 20 Watt Leistung aufnehmen
, der 700er etwa 24 Watt . Der Spitfire-Kern unterstützt kein PowerNow! , kann
also nur bei einem festen Kerntakt arbeiten . Im Unterschied dazu beherrschen
die Kontrahenten eine Technik , bei niedrigeren Taktraten mit gesenkter
Kernspannung und damit gesenkter Leistungsaufnahme zu arbeiten . Zum Vergleich :
Der bisherige Mobile-Prozessor von AMD , der K6-2+ , läuft dank PowerNow! mit
Taktraten zwischen 200 und 550 MHz . Im schnellen Modus benötigt er eine
Kernspannung von 2 Volt und verbrät etwa 14 Watt , bei 200 MHz sinkt die
Kernspannung auf 1,4 Volt und die Leistungsaufnahme damit auf 2,5 Watt . Intel
hatte erst vor wenigen Tagen Mobile-Prozessoren angekündigt , die mit
Kernspannungen zwischen 0,975 und 1,1 Volt laufen sollen . Der aktuelle Mobile
Pentium III ( 650 MHz , 1,6 V ) verbraucht etwa 14 Watt , im Sparmodus (
Speedstep , 500 MHz , 1,35 V ) nur 8 Watt . Der Transmeta Crusoe liegt inklusive
Northbridge und Speicher immer unter 10 Watt . Im c't-Labor arbeitet der
Duron-Prozessor bei gleichem Takt deutlich schneller als der Intel Celeron und
kommt schon fast an die Leistung des Pentium III heran . Wie schnell der Mobile
Duron arbeiten kann , hängt allerdings auch davon ab , welchen Chipsatz und
welchen Speichertyp die Hersteller in die Notebooks einbauen . Laut letzter
AMD-Roadmap sollte eigentlich erst der Morgan-Kern mit PowerNow! in die
Notebooks wandern , doch davon ist in der AMD-Mitteilung nichts zu sehen . Der
Mobile Duron kostet für OEM-Kunden mit 600 MHz 75 US-Dollar und mit 700 MHz 123
US-Dollar . Die Mobile Durons sollen ab sofort in Stückzahlen lieferbar sein .
AMD stellt sie im 0,18-µm-Prozess in der Fab25 in Austin , Texas , her .
Tchibo-PC : AMD Athlon mit 1,1 GHz für 1898 Mark Ab Mittwoch will Tchibo einen
Komplett-PC mit AMD-Prozessor für 1898 Mark und einen 17-Zoll-Monitor für 399
Mark anbieten . Zudem gibt es in den Tchibo- und Eduscho-Filialen einen
USB-Scanner für 149 Mark , einen CD-RW-Brenner von HP für 299 Mark und den
Tintenstrahldrucker HP DeskJet 843C für 299 Mark . Im PC stecken der AMD Athlon
mit 1,1 GHz sowie 128 MByte Speicher und ein 48fach-CD-ROM-Laufwerk . Die Grafik
erzeugt eine AGP-Karte ( MS-8808 ) mit NVidias etwas in die Jahre gekommenem
TNT2-M64-Chip . Die 20-GByte-Festplatte stammt aus der U5-Serie von Seagate ,
das V.90-Modem ( als PCI-Karte ) von Creatix . Als Mainboard kommt das MS-6340 (
K7TM Pro ) von Microstar mit VIAs KT133-Chipsatz zum Einsatz . Dem
Aufrüstwilligen stellt das Board im Micro-ATX-Format lediglich drei PCI- , ein
AGP- , ein CNR- und zwei Speicher-Slots zur Verfügung , von denen ein Speicher-
und zwei PCI-Slots praktisch nutzbar sein dürften . Für den Sound geht kein
Steckplatz verloren , da auf dem Board der Creative CT5880 PCI128-Chip sitzt .
Das Minitower-Gehäuse bietet dem Anwender zusätzlich zu den hinteren Anschlüssen
zwei an der Front sitzende USB-Schnittstellen . Tchibo lässt den PC unter der
Marke " TCM Cytron " bei Medion fertigen - von dort stammen auch die Aldi-PCs .
Als weiteres Zubehör liegen dem Rechner OEM-Versionen von Microsoft Windows
Millennium Edition und Lotus Smart Suite bei . Tchibo gewährt auf alle Produkte
24 Monate Garantie , zudem sind sie über den Versand erhältlich . Nachdem AMD
den Gigahertz-Athlon schon seit November in 2000-Mark-PCs sehen will und
Hersteller wie Vobis einen ähnlich ausgestatteten PC schon im Oktober angeboten
hatten , erscheint das Angebot von Tchibo nicht als allzu zwingendes Schnäppchen
. Hauptspeicher , Prozessor und Festplatte sind sicher zeitgemäß , aber der
TNT2-M64-Grafikchip hält mit den aktuellen Chips nicht mehr mit . Er arbeitet
aufgrund eines schmaleren Datenpfads zum Bildspeicher noch langsamer als der
TNT2-Chip - und auch der wird von 3dfx Voodoo5 , ATI Radeon , Matrox G400 oder
Nvidias Geforce-Familie zum Teil deutlich distanziert . Zu dem am oberen Ende
der Leistungsskala angesiedelten AMD-Prozessor würde eine schnellere Grafikkarte
besser passen . Der Monitor unter dem Markennamen " TCM Cytron " stammt von
ebenfalls Medion . Mit 0,27er-Lochmaske , 72 KHz und einer maximalen Auflösung
von 1280x1024 Punkten entspricht er etwa dem Mittelfeld der 17-Zoll-Klasse ; für
Monitore dieser Kategorie sind Preise um 400 Mark nicht ungewöhnlich . VIA
stellt neuen Chipsatz für AMD-Prozessoren vor VIA hat heute den KT266
vorgestellt , einen Chipsatz für AMD-Prozessoren und
Double-Data-Rate-Speichermodule ( DDR-SDRAM ) . Die technischen Details des
KT266 sind schon länger bekannt ; VIA bestätigte die damalige Vermutung , dass
der Chipsatz auch die Athlon-Prozessoren mit dem FSB266 unterstützt . Während
VIAs DDR-Chipsatz für Intel-Prozessoren ( Apollo Pro266 ) schon länger verfügbar
ist , beginnt beim KT266 gerade einmal die Auslieferung an die
Mainboard-Hersteller - Sample-Boards erreichten das c't-Labor bisher nicht .
Schon lieferbar sind die ersten Boards mit dem Konkurrenz-Chipsatz AMD760 . Doch
das beendet die DDR-SDRAM-Krise nicht , da die Speichermodule lange nicht den
von den Herstellern versprochen niedrigen Preis erreicht haben . Zudem scheint
nach ersten Erfahrungen die automatische Speichererkennung anhand der
SPD-Informationen ( Serial Presence Detect ) nicht zuverlässig zu funktionieren
, sodass der Anwender von Hand ein passendes Timing ( meistens 2,5-3-3 )
einstellen muss . Unklar ist derzeit , ob wie bei PC100- und PC133-Modulen die
SPD-Daten nicht stimmen oder ob die Board-BIOSse mit DDR-Speichern oder dem
Chipsatz Schwierigkeiten haben . Ob bei den derzeitigen Preisen für
DDR-Speichermodule der Umstieg auf passende Boards Sinn ergibt , ist fraglich .
Einen deutlichen Vorteil bringt diese Speichertechnik erst bei einem schnelleren
Frontside-Bus , doch die entsprechenden Athlon-Prozessoren mit FSB266 und 1 ,
1,13 und 1,2 GHz sind ebenfalls noch nicht lieferbar . Pentium-III-Preise
durchgesickert Die Preise der neuen Pentium-III-Prozessoren sind trotz NDA ( non
disclosure agreement , Schweigeverpflichtung ) durchgesickert . Bei Abnahme von
1000 Stück soll die 450-MHz-Version etwa $450 kosten , die 500-MHz-Version rund
$695 . Mobile Athlon wartet auf Chipsätze Die Gerüchteküche um den Palomino
brodelt weiter . Sicher ist nur , dass der nächste Prozessor-Kern , der im AMD
Athlon stecken wird , Palomino heißt . Schon nächsten Monat sollen die ersten
Notebooks mit dem dann Mobile Athlon heißenden Prozessor erscheinen , heißt es
in Berichten von US-Medien . Problematisch ist dabei allerdings wohl weniger die
Verfügbarkeit des Prozessors , sondern die Versorgungslage bei den passenden
Mobile-Chipsätzen , sodass Hersteller wie Compaq oder Hewlett-Packard ihre
Athlon-Notebooks wohl frühestens im Juni vorstellen würden . Chipsatz-Hersteller
wie VIA und ALi haben zwar Mobile-Chipsätze für die AMD-Prozessoren angekündigt
- beispielsweise den ALi CyberMAGiK oder den VIA KT133E - , doch in Stückzahlen
scheinen sie nicht verfügbar zu sein . Anfangs tauchte der Palomino auf den
AMD-Roadmaps nur als Mobile-Prozessor auf , die Desktop-Version hieß Mustang .
Erst im November letzten Jahres verwarf AMD den Mustang und setzte den Palomino
auch ins Desktop-Segment . Momentan überschlagen sich die Gerüchte und
Vermutungen , ob der Desktop-Athlon mit 1,3 GHz noch den aktuellen
Thunderbird-Kern oder schon den Palomino-Core enthalten wird . Da der Athlon mit
derzeit maximal 1,2 GHz den Hauptkonkurrenten Intel Pentium 4 in den meisten
Benchmarks überholt , steht AMD nicht unbedingt unter Zugzwang - zumindest nicht
im Desktop-Bereich . Bei den Notebook-Prozessoren glänzt AMD mit dem K6-2+ und
Mobile Duron allerdings weniger , da beide ihre Pferdefüße haben : Der K6-2+
kann selbst bei 550 MHz mit den Intel-Konkurrenten schlecht mithalten ; und der
Mobile Duron verbrät zu viel Strom . Nur wenige Notebook-Hersteller setzen
bislang die beiden Prozessoren ein . Es scheint , als sei das " steckdosennahe "
Performance-Segment ganz vom Mobile Pentium III eingenommen und das
Stromspar-Segment von den langsamen Celerons , Exoten wie Transmetas Crusoe oder
den Handheld- , Palm- und Windows-CE-Geräten . In Desktop-Umgebungen liegt der
Athlon bei gleichem Takt immer knapp vor dem Konkurrenten . Entscheident für den
Erfolg der Mobile Athlons mit Palomino-Kern könnte also eher die Qualität des
Powermanagements mit PowerNow! sein . Doch auch Intel bleibt nicht untätig und
brachte erst vor kurzem eine Low-Voltage-Version des Mobile Pentium III mit 700
MHz heraus , die mit gerade mal 10 Watt im Normalbetrieb auskommt . Der aktuelle
Desktop-Athlon mit 700 MHz liegt bei etwa 35 Watt - da muss der Palomino-Kern
eine Menge Boden gut machen . Oft genug zeigt sich , dass in Notebooks viel der
potenziellen Prozessor-Leistung durch ein schlechtes System-Design verloren geht
. Dort sitzen beispielsweise Chipsätze mit langsamer Speicheranbindung oder mit
integrierter Grafik ohne separaten Grafikspeicher wie der VIA Twister . Auch das
Sony-Notebook mit Transmetas Crusoe-Prozessor verschenkt im Vergleich mit einem
fast idealen Crusoe-System fast 50 Prozent der Leistung . Compaq könnte auch
ohne Merced Die 64-Bit-Version von Windows 2000 hat Compaq-Chef Eckhard Pfeiffer
auf der Compaq Innovate 99-Konferenz vorgeführt - auf einem Alpha-System . Auf
einem Emulator für Intels zukünftigen 64-Bit-Prozessor Merced wollte Pfeiffer
Windows 2000 nicht booten lassen . Neben dem AlphaServer 4100 mit 4 Prozessoren
und 7 GByte RAM hätte es wohl auch nicht viel Applaus gefunden . Immerhin lief
aber Tru64 Unix schon auf dem Emulator , so daß die Zukunft von Compaqs
64-Bit-Servern so oder so gesichert erscheint . Der Alpha-Show zum Trotz
bekräftigte Intels Vorstandsvorsitzender Craig Barrett auf der Konferenz , die
Merced-Entwicklung liege voll im Zeitplan . Im Sommer werde es erste
Testexemplare geben , und die Serienproduktion werde Mitte 2000 starten . Der
wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Ein
CDRW-Firmware-Update von Creative und BIOS-Updates von Abit , AOpen , Asus ,
Elitegroup , Epox , FSC , MSI , Shuttle und Tyan . Asus ( AsusTek ) Auf der
Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : ECS ( Elitegroup Computer Systems ) Auf
der Download-Seite stehen bereit : Epox ( ElitoEPoX ) Fujitsu/Siemens ( FuSi ,
FSC ) MSI ( Microstar International ) Shuttle ( Spacewalker ) Auf der
Download-Seite stehen einige neue Versionen bereit . Zudem sind für viele Boards
dort Beta-Versionen vorhanden , die bestimmte Fehler beheben . Für Besitzer von
Shuttle/Spacewalker-Boards lohnt sich ein Blick . Neue BIOS-Versionen und
Treiber der Vorwochen Nachgelegt : Neue Treiber und BIOS-Versionen Kaum ein
Hersteller entzieht sich den schnellen Entwicklungszyklen im PC-Markt . Jeder
versucht , als erster vom rasenden Fortschritt zu profitieren und seine fertigen
Produkte zu verkaufen . Doch so richtig fertig sind Mainboards , Grafikkarten
oder andere Geräte oft noch nicht , wenn sie beim Händler und schließlich beim
Kunden landen . Time-To-Market scheint einigen Herstellern wichtiger zu sein als
ein stabiles Produkt ; das Attribut " ausgereift " verkommt quasi zum Synonym
für " veraltet " . Auf der anderen Seite kann keine Entwicklungsabteilung alle
vorhandenen Geräte und Programme oder gar zukünftige Techniken berücksichtigen .
Viele Konflikte entstehen nicht unter " Laborbedingungen " , sondern tauchen
erst in der großen rauhen Computerwelt auf . Glücklicherweise lassen sich viele
Fehler nachträglich mit einem BIOS- oder Treiber-Update ausbügeln , was die
Hersteller auch fleißig nutzen . So findet man eine wahre Flut von neuen
Versionen , Beta-Treibern , vorläufigen BIOSsen , inoffiziellen Releases oder
sonstigen Dateien . Dieser neue wöchentliche Report auf heise online soll etwas
Licht in das Update-Gewirr bringen und auflisten , wer wo " nachgelegt " hat .
3dfx hat für den Voodoo3 2000/3000-Chip die Beta-Treiber V1.01.03 für Windows
2000 veröffentlicht . Für Windows 9x ist Version 1.05.00 ( 10,4 MByte ) vom 4.
Juli aktuell . Für Grafikkarten mit einem Chip von NVidia ( TNT , TNT2 ,
GeForce-256 , GeForce-2 etc. ) sind Beta-Treiber in Version 5.32 aufgetaucht .
Zu finden beispielsweise bei Reactor Critical für Windows 95/98 ( 1,66 MByte ) ,
Windows NT4 ( 1,43 MByte ) und Windows 2000 ( 1,64 MByte ) . Die Beta-Treiber
von NVidia laufen nach Erfahrungen des c't-Labors meistens recht stabil . Die
Version 5.32 soll unter anderem das FSAA ( full screen anti aliasing )
verbessern . Matrox brachte die Treiber für den G400-Chip auf Version 5.04.026 :
ALi hat einige Treiber renoviert : VIA hat die Version 4.23 ( 840 KByte ) des
4in1-Treibers für Windows 2000 , NT und 95/98 herausgebracht . Die Installation
empfiehlt sich für alle Mainboards mit einem VIA-Chipsatz ( wie MVP3 , 691 bis
694X ( Apollo-Familie ) , KX133 , KT133 ) . Einzelheiten auf der Treiberseite
von VIA . BIOS-UpdatesAsus : Epox : FIC : Unter Windows gelingt das Auslesen der
Informationen des Hardware-Monitoring beispielsweise mit dem Motherboard Monitor
von Alex van Kaam . Creative Labs hat die Live!Ware-Treiber für die Soundblaster
Live! nach Windows 2000 ( vier Dateien mit zusammen 20,5 MByte vom 12. 7. )
portiert . ALIs Athlon-Chipsatz um zwei Wochen verzögert Der Chip-Hersteller ALi
( Acer Labs Inc. ) verschiebt die Vorstellung seines Chipsatzes für die
Athlon-Prozessoren von AMD bis voraussichtlich Anfang August . Als Begründung
nannte die Vizepräsidentin der Verkaufsabteilung , Nancy Hartsoch , dass Acer
Labs Produkte nur dann vorstelle , wenn das fertige Silizium auch vorhanden sei
. Doch offensichtlich gibt es mit dem neuen Chip noch Probleme . Ursprünglich
sollte die Präsentation auf der Platform 2000 in San Jose stattfinden , einer
Konferenz unter der Schirmherrschaft des Marktforschungsinstituts InQuest .
Dessen Chef Bert McComas versammelt schon länger auf dieser regelmäßig
stattfindenden Konferenz alle " unabhängigen " Hersteller von x86-Hardware - was
bisher " alle ausser Intel " bedeutete . Firmen wie AMD , VIA und Micron fanden
so ein Diskussionsforum , auf dem beispielsweise der DDR-Speicher ( Double Data
Rate ) entstanden ist . Diese Speichertechnik soll die Bandbreite gegenüber
PC133 verdoppeln und steht vor allem in direkter Konkurrenz zu der von Intel
favorisierten Rambus-Technik . Gerade deswegen wäre ALis neuer Chipsatz , der
M1647 , so wichtig gewesen : Neben dem Aspekt , dass er den Einstieg für Acer
Labs in die Athlon-Welt darstellt , wäre er der erste Chipsatz mit einem
funktionierenden DDR-Speicherinterface gewesen . Doch extra für diese Show werde
ALi seine Gewohnheiten nicht aufgeben , meinte Nancy Hartsoch . Damit ist das
DDR-Rennen wieder offen , denn auch VIA , Micron und AMD selbst haben
Athlon-Chipsätze mit diesem Interface angekündigt . AMD : Preissenkungen und
1100 MHz am 28. August Am 28. August möchte AMD den Athlon ( Thunderbird ) mit
1100 MHz Taktrate vorstellen und beginnt daher am heutigen Dienstag mit der
Auslieferung des Prozessors an Systemhersteller . Die Megahertz-Krone bleibt
jedoch knapp bei Intel mit dem Pentium III-1133EB . Nach den ganzen Gerüchten
der letzten Tage hat AMD gleichzeitig neue Preise veröffentlicht : VIA stellt
DDR-SDRAM-Chipsatz für den Pentium 4 vor Der taiwanische Chipsatz-Spezialist VIA
präsentiert mit dem P4X266 einen Pentium-4-Chipsatz , der den schnellen
Intel-Prozessor mit DDR-SDRAM verbindet . Damit sind preisgünstigere
Pentium-4-Systeme möglich , da DDR-SDRAM nur wenig mehr kostet als PC133-SDRAM .
Von Intel gibt es bisher als einzigen verfügbaren Pentium-4-Chipsatz nur den
i850 , der ausschließlich mit Rambus-Speicher arbeitet . Diese RDRAM-Module
kosten im Einzelhandel derzeit mehr als das Doppelte von DDR-SDRAM . In der noch
ungeklärten Frage , ob VIA nun eine Lizenz für den Pentium-4-Bus besitzt ,
scheint damit zumindest VIA eine Antwort gefunden zu haben . Dennoch dürfte es
ein Weilchen dauern , bis Pentium-4-Mainboards mit dem VIA-Chipsatz auf den
Markt kommen - konkrete Ankündigungen der Boardhersteller stehen noch aus .
Angeblich arbeiten Iwill , Epox , Soltek und Soyo an entsprechenden Platinen ,
doch alle Hersteller scheinen abzuwarten , ob Intel die Lizenzfrage ebenso
beurteilt oder doch rechtliche Schritte gegen VIA einleitet . Der
P4X266-Chipsatz besteht aus der Northbridge VT8753 mit Schnittstellen für
Prozessor , AGP-4X-Grafikkarte , Speicher und das V-Link-Interface . Das
Speicher-Interface unterstützt bis zu 4 GByte Speicher nach PC100/PC133- und
DDR-SDRAM nach PC1600/PC2100-Standard . Die V-Link-Architektur heißt in der
Pressemitteilung nun " VIA Modular Architecture Platform ( V-MAP ) " , sie dient
wie schon bei den Chipsätzen KT266 und Apollo Pro266 zur Anbindung der
Southbridges VT8233C oder VT8233 . Diese bietet die heute üblichen
Schnittstellen wie zwei Ultra-ATA/100-taugliche IDE-Kanäle , sechs USB-Ports ,
den PCI-Bus , 10/100-MBit-LAN und AC-97-Audio . Der Frontside-Bus des Pentium 4
arbeitet bei 100 MHz Taktfrequenz nach einem "Quad-Pumped"-Prinzip . Damit
überträgt der Prozessor bis zu 3,2 GByte pro Sekunde . Die beiden Sockeltypen
Socket-423 und Socket-478 unterscheiden sich übrigens nicht elektrisch , sodass
alle P4-Chipsätze beide Sockeltypen unterstützen . Das zweikanalige
Rambus-Interface des i850 kann theoretisch Daten ebenfalls mit maximal 3,2
GByte/s transportieren . VIAs P4X266 besitzt nur einen Speicherkanal , das
maximal einsetzbare PC2100-DDR-SDRAM schafft bei 133 MHz Taktfrequenz nur eine
Datentransferrate von höchstens 2,1 GByte/s . Daher bremst der Chipsatz die
Arbeitsgeschwindigkeit eines Pentium-4-Prozessors etwas aus . In praxisnahen
Benchmarks macht sich das mit Leistungseinbußen von bis zu acht Prozent
bemerkbar . Leistungsvergleich unter Windows 98SE Alle Messungen durchgeführt
mit 256 MByte Hauptspeicher , Grafikkarte mit Nvidia-GeForce-2-Chip und 32 MByte
SGRAM , Treiber Detonator 12.41 , Festplatte IBM-DTLA307030 , Onboard-Sound oder
Soundblaster-Live-1024!-Soundkarte . Bei manchen Messungen erreicht der P4X266
fast das Niveau des i850 , doch insgesamt hält der Prototyp nicht ganz die auf
der Computex geweckten Hoffnungen . Dort hatte ein Demosystem mit dem P4X266
einen Benchmark schneller absolviert als ein Vergleichssystem mit dem Intel i850
. Dennoch : Wer nicht unbedingt den schnellsten Pentium 4 einsetzen möchte , dem
dürfte die Arbeitsgeschwindigkeit des P4X266 reichen , zumal die Serienboards
noch einige Prozent schneller sein dürften als unser Prototyp . Intel will schon
bald mit dem i845 " Brookdale " selbst einen Pentium-4-Chipsatz für
SDRAM-Speicher einführen . Zunächst ist jedoch nur die Unterstützung von
PC133-Speichermodulen geplant . Erst eine zum Jahreswechsel erwartete Version
soll mit DDR-SDRAM umgehen können , allerdings vermutlich nur mit Modulen nach
PC1600-Standard . Die schnelleren PC2100-Module finden wohl erst bei einer
dritten Version Unterstützung . Ein Indiz für diese These ist eine
Intel-Zusatzspezifikation für DDR200-SDRAM-Chips , aus denen sich lediglich
PC1600-Module bauen lassen - die Spezifikation für DDR266-Chips befindet sich
noch in Arbeit . Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und
BIOS-Versionen : VIA verwirrt mit inoffiziellen Versionen und nicht zugänglichen
Downloads ; einige Mainboard-Hersteller haben BIOS-Updates " nachgelegt " :
Chipsatz-TreiberVIA : BIOS-UpdatesAsus : Biostar : Epox : Gigabyte : NMC :
Soltek : Pentium-III-Boykott verstärkt Datenschutzorganisationen weiten ihren
Boykottaufruf gegen die Seriennummern im Pentium-III aus und möchten die Federal
Trade Comission ( FTC ) auf ihre Seite bringen . Die Organisatoren Junkbuster
und EPIC ( Electronic Privacy Information Center ) bitten per eMail weitere
Verbraucher- und Datenschutzverbände um Hilfe . Die eMail enthält zwei Briefe ,
die Unterstützungswillige an PC-Hersteller und die FTC schicken können .
PC-Hersteller werden darin aufgefordert , Details zum Umgang mit der
Seriennummer des Pentium-III bekanntzugeben . Der Brief an die FTC enthält neben
einer sehr ausführlichen Erklärung des Problems die Bitte , zu prüfen , welche
Schritte gegen Intel unternommen werden müssten . Im Interesse des
Verbraucherschutzes müsse Intel die Prozessoren zurückrufen , um die
Seriennummer-Funktion auszuschalten , heißt es weiter . Robert Pitofsky ,
Vorsitzender der FTC bezweifelt jedoch , daß sein Büro die Befugnis habe , um
einen Verkaufsstop der Pentium-III-Prozessoren durchzusetzen . Auch ein Sprecher
von Intel steht der eMail-Kampagne gelassen gegenüber : Der wöchentliche Report
auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Neue 4in1-Treiber für
VIA-Chipsätze , BIOS-Updates von Asus , Elitegroup , Epox , FIC und Soltek ;
Grafiktreiber von Elsa und Linux-Treiber von NVidia . Auf der Download-Seite
sind zu haben : Auf der Download-Seite stehen bereit : Neue BIOS-Versionen und
Treiber der Vorwochen AMD Duron billiger als Intel Celeron ? AMDs neuer
Duron-Prozessor taucht jetzt in den ersten Händlerpreislisten auf . Laut
MultiCom in Norwegen kosten dort die Durons deutlich weniger als Celerons mit
der gleichen Taktrate , gelistet sind Versionen mit 550 , 600 , 650 und 700 MHz
. Lynn Computer in den Vereinigten Staaten führt den Duron-600 für 89 US-Dollar
, den 650er für 115 und den Duron mit 700 MHz für 159 US-Dollar . Eine Version
mit 550 MHz findet sich dort nicht . Beim gleichen Händler kostet ein Intel
Celeron-500 schon 159 US-Dollar . Auch die 600-MHz-Konkurrenz ist deutlich
teurer : 175 US-Dollar für einen AMD Athlon und rund 420 US-Dollar für einen
Pentium III . Selbst im Vergleich mit den OEM-Preisen von Intel nach der letzten
Preissenkung wäre der Duron damit deutlich billiger als der Intel Celeron . Nach
Informationen der c't-Redaktion gilt jedoch der der 5. Juni als sicher , der
erste Tag der Computermesse Computex in Taiwan . VIA-Patch gegen 686B-Bug nun
offiziell Der Chiphersteller VIA hat nun die Treiberversion mit dem Patch gegen
den " 686B-Bug " veröffentlicht , nachdem in der Vorwoche schon eine
Vorabversion aufgetaucht war . Die Version 4.31 des 4in1-Treibers steht auf der
Treiber-Seite des taiwanischen oder internationalen Servers von VIA zum Download
bereit . VIA rückt weiterhin keine Hintergrundinformationen heraus . In dem
Treiberpaket 4in1431v.zip fehlt sogar die in bisherigen Versionen vorhandene
Datei Release.doc , in der VIA bisher immer die Neuerungen der Treiberversion
beschrieben hat . Im c't-Labor scheint der Patch bisher zu funktionieren : Alle
Systeme , bei denen der VIA-Bug auftrat , liefen mit installiertem Patch
fehlerfrei . Unklar bleibt jedoch , ob der Patch tatsächlich bei allen
Konfigurationen greift , die den Fehler aufweisen . Notebook-Chipsatz von VIA
für AMD-Prozessoren Passend zum neuen Mobile Athlon 4 von AMD stellt VIA nun
einen Chipsatz für Notebooks vor , den KN133 . Ganz neu ist der Chip indes nicht
; VIA hat ihn vorher als Twister K verkauft . Das Pendant Twister für
Intel-Prozessoren wurde im September vergangenen Jahres vorgestellt . Der KN133
hat die Grafikfunktionen des Savage4-Chips von S3 eingebaut und arbeitet mit
einer Shared-Memory-Architektur ( SMA , auch UMA genannt ) , die Teile des
Hauptspeichers als Grafikspeicher nutzt . Er unterstützt PC100- und
PC133-Speicher und kann auch mit AMDs Stromspartechnik PowerNow! umgehen . Das
UMA-Konzept erlaubt billige und Strom sparende Systemdesigns , da separate
Bausteine für den Grafikspeicher entfallen können . Allerdings kann der
Prozessor nicht mehr mit der vollen Geschwindigkeit auf den Hauptspeicher
zugreifen , da der integrierte Grafikchip einen Teil der Bandbreite benötigt .
Nach dem ALi CyberMAGiK ist der KN133 erst der zweite spezielle
Notebook-Chipsatz für die AMD-Prozessoren , sodass ein Ende der Chipsatz-Krise
nicht in Sicht scheint . Compaq nutzt im Presario 1200 mit Mobile Athlon 4
jedenfalls den Desktop-Chipsatz VIA KT133 . Weitere 5000 gefälschte
Asus-Mainboards Der Strom der gefälschten Asus-Mainboards reißt nicht ab : Nach
Informationen der Niederlassung in Ratingen sind weitere 5000 Falsifikate des
Typs P2B-F auf dem Weg nach Deutschland . Sie seien zusätzlich zu den
herkömmlichen Merkmalen anhand ihrer Seriennummern zu identifizieren , die mit "
96 " beginnen . Zudem enthalten die Verpackungen keinen Temperaturfühler . Ali
stellt Notebook-Chipsätze vor Passend zu den Mobile Durons stellt der
taiwanische Chiphersteller Ali einen Chipsatz für Notebooks mit AMD-Prozessoren
vor . Der CyberMAGiK integriert 3D-Grafikfunktionen von Trident ( Blade XP ) und
unterstützt DDR-SDRAM-Speicher ( Double Data Rate ) . Auch in Notebooks mit
Intel-Prozessoren möchte Ali weiter vertreten sein und stellt zusätzlich den
CyberALADDiN vor , der ebenfalls Tridents 3D-Grafik integriert und DDR-Speicher
unterstützt . Die DDR-Speicher arbeiten mit einer Versorgungsspannung von
lediglich 2,5 Volt , was die Leistungsaufnahme gegenüber dem mit 3,3 Volt
arbeitenden SDR-Speicher ( Single Data Rate ) herkömmlicher Notebooks um rund
ein Watt senken kann . Der Blade-XP-Grafikkern von Trident wird wohl ebenso wie
seine Vorgänger keinen eigenen Grafikspeicher benötigen , sondern sich einige
Megabyte vom Hauptspeicher abzwacken . Diese Technik geht allerdings zu Lasten
der Rechengeschwindigkeit , da Grafikchip und Hauptprozessor sich die Bandbreite
zum Speicher teilen müssen . Dennoch verspricht die Kombination aus Mobile Duron
und Ali-DDR-Chipsatz recht interessante Notebooks , die von der Rechen-Power her
eher mit dem Intel Pentium III in Konkurrenz stehen als mit dem Celeron . Für
die Leistungsaufnahme und damit die Akkulaufzeit spielt zudem nicht nur der
Prozessor selbst eine Rolle , sondern auch die anderen Komponenten , allen voran
das Display , das üblicherweise zwischen 5 und 10 Watt zieht ( siehe dazu auch
die aktuelle Ausgabe 2/2001 von c't mit einem ausführlichen Test des
Gericom-Notebooks mit der Desktop-Variante des Intel Pentium III mit 1 GHz ) .
Gigahertz-Pentium für Notebooks Den Mobile Celeron beschleunigt Intel von 700
auf 750 MHz , vom Mobile Pentium III mit derzeit maximal 850 MHz kommen zwei
Versionen mit 900 und 1000 MHz auf den Markt . Hersteller wie Dell , Gateway ,
IBM und HP wollen direkt ab Montag Notebooks mit den neuen Prozessoren anbieten
. Der Mobile Pentium III verfügt über SpeedStep , womit er im Batteriebetrieb
seinen Takt auf 700 MHz verringert und dabei die Kernspannung von ( vermutlich )
1,6 auf 1,35 Volt absenken kann . Bei 1 GHz wird er wohl rund 22 Watt Leistung
aufnehmen , im Stromsparbetrieb mit 700 MHz dann etwa so viel wie der
Low-Voltage Mobile Pentium III , nämlich 10,2 Watt . Unter Volllast steigt die
Leistungsaufnahme vermutlich auf über 32 , bei 700 MHz auf 16,1 Watt . Der
Mobile Celeron verfügt nicht über Stromspartechniken und wird wohl bei einer
Kernspannung von 1,6 Volt maximal 25 Watt verbraten . Falls Intel bei den neuen
Prozessoren die Kernspannung erhöhen muss , werden diese Werte höher ausfallen -
die Datenblätter hat Intel jedoch noch nicht veröffentlicht . Ob Intels
Konkurrenten am Montag nachziehen werden und ebenfalls neue Mobil-Prozessoren
vorstellen , ist unklar . AMD hat derzeit nur den K6-2+ und den Mobile Duron im
Angebot . Ersterer arbeitet mit maximal 550 MHz vergleichsweise langsam ,
letzterem fehlt eine Stromspar-Technik . Für die nahe Zukunft wird allerdings
ein Mobile Athlon mit Palomino-Kern erwartet , der als eine Verbesserung
gegenüber dem Thunderbird-Kern mit der Stromspartechnik PowerNow! aufwarten soll
, die AMD mit dem K6-2+ eingeführt hat . Doch AMD muss gegenüber Intel im
Notebook-Markt eine Menge Boden wettmachen , ebenso wie die beiden anderen
Hersteller von Mobile-Prozessoren , Transmeta und VIA . Von den Modellen , die
Transmeta auf der Comdex in Las Vegas letztes Jahr angekündigt hat , ist auf dem
europäischen Markt weiterhin nur das Sony PCG-C1VN zu sehen . VIA verkauft
derzeit den Cyrix III mit Samuel-Kern . Dieser Prozessor kostet zwar nicht viel
, eignet sich aber ob seiner vergleichsweise hohen Leistungsaufnahme nicht für
Notebooks . Somit könnte mit der CeBIT-Eröffnung am 22. März Intel ein wenig
Mobile-Gegenwind entgegenblasen . Die für Montag erwarteten Notebooks sind
übrigens nicht die ersten , die die tragbare Gigahertz-Schallmauer durchbrechen
. Gericom hatte schon im Januar ein Notebook mit Gigahertz-Pentium-III auf den
Markt gebracht , allerdings mit der Desktop-Version des Prozessors ( siehe c't
2/2001 , S. 80 ) . Der Intel Mobile Pentium III mit 1 GHz soll in
OEM-Stückzahlen 722 , die 900-MHz-Version 562 US-Dollar kosten , der Mobile
Celeron mit 750 MHz 170 US-Dollar . Intel senkt Prozessorpreise Der
Chiphersteller Intel hat die Prozessorpreise am Ostersonntag um bis zu 32
Prozent gesenkt . Das Topmodell Pentium 4 kostet zwischen 11 und 19 Prozent
weniger , der Pentium III bis zu 16 Prozent . Auch für die Celerons und einige
Mobile-Versionen vom Celeron und Pentium III möchte Intel nun weniger Geld haben
. Lediglich die für Server-Boards konzipierten Xeons bleiben auf ihrem hohen
Preisniveau . Noch in diesem Monat will Intel den Pentium 4 mit 1,7 GHz auf den
Markt bringen ; vermutlich kurz darauf wird der Chip-Konzern die Preise des
Pentium 4 nochmals kräftig senken . Bislang unbestätigten Informationen zufolge
soll der Pentium 4 mit 1,3 und 1,4 GHz dann unter 200 US-Dollar kosten . Wie
immer handelt es sich um OEM-Preise bei der Abnahme von 1000 Prozessoren oder
mehr . Die Straßenpreise können erheblich davon abweichen . Intel stellt
Rambus-Subventionen ein Seit der Markteinführung des Pentium 4 am 20 November
gewährt Intel einen Rabatt auf Rambus-Speichermodule , den Distributoren und
OEMs in Anspruch nehmen können . Gleichzeitig mit den Preisnachlässen vom
Wochenende senkt Intel diesen Rabatt von derzeit 60 auf 30 US-Dollar für die
Versionen mit 1,4 und 1,5 GHz und stellt sie für den Pentium 4 mit 1,3 GHz ganz
ein , wie aus einer Intel-Roadmap hervorgeht . Ab dem 30. April will Intel die
Subventionen komplett abschaffen , wieder gleichzeitig mit einer Preissenkung .
Für die OEM-Kunden und Distributoren fallen die realen Preisnachlässe also
niedriger aus ; sie müssen von den offiziellen Preisen die Subventionen abziehen
. Als bereinigte Preisliste ergibt sich : Auch der Chipsatz-Hersteller und
Intel-Konkurrent VIA subventioniert einen neuen Speichertyp : Seit Februar
können OEM-Kunden den Chipsatz Apollo Pro266 ( für Intel-Prozessoren ) zusammen
mit einem 128-MByte-Modul DDR-Speicher für 99 US-Dollar kaufen . Pentium III mit
550 MHz ist da Heute beginnt Intel mit der Auslieferung des Pentium III mit 550
MHz . Der Slot-1-Prozessor kostet in 1000er-Stückzahlen 744 US-Dollar , der
deutsche Endkundenpreis liegt bei rund 1700 Mark . Gleichzeitig senkt Intel die
Preise für alle anderen Prozessoren , so kostet beispielsweise der Pentium III
mit 500 nur noch rund 1000 Mark . Im Vorfeld tauchten Berichte auf , daß der
neue Prozessor zu heiß werde ; schließlich mußte Intel zugeben , von einem
Zulieferer außerhalb der Spezifikationen liegende Cache-Bausteine bekommen zu
haben . AMD muß wieder Preise senken Der Prozessorhersteller AMD sieht sich mal
wieder gezwungen , auf Intels Preissenkungen zu reagieren und reduziert die
Preise seiner K6-2- und -III-Chips um bis zu 45 Prozent : Prozessor/ bisheriger
OEM-Preis Core-Takt OEM-Preis ab 16. Mai Reduzierung K6-III/450 MHz $397 $220
45% K6-III/400 MHz $237 $185 22% K6-2 /475 MHz $213 $152 29% K6-2 /450 MHz $158
$112 29% K6-2 /400 MHz $103 $82 20% K6-2 /380 MHz $87 $71 18% K6-2 /350 MHz $68
$56 18% Vor allem der K6-III mit 400 MHz bietet sich nun als leistungsfähiger
Upgrade-Prozessor für rund 400 Mark an . Sein integrierter L2-Cache von 256
KByte umgeht die Beschränkung der cacheable area einiger Sockel-7-Boards -
Einzelheiten und Benchmark-Ergebnisse stehen in der aktuellen c't 10/99 . Das
Nachfolgemodell K7 will AMD pünktlich im Juni in Versionen mit 500 , 550 und 600
MHz vorstellen . Der K7 erfordert neue Chipsätze , die neben AMD auch ALi und
Via in Aussicht gestellt haben . Preissenkungen und schnellere Prozessoren bei
AMD Eigentlich muss sich AMD nicht mehr anstrengen , um die technische
Überlegenheit gegenüber Intel zu demonstrieren : Schon der Duron mit 750 MHz
hängt alle Celeron-Versionen locker ab ; der Athlon mit 1,1 GHz steht
konkurrenzlos da , seit Intel den Pentium III mit 1,13 GHz auf nächstes Jahr
verschoben hat . Doch ohne Lorbeer-Pause baut AMD seinen Vorsprung in kleinen
Schritten weiter aus und stellt den Duron mit 800 MHz und den Athlon mit 1,2 GHz
vor . Unser Testexemplar des Duron hat das gleiche Stepping wie die bisherigen
Prozessoren und zeigt daher auch den gleichen Fehler : Der CPUID-Befehl liefert
für die Größe des Level-2-Caches nur 1 KByte zurück , obwohl alle Durons 64
KByte haben . Laut AMD sollen aber nur mit einem neueren Stepping gefertigte
Durons in den Handel gelangen , die den korrekten Wert melden . Nichts geändert
hat AMD beim Athlon , der Kern bleibt der bekannte Thunderbird mit 256 KByte
L2-Cache . Beide Prozessoren haben 128 KByte L1-Cache , der Frontside-Bus läuft
mit 100 MHz im Double-Datarate-Verfahren . AMD fertigt beide ausschließlich im
CPGA-Gehäuse für den Sockel A . Creative Soundblaster Live , Festplatte IBM
DPTA-372050 . SYSMark : MadOnion BAPCo SYSMark 2000 , Patch 4B , 1024x768 Punkte
bei 32 Bit Farbtiefe 3DMark : MadOnion 3DMark 2000 , Version 1.1 , 800x600
Punkte bei 16 Bit Farbtiefe ; Optimierung für AMD Athlon ( kein Hardware-T&L ) .
Q III : Quake III , Version 1.11 UT : Der Duron-800 wird wohl in jedem Mainboard
mit Sockel A laufen . Etwas kritischer dürfte der Athlon-1200 sein , da er bis
zu 40 Ampere benötigt und rund 60 Watt Leistung abzuführen sind . Doch die
Kühlung der Prozessoren bereitet größere Sorgen . Immer wieder hört man von
verbrannten Athlons aufgrund zu kleiner oder falsch montierter Kühlkörper . AMD
veröffentlicht eine Liste der überprüften Modelle , und tatsächlich sind einige
nur bis 1 GHz oder weniger zugelassen . Zu beachten ist , dass über der
Wärmeleitfolie vieler Kühlkörper eine Schutzfolie klebt , die man vor der
Montage unbedingt entfernen muss . Zudem eignen sich die meisten Wärmeleitfolien
für nur genau einen Montage-Vorgang . Wer seinen Kühlkörper abbaut , sollte vor
dem Wiedereinbau den Prozessor und den Kühlkörper sehr sorgfältig von
Rückständen der Folie reinigen und dann Wärmeleitpaste verwenden . Die
langsameren Modelle ( also Athlons unter 850 MHz und Durons unter 700 MHz )
stellt AMD ab sofort nicht mehr her ; bei den Händlern sind nur noch
Restbestände zu bekommen . Gerade für das Einstiegsmodell , den Duron mit 600
MHz ist das schade , denn die höher getakteten Prozessoren kosten
überproportional viel : So arbeitet der Athlon-1200 maximal doppelt so schnell
wie der Duron-600 , doch er kostet mit rund 2000 Mark mehr als das Zehnfache .
Mit den neuen Prozessoren zeigt AMD vor allem dem Konkurrenten Intel die lange
Nase . Jedoch fällt der Geschwindigkeitszuwachs gegenüber dem bisher schnellsten
Athlon oder Duron gering aus . Beim normalen Arbeiten spürt man einen
schnelleren Prozessor erst ab etwa 30 Prozent Mehrleistung , kleinere Schritte
machen sich nur bei rechenintensiven Anwendungen bezahlt . NEC stellt Notebooks
mit Crusoe-CPU vor NEC beginnt in den USA mit dem Verkauf von Notebooks mit
Transmetas Crusoe-Prozessor . Sie nutzen zwei Akkus , um eine Laufzeit von bis
zu 8 Stunden zu erreichen . Das Versa UltraLight ist mit einem 10,4 Zoll großen
TFT-Display in XGA-Auflösung ausgestattet , das Versa DayLight mit einem gleich
großen "reflective"-Display mit SVGA-Auflösung . Beide nutzen die
600-MHz-Version des Prozessors ( mit 512 KByte internem L2-Cache ) und sind mit
einer Festplatte mit 20 GByte und 128 MByte SDRAM ausgestattet . Laut Datenblatt
sitzen 64 MByte des Speichers onboard und laufen mit 120 MHz , die restlichen 64
MByte sitzen auf einem SODIMM mit 125 MHz . Als Schnittstellen stehen zwei
USB-Ports , ein V.90-Modem , 10/100-MBit-Ethernet , Infrarot und
Audio-Anschlüsse zur Verfügung . Erweiterungen können über den PC-Card-Slot
eingesteckt werden . Die Notebooks haben keine internen Laufwerke , NEC liefert
ein Disketten- und ein CD-ROM-Laufwerk mit USB-Anschluss mit . Als
Betriebssystem liegt Microsoft Windows 2000 bei . Das Gewicht der Geräte gibt
NEC mit 1,4 kg an . Da es keine Hintergrundbeleuchtung hat , benötigt man in
dunklen Räumen wohl eine Zusatzbeleuchtung . Beide Geräte haben einen
herausnehmbaren Lithium-Ionen-Akku mit 1,8 Ah . Hinter dem Display des UltraLite
sitzt ein Lithium-Polymer-Akku mit 2,5 Ah , sodass das Notebook eine Laufzeit
von 5 Stunden haben soll . Beim DayLite passt hinter das Display sogar ein Akku
mit 3,3 Ah , die Laufzeit steigt laut NEC auf 8 Stunden . NEC verkauft beide
Geräte für 2500 US-Dollar . Preise und Verfügbarkeit für den deutschen Markt
sind noch nicht bekannt . Schon auf der Comdex Ende letzten Jahres hat Transmeta
einige Notebooks mit Crusoe-Prozessor gezeigt , darunter auch eines von NEC .
Nachgelegt : Neue Treiber und BIOS-Versionen Der wöchentliche Report auf heise
online über neue Treiber und BIOS-Versionen . Chipsatz-TreiberVIA :
BIOS-UpdatesAbit : Asus : Epox : GrafikkartenAsus : Elsa : Matrox : Nvidia :
SoundkartenTerraTec : Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber
und BIOS-Versionen : Chipsatz-Treiber von Ali , SiS und VIA , ISDN-Treiber von
AVM , TV-Treiber von Hauppauge , CDRW-Treiber von Liteon sowie BIOS-Updates von
Biostar , DFI , Elitegroup und Tyan . Asus ( AsusTek ) Auf der Treiber- und
BIOS-Seite stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit : Auf der
Download-Seite stehen bereit : ECS ( Elitegroup Computer Systems ) Auf der
Download-Seite stehen bereit : Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen
Auch Intels Prozessoren bald billiger Die planmäßigen Preissenkungen des
Prozessorhersteller Intel zum 29. Oktober werden wohl deutlich stärker ausfallen
als bisher erwartet . Während die niedrigen Einstandspreise für den Pentium 4
schon seit der Verschiebung seines Einstandstermins bekannt sind , kursieren nun
auch die neuen Preise für Pentium III und Celeron : Wie immer handelt es sich um
OEM-Preise bei der Abnahme ab 1000 Stück . Zwei neue Celeron-Varianten mit 733
und 766 MHz tauchen in dieser Liste auf . Den 733er hatte Intel in einer älteren
Roadmap schon für Ende August versprochen , doch waren bisher nirgends Celerons
mit mehr als 700 MHz erhältlich . Nun will Intel wohl beide Versionen am 29.
Oktober vorstellen . Der Pentium III ( mit Coppermine-Kern ) gilt bei gleichem
Takt als etwa gleich schnell wie ein AMD Athlon ( mit Thunderbird-Kern ) . Doch
bezahlt man für den Athlon beispielsweise bei 850 MHz fast 50 US-Dollar , bei 1
GHz sogar 115 US-Dollar weniger . Intels Celeron kostet etwa gleich viel wie der
AMD Duron , bietet jedoch bei gleichem Takt deutlich weniger Leistung . Der
wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Neue
Grafiktreiber für Intel i810/815 , Ati Radeon und der neue XServer für
Nvidia-Chips . BIOS-Updates kommen diese Woche von Asus , Epox , FIC , Gigabyte
, Legend , MSI , NMC , Shuttle , Soltek , Soyo und Transcend . Legend QDI Auf
der Download-Seite stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit :
Shuttle Spacewalker Auf der Download-Seite stehen bereit : Auf der
Download-Seite stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit : Neue
BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Rücktritt , Entlassungen und Kürzungen
bei NEC NEC entläßt 3000 Mitarbeiter der US-Tochtergesellschaft Packard Bell ,
die einen großen Teil der Verluste eingefahren hat . Die profitable europäische
Niederlassung von Packard Bell wird ausgegliedert und direkt vom japanischen
Mutterkonzern übernommen . Weiterhin möchte NEC die Verwaltungskosten um 10
Prozent und die Investitionen um 20 Prozent senken . Handy-Betrug : Fehlalarm
per EMail Seit einigen Tagen kursieren Falschmeldungen im Internet , die vor
betrügerischen Handy-Anrufern warnen . Diese EMails berichten von Mitarbeitern
der Firmen Esat oder Ericell , die Mobilfunkteilnehmer anrufen und im Zuge einer
Handy-Überprüfung bitten , die Nummer " 9090 " zu tippen . Das solle den
Anrufern ermöglichen , auf Kosten des Angerufenen zu telefonieren . Auch die
vier Betreiber der deutschen Mobilfunknetze haben gegenüber c't bestätigt , daß
diese Warnung gegenstandslos ist . Alle paar Wochen würden ähnliche Meldungen
eintreffen und sich nach einer gründlichen Überprüfung als falsch herausstellen
. Andrea Vey , Sprecherin bei T-Mobil , wies zusätzlich darauf hin , daß T-Mobil
nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch telefonische Überprüfungen vornimmt . Auch
Sprecherinnen von Viag Intercom und E-Plus schlossen die Möglichkeit aus , von
außen an Informationen über die SIM-Karten der Mobiltelefone zu gelangen . USB
2.0 findet den Weg auf Mainboards Der neue Standard USB 2.0 mit
Übertragungsraten von bis zu 480 MBit/s hat zwar noch nicht den Weg in die
Mainboard-Chipsätze gefunden , doch die Board-Hersteller haben eine Möglichkeit
entdeckt , USB 2.0 zu unterstützen : Sie setzen einen separaten Chip mit
Anbindung an den PCI-Bus auf die Boards . So hat MSI ( Microstar International )
am heutigen Montag das K7T266 Pro ( MS-6380 ) vorgestellt , ein
Sockel-A-Mainboard ( für den AMD Athlon und Duron ) mit VIAs KT266-Chipsatz für
DDR-Speicher . Neben den üblichen Merkmalen wie drei DDR-Speicherslots , fünf
PCI-Slots und einem RAID-Controller ( Promise 20265R ) ist das Board mit einem
USB-2.0-Chip von NEC ausgerüstet . Damit stehen dem Anwender einige USB-Ports
zur Verfügung : Je nach Konfiguration sind davon allerdings maximal " nur " acht
Ports nutzbar . Auch AOpen hat mit dem AX3S Plus II ein Board mit separatem
USB-2.0-Chip ( von Lucent ) im Angebot . Das Board mit Intels i815E-Chipsatz
unterstützt die Intel-Prozessoren im Sockel-370-Format ( Pentium III und Celeron
) und bietet sechs PCI-Slots sowie vier Speicherslots für PC100- und
PC133-Module . Das A7V und das A7V133 von Asus bieten zwar schon immer einen
separaten USB-Chip , sodass das Board mit sieben USB-Ports aufwarten konnte ,
doch der Chip ist nicht als PCI-Device ausgeführt . Er hängt vielmehr an einem
der USB-1.1-Ports der Southbridge . Ein USB-2.0-Chip lässt sich so nicht
sinnvoll anbinden . Intels neue Mobil-Prozessoren Intel hat jetzt die
Datenblätter der neuen Mobilprozessoren veröffentlicht . Schon am Wochenende
wurde bekannt , dass am heutigen Montag der Mobile Celeron mit 750 MHz und der
Mobile Pentium III mit 900 MHz sowie 1 GHz das Licht der tragbaren Welt
erblicken . Laut der Datenblätter musste Intel beim Mobile Pentium III die
Kernspannung von 1,6 auf 1,7 Volt erhöhen , wodurch die Leistungsaufnahme bei 1
GHz auf 24,8 Watt im typischen Betrieb und auf 34 Watt unter Maximallast steigt
( 23,3 und 30,7 Watt bei 900 MHz ) . Die Prozessoren können mit SpeedStep im
Batteriebetrieb den Takt auf 700 MHz und die Kernspannung auf 1,35 Volt senken ,
sodass sie nur 11,2 Watt typisch und 16,1 Watt maximal verbrauchen . Der Mobile
Celeron läuft bei 750 MHz wie gehabt mit 1,6 Volt und verbrät dabei 15,8 Watt
typisch und 24,6 Watt unter Volllast . Bisher führt lediglich Dell Preise für
Notebooks mit den neuen Prozessoren auf , und die verwirren etwas : Der Dell
Inspiron 8000 kostet 4900 Mark und bietet dabei den Gigahertz-Pentium-III und
den Nvidia-Grafikchip Geforce-2-Go . Doch sobald man das Notebook anders
konfigurieren möchte , steht nur ein Grafikchip von ATI zur Auswahl ; und schon
die etwas schlechter ausgestattete Grundkonfiguration kostet 5000 Mark .
Immerhin ein existierendes Angebot , denkt man sich aber beim Blick auf die
Internet-Seiten der Konkurrenz : Preissenkungen für AMD Athlon erwartet Die
Athlon-Prozessoren von AMD werden nach einem unbestätigten Bericht des
britischen News-Dienstes The Register von der nächsten Woche an deutlich
billiger . Mit der Preissenkung , die den Angaben zufolge am 24. April in Kraft
treten soll , würde AMD die Preise vergleichbarer Intel-Prozessoren erheblich
unterbieten . Vor allem Intels Low-Cost-Produkt , der neue Celeron auf
Coppermine-Basis , kommt damit unter Wettbewerbsdruck : Er kostet bei 600 MHz
Taktfrequenz 181 US-Dollar und ist dem Athlon schon bei gleichem Kerntakt
deutlich unterlegen . Die Preisangaben in der Tabelle beziehen sich auf
1000er-Stückzahlen : Für die ohnehin schlecht lieferbaren Versionen mit mehr als
900 MHz Taktfrequenz scheint keine Preissenkung vorgesehen zu sein , sodass
deren alte Preise weiter gültig bleiben . Athlons unterhalb 650 MHz bietet AMD
dem Bericht zufolge künftig nicht mehr an . Diese Lücke sollen die neuen
Spitfire-Prozessoren schließen , die AMD im Juni vorstellen will - angeblich
zusammen mit dem in Dresden produzierten Athlon-Nachfolger Thunderbird mit
Kupfertechnik . AMD wollte zu dem Bericht wie üblich nicht Stellung nehmen . AMD
stellt Mobile Duron mit 800 MHz vor AMD führt seit heute in der
Prozessorpreisliste einen Mobile Duron mit 800 MHz und senkt die Preise des
bisherigen Spitzenreiters mit 700 MHz . Mitte Januar hat AMD den Mobile Duron
vorgestellt , eine Version des Duron mit niedrigerer Kernspannung , aber ohne
weitere Stromsparfunktionen wie PowerNow! . Ein Notebook mit dem Mobile Duron
hat Packard Bell auf der CeBIT gezeigt . Auf den " echten " Notebook-Prozessor
von AMD , den Mobile Athlon mit Palomino-Kern , müssen wir weiterhin warten .
AMD mit Gewinnrückgang und höherem Marktanteil Gegenüber dem gleichen
Vorjahresquartal stieg der Umsatz um 9 Prozent , während der Gewinn um 34
Prozent sank . AMD erklärt den Gewinnrückgang teilweise durch höhere Steuersätze
und durch die allgemeine Flaute im PC-Geschäft . Für das laufende Quartal
erwartet der Konzern einen Rückgang der Verkäufe um 10 Prozent - dies sei aber
traditionell ein schwaches Quartal , hieß es bei AMD . Neuigkeiten zu
zukünftigen Produkten verkündete AMD-Chef W. J. Sanders nicht , sondern
wiederholte die schon bekannten Details zum Palomino-Kern : Auch Intel und IBM
haben in diesen Tagen ihre Quartalsberichte veröffentlicht . Intel musste im
Unterschied zu AMD einen weit stärkeren Gewinnrückgang um 64 Prozent hinnehmen ,
der Umsatz schumpfte gegenüber dem Vorjahr gar um 16 Prozent . IBM dagegen
scheint von kleinen PC-Krisen völlig unbeeindruckt und verbuchte Zuwächse bei
Umsatz und Gewinn . Die Zahlen von AMD jedenfalls erfreuten die Investoren als
recht solides Ergebnis : Laut einer in US-Medien zitierten Studie des
Marktforschungsunternehmens Mercury Research hat AMD im letzten Quartal zudem
seinen Anteil am Prozessormarkt von 17 auf 21 Prozent gesteigert , während
Intels Kuchenstück von 81 auf 77 Prozent schrumpfte . Das sei der größte
Fortschritt für AMD seit Einführung des Athlons , hieß es in der Untersuchung -
damals wuchs der Marktanteil von 12 auf 16 Prozent . Da Intel jedoch keine
genaue Zahlen der verkauften Prozessoren veröffentlicht , bleiben diese Studien
schwammig . Soeben ist ein Rise-Prozessor mP6-PR266 im c't-Labor eingetroffen .
Noch auf der CeBIT wollte Rise keine Testmuster herausgeben , doch nun scheint
die Produktion angelaufen zu sein . Der Sockel-7-Prozessor benötigt 2,8 Volt
Core-Spannung und erreicht mit 100 MHz Frontside-Bustakt und Multiplikator 2
einen Core-Takt von 200 MHz . Damit pflegt Rise nach Cyrix und IDT als dritter
Hersteller den unrühmlichen Brauch , statt des Core-Taktes ein irgendwie
konstruiertes P-Rating anzugeben . Der wöchentliche Report auf heise online über
neue Treiber und BIOS-Versionen : Grafiktreiber von Ati , Elsa , Nvidia und
Videologic ; BIOS-Updates von Asus , Elitegroup , Epox , Fujitsu/Siemens ,
Gigabyte , Iwill , MSI und Soltek ; SB16-Treiber von Creative sowie ein
Brenner-Update von Plextor . Asus ( AsusTek ) Auf der Treiber- und BIOS-Seite
stehen bereit : ECS ( Elitegroup Computer Systems ) Auf der Download-Seite
stehen bereit : Epox ( ElitoEPoX ) Fujitsu/Siemens ( FuSi ) Gigabyte ( GBT ) Auf
der Download-Seite stehen bereit : MSI ( Microstar International ) Auf der
Download-Seite stehen bereit : Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen AMD
: Athlon mit 1,4 GHz im Juni AMD will den nächst schnelleren Athlon mit 1,4 GHz
Anfang Juni vorstellen . Dies teilte AMD-Sprecherin Carol Mui in Hong Kong mit ,
ohne jedoch einen genaueren Termin zu nennen . Allerdings beginnt am 4. Juni die
Computermesse Computex in der taiwanischen Hauptstadt Taipeh . AMD wird den
Prozessor vermutlich im Umfeld dieser Messe zeigen , die schon im vergangenen
Jahr das Forum für die Präsentation des Thunderbird-Kerns darstellte . Ganz so
spektakulär wird die Vorstellung der 1,4-GHz-Version des Athlon nicht ausfallen
, denn drin steckt der dann genau ein Jahr alte Thunderbird-Kern . Auch
ansonsten hält sich die Überraschung in Grenzen , denn einige Händler nehmen
schon seit Wochen Bestellungen auf , was immer auf eine baldige Markteinführung
schließen lässt . Derzeit läuft der schnellste Athlon mit 1,333 GHz . Ganz
Palomino-frei wird die Computex dennoch nicht sein : Zum einen wollen einige
Notebook-Hersteller Geräte mit dem Mobile Athlon 4 zeigen , zum anderen munkelt
man , dass AMD den Dual-Chipsatz AMD-760MP samt Workstation-Version des
Palomino-Athlons ebenfalls auf der Computex vorführen möchte . Auch Sharp will
Crusoe-Notebook vorstellen Während am leistungshungrigen Ende der Notebook-Skala
Intel und AMD ihr Gigahertz-Rennen ausfechten , setzt am laufzeithungrigen Ende
der Skala der nächste Notebook-Hersteller auf stromsparende Prozessoren : Der
japanische Konzern Sharp will am 30. Juni ein Notebook mit Transmeta-Prozessor
vorstellen . Das Mebius PC-SX1-H1 von Sharp nutzt die 600-MHz-Version des Crusoe
( TM560 ) und hat einen 10,4 Zoll großen TFT-Monitor , eine 20-GByte-Festplatte
sowie 128 MByte Hauptspeicher . Anschluss an die Außenwelt findet es per
PC-Card-Slot , drei USB-Ports und IEEE1394-Schnittstelle . Weiterhin sind ein
Modem und ein Netzwerkadapter eingebaut . Als Besonderheit kann es SmartMedia-
und SD-Memory-Cards direkt lesen . Bei unter 2 kg Gewicht soll das Gerät eine
Laufzeit von 5 Stunden erreichen , mit Zweitakku sogar 10 Stunden . In ähnliche
Ausdauer-Größenordnungen möchte NEC mit dem vor kurzem angekündigten Versa
DayLite gelangen . Auch Toshiba hatte bekannt gegeben , ein Libretto-Modell mit
dem Transmeta-Chip zu bauen . Allen drei Herstellern ist gemeinsam , dass sie
primär auf den japanischen Markt zielen , NEC zusätzlich auf den
US-amerikanischen . Keiner wagt sich jedoch mit einem Crusoe-Notebook nach
Europa . Als einziges Crusoe-Notebook in Deutschland kann man das Picturebook
Vaio PCG-C1VE kaufen , von dem der Hersteller Sony vor kurzem eine neue Version
angekündigt hat : Unter dem Namen PCG-C1VFK bietet das Gerät dann die schnellere
667-MHz-Version des Crusoe , eine größere Festplatte sowie
Bluetooth-Unterstützung . Auch wenn der Crusoe mit den deutlich schnelleren
Prozessoren von Intel und AMD in Puncto Geschwindigkeit nicht mithalten kann ,
reicht er für viele Anwendungen völlig aus . Ein gut konfiguriertes
Crusoe-Notebook erreicht bei Office-Anwendungsbenchmarks etwa die Leistung eines
Intel Celeron oder AMD K6-2 mit etwa 400 MHz . Die Besitzer von Notebooks mit
schnelleren Prozessoren haben zwar mehr Rechenleistung zur Verfügung , können
aber von derart hohen Akkulaufzeiten nur träumen : Kaum eines dieser Geräte hält
ohne schweren Zweitakku länger als drei Stunden ohne Steckdose durch . nVidia
dick im Plus Das am 2. Mai beendete Quartal glänzt vor allem im Vergleich zur
Vorjahresperiode , in der Nvidia bei einem Umsatz 28,2 Millionen einen Verlust
von 1,02 Million wegstecken mußte . Statt 7 Cent Verlust pro Aktie können die
Investoren sich nun über 21 Cent Gewinn und eine Umsatzsteigerung von 151
Prozent freuen . AMDs Low-Cost-Prozessor Duron schlägt sich gut Viele Berichte
und Gerüchte ranken sich schon um den Duron-Prozessor , heute hat AMD ihn
offiziell vorgestellt . Mit Taktraten von 600 , 650 und 700 MHz soll der Duron
in Einstiegs-PCs bis 2000 Mark zu finden sein und tritt damit vor allem gegen
den Intel Celeron an . Als größte Neuerung gegenüber dem Athlon integriert der
Duron 64 KByte Level-2-Cache on-die , also direkt auf dem Prozessor-Chip . Als
zweite Neuerung wechselte AMD die Bauform und stellt den Duron ausschließlich in
Versionen für den Sockel A her . Damit läuft der Duron nur in neuen Mainboards ,
die noch auf der Computex vor zwei Wochen Seltenheitswert hatten . Im c't-Labor
schlug sich der Duron hervorragend : Auch den für nächste Woche erwarteten
Celeron-700 dürfte er damit abhängen . Doch auch seinem direktem Vorfahren macht
er das Leben schwer und hängt ihn in einigen Tests ab . ( Alle Tests mit 128
MByte RAM , Grafikkarte mit NVidia TNT2-Ultra . ) Der Duron benötigt eine
Kernspannung von 1,5 Volt und verbrät 22,7 Watt bei 600 MHz und 25,5 bei 700 .
Damit ist er etwas stromhungriger als der Coppermine-Celeron , der bei 600 MHz
bei ebenfalls 1,5 Volt nur 18 Watt verheizt . Die OEM-Preise für die Versionen
mit 600 , 650 und 700 MHz liegen bei 112 , 154 und 192 US-Dollar . Damit liegt
er nach Intels aktueller Preisliste gleichauf mit dem Celeron . Intel senkt
Prozessorpreise Chiphersteller Intel senkt vor Einführung neuer
600-MHz-Prozessoren seine Prozessorpreise um 10 bis 15 Prozent , nachdem alle
vorab veröffentlichten Benchmarks den Pentium III deutlich hinter einem
gleichschnell getakteten Athlon des Konkurrenten AMD sehen . Die neuen Preise
liegen im Gegensatz zu früheren Informationen noch nicht unter denen der
vergleichbaren Athlon-Typen , doch plant Intel laut News.com eine weitere
Preissenkung für den 22. August , nur eine Woche nach Vorstellung des neuen
AMD-Flaggschiffs . Intel will den Pentium III mit 600 MHz am 2. August
vorstellen , gleichzeitig mit dem 500-MHz-Celeron . Doch nach The Register
verkaufen einige Händler den Prozessor heute bereits für rund 700 US-Dollar .
Die folgenden Preise für den Pentium III gelten ab heute für OEM-Kunden ab 1000
Stück : Zum Vergleich die bisher angekündigten Preise für den AMD Athlon : MHZ
Preis 600 $699 550 $479 500 $324 Celeron-Konkurrenz von VIA im Januar Schon Ende
Januar 2000 möchte der Chiphersteller VIA seinen Low-Cost-Prozessor mit dem
Codenamen Joshua vorstellen , so die Auskunft auf der Comdex . Joshua passt in
den Sockel-370 und steht damit in direkter Konkurrenz zu Intels
Celeron-Prozessoren . Er soll mit Taktraten von 433 , 466 und 500 MHz auf den
Markt kommen ; doch dabei handelt es sich vermutlich um ein " P-Rating " , das
nicht den tatsächlichen internen Takt angibt , sondern eine Ebenbürtigkeit mit
gleich schnell getakteten Intel-Prozessoren ausdrücken soll . Erste
Benchmark-Tests des Joshua zeigten keine besonders beeindruckenden Werte , aber
unser Testmuster lief nur mit 350 MHz ( wohl ebenfalls P-Rating ) . Angesprochen
auf Intels Klagen sieht VIAs Vorstandsvorsitzender Wen Chi Chen den Joshua außer
Gefahr , da er vom Cyrix MII abstammt : IDT präsentiert WinChip W2-300 Mit dem
WinChip W2-300 präsentiert IDT ihren ersten Prozessor mit 100 MHz
Frontside-Bustakt . Der W2-300 arbeitet mit 250 MHz internem Takt ; die 300 im
Namen stellt , ähnlich wie bei Cyrix-Prozessoren , ein Benchmark-Rating dar .
IDT gibt an , die Lieferengpässe beim W2-Chips ausgeräumt zu haben und die
Versionen mit 200 , 225 und 240 MHz in Stückzahlen liefern zu können , auch in
Ausführungen mit 3,3 Volt . National/Cyrix zeigt M II-433 Mit dem M II-433
versucht Cyrix , wieder Anschluß an AMD und Intel zu finden . Allerdings läuft
der Prozessor nur mit 300 MHz internem Takt und 100 MHz Frontside-Bustakt ;
Cyrix/National gibt wie üblich nicht die tatsächliche interne Taktrate an ,
sondern pflegen mit dem P-Rating den Brauch , die Prozessoren mit einem
Benchmark-Vergleichswert zu vermarkten . Inwieweit die Bezeichnung 433
gerechtfertigt ist , muß der 300-MHz-Prozessor im c't-Labor allerdings noch
beweisen . BIOS-Updates gegen Datenbeschädigung durch VIA-Chipsatz Die
Mainboard-Hersteller reagieren auf den Fehler in der VIA-Southbridge 82C686B ,
durch den der Chipsatz teilweise Daten während Festplatten-Transfers beschädigt
. Sie veröffentlichen einige BIOS-Updates zur Beseitigung der Fehler ; doch
Tests im c't-Labor zeigen : Diese Updates helfen nicht immer . Die
Aktualisierungen der BIOS-Software befinden sich im Beta-Stadium ; einige
Hersteller stellen sie nicht öffentlich zur Verfügung , sondern sie liegen bei
verschiedenen Hardware-Sites : Nach Tests im c't-Labor beheben diese
BIOS-Updates den Fehler jedoch nicht zuverlässig . Auch Boards mit neuem BIOS
und mit allen bekannten Work-Arounds produzieren Fehler : Sobald Daten über den
zweiten IDE-Kanal fließen , während der PCI-Bus unter hoher Last steht , können
diese Daten verfälscht werden . Betroffen sind nicht nur Boards mit der
VIA-Northbridge KT133A : Übertragungsfehler traten auch auf Boards mit der
AMD-Northbridge AMD-761 auf . Der Fehler scheint auf den zweiten IDE-Kanal
beschränkt zu sein : Sobald nur Transfers zwischen Geräten am ersten Kanal oder
an separaten IDE-Controllern stattfinden , arbeiten alle Systeme stabil . Doch
sobald Geräte am zweiten IDE-Kanal hängen , treten die Fehler auf - auch beim
Kopieren von einem RAID-Controller zum zweiten IDE-Kanal der 686B . Falls
Datentransfers zwischen Master und Slave am zweiten IDE-Kanal stattfinden ,
traten die Abstürze sogar gehäuft auf . Der Nachweis des Fehlers gelingt oft nur
mit viel Geduld : Bei einigen Boards trat erst nach mehreren Stunden die erste
Störung im Datentransfer auf . Eines der Boards , für das schon ein BIOS-Update
existiert , lief im c't-Labor ohne Aktualisierung des BIOS und mit kritischen
Einstellungen ohne Fehler . Nicht auszuschließen ist auch , dass mehrere Fehler
oder Instabilitäten in die Tests mit einfließen . So soll ein Mitarbeiter eines
Mainboard-Herstellers betont haben , dass sich mit jedem Bugfix neue potenzielle
Fehlerquellen ins BIOS-Setup einschleichen können . Auch im c't-Labor laufen
alle Systeme ohne diese Karte stabil . Die Ursache für Störungen können
Konflikte zwischen der Karte und dem Onboard-Sound sein . Falls nicht , sollten
unter Windows zumindest die Onboard-Sound-Treiber ( meist " AC97 WDM " oder
ähnlich ) deaktiviert werden . Bei der Konfiguration der Soundblaster-Karten
könnte auch die SB16-Emulation Schwierigkeiten verursachen : Man muss einige
ISA-Ressourcen für diese PCI-Karte reservieren ( siehe Hotline-Tipp vom November
1999 ) . Die Soundblaster-Karten erzeugen laut einiger Support-Mitarbeiter eine
unnötig hohe Last auf dem PCI-Bus ; das spricht zwar gegen die Karte oder deren
Treiber , aber der PCI-Bus sollte mit dieser Last klar kommen . Leser
berichteten c't , dass sie auch mit anderen PCI-Geräten , die eine hohe Buslast
erzeugen , die Datenverluste an der 686B-Southbridge beobachten . Die
Soundblaster-Karte sorgt also wohl nur für verstärktes Auftreten des Fehlers ,
aber nicht für den Fehler selbst . Im c't-Labor erwies sich als einziger
funktionierender Workaround , den zweiten IDE-Kanal nicht zu benutzen . Dann
liefen bisher alle Systeme stabil , auch unter etwas härteren Bedinungen ( etwa
gleichzeitiges Kopieren vom IDE-RAID auf 686B-Kanal , Kopieren vom IDE-RAID auf
100-MBit-Netzwerk , sich ständig bewegende USB-Maus , Abspielen von MP3 ,
Swap-Datei auf 686B-Kanal ) . Der wöchentliche Report auf heise online über neue
Treiber und BIOS-Versionen : Grafiktreiber von Elsa und Matrox ; BIOS-Updates
von Abit , Aopen , Asus , DFI , Enmic , Elitegroup , Fujitsu/Siemens , Gigabyte
, Iwill , MSI , Soltek , Tyan ; erstmals Updates von CD-Writer-Firmware (
Plextor ) ; ein Chipsatz-Update von VIA und ein Soundkarten-Treiber von Creative
. Asus ( AsusTek ) Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : Auf der
Download-Seite stehen bereit : ECS ( Elitegroup Computer Systems ) Auf der
Download-Seite stehen bereit : ENMIC ( ehemals NMC ) Auf der Download-Seite
stehen bereit : Fujitsu/Siemens ( FuSi ) Gigabyte ( GBT ) Auf der Download-Seite
stehen bereit : MSI ( Microstar International ) Auf der Download-Seite stehen
bereit : Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen VLSI : Schwarz statt Rot
Gegenüber den 3,2 Millionen der Vorjahresperiode schrumpfte der Gewinn zwar ,
aber der Umsatz wuchs von 141,3 Millionen um rund 6 Prozent auf 149,6 Millionen
. Mit diesem ordentlichen Ergebnis hat VLSI nach dem 34-Millionen-Deal mit
Handy-Hersteller Samsung einen weiteren Trumpf gegen die Übernahme durch den
niederländischen Philips-Konzern in der Hand . Athlon 4 auf dem Prüfstand Mit
Vorstellung des Mobile Athlon 4 hat AMD die Neuerungen bekannt gegeben : Allein
das Data Prefetching und die vergrößerte TLB des Palomino-Prozessorkerns sollen
eine Leistungssteigerung um bis zu 15 Prozent gegenüber dem aktuellen
Athlon-Prozessor ( mit "Thunderbird"-Kern ) bringen . Eigentlich kann ein
Vergleich zwischen Thunderbird und Palomino nicht funktionieren , da der
Palomino derzeit nur in der Notebook-Version zu haben ist , dort Mobile Athlon 4
genannt . Die Desktop-Version soll erst im zweiten Halbjahr erscheinen ,
lediglich die Workstation- und Server-Version will AMD etwas eher vorstellen ,
vermutlich im Juni . Doch AMD sagt , dass in allen drei Versionen der gleiche
Kern stecke , lediglich die Dual-Fähigkeit und die Stromspartechnik PowerNow!
seien nicht in allen Versionen vorhanden . So konnte die c't-Redaktion ein
Desktop-System zusammenstellen , das in den technischen Daten etwa dem Compaq
Presario 1200 entspricht , einem der ersten angekündigten Notebooks mit Athlon 4
. Wir verwendeten das Mainboard Asus A7V133 ( Chipsatz VIA KT133A ) mit einem
Palomino-fähigen BIOS und 128 MByte PC100-Speicher ( 2-2-2-Timing ) . Als
Grafikkarte setzten wir die Asus V7100 mit dem GeForce-MX-Chip von NVidia ein .
Die Grafikleistung entspricht damit ungefähr dem Notebook-Chip GeForce 2 go . In
dem Compaq-Notebook wird allerdings wohl ein langsamerer Grafikchip von ATI
stecken . In dem selben System setzten wir zur Vergleichsmessung einen aktuellen
Athlon mit Thunderbird-Kern ein . Beide Prozessoren takteten wir mit FSB200 und
Multiplikator 10 , also mit 1 GHz . Zum Vergleich mit der
Intel-Mobile-Konkurrenz zogen wir das brandneue Dell-Notebook Inspiron 8000
heran ( siehe Test in c't 10/2001 , S. 98 ) . Es arbeitet mit dem Intel Mobile
Pentium III mit 1 GHz ( Coppermine-Kern ) und dem i815-Chipsatz . Hier kommt
ebenfalls 128 MByte PC100-Speicher mit schnellem 2-2-2-Timing zum Einsatz . Wir
haben das Gerät einmal mit der GeForce 2 go-Grafik und einmal mit der ATI-Grafik
gemessen . 3DMark : Quake 3 : Version 1.11 , " fastest " Unreal : PovRay : C3D :
Sysmark : Das Ergebnis enttäuscht ein wenig : Maximal 7 Prozent Vorsprung - und
das bei einem Spiel . Damit gehören diese Benchmarks wohl nicht zu der Software
, die besonders viel vom optimierten Palomino-Kern profitieren . Das
Data-Prefetching kann wohl erst auf Systemen mit schnellerem Speicher (
Double-Data-Rate-Interface ) seine Vorzüge so richtig ausspielen , aber
DDR-Speicher wird wohl in den ersten Notebooks nicht zu finden sein . Immerhin
gelingt es dem Mobile Athlon 4 , den Mobile Pentium III zu überholen und sich
damit als der schnellste Notebook-Prozessor zu erweisen . Neuer Intel-Chipsatz
mit AGP-4X und PC133 Er unterstützt alle Intel-Prozessoren mit 66 , 100 und 133
MHz Frontside-Bustakt und nutzt wie alle 8xx-Chipsätze Intels neue Hub-Struktur
. Dessen integrierte 3D-Grafik lieferte eher magere Leistung , sodass Intel beim
i815 zusätzlich eine AGP-4X-Schnittstelle zum Nachrüsten aktueller Grafikkarten
eingebaut hat . Auch das Speicher-Interface ist renoviert und unterstützt neben
PC100- nun auch PC133-Module . Sie heisst nun ICH ( I/O Controller Hub ) und
integriert den PCI-Bus , die Ultra-ATA-Kanäle und die USB-Schnittstellen . Zwei
ICHs bietet Intel für den Solano an . Neu ist der ICH2 ( 82801BA ) mit zwei
Ultra-ATA/100-Kanälen , vier USB-Schnittstellen , 10/100-MBit-Ethernet und
AC97-Sound mit sechs Audio-Kanälen . Mit diesem ICH kostet der i815 in
1000er-Stückzahlen 41 US-Dollar . Die Kombination aus i815 und ICH2 verkauft
Intel für 46 US-Dollar und nennt sie i815E . Noch beim i810 stand ein
angehängtes " E " ( unter anderem ) für die Unterstützung von 133 MHz
Frontside-Bustakt , das ist beim Solano nun nicht der Fall : Der i815 und i815E
nutzen die gleiche Northbridge ( GMCH 82815 ) und unterscheiden sich nur im ICH
. Im c't-Labor standen uns bisher nur Vorserien-Boards zur Verfügung . Demnach
kommt der Solano-Chipsatz mit AGP-Grafikkarte und PC100-Modulen nicht an Intels
BX-Chipsatz heran . Mit PC133-Modulen arbeiteten die Boards etwas schneller und
erreichten etwa das Niveau von Boards mit dem Konkurrenten VIA 694X , bleiben
jedoch weiter hinter den BX-Boards zurück . Mit der integrierten Grafik reihten
sich die Testboards noch hinter denen mit i810-Chipsatz ein , was am fehlenden
Framebuffer der Solano-Boards lag . AMD durchbricht Gigahertz-Schallmauer mit
Duron-Prozessor AMD stellt heute einen Desktop- sowie zwei Mobile-Prozessoren
vor und senkt die Preise der beiden Baureihen . Auf dem Desktop durchbricht der
Einstiegsprozessor Duron nun die virtuelle Gigahertz-Schallmauer , in Notebooks
erreicht der Mobile Athlon 4 nun 1,1 GHz und der Mobile Duron 900 MHz . Während
die Mobilprozessoren nur schnellere Varianten der schon vorhandenen Modelle sind
, steckt im Desktop-Duron ein neuer CPU-Kern . Während in den bisherigen Durons
der Spitfire-Kern steckte , baut AMD den Gigahertz-Duron nur mit dem neuen
Morgan-Kern , der eine abgespeckte Version des Palomino darstellt . Im Vergleich
zum Spitfire bietet der Morgan vor allem eine SSE-kompatible
Befehlssatzerweiterung , ein Data-Prefetching und eine vergrößerten TLB (
Translation Lookaside Buffer ) . Auch stellt AMD den Morgan weiterhin in einem
0,18-µm-Prozess her . Nicht jedes Mainboard unterstützt die neuen Morgan- und
Palomino-Prozessoren . AMDs vorläufige Liste erwähnt nur fünf Boards : Asus
A7VI-VM , Biostar M7MIA , Chaintech 7AIV5 , DFI AM75 und Microstar MS-6380 (
K7T266 Pro ) . Umständlich gestaltet sich das Umrüsten : Da die Boards mit dem
neuen Prozessor nicht starten , muss man einen alten Duron oder Athlon einsetzen
und das BIOS-Update einspielen . Danach baut man den neuen Prozessor ein und
soll laut AMD Windows neu installieren , da nur dann alle SSE-Routinen und
benötigten Registry-Einträge korrekt installiert würden . Derzeit will AMD nur
den Gigahertz-Duron mit dem neuen Kern verkaufen , doch über kurz oder lang wird
der Spitfire-Kern aussterben und in allen Durons der Morgan-Kern stecken . Den
Duron und die Mobile-Prozessoren verkauft AMD nun um bis zu 49 Prozent billiger
. Die Preise vom Desktop- und MP-Athlon bleiben unverändert . Der
Gigahertz-Duron im c't-Labor Wir haben im c't-Labor den AMD Duron mit 1 GHz und
neuem Morgan-Kern durchgemessen . Als Gegner mussten der alte Duron mit
Spitfire-Kern und der Athlon ( mit Thunderbird-Kern ) antreten . In einem
Kurztest mit verschiedenen Mainboards untersuchten wir die Lauffähigkeit des
neuen Kerns . Das Asus A7V133 ließ sich noch zum Booten überreden , indem wir
auf den "Jumperless"-Modus verzichteten und die benötigte Kernspannung ( 1,75
Volt ) manuell einstellten . Auf dem Elitegroup K7S5A mit SiS735-Chipsatz (
siehe ebenfalls Heft 18 ) bootete er mit dem aktuellen BIOS . Das
Fujitsu-Siemens D1289 ( siehe Heft 15 ) erkannte den neuen Kern und auch dessen
eingebauten Temperaturfühler . Alle Messungen : Mainboard Asus A7V133 ( VIA
KT133A , BIOS 1005A , 4in1-Treiber v4.32 ) ; 128 MByte Hauptspeicher (
PC133-2-2-2 ) ; Grafikkarte Asus V7700 ( GeForce 2 GTS , Detonator 12.41 ) ;
Festplatte IBM DTLA-307030 3DMark : 3DMark 2000 : BAPCo : BAPCo SYSMark 2000 ,
Auflösung 1024×768×32 PovRay : Während sich die Taktsteigerungen in
50-MHz-Schritten beim Spitfire-Kern kaum noch in höheren Benchmark-Ergebnissen
niederschlug , brachte die Umstellung auf den Morgan einen deutlicheren Zuwachs
beim 3DMark 2000 und der Anwendungs-Suite BAPCo 2000 . Insgesamt arbeitet der
Duron mit 1 GHz etwa fünf bis sieben Prozent schneller als mit 950 MHz - bei
gerade mal fünf Prozent höherem Takt . Der große Bruder Athlon bleibt bei
gleichem Takt jedoch weiterhin schneller , sogar noch mit dem alten
Thunderbird-Kern . Motorola setzt auf asynchrone Logik Der Halbleiterhersteller
Motorola möchte asynchrone Logik in seinen 32-bit-M*CORE(tm)-Prozessoren und
einigen 8-bit-Controllern einsetzen . Zu diesem Zweck hat das Chicagoer
Unternehmen eine strategische Allianz mit der Firma Theseus Logic beschlossen .
Theseus ist Erfinder der Null Convention Logic ( NCL ) , die ohne Taktsignale
arbeitet und völlig unempfindlich gegenüber Laufzeitschwankungen einzelner
Gatter ist ( siehe c't 17/99 , S. 176 ) . Motorola beabsichtigt , mit dieser
Technik Mikrocontroller ( " Systems On A Chip " ) herzustellen , die im
Vergleich zu den aktuellen Modellen deutlich weniger Leistung aufnehmen , eine
schwächere Störstrahlung abgeben und sich von Temperaturschwankungen
unbeeindruckt zeigen . Theseus erhält Zugang zu allen Dokumentationen von
Motorola , um daraus NCL-Versionen der Prozessoren und Peripherie-Komponenten zu
entwickeln . Die ersten Produkte sind für die zweite Hälfte des Jahres 2000
angekündigt . AMD stellt Athlon mit 1,3 GHz vor Heute lüftet AMD das Geheimnis
und stellt sie vor : Den Athlon mit 1,3 ( 13 x 100 MHz ) und mit 1,333 GHz ( 10
x 133 MHz ) . Die Exemplare , die das c't-Labor begutachten konnte , tragen die
Aufschrift A1300AMS3B und A1333AMS3C . Auch die CPU-ID 0642 entspricht der des
Thunderbird-Kerns . Um ganz sicher zu gehen , haben wir einen der Prozessoren
auf 1 GHz heruntergetaktet und die Messergebnisse mit unserer Datenbank
verglichen : Sie wichen nicht von denen ab , die ein Gigahertz-Thunderbird
erzielt : Der Core der 1,3-GHz-Athlons meldet sich also wie ein Thunderbird und
arbeitet exakt genauso schnell wie ein Thunderbird . Beide Prozessoren verwenden
übrigens das gewohnte Packaging . Vermutungen über eine geänderte Die-Oberfläche
beim 1333 , geschürt durch Fotos auf einer japanischen Webseite , bestätigen
sich nicht ; vermutlich entstanden die Fotos lediglich unter ungünstigen
Lichtverhältnissen . Den schon fast dem Massenmarkt zuzurechnenden
Gigahertz-Athlon lassen die Neulinge um mindestens 10 Prozent hinter sich .
Durch den Wechsel von FSB200 zu FSB266 gewinnt der Anwender ungefähr eine
Geschwindigkeitsstufe : Die 1200-MHz-Version mit FSB266 arbeitet etwa genauso
schnell wie die 1300-MHz-Ausgabe mit FSB200 . Den Vergleich mit dem großen
Konkurrenten Intel muss AMD nicht fürchten . Schon der Athlon mit 1,2 GHz
arbeitete bei den meisten Benchmarks schneller als der Pentium 4 mit 1,5 GHz .
Mit 1,33 GHz und FSB266 fällt der Vorsprung noch deutlicher aus : So überholt
der Athlon seinen 167 MHz schnelleren Widersacher sogar beim Photoshop-Benchmark
der BAPCo-Suite , bei dem sonst die Intel-Prozessoren immer brillierten . Beim
Windows Media Encoder und bei Quake III liegt der Pentium 4 klar vorne . Doch
bei diesem Vergleich tritt Intel immerhin mit 1,5 GHz und
Dual-Channel-Rambus-Speicher an , während wir den AMD-Prüfling lediglich mit
einem deutlich preisgünstigeren PC133-Modul mit 2-2-2-Timing ausgestattet hatten
. AMDs neue Spitzenreiter mit 1,3 und 1,33 GHz zeigen , dass der
Thunderbird-Kern die Wartezeit auf den Palomino durchaus überbrücken kann : Die
Athlons erzielen in fast allen Benchmarks die höchsten bisher gemessenen
Ergebnisse . Alle Messungen : Athlon : Intel : Intel D850GB ( Intel i850 ) , 128
MByte Hauptspeicher PC800 ( Rambus ) , Soundblaster Live 1024 3DMark : 3DMark
2000 : BAPCo : BAPCo SYSMark 2000 , Auflösung 1024×768×16 PovRay : Kaum ein
Hersteller entzieht sich den schnellen Entwicklungszyklen im PC-Markt . Jeder
versucht , als erster vom rasenden Fortschritt zu profitieren und seine fertigen
Produkte zu verkaufen . Doch so richtig fertig sind Mainboards , Grafikkarten
oder andere Geräte oft noch nicht , wenn sie beim Händler und schließlich beim
Kunden landen . Time-To-Market scheint einigen Herstellern wichtiger zu sein als
ein stabiles Produkt ; das Attribut " ausgereift " verkommt quasi zum Synonym
für " veraltet " . Auf der anderen Seite kann keine Entwicklungsabteilung alle
vorhandenen Geräte und Programme oder gar zukünftige Techniken berücksichtigen .
Viele Konflikte entstehen nicht unter " Laborbedingungen " , sondern tauchen
erst in der großen rauhen Computerwelt auf . Glücklicherweise lassen sich viele
Fehler nachträglich mit einem BIOS- oder Treiber-Update ausbügeln , was die
Hersteller auch fleißig nutzen . So findet man eine wahre Flut von neuen
Versionen , Beta-Treibern , vorläufigen BIOSsen , inoffiziellen Releases oder
sonstigen Dateien . Letzte Woche gestartet , soll dieser wöchentliche Report auf
heise online zumindest etwas Licht in das Update-Gewirr bringen und auflisten ,
wer wo " nachgelegt " hat . Asus : MSI ( Microstar ) Zur Vereinfachung der
BIOS-Updates bringen einige Hersteller Programme heraus , die per Internet
automatisch das zum Board passende BIOS herunterladen und ins FLASH-Rom brennen
. Unter dem Namen @BIOS findet sich das bei Gigabyte , MSI ( Microstar ) stellt
diese Technik als LiveBIOS vor . Der wöchentliche Report auf heise online über
neue Treiber und BIOS-Versionen : BIOS-Updates liefern AOpen , Asus , Biostar ,
Elitegroup , Enmix , Gigabyte , Legend QDI , MSI/Microstar , Shuttle und Soltek
. Asus ( AsusTek ) Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : Auf der
Download-Seite stehen bereit : ECS ( Elitegroup Computer Systems ) Auf der
Download-Seite stehen bereit : ENMIC ( ehemals NMC ) Auf der Download-Seite
stehen bereit : Gigabyte ( GBT ) Legend QDI Auf der Download-Seite stehen bereit
: MSI ( Microstar International ) Shuttle ( Spacewalker ) Auf der Download-Seite
stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit : Neue BIOS-Versionen und
Treiber der Vorwochen IDF : Als Hauptattraktion gilt die Bekanntgabe von
technischen Details zum Pentium 4 , Codename Willamette . Weiterhin will Intel
neue Varianten des StrongArm-Prozessors vorstellen , der hauptsächlich für
tragbare Geräte wie Mobiltelefone oder Palm-Computer gedacht ist . Auch zu den
neuen Prozessoren Timna oder Itanium sowie Themen wie Beyond AGP4X oder dem
Funkstandard Bluetooth finden Vorträge statt . Einige Details zum Pentium 4
veröffentlichte Intel schon vorab . Er nutzt nicht mehr die 1995 eingeführte
Mikroarchitektur des Pentium , sondern eine komplett neue Architektur , von
Intel NetBurst genannt . Bisher war der L1-Cache in einen Daten- und einen
Befehls-Cache aufgeteilt , beim Pentium je 16 KByte groß . NetBurst verzichtet
auf einen x86-Code speichernden Befehlscache . Stattdessen übersetzt NetBurst
den x86-Code erst in interne Microcodes ( µOps ) und speichert diese dann in
einem Execution Trace Cache , der rund 12.000 dieser µOps fasst . Die Größe
lässt sich allerdings mit den bisherigen 16 KByte Cache nur schwer vergleichen ,
da die x86-Befehle unterschiedlich viel Speicherplatz benötigen . Der
L1-Datencache schrumpft auf 8 KByte , der On-Die-L2-Cache bleibt bei 256 KByte .
Die Sprungvorhersage wurde deutlich verbessert , was bei der langen Pipeline
allerdings auch nötig war . So ist der Speicher für die Zieladressen ( Branch
Target Address Array ) jetzt achtmal größer als beim Pentium III . Es gibt zwei
bis dreimal größere Zwischenspeicher für Instruktionen , Load/Store und die
mächtige SSE2-Einheit . Der Frontside-Bus läuft mit 100 MHz in einem
QDR-Verfahren ( Quad Data Rate ) , das pro Taktsignal vier Datensignale verträgt
und so eine Bandbreite von 3,2 GByte/s erreicht . Intel nennt das einen 400 MHz
quad pumped System Bus . Ein ähnliches Verfahren nutzt auch AGP-4X . Der
bisherige FSB läuft mit 100 oder 133 MHz und erzielt Bandbreiten von 0,8 oder 1
GByte/s . Obwohl als Nachfolger des Pentium III apostrophiert , wird der Pentium
4 in den bisherigen Mainboards nicht funktionieren . Der wöchentliche Report auf
heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Elsas Gladiac MX unterstützt
Video In/Out , Gigabyte vergisst ein paar Chipsätze und Iwill bietet IDE-RAID
unter Linux . Elitegroup : Gigabyte : Iwill : MSI : Soyo : Elsa : ATI plant
Chipsatz für Intel Pentium 4 Wer gewinnt das Rennen um den ersten Chipsatz für
Intels Pentium 4 , der ohne den teuren Rambus-Speicher auskommt ? Bisher hießen
die Favoriten VIA und Intel selbst , doch nun setzt sich unvermutet der
Grafikspezialist ATI an die Spitze des Feldes . Das Abkommen zum gegenseitigen
Patentaustausch zwischen ATI und Intel erlaubt es ATI ausdrücklich , auch für
den Pentium 4 einen Chipsatz mit integrierter Grafik zu entwickeln . Der Chip
werde wohl den Radeon-Kern nutzen und im dritten oder vierten Quartal 2001
erscheinen ; weitere Details gibt ATI bislang nicht bekannt . Als
Speicher-Interface setzt Intel auf Zweikanal-Rambus - schön schnell , aber viel
zu teuer . Gerade die Vorstellung eines auf den Einsteigermarkt zielenden
Pentium 4 mit 1,3 GHz passt nicht zu der Notwendigkeit , mindestens zwei
Rambus-Module einsetzen zu müssen . So wartet alle Welt auf einen
Pentium-4-Chipsatz mit Unterstützung für preiswertere Speichermodule wie SDRAM
oder auch Double-Data-Rate-Speicher ( DDR-SDRAM ) . Intel selbst plant den
Brookdale-Chipsatz mit entsprechendem Interface . VIA lässt keine offiziellen
Informationen heraus - doch als sicher gilt , dass der taiwanische
Chip-Hersteller solch einen Chipsatz bauen kann , allerdings nicht verkaufen
darf . Auch die Chiphersteller Ali und SiS wurden immer als potenzielle
Kandidaten gehandelt . Doch Intel hat allen drei bisher keine offizielle Lizenz
für den Pentium-4-Bus erteilt . Einen Vergleichstest von
Pentium-4-Komplettsystemen und -Mainboards bringt die aktuelle Ausgabe 2/2001
von c't . VIA beschleunigt Cyrix III auf 700 MHz Der taiwanische Chiphersteller
VIA stellt nicht nur Chipsätze für AMD- und Intel-Prozessoren her , sondern hat
auch selber einen Prozessor für den Sockel 370 im Angebot , den Cyrix III .
Hinter diesem Markennamen verstecken sich verschiedene CPU-Kerne , und einen
davon hat VIA jetzt auf 700 MHz beschleunigt - doch welchen eigentlich ? Zur
CeBIT 2000 stellte VIA den Joshua-Kern unter dem Titel Cyrix III vor . Den Kern
hatte VIA samt Entwicklungs-Crew von National aufgekauft . Aufgrund interner
Querelen musste VIA das Joshua-Projekt jedoch bald einstellen . Glücklicherweise
stellte kurz darauf das zweite von VIA gekaufte Prozessor-Team sein Projekt
fertig : Der vom WinChip abstammende Samuel war geboren . VIA verkauft den
Samuel nun gleichfalls unter dem Cyrix-Label , obwohl beide zu alten
Sockel-7-Zeiten sogar Konkurrenten waren . Aus diesen Zeiten stammt Samuels
größtes Problem : Damals saß der Level-2-Cache noch auf den Mainboards , sodass
Samuel im Unterschied zu allen anderen aktuellen Prozessoren keinen integrierten
L2-Cache hat . Er arbeitet somit deutlich langsamer als die gesamte Konkurrenz .
Diesen Nachteil soll der Nachfolger Samuel II ausräumen : Doch VIA hat bisher
keinen offiziellen Termin für den Verkaufsstart des Samuel II bekannt gegeben ,
sondern lediglich Testexemplare verschickt . Was beschleunigt VIA nun also auf
700 MHz ? Die VIA-Mitteilung erwähnt lediglich die Merkmale des Samuel I : 128
KByte L1-Cache , FSB100 und 133 , Unterstützung von MMX und 3DNow! . Kein Wort
vom L2-Cache , kein Wort von 0,15-µm-Herstellung . Doch auf der Internet-Seite
veröffentlicht VIA weiterhin einige Links zu den ersten Reviews des Samuel II .
Das sieht ein wenig nach Bauernfängerei aus - oder VIA selbst weiß schon nicht
mehr , welcher Kern im Cyrix III steckt . Bislang war kein VIA-Sprecher für eine
Stellungnahme zu erreichen . Transmetas Crusoe als Server-Prozessor Der
Server-Markt funktioniert anders als andere Märkte . In den Servern auf PC-Basis
stecken bisher fast ausschließlich Intel-Prozessoren . Aber während gerade der
erste Athlon-Cluster entsteht , droht Intel nicht nur von stärkeren Prozessoren
Gefahr , sondern auch aus der anderen Richtung : Crusoe besitzt zwei
Eigenschaften , die ihn auch für den Servereinsatz interessant machen . Er
verbraucht sehr wenig Strom und bleibt auch unter Volllast vergleichsweise kühl
. Hersteller wie RLX Technologies , Amphus , FiberCycle Networks oder Rebel.com
wollen diese Eigenschaften nutzen , um Server aufzubauen , die in Relation zum
umbauten Volumen eine höhere Leistungsfähigkeit besitzen als solche mit
Intel-Prozessoren . Bei Servern spielt nicht nur die absolute Leistungsfähigkeit
eine Rolle , sondern auch der Platzbedarf , der Stromverbrauch und die
erforderliche Kühlung . Große Serverfarmen entstehen fast ausschließlich "
rack-mounted " . Dabei stecken die Server in speziellen Einschubgehäusen , von
denen Dutzende übereinander in ein Rack eingebaut werden ; in ein Rack passen
derzeit etwa 42 Dual-Systeme ( in 1U-Gehäusen ) mit insgesamt 84
Pentium-III-Prozessoren . Alleine die Prozessoren können dabei über 2 Kilowatt
Abwärme ( bei 933 MHz ) erzeugen . Um diese Dichte zu erhöhen , setzt RLX
Technologies auf Einplatinencomputer , Blades genannt . Auf eine Platine etwa im
alten ECB-Format passt ein kompletter Crusoe-Rechner samt Speicher und
Festplatte , 28 dieser Karten packt RLX in ein Gehäuse . Insgesamt will der
Hersteller so rund 750 Prozessoren pro Rack unterbringen , neunmal soviel wie
mit 1U-Dual-Intels möglich . Damit tatsächlich weniger Abwärme abzuführen wäre ,
dürfte ein einzelner Crusoe gerade mal 2,8**Watt verbraten , doch nach unseren
Messungen liegt er mit 667 MHz ( trotz stromsparender CMS-Version 4.2 ) schnell
bei 5 Watt . Ob die Rechnung aufgeht , hängt außerdem davon ab , wie viele der
zusammengeschalteten Crusoes nötig sind , um die Rechenarbeit eines Pentium III
zu erreichen . Athlon-Preise fallen AMD soll am 28. Februar die Preise für die
Athlon-Prozessoren senken , berichtet The Register . Nach der 500-MHz-Version
verschwindet nun auch der Athlon mit 550 MHz aus der Preisliste , sodass der
Slot-A-Spaß erst bei 600 MHz für 190 US-Dollar anfängt . Wie den Athlon-850
fertigt AMD alle aktuellen Versionen in 0,18 µm Strukturbreite . Die BIOSse
einiger Mainboards erkennen dieses neue Athlons jedoch nicht und initialisieren
sie falsch , sodass sie mit deutlich geringerer Geschwindigkeit laufen .
Beispielsweise lieferte Asus das K7M lange mit der BIOS-Version 1007 aus , die
diesen Fehler zeigte . Ein Update auf die Version 1008 behebt das Problem . Eine
Reihe neuer Mainboards für den Athlon sind zur CeBIT angekündigt . Mainboard mit
Linux im Bundle Fehlende Linux-Treiber möchte sich der Mainboard-Hersteller Abit
nicht vorwerfen lassen und kündigt eine Linux-Distribution an , die speziell auf
die Abit-Produkte angepasst ist . Die Gentus genannte Distribution soll auf
RedHat-Linux basieren . Sie bringt einen Treiber für die
Ultra-ATA/66-Schnittstelle mit und soll daher einfacher zu installieren sein ;
zudem soll der Treiber auch Software-RAID unterstützen . Abit möchte Gentus
jedem Mainboard beiliegen und auch zum Download bereitstellen . AMD stellt K6-2
mit 550 MHz vor Der Prozessor-Hersteller AMD möchte den Low-Cost-Bereich nicht
vernachlässigen und stellt nun den K6-2 mit 550 MHz vor . Gegenüber dem
bisherigen Spitzenreiter mit 533 MHz erfreut weniger der um drei Prozent höhere
Takt , sondern die Rückkehr zu einem Frontside-Bustakt von 100 MHz . Der 533er
benötigt einen FSB-Takt von 97 MHz , was nicht alle Mainboards beherrschen -
üblich sind 66 oder 100 MHz . Nun kommen endlich alle Besitzer von
Super-Sockel-7-Mainboards in den Genuss eines Prozessors mit mehr als 500 MHz
Takt . VIA gliedert Prozessorgeschäft aus Der Chiphersteller VIA will die
Herstellung von Prozessoren in ein eigenes Unternehmen ausgliedern und sich
damit wieder auf das Hauptgeschäft mit Chipsätzen konzentrieren . Derzeit stellt
VIA Chipsätze für alle PC-Plattformen her : Der Apollo KX133 unterstützt AMDs
Athlon-Prozessor , der Apollo Pro133 und der Pro133A zielen auf die
Intel-Prozessoren für den Slot-1- und Sockel-370 , und für den aussterbenden
Sockel-7 sind noch der MVP3 und MVP4 im Programm . Im August 1999 hatte das
Unternehmen die Prozessorhersteller Cyrix und IDT/WinChip aufgekauft , doch viel
ist bisher noch nicht zu sehen : Zur CeBIT fand die Vorstellung des
Sockel-370-Prozessors Cyrix III statt , der aber erst ab Mitte April lieferbar
sein soll . Prozessoren von WinChip finden sich gar nur auf VIAs Roadmap . An
dieser Roadmap werde auch die neue Tochterfirma festhalten , sagte Chen . Ziel
der Ausgliederung sei unter anderem die Kooperation mit anderen Herstellern oder
Investoren im Prozessor-Geschäft . Laut einem Bericht von The Register haben
neun Mitarbeiter von Cyrix in Richardson , Texas , daraufhin gekündigt . Der
Produktmanager von VIAs Prozessorabteilung , Doug Philips , habe die Bedeutung
dieser Kündigungen herunterspielen wollen , doch CEO Chen soll sich auf einer
Blitzreise nach Richardson befinden , um die Mitarbeiter zum Bleiben zu
überreden . Packard Bell baut Notebook mit Mobile Duron Der zu NEC gehörende
Hersteller Packard Bell zeigt das erste Notebook mit AMDs Mobile Duron . Der
Easy One DC nutzt die 700-MHz-Version des Prozessors und ist mit dem Grafikchip
ATI Mobility M ausgerüstet . Der Bildschirm ist wahlweise 12 oder 13 Zoll groß ,
die Festplatte fasst mindestens 6 GByte . Eingebaut sind weiterhin ein
Disketten- und ein DVD- oder CDROM-Laufwerk . Preise und Verfügbarkeit für den
deutschen Markt sind noch nicht bekannt . IDF : Intel stellt Xeon-Prozessor mit
1 GHz vor Intel stellt auf dem IDF ( Intel Developer Forum ) den Pentium III
Xeon mit 1 GHz Takt vor . Die für den Vierfach-Betrieb spezifizierten
Xeon-Varianten mit einem und zwei MByte L2-Cache hatte Intel gestrichen .
Gegenüber der Desktop-Version des Pentium III bietet der Xeon kaum noch Vorteile
, vor allem arbeitet er bei gleichem Takt genauso schnell . Auch im Vergleich
mit den bisher schnellsten Xeon-Prozessoren mit 933 MHz bringt der geringfügig
höhere Takt nicht viel . Einen deutlichen Leistungssprung werden wohl erst die
nächsten Prozessorgenerationen bringen , so der 32-Bit-Prozessor Pentium 4 , der
64-Bit-Prozessor Itanium - oder die AMD-Konkurrenz Sledgehammer . Der Pentium
III Xeon-1000 kostet 719 US-Dollar ( bei Abnahme von 1000 Stück ) . IDF : Sieben
Werke für 0,13-µm-Kupfer-Prozess sollen in den nächsten zwei Jahren in Betrieb
gehen , das erste ( F20 ) im ersten Quartal 2001 . Zwei Werke davon sind für
300-mm-Wafer vorgesehen , die 2,4 mal mehr Dies pro Wafer als die aktuellen
200-mm-Scheiben liefern . Das senkt die Waferkosten pro Fläche um gut 30 Prozent
. Pro Werk sind 40.000 bis 70.000 Waferstarts pro Monat vorgesehen . Erste
300-mm-Testwafer mit Prozessor-Dies konnte der General Manager der Technology
und Manufacturing Group , Mike Splinter , bereits stolz präsentieren .
Interessant ist in dem Zusammenhang auch die Ankündigung neuer
Lithographie-Techniken . Im Jahr 2003 soll diese mit UV-Licht von 157 nm
Wellenlänge stattfinden für 2005 ist ein Riesensprung auf nur 13 nm ( EUV )
geplant . Ansonsten gab es bereits am Vortag eine Fülle von Produktankündigungen
und Spezifikationen von Intel und den gut 130 Firmen der begleitenden
Ausstellung . So sind rund um USB-2.0 diverse Entwicklungswerkzeuge erhältlich -
inklusive einem neuen Logo . Das Smart Battery Forum gab die Spezifikation von
SMB 2.0 bekannt , womit das Betriebssytem den Zustand einer Notebook-Batterie
exakt abfragen kann . Weiterhin gehören ACPI 2.0 oder PC2001 zum Programm des
IDF . IDF : Intel-Compiler für Linux verzögert Die für Sommer 2000 versprochenen
Intel-Compiler C++ und FORTRAN für Linux für die IA-32 und IA-64-Architekturen
verzögern sich auf das erste Quartal 2001 , wie auf dem IDF ( Intel Developer
Forum ) in San Jose bekannt wurde . Interessenten können aber am Beta-Test
teilnehmen , für den ab Q42000 Testversionen zur Verfügung stehen sollen . IDF :
Details zu Timna-Prozessor Intels Timna-Prozessor soll nun nach einer langen
Verzögerung im ersten Halbjahr 2001 auf den Markt kommen . Dieser
hochintegrierte Chip enthält nebst Prozessorkern ( " Katmai on 0,18 µm " ) mit
bislang 128 KByte L2-Cache einen Grafikcontroller und eine Northbridge . Die
Northbridge enthält ein mit 400 MHz laufendes Rambus-Interface , für das Intel
nach dem Desaster mit dem MTH einen neuen Baustein namens MPT entwickelt , der
das Rambus-Protokoll auf SDRAM umsetzt . Allerdings enttäuscht dabei die
weiterhin auf PC100 beschränkte Geschwindigkeit des MPT . Timna kommuniziert
ferner per 266 MByte/s schnellem Hub-Interface mit dem I/O-Controller-Hub ICH2 ,
der schon auf einigen Mainboards mit dem i815-Chipsatz ( Solano ) zum Einsatz
kommt . IDF : Pentium 4 so stromhungrig wie AMDs Thunderbird Nachdem Intel
gestern Details über die Mikroarchitektur des Pentium 4 ( Willamette ) bekannt
gegeben hat , sind heute auf dem IDF in San Jose die ersten Zahlen zur
Leistungsaufnahme aufgetaucht . Demnach schluckt der Pentium 4 recht viel Strom
: Mit einer Kernspannung von 1,7 Volt braucht er bei 1,3 GHz 36 Ampere , bei 1,4
GHz sogar 39 . Intel veröffentlicht entsprechende Design-Vorgaben , nach denen
ein Flexible Motherboard bis zu 52 Ampere liefern muss . Im vierten Quartal (
vermutlich Oktober ) will Intel einen " more traditional Launch " des Pentium 4
mit mindestens 1,4 GHz Takt durchführen . Damit trat " Launch Manager " Jeff
Austin Befürchtungen entgegen , es könnte sich um eine reine Papier-Vorstellung
handeln wie beim Gigahertz-Pentium III . Damals handelte Intel sich viel Kritik
ein , da man den Pentium III-1000 praktisch nicht kaufen konnte . IDF : Pentium
4 durchbricht die 2-GHz-Grenze Intel pflegt auch auf dem diesjährigen IDF den
Brauch , mit einem übertakteten und sorgfältig gekühlten Prozessor einen
spektakulären Geschwindigkeitsrekord aufzustellen . Diesmal durchbrach ein
Prototyp des Pentium 4 die 2-GHz-Grenze . Albert Yu , verantwortlich für
Prozessoren , zeigte das System im Rahmen seines Vortrags , in dem er über die
drei " Arenen " Enterprise , Mobile und Desktop sprach : In der Enterprise-Arena
hat Intel vom 64-Bit-Prozessor Itanium schon über 6000 Testsysteme ausgeliefert
, so Yu . Rund 350 speziell auf den Itanium zugeschnittene Anwendungen seien
schon in der Entwicklung . Dann zeigte bei einer
Real-Live-eCommerce-Demonstration ein Itanium-Cluster ( zwei Vierfach-Systeme
unter Linux ) seine Leistungsfähigkeit mit Streaming Data für MP3 ( Cyberdemon )
. Weiterhin kündigte Yu wie erwartet den Pentium III Xeon mit einem Gigahertz an
. Für die Mobile-Arena zeigte Yu nichts Neues . Er erläuterte lediglich Intels
Interpretation der " Average Power " , bei der das übliche Benutzerverhalten und
die Wirkung von Powermanagement eingerechnet ist . So könne man einen mittleren
Verbrauch von 5,5 W ( 500 MHz , 1,1V , normal ) auf 850 mW ( average ) senken .
Mit der meisten Spannung wurden jedoch Yus Worte zur Desktop-Arena erwartet .
Neben den bereits bekannten neuen Marketingnamen wie NetBurst und Rapid
Execution Engine und Details zur Mikroarchitektur demonstrierte Yu ein paar 3D-
und Video-Applikationen ( MPEG-2- de- und encoding ) auf langsamen Pentium III
und einem Pentium 4 mit 1,4 GHz , wozu das Publikum zu " La Ola " aufgefordert
wurde . Im Rahmen dieser Vorführung zeigte Yu dann schließlich den auf 2 GHz
aufgebohrten Pentium 4 . Der wöchentliche Report auf heise online über neue
Treiber und BIOS-Versionen : Grafikkarten-Treiber von Nvidia sowie BIOS-Updates
von Aopen , Elitegroup , Gigabyte , MSI , Shuttle und Tyan . ECS ( Elitegroup
Computer Systems ) Auf der Download-Seite stehen bereit : Gigabyte ( GBT ) MSI (
Microstar International ) Shuttle ( Spacewalker ) Auf der Download-Seite stehen
bereit : Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Intel will
Geschwindigkeitskrone zurück Zurzeit trägt der Athlon von AMD die Krone des
schnellsten x86-kompatiblen Prozessors . Gefertigt in 0,18µm-Technik und
ausgerüstet mit einem verbesserten L2-Cache , besitzt er dem Hersteller zufolge
genügend Power , um am Erzkonkurrenten Athlon vorbei zu ziehen . Doch AMD hat
sich nicht auf alten Geschwindigkeits-Lorbeeren ausgeruht , sondern bietet schon
seit einigen Wochen einen Athlon mit 700 MHz an . Intel gibt dem neuen Produkt
keinen offiziellen neuen Namen , sondern fügt dem " Pentium III " ein " E " an ,
um die Versionen mit Coppermine-Kern von denen mit Katmai-Kern zu unterscheiden
. Ein " B " im Namen bedeutet , dass der Prozessor einen Frontside-Bustakt (
FSB-Takt ) von 133 MHz benötigt - es werden allerdings auch Katmai-Varianten mit
dem Kennzeichen " B " ausgeliefert . Die größte Verwirrung dürfte daher bei den
vier Versionen des Pentium III mit 600 MHz herrschen : Bezeichnung Kern FSB-Takt
600 Katmai 100 600B Katmai 133 600E Coppermine 100 600EB Coppermine 133 Noch
unklar ist , ob Intel das " E " bei Versionen über 600 MHz wieder weglässt , da
nur der neue Prozessor diese Geschwindigkeitsgefilde erreicht . Auch ist noch
nicht sicher , wann der Hersteller den Coppermine in einem kleineren Gehäuse für
Sockel-370 herausbringt . Voraussichtliche Preise tauchten schon vor einigen
Tagen auf , weitere Details hatte Intel auf dem Microprocessor-Forum
veröffentlicht . Weitere Einzelheiten und vor allem die Ergebnisse des Kampfes
bei 700 MHz zwischen AMD und Intel bringt die c't 22/99 , die ab 25.10. am Kiosk
zu haben ist . Haushaltsnetze auch von Intel Der vorhergesagte Boom bei
Haushalts-Netzwerken hat auch Intel angelockt . Der Chiphersteller möchte am 6.
April AnyPoint vorstellen und verspricht ähnliche Vorteile wie die
Microsoft-3Com-Allianz : Geräte kommunizieren über bestehende Telefonleitungen ,
und alle PCs können einen gemeinsamen Internet-Zugang nutzen . Die
AnyPoint-Hardware besteht aus "Dualband"-Netzwerkkarten mit Ethernet- und
Telefonleitungs-Anschluß , wobei die Verbindung über Telefonkabel nach dem
HomePNA-Standard mit 1 Mbps laufen soll , ohne das normale Telefonieren zu
stören . In US-Haushalten liegt in fast jedem Zimmer ein Telefonanschluß , so
daß man bei Verwendung dieser Leitungen keine zusätzlichen Netzwerkkabel
verlegen muß . Nur eine einzige Telefondose liegt jedoch aufgrund alter
Bundespost-Vorgaben in den meisten deutschen Haushalten - damit läßt sich kein
Netzwerk aufbauen . Einen vergleichbaren Nutzen hat hierzulande erst eine
Technik , mit der man Stromleitungen als Netzwerkkabel verwenden kann . Aus
Software-Sicht stellt AnyPoint zunächst ein normales Peer-To-Peer-Netzwerk
inklusive Drucker- und Datei-Sharing dar , geübte Anwender können mit
IP-Masquerading oder Proxy-Servern auch Internet-Verbindungen gemeinsam nutzen .
Einen unkomplizierteren Internetzugang verspricht jedoch Intel und hofft auf
eine Zusatzfunktion des nächsten Windows-98-Update : Modem-Sharing . Die Windows
98 Second Edition soll es ermöglichen , Modems im Netzwerk wie Drucker
freizugeben - eine Funktion , die beispielsweise OS/2 schon seit Jahren bietet .
AMD lässt Sockel-7 sterben Der Prozessorhersteller AMD hat die lang erwarteten
Sockel-7-Prozessoren K6-2+ und K6-III+ von seiner Roadmap genommen und möchte
nun lediglich Mobile-Versionen dieser Prozessoren auf den Markt bringen . Unter
Verzicht auf die speziellen Stromspar-Methoden sollen sie allerdings in
Sockel-7-Mainboards laufen , die entsprechend geringe Core-Spannungen ( 1,9 oder
2,0 Volt ) zur Verfügung stellen . Da der K6-2+ in einigen Sockel-7-Systemen
laufen wird , hat AMDs Abkehr von diesem veralteten Sockel und die Beschränkung
auf 600 MHz eher eine strategische Bedeutung : Der Athlon-Prozessor soll auch im
mittleren und unteren Preissegment Fuß fassen und alle Marktanteile übernehmen ,
die bislang der K6-III für sich beansprucht . Andererseits läßt sich ein Fan der
alten Sockel-7-Technik auch nicht davon abhalten , einen Mobile-Prozessor
einzusetzen . Schnelle Athlons werden billiger Der Prozessorhersteller AMD will
heute die Preise für die Athlon-Varianten mit 850 , 900 und 950 MHz um je 100
US-Dollar senken . Intels aktuelle Preise für den Pentium III sind bei
Taktfrequenzen bis 850 MHz jeweils etwas höher . Bei 900 und 950 MHz steht der
Athlon sogar ohne Intel-Konkurrenz da . Erhältlich ist der Pentium III-1000EB
bisher nicht . AMD kann die Gigahertz-Athlons immerhin in kleinen Stückzahlen
liefern . Alle Preise in der nachfolgenden Tabelle sind Angaben in US-Dollar und
beziehen sich auf 1000er-Stückzahlen . Die Preise für die Athlons unter 850 MHz
und die K6-2-Prozessoren bleiben unverändert . Palomino-Athlon zuerst im
Notebook , dann im Server Den neuen Athlon mit 1,3 GHz baut AMD noch mit dem
Thunderbird-Kern , Prozessoren mit dem neuen Palomino-Kern werden auf der CeBIT
nur hinter dem Vorhang gezeigt : Auch das Dual-Board von Tyan führt AMD vor ,
bestückt mit zwei Palominos und ebenfalls ohne Sicht auf die Rechner-Eingeweide
. Nur in ein Gerät gewährte AMD einen Einblick , und zwar in ein
Notebook-Testsystem . Die Mobile-Version des Palomino-Prozessors werden wir laut
neuer AMD-Roadmap schon bald sehen , noch vor den Desktop-Versionen : AMD will
den Desktop-Athlon erst im zweiten Halbjahr auf den Palomino-Kern umstellen ,
die Notebook-Version hingegen noch in diesem Halbjahr . Demnach scheint der
Palomino-Kern fertig und funktionstüchtig zu sein , doch der Thunderbird läuft
offenbar so gut , dass AMD ihn nicht früher als nötig aus der Produktion nehmen
will . Diese Variante will AMD noch in diesem Halbjahr kurz nach dem
Mobile-Palomino vorstellen . Wie er vom Desktop-Thunderbird abgegrenzt werden
soll , bleibt derzeit offen . Als Vorzug des Mobile-Palominos gegenüber dem
Thunderbird nennt AMD übrigens lediglich die Stromspar-Technik PowerNow! , alle
anderen Leistungsdaten ( 128 KByte L1-Cache , 256 KByte L2-Cache ) bleiben
unverändert . Ob die Desktop- oder Server-Version größere Caches haben wird ,
ist ebenso unklar wie die Kernspannungen der Palomino-Varianten . Der
Desktop-Palomino wird vermutlich mit 1,4 Volt oder weniger laufen . Die
Mobile-Version wird wohl auf FSB200 ( Frontside-Bus ) beschränkt sein , während
die Desktop- und Server-Versionen wohl nur den schnelleren FSB266 unterstützen
werden . Doch auch das scheint nur eine Marketing-Entscheidung zu sein , denn
einige Mainboard-Hersteller bestätigen uns , dass schon die Thunderbird-Kerne
dualtauglich seien . Möglicherweise will AMD also den dualtauglichen Chipsatz
760MP gleichzeitig mit dem Palomino-Kern vorstellen . Im " Value-Marktsegment "
scheint der aktuelle Spitfire-Kern des Duron ebenfalls noch genug
Geschwindigkeitsreserven bieten , sodass ein abgespeckter Palomino ( Codename
Morgan ) auf der AMD-Roadmap erst im zweiten Halbjahr auftaucht . Die
Notebook-Version will AMD dieses Halbjahr vorstellen , allerdings später als den
Palomino . Den Wechsel zu den 0,13-µm-Herstellungsprozessen ( Thoroughbred im
Desktop und Appaloosa im Value-Bereich ) werden wir nach der neuen Roadmap erst
im nächsten Jahr sehen , ebenso die 64-Bit-Prozessoren Clawhammer und
Sledgehammer . Server mit Crusoe-Prozessoren Auf dem Transmeta-Stand sind die
ersten Server zu sehen , die den stromsparenden Crusoe-Prozessor nutzen . Die
kalifornische Firma FiberCycle bietet eine Produktlinie mit dem Namen "
WebBunker " an : Server in einem 2U-Gehäuse ( zwei Höheneinheiten ) , in das
sechs Einschübe passen . Jeder Einschub besteht wahlweise aus einem
Prozessorboard und einer Festplatte oder aus zwei Prozessorboards . Auf jedem
Prozessorboard sitzt ein Crusoe TM5600 mit bis zu 1 Gigabyte PC100-Speicher ;
Versionen mit DDR-Speicher ( Double Data Rate ) seien in Vorbereitung , hieß es
. Die Einschübe können im laufenden Betrieb gewechselt werden und sind per
Ethernet , FibreChannel und Infiniband vernetzt . FiberCycle will die
WebBunker-Server ab April für Preise ab 10.000 US-Dollar ausliefern . Weitere
Crusoe-Server sind der NetWinder 3100 von Rebel.com oder der " Razor " von RLX
Technologies . Ansonsten präsentiert Transmeta auf der CeBIT lediglich einige
der schon auf der Comdex gezeigten Geräte wie das NEC Versa UltraLite . VIA/3COM
: Chipsatz mit 10/100-MBit-Ethernet Die im August letzten Jahres angekündigte
Kooperation vom Chiphersteller VIA und Netzwerk-Spezialisten 3COM trägt erste
Früchte : Heute haben die beiden Firmen einen ersten gemeinsamen Baustein
vorgestellt . VIAs Southbridge VT8233C enthält einen 10/100-MBit-Ethernet-MAC (
Media Access Controller ) von 3COM . Schon der Vorgänger VT8233 integriert einen
Ethernet-MAC mit ähnlichen Leistungsdaten . Bisher ist nicht bekannt , worin die
Unterschiede zwischen den beiden Chips bestehen . Die weiteren Leistungsmerkmale
vom VT8233 und VT8233C gleichen sich : Die Chips sind über VIAs eigenen V-Link
mit der Northbridge gekoppelt . VIA lässt sie bei TSMC in einem
0,22-Micron-Prozess fertigen . Notebook-Version des AMD K6-III
Prozessorhersteller AMD hat am Montag den Notebook-Prozessor K6-III-P mit
Taktraten bis 380 MHz vorgestellt . Gegenüber dem K6-III hat AMD die
Core-Spannung auf 2,2 Volt und die durchschnittliche Leistungsaufnahme auf 12
Watt gesenkt . Geblieben sind der auf den Chip integrierte L2-Cache von 256
KByte , der 3DNow!-Befehlssatz und der Frontside-Bustakt von bis zu 100 MHz .
Damit bietet AMD einen der schnellsten Notebook-Prozessoren an - zu saftigen
Preisen : Prozessor Core-Takt 1000er-Preis ( MHz ) ( US-Dollar ) AMD K6-III-P
380349 AMD K6-III-P 366316 AMD K6-III-P 350249 zum Vergleich : Intel Mobile
Celeron 366170 Intel Mobile P-II 366530 AMD K6-III ( Desktop ) 400185 Pentium
III/550 bei IBM und Dell Die Computerhersteller IBM und Dell haben ihre
Produktpaletten um Komplettsysteme mit Intels neuem 550-MHz-Pentium-III
erweitert . Für 2800 Mark kann man bei Dell in die 550-MHz-Klasse einsteigen und
erhält den Dimension XPS T mit einer ATI Xpert-Grafikkarte , 64 MByte Speicher ,
6,4 GByte Festplatte und Windows 98 . Den Optiplex GX1 mit 64 MByte Speicher ,
ATI Rage Pro Turbo , 6,4 GByte Festplatte , Sound- und Netzwerkkarte und Windows
NT gibt 's ab rund 4500 Mark . Ab 7815 Mark rüstet Dell die Precision
Workstation 210 ( Diamond Fire GL 1000 , 17-Zoll-Monitor , 64 MByte Speicher ,
9,1 GByte Festplatte , Sound , Netzwerk , Windows NT ) mit zwei der teuren
Prozessoren aus . Ganze 6647 Mark kostet IBMs billigster Pentium-III-PC , der PC
300 PL mit 64 MByte Speicher , 13,5 GByte Festplatte , S3 Trio3D Grafikkarte ,
Sound , Netzwerk und Windows 98 . Die IntelliStation E Pro und M Pro beginnen
bei 8899 Mark und 9790 Mark . IBM rüstet sie mit 128 MByte Speicher , 6,8 GByte
Festplatte , Matrox G200 Grafikkarte und Windows NT aus . Die M Pro ist
zusätzlich für den Dualprozessor-Betrieb vorbereitet . Beide Hersteller haben
BAPCo Sysmark98-Benchmarks veröffentlicht , allerdings bisher nur für die
Systeme mit dem Pentium III mit 500 MHz . 4000 Seriennummern von gefälschten
Asus-Boards Boardhersteller Asus hat eine Liste mit 4000 Seriennummern von
gefälschten Mainboards veröffentlicht , die kürzlich auf den deutschen Markt
gelangt sein sollen . Sie stammt nach Angaben ein Firmensprechers von einem
Großhändler , den nach Import und Verkauf der Boards sein Gewissen geplagt habe
. Anhand der Liste sollen 700 Falsifikate vom Typ P2B und 3300 Exemplare vom Typ
P2B-F eindeutig zu entlarven sein . Schwierig bleibe jedoch die Identifizierung
der übrigen Falsifikate , da mehrere verschiedene Versionen im Umlauf seien .
Die bisher veröffentlichten Erkennungsmerkmale verlieren daher nicht ihre
Gültigkeit . Die Liste mit den Seriennummern steht auch auf dem c't-Server als
ZIP-Datei zum Download bereit . IDF : Erster Benchmark-Wert für Pentium 4 Intel
bleibt weiterhin sehr verschlossen , was Performance-Werte für den Pentium 4
angeht . Principal Architect Doug Carmean gab in seinem Vortrag über die
Mikroarchitektur des Pentium 4 gerade einmal einen Wert an , nämlich für den
Windows Media Encoder aus der SYSMark-2000-Benchmarksuite . Demnach ist bei
diesem Benchmark der Pentium 4 bei 1,4 GHz etwa 50 Prozent schneller als der
Pentium III bei 1 GHz . Letzterer kommt im c't-Labor auf etwa 188 Punkte (
i820-Chipsatz , PC800-Rambus-Speicher ) . Der Pentium 4 läge also bei rund 280
Punkten . Zum Vergleich : Der AMD-Thunderbird mit 1,1 GHz kommt auf 202 Punkte (
KT133-Chipsatz , PC133-222-Speicher ) . Carmean bestätigte auf der Veranstaltung
auch die in c't bereits erwähnte Größe des L1-Datencache von nur 8 KByte . Er
begründete den geringen Umfang damit , dass Intel einem kleineren , aber
deutlich schnelleren L1-Cache den Vorzug vor einem größeren , aber langsameren
gegeben hat . Außerdem läßt sich der L1-Cache aus dem L2-Cache ( 256 KByte )
über 2,8mal schneller füllen als beim Pentium III ( 45 GByte/s bei 1,4 GHz statt
16 GByte/s bei 1 GHz ) . Am Rande des IDF drangen auch ein paar inoffizielle
Informationen durch . So wird als " Launch date " jetzt die Zeit um den 16.
Oktober gehandelt . Die Die-Size des 42-Millionen-Transistor-Chips soll mit 217
mm² deutlich größer sein als bislang vermutet ( etwa doppelt so groß wie der
Pentium III ) . Das dürfte die Ausbeute bei der Herstellung senken und den Preis
des Prozessors erhöhen . Intel hat die Angaben bislang allerdings noch nicht
bestätigt . Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und
BIOS-Versionen : Chipset-Updates von VIA , TV-Karten-Updates von Hauppauge ,
IDE-Updates von HighPoint und Promise , Grafikkarten-Updates von Asus und Matrox
sowie BIOS-Updates von Abit , AOpen , Asus , Biostar , Elitegroup , Epox , FIC ,
Fujitsu/Siemens , Gigabyte , Microstar , Shuttle und Tyan . Asus ( AsusTek ) Auf
der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit
: ECS ( Elitegroup Computer Systems ) Auf der Download-Seite stehen bereit :
Epox ( ElitoEPoX ) FIC ( First International Computer ) Fujitsu/Siemens ( FSC )
Gigabyte ( GBT ) MSI ( Microstar International ) Shuttle ( Spacewalker ) Auf der
Download-Seite stehen bereit : Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen
Intel und AMD lassen Preise purzeln Die beiden Hauptkonkurrenten im
Prozessorgeschäft haben mal wieder kräftig die Preise gesenkt : Bis zu 31
Prozent billiger bieten Intel den Pentium III und AMD den Athlon an . Auch für
die Mobile-Versionen der Rivalen und den Intel Xeon muss man nun teilweise
deutlich weniger auf den Tisch legen . Nur die erst wenige Wochen alten
Spitzenmodelle mit 800 MHz halten ihren hohen Preis . Der wöchentliche Report
auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Neue
Grafikkarten-Treiber von ATI und Matrox , BIOS-Updates von Abit , Chaintech ,
Enmic ( NMC ) , Tekram und Tyan , sowie ein Chipsatz-Treiber von Intel . Auf der
Update-Seite stehen bereit : ENMIC ( ehemals NMC ) Auf der Download-Seite stehen
bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit : Neue BIOS-Versionen und Treiber
der Vorwochen Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und
BIOS-Versionen : Chipsatztreiber von Intel , SiS und VIA ; Grafiktreiber von
Hercules für die Kyro-Karten ; BIOS-Updates von Abit , Asus , Chaintech , DFI ,
Elitegroup , Enmic , FIC , Fujitsu/Siemens und Gigabyte . Asus ( AsusTek ) Auf
der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : Auf der Update-Seite stehen bereit :
Auf der Download-Seite stehen bereit : ECS ( Elitegroup Computer Systems ) Auf
der Download-Seite stehen bereit : ENMIC ( ehemals NMC ) Auf der Download-Seite
stehen bereit : FIC ( First International Computer ) Fujitsu/Siemens ( FuSi )
Gigabyte ( GBT ) Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Turbolader :
SSE-Befehle beim AMD Athlon 4 aktiviert AMD hat in den Athlon 4 Intels
Multimedia-Befehlssatz SSE eingebaut und nennt die Mischung aus SSE und
bisherigen 3DNow!-Befehlen nun " 3DNow! Professional " . Bei den ersten
Prototypen waren die 52 zusätzlichen Befehle nicht nutzbar , das entsprechende
Bit in den Konfigurationsregister war nicht gesetzt . Doch mittlerweile hat das
c't-Labor einen Weg gefunden , der den Athlon 4 ( mit Palomino-Kern ) überredet
, sich als SSE-fähig zu outen . Erste Messungen auf einem Notebook mit der
Gigahertz-Version des Athlon 4 erbrachten erstaunliche Ergebnisse :
Erläuterungen zu den Benchmarks : 3DMark : MadOnion 3DMark 2000 , Version 1.1 ,
Auflösung 800×600×16 , Optimierung für Athlon bzw. Pentium III Apfelmännchen :
Internes Testprogramm ; Ergebnis in MIS ( mega iterations per second ) ; hohe
Zahlen bedeuten bessere Werte . Ohne SSE nutzt das Programm P6-Befehle (
PentiumPro ) , keine 3DNow!-Optimierung . BAPCo PS5 und WME4 : MadOnion BAPCo
SYSMark 2000 , Auflösung 1024×768×16 . Angegeben sind die Ergebnisse der
Einzeltests PS5 ( Photoshop 5.5 ) und WME4 ( Windows Media Encoder 4.0 ) .
Gemessen auf Notebook-Prototyp von FIC , 128 MByte Speicher , Chipsatz VIA KN133
mit integrierter Grafik . Der 3DMark-Wert steigt kaum an , da die Grafikausgabe
den Prozessor bremst . Die 3DMark-CPU-Werte bringen den Prozessor etwas mehr zur
Geltung , doch auch hier bremst die Grafik des KN-Chipsatzes . Die
Apfelmännchen-Berechnung zeigt , wie enorm auf SSE handoptimierte Programme ohne
3DNow!-Unterstützung profitieren . Der Photoshop-Einzelwert des
SysMark-Benchmarks zeigt , dass offensichtlich einige der Filter massiven
Gebrauch von SSE-Befehlen machen . Das Ergebnis des Windows Media Encoders
verwundert ein wenig . Möglicherweise hat der Encoder schon 3DNow!-optimierte
Routinen , die den Athlon 4 besser ausnutzen als die SSE-Emulation . Gefälschte
Asus-Boards im Umlauf Hardware-Fälscher haben ein neues Produkt für sich
entdeckt , bei dem das Betrügen lohnt : Auf dem deutschen Markt tauchen immer
mehr billige Kopien des hochwertigen Slot-1-Mainboards Asus P2B auf , die
unzuverlässig arbeiten und untypische Mängel aufweisen . Die Falsifikate stammen
nach Angaben von Firma Asus aus chinesischen Produktionsstätten . Im
Ursprungsland gehe man unterdessen gerichtlich gegen die Fälscher vor , sagte
Asus-Sprecher Uwe von der Weyden zu c't . Mehrere tausend gefälschte
Hauptplatinen seien beschlagnahmt worden . Die Boards , die im Großhandel um 5
bis 10 Mark billiger sind als die Originale , laufen laut Asus nicht so stabil
wie vom P2B gewohnt : Unter Windows NT gibt es manchmal Störungen beim
Installieren von AGP-Grafikkarten , 100-MBit-Netzwerkkarten funktionieren oft
nicht richtig , die CMOS-Batterien verlieren binnen weniger Tage ihre Ladung .
Er nannte jedoch Merkmale , die bei fast allen Falsifikaten gefunden worden
seien : Aufatmen können Besitzer eines deutschen Handbuchs : Bisher wurden nur
Fälschungen mit englischer Dokumentation entdeckt . Geprellte Kunden sollten
sich an ihren Händler wenden und einen Umtausch verlangen . In Zweifelsfällen
kann man sich telefonisch unter 02102/445011 direkt bei Asus erkundigen . Viele
Fälschungen seien anhand der Seriennummer eindeutig zu entlarven , sagte der
Firmensprecher . Die Systematik der Numerierung will Asus allerdings
geheimhalten , um den Betrügern ihr Handwerk nicht zu erleichtern . AMD
bestätigt , dass einige Prozessoren bei der Darstellung von JPEG- und
MPEG-Dateien fehlerhaft arbeiten . Betroffen seien alle drei in der Produktion
befindlichen Familien , der K6-2 , der Duron und der Athlon . Es handele sich
nicht um einen Designfehler , meinte AMDs Pressesprecher Jan Gütter gegenüber
heise online , sondern um einen Produktionsfehler , der bei den Tests nicht
aufgefallen sei . Inzwischen habe man den Validierungsprozess verbessert ,
sodass Prozessoren mit diesem und ähnlichen Fehlern entdeckt würden . Wer einen
fehlerhaften Prozessor hat , kann sich an die AMD-Hotline ( 089/450-53199 )
wenden und den Prozessor umtauschen . Ein Prozessor kann nicht bei derart
abstrakten Aufgaben wie der JPEG-Anzeige fehlerhaft arbeiten , sondern nur
einzelne Befehle oder vergleichsweise kurze Befehlsfolgen führen zu falschen
Ergebnissen . Bei dem erwähnten Fehler ist nun offenbar eine Befehlsfolge
betroffen , die einer oder mehrere populäre Decoder nutzen . Andere Programme
könnten diese Befehlsfolge natürlich auch ausführen - diese liefern dann
ebenfalls falsche Daten . Da zwei recht unterschiedliche Prozessor-Designs (
K6-2 und Athlon/Duron ) betroffen sind , liegt die Vermutung nahe , dass der
Fehler recht " tief " in einer bei allen drei gemeinsam vorhandenen
Funktionseinheit steckt . Es könnte sich beispielsweise um einen bisher nicht
entdeckten Speed Path bei einem FPU- oder 3DNow!-Befehl handeln . Prozessoren
wie der Intel Coppermine sollen rund 1000 dieser kritischen Pfade haben . IDF :
Grafikbus AGP8x vorgestellt Auf dem IDF ( Intel Developer Forum ) hat Intel
AGP8x angekündigt , eine auf AGP4x aufbauende Spezfikation zur Datenübertragung
zwischen Chipsatz und Grafikkarte . Der Vortrag von Raj K. Ramanujan , Platform
Architecture Manager , und Warren Morrow , Senior Architect , enthüllt
allerdings nicht viele Details . AGP8x soll demnach bei einem Takt von 533 MHz
eine Übertragungsrate von 2 GByte/s erzielen , wobei der Datenbus wie bei den
bisherigen AGP-Spezifikationen 32 Bit breit bleiben soll . Bisher arbeitet AGP4x
mit einem Takt von 66 MHz in einem Quad-Datarate-Verfahren ( " quad pumped " )
und kommt auf 1 GByte/s . Die Abwärtskompatibilität zu AGP4x soll jedenfalls
gewährleistet sein . Einige Hersteller von Grafikchips haben schon die
Unterstützung von AGP8x angekündigt , darunter ATI , Matrox und NVidia . Noch
weiter in die Zukunft blickte Pat Gelsinger , Chef der Intel Architecture Group
, auf dem IDF . Er sieht zwar AGP8x als nächsten " Schritt auf der Roadmap " ,
aber danach werde ein serieller Grafik-Bus kommen . Bei Festplatten findet
zurzeit die gleiche Entwicklung statt : Nach immer schnelleren parallelen
Verfahren ( PIO 1 bis 4 , Ultra-ATA/33 , 66 und 100 ) hatte Intel auf dem
letzten IDF Serial ATA vorgestellt . Derzeit gilt allerdings schon AGP4x als
weitgehend überflüssig . Im c't-Labor konnten wir bisher kaum Unterschiede
zwischen Systemen mit AGP2x ( maximal 528 MByte/s ) und AGP4x feststellen . Als
größter Bremsklotz der AGP-Geschwindigkeit erweist sich der Hauptspeicher :
PC100-Speicher überträgt maximal 800 MByte/s , PC133 kommt auf 1 GByte/s . Da
nur selten die komplette Speicherbandbreite für den AGP-Transfer zur Verfügung
steht , kann schon AGP4x in diesen Systemen nicht die komplette Geschwindigkeit
ausfahren . Toshiba bestätigt fehlerhafte Tastatur bei Satellite 3000 Der
Notebook-Hersteller Toshiba bestätigt Tastaturprobleme bei der neuen Serie
Satellite 3000 : Einige Tasten wie Shift-7 ( Slash ) sollen nicht funktionieren
. Laut Dirk Lohmann , Senior Manager bei Service und Support , tritt der Fehler
nur " bei einem geringen Prozentsatz " der Geräte auf , die Toshiba Ende Juni
und Anfang August ausgeliefert habe . Er sei mit einem BIOS-Update ( 700 KByte )
und einem Patch ( 1,3 MByte ) zu beheben , die bei Toshiba zum Download
bereitstehen . Für Kunden ohne Internet-Zugang stehen Hotline-Telefone in
Deutschland ( 0180/5231632 ) und Österreich ( 0800/297488 ) bereit . Das der
Redaktion zur Verfügung stehende Gerät aus dem Test in c't 19/2001 weist den
Fehler nicht auf ; die Wirksamkeit des Patches konnten wir daher kurzfristig
nicht überprüfen . AMD will NUMA-Architektur forcieren Der Prozessorhersteller
AMD möchte seine Hammer-Prozessoren in Multiprozessor-Systemen mit
NUMA-Architektur sehen , wie der Marketing Manager Bob Mitton auf einer Platform
Conference mitgeteilt hat . Als Verbindungsbus soll LDT ( Lightning Data
Transport ) zum Einsatz kommen , ein I/O-Bussystem , das AMD auf dem
Microprocessor Forum 1999 vorgestellt hat und das mit 1,6 GBit/s pro Pin
arbeiten kann . Bei 16 Bit Busbreite wären die Nodes so mit 3,2 GByte/s
Bandbreite verbunden . Das bedeutet nicht zwangsläufig eine Abkehr von EV6 , dem
Frontside-Bus der aktuellen AMD-Prozessoren Athlon und Duron . Denn NUMA ( Non
Uniform Memory Access ) beschreibt kein konkretes Bussystem , sondern lediglich
eine Strategie zur Kopplung von Multiprozessorsystemen . Dabei kommunizieren
einzelne Nodes über einen speziellen Bus miteinander , wobei jede Node aus
Hauptspeicher und einem oder mehreren Prozessoren besteht . Innerhalb der Nodes
können die Prozessoren durchaus ein anderes Busprotokoll als außerhalb nutzen (
siehe c't 7/97 , S. 256 ) . So existieren beispielsweise Lösungen wie der M800i
von Fujitsu mit acht Intel Xeon-Prozessoren . Je vier davon bilden einen Node ,
der intern mit Intels normalen GTL+-Bus arbeitet und mit den anderen Nodes über
eine spezielle Systembuskopplung verbunden ist . Welchen Frontside-Bus die
Hammer-Familie ( bestehend aus den 64-Bit-Prozessoren Sledgehammer und
Clawhammer , die Anfang 2002 erscheinen sollen ) nutzen , geht aus den
bisherigen Veröffentlichungen zur Sledgehammer-Architektur x86-64 nicht hervor ;
dort beschreibt AMD lediglich das 64-Bit-Programmiermodell . Auch die
Nachrichten , dass Transmeta den Sledgehammer morpht , lässt keine Rückschlüsse
auf den Prozessorbus zu , da dies nur dem Test der Implementierung dient und
kein konkret verwertbares System entsteht . Bei Multiprozessor-Systemen hat sich
die Kopplung von Speicher und Prozessor als Flaschenhals erwiesen . In
herkömmlichen Mehrprozessorsystemen nutzen die Prozessoren einen gemeinsamen Bus
und den gleichen Hauptspeicher und Peripherie . Diese UMA-Architektur ( Uniform
Memory Access ) hat verschiedenen Untersuchungen zufolge bei maximal acht
Prozessoren ihre Grenze erreicht , da die Konflikte beim Zugriff auf den Bus und
Hauptspeicher die Leistungsfähigkeit zusätzlicher Prozessoren ausbremsen würden
. So unterstützt beispielsweise Intels GTL+-Bus maximal vier Prozessoren . Etwas
besser sollte es bei Lösungen wie AMDs EV6-Bus aussehen , da dort zumindest
jeder Prozessor einen eigenen " Zugang " zum System hat und sich die Prozessoren
so nur die Hauptspeicher-Bandbreite teilen müssen . Doch die bisherigen
Meldungen über den passenden Multiprozessor-Chipsatz für Athlon-Systeme , den
AMD760MP-Chipsatz , sprechen nur von Dual-Lösungen . Als Ausweg aus dieser
Misere existieren mehrere Konzepte . MPP ( Massive Parallel Processing ) und
NUMA ( Non Unified Memory Access ) beispielsweise schließen kleine Einheiten von
" fast kompletten " Rechnern , Nodes genannt , zusammen . MPP und NUMA
unterscheiden sich vor allem im Programmiermodell : Bei MPP ist jede Node als
eigener Rechner mit eigenem Speicher zu behandeln , wogegen NUMA-Systeme wie
herkömmliche UMA- oder Einprozessor-Systeme mit einem einzigen großen
Speicherbereich zu programmieren sind . Der Prozessor merkt sozusagen nur an den
schlechteren Zugriffszeiten , wenn ein Speicherzugriff nicht auf den lokalen
Speicher des Node erfolgt , sondern über den externen Bus an einen anderen Node
geleitet ist . Die Leistungsfähigkeit eines NUMA-Systems hängt damit von der
Qualität des Programmcodes ab und von der Lokalität des Algorithmus . Dabei mag
helfen , dass der Sledgehammer eine neue Adressierungsart kennt , um Daten
relativ zum Instructionpointer zu adressieren . Athlon und Firewire auf einem
Board Das erste Athlon-Mainboard mit integrierter IEEE1394-Schnittstelle (
Firewire ) bietet der taiwanische Hersteller FIC an ( Halle 13 , Stand B08 ) .
Das SK-11 genannte Board basiert auf VIAs Chipsatz KX133 und unterstützt AMDs
Athlon-Prozessoren , derzeit mit einer Taktrate von bis zu 850 MHz . Es hat fünf
PCI- und einen ISA-Slot , für Grafikkarten gibt es einen 4x-fähigen
AGP-Steckplatz . Die IEEE1394-Schnittstelle basiert auf einem separaten Chip ;
der sechspolige 1394-Stecker ( mit Stromversorgung ) fand auch noch Platz auf
dem Board . Drei DIMM-Sockel ermöglichen einen Hauptspeicher-Ausbau von bis zu
768 MByte mit PC100- , PC133- oder Virtual-Channel-Modulen . Zur Verfügbarkeit
oder dem Preis konnte der Hersteller noch keine Angaben machen . VIA stellt (
fast ) neuen Prozessor vor Der taiwanische Chiphersteller VIA stellt auf der
CeBIT den ersten in einem 0,15-µm-Prozess gefertigten Prozessor vor . Der C3
läuft mit 733 MHz und soll in den meisten Mainboards mit dem Sockel 370 ( für
Intel-Prozessoren ) funktionieren . Der Kern des C3 ist ein alter Bekannter ,
nämlich der Samuel 2 . Er bietet 3DNow!-Unterstützung , 128 KByte L1-Cache und
64 KByte L2-Cache . Der Frontside-Bus läuft mit 100 oder 133 MHz . Bei 1,5 Volt
Kernspannung verbraucht der C3 laut VIA-Whitepaper maximal 11,6 , typisch 6 Watt
. Er soll in OEM-Stückzahlen 54 US-Dollar kosten . VIA ist in erster Linie für
Chipsätze bekannt , war aber durch den Aufkauf von WinChip und Cyrix in den
Besitz der Prozessordesigns Joshua und Samuel gelangt , die VIA dann als Cyrix
III vermarkten wollte . Joshua gelangte nie in den Handel ; Samuel erzielte
aufgrund des fehlenden L2-Caches nur sehr mäßige Leistungen . Erst der
Nachfolger mit L2-Cache ( Codename Samuel 2 ) kann halbwegs mit der
Geschwindigkeit der Konkurrenz mithalten . VIA scheint den Leistungszuwachs für
groß genug zu halten , um den Samuel 2 vom Namen Cyrix abzugrenzen . Der Core 3
des Cyrix III heißt nun einfach C3 . Einen Test des Samuel 2 brachte c't bereits
in der Ausgabe 3/2001 : 3DMark : 3DMark 2000 : BAPCo : BAPCo SYSMark 2000 ,
Auflösung 1024*768*16 PovRay : Weitere OEM-Milliarden für IBM Im
Massenspeicher-Markt waren sie lange Konkurrenten , nun haben IBM und EMC ein
über fünf Jahre gehendes Abkommen angekündigt , welches ähnlich wie das Abkommen
zwischen IBM und Dell aussieht . Demnach wird EMC die Symmetrix Enterprise
RAID-Systeme mit IBM-Festplatten ausrüsten , weiterhin wollen die Firmen Patente
austauschen und die Kooperation später auf weitere IBM-Produkte ausdehnen . Nach
IBMs Milliarden-Verlusten im PC-Markt scheint das OEM-Geschäft der bessere Weg
für den alten blauen Riesen zu sein . Intel erweitert Celeron-Palette bis 700
MHz Der Prozessorhersteller Intel hat heute seine Low-Cost-Palette erweitert und
den Celeron mit 633 , 667 und 700 MHz vorgestellt . Die neuen Celerons stammen
wie schon die Versionen ab 566 MHz vom Coppermine-Kern des Pentium III ab .
Damit verfügen sie über 128 KByte integrierten L2-Cache , ISSE-Befehle , einen
Frontside-Bustakt von 66 MHz und sind ausschließlich im FC-PGA-Format erhältlich
. Den Vergleich mit dem AMD Duron verliert der Intel Celeron deutlich : Hier
macht sich wohl auch bemerkbar , dass Intel sich immer noch nicht dazu
durchgerungen hat , den Celeron mit einem höheren Frontside-Bustakt ( FSB ) als
66 MHz anzubieten . Mag das bei älteren Celeron-Versionen noch ein Zugeständnis
an Mainboards gewesen sein , die mit FSB100 nicht zurecht kommen , so zieht
dieses Argument nun nicht mehr : Denn die FC-PGA-Celerons funktionieren aufgrund
der gegenüber PPGA geänderten Pinbelegung der niedrigen Kernspannung von 1,5 bis
1,7 Volt sowieso nicht in allen alten Mainboards für PPGA-Celerons . Doch
immerhin sind schon Boards in der Lage , mit den FC-PGA-Celeron umzugehen , was
gegenüber dem AMD Duron einen Vorteil darstellt : Dieser läuft nur in Boards mit
dem VIA KT133-Chipsatz , die derzeit noch nicht zu haben sind . Die Preise der
neuen Celerons entsprechen denen , die Intel für die Preissenkungen am 16. Juli
vorgesehen hatte : Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber
und BIOS-Versionen . Intel : > BIOS-UpdatesAOpen : Asus : IWill : MSI : >
SoundkartenAureal : > TerraTec : Massive Preissenkungen bei Intel Gleichzeitig
mit der Vorstellung neuer Versionen des Pentium 4 mit 1,9 und 2,0 GHz interner
Taktfrequenz senkt Intel massiv die Preise für die Pentium-4-CPUs . Bis zu 54
Prozent beträgt der Preisnachlass : Mit diesen Preissenkungen , die für
Großkunden bei Abnahme von mindestens 1000 Prozessoren gelten , greift Intel vor
allem den Konkurrenten AMD massiv an . Mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis der
Athlon-Prozessoren konnte der Platzhirsch lange nicht konkurrieren . Einen
ausführlichen Test des Pentium 4 mit 2,0 GHz finden Sie in der aktuellen
c't-Ausgabe 18/01 . Asus verstärkt Support für Athlon-Board Der
Mainboard-Hersteller Asus leistet nun auch für sein Board K7M , das für AMDs
Athlon konzipiert worden ist , Support per Telefon-Hotline und E-Mail . Zudem
hat Asus die technischen Daten des Athlon-Boards samt Handbuch im PDF-Format und
Hinweisen zur Jumper-Einstellung ins Internet gestellt . Zuvor hatte Asus bei
Fragen , die das Athlon-Board betrafen , keine Hilfe geboten . Lediglich
aktualisierte BIOS-Versionen wurden zum Download bereit gestellt . Die neue
Seite ist bemerkenswerterweise nur über die Suchfunktion oder durch direkte
Ansprache , aber nicht durch einen Link von der Asus-Homepage aus zu erreichen .
Der Hersteller legt offenbar großen Wert darauf , den OEM-Status des K7M zu
unterstreichen . Die Seite selbst trägt den zusätzlichen Hinweis , daß sie nur
eine Referenz für OEM-Kunden und Wiederverkäufer darstellt . Solange der
Einzelhandel jedoch das Asus K7M verkauft und der Support funktioniert , kann
dem Endkunden der offizielle Status des Boards ziemlich egal sein . Damit bietet
Asus neben Biostar und FIC als dritter Hersteller in Deutschland Support für
Athlon-Mainboards an . Gigabyte und MSI verkaufen ihre Boards weiterhin ohne
Herstellerunterstützung . Der wöchentliche Report auf heise online über neue
Treiber und BIOS-Versionen : Eine ruhige Woche , vielleicht weil Taiwan das
chinesische Neujahr feiert . Es gibt lediglich ein paar BIOS-Updates von Asus ,
FuSi , Legend QDI und Tyan sowie neue Grafikkarten-Treiber von Elsa , Leadtek
und Matrox . Legend QDI Auf der Download-Seite stehen bereit : Neue
BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Athlon-Nachfolger auch in Slot-A-Format
AMD will den Athlon-Nachfolger Thunderbird nicht nur im Sockel-A-Format
herausbringen , sondern auch in Versionen für den Slot A . Damit müssen sich die
Besitzer der aktuellen Mainboards für den Slot A keine Sorgen machen , dass sie
von der Nutzung der schnelleren Prozessoren ausgeschlossen sind . Die
Slot-A-Module der bisherigen Athlon-Prozessoren bestehen - ähnlich wie Intels
Slot-1-Prozessoren - aus einer Platine , auf der neben dem Prozessor auch die
Chips für den Level-2-Cache untergebracht sind . Neu am Thunderbird ist nun der
in den Prozessor integrierte Level-2-Cache . Damit verliert die
Prozessor-Platine ihre Bedeutung und kann zugunsten eines billigeren Formats
wegfallen , das bei AMD Sockel A heißt . Einen ähnlichen Schritt hatte Intel mit
dem Übergang vom Slot 1 zum Sockel 370 unternommen . Hinter geschlossenen Türen
hatte AMD schon ein erstes Exemplar des Prozessors mit 256 KByte Level-2-Cache
vorgestellt , der mit einem Takt von 1116 MHz lief . Die Serienproduktion des
Thunderbird beginnt möglicherweise schon Mitte des Jahres . Allerdings möchte
AMD anfangs mit niedrigeren Taktraten auf den Markt kommen und die
Gigahertz-Grenze erst gegen Ende des Jahres überspringen . Ein anderer
Athlon-Nachfolger mit den Codenamen Spitfire soll ausschließlich im
Sockel-A-Format erhältlich sein . Er besitzt ebenfalls einen integrierten
L2-Cache , allerdings nur mit 128 KByte . Damit zielt er auf den Low-Cost-Markt
, wo die Beschränkung auf den kostensparenden Sockel A sinnvoll sein kann . AMDs
jüngster Spross heißt Duron Duron soll die CPU heißen , mit der AMD auf den
Low-Cost-Markt zielt und damit vor allem Intels Celeron Marktanteile abnehmen
möchte . Duron ist vom lateinischen " durare " abgeleitet , was man mit "
durchhalten " übersetzen könnte . Die Duron-Prozessoren sollen laut
Pressemitteilung als zuverlässige Arbeitspferde die Lebensdauer von
Investitionen verlängern . Im Juni möchte AMD mit der Auslieferung der beiden
neuen Modelle beginnen , die dann die aktuellen Athlon-Modelle ablösen sollen .
Weitere Details wie Taktraten oder die Größe des auf dem Prozessor-Die
integrierten L2-Caches rückt AMD jedoch immer noch nicht heraus . Als sicher
gilt nur , dass es den Duron ausschließlich in einer Bauform geben wird , die
Mainboards mit dem neuen Sockel A erfordert . Auf der WinHEC hat AMD einen Duron
mit 700 MHz und einen Thunderbird mit 1,1 GHz demonstiert . Athlon mit 1,4 GHz
wird schon angeboten Nachdem AMD den Athlon mit 1,3 GHz erst vor fünf Wochen
vorgestellt hat , scheint die nächstschnellere Version vor der Tür zu stehen :
Einzelhändler wie K&M Elektronik führen bereits einen Athlon mit 1,4 GHz in der
Preisliste . Laut Auskunft von K&M Elektronik soll der 1,4-GHz-Prozessor ab
Anfang Mai zu einem Preis von 660 Mark lieferbar sein . Es handele sich um die "
C-Version " für einen Frontside-Bustakt von 133 MHz . AMDs Pressesprecher Jan
Gütter hingegen kann sich das frühe Erscheinen der neuen Produktversion nicht
erklären ; der offizielle Vorstellungstermin sei jedenfalls nicht in der
nächsten Woche . Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und
BIOS-Versionen : neue Grafikkarten-Treiber von ATI , Elsa und Matrox ;
BIOS-Updates von AOpen , Asus , Biostar , DFI , Enmic , Epox , Fujitsu/Siemens ,
Gigabyte , Iwill , Soltek und Soyo . Zum VIA-Bug : Immer mehr Hersteller bieten
BIOS-Updates an , siehe auch unten . Asus sagt , beim A7V133 trete der Fehler
schon ab BIOS-Version 1004 nicht mehr auf . Keine neuen Informationen von VIA .
Asus ( AsusTek ) Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : Auf der
Download-Seite stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit : ENMIC (
ehemals NMC ) Auf der Download-Seite stehen bereit : Epox ( ElitoEPoX )
Fujitsu/Siemens ( FuSi ) Gigabyte ( GBT ) Auf der Download-Seite stehen bereit :
MSI ( Microstar International ) Auf der Download-Seite stehen bereit : Auf der
Download-Seite stehen bereit : Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Der
wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen :
Brenner-Updates von Creative , Liteon und Plextor , TV-Karten-Updates von
Hauppauge sowie BIOS-Updates von Abit , AOpen , Asus , Biostar , DFI ,
Elitegroup , Fujitsu/Siemens , Gigabyte , Iwill und MSI . Asus ( AsusTek ) Auf
der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit
: Auf der Download-Seite stehen bereit : ECS ( Elitegroup Computer Systems ) Auf
der Download-Seite stehen bereit : Fujitsu/Siemens ( FSC ) Gigabyte ( GBT ) Auf
der Download-Seite stehen bereit : MSI ( Microstar International ) Neue
BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Neue Treiber für GeForce und Athlon Der
Grafikchip-Hersteller Nvidia hat eine Treiberversion für den GeForce-256-Chip
zum Download bereit gestellt , welche die Instabilitäten des Chips in Verbindung
mit dem AMD Athlon-Prozessor beseitigen soll . Einige Hersteller von
Grafikkarten mit dem GeForce-Chip haben ihre Treiberversionen schon entsprechend
aktualisiert oder neue Treiber angekündigt . Im c't-Labor durchlief ein System
mit Asus K7M , Athlon/750 und Elsa Erazor X mit den neuen Treibern tatsächlich
alle Tests ohne Störungen . Mit der alten Treiberversion 3.53 hatte es etliche
Abstürze gegeben . Doch Stabilität und Geschwindigkeit der neuen Version 3.62
überzeugen durchweg , sodass c't von der Kombination GeForce/Athlon nicht mehr
abrät . ( durchgeführt auf Asus K7M , Bios 1007 , Windows 98 SE ,
AMD-AGP-Treiber 4.45 ) Im Test kommunizierten Mainboard und Grafikkarte nur im
AGP-1X-Modus . Doch bei aktuellen Spielen scheint die AGP-Bandbreite nicht die
erzielbaren Frame-Raten einzuschränken , da noch alle Texturen im lokalen
Speicher der Grafikkarte Platz finden . Die Benchmark-Tests wurden mit einem
Athlon-750 durchgeführt , der bereits am Montag auf den Markt kommen soll . IDF
: Rabiater Rambus-Ramp ( Update ) Intel hält unverdrossen an Rambus als
Speichersystem der ersten Wahl bei Desktop-Systemen fest , auch wenn für den
Pentium 4 SDRAM und DDR-RAM verfügbar sein wird . Das machte Intel-Fellow und
emphatischer Rambus-Proponent Pete Williams unmissverständlich auf der
traditionellen Memory Upgrade Session des Intel Developer Forum ( IDF ) klar .
Im Sommer soll zwar der Brookdale-Chipsatz für Pentium 4 mit SDRAM-Unterstützung
herauskommen , aber wegen seiner beschränkten Bandbreite nur für den so
genannten "Value"-Markt . Insgesamt erwartet Williams , dass Pentium-4-Systeme
mit SDRAM nur ein Drittel des Gesamtmarktes für 2001 ausmachen dürften , was
angesichts des späten Starts der preiswerten SDRAM-Konkurrenz ja so wenig nicht
ist . Double-Data-Rate-Speicher ( DDR-SDRAM ) , den Brookdale im ersten Halbjahr
2002 unterstützen soll , ist nur für Server vorgesehen . Und Intel wäre nicht
Intel , wenn sich der Konzern einfach so den maßgeblich von AMD beeinflussten
DDR-Spezifikationen unterwerfen würde . Hier hat Intel ähnlich wie seinerzeit
bei PC133 eigene " Korrekturen " beziehungsweise " Klärungen " des vorhandenen
JEDEC-Standards angemeldet . Elpida , die Speichertochter von NEC und Hitachi ,
will ohne genaue Zahlenangaben den Rambus-Speicher aggressiv starten .
Innovationsfreudig will Samsung dieses Jahr auch bereits mit
Gigahertz-Rambus-Modulen aufwarten . Am stärksten will sich aber Toshiba auf den
hauptsächlich von Intel und Sony mit der Playstation 2 angeheizten Rambus-Markt
stürzen . Von 20 Prozent Rambus-Speicher im ersten Quartal wollen die Japaner
den Anteil auf 60 Prozent im 4. Quartal steigern - bekundeten sie zumindest auf
dem IDF . Im nächsten Jahr soll bei allen Speicherherstellern die
Rambus-Wunderwaffe 4i ins Feld ziehen . Aktuelle Rambus-Designs haben 16 oder
sogar 2×16 Bänke , die jedoch paarweise einen gemeinsamen Vorverstärker ( sense
amplifier ) benutzen und daher " dependent " ( d ) sind . Der Vorteil der
4i-Rambus-Chips ist , dass sie weniger Kontroll-Overhead und daher einen
kleineren Chip-Kern ( Die ) benötigen , was sie preiswerter macht . Aktuelle
16d-Rambus-Designs haben bis zu 25 Prozent größere Dies als SDR-RAMs ; DDR-RAMs
liegen je nach Organisation 5 bis 10 Prozent über den Single-Data-Rate-Brüdern .
4i-Rambus-Dies sollen nur ein paar Prozent über den SDR-RAMs liegen . Laut
Williams führt die Reduzierung der Bänke bei 4i auch zu keiner
Performance-Einbuße . Mit 4i , so rechnete Toshiba vor , bekommt Rambus das
beste Preis/Leistungs-Verhältnis , wobei allerdings als Hauptfaktor die Anzahl
gefertigter Chips in die Rechnung eingeht - und die will Toshiba ja massiv
Richtung Rambus verschieben . IDF : Datenrate von DDR-Speicher verdoppelt Mit
ihrer Quad Band Memory-Lösung ( QBM ) machte die kleine Firma Kentron auf einer
parallel zum Intel Developer Forum laufenden Ausstellung auf sich aufmerksam .
Die als QDR ( Quad Data Rate ) kursierende Technik ist demgegenüber mehr ein
Etikettenschwindel , da hier nur getrennte Read- und Write-Leitungen in DDR
vorliegen . QBM konkurriert hingegen mit zweikanaligem 128-bittigen
DDR-RAM-Lösungen , wobei QBM den Vorteil des schmaleren Busses hat und damit
weniger Pins am Chipsatz benötigt . Außerdem können die Boardhersteller Kosten
sparen , indem sie das alte DDR-Boarddesign weitgehend übernehmen . IDF : Mobile
Pentium III mit 700 MHz bei 1,35 Volt Nicht schneller , sondern sparsamer läuft
der neue Mobile-Prozessor , den Intel auf dem Developer Forum ( IDF )
vorgestellt hat . Der Low Voltage Pentium III mit 700 MHz benötigt eine
Kernspannung von lediglich 1,35 Volt , was die mittlere Leistungsaufnahme auf 10
Watt senkt . Im Batteriebetrieb läuft der Prozessor dank SpeedStep mit 500 MHz
bei 1,1 Volt und verbrät gerade einmal 5 Watt . Intels bisheriger Mobile Pentium
III mit 700 MHz nahm demgegenüber 15 Watt typisch und 8,5 Watt mit SpeedStep auf
. Drei Klassen von mobilen Pentium-III-Prozessoren hat Intel im Angebot : Der
normale Mobile Pentium III benötigt eine Kernspannung von 1,6 Volt und ist mit
maximal 850 MHz lieferbar . Die Low-Voltage-Versionen ( LV ) benötigen nur 1,35
Volt , die Ende Januar vorgestellte Ultra-Low-Voltage-Version ( ULV ) kommt mit
lediglich 1,1 Volt aus , ist aber nur mit 500 MHz lieferbar . Dabei nehmen sie
bis zu 50 Prozent weniger Leistung auf . Etwas optimistisch erscheint Intels
Angabe , dass der Prozessor unter ein Watt " average power " verbrauchen würde .
Lediglich im SGNT-Modus ( Stop Grant , Auto Halt ) begnügt er sich mit 0,8 Watt
- doch diese Betriebsart erreicht er nur , falls das System nichts zu tun hat ,
also beispielsweise ohne Hintergrundaktivität auf Tastatureingaben wartet . Der
Mobile Pentium III arbeitet mit einem Frontside-Bustakt von 100 MHz . Wie sein
Desktop-Bruder hat er 256 KByte auf das Die integrierten L2-Cache und wird in
einem 0,18-µm-Prozess hergestellt . Der OEM-Preis soll bei 316 US-Dollar liegen
. Intel fertigt die Mobile-Prozessoren im BGA2- oder Micro-PGA2-Gehäusen , die
nur für spezielle Notebook-Mainboards konzipiert sind . Celeron mit 600 MHz und
3D-Befehlen Intel stellt am heutigen Mittwoch eine neue Generation von
Celeron-Prozessoren mit anfangs 566 und 600 MHz vor . Obwohl diese für den
Low-Cost-Markt gedachten Prozessoren einige Eigenschaften der bisherigen
Celerons erben , stammen sie eigentlich vom Coppermine-Kern des Pentium III ab .
So hält mit ISSE ( Internet Streaming SIMD Extensions ) endlich eine
3D-Befehlssatzerweiterung Einzug in Intels Einstiegsprozessoren , die über die
Möglichkeiten von MMX hinausgeht . Zudem profitieren die CPUs vom besser
angebundenen Level-2-Cache , der allerdings um die Hälfte auf 128 KByte
geschrumpft ist - genauso viel wie bei den bisherigen Celerons . Ebenfalls auf
Celeron-Niveau festgesetzt ist der Frontside-Bustakt von 66 MHz . Positiv wirkt
sich der neue Kern auf die Leistungsaufnahme aus . Schon der Coppermine-600
kommt ( bei 1,65V ) mit 12 Ampere und somit knapp 20 Watt aus . Bei nur 1,5 Volt
wird der Celeron-600 daher vermutlich rund 16 Watt verbrauchen , der Celeron-566
weniger als 15 Watt . Zum Vergleich : Der Celeron-533 in alter Bauform verheizt
im schlimmsten Fall über 28 Watt , und schon der Celeron-300A ( als langsamster
Celeron mit 128 KByte L2-Cache ) kam auf fast 18 Watt . Bei den Benchmarks kann
der Celeron-600 mit dem Pentium III nicht mithalten , da machen sich der
kleinere L2-Cache und der niedrigere Frontside-Bustakt ( FSB ) bemerkbar .
Gegenüber dem Celeron-500 gewinnt er vor allem bei Benchmarks , die wie der
3DMark2000 die ISSE-Befehle nutzen . Doch auch beim SYSmark2000 und PovRay macht
sicht der um 20 Prozent höhere Kerntakt erfreulich deutlich bemerkbar . Das
System war zudem mit 128 MByte PC100-RAM von MSC , einer Creative Soundblaster
1024 bestückt und arbeitete unter Windows 98SE . Als Upgrade-Prozessor für
bestehende Celeron-Systeme taugt der Neue allerdings nur bedingt , da er in
FC-PGA-Bauform erscheint und eine Versorgungsspannung von 1,5 Volt verlangt .
Herkömmliche Celeron-Mainboards sind jedoch nur für die nicht ganz
Pin-kompatible PPGA-Bauform ausgelegt und müssen nur Spannungen von 1,9 bis 2
Volt liefern können . Somit erben die schnellen Celerons auch das
Upgrade-Problem vom großen Coppermine-Vorfahren , der ebenfalls nicht in jedem
Mainboard funktioniert . Abhilfe versprechen zur CeBIT vorgestellte Adapter ,
die über eine separate Stromversorgung die niedrigeren Core-Spannungen erzeugen
und zwischen den unterschiedlichen Sockel-Layouts umsetzen können - doch
lieferbar scheinen diese Wunderadapter noch nicht zu sein . Der Celeron-566 soll
für OEM-Kunden in 1000er-Stückzahlen 167 US-Dollar kosten , der Celeron-600181
US-Dollar . AMD : Genug Platz für zwei Prozessorhersteller Er bekräftigte die
Ausrichtung des Unternehmens als Hersteller von PC-Prozessoren , Flash-Speichern
und Netzwerkkomponenten , verriet einige Details über die nächste Generation der
Athlon-Prozessoren und wiederholte das schon bekannte Quartalsergebnis . Sanders
bestätigte die Gerüchte über die Größe des Level-2-Caches der kommenden
Thunderbird-Prozessoren . Die Athlon-Nachfolger integrieren demnach 256 KByte
L2-Cache auf dem Prozessor-Die . Über den kleinen Thunderbird-Bruder Spitfire
äußerte sich der AMD-Chef nur indirekt : " Mehr On-Chip-Cache als konkurrierende
Angebote im Value-Markt " soll der jetzt offiziell " Duron " genannte Prozessor
aufweisen . Intels Celeron-Prozessor als Hauptkonkurrent arbeitet mit 32 KByte
L1- und 128 KByte L2-Cache , sodass noch eine Menge Raum für Spekulationen
bleibt . Bezüglich Taktraten verwies Sanders lediglich auf die Vorführrechner ,
in denen Thunderbirds mit 1000 MHz und ein Duron mit 700 MHz arbeiteten . Die
neue Roadmap zeigt allerdings einen 1,5-GHz-Prozessor im Januar 2001 . Für Ende
diesen Jahres versprach Sanders einen " ultimativen Athlon " mit bis zu 1 MByte
L2-Cache , Powermanagement-Funktionen und " einigen weiteren Überraschungen " .
Als Variante sei eine Mobile-Version des Athlon für Notebooks geplant .
Lieferschwierigkeiten gab der AMD-Chef nicht zu . Im März seien " Zehntausende "
Athlons mit 900 , 950 und 1000 MHz ausgeliefert worden . Womöglich sind
Lieferprobleme bald tatsächlich kein Thema mehr , denn laut Sanders wird die Fab
30 in Dresden bald mit voller Kapazität laufen und 5000 Wafer pro Woche
verarbeiten ( derzeit etwa 500 bis 600 ) . Die Zukunft des Prozessor-Geschäfts
sieht Sanders durchaus positiv . Auch dem Geschäft mit Flash-Bausteine stünden
riesige Wachstumsraten bevor . Entsprechend möchte Sanders die Flash-Sparte noch
weiter ausbauen . Das Joint-Venture mit Fujitsu ( FASL , Fujitsu AMD
Semiconductor Limited ) werde die Herstellungskapazitäten dieses Jahr um 70
Prozent steigern und in 2001 verdoppeln . Im Juni solle die Entscheidung fallen
, ob eine dritte Flash-Fab in Japan gebaut wird , die in 2002 nochmal zu einer
Kapazitätsverdoppelung führe . Schon jetzt sei FASL der größte Hersteller von
Flash-Bausteinen mit 29,6 Prozent Marktanteil . Zusätzlich zu Alcatel , Cisco
und Samsung möchte Sanders weitere langjährige Verträge mit neuen Kunden
schließen . Ähnlich wie Intels Vorstandsvorsitzender Andy Grove auf der zur
gleichen Zeit stattfindenden Konkurrenzveranstaltung sieht auch Sanders das
Internet und den PC als Motor der gesamten Halbleiterindustrie und begründete
damit das Festhalten an der ursprünglich zum Verkauf vorgesehenen Network
Products Division ( NPD ) , die Chips für Netzwerkgeräte wie Ethernet-Karten
herstellt . Cyrix-Chips : billiger und schneller Der vor wenigen Wochen
vorgestellte Cyrix M II-366+ ist noch nicht überall im Handel , da hat der zu
National Semiconductor gehörende Chiphersteller schon weitere Pläne
bekanntgegeben und die Preise gesenkt . Nach Berichten im Register sehen
Gegenwart und Zukunft der M-II-Prozessoren wie folgt aus : AMD bringt Athlon mit
1,1 GHz auf den Markt Der Chiphersteller AMD hat heute , wie erwartet , mit der
Lieferung seines neuen Athlon-Prozessors ( Codename " Thunderbird " ) mit 1,1
GHz begonnen . Anders als der Athlon-Prozessor , der im März das
Gigahertz-Rennen gegen Intels Pentium III gewonnen hatte , nutzt diese Variante
den leistungsfähigeren Thunderbird-Kern , den AMD im Juni fertiggestellt hat .
Dessen integrierter Level-2-Cache von 256 KByte läuft mit vollem Prozessortakt .
AMD stellt den Athlon-1100 derzeit nur im Sockel-Format für Mainboards mit dem
Sockel A her . Besitzer von Slot-A-Mainboards sind auf den Athlon Classic mit
maximal 1 GHz Takt angewiesen oder auf das nicht empfehlenswerte Glücksspiel ,
einen Thunderbird im Slot-Format mit derzeit maximal 850 MHz zu kaufen . Die
Megahertz-Krone verbleibt derzeit bei Intels Pentium III-1133EB . Im c't-Labor
holte der Pentium III damit bei der praxisorientierten BAPCo-Benchmark-Suite nur
zwei Prozent Vorsprung heraus . Die Einzelergebnisse dieser Sammlung aus zwölf
Windows-Anwendungen fielen dabei sehr unterschiedlich aus . Die 3D-Anwendungen
konnte der Pentium III knapp für sich entscheiden , PovRay hingegen bescheinigte
dem AMD-Prozessor eine deutlich bessere Fließkommaleistung . Das Rennen jenseits
der Gigahertz-Schwelle geht damit unentschieden aus . Ein Großteil der
Systemleistung hängt jedoch nicht vom Prozessor ab , sondern von äußeren
Faktoren wie Chipsatz und Speicheranbindung . Der AMD Thunderbird steckte beim
c't-Test auf einem Mainboard mit VIAs KT133-Chipsatz und PC133-Speicher mit
2,2,2-Timing , der derzeit schnellsten Plattform für die AMD-Chips . Das zum
Vergleich herangezogene Intel-System sollte ebenfalls üppig ausgestattet sein ,
daher fiel die Wahl auf den i820-Chipsatz mit teurem Rambus-Speicher . Mit einer
technisch und preislich vergleichbaren Konfiguration aus PC133-Speicher und VIA
694X-Chipsatz verschlechtern sich die Benchmark-Ergebnisse des Pentium III um
einige Prozent . Lesen Sie die detaillierten Ergebnisse in der aktuellen c't
18/00 . Der wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und
BIOS-Versionen : Treiber-Updates von Creative , Promise und der Telekom , sowie
BIOS-Updates von Abit , DFI , Elitegroup , Epox , FIC , Gigabyte , Shuttle und
Tyan . Auf der Download-Seite stehen bereit : ECS ( Elitegroup Computer Systems
) Auf der Download-Seite stehen bereit : Epox ( ElitoEPoX ) FIC ( First
International Computer ) Gigabyte ( GBT ) Shuttle ( Spacewalker ) Auf der
Download-Seite stehen bereit : Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen VIA
profitiert von Intels Panne Der taiwanische Chiphersteller VIA kann von der
geplatzten Auslieferung des Intel-Chipsatzes Camino i820 profitieren , da er nun
als einziger Chipsätze am Markt hat , die einen Frontside-Bustakt von 133 MHz
mit einem schnellen Speicherbus kombinieren . So plant Micron den Einsatz von
VIA-Produkten , und auch IBM soll laut CNet aufgrund der Verzögerung des
Intel-Chipsatzes angekündigt haben , drei Modelle mit dem Konkurrenzprodukt von
VIA auszurüsten . Seit Montag bietet Intel die ersten Prozessoren mit dem
schnelleren Bustakt an . Pentium III 533B und 600B haben zwar den gleichen
Katmai-Kern , der schon in den Modellen ohne " B " steckt , sind aber für einen
Frontside-Bustakt von 133 MHz ( statt bisher 100 MHz ) spezifiziert . Nachdem
die Camino-Vorstellung ins Wasser gefallen ist , konnte Intel gestern jedoch nur
einen Low-End-Chipsatz mit 133 MHz Frontside-Bus ankündigen : den
Whitney-Nachfolger i810E , wie dieser weiterhin mit einem
PC100-Speicherinterface . Obendrein greift der integrierte Grafikbaustein
ebenfalls auf den Speicher zu und schmälert die dem Prozessor zur Verfügung
stehende Bandbreite . VIA kann in die entstandene Lücke springen : Der Apollo
Pro 133 ( 693A ) und Apollo Pro 133A ( 694X , zusätzlich AGP4x ) sind zwei
Chipsätze , die 133 MHz Frontside-Bustakt beherrschen und mit PC133 ein
Speicherinterface mitbringen , welches dieselbe Bandbreite wie der Frontside-Bus
bietet . Zudem können sie mit Virtual-Channel-SDRAM ( VC-SDRAM ) umgehen , was
einen weiteren Geschwindigkeitszuwachs verspricht . Damit sind die VIA-Chipsätze
zur Zeit die idealen Partner für Intels B-Klasse . Athlon in
Online-Spielautomaten Der Prozessorhersteller AMD hat angekündigt , die
Online-Spielautomaten der amerikanischen Firma GameCom mit Athlon-Prozessoren
auszurüsten . GameCom hat den " Net GameLink " ersonnen , einen Standard-PC mit
Netzwerk-Anschluss in einem Gehäuse im Spielhallen-Format . Mit Net GameLink
möchte der Hersteller die Spielhallen erobern und Netzwerk-Spiele auch in diesem
Umfeld etablieren . Doch da AMD diesen Prozessortyp abgekündigt hat , schwenkt
GameCom nun auf den Athlon um . Schon seit einiger Zeit gibt unbestätigte
Berichte , wonach Microsoft eine Spielkonsole auf Basis des Athlon-Prozessors
herausbringen will . VIA baut Chipsätze mit 3Com-Netzwerk Der Chiphersteller VIA
und der Netzwerkspezialist 3Com haben vereinbart , dass VIA seine PC-Chipsätze
mit der Netzwerktechnik von 3Com ausrüsten wird . Im Frühjahr 2001 sollen die
ersten Chips mit 10/100-MBit-Ethernet erscheinen . Der Chipsatz verbindet alle
Komponenten eines Mainboards wie Prozessor , Speicher , AGP , PCI und
Schnittstellen miteinander und ist meistens in zwei Chips aufgeteilt , die
Northbridge und die Southbridge . Schnittstellen wie USB oder eben LAN stecken
üblicherweise in der Southbridge . VIA wird lediglich den MAC in die
Southbridges integrieren , für den MII-Chip sind die Mainboard-Hersteller
verantwortlich . Die 3Com-Technik wird wohl erst in VIAs nächster
Chipsatz-Generation stecken . Unklar ist , ob VIA der eigenen Netzwerk-Logik
nicht traut oder sie in anderen Southbridges einsetzen will . Die
VIA-Southbridges lassen sich mit mehreren Northbridges kombinieren , sodass
Systeme mit Intel- oder AMD-Prozessor vom 3Com-Ethernet profitieren . VIA folgt
damit dem Trend , immer mehr Funktionen in die Mainboard-Chipsätze zu
integrieren . Konkurrent Intel bietet beispielsweise den i815E an , in dessen
Southbridge ICH2 ( 82801BA ) ebenfalls der MAC-Teil eines
10/100-MBit-Ethernet-Adapters steckt . IDF : Brookdale-Chipsatz enttäuscht auch
mit DDR-SDRAM Beim speicherintensiven Benchmark SPECfp2000 kann DDR200 beim
2-GHz-Pentium-4 mit i845 gegenüber PC133 rund 16 Prozent mehr Performance
herausholen . DDR266 legt immerhin 24 Prozent zu , doch RDRAM bringt einen
Vorteil von 46 Prozent . Beim weniger speicherintensiven SPECint2000 sieht das
zwar weniger drastisch aus , aber auch hier hat Rambus klar die Nase vorn :
DDR200 plus 7,7% , DDR266 plus 12,50nd RDRAM plus 230ei 2 GHz Takt . Intel hat
den i845 noch nicht offiziell vorgestellt , doch seit einigen Tagen sind Systeme
und Mainboards mit diesem Chipsatz verfügbar . Er unterstützt anfangs nur
PC133-Module ( Single Data Rate-SDRAM ) , die Version mit DDR-Unterstützung soll
Ende dieses Jahres erscheinen . Auch mit Hinblick auf den überraschend
verfügbaren Gigahertz-Celeron erscheint dieser Termin jedoch wenig zuverlässig ,
zudem soll schon der jetzige Brookdale das DDR-Interface integriert haben .
Beispielsweise sind zwei 128-MByte-RIMMs ( wegen des Dual-Channel-Interface im
i850 notwendig ) derzeit für je etwa 160 Mark zu haben , während ein PC133-Modul
mit 256 MByte etwa 110 Mark kostet und ein DDR-Modul gleicher Größe etwa 130
Mark - diese rund 200 Mark Aufpreis könnten also gut angelegt sein , vor allem
in Relation zu den aktuellen Preisen des Pentium 4 , die mit für Power User "
interessanten " Taktraten locker mehr als 1000 Mark erreichen . IDF : Mobile
Pentium 4 mit 2 GHz Intels Mobile-Chef Frank Spindler präsentierte in seiner
Keynote erstmals die Mobile-Version des Pentium 4 . Der 0,13-µm-Chip lief dabei
mit 1999,2 MHz . Wie seine mobilen Pentium-III-Kollegen auch arbeitet er mit der
Speedstep-Technik , die die Spannung zwischen 1,4 und 1,15 Volt umschalten kann
. Zum Stromverbrauch des Prozessors gab Intel noch keine offiziellen Werte an ,
es hiess aber , dass sein Thermal Design Point ( der Maximalwert im üblichen
Betrieb ) bei etwa 30 Watt liege . Im Durchschnitt soll er sich mit rund 4 Watt
begnügen . Intel plant , den Mobile Pentium 4 in der ersten Hälfte des nächsten
Jahres auf den Markt zu bringen . Windows 95 löscht BIOS von Athlon-Boards
Vorsicht beim Einsatz von Microsoft Windows 95 auf Mainboards mit dem
KX133-Chipsatz von VIA : Das Betriebssystem zerstört Teile des BIOS-Inhalts ,
sodass das Board nur noch fehlerhaft oder gar nicht mehr funktioniert . Im
c't-Labor ließ sich der Fehler an drei der für den AMD Athlon konzipierten
Mainboards nachvollziehen : EPoX 7KXA , NMC 7VAX und AOpen AK72 . Bei letzterem
hält sich der Schaden in Grenzen , da das System trotz überschriebenem BIOS in
der Lage war , ein BIOS-Update durchzuführen . Die Boards von EPoX und NMC
starteten jedoch nicht mehr , sodass man den BIOS-Baustein ausbauen musste , um
ihn extern neu zu beschreiben . Das BIOS-Setup bietet einen Schreibschutz ( BIOS
update disabled ) , doch selbst ohne diesen Schutz hat Windows 95 das BIOS nicht
verändert . EPoX hat den Fehler auf der Homepage bestätigt und empfiehlt als
Lösung , Windows 95 OSR2 oder neuer zu verwenden . Wer sich ein defektes BIOS
eingehandelt hat , kann sich an den Epox-Support , seinen Händler oder
kommerzielle Dienstleister wenden . Der wöchentliche Report auf heise online
über neue Treiber und BIOS-Versionen : Offenbar hat die CeBIT die
Software-Entwickler von der Arbeit abgehalten . Es gibt lediglich einen neuen
Treiber von ATI sowie BIOS-Updates von FIC , Fujitsu/Siemens , Legend QDI und
Soltek . FIC ( First International Computer ) Fujitsu/Siemens ( FuSi ) Legend
QDI Auf der Download-Seite stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit
: Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Philips pokert weiter um VLSI
Die beabsichtigte Übernahme des US-Chipherstellers VLSI ist für den
niederländischen Konzern Philips nicht vom Tisch . Heute kündigte Philips
weitere Verhandlungen mit VLSI an . Nach der Abwehr des ersten Übernahmeversuchs
hatte VLSI angeboten , potentiellen Interessenten - nicht nur Philips - Zugang
zu internen Informationen zu gewähren , die zeigen sollen , wie gut VLSI und wie
schlecht das 777-Millionen-Dollar-Angebot von Philips aussieht . Doch gestern
berichtete VLSI , Philips wolle keinen Einblick in die Bücher nehmen , der
Handel sei damit gescheitert . Doch möglicherweise werden die Karten neu
gemischt , denn VLSI präsentierte heute stolz den größten Einzelauftrag der
Firmengeschichte : Zur Zeit stehen die Aktien von VLSI bei über 19 Dollar ;
Philips hatte 17 Dollar geboten . Philips muß also deutlich höher pokern , wenn
die Übernahme noch gelingen soll . VIA bringt Lowcost-Chipsatz für AMD Duron Der
Chiphersteller VIA bringt mit dem KLE133 einen weiteren Chipsatz für
AMD-Prozessoren auf den Markt . Mit integrierter Grafik und Beschränkung des
Frontside-Bus auf 100 MHz zielt er auf den Lowcost-Markt . Tatsächlich
positioniert VIA ihn auch nur als Duron-Chipsatz und schließt damit den AMD
Athlon als geeigneten Prozessor implizit aus . Die Innereien des KLE133 ähneln
denen des VIA PLE133 für Intel-Prozessoren : Ein externer AGP-Anschluss ist
nicht vorhanden , die eingebaute Grafik ist per AGP angebunden und stammt vom
Trident CyberBlade . Sie nutzt per SMA ( shared memory architecture , auch UMA
genannt , unified memory architecture ) einen Teil des Hauptspeichers , wodurch
der Mainboardhersteller die Chips für einen separaten Grafikspeicher einspart .
Doch die Geschwindigkeit leidet darunter , da Prozessor und Grafikchip sich die
Speicherbandbreite teilen müssen . Das Speicher-Interface läuft mit 100 oder 133
MHz und unterstützt damit PC100- und PC133-Module . Die Southbridge ist per PCI
angebunden , sodass die üblichen VIA-Chips VT8231 , 82C686A und 82C686B zum
Einsatz kommen können . Auch wenn VIA explizit nur den Duron als perfekten
Partner für den KLE133 empfiehlt , steht zu befürchten , dass dieser Chip in
vielen vermeintlichen Schnäppchen-PCs oder -Notebooks mit hochgetakteten
Athlon-Prozessoren zu finden sein wird . Denn Athlon und Duron verwenden das
gleiche Bus-Interface , sodass die Athlons problemlos in Mainboards mit dem VIA
KLE133 laufen müssten , zumindest sofern zwei Bedingungen erfüllt sind : Die
Spannungswandler des Mainboards müssen für die deutlich höhere Stromaufnahme der
Athlons ausgelegt sein , und es dürfen nur die Athlon-Versionen mit 100 MHz
FSB-Takt zum Einsatz kommen . Die FSB266-Varianten funktionieren hingegen nicht
. Ähnlich unpassende Kombinationen von lahmen SMA-Chipsätzen mit schnellen
Prozessoren stecken in vielen vermeintlichen Schnäppchen-Notebooks oder -PCs ,
die sich nur über die augenwischend hohe Gigahertz-Zahl des Prozessors verkaufen
. Doch auf den Boards sitzt dann ein VIA KM133 , PLE133 oder SiS 630 , sodass
die Prozessoren ständig gegen das lahme Speicher-Interface ankämpfen müssen und
dabei eine Menge teure Rechenleistung verschenken . Im Testfeld der
Einsteiger-Notebooks nutzt ein Gerät den VIA PLE133 , und ein Notebook-Prototyp
mit dem VIA KN133 und dem AMD Mobile Athlon 4 musste ebenfalls zeigen , was es
kann . VIA renoviert C3-Prozessorfamilie Während VIAs Chipsatzabteilung ein
großen Kuchenstück vom Weltmarkt erobern konnte , bleiben für die
Prozessorabteilung nur ein paar Krümel über . Ihr C3-Prozessor ( vormals Cyrix
III ) läuft zu langsam und kostet für die gebotene Leistung zu viel . Drei
Maßnahmen sollen helfen : Auf der diesjährigen Computermesse Computex in der
taiwanischen Hauptstadt Taipeh will VIA den Nachfolger des im C3 steckenden
Samuel-2-Kerns vorstellen , einen in 0,13 Mikron Strukturbreite gefertigten
Prozessor . Unklar ist , ob das schon der für Ende 2001 geplante C5X ( Codename
Ezra ) mit SSE-Unterstützung und Pentium-4-ähnlicher Microcode-Übersetzung sein
wird , oder " nur " ein geschrumpfter Samuel 2 . Als Taktrate will VIA angeblich
ein Gigahertz anpeilen . Sollte tatsächlich schon lauffähiges Silizium zu sehen
sein , hätte VIA den Wettlauf um den ersten in 0,13 Mikron gefertigten Prozessor
gewonnen . Auch AMD ( Thoroughbred ) , IBM , Intel ( Tualatin ) und Transmeta (
TM5800 ) wollten in diesem Jahr auf diese Strukturbreite wechseln . Die zweite
Maßnahme fällt weniger spektakulär aus : VIA beschleunigt den C3 von derzeit
maximal 733 auf 750 MHz . Da der C3-750 nur mit FSB100 läuft , dürfte von den
mageren 17 MHz oder 2,3 Prozent höherem Takt so gut wie nichts übrig bleiben ;
einige Anwendungen laufen auf dem 733-MHz-Prozessor vermutlich sogar schneller .
Der C3-750 kostet für OEM-Kunden in 1000er-Stückzahlen 49 US-Dollar . Laut
aktueller Intel-Preisliste liegt er damit 15 US-Dollar unter einem mit 733 MHz
getakteten Intel Celeron . Da der Stromverbrauch und damit die Hitzeentwicklung
angenehm niedrig liegen , will VIA als dritte Maßnahme diejenigen Marktbereiche
erschließen , in denen die geringe Abwärme zählt und die Leistung der C3-Familie
mehr als ausreicht : Die jetzt vorgestellte E-Serie zielt auf die
Embedded-Systeme . Da die Systeme nicht für den Austausch des Prozessors
konzipiert sind , kann der teure Sockel 370 entfallen und der Zwang zur
PGA-Bauform entfällt . So stellt VIA die E-Serie im kostengünstigeren
EBGA-Gehäuse ( Enhanced Ball Grid Array ) her , das direkt auf ein Mainboard
gelötet wird . In den langsameren E-Series-Prozessoren wird der Samuel-Kern
stecken , in den schnelleren der Samuel 2 . VIA zielt damit auf Geräte wie
Settop-Boxen , digitale Videorekorder oder reine Internet-Terminals , für die
ein C3 schnell genug arbeitet . Noch ein VIA-Bug Nach dem Bug in VIAs
686B-Southbridge kündigt sich ein neuer Fehler in einem VIA-Chip an . Er äußert
sich allerdings deutlich harmloser , da keine Daten verloren gehen : Den
Rechnern gelingt lediglich nicht immer der Warmstart , wenn sie mit einem
Frontside-Bustakt von 133 MHz ( FSB266 ) arbeiten . Betroffen sind Mainboards
mit VIAs KT133A-Chipsatz ( für AMD Duron und Athlon ) . Der Mainboard-Hersteller
Microstar International ( MSI ) führt das Problem auf die Northbridge VT8363A
des KT133A zurück . Auf einigen Boards der K7T-Pro-Serie seien Chips mit dem
Produktcode 1EA0 und 1EA4 verbaut ( Stepping A0 ) , von denen wiederum nur
einige diesen Fehler aufweisen würden . Andere Produktcodes wie 2EA1 ( Stepping
A1 ) seien nicht betroffen . Als erste Abhilfe empfiehlt MSI , die I/O-Spannung
des Boards im BIOS-Setup auf 3,45 Volt oder mehr zu erhöhen . Bei 3,5 Volt würde
mehr als die Hälfte der betroffenen Boards problemlos starten . Es handele sich
nicht um einen prinzipiellen Fehler in der Northbridge , sondern um ein
Qualitätsproblem bei der Chipherstellung : Betroffen seien nur die Chips aus
einer einzelnen der für VIA arbeitenden Foundaries ( Chip-Fabriken ) . Der
Fehler scheint nicht bei allen Mainboards mit dem KT133A aufzutauchen . Auf den
meisten Exemplaren des Asus A7V133 und Epox 8KTA3(+) sitzt wohl eine der
betroffenen Chipsatz-Revisionen , doch beide Boards betreiben die Northbridge
mit höheren Spannungen . Asus liefert das Board mit 3,45 Volt als
Default-Einstellung aus , bei Epox lässt sich keine Spannung unter 3,4 Volt
auswählen . DFI erklärte gegenüber heise online , nur das nicht gefährdete
A1-Stepping einzusetzen . Auf allen Mainboards mit dem KT133A sitzt ein
Kühlkörper auf der Northbridge , sodass man den Produktcode nicht lesen kann .
Das Entfernen des Kühlkörpers gelingt nur unter Schwierigkeiten ; ungeübte
Anwender können ihr Board dabei leicht beschädigen . Einige Kühlkörper sind
zudem mit einem klebenden Wärmeleitpad befestigt , das nur für den einmaligen
Gebrauch geeignet ist . Ein nochmals damit festgeklebter Kühlkörper könnte sich
von senkrecht ins Gehäuse eingebauten Mainboards lösen und beim Herunterfallen
schwere Schäden verursachen . Per Software ist bisher kein Weg bekannt , das
Stepping herauszufinden . Die Startschwierigkeiten können auch andere Ursachen
haben , sie sind beispielsweise ein typisches Symptom für ein übertaktetes
System : Wer seinen Prozessor mit einem zu hohen internen Takt betreibt oder wer
sein FSB200-Exemplar ( auch mit entsprechend niedrigerem Multiplikator ) mit
FSB266 laufen lässt , sollte diese Einstellungen zurücknehmen , bevor er auf den
Chipsatz schimpft . Auch zu schwache Netzteile oder schlechte Speicherriegel
können Ursachen für Startprobleme sein . Der Fehler tritt bisher nur bei FSB266
auf . Wer also einen dazu passenden C-Athlon besitzt , sollte ihn probeweise auf
FSB200 stellen , also mit 100 MHz Frontside-Bus takten . Wenn das System dann
startet , könnte der KT133A-Fehler vorliegen . Bleibt das System jedoch
weiterhin stumm , liegt das Problem woanders . Ein Fehler mit ähnlichen
Symptomen kreiste Mitte März durch die Athlon-Welt : Damals starteten einige
Boards nach dem Einschalten erst nach Drücken der Reset-Taste oder gar nicht .
Anscheinend hatte AMD die Spezifikationen des Athlon geändert , sodass nach den
alten Spezifikationen arbeitende Boards mit neuen Prozessoren nicht zurecht
kamen ( siehe c't 8/2001 , S. 154 ) . Die meisten Mainboard-Hersteller
versprachen , die betroffenen Boards umzutauschen . Möglicherweise sind jetzt
noch Mainboards mit diesem Problem im Umlauf . Abstürze , Datenverluste ,
Bluescreens oder einfrierende Systeme sind übrigens auf keinen dieser Fehler
zurückzuführen , sondern müssen andere Ursachen haben . Wer vermutet , ein Board
mit einem der Fehler erwischt zu haben , sollte zuerst den von MSI empfohlenen
Trick anwenden und die I/O-Spannung per Jumper oder per BIOS-Setup auf 3,4 Volt
oder höher anheben . Da der KT133A laut Datenblatt maximal 3,465 Volt verträgt ,
sollte man mit weiteren Erhöhungen vorsichtig sein . Boards mit einer aktiv
gekühlten Northbridge ( also mit Lüfter auf dem Kühlkörper ) vertragen eine
höhere I/O-Spannung wohl etwas gefahrloser als solche mit passiver Kühlung .
Bringt das keine Verbesserung , sollte man sich an seinen Händler oder besser
direkt an den Board-Hersteller wenden . Stephan Schwolow von MSI Deutschland
betont gegenüber heise online , dass es sich nicht um eine Rückrufaktion oder um
einen generellen Umtausch der K7T-Pro-Reihe handele , sondern dass nur ein Teil
der verkaufen Boards betroffen ist . Au VIA Der Chipsatzhersteller VIA gab
bisher keine öffentliche Stellungnahme ab , doch der Newsdienst The Inquirer
zitierte den VIA-Mitarbeiter John Gatt . Er bezieht sich damit vermutlich auf
die Versuche vieler Hardware-Sites , den 686B-Bug unter Zuhilfenahme des Tools
WPCRSET in den Griff zu bekommen . Die Hinweise und Tipps der Sites wie Au-Ja ,
Planet3DNow oder ViaHardware linderten auf vielen betroffenen Systemen die
Symptome des Fehlers . Natürlich bergen die Manipulationen an den
PCI-Konfigurationsregistern des Chipsatzes tatsächlich einige Gefahren ; so soll
ein Mitarbeiter eines Mainboard-Herstellers gesagt haben , dass jeder dieser
Patches ein paar Probleme behebe , aber auch neue schaffe . Doch VIA
veröffentlichte so wenig Informationen zu diesem Fehler , dass selbst die
Mainboard-Hersteller bei ihren BIOS-Updates auf die Ideen der Hardware-Sites
zurückgriffen . VIAs offizieller Patch zum Beheben des 686B-Bugs stellte sich
schließlich auch nur als ein Programm zum Ändern eines
PCI-Konfigurationsregisters heraus . Die vom Inquirer zitierte Aussage stammt
nicht direkt von VIA , sondern stand in einem Diskussionsforum bei
ViaHardware.com ( Eintrag #8 ) . Dort tauchten Zweifel auf , ob dieser John Gatt
wirklich existiert ( Eintrag #26 ) . Mittlerweile hat VIA-Sprecher Richard Brown
gegenüber heise online bestätigt , dass John Gatt bei VIA arbeitet und diese
Aussage von ihm stammt . Doch Gatt habe sich damit wohl ein wenig zu weit aus
dem Fenster gelehnt , sagte Brown . VIA arbeite noch an der Evaluierung des
Problems und an einer offiziellen Stellungnahme . Notebook-Prozessoren mit 1,13
GHz von Intel Unter dem unhandlichen Namen Mobile Pentium III Processor-M will
Intel am heutigen Montag die Notebook-Version des in 0,13-Mikron-Technik
gefertigten Pentium III ( Codename Tualatin ) mit Taktraten von 866 MHz bis 1,13
GHz herausbringen . Gegenüber dem in 0,18 Mikron gefertigten Coppermine-Kern des
bisherigen Mobile Pentium III bietet der Tualatin einige Vorteile : Intel hat
den L2-Cache von 256 auf 512 KByte vergrößert und den Frontside-Bustakt auf 133
MHz beschleunigt . Die kleinere Strukturbreite lässt eine von 1,7 auf 1,4 Volt
gesenkte Kernspannung zu , sodass die Leistungsaufnahme und damit auch die
Abwärme schrumpfen . Im Speedstep-Betrieb schaltet der Prozessor den Takt auf
733 MHz ( 667 MHz bei der 866-MHz-Version ) bei 1,15 Volt zurück , im neuen
Stromsparmodus " deeper sleep " kommt er sogar mit 0,85 Volt aus . Versionen mit
noch niedrigeren Kernspannungen will Intel später anbieten : Die LV-Prozessoren
( Low Voltage ) sollen mit 1,15 Volt bei vollem Takt und 1,05 Volt im
SpeedStep-Betrieb auskommen , die ULV-Varianten ( Ultra Low Voltage ) sogar mit
1,1 und 0,95 Volt . Da die Spannung quadratisch in den Verbrauch eingeht , käme
der Mobile Pentium III-M bei gleicher Taktrate mit einem Drittel weniger
Akkuleistung aus , was ein Vergleich der maximalen Leistungsaufnahme auch
bestätigt : Vergleichswerte zum AMD Mobile Athlon 4 ( mit Palomino-Kern ) fehlen
, da AMD die Datenblätter nicht veröffentlicht . Bei 1 GHz Takt und 1,4 Volt
Kernspannung verbrät er vermultich rund 30 Watt , im PowerNow!-Betrieb bei 500
MHz und 1,2 Volt reichen wohl etwa 17 Watt . In der Praxis hängt der
tatsächliche Verbrauch eines Prozessors davon ab , wieviel er zu tun bekommt .
Bei Taktraten in der Gigahertz-Gegend verarbeitet die CPU die Daten so schnell ,
dass sie die meiste Zeit in irgendwelchen HLT- und Deep-Sleep-Zuständen
schlummert . Dass dies mittlerweile die wichtigsten Zustände der CPU sind , hat
auch Intel erkannt und den Deepest-Sleep-Zustand mit lediglich 0,85 Volt
Kernspannung eingebaut . Bei Highend-Notebooks mit Grundlasten von über 20 Watt
für Grafikchip , Speicher und Display nutzen diese Modi allerdings recht wenig ,
da nur die Leistungsaufnahme des Prozessors sinkt . Doch es gibt genügend
Anwendungen , bei denen der Prozessor unter Volllast läuft , und dabei arbeitet
der Tualatin bis zu neun Prozent schneller als ein Coppermine , wie der c't-Test
in Ausgabe 14 , Seite 19 gezeigt hatte . Zudem hat Intel bei der M-Serie mit "
enhanced SpeedStep " endlich das schon lange geforderte dynamische Umschalten
zwischen verschiedenen Taktraten und Kernspannungen umgesetzt . Je nach
anfallender Rechenlast schalten die Prozessoren dynamisch zwischen den beiden
Zuständen Maximalpower ( 1,4 Volt , maximaler Takt ) und Batterie-optimiert (
1,15 Volt , 667 oder 733 MHz ) um . Bislang musste der Anwender manuell zwischen
den zwei SpeedStep-Modi umschalten . Zusammen mit den neuen Prozessoren bringt
Intel einen neuen Notebook-Chipsatz auf den Markt , den i830 . Im Unterschied
zum Vorgänger i815 unterstützt er Enhanced SpeedStep und kann statt 512 MByte
nun 1 GByte Hauptspeicher ( PC100- oder PC133-Module ) ansprechen . Als
Southbridge ( die bei Intels Hub-Struktur nun ICH , I/O Controller Hub , heißt )
kommt der ICH3 zum Einsatz , der den ICH2 ( zwei Ultra-ATA/100-Kanäle ,
10/100-MBit-LAN , PCI-Bridge ) um zwei auf insgesamt sechs USB-Ports erweitert .
Die Notebooks profitieren von den USB-Ports allerdings kaum , da schon bisher
maximal zwei Ports nach außen geführt sind . Wie schon den i815 gibt es auch den
i830 in drei Varianten : Der i830M hat AGP-4X und interne Grafik ; dem i830MP
fehlt die Grafik und dem i830MG fehlt der AGP . Anfangs liefert Intel nur den
i830MP aus , die Versionen mit integrierter Grafik folgen später . Sie können
als Besonderheit einen separaten Grafikspeicher ansprechen , der per
Rambus-Interface angebunden ist . Die Mainboard-Hersteller werden einzelne
Rambus-Chips auf das Board setzen , was bei einigen Grafikkarten oder
Spielekonsolen ebenfalls zu annehmbaren Preisen funktioniert . Als erstes
Notebook mit dem Intel Mobile Pentium III Processor-M erreichte das Dell
Inspiron 8100 das c't-Labor . In Top-Ausstattung ( 1,13 GHz , 256 MByte
Hauptspeicher , NVidia GeForce 2 Go , 48 GByte Festplatte , Microsoft Windows
2000 ) hängt es alle bisher getesteten Notebooks deutlich ab . Obwohl das
Datenblatt der Server-Variante ( mit 512 KByte L2-Cache ) seit Juni und das der
Desktop-Variante ( mit 256 KByte L2-Cache ) seit Anfang Juli auf dem
Intel-Server zu finden sind , tauchen beide in keiner Preisliste oder
offiziellen Meldung auf . NEC ruft Notebooks mit Crusoe-Prozessor zurück Erst
vor wenigen Tagen angekündigt , ruft NEC die ersten ausgelieferten Exemplare des
Notebooks mit Transmetas Crusoe-Prozessor wieder zurück . Betroffen seien 284 in
Japan verkaufte Exemplare des NEC LaVie MX , bei denen Probleme beim
Installieren von Betriebssystemen auftreten können . Transmeta habe den Fehler
im Crusoe-Prozessor bereits behoben , alle weitere ausgelieferten Chips seien
daher fehlerfrei . Vermutlich als Reaktion auf diesen Rückruf sank der Kurs der
Transmeta-Aktie um 5,06 US-Dollar auf 23,81 US-Dollar . Die Prozessoren von
Transmeta gelten als besonders stromsparend und eignen sich daher vor allem für
Notebooks . Neben den Notebooks von NEC und dem Sony PictureBook Vaio PCG-C1VE
hat Transmeta auf der Comdex neue Geräte von Casio , FIC , Fujitsu , Gateway und
Hitachi vorgestellt . Ob IBM und Compaq ebenfalls Crusoe-Notebooks herstellen
werden , bleibt weiterhin unklar . P-Rating statt Taktfrequenz beim nächsten
Athlon ? Ein von AMD veröffentlichtes Whitepaper nährt Vermutungen , wonach die
nächste Athlon-Generation nicht mehr unter Angabe der Taktfrequenz vermarktet
werden soll , sondern mit einem Performance-"Rating" wie vor Jahren die
Konkurrenten des ersten Pentium . Die Zahl würde die Rechenleistung in
Verhältnis zum Intel Pentium 4 beschreiben ; ein Athlon mit 1,5 GHz könnte
beispielsweise " 1800+ " heißen . AMDs Whitepaper beschreibt die Schwierigkeit ,
die Geschwindigkeit eines Prozessors festzustellen . Sie sei eigentlich "
Taktrate mal IPC " , wobei IPC die Zahl der pro Takt abgearbeiteten Befehle (
instructions per cycle ) sei . Doch AMD nennt keine Lösung , wie der
durchschnittliche IPC-Wert eines Prozessors zu bestimmen ist . Auf der einen
Seite benötigt die Abarbeitung komplizierter Befehle mehr als einen Taktschritt
, auf der anderen Seite können Prozessoren mit mehreren Funktionseinheiten pro
Taktschritt mehr als einen Befehl bearbeiten . Letzteres nutzen vor allem die
Hersteller von DSPs aus und geben die Rechenleistung ihrer Prozessoren gerne in
MIPS ( Million Instructions per Second ) an , wobei sie das als " Taktrate mal
Funktionseinheiten mal Auslastung " berechnen und die Auslastung ohne weitere
Begründung optimistisch auf rund 0,8 festsetzen . Die Praxisnähe dieser Rechnung
ist zu bezweifeln , doch das Problem wird klar : Der IPC-Wert ist nicht konstant
, sondern hängt von der zu bearbeitenden Befehlsfolge ab . Um vergleichbare
Aussagen zu treffen , wählt man als Befehlsfolge meistens Benchmark-Programme
und setzt dann das Ergebnis in Relation zum Takt . AMD führt das im Whitepaper
mit dem SPECint-Benchmark der SPEC durch und kommt zu dem Ergebnis , dass der
Intel Pentium 4 der erste Intel-Prozessor ist , der ein schlechteres
SPECint-pro-MHz-Verhältnis hat als seine Vorgänger , schlechter als der Pentium
III und sogar Pentium II . Damit er trotzdem schneller arbeitet , musste Intel
natürlich die Taktraten erhöhen . Intel-Fellow Justin Rattner hat in einem
Gespräch mit Journalisten zugegeben , dass das sogar Absicht war : Ein
Designziel beim Pentium 4 sei es gewesen , schnell hohe Taktraten zu erzielen ,
notfalls auch auf Kosten der Befehle-pro-Takt-Effizienz . Die tatsächliche
Leistungsfähigkeit einzuschätzen , wäre an sich kein Problem , denn es werden
genügend Tests und Benchmark-Ergebnisse der verschiedenen Prozessoren
veröffentlicht - sie zeigen , dass ein Pentium 4 selbst mit 2 GHz nicht in jedem
Test schneller abschneidet als ein Athlon mit 1,4 GHz . Doch offensichtlich
verstehen trotzdem so viele Kunden die Taktzahl als Leistungsangabe , dass die
Hersteller sich zu Benennungstricks gezwungen sehen . Schon zu Sockel-7-Zeiten
kam deshalb so ein " P-Rating " für Prozessoren wie den AMD K5 , Cyrix M2 und
andere in Mode . Intel selbst verglich eine Zeit lang verschiedene eigene
Prozessoren anhand ihres "IComp"-Werts . Doch solche simplifizierenden Angaben
bleiben zu Recht umstritten . Zu unterschiedlich arbeiten die Benchmarks , und
zu groß sind die Einflüsse der Systemumgebungen : Die Umgebung ( Chipsatz ,
Speicher ) , die zwischen verschiedenen Prozessorplattformen oftmals gar nicht
gleichartig sein kann , bleibt dabei völlig außer Acht : Für den 1,4-GHz-Athlon
würde beispielsweise das BAPCo-2001-Rating von 1800 nur gelten , falls der
Pentium 4 mit dem i850-Chipsatz und teurem Rambus-Speicher läuft . Sitz der
Intel-Prozessor hingegen auf einem Mainboard mit dem langsameren SDRAM-Chipsatz
i845 , käme der Athlon auf ein Rating von 1900 bis 2200 - abhängig vom
Speicher-Timing des i845 . Falls AMD also tatsächlich mit der Vorstellung des
Desktop-Palomino ein P-Rating einführt , darf man gespannt sein , welche
Systemumgebung und welche Benchmarks als Grundlage herangezogen werden . Die
Ungenauigkeiten können der Marketing-Abteilung eigentlich egal sein , denn der
Kunde , der keine Benchmark-Ergebnisse kennt , wird wohl auch die Aufregung über
ein ungerechtfertigtes P-Rating nicht mitbekommen . Nur sollte AMD nicht so hoch
greifen , dass die informierten Kunden sich verärgert abwenden . Der
wöchentliche Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen :
Chipsatz-Treiber von ALi , Sound-Treiber von CMedia , CDRW/DVD-Updates von
Liteon , Grafiktreiber von Abit und Matrox sowie BIOS-Updates von Abit , Asus ,
DFI , Elitegroup , Epox , FIC , Fujitsu/Siemens , Gigabyte , Iwill und Soltek .
Asus ( AsusTek ) Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen bereit : Auf der
Download-Seite stehen bereit : ECS ( Elitegroup Computer Systems ) Auf der
Download-Seite stehen bereit : Epox ( ElitoEPoX ) FIC ( First International
Computer ) Fujitsu/Siemens ( FSC ) Gigabyte ( GBT ) Auf der Download-Seite
stehen bereit : Auf der Download-Seite stehen bereit : AMDs
Dual-Prozessor-Systeme erst Mitte 2001 Schön schnell arbeitet so ein Athlon ja
schon , aber zwei davon wären noch schneller . Doch auf Dual-Athlons mit dem
Chipsatz 760MP werden die Kunden bis Mitte 2001 warten müssen , wie David Somo ,
Vizepräsident des Marketings von AMD , am gestrigen Dienstag in Paris sagte .
Damit scheint AMD die Bedenken ernst zu nehmen , die auch auf dem Microprocessor
Forum aufkamen . Im Server- und Workstation-Bereich zählt eher die
Zuverlässigkeit eines Systems als die Schnelligkeit oder das
Preis-/Leistungsverhältnis . Bis Mitte nächsten Jahres will AMD starke Partner
in diesem Bereich gefunden und von der Zuverlässigkeit des 760MP samt
DDR-Speicher überzeugt haben . Gestern hatte AMD auf Pressekonferenzen in Taipei
, Tokio und dem stürmischen Paris zwei neue Produkte vorgestellt : Den Athlon
mit schnellerem Bus-Interface ( FSB133 statt FSB100 ) und den Chipsatz AMD-760
mit schnellerem Speicher-Interface ( DDR-SDRAM ) . Eigentlich wollte Intel zu
diesem Termin den Pentium 4 vorstellen , doch AMD stahl dem Prozessor-Giganten
die Show . Der gestrige Sturm über Europa mag Intel etwas besänftigt haben :
Lange nicht alle der eingeladenen Gäste schafften die Landung auf dem gesperrten
Flughafen Charles De Gaulle , noch weniger Gäste konnte Paris abends wieder
verlassen , um über die Pressekonferenz zu berichten . Industrie-Handheld von
Psion Teklogix Nach der angekündigten Umstrukturierung der Psion-Gruppe und dem
immer wahrscheinlicheren Ende der Consumer-Handhelds hat Psion Teklogix sein
erstes Mobilgerät , das Netpad , vorgestellt . Psion Teklogix stellt besonders
die robuste Ausführung heraus , die den Computer fit für den Außendienst , für
Wartungsarbeiten oder für die Datenerfassung unter freiem Himmel machen soll .
Dementsprechend gibt es das Netpad nicht für den Consumer , sondern
ausschließlich im Projektgeschäft für Firmenkunden . Das Netpad läuft mit einer
Epoc-Version , über den Preis schweigt sich der Hersteller noch aus . Windows CE
: Version 2.0 vorgestellt Auf der Embedded Systems Conference in San Jose
stellte Microsoft offiziell Windows CE 2.0 vor . Diese zielen im Kern darauf ab
, möglichst viele Einsatzfelder von Embedded Systems abzudecken und die
Kommunikation mit der Außenwelt zu erleichtern . Ein typisches Embedded System
besteht aus einem Microcomputer plus ROM auf einem Board , das in der Lage ist ,
spezielle Anwendungsprogramme nach Einschalten vollautomatisch auszuführen .
Microsoft drängt damit in industrielle Anwendungen wie Prozeßüberwachung oder
Telekommunikation und peilt mit CE 2.0 neben PDAs auch DVD-Geräte ,
Spielekonsolen und andere Heimgeräte an . Der modulare Aufbau soll
Embedded-Systems-Entwicklern ein maßgeschneidertes Windows CE bieten . Die
minimalen Ressourcenanforderungen liegen bei 512 KByte ROM und 256 KByte RAM .
Das Windows-kompatible 32-Bit-Betriebssystem unterstützt jetzt die wichtigsten
Netzwerk-Protokolle und erleichtert damit den Zugriff auf normale
Windows-Anwendungen . Die meisten Programme übersteigen jedoch die Kapazität
typischer RAM-Speicher von CE-Geräten . CE 2.0 integriert jedoch eine Funktion
namens Demand Paging , die nur einen begrenzten Teil des Codes je nach Bedarf
lädt . Damit steht prinzipiell die ganze Palette an 32-Bit-Anwendungen für
WIndows CE offen . Microsoft hat mit dem kräftig erweiterten CE 2.0 nicht nur
kleine elektronische Notizbücher im Sinn , sondern sieht auch Anwendungen im
Sub-Notebook- beziehungsweise Handheld-Markt . Zuerst wird man CE 2.0 jedoch in
PDAs begegnen . Nachdem es trotz wiederholter Ankündigungen CE 1.0 doch nicht
als deutsche Version gab und einige Hersteller schon die US-Version auf den
deutschen Markt warfen , soll jetzt tatsächlich demnächst ein deutsches CE 2.0
das Licht der Welt erblicken . Kaufen kann man das Betriebssystem ohne
dazugehöriges Gerät übrigens nicht - Microsoft beliefert nur OEMs und Entwickler
. Die farbigen Schatten des iBook Nach Dell reihen sich nun auch IBM und Toshiba
in die Riege der namhaften Hersteller ein , die farbige Notebooks verkaufen
wollen . Mit vermehrtem Einsatz von leichten und stabilen Magnesiumlegierungen
bekamen einige Geräte bereits einen silbernen Touch , doch erst seit Apple mit
der Ankündigung von farbigen iBooks vorpreschte , bekennt die Konkurrenz Farbe .
Dells Inspiron kommt in edlem Blau , Toshiba bringt Farbe in die Satellite
2610CDT und Satellite 2650XDVD . IBM will demnächst seine Einsteigermodelle
ThinkPad i Serie mit grünen , roten und blauen Schalen versehen . Die
Namensverwandtschaft zu Apples iBooks sei Zufall , heißt es . Floppy-Fehler auch
in europäischen Toshiba-Notebooks Mit 01805/224240 ( Deutschland )
beziehungsweise 0800/295074 ( Österreich ) hat das Unternehmen bereits Hotlines
für Notebook-Besitzer eingerichtet . Gleichzeitig spielt Toshiba den Fehler als
theoretische Gefahr herunter und behauptet , dass keine Service-Abteilung in
Japan , USA oder in Europa bislang Berichte erhalten habe , die auf dieses
Problem hindeuteten . In den USA zieht der Bug dagegen immer weitere Kreise .
Ursache des Problems ist anscheinend fehlerhafter Microcode im
Laufwerks-Controller . Wie das Wall Street Journal berichtet , beruhe der Chip
auf einem Design von NEC und Intel , das von anderen Chipherstellern übernommen
wurde . Gemeint sind offenbar der µPD 765 von NEC und dessen Intel-Pendant 8272A
. NEC habe den Fehler bereits 1987 bemerkt und korrigiert , berichtet die
Zeitung . Es existiere auch Schriftstück mit einem entsprechenden Vermerk , das
anscheinend von Intel stamme . Toshiba habe das Problem damals nicht ernst
genommen . Noch ist nicht bekannt , ob auch bei anderen Computer-Unternehmen
entsprechende Klagen anhängig sind . Casio kündigt Mini-Notebook an Nach
jahrelanger Abstinenz will Casio zum PC-Markt zurück . Noch für dieses Jahr
kündigte der japanische Hersteller ein Mini-Notebook mit Windows 98 an . Der
Kleine soll ein knapp 7 ZOLL großes Display im Deckel haben , weniger als ein
Kilogramm wiegen und 2,5 cm dünn sein . Casios Auftritt in der Computerbranche
blieb bislang auf Handheld-Geräte mit Windows CE beschränkt . Der auf dem
deutschen Markt erhältliche Cassiopeia A-20G hat ähnliche Maße und eine ähnliche
Display-Größe wie der angekündigte Windows-98-Rechner . Wer des Japanischen
mächtig ist , kann sich direkt bei Casio über den Winzling informieren . Ob das
Gerät wie die meisten anderen Mini-Notebooks ausschließlich auf dem asiatischen
Markt zu haben sein wird , steht zur Zeit noch nicht fest . Pentium II fit für
Notebooks Der Pentium II hält Einzug in die Notebooks : Intel präsentierte am 2.
April die neueste Generation von Mobilprozessoren mit Taktraten von 233 MHz und
266 MHz . Etliche Hersteller zeigten parallel zu Intels Vorstellung bereits
Notebooks mit der neuen CPU . Der Mobile Pentium II ist wie sein auf dem
MMX-Pentium basierendes Pendant Tillamook zusammen mit einem Teil des Chipsatzes
auf dem Mobile Module untergebracht . Zunächst wird er mit dieser Bauform in die
Notebooks kommen . Zusätzlich gibt es den Pentium II als sogenannte
Mini-Cartridge mit neuem Sockel . Bis jetzt ist jedoch noch kein Notebook für
diesen CPU-Typ auf dem Markt . Damit kann die Leistungsaufnahme auf für
Notebooks verträgliche Werte gesenkt werden . Während die Tillamooks etwa vier
bis fünf Watt benötigen , verbraucht der Pentium II aber bei 266 MHz noch über
acht Watt . Das Resultat : eine verringerte Akku-Laufzeit im Vergleich zum
Vorgänger . Erste Messungen zeigen , daß die Akku-Betriebsdauer mit
266-MHz-Pentium II im Vergleich zum 233-MHz-Tillamook um etwa ein Drittel
abnimmt . Bei fast allen typischen Notebook-Anwendungen ist das kaum zu spüren .
Wer sich mit seinem Mobilrechner unterwegs auf den Akku verlassen muß , tut also
gut daran , auch weiterhin auf ein Gerät mit Tillamook-Prozessor zu bestehen .
Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in c't 8/98 . Dell ruft Akkus von
Inspiron-5000-Notebooks zurück Nachdem mindestens zwei Notebooks in Flammen
aufgegangen sind , will Dell weltweit alle Akkus der Inspiron-5000-Serie
austauschen . Dell Deutschland hat somit Meldungen von US-Nachrichtendiensten
bestätigt , nachdem Akkupacks mit Panasonic-Lithiumionen-Zellen fehlerhaft sind
. Obwohl nicht jedes Notebook diesen Akkupack im Gehäuse hat , entschied sich
Dell dafür , den Umtausch in allen Geräten vorzunehmen . Die Serie Inspiron 5000
wurde bis März dieses Jahres verkauft . Dell will betroffene Kunden individuell
benachrichtigen . Aufgrund des Direktvertriebs wisse man , wer
Inspiron-5000-Geräte gekauft hat , so Dell Deutschland . Unklar ist , wie mit
Notebook-Besitzern verfahren wird , die das Gerät gebraucht erworben haben .
Dell hatte in den vergangenen Monaten mehrmals mit massiven Notebook-Problemen
zu kämpfen , die ebenfalls zu weltweiten Rückrufaktionen führten . Der
Hersteller musste bereits Oktober vergangenen Jahres 27.000 Notebook-Akkus in
Latitude- und Inspiron-Notebooks umtauschen . Im Frühjahr 2000 hatte Dell Ärger
mit fehlerhaften Speicherriegeln der Firma Micron in insgesamt 400.000 Notebooks
. Palmax-Rechenzwerge bald in Deutschland Ab Oktober sollen Kleinrechner des
taiwanischen Herstellers Palmax auch hierzulande zu haben sein . Die Kollektion
umfaßt ein Mini-Notebook , einen Stift-PDA und einen Organizer . Den Aufbau des
Vertriebsnetzes über Retail-Kanäle übernimmt der deutsche Palmax-Repräsentant
auto.projekt in Göppingen . Der Windows-95-Rechner ist ohne Floppy- und
CD-Laufwerk voraussichtlch für 3499 Mark zu haben . Der Stift-PDA PD-300 mit
Windows CE 2.0 soll mit 8 MByte RAM 899 Mark und in der Version mit 16 MByte
1199 Mark kosten . Das Reflektiv-Display bietet vier Graustufen und ist rund 8
cm mal 6 cm groß . Der dritte im Bunde ist ein Organizer für Kontakte , Termine
und Aufgaben , der über eine serielle Schnittstelle mit dem PC Daten austauscht
. Der PD-2000 soll für 259 Mark in die Läden kommen . Erster Quantencomputer aus
fünf Qubits Weltweit streben Wissenschaftler danach , Quantencomputer aus
möglichst vielen Quantenbits ( Qubits ) in den Labors herzustellen . Der Rekord
stand bislang bei mageren drei , jetzt konnten Forscher der Universitäten in
Frankfurt , München , Boston ( Harvard ) und der Firma Bruker Analytik einen
Quantenrechner aus immerhin fünf Qubits bauen , wie das Fachblatt Physical
Review A berichtet ( R. Marx et al , Phys. Rev. A 62 , July 2000 , Artikel
012310 ) . Für jedes Qubit steht ein Atom zur Verfügung , wobei alle fünf zu
einem Molekül gehören . Mit Kernspinresonanz ähnlich der , wie sie von
Untersuchungen im Krankenhaus bekannt ist , werden die Atome magnetisch angeregt
, sodass sie sich gleichzeitig in zwei Zuständen befinden . Diesen "
Geisterzustand " nennt man Qubit . Damit der Quantenrechner funktioniert ,
müssen die Qubits miteinander in Verbindung treten . Genau das ist eine der
beiden Hauptschwierigkeiten beim Bau eines Quantenrechners und der Grund , warum
man bislang nur mühsam erst wenige Qubits herstellen konnte . Das andere Problem
: Die Qubit-Zustände und deren Wechselwirkungen reagieren äußerst empfindlich
auf äußere Störungen . Schon nach kurzer Zeit sind die Zustände zerstört - und
der Quantencomputer ist damit kaputt . Doch der Traum von einer noch nie
dagewesenen Rechenleistung und einem massiven Parallelrechner motiviert die
beteiligten Forscher , diese Schwierigkeiten anzupacken : Das Qubit-Register
vereinigt alle möglichen Zustände in sich , nicht nur einen einzigen wie beim "
klassischen " Rechner . Eine Rechenoperation wirkt dann auf alle Permutationen
gleichzeitig . Zwar ist das nun vorgestellte Ergebnis der Forscher aus
Deutschland und den USA der bislang einzige Quantencomputer aus fünf Qubits ,
doch konnten bereits im Januar Wissenschaftler der Universität Michigan in Ann
Arbor mit einem ganz anderen Ansatz acht Zustände miteinander verbinden . Statt
verschiedene Qubits miteinander zu verschränken , nahmen sie ein einziges Atom .
Sie regten mit sehr kurzen Laserpulsen darin acht langlebige Zustände (
Rydberg-Zustände ) gleichzeitig an - sozusagen das oktale statt digitale Qubit .
Wie ein Quantenrechner letztendlich aussieht , ist auch nach dem Erfolg des
Kernspinresonanz-Experiments völlig offen . Zu viele Probleme gilt es noch zu
lösen . Das fängt bei der optimalen Hardware an ( ob Moleküle mit
Kernspinresonanz , Atome in der Atomfalle oder Rydberg-Zustände ) und hört bei
der Suche nach geeigneten Algorithmen nicht auf . Schwerer Bug im System-Upgrade
für Palm IIIxe Beim Betriebssystem-Upgrade auf Version 3.5.3 hat Palm geschlampt
: Zumindest bei der deutschen Version eines Palm IIIxe mit der OS-Version 3.5.0
führt das Upgrade zu der gefürchteten Fehlermeldung " Fatal Exception "
beziehungsweise " Schwerer Fehler " . Ein Soft-Reset über den Reset-Knopf , bei
dem das Betriebssystem neu gestartet wird , hilft nicht , denn der Fehler tritt
sofort wieder auf . Auch ein Hard-Reset ( Reset-Knopf und gleichzeitiges Drücken
der Einschalttaste ) , bei dem alle Daten gelöscht werden , hilft nicht weiter :
Sobald man synchronisiert , um die ( hoffentlich ) gespeicherten Daten vom PC
zum Palm zu schicken , erscheint die Fehlermeldung aufs Neue . Gehört man zu den
Unglücklichen , die das Upgrade schon geladen haben und blickt ratlos auf die
Fehlermeldung , schafft eine Prozedur Abhilfe , die das Software- und
Informations-Portal pdassi.de vorschlägt . c't überprüfte das Vorgehen an einem
Palm-IIIxe-Testgerät : Der Palm-PDA muss mit einem " Warm-Reset " gestartet
werden ( gleichzeitig Reset-Knopf und Up-Taste drücken ) . In der Liste der
Anwendungen wählt man Installer 3.5.3 , Palm V Update 3.5.3 und Update 3.5.3 aus
und löscht sie . Nach einem weiteren Soft-Reset ( nur der Reset-Knopf ) ist der
ursprüngliche Zustand tatsächlich wiederhergestellt . Ob auch andere Palm-PDAs
von dem Fehler betroffen sind , ist derzeit unklar , weil von Palm dazu noch
keine Stellungnahme vorliegt . Solange das ganze Ausmaß des Fehlers unklar ist ,
rät c't davon ab , das Upgrade zu installieren , zumal bislang keine
Informationen von Palm vorliegen , wozu es überhaupt gut ist : Eine Liste von
Verbesserungen und Fehlerkorrekturen in dem Upgrade-Paket gibt es bislang nicht
. Microsoft treibt E-Books voran Microsoft entwickelt sich immer mehr zur
treibenden Kraft im entstehenden E-Book-Markt . Nach Vereinbarungen mit
Verlagshäusern wie Bertelsmann , HarperCollins , Penguin Putnam und Time Warner
holt der Software-Gigant jetzt auch R.R. Donnelley & Sons mit ins Boot , eines
der größten US-Druckhäuser und Content Manager für Verlage . Die Unternehmen
verpflichten sich , Bücher zukünftig auch als E-Books zu vermarkten und die
Druckwerke gemäß dem kürzlich verabschiedeten Open-eBook-Standard ( OEB ) in
Dateien zu konvertieren . OEB ist ein offener Standard und Microsoft lediglich
eines der Mitglieder des OEB-Konsortiums , doch nur mit Hilfe des
Software-Giganten konnte sich OEB binnen weniger Wochen nach seiner
Verabschiedung so im Markt etablieren . Hinter Microsofts E-Book-Aktivitäten
steht vermutlich das Interesse , den MS Reader , der nächstes Jahr verfügbar
sein soll , als ein Grundbaustein eines kommenden E-Commerce-Systems für
Buchdateien zu etablieren . Für die Darstellung von OEB-Dokumenten ist der
Reader nicht unbedingt notwendig , das kann auch der HTML-Browser . Der MS
Reader soll jedoch mit einer speziellen Pixel-Ansteuerung von Farb-LC-Displays
Schrift klarer darstellen und kann wohl auch mit verschlüsselten Dokumenten
umgehen . Über Details zum OEB-Standard wird c't voraussichtlich in Ausgabe
24/99 berichten , die am 22. November erscheint . Elektronisches Papier mit
Plastiktransistoren Zwei Hersteller ringen um die Vorherrschaft bei der
Zukunftstechnologie " elektronisches Papier " : Xerox und der MIT-Spinoff E Ink
. Während sich Xerox zusammen mit 3M schon für die Serienfertigung rüstet ,
blieb es um die Konkurrenz von E Ink lange still . Das hat sich jetzt geändert ,
nachdem E Ink seit letztem Jahr mit den Bell Labs , der Entwicklungsabteilung
von Lucent , gemeinsam forscht . Heraus kam dabei nun der Prototyp eines
flexiblen elektronischen Papiers mit einer Aktivmatrix-Steuerung , die die Pixel
mit Elektronik aus organischem Material statt Komponenten aus Silizium steuert .
Dahinter steht die Zielrichtung , elektronisches Papier gleich rollenweise und
damit günstig herzustellen , indem die Elektronik auf Plastikunterlagen
aufgedruckt wird . Herkömmliche Siliziumelektronik verträgt sich schlecht mit
flexiblen Unterlagen und erfordert hohe Temperaturen , die das Plastikpapier
zerstören würden . Das elektronische Paper von E Ink besteht aus durchsichtigen
Hohlkügelchen , die mit einem Farbstoff gefüllt sind und von zwei Unterlagen in
Position gehalten werden . In der Farbstoffflüssigkeit schwimmen weiße Pigmente
, die eine positive Ladung tragen . Die Spannung wird nur zum Schreiben
gebraucht , denn die Pigmente behalten danach ihre Position bei . Um den
Prototypen funktionsfähig zu machen , stecken allerdings nach wie vor noch
Golddrähte und eine zusätzliche Membran im elektronischen Papier , die E Ink vor
der Serienfertigung ersetzen muss . Auch Xerox verwendet in seiner
E-Paper-Version Kügelchen . Diese sind auf der einen Hälfte weiß und auf der
anderen dunkel gefärbt und so präpariert , dass die beiden Hälften elektrische
Ladung unterschiedlichen Vorzeichens tragen . Zusammen mit 3M konnte Xerox schon
ganze Rollen dieses Papiers herstellen . Doch bevor die Tageszeitung auf E-Paper
vorliegt , wartet noch viel Arbeit auf die Entwickler . Beide Arten des
digitalen Papiers behalten zwar ihre Information und sind wiederbeschreibbar ,
doch lässt der Kontrast noch sehr zu wünschen übrig . Mini-Brennstoffzelle für
Notebooks Gegen die chonisch kurzen Akku-Laufzeiten der Notebooks war bis jetzt
kein Kraut gewachsen , denn auch mit den leistungsstärksten Lithium-Ionen-Zellen
verlangt selbst der modernste Portable nach vier Stunden wieder nach einer
Steckdose . Sie entwickelten eine Mini-Brennstoffzelle , die bei ähnlichem
Platzbedarf und Gewicht bis zu zehn Stunden Laufzeit bietet . Auf der
Hannover-Messe vom 20. bis 25. April wollen sie einen Prototypen vorstellen ,
der ein Notebook versorgt . Sonst eher bekannt als Forschungsobjekte für
zukünftige Automobilantriebe und als Bestandteil von alternativen
Energieversorgungskonzepten , würden sich mit den Miniaturzellen völlig neue
Anwendungsgebiete eröffnen . Brennstoffzellen setzen Wasserstoff zusammen mit
Sauerstoff elektrochemisch unter Gewinnung von elektrischer Energie um . Die
Freiburger schlagen dafür einen Metallhydridspeicher der Firma GfE Metalle vor .
Systems : Messeplan für Palm OS An den Eingängen zur Messe können sich
Systems-Besucher das Ausstellerverzeichnis und die Hallenpläne in ihr
Palm-OS-Gerät laden . Ein Cradle für den Palm III ist vorhanden , wer einen
anderen mobilen Begleiter hat , kann die Daten über die eingebaute
Infrarotschnittstelle empfangen . Da die Anwendung mit 750 KByte viel Platz
beansprucht und zudem noch über 1 MByte Programmspeicher verlangt , kommen nur
Palm-OS-Geräte mit ausreichend RAM wie zum Beispiel der Palm Vx , Handspring
Visor Deluxe oder Palm IIIxe in Frage . Die Software hat das Fraunhofer-Institut
für Graphische Datenverarbeitung ( IGD ) in Rostock entwickelt . Unter dem Namen
CyberScout fasst das Institut mobile Informationssysteme für die PDA-Plattformen
Palm OS und Windows CE und auch für WAP zusammen . Systems : Notebook-Sicherung
durch Biometrie Neben der neuen Notebook-Serie TravelMate 350 und Modellpflege
bestehender Serien legt Acer den Mobil-Computing-Schwerpunkt dieses Jahr auf
Notebook-Sicherheit . Eine Software der Partner-Firma DCS erkennt verschiedene
Nutzer an deren Stimme und deren Lippenbewegungen . Der Dateninput erfolgt über
eine kleine Kamera , die am Display-Rand steckt , zusammen mit dem
Notebook-Mikrofon . Eigentlich wollte Acer auch ein Notebook mit eingebautem
Fingerabdrucksensor vorstellen . Diese Zugangserkennung soll im TravelMate
739TLV integriert sein . Doch auf dem Messestand in Halle 4 , Stand 155/352 ,
sucht man diese Gerät vergeblich . Es sei leider noch nicht verfügbar , meint
das Standpersonal . In der Systems-Pressemappe legt Acer dagegen neben einem
Foto gleich eine ausführliche Beschreibung des Geräts dazu . Systems :
Navigation mit dem PDA PDA-Hersteller Psion zeigt auf der Systems 2000 in Halle
B4 , Stand 321/420 , Mobillösungen für seine Tastaturgeräte . Mit dabei ist ein
GPS-Modul , das die Ortsbestimmung an einen Routenplaner im Psion Serie 5mx Pro
weitergibt . Der GPS-Empfänger kommmt an die Windschutzscheibe , der PDA wird am
Amaturenbrett befestigt . Ähnliche Lösungen gibt es bereits für die
Palm-OS-Plattform . Als weiterer Anbieter kommt die Firma Innovative Consumer
Components dazu , eine Tochterfirma der Unitronic GmbH . Für 400 Mark bietet sie
einen GPS-Empfänger an , der über eine Kabelverbindung an ein Modul für den Palm
III angeschlossen wird . Wegen des umfangreichen Kartenmaterials sollte man
allerdings einige Megabyte an Speicher für die Anwendung reservieren .
Innovative Consumer Components hat selbst keinen Stand auf der Systems , führt
sein Produkt aber bei Distributoren von PDA-Zubehör vor . Konzentration bei
Projektor-Herstellern Durch einen Aktientausch will InFocus den Hersteller
Proxima , einen der noch wenigen verbliebenen Konkurrenten im schnell wachsenden
Projektorenmarkt , übernehmen und weltweit seine Führung ausbauen . Die
Marktkonzentration der Projektorenhersteller hat damit ihren Höhepunkt erreicht
. Schon vor dem Zusammengehen beherrschte InFocus den Markt , Proxima konnte
sich auf Platz zwei behaupten . Nachdem seit letztem Jahr Proxima und ASK
zusammengingen , wird jetzt die norwegische Firma selbst Opfer im schnelllebigen
Markt . In einer gemeinsamen Erklärung versichern beide Hersteller , dass die
Übernahme nicht zu Entlassungen führen wird . Der neue Projektorgigant wird den
Namen InFocus beibehalten und alle Geräte unter diesem Namen vertreiben .
Transmeta-Notebook von Toshiba Toshiba will nach US-Berichten in das
Libretto-Mini-Notebook einen Transmeta-Prozessor einbauen . Nachdem die
Notebook-Hersteller sehr zurückhaltend auf die Transmeta-Chips reagiert haben
und nur Sony und Nec damit ausgestattete Mobilgeräte verkaufen , ist der
Toshiba-Deal für die Prozessorschmiede enorm wichtig . Das Libretto soll 2 cm
dick und rund 25 cm breit sein und etwa 1,2 kg wiegen . Es hat ein TFT-Display
mit einer Bildschirmdiagonalen von 10 Zoll und speichert seine Daten auf einer
10-GByte-Festplatte . Nach zwei Jahren stoppte der Notebook-Hersteller 1999
stillschweigend den Verkauf des Libretto in Europa . In Japan dagegen sind
Mini-Notebooks nach wie vor hoch im Kurs . Neuer Palm-Organizer : Farbiger und
kleiner Mit dem Preis von 399 Mark ist der M100 genauso teuer wie das
Einsteigermodell Palm IIIe , aber viel bunter : Mit verschiedenenfarbigen
Deckeln mutiert der Palm zum Lifestyle-Gerät . Die Marketing-Abteilung arbeitet
derzeit auf Hochtouren , um dem Palm das entsprechende Image zu verpassen .
Neben der Vorstellung des M100 passt dazu auch die Ankündigung , den schicken
Palm V auch als Claudia-Schiffer-Edition ab Herbst verkaufen zu wollen . Der
M100 ist kleiner als die anderen Palm-Modelle . Leider geht die kompakte
Bauweise auf Kosten des Display und der Eingabefläche , die im Vergleich zu den
übrigen Palm-Geräten um insgesamt rund 20 Prozent geschrumpft sind . Von
Kompatibilität hielt früher 3Com genau so wenig wie heute Palm : Mit dem M100
bringt der Hersteller nach Palm III und Palm V ein drittes Steckerformat auf den
Markt . Immerhin passt die Palm-Tastatur vom Palm III auf den M100 , doch viele
andere Erweiterungen funktionieren nicht mit dem Gerät . Zum Lieferumfang gehört
kein Cradle mehr , sondern nur ein Kabel für die serielle Schnittstelle . Der
PDA bringt 2 MByte Speicher mit . Mangels Flash-Speicher lässt sich das
Betriebssystem nicht aktualisieren . Fehlerhafte RAM-Bausteine in Dell-Notebooks
In Latitude- und Inspiron-Notebooks , die Dell zwischen Februar und November
1999 verkauft hat , können Hauptspeicherriegel stecken , die ungewollt Daten
löschen . Der Fehler kann zum Beispiel dann auftreten , wenn das System in den
Suspend-to-RAM-Mode geht und sich dann nicht mehr wecken lässt . Dell hat die
RAM-Bausteine nicht in allen Notebooks eingebaut , behält die genaue Zahl der
Geräte aber für sich . Für den deutschsprachigen Raum versicherte der Hersteller
gegenüber c't , dass die betroffenen Kunden in den nächsten Tagen angeschrieben
würden . Aufgrund des Direktverkaufs könne man leicht feststellen , welche
Käufer welchen Speicherriegel im Notebook haben . Dell will den Betroffenen eine
Test-Software zur Verfügung stellen und defekte RAM-Riegel austauschen . Leider
weigert sich der Direktversender , den Namen des RAM-Herstellers bekannt zu
geben . Da dieser seine Hauptspeicher nicht nur an Dell geliefert haben dürfte ,
ist zunächst nahezu jedes Notebook , das 1999 gekauft oder mit Hauptspeicher
bestückt wurde , potenziell gefährdet . Das amerikanische Mutterhaus von Dell
hat immerhin die Test-Software auf seinen Server gestellt . Das Programm sollte
die fehlerhaften Riegel auch in anderen Notebooks aufspüren können . Monicas
Story digital Zwei Anbieter digitaler Bücher wollen vom Rummel um die
Lewinsky-Geschichte profitieren , indem sie elektronische Versionen verkaufen .
Monica's Story ist damit das erste Buch mit einer nennenswerten Auflage , das
gleichzeitig als gedruckte Ausgabe und als digitales Buch erscheint .
Barnesandnoble.com bietet Buch und Datei für jeweils 14,97 US-$ an . Allerdings
braucht der forschrittliche Leser Nuvomedias 499 US-$ teures Rocket eBook , um
Monicas Offenbarungen digital zu lesen . Für 17,47 US-$ bringt Peanut Press das
Werk in die PDA-Welt . Mit dem kostenlosen Peanut Reader können
PalmPilot-Besitzer den Lesestoff verschlingen . Dell startet Rückrufaktion von
Akkus in Inspiron-5000-Notebooks Dell Deutschland gab jetzt Einzelheiten der
Rückrufaktion von Notebook-Akkus bekannt . Wie letzte Woche gemeldet , tauscht
Dell wegen der Gefahr eines Kurzschlusses alle Akkus in Inspiron-5000-Notebooks
aus . Dell fordert Besitzer von Inspiron-5000-Notebooks auf , ihren Akku sofort
aus dem Rechner zu entfernen und Dell zu kontaktieren . Zusätzlich will Dell
alle Inspiron-5000-Inhaber benachrichtigen , denn diese seien dem Unternehmen
auf Grund seines Direktmodells bekannt . In einer Erklärung verpflichtete sich
Dell dazu , beim Umtausch eines fehlerhaften Akkus den Kunden eine zusätzliche
Batterie kostenlos zu liefern . Barnes & Noble und Microsoft bringen E-Books
Microsoft bietet ab heute die Lesesoftware MS Reader 1.5 kostenlos für den PC an
. Bislang gibt es die Software nur vorinstalliert in der Version 1.0 für die
neueste Generation der Windows-CE-Geräte , den Pocket PCs . Zusätzlich vertreibt
Microsoft noch ein Plug-in für Word , um Dokumente im Reader-Format abspeichern
zu können . Für ( englisches ) Lesematerial tat sich der Software-Riese mit der
Buchhandelskette Barnes & Noble zusammen , um über dessen Online-Buchhandlung
barnesnandnoble.com ( an der Bertelsmann zu 50 Prozent beteiligt ist ) für den
MS Reader formatierte E-Books anzubieten . Neben rund 80 kostenlosen Klassikern
verkauft barnesandnoble.com über 100 E-Books unterschiedlicher Gattungen , zum
Teil zu recht eigenwilligen Preisen : So kostet der Roman Murder on the Yellow
Brick Road von Stuart Kaminsky als E-Book 19,18 US-Dollar ; als gedruckte
Version ist er für 10,80 US-Dollar zu haben . Bleibt abzuwarten , ob sich das
Angebot an aktueller Literatur rasant ausweitet oder ob urheberrechtsfreie
Klassiker einen nennenswerten Teil der E-Books ausmachen werden . Hersteller von
Lesegeräten wie NuvoMedia oder Anbieter von Lesesoftware wie jetzt Microsoft
haben ein immenses Problem , die Verlage davon zu überzeugen , dass man mit
E-Books Geld verdienen kann und trotzdem das Urheberrecht gewahrt bleibt .
NuvoMedia sah keinen anderen Weg , als die E-Books für jedes seiner Lesegerät
namens Rocket eBook individuell zu verschlüsseln . Diese drakonische Maßnahme ,
die zu Lasten des Lesers geht - dieser kann nicht einmal sein gekauftes E-Book
an einen anderen Rocket-eBook-Besitzer verleihen - konnte zumindest einige
Verlage mit ins Boot locken . Microsoft implementiert in den MS Reader dagegen
ein mehrstufiges Sicherheitssystem , das je nach Sicherheitsbedürfnis der
Verlage zum Zuge kommt . Beobachter der US-Computer-Szene berichten allerdings ,
dass der in den Pocket PCs vorinstallierte MS Reader keinen sicheren
Koopierschutz bietet . Es handele sich um die Version 1.0 , in der die letzte
Stufe des Sicherheitssystems nicht implementiert sei . Damit könne man einige
E-Books nicht lesen - und da der MS Reader im ROM steckt , könnte ein Upgrade
Probleme bereiten . Auf ihrer ersten internationalen Pressekonferenz kündigte
die kalifornische Firma NuvoMedia das Rocket eBook für den europäischen Markt an
. Im zweiten Quartal 1999 soll der Vertrieb in Deutschland und Großbritannien
beginnen , später soll auch Frankreich dazukommen . Das Rocket eBook hat
ungefähr Taschenbuchgröße , ist aber mit rund 600 g wesentlich schwerer und
stellt auf einem großen Monochrom-Display eine Buchseite dar . Bei üblichem
Umgebungslicht kann man allerdings auf die Hintergrundbeleuchtung nicht
verzichten , womit die Akkulaufzeit nach Herstellerangaben von 33 auf 17 Stunden
abnimmt . Außer der reinen Anzeige von Wort und Bild erlaubt das Rocket eBook
per Touchscreen auch die Eingabe von Kommentaren und eine Wörtersuche . Per
Infrarot oder über die serielle Schnittstelle können maximal etwa 4000 Seiten
vom PC zum Rocket eBook übertragen werden ; eine spätere Version soll auch MacOS
unterstützen . Die Daten werden nur verschlüsselt übertragen ; zu jedem Rocket
eBook gehört ein individueller Code , mit dem ein Verlag bei einer
Online-Bestellung das Buch codiert . Kein anderes Gerät außer diesem kann das
Buch dekodieren . Damit will NuvoMedia Copyright-Bedenken auf Verlagsseite
ausräumen . Bertelsmann , einer von drei Investoren in NuvoMedia , will über
seinen Club , für den allerdings eine Mitgliedschaft notwendig ist , nächstes
Jahr die ersten elektronischen Bücher anbieten . Windows CE - die dritte
Generation Nach Windows CE 1.0 und 2.0 stellte Microsoft heute mit Version 2.11
die dritte Generation des Betriebssystems für Personal Digital Assistents ( PDAs
) vor . Wie schon die Vorgängerversionen wird auch Windows CE 2.11 zu einer
neuen Generation von CE-Mobilgeräten führen . In den mit Codenamen Jupiter
bezeichneten Geräten bleibt somit mehr Platz für den Akku , so daß trotz
stromfressendem Farb-Display Betriebsdauern von bis zu zehn Stunden ereicht
werden sollen . Damit werden die Kleinen auch für überzeugte Notebook-Benutzer
interessant , die sich bei Mini-Notebooks noch mit maximal zwei Stunden
Akkulaufzeit begnügen müssen . Allerdings muß man auf Word & Co. verzichten ,
statt dessen stehen Pocket-Word , -Excel und -PowerPoint mit eigenem Dateiformat
zur Verfügung , wenn auch jetzt mit erweitertem Funktionsumfang . Mit Windows CE
2.11 halten erstmals auch Pocket Access und mit Pocket Outlook&Trade ein neuer
Email-Client Einzug in die PDAs . Zusätzlich zur neuen Version stellte Microsoft
zur Synchronisation mit dem Desktop die Windows CE Services 2.2 vor , die unter
anderem die Anbindung an Windows NT verbessern sollen . Erste Geräte mit Windows
CE 2.11 und großem Display werden voraussichtlich gegen Jahresende zu haben sein
. Distributor überholt Intel mit Pentium-III-Notebook Noch bevor Intel den
Mobile Pentium III für Notebooks auch nur vorgestellt hat , kündigt der deutsche
Distributor AMC AfISS Notebook bereits ein Mobilgerät mit 600-MHz-CPU an . Es
soll sich dabei nicht etwa um einen Desktop-Prozessor , sondern um eine
Mobilversion handeln , die als Mobile Module ( MMC2 ) ins Notebook passt . Der
Bustakt soll 100 MHz betragen . AMS AfISS Notebook bestätigte gegenüber c't ,
dass die Auslieferung der Geräte Anfang November beginnen soll . Von wem der
Distributor die Geräte bezieht , behält die Firma für sich . Nach den uns
vorliegenden Informationen will Intel diesen Mobilprozessor jedoch erst im
nächsten Jahr zusammen mit der Geyserville-Technologie vorstellen . Geyserville
setzt im Mobilbetrieb die Taktrate herab , um die Akkulaufzeit zu verlängern .
An der Steckdose legt das Notebook dann mit der maximalen Rechenleistung los .
Bisher wird überhaupt erst für Ende Oktober die offizielle Vorstellung eines
Mobile Pentium III mit Taktraten bis 500 MHz erwartet . AMS beharrt jedoch
darauf , den 600 MHz schnellen AMC ProLine 201 noch dieses Jahr verkaufen zu
können . Das Gerät soll mit Vollmagnesiumgehäuse , Grafikchip Rage LT Pro , 128
MByte SDRAM und 8-GByte-Festplatte rund 6500 Mark kosten . PalmSource :
Microsoft lädt sich selbst ein Bei der diesjährigen Entwicklerkonferenz
PalmSource , die vom 12. bis 15. Dezember in Santa Clara stattfindet , sind die
Palm-OS-Fans nicht allein . Laut Berichten von US-Agenturen will Microsoft vor
Ort präsent sein , um Entwickler für die elektronischen Organizer mit Palm OS
ins Pocket-PC-Boot zu holen . Es ist längst kein Geheimnis mehr , dass eine
PDA-Plattform nur mit zahlreichen Anwendungen erfolgreich sein kann - also auch
nur mit einer großen Schar von Entwicklern . Palm erkannte das früh und kümmert
sich mit Debuggern , Emulatoren und kostenlosem SDK nach Kräften um die
Palm-OS-Programmierer , deren Gemeinde mittlerweile auf über 100.000 Mitglieder
angestiegen ist . Microsoft dagegen hat erst vor einigen Monaten eine Abteilung
aus dem Boden gestampft , die sich um die Belange der Entwickler für die
Windows-CE-Plattform kümmern soll . Auch eine kostenlose Entwicklungsumgebung
gibt es mit den eMbedded Visual Tools 3.0 bereits . Was jetzt noch fehlt , sind
die Programmierer - und die will Microsoft offensichtlich auch auf der
PalmSource finden . GPS-Navigation mit Palm OS Garmin will Handhelds auf den
Markt bringen , die GPS-Hard- und -Software für die Ortsbestimmung enthalten .
Als Plattform hat sich der GPS-Geräte-Hersteller das Betriebssystem Palm OS
ausgesucht und dafür ein Lizenzabkommen mit Palm geschlossen . Bislang gibt es
nur externe GPS-Lösungen für Palm-PDAs ; Garmin will dagegen GPS in seine
Handhelds direkt einbauen . Ortsabhängige Information soll eine der zukünftigen
Anwendungen von Mobile Computing sein : Der elektronische Organizer in der Hand
soll beispielsweise Werbebotschaften wie die von der Pizzeria um die Ecke , den
lokalen Wetterbericht oder das Kinoprogramm empfangen . Ob dies durch lokal
begrenzte Drahtlosnetze à la Bluetooth geschehen wird , über dezentrale Netze
oder über eine lokale Ortung mit Hilfe des GPS-Satellitensystems , ist derzeit
noch offen . Schon letztes Jahr hatte Palm angekündigt , mit mehr Lizenznehmern
für das Palm OS seine Vorherrschaft auf dem PDA-Markt ausbauen zu wollen . Mit
Kyocera , Sony , IBM , Handspring , Nokia , Symbol und jetzt Garmin lässt Palm
seinen Worten Taten folgen . Stephen Kings E-Books : auf Kosten der Leser Auf
seiner Homepage stellte Stephen King im Sommer 2000 den ersten Teil seines
Thriller " The Plant " exklusiv zum Download bereit . Weitere Kapitel sollten
erst dann folgen , wenn mindestens 75 Prozent derer , die sich Kapitel 1 auf die
Festplatte holten , freiwillig dafür einen Dollar gezahlt hatten . Nachdem der
Autor das Projekt nach vier Kapiteln wegen mangelnder Zahlungsmoral vorerst
gestoppt hat , fühlten sich viele Leser verschaukelt . Kein Wunder , denn wer
zahlt schon gerne vier Dollar für ein Buch , von dem er nicht weiß , ob er es zu
Ende lesen darf ? Jetzt setzt Stephen King mit der Veröffentlichung seiner
Bilanz noch einen drauf : Nicht schlecht für ein Manuskript , das schon
jahrelang in einer Schublade schmorte . Nur die Hand voll Autoren mit einer
riesigen und treu ergebenen Lesergemeinde können sich solche Experimente
erlauben . Nach der PR-Aktion mit The Plant dürfte Stephen King jedoch einige
Leser weniger haben , denn nicht alle sind bereit , solche Spielchen mitzumachen
. Der Starautor hatte ja auch was ganz anderes im Sinn , als seinen Lesern neues
Futter zu geben . Der Vorstoß mit E-Books zielte vielmehr auf die Verlagsbranche
und sollte zeigen , wie einfach man am Verlag vorbei mit E-Books gutes Geld
verdienen kann . Das Medienecho war groß , doch die Panik bei den Verlagen blieb
aus , weil das E-Book-Experiment nur bei wenigen Starautoren überhaupt den Hauch
einer Chance hat : Ohne Verlag hat es bislang noch kein Schriftsteller zu
Starruhm gebracht . Palm und Handspring bereiten PDA-Launch vor Offensichtlich
wurden ausgewählte Adressaten vorab mit Informationen versorgt . Das neue
Handspring-Modell soll Visor Edge heißen und die Motorola-CPU DragonBall mit 33
MHz im Gehäuse haben . Das Gerät ist wesentlich schmaler als die PDAs der
anderen Visor-Serien - zu schmal für Springboard-Module . Diese soll der Visor
Edge nur mit einer externen Erweiterungseinheit verdauen können . Handspring
lässt vermutlich am kommenden Montag die Katze aus dem Sack . Einige Tage später
erwarten die Insider von Palm die Ankündigung zweier PDAs , die mit Palm OS 4.0
laufen und einen Erweiterungsslot für die briefmarkengroßen und sehr dünnen
SD-Cards im Gehäuse haben . Der Palm m500 soll ein Graustufen-Display haben ,
der Palm m505 dagegen ein reflektives Farbdisplay , über das bislang nur der
Compaq iPaq H3630 verfügt . In beiden Geräten sollen Lithium-Polymer-Akkus
stecken , die leistungsfähiger sind als Lithium-Ionen-Stromlieferanten . Die
PDAs ähneln äußerlich der Palm-V-Serie . Palm erfüllt damit den schon lange
gehegten Wunsch nach einem Erweiterungsslot , während Handspring diejenigen
Kunden ins Boot ziehen will , denen die Visor wegen des dicken Springboard-Slots
bisher viel zu klobig waren . AMD-Mobilprozessor mit 380 MHz Mit dem 380 MHz
schnellen K6-2 P stellte AMD den Mobilprozessor mit der höchsten Taktrate vor ;
Intels Flagschiff Dixon kann dagegen nur 366 MHz vorweisen . Den AMD K6-2 P gibt
es für Super-Sockel-7-Slots in Versionen mit 350 MHz , 366 MHz und 380 MHZ . Um
die Taktraten zu erreichen , erhöhte AMD die Kernspannung des Prozessors von 1,8
V für den Mobile K6-2 auf 2,2 V . Damit steigt die Leistungsaufnahme des mobilen
Renners auf knapp 12 W - zuviel für viele Notebooks . Abgesehen von der kürzeren
Akkulaufzeit ist Abwärme das Hauptproblem aktueller Mobil-CPUs . Trotzdem hat
sich Compaq entschieden , den K6-2 P in die nächste Generation der
Presario-Notebooks einzusetzen , die in den USA angeboten werden . Ob die
Modelle mit AMD-CPU auch Deutschland erreichen , steht noch nicht fest . Vor
allem die Stückpreise könnten Notebook-Herstellern überzeugen , AMD-CPUs den
Vorzug zu geben : Je nach Taktrate kosten die AMD K6-2 P zwischen 119 und 169
US-$ ( Tausenderpreis ) . Für Intels Dixon mit 366 MHz muß man dagegen je nach
Bauart zwischen 696 und 768 US-$ hinblättern . PDAs in Europa : Nokia und Compaq
setzen Palm unter Druck Der europäische Handheld-Markt blieb im zweiten Quartal
2001 in Bewegung , auch wenn er kräftig nachgab : Die Hersteller verkauften im
zweiten Quartal nur 26 Prozent mehr Mobilgeräte als im Vorjahresquartal . Noch
letztes Jahr freute sich die Branche über hundertprozentige Steigerungsraten .
Trotzdem ist der Handheld-Markt noch einer der am schnellsten wachsenden Märkte
, wie die Analysten von Canalys berichten . Damit bestätigt Canalys die
Marktstudie von Gartner , wenn auch mit leicht veränderten Prozentzahlen . Das
hat Symbian vor allem Nokia und dessen Smartphone 9210 Communicator zu verdanken
. Dank der gut geölten Verbindungen zu den Telekommunikationsunternehmen gelang
es Nokia in den letzten Monaten , sein Smartphone mit Epoc-Betriebssystem
flächendeckend zu verbreiten . Palm-OS-Hersteller Palm selbst kam mit seinen
Handhelds nur noch auf knapp 26 Prozent und Compaq zog mit über 25 Prozent fast
gleich . Canalys kommentiert die schwachen Marktzahlen von Palm mit dem
schwierigen Übergang zu neuen Modellserien und erwartet , dass die Zahlen im
zweiten Halbjahr für den Noch-Marktführer deutlich besser aussehen werden . Die
Pocket-PC-Fraktion hat ihren Aufwind haupsächlich Compaq zu verdanken . Nach
langen Lieferschwierigkeiten startet das Unternehmen mit den iPAQ-Pocket-PCs
jetzt durch . Canalys übt sich für das zweite Halbjahr in vorsichtigem
Optimismus . Die Tatsache , dass allein vom ersten zum zweiten Quartal der
Anteil der Handhelds mit Farbdisplay um das Doppelte auf 40 Prozent gestiegen
ist , veranlasst die Auguren , steigende Verkaufszahlen vorauszusagen . Dazu
kommt der wachsende Einsatz der kleinen Mobilen bei Busineess-Anwendungen .
Mobile Pentium II mit 300 MHz Gleiches Spiel , neue Taktrate : Intel stellte
heute mit dem Mobile Pentium II bei 300 MHz einen noch schnelleren
Mobilprozessor vor , und nahezu alle Hersteller beeilen sich , den Neuen in ihre
Notebooks zu integrieren . Immerhin benötigt die neue 300-MHz-CPU mit knapp 8
Watt nicht mehr Leistung als der bisherige Spitzenreiter mit 266 MHz , da die
Core-Spannung von 1,7 auf 1,6 V gesenkt wurde . Dagegen findet man den
Notebook-Pentium mit MMX ( " Tillamook " ) trotz wesentlich günstiger
Verbrauchswerte von unter 5 Watt immer seltener in den Mobilrechnern . Wie sich
Akkulaufzeit und Rechenleistung im Vergleich zu anderen Mobilprozessoren
darstellen , testete c't mit zwei Notebooks , die Intels schnellsten
Mobilprozessor bereits im Gehäuse haben . Der Testbericht erscheint in der
Ausgabe 19/98 . Handspring-PDAs bei Karstadt und Amazon Den Visor von Handspring
gibt es ab sofort in Karstadt-Filialien und über den Online-Shop Amazon . Damit
geht der Kampf um den Privatkunden in eine neue Runde , nachdem Palm vor kurzem
mit dem m100 sein bislang preisgünstigstes Gerät vorgestellt hat . Das
Einsteigermodell m100 konkurriert mit dem Handspring Visor um die Vorherrschaft
im PDA-Markt . Trotz des Lizenzgeschäfts von Palm mit Firmen wie IBM ,
Handspring , Symbol und TRG macht der Hersteller des Original-Palm das
Hauptgeschäft nach wie vor mit seiner Hardware . Hatte man zunächst die " Early
Adopters " und Computer-Kundigen im Blick , rückt jetzt immer mehr der
Privatkunde ins Visier . Zumindest bei Amazon war Palm jedoch schneller -
Palm-PDAs wie den Palm V hatte der Online-Buchhändler bereits zuvor im Angebot .
Micron-Speicher lässt Notebooks abstürzen Bis zu 400000 Notebooks der Firma Dell
sind von Speicherdefekten betroffen , die zu Abstürzen und Datenverlust führen
können . Es handelt sich nach Angaben der Firma um Inspiron- und Latitude-Geräte
, die zwischen Februar und November 1999 produziert wurden . Dell stellt eine
Test-Software zur Verfügung , die fehlerhafte Speicherriegel aufspüren soll ,
und kündigte eine Austauschaktion an . Der RAM-Hersteller Micron Technology hat
sich inzwischen dazu bekannt , Dell mit fehlerhaften 64-MByte-Riegeln beliefert
zu haben . Die Micron-Speicherbausteine stecken jedoch auch in anderen Notebooks
; unklar ist bisher , ob sie dort ebenso Datenverluste verursachen können . In
bisherigen Berichten heißt es , ein Problem im Zusammenspiel mit dem Dell-BIOS
könne beim Aufwachen aus dem Suspend-to-RAM-Modus zum Absturz führen . Diese
Erklärung ist jedoch nur die halbe Wahrheit . Zwar genügt für Notebooks der
Serien Latitude CPT und Inspiron 3700 tatsächlich ein BIOS-Update , um den
Fehler zu beheben . Bei allen anderen Modellen gibt es laut Dell zum
RAM-Austausch jedoch keine Alternative , was den Verdacht erhärtet , dass auch
Notebooks anderer Marken von dem Fehler betroffen sind . Schweinerei im Internet
Fred , Oskar und Joseph buhlen um Xanophela , während sich Rudi , Juri und Lulu
wohl weiter alleine suhlen müssen . Neben der aktuellen Besetzung von
Pig-Brother wirkt die RTL-Contanersoap Big Brother wie eine Sendung aus der
Klosterschule : Spy ist dagegen ein Schaf . Pig-Brother wird von der
österreichischen Jungbauernschaft produziert , die live Tag und Nacht per Webcam
aus einem Schweinestall übertragen . Motto : Wir haben nichts zu verbergen . Die
Landwirte informieren über saubere Tierhaltung und sparen nicht mit Seitenhieben
gegen die nach ihrer Meinung selbst ernannten Tierschützer . Mit Pig-Brother
wollen die Österreicher eine Image-Kampagne lostreten , um nach all den
Skandalen um illegale Antibiotika , BSE und die Maul-und-Klauen-Seuche zu zeigen
, dass es auch noch saubere Landwirte gibt . Auch Girls-Camp muss übrigens
herhalten : Die Bilder kommen aus einem Kuhstall und im Unterschied zum "
richtigen " Girls-Camp sind hier die weiblichen Geschöpfe unter sich . Flache
Festplatten für Notebooks Die dünnste 2,5-Zoll-Festplatte der Welt geht noch
diesen Monat in Serie . Toshiba reagiert damit auf den Trend zu leichteren und
dünneren Notebooks . Das Modell MK2109MAF ist 6,35 mm dick und wiegt knapp 100 g
. Bislang waren 2,5-Zoll-Platten mindestens 8,5 mm dick . Die Kapazität der
Ultra-DMA-Platte soll 2,1 GByte betragen . Gleichzeitig bringt Toshiba eine
2,5-Zoll-Festplatte auf den Markt , die als erste Platte mit 8,5 mm Dicke über 4
GByte Daten speichert . Beide Platten soll es nicht nur in Notebooks , sondern
auch im Direktverkauf über Distributionskanäle geben . Stromsparende 3D-Chips
für Notebooks Der Chiphersteller S3 kündigt mit dem Savage/MX und dem Savage/IX
Notebook-Versionen des Grafikchips Savage4 an . Die 3D-Leistung des in
0,18-µm-Technik gefertigten Grafikbausteins soll mit der der Desktop-Version
vergleichbar sein . Gegenüber Lösungen des Wettbewerbers ATI erreiche man
dreimal bessere Ergebnisse , und bei maximaler 3D-Auslastung betrage die
Leistungsaufnahme nur 1,5 Watt , so S3 . Gerade wegen ihres hohen Strombedarfs
und der damit anfallenden Abwärme waren 3D-Chips bislang Mangelware in Notebooks
. Weitere Merkmale sind ein integrierter LVDS-Transmitter , ein integrierter
NTSC-/PAL-Ausgang und die Fähigkeit , bis zu 16 MByte Bildspeicher anzusteuern .
Dank DuoView+ ist der Chip in der Lage , zwei verschiedene Bildinhalte auf bis
zu fünf Displays anzuzeigen . S3 nennt für den Savage/MX einen Stückpreis von 42
US-$ . Der Savage/IX ist ein Multichip-Modul und kostet mit 4 , 8 oder 16 MByte
Speicher 49 , 56 oder 68 US-Dollar . Erste mit dem 3D-Chip ausgestattete
Notebooks sollen im September auf den Markt kommen . Palm IIIxe kommt nach
Deutschland Wer 8 MByte Speicher in seinem Palm haben will , dem blieb hier zu
Lande bislang nur der Griff zum 900 Mark teuren Palm Vx . Das wird jetzt anders
, denn den seit Februar in den USA angebotenen Palm IIIxe gibt es endlich auch
in Deutschland . Damit stehen auch der IIIer-Serie 8 MByte zur Verfügung . Der
PDA kostet 649 Mark , wird von zwei handelsüblichen 1,5-V-Batterien versorgt und
hat ein Graustufen-Display im Gehäuse . Nach der Vorstellung des Palm m100 hat
Palm nun drei Modelllinien mit untereinander nahezu inkompatiblen Erweiterungen
: Psion macht Schluss : Entwicklung neuer PDAs gestoppt Psion krempelt seine
Geschäftsbereiche gründlich um und will sich aus dem PDA-Endkundengeschaft
langfristig zurückziehen . In einer Mitteilung heißt es kryptisch : Im Klartext
kommt das dem Ende der PDA-Produktpalette Serie 5mx und Revo gleich . Zwar
behauptet Psion , dass man die bestehende Produktpalette auch weiterhin
vermarkten und unterstützen wolle , aber schon allein die Entscheidung , die
noch für dieses Jahr angekündigten Bluetooth-PDAs nicht auf den Markt zu bringen
, spricht eine andere Sprache : In Zukunft wird es für Privatkunden keine
Psion-PDAs mehr geben . Zumindest das netBook , ein Psion-PDA in
Mini-Notebook-Größe soll für den Corporate-Bereich aber weiterentwickelt werden
. Psion macht das schwierige Marktumfeld für die Probleme im PDA-Geschäft
verantwortlich . Tatsächlich gelang es dem Unternehmen trotz jahrelanger
Anstrengungen nicht , in einigen wichtigen Märkten außerhalb Europas mit den
PDAs Fuß zu fassen . Nun gibt Psion auf . Im Zuge der Umstrukturierung hat das
Unternehmen angekündigt , 250 Mitarbeiter zu entlassen . Der verbleibende Kern
der Entwicklungsmannschaft soll sich um Mobile-Networking-Produkte und um die
Ausschöpfung der Psion-Patentrechte kümmern . Das den Psion-PDAs zugrunde
liegende Epoc-Betriebssystem wird man in Zukunft dann wohl vor allem in
Smartphones finden , wenn überhaupt . Das Firmenkonsortium Symbian , das sich um
die Pflege und Entwicklung von Epoc kümmert , erwähnt in öffentlichen
Präsentationen die PDA-Plattformen nicht einmal mehr , sondern sieht seine
Zukunft in Mobiltelefonen mit PDA-Funktionen . Ursprünglich wollten Motorola und
Symbian sogar eine PDA-Plattform mit integrierter Mobilfunkfunktion entwickeln -
das haben die beiden schon Anfang des Jahres aufgegeben . Palm-Roboter
konstruiert Zwei Forschungsgruppen der Carnegie Mellon Universität im US-Staat
Pennsylvania haben einen Palm-Roboter mit einem Palm-PDA als Steuerrechner
gebaut . Der Palm liegt auf einem Gestell aus drei Rädern und steuert die
Servomotoren und Sensoren über ein SV203-Board an der seriellen Erweiterung .
Die Tüftler wollten einen preisgünstigen Roboter bauen , der sich einfach
nachbauen und programmieren lässt . Dazu gibt es neben einer Teileliste die
nötige Software , Tipps und Tricks und zwei kleine Videos . Intel steigt bei
Opticom ein Die norwegische Firma Opticom hatte mit Ankündigungen von sich reden
gemacht , bis zu Terabyte-große Massenspeicher aus Polymeren fertigen zu wollen
. Widersprüchliche Angaben zum Konzept ließen in der Vergangenheit jedoch
vermehrt Zweifel aufkommen , ob jemals marktreife Polymerspeicher aus Norwegen
zu erwarten sind . Mit einem Paukenschlag in Form der millionenschweren
Beteiligung Intels meldet sich Opticom jetzt zurück . Der Chipgigant erwirbt 6
Prozent der Aktien der neugegründeten Opticom-Tochter Thin Film Electronics ASA
( TFE ) mit einer Option , diesen Aktienanteil auf 13 Prozent zu erhöhen . TFE
wird sich laut Opticom auf die Entwicklung von Datenspeichern aus Polymerfilmen
konzentrieren und soll gemeinsam mit Intel an Anwendungen der Polymerschichten
forschen . Intel erwirbt das Recht , zukünftige Polymerfilm-Techniken zu
lizenzieren . Der Deal tritt in Kraft , sobald eine außerordentlichen
Aktionärsversammlung am 29. November in Oslo Intels Beteiligung billigt . Intels
SpeedStep lässt Notebooks länger laufen Am 18. Januar will Intel die mit
Spannung erwarteten SpeedStep-Prozessoren für Notebooks vorstellen . Bei den 600
MHz und 650 MHz schnellen Mobile Pentium III handelt es sich um die bisher
schnellsten Chips für Notebooks . Die beiden Mobilprozessoren verraten ihre
Leistungsstärke aber nur am Stromnetz . Im Batteriebetrieb arbeiten sie nur mit
500 MHz sowie gleichzeitig verminderter CPU-Kernspanung und verlängern so die
Akku-Laufzeit . Die Besonderheit an der SpeedStep-Technik ist , dass sie im
laufenden Betrieb automatisch zwischen verschiedenen Kernspannungen umschaltet .
Da SpeedStep vom BIOS aktiviert und konfiguriert wird , profitieren
Linux-Notebooks genauso von der neuen Stromspar-Idee wie Windows-Mobilrechner .
Zwar spurten aktuelle Highend-Desktop-PCs den Notebooks nach wie vor davon ,
aber mit dem 650 MHz schnellen Mobile Pentium III in Verbindung mit den immer
weiter verbreiteten 3D-Grafikchips fiel der Leistungsabstand noch nie so gering
aus . Das Notebook als elektronischer Notizblock Das ThinkPad TransNote von IBM
verbindet ein Notebook mit einem herkömmlichen Notizblock . Neben dem Rechner
mit einem 600 MHz Mobile Pentium III und einem 10,4-Zoll-TFT-Display befindet
sich ein Notizblock . Unterhalb des Blockes liegt eine Empfangseinheit , die
handschriftliche Notizen quasi per Kuli-Klick in das Notebook überträgt . Der
Anwender kann das TFT-Display auf sich selbst oder für Präsentationen von sich
weg ausrichten , wobei er wie bei E-Book-Lesegeräten die Anzeige per Tastendruck
dreht . Zusätzlich zum PCMCIA-Interface hat das TransNote an der Seite einen
CompactFlash-Slot für IBMs Minifestplatte MicroDrive . Das Notebook besitzt
einen integrierten Ethernet-Adapter und ein eingebautes Modem , ISDN on Board
ist vorerst nicht geplant . Die 2,5 Kilogramm leichten Rechner werden wahlweise
mit Windows 2000 oder Windows 98 SE ausgeliefert . IBM wird auch ein spezielles
Linkshändermodell auf den Markt bringen . Das Akkupack soll im Notebook-Betrieb
etwa 2,5 Stunden durchhalten . Die Notizen werden als Grafik übertragen . Eine
Handschrifterkennung ist derzeit nicht integriert und von Herstellerseite auch
nicht geplant . IBM wird aber ein Software-Entwicklungs-Kit herausbringen , mit
der Dritthersteller beispielsweise Standardformulare per Software auswerten
können . IBM kündigt das ThinkPad TransNote in Deutschland für Ende Februar an .
Der Preis wird vermutlich bei 7.500,- Mark liegen . Handspring und Palm : Hand
in Hand bis 2009 Die Andeutungen von Handspring-CEO Donna Dubinsky , dass ein
elektronischer Organizer von Handspring nicht unbedingt mit Palm OS laufen müsse
, waren offensichtlich nicht mehr als Säbelrasseln während der Verhandlungen um
eine Lizenzverlängerung für das PDA-Betriebssystem . Über den finanziellen
Aspekt des Geschäfts vereinbarte man allerdings Stillschweigen - wieviel
Handspring nun für die Palm-OS-Lizenz bezahlen muss , bleibt daher vorerst im
Dunkeln . Handspring ist seit 1998 Lizenznehmer von Palm OS . Anfänglich
tummelte sich Handspring mit seinen Visor-PDAs im Lowcost-Sektor , während Palm
sich mit den teureren Geräten der III- und V-Serie an eine andere Käuferschicht
wandte . Mittlerweile haben jedoch beide Firmen für nahezu alle Marktsegmente
Geräte im Programm . Zwar arbeiten beide nach wie vor eng bei der weiteren
Entwicklung des Betriebssystems zusammen , doch Handspring wird mehr und mehr
zur Konkurrenz für Palm , zumal trotz zahlreicher Lizenzgeschäfte der
Hardware-Sektor für Palm immer noch oberste Priorität hat . Ob der für Palm
ungewohnte Wettbewerb zu einem Preiskampf führen wird , wie einige Analysten in
den USA voraussagen , hängt von verschiedenen Faktoren ab . Beide Firmen haben
kurz vor der CeBIT neue Highend-Serien vorgestellt . Aber während der Handspring
Visor Edge bereits als Serienprodukt vorliegt , wird Palm-CEO Yankowski in
US-Medien damit zitiert , dass er Verzögerungen von mehreren Wochen bei der
Einführung der Palm-m500-Serie einräumen musste . Ursprünglich sollten die
Geräte ab Juni bereits in Europa verkauft werden . Notebooks von Aldi Neben
weihnachtlicher Fensterdekoration und Bratfolie wirbt Aldi auf den
Anzeigenseiten seit kurzem auch für Notebooks . Das Angebot klingt verlockend :
Mit 32 MByte EDO-RAM Haupspeicher , 133-MHz-Pentium mit MMX inklusive L2-Cache
und einem recht flotten Grafikchip von NeoMagic entspricht die Ausstattung in
etwa dem Einstiegsniveau von Fachhändler-Geräten . Mit vorinstalliertem Windows
95 kostet der Mobilrechner 2998 DM , für die günstigsten Markengeräte muß man
dagegen schon einige hundert Mark mehr hinblättern . In fünstelligen Stückzahlen
bringt Aldi die Mobilgeräte unter die Leute . Gerade in der Einstiegsklasse
zeigen sich oft gravierende Qualitätsunterschiede , angefangen beim Display .
Für den Kampfpreis bekommt man natürlich kein feines TFT-Display , sondern
lediglich ein kontrastarmes DSTN-Display , dessen Helligkeit je nach Ausführung
um die Hälfte dunkler als die eines typischen Monitors sein kann - aber nicht
muß . Hier hilft nur die Funktionsprüfung mit dem eigenen Auge , wenn man nicht
die Katze im Sack kaufen möchte . Die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung
und ein Jahr Garantie übernimmt die Firma Medion Service Center in Essen . Laut
Medion können die Kunden für drei Jahre mit einer Ersatzteilversorgung rechnen ,
was der marktüblichen Zeitspanne entspricht . Mobiles Rundumpaket für Palm ,
Windows CE und Epoc Das Paket enthält ein auf Web Clipping basierendes
Wireless-Portal , E-Mail inklusive Unterstützung für Microsoft Exchange ,
Webbrowsing , Chat und SMS-Kurznachrichten . Lokale Dienste bieten neben der
Suche nach Restaurants auch das Auffinden von anderen Dienstteilnehmern
innerhalb eines bestimmten Umkreises . Die Software ist für Palm OS , Windows CE
und Epoc erhältlich . Ein Hardware-Modem , das auf GSM basiert , gibt es in
Deutschland zunächst für Palm V und Vx sowie den Handspring Visor . Modems für
HP Jornada und die Pocket PCs der iPAQ-Serie von Compaq sollen folgen . Modems
für Palm III sind allerdings nicht vorgesehen , stattdessen setzt OmniSky auf
die kommende Palm-Generation . Im Herbst ist zudem ein GPRS-Modem geplant . Das
Modem kostet inklusive drei Monaten Service 449 Mark . Der Dienst selbst kostet
59 Mark pro Monat . Hinzu kommen 39 Pfennig pro Minute Verbindungskosten über
den Mobilfunkbetreiber Viag Interkom . VisorPhone kommt im Juli Handspring will
seine bereits im Februar angekündigte Mobiltelefon-Erweiterung für die
Visor-PDAs ab Mitte Juli in Deutschland auf den Markt bringen . Das VisorPhone
passt in den Handspring-eigenen Springboard-Schacht und damit in alle PDAs des
Herstellers . Es soll um die 1000 Mark kosten . Das Modul ragt samt Antenne nach
oben aus dem Springboard-Schacht heraus und benötigt eigene Batterien . Im
Betrieb kann man über Bedienknöpfe zwischen Sprach- und Datenmodus wechseln .
Eine virtuelle T9-Tastatur erlaubt die Telefonnummerneingabe per Hand , aber
auch die im Adressverzeichnis enthaltenen Telefonnummern können per Klick auf
das Touchscreen gewählt werden . Die europäische Version des VisorPhones gibt es
für GSM900- und GSM1900-Netze . Damit bleiben E-Plus-Kunden außen vor und auch
Besitzer von Viag-Interkom-SIM-Cards können mit dem Modul wenig anfangen , da
das mittlerweile sehr eingeschränkte National Roaming mit D1 unbrauchbar ist .
D1- und D2-Nutzer profitieren von der GSM1900-Option vor allem dann , wenn sie
sich in Nordamerika in den Ballungsräumen aufhalten . Palm-PDAs von Sony
offiziell vorgestellt Der PEG-S300 hat ein Graustufen-Display , der PEG-S500C
zeigt Bilder in Farbe . Die Geräte soll es zunächst ab September in Japan geben
; sie werden vermutlich später auch nach Europa kommen . Die Palm-Clones sind
mit dem Sony-eigenen Memory Stick ausgestattet , der mittlerweile auch in
Sony-Kameras und -Notebooks Eingang gefunden hat . Bislang hat Sony nur
Flash-Speicher in die Memory Sticks eingebaut , doch zukünftig sollen auch GPS-
und Bluetooth-Module zu haben sein . Im Unterschied zu Palm positioniert Sony
die PDAs als so genannte Personal Entertainment Organizer . Funktionen zum
Personal Information Management ( PIM ) wie Adressen- und Terminverwaltung
treten in den Hintergrund , stattdessen sollen die Geräte Multimedia-tauglich
sein . Für die Palm-Plattform wäre das ein Novum , denn entsprechende Geräte
zeichnen sich bislang durch äußerst genügsame Hardware aus , auf die das
Palm-Betriebssystem optimal zugeschnitten ist . Für PIM reicht das vollkommen ,
doch an Multimedia-Anwendungen wie Sprachaufzeichnung , Bilder oder gar Video
war bislang nicht zu denken . Man darf also auf die Sony-PDAs gespannt sein .
Palm Computing stoppt Billigkonkurrenz Palm Computing hat mit einer
einstweiligen Verfügung in den USA die Verbreitung des Konkurrenzprodukts
DaVinci per Gericht gestoppt . Das SDK vermarktet die Firma CompanionLink . Das
kalifornische Gericht folgte der Darstellung von Palm Computing , dass sich
Teile des urheberrechtlich geschützten Palm-Betriebssystems PalmOS auch im
DaVinci wiederfänden . Palm erwirkte schon im Juli in Hongkong eine einstweilige
Verfügung gegen EchoLink Design . Die Firma hat das Betriebssystem für den
DaVinci entwickelt . Bleibt die Frage , warum 3Com erst jetzt gegen Royal
vorgeht , denn immerhin kann man den 300-Mark-Billig-Clone schon seit einigen
Monaten kaufen ( Testbericht in c't 13/99 , S. 172 ) . Die aktuellen 3Com-PDAs
Palm IIIx und Palm V kosten dagegen mehr als das Doppelte . Dell ruft 27000
Notebook-Akkus zurück Mit einer groß angelegten Umtauschaktion will Dell eine
Gefährdung von Notebook-Benutzern durch brennende Li-Ion-Akkus ausschließen .
Rund 27.000 Akkus sind betroffen , die mit den Serien Latitude CP , Inspiron
3700 und 3800 rund um die Welt verkauft wurden . Ein Kurzschluss in einem Akku
hat zu einem Notebook-Brand geführt , deshalb zieht Dell jetzt die Notbremse .
Auf der US-Website des Herstellers finden sich detaillierte Angaben darüber ,
welche Batterien mit welchen Seriennummern vom Umtausch betroffen sind . Dell
Deutschland will die betroffenen Kunden anschreiben . Man wisse durch den
Direktvertrieb genau , wer wann welches Notebook erworben habe , hieß es . Wie
es allerdings um Geräte aus dritter Hand bestellt ist , die zum Beispiel als
Gebrauchtgerät weiter verkauft wurden , ist unklar . Deren Besitzer sollten sich
mit Dell in Verbindung setzen ( Tel. 0800/0338338 ) . Aldi-Notebook ist kein
Schnäppchen Aldi-Nord will ab 15. Dezember ein Notebook von Medion für 2698 Mark
verkaufen . Das Mobilgerät arbeitet mit einem 300 MHz schnellen Mobile Pentium
II , 64 MByte Hauptspeicher und einer 4,8 GByte fassenden Festplatte . Die
diesjährige Notebook-Aktion kommt selbst für einige Branchenkenner überraschend
, nachdem Ende letzten Jahres Aldi-Filialen trotz großem 13,3-Display und nur
geringfügig langsamerem Pentium-II-Mobilprozessor wochenlang auf den Geräten
sitzen geblieben waren . Ob Kunden die Filialen wegen des Mobilgerätes stürmen
werden , ist zweifelhaft , denn im Unterschied zum vergangenen Jahr ist dieses
Angebot kein Schnäppchen , bei dem man unbedingt zuschlagen muss : Bereits seit
einigen Monaten verkaufen Billigimporteure Notebooks mit vergleichbarer
Ausstattung und Preisen ( siehe " Sparmobile , Notebooks unter 3000 Mark " in
c't 15/99 ) . Schnellster Pentium für Notebooks So ändern sich die Zeiten :
Bisher mußten Notebook-Hersteller nach Markteinführung der Desktop-Version
mehrere Monate auf die Mobilversion eines Intel-Prozessors warten . Mit dem
Verkauf des energiesparenden 266-MHz-Pentium mit MMX ab 12. Januar nahm Intel
Abschied von dieser Regel . Zum ersten Mal ist damit ein Mobilprozessor
schneller als die Desktop-Famile , denn für diese ist bei 233 MHz Schluß . Eine
entsprechende Desktop-Version soll es nicht geben , denn Intel versucht mit
aller Macht die PC-Gemeinde auf den Pentium II einzuschwören . Schnellere
Desktop-Pentiums mit MMX würden da nur stören . Auf dem Notebook-Sektor sieht
die Sache dagegen anders aus : Die Mobilversion des Pentium II läßt auf sich
warten , voraussichtlich noch in dieser Jahreshälfte ist jedoch damit zu rechnen
. Während die Notebook-Hersteller bisher sehnsüchtig auf schnellere Mobil-CPUs
von Intel warteten , könnte sich das ausgerechnet im Hinblick auf den Pentium II
ändern . Die letzte Generation von stromsparenden Pentium mit MMX , wozu auch
der neue 266er zählt , benötigt dank der sogenannten 0,25-µm-Fertigungstechnik
nur noch etwa 5 Watt Leistung . Der Pentium II für Notebooks verbraucht dagegen
voraussichtlich über 8 W . Die damit verbundenen Wärmeprobleme in Notebooks
wollen sich nicht alle Hersteller aufhalsen . Außerdem sind sie demnächst nicht
mehr von Intels Roadmap für Mobilprozessoren abhängig . Zum ersten Mal bekommen
die Mobil-Pentiums damit Konkurrenz . Der 266-MHz-Prozessor dürfte dann nicht
mehr lange der schnellste PC-Prozessor in einem Notebook bleiben . Gleichzeitig
mit dem 266-MHz-Pentium stellte Intel noch eine 166-MHz-Version des Pentium mit
MMX vor . Der bisher erhältliche Mobilprozessor bei 166 MHz wurde noch in der
0,35-µm-Technik hergestellt . Durch die 0,25-µm-Technik verbraucht der Neue
lediglich 3 W und ist damit die sparsamste Intel-CPU . In 1000er Stückzahlen
kostet der 166er 300 $ als Dünnfilm-Version ( TCP ) und 373 $ als Mobile Module
. Den 266-MHz-Pentium gibt es als TCP-Version für 659 $ , und als Mobile Module
kostet er 732 $ . 800-Dollar-Notebook angekündigt Der bislang unbekannte
amerikanische Distributor SoftStream bietet online Notebooks ab 799-US-Dollar (
rund 1450 DM ) an - nach eigenen Angaben die billigsten Mobilrechner der Welt .
Das meldet heute der Online-Nachrichtendienst Business Wire . Im StreamBook 300A
sollen ein 300 MHz schneller Mobile Pentium II , 32 MByte Hauptspeicher und eine
3-GByte-Festplatte stecken . Weitere Komponenten wie eingebautes V.90-Modem ,
Li-Ion-Batterie und Notebook-Tasche gehören ebenfalls zum angegebenen
Lieferumfang . Für diese Ausstattung muß man bei anderen Distributoren einige
hundert Dollar mehr hinlegen . Wie SoftStream es schafft , weit unter den
marktüblichen Preisen zu verkaufen , darüber kann nur spekuliert werden , denn
noch sind die Geräte nicht verfügbar . Auch über die Qualität der Komponenten
liegen keine Angaben vor . Die Auslieferung soll am 10. Mai beginnen ,
Online-Bestellungen zur Bezahlung per Kreditkarte nimmt SoftStream jedoch schon
jetzt entgegen . Die Firma verlangt bereits bei Bestellung 10 Prozent des
Kaufpreises als Vorauskasse . GHz-Mobilprozessor von AMD Wie erwartet hat AMD
heute den Athlon 4 zuerst als Mobilversion vorgestellt . Mit Taktraten zwischen
850 und 1000 MHz soll der AMD-Mobilprozessor dem Intel Mobile Pentium III
Konkurrenz machen , den es ebenfalls bis 1 GHz Taktrate gibt . Der Mobile Athlon
4 ist mit der Stromsparfunktion PowerNow! ausgestattet . Intels SpeedStep kennt
dagegen nur zwei Einstellungen für Frequenz und Spannung , die aber nicht wie
bei PowerNow! dynamisch sind . AMD produziert den Mobile Athlon 4 im
0,18-Mikron-Verfahren in Dresden . Der L2-Cache ist 256 KByte groß und der
L1-Cache beträgt 128 KByte . Zeitgleich mit dem Mobile Athlon 4 hat AMD seine
Mobile-Duron-Linie um einen 800- und einen 850-MHz-Prozessor erweitert . Im
Unterschied zu anderen Mobile Duron liefert AMD diese Prozessoren mit PowerNow!
aus . Mit 128 KByte L1-Cache und 64 KByte L2-Cache kosten die beiden 195
beziehungsweise 170 US-Dollar . Allerdings tut sich AMD nach wie vor schwer ,
seine Mobilprozessoren im Notebook-Markt unterzubringen , denn fast alle
Hersteller setzen auf Intel-CPUs . So auch zunächst beim Mobile Athlon 4 : AMD
kann lediglich auf die Notebook-Serie Compaq Presario 1200 verweisen . Auch
Hewlett-Packard soll mit dem Mobile Athlon 4 liebäugeln , doch ob ein damit
ausgestattetes HP-Notebook in Europa verkauft wird , ist noch Spekulation .
Symbol lizenziert Springboard-Slot von Handspring Als erster Hersteller hat
Symbol Technologies die von Handspring entwickelte Springboard-Schnittstelle für
elektronische Organizer lizenziert , um sie in eigenen Geräten einzusetzen .
Bislang findet man den Springboard-Slot nur in den Handspring-eigenen Visor-PDAs
, die auf dem Palm OS basieren . Die oft kritisierte mangelnde Erweiterbarkeit
der Original-Palm-Geräte nahm Handspring zum Anlass , den proprietären
Springboard-Slot zu entwickeln . Mehr als zwei Dutzend Firmen haben schon
Protoypen für Springboard-Module gezeigt , doch bislang sind nur wenige davon
lieferbar . Für Handspring ist die Unterstützung der Springboard-Schnittstelle
der Schlüssel zum Erfolg , denn je mehr Springboard-Slots auf dem Markt sind ,
umso größer wird die Unterstützung der Modulhersteller ausfallen . Vor diesem
Hintergrund ist die Lizenzierung seitens Symbol für Handspring ein wichtiger
Schritt nach vorn . Frankfurter Buchmesse : Digitale Bücher kommen Der SoftBook
Reader mit edlem Lederdeckel und großem Display kostet 599.95 Dollar ,
NuvoMedias taschenbuchgroßes Rocket eBook schlägt mit 329 Dollar zu Buche . Rund
ein Jahr nach Verkaufsstart lässt das Leseangebot noch sehr zu wünschen übrig -
das soll sich nun ändern : Gestern rief Microsoft einen hochdotierten
Literaturpreis für E-Books im OEB-Format aus , heute setzt sich NuvoMedia in
Szene : Neben der deutschen Version des Rocket eBook präsentiert CEO Martin F.
Eberhard ein deutsches Distributionssystem für E-Books . Um Verlagen
elektronische Kopien gedruckter Bücher schmackhaft zu machen , hat die
Online-Buchhandlung BOL eine Website eingerichtet , auf der sich zunächst nur
ausgewählte und mit Rocket eBook ausgestattete Verlage Bücher laden können .
Digibuch , ein Versender digitaler Bücher in Adobes PDF-Format , wartet dagegen
nicht auf Lesegeräte . Anlässlich der Buchmesse hat das Unternehmen einen Reader
für den Palm-PDA zusammen mit einem E-Commerce-System für den E-Book-Versand
vorgestellt . Seit gestern können sich Interessierte den Reader nach Angabe von
Namen und Bankverbindung herunterladen . Stromsparende Celerons bis 500 MHz
Intel hat seine Mobile-Celeron-Reihe um drei Prozessortypen mit Taktraten von
400 MHz , 450 MHz und 500 MHz erweitert . Trotz gleiches Namens haben die Neuen
mit den bisherigen Mobile Celerons wenig gemeinsam : Sie sind in
0,18-µm-Struktur gefertigt , basieren auf dem Pentium-III-Kern und erlauben eine
Bustaktfrequenz von 100 MHz . Der L2-Cache wurde im Vergleich zum Mobile Pentium
III auf 128 KByte halbiert . Die Rechenleistung dürfte damit nicht mehr weit von
der des Mobile Pentium III entfernt sein . Intel hat jedoch auf einen genügend
großen MHz-Abstand zu dem viel teureren Boliden ( 650 MHz ) geachtet , sodass
die Performance-Krone eindeutig dort bleibt . Schließlich sollen die Mobile
Celerons nach Intels Vorstellung nur in Notebooks der unteren Preisklasse
eingesetzt werden . Die neue Generation der Mobile Celerons begnügt sich mit
deutlich weniger Energie als bisherige Intel-Chips . Insbesondere fällt der mit
400 MHz getaktete Mobile Celeron auf . Bei diesem hat Intel die Kernspannung auf
1,35 V abgesenkt ; das führt zu einer Leistungsaufnahme von nur 4,2 Watt . Die
450-MHz- und 500-MHz-Mobile-Celerons laufen mit einer Kernspannung von 1,6 V und
verbrauchen rund 6,6 beziehungsweise 7,3 Watt . Als einer der ersten Hersteller
hat Toshiba Noteboks mit den neuen CPUs angekündigt . Der Mobile Celeron mit 500
MHz soll ab Ende Februar in den Modellen der Satellite-4200-Serie zu finden sein
. Je nach Display-Größe und Konfiguration kosten die Notebooks zwischen 3800 und
6400 Mark . In welchen Mobilgeräten der genügsame Mobile Celeron mit 400 MHz
seinen Dienst tun wird , steht noch nicht fest . Motorola lizenziert Palm OS
Motorola will sich mit einer bisher ungenannten Summe an Palm Computing
beteiligen . Der Mobilgerätehersteller will zudem das Betriebssystem Palm OS
lizenzieren . Gleichzeitig sicherte Motorola EPOC , eine der dominierenden
Plattformen im Mobilmarkt , die weitere Unterstützung zu . Psion , Nokia ,
Ericsson und Motorola hatten sich im Sommer 1998 zur Symbian-Initiative
zusammengeschlossen , um mit dem EPOC-Betriebssystem ein Gegengewicht zu Windows
CE und dem Palm OS zu bilden . Doch Palm Computing konnte mit der Entscheidung ,
Palm OS über Lizenznehmer zu vertreiben , zuletzt einigen Boden gutmachen . Nach
Nokia ist Motorola der zweite Symbian-Partner , der mit Palm Computing auf
Schmusekurs geht . Da Motorola auch Symbian die Treue halten will , bleibt das
Rennen um die vorherrschende Mobilplattform weiterhin spannend . Toshiba entert
Handheld-Markt Jetzt ist es offiziell : Toshiba will den viel versprechenden
Handheld-Markt nicht allein der Konkurrenz überlassen und hat heute den Genio in
Japan vorgestellt . Mit einem StrongArm-Prozessor ( 206 MHz ) und 32 MByte RAM
dürfte die Rechenleistung auf dem Niveau eines Compaq iPAQ H36xx liegen . Wegen
des Farbdisplays beträgt die Akkulaufzeit wohl nur einige Stunden . Das Modell
ohne MicroDrive soll im August in den Handel kommen ; mit Festplatte wird der
Genio laut Toshiba ab September in den japanischen Läden ausliegen . Noch dieses
Jahr soll der Toshiba-Pocket-PC nach Nordamerika kommen . Wann der Eintritt in
den europäischen Markt geplant ist , steht derzeit noch nicht fest . Für
Microsoft und seine Pocket-PC-Plattform kann Toshibas Auftritt im Handheld-Markt
gar nicht hoch genug bewertet werden . Geht man davon aus , dass der Genio kein
Versuchsballon ist , dann sieht der Konzern seine Handheld-Zukunft eher in den
Pocket PCs als in Palm-OS-PDAs . Das könnte Signalwirkung haben , zumal fast
alle wichtigen Notebook-Hersteller über kurz oder lang ihre Versionen von
Handhelds vorstellen werden . Sony hat sich mit dem Clié bereits auf die Seite
von Palm OS geschlagen . IBM hat bislang keine eigenen Handhelds im Programm ,
sondern verkauft schon seit geraumer Zeit Palm-Handhelds in ThinkPad-Schwarz .
Fragt sich , wie lange IBM das noch macht , bevor der Gigant eigene Handhelds
vorstellt - mit Windows CE oder Palm OS ? Fujitsu-Siemens wird wohl ebenfalls
Handhelds vorstellen - wobei sich natürlich sofort die Frage stellt , ob es das
Siemens-Smartphone SX45 mit Windows CE sein wird , das in Kürze die Produktreife
erreichen soll . Trotz aller Unkenrufe beherrscht immer noch Palm mit seinem
Betriebssystem den Markt , doch Insider gehen davon aus , dass es der
Branchenprimus in Zukunft schwer haben wird . Zum einen sind die eher zaghaften
Plattform-Verbesserungen an Palm OS kaum eine Motivation für Lizenznehmer , auf
den Palm-OS-Zug aufzuspringen . Zum anderen unternehmen Firmen wie Casio und
Compaq mehr denn je , um den Pocket PCs zur Handheld-Plattform Nummer eins zu
machen . Vor allem Compaq drückt um jeden Preis die iPAQ-Serie in den Markt und
lanciert eine Millionen-schwere PR-Aktion nach der anderen . Eines ist sicher :
Das Rennen zwischen Pocket PC und Palm-OS-PDA wird immer spannender .
IBM-Quantencomputer aus fünf Qubits Aus fünf Fluoratomen , die Teil eines
Moleküls sind , bauten IBMs Forscher einen Quantencomputer . Jedes der
Fluoratome dient als Hardware für ein Qubit , dem quantenmechanischen Analogon
eines Bit . Um ein messbares Signal zu bekommen , schwimmen unzählige dieser
Moleküle in einer Flüssigkeit . Das Herz des Quantencomputers sind die Kerne der
fünf Atome . Sie werden mit kurzen Radiofrequenzpulsen angeregt und mit einer
Methode ähnlich der eines Kernspintomographen messen die Forscher deren Reaktion
. Das Molekül ist so beschaffen , dass die Atomkerne in einfacher Weise
miteinander wechselwirken und so ein Quantenregister bilden . Ein Qubit nimmt
nicht nur den Zustand logisch 1 oder 0 an , sondern beide zusammen . Ein
Register aus fünf Qubits vereint damit gleichzeitig alle möglichen Zustände in
sich . Was für einen 5-Qubit-Quantencomputer eine einzige Rechenoperation ist ,
dafür braucht ein herkömmlicher Rechner mit einem 5-Bit-Register 32 Durchgänge .
Das Beispiel , wenn auch sehr vereinfachend , demonstriert , welches Potenzial
in einem Quantenrechner steckt . Doch das Quantengebilde hat auch seine
Schattenseiten . Danach mutiert es zum schnöden Bit mit einer festen 1 oder 0 .
Damit die Rechenleistung des Quantencomputers deshalb nicht mit der Messung des
Ergebnisses verpufft , müssen Algorithmen her , die ein gestelltes Problem so
anpacken , dass ein einziges Ergebnis zum Schluss alle Lösungen enthält . Die
IBM-Forschungsgruppe um Isaac L. Chuang in San Jose hat hier Erstaunliches
geleistet , denn sie konnten einen neuen Algorithmus in ihrem Quantencomputer
implementieren . Dabei geht es darum , in einer mathematischen Funktion eine
Periodizität zu finden . Was sehr theoretisch klingt , hat handfeste Anwendungen
in der Kryptografie und kann bestehende Verschlüsselungsmethoden gefährden .
Doch bis dahin wird wohl noch einige Zeit vergehen , denn erst , wenn die Zahl
der Zustande zwanzig bis vierzig erreicht , wird der Quantencomputer vom
Forschungs- zum Rechengerät . Wie und wann das realisiert werden soll , weiss
derzeit niemand . Ob der IBM-Computer " the world 's most advanced quantum
computer ist " , wie vollmundig verbreitet , darf übrigens bezweifelt werden .
Schon im Juli veröffentlichte das renommierte Fachblatt Physical Review A einen
Artikel , in dem ein Forschungskonsortium den ersten Quantencomputer aus fünf
Qubits vorgestellt hatte , ebenfalls mit fünf Atomen in einem hausgemachten
Molekül . Ein weiteres Experiment einer anderen Forschungsgruppe zeigte sogar
acht Zustände in einem einzigen Atom . Siehe dazu auch den Artikel in Telepolis
: IBM meldet Durchbruch bei Quantencomputern . Mobile Celerons jetzt bis 466 MHz
Kurz vor der mehrfach verschobenen Markteinführung des Mobile Pentium III dreht
Intel nochmals an der Geschwindigkeitsschraube des Mobile Celeron . Die neuen
Typen mit 433 und 466 MHz führen jetzt die x86-Prozessorriege für Mobilgeräte an
. Damit überholt die Celeron-Linie , die Intel eigentlich im Niedrigpreissegment
ansiedelt , das Flaggschiff Mobile Pentium II , denn dort ist bei 400 MHz
Schluss . So hatte sich das der Prozessorhersteller in seiner Roadmap
ursprünglich nicht vorgestellt : Statt dessen tritt nun die teurere
Prozessorlinie auf der Stelle . Wer die mobile Leistung benötigt , wählt besser
den Mobile Celeron , denn bei gleicher Taktrate liegt er mit dem Pentium II fast
gleichauf , zumal der L2-Cache beim Mobile Pentium II mit 256 KByte nur doppelt
so groß ist wie im Mobile Celeron . Der Mobile Pentium III wird voraussichtlich
erst Ende Oktober auf den Markt gelangen . Mit seiner 0,18-µm-Struktur soll er
mit der Akkuenergie sparsamer umgehen als Celeron und Pentium II , die noch in
0,25-µm-Struktur gefertigt sind ( mit Ausnahme des 400 MHz Pentium II , den es
in beiden Ausführungen gibt ) und rund 10 Watt konsumieren . PDA-Hersteller
Handspring bekennt Farbe Handspring erweitert seine Palette elektronischer
Organizer um den Visor Platin und den Visor Prisma . Zusammen mit dem Visor und
dem Visor Deluxe hat der Palm-Konkurrent damit vier Modelle im Rennen . Der
Visor Prisma ist mit einem 16-Bit-Farbdisplay ausgestattet und soll 1300 Mark
kosten . Im 800 Mark teuren Visor Platin steckt dagegen ein Graustufen-Display .
Beide Geräte sollen erheblich mehr Rechenleistung als die meisten anderen
Palm-OS-PDAs bieten , da sie mit dem Motorola Dragonball V bei 33 MHz arbeiten .
Bislang war bei rund 20 MHz Schluss . Nachdem Handspring die ersten
Visor-Modelle erfolgreich im unteren Marktsegment platzieren konnte , hat der
Hersteller mit den Neuvorstellungen den professionellen Anwender im Blick und
will Hauptkonkurrent Palm auch hier in Bedrängnis bringen . Palm hat seinerseits
vor Kurzem mit dem Einsteigergerät Palm m100 und dem 8-MByte-Gerät Palm IIIxe
geantwortet und kann mit dem Palm IIIc schon seit einiger Zeit ein Gerät mit
Farbdisplay vorweisen . PDF-Dateien werden käuflich Schneller als nach der
Ankündigung im Sommer erwartet hat Adobe " Web Buy " zur Verfügung gestellt ,
eine E-Commmerce-Lösung für PDF-Dokumente . Eine neue Version der Acrobat Reader
Software mit Web-Buy-Zusatz wird bereits zum Download angeboten . Damit ist es
jetzt auch möglich , verschlüsselte Inhalte aus dem Web herunterzuladen und
anzuzeigen . Dazu gehört der Adobe Merchant , eine Server-basierte Software ,
die es Anbietern gestattet , Texte zu verschlüsseln und über Web Buy zu
verkaufen . Offenbar strengt Adobe sich mächtig an , sein PDF-Format fit für
kommende E-Books zu machen und dem kürzlich verabschiedeten Open-eBook-Standard
( OEB ) etwas entgegenzusetzen , hinter dem unter anderem Microsoft und der
E-Book-Hersteller NuvoMedia stehen . Ob sich Adobes Konzept durchsetzen wird ,
ist allerdings noch fraglich . Zwar liegen viele Dokumente und Buchdateien
bereits im PDF-Format vor , aber gegen den von Microsoft und den
E-Book-Herstellern favorisierten OEB-Standard dürften es andere Firmen schwer
haben . c't berichtet über EBX und OEB ausführlich in der kommenden Ausgabe
24/99 . Das erste Polymer-Display ( Update ) Zusammen mit Seiko-Epson hat die
Firma CDT ( Cambridge Display Technology ) das erste hochauflösende Display aus
" glühendem Plastik " vorgestellt . Jetzt wurden nähere Details des Prototypen
bekannt : Die Ansteuerung der Pixel erfolgt wie bei herkömmlichen TFT-Displays
durch Dünnfilmtransistoren . Die Pixel bestehen nicht wie bisher aus
Flüssigkristallen , sondern aus lichtemittierenden Polymeren ( LEP ) . Durch den
Wegfall von Hintergrundlampe , Farb- und Polarisationsfilter beträgt der
Betrachtungswinkel annähernd 180 Grad . Zudem verbraucht das Display nur einen
Bruchteil der Energie , die für hintergrundbeleuchtete LC-Displays benötigt wird
, und empfiehlt sich daher besonders für den mobilen Einsatz . Der
Display-Prototyp besteht aus grün leuchtenden LEPs , ist also monochrom . Noch
dieses Jahr will CDT ein Farb-Display vorstellen , dessen Pixeln aus roten ,
grünen und blauen LEPs zusammengesetzt sind . Auch das Problem der zu geringen
Lebensdauer von elektronischen Bauteilen aus Polymeren will man bald gelöst
haben . Für den Prototypen gibt CDT eine Lebensdauer zwischen 5000 und 10.000
Stunden an . Ein herkömmlicher Röhrenmonitor kommt dagegen auf 50.000 Stunden .
Ein Notebook-Akku für 15 Stunden Wer mit Notebook unterwegs auf den Akkubetrieb
angewiesen ist , macht selten ein zufriedenes Gesicht , denn meist ist der Akku
nach weniger als drei Stunden leer . Doch während alle paar Wochen neue
Hardware-Komponenten den Mobilrechnern zu noch mehr Rechenleistung verhelfen ,
tritt die Akkutechnologie im Vergleich dazu nahezu auf der Stelle . Nach wie vor
liefern Lithiumionen-Akkus den Strom , Mobilindustrie und Anwender warten weiter
auf den großen Wurf . Den will die kanadische Firma Electrofuel mit ihrem
PowerPad gemacht haben , einer Batterie , die ein Notebook der heutigen
Generation bei gleichem Akkuvolumen doppelt so lange am Leben halten soll .
Während die Energiedichte von Lithiumionen-Akkus 200 bis 300 Wh/l erreicht ,
kommt PowerPad auf 470 Wh/l . Wie sie diese derzeit wohl höchste Energiedichte
eines Notebook-Akku erreichen , behalten die Entwickler von Electrofuel
weitgehend für sich . Bislang vertreibt Electrofuel den Akku als dünne Platte ,
die unter einem beliebigen Notebook klemmt und dieses bis zu 15 Stunden mit
Strom versorgen soll . Das PowerPad gibt es in drei Ausführungen mit 100 bis 210
Wh zu Preisen zwischen 200 und 800 US-$ . Erst nächstes Jahr sollen die Akkus
auch in Notebooks integriert werden . Das Lithium-Ion-Superpolymer-Verfahren ist
nicht zu verwechseln mit der Lithium-Polymer-Technik , die in den letzten Jahren
immer wieder von sich reden machte . Schon längst sollten Lithium-Polymer-Akkus
mit wesentlich längeren Laufzeiten am Markt sein , doch der schwierige chemische
Prozess hat die Serienproduktion immer wieder verzögert , und vor 2000 wird man
wohl keinen Lithium-Polymer-Akku in einem Notebook finden . Tuning für
Glasfasernetze Der Datenverkehr in internationalen Kommunikationsnetzen erreicht
mittlerweile häufig das Übertragungslimit bestehender Leitungen . Selbst moderne
Glasfasernetze mit einer Übertragungsrate von mehreren Gigabit pro Sekunde
reichen in naher Zukunft für internationale Verbindungen nicht mehr aus . Statt
jedoch neue und teure Leitungen quer über den Globus zu legen , verfolgen
Wissenschaftler am Heinrich-Hertz-Institut für Nachrichtentechnik in Berlin (
http://www.hhi.de ) einen anderen Weg : Mit einer neuen Übertragungstechnik
gelang es ihnen , über herkömmliche Glasfasern 160 Gigabit pro Sekunde zu
übertragen . Bisherige Übertragungssysteme verwenden meist Wellenlängen zwischen
1,3 und 1,55 Mikrometer und kommen auf 2,5 Gigabit/s . Insbesondere die
Dispersion begrenzt die Datenrate , indem sie die Signalpulse verändert . Je
kürzer die Signale , desto höher die Transferrate - und desto größer die
Dispersion . Die Forscher entwickelten eine Technik , mit der sie die Dispersion
kompensieren . Dadurch können sie kürzere Signale über die Glasfaser schicken
und so die Datenrate erhöhen . Mit vier Wellenlängen um 1,55 Mikrometer und
jeweils 40 Gigabit/s erzielen sie Reichweiten von 100 km . Ohne das Kabel
anzurühren läßt sich so die Kapazität bestehender Leitungen ausbauen . Die
Netzbetreiber müssen dazu die Sende- und Empfangseinrichtungen am Anfang und am
Ende der verlegten Leitungen nachrüsten . Notebooks mit
650-MHz-Intel-Mobilprozessoren Mit drei neuen Modellen der
Mobile-Pentium-III-Generation erweitert Intel seine Prozessorpalette für
Notebooks . Die 600 MHz und 650 MHz schnellen CPUs verhelfen den Mobilrechnern
zu einem kräftigen Leistungssprung . Der Dritte im Bunde wird wie der bisherige
Spitzenreiter mit 500 MHz getaktet , aber mit einer verminderten Kernspannung
von 1,35 Volt betrieben . Statt rund 10 W wie der " alte " 500er verbraucht die
neue 500-MHz-CPU nur noch 8 W . Wegen der verminderten Wärmeentwicklung gönnt
sie darüber hinaus dem Lüfter und so letzten Endes auch dem Benutzer mehr Ruhe
als bei bisherigen Highend-Notebooks . Diese Tugenden dürften sich auch in einer
längeren Akkulaufzeit niederschlagen . Die beiden Boliden mit 600 und 650 MHz
verbrauchen dagegen mit rund 14 W so viel wie noch kein anderer
Intel-Mobilprozessor . Um die negativen Auswirkungen einer zu kurzen
Akkulaufzeit im Zaum zu halten , stattet der Chip-Hersteller diese beiden CPUs
erstmals mit der SpeedStep-Technologie aus . Die Mobil-CPUs mit SpeedStep können
im laufenden Betrieb ihre Taktfrequenz auf 500 MHz und ihre Kernspannung von 1,6
auf 1,35 V senken - beispielsweise dann , wenn das betreffende Notebook im
Akkubetrieb läuft . Am Stromnetz schaltet SpeedStep wieder auf die maximale
Taktfrequenz um . Bei aktiviertem SpeedStep sinkt die Rechenleistung natürlich
wieder um genau diesen Betrag . Trotz verminderter Frequenz und Kernspannung
verbesserte sich die Akkulaufzeit unseren Messungen zufolge nur um rund 15
Prozent . Das haben allerdings ausgeklügelte Energiespareinstellungen auch schon
erreicht . Der große Wurf ist SpeedStep damit nicht : Das Augenmerk der in Frage
kommenden Anwender liegt jedoch auf der Rechenleistung . Mit 100 MHz Busfrequenz
, 3D-Grafikchips wie dem ATI Rage Mobility oder dem S3 Savage war der
Leistungsabstand zwischen Highend-Desktop und Spitzen-Notebook noch nie so
gering wie mit dem 650-MHz-Mobile-Pentium-III - auch wenn nach wie vor ein 800
MHz schneller Athlon mit entsprechendem Umfeld locker einem 650-MHz-Notebook
davon zieht und ein solches System nicht einmal die Hälfte kostet . Wer dagegen
auf Akkulaufzeit Wert legt , der spart mit einem 333 MHz schnellen Mobile
Celeron viel Geld und Akkufüllung . Der teurere neue Mobile Pentium III mit 500
MHz bietet sich hier als Kompromiss aus Energieverbrauch und Rechenleistung an .
Ein Mobile Pentium III mit 650 MHz kostet im Tausenderpreis je 637 US-Dollar .
Die 600-MHz-Version schlägt mit 423 US-Dollar und die 500-MHz-CPU mit 294
US-Dollar zu Buche . Bis Ende Januar 2000 werden voraussichtlich die meisten
großen Notebook-Hersteller ihre Spitzenmodelle mit SpeedStep vorstellen . Das
dünnste Notebook der Welt Hewlett-Packard und Mitsubishi präsentieren das
Ergebnis ihrer gemeinsamen Entwicklungsarbeit in Form eines Notebooks mit
12,1-Zoll-TFT-Display , das insgesamt nicht einmal zwei Zentimeter dick ist und
unter 1,5 kg wiegt . Ein 233-MHz-Tillamook-Prozessor , 64 MByte Hauptspeicher
und 1-GByte-Festplatte bringen die Maschine auf Touren . HP nennt die Flunder
OmniBook Sojourn , während sich Mitsubishi für den Namen Pedion entschieden hat
. Voraussichtlich im Mai werden die Notebooks mit Preisen jenseits der
10000-Mark-Grenze den deutschen Markt erreichen . Zum Notebook gehört eine
Docking Station mit CD-ROM- und Disketten-Laufwerk , auf die das Pedion
beziehungsweise Sojourn aufgesetzt wird . Damit mutiert der Flache wieder zu
einem Mobilgerät mit üblichen Notebook-Maßen . Die Akku-Laufzeit beträgt laut
Mitsubishi nicht einmal zwei Stunden - das ist der Tribut an das Gehäuse-Design
, denn ein ausgewachsener Akku findet keinen Platz . Gerät plus Akku-Pack wiegen
2,4 kg und sind knapp 3 cm dick . Fazit : Mitsubishi und Hewlett-Packard
demonstrieren eindrucksvoll Mobiltechnik an vorderster Front - in deren Genuß
kommt aber nur derjenige , der auf Laufwerke verzichten kann und sich mit
weniger als zwei Stunden Laufzeit begnügt . Pocket PC " Windows powered " gegen
Palm Microsoft startet am morgigen Mittwoch mit dem Pocket PC und der
Windows-CE-Version 3.0 einen weiteren Angriff auf den von Palm Computing
dominierten Markt der tastaturlosen Taschen-Computer . Die Gerätehersteller
Compaq , Casio und Hewlett-Packard sind mit im Bunde bei dem wahrscheinlich
letzten Versuch , den millionenfach verkauften Palms den Platz in der Hemdtasche
streitig zu machen . Bislang hießen die Windows-CE-Computer " Palm-size PC " .
Sie floppten , weil Microsoft partout das von Windows 9x gewohnte Look & Feel in
kleine Displays zwängen wollte . Zudem nervte die allzu häufig aufpoppende
Sanduhr - Windows CE war auch auf recht leistungsfähiger Hardware ziemlich lahm
. Mit dem neuen Namen will Microsoft jetzt einen Schlusstrich unter die
Vergangenheit ziehen : Die stiftbedienbaren Geräte heißen ab sofort " Pocket PC
" , und statt Windows CE klebt jetzt ein Sticker mit der Aufschrift " Windows
powered " auf dem Gehäuse . Der erste Eindruck der c't-Redaktion vom Pocket PC :
Microsoft hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt . Auf Kinkerlitzchen hat
Microsoft verzichtet , stattdessen leuchtet dem Anwender ein klar strukturiertes
Interface entgegen . Viele nützliche Details wie aufpoppende Menüs , um Daten zu
kopieren oder zu löschen , erleichtern die Handhabung des Stiftes auf dem
berührungssensitiven Display . Der Media Player spielt neben den
Microsoft-eigenen WMA- auch MP3-Dateien in Stereo ab und der Reader stellt
E-Books mit ClearType dar , einer Technik , die auf Farb-LC-Displays Schrift
weniger pixelig erscheinen lässt . Windows CE 3.0 bietet also mehr Entertainment
als sein Vorgänger . Das Pocket Office kennen Windows-CE-Benutzer schon von den
Tastatur-Handhelds ; jetzt gibt es Pocket Excel und Pocket Word auch für den
Pocket PC . Die Synchronisations-Software ActiveSync liegt in der Version 3.1
vor und kann nun auch über USB Daten abgleichen . Allerdings arbeitet ActiveSync
nur mit Outlook zusammen , um Adressen und Einträge zu synchronisieren .
Anwender von Lotus Organizer müssen sich kostenpflichtige Zusatzprogramme wie
etwa IntelliSync zulegen . Mit einem ersten Seriengerät eines Pocket-PC konnte
c't bereits testen , wie die Hardware-Hersteller Windows CE 3.0 in Geräte
umsetzen . Eines soll schon vorab verraten werden : Auf dem Pocket PC erscheint
keine Sanduhr mehr - stattdessen blickt man jetzt auf einen hemdknopfgroßen
Kreis mit sich drehenden Farbflächen ... Gemstar kauft NuvoMedia und SoftBook
Press Die vorwiegend als Multimedia-Zulieferer tätige Gemstar International
Group hat mit NuvoMedia und SoftBook Press zwei Hersteller von
E-Book-Lesegeräten gekauft . Die Übernahme kam selbst für Insider überraschend .
Gemstar verfügt mit den beiden Unternehmen über das komplette Marktsortiment an
Lesegeräten für E-Books . Der Kaufpreis ist nicht bekannt , doch gab Gemstar an
, den Kauf über einen Aktientausch abgewickelt zu haben , wobei weniger als drei
Prozent des eigenen Aktienpakets in das Geschäft geflossen seien . Die
Gemstar-Gruppe , die sich bislang hauptsächlich durch Tools für
On-Screen-Fernseh- und Videokonfiguration hervorgetan hat , ist im Geschäft mit
elektronischer Literatur ein Neuling und verfügt kaum über Kontakte zu
Verlagshäusern . Diese Verbindungen bringen hingegen NuvoMedia und SoftBook mit
. Beide Unternehmen haben in den letzten Monaten Abkommen mit vielen
Großverlagen geschlossen , um deren Lesestoff zukünftig für die eigenen
E-Book-Reader anbieten zu können . Während die Verantwortlichen vieler
Unternehmen und Verlage dem winzigen E-Book-Markt mit seinem mageren Angebot an
Lesegeräten und dem bislang äußerst schmalen Literatursortiment noch unschlüssig
gegenüberstehen , scheint Gemstar fest an die Zukunft des E-Publishing zu
glauben . Nun , da dieser gemeinsame Standard für E-Books besteht , bewegt sich
einiges . Mit eigener Reader-Software , die Microsoft auf PCs und zukünftige
Handhelds ( " Pocket PCs " ) packen will , sowie sicheren E-Commerce-Systemen
für den E-Book-Verkauf könnte in den nächsten zwei bis drei Jahren tatsächlich
ein ansehnlicher Markt entstehen . Bis dahin muss jedoch das Angebot an
elektronischen Büchern noch deutlich wachsen - zurzeit sind erst wenige Tausend
verfügbar . Siemens wählt Symbian-Plattform für Smartphones Siemens setzt in
Zukunft auf die Symbian-Plattform Epoc als Betriebssystem für seine Smartphones
. Wann und welche Smartphones auf den Markt kommen sollen , verriet die
Information and Communications Mobile Group von Siemens allerdings nicht . Die
treibende Kraft hinter Symbian ist die britische PDA-Schmiede Psion , aus derem
Haus das Betriebssystem ursprünglich stammt . Das erklärte Ziel von Symbian ist
es , die Plattform im Mobilmarkt in verschiedenen Sparten zu etablieren . Für
Symbian ist die Ankündigung von Siemens ein wichtiger Schritt , denn das
Konsortium strengt sich mächtig an , um Epoc auf breiter Front durchzusetzen .
Da kommt die Smartphone-Ankündigung gerade recht , zumal Siemens mittlerweile zu
den größten Herstellern von Mobiltelefonen gehört . Ericsson hat mit dem R380
bereits ein Epoc-Smartphone im Angebot und Nokia setzt mit dem schon
angekündigten Communicator 9210 ebenfalls auf die Symbian-Plattform . Für
SmartPDAs , etwa tastaturlose Handhelds mit integriertem Mobiltelefon , sieht es
dagegen weniger rosig aus : Erst kürzlich hat Motorola die gemeinsame
Entwicklung eines solchen Gerätes mit Psion gestoppt - die kommerzielle
Umsetzung des schon letztes Jahr vorgestellten Referenz-Designs Quartz rückt
damit wohl in weite Ferne . Wasserzeichen sollen DVD-Raubkopien verhindern Mit
Hitachi , IBM , NEC , Pioneer und Sony wollen fünf Global Player mit Hilfe von
digitalen Wasserzeichen einen wirksamen Kopierschutz für Videos durchsetzen .
Die Technologie soll in zukünftigen DVD-Systemen zur Anwendung kommen , um zu
verhindern , daß Filme auf beschreibbaren DVD-Scheiben vervielfältigt werden .
Die digitalen Wasserzeichen enthalten Information über Copyright oder
Kopierschutz , die zunächst unsichtbar in Bildern oder digitalen Videos
versteckt ist . Erst geeignete Software oder Detektor-Chips in zukünftigen
Digital-Recordern spüren die Daten auf und sollen gegebenenfalls Kopien
verhindern . Palm-Serie m500 mit Palm OS 4.0 und Erweiterungsslot Palm rüstet
bei den elektronischen Organizern weiter auf : Zur Einsteiger-Serie m100 mit der
kleineren Display-Diagonale kommt jetzt die Highend-Serie Palm m500 mit zwei
Geräten dazu . Wie bereits vor einigen Tagen durchsickerte , hat der m500 ein
Graustufen-Display und der m505 eine Farbanzeige , die 65.535 Farben darstellen
kann . Die Palm-III-Serie lässt Palm aussterben ; von der Palm-V-Serie soll es
zukünftig nur noch den Palm Vx zu einem reduzierten Preis geben . Die m500-Serie
lehnt sich im Design eng an die Palm-V-Serie an . Die Unterschiede offenbaren
sich auf den zweiten Blick : Am oberen Gehäuserand befindet sich ein schmaler
Schlitz für briefmarkengroße Secure-Digital-Cards ( SD-Cards ) . Bislang passen
auf eine solche Karte 64 MByte Speicher , doch bald soll es Erweiterungen wie
ein Bluetooth-Modul , ein Modem oder eine Kamera geben . Nicht nur die SD-Card
im PDA ist ein Novum , sondern auch die Abkehr vom Software-Puritanismus : Palm
legt viel Wert auf seine in Palm OS 4.0 verbesserten Erinnerungsfunktionen .
Neben akustischem Alarm und Display-Anzeige blinkt auch eine eine LED als
Alarmmelder auf . Zusätzlich haben die m500-PDAs einen Vibrationsalarm . Mit dem
Universal Connector getauften Anschluss hat Palm schon wieder ein neues Format
für Erweiterungen erfunden . Zusatz-Hardware für Palm III , m100 oder Palm V ist
damit für einen m500 zunächst wertlos . Man kann nur hoffen , das bald
Drittanbieter einen Adapter im Programm haben werden . Der m505 hat ein
reflektives Farbdisplay , das Besitzer des Compaq iPAQ H3630 schon kennen .
Leider hat Palm die sensorgesteuerte Lichtregelung des iPAQ nicht übernommen ,
stattdessen kennt die Zusatzbeleuchtung des m505 nur zwei Einstellungen : An und
Aus . Bei ausgeschaltetem Zusatzlicht ist der Kontrast allerdings wesentlich
schlechter als bei Palm-PDAs mit Graustufen-Display . Und selbst mit Beleuchtung
sieht die Anzeige in normaler Büroumgebung auf dem von Palm c't zur Verfügung
gestellten Vorseriengerät recht trübe aus . Der Lithium-Ionen-Polymer-Akku im
Gehäuse spart nicht nur Gewicht , sondern speichert auch mehr Energie als ein
Li-Ion-Akku . Man darf beim Gerät mit Farbanzeige wohl mit einer
durchschnittlichen Nutzungsdauer von 1 bis 2 Wochen rechnen . Mit 13 mm Dicke
ist der m505 der schmalste PDA mit Farbdislay . Er soll 1.200 Mark kosten und ab
Juni in mehrsprachigen Ausführungen zu haben sein . Etwas billiger ist der m500
mit Graustufen-Display , den es ab Mai für 1.000 Mark geben soll . TI bald ohne
Speicher Texas Instruments will seinen DRAM-Bereich komplett an Micron
Technologies veräußern und in diesem Zuge weltweit 3500 Mitarbeiter entlassen .
Der Chipproduzent zieht sich mit dem Verkauf der drei DRAM-Fabriken in Italien
beziehungsweise Richardson , Texas und Singapur sowie der Weitergabe von zwei
Joint Ventures endgültig aus dem Speichergeschäft zurück . Die Texaner
konzentrieren sich vollkommen auf das Geschäft mit digitalen Signalprozessoren .
Angesichts der extremen Talfahrt bei den DRAM-Preisen scheinen DSPs ein
zukunftsträchtigeres Feld zu sein . Die kleinen Mikroprozessoren sitzen
beispielsweise in Handys und vielen anderen Kommunikationsgeräten . Linux für
Palm III Ab sofort bietet Empower Technologies eine Linux-Version für den Palm
IIIx und Palm IIIxe an . Das Linux DA O/S v1.0 DB hat einen Kernel , der für den
Motorola DragonBall im Palm III optimiert ist . Eine Demoversion für die beiden
Geräte Palm IIIx und Palm IIIxe steht kostenlos zum Herunterladen bereit . Sie
enthält abgesehen vom Betriebssystem einige Anwendungen wie Adressdatenbank und
Kalender . Eine Version für PDAs der Palm-V-Serie soll folgen . Empower
Technologies will den Linux-Kernel zusammen mit einem Software Development Kit (
SDK ) , einem Application Programming Interface ( API ) , einer Bedienoberfläche
und einer virtuellen Tastatur inklusive Handschriftenerkennung an Firmen
lizenzieren . Demnächst soll die Linux-Unterstützung für die StrongARM- und
XScale-Plattform folgen . Buchmesse : Die zweite E-Book-Generation Mit den zwei
neuen E-Book-Lesegeräten REB1100 und REB1200 will Gemstar eBook den
dahindümpelnden Markt für elektronische Bücher in Schwung bringen . Das REB1100
hat ein Graustufen-Display und sieht dem einzigen in Deutschland verfügbaren
Lesegerät , dem Rocket eBook , ähnlich , ist aber leichter und etwas dünner . Im
Unterschied zum Vorgängermodell ist es mit einem Modem ausgestattet , damit man
E-Books auch auch ohne den Anschluss am PC kaufen kann . Die Ähnlichkeit zum
Rocket eBook kommt nicht von ungefähr , denn schließlich gehört der
Rocket-eBook-Hersteller NuvoMedia jetzt zu Gemstar . Während NuvoMedia noch zur
Kategorie der Startup-Firmen zählt , spielt Gemstar in einer anderen Liga : Das
Mutterhaus Gemstar TV-Guide rangiert immerhin unter den Nasdaq Top 100 . Und
Ableger Gemstar eBook kleckert nicht , sondern klotzt : Das REB 1200 hat ein
Farbdisplay , ist etwa so groß wie ein Hardcover-Buch und soll das
ausschließlich in den USA verkaufte SoftBook ablösen . Auch dessen Hersteller
SoftBook Press verleibte sich Gemstar ein . Zur Speichererweiterung steht ein
CompactFlash-Steckplatz zur Verfügung . Auch mit den neuen Geräten muss das
Lesematerial direkt oder indirekt ( über einen Online-Shop ) vom
Gemstar-eBook-Server geladen werden . Gemstar eBook verschlüsselt ein E-Book
gerätespezifisch , so dass kein anderes Lesegerät die Datei anzeigen kann .
Damit untersagt die Firma dem Kunden , ein E-Book zu verleihen . Mit weniger
strikten Sicherheitsvorkehrungen hätte man die Verlage nicht davon überzeugen
können , Lesematerial zur Verfügung zu stellen , hieß es . Bislang gibt es in
Deutschland nur wenige hundert verfügbare Titel und wenig mehr als tausend
Rocket eBooks , weil offensichtlich zu wenig Geräte produziert wurden . Mit
Gemstar und Thomson Multimedia dahinter könnte das E-Book-Geschäft jedoch
durchstarten . Die beiden Lesegeräte sollen noch diese Jahr in den USA verkauft
werden und nächstes Jahr nach Europa kommen . Systems : Erster LAN-fähiger
Datenprojektor Die Firma In Focus präsentiert mit dem LP755 den ersten
netzfähigen Datenprojektor . Auf Knopfdruck stehen dem Vortragenden in einem
Konferenzraum damit die Präsentationen aus dem Firmennetz zur Verfügung . Ein PC
oder Notebook vor Ort wird nicht mehr benötigt . Die zusätzlich zum Projektor
notwendige Management-Software LightPort erlaubt auch , dem physisch nicht
anwesenden Vortragenden die Präsentation in Echtzeit über einen Web-Browser an
den Projektor im Vortragssaal zu überspielen und den Vortrag zu halten . Eine
LightPort-Lizenz kostet rund 1200 Mark , der Projektor etwa 16.000 Mark . Comdex
: Celeron auch für Notebooks Zwar präsentieren die Hersteller noch keine
Produkte , doch mangelt es auf der Comdex nicht an Absichtserklärungen ,
Notebooks mit dem Mobile Celeron auf den Markt zu bringen . Intels Roadmap zeigt
für das erste Quartal '99 zwei Mobile-Celeron-Versionen mit 233 MHz und 266 MHz
. Zeitgleich werden die ersten damit bestückten Mobilrechner in den Handel
kommen . Intel peilt mit der CPU-Generation den Einsteiger-Markt an , auf dem
sich heute bereits Notebooks tummeln , die mit preisgünstigen Prozessoren
anderer Hersteller , wie AMD und Cyrix , bestückt sind . Zum Mobile Celeron
gehören 128 KByte L2-Cache und ein neuer Low-Cost-Chipsatz . Fehlerhafte
Intel-Mobilprozessoren Intel hat Mobile-Pentium-II- und
Mobile-Celeron-Prozessoren der Bauart " Mobile Module 1 " ( MMC1 ) ausgeliefert
, die in Notebooks ihren Dienst versagen können . Betroffen sind nur die mit 400
MHz getakteten Prozessoren auf einem MMC1 der Version 504 . Intel hat
versprochen , die Module auszutauschen . Elektronisches Rauschen in einem
Stromkreis auf dem Modul hat zur Folge , dass ein Notebook nicht bootet . Da der
Fehler sofort auftritt , ist es unwahrscheinlich , dass Notebooks mit einem
solchen Mobile Module an Kunden ausgeliefert werden . Dies würde nur passieren ,
wenn vor der Auslieferung der Geräte keine Endkontrolle erfolgte . Die
Alarmglocken sollten aber bei denjenigen Händlern und OEM-Partnern schrillen ,
die solche Intel-Module noch in den Regalen liegen haben . Verdammt zum Erfolg :
Microsoft pusht den Pocket PC Hintergrund : Microsofts CEO schwärmte von einer
neuen Ära des Personal Computing und präsentierte stolz über 60 Partnerfirmen .
Er betonte , dass man mit dem Pocket PC seine alltägliche Arbeit von der
PC-Plattform mitnehmen könne - Pocket Office und Outlook machen 's möglich .
Internetanbindung und der Pocket PC als Jukebox waren weitere Punkte , die
Ballmer vor allen anderen erwähnenswert fand . Natürlich hat sich Microsoft auf
die Aspekte gestürzt , die Palm-Nutzer schon lange an ihren Geräten kritisieren
: kein Web-Browser , Sound-Clips kann der Palm nicht abspielen und für Text-
oder Tabellendokumente gibt es in der Grundausstattung keine Anwendungen . Doch
ob Microsoft mit dieser Strategie Erfolg haben wird ? Alles oder nichts . Vor
diesem Hintergrund blieb Steve Ballmer gar nichts anderes übrig , als den großen
Auftritt zu inszenieren . Viel hatte er allerdings nicht zu bieten . Fragt man
nach Pocket-PC-Geräten , dann schrumpft die Zahl der Partner von über sechzig
auf ganze drei zusammen : Compaq , Casio und Hewlett-Packard . Fragt man weiter
, wer denn einen Pocket PC bereits liefern kann , bleibt einer übrig :
Hewlett-Packard verkauft mit dem Jornada 545 den einzigen Pocket PC . Compaq und
Casio haben erst für die Jahresmitte entsprechende Geräte angekündigt .
Microsofts Dilemma : Hat der Pocket PC Erfolg , dann werden etliche Hersteller
Geräte anbieten . Rund um den Pocket PC wimmelt es denn auch von Ankündigen .
Microsoft selbst will im Juni ein Mobile-Database-Paket für den Pocket PC
vorstellen , um Windows CE für unternehmensweite Lösungen attraktiver zu machen
. Währendessen baut Palm Computing die Führung aus , indem man Palm OS bereits
an Partner wie IBM oder Handspring lizenziert hat . Insofern ist Microsoft der
Product-Launch etwas daneben gegangen . Schade , denn im Pocket PC stecken
einige interessante Details , die bislang auf dem Markt der tastaturlosen
Kleingeräte fehlten . Einen echten Multimedia-PDA gibt es bislang noch nicht ,
aber der HP Jornada 545 ist ein großer Schritt dahin ( einen ausführlichen
Testbericht bringt c't in Ausgabe 9/2000 , die ab dem 25. April im Handel ist )
. Das Gerät mit Farb-Display , Stereo-Sound und recht problemloser
Internetanbindung über Kabel oder Infrarot weist einen möglichen Weg in die
Zukunft des Hemdtaschen-Computers : Er bringt den Personal Digital Assistent für
Daten , Adressen und Termine , ist Walkman und E-Book-Lesegerät , zeigt
Online-Inhalte und PC-Dokumente . Der nächste Schritt müsste dann ein
eingebautes Mobiltelefon mit Freisprecheinrichtung sein . Das kann Palm auf
absehbare Zeit nicht bieten , wohl aber eine zukünftige Windows-CE-Version .
Oder EPOC , das Psion-Betriebssystem : Das EPOC-Konsortium hat zur diesjährigen
CeBIT bereits ein Referenzdesign eines solchen Gerätes vorgestellt ; den ersten
PDA mit integriertem Telefon soll es nächstes Jahr von Psion und Motorola geben
. Vorausgesetzt , der Pocket PC gewinnt schnell an Fahrt . Palm m125 :
Highend-Handheld für Einsteiger Palm hat mit dem m125 seine Einsteigerserie um
ein Gerät erweitert , das viele Eigenschaften der Highend-Serie m500 mitbringt .
Wie diese hat er einen Slot für SD-Cards , eine " Universelle Erweiterung "
genannte Anschlussleiste , ist mit 8 MByte Speicher bestückt , läuft unter Palm
OS 4.0 und hat einen Dragonball-Prozessor mit 33 MHz . Was von der m100-Serie
übrig bleibt ist die geschwungene Form , der Deckel mit Fenster für die Uhrzeit
und das Display . Da der m125 kein Flash-ROM hat , ist der Kleine nicht
update-fähig . Der m125 soll 629 Mark kosten ; damit legt Palm im mittleren
Preissegment nach . Fragt sich nur , wer nach der Markteinführung des m125 noch
den Palm m105 kaufen soll . Dieser ist bei lediglich 80 Mark Preisdifferenz noch
mit der älteren Betriebssystemversion ausgestattet , hat keinen Erweiterungsslot
, kommt zudem nur mit einem Anschlusskabel und einer anderen Anschlussleiste
daher und ist wegen der niedrigeren Prozessorfrequenz von 16 MHz langsamer . Dem
m125 liegen dagegen ein USB-Cradle bei und ein Softwarepaket , bestehend aus
Documents To Go in der ( veralteten ) Version 3.0 , Bildbetrachtung ,
E-Book-Reader , AvantGo und dem Mobile Internet Kit . Buchmesse : E-Book-David
gegen Goliath Der endgültige Termin soll Ende November in Frankreich sein . Man
strecke die Fühler auch nach anderen Ländern aus , könne beziehungsweise wolle
aber noch keine definitiven Aussagen machen , meinte CEO Olivier Pujol gegenüber
c't auf der Buchmesse . Das Cybook ist so breit wie eine DIN-A4-Seite , aber
rund 5 cm kürzer . Die vier Bedienknöpfe zum Blättern und als Shortcut zu
Einstellungsmenüs sind auf der Rückseite versteckt . Cytale entschied sich für
ein Farb-LC-Display mit Hintergrundbeleuchtung , weshalb die angegebene
Betriebszeit nur fünf Stunden beträgt . Das Gerät soll 620 US-Dollar und damit
80 US-Dollar weniger als das Konkurrenzprodukt REB1200 kosten . Das ausgestellte
Modell funktioniert , ist aber noch zu langsam : Mindestens so interessant wie
das Lesegerät ist das Konzept , wie das Lesematerial zum Kunden gelangt . Cytale
sieht als Format XML oder den E-Book-Standard OEB ( der auch XML-Anteile enthält
) von Microsoft und Co. vor . Doch im Gegensatz zu den beiden E-Books von
Gemstar erlaubt Cytale den Leseratten , ihre E-Books zu verleihen oder zu
tauschen . Um trotzdem die Forderungen der um ihre Urheberrechte bangenden
Verlage zu befriedigen , geht das Cybook seinen eigenen Weg - und zwar am PC
vorbei . Der Kunde verwaltet seine E-Books nur auf dem Cytale-Server , auf den
er über das eingebaute Modem zugreifen kann . Verleiht er ein E-Book , so ist es
nicht mehr in seiner Cytale-Bibliothek verfügbar . Angeblich werden 6000 E-Books
zur Einführung des Readers in Frankreich bereit stehen , doch die Erfahrungen
der Vergangenheit haben gezeigt , dass solche Zahlen in den Ankündigungen besser
mit Vorsicht zu genießen sind . Gelingt es Cytale jedoch , führende
Verlagshäuser in sein Boot zu ziehen und das Lesematerial günstig anzubieten ,
könnte eine ernst zu nehmende Alternative zu Gemstar eBook entstehen . Palm
Pilot bald mit Farb-Display ? Mit dem DragonBall VZ will Motorola die PDAs
künftig nicht nur mit 33 MHz antreiben , sondern ihnen auch zu farbigen Anzeigen
verhelfen : Der Chip kann Farb-LCDs mit 256 Farben versorgen . Zwar werden 3Com
und Palm Computing nicht müde zu betonen , dass sie mit den gegenwärtigen
Graustufen-Displays die optimale Anzeige für die Palm-Geräte gefunden hätten ,
doch mehren sich Gerüchte , dass sich der PDA-Marktführer in den Labors schon
längst mit Farbanzeigen beschäftigt . Der jetzt vorgestellte
Motorola-Mikroprozessor unterstützt diese Vermutung genauso wie Einschätzungen
von Branchenkennern , dass Palm Computing den farbigen Windows-CE-PDAs bald
etwas entgegen setzen muss . Die Gerüchteküche rund um die gegenwärtig
stattfindende Konferenz PalmSource 99 brodelt , und während ein
Palm-Computing-Mitarbeiter mit der Ankündigung von farbigen Palms für nächstes
Jahr zitiert wird , will ein anderer davon nichts wissen . Der kürzlich
vorgestellte Palm-Klon Visor von Handspring könnte Palm Computing weiter in
Zugzwang bringen . Die offizielle Motorola-Ankündigung zitiert
Visor-Vizepräsident Colligan mit der Bemerkung , dass der DragonBall der
optimale Chip für Handspring sei , um den besten PDA zu bauen - ein farbiger
Visor wird demnach immer wahrscheinlicher . Von 3Com und Palm Computing war
dagegen nicht die Rede , nur dessen Betriebssystem PalmOS erwähnte der
Chip-Hersteller . Infrarot-Handy und Windows ME : Und es geht doch Microsoft
bewirbt Windows 2000 und erst recht Windows Millennium Edition ( ME ) auch als
Notebook-Plattform . Wer also mit dem Notebook unterwegs über sein Mobiltelefon
surfen will , kann das zwar unter Windows 98 tun , nicht jedoch ohne weiteres
unter Windows ME oder 2000 . Psion-PDAs : Nicht für Windows 2000 und Outlook
2000 Die Personal Digital Assistants ( PDAs ) von Psion finden nicht nur beim
Privatkunden , sondern auch in Unternehmen Verwendung . Die Verbindung zum PC
erfolgt über die Synchronisationssoftware PsiWin . Da Psion nach wie vor PsiWin
in der Version 2.3 beilegt , stehen Windows-2000-Benutzer dumm da , denn die
Software ist nicht auf dem neuesten Stand . Doch selbst unter Windows 98 oder ME
gibt es dann Probleme , wenn die Daten in Outlook 2000 eingebunden werden sollen
. Psion legt seinen Geräten keine Software bei , um etwa Adressen und Termine
auf dem PC zu verwalten . Statt dessen arbeitet PsiWin mit bekannten
PIM-Anwendungen wie Outlook , Schedule+ und Lotus Organizer zusammen . Doch
PsiWin kann in der aktuellen Version die PDA-Daten nicht mit Outlook 2000
abgleichen . Symbian mit neuer Smartphone-Plattform Zur CeBIT hat Symbian eine
neue Version seinen Betriebssystems für Smartphones vorgestellt . Version 6.1
des Symbian OS ist für GPRS-Smartphones gedacht und bringt
Bluetooth-Unterstützung mit . Die Vorgängerversion , die Symbian ER5 nennt , hat
Ericsson bereits in seinem Smartphone R380 eingebaut . Das Symbian-Konsortium
besteht maßgeblich aus den Mitgliedern Psion , Nokia , Motorola und Ericsson und
sieht sich selbst als die führende Mobilplattform . Noch vergangenes Jahr hat
Symbian das Quartz-Referenzdesign eines mobilfunkfähigen PDAs vorgestellt und
entsprechende Produkte angekündigt . Neben dem Ericsson R380 kann das Konsortium
jetzt nur noch auf den Nokia Communicator 9210 verweisen . Während die
Konkurrenz mit Palm OS und Windows CE eine Mobilfunk-Lösung nach der anderen in
die PDAs zaubert und entsprechende Erweiterungen auf der CeBIT vorstellt , backt
man bei Symbian dieses Jahr notgedrungen kleinere Brötchen : Neben der
GPRS-fähigen Smartphone-Plattform präsentiert das Konsortium mit fusionOne ,
Pumatech und Starfish Software im Wesentlichen Firmen , die
Synchronisations-Software entwickeln . Stolz verweist man darauf , dass Siemens
Mitte Februar angekündigt hat , die Symbian-Plattform für zukünftige Smartphones
zu lizenzieren . Nachdem es mit den PDAs nicht so recht vorangeht , stellt
Symbian also die Smartphones in den Mittelpunkt seines Messeauftritts . Doch zur
führenden Mobilplattform ist es für die beteiligten Firmen noch ein weiter Weg .
Manche von ihnen , wie Motorola , halten sich dabei auch andere Pfade offen :
Der Mobilfunkhersteller will auch auf der Basis von Palm OS Hardware entwicklen
. Scanstift-Hersteller WizCom auf neuen Wegen Dem Computerstift-Hersteller
Wizcom stehen turbulente Zeiten bevor . Kurz vor der CeBIT-Pressekonferenz
musste die Firma eine Ad-hoc-Meldung veröffentlichen , in der die Bilanzprüfer
Zweifel an der Liquidität des israelischen Herstellers äußern . Dass mit den
Scanstiften zu wenig Geld verdient wird , weiß Wizcom schon lange . Es hapert am
internationalen Vertrieb . Deshalb will sich Wizcom auf die Entwicklung
zukünftiger Produkte beschränken , die Vermarktung und den Vertrieb aber anderen
überlassen . In Deutschland wird der bisherige Distributor Hexaglot diesen Part
übernehmen . Noch dieses Jahr will WizCom einen weiteren Scanstift vorstellen ,
der vermutlich an Palm-OS-PDAs passt . Das zigarrengroße Gerät soll selbst kein
Display haben , sondern direkt in den PDA scannen und weniger als 100 US-Dollar
kosten . Weitere Produkte , die WizCom nicht näher erläuterte , sind für
vertikale Märkte geplant . Bei der real existierenden Hardware sieht es aber
eigentlich gar nicht so schlecht aus : Mobilprozessoren : AMD zieht nach Die
CPU-Familie Mobile AMD-K6-III-P bekommt Zuwachs mit 400 MHz , 433 MHz und 450
MHz schnellen Typen , und den Mobile AMD-K6-2-P gibt es mit Taktraten von 433
MHz bis 475 MHz . Damit darf sich AMD wieder einmal damit schmücken , den am
schnellsten getakteten Mobilprozessor zu liefern . Im Unterschied zum bisherigen
Mobile K6-III senkt AMD die Kernspannung auf 2 V , um den durchschnittlichen
Energieverbrauch auch bei den höheren Taktraten auf etwa 12 W zu halten . Im
Chip stecken neben dem Prozessorkern ein 64 KByte großer L1-Cache und ein 256
KByte großer L2-Cache . Der K6-II-P muss sich dagegen mit 64 KByte L1-Cache und
externem L2-Cache begnügen . Nach wie vor werkeln hierzulande in Notebooks
überwiegend Intel-CPUs . Von den Herstellern mit nennenswerten Marktanteilen
baut lediglich Toshiba AMD-Prozessoren in Mobilgeräte ein , beispielsweise als
400-MHz-Version im Satellite 2100CDS . Immerhin sind die AMD-CPUs einige Dollar
günstiger als die Intel-Chips . Die 450-MHz-Version gibt es für 189 US-$ und die
433-MHz-Version für 159 US-$ . Windows-CE-Rechner von HP mit 10 Stunden Laufzeit
Nach der Vorstellung der Windows-CE-Version 2.11 Anfang Oktober gehört
Hewlett-Packard zu den ersten , die damit ausgestattete Geräte in Deutschland
ankündigen . Die kleinen CE-PDAs haben ausgedient , jetzt erreichen sie
Mini-Notebook-Größe . In das Gehäuse paßt ein großer Akku , der gemäß
Herstellerangaben einen netzunabhängigen Betrieb bis zu zehn Stunden
gewährleiste - stromsparende Versionen von RISC-Prozessor und Display sowie der
Verzicht auf eine Festplatte machen 's möglich . Kein Notebook kann auch nur
annähernd eine solche Laufzeit im Akkubetrieb bieten . In den USA soll der
Jornada für knapp 1000 US-$ ab November zu haben sein , hierzulande soll er ab
Ende Januar in die Geschäfte kommen . Einen ausführlichen Test der mit dem
Code-Namen " Jupiter " bezeichneten Gerätefamilie im Vergleich zu Mini-Notebooks
und zur bisherigen Windows-CE-Generation lesen Sie in c't 23/98 . Palm-Clone
speichert auf FlashCards Mit den von 3Com gelieferten Palm-Geräten ist es nicht
möglich , Daten unterwegs zu sichern . Die US-Firma TGP schließt diese Lücke mit
ihrem Palm-Clone TRGpro . Von vorne sieht er dem Palm IIIx zum Verwechseln
ähnlich , doch der kleine Unterschied besteht in einem Schlitz an der oberen
Gehäusekante . Dort passen Karten im CompactFlash-Format hinein . Das müssen
nicht unbedingt FlashCards sein , auch IBMs Minifestplatte MicroDrive mit 170
oder 340 MByte Kapazität findet Platz . Doch sollte man nicht zu oft auf die
Speichermedien zurückgreifen , da die Batterien im TRGpro dafür nicht unbedingt
ausgelegt sind . Das Gerät soll außerdem auch mit anderen I/O-Karten wie
Barcode-Leser oder Ethernet-Card zurecht kommen . TRG will den PDA noch im
Dezember für 330 Dollar ausliefern . Über Yahoo Online Shops sollen auch
internationale Bestellungen möglich sein . PalmOS 3.3 jetzt auch in Deutsch Palm
Computing bietet nach dem englischen Upgrade jetzt auch die deutsche Version des
PalmOS 3.3 an . Das Upgrade soll unter anderem die Synchronisation mit PC oder
Mac beschleunigen und die Infrarotverbindung vereinfachen . Bislang war dafür
noch Zusatz-Software notwendig . Voraussetzung für das kostenlose Upgrade ist
ein Palm V , IIIx oder III mit PalmOS ab Version 3.0 . Auch wer den Palm mit der
Upgrade-Karte zum Palm III aufgebohrt hat , kann per HotSync die neue Version
aufspielen . Mit dem Visor-PDA auch in Europa telefonieren Handspring nahm den
GSM World Congress zum Anlass , sein Visorphone werbewirksam für den
europäischen Markt vorzustellen . Der Palm-OS-Lizenznehmer stattet seine PDAs
mit einem eigenen Schacht aus , dem Springboard . Mit dem VisorPhone erweitert
Handspring seine PDAs nun zum Mobiltelefon . Allerdings soll es das Modul nur
für das GSM900- und das in Teilen Nordamerikas vorhandene GSM1900-Netz geben .
E-Plus- und Viag-Interkom-Kunden bleiben beim Telefonieren mit dem PDA also
zunächst außen vor . Die Preise für das VisorPhone stehen noch nicht fest , aber
bei einem US-Preis von 300 Dollar dürfte das Gerät auf dem deutschen Markt mehr
als 650 Mark kosten . Steckt das VisorPhone auf dem Handspring Visor , dann ragt
es samt Antenne nach oben über den PDA hinaus und benötigt eigene Batterien .
Der Benutzer kann über Bedienknöpfe zwischen Sprach- und Datenmodus wechseln .
Die im Visor vorhandenen Telefonnummern können direkt über das VisorPhone durch
Anklicken gewählt werden . Microsoft zeigt sprachgesteuerten Handheld Während
einer Keynote von Bill Gates zeigte Microsoft den ersten Protoypen eines
sprachgesteuerten Handheld . Die derzeit übliche Stifteingabe auf einem
Touchscreen oder die Eingabe per Minitastatur machen schon kurze Texteingabe für
viele zur Qual : Derzeit verlangt Sprachsoftware nach anspruchsvoller Hardware .
Die Mikrofonqualität ist ein kritischer Faktor und der Bedarf an Rechenleistung
können aktuelle PDA-Systeme noch nicht liefern . PDAs und Webpads aus Taiwan Wer
die nächste PDA-Generation sehen möchte , sollte sich bei den taiwanischen
OEM-Herstellern umschauen . Mitac führt zwei Pocket PCs mit integriertem
Bluetooth-Adapter vor und zeigt zudem einen PDA mit Mobile Linux . Der Pocket PC
MP-206C hat ein Farb-Display , das MP-206 ist mit Graustufendisplay ausgestattet
. Der Linux-PDA hat ebenfalls ein Graustufen-Display , läuft mit 66 MHz und kann
über IrDA , USB und RS-232 Daten mit anderen Plattformen kommunizieren . Wie die
genaue Konfiguration letzten Endes aussehen wird , bestimmen die Firmen , die
diese Produkte verkaufen wollen , denn Mitac vertreibt die Geräte nicht selbst ,
sondern fertigt in Auftragsarbeit . Das gilt für die PDAs genauso wie für das
Webpad , das Mitac zum ersten Mal präsentiert . Einige seiner Notebooks fertigt
Mitac seit kurzem in China - für ein taiwanisches Unternehmen ist das angesichts
der schwierigen politischen Situation bemerkenswert . Unter dem CDS-Programm (
China Direct Shipment ) baut Mitac in China sein Consumer-Notebook MiNote 7170
und verspricht sich wegen der billigeren Produktionskosten einen Preisvorteil .
In wenigen Wochen soll das Notebook in Stückzahlen auf den Markt kommen . FIC
will ebenfalls ein PDA vorstellen , kann aber bislang nur auf Spezifikationen
verweisen , da das Gerät noch unterwegs nach Hannover sei , so heißt es . Ein
Webpad kann der OEM-Hersteller auf seinem Stand jedoch schon zeigen : An
Betriebssystemen zeigt FIC unter anderem Mobile Linux . Weitere OEM-Hersteller
aus Taiwan haben zumindest angekündigt , dass sie in Zukunft PDAs fertigen
wollen . Zu erkennen ist das auf der CeBIT daran , dass solche Firmen
Dummy-Geräte unter einer Plexiglashaube zeigen . Design-Notebook von
Packard-Bell Das Chroma-Notebook fällt zunächst wegen seines eigenwilligen
Designs auf , denn es hat keine rechteckige Grundfläche , sondern wird nach
vorne hin deutlich breiter . Den zusätzlichen Platz nutzt Packard Bell , um im
Deckel und im Gehäuse insgesamt sechs Lautsprecher unterzubringen . Das
Mobilgerät dürfte damit nicht zu überhören sein . Packard Bell will das Notebook
in wenigen Wochen auf den Markt bringen und gleichzeitig seine Präsenz auf dem
deutschen Markt stärken . In den letzten Monaten wurde es um die Mobilgeräte ,
die hier zu Lande unter der Marke Packard-Bell NEC verkauft werden , ziemlich
ruhig . Mit neuen Fachhandelspartnern soll das in Zukunft anders werden .
Bluetooth-Stift fotografiert und scannt Der Magic Stick von C Technologies ist
ein wenig größer und breiter als ein Textmarker . Das integrierte
Bluetooth-Modul verbindet den Stift mit Anwendungsprogammen in einem nahebei
platzierten PC . Außerdem kann der Magic Stick wie eine Maus eingesetzt werden ,
um zum Beispiel eine Präsentation zu steuern . C Technologies hat bislang nur
wenige Prototypen fertiggestellt , doch das auf dem CeBIT-Stand vorgeführte
Modell konnte seine Vielfältigkeit bereits eindrucksvoll demonstrieren .
Allerdings hält der eingebaute Akku den Magic Stick nur knapp zwei Stunden aktiv
. Anders als die Scanstift-Serie C Pen will C Technologies den Magic Stick nicht
selbst vermarkten , sondern als OEM-Produkt an andere Firmen verkaufen . Welche
das sein werden , verriet der Hersteller jedoch nicht . Neue Speichertechnologie
von IBM-Forschern Ein mechanischer Computerspeicher entsteht zur Zeit in den
Labors von IBM . Im Vergleich zu den leistungsstärksten Siliziumchips wollen die
Forscher im schweizerischen Rüschlikon rund 3500 mal soviele Daten unterbringen
. Wie die Deutsche Presseagentur ( dpa ) berichtet , stellte Prof. Gerd Binnig
auf dem 9. Weltkongreß über Rastertunnelmikroskopie in Hamburg die neuesten
Entwicklungen seiner Forschungsgruppe vor . Ähnlich einer CD-ROM werden die
Daten nicht elektronisch , sondern als Vertiefungen gespeichert - allerdings auf
atomarem Niveau . Der Prototyp des Schreib- und Lesekopfes besteht aus 25 Nadeln
, deren Spitzen nur etwa ein Atom dick sind . Damit bringen die Forscher alle 40
Nanometer ( Millionstel Millimeter ) ein Bit in Form einer Vertiefung unter .
Schon damit liegt die Speicherdichte um mehr als das tausendfache über der der
herkömmlichen Chiptechnologie . Laut Binnig arbeitet das Team an einem Tastkopf
namens Millipede ( Tausendfüßler ) , der tausend Nadeln gleichzeitig zum Lesen
und Schreiben benutzt . " Damit werden wir schneller sein als alles , was heute
verfügbar ist " , so Binnig gegenüber dpa . Die Technik hinter den Mininadeln
stützt sich auf die Abtastmethode der Rastertunnelmikroskopie . Gemeinsam mit
Heinrich Rohrer entwickelte Binnig Anfang der 80er Jahre das Gerät , mit dem sie
einzelne Atome auf einer Oberfläche auflösen konnten . Der Nobelpreis 1986 für
die beiden machte das Labor im Rüschlikon weltberühmt und festigte zusammen mit
dem Nobelpreis für die Hochtemperatursupraleitung den Ruf als allererste
Forschungsadresse . Chaos beim Upgrade auf PalmOS 3.3 Vor dem Download verlangt
eine Eingabemaske unter anderem die Wahl des Palm-Gerätes , der Sprache und der
Desktop-Plattform Macintosh oder Windows . Die deutsche Upgrade-Version eines
Palm V oder eines Palm IIIx lässt sich danach ohne weiteres auf die heimische
Festplatte laden . Doch wer ein anderes Modell sein eigen nennt , kommt aus dem
Staunen nicht mehr heraus - ihm bleibt das Upgrade verwehrt . Bei der Auswahl
des Palm VII in der Eingabemaske erhält man wiederum die Nachricht , dass es
dafür überhaupt kein Upgrade gibt . Für den Palm Pilot mit Upgrade-Modul zum
Palm III führt der Link auf die Download-Datei gleich ganz ins Nirvana , und für
den Macintosh als Host-Rechner gibt es überhaupt kein PalmOS 3.3 - obwohl Palm
Computing auf der Website diesen Eindruck erweckt . Mit Mobile Pentium III zum
500-MHz-Notebook Intel will am Montag die nächste Generation von
Notebook-Prozessoren vorstellen . Den Mobile Pentium III soll es mit Taktraten
von 400 , 450 und 500 MHz geben . Doch nicht nur der schnellere Prozessortakt
verspricht für die Pentium-III-Notebooks einen Leistungssprung , sondern vor
allem der leistungsfähigere L2-Cache in Verbindung mit einem Bustakt von 100 MHz
. Während dieser für Desktop-PCs schon zum Standard gehört , mussten sich
Notebooks bislang mit 66 MHz Bustaktfrequenz begnügen . In einem ersten Test
konnte c't bereits Pentium-III-Notebooks verschiedener Hersteller unter die Lupe
nehmen . Im direkten Vergleich eines 400 MHz schnellen Mobile Pentium II mit
einem Mobile Pentium III bei 500 MHz verhilft die neue CPU-Generation den
Reiserechnern zu einem Plus an Rechenleistung von gut einem Viertel . Damit
ziehen die Mobilen mit den Desktop-PCs nahezu gleich , sofern man die gleiche
Taktrate zugrunde legt . Lediglich mit den Grafikleistungen aktueller
3D-Beschleuniger können sie nicht mithalten . Mobilprozessoren werden aber nicht
nur danach beurteilt , wie schnell sie sind , sondern auch , welche Leistung sie
aufnehmen . Im Unterschied zu den aktuellen Mobile Celeron und Mobile Pentium II
fertigt Intel den Mobile Pentium III in 0,18-µm-Struktur . Dadurch verbraucht
ein 500-MHz-Pentium-III etwa so viel Energie wie ein 400-MHz-Pentium-II . Doch
die Leistungsaufnahme bewegt sich immer noch auf einem derart hohen Niveau ,
dass auch die neue CPU-Generation nicht deutlich weniger Wärme als gewohnt
entwickeln wird . Somit dürfte der lärmende Minilüfter im Notebook ein oft
hörbarer Begleiter bleiben . Weitere Details zum Mobile Pentium III ,
Benchmark-Ergebnisse und Notebook-Vergleichstest stehen in der c't 22/1999 , die
am 25. Oktober erscheint . Verschlüsselungs-Software PGP für Palm-Organizer
Schon Ende letzten Jahres hat Network Associates die Software PGP Wireless für
Palm OS angekündigt , um PDA-Daten mit einer 256-Bit-Verschlüsselung zu kodieren
. In den USA zumindest ist diese Version für elektronische Organizer mit Palm OS
verfügbar . Auf dem PC generierte Schlüssel können in den Palm übertragen werden
; auch die gesamte Synchronisation läuft auf Wunsch nur noch PGP-verschlüsselt
ab . Zwar gibt es für Palm OS etliche Verschlüsselungsprogramme , doch dafür
musste man eigene Schlüssel generieren . Die in PGP Wireless importierten
Schlüssel sind auch für E-Mail-Anwendungen sinnvoll , denn bislang konnte
PGP-verschlüsselte Mail , die man beispielsweise über ein Mobiltelefon in den
Palm holt , nicht gelesen werden . PGP Wireless kostet in den USA und in Kanada
79 US-Dollar . Nach Aussagen der deutschen Presseagentur der Firma soll PGP
Wireless jedoch in wenigen Wochen die Lizenzhürden genommen haben .
Consumer-Notebooks von Fujitsu-Siemens Fujitsu-Siemens hat auf der CeBIT sein
Consumer-Notebook Amilo vorgestellt . Das All-in-One-Gerät soll ab Mai in zwei
Ausführungen nach Europa kommen . Das Modell mit 12-Zoll-HPA-Display hat eine
6-GByte-Festplatte , 64 MByte Hautspeicher und wird laut Hersteller 1400 Euro
kosten . Die Version mit 14-Zoll-TFT-Display , 128 MByte Hauptspeicher und einer
20-GBye-Festplatte möchte Fujitsu-Siemens für 2040 Euro verkaufen . Nach
halbherzigen Versuchen mit der Billigserie Liteline , die eher Image-schädigend
als verkaufsfördernd war , meint es der Hersteller mit Amilo nun ernst und
drängt massiv in den umkämpften Endkundenmarkt . Dieses Geschäft will sich
Fujitsu-Siemens nicht entgehen lassen . Ende des Jahres soll die Amilo-Serie
zudem in den USA und in Japan verkauft werden . Time Warner gründet
E-Book-Abteilung Mit einem eigenen Geschäftszweig setzt sich Time Warner an die
vorderste Front derer , die in elektronischen Büchern die Zukunft des
Verlagswesens sehen . Nach einer Meldung des Wall Street Journal soll die
Abteilung ipublish.com heißen und sich ausschließlich um elektronisches
Publizieren kümmern . Andere große Verlagshäuser gehen Verträge mit Firmen wie
Xlibris oder Microsoft ein , um die Buchbestände zu digitalisieren . Time Warner
verfolgt dagegen die Strategie , im eigenen Haus E-Books mit eigenem Lektorat
nahezu gleichwertig neben die Buchproduktion Time Warner Trade Publishing zu
stellen . Time Warner wird aller Voraussicht nach demnächst Verträge mit einer
ganzen Reihe von Partnern ankündigen , um die E-Books an die potentiellen Leser
zu bringen - Microsoft und Gemstar International Group werden an erster Stelle
genannt . Microsoft ist die treibende Kraft hinter dem E-Book-Format OEB und hat
die neuesten Windows-CE-Geräte ( Pocket PC ) bereits mit entsprechender Software
( Microsoft Reader ) ausgestattet . Eine Anwendung für den normalen PC soll bald
folgen . Gemstar wiederum hat sich kürzlich mit NuvoMedia und SoftBook Press die
einzigen beiden Hersteller von E-Book-Lesegeräten einverleibt und ist daran
interessiert , das bislang noch dürftige Angebot an Lesematerial zu verbessern .
Microsoft zeigt E-Book-Reader Fast übersieht man den kleinen Tisch mit dem
unscheinbaren Lesegerät auf Microsofts Stand in Halle 2 . Der E-Book-Reader hat
etwa DIN-A5-Größe , ist ein paar hundert Gramm schwer und zeigt eine
E-Book-Seite im Hochformat auf einem Farb-LC-Display an . Die dazugehörige
Software Microsoft Reader verbessert mit Hilfe von ClearType die Auflösung der
Schriftzeichen auf dem Display . Diese Technik funktioniert allerdings nur mit
Farb-LCDs . Den Micrsoft Reader soll es nicht für spezielle Lesegeräte , sondern
auch für die Windows-PC-Plattform geben . Microsoft betont , dass die
ausgestellte Hardware die Beta-Phase noch nicht hinter sich hat . Das Lesegerät
soll um die Jahresmitte auf den Markt kommen und wäre neben den beiden bereits
erhältlichen E-Book-Reader Rocket eBook und SoftBook das Dritte im Bunde .
Xircom setzt auf drahtlose Kommunikation Ganz ins Zeichen der drahtlosen
Kommunikation hat Xircom seinen CeBIT-Auftritt gestellt . In Halle 11 , Stand
G39 zeigt der Hersteller eine PC-Card mit Bluetooth-Modul für Synchronisation
und Datenübertragung . Weitere Bluetooth-Karten für den CompactFlash- und
Springboard-Slot wurden ebenfalls angekündigt . Springboard-Module passen in den
Palm-Clone Visor des Herstellers Handspring . Alle drei Bluetooth-Karten sollen
bereits im zweiten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommen . Die
PC-Card-Familie RealPort2 soll erst im dritten Quartal um Bluetooth erweitert
werden ; auch ein Bluetooth-Transceiver für USB soll dann auf den Markt kommen .
Xircom verspricht sich nicht nur von Bluetooth viel , sondern sieht auch im
Wireless LAN ( IEEE 802.11 ) ein großes Zukunftspotenial . Für den
CompactFlash-Slot hat Xircom bereits ein Modem und LAN-Anbindung im Programm ;
demnächst soll ein GSM-Modul folgen , damit PDAs , die mit entsprechender
Erweiterung bestückt sind , über ein Mobiltelefon Zugriff auf Internet-Dienste
bekommen . HPs Pocket PC zeigt zu wenig Farben Hewlett-Packard verspricht für
den Taschen-PC Jornada 540 ein berührungssensitives Farb-LC-Display mit 65.000
Farben ( 16 Bit Farbtiefe ) ; die ausgelieferten Geräte können aber nur 4.096
Farben ( 12 Bit Farbtiefe ) darstellen . In Deutschland haben Kunden bereits
Geräte bestellt und die Auslieferung soll nächste Woche beginnen . Nun werden
die Kunden den neuesten Windows-CE-PDA mit einer minderwertigeren Austattung
erhalten als angekündigt . Nach Aussagen von Hewlett-Packard steht derzeit noch
nicht fest , wie das Unternehmen weiter verfahren will . Wer Adressen eingibt ,
Termine verwaltet oder andere PDA-typische Anwendungen bedient , wird von der
geringeren Farbtiefe nichts merken . Erst bei hochauflösender Grafik spielt die
geringere Farbzahl eine Rolle . Das Display selbst könnte mit einer Farbtiefe
von 16 Bit übrigens ohne weiteres umgehen : Der Fehler liegt in einem Chip im
Gerät . Die Windows-CE-Klasse Pocket PC legt damit einen unrühmlichen Start hin
. Zunächst schwärmte Steve Ballmer bei der offiziellen Vorstellung des Pocket PC
mit Windows CE 3.0 am 19. April von einer neuen Ära des Personal Computing . Er
konnte aber nur wenige Gerätehersteller vorweisen , von denen derzeit allein
Hewlett-Packard seinen Jornada 540 verkauft . In Kürze sollen Casio und Compaq
dazukommen - und nun hat HP ein Gerät konstruiert , das die 65.000 Farben , die
das Betriebssystem zur Darstellung unterstützt , nicht nutzt . IBM senkt
Notebook- und PC-Preise Das Preiskarussel dreht sich weiter . Nach Digital ,
Hewlett Packard und Compaq kündigt IBM ebenfalls Preissenkungen an . Fast die
gesamte Produktpalette der ThinkPads gibt es jetzt 8 % billiger , einschließlich
des erst vor wenigen Wochen eingeführten Mittelklassen-Notebooks ThinkPad 380 .
Am deutlichsten fiel die Preissenkung für Arbeitsplatzrechner aus . Modelle der
Produktfamilien PC 300 , 330 und 350 mit 166-MHz-Pentium mit MMX bietet IBM um
25 % günstiger an . Hersteller wie Dell und IBM bieten aber schon seit geraumer
Zeit Mobilgeräte mit höheren Aufösungen an . Das UXGA-Panel soll ebenfalls diese
Bilddiagonale haben . In Inspiron-Notebooks werkelt der ATI Rage Mobility ,
neben dem S3 Savage einer der leistungsfähigsten Bildgeber , der auch bei
3D-Spielen eine gute Figur macht . Zukünftig soll es den Rage Mobility 128 geben
. Immer mehr Notebook-Hersteller setzen Grafikchips von einem der beiden
Hersteller ein . Die noch vor zwei Jahren weit verbreiteten NeoMagic-Chips sind
dagegen vom Notebookmarkt nahezu verschwunden . Auch Sony , einer der Hersteller
, die bislang selbst in neuen Notebooks noch am MagicMedia von NeoMagic
festhalten , sieht sich inzwischen ebenfalls nach Ersatz um und hat sich für die
Firma Trident Microsystems entschieden . Deren Grafikchip CyberBlade i7 soll ab
September die Displays in Sony-Mobilgeräten versorgen . Erstes Notebook mit
Megapixel-Display Statt Wolfram und Molybdän verwendet IBM Drähte aus Kupfer und
Aluminium im LC-Display . Die Materialien erlauben eine höhere Packungsdichte ,
so daß für die SXGA-Auflösung eine Bildschirmdiagonale von 13,7-Zoll ausreicht .
Doch sollte man sich genau überlegen , ob es ein SXGA-Schirm sein muß , denn
dieser sollte auch mit SXGA-Auflösung angesteuert werden . Bei anderen
Bildschirmmodi kann es zu einem unerwünschten Effekt kommen . Denn während
Röhrenmonitore niedrigere Auflösungen mit weichen Verläufen darstellen , ergeben
sich bei den direkt angesteuerten rechteckigen Pixeln der LC-Displays vor allem
bei Schrift unter Umständen unterschiedliche Strichstärken - oder das Bild läßt
sich in niedrigerer Auflösung gleich gar nicht auf volle Display-Größe
interpolieren . Das ThinkPad 770X hat nicht nur die meisten Pixel , sondern mit
8 GByte auch die größte Notebook-Festplatte . Mit Mobile Pentium II bei 300 MHz
gibt es das Gerät mit DVD-Laufwerk und Windows 95 oder mit Windows NT . Auch für
die anderen Notebook-Reihen kündigte IBM neue Modelle an . Das ultraflache
ThinkPad 560Z werkelt jetzt mit Mobile Pentium II statt Tillamook , und im etwas
dickeren ThinkPad 600 steckt Intels schnellste CPU mit 300MHz .
PalmSource-Veranstaltungskalender für den Palm Vom 11. bis 15. Dezember
veranstaltet Palm in Santa Clara die diesjährige PalmSource 2000 , bei der sich
Entwickler und an der Palm-OS-Plattform Interessierte ein Stelldichein geben .
Palm selbst versucht mit exklusiven Software- und Hardware-Infohäppchen das
Event für möglichst Viele schmackhaft zu machen . Wer vorab schon einen Blick
auf den Veranstaltungskalender werfen will , kann sich die Dateien dafür auf
seinen Palm-OS-PDA laden . Das Essener Unternehmen Concepts entwickelte die
Software , GData bringt sie unter die Leute . Multimedia-PDA mit Mini-Tastatur
Der neue elektronische Organizer Zaurus MI-E1 von Sharp erinnert mit Farbdisplay
und den Bedienelementen inklusive Tastenwippe auf den ersten Blick an Pocket PCs
. Doch der japanische Hersteller pflegt mit dem PDA ein eigenes Betriebssystem .
Schiebt man das Display nach oben , dann gibt der PDA eine winzige Tastatur frei
, die man wegen der kleinen Tasten wohl mit dem Stift bedienen muss . Dieses
Feature gab es bislang noch bei keinem anderen PDA . Der Vorteil des
Sharp-Prinzips liegt darin , auch mit Tastatur die volle Display-Größe zur
Anzeige nutzen zu können . Der Zaurus MI-E1 kann Videos abspielen und eignet
sich auch als MP3-Player . Vorerst gibt es ihn nur in Japan , ob er den Weg nach
Europa findet , steht noch nicht fest . Alle Jahre wieder : Notebooks von Aldi
Genau vor einem Jahr bekam man für 2998 Mark nur ein Notebook mit schlechtem
DSTN-Display und 133-MHz-Prozessor . Die Geräteausstattung des diesjährigen
Weihnachtsangebotes von Aldi zum gleichen Preis liest sich dagegen fast wie die
Spezifikation eines aktuellen Topgerätes : Für die Mehrzahl der Anwendungen
genügt die Rechenleistung damit voll und ganz . Die Anschlüsse und Erweiterungen
inklusive USB , IrDA und PCMCIA entsprechen dem üblichen Umfang , und neben
vorinstalliertem Windows 98 liegt noch Star Office 4.0 auf der Festplatte .
Gerade am Aldi-Notebook wird der Trend deutlich , daß sich der Unterschied zu
teuren Markengeräten nicht mehr unbedingt in der Ausstattung zeigt . Nach wie
vor gibt es Luxusgeräte mit den größten Festplatten und schnellsten Prozessoren
, doch darunter offenbaren sich Unterschiede zwischen einem 5000-Mark-Gerät und
3000-Mark-Sonderposten mittlerweile eher an anderer Stelle : Die mit heißer
Nadel zusammengestrickten Sonderangebote haben im Zusammenspiel mit PC Cards ,
USB-Peripherie oder Infrarotanbindung häufiger Kompatibilitäts- und
Installationsprobleme als ihre teueren Kollegen . Der professionelle Anwender
wird sich deshalb kaum für das Aldi-Notebook entscheiden . Als
Einsteiger-Notebook bietet es jedoch üppige Ausstattung zu einem Preis , der
mehrere hundert Mark unter dem vergleichbarer Geräte liegt . " Geyserville "
taktet Mobil-CPUs rauf und runter Intel demonstrierte auf dem Developer Forum in
Palm Springs mit Geyserville eine Mobilprozessortechnologie , die die
Akkulaufzeit von Mobilrechnern verlängern soll . Hinter der " revolutionären
neuen Technologie " verbirgt sich allerdings nichts anderes als die Mobil-CPU
mit unterschiedlichen Taktraten zu betreiben , je nachdem , ob das Notebook an
der Steckdose hängt oder per Akku versorgt wird . Zukünftig soll ein Prozessor
in einem Dual-Mode-Betrieb arbeiten . Am Stromnetz läuft er mit maximaler
Geschwindigkeit und taktet automatisch hrunter , sobald das Notebook im
Akkubetrieb läuft . Intel erwähnte die Technologie im Zusammenhang mit 600 MHz
schnellen Mobil-CPUs , die Ende des Jahres in den Notebooks stecken sollen . Der
Chipgigant will damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen : Zum einen sollen
Notebookprozessoren mit ähnlichen Taktraten laufen wie normale CPUs und sich
somit der Desktop-Rechenleistung nähern . Zum anderen soll Geyserville den
Stromhunger der neuen CPUs mit einer niedrigeren Taktrate im Mobilbetrieb
begrenzen . Wer dagegen die volle Rechenleistung auch unterwegs will , greift
besser zum Zweitakku , um die Akkulaufzeit zu verlängern . Mini-Beamer :
Kleinster XGA-Projektor von Toshiba Das Gerät passt mit 7 cm Dicke zudem in die
meisten Aktenkoffer . Trotz der kleinen Abmessungen projiziert der Kleine bis zu
1000 ANSI-Lumen auf die Leinwand . Diese Helligkeit reicht aus , um auf einer
etwa zwei Quadratmeter großen Fläche auch bei einem nicht abgedunkelten
Vortragsraum Bilder gut lesbar darzustellen . Der Toshiba TLP-B2 soll ab April
über Distributoren und den Fachhandel für 13900 Mark vertrieben werden .
Crusoe-Notebook mit abnehmbarem Display Hersteller PaceBlade hat das
innovativste Mobilgerät mit Crusoe-CPU zum Transmeta-Stand mitgebracht . Eine
Mappe in üblicher Notebook-Größe enthält eine dünne Tastatur und ein Display ,
in dem die Anzeige und der komplette Rechner unterkommen . Im Grunde ist das
PaceBook nichts anderes als ein Webpad mit Tastatur , doch die Verpackung macht
s : Mit aufgeklappter Mappe mutiert das Gerät zum normalen Notebook , indem die
Tastatur per Funk mit der Display-Einheit kommuniziert . Mit einem Handgriff
kann die Anzeige entnommen werden und man hält ein Webpad in der Hand . Eine
Taste am Rand schaltet dabei auf Wunsch vom Landscape in den Portrait-Modus . In
allen Modellen steckt der TM5600 Crusoe-Prozessor von Transmeta . Der Surf-PC
für die " Silver Generation " Die Geräte , die man je nach Standpunkt als
intelligente Monitore oder als dumme PCs begreifen kann , basieren auf Windows
CE ( Samsung ) oder BeOS ( Philips ) , sind komplett vorkonfiguriert und nach
dem Start sofort online . Neben Internet-Browser und E-Mail-Software warten sie
lediglich mit einer kleinen Textverarbeitung für die persönliche Korrespondenz
auf . Einen USB-Port für den Anschluss eines Druckers wollen beide Unternehmen
integrieren , Samsung möchte optional einen einbaubaren TV-Tuner anbieten . Der
Web-Monitor soll nach den Vorstellungen der Hersteller in Verbindung mit einer
Mitgliedschaft bei AOL , T-Online & Co verkauft werden . Der Anschaffungspreis
soll sich durch die mehrjährige Vertragsbindung stark verbilligen . Philips und
Samsung rechnen mit Preisen deutlich unter 400 Mark oder hoffen gar auf komplett
subventionierte Geräte . Zunächst dürfte es die Surfstationen nur mit
Röhrenmonitoren geben , beide Unternehmen haben aber bereits deutlich schickere
und vor allem kompaktere LCD-Varianten in petto . Sony macht ernst mit Handhelds
Mit einem Einsteiger- und einem Highend-Modell baut Sony seine Handheld-Serie
Clié in den USA aus und stellt die Neuerungen öffentlichkeitswirksam im Umfeld
der PC Expo vor . Das Gerät soll 200 US-Dollar kosten und konkurriert damit
gegen die Einsteigerserie m100 von Palm und gegen den günstigsten Visor von
Handspring . Sony hat in den USA schon früher einen Palm-OS-PDA mit dieser
Auflösung vorgestellt , der zusätzlich einen MP3-Player enthielt . Der PEG-N610C
kommt ohne Player , dafür ist er mit 400 US-Dollar billiger als der Vorgänger .
Sony hat den Preis so gewählt , dass er unter dem des aktuellen Highend-Geräts
m505 von Palm liegt . Neben Sony hat Hersteller HandEra ( früher TRG ) seit
kurzem ebenfalls einen Palm-OS-PDA mit wesentlich höherer Display-Auflösung im
Programm . Während sich Sony mit seiner gut ausgebauten Clié-Palette zumindest
in den USA dem Kampf um Handheld-Marktanteile stellt , erscheint der Auftritt
hierzulande eher halbherzig . Bislang verkauft der Konzern nur den Clié
PEG-S300/E auf deutschem Boden und das auch noch in einer englischen Version .
Slot-Chaos bei Palm-Organizern Nach langem Zögern will PDA-Hersteller Palm
endlich zukünftige Geräte mit einem Erweiterungs-Slot ausstatten . Doch die
Entscheidung für den Secure Digital Slot und gegen bereits bestehende
Erweiterungsmöglichkeiten von anderen PDAs macht das Slot-Chaos bei
elektronischen Organizern mit Palm-Betriebssystem perfekt . Der Secure Digital (
SD ) Slot wurde unter anderem von Toshiba , SanDisk und Matsushita ins Leben
gerufen , um zum Beispiel Speicherkarten für MP3-Player zu entwickeln . Die
Karten sind flach und etwa briefmarkengroß . Erste Palm-Geräte mit SD-Slot
sollen allerdings erst nächstes Jahr erscheinen . Zusammen mit den Lizenznehmern
von Palm , die das Betriebssystem in eigenen Geräten verwenden , wird der
Anwender die Wahl zwischen vier zueinander inkompatiblen Slots haben :
Handspring setzt auf das Eigenformat Springboard , Hersteller TRG auf
CompactFlash-Karten und Sony will auf der gerade stattfindenden PC Expo seine
Palm-Version mit dem eigenen Memory Stick vorstellen . Aus Anwendersicht wäre es
natürlich sinnvoller gewesen , sich auf ein Format oder gar auf einen
bestehenden Standard zu einigen , wenn schon das gleiche Betriebssystem auf den
Kleinrechnern läuft . Doch Palm steckt in der Zwickmühle , einerseits mit
Lizenzen an Handspring und Co. kräftig an deren Geräteverkäufen mitzuverdienen ,
sich andererseits aber das eigene Hardware-Geschäft dadurch nicht zu vermiesen .
Da fährt man offensichtlich nach Palms Meinung besser , mit dem SD-Slot den
Wechsel zu einem anderen Palm-OS-Anbieter in Zukunft zu erschweren - denn wer
sich bereits Erweiterungskarten zugelegt hat , der will diese nicht auf den Müll
werfen , bloß weil er von Palm zu Sony , Handspring oder wem auch immer wechselt
. Der Schuss könnte aber dann nach hinten losgehen , wenn beispielsweise
Handspring weiterhin auf der Erfolgswelle surft und gleichzeitig viele
Springboard-Module auf dem Markt sind - warum sollte man da wieder zu Palm
zurück ? Bluetooth-Spezifikation endlich verabschiedet Unter der Federführung
von Ericsson , Nokia , Toshiba , IBM , 3Com und Intel hat das
Bluetooth-Konsortium gestern die offene Bluetooth Spezifikation 1.0 vorgestellt
. Im Acrobat-Format steht der Standard zum Herunterladen bereit . Mit
Bluetooth-Technologie sollen portable Geräte drahtlos über kurze Entfernungen
kommunizieren können . Auf einer Trägerfrequenz von 2,4 GHz gelangen die Daten
von einem Adapter zum anderen , wobei die Signale keine Vorzugsrichtung haben
und damit prinzipiell von jedem Gerät zu empfangen sind . Eine eindeutige ID
plus Verschlüsselung der Daten soll dafür sorgen , daß nur diejenigen Geräte
miteinander kommunizieren können , denen das auch erlaubt ist . Die maximale
Datenrate beträgt rund 1 MBit/s , und die Reichweite ist auf zehn Meter
beschränkt ; der Standard erlaubt jedoch auch hundert Meter mit erhöhter
Sendeleistung . Viele der typischen Bluetooth-Einsatzgebiete konkurrieren mit
denen des weitverbreiteten IrDA-Standards für die Infrarot-Datenübertragung .
IrDA konnte sich nach anfänglichen Treiberproblemen , mangelnder Unterstützung
von Microsoft und Vernachlässigung seitens der Notebook-Hersteller in letzter
Zeit unter anderem wegen der Anbindung der Handhelds und der Infrarot-fähigen
Mobiltelefone etablieren . Bluetooth muß dagegen in der Praxis erst noch zeigen
, ob Geräte damit Daten problemlos und verläßlich austauschen können .
Bluetooth-Anhänger träumen vom Mobile Phone in der Aktentasche , das eingehende
EMails per Bluetooth-Adapter zum Notebook auf dem Konferenztisch sendet und
Handhelds , die mit mobilen und stationären PCs Daten austauschen . Auf der
CeBIT '99 zeigten einige Hersteller bereits funktionierende Bluetooth-Hard- und
Software . Erste mit Bluetooth ausgestattete Produkte erwarten die Fachleute
frühestens Ende des Jahres . Erstes Notebook mit 14,1-Zoll-Display Mit dem
HiNote Ultra 2000 stellt Digital Equipment das erste Notebook mit
14,1-Zoll-Display für den deutschen Markt vor . In diesem flachen Gehäuse
versehen ein 166-MHz-MMX-Pentium mit 512 KByte L2-Cache und 32 MByte EDO-DRAM
ihren Dienst . Des weiteren gehört ein integriertes Modem zur
Standardausstattung , das bis zu 56 Kilobit pro Sekunde überträgt . Das
Disketten- und CD-ROM-Laufwerk passen leider nicht gleichzeitig ins Gehäuse -
das Wechseln der Laufwerke bleibt dem Benutzer also nicht erspart . Trotz der
üppigen Ausstattung wiegt der Rechner nur knapp 3 kg und gilt damit in der
Highend-Klasse als Leichtgewicht . Schon für die bisher maximale Bilddiagonale
von 13,3 Zoll mußte der Käufer tief in die Tasche greifen , um so mehr jetzt für
das noch größere Display : Das HiNote Ultra 2000 soll etwa 13.000 DM kosten und
wird laut Hersteller in diesem Herbst erhältlich sein . CeBIT Home : Notebook
nur 2,4 cm dick Für den ersten Notebook-Auftritt auf deutschem Parkett pickte
sich Sony aus seiner internationalen Palette zwei Vaio-700-Geräte und ein
Vaio-500-Modell heraus . Die 700-Geräte sollen ab September auf den Markt kommen
, der 500er im Oktober . Das Vaio 737 wiegt mit 12,1-ZOLL-TFT-Display ,
233-MHz-CPU und 2-GByte-Festplatte nur 2,5 kg und kostet inklusive Modem rund
5000 Mark . Das Vaio 735 unterscheidet sich vom 737er nur durch sein
kontrastärmeres Passiv-Display mit geringerer Auflösung und ist deshalb schon
für rund 4000 Mark zu haben . Großes Aufsehen verursacht auf der Messe das Vaio
505G . Mit nur 2,4 cm Dicke und 1,35 kg Gewicht gehört es zu den flachsten und
leichtesten Subnotebooks , die zur Zeit erhältlich sind - der Modewerkstoff
Magnesium und fehlende Laufwerke machen 's möglich . Für rund 6000 Mark bekommt
man zum Notebook noch ein externes CD-ROM- und Floppy-Laufwerk dazu , ebenso
einen Port Replicator und ein PC-Card-Modem . Intel senkt Preise für
Notebook-Prozessoren Intel hat die Preise für einige seiner Mobilprozessoren
gesenkt . Vor allem die beiden SpeedStep-Prozessoren sind jetzt deutlich
billiger : Der Preis für den Mobile Pentium III ( 650 MHz ) fiel um 34 Prozent
auf 426 Dollar . Die 600-MHz-CPU kostet jetzt noch 316 Dollar , was einem
Preisnachlass von 25 Prozent entspricht . Den 500 MHz schnellen Mobile Pentium
III gibt es jetzt für 198 statt 245 Dollar , die gleich schnelle
Niedrigspannungsvariante kostet 241 statt bisher 294 Dollar . In der
Mobile-Celeron-Riege änderten sich lediglich die Preise der beiden in
0,18-µm-Struktur gefertigten CPUs : Der Mobile Celeron mit 500 MHz kostet 112
statt 134 Dollar und die 400-MHz-Version kostet noch 85 statt 96 Dollar . Alle
Angaben beziehen auf Nettopreise bei Abnahme von 1000 Stück .
Miniaturbrennstoffzelle treibt Handy an Motorola hat Prototypen einer
Miniaturbrennstoffzelle vorgestellt , die in Mobiltelefone und Organizer passt .
Als Brennstoff dient Methanol , der in Kombination mit Luftsauerstoff in der
Zelle elektrische Energie erzeugt . Zunächst sorgt ein Katalysator für die
Zersetzung von Methanol in Kohlendioxid und Elektronen an der Minuselektrode .
Eine Membran befördert die ebenfalls freigewordenen Protonen zu einem weiteren
Katalaysator , an dem sie mit Sauerstoff aus der Luft zu Wasser reagieren . Die
Elektrode hier lädt sich positiv auf . Das Besondere an der Brennstoffzelle ist
nicht nur ihre kleine Bauform , sondern auch , dass sie mit dem flüssigen
Brennstoff Methanol arbeitet . Der Prototyp liefert 100 mW Leistung bei einer
Spannung von 0,5 V . Ein Wandler zwischen Zelle und Mobilgerät erhöht die
Spannung auf die vom Mobiltelefon oder PDA benötigten Wert . Die Entwickler bei
Motorola haben ihre Erfindung bereits im Januar vorgestellt und rechnen noch mit
mindestens drei bis fünf Jahren , bevor erste Brennstoffzellen Strom für
Mobilgeräte liefern . Smartphone mit Organizer auf Basis von Palm OS Von außen
sieht das neue Handy Kyocera PDQ wie ein etwas klobig geratenes normales
Mobiltelefon aus . Doch wenn man das Tastenfeld hochklappt , kommt eine
PDA-Bedienoberfläche zum Vorschein , die jedem Palm-Benutzer vertraut ist : Das
PDQ kombiniert ein Handy mit einem elektronischen Organizer auf Basis von Palm
OS . Das Gerät ist eine Weiterentwicklung von Qualcomms vergeblichem Versuch ,
ein Smartphone im US-Markt zu etablieren . Mittlerweile gehört Qualcomms
PDA-Abteilung zu Kyocera . Das PDQ ist leichter und kleiner als der
Qualcomm-Vorgänger , aber immer noch größer als ein übliches Mobiltelefon . Zu
den Funktionen wie Termin- , Adress- und Aufgaben-Verwaltung kommen WAP-Browser
, E-Mail-Client und Web Clipping dazu . Kyocera stattet den Mobilfunkteil des
PDQ zunächst mit Funkprotokollen für Nordamerika aus . Dort soll das Smartphone
nächstes Jahr auf den Markt kommen . Elektronisches Papier geht in Produktion
Xerox gewinnt 3M als Hersteller seines elektronischen Papiers . Damit ist eine
revolutionär neue Technologie , die den Display-Markt dauerhaft verändern kann ,
auf dem Weg vom Labormuster zum fertigen Produkt . Erste Rollen des
Zukunftspapiers wurden bereits produziert . Wie Papier ist das Material flexibel
, leicht , billig in der Herstellung , kommt ohne Batterien aus und hat einen
vom Winkel nahezu unabhängigen Blickbereich . Außerdem ist keine
Zusatzbeleuchtung notwendig , für das elektronische Papier reicht das
Umgebungslicht . Doch im Unterschied zu konventionellem Papier ist das Produkt
aus der Forschungsschmiede Xerox PARC elektronisch wiederbeschreib- und
veränderbar . Die Idee zum elektronischen Papier hatte Nicholas Sheridon schon
vor 20 Jahren , doch Xerox legte das Projekt " Gyricon " auf Eis und nahm erst
kürzlich die Forschungsarbeiten wieder auf . Ein Gyricon-Blatt ist aus
transparentem Plastik und besteht aus einer dünnen Schicht von unzähligen
winzigen Kügelchen , in etwa vergleichbar mit Toner-Teilchen . Die Kügelchen
sind weiß auf der einen , schwarz auf der anderen Seite , und sind elektrisch
polarisiert . Ein äußeres elektrisches Feldmuster dreht die
Schwarzweißoberfläche der Kügelchen so , daß sie zusammen ein Bild oder einen
Text darstellen . Erste Produkte könnten neuartige Drucker sein , die das
elektronische Papier beschreiben . Sollen Inhalte schneller und direkter zu
Papier gebracht werden , dann könnten auch Matrixstrukturen aus Elektroden auf
der Oberfläche die Kügelchen zum Rotieren bringen . Ein Buch aus mehreren
Blättern wäre das erste EBook , das den traditionellen Printwerken sehr nahe
kommt . Mit der notwendigen Elektronik im Buchrücken kann das gewünschte Buch in
das EBook geladen werden . Seybold : Jeder mit jedem im E-Book-Business Im
Dunstkreis der Seybold Seminars San Francisco 2000 , einem der wichtigsten
internationalen Treffen der Verlagsindustrie , hagelte es Neuigkeiten rund um
E-Books . Microsoft verkündete ein Abkommen mit Online-Buchhändler Amazon.com
über den Verkauf von Microsoft-Reader-konformen E-Books . Derweil hat sich
Gegenspieler Adobe die Firma Glassbook einverleibt und tut sich mit
Barnesandnoble.com zusammen . Glassbook entwickelt ein auf den E-Book-Vertrieb
zugeschnittenes E-Commerce-System . Im Unterschied zum Microsoft Reader kann das
Glassbook-System auch mit dem PDF-Format umgehen . Dabei hat Adobe mit ePaper
erst im Frühjahr ein eigenes E-Commerce-System angekündigt , das unter anderem
aus Merchant auf Server-Seite und WebBuy auf der Client-Seite besteht . Die
Glassbook-Software soll bei längeren Texten im Roman-Umfang zum Einsatz kommen .
Barnesandnoble.com kann sich derweil über Abkommen mit den beiden
Hauptkonkurrenten um das zukünftige E-Book-Format freuen . Seit Microsoft seinen
Reader nicht nur den Pocket PCs beilegt , sondern auch für die PC-Plattform
bereitstellt , verkauft der Online-Buchhändler dafür formatierte E-Books . Vom
Adobe-Deal profitiert Barnesandnoble.com , weil der Online-Buchhändler in den
USA zunächst drei Monate lang exklusiv PDF-E-Books verkaufen darf . Nicht nur
Barnesandnoble.com , sondern auch Microsoft tanzt auf mehreren Hochzeiten . Das
zeigt nach dem Barnesandnoble.com-Deal das Abkommen mit Amazon . Über dessen
Website sollen nicht nur E-Books , sondern auch die dazugehörige Lesesoftware
angeboten werden . Transistoren für flexible Displays Flexible Displays bestehen
dagegen zum Teil aus niedrigschmelzendem Plastik , so dass für die Ansteuerung
Siliziumhalbleiter nicht in Frage kommen . Die IBM-Forscher haben das
Temperaturproblem mit einem neuen Transistormaterial gelöst , das aus
organischen und anorganischen Schichten besteht . Mit einem Sprühverfahren bauen
die Forscher schichtweise das Transistormaterial auf ; hohe Temperaturen sind
dabei nicht notwendig . Wie daraus anschließend die kleinen
Transistorenstrukturen entstehen , lässt IBM noch im Unklaren . Die flexiblen
Transistoren sollen einmal solche aus amorphem Silizium ersetzen , die heute die
Display-Pixel ansteuern . Das Unternehmen will damit nach eigenen Angaben einer
drohenden Prozessniederlage zuvorkommen , bei der die Schadenssumme
möglicherweise noch wesentlich höher ausgefallen wäre . Zwei US-Kunden hatten
dem Notebook-Hersteller in einer Consumer-Sammelklage ( class action suit )
vorgeworfen , fehlerhafte Controller für Diskettenlaufwerke in Notebooks
eingebaut zu haben . Dies habe zu Datenverlusten geführt . Toshiba verpflichtete
sich in dem Vergleich , ab sofort andere Controller einzubauen und einen
Software-Patch oder eine Hardware-Lösung für die ausgelieferten Notebooks
bereitzustellen . Alle betroffenen Kunden in den USA sollen außerdem durch
Gutscheine im Wert von 100 bis 225 Dollar entschädigt werden . Wie viele davon
diesen Fehler aufweisen und ob dieser auch bei den in Europa ausgelieferten
Produkten auftritt , ist bisher nicht bekannt . Motorola zieht sich aus
PDA-Entwicklung mit Psion zurück Eigentlich wollten Motorola und Psion im ersten
Halbjahr dieses Jahres einen tastaturlosen PDA ( Personal Digital Assistant )
präsentieren , der die Funktionen eines PDA mit denen eines Mobiltelefons
vereinigt . Daraus wird wohl nichts , nachdem Motorola dem PDA-Hersteller Psion
die Zusammenarbeit gekündigt hat . Das Symbian-Konsortium , das die
PDA-Plattform Epoc weiterpflegt , hat auf der CeBIT 2000 das Referenzdesign
eines solchen Gerätes unter dem Namen Quartz vorgestellt und stolz die
Mitstreiter Nokia , Ericsson und Motorola präsentiert . Ericsson stellt die
Hardware-Entwicklung komplett ein und jetzt zieht sich Motorola aus der
Entwicklung eines gemeinsamen Quartz-Geräts zurück . Übrig bleibt Hersteller
Nokia , der kürzlich mit dem Communicator 9210 bereits ein Epoc-Gerät
vorgestellt hat , das allerdings mit dem Quartz-Design nichts zu tun hat .
Einige Konkurrenten , die auf Palm OS und Windows CE setzen , haben bereits
Smart-PDAs angekündigt oder verkaufen sogar schon Geräte in den USA . Den
Vorsprung kann Symbian mit der abgemagerten Herstellerriege so schnell nicht
aufholen . Trotz des Rückzugs will Motorola nach eigenen Angaben weiterhin
Mobilgeräte entwickeln , die unter Epoc laufen . Soll heißen , die höheren
Entwicklungskosten werden sich massiv auf Psions Bilanzen auswirken . Doch die
geplatzte Quartz-Entwicklung mit Motorola wird sich weiter auf Psion auswirken ,
denn mit den Smart-PDAs wollte man zusammen mit Motorola verlorene Marktanteile
zurückgewinnen und Epoc als PDA-Plattform der Zukunft etablieren . Daraus wird
jetzt nichts und hinter der Zukunft von Symbian und Epoc steht deshalb ab heute
ein großes Fragezeichen . Acrobat Reader für Palm OS Schon im April hatte Adobe
den Acrobat Reader for Palm OS zum kostenlosen Download freigegeben , damals
noch in einer Betaversion . Ab sofort kann die Version 1.0 auf den Palm-OS-PDA
geladen werden . Die Anwendung zeigt auf dem PDA neben Text auch Grafiken und
Bilder an . Bevor ein PDF-Dokument in den PDA gelangt , konvertiert die
dazugehörige PC-Software die Datei in ein für die PDA-Anwendung geeigneteres
Format . Auf Wunsch können Bilder auf Palm-OS-Display-Größe ( meist 160×160
Pixel ) verkleinert werden , man kann auch komplett auf Grafik verzichten . Der
Acrobat Reader for Palm OS hat einen Umfang von 379 KByte . Auch wenn die
Auswahlmaske bei Adobe Anderes suggeriert , steht bislang nur eine englische
Version zum Herunterladen bereit . Auf Desktop-Seite muss es ein Windows-PC sein
, Mac-Nutzer bleiben außen vor . E-Mail und Web-Browser von Eudora gratis für
Palm OS Qualcomm will mit der kostenlosen Eudora Internet Suite 1.1 die
elektronischen Organizer von Palm mit der hauseigenen E-Mail-Software Eudora
zusammenbringen : Das Paket besteht aus dem Eudora-E-Mail-Client , der die Post
mit POP3 holt oder SMTP verschickt , dem Eudora-Webbrowser und dem Eudora Mail
Conduit , einem Synchronisations-Tool . Das Mail Conduit synchronisiert Mail
zwischen Palm und Desktop-PC . Voraussetzung ist auf PC-Seite allerdings der
Mail-Client Eudora 4.3.2 und Windows . Der Mail-Abgleich funktioniert zwar nur
unter Windows , die beiden Palm-OS-Programme können aber auch über einen Linux-
und Macintosh-Rechner geladen werden . Zur Internet Suite gehört ein
ausführliches PDF-Handbuch . Aus für OmniSky-Datendienst in Europa Zum 3. August
will OmniSky , ein Anbieter von drahtlosen Datendiensten für PDAs , seinen
Service in Europa einstellen . Nach der CeBIT 2001 startete OmniSky eine
Beta-Testphase mit einem Paket aus einer SIM-Karte von Viag Interkom , einem
UbiNetics-Ansteckmodem für einen Palm Vx und der OmniSky-Software . Neben der
Suche nach Restaurants legte die Firma viel Wert auf einen Service , mit dem man
andere Dienstteilnehmern innerhalb eines bestimmten Umkreises unabhängig von der
Mobilplattform finden soll . OmniSky plant jetzt nach eigenen Angaben , die
Service-Plattform anderen Anbietern von Online-Diensten , Hardware-Herstellern
und Firmen , die drahtlose Dienste für Endverbraucher in Europa anbieten könnten
, zur Verfügung zu stellen . Soll heißen : Für Endanwender wird es keinen
OmniSky-Service mehr geben , aber möglicherweise taucht er unter einem anderen
Namen von einem anderen Anbieter wieder auf . Sonys Palm-PDA in den USA
vorgestellt Nach der offiziellen Vorstellung von PDAs mit dem
Palm-Betriebssystem in Japan hat Sony jetzt den Vorhang in den USA gelüftet .
Der Palm-Clone heißt Clié PEG-S300 , hat ein Graustufen-Display und läuft mit
Palm OS 3.5 . Ab September soll das Gerät in die Läden kommen , schon jetzt
nimmt Sony Bestellungen für den 399 US-Dollar teuren PDA online entgegen . Der
Clié unterscheidet sich deutlich von anderen Geräten mit Palm OS . Er kann Sonys
Flashspeicher , den Memory Stick , aufnehmen und hat an der Seite mit dem Jog
Dial ein Rädchen für die Programmauswahl . Ein Li-Ion-Akku , der über das
mitgelieferte USB-Cradle geladen wird , soll das Gerät etwa 15 Tage mit Strom
versorgen . An Software legt Sony zusätzlich zu den gewohnten Anwendungen einen
Bild- und Videobetrachter bei sowie Lesesoftware für PDF-Dateien . Mit 2 MByte
Flash-ROM ist der Clié Upgrade-fähig ; das RAM-Modul fasst 8 MByte . Stephen
Kings E-Book sorgt für Wirbel Adobe setzte am 14. März mit viel Presserummel
Stephen Kings neueste Erzählung " Riding the Bullet " in Szene - war es doch das
erste E-Book eines Literatursuperstars , das nur als Datei und nicht als
Papierversion in den Handel kam . Stephen Kings Verlag Simon & Schuster ließ von
den beiden Firmen Glassbook und SoftLock.com E-Commerce-Vertriebssysteme auf die
Beine stellen , mit dem das E-Book im PDF-Format für ein paar Dollar verkauft
wird . Wer sich bei Glassbook das E-Book holt , muss auch gleich deren Reader
laden , um das Werk zu lesen . Die noch unbekannten Hacker konnten die für
diesen Reader verschlüsselte Version knacken und das E-Book als PDF- und
Textdatei verbreiten . Damit misslang der Versuch gründlich , mit Hilfe des
Starautoren Stephen King der Verlagsbranche zu zeigen , dass an E-Books in
Zukunft kein Weg mehr vorbei führt und dass es bereits ein sicheres
Vertriebssystem gibt . Vieles spricht dafür , dass es sich hier um einen
Schnellschuss handelt , der die trifft , die ihn abgefeuert haben . Zunächst
wurde gar nicht ernsthaft versucht , mit dem E-Book Geld zu verdienen . Da Adobe
mit ePaper ein komplettes E-Commerce-Paket für den Vertrieb von PDF-Texten im
Programm hat , wundert es , dass sich der Software-Hersteller für den angeblich
sicheren E-Book-Handel mit Glassbook zusammentat . Bei der offensichtlich
unausgegorenen PR-Aktion spielt wohl auch mit , dass Adobe in Zukunft mit dem
Open-eBook-Format ( OEB ) Konkurrenz zu PDF ins Haus steht . Hinter OEB stehen
Microsoft und mit NuvoMedia und SoftBook Press die derzeit einzigen Hersteller
von E-Book-Lesegeräten . Palm m500 und m505 in Europa lieferbar Früher als
erwartet verkaufen Händler und Distributoren wie Propad und abyte.de hierzulande
die brandneuen Palm-Modelle m500 und m505 . Die Geräte werden jetzt in einer
europäischen Version ausgeliefert , die sechs verschiedenen Sprachen integriert
, darunter Deutsch , Französisch und Italienisch . Die Menüsprache legt man nach
dem ersten Einschalten fest . Der Palm m505 hat ein reflektives Farbdisplay ,
wie es auch im Compaq iPAQ 36xx eingebaut ist - der Palm m500 hat eine
Graustufenanzeige . Die Form der PDAs ähnelt den Modellen der Palm-V-Serie .
Beide Geräte haben einen Akku im Gehäuse und können SD- oder MMC-Karten lesen
und arbeiten mit Palm OS 4.0 . Das Mobile Internet Kit gehört ebenso zum
Lieferumfang wie ein USB-Cradle für die Verbindung zum Mac oder PC . Die
optionelle serielle Anbindung sei aber noch nicht lieferbar , so PDA-Händler
Propad . Die Straßenpreise liegen für den Palm m500 zwischen 900 und 1000 Mark ,
für den Palm m505 muss man zwischen 1100 und 1200 Mark locker machen . Patch für
Handspring Visor In einigen PalmOS-PDAs mit 8 MByte RAM sind fehlerhafte
Speicher-Chips eingebaut . Nachdem Palm und TRG bereits einen Software-Patch zur
Verfügung gestellt haben , der das Hardware-Problem umgeht ( siehe auch c't
15/00 , S. 36 ) , zieht jetzt Handspring nach . Die Software behebt
Synchronisationprobleme und das versehentliche Einschalten bei einigen Modellen
, wenn das Display in der Nähe des Rechner-Symbols gedrückt wird . Der Teil des
Patches , der den Speicher-Bug umgeht , installiert sich allerdings nur dann ,
wenn der defekte Speicherbaustein im Visor eingebaut ist . Er sorgt dafür , dass
der RAM-Inhalt bei ausgeschaltetem Gerät nicht mehr per Self-Refresh , sondern
vom System selbst aufgefrischt wird . Dies kann allerdings zu einer verkürzten
Batterielaufzeit führen . IrDA-Verbindung zum Mobiltelefon unter Windows 2000
Erst war er da , dann nicht mehr , jetzt soll es ihn wieder geben : Das Hickhack
um den für Windows 2000 notwendigen Treiber für die Infrarotverbindung zum
Mobiltelefon geht einem gütlichen Ende entgegen . Windows 2000 bringt zwar
Infrarotunterstützung mit , aber Microsoft unterschlägt den wichtigen Teil , der
virtuelle COM-Ports für die Drahtlosverbindung bereitstellt . Die Freude war
daher groß , als die Betreiber der Site IRDAW2K einen kostenloser Treiber
anboten . Der Link führte aber nur für kurze Zeit zum Download , denn es stellte
sich heraus , dass es sich um illegal verbreitete Software handelte . Deren
Eigentümer ist die Firma Extended Systems , die c't gegenüber nicht erklären
konnte , wie die Vorabversion des Treibers an die Öffentlichkeit gelangte . Laut
Extended Systems dachte man zunächst nicht daran , den Treiber publik zu machen
. Er sei vielmehr programmiert worden , damit ihn andere Software-Hersteller in
ihre Anwendungen integrieren können . Auf Betreiben der Firma wurde der
Download-Link deshalb gesperrt . Doch unterdessen haben die IrDA-Spezialisten
die Sache noch einmal überdacht : Eine verbesserte Version der Software soll ab
dem morgigen Freitag Abend , den 1. September , mit Einverständnis von Extended
Systems an gleicher Stelle wie zuvor kostenlos bereitstehen . Die alte Version
konnte bereits Mobiltelefone wie das Siemens S25 über Infrarot ansprechen , die
Synchronisation mit Palm-OS-Geräten hat allerdings noch nicht funktioniert .
Zusammenschluß der Internet-Veranstalter Die Zersplitterung der deutschen
Internet-Veranstaltungen wird im nächsten Jahr ein wenig reduziert : die
Heidelberger Garos GmbH und dc , Starnberg , werden den Deutschen Internet
Kongreß und die Internet World zusammenlegen . Stattfinden soll der gemeinsame
Event voraussichtlich vom 4. bis 6. Mai in Frankfurt/M . 1997 hatte dc in
München mit mehr als 18000 Besuchern auf der Internet World Spring '97 die
größte deutsche Internet-Messe organisiert , der meistbesuchte Internet-Kongreß
in diesem Jahr war der von Garos in Düsseldorf . Ghostscript 5.0 kommt im Mai
Ghostscript 5.0 soll nach Abschluß der Betatestphase voraussichtlich ab 8. Mai
auf den FTP-Servern verfügbar sein . Das Software-RIP enthält bereits Support
für das neue Font-Format CFF ( Compact Font Format ) und Type 2 , eine
Modernisierung der bekannten Type-1-Schriften . Diese Formate sowie CID für
asiatische Schriften finden zur Zeit nur in Acrobat 3.0 Unterstützung . Der
integrierte PDF-Interpreter unterstützt als einzige non-Adobe-Software bereits
PDF 1.2 . Die umfangreiche Treibersammlung für Ausgabegeräte und Dateiformate
ist eine der traditionellen Stärken von Ghostscript . Auf diesem Gebiet erfahren
einige Standardformate nun noch bessere Unterstützung . So gibt es etwa einen
Treiber für schwarzweiße oder farbige JPEG-Ausgabe , auch der PNG-Treiber wurde
etwas aufgebohrt . Hewlett-Packards neues PCL XL ist ebenfalls im Angebot .
Darüber hinaus gibt es einen speziellen EPS-Treiber zur Erzeugung einbettbarer
Dateien . Damit lassen sich PostScript-Interpretation und Rasterung der Seite
zeitlich oder räumlich verteilen - im Zeitalter der " distributed solutions "
ein sehr modernes Konzept , das auch bei digitalen Druckmaschinen und der
Supra-Architektur zum Einsatz kommt . Sun unterstützt Java für Linux
Java-Erfinder Sun Microsystems will selbst Unterstützung leisten bei der
Portierung seines Java Development Kits 1.2 ( JDK ) auf das freie Unix-Derivat
Linux . Die neue Minorversion des JDK unterscheidet sich in wesentlichen Punkten
von JDK 1.1 , unter anderem durch die Integration der Bibliothek Swing , die ein
GUI-unabhängiges Programmieren entscheidend erleichtern soll . Wird NT 5.0
multisession-fähig ? Bekannt wurde dies in Lizenzverhandlungen des
Softwarehauses Citrix mit Microsoft bezüglich NT 4.0 . Diese Fähigkeit will man
in Redmont jetzt selbst integrieren . Unklar ist bislang , auf welchem Weg
Microsoft dies erreichen will . Zur Debatte steht eine komplette
Eigenentwicklung oder der Aufkauf von Citrix , an der Microsoft schon mit 6,3 %
beteiligt ist . Eher unwahrscheinlich ist eine Lizensierung der vorhandenen
Citrix-Software . Deutsche Bank warnt vor MS Internet Explorer In ihrer
Online-Dokumentation zum Internet-Banking (
http://www.deutsche-bank.de/banking/faq/index.htm ) warnt die Deutsche Bank in
einer für das Kreditinstitut überdeutlichen Form vor der Benutzung des Microsoft
Internet Explorers für finanzielle Transaktionen : " Sollten Sie auf den
Microsoft Internet Explorer nicht verzichten können , installieren Sie die
neuesten Bugfixes und schalten Sie ActiveX immer aus . " Stattdessen empfiehlt
man den Navigator 3.01 von Netscape , der im Gegensatz zum MS Explorer auch den
Fingerprint des Zertifikats anzeige . Diese Fingerprints ermöglichen die
Überprüfung der Echtheit von Schlüsseln . Der MS Internet Explorer und ActiveX
waren wegen Sicherheitslücken ins Gerede gekommen , nachdem der Hamburger Chaos
Computer Club damit Online-Überweisungen manipuliert hatte . Nach year2000.com
ist auch in Deutschland der erste Domain-Name mit dem Begriff " Jahr 2000 " im
Angebot . Der finanzielle Erfolg dieser Auktion ist bislang eher mäßig : das
höchste Gebot beträgt , nach Bereinigung von einigen Fake-Angeboten , 500 DM .
Linuxtag : HP-Sicherheitslösung für Linux Auf dem Stuttgarter Linuxtag stellt
Hewlett Packard eine Sicherheitsarchitektur für Linux vor . hp-lx stellt sichere
Bereiche ( " Compartments " ) bereit , die ähnlich wie Javas Sandbox Prozesse an
Zugriffen auf externe Daten hindern . Kommunikation mit anderen Compartments
muss der Administrator ausdrücklich zulassen . Als weitere Sicherheitsmaßnahme
implementiert hp-lx mit File Control Tables Lese- , Schreib- und
Update-Kontrolle , die unter anderem Webserver daran hindern sollen , ihre
Homepage zu überschreiben . Dieser Mechanismus schützt zum Beispiel vor dem
Ramen-Wurm , der die Homepage durch eine eigene Version ersetzt . Ein
Auditmechanismus protokolliert innerhalb des Linuxkernels bei Bedarf sämtliche
Systemaufrufe mit . hp-lx basiert auf RedHat 7.1 . Die Kernelmodule und -Patches
will HP als OpenSource bereitstellen , die Anwenderprogramme werden verkauft .
1&1 Puretec : Unsicheres Web-Hosting Web-Hosting , also den eigenen Web-Auftritt
in die Hände eines externen Dienstleisters zu legen , ist der von Privatleuten
und kleinen Firmen wohl am häufigsten beschrittene Weg zur Internet-Präsenz .
Allerdings ist man dann auch in Sachen Sicherheit auf das Know-how des
Web-Hosters angewiesen . Pech hatten die Kunden von 1&1 Puretec , deren
Web-Hosting-Angebote Schlund+Partner technisch realisiert . Die Passwörter
selbst sind zwar mit Crypt Einweg-verschlüsselt , können aber , so sie
unglücklich gewählt sind , mit Programmen wie Crack zurück in Klartext
verwandelt werden . Nach einem Hinweis der iX ist diese Sicherheitslücke jetzt
geschlossen worden . Sicherheitshalber sollten alle Puretec-Kunden ihre
Passwörter ändern . Linuxtag : SuSE stellt read-only Firewall vor Einen auf dem
Kernel 2.2.19 und dessen Ipchains-Mechanismus basierenden Firewall zeigt SuSE
auf dem Stuttgarter Linuxtag . Die gesamte Software liegt auf einer bootfähigen
CD-ROM vor . Zur Konfiguration dient ein GUI-Client , der die Einstellungen auf
einer Diskette ablegt . Da der Firewall-Rechner lediglich die CD-ROM und diese (
schreibgeschützte ) Diskette benötigt , sind Änderungen an den
Konfigurationsdateien durch Angriff von außen ausgeschlossen . Die Log-Daten
schickt der Firewall via Netz an eine Maschine im internen Netz . Bei Bedarf
kann man im Firewall-Rechner eine Festplatte einsetzen , um Log- und
Mail-Dateien lokal zu speichern . Test verschoben Die Stollberger Firma Omega
hat einen mit den Redaktionen iX und c't verabredeten Test ihres angeblich
MacOS-kompatiblen Betriebssystems COS (
http://www.heise.de/newsticker/data/js-25.09.97-000/ ) kurzfristig verschoben .
Zur Begründung sagte Geschäftsführer Manfred Schmitz , man habe die
Entwicklungsziele in Teilen geändert . Wegen des großen Interesses seitens der
Hersteller von CHRP-Hardware solle COS jetzt auf die Common Hardware Reference
Platform abgestimmt werden , sämtliche Zugriffe auf das Mac-ROM sollen entfallen
. Der angekündigte Auslieferungstermin 13. November sei aber nach wie vor "
hundertprozentig sicher " . Lizenzprobleme mit Apple erwartet Omega nicht : Auch
das Look-and-Feel sei zwar dem des Macintosh ähnlich , aber nicht identisch . In
ersten Beta-Versionen erwarte man die Lauffähigkeit ausgewählter Anwendungen ,
wie PhotoShop , Mathematica , ClarisWorks und der einzelnen MS-Office-Teile .
Verwirrung hatte die Ankündigung ausgelöst , COS sei B2-kompatibel , da diese
Sicherheitsklassifizierung des US-Verteidigungsministeriums neben DV-Technik
auch bestimmte organisatorische Voraussetzungen beinhaltet , wie Aufstellung in
verschlossenen Räumen , Zugang nur für autorisiertes Personal et cetera .
Natürlich sei COS , so Omega , nur unter diesen Bedingungen B2-kompatibel .
Linux-Cluster erfolgreich : Der Versuch , 512 Linux-Systeme zu einem Cluster
zusammenzufasssen , ist in der Nacht zum Sonntag an der Uni Paderborn
erfolgreich beendet worden . Ingesamt 520 Rechner berechneten im Verbund
Filmszenen und mathematische Algorithmen , teilweise waren 570 Knoten im Netz .
Ersteres ist geschafft , letzteres muß noch vom zuständigen Gremium verifiziert
werden . 48 Alpha-Rechner von QuantX hatten den Linpack gerechnet , die
Ergebnisse reichen wahrscheinlich für Platz 250 der Top-500-Liste . Teilgenommen
hatten an dem Großversuch Privatpersonen und Firmen aus ganz Deutschland ,
darunter auch bekannte Größen der DV-Branche wie Hewlett-Packard , Peacock und
Siemens . Axil stellt SPARC-Produktion ein Hyundai Electronics America , Tochter
des südkoreanischen Hyundai-Konzerns , stellt die Produktion seiner von der Axil
Division hergestellten Sun-kompatiblen SPARC-Systeme wegen mangelnder
Profitabilität ein ; die Filiale in Santa Clara , Kalifornien , wird geschlossen
. Hyundai/Axil war einer der weltweit größten Anbieter sogenannter SPARC-Clones
, hatte aber schon seit einiger Zeit auch NT-Server auf Intel-Basis im Programm
. Eine Restmannschaft in Santa Clara und in Südkorea soll für die Erfüllung
bestehender Verträge und weiteren Support sorgen . Linux auf PA-RISC Das frei
verfügbare Unix-Derivat Linux läuft jetzt auch auf HPs PA-RISC-Systemen . Das
Open Group Research Institute stellte einen ersten sogenannten " Snapshot " von
MkLinux für diese Hardware-Architektur vor . MkLinux ist die
Microkernel-basierte Version von Linux . Der Quellcode sowie weitere
Informationen sind erhältlich auf http://www.osf.org/mall/os . Linux zeigt sich
damit ein weiteres Mal als ein Betriebssystem , das neben seiner weiten
Verbreitung auch mit plattformübergreifender Verfügbarkeit aufwarten kann . Dies
stellte iX auch wieder in einem Vergleichstest aktueller 500-MHz-Alpha-Systeme
fest , der in Ausgabe 6/97 erscheint . GUUG und Network wieder zusammen Wie die
Hagenburger Network GmbH mitteilt , wird man künftig wieder gemeinsam mit der
German Unix User Group die Wiesbadener Konferenz und Ausstellung " Offene
Systeme " organisieren . Auch der diesjährige Mitveranstalter SIGS bleibt mit
der geplanten WebDevcon dabei . Wie die Zusammenarbeit im Detail aussehen wird ,
ist zur Zeit noch unklar . Auf jeden Fall soll eine von Network und GUUG
gehaltene GmbH die nächste Veranstaltung organisieren , die vom 16. bis 18.
September 1997 in den Rhein-Main-Hallen stattfindet . Geld per Handy überweisen
Paybox-Kunden können jetzt an alle deutschen Handy-Besitzer Geld überweisen .
Bisher war ein Geldtransfer nur zwischen registrierten Nutzern des
Zahlungssystem mit Handy-Autorisierung möglich . Bei dem neuen Verfahren ruft
der Zahlende eine kostenfreie 0800-6-Nummer an , gibt die Handy-Nummer des
Zahlungsempfängers ein und bestätigt den Auftrag durch seine Paybox-PIN . Der
Zahlungsempfänger erhält daraufhin eine SMS-Benachrichtigung und übermittelt via
Telefon oder Internet seine Kontodaten . Erst dann bucht Paybox den Betrag bei
seinem Kunden ab und leitet ihn weiter . Deutsche Bank 24 stellt eCash ein Nach
dem Ende der elektronischen Münzen von CyberCash stellt jetzt auch die Deutsche
Bank 24 ihr Internet-Bezahlsystem eCash ein . Mit Datum vom 6. April erhielten
eCash-Anwender eine Kündigung ihres Vertrages mit Wirkung zum 25. Mai . eCash
ist ein Verfahren , das " elektronische Münzen " in einer Software-Geldbörse auf
dem PC ( Wallet ) zum Bezahlen von Kleinstbeträgen nutzt . Allerdings ist dieses
Micropaymentsystem , so die Deutsche Bank 24 , " leider bei dem überwiegenden
Teil unserer Kunden nicht auf das gewünschte Interesse gestoßen " . Mehr als 50
Händler konnten trotz der Unterstützung durch die renommierte Großbank nie zur
Teilnahme an eCash motiviert werden . Nicht zuletzt dürfte der Erfolg
pragmatischerer Internet-Bezahlsysteme zum Ende von eCash beigetragen haben .
Die US-amerikanische Cybercash Inc. musste sogar Anfang März dieses Jahres ein
Insolvenzverfahren nach Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechts einleiten
. Dann werden die eCash-Konten aufgelöst und Guthaben auf die Referenzkonten
überwiesen . Sun integriert Symantecs JIT-Compiler Sun will Symantecs
JIT-Compiler in seine Java Performance Runtime für Windows integrieren . Mit dem
JDK 1.1 entwickelte Java-Anwendungen sollen dadurch unter Windows deutlich
schneller laufen . Ein JIT-Compiler setzt den maschinenunabhängigen
Java-Bytecode um in prozessorspezifische Befehle . Linuxtag : Erste Beta von
KDE2.2 Auf dem umlagerten Stand des KDE-Projekts war die erste Beta der Version
2.2 des Linux-Desktop zu sehen . Neue Module des Controlcenters ermöglichen
beispielsweise die Konfiguration der Fenster-Dekoration und benutzerdefinierte
CSS-Stylesheets . Hinzugekommen sind ebenfalls KDict , ein grafischer Client für
Wörterbücher , IPv6-Unterstützung für die KDE-Bibliotheken , neue Icons sowie
einheitliche Einbindung von Scannern für alle KDE-Anwendungen . MS
Internet-Explorer für 5 Mark auf CD-ROM Vobis bietet in allen Filialen die neue
Version von Microsofts Web-Browser , Internet Explorer 4.0 , für eine
Schutzgebühr von 5 DM auf CD-ROM an . Der PC-Vertreiber will damit dieses
Produkt " vorantreiben " und verspricht sich " neue Impulse und gesteigertes
Interesse am Internet speziell im Consumerbereich " , so der
Vorstandsvorsitzende Gert Hügler . Apple-Chef Gil Amelio zurückgetreten Am 9.
Juli gab Apple bekannt , daß ihr CEO Gilbert F. Amelio zurückgetreten ist .
Amelio war seit Januar 1996 im Amt und hatte den glücklosen Michael Spindler
ersetzt . Apples Technologiechefin Ellen Hancock wird ebenfalls die Firma
verlassen . In Cupertino sucht man jetzt einen neuen Chef , übergangsweise soll
Vice President Fred Anderson das Tagesgeschäft leiten . Während dieser
Interimsperiode will Apple-Gründer Steve Jobs seine Rolle als Berater ausbauen .
Am 16. Juli will Apple die neuen Quartalsergebnisse bekanntgeben . SCO-Unix für
IBMs Intel-Server Die Santa Cruz Operation ( SCO ) und IBM haben eine
Vereinbarung getroffen , gemeinsam SCO-Unix als " strategisches Betriebssystem "
für Big Blues Intel-Server auszubauen . Bei IBM legt man Wert darauf , daß dies
keine Abkehr vom eigenen Unix-Derivat AIX sei , das auf den PowerPC-basierten
RISC-Systemen läuft . OS/2 nicht länger für Consumer-Markt Wie der Online-Dienst
Germany-Live unter Berufung auf eine dpa-Meldung berichtet , hat sich IBM aus
dem Rennen mit Windows 95 um die Gunst des Privatanwenders endgültig
zurückgezogen . IBM-Europa-Chef William Etherington im dpa-Interview dazu : "
Wir wollen OS/2 als Server wettbewerbsfähig machen , damit ist es kein Produkt
mehr für den privaten Nutzer . " Das Betriebssystem für Intel-PC soll für den
kommerziellen Bereich ausgebaut werden . SIGGRAPH : Rendering unter Linux
Alias|Wavefront hat anläßlich der SIGGRAPH '99 am 9. August angekündigt ,
Versionen der Renderer- und Composer-Komponenten ihrer vor einem Jahr
fertiggestellten Animationssoftware Maya auf Red Hat Linux zu portieren . Die
Linux-Versionen sollen im Dezember verfügbar sein . Nach Auskunft des
Herstellers werden die Preise dieselben sein wie für andere Systeme . Zur Zeit
heißt das 3000 Dollar für den Composer und 1295 Dollar für den Batch Renderer .
Digitales Signieren unsicher Schon im September 2000 wurde an der Uni Bonn ein "
Trojaner " programmiert , der bei verschiedenen auf dem Markt erhältlichen
Signierprodukten nicht nur die PIN ausliest , sondern sogar ein signiertes
Dokument nachträglich manipulieren kann . Eines davon war sogar zertifiziert und
könnte der Verifizierung der seit dem 22. Mai gesetzlich zugelassenen digitalen
Signatur dienen . Öffentlich wurde dies in einem Vortrag auf dem Kongress des
Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) im Mai dieses
Jahres . Dort berichteten Adrian Spalka und Hanno Langweg , wie sie im Rahmen
ihrer Forschungsarbeit unter anderem das Produkt eTrust Mail 1.01 für MS Outlook
der SignTrust , Trustcenter der Deutschen Post AG , kompromittiert hätten .
Sicherheitslücken stellten sie auch bei den nicht zertifizierten Produkten
PKSCrypt 1.1 der Deutschen Telekom , Trusted MIME 2.2.5 von Siemens SSE und
GDtrust Mail 4.0.2 von Giesecke&Devrient fest . Allein SafeGuard Sign&Crypt
2.1.0 der Utimaco Safeware AG erwies sich als resistent . Die im November
informierte Post AG bat zunächst die Wissenschaftler , das Problem nicht
öffentlich zu machen . In einer weiteren Stellungnahme orteten die Postler das
Betriebssystem ( MS Windows ) als Schwachstelle . Im Januar erfuhr die RegTP (
Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation ) von dem Vorfall und
ergänzte Ende Februar ihre Webseiten um einen Warnhinweis . Das BSI hingegen
hatte im Vorfeld seines Kongresses die Wissenschaftler sogar aufgefordert , auf
die Nennung der Post im Vortrag zu verzichten . Langweg und Spalka wollten sich
darauf nicht einlassen ; anschließend legte das BSI eine zuvor in Aussicht
gestellte Kooperation auf Eis . Gegenüber iX verweigerte das Bundesamt jegliche
Stellungnahme . Eine Wertung des Ganzen lieferte die RegTP im Gespräch mit iX
gleich selbst : Ghostscript 5.0 verfügbar Sie enthält einen neuen Treiber für
PCL-XL , das zur Steuerung von HPs LaserJet 5 und 6 dient . Für Nadel- und
Tintenstrahldrucker gibt es mit uniprint ebenfalls einen neuen Treiber . Er kann
wahlweise ESC/P , ESC/P2 oder PCL-Code erzeugen und ist über externe Dateien
parametrisierbar . In Zukunft sollten daher neue Drucker für diese Formate mit
Ghostscript leichter zu bedienen sein : Eine angepaßte Konfigurationsdatei
reicht im Idealfall aus . PDF-Ausgabe ist mit der neuen Version zwar im Prinzip
möglich , Distiller-Leistungen kann man aber nicht erwarten . Näheres in iX 6/97
. Preissturz bei Marken-PCs Um mit dem PC-Versender Dell konkurrieren zu können
, hat Compaq am 10. Juli bekanntgegeben , die Preise für Personalcomputer um bis
zu 25 % zu reduzieren . Laut Compaq Deutschland sollen diese Preissenkungen auch
an die deutschen Kunden weitergegeben werden . Einen Tag zuvor hatte Hewlett
Packard mit einer Mitteilung über Preissenkungen in gleichem Umfang debütiert :
die Vectra-PCs werden zwischen 13 und 23 % billiger . Branchenkenner erwarten ,
daß sich auch IBM dem neuen Preisgefüge nicht verschließen kann . iX-Umfrage zur
Biometrie-Akzeptanz Fingerabdruck- und Iris-Scan statt Passwort-Eingabe ?
Stimmerkennung statt Chipkarte ? Ein Blick in die Labors der
Biometrie-Spezialisten lässt die heutigen Authentifizierungsmechanismen nahezu
steinzeitlich erscheinen . Die Frage ist nur , ob biometrische Verfahren von den
Benutzern akzeptiert werden . Manche befürchten einen Missbrauch der
gespeicherten Fingerabdrücke , anderen ist schon die Vorstellung eines
Iris-Scans einfach unbehaglich . Unter allen Teilnehmern werden 10 iX-Poloshirts
verlost . 500000 Internet-Domains in Deutschland Die 500 000ste .de-Domain hat
das DENIC , die deutsche Vergabestelle für Internet-Domainnamen , Ende April
vergeben . Neben der absoluten Zahl ist vor allem der Zuwachs beeindruckend :
Ende 1998 verzeichnete man 230000 .de-Domains , zur Zeit werden pro Monat 50000
Namen vergeben . Das DENIC führt diesen Boom zurück auf die immer beliebter
werdenden privaten Homepages sowie auf Marketingauftritte der Unternehmen , die
für jeden Produktnamen eine eigene Domain beantragen . SIGGRAPH : Community
Source Licence für Blaxxuns VRML-Browser Die deutsche Firma Blaxxun hat dem
Web3D Consortium , das für die Weiterentwicklung von VRML zuständig ist , die
Source-Code-Lizenz ihres VRML-Browsers gegeben . Für nichtkommerzielle Zwecke
wird er zukünftig vom Consortium kostenlos erhältlich sein . Kommerzielle
Lizenzen vergibt nach wie vor Blaxxun . Im Rahmen derselben Veranstaltung hat
das Consortium eine Roadmap für die Entwicklung von X3D , dem Nachfolger von
VRML 97 , bekanntgegeben . Mit Anwendungen ist schon im ersten Halbjahr 2000 zu
rechnen . Den endgültigen Standard soll die ISO im Jahr 2002 verabschieden
können . PGP für Microsoft BackOffice Zur Zeit arbeitet CryptoEx auf Basis von
PGP 2.6.3i und ist neben den üblichen Verschlüsselungs- und Signierfunktionen
auch in der Lage , in EMails enthaltene Schlüssel zu erkennen und in den eigenen
PGP-Keyring aufzunehmen . Das Produkt kostet für Privatpersonen 95 DM ; für den
kommerziellen Einsatz sind pro Arbeitsplatz 165 DM fällig . Eine
Enterprise-Version , die mehr als 20000 Benutzer bedienen können soll und PGP
5.0 implementiert , ist in Vorbereitung . Weitere Informationen :
http://www.glueckkanja.de . Netscape : Freigabe mit Hintertür Bei der Freigabe
seines WWW-Browsers Communicator hat sich Netscape eine Hintertür offen gelassen
: sie ist an die Bedingung geknüpft , daß Microsoft den Internet Explorer oder
ein vergleichbares Produkt umsonst verteilt . Sicherheitsloch in Cisco IOS Ein
Fehler im sogenannten " Classic IOS " der Systeme von Cisco kann dazu führen ,
daß unautorisierte Benutzer diese zum Absturz bringen können . Im schlimmsten
Falle geht dabei sogar die eingestellte Konfiguration verloren . Betroffen sind
die meisten Cisco-Router mit den Modellnummern 1000 und größer mit Ausnahme der
7xx-Serie , der Catalyst-LAN-Switches , der WAN-Switching-Produkte der IGX- und
BPX-Familie , des AXIS-Boards , früher Modelle der LS1010- und
LS2020-ATM-Switches und Host-basierter Software . Weitere Details , wie die
Betriebssysteme , hat Cisco selbst veröffentlicht . Online-Versteigerung von
Y2K-Domain fehlgeschlagen Enttäuscht zeigt sich der Inhaber von www.jahr2000.de
über das Ergebnis der Versteigerung seines Domain-Namens beim Online-Auktionator
eBay . Das letzte Gebot beim Versteigerungsschluß am 13.1.2000 lag zwar bei
90005 DM , entpuppte sich aber wie schon vorherige Gebote als Fake . Er will
jetzt seinen Domain-Namen selbst verkaufen . Mit ähnlichen Problemen hatte
bereits Peter de Jager bei der Versteigerung des Namens www.year2000.com zu
kämpfen . Das Höchstgebot von 10 Mio. US-$ bei eBay USA stellte sich als Scherz
heraus . AS/400 mit WWW-Software Zum Lieferumfang der aktuell vorgestellten
Version von OS/400 zählt ein umfangreiches Set von WWW- und Internet-Software .
Als Web-Server sind die CISC- und RISC-Syteme durch den CERN-HTTPD einsetzbar ;
hinzu kommen die Unterstützung von POP3 , SMTP , Telnet , FTP und dem
LPR-LPD-Druckdiensten . Auf vorhandene Daten soll man ganz ohne Programmierung
via Web-Browser zugreifen können : das HTML-Gateway setzt AS/400-Masken komplett
in die Hypertext Markup Language inklusive der notwendigen FORM-Statements um .
Yahoo! Deutschland mit DPA-News auf dem Web Ab sofort gibt es bei
Yahoo!Deutschland die neuesten Meldungen der Deutschen Presse-Agentur ( dpa )
online im Internet . Unter http://www.yahoo.de/schlagzeilen/ bieten die "
Bibliothekare des Internet " Aktuelles aus den Bereichen Politik und Wirtschaft
ebenso wie Kultur , Sport und Vermischtes . Neben den Schlagzeien stehen auch
die vollständigen Artikel kostenlos zur Verfügung . Infobase mit Internet World
vereint Letztere wiederum hatte schon zuvor das Zusammengehen mit dem Deutschen
Internet Kongreß von Garos beschlossen . Die Infobase , langjähriger Treffpunkt
der Online-Datenbanker , konnte 1997 nicht vom Internet-Boom profitieren und
mußte leichte Einbußen bei den Besucherzahlen hinnehmen . Eine parallel geplante
Internet-Veranstaltung ( Networld&Interop ) war ausgefallen . Dabei wird
versucht , durch eine Vielzahl automatisch generierter Anfragen ein
Rechnersystem zum Stillstand zu bringen . Um die Integrität der
Zahlungsabwicklungen nicht zu gefährden , so eine Unternehmenssprecherin , habe
man am Dienstag ( 15.5. ) gegen 15.00 Uhr sämtliche DV-Systeme heruntergefahren
. Kunden- oder Anbieterdaten hätten zu keinem Zeitpunkt offen gelegen . Das
Zahlungssystem stand dadurch für rund 3,5 Stunden nicht zur Verfügung .
Betroffen war davon auch der Online-Kiosk des Heise-Verlags . Microsoft Internet
Explorer für Unix Bill Gates Orientierung auf das Netz der Netze wirkt sich
massiv auf Microsofts Portierungsstrategie aus : der Internet Explorer soll zum
Jahresende unter Unix verfügbar sein , mit den gleichen Features wie Version 3.0
dieses Produktes für Windows 95 und ebenfalls kostenlos . Namentlich genanntes
Unix-Derivat ist Suns Solaris 2 . In diesem Zusammenhang will man in Redmont
auch Active-X-Entwicklungsumgebungen für Unix zur Verfügung stellen .
Supercomputer-Ranking : Leistung fast verdoppelt Die 14. Top-500-Liste der
Supercomputer konnte gleich mit zwei Überraschungen aufwarten . Mittlerweile
überschreiten 101 Rechner die 100-GFlop/s-Marke , sogar der Letzte der Liste
verdoppelte fast die Leistung gegenüber 1998 ( 33 GFlop/s gegenüber 17 im
Vorjahr ) . Hierdurch fielen diesmal auf einen Schlag 222 Systeme heraus . Die
Gesamtleistung stieg von 30 TFlop/s auf 51 TFlop/s . Und : Die Podestplätze
besetzt weiterhin das amerikanische Energieministerium mit seinem ASCI-Programm
. Das aufgerüstete Intel ASCI Red-System beim Sandia National Laboratory ,
weiterhin die Nummer 1 , erreicht eine Linpack-Leistung von 2,38 und eine
Spitzenleistung von 3,2 TFlop/s mit 9632 Pentium II Prozessoren . Nummer Zwei
ist das ASCI Blue-Pacific System beim Lawrence Livermore National Laboratory von
IBM mit 5808 Prozessoren , gut für 2,1 TFlop/s . SGI's ASCI Blue Mountain im Los
Alamos National Laboratory hat 6144 Prozessoren mit 1,6 TFlop/s und 3,1 TFlop/s
Spitzenleistung . Nur diese Rechner erreichen beim Linpack mehr als 1 Tflop/s .
Spitzenreiter ist hier Charles Schwab auf Platz 12 mit einem
2000-Prozessor-System von IBM und einer Spitzenleistung von 1,3 TFlop/s . Auch
in Deutschland hat sich einiges getan . Die Anzahl der Rechner wuchs um 36 % auf
64 und die Leistung um 54 % auf 5,4 TFlop/s . Ein Blick auf die deutsche Liste
zeigt , dass nicht mehr die klassischen Anwendungen aus dem Ingenieurbereich
sondern neue bei Banken und in der Telekommunikation sie prägen . Die aktuelle
Liste findet sich unter www.top500.org . Hier kann der Leser auch eigene
Teillisten erstellen . E-Payment : Praxistaugliche Verfahren vor dem Durchbruch
Elektronisches Geld zum Bezahlen im Internet ist zwar seit Jahren in der
Diskussion , konnte sich aber praktisch nicht durchsetzen . Doch in den letzten
Monaten haben neue Payment-Verfahren ihre Alltagstauglichkeit bewiesen ,
berichtet iX in seiner aktuellen Ausgabe . Newcomer wie Firstgate mit click&buy
oder Paybox mit seiner Handy-Autorisierung konnten in kurzer Zeit mehrere 10000
Kunden melden . Andere Anbieter ziehen nach , so führte in medias res jetzt
Kontopass Net900 ein . Im Unterschied zum bisherigen Net900-Produkt muss der
Kunde dabei nicht mehr Software auf seinem PC installieren , sondern lediglich
seine Kontonummer angeben . Der gemeinsame Nenner der neuen Zahlungssysteme :
sie sind einfach zu handhaben , setzen auf vorhandenen Zahlungsmethoden und
bekannter Technik auf . Sie erforderten einen komplizierten
Registrierungsprozess und spezielle Software beim Kunden . Cybercash Coins
wurden zur Jahreswende eingestellt , das von der Deutschen Bank unterstützte
eCash ist nur bei rund 50 Online-Händlern im Einsatz . Weitere Details zu den
neuen Zahlungssystemen und eine Kosten-Nutzen-Analyse der klassischen Verfahren
wie Kreditkarte und Lastschrift bringt der Artikel " Kritische Masse " in iX
3/2001 . iX erhöht Heftpreis Auch iX kann sich der allgemeinen Kostenentwicklung
nicht entziehen und wird nach fast 10 Jahren erstmals teurer : ab Ausgabe 5/98
kostet das Heft am Kiosk 8,50 DM . Wer jetzt noch abonniert , spart Geld -
er/sie erhält noch ein Jahr lang iX zum alten Preis . Letzter Termin ist der 22.
April - es gilt das Datum des Poststempels . Der Zeit voraus ist der in iX 4/98
auf der Bestellkarte auf Seite 119 angegebene Preis von 90 DM . Die neuen Preise
im einzelnen : ein Jahresabo kostet 90 DM , das entspricht einer Erhöhung um
11,11 Prozent statt der 13,3 % im Einzelhandel . Studenten/innen zahlen künftig
mit 75 DM nur 5,03 % mehr . Der Aufpreis für das iX-Abo+ , das die jährliche
Lieferung der Archiv-CD beinhaltet , bleibt mit 14,90 DM unverändert . Netscape
Communicator 4.5 Beta 1 verfügbar Die im Juni angekündigte neue Version des
WWW-Browsers Netscape Communicator ist jetzt in einer ersten Beta-Version auf
dem Server des Herstellers und diversen Mirror-Sites verfügbar . Zu den
Neuerungen gehören unter anderem Smart Browsing und erweiterte IMAP-Fähigkeiten
des EMail-Clients ; zu weiteren Details siehe unsere Meldung vom 17. Juni dieses
Jahres . Auch Sun setzt auf Intels Merced-Chip Am 16. 12. haben Sun Microsystems
und Intel eine künftige Zusammenarbeit in Sachen Chip- , System- und
Softwaretechnik bekanntgegeben . Diese beinhaltet vor allem gegenseitige und
kostenlose Lizenzerteilungen für die genannten Bereiche , um eventuelle
Patentverletzungen zu umgehen . Sun plant zudem , sein Unix-Derivat Solaris x86
auf Intels für 1999 geplante 64-Bit-CPU Merced zu portieren . Merced ist der
Code-Name für das erste Produkt der IA64-Familie , eine sogenannte
Post-RISC-Generation von Prozessoren , die weitgehend rückwärtskompatibel zu den
jetzigen Intel-CPUs sein soll und in Zusammenarbeit mit HP entwickelt wurde .
Web-Browser Opera für Linux angekündigt Opera , bekannt als kleiner und
schneller Web-Browser für Windows , soll bald auch für andere Betriebssysteme
verfügbar sein . Angekündigt sind Versionen für Linux , OS/2 , MacOS , Amiga und
BeOS , eine Solaris-Variante soll später folgen . Termine sind der Ankündigung
nicht zu entnehmen . Christian Kirsch Jahr 2000 : Vorsicht mit DCF77- und
GPS-Zeit Zu den bislang wenig beachteten Problemfällen beim Jahreswechsel
1999/2000 gehören Funkuhren , die das von der Braunschweiger PTB ausgestrahlte
Zeitsignal DCF77 auswerten . Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt weist
darauf hin , daß in der DCF77-Spezifikation das Jahr nur zweistellig gesendet
wird und empfiehlt dringend , beim Hersteller die richtige Behandlung beim
Übergang vom Jahr 99 auf 00 abzufragen . Ein ähnliches Problem tritt bei GPS (
Global Positioning System ) auf , allerdings schon im August 1999 . Die GPS-Zeit
wird in Wochen gezählt , und zwar von 0 bis 1023 ab dem 6.1.1980 . So kommt es
am 21.8.99 zum sogenannten " Week Rollover " . Auch hier sollte bei den
Anbietern der entsprechenden Hard- und Software explizit nachgefragt werden .
Weitere Tips und Hintergründe zum Jahr-2000-Problem gibt iX in der aktuellen
Ausgabe und hat dazu ein Forum zum Erfahrungsaustausch eingerichtet . Schon
getestet : Windows 2000 - final Version Offiziell ist Windows 2000 zwar erst am
17. Februar im Handel , iX stand aber vorab die endgültige Fassung des neuen
Betriebssystems aus Redmond zur Verfügung . Im Gegensatz zum Vorgänger
funktioniert jetzt das Powermanagement , DirectX macht das Betriebssystem
attraktiver für Spiele . Bei ersten Kompatibilitätstests mit für NT
geschriebener Third-Party-Software wie Netscape Communicator oder StarOffice
konnten keine Schwierigkeiten festgestellt werden . Nur geringfügig fielen
allerdings die von vielen Anwendern erwarteten Performance-Verbesserungen bei
Mehrprozessor-Maschinen aus . Der Industrie-Benchmark SPEC CPU95 lief auf einem
Acht-CPU-System nur minimal schneller als unter Windows NT 4.0 . Konkurrenz für
AltaVista Der beliebte amerikanische Suchdienst AltaVista bekommt Konkurrenz aus
Deutschland . Für die nötige Leistung und neue Suchfunktionen soll Datenbank-
und Datablade-Technik von Informix sorgen . Durch letztere wird beispielsweise
die Suche in Bildinhalten möglich . Zur Zeit wird in der Münchner
Informix-Niederlassung der sogenannte " Super Store " eingerichtet .
Verschiedene Hardwarehersteller werden dem aufgebohrten Suchdienst mit ihren
jeweiligen " Parademaschinen " die nötige Schubkraft verleihen . Ein
Robot-Dienst namens MARX! ist als Option zu " Krautsearch " erhältlich . Er
überwacht Bookmarks oder das , was der Suchdienst gefunden hat , registriert
jede Neuerung und benachrichtigt den Benutzer . Der monatliche Abo-Preis beträgt
20 DM für 50 URLs . Kostenloser Weckdienst via Internet Einen kostenlosen
telefonischen Weckdienst kann man bei der Retarus Network Services GmbH per
Internet bestellen . Über eine WWW-Seite werden die persönlichen Daten nebst
Telefonnummer abgefragt , ein Paßwort vergeben und eine Benutzer-ID generiert .
Dann ist man berechtigt , einen oder mehrere Weckaufträge einzutragen . Der
Service soll auch mit ausländischen Telefonnummern funktionieren , die Zeitzone
ist immer GMT+1 . Kommunikationsserver mit Voicemenü-Generator Zur CeBIT stellt
das Münchner Softwarehaus Com-EM-Tex seinen Kommunikationsserver Papageno vor ,
der die vorhandene netzweite Fax-/EMail-Lösung um die Integration von Voice-Mail
erweitert . Zwar verfügt das Produkt noch nicht über eine
Text-zu-Sprach-Konvertierung eingegangener EMails , aber entsprechende Ansätze
sind in Form eines ungewöhnlichen Werkzeugs zur Generierung des Voice-Menüs für
den Anrufbeantworter vorhanden : Die Texte und zugehörigen Aktionen werden in
C++ entwickelt . Ein Interpreter sorgt für die Umsetzung der Ausgaben in
Wav-Dateien . Deutsche Großbanken mit gemeinsamen Trust-Center Die vier
Großbanken Commerzbank , Deutsche Bank , Dresdner Bank und Hypo Vereinsbank
haben eine Beteiligung von je 25 % am Hamburger Internet-Dienstleister TC
TrustCenter erworben . TC TrustCenter ist eine der großen deutschen
Zertifizierungsinstanzen , die Internet-Nutzern durch die Ausstellung von
Zertifikanten den elektronischen Nachweis ihrer Identität ermöglichen .
Allerdings ist die bislang mehrheitlich von der Commerzbank gehaltene Firma noch
nicht nach dem deutschen Signaturgesetz anerkannt , die Genehmigung wird aber "
angestrebt " . Die Dienstleistungen von TC TrustCenter sowie eine Beteiligung an
der Infrastruktur stehen nach Aussage der Betreiber auch anderen Privatbanken
sowie Industrie und Handel offen . Neben nationalen Aktivitäten will man sich im
Rahmen der Global Trust Organisation auch weltweit als Zertifizierungsinstanz
etablieren . C++-Standard festgeschrieben Der lang erwartete Standard für C++
steht kurz vor der Verabschiedung . Unter der Nummer ISO/IEC 14882 sind die
Merkmale der objektorientierten Programmiersprache definiert , zur Zeit noch als
" final draft international standard " ( FDIS ) . Zur endgültigen Absegnung muß
das Papier noch einige Abstimmungen passieren . Da aber , so der C++-Schöpfer
Bjarne Stroustrup , keine inhaltlichen Differenzen mehr vorhanden sind , sei
dies nur ein formaler Akt . Weitere Informationen :
http://www.research.att.com/~bs/ . Benutzerdaten von Online-Buchhandel offen im
Internet Die Datensicherungen eines Online-Buchshops waren über Monate hinweg
ungeschützt im Internet verfügbar , wie ein aufmerksamer iX-Leser mitteilte . Es
handelte sich dabei um Dateien der Oracle-Datenbank , die mit
Standard-Unix-Kommandos auf den eigenen Rechner kopiert werden konnten . Inhalt
: Transaktions-Logs und Teilnehmerdaten . Zeitweise soll sogar ein
Oracle-Connect von externen Rechnern auf die bei www.buchhandel.de laufende
Datenbank möglich gewesen sein . Nach einem Hinweis der iX-Redaktion wurde die
Sicherheitslücke nach Auskunft des Betreibers in der Nacht vom 18. auf den 19.1.
geschlossen . Durch den Ausbau der Sicherheitsumgebung könne es " in den
nächsten Tagen zu Beeinträchtigungen des Systembetriebs kommen . "
WWW-Konsortium eröffnet deutsches Büro Das World Wide Web Consortium ( W3C ) ,
zuständig für die Standardisierung im Web-Umfeld genutzter Protokolle , eröffnet
ein deutsches Büro beim Forschungszentrum Informationstechnik der GMD . Suns
SPARC-Systeme als PC-Server Mit der Enterprise-450-Familie will der
kalifornische Unix-Anbieter Sun Microsystems im Markt für Workgroup-Server die
NT-Vormacht aufbrechen . Die SPARC-basierten Systeme laufen unter Solaris , und
zwar in der Spielart " Solaris for the Intranet " , ein Bundle des für SPARC-
und Intel-Rechner verfügbaren Unix-Derivats mit dem TotalNet Advanced Server von
Syntax ( siehe iX 8/97 , S. 78 ff. ) . Diese Software implementiert File- und
Druckdienste für Windows- , Macintosh- und Novell-Clients auf einem Unix-Server
. Als Management-Lösung für die angeschlossenen PCs soll CA Unicenter TNG dienen
. Seinen Einstieg in dieses Marktsegment verbindet Sun mit einer aggressiven
Preispolitik : eine Enterprise 450 soll ab 14650 US-$ erhältlich sein . Auch
BS2000 Unix-kompatibel Siemens Nixdorf hat für ihr Mainframe-Betriebssystem
BS2000/OSD das Unix95-Zertifikat erhalten . Dieses von der X/Open-Group
vergebene Label garantiert die Kompatibilität mit dem kompletten
Unix-Schnittstellensatz , auch als Spec1170 bekannt . ADSL.lite/V.90-Modemkarte
von Acer Zur CeBIT stellt der taiwanische Netzwerkspezialist Acer Netxus eine
PCI-Karte vor , die wahlweise eine 56 KBit/s schnelle Modemverbindung oder eine
ADSL-Übertragung mit 1,5 MBit/s downstream ( zum Endgerät ) beziehungsweise 384
KBit/s upstream ( zum Provider ) erlaubt . Auf der Acer-Karte wurde die Variante
" G.lite " von ADSL implementiert , die zwar langsamer als das acht MBit/s
schnelle " Full-Rate-ADSL " ist , aber die gleichzeitige Übertragung von
Telefongesprächen ohne einen Telefonie-Daten-Splitter beim Teilnehmer erlaubt .
Neben V.90 und G.lite kann die PCI-Karte auch als Fax-Modem dienen . Einen Preis
wollte man bei Acer während der CeBIT noch nicht nennen . Teles-Einstieg in
ADSL-Markt Auch die Berliner Teles AG steigt in den ADSL-Markt ein ,
gleichzeitig mit Geräten für Endkunden und für Provider . Sie ermöglichen durch
die Technik " Asymmetric Digital Subscriber Line " auf normalen Telefonleitungen
den Empfang von Daten mit 1,5 MBit/s und das Senden mit 256 KBit/s , solange die
Entfernung zwischen den Anschlußstellen nicht größer als sechs Kilometer ist .
Der Anschluß an den PC erfolgt über ein USB-Interface . Beide Geräte basieren
auf einem Chipset der Alcatel-Tochter ke . Beim derzeitigen Stand von ADSL gibt
es noch Probleme mit dem Zusammenspiel von Geräten verschiedener Hersteller ,
darum ist laut Teles durch die gleichzeitige Vorstellung von Endkunden- und
Provider-Systemen die " problemlose Zusammenarbeit mit einem großen Carrier "
vorbereitet . Für Gebiete , in denen ADSL nicht möglich ist , soll in
Zusammenarbeit mit Eutelsat Teles.skyDSL dienen . Damit lassen sich über gängige
Satellitenantennen Downstream-Raten von 38 Megabit pro Sekunde erzielen . Monkey
: Authentifizierung via SMS Ein Authentifizierungsverfahren auf Basis von zwei
Netzen hat die Münchner data protect GmbH entwickelt . Monkey setzt auf dem
betriebssystemunabhängigen Anmeldeverfahren RADIUS auf . Nach der Eingabe des
Benutzernamens wird eine SMS-Nachricht mit einem Einmal-Passwort generiert , das
an eine zuvor festgelegte Handy-Nummer verschickt wird und nur für eine kurze
Zeitspanne gültig ist . Erst dieses Passwort ermöglicht den Zugang zum System .
Monkey ist auf der Systems in Halle B5 , Stand 208 , zu sehen . Systems :
Alpha-Server mit 32 CPUs Compaq stellt auf der Systems das Server-System GS320 (
Codename " Wildfire " ) aus . Die 32 Alpha-CPUs sind mit 729 MHz getaktet und
über ein 2-stufiges Crossbar mit 50 GByte/s Übertragungsrate verbunden . Derzeit
wird die Maschine mit 128 GByte Speicher - also 4 GByte pro CPU - ausgeliefert ,
im nächsten Jahr mit 256 GByte . Im Vollausbau können 64 PCI-Busse mit jeweils
256 MB/s angeschlossen werden . Das 32-Prozessorsystem hat eine Spitzenleistung
von fast 50 GFlop/s . Bezahlen via Handy : Konkurrenz für Paybox Nachdem neue
Bezahlverfahren wie die Handy-Autorisierung von Paybox Bewegung in die lange
lahmende E-Payment-Entwicklung gebracht haben , ist die Etablierung
konkurrierender Verfahren naheliegend . So stellte auf dem GSM-Kongress in
Cannes die Dortmunder Materna GmbH das System Anny Way Mobile Payment vor , bei
der der Kunde eine Zahlungsanforderung durch die Eingabe einer PIN auf seinem
Handy bestätigt . Die Dortmunder bieten ihren Dienst aber nicht direkt
Online-Händlern oder Endkunden an , sondern wollen ihn über die
Mobilfunkbetreiber vermarkten , durch deren Telefonrechnungen auch die Beträge
eingezogen werden sollen . Wegen noch laufender Gespräche wurden noch keine
möglichen Partner genannt , allerdings halten Insider das Projekt wegen der
guten Beziehungen zu den Mobilfunk-Providern für aussichtsreich : Materna ist
einer der weltgrößten Betreiber von SMS-Gateways . Noch mehr Wettbewerb in
diesem Geschäftsfeld wird die diesjährige CeBIT bringen . Dann wollen auch
bislang mit Kreditkarten- und Lastschriftenabwicklung befasste Branchengrößen
wie die GZS ( die schon bei Payitmobile beteiligt ist ) und Telecash ähnliche
Systeme mit Handy-Autorisierung vorstellen . Und der Anbieter StreetCash
versucht der Paybox ebenfalls Konkurrenz zu machen . Die Paybox.net AG , deren
Patentanmeldung für ihr Bezahlverfahren noch nicht abgeschlossen ist , wollte
noch keine Stellungnahme abgeben , wie sie mit den Konkurrenten umgeht .
EMail-Werbung : Gericht versagt Prozeßkostenhilfe " Keine hinreichende
Erfolgsaussicht " sieht das Landgericht Traunstein für einen Widerspruch gegen
seine einstweilige Verfügung , die das unverlangte Versenden von EMail-Werbung
untersagt . Deswegen wurde der betroffenen Firma keine Prozeßkostenhilfe gewährt
. Der Richterspruch wurde bereits im Oktober letzten Jahres gefällt , er verbot
einer werbetreibenden Firma bei Androhung eines Ordnungsgeldes in Höhe von
500000 DM , weiterhin das sogenannte " EMail-Spamming " zu betreiben . In der
Begründung gehen die Richter noch einmal ausführlich auf die Unterschiede zur
Briefkastenwerbung ein : Darum sei eine ungleich höhere Belästigung zu erwarten
. Der komplette Gerichtsbeschluß ist unter http://www.online-recht.de
nachzulesen . Digital und Sequent wollen ein gemeinsames 64-Bit-Unix für Intels
IA-64-CPUs entwickeln . Basis ist das bereits auf den 64-Bit-Alpha-Chip
angepaßte Digital Unix ( vormals OSF/1 ) , Sequent soll Erweiterungen für die
Mehrprozessorfähigkeit beisteuern , die sogenannte NUMA-Technik ( Non-Uniform
Memory Access ) . Geplant ist eine 100prozentige Quellcode-Kompatibilität
zwischen Alpha- und IA-64-Systemen . Für Sequent ist das Zusammengehen mit
Digital auch ein Votum gegen Sun Microsystems . Telekom öffnet ADSL-Zugang für
Drittanbieter Das für Geschäftskunden vorgesehene T-InterConnect adressiert
ausdrücklich auch " lokale Online-Provider " , zudem will man die eigenen
Leitungen nicht nur selbst für die megabit-schnellen Digital Subscriber Lines
nutzen . Mit dem Statement " natürlich können auch andere Carrier über die
Kupferdoppeladern der Deutschen Telekom ADSL-Angebote unterbreiten " legte
Vorstandsmitglied Gerd Tenzer die Linie des Leitungsmonopolisten dazu fest .
Compaq übernimmt Tandem Falls Aktionäre und Anti-Trust-Behörde zustimmen , soll
der " Merger " im 3. Quartal dieses Jahres vollzogen sein . Geht IBM-Chef zur
Deutschen Bank ? Der Vorsitzende der Geschäftsführung von IBM-Deutschland ,
Hermann-Josef Lamberti , wird seinen jetzigen Arbeitgeber zum 31. Oktober dieses
Jahres verlassen . Der 42jährige Betriebswirt sammelte seine ersten beruflichen
Erfahrungen im Bankenumfeld , bevor er 1984 zu IBM nach Stuttgart kam und dort
unter anderem Leiter des Bankenbereichs in Frankfurt wurde . Nach diversen
Restrukturierungsaufgaben auch außerhalb Europas übernahm er Anfang 1997 die
Führung von IBM Deutschland . Lamberti ist unter anderem auch stellvertretender
Vorsitzender des Fachverbandes Informationstechnik ( FVIT ) .
Gigabit-PCI-Adapter für Kupferkabel Eine Beta-Version seiner
GIGAline-PCI-CX-Karte zeigt der deutsche Netzwerkspezialist Compu-Shack auf der
CeBIT ( H11/E34 ) . Damit soll eine Datenübertragung mit 1 GBit/s über ein
maximal 25 Meter langes Doppel-Twinax-Kabel möglich sein ; bislang existierten
nur Gigabit-Ethernet-Lösungen für Lichtwellenleiter . Die auf der Messe
vorgestellten Karten laufen noch mit " nur " 500 MBit/s , mit den ab Ende Mai
lieferbaren Chips soll die volle Geschwindigkeit realisiert werden . Preis : 990
DM . BioID der Berliner Firma DCS soll eine eindeutige Personenidentifikation
durch die Kombination von drei Merkmalen erlauben : Sprache , Lippenbewegungen
und Gesicht . Die als Client-Server-System implementierte Software beruht auf
einem Patent der Fraunhofer Gesellschaft und erfordert neben dem obligatorischen
IBM-Kompatiblen eine Videokamera nebst Karte und ein Mikrofon . Wie viele der
drei Erkennungsmerkmale mit welcher Sicherheit erkannt werden müssen , ist
einstellbar . Im Rahmen der Demonstration auf der CeBIT konnte BioID sogar
eineiige Zwillinge voneinander unterscheiden . Zur Zeit läuft der Server , der
die aufgenommenen Daten verwaltet , auf NT , Unix ist geplant . Als Client
kommen Windows 95/NT in Frage , DCS arbeitet auch an Implementierungen für OS/2
und MacOS und will demnächst eine Integration in Web-Browser vorstellen . BioID
kostet pro Arbeitsplatz 150 DM , die Server-Software kommt auf 150 DM pro
Benutzer bei 1000 Arbeitsplätzen . Unter dem Namen Bluetooth hat ein Konsortium
von fünf Firmen aus der DV- und TK-Industrie ein Verfahren vorgestellt , das die
drahtlose Kommunikation zwischen Personal Computern , Mobiltelefonen , PDAs und
anderen Geräten ermöglichen soll . Bluetooth spezifiziert ein Funknetz im freien
2,4-GHz-Bereich , das eine Datenübertragungsrate von brutto 1 MBit/s erlaubt .
Jedes Gerät ist weltweit eindeutig durch eine 48 Bit lange Adresse identifiziert
( ähnlich wie bei Ethernet ) , bei einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung können
maximal 721 KBit pro Sekunde übertragen werden . Die Reichweite beträgt 10 Meter
, mit Verstärker bis zu 100 Meter . Weitere Details zu dem gemeinsam von
Ericsson , IBM , Intel , Nokia und Toshiba entwickelten Funk-Interface sind
unter http://www.bluetooth.com zu erfahren ; im zweiten Halbjahr 1999 sollen
erste Geräte auf den Markt kommen . Modem für Stromleitungen Die PolyTrax AG hat
die Verfügbarkeit eines Powerline-Modems bekanntgegeben , das eine
Datenübertragung mit 25 kBit/s über 230-V-Leitungen erlaubt . Im Gegensatz zu
bisherigen Pilotprojekten ist das Verfahren laut Anbieter konform zur
europäischen CENELEC-Vorschrift , die unter anderem die Trägerfrequenz auf
Stromleitungen auf 125 KHz begrenzt . Für 1950 DM ( zzgl. MWSt. ) ist ein
Evaluierungs-Kit zur bidirektionalen PC-zu-PC-Verbindung bei der Münchner Firma
erhältlich . Netscape und Microsoft dürfen 128-Bit-Verschlüsselung exportieren
Für SuiteSpot , Netscapes Server-Software , will VeriSign ein spezielles
Zertifikat entwickeln , das ausgewählten Banken ( mit SuiteSpot und Zertifikat )
den Bezug auch dieser Software erlaubt , damit ihre Kunden sichere Transaktionen
durchführen können . Microsoft , deren Export-Erlaubnis nach eigener Aussage auf
Banken bzw. deren Kunden beschränkt ist , will die 128-Bit-Technik in allen
Internet-relevanten Produkten implementieren , wie dem Internet Explorer 4.0 ,
Microsoft Money 97 und dem MS Internet Information Server . Bislang war der
Export von Kryptologie-Software durch die US-Regierung auf eine Schlüssellänge
von 56 Bit beschränkt Mac-Betriebssystem mit B2-Sicherheit Das Stollberger
Softwarehaus Omega entwickelt ein MacOS-8-kompatibles Betriebssystem , das den
Sicherheitsanforderungen der B2-Klassifikation des amerikanischen
Verteidigungsministeriums gerecht wird . COS ( Crypto Operating System ) sollte
laut Omega-Geschäftsführer Manfred Schmitz ursprünglich nur das MacOS sicherer
machen , was sich aber als so aufwendig erwies , daß man den Spieß umdrehte .
Heraus kam ein Client/Server-Betriebssystem , mehrprozessorfähig , mit echtem
präemptivem Multitasking , Sicherheitsklassifizierung nach B2 , Clustering und
einer QuickTime-Eigenentwicklung . Es soll viermal so schnell wie das Original
sein , 10 bis 15 MByte auf der Festplatte und 500 KByte im Hauptspeicher belegen
und auf 68030- bis PowerMacs laufen . MacWorld 97 im November . ( Hans Weiß )
Corel Office for Java abgesetzt Wie zwei nordamerikanische Nachrichtendienste
melden , hat Corel die Entwicklung von Corel Office for Java eingestellt . Das
Produkt war der erste Versuch , eine umfangreiche Anwendung komplett in Java zu
implementieren . Dies soll aber bei der Corel-Kundschaft nicht angekommen sein .
Der Bezug auf die im II. Weltkrieg umkämfte Rhein-Brücke ist gewollt . Windows
98 auf der CeBIT Eine Vorversion seines Desktop-Betriebssystems Windows 98 will
Microsoft auf der diesjährigen CeBIT ( 19.-25.3. ) zeigen . Der
Windows-95-Nachfolger ist aus Kompatibilitätsgründen weiterhin DOS-basiert und
verfügt auch nicht über einen konsequenten Speicherschutz für Anwendungen .
OS/390-Nachfolger fertig IBM hat mit der Auslieferung des neuen
Mainframe-Betriebssystems z/OS begonnen , das speziell auf die Ende vergangenen
Jahres angekündigte z900-Serie zugeschnitten ist . Zu den Highlights des
64-Bit-Betriebssystems gehört unter anderem die Fähigkeit , Rechnerleistung
nicht nur auf der Maschine , sondern im Netz zu verteilen . Als Eckdaten der
z900-Serie nennt IBM : bis zu 64 CPUs im SMP-Verbund , maximal 64 Gigabyte
Hauptspeicher , eine I/O-Performance von 24 GByte/s und einen Netzdurchsatz von
3 GByte/s . Die z900 erlaubt den Mainframe-typischen parallelen Ablauf von
mehreren Betriebssystemen auf einem Rechner ( Partitionierung ) ; IBM nennt
dafür als die wichtigsten Systeme z/OS und Linux for zSeries . Für das
Großrechner-Linux kündigten Big Blue und SAP während der CeBIT die Verfügbarkeit
von mySAP.com im zweiten Quartal 2001 an . Unter z/OS lassen sich bis zu 32
Systeme clustern ; in solch einem Rechnerverbund kann ein einzelnes
Betriebssystem 640 CPUs anfordern . Mit den neuen Großrechnern führt IBM auch
ein neues Vertriebskonzept ein . Auch die Abrechnung von Software-Modulen soll
nicht mehr pro Installation , sondern nach Nutzlast erfolgen . z/OS soll am 30.
März allgemein verfügbar sein . T-Online-Microbilling wird eingestellt Die
Telekom-Tochter T-Online hat sämtliche Verträge über den Einzug von Seiten- und
Zeitgebühren zum Jahresende gekündigt . Als Gründe nannte sie neben den hohen
Storno-Kosten für Scheinangebote die Umstellung auf eine neue Kundenverwaltung
sowie die strategische Ausrichtung auf Internet-Kompatibilität . Neue
Billing-Verfahren sind in der Erprobung . Wie man auch bei T-Online einräumt ,
ist allerdings noch keine Lösung in Sicht , die ähnlich einfach und preiswert
den Einzug von Beträgen zwischen 0,01 und 9,99 DM im großen Stil ermöglicht .
Bei der bisherigen Micropayment-Lösung erscheinen diese Gebühren auf der
Telekom-Telefonrechnung des Kunden , so daß kein Anbieter sich um das Einziehen
und Kontrollieren von Pfennigbeträgen kümmern muß . Die ausschließliche
Ausrichtung auf Internet-Technik bedeutet auch das Aus für die proprietären
Protokolle Cept und Kit . Noch eine ISDN-Werbeinitiative Um das nach dem
Auslaufen der ISDN-Förderprogramme hinter den Erwartungen der Telekom
zurückgebliebene Wachstum des digitalen Netzes wieder anzukurbeln , startet am
6. Dezember dieses Jahres eine weitere Werbekampagne . Die Teles AG wird in
Zusammenarbeit mit der Telekom , AOL und der Advance Bank zwei " Förder-Pakete "
für " unter 50 DM " anbieten . Der genaue Preis soll erst in den nächsten Tagen
bekannt gegeben werden . Paket 1 beinhaltet eine Teles-ISDN-Karte und ein
ISDN-Telefon des Berliner Anbieters . Dazu kommen ein gebührenfreies Konto bei
der Advance-Bank , ein 50-Stunden-Testzugang für den Online-Dienst AOL und eine
Grundgebührenerstattung von 46 DM nach drei Monaten . Die ISDN-Karte wird mit
der Software OnlinePowerPack ausgeliefert , die unter anderem Clients für
Bildtelefonie und Videokonferenzen enthält . Bei Paket 2 liefert Teles statt des
Telefons einen a/b-Adapter zum Anschluß vorhandener Analog-Geräte . Die
einmalige Anschlußgebühr geht zu Lasten des Kunden . Ähnliche Angebote gibt es
auch bei anderen ISDN-Hardware-Anbietern , wie Acotec , ConnectService
Riedlbauer oder TKR . Ein Wiederaufleben der herstellerunabhängigen Förderung
neuer ISDN-Anschlüsse durch die Telekom ist allerdings nicht in Sicht . Solaris
7 für Unis kostenlos Sun Microsystems will auch die neueste Version seines
Unix-Betriebssystems , Solaris 7 , an Mitarbeiter akademischer Einrichtungen
ohne Lizenzgebühren abgeben . Details zur Bestellung finden sich auf dem
deutschen Webserver von Sun . Scanner gegen WAP-Viren Der finnische Anbieter von
Sicherheitssoftware F-Secure ( Halle 23/A41 ) hat einen Antiviren-Scanner für
WAP-Gateways vorgestellt . Zwar sei noch kein " malicous Code " im WAP-Umfeld
aufgetaucht , durch die auf dem Endgerät ablaufende Sprache WMLScript sei aber
ein unerwünschter Eingriff etwa in die Adressdatenbank des Handys theoretisch
möglich . Hewlett-Packard hat bereits eine Kooperationsvereinbarung zum Einsatz
von " F-Secure Anti-Virus for WAP Gateways " auf seinem WAP-Server unterzeichnet
. EU-Standard für Chipkarteneinsatz im Internet Sechs europäische
Finanzdienstleister haben ein durch EU-Mittel gefördertes Konsortium gegründet ,
das einen europaweiten Standard für den Chipkarteneinsatz im Internet entwickeln
soll . Zu den Gründungsmitgliedern zählen das Informatikzentrum der
Sparkassenorganisation ( SIZ ) und Visa International , Initiator ist die
französische Groupement des Cartes Bancaires . Das Projekt ist für ein Jahr
angelegt . Man erhofft sich durch einheitliche Spezifikationen für die
Chipkartenleser einen ähnlichen Durchbruch im Bereich des Electronic Payment wie
ihn weiland GSM für den Mobilfunkbereich brachte . Borland Interbase :
Linux-Portierung in Arbeit Nach der Software AG hat ein weiterer großer
Datenbankanbieter das freie PC-Unix Linux als relevante Plattform entdeckt :
Borland arbeitet derzeit nach eigener Aussage an einer entsprechenden Portierung
von Interbase , das zur Zeit auf Windows , Novell , VMS und verschiedenen
Unix-Derivaten läuft . Der genaue Zeitpunkt für die Fertigstellung der
Linux-Version ist noch unbekannt ; außerdem soll Interbase demnächst auf SNIs
Sinix/Reliant Unix verfügbar sein . NetPC von Siemens Nixdorf Das Gerät
entspricht den von Intel und Microsoft entwickelten NetPC-Spezifikationen 1.0b .
Dieses Konzept versteht sich als Gegenentwurf zu dem von Oracle und Sun
propagierten NC ( Network Computer ) . NetPCs können auch Windows-Anwendungen
lokal ausführen , während NCs im wesentlichen auf Java-Applikationen
ausgerichtet sind . Verschiedene Nutzungsprofile sollen so einstellbar sein :
der Modus TaskStation reduziert die Funktionen des Systems auf die eines
Terminals beziehungsweise den Aufruf des Internet Explorers , in der Betriebsart
AppStation ist der Ablauf festgelegter Anwendungen möglich . Zur
Benutzerauthentifizierung ist optional ein Chipkartenleser erhältlich . Sun
stellt JavaStation vor Ausschließlich Java-Anwendungen unterstützt Suns
JavaStation , die auf einer SPARC-RISC-CPU basiert und über Anschlüsse für
VGA-Monitore , PC-Tastaturen und -Mäuse verfügt . Das Betriebssystem setzt sich
weitgehend aus Teilen von Solaris 2 ohne die Multi-User-Features zusammen .
HotJava ist integriert . Zur Zeit wird die benötigte Software als eine Datei vom
Server gebootet , künftige Versionen sollen optional PPP und ein FlashRAM zum
Betrieb über langsame Leitungen bieten . Mit Tastatur , Maus und 8 MByte RAM
kostet die JavaStation , die ohne Diskettenlaufwerk und Festplatte auskommt ,
1290 Mark . Ein 14-Zoll-Monitor erhöht den Preis auf 1730 Mark . Für 3970 Mark
wird die JavaStation mit 64 MByte RAM und 17-Zoll-Monitor erhältlich sein .
Software-Patches gegen DNS-Spoofing DNS-Spoofing zählt zu den gefährlichen
Angriffsarten im Internet . Dabei werden Benutzer auf falsche Web-Seiten
umgeleitet , ohne etwas davon zu merken . So können ihnen Böswillige alle
möglichen falschen Informationen unterschieben ( siehe auch iX 8/97 ) . Derzeit
sind laut Aussage der Sicherheitsfachleute der Aschheimer Firma Articon fast
alle DNS-Server anfällig gegen derartige Manipulationen . Um diese Aktivitäten
zu erschweren ( ganz lassen sie sich nicht unterbinden ) , hat das Unternehmen
zwei Patches für den weitverbreiteten Domain Name Service BIND entwickelt . Die
Patches werden ab 6.11.97 über den Web-Server von Articon zur Verfügung gestellt
( http://www.articon.de/dns-download.html ) . Bei dem ersten Patch handelt es
sich um einen Spoofing-Warner , der den Provider über verdächtige Vorgänge auf
dem DNS-Server informiert , etwa wenn ein Paket mit einer IP-Nummer eintrifft ,
zu der es keine entsprechende Query-ID gibt . Auch der Absender des Paketes läßt
sich ermitteln . Der zweite Patch dient der Generierung von Zufallszahlen als
Abfragenummer . DNS-Server wie BIND sind deshalb so anfällig , weil sich der
Algorithmus zum Erzeugen der Query-IDs aus dem Source-Code , der frei verfügbar
ist , entnehmen läßt . Der Patch modifiziert BIND 8.1.1 . Y2K : Auch die
östlichen und zentralen Bundesländer Australiens haben nach Informationen des
Y2K National Coordination Center ( NCC ) den Jahreswechsel bislang ohne
besondere Vorkommnisse überstanden . Das NCC sammelt landesweit Berichte aus
allen Bereichen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens und ist in allen
australischen Großstädten vertreten . In Sydney feierte man um 14.00 MEZ
Silvester , in der Landesmitte eine Stunde später . Um 00:36 beziehungsweise
00:52 Uhr Ortszeit meldeten auch Tonga und die Fidji-Inseln ein " alles OK " an
das International Y2K Coordination Center , die offizielle Bestätigung aus
Australien folgte um 01:16 Uhr Ortszeit . Y2K : Hongkong und Taiwan im neuen
Jahr Um 17 Uhr MEZ überschritten Hongkong und Taiwan die magische Datumsgrenze .
In der ehemaligen britischen Kolonie begrüßten die Bürger das Jahr 2000 mit
einem 10-Tonnen-Feuerwerk auf einer Rennbahn im Herzen der Stadt . Ein Grund zu
einer 100prozentigen Entwarnung ist der bisherige Verlauf des Datumswechsels
allerdings nicht . Viele Probleme dürften erst am 3. Januar , dem ersten
regulären Arbeitstag , auftauchen . Y2K : Japanischer Premier gibt offiziell
Entwarnung Wie berichtet , sind aus Japan keine Y2K-basierten Probleme bekannt
geworden . Dies bestätigte um 00:50 Uhr Ortszeit auch der japanische
Premierminister Keizo Obuchi . Die Strom- , Gas- und Wasserversorgung in Tokio
und anderen großen Städten funktionierten ebenso wie die wichtigen
Radiostationen und die 37 großen Eisenbahnlinien . Auch die Kernkraftwerke
würden landesweit arbeiten . Probleme beim Telefonverkehr mit den Philippinen
seien auf die übliche Überlastung wegen der Neujahrsglückwünsche zurückzuführen
. Y2K : Nachdem auch die Behörden der meisten indischen Bundesstaaten einen
Jahreswechsel ohne nennenswerte Probleme melden , scheint die Mehrheit der
Weltbevölkerung von einem Jahr-2000-Chaos verschont geblieben zu sein . Auch die
Befürchtungen , vor allem die armen Länder könnten wegen Geldmangels nicht
ausreichend auf das Jahr 2000 vorbereitet sein , haben sich nach derzeitigen
Erkenntnissen nicht bestätigt : Mittlerweile haben einige Länder bereits mehrere
Stunden im neuen Jahr verbracht , die allgemeine Lage hat sich aber nicht
verändert . Von einem ersten Y2K-Bug berichten die Behörden des australischen
Bundesstaates Tasmanien : ein mobiles Fahrscheinprüfgerät habe nicht
funktioniert , das Problem sei aber mittlerweile behoben . Sogar die
Regierungs-Sites von Staaten , die eher abseits der westlichen Hemisphäre liegen
, sind erreichbar . Alpha-Workstation von Compaq Nach der Übernahme von Digital
präsentiert Compaq nun mit der XP1000 die erste Alpha-Workstation . Deren
64-bittiger 21264-Prozessor wird mit 500 MHz getaktet und verfügt über jeweils
64 KByte Level-1-Cache für Daten und Befehle direkt auf dem Chip . Der externe
L2-Cache ist mit 4 MByte bestückt . Für die Grafikausgabe stehen drei Systeme
zur Auswahl : ELSAs Gloria Synergy PCI-Karte und die Powerstorm-Subsysteme 300
AGP und 350 PCI von Compaq . Als Betriebsystem kann der Kunde zwischen Windows
NT 4.0 und dem zu Tru64 Unix unbenannten Digital Unix wählen . Alarm für
Microsoft : SAP/R3 auf Linux Endlich ist die Katze aus dem Sack : Schon seit
November 98 war bekannt , daß SAP die Standardsoftware SAP/R3 auf Linux portiert
hat . Jetzt folgt der nächste logische Schritt . Die Walldorfer wollen auf der
CeBIT offiziell eine Linux-Version von R3 ankündigen und auf ihrem Stand
vorführen . Die Auslieferung der ersten Systeme ist für das dritte Quartal
vorgesehen . In Redmond müßten spätestens jetzt die Alarmglocken schrillen :
SAPs NT-Version von R3 gilt allgemein als Meilenstein für den Erfolg von Windows
NT als Server-Betriebssystem . " Geheime " Vorabversion des JDK 1.1.4 Sun steht
offenbar kurz vor der Veröffentlichung der Version 1.1.4 des Java Development
Kit , die einige Bugs der Vorgängerversion beheben soll , aber keine neue
Funktionalität bietet Auf http://java.sun.com/products/jdk/1.1/index.html wird
zwar noch 1.1.3 angeboten , aber beim direkten Zugriff auf den FTP-Server gibt
's schon folgende Dateien : Das Verzeichnis selber ist leider nicht lesbar ,
aber die Dateien sind vorhanden und ladbar . Nimda & Co destabilisieren das
Internet Eine Studie enthüllt einen direkten Zusammenhang zwischen
Routing-Instabilitäten und der Ausbreitung von Code Red II und Nimda . Sie
liefert damit eine neue Erklärung , warum während dieser Zeiträume viele Server
nicht oder nur sehr langsam zu erreichen waren . Bisher führte man dies
hauptsächlich auf den durch die Würmer selbst erzeugten Internet-Verkehr zurück
. Das Routing ist ein zentraler Bestandteil der Infrastruktur des Internet .
Durch den Austausch von Routing-Messages bringen die für die Beförderung des
Internet-Verkehrs zuständigen Router in Erfahrung , wie sie bestimmte Rechner
oder Netze erreichen können . Bei der Auswertung von solchen Routing-Messages
entdeckten die Forscher zwei Phasen , in denen die Zahl der Routing-Änderungen
exponentiell anstieg und für mehrere Stunden auf hohem Niveau blieb . Anders als
bei lokalen Ausfällen , die lediglich einen Anstieg in einem Bereich des
Internet bewirken , war dieses Phänomen über das ganze Internet verteilt . Die
beiden Phasen fallen exakt mit der Ausbreitung von Code Red II beziehungsweise
Nimda zusammen . Die Autoren erklären diese so genannten BGP-Stürme damit , dass
in den Randbereichen des Internet reihenweise Router die Last nicht mehr
bewältigen konnten oder gezielt vom Netz genommen wurden . Beides führt dazu ,
dass die noch funktionierenden Router der Backbones sich neue Weg zu ihren
Zielen suchen müssen , und dies führt zu noch mehr Routing-Messages . Allerdings
bezeichnen die Autoren diese Analyse der Ursachen explizit als vorläufig .
Interessant ist auch , dass beispielsweise die hohe Last in der Folge der
Terroranschläge in den USA keine solchen Instabilitäten hervorrief .
Multimedia-Player übertragen heimlich ID-Nummern Die Illusion , beim Surfen im
Web anonym zu bleiben , verflüchtigt sich zusehends . Die ID-Nummer besteht auf
Rechnern mit einer Netzwerkkarte unter anderem aus deren MAC-ID . Damit lässt
sich der Rechner , von dem aus der Zugriff erfolgt , eindeutig identifizieren .
Zwar enthält der GUID selbst keine persönlichen Daten , aber zum Beispiel durch
das Auswerten von Registrierungsinformationen ließe sich auf die Identität des
Nutzers schließen . Eine Sprecherin der Firma RealNetworks versicherte gegenüber
c't , die ID-Nummern würden nur zu statistischen Zwecken genutzt . RealNetworks
verletze die Privatsphäre der Benutzer nicht . Firmenvertreter hätten zugegeben
, dass RealNetworks außerdem Informationen darüber sammle , welche Dateien die
Anwender abspielten und speicherten . ARD-Ratgeber : " Elektronischer
Geldverkehr leicht zu knacken " In einer vorab herausgegebenen Pressemeldung
heisst es dazu : " Die angeblich sicheren Verschlüsselungen , die Kriminellen
den Zugang zu Konten versperren sollen , lassen sich kinderleicht aufbrechen " .
Ein 18-jähriger Hacker hat laut NDR eine Methode gefunden , elektronische
Bankgeschäfte zu belauschen und dabei zum Beispiel die PIN des Benutzers zu
mitzuprotokollieren . Angeblich geht das auch ohne " kompliziert zu
installierende Spionagedateien " - womit wohl Trojaner gemeint sind . Genauere
Informationen , worauf dieser Angriff beruht , waren im Vorfeld nicht zu
ermitteln . Linux unterwandert das Microsoft-Imperium Unter der Adresse des
niederländischen Microsoft-Servers www.microsoft.nl meldet sich derzeit ein "
Red Hat Linux release 3.0.3 ( Picasso ) , Kernel 2.0.27 on a i586 " . Der
Web-Server - das Freeware-Programm Apache - liefert ein Refresh-Kommando , das
Surfer auf die Benelux-Seiten des zentralen Microsoft-Servers umleitet .
Offensichtlich hat Microsoft bei dem niederländischen Provider " Tailor Made
Netservices " diese Dienstleistung eingekauft . Hinter der IP-Adresse von
www.microsoft.nl verbirgt sich derselbe Rechner , den man auch unter
http://www.tmn.nl erreicht . Kostenloses Java-Messaging-System Der deutsche
Hersteller IIT hat mit dem Messaging-System SwiftMQ eine kostenlose Lösung zum
Java-basierten Messaging im Angebot . Das auf JMS 1.0.2 ( Java Message Service )
beruhende System unterstützt die Verteilung von Nachrichten über das
Point-to-Point- und das Publish-Subscribe-Modell . Die verteilte
Router-Architektur unterstützt Load-Balancing . Die Router kommunizieren über
Unternehmensgrenzen hinweg und binden mehrere Messaging-Clients parallel mit
unterschiedlichen Protokollen wie HTTP oder SSL an . Die Administration erfolgt
wahlweise über ein grafisches oder ein textbasiertes Frontend . Das System
registriert die administrierbaren Objekte in einem JNDI-Repository ( Java Naming
and Directory Interface ) . SwiftMQ benötigt keine Datenbank , sondern
realisiert die Speicherung der Objekte und der Nachrichten selbst auf
Dateisystemebene . Protokoll des Java-Prozesses veröffentlicht Da keiner der
Beteiligten Einspruch erhoben hat , ist das Protokoll der Verhandlung zwischen
Sun und Microsoft jetzt öffentlich . Die Java-Erfinder hatten Microsoft nach dem
Erscheinen des Internet Explorer 4.0 wegen Vertragsverletzung verklagt : Der
Explorer implementiere Teile des Java Development Kits 1.1 nicht und gefährde so
die Plattformunabhänigigkeit von Java . In der Verhandlung selbst beteuerten die
Redmonder die Rechtmäßigkeit ihres Tuns , während die Sun-Anwälte genüßlich
Zitate ausbreiteten , die im Verfahren des Justizministeriums gegen Microsoft
bekannt wurden . Darin fordern Microsoft-Mitarbeiter beispielsweise , die
Plattformunabhängigkeit von Java zu zerstören , indem man einen verschmutzten
Java-Markt fördere . Wann Richter Whyte sein Urteil fällt , steht noch nicht
fest . Er machte jedoch klar , daß es bei der Entscheidung nicht um technische
Details , sondern um die Interpretation des geschlossenen Vertrags gehe . Modems
unter Beschuß Stürzt auch Ihre Modem-Verbindung ins Internet in letzter Zeit
verdächtig häufig ab ? Dann könnten Pakete mit versteckten Befehlen an Ihr Modem
die Ursache sein . Seit einigen Tagen wird im Internet immer häufiger ein Fehler
in der Implementierung von Modem-Befehlen ausgenutzt - mit dem Resultat , daß
die Verbindung des Opfers plötzlich abbricht . Die Spezifikation des
Hayes-Befehlssatzes sieht vor , daß zwischen der Eingabe der Escape-Sequenz "
+++ " , die das Modem in den Kommandomodus versetzt und dem eigentlichen
AT-Befehl mindestens eine Sekunde vergehen muß . Aus patentrechtlichen Gründen
verzichten jedoch viele Modem-Hersteller auf diese Pause . So kann ein Angreifer
beispielsweise ein Ping-Paket mit der Sequenz " + + + ATH0 " ( ohne die
Leerzeichen , die Fehler bei der Übertragung dieser Seite verhindern sollen ) an
einen Rechner schicken . Dessen TCP/IP-Stack antwortet mit einem Paket gleichen
Inhalts , das vom Modem als Befehl , die Verbindung zu beenden , interpretiert
wird . Theoretisch lassen sich so auch Befehle aufrufen , die das Modem komplett
umprogrammieren . Als einfache Schutzmaßnahme kann man bei den meisten Modems
mit dem Befehl ATS2=255&w die Escape-Sequenz deaktivieren . Nahezu alle
Kommunikationsprogramme nutzen ohnehin die DTR-Steuerleitung zum Beenden der
Verbindung . Kostenlose Beta von Solaris 8 Ab sofort können sich Interessenten
für das Early-Access-Programm zu Solaris 8 registrieren lassen . Gegen 30
US-Dollar Liefer- und Materialkosten will Sun ab dem 27. November Vorabversionen
der neuen Betriebssystemversion ausliefern , behält sich aber Lieferzeiten von
vier bis sechs Wochen vor . Als Highlights von Solaris 8 preist Sun IPv6 , einen
DHCP-Manager , NFS-Logging , natives LDAP , IPsec für IPv4 , Role Based Access
Control ( RBAC ) und diverse CDE-Verbesserungen an . Außerdem enthält die nur in
Englisch lieferbare Vorabversion erstmals StarOffice 5.1 . Microsoft gibt
angeblich Java-Entwicklung auf Wie vnunet berichtet , hat Microsoft die
Entwicklung für Visual J++ 6.0 eingestellt . Der News-Service zitiert einen
nicht weiter benannten Produktmanager mit der Aussage , dass Visual Studio 7.0
die Java-Entwicklungsumgebung höchst wahrscheinlich nicht mehr enthalten würde .
Statt dessen solle in Zukunft die OO-Firma Rational Software Visual J++
weiterentwickeln und vermarkten . Quake überschreibt Dateien Wer mit Quake III
Arena im Internet herumballert , sollte sich möglichst schnell ein Update der
Software besorgen . Denn mit den bisherigen Versionen kann der Betreiber eines
Quake-Servers beliebige Dateien auf den Rechnern der Spieler überschreiben . Die
Firma Internet Sercurity Sytems hatte den Bug bereits vor einiger Zeit entdeckt
und an den Hersteller ID Software weitergeleitet , aber mit der Veröffentlichung
so lange gewartet , bis dieser eine bereinigte Version bereitstellen konnte . Um
sicherzustellen , dass die Internet-Spieler möglichst schnell auf das Release
1.17 umsteigen , ist das Netzwerkprotokoll inkompatibel zu den
Vorgängerversionen . Da der Server von ID Software derzeit nicht zu erreichen
ist , sollte man für den Download auf eine der Mirror Sites , etwa cdrom.com ,
ausweichen . Nokia und Borland setzten auf Java-Handys Zur Eröffnung der heute
in San Fransisco startenden Entwicklerkonferenz JavaOne haben Nokia und Borland
neue Java-Tools angekündigt , die die Entwicklung von Software für Mobilgeräte
erleichtern sollen . Die Tools tragen den Namen " JBuilder(TM) Mobile Set ,
Nokia Edition " , entsprechend ihrem ersten Einsatzgebiet : Handys von Nokia ,
die sich in Java programmieren lassen . Allerdings machten beide Firmen auf der
Konferenz deutlich , dass es nicht ihr Ziel sei , das Anwendungsgebiet auf
bestimmte Produkte oder Entwickler zu beschränken . Die Software integriert sich
vollständig in den JBuilder 5 von Borland und enthält neben Visual Design Tools
auch einen " Handy-Emulator " und einen Debugger . Das Set soll nach Ende der
Konferenz auf der Borland-Site zum Download bereitstehen . Microsoft-Chef
Ballmer bezeichnet Linux als Krebsgeschwür In einem Interview mit der Chicago
Sun-Times wettert Microsoft-CEO Steve Ballmer einmal mehr gegen Linux und
Open-Source . Insbesondere ist es ihm ein Dorn im Auge , dass die Regierung
Open-Source-Aktivitäten fördert . Solche geförderten Projekte sollten für
jederman verfügbar sein - aber Open-Source-Software könne nicht von Firmen
eingesetzt werden . Denn : NetCologne bringt DSL-Flatrate mit 1 MBit pro Sekunde
Parallel zu Spekulationen über ein ein mögliches Aus für die T-DSL-Flatrate
präsentiert nach NGI nun auch der in Köln und Bonn tätige Stadtnetzbetreiber
NetCologne Privatkunden neue DSL-Tarife . Die Flatrate kostet für einen
DSL-Einzelplatzzugang monatlich 48,90 Mark , die Grundgebühr für den
Telefonanschluss beträgt 64,54 Mark ( ISDN ) beziehungsweise 62,59 ( analog )
inklusive DSL-Gerätemiete . Hinzu kommen einmalige Anschlusskosten von 48,90 .
Der Vertrag hat eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten . Wer einen
zeitabhängigen Tarif bevorzugt , wird bei Netcologne ebenfalls fündig . Dieser
Zugang wird mit 7,82 Mark pro Monat zuzüglich 2,94 Pfennigen pro Minute
berechnet . Grundgebühren und einmaligen Anschlussgebühr entsprechen dem
Flatrate-Angebot . Über den so genannten NetDSL-Check können Kölner und Bonner
nachsehen , wann ihr Einzugsbereich voraussichtlich versorgt wird .
Dreidimensionales Java für Linux Das Blackdown Java Linux Team hat die
Linux-Portierung von Java 3D 1.2 fertiggestellt . Um dennoch möglichst gute
Performance zu erzielen , setzt Java 3D auf OpenGL auf . Programmierer können
sich Java 3D 1.2 vom Blackdown-Mirror ftp.openlinux.org herunterladen . Sie
finden dort ebenfalls das benötigte Java 2 SDK 1.2.2 . Eine passende
OpenGL-Bibliothek für Linux ist die Mesa 3D Graphics Library . Telefontechniker
mit Internet-PC in der Weste Zur Ausrüstung gehören eine Tastatur und ein
Mini-Flachbildschirm , der durch ein Headset ersetzt werden kann . Die von
Xybernaut hergestellten mobilen Computer mit Internetzugang sollen die Arbeit
der Techniker im Außendienst effizienter gestalten . Im Feldversuch sparten die
Servicemitarbeiter im Schnitt 50 Minuten pro Tag ein , weil das häufige Hin- und
Herpendeln zwischen Auto und und der Reparaturstelle entfiel . Beispielsweise
können sich die Techniker auf Knopfdruck aktuelle Karten und Diagramme anschauen
und ermittelte Daten sofort eingeben . Brad Chitty , General Manager bei Bell
Canada zeigte sich sehr zufrieden mit den Tests : Kopierschutz kann HiFi-Anlage
ruinieren Nach einem Bericht in der aktuellen Ausgabe des New Scientist kann der
Kopierschutz von Audio-CDs dazu führen , dass kopierte CD-Rs die Lautsprecher
einer Stereoanlage zerstören . New Scientist analysierte die
Kopierschutzmechanismen des Cactus Data Shield der israelischen Firma Midbar
Tech . Ähnlich wie der kürzlich geknackte Kopierschutz SafeAudio von Macrovision
baut auch Cactus gezielt Fehler in die Audio-CDs ein . Beim normalen Abspielen
filtert die Fehlerkorrektur diese Störungen jedoch aus . Erst beim Kopieren
sorgen sie dafür , dass nur Rauschen auf der CD-R landet . Laut New Scientist
lässt sich dabei die Characteristik dieses Rauschens gezielt so einstellen ,
dass es bei zu lautem Abspielen die Lautsprecher überlastet . Sony testete im
Frühjahr Cactus Data Shield in einem Feldversuch in Tschechien und der Slovakei
. Allerdings waren die dort verkauften CDs laut New Scientist ungefährlich .
Weitere Informationen finden Sie in dem Telepolis-Artikel : Kopierschutz um
jeden Preis ? Roboter erkennt Stimmen trotz Lärm Japanische Forscher haben einen
Roboter entwickelt , der menschliche Stimmen auch in lauten Umgebungen erkennen
kann . Der Humanoid mit dem Namen SIG kann dank zweier Kameras räumlich sehen ,
vier Mikrofone nehmen akustische Signale auf . Entwickelt wurde der Roboter von
Wissenschaftlern des ERATO Kitano Symbiotic Systems Project . Bei der
Verarbeitung der Audio- und Video-Daten ist Sig allerdings auf Hilfe von außen
angewiesen : Mehrere via TCP/IP-Netz angeschlossene PCs übernehmen die
aufwändige Rechenarbeit . Im Ergebnis kann das System mehrere Objekte mit einer
Verzögerung von 200 Millisekunden verfolgen . Die Forscher glauben , dass der
Roboter beispielsweise an einer Hotelrezeption oder als Fremdenführer eingesetzt
werden könnte . Seine offizielle Weltpremiere erlebt Sig am kommenden Dienstag
zur 13. Innovative Applications of Artificial Intelligence Conference IAAI-2001
in Seattle . Microsoft gibt Windows 2000 zum Abschuss frei Bei diesem Beta-Test
der besonderen Art darf jeder versuchen , einen Rechner mit Windows 2000 und IIS
zum Absturz zu bringen , Seiten zu hacken oder gar einen der installierten
Accounts zu knacken . Außerdem sind auf dem System diverse " geheime Botschaften
" versteckt , die es zu finden gilt . Der Computer ist übers Internet direkt zu
erreichen und nicht durch einen Firewall geschützt . Mehr in Telepolis :
Einladung zum Cracken SAP goes OpenSource Die SAP will nach c't-Informationen
morgen auf der LinuxWorld in Frankfurt bekannt geben , dass sie ihre Datenbank
SAP DB unter die GPL beziehungsweise LGPL stellen wird . Die SQL-Datenbank kommt
bisher hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Flaggschiff der Walldorfer Firma ,
dem Warenwirtschaftssystem SAP R3 , zum Einsatz . R3 bietet allerdings auch
Schnittstellen für andere Datenbanken wie Informix , Oracle oder DB2 . Mit SAP
DB gibt die SAP erstmals ein größeres Software-Projekt im Quellcode frei .
Bremse für Code Red ( Update ) Der Wurm Code Red verbeitet sich , indem er
Rechner mit mehr oder weniger zufällig ausgewählten IP-Adressen auf eine
Sicherheitslücke testet und dann befällt . Dazu versucht er eine TCP-Verbindung
zum Port 80 aufzubauen , auf dem typischerweise Web-Server laufen . Dass sich
Code Red so rasend schnell verbreitet , liegt hauptsächlich daran , dass er auf
diese Weise in kurzer Zeit sehr viele Adressen scannen kann . Wird eine
IP-Adresse nicht verwendet oder läuft auf dieser kein Web-Server , erhält der
Wurm quasi sofort eine negative Rückmeldung in Form entsprechender
Kontrollpakete ( ICMP " Destination unreachable " oder TCP " Reset " ) und kann
sich dem nächsten potentiellen Opfer zuwenden . Doch das muss nach einer Idee
von Tom Liston , die zunächst Mihnea Stoenescu umsetzte , nicht so sein . Das
Tool CodeRedNeck antwortet auf Verbindungsanfragen ganz brav mit einer
Bestätigung , sodass der eigentliche Verbindungsaufbau zustande kommt (
3-Way-Handshake ) . Doch danach schaltet es einfach auf stumm . Der Angreifer
schickt seine Anfrage an das vermeintliche Opfer - wartet , erhält aber keine
Antwortet - versucht es noch einmal - und so weiter . Bis der Wurm merkt , dass
die Verbindung tot ist , können statt der üblichen Sekundenbruchteile mehrere
Minuten vergehen . Eine große Anzahl solcher " grauer Löcher " könnte die
Ausbreitung von Code Red und auch anderer Schädlinge effizient bremsen . Tom
Liston hat mit CodeRedNeck eine Beispielimplementierung für Linux geschrieben ,
die man kostenlos für eigene Experimente herunterladen kann . Ein interessanter
Nebenaspekt : Linux-Benutzer kümmern sich darum , die Ausbreitung eines Wurms zu
stoppen , der ausschließlich Microsoft-Server befällt . Im Übrigen kommt ein
ähnliches Verfahren unter dem Namen Teergrube bereits seit einiger Zeit gegen
Spammer zum Einsatz : Dabei bringt man unbenutzte Mail-Adressen in Umlauf , die
von einem speziell präparierten Server gehostet werden . Versucht ein Spammer
dort Mail abzuliefern , blockiert ihn der Server so lange wie möglich .
Linux-Antwort auf Microsofts Herausforderung " Crack the box and keep it "
lautete die selbstbewusste Antwort der Linux/PowerPC-Entwickler auf Microsofts
Aufforderung , kostenlose Sicherheitstests an einem Windows-2000-System
durchzuführen . Unter http://crack.linuxppc.org/ haben sie einen PowerPC-Server
unter Linux aufgesetzt , an dem sich ebenfalls Einbrecher versuchen dürfen . Um
das ihrer Ansicht nach fast unmögliche Unterfangen etwas interessanter zu
gestalten , ist sogar der Telnet-Dienst freigegeben , der einen interaktiven
Login ermöglicht . Doch ganz so sicher scheint der Administrator John Carr
seiner Sache nicht mehr zu sein - das vollmundige Versprechen , den ersten
erfolgreichen Einbruch mit dem gecrackten PowerPC zu belohnen , ist inzwischen
von der Seite verschwunden . Microsofts Windows-2000-Server war im Übrigen
gestern Nacht von 19:30 bis 1:20 nicht erreichbar . Spezifikation für
intelligente I/O-Geräte jetzt offen Die I20 Special Interest Group (
http://www.i2osig.org ) hat die Version 1.5 der I2O-Spezifikation veröffentlicht
. Registrierte Entwickler können die entsprechende Dokumentation jetzt kostenlos
übers Web beziehen . Mit Hilfe der Intelligent-Input/Output-Architektur sollen
Hersteller intelligenter I/O-Geräte betriebssystemunabhängige Treiber für ihre
Hardware entwickeln können . Bisher war die Spezifikation jedoch ausschließlich
den Mitgliedern der Special Interest Group zugänglich , so daß nur die
kommerziellen Betriebssystemhersteller wie Microsoft ( NT 5.0 ) , Novell (
NetWare 5 ) und SCO ( UnixWare 7 ) I2O-Unterstützung realisieren konnten . Mit
der Veröffentlichung steht auch einer Linux-Implementierung nichts mehr Wege .
VMware , die Zweite VMWare hat die Version 2.0 der gleichnamigen Software für
Linux , Windows NT und 2000 freigegeben . VMWare 2.0 soll neben signifikanten
Geschwindigkeitsverbesserungen auch Unterstützung für SCSI-Festplatten und
-CD-ROMs bieten . Wer mittels VMWare Windows unter Linux einsetzt , kommt mit
der neuen Version auch in den Genuss automatischen File-Sharings via Samba . Die
Vollversion kostet 299 US-Dollar , für den nicht-kommerziellen Einsatz gibt es
einen Sonderpreis von 99 US-Dollar . Auch das Aufrüsten von einer 1.x-Version
ist kostenpflichtig und schlägt mit 99 beziehungsweise 39 US-Dollar zu Buche .
Playstation 2 : Fast 1 Million verkauft Schon am ersten Wochenende hat Sony in
Japan 980.000 Exemplare der neuen Playstation 2 verkauft . Damit übertrifft die
Spielekonsole die Erstverkaufszahlen des Vorgängermodells um einen Faktor 10 und
selbst die der letzten Herbst erschienenen Dreamcast von Sega noch um das
Dreifache . Dass Sony die angepeilte Millionengrenze nicht erreicht hat , lag
anscheinend hauptsächlich an Produktionsengpässen durch fehlende Speicherkarten
. Krypto-Plug-in der Post verschickt Klartext Nach Erkenntnissen der
Fachzeitschrift KES verschickt das Mail-Client-Plug-in " eTrust Mail für
Microsoft Outlook " im Zusammenspiel mit Microsoft Exchange 2000 verschlüsselte
Nachrichten zusätzlich auch im Klartext . Das Sicherheitsloch fiel bei
Interoperabilitätstests auf und wurde von der Deutschen Post eBusiness GmbH
Geschäftsfeld Signtrust bestätigt . Mit einem Exchange Server 5.5 oder einer
direkten Anbindung an einen SMTP/POP3-Server tritt der Fehler nach Angaben der
Tester hingegen nicht auf . Beim Versand der aktuellen Version weist die
Deutsche Post Signtrust zwar bereits darauf hin , dass eTrust Mail in
Kombination mit einem Microsoft Exchange Server 2000 " zurzeit nicht einsetzbar
" sei , gibt aber keinen Hinweis auf ein Sicherheitsproblem . Beim Betrieb mit
Exchange 2000 zeigen sich jedoch zunächst keine Auffälligkeiten . Normalerweise
bemerkt auch der Empfänger den Fehler nicht , da ein dort installiertes Plug-in
nur die verschlüsselten Mail-Anteile auswertet und den Klartext im
Standard-Mail-Body in der Regel nicht darstellt . Ein Sprecher der Deutschen
Post Signtrust erklärte gegenüber KES , dass in eng umgrenzten
Anwendungsumgebungen " derartige Probleme gelegentlich zutage treten " .
Üblicherweise handele es sich dabei um Firmeninstallationen , die durch die
Professional Services der Deutschen Post betreut werden , sodass die Fehler
bereits bei der Einrichtung der Systeme auffielen , bevor sie im realen Einsatz
zum Tragen kommen können . Bei der Markteinführung neuer Plattformen komme es
immer wieder zu Kompatibilitätsproblemen . Der jetzt gefundene Fehler dürfte
also keine Auswirkung auf die Verbindlichkeit von digitalen Signaturen mit dem
Tool der Deutschen Post Signtrust haben . Neue Pläne für Java-Standardisierung
Wie bereits vermutet , hat Sun Microsystems jetzt die Java-Technologie der
European Computer Manufacturers Association ( ECMA ) zur Standardisierung
vorgelegt . Die ECMA soll diesen Standard dann bei der International Standards
Organisation ( ISO ) einbringen und der neuen Programmiersprache so zum
begehrten Status als ISO-Standard verhelfen . Sun möchte keinesfalls die
Kontrolle über die Weiterentwicklung der Plattform aus der Hand geben . Daran
waren die bisherigen Bemühungen um eine eigene Eingabe bei der ISO gescheitert .
Warum diese allerdings auf die geforderten weitgehenden Kontrollmöglichkeiten
verzichten sollte , wenn der Vorschlag dann von der ECMA kommt , bleibt
weiterhin unklar . Umfrage : Wer entwickelt freie Software ? Die Arbeitsgruppe
WIDI - Who Is Doing It - an der Technischen Universität Berlin führt eine
Umfrage unter Entwicklern freier Software durch . Sie versprechen sich davon "
mehr darüber zu erfahren , wer wirklich hinter der Entwicklung von Open Source
beziehungweise freier Software steckt " . Die Umfrage ist anonym , teilnehmen
kann jeder , der an einem Open-Source-Projekt beteiligt ist . Bei den Fragen
geht es unter anderem um Herkunftsland , Alter , Bildung , Beruf und die
eingesetzte Software . Die Ergebnisse sollen auf den WIDI-Seiten veröffentlicht
werden . Windows2000-Test : Der Hack von oben Microsofts Windows2000-Test steht
anscheinend unter keinem guten Stern . Der Server , den die Redmonder für einen
öffentlichen Sicherheitstest zum Abschuss freigegeben haben , ist oft gar nicht
oder nur schlecht zu erreichen . Ein c't-Programm meldete allein in den letzten
40 Stunden 26 Mal , dass der Server auf Ping-Anfragen nicht antwortet .
Stichproben auf die Web-Seiten führen , auch wenn der Rechner läuft , regelmäßig
zu Fehlermeldungen ( " Connection refused " ) , die vor allem heute die Zahl der
erfolgreichen Versuche deutlich übersteigen . Die Ping-Störungen dauerten mit
einer Ausnahme nur wenige Minuten . In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag war
der Server jedoch zwischen 19.30 und 1.20 Uhr nicht am Netz . Nach
Microsoft-Angaben soll ein Gewitter in der Nähe für den Ausfall verantwortlich
gewesen sein . Ein US-News-Dienst meldete daraufhin , die Test-Site sei vom
einem Akt Gottes per Blitz lahm gelegt worden . Doch Microsoft steht nicht
alleine im Regen . Der von Linux-Entwicklern als Antwort auf Microsofts
Herausforderung aufgesetzte Linux/PowerPC-Server war im Testzeitraum ebenfalls
14 Mal für wenige Minuten nicht ansprechbar . Die Adminstratoren erklären dies
mit Versuchen , den Rechner über Brute-Force-Attacken zu knacken , die die
eingeschalteten Logging-Funktionen überlastet hätten . Seit gestern Abend traten
keine Fehler mehr auf . Der Server liefert derzeit anstandslos die angeforderten
Web-Seiten aus . Vorwurf : Sun hat Java-Benchmarks getürkt Pendragon Software -
Hersteller des Caffeine-Benchmarks für Java - beschuldigt Sun Microsystems , die
kürzlich veröffentlichten Rekordergebnisse für den neuen Solaris Java-Compiler
mit unlauteren Mitteln erzielt zu haben . Tatsächlich übertraf der
Just-In-Time-Compiler im Logik-Test - einem von insgesamt neun Modulen - alle
bisherigen Werte um das fünfzigfache . Bei genauerer Untersuchung stellte sich
jedoch heraus , daß geringfügige Änderungen am Testcode die Ergebnisse um einen
Faktor 300 verschlechterten . Außerdem fanden die Hersteller des
CaffeineMark-Tests im Compiler eine Sequenz von 600 Bytecodes , die mit einer
.class-Datei ihres Benchmarks exakt übereinstimmt . Sie gehen nun davon aus ,
daß der Compiler bei der Ausführung den Benchmark erkennt und dann spezielle
Optimierungen vornimmt . Diese bringen anscheinend jedoch keinen generellen
Performancegewinn für Java-Anwendungen . Sun weist alle Vorwürfe zurück , hat
aber den JIT-Compiler von seinem Web-Server entfernt . Microsoft versucht ,
Linux-Entwickler anzuwerben Microsoft macht ernst : Alan Cox , neben Linus
Torvalds einer der zentralen Entwickler des freien Betriebssystems , berichtet
auf www.linux.org.uk , daß Microsoft versucht hätte , ihn anzuwerben . In seiner
bekannt spöttischen Art gibt er dem Versuch jedoch nur geringe Aussichten auf
Erfolg . Alan Cox ist einer der engsten Berater des Linux-Erfinders Linus
Torvalds und unter anderem für den Netzwerk-Code und die
Multi-Prozessor-Unterstützung von Linux verantwortlich . Microsoft behält Visual
J++ doch In einem Diskussionsforum auf Microsofts Web-Server hat jetzt der
Produktmanager von Visual Studio Tony Godhew Berichte dementiert , die Redmonder
hätten Visual J++ verkauft ( siehe " Microsoft gibt angeblich Java-Entwicklung
auf " ) . Nach seinen Aussagen hat Microsoft auch für die Zukunft keine Pläne ,
das Java-Entwicklungswerkzeug aus der Hand zu geben . Die Gerüchte seien wohl
auf eine Ankündigung zurückzuführen , nach der Rational Software im Rahmen des
Visual Studio Integrators Programms einen eigenen Java-Compiler für Visual
Studio entwickelt . Dieses Produkt hätte jedoch nichts mit Visual J++ zu tun .
Am Ende des Postings relativiert Godhew jedoch seine eigene Zuversicht : Wegen
des schwebenden Java-Verfahrens könne man derzeit keine Ankündigungen zur
zukünftigen Produktstrategie für Visual J++ machen . Linux versenkt die Titanic
Für das Rendering der Szenen wurde eine " Farm " von 200 Alpha-Rechnern unter
Linux verwendet . Motorola baut hochverfügbare Linux-Server Motorola kündigt für
Mai diesen Jahres Linux-Server speziell für Telekommunikationsfirmen an , die
99,999 Prozent Verfügbarkeit benötigen . Das bedeutet , dass die Systeme pro
Jahr maximal 5 Minuten Downtime aufweisen dürfen - inklusive aller
erforderlichen Wartungsarbeiten . Um dies zu erreichen , sollen alle wichtigen
Komponenten wie Lüfter , Steckkarten , I/O-Controller , Netzteile und sogar die
CPUs im laufenden Betrieb auswechselbar sein ( Hot Swap ) . Neben der reinen
Hardware will Motorola für diese Systeme auch Support , Training und Hilfe bei
der Integration in bestehende Installationen anbieten . Mit diesen
Hochverfügbakeits-Servern auf Linix-Basis begibt sich Motorola in direkte
Konkurrenz zu entsprechenden Lösungen von Sun und Compaq , die ebenfalls ein
Auge auf dieses sehr lukrative Marktsegment geworfen haben . X11 nicht mehr frei
Die Open Group hat mit der neuen Version X11R6.4 die Lizenzbestimmungen für ihre
bisher frei verfügbare Implementierung des X Window System geändert .
Kommerzielle Nutzer müssen zukünftig Lizenzgebühren zahlen , die
nicht-kommerzielle Nutzung bleibt weiterhin kostenlos . Unter kommerzielle
Nutzung fällt auch der Vertrieb von Produkten , die X11 beinhalten - also
beispielsweise alle Linux-Distributionen . Das XFree86 Team , das X-Server unter
anderem für Linux entwickelt , erwägt deshalb eine eigene Weiterentwicklung des
X Window Systems , die von der Vorgängerversion X11R6.3 ausgeht . Das X Window
System ist die Grundlage der grafischen Benutzeroberfläche von Unix-Systemen .
Neu in Release 6.4 ist unter anderem Xinerama , ein X-Server bei dem zwei oder
mehr Monitore ein Gesamtbild darstellen . Außerdem unterstützt X11R6.4 das
Display Power Management Signal ( DPMS ) , mit dessen Hilfe der Monitor in den
Stromsparmodus geschaltet wird . Sun bekommt Konkurrenz bei Java Hewlett Packard
, Microsoft und NewMonics haben unter dem Namen J Consortium eine Arbeitsgruppe
zum Thema Java gegründet . Sie soll unter anderem Echtzeit-Erweiterungen für
Java entwickeln . Die Firmen sind unzufrieden über die zentrale Rolle , die Sun
bei der Weiterentwicklung der Plattform nach wie vor spielt . Sun hat auch allen
Grund , die neue Konkurrenz ernst zu nehmen , schließlich kann HP eine eigene
Echtzeit-Java-Umgebung vorweisen , die komplett selbst entwickelt wurde . Somit
wird es schwerfallen , rechtlich gegen Erweiterungen vorzugehen , die nicht den
Segen der Java-Erfinder bekommen . Pentagon angeblich von Moskau aus gehackt Die
Nachrichtenangentur Reuters meldet , dass das FBI Angriffe auf Computer des
amerikanischen Verteidigungsministeriums nach Russland zurückverfolgen konnte .
Der FBI-Beamte Michael Vatis , Direktor des National Infrastructure Protection
Center ( NIPC ) , bestätigte , dass die Angreifer in den Besitz von
Informationen zu Forschungsprojekten gelangt seien , die aber nicht der
Geheimhaltung unterliegen . Ein nicht benannter US-Beamter gab laut Reuters die
russische Akademie der Wissenschaften als Ausgangspunkt der Angriffe an , der
enge Beziehung zum Militär nachgesagt werden . Boris Labusov , Sprecher des
russischen Geheimdiensts , bestreitet , dass russische Agenten an den Vorfällen
beteiligt seien . Diese hätten sich kaum so dumm angestellt und ihre Aktivitäten
von Moskau aus gestartet . Allerdings gibt es mittlerweile auch vermehrt Zweifel
am Wahrheitsgehalt der Berichte zu Moonlight Maze . So dokumentiert das Crypt
Newsletter , wie seit geraumer Zeit mit Gerüchten über einen Cyberkrieg und ein
mögliches elektronisches Pearl Harbour Stimmung gemacht wird , um geheime
Projekte zu rechtfertigen , die angeblich deren Verhinderung dienen . Java im
neuen Gewand Sun hat den Java-Entwicklern doch noch ein Weihnachtsgeschenk unter
den Baum gestellt : Die lang erwartete Version 1.2 des Java Development Kit (
JDK ) steht auf Suns Web-Site zum kostenlosen Download bereit . Das neue
Major-Release erweitert den Funktionsumfang der Java-Plattform in vielen
Bereichen . Dazu gehören unter anderem ein erweitertes Sicherheitskonzept , das
eine detaillierte Vergabe von Zugriffsrechten ermöglicht , und die
GUI-Bibliothek Swing , die das Look&Feel zukünftiger Java-Anwendungen bestimmen
wird . Anwender profitieren von der höheren Ausführungsgeschwindigkeit der Just
In Time ( JIT ) Compiler , die ab sofort zum JDK gehören . Sun kündigt Java 2
für Linux an Sun hat soeben angekündigt , doch selbst eine Linux-Version der
Java 2 Plattform , Standard Edition ( J2SE ) bereitstellen zu wollen . Bisher
hieß es , man unterstütze das Blackdown Porting Team in dessen Bemühungen um
eine Portierung auf das freie Betriebssystem . Die treibende Kraft hinter dem
Sinneswandel dürfte die Firma Inprise sein , die J2SE dem für Anfang nächsten
Jahres angekündigten JBuilder beilegen will und an der Portierung mitgearbeitet
hat . Ab sofort kann man von Suns Developer Site eine Vorabversion ( Release
Candidate 1 ) herunterladen ( kostenlose Registrierung erforderlich ) . Doch
auch die Bemühungen des Blackdown-Teams tragen Früchte . Soeben erschien auf dem
Server die dritte und voraussichtlich letzte Beta-Version vor der Fertigstellung
des JDK 1.2.2 . Da angeblich auch IBM an einem Upgrade ihres Java Development
Kit for Linux arbeitet , das derzeit noch auf JDK 1.1.8 beruht , könnte es in
absehbarer Zeit sogar drei vollwertige Java-2-Implementierungen für Linux geben
. Linux-Kit für Playstation 2 Sony vertreibt mittlerweile offiziell ein
Linux-Kit für die Spielkonsole Playstation 2 . Das Kit beruht auf der
japanischen Linux-Distribution Kondara MNU/Linux . Allerdings konstatiert die
einzige englische Seite des PS2-Linux-Projekts lediglich , dass das Paket
ausschließlich in Japan vertrieben und auch nicht nach Übersee verschickt wird .
Neugierige Linux-Fans können sich jedoch zumindest die Kernel-Meldungen beim
Hochfahren des Systems als Ausgabe von " dmesg " anschauen . Es verrät , dass
das System noch auf der Kernel-Version 2.2.1 beruht , aber bereits mit dem
eingebauten " Graphics Synthesizer " , USB-Geräten , der IDE-Festplatte und dem
100-MBit-Netzwerkanschluss " spricht " . Linux-Entwickler planen .NET als
Open-Source Nach Berichten auf TechWeb und Wired will die Linux-Firma Ximian
Montag eine Open-Source-Implementierung des Microsoft .NET-Frameworks ankündigen
. Die Entwickler rund um Gnome-Gründer Miguel de Icaza planen , bis Ende des
Jahres eine benutzbare Linux-Version fertig zu haben . Zentrale Bausteine des
Projekts " Mono " wie der Compiler für die .NET-Programmiersprache C# seien
schon zu etwa 30 Prozent fertig . Microsoft will keine Linux-Version von .NET
entwickeln , plant aber zumindest eine Beispielimplementierung als " Shared
Source " . Die Redmonder propagieren das .NET-Framework als zentrale
Schnittstelle zwischen Programmen und Betriebssystem . Es soll langfristig das
Windows-API ablösen . Nachdem Microsoft die Spezifikation zur Standardisierung
bei der ECMA eingereicht und veröffentlicht hat , können natürlich auch andere
Entwickler die dafür notwendige Infrastruktur bereitstellen . Dafür heimsen die
Redmonder ungewohntes Lob ein . Open-Source-Aktivist Icaza erklärt : Ob sich
Gates&Co darüber wirklich freuen , steht auf einem anderen Blatt . Schließlich
liefen mit einer funktionierenden Linux-Version .NET-Anwendungen auch auf Linux
und würden damit das Versprechen der Plattformunabhängigkeit einlösen , dessen
Realisierung Microsoft bei Java mit allen Mitteln zu verhindern suchte .
Expo-Roboter gehackt Ein Laptop mit Funk-LAN-Interface genügte , um die
Kontrolle über das Netzwerk der süßen Expo-Roboter in Halle 4 zu übernehmen .
Bei diesem Expo-Highlight bilden 72 mobile Infosäulen einen Schwarm , in dem die
einzelnen Roboter untereinander via Wireless LAN in Verbindung stehen . Über
Infrarot-Sensoren registrieren sie Besucher und versuchen " Kontakt "
aufzunehmen , indem sie sich ihnen nähern und kurze Videoclips abspielen - als
Betriebssystem läuft auf den Robotern übrigens ein gewöhnliches SuSE-Linux . Mit
Hilfe eines Laptops mit Funk-LAN konnte der Hacker mit dem Pseudonym
Wetterfrosch die interne Kommunikation der Roboter beobachten und dabei den
Access Point des Funk-Netzes ermitteln . Access Points dienen dazu , zum einen
die Reichweite eines Funk-LANs zu erhöhen , zum anderen bei Bedarf einen
Übergang zu einem drahtgebundenen Netz herzustellen . Via Telnet gelangte
Wetterfrosch ohne Passwort-Abfrage in das Konfigurationsmenü . In seinem Artikel
in der Datenschleuder , einem Organ des Chaos Computer Clubs , zitiert
Wetterfrosch die Verantwortlichen : " Wir konnten ja nicht wissen , dass jemand
mit Laptop und Wireless LAN hier auftaucht und rumspielt " . Auch der Zugriff
auf die Konfiguration oder den Zugang per Telnet ist in der Regel zumindest per
Passwort geschützt . New Scientist : Entwarnung für HiFi-Fans In seiner
aktuellen Ausgabe berichtete New Scientist , dass die Kopierschutztechnologie
Cactus Data Shield der israelischen Firma Midbar Tech zu Schäden an HiFi-Anlagen
führen könne . Jetzt hat New Scientist diese Behauptung auf " Bitten von Midbar
" hin zurückgezogen . Midbar habe versichert , dass sie jede Technologie , die
Schäden an HiFi-Anlagen verursachen könnte , als " inakzeptabel " betrachten ,
schreibt der New Scientist . Midbar versicherte , dass keines ihrer Produkte ( "
past , current or future " ) eine solche Gefahr berge . Der New Scientist hatte
allerdings in seinem Artikel nur die Möglichkeit geschildert , dass sich der
Kopierschutz entsprechend einstellen lässt und bisher damit ausgestattete CDs
als ungefährlich bezeichnet . FBI-Cybercop klagt über Unterbesetzung In einem
Interview mit der Washington Post beklagt er sich über die dünne Personaldecke ,
die nicht ausreiche , um mehreren größeren Vorkommnissen gleichzeitig
nachzugehen . Kritiker bemängeln schon seit einiger Zeit , dass es bei Meldungen
, irgendwer habe sich irgendwann Zugang zu irgendwelchem Material verschafft ,
hauptsächlich darum geht , die Etats dubioser Projekte aufzustocken , die sich
jeder öffentlichen Kontrolle entziehen . Da das FBI konkretere Informationen mit
Verweisen auf die innere Sicherheit regelmäßig verweigert , lasse sich auch der
Wahrheitsgehalt der Behauptungen nicht überprüfen . Diese Kritiker dürften sich
durch Vatis Vorgehensweise weiter bestätigt sehen . Weitere Informationen zu
diesem Thema finden Sie auf Telepolis : FBI und amerikanisches Militär im
Cyberwar-Rausch Suns McNealy als Weihnachtsmann Bisher mussten andere
Software-Hersteller zahlen , wenn sie die Java-Umgebung in ihre Produkte
einbauen wollten . McNealy begründet die Ankündigung : " Wir verdienen unser
Geld nicht mit Softwarelizenzen " . Dem widerspricht jedoch die Tatsache , dass
für die Java 2 Enterprise Edition ( J2EE ) , die J2SE um Enterprise Java Beans ,
das Java Servlet API und um Java Server Pages erweitert , und für die auf
Konsumergeräte wie Handys , Handhelds und Set Top Boxen zugeschnittene Java 2
Micro Edition ( J2ME ) nach wie vor Lizenzgebühren anfallen . Außerdem rührte
McNealy kräftig die Werbetrommel für StarOffice , das auf der Konferenz
kostenlos verteilt wurde . Er kündigte an , noch dieses Jahr werde eine
Alpha-Version und schon im Frühjahr 2000 eine Beta-Version des Web-zentrierten
Office-Pakets StarPortal erscheinen . Blackdown-Entwickler sauer auf Sun Mit der
Ankündigung , jetzt gemeinsam mit Inprise Java 2 für Linux bereitzustellen , hat
sich Sun in der Linux-Gemeinde nicht nur Freunde gemacht . Die Entwickler des
Blackdown Porting Teams - jahrelang zentrale Anlaufstelle für Java auf Linux -
sind richtiggehend sauer . Es verärgert sie , dass ihre Bemühungen in der
Ankündigung mit keinem Wort gewürdigt werden , obwohl Sun Teile ihres Codes
übernommen habe . So entdeckten die Blackdown-Entwickler Dateien aus ihrem
CVS-Tree . In anderen Dateien finden sich Symbole , die sie neu eingeführt haben
. Außerdem verwendet die Thread-Implementierung verbesserte Algorithmen , die
stark von den ursprünglichen Sun-Quellen abweichen , aber denen der
Blackdown-Version ähneln . Jürgen Kreileder vom Blackdown Team kommentiert :
Doch die Pressemeldung ist eine Ohrfeige . Dabei brauchen sich die Blackdowner
wirklich nicht zu verstecken : Zum einen unterstützen sie anders als Sun , die
sich auf die lukrative Intel-Plattform beschränken , unter anderem auch Linux
für PowerPC und SPARC . Zum anderen haben sie bisher als einzige eine
Implementierung mit Unterstützung für native Threads . Rückrufaktion für
Playstation 2 So hat Sony bereits eine Rückrufaktion für die
8-MByte-Speicherkarte starten müssen . Das Spiel Ridge Racer V zerstört die
Daten auf der Karte und den dort abgelegten DVD-Treiber , der dann von CD
nachgeladen werden muss . Außerdem klagen Benutzer über ruckelige Wiedergabe und
Aussetzer bei DVD-Videos . Auch die Erkennung von DVDs mit japanischem
Region-Code funktioniert anscheinend gelegentlich nicht . Und schließlich gibt
es vereinzelte Berichte über Probleme , die auf eine Überhitzung des Systems
zurückzuführen seien . Probleme beim DENIC Das DENIC , das die de-Domains
verwaltet , hat offensichtlich technische Probleme . So sind die weiterführenden
Web-Seiten auf www.denic.de teilweise nicht oder nur schlecht zu erreichen ,
whois-Anfragen werden mit " connection refused " abgewiesen und der
Top-Level-Domain-Name-Server für de-Domains , ns.nic.de , kann bestimmte
Domainnamen nicht mehr auflösen . Gegenüber c't bestätigte DENIC-Pressesprecher
Dr. Herzig , dass man Probleme mit der eigenen Internet-Anbindung habe . Code
Red : AT&T sperrt private Web-Server Als Reaktion auf die Ausbreitung von Code
Red hat AT&T jetzt Filter eingeführt , die den HTTP-Port 80 für alle Kunden des
AT&T@Home-Angebots blockieren . Das hat zur Folge , dass Web-Server auf den
betroffenen Rechnern von außen nicht mehr zu erreichen sind . AT&T begründet
diese drastische Maßnahme damit , dass man auf diesem Wege die Ausbreitung von
Code Red eindämmen will . Sun entschuldigt sich bei den Blackdownern In einer
neuen Pressemeldung räumt Sun ein , dass die vorgestern angekündigte Java
Version für Linux ohne die Zusammenarbeit mit dem Blackdown Porting Team nicht
möglich gewesen wäre . Das erste Announcement erweckte den Eindruck , die
Portierung wäre allein von Sun und Inprise durchgeführt worden , obwohl man
signifikante Teile des Codes der Blackdown-Entwickler übernommen hatte ( siehe
Blackdown-Entwickler sauer auf Sun ) . Nach einer Welle der Empörung sah sich
Sun zu einer öffentlichen Entschuldigung genötigt : Man bedaure diese
Unterlassung und hoffe auf eine weiterhin fruchtbare Zusammenarbeit mit
Blackdown . Sony dementiert Rückrufaktion Sony Computer Entertainment hat
Meldungen über eine Rückrufaktion zur Playstation 2 dementiert . Es handle sich
um eine Falschmeldung , die sich verselbständigt habe . Die erwähnten Probleme
mit der Speicherkarte träten zwar auf , aber nicht in einem Ausmaß , das eine
Rückrufaktion erfordern würde . Auch die Hinweise auf Schwierigkeiten bei der
DVD-Wiedergabe und mit der Überhitzung der Konsole scheinen sich bestätigt zu
haben . Bildschirmschoner macht NT unsicher Die indische Firma CyberMedia hat
eine Möglichkeit entdeckt , sich auf NT-Rechnern mit Hilfe des
Bildschirmschoners besondere Privilegien zu verschaffen , mit denen man
geschützte Dateien lesen und auch verändern kann . Ein speziell präparierter
Screen Saver nutzt dabei die Tatsache aus , daß NT zwar die Zugriffsrechte dem
aktuell eingeloggten Benutzer anpaßt , aber nicht überprüft , ob diese Operation
Erfolg hatte . Das bereitgestellte Demo-Programm funktioniert jedoch nicht mit
NT 4.0 und Servicepacks größer als SP-1 . Außerdem muß sich ein potentieller
Angreifer als Benutzer an dem Rechner anmelden können . Microsoft hat die
Existenz des Fehlers bestätigt und will im Lauf der nächsten Woche entsprechende
Patches auf http://www.microsoft.com/security bereitstellen . Microsoft geht in
die (Java-)Offensive Auf der Internet World in Los Angeles stellt Microsoft eine
Beta-Version der Java Entwicklungs-Tools Visual J++ 6.0 vor , die auch auf
Microsofts Web-Server zum Download bereit steht . Folgerichtig laufen sie dann
auch ausschließlich auf Microsoft-Plattformen . Außerdem erweitert Microsoft
angeblich den Java-Sprachstandard um eigene Schlüsselbegriffe ; ob die so
geschaffene Sprache weiterhin Java heißt , bleibt abzuwarten . Rick Ross ,
Präsident der Javalobby , einer Vereinigung von Java-Entwicklern , betrachtet
den Microsoft-Vorstoß gar als " Kriegserklärung " . TÜV entdeckt Sicherheitsloch
in Firewall Bei einer routinemäßigen Sicherheitsüberprüfung mehrerer Kunden aus
dem Bereich Internet-Providing ( ISP ) entdeckten die Spezialisten der TÜV data
protect gravierende Sicherheitsmängel in der Firewall-Software " IP Filter " .
Diese kommt insbesondere auf BSD-Systemen wie OpenBSD , FreeBSD und NetBSD zum
Einsatz . Betroffen sind Version 3.4.16 sowie die älteren Releases . Die
Behandlung von fragmentierten Paketen kann dazu führen , dass der Firewall
Pakete , die er nach den Regeln eigentlich verwerfen müsste , trotzdem an das
System weiterleitet . Konkret muss ein Angreifer dazu zunächst ein Paket an
einen offenen TCP-Port senden . Der Firewall merkt sich dann in einem speziellen
Cache diese reguläre Verbindung und wendet diese Cache-Regel auch auf folgende
Pakete an , die sich zwar an einen anderen TCP-Port richten , aber dieselben
IP-Informationen tragen . Die Lücke lässt sich auch ausnutzen , wenn der
Firewall fragmentierte Pakete verwerfen soll . Auf diesem Weg lassen sich
beliebige Dienste auf dem Firewall-Rechner erreichen . Nachdem einer der
Entdecker die Sicherheitsklücke und die notwendigen Tools , um die " getarnten "
Pakete zu erzeugen , auf der Mailingliste Bugtraq veröffentlicht hat , ist
dringend anzuraten , auf die bereits korrigierte Version 3.4.17 von IP Filter
umzustellen . Corel setzt auf Linux Netwinder , der für nächsten Monat
angekündigte NC von Corel Computer , läuft unter Linux . Die gesamte
Plattform-spezifische Entwicklung für Netwinder , der auf einem StrongARM
RISC-Prozessor basiert , soll unter die GNU Public Licence ( GPL ) gestellt
werden . Rückschlag bei der Java-Standardisierung Die Abstimmung über das
US-Votum , bei der die Neulinge Microsoft und Intel kein Stimmrecht hatten ,
ergab " No with comments " . Außerdem stellte die JTC 1 TAG fest , daß weitere
Klarstellungen und auch Änderungen erforderlich sind , bevor der Antrag neu
verhandelt werden könne . In den Kommentaren wurden vor allem Suns Bestrebungen
kritisiert , Java einerseits in den Rang eines offenen Standards zu erheben ,
aber andererseits alle Rechte am Namen und an der Weiterentwicklung zu behalten
. In ersten Stellungnahmen zeigt sich Sun zuversichtlich , durch entsprechende
Ergänzungen ihres Vorschlags doch noch eine Standardisierung durch ISO/IEC zu
erreichen . Wieder Sicherheitsalarm für IE 4.0 Ein neues Sicherheitsloch in
Microsofts Internet Explorer 4.0 erlaubt es , beliebigen Code auf dem Rechner
des Benutzers auszuführen . Betroffen ist anscheinend nur die Version für
Windows 95 . Bisher ist keine Möglichkeit bekannt , sich zu schützen . Der Bug
basiert auf einem klassischen Buffer-Overflow beim Auswerten von URLs der Form "
res:// " . Enthält nachfolgende String genau 265 Zeichen , kommt es im
allgemeinen zu einem Programmabsturz , da der Stack überschrieben wird . Durch
geschickte Wahl der Zeichenkette kann jedoch auch beliebiger Code zur Ausführung
gebracht werden . Durch Kombination mit dem neuesten Pentium-Bug käme
beispielsweise der betroffene Rechner zum Stillstand . Ein bereits im Internet
veröffentlichtes HTML-Dokument fügt eine Zeile an die Datei " autoexec.bat " an
. Mit einem deutschem Windows 95 führt die Demonstration jedoch " nur " zu einem
Absturz des Explorers . Das Prinzip kann jedoch ohne größeren Aufwand auf andere
Programm- und Betriebsystemversionen übertragen werden . Wer selbst überprüfen
möchte , ob sein Browser verwundbar ist , muß nur einen entsprechenden URL mit
265 Zeichen eingeben und aktivieren . Dieser neuerliche Bug wirft ein peinliches
Licht auf die Kompetenz der Microsoft-Programmierer . Das Überschreiben interner
Puffer ist eines der ältesten bekannten Sicherheitsprobleme , das bei
sorgfältiger Programmierung eigentlich nicht mehr auftreten sollte . Die dazu
notwendigen Vorkehrungen lassen sich in jeder Anleitung zu sicherheitsbewußtem
Programmieren nachlesen . Weitere Informationen finden Sie unter
http://l0pht.com/advisories.html Red Hat plant angeblich Cygnus-Aufkauf
Linux-Distributor Red Hat soll nach bisher unbestätigten Angaben am Aufkauf von
Cygnus Solutions interessiert sein . Cygnus ist auf
Softwareentwicklungswerkzeuge spezialisiert und eine der wenigen Firmen , die es
geschafft haben , mit Open Source tatsächlich Geld zu verdienen . Unter anderem
stammen beträchtliche Teile des GNU Compilers und Debuggers aus den
Cygnus-Labors , in denen 120 Entwickler beschäftigt sind . Echtzeit-Java
entwächst der Sandbox Auf der Embedded Systems Conference stellte Java-Erfinder
James Gosling einige Änderungen an der Java-Architektur vor , die den Einsatz in
Echtzeit-Umgebungen ermöglichen sollen . Normalerweise laufen Java-Anwendungen
in einer geschützten Umgebung ab , der so genannten Sandbox . Sie stellt sicher
, dass aus dem Netz geladene Programme keinen Zugriff auf das eigentliche System
haben . Im Realtime-Java sollen hingegen bestimmte Prozesse direkt auf den
Hauptspeicher des Rechners zugreifen können . Die Garbage Collection sammelt in
regelmäßigen Abständen unbenutzten Speicher wieder ein . Dies erleichtert zwar
die Programmierarbeit und verhindert Memory Leaks , erschwert aber andererseits
die Einhaltung der im Echtzeitbetrieb erforderlichen garantierten Antwortzeiten
. Suns Realtime-Java bietet deshalb Möglichkeiten , dass bestimmte Prozesse auch
ablaufen können , während die Garbage Collection aktiv ist . Wann eine
endgültige Spezifikation erscheinen soll , steht noch nicht fest . Microsoft
gibt Java-Entwicklung auf Microsoft hat bestätigt , dass Visual J++ nicht
Bestandteil der Entwicklerplattform Visual Studio.Net sein wird . Statt dessen
soll das Paket ein Java-Tool der Softwareschmiede Rational enthalten , das für
Ende dieses Jahres angekündigt ist . Noch im Dezember 1999 dementierten die
Redmonder Meldungen , man wolle die Weiterentwicklung von Visual J++ an Rational
abtreten . Mit diesem Schwenk vermeidet Microsoft zum einen eine Verlängerung
der im März 2001 auslaufenden Java-Lizenz vom Erz-Rivalen Sun . Zum anderen kann
der Konzern seine Ressourcen auf die Entwicklung der Java-ähnlichen Sprache C#
konzentrieren , die bereits als " Java-Killer " gehandelt wird . Scherzbolde
schicken " manuellen ILOVEYOU-Clone " um die Welt Manche Scherze lösen eine
ungeahnte Lawine aus . Eine Art " manueller ILOVEYOU-Wurm " hat bereits Tausende
von Computern " befallen " , darunter auch mehrere in der c't-Redaktion . Er
kommt als Mail unter dem Betreff " LOVE IS ALL AROUND " und enthält als "
Schadroutine " den folgenden Text : Hallo , dies ist ein manueller e-Mail Virus
. Sein Entwickler hat leider keine Ahnung und keine Zeit , um einen echten zu
programmieren . Wählen Sie einfach die ersten 50 Adressen aus Ihrem Adressbuch
und senden Sie diesen Virus weiter . Dann löschen Sie einige Dateien aus Ihrem
Systemverzeichnis . Danke für Ihre Mitarbeit . Die Mail enthält keine weiteren
Zusätze . Offensichtlich scheinen viele Surfer die Mail aber so witzig zu finden
, dass zumindest der erste Teil der " Schadroutine " tatsächlich aktiv wird .
IRC-Server unter Beschuss Das älteste IRC-Netzwerk Eris Free Network - kurz
EFNet - ist seit dem gestrigen Mittwoch Ziel von massiven
Denial-of-Service-Angriffen . Diese hatten bereits zur Folge , dass sich mehrere
zentrale Server vom IRC-Netz komplett abgekoppelt haben . Der oder die
Verursacher sind derzeit noch unbekannt - genauso wie die Hintergründe der
Attacken . Klar ist lediglich , dass die Angriffe außerordentlich heftig sind
und sich gegen mehrere Server beziehungsweise deren Infrastruktur richten . Zwar
sind einzelne Server noch oder wieder online , wann das Netz jedoch wieder den
normalen Betrieb aufnehmen kann , steht noch in den Sternen . Die Betreiber
haben auf ihrer News-Seite jedenfalls einen verzeifelten Aufruf veröffentlicht :
" To those concerned , quit with the attacks , learn not to shit where you sleep
. " " Marijuana " ist nicht gut für Computer Ein Wurm mit dem Namen " Marijuana
" verbreitet sich derzeit im Netz . Außerdem erscheint im System-Tray ein
Marijuana-Blatt , das beim Anklicken eine Message-Box mit einem Aufruf zur
Legalisierung von Marijuana öffnet . Ernsthaften Schaden richtet der Wurm nicht
an . Wer die angehängte Datei nicht öffnet , hat überhaupt nichts zu befürchten
. Eine detaillierte Beschreibung findet sich zum Beispiel in Sophos
Antiviren-Archiv . Weitere Hinweise zur Vermeidung von Viren und Würmern finden
sich auf der Antiviren-Seiten von c't . Java Development Kit 1.1.4 fertig Seit
heute gibt es auf http://www.javasoft.com/products/jdk/1.1/ die neueste Version
des Java Development Kit . Das Bug-Fix-Release soll unter anderem verschiedene
Fehler im Abstract Windowing Toolkit beseitigen . Neue Features bietet Version
1.1.4 nicht . Java klappt das Bett hoch Sun hat die Version 2.0 des Java
Embedded Servers ( JES ) fertiggestellt . Die Software soll auf so genannten
Home-Gateways zum Einsatz kommen , die den vernetzten Haushalt mit der Außenwelt
verbinden und so zum Beispiel die Fernsteuerung der Kaffemaschine , der
Alarmanlage oder des hochklappbaren Wasserbetts ermöglicht . JES enthält mit
PersonalJava 3.0.2 eine abgespeckte Java-Version , die speziell für Embedded
Devices ausgelegt ist , und ein Plugin für Suns
OpenSource-Java-Entwicklungsumgebung Forte . Für Entwickler bietet Sun einen
kostenlosen Single User Development Kit zum Download an . In Version 2.0 erfüllt
JES nun auch die Spezifikation der Open Services Gateway Initiative ( OSGi ) .
Dieser Zusammenschluss von Internet Service Providern , Hard- und
Software-Firmen will einen offenen Standard für die Kommunikation zwischen
intelligenten Consumer-Geräten und kommerziellen Internet-Services etablieren .
Neben Sun gehören der OSGi Firmen wie Cisco , IBM , Nokia , Motorola Ericsson
und Echelon an . Patch für IE-Sicherheitsloch Microsoft hat offensichtlich die
Gefahr erkannt , die von dem gestern gemeldeten Buffer-Overflow im Internet
Explorer ausgeht und bereits einen Patch bereitsgestellt . Das
Sicherheitsproblem ( und auch der Patch ) bezieht sich ausschließlich auf den
Internet-Explorer 4.0 für Windows 95 . Die NT-Version ist nicht betroffen . Sun
entschuldigt sich für zuviel " Caffeine " In einem öffentlichen " CaffeineMark
Announcement " gibt Sun zu , daß die von Pendragon Software erhobenen Vorwürfe
berechtigt waren . Suns Just-in-Time-Compiler für Solaris enthielt eine Routine
, die speziell auf den CaffeineMark-Test optimiert war . Damit erzielte der
Compiler in einzelnen Tests bis zu 300-mal bessere Ergebnisse als die Konkurrenz
. Die Optimierungen seien nur eine Design-Studie und nicht für die
Öffentlichkeit bestimmt gewesen . Sun klagt wegen Windows 98 Nur wenige Tage vor
der geplanten Auslieferung von Windows 98 an OEMs beantragte Sun bei dem
US-Bezirksgericht in San Jose eine Verfügung , die Microsoft verpflichtet , Suns
Java-Umgebung mit Windows 98 auszuliefern . Sun bezieht sich auf das laufende
Verfahren wegen Verletzung der Java-Lizenzbestimmungen durch Microsoft , das
sich wohl noch mehrere Jahre hinziehen dürfte . Aufgrund der anzunehmenden
enormen Verbreitung von Windows 98 würde die alleinige Auslieferung mit
Microsofts unvollständiger Java-Implementierung einen irreparablen Schaden für
die Plattform bedeuten . Deshalb soll Windows 98 und auch Visual J++ 6.0 neben
Microsofts Java-Version auch das Java Development Kit ( JDK ) von Sun beinhalten
- oder überhaupt kein Java . Microsofts Webserver Top bei den Top 500 ENT , eine
Publikation zu " Online Windows NT Enterprise Computing " , hat eine Studie
veröffentlicht , nach der Microsofts Internet Information Server ( IIS ) auf den
Websites großer US-Firmen am häufigsten zum Einsatz kommt . Platz zwei belegt
der iPlanet/Netscape Enterprise Server mit 35 Prozent und Apache landet mit
lediglich 15 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz der Beliebtheitsskala .
Siehe dazu auch : Hintergrund - Statistiken zu Web-Servern Hintergrund :
Statistiken zu Web-Servern Innerhalb kurzer Zeit kommen zwei Studien zu
unterschiedlichen Ergebnissen : Für diese unterschiedlichen Ergebisse gibt es
mehrere Erklärungen . So ist die Untersuchung von ENT , das sich selbst als
Publikation zu " Online Windows NT Enterprise Computing " bezeichnet , sehr
zielgerichtet . Man kann beispielsweise der Studie entnehmen , dass ENT auch die
Top-10 , die Top-25 und die Top-100 ausgewertet hat . Auf denen liefen jedoch
mehrheitlich Unix-Systeme mit Netscapes iPlanet . So mussten eben die Top-500
für die gewünschte Schlagzeile herhalten . Außerdem hat sich ENT bei der
Untersuchung nicht viel Mühe gegeben , sondern lediglich die Einstiegsseiten der
Web-Sites ausgewertet . Dabei handelt es sich jedoch häufig um die Sites
multinationaler Konzerne , die sehr schnell auf die Angebote ihrer Tochterfirmen
verzweigen . Auf der Seite von Ford beispielsweise , die IIS benutzt , prangen
in der Mitte acht Logos von Firmen wie Volvo , Mazda und so weiter . Die Hälfte
dieser Web-Sites laufen jedoch auf Unix-Systemen . Zum anderen bestehen viele
der Web-Sites der großen Firmen aus reinen Werbebroschüren , die Produkte mit
bunten Bildern illustrieren , aber kaum anspruchsvolle Funktionen bieten : Wer
Ersatzteile für seinen Ford Escort bestellen möchte , wird auf www.ford.com
nicht fündig . Aber auch die Netcraft-Zahlen sind durchaus nicht über Kritik
erhaben . Netcraft testet lediglich , welcher Server und welches Betriebssystem
sich hinter einer URL versteckt . Dabei werden die Ergebnisse nicht nach
Bedeutung gewichtet , sodass die private Domain von Hans Mustermann genauso viel
zählt wie die Web-Site von Ford . Außerdem berücksichtigen die Ergebnisse nicht
, dass viele der kleinen Domains gar nicht auf eigenen Servern laufen , sondern
bei Web-Hostern untergebracht sind . So geht ein einzelner Apache-Server über
die auf ihm beheimateten virtuellen Sites unter Umständen hundertfach in die
Statistik ein . Da sich der Open-Source-Server gerade bei Internet-Providern
großer Beliebtheit erfreut , begünstigt die Netcraft-Studie Apache . IBM nimmt
Sun-Server ins Visier IBM kündigt eine neue Serie von Unix-basierenden Servern
für Internet-Dienste an . Nach den NT-basierenden Mini-Servern für
Internet-Provider ist das schon die zweite Kampfansage an Marktführer Sun
innerhalb weniger Wochen . Alle Server laufen mit IBMs eigener Unix-Variante AIX
4.3.3 . Die Pizzaschachtel soll sich wahlweise auch unter Linux betreiben lassen
. Außerdem will IBM Anfang nächsten Jahres Zusatzsoftware als Open Source
bereitstellen , die es erlaubt , Linux-Applikationen unter AIX auszuführen . 6,4
Terabit/s über Glasfaser Nortel demonstrierte auf der Telecom '99 eine
Übertragung mit 80 GBit/s auf einer einzigen Wellenlänge , was eine Verdoppelung
des bisherigen Rekords bedeutet . Sie überbrückten dabei eine Entfernung von 480
km . Da die Netzwerkspezialisten über Dense Wavelength Division Multiplexing (
DWDM ) in einer Glasfaser bis zu 80 verschiedene Wellenlängen gleichzeitig
nutzen können , ergibt das eine theoretische Bandbreite von 6,4 TBit/s - genug
um etwa 2500 IP-Router daran zu betreiben . Linux-Patch für Pentium-Bug Die
aktuelle Kernel-Version 2.1.63 enthält einen Patch , der den aktuellen
Pentium-Bug unschädlich machen soll . Ein Patch für die stabilen Kernelversion
2.0.xx soll in den nächsten Tagen folgen . In der Zwischenzeit testen wohl
Hunderte von Entwicklern den Patch auf eventuelle Lücken oder Nebenwirkungen -
von solchen Beta-Testprogrammen können die meisten Firmen nur träumen . Den
ersten Patch lieferte zwar bereits zuvor die Firma BSDI für ihr kommerzielles
BSD-Unix . Er wurde allerdings wieder zurückgezogen . Sicherheitsloch in AOL
Instant Messenger AOLs Instant Messenger ( AIM ) enthält mehrere Fehler . Sie
können im Extremfall dazu führen , dass externe Angreifer die Kontrolle über
einen Rechner übernehmen , auf dem das Programm installiert ist . Dazu ist es
nicht einmal nötig , dass der Benutzer das Programm selbst startet . Die
Sicherheitsexperten von @stake zeigen in einem Sicherheits-Advisory zwei
sogenannte Buffer-Overflows auf , die dazu führen können , dass Angreifer
beliebigen Code auf dem betroffenen Rechner ausführen . Dies kann zum Beispiel
durch spezielle URLs in Emails oder auf Web-Sites geschehen . Die Autoren des
Advisories vergessen geflissentlich zu erwähnen , dass das Problem bereits im
März von Joe Testa auf der Sicherheits-Mailingliste NT-Butraq veröffentlicht
wurde - mit Grüssen an @stake . Joe Testa hat nach eigenen Angaben bereits
damals auch AOL unterrichtet . AOL stellt seit einigen Tagen eine neue
AIM-Version ( 4.3.2229 ) bereit , in der der Fehler behoben ist - weist aber
nicht auf das Sicherheitsproblem hin . Zwar ist es relativ schwierig , URLs zu
erstellen , die tatsächlich Schaden anrichten ; jedoch ist damit zu rechnen ,
dass vorgefertigte " Exploits " demnächst in Umlauf kommen . Deshalb sollten
AIM-Benutzer möglichst bald auf die neue Version umsteigen . Wer noch eine
ältere Version installiert hat , kann an den folgenden Links überprüfen , ob er
betroffen ist . Achtung : Dieser kann auch die Stabilität des entsprechenden
Systems in Mitleidenschaft ziehen . Man sollte daher , bevor man den Test
durchführt , alle ungesicherten Daten speichern . AIM Demo 1 AIM Demo 2 Doch
kein Linux bei Microsoft Wie in " Linux unterwandert das Microsoft-Imperium "
berichtet , meldet sich unter " www.microsoft.nl " ein Linux-Rechner des
niederländischen Internet-Providers TMN . Dessen Tochterfirma TMN Intranet
Management BV hatte diese URL für sich registrieren lassen , um auf die Probleme
bei der Vergabe von Domainnamen aufmerksam zu machen . Um Microsoft keinen
Schaden zuzufügen , werden Surfer direkt auf den echten Microsoft-Server unter
www.microsoft.com weitergeleitet . Deutsches IRCnet wieder unter Beschuss (
Update ) Nach einem Angriff auf den Internet-Relay-Chat-Server der Universität
Erlangen haben die Administratoren den ältetsten deutschen Server im IRCnet am
gestrigen Sonntag um 23:05 Uhr vorerst vom Netz genommen . Da der Angriff auch
andere Dienste der Universität in Mitleidenschaft zog , musste der IRC-Knoten
abgeschaltet werden . Er will spätestens am morgigen Dienstag den Betrieb wieder
aufnehmen . Volker Paulsen , gewählter Koordinator des IRCnet *.DE , erklärte
gegenüber c't : " Wie wir mit unserem Streik angekündigt und deutlich gemacht
haben , droht ein Abschalten der Server bei weiter anhaltenden Angriffen auf
Dienste der Server-Betreiber . " Da wegen eines Hardware-Defekts auch der
IRC-Server der FU Berlin zeitweise nicht erreichbar war , konnte man sich heute
vormittag auf den übrig gebliebenen Servern wegen Überlastung teilweise auch
nicht mehr anmelden . Die Gerüchte , der Server wäre ebenfalls einem Denial of
Service Angriff zum Opfer gefallen , haben sich zum Glück als falsch erwiesen .
Wiederholungstäter Explorer Der Hacker " dildog " von L0pht Heavy Industries hat
nach dem sogenannten " res-Bug " schon wieder eine Sicherheitslücke im Internet
Explorer aufgedeckt . Auch die ältere Version 3.0 ist unter Umständen anfällig ,
wenn zusätzlich Visual Studio installiert wurde . Zum Auslösen muß der Benutzer
lediglich einen entsprechend präparierten Link anklicken . Dies funktioniert
angeblich unabhängig von den Sicherheitseinstellungen des Explorers . Bis
Microsoft einen Fix bereitstellt , kann man sich also nur schützen , indem man
die komplette Explorer-Suite inklusive Outlook nicht verwendet . Microsoft nennt
Java-Entscheidung fehlerhaft Nach dem bereits erfolgten Widerspruch gegen die
Verpflichtung , den Java-Code in Windows 98 zu modifizieren , hat Microsoft
jetzt eine offizielle Berufungsklage gegen die gerichtliche Verfügung
angestrengt . Zur Begründung führt die Firma an , Richter Whyte habe mehrere
Fehler bei der Interpretation des Lizenzvertrags zwischen Microsoft und Sun
gemacht . Diese soll das Berufungsgericht jetzt korrigieren . Microsoft-Anwalt
Tom Burt spezifiziert : " Wir glauben , daß sich das Gericht nicht an die
korrekten Rechtsnormen gehalten und bei der Beurteilung des Vertrags nicht alle
Fakten ausreichend gewürdigt hat . " Java für den PalmPilot 3Com und Sun
Microsystems wollen eine Java Virtual Machine in das Betriebssystem des
PalmPilot integrieren . Speziell für Handhelds haben die Java-Erfinder eine
abgespeckte Micro-Edition entwickelt , die mit 100 KByte Code nur noch ein
fünftel des Platzes der bisher kleinsten Java-Version von Sun benötigt . Ab
morgen soll auf dem Sun-Server eine Beta-Version zum Download bereitstehen . Die
nächste Version des PalmPilot soll bereits von Haus aus über eine
Java-Unterstützung verfügen . Freier Java-Clone mit Microsoft-Erweiterungen Die
Firma Transvirtual stellt auf der Entwicklerkonferenz JavaOne in San Francisco
mit Kaffe die erste Java Virtual Machine vor , die kompatibel zu Suns
Java-Plattform ist und gleichzeitig Microsofts Erweiterungen enthält . Der Clou
an Kaffe ist , daß es für den Desktop eine frei verfügbare OpenSource-Version
gibt , die zumindest teilweise von Microsoft finanziert wurde . Nach eigenen
Aussagen erhielt Transvirtual aus Redmond finanzielle Unterstützung , um die
Microsoft-Erweiterungen zu intergrieren . Debian GNU/Linux 2.2 veröffentlicht
Anlässlich der LinuxWorld-Konferenz in San Jose , Kalifornien , hat Debian die
Version 2.2 ( Codename potato ) der GNU/Linux-Distribution veröffentlicht . Das
letzte Release 2.1 liegt etwa eineinhalb Jahre zurück . Die neue Version
unterstützt sechs verschiedene Hardware-Plattformen - mehr als jede andere
Linux-Distribution . Die unterstützten Architekturen sind x86 , PowerPC , SPARC
, Alpha , ARM und Motorola 680x0 . Debian 2.2 basiert auf dem aktuellen stabilen
Kernel 2.2.16 . Weitere wichtige Aktualisierungen sind die Benutzeroberfläche
GNOME in der Version 1.0.56 , XFree86 3.3.6 , das Textsatzsystem teTeX 1.0.6 ,
die GNU C-Library in der Version 2.1.3 und Version 2.95.2 des GNU C-Compilers .
Die meisten Systemprogramme benutzen jetzt PAM ( Pluggable Authentication
Modules ) , um eine Identifizierung der Benutzer über Passwörter ,
Einmalpasswörter oder andere Mechanismen wie Chipkarten zu ermöglichen . Der
Installationsprozess wurde in Vergleich zur Vorgängerversion überarbeitet : Es
ist jetzt möglich , bei der Installation verschiedene Aufgaben ( tasks )
anzugeben , die das System erfüllen soll , und so ganze Sammlungen von
Programmen auf einmal zu installieren . Mit dem Installations-Frontend apt ist
auch ein Update älterer Versionen im laufenden Betrieb möglich - wahlweise von
CD oder übers Netz . Debian GNU/Linux besteht vollständig aus
Open-Source-Software und wird von 500 freiwilligen Entwicklern aus aller Welt
zusammengestellt . Es bildet die Grundlage für mehrere kommerzielle
Distributionen , darunter Corel Linux und Storm Linux . Linux-Distributoren
schmieden Allianzen Auf der LinuxWorld bauen die beiden Linux-Distributoren SuSE
und Red Hat ihre Positionen im Markt aus und verkünden Allianzen mit Großen der
IT-Branche . Der Chip-Hersteller AMD hat den deutschen Linux-Distributor SuSE
damit beauftragt , bei der Portierung von Linux auf den geplanten
64-Bit-Prozessor Sledgehammer zu helfen . Dabei hat ein SuSE-Mitarbeiter bereits
erste Versionen der nötigen Entwicklungs-Tools erstellt . Auch Erzrivale Intel
hatte durch ein ähnliches Abkommen mit VA Linux dafür gesorgt , dass schon vor
dem offiziellen Erscheinungstermin des Itanium eine lauffähige Linux-Portierung
für die IA-64-Architektur bereitsteht . Red Hat und IBM vertiefen ihre
Zusammenarbeit . Beide Firmen wollen einen " market development fund "
finanzieren - eine Art Entwicklungshilfe für Linux-Projekte . Ebenfalls auf der
LinuxWorld hat nach Hewlett Packard und Dell jetzt auch Compaq Linux zu einem "
strategischen Betriebssystem " erklärt und damit auf die gleiche Stufe wie
Windows NT/2000 und SCO gestellt . Nach eigenen Aussagen arbeitet Compaq mit Red
Hat zusammen an einer Zertifizierung der Desktop-Produktlinie für Linux . Sun
fordert 35 Millionen von Microsoft Heute haben Sun und Microsoft den strittigen
Vertrag über Microsofts Java-Lizenz einvernehmlich veröffentlicht . Wer sehr
gute Englisch-Kenntnisse besitzt , kann sich jetzt also selbst ein Bild davon
verschaffen , ob Sun die Redmonder zu Recht einer Vertragsverletzung beschuldigt
oder nicht . Während Microsoft sich weiterhin keiner Schuld bewußt ist , hat Sun
die Klage jetzt sogar erweitert : Sun nimmt Linux für SPARC ins Angebot Sun
bietet US-Kunden im Sun-Online-Shop für UltraSPARC-Workstations und Sun
Enterprise Server nun auch Red Hat Linux für SPARC an . Damit reagiere man auf
die steigende Nachfrage von Kunden , erklärte das Unternehmen . Den Support für
Red Hat Linux 6.1 Deluxe SPARC wickelt jedoch nach wie vor Red Hat ab . Intel
macht Druck auf Sun Nach den schon legendären Auseinandersetzungen zwischen Sun
und Microsoft zeichnet sich langsam ein Clinch zwischen der Unix-Firma und dem
zweiten großen Monopolisten der IT-Branche ab . Intel-Manager ließen verlauten ,
die Firma wolle die Bemühungen um eine Solaris-Version für den ersten Chip der
IA-64-Generation mit dem Codenamen Itanium drastisch reduzieren . Grund dafür
sei Suns geringes öffentliches Engagement für die neue Intel-Plattform . Bisher
verkündeten Sun und Intel unisono , dass Solaris eines der zentralen
Betriebssysteme für Ende des Jahres angekündigten Hochleistungschip sei . Für
Insider kommt diese Wende nicht überaschend , positioniert Intel seine
IA-64-Prozessoren doch vor allem im Server-Bereich , unter anderem als
Highend-Web-Server für alle Einsatzgebiete - bisher eine Hochburg der
Sun-eigenen SPARC-Rechner . Da ist leicht einzusehen , dass Sun wenig daran
gelegen ist , die Vorzüge der künftigen Konkurrenz zu preisen . Interessant
dürften die Reaktionen von Fujitsu-Siemens und NCR auf Intels Ankündigung zu
beobachten sein . Beide haben Solaris und IA-64 als strategische Plattform für
ihre Server-Systeme auserkoren . Intershop für Linux Die deutsche Firma
Intershop präsentiert auf der CeBIT ihre weit verbreitete ECommerce-Lösung
erstmals auch unter Linux . Ab dem zweiten Quartal will man die Linux-Version
von Intershop 3 ausliefern . Starke Nachfrage bei Kunden und positive
Testergebnisse gaben den Auschlag für die Entscheidung , neben NT und diversen
kommerziellen Unix-Varianten ein weiteres Betriebsystem zu unterstützen . "
Erste von Intershop durchgeführte Benchmarks haben eine deutlich höhere
Transaktionsleistung im Vergleich zu Windows NT ergeben " , erklärt Frank
Gessner , Chefentwickler von Intershop . Freie Java-Version Kaffe OpenVM ist
eine Java-Implementierung , die unter der GNU Public License frei verfügbar ist
. Da Kaffe komplett unabhängig von Suns Quellcode entwickelt wurde , fällt das
Projekt nicht unter Suns Lizenzbestimmungen und steht komplett mit Quellcode auf
dem Web-Server der Firma Transvirtual zum kostenlosen Download bereit . Kaffe
besteht aus einer modularen Java Virtual Machine , die die
Ausführungsgeschwindigkeit durch einen Just-In-Time-Compiler ( JIT ) erhöht ,
einer Klassenbibliothek , die Suns PersonalJava-Spezifikation 1.1 genügt (
inclusive Beans , JNI und AWT ) und diversen plattformspezifische Bibliotheken .
Aufgrund des portablen Designs läuft die Java-Umgebung auf so unterschiedlichen
Systemen wie Linux , Windows 95/NT , DOS , Solaris und diversen BSD-Derivaten .
Für den Embedded-Markt bietet Transvirtual die Custom-Version , die auch pSOS ,
ThreadX , VxWorks , QNX und LynxOS unterstützt , aber nicht unter der GPL steht
. Gnome als Standard-Desktop für Unix Die zur LinuxWorld gegründete
Gnome-Stiftung erfährt breite Unterstützung . Führende Computer-Firmen wie IBM ,
Compaq , Hewlett Packard und Sun Microsystems bekennen sich zum freien Desktop
und wollen als Mitglieder der Stiftung dem Gnome-Projekt in vielfältiger Weise
unter die Arme greifen . Es ist die Rede von finanzieller und organisatorischer
Unterstützung sowie von Hilfe bei der Vermarktung von Gnome . Auch die
Linux-Distributoren RedHat , Turbo Linux und VA Linux , die Free Software
Foundation und die Object Management Group reihen sich in die Gnome-Stiftung ein
. Weitere Mitglieder der Stiftung sind Firmen wie Eazel , Gnumatic , Helix Code
und Henzai , die spezielle Anwendungen für den Gnome-Desktop entwickeln . Diese
teilweise sehr jungen Firmen sollen wichtige Bestandteile der Benutzerumgebung
beisteuern : den Dateimanager Nautilus , die Finanzsoftware GnuCash und die
Mail-Suite Evolution . Des weiteren will man den Open-Source-Browser Mozilla
sowie die von Sun unter dem Namen " OpenOffice " freigegebenen Teile von
StarOffice in Gnome intergrieren . IBM will Entwicklungs-Tools für Web-basierte
Anwendungen bereitstellen . Sun sieht Gnome schon als Standard-Desktop für das
hauseigene Unix-Betriebssystem Solaris . Nach einer Presserklärung des
Gnome-Projekts will auch Hewlett Packard den Desktop unter HP/UX einsetzen .
Nachdem das proprietäre Common Desktop Environment sich nicht durchsetzen konnte
, soll das freie Gnome-Projekt endlich eine einheitliche Benutzeroberfläche für
das X Window System schaffen . VA Linux entlässt Mesa-Autor Einer der
Betroffenen ist Brian Paul , Autor und Entwickler der 3D-Bibliothek Mesa . Auf
dieser freien OpenGL-Implementierung beruhen nahezu alle 3D-Anwendungen für
Linux : Spiele genauso wie Modelling-Software oder VRML-Browser . Ebenfalls von
den Entlassungen betroffen ist Keith Whitwell , der sich mit Paul zusammen bei
der Weiterentwicklung der Direct Rendering Infrastructure ( DRI ) - einer Art
Direct3D für Linux/X11 - engagiert hatte . Beide wollen auch weiterhin an den
Open-Source-Projekten arbeiten , warnen aber , dass sich die Entwicklung
verlangsamen wird . Kostenlose Version von Borlands JBuilder 4 Nachdem Borland
bereits seit September die Professional- und Enterprise-Edition der
Java-Entwicklungsumgebung JBuilder in der Version 4 verkauft , finden Entwickler
nun die kostenlose Foundation Edition auf Borlands Web Site . JBuilder 4 basiert
auf dem JDK 1.3 und läuft als reine Java-Software unter Windows , Linux und
Solaris . Im Vergleich zur Professional-Version fehlen der Foundation Edition
die einfache Datenbankprogrammierung , erweiterte Debugger-Funktionen und
Servlet- beziehungsweise JSP-Integration . Einen Test von JBuilder 4 brachte c't
in Heft 21/000 . Linux-Wurm verbreitet sich offensichtlich rasant Ein
Internet-Wurm namens Ramen attackiert Server , die unter der Linux-Distribution
von Red Hat laufen , und verbreitet sich anscheinend recht schnell . Aufgefallen
sind seine Aktivitäten durch vermehrte Scans auf Remote Procedure Call Services
( RPC ) . Der Wurm nutzt zwei längst bekannte Sicherheitslücken im FTP-Server
wuftpd und dem Programm rpc.statd aus , die offensichtlich auf vielen
Linux-Rechnern immer noch nicht beseitigt wurden . Bereits im September 2000
warnte das Computer Emergency Response Team ( CERT ) vor vermehrten Angriffen
dieser Art . Jetzt haben Cracker aus bereits existierenden Tools einen Wurm
gebastelt , der sich selbstständig verbreitet . Dazu sucht er ganze Netze nach
weiteren potenziellen Opfern ab , die er dann ebenfalls befällt . Außerdem
installiert Ramen einen so genanntes Root-Kit , das seine Aktivitäten
verschleiern soll - und stopft anscheinend sogar die beiden Sicherheitslöcher .
Ernsthaften Schaden scheint er auf den Systemen nicht anzurichten . Ähnlich wie
der berühmte Morris-Wurm , der 1988 seine Runde machte , verbreitet sich Ramen
ohne Aktionen von Benutzern oder Administratoren der betroffenen Server weiter .
Die Sicherheitslücken betreffen nahezu alle Linux-Distributionen , die älter als
ein halbes Jahr sind . Der Wurm selbst jedoch kann nur Systeme mit Red Hat 6.2
und 7.0 befallen . Wer sich unsicher ist , ob die beiden erwähnten Dienste auf
seinem Linux-Rechner installiert oder ob die Sicherheitslöcher bereits beseitigt
wurden , sollte die folgenden CERT-Advisories lesen und gegebenenfalls die
Patches des Herstellers der Linux-Distribution einspielen : CA-2000-17 , Input
Validation Problem in rpc.statd CA-2000-13 , Input Validation Problems In FTPD
Weitere Hinweise zur Vermeidung und Abwehr von Würmern und Viren findet man auf
der Anti-Viren-Seite von c't . Kommentar : Theaterdonner für Windows 2000 Die
Markteinführung von Windows 2000 kommt unweigerlich - offensichtlich höchste
Zeit für Steve Ballmer , Microsofts neuem Chef , alte Feindschaften
aufzufrischen und mit ein paar coolen Seitenhieben für Schlagzeilen zu sorgen .
Und wer wäre als Gegner besser geeignet als Suns Frontman Scott McNealy ?
Schließlich lieferte Sun erst kürzlich mit der Vorstellung von Solaris 8 die
Ouvertüre zur Neuauflage der " Never ending story " . Und um deftige Seitenhiebe
auf Erzfeind Microsoft ist McNealy schließlich auch nie verlegen . Man wolle
Kunden helfen und Sun Marktanteile wegnehmen - " All they can do is lose " .
Auch den naheliegenden Verdacht , es handle sich dabei um Theaterdonner und
hinter den Kulissen gratulierten sich die Beiden dann gegenseitig zur gelungenen
Vorstellung , begegnet Ballmer gleich : Höflicher Applaus - Vorhang . Zum einen
hat Ballmer das Thema verfehlt . Frühestens mit der Datacenter-Version von
Windows 2000 , die erst in einem halben Jahr erscheinen soll , kann es der
designierte NT-Nachfolger mit den großen Unix-Servern von Sun aufnehmen . Wen
interessiert denn noch , ob Ballmer mit McNealy spricht ? Spannend sind doch
ganz andere Kombinationen : Dürfen die Töchter von Bill Gates und Linus Torvalds
miteinander spielen , und lädt Alan Cox nicht doch McNealy zu seiner
Geburtstagsfeier ein ? Kostenloses SAP R3 für Linux Nachdem Linux mittlerweile
zu den offiziell unterstützten Plattformen der Geschäftssoftware SAP R3 gehört ,
planen die Walldorfer für die CeBIT ihren nächsten Streich . Aus gut
unterichteten Kreisen verlautet , dass es am SAP-Stand eine kostenlose CD-ROM
mit einem kompletten R3 auf Linux-Basis geben wird . Die CD soll ein voll
lauffähiges System enthalten , das jedoch nicht für den Produktionseinsatz
freigegeben ist . Es umfasst neben dem Basissystem auch die notwendigen
Entwicklungswerkzeuge und die Datenbank SAP-DB . Die Software setzt auf der
SAP-zertifizierten Linux-Distribution Red Hat 6.1 Enterprise auf ; aber auch
alle notwendigen Pakete , um ein " normales " Red Hat 6.1 entsprechend
umzurüsten , finden sich auf der CD . Allerdings werden wohl die
Hardware-Anforderungen die Ausstattung der meisten Schnäppchenjäger übersteigen
: 5 GByte Plattenplatz und mindestens 190 MByte Hauptspeicher sind die
Grundvoraussetzung für ein lauffähiges System . An English version of this news
report is available . Compaq plant 32-fach Server mit Unisys In seiner Keynote
auf der Windows 2000 Expo enthüllte Compaq-Chef Michael Capellas die
E-Business-Strategie des Rechner-Herstellers unter dem Namen " eGeneration " .
Zentraler Baustein sind die ProLiant-Server , die seit Sommer 1999 bis zu 8 CPUs
unterstützen . Mit dem Erscheinen des Windows 2000 Data-Center Server in der
zweiten Jahreshälfte will man diese Grenze überschreiten und einen
32-fach-Server vorstellen . Doch obwohl dieser unter dem Namen ProLiant
firmieren wird , stammt die Technologie von Unisys . Die Firma arbeitet schon
seit einiger Zeit an dem sogenannten Cellular Multi Processing ( CMP ) . CMP ist
eine so genannte "Shared-Everything"-Architektur , bei der ein Crossbar den
Speicher mit den 32 CPUs verbindet . Linux leicht gemacht : Es gibt mal wieder
Konkurrenz für KDE & Ko . Die Firma Eazel hat ein neues Desktop-Projekt
gestartet , das die Benutzung von Linux deutlich vereinfachen soll . Am Knowhow
sollte das Projekt nicht scheitern : Zwei der Firmen-Gründer sind ehemalige
Apple-Mitarbeiter . Das Desktop-Projekt fängt nicht erneut von Null an , sondern
baut anscheinend auf die Arbeit des Gnome-Teams auf . Der komplette Quellcode
soll als Open Source unter der GPL verfügbar gemacht werden . CERT warnt vor
Angriffswelle Das Computer Emergency Response Team ( CERT ) warnt in einer
sogenannten " Incident Note " vor automatisierten Angriffen gegen
Internet-Server . Die Attacken beruhen auf längst bekannten Sicherheitslücken in
FTP-Servern und rpc.statd , zu denen Patches der Hersteller bereitstehen . Neu
ist das systematische Vorgehen der Angreifer , das darauf hindeutet , dass sich
entsprechende Skripte und Toolkits im Umlauf befinden . Nach einem erfolgreichen
Einbruch installieren die Angreifer einen sogenannten Root-Kit , der ihre
weiteren Aktivitäten versteckt und ihnen diverse Hintertüren öffnet . Des
weiteren wurden auf vielen der betroffenen Systeme Tools für Distributed Denial
of Service Attacks ( DDoS ) entdeckt , mit denen sich die gehackten Rechner
quasi als Zombi-Armee fernsteuern lassen . Das CERT nennt keine konkreten Zahlen
über das Ausmaß der aktuellen Vorfälle , spricht aber von einer schwerwiegenden
Gefahr für Internet-Sites und die Infrastruktur des Internet . Betroffen sind
vor allem Linux-Systeme mit verschiedenen Versionen der Red-Hat-Distribution ,
aber auch andere Linux- und Unix-Varianten sind gefährdet . Das CERT empfiehlt
dringend , die in den CERT-Advisories aufgeführten Patches der Hersteller
einzuspielen . Siehe auch CA-2000-17 , Input Validation Problem in rpc.statd
CA-2000-13 , Input Validation Problems In FTPD Einspruch gegen Java-Verfügung
Die Verfügung verpflichtet Microsoft , bis spätestens Mitte Februar alle
Produkte mit Java-Technologie so zu modifizieren , daß sie Suns
Kompatibilitätstest bestehen . So haben sie bereits eine neue Version der
Virtual Machine veröffentlicht , die den Anforderungen des Gerichts genügen soll
. Unter anderem enthält sie das strittige Java Native Interface . Sun : Server
unterm Hammer Im Rahmen eines Testprogramms will Sun seine Server und
Workstations beim Online-Auktionator eBay versteigern lassen . Bei der Hardware
handelt es sich angeblich um nagelneue Modelle , die über 15000 US-Dollar kosten
und sich auch in Suns regulärem Angebot finden . Mit dieser Aktion will Sun
feststellen , ob man sich über die Online-Auktionshäuser neue Käuferschichten
erschließen kann . Unter anderem sollen zehn Einprozessor-E250-Server zum
Einstiegsgebot von 6500 Dollar unter den Hammer kommen . Buch.de schlampt mit
Kundendaten Da diese Informationen bei der ersten Bestellung in der URL
enthalten waren , können sie sich sogar in den Log-Dateien von Proxy-Servern
wiederfinden . Bei bereits registrierten Kunden enthielten die URLs
E-Mail-Adresse und Passwort und damit alle notwendigen Daten , um an die
Kundendaten auf dem Server zu kommen . Nach der Benachrichtigung durch c't hat
buch.de die Bestellformulare zweitweise deaktiviert . Inzwischen hat der
Online-Buchladen das Problem korrigiert und das Bestellformular geändert .
Bisher ist noch nicht bekannt , wie lange die fraglichen Programme auf dem
Server schon im Einsatz waren und wie viele Benutzer betroffen sind . Auf jeden
Fall sollten alle buch.de-Kunden in nächster Zeit ein wachsames Auge auf ihre
Kreditkartenabrechnungen haben . JavaOne : JBuilder für Linux Auf der
JavaOne-Konferenz in San Francisco hat Borland eine erste Preview-Version des
JBuilder unter Solaris und Linux gezeigt . Ende des Jahres soll die
Entwicklungsumgebung als hundertprozentiges Java-Produkt auf den Markt kommen .
Dabei wird JBuilder um neue Funktionen erweitert und ein leicht verändertes
Aussehen erhalten . Dazu passend präsentiert IBM auch eine erste Linux-Version
von Visual Age for Java . Visual Age ist jedoch noch kein hundertprozentiges
Java-Produkt , so daß eine Verwendung beispielsweise unter Solaris nicht möglich
ist . Außerdem hat IBM das eigene JDK in der Version 1.1.6 nach Linux portiert
und stellt es auf der Alphaworks Site zum kostenlosen Download bereit . Die Java
Virtual Machine ( JVM ) beinhaltet die gleiche Just-in-Time-Technologie wie IBMs
schnelle JVMs für Windows und OS/2 . Mit Hilfe der Rückmeldung aus der
Linuxgemeinde will IBM auch eine Umsetzung von Java 2 für Linux erstellen .
Gefährliche Sicherheitslücke in Microsofts IIS Die Firma eEye hat eine
gefährliche Sicherheitslücke in Microsofts Internet Information Server ( IIS )
entdeckt , die es Angreifern erlaubt , beliebigen Code auf der betroffenen
Maschine auszuführen . Microsoft hat die Existenz des Bugs bestätigt und stellt
einen Patch bereit . Das Problem tritt beim Umgang mit speziellen Dateien auf (
.HTR , .STM und .IDC ) . Angreifer können durch spezielle Anfragen einen
internen Puffer zum Überlaufen bringen und damit eigenen Code ausführen lassen .
Es gibt im Internet bereits mehrere Programme , mit denen sich dieser Fehler
ausnutzen läßt . Sun vs. MS : Streit um Java-Foundations Der Kleinkrieg um die
Java-Standards zwischen Microsoft und Sun geht weiter . Das neueste Schlachtfeld
sind die Klassenbibliotheken für GUI-Programmierung . Sun behauptet , das von
Microsoft unterschriebene Lizenzabkommen für Java verpflichte diese , Suns Java
Foundation Classes ( JFC ) auszuliefern , wenn diese Ende des Jahres erscheinen
. Microsoft hingegen will an den etablierten Microsoft Foundation Classes
festhalten und beklagt sich , daß Sun die Position als Lizenzgeber von Java
ausnutze . Währenddessen wächst der Druck aus der Software-Industrie ,
gemeinsame Lösungen zu finden . Erst kürzlich hatte sich Netscape mit der
Sun-Tochter Javasoft geeinigt , Netscapes Internet Foundation Classes mit den
JFC zusammenzuführen . Schutzmaßnahmen gegen den Nimda-Wurm ( Update ) Der
Verdacht , dass man den eigenen PC allein durch das Surfen mit dem Internet
Explorer mit dem neuen Virus " Nimda " infizieren kann , hat sich bestätigt .
Der Wurm befällt Web-Server , die unter Microsofts Internet Information Server
laufen und baut in deren Web-Seiten Java-Skript-Code ein , der eine Datei namens
" readme.eml " nachlädt . Er nutzt dazu diverse Sicherheitslücken des IIS aus .
Da sich der Wurm anscheinend noch schneller als Code Red verbreitet , sollte man
als Schutzmaßnahme unbedingt JavaScript beziehungsweise " Active Scripting "
deaktivieren . Das hat zwar zur Folge , dass manche Web-Seiten nicht mehr
funktionieren , aber in Anbetracht des hohen Infektionsrisikos sollte man das in
Kauf nehmen . Nähere Informationen , wie das zu geschehen hat , finden Sie auf
unseren Browsercheck-Seiten . Netzwerk-Adminstratoren sollten versuchen , auf
ihren Proxies die Übertragung von Dateien mit dem Namen " readme.eml " zu
unterbinden . Außerdem verbreitet sich der Wurm per E-Mail . Die Mails enthalten
ein Attachment namens " readme.exe " , das den MIME-Typ Audio/WAV trägt .
Bestimmte Versionen von Outlook Express öffnen dieses Attachement ohne Zutun des
Benutzers schon beim Anzeigen der Mail . Dieser Bug lässt sich durch das
Einspielen eines Patch von Microsoft beheben . So können Sie sich schützen .
Mittlerweile bieten auch die ersten Antiviren-Hersteller Informationen und
teilweise auch Updates zu Nimda an . Die meisten Antiviren-Programme können den
Schädling erst nach einem Update erkennen und unter Umständen auch entfernen :
Sophos http://www.sophos.com/virusinfo/analyses/w32nimdaa.html NAI :
http://vil.nai.com/vil/virusSummary.asp?virus_k=99209 F-Secure :
http://www.f-secure.com/v-descs/nimda.shtml Symantec :
http://www.sarc.com/avcenter/venc/data/w32.nimda.a@mm.html Kaspersky :
http://www.kaspersky.com/news.asp Trend Micro :
http://www.trendmicro.de/virinfo/n_enz.php?id=TROJ_NIMDA.A Squid-Proxy filtert
Nimda-Wurm Der Nimda-Wurm installiert auf befallenen Web-Servern eine Datei
namens " readme.eml " und baut JavaScript-Code in die Webseiten ein , die diese
Datei nachladen . In Firmennetzen kann ein Proxy-Server dafür sorgen , dass die
gefährliche Datei nicht auf den Rechner der Surfer gelangt . Die folgenden
Einträge in der Konfigurationsdatei " squid.conf " des Web-Proxies Squid
bewirken , dass dieser Dateien mit der Endung " .eml " blockiert : acl worm
urlpath_regex -i \\.eml$ http_access deny worm Gegen Infektion durch E-Mail
schützt dies natürlich nicht . Sicherheitsloch in Microsofts Webserver IIS In
einem Security Bulletin weist Microsoft auf eine Sicherheitslücke im hauseigenen
Webserver Internet Information Server ( IIS ) in den Versionen 4.0 und 5.0 hin .
Sie ermöglicht es , über spezielle URLs beliebige Dateien auf dem Laufwerk des
Web-Servers zu lesen , zu ändern oder auch auszuführen . Mit Hilfe einer langen
Unicode-Darstellung der Zeichen " / " und " \\ " ist es möglich , Pfadangaben in
die URL einzubauen , die auf Dateien außerhalb des Web-Folders verweisen . Dabei
kommen die Prüfroutinen , die solche Zugriffe unterbinden sollen , nicht zum
Einsatz . So ist es beispielsweise möglich , über " cmd.exe " auf dem Rechner
beliebige Kommandos auszuführen . Dies geschieht im Sicherheitskontext des
Accounts IUSR_machinename , der für anonyme IIS-User vorgesehen ist .
Adminstratoren von IIS 4.0 oder 5.0 sollten unbedingt die im Bulletin
aufgeführten Patches einspielen . Außerdem stellt Microsoft kostenlose Tools
bereit , mit denen Administratoren überprüfen können , ob auf ihrem IIS alle
aktuellen Sicherheits-Patches installiert sind . Systems : Linux mit
Highend-Grafik Linux hält nun auch im Highend-Workstation-Markt Einzug : Die
derzeit verfügbaren Produkte laufen zwar noch mit OpenGL-Karten anderer
Hersteller wie Elsa , doch beide Firmen wollen noch im ersten Halbjahr 2000
Treiber für ihre eigenen Grafiksubsysteme Wildcat und Visualize-fx freigeben .
HP präsentiert sogar schon eine Vorabversion als Technologiedemo . Am HP-Stand
kann man im Übrigen auch eine neue Linux-Plattform bewundern : auf einem A-Class
9000-Server bootet eine PA-RISC-Portierung des Linux-Kernels . Außer dem
Bootprozess und einer Shell , die nur wenige Kommandos beherrscht , ist
allerdings noch nicht viel zu sehen . Java auf dem Weg zum ISO-Standard Die
International Standards Organization ( ISO ) hat Sun als PAS-Submitter ( Public
Available Standards ) für Java akzeptiert . Damit kann Sun die
Java-Spezifikationen als Vorschlag für einen ISO-Standard einreichen . In der
Abstimmung votierten 20 Staaten - darunter auch Deutschland - mit " Ja " , zwei
enthielten sich , die USA und China stimmten gegen den Antrag . Im Vorfeld der
Abstimmung hatte sich vor allem Microsoft gegen den Antrag von Sun ausgesprochen
. Java-Quellen jetzt offen Wie versprochen hat Sun jetzt den Quellcode für die
Java-2-Plattform veröffentlicht . Der Code steht unter der neuen Community
Source License , mit der Sun den Spagat zwischen den Open-Source-Ideen und den
eigenen kommerziellen Interessen schaffen will . Wie bei Open-Source-Software
steht der Java-Quellcode kostenlos zur Verfügung , so daß man ihn für die
eigenen Bedürfnisse modifizieren und weiterentwickeln kann . Doch "
modifizierter Code darf nicht ohne die schriftliche Genehmigung von Sun
vertrieben werden " , die gegen Gebühr vergeben wird . Außerdem muß die
Kompatibilität zum vorgegebenen Standard gewahrt bleiben . Primzahl
entschlüsselt DVDs Dass Primzahlen in der Kryptologie eine besondere Bedeutung
haben , ist altbekannt . Doch mit der Zahl
485650789657397829309841894694286137707442087351357924019652073668698513401047237446968797439926117510973777701027447528049058831384037549709987909653955227011712157025974666993240226834596619606034851742497735846851885567457025712547499964821941846557100841190862597169479707991520048667099759235960613207259737979936188606316914473588300245336972781813914797955513399949394882899846917836100182597890103160196183503434489568705384520853804584241565482488933380474758711283395989685223254460840897111977127694120795862440547161321005006459820176961771809478113622002723448272249323259547234688002927776497906148129840428345720146348968547169082354737835661972186224969431622716663939055430241564732924855248991225739466548627140482117138124388217717602984125524464744505583462814488335631902725319590439283873764073916891257924055015620889787163375999107887084908159097548019285768451988596305323823490558092032999603234471140776019847163531161713078576084862236370283570104961259568184678596533310077017991614674472549272833486916000647585917462781212690073518309241530106302893295665843662000800476778967984382090797619859493646309380586336721469695975027968771205724996666980561453382074120315933770309949152746918356593762102220068126798273445760938020304479122774980917955938387121000588766689258448700470772552497060444652127130404321182610103591186476662963858495087448497373476861420880529443
von Prime Curious hat es eine besondere Bewandtnis . Schreibt man sie in
hexadezimaler Form ( also zur Basis 16 ) und schickt diese Zeichenkette durch
den Entpacker gunzip , erscheint der C-Code der DVD-Entschlüsselungsroutinen
DeCSS ( oder man lässt ein Perl-Programm diese Aufgabe erledigen ) . Da ein
amerikanisches Gericht die Verbreitung von DeCSS für illegal erklärt hat ,
werfen die Entdecker des Zahlenspiels die Frage auf : Handelt es sich hier um
die erste illegale Primzahl ? Die mathematischen Grundlagen der Zahlenspielerei
sind nicht ganz trivial . Der grundlegende Gedanke ist folgender : Man
komprimiert den DeCSS-Code mit gzip und interpretiert den so entstanden
Datenstrom als eine einzige Zahl aus 563 Bytes . Schickt man die Primzahl durch
das Dekompressionsprogramm gunzip , interpretiert es die ersten 563 Bytes als
korrekten Datenstrom und ignoriert den Rest ( " trailing garbage ignored " ) .
Als Resultat erscheint der ursprüngliche C-Code . Siemens Nixdorf bricht für Sie
ein Ein Dienstleistungsangebot der besonderen Art präsentiert Siemens Nixdorf
auf der CeBIT : In Ihrem Firewall-Testcenter bilden Techniker die
Sicherheitsinstallation des Kunden nach und versuchen , Zugang zu den
geschützten Daten zu erlangen . Man darf gespannt sein , ob demnächst Kevin
Mitnick - der derzeit noch in den USA inhaftierte Cracker - auf SNIs
Gehaltsliste auftaucht . Alarmstufe Rot für IIS-Administratoren Microsoft hat
einmal mehr die Existenz eines gravierenden Sicherheitslochs in ihrer
Web-Server-Software eingestanden . Es handelt sich um einen Buffer-Overflow ,
der Angreifern die volle Kontrolle über das System bescheren kann . Betroffen
sind alle Standardinstallationen des Internet Information Server . Für die
Microsoft Indexing Services enthält die Default-Installation ISAPI-Bindungen für
die Dateitypen Internet Data Administration ( .ida ) and Internet Data Query (
.idq ) . Anfragen nach solchen Dateien wertet die Bibliothek idq.dll aus , ohne
die Länge des Eingabestrings zu überprüfen . So können speziell präparierte URLs
zu einem Pufferüberlauf und damit zum Eindringen von Angreifern führen . Auch
wenn der eigentliche Index-Service nicht läuft , ist das System verwundbar .
eEye Digital Security - Entdecker der Sicherheitslücke - beschreibt in einem
Advisory die Details der Entdeckung und kündigt für die nächsten Tage die
Veröffentlichung eines Demo-Exploits an . Um sich zu schützen , kann man
zunächst die ISAPI-Bindungen für " .ida " und " .idq " entfernen . Da diese
jedoch bei Service-Updates unter Umständen automatisch wieder erzeugt werden ,
ist es besser , gleich den von Microsoft bereitgestellten Patch einzuspielen .
Internet Explorer missachtet Sicherheitseinstellungen Bereits vor einigen Wochen
veröffentlichte Sicherheitsexperte Guninski ein Sicherheitsproblem in
Zusammenhang mit MS-Office und HTML-Mails , die ein <Object>-Tag enthalten
können . Jetzt zeigte eine genauere Untersuchung durch das Sans Institute , dass
das Problem weitaus tiefer liegt als bisher vermutet : Ein schwerwiegender
Programmierfehler stellt das gesamte Sicherheitskonzept des Internet Explorers
infrage . Bei Guninskis Demonstration des Fehlers enthielt eine Web-Seite ein
<Object>-Tag , das auf ein Excel-Dokument verwies . Daraufhin startete der
Internet Explorer das ActiveX-Control Excel , um die angebliche Tabelle zu
öffnen . Zusätzliche Anweisungen in Visual Basic Script ( VBS ) riefen dessen
SaveAs()-Methode auf und speicherten die Datei auf der lokalen Festplatte . Das
Ganze funktioniert prinzipiell auch via E-Mail , wenn der Mail-Reader den
Internet Explorer zur Darstellung von HTML-Mails benutzt , wie es bei Outlook ,
Outlook Express und Eudora der Fall ist . Als Schutzmaßnahme empfahl Guninski ,
" Active Scripting " und das Ausführen von " ActiveX und Plugins " zu
deaktivieren . Die Tests des Sans Institute zeigten jedoch , dass der Explorer
das fragliche ActiveX-Control startet und das Dokument lädt , bevor er die
Sicherheitseinstellungen überprüft . Erst danach gibt er eine Fehlermeldung aus
, dass der enthaltene Code unsicher sei . Das Sans Institute demonstrierte dies
anhand einer Access-Datenbank , die Programmcode in Visual Basic for
Applications ( VBA ) enthielt . Trotz höchster Sicherheitseinstellungen ( mit
deaktiviertem Scripting und ActiveX-Controls ) konnte dabei ein externes
Programm ausgeführt werden . Betroffen sind alle Windows-Systeme mit Microsoft
Access 97 oder 2000 , auf denen der Mail-Client den Internet Explorer zur
Anzeige von HTML-Mails verwendet . Bisher existiert noch kein Patch für dieses
Sicherheitsproblem , aber Microsoft beschreibt einen Workaround , mit dem sich
betroffene Systeme schützen lassen , indem ein spezielles Access-Passwort
aktiviert wird . Da dieser Workaround aber den laxen Umgang des Internet
Explorers mit seinen Sicherheitsvorgaben nicht korrigiert , sollte man unbedingt
auch den hoffentlich bald erscheinenden Patch installieren . Würmer : Infektion
des Internet in 30 Sekunden Code Red brauchte noch rund 24 Stunden , um circa
300.000 Server zu infizieren . Die erste Code-Red-Version suchte unsystematisch
auf zufälligen IP-Adressen nach weiteren Opfern . Allerdings sorgte ein dummer
Fehler dafür , dass sich die Verbreitung in Grenzen hielt : Der Programmierer
hatte den eingebauten Zufallszahlengenerator mit einem statischen Wert
initialisiert , sodass alle Ableger des Wurms dieselben Zufallszahlen erzeugten
und deshalb immer wieder versuchten , dieselben Systeme zu infizieren . Die
folgende Variante ( Code Red Version 2 , CRv2 ) korrigierte diesen Fehler und
erzeugte mit dynamischen Initialisierungswerten auf jedem befallenen System
andere Adressen für die Scans . Doch die rein zufällige Vorgehensweise zeigte
zwei Nachteile . Code Red benötigte am 19. 7. rund 12 Stunden um 10.000 Server
zu infizieren , in den folgenden vier Stunden verbreitete er sich auf über
300.000 Systeme . Danach nahm die Rate der Neuinfektionen wieder ab . Dass dies
nicht daran lag , dass es keine verwundbaren Systeme mehr gab , zeigte Code Red
II . Diese Variante tauchte Anfang August auf und ging schon etwas cleverer vor
: Der Wurm überprüfte bevorzugt den Adressraum in dem er sich selber befand -
also Adressen aus denselben /8- , /16- und /24-Netzen . Nur ein Achtel seiner
Zeit verbrachte er damit , völlig zufällige Adressen zu testen . Damit erreichte
der Wurm bessere Abdeckung des Adressraums und konnte nochmals hunderttaussende
Systeme infizieren . In seiner Veröffentlichung behauptet nun Nicholas C. Weaver
, dass ein " Warhol Worm " mit besseren Verbreitungsroutinen weniger als eine
Stunde bräuchte , um alle potenziellen Opfer zu infizieren . Dies erreicht er
vor allem mit Hilfe einer vorher erstellten Liste von 50.000 verwundbaren
Rechnern und durch verbesserte Suchalgorithmen . Silicon Defense treibt das
makabre Spiel noch ein Stück weiter : Eine solche Liste ließe sich
beispielsweise mit Web-Spiders , wie sie auch Suchmaschinen benutzen , leicht
erstellen . Damit könnte dann ein Flash-Wurm in Sekundenschnelle quasi das
gesamte Internet infizieren - beziehungsweise den von der gerade aktuellen
Sicherheitslücke betroffenen Teil . Man darf wohl getrost davon ausgehen , dass
solche Listen bereits existieren oder gerade erstellt werden . Die Chancen ,
solche Aktivitäten zu entdecken , sind bei vorsichtiger Vorgehensweise äußerst
gering . Ein interessanter Aspekt des Weaver-Papiers ist der Hinweis , dass
neben Web-Servern auch Messenger-Programme wie der AOL-Messenger oder
Peer-to-Peer-Software wie Napster-Clients als Wurm-Opfer geeignet sind . Damit
wären nicht mehr nur Server-Betreiber sondern auch Endbenutzer gefährdet .
Fujitsu entlässt weltweit 15.000 Mitarbeiter Der japanische Chiphersteller
Fujitsu will 15.000 Angestellte weltweit entlassen . Nach Medienberichten sind
in Japan selbst nur 3.000 Mitarbeiter von den Kürzungen betroffen . Die meisten
Stellen sollen in den übrigen Ländern Asiens sowie den USA und abgebaut werden .
Hintergrund der Entlassungen ist die weltweite Flaute auf dem Chip- und
Komponentenmarkt . Erst vor wenigen Wochen musste Fujitsu seine eigenen
Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr zurücknehmen . Angesichts der
lahmende Konjunktur möchte Fujitsu nun sein Portfolio straffen . So soll die
Switch-Produktion in den USA eingestellt werden , weil sich das Unternehmen
künftig auf den Bereich Glasfaser-Optik konzentrieren will . Über den Zeitplan
des angekündigten Stellenabbaus gibt es noch keine offiziellen Statements des
Unternehmens . Eine japanische Zeitung meldete , die Entlassungen sollten bis
März 2002 erfolgen . Die Nachrichtenagentur Kyodo nannte hingegen den März 2004
. Popkomm-Macher : Musikindustrie schaut realistischer in die Zukunft Auf der
diesjährigen Popkomm hat die Musikindustrie vor allem die Probleme und Chancen
der Zukunft analysiert und sich weniger selbst gefeiert . Dieses Fazit zog
Rascal Hüppe , Geschäftsleitungsmitglied des Veranstalters Musik Komm , nach der
dreitägigen Messe , die am Samstag zu Ende ging . Das habe vor allem mit dem
Einbruch im CD-Geschäft im ersten Halbjahr 2001 zu tun . " Uns war klar , dass
es in diesem Jahr eine andere Popkomm wird , dass weniger gefeiert wird " ,
sagte er in einem dpa-Gespräch . Vor allem die Vorträge und Diskussionen seien
sehr ernst und konzentriert auf das Wesentliche gewesen . Dabei habe sich der
Wille gezeigt , die Herausforderungen des digitalen Musikvertriebs und der
Piraterie ernsthaft anzugehen . " Die Internet-Euphorie des vergangenen Jahres
ist jetzt verflogen " und sei einer realistischen Einschätzung der Situation
gewichen . Die Konsum- und Kommunikationskultur verändere sich rasant - die
Musikindustrie habe erkannt , dass sie sich diesen Veränderungen anpassen müsse
. " Die Musik wird zunehmend Teil einer Multimedia-Welt " , sagte Rüppe .
Open-Source-Entwickler kritisiert Stallman Ulrich Drepper , der Koordinator der
glibc-Entwicklung , greift Richard Stallman in ungewöhnlich scharfem Ton an : Er
beschuldigt den Gründer des GNU-Projekts , dieser hätte durch eine " feindliche
Übernahme " versucht , die Kontrolle über die glibc-Entwicklung an sich zu
reißen . Allerdings sei der Versuch gescheitert , da das neu eingerichtete
Steering Comitee den Status Quo offiziell abgesegnet hätte . Ungewöhnlich ist
auch die von Drepper gewählte Plattform für seine Angriffe : Er baute sie in die
Release-Notes der neuen Version 2.2.4 ein . Die glibc-Bibliothek ist auf
Linux-Systemen die zentrale Schnittstelle zwischen Anwendungen und Kernel .
Richard Stallman fordert schon seit längerem , dass man eigentlich von GNU/Linux
sprechen müsste , da Linux selbst " nur " ein Kernel sei - erst die
GNU-Bibliotheken und -Applikationen machten daraus ein benutzbares System . Böse
Zungen behaupten deshalb , Stallman sei neidisch auf den Erfolg von Linux , das
zwar unter der General GNU Public Licence ( GPL ) steht , aber nicht aus dem
GNU-Projekt hervorgegangen ist . Das Betriebssystem Hurd der Free Software
Foundation unter Stallmans Regie erlangte nie größere Verbreitung . Netscape
wird smart Netscape hat in der neuesten Version 4.06 des Communicators neben
Bugfixes auch einige Features des Beta-Previews 4.5 integriert . Die
interessanteste Neuerung ist das sogenannte " Smart Browsing " , das den Browser
mit Netscapes neuer Homepage , dem Netcenter verbindet . Damit kann der Benutzer
in der Eingabezeile statt eines URLs einen oder mehrere Suchbegriffe eingeben
und erhält das Ergebnis einer Suche auf Netscapes Search Engine Excite .
Außerdem bietet der Communicator 4.06 mit NetWatch jetzt eine Möglichkeit ,
jugendgefährdende Inhalte auszublenden . Nur wenige Stunden nach der
Veröffentlichung gab es allerdings bereits erste Internet-Seiten mit
Beschreibungen , wie man die " Zensur " deaktivieren kann . Nicht zuletzt hat
Netscape Unterstützung für die aktuelle Java-Version JDK 1.1 eingebaut und den
Fehler bei der Behandlung langer Dateinamen in MIME-Attachements behoben . Auf
der Download-Seite stehen Versionen für Windows 95/NT , den Mac und diverse
Unix-Varianten ( inklusive Linux ) bereit - allerdings bisher nur die englischen
. Buffer-Overflow-Exploit im Eigenbau Im Rahmen einer Studienarbeit haben
Studenten der Berufsakademie Mosbach ein Programm geschrieben , das einen
sogenannten Buffer-Overflow ausnutzt . Buffer-Overflows resultieren aus
Programmierfehlern , die es ermöglichen , durch zu lange Eingaben die Grenzen
des internen Speicherbereichs eines Puffers zu überschreiben . Viele bekannt
gewordene Sicherheitslücken - wie im DNS-Server BIND oder Macromedias
Flash-Plugin - beruhen auf Buffer-Overflows . Die Studie der Berufsakademie
Mosbach und der Sicherheitsfirma Articon-Integralis sollte aufzeigen , dass es
keine besonderen Vorkenntnisse erfordert , solche Exploits zu realisieren .
Aimster verliert Domain an AOL Die Schiedsstelle des National Arbitration Forums
hat entschieden , dass Aimster unter anderen die Domains aimster.com und
a1mster.com an AOL abtreten muss . In seiner Begründung argumentiert das NAF ,
dass die Domainnamen AOLs Rechte an dem für den AOL Instant Messenger
registrierten Warenzeichen AIM verletze . Die Firma Aimster nutzt die Domains
vor allem , um ihre gleichnamige Peer2Peer-Software zu vetreiben . Der auf den
FAQ-Seiten untergebrachte Hinweis , die Firma sei in keiner Weise mit AOL
assoziiert , genügte den Schlichtern nicht , um eine Verwechselungsgefahr und
damit Schaden für die Marke AOL-Marke auszuschließen . Aimster war in der
letzten Zeit vor allem durch eigene Klagen in die Schlagzeilen geraten . So
fordert der Napster-Konkurrent vor Gericht ein Feststellungsurteil , das die
Betreiber der Tauschbörse von einer Überwachung ihre Nutzer nach Vorstellungen
der Musikindustrie freispricht . Andererseits hat Aimster selbst eine
Suchfunktion in den Tauschdienst eingebaut , die die Suche nach Raubkopien bei
den Aimster-Nutzern ermöglicht . Weil dieser Vorgang jedoch den
Nutzungsbedingungen wiederspräche , verklagte Aimster jüngst die Firma
mediaForce . Netscape essen Speicher auf Wenn ihr Rechner immer langsamer wird
und die Festplatte zu rattern beginnt , könnte dies am soeben installierten
Netscape Communicator 4.06 liegen . Das soeben erschienene Update hat
offensichtlich ein Memory-Leak . C# bekommt Konkurrenz - von Intel Unter dem
Namen Open Runtime Plattform ( ORP ) hat Intel ein Projekt als Open Source
Software veröffentlicht , das vom Konzept her an Microsofts C# erinnert . Die
Laufzeitumgebung nutzt eine Open-Source-Implementierung der
Java-Klassenbibliotheken namens Classpath und kann damit " viele "
Java-Programme ausführen . Laut Intel ist ORP jedoch nicht auf Java als Sprache
festgelegt . Der ORP-Quellcode lässt sich unter Linux/Intel und Windows 2000
übersetzen , später soll Unterstützung für Intels 64-Bit-Plattform IA64
hinzukommen . Systems 98 : Zukunft für den Alpha ? Die Compaq-Tochter Tandem gab
bekannt , daß sie ab dem Jahr 2001 ihre fehlertoleranten
NonStop-Himalaya-Systeme mit der nächsten Generation des Alpha-Chips ( EV7 )
ausstatten will . Vorher sollen allerdings noch zwei Modelle mit den bisher
eingesetzten MIPS-CPUs erscheinen . Den Ausschlag für die Entscheidung für Alpha
und gegen Intels Merced gab der laut Compaq auch weiterhin gesicherte
Performance-Vorsprung von Digitals 64-Bit-CPUs . Sun kauft Java IDE und
Application Server Mit der Übernahme des kalifornischen Softwarehauses Forté
mischt Sun nach langer Abstinenz wieder bei den Java-Entwicklungsumgebungen mit
. Fortés Produkt SynerJ , der entscheidende Grund für den Aufkauf , ist im Kern
ein Application Server , der eine auf Teamentwicklung ausgerichtete Java-IDE
enthält . Bereits in den Anfängen der Java-Bewegung hatte Sun mit dem
Java-Workshop eine eigene Entwicklungsumgebung , die jedoch mit Werkzeugen wie
Borlands JBuilder , IBMs Visual Age oder Symantecs Visual Café bei weitem nicht
mithalten konnte . Forté wurde 1991 gegründet und hat sich im Bereich der
4GL-Sprachen einen Namen gemacht . SynerJ entstand in erster Linie als Reaktion
auf breite Anforderungen von Kunden nach einer Öffnung in Richtung Java . Nach
dem Aufkauf von NetDynamics und der Kooperation mit Netscape ist SynerJ bereits
der dritte Application Server unter dem Dach von Sun . Vermutlich wird es auf
lange Sicht eine Verschmelzung des iPlanet-Servers mit SynerJ geben . Eine
Stellungnahme von Sun zur Zukunft von NetDynamics war bislang nicht zu bekommen
. Suns Gewinne steigen , Aktien fallen Verkehrte Welt : Sun-Chef Scott McNealy
bilanziert ein " fantastisches Quartal " , schließlich stieg der Nettogewinn im
Vergleich zum letzten Jahr von 261 auf 353 Millionen - also um 35 Prozent oder
21 Cents pro Aktie . Trotzdem quittierten die verwöhnten Aktionäre der
Server-Company die Tatsache , dass damit die Erwartungen der Analysten nur
geringfügig übertroffen wurden , mit einem Kursverlust . An deutschen Börsen
verlor die Sun-Aktie am Freitagvormittag 4,5 Prozent . In den letzten zwölf
Monaten hatte sich der Kurs der Wertpapiere auf Grund der positiven
Geschäftsentwicklung bereits mehr als verdreifacht . Sun führt die gestiegenen
Gewinne vor allem auf das gut laufende Geschäft mit Internet-Servern zurück , wo
man vor allem die Konkurrenten HP und IBM im direkten Wettbewerb häufig
ausstechen konnte . Offensichtlich geht Suns Dot.com-Strategie auf , sich als
Partner erster Wahl für das Internet-Angebot von Firmen zu etablieren .
Microsoft-Patch für aktuellen IE-Bug Die Programmkorrekturen funktionieren nur
mit den englischen Explorer-Versionen 4.0 und 4.01 . Fixes für 3.02 und die
deutsche Version will Microsoft nächste Woche auf derselben Seite
veröffentlichen Wer versucht , den Patch mit Netscapes Navigator zu holen ,
sieht jedoch statt der Auswahl der Explorer-Version nur eine leere Seite .
Dagegen sind die Download-Seiten für 4.0 und 4.01 wieder zugänglich . Laut
Darstellung des Entdeckers kann er allerdings auch genutzt werden , um Programme
auf den Rechner zu laden und dort auszuführen . Linux auf SGIs Visual
Workstation Der soeben veröffentlichte Kernel 2.2.0-pre9 enthält eine
Konfigurationsoption , die zusätzlichen Code für die SGI-Chipsätze Cobalt ,
Lithium und Arsenic aktiviert . Auf ihnen basiert die neue I/O-Architektur der
Visual Workstations . In der Dokumentation steht , daß der Code selbst die im
Frühjahr lieferbare 540 bereits unterstützt . SGI dürfte von dieser Enthüllung
kaum überrascht sein : schließlich endet die EMail-Addresse des für den Code
verantwortlichen Programmierers auf " @sgi.com " . Dramatische Verluste bei SGI
Workstation-Hersteller SGI hat einmal mehr die Erwartungen der Analysten
deutlich übertroffen - und zwar nach unten : Die Ursachen für den Sturzflug sind
klar : die noch von Ex-CEO Belluzo vorgenommene Umstrukturierung mit 1100
Entlassungen verpuffte und die Hinwendung zu NT brachte nicht den erwarteten
Erfolg . Sein Nachfolger Bishop will jetzt das Rad wieder zurückdrehen , doch
das schon seit Monaten zum Verkauf ausgelobte NT-Erbe der Grafikspezialisten -
die Visual-Workstation-Linie - hängt SGI wie ein Klotz am Bein : Es findet sich
einfach niemand , der den Vertrieb der Intel-Maschinen mit SGI-eigener
Architektur übernehmen will . Laut Schatzmeister Bob Saltmarsh hat SGI deshalb
schon einen Teil des Lagerbestands abschreiben müssen . Auch den bereits im
September angekündigten Partner , mit dessen Hilfe Cray Supercomputer wieder in
den Rang einer eigenständigen Firma angehoben werden soll , hat SGI immer noch
nicht bekanntgegeben . Man sei mit den Gesprächen noch nicht weitergekommen ,
erläutert Saltmarsh . Sun kauft weitere Java-Firma Nach der Akquisition von
Forté hat Sun Microsystems nun mit Netbeans noch eine Firma aufgekauft . Das
zentrale Produkt der tschechischen Softwareschmiede ist eine
Java-Entwicklungsumgebung , die selbst in Java geschrieben ist und auf Windows
98 , NT , Linux und Solaris läuft . Alle Versionen der IDE kann man kostenlos
über das Internet beziehen . Während Fortés IDE durch ihre Teamfähigkeit und die
Integration in den Application-Server den Enterprise-Markt adressiert , ist
Netbeans vor allem für kleinere Projekte geeignet und soll damit das
Java-Portfolio von Sun nach unten abrunden . PGP-Sicherheitslücke bestätigt -
Kryptokampagne geht weiter Nachdem konkretere Informationen über das Ausmaß und
die Bedeutung des am heutigen Donnerstagmorgen gemeldeten Sicherheitsproblems in
PGP beziehungsweise OpenPGP bekannt sind , wird ab Freitag , den 23. März , die
c't-Kryptokampagne fortgesetzt . CeBIT-Besucher können dann am Heise-Stand in
Halle 5 , Stand E34 wieder PGP-Schlüssel erstellen und durch c't zertifizieren
lassen . Das Sicherheitsloch in PGP , das die tschechischen Kryptologen
Vlastimil Klima und Thomas Rosa entdeckten , beruht auf der Art und Weise , wie
geheime Schlüssel abgespeichert werden . Versendet nun der Benutzer eine Mail ,
die er mit diesem manipulierten Schlüssel signiert , kann der Angreifer aus
dieser Nachricht in weniger als einer Minute den geheimen Schlüssel extrahieren
. Damit kann der Angreifer verschlüsselte Mails entziffern und gefälschte Mails
digital signieren . Voraussetzung für den Angriff ist jedoch , dass der
Angreifer sich mindestens einmal physisch Zugang zum " geschützten " geheimen
Schlüssel verschaffen und diesen manipulieren kann . Dazu muss er allerdings die
jeweilige Passphrase für den Private Key nicht kennen . Wer einen eigenen
PGP-Schlüssel hat oder auf dem Heise-Stand neu erstellt , sollte unbedingt dafür
sorgen , dass niemand außer ihm Zugang dazu erhalten kann . Am besten bewahrt
man ihn auf einer schreibgeschützten Diskette auf , auf die niemand außer dem
Besitzer des Private Key Zugriff hat . PGP-Hersteller Network Associates hat
gegenüber c't die Sicherheitslücke bestätigt und arbeitet an einem Patch .
Dieser soll eine Möglichkeit bieten , alte Schlüssel in ein besser geschütztes
Format umzuwandeln . Ob man im nachhinein manipulierte Schlüssel als solche
erkennen kann , ist derzeit noch nicht bekannt . Aufgrund der Festlegung bei der
c't-Kryptokampagne , nach der nur drei Mitarbeiter Zugang zum
Zertifizierungsschlüssel haben und dieser nie auf einem Rechner mit Anbindung an
ein öffentliches Netz oder das Heise-interne LAN verwendet wird , besteht keine
Gefahr , dass dieser kompromittiert wurde . Aus diesem Grund haben wir uns
entschlossen , die Kryptokampagne wieder aufzunehmen . Die Antragsteller , die
sich einen Schlüssel zertifizieren lassen wollen , werden explizit auf die
aktuelle Problematik hingewiesen , damit sie der Gefahr vorbeugen können , dass
andere Personen als sie selbst Zugang zum Private Key erhalten . ICAP :
Protokoll für Internet-Dienste über HTTP Das ICAP-Forum hat den Entwurf eines
Protokolls für Internet-Services auf HTTP-Ebene ausgearbeitet . Das Internet
Content Adaption Protocol , kurz ICAP , wird der Arbeitsgruppe Web Replication
und Caching ( WREC ) der Internet Engineering Task Force ( IETF ) in Form eines
Internet-Drafts vorgelegt . Die Gründer des Forums , Network Applicance und
Akamai , erhoffen sich von ICAP eine vereinfachte Verteilung und Überarbeitung
von Web-Inhalten . So kann beispielsweise ein Internet-Provider die
Virusüberprüfung mit dem lokalen Cache kombinieren oder lokale Werbebanner in
den HTTP-Stream einbringen . Einzelheiten zum Protokoll und den
Forumsmitgliedern sind unter www.i-cap.org zu finden . Proteste gegen Verhaftung
des " eBook-Hackers " Die Proteste gegen die Verhaftung des russischen
Programmierers Dmitry Sklyarov häufen sich . Das FBI hatte Sklyarov nach einem
Vortrag auf der DefCon in Las Vegas verhaftet , weil das von ihm mitentwickelte
Programm " Advanced eBook Processor " gegen den Digital Millenium Copyright Act
( DMCA ) verstoßen soll . Im Internet finden sich mittlerweile Boykott-Aufrufe
gegen Adobe und eine Free-Skylarov-Mailingliste . Die Electronic Frontier
Foundation hat ihren Protest jedoch vorläufig eingestellt . Nachdem sich Adobe
nach anfangs ablehnender Haltung doch noch zu einem klärenden Gespräch bereit
erklärt hat , will die EFF zunächst versuchen , Skylarov auf diesem Weg aus dem
Gefängnis zu bekommen . Einem Posting auf Newsforge zufolge ist
Linux-Kernel-Hacker Alan Cox aus dem Komitee für das USENIX Anual Linux Showcase
ausgetreten . Er begründet das damit , dass die Durchführung der
USENIX-Veranstaltung in den USA auch andere Programmierer dem Risiko einer
Verhaftung durch US-Behörden aussetze und fordert Nicht-US-Bürger dazu auf ,
Konferenzen in den USA zu boykottieren . Microsoft veröffentlicht
Windows-CE-Quellcode Microsoft hat den Quellcode für Windows CE 3.0 unter einer
Shared-Source-Lizenz freigegeben . Interessenten können den Code in Form einer
5-MByte-großen Exe-Datei herunterladen , die sich in den Platform Builder 3.0
integriert . Das funktioniert laut Microsoft jetzt auch mit der kostenlosen
Evaluation Edition des Platform Builder . Allerdings benötigt man für den
Download einen Passport-Zugang , wie man ihn beispielsweise bei einem
Hotmail-Account erhält . Interessant ist auch die Einleitung der
Microsoft-Meldung : " Source-level debugging saves valuable time throughout the
embedded development process by eliminating the guesswork about how your code is
interacting with the kernel or other low-level OS code . " ( Debuggen auf
Quellcode-Ebene spart wertvolle Zeit im Entwicklungsprozess für
Embedded-Software , indem es die Raterei beendet , wie der eigene Code mit dem
Betriebssystem zusammenarbeitet . ) Warum das nur für Embedded-Systeme gelten
soll , erklärt Microsoft jedoch nicht . Sicherheitswarnung für SSH In einem
Security-Advisory warnt die Firma SSH vor einem Sicherheitsloch in SSH Secure
Shell 3.0.0 . Betroffen sind die Unix-Versionen des Programms , bei denen sogar
die Gefahr besteht , dass sich Angreifer indirekt Root-Rechte verschaffen . SSH
empfiehlt Benutzern ein sofortiges Upgrade auf die gefixte Version 3.0.1 . In
älteren SSH-Versionen und in OpenSSH existiert dieses Problem nicht . Das Loch
betrifft die Passwort-Authentifizierung . Besteht ein Eintrag im Passwortfeld (
also das gehashte Passwort ) aus zwei oder weniger Zeichen , kann sich ein
Angreifer auch mit einem beliebigen anderen Passwort Zugang verschaffen .
Besonders gefährdet sind laut SSH Solaris-Systeme , da hier
administrative-Accounts wie " adm " und " bin " per Default durch die Zeichen "
NP " als gesperrt gekennzeichnet sind . Streit um Linux-Warenzeichen beigelegt
Der Rechtsstreit um das Warenzeichen " Linux " ist beendet . Es gehört jetzt dem
Gründer des Projekts , Linus Torvalds . Im Gegenzug klagten daraufhin Linus
Thorvalds , Linux International und mehrere Firmen - darunter auch Digital
Equipment - gegen Della Croce . Im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung
wurde das geschützte Warenzeichen Linux jetzt an Linus Torvalds übertragen .
Details über den weiteren Inhalt der Einigung sind nicht bekannt . Muß Microsoft
Windows-Auslieferung stoppen ? Im Prozeß Sun gegen Microsoft um deren
Java-Implementierung ( c't berichtete ) steht jetzt die Entscheidung über eine
einstweilige Verfügung an . Sun hat beantragt , den Vertrieb von Windows 98 und
Visual J++ 6.0 so lange zu untersagen , bis Microsoft eine vollständige
Java-Umgebung ausliefert , um irreparablen Schaden von der Java-Plattform
abzuwenden . Dies kann laut Sun durch Hinzufügen des Java Development Kit ( JDK
) geschehen oder durch Bereitstellung eines Patches , mit dem Microsoft das
Nachrüsten des Java Native Interface ( JNI ) ermöglicht . Der mit dem Fall
betreute US-Richter Whyte hatte erklärt , er werde sich nach der am 21.Oktober
erfolgten Veröffentlichung der Prozeßakten mit dem Antrag auf eine einstweilige
Verfügung befassen . PGP-Schlüssel lassen sich prüfen Wie der Kryptologe Dr.
Rüdiger Weis c't mitteilte , führen nach seinen Analysen die von Vlastimil Klima
und Thomas Rosa beschriebenen Modifikationen an geheimen PGP-Keys zu ungültigen
Signaturen . Wer also befürchtet , dass sein Schlüssel manipuliert worden sei ,
kann das relativ einfach überprüfen . Er erstellt dazu eine digital signierte
Nachricht und überprüft die Echtheit seiner eigenen Unterschrift . Ist der
Public Key intakt und die digitale Unterschrift korrekt , darf man mit sehr
hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen , dass der Schlüssel nicht
kompromittiert ist . Um einem Angriff vorzubeugen , sollte man dafür sorgen ,
dass niemand Zugang zum geheimen Schlüssel erlangen kann . Dazu kann man diesen
zum Beispiel auf eine Diskette kopieren , die man anschließend schreibschützt
und sicher aufbewahrt . Linux als zukünftige Spieleplattform Während Linux auf
der CeBIT noch als Server-Betriebssystem und NT-Alternative für Furore sorgt ,
rollt schon die nächste Welle an . Wie Slashdot berichtet , hat auf der Computer
Game Developers Conference in San Jose die Firma Sony Entertainment Linux als
Entwicklungsplattform für die nächste Generation ihrer Spieleconsole , die
Playstation II , präsentiert . Linux habe den Vorzug gegenüber Windows erhalten
, weil man eine stabile Eintwicklungplattform benötige , zitiert Slashdot
Sony-Vizepräsident Phil Harris . Durch diese Entscheidung könnte sich Linux auch
als Spieleplattform etablieren - besonders , wenn sich auch noch das Gerücht
bestätigt , daß Sony derzeit überlegt , das freie Betriebssystem auch auf der
Playstation II selbst einzusetzen . Nachdem Linux schon jetzt auf fast jedem
Gerät läuft , das zwischen Nullen und Einsen unterscheiden kann , dürfte es
keine großen Schwierigkeiten bereiten , eine weitere Portierung auf die zusammen
mit Toshiba entwickelte Emotion Engine vorzunehmen . Wie c't bereits gestern
berichtete , hat eine Lotterie-Annahmestelle offenbar versehentlich Kundendaten
auf öffentlich zugänglichen Internet-Seiten gespeichert . Betroffen sind die
Web-Sites Bei einer Online-Bestellung legte der Server alle eingegebenen
Informationen in einer frei zugänglichen Datei ab , deren Fundort noch dazu im
HTML-Code sichtbar war . De la Motte will jetzt die betroffenen Kunden direkt
informieren . Red Hat steigt in Datenbankmarkt ein " Red Hat Database " soll das
neue Produkt heißen , das der Linux-Distributor Montag offiziell ankündigen will
. Zielgruppe dieses Vorstoßes dürften vor allem kleinere bis mittlere
Unternehmen sein . Doch auch die Branchenriesen Oracle , Informix und IBM , die
ihre Datenbanken auch für Linux anbieten und mit dem Linux-Distributor
zusammenarbeiten , werden über die Konkurrenz kaum erfreut sein . Red Hat hatte
diese Woche erstmals schwarze Zahlen gemeldet . Atari-Spiele fürs Handy
Spiele-Klassiker wie Pong rufen bei manchem Handy-Besitzer nostalgische
Erinnerungen wach . Darauf spekuliert wohl auch die britische Firma iFone , die
laut ZDNet einen Exklusivvertrag mit Atari-Besitzer Infogames abgeschlossen hat
und bis September sechs Atari-Spiele für Handys anbieten will . Außerdem werden
die Spiele das Handy anscheinend so auslasten , dass man sie nach Spielende
löschen muss , um das Gerät wieder normal zu benutzen . Sicherheitslöcher in
Word , Frontpage und Netmeeting Microsoft hat Security Bulletins herausgegeben ,
die vor Risiken im Zusammenhang mit drei populären Programmen warnen : Word ,
Frontpage und Netmeeting enthalten sicherheitsrelevante Fehler , die man jedoch
durch Einspielen der bereitgestellten Patches beheben kann . Speziell
präparierte Word-Dokumente können Makros enthalten , die beim Öffnen der Datei
in Word zur Ausführung gelangen - auch wenn Words Makroschutz aktiviert ist . So
kann man sich zum Beispiel einen Makrovirus einhandeln , der auf dem Rechner
beliebig Dateien lesen , verändern oder löschen kann . Wie ein Bericht in der
aktuellen c't aufzeigt , lassen sich Makroviren mittlerweile sogar automatisiert
mit Virenbaukästen erstellen . Word-Anwender sollten deshalb unbedingt die
Microsoft-Patches einspielen . Da dies einen Buffer-Overflow-Angriff ermöglicht
, sollten Administratoren , die die Frontpage-Komponente verwenden , den Patch
installieren . Und schließlich tauchte ein eigentlich schon im Oktober 2000
gefixter Bug in Netmeeting in neuer Form wieder auf . Er ermöglicht einen
Denial-of-Service-Angriff gegen Netmeeting-Anwender . Auch hierzu bietet
Microsoft ein entsprechendes Update an . Samba-Makro gefährdet Server Open
Source schützt vor Löchern nicht - jedenfalls nicht so generell , wie das manche
Fanatiker gerne postulieren : Die Entwickler des File- und Printservers Samba
warnen vor einem ernsten Sicherheitsloch , das Angreifern Adminstrator-Rechte
auf den betroffenen Rechnern bescheren kann . Es tritt allerdings in der
Default-Konfiguration des Servers nicht auf , sondern nur wenn der Adminstrator
das Makro " %m " in der Konfigurationsdatei " smb.conf " verwendet . Ein
Angreifer kann durch spezielle Netbios-Namen , die Unix-Pfadangaben enthalten ,
dafür sorgen , dass der Server wichtige Systemdateien mit einem Log-File
überschreibt . Die Entwickler empfehlen als schnellen Workaround alle
"%m"-Makros aus smb.conf zu entfernen und versprechen innerhalb der nächsten 24
Stunden eine gefixte Version bereitzustellen . Java-Streit spitzt sich zu Die
Auseinandersetzung um Java zwischen Microsoft und Sun eskaliert weiter . Gestern
hat Sun damit gedroht , Microsoft die Java-Lizenz zu entziehen . Nach Microsofts
Angaben wird die Java Virtual Machine des Internet Explorer 4.0 nur ausgewählte
Features des JDK 1.1 enthalten . Auf zukünftige JDK-Merkmale wie die Java
Foundation Classes ( JFC ) will Microsoft komplett verzichten - zugunsten der
eigenen Application Foundation Classes ( AFC ) . Als Reaktion droht nun Sun mit
einem Entzug der Java-Lizenz . Die Lizenzvereinbarungen beinhalten laut Sun die
Verpflichtung , den kompletten Standard zu implementieren . Ein anderer
Schauplatz - dieselbe Schlacht : In einem offenen Brief wiederholten kürzlich
Microsoft , Intel , Digital und Compaq ihre Forderung , Sun möge die Rechte an
Java an die International Standards Organisation ( ISO ) übergeben . Die prompte
Antwort von Sun-CEO Scott McNealy lautete : " Wenn Microsoft mit gutem Beispiel
vorangeht und Windows freigibt , werden wir darüber nachdenken . " Auch die
gestern veröffentlichte offizielle Antwort an die ISO (
http://www.javasoft.com/aboutJava/standardization/response.pdf ) hält an dieser
Position fest . Die ISO-Gremien hatten kürzlich Suns Antrag zur Standardisierung
von Java mit einem " kommentierten Nein " beschieden . In der fälligen Antwort ,
über die eine erneute Abstimmung stattfinden wird , besteht Sun auf seinen
Rechten am Warenzeichen Java . Sinngemäß erklärte Scott McNealy , wenn die
Bemühungen um eine ISO-Standardisierung nicht erfolgreich verliefen , gäbe es
auch andere Standardisierungsgremien . Microsoft und Sun beenden Java-Streit Mit
dieser Übereinkunft beenden Sun und Microsoft eine jahrelange gerichtliche
Auseinandersetzung . 1997 hatte Java-Erfinder Sun den Lizenznehmer Microsoft
wegen der Java-Implementierung in Programmen wie dem Internet Explorer verklagt
. Jetzt einigte man sich , dass Microsoft existierende Programme mit
Java-Unterstützung ( und deren Updates ) weiter vertreiben darf . Diese müssen
allerdings Suns Kompatibilitätstest bestehen . Neue Produkte , insbesondere
solche im Rahmen der .NET-Initiative , dürfen kein Java mehr enthalten . Die
Entwicklung von C# bleibt davon also unberührt ; Microsoft betrachtet C# als
Alternative zu Java . Denn die Nase surft mit ... NCR präsentiert auf der CeBIT
( Halle 1 Stand 4C4 ) ein Terminal mit Geruchsunterstützung . Wählt der Benutzer
auf dem Touchpad der Aero Scent Solution einen der sechs angebotenen Werbespots
, läuft parallell zum Video ein Gebläse an , das dazu passende Düfte verströmt .
So begleitet Davidoffs Felsenspringer ein Hauch von Cool Water . Andere Clips
unterlegen Präsentationen für Coca Cola oder die Eiscreme I Cestelli mit
Gerüchen . Blamage beim Hacking-Contest ( Update ) Die Sicherheitsfirma Argus
forderte auf Messen schon mehrmals dazu auf , ihre speziell gesicherten
Pitbull-Systeme zu hacken . Trotz beträchtlicher Preisgelder blieben die Systeme
bisher unversehrt . Doch im Rahmen der diesjährigen Infosecurity in London
gelang es jetzt drei polnischen Hackern , einen Pitbull-Server zu knacken . Es
handelte sich dabei um einen PC mit Solaris x86 , für den Argus einen
Shell-Account freigeschaltet hatte . Die Hacker nutzten ein Sicherheitsloch im
Kernel-Code aus , um sich höchste Privilegien auf dem System zu verschaffen .
Damit konnten sie die Pitbull-Sicherheitsmechanismen , die als
Betriebssystemerweiterungen zusätzliche Möglichkeiten zur Rechtevergabe
installieren , komplett umgehen . Das eigentlich peinliche an der Geschichte ist
die Tatsache , dass das ausgenutzte Sicherheitsloch bereits im Januar bei einem
Code-Review von NetBSD entdeckt und veröffentlicht wurde . Doch während die
NetBSD- und OpenBSD-Entwickler seit geraumer Zeit entsprechende Patches
bereitstellen , gibt es bei Sun erst seit dem 17. 4. einen Fix ( Bug-ID 4404947
, " sysi86 argument validation needs work " ) , der aber auf dem gehackten
System anscheinend nicht eingespielt wurde . Zumindest zeigt sich Argus als
guter Verlierer , lobt das professionelle Vorgehen der Hacker und zahlt das
ausgelobte Preisgeld von rund 100.000 Mark . Rückschläge für Suns
Java-Ambitionen Ein Berufungsgericht hat die im November 98 ergangene
einstweilige Verfügung gegen Microsofts Java-Implementierung aufgehoben und an
das Bezirksgericht zurücküberwiesen . In dieser Verfügung hatte
US-Bezirksrichter Whyte als erwiesen angesehen , dass Microsofts inkompatible
Java-Version Suns Plattform irreparablen Schaden zufüge ; er verpflichtete den
Software-Riesen , die fehlenden Schnittstellen wie das Java Native Interface (
JNI ) nachzurüsten . Das Berufungsgericht stimmt Whytes Einschätzung zwar zu ,
vermisst allerdings eine Begründung , warum er den Fall als Copyright-Verletzung
behandelt hat . Auch für Suns Bemühungen , Java als Thin-Client im
Unternehmensbereich zu etablieren , sieht es düster aus . Sun und IBM gaben
bekannt , dass man das gemeinsam entwickelte JavaOS for Business einstellen
werde . Die meisten potentiellen Kunden zogen offensichtlich ein herkömmliches
Betriebssystem mit Java-Unterstützung einer reinen Java-Umgebung vor . Allianz
zu Java-Multimedia gestorben Still und heimlich haben sich Intel und SGI aus
ihrer Mitarbeit am Java Media Framework ( JMF ) - der Java-Schnittstelle zu
Streaming Media - verabschiedet . Nach über 16 Monaten Entwicklung für einen
eigenen JMedia Player veröffentlichte Intel im Juni eine kurze Notiz im Web ,
daß man die Weiterentwicklung wegen " Änderungen im Java-Markt " einstelle .
Dieser Vorgang war Intel nicht einmal eine Pressemeldung wert . Wie CNet
berichtet , hat SGI schon Ende 97 ohne weiteren Kommentar den Erscheinungstermin
ihrer JMF-Implementierung , Cosmo Motion , um " unbestimmte Zeit " verschoben .
Als letzte große Firma hält damit nur noch Sun am Java Media Framework fest .
Linux-Desktop KDE 2.0 verfügbar Das KDE-Entwicklerteam hat die Version 2.0 des K
Desktop Environment freigegeben . Anders als beim letzten Update auf 1.1 haben
die Entwickler diesmal die komplette Software-Architektur umgekrempelt . So
benutzt KDE jetzt ein eigenes Komponenten-Modell namens KParts . Darüber kann
beispielsweise der Dateimanager Konqueror die Dienste von anderen Komponenten
nutzen , um bestimmte Dateiformate wie Bilder oder Archive darzustellen .
Konqueror wächst auch mehr und mehr zu einem " richtigen " Web-Browser heran und
unterstützt jetzt neben Java , JavaScript auch über SSL gesicherte Verbindungen
( https:// ) . Über das sogenannte Widget-Theming - einem Feature des
GUI-Toolkits Qt 2.2 - lässt sich das Look&Feel des Desktops sehr frei gestalten
. Erstmals gehört auch das Office-Paket KOffice mit zum Lieferumfang von KDE ,
das unter anderem eine Textverarbeitung ( KWord ) , eine Tabellenkalkulation (
KSpread ) und ein Präsentationsprogramm ( KPresenter ) enthält . KDE und die
verwendete GUI-Bibliothek Qt stehen unter der GNU General Public Licence ( GPL )
, das heißt sie sind kostenlos und im Quelltetxt verfügbar . Für die
Linux-Distributionen von Caldera , Debian , Mandrake , RedHat und SuSE stehen
auf diversen Mirror-Sites auch vorkompilierte Binaries zum Download bereit .
Allerdings umfasst das komplette Paket über 60 MByte . SGI beerdigt Visual
Workstation Fast ein halbes Jahr suchte SGI nach einem Partner , dem man im
Rahmen eines Joint Ventures die Zukunft der Visual Workstation Linie anvertrauen
könnte . Dieser Plan ist jetzt endgültig vom Tisch . Die Workstations " bleiben
im Haus " , sagte Cliff Apsey , Marketingdirektor der Workstation Division , der
c't-Redaktion . Trotzdem stehen größere Veränderungen an . So will SGI die
aktuellen Modelle , Visual Workstation 320 und 540 , nur noch bis Mitte nächsten
Jahres produzieren . Ein Nachfolgemodell ist in Arbeit , dessen Architektur sich
laut Apsey mehr am Industriestandard orientieren wird . Das bedeutet zum Einen
das Aus für den eigenen Cobalt-Chipsatz , an dessen Stelle vermutlich Intels
i840 treten wird , zum Anderen sollen zumindest für die Einstiegsmodelle
Grafiksubsysteme von nVidia verwendet werden . Nur die Highend-Grafik-Hardware
will SGI weiterhin im eigenen Haus entwickeln . Die neue Workstation-Linie soll
in der ersten Hälfte des kommenden Jahres vorgestellt werden . Sun reagiert auf
Windows 2000 und Linux Sun Microsystems will am Mittwoch die neue Version des
hauseigenen Betriebssystems , Solaris 8 , offiziell vorstellen - und hat nach
Berichten aus den USA einen überraschenden Coup vor : Außerdem möchte Sun den
Quellcode der neuen Version verfügbar machen . Ein solcher Schritt würde sich
gleich gegen zwei Konkurrenten richten : Zum einen will Sun natürlich dem
Erzrivalen Microsoft und dessen Windows 2000 die Show stehlen . Zum anderen
reagiert Sun damit aber auch auf die steigende Beliebtheit von Linux . Das
Open-Source-System hat gerade im wichtigen Bereich der Internet-Server Solaris
bereits den Rang als Plattform der Wahl abgelaufen . Sun-Chef Scott McNealy
predigt schon seit geraumer Zeit , dass sein Geschäftsmodell nicht auf dem
Verkauf von Software beruhe : Software sei ein Service , der kostenlos sein
sollte . Spekulationen über einen Umstieg auf Linux , das auch auf Suns SPARC
und Intels Merced läuft , erteilte Präsident Ed Zander letzte Woche jedoch eine
klare Absage . Anders als HP und IBM stecke Sun auch weiterhin sein gesamtes
Entwicklungsbudget in Solaris , beteuert Zander . Solaris 8 soll zur gleichen
Zeit wie Windows 2000 ab Februar 2000 ausgeliefert werden . Reinheitsgebot für
Java wieder in Kraft US-Richter Whyte hat seine einstweilige Verfügung gegen
Microsofts Java wieder in Kraft gesetzt . Sie verbietet es Microsoft unter
anderem , Produkte mit einer Java-Implementierung zu vertreiben , die Suns
Kompatibilitätstests nicht besteht . Ein Berufungsgericht hatte die Verfügung
zurück überwiesen , weil Whyte keine Begründung gab , warum er den Fall als
Copyright-Verletzung behandelt hatte . Seine neuerliche Anweisung , Suns
Java-Spezifikation einzuhalten , begründet Richter Whyte jetzt mit unfairem
Wettbewerb . Eine inkompatible Java-Implementierung könne irreparablen Schaden
für Sun und den Java-Markt bedeuten . Jini soll den Haushalt vernetzen Sun
stellt heute offiziell die neue Technologie Jini vor , die künftig die
Zusammenarbeit von Netzwerkgeräten vereinfachen soll . Ein Jini-fähiges Gerät
meldet sich im Netz an und gibt dabei bekannt , welche Dienstleistungen es
anbietet . Andere Jini-Devices können diese dann direkt nutzen . Eine digitale
Kamera findet mit Jini beispielsweise automatisch einen geeigneten Farbdrucker ,
auf dem sie ihre Bilder ausdrucken kann . Nach Suns Vorstellung adressiert Jini
neben konventioneller Computerperipherie auch Alltagsgeräte im Haushalt . So
plant etwa Bosch-Siemens bereits einen Jini-fähigen Geschirrspüler , den
Service-Techniker von der Zentrale aus auf mögliche Fehlerquellen untersuchen
können . Elektronikhersteller wie IBM , Sony , Toshiba , Philips , Kodak , Canon
und Samsung haben Jini bereits lizenziert . Sun beabsichtigt , die auf Java
basierende Technologie im Quellcode bereitzustellen . Ähnlich wie bei Java soll
erst bei der Auslieferung von eigenen Jini-Produkten eine Lizenzgebühr anfallen
. Jini im Flachmann Mit dem mBedded Server präsentiert ProSyst in Halle 19/Stand
A47 einen Server für Embedded Systeme , der unter anderem Jini und WAP
unterstützt . Der vollständig in Java realisierte Server benötigt lediglich 99
KByte Speicherplatz und lässt sich durch zusätzliche Module um weitere Services
erweitern . Mit Hilfe der von Sun entwickelten Jini-Technologie lassen sich
intelligente Haushaltsgeräte wie Kühlschränke oder Klimaanlagen vernetzen und
steuern . Der Jini-Server übernimmt dabei die Funktion eines Kontrollzentrums ,
bei dem sich die einzelnen Geräte anmelden . Durch seine geringe Größe lässt
sich der mBedded Server auch in Set-Top-Boxen oder sogar Modems einbauen .
Schlappe für Microsoft : IE 4.0 verliert Java-Logo Ein US-Gericht hat verfügt ,
daß Microsoft den Internet-Explorer 4.0 nicht mehr mit Suns Logo " Java
compatible " vetreiben oder bewerben darf . Der Richter folgte in seiner
Begründung der Argumentation von Sun , daß es Microsofts Auslegung der
Lizenzbedingungen erlauben würde , die Plattformunabhängigkeit von Java zu
zerstören und durch die entstehende Verwirrung einen irreparablen Schaden
anzurichten . Microsoft hat bereits angekündigt , der Anordnung sofort Folge zu
leisten , will aber eventuell nur auf das Logo , nicht aber auf die Behauptung ,
ihre Produkte seien Java-kompatibel , verzichten . Damit hat Sun einen ersten
Erfolg in der seit Oktober laufenden gerichtlichen Auseinandersetzung mit
Microsoft erzielt . Doch schon droht Ärger aus einer neuen Richtung : Hewlett
Packard hat angekündigt , die selbst entwickelte Java Virtual Machine für
Embedded-Systeme zu vermarkten , und mit Microsoft bereits einen ersten
Lizenznehmer gefunden . Die Redmonder planen , die Java-Umgebung in Windows CE
zu integrieren . Doch HP ist vorsichtiger als Microsoft : Ihr Produkt soll
angeblich mit dem Label " Java compliant " statt " compatible " versehen werden
. Parallel dazu begann in San Francisco mit der JavaOne die weltweit größte
Java-Konferenz . In einer Keynote prophezeite James Gosling , einer der
Architekten der Java-Plattform , das Performance-Problem der interpretierten
Sprache würde noch dieses Jahr verschwinden . Erste Beta von Java 1.4 Sun hat
zwei Wochen vor der Entwicklerkonferenz Java One die erste Beta-Version des JDK
1.4 für die Java 2 Standard Edition ( J2SE ) veröffentlicht . Interessierte
Entwickler finden auf dem Sun-Server Pakete für Windows , Linux und Solaris .
Die Programmierschnittstelle zur Bearbeitung von XML-Dokumenten , die bisher nur
als separates API existierte , ist nun fester Bestandteil des Basis-JDK . Ebenso
haben die Sicherheitspakete Java Cryptographic Extension ( JCE ) und Java Secure
Socket Extension ( JSSE ) ihren Weg in das Basis-Set gefunden . Das für die
grafische Benutzeroberfläche zuständige Swing wurde um einige Elemente erweitert
und vor allem hinsichtlich der Drag-and-Drop-Funktionen überarbeitet . Weitere
Ergänzungen findet der Entwickler unter anderem bei der Datenbankschnittstelle
JDBC , bei der Neztwerkprogrammierung , die jetzt IPv6 kennt , bei den
I/O-Schnittstellen und bei Java 2D . Auch Java Web Start ist nun fest in die
Java 2 Standard Edition integriert . Diese Schnittstelle startet
Java-Applikationen , die anders als Java-Applets unabhängig vom Browser laufen ,
direkt aus dem Web . Zur Beschleunigung dieses Vorgangs legt es die Programme
sowie die eventuell benötigten Erweiterungen in einem lokalen Cache ab . Beim
erneuten Start der gleichen Applikation werden dann lediglich fehlende oder auf
dem Server aktualisierte Programmteile nachgeladen . Die endgültige Version des
JDK 1.4 soll im letzten Quartal dieses Jahres verfügbar sein . Gefixte
Samba-Version verfügbar Open Source ist zwar nicht fehlerfrei - aber gefundene
Fehler werden schnell beseitigt . Noch am Tag der Meldung über ein
Sicherheitsloch durch spezielle Makros in der Konfigurationsdatei ( " %m " )
stellten die Entwickler entsprechend korrigierte Versionen ( 2.2.0a und 2.0.10 )
der Server-Software zum Download bereit . Die Updates schließen lediglich die
Sicherheitslücke und enthalten keine neuen Funktionen . Da alle Samba-Versionen
von dem Problem betroffen sind , ist ein Update dringend zu empfehlen . ARM und
Sun arbeiten gemeinsam an Embedded Java ARM , die Großmacht bei den 32-bittigen
Embedded-Chips , und Java-Erfinder Sun Micrososystems haben ein Lizenzabkommen
unterschrieben , um gemeinsam Java für den mobilen Bereich weiterzuentwickeln .
Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte ARM die Jazelle-Technologie
angekündigt . Jazelle verarbeitet Java-Bytecode direkt in der Hardware und steht
den Entwicklern parallel zu den ARM- und THUMB-Befehlssätzen offen . Die
Verarbeitung von Java in Hardware ist deutlich schneller als reine
Softwarelösungen . Browser-Check verhilft zu mehr Sicherheit im Netz Die
c't-Redaktion hat einen Browser-Check entwickelt und online bereitgestellt , der
Anwendern dabei hilft , die Konfiguration ihres Browsers zu überprüfen und nach
ihrem jeweiligen Sicherheitsbedürfnis einzustellen . Wer seinen Computer nur zum
Spielen nutzt , hat andere Ansprüche an die Sicherheit als beispielsweise jemand
, der Online-Banking betreibt . Bei strengsten Sicherheitseinstellungen sind
jedoch manche Internet-Angebote nicht nutzbar . Deshalb ist es erforderlich ,
die Konfiguration den jeweiligen Erfordernissen anzupassen . Der Browser-Check
auf heise online erklärt und demonstriert nicht nur die zentralen
Browser-Funktionen wie Java , ActiveX und JavaScript . Er zeigt auch an
praktischen Beispielen , wo die Risiken der einzelnen Techniken liegen und hilft
dabei , die jeweils angemessenen Sicherheitseinstellungen zu wählen . Auch in
E-Mails können Gefahren lauern : Viren , Trojaner und ähnliche Schädlinge
verbreiten sich mittlerweile bevorzugt über die elektronische Post . Doch mit
den einigen Vorsichtsmaßnahmen und der entsprechenden Konfiguration des
E-Mail-Programms bekommt man auch sie in den Griff . Wer nicht jedes Attachement
einfach öffnet , kann sich viel Ärger ersparen . Richtige Einbrüche auf den
Rechner kann ein Personal Firewall verhindern . Er überwacht den gesamten
Netzwerkverkehr und blockt unerwünschte Netzwerkverbindungen einfach ab . c't
erläutert in einem Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe 20/00 die Risiken beim
Umgang mit dem Internet und hilft bei der Konfiguration von System und
EMail-Programm . In einem Test werden elf aktuelle Personal Firewalls auf ihre
Tauglichkeit untersucht . SAP R/3 läuft auf Linux Damals wollte SAP keine
offizielle Stellungnahme abgeben , doch jetzt liefert SAP-Manager Hess - seines
Zeichens immerhin Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter der Basisentwicklung
bei der SAP AG - in der Firmenpostille SAPMAG die Bestätigung : SAP setzt Linux
bereits seit Jahren für firmeninterne Aufgaben ein . " In freiwilliger
Heimarbeit wurde sogar ein gesamtes R/3-System unter Linux zum Laufen gebracht ,
dessen Performance-Werte sich sehen lassen können . " Auf Wunsch stelle man
sogar Kunden bestimmte R/3-Komponenten ohne Support zur Verfügung , was zu
durchgehend positiver Resonanz geführt habe . Einige Kunden hätten sogar bereits
nach einer Linux-Version für das Mission-critical-R/3 gefragt . Windows-XP : AOL
doch wieder an Bord Microsoft und AOL haben offenbar eine vorläufige
Vereinbarung getroffen , nach der Microsoft die Software AOL 6.0 nun doch in
Windows-XP integrieren wird . Dies berichten die US-Websites MSNBC und CNET .
Die ursprüngliche Vereinbarung zwischen den Branchenriesen , die AOL einen
prominenten Platz auf dem Windows-Desktop bescherte und dafür den Internet
Explorer zum alleinige Browser der AOL-Surfer beförderte , war im Januar
ausgelaufen - Verhandlungen über eine Verlängerung wurden erfolglos abgebrochen
. Da beide Firmen bisher jeglichen Kommentar zu den Verhandlungen verweigern ,
kann man über AOLs Gegenleistung für die Gefälligkeit allenfalls spekulieren .
Nicht zuletzt durch das Bundling mit AOL hat der Internet Explorer dem Navigator
von Netscape längst den Rang in der Beliebtheitsskala abgelaufen - aber an einem
reinen Browser-Deal dürfte Microsoft mittlerweile kaum mehr Interesse haben .
Möglicherweise forciert AOL diesmal im Gegenzug zum Technologie-Sharing den
Windows Media Player : Bisher hat AOL ein Exklusivabkommen mit Microsofts neuem
Erzfeind Real Networks , das allerdings Mitte Juli ausläuft . Hintergrund : Da
Microsoft seinen Browser so konzipiert hatte , dass Drittanbieter das
Anzeigemodul in ihre eigenen Programme einbinden konnten , integrierte AOL den
Windows-Client seiner Software mit dem Internet Explorer . Später kaufte AOL den
Microsoft-Konkurrenten Netscape auf , der zu diesem Zeitpunkt an einer
Open-Source-Neuentwicklung des Browsers namens " Mozilla " arbeitete . Nach dem
Abbruch der Verhandlungen war Ende April bekannt geworden , dass AOL an einem
neuen Client mit dem Code-Namen " Komodo " arbeitet . Nicht nur der Name legt
nahe , dass das Projektziel letztendlich darin besteht , die "Gecko"-Engine von
Mozilla in den AOL-Client einzubinden : Der Komodo ist eine vom Aussterben
bedrohter Drachenechse . Fehler in FTP-Software gefährdet Linux-Server In dem
weit verbreiteten Server WuFTPD ist ein Fehler bekannt geworden , der externen
Angreifern vollen Zugang zum System ermöglicht . Beim Aufruf des Kommandos "
SITE EXEC " kann der Benutzer interne Programmdaten überschreiben und damit
eigenen Code zur Ausführung bringen . Da im Internet bereits Programme im Umlauf
sind , mit denen auch Laien diesen Fehler ausnutzen können , sollten Benutzer
des WuFTPD sofort entsprechende Patches einspielen oder den Dienst vorerst
abstellen . Betroffen sind alle Versionen von WuFTPD einschließlich 2.6.0 . Die
Entwickler des FTP-Servers stellen bereits einen ersten Patch bereit , der
allerdings auf den Quellcode anzuwenden ist und damit eine Neuübersetzung des
gesamten Pakets erfordert . Debian , RedHat und Caldera bieten bereits Updates
ihrer vorkompilierten Pakete an , Hersteller wie SuSE werden wohl in Kürze
nachziehen . Kommt SAP R/3 für Linux ? Im Internet verbreiten sich derzeit
Gerüchte , daß SAP eine Linux-Version seiner Standard-Software R/3 für den
internen Gebrauch entwickelt habe . Eine Veröffentlichung sei jedoch derzeit
nicht geplant . SAP ist neben Baan und Peoplesoft der führende Hersteller von
Standard-Software wie etwa Warenwirtschafts-Systemen . Nach ähnlichen Gerüchten
über die Informix-Datenbank im letzten Herbst kam es zu massiven Nachfragen von
Informix-Kunden , die Informix und schließlich auch Oracle und IBM dazu bewegten
, ihre zögerliche Haltung aufzugeben und Linux-Versionen ihrer Datenbanken
anzubieten . Man darf also gespannt sein , ob demnächst auch SAP , Baan und
Peoplesoft dem derzeitigen Linux-Boom ihren Tribut zollen . MP3.com : Aufruf zum
Kampf gegen die Plattenindustrie Die Klage der RIAA gegen das Angebot , auf
my.mp3.com eigene CDs ins Internet zu " beamen " , scheint bei den
MP3-Protagonisten solche Existenzängste zu schüren , dass sie vor nichts mehr
Halt machen : With each music fan that adds their CDs to My.MP3.com , our
position against the record companies grows stronger . Wie der Unterzeichner
Michael Robertson , Chef von MP3.com , sich diesen Kampf vorstellt , enthüllt
die E-Mail auch gleich : Man möge doch Freunde und Bekannte animieren , die
Seiten von MP3.com zu besuchen und ihre CDs dort registrieren zu lassen : Der
martialische Aufruf zum Freiheitskampf ist in Wahrheit nichts anderes als ein
Kettenbrief mit Werbung für das eigene Produkt . Die wirtschaftliche Entwicklung
der Internet-Firma gibt derzeit allerdings kaum Anlass zu Verzweiflungsakten :
Doch das war weniger als die Analysten erwarteten - die Börsianer honorierten
das Ergebnis mit Kursgewinnen . Altavista lernt Deutsch Digitals
Internet-Suchmaschine Altavista soll offensichtlich einen deutschen Ableger
bekommen . Seit einigen Tagen läuft der Testbetrieb auf http://beta.altavista.de
. Anders als bei http://www.altavista.de , wo der Besucher auf den
amerikanischen Server landet , ist das neue Angebot komplett in Deutsch gehalten
und auch in Deutschland beheimatet . Ein interessantes Detail am Rande : Während
auf dem US-Server Digital Unix läuft , arbeiten die Frontends der neuen
Suchmaschine mit Red Hat Linux . Rekordjagd mit Java Sun hat die Verfügbarkeit
der neuen Java HotSpot Performance Engine bekanntgegeben , die
geschwindigkeitskritische Code-Sequenzen zur Laufzeit optimiert . Damit soll ein
Geschwindigkeitsgewinn von bis zu 100 Prozent im Vergleich zur bisherigen
Java-2-Plattform möglich sein . Hotspot läßt sich in Java 2 integrieren und soll
demnächst auf Suns Website zum kostenlosen Download bereitstehen . Gleichzeitig
reklamiert IBM für sich die Lorbeeren für die schnellste Java Virtual Machine
unter Windows . Laut IBM schneidet die Virtual Machine des kürzlich
vorgestellten Java Development Kit for Windows bei allen üblichen
Java-Benchmarks deutlich besser ab als die Implementierungen von Sun und
Microsoft . Als Referenz diente allerdings noch die herkömmliche Java 2
Plattform . Das Java DKW basiert noch auf JDK 1.1.7 , läuft unter Windows 95 ,
98 sowie NT 4.0 und besteht den Kompatibilitätstest der Java-Erfinder .
Interessenten können es nach einer Registrierung von der IBM-Web-Site kostenlos
herunterladen . Sun unterstützt Linux Das von Linus Torvalds mit einem
Augenzwinkern verkündete Ziel der " world domination " ist wieder ein Stück
näher gerückt : Der Beitritt zu der Organsiation , die sich die Förderung des
Freeware-Betriebssystem auf die Fahnen geschrieben hat , ist hauptsächlich
symbolischer Natur . Sun will zwar die Portierung von Linux auf
UltraSparc-Systeme unterstützen und enger mit Linux-Distributoren wie Caldera
und RedHat zusammenarbeiten , hat aber keinerlei Pläne , vom hauseigenen Solaris
abzurücken oder Linux auf den eigenen Rechnern auszuliefern . Damit stimmt nach
Netscape schon das zweite Mitglied der Anti-Microsoft-Front das Hohelied von
Linux an . Fehlt eigentlich nur noch Oracles CEO Larry Ellison , der sonst kaum
eine Gelegenheit verstreichen läßt , einen Giftpfeil in Richtung Redmond
abzuschießen . Sun präsentiert UltraSPARC-III-Systeme Mit über einem Jahr
Verspätung hat Sun Microsystems heute endlich die ersten Systeme mit dem neuen
UltraSPARC-III-Prozessor präsentiert : Den Server Sun Fire 280R und die
Workstation Sun Blade 100 . Bei beiden handelt es sich um Einstiegssysteme mit
maximal zwei CPUs ; High-End-Konfigurationen sollen schrittweise in den nächsten
zwölf Monaten folgen . Die für das Frühjahr 2001 angekündigte StarCat soll bis
zu 105 CPUs aufnehmen können und den bisherigen High-End-Server , die E10000 ,
ablösen . Die ersten Systeme werden mit 600- oder 750-MHz-CPUs ausgestattet ,
900-MHz-Systeme sollen folgen . Die Workstation-Systeme Sun Blade mit 600 MHz
will Sun ausschließlich über Online-Auktionen versteigern . Der UltraSPARC III
soll die Nachfolge der mittlerweile fast vier Jahre alten
UltraSPARC-II-Architektur antreten , die in puncto Leistung schon seit einiger
Zeit mit den Konkurrenzprodukten von HP und IBM nicht mehr mithalten konnte .
Wie auch beim Vorgänger handelt es sich bei UltraSPARC III um eine
64-Bit-Architektur , die jedoch laut Sun noch mehr auf Skalierbarkeit optimiert
ist und Systeme mit mehr als 1000 CPUs ermöglichen soll , die sogar mit
unterschiedlichen Frequenzen getaktet sein können . Der bis zu 8 MByte große
L2-Cache ist extern und wird über einen eigenen 256bittigen Bus angesteuert .
Der Verbrauch der 750-MHz-Version liegt bei 70 Watt . UltraSparc III soll eine
I/O-Bandbreite von bis zu 9,6 GByte/s bieten und mit seinem Visual Instruction
Set ( VIS ) die Netzwerk- , Multimedia- und Java-Performance erhöhen . Die
Speicherbandbreite des integrierten SDRAM-Controllers beträgt 2,4 GByte/s .
Konkrete Benchmarkwerte gab Sun allerdings nicht bekannt , vielmehr lässt sich
Sun in einer Ultra-Sparc-III-Broschüre nur darüber aus , dass herkömmliche
Benchmarks für moderne Server ohnehin nichts taugen , so dass man demnächst mit
einem eigenen Benchmark namens Dotmark aufwarten wolle . Microsoft stopft Loch
in Java-Sandbox Mit einer neuen Version der Java Virtual Machine hat Microsoft
auf ein kürzlich bekanntgewordenes Sicherheitsproblem ihrer Java-Implementierung
reagiert . Durch einen Fehler im Bytecode-Verifier konnten speziell präparierte
Java-Applets aus dem Web aus der sogenannten Sandbox ausbrechen , die den
lokalen Rechner vor unerwünschten Zugriffen abschotten soll . Betroffen sind
alle Windows-Versionen mit Internet Explorer 4.0 , 5.0 und Visual Studio . Das
bereitgestellte Update lässt sich auf allen betroffenen Windows-Versionen
einspielen . SGI öffnet OpenGL SGI hat den Quellcode ihrer
OpenGL-Beispielimplementierung veröffentlicht , die bisher nur unter einer
kommerziellen Lizenz verfügbar war und als Basis für die OpenGL-Treiber der
meisten 3D-Hardwarehersteller dient . Das neue Lizenzmodell , die SGI Free
Software License B , orientiert sich an den Open-Source-Ideen und soll es unter
anderem ermöglichen , OpenGL in XFree86 zu integrieren . Bereits im vergangenen
Jahr hatte SGI mit GLX den Code für die Schnittstelle zwischen OpenGL und dem X
Window System veröffentlicht . Bei SGI denkt man jedoch bereits laut über eine
Zusammenführung der beiden Implementierungen nach . Solaris 8 ohne
Lizenzgebühren Wie bereits vorab berichtet , verzichtet Sun für das jetzt
offiziell vorgestellte Solaris 8 tatsächlich auf Lizenzgebühren - allerdings nur
auf Rechnern mit bis zu acht CPUs . Solaris 8 unterstützt derzeit bis zu 64
Prozessoren in den großen Servern , die sich nochmals zu Clustern mit bis zu
vier Rechnern zusammenschalten lassen . Ganz kostenlos erhält man das
Server-Betriebssystem allerdings auch für acht Prozessoren nicht : Sun berechnet
immerhin 75 US-Dollar Materialkosten . Ab Anfang März soll Solaris 8 an
Endkunden ausgeliefert werden . Den Quelltext will Sun innerhalb der nächsten
drei Monate ebenfalls verfügbar machen . Von Open Source spricht Sun in diesem
Zusammenhang allerdings nicht - unter die GNU General Public License ( GPL )
dürfte Solaris wohl auch in Zukunft nicht fallen . Ob der Sourcecode von Solaris
unter Suns hauseigener Community Source License veröffentlicht wird oder ob es
restriktivere Bestimmungen geben soll , teilte Sun bislang nicht mit . Cracker
attackiert Hochschulen In den vergangenen Wochen ist ein Cracker in diverse
Linux-Rechner eingebrochen . Anscheinend sind Hochschulrechner sein bevorzugtes
Ziel , es ist aber nicht auszuschließen , daß auch andere Systeme betroffen sind
. Er benutzt dabei einen beim CERT längst bekannten Bug einer alten IMAP-Version
, um Root-Rechte auf dem Rechner zu erlangen . Anschließend ersetzt er unter
anderem " login " , " ps " und " ls " durch eigene Programme , die seine Spuren
verwischen sollen , und startet einen Netzwerk-Sniffer , der Paßwörter
ausspioniert . Bei einem erfolgten Einbruch finden sich in den Log-Files häufig
imapd-Fehlermeldungen über gescheiterte Logins , die der Cracker allerdings
beseitigen kann . Potentiell verwundbar sind alle IMAP-Versionen vor IMAP4rev1 .
Eine einfache Schutzmaßnahme ist das Desaktivieren des Dienstes in der Datei
/etc/inetd.conf . Netscape Navigator in Java Netscape hat angekündigt , schon
Anfang 1998 einen Java-basierten Browser auf den Markt zu bringen , der den
Anforderungen der Sun-Spezifikation " 100 Prozent Pure Java " genügt . Damit
könnte er auf jeder Java-fähigen Plattform zum Einsatz kommen . Dazu hat
Netscape von Sun den HotJava-Browser lizenziert , der die Basis für den
Nachfolger des Navigators bilden wird . Ob auch die anderen Komponenten des
Communicators nach Java portiert werden sollen , ist derzeit noch unklar . Auch
Nintendo senkt den Preis Nur einen Tag nach Sonys Preisoffensive mit der
PlayStation senkt auch Hauptkonkurrent Nintendo den Preis seiner Spielekonsole .
Der Nintendo 64 soll ab 1. September ebenfalls für 249 Mark über den Ladentisch
gehen . Auch bei den Spielen kommt Bewegung in den Markt : Die für den Herbst
angekündigten Spiele F1-World Grand Prix und 1080° TenEighty Snowboarding sollen
mit 99 Mark deutlich unter den bisher üblichen Einführungspreisen liegen , die
bei etwa 130 Mark angesiedelt sind . Sind Konsolen die bessere Alternative für
den Spielefan ? Die c't-Ausgabe 18/98 beschäftigt sich eingehend mit den Stärken
und Schwächen der Spiele-Plattformen . Microsofts Java verrechnet sich
Microsofts aktuelle Java-Implementierung versagt nicht nur bei Suns
Kompatibilitätstest - sie rechnet auch falsch . So gibt beispielsweise das
untenstehende Programm , wenn es nach dem Übersetzen mit jview.exe ausgeführt
wird , für die Fakultät von 5 den Wert 15 aus . Anscheinend führt der eingebaute
Just In Time Compiler ( JIT ) falsche Optimierungen durch . Der JIT Compiler
soll die Ausführung von Java-Programmen beschleunigen , indem er sie in
maschinenspezifischen Code übersetzt . Er läßt sich nicht deaktivieren , so daß
der Fehler nur durch Verwendung einer anderen Virtual Machine zu umgehen ist .
Europas schnellster Supercomputer steht in München Das Leibniz-Rechenzentrum in
München hat die erste Ausbaustufe des Höchstleistungsrechner in Bayern ( HLRB )
in Betrieb genommen . Der Hitachi SR8000 F1 besteht aus 112 Pseudo-Vektor-Knoten
, die jeweils 8 effektiv nutzbare CPUs enthalten . Die Knoten sind über einen
dreidimensionalen Crossbar miteinander verbunden , der eine Bandbreite von 950
MByte/s zwischen jeweils zwei Knoten bei einer Latenz ( die Verzögerung der
ersten zwischen zwei Knoten versendeten Nachricht ) von 19 Mikrosekunden
bereitstellen soll . In der Ausbaustufe 2 im Jahr 2002 sollen insgesamt 168
Knoten eine theoretische Spitzenleistung von über 2 TeraFlops/s erreichen .
Schon in der ersten Ausbaustufe erzielte das System mit 1029 GFlop/s im
Linpack-Benchmark einen Wert , mit dem es Platz vier der Top500-Liste der
Supercomputer einnehmen würde - nur übertroffen von drei amerikanischen Systemen
, die im militärischen Bereich zum Einsatz kommen . Den HLRB hingegen sollen
wissenschaftliche Projekte aus ganz Deutschland nutzen können . Die Zuteilung
von Ressourcen erfolgt über ein Gutachtergremium . Web-Server der ZIP-Erfinder
geknackt Das kaum zu übersetzende Wortspiel bezieht sich auf die Doppelbedeutung
des Wortes " zip " , das im Englischen ursprünglich für das Schließen von
Reißverschlüssen verwendet wird . Der Firmengründer Phil Katz hat das ZIP-Format
" erfunden " und mit dem Kompressionsprogramm " pkzip " zu großer Popularität
verholfen . Mittlerweile ist PKWare allerdings wegen der in " pkzip "
enthaltenen Werberoboter ins Kreuzfeuer der Kritik geraten . Java-Standard auf
dem Weg Mit überwältigender Mehrheit hat die ECMA ( früher European Computer
Manufacturers Association ) die Gründung eines technischen Komitees beschlossen
, das einen Java-Standard erabeiten und der ISO vorlegen soll . Wie schon der
Name " TC41 - Platform-Independent Computing Environments " zum Ausdruck bringt
, hat sich das Gremium insbesondere die Plattformunabhängigkeit auf die Fahnen
geschrieben . Jedoch taucht dort der von Sun geschützte Name Java nicht auf ,
und in der Gründungserklärung wird auch Suns Java Community Process mit keiner
Silbe erwähnt . Das zeigt , daß Sun auch der ECMA Zugeständnisse bezüglich der
Kontrolle über den Java-Standard machen mußte . Zuvor hatten die Java-Erfinder
bereits ihren Vorstoß abgebrochen , Java direkt über die ISO zu standardisieren
, weil ihnen die von der ISO eingeforderten Kontrollmechanismen zu weit gingen .
Auch die TC41 reklamiert jetzt die Pflege und Weiterentwicklung des zu
schaffenden Standards für sich . Damit ist auch Microsoft wieder im Spiel . Die
Redmonder haben bereits angekündigt , der ECMA eigene Vorschläge zur Erweiterung
von Java vorzulegen . Diese sollen jedoch nicht Windows-spezifisch sein .
Rückschlag für Java-Standardisierung Suns Pläne , Java als ISO-Standard zu
etablieren , werden immer undurchsichtiger . Vor anderthalb Jahren gewährte die
International Organization for Standardization ( ISO ) den Java-Erfindern nach
einer dramatischen Abstimmung das Recht , ihre Technologie zur Standardisierung
durch die ISO vorzulegen . Seitdem gab es hinter den Kulissen ständige
Auseinandersetzungen darüber , wer die Weiterentwicklung eines solchen
Java-Standards kontrolliert . Jetzt sieht es so aus , als wolle Sun Microsystems
ganz darauf verzichten , Java selbst den ISO-Gremien vorzulegen . Statt dessen
evaluiert das Unternehmen einen Umweg über die European Computer Manufacturer's
Association ( ECMA ) , die ihrerseits der ISO-Standards vorschlagen kann . Linus
Torvalds : " Ein Durchbruch für Linux ... " Linus Torvalds äußerte sich
gegenüber c't sehr erfreut über Oracles Entscheidung , Linux zu unterstützen :
Zur heftig geführten Kontroverse " KDE versus Gnome " meinte er , daß er durch
die Streitereien " eine gewisse Abneigung gegen beide " entwickelt habe . Er
hoffe , daß die Entwickler in Zukunft mehr zusammenarbeiten . Außerdem versprach
der " Vater von Linux " , daß die nächste Linux-Version 2.2 in ein bis zwei
Monaten erscheinen würde . USA gegen Java-Standard Suns Bestrebungen um eine
Java-Standardisierung durch die ISO haben einen herben Rückschlag erlitten . Die
USA stimmten wiederum gegen die bereits einmal gescheiterte Eingabe der
Java-Erfinder . SGI-Chef wirft das Handtuch Der langjährige Chief Executive
Officer von SGI , Ed McCracken , hat seinen Rücktritt erklärt . Außerdem sollen
bei einer Umorganisierung von den derzeit 11000 Beschäftigten zwischen 700 und
1000 wegrationalisiert werden Neue Top-Level-Domains Nach vielen Mutmaßungen und
Gerüchten sind jetzt Fakten geschaffen worden : Die vorhandenen
Top-Level-Domains ( TLDs ) .com , .net und .org haben Zuwachs bekommen . Das
IAHC ( Internet International ad Hoc Committee ) unter dem Vorsitz von Don Heath
, CEO der Internet Society ( ISOC ) , beschloß die folgenden sieben TLDs : Diese
TLDs existieren parallel zu den schon vergebenen . Teilweise neu zu bildende
Organisationen werden über die Vergabe von Second-Level-Domains wachen . Die
ausführliche Ausarbeitung ist auf
http://www.iahc.org/draft-iahc-recommend-00.txt nachzulesen . Für Deutschland
ist diese Änderung zunächst nicht relevant , die TLD .de bleibt davon unberührt
. Netzweites Schlüsselknacken Der von der Firma RSA ausgeschriebene Wettbewerb ,
die von der US-amerikanischen Regierung als sicher genug erachteten Codes zu
knacken , ging heute in die zweite Phase . Nachdem der 40-Bit-Code am 28.1.97
mit Hilfe von 1200 Rechnern binnen vier Stunden gebrochen war , läuft zur Stunde
der Prozeß für das 48bittige Pendant . An der ETH Zürich entwickelte Software
ermöglicht ( fast ) allen Rechnern mit Zugang zum Internet die Teilnahme . Durch
Installieren der Software , vorhanden für viele Unix- und Windows-Derivate ,
wird auf den CPUs nicht genutzte Rechenzeit für die Dechiffrierung genutzt und
das Ergebnis wieder an zentraler Stelle gesammelt . Die Software und weitere
Informationen gibt 's bei http://www.klammeraffe.org/challenge/ . Der derzeitige
Stand der Berechnung ist bei http://www.42.org/challenge/ nachzulesen .
48-Bit-Schlüssel ist geknackt Der 48bittige Schlüssel der RSA-Challenge ist
gefunden . Am Abend des 10.2. fand escher.uni-muenster.de , zu diesem Zeitpunkt
einer von 3520 Rechnern , die richtige Kombination , um den Schluessel 74 a3 53
cc 0b 19 mit dem gefundenen Satz " The magic words are Security Dynamics and RSA
" zum Steuerrechner in der Schweiz zu melden . Begonnen hatte die weltweite
Schlüsselsuche am 28. Januar 1997 , der 40 Bit breite Schlüssel war zuvor in 3,5
Stunden geknackt worden . AOL setzt auf 56kBit/s mit USRs X2-Technologie AOL
Networks , Tochterfirma von America Online , schloß ein Abkommen mit
U.S.Robotics über die Verwendung der 56k-Modem-Technologie X2 . Die Feldversuche
sind erfolgreich verlaufen , bis Ende 1997 sollen 65 % von AOLNet mit USRs Total
Control Modemrack ausgestattet sein . Der Update der Geräte auf X2-Technologie
erfolgt dank Flash-PROM per Software . Weitere X2-Feldversuche sind für Japan
und England anberaumt ; es bleibt abzuwarten , wie AOL den deutschen Markt
angesichts der hierzulande hohen ISDN-Durchdringung bedienen wird . Netscape 4.0
für Unix und MacOS Netscapes neuestes Ziehkind , der Communicator 4.0 , ist in
der Vorab-Version Beta2 nun auch für Unix und MacOS zu haben . Seit 23. Februar
ächzen die ftp-Server bei Netscape (
ftp://ftp.netscape.com/pub/communicator/4.0/4.0b2/ sowie die Ausweichserver
ftp://ftp1.netscape.com/pub/communicator/4.0/4.0b2/ ,
ftp://ftp2.netscape.com/pub/communicator/4.0/4.0b2/ usw. ) unter dem Ansturm der
User . Die neue Version , die bislang nur für 32-Bit-Windows-Systeme vorrätig
war , bietet zu den bekannten Features einen differenzierter zu bedienenden
Mail-Client inklusive Filterfunktionen gegen hartnäckige Werbesendungen .
Ebenfalls enthalten ist ein Editor mit WYSIWYG-Features . Verwirrenderweise
heißt das News-Frontend nun Collabra , und mit den Serverkomponenten aus
gleichem Hause betritt Netscape die Bühne der Groupwareanbieter . Allerdings
sollte man einen Blick in die Release-Notes werfen : dort stehen all die
Features , die in dieser Beta2 noch nicht implememtiert sind oder noch Probleme
bereiten . Die ersten Tage dürften deutsche Internet-Surfer wohl nur über eine
schnelle Leitung an die begehrten Dateien kommen . Österreicher schalten
Internet ab Österreichs Internet-Provider schalten am 25. März 1997 von 16 bis
18 Uhr ihre Datenleitungen ab . Ein volles Jahr zuvor war Vip bezichtigt worden
, kinderpornografisches Material verbreitet zu haben . Nach der überwiegenden
Meinung österreichischer Provider haben die Behörden damit gegen geltendes Recht
verstoßen . Vor der Räumung wurden noch nicht einmal Beteiligte der Firma Vip
befragt , die nun einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden zu tragen hat . Die
meisten alpenländischen ISPs werden sämtliche Dienste wie WWW , Mail und News
aussetzen , um gegen " die erschreckend inkompetente Vorgangsweise der
ermittelnden Behörden " zu protestieren . Weitere Informationen auf
http://www.austria.eu.net/OVIPPerversion.html Öffentlicher FTP-Server geknackt
Ein massiver Angriff auf den FTP-Server freefall.freebsd.org hat das
FreeBSD-Entwicklerteam dazu bewogen , die Sicherheitslücken der Version 2.1.6
ihres freien PC-Unix , mit der der Server betrieben wurde , zu beheben . Release
2.1.7 liegt nun zum Download bereit . Der Angriff , bei dem die Eindringlinge
Root-Rechte erlangten , erfolgte Anfang Februar . Die Quellen der dort
beheimateten FreeBSD-Releases wurden von den Betreibern des Servers auf
hinterlassene " Kuckuckseier " gescannt und für sicher befunden . Nähere
Einzelheiten zu dem Bug und dessen Beseitigung sind in
ftp://freebsd.org/pub/CERT/advisories/FreeBSD-SA-97:01.setlocale nachzulesen .
Die nachfolgenden Versionen sind nicht betroffen . Ein Upgrade auf 2.1.7 wird
dringend angeraten , da zur Beseitigung des Lochs in allen früheren Versionen
sämtliche statisch gelinkten Binaries neu zu Übersetzen sind . Über Auswirkungen
auf die dort ebenfalls bereitliegende Slackware-Distribution waren keine
Informationen zu erlangen . Microsoft befreit Java aus der Sandkiste J/Direct
heißt das neue Produkt von Microsoft , das Java-Programmierer aus der lästigen "
Sandkiste " befreien und ihnen ungehinderten Zugriff auf Windows-Ressourcen via
der Win32-API ermöglichen soll . Die von den Java-Erfindern selbst als " Sandbox
" bezeichnete Abkapselung ist eigentlich dazu gedacht , Maschinen vor
unvorsichtigen oder gar böswilligen Programmierern zu schützen . Originalton aus
der Microsoftschen Pressemitteilung : " J/Direct allows developers to call the
entire Win32®API directly , dramatically expanding the breadth and convenience
of access to Windows-based services available to programmers using the Java
programming language . " Dies eröffnet Java-Programmierern Horizonte , die
bisher ActiveX-Entwicklern vorenthalten waren , inklusive des Umschiffens
sämtlicher Sicherheitsmechanismen . Die ganze Geschichte mit weiterführenden
Links ist auf http://www.microsoft.com/corpinfo/press/1997/jun97/jdirecpr.htm
nachzulesen . NT 4.0 Service Pack 3 hängt Samba ab Samba und kommerzielle
SMB-Server für Unix haben mit Windows NT 4.0 ab Service Pack 3 erhebliche
Schwierigkeiten . Die nach vergeblichem Login-Versuch erscheinende Fehlermeldung
gibt keinerlei Hinweis auf die Ursache : ab SP3 versendet NT keine
unverschlüsselten Passwörter mehr . Die Lösung ist , dieses per Registry-Eintrag
wieder zu erlauben . Nach Beenden des Editors und einem Reboot mag Samba die
Verbindungsaufforderung wieder . SGI liefert Linux-Rechner mit Red Hat 6.0 Mit
vorinstalliertem Red Hat Linux 6.0 sind ab sofort SGIs Intel-basierte
1400L-Server verfügbar . Zwar werden die Rechner erst im September in
Deutschland ausgeliefert , sie können aber bereits jetzt geordert werden . Als
Preis für das Einstiegsmodell mit einem 500 MHz-Pentium-III-Xeon , 256 MByte
Speicher und einer 9 GByte Festplatte nennt SGI Deutschland 17000 DM . 3dfx
verspricht realitätsnahe Darstellung Rendering mit fast fotorealistischer
Qualität auf herkömmlichen PCs hat Grafikkartenhersteller 3dfx angekündigt . Mit
Hilfe seines sogenannten T-Buffer sowie der Ausnutzung der Streaming SIMD
Extensions ( SSE ) des Intel Pentium III soll die Videodarstellung zukünftig
wesentlich realistischer erscheinen . Darüber , wann die neue Technologie für
PCs verfügbar sein soll , sagt der Hersteller noch nichts . Multimedia im Web :
W3C veröffentlicht SMIL Boston Das World Wide Web Consortium hat den ersten
öffentlichen Working Draft der erweiterten Synchronized Multimedia Integration
Language veröffentlicht ( SMIL , ausgesprochen wie das englische Wort " smile "
) . SMIL Boston basiert auf der W3C-Recommendation von SMIL 1.0 , die es unter
anderem um wiederverwendbare Module und TV-Integration erweitert . Als Anwendung
der Extensible Markup Language ( XML ) erlaubt SMIL Webautoren , multimediale
Dokumente mit Hilfe eines einfachen Text-Editors zu erstellen . Spezielle
Programmierfertigkeiten , beispielsweise um den zeitlichen Ablauf einer
Präsentation festzulegen , sind nicht erforderlich . Diese Aufgabe übernimmt das
Timing and Synchronization Module . Das Animation Module hebt die Begrenzungen
animierter GIFs auf . Künftig sollen sich für Animationen auch JPEG- und
PNG-Dateien oder Videoclips einbinden lassen . Benutzer können in
SMIL-Dokumenten navigieren und sich so bei Bedarf auf einen Teil einer
Multimedia-Präsentation konzentrieren . Darüber hinaus haben Autoren die
Möglichkeit , Meta-Information vorzusehen . Als Forum für die öffentliche
Diskussion und für Feedback bietet die Synchronized Multimedia ( SYMM ) Working
Group eine Mailingliste an ( www-smil@w3.org ) . DirectX 6.0 verfügbar Nachdem
Microsoft am Freitag auf ihrer Web-Page angekündigt hat , daß die Version 6 der
Multimedia-Architektur DirectX so gut wie fertig sei , ist sie jetzt für Windows
95 verfügbar . Benutzer von Windows 98 benötigen die Datei von dx6core.asp .
DirectX 6.0 soll diverse neue Funktionen - beispielsweise Textur-Kompression -
enthalten sowie insgesamt schneller und stabiler sein . W3C verabschiedet SVG
1.0 als Empfehlung Das World Wide Web Consortium hat die Version 1.0 des
XML-basierten SVG-Formats für skalierbare zweidimensionale Vektorgrafiken im Web
als " Recommendation " verabschiedet . Tim Berners-Lee , Direktor des W3C ,
bezeichnet Scalable Vector Graphics als Schlüssel für wiederverwendbaren
grafischen Web-Content , wie er unter anderem im E-Commerce benötigt wird .
Textbestandteile von Grafiken - beispielsweise Logos - lassen sich für
Suchfunktionen mit einem Index versehen sowie in verschiedenen Sprachen ausgeben
. SVG 1.0 basiert auf anderen W3C-Spezifikationen wie dem Document Object Model
( DOM ) , Stylesheets , RDF Metadaten , XML Linking und SMIL Animation .
Letztere hat das W3C zeitgleich mit SVG und gleichfalls als Recommendation
freigegeben . Mit der Verabschiedung als Recommendation drückt das W3C aus ,
dass eine Spezifikation ausgereift ist und zur Interoperabilität von
Webanwendungen beiträgt . Rendering 20000 mal schneller Im Rahmen der AUTOFACT
'97 , die vom 4. bis 6. November im Cobo Convention Center , Detroit ,
stattfindet , hat Silicon Graphics eine neue Rendering-Technik für
3D-Anwendungen vorgestellt . Anders als bisheriges Ray Tracing , das einen
einzigen Lichtstrahl von Anfang bis Ende verfolgt , berechnet SGIs
RealityMapping-Algorithmus ein Dreiecksprisma . Erst bei einer Brechung werden
die gebündelten Lichtstrahlen getrennt . RealityMapping ist eine neue Funktion
des OpenGL Optimizer . Bei Einsatz einer Onyx 2 und der
InfiniteReality-Grafikhardware reduziert sich nach Angaben des Herstellers die
Renderingzeit von 45 Minuten für ein Ray-Tracing-Bild auf 7 Bilder pro Sekunde .
Letzte X11-Release Getreu seiner Ankündigung hat das X Consortium eine letzte
Version des X Window System freigegeben , bevor es zum Jahresende 96 endgültig
die Tore geschlossen hat . X11R6.3 - auch Broadway genannt - wartet mit diversen
neuen Extensions auf , deren interessanteste im allgemeinen WWW-Rausch zur Zeit
sicher XC-APPGROUP ist . Über diese Erweiterung können X Clients mit Hilfe des
Netscape Navigator Plug-In libxrx in den Web-Browser eingebettet werden .
Alternativ dazu lassen sich X-Programme remote über den neuen MIME Type RX und
das zugehörige Hilfsprogramm xrx ausführen . Getestete Binaries des Plug-In gibt
es für HP-UX , IRIX , Digital Unix und Solaris**2 . Neue Standards sind ferner
die Security und die langerwartete Print Extension . Vorgesehen sind Proxies für
den X Firewall und das Low Bandwidth X. Die optimierte Übertragung über serielle
Leitungen steht seit langem auf dem Programm des Consortiums , war aber bisher
nur in vorläufigen Versionen verfügbar . Nachdem es eine Zeitlang unter der
Bezeichnung X.fast firmierte , hat es jetzt als LBX-Standard seinen festen Platz
in der X11-Distribution . Anders als die Keyboard Extension , die zwar ebenfalls
in der Auslieferung enthalten ist , aber nicht als Standard gilt . Weitere
Neuheiten sind die Unterstützung für vertikalen Text und benutzerdefinierte
Zeichen sowie die rudimentäre Unterstützung des TCX Framebuffers von Sun . Zum
Lieferumfang gehören außerdem auf XFree86.3.2 basierende X-Server für PCs .
Verfügbar sind die Quellen wie bisher über ftp://ftp.x.org/pub und die deutschen
Mirrors , beispielsweise ftp://ftp.germany.eu.net/pub/X11/XConsortium/pub/ .
Virtueller Tag der offenen Tür Vom 8. bis 12. Februar veranstaltet die
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt der Katholischen Universität
Eichstätt einen Tag der offenen Tür im virtuellen Raum . Mit diesem Angebot will
man auch diejenigen , die sich schon im Frühjahr an anderen privaten
Universitäten bewerben , ansprechen und auf das eigene Angebot aufmerksam machen
. Zum virtuellen Programm gehören unter anderem ein Rundgang durch die
Universität , Musterstundenpläne und Auslandsprogramme sowie während zweier Tage
die Kommunikationsmöglichkeit mit Professoren , Mitarbeitern und Studenten .
Durch vorhandene Mittel und Leihgaben belaufen sich die Kosten auf unter 100 DM
. DCOM für Unix : jetzt von der Open Group Als COMsource 1.0 für Solaris ,
Digital Unix und andere Plattformen ist eine sogenannte Snapshot-Version von
Microsofts Component Object Model ( COM ) inklusive des Transportprotokolls für
verteilte Umgebungen ( DCOM ) von der Open Group erhältlich . Programmierer
haben so die Möglichkeit , plattformunabhängige DCOM-Objekte zu erstellen . Laut
Open Group bietet der verfügbare Quellcode jedoch die nötige Basis , um
entsprechende Techniken zu implementieren . Mitglieder der Open Group haben
freien Zugriff auf den Sourcecode , andere Interessierte müssen eine
Lizenzgebühr von 3500 US-$ zahlen . Neuer NC-Standard Dessen Ziel ist es ,
Schnittstellen und Protokolle der Thin Clients zu standardisieren . Die
Veranstaltung findet am 27. April in San Diego statt . Einen Überblick über das
geplante Programm gibt http://www.opengroup.org/public/member/q298/plenary.htm .
Deutsches MIT-Institut soll Existenzgründer fördern Im Rahmen einer
Pressekonferenz haben die Staatskanzlei des Landes NRW und das MIT in Boston
eine Kooperationsvereinbarung bekannt gegeben . Mit dem Ziel , Existenzgünder im
Bereich HighTech und Multimedia zu fördern , wurde am Bostoner Massachusetts
Institute of Technology das Entrepreneurship Center der Sloan School of
Management gegründet . Diese Initiative soll die geplante MIT-Niederlassung im
Raum Köln-Bonn in Deutschland fortsetzen . Geplant sind unter anderem ein
Lehrstuhl für Unternehmensgründung sowie ein akademisches Austauschprogramm . An
der inhaltlichen Planung des MIT Entrepreneurship Center in NRW sind zur Zeit
Professoren der RWTH Aachen und der Universität zu Köln beteiligt , die Kosten
sollen durch Investitionen aus der freien Wirschaft erbracht werden . Investoren
sind zur Zeit die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Anderson , die
Privatbank Sal. Oppenheim & Cie. sowie die Stadtsparkasse Köln . Die
Projektleitung liegt in den Händen des msc Multimedia Support Center . Das 1880
gegründete MIT gilt international als eine der erfolgreichsten Universitäten .
Zu den Unternehmen , die von ehemaligen Studenten gegründet wurden , zählen
Digital Equipment und Lotus Development . Silicon Graphics und Microsoft haben
angekündigt , gemeinsam ein auf OpenGL basierendes 3D Device Driver Kit ( DDK )
für die MS-Betriebssysteme einschließlich Windows 98 und NT 5.0 anzubieten .
Hersteller von Grafikhardware sollen von Microsoft Zugriff auf den Sourcecode
erhalten . Dazu plant Microsoft ein neues Zertifizierungsprogramm für OpenGL-
und Direct3D-Treiber , die mit dem DDK entwickelt wurden . Das DDK soll ab
Frühjahr 1998 von Microsoft erhältlich sein . SGI unterstützt Samba Mit der
Unterstützung des Connectivity-Servers Samba hat Silicon Graphics einen weiteren
Schritt in Richtung NT unternommen . Der Samba-Server erlaubt Windows-Clients ,
die Dateisysteme und Druckdienste der Unix-Server zu nutzen . SGI bietet die
unter der GNU General Public License ( GPL ) stehende Software mit eigenen
Verbesserungen für seine Origin-Server mit ccNUMA-Architektur an . Wie es die
Lizenzbedingungen der GPL vorsehen , wird Silicon Graphics alle selbst am Source
Code vorgenommenen Modifikationen öffentlich zugänglich machen . Samba für Irix
ab Version 6.5 inklusive Dokumentation soll bereits in den nächsten Tagen zu
einem Preis von 300 US-$ ausgeliefert werden ; Patches , Updates und ein Jahr
Support kosten zusätzlich 1500 $ . In der deutschen Januar-Preisliste führt SGI
Deutschland Samba für 700 DM auf . Auf Anfrage ist es auch in Deutschland
bereits im Dezember lieferbar . Ein "Hochverfügbarkeits"-Samba hat der
Hersteller für Anfang 1999 angekündigt . Diese Version soll durch die
Integration von Iris FailSafe die bisher fehlende Datensicherheit der
GNU-Software beheben . VRML-Nachfolger : Web3D Consortium verabschiedet X3D Das
Web3D Consortium hat X3D ( Extensible 3D ) als Nachfolger des VRML-Standards
verabschiedet . Bei der XML-Anwendung handelt es sich um eine
Komponentenarchitektur für die Darstellung animierter 3D-Inhalte im Web . Größe
und Komplexität der 3D-Clients ist variabel und kann jederzeit durch
Plug-in-Komponenten erweitert werden . Über eine " Extension Registry " , die
das Web3D Consortium verwaltet , haben Hersteller die Möglichkeit , eigene
Erweiterungen beizusteuern . Vor allem aber erhofft man sich dadurch möglichst
viele von der Allgemeinheit übernommene Extensions , die eine Interoperabilität
von Web-Inhalten gewährleisten . Weitere Details sowie Informationen darüber ,
wie interessierte Firmen sich an der Arbeit des Consortiums beteiligen können ,
finden sich auf dessen Webserver . Erste X3D-Profiles sollen nächste Woche auf
der in Los Angeles stattfindenden SIGGRAPH zu sehen sein . SGIs NT-Workstation
für unter 4000 Dollar Erste Details bezüglich der von Silicon Graphics für
Januar kommenden Jahres angekündigten NT-Workstations sind über Cnet bekannt
geworden . Demzufolge wird es zwei Versionen geben : Die Visual Workstation 320
ist mit bis zu zwei 400 MHz Pentium-II-Prozessoren ausgestattet und soll einen
Einstiegspreis von unter 4000 US-$ haben . Bei 6000 US-$ beginnen die Preise für
das 540er Modell , das bis zu vier Xeon-Prozessoren beinhalten wird . SGI :
Multiprozessor-Grafikworkstations unter Windows NT Nach einer langen
Ankündigungsphase hat Silicon Graphics heute zwei NT-Grafikworkstations
vorgestellt . Die Modelle 320 und 540 mit selbstentwickeltem Grafikchipsatz
unterscheiden sich in Prozessorausstattung und Ausbaufähigkeit . Ersteres
arbeitet mit einem oder zwei Pentium II mit 450 MHz Taktfrequenz , die 540er
Maschine wird mit zwei bis vier 450-MHz-Xeons ausgeliefert . Beide Modelle
unterstützen Multiprozessor-Rendering . Wie SGIs Unix-System O2 haben die
sogenannten Visual PCs eine UMA-Architektur ( Unified Memory Architecture ) ,
das heißt , alle Systemkomponenten ( CPU , Grafik ) arbeiten auf einem
gemeinsamen Speicherbereich . Speziell für die Visual Workstations hat SGI den "
Cobalt Professional Graphics Chipset " entwickelt und für OpenGL 1.2 , Optimizer
1.1 , DirectX und GDI optimiert . Zukünftige Versionen sollen auch das noch in
der Entwicklung befindliche Fahrenheit berücksichtigen . Zum Funktionsspektrum
des Chipsatzes zählen unter anderem Antialiasing für Linien und komplette Szenen
, Gouraud Shading , Z-Buffering , Texture Mapping , Alpha und Chroma Blending
sowie Occlusion Culling . Das Bussystem soll mit Bandbreiten zwischen 267
MByte/s und 3,2 GB/s zehnmal so schnell wie PCI sein . NT wird
multisession-fähig Nach Monaten voller Gerüchte um eine Übernahme des
WinFrame-Herstellers Citrix durch Microsoft haben die beiden Firmen am 12. Mai
1997 im Rahmen einer Telefonkonferenz bekanntgegeben , daß sie gemeinsam die
Entwicklung der Multisession-Fähigkeit von NT betreiben werden . Es geht dabei
darum , daß eine Anwendung ihre grafischen Ein- und Ausgaben auch über ein
X-Terminal oder einen entfernten Windows-Arbeitsplatz abwickeln kann ; eine
Möglichkeit , wie sie bislang nur das X Window System bot . Microsoft erwirbt
von Citrix eine Lizenz der unter dem Namen " WinFrame " bekannten
Multisession-Technik und beabsichtigt , diese in Windows NT nicht erst in
5.0-Servern integriert , sondern schon für NT 4.0 auszuliefern . Über den
genauen Zeitpunkt der Verfügbarkeit war noch nichts zu erfahren . Als Hauptgrund
für die Vereinbarung nannte Microsoft , daß man über Windows Terminals , die die
NetPCs ergänzen sollen , eine weitere Verbreitung der eigenen Anwendungen
erwartet . Beide Firmen wollen weitere Produkte entwickeln und eigenständig
vermarkten , die auf den jeweils eigenen Protokollen - ICA und T.Share -
basieren . Diese dienen der Übertragung von Display-Daten an Terminals . Eine
zweite Vereinbarung , die Microsoft verkündete , betrifft den
Citrix-Konkurrenten Prologue . Auch die französische Firma , die ebenfalls ein
Multisession-NT anzubieten hat , soll an der Entwicklung dieser Funktionen für
zukünftige NT-Server mitwirken . Nächster Communicator in Java Wie Marc
Andreessen , Mitbegründer von Netscape , auf der Entwicklerkonferenz DevCon
verlauten ließ , soll der nächste Communicator vollständig in Java geschrieben
sein . Zur Zeit arbeite man daran , Performance-Einbußen , die sich durch die
Portierung nach Java ergeben würden , zu verhindern . ( Henning Behme/Ralf
Hüskes ) EU-Gelder für CORBA-Tests In Kooperation mit sechs Organisationen und
Firmen hat die europäische Kommission das Projekt CORVAL2 ins Leben gerufen .
Ziel des Projekts ist es , Tests zu spezifizieren und entsprechende Werkzeuge zu
entwickeln , die die zahlreichen Implementierungen der von der Object Management
Group ( OMG ) spezifizierten Common Object Architecture ( CORBA ) hinsichtlich
der Konformität zum Standard überprüfen , um die Interoperabilität der
unterschiedlichen ORBs ( Object Request Broker ) zu gewährleisten . Die Tests
sollen das Branding-Programm der Open Group im Bezug auf die Unterstützung von
CORBA erweitern . Die Entwicklung der Werkzeuge und Tests übernimmt GMD Fokus ,
Berlin , in Zusammenarbeit mit Object Oriented Concepts GmbH , Ettlingen , auf
der Basis von ORBacus sowie mit ICL Information Technology , Dublin , auf der
Basis des von Fujitsu stammenden ORB Object Director . Sechster im Bunde ist die
englische Firma Eric Leach Marketing . Ausgehend von bereits vorhandenen Tests
für CORBA 2.1 werden die neuen Tools speziell Funktionen der Spezifikationen 2.3
und 3.0 berücksichtigen , etwa den Portable Object Adapter ( POA ) oder den
asynchronen Nachrichtenaustausch . Platinum kauft Cosmo Software Nachdem das
Schicksal der SGI-Tochter Cosmo Software wochenlang ungewiß war , ist es jetzt
offiziell : Platinum Technologies , Inc. hat Cosmos VRML-Produktpalette
übernommen ( siehe http://www.sgi.com/software/cosmo/ ) . Allerdings
beabsichtigt Platinum lediglich , die Windows-Versionen der Cosmo-Produkte (
VRML-Player und -Entwicklungstools ) weiterzuentwickeln . SGI behält die
Verantwortung für Irix-Versionen . SGI tritt Linux International bei Als "
Sponsoring Hardware Vendor " tritt Silicon Graphics Linux International bei .
SGIs Vertreter im Linux-Direktorium ist Dave MacAllister , Strategic Software
Technologist . X3D : 3D-Grafikstandard mit XML Bis Mitte des Jahres beabsichtigt
das Web3D Consortium ( bis letztes Jahr noch als VRML Consortium bekannt ) , den
Entwurf für einen 3D-Standard vorzustellen , der auf dem VRML-97-ISO-Standard
aufbaut und die Extensible Markup Language ( XML ) integriert . Vielmehr hat man
sich zum Ziel gesetzt , einen Set schlanker Komponenten zu spezifizieren , die
sich je nach den Anforderungen einer spezifischen Anwendung kombinieren lassen .
Als erste Komponenten sind eine 3D Runtime Engine mit Rendering-Funktionen , ein
plattformunabhängiges Dateiformat und die XML-Integration geplant . Zu bereits
existierenden Standards wie MPEG-4 soll X3D kompatibel sein . Spezielle
Unterstützung bei der Spezifizierung des Standards haben Microsoft , Platinum
Technology , Sony Corporation und Sun Microsystems als Mitglieder des Web3D
Consortium zugesagt . Highend-Rendering unter Linux Alias|Wavefront liefert
endlich den Maya Batch Renderer für Linux-Plattformen aus . Bereits im August
letzten Jahres hatte die SGI-Tochterfirma angekündigt , die Rendering-Komponente
ihrer Animationssoftware auf Linux zu portieren . Zwar wurde das in Aussicht
gestellte Auslieferungsdatum Dezember 1999 nicht eingehalten . Was den Preis
betrifft , gilt jedoch weiterhin die Aussage der ersten Pressemitteilung : Die
Linux-Version kostet mit 1295 US-$ genauso viel wie die Versionen für NT und
Irix . X.Org : neues Konsortium für X11-Quellen Das neu gegründete
Industriekonsortium X.Org soll zukünftig für die Pflege und Weiterentwicklung
des X Window Systems verantwortlich sein . Zu den Mitgliedern des Konsortiums ,
das unter der Schirmherrschaft der Open Group steht , zählen unter anderem
Compaq , HP , Hummingbird , IBM , SGI und Sun . X.Org finanziert sich aus
Mitgliedsbeiträgen und hat sich zum Ziel gesetzt , das Fenstersystem , auf dem
Unix- und Linux-Desktops basieren , so weiterzuentwickeln , dass es den
aktuellen und zu erwartenden Anforderungen des Marktes entspricht . Ende 1996
hatte das frühere X-Konsortiums die X11-Quellen an die Open Group übergeben .
Die aktuelle Version X11R6.4 wurde im Frühjahr letzten Jahres freigegeben und
ist über www.X.org verfügbar . Microsoft & SGI : Projekt Fahrenheit Im Rahmen
einer internationalen Telefonpressekonferenz haben Ed McCracken ( SGI-CEO ) und
Paul Maritz ( Microsoft-Vizepräsident ) am Mittwochabend ( 17. 12. ) unter dem
Namen Fahrenheit eine gemeinsame Architektur für Grafikprogrammierung
angekündigt . Basierend auf Direct3D , DirectDraw und OpenGL soll sie
Kompatibilität zu darauf bereits existierenden Anwendungen und Treibern bieten .
Die " Scene Graph " genannte Schnittstelle wird als Weiterentwicklung von SGIs
heutiger API gleichen Namens der Verbindung zwischen Low-level API und der
Anwendung dienen . Als Erweiterung der Scene-Graph-Bibliothek soll die auf
DirectModel ( Co-Produktion von HP und Microsoft ) und OpenGL Optimizer ( SGI )
basierende Large-Model-Visualization-API besonders große Datenmengen verarbeiten
können . Über die Verfügbarkeit der APIs hieß es : Die Low-level API plant man
für die erste Hälfte des Jahres 2000 , allerdings nur für Windows . CORBA 3.0
Roadmap verabschiedet Das CORBA Component Model definiert ein Framework für die
Entwicklung von leicht einbindbaren Objekten . Ein Scriptsprache und die
Unterstützung von Objects-by-Value sollen die Entwicklung verteilter Anwendungen
weiter vereinfachen . Ergänzungen in Bezug auf das Java/IDL-Mapping ermöglichen
es , daß andere Anwendungen mit Java-Applikationen per RMI , das auf dem Intenet
Inter-ORB Protocol ( IIOP ) aufsetzt , kommunizieren können . Für die Einbindung
älterer Software soll die Interoperabilität von DCE und CORBA sorgen . Weitere
Neuerungen betreffen die Bereiche IIOP über Firewalls , asynchrones Messaging
und Echtzeit . Für letzteren spezifiziert Real-time CORBA 1.0 einen neuen Typ
von Object Request Brokern ( ORBs ) . Die Spezifikation für " Minimum CORBA "
legt fest , welche Anforderungen ein ORB mindestens erfüllen muß , um
CORBA-kompatibel zu sein . Die Verfügbarkeit der neuen Spezifikation ist für die
erste Jahreshälfte 1999 angekündigt . Mit einer sogenannten " pre-production "
Release will die OMG Herstellern die Möglichkeit geben , schon dieses Jahr mit
der Implementierung neuer Services zu beginnen . Sun will Java 3D und VRML
integrieren Während des VRML-98-Symposiums in Monterey hat Sun bekanntgegeben ,
daß sie als stimmberechtigtes Mitglied dem VRML Consortium beigetreten sind , um
die Integration der Java-3D-API und des bisherigen Standards der Virtual Reality
Language ( VRML 97 ) zu fördern . Zu diesem Zweck wollen Sun und das Consortium
eine Working Group einrichten . Eventuelle Änderungen der VRML-Spezifikation
müssen vom VRML Consortium geprüft und genehmigt werden . Als ersten konkreten
Schritt plant Sun einen Java-basierten VRML 97 Geometry Loader sowie einen
Browser . Eine Betaversion dieser API , die aus dem JDK 1.2 aufsetzt , soll für
Solaris , Windows 95 und NT innerhalb der nächsten zwei Monate öffentlich
verfügbar sein . Xoftware : erster kommerzieller Broadway-Server Als vollständig
kompatibel zur Version 6.3 des X Window System stellte NetManage auf der CeBIT
den im letzten Jahr von Age Logic übernommenen X-Server für PCs vor . Zum
Lieferumfang gehören ferner ein grafisches Frontend für die X Keyboard Extension
sowie ein lokaler Motif-Windowmanager . Derzeit ist die Software noch im
Betastadium . Die Auslieferung ist für Ende April vorgesehen . DCOM für Solaris
freigegeben Die Software AG hat das bereits seit einigen Monaten als Betaversion
verfügbare DCOM für Solaris freigegeben ( kostenloser Download über
http://www.softwareag.com ) . Laut Hersteller ist die Portierung von Microsofts
Distributed Component Object Model das erste Element der EntireX-Produktlinie ,
die unter anderem voll kompatible Unix-Versionen der NT Registry , des Service
Control Managers ( SCM ) und der ActiveX Template Library ( ATL ) enthalten soll
. Pre-4.0 Snapshot von XFree86 Als Release 3.9.15 ist ab heute eine Vorversion
von XFree86 4.0 über den FTP-Server des XFree86 Project , Inc im Quellcode
verfügbar , später soll es auch einige Binaries geben . In Abständen von vier
bis sechs Wochen sind neue Snapshots geplant . CORBA : Notification Service für
ORBacus Als einer der ersten Hersteller neben der IBM implementiert Object
Oriented Concepts , Inc. , Ettlingen , den von der OMG für CORBA-Umgebungen
spezifizierten Notification Service . Zu den Funktionen von ORBacus Notify , der
zur Zeit in der Beta-Version vorliegt , gehören unter anderem ein
Event-Filtering-Mechanismus sowie die Unterstützung von Any , Structured und
Push Suppliers . Die Final Release soll auch mit Typed Events umgehen können .
Laut Geschäftsführer Marc Laukien will die OOC mit dem neuen CORBA-Dienst vor
allem ihre Position auf dem Telekommunikationsmarkt stärken . Weitere
Informationen bietet der Webserver des Herstellers . Neue Multisession-Lösung
für NT New Moon Software , eine gerade gegründete kalifornische Firma (
http://www.newmoon.com ) , will mit Liftoff eine Alternative zu bisherigen
Multisession-Lösungen für NT auf den Markt bringen . Anders als Citrix ,
Prologue und Exodus , die in unterschiedlich großem Umfang
Betriebssystemmodifikationen vornehmen ( siehe dazu
http://www.heise.de/newsticker/data/ka-12.05.97-000/ ) , erfordert Liftoff
keinerlei Änderungen an NT - und damit auch keine Lizenzverhandlungen mit
Microsoft . Die neue Lösung implementiert Software-Agenten , die über die API
der Windows-Anwendung Benutzeraktivitäten abfangen und an den PC-Client senden ,
der die Desktop-Funktionen ausführt . Die Anwendung selbst wird per Mausklick
über den Desktop gestartet und läuft auf dem NT-Server . Gleichzeitiger Zugriff
mehrer Benutzer auf ein Programm ist über die internen Multitasking-Funktionen
von NT möglich , die jede Benutzer-Session als separaten Prozeß behandeln . Den
jeweiligen Benutzerdaten wird ein eigener Adreßraum zugeordnet . Liftoff ist für
Mitte Juni angekündigt und soll 4995 Dollar für 10 Benutzer kosten . Zusätzliche
5-User-Lizenzen belaufen sich auf 995 Dollar . Der Liftoff-Server erfordert NT
4.0 , die Client-Software läuft außerdem unter Windows 95 . Unterstützte
Netzwerkprotokolle sind TCP/IP und SPX/IPX . Java : Zugriff auf NT über
Webserver Die Firma HOB , Zirndorf , hat eine Java-Anwendung namens HOBlink JWT
vorgestellt , über die auch "Nicht-Windows"-Clients wie NCs , Handheld PCs ,
Unix- oder Macintosh-Rechner Zugriff auf Anwendungen unter NT Server 4.0
erhalten sollen . Die Software wird wahlweise lokal installiert oder über einen
Webserver geladen . Für die Kommunikation mit dem NT-Server nutzt das Produkt
Microsofts Remote Desktop Protocol ( RDP ) und unterstützt die
Sicherheitsmechanismen des Terminal Servers der Stufen " niedrig " und " mittel
" . Die Software soll ab September verfügbar sein und 348 DM pro Clientlizenz
kosten . Hardware-OpenGL für Linux Wie am Stand von Evans & Sutherland ( H21/D65
) zu erfahren war , hat Xi Graphics den Prototyp eines X Servers für Linux mit
Hardware-Unterstützung für OpenGL vorgestellt . Außer Stereo und Dual Screen
Support sollen alle Funktionen der AccelGalaxy-Karte von E&S unterstützt werden
. Die technischen Spezifikationen sehen unter anderem auch 24 Bit Double
Buffering , den parallelen Betrieb mehrerer Monitore sowie digitaler
Flachbildmonitore und verschiedene Farbtabellen in der Hardware vor .
Accelerated-X3D , so der voraussichtliche Name des X Servers , soll
X11R6.4-basiert und OpenGL1.1.1-konform sein . Neben der E&S-Karte will Xi
Graphics diverse andere Grafikbeschleuniger , unter anderem Permedia2 von 3Dlabs
, unterstützen . Außer Linux - Kernelversionen 2.0x und 2.2x - ist der X Server
für Solaris 2.6 und FreeBSD 3.1 geplant . CORBA : Echtzeit-Spezifikation
verabschiedet Mit der Spezifikation 1.0 für Real-time CORBA will die Object
Management Group ( OMG ) den Anforderungen gerecht werden , die Echtzeitsysteme
in einer verteilten Umgebung erfüllen müssen . Anwendungen in Bereichen wie
Telekommunikation , Flugsicherung , Prozeßkontrolle oder Finanzdienstleistungen
erfordern es , daß Entwickler auf Low-Level-Prozesse eines Programms Einfluß
nehmen können . Bisher haben CORBA-Implementierungen diese Details verborgen -
und sollen es in den meisten Fällen auch weiterhin tun . Die Spezifikation
basiert auf etablierten Techniken von Echtzeitbetriebssystemen . Als erster
Hersteller hat Lucent Technologies bereits für September die Beta-Version einer
Real-time-CORBA-Implementierung angekündigt . VRML-Viewer für Java 3D Früher als
auf der SIGGRAPH angekündigt stellt Sun ein Programmierwerkzeug für Java 3D zum
kostenlosen Download zur Verfügung . Die Beta 1 beinhaltet einen Loader/Viewer
für VRML 97 und ist über Suns Webserver erhältlich . VRML : Cosmo Player 2.0
fertig Die SGI-Tochter Cosmo Software bietet ihren auf der SIGGRAPH '97 im
August als Preview vorgestellten VRML 2.0 Client kostenlos zum Download über
http://cosmo.sgi.com/products/player/ an - zunächst für Windows 95 und NT ,
Versionen für den PowerMac und Irix sind in Vorbereitung . Cosmo Player 2.0
ermöglicht das Abspielen von VRML-2-Programmen ( Virtual Reality Modeling
Language ) über ein Netscape Plug-in oder ActivX Control für den Internet
Explorer . Einen deutlichen Geschwindigkeitsgewinn im Vergleich zur
Vorgängerversion bringt laut Hersteller die Unterstützung der Grafikbibliothek
OpenGL . Modifikationen der Benutzerschnittstelle sollen die Bedienung der
Software vereinfachen . Um den Anwendern Gelegenheit zu geben , sich mit der
neuen Version vertraut zu machen , bietet Cosmo Software über die gleiche
Webseite die 3D-Applikation CHOMP an ( ebenfalls kostenlos ) . Neue X11-Release
X11R6.4 ist zur Zeit nur den Mitgliedern des X Project Team zugänglich . Die
generelle Verfügbarkeit stellt die Open Group für Ende März in Aussicht .
X11R6.4 soll voll kompatibel zur Vorgängerversion sein und wird wie diese als
Quellcode ausgeliefert - für nicht-kommerzielle Nutzung wie bisher kostenlos
über FTP . Neben Bugfixes und einer Stromsparfunktion ( Display Power Management
Signaling , DPMS ) beinhaltet X11R6.4 diverse neue Features . Aufgrund des
Extended Visual Information ( EVI ) kann ein Client mehr Information als bisher
über vorhandene Visuals ( Farbkonzepte ) beim X Server erfragen . Die Colormap
Utilization Policy soll unter anderem das Phänomen der falschen Farben (
colormap flashing ) weitgehend unterbinden , und der Single Logical Screen
Support ( XINERAMA ) erlaubt es , Fenster , die sich über mehrere Bildschirme
erstrecken , als einen Screen zu verwalten . Durch eine Modifizierung der X
Intrinsics setzt das Resource Configuration Management ( RCM ) Ressourcen für
Widgethierarchien für alle Applikationen , die auf Xt aufbauen , sofort um .
Anders als bei Editres sind keine Änderungen am Sourcecode nötig . Die letzten
beiden Funktionen werden ausdrücklich als nicht zum Standard gehörig ausgewiesen
. Getestet wurde die Release bisher unter Digital Unix 4.0A , Fujitsu UXP V20L10
, HP-UX 10.20 und Solaris 2.5 . Die Release Notes finden sich auf dem Webserver
der Open Group unter http://www.camb.opengroup.org/desktop/x/ . Sun verstärkt
Linux-Engagement Im Rahmen der ApacheCon Europe 2000 hat Sun Microsystems
angekündigt , die Linux-Version der Java Standard Edition künftig gleichzeitig
mit den Solaris- und Windows-Versionen freizugeben . Die erste Release für alle
drei Betriebssysteme ist die für März 2001 unter dem Codenamen Ladybird
avisierte J2SE 1.3.1 . Ein FreeBSD-Port ist in Arbeit . Zur Zeit müssen noch
Fragen hinsichtlich der Motif-Lizenz geklärt werden . Sun plant zunächst J2SE in
der Version 1.2 für dieses Betriebssystem . Citrix plant MetaFrame für Unix
Citrix Systems plant , eine Unix-Version ihres MetaFrame-Pakets einzuführen .
Bisher nur für Windows NT verfügbar , bietet die Software in der aktuellen
Version Funktionen für den Microsoft Terminal Server , die auf die
Administration von heterogenen Client/Server-Umgebungen zugeschnitten sind .
MetaFrame U - so der Codename des neuen Produkts - wird mit Hilfe eines
60-köpfigen Unix-Entwicklerteams realisiert , das Citrix im Rahmen einer
Vereinbarung mit der britischen Firma Insignia Anfang des Jahres übernommen hat
. Bereits im September auf seinem i-Forum in Orlando gab der Hersteller
deutliche Hinweise auf mögliche Java- und Unix-Produkte . Mit der Entwicklung
von MetaFrame U geht Citrix auf Anforderungen von Telekom-Unternehmen ein , die
Unix- statt NT-Applikationen als Standardprodukte einsetzen . Man hofft , mit
der neuen Version auch das obere Marktsegment zu erschließen . Citrix verfügt
inzwischen über eine weltweit installierte Basis von 150000 Servern und erwartet
, dass seine größten Kunden in Kürze dazu übergehen werden , mehrere tausend
statt wie bisher mehrere hundert Server einzusetzen . Uwe Harms CORBA-Spezialist
Iona erwirbt COM-Lizenz Iona , Hersteller des Object Request Broker ( ORB )
Orbix , hat von Microsoft eine Lizenz des Component Object Model ( COM )
erworben . Laut der irischen Firma ist das Ziel dieser Vereinbarung , die beiden
Standards für verteilte Objekte - CORBA und COM - auf bestmögliche Weise zu
verknüpfen . Die Common Object Request Broker Architecture der Object Management
Group ( OMG ) regelt die Interaktion zwischen Objekten , unabhängig von
Plattform und Sprache . COM ist Microsofts Lösung für die hauseigenen
Betriebssysteme . Wie Annrai O'Tool , Ionas Chief Technical Officer , betont ,
wolle man mit zukünftigen Entwicklungen den eigenen ORB und COM in gleicher
Weise unterstützen . Kunden seien schließlich nicht an Religionskriegen oder
Inkompatibilitäten interssiert . Als erste Software einer neuen Produktfamilie
hat Iona OrbixCOMet Desktop bereits für Mitte Februar als Beta-Version
angekündigt . Damit sollen Anwender von Visual Basic , Delphi und PowerBuilder
verteilte Anwendungen erstellen können , ohne ihre vertraute Programmierumgebung
verlassen zu müssen . OrbixCOMet soll eine dynamische Bridge zur Verfügung
stellen , über die COM-Clients direkt mit CORBA-Servern kommunizieren können .
Da kein C++-Code generiert werden muß , entfällt die Notwendigkeit für einen
C++-Compiler . Ein COM-CORBA Mapping wird ebenso unterstützt wie Automated-CORBA
Mapping . Die Auslieferung der Software ist für das zweite Quartal angkündigt .
Der Preis für eine Entwicklerlizenz soll 495 US-$ betragen . OpenGL 1.2
verabschiedet Das OpenGL Architecture Review Board ( ARB ) hat die Version 1.2
des offenen Standards für 2D- und 3D-Grafik verabschiedet . Zu den neuen
Features zählt unter anderem eine bessere MS-Windows-Unterstützung . Neu ist
auch der Support für 3D-Texturing , das Voraussetzung für hardwareseitiges
Volumen-Rendering ist . Die Spezifikation ist über http://www.opengl.org
erhältlich . VRML97 jetzt ISO-Standard Die International Organization for
Standardization ( ISO ) und die International Electrotechnical Commission ( IEC
) haben die Virtual Reality Modeling Language ( VRML ) als Standard akzeptiert .
Als Ergebnis einer Zusammenarbeit der beiden Organisationen mit dem VRML
Consortium und dem Joint Technical Committee 1 ( JTC 1 ) schreibt die
VRML97-Spezifikation als ISO/IEC 14772 die VRML-2.0-Funktionen fest und soll
damit eine Kompatibilität von 3D-Anwendungen im World Wide Web gewährleisten .
Sun-Mitarbeiter auf firmeninterner Jobsuche Der Server-Spezialist Sun hat eine
ganz eigene Idee entwickelt , um sich der allgemeinen IT-Flaute anzupassen .
Einige Mitarbeiter wurden dazu aufgefordert , sich innerhalb der Firma eine neue
Aufgabe zu suchen , um so einem Verlust ihres Arbeitsplatzes zu entgehen . Nach
US-Medienberichten bezeichnet Sun dieses Vorgehen als " Umgruppierung " seiner
Arbeitskräfte - nicht als Entlassung . Der Konzern möchte mit dieser Aktion die
Zahl seiner derzeit besetzten Stellen um rund zwei Prozent oder ungefähr 870
Arbeitsplätze auf 43.300 reduzieren . Demgegenüber stehen zurzeit 500 offene
Stellen , für die sich die Sun-Mitarbeiter bewerben können . Wer keinen neuen
Job beim alten Arbeitgeber findet , wird das Unternehmen verlassen müssen . Ein
von CNET zitierter Analyst interpretiert die Vorgehensweise als Suns
optimistischen Blick in die Zukunft : Die Firma hoffe , die Rezession zu
überstehen , ohne tausende Mitarbeiter zu entlassen . Bei einer Erholung des
Marktes würden sie es so vermeiden , Experten erneut anwerben zu müssen . Im
Gegensatz zu IBM und Hewlett-Packard hat es Sun bisher geschafft , trotz der
Krise keine Angestellten zu entlassen , allerdings mussten sie vor zwei Wochen
den ersten Verlust seit 12 Jahren verbuchen . Eine Sun-Sprecherin sagte
gegenüber CNET , dass die Stellenkürzungen nicht in Verbindung mit Suns Programm
zur Verbesserung der Mitarbeiterleistung stehe : Die " schwächsten " zehn
Prozent der Belegschaft hatte der Konzern dazu aufgefordert , ihre Ergebnisse zu
optimieren . War dies nötig , entstanden weitere Kosten für das Patchen und
Testen der Systeme . Die übrigen Kosten von 1.5 Milliarden seien durch den
Produktivitäts-Ausfall der User , Administratoren und Helpdesk-Mitarbeiter
entstanden , so Computer Economics . Ericsson lizenziert Mobilfunk-Know-how an
andere Hersteller Handy-Hersteller Ericsson hat eine neue Firma namens Ericsson
Mobile Platforms gegründet , die das Mobilfunk-Know-how des Konzerns an andere
Unternehmen lizenzieren soll . Ericsson möchte auf diese Weise vollständige
Gerätespezifikationen , gedruckte Platinen-Layouts und Software vermarkten . Mit
diesem Angebot wird es OEMs möglich sein , neue Produkte mit geringem Aufwand
für Forschung und Entwicklung auf den Markt zu bringen , teilt Ericsson in einer
Presseerklärung mit . Mit diesem Schritt reagiert der Hersteller auf eine
Ankündigung des Konzerns Motorola , der seine Chips aggressiv an andere
Hersteller vermarkten möchte , darunter auch an den Konkurrenten Nokia .
Ericsson bereitet sich darauf vor , am 1. Oktober sein Handy-Geschäft in ein
Gemeinschaftsunternehmen mit Sony zu überführen . Kartellverfahren gegen
Computer Associates Das US-Justizministerium hat Computer Associates ( CAI )
wegen Preisabsprachen und Rechtsverstößen bei der Übernahme der Firma Platinum
im März 1999 verklagt . Die Kartellwächter verdächtigen CAI , da den
Platinum-Kunden noch vor der Genehmigung des Zusammenschlusses große
Preisnachlässe für die Miete von Software gestrichen wurden . Die beiden Firmen
waren vor dem Merger direkte Konkurrenten . Das Justizministerium erhob bereits
im Mai 1999 Einspruch und zwang CAI dazu , sich von einigen Platinum-Produkten
zu trennen , um die Genehmigung für die Fusion zu erhalten . Den US-Medien
zufolge beschuldigt das Justizministerium CAI außerdem , vor der Fusion einen
Mitarbeiter bei Platinum untergebracht zu haben , der die Verträge im Vorfeld
überprüfte . Dies ist nach US-Recht nicht zulässig . Auf seiner Website erklärt
Computer Associates die Vorwürfe für unbegründet . Die Platinum-Manager seien im
Vorfeld nicht beeinflusst worden , argumentiert das Unternehmen .
MP3-Player-Produzent Pontis zahlungsunfähig Die Pontis GmbH , deutscher
Hersteller von MP3-Hardware ist zahlungsunfähig . Dies bestätigte der
Geschäftsführer Erich Böhm heute gegenüber heise online . Nächste Woche will die
Firma einen Plan vorlegen , um die Firma zu erhalten und den Fortbestand der
Produktlinie zu sichern , sagte Böhm . Pontis produziert als deutscher
Hersteller seit Herbst 1998 tragbare MP3-Player . Nach Angaben der Firma ist
Infineon mit zehn Prozent an dem Unternehmen beteiligt . High-Tech-Zentrum
München Die Region München bietet nach einer Untersuchung der EU-Kommission in
Deutschland die besten Bedingungen für junge High-Tech-Unternehmen . Gemeinsam
mit den baden-württembergischen Regionen Stuttgart und Karlsruhe stehe München
an der Spitze in Deutschland , berichtet die EU-Kommission in Brüssel . In
Europa seien insgesamt 15 Städte führend , darunter Cambridge , Mailand , Lyon
und Madrid . Insgesamt nahm die EU-Kommission mehr als 40 europäische Regionen
unter die Lupe . Die Voraussetzungen für Innovationen seien in München günstig ,
denn dort lebten genügend gut ausgebildete Fachkräfte , die Infrastruktur sei
gut ausgebaut , finanzielle Hilfen seien vorhanden und die Kooperation zwischen
Universitäten und Unternehmen sehr gut , begründet die Kommision ihr Ergebnis .
Besonders stark sei die Region im Bereich Internet , Multimedia , Werbung ,
IT-Consulting und Umwelttechnologie . Die Innovationskraft europäischer Länder
sei gering , hieß es . Besonders groß sei der Rückstand bei den
Unternehmensausgaben für Forschung und Entwicklung sowie bei den
Patentanmeldungen im High-Tech-Sektor . Vernetzte Haushaltsgeräte von Sanyo und
Sharp Die beiden japanischen Konzerne Sanyo und Sharp haben angekündigt , bei
der Entwicklung von Geräten wie Kühlschränken und Mikrowellen oder
Geschirrspülern zusammenzuarbeiten . Die neuen Produkte sollen Energie sparend
und vernetzt sein . Die beiden Firmen reagieren damit offensichtlich auf eine
ähnliche Allianz von Matsushita und Hitachi - die Elektronikriesen versuchen
Kosten bei der Entwicklung der nächsten Gerätegeneration zu sparen .
Umsatzsteigerungen werden vor allem durch die neuen Techniken erwartet ; E-Mail
verschickende Kühlschränke und der Datenaustausch mit Elektrizitätswerken ( um
Stromkosten zu sparen ) beflügeln die Fantasie der Entwickler und des Marketings
. Aufgrund der hohen Marktsättigung und geringer Gewinnspannen ist mit
herkömmlicher Haushaltstechnik nicht mehr viel Geld zu verdienen . Nachdem die
Konzerne früher als Konkurrenten aufgetreten sind , wollen sie nun die Produkte
des jeweils anderen unter dem eigenen Label anbieten . Sharp will zum Beispiel
Sanyo-Mikrowellen für den europäischen Markt herstellen . Fujitsu will keine
Desktop-Festplatten mehr herstellen Der Hardware-Hersteller Fujitsu hat
beschlossen , sich aus dem Desktop-Markt für 3,5-Zoll-Festplatten mit
IDE-Schnittstelle zurückzuziehen , um sich auf Harddisks für Server und
Notebooks zu spezialisieren . Dies bestätigte heute der Marketing-Chef von
Fujitsu Deutschland , Otto Hinteregger , im Gespräch mit heise online . Als
Begründung für diesen Schritt gab er an , dass die zukünftige Marktentwicklung
im Notebook- und Server-Segment bei Fujitsu wesentlich positiver eingeschätzt
werde als im gesättigten Desktop-Bereich , bei dem die Umsätze rückläufig seien
. Zukunftig wird der Konzern daher seine 3,5-Zoll-IDE-Laufwerke mit 5.400 und
7.200 U/min nach und nach vom Markt nehmen . Zu Fujitsus Desktop-Konkurrenten
zählten Maxtor , Seagate , IBM und Samsung - die Gewinnspanne bei Festplatten
für Desktop-PCs liegt prozentual im einstelligen Bereich , während im nun
angestrebten Marksegement zweistellige Werte zu erhoffen sind . Fujitsu-Siemens
kann Umsatz steigern Das Ergebnis wurde durch einen Anstieg der Verkäufe von
Notebooks um 14 Prozent sowie eine Steigerung der Zahl der verkauften
Server-Systeme um 45 Prozent erzielt . Paul Stodden , der Chef des Unternehmens
, machte in einem Interview mit dem Wall Street Jounal keine Angaben über die
erwarteten Gewinne ; in den vorherigen beiden Quartalen konnte das Unternehmen
jedoch einen kleinen Gewinn erwirtschaften . Stodden meinte , dass
Fujitsu-Siemens den derzeitigen Preiskrieg auf dem PC-Markt nicht mitmache ;
diese Entscheidung wirke sich negativ auf die Verkaufszahlen aus . Nach den
Zahlen der US-Marktforscher von IDC hat Fujitsu-Siemens im abgelaufenen Quartal
638.000 Einheiten ausgeliefert , 75.000 weniger als im Vergleichszeitraum des
Vorjahres . Der Marktanteil des Unternehmens sank damit von 8,9 auf 7,9 Prozent
. Stodden erklärte , dass er nicht an einen größeren Umsatzaufschwung glaube ,
der von vielen Insidern durch die Veröffentlichung von Windows XP im Oktober
erwartet wird . Innovationsanzeiger der EU-Kommission bewertet Europa Die
Stärken und Schwächen im Innovationspotenzial der Europäischen Union analysiert
der europäische Innovationsanzeiger 2001 , den die Europäische Kommission am
gestrigen Montag veröffentlicht hat . Danach haben alle Mitgliedstaaten
Fortschritte verzeichnet , einige sind sogar auf bestimmten Gebieten Weltklasse
. Die EU bleibt insgesamt immer noch hinter den Vereinigten Staaten und Japan
zurück . Besonders auffällig sind die relativ niedrigen Investitionen in
Forschung und Entwicklung sowie der Rückstand bei Hochtechnologie-Patenten . Der
Europäischen Rat von Lissabon gab den europäischen Innovationsanzeiger im März
2000 in Auftrag , mit dem Ziel , die EU innerhalb des nächsten Jahrzehnts zur "
wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaft der Welt " zu
machen . Zu den untersuchten Aspekten des Innovationsprozesses gehören unter
anderem die Verfügbarkeit von Menschen mit entsprechenden Fachkenntnissen ,
Angaben über Forschungs- und Entwicklungs-Ausgaben und Patentanmeldungen ,
Innovationen in Unternehmen und die Versorgung mit Risikokapital für
Hochtechnologie . Bei der Vorstellung des Anzeigers sagte Erkki Liikanen , der
für Unternehmenspolitik und die Informationsgesellschaft zuständige EU-Kommissar
: " Anhand dieses Anzeigers können politische Entscheidungsträger und
Meinungsbildner in ihrem Mitgliedstaat die Bedeutung der Innovation deutlich
machen und die Schaffung einer Kultur der Innovation effizienter planen . " In
seiner Rede stellte er weitere Ergebnisse der Studie vor , die die weltweite
Führungsrolle einiger EU-Länder belegen : England , Irland und Frankreich haben
pro Einwohner die meisten Absolventen von Ingenieurs-Studiengängen . Die
Niederlande und Schweden liegen bei der Zahl der privaten Internet-Zugänge an
der Spitze . In Finnland und Schweden ist die öffentlich finanzierte Forschung
und Entwicklung weltweit führend , freut sich der EU-Kommissar . Die
Gesamtinnovationsleistung der Union nimmt zu , wie der Trend der Indikatoren
zeigt . Länder wie Finnland und Dänemark verzeichnen weitere Fortschritte .
Griechenland und Spanien holen rasch auf und nähern sich dem EU-Durchschnitt ,
sie gehen allerdings von einem relativ niedrigen Niveau aus . Die drei größten
Volkswirtschaften der EU ( Frankreich , Deutschland und das Vereinigte
Königreich ) legen zu , aber weniger stark als der EU-Durchschnitt . Insgesamt
scheint sich jedoch die Kluft zwischen den leistungsstärksten und den
leistungsschwächsten Mitgliedstaaten weiter zu vergrößern . Positiv falle auf ,
dass bei den meisten Indikatoren , für die vergleichbare Daten vorliegen ,
mindestens einer der Mitgliedstaaten die Vereinigten Staaten und Japan
übertrifft , berichtet die EU-Kommission . Neben den Werten , die die einzelnen
Indikatoren in den Mitgliedstaaten aufweisen , enthält der Anzeiger auch eine
aus allen Indikatoren berechnete Kennzahl für jedes Land , den zusammenfassenden
Innovationsindex . Schweden führt mit einem zusammenfassenden Innovationsindex
von +6,5 . Für zehn Indikatoren liegen genügend Daten vor , die den Trend in den
vergangenen vier bis sechs Jahren erkennen lassen . Diese Indikatoren zeigen im
Durchschnitt eine Verbesserung um etwa 30 Prozent . Drei Indikatoren weisen
jedoch einen Rückgang für die EU als Ganzes auf : öffentliche F&E-Aufwendungen ,
F&E-Aufwendungen der Wirtschaft und Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes in
Hochtechnologiesektoren . Ein Vergleich zwischen den aktuellen Leistungen der EU
und denen der Vereinigten Staaten zeigt , dass die Vereinigten Staaten die EU
vor allem bei der Forschung und Entwicklung in den Unternehmen , den
Hochtechnologiepatenten , den Quellen für neues Kapital und dem Anteil der
Arbeitskräfte mit Hochschulbildung übertreffen . Die EU liegt nur bei der Anzahl
neuer Absolventen von naturwissenschaftlichen und technischen Studien vorne .
Die EU übertrifft Japan bei den öffentlichen Ausgaben für Forschung und
Entwicklung sowie bei den Aufwendungen für Ausrüstungen und Dienstleistungen der
Informations- und Kommunikationstechnologie . Der europäische
Innovationsanzeiger soll künftig jährlich aktualisiert und veröffentlicht werden
. Napster stellt Service vorübergehend ein Die nicht mehr ganz so populäre
Musiktauschbörse Napster hat seit gestern vorübergehend ihren Service
eingestellt . Ein Termin für die Wiederaufnahme des Dienstes wird nicht genannt
. Alten Software-Versionen erlaubt Napster keinen Zugriff mehr ; das Upgrade
verschärft noch einmal die Filterregeln für urheberrechtlich geschützte Musik ,
sodass nun selbst viele obskure und gar nicht geschützte Titel herausgefiltert
werden . Das neue Napster verhindert außerdem die Nutzung der ungefilterten
freien OpenNap-Server . Der einst beliebteste Musik-Service hat mit massiver
Abwanderung von Usern zu kämpfen , seitdem die Industrie ihre Urheberrechte
gerichtlich durchzusetzen versucht und in Kooperation mit Bertelsmann aus der
Tauschbörse ein kostenpflichtiges Angebot entstehen soll . Hitachi entwickelt
Sicherheitschip für Geldscheine Der japanische Elektronik-Konzern Hitachi hat
einen winzigen Chip für Sicherheitsanwendungen entwickelt . Laut EETimes.com ist
er mit einer Kantenlänge von nur 0,4 Millimetern und 60 Mikrometern Dicke dazu
geeignet , die Fälschungssicherheit von Dokumenten und Geldscheinen zu
gewährleisten . Der IC ist so klein und dünn , dass er direkt in das Papier
eingearbeitet werden kann und selbst durch Knicken und Falten nicht zu
beschädigen ist . Drahtlose Datenübertragung erlaubt es einem entsprechenden
Lesegerät , den Inhalt des 128 Bit großen Festspeichers über eine Entfernung von
bis zu 30 Zentimetern auszulesen . Herkömmliche Chips dieser Art hatten bisher
eine Kantenlänge von mehreren Millimetern ; erste Muster sollen im Herbst
verfügbar sein . Steuerfreies Internet in den USA Ein Ausschuss des
US-Repräsentantenhauses hat dafür gestimmt , die US-Bundestaaten an der
Besteuerung von Internet-Zugängen zu hindern und ein bereits bestehendes Verbot
anderer internet-spezifischer Steuern um fünf Jahre zu verlängern . Gesetzgeber
vieler US-Staaten und Einzelhändler , die nicht vom Internethandel profitieren ,
wollen eine Zustimmung des Kongresses bewirken , um Verkaufssteuern auf
Online-Shopping und den taditionellen Versandhandel erheben zu können . Wenn
eine Firma keine physische Niederlassung in einem US-Staat besitzt , kann der
Staat bisher keine Steuern von dieser Firma fordern - dies entschied der oberste
Bundesgerichtshof . Die Verbraucher sind dem Staat diese Steuern zwar schuldig ,
nur wenige US-Bürger bezahlen sie aber . Eine Vereinheitlichung der bundesweiten
Steuern versuchen verschiedene Staaten zu erreichen ; sie haben dem Kongress
bereits mehrfach Gesetzentwürfe vorgelegt , um die Besteuerung des wachsenden
Internethandels in Zukunft zu ermöglichen . Allerdings herrscht so viel
Uneinigkeit bei der Umsetzung des Vorhabens , dass die zerstrittenen Parteien
sich auch nach monatelanger Diskussion nicht einigen konnten . Aus diesem Grund
entschied sich der Ausschuss des Repräsentantenhauses dafür , die bestehende
Vereinbarung zu verlängern . Webbrowser Mozilla in Release 0.9.3 Seit gestern
steht ein neues Update des als Open Source entwickelten Netscape-Ahnen Mozilla
zum Download für Windows , Mac OS und Linux bereit . Der steinige Weg zur
geplanten Version 1.0 Ende des Jahres scheint also planmäßig eingehalten zu
werden . Es wurden seit 0.9.2 erneut 16 Bugs entfernt , die das System zum
Absturz brachten ; bei der Newsgroup-Bestellung kann man nun nach einem
beliebigen Teilstring des Gruppennamens suchen . Zu den Features des Browsers
gehört ein Cookie-Manager , der Gelegenheit bietet , Einsicht in die
gespeicherten " Kekse " zu nehmen und diese bei Nichtgefallen zu löschen .
Werbebanner kann Mozilla ohne einen externen Filter unterdrücken , wenn die
Bilder auf einem anderen Server als dem der Website selbst gelagert werden . Wie
Netscape , dessen aktuelles Preview-Release 6.1 auf Mozilla 0.9.1 basiert , kann
eine Mozilla-Installation mehrere Benutzerprofile mit Bookmarks , Adressbüchern
und Einstellungen verwalten und diese auf einem Server ablegen . Mozillas " Look
and Feel " lässt sich mit Hilfe von Skins anpassen . US-Radios sollen für
Web-Sendungen zahlen Nach einer Entscheidung eines US-Bundesgerichts müssen
jetzt auch die herkömmlichen Radiosender in den Vereinigten Staaten
Lizenzgebühren für die Sendungen zahlen , die sie über das Netz verbreiten .
Dies stellt die terrestrisch sendenden Radiostationen mit den reinen
Internet-Sendern gleich , die bereits nach einer früheren Entscheidung des U.S.
Copyright Office Gebühren an die Musikindustrie zahlen müssen . Die Statuory
License ist Teil des Digital Millenium Copyright Act ( DMCA ) und berechtigt
Internet-Sender , ihr Material ohne ausdrückliche Genehmigung zu senden . Die
Kosten , die nun auf die im Web sendenden herkömmlichen Stationen zukommen
könnten , hat viele Sender dazu veranlasst , ihr Programm vollständig vom Netz
zu nehmen . Ein weiteres Problem sind die Sprecher der Radiowerbung , welche
ebenfalls Ansprüche auf Tantiemen für die zusätzliche Nutzung ihrer Arbeiten
haben . Die normalen Radios zahlen auch für ihre Sendungen über Antenne keine
Gebühren an die Plattenfirmen . Deshalb begrüßen die Web-Radios die Entscheidung
des Gerichts als einen gerechten Ausgleich des Wettbewerbs - terrestrische
Radiosender konnten vor der Entscheidung ihr Internet-Programm kostengünstiger
als die Web-Radios produzieren . Kostenbremse für Bild.de Der Axel Springer
Verlag schraubt seine Pläne für den Online-Auftritt der Bild-Zeitung deutlich
zurück . Wie die Financial Times Deutschland berichtet , hat der seit letztem
Sommer amtierende Vorstand Mathias Döpfner " die Kostenbremse getreten " . Das
Projekt werde jetzt in anderen Größenordnungen geplant , sodass Bild.de eine "
klare Perspektive " hätte , in absehbarer Zeit Geld zu verdienen . Als Bild.de
geplant wurde , war die Internet-Euphorie noch groß und Erlöse spielten eine
untergeordnete Rolle . Zeitweise wurden sogar 400 Beschäftigte eingeplant ,
deren Zahl nun auf 100 reduziert wurde . Der Springer-Verlag konnte im Frühjahr
T-Online als Partner gewinnen , das Kartellamt prüft aber noch die Zulassung des
geplanten bild.t-online.de-Portals . Die am Donnerstag neu gegründete Bild.de AG
soll dann das Gemeinschaftsunternehmen an der Börse repräsentieren .
Zusammengestrichen wurde laut Financial Times Deutschland auch das Vorhaben des
Bild.de-Inhalts-Chefs Udo Röbel , Videos von aktuellen Ereignissen live im
Internet zu übertragen . Röbel hatte die Exclusiv-Übertragungsrechte der
geplanten Hochzeit des Schauspielers Heiner Lauterbach für Bild.de gekauft - nun
heißt es , dass Bewegtbilder bei Bild.de von untergeordneter Rolle sein werden .
Ob die Kürzungen auch mit dem sehr teuer eingekauften und nicht funktionierenden
neuen Redaktionssystem zu tun haben , von dem die Financial Times Deutschland
berichtete , wollte die Pressestelle von Bild.de gegenüber heise online leider
nicht kommentieren . Dem Bericht zufolge investierte Bild.de einen bis zu
zweistelligen Millionen-Betrag in die fehlerhafte Software . Verein für
automatisiertes Chip-Design gegründet An der Universität Hannover wurde der
Verein edacentrum gegründet , der sich der Förderung des automatisierten
Chipdesigns ( Electronic Design Automation , EDA ) verschrieben hat . EDA widmet
sich der Optimierung von Entwurfsmethoden für Mikroelektronik und hilft dabei ,
komplexe Schaltungen zu bewältigen , die Entwurfsproduktivität zu steigern und
die Qualität der Chips zu verbessern . Der Verein möchte in Deutschland ein
Forum für große und kleine Unternehmen sowie für Hochschulen bilden und einen
Beitrag zu Koordination von Forschung und Entwicklung in diesem Umfeld leisten .
EDA-Kompetenzen sollen gebündelt und ausgebaut werden und die
Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden . Durch die
Kooperation von Firmen und Universitäten sollen neue Impulse und Synergien für
Forschung und Entwicklung der EDA entstehen - allerdings will der Verein keine
eigene Forschungs- und Entwicklung betreiben . " Wer Superchips entwerfen und
herstellen kann , wird die Marktführerschaft in einem Bereich übernehmen , der
das Fundament der zukünftigen Informationsgesellschaft darstellt " , sagte
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn bei der Eröffnung am Montag . Für
die Universität Hannover bedeute das neue Chipdesign-Zentrum einen Kompetenz-
und Imagegewinn . " Wir kriegen nur ausländische Doktoranden , wenn wir
attraktive Schwerpunkte haben " , sagte Universitätspräsident Ludwig Schätzl .
Napster immer noch offline Die Musiktauschbörse Napster hat ihre
Software-Probleme offensichtlich noch nicht im Griff : Wie gestern berichtet ,
hatte Napster vorübergehend den Service eingestellt . Auf der Napster-Homepage
ist nun ein Text mit Fragen und Antworten zu den Ursachen zu lesen : Die
Betreiber begründen den Ausfall noch einmal mit Datenbankproblemen , die bei der
Neuimplementierung der Filterregeln für geschützte Musik entstanden sind .
Weiterhin steht kein Termin fest , wann der Dienst wieder aufgenommen wird ; "
so bald wie möglich " wird als Zeitpunkt angegeben . Die Napster-Betreiber
entschuldigen sich und verweisen darauf , dass die neue MP3-Identifizierung ein
zentrales Feature des neuen Napster-Angebotes sein wird , deshalb nimmt man eine
Auszeit in Kauf , um diese Technik zu implementieren . Die Datenbestände müssen
neu aufgebaut werden , um die neue Identifikation umzusetzen . Internetangebot
von BBC möglicherweise bald kostenpflichtig Der britische Radio- und
Fernsehsender BBC erwägt , sein Internetangebot BBC Online in Zukunft nicht mehr
kostenlos anzubieten . Die Nutzer sollen für den Abruf von Sendungen als
Online-Stream zur Kasse gebeten werden . Dies meldet die britische Tageszeitung
The Guardian unter Berufung auf ein Interview der Financial Times mit dem
BBC-Leiter der Neuen Medien , Ashley Highfield . Viele Beiträge , wie die
Nachrichtensendung Newsnight , können zur Zeit direkt nach der Ausstrahlung
kostenlos im Netz abgerufen werden . Highfield sagte , dass die Hälfte des
derzeit etwa zehn Millionen zählenden Publikums die Beiträge außerhalb
Großbritanniens abruft - Nutzer , die keine Rundfunkgebühren zahlen . Laut der
BBC entspricht die Äußerung Ashley Highfields nicht der derzeitigen Politik .
Allerdings sei die Finanzierung des Online-Auftritts in Zukunft nicht mehr
allein durch Rundfunkgebühren zu decken , die England zuletzt 1999 erhöhte , um
ebensolche Angebote zu finanzieren . Erst vor kurzem stellte der Sender seinen
internationalen Kurzwellendienst ein , mit der Begründung , dass heutzutage ja
ein Großteil der Nutzer die Informationen über das Netz abrufen könne . Surfer
im Dienst Rund 41 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland , Frankreich , Italien
und Großbritannien gaben in einer repräsentativen Befragung zu ,
durchschnittlich 3 Stunden pro Woche das Internet für private Zwecke während der
Dienstzeit zu nutzen . 35 Prozent der Deutschen würden ihren Vorgesetzten
informieren oder den Kollegen darauf ansprechen , wenn sich dieser so verhält .
Von Abmahnungen aufgrund unauthorisiertem Surfens wissen 13 Prozent der Europäer
, in britischen Unternehmen kommt das fünf Mal so oft vor . Der Gedanke , das
Netz mache süchtig , ist mit 95 Prozent in Deutschland am weitesten verbreitet .
63 Prozent waren aber auch der Auffassung , dass das Internet am Arbeitsplatz "
notwendig und nützlich " ist . Die Studie wurde vom Spezialisten für
Netzwerk-Überwachungssoftware Websense in Auftrag gegeben . Websense ist einer
der größten Anbieter dieser Tools und stellt selbst eine Datenbank bereit , in
der Internetseiten zu Filterzwecken kategorisiert werden . Mit ihrer Hilfe
lassen sich die Aktivitäten der Mitarbeiter " bequem und einfach beobachten ,
dokumentieren und managen " . In der langen Kundenliste des Unternehmens finden
sich auch deutsche Firmen , beispielsweise die Deutsche Telekom und die
Hypovereinsbank . Laut Aussage des Websense-Sprechers Willi Inders wird im
Normalfall kein geltendes Recht verletzt ; die Software verhindere in erster
Linie den Missbrauch und könne so konfiguriert werden , dass keine
Benutzerprofile erzeugt werden . Viele Angestellte würden die Software sogar
begrüßen , denn das System verhindere Abmahnungen und Entlassungen . In jedem
Fall ist nach deutschem Recht die Zustimmung des Betriebsrates und eine
entsprechende Bemerkung im Arbeitsvertrag für einen solchen Schritt erforderlich
. Die Mehrzahl der Betroffenen zieht der Umfrage zufolge diese schriftliche
Vereinbarung der Beobachtungsvariante vor . McAfee erhält Patent auf automatisch
verteilte Updates McAfee , Hersteller von Antiviren-Software , hat ein US-Patent
auf eine Technik für Software-Updates über das Internet erhalten . Das Patent
6,269,456 mit dem Titel " Methode und System für die Bereitstellung
automatischer Aktualisierungen von Antivirus-Software in einem Computer-Netzwerk
" beschreibt , wie McAfee die Updates von einem Update-Server in ein
Firmen-Netzwerk überträgt und von dort aus die lokalen Rechner automatisch mit
den neuen Programmversionen versorgt . Erst Anfang August hatte sich die Firma
ein anderes Patent gesichert , das ebenfalls über das Internet angebotene
IT-Dienstleistungen zum Inhalt hat . Auch der Hersteller Symantec hat sich die
Aktualisierungstechnik seiner Antivirus-Software schützen lassen - dabei geht es
aber nicht um die automatische Verteilung über das Netz , sondern um die
Reduzierung der zu übertragenen Datenmengen . Mangelhaftes Electronic Government
bei den Landkreisen In der Untersuchung wurden die Websites nach einem
detaillierten Katalog von Kriterien beurteilt , um Informationsgehalt ,
Interaktivität und Benutzerfreundlichkeit der Seiten einheitlich zu benoten .
Damit ist laut der Hochschule zum ersten Mal der Stand der Entwicklung auf dem
Gebiet des elektronischen Bürgerdialogs wissenschaftlich überprüft worden .
Getestet wurde beispielsweise die Erreichbarkeit der Mitarbeiter per E-Mail ,
der Abruf von Formularen als Download und die Möglichkeit , Dokumente in
elektronischer Form einzureichen . In der Gesamtheit ist das Ergebnis nicht
gerade zufrieden stellend . Lediglich zwei Landkreise , nämlich Nordfriesland
und Ostholstein , bewertete die Hochschule mit " sehr gut " . Den " wenigen
Musterknaben " stehen eine erhebliche Zahl von Landkreisen gegenüber , " die
erheblich zulegen müssten " , heißt es in der Studie . Die Wissenschaftler
kommen zu dem Fazit , dass diese Internetseiten " sich in der Frühphase der
Entwicklung befinden " und dass es " erheblichen Optimierungsbedarf auf einem
längeren Weg zum Ziel " gibt . NASA stellt unbemanntes Brandbekämpfungs-Flugzeug
vor Am Donnerstag wollen Wissenschaftler der NASA ein unbemanntes
satellitengestütztes Flugzeug für die Brandbekämpfung vorstellen : Die Maschine
wird von Piloten am Boden aus gesteuert und ist mit moderner Militär-Technologie
ausgestattet . Entwickelt und gebaut wird das Flugzeug von der privaten Firma
General Atomics Aeronautical Systems im kalifornischen San Diego . Das Altus II
ist eine Variante des von der U.S. Air Force eingesetzten unbemannten
Aufklärungsflugzeugs " Predator " . Der NASA-Wissenschaftler Steve Wegener
schildert die momentane Vorgehensweise der Feuerwehrleute , die mit
herkömmlicher Technik arbeiten , so : Am Abend werden vielleicht drei Flugzeuge
gestartet , welche Infrarotaufnahmen von zwei oder drei Feuern machen können .
Der Pilot muss dann landen und die Fotos einem Boten übergeben , der die Bilder
der Einsatzzentrale zukommen lässt . In diesem Jahr sind bereits zwei Piloten
beim Flug über Waldbränden gestorben . Ein großer Vorteil der digitalen
Luftaufnahmen sei die einfache und exakte Projektion der Brand-Daten auf eine
digitale Landkarte . Der Katastrophenschutz könne damit die Einsätze sehr exakt
planen , freut sich Steve Wegner . Handybesitzer als Hilfspolizisten Der
SMS-Service-Anbieter SafeCity beliefert seine Mitglieder mit offiziellen
Fahndungsmeldungen der Polizei . Das Münchner Unternehmen des ehemaligen
Kriminaloberkommissars Peter Schmid hofft , auf diese Weise Hobby-Detektive zu
gewinnen , die gestohlenen Autos , vermissten Personen und entlaufenen
Straftätern hinterherspionieren sollen . Gibt ein aufmerksamer Bürger der
Polizei einen erfolgreichen Tip , winkt ihm von SafeCity sogar eine Prämie von
500 Mark . SafeCity möchte natürlich kostendeckend arbeiten und ergänzt deshalb
jede Schnüffel-Info durch eine kurze Werbebotschaft . Konrad Freiberg , der
Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei hat an dem Angebot wenig auszusetzen :
" Bei Fahndungen ist die Polizei auf jede Unterstützung angewiesen . " .
Allerdings kann er sich auch nicht so recht vorstellen , dass der Dienst
wirklich Erfolg haben wird . " Es wäre uns natürlich lieb , wenn keine Werbung
dabei wäre , aber ich habe kein Problem damit . " Datenschutzrechtliche Bedenken
gibt es bei SafeCity nicht , die Mitglieder informieren die Polzei auf direktem
Wege ; den Erfolg bestätigen die Polizeidienststellen gegenüber SafeCity anonym
, sagte Peter Schmid gegenüber heise online . Nach Angaben des Unternehmens
nutzen den Dienst bereits 8000 Mitglieder - deren Zahl soll bis Jahresende auf
50.000 anwachsen , hofft der SafeCity-Chef . Streaming-Standard für MPEG-4
veröffentlicht Die Internet Streaming Media Alliance ( ISMA ) hat ihre erste
Spezifikation für Video- und Audiostreaming mit MPEG-4 namens ISMA1.0
veröffentlicht . Der ISMA gehören unter anderem Apple , Sun , IBM und Cisco an ;
die Gemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt , offene Standards für die
Übertragung von Audio und Video im Netz zu etablieren . ISMA1.0 soll sich nach
dem Willen des Konsortiums gegen Microsofts Windows Media , RealNetworks
RealPlayer und Apples Quicktime durchsetzen und so den Wildwuchs der
unterschiedlichen Medien-Formate eindämmen . Die Nutzer sollen in Zunkunft mit
einem einzigen Plug-in auskommen , um Audio und Video im Internet abzurufen .
ISMA1.0 gibt es in zwei Versionen . Das Profile 0 soll PDAs und Mobiltelefone
mit Audio und Video versorgen , während Profile 1 auf Settop-Boxen und PCs
zugeschnitten ist . Apple hoffe , dass der Standard bei der Verbreitung von
Quicktime helfen wird ; die nächste Version von Quicktime wird wahrscheinlich
auf MPEG-4 basieren . Gegenüber dem US-Newsdienst CNet meinte Michael Aldridge ,
der Produktmanager der Windows Media Digital Devision bei Microsoft : " Windows
Media 8 kann nahezu DVD-Qualität liefern und spart im Vergleich zu MPEG-4
ungefähr 40 Prozent Bandbreite . " Marvin , der Roboter , patrouilliert in
Neuseeland In der neuseeländischen Universität Waikato achtet neuerdings ein
dort entwickelter Roboter darauf , dass nichts Ungewöhnliches auf den Gängen vor
sich geht . Seine studentischen Schöpfer programmierten " Marvin " darauf ,
selbstlernend die Räume zu erkunden und sich dabei mit einer elektronischen
Rundum-Kamera zu orientieren . Dabei kann er mit bis zu 35 km/h durch die Gegend
flitzen . Dank Spracherkennung gehorcht der Blech-Blockwart seinen Herren meist
aufs Wort ; für die nötige Intelligenz sorgt ein Celeron 533 und eine Software ,
die auf Neuronalen Netzen basiert . Marvin ist zwar in Neuseeland das einzige
Exemplar seiner Spezies , weltweit hat er aber schon einige ihm ähnliche
Geschwister . Online-Musikgeschäft im Visier des US-Justizministeriums Das
US-Justizministerium hat eine kartellrechtliche Untersuchung des
Online-Musikgeschäfts eingeleitet , das die beiden von fünf Major-Labels
unterstützten Gemeinschaftsunternehmen - MusicNet und pressplay - beurteilen
soll . pressplay arbeitet mit Mircosoft zusammen und ist im gemeinsamen Besitz
von Sony und Vivendi Universal . MusicNet dagegen gehört AOL Time Warner , EMI ,
RealNetworks und der Bertelsmann AG ; beide Unternehmen wollen im Herbst dieses
Jahres online sein . Neben den möglicherweise wettbewerbsfeindlichen
Auswirkungen der Joint-Ventures möchte die Regierung auch die
urherberrechtlichen Regelungen und Lizenzbedingungen in Augenschein nehmen , die
die Major-Labels benutzen , um den Online-Vertrieb ihrer Musik zu kontrollieren
. Andere Distributoren machen sich darüber Sorgen , dass die Plattenfirmen
bevorzugt mit ihren eigenen Diensten zusammenarbeiten und deshalb Fremdanbieter
bei der Lizenzierung benachteiligen würden . Die europäischen Wettbewerbshüter
haben bereits im Juni eine vergleichbare Untersuchung eingeleitet . Motorola
verkauft Militär-IT-Sparte Die Motorola-Sparte produziert Hard- und Software
sowie Telekommunikations-Elektronik unter anderem für die US-Army und die NATO
und hat 3000 Angestellte . General Dynamics erhofft sich , durch den Kauf der
gewinnträchtigen Sparte seine Einnahmen aufzubessern . 42 Prozent der
US-Haushalte sind online Die Zahl der Haushalte mit Netzzugang in den USA ist
von 18 Prozent im Jahr 1997 auf 42 Prozent im August letzten Jahres rapide
gestiegen . Diese Zahlen veröffentlichte das amerikanische
Volkszählungs-Institut Census Bureau als Ergebnis einer aktuellen Studie . Ein
Drittel von ihnen sei regelmäßig online , ein Fünftel nutzte E-Mail . Die
Erwachsenen kommunizieren zu fast einem Drittel per Mail . Die Möglichkeit ,
E-Mail und und Instant-Messaging-Nachrichten zu versenden , ist für viele
Amerikaner mittlerweile ein " must have " . Die Analysten sehen den Bedarf für
schnelle Kommunikation und den Preisverfall der Hardware als Grundlage für die
Steigerung der Nutzerzahlen . Mehr als fünfzig Prozent der Haushalte besitzen
einen Rechner , bei der ersten derartigen Erhebung im Jahre 1984 lag der Anteil
noch bei 8 Prozent . Die verschiedenen sozialen und ökonomischen Gruppen sind
immernoch unterschiedlich mit Technologie ausgestattet : Bei den älteren
US-Amerikanern und Familien mit geringerem Einkommen ist die Wahrscheinlichkeit
des Computerbesitzes geringer . Die Kindern jedoch sind durch die Verfügbarkeit
der Technik in den Schulen sehr gut versorgt : Bei den Erwachsenen informieren
sich 64 Prozent per Netz-Suche und 53 Prozent nutzen News-Dienste , während 40
Prozent einkaufen und Rechnungen online zahlen . Der Durchschnittspreis für
einen PC sank von 1.450 US-Dollar im Jahr 1997 auf 950 US-Dollar . Viatel
bekommt zu wenig Geld für Europa-Netzwerk Der kränkelnde Anbieter für
Telekommunikations-Netzwerke Viatel hat die Versteigerung seines europäischen
Netzwerkes aufgrund nicht zufrieden stellender Angebote beendet . Dass der
Verkauf nicht zustande kam , beunruhigt auch andere Unternehmen wie Teligent und
RSL , die sich in einer ähnlich misslichen Lage wie Viatel befinden . Motorola
entwickelt Masken für EUV-Lithografie Forscher des Chip-Herstellers Motorola
melden Fortschritte bei der Entwicklung von EUV-Masken für die Herstellung von
Chips mit 50-Nanometer-Strukturen : Auf einem Workshop von International
Sematech zeigte Motorola bereits den Prototypen einer 100-Nanometer-Maske für
EUV-Lithografie . Im März meldete Intel ebenfalls Fortschritte in dieser Technik
. Beide Hersteller haben dem Bericht zufolge allerdings noch Schwierigkeiten ,
die Fehlerquote ihrer Masken zu reduzieren . EUV-Lithografie arbeitet mit einer
reflektiven Optik , im Gegensatz zur heutigen Technik , bei der die Maske
lichtdurchlässig ist . Auf ein Substrat werden bis zu 80 Schichten von Molybdän
und Silizium abwechselnd aufgebracht , um eine Oberfläche zu schaffen , die das
EUV-Licht , das eine Wellenlänge im Bereich von 13 Nanometern aufweist , präzise
genug reflektiert . Dolby mahnt NetBSD wegen AC-3-Decoder ab NetBSD , eines der
Projekte für ein freies Unix-Derivat auf 4.4BSD-Basis , hat von der Firma Dolby
eine Abmahnung erhalten : Auf der japanischen NetBSD-Seite ist ein Verweis auf
fertig compilierte NetBSD-Binaries des AC-3-Decoders ac3dec zu finden . Und das
gefällt Dolby überhaupt nicht : Dolby fordert NetBSD nun auf , die Links von der
Seite zu entfernen und bietet NetBSD an , eine Lizenz zu kaufen . Der
Audiospezialist weist darauf hin , dass er die unautorisierte Verbreitung und
den Gebrauch seiner AC3-Technologie als eine Bedrohung sieht und alle
Rechtsmittel ausschöpfen wird , um dem entgegenzuwirken . Krimi-Kommissar
Wallander ermittelt online Der Weltbild-Verlag hat eine bisher unveröffentlichte
Kriminalgeschichte von Henning Mankell zum kostenlosen Download bereitgestellt .
Die Fans des eigenwilligen Kommissars Wallander dürfen sich auf der Website die
neue Erzählung " Der Mann am Strand " als PDF- oder HTML-Version herunterladen .
Die PDF-Datei wird bei jedem Abruf mit einem neu erzeugten Passwort geschützt ,
das dem Surfer aber verraten wird . Die Passwörter funktionieren nur für
diejenige Datei , für die sie jeweils beim Download ausgegeben wurden . Das vor
dem Download auftauchende Feld für eine E-Mail-Adresse können die Krimifans
getrost ignorieren - wenn die Newsletter-Checkbox nicht selektiert wird ,
akzeptiert das Formular auch ein leeres Eingabefeld . In dem 40-seitigen Werk
muss Wallander einen Giftmord aufklären . Die Erzählung solle die Wartezeit auf
den neuen Mankell-Roman " Die Brandmauer " verkürzen , der Ende Oktober im
Buchhandel erscheine , berichtet Weltbild . Handys mit Angabe der
Strahlenbelastung Die Handy-Hersteller geben ab sofort darüber Auskunft , mit
welcher Strahlenbelastung die Benutzer ihrer Geräte rechnen müssen . " Eine
gesundheitliche Gefährdung der von Handys ausgehenden Strahlung ist zwar nicht
nachgewiesen " , sagte der baden-württembergische Sozialminister Friedhelm
Repnik ( CDU ) zu den neuen Angaben in den Bedienungsanleitungen der Handys .
Vorsorglich rate er jedoch , Geräte mit geringer Strahlung zu benutzen . " Durch
die Angabe der SAR-Werte hat der Käufer jetzt diese Möglichkeit . " Die
Spezifische Absorptionsrate ( SAR ) gibt die pro Kilogramm Körpergewebe
absorbierte Energiemenge an . Bei www.handywerte.de gibt es bereits eine Liste
mit den SAR-Werten der in Deutschland erhältlichen Geräte . Linux-Handheld für
Analphabeten Ein indisches Projekt hat sich zum Ziel gesetzt , die
benachteiligten Bevölkerungsgruppen der Entwicklungsländer von der IT-Revolution
profitieren zu lassen . Der " Simputer " ist ein kleines Gerät , das so ähnlich
wie ein Palm aussieht , aber wesentlich einfacher zu bedienen ist . Der
Mini-Rechner weist einige interessante Merkmale auf , etwa die Fähigkeit ,
englische Texte automatisch in verschiedene indische Dialekte zu übersetzen und
dem Benutzer mit einer neu entwickelten Sprachausgabe-Software vorzulesen . Die
Entwickler haben für diesen Zweck eine XML-Variante namens " Information Markup
Language " entworfen . Als Preis für das Gerät geben die Entwickler 9000 Rupien
( ca. 230 Euro ) an . Da dies für den geplanten Zweck immer noch viel zu teuer
ist , ermöglicht es ein integrierter Smartcard-Leser , dass sich möglichst viele
Menschen den Zugang zu einem solchen Gerät teilen können . Jeder Nutzer kann
sich am Simputer mit einer persönlichen Karte identifizieren . Als
Betriebssystem wurde Linux gewählt ; die Software sowie das Hardwaredesign
veröffentlichten die Entwickler als Open Source unter der GPL . The Simputer
Trust will diese Geräte allerdings nicht selbst bauen , sondern Lizenzen an
interessierte Hardware-Hersteller vergeben . Leider finden sich auf der Homepage
des Projekts erst zwei relativ unbekannte Lizenznehmer . Zurzeit scheinen sich
viele Menschen darüber Gedanken zu machen , wie sich die Entwicklungsländer
sinvoll mit IT versorgen lassen . Das zeigt auch das ähnliche brasilianische
Projekt des " Volkscomputers " und die Idee , Spielkonsolen mit Linux als
preiswerten Desktop-Computer umzunutzen . Compaq verklagt Geschäftspartner wegen
Betrugs Das Geld erhielten die Beklagten angeblich in Form von Rabatten und
Geldmitteln für Marketing-Aktionen . Compaq behauptet , die Beschuldigten hätten
vorgegeben , diese Aufträge für die US-Regierung abzuwickeln . Sie hätten
deshalb die umfangreichen Rabatte erhalten . In Wirklichkeit verkauften die
Beklagten die erhaltenen Rechner an andere Händler , wozu sie laut Compaq nicht
berechtigt waren . Linux-Systemhaus innominate insolvent Der Berliner
Linux-Spezialist innominate hat einen Insolvenzantrag gestellt . Das bestätigte
heute der Produktmanager des Unternehmens gegenüber heise online . innominates
Vertriebspartner , die Nürnberger Salespower AG , hat ihren Vertrag mit den
angeschlagenen Unternehmen daraufhin bereits gekündigt . Beide Firmen waren
Anfang dieses Jahres angetreten , um den Markt für Linux-Server zu erschließen .
Salespower konnte nach eigenen Angaben für die innominate AG viele Leistungs-
und Distributionsverträge schließen . Mit einem weinenden Auge blickt Oliver
Böse , Senior Consultant bei der Salespower AG , auf die Vorgänge : Meiner
Meinung nach hat sich der Erfolg , welcher notwendig wäre , um sich von den
Altlasten aus der Größenwahnzeit der goldenen Tage der New Economy zu erholen ,
nicht schnell genug eingestellt . Hier waren wohl noch andere Erwartungen aus
den letzten Jahren vorhanden . Studie : Der Markt soll weiterhin an Volumen
zunehmen ; die Zahl der genutzten Karten werde im Jahr 2004 auf 3,66 Milliarden
steigen . Den größten Anteil am Chip-Karten-Boom hatten demnach bisher die
SIM-Karten der Mobiltelefone - dieses Produktsegment hatte im Jahr 2000 einen
Anteil von 15,2 Prozent des Gesamtvolumens . Der Absatz sei aber seit der Flaute
des europäischen Handy-Marktes zurückgegangen , berichten die Analysten . Die
Wirtschaftsexperten sehen für die Mobilfunk-Unternehmen Chancen im
elektronischen Zahlungsverkehr : Sie können mit ihren Netzen und
Abrechnungssystemen durchaus mit den Banken konkurrieren . Deren elektronische "
GeldKarte " sei offensichtlich gefloppt . Die Anbieter der Chip-Karten müssen
ihr Produktspektrum erweitern , raten die Analysten von Frost & Sullivan . Dabei
gehe es auch um höhere Sicherheit , größere Benutzerfreundlichkeit und Service .
Zahlreiche Fusionen und Übernahmen deuteten auf eine Veränderung des Marktes hin
, meinen die Marktforscher . Microsoft wolle sich offensichtlich aus dem Markt
zurückziehen ; der Konzern hat angekündigt , Lizenzen für den Quellcode seiner
SmartCard-Plattform zu vergeben . Der weltweit größte Chipkarten-Hersteller
GemPlus sei vom Abschwung des Handy-Marktes besonders betroffen , da die
SIM-Karten 75 Prozent seines Umsatztes ausmachen . Wie die Marktforscher
ermittelt haben , lag Europa bei der Zahl der vekauften Chipkarten im Jahr 2000
mit 53 Prozent an der Spitze . Der Anteil der asiatisch-pazifischen Region soll
von 24 Prozent im Jahr 2000 auf 31 Prozent im Jahr 2002 ansteigen . Die USA
liegen erst bei zwei Prozent des Weltmarktes , der Markt gewinne aber langsam an
Dynamik . Sun verbilligt iPlanet-Webserver Sun Microsystems reduziert den Preis
seines Webservers iPlanet um 37 Prozent und will damit Nutzern des Microsoft
Internet Information Server ( IIS ) den Umstieg schmackhaft machen . Der IIS war
in letzter Zeit wegen Sicherheitslücken und Anfälligkeit für Wurmattacken wie
durch Nimda und Code Red in die Schlagzeilen geraten ; Sun will mit dem Angebot
die Gelegenheit nutzen , Microsoft Webserver-Marktanteile streitig zu machen .
iPlanet kostet für Kunden , die von einer Konkurrenz-Plattform wechseln , nun
940 US-Dollar pro Prozessor ; zuvor betrug der Preis 1.450 US-Dollar .
Zusätzlich hat Sun mit Chili!softs ASP-Implementierung eine Software im Programm
, mit denen sich ASP-Seiten , die normalerweise eine Microsoft-Spezialität sind
, unverändert auf dem Sun-Server hosten lassen . Microsoft hatte eine Initiative
angekündigt , um seine Kunden vor den Angriffen durch Viren , Würmer und Hacker
zu schützen . Das Marktforschungs-Unternehmen Gartner hatte nach dem
Nimda-Angriff dazu geraten , auf Systeme wie Apache oder iPlanet umzusteigen .
Der Einsatz der Microsoft-Server verursache aufgrund der Sicherheitslücken bis
zu 15 Prozent zusätzliche Kosten , berichteten die Analysten . Excite.com zu
verkaufen Excite@Home war Anfang 1999 aus der Übernahme des Internet-Portals
Excite durch den Breitband-Internet-Provider @Home entstanden . Excite@Home
hatte bereits bei seiner Insolvenz-Erklärung vor zwei Wochen " einen Abbau von
Excite.com und anderen Teilen des Excite Media Network " angekündigt . Dies
sehen die US-Medien als Zeichen , dass sich die Firma keine großen Hoffnungen
auf einen hohen Verkaufspreis mache . Die Analysten sind der Meinung , für die
Konkurrenten von Excite sei es billiger , Excite einen langsamen Tod sterben zu
lassen , als ein Angebot abzugeben . " Mit der Zeit werden alle User zu einem
der drei großen Anbieter wechseln " , meint ein Merryl-Lynch-Analyst . Die
Homepage Excite.com ist in der Liste der meistbesuchten Websites im August 2001
auf Platz 7 . AOL , Microsoft und Yahoo belegen die Plätze eins bis drei .
Excite.com ist noch in Betrieb , wurde aber reduziert . Nachrichten ,
Börsenticker und Spielfilm-Infos können die Nutzer weiterhin abrufen , andere
Dienste stellte Excite bereits ein . Besonders auffälig ist , dass die Seite
keinerlei Werbebanner mehr zeigt . Den Verkauf von neuen Werbeflächen stellte
die Website mit dem Hinweis auf Server-Probleme ein . Bereits letzten Monat
hatte Excite@Home angekündigt , 500 Mitarbeiter zu entlassen . Frühwarn-System
für Erdbeben nutzt GPS Im Süden Kaliforniens arbeitet das neue
Erdbeben-Frühwarnsystem SCIGN mit einem Netzwerk aus GPS-Satelliten und über 250
Bodenstationen . Nach der Installation der 250. Station nahm das Netzwerk Ende
vergangener Woche nun offiziell den Betrieb auf . Mit dem System messen
US-Wissenschaftler sehr exakt die Verschiebungen der einzelnen tektonischen
Platten der Erdkruste . Aus diesen Daten lässt sich der Aufbau von Spannungen
berechnen , die durch die Bewegung zwischen den einzelnen Platten erzeugt werden
. Erdbeben entstehen durch die plötzliche Entladung einer solchen Spannung -
dies lässt sich mit SCIGN vorhersagen . Kalifornien gehört zu den seismisch
aktivsten Regionen der Erde . Herkömmliche Seismographen registrieren nur durch
die Bewegungen entstehende Erschütterungen ; den langsamen Aufbau der Erdbeben
erzeugenden Spannungen können sie nicht messen . Tritt ein größeres Beben auf ,
so kann mit dem neuen Verfahren die Verformung des Bodens festgestellt werden .
Die Messdaten sind nicht nur für die normalen Bewohner der betroffenen Gebiete
interessant , sondern auch für Landvermesser und Bauherren , die wissen möchten
, welchen geologischen Kräften beispielsweise Bürogebäude ausgesetzt sind . Die
Geologen haben durch das Projekt bereits viele neue Erkentnisse für ihr
Fachgebiet erarbeitet . Messdaten von SCIGN stehen schon seit einiger Zeit für
jedermann auf der Webseite des Projekts zum Download bereit ; pro Monat
registrieren die Betreiber bereits 50.000 Zugriffe . Die Kalifornier arbeiten
auch daran , konkrete Erdbebenwarnungen für ihre Bürger im Netz zu
veröffentlichen . Red Herring in Schwierigkeiten Aufgrund des Zusammenbruchs des
Anzeigenmarktes entlässt das Blatt außerdem 28 seiner 170 Angestellten ,
darunter viele Redakteure . Seit Jahresbeginn hatte das Magazin 53 % weniger
Anzeigenseiten verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres , teilte das
Unternehmen mit . Im Oktober 2000 führte Red Herring die zweiwöchige
Erscheinungsweise ein , um den Bedarf der Anzeigenkunden decken zu können . Mit
300-Seiten-Ausgaben im Telefonbuchformat gehörte das Blatt neben dem Industry
Standard und Business 2.0 zu den Gewinnern des Dot-Com-Booms . Der Industry
Standard wurde vor 2 Wochen vollständig eingestellt , während Business 2.0 im
Juni von AOL aufgekauft und mit der Eigenpublikation eCompany Now fusioniert
wurde . Die Maßnahmen zur Rettung von Red Herring gelten als letzer Versuch ,
nachdem die Suche nach einem Käufer Anfang des Jahres gescheitert war . Bedarf
an neuen PCs sinkt auf Vier-Jahres-Tief Der Bedarf an neuen PCs hat in den USA
den tiefsten Stand seit vier Jahren erreicht . Dies geht aus einem Bericht des
Wall Street Journal hervor , der eine Studie der Marktforscher von Odyssey
zitiert . Laut dieser Umfrage gaben von 2500 befragten US-Haushalten nur 7
Prozent an , in den nächsten sechs Monaten einen PC kaufen zu wollen . Besonders
Haushalte , die bereits einen Computer besitzen , zeigen sich kaufunwillig : Der
Studie nach ist der Anteil derer , die ihr altes Gerät ausmustern wollen , von
13 Prozent im Juli 2000 auf 8 Prozent im Juli dieses Jahres gesunken , den
niedrigsten Stand seit Juli 1997 . Der Trend wird auch von der International
Data Corp. ( IDC ) bestätigt . Das Marktforschungsunternehmen hat mittlerweile
seine Prognosen für das gesamte Jahr 2001 zurückgeschraubt : Das sind 9,6
Prozent weniger als im Vorjahr . Microsoft droht hohe Strafe der
EU-Kartellwächter Die Europäische Union könnte in dem im August offiziell
eingeleiteten Kartellrechts-Verfahren gegen Microsoft eine hohe Strafe verhängen
und den Konzern dazu zwingen , Features aus Windows zu entfernen . Dies geht aus
einem vertraulichen Dokument der EU-Kommission hervor , das dem Wall Street
Journal vorliegt . Das US-Wirtschaftsblatt berichtet , dass die Kommission in
ungewöhnlich scharfem Ton feststelle , Microsoft habe versucht , die Ermittler
in die Irre zu führen und das Verfahren zu behindern . Aus diesem Grund werde
eine mögliche Strafe höher ausfallen , als wenn Microsoft kooperiert hätte . Die
Ermittler der EU-Kommission seien der Ansicht , dass Microsoft auf illegale
Weise seine Vormachtstellung bei Windows- und Office-Software missbraucht habe ,
um sich im schnell wachsenden Markt für Business- und Internet-Software
durchzusetzen . Ausserdem habe Microsoft versucht , Audio- und Video-Software
anderer Hersteller mit dem Windows Media Player zu verdrängen , zitiert das Wall
Street Journal aus dem EU-Papier . Die Kommission stellt außerdem fest , das die
Redmonder ihr Betriebssystem Windows 2000 und andere Anwendungen mit Absicht so
gestaltet hätten , dass diese nicht mit Software der Konkurrenten
zusammenarbeiten . In dem Dokument schlagen die Ermittler vor , Änderungen an
den Produkten zu fordern , um solche Verstöße in Zukunft zu verhindern . Die
Kommission griff außerdem Microsofts " missbräuchliche und diskriminierende
Lizenzpolitik " an , sowie die Weigerung der Firma , Schnittstellen für
Konkurrenten offen zu legen . Die Kritik richtet sich zwar nicht offen gegen das
neue Windows XP , dies könne sich aber ändern . Die Vorlage von 34 Briefen , in
denen Microsofts Kunden den Konzern in dem Verfahren angeblich unterstützen ,
wertet die Kommission als Versuch , das Verfahren zu behindern . Viele dieser
Briefe seien von Microsoft selbst verfasst worden , in anderen Fällen wussten
die betroffenen Firmen nicht , dass ihre Äußerung als Beweismittel dienen
sollten , stellt die EU-Kommisssion fest . Lucent wird umstrukturiert Der
krisengeschüttelte US-Telecomausrüster Lucent plant eine grundsätzliche
Umstrukturierung . Nach US-Medienberichten soll der Konzern zukünftig in
lediglich zwei Sparten gliedern : " Integrated Network Solutions " und "
Mobility Solutions " . Die erstgenannte soll den klassischen Netzwerkmarkt
abdecken , die andere das Feld der drahtlosen Kommunikation . Das Vorhaben hängt
mit den jüngsten Sparmaßnahmen des Konzerns zusammen ; Berichten zufolge sollen
10.000 Angestellte entlassen werden . Durch die Neuaufteilung erhofft man sich
weitere Einsparungen bei den Kosten für die Verwaltung des Unternehmens .
Wohnsitzwechsel per Web-Formular Nach dem Willen der Bundesregierung sollen
künftig " die Daten laufen - nicht die Bürger " . Ebenso können bald
Melderegisterauskünfte auf elektronischem Wege durchgeführt werden . Nutzer
sollen dann auch erfahren , welche Behörden und Privatpersonen Einsicht in ihre
Daten nehmen . Mit der neuen Regelung reduziert sich der Zeit- und Kostenaufwand
für die Nutzer sowie für die Ämter . Die bisherige Abmeldepflicht soll künftig
entfallen . Als Voraussetzung für den neuen Service sehen die Gesetzgeber die
flächendeckende Verbreitung der elektronischen Unterschrift nach dem
Signaturgesetz und den Einsatz von Verschlüsselung vor , um die
Datenschutzaspekte zu gewährleisten . Das Auto versteht Zeichensprache Ein
britisches Forscherteam nutzt die Technik der Gesten-Erkennung dazu ,
berührungsfreie Steuerungen für die Bordelektronik von Autos zu bauen . Mit
Hilfe eines Rechners , der die Handbewegungen des Fahrers analysiert , kann
dieser die Heizung oder sein Autoradio bedienen , berichtet das britische
Wissenschaftsmagazin nature in seiner Online-Ausgabe . Der Fahrer bedient sie
durch Bewegungen des Zeigefingers , die von einer Videokamera beobachtet werden
. " Ungefähr fünf Prozent der Autounfälle entstehen , wenn die Leute an den
Knöpfen ihres Autos herumfummeln " , sagte Stephen McKenna , einer der
Konstrukteure des Systems auf dem jährlichen Treffen der Britsh Association for
the Advancement of Science . Das von dem Team der Universität Dundee entwickelte
Display umfasst zehn Knöpfe und hat die Größe eines Palmtop-Computers . Eine
größere Tastenzahl würden das System verwirrender machen , als die
Bedienelemente , die ersetzen soll , sagte Stephen McKenna gegenüber nature .
Andere Freihand-Bedienungen für Autos benutzen meist Sprache als Eingabemedium .
Ein Vorteil des visuellen Systems ist , dass es sich nicht von Gesprächen mit
dem Beifahrer irritieren lässt . McKenna und sein Team arbeiten noch an
Problemen mit schnellen Beleuchtungs-Wechseln , die durch nächtlich
entgegenkommende Autos hervorgerrufen werden oder bei Tunnelfahrten entstehen .
Die Briten möchten die Technik auch verwenden , um Behinderten die Bedienung
eines Rechners zu erleichtern . Außerdem entwickeln sie ein System , das alte
Menschen zu Hause unterstützt und das bemerkt , wenn jemand fällt oder nicht so
aktiv wie im Normalfall ist . Solche Systeme sind für McKenna keine
Überwachungswerkzeuge , denn es wird kein menschlicher Beobachter benötigt ; der
Computer kann die Daten in Echtzeit analysieren und es müsste kein Material
gespeichert werden , äußerte er sich gegenüber nature . Malaysia verbietet
Scheidung per SMS Moslemische Männer sollen sich in Malaysia nicht mehr per SMS
von ihren Frauen scheiden lassen können . Die Methode sei " unverantwortlich " ,
" gefährlich " und sollte nicht geduldet werden , wird Hamid Othman ,
Islam-Berater der Regierung , heute in Medienberichten zitiert . In Singapur und
einigen arabischen Ländern haben islamische Behörden die Trennung per SMS
erlaubt . Im Islam kann sich ein Mann scheiden lassen , in dem er die Absicht in
Gegenwart der Frau und Zeugen ausspricht . In Malaysia ist es Angelegenheit der
religiösen Gerichte . Frauen , die dort künftig eine Scheidungserklärung per SMS
empfangen , sollen sich an die Behörden wenden . " Wir haben angemessene Gesetze
, um die Männer zu zügeln , die sich mit einem vorschnellen Schritt ohne
Rechtfertigung von ihren Frauen scheiden lassen wollen " , sagte Othman . Für
den modernen Moslem und andere Interessierte gibt es mittlerweile übrigens die
Möglichkeit , den Islam betreffende religiöse Fragen direkt via Internet an
einen Imam zu senden . Auf der Webseite gibt es auch eine Suchmaschine , um
bereits gestellte Fragen und Antworten zu finden . Weinstadt bringt
Einwohnermeldeamt ins Netz Die Stadt Weinstadt bei Stuttgart bietet einen
Internetdienst für Adressauskünfte an . Damit spielt der Ort eine Vorreiterrolle
bei den von der Bundesregierung geplanten elektronischen Einwohnermeldeämtern .
Um einen solchen Dienst zu ermöglichen , wurde gestern das
Melderechtsrahmengesetz geändert . Der jetzt verfügbare Service bietet
Gelegenheit , Adressauskünfte per E-Mail zu bestellen . In der zweiten Stufe des
Projekts soll ab 2002 auch das elektronische Bezahlen der Adressauskünfte
möglich sein . Studieren im drahtlosen LAN Das nach eigenen Angaben größte
universitäre Funknetzwerk Europas verbindet Studenten und Dozenten drahtlos mit
der 11 MBit schnellen IEEE802.11b-Technik . Die Bremer Professorin Carmelita
Görg sieht viele neue Anwendungen für das Funknetzwerk . Die Lehrveranstaltungen
werden endlich von den ausgebuchten Rechnerpools unabhängig , denn in vielen
Räumen der Uni sei bisher kein Netzzugang vorgesehen und keine Hardware
vorhanden . Zunächst wird die Technologie selbst im Mittelpunkt des Interesses
stehen : Die Studenten können Ideen für neue Netzwerkprotokolle entwickeln und
umsetzen ; für solche Praktika sei das System hervorragend geeignet . Ein
interessantes Einsatzgebiet sei die Übermittlung standortbezogener Informationen
. Das Netz soll den Nutzern je nach Aufenthaltsort die passenden Webseiten
zeigen . In einem anderen Projekt sollen multimediale Schulungen beispielsweise
im Fachbereich Physik entwickelt werden . Im Rahmen von Prüfungen sieht
Carmelita Görg die Möglichkeit , einen stärkeren Bezug zum Berufsalltag
herzustellen . Die Studenten können nun in einer Klausur mit genau den Tools
arbeiten , die sie auch später in der Praxis einsetzen . Noch im Oktober sollen
in der Hansestadt die ersten Lehrveranstaltungen der " Notebook-Universität "
stattfinden . Zunächst profitieren die Fachbereiche der Natur- , Ingenieurs- und
Sozialwissenschaften von dem Projekt . Für die Wartung der Notebooks stehen auf
dem Gelände Service-Stationen bereit . Damit auch weniger gut betuchte Studenten
sich einen mobilen Rechner leisten können , richtet die Uni einen speziellen
Sozialfonds ein . Einige Geräte will die Hochschule leihweise zur Verfügung
stellen . Das Ziel des Projektes sei es , mit Hilfe der neuen Technologie auch
ganz neue Lehrformen und Ideen zu entwickeln , an die bisher noch niemand denkt
, sagte Carmelita Görg im Gespräch mit heise online . Taliban verbieten Internet
in Afghanistan Die radikalislamischen Taliban haben den Gebrauch des Internet in
Afghanistan verboten . " Wir sind nicht gegen das Internet , aber es wird
benutzt , um Obszönitäten , Unmoral und Propaganda gegen den Islam zu verbreiten
" , sagte der Außenminister des Taliban-Regimes , Wakil Ahmed Mutawakil , am
Freitag laut der in Pakistan ansässigen Nachrichtenagentur AIP . Es war zunächst
unklar , ob auch ausländische Hilfsorganisationen und die Vereinten Nationen von
dem Verbot betroffen sind . Auch die Taliban-Behörden dürfen das Internet nicht
mehr benutzen . Es gibt allerdings in Afghanistan bislang kaum Computer oder
Zugänge zum Internet . Telefonverbindungen sind nur über Satellit oder durch
wenige pakistanische Leitungen möglich . Beobachter werteten das Verbot als
weiteren Schritt radikaler Taliban , Afghanistan völlig zu isolieren . Mutawakil
gilt zwar als Anhänger einer liberaleren Politik , hatte zuletzt aber auch die
Zerstörung der Buddhastatuen von Bamiyan und die noch nicht wahrgemachte Drohung
, dass die Hinduminderheit gelbe Kennzeichen tragen müsse , verteidigt . Die
Taliban beherrschen 90 Prozent Afghanistans . Siehe dazu auch : Taliban bauen
weiter an der Abschließung des Landes in Telepolis Dunkle Wolken über
Bauelemente-Spezialist Epcos Die Siemens-Tochter Epcos hat ihre Gewinnprognose
wegen der anhaltend schlechten Auftragslage zum dritten Mal in diesem Jahr
gesenkt . Speziell aus der Telekommunikations- und
Unterhaltungselektronikbranche seien die Aufträge im Juni unerwartet stark
zurück gegangen , sagte ein Sprecher . Anders als noch im Mai erwartet werde
deshalb auch im vierten Quartal nicht mit einer Besserung der Geschäftslage
gerechnet . Die genauen Zahlen für das dritte Quartal will die Siemens-Tochter
am 26. Juli bekannt geben . An der Börse gehörte die Epcos-Aktie am Freitag mit
einem Rückgang von zeitweise mehr als sechs Prozent auf 52 Euro zum größten
Verlierer im DAX . Analysten hatten für das dritte Quartal ein Ergebnis je Aktie
von 0,54 Euro erwartet . Vorstandschef Gerhard Pegam hatte im Mai aber
angekündigt , dass Epcos die Talsohle im dritten Quartal durchschreiten und im
vierten wieder mehr Schwung bekommen werde . Beim Umsatz erwartete Epcos einen
Zuwachs von 10 bis 15 Prozent . Als Konsequenz aus der rückläufigen Nachfrage
entließ EPCOS in diesem Jahr bereits 450 Beschäftigte , weitere 400 im Münchner
Epcos-Werk arbeiten seit April kurz . AT&Ts Kabelnetz : Gespräche mit Microsoft
und Disney Die Verkaufsverhandlungen um das Breitband-Kabelnetz des
Telekommunikations-Konzerns AT&T gehen weiter : AT&T führte Gespräche mit den
Interessenten Microsoft und Disney . Seitdem versucht AT&T durch die
Verhandlungen mit verschiedenen Interessenten den Preis für sein Netz in die
Höhe zu treiben . AOL Time Warner ist ebenfalls sehr an einer Übernahme
interessiert , um seinen Kunden mehr Breitband-Zugänge zum Internet bieten zu
können . Dies gefällt Microsoft allerdings gar nicht - nachdem die Partnerschaft
von AOL und Microsoft beendet ist , stehen sie mit ihren Internet-Strategien in
direkter Konkurrenz und liefern sich einen regelrechten Schlagabtausch .
Zusammen mit Disney , AOL Time Warners größtem Konkurrenten im Medienbereich ,
sind die Redmonder sehr daran interessiert , den AOL-Deal zu verhindern .
Microsoft beharrt auf Überpüfung des Kartell-Urteils Microsoft hat erneut den
Obersten Gerichtshof dazu aufgefordert , zu überprüfen , ob Richter Thomas
Penfield Jackson , der sich in seinem Urteil im Kartellrechtsverfahren für die
Zerschlagung des Konzerns ausgesprochen hatte , befangen war . Microsoft will
damit erreichen , dass das oberste Gericht die Entscheidung des Richters für
nichtig erklärt ; damit müsste der Prozess praktisch von vorn begonnen werden .
Zur Begründung zitiert der Software-Konzern Interviews , die Jackson Reportern
vor dem Urteilsspruch gab , in denen er Bill Gates mit Napoleon und Microsoft
mit einer mordenden Straßen-Gang vergleicht , berichtet das Wall Street Journal
. Das Justice Department teilte mit , dass sich ein Berufungsgericht mit diesen
Vorwürfen bereits beschäftigt habe . Obwohl dem Richter ein Fehlverhalten
vorzuwerfen ist , wollte das Gericht aus diesem Grund nicht das gesamte Urteil
für ungültig erklären . Das Berufungsgericht hatte die Zerschlagung des Konzerns
abgewiesen , bestätigte aber , dass der Konzern auf illegale Weise sein Monopol
missbraucht habe . Microsoft will eine möglichst schnelle Aufnahme des Falles
durch den Obersten Gerichtshof bewirken , bevor die neue Bundesrichterin Colleen
Kollar-Kotelly dem Konzern eine neue Strafe auferlegt . Die US-Regierung hatte
sich bereits gegen eine Überprüfung des Urteils ausgesprochen . Bis Freitag
haben die Parteien Zeit , der Richterin neue Argumente vorzulegen . Der Oberste
Gerichtshof wird die Entscheidung , ob er den Fall übernehmen wird , nicht vor
Oktober treffen . US-Analysten : Sicherheitstechnik langfristig im Aufwind Nach
den dramatischen Auswirkungen der Terrorangriffe auf die ohnehin schon
angeschlagene Weltwirtschaft erwarten US-Analysten langfristig einen Zuwachs der
Wirtschaftszweige Sicherheit und Kommunikation sowie erhöhte Ausgaben des
Militärs für Hightech . Trotzdem sieht Bill McClean vom
US-Marktforschungs-Unternehmen IC Insights aus Scottsdale keinen Grund für
Optimismus . McClean hatte für diesen Monat eine Erholung des Halbleitermarktes
vorausgesagt . " Der IC-Markt und der Verkauf elektronischer Systeme ist an den
Gesamtmarkt gekoppelt " , sagt er nun in einem Interview mit der EE Times . Die
aktuellen Ereignisse hätten die Erholung weiter verzögert . Es sei nun erst im
vierten Quartal oder sogar erst Anfang 2002 mit einem Erreichen der Talsohle zu
rechnen , zitiert ihn das Magazin . Der unmittelbare Effekt der Terrorangriffe
auf das Vertrauen der Konsumenten werde zur Folge haben , dass die Verbraucher
weniger Geld ausgäben und nicht mehr so viel reisten - das Bruttoinlandsprodukt
der USA werde sich verringern , prognostizierte Jim Feldhan , der Präsident des
Marktforschungsunternehmens Semico Research . Statt bisher vorausgesagter 2,4
Prozent Wachstum des Bruttoinlandsproduktes rechnet er nun mit 2,1 Prozent .
Auch Feldhan ist fest davon überzeugt , dass in Zukunft mehr Geld für Sicherheit
und Kommunikation ausgegeben wird . Gegenüber der EE Times spekulierte er weiter
, dass besonders die Fluggesellschaften ihre Kommunikationssysteme aufstocken
würden , um eine bessere Verbindung zu den Strafverfolgungsbehörden zu haben .
Berichten zufolge hatte sich einer der vermutlichen Terroristen unter einem den
Behörden bekannten Namen eingecheckt . IBM-PCs ohne AMD-CPUs IBM hat in den USA
stillschweigend die Produktion von PCs mit AMDs Athlon- und Duron-Prozessoren
eingestellt . Im Gegensatz zu Hewlett-Packard und Compaq hatte IBM seine
AMD-Produkte nicht aktiv beworben . In den USA bot IBM seit vergangenem
September Athlon- und Duron-PCs an - aber nur als Option für Endkunden , die
ihren Rechner per Versand bestellten . Die Entscheidung sei getroffen worden ,
um IBMs Produktlinien zu vereinfachen und für die Kunden verständlicher zu
machen , sagte der IBM-Sprecher . " Die Intel-Roadmap deckt sich mit unserer
Marktstrategie als IT-Anbieter im Business-Segment . " Um die Ausstattung von
IBM-Notebooks mit dem Crusoe-Prozessor von Transmeta gab es im vergangenen Jahr
ein vergleichbares Durcheinander : Erst wurden entsprechende Thinkpads
angekündigt , dann beendete IBM das Projekt wieder . Hacker attackieren
muslimische Internet-Seiten Nach den Attentaten in den USA nehmen Hacker
verstärkt muslimische Webseiten ins Visier . " Wir beobachten seit Mittwochabend
Attacken auf muslimische Internet-Seiten " , sagte Christoph Fischer von der
Universität Karlsruhe im Gespräch mit heise online . " Es ist zu befürchten ,
dass eine ernsthafte Gefahr für die Internet-Kommunikation mit den arabischen
Ländern entsteht " , befürchtet Fischer . In der Hackerszene soll derzeit als
Reaktion auf die Mordanschläge auch ein Aufruf kursieren , Webseiten und andere
über das Internet erreichbaren Kommunikationssysteme in islamischen Ländern zu
zerstören . Der Chaos Computer Club ( CCC ) spricht sich in einer
Pressemitteilung ausdrücklich gegen diese Aufrufe aus : " Elektronische
Kommunikationsstrukturen wie das Internet können gerade jetzt einen wichtigen
Beitrag zur Völkerverständigung leisten " , sagte CCC-Sprecher und Mitglied der
ICANN , Andy Müller-Maguhn . In der verständlicherweise angespannten Situation
dürfe es nicht dazu kommen , " dem Unverständnis noch mehr Grundlage zu liefern
" . Besonders Domains mit der Zeichenfolge " afghan " im Namen scheinen von den
Angriffen bedroht zu sein . Der Server Afghan Politics hat heute sogar seine
Seiten komplett vom Netz genommen und auch die Mailingliste mit internationalen
Zeitungsmeldungen eingestellt . Die Betreiber des Dienstes wurden der letzten
Nachricht der Mailing-Liste zufolge in den letzten Tagen mit über 600 Hass-Mails
bombardiert . Sie sehen sich unter diesen Voraussetzungen nicht in der Lage ,
den zu Schul- und Forschungszwecken betriebenen Dienst weiterzuführen . Cisco
kauft Aktien zurück Der Aufsichtsrat hat dieses Vorhaben abgesegnet . Mit dem
Rückkauf will man das Vertrauen der Anleger stärken , hieß es . Die aktuelle
Bewertung spiegele nicht den wahren Wert des Unternehmens wider . Seit dem März
2000 ist der Kurs von seinem Höchststand bei 80 US-Dollar um über 80 Prozent
gefallen . Spekulationen um Designfehler der XBox Nach US-Medienberichten soll
Microsoft technische Probleme mit der XBox-Entwicklung haben . Demnach soll ein
Bericht der US-Analysten von Thomas Weisel Partners auf technische Probleme mit
der Hauptplatine der XBox hinweisen . Die Analysten vermuten , dass der geplante
Starttermin der XBox am 8. November deshalb nicht eingehalten werden könne und
sich um bis zu vier Wochen verzögern könnte . Microsoft hat diese Spekulationen
allerdings sofort dementiert und widersprach damit der Behauptung , die von
Intel gelieferte Hardware hätte Designfehler . Wie geplant sollen 600.000 bis
800.000 Geräte zur Verfügung stehen und bis Jahresende bis zu 1.500.000
XBox-Konsolen das Weihnachtsgeschäft ankurbeln . Eine Verzögerung des
Verkaufsstarts wäre für Microsoft ein herber Rückschlag - der Konkurrent
Nintendo bringt seinen Gamecube bereits am 5. November auf den Markt . AT&T
sucht weiterhin Käufer für Kabelnetz AT&T nimmt weiterhin Übernahmeangebote für
die eigene TV-Kabelnetz-Sparte entgegen . Das laut der Zeitung " provokativste "
Gerücht : AT&Ts Kabelnetz soll zusammen mit dem von AOL Time Warner zu einem
neuen Unternehmen fusionieren . Das US-Blatt berichtete außerdem über weitere
Möglichkeit , dass Liberty Media , USA Networks und Charter Communications
zusammen eine Allianz bilden , um AT&T ein Angebot vorzulegen . Liberty Media
hatte vor kurzem einige der regionalen Kabelgesellschaften in Deutschland von
der Telekom übernommen . Telekom versucht Verkauf von Aktienpaketen zu
verhindern Die Deutsche Telekom macht sich Sorgen um weitere Kursverluste :
Sechs Investmentbanken bot Ron Sommer eine Bevorzugung bei der Ausgabe von
Aktien und Anleihen an , wenn diese im Gegenzug auf den Verkauf großer Pakete
der Telekom-Aktie verzichten , berichtete die Financial Times unter Berufung auf
Frankfurter Banker . Zu den sechs Banken gehören dem Bericht zufolge neben der
Deutschen Bank die Dresdner Kleinwort Wasserstein , Goldman Sachs , Merrill
Lynch , Credit Suisse First Boston und Schroder Salomon Smith Barney . Es gebe
jedoch keine formelle Vereinbarung , hätten Telekom-Insider betont . Ein
Pressesprecher der Telekom wollte gegenüber heise online " solche Spekulationen
nicht kommentieren " . Weltweit gibt es mehrere Großaktionäre der Telekom , die
ihre Aktienpakete verkaufen könnten . Die Financial Times berichtete , dass
diese Aktien zum größten Teil vom Hongkonger Großaktionär Hutchison Whampoa
stammen . Dieser Anleger soll mit der Weitergabe der Aktien an eine verbundene
Firma ein Halteabkommen mit der Telekom für die Aktien umgangen haben .
Contentprovider altraglobe eingestellt Das Jointventure altraglobe des
Süddeutschen Verlages und der Bayerischen Landesbank wurde zum 1. August dieses
Jahres im Einvernehmen der beiden Gesellschafter stillgelegt . altraglobe trat
als Contentprovider auf und stellte aktuelle News für Webseiten zur Verfügung .
Ziel war es , die Erfahrung im Contentbereich des Süddeutschen Verlages und das
Finanz-Know-how der Bayerischen Landesbank gebündelt zu vermarkten . Ein
Sprecher des Süddeutschen Verlages begründet den Ausstieg aus dem Projekt so :
Wie ein Sprecher der Bayerischen Landesbank mitteilte , sieht sich die Bank ohne
Verlagspartner nicht mehr in der Lage , das Unternehmen weiterzuführen .
Computerhändler Egghead ist pleite Die ehemals zu den größten
US-Computerhändlern zählende Firma Egghead hat Gläubigerschutz nach Chapter 11
des US-Konkursrechts beantragt . Schlechte Umsätze und vorsichtige Investoren
haben das Unternehmen nach Ansicht von Firmenchef Jeff Sheahan zu Fall gebracht
. Die Firma will eigenen Angaben zufolge ihren Domainnamen an den traditionellen
Elektronik-Supermarkt Fry's Electronic verkaufen , der die E-Commerce-Seite
unter dem Egghead-Titel weiterbetreiben wird . Egghead besaß früher eine eigene
Ladenkette und stellte den Vertrieb vor einiger Zeit komplett auf Online-Shops
um . Sony und Warner einigen sich auf Kopierschutz Die Filmstudios der Konzerne
Sony und AOL Time Warner haben sich auf eine Technik geeinigt , um die von ihnen
produzierten Medien vor illegalen Kopien bei der digitalen Übertragung zu
schützen , berichtet das Wall Street Journal . Die Entscheidung sei einer der
ersten Schritte in die Zukunft der digitalen Unterhaltungsindustrie , in der die
Konsumenten gesendetes digitales Audio- und Videomaterial mit verschiedensten
Geräten aufzeichnen und abspielen können werden . Die eingesetzte Technik stammt
von der 5C Group , ein Zusammenschluss der fünf großen Gerätehersteller Intel ,
Matsushita , Toshiba , Sony und Hitachi . Es handelt sich dabei um den
DTCP-Standard ( Digital Transmission Content Protection ) , der von der Gruppe
für den Zweck entwickelt wurde , die Übertragung beispielsweise aus einer
Settop-Box zum DVD-Videorecorder über eine FireWire-Schnittstelle zu sichern .
Über 50 Gerätehersteller haben diese Technik bereits lizenziert . Mit Sony und
Warner haben sich nun die ersten großen Hollywood-Studios an dem
Sicherheitskonzept beteiligt , schreibt das US-Blatt . Dies sei ein wichtiger
Schritt , denn mit der Einigung zeigen die Studios ihr Vertrauen in die
Kopierschutz-Technik und die Bereitschaft , ihr Material in den neuen digitalen
Netzen zu veröffentlichen . Ohne einen entsprechenden Schutz wäre es schwierig ,
die Filmproduzenten von den digitalen Übertragungswegen zu überzeugen .
Streicheln statt hacken Der US-Hersteller Fingerworks hat nach eigenen Angaben
eine Alternative zur Tastatur- und Mausbedienung von PCs entwickelt . Das
Eingabegerät Fingerboard besitzt lediglich eine glatte Oberfläche und kann laut
Fingerworks die Berührungen des Users als Befehle deuten . Das Gerät kann
bestimmte Hand- und Fingerbewegungen als Gesten verstehen , die in Mausklicks ,
Programmbefehle , Zoomfunktionen und sogar frei definierbare Makros übersetzt
werden . Dies alles benötige keine Treiberunterstützung und funktioniere daher
mit jedem Betriebssystem , behauptet der Hersteller auf seiner Homepage . Es
steht noch nicht fest , ob und wann das Gerät auf dem europäischen Markt
erhältlich sein wird . Hewlett-Packard mit 89 Prozent weniger Gewinn Der
amerikanische Computer- und Drucker-Hersteller Hewlett-Packard hat im dritten
Quartal und in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf Grund
der schlechten globalen Wirtschaftslage einen schweren Gewinneinbruch verbucht .
Unter Ausklammerung von Sonderfaktoren verdiente Hewlett-Packard elf Cents je
Aktie , im Vorjahr waren es noch 50 Cents . Die Geschäftsergebnisse
reflektierten nach ihren Angaben dieses schwierige Umfeld . Fiorina verwies aber
auf die Kostensenkungen und den Inventarabbau . Hewlett-Packard spürt nach ihren
Angaben im Unternehmensbereich positives Kundeninteresse . Das
Verbrauchergeschäft war von der Konjunkturschwäche am stärksten betroffen . Es
befinde sich trotzdem in der Gewinnzone , und die Gesellschaft gewinne oder
halte in fast jeder Produktkategorie Marktanteile , erklärte Fiorina .
Allerdings fiel der Umsatz bei Heim-PCs um 36 Prozent , da es in Nordamerika
eine schwache Nachfrage und Preisdruck gab . Hewlett-Packard habe bei Heim-PCs
aber seine Führungsposition behauptet . In Europa habe es einen 67-prozentigen
Umsatzanstieg gegenüber der Vorjahresvergleichszeit gegeben . Bei
Notebook-Computern sei Hewlett-Packard weltweit auf Platz zwei vorgerückt . Die
Gesellschaft hatte am 26. Juli die Entlassung von rund 6.000 Mitarbeitern
angekündigt , und dies , nachdem die Angestellten unter anderem in Deutschland
einem Lohnverzicht zugestimmt hatten . Die meisten der betroffenen Mitarbeiter
sollen ihre Stellen bis Ende Oktober verlieren . Sie erwartet für das vierte
Quartal gegenüber den vorangegangenen drei Monaten auf Grund saisonaler
Auswirkungen einen Umsatzanstieg . Video-on-Demand von AOL Time Warner AOL Time
Warner hat eine neue Sparte für interaktive Video-Dienste gegründet . Der
Konzern möchte die Verbreitung des interaktiven Fernsehens und neuer
Kabelnetz-Anwendungen für den privaten Massenmarkt beschleunigen . Neben
Video-on-Demand soll die neue Sparte auch Internet-Telefonie und andere neue
Dienste über die Breitband-Zugänge anbieten . AOLs Chef , Gerald Levin , ist von
diesem Projekt sehr überzeugt : " Dies ist kein verträumter Test , es ist eine
Markteinführung " , sagt er über die Interactive Video-Sparte im Gespräch mit
dem Wall Street Journal . Time Warner hat bereits vor der Fusion mit AOL
Millionen von US-Dollar in Experimente mit dem neuen TV-Medium investiert , aber
nur wenig Umsatz erwirtschaftet . Nun hat AOL damit begonnen , Kunden in
Columbia ( South Carolina ) für ein Video-on-Demand-Angebot des US
Pay-TV-Senders Home Box Office ( HBO ) bezahlen zu lassen . Ohne technische
Probleme soll es dabei aber nicht abgegangen sein : Am ersten Tag des neuen
Angebotes , dem 1.Juli dieses Jahres , brach das System unter der Last des
Besucheransturms zusammen ; Warner war gezwungen , das Angebot auf 1.000 Nutzer
pro Tag zu beschränken . Kalkuliert waren jedoch 30.000 pro Tag ; zum jetzigen
Zeitpunkt sind es 2.200 . Der Service schlägt nach einem kostenlosen Test von 30
Tagen mit 3,95 US-Dollar pro Monat zu Buche . AOL Time Warner plant nun , den
HBO-Dienst bis Jahresende weiteren 300.000 Kunden zugänglich zu machen .
Video-on-Demand erfordert erhebliche Investitionen in die Netz-Infrastruktur der
Anbieter ; will man den Kunden die gewohnte Fernseh-Qualität liefern und ständig
verfügbar sein , stoßen auch die im Moment verfügbaren "Breitband"-Netze schnell
an ihre Grenzen . Die neue AOL-Sparte hat sich also einiges vorgenommen , wenn
sie ihre Ankündigungen verwirklichen möchte . Das AT&T-Kabelnetz ist allerdings
heißbegehrt ; mehrere Firmen haben bereits Angebote abgegeben - darunter auch
Mircosoft und Disney , die eine Marktführerschaft ihres Erzrivalen im
Kabelgeschäft mit allen Mitteln verhindern wollen . Streit um Java geht weiter
Sun hat den Disput um die Java-Plattform mit Microsoft erneut aufgenommen . Die
Erfinder der plattformübergreifenden Sprache schalteten letzte Woche ganzseitige
Anzeigen in verschiedenen US-Tageszeitungen , um die Verbraucher darauf
hinzuweisen , dass Microsoft im neuen Internet Explorer 6 sowie bei Windows XP
Java unter den Tisch fallen lassen wird . In der Anzeige fordern sie die Kunden
dazu auf , Microsoft zu einer Integration von Java zu bewegen . Außerdem wendet
sich Sun an die PC-Hersteller und bittet diese , eine Virtual Machine auf ihren
Systemen vorzuinstallieren . Tatsächlich besitzen die neuen Versionen des
Explorers keine Java-Unterstützung mehr , auf der CD wird diese auch nicht mehr
mitgeliefert . Die alte Java Virtual Machine von Microsoft ( sie basiert auf
Suns JDK 1.1 ) kann jedoch beim ersten Besuch einer Seite mit Java-Applet als 5
MByte grosse Datei aus dem Netz geladen werden . Laut US-Medien hat Microsoft
auf diese Kampagne mit einer Erklärung reagiert . Microsoft möchte darin "
einige Fakten klarstellen " : Suns Kampagne sei eine " Scheinheiligkeit ohne
Gleichen " , denn Sun habe mit allen Mitteln seit Jahren versucht , Microsoft
daran zu hindern , seine selbst entwickelte Virtual Machine auszuliefern , die "
speziell auf Windows zugeschnitten war " . " Anstatt eine neue
Lizenzvereinbarung anzustreben , legte Sun den Rechtstreit bei , indem sie ein
Auslaufen der Entwicklung unserer Java-Implementation angeboten haben . " Sun
habe dies als grossen Sieg gefeiert , zitiert der Newsdienst CNet eine
amerikanischen Microsoft-Sprecher . In dem Rechtsstreit , der 1997 begann ,
klagte Sun gegen Microsofts Implementation der VM , weil Microsoft sich
teilweise nicht an die von Sun gesetzten Standards halten wollte und dadurch die
Plattformunabhängigkeit der Sprache gefährdete . In der Einigungsvereinbarung
stimmte Sun zu , dass Microsoft seine eigene alte Version für weitere 7 Jahre
nutzen darf , verbot Microsoft aber , neuere Versionen zu veröffentlichen , die
nicht von Sun zertifiziert wurden . Microsoft durfte aber eigene Produkte als
Konkurrenz zu Java entwickeln - dieses Engagement integrierte Microsoft nun in
seine .NET-Strategie , die mit Windows XP zum ersten Mal auf breiter Basis
eingesetzt wird und in vielen Bereichen Java-Konzepte übernommen hat . Ein
Sprecher von Microsoft Deutschland sieht die Sache gegenüber heise online aber
recht undramatisch : Seiner Ansicht nach hat die Virtual Machine einen nicht
mehr so hohen Stellenwert im Internet und sei mit vielen anderen Plug-ins
vergleichbar , die ebenfalls nicht mitgeliefert werden ; außerdem könnten sich
die Benutzer Java als Plug-in nachinstallieren . Auf seiner Webseite nimmt auch
Sun offiziell Stellung zu dem Thema und wünscht sich , dass Microsoft die
aktuelle Java2-Plattform lizenzieren würde . Vielleicht ist der Wegfall der
alten Java-Implementation im Explorer aber gar nicht so negativ zu sehen : Wenn
sich die Nutzer die aktuelle Version 1.3.1 als Plug-in installieren , erhalten
sie ein schnelleres und stabileres System als mit dem veralteten Microsoft-Java
; und die Entwickler könnten auch die neuen Java-Features benutzen . High Tech
soll Flugsicherheit erhöhen Die Terror-Angriffe haben eine kritische Diskussion
um die Sicherheits-Vorkehrungen der US-Flughäfen ausgelöst . Nach einem Bericht
der EE Times bemängeln die Sicherheitsexperten vor allem die Praxis ,
Metalldetektoren zur Überprüfung der Passagiere und des Gepäcks einzusetzen .
Solche Detektoren sind nicht in der Lage , nichtmetallische Waffen wie
Keramik-Schusswaffen oder -messer aufzuspüren . Handelsübliche Schusswaffen
könnten so modifiziert werden , dass sie die Detektoren überlisten , berichtet
das Magazin . Um diese Probleme zu lösen , hat dem Bericht zufolge die Federal
Avaiation Administration ( FAA ) die Industrie dazu aufgerufen , Vorschläge für
neue Sicherheits-Technologien vorzulegen . Detektoren für Millimeter-Wellen ,
welche eine Wellenlänge im Bereich zwischen Infrarot-Strahlen und Mikrowellen
aufweisen , können die Kleidung der Passagiere durchleuchten und versteckte
Gegenstände sichtbar machen . Neben passiven Geräten , die wie eine Kamera die
von den Körpern der Passagiere ausgestrahlten Millimeter-Wellen untersuchen ,
gibt es auch aktive Systeme , bei denen die Körper mit Millimeter-Wellen "
beleuchtet " werden . Das Pacific Northwest National Laboratory ( PNNL ) hat
einen solchen Personal Security Scanner entwickelt . Nach Angaben der EE Times
besitzt das Gerät acht digitale Signalprozessoren des Herstellers Analog Devices
, die gemeinsam eine Rechenleistung von fast einem Gigaflop erreichen . Eine
Person scannt es in ein bis zwei Sekunden und benötigt weitere vier Sekunden ,
um das Bild aufzubauen . Allerdings äußern Kritiker , dass die Nacktbilder , die
ein solches Gerät von den Fluggästen liefert , deren Persönlichkeitsrechte
verletzen würde . Auch die Kosten übersteigen die eines Metalldetektors , der
für circa 5000 US-Dollar zu erwerben ist ; das PNNL-System soll fast 100.000
US-Dollar kosten . Die Hersteller sagen jedoch , dass sich die Anschaffung lohne
, weil die Folgekosten einer tatsächlichen Entführung weit über dem Preis ihrer
Geräte lägen . Die Autopiloten der Flugzeuge könnten so erweitert werden , dass
sie automatisch ein Unglück verhindern , wenn ein größeres Gebäude angesteuert
wird , berichtet der Newsdienst CNet . Gewarnt wird der Pilot schon mit der
heutigen Technik des Terrain Warning Systems , welches die FAA vorschreibt . Es
ist aber unter Fachleuten umstritten , ob es zu rechtfertigen ist , dass ein
solches System dem Piloten die Kontrolle über sein Flugzeug entreißen kann . Für
den FAA-Sprecher Les Dorr kann eine Lösung des Problems nur am Boden mit Hilfe
von Sicherheits-Technologie erfolgen , um potenzielle Terroristen das Flugzeug
erst gar nicht betreten zu lassen . Ein 3D-Scanner von InVision Technologies ,
der wie ein Computer-Tomograph funktioniert , kann die Dichte des Gepäcks mit
der von Sprengstoffen vergleichen . Laut CNet sieht das FAA im nächsten Jahr vor
, die bestehenden Röntgen-Geräte um eine Software zu erweitern , die zufällig
Bilder von Waffen generiert , um die Aufmerksamkeit des Sicherheitspersonals zu
kontrollieren . Diese Angestellten sind oft schlecht ausgebildet und die
Flughäfen hätten damit ein Instrument , mit dem sie die Leistung der
beauftragten Sicherheits-Unternehmen kontrollieren könnten , berichtet CNet .
Die Arbeit der Kontrolleure ist nun wesentlich erschwert : Nach den
Terror-Angriffen hat die FAA es verboten , jede Art von Messer in ein Flugzeug
mitzunehmen . Der Sicherheitsexperte Bob Monetti hält dies gegenüber CNet für
nicht durchführbar : " Jeder hat irgendein kleines Taschenmesser dabei . " Die
Kontrolle der Fluggäste ist für ihn die einzig praktikable Lösung .
Informationssysteme , die die Passagiere mit biometrischen Verfahren , wie der
Gesichtserkennung , überprüfen , sind für ihn eine mögliche Lösung .
Amerikanische Kasinos setzen diese bereits ein , um bekannte Falschspieler zu
erkennen , ebenso wie zwei europäische Flughäfen . Die Firma Viisage bietet eine
solche Software an ; laut Derk Boss , der damit die Gäste des Stratosphere
Kasinos in Las Vegas kontrolliert , erkennt das System auch Menschen mit dunklen
Sonnenbrillen und frisch gewachsenen Bärten . Er hält es gegenüber CNet für
möglich , dass damit bei einer entsprechenden Datenbank auch Terroristen
entdeckt werden könnten . Der Chef von Viisage sieht die Bedenken von
Datenschützern gegen solche Systeme seit dem Anschlag auf das World Trade Center
als ein schwaches Argument . Deutsche Domain-Statistik als Internet-Landkarte
Quelle : Die deutsche Domain-Registrierungsstelle DeNIC hat die erste
geographische Domain-Statistik in Form einer Internet-Landkarte für Deutschland
erstellt . Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Wirtschafts- und
Sozialgeographischen Institut der Universität Köln erstellt und basiert auf den
Zahlen der offiziellen DeNIC-Datenbank von Ende 2000 . Die Auswertung zeigt
beispielsweise , dass die neuen Bundesländer in der Anzahl registrierter Domains
gegenüber Westdeutschland weit zurückliegen ( siehe Bild ) . Die Wissenschaftler
fanden auch heraus , dass im Bundesdurchschnitt etwa 43 Domains pro 1000
Einwohner registriert wurden . Die meisten Domains konnte der Landkreis Daun mit
174 verzeichnen - nach Angaben des DeNIC , da dort ein Provider mit einer großen
Anzahl von Domain-Registrierungen ansässig ist . An zweiter Stelle liegt die
Stadt Heidelberg mit 154 Domainnamen . Unter den Bundesländern ist Hessen
Spitzenreiter bei der Domain-Registrierung . Nachdem 1994 die Zahl der
kommerziellen Internetanbieter noch drei Viertel ausmachte , befinden sich die
Domains heute überwiegend in Besitz von Privatpersonen , so die
Registrierungsstelle . Die Zahlen der Statistik stehen den Besuchern der Website
auch in Form einer Excel-Tabelle zur Verfügung . Compaq setzt auf " Computing By
Demand " Der PC-Hersteller Compaq hat sein neues Vertriebskonzept namens "
Computing On Demand " gestartet . Von nun an können Geschäftskunden individuelle
Hardware , Software und Dienstleistungen als Gesamtpaket im Netz bei Compaq
bestellen - und das auf Reserve . Dies geht bis dahin , dass Server oder
Massenspeicherkapazität beim Kunden auf Vorrat installiert , aber erst bei
tatsächlichem Bedarf bezahlt werden . Mit der Umstellung vom Computer-Vertrieb
zum IT-Dienstleister möchte sich die Firma auf die veränderte Situation der
Branche einstellen und der Absatzflaute im PC-Hardware-Geschäft entgehen . Als
Pilotkunden für den neuen Service konnte Compaq den Handy-Hersteller Ericsson
gewinnen . Letzte Woche erst hat Compaq eine Umsatzwarnung herausgegeben und
angekündigt , dass insgesamt 8500 Angestellte entlassen werden sollen .
MP3-Player mit Farbdisplay Das Gerät kann auch Sprache aufzeichnen . Neben
reiner Unterhaltung sieht der Hersteller das Erlernen von Fremdsprachen und
andere Multimedia-Anwendungen als mögliches Einsatzgebiet . Zum Lieferumfang
gehört neben einer Tragetasche auch eine Software , mit der sich der Nutzer
passend zur Musik auch Bilder per USB auf den Player laden kann . Bilder , Töne
und Texte werden können mit einer Synchronized Multimedia Integration Language
getauften Sprache verknüpft werden . Neben MP3-Musik werden auch WMA-Files zum
Klingen gebracht . Das Gerät soll zur IFA in Deutschland erhältlich sein , ein
Preis stehet jedoch noch nicht fest . Oracle : Keine Steigerung des nächsten
Quartalsgewinns Der US-Softwarekonzern Oracle hat gestern auf einer Konferenz
vor Analysten mitgeteilt , dass die Firma in diesem Jahr keine weitere
Steigerung ihres Gewinns erwartet . Als Ursachen werden die anhaltende Schwäche
des Geschäftkunden-Marktes und die Unsicherheit der Märkte aufgrund der
Terror-Anschläge genannt . Jetzt ist wieder alles offen . Wir haben keine Ahnung
, wie schlecht sich die Lage bei den Fluglinien oder Hotels entwickeln wird .
Bereits vergangenen Donnerstag hatte Oracle das Quartalsergebnis veröffentlicht
und mitgeteilt , dass sie ihr Netto-Einkommen um 2 Prozent im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum steigern konnten . Die Pressekonferenz fand aufgrund der
Terroranschläge jedoch erst jetzt statt . Der PC als Kavalier Für uninspirierte
Liebhaber ebenso wie für Frauen , die ihren Rechner schon immer als gefühllose
Kiste verachtet haben , bietet das Frauen-Internetportal Sheego jetzt einen
Kompliment-Generator zum Download an . Die PC-Version ist nur 550 KByte groß und
besteht aus einer einzelnen ausführbaren Datei . Durch Eingabe eines Namens und
Sternzeichens wird die zu generierende Nettigkeit noch persönlicher gestaltet .
Besonders gelungene Sprüche lassen sich direkt aus dem Programm per E-Mail
versenden . Das Programm ist auch für den Mac erhältlich - leider fehlt noch
eine Linux-Version , die sich per Cron-Job automatisieren ließe , um den Partner
jeden Tag aufs Neue zu beglücken . Für Arbeitgeber könnte die Möglichkeit
interessant sein , dieses Tool fest in den Autostart-Ordnern ihrer Angestellten
zu installieren , um deren psychisches Wohlbefinden zu steigern . " And the
winner is ... " In San Francisco sind am Mittwochabend zum fünften Mal die
Webby-Awards , die " Oscars " des Internet , verliehen worden . In 30 Kategorien
wurden je fünf Websites nominiert . Sputnik7.com sicherte sich den Preis der
Musik-Sparte ; das Publikum durfte Yahoo!Finance als beste Finanz-Seite wählen .
Nur 5 der 150 Preisanwärter kamen aus Europa . Zu den nicht-amerikanischen
Gewinnern gehörten die britischen Webseiten von BBC.Radio und dem
Wissenschaftsmagazin Plus Magazine . Im Opernhaus San Franciscos hatten sich
über 3000 Gäste versammelt , darunter die 150 nominierten Webdesigner .
Ausgesucht wurden die Preisträger von den 350 Mitgliedern der Academy of Digital
Arts and Sciences - einer Jury mit Berühmtheiten wie David Bowie , Björk ,
Oracle-Chef Larry Ellison und Regisseur Francis Ford Coppola . Erster
mp3PRO-Player von Thomson Im November bringt Thomson das erste tragbare
Abspielgerät für ihre selbst entwickelte Erweiterung des MP3-Standards - mp3PRO
- auf den deutschen Markt . Das Modell Lyra PDP 2800 verfügt über eine 10 GByte
große Festplatte , dadurch sei es möglich bis zu 5000 Musiktitel im mp3PRO-Modus
zu speichern , sagt der Hersteller . Das Gerät wiegt laut Hersteller rund 300
Gramm und wird im Handel etwa 1000 Mark kosten . Das neue Dateiformat wurde in
Thomsons Auftrag von der Firma Coding Technologies entwickelt , auf deren
Website eine Demoversion des Encoders zur Verfügung steht . mp3PRO ist zu MP3
abwärtskompatibel und verspricht bei niedrigeren Bitraten eine bessere
Höhenwiedergabe als der MP3-Standard . Keine Übernahme des AT&T-Kabelnetzes
durch Comcast Der Verkauf der Kabelnetz-Sparte AT&T Broadband widerspricht
eigentlich der geplanten Aufteilung AT&Ts in vier eigenständige
Börsenunternehmen , zu denen auch AT&T Broadband zählen sollte . Trotzdem
scheint AT&T weiterhin einem Verkauf des Netzs nicht abgeneigt zu sein , der
geplante Börsengang wurde zunächst verschoben . Das Herauszögern des Börsengangs
hat auch weitere Mitbewerber auf den Plan gerufen , die sich für den Kauf des
Kabelnetzes interessieren . Cookie-Filter im Internet Explorer 6 ärgert
Online-Werber Die in der neuen Version des Internet Explorers per Voreinstellung
deaktivierten Cookies könnten der Online-Werbe-Branche Kopfschmerzen bereiten .
In der Grundeinstellung akzeptiert der Explorer nur noch Cookies von
P3P-konformen Seiten . " Das wird der Online-Werbewirtschaft schwer zu schaffen
machen , da viele Nutzer die Voreinstellung nicht verändern " , vermutet Veit
Olschinski , E-Business-Experte der Mummert und Partner Unternehmensberatung .
Bettina Höfner vom Deutschen Direktmarketing Verband sieht die Sache gelassener
: Ihrer Meinung nach muß mit dem Thema " Cookies " ohnehin sehr offensiv
umgegangen werden , um die Kunden von den Vorteilen der elektronischen Kekse zu
überzeugen . Die Webseiten sollten den Verbrauchern plausibel machen , warum sie
Cookie-Technik einsetzen . Schliesslich könnten die auf diese Weise aufgeklärten
User die Einstellungen jederzeit ändern und den Cookie-Zugriff erlauben . Der
P3P-Standard vergleicht die Datenschutzeinstellungen des Benutzers mit einer
beim Service-Anbieter hinterlegten XML-Datei , die die Politik der Website
dokumentiert . Widersprechen sich die Angaben , deaktiviert der Browser die
entsprechenden Funktionen , wie zum Beispiel das Entgegenehmen von Cookies . Die
Cookies sind aus Werbersicht besonders wertvoll . Sie ermöglichen es , zu
protokollieren , wie lange und wo genau der Internetnutzer sich auf einer
Website aufhält . Olschinski schätzt , dass bis Ende 2001 jeder zweite alte
Internet Explorer ausgetauscht sein könnte , denn er ist Bestandteil von Windows
XP . Microsoft liefert UltimateTV für Murdochs News Corporation Microsoft hat
einen Vertrag mit Medienmogul Rupert Murdoch abgeschlossen , eine spezielle
Anpassung des digitalen Videorekorders UltimateTV für Murdochs News Corporation
zu liefern , der unter anderem die Sky Global Networks angehören . US-Medien
berichten , dass Microsoft diese Neuigkeit seinen Mitarbeitern in einer internen
E-Mail mitgeteilt hat . Der Vertrag steht mit Murdochs Plänen im Zusammenhang ,
das weltweit größte digitale Satellitennetz zusammenzukaufen . eBay glänzt mit
starken Ergebnissen Das weltgrößte Internet-Auktionshaus eBay hat im zweiten
Quartal des laufenden Jahres mit starken Gewinnen und Umsätzen seine Anleger
erfreut . Das waren bessere Ergebnisse als von der Wall Street erwartet . eBay
verbuchte in allen Geschäftssparten und im internationalen Geschäft ein starkes
Wachstum . Die internationalen Operationen steuerten im zweiten Quartal 14
Prozent des Umsatzes bei . eBay verwies vor allem auf das starke Geschäft in den
etablierten Märkten in Deutschland , Kanada und Großbritannien . Taiwanisches
Bahnprojekt könnte Chip-Fabriken lahmlegen Die Besitzer der Chipfabriken im
taiwanischen Tainan Science Park machen sich Sorgen um die Zukunft ihrer
Produktionsstätten . Ihre Investitionen könnten von einem Bahnprojekt der
Regierung gefährdet sein , berichtet die EE Times . Die Züge werden auf ihrer
Fahrt durch das Industriegebiet möglicherweise starke Vibrationen des Bodens
erzeugen , welche die bei der Chipproduktion eingesetzten hochempfindlichen
lithographischen Geräte stören könnten . Die ersten Fahrten sind für das Jahr
2005 geplant , sodass die Beteiligten noch Zeit haben , das Problem zu
untersuchen . Allerdings weiß niemand genau , mit welchen Auswirkungen die
Produzenten zu diesem Zeitpunkt rechnen müssen , denn bis dahin wollen die
Fabriken auf einen 0,10-Mikrometer-Prozeß umgestellt haben . Dieser stellt
wesentlich höhere Anforderungen an die Erschütterungsfreiheit als die heutige
Technik mit 0,13 Mikrometer . Der CEO von United Microelectronics Corp , Peter
Chang , sagte im Gespräch mit der EE Times , dass er aus heutiger Sicht nicht
einschätzen könne , ob die Bahn die zukünftige Produktion gefährde . Er halte es
aber auf lange Sicht für ein großes Problem und fordert eine Lösung , um weitere
Investitionen sicherzustellen . Zahlreiche andere IC- und Optoelektronik-Firmen
haben sich bereits vor geraumer Zeit Grundstücke in dem Industriegebiet
gesichert . Erst nach Vertragsabschluss stellte sich heraus , dass die zu
erwartende Vibrationsimmission auf ihre Gebäude nicht ( wie versprochen ) 48
Dezibel , sondern 68 Dezibel betragen werde . Der für das Bahnprojekt zuständige
Minister für Transport und Kommunikation streitet laut EE Times ab , den
Investoren die 48 Dezibel zugesichert zu haben . Vielmehr rechtfertigt er sich
damit , dass seine Bauingenieure das Problem gar nicht hätten erkennen können ,
denn sie seien keine Fachleute für die Chipproduktion . Digital-TV-Standard MHP
bekommt EU-Unterstützung Auf einem Treffen in Helsinki wurden die notwendigen
Schritte besprochen , um das digitale Fernsehen in Europa auf einer
einheitlichen Basis zu verwirklichen . Der Europäische Kommissar für die
Informationsgesellschaft , Erkki Liikanen , sprach sich für eine Unterstützung
der Multimedia Home Platform MHP aus . Anwesend waren der Präsident der
Europäischen Rundfunkunion ( EBU ) , Arne Wessberg , und der Vorsitzende der ARD
, Fritz Pleitgen . Der Standard MHP wird vom DVB-Konsortium entwickelt und
stellt eine Hersteller-unabhängige Plattform für digitale Video-Anwendungen dar
. Ausserdem werden auch Übertragungsstandards , Komprimierungsverfahren und die
Benutzung eines Rückkanals ( für interaktive Anwendungen ) definiert . Liikanen
erklärte seine Unterstützung dafür , dass die Industrie auf der Basis offener
Standards zur Multimedia Home Platform migriert . Das europäische Memorandum of
Understanding , das von verschiedenen Industrieverbänden vorbereitet wird , ist
ein überaus positiver Schritt . Dieses MoU soll auf der Arbeit nationaler
Implementierungsgruppen , wie NorDig , F.U.N. und MHP Marcom aufbauen und sie
ergänzen . ARD-Chef Fritz Pleitgen erklärte auf dem Treffen : Excite@Home
zweifelt am eigenen Überleben Der US-Internet- und Portal-Provider Excite@Home
könnte bald den Weg vieler Dot.Coms gehen : Der Preis der Aktie an der
US-Hightechbörse Nasdaq ist auf 40 Cents gefallen und entspricht damit nicht
mehr den Nasdaq-Standards . Dies könnte eine Entfernung aus der
Technologie-Börse zur Folge haben . In einem Zusatz ihres Geschäftsberichtes
äußern die Firma , die beim Internet-Zugang auf das TV-Kabelnetz spezialisiert
ist , und ihre Wirtschaftsprüfer erhebliche Zweifel daran , dass Excite@Home die
Geschäfte in der derzeitigen Form aufrechterhalten kann . Excites größter
Investor ist AT&T , für die der Provider wichtig ist , um das Kabelnetz
vermarkten zu können . Das deutsche Excite-Portal wurde bereits im Juni
geschlossen . Excite@Home war Anfang 1999 aus der Übernahme des Internet-Portals
Excite durch den Breitband-Internetprovider @Home entstanden ; in den letzten
Monaten gab es immer wieder Spekulationen , dass etwa die Telekom an einer
Übernahme der Firma interessiert sei . Amazon bildet Allianz mit Circuit City
Amazon.com , Urvater der Online-Shops und früher ausschließlich auf Bücher
spezialisiert , bietet seinen Kunden zukünftig die Gelegenheit , online
bestellte Elektronik-Artikel direkt in einer der 600 Filialen von Circuit City
abzuholen . Circuit City zählt zu den größten Handelsketten der USA für
Unterhaltungselektronik . Die Kunden können sich zwischen einer Lieferung per
Versand und der Abholung entscheiden ; Circuit City wird Amazon an den Umsätzen
der Online-Bestellungen beteiligen . Amazon kümmert sich um den Bestellvorgang
und die Abrechung , während die Handelskette für die Auslieferung und den
Service verantwortlich ist . Simsville bleibt unbewohnt Spielehersteller Maxis
hat beschlossen , die Entwicklung des Projektes Simsville einzustellen . Das
Spiel sollte 2002 erscheinen und die Konzepte der Maxis-Titel SimCity und Die
Sims vermischen . Ein Maxis-Sprecher äußerte gegenüber Computer Games Online ,
dass das Programm nicht den Standards von Maxis entspreche . Das Team habe aber
gute Arbeit geleistet und werde bei anderen Projekten mitwirken , wie dem
angekündigten Sims Online . China gibt Zugriff auf US-Sites frei Die
chinesischen Internet-Zensoren haben den Zugriff auf mehrere amerikanischen
Nachrichten-Websites wieder freigegeben , ohne dies vorher anzukündigen . Wie
Wired News berichtet , vermutet ein chinesischer Experte , dass dies eine
Reaktion auf den hohen Nachrichtenbedarf im Zusammenhang mit den Terrorangriffen
sei . Laut Wired News können die chinesischen Surfer wieder ungehindert auf die
Seiten der Washington Post , Los Angeles Times , San Francisco Chronicle und des
Boston Globe zugreifen , die noch am Sonntag gesperrt gewesen seien . CNN ,
Voice of America , das Time Magazine und Atlanta Journal sowie viele
Menschenrechts-Gruppen , darunter Amnesty International , sind weiterhin von der
Zensur betroffen . Letzten Monat berichteten die US-Medien , dass die
Muttergesellschaft von Voice of America ein Servernetz aufbauen will , um
chinesischen Surfern einen anonymen Besuch der gesperrten Sites zu ermöglichen .
Letzte Mannesmann-Hauptversammlung endet im Frust Die Altaktionäre der
Mannesmann AG haben auf der heutigen letzten Hauptversammlung des Unternehmens
in Düsseldorf Vorstand und Aufsichtsrat scharf kritisiert . Auf der
emotionsageladenen Veranstaltung verlangte Jörg Pluta , Geschäftsführer der
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz ( DSW ) , eine lückenlose Aufklärung der
Untreue-Vorwürfe gegen frühere und derzeitige Topmanager des Unternehmens . Der
Frust der Altaktionäre sitzt offenbar tief . " Plünderer in Nadelstreifen " ,
fasste ein Anleger sein Urteil über die Führungskräfte von Mannesmann und
Vodafone zusammen . Wegen dieser laufenden Ermittlungen wurde heute die
Entlastung von zehn Führungskräften , darunter der ehemalige
Mannesmann-Vorstandsvorsitzende Klaus Esser , Vodafone-Chef Chris Gent sowie die
Aufsichtsräte Klaus Zwickel und Josef Ackermann auf die kommende
Vodafone-Hauptversammlung verschoben . Vorstand und Aufsichtsrat seien überzeugt
, dass ein Verdacht der Straftat nicht begründet sei . " Solange die
Staatsanwaltschaft aber ermittelt und die Vorwürfe im Raum stehen , ist es
schwer möglich , sachlich zu entscheiden " , begründete der Versammlungsleiter
Wilhelm Haarmann die Verschiebung der Entlastung . Er rechtfertigte zugleich die
Zahlungen : " Sie führen die Hauptversammlung nach Gutsherrenart " , hatte sich
gleich zu Beginn ein Kleinaktionär bei Haarmann beschwert . Der
Versammlungsleiter , der auch im Aussichtsrat sitzt , moderierte wegen der
fehlende Deutschkenntnisse Gents das Aktionärstreffen . Sein Stellvertreter
Klaus Zwickel solle die Versammlung leiten , forderte der Aktionär . Wer danach
noch immer über Mannesmann-Aktien verfügt , dem droht gegen eine angemessene
Abfindung , dass er zwangsweise aus dem Konzern herausgedrängt wird . In der EU
sollen 2002 die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen hierfür geschaffen werden
. Vodafone könnte dann als eines der ersten Unternehmen von der neuen Regelung
Gebrauch machen . " Das wird wahrscheinlich so kommen " , heißt es im Umkreis
des Konzerns . Kampagne für sichere Hard- und Software Dazu will die Gruppe
durchsetzen , dass bereits die Standardeinstellungen von Betriebssystemen ,
Software und Netzkomponenten einem hohen Sicherheitsstand entsprechen und den
Administratoren die Aufgabe erleichtert wird , ihre Systeme gegen Angreifer zu
sichern . Die Gruppe hat nach eigenen Angaben einen Sicherheitsstandard für
Internet-Rechner entwickelt , den die Hersteller mit Hilfe von speziell
entwickelten Benchmarks überprüfen können . Auf der Website steht bereits ein
entsprechendes Tool für Solaris bereit , weitere Betriebssysteme ( Windows
NT/2000 , AIX , HP-UX und Linux ) sollen folgen . Dem Center for Internet
Security gerören unter anderem Intel , Symantec und die NASA an . Lucent will
Glasfaser-Herstellung abstoßen " Die Verhandlungen zum Verkauf der Sparte
bewegen sich " , sagte eine Lucent-Sprecherin im Gespräch mit dem Wall Street
Journal , während die anderen Firmen keine Stellung bezogen . Die
Lucent-Abteilung Optical Fiber Solutions mit Hauptsitz in Norcross ( Georgia )
produziert optische Fasern , Faserkabel und Spezialprodukte und beschäftigt 6000
Mitarbeiter . Lucent muss die Sparte verkaufen , um seine
Mikroelektronik-Tochter Agere Systems verselbstständigen zu können , dafür
benötigt das angeschlagene Unternehmen dringend Geld . Das Wall Street Journal
berichtet , es seien noch mehrere Probleme zu lösen und die Transaktion könne
noch platzen . Um den Kauf finanzieren zu können , will das japanische
Unternehmen nach dem Kauf zwei Jointventures mit der US-Firma CommScope für die
Lucent-Glasfasern bilden . Die Transaktion ist ein Teil von Lucents
Umstrukturierung ; der Telecomausrüster will sich zukünftig in nur noch zwei
Sparten gliedern und das Unternehmen verkleinern . Frische Beats von AOL Der
US-Onlinedienst AOL will mit einer massiven Erweiterung seines Musik-Angebotes
AOL Music seine Marktposition in diesem Bereich weiter ausbauen . Neu im
Programm sind die beiden Dienste Artist Discovery Network und Radio@AOL . Das
Artist Discovery Network ( ein AOL-"Kennwort" ) bietet Musik und
Künstler-Informationen einiger Major- und Indepent-Labels , unter anderem Arista
, Elektra , Atlantic , Grand Royal und natürlich auch Warner Brothers , das zum
Mutterkonzern AOL Time Warner gehört . Die Fans können hier neue Musik entdecken
, indem sie die genre-spezifischen " Listening Lounges " besuchen . Radio@AOL
ist ein Internet-Radio , das das Angebot Spinner der AOL-Tochter Nullsoft ,
Entwickler der MP3-Software Winamp , ergänzt . Spinner bietet laut AOL bereits
150 Kanäle , mit Radio@AOL sollen über 50 neue hinzukommen . Zusätzlich steht
die Suchmaschine AOL Music Search bereit , mit der sich Künstler , Musik-Clips ,
Infos , und CDs finden lassen , die auch beim CD-Versand CD Now bestellt werden
können . Die neue Initiative der US-Kollegen dürfte auch AOL-Deutschland freuen
, denn die bandbreitenhungrigen Musikdienste könnten sich positiv auf das
Interesse am neuen Flatrate-Angebot auswirken . AT&T nutzt Software von Liberate
für interaktives TV Ein Tochterunternehmen von AT&T namens Headend In The Sky (
HIT ) hat einen Vertrag mit dem TV-Software-Anbieter Liberate geschlossen , um
gemeinsam Dienste für interaktives Fernsehen zu entwickeln . Damit hat sich
Liberate mit seinem Konzept erneut gegen die Konkurrenz aus dem Hause Microsoft
durchgesetzt . HIT versorgt in den USA 140 Kabelnetzbetreiber mit
Satellitenprogrammen . Diesen wollen die Partner nun kostengünstige interaktive
Fernsehdienste anbieten . Bisher hat sich noch kein Kabel-Anbieter dazu
entschlossen , das Angebot anzunehmen - auch AT&Ts eigener Netzanbetreiber AT&T
Broadband nicht . Im Juni teilte AT&T noch mit , dass die Pläne für interaktives
Fernsehen vorerst zurückstellt werden ; es gab Probleme mit den von AT&T
entwickelten Settop-Boxen , die mit Software von Microsoft betrieben werden
sollten . Liberates Software , die auf Suns JavaTV-Standard aufbaut , ist bei
den Hardware-Anforderungen genügsamer . Adobe zieht Anklage gegen eBook-Hacker
zurück Adobe hat sich von den Protesten gegen die Verhaftung des russischen
Hackers Dmitry Sklyarlov überzeugen lassen - die Anklage wurde zumindest von
Seiten der Firma vollständig zurückgezogen . Dies wurde gestern nach einem
Treffen mit der Bürgerrechts-Gruppe Electronic Frontier Foundation ( EFF )
beschlossen . " Die Verfolgung dieser Einzelperson in diesem besonderen Fall ist
den Interessen der betroffenen Parteien und der Branche nicht dienlich " , sagte
Colleen Pouliot , Vize-Präsidentin und Rechtsberaterin bei Adobe . Sklyarov wird
aber so lange in Haft bleiben , bis die US-Staatsanwaltschaft sich ebenfalls
davon überzeugen lässt , den Fall zu den Akten zu legen . Der russische
Programmierer war nach einem von ihm auf dem Hacker-Kongress DefCon in San
Francisco gehaltenen Workshop über den Kopierschutz der eBook-Dateien vom FBI
festgenommen worden . Umsatzrückgang und Verlust bei AT&T Gründe für den Verlust
seien sinkende Einkünfte bei den Ferngesprächen und nicht Gewinn bringende
Investitionen im Internet-Bereich , teilte AT&T am gestrigen Montag nach
Börsenschluss mit . Die mittlerweile selbstständige Mobilfunkfirma AT&T Wireless
ist im Umsatz nicht mehr enthalten . AT&T hat im Zeitraum April bis Juni mit dem
laufenden Geschäft vier Cent je Aktie verdient . Das sind 91 Prozent weniger als
in der gleichen Zeit des Vorjahres . Die Gesellschaft rechnet nach eigenen
Angaben damit , dass die Umsätze im dritten Quartal ebenso stark wie zwischen
April und Juni schrumpfen werden . Sie könnten noch stärker unter Druck geraten
, falls sich die US-Wirtschaft weiter abschwächt . Das Unternehmen geht für das
dritte Quartal von einem Gewinn von zwei bis fünf Cents je Aktie aus dem
laufenden Geschäft aus . Die AT&T-Breitbandsparte ist die größte amerikanische
Kabelfernseh-Gesellschaft . US-Senat will Microsoft zu Windows XP anhören Der
Justizausschuss des US-Senats will Microsoft zu einer Anhörung zu "
wettbewerbsfeindlichen Praktiken " und Windows XP einberufen . Senator Charles
Schumer sagte , er wolle den Fall untersuchen und " fordern , dass
Windows-XP-Anwender ihre Medien-Player , Kommunikationsdienste und andere
Applikationen selbst wählen können , statt zum Einsatz der Microsoft-Programme
gezwungen zu werden " . Microsoft hat das Komitee darum gebeten , die Anhörung
nicht während des schwebenden Kartellrechtsverfahrens durchzuführen , bei dem
eine mögliche Einigung in Sicht sei . Eine Anhörung würde " das Komitee
unnötigerweise in diesen Gerichtsprozess verstricken und ein Forum für Parteien
entstehen lassen , die Microsoft politisch unter Druck setzen wollen " . Jack
Quinn , einer der Lobbyisten Bill Gates , schrieb dem Senator : " Anhörungen im
Kongress sind nicht der richtige Ort , um die verbleibenden Punkte des
Gerichtsverfahrens zu lösen " . Microsofts Wettbewerber sind besorgt wegen der
in XP integrierten Dienste Hailstorm und Passport . Diese Projekte wurden von
Scott McNealy , dem Chef von Sun , scharf angegriffen . Seiner Meinung nach ist
es Microsoft mit diesen Techniken möglich , eine riesige Datensammlung über
Benutzer und ihre Transaktionen zu erstellen und diese für Marketing-Zwecke in
Microsofts vielen neuen Geschäftsbereichen einzusetzen . Microsoft-CEO Steve
Ballmer wies diese Spekulationen zurück . Krach bei Compaq : Betriebsräten
Kündigung angedroht Der PC-Hersteller Compaq hat im Zusammenhang mit dem
angekündigten Abbau von 1750 Stellen in Europa Betriebsräte des Unternehmens
abgemahnt und ihnen mit Kündigung gedroht . Dies teilte der Vorsitzende des
europäischen Betriebsrates der Firma , Christian Brunkhorst , in München mit .
In einer E-Mail habe der Betriebsrat die Stellenabbaupläne des Unternehmens
kritisiert . Compaq wiederum habe als Grund für die Abmahnungen unter anderem
angegeben , in dem Schreiben seien vertrauliche Informationen weitergegeben
worden . Das Unternehmen selbst wollte zu den Vorwürfen keine Stellungnahme
abgeben . Vertrauliche Informationen seien zu keinem Zeitpunkt bekannt gemacht
worden , sagte Brunkhorst . " Dieser Vorwurf ist geradezu lächerlich . " Die
Abmahnungen seien ein Versuch , die Arbeit des Betriebsrates zu behindern und
die 20 Unterzeichner der Stellungnahme " mundtot " zu machen . Korrekt sei
jedoch der Vorwurf gewesen , dass es den Betriebsräten nicht gestattet gewesen
sei , das firmeninterne E-Mailsystem für Mitteilungen an die Belegschaft zu
nutzen . In diesem Punkt habe der Betriebsrat gegen die Verträge in einigen
Ländern verstoßen , um die Belegschaft schnellstmöglich zu erreichen . Microsoft
: AOL steckt hinter kritischem Brief Microsoft beschuldigt AOL , Urheber eines
Briefes an Steve Ballmer zu sein , in dem sich die Justizminsiter von sechs
US-Bundesstaaten kritisch über Windows XP äußern und der Regierung ihre
Unterstützung im Kartellrechtsverfahren versichern . Die sechs Bundesstaaten
hatten sich bisher nicht an dem Anti-Trust-Verfahren gegen Microsoft beteiligt .
Wie US-Medien berichten , weist der Justizminister von Vermont , William Sorell
, in dem Schreiben darauf hin , dass Windows XP " zusätzliche gesetzwidrige
Versuche von Microsoft beinhalten könnte , um das Betriebssystem-Monopol
aufrecht zu erhalten " . Sorrel schrieb weiter : " Microsoft könnte das neue
Produkt entworfen haben , ohne die relevante Gesetzgebung zu berücksichtigen ,
und ohne Rücksicht auf andere Themen , wie die freie Wahl der Verbraucher und
Datenschutz . " Sorrell bestätigte gegenüber den US-Medien , dass eine Vorlage
des Briefes von dem Anti-Microsoft-Lobbyisten Jeffrey Modisett verfasst wurde ,
der auch für AOL , Oracle und die Anti-Microsoft-Gruppe ProComp gearbeitet hat .
" Es ist traurig , dass AOL soviel Einfluss in diesem Prozess hat " , bedauert
der Micorosoft-Sprecher Vivek Varma . Aus seiner Sicht entspricht dies nicht den
Interessen der Verbraucher . In einem Interview mit SiliconValley.com weist
Sorrel jede Kritik von sich . Demnach haben Sorrel und seine Mitarbeiter Windows
XP selbst unter die Lupe genommen ; Microsoft habe Gelegenheit gehabt , seine
Standpunkte zu verdeutlichen . Mindestens 70 Prozent des Original-Briefes , den
Jeffrey Modisett verfasst hatte , sei laut Aussage von Sorrel geändert worden .
Zum fünften Mal Netd@ys NRW In Nordrhein-Westfalen finden zum fünften Mal die
Netd@ys statt , die Projekttage zum Thema " Lernen mit neuen Medien " für
Schüler . Gleichzeitig berichtet das Netd@ys-Magazin täglich live über die
Projekte . Nach den Projekttagen dokumentiert jede Schule ihr Projekt im
Internet auf der Homepage der Netd@ys NRW und nimmt so an dem Internetwettbewerb
teil , der sich an die Projektwochen anschließt . In diesem Jahr gibt es zum
ersten Mal auch einen eigenen Wettbewerb für Grundschulen . Die zu gewinnenden
Preise werden von Hewlett-Packard , Siemens und Microsoft , den
Sparkassenverbänden in NRW , von der Landesanstalt für Rundfunk , radio NRW ,
TerraTec und der Medienakademie gesponsort . Ministerpräsident Wolfgang Clement
, Schirmherr der Netd@ys NRW ist Stolz auf die Veranstaltung : Die Intitiative
von Schulen und Partnern aus dem gesamten Bundesland findet seit 1997 jedes Jahr
im Rahmen der EU-Initiative Netd@ys Europe statt . US-Senator will Start von
Windows XP stoppen Microsoft gerät mit dem bevorstehenden Verkaufsstart von
Windows XP im Oktober zunehmend unter Druck . Auf einer Pressekonferenz hat
US-Senator Charles Schumer nun gefordert , den Termin per gerichtlicher
Verfügung aufgrund kartellrechtlicher Fragen zu verschieben . Wie bereits
berichtet , will Schumer , ein Mitglied des Justizausschusses des US-Senats ,
Microsoft zu einer offiziellen Anhörung einberufen . Es geht dabei um die
Anschuldigung , der Konzern dränge durch die in Windows XP eingebauten Features
andere Mitbewerber vom Markt . " Ich habe einen Brief an den Vorsitzenden der
Antitrust-Division des Justizministeriums geschrieben , in dem ich ihn
auffordere , sich nicht mit Microsoft zu einigen , solange sie nicht zu einer
umfassenden Änderung bereit sind und ihren Mitbewerbern offenen Zugang gewähren
" , sagte der Senator . Schumer will nach eigenen Angaben durchsetzen , dass
Windows XP so umgestaltet wird , dass Microsoft-fremde Produkte wie Kodaks
Digital Photo Imager und AOLs Instant Messenger leichter einzusetzen sind . Auf
Schumers Seite sind neben Kartellwächtern auch viele Mitbewerber Microsofts :
Die Firma InterTrust hat am gestrigen Dienstag eine bereits laufende Anklage
gegen Microsoft geändert und fordert nun ebenfalls eine gerichtliche Verfügung ,
um den Start von Windows XP zu verhindern . Laut Intertrust verletzt die
umstrittene Produkt-Aktivierung des Betriebssystems vier Patente der
kalifornischen Firma . Microsoft verteidigte sich damit , dass " Windows XP zum
Wohle der Kunden und der Computer-Industrie entwickelt wurde " . Der Konzern
glaubt nicht , dass die Beschwerden von AOL und Kodak eine Anhörung im Kongress
rechtfertigen . Die neuen Features seien dazu erdacht worden , den Anwendern die
Arbeit zu erleichtern , nicht um Mitbewerber vom Markt zu drängen . Der Senat
oder die US-Regierung müssen nun innerhalb weniger Wochen eine Entscheidung
treffen , wenn sie den Start tatsächlich verhindern wollten . AT&T spricht mit
AOL über eine Kabelnetzfusion Der Telekom-Branchenführer AT&T ist der größte ,
AOL Time Warner der zweitgrößte amerikanische Kabelfernsehnetzbetreiber . Die
Unternehmen gaben keine Stellungnahme zu dem Bericht ab . Die Gespräche seien in
der Konzeptphase und sehr fließend , schrieb die Zeitung . Es könnte auch sein ,
dass es nie zu einer Transaktion komme . AT&T würde bei der möglichen
Transaktion seine Breitband-Sparte verselbstständigen und sie mit dem AOL-Netz
fusionieren . Die AT&T-Aktionäre würden mindestens 50 Prozent und AOL rund 45
Prozent der fusionierten Firma halten ; AOL könnte die effektive betriebliche
Kontrolle erhalten . Als Teil der komplexen Transaktion würde AOL in den vollen
Besitz der Warner Bros.-Filmstudios und des Kabelfernseh-Filmkanals Home Box
Office kommen . Sie sind beide Teil der Time Warner Entertainment , an der AT&T
zu 25,5 Prozent beteiligt ist . Die beiden Unternehmen konnten sich bisher aus
preislichen Gründen nicht über den Verkauf des AT&T-Anteils an AOL einigen . Das
Wall Street Journal hob die kartellrechtlichen Probleme hervor , die eine solche
Transaktion hervorrufen würde . AOL würde durch eine Vergrößerung seiner
Kabelfernseh-Sparte auch in der Lage sein , eine größere Zahl von
Breitband-Internetzugängen anzubieten als zuvor . Sternschnuppen bedrohen im
November Satelliten Wie das Wissenschaftsmagazin Nature berichtet , befürchten
Astronomen , dass mindestens ein Satellit ausfallen könnte , wenn die Erde
dieses Jahr in den staubigen Schweif des Temple-Tuttle-Kometen eintritt , der
aus einer Staubwolke kleinster Partikel besteht . Diese Partikel verglühen am
Himmel als beeindruckender Sternschnuppen-Regen . Zwischen dem 17. und 19.
November wird die Meteor-Dichte des Himmels fast zehn Stück pro Quadratkilometer
betragen - zehnmal so viel wie 1999 , als der spektakulärste der jüngsten
Sternschnuppen-Regen stattfand , dies berichtet Peter Brown vom Los Alamos
National Laboratory . " Ein direkter Aufprall eines einzigen Staubkorns kann für
einen Statelliten katastrophal sein " , erklärt Mark Bailey vom Armagh
Observatory in Nord-Irland . Der Komet Temple-Tuttle durchstreift das innere
Sonnensystem alle 33 Jahre . Baden-Württemberger sind die fleißigsten
Internet-Nutzer Fast jeder zweite Baden-Württemberger nutzt mittlerweile privat
das Internet . Damit liegt das Land bundesweit an der Spitze , gab das
Staatsministerium am Dienstag in Stuttgart anlässlich der Einrichtung eines
Beratungsforums für Information und Telekommunikation bekannt . Das Forum soll
Vorschläge für die Stärkung des Landes als IT-Standort entwickeln . " Das
virtuelle Lernen soll zum Markenzeichen des Landes werden " , sagte
Staatsminister Christoph Palmer ( CDU ) . Etwa 60 Vertreter aus Wirtschaft ,
Wissenschaft und Politik sollen zwei Mal jährlich zusammen kommen , um die
Vernetzung der IT-Branche in Baden-Württemberg zu verbessern . Das
Beratungsgremium Information , Telekommunikation und Software ( BITS ) steht
unter der Leitung von Palmer und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der
Hewlett-Packard GmbH , Jörg-Menno Harms . Zu den Aufgaben von BITS gehört die
Ausgestaltung zweier Programme . Das Programm Telemedia und Unternehmenssoftware
soll Menschen den Umgang mit neuen Medien erleichtern . Die rund 170
Studiengänge in den Bereichen Medien , Information und Kommunikation sollen um
nichtakademische Angebote ergänzt werden . " Die Menschen auf dem Land werden
künftig keine langen Wege mehr auf sich nehmen müssen , um den gleichen Zugang
zu Information zu haben wie in den Städten " , sagte Palmer . Ziel sei es ,
Akzeptanz und Kompetenz im Umgang mit den neuen Medien gerade im ländlichen Raum
zu fördern . Palmer betonte die Notwendigkeit , die Unternehmen der IT-Branche
besser miteinander zu vernetzen : " In diesem Bereich ist es gar nicht mehr
möglich , dass jeder vor sich hin arbeitet . " Der Erfolg der
Software-Unternehmen im amerikanischen Silicon Valley sei nicht zuletzt auf die
gute Kommunikation untereinander zurückzuführen . US-Datenschützer gegen Windows
XP Einige der bekanntesten US-Datenschützer haben eine gemeinsame Beschwerde bei
der Federal Trade Commision ( FTC ) eingereicht , um Microsoft an der
Integration seiner Passport-Dienste in Windows XP zu hindern . Die Eingabe wurde
vom Electronic Privacy Information Center ( EPIC ) und Junkbusters koordiniert .
Den Datenschützern zufolge gehe es Microsoft bei seinem Passport-System in
erster Linie um das Sammeln personenbezogener Informationen . Um dieses Ziel zu
erreichen , setze Microsoft " Täuschung und unfaire Mittel " ein . Das
Passport-System ist Teil von Microsofts .NET-Strategie und der
Hailstorm-Offensive ; es stellt eine Online-Identität für Internet-Benutzer dar
. Ein Microsoft-Passport soll dazu dienen , sich gegenüber Microsoft selbst
sowie Website-Betreibern , die Passport lizenziert haben , auszuweisen und
beinhaltet sogar Passwörter und Kreditkarten-Daten für die Bezahlung im Netz .
Alle diese Daten speichert Microsoft auf einem zentralen Server . Marc Rotenberg
, dem Chef von EPIC , gefällt die Vorstellung einer umfassenden Datensammlung
bei Microsoft überhaupt nicht . Er weist darauf hin , dass Microsoft sich "
keinen Namen als das Fort Knox des Internet-Datenschutz " gemacht habe . Auch
für einen Teil anderer Microsoft-Dienste setzt der Konzern mittlerweile einen
Passport voraus . Die Datenschützer unterstellen Microsoft unfaire Methoden ,
denn wenn man sich mit dem neuen Betriebssystem zum ersten Mal ins Netz einwähle
, fordere das System den Benutzer auf , sich bei Passport anzumelden . Dies
geschehe mit dem Hinweis , dass ein Passport nötig sei , um Zugriff auf
.NET-Features und die integrierten Kommunikationsdienste ( wie den Messenger )
zu erhalten . Unbedarften Benutzern könne der Passport als Voraussetzung für die
Nutzung des Betriebssystems und sogar des Internet selbst erscheinen . Microsoft
erwiderte auf die Beschwerde , dass der Datenschutz jederzeit gewährleistet sei
. Die Firma sei nicht daran interessiert , die von Hailstorm gesammelten Daten
an Dritte weiterzugeben . Stattdessen sieht der Software-Konzern die leichter zu
realisierende Bezahlung der angebotenen Online-Dienste als Haupteinnahmequelle .
Der Junkbusters-Chef Jason Catlett kommentierte : Microsoft sah sich bereits
gezwungen , die Nutzungsbedingungen für Passport zu ändern , nachdem es zu
massiven Datenschützer-Protesten gegen die alten Bedingungen kam .
Glasfaser-Spezialist Corning in den roten Zahlen Die Firma machte keine Angaben
darüber , wann sie eine Rückkehr in die Gewinnzone erwartet . Der
Geschäftsführer John Loose gibt sich trotz allem zufrieden : Im Vergleich mit
dem schwachen Technologie-Markt stehe Corning gut da . Er führt dies auf die
breite Produktpalette der Firma zurück . Besonders der chinesische Markt habe
einen großen Glasfaserbedarf . Diese Äußerung erklärt Cornings Interesse an den
chinesischen Glasfaserwerken des Netzwerk-Herstellers Lucent . Als Reaktion auf
die schlechte Geschäftslage hatte der Konzern bereits angekündigt , mehrere
Werke zu schließen und 1000 Mitarbeiter zu entlassen . HP kündigt Abbau von
6.000 Stellen an Der Computer-Produzent Hewlett-Packard erwartet einen
Umsatzrückgang von 14 bis 16 Prozent für das kommende Quartal und will 6.000
Jobs wegfallen lassen . Als Ursache gibt der Konzern die sich global
verschlechternden ökonomischen Bedingungen an sowie verminderte Ausgaben für
Technologie . HP befindet sich in einem Preiskrieg mit Konkurrent Dell und auch
die einst erfolgreiche Drucker-Sparte musste erhebliche Rückgänge der
Verkaufszahlen hinnehmen . Nachdem unter anderem auch die deutschen Angestellten
vor kurzem freiwillig auf einen Teil ihres Lohnes verzichtet haben , dürften die
neuen Nachrichten aus der Geschäftsleitung die HP-Angestellten besonders hart
treffen . 15 Prozent weniger Jobs bei AMD AMD trennt sich von 2300 Angestellten
- fast 15 Prozent seiner Belegschaft - und schließt zwei Fabriken in Texas . Mit
diesen Maßnahmen will der Chiphersteller Kosten senken , um auf die rückläufigen
Prozessor-Verkaufszahlen zu reagieren . Fab 14 und Fab 15 in Austin , Texas ,
haben bisher Chips im Auftrag anderer Firmen produziert . Mit der Schließung der
beiden Fabriken werden 1000 Mitarbeiter arbeitslos . Weitere 1300 Stellen werden
durch eine Umstrukturierung der Produktion im malaysischen Penang abgebaut . Die
Entlassungen sollen bis Juni 2002 abgeschlossen sein . " Wir werden unser
Unternehmen auf unsere zwei aussichtsreichsten Geschäftsfelder ausrichten -
Flash-Speicher und PC-Prozessoren " , betonte Sanders . Die Nachfrage nach PCs
sinkt und damit AMDs Verkaufszahlen - hinzu kommt , dass sich einige
PC-Hersteller wie Gateway und IBM von AMD abgewendet und ihre Produktlinien
vollständig auf Intel-Chips ausgerichtet haben . Ende August hatte AMD bereits
vor einem Umsatzrückgang von 10 bis 15 Prozent und daraus resultierenden
Verlusten im laufenden Quartal gewarnt . Passport-Alternative von Sun ( Update )
Sun bildset zusammen mit Partner-Unternehmen eine Allianz , um eine Alternative
zu Microsofts Passport-Dienst zu entwickeln . Die Internet-Nutzer sollen mit dem
neuen System ähnlich wie bei Passport eine " digitale Identität " erhalten . Das
Projekt , das unter dem Namen Liberty Alliance auftritt , kann als Mitglieder
unter anderem bereits die Apache Software Foundation , Cisco , Nokia ,
RealNetworks , NTT DoCoMo , eBay oder Vodafone verzeichnen . Auch Firmen wie die
Bank of America , American Airlines , oder Dun & Bradstreet haben sich der
Allianz bereits angeschlossen . Reisepässe für den internationalen Verkehr
werden schließlich auch von vielen verschiedenen Ländern ausgestellt , nicht von
einer einzigen Stelle . Microsoft hat auf die Kritik an seinem System bereits
reagiert und bekannt gegeben , den Dienst auch für Dritte zu öffnen . Auch AOL
hatte angekündigt , eine Passport-Konkurrenz zu entwickeln . AOL versus MSN :
Die PC-Hersteller werden umworben Der Online-Dienst und Medienkonzern AOL will
PC-Herstellern Geld dafür auszahlen , dass sie ihre verkauften Rechner mit einer
vorinstallierten AOL-Client-Software ausliefern und damit die Icons von
Microsofts MSN vom frisch installierten Desktop verdrängen . Compaq hat schon
angekündigt , auf das Angebot einzugehen . Nach einem Bericht der Washington
Post bietet der Medienkonzern den Herstellern bis zu 35 US-Dollar für jeden so
konfigurierten Rechner . Mit dieser Strategie , die die Washington Post internen
AOL-Dokumenten entnommen haben will , beginnt AOL eine neue Offensive gegen den
Ex-Marketingpartner Microsoft . Vor Windows XP war die AOL-Software auf fast
jeder Windows-CD zu finden ; zu AOLs Verärgerung war Microsoft nicht bereit ,
diese Vorgehensweise für Windows XP zu übernehmen . Der Software-Monopolist hat
nämlich mit seiner .NET-Strategie ganz eigene Online-Projekte im Sinn . AOL
versucht nun mit seinem neuen Plan , rechzeitig zum Start von Windows XP trotz
des Microsoft-Boykotts auf den neuen PCs vertreten zu sein . Microsoft hat
zugesagt , anderen Softwareherstellern den Zugang zum Windows-Desktop zu
gewähren , nachdem ein US-Bundesgerichtshof in einem Urteil festgestellt hat ,
dass der Konzern sein Monopol missbraucht . Microsoft reagierte verärgert auf
AOLs Vorstoß : " AOLs Handlungen sind beispiellos und vollkommen gegen den
Verbraucher gerichtet " , sagte Microsoft-Sprecher Vivek Varma . " AOL bezahlt
die Hersteller dafür , die Verbraucher in ihrer Entscheidungsfreiheit zu hindern
und zwingt sie dazu , den teuersten Dienst auf dem Markt zu wählen . " AOL
konterte natürlich : AOLs großer Erfolg in den USA beruht nicht zuletzt auf der
Tatsache , dass seine Software mit jeder Windows-CD mitgeliefert wurde . Bei den
durch den Preiskrieg hervorgerufenen geringen Handelsspannen im
Privat-PC-Geschäft werden die Hersteller jedenfalls sicherlich dankbar für jede
zusätzliche Einnahmequelle sein . Die Microsoft-Chefs blicken in die Zukunft Für
den Microsoft-Manager Rick Belluzzo ist eines klar : Es gebe zwar mehrere
Schwerpunkte in der weiterenn Entwicklung , im Mittelpunkt stehe aber nach wie
vor der Desktop-PC und das bevorstehende Upgrade auf Windows XP , von dem er
sich neue Impulse für den eher unerfreulichen PC-Markt erhofft . Belluzo sprach
wie etwa auch Bill Gates auf der Analysten-Konferenz in Redmond , bei der die
wichtigsten Microsoft-Vertreter vor über 350 Analysten den zukünftigen Kurs des
Konzerns vorstellten . Der Konzern wollte die Börsen-Profis mit der
Veranstaltung davon überzeugen , dass es sich trotz der allgemeinen Schwäche des
Marktes lohnt , in Microsoft zu investieren . Belluzzo sieht neben dem normalen
Desktop-PC den Server- und Enterprise-Bereich als entwicklungsfähig an . Nach
seiner Aussage bekomme Microsoft nur einen kleinen Anteil des IT-Budgets
wirklich großer Kunden ab . Mit der Xbox , dem Digitalvideorekorder UltimateTV
und drahtlosen Geräten möchte Microsoft zusätzlich in den
Unterhaltungselektronik-Markt einsteigen . Die .NET-Technologien sollen alle
Bereiche im Internet vereinen und sich als universelle Netz-Plattform für die
unterschiedlichsten Dienste etablieren . Wenn alles funktionierrt , soll mit auf
neuen Technologien aufsetzenden Zusatzdiensten viel Geld verdient werden . Bill
Gates berichtete in seinem Vortrag , dass bereits Ende des Jahres eine
Testversion der Hailstorm-Dienste zur Verfügung stehen werde . Wahrscheinlich
wollte er damit den Berichten begegnen , dass die .NET-Technologie im Moment nur
auf dem Papier existiert . Die Firma werde noch stärker als bisher in den
Bereich Forschung und Entwicklung investieren . Als Kerntechnologie für die
.NET-Dienste berichtete Gates begeistert von XML und dessen vielseitigen
Einsatzmöglichkeiten . Gates vergleicht die Extensible Markup Language in ihrer
Tragweite sogar mit der Erfindung der grafischen Benutzeroberflächen . Jim
Allchin , der als Vizepräsident bei Microsoft für die Betriebssysteme
verantwortlich ist , versuchte , den Analysten Windows XP schmackhaft zu machen
. Die Teilnehmer bekamen den ersten Release Candidate mit nach Hause - inklusive
Mail-Adresse von Jim Allchin , der auf diese Weise von eventuellen Problemen
hören will . Im Grunde ist dieser Code , der jetzt auch an diejenigen
ausgeliefert wird , die sich für das Preview-Programm registriert haben , schon
veraltet : Laut Allchin soll der zweite Release Candidate Anfang nächster Woche
fertig sein . Bundesinnenministerium schließt Vertrag mit Microsoft Das
Bundesministerium des Innern hat mit Microsoft Deutschland einen neuen
Rahmenvertrag für vergünstigte Software-Lizenzen geschlossen . Das Ministerium
teilte mit , die öffentliche Verwaltung in Deutschland sei einer der größten
Abnehmer von Microsoft-Software in Europa und habe schon seit mehreren Jahren
die Möglichkeit , die Produkte zu besonderen Konditionen zu beziehen . Der
Rahmenvertrag ergänze diese Lizenzmodelle um " flexible und kostengünstige
Übergangsregelungen , die den besonderen Erfordernissen der öffentlichen Hand in
Deutschland Rechnung tragen " , teilt das Ministerium mit , ohne nähere Details
bekannt zu geben . Microsofts neue Lizenzpolitik hat bei vielen Kunden
Widerstand hervorgerufen , weil unter anderem die Möglichkeit von direkten
Updates eingeschränkt wurde . Bedenken gegen Windows XP auch in Süd-Korea 17
Software-Firmen aus Südkorea und Daum Communications , das größte
Internet-Portal des Landes , haben erklärt , dass sie gemeinsam gegen die
Veröffentlichung von Windows XP vorgehen werden . " Wir sind sehr besorgt , denn
Microsoft versucht den Markt zu zerstören , indem sie Windows XP im Paket mit
einer Vielzahl von Anwendungen verkaufen " , erklärten die Firmen nach
Informationen in US-Medien . " Wir fordern dringend , dass Microsoft diese
Versuche einstellt . " Die Firma Daum habe bereits Beschwerde bei der
koreanischen Fair Trade Commission gegen den Start von Windows XP eingelegt ,
hieß es . Darin beklage sich Daum , dass die Mitlieferung von
Zusatz-Applikationen wie Instant Messaging , Internet-Telefonie und Software für
digitale Fotografie eine unfaire Geschäftspraktik sei . Daum drohte , gegen den
Verkauf von Windows XP in Korea vor Gericht zu ziehen . Microsoft Korea
versprach , sich mit den Firmen zu treffen , um gemeinsam eine Lösung zu suchen
. Java-Plugin von Sun versteht applet-Tag im Explorer Dank eines neuen
Java-Plug-ins von Sun nutzen nun auch mit dem <applet>-Tag eingebundene
Java-Applets in Microsofts Internet Explorer die aktuelle Version der Virtual
Machine . Sun bietet auf seinen Entwickler-Seiten eine Early Access-Version des
JDK mit der Versionsnummer 1.3.1_01a zum Testen an . Diese erweitert den
Explorer , den Microsoft ab Version 6.0 völlig ohne Java-Unterstützung
ausliefert , sodass er auch für Applikationen , die mit dem <applet>-Tag
eingebunden wurden , das neue Plug-in aufruft . Normalerweise spricht <applet>
immer die im Browser integrierte Java-Umgebung an , während Applets , die auf
die aktuelle Java-Version von Sun angewiesen sind , mit dem <object>-Tag
eingebunden werden . Die meisten HTML-Designer verwenden aber <applet> - mit dem
neuen Plug-in müssen solche Seiten nicht mehr umgebaut werden , um Microsofts
Java-Boykott umschiffen zu können . Der neue Explorer bietet nur die Möglichkeit
, Microsofts veraltete VM aus dem Netz nachzuinstallieren . AOL vs. Microsoft :
Online-Identität von AOL Das Gerangel zwischen AOL und Microsoft geht in eine
neue Runde : Nun will AOL Microsofts Passport-Dienst Konkurrenz machen . Das
Vorhaben wurde von AOL bisher nicht offiziell bestätigt , berichtet das US-Blatt
. Microsoft reagierte nicht erfreut auf AOLs Vorhaben und bezeichnete das
Verhalten des Online-Diensts als " verlogen " - die Redmonder nahmen damit Bezug
auf AOLs Beteiligung an einer Beschwerde des US-Senats , bei der es um die
Datenschutzaspekte von Windows XP ging . Im Gespräch mit der Washington Post
sagte ein eBay-Sprecher , dass das Auktionshaus in jedem Fall beide Systeme
unterstützen würde , um den Kunden größtmögliche Bedienerfreundlichkeit zu
bieten . eBay war im März dieses Jahres eine Allianz mit Microsoft eingegangen ,
um die .NET-Strategie über die API des Auktionshauses umzusetzen . AOL auf der
anderen Seite hatte sich finanziell an Amazon beteiligt . Mit dem " fliegenden
Teppich " und der Allianz mit Amazon greift AOL die Redmonder nun schon auf der
dritten Flanke an , neben den Streitigkeiten um den vorinstallierten
Internetzugang und den beliebtesten Instant-Messaging-Service . B2B-Spezialist
BOV baut Jobs ab Der deutsche "Business-to-Business"-Spezialist BOV hat in einer
Börsenpflichtmeldung angekündigt , die negative Umsatzentwicklung im zweiten
Quartal durch Entlassungen und Standortschließungen ausgleichen zu wollen . Die
Umsatzerwartungen für das erste Quartal wurden noch erfüllt ; nun belaste der
Rücktritt von dem Kauf der Jardix AG das Quartalsergebnis . In der Kölner
Geschäftsstelle von BOV sind nach Informationen aus Unternehmenskreisen bereits
vier Mitarbeiter entlassen worden . Microsoft vs. AOL : Streit um AT&Ts
Kabelnetz Wie US-Medien berichten , erwägt Microsoft , seine finanziellen
Muskeln spielen zu lassen - der Softwarekonzern könnte versuchen , AOL zu
überbieten . Gegenüber der Financial Times bestritten Sprecher aus Redmond
allerdings , dass Microsoft daran interessiert sei , selbst ins Kabelgeschäft
einzusteigen . Steve Ballmer hatte auf der Analystenkonferenz am vergangenen
Freitag jedoch bestätigt , dass Microsoft weiterhin strategische Investitionen
tätigen werde - frühere Engagements in dieser Sparte brachten bis heute nicht
den erhofften finanziellen Erfolg . Auf der gleichen Konferenz meinte Bill Gates
: " Wir haben mindestens einen Konkurrenten , der eine ziemlich geschlossene
Online-Umgebung hinsichtlich Inhalt und Kommunikation geschaffen hat . " Gates
betonte dem gegenüber die " Offenheit der Microsoft-Technologien " . Die
Software- und Medien-Titanen sind also weiterhin auf Kollisionskurs in ihrem
Bestreben , die nächste Generation von Internet-Diensten zu etablieren . Umstieg
auf DVB-T beunruhigt private TV-Sender Der Verband Privater Rundfunk und
Telekommunikation hat nach der Präsentation des über Antenne gesendeten
Digitalfernsehens ( terrestrisches Digital Video Broadcasting , DVB-T ) Bedenken
angemeldet . Verbandspräsident Jürgen Doetz möchte " auf die Euphoriebremse
treten " , um bei den Verbrauchern keine falschen Erwartungen zu wecken . Bisher
gebe es zwischen dem öffentlich-rechtlichen und dem privaten Rundfunk kein
abgestimmtes Einführungsszenario . In Berlin hatten sich private
Medienunternehmen gegenüber der dortigen Landesmedienanstalt grundsätzlich zur
Beteiligung an der Einführung von DVB-T bereit erklärt . Ihre Beteiligung sei
allerdings davon abhängig , dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk auf die
Nutzung seiner analogen Fernsehfrequenzen ebenso verzichten wird wie der private
Rundfunk . Eine Abschaltung der analogen Frequenzen müsse zeitnah erfolgen . Der
Verband hält es deshalb sogar für notwendig , dass der öffentlich-rechtliche
Grundversorgungsauftrag außer Kraft gesetzt wird . Dieses Gesetz könnten die
staatlichen Sender als Argument benutzen , um ihre analogen Angebote nach der
DVB-T-Einführung länger als die Privaten über Antenne zu senden . Intel-Chef
sieht Erholung der Computer-Industrie Der Intel-CEO Craig Barrett ist der
Meinung , dass es mit seiner Branche bald wieder bergauf gehe , während die
Telekommunikations-Firmen noch tief in der Krise steckten . Barrett berichtete
weiter , die Taiwaner hätten ihre Lagerbestände auf ein handhabbares Maß
reduziert . In Süd-Amerika hat Intel sein bisher bestes Quartalsergebnis erzielt
. " Die aufstrebenden Ökonomien bauen ihre Infrastruktur noch auf und
investieren stark im Computer-Sektor " , freute er sich . Philips gründet neues
Unternehmen für Halbleiter Die deutsche Philips-Gruppe hat für ihre
Halbleiter-Fertigung ein neues Unternehmen gegründet . Die neue Philips
Semiconductors GmbH sei jedoch noch nicht wie geplant dem Arbeitgeberverband
Chemie beigetreten , teilte Philips am Dienstag in Hamburg mit . Um diese Frage
war eine heftige Kontroverse mit der IG Metall und den Betriebsräten der
Fertigungsstandorte Hamburg und Böblingen entbrannt . Gegenwärtig verhandelt
Philips mit der IG Metall über einen Haustarifvertrag , der eine stärkere
Flexibilisierung der Arbeitszeit enthalten soll . Die Arbeitnehmer hatten wegen
der geplanten Ausgliederung der Halbleiter-Fertigung mit Streik gedroht , um
ihre alten Metall-Tarifverträge sowie Schichtmodelle zu behalten . Daraufhin
hatte Philips die geplante Firmengründung zunächst um einen Monat aufgeschoben .
" Wir haben aber nach wie vor die Absicht , in den Arbeitgeberverband Chemie
einzutreten " , sagte der Chef des neuen Unternehmens , Peter Draheim . Die
Fertigung von Halbleitern sei ein komplexes chemisches Verfahren ohne Metall
verarbeitende Prozesse , das wegen der erforderlichen Flexibilität langfristig
in den Chemietarif gehöre . Die IG Metall erklärte , ohne einen Tarifvertrag mit
der IG Metall werde es keine Lösung des Konflikts geben . Gewerkschaft ,
Belegschaft und Betriebsräte ließen sich in dieser Frage nicht spalten . Bereits
am Mittwoch ist eine neue Verhandlungsrunde zwischen den Tarifparteien angesetzt
. Die neue Gesellschaft unter dem Philips-Dach beschäftigt rund 3000
Arbeitnehmer und ist der zweitgrößte Hersteller von Halbleitern in Deutschland .
Trotz der gegenwärtigen Krise der Branche handele es sich langfristig um eine
Wachstumsindustrie . StarOffice 6.0 Beta im Oktober Im Oktober will Sun eine
neue Beta-Version 6.0 seiner kostenlosen Büro-Software StarOffice
veröffentlichen . Auf der LinuxWorld Conference and Expo in San Francisco wurde
bereits eine Vorversion gezeigt . Die beliebte Software soll viele Veränderungen
erfahren haben und insgesamt schlanker ausfallen als die aktuelle 5.2 . Der
umstrittene StarOffice-Desktop mit eigenem Startmenü und Dateibrowser wurde
zugunsten separater Applikationen verworfen , ebenso wie der integrierte
EMail-Client . Das Dateiformat wird vollständig XML-basiert sein , dies
erleichtert den plattformübergreifenden Dokumentenaustausch . Durch ein neues
Kompressionsverfahren sollen die StarOffice-Dateien nur noch die Hälfte des
Speicherplatzes der 5.2-Version in Anspruch nehmen . Sun hat StarOffice 1999 mit
dem Kauf des Hamburger Softwarehauses StarDivision erworben und bietet es
seither als Konkurrenz zu Microsoft Office auch für den gewerblichen Einsatz
kostenlos an . Den Quellcode veröffentlichte Sun unter der GPL , er ist im Netz
auf der Website des OpenOffice-Projektes zu finden . Auf Suns Website kann man
sich jetzt schon anmelden , um sich benachrichtigen zu lassen , sobald das
Update zur Verfügung steht . HP-Tochter für Billigdrucker Noch in diesem
Frühjahr will Hewlett-Packard in den USA einer Reihe besonders preiswerter
Tintendrucker auf den Markt bringen . HP verkauft dabei erstmals Druckertechnik
unter einem anderen als dem eigenen Markennamen . Offizieller Hersteller der
Billigmarke ist das eigens gegründete Tochterunternehmen Apollo Consumer Inc. ;
einzig ein HP-Label weist auf die tatsächliche Herkunft hin . Hiervon verspricht
man sich offenbar den Einstieg in das Geschäft mit Billigdruckern , ohne dadurch
die Reputation der unter den Namen Hewlett-Packard vertriebenen Geräte zu
gefährden . Dies spricht allerdings auch für nennenswerte technische
Unterschiede der Apollo-Reihe gegenüber sonstigen HP-Druckern . Einzelheiten
über die ersten Apollo-Drucker waren indes noch nicht in Erfahrung zu bringen .
Gleiches gilt für die Frage , ob und wann die Low-Cost-Marke in Deutschland auf
den Markt kommt . Die Internet-Apotheke DocMorris will seine gestrige Schlappe
vor dem OLG Frankfurt/Main nicht hinnehmen und deutet das Gerichtsurteil zum
Erfolg um . Auf seiner Website erklärt die Versandapotheke , die derzeit durch
die Medien verbreitete Information , das OLG Frankfurt/Main habe das
vorangegangene Urteil des Landgerichts Frankfurt vom November 2000 bestätigt ,
sei falsch . Vielmehr habe das OLG das Verbot in entscheidenden Punkten
eingeschränkt . Demnach sei " der Versandhandel mit apothekenpflichtigen
Arzneimitteln aus unserer niederländischen Apotheke auch in Deutschland erlaubt
. " Man werde das Angebot in den nächsten Tagen so umstellen , dass der Auftritt
nicht mehr als Werbung zu deuten sei . Die Internet-Apotheke vernachlässigt hier
allerdings den Umstand , dass sich die Werbeproblematik nur auf Präparate
bezieht , denen in Deutschland die Zulassung fehlt . Lediglich die Gruppe der
Präparate , denen in Deutschland die formelle Zulassung fehle , dürfe auf Grund
einer Nische im Arzneimittelgesetz aus dem Ausland importiert werden , sofern
dies nicht vor dem Hintergrund werblicher Aktivitäten geschehe . Dies sei im
Tenor des Urteils mit dem Passus des unerlaubten " Feilbietens " ausgedrückt
worden . Nach Ansicht des Gerichts stellt bereits ein Internetportal mit
deutschen Erläuterungstexten zu den besagten Arzneimitteln eine werbliche
Maßnahme dar . Für die Gruppe der zugelassenen Präparate , auf die sich die
siegessichere Aussage von DocMorris fälschlich zu beziehen scheint , ist demnach
das Werbeverbot ganz irrelevant , weil Medikamente dieser Art ohnehin nicht im
Versandhandel vertrieben werden dürfen . Tatsächlich besteht das Angebot von
DocMorris aber zu etwa 90 Prozent aus Medikamenten , die " nur " eine Zulassung
für die Niederlande besitzen , wobei solche Präparate von den Inhaltsstoffen her
naturgemäß häufig mit den deutschen Varianten identisch sind und zudem nicht
selten für die verschiedenen nationalen Märkte in ein und derselben Fabrik
produziert und lediglich unterschiedlich distribuiert werden . Das Urteil unter
dem Akzenzeichen 6 U 240/00 ist bereits rechtskräftig , aber durch das Gericht
noch nicht veröffentlicht . DocMorris zitiert auf seiner Website allerdings
bereits den Tenor des Urteils selbst . Weiterhin plant das Unternehmen eine
Beschwerde gegen die Handelshemmnisse vor dem Europäischen Gerichtshof und hofft
zudem auf die auch vom Bundesgesundheitsministerium angestrebte zügige
Liberalisierung des Arzneimittelgesetzes in Deutschland . Autarker portabler
Massenspeicher auf Linux-Basis Die Firma Terapin will ab Ende August in Europa
ihren " mine " ausliefern , einen autarken portablen Massenspeicher mit
Netzwerk-Funktionalität . Das unter einem Linux-Derivat arbeitende Gerät besitzt
eine 10-GByte-Notebook-Festplatte und kann mit seiner Umwelt über USB- und
Ethernet-Anschlüsse Daten austauschen . Zusätzlich kommt beim " mine " ein
PC-Card-Slot zum Einsatz , um Cardreader-Adapter für die gängigen
Speicherkarten-Formate nutzen zu können . Dank eines kleinen LC-Displays und
eigener Akku-Stromversorgung kann der " mine " damit zum autarken
Zwischenspeichern beispielsweise von Bilddateien aus Digitalkameras genutzt
werden , wie dies bereits die Konkurrenz anbietet ( beispielsweise " Digital
Wallet " von Minds@work ) . Durch die flexiblere Ansteuerung soll der " mine "
aber zusätzlich auch als MP3-Player einsetzbar sein und auch WAV-Dateien
abspielen und aufnehmen können . Auch eine Internet-Funktion will der Hersteller
integriert haben . Auf der Basis von Outlook-Adressbüchern soll es möglich sein
, E-Mails mit Bild- oder Tondatei-Anhängen durchs Netz zu schicken . Bilddateien
können zudem über den Video-Ausgang des Gerätes auf einem Fernsehgerät angezeigt
werden . Terapin gibt als Preisempfehlung 599 US-Dollar an . Hinweise auf die
europäischen Vertriebswege gibt es trotz der Lieferankündigung zu Ende August
derzeit noch nicht , und auch im Online-Shop auf der Terapin-Website hat der "
mine " noch den Status einer " preorder " . CompactFlash-Karten mit 512 MByte
Kapazität sind im Kommen . Nachdem bereits vor einiger Zeit die Firma Transcend
ein entsprechendes Modul als verfügbar angekündigt hatte , zieht nun der
Speicheranbieter Kingston nach . Im Gegensatz zu IBMs Microdrive nutzen beide
Hersteller hier Flash-Speicherchips anstatt einer Festplattenmechanik , was
Vorteile bei der Stromaufnahme und der Robustheit der Module bringen soll . Auch
liegen die Module in der Bauform I vor , können also in allen Digitalkameras und
in sonstigen Geräten mit CF-I-Slot benutzt werden . Üppig ist die Garantie , die
beide Hersteller mit fünf Jahren angeben . Genauso üppig ist allerdings auch der
empfohlene Endkunden-Preis , der bei dem Transcend-Produkt bei 1300 Mark und bei
der Variante von Kingston sogar bei satten 1586 Mark liegen soll . Ein
IBM-Microdrive mit gleicher Kapazität ist da viel preiswerter : für 600 Mark
geht es derzeit über die Ladentheke , die Version mit einem GByte ist bereits um
die 900 Mark zu haben . Wegen ihres hohen Stromverbrauchs und abweichender
Reaktionszeiten gibt es bei den Microdrives allerdings gelegentlich
Kompatibilitätsprobleme mit manchen Digitalkameras , auch wenn diese mit einem
CF-II-Slot ausgerüstet sind . So ist beispielsweise die Nikon Coolpix 995 wegen
möglicher Probleme von Nikon nicht für den Betrieb mit dem Microdrive
freigegeben . Ein Digitalkameratest zu sieben Digitalkamera-Neuheiten
einschließlich der Nikon Coolpix 995 erscheint in der c't-Ausgabe 21/2001 , die
am 8. Oktober 2001 im Handel ist . Brinkmann soll nach Insolvenz erhalten
bleiben Das technische Kaufhaus Brinkmann mit Hauptsitz in Hamburg hat am
gestrigen Donnerstag einen Insolvenzantrag gestellt . Hintergrund sind offenbar
Liquiditätsprobleme im Zuge der massiven Expansion des Unternehmens : Innerhalb
der letzten 8 Jahre verdoppelte Brinkmann die Zahl seiner Filialen auf über 40 ;
außerdem ist man mit 15 " Houses of Technic " ( H.O.T ) in Finnland aktiv , in
Deutschland wurden diese Cash-and-Carry-Märkte bereits teilweise in Brinkmann
umbenannt . Neben den von Brinkmann ausgemachten " konjunkturellen Einbrüchen
der letzten Jahre " sieht sich das Technikkaufhaus auch wachsender Konkurrenz
durch Elektronik-Supermärkte wie Saturn oder Media Markt ausgesetzt , die mit
geringerer Sortimentsbreite und weniger Personal rentabler arbeiten können . Den
letzten Schritt in die Zahlungsunfähigkeit habe schließlich das schleppende
Weihnachtsgeschäft 2000 eingeleitet . Nach einem gescheiterten Sanierungskonzept
soll nun im Insolvenzverfahren versucht werden , möglichst große Teile des
Unternehmens zu erhalten , wofür der eingesetzte Insolvenzverwalter gute Chancen
sieht . Die im Insolvenzrecht alternativ anwendbare " übertragende Sanierung " ,
bei der Geschäftsteile verkauft und andere stillgelegt werden , solle nach
Möglichkeit genauso vermieden werden wie die Liquidierung des Unternehmens .
Spekulationen in der Branche , nach denen verschiedene Einzelhandelsketten
bereits Interesse an einer Übernahme gezeigt hätten , bestätigten sich bislang
nicht : Während Vertreter von Brinkmann selbst und der als Kaufinteressent
gehandelten Pro-/Makro-Markt-Gruppe nicht erreichbar waren , lehnten die
Sprecher von Saturn/Media Markt und des Einzelhandelskonzerns Walmart jede
Stellungnahme ab . Allein vom KarstadtQuelle-Konzern war zu erfahren , dass
dieser definitiv kein Übernahmeinteresse hege . Canons Digitalkamera mit vier
Megapixeln Canon hat die PowerShot S40 vorgestellt , eine kompakte Digitalkamera
mit 4-Megapixel-Sensor . Ergänzend wird es ein S30-Modell mit 3-Megapixel-Sensor
geben . Vom Volumen her dem Konkurrenzmodell Olympus C-40 sehr ähnlich , sind
die neuen Canon-Modelle aber im Querformat gebaut und besitzen erstmals bei
Canon einen großen frontalen Schieber , der als Objektivschutz und als
Hauptschalter dient . Der Autofokus arbeitet mit drei Messpunkten , die
wahlweise auch direkt einzeln aktiviert werden können . Die Makrofunktion reicht
bis 10 cm an das Aufnahmeobjekt heran , auch eine manuelle Fokussierung ist
möglich . Auch der Weißabgleich kann automatisch , in voreingestellten Stufen
oder manuell erfolgen . Belichtungsseitig stehen die üblichen automatischen und
manuellen Modi zur Verfügung , einschließlich einiger Motivprogramme . Die
Belichtungszeit reicht von 15 bis 1/1500 s , ab einer Zeit von 1,3 s kann ein
Rauschunterdrückungs-Algorithmus aktiviert werden . Die Stromversorgung erfolgt
über einen Li-Ionen-Akku mit 570 mAh . Als Besonderheit können beide Kameras
noch direkt an die Canon-Drucker S820D oder CP-10 angeschlossen werden und
bieten über ein Druckmenü in der Kamera dann direkte Fotodruckmöglichkeiten
unter Umgehung des PC . Verspielte Naturen können außerdem dem Kamerastart , dem
Auslöser und dem Selbstauslöser der Kamera frei zu wählende Sounds zuordnen .
Sogar das Downloaden eigener Sounds via USB vom Rechner ist möglich . Die S-40
soll Ende Oktober für rund 2000 Mark und die S-30 einen Monat später für rund
1700 Mark auf den deutschen Markt kommen . Satellitenfunk-Anbieter Globalstar
geht das Geld aus Die Firma Globalstar - Anbieter satellitengestützter
Mobiltelefonie - könnte im Verlaufe des Jahres in größere
Zahlungsschwierigkeiten geraten . Dennoch schließe man einen Antrag auf
Gläubigerschutz nicht mehr aus , wenn die derzeit mit den Kreditgebern laufenden
Verhandlungen über Restrukturierungen scheitern sollten und auch die Bemühungen
zur anderweitigen Geldbeschaffung erfolglos blieben . Von diesen weisen
allerdings zwei Exemplare nach einer Meldung des Wall Street Journal erhebliche
Fehlfunktionen auf und müssen möglicherweise ersetzt werden . Das Unternehmen
leidet unter einem geringen Kundenbestand von nur rund 40.000 Nutzern und einem
beständig unbefriedigenden Neukundengeschäft , was zu niedrigen Ertragsprognosen
für das laufende und die Folgejahre führt . Anfang dieses Jahres hatte das
Unternehmen bereits die Rückzahlung seiner Kredite an die Kreditgeber stoppen
müssen . Ein Problem der Anbieter von Satelliten-Telefonie ist der inzwischen
fast ubiquitäre weltweite Ausbau der üblichen GSM- oder CDMA-Mobilfunknetze .
Dies schränkt die Notwendigkeit zum Einsatz der Satelliten-Technik weitgehend
auf entlegene Gebiete ein oder beispielsweise auf Grund von wirtschaftlicher
Schwäche schlecht mit Mobilfunknetzen versorgte Regionen . Da in solchen
Gebieten aber gleichsam die Nachfrage nach kommerziellen
Mobilfunkdienstleistungen gering ist , konnten die Satellitenbetreiber hier
nicht die erhoffte umfangreiche Nutzung ihrer Dienste generieren . Der jüngst
reüssierende Globalstar-Konkurrent Iridium hat sich denn auch einen
Strategiewechsel verordnet und sieht seine künftige Zielgruppe - neben dem
Militär - in der Seeschifffahrt , bei den Betreibern von Ölgewinnungsanlagen ,
bei Bauunternehmen und Hilfsorganisationen im Katastropheneinsatz . Die Börse
scheint übrigens auch im Falle von Globalstar die Entwicklungen vorweg zu nehmen
: An der Frankfurter Börse verlor der Wert am heutigen Vormittag weitere 35
Prozent an Wert und notiert derzeit bei 45 europäischen Cents . Neues
EU-Kartellverfahren gegen Microsoft nimmt Formen an Die europäische
Wettbewerbskommission plant neue formelle Anschuldigungen gegen Microsoft wegen
des Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung ; Bezug nimmt die Kommission
dabei auf die Einführung von Windows 2000 . Dies berichtet das Wall Street
Journal unter Berufung auf kommissionsnahe Kreise , die bereits im Januar
entsprechende Anzeichen für ein sich anbahnendes neues Verfahren gesehen hatten
. Die Kommission prüft derzeit Beschwerden hinsichtlich einer Verletzung des
EU-Wettbewerbsrechts durch Microsoft im Zuge der Markteinführung von Windows
2000 . Danach hätten kleine und mittlere Unternehmen der IT-Branche Beschwerde
darüber geführt , dass Microsoft seine dominierende Rolle im Markt der
PC-Betriebssysteme ausnutze , um Wettbewerbsvorteile in einem anderen Markt ,
nämlich dem der Server-Betriebssysteme für Firmen und große Institutionen , zu
erzielen . So habe Microsoft hierzu sein Windows 2000 eigens derart programmiert
, dass dieses nur mit anderen Windows(2000)-Rechnern volle Interoperabilität
entfalte . Eine diesbezügliche formelle Untersuchung würde die bereits im Jahre
1999 gegen Microsoft eingeleiteten Ermittlungen verbreitern . Sie beruhen auf
vergleichbaren Anschuldigungen von Sun gegenüber den älteren MS-Betriebssystemen
Win 9x und NT 4.0 . Nach Ansicht von Beobachtern ist in der nächsten Zeit mit
der Anhörung im Rahmen des Verfahrens aus dem Jahr 1999 zu rechnen , zu dem sich
die EU-Kommission derzeit durch 9.000 Seiten Entlastungsmaterial kämpfen muss ,
das Microosft zu seiner Verteidigung beigebracht hat . Die Redmonder
proklamieren , bei dem Sun-Verfahren und den jetzt laut werdenden
Anschuldigungen handele es sich um denselben Sachverhalt , sodass diese
Verfahren zu einem einzelnen zusammengefasst werden müssten . Dies wäre für den
Softwareriesen von strategischem Vorteil , da dem Unternehmen ansonsten erst im
Zuge des Einspruchsverfahrens die zu Grunde liegenden Akten zur Kenntnis gegeben
würden . Wie EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti am Freitag auf einer
Pressekonferenz in Washington mitteilte , stelle die Kommission die
Rechtmäßigkeit des Microsoft-Verhaltens hinsichtlich des Konzepts der
Interoperabilität sowie das Vorgehen der Redmonder im Markt in Frage . Microsoft
selbst hatte die Beschwerden von Sun und anderen Firmen als den Versuch gewertet
, den Konzern zu zwingen , seine Kronjuwelen - nämlich den Sourcecode der
Windows-Software - mit den Wettbewerbern zu teilen . Anhörung : Harsche Kritik
an Abhörplänen der Bundesregierung Starken Gegenwind bekam heute das
Bundeswirtschaftsministerium auf der ersten Anhörung zum Entwurf der
Telekommunikationsüberwachungs-Verordnung ( TKÜV ) in Bonn zu spüren . Vertreter
von Telekommunikationsfirmen , Internet-Providern und anderen betroffenen Firmen
kritisierten den Entwurf einhellig als unverhältnismäßig . Christian Koch vom
Zentralen Kreditausschuss ( ZKA ) stellte fest : " Es widerspricht dem mit dem
Telekommunikationsgesetz eigentlich verfolgten Grundgedanken der Liberalisierung
, wenn staatliche Überwachungsmaßnahmen umfassender und strenger geregelt sind
als zu Zeiten des staatlichen Monopols . " Henning Wüstefeld von Mannesmann
Mobilfunk beklagte die " deutliche Überregulierung " sowie Mängel hinsichtlich
des Datenschutzes und erinnerte an die Teledienstedatenschutzverordnung , der
eine Deregulierung gelungen sei . Die im Entwurf verwandten Begriffsbestimmungen
zögen keine klaren Grenzen , was zu einem ständigen Streit um die zu
überwachenden Bereiche führen werde . Zentraler Kritikpunkt waren aber die durch
das Telekommunikationsgesetz ( TKG ) auf die Betreiber abgewälzten
Überwachungskosten . Vertreter der Deutschen Telekom fuhren mit schwerem
Geschütz auf : Die Telekom rechne im Internetbereich mit einer Kostenlawine in
Milliardenhöhe , um die Überwachungsvorgaben im Detail vorschriftsmäßig erfüllen
zu können . Immerhin betreibe die Telekom Großteile des
Telekommunikationsverkehrs bereits über paketvermittelte Telekommunikationsnetze
. Die Kosten müssten in der Folge umgewälzt werden , was eine Verteuerung der
Angebote erzwinge . Telekomvertreter Prof. Rommel forderte eine " grundsätzliche
Debatte , was überhaupt im Rahmen einer Verordnung geregelt werden kann und darf
" . Sein Kollege Dr. Köbele erinnerte daran , dass eine Regulierung nur in der
klassischen Sprachtelefonie kostendämpfende Wirkung habe , nicht jedoch im
Internetbereich mit seinen internationalen Anbietern . Hier sei die Annahme "
irreführend " . Zwar begrüßten einige Teilnehmer wie Hans-Jürgen Sattler von der
Gewerkschaft ver.di , dass die Betreiber von Nebenstellenanlagen ,
unternehmensinternen Telekommunikationsanlagen und Firmennetzen keine ständige
Überwachungsschnittstellen vorhalten müssen . Christian Koch vom ZKA schätzte
die Kosten für die Bereithaltung eigener Überwachungstechnik für eine
mittelgroße Bank auf 400.000 Mark , für eine Großbank auf einen zwei- bis
dreistelligen Millionenbetrag . Für die Kreditinstitute sei dies eine "
unzumutbare Belastung " . Hier signalisierten die Vertreter des
Bundeswirtschaftsministeriums , über entsprechende Formulierungen " nachzudenken
" . Nach Ansicht von Beobachtern könnte dies bedeuten , dass die rund 400.000
geschäftsmäßigen Betreiber möglicherweise keine Abhörvorrichtungen vorhalten ,
sondern nur bei Abhörmaßnahmen organisatorisch behilflich sein müssten .
Generell bleibt die Frage der Kostenübernahme : Da die Verordnung lediglich die
gesetzlichen Vorgaben aus dem TKG sowie der Strafprozessordnung , dem
G-10-Gesetz und dem Außenwirtschaftsgesetz umsetzen soll , kann die Kostenfrage
nicht generell ausgeklammert werden . Gegenüber heise online signalisierten
Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums , dass dies nur dann gelinge , wenn
im " Gesetz über die Entschädigung von Zeugen und Sachverständigen "
ausdrücklich der Paragraph 17 " Entschädigung Dritter " zu Gunsten der Betreiber
eine Aussage treffen würde . Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss sagte
gegenüber heise online , er wolle dies prüfen . Ein weiterer Diskussionspunkt
beleuchtete die Frage , ob das Internet überhaupt von der Verordnung erfasst ist
. Ernst Mannherz vom Bundeswirtschaftsministerium erinnerte daran , dass der
Verordnungsentwurf bewusst " technikoffen formuliert " sei . Der
Telekommunikationsbegriff sei dem Telekommunikationsgesetz entnommen . Demnach
ist Telekommunikation das Aussenden und das Empfangen von Nachrichten gleich
welcher Art . So seien SMS , Internettelefonie , Mailboxen , E-Mails und Chat
Telekommunikation , alles andere sei Teledienst . Nach Ansicht der
nordrhein-westfälischen Landesdatenschutzbeauftragten sei jedoch das Internet
grundsätzlich ein Teledienst und IP-Adressen seien nicht der Telekommunikation
zuzuordnen . Telekomvertreter Rommel forderte hier den Gesetzgeber auf , klar zu
definieren , welche Kommunikation er abhören wolle . Es ginge immerhin um
Eingriffe in ein Grundrecht , die nicht durch eine Verordnung definiert werden
dürften . Die Strafprozessordnung , das G-10-Gesetz , das Außenwirtschaftsgesetz
und auch das TKG definierten den Telekommunikationbegriff " ungenügend " . Vor
allem Harald Summa vom Internetprovider-Verband eco drängte darauf , die
Überwachung des Internet aufzugeben . Unterstützt wurde er dabei vor allem durch
den CCC-Sprecher und ICANN-Direktor Andy Müller-Maguhn . Als kritisch sah er die
" Pufferung " beziehungsweise Speicherung der abgehörten
Telekommunikationsinhalte vor der Übermittlung an die " berechtigte Stelle " an
. Die organisierte Kriminalität , die sich einen entsprechend großen Kanal kauft
, bliebe demnach abhörfrei . Als " Mindestforderung " bezeichnete Müller-Maguhn
gegenüber heise online die Streichung des Paragraphen 8 , ( 3 ) , der die
Entschlüsselung von netzseitigen Schutzmaßnahmen fordert . Dies beträfe nämlich
beispielsweise auch die von der Telekom angebotenen Kryptotelefone . Der
Verordnungsentwurf wird jetzt neuerlich überarbeitet . Noch gibt es keinen
Termin , wann er erneut der Öffentlichkeit vorgelegt werden soll . Irreführende
Werbung : Microsoft und HP stoppen Anzeigenkampagne Microsoft und HP stoppen auf
Druck der Federal Trade Commission ( FTC ) eine gemeinsame Anzeigenkampagne auf
Grund des Vorwurfs der irreführenden Werbung . Die Unternehmen hatten in
gemeinsamen Anzeigen für HPs Jornada-Pocket-PCs geworben und auf den
LCD-Schirmen der hierzu fotografierten Jornadas eine Internet-Browsing-Szene
gezeigt . Dies erwecke laut FTC den Anschein , als seien die HP-Pocket-PCs mit
ihrem Microsoft-Betriebssystem ohne weiteres internettauglich . In Wahrheit sei
für den Internetzugang aber der Kauf eines zusätzlichen Gerätes nötig ,
beispielsweise eines Funkmodems , das mit bis zu 350 US-Dollar zu Buche schlagen
könne . Der klein gedruckte Hinweis auf die nur optionale Internettauglichkeit
der Geräte sei zudem " unklar , unscheinbar und unangemessen " gewesen ,
bemängelt die FTC . Konsumenten seien heutzutage mit einem derart großen Angebot
an Pocket-PCs konfrontiert , dass sie sich häufig auf Werbeaussagen verließen ,
wenn sie ein Gerät kauften , betonten die Verbraucherschützer . Daher sei es
wichtig , dass die Werbung für solche Geräte auf den technischen Fakten beruhe
und die Fähigkeiten der Geräte korrekt wiedergebe . Nur auf diese Weise könnten
die Konsumenten verstehen , was ein PDA leisten kann und was nicht , bevor sie
die Kaufentscheidung träfen . Noch erschwert werde der Vorwurf der
Kundentäuschung durch den Umstand , dass die Werbeanzeigen just im Rahmen einer
groß angelegten aggressiven Kampagne gegen den Hauptkonkurrenten Palm aufgelegt
worden seien . Darüber sollte auch der Umstand , dass die Geräte inzwischen
vielfach mit Browser- und E-Mail-Client-Software ausgestattet sind , nicht
hinwegtäuschen : DoCoMo will die 4. Mobilfunkgeneration schon im Jahr 2007 Kouji
Ohboshi , Vorsitzender des japanischen Mobilfunkkonzerns NTT DoCoMo , wünscht
sich die 4. Generation der Mobiltelefonie schon im Jahre 2007 , drei Jahre vor
dem bisher geplanten Einführungstermin . Das gab er im Rahmen eines
Mobilfunkforums in Tokio bekannt - zu einem Zeitpunkt , zu dem noch nicht einmal
die 3. Generation am Markt ist . Den Hintergrund für seinen Optimismus bildet
die Ankündigung DoCoMos , mit der anstehenden 3. Generation sehr zeitig ,
nämlich bereits in zwei Monaten starten zu wollen . Damit würde DoCoMo gelingen
, was Analysten in letzter Zeit erheblich in Zweifel ziehen , nämlich einen
Start der UMTS-Derivate noch in diesem Jahr . Vielmehr gehen die Analysten auf
Grund der bekannt gewordenen technischen Probleme oder Verzögerungen auf Seiten
der Infrastruktur- wie auch Endgeräteanbieter von einer Verzögerung der
UMTS-Einführungen um drei Jahre aus . In Japan hatte im letzten Monat DoCoMos
Hauptkonkurrent , die Japan Telecom , den Start seiner 3G-Dienste auf Juli 2002
verschieben müssen , da eine verlängerte Testphase nötig werde . Die 4.
Mobilfunkgeneration , für die DoCoMo in Zusammenarbeit mit Motorola derzeit
erste Endgeräte entwickelt , soll auf der Basis der hier nochmals verbesserten
Datenübertragungsleistungen noch umfangreichere und Dienste-integrierte
Online-Services ermöglichen . Mit 5-Megapixel-Kameras zu neuen Geräteklassen
Nachdem Minolta Ende Mai mit seiner Dimâge 7 die erste 5-Megapixel-Kamera für
den Consumer-Bereich vorgestellt hat , erwartet die Branche in kurzer Folge
weitere hochauflösende Modelle auch von den anderen Herstellern . Grund hierfür
ist nach Meinung von Sony-Produktmanager Mark Weir der Umstand , dass die in den
Digitalkameras verwendeten CCD-Bildaufnahmechips nur von einigen wenigen
Unternehmen entwickelt und produziert , dann aber von diversen Kameraherstellern
genutzt werden . Der Trend zu höherer Auflösung stellt nach Meinung von Michael
Rubin , Produktmanager bei Nikon , auch die übrige Kameraelektronik vor größere
Aufgaben : Die integrierten Analog-Digital-Wandler müssten schneller arbeiten ,
um die großen Datenmengen zügig konvertieren zu können , Pufferspeicher würden
vergrößert und die Kameras insgesamt mit größeren Speichermodulen ausgestattet
werden müssen . Zudem verlangten die leistungsfähigeren Kameras auch nach
größerer Batterie-Kapazität . Die Jagd nach höheren Auflösungen sei noch lange
nicht beendet , gibt sich Sony-Mann Weir zuversichtlich , denn die Entwicklung
werde nicht mehr nur durch die Foto-Enthusiasten getrieben , sondern auch durch
den Wunsch des " normalen Benutzers " , größere Fotoprints in guter Qualität zu
bekommen . " Es ist immer noch Spielraum für höhe Auflösungen " , resümiert Weir
denn auch . Minolta-Vizepräsident Jon Sienkiewicz hingegen sieht die Entwicklung
künftig langsamer verlaufen , weil der realistische Bedarf nach höheren
Auflösungen zunehmend schwinde . " 3 Megapixel sind für die meisten Leute
ausreichend " , stellt er fest und sieht den Trend künfig eher in Richtung
sinkender Preise . " Low-end-Kameras werden künftig in die 3-Megapixel-Klasse
migrieren . " Den durch sinkende Preise anlaufenden Massenmarkt nimmt auch Kodak
ins Visier . Vize-Präsidentin Nancy Carr sieht die Trendwende schon am Horizont
: Der Umstieg der Kunden werde allerdings noch durch Handling-Probleme mit den
Kameras erschwert . Außerdem erwarte man hier schon deshalb eine langsamere
Entwicklung als bei den Foto-Enthusiasten , weil viele Kunden " so lange mit den
traditionellen Fotokameras zufrieden sein werden , so lange man seine Filme
innerhalb einer Stunde entwickeln und abziehen lassen kann " . Microsoft droht
Markenstreit um die Xbox Nach einem Bericht der Financial Times macht eine
US-amerikanische Holding-Gesellschaft namens X-Box Technologies ältere Rechte an
dem Namen " X-Box " geltend , den Microsoft ( in der Schreibung " Xbox " ) für
die neue Spielkonsole verwenden will . Microsoft habe bereits im Oktober 1999
einen ersten Antrag für die Marke gestellt , die X-Box-Holding jedoch bereits
sieben Monate zuvor . Dies habe dazu geführt , dass zwei von vier
Markenschutz-Anfragen beim US-Patentamt abgelehnt worden seien . Die Firma X-Box
Technologies habe von Microsofts Ambitionen erst Anfang des Jahres 2000 erfahren
, als Microsoft seine Pläne für den Spielkonsolen-Markt veröffentlichte .
Seither stünden beide Firmen in Verhandlungen , bisher allerdings ohne Ergebnis
. Microsoft gebe sich aber zuversichtlich , in diesem Markenstreit zu obsiegen .
Weshalb Microsoft überhaupt versäumt hat , vor Bekanntgabe des Namens " Xbox "
für seine Spielkonsole eine hinreichende Markenrecherche durchzuführen , bleibt
unklar . Branchenkreise vermuten , der Name sei hier zu voreilig von dem
firmeninternen Codenamen des Projekts abgeleitet worden . Bei Microsoft
Deutschland war bislang keine Stellungnahme zu dem möglichen Markenstreit zu
erhalten . Neil Postman : Der " Medien-Jeremias " wird 70 Postman , der seine
Karriere als Volksschullehrer begann , wird angesichts seiner prophetischen
Untergangs-Weissagungen beiderseits des Atlantik als der " Jeremias des
Informationszeitalters " gehandelt . Zurzeit hat er einen neuen Feind der
abendländischen Kultur ausgemacht : Die global vernetzte Computerwelt . Deshalb
greift Postman selbst nach wie vor zu Papier und Filzstift , wenn er neue Bücher
plant . Und er fordert , Computer " nur zum Programmieren zu verwenden " . Auch
von den Schulen verlangt er ein Umdenken : Anstatt den Umgang mit Computern zu
lehren , solle den Schülern der Respekt vor der Umwelt vermittelt werden und
eine Ethik , die auf den Grundsätzen der großen Religionen aufbaue .
First-Telecom : Die Atlantic Telecom , vormals First-Telecom , stellt ihre
Prepaid-Services zu Ende des Jahres 2001 ein . Die Entscheidung betreffe alle
Kunden , die bei dem Unternehmen ein Prepaid-Konto unterhalten . Dieses kann vom
Kunden per Telefonanruf ( Kreditkarte ) , per Überweisung oder Lastschrift mit
einem Guthaben " aufgeladen " und dann via Callthrough oder Callback
abtelefoniert werden . Zur Begründung der Einstellung gab das Unternehmen "
steigende Kosten für die gesamte Administration und die technische Realisierung
" an ; übersetzt heißt das wohl , dass die Ertragslage im Prepaid-Bereich nicht
zufrieden stellend war . Zukünftig wolle man sich auf den Aufbau der eigenen
SDSL-Infrastruktur und der Internet-Diensleistungen für mittelständische
Unternehmen konzentrieren , führte das Unternehmen noch aus . Die Einstellung
der Prepaid-Services stellt für viele Mobil- und Festnetztelefonierer einen
erheblichen Schlag dar , weil das Angebot von Atlantic Telecom eine attraktive
Ausweichmöglichkeit zu den überteuerten Werktagstarifen der Mobilfunkanbieter
darstellte : Über den Callback-Dienst konnte man innerdeutsch rund um die Uhr
für 39 Pfennig/min vom Handy aus telefonieren . Auch die Callthrough-Tarife vom
Festnetz aus waren für aushäusig Aktive attraktiv : Atlantic Telecom unterhält
sogar in den meisten Großstädten eigene lokale Einwahlnummern , über die
Handy-Kunden mit " wanderndem Ortstarif " die günstige Handy-Ortseinwahl ihres
Netzbetreibers ( beispielsweise 15 Pfennig pro Minute ) nutzen und " ab dem
Einwahlknoten " zum Atlantic-Festnetztarif " weitertelefonieren " konnte ,
zusammengerechnet also etwa für 32 beziehungsweise 29 Pfennige pro Minute
innerdeutsch . Ein weiterer Vorteil des Prepaid-Services von Atlantic Telecom
lag in seiner bisher gezeigten Seriosität . Auch in den einschlägigen
TK-Nutzerforen blieben größere Klagen die Ausnahme . Wer sich auf die Suche nach
Alternativen begibt , stellt fest , dass dies in der Szene der Callthrough- und
Callback-Anbieter durchaus nicht immer der Fall ist . Auch die spanischen
Mobilfunkanbieter in Spanien geben nämlich Prepaid-Cards à la " Xtra " oder "
CallYa " heraus ( etwa Airtel ) . Sogar der spanische Telefonzellentarif der
Telefonica wird hier spürbar unterboten . Anrufe aus Deutschland sind zudem via
Call-by-call schon ab 24 Pfennig/min möglich . Spanische Prepaid-Karten sind vor
Ort recht problemlos etwa in jedem größeren Elektro- oder Verbrauchermarkt zu
bekommen . Freundlicherweise entfällt hier sogar das bürokratische deutsche
Registrierungs-Procedere : Man kann die Karte sofort einlegen und das Guthaben (
oft 4.000 Peseten , die zumeist auch dem Kaufpreis der Karte entsprechen )
abtelefonieren - wenn man die spanischen Hinweise zur Selbstaktivierung
verstanden hat ... Die Aufpreise für diesen Service reichen von " kaum
wahrnehmbar " bis " erheblich " , außerdem sollte man sich des Verfallsproblems
bewusst sein : Die Karte gilt ab Aktivierung 9 Monate lang und muss dann - wie
von den deutschen Karten her bekannt - wieder aufgeladen und dadurch "
verlängert " werden . Eine Vorabaktivierung mag da zwar bequem sein , nagt aber
an der Verfallsdauer . Sony warnt vor verfrühter 3G-Euphorie
Sony-Geschäftsführer Nobuyuki Idei warnt vor übertriebenen Erwartungen in eine
frühe Kunden-Akzeptanz der 3G-Telefoniedienste . Statt dessen äußerte er
gegenüber dem Wall Street Journal die Überzeugung , die neuen Geräte würden in
Japan frühestens im kommenden Jahr an Bedeutung gewinnen . Schon heute seien die
vom japanischen Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo über dessen i-Mode angebotenen
2.5G-Dienste mehr als ausreichend . Zudem sei die Bedienung der Geräte schon
heute ausgesprochen kompliziert und die beigefügte Bedienungsanleitung länger
als die vieler Heim-PCs . Inwieweit die Äußerungen Ideis allerdings durch die
Erkenntnis motiviert sein könnten , nicht unter den ersten Anbietern von
3G-Handys zu sein - diese werden zu der von DoCoMo für Mai geplanten
3G-Einführung nur bei Matsushita und NEC lieferbar sein , während Sony seine
Modelle erst zum Jahresende produktionsreif hat - muss der Spekulation
überlassen bleiben . " Die diesjährige Einführung der 3G-Technik wird
experimentellen Charakter haben " , untermauerte denn auch Idei , da diese nur
in Tokio und dem benachbarten Kawasaki erfolge . Windows-Terminal überwacht
Blutdruck Die Firma Panasonic stellt in den USA ein Terminal zur häuslichen
Überwachung von Vitalparametern vor . Das Gerät in der Größe eines Toasters kann
mit Zusatzmodulen zur Messung von Blutdruck , Pulsfrequenz , Körpertemperatur ,
Blutzucker , Körpergewicht und anderen Größen bestückt werden . Das eingebaute
Windows-Betriebssystem erlaubt dann die Übertragung der Daten an einen
Healthcare-Provider über das Internet , der die Werte kontrollieren und bei
Bedarf via E-Mail Empfehlungen an die Patienten übertragen kann . Auch eine
Videokonferenz mit einem Arzt oder einer Krankenschwester soll möglich sein .
Panasonic möchte mit seinem Vitalmonitor " die heimische Gesundheitskontrolle
für Patienten mit chronischen Erkrankungen revolutionieren " und
Gesundheitskosten einsparen helfen , indem regelmäßige Arztbesuche vermieden
werden . Ohnehin sieht der Hersteller als Zielgruppe zunächst die privat
versicherten Patienten , während eine spätere " Consumer-Strategie " von einer
breiten Akzeptanz des Terminals abhänge , im Zuge derer dann auch die Preise
sinken könnten . Besonderen Wert legt Panasonic auf die einfache Bedienung des
Terminals via Touchpad . Im Bereich der telemetrischen Gesundheitsüberwachung
sind heute bereits verschiedene kleinere Unternehmen aktiv , beispielsweise
Cyber-Care oder das American Telecare Institute . Amazon wird zur Fotoannahme
für PixelNet Das e-Photography-Unternehmen PixelNet plant eine Zusammenarbeit
mit dem Handels-Portal Amazon.de . Ab Herbst soll Amazon hierzu eine Sektion für
digitale Bild-Dienstleistungen in sein Angebot integrieren . Der Kunde wird dann
Bilddateien via Amazon exklusiv an PixelNet übermitteln und auf diese Weise
Fotoabzüge ordern können . Dies teilte die PixelNet AG heute in einer Meldung
mit . Die am Neuen Markt notierte PixelNet AG aus Wolfen in Sachsen Anhalt
bietet digitale Fotodienstleistungen an und ist in den letzten Monaten vor allem
durch eine Serie von Kooperationen und Übernahmen aufgefallen . So hatte der
Fotofinisher vor Jahresfrist eine Zusammenarbeit mit AOL vereinbart , im
Dezember 2000 die ehedem zur Lintec AG gehörende ORWO Media und im Februar 2001
die Photo-Porst-Gruppe übernommen . Im März folgte unter dem Label " PrimusPixel
" eine Zusammenarbeit mit dem zum Metro-Konzern gehörenden PrimusOnline und vor
wenigen Wochen ein Kooperationsvertrag mit Hewlett-Packard . Im stationären
Handel habe man es mit Hilfe von Photo Porst inzwischen auf einen Marktanteil
von 10 Prozent am digitalen Printmarkt gebracht . Erklärtes Ziel sei es ,
künftig den gesamten europäischen Markt zu dominieren . Die Kooperation mit dem
deutschen Amazon-Zweig sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung . Der
Aktienkurs der PixelNet AG stieg in Folge der Meldung deutlich um derzeit rund 9
Prozent , rangiert aber mit etwa 4,75 Euro weiterhin dramatisch unter dem
Jahreshoch , das im März bei 13 Euro gelegen hatte . Wettlauf um neue
Lithografie-Techniken verschärft sich Der Wettlauf um die Entwicklung der
nächsten Generation von Chip-Lithografie-Systemen geht in eine neue Runde : Auf
der in Santa Clara stattfindenden SPIE Microlithography conference buhlten die
Verfechter der EUV ( extreme-ultraviolet lithography ) und der EPL ( e-beam
projection lithography ) um die Gunst des Publikums und berichteten von ersten
Produktionserfolgen . Ein von Intel geleitetes Konsortium gab bekannt , in
seiner EUV-Testanlage erfolgreich erste Linienstrukturen mit 100 nm Abstand
generiert und damit die Tauglichkeit des EUV-Verfahrens für derart feine
Strukturen belegt zu haben . Die um IBM/Nikon gescharten Verfechter der
EPL-Technik stellten erste Testmuster erst für das 4. Quartal 2001 in Aussicht .
Die neuen Lithografie-Verfahren werden für die Produktion höher integrierter
Mikrochips benötigt , deren Strukturdichte inzwischen an die Grenzen des mit
fotolithografischen Verfahren Machbaren stößt . Derzeit werden die Strukturen
auf Mikrochip-Wafern mit Hilfe von Licht erzeugt , das über Maskensysteme auf
die lichtempfindlich beschichten Wafer geleitet wird . Wurden hier anfangs noch
bestimmte Emissionslinien von Hochdruck-Quecksilberlampen verwendet , ging man
im Zuge der geforderten Verfeinerung der Strukturen auf Kryptonfluorid-Laser
über , um Strukturbreiten von 0,25 µ auf den Wafern zu ermöglichen . Mit der
Umstellung auf 193-nm-Argonfluorid-Laser wurden schließlich 0,13 µ- und 0,1
µ-Chiptechnologien möglich , die heute teilweise bei hochintegrierten
Grafikkarten zum Einsatz kommen . Derart kleine Strukturen sind mit der
herkömmlichen fotolithografischen Technik nicht mehr herstellbar , weil bei den
hierfür nötigen extrem kurzen Wellenlängen die Belichtungswerkzeuge mit
Linsen-Projektionssystemen nicht mehr einsetzbar sind : Die Quarzlinsen
absorbieren derart kurzwelliges Licht , anstatt es zu brechen . Um in den
Strukturbereich bis 50 nm vorzudringen , wurde in der Vergangenheit mit
verschiedenen Alternativ-Verfahren experimentiert , die auf harten oder weichen
Röntgenstrahlen oder auf Teilchenstrahlungen mit Elektronen oder Protonen
basieren . Obwohl die Verfahren mit harter Röntgenstrahlung mit ihrer
Wellenlänge um 1 nm für den gewünschten Einsatzzweck faszinierten , ergaben sich
in der Praxis erhebliche technische Umsetzungs-Schwierigkeiten : Ähnliche
thermische Probleme bestehen bei den Techniken , die mit Protonen-Beschuss
arbeiten . Obwohl diese Technik ebenfalls zu sehr kleinen generierbaren
Strukturen führt und sich günstig im Hinblick auf die erzielbare Schärfentiefe
zeigt , ist sie bis heute noch nicht über das Laborstadium hinausgekommen . Die
beiden derzeit aussichtsreichsten Verfahren sind die in Santa Clara offen
konkurrierenden EUV- und EPL-Verfahren . EUV arbeitet mit so genannter "
extremer Ultraviolettstrahlung " , die im Bereich weicher Röntgenstrahlung
angesiedelt ist . Weiche Röntgenstrahlung lässt sich noch mit hochpräzisen
Spiegeloptiken fokussieren , wobei deren Effizienz derzeit noch problematisch
ist : heutige Spiegelsysteme der hier benötigten Art erzielen einen
Gesamt-Wirkungsgrad von nur 1-2 % , was zu einer extrem schwachen Lichtleistung
und damit in der Serie zu langen Belichtungszeiten mit einem entsprechend
niedrigen Produktions-Output an Wafern führen würde . Die mit dem EUV-Verfahren
auf einmal belichtbare Fläche ist übrigens nicht sonderlich groß : Nach Angaben
von Infineon sind zum Belichten der 925 DRAM-Schaltkreise eines 300 mm-Wafers
immerhin 105 Einzelbelichtungen nötig . Das konkurrierende EPL-Verfahren
arbeitet mit Elektronenstrahlung , die prinzipbedingt Auflösungen zwischen 0,01
und 0,02 µ erzeugen kann , die auf Grund der beim Eintritt in das Material
auftretenden Streuung aber um eine Größenordnung höher liegt . Das Problem der
einfachen EPL-Verfahren liegt in ihrer Langsamkeit : Da die Chip-Strukturen
gleichsam mit dem Elektronenstrahl " gemalt " werden müssen , ergeben sich
Schreibzeiten im Stundenbereich , was für die Massenproduktion natürlich
unbrauchbar ist . Vor diesem Hintergrund entwickelte eine Forschungsgruppe um
IBM ein System , das mit multiplen Linsen arbeitet und auf diese Weise eine
Vielzahl von Strukturen gleichzeitig schreiben kann . Zudem ist das PREVAIL (
Projection Reduction Exposure with Variable Axis Immersion Lenses ) genannte
Verfahren in der Lage , gewisse Grundmuster mit einem " Schuss " zu belichten ,
was sich insbesondere bei hochrepetitiven Strukturen ( z. B. Speicherstrukturen
) anbietet und den Durchsatz erheblich erhöht - ohne allerdings die
Geschwindigkeit der lithografischen Verfahren annähernd zu erreichen . Dies
könnte schon eher bei dem von den Bell Labs der Firma Lucent entwickelten
Elektronen-"Skalpell" der Fall sein : Das SCALPEL-Verfahren ( Scattering with
Angular Limitation in Projection Electron Beam Lithography ) arbeitet mit
größeren Elektronenstrahl-Durchmessern und beherrscht das Problem der
Maskenerhitzung durch ein Streuungsverfahren . Die auf die Maske auftreffenden
Elektronen werden also nicht nennenswert absorbiert , sondern aus der Bahn
gestreut und von einer nachgeschalteten Blende aus dem Strahlengang entfernt .
Auf diese Weise bleiben die thermischen Belastungen der Masken tolerabel ,
während die Erhitzung der Absorptions-Blende unschädlich ist . Für die
Maskenhersteller stellen die EPL-Verfahren allerdings noch Zukunftsmusik dar .
Die japanische Toppan Printing Co. etwa , einer der weltweit führenden
Maskenhersteller , stellte zwar Anfang dieser Woche einen Prototypen einer 0,05
µ-Maske auf Silikonbasis vor , die sich in der Theorie auch für EPL-Verfahren
eigne , es sei aber frühestens 2005 mit der Marktreife zu rechnen . PrimusOnline
und PixelNet gründen " PrimusPixel " Die Internetfirma Primus Online und der
Foto-Dienstleister PixelNet wollen über ein Gemeinschaftsunternehmen künftig
digitale Bilder entwickeln und vertreiben . Wie die Kölner Metro-Tochter am
Dienstag mitteilte , soll die PrimusPixel Digitale Fotodienste GmbH im April an
den Start gehen . Dabei würden Kunden kostenlos Digitalkameras zur Verfügung
gestellt und die Bilder von PrimusPixel anschließend kostenpflichtig bearbeitet
. Vertreiben will PrimusPixel die Fotodienstleistungen neben dem Internet auch
über die rund 2.000 Filialen des vor kurzem von PixelNet übernommen Fotohändlers
Photo Porst , hieß es . PrimusOnline gehört nach eigenen Angaben zu 51 Prozent
zur Düsseldorfer Metro AG , die übrigen 49 Prozent liegen bei der Beisheim
Holding Schweiz AG . Die PixelNet AG sieht sich als Technologieführer im Markt
für digitale Fotografie . Hongkong verschärft Urheberschutz-Gesetze Vor dem
Hintergrund der überbordenden Piraterie an geistigem Eigentum verschärft die
Hongkonger Regierung ihre Urheberschutz-Gesetze . Angeblich sollen 50 Prozent
der in Hongkong eingesetzten Software Raubkopien sein . Hongkonger Rechtsanwälte
sehen in dem Gesetzesvorstoß im Sinne der Softwareproduzenten einen großen
Fortschritt . Derzeit gehe man davon aus , dass die Hälfte der in Hongkong
genutzten Software unautorisiert sei . Da aber die Hongkonger Geschäftswelt als
besonders gesetzestreu gelte , sei im Zuge der Strafbewehrung mit einer
signifikanten Verbesserung der Lage zu rechnen . Weniger deutlich würden die
Effekte bei den privaten Nutzern sein , da das besonders preissensible Verhalten
der Hongkonger Bevölkerung deren Hemmschwelle für den Einsatz unautorisierter
Produkte herabsetze . Weitgehend ungelöst werde auch das Problem der
Softwarepiraterie durch die organisierte Kriminalität bleiben , die über
entsprechendes technisches Equipment in quasi industriellem Maßstab verfüge .
Bayrischer Zoll eröffnet Online-Infocenter In Fürth wurde das bundesweit erste
regionale Infocenter der Zollverwaltung eröffnet , teilt die Oberfinanzdirektion
Nürnberg mit . Angesprochen werden sollen vor allem kleinere und mittlere
Unternehmen in Nordbayern - auch bereits in der Firmen-Gründungsphase . Darüber
hinaus biete das Zoll-Infocenter zusammen mit den Industrie- und Handelskammern
in Bayern ein umfangreiches Schulungs- und Seminarangebot ( zum Beispiel das "
Nürnberger Zollseminar " ) . Alle Angebote und aktuelle Informationen des "
Zoll-Infocenters Nordbayern " seien unter www.zollamt.de im Internet abrufbar .
Für die Wirtschaft im südbayerischen Raum werde im Oktober das " Zoll-Infocenter
Südbayern " in München eröffnet . Dazu hat das Unternehmen in der jüngeren
Vergangenheit vor allem Unternehmen aus dem TK-Bereich aufgekauft , so zum
Beispiel Dialogic , DataKinetics und Parity Software . Auf der TK-Chip-Seite
standen Ambient Technologies - ein Hersteller von DSL-Modem-Chips , Ford
Microelectronics mit seinen Chips für Mobiltelefone und Pocket PCs und Level One
Communications als Hersteller von Netzwerkchips auf der Intel-Einkaufsliste .
Nach Ansicht von Analysten reichen diese Firmenaufkäufe aber nicht aus , um
Intel den Sprung von Platz 4 auf Platz 1 der TK-Chipanbieter zu ermöglichen ,
und dabei Texas Instruments , Lucent Technologies und Motorola hinter sich zu
lassen . Im Zuge dieser Bemühungen gehen Beobachter davon aus , dass Intel auf
der Berichtsseite künftig seine Zahlen der TK-Elektronik-Sparte getrennt vom
übrigen Konzernergebnis ausweisen wird , " um die TK-Zahlen deutlicher
herauszustellen " . Für die Zusammenlegung der bisher getrennten Bereiche für
Netzwerkgeräte und entsprechende Chips spricht nach Ansicht von Beobachtern auch
der erkennbare Trend zum Zusammenführen der Voice- und Datennetzwerke ; der sich
bisher sehr schleppend entwickelnde Bereich des Voice-over-IP werde in nächster
Zeit einen gewaltigen Schub erleben . In der Folge würden TK- und
PC-Server-Hersteller technische Lösungen einsetzen , die auf denselben
Bauelementen beruhten , an denen Intel einen großen Anteil halten will . Dennoch
warnt der Intel-Manager vor verfrühten Erwartungen in die Voice-over-IP-Technik
. Schließlich werde sich der Anwender nicht aus reiner Technikbegeisterung für
den Wechsel auf IP-basierende Voice-Dienste entscheiden , wenn diese keine
Vorteile für ihn brächten . Nur Mehrwertdienste , die Voice- mit anderen
Diensten kombinierten , könnten für den Nutzer einen Anreiz zum Umstieg bieten .
Im Zuge der sich rasch ändernden TK-Landschaft und der sich anbahnenden
Vermischung der Voice- und Datendienste verlangten die Anbieter von TK-Lösungen
künftig zudem vermehrt programmierbare Prozessoren , die ein schnelleres Upgrade
des TK-Equipments ermöglichten . Hier stehe Intel im harten Wettbewerb mit IBM ,
führte Maloney aus . Das wirtschaftliche Interesse für die Voice-over-IP-Dienste
sei vorhanden , betonte er , allerdings dürfe man die derzeitige
Entwicklungsgeschwindigkeit nicht überschätzen . " Zur Zeit hält die Branche ein
, um tief Atem zu holen , aber die Nachfrage wird danach unausweichlich wieder
ansteigen " . Microsoft presst Webserver auf Smart-Card Dies biete interessante
Anwendungsmöglichkeiten beispielsweise im Rahmen sichererer Zahlungsmethoden
fürs mobile Internet , meinen die Microsoft-Forscher . Der kleine Server namens
" WebCamSIM " basiert auf der MS-SmartCard-Plattform und ermöglicht einem
normalen GSM-Mobiltelefon , über das Internet Text an andere Rechner zu
übertragen . Die Messages werden über ein SMS-Gateway versandt , das sie in eine
für andere Rechner lesbare Form übersetzt . Aber auch eine Nutzung als "
normaler " Webserver für Textseiten ist nach Angaben der Microsoft-Forscher mit
dem WebCamSIM möglich . Allerdings sei ein Mobiltelefon nicht sonderlich gut
dazu geeignet , als Webserver zu fungieren . Hierzu trage der geringe Speicher
der Geräte bei , der derzeit üblicherweise bei 64 KByte liege , außerdem können
Kurzmitteilungen über das GSM-Netz nur 160 Zeichen lang sein und der Benutzer
muss für jede SMS einzeln bezahlen . Kai Rannenberg , Mitglied der Microsoft
Security Group , sagte , die Technik mache Gebrauch von der Verschlüsselung und
Sicherheitstechnik , die das GSM-Netzwerk biete . Ein auf der SIM-Card
gespeicherter digitaler und über ein Passwort geschützter Schlüssel könne zum
Bestätigen von Zahlungen oder für Bestellungen genutzt werden . Ein Dieb habe
daher im Missbrauchsfall nicht nur das Handy zu stehlen , sondern auch das
Passwort zu knacken , um die Sicherheitsbarriere zu überwinden . Aus diesen
Gründen repräsentiere das Verfahren einen preiswerten und einfachen Weg ,
sichere Bezahlmethoden übers Internet anzubieten . Unabhängige
Sicherheitsfachleute sehen das kritischer . Der britische Experte John Everitt
gab zu bedenken , dass die Sicherheit des WebCamSIM-Systems nur so hoch sein
könne wie ihr schwächstes Glied . Das Hauptproblem hierbei sei , dass das System
in dieser Hinsicht von der Infrastruktur der Mobilfunkanbieter abhängig sei ,
denn dies bestimme , wie sicher der Datentransfer von Punkt zu Punkt sein kann .
Ein Schwachpunkt könne beispielsweise an der Stelle liegen , wo die Messages aus
dem SMS-Format übersetzt werden . Auch die Verschlüsselungstechnik des
GSM-Systems sei nicht perfekt , machte Everitt deutlich . GSM-SIM-Cards
generierten einen 40-bit Verschlüsselungs-Key für jedes Mobiltelefon , das sich
am Netz anmelde . Kopierschutz für Musik-CDs : Jetzt wird 's ernst . Der
deutsche Phonoverband sieht die nahezu flächendeckende Einführung von
Kopierschutzmechanismen bei Musik-CDs in greifbarer Nähe . Wie Verbandsvorstand
Kurt Thielen gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärte , sehe sich die Branche
mit Umsatzrückgängen von 20 Prozent im ersten Quartal 2001 und einem
überbordenden Raubkopieren von Musik-CDs auf heimischen CD-Brennern konfrontiert
. Während für eine Musik-CD durchschnittlich 30 Mark bezahlt würden , seien es
für einen CD-Rohling höchstens drei Mark . Für sein eigenes Plattenlabel hat
Thiele bereits die Konsequenzen gezogen : Sein Zomba Records ( publiziert u. a.
Britney Spears und die " Backstreet Boys " ) bringt seit Juli nur noch
kopiergeschützte CDs auf den Markt , die nicht mehr auf Computer-CD-ROM-Playern
abspielbar sind . Damit wird das Thielensche Label zum Schrittmacher der
Kopierschutzbewegung ; nach Verbandsinformationen werden eine Reihe von
Musikkonzernen wie auch kleinere Labels künftig voll auf die elektronische
Kopierbremse setzen . Sollte dieses Verhalten jedoch Schule machen , so dürften
im Zuge einer bevorstehenden Kopierschutzwelle auch die Probleme des Handels als
Front-End zum Kunden zunehmen : Bisher verzeichnet der Tonträgerhandel nur
vereinzelte Probleme mit kopiergeschützten CDs , und auch Philips als Hersteller
von HiFi-CD-Rekordern konnte auf Nachfrage bisher noch keine signifikanten
Schwierigkeiten mit kopiergeschützten Musik-CDs benennen . Ein anderer Grund für
die Krise , dem auch mit den raffiniertesten Kopierschutzmechanismen nicht
beizukommen ist , ist ein Strukturwandel auf der Nachfragerseite : " Der große
Pop-Boom ist vorbei " , gibt auch Zomba-Chef Thielen zu , und die Jugendlichen
gäben ihr Geld nicht mehr überwiegend für Musik aus , sondern vermehrt für
Handys , das wiedererstarkte Kino und teure Trendsportarten . Eine zu stark
fragmentierte Musikszene mit zu wenigen aufwendig promoteten Stars trage zur
Krise in der Musikindustrie noch bei . Pentax bringt 3,3-Megapixel-Kamera im
Miniformat Von Pentax kommt jetzt die Optio 330 , eine kleine
3,3-Megapixel-Kamera , die der beliebten Digital Ixus 300 von Canon das Leben
schwer machen könnte . Das eigentliche Plus der Pentax ist aber der
3,3-Megapixel-Sensor , während die gesamte Ixus-Serie noch mit
2,1-Megapixel-Sensoren auskommen muss . Bei größeren Prints zahlt sich der
Auflösungsvorteil aus , zumal er hier nicht mit einem unhandlicheren Format der
Kamera bezahlt werden muss . Die Verschlusszeit des Zentralverschlusses ( nur
AE-Programm ) liegt zwischen 1/2000 und 15 Sekunden . Dabei kann wahlweise eine
Mehrfeld- , eine mittenbetonte oder eine Spotmessung genutzt werden . Die
Scharfstellung erfolgt durch einen passiven 7-Punkt-Autofokus oder wahlweise
einen Spot-AF . Auch eine manuelle Fokussierung ist möglich , ebenso eine
Makroeinstellung ab 14 Zentimeter Objektabstand . Für die Datenaufzeichnung
nutzt das Gerät Compact-Flash-Karten des Typs I . Auch die Aufzeichnung von
Kurzvideos bis 30 Sekunden ist möglich . Neben dem optischen Sucher verfügt die
Pentax über einen 1,6 Zoll großen TFT-Monitor . Ausgabemöglichkeiten bestehen
über einen USB-Anschluss oder via TV-Ausgang . Seine Energie bezieht das Gerät
aus einem Lithium-Ionen-Akku . Die Pentax Optio 330 soll Ende August in die
Läden kommen und dann inklusive einer kleinen 8 MB-Speicherkarte rund 1.500 Mark
kosten . Dänische Studie : Kein Krebsrisiko durch Handys Auch für seltene
Tumorarten ( hier Neuroepitheliome und Akustikusneurinome ) , für die andere
Studien einen Zusammenhang mit der Handynutzung postuliert hatten , fanden die
dänischen Forscher keine Auffälligkeiten . Der dänischen Studie liegt ein
Abgleich von Nutzerdaten bei den Mobilfunkgesellschaften mit dem dänischen
Krebsregister zugrunde . Sie ist Teil einer umfassenden EU-Untersuchung , deren
Endergebnis in 5 Jahren feststehen soll . Nur einige Tausend der herangezogenen
420.000 dänischen Handybesitzer nutzen ihr Gerät schon länger als zehn Jahre -
ein Zeitraum , innerhalb dessen langsamwachsende Hirntumore unentdeckt bleiben
können - , während der Großteil der Probanden die Geräte im Mittel erst drei
Jahre verwendet . Über eines sind sich die Forscher international allerdings
heute weitgehend einig : Das bisher eindrucksvollste Risiko der Handynutzung
ergibt sich beim Autofahren - mit einer etwa sechs mal so hohen Unfallrate wie
bei Nichttelefonierern . Bulmahn : Akademikermangel gefährdet den Aufschwung Der
Mangel an Informatikern , Ingenieuren und anderen Akademikern gefährde zunehmend
den Wirtschaftsaufschwung in Deutschland , äußerte heute die
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn in einem Bericht der Bundesregierung
Zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands . Jedes sechste Unternehmen
aus Industrie und Dienstleistung klage inzwischen über Fachkräftemangel und
müsse deswegen fest eingeplante Innovationsprojekte strecken oder abbrechen .
Allein in der Informations- und Kommunikationsbranche werden einer aktuellen
Untersuchung zufolge bis Ende nächsten Jahres bis zu 350000 Spezialisten
benötigt , davon rund 50 Prozent mit akademischer Ausbildung . Bereits im ersten
Halbjahr 2000 konnte dort schon fast jede zweite offene Stelle nicht besetzt
werden . Es fehlten 93000 Spezialisten , zum größten Teil Akademiker .
Abiturienten reagierten bei ihrer Studienentscheidung in der Regel erst ein bis
zwei Jahre verspätet auf die Signale des Arbeitsmarktes , sagte Bulmahn . Die
Ministerin gab der jahrelangen Sparpolitik beim BAFöG Mitschuld an der geringen
Studierneigung der jungen Menschen . " Wenn in Deutschland nur 28 Prozent eines
Jahrganges die Hochschule besuchen - dann passt das nicht mehr zum Anspruch
einer modernen Industrienation " , sagte sie . Mit einer zum 1. April in Kraft
tretenden BAFöG-Reform will die Bundesregierung die Studierneigung auch
finanziell schlechter Gestellter wieder stärker fördern . Auf den
Fachkräftemangel reagieren die Unternehmen verschieden : Ingenieurstellen werden
dem Bericht zufolge lieber unbesetzt gelassen als fachfremd besetzt . In der
Computer- und Medienbranche werden dagegen Abstriche gemacht und auch
Studienabbrecher mit Teil-Kenntnissen eingestellt . Alternativ werden gerne auch
Elektro- und Maschinenbauingenieure , Mathematiker und Physiker genommen , was
wiederum zu Engpässen in anderen Branchen führt . Auch förderten immer mehr
Betriebe die Umschulung und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter . Viele Unternehmen
gingen heute zudem direkt in die Hochschulen und würben um Fachkräfte , heißt es
weiter . Zwei von fünf Unternehmen würden bei Erleichterung der Arbeitserlaubnis
wie bei der Green-Card-Regelung auch mehr Ausländer einstellen . 20 bis 25
Prozent des jährlichen Wirtschaftswachstums in Deutschland werden heute dem
zunehmenden Einsatz der Informations- und Kommunikationstechniken zugerechnet .
" Die Zukunftsmusik " im deutschen Pharmasektor spiele die Biotechnologie .
Patente und Innovationen kommen dabei verstärkt direkt aus den Hochschulen , oft
auch in Verbindung mit kleineren Unternehmen . Die Pharmakonzerne konzentrierten
sich auf die teurere klinische Forschung , gerieten aber auf Grund mangelnder
Innovationskraft seit Mitte der 90er Jahre zunehmend ins Hintertreffen gegenüber
ausländischen Konkurrenten . Zehn Jahre nach der Vereinigung hätten die
Unternehmen in den neuen Bundesländern inzwischen an ihre alten technologischen
Kompetenzen aus DDR-Zeit anknüpfen können . Sie verzeichneten beachtliche
Erfolge in den Bereichen Optik , Fahrzeugbau , Medizintechnik und Polymere (
Kunststoffe ) . Allerdings seien die Exporterfolge im Vergleich zu den alten
Ländern immer noch begrenzt . Der 200-seitige Bericht der Bundesregierung ist im
Originalwortlaut als PDF-Dokument beim Bundesministerium für Bildung und
Forschung downloadbar . Jetzt auch Sony mit 4 Megapixeln Nach Toshiba stellt
jetzt auch Sony eine Consumer-Digitalkamera mit einer physikalischen Auflösung
von 4 Megapixeln vor . Von ihrer kleineren Schwester unterscheidet sich die
Kamera weiterhin durch eine Belichtungsvarianten-Automatik und einen leicht
vergrößerten Pufferspeicher , mit dem nun 3 Bilder in direkter Folge aufgenommen
werden können , ohne das Speichern auf den Memory-Stick abwarten zu müssen .
Sony legt dem Gerät serienmäßig einen 16-MB-Memory-Stick bei , auf den die
Kamera auch kurze MPEG-Videoclips mit Ton aufzeichnen kann . Die DSC-S85 kommt
in einem schwarzen Gehäuse daher , unterscheidet sich ansonsten aber äußerlich
nicht von ihrem niedriger auflösenden Pendant . Die Markteinführung in
Deutschland ist laut Sony für Juli/August 2001 geplant , eine Preisempfehlung
gibt es noch nicht . Branchenkenner in den USA erwarten dort einen Preis von 799
Dollar - das sind nur 100 Dollar mehr als für das bisherige 3-Megapixel-Modell
S75 . Sony und SanDisk kooperieren bei Memory Sticks Der Sony-Konzern und der
kalifornische Speicherhersteller SanDisk haben eine weit reichende Kooperation
bekannt gegeben . Dadurch darf SanDisk künftig unter eigenem Label Memory Sticks
verkaufen und damit seine Produktpalette an Speichermodul-Bauformen
komplettieren . Im Gegenzug bezieht Sony von SanDisk NAND-Flashspeicher-Chips
und verspricht sich von der Zusammenarbeit eine weitere Marktpenetration für das
Memory-Stick-Format . Auch die nächste Generation von Memory Sticks , die mit
höheren Geschwindigkeiten und Kapazitäten von " mehreren GB " glänzen soll ,
wollen die Unternehmen zusammen entwickeln . Sony war bereits im vergangenen
Jahr eine Allianz mit dem Speichertechnik-Hersteller Lexar Media eingegangen ,
hatte diesem ebenfalls den Vertrieb von Memory Sticks unter eigenem Label
erlaubt und Rechte an dem Einsatz von Lexars Flashspeicher-Controllerchips für
künftige Memory-Stick-Entwicklungen erworben . Bruce Springsteen verliert Streit
um Namens-Domain Der Rocksänger Bruce Springsteen hat vor dem Schiedsgericht der
Weltorganisation für geistiges Eigentum ( WIPO ) einen Domain-Streit um den
Domain-Namen www.brucespringsteen.com verloren . Die Domain wurde im November
1996 von einem Kanadier angemeldet und enthält Fanclub-Inhalte . Das
Schiedsgericht äußerte in seiner Entscheidung , der Website-Betreiber habe die
Rechte des Klägers nicht verletzt , da der Name Bruce Springsteen nicht als
Marke eingetragen sei und seit 1998 auch eine offizielle Bruce-Springsteen-Seite
unter www.brucespringsteen.net zur Promotion genutzt werde . Zudem habe der
Kläger nicht nachweisen können , dass die Website " in böser Absicht "
registriert worden sei , zumal auf ihr keinerlei kommerzielle Aktivität , also
insbesondere kein Handel mit Waren oder Dienstleistungen , stattfinde . Die
Schlappe für " den Boss " in diesem Verfahren stellt übrigens eher eine
Ausnahme-Entscheidung dar , denn in den 1300 seit 1999 vom WIPO abgeschlossenen
Verfahren wurde in rund 80 Prozent der Fälle zugunsten der prominenten Kläger
entschieden ( so etwa die Domain-Streits um die Namen von Julia Roberts , Nicole
Kidman , Madonna oder auch um Domain-Varianten des " virtuellen Prominenten "
Harry Potter ) . US-Regierung blockiert ASM-Lithografie-Deal In Sorge um die
nationale Sicherheit der USA blockiert die Bush-Regierung den Verkauf der
kalifornischen Silicon Valley Group ( SVG ) an die niederländische ASM
Lithography ( ASML ) für einen Zeitraum von 45 Tagen , berichtet das Wall Street
Journal . Hintergrund sei eine Intervention des US-Verteidigungsministeriums und
einiger konservativer Kongressabgeordneter , die in dem Verkauf der SVG ein
nationales Sicherheitsrisiko wähnen . Die SVG ist ein Hersteller von
Lithografiesystemen und -zubehör für die Mikrochipherstellung und besitzt mit
den Tinsley Laboratories ein Tochterunternehmen , das optische Präzisionssysteme
herstellt . Diese werden unter anderem auch in US-Spionagesatelliten eingesetzt
. Aus diesem Umstand leite das Verteidigungsministerium seine
Sicherheitsbedenken ab . Rechtsexperten in den USA schließen hingegen nicht aus
, schlichte Wirtschaftsinteressen könnten zu den Aktivitäten der
Kongressabgeordneten geführt haben : Die SVG-Übernahme durch die niederländische
ASML - erfolgreich mit Lithografiesystemen für die Chipherstellung - stelle
einen Rückschlag für die führende Rolle der US-amerikanischen Lithografiebranche
dar . Da aber das Genehmigungsverfahren für ausländische Firmenübernahmen keine
Berücksichtigung reiner Wirtschaftsinteressen erlaube , liege die Vermutung nahe
, die Intervention im Namen der nationalen Sicherheit sei auch kommerziell
motiviert . Durch die niedrige Bewertung der Hightech-Unternehmen befürchte die
US-Industrie eine Übernahmewelle durch ausländische Investoren , zitiert das
Wall Street Journal eine Washingtoner Anwältin . Die SVG-Aktionäre haben nach
Angaben des Unternehmens die Übernahme durch die ASML überaus positiv
aufgenommen : 99,4 Prozent der Anteilseigner hätten ihr mit Aussicht auf
verbesserte Synergien zugestimmt . Im Zuge der von der Bush-Regierung jetzt
angeordneten neuerlichen Prüfung des Deals erwarten Brancheninsider keine
grundsätzliche Änderung an der Genehmigung des Deals . Allerdings müsse mit
neuen Auflagen gerechnet werden , beispielsweise hinsichtlich einer möglichen
Ausgliederung der in ihrer Sicherheitsrelevanz zu bewertenden
Tochtergesellschaft Tinsley Laboratories . Neue Konzepte für das Webradio der
Zukunft Einen Tag vor dem offiziellen Beginn der Branchenschau CeBIT startet das
Internet-Radio der Deutschen Messe , Cyb-Affair , mit einem zweisprachigen
Live-Programm in Deutsch und Englisch . Cyb-Affair ist ein " Zusatzbonbon " ,
sagte Anja Brokjans von der Deutschen Messe AG : " Wir wollen , dass die Leute
im Internet surfen und nebenbei Radio hören . " Das Internet-Radio als
Zusatzmedium sieht auch Stephan Schwenk , Vorstandsvorsitzender der Berliner
Webcast Media Group und Mitinitiator von " Webradio-Alliance " , der
Vermarktungsvereinigung sieben deutscher Internetsender . Schwenk ist
optimistisch : Webradios könnten einen Teil des allgemeinen wachsenden
Radiomarkts für sich gewinnen . " Als Einzelprojekt ist Internet-Radio eine
Totgeburt " , macht Schwenk jedoch deutlich . Eine eigene Redaktion sei nicht
finanzierbar . Der Pionier der Branche , das Hamburger Cyberradio , ist bereits
pleite . Die Webcast Media Group nutze daher für das in Berlin produzierte
dasWebradio.de Inhalte von zwei klassischen Radiosendern , die ebenfalls im
Besitz der Aktiengesellschaft sind . Technische Hürden erschweren den Weg zum
Erfolg . Nutzer müssen sich eine Audio-Software wie Realplayer auf den Computer
laden , bevor sie Web-Radio hören können - vorausgesetzt sie haben einen
Computer mit Soundkarte , Lautsprecher , Browser und Internetanschluss . An
manchen Tagen hätten 50 Prozent der Besucher die Webseite des Berliner Webradios
verlassen , ohne das Programm zu empfangen , sagte Schwenk . Eine neu
eingesetzte Software mit dem Namen " Energis Streamwave " , die Radioempfang
ohne Realplayer möglich macht , habe die Zugangsschwelle bereits gesenkt . Der
Sender ist nach dem Öffnen der Radio-Webseite sofort eingestellt . Eine ähnliche
Anwendung präsentierte der junge Softwareentwickler Gerald Friedland gemeinsam
mit Bernhard Frötschl , Diplom-Informatiker der Freien Universität Berlin ,
bereits auf der CeBIT 2000 . Dieses Jahr zeigt der 22-Jährige die
Weiterentwicklung von World Wide Radio 2 , besser bekannt als Java-Radio . Da
die Tonqualität der Anwendung zwar für Sprache , nicht aber für Musik ausreiche
, komme das Produkt zurzeit vor allem für die Wortübermittlung zum Einsatz ,
sagte Friedland . Das Berliner Gruselkabinett überträgt mit der Software Schreie
auf seiner Webseite , und der Dozent des elektronischen Lernprojekts E-Kreide.de
verschafft sich weltweit übers Netz Gehör . Es muss nicht immer der Computer
sein : Als weiteres Abspielgerät bringt die Webcast Media Group das Handy ins
Spiel . Vorstandsvorsitzender Schwenk will Radioinhalte auf Mobiltelefone
schicken : " Die sprechende SMS wird Wirklichkeit . " Standortbezogen könne sich
der Nutzer Nachrichten , Musik und Einkaufstipps aufs Handy schicken lassen .
Eine weitere Möglichkeit präsentiert 3Com auf der CeBIT . In
Wohnzimmeratmosphäre zeigt das US-amerikanische Unternehmen das
Internet-Radiogerät Kerbango . Es erfordere lediglich einen Stromanschluss sowie
eine Internetverbindung über Modem , DSL oder ISDN , teilte 3com mit . Dann
stehe dem Empfangen und Suchen unterschiedlicher Audio-Sender nichts mehr im
Wege . Weltweit sind etwa 8000 Radiosender übers Internet erreichbar . Mehr zu
den Zukunftsaussichten der Web-Radios in Ausgabe 6/2001 der c't Rückrufaktion :
Stromschlag-Gefahr bei 19-ZOLL-Racks von HP ( Update ) Wegen möglicher
Schutzleiterschäden in den 19-Zoll-Racks ruft HP seine Kunden zu einer
Austauschaktion auf . In den betroffenen Racks sind möglicherweise schadhafte
Steckerleisten verbaut worden , bei denen sich der Schutzleiter lösen und so
außer Funktion geraten könnte . In diesem Fall bestehe die Gefahr der Entstehung
hoher Kriechströme , die bei Berührung an der Steckerleiste oder dem Rack selbst
zu lebensgefährlichen Stromschlägen führen könnten . Kunden , die ein
verdächtiges Gerät in Betrieb haben , werden aufgefordert , sich mit der
HP-Hotline unter der Telefonnummer 02102/907085 in Verbindung zu setzen und in
der Zwischenzeit jede Berührung mit den Steckerleisten und den Racks zu
vermeiden . Es sei jedoch nicht notwendig , die verdächtigen Racks
zwischenzeitlich außer Betrieb zu nehmen . Die meisten der betroffenen Einheiten
sind nach Angaben von HP nach Dezember 1999 an Kunden und Händler in Europa ,
dem Nahen Osten und nach Afrika verschickt worden . In seiner Warnmeldung listet
HP die Seriennummern der potenziell betroffenen Steckerleisten-Chargen auf ,
weist jedoch darauf hin , dass diese Seriennummern nicht erkennbar sind , wenn
die Leisten im Rack verbaut wurden . HP warnt dringend davor , die
Steckerleisten zum Zwecke der Seriennummer-Prüfung selbst auszubauen . Der
Prüfungs- beziehungsweise Austauschservice wird durch HP kostenlos angeboten ,
unabhängig vom Garantiestatus der einzelnen Geräte . HP liegen nach eigenen
Angaben bisher allerdings keine Berichte über Fehlfunktionen oder Verletzungen
von Personen vor , man wolle mit der Aktion daher vorrangig sicherstellen , dass
jegliches Risiko vermieden werde . Neue Ideen für mobile Lebensretter Nach einer
Meldung des New Scientist wollen Ingenieure der Bell Laboratorien Handystrahlung
zur Überwachung menschlicher Vitalfunktionen nutzen . Grundlage hierfür ist die
Beobachtung , dass bestimmte Anteile der von Handys ausgesandten
Mikrowellenstrahlung vom menschlichen Körper reflektiert und dabei einer Art
Dopplereffekt unterworfen werden : Die sich ausdehnende Lunge " verdichtet " die
reflektierte Strahlung , sodass sich deren Frequenz leicht erhöht , zieht sich
die Lunge zusammen , sinkt die Frequenz . Dabei solle es für die Berechnung
ausreichen , das Mobiltelefon einige Sekunden ruhig vor dem Körper zu halten .
Eine Telefonverbindung sei für die Messung nicht nötig , vielmehr genüge ein
Anruf an das Mobiltelefon des zu Überwachenden : Dem an den Anrufer
zurückgeleiteten Klingelsignal könnten die ermittelten Vitaldaten aufmoduliert
und so mitübertragen werden . Auf diese Weise könnte auch beispielsweise bei
Bewusstlosen eine " Ferndiagnose " gestellt werden . Auf seiten der
Netzbetreiber seien keine hardwaretechnischen Umrüstungen nötig , geben sich die
Bell-Ingenieure zuversichtlich , denn die hier in Rede stehende
Interferenzstrahlung falle schon heute im Normalbetrieb ohnehin an und werde als
unerwünschtes Störgeräusch herausgefiltert . Um diese Signale nutzen zu können ,
würden demnach lediglich Software-Änderungen bei den Netzbetreibern nötig .
Während das Monitoring der Lungenatmung in der Theorie noch vergleichsweise
leicht zu bewerkstelligen sei , sehen Forscher der Universtität Bristol
besondere Schwierigkeiten bei der Überwachung der Herzaktivität ; diese sei im
Vergleich zur Lungenbewegung so schwach , dass sie Gefahr laufe , von den
anderen Signalen überdeckt zu werden . Erste Experimente gelangen den
Bell-Ingenieuren mit einem modifizierten Radio , nun soll ein Prototyp gebaut
werden . Eine Idee für ein eigenständiges mobiles Notrufgerät stammt hingegen
von der amerikanischen Forscherin Leandra Vicci von der University of North
Carolina : Dieser Server übersetzt die empfangenen geographischen Daten in
Alltagssprache und kann dann seinerseits telefonisch den Rettungsdienst
alarmieren . Gegenüber einem Handy habe ein solches Notrufgerät verschiedene
Vorteile , äußerte die Erfinderin . Außerdem könne das Gerät mit einer
ausklinkbaren Kordel oder einem Halsband versehen werden , das beim Herausziehen
automatisch den Notruf auslöse . Dieser Mechanismus eines stillen Alarms sei
wesentlich sinnvoller als ein Notruf via Handy , da das Opfer im Moment des
Überfalls kaum die Zeit habe , sein Handy zu zücken , die Notrufnummer zu wählen
und anschließend noch das Notruf-Telefonat zu führen . Das US-Patentamt hat der
Erfinderin nun ein Patent für einen " Automatischen Notfall- und Positionsmelder
" erteilt . Ein Prototyp existiert noch nicht , die Erfinderin hofft aber , ein
Unternehmen für eine Zusammenarbeit an einem solchen Projekt zu finden . Bei
Dell droht Stellenabbau Beim Computerhersteller Dell drohen Ausgabenkürzungen in
einer Größenordnung zwischen 8 und 10 Prozent , die erstmals in der 16-jährigen
Firmengeschichte auch zu umfangreicheren Entlassungen führen könnten , will das
Wall Street Journal erfahren haben . Firmeninternen Informationen zufolge stehen
bei Dell Computer bis zu 4.000 Arbeitsplätze zur Disposition , durch direkte
Streichung oder nach dem bei Dell praktizierten Ranking-System innerhalb der
Mitarbeiterschaft : Die Leistung jedes der 36.000 Vollzeitbeschäftigten bei Dell
werde jährlich im Februar auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet . Die Mitarbeiter
mit den schlechtesten Bewertungen erhalten dann eine Bewährungsfrist , innerhalb
derer über ihre Entlassung entschieden wird . Im Zuge der geplanten Einsparungen
könnte das Unternehmen diese Praxis künftig rigider handhaben . Mit den
Sparmaßnahmen will Dell der sinkenden PC-Nachfrage begegnen . Analysten sehen in
den Einsparplänen des Computerherstellers Anzeichen einer erwarteten weiteren
Schwächung des PC-Absatzes in den nächsten Monaten . Dies stimmt mit anderen
Einschätzungen aus der Branche überein , die frühestens für das zweite Halbjahr
2001 eine Erholung bei der PC-Nachfrage für denkbar halten . Die letzten
Geschäftsergebnisse von Dell Computer waren für die Anleger enttäuschend . Das
Vorzeigeunternehmen hatte als eines der letzten für das 4. Quartal 2000 eine
Gewinnwarnung ausgeben müssen , auch im Januar 2001 verfehlte das Unternehmen
Schätzungen der Analysten zum Gewinn pro Aktie um 26 Prozent . Das bisher üppige
Gewinnwachstum halbierte sich in der gleichen Zeit . Nachdem das Unternehmen in
den letzten Monaten bereits einen weitgehenden Einstellungsstopp verhängt ,
einige Marketing-Programme abgebrochen , Geschäftsreise-Aktivitäten beschnitten
und im Weihnachtsgeschäft ein Preisdumping betrieben hatte , sollen laut
Geschäftsführer Michael S. Dell die nun geplanten " Justierungen " dafür sorgen
, das Unternehmen konkurrenzfähig zu halten . Intel kündigt erste EUV-Masken an
Intel hat gestern erste standardformatige Masken für die EUV-Lithografie
angekündigt und sieht darin einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Marktreife
des Verfahrens . Das Besondere , meinte ein Intel-Sprecher , bestehe in dem bei
EUV-Masken angewandten Reflexionsverfahren : Während Masken der bisherigen
DUV-Technik ( deep ultraviolett ) transmissiv arbeiteten , reflektierten die
neuen Masken die EUV-Strahlung auf den Wafer . Dies sei nötig , weil die meisten
Materialien EUV-Strahlung einer Wellenlänge von 13 nm absorbierten . Das Coating
der neuen Masken besteht hierzu aus zahlreichen Schichten einer
Molybdän/Silizium-Legierung . Nach Aussage von Intel seien die neuen Masken in
weiten Anteilen auf bestehenden Produktionsanlagen herstellbar , was die
Investitionen gering halten helfe . Die EUV-Technik soll künftig deutlich höher
integrierte Mikroprozessoren ermöglichen . Intels nächstes Ziel sei es , Masken
für 30-nm-Prozesse zu entwickeln - eine Vision , die etwa drei noch in der
Pipeline befindliche Prozess-Generationen überspringt : Das Unternehmen will im
Laufe dieses Jahres erst auf 130-nm-Prozesse umstellen . Intels Geschäfte laufen
allerdings derzeit schlecht . Eben erst gab das Unternehmen eine Umsatzwarnung
heraus und will 6 Prozent seiner Stellen streichen . Neue Techniken und
Investitionen sollen aber Intel aus dem Tal der Tränen der sich abschwächenden
US-Konjunktur herausholen . Vom Meister Eder zum virtuellen Schreiner Über das
Internet schlossen sie sich dann zur einer " virtuellen Schreinerei " zusammen
und tauschen seitdem technisches Wissen und Erfahrungen aus , haben Bauteile und
Produktionsverfahren aufeinander abgestimmt . " Was dann kam , hätten wir uns in
unseren kühnsten Fantasien nicht träumen lassen " , sagt Schreinermeister Werner
Mohr aus Heidelberg . Die Kosten bei Einkauf und Entwicklung sanken drastisch ,
neue Kunden meldeten sich . Ohne Hightech und neue Ideen hat auch das
traditionsreiche Handwerk nach Einschätzung von Branchenexperten kaum eine
Zukunft . Laut einer Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks ( ZDH
) lässt die Nutzung des Internets durch die deutschen Handwerker allerdings noch
zu wünschen übrig . Erst die Hälfte der rund 850.000 Betriebe ist online , nur
etwa ein Viertel ist mit einer eigenen Homepage im weltweiten Netz präsent . Der
überwiegende Teil der Handwerker nutzt das Datennetz zur Informationsbeschaffung
, Kommunikation oder zur Abwicklung von Bankgeschäften . Verkauf , Teilnahme an
öffentlichen Ausschreibungen oder die Mitarbeitersuche sind hingegen noch
schwach ausgeprägt , berichtete der ZDH bei der Messe . " Mit dem zugegeben
liebenswerten Meister-Eder-Image des Handwerks müssen wir aufräumen " , drängt
auch der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern , Heinrich
Traublinger . Auf der diesjährigen Handwerksmesse haben die Handwerkskammern und
der ZDH-Dachverband deshalb die Nutzung des Internets zu einem der zentralen
Themen gemacht . Über ein internes Netzwerk baute sich das Quartett eine
zentrale Datenbank mit Entwürfen und standardisierten Bauteilen auf .
Spezialisiert haben sich die Schreiner auf ein eigenes Küchenprogramm ,
erhältlich sind aber auch alle anderen Schreinerarbeiten . " Wir können
individuelle Kundenwünsche bedienen und unsere Produktpalette wächst so von
Auftrag zu Auftrag . " Auf der Messe präsentieren sich aber auch viele
Dienstleister , die Handwerksbetrieben ohne entsprechendes Know-how den Einstieg
in die schöne neue Datenwelt erleichtern wollen . Die Münchner guru netservices
GmbH beispielsweise kooperiert mit einer Krankenkasse , der Handwerkskammer für
München und Oberbayern und der Online-Tochter des Bayerischen Staatsanzeigers ,
über die öffentliche Aufträge von Kommunen im Internet bekannt gegeben werden .
Die verschiedenen Beratungs- , Weiterbildungs- und Informationsangebote bündelt
www.guru.de auf einer zentralen Plattform im Netz . Außerdem können Betriebe
auch die Gestaltung einer eigenen Homepage in Auftrag geben . Pünktlich zum
Messeauftakt ging auch das Branchenportal www.handwerk.de unter der Federführung
des ZDH an den Start . Das Projekt umfasst neben einem Homepage-Baukasten zur
Erstellung eines eigenen Web-Auftrittes eine Ausschreibungsdatenbank zur
Ermittlung von Aufträgen sowie eine Termin- und Adressverwaltung . Kunden sollen
sich so online über freie Termine beim Handwerker ihrer Wahl informieren können
. Handwerk zum Anfassen hingegen bietet www.handwerk.com . Auf seiner Homepage
will das Unternehmen über ein Jahr hinweg " täglich den spannenden Übergang von
einem älteren Unternehmer auf eine in diesem Fall junge Nachfolgerin in Text und
Bild protokollieren " , sagt Projektleiter Klaus Schultheis - Vorbild ist Big
Brother . Vivendi Universal mit 60 Prozent mehr Gewinn Nach den Angaben des
Konzerns haben alle Geschäftsbereiche zu den Ergebnissen beigetragen , mit
Ausnahme des Internet , " dessen Entwicklungskosten sich weiter negativ
auswirken " . Es handelt sich um die ersten Zahlen nach der Fusion der
Vivendi-Gruppe mit der kanadischen Getränke- und Unterhaltungsgruppe Seagram
Ende 2000 zu dem weltweit zweitgrößten Konzern der Branche nach AOL Time Warner
. NRW-CDU : Mit Pacman-Clone gegen die " Schulmisere " Lehrermangel , große
Klassen , schlechte Arbeitsbedingungen . Ständig fallen Lehrer aus . Die CDU
Nordrhein-Westfalen hat ein Online-Spiel namens " Behler-Alarm " auf ihre
Website gestellt , mit der sie " gegen die verheerende Situation an den Schulen
in Nordrhein-Westfalen " protestieren will , die von der SPD-Schulministerin
Behler zu verantworten sei . Der schlicht aufgemachte Pacman-Clone kommt als
Shockwave-Applikation mit einem " Labyrinth " aus sechs Gängen daher , das vier
virtuelle Klassenzimmer einer NRW-Schule umgrenzt . Der Spieler ist der "
Hausmeister " dieser Schule , der aber wie ein Wassertropfen mit Augen aussieht
und ungewöhnlicherweise auch für das Personalwesen der Behörde zuständig ist :
Erschwert wird dies durch zwei einigermaßen ziellos durch das " Labyrinth "
geisternde Figuren mit Behler-Gesicht : Kommt man der virtuellen
Bildungsministerin zu nahe , sendet diese grüne Schallwellen aus und entzieht
damit dem Hausmeister " Motivationspunkte " . Diese kann er an anderer Stelle
aber durch Überrennen von Kleeblättern wieder auftanken , wie auch Kollisionen
mit Schulmilchtüten oder Schreibgriffeln möglich sind . Schafft man es innerhalb
einer bestimmten Zeit nicht , die jeweilige Lehrerfigur zu überrennen , fällt in
dem betroffenen Klassenzimmer der Unterricht endgültig aus , und ist dies in
allen vier Klassenzimmern der Fall oder hat man sich durch zu intensive Kontakte
mit dem Behler-Gespenst die letzten Motivationspunkte absaugen lassen , ist mit
dem " Game over " das Bildungssystem endgültig ruiniert . Aber bevor dies
geschieht , hält das Programm - glaubt man der Pressemeldung der CDU - noch eine
letztes Bonbon bereit : " Als Joker tritt CDU-Landeschef Jürgen Rüttgers in
Erscheinung , der der Ministerin die Rote Karte zeigt " . Wegen der zu kurzen
Testdauer auf einem zähen Pentium I haben wir das allerdings live nicht
rekonstruieren können . Der Generalsekretär der NRW-CDU , Herbert Reul , ist von
seinem Online-Spiel begeistert und wähnt sich ganz oben auf der Welle des
Zeitgeistes : Der Unterrichtsausfall in Nordrhein-Westfalen ist nach Meinung der
CDU " verheerend " und liege mit bis zu 20 Prozent im Ländervergleich weit vorn
. Die Schulministerin Behler ( 49 ) sei deshalb " ein Anschlag auf die Zukunft
der Schülerinnen und Schüler " , so der Generalsekretär . Das Ministerium für
Schule , Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen war am
Freitagnachmittag für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen - die
Bandansage verwies noch auf das Wochenende und den dienstfreien Rosenmontag .
Fraunhofer Institut präsentiert Gesichtsfindungs-System Das Fraunhofer Institut
für Integrierte Schaltungen ( IIS ) zeigt auf der CeBIT ein neues schnelles und
" robustes " Verfahren zur Gesichtsfindung in Videobildern . Das IIS präsentiert
nun ein Verfahren , das mit Hilfe eines Kantenorientierungssystems
Gesichtsstrukturen erkennen kann . Ein Vorteil des Systems liege darin , dass
Graustufenbilder zur Bildanalyse ausreichten , was eine Farbkalibrierung unnötig
mache und damit eine größere Unabhängigkeit von Lichtschwankungen ermögliche .
Zur Gesichtserkennung vergleicht das System ein gespeichertes
Gesichts-Kantenmodell in verschiedenen Auflösungen mit dem aufgezeichneten
Videobild . Gefundene Gesichter werden markiert und können der näheren Analyse
zugeführt werden . Nach Angaben des IIS dauert der Suchvorgang " Dank
hierarchischer Suchstrategien " nicht länger als 100 ms pro Bild . Vorgeführt
wird das Verfahren auf der CeBIT am IIS-Stand B23/2 in Halle 16 . Hier kann der
Besucher seinem " virtuellen Spiegelbild " gegenübertreten , dessen
Positionierungsgenauigkeit so hoch ist , dass beispielsweise ein virtueller
Schmetterling auf der Nase des Gefilmten platziert werden kann . Weiterhin seien
Anwendungen im Sinne von Fahrüberwachungssystemen in der Planung , bei denen
Lidschlag und Augenbewegungen des Fahrers überwacht und bei Ermüdungsanzeichen
Alarm geschlagen werde . Auch an Videokonferenzsysteme mit unverzerrter
Darstellung der Teilnehmer sei gedacht , was bald das Lippenlesen per Video
ermögliche . Geflissentlich unerwähnt bleiben in den Verlautbarungen des IIS
hingegen jene Anwendungen , die aus Sicht des Daten- und Persönlichkeitsschutzes
eher auf der " dunklen Seite der Macht " angesiedelt sind : Öffentliche
Videoüberwachungsanlagen könnten künftig noch effektiver zum automatisierten
Scannen der Gesichter von Passanten benutzt werden . Ein solches System der
Firma Viisage wurde unlängst im US-amerikanischen Tampa erprobt : Beim Einlass
zum 25. Super-Bowl-Spiel im Raimond James Stadium wurden mit Hilfe von 20
Videokameras die Gesichter sämtlicher 75.000 Zuschauer erfasst , einer
Gesichtserkennung unterworfen und ein Abgleich mit einer Verbrecherkartei
durchgeführt . Seit der Aktion in Tampa ist die Diskussion um die Gefahren
automatisierter Videoüberwachung wieder heftiger entbrannt , und die
Herstellerfirma sieht sich im Kreuzfeuer massiver Kritik von Freiheitsrechtlern
. Im Zuge des Ausbaus der öffentlichen Video-Überwachungssysteme sei es dann
künftig ohne weiteres möglich , Bewegungs- und Verhaltensprofile der Bürger im
großen Stil anzufertigen . Vorreiter der Videoüberwachung in Europa ist
Großbritannien . Hier waren bereits Ende der 90er Jahre über 200.000
Überwachungskameras im Einsatz , und jede Woche sollen 500 neue hinzukommen .
Uni Heidelberg stellt die Medizin-Bibliothek " med.Live " vor Ein Konsortium
unter Federführung der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg stellt auf
der CeBIT ihre "med.Live"-Anwendung vor - eine Internet-gestützte multimediale
Weiterbildungs-Bibliothek im Medizinbereich - mit der Darstellung von
Operationsmethoden , Fachvorträgen , Vorlesungen und didaktisch aufbereiteten
Lerninhalten . Nach Aussagen der Initiatoren soll die multimediale Aufmachung
der Lehrinhalte eine gegenüber dem klassischen Lehrbuch deutlich bessere
Anschaulichkeit bieten . Wichtig ist den Initiatoren vor allem auch der Kontakt
zu ausländischen Nutzern . Das Interesse , medizinisches Know-how aus
Deutschland zu nutzen , wurde bei verschiedenen Regionaltreffen der
Alumni.med.Live-Gruppe in Syrien , Libanon , China und Brasilien deutlich . IBM
schließt Partnerschaften für neue Chiptechnologien IBM tritt dem EUV-Konsortium
bei , um bei der Entwicklung des Lithografie-Verfahrens Extreme Ultra Violet
nicht ins Hintertreffen zu geraten . Wie das Unternehmen mitteilt , werde man
aber dennoch parallel die Entwicklung des bisher favorisierten EPL-Verfahrens (
e-beam projection lithography ) fortsetzen . IBM entwickelt die EPL in
Kooperation mit Nikon . Für die EUV-Lithografie wird dies erst 2005 erwartet .
IBM ist der letzte große Chipproduzent , der dem EUV-Konsortium beitritt .
Dieses wurde 1997 von Intel , AMD und Motorola gegründet - später traten unter
anderem noch Motorola , Micron Technologies und Infineon bei . Eine weitere
Kooperation schmiedet IBM im asiatischen Raum mit Sony und dem Toshiba-Konzern .
Auch hier ist das Ziel die Entwicklung neuer Chiptechnologien mit dem Code-Namen
" Cell " , die speziell auf den Spiele- , Internet- und Wireless-Bereich
ausgerichtet sind . So wird die noch nicht offiziell angekündigte Sony
PlayStation 3 als Kandidat für die neue Chiptechnologie gehandelt , die mit
einer 0,1-µm-Technik arbeiten soll . Die Chips der aktuellen PlayStation 2
werden in 0,25- und 0,18-µm-Prozessen hergestellt . Einen "
Supercomputer-on-a-chip " wolle man mit seiner "Cell"-Linie entwickeln , lautet
die ambitionierte Zielsetzung , dessen Rechenleistung die des " Deep Blue " von
IBM weit übertreffen solle . Gleichzeitig wolle man durch die Koordinierung der
Aktivitäten der beteiligten Partner unnötige Parallel-Entwicklungen vermeiden
und damit Forschungskosten einsparen . Krebsinformation.de mit erweitertem
Angebot Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat seine Infoseite im Internet
jetzt um das Thema Nierenkrebs erweitert . Krebs-Patienten und deren Angehörige
können sich dort über die Krankheit und deren Behandlung informieren . Die
Webseite klärt zudem über belastende Symptome bei Krebserkrankungen auf ,
informiert über häusliche Pflege , bietet ein Glossar und Hinweise zur
Krebsvorbeugung , außerdem ein Broschürenverzeichnis und weiterführende Links
und Adressen . Unterhaltungssoftware : Sinkende Preise drücken Umsatz Vor allem
der Pokemon-Hype schlug hier positiv in die Bücher durch und führte zu einer
quasi Verdoppelung der Umsätze bei den Nintendo Gameboy-Anwendungen . Anders
sieht es bei den klassischen Spielekonsolen aus - bei Nintendo-N64- und
PlayStation-1-Software waren Umsatzrückgänge um 6 Prozent zu beobachten . Die
Umsätze an Konsolenspiele machen übrigens einen Anteil von rund 38 Prozent am
Gesamtmarkt aus . Dass die Zeiten des ungehemmten Reibachs mit Spielesoftware
vorerst vorbei zu sein scheinen , liegt laut VUD im Wesentlichen am sinkenden
Preisniveau der Programme : Waren früher auch ausgesprochen hochpreisige
Produkte gut absetzbar , muss der VUD jetzt den Trend zum Billigprodukt beklagen
- rund 45 Prozent der verkauften PC-Spiele kamen in 2000 aus der Preisgruppe bis
25 Mark , bei den Edu- und Infotainmentprodukten waren es sogar über 66 Prozent
. Angesichts dieses Trends konnten auch die beständig steigenden Stückzahlen den
negativen Trend beim Umsatzzuwachs nicht mehr ausgleichen . Interessant sind
noch die vom VUD bekannt gegebenen soziografischen Daten über die Käuferschaft
von Unterhaltungssoftware : Danach sind 75 Prozent der Käufer von PC-Spielen
älter als 19 Jahre , während die Käufer von Edu- und Infotainmentprogrammen zu
über 80 Prozent sogar älter als 29 Jahre sind . Besonders spiellustig zeigt sich
auch der Osten der Republik : Neue Olympus-Kameras für Profis und Amateure
Olympus hat die digitale Spiegelreflexkamera E-20P angekündigt , die 5 Megapixel
auflösende Nachfolgerin der E-10 . Weiterhin wurden Algorithmen zur
Rauschminderung und zum Herausrechnen defekter Pixel integriert , ebenso ein
RAW-Modus zur Speicherung nativer Bilddaten . Zu Preisen und dem Termin der
Markteinführung wurde noch nichts bekannt . Mit der C-2 präsentiert Olympus nun
das höher auflösende Schwestermodell , das mit einem 2,1-Megapixel-Sensor die
sich neu formierende Einsteiger-Klasse erreicht . Ein Zoomobjektiv fehlt
allerdings auch hier , stattdessen muss die C-2 mit einer optischen
36-mm-Festbrennweite auskommen , während der digitale 2,5-fach-Zoom wie üblich
an der effektiven Auflösung nagt . Die Kamera besitzt einen TTL-Autofokus und
Verschlusszeiten von 1/2 bis 1/800 Sekunde und kann im Makro-Modus bis zu 10 cm
an das aufzunehmende Objekt herangeführt werden . Preiswert und überall
verfügbar sind die Mignon-Akkus , von denen die Olympus für den Betrieb zwei
Stück benötigt . Zu Preisen und Terminen gab Olympus bisher auch hier keine
Auskunft . Auftragsboom bei Industrie-Robotern " Niemals zuvor hat es so viele
Kaufaufträge für Industrieroboter durch die europäische Industrie gegeben " ,
kommentiert Jan Karlsson von der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten
Nationen ein Gutachten , das seine Organisation in Zusammenarbeit mit der
International Federation of Robotics ( IFR ) erstellt hat . Danach stieg der
Auftragseingang in diesem Sektor in Europa im Jahre 2000 gegenüber dem Vorjahr
um 25 Prozent , während der Zuwachs weltweit nur 15 Prozent betrug und in den
USA sogar um 27 Prozent zurückging - was als Indikator für die beobachtete
Abkühlung der US-Konjunktur angesehen wird . Auf Seiten der Auftraggeber
erkannten die UN/IFR-Gutachter eine Branchenrotation : Die Automobilindustrie
verlor mit nur 3 Prozent Steigerung ihre typische Vorreiterrolle zu Gunsten der
übrigen produzierenden Industrie , die ihre Auftragsvergaben um 40 Prozent nach
oben schraubte . Die Gründe für den sich verstärkenden Trend zur Automatisierung
sehen die UN/IFR-Gutachter in der stetig wachsenden Diskrepanz zwischen
steigenden Arbeitskosten auf der einen und den sinkenden Preisen für
Industrieroboter auf der anderen Seite : Nach Meinung von Jan Karlsson sehen wir
heute zudem erst die erste " Roboterisierungswelle " mit der Automobilindustrie
in der Vorreiterrolle , während der Automatisierungsschub künftig vor allem von
der sonstigen produzierenden aber auch der nicht-produzierenden Industrie
getragen werde . Um satte 9667 Prozent solle danach der Bestand dieser
heimischen Helferlein anwachsen . Angesichts eines derzeitigen jährlichen
Absatzes von nur 3.000 Heimrobotern vermutlich kein unerreichbares Ziel . Im
Unterschied zu den hochleistungsfähigen , aber zumeist mehr oder minder
immobilen Industrierobotern steckt die Robotertechnik für den Heimeinsatz nach
einer Veröffentlichung des NewScientist noch in den Kinderschuhen . Vor allem
die von diesen Geräten geforderte Mobilität stelle die Produzenten vor größere
Schwierigkeiten . Die szenische Inkonstanz der Arbeitsumgebung " Haushalt "
ergebe sich durch offene oder geschlossene Türen , verstellte Möbel , liegen
gelassene Gegenstände oder schlicht durch den Faktor " Bewohner " . Die
Leistungsfähigkeit heutiger Mikroprozessoren reiche zwar inzwischen aus , auch
komplexere Steuerungen für Heimroboter zu realisieren , allerdings bestehe das
Hauptproblem hierbei darin , den sich erst langsam entwickelnden Markt nicht mit
hochleistungsfähigen und damit extrem hochpreisigen Geräten zu irritieren . Von
der Vorstellung eines universellen C-3PO à la Star Wars für den Hausgebrauch
habe sich die Industrie deshalb vorerst verabschiedet . Aus den
Entwicklungsabteilungen der Roboterhersteller seien dem NewScientist zufolge
jedoch bereits Klagen zu hören , der Drang zu simplen Konstruktionen gehe zu
weit : Beispielsweise werde an Stelle von Systemen zur optischen Orientierung
aus Kostengründen eher auf die Auswertung von Rutschkupplungen in den
Roboter-Antrieben zurückgegriffen . Diese lösen , wenn sich das Gerät "
festgefahren " hat , ein einfaches Umkehrsignal aus . Die Aufgabe der nächsten
Jahre bestehe deshalb darin , Konstruktionen zu finden , die technisch gerade
aufwendig genug seien , um vom Kunden nicht als primitiv abgetan zu werden ,
andererseits aber auch simpel genug , um preiswert sowie einfach und verlässlich
im Einsatz zu sein . Von Seiten der künstlichen Intelligenz ( KI ) sollte man
für nähere die Zukunft jedoch nicht allzu viel erhoffen , getreu dem zitierten
alten Leitsatz : " Wenn man einen Roboter konstruieren könnte , der intelligent
genug wäre , das lästige Kleiderbügeln zu übernehmen , dann wäre der auch
intelligent genug , nicht bügeln zu wollen . " IBM und Hitachi kooperieren bei
Servern und Halbleitern Um die Entwicklung von Serverlösungen zu beschleunigen
und Kosten einzusparen , arbeiten IBM und Hitachi künftig auf diesem Gebiet
zusammen . Die Kooperation soll zudem die Fertigungskapazitäten erhöhen und die
beiderseitige Produktpalette verbreitern . Hitachi wird hierzu auch
PowerPC-basierende Server und Systeme mit IBMs Unix-Derivat AIX in der Version
5L unter eigenem Namen anbieten . Im Halbleiter-Bereich soll es zu gemeinsamer
Entwicklung und Produktion kommen . Darunter fallen unter anderem "
Multi-Chip-Module " ( MCM ) und Cachespeicher-Komponenten . Fußballprofis im
Netz : Präsentieren und präsentiert werden Mario Basler fährt gerne spontan mit
Frau und Kindern an den Gardasee , Richard Golz rät zum Kauf der Borussia-Aktie
, und Lars Ricken gesteht seine Liebe zu Jenny Elvers . Immer mehr Fußballprofis
entdecken das Internet als Bühne der Selbstdarstellung und plaudern auf ihren
Homepages über Privates und manchmal auch über Brisantes . " In einer Situation
, in der man eigentlich eine gewisse Rückendeckung erwartet hätte , wird man als
Versager abgestempelt " , schrieb Oliver Kahn auf seiner Seite und leistete so
via World Wide Web einen Beitrag zum jüngsten Theater beim FC Bayern München
nach der deftigen Schelte von Franz Beckenbauer . Die von den Fußballern
autorisierten Internet-Auftritte sollen Wissenswertes aus erster Hand liefern .
" Ich möchte eine für mich wirklich authentische Homepage aufbauen " , begrüßt
Ricken seine Leser . Die eigene Homepage soll " den Fans Orientierung geben und
mir die Sicherheit , dass nicht nur Quatsch veröffentlicht wird " , sagt Ricken
. Per E-Mail beantwortet der 24-Jährige Fragen seiner Anhänger , hält so Kontakt
und wahrt als Star zum Anklicken doch die Distanz . Derzeit findet sich unter
seiner URL allerdings das Angebot einer " INNOVUM Smart Products GmbH " - von
selbstgebauter Homepage keine Spur . Der Großteil der Fußballprofis lässt sich
die privaten Netz-Auftritte von Unternehmen organisieren . Der Marktführer der
boomenden Branche heißt icons.com . Der internationale Firmenverbund mit
Hauptsitz in London hat offizielle Homepages von Profis aus elf europäischen
Ligen im Angebot . Innerhalb weniger Monate hat sich die deutsche Abteilung mit
36 Spielern von 13 Bundesliga-Clubs zum größten nationalen Zweig des
Unternehmens entwickelt . Sechs Mitarbeiter stehen mit den Profis im
telefonischen Kontakt und aktualisieren die persönlichen Seiten der Stars . Auch
im Internet verkaufen sich Skandale am besten . Christoph Daum - neben Felix
Magath der einzige Trainer im Angebot von icons.com - verzeichnet seit der
Kokain-Affäre mit Abstand die meisten Klicks auf seine Homepage . Giovane Elber
( Bayern München ) und Dariusz Wosz ( Hertha BSC ) folgen auf der
Beliebtheitsskala . " Wir sind weiter auf der Suche nach attraktiven Spielern "
, sagt Meyer . Am liebsten würde er Michael Ballack von Bayer Leverkusen im
Angebot haben . Der Mittelfeld-Mann hat laut Meyer noch keine eigene Homepage
und ist daher bei den Anbietern heiß begehrt . Auch die Münchner Firma Internet
Media House will in Kooperation mit einer Werbeagentur den Nationalspieler für
einen Netz-Auftritt engagieren . Bislang hat das Unternehmen mit Oliver Bierhoff
nur einen Star im Internet unter Vertrag . Wie kein zweiter beweist Bierhoff ,
dass die eigenen Homepages auch der Imageförderung dienen . In den Rubriken "
lifestyle " und " oliver 's botschaft " zeigt sich der
Nationalmannschaftskapitän in Diensten des AC Mailand adrett gekleidet mit
breitem Zahnpasta-Lächeln und fördert somit seinen Ruf als
Vorzeige-Schwiegersohn . Per Mausklick geht es direkt zu den Homepages seiner
sechs Werbepartner . Marco Bode von Werder Bremen mag es dagegen lieber
intellektuell . Auf seiner Seite gibt er Literaturtipps und fordert zum
virtuellen Schachspiel heraus . SCI Systems übernimmt weitere Nokia-Fabriken Die
Telekommunikations-Hardwarehersteller Nokia und SCI Systems bauen ihre
Kooperation bei der Produktion von Mobilfunkhardware der 2. und 3. Generation
für Netzbetreiber aus . Hierzu übernimmt SCI Systems die Produktionsstätten von
Nokia in Haukipudas ( Finnland ) und Camberley ( Großbritannien ) ; gleichzeitig
schließen die beiden Unternehmen eine Vereinbarung über die gemeinsame
Entwicklung und Herstellung von Mobilfunk-Produkten . Die 1.250 Angestellten der
Nokia-Fabriken werden durch SCI Systems übernommen . Die Transaktion ist ein
weiterer Schritt in der verstärkten globalen Zusammenarbeit mit Nokia : Im Jahre
1998 erwarb SCI die Nokia-Fabrikationsstätten in Oulu ( Finnland ) und Motala (
Schweden ) und begann Ende 2000 mit dem Bau der Fertigungsstätten für
Nokia-Geräte der 2. Generation im australischen Perth . Die Übernahme der
Nokia-Fabriken inklusive ihrer 1.250 Mitarbeiter erfolgt nur 2 Wochen nach der
Ankündigung durch SCI , zehn Prozent ihrer 38.000 Mitarbeiter umfassenden
weltweiten Belegschaft abbauen zu wollen . Dieser Personalschnitt wurde mit dem
reduzierten Wachstum im PC-Segment begründet . Auch andere Hersteller von
Mobilfunktechnik haben in jüngerer Vergangenheit ähnliche Vereinbarungen mit
externen Dienstleistern getroffen , so beispielsweise Ericsson . Die Schweden
hatten im Januar allerdings das komplette Outsourcing ihrer defizitären
Handyproduktion bekannt gegeben . Die Produktion übernimmt in diesem Fall
Flextronics International Ltd. . Ebenfalls ungünstige Nachrichten kommen von dem
französischen Anbieter von Kommunikationselektronik Alcatel , der vor dem
Hintergrund sinkender Nachfrage seine beiden Handy-Fabriken in Frankreich in
dieser Woche geschlossen hält . Zusätzlich hat Alcatel eine einwöchige
Produktionspause für Anfang April bekannt gegeben . " The Sims " gehen online -
aber züchtig Das Simulationsspiel The Sims soll ab Anfang 2002 übers Internet
spielbar sein . Nach einer Meldung des Wall Street Journal will der Hersteller
Electronic Arts seine " PC-Seifenoper " zu diesem Zeitpunkt als Online-Version
bereitstellen , mit der Gruppen zu je 30 Spielern ihr Sims-Rollenspiel in
Echtzeit übers Netz spielen können . Im Gegensatz zu der derzeit verfügbaren
PC-Variante dienen die Sims-Puppen hier den Spielern als Avatare , um mit
anderen Mitspielern zu kommunizieren , über das " Netz der Freundschaft "
Kontakte zu knüpfen und durch soziales oder wirtschaftliches Wohlverhalten
Bonuspunkte zu sammeln . Auch in der Online-Simulation sollen die Mitspieler in
der Lage sein , eigene Programm-Add-ons zu generieren und dem Spiel hinzuzufügen
. Hier werde es jedoch deutliche Einschränkungen geben , sagt der
Sims-Hersteller und begründet diese mit dem tendenziell anarchistischen Wesen
des Internet : Die relative Anonymität im Netz könne Spieler dazu verleiten ,
ein " unangebrachtes Verhalten " an den Tag zu legen und beispielsweise andere
Mitspieler zu beleidigen oder zu beschimpfen . Derartiges Verhalten werde
deshalb mit Punktabzug bestraft , außerdem soll es einen Beschwerde-Button geben
, mit dem man " böse " Mitspieler den Spielleitern ( " Game Masters " ) anzeigen
kann , um sie beobachten und im Bedarfsfall sperren zu lassen . Ein beständiges
Feindbild US-basierender Unterhaltungsmedien ist seit jeher das Reizthema
Sexualität . Auch die Online-Sims werden diesbezüglich kurz gehalten : " Die
leidenschaftlichste Form von Sex , die Sie bei den Sims haben können , wird das
Küssen sein " , betont der 41-jährige Spieledesigner und Sims-Vordenker Will
Wright und weist zudem darauf hin , dass auch die Add-on-Schnittstelle sauber
bleiben soll . Add-ons , die beispielsweise die Sims-Hauswände mit
Playboy-Motiven tapezierten , werde es bei Electronic Arts nicht geben . Von der
Sims-Portierung ins Internet verspricht sich die Softwareschmiede ein
erhebliches Marktpotenzial . Um online spielen zu können , wird der Kunde ein
spezielles Sims-Paket zu rund 50 US-Dollar erwerben und zudem eine ambitionierte
Monatsgebühr in Höhe von 10 US-Dollar abführen müssen . Massenentlassungen bei
Polaroid Die Polaroid Corp. steht vor einer neuen Entlassungswelle . Weitere
2000 Arbeitsplätze sollen dem Rotstift zum Opfer fallen . Dies berichtet heute
das Wall Street Journal . Bereits im Februar hatte das Unternehmen 950 Stellen
abgebaut . Durch die neuen Kürzungen schrumpft die Belegschaft des in die Krise
geratenen Sofortbild-Unternehmens nun auf 5500 - das sind 35 Prozent weniger als
zu Jahresbeginn . Hintergrund der neuerlichen Entlassungswelle sind die nochmals
verschlechterten Umsätze sowie eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit des
Unternehmens durch die Rating-Agenturen Moody's Investors Service und Standard &
Poor's Ratings Corp. " Wir sprechen über hochspekulative Kredite , die mit
negativen Aussichten behaftet sind " , betonte der Moody-Analyst John Moore am
Mittwoch gegenüber dem Wall Street Journal . Polaroid , dessen Haupt-Standbein
die Sofortbild-Fotografie darstellt , ist durch den Boom bei den konkurrierenden
digitalen Fotokameras in die Krise geraten . Für diesen Sektor will das
Unternehmen nun neue digitale Druckdienstleistungen anbieten und damit den
wirtschaftlichen Turnaround einleiten . Die Promotion für die konventionelle
Fotografie soll drastisch eingeschränkt und nur das derzeit einzige noch
umsatzträchtige Sofortbildprodukt des Unternehmens - die an Jugendliche
gerichtete I-Zone-Fun-Kamera - weiterhin offensiv beworben werden . Auch den
langjährigen Vertrag mit der Musikgruppe Back Street Boys , die die Rückseite
von "I-Zone"-Kameras ziert , will man fortführen . Lidl senkt Computerpreis vor
Verkaufsstart Dynamische Zeiten beim PC-Absatz über Lebensmittel-Discounter :
Die Firma Lidl , die am kommenden Donnerstag einen Compaq Presario mit
1,4-GHz-Athlon anbieten will , sah sich offenbar jetzt genötigt , den dafür
veranschlagten Preis schon eine Woche vor Verkaufsstart von 1899 auf 1799 Mark
zu senken - bereits in den Filialen aushängende Plakate wurden entsprechend
handschriftlich überklebt . Der angebotene Rechner im Miditower-Gehäuse zeigt
eher gemischt-moderate Leistungsdaten : 128 MByte DDR-Speicher ( " Samsung " )
werden dabei sein , eine Fujitsu-Festplatte mit 40 GByte Kapazität , ein nicht
näher bezeichnetes MSI-Mainboard mit VIA-KT266-Chipsatz ,
GeForce-2-MX-200-Grafikkarte mit TV-out , ein internes Modem nach V.92-Standard
, eine " integrierte Soundkarte AC97 Soundblaster-kompatibel " und ein
16/48-fach DVD-Laufwerk von Panasonic . Weiterhin gibt es eine
Multimedia-Tastatur nebst Wheelmouse , ein vorinstalliertes Windows ME mit
WorksSuite 2001 und den nicht sonderlich hitverdächtigen DVD-Film " The Beach "
mit Leonardo di Caprio sowie 2 Jahre Vor-Ort-Garantie mit 365 Tagen Hotline .
Ansonsten wird Lidl am kommenden Donnerstag noch einen 15-ZOLL-TFT-Monitor von
Gericom für 799 Mark und einen CD-RW-Brenner PCRW 1200 von Philips für 179 Mark
anbieten . Auch für diese beiden Geräte gelten zwei Jahre Garantie . Militärs
gefährden UMTS-Zeitplan in USA Nachdem bereits im Oktober 2000 der damalige
US-Präsident Clinton mit einer Anweisung an die beteiligten Behörden versucht
hatte , die Einführung der 3G-Services zu forcieren und hierfür strenge
Zeitlimits gesetzt hatte , deutet sich unter dem jetzigen Präsidenten George W.
Bush eine gegenüber dem Militär weniger restriktive Linie an , die den Zeitplan
für die Einführung der 3G-Services weiter in Gefahr bringen könnte . So wurde
von der Bush-Administration bisher noch kein Nachfolger für den Direktor der
Nationalen Telekommunikations- und Informations-Administration ( NTIA ) , unter
anderem zuständig für die Überwachung der Nutzung von Funk-Bandbreiten durch
staatliche Institutionen , bestellt , der auf Einhaltung des Clintonschen
Zeitplans drängen könnte . Die Versteigerung der Frequenzen soll im September
2001 starten . Besonders problematisch stellt sich die Situation nach Auffassung
der Militärs in den großen Ballungsgebieten der USA dar : Vor diesem Hintergrund
stellt sich die Frage , ob in den USA überhaupt landesweite lebensfähige
3G-Services aufbaubar sind , wenn eine Einigung mit den US-Militärs über eine
Verschiebung von deren Frequenzen nicht erzielt werden kann . Dieser Vorschlag
dürfte allerdings politischerseits auf wenig Begeisterung stoßen , da der
Versteigerungserlös bereits in das Budget des US-Kongresses aufgenommen wurde .
Entsprechend kärglich ist in den USA heute bereits das Angebot an GSM-Diensten ,
die aufgrund der militärischen Funknutzung zudem noch auf den Frequenzbereich
bei 1.900 MHz beschränkt sind . US-Präsident kürzt Programme gegen die "
digitale Kluft " Die Regierung des neuen US-Präsidenten George W. Bush plant
eine radikale Kürzung der Förderprogramme für Computer- und Internetnutzung für
sozial Schwache in den USA , berichtet das Wall Street Journal . Mit den Geldern
des Programms wurden Initiativen zur Heranführung sozial Schwacher an die
Computernutzung und ans Internet gefördert , um der sich verstärkenden "
digitalen Kluft " entgegenzuwirken . Gelder aus dem Programm flossen
beispielsweise in die Einrichtung eines " technology centers " in der Maya
Angelou Public Charter School , einer innerstädtischen Schule in einem sozial
unterprivilegierten Stadtteil von Washington . 395.000 US-Dollar standen für
dieses Projekt zur Verfügung . Mit einem Teil des Geldes wurden Notebooks
angeschafft , mit Hilfe derer eine Gruppe von Schülern älteren Bürgern den
Umgang mit E-Mail und Internet nahe brachten . Ohne staatliche Förderung seien
diese Aktivitäten völlig undenkbar , war von Seiten der Schulleitung zu hören .
Der weit reichende staatliche Rückzug aus Programmen zur Förderung der
Internetnutzung durch Minderheiten , sozial Schwache oder Menschen in ländlichen
Gegenden stellt nach Meinung des Wall Street Journal eine signifikante Wende in
der Sozialpolitik dar , die unter Ex-Präsident Clinton einen hohen Stellenwert
hatte . Diese Wende könne das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Bush und
der afro-amerikanischen Community noch stärker belasten , einer Gruppe , die in
der Präsidentenwahl im Verhältnis 9:1 den Kandidaten Al Gore favorisiert hatte .
Während ein Sprecher der Bush-Regierung zu den vermeintlichen Etatkürzungen
keine Stellungnahme abgeben wollte und betonte , es seien noch keinerlei
Entscheidungen getroffen worden , gestatten subtile Änderungen des verwendeten
sprachlichen Duktus dennoch Interpretationen in Richtung eines einschneidenden
Politikwechsels : Präsident Bush hatte in der Vergangenheit noch der
Verantwortung der Regierung zugestimmt , die technologische Diskrepanz zwischen
Armen und Reichen beziehungsweise zwischen Amerikanern in städtischer oder
ländlicher Umgebung zu mildern . Wirtschaftsexperten sehen nun in der neuen
Linie ein ungünstiges Signal , das im Rahmen der erwarteten wirtschaftlichen
Abkühlung in den USA zudem noch zur Unzeit gegeben werde . Polymer-Chips für
Datentransfer mit 100 GBit/s Das US-Startup-Unternehmen Lumera entwickelt
Polymer-Chips für die Glasfaser-Netzwerktechnik , die
Datentransfer-Geschwindigkeiten bis 100 GBit/s ermöglichen sollen . Hierzu will
das Unternehmen auf seinen Chips so genannte " Chromophoren " einsetzen ,
organische Moleküle , die unter der Einwirkung von elektrischer Energie in der
Lage sind , einfallendes Licht zu blockieren oder passieren zu lassen . Dies
soll im Rahmen des optischen Routing oder Switching sehr viel schnellere
Umschaltprozesse ermöglichen , als es mit den bisherigen opto-mechanischen
Bauteilen der Fall ist . Weitere Vorteile sieht das Unternehmen in dem sehr
geringen Energiebedarf der Polymer-Chips , was neben geringeren Kosten auch
thermische Vorteile bietet und höher integrierte Subsysteme ermöglichen soll .
Damit sieht sich das Unternehmen in einem deutlichen zeitlichen Vorteil
gegenüber der Konkurrenz , namentlich beispielsweise Pacific Wave Industries
oder Ipitek , die an ähnlichen Polymer-Produkten arbeiten . Geldgeber für Lumera
war neben verschiedenen Venture-Capital-Unternehmen vor allem Cisco Systems ,
die schon in der jüngeren Vergangenheit Beteiligungen an verschiedenen Firmen ,
die sich mit der Entwicklung von optischen Bauelementen befassen , gesucht
hatten . Unspektakulärer Start für UMTS in Japan erwartet Japans führender
Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo erwartet " nicht viel " für den geplanten Start
seines W-CDMA-Dienstes ( das japanische UMTS-Pendant ) im Mai dieses Jahres .
Laut dem Finanzdienst Bloomberg plant NTT DoCoMo anfangs lediglich die
Portierung seiner derzeitigen Inhalte des i-mode-Dienstes auf das neue
W-CDMA-Netz . Man nutze damit also nur Inhalte , die für den etwa 40-mal
langsameren i-mode-Dienst konzipiert wurden . Die hohe Übertragungsleistung des
neuen Verfahrens , die anfangs bei 384 kBit/s liegen und bis 2 MBit/s
erweiterbar sein soll , wird demzufolge weit gehend ungenutzt bleiben . Die
Einführung der Mobilfunkdienste der dritten Generation in Japan gilt als
Testfall für die weltweit unter erheblichem Investitionsaufwand entstehenden
UMTS-Netze . Danach verbrauchten viele Handyeigner beispielsweise das Guthaben
ihres Prepaid-Handys , lüden es aber danach nicht wieder auf , sondern besorgten
sich stattdessen ein neues Gerät . Dieser " Unsitte " sind die Mobilfunkanbieter
allerdings bereits entgegengetreten , indem sie nur noch eine geringe Anzahl
oder sogar nur noch ein einziges Prepaid-Handy pro Kunden verkaufen . Nach
Aussagen von Vodafone seien aber 90 Prozent der Inhaber von Prepaid-Karten auch
aktive Nutzer , während es bei den Vertragskunden 94 Prozent seien . Vor dem
Hintergrund einer hochgradigen Marktsättigung kann das Marketing-Argument "
Kundenwachstum " immer weniger schlagkräftig eingesetzt werden . Stattdessen
versucht das Unternehmen , mit dem erzielten Umsatz pro Kunden zu glänzen . Aus
diesem Blickwinkel heraus erweist sich das Eingeständnis des Vodafone-Konzerns
als raffinierter Schachzug . Denn rechnet man die inaktiven Kunden heraus ,
steigt der Umsatz pro ( aktivem ) Kunden automatisch an . Vorsicht bei
Gesundheitstipps via Internet Ärzte- und Verbraucherschutzverbände mahnen zur
Vorsicht bei medizinischen Informationen aus dem Internet . Es gehe darum ,
Seriöses von Unseriösem zu trennen , sagt Wolfgang Schuldzinski von der
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen . Deshalb habe man auf der Basis
internationaler Bewertungssysteme Verbraucherempfehlungen erarbeitet , die eine
Orientierung im Angebotsdschungel Gesundheitsmarkt bieten sollen . Gleichzeitig
warnte er davor , vertrauliche Krankheitsdaten über das Internet weiterzugeben .
Während die zunehmende Zahl der Gesundheitsdienste im Internet zurzeit noch
keine Konkurrenz für die Ärzte darstelle , sieht dies im Apothekenbereich anders
aus . Nach Aussage der Verbraucherzentrale NRW bestellten immer mehr Verbraucher
über das Internet Lifestyle-Medikamente oder Heilkräuter , Vitaminpräparate und
Schlankheitsmittel , die teilweise in Deutschland nicht zugelassen seien . Diese
hatten in der Vergangenheit wiederholt ihren Widerstand gegen einen
Internet-Handel mit Arzneimitteln angekündigt . Ziel der Bundesregierung sei es
indes , die " Patientensouveränität " zu erhöhen , was bereits heute durch die
Medizinportale im Internet mit ihrer Aufklärungs- und Informationsfunktion
gefördert werde . Behandlungen oder Ferndiagnosen per Telefon oder über das
Internet dürfe es aber auch künftig nicht geben , fordert die Bundesärztekammer
- es müsse vorher stets " eine persönliche Inaugenscheinnahme des Patienten "
geben . Google übersetzt Suchergebnisse Der deutsche Zweig der Suchmaschine
Google bietet jetzt eine automatische Übersetzung seiner Suchergebnisse aus dem
Französischen und Englischen ins Deutsche . Findet das Programm Seiten in einer
dieser Sprachen , so kann sich der Nutzer über einen "Übersetzen"-Link eine ins
Deutsche übersetzte Version der Zielseite anzeigen lassen . Über eine
Einstellung in den " preferences " kann man sich vorab auch die gefundenen Titel
und Inhaltsangaben in der Ergebnisliste übersetzen lassen . Der praktische Test
lieferte die von automatischen Webübersetzern bekannte mäßige
Übersetzungsqualität mit zahlreichen im Kontext unzutreffend übersetzten
Begriffen . Die FAQ-Seite des Google-Dienstes warnt daher auch zutreffend vor
den Grenzen des Verfahrens . Der englischsprachige Google-Dienst bietet noch
umfangreichere Übersetzungsvarianten an : Hier kann aus dem Französischen ,
Deutschen , Italienischen , Spanischen und Portugiesischen ins Englische
übersetzt werden . Allerdings will der deutsche Google-Dienst nach und nach
weitere Sprachen integrieren , wagt jedoch keine Prognose , wann dies der Fall
sein wird . Digitalfotografie an der Bauhaus-Universität Die Weimarer
Bauhaus-Universität hat 20 studentische Arbeitsplätze für digitale Fototechnik
eingerichtet . Das Angebot umfasst neben den Aufnahmegeräten einen Lehrpool mit
diversen Scannern , Druckern , Plottern , Filmrekordern und ein
Farbmanagementsystem im Gesamtwert von rund 900000 Mark . Die Mittel für das
Projekt wurden vom Land Thüringen und der Deutschen Forschungsgemeinschaft
bereitgestellt . Die Fotografie ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung
im Projektstudium Gestaltung in Weimar , und die neu eingerichtete Werkstatt
soll zu gleichen Teilen von den Studiengängen Freie Kunst , Produkt Design ,
Lehramt Kunsterziehung und Visuelle Kommunikation genutzt werden . Durch die
moderne Digitaltechnik werde die Arbeit mit dem Medium Fotografie schneller ,
billiger und umweltfreundlicher , betont die Weimarer Fotowerkstatt . Das
steigere die Effizienz des gesamten Werkstattbetriebes erheblich . " Für die
Lehre und Forschung bedeutet dies sich dem fortschreitenden Wandel von
Bildsprachlichkeit zu stellen , welcher das Forschen nötig macht um
Bildstrukturen künftig wirkungsvoll im Sinne der menschlichen Kommunikation
einzusetzen , diese zu verstehen und Bildstrategien der analogen Sichtweisen mit
denen der digitalen Sichtweisen zu untersuchen " , resümiert die
Bauhaus-Universität das neue Angebot . Polizei-Razzien bei belgischen
Napster-Usern Die Brüsseler Staatsanwaltschaft hat nach Berichten von
Nachrichtenagenturen am gestrigen Donnerstag Polizei-Razzien bei Napster-Usern
durchführen lassen , um nach Beweisen für Verstöße gegen das Urheberrecht zu
suchen . Diese Aktion stellt den bisherigen Endpunkt einer Serie von Razzien dar
, die nach Beschwerden der Musikindustrie seit Dezember bei belgischen Usern von
Musik-sharing-Webseiten vorgenommen und nun erstmals auch auf Napster-User
ausgedehnt wurden . Die Razzia-Aktionen richteten sich nach Aussagen von Marcel
Heymans , Direktor des belgischen Büros der International Federation of the
Phonographic Industry , derzeit nur gegen Napster-User und Nutzer der ( derzeit
gesperrten ) Mp3blast.com-Seite , die " eindeutig gewarnt worden waren , ihr Tun
aber fortgesetzt hatten " . Allerdings verfüge seine Organisation angeblich über
" tracking equipment " , mit dessen Hilfe sie Tausende von Copyright-Verletzern
aufspüren könne . Die ergriffenen Maßnahmen stehen möglicherweise im Widerspruch
zu der am Mittwoch vom Europaparlament getroffenen Entscheidung , nach der
Internet-Nutzer in der Europäischen Union künftig Songs und Texte für den
Privatgebrauch straflos aus dem Internet herunterladen können sollen . Novell
meldet Umsatz- und Gewinnrückgang Der amerikanische Softwarekonzern Novell
meldet für sein erstes Finanz-Quartal 2001 ( 1. 11. 2000 - 31. 1. 2001 ) einen
Gewinn von einem US-Cent pro Aktie , das sind 12 Cents weniger als im
entsprechenden Quartal des Vorjahres . Regional sind hierfür insbesondere die
asiatischen/pazifischen Märkte sowie der gesamte amerikanische Markt
verantwortlich , während das Unternehmen in Europa und im Mittleren Osten einen
leichten Umsatzanstieg verzeichnen konnte . Seinen Hauptumsatz generiert Novell
mit seinen " großen Netzwerklizenzen " , die hier einen Anteil von 75 Prozent
ausmachen , während die kleinen Netzwerklizenzen ( " Softwareboxen " ) 18
Prozent zum Umsatz beitragen . Im letzten Jahr war das Unternehmen durch einen
drastischen Schritt in seiner Personalpolitik aufgefallen und hatte 16 Prozent
seiner Belegschaft entlassen , nach Analystenmeinung ein Indiz für eine
signifikante finanzielle Schräglage des Konzerns . Damit liegt sie erheblich
unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Februar 2000 , wo sie bei 41,50 Euro notierte .
Tiscali : Zufrieden habe sich ein Unternehmenssprecher mit den steigenden
Seitenzugriffen bei Tiscali und World Online gezeigt , die sich von 240
Millionen im Dezember 2000 auf 400 Millionen im Januar 2001 fast verdoppelt
hätten . Nach einer Aussage von Tiscalis Finanzchef Massimo Cristofori gegenüber
Analysten seien auch für 2001 weitere Firmenübernahmen in Deutschland und
Großbritannien geplant , da es sich hierbei um " ideale Länder " für die
geplante Expansion handele , berichtet heute die Financial Times Deutschland .
Diese vielfältigen Engagemtens werden von Analysten zunehmend kritisch
beobachtet : Der Aktienkurs der italienischen Firma sank im Frankfurter Handel
heute um rund 13 Prozent auf 15,60 Euro und liegt damit nur leicht über dem
52-Wochen-Tief von 13,30 Euro von Anfang des Jahres . Im 52-Wochen-Hoch hatte
das Unternehmen im März 2000 noch bei 117 Euro notiert . Pay-TV-Sender startet
Massenklage gegen Produktpiraten Der führende Digital-TV-Anbieter in den USA ,
DirecTV , hat eine Massenklage gegen 80 Personen eingereicht , die mit
gecrackten SmartCards und Equipment zur Umkodierung der Karten gehandelt haben
sollen . Hierzu veranlasse das Unternehmen auch ein bis zwei Razzien pro Woche
gegen vermeintliche Produktpiraten . Die Piraten haben aber inzwischen
offensichtlich wieder aufgerüstet , denn die Massenklage ergeht vor dem
Hintergrund einer Beschwerde der amerikanischen Elektronik-Einzelhandelskette
RadioShack , die ihre schwächeren Umsätze aus dem 1. Quartal 2001 unter anderem
auf sinkende Einnahmen aus dem Aktivierungsgeschäft von DirecTV-SmartCards
zurückgeführt hatte . Danach habe das Unternehmen zwar viele DirecTV-Decoder
verkauft , ein erheblicher Anteil davon sei aber nicht offiziell aktiviert
worden - eine Leistung , für die dem Händler eine Provision gezahlt wird .
Traumgagen Fehlanzeige Die Gehälter in der Internet- und Multimediabranche sind
mit denen in der Werbe-Branche zu vergleichen . " Ein Berufsanfänger sollte
nicht denken , dass er hier richtig abzocken kann " , sagte Lutz Goertz vom
Deutschen Multimedia Verband ( dmmv ) heute auf der Internetworld in Berlin .
Der Verband hatte in Vorfeld mehr als 100 Unternehmen der Branche nach der Höhe
der Gehälter gefragt . Nach dem vom dmmv erhobenen Gehaltsspiegel 2001 erhalten
Mitglieder der Geschäftsleitung 139.000 Mark im Jahr . Angestellte in der
Projektleitung gehen durchschnittlich mit 73.000 Mark , Mitarbeiter in der
Konzeption mit 82.000 Mark nach Hause . Bei Grafik- und Videodesignern liegt das
durchschnittliche Jahresgehalt bei 67.000 Mark . Text- und Bildredakteure werden
mit rund 69.000 Mark und " Universal-Programmierer " mit 81.000 Mark im Jahr
eingestuft . Vor dem Hintergrund des noch immer aktuellen Fachkräftemangels im
Internet- und Multimediabereich stiegen die Einstiegsgehälter im Vergleich zum
Jahr 2000 mit rund acht Prozent verhältnismäßig stark an , während die
Gehaltsentwicklung insgesamt mit durchschnittlich drei Prozent moderat ausfiel .
In 62 Prozent der Fälle zahlten die Unternehmen derartige Leistungen . Im Jahre
1999 lag der Anteil noch bei 40 und im Jahr zuvor nur bei 25 Prozent . Das sind
124 Prozent mehr als noch 1999 . Nach Auffassung des Phonoverbandes handelte es
sich " fast ausschließlich " um illegale Kopien . Rechnerischer Schaden für die
Musikindustrie : Dabei verlief die Umsatzentwicklung im Vorjahr angesichts
ungünstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen geradezu moderat : Um nur 2,2
Prozent ging der Umsatz der Phonobranche zurück . Zum Beleg einer fast
seuchenartigen Ausbreitung der Musikpiraterie zitiert Zombik weitere Details aus
der von seinem Verband in Auftrag gegebenen Studie . Denn obwohl nach
GfK-Angaben nur 6,4 Prozent der Bevölkerung in den letzten 12 Monaten Musiktitel
aus dem Internet geladen haben , gaben mehr als doppelt so viele , nämlich 14,6
Prozent der Befragten an , weniger Musik-CDs gekauft zu haben als früher .
Umgekehrt fühlten sich 5,2 Prozent der Befragten im Erhebungszeitraum sogar
beflügelt und kauften mehr Musik-CDs als früher . Ebenfalls problematisch für
eine verlässliche Prognose auf Basis der GfK-Daten scheint der Erhebungszeitraum
der Studie , denn dieser läuft von April 2000 bis März 2001 . Damit werden auch
die Monate des großen Napster-Hypes erfasst , der aber bekanntlich im Frühjahr
dieses Jahres durch Napsters rigide Filteraktivitäten sein jähes Ende fand .
Digitalkamera-Chip liefert 10.000 Bilder pro Sekunde Das Geheimnis dieser
Technik liegt in einer hohen Prozessintegration und in der Verwendung von
CMOS-Technologie . Bisherige Bildaufnahmesysteme auf CCD-Basis kranken in Sachen
Aufzeichnungsgeschwindigkeit an zwei prinzipbedingten Problemen : Einerseits am
destruktiven Auswertungsverfahren der Bilddaten , das die auf dem CCD
enthaltenen Ladungen beim Auslesen zerstört , andererseits an der Unmöglichkeit
, die zur Auswertung der Sensor-Potenziale nötige Elektronik mit auf dem Chip
unterzubringen . Die Folge sind vergleichsweise langsame Bildwandlungen und die
Unmöglichkeit , kontinuierliche Bildmessungen durchzuführen . Die
Stanford-Forscher haben nun einen Bildaufnahmechip auf CMOS-Basis entwickelt ,
der diese Einschränkungen nicht besitzt . Für jedes Pixel hält der in
0,18-µm-Technik hergestellte Baustein einen eigenen Analog-Digital-Wandler nebst
Digitalspeicher bereit . Der enorme Zuwachs an Geschwindigkeit ergibt sich durch
die parallele Verarbeitung der Bilddaten und durch den digitalen Speicher , der
viel schneller ausgelesen werden kann als der Analogspeicher von CCD-Chips . Die
parallele Datenverarbeitung ermöglicht daher einen Pipeline-Betrieb : Während
das erste Bild verarbeitet wird , kann bereits das nächste aufgezeichnet werden
. Da das Auslesen von CMOS-Potenzialen non-destruktiv erfolgt , werden schnelle
kontinuierliche Messungen ohne Datenverlust möglich - nach Meinung der
kalifornischen Forscher der eigentliche Durchbruch bei ihrer Neuentwicklung .
Auf diese Weise verringern sich auch die Schwierigkeiten von digitalen
Bilderfassungssystemen beim Tonwertumfang : Extreme Helligkeitsunterschiede im
aufgenommenen Foto stellen heutige CCD-Bildaufnehmer vor Probleme bei der
korrekten Belichtung . Außerdem eröffnen sich durch die hohe Geschwindigkeit der
Bildaufzeichnung neue Anwendungsgebiete für die digitale Bildverarbeitung . So
ist der Bildaufnehmer der Stanforder Forscher etwa in der Lage , einen 2200-mal
pro Minute drehenden Flugzeug-Propeller scharf und ohne Wisch-Effekte abzubilden
- bisher eine Domäne " schnellen " analogen Filmmaterials . Mögliche Anwendungen
sehen die Forscher in der Bewegungserfassung , bei der Mustererkennung , bei
chemischen Reaktionen , Belichtungssteuerung und Analyse dreidimensionaler
Strukturen . Ein erster Prototyp einer Hochgeschwindigkeits-CMOS-Kamera wurde
bereits von der NASA in einer Mars-Sonde getestet , inzwischen haben die
Stanforder die dritte Generation ihres Bildaufnehmers fertiggestellt . Die
Zukunft sehen sie rosig : Künftig könnten die hochintegrierten "
Cameras-on-a-chip " überall verbaut werden - in Uhren , Mobiltelefonen , PDAs
und wo immer es sinnvoll erscheint . Brennstoffzelle : Begeisterte Forscher ,
zögerliche Industrie In einem Hamburger Kindergarten hat sich die Technik schon
bewährt , dennoch sind Verbraucher und Industrie noch immer skeptisch . " Sie
wissen einfach zu wenig über das Prinzip der Brennstoffzelle " , sagte Arno
Evers . Mit dem von ihm organisierten Auftritt von Unternehmen und
Forschungsinstituten auf der Hannover Messe macht er seit 1995 Werbung für die "
saubere Energiequelle " . " Vor sechs Jahren haben wir mit zehn Ausstellern
angefangen , in diesem Jahr werden es knapp 70 sein . " Sie erzeugt Strom und
Wärme aus Wasserstoff und Sauerstoff , indem sie chemische in elektrische
Energie umwandelt . Dabei entstehen Wasser und Wärme - sozusagen als
Abfallprodukte . " Dieser Abfall kann genutzt werden , ohne schädliche
Emissionen auszustoßen und ohne mechanische Vorgänge , die laut sind und
Verschleiß mit sich bringen " , sagt Evers . Zudem zeichneten sich
Brennstoffzellen durch hohe Speicherkapazität und Effizienz aus . Unternehmen
und Forschungsinstitute arbeiten seit Jahren an der Weiterentwicklung der "
zukunftsträchtigen Technologie " . So gelang es Wissenschaftlern des
Forschungszentrum Jülich Anfang des Jahres mit einer Brennstoffzelle die "
1000-Watt-Schallmauer " zu überwinden . " Der von uns entwickelte
Brennstoffzellen-Stapel liefert 1600 Watt und reicht damit für den
Durchschnittsverbrauch eines Einfamilienhauses " , sagte Bert de Haart vom
Jülicher Forschungsteam . " Wir entwickeln die Technologien , die Industrie muss
die serientauglichen Systeme entwickeln . " Noch sei der Einsatz von
Brennstoffzellen teurer als der von konventionellen Energieträgern . " Wir
arbeiten daran , dass ein Brennstoffzellenantrieb in Zukunft genauso viel kostet
wie ein Dieselmotor " , sagt de Haart . Auch die Automobilindustrie hat die
Brennstoffzelle längst für sich entdeckt . Opel präsentierte im letztjährigen
Genfer Automobilsalon den Kompakt-Van Zafira mit Brennstoffzellen , BMW arbeitet
an einem Bord-Energiesystem , das von Brennstoffzellen betrieben wird und
DaimlerChrysler wird sein neuestes Brennstoffzellen-Modell , NECAR5 , auf der
Hannover Messe vorstellen . Der Stuttgarter Autobauer will zudem im nächsten
Jahr mit Brennstoffzellen angetriebene Stadtbusse ausliefern . Im Jahr 2004
sollen dann die ersten serienmäßigen Pkw folgen - allerdings nicht in großer
Stückzahl . Der Frankfurter Verband der Automobilindustrie ( VDA ) misst dem
System zwar ein hohes Zukunftspotenzial zu , erwartet die serienmäßige
Herstellung aber erst in einigen Jahren : " Wir rechnen damit , dass ein
verbreiterter Einsatz dieser anspruchsvollen emissionsfreien Antriebe in
Serienfahrzeugen gegen 2010 möglich sein wird " , sagte VDA-Präsident Bernd
Gottschalk . Und Brennstoffzellen-Promoter Evers weiß auch , warum : " Im Jahr
2004 wird in Kalifornien ein Gesetz in Kraft treten , nach dem 10 Prozent der
Flotte eines jeden Herstellers emissionsfrei fahren müssen . " So seien die
Hersteller , die auf dem kalifornischen Markt bestehen wollen , gezwungen ,
solche Fahrzeuge anzubieten . " Über kurz oder lang wird dann auch Europa folgen
. " Ein weiteres Einsatzfeld der Brennstoffzellen sind Geräte wie Handys ,
Laptops oder Discman . Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ( ISE )
wird auf der Hannover Messe Industrie Produktneuheiten für die gesamte "
Mobile-Office-Branche " und die Kommunikationstechnologie vorstellen . "
Erstmals können wir ein funktionstüchtiges und gehäuseintegriertes
Brennstoffzellensystem zeigen " , erläutert Ulf Groos vom Fraunhofer ISE . Noch
ein Jahr veranschlagt er für die weitere Entwicklung , danach läge es an den
Industriepartnern serienmäßige Produkte auf den Markt zu bringen . AOL Time
Warner senkt die Verluste Der Abonnentenzuwachs trug dazu bei , das schwächere
Anzeigengeschäft auszugleichen . Umsatzzuwächse verzeichnete das Unternehmen
auch im Content-Geschäft , bei TV-Netzen und im Verlagsbereich . Trotz der
Verluste zeigte sich Unternehmenschef Jerry Levin optimistisch . Er betonte ,
dass die Gesellschaft in ihrem ersten Quartal nach dem Zusammenschluss " alle
wichtigen Betriebs- und Finanzziele erreicht oder übertroffen " habe . Auch die
Börse teilte heute seine Zuversicht . Der Wert der Aktie stieg in Frankfurt von
50,40 auf zeitweise 54 Euro und notierte am frühen Nachmittag immer noch bei 52
Euro im Plus . Erste UMTS-Tests von Vodafone Der britische Mobilfunkkonzern
Vodafone hat am gestrigen Dienstag die ersten testweisen Telefonate über ein
Mobilfunknetz der so genannten dritten Generation ( 3G oder UMTS ) ermöglicht .
Im Unterschied zur Konkurrentin BT Cellnet , die schon vor vier Wochen in einer
reinen Testanordnung ihre ersten Gehversuche mit der mobilen
Breitbandtechnologie gemacht hatte , benutzte Vodafone 30 Basisstationen im
Thames Valley , die später in das geplante landesweite Netz integriert werden
sollen . Nach einem kurzen verbalen Schlagabtausch , wer nun als Erstes in
Großbritannien mit 3G-Technologie hantiert hat , gab sich Vodafone versöhnlich .
Gegenüber der Times ließ ein Offizieller verlauten , dass im Prinzip beide
Unternehmen mit ihren Behauptungen Recht hätten . Für die Ausrüstung der
technischen Infrastruktur arbeitet Vodafone mit Ericsson zusammen , BT Cellnet
mit Nortel . Welche Telefongeräte beim gestrigen Versuch im Thames Valley
eingesetzt wurden , wurde nicht bekannt . Es kann davon ausgegangen werden ,
dass es sich um Prototypen gehandelt hat . Der Fahrplan von Vodafone sieht vor ,
dass in der zweiten Hälfte 2002 in den Ballungsgebieten und entlang der
Hauptverkehrsachsen mit den 3G-Übertragungsraten kommuniziert werden kann . Die
mit der UMTS-Lizenzvergabe geforderten 80 Prozent Abdeckung sollen bis 2007
realisiert werden . Obwohl Vodafone nach seinem ersten Versuch unter
realitätsnahen Bedingungen die Nase im britischen 3G-Wettbewerb vorne zu haben
scheint , will Manx Telecom , eine Tochtergesellschaft von British Telecom ,
bereits Mitte Mai auf der Isle of Man ein kleines kommerzielles UMTS-Netz in
Betrieb nehmen . Die Endgeräte dazu liefert der japanische Konzern NEC . Auf die
angekündigten 2 MBit/s darf allerdings noch gewartet werden : In einer ersten
Phase wird auf der Isle of Man vermutlich vorerst mit 384 KB/s kommuniziert .
AOL-Studie prophezeit mobilem Internet großes Potenzial Eine im Auftrag von AOL
durch das EMNID-Institut durchgeführte Studie prophezeit dem mobilen Internet
ein großes Potenzial . Bedingung hierfür seien aber die Verfügbarkeit
preiswerter Endgeräte und Internetzugänge , die " so wenig kosten , dass sie so
selbstverständlich wie Radio und Fernsehen werden können " . EMNID führte im
Rahmen der Studie im Februar und März 2001 mit 2.007 zufällig ausgewählten
Personen ab 14 Jahren computerunterstützte Telefoninterviews . Neben Notebooks ,
Smart-Phones , Web-Pads oder PDAs zählen die EMNID-Forscher auch WAP-Handys zu
den internetfähigen Geräten . Diese Nutzungsraten sind für AOL die Bestätigung
der eigenen " Anywhere-Strategie " : Alle Nutzer sollen danach immer und überall
Zugriff auf Kommunikationsfeatures und Informationen haben - ganz gleich ,
welches Endgerät sie benutzen . Bei den mobilen Endgeräten steht der
EMNID-Studie zufolge die private Nutzung im Vordergrund : 39 Prozent der
Befragten vereinfachten mit ihnen die Organisation ihres Privatlebens , 15
Prozent nutzten sie nur beruflich und 17 Prozent beruflich und privat . Als
Vorteile mobiler Geräte gaben - wenig verwunderlich - 88 Prozent der
Geräteeigner beziehungsweise -interessenten die Möglichkeit an , immer und
überall bequem auf Informationen zugreifen zu können . 80 Prozent wollen von den
besseren Kontaktmöglichkeiten zu Freunden und Geschäftspartnern profitieren . 84
Prozent der Befragten halten die Geräte derzeit noch für zu teuer , 74 Prozent
wünschen sich schnellere Verbindungen , und 64 Prozent sind die Displays zu
klein . Auch die Anforderungen an die Provider sind hoch : Jeweils zwischen 91
und 94 Prozent der Befragten verlangen eine hohe Verbindungsstabilität , eine
gute Performance sowie guten Service - und das alles zu niedrigen Kosten . 86
Prozent wollen E-Mails , Faxe , SMS und Online-Telegramme schicken
beziehungsweise empfangen können und 71 Prozent verlangen Zugriff auf ihr
Adressbuch und den Terminkalender . Der " Mobile Commerce " - der Handel über
mobile Geräte - steckt nach Aussagen von EMNID noch in den Kinderschuhen :
Microsoft behindert Wettbewerb bei Set-Top-Boxen Der US-Softwareriese Microsoft
muss auf Druck Brüssels seine Kontrolle europäischer Kabelnetzbetreiber
einschränken . Auf die Wahl der jeweiligen Entschlüsselungstechnik (
Set-Top-Boxtechnik ) dürfe das US-Unternehmen keinen besonderen Einfluss mehr
ausüben , teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel nach einer
Wettbewerbsuntersuchung mit . Die EU will den Wettbewerb bei
Entschlüsselungsgeräten für den Empfang des digitalen Fernsehens erhalten .
Brüssel überprüfte die Beteiligungen von Microsoft an führenden europäischen
Breitband-Kabelbetreibern wie der niederländischen UPC , der britischen NTL und
der portugiesischen TV Cabo . Im vergangenen Jahr hatte Microsoft den
EU-Wettbewerbshütern bereits zugesagt , seinen Anteil an dem britischen
Kabelfernsehbetreiber Telewest in eine Minderheitsbeteiligung umzuwandeln .
Microsoft ist seit längerem im Visier der Brüsseler Wettbewerbsbehörde . Seit
August 2000 ist der US-Konzern mit einem förmlichen Wettbewerbsverfahren
Brüssels konfrontiert . Microsoft wird in dem bisher nicht abgeschlossenen
Verfahren vorgeworfen , seine marktbeherrschende Stellung bei Betriebssystemen
für Personalcomputer auszunutzen . Auch in Deutschland haben nationale
Wettbewerbshüter die Entwicklung beim digitalen Fernsehen unter die Lupe
genommen . So gab es Bedenken bei der von der Kirch-Gruppe und der Deutschen
Telekom geplanten Allianz für Internet und Kabelfernsehen . Die Kirch-Tochter
Beta Research hat mit ihrer so genannten d-box eine Schlüsselstellung erlangt .
Asiens Internet-User drängen auf Platz 1 Damit werden im Jahr 2005 mehr Menschen
in den asiatischen Ländern als in den USA das Internet nutzen und China , Korea
und Indien in diesem Bereich führend sein . Das erwartet das
Marktforschungsinstitut IDC in einer jetzt vorgestellten Studie . Vor allem das
mobile Internet werde Asien zu einer der Schlüsselregionen für das weltweite
Wachstum des mobilen Handels ( M-Commerce ) machen . Derzeit ist der Anteil der
Internet-Nutzer an der Gesamtbevölkerung der Region mit neun Prozent nur sehr
gering , in den Vereinigten Staaten liegt er nach IDC-Angaben bereits bei 76
Prozent . Dabei sei das Gefälle zwischen den Industrienationen und den
Entwicklungsländern allerdings dramatisch : Während in den westlichen
Industrieländern bereits rund die Hälfte der Bevölkerung online sei , sei ein
Internetzugang in den Entwicklungsländern noch die große Ausnahme . Vom mobilen
Internet erhofft sich die Branche einen Schub in Sachen " Mobile Commerce " , da
der Einkauf von Waren über das Internet bisher deutlich hinter den Erwartungen
zurückgeblieben ist . Die bevorzugte Nutzung des Internet , erklärte Kai
Sassenberg von der Universität Jena in Göttingen , liege nach wie vor beim
Versand von E-Mails - rund 98 Prozent der User nutzten diese Möglichkeit . Sehr
beliebt seien auch alle Formen von Informationsbeschaffung über das Netz .
Digitale Filmpatrone vor dem Aus Die US-amerikanische Firma Silicon Film , die
über Jahre hinweg die " digitale Filmpatrone " entwickelt hat , stellt ihren
Geschäftsbetrieb ein . Der Mehrheitseigner Irvine Sensors Corporation hat die
Finanzierung seiner Tochter per sofort eingestellt , da sich die Markteinführung
des Produkts immer wieder verschoben hatte . Zuletzt war dem Produkt im
US-amerikanischen Raum die Zertifizierung im Rahmen der elektromagnetischen
Verträglichkeit verweigert worden , was zu weiteren Verzögerungen und letztlich
zum Abbruch der Entwicklung führte . Was Ende 1998 als faszinierende Idee - eine
digitale Bildaufnahme- und Speichereinheit in der Form einer Filmpatrone mit
Sensor-Ausleger - begann , nahm in den vergangenen Jahren eine eher unrühmliche
Entwicklung , gekennzeichnet durch wiederholte Produktankündigungen , denen dann
aber keine Taten folgten , und mit einem sich immer weiter verstärkenden
Rückstand gegenüber den Leistungen der heutigen Digitalkamera-Generationen . So
sollte der " digitale Film " lediglich über einen CMOS-Sensor mit 1,3 Megapixeln
Auflösung verfügen , der zudem nur 30 Prozent der Kleinbild-Bildfläche ausfüllte
und zu einem Zoom-Verlängerungsfaktor von rund 2,6fach geführt hätte . Damit
wäre etwa ein weitwinkliges 28-mm-Objektiv zu einer 73-mm-Brennweite mutiert .
Ein weiteres Problem warf die Speicherkapazität auf : Für den Datentransfer auf
CF-Cards war noch ein batteriebetriebenes Zusatzgerät in Planung . Der " Silicon
Film " hatte auch nur in einigen wenigen kameraspezifischen Varianten auf den
Markt gebracht werden sollen , für die Kameras Nikon F5 , F3 , N60/N90 and Canon
EOS-1N , EOS-A2 und EOS-5 . Obwohl der deutsche Distributor gegenüber heise
online angab , es werde ein Käufer für das Unternehmen gesucht , gehen
Brancheninsider nicht davon aus , dass der " Silicon Film " in der vorgesehenen
Form jemals auf den Markt kommen wird . Software-Startup schmiedet Allianzen mit
Microsoft und BT Das US-amerikanische Startup-Unternehmen Seven , Anbieter von
Netzwerk- und Softwarelösungen für Mobilfunk-Carrier , geht eine Kooperation mit
der Mobility Group der Firma Microsoft ein . Ziel ist die Integration des MS
Mobile Information Server und von Teilen des .NET-Projektes in die
Seven-Plattform , um künftige drahtlose Datenanwendungen universeller handhaben
zu können . Mit Hilfe der Produkte von Seven können nach Angaben des Unternemens
die Mobilfunkanbieter ihren Firmenkunden schlüsselfertige Lösungen für drahtlose
Voice- und Datenanwendungen liefern . Sie sollen völlige Freiheit bei der Wahl
der verwendeten Endgeräte mit Funkschnittstelle ermöglichen und zudem sämtliche
Mobilfunkstandards wie GSM , CDMA , TDMA oder UMTS integrieren können . Gerade
für den US-amerikanischen Raum mit seiner großen Vielfalt an konkurrierenden
Mobilfunkstandards sei das integrierende Moment dieser Technik interessant ,
meinte ein Firmensprecher von " Seven " . Schließlich sei angesichts der
unterschiedlichen Standards inzwischen nicht einmal mehr die Übertragbarkeit von
Text-Kurznachrichten zwischen verschiedenen Mobilfunkfirmen gewährleistet . Auf
Providerseite haben sich nach Unternehmensangaben jetzt zwei Töchter der British
Telecom zu einer Zusammenarbeit mit Seven entschlossen : Innerhalb des nächsten
halben Jahres wollen die BT-Töchter Cellnet und Genie ihren Firmen-Kunden auf
der Basis der Seven-Plattform drahtlose Datendienste anbieten . Sie sollen auf
der beim Kunden vorhandenen PC- und Intranet-Infrastruktur aufbauen , dort
kostspielige Hardware-Investitionen vermeiden helfen und wesentlich rascher als
bisher realisierbar sein . Durch Web-Klicks für Schulspeisungen in Polen spenden
Polska Akcja Humanitarna , eine humanitäre Organisation , sammelt übers Internet
Geld für Schulspeisungen in Polen , berichtet dpa . Auf diese Weise könne
Kindern in den sieben ärmsten Gebieten Polens zu einer warmen Mahlzeit am Tag
verholfen werden . Für jeden Aufruf der Internetseite würden von den Sponsoren
der Aktion ( der holländische Finanzverbund ING-Group , die polnische BP , die
polnische BISE-Bank sowie lokale Radio- und Fernsehsender , ein Musikmagazin und
ein Internet-Portal ) umgerechnet 2,5 Pfennige gespendet . Im vergangenen Jahr
konnten Schulspeisungen für 4.100 Kinder an 75 Schulen realisiert werden . Nach
Angaben von dpa leben in Polen etwa 41 Prozent der Bevölkerung unter dem
Existenzminimum , insbesondere in den ländlichen Regionen . Eine Spende von 500
Zloty ( rund 250 Mark ) reiche aus , um einem Kind ein Jahr lang eine
Schulspeisung zukommen zu lassen . Mit der heute eröffneten Internetseite stehe
erstmals eine Homepage im polnischen Netz , die ausschließlich caritativen
Zwecken diene . M.I.T. Media Lab für Indien Das Massachusetts Institute of
Technology und die indische Regierung verhandeln über die Errichtung eines Media
Labs in Indien , berichtet das Wall Street Journal . Media Lab ist ein 1985 von
institutionellen Sponsoren gegründetes Inkubator-Projekt , das breitbandige
Forschungsvorhaben mit oft ungewöhnlichen Inhalten fördert - dazu gehörten in
der Vergangenheit beispielsweise " wearable computers " zur Unterstützung von
Arbeitern in unterschiedlichen Arbeitsumgebungen wie auch die Bemühungen , ein
künstliches " soziales " Haustier zu entwickeln . Das Interesse an der
Errichtung von Media Labs ist groß - das M.I.T. verzeichnet zahlreiche
internationale Anfragen . Das für Indien diskutierte Projekt könnte einen
größeren Umfang haben : Die indische Regierung habe hieran einen Anteil von 20
Prozent zu tragen , der Rest werde durch internationale Sponsoren finanziert .
Eine endgültige Entscheidung zugunsten des Projekts sei , erklärte ein Sprecher
der indischen Regierung , noch nicht gefallen ; zudem bestehe noch
Diskussionsbedarf über die regionale Standortwahl und die Betriebsmodalitäten
des Media Labs . AOL wegen MP3-Decoder verklagt Der Medienkonzern hat nach
Auffassung des Klägers unrechtmäßig dessen MP3-Decodersoftware in der
AOL-6.0-Software verwendet . PlayMedia hatte bereits im März 1999 ein
vergleichbares Verfahren gegen Nullsoft - bekannt durch seinen Winamp-MP3-Player
- angestrengt . Das Verfahren war damals zu Gunsten des Klägers ausgegangen ,
indem Nullsoft klein beigab und eine Lizenzgebühr entrichtete . Nach Ansicht von
PlayMedia bezieht sich aber die vergebene Lizenz nur auf die Nutzung seiner
Software in Nullsofts Winamp , nicht jedoch auf eine Nutzung in AOLs
Zugangssoftware . AOL Time Warner wollte zu der Angelegenheit gegenüber dem
Finanzdienst Bloomberg noch keine Stellung nehmen , da man die Klageschrift noch
nicht in den Händen halte . Broadcom leidet unter Telecom-Schwäche Broadcom ,
Spezialist für die Herstellung von Kommunikationschips , hat den im Zuge einer
früheren Gewinnwarnung bereits angedeuteten Verlust für das erste Quartal 2001
jetzt bestätigt . Zum damaligen Zeitpunkt waren die Analysten noch von 25 Cents
je Aktie ausgegangen . Broadcom-Geschäftsführer Henry T. Nicholas III äußerte am
Mittwoch gegenüber dem Wall Street Journal , das Unternehmen sehe im Zuge der
fortgesetzten wirtschaftlichen Schwäche im Kommunikationssektor keine Anzeichen
für eine sich bessernde Auftragslage . Gleichzeitig beeilte er sich aber
hinzuzufügen , sein Unternehmen sei für den Fall einer Wirtschaftserholung im
Wettbewerb sehr gut positioniert . Der Kurs der Broadcom-Aktie erfuhr in den
letzten Monaten einem rapiden Wertverlust und lag damit im Trend der
Netzwerkanbieter : Elektroindustrie und Maschinenbau erwarten Wachstum Die
deutsche Elektroindustrie und der Maschinenbau erwarten für das laufende Jahr
ein deutliches Umsatzwachstum . Zur sechstägigen Hannover Messe werden vom
kommenden Montag ( 23. April ) an rund 7.000 Aussteller aus 65 Ländern sowie
rund 250.00 Fachbesucher erwartet . Die weltgrößte Industriemesse wird am
Sonntagabend von Bundeskanzler Gerhard Schröder ( SPD ) eröffnet .
Bundesfinanzminister Hans Eichel ( SPD ) bezeichnete die Hannover Messe am
Donnerstag als positiven Konjunkturindikator : " Wenn die Geschäftsabschlüsse
ähnlich gut laufen wie im letzten Jahr , hätte ich auch nichts dagegen , die
Wirtschaftsprognose der Bundesregierung nach zu revidieren . " Angesichts der
gestiegenen Zahl der ausländischen Aussteller auf nunmehr 2.850 sagte Eichel : "
Die Hannover Messe ist längst nicht mehr eine Leistungsschau der deutschen
Wirtschaft . " Die meisten ausländischen Aussteller kämen aus Europa . " Ich
prophezeie diesen innereuropäischen Handelsbeziehungen noch eine weitere
Steigerung . " ZVEI-Präsident Harting sagte : Die Industrie habe trotz der "
aktuellen Phase wirtschaftlicher Unsicherheit " keinen Anlass für Pessimismus :
" Wir kommen auch in diesem Jahr mit einem kräftigen Schuss Optimismus nach
Hannover und freuen uns auf den Wettbewerb neuer Ideen . " Als aktuelles
Leitthema der weltgrößten Industriemesse nannte Harting " System- und
Lösungsorientierung " . In der Vergangenheit habe die Verbesserung der Effizienz
, der Qualität und deren Reproduzierbarkeit im Vordergrund gestanden . Heute
müsse die Technik einen Beitrag zur Wertsteigerung der Unternehmen leisten . "
Bislang mehr oder weniger getrennte Technikinseln werden zu einem integrierten
Modell verbunden " , sagte Harting . Die Phonobranche bangt weiterhin um ihre
Pfründe Die deutsche Musikwirtschaft sieht sich unverändert unter Druck . Die
massenhafte legale und illegale Vervielfältigung ihrer Produkte über das
Internet sowie selbst gebrannte CDs kosteten sie Absatz und Ertrag . Zwar
passten Musik und Internet " ideal zusammen " , wie Thomas M. Stein ,
Vorsitzender des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft ( IFPI ) , am
Donnerstag in Hamburg zugab . Voraussetzung dafür sei allerdings der wirksame
Schutz des geistigen Eigentums von Komponisten , Textdichtern , ausübenden
Künstlern und den Herstellern von Tonträgern . Bislang zeichne sich nicht klar
ab , wie das Urheberrecht angesichts der neuen digitalen Medien durchgesetzt
werden solle . Eine EU-Richtlinie zu dem Thema müsse bis Ende 2002 in deutsches
Recht umgesetzt werden . In der Diskussion stünden Kopierschutz-Techniken für
die Musikdaten selbst sowie Abgaben auf leere CDs und CD-Brenner - ein Verfahren
, welches bekanntlich von vornherein solche Nutzer benachteiligt , die CDs und
Geräte zur Sicherung eigener beziehungsweise lizenzfreier Daten verwenden . " In
den Gesprächen mit Internet-Providern , Online-Diensten und
Leermedienherstellern entscheidet sich die Zukunft unserer Branche " , gibt sich
auch Wolf D. Gramatke , der die deutsche Landesgruppe des internationalen
Phono-Verbandes führt , dramatisch . Es gehe darum , ob Musik langfristig
ertragsfähig bleibe . Nur dann lasse sich die Musikszene erhalten . " Angesichts
der Flutwelle von Internet-Piraterie und der ausufernden privaten
Vervielfältigung mit CD-Brennern ist das Umsatzergebnis des vergangenen Jahres
als Erfolg zu werten " , musste denn auch Phonowirtschafts-Sprecher Stein
zugeben . Dazu kämen die legalen privaten Kopien , die ebenfalls Absatzeinbußen
nach sich zögen . Besonders die intensiven Musiknutzer , die mehr als neun CDs
im Jahr kauften und die aktuellen Hit-Titel hören wollten , nutzten zunehmend
das Internet und versorgten sich über Kopier- und Verteilbörsen . Während die
Branche auf der einen Seite ihr baldiges Ertragsende durch das Internet
heraufziehen sieht , nutzt sie auf der anderen Seite dessen Chancen bislang kaum
. Der Verkauf von Musik über das Netz spielt beispielsweise noch keine große
Rolle . " Die Phonowirtschaft hat es in diesem Bereich besonders schwer , weil
massenhafte illegale Angebote das Internet dominieren " , klagt
Verbandsvorsitzender Stein . Inwieweit ein breit angelegtes Angebot
kostenpflichtiger , aber preiswerter Download-Musiktitel diesem Umstand Paroli
bieten könnte , scheint die Musikwirtschaft - vermutlich in Sorge um ihre
bislang ausnehmend großzügigen Ertragsmargen - aus ihren Überlegungen bisher
aber geflissentlich auszublenden . MIPS entwickelt schnellere Prozessoren für
SmartCards Die US-amerikanische Firma MIPS Technologies hat die Entwicklung
neuer SmartCard-Prozessoren bekannt gegeben , deren Java-basierte
Verschlüsselung doppelt so schnell arbeiten soll wie bisher , berichtet das Wall
Street Journal . Zudem sei die Integrationsdichte der Chips gesteigert worden -
ein neuer SmartCard-Chip soll künftig die Funktionen zweier herkömmlicher
Bausteine ausführen können . MIPS hat die neue Prozessor-Architektur in
Kooperation mit der luxemburgischen Firma Gemplus entwickelt . Erste Produkte
mit den neuen Chips werden für Anfang 2002 erwartet . Die Firma MIPS unterhält
keine eigene Prozessor-Produktion , sondern erzielt seine Erlöse aus
Lizenzvergaben an Chiphersteller . Der Markt für SmartCards soll nach Annahmen
des Marktforschungsunternehmens Dataquest eine rasante Entwicklung nehmen :
UN-Internet-Projekt gegen die " digitale Kluft " in China " Verbesserter Zugang
zu technischen und geschäftlichen Informationen kann wesentlich zur Reduzierung
der wiederkehrenden bitteren Armut beitragen " , hieß es hierzu von der UNDP .
Ziel sei es daher , durch Nutzung des Internet über Marktpreise , Agrartechniken
und nachhaltige Landwirtschaft zu informieren und auf diese Weise die
landwirtschaftliche Produktion zu steigern . Außerdem sollen Hilfen bei der
Vermarktung bäuerlicher Produkte gegeben und der Wirtschaft im ländlichen
Bereich mehrere Standbeine verschafft werden . Die Internet-Nutzung ist
vergleichsweise schwach ausgeprägt : Die Meinungs- und Informationsvielfalt des
Internet stellt für das Regime in Peking jedoch eine latente Bedrohung dar , wie
derzeit beispielsweise der Prozess wegen " Subversion " gegen einen
Internet-Aktivisten zeigt . Glasfaser-Spezialist Corning gibt Gewinnwarnung
heraus Der US-amerikanische Hersteller von Glasfasern und Komponenten für
optische Netze Corning reduziert seine Gewinnprognosen für das Jahr 2001 um rund
15 Prozent auf 1,25 US-Dollar je Aktie . Grund hierfür sei die derzeit
reduzierte Investitionsbereitschaft der Telekommunikationsunternehmen , die
ihrerseits über reduzierte Gewinnaussichten klagten . So planen beispielsweise
Lucent Technologies und Nortel Networks - zwei der größten Corning-Kunden - den
Abbau von 10.000 bzw. 16.000 Arbeitsplätzen . Corning selbst kündigte die
Entlassung von 825 Mitarbeitern seiner Glasfaser-Sparte an . Als Grund hierfür
nannten Händler , die Gewinnwarnung durch das Unternehmen sei keine Überraschung
gewesen . Zudem sei die Aktie mit rund 25 US-Dollar von ihrem 52-Wochen-Hoch bei
113 US-Dollar derart weit entfernt , dass schlechte Nachrichten keinen negativen
Effekt mehr auf den Kurs hätten . ZDF kooperiert mit T-Online und bootet MSNBC
aus Das ZDF und T-Online haben eine Zusammenarbeit bei der Präsentation der
heute-Nachrichten vereinbart . Hierfür sollen mittelfristig alle modernen
Kommunikationswege mit den heute-Inhalten bedient werden : Die ( noch inaktive )
Internet-Seite www.heute.t-online.de soll dabei zum werbefreien Kern des neuen
Auftritts avancieren , ständig aktuell gehalten werden und
Hintergrund-Informationen bieten , für die in den Nachrichtensendungen des ZDF
kein Platz ist . Auch die ausgiebige Einbindung von Videostreams aus den
ZDF-Sendungen ist künftig geplant . Der Nutzer könne die Seite zudem
personalisieren und auf diese Weise die Nachrichten nach seinen persönlichen
Vorlieben sortiert bekommen , erklärten die beiden neuen Partner . Der große
Verlierer beim neuen Deal zwischen dem ZDF und T-Online heißt MSNBC . Die
Zusammenarbeit zwischen dem ZDF und dem US-amerikanischen Web-Nachrichtendienst
war in der Vergangenheit als Sponsoring-Verhältnis bewertet worden und
widersprach damit den Forderungen des 4. Rundfunkänderungs-Staatsvertrages , die
dem ZDF in seinen Online-Auftritten Werbung und Sponsoring untersagen .
ZDF-Präsident Stolte würdigte die vierjährige Zusammenarbeit mit dem Microsoft-
und NBC-Ableger als " konstruktiv , erfolgreich und rundherum erfreulich " . Er
bedauere , dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen eine Fortsetzung dieser
Zusammenarbeit nicht erlaubt hätten . Für T-Online bietet sich durch die
Kooperation mit dem ZDF eine erste größere Chance , sein vergleichsweise dünnes
Angebot an eigenen Content-Leistungen zu verbessern . Diese Content-Schwäche
hatte das Unternehmen in der Vergangenheit gegenüber der Konkurrenz ,
vornehmlich gegenüber dem Mitbewerber AOL Time Warner ins Hintertreffen und in
große Abhängigkeit von den vergleichsweise margenschwachen Erlösen aus dem
eigenen Netzzugangs-Geschäft geraten lassen . Inwieweit die Kooperation mit dem
ZDF indes die vom neuen T-Online-Chef Thomas Holtrop propagierte " eigene
Format- und Programmkompetenz " reflektiert , bleibt dahingestellt . Gegen
exklusive Content-Partnerschaften hatte sich Holtrop bereits in seiner
Antritts-Pressekonferenz gewandt und damals auch den Mutmaßungen über
entsprechende Kooperationen mit der Kirch-Gruppe widersprochen . Telekom
präsentiert mobiles Surfpad mit DECT-Technik Die Deutsche Telekom hat auf ihrer
heutigen CeBIT-Pressekonferenz ein mobiles Surfpad namens " T-Sinus Pad "
vorgestellt - einen unter Windows CE laufenden Stiftcomputer mit drahtloser
DECT-Anbindung an eine Sinus-ISDN-Basisstation . Das Gerät ist etwas kleiner als
ein DIN-A4-Blatt , besitzt ein 8,4 Zoll großes TFT-Display mit SVGA-Auflösung
und wiegt rund ein Kilogramm . Bedient wird es per Stift oder Finger auf dem
Touchscreen - für Texteingaben ist eine Software-Tastatur nutzbar . Eine
Akkuladung soll einen zweistündigen Surfbetrieb ermöglichen . Das Sinus-Pad
benötigt im Gegensatz zum heimischen Rechner zudem keine Hochlaufzeiten und kann
auch am T-DSL-Anschluss genutzt werden : Hierzu muss es um eine spezielle
PCMCIA-Karte erweitert werden , die die Verbindung zum T-DSL-Netz herstellt .
Die Markteinführung ist nach Telekom-Angaben " wenige Wochen nach der CeBIT "
geplant . Ein vermutlich baugleiches Gerät hat die Firma Siemens bereits im
Januar auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas unter dem schlichten Namen
GigaSet 4600 SIMpad Mobile Internet Pad vorgestellt und auch technische Daten
dazu veröffentlicht : Das Gerät arbeitet mit einem Intel-32-Bit
StrongARM-1100-Prozessor mit 200 MHz und besitzt 32 MB RAM und 16 MB Flash
Memory . Es soll in den USA im zweiten Quartal 2001 für rund 1.300 US-Dollar
verkauft werden . Über die Markteinführung dieses Gerätes in Deutschland liegen
noch keine Informationen vor . Der US-Kongress erstickt an E-Mails Der
US-Kongress kann sich der Flut an E-Mails nicht mehr erwehren . Einer Studie des
Congress Online Project zufolge stieg die Zahl der eingehenden E-Mails von 20
Millionen im Jahr 1998 auf 48 Millionen im letzten Jahr , mit besonderen
Volumenspitzen in Zeiten kontrovers diskutierter politischer Vorgänge . Das hohe
E-Mail-Aufkommen führt gelegentlich sogar zu der Überlastung des gesamten
internen Netzes der Kongressbüros , das dann nur noch " im Schneckentempo "
arbeitet . Zuletzt sei dies bei der Nominierung von John Ashcroft zum
US-Justizminister der Fall gewesen . Für diesen Missstand , der dazu führe ,
dass Tausende und Abertausende von Mails unbeantwortet blieben , macht das
Congress Online Project in seiner Untersuchung die schlechte finanzielle
Ausstattung der Offices und deren unkluge Budget- und Personalplanung
verantwortlich . In alter Tradition habe man bisher darauf gesetzt , möglichst
billiges und damit unqualifiziertes Personal einzukaufen und als Kommunikatoren
mit externen EDV-Dienstleistern einzusetzen . Im Zuge des überbordenden
Mailverkehrs mit seinen drastisch erhöhten Anforderungen an die technische
Infrastruktur räche sich nun diese Dumping-Praxis mit den aufgetretenen
Problemen eines nicht mehr beherrschbaren Datenverkehrs . Bis zu 12 Prozent des
Jahresbudgets müsse in einzelnen Offices aufgewendet werden , um die nötige
Daten-Infrastruktur zu schaffen und zu unterhalten , lautet eine Kernaussage der
Online-Studie . Der Großteil des Mailansturms könne bei klügerem Handling
allerdings schon heute bewältigt werden , wenn die Büros nur die in der Hälfte
der Fälle bereits vorhandene Software zur automatisierten Mailbehandlung nutzen
würden . Vielen Offices ist allerdings überhaupt nicht bewusst , dass sie
bereits über die nötigen Einrichtungen verfügen ; anderen fehlt einfach die Zeit
, die Mitarbeiter in der Nutzung dieser Techniken zu unterweisen . So nutzen
letztlich nur 10 Prozent der Büros die Software zum Mailhandling wenigstens in
Ansätzen . US-Vizepräsident sagt nein zu Internet-Steuern Der US-Vizepräsident
Dick Cheney hat sich vor einer Gruppe von Wirtschaftsvertretern der
Hightech-Branche für einen dauerhaften Verzicht auf Internetsteuern
ausgesprochen . Cheney ermunterte die Wirtschaft außerdem , Forschung und
Entwicklung voranzutreiben , berichtet der US-Newsdienst CNet . Er werde sich im
US-Kongress dafür einsetzen , den zurzeit geltenden Verzicht auf
Internet-Zugangs- und Umsatzsteuern , der im Oktober 2001 ausläuft , auf
unbefristete Zeit fortzuschreiben , betonte Cheney . Genauso sollten die
befristeten Steuererleichterungen für Investitionen in Forschung und Entwicklung
dauerhaft gemacht werden , um ein langfristig günstigeres Klima für Forschung
und Entwicklung zu schaffen . Unsicherheit über die für diesen Bereich im Jahre
2004 auslaufenden Steuererleichterungen hätten bereits bei einigen Unternehmen
zur Zurückhaltung bei ihren Investitionen geführt , sagte Cheney . Es sei nun an
der Zeit , die Unsicherheiten ein für alle Mal auszuräumen . Für beide
Vorschläge kann sich Cheney laut der US-Nachrichtenagentur Reuters einer breiten
Unterstützung im US-Kongress sicher sein . Die Bush-Regierung plane , die
Ausgaben für den Sektor Forschung und Entwicklung um sechs Prozent anzuheben ,
hieß es . Zuwachsrate bei Webservern sinkt drastisch Die von Netcraft früher als
üblich veröffentlichte Aprilausgabe der Webserveruntersuchung zeigt - zusammen
mit den nachgereichten Märzzahlen - ein deutlich geringeres Wachstum der Anzahl
von Webservern und aktiven Websites im ersten Quartal 2001 verglichen mit dem
gleichen Quartal 2000 . Durch diesen Negativtrend geraten auch einige
Domänenregistratoren in Schwierigkeiten und sehen sich gezwungen , Personal
abzubauen oder neue Geschäftsfelder zu erschliessen . Führender Webserver ist
laut Netcraft nach wie vor der Open-Source-Webserver Apache mit einem aktuellen
Marktanteil von rund 63 Prozent . Bei den Betriebssystemen sind vor allem bei
großen Webhostern nach wie vor BSD-Derivate beliebt , auch wenn die
BSD-Betriebssysteme nach Meinung von Netcraft im Unterschied zu Linux nicht
weiter ins Bewußtsein der Öffentlichkeit vordringen konnten . Kommerzielle
Unix-Derivate außer Solaris dagegen verlieren an Bedeutung . Kfz-Tarifrechner im
Internet oft kompliziert und unsicher Die im Internet angebotenen
Kfz-Tarifrechner für den Online-Versicherungsvergleich sind - einer Untersuchung
der Stiftung Warentest zufolge - zu kompliziert zu nutzen und weisen teilweise
erhebliche Mängel bei der Datensicherheit auf . Wie die Stiftung in der
Maiausgabe der Zeitschrift Finanztest berichtet , gelang es im Test mit einer
Gruppe von Fahranfängern keinem einzigen , die geforderten Tarifinformationen
über das Testfahrzeug , einen Golf IV , herauszubekommen . Die unerfahrenen
Probanden scheiterten hier bereits an den benötigten Begriffen zu "
Typschlüsselnummer " ( TSN ) oder " Herstellernummern " ( HSN ) . Oder sie
hatten Schwierigkeiten , ihre Jahreskilometerleistung oder
Schadensfreiheitsklasse zu definieren . Grund hierfür sei , dass die von den
Versicherungsunternehmen ins Netz gestellten Kfz-Tarifrechner zu sehr aus der
Sicht der Versicherer programmiert seien und zu wenig Hilfestellungen und
Begriffserklärungen anböten , meint die Stiftung Warentest . Somit werde von den
potenziellen Kunden zu viel Hintergrundwissen über die Kfz-Versicherung verlangt
. Auch werde die Bedeutung unterschiedlicher Fahrerprofile für die Tarifhöhe
nicht hinreichend erläutert - so könne ein Fahranfänger schlecht einschätzen ,
ob er als Student mit einem Tarifauf- oder Abschlag bedacht werde , ob er für
einen günstigen Tarif viele oder besser wenig Kinder haben sollte oder ob ein
neues oder ein altes Auto günstig sei . Wer dieses Hintergrundwissen allerdings
mitbringt - wie eine Gruppe versierter Probanden im Test - der benötige im
Schnitt nur 10 bis 15 Minuten , bis er eine aussagekräftige und durch die Bank
auch korrekte Tarifauskunft in der Hand halte . Diese Gruppe der " Profis "
ziehe danach den größten Nutzen aus den Online-Tarifvergleichen . Potenzielle
Kunden , die nach erfolgreicher Recherche auch gleich zum
Online-Vertragsabschluss schreiten möchten , leben nach den Erfahrungen von
Finanztest allerdings oft gefährlich . Denn mehr als die Hälfte der 27
getesteten Online-Anbieter übertrügen die personenbezogenen Daten der Kunden nur
unzureichend verschlüsselt über das Netz . Gleichwohl seien viele Anbieter aber
beim Einsatz von Cookies nicht zimperlich , und auch nur sechs der 27
Unternehmen verzichteten auf den sicherheitsbedenklichen Einsatz von Javascript
. Als positives Beispiel wurden die Webseiten der HUK-Coburg nebst ihrer
Direktversicherungstochter huk24 erwähnt , die eine starke Verschlüsselung
nutzen und auf Javascript und Cookies verzichten . Aussagen über die
Preiswürdigkeit wurden jedoch , anders als dies manche Anbieter gerne verbreiten
, von Seiten der Stiftung zu keinem der Versicherer gemacht . Im Rahmen der
Tarifrecherche bemerkten die Tester noch , dass eine Reihe von Anbietern vor
Vertragsabschluss keine hinreichenden Zugriffsmöglichkeiten auf ihre Allgemeinen
Versicherungsbedingungen anbieten . Zudem hätten die Anbieter auf ihren
Abfrageseiten häufig preistreibende Voreinstellungen vorgenommen , wie
beispielsweise Insassenunfallversicherungen oder den automatisch mit
abzuschließenden Kfz-Schutzbrief . Hier kann man sich auch über sinnvolle und
weniger sinnvolle Versicherungsumfänge informieren und bekommt eine Übersicht
über die nach Erfahrung des gemeinnützigen Vereins preisgünstigen Versicherer .
Pentax bringt kleinste 4-Megapixel-Kamera Nachdem die Optio 330 mit
3,3-Megapixel-Sensor inzwischen lieferbar ist , kündigt Pentax für November
jetzt die höher auflösende Schwester Optio 430 mit 4-Megapixel-Sensor an . Neben
den üblichen manuellen und automatischen Belichtungsmöglichkeiten und einer
Videoclip-Funktion verfügt das Gerät auch über eine Weltzeituhr mit
Weckruf-Möglichkeit für die Cosmopoliten unter den Digitalfotografen .
Konsequent auch das Fazit der Pentax-Werbeabteilung für diese Kamera : " das
ideale Geschenk für trendorientierte Schöngeister mit hoher Technikaffinität und
dem Hang zum dezenten Luxus " . Schnüffelsoftware soll Napster-Sünder blockieren
Verschiedene US-Firmen für " Internetsicherheit " haben Software entwickelt , um
in peer-to-peer-Netzwerken illegale Dateidownloads aufzuspüren und zu blockieren
, berichtet die Los Angeles Times am Dienstag . Die Firmen EMusic.com - selbst
ein Anbieter kostenpflichtiger Musik-Downloads - und Copyright.net screenen die
peer-to-peer-Netze nach Filenamen oder Dateigrößen copyright-verdächtiger
Dateien . Werden sie fündig , senden sie dem betroffenen User eine Warnmail oder
versuchen , ihn durch den Diensteanbieter sperren zu lassen . Noch raffinierter
geht ein Schnüffel-Algorithmus der Firma Audible Magic zu Werke : Er soll in der
Lage sein , Musikdateien anhand ihres " Klanges " zu identifizieren , sodass
diese Software auch umbenannte oder in der Länge veränderte Sounds aufspüren
können soll , so lange diese nicht akustisch variiert wurden . IpArchive und
Vidius schließlich kombinieren verschiedene Schnüffel-Tools und können nach
Angabe der Los Angeles Times ihre Software auch an Schlüsselpunkten des
Netztransfers ansetzen lassen , also etwa an Knotenpunkten von
Internet-Providern , in den Servern von Downloadanbietern oder gar in
Hochschul-Rechenzentren . Nach Aussage von IpArchive nutze bereits eine Reihe
nicht namentlich zu nennender Internet-Provider diese Software und sei damit
auch in der Lage , einmal erkannte illegale Transferversuche zu unterbrechen und
dem Rechteverletzer eine Warnmail zu senden , in der er gleichzeitig zu einer
kostenpflichtigen Downloadseite weiterempfohlen werde . Die Namen der
Betroffenen würden hierbei nicht registriert , allerdings wolle man dies für die
Zukunft nicht ausschließen . Ziel der Copyright-Wächter sei es nicht , jeglichen
unauthorisierten Filetransfer zu stoppen , sondern die Hauptquellen illegaler
Downloads versiegen zu lassen und " andere Leute davon abzubringen , auf den
fahrenden Zug aufzuspringen " . Unter dem Eindruck dieser fast mitfühlenden
Sichtweise räumt Vidius-Geschäftsführer Derek Broes sogar noch
datenschutzrechtliche Probleme beim Einsatz seiner Software ein : Das Überwachen
und Stoppen von Filetransfers im Internet berühre einige ernst zu nehmende
Belange der Privatshäre . Allerdings werde die Technologie seines Unternehmens
ausschließlich zur Durchsetzung von Urheberrechten eingesetzt , fügte er hinzu .
HP forciert Geschäft mit Mobilgeräten Hewlett-Packard gründet einen neuen
Geschäftsbereich " Embedded and Personal Systems " mit dem Schwerpunkt auf
Handheld-Geräten und " Smart Appliances " . Zum Leiter dieser Abteilung wurde
der 44-jährige Iain Morris benannt , der zuvor 23 Jahre lang im Bereich "
Personal Communication " beim Mobilfunkhersteller Motorola tätig war . Obwohl
mit nur 400 Mitarbeitern ausgestattet - HP beschäftigt weltweit rund 88.500
Angestellte - räumt die HP-Geschäftsführung der neuen Abteilung einen hohen
Stellenwert ein . Für Hewlett-Packard , beim klassischen PC- und
Drucker-Geschäft in letzter Zeit etwas schwach auf der Brust , steht die neue
Sparte für einen Markt der Zukunft mit erheblichem Entwicklungspotenzial .
3G-Mobilfunk startet im April - in den USA Die Mobilfunkgesellschaften Sprint
PCS und Cingular Wireless wollen zum 2. Quartal 2001 erste 3G-Dienste anbieten .
Wie auf der Cellular Telecommunications Internet Association Conference ( CTIA )
in Las Vegas bekannt wurde , will Sprint PCS dabei in mehreren Phasen den
erweiterten Standard auf CDMA-Basis einführen . Als " 3Gcdma2000 1x " ermöglicht
dies anfangs - bis Ende 2003 - Übertragungsraten von 144 bis 307 kBit/s . Die in
letzter Zeit diskutierten Befürchtungen hinsichtlich der mangelnden
Verfügbarkeit von Funkfrequenzen teilt Sprint-PCS-Präsident Charles Levine nicht
: " In den meisten Fällen tauschen wir lediglich Steckkarten in unseren
Basisstationen aus " , lautet seine optimistische Vorstellung von der Einführung
der neuen Technik : Da Sprint PCS nur auf einen einzigen Übertragungsstandard
setze , würden Upgrades einfach stark erweitert . Die bei Sprint PCS bestehenden
Kapazitäten reichten ohnehin für die nächsten 10 Jahre aus - dennoch werde man
im kommenden Jahr und in 2004 Erweiterungen durchführen , meinte Levine .
Cingular Wireless setzt hingegen auf Erweiterungen der GSM-Technik und wird
hiermit vermutlich den Wettlauf um die Einführung der Next-Generation-Dienste
gewinnen . In den Bundesstaaten Kalifornien , Nevada und Washington - wo
Cingular Wireless seine GSM-Netze unterhält - will das Unternehmen die neue
Technik bereits im zweiten Quartal 2001 verfügbar machen . Allerdings wird es
sich hierbei nicht um UMTS handeln , sondern " nur " um GPRS , mit dem man den
Mobilfunknutzern einen "always-connected"-Service mit Abrechnung nach
übertragenem Datenvolumen anbieten will . Tarifmodelle für die neuen Dienste
wollten beide Unternehmen noch nicht preisgeben . IBM und Intel kooperieren bei
mobilem Internet IBM wird künftig eine adaptierte Version seiner WebSphere
Everyplace Suite Embedded Edition für Geräte mit Intels StrongARM- und
XScale-Prozessorfamilie anbieten . Als Beispiel für bereits in der Praxis
eingesetzte Anwendungen nennt das Unternehmen die WAP-Schnittstellen zu den
Buchungscomputern von Fluggesellschaften , über die man heute beispielsweise
bereits " mobil " einchecken kann . Intel erhofft sich durch den Deal mit IBM
eine Stärkung der eigenen Produktpalette im Mobilbereich : Intels Personal
Internet Client Architecture stellt Konstruktionspläne für die Entwicklung von
PDAs und Mobiltelefonen zur Verfügung , die auf Intel-Hardware basieren . Sie
beinhaltet Intels XScale-Prozessor , dessen Flash-memory-Produkte und die Micro
Signal Architecture - ein Intel-DSP-Derivat . Die Unterstützung dieser
Architektur durch die IBM-Software soll Intel ein zusätzliches Verkaufsargument
für den Absatz seiner Bauelemente an Handy- und PDA-Hersteller liefern .
Software werde im mobilen Kommunikations-Markt der Zukunft eine entscheidende
Rolle spielen , ist sich Intel sicher . Der Deal mit IBM könne dazu beitragen ,
den Mobilfunkanbietern die hierzu nötige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen
. Französische UMTS-Vergabe in Gefahr Das berichtet die Tageszeitung Le Monde .
Grund hierfür seien juristische Mängel im Vergabeverfahren . Vielmehr müsse eine
Verhältnismäßigkeit zwischen dem Preis der Lizenzen und den Erträgen der
Telefongesellschaften gegeben sein , die sich um die Lizenzen bewerben .
Weiterhin beanstandet wurde die Aufteilung der Lizenzvergabe in zwei getrennte
Verfahren . Das UMTS-Vergabeverfahren in Frankreich leidet unter einem Mangel an
finanzstarken Kandidaten . Die Regierung hatte sich daraufhin entschlossen , die
restlichen Lizenzen in einer zweiten Ausschreibungsrunde zu vergeben und zudem
vorsorglich darauf hingewiesen , dass sich der Zeitplan für die Einführung der
UMTS-Technik nicht mehr halten lasse . Ob die ART vor dem Hintergrund der
bemängelten juristischen Probleme das gesamte Vergabeverfahren für ungültig
erklärt , wird sich innerhalb der kommenden 14 Tage entscheiden , da dann die
Genehmigungsfrist für die erste Runde abläuft . Lichtstarke Olympus mit 4
Megapixeln Nach Toshiba und Sony hat jetzt auch Olympus eine 4-Megapixel-Kamera
der Consumerklasse vorgestellt . Die neue Camedia C-4040 basiert auf der
bekannten Olympus C-3040er-Serie und besitzt auch deren besonders lichtstarkes
3-fach-Zoom-Objektiv mit der größten Blende 1:1,8-2,6 und einem
Brennweitenbereich von 35-105 mm ( entspr. Kleinbild-Format ) . Wer auf hohe
Datenvolumina Wert legt , der kann die aufgenommenen Fotos nun auch per
Interpolations-Funktion auf virtuelle 7,68 Megapixel aufblasen lassen , was zwar
wenig sinnvoll ist , dem momentanen Trend zur Hochrechnung aber offenbar
entgegenkommt . Das Gehäuse der C-4040 blieb gegenüber der 3000er-Serie weit
gehend unverändert und präsentiert sich ganz in schwarz . Neu ist indes die
stabilisierende Gummiarmierung des bisher häufig als wackelig kritisierten
Objektivtubus' . Die Kamera soll im Sommer auf den Markt kommen . Ein Preis
wurde von Olympus noch nicht genannt . Camcorder : Bluetooth , hohe Auflösung
und Modulbauweise Wie schon Sony mit seinen neuen Modelle rüstet nun auch
Panasonic einen Camcorder mit Bluetooth aus . Der NV-EX21 funkt seine
Standbild-Daten an den PC . Originell : Das Gerät ist modular ausgelegt , denn
sein Objektiv ist in einer eigenen Gehäuseeinheit verbaut . Diese lässt sich
wahlweise an ein Rekorder-Modul mit MiniDV-Cassette oder an ein
Foto-Speichermodul mit SD-Card-Slot koppeln . Die Foto-Auflösung beträgt nur
rund 1 Megapixel , allerdings können auch Videoclips im MPEG-4-Format
aufgezeichnet werden . Der Preis der Kamera , die im Oktober auf den Markt
kommen soll , wird erst auf der IFA bekannt gegeben . Die höchste Fotoauflösung
im hauseigenen Camcorder-Bereich bietet derzeit die Canon MV X1i . 1,3 Megapixel
kann das Gerät auflösen und auf MMC/SD-Cards schreiben . Bedauerlicherweise
bietet das Gerät keine Datenschnittstelle zur Übertragung der Fotodaten , sodass
diese über einen externen MMC/SD-Card-Reader ausgelesen werden müssen . Canon
bringt das Gerät im Oktober für rund 4.000 Mark in den Handel . PixelNet rettet
Photo Porst ( vorerst ) vor der Liquidation Die PixelNet AG , Fotodienstleister
mit webbasiertem Serviceangebot , übernimmt die Photo Porst AG , Deutschlands
ältestes und größtes Fotohaus , vom belgischen Fotokonzern Spector NV zum
symbolischen Kaufpreis von 1 Mark . Diese Übernahme muss als Rettung in letzter
Minute angesehen werden , denn die Spector NV hatte vor zwei Wochen mitgeteilt ,
die Investitionen in ihre defizitäre Photo-Porst-Tochter einzustellen , um ihre
anderen Aktivitäten nicht zu gefährden . PixelNet verspricht sich von der
Übernahme nach eigenen Angaben eine Stärkung seines Geschäfts mit digitalen
Foto-Dienstleistungen , für die die Photo-Porst-Filialen als Annahme- und
Digitalisierungsstationen dienen sollen . Außerdem will man die bei Photo Porst
vorhandenen Kompetenzen im Fest- und Mobiltelefoniesegment nutzen und ausbauen ,
da angesichts der nahenden neuen Mobilfunkstandards Bildkommunikation als
wichtiger Content angesehen werde . Die Bitterfelder PixelNet AG wurde im
Dezember 1997 als " Batavia Digital Imaging Systems GmbH " gegründet und im Juli
1999 in die PixelNet AG umfirmiert . Bis Ende 1999 war das Unternehmen
schwerpunktmäßig als Betreiber von " Digital-Imaging-Stationen " im Fotohandel
tätig , verkaufte jedoch Ende 1999 diesen Geschäftsbereich an die " Batavia
Multimedia AG " . Hierzu setzt das Unternehmen als Kerntechnologie eine
Peer-to-Peer-Software ( " Pixel-to-Picture " ) ein , mit deren Hilfe der Kunde
direkte Datenübertragungen zu den mit PixelNet kooperierenden Fotolabors
vornehmen kann ; sie ist auf der Website der PixelNet AG downloadbar und wird
zudem kostenlos über Film/Foto-Bundles durch den Fotofachhandel und über
Sonderaktionen vor Schulen , Universitäten oder Kinos verbreitet . Auch besteht
eine Kooperation mit der bei Leipzig angesiedelten Computerschmiede Lintec AG ,
die die PixelNet-Software ihren PCs beigibt . Von der Firma Lintec übernahm die
PixelNet AG Ende 2000 auch den Foto-Finisher Orwo Media GmbH , bedient sich aber
auch fallweise der auf dem Markt der Foto-Großlabore bestehenden Überkapazitäten
. Weitere Kooperationen bestehen mit der Metro-Tochter Primus-Online sowie mit
dem Internet-Portal AOL . Hinsichtlich der Marktentwicklung für digitale
Fotografie gibt sich der Bitterfelder Fotodienstleister optimistisch : Die Photo
Porst AG hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich : 1919 von Hans Porst als
Fotofachgeschäft gegründet , begann er Mitte der 60er Jahre den Aufbau eines
landesweiten Netzes aus Photo-Porst-Filialen und Franchise-Geschäften und galt
kurz darauf als das " größte Fotofachgeschäft der Welt " . Heute umfasst das
Porst-Netz 2.000 Vertriebsstellen . Den Endpunkt des Engagements der Belgier
stellt nun der Verkauf der Photo-Porst-Sparte an die PixelNet AG zum
symbolischen Kaufpreis von 1 Mark dar . Sony will japanische Playstation mit
Handys vernetzen Die Firma Sony will zu seiner Spielkonsole PlayStation II ein
Link-Kabel zum Anschluß an japanische Mobiltelefone anbieten . Zudem werde der
E-Mail-Verkehr via PlayStation ermöglicht . Ob die Verlinkung einer stationären
PlayStation mit den mobilen i-mode-Diensten eine für breite Kundenschichten
sinnvolle Kombination darstellt , dürfte allerdings fraglich sein - schließlich
stellt die PlayStation in diesem Kontext lediglich eine Art stationäres
Anzeigegerät für die im Vergleich zum " normalen " Internet eher rudimentär
gehaltenen i-mode-Daten dar , legt aber gleichzeitig das Handy " an die Kette "
. Weshalb der User künftig im stationären Einsatz zugunsten der PlayStation auf
seinen gewohnten wesentlich leistungsfähigeren Internet-Zugang verzichten soll ,
ist daher auf Anhieb nicht einleuchtend , während im mobilen Einsatz das
i-mode-Handy alle Funktionen selbst anbietet und eine PlayStation ohnehin
immobil ist . IBM forciert iSCSI als Alternative zu Storage Area Networks Mit
einer Reihe neuer Datenspeicherungs-Produkte auf iSCSI-Basis ( Internet-SCSI )
will IBM den SAN ( Storage Area Networks ) im Lowend-Bereich Konkurrenz machen .
Speicher-Netzwerke auf der Basis von iSCSI hingegen nutzen das ubiquitär
verwendete TCP/IP-Protokoll und lassen sich daher kostengünstig und
vergleichsweise leicht in vorhandene Netzwerkstrukturen einbinden . Obwohl die
iSCSI-Technologie laut Branchenkennern durchaus das Potenzial besitzt , die
Fibre-Channel-Systeme leistungsmäßig zu überflügeln , setzen die bisher nicht
abgeschlossenen Standardisierungsbemühungen und das weit gehende Fehlen im
Einsatz befindlicher entsprechend leistungsfähiger Netzwerkkarten dem
Highend-Einsatz derzeit klare Grenzen . Nach Aussagen von Analysten ist es
deshalb ein kluger Schachzug seitens IBM , den Fokus seiner iSCSI-Anstrengungen
vorerst auf den Lowend-Sektor zu legen , wo die vorhandene TCP/IP-Infrastruktur
bereits vorhanden ist und die Lösungen auf iSCSI-Basis deshalb kostengünstig
etablierbar sind . Im Rahmen der Standardisierungsbemühungen der iSCSI-Technik
arbeitet IBM mit Cisco zusammen , die unlängst durch den Ankauf der Firma
NuSpeed auffiel , ein Unternehmen , das sich mit der Technik zur Anbindung von
SAN an IP-Netze befasste . Ergänzend zu der neuen Serie von iSCSI-Lösungen will
IBM auch eine Bridge-Lösung anbieten , um eine Verbindung von
Standalone-Speicherlösungen in NAS-Technik ( network attached storage ) an
IP-Netze zu ermöglichen und damit die Brücke zwischen NAS und SAN schlagen zu
können . Mit dem Engagement im NAS-Bereich tritt IBM in schärferen Wettbewerb u.
a. mit der auf diesem Gebiet aktiven Network Appliance . Powerline-Anbieter
wundern sich über Siemens-Ausstieg Mit Verwunderung haben die Anbieter der
Powerline-Technik auf den überraschenden Ausstieg von Siemens reagiert . Die
Argumente des Münchner Unternehmens seien nicht stichhaltig . Viele Hersteller
sehen vielmehr einen hohen Zeitdruck für die Einführung der PLC-Technik , hieß
es weiter . Vor allem in den Ländern der Zweiten und Dritten Welt biete die
Technik einen schnell umzusetzenden Zugang zu digitalen Inhalten mit
Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu drei Megabit pro Sekunde .
Telefonhauptanschlüsse gebe es dagegen nur 788 Millionen . Siemens hatte vor
zwei Tagen überraschend seinen Rückzug aus der Entwicklung der Powerline-Technik
angekündigt . Der Münchner Konzern begründete den Schritt mit den " ungewissen
Rahmenbedingungen in Deutschland " . Die Ankündigungen der Energiekonzerne , "
Internet aus der Steckdose " anzubieten , haben auf der CeBIT schon eine gewisse
Tradition . Genauso Tradition war es allerdings bislang , dass diesen
Ankündigungen keine ( sichtbaren ) Taten folgten . Das könnte dieses Mal anders
sein , da sich die Pläne der Energieversorger offenbar konkretisieren .
Bush-Regierung : Mildere Kartellwächter , weniger Privacy-Regelungen Die
US-Regierung unter George W. Bush signalisiert durchgreifende Erleichterungen
bei der Überprüfung kartellrechtlich relevanter Unternehmensaktivitäten und will
auch die Vorschriften zum Schutz der Privatsphäre bei der Internet-Nutzung
lockern . Wie das Weiße Haus am Mittwoch mitteilte , will US-Präsident Bush
Prof. Timothy Muris von der George Mason University zum Leiter der Federal Trade
Commission - der US-amerikanischen Kartellbehörde - benennen . Seinen
demokratischen Vorgänger Robert Pitofsky wird er vermutlich schon einige Monate
vor dem offiziellen Ende von dessen Amtszeit ablösen . Gleichzeitig bedauerte er
das jüngst gegen die Fusion der Ölkonzerne BP Amoco und Atlantic Richfield
eingeleitete Ermittlungsverfahren , das auf eine 3:2-Entscheidung des
fünfköpfigen FTC-Gremiums zurückgeht . Diese erhalten die Republikaner nun mit
der Ernennung von Timothy Muris zum Leiter der FTC , mit deren Wirken er wohl
vertraut ist : Neben der größeren " Flexibilität " bei der Bewertung
kartellrechtlich relevanter Firmenaktivitäten soll auch die Bestrafung im Falle
des Verstoßes gegen das Kartellrecht künftig milder ausfallen . Ebenfalls
gelockert werden soll der Schutz der Privatsphäre von Internet-Nutzern bei
Online-Geschäften . " Solange es eine hinreichende Auskunftspflicht gibt , wird
der Markt die angemessene Mischung aus dem Schutz für die Nutzer und
kommerziellen Chancen von sich aus gewährleisten " , äußerte sich Leary
optimistisch . " Der Markt kann auf diese Dinge Acht geben - und die neue
Regierung wird diese Tatsache künftig stärker würdigen " . Siemens zeigt Handy
am Handgelenk Die Firma Siemens hat auf der CeBIT ein " Wristphone " , den
Prototypen eines Handys am Handgelenk , präsentiert . Das Gerät in der Größe
einer ( voluminösen ) Armbanduhr soll einschließlich integrierter Antenne und
Akku mit 550 mAh nur 36 Gramm wiegen und als Tri-Band-Modell die von den D- und
E-Netzen genutzten Bänder von 900 und 1800 MHz und zusätzlich das in den USA
gebräuchliche 1900 MHz-Band nutzen können . Auf Grund der beengten
Platzverhältnisse muss das Gerät nach Auskunft des Siemens-Pressesprechers ohne
Ziffern-Tastatur auskommen und wird über einige wenige Funktionstasten und
ansonsten komplett - einschließlich aller Dateneingaben - per Spracherkennung
gesteuert . Eine Computerschnittstelle ist nicht vorgesehen . Unter der
Bezeichnung " Wristphone " hatte die Firma Philips bereits im Jahr 1999 die
Studie eines Video-Telefons am Handgelenk präsentiert , mit dem sich
Bildtelefongespräche führen und Daten oder Videoclips übertragen lassen sollten
. Zur Serienreife gelangte dieser Prototyp bislang aber nicht . Neue winzige
Antennenbauformen machen nun den Weg zu einer weiteren Miniaturisierung der
Geräte frei . Siemens stellt DECT-Telefone mit Handy-Features vor Siemens
präsentiert auf der CeBIT neue Modelle seiner GigaSet-DECT-Telefonreihe , die
teilweise mit Handy-typischen Features glänzen . Eine weitere Neuigkeit ist der
so genannte " Walkie-Talkie-Modus " , der die direkte Kommunikation zwischen
zwei Mobilteilen im Radius von bis zu 300 Metern ermöglicht und zwar unabhängig
von der Basisstation . Auf diese Weise können die Mobilteile an jedem beliebigen
Ort als ( eingeschränkter ) Funkgeräteersatz genutzt werden . Gegenüber der
derzeitigen 3000er-Generation der GigaSet-Reihe bieten die neuen Modelle einige
erweiterte Leistungsmerkmale . So fasst der Speicher der Comfort-Modelle nun 200
anstatt 100 Namen und Rufnummern , und für 20 davon kann bei den Modellen mit
Anrufbeantworter ( GigaSet 4015 ) eine Sprachwahl aktiviert werden . Diese soll
bis zu vier unterschiedliche Benutzer " verstehen " lernen und auch den
Anrufbeantworter steuern . Letzterer ist alternativ nur noch über das Mobilteil
bedienbar - von der Basisstation sind sämtliche Tasten verschwunden . Versäumte
Anrufe oder Meldungen auf dem Anrufbeantworter signalisiert eine blinkende LED
im Mobilteil . Auch die "Classic"-Varianten der 4000er-Generation wurden
gegenüber ihren recht kargen Vorgängermodellen aufgewertet : Sie verfügen nun
ebenfalls über ein alphanumerisches Display und Namen- und Rufnummernspeicher
für 20 Datensätze . Zudem gibt es wie bei den Comfort-Modellen eine Uhr- und
Weckfunktion . Die Sprechdauer soll bei den neuen Geräten bis zu 15 Stunden
betragen , im Stand-by-Modus sollen sie bis zu 200 Stunden ausharren können .
Auf Nachfrage erklärte der zuständige Siemens-Pressesprecher zudem , dass dies
wie bei den Vorgängermodellen über konventionelle Mignon-Akkus realisiert werde
, was im Gegensatz zu proprietären Akku-Bauformen einen kostengünstigen Ersatz
ermöglicht . Toshibas mutige Umsatzprognosen lassen Analysten zweifeln Die
Semiconductor-Sparte des Toshiba-Konzerns will in den nächsten Jahren dreimal so
schnell wachsen wie der Rest der Elektronik-Industrie in Japan . Das meldet der
Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf Unternehmenskreise . Vor dem
Hintergrund einer sich abkühlenden Chipnachfrage seien die Toshiba-Ziele schwer
zu erreichen , äußerte ein Sprecher der WestLB-Securities Pacific in Tokio .
Zwar werde sich die Nachfrage nach Speicherchips jährlich verdoppeln , die
Preise aber deutlich fallen . Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung hatten
unlängst bereits die japanischen Konzerne NEC und Matsushita Gewinnwarnungen
herausgegeben . Auch die von Toshiba prognostizierte und zum Erreichen ihrer
Umsatzziele dringend benötigte rasante Entwicklung bei der Einführung der neuen
Mobilfunkstandards und den damit einhergehenden Nachfrageschub nach
Speicherchips sehen die WestLB-Analysten nicht : Gleichzeitig fahren die
Produzenten von Handys mit herkömmlicher Technik schon heute ihre Produktion
herunter : Wenig begeisterungsfähig zeigen sich auch hier wiederum die Analysten
der WestLB Pacific : Bis 2003 sei bei 64-MByte-Flash-Speicher mit einem
Preisverfall von derzeit rund 10.000 Yen auf 2.000 Yen pro Stück zu rechnen ,
und dann seien Toshibas aggressive Umsatzziele endgültig Makulatur . Alcatel
wittert UMTS-Verzug - und Qualcomm trommelt mit Der französische
Telekommunikationsausrüster Alcatel befürchtet Verzögerungen bei der
UMTS-Einführung um mindestens 3 Jahre . Nach Einschätzung von Michel Rahier ,
Chef der Mobilfunksparte bei Alcatel , würden danach auf Grund des bislang
unterschätzten Entwicklungsbedarfs für Endgeräte die UMTS-Dienste kaum vor 2005
ihren Betrieb aufnehmen . Eine ähnliche Entwicklung zeichne sich bereits bei
Endgeräten für den derzeit lancierten " Zwischenstandard " GPRS ab . Dafür habe
auf dem derzeit in Cannes stattfindenden " GSM World Congress " von den weltweit
führenden Herstellern lediglich Motorola eine Kombination aus Handy und
Taschencomputer vorgestellt . Nokia und Ericsson hätten keine Neuheiten
präsentieren können . Der US-Mobilfunkausrüster Qualcomm nutzte diese
Gelegenheit und trommelte gegenüber der Financial Times für den von ihm
promoteten Konkurrenz-Standard CDMA2000 : Die Entwicklung von Endgeräten nach
CDMA2000-Standard verlaufe planmäßig , und schon Ende dieses Jahres sei die
Technik reif für die Massenproduktion . Qualcomms Adressaten sind dabei vor
allem Mobilfunkanbieter , die in den USA heute Dienste nach dem CDMA-Standard
anbieten und zum Umstieg auf das 3G-Verfahren CDMA2000 bewegt werden sollen .
Sollten die Aussagen von Qualcomm zum Zeitplan zutreffen , droht der planmäßigen
3G-Einführung in den USA dennoch Gefahr durch die schleppend verlaufende
Freigabe der benötigten neuen Mobilfunk-Frequenzen , die derzeit vor allem vom
US-Militär belegt werden . Die düstere Einschätzung Alcatels und des
UMTS-Konkurrenten Qualcomm wird im Branchenumfeld übrigens nicht einhellig
geteilt . Falk Müller-Veerse vom Beratungsunternehmen Durlacher Research äußerte
gegenüber der Financial Times Deutschland die Ansicht , der UMTS-Standard werde
im Jahre 2003 starten können . 18 Monate später werde das Geschäft laufen . Er
begründete diesen verhaltenen Optimismus mit der Tatsache , dass japanische
Endgerätehersteller bereits in diesem Jahr reine UMTS-Geräte auf den Markt
brächten . Außerdem könne der Schritt zu kombinierten UMTS- und GSM-Geräten dann
nicht mehr weit sein . Zudem seien von Seiten der Netzausrüster keine Meldungen
über Zeitverzögerungen bekannt - so kündigte die Netzwerk-Division von Nokia die
Auslieferung von Bauteilen für UMTS-Netze für die zweite Hälfte 2001 an . Einem
Netzaufbau im Laufe des Jahres 2002 stehe daher nichts entgegen . Das
Hauptproblem bei der Durchsetzung des UMTS-Standards liege mittelfristig ohnehin
nicht auf der technischen Seite , gab der Vertreter von Durchlacher Research zu
bedenken . Es liege eher darin , den Kunden annehmbare Preise anzubieten , damit
diese die Angebote auch nutzen . Volumen-Angebote wie beim derzeitigen
GPRS-Standard , die teilweise mit 9 Pfennig oder auch weit mehr je zehn Kilobyte
zu Buche schlagen , seien unannehmbar . Das Zögern der Mobilfunkanbieter sei in
dieser Hinsicht riskant . Schließlich warte die gesamte Finanzwelt darauf , ob
GPRS ein Erfolg wird , und wolle daraus auch Prognosen über den Erfolg von UMTS
ableiten . Intel und Network Appliance kooperieren Danach wird Intel künftig
Datensysteme von Network Appliance für den Einsatz in seinen weltweiten
Datenzentren erwerben . Im Gegenzug kauft Network Appliance Intel-Prozessoren ,
Systeme und andere Komponenten zum Einsatz in seinen Filern für
Netzwerk-Speicherung und Content-Delivery-Systemen . Auch gegenseitige
Technologielizenzen und die gemeinsame Nutzung von Patenten sind in dem
Kooperationsvertrag enthalten . Mit der Vereinbarung wollen Intel und Network
Appliance , deren Zusammenarbeit im Jahre 1992 begann , nach eigener Aussage "
bei der Entwicklung neuer Datenarchitekturen in der vordersten Reihe stehen und
nahtlose Verbindungen zwischen Unternehmen und ihren Kunden anbieten , die einen
Transfer von Informationen und neuen digitalen Medien ohne Flaschenhälse
ermöglicht " . Im Markt der Netzwerk-Speichertechnologie hatte sich jüngst IBM
mit der Ankündigung hervorgetan , ihr Standing im boomenden Markt der
Network-Attached-Storage-Lösungen ( NAS ) zu stärken . Hierzu will IBM
preiswerte Bridge-Lösungen zwischen Network Attached Storage ( NAS ) und
IP-Netzen anbieten und tritt damit in verschärften Wettbewerb mit Network
Appliance . Bush will ärztliche Kunstfehler im Internet veröffentlichen Die
US-Regierung plant eine Internet-basierende Datenbank für ärztliche Kunstfehler
mit dem vorgeblichen Ziel einer besseren Aufklärung und zur Prävention ähnlicher
Fehler in der Zukunft . Außerdem gebe es in 18 Bundesstaaten höchst
unterschiedliche regionale Erhebungsverfahren . Durch eine Ordnung und
Zusammenfassung des Systems könne man die Informationen in Qualitätsfortschritte
für die Patienten übersetzen , hofft Thompson . Für den heutigen Montag kündigte
er die Gründung einer Task Force aus Mitgliedern seines Departments an , die das
neue Meldesystem entwickeln sollen . Untersuchungen zufolge sterben in den USA
jährlich rund 44.000 Patienten an ärztlichen Fehlbehandlungen - gleichzeitig
gibt es Hinweise darauf , dass sich durch den Einsatz computerunterstützter
Informationssysteme über aufgetretene Behandlungsfehler die Rate an
vergleichbaren Fehlern messbar senken ließe . Informationssysteme wie das vom
HHS geplante sind in anderen sicherheitsrelevanten Bereichen bereits gang und
gäbe . So berichtet beispielsweise die Luftfahrtindustrie außergewöhnliche
Vorkommnisse an eine zentrale Erfassungsstelle , die diese Informationen den
Airlines zur Verfügung stellt , beispielsweise mit dem Ziel , die Piloten vor
bestimmten Fehlhandlungen zu warnen . Die gegenüber dem Kunstfehler-Projekt
geäußerten Datenschutzbedenken räumte HHS-Sekretär Thompson mit dem Hinweis auf
die anonymisierte Übertragung der Behandlungsdaten aus , so wie dies bereits
beim bisherigen Verfahren der Fall sei . Gesundheitsinfos im Netz oft noch
unzuverlässig Online-Gesundheitsinfos sind oft lückenhaft und kompliziert
geschrieben . Das ist das Ergebnis einer US-Studie , die jetzt im Journal of the
American Medical Association veröffentlicht wurde . Demnach hätten die
Informationen in der letzten Zeit zwar qualitativ gewonnen , sie seien aber
weiterhin eher als unzuverlässig einzustufen und " noch nicht erwachsen " ,
sagte Sam Karp von der California Health Care Foundation . Ein Problem sei zudem
die regelmäßig zu komplizierte Darstellung der medizinischen Sachverhalte , die
noch nicht patientengerecht genug sei . Dies ist Ärzten und
Gesundheitspolitikern ein Dorn im Auge - sie befürchten , dass sich die
Patienten zu sehr auf Selbstdiagnosen verlassen , die auf der Basis manchmal
fehlerhafter oder unvollständiger Information beruhen . Die Angebote im
deutschsprachigen Internet sind noch bedeutend magerer . Regen Zulauf
verzeichnen hier die großen kommerziellen Gesundheitsportale . Die fachliche
Qualität der angebotenen Informationen soll hier durch die Mitarbeit von Ärzten
oder " medizinischen Expertenräten " gewährleistet werden . Aber auch der
kritische und eigenverantwortliche Patient ist gefragt , der nach der
Qualifikation des Autors und nach der Aktualität der Informationen fragen und
die Motivation der Websites berücksichtigen soll ( beispielsweise kommerzielle
oder PR-Interessen oder gemeinnützige Aufklärungs-Intentionen ) . Oracle-Chef
erwartet Durststrecke bis 2002 Die Softwarebranche stehe vor einer scharfen
Konsolidierung und spezialisierte Anbieter würden als Einzel-Player kaum
überleben können , sagte Oracle-Chef Larry Ellison auf einer Pressekonferenz
seines Unternehmens am gestrigen Montag . Allerdings sei Oracle sehr gut
positioniert und werde im Falle der wirtschaftlichen Erholung wieder gute
Umsätze machen . Ähnlich zuversichtlich hatte sich unlängst Broadcom über sein
Marktstanding geäußert . Solche Unternehmen , die von der Internet-Blase nicht
emporgehoben worden seien , stünden im Zuge der derzeitigen Wirtschaftsabkühlung
deutlich besser da , meinte Ellison weiter . Beispielsweise habe Cisco
erhebliche Probleme , weil es einen Großteil seines Geschäfts mit
Telekommunikations- und Internet-Anbietern abwickele . Oracles Geschäft basiere
hingegen nur zu etwa 15 Prozent auf Geschäften mit den besonders gebeutelten
Branchen . Im Softwareumfeld seien insbesondere solche Unternehmen bedroht , die
keine "one-size-fits-all"-Pakete anbieten könnten , wie Microsoft dies mit
seinem Office-Paket vorexerziert habe : So seien keine marktrelevanten
Hersteller einzelner Spreadsheet- oder Textverarbeitungs-Programme mehr bekannt
, wohl aber Hersteller von Office-Paketen . Aus diesem Grunde sehe er die
Zukunftsaussichten beispielsweise von Commerce One oder Ariba eher düster , da
diese keine breite integrierte Palette von Business-Anwendungen anbieten könnten
, so wie dies bei der deutschen SAP der Fall sei , die deshalb mit einiger
Sicherheit überleben werde . Internationale Website gegen Online-Betrug ohne
deutsche Beteiligung Seit gestern ist die Website Econsumer.gov online , eine
von einer Gruppe internationaler Verbraucherschutzeinrichtungen bestrittene
Sammelstelle für Beschwerden über grenzüberschreitenden Online-Betrug im
E-Commerce . Die Econsumer.gov-Website erlaubt es Konsumenten , Beschwerden über
betrügerische Aktivitäten ausländischer Internetanbieter zu registrieren und
damit an die jeweils zuständigen nationalen Verbraucherschutzbehörden der
Schädigerländer weiterzuleiten . Nach Ansicht der US-amerikanischen Federal
Trade Commission ( FTC ) besteht ein wachsender Bedarf für grenzüberschreitendes
Handeln gegen den Online-Betrug : Die neue Website stellt die jüngste Maßnahme
der FTC im Kampf gegen den Online-Betrug dar , nachdem die Behörde im letzten
Herbst in Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen US-Behörden und
einigen internationalen Verbraucherschutzeinrichtungen eine Top-10-Liste des
Online-Betruges erstellt hatte . Unter den beobachteten Aktivitäten waren
Betrügereien im Healthcare- und Reise-Sektor sowie gesetzeswidrige
Schneeballsysteme . Ein halbes Jahr zuvor hatte die FTC gemeinsam mit dem
US-Justizministerium und regionalen Polizeibehörden die in die Kritik geratenen
Machenschaften des online-Auktionators skyrocket zum Anlass genommen , ein
Programm gegen Betrügereien bei Online-Auktionen zu starten , das Betrüger
ermitteln und bestrafen , aber auch Auktions-Kunden über die Risiken aufklären
soll . Die Zahl der gegenüber der FTC angezeigten Online-Betrugsverdachtsfälle
stieg von 22.009 im Jahre 1999 auf 25.469 im letzten Jahr . Eine Einschätzung
darüber , wie viele dieser Fälle grenzüberschreitende Transaktionen betrafen ,
existiere bei der FTC aber nicht , äußerte Thompson gegenüber Pressevertretern .
Dies sei ein Grund für das Engagement seiner Behörde in Bezug auf die neue
Econsumer.gov-Website . Neben der Möglichkeit , das erwähnte Beschwerdeformular
auszufüllen und an die zuständigen nationalen Stellen weiterleiten zu lassen ,
offeriert die Website auch Informationen über nationale Verbraucherschutzrechte
und Kontaktadressen von Verbraucherschutzeinrichtungen . Die europäische
Beteiligung an dem Projekt umfasst die skandinavischen Länder Dänemark ,
Schweden , Norwegen und Finnland sowie Ungarn und Großbritannien . Aus dem
deutschsprachigen Raum ist lediglich die Beteiligung der Schweiz zu verzeichnen
, die auch die deutsche Übersetzung der entsprechenden Website-Bereiche besorgt
hat . Deutschland beteiligt sich bisher nicht an dem Projekt , und es fehlen
auch jegliche Infos zum deutschen Recht oder Kontaktinfos . Bei der
Nachforschung nach der Frage , weshalb sich Deutschland bisher nicht an dem
Projekt beteiligt , stellten sich Zuständigkeitsprobleme bei den deutschen
Ministerien heraus : Während der Pressereferent des Berliner Bundesministeriums
für Verbraucherschutz , Ernährung und Landwirtschaft die Zuständigkeit seiner
Behörde nur für Verbraucherschutzfragen " rund ums Essen und Trinken " sah und
an das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie verwies , gab sich
dessen Pressereferent ahnungslos und wähnte , dass doch das
Verbraucherschutzministerium zuständig sei , dies aber wohl selbst noch nicht
wisse . Studie warnt vor Gesundheitsrisiken durch Mobilfunk Mobilfunkstrahlung
kann Krebserkrankungen fördern , das Immunsystem schwächen , bestimmte
Hirnleistungen stören und das Erbgut schädigen . Das sind die Ergebnisse einer
von der Telekom-Tochter T-Mobil in Auftrag gegebenen Studie des Ecolog-Instituts
in Hannover . Die Untersuchung nimmt im Wesentlichen eine Sichtung und Bewertung
der bisher zum Thema veröffentlichten Primärliteratur vor . Vor dem Hintergrund
dieser Ergebnisse empfiehlt das Institut eine drastische Senkung der Grenzwerte
für die Strahlenbelastung durch Mobilfunkanlagen von derzeit 2 bis 9 Watt auf
0,01 Watt pro Quadratmeter , insbesondere in der Nähe von Wohnungen , Schulen ,
Kindergärten und Krankenhäusern . Ein besonderes Problem sei die
Mobilfunknutzung durch Kinder und Jugendliche , da deren Organismus sich noch in
der Entwicklung befinde und auf Strahlenschäden besonders empfindlich reagiere ,
während diese Gruppe aber teilweise zu den besonders intensiven Nutzern der
Mobiltelefonie gehöre . Deshalb sollten Heranwachsende zudem nicht direkt für
die Mobilfunknutzung umworben und stattdessen zur Nutzung von Headsets
angehalten werden , um die Strahlenbelastung zu reduzieren . Die Studie des
Ecolog-Instituts stammt bereits vom Mai 2000 . Nach Vereinbarung mit dem
Auftraggeber T-Mobil sei die Veröffentlichung erst nach einer Diskussion " mit
einem von der T-Mobil zu benennenden wissenschaftlichen Gremium " vorgesehen
gewesen . Da aber seit der Übergabe der Studie an die Telekom-Tochter Monate
vergangen und noch immer keine Diskussion zu Stande gekommen sei , habe sich das
Institut entschlossen , die erhobenen Daten jetzt zu veröffentlichen , ohne die
wissenschaftlichen Diskussionsrunden abzuwarten . Eine andere Zusammenfassung
der derzeit noch uneinheitlichen wissenschaftlichen Bewertung zum Thema findet
sich auch in diesem früheren c't-Artikel . Digitalkameras - beliebt , aber zu
teuer Das Interesse an digitalen Fotokameras in der Bevölkerung steigt : Vielen
ist allerdings das derzeitige Preisniveau noch zu hoch - nur 17 Prozent wären
bereit , mehr als 1000 Mark für eine Digitalkamera auszugeben , doppelt so viele
könnten sich aber bei einem Preis unter 1000 Mark zu einen Kauf entschließen .
Das Potenzial in diesem Sektor ist schon deshalb immens , weil derzeit erst vier
Prozent ( 2,6 Millionen ) der Bundesbürger über eine digitale Kamera verfügen .
Dagegen besitzen mehr als die Hälfte der Bundesbürger über 14 Jahren eine
analoge Kompaktkamera , 27 Prozent ein Spiegelreflex-Modell und sogar noch fast
13 Prozent eine analoge Sofortbildkamera . Angesichts des hohen Preisniveaus bei
Digitalkameras vermelden die Hersteller schon jetzt hohe Umsätze in diesem
Segment . So erzielt beispielsweise Olympus nach eigenen Angaben mit
Digitalkameras inzwischen genau so viel Umsatz wie mit seinen analogen Modellen
. Zwar würden noch immer deutlich mehr analoge Geräte verkauft , allerdings
führe der höhere Preis der Digitalmodelle zur Pari-Situation beim Umsatz .
Nortel Networks schlägt Lucent beim 2000er Umsatz Die kanadische Nortel Networks
ist einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge im Jahr 2000 zum
weltweit umsatzstärksten Hersteller von Telekommunikations-Equipment avanciert .
Nach einer Drittplatzierung in 1999 sei das Unternehmen in 2000 mit einem
Umsatzwachstum von über 40 Prozent an die Poleposition gesprungen und habe dort
den bisherigen Ersten Lucent technologies verdrängt . Nach dem Urteil des
Analystenhauses Gartner sei der Erfolg von Nortel Networks durch zielgerichtetes
" organisches Wachstum " und " gut gemanagte Akquisitionen " zustande gekommen .
Für die Zukunft sieht die Gartner-Group eine besondere Dynamik an den
ostasiatischen Märkten , während die US-Wirtschaft weiter unter ihrer Abkühlung
leiden werde . KPN will weg vom B-Rating : Massiver Schuldenabbau geplant
Hintergrund des Gewaltaktes ist das vergleichsweise schlechte Finanz-Rating ,
das die Niederländer von den Agenturen erhalten : Als Europas höchst
verschuldetes Telekommunikationsunternehmen wird KPN mit einem B-Rating bewertet
, während die übrigen Ex-Monopolisten noch ihre A-Wertungen halten können . Die
Maßnahmen zum Schuldenabbau sind massiv und bestehen vorwiegend im Verkauf
zahlreicher Unternehmensbeteiligungen . So will sich KPN von den irischen
Netzbetreibern Eircom und Eircell , von der tschechischen Cesky Telekom und von
Unternehmen in Ungarn , der Ukraine und in Indonesien trennen . Auch die Anteile
am US-amerikanischen Datennetzbetreiber Infonet stehen zur Disposition .
Weiterhin sollen einige von KPN unterhaltene Beteiligungen an Datenzentren ,
Netzwerkausrüstern und Beratungsdiensten verkauft , ausgegliedert oder künftig
nur noch zusammen mit Partnern betrieben werden . Die hohen Ausgaben für die
UMTS-Lizenzen sind nach Meinung des KPN-Geschäftsführers Paul Smits aber auf
jeden Fall gerechtfertigt . Die Ratingagenturen bewerten die KPN-Ankündigungen
zurückhaltend . Der Zeitplan für die Verkäufe der Unternehmensbeteiligungen
werde durch die schwierigen Marktbedingungen ungünstig beeinflusst . Dasselbe
müsse für die hieraus erwarteten Erlöse gelten , und auch der geplante
Börsengang der Mobilfunktochter KPN Mobile sei in der derzeitigen Marktsituation
schwer kalkulierbar . Daher bleibe die Bewertung von KPN unter erheblichem Druck
, äußerte die US-Ratingagentur Standard & Poor's in einer ersten Stellungnahme .
Auch das Stühlerücken hat bei KPN bereits begonnen : Zwei Manager würden " aus
persönlichen Gründen " aus dem Vorstand ausscheiden , hieß es - darunter der für
Mobilfunk , Internet und internationale Aktivitäten zuständige Joop Drechsel ,
der mit dem Versuch , das Unternehmen mit der spanischen Telefonica zu
fusionieren , gescheitert war . Auch die unter seiner Federführung lancierte
E-Plus-Allianz mit dem deutschen Zweig der japanischen Hutchison Whampoa Ltd. ,
die mit dem Rückzug der Japaner endete , war ungünstig aufgenommen worden .
Beide Manager-Posten sollen nicht neu besetzt werden . IBM : Mit Backpulver
gegen Werbe-Graffitis Der IBM-Konzern muss rund 11.000 US-Dollar für das
Entfernen von Werbe-Graffitis aufwenden , die er ohne vorherige Genehmigung auf
die Gehsteige in Chicago sprayen ließ . Der Konzern hatte dazu an etwa 100
Stellen im Chicagoer Stadtgebiet Friedenssymbole , Herzen und Pinguine auf
Gehsteige sprayen lassen , angeblich mit " abwaschbarer Farbe " , die sich im
Nachhinein allerdings als unerwartet resistent erwies : Dem Farbproblem soll nun
mit Backpulver und Bürste zu Leibe gerückt werden , was nach Schätzungen der
Stadt Chicago zu Reinigungskosten in Höhe von rund 10.000 US-Dollar führt ,
nebst einer angedrohten Geldbuße in Höhe von 1000 US-Dollar . In San Francisco ,
der zweiten Station der Graffiti-Aktion , konnte der Konzern noch rechtzeitig
für die Entfernung der Graffitis sorgen , ging dabei allerdings offenbar so
unsorgfältig vor , dass auch die Stadt San Francisco ein Bußgeld in Erwägung
zieht - hier allerdings nur in portokassenfreundlicher Höhe von 500 US-Dollar .
Apotheker protestieren gegen Arzneimittelhandel im Web " Die Krankenkassen
gefährden durch den illegalen Versand von Arzneimitteln die Gesundheit der
Bevölkerung " , warnt der Präsident der Bayerischen Landesapothekerkammer
Johannes Metzger , nachdem die Betriebskrankenkassen in Bayern angekündigt
hatten , einen Internet-Versandhandel von Arzneimitteln zu organisieren . Der
Schutz der Bevölkerung dürfe nicht durch zweifelhafte Einsparungen in Frage
gestellt werden , sagte Metzger , der auch Präsident der Bundesapothekerkammer
ist . Insbesondere den Schutz der Verbraucher sehen die Apotheker durch den
Computer-Handel gefährdet . Das Gesamtsystem der Arzneimittelsicherheit werde
dadurch ausgehebelt . Prüfung , Kontrolle und Überwachung sowie Rückruf ,
Abgabevorschriften und Beratungspflicht bei Arzneimitteln würden zu Lasten der
Gesundheit der Patienten aufgegeben . Die Apotheker in Bayern würden deshalb
alle rechtlichen Mittel ausschöpfen , um dieses Vorhaben zu stoppen , kündigte
Metzger am Freitag in München an . Sinner erteilte dabei dem
Internet-Versandhandel von Arzneimitteln eine klare Absage , da dieser
unkalkulierbare Risiken berge . Durch den Versandhandel von Arzneimitteln sei
auch das flächendeckende Netz dienstbereiter Apotheken in Bayern gefährdet .
Wenn hochpreisige Arzneimittel per Versandhandel verschickt würden und den
Apotheken lediglich die Versorgung mit Billigpräparaten und die
Notfallversorgung übrig bleibe , sei der hohe Standard einer schnellen
Arzneimittelversorgung im Flächenland Bayern nicht mehr gewährleistet .
Zustimmung findet der Versandhandel mit Arzneimitteln auf Seiten des
Bundesgesundheitsministeriums und mittlerweile auch der Arbeitsgemeinschaft der
Verbraucherverbände , die jedoch dem Schutz der Patienten höchste Priorität
einräumen . Ein qualitätsgesicherter Versandhandel mit Arzneimitteln sei deshalb
nur über verbesserte EU-weite Rechtsvorschriften zu gewährleisten . Selbst der
Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie äußert sich positiv ; es gehe nicht
mehr um das Ob , sondern um das Wie des Internethandels . Wer jetzt noch auf
Blockade setze , sorge höchstens dafür , dass das Feld den schwarzen Schafen
überlassen werde . Der Vorschlag des Verbandes : Liefern könne dann der
Apotheker um die Ecke . Auch auf Verbraucherseite besteht reges Interesse an
einem Arzneimittelkauf via Internet . Nach einer im Februar veröffentlichten
repräsentativen Umfrage sind 89 Prozent der Befragten der Meinung , der
Versandhandel mit Arzneien solle zugelassen werden . Als besondere Vorteile
erwarteten sie günstige Preise und die Bequemlichkeit des Einkaufs . Den
Pionieren des Arzneihandels via Internet , beispielsweise DocMorris , werden
derzeit jedoch unter Verweis auf das deutsche Arzneimittelrecht Steine in den
Weg gelegt . Die jüngste Entscheidung des Landgerichts Frankfurt vom Mittwoch
untersagt DocMorris per Einstweiliger Verfügung erneut den gewerbsmäßigen Handel
mit Arzneimitteln in Deutschland . Das Landgericht Berlin hatte dem
Arzneiversender Ende letzten Jahres seine Tätigkeit erlaubt . Ricoh bringt
MP3-Kamera mit 2 Megapixeln Ricoh hat die Caplio RR10 vorgestellt , eine
kompakte Digitalkamera mit optischem 2fach-Zoom und 2,1-Megapixel-CCD .
Ungewöhnlich für diese Leistungsklasse ist die Integration eines MP3-Players (
96 kBit/s bei 44,1 kHz ) , die bisher eher Kombigeräten aus den unteren Preis-
bzw. Leistungssegmenten vorbehalten blieb . Die Vertonung von Fotos ist
ebenfalls möglich - 10 Sekunden Kommentar pro Bild stehen zur Verfügung . Die
RR10 wird mit einer Ladeschale für den LiIon-Akku geliefert , die als
Dockingstation auch den Datentransfer zum PC vermittelt und der Kamera
Webcam-Funktionalität verleiht . Die Datenspeicherung erfolgt auf den bisher
eher im MP3-Bereich genutzten winzigen SD-Cards , die derzeit bis 64 MB
lieferbar sind . SD-Cards ( " Secure Digital " ) entsprechen in Pinbelegung und
Format den MMCs ( Multi Media Cards ) , bieten gegenüber letzteren jedoch
Möglichkeiten zur Verwaltung urheberrechtlich geschützter Inhalte . Die Ricoh
RR10 kann auch mit den preiswerteren MMCs gefüttert werden , dann reduziert sich
jedoch die Daten-Transferrate , und die Speicherung von Bewegtbildern ist nicht
mehr möglich . Auch weist Ricoh auf mögliche Probleme mit MMCs von
Fremdanbietern hin . Umgekehrt scheitert die Nutzung von SD-Cards in Geräten ,
die für MMCs vorgesehen sind , mitunter an der größeren Dicke der SD-Cards , die
dann physikalisch nicht in den MMC-Slot passen . Die Ricoh RR10 soll Ende Juli
auf den Markt kommen und rund 1300 Mark kosten . Eine englischsprachige Demo
findet sich hier . Der durchsichtige Patient Ein Operateur beispielsweise sieht
dann eine " optische Symbiose " aus realem und virtuellem Operationsgebiet und
erhält damit auch einen Eindruck von benachbarten , aber im direkten Blick (
noch ) nicht sichtbaren Strukturen . Die Forschungsarbeit konzentriert sich
neben den Displays auf die Entwicklung zuverlässiger Tracking-Systeme , die in
Echtzeit die Lage des Patienten und die Blickrichtung des Operateurs ermitteln
und das virtuelle Bild anpassen müssen . Neben den Darmstädtern sind an dem
Forschungsvorhaben u. a. noch das Fraunhofer Institut für Graphische
Datenverarbeitung sowie die Uniklinik Frankfurt und die Kliniken Offenbach und
Nürnberg Nord beteiligt . Die Technologie der " erweiterten Realität " , bei der
sich computererzeugte Bilder mit realen Bildern überlagern , ist nicht neu .
Allerdings gibt es für Chirurgen bisher nur die Möglichkeit , sich die
Zusatzinformationen über eine Datenbrille einblenden zu lassen . Auch in anderen
Feldern könnten sich Augmented-Reality-Systeme Gewinn bringend einsetzen lassen
, beispielsweise im Wartungsbereich , wo Wartungstechniker im Außendienst durch
mobile AR-Systeme effizienter und aktueller unterstützt werden könnten . Dies
könnte auch den Qualifizierungsbedarf auf seiten der Mechaniker und damit die
Personalkosten drücken helfen . Agfa erwägt Rückzug aus dem Scanner- und
Digicamgeschäft Wegen geringer Rentabilität und schwacher Marktposition kann
sich Agfa offensichtlich den Rückzug aus dem Geschäft mit Digitalkameras und
Low-cost-Scannern vorstellen . Dies ließ heute der Agfa-Vorstandsvorsitzende
Ludo Verhoeven im Rahmen einer Pressekonferenz im belgischen Mortsel
durchblicken . Im Rahmen eines " ambitionierten Effizienz-Planes " wolle man
sich statt dessen auf professionelle digitale Lösungen für den grafischen und
den Prepress-Sektor konzentrieren . Man selbst habe von den Äußerungen
Verhoevens erst durch die Meldung einer Nachrichtenagentur erfahren . Zwar
hätten schon länger Diskussionen um die Rentabilität bestimmter Geschäftsfelder
bestanden , von Seiten der Geschäftsführung habe es aber bisher keine konkreten
Absichtserklärungen gegeben . Unklar bleibe ebenso der mögliche Zeitrahmen des
Ausstiegs . Der neue Vorstandschef Ludo Verhoeven hat erst in der vergangenen
Woche den bisherigen Agfa-Chef Klaus Seeger abgelöst , unter dessen Leitung
Anfang des Monats der beabsichtigte Verkauf der analogen Fotosparte an eine
britische Investorengruppe gescheitert war . Wegen " Unstimmigkeiten über die
Firmenstrategie " habe man schließlich beschlossen , die Zusammenarbeit zu
beenden . Der neue Vorsitzende Verhoeven ( 47 ) ist promovierter Chemiker und
arbeitet seit 1973 in verschiedenen Geschäftsfeldern bei Agfa in Belgien , den
USA und in Leverkusen . Seit 1997 sitzt Verhoeven zudem im Vorstand des
belgischen Fototechnik-Konzerns . CeBIT-Nachlese : " Gute Stimmung , hohe
Besucherzahlen " Zum heutigen Ende der Computermesse CeBIT schwelgen die
Veranstalter in Superlativen : 8.106 Aussteller habe man zählen können und
830.000 Besucher - fast 50.000 mehr als im Vorjahr . Demnach hat es in diesem
Jahr korrekterweise 830.000 Besuche beziehungsweise registrierte Messezutritte
gegeben , wobei die Veranstalter betonen , dass " selbst unter Berücksichtigung
dieses Sondereffektes wieder ein Besucherrekord zu verzeichnen war " . Ebenfalls
weiter gestiegen sei die " Qualität der Besucher " , die die Messeleitung nach
eigener Aussage vor allem anhand der Quote ausländischer Besucher messen zu
können glaubt - der Anteil an Besuchen durch ausländische Gäste lag heuer bei
19,4 Prozent und damit um knapp drei Prozentpunkte über dem Vorjahreswert ( 16,7
Prozent ) . Auch die gestiegene Zahl an Gästen " mit Entscheidungsbefugnis "
gilt in Messekreisen als Qualitätsmerkmal , und natürlich die Frage , ob der
Messebesuch beruflich oder aus privatem Interesse motiviert war . Die
Privatbesucher mögen sich auch in diesem Jahr von den horrenden Eintrittspreisen
abgeschreckt gefühlt haben : An der Tageskasse waren für ein Einzelticket 65
Mark zu entrichten , eine Dauerkarte schlug sogar mit 150 Mark zu Buche . Den
Andrang von jugendlichen Interessenten , also Schüler ab 15 Jahren , und
Studenten versuchte man mit einer nur an den unattraktiven beziehungsweise
minder frequentierten Messetagen Sonntag und dem heutigen letzten Messe-Mittwoch
gültigen Sonder-Eintrittskarte für 30 Mark zu kanalisieren . Die Zahl der
CeBIT-Aussteller stieg gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig an : 8.106
Unternehmen präsentierten sich den Gästen - gegenüber 7.891 im Jahre 2000 -
davon kamen 3.060 ( rund 38 Prozent ) aus dem Ausland . Die Messeleitung
interpretiert diesen Aspekt als " gestiegene Internationalität " und weist im
Einzelnen die taiwanischen Anbieter mit 529 Ausstellern auf 14.000 Quadratmeter
Ausstellungsfläche als größte Gruppe aus , traditionell gefolgt von den
US-Amerikanern mit 478 Unternehmen auf 12.500 Quadratmetern . Gleich mehrfach
vorgestellt wurden spezielle auf den Internetzugang ausgerichtete " WebPads " ,
also größerformatige Stiftcomputer zum drahtlosen Surfen , völlig losgelöst via
GSM- oder für den Heimeinsatz in DECT-Technik . Den "Mobility"-Trend schlechthin
besetzte auf der Messe aber - wie erwartet - der neue Funkstandard Bluetooth :
Um die Leistungsfähigkeit von Bluetooth zu dokumentieren , wurde zudem
kurzerhand die gesamte Halle 13 mit " dem größten Bluetooth-Netzwerk der Welt "
überzogen und die Besucher mit Leih-Laptops zum Ausprobieren animiert . Mit den
geliehenen Geräten funktionierte dies auch offensichtlich recht gut - wer
Bluetooth-Geräte selbst mitbrachte , hatte dagegen allzuoft Schwierigkeiten mit
dem Netz . So ganz haben sich die Hersteller auf die Implementation des
Standards wohl nicht geeinigt ; Kompatibilitätsprobleme zwischen den Geräten
einzelner Firmen könnten Bluetooth also in der nächsten Zeit noch etwas das
Leben schwer machen . Der Trend zu drahtlosen Kommunikationslösungen sei auch
auf der Softwareseite ein vorherrschendes Thema gewesen , meldet die
Messeleitung . " Internet Appliances " stellten neue Dienste , etwa ortsbezogene
Informationen , Wetterauskünfte , Börsendaten und sogar den aktuellen
technischen Zustand eines Fahrzeugs für den Verbraucher individuell bereit .
Hierbei nutzten " intelligente " webbasierte Programme verteilte Applikationen
und kommunizierten selbstständig miteinander , um die unterschiedlichen
Funktionen automatisch zu verbinden . Für diese Anwendungen habe sich XML als
Standard etabliert , hieß es in der Branche übereinstimmend . " Die Branche
revolutionieren " soll künftig das Application Service Providing ( ASP ) , also
das Vermieten von Software übers Internet . Entsprechende Lösungen wurden unter
anderem von SAP und Lotus gezeigt . Natürlich durften auch Kuriositäten auf der
Messe nicht fehlen , wie das " perfekte Handy für weibliche Bedürfnisse " von
der Firma Samsung , das neben seiner puderdosenähnlichen Form und der wahlweisen
Farbe " Lippenstift-Rot " auch eine Einrichtung zum Kalorienzählen und einen
Zykluskalender bereitstellt . Letzteren als Verhütungshilfe einzusetzen , dürfte
aber zumindest als " riskant " zu bewerten sein : Nach Aussagen einer
Samsung-Sprecherin " ziert das Gerät mit seinem Design natürlich auch Männer " ,
wobei in diesem Falle möglicherweise ungünstig zu vermerken wäre , dass der
eingebaute Zykluskalender nicht " mandantenfähig " ist , sondern jeweils nur
eine Zyklenreihe verwalten kann . Unabhängig vom Handy-Modell zeigt sich
hingegen das Angebot der Viag interkom , deren neuer SMS-Dienst den polyglotten
Nutzer unterstützen soll : Sofern das gesuchte Wort in dem rund 100.000 Begriffe
umfassenden Wortschatz der Viag-Datenbank enthalten ist , kommt die Antwort
prompt als SMS zurück , und das auf Spanisch als " cerveza " zu ordernde Bier
verteuert sich im selben Zuge um 39 Pfennige . Häuslich aber gleichsam
kontaktfreudig zeigt sich schließlich die Internet-Waschmaschine der Firma Miele
. Diese kann nicht nur fernbedient und zur Abgabe von Wasch-Reports genötigt
werden , sondern auch im Rahmen einer Selbstdiagnose im Fehlerfall per SMS den
Hausmeister oder den Kundendienst alarmieren . Neben der Präsentation von
Produkten und Dienstleistungen bot die CeBIT auch in diesem Jahr wieder
umfangreiche Tagungs- und Vortragsangebote und versteht sich damit nach Angaben
der Ausrichter auch als der weltgrößte Kongress der IT-Branche . So wurden im
Tagungsbereich der Halle 1 und im " Convention Center " zu rund 950
Firmenvorträgen über 40.000 Teilnehmer gezählt . Als beinahe selbstverständlich
kann gelten , dass die CeBIT auch das Forum fürs Anwerben von EDV-Nachwuchs
darstellt . 90.000 Menschen sollen den Weg zum " Job Market " gefunden haben ,
wobei die Kontakte vorwiegend informellen Charakter gehabt und weniger zu
konkreten Vertragsabschlüssen geführt haben sollen . Sozusagen als Bonbon haben
die Messe-Verantwortlichen schließlich noch eine besondere Besuchergruppe der
CeBIT herausgestellt , nämlich die der Aktionäre : Danach boome die Branche
weiterhin wie keine andere . Und das diesbezügliche Fazit der Messegesellschaft
ist ebenso schlicht wie selbstbewusst : " Die CeBIT 2001 hat grünes Licht für
steigende Börsenkurse gegeben . " IBM : Starthilfe für Chip-Entwickler IBM will
im Rahmen seiner Multi Project Wafer-Initiative weltweit Universitäten und junge
Unternehmen bei der Entwicklung moderner Silizium-Germanium-(SiGe)-Chips
unterstützen . Kleinere , aber dennoch Erfolg versprechende Kunden sollen so
leistungsfähige SiGe-Chips zu niedrigeren Kosten entwickeln und Prototypen
fertigen können und damit zu dauerhaften IBM-Kunden werden . Nach der
IBM-Mitteilung schafften es derzeit viele Chip-Entwicklungen nicht über das
Labor-Stadium hinaus , weil sich die Produktion geringer Mengen Chips
wirtschaftlich nicht lohne . IBM wolle daher der Hersteller-unabhängigen
Organisation zur kostengünstigen Entwicklung von Prototypen ( MOSIS )
Dienstleistungen zur SiGe-Chip-Herstellung bereitstellen . MOSIS ist eine
Schnittstelle für Unternehmen und Universitäten zur Teilung der Kosten für die
Entwicklung und Produktion von Mikrochips . Im Rahmen der IBM-Initiative sollen
sich die Kunden die Entwicklungs- und Herstellungskosten der Chipherstellung
dort teilen , wo einzelne Chips meist als frühe Prototypen vorgelegt werden , um
dann zusammen auf einem einzigen Wafer konsolidiert und hergestellt zu werden .
MOSIS soll hierzu direkt mit den Kunden Verträge schließen , um verschiedene
Chipdesigns auf einer einzigen Produktionsvorlage zu integrieren und für die
Prototyp-Produktion in der IBM-Chipfabrik in Burlington , USA , anzupassen . IBM
habe die Initiative ins Leben gerufen , erklärte der Konzern , um talentierte
Chip-Entwickler von ihrer neuesten Chip-Technologie profitieren zu lassen , denn
normalerweise habe diese Zielgruppe nicht die Gelegenheit , mit großen
Chipherstellern zusammenzuarbeiten . Indem IBM die Technologie für die
Entwicklung von Prototypen bereitstellt , beabsichtigt Big Blue seinerseits ,
sich einen soliden Kundenstamm mit Erfahrung in Sachen SiGe-Technologie zu
schaffen . Um neuen Nutzern der SiGe-Initiative Starthilfe zu geben , will IBM
zudem mit Cadence Design Systems kooperieren und günstige Entwicklungs-Services
und Design-Software-Pakete zur Vereinfachung des Entwicklungsprozesses anbieten
. Außerdem sollen die Kunden bei der Installation von Entwicklungskomponenten
unterstützt werden . Cadence will seinerseits komplette Lösungen inklusive
Training , Tools und Services anbieten . Durch die gemeinsame Anstrengung mit
IBM würden viele Entwicklungen ermöglicht , die zuvor undenkbar gewesen wären ,
erklärten die Unternehmen . SD-Cards mit mehr Kapazität , MemorySticks billiger
Der japanische Matsushita-Konzern hat heute neue SD-Speicherkarten seiner Marke
Panasonic angekündigt , die Kapazitäten von 256 und 512 MByte und eine hohe
Datentransferrate von 10 MByte/s aufweisen sollen - heutige Modelle schaffen
gerade ein Fünftel dieser Geschwindigkeit . Die Karten sollen auf der im Oktober
in Tokio stattfindenden CEATEC-Messe gezeigt werden und zum Jahreswechsel
zunächst auf den japanischen Markt kommen . Preise wurden nicht genannt . Zwar
hatte der Sony-Konzern erst kürzlich die Preise für seine teuren MemorySticks um
16 bis 25 Prozent gesenkt und später im Zuge der neuen Kooperation mit SanDisk
die Entwicklung hochkapazitiver Speicherstreifen angekündigt , dies aber in die
fernere Zukunft projiziert . Gegenüber heise online kündigte Sony jetzt eine
neuerliche Preissenkung für seine MemorySticks zu Anfang Oktober 2001 an , " auf
das Niveau der übrigen Systeme " . Gericht : Redefreiheit für Website von
US-Abtreibungsgegnern Die Betreiber der US-amerikanischen
Anti-Abtreibungs-Website " Nuremberg Files " sind von einem US-Berufungsgericht
von der Schadensersatzpflicht gegenüber Ärzten und der
Schwangeren-Beratungsorganisation Planned Parenthood freigesprochen worden .
Dies sei aber nicht der Fall . Die Website " Nuremberg Files " hatte Ärzte , die
Schwangerschaftsabbrüche vornehmen , im Stile von Wildwest-Plakaten als "
Baby-Schlächter " bezeichnet und zur Fahndung ausgeschrieben . Die
Website-Betreiber appellieren zudem an die User , sie beim Sammeln umfangreicher
Daten über Personen zu unterstützen , die direkt oder indirekt mit
Schwangerschaftsabbrüchen in Verbindung zu bringen sind . Über diese "
Kinder-Mörder " wollen die Website-Betreiber alles wissen : In der auf der
Website veröffentlichten langen Personenliste kann man teilweise ausführliche
Dossiers zu den einzelnen Ärzten , Politikern , Richtern und anderen
Angefeindeten abrufen , gemischt mit Artikeln über Todesdrohungen und "
fictional attacks " . Die Darstellung in Wildwest-Manier wurde aber inzwischen
offenbar aufgegeben ( " censored site " ) . Seit 1998 kam es in den USA zu einer
Reihe von Gewaltakten gegen einige der " zur Fahndung ausgeschriebenen " Ärzte ,
die im Oktober 1999 in der Ermordung von Dr. Barnett Slepian vor dessen Haus in
Buffalo durch einen Heckenschützen gipfelten . Somit habe hier das Recht auf
freie Meinungsäußerung oberste Priorität , und dies auch dann , wenn sich "
unbeteiligte Terroristen " durch die Website zu Straftaten animiert gefühlt
hätten . Seit der erstinstanzlichen Entscheidung hatte es im Dunstkreis der
Anti-Abtreibungs-Website einige Weiterungen gegeben : Eine neue Herausforderung
sieht Website-Betreiber Horsley jetzt in dem Medikament RU 486 , das zum
pharmakologischen Schwangerschaftsabbruch eingesetzt wird . Auf Grund seiner
unspektakulären und diskreten Wirkungsweise kann gegen dieses Präparat
wesentlich weniger reißerisch und publikumswirksam aufgehetzt werden . Künftig
sollen daher auch Ärzte , die RU 486 verschreiben , auf seiner Website am
Pranger stehen . Fürsorglicherweise warnt der 57-jährige allerdings mögliche
Webcam-Aktivisten vor den Kosten dieser Aktion , die aber in keinem Verhältnis
zum Nutzen im Kampf gegen den Satan stünden : Count the cost . Satan hates the
live web cam project because it actually has the power to interfere with the
delivery of his daily diet of slaughtered babies . Satan gets very angry when
his favorite food ( sacrificed human babies ) fails to be delivered . Im Zuge
des Machtwechsels im Weißen Haus können sich die Abtreibungsgegner künftig der
politischen Unterstützung der Konservativen sicher sein . So berief der neue
US-Präsident George W. Bush kürzlich den Gouverneur von Wisconsin , Tommy
Thompson , zum Gesundheitsminister . Dieser hatte landesweit Schlagzeilen
gemacht , als er in seinem Heimatstaat kurzerhand die Sozialhilfe streichen ließ
. Thompson ist als entschiedener Abtreibungsgegner bekannt und wurde vom "
National Right to Life Committee " dafür gelobt , dass er " zahlreiche Gesetze
für das Leben verabschiedet " habe . Die Befürworter liberalerer Regelungen zum
Schwangerschaftsabbruch kritisierten Thompson hingegen als " einen der
schärfsten Gegner des Rechts für Frauen auf Entscheidungsfreiheit " . Siehe dazu
auch : Einschüchterung gehört zur politischen Kultur in Telepolis .
Konjunktur-Flaute bremst Nachfrage nach US-Hightech-Visa Die Abkühlung der
US-Konjunktur hat zu einer deutlichen Abnahme an Bewerbern um Hightech-Visa (
H-1B-Visa ) geführt , berichtet die US-amerikanische Information Technology
Association ( ITAA ) . Auf Grund der Schwäche der US-Konjunktur fahren viele
Unternehmen der Hightech-Branche einen rigiden Sparkurs , was sich vor allem
negativ auf die Einstellungszahlen auswirke , erklärte die Organisation .
Gleichzeitig bestehe aus Kostengründen ein Trend zum Auslagern von
Programmier-Dienstleistungen , an dem die indische Wirtschaft aber noch nicht
nennenswert partizipieren könne , bedauerte ein Sprecher der indischen National
Association of Software and Service Companies ( Nasscom ) . Deshalb würden
Nasscom und ITAA in den nächsten Monaten ein Programm ins Leben rufen , um mehr
US-Unternehmen davon zu überzeugen , ihre Softwareentwicklung nach Indien
auszulagern . Die positive Kehrseite der Konjunkturabschwächung sieht die ITAA
in der sich wieder etwas schließenden Schere zwischen Angebot und Nachfrage bei
den IT-Fachkräften . Auch biete die derzeitige Lage die Gelegenheit , vehementer
eine Änderung beim Visa-Verfahren zu fordern : Toshiba mit echten 4 Megapixeln
an die Spitze Der japanische Elektronik-Konzern Toshiba hat mit der Allegretto
M81 eine Consumer-Digitalkamera mit einer Auflösung von " echten " 4,2
Megapixeln vorgestellt . Das derzeitige Auflösungs-Maximum bei Consumerkameras
liegt bei 3,3 Megapixeln - nominell höhere Bildauflösungen wurden bisher nur
durch Interpolation erreicht und basierten nicht auf tatsächlich aufgezeichneten
Bildpunkten ( zum Beispiel bei Fuji FinePix-Kameras ) . Die übrigen technischen
Daten der Toshiba-Neuentwicklung sind unspektakulär : Das Gerät bietet ein
kleines 2,4-faches optisches Zoom und eine Video-Aufnahmefunktion . Gespeichert
wird auf SmartMedia-Karten , die derzeit mit einer maximalen Kapazität von 128
MB zu haben sind . Das reicht der Toshiba nur für rund 83 Bilder in bester
Qualität . Das Gerät soll im Juli zunächst auf den japanischen Markt kommen und
dort umgerechnet knapp 600 US-Dollar kosten . Aber auch die Konkurrenz schläft
nicht . So will Minolta Ende Juli ihr neues Flaggschiff Dimâge 7 auf den
deutschen Markt bringen , das mit 5,2 Megapixeln Auflösung schon in den vorderen
Bereich heutiger digitaler Kleinbild-SLRs vorstößt . Die Minolta , die zudem mit
einem beeindruckenden Zoomobjektiv von umgerechnet 28 bis 200 mm Brennweite
aufwarten soll , wird sich mit einem empfohlenen Preis von 3.100 Mark preislich
allerdings im oberen Grenzbereich der Consumer-Klasse bewegen . Buffett :
E-Commerce , eine Falle für Investoren Nach Ansicht von Warren Buffett , Chef
der Investment-Holding Berkshire Hathaway und hinter Bill Gates einst
zweitreichster US-Bürger , hat sich das Internet für viele Investoren " als
große Falle " erwiesen . Auf die Frage , inwieweit sich seine Einschätzung der
Internet-Branche gegenüber dem Vorjahr verändert habe , sagte Buffett : " Wir
glauben , dass das Internet eine große Chance für viele unserer Unternehmungen
darstellt . " See's Candies' Internetgeschäft habe sich beispielsweise um 40
Prozent gesteigert . " Die Vorstellung , man könne mit Hilfe des Internet jede
Idee in ein lukratives Geschäft verwandeln , ist jedoch definitiv falsch . "
Warren Buffetts Zurückhaltung bei Investitionen in Werte der Internet-Branche
hatte der Holding im Jahr 1999 mit 0,5 Prozent die schlechteste Performance in
der Firmengeschichte und scharfe Kritik von Seiten vieler Aktionäre beschert .
Nachdem das Unternehmen in der Folge aber von der verheerenden Korrektur an den
Hightech-Börsen weitgehend verschont blieb , wurde Warren Buffett von seinen
Aktionären in diesem Jahr für seine Weitsicht gefeiert . Polaroid sucht sein
Heil im Digitaldruck " Der Digitaldruck kann zu einem neuen Wachstumskern für
unser Unternehmen werden " , gibt sich Polaroid-Chef Gary DiCamillo in diesem
Zusammenhang zuversichtlich . Polaroids Engagement in neuen digitalen Foto- und
Druck-Technologien ist Bestandteil eines " Revitalisierungsprogramms " , das den
wirtschaftlichen Niedergang des Unternehmens stoppen soll . Hierzu sollen auch
Immobilienverkäufe sowie die Entlassung von fast 1000 Mitarbeitern beitragen -
der zweite Einschnitt beim Personal , nachdem vor drei Jahren unter ähnlichen
Vorzeichen bereits 1800 Mitarbeiter ihren Job verloren hatten . Der
Fotohersteller leidet primär unter der starken Ausrichtung auf sein
traditionelles Kerngeschäft , die Sofortbild-Fotografie , die angesichts der
erstarkenden Konkurrenz durch die digitalen Fotokameras unter dramatischen
Umsatzrückgängen zu leiden hat . Als wirklich erfolgreich gilt in diesem Bereich
lediglich noch die "I-Zone"-Kamera , ein an jugendliche Anwender gerichtetes
Fun-Produkt , das selbstklebende Sofortbilder im Passbildformat produziert .
Europawahl : Parteien auf dem Prüfstand Am 13. Juni pilgern die Europäer zur
Wahlurne - aber wen wählen ? Seit Marketingstrategen die sachliche
Auseinandersetzung in den Hintergrund gedrängt haben , sorgt das Kreuz mit dem
Kreuz bei demokratisch sensiblen Zeitgenossen zunehmend für Kopfschmerzen . Eine
hilfreiche Alternative zu TV-Werbeclips und Parteiprogrammen im
Telefonbuchformat hat sich " Die Zeit " einfallen lassen . Der verwirrte Wähler
muß acht Multiple-Choice-Fragen zu ausgewählten Themengebieten wie
Beschäftigungspolitik oder Osterweiterung beantworten , danach ermittelt
www.evote.de , zu wieviel Prozent welche Partei mit den eigenen Vorstellungen
übereinstimmt . Die Idee zu eVote stammt von Winand Gellner ,
Politikwissenschaftler an der Uni Passau . Das Programm kam erstmals zur
Bundestagswahl im vergangenen Jahr zum Einsatz , mit dem erstaunlichen Ergebnis
: Der Internet-Gemeinde gefallen die kleinen Parteien am besten . Das
Rabattgesetz und die Zugabeverordnung sind Schnee von gestern - seit Ende Juli
dieses Jahres darf gefeilscht werden . Viele Einzelhändler sehen den neuen
Zeiten allerdings mit gemischten Gefühlen entgegen . Die Margen seien ohnehin
sehr schmal - und wenn uns auch jetzt noch die Schnäppchenjäger und Rabatthaie
überrennen , bleibt von den Gewinnen überhaupt nichts mehr übrig , befürchten
viele Händler . Wie ein Rettungsring in höchster Not müssen vielen kleineren
Geschäften und Online-Shops daher Kundenbindungsprogramme vorkommen . Und die
funktionieren so : Möbelhäuser , Reisebüros , Autovermieter , Buchläden und
Herrenausstatter schließen sich zu Interessensverbünden zusammen . Kunden , die
dort kaufen , sammeln Punkte , die sie später gegen Prämien einlösen können :
Geschäftsführer und Manager kungeln gerade aus , wer mit wem gegen um Rabatt
feilschende Schnäppchenjäger zu Markte zieht . Experten rechnen im Spätsommer
mit einer Welle von Kundenbindungsprogrammen . Der Kampf um die Slots im
Portemonnaie der Deutschen ist in vollem Gange . Denn merke : Die normale
Durchschnitts-Geldbörse bietet nur rund sechs bis acht Plastikkarten eine
dauerhafte Bleibe . Wer zuerst kommt , steckt zuerst . Bernhard Kotanko vom
Unternehmensberater Mercer Management Consulting rechnet deshalb mit nur zwei
oder drei Kundenbindungsprogrammen , die sich auf lange Sicht durchsetzen werden
. Gleichwohl seien viele kleinere Nischenprogramme denkbar , die in exotischen
Ecken des Marktes wachsen und gedeihen . Firmen und Dienstleister , die mit
Bindungsprogrammen Kunden überzeugen wollen , werden sich allerdings etwas
einfallen lassen müssen . Vor allem komme es darauf an , mit Leistungen zu
locken , die man nicht so ohne weiteres kaufen kann , rät Kotanko . Für eine
bestimmte Punkteanzahl auf der Plastikkarte kocht man dann zum Beispiel einen
Abend zusammen mit Alfred Biolek , bekommt Karten für das auf Jahre ausgebuchte
Wiener Neujahrskonzert oder kann im Formel-1-Wagen die Rennstrecke abfahren .
Aber umsonst sind auch Kundenbindungsprogramme nicht . Der durchschnittliche
Kunde koste zwischen 15 und 20 Mark pro Jahr , schätzt Unternehmensberater
Kotanko . Und wie werden die ganzen schönen Programme und Prämien finanziert ?
Uns Kunden schwant Böses : Wohl über den Preis , den wir dann vor der Ladentheke
wieder mühsam runterhandeln müssen . Der Sommer 2001 hat seinen klimatischen
Höhepunkt noch nicht erreicht und schon treiben uns nicht etwa Treiberprobleme
oder bockige Anwendungsprogramme , sondern schwüle Winde aus dem Süden die
Schweißperlen auf die Stirn . Ventilatoren und Klimaanlagen sind längst
ausverkauft - was also tun ? Alpenland Software hilft uns mit der Klimaanlage
zum Download aus den nass geschwitzten Klamotten . Das coole Progrämmchen ist
damit auf dem besten Wege , in diesen Sommerloch-Tagen zur Software des Jahres
2001 gewählt zu werden . Und so geht s : Die Software funktioniert so sicher wie
ein Placebo , dessen Wirkung ja auch bereits empirisch nachgewiesen wurde .
Nicht umsonst unterscheiden Metereologen schließlich zwischen gemessener und
gefühlter Temperatur . Die wahre Kühlung findet im Kopf statt , oder im Computer
. Bravo Alpenland : It's cool , man . Doktorarbeiten im Internet Ab 1. Oktober
stellt die Deutsche Bibliothek in Frankfurt am Main Dissertationen und
Habilitationsschriften , die von deutschen Universitäten anerkannt wurden , ins
Web . Das Werk muß bereits in digitaler Form vorliegen . Dann steht einer
Veröffentlichung im Internet nichts mehr im Wege . Forscher , Studenten und
wissenschaftlich Interessierte , die Dissertationen lesen wollen , suchen im
Online-Katalog ( OPAC ) der Deutschen Bibliothek nach dem richtigen Titel .
Handelt es sich um eine Online-Dissertation , kann man das Dokument direkt am
Bildschirm in voller Länge einsehen . Der Bestand umfaßt bis jetzt circa 65
Titel . Wer mit dem Gedanken spielt , sein Werk online zu publizieren , kann die
Funktionsweise beispielhaft am Titel " Traditionelle Tierheilkunde in der
Sudanzone ( Computerdatei ) " testen . Der Neue Markt , ein schwarzes Loch
Hatten die Börsianer in den letzten Wochen viele schlimme Stunden zu durchstehen
, so erwartete sie zum Jahresauftakt ein rabenschwarzer Dienstag . Schlimmer
kommt s nimmer , denn heute patzten auch die Musterschüler und Wackelkandidaten
rutschten endgültig in den Keller . Intershop , der E-Commerce-Spezialist aus
Jena , musste am Dienstagmorgen mit einer Gewinnwarnung für das vierte Quartal
2000 herausrücken und seinen Umsatz erheblich nach unten korrigieren .
Anscheinend hat das schleppende Geschäft in den USA den Jenaern die Bilanz
verhagelt ; wegen der sich abkühlenden Konjunktur im Mutterland der freien
Marktwirtschaft drosseln viele Unternehmen neue Investitionen in Hardware und
Software . " Zahlreiche potenzielle Aufträge in Millionenhöhe , die wir für Ende
des Quartals erwartet hatten , wurden ins nächste Jahr verschoben " , erklärt
Finanzvorstand Wilfried Beeck die Situation . Insgesamt fiel das
Intershop-Papier im Laufe des Tages um knapp 70 Prozent auf einen Endstand von
10,06 Euro . Analysten sehen das Unternehmen aus Jena bereits in den
gefährlichen Status eines Übernahmekandidaten hineinrutschen . Das Debakel um
Intershop riss die Kurse in den Keller : Brokat sackte um 27,7 Prozent auf 19,5
Euro ab , Gauss gab um 25,4 Prozent auf 4,62 Euro nach und der
Co-Shopping-Anbieter Letsbuyit hatte sich wohl die Intershop-Aktie zum Vorbild
genommen . Das Papier ging in den freien Sturzflug über , brach um 60 Prozent
ein und erreichte einen neuen Tiefststand von 0,52 Euro . Schade eigentlich ,
denn nach dem Fall des Rabattgesetzes steht zumindest juristisch dem Erfolg des
Co-Shopping-Konzeptes nicht mehr viel im Wege . Aber das Unternehmen hat
anscheinend zu viel Geld in millionenschwere PR-Maßnahmen investiert ; nachdem
Letsbuyit vor einigen Tagen seine Gläubiger um Zahlungsaufschub bat , gilt der
Rabattstaffel-Anbieter als extrem knapp bei Kasse . Experten sehen die Firma
bereits auf dem Weg in den Totalverlust . Insgesamt ein schwarzer Tag für die
Börse , und die morgentlichen schlechten Vorgaben aus den USA verstärkten noch
den ohnehin schon miesen Trend . Der Nemax 50 fiel um fast 11,5 Prozent auf
2.539 Zähler ; unter den fünfzig Schwergewichten des Neuen Marktes gab es heute
nur drei Gewinner : Steag Hamatech , Ixos Software und die Comdirect Bank .
Pointcast 2.0 ( Beta ) kostenlos im Web Ab heute steht die neue Version 2.0 der
Nachrichtenticker-Software von Pointcast kostenlos im Web (
ftp://205.228.184.8/pub/ ) . Als echte 32-Bit-Applikation läuft Pointcast 2.0
zunächst nur unter Windows 95 und NT . Eine neue 16-Bit-Version soll in den
nächsten Wochen folgen . Der neue Push-Client hat eine gefälligere
Bedienoberfläche bekommen und wurde um einen Nachrichtenticker in Laufschrift
ergänzt , den man aber auch wegblenden kann . Nach Aussagen des Dienstes ist die
Version 2.0 die erste Push-Software , die auf dem " channel definition format (
CDF ) " basiert . Neuer Markt - und es geht weiter bergab Seinen Sturzflug von
gestern hat der stark gebeutelte Neue Markt im Laufe des heutigen Vormittags
kompromisslos fortgesetzt . Besonders der E-Commerce-Spezialist Intershop kam
erneut böse unter die Räder . Das Papier des Vorzeigeunternehmens aus Jena gab
um rund 20 Prozent nach und fiel zeitweise auf 7,5 Euro . Bereits gestern hatte
die Intershop-Aktie nach einer frühmorgens ausgesprochenen Gewinnwarnung 70
Prozent seines Wertes verloren . Fast scheint ein Warnruf an die Börsianer auf
dem Frankfurter Parkett angebracht : So blind und blauäugig noch vor wenigen
Monaten alles , was irgendwie nach Internet und New Economy roch , in den
siebten Börsenhimmel gelobt wurde , so grausam und unterschiedslos strafen
Anleger jetzt die Startups ab . Auch c't-Redakteure hatten ihre Zweifel , als in
der ersten Hälfte des vergangenen Jahres reihenweise junge Internet-Firmen an
die Börse gingen , so wie Lottospieler , die vor der Losbude mit glänzenden
Augen unbedingt den Hauptgewinn ergattern wollen . Nicht jedes Unternehmen mit "
E " , " Commerce " oder " Soft " im Namen ist deswegen schon ein Gewinner , aber
auch kein hundertprozentiger Verlierer . Die Börse ist launisch und
unberechenbar , so bringen alte Hasen am Neuen Markt die Sache auf den Punkt .
Der Nemax50 mit den 50 Schwergewichten des Neuen Marktes sackte jedenfalls in
den ersten Handelsstunden weiter auf rund 2200 Punkte ab . Und der
Nemax-Allshare pendelt inzwischen ebenfalls gefährlich auf die Marke von 2200
Punkten zu - mit Hauptrichtung nach unten . Das Vertrauen der Anleger scheint
erst einmal erschüttert , und das Umfeld macht auch keine rechte Freude : Das
Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung ( DIW ) erwartet in diesem Jahr für
deutsche Lande eine Abschwächung der Konjunktur auf 2,5 Prozent . Für die sich
abschwächende US-Konjunktur sehen die Forscher des DIW jedoch eine " weiche "
Landung voraus . Auf der CeBIT stellte Macromedia , Marktführer auf dem Gebiet
der multimedialen Autorensysteme , eine Betaversion des neuen Director 6 vor (
http://www.heise.de/newsticker/data/ku-13.03.97-000/ ) . MTropolis , der
vielversprechende Newcomer der Szene , zieht nun nach und kündigte für Mitte Mai
dieses Jahres ebenfalls eine überarbeitete Version seiner Autorensoftware an .
MTropolis 2.0 soll 2499 DM kosten ; ein Update wird für 499 DM zu haben sein .
Mit mPire , einem Plug-In für Netscape Navigator und Microsofts Internet
Explorer , können Multimedia-Entwickler ihre mTropolis-Anwendungen ohne großen
Zusatzaufwand ins Web stellen . Auch der Macromedia Director bietet einen
solchen " Web-Konverter " an . Eine kostenlose Demo-CD des derzeit noch
aktuellen mTropolis 1.1 können Interessenten per Email auf der WebSite von mLine
bestellen ( http://www.mline.de ) . mPire und das neueste Update auf Version
1.1.2 kann man sofort downloaden . Microsoft plant europäisches
Forschungszentrum Bill Gates will nach der Jahrtausendwende das erste
Computer-Forschungszentrum unter Microsoft-Regie außerhalb der USA aufbauen .
Nach Berichten der englischen Presse ist die Entscheidung über den Standort
bereits gefallen : Die Technologiestätte kommt nach Cambridge und soll künftig
mit der renommierten Universität kooperieren . Demgegenüber schränkte die
Universitätsleitung in einer ersten Stellungnahme ein , man befinde sich derzeit
lediglich in einer Phase " sondierender Vorgespräche " . Das Großprojekt war von
Akademikern der Universität Cambridge angeregt worden , darunter auch Prof.
Stephen Hawking . Dem Erforscher der schwarzen Löcher im Universum werden enge
Kontakte zum MS-Cheftechnologen Nathan Myhrvold nachgesagt . In Cambridge waren
die Reaktionen auf den Microsoft-Plan geteilt . Eine böse Überraschung erlebten
gestern die Online-Kunden der Berliner Sparkasse und der Berliner Bank : Beim
Online-Banking ging zeitweise alles drunter und drüber . Ganz ohne
Hacker-Know-how konnte ein Tester des Tagesspiegel , der sein Konto bei der
Berliner Sparkasse überprüfen wollte , gestern fremde Konten einsehen und
Hypotheken , Schulden oder Überweisungsaufträge ausspionieren . Dazu brauchte er
noch nicht einmal seinen persönlichen Zugangscode einzutippen : Ein simpler
Klick auf den Button " Mein Konto " ganz oben auf der Homepage der Sparkasse
genügte . Auch auf den Straßen Berlins trug sich Merkwürdiges zu : Die
Bankautomaten streikten und ließen die Kunden mit leeren Portemonnaies zurück .
An den Schaltern der Sparkasse hieß es dazu : Frank Weidner , Pressesprecher der
Bankgesellschaft Berlin , schiebt den schwarzen Peter von Berlin nach Hannover
und verweist auf die Datenverarbeitungsgesellschaft dvg , die ihren Sitz in der
Stadt an der Leine hat . Die dvg ist auch der EDV-Dienstleister der Berliner
Sparkassen und anderer Geldinstitute . Bei der Gesellschaft ist es am
Montagabend und erneut am frühen Dienstagmorgen zu einem kompletten
Systemausfall gekommen . Der Halbjahresabschluss der rund 60 Sparkassen in
Niedersachsen hat landesweit Geldautomaten , SB-Terminals und
Kontoauszugsdrucker lahm gelegt : Auch die Niedersachsen mussten gestern die
letzten Groschen zusammenkratzen und sich bei sonnigem Wetter im Biergarten mit
ein paar Gläsern weniger begnügen . Die Kapazitätsplanung für den
Halbjahresabschluss in Niedersachsen habe nicht gepasst , äußerte
dvg-Unternehmenssprecher Jürgen Rybak gegenüber heise online , und die
Rechnerüberlastung habe sich dann in Form einer Kettenreaktion auch auf den
Web-Server der Berliner Sparkassen ausgebreitet . Der Fehler sei jetzt aber
behoben , versicherte Rybak . Irreführende Ad-hoc-Meldung prämiert Die Aktionäre
durften jubeln : " PC-Ware mit starkem Umsatzwachstum in 2000/2001 " , titelte
der Spezialist für Software-Lizenzierungen in einer Ad-Hoc-Meldung vom 25. Juni
dieses Jahres . Mit Formulierungen wie " starkes Umsatzwachstum " und "
erfolgreiches Geschäftsjahr " habe der Vorstand in seiner Pflichtmitteilung Ende
Juni versucht , den schlechten Geschäftsverlauf zu verschleiern , urteilte das
Internet-Banking-Magazin Börse Online und vergab den Titel " Schrott-Ad-Hoc "
des Monats . Seit gut einem Jahr trennt Börse Online in Sachen Ad-Hoc-Meldungen
die Spreu vom Weizen und vergibt regelmäßig die Titel Schrott-Ad-Hoc und
Top-Ad-Hoc des Monats . Natürlich sei die Versuchung groß , vor dem
Quartalsabschluss noch schnell eine positive Meldung abzusetzen und mit den
schlechten Nachrichten noch drei Wochen zu warten , erzählt
Börse-Online-Redakteur Roland Lang . Obwohl Falschmeldungen strafrechtlich
verfolgt werden können , habe sich in der Vergangenheit eine Grauzone breit
gemacht , denn eine strenge Aufsicht fehle in Deutschland immer noch , erklärt
Börsenspezialist Lang . Pflichtmitteilungen würden von den Unternehmen gerne als
Werbemedium missbraucht . Die Tendenz gehe aber hin zur sachlichen und
nüchternen Meldung , resümiert Lang nach einem Jahr zwischen Schrott und Top .
500000 Mark Preisgeld für intelligente Webseiten Danach entscheidet eine Jury ,
der unter anderem Journalisten vom Stern , der FAZ , von Internet World und von
Telepolis angehören , über die Vergabe der Preise . Der Gesamtsieger kann
immerhin 50.000 Mark mit nach Hause nehmen , die Plätze zwei bis neun bekommen
jeweils 10.000 Mark . Die nächsten 120 Platzierungen dürfen sich mit jeweils
3000 Mark trösten . Die Teilnahmebedingungen kann man auf der Becontent-Website
studieren ; Auskünfte erteilt auch Vorstandsmitglied Alexander Dill . Dot.coms -
die Pleitebilanz Das Jahr 2000 entpuppte sich für die Dot.Coms nach anfänglicher
Euphorie als die Zeit der großen Desillusion - willkommen in der Wirklichkeit .
Insgesamt 210 Internet-Startups segelten in den letzten zwölf Monaten
schnurstracks in die Pleite ; sechzig Prozent davon im vierten Jahresquartal .
Nachdem sich in der zweiten Jahreshälfte die US-Konjunktur langsam abkühlte und
die Prognosen für die Zukunft ein eher graues Bild malen , schlug auch für die
Internet-Startups die Stunde der Wahrheit . Dabei bestätigen die Statistiken ,
was auch Branchenkenner schon wiederholt betonten : Rund 75 Prozent der Konkurse
betrafen den B2C-Sektor ( Business-to-Consumer ) - nette Ideen für den
konsumfreudigen und gut verdienenden Internet-Surfer , die sich aber letztlich
am Markt nicht durchsetzen konnten . Zu rund 55 Prozent mussten
E-Commerce-Firmen das Handtuch schmeißen , in rund 30 Prozent der Zusammenbrüche
waren Content-Anbieter verstrickt . Unterm Strich verloren zwischen 12.000 und
15.000 Arbeitnehmer ihren Job . Aktienspekulanten mit morbiden Charakterzügen
sollten auf den Dot.Com-Friedhöfen dotcomfailures.com oder fuckedcompany.com
spazierengehen , auch um ein Gespür dafür zu entwickeln , welchen Startups sie
in Zukunft den Zutritt ins eigene Portefolio verweigern sollten . Als wesentlich
widerstandsfähiger im harten Sturm von Wettbewerb und Konkurrenz aber dürften
sich die B2B-Unternehmen ( Business-to-Business ) erweisen , zu denen
beispielsweise auch der in den letzten Tagen arg gebeutelte Software-Anbieter
Intershop aus Jena zählt - der möchte sich mehr und mehr vom reinen
E-Commerce-Spezialisten zum B2B-Anbieter mausern . Die Ergebnisse der
Untersuchung in voller Länge und Breite will webmergers per E-Mail an diejenigen
versenden , die sich auf der Website registrieren . Dazu ist lediglich die
Eingabe der E-Mail-Adresse erforderlich . Die Wahrheit über Windows XP Die
Antwort liegt irgendwo da draußen , im Web . Eigentlich wollten die Autoren von
Zyn ja nur das alte Satire-Schlachtschiff aufs Korn nehmen und haben in guter
alter Titanic-Manier ein entlarvendes Gespräch geführt . Kurz umrissen : In
weiteren Hauptrollen : Bill Gates und Windows 95 . Wir konnten an dieser Stelle
leider nicht den ganzen Source-Code abdrucken . Telefonat mit Microsoft .
Hintergrund : Der Greenspan-Coup - ein Strohfeuer für die Dot.Coms Eine Schwalbe
macht noch keinen Sommer , zwei eigentlich auch nicht . Trotzdem hat sich Alan
Greenspan , der Chef der US-Notenbank , gestern in einer Nacht-und-Nebel-Aktion
dazu entschlossen , den Diskontsatz um 25 Basispunkte auf 5,5 Prozent zu senken
. Bereits am Mittwoch fuhr Greenspan die US-Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte auf
sechs Prozent zurück . Weiß " Mister Fed " denn noch , was er will ? Für
Analysten und Anleger tragen die beiden überhastet direkt hintereinander
ausgeführten Zinssenkungen Züge einer Panikreaktion . Der Notenbank-Chef wolle
nicht dafür verantwortlich gemacht werden , wenn die USA in den nächsten Monaten
nun doch in eine Rezession schliddere , hieß es . Direktes Gegensteuern sei
angesagt . Dabei schien die Sache anfangs zu funktionieren : Nach der ersten
Zinssenkung explodierte die Hightech-Börse Nasdaq und schoss am Mittwoch um über
14 Prozent in die Höhe , ein absoluter Rekord in der Geschichte des
amerikanischen Technologieindexes . Nach all den Gewinnwarnungen ,
katastrophalen Abstürzen und Einbrüchen wirkte die frohe Botschaft der Federal
Reserve auch am Frankfurter Neuen Markt wie Balsam auf den Wunden der Börsianer
: endlich mal etwas Positives . Doch die Euphorie war nicht von langer Dauer ,
schon bald sackte die Nasdaq wieder ab ; der Nemax50 ließ sich auch von der
zweiten Zinssenkung nicht beeindrucken und gab im Laufe des heutigen Vormittags
um über drei Prozent auf 2422 Zähler nach . Ein möglicher Grund : An den
fundamentalen Rahmenbedingungen für die US-Konjunktur ändern die Zinssenkungen
der Notenbank zunächst einmal wenig - im Gegenteil . Zwar gehen die Geschäfte
schlecht , die US-Gewinne brechen ein , aber die Federal Reserve wird es schon
richten . Wer sich einmal an Steigerungsraten von mehreren hundert oder gar
Tausenden Prozenten gewöhnt hat , dem fällt es schwer , seine Erwartungen auf
ein normales Maß zurückzufahren . Aus Stroh Gold spinnen , das funktioniert halt
doch nur im Märchen . Das dauert ein paar Monate , und wahrscheinlich sind die
fetten Jahre am Neuen Markt ja auch ganz vorbei . Jedenfalls eröffnete vor zwei
Stunden trotz Greenspan , Zinssenkungen und Hokuspokus die Nasdaq auf der
anderen Seite des Atlantik mittlerweile wie gewohnt : schwach . Die Besten
sollen gewinnen : Zur Zeit geht der Wettbewerb in die letzte Runde ; aus
insgesamt 1500 eingereichten Arbeiten hat eine Jury für jede der zwölf
Wettbewerbskategorien jeweils fünf Titelaspiranten ausgewählt . Das WM-Team aus
Hannover kam als einziger deutscher Teilnehmer in die Endausscheidung .
Geschäftsführer Konstantin Weimar gibt sich siegessicher : Am Mittwoch , den 11.
Juli fallen dann die Würfel . Aber nicht nur eine Expertenjury spielt Zünglein
an der Waage und vergibt Preise , sondern auch die Internet-Surfer . Derjenige
Flash-Clip , der die meisten Surfer-Stimmen auf sich vereinen kann , gewinnt den
so genannten " People's choice award " . Oracle-Chef Larry Ellison im Zwielicht
Oracle-Chef Lawrence J. Ellison und andere Oracle-Manager sehen sich Vorwürfen
von Anlegern ausgesetzt , Anfang des Jahres die Aussichten des Unternehmens in
zu rosigen Farben gemalt und dabei selbst Aktien und Stock-Options verkauft zu
haben . In der Tat verfiel Ellison im Januar dieses Jahres in hektische
Aktivität : Ein merkwürdiges Zusammentreffen scheint den Vorwurf der Anleger zu
erhärten . " Weiterhin steigende Nachfrage nach Data-Warehouse-Lösungen von
Oracle " . Das dürfte wohl eine für viele Aktieninhaber folgenschwere
Fehleinschätzung gewesen sein , wie sich bereits einige Tage später
herausstellte . Innerhalb weniger Wochen fiel der Kurs der Oracle-Aktie von
knapp 33 auf rund 15 US-Dollar . Da hatte der Oracle-CEO aber bereits seine
Schäfchen im Trockenen ; für viele Aktionäre dagegen war es zu spät . Zur Zeit
dümpelt das Oracle-Papier bei 12,4 Dollar . Online-Archiv für Kunst mit 16
Terabyte entsteht in Marburg Bis jetzt lagern die meisten Fotos des Nationalen
Bildarchivs zur Kunst und Architektur in Deutschland still und unerkannt im
Keller der Marburger Universität . Das sei keineswegs die Ideallösung , findet
Lutz Heusinger , Professor für Kunstgeschichte und Informatik in Marburg . Die
Entscheidung , welche Lösung letztendlich eingesetzt wird , soll in den nächsten
Tagen fallen . Für die Partitionierung unter Windows NT 4.0 , das zur Zeit auf
dem Uni-Server werkelt , gilt eine Obergrenze von 2 Terabyte ; mit Windows 2000
bessert sich die Lage . Der Rest geht dann für die Optimierung der Software ,
die Gehälter von Hilfskräften und eben die neuen Speichermedien drauf . Schon im
Januar des kommenden Jahres werden die ersten 500.000 Bilder in hoher Auflösung
im Web stehen , verspricht der Professor - und zu Studienzwecken und für
Kunstliebhaber sei die Benutzung nach wie vor kostenlos . Der Marburger Bestand
ist , so die Universität , der umfangreichste in der ganzen Welt .
Software-Agent findet günstigstes Auktions-Angebot Schließlich nimmt man an
Online-Auktionen teil , um Geld zu sparen . Bei all den Internet-Auktionshäusern
verliert man aber schnell den Überblick : Wo ist die Chance , das persönliche
Wunschprodukt wie zum Beispiel ein Handy oder eine neue Grafikkarte preiswert zu
ersteigern , am größten ? Eigentlich ein tyischer Fall für einen
Software-Agenten . Agenten oder Robots gibt schon seit Jahren . Die Progrämmchen
jagen durchs Internet , sollen dort genau festgelegte Aufgaben erfüllen und
ihren menschlichen Auftraggebern dadurch jede Menge lästige Arbeit abnehmen .
Zum virtuelle James Bond in Sachen Online-Auktionen will sich nun Agent-X
aufschwingen . Mister X sucht immerhin bei gut 30 Auktionshäusern nach einem von
seinem Aufttraggeber vorgegebenen Produkt innerhalb einer bestimmten Preisspanne
und präsentiert die günstigsten Angebote . Steuern eintreiben gehört unter
anderem zu den vornehmlichen Pflichten eines Bundesfinanzministers . Und wenn
die Wirtschaft des Landes lahmt und die Steuerquellen nicht mehr so kräftig
sprudeln , muss man sich eben um Ersatz kümmern . Finanzminster Hans Eichels
neueste Idee : Die Umsatzsteuer für den E-Commerce . Denn viele
Internet-Unternehmen melden ihren Betrieb erst gar nicht an und schlagen dadurch
dem Finanzamt ein Schnippchen - nicht mehr lange . In Kürze hält der Fiskus auch
virtuell konsequent die Hand auf . Dabei ist das Stopfen von
Steuerschlupflöchern mitnichten eine Sommerloch-Idee der Berliner Beamten am
Spreebogen . Eichels Finanzexperten haben diesen Coup von langer Hand
vorbereitet . Bevor die große Freiheit der Internet-Firmen zu Ende geht , feilen
Politiker an den letzten Details . Das Bundesministerium der Finanzen soll für
die Beobachtung elektronisch angebotener Leistungen zuständig sein , bestätigte
eine Ministeriumssprecherin heute gegenüber dpa . Die Beamten wollen dabei aktiv
gegen Steuersünder vorgehen . " Die umsatzsteuerliche Kontrolle der im Internet
angebotenen Leistungen machen auch Ermittlungen im Internet notwendig " , heißt
es dazu im Referenten-Entwurf . Alan Greenspan beflügelt die Hightech-Aktien
Fallende Aktienkurse würden die US-Wirtschaft stärker belasten als
Zinsanhebungen . Und bei einem sich verlangsamenden Wirtschaftsboom oder gar der
Gefahr einer Rezession könnte die Federal Reserve Bank sogar die Zinsen senken :
" Die Expansionsgeschwindigkeit der wirtschaftlichen Aktivität hat sich spürbar
verlangsamt , zum Teil , da die engen finanziellen Bedingungen gewisse
Auswirkungen auf zinsempfindliche Bereiche der Ökonomie gehabt haben . "
Experten werteten dies auch gleich als Ankündigung einer Zinssenkung : Geld wird
billiger . Als Reaktion darauf explodierte die Wall Street - allein der Nasdaq
Composite Index kletterte um 10,5 Prozent , die höchste Steigerungsrate an einem
einzigen Tag seit seinem Bestehen . Ein starker amerikanische Aktienmarkt ist
auch gut für den Rest der Welt . Der Nemax 50 kletterte um knapp 4,7 Prozent auf
3414 Punkte . Auch im DAX machten die Technologiewerte ein dickes Plus . Ist
damit endlich das Ende der Durststrecke für die New Economy in Sicht ? Eine
kritische Stimmung machte sich im Laufe des Tages allerdings an der Börse in
Tokyo breit . Gerade deshalb aber bleiben die Japaner skeptisch . Möglicherweise
war alles letzten Endes doch nur ein Strohfeuer . Auch in Frankfurt gibt es
Skeptiker . Aber die Richtung nach oben sei da , hörte man aus Händlerkreisen .
Positiv wirkten sich auch die neuesten Entwicklungen im US-Wahlkampf auf die
Märkte aus . Die vom obersten Gerichtshof von Florida abgewiesene Klage des
Demokraten Al Gore lasse eine Entscheidung näher rücken , hieß es . Für den
wirtschaftsfreundlichen Republikaner George Bush sieht es gut aus . Und damit
hat auch die Unsicherheit auf dem Börsenparkett ein Ende . George W. Bush neuer
US-Präsident und ein Alan Greenspan , der die Zinsen nach unten redet - so viele
gute Nachrichten waren den Börsianern jedenfalls erst einmal Anlass , zumindest
eine Zwischen-Rallye auszulösen , während sich die Daten der einzelnen Firmen ,
etwa die der PC-Hersteller und ihrer Weihnachtsverkäufe , nicht geändert haben .
Wall Street rutscht nach Höhenflug ins Minus Kaum hatte Notenbankchef Alan
Greenspan gestern laut über eine Zinssenkung in den nächsten Monaten spekuliert
, reagierten Dow Jones und Nasdaq mit einem Kursfeuerwerk . Dumm nur , dass
Apple den Spekulanten nachträglich die Kursgewinne verhagelte . Für weitere
Negativschlagzeilen sorgten die Analysten von Credit Suisse : Wegen der
abflauenden PC-Nachfrage sei es möglich , dass bei Unternehmen wie Compaq
Computer und Gateway die Gewinne in Zukunft nicht mehr so kräftig sprudelten wie
bisher . Prompt gab auch der DAX seine anfänglichen Gewinne im Laufe des Tages
wieder ab . Zwar legten einige Technologiewerte wie Epcos ( 6,9 Prozent ) , SAP
( 2,9 Prozent ) oder Infineon ( 2 Prozent ) deutlich zu . Die Papiere einiger
Internet-Startups wie Internetmediahouse oder der internationale
Single-Dating-Service Matchnet verzeichneten sogar zweistelligen Zuwachsraten .
Aber es gab auch Verlierer : Eon musste gar ein Minus von über sechs Prozent
einstecken . Analysten raten jedenfalls bei Papieren der New Economy nach wie
vor zur Vorsicht , da noch nicht alle Probleme des Sektors ausgestanden seien .
Acht große deutsche Internet-Unternehmen stark gefährdet Jedes siebte
Internet-Unternehmen am Neuen Markt werde innerhalb der kommenden 24 Monate mit
Liquiditätsproblemen zu kämpfen haben , ermittelten die Analysten von
PricewaterhouseCoopers in einer c't vorliegenden aktuellen Studie . Acht
Gesellschaften der Branche seien gefährdet , eine davon akut . Namen wollten die
Unternehmensberater jedoch bis jetzt nicht nennen . " Wir haben uns rechtlich
zum Stillschweigen verpflichtet " , bedauerte Nicole Susann Bayer von PwC
Deutsche Revision in Frankfurt/Main auf Anfrage von c't . Der Platow-Brief vom
7. 7. 2000 , ein unter Experten bekannter Börsen-Newsletter , machte jetzt doch
die Absturzkandidaten publik . Die Reihenfolge der Namen entspreche dem " Grad
der Gefährdungsstufe " . PricewaterhouseCoopers warnt , dass Internetwerte für
Investoren derzeit nur in bestimmten Segmenten profitabel seien . Nur welche
Dot.coms sind die Gewinner , welche die Verlierer ? Erfolgreiche Unternehmen
expandieren , problematische Kandidaten entlassen Mitarbeiter . Ein Indiz für
zukünftige Liquiditätsprobleme könnte deshalb die Kündigungstabelle der
amerikanischen Personalberatung Challenger , Gray & Christmas sein , die in
ihrer " schwarzen Liste " auch Firmen aufführt , die bereits Pleite gegangen
sind . Durch Entlassungen wollen viele E-Commerce-Unternehmen jetzt ihre
Bilanzen in die Erfolgszone bringen . In diesem Jahr hat zum Beispiel Amazon.de
150 Internetexperten gekündigt , bei Altavista mussten 50 und beim
Online-Versicherer InsWeb 100 Mitarbeiter gehen . Allerdings sind die absoluten
Zahlen nur bedingt aussagekräftig ; entscheidend ist , wieviel Prozent der
Gesamtbelegschaft sich jetzt einen neuen Job suchen muss . Angeblich gehört das
sogenannte schwache Geschlecht ja zu den sprachlichen Hochleistungsakrobaten ,
während der stärkere Teil der Menschheit lieber bedeutsam schweigt . Frauen
bringen uns wortreich dazu , den Mülleimer runter zu tragen , die Windeln zu
wechseln , die Toilette sauber zu machen , während wir Männer natürlich
technisch wahnsinnig begabt sind , aber im emotionalen Ernstfall die Zähne nicht
auseinander kriegen . Anders herum gesagt : Männer sind eben Macher und nicht
Schwätzer , packen an , kennen sich aus . Was aber tun , wenn ein Mitglied der
Fraktion Venus uns tatsächlich einmal den Kopf verdreht hat und auf einen
schriftlichen Beweis unserer Zuneigung wartet ? Der Liebesbrief-Generator auf
CD-ROM mit den " schönsten Formulierungen für das schönste Gefühl der Welt "
kostet gerade mal 19,95 Mark , das sind noch nicht einmal zwei Kinokarten oder
über den Daumen gepeilt fünf Bier . Ein geradezu lachhafter Preis für das Ticket
zum Glück . Etwas tiefer in die Tasche greifen muss Mann bei liebesbrief.ch ;
immerhin 58 Mark kostet bei den Schweizer Ghostwritern ein ganz individuell
abgefaßter Schmalzlappen , also nur Kandidaten mit ernsten Heiratsabsichten zu
empfehlen . Ansonsten geht dieser Service schnell ins Geld . Warum für etwas
viel Geld bezahlen , was es auch nicht schlechter auf maennerseiten.de umsonst
gibt . Siebter-Himmel-10 oder Superflirt.Exe heißen die Progrämmchen , die auf
Empfängerseite die Hormone zum Wirbeln bringen sollen . Damit ist fast schon
alles gesagt . Eines bleibt allerdings zu befürchten : Natürlich auch das :
Alles nur Geschwätz . Schon getestet : PentiumPro-Nachfolger " Klamath "
Peinliche Panne bei der Advance Bank Online-Banking hat seine Tücken : Die
Advance Bank hätte Zahlungseingänge am 31. Juli zwar als Umsatzvorgang angezeigt
; das eingegangene Geld sei aber selbst vier Tage später immer noch nicht
verfügbar gewesen , berichtete c't-Leser Andreas Hain . Wegen hoffnungslos
überlasteter Telefonleitungen sei es auch nicht möglich gewesen , Bankgeschäfte
telefonisch zu erledigen . Dort hatte er nämlich auf seine Bank vertrauend
während des fraglichen Zeitraumes per EC-Karte bezahlt . Möglicherweise waren
nun auch seine Zahlungsaufträge im Cyberspace verschollen , und sein
Vertrauenskredit bei Kaufleuten und Geschäftskunden verspielt . Er habe schon
darüber nachgedacht , das Geldinstitut zu wechseln . Jekaterina Frolowa von der
Pressestelle der Bank erklärte dazu bislang nur , dass Ende Juli eine neue
Software zum Ordern von Wertpapieren eingeführt worden sei , möglicherweise
bestünde da ein Zusammenhang . Eine endgültige Stellungnahme der Advance Bank zu
den Vorfällen steht noch aus . Online-Diskussion : Zehn Jahre Mauerfall Zehn
Jahre ohne Mauer : Sind wir ein Volk ? Fünf Parlamentarier stellen sich am
Dienstag , dem 9. November von 11 Uhr 30 bis 13 Uhr den Fragen deutscher
Internet-Surfer . Ein normaler Web-Browser reicht aus , um an der
Online-Konferenz auf dem Web-Server des deutschen Bundestages teilzunehmen . Die
Boeder Holding ist pleite Bereits vor drei Monaten sei das Insolvenzverfahren
der Boeder Holding eröffnet worden , bestätigte Dirk Paletta von Boeder
Deutschland in Dietzenbach gegenüber heise online . Mit der gerichtlichen
Anerkennung vor einigen Tagen werde die Zahlungsunfähigkeit des weltweit
operierenden Distributors ab sofort rechtswirksam . Um die lukrative Marke
Boeder zu schützen und weiter vermarkten zu können , griff das
Unternehmensmanagement jedoch zu einem Trick : Die Firma wurde kurz vor dem
Konkurs noch ganz schnell umbenannt . Für zahlungsunfähig erklärt haben die
Richter die EVG EDV-Zubehör Holding GmbH . Boeder ist tot , es lebe Boeder , der
ursprüngliche Firmenname ist noch für ein paar Groschen gut . Wie aus
Firmenkreisen verlautete , soll die Zentrale in Eschborn bis Ende nächster Woche
aufgelöst werden . Zwar bleibt ein unter anderem aus Lagerarbeitern und
Buchhaltern bestehendes Abwicklungsteam in Dietzenbach bis Ende Februar
erreichbar . Das nützt den Kunden jedoch recht wenig , denn die Hotline hat
ihren Dienst bereits eingestellt ; Ratsuchende werden mit einem lapidaren Spruch
abgespeist . Garantie- und Gewährleistungsansprüche würden die Hersteller der
von Boeder in Lizenz verkauften Produkte aber selbst übernehmen , das sei
bereits geklärt , erklärte Paletta . EVG alias Boeder vertrieb unter anderem
Audio-Zubehör , Scanner , Webcams und Zubehör rund ums Drucken , Speichern und
Archivieren . Schwache US-Konjunktur bremst Wachstum in Euroland Führende
Wirtschaftsinstitute sind sich einig : Das Wachstum im Euro-Raum wird sich in
den kommenden Wochen weiter abschwächen . Der Euro-Wachstumsindikator der
Financial Times Deutschland ( FTD ) prognostiziert für das erste Quartal des
laufenden Jahres in den zwölf Ländern der Euro-Zone nur noch ein Wachstum von
2,9 Prozent . Im zweiten Quartal 2000 lag der Zuwachs noch bei 3,8 Prozent und
war dann auf 3,3 und im vierten Quartal des vergangenen Jahres auf 3,0 Prozent
zurückgefallen . Der FTD-Eurowachstums-Indikator wird monatlich von acht
führenden Wirtschaftsforschungsinstituten berechnet ; mit dabei sind unter
anderem das Pariser Observatoire Francais des Conjoncture Economique ( OFCE ) ,
das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin ( DIW ) und das Kieler
Institut für Weltwirtschaft . Philippe Sigogne vom Pariser OFCE befürchtet im
Jahresverlauf noch einen stärkeren Rückgang des Wachstums in Euroland und macht
in der Hauptsache die einbrechende US-Konjunktur dafür verantwortlich . Ricardo
wehrt sich gegen Berichte über Liquiditätsprobleme Prompt reagiert Ricardo auf
den Vorwurf , dem Unternehmen könnte in den nächsten 24 Monaten das Geld
ausgehen . Der Platow-Brief vom vergangenen Freitag , ein unter Experten
bekannter Wirtschafts-Newsletter , sah insgesamt acht große deutsche Unternehmen
kurz vor dem finanziellen Abgrund , darunter auch Ricardo.de . Der Liquidity
Risk Indicator bildet das durchschnittliche Risiko von Unternehmen ab , "
innerhalb eines Betrachtungszeitraumes von drei Geschäftsjahren in
Liquiditätsengpässe zu geraten " . Danach sieht es für Ricardo , Buch.de und
andere Internet-Protagonisten schlecht aus . Noch stärkere Verluste mussten
Ebookers.com ( minus 17,05 Prozent ) und Musicmusicmusic ( minus 18,13 Prozent )
hinnehmen , die ebenfalls auf der Liste der gefährdeten E-Commerce-Unternehmen
stehen . Zum Wochenauftakt gehen deshalb Ricardo und Ebookers in die Offensive
und widersprechen vehement dem Pleitevorwurf der Platow-Spezialisten . Der
Web-Auktionator Ricardo stützt sich dabei auf den Bericht zum dritten Quartal
des Geschäftsjahres 99/2000 . Börsenspekulanten nutzen währenddessen die durch
den Pleitevorwurf ausgelöste Schwäche der Ricardo-Aktie um nachzukaufen . In den
letzten Stunden legte das Papier um einige Punkte zu . Auch der Kurs der
Ebookers-Aktie orientierte sich im Laufe des Montag Vormittag leicht nach oben .
Internet-Musikprojekt zum Grand Prix d'Eurovision Für den einen ist es der
dümmst-mögliche Unsinn , für den anderen der krönende Glanzpunkt des
musikalischen Jahres . Kritiker und Befürworter des Grand Prix d'Eurovision
treibt jedoch schon im Vorfeld eine schicksalschwangere Frage um : Wer vertritt
welches Land mit welchem Chanson auf dem Podium der vertonten Eitelkeiten ?
Schließlich kann ein alberner Liedtext ein ganzes Land in Misskredit bringen ,
was dann wieder die Wirtschaft auf Talfahrt gehen läßt . Ganz basisdemokratisch
will deshalb die Schweiz im Web über Mensch und Note abstimmen lassen , zum
ersten Mal in der nun mehr als 44-jährigen Geschichte des internationalen
Schlagerbarden-Wettsingens . Am 13. Oktober stellt das Schweizer Fernsehen auf
der Musikmesse in Zürich das Internetportal www.song2001.ch vor , wo die gesamte
Web-Gemeinde Songs und Interpreten vorschlagen kann . Zwei der drei Sängerinnen
müssen jedoch aus der Schweiz kommen . " Es ist wohl kein Zufall , dass es die
basisdemokratische Schweiz ist , die über das Internet einen wichtigen Beitrag
zur Demokratisierung des Eurovisions-Wettbewerbe ermöglicht " , meint Toni
Wachter , Show-Redaktionsleiter beim Schweizer Fernsehen . Zwar haben sich schon
die Gründerväter des Netzes der Netze mit dem Schlachtruf " Power to the people
" vom Internet mehr Demokratie erhofft , ob sie dabei auch an den Grand Prix
d'Eurovision gedacht haben , wollten die von c't befragten Web-Gurus allerdings
nicht bestätigen . Ab 13. Oktober jedenfalls ergeht an die internationale
Web-Community der dringende Aufruf : Your votes please ! Das Ergebnis wollen die
Schweizer Internet-Pioniere im Rahmen des Deutschen Vorentscheides am zweiten
März 2001 in Hannover präsentieren und zur Abstimmung stellen .
24-Stunden-Rennen von Le Mans live im Web Motorsport-Freunde sollten sich dieses
Wochenende vormerken . Am 14. und 15. Juni berichtet BMW (
http://www.bmw.com/lemans ) live im Internet vom 24-Stunden-Rennen von Le Mans .
Von Samstag 10.00h bis Sonntag 20.00h verfolgt ein Reporterteam mit Web-Kameras
und Laptops das Renngeschehen und hält den Web-Surfer in Wort und Bild über den
aktuellen Stand des Rennens auf dem Laufenden . Mit einem Leckerbissen öffnet
Bach Digital , die erste Bibliothek über Johann Sebastian Bach , am 28. Juli
ihre virtuellen Pforten : Zum 250. Todestag des Musikgenies überträgt unter
anderem 3sat die h-Moll-Messe aus der Thomaskirche in Leipzig ; zeitgleich
können musikverliebte Zuschauer die gespielten Noten im Internet mitverfolgen .
Damit werde Musikliebhabern und Experten das Tor zu einer neuartigen Rezeption
musikalischer Werke in elektronischen Medien geöffnet , konstatiert Herbert Herz
, Leiter der Abteilung Förderprogramme bei IBM . Die Fernsehübertragung ist
Bestandteil des weltweit ausgestrahlten TV-Projektes " 24 hours Bach " , in
dessen Rahmen namhafte Künstler wie Bobby McFerrin und John Eliot Gardiner
bedeutende Werke Bachs auf ihre Art interpretieren . Die Johannes-Passion soll
aus Tokio übertragen werden . Musikwissenschaftler und Bachfans , die sich
eingehender mit Leben und Werk des Meisters befassen wollten , stießen bis heute
auf große Schwierigkeiten . Zwar bewahrt die Staatsbibliothek zu Berlin rund 80
Prozent der Handschriften des Thomaskantors auf , der Rest aber verteilt sich
auf Institute unter anderem in Leipzig , Jena , Dresden , London , Krakau und
Stuttgart - und an den Dokumenten nagt der Zahn der Zeit . " Wir wollen 1200
Werke mit über 2500 Seiten digitalisieren " , sagte deshalb IBM-Förderchef Herz
am Dienstag auf der Pressekonferenz in Leipzig , um so zum ersten Mal sämtliche
Bach-Autographen virtuell zusammenzuführen . Mit von der Partie sind neben IBM
auch die Universität und das Bach-Archiv in Leipzig , die Internationale
Bach-Akademie Stuttgart , die Thüringer Landes- und Universitätsbibliothek in
Jena und die Sächsische Landes- , Staats- und Universitätsbibliothek Dresden .
In naher Zukunft sollen dann nicht nur Bachs handschriftliche Notenblätter in
hoher Auflösung online abrufbar sein . Unter www.bachdigital.org wird man auch
die Brandenburgischen Konzerte , Sonaten und Kantaten hören und sich über Bachs
Leben und Wirken informieren können . Bis jetzt begrüßt die Website
Bachliebhaber jedoch noch mit einem simplen " Hallo " . Mehr Fördergelder für
Studenten , Azubis , Lehrer und Ingenieure Europa wächst zusammen und bietet
gerade jungen Menschen erstaunliche Karrierechancen , von denen Oma und Opa noch
nicht einmal zu träumen wagten . Wichtig ist dabei jedoch , bereits einen
Ausbildungs- oder Studienabschnitt im europäischen Ausland zu absolvieren , um
möglichst früh die Sprache und Kultur des Gastlandes kennen zu lernen . Keiner
muss dafür seinen Spargroschen opfern : Bundesbildungsministerin Edelgart
Buhlmann eröffnete am heutigen Montag in Dresden ganz offiziell die zweitägige
Sokrates-Startkonferenz , auf der über 600 Fachleute noch einmal die Eckpunkte
des Programms diskutieren und festlegen . Gefördert werden Studenten und
Auszubildende , aber auch Erwachsene , die bereits fest im Beruf stehen . Und
wie kommt man an die Fördergroschen ran ? Der Euro - das unbekannte Wesen Der
Euro kommt - und wird gut , oder doch nicht ? Einige Euroskeptiker gab es ja
schon immer , aber seit der Talfahrt der neuen Münzen und Scheinchen gegenüber
dem Dollar sind viele einstige Verfechter zu Euro-Muffeln konvertiert . Also
starten Bundesregierung , Europa-Parlament und EU-Kommission eine Werbekampagne
zugunsten der EU-Moneten - im Internet . Belanglosigkeiten herrschen vor :
Schließlich denken die Banken auch laut darüber nach , ob sie für den Umtausch
Mark gegen Euro am Kundenschalter nicht eine Gebühr verlangen sollten . Auch
eine nette Idee für grüne Politiker : Die zeitlich begrenzte Eurosteuer zur
ökologischen Entsorgung der alten Münzen und Scheine . Die wirklich heißen Eisen
aber packt die Website nicht an : Der Euro wird genauso hart wie die D-Mark ! An
solche Aussagen der Politiker hat sich der Bürger mittlerweile gewöhnt . Aber
was in Zukunft wirklich passiert , darüber darf auch nach Lektüre der Web-Seiten
trefflich gestritten werden . Die Einführung des Euro mag politisch und
historisch opportun sein , riskiert sie aber möglicherweise wirtschaftlich ein
Fiasko ? Zukunftsszenario : Die großen Unternehmen profitieren , aber der Bürger
geht leer aus . Über solche Fragen und Diskussionen schweigt sich die neue
Website aktion-euro.de aus - leider . Ärger mit Tiefpreis-Angeboten bei
Amazon.de Die Restposten-Ecke auf amazon.de zieht Surfer magisch an , denn dort
bietet der Internet-Händler PC- und Konsolenspiele zu Kampfpreisen an . Schon
mit fünf Mark ist man dabei . Zwei Tage später musste Gebert eine herbe
Enttäuschung hinnehmen . " Wir grüßen Sie ganz herzlich " , meldete sich der
Amazon-Bestellservice per E-Mail . Viele der bestellten Titel seien leider nicht
lieferbar , weil " unser Vorrat zum Zeitpunkt Ihrer Bestellung bereits
ausverkauft war " - darunter auch Spielehits wie Castlevania 2 , The Nomad Soul
, Revolt , Starlancer oder Urban Chaos . Ein technisches Problem hätte zu einem
Schreibfehler auf der Website geführt . " So ist das Leben " , dachte sich Frank
. Als er aber zwei Tage später wieder auf amazon.de schaute , machte er eine
erstaunliche Entdeckung : Viele der angeblich ausverkauften Spiele standen dort
wieder auf der Produktliste - zu ganz normalen Preisen ohne jeden Nachlass .
Anscheinend hatte sich der vermeintliche Restposten in zwei Tagen durch
Zauberhände aufgefüllt . Ähnlich wie Gebert war es einer ganzen Reihe von Kunden
ergangen , die mittlerweile ihre Erfahrungen mit Amazon-Schnäppchen in einem
Forum austauschen . Auch sie hatten zu Beginn der Woche Spiele zu Tiefstpreisen
bestellt und fühlen sich jetzt an der Nase herumgeführt . Nach Ansicht von
Juristen haben auch Internet-Kunden die Möglichkeit , auf Einhaltung des
Kaufvertrags zu pochen . Händler könnten sich allerdings mit dem Hinweis auf
eine limitierte Sonderedition aus der Affäre ziehen . Also doch ein
Schreibfehler ? Nur Kunden , die eines der Spiele-Schnäppchen bestellt und auch
erhalten haben , könnten Amazon das Gegenteil nachweisen . Unterscheidet sich
das Tiefpreisprodukt nicht von den Spielen , die jetzt zum Normalpreis angeboten
werden , käme der Online-Händler in Erklärungsnöte . " Lebende " Comicfiguren
Otto und Iris online Schenkt man Joseph Bates , dem Gründer der
US-amerikanischen Firma Zoesis Studios Glauben , dann hat bald das letzte
Stündlein der TV-Unterhaltungsserien und Soap Operas geschlagen , denn heute
betrat eine Generation von Comicfiguren den Cyberspace , die auf neue Art und
Weise mit dem Internet-Surfer interagieren . Otto und Iris , die beiden
Buchstaben " O " und " I " aus dem Buchstabenland , singen , kichern , zeigen
Gefühle wie Angst oder Freude und lassen sich vom Surfer auch schon mal aus
brenzligen Situationen herauslotsen . Interaktive Comics seien eine Fortführung
seiner Forschungen über intelligente Software-Agenten , erläutert Zoesis-Gründer
Bates , auch das japanische Unternehmen Fujitsu hätte sich bereits interessiert
gezeigt . Auf jeden Fall aber soll im Oktober die nächste Folge von " Otto und
Iris im Buchstabenland " folgen . Kürzere Abschreibungsfristen für Computer
Jetzt ist es amtlich : Wer also ein 3000 Mark teueres Gerät absetzen will , gibt
drei Jahre lang in seiner Einkommenssteuererklärung als Werbungskosten jeweils
1000 Mark an - unter der Voraussetzung , dass er den neuen Rechner oder Monitor
in der ersten Jahreshälfte erworben hat . Ansonsten kann er lediglich 500 Mark
im ersten Abschreibungsjahr geltend machen . Gelingt es beispielsweise
Ingenieuren , Designern oder technischen Redakteuren , gegenüber ihrem Finanzamt
glaubhaft zu machen , dass sie aus beruflichen Gründen mit den jeweils neuesten
Rechnern arbeiten müssen , dann ist auch eine zweijährige Abschreibungsfrist
nicht ausgeschlossen . Das Bundesfinanzministerium will die aktuelle
Abschreibungstabelle für " allgemein verwendbare Anlagegüter " ( AV ) in der
kommenden Woche als Verwaltungsanweisung verschicken . Macromedia stellt
Director 6.0 vor Einer kleinen , aber begeisterten Schar von Entwicklern und
Journalisten hat Macromedia die neue Version des Multimedia-Autorensystem
Director vorgestellt . Beim neuen Director hat Macromedia nicht nur an der
Benutzeroberfläche gefeilt . Die wichtigsten Neuerungen : Director 6.0 soll 2426
DM kosten und läuft unter Windows 95 und NT , auf Macintosh 68K und Power
Macintosh . Das Multimedia Studio 6.0 enthält zusätzlich zum Director Extreme 3D
, xRes 3.0 und SoundEdit und kostet voraussichtlich 2869 DM . Internet weltweit
kostenlos Ab Anfang April bietet die callisto germany.net GmbH ( PR@germany.net
) aus Frankfurt/Main weltweiten Zugriff auf Internet-Adressen zum Nulltarif an .
Beim Wechsel von einer Domain zur anderen wird der Germany.net-Teilnehmer
allerdings regelmäßig durch eine Werbeseite genervt . Germany.net nennt das im
Marketing-Jargon " Advertising Breaks " . Auch der kostenlose Zugang zum
Internet hat eben seinen Preis . Börsenpsychologie - die " Todeslisten " der
Dot.coms Jedem siebte Internet-Unternehmen drohten in naher Zukunft
Liquiditätsprobleme , resümierte die amerikanische Unternehmensberatung
PricewaterhouseCoopers ( PwC ) in ihrer aktuellen Studie - nur welche ? Trotzdem
, oder gerade deshalb , brachte PcW eine Lawine ins Rollen . " Wir wollten
einfach mal darüber spekulieren , welche Unternehmen gemeint sein könnten " ,
erläutert Charlotte Porzelt , Ressortleiterin Börse in der Platow-Redaktion ,
ihr Vorgehen und nahm zusammen mit Wirtschaftsexperten die Eckdaten bekannter
Internet-Firmen unter die Lupe . Der Liquidity Risk Indicator bildet das
durchschnittliche Risiko von Unternehmen ab , in den nächsten drei Jahren in
Liquiditätsengpässe zu geraten . Der Platow-Brief vom 7.7.2000 machte dann Nägel
mit Köpfen . Das Ergebnis des Tauglichkeitstests für Internet-Startups :
Gigabell , Cybernet , FortuneCity , Musicmusicmusic , Artnet , Ebookers ,
Ricardo und Buch.de könnten in den nächsten 24 Monaten in finanzielle
Schwierigkeiten geraten . Seitdem nehmen die Meldungen über neue "
Wackelkandidaten " kein Ende . Die Prior-Börse setzte neben den bereits von
Platow genannten Kandidaten drei weitere Firmen auf den Index und
prognostizierte auch gleich das voraussichtliche Sterbedatum . Impliziter Tipp :
Bis dahin sollten Anleger also allerspätestens ihre Wertpapiere zurückgezogen
haben . Nach Prior stehen Gigabell , Ebookers , Artnet , Fluxx , Ricardo ,
Musicmusicmusic , FortuneCity , Netlife und DataDesign kurz vor dem finanziellen
Aus . Als nächstes griff das Wirtschaftsmagazin Capital das titelträchtige Thema
auf und veröffentlichte eine Liste mit zwanzig Unternehmen , deren Aktien nach
Ansicht des Magazins gemieden werden sollte . Unter anderem fanden sich nun
Teldafax , Wizcom Technologies , Abit und Odeon Film unfreiwillig geoutet auf
der Negativliste wieder . Viele der genannten Unternehmen fühlen sich diffamiert
und wehren sich gegen die " Todeslisten " , denn so manche Nennung könnte sich
als " self-fullfilling prophecy " erweisen . Der Kurssturz findet immer zuerst
im Kopf der Börsianer statt . Erst geht das Image zum Teufel , dann das gesamte
Unternehmen . Der Web-Auktionator Ricardo ging deshalb als einer der ersten in
die Offensive und berief sich auf den Bericht zum dritten Quartal des
Geschäftsjahres 99/2000 . Michael Urban von Buch.de wirft den Platow-Analysten
schlicht und einfach vor , falsche Zahlen zur Grundlage ihrer Berechnungen
gemacht zu haben : An der Börse und im Cyberspace tobt der Kampf um die Köpfe .
Ohnehin hat E-Commerce viel mit Glauben an die Zukunft zu tun . So gut wie alle
Internet-Unternehmen benötigen über einen längeren Zeitraum unter anderem für
Werbemaßnahmen hohe Anfangsinvestitionen , um Marktsegmente zu besetzen und am
Neuen Markt Fuss fassen zu können . Das kann leicht zu Liquiditätsproblemen
führen - oder aber langfristig den Erfolg sichern helfen . Vielleicht sind
einige der " Wackelkandidaten " von heute ja doch die Gewinner von morgen .
LetsBuyIt.com verlängert Zeichnungsfrist zum zweiten Mal Seit sich vor einigen
Tagen die Konsortialbank Sal. Oppenheim aus dem Konsortium zurückzog , bläst dem
Co-Shopping-Anbieter der Wind steif ins Gesicht . Wallstreet online sprach gar
vom " Supergau im Leben eines IPO-Kandidaten " , und Aktienkäufer begannen ,
sich die Zeichnung von LetsBuyIt-Papieren drei und vier Mal zu überlegen . Durch
die erneute Verlängerung der Bookbuilding-Spanne hofft der
Internet-Serviceanbieter nun anscheinend , dass sich die Wogen glätten und es
doch noch zu einem erfolgreichen Börsengang kommt . " Das derzeitige Marktumfeld
macht es uns nicht leicht " , analysiert CEO Martin Cole die Lage . In der Tat
sind durch die jüngsten " Todeslisten " der Dot-coms Internet-Unternehmen
generell in Verruf geraten , Anleger reagieren äußerst vorsichtig - keine
günstigen Bedingungen für einen Börsengang in der New Economy . Auch die
Herabsetzung der Preisspanne auf drei bis vier Euro ist nicht gerade dazu
angetan , das Vertrauen in die neue Aktie zu stärken . Das Börsengerangel um
Zeichnungsfristen und Preise hat auch noch eine ganz andere Seite : Weltweit
beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 350 Mitarbeiter - und die
bangen jetzt um ihre Jobs . Schlamperei auf deutschen Hochschul-Websites
Deutschlands Universitätswesen liegt im Argen und auch auf den Websites sieht 's
nicht besser aus . Gravierende Mängel bei den Internet-Auftritten deutscher
Hochschulen mußte die Forschergruppe pro online der Uni Duisburg konstatieren :
Nur etwa ein Drittel der Sites , so berichten die Wissenschaftler , könne als
aktuell bezeichnet werden ; bei den restlichen zwei Dritteln lag der Zeitpunkt
der letzten Änderung zum Teil um mehrere Monate zurück . Auch in punkto
Usability vergaben die Forscher schlechte Noten . Nur jede zweite Internet-Site
verfügt über eine Suchfunktion , und immerhin bei einem Drittel stören
handwerkliche Mängel wie tote Links oder ein unübersichtliches Layout das
Lesevergnügen empfindlich . Ganz schlecht aber ist es um die internationale
Konkurrenzfähigkeit der höheren Lehranstalten im Internet bestellt . Nur etwa
acht Prozent bieten eine Übersetzung der wichtigsten Inhalte in zumindest einer
Fremdsprache an . Eine Transformationssoftware , die Textdokumente von der alten
in die neue Rechtschreibung überträgt , bringt das Bibliographische Institut &
F.A. Brockhaus AG auf den Markt . Besonders für Verlage , die alte Texte
überarbeiten und neu auflegen wollen , dürfte das neue Programm interessant sein
. Aber auch bei der persönlichen Korrespondenz mag der ein oder andere für einen
computerunterstützten Syntax-Check dankbar sein . " DUDEN Der Konverter "
berücksichtigt auf Wunsch auch idiomatische Besonderheiten aus der Schweiz und
Österreich oder legt Listen von Wörtern an , die nicht in die neue Schreibweise
übertragen werden sollen , eine beispielsweise für Eigennamen wichtige Option .
Bei der Vielzahl weiterer Konfigurationsmöglichkeiten macht sich das
Rechtschreib-Know-how des Duden-Verlages deutlich bemerkbar . Ein konservativer
Modus etwa führt lediglich die wirklich notwendigen , ein progressiver Modus
alle möglichen Änderungen durch . Fremdsprachliche Ausdrücke werden wahlweise im
Original belassen oder eingedeutscht . " DUDEN Der Konverter " läuft unter Win
95 , Win 3.1 und NT und soll im April für 98 DM in den Handel kommen . Auch
seine Internet-Aktivitäten hat der Verlag ausgeweitet . Unter
http://www.duden.bifab.de steht unter anderem das gesamte neue Regelwerk im Web
. Die schnelle Nummer : Neue Telefon-CD im Handel Die letzte Version " Winter
1999 " erhielt im großen Telefon-CD-Vergleich in c't 4/2000 insgesamt gute Noten
. " Herbst 2000 " wartet zusätzlich mit einer Tarifberechnungs-Software mit den
Telefontarifen der Deutschen Telekom , einem Short-Message-Service ( SMS ) zu
D1-Mobilfunkteilnehmern sowie einer Termin- und Adressverwaltung auf , enthält
aber keinen Routenplaner wie die teurere Version " Map & Route " . Die neue
Scheibe läuft nach Angaben von DeTeMedien unter Windows 3.1/95/98/2000/NT4 , ab
MacOS 7.5 und unter diversen Linux-Betriebssystemen , unter anderem SuSE ,
Redhat und Debian . Infomatec AG vorerst gerettet Knapp an der Katastrophe
vorbei geschliddert ist die Infomatec AG aus Augsburg . Das Unternehmen geriet
wegen falscher Erfolgsmeldungen in den letzten Monaten in die Schlagzeilen , die
den Kurs der Aktie kurzzeitig beflügelten . Ende August musste Infomatec dann
Farbe bekennen und seine Umsatzerwartungen für das laufende Jahr um die Hälfte
nach unten korrigieren . Das Wertpapier der Firma geriet ins Trudeln . Ausserdem
schwebt ein staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf
Insidergeschäfte wie ein Damoklesschwert über dem Unternehmen . Beide "
Designated Sponsors " , die WestLB und Sal. Oppenheim , traten daraufhin zurück
. Ohne " Designated Sponsor " aber , die das Reglement des Neuen Marktes
vorschreibt , droht der Abstieg in den weniger attraktiven Geregelten Markt . In
letzter Sekunde gelang es Infomatec gestern , Lang & Schwarz Financial Services
als Betreuer zu verpflichten , und dadurch eine Fristverlängerung zu erwirken .
Das Zittern um die Zugehörigkeit zum Neuen Markt hat aber noch kein Ende : Bis
nächsten Mittwoch hat das Unternehmen Zeit , einen zweiten " Designated Sponsor
" zu finden . Webtipps für Fans der Olympischen Spiele Am morgigen Freitag
beginnen die Olympischen Sommerspiele in Sydney . Die Macher dieser Site
verfolgen das Ziel , zu allen möglichen Themen eine Art " Guided Tour " durchs
Internet anzubieten . Über eine " Fernbedienung " kann der geneigte Surfer auch
vor oder zurück blättern . Zum Thema Olympische Spiele stehen gleich vier Touren
auf dem Programm : Die Neun-Uhr-Ausgabe soll auf mindestens vier Seiten über die
Ereignisse und Ergebnisse der Nacht informieren . Natürlich berichten auch die
einschlägigen Sportkanäle im Internet über die Spiele . Eurosport stellt neben
den üblichen Infos auch die Möglichkeit in Aussicht , per E-Mail Fragen an die
Athleten und Sportkommentatoren zu stellen . Die Sportschau hat in ihrem
Sydney-2000-Special unter anderem einen Wettkampf-Planer im Angebot , mit dem
man sich für jede olympische Disziplin alle Termine auflisten lassen kann . Es
fehlen aber die Verweise auf Übertragungstermine im Fernsehen . Einen Besuch
wert sind auch sport.de mit einer Suchmaschine nach Wettkampftagen und
Disziplinen , Pro7 und die Website des Nationalen Olympischen Komitees für
Deutschland . Eingefleischte Sportfans , die auch unterwegs immer auf dem
Laufenden sein wollen und ein WAP-Handy besitzen , finden auf wap.freenet.de in
der Rubrik Olympia aktuelle Informationen über Wettkämpfe und Ergebnisse .
Gerade durch den Zeitunterschied , meint Freenet-Vorstandsvorsitzender Eckhard
Spoerr , sei der WAP-Olympia-Service eine echte Alternative zum Fernsehen .
Hilfe bei Terminplaner-Problemen c't-Autor Volker Jungbluth hat Diskussionsforen
für Benutzer von Terminplaner-Software eingerichtet , deren Programme nicht das
tun , was sie tun sollen . Auf diese Weise soll Druck auf die Hersteller
ausgeübt werden , sich stärker als bisher um Anwenderprobleme zu kümmern und
gegebenenfalls Workarounds und Fehler-Patches schneller bereitzustellen . Zur
Zeit gibt es Foren zu Outlook , Lotus Organizer , Act! , TM6 , A-Plan ,
TaskTimer und teamWorks . Einen Vergleichstest der zwölf gängigsten Termin- und
Kontaktmanager finden Sie in der aktuellen c't-Ausgabe 19/99 . In besonders
dringenden Fällen steht Managementsoftware-Experte Jungbluth per E-Mail mit
Tipps und Ratschlägen zur Seite . Netscape propagiert Networked Enterprise
Netscape-Mitbegründer Jim Clark und Technologie-Chef Mike Homer skizzierten auf
der CeBIT ihre Vorstellungen vom " Networked Enterprise " , dem Unternehmen der
Zukunft . Im Mittelpunkt der Kommunikations- und Software-Strategie von
Unternehmen im nächsten Jahrtausend steht eine neue Software-Gattung namens "
Crossware " - eine Art Groupware fürs Internet . Damit sind Programme gemeint ,
die auf Internet-Standards wie HTML , Java und JavaScript basieren und die
deshalb über unterschiedliche Netzwerke hinweg und auf verschiedenen
Betriebssystemen laufen , ohne extra portiert werden zu müssen .
Praktischerweise liefert Netscape die nötigen Crossware-Produkte gleich mit .
Bereits heute können CeBIT-Besucher eine Beta des Browser-basierten
Desktop-Betriebssystems " Constellation " in Augenschein nehmen . "
Constellation " integriert Online-Informationen und steht in direkter Konkurrenz
zu Microsofts " Windows 97 " . Im Laufe des Jahres soll " Mercury " den
Communicator 4.0 ablösen . " Mercury " enthält unter anderem die neue
Rendering-Engine " Gemini " und das Informationsmanagement-Werkzeug " Compass "
, das automatisiert Online-Informationen filtert . " Apollo " heißt der
Nachfolger der Server-Suite SuiteSpot . " Apollo " wird nach Angaben von
Netscape zusammen mit dem visuellen Crossware-Entwicklungswerkzeug " Palomar "
ausgeliefert . Obwohl das Netscape-Führungsteam von Entwicklern und Journalisten
begeistert begrüßt wurde , blieben viele Ankündigungen im Konzeptionellen
stecken ; Details fehlten . Es schien so , als ob Netscape schon heute den Markt
mit Produkten besetzen wollte , die erst in den nächsten Monaten herauskommen .
Scan-Translator von Hexaglot Einen Wörterbuch-Stift , der gedruckte Wörter
einscannt und direkt vom Englischen ins Deutsche oder vom Deutschen ins
Englische übersetzt , hat Hexaglot/WizCom auf der CeBIT vorgestellt . Der
Scanner des Gerätes erfaßt nach Angaben des Herstellers Schriftgrößen von sieben
bis 14 Punkt und liest schwarze , blaue oder graue Schriften auf weißem , rotem
oder gelbem Hintergrund ein . Die OCR-Software erkennt die gängigen gedruckten
Schriftarten . Der intelligente Griffel soll ab Juni zu einem Preis von 299 DM
im Buch- , Versand- und Elektronikfachhandel erhältlich sein . Elektroindustrie
boomt , aber Ingenieure fehlen Die deutsche Elektroindustrie steht stärker denn
je unter Strom : Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (
ZVEI ) rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von rund zehn Prozent .
Besonders gut läuft das Geschäft in der Informations- und Kommunikationstechnik
sowie in Teilbereichen der Automation . Auf der Suche nach geeignetem Personal
bleibt den Headhuntern der Branche aber immer häufiger der Erfolg versagt .
Einen " Mangel an qualifizierten Ingenieuren , Informatikern und IT-Fachleuten
in praktisch allen Bereichen " beklagt ZVEI-Präsident Dietmar Harting . Steht
also demnächst auch eine Greencard für Ingenieure auf der Tagesordnung ? Der
Mangel werde sich in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen , denn der
Bedarf an Elektroingenieuren sei doppelt so hoch wie die Absolventenzahl ,
erklärte der Verband Elektrotechnik , Elektronik und Informationstechnik ( VDE )
am Donnerstag in Berlin . Den Tiefpunkt erwartet der VDE in zwei Jahren . Dann
sei mit rund 6500 Studienabsolventen zu rechnen ; der jährliche Mindestbedarf
der Industrie liege aber bei 13.000 Neueinstellungen . Im Jahr 2003 und den
folgenden Jahren sollen die Absolventenzahlen dann wieder steigen .
Kinder-Software immer beliebter Kinder- und Jugendverlage dürfen jubeln : Der
seit Jahren anhaltende Aufwärtstrend im Marktsegment der Kinderspiel- und
Lernprogramme bleibt ungebrochen . Ganz oben auf der Hitliste der Kids stehen
zum Beispiel Bibi Blocksberg , die Löwenzahn-Reihe des Terzio Verlages , das
Pokémon-Druckstudio oder " Der Fälscherbande auf der Spur " von Tivola . Aber
auch die an den Schulunterricht angelehnte Addy-Mathe-Reihe von Havas
Interactive schlägt sich nicht schlecht und belegt die Plätze sieben bis neun .
Der Absatz von Ballerspielen ( Shootern ) dagegen ging im ersten Halbjahr dieses
Jahres leicht zurück . Allerdings seien Shooter immer dann stark , wenn eine
neue Technik auf den Markt komme , erläutert Hermann Achilles , Marktforscher
beim VUD , gegenüber der c't-Redaktion . Von einer generellen Abwärtstendenz
könne deshalb nicht gesprochen werden . Im Vergleich mit den USA ballern die
Deutschen nicht so gern , sondern beschäftigen sich lieber mit Strategie- und
Simulationsspielen . Infomatec-Vorstand will zurücktreten Spätestens zum
Jahresende wollen die beiden CEOs Gerhard Harlos und Alexander Häfele aus dem
Vorstand ausscheiden , gab die Infomatec AG auf der Pressekonferenz heute
vormittag in München bekannt . Den Vorwurf , durch falsche Erfolgsmeldungen den
Kurs der Aktie bewusst in die Höhe getrieben zu haben , um eigene Papiere
gewinnbringend verkaufen zu können , weisen die beiden Firmenchefs jedoch von
sich . Seit Anfang des Jahres ermittelt die Staatsanwaltschaft Augsburg gegen
den Vorstand unter anderem wegen des Verdachts auf Insidergeschäfte . Die
falschen Adhoc-Meldungen erklärt Infomatec durch Pannen , überzogene Erwartungen
und nicht eingehaltene Absatzzahlen . Ende August musste das mit Internet- und
E-Commerce-Lösungen handelnde Unternehmen seine Umsatzerwartungen für das
laufende Jahr um die Hälfte nach unten korrigieren . Brenzlig wurde es für die
Infomatec AG , als daraufhin beide Beraterbanken ( Designated Sponsors )
zurücktraten . Der Firma drohte der Abstieg von Neuen Markt in den weniger
attraktiven Geregelten Markt . Doch nach Lang & Schwarz Financial Services fand
sich im Laufe des Donnerstag der erforderliche zweite Designated Sponsor , die
Future Securities AG in Frankfurt , dazu bereit , die Verantwortung für die
Infomatec-Aktie zu übernehmen . Die Katastrophe ist damit zunächst abgewendet .
NEMAX 50 : Vier Startups fliegen raus Im NEMAX 50 vertreten zu sein , das
bedeutet mehr Aufmerksamkeit von Privatanlegern , Banken , Analysten und
Fondmanagern . Die Mitgliedschaft im Club der fünfzig stärksten Unternehmen am
Neuen Markt macht sich schnell bezahlt . Mit Spannung fiebern die Startups
deshalb der Entscheidung der Deutschen Börse AG entgegen , die tournusmäßig den
NEMAX 50 neu ordnet . Am Dienstag Abend war es dann soweit : Raus fliegen
Infomatec , das Auktionshaus Ricardo , Teldafax und Teles ; zu den Aufsteigern
zählen mit Wirkung zum 18. Dezember ACG , Comroad , Lion bioscience und MediGene
. Als Grundvoraussetzung für Neumitglieder gelten die beiden Kriterien
Börsenumsatz und Marktkapitalisierung ( aktueller Aktienkurs multpliziert mit
der Zahl der Aktien ) . NEMAX-50-Aspiranten müssen nach beiden Kriterien zu den
60 führenden Werten am Neuen Markt gehören . Aber selbst wer beide Kriterien
erfüllt , hat seine Mitgliedschaft noch lange nicht in der Tasche . Der
Arbeitskreis Aktienindizes der Deutschen Börse berücksichtigt auch die Konstanz
der Unternehmensentwicklung und die Ausgewogenheit der im Index vertretenen
Marktsegmente . Nasdaq : 257 Firmen droht der Rausschmiss Mindestens 257 Firmen
drohe der Rausschmiss aus der US-amerikanischen Hightech-Börse Nasdaq , weitere
38 seien akut gefährdet , berichtet die US-amerikanische Zeitschrift Industry
Standard und beruft sich dabei auf Analysen der Unternehmensberatung FactSet
Data Systems und der Investmentbank Epoch Partners in San Francisco . Durch die
katastrophalen Kursstürze der letzten Wochen haben viele Dot.Coms massiv an Wert
verloren und erfüllen dadurch nicht mehr die Mindestbedingungen , die für eine
Mitgliedschaft an der Technologiebörse Nasdaq gelten . Ergo : Für 257
Unternehmen läuft der Countdown . Durch einen strengen Regelkatalog will die
Hightech-Börse sicher stellen , dass nur wettbewerbsfähige Firmen ihre
Mitgliedschaft im lukrativen Club der Besten behalten . Seit den gigantischen
Kursstürzen der letzten Monate geht deshalb bei vielen Startups die Angst um .
Besonders gefürchtet ist die 1-Dollar-Regel . " Wenn eine Aktie für 30
aufeinander folgende Tage unter einen Dollar rutscht , erhält das Unternehmen
von uns die gelbe Karte " , erklärt Nasdaq-Sprecher Wayne Lee . 90 Tage später
erfolge dann die rote , meinte Lee weiter . Und es gibt nur eine Möglichkeit ,
dem drohenden Fiasko zu entgehen : Der Kurs des Firmenpapiers muss für
mindestens zehn Tage über einem Dollar notiert sein , ansonsten erfolgt der
Ausschluss . Eine gute Handvoll weiterer Kriterien steht auf der To-Do-Liste von
Unternehmen , die in die Nasdaq aufgenommen werden und dort bleiben wollen ;
dazu zählen unter anderem die Marktkapitalisierung , die Höhe der Einnahmen oder
eben der Preis pro Aktie . Läuft etwas schief , wird die Firma verwarnt . " Das
würde den Aktien dieser Unternehmen sicher ernsthaften Schaden zufügen . " Neue
Suchmaschinen im Web Letztes Wochenende startete Gruner + Jahr Electronic Media
in Zusammenarbeit mit Alta Vista und der TU Berlin die Suchmaschine Fireball (
http://www.fireball.de ) . Fireball hat sich dank einer von der TU Berlin
entwickelten Software auf die Erfassung deutschsprachiger WebSites spezialisiert
; der Suchindex umfaßt zur Zeit circa zwei Millionen deutschsprachiger Einträge
. Um zu ermitteln , ob es sich um ein deutschsprachiges Angebot handelt ,
orientiert sich die auf Künstlicher Intelligenz basierende Software nicht an
Domainnamen , sondern analysiert den Text der WebSite . Der des Englischen
mächtige Benutzer hat aber auch die Möglichkeit , den Datenbestand von Alta
Vista einzubeziehen , um dadurch im internationalen Web zu suchen . Kurz vor dem
Netzstart verpflichtete sich T-Online , Fireball als offizielle Suchmaschine in
sein Angebot zu integrieren . Fireball beherrscht das übliche Set aus logischen
Operatoren , Wildcards und Datumseingrenzung . Sortierkriterien geben die Anzahl
der Treffer in einer bestimmten Reihenfolge aus . Redaktionelle Angebote wie
Stern-News oder Geo Reisen machen die WebSite weiter interessant . Nicht nur
Gruner + Jahr schielt auf den wachsenden Anzeigenmarkt im Internet . Zum ersten
Juli hat Lycos für Deutschland , England und Frankreich neue Dienste angekündigt
: Powersearch liefert bei Suchanfragen noch schneller und effizienter das
gewünschte Ergebnis , WebGuides stellen zu aktuellen Ereignissen wie
beispielsweise Messen oder Festivals Übersichten zusammen , und der Suchdienst
Peoplefind spürt Freunde und Verwandte im gesamten Internet auf . Microsoft
startet eigenen Nachrichten-Kanal Zusammen mit NBC will Microsoft-Chef Bill
Gates damit auf lange Sicht Ted Turners weltumspannendem " Cable News Network "
( CNN ) Konkurrenz machen . Gates bleibt seiner bisherigen Firmenpolitik treu
und strebt auch hier eine Monopolstellung an . Bereits vor einigen Wochen
startete der Softwareriese mit dem neuen Internet-Magazin Slate (
http://www.slate.com ) seinen Einstieg in die Nachrichtenwelt . Auch MSNBC (
http://www.msnbc.com ) ist im Internet präsent . Der News-Service der
Gates-Company rühmt sich , als einzige Nachrichten-Agentur parallel auf den
Plattformen Hörfunk , Fernsehen und Internet präsent zu sein . Ende des Jahres
sollen Veranstaltungstips und News für die großen amerikanischen Ballungsräume
folgen . Heftiger Streit um Penny-Stocks Eigentlich wollte die Deutsche Börse
den Billigaktien am Neuen Markt bereits ab ersten Oktober an den Kragen . Doch
die Groschenpapiere wehren sich - mit Erfolg . Das Landgericht Frankfurt gab
heute im Penny-Stock-Streit dem Antrag der Berliner Foris AG teilweise statt .
Eine derart kurzfristige Änderung " lässt den Unternehmen am Neuen Markt keine
Möglichkeit , sich auf die veränderten Regeln einzustellen " , argumentierte
Katrin Burckhardt , die Anwältin des Klägers . Die Frankfurter Richter schlossen
sich dieser Meinung an : Demnach unterliegt Foris erst ab ersten April des
nächsten Jahres dem neuen Reglement . " Das ist ein Signal für alle anderen
Unternehmen am Neuen Markt , die vom Ausschluss bedroht sind " , erklärte
Burckhardt gegenüber dpa . Die Deutsche Börse wollte die Entscheidung zunächst
nicht kommentieren . Pech für die Börsianer , dass sie sozusagen an einen
Spezialisten geraten sind , denn Foris argumentiert nicht nur in eigener Sache ,
sondern befasst sich seit Mitte 1998 professionell mit juristischen
Auseinandersetzungen . Das Unternehmen finanziert Rechtsstreitigkeiten ab einem
Streitwert von 100.000 Mark - gegen eine satte Erfolgsbeteiligung von 30 Prozent
. Akute Gefahr bestünde für die Berliner Rechtsexperten jedoch nicht , auch wenn
die neue Regelung der Börse schon am ersten Oktober eingeführt würde . Das
Foris-Papier datierte heute auf einem recht sicheren Stand von 2,4 Euro . Wie
alle anderen Neuer-Markt-Unternehmen auch hat Foris jedoch in den letzten
Monaten kräftig Federn lassen müssen ; der heutige Kurs liegt nicht weit weg vom
Jahrestief , das die Papiere der Berliner auf 2,35 Euro absacken ließ .
Online-Broker DAB bank rutscht tiefer in die roten Zahlen Um die Gründen hierfür
zu erkennen , braucht man kein Wirtschaftsweiser zu sein : Seit Monaten dümpeln
die Weltmärkte vor sich hin - Experten sprechen von einer Seitwärtsbewegung .
Der Drang zum Handeln auf dem virtuellen Parkett hat deshalb bei Profis und
Privatanlegern deutlich nachgelassen . Das bekommen natürlich auch die
Internet-Banken deutlich zu spüren . Matthias Kröner von der DAB bank spricht
von einer " schwierigen Marktsituation " . Analysten sind sich einig : Auch die
DAB bank wird um Stellenstreichungen nicht herumkommen . Bye-bye Co-Shopping :
Letsbuyit.com geht in Konkurs Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken
ohne Ende : Der hochverschuldete Co-Shopping-Anbieter Letsbuyit.com hat Konkurs
beantragt , erklärte das Unternehmen am heutigen Mittwoch in einer
Börsenmitteilung . Also keine Comic-Ameisen mehr , die zackig und gute Laune
verbreitend über die Fernsehbildschirme krabbeln . Schade eigentlich , denn das
Konzept schien vielversprechend : Mehrere Käufer schließen sich übers Internet
zusammen und drücken den Preis eines Produktes . Aber kaum aus der Taufe gehoben
verhedderte sich das Preisdumping-Modell der Letsbuyit-Macher in deutsche
Gesetze : Das Rabattstaffelgesetz und das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
. Auch der Börsengang des Internetdienstleisters im Sommer letzten Jahres geriet
mehr und mehr zum Spießrutenlauf . Ganze drei Anläufe waren nötig , um das
Papier erfolgreich an die Börse zu bringen , denn beide Konsortialbanken hatten
zwischenzeitlich einen Rückzieher gemacht . Dann geriet der Vorstand des
Unternehmens wegen angeblicher Insider-Geschäfte ins Zwielicht . Zwar stritten
die Herren alles ab und so richtig nachgewiesen werden konnte ihnen auch wenig ;
trotzdem trat die Management-Riege der Firma letztendlich zurück . Im Dezember
des vergangenen Jahres schließlich beantragte der Co-Shopping-Anbieter ein
Zahlungsmoratorium und gab damit faktisch zu , zahlungsunfähig zu sein . In der
Zwischenzeit hatten sich Spekulanten und Finanzexperten schon gefragt , wieweit
die Aktie eines am Neuen Markt notierten Unternehmens eigentlich noch fallen
kann : Das Letsbuyit-Papier dümpelte zeitweilig bei knapp über 0,3 Euro .
Möglich , dass Letsbuyit.com nur ungeschickt gewirtschaftet hat . Genauso gut
kann aber die Ära des Powershopping zu Ende gehen , ehe sie richtig angefangen
hat . c't jedenfalls fand gravierende Mängel bei den Co-Shopping-Anbietern .
Viele Preise sind gar nicht so günstig , wie behauptet ; auch von
kundenfreundlichen Lieferbedingungen kann keine Rede sein . LetsBuyIt.com :
Börsengang mit ( juristischen ) Hindernissen Die Pannenserie bei LetsBuyIt.com
reißt nicht ab : Erst tritt mitten im Börsengang die Konsortialbank Sal.
Oppenheim zurück , dann machen " Todeslisten " die Runde , die vielen
E-Commerce-Startups ein schnelles Ende prophezeien . Zwar stand LetsBuyIt nicht
auf einer der Listen , aber die Stimmung am Neuen Markt ging in den Keller .
Keine günstige Bedingung für einen Börsengang . Jetzt hat das Landgericht
Hamburg den Widerspruch gegen eine einstweilige Verfügung des Konkurrenten
Cnited abgelehnt , die sich explizit gegen das Geschäftsmodell von LetsBuyIt.com
richtet : Eine Schlappe , die für den Co-Shopping-Anbieter schlimme Folgen nach
sich ziehen könnte . Dabei versprüht das Co-Shopping-Konzept des
Internet-Anbieters eine ganze Menge Charme : Käufer , die an einem bestimmten
Produkt interessiert sind , tun sich zusammen und handeln einen Rabatt aus .
Jeder spart Geld , alle sind zufrieden . Leider reibt sich diese Art des
Vorgehens am deutschen Rabattgesetz : Danach sind Mengenrabatte nur dann
zulässig , wenn sie in einer Lieferung , also an eine Adresse erfolgen .
Preisnachlässe müssen die Geschäftspartner dann unter sich aushandeln . Feste
Rabattstaffelungen schließt das Gesetz aus . Fairerweise weist LetsBuyIt im
Verkaufsprospekt seiner Aktien auf mögliche Schwierigkeiten mit der geltenden
Gesetzgebung hin . Auch die einstweilige Verfügung des Konkurrenten Cnited kehrt
der Serviceanbieter nicht unter den Teppich und räumt ein : Viveca
Bergstedt-Sten , Syndikus der Gesellschaft , gab sich aber nach dem
Gerichtstermin vor dem Landgericht Hamburg zuversichtlich : " Auch wenn es sehr
bedauerlich ist , dass das Gericht die einstweilige Verfügung zu diesem
Zeitpunkt bestätigt hat , bleiben wir weiterhin von unserem innovativen
Co-Shopping-Business und Preismodell überzeugt . " Hundertprozentig sicher
scheint sich Cnited seiner Sache aber auch nicht zu sein . Vorstand Sebastian
Biere ließ gegenüber c't noch offen , ob das Unternehmen den Gerichtsbescheid
noch während des Börsenganges von LetsBuyIt zustellen wolle - erst nach dieser
Zustellung erhielte er Rechtswirksamkeit . Ein möglicher Grund für das Zögern :
Startschuss für die Frankfurter Buchmesse Am morgigen Mittwoch beginnt die
größte Bücherschau der Welt in Frankfurt , und auch in diesem Jahr nehmen
CD-ROMs und Internet-Angebote wieder einen breiten Raum ein . Den gesamten
Gebäudekomplex der Halle 4 haben die Organisatoren des Mega-Events für
Lernprogramme , Nachschlagewerke , Sprachkurse , Spiele und Online-Infodienste
reserviert . Zur ersten Orientierung kann der Edutainment-Schwerpunkt in der
aktuellen Ausgabe 21/00 von c't dienen , denn mittlerweile decken die
Silberscheiben für Groß und Klein eine breite Themenpalette ab . Unter anderem
stehen Spielgeschichten für die Kleinsten , Nachhilfekurse für Schulkinder und
CD-ROMs , die sich mit Musik , Natur , Geschichte , Technik , Geografie oder
Sachkunde beschäftigen , in den Regalen der Aussteller . Auch die Verleihung des
Europrix kann Messebesuchern als Ariadnefaden durch das verwirrende Labyrinth
der Neuen Medien dienen . Experten trauen dem Preis , der für mehrere
Produktsparten vergeben wird , eine ähnlich richtungsweisende Bedeutung zu wie
dem Oskar in der Glamour-Welt des Films . Nicht immer waren in den letzten
Jahren die Entscheidungen der Jury nachvollziehbar , immer aber wurden auch
viele ausgezeichnete Produkte prämiert : Am Eröffnungs-Mittwoch um 17 Uhr 30 im
Europasaal der Halle 4 darf man wieder gespannt sein . Wer nicht vor Ort sein
kann , darf sich die Preisverleihung live im Internet anschauen . Und was haben
Comics und E-Books gemeinsam ? Beide stehen auf der Frankfurter Buchmesse im
Rampenlicht , beiden schlägt unverhohlenes Misstrauen bis Ablehnung entgegen .
Erst heute hat Kulturstaatsminister Naumann vor den Gefahren der E-Books gewarnt
, und die meisten Buchläden wollen immer noch kein Regal für die Comic-Bände
freiräumen . Um dies zu ändern , startet die Frankfurter Buchmesse das
dreijährige Projekt Faszination Comic im Comic-Zentrum ( Halle 4.1 ) .
Interessenten für E-Books und deren Lesegeräte kommen in Halle 4.0 auf ihre
Kosten . Das E-Book-Highlight findet aber nicht in den Messehallen statt . Am
Freitag , den 20. Oktober , verleiht Alberto Vitale , ehemaliger CEO von Random
House , in der Paulskirche den ersten Frankfurt eBook Award . Den gibt es in
verschiedenen Sparten für die besten E-Books - und dank Microsoft handelt es
sich um einen der höchstdotierten Literaturpreise überhaupt . In den Hallen
steht weniger das Lesematerial , sondern die Verpackung im Vordergrund . Die
Gemstar International Group ( Halle 4.0 , Stand H 1101 ) wird neben den beiden
auf dem Markt befindlichen Readern Rocket eBook und Softbook zwei neue
Lesegeräte präsentieren . Auch dieses Jahr wird das Thema Kopiersicherheit
versus Kundenfreundlichkeit breiten Raum einnehmen , wenn E-Book-Protagonisten
wie Adobe , Gemstar oder Microsoft die Verlage davon überzeugen wollen , ihre
Werke als Datei zur Verfügung zu stellen . Wer sich einen Überblick über hier zu
Lande verfügbare E-Books verschaffen möchte , der findet unter anderem bei BOL
oder dibi ( Halle 4.1 , Stand H 0109 ) ein reichhaltiges Angebot an Lesematerial
. Nicht nur für Konsumenten , sondern auch für Berufseinsteiger und angehende
Multimedia-Entwickler lohnt sich ein Blick in die Halle 4 . Unter dem Motto "
New Books - New Shops - New Jobs " zeigt die Buchmesse , wie neue Berufsbilder
in der Zukunfsbranche Multimedia aussehen könnten . Da wäre zum Beispiel der
Beruf des Buch-Detektivs für Buchhändler mit kriminalistischem Spürsinn , ein
Job als Online-Redakteur für Schreibtalente , oder eine Tätigkeit als Webmaster
für Internet-begeisterte Programmierer . Im Electronic Media Center ( Halle 4.0
, Stand H 1103 ) können Interessenten mit Ausstellern und Ausbildern diskutieren
oder einen der vielen Vorträge besuchen : Mittwochs von 15 Uhr 30 bis 16 Uhr
erzählt zum Beispiel Kathrin Rüstig , Chefredakteurin von Amazon.de , von ihrer
Arbeit als Online-Redakteurin , Donnerstags von 13 Uhr 30 bis 14 Uhr referiert
Markus Wierl über neue Arbeitsplätze durch E-Publishing und am Samstag von 14
bis 15 Uhr steht eine Einführung in die IT-Jobbörsen im Internet auf dem
Programm . AltaVista : Susan verzweifelt gesucht ! Dahinter steckt ein
umfangreiches Register , das auf Anfrage die Email-Adresse gesuchter Personen
und weiterführende Informationen ausspuckt . ABCD unterstützt auch eine
fehlertolerante phonetische Suche . Falls der eingegebene Name nicht in der
eigenen Datenbank enthalten ist , konsultiert ABCD InfoSpace , Four11 (
http://www.four11.com ) und WhoWhere ( http://www.whowhere.com ) .
Suchtechnologie LiveTopics - Hilfe im Daten-Chaos Nach dem Start einer Recherche
werden Web-User oft von hunderten oder sogar tausende von Treffern erschlagen .
Erfahrene Rechercheure legen ihre Suche zwar anfangs möglichst breit an , um
nicht Wichtiges zu übersehen , und engen dann das Ergebnis weiter ein .
LiveTopics analysiert den gefundenen Datenbestand und stellt das Ergebnis
grafisch in Gestalt eines semantischen Wortfeldes dar . Hier kann der Nutzer
dann Unterbegriffe oder benachbarte Themengebiete , die ihn besonders
interessieren , auswählen und dadurch die Suche schrittweise einschränken -
übersichtlich und schnell . Zinssenkung peitscht Kurse in den Himmel Wieder
macht die US-Notenbank Nägel mit Köpfen und senkt die Leitzinsen um einen halben
Prozentpunkt - das vierte Mal in diesem Jahr . Geld wird dadurch billiger , und
auch der eher symbolische Diskontsatz wurde von 4,5 auf vier Prozent reduziert .
Die Börsen der Welt reagierten , nicht ganz unerwartet , mit einem wahren
Kursfeuerwerk . Der Dow Jones stieg bis jetzt um 430 Zähler auf nunmehr 10646
Punkte . Pikanterweise hatte der Dow bereits vor der Leitzinssenkung um rund 130
Punkte zugelegt - als ob die Börsianer es geahnt hätten . Oder war vielleicht
doch im Vorfeld schon etwas von den Absichten der US-amerikanischen Notenbank
durchgesickert ? Wasser auf die Mühlen der Bullen im Technologie-Lager goss auch
Intel . Umsatz und Gewinn im ersten Quartal dieses Jahres fielen zwar schlecht
aus , aber doch weniger schlimm als erwartet . Erwartet hatten die Börsianer
aber einen Gewinn von nur 15 Cents pro Aktie . Die Logik der Börse : So werden
aus Katastrophen doch wieder gute Nachrichten . Folgerichtig schoss das
Intel-Papier vor der Zinssenkung in die Höhe und legte im Laufe des Tages auf
plus 17 Prozent zu . AOL Time Warner heizte die Euphorie weiter an : Der
Medienkonzern übertraf mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Anleger um
drei Cents und berichtete insbesondere von steigenden Abonnentenzahlen im
Internetbereich . Technologiewerte griffen die gute Nachricht auf wie Bienen den
Honig . Konsequenz : Die amerikanische Tech-Börse Nasdaq katapultierte sich um
9,3 Prozent auf über 2100 Zähler . Und auch die europäischen Börsen standen
ihren Vorbildern auf der anderen Seite des Atlantik in Nichts nach . Der Nemax
stieg um über 10,7 Prozent auf 1655 Punkte , und auch der DAX konnte viel an
Boden wieder gut machen und pendelt sich zur Zeit bei 6165 Zählern ein . Ist
damit das Tal der Tränen durchschritten ? , fragen sich Analysten , Kleinanleger
und Profis . Horst Köhler , Chef des Internationbalen Währungsfonds ( IWF )
glaubt , dass die Börsenabschwächung den Boden erreicht habe oder ihm sehr nahe
sei . Er gehe nicht davon aus , dass der Abschwung in den USA in eine tiefe
Rezession münden werde , erklärte Köhler gegenüber dem Wirtschaftsmagazin
Capital . Andere Experten sind sich da nicht so sicher . " Wir sprechen über
einen Boden , der schon noch die ein oder andere Falltür enthalten könnte " ,
spekuliert Steve Barrow , Analyst bei Bear Stearns European , gegenüber der
Nachrichtenagentur Reuters . An einem Tag wie diesem geben sich die Firmen
zuversichtlich . " Von einem makroökonomischen Standpunkt aus aber ist es
schwierig , optimistisch zu sein " , warnt Barrow . Dabei erwartet der
Noch-Marktführer in Sachen Internet-Routern für das dritte Quartal des laufenden
Geschäftsjahres einen Umsatzrückgang von rund 30 Prozent gegenüber den
vorausgegangenen drei Monaten und will in naher Zukunft 8.500 Mitarbeiter auf
die Straße setzen . Topware verschenkt Sprachtrainer an Schulen Lehrer können
per E-Mail , telefonisch unter 0621/4805260 oder über ein Bestellformular
Lizenzen für schuleigene PCs anfordern . Die Programmdateien und das Wörterbuch
belegen 37 MByte auf der Festplatte . Dafür muss der Computernutzer weitere 560
MByte freiräumen . Die Topware-Programme laufen unter Windows 95/98 sowie
NT/2000 ; ein Pentium mit CD-ROM-Laufwerk und Soundkarte wird also schon auf den
Schultischen stehen müssen . Die LingoMAXX-Basispakete kosten im Handel 24,95
Mark und halten sich eher an bewährte Lernmethoden . Knapp 5.500 Vokabeln ,
wahlweise aufgeteilt nach Themenbereichen oder in Grund- und Aufbauwortschatz ,
lernt man nach der Karteikastenmethode : Der Grammatikteil ist sehr ausführlich
ausgefallen . Die Multiple-Choice- und Einsetzübungen gehen allerdings recht
schematisch vor , verzichten auf motivierendes Multimedia und sind deshalb
eigentlich nicht mehr zeitgemäß . Den Lernerfolg muss dies aber ja nicht
unbedingt behindern . Software-Hersteller CAA im Visier der Strafverfolger Das
Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat Strafanzeige wegen möglichen
Insiderhandels gegen die am Neuen Markt notierte CAA AG in Filderstadt gestellt
. Dies bestätigte eine BAWe-Sprecherin am Mittwoch in Frankfurt der
Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX . Schon vor einigen Wochen hatte die
Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre ( SdK ) die früheren Vorstände und
Großaktionäre Hans-Peter Schmidt und Gabriele Müller angezeigt . Daraufhin
begann die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen wegen des Verdachts
des Insiderhandels . Am Dienstag sagte ein Sprecher der Strafverfolgungsbehörde
lediglich : " Es ist ein Ermittlungsverfahren gegen eine Aktiengesellschaft aus
dem Raum Stuttgart anhängig , die mit Software handelt . " Es bestehe ein "
Anfangsverdacht wegen möglichen Insiderhandels und Betrugs " . Die Deutsche
Börse hatte Anfang Juni gegen CAA eine Geldstrafe von 100.000 Euro verhängt ,
weil der Software-Hersteller seinen Geschäftsbericht mit 40 Tagen Verspätung
vorgelegt hatte . Die SdK hatte den beiden Unternehmensgründern vorgeworfen , in
Kenntnis einer Gewinnwarnung rechtzeitig einen Teil ihrer Aktien verkauft zu
haben . Als Hauptgrund waren Zahlungsschwierigkeiten zweier Kunden genannt
worden , die erst später bekannt geworden seien . Die Aufträge dieser Kunden
waren teilweise bereits als Umsätze verbucht worden . Für 2002 sei ein
ausgeglichenes Ergebnis angepeilt , hatte der neue Vorstandschef Roland Ebner
bei der Bilanzvorlage am 7. Juni angekündigt . CAA stellt Software für
Computer-gesteuerte Fahrzeugkomponenten wie Navigationsgeräte oder Klimaanlagen
her . Verdacht auf Insidergeschäfte mit dem Terror Der Verdacht erhärtet sich ,
dass Drahtzieher oder Mitwisser der Terroranschläge auf die Vereinigten Staaten
ihr Wissen nutzten , um mit Aktienspekulationen eine Menge Geld zu verdienen .
Zu diesem Zeitpunkt bestand kein Grund , bei Versicherungsunternehmen und
Fluggesellschaften auf fallende Kurse zu setzen . Trotzdem häuften sich die
Put-Optionsgeschäfte , wie die Nachrichtenagentur Bloomberg in einer
Untersuchung festgestellt hat . Leerverkäufe und Put-Optionsgeschäfte gehören
zum großen Einmaleins des Kapitalismus . In beiden Fällen hofft der Spekulant
auf fallende Kurse , und je stärker der Kurs fällt , desto mehr profitiert er .
Das sei fast das Fünffache des gesamten Handelsvolumens seit der Auflegung des
Kontraktes . Am selben Tag hatte der renommierte US-Broker Morgan Stanley die
Papiere von American Airlines als " Strong Buy " zum Kauf empfohlen . Wer setzt
da auf fallende Kurse ? In diesem Zeitraum seien 2157 Kontrakte gehandelt worden
, auf den Einzeltag umgerechnet das 27fache eines durchschnittlichen
Tagesumsatzes . Morgan Stanley hatte 22 Etagen des zerstörten World Trade Center
belegt , lag also mitten im Fadenkreuz der Terroristen . Bewiesen ist damit
allerdings noch nichts . Die Volatilität des Handelsvolumens im Optionsmarkt sei
auch unter normalen Umständen relativ hoch , unterstreicht Bloomberg . Im
Klartext : Hohe Schwankungen gehören dort zur Tagesordnung . Und eine Verbindung
zu Osama bin Laden herzustellen , dürfte noch schwerer fallen . 66 Prozent der
deutschen Startups machen Gewinn Rund zwei Drittel der deutschen Dotcoms
schreiben schwarze Zahlen , resümiert die Unternehmensberatung
PricewaterhouseCoopers ( PwC ) in ihrer jüngsten Studie . Allerdings haben die
Berater nicht selbst in die Bücher der Startups geschaut , sondern sich auf
Selbstauskünfte der Firmen verlassen . Bereits im vergangenen Jahr hatte PwC 400
Internet-Startups nach ihrem Befinden gefragt . Rund 90 Prozent dieser Startups
sind auch heute noch auf dem Markt ; in Deutschland erfreuen sich sogar 95
Prozent der im vorigen Jahr interviewten Firmen recht guter Gesundheit . Trotz
Todeslisten und Pleitewellen scheinen sich also die jungen Unternehmen besser
bewährt zu haben als von Analysten und Branchenkennern erwartet worden war .
Insbesondere die deutschen Internet-Unternehmer wollen die Gewinnzone durch ein
strengeres Kostenmanagement erreichen . Ihre französischen Kollegen setzen unter
anderem auf eine bessere Produktqualität und die Niederländer sehen in einem
intensiveren Marketing die Lösung zur Belebung des Geschäfts . Diese
unterschiedlichen Unternehmensphilosophien haben Auswirkungen : In Frankreich
sind 49 Prozent und in Großbritannien gerade mal 24 Prozent der Dotcoms
finanziell erfolgreich . Trotz dieser unterm Strich recht positiven Bilanz
herrscht nicht überall eitel Sonnenschein . PricewaterhouseCoopers
diagnostiziert auch heute noch grundsätzliche Managementprobleme in den Reihen
der Jungunternehmer des Internet-Zeitalters . Zwei Drittel der Unternehmen
gingen in ausländischen Märkten erhebliche rechtliche Risiken ein , indem sie es
unterließen , ihre Markennamen zu schützen oder sicherzustellen , dass die
Website den örtlichen Gesetzen entspricht . Klassik im Cyberspace : Mozart goes
online 55 Prozent der Klassikliebhaber sind unter 50 Jahre ; 50 Prozent von
ihnen hören mehrmals in der Woche Klassik , vielfach auch bei der Arbeit , und
28 Prozent bestellen ihre CDs online . " Die Klassikfans suchen sich über
Wissensdatenbanken Komponisten und Werke und haben zusätzlich die Möglichkeit ,
die Musik gleich zu bestellen . " Das sei außerdem bequem und gebe auch eine
gewisse Ruhe , weil das Wühlen im vollen Kaufhaus wegfällt . " Empfehlenswerte
Internetadressen sind etwa klassik.com oder klassik-neuheiten.de " , meint die
Redakteurin . Diesen Effekt nutzten immer mehr Hörer für ihr persönliches
Wohlbefinden . " Es ist eine Lebensart " , fasst Online-Projektleiterin Stefanie
Drohner zusammen . " Ich bin Klassik-Einsteiger und oft erschlagen von der Fülle
an Angeboten in den Musikabteilungen der Kaufhäuser " , erzählt die Berliner
Studentin Sabine Werth . Unter klassikakzente.de sind die 100 schönsten Werke
für Klassik-Neuentdecker zusammengestellt . " Ein Angebot und eine
Orientierungshilfe , die ich gern in Anspruch nehme " , kommentiert die
24-Jährige . " Für mich als Musiker ist Recherche zur Klassik im Internet nur am
Rande interessant " , hält Andreas Greger dagegen , Cellist des Gaede-Trios .
Als Lehrer für Cello in Berlin greift er dann doch schon mal auf die
Internetadresse noten.de zurück . Die Musiklehrervermittlung sei eine gute Idee
. Außerdem könne man Klassik-Schlagzeilen nachlesen , und es gebe auch einen
Veranstaltungskalender . Dort seien interessante Beiträge zu Themen wie Frauen
als Komponistinnen und Interpretinnen , aber auch als Schwestern und Geliebte
bedeutender Komponisten zu finden . Auf diese Weise Trends zu beobachten und für
den eigenen Veranstaltungskalender " Konzerte und Theater in Berlin und
Brandenburg " zu recherchieren , sei durchaus lohnend , sagt sie . Und das
Wichtigste : Virtuell im ARD-Hauptstadtstudio Wer immer schon mal den
Fernsehmachern über die Schulter schauen wollte , hat jetzt im Internet
Gelegenheit dazu . Auf einem interaktiven Rundgang durch das neue Berliner
Studio der ARD stehen dem Besuchern fast alle Türen offen . Nicht einmal das
Büro von Chefredakteur Ulrich Deppendorf ist tabu . Spannend geht es aber auch
in den Arbeitsräumen der Korrespondenten , der Fernsehregie oder dem Hörfunkbüro
zu . Die Besucher des ARD-Hauptstadtstudios schauen bei einer
"bericht-aus-berlin"-Sendung hinter die Kulissen , nehmen an einer
Redaktionskonferenz teil oder genießen von der Dachterasse den Blick auf die
Skyline Berlins . Durch Apples QuickTime-VR-Technik kann man sich auf jeder der
insgesamt 30 Panoramaansichten um 360 Grad drehen und einzelne Personen oder
Objekte heranzoomen . Viele Audio- und Video-Sequenzen , Fotos und erläuternde
Texte ergänzen den virtuellen Rundgang - fast schöner als Fernsehen , auf jeden
Fall aber interaktiver . EuroPrix 2000 : Die 25 besten CD-ROMs und Websites Der
EuroPrix 2000 , ein europäischer Wettbewerb für Multimedia-Produkte , geht in
die letzte Runde . Gestern Abend stellte die Jury auf der Frankfurter Buchmesse
die aussichtsreichsten Preisanwärter vor . Wochenlang hatten Wissenschaftler ,
Produzenten , Journalisten und andere Multimedia-Experten mehr als 500 Produkte
aus 30 Ländern gewichtet , bewertet und schließlich die 25 besten ausgesucht .
In der Kategorie " Mehrsprachiges Europa " stellt die CD-ROM The other side of
Europe Kunst aus Mittel- und Osteuropa vor . Ob allerdings Frisona Internet ,
eine Website über alle Aspekte der Viehzucht und des spanischen Landlebens ,
ernsthafte Chancen auf den Titelgewinn hat , wird sich erst im Januar nächsten
Jahres während der Preisverleihung endgültig klären lassen . Der EuroPrix
MultiMediaArt entstand auf eine Initiative der Europäischen Gemeinschaft . Auch
wenn er mittlerweile einen recht hohen Bekanntheitsgrades erreicht hat - der
einzige Preis ist er beileibe nicht , der in der Multimedia-Szene vergeben wird
. D-Info 2000 : Erster Testlauf Zwischen dem 24. und 25. Januar soll die neue
Telefonbuch-CD-ROM von Topware in die Regale kommen . c't hat einen ersten Blick
auf Final Master Disk geworfen . Der Hersteller hat den Redaktionsschluss von
D-Info 2000 auf den 19. Dezember 1999 gelegt ; damit dürfte die Scheibe in
Sachen Aktualität einen Spitzenplatz auf dem Markt der Telefon-CDs einnehmen .
Die Recherchefunktion , das Kernstück eines jeden Auskunftssystems , macht auf
den ersten Blick einen guten Eindruck . Suchen kann man unter anderem nach Orten
, Namen , Straßen , Postleitzahlen oder Branchen . Wer allerdings die genaue
Schreibweise eines Namens vergessen hat und deshalb die Ähnlichkeitsfunktion
benutzt , muss auf das Ergebnis der Recherche schon mal mehrere Minuten warten .
Das reicht für mehr als eine Tasse Kaffee . Da ist man dann doch wieder versucht
, zum Telefonhörer zu greifen und die Auskunft anzurufen . Auch die Suchfunktion
des Vorhängers D-Info 99 hatte die Nerven der Anwender auf eine harte Probe
gestellt . Den Tarifmanager will Topware durch regelmäßige Online-Updates auf
dem Laufenden halten . D-Info 2000 ohne Routenplaner kostet 29,95 Mark ; wer auf
den digitalen Pfadfinder Wert legt , muss 49,95 Mark auf den Tisch blättern .
Schreiben in über 100 Sprachen An exotischen Sprachen wie Arabisch , Chinesisch
, Griechisch , Russisch , Sanskrit oder Hebräisch beißen sich " normale "
Textverarbeitungen wie Word für Windows oder WordPerfect die Zähne aus . Sie
beherrschen lediglich das lateinische Alphabet . Softline ( Halle 4 , Stand E16
) präsentiert auf der CeBIT eine Textverarbeitung für insgesamt 175 Sprachen .
Global Writer ist eine eigenständige Textverarbeitung und kostet 299 Mark . Mit
Global Office kann man Word für Windows mit seinen vielfältigen
Layout-Möglichkeiten zum polyglotten Textverarbeiter aufrüsten . Global Office
kostet 499 Mark . Auskünfte erteilt Softline unter der Telefonnummer
07802/924-700 . Gestalten mit Harvard Graphics Mit dem Zeichenprogramm Harvard
Graphics Draw und dem 3D-Animator Harvard Graphics 3D baut SPC ( 089/613940-0 )
seine Grafik-Produktpalette weiter aus . Beide Programme sollen insbesondere den
Privatanwender beim Erstellen professioneller Grafiken und 3D-Effekte
unterstützen . 600 Design-Assistenten greifen dem Benutzer bei der Arbeit mit
Harvard Graphics Draw unter die Arme . Harvard Graphics Draw soll Ende April auf
den Markt kommen und 99,95 Mark kosten . Harvard Graphics 3D liegt ebenfalls ab
Ende April in den Regalen und ist für 49,95 zu haben . Multimediale Visitenkarte
Die Schweizer Firma Avomedia ( Halle 4 , Stand D16 ) zeigt auf der CeBIT eine
beschreibbare CD-ROM im Format einer Visitenkarte und eine Postkarte mit
integrierter Multimedia-Visitenkarte . Die kleinen Silberscheiben werden
bedruckt wie herkömmliche Papierträger , bieten aber zusammen mit einem
Multimedia-PC weitergehende Informationen zu Unternehmen , Produkten oder
Personen . Die Schweizer wollen mit der Avo-Card besonders innovative
Werbeagenturen ansprechen , die die schmucken Scheiben gezielt zur Kommunikation
spezieller Botschaften einsetzen können . Rechtsberatung per Computer An einer
preiswerten Alternative zum Rechtsanwalt knobelt Buhl Data ( Halle 5 , D44 ) .
Der " WISO PC-Anwalt " kennt sich mit Arbeits- und Familienrecht , Erbrecht ,
Miet- und Verbraucherrecht , Zwangvollstreckung sowie Auto & Verkehr aus . Wer
juristische Probleme hat und den PC-Anwalt benutzen will , muß rund 50 Fragen
beantworten . Danach setzt der integrierte Schriftsatzgenerator automatisch ein
juristisch korrektes Schreiben auf , das oft den teuren Gang zum Anwalt erspart
. WISO PC-Anwalt soll in den nächsten Wochen auf den Markt kommen und 79,90 Mark
kosten ( Buhl Data , 01805/354551 ) . Online-Broker Systracom muss Kundenbetrieb
einstellen Der Online-Broker Systracom muss ab sofort den Kontakt mit der
Kundschaft einstellen - so will es das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen .
Der Grund : Der Bank droht die Zahlungsunfähigkeit und in naher Zukunft die
vollständige Aufzehrung des vorhandenen Eigenkapitals . Haben die Kunden nun das
Nachsehen , verschwindet der Spargroschen im Orkus ? Zum Glück nicht ganz , denn
Systracom gehört dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher
Banken e. V. und der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken ( EdB ) an . Mit
anderen Worten : Mindestens 10 Prozent fallen dem Konkurs zum Opfer , falls die
Sanierungsbemühungen des Kreditinstituts nicht von Erfolg gekrönt sind . Kunden
könnten ihr Wertpapierdepot als Ganzes auf eine andere Bank übertragen , wenn es
nicht als Sicherung für einen Negativsaldo herangezogen werden könnte , teilte
das Bundesaufsichtsamt mit . Einzelne Kauf- und Verkaufaufträge dürfe Systracom
während des Moratoriums aber nicht ausführen . LetsBuyIt.com : Aller guten Dinge
sind drei ... Der Börsengang des Co-Shopping-Anbieters LetsBuyIt.com kann doch
noch einem glücklichen Ende entgegensehen . Der Preis pro Aktie während der
Zeichnungsfrist , die LetsBuyIt.com zweimal verlängert hatte , pendelte sich bei
3,5 Euro ein , die Bookbuilding-Spanne lag zwischen drei und vier Euro . Bis
zuletzt hatte eine vom Mitkonkurrenten Cnited beim Landgericht Hamburg erwirkte
einstweilige Verfügung Anlass zu Befürchtungen gegeben , die sich direkt gegen
das Geschäftsmodell von LetsBuyIt richtet . Anscheinend hat sich Cnited nun doch
dazu entschlossen , den Gerichtsbescheid erst nach dem Börsengang von LetsBuyIt
zuzustellen : " Wir wollen zustellen , wissen aber noch nicht wann " , äußerte
sich Vorstandsmitglied Sebastian Biere vor einigen Tagen gegenüber c't . Erst
nach der Zustellung aber würde die einstweilige Verfügung Rechtswirksamkeit
erreichen . LetsBuyIt sieht den weiteren gerichtlichen Aktivitäten seines
Mitkonkurrenten gelassen entgegen und freut sich über eine erfolgreiche
Zeichnungsphase der neuen Aktie . Die Handelsaufnahme am Neuen Markt in
Frankfurt ist für den 21. Juli vorgesehen ; die Wertpapier-Kennnummer ( WKN )
lautet 938006 . Kartellämter sollen Web-Branche stärker kontrollieren Jedoch
sollten die Kartellbehörden in Deutschland und Europa die Internetwirtschaft
stärker beobachten . Im Internet sei es einfacher , marktbeherrschende Monopole
aufzubauen . Kooperationen auf diesem Gebiet müssten deshalb stärker
kontrolliert werden , folgerten die Wissenschaftler bei der Vorstellung ihres
neuesten Gutachtens " Wettbewerbspolitik im Cyberspace " am Montag in Berlin .
Vor allem durch den globalen Charakter und die Schnelligkeit des Internets seien
die Kartellbehörden gefordert . Die bestehenden gesetzlichen Regelungen in
Deutschland reichen nach Ansicht der Wissenschaftler dagegen völlig aus . Viele
Entwicklungen könnten auch gar nicht pauschal beurteilt werden . So fördere die
hohe Innovationsgeschwindigkeit in der Neuen Wirtschaft , durch die die Gefahr
der Monopolbildung bestehe , andererseits wiederum den Wettbewerb .
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller teilte die Auffassung , dass die
Kartellämter das Wettbewerbsrecht flexibel anwenden müssten . Dem Beirat gehören
36 Wissenschaftler aus den Bereichen Wirtschaft und Justiz an . Softwarepanne :
Online-Bank muss Schadensersatz zahlen Pech für einen Kunden der Comdirect-Bank
: Der Mann hatte im April vergangenen Jahres per Internet Aktien für rund 51.830
Mark gekauft . Um einen kurzfristigen Kursgewinn einstecken zu können , wollte
der Spekulant die Wertpapiere einige Stunden später wieder verkaufen . Das
klappte übers Internet nicht , der Kunde musste die Verkaufsorder deshalb
telefonisch aufgeben . In der Zwischenzeit war der Kurs der Aktie jedoch wieder
gesunken . Der enttäuschte Kunde verlangte von Comdirect den entgangenen
Spekulationsgewinn als Schadensersatz . Der Systemfehler gehe zu Lasten der Bank
, heißt es in dem Urteil . Bei der anschließenden Verkaufsorder einige Stunden
später erkannte das System dann die Gesamtanzahl der gekauften Aktien nicht und
wies den Auftrag des Kunden zurück . Außerdem würden nur ein Mal pro Tag
ausgeführte Kauf- und Verkaufsorder vom Orderbuch ins Depot übertragen . Man
habe den Systemfehler aber jetzt behoben ; er sei auch nur ein Mal aufgetaucht ,
betonte Bartels . Die Richter haben jedenfalls klar gestellt : Online-Banken
müssen für ihre Kunden stets erreichbar sein . Wenn bei Börsengeschäften Aktien
übers Internet nicht geordert werden können , muss das Geldinstitut haften .
Eine Online-Bank ist verpflichtet , Zugangswege via Internet aufrecht zu
erhalten und so zu gestalten , dass eingehende Aufträge ausgeführt werden können
. Neuer Markt stürzt ins Bodenlose Die ersehnte Weihnachtsrally an den Börsen
bleibt aus , dafür geht es in die andere Richtung . Der Nemax50 brach im Laufe
des Nachmittag um 10,54 Prozent auf 2727 Punkte ein - ab fünf Prozent spricht
man in Börsenkreisen von einem Crash . Erneut schlechte Vorgaben aus den USA
brachten die deutschen Wachstumswerte stark ins Trudeln . Auf der anderen Seite
des Atlantik fiel die Hightech-Börse Nasdaq in der Eröffnungsstunde am heutigen
Mittwoch um 95 Punkte auf 2415 Zähler , nachdem bereits gestern der Chef der
US-Notenbank Alan Greenspan mit seiner Rede den amerikanischen Technologie-Index
auf ein Jahrestief gen Süden schickte . Greenspan stellte zwar erneut , ohne
sich jedoch genau festzulegen , in den ersten Monaten des kommenden Jahres 2001
Zinssenkungen in Aussicht , warnte aber gleichzeitig vor einer sich abkühlenden
Konjunktur im Land der zur Zeit wohl nicht mehr ganz so unbegrenzten
Möglichkeiten . Der Notenbankchef machte vor allem steigenden Energiekosten ,
das abnehmende Vertrauen der Verbraucher und häufige Gewinnwarnungen nicht nur
auf Seiten der New Economy für den stotternden Konjunkturmotor verantwortlich .
Die deutschen Wachstumswerte könnten sich zur Zeit von den schlechten Vorgaben
aus den USA nicht lösen , erklärt Dieter Schwarz von der Investmentbank Dresdner
Kleinwort Benson . Er rechne daher kurzfristig mit weiteren Verlusten . Das Tal
der Tränen scheint also für die Wachstums- und Technologiewerte immer noch nicht
durchschritten zu sein . Im Verlaufe des heutigen Tages verlor Intershop bislang
15,42 Prozent und fiel auf 33,24 Euro . EM.TV gab nach Gewinnen in den letzten
Tagen um 10,34 Prozent auf 6,5 Euro und Aixtron um 10,28 Prozent auf 100,5 Euro
nach . Die Chipschmiede Infineon sackte um über 6 Prozent auf 41,75 Euro . Die
in Frankfurt gehandelten amerikanischen Firmen mussten ebenfalls Federn lassen :
Cisco beispielsweise fiel um 17 Prozent auf 42,49 Euro , AOL um 14,31 Prozent
auf 42,50 Euro , Sun um über 11 Prozent auf 30 Euro oder Microsoft um 9,26
Prozent auf 48 Euro . Angesichts solcher Einbrüche muss man bei der Telekom
schon fast von einem stabilen Kurs sprechen : Die Aktie gab " nur " um knapp 4
Prozent auf 35,40 Euro nach ; T-Online aber verlor immerhin 7,39 Prozent und
steht momentan bei 13,29 Euro . Aber es gab nicht nur Verlierer . Im
Nemax-All-Share stieg Lintec nach der Anhebung seiner Gewinnprognosen um 9,33
Prozent auf 21,1 Euro an . Linktipps für Bücherfreunde Immer mal wagt sich die
eigentlich medienscheue Literatur aus dem Halbdunkel der je nach Geschmack
Kaffee- oder Wein-geschwängerten Schmökerecke heraus und rückt in Fernsehen ,
Funk oder Internet ganz oben an die erste Stelle . Zur Zeit steckt in Leipzig
bereits der Schlüssel in den Schlössern der Pforten , die morgen geöffnet werden
, um Bücherfreunde aus aller Welt an die heiß geliebten Schmöker zu lassen .
Auch das Internet hat in Sachen Literatur einiges zu bieten . Nicht nur
eröffnete das Web Kollektivprojekten , in denen mehrere Autoren eine Geschichte
fortschreiben , ganz neue Möglichkeiten . Auch Internet-Buchhandlungen schossen
aus dem digitalen Äther und boten zum Beispiel fremdsprachige Literatur zu
Billigpreisen an . In der Gründerzeit der Online-Buchhandlungen konnte man
preiswert besonders englischsprachige Schmöker einkaufen . Die deutsche
Bücherszene steht jedoch nach wie vor eisern-fest zur Buchpreisbindung und malt
den kulturellen Holocaust an die Bücherwand . Da ist auch online für Käufer kaum
etwas zu holen . Einer der Web-Buchhändler hat jetzt eine recht umfangreiche
Linksammlung für Bibliophile ins Netz gestellt . Natürlich nicht ohne
Hintergedanken : Vielleicht findet der ein oder andere Surfer ja an einem der
gedruckten Werke Gefallen und bestellt es gleich online und ohne viel Zeit zu
verlieren auf der Website , auf der er sich gerade befindet - libri.de . Ist ja
praktisch , warum nicht . Aber auch ohne Bestellvorgang kann man der
Linksammlung einiges abgewinnen . " Als Literaturportal sollen unsere Seiten der
Ausgangspunkt für literarische Entdeckungsreisen im Internet sein " , beschreibt
Libri-Geschäftsführer Lars Kilander das Projekt . Der Linkkatalog werde ständig
thematisch erweitert und aktualisiert , verspricht Kilander weiter . Der
Nutzwert der Sammlung ist recht hoch : Da geht es zum Beispiel um deutsche und
ausländische Autoren , Bibliotheken , Jobs und Weiterbildung , literarische
Preise oder Netzliteratur . Jeder der nach Angaben von Libri rund 7000
Literaturlinks wird in wenigen Sätzen charakterisiert , sodass sich der Surfer
halbwegs eine Vorstellung vom Klickwert des Verweises machen kann und keine
Online-Zeit verschwendet . Natürlich ist die Sammlung nicht vollständig :
Besonders zwischen deutschen und fremdsprachigen Autoren klafft ein krasses
Missverhältnis . Deutsche Bücherschreiber überwiegen bei weitem , obwohl es doch
eigentlich umgekehrt sein müsste . Trotzdem lohnt sich der Ausflug in den
Cyberspace für den eigentlich an knisternde Seiten gewöhnten Bücherfreund .
Kostenlose Vokabeltrainer für Schulen " Der Einsatz der neuen Medien im
Unterricht soll nicht an leeren Kassen scheitern " , progagiert Ralf Hoffmann ,
Gründer und Inhaber von *tmx . Studienräte und Sprachlehrer sollten sich den
Termin in ihrem Kalender rot anstreichen , denn wer zuerst kommt , malt zuerst .
Um in den Genuß der kostenlosen Software zu kommen , reicht es , sich online zu
registrieren . Eine Schullizenz besteht dabei eigentlich aus drei Programmen für
die Sprachen Englisch , Französisch und Spanisch . Durch ein gelungenes Layout ,
" coole " Musik und individuell wählbare Lernmodi gehen die Vokabeltrainer von
*tmx besonders auf die Wünsche junger Lernender ein . Viele Überraschungen birgt
beispielsweise der Modus " abgedreht lernen " . Insgesamt kann man mit einer
Schullizenz rund 20.000 englische und jeweils 15.000 französische und spanische
Vokabeln trainieren . Gewöhnlich gut informierte Surferkreise mutmaßen
allerdings , dass die Bestellseite von *tmx schon heute freigeschaltet wird .
Auch mit der Begrenzung auf maximal 1000 Lizenzen wolle man es , so ließ *tmx
gegenüber c't durchblicken , nicht so genau nehmen , sollte die Nachfrage das
Angebot bei weitem übersteigen . Auskünfte für Interessierte erteilt zudem
*tmx-Firmensprecher Holger Hoffmann Erfolgreicher Börsenstart für LetsBuyIt.com
Das hätte dem Co-Shopping-Anbieter LetsBuyIt.com vor einigen Tagen schon keiner
mehr zugetraut . Zweimal musste das Unternehmen nach einer Serie von Pleiten ,
Pech und Pannen die Zeichnungsfrist für seine Aktien verlängern - jetzt hat es
doch noch geklappt . Nachdem sich am gestrigen Donnerstag , dem letzten
Zeichnungstag , die Bookbuilding-Spanne auf einen Ausgabepreis von 3,5 Euro
einpendelte , lag der Aktienkurs am heutigen Freitag um 11:50 Uhr bereits bei
5,5 Euro . Mithin hätten Anleger bereits einen leichten Gewinn einstreichen
können ; keine Selbstverständlichkeit für Neuemmissionen der " New Economy " ,
nachdem vor wenigen Tagen noch " Todeslisten " die Runde machten , die vielen
Internet-Startups ein baldiges Ende prophezeiten . Ein kleiner Wermutstropfen
mischt sich jedoch in die Freude über den erfolgreichen Börsenstart :
Mitkonkurrent Cnited hat eine einstweilige Verfügung in der Schublade liegen ,
die sich direkt gegen das Geschäftsmodell von LetsBuyIt richtet . Danach
verstößt der im Web beworbene und organisierte Masseneinkauf zu reduzierten
Preisen unter anderem gegen das deutsche Rabattgesetz und das Gesetz gegen den
unlauteren Wettbewerb ( UWG ) . Cnited hat , so erklärte das Unternehmen
gegenüber c't , die einstweilige Verfügung heute zugestellt und ihr damit
Rechtswirksamkeit verliehen . Ganz unabhängig davon , ob eine der beiden Seiten
ein Hauptsacheverfahren beantragt , muss LetsBuyIt auf die Zustellung des
Beschlusses reagieren und sein Geschäftsmodell ändern . " Wir haben da schon was
in petto " , äußerte sich Andreas Engel , Kommunikationschef bei LetsBuyIt.com ,
zuversichtlich . Nach Engel könnte es zum Beispiel ausreichen , geringfügig an
der Rabattstaffelung zu drehen . Informatik : FH Aachen hat noch Plätze frei Wer
bis jetzt noch keinen Studienplatz in Informatik gefunden hat , sollte die
Fachhochschule Aachen in Betracht ziehen . Die Vorlesungen beginnen am 10.
Oktober , die studentischen Einführungstage starten bereits ein paar Tage früher
am 4. Oktober . Bewerber müssen die Fachhochschulreife besitzen und bereits vor
Studienbeginn ein zwölfwöchiges Praktikum in einem Industriebetrieb der
IT-Branche absolviert haben . Auch ein sieben- oder achtwöchiges Praktikum sei
kein Hindernis , erklärt Franz Wosnitza , Dekan der FH Aachen . Der
achtsemestrige Studiengang Informatik gliedert sich in ein dreisemestriges
Grundstudium , das man im Normalfall mit dem Vordiplom abschließt . Im
Hauptstudium folgen erst einmal zwei weitere Theoriesemester . Danach kann sich
der Student zwischen einem Praxissemester in einem Betrieb der IT-Branche oder
einem Auslandssemester an einer Partnerhochschule entscheiden . Nach einem
weiteren Halbjahr Theorie in Aachen schreiben die zukünftigen
Diplom-Informatiker ( FH ) im achten Schlußsemester dann ihre Diplomarbeit .
Diplom-Informatikern werden auch in Zukunft glänzende Berufsaussichten
prognostiziert . Viele Fachhochschulen können sich deshalb vor Bewerbern kaum
retten und halten durch einen internen Numerus clausus die Zahl der
Erstsemester-Studenten künstlich klein , weil die Kapazitäten nicht ausreichen .
Die Folge : Wartezeiten für dringend gebrauchte Computerspezialisten . Die FH
Aachen ist landesrechtlich zunächst verpflichtet , jedem Bewerber , der die
Studienvoraussetzungen erfüllt , auch einen Studienplatz anzubieten .
Einschreiben kann man sich ab sofort am Sekretariat des Fachbereichs
Elektrotechnik und Informationstechnik unter der Telefonnummer 0241/6009-2110 .
Die Uhr läuft : KFZ-Versicherungen im Internet suchen Nur noch wenige Tagen
bleiben Deutschlands Autofahrern , um in eine günstigere Kfz-Versicherung zu
wechseln . Am 30. November läuft die Frist ab - und wer ist sich schon sicher ,
bei dem Wust an Paragrafen und Kleingedrucktem die für ihn beste Versicherung
erwischt zu haben . Vielleicht hat ein vermeintlich guter Freund ja auch nur
einen schlechten Tipp gegeben . Zum Glück gibt es umfangreiche Datenbanken im
Internet : Versicherungsvergleicher wie Einsurance , Finanzscout24 , Fss-online
, Onsecure , Compaer , Aspect-online und InsuranceCity helfen bei der Auswahl
einer Police . Bei allen Anbietern muss man sich allerdings auf einen kleinen
Eingabe-Marathon gefasst machen , der schon fünfzehn bis zwanzig Minuten dauern
kann . Danach erscheint eine Vorschlagsliste mit Versicherungsunternehmen auf
dem Bildschirm ; meist kann man Verträge auch gleich online abschließen . Nur
Fss-online positioniert sich als reiner Informationsdienstleister , der beim
Abschluss von Policen allerdings auch keine Provisionen kassiert . So kommt der
Verdacht , wegen geschlossener Provisionsabkommen das eine oder andere
Versicherungsunternehmen zu begünstigen , erst gar nicht auf . Ganz anders
InsuranceCity . Der Kunde hat da leider nicht die Qual der Wahl . Ist das
Fahrzeug auch gegen Diebstahl oder Vandalismus versichert ? Wer bereit ist , die
Jahreskilometerleistung zum Beispiel auf 12.000 Kilometer zu begrenzen oder sich
nur selbst als Fahrer anzugeben , rutscht in der Regel in eine preiswertere
Tarifklasse . Was aber passiert , wenn ein guter Freund , der nur Limonade
trinkt , nach dem feucht-fröhlichen Skatabend die Fahrt nach Hause übernimmt und
einen Unfall baut : Gibt sich die Versicherung kulant und übernimmt
augenzwinkernd den Schaden oder wird dann eine saftige Vertragsstrafe fällig ?
Aber auch Internet-Surfer mit nervösem Zeigefinger , die nach einem falschen
Klick jetzt einen ungünstigen Versicherungsvertrag am Hals haben , brauchen
nicht zu verzweifeln . Auch für online abgeschlossene Kfz-Versicherungen gilt
eine Widerrufsfrist von 14 Tagen . Kostenlose Online-Workshops Am 15. Januar
1999 startet akademie.de , die Internet-Akademie , interaktive Online-Workshops
zu den Themen " Web-Site-Design " und " Page-Design " . Die Workshops sollen das
Know-how für die erfolgreiche Planung und Erstellung von Web-Präsenzen
vermitteln . Sie dauern zwei Monate und werden laut akademie.de von erfahrenen
Tutoren moderiert . Die Teilnahme ist für Mitarbeiter klein- und
mittelständischer Unternehmen sowie Existenzgründer kostenlos . Anmeldeschluß
ist der 13. Januar 1999 . Anfang Februar starten die Web-Lehrgänge "
Internet-Marketing " und " Datenbanken im Netz " . Anmeldeschluß für diese Kurse
ist der 27. Januar 1999 . Bundesbürger sehen Internet-Banking skeptisch
Bankgeschäfte über das Internet gelten bei den Bundesbürgern mehrheitlich als
unsicher . Nach wie vor fürchten sie den Missbrauch persönlicher Daten , die
beim Online-Banking über die Datenautobahn gesendet werden . " Mehr als die
Hälfte der Bevölkerung meint immer noch , Online-Banking sei nicht sicher oder
überhaupt nicht sicher " , berichtete Hauptgeschäftsführer Wolfgang Arnold vom
Bundesverband deutscher Banken am Mittwoch in Frankfurt . An dieser Einschätzung
habe sich im vergangenen Jahr nichts geändert . Die Banken müssten deshalb mehr
" Vertrauensarbeit " leisten und über Sicherheitsstandards " verständlicher
aufklären " . Trotz der allgemeinen Skepsis gewinne das Internet-Banking weiter
an Beliebtheit . Nach Angaben des Verbandes hat sich die Zahl der Online-Konten
in der Bundesrepublik inzwischen auf mehr als 15 Millionen erhöht : " Wir
erwarten , dass die 20-Millionen-Schwelle schon bald erreicht sein wird " . Die
Börsenkrise habe das Wachstum auch im Online-Brokerage nicht wesentlich gebremst
- wenngleich das Volumen beim Kauf- oder Verkauf von Wertpapieren rapide
zurückgegangen ist . Unter dem Strich zeige sich aber , dass die Kundschaft den
Service der Banken über das Internet nur als Zusatzangebot akzeptiere . Rund 80
Prozent der Verbraucher wollten verschiedene Zugangswege zu ihrer Hausbank . "
Qualifizierte Beratung ist derzeit noch nicht über E-Mail oder standardisierte
Internet-Seiten möglich . " Deutliche Ernüchterung in den Chefetagen der Banken
hat sich beim Thema " mobile Bankgeschäfte per Handy " breitgemacht . Die
Euphorie über den angeblichen Zukunftsmarkt sei verflogen und einem
realistischeren Blick gewichen , hieß es . Kaum jemand glaube wirklich daran ,
dass die Menschen morgens in der Bahn per Mobiltelefon unbedingt ihre
Bankgeschäfte abwickeln wollten . Ohnehin stünden die benötigten Handys mit der
schnelleren UMTS-Technik noch nicht bereit . Inzwischen haben die Experten im
Bankenverband daher sogar schon neue Planspiele in der Tasche : Die Zukunft im
Online-Banking könnten nun tragbare " Internet-Terminals " sein - und nicht das
Mobiltelefon . Expertenbörsen : Auf jede Frage eine Antwort Fühlen , riechen ,
schmecken , rechnen , küssen , spielen - alles kein Problem . Unser Gehirn lässt
Hochleistungs-PC wie billige Taschenrechner aussehen . Überlegen ist der Mensch
dem Computer besonders dann , wenn es um komplexe Zusammenhänge geht . So
genannte Internet-Wissensbörsen dagegen verbinden die Schnelligkeit des Web mit
dem komplexen menschlichen Wissen . Wer etwas genau wissen will , erhält
zumindest in den Portalen Wer-weiss-was.de , Meome.de , Expertenseite.de oder
Infosphinx.de einen guten Start zur Netzrecherche . Meome.de preist sich zum
Beispiel als größtes europäisches Expertennetz im Internet an . Das Anfang des
Jahres in Berlin gegründete Startup-Unternehmen verfügt inzwischen über 400
Experten , die 19 Rubriken mit Beiträgen füllen . In der Anfangszeit bekam fast
jeder Bewerber die Chance , sich als Cyberführer zu profilieren . " In den
letzten zwei Monaten haben wir jedoch die Zahl der Experten reduziert " ,
erläutert Meome-Pressesprecher Boris Hageney den veränderten Ansatz . Fachleute
sind gefragt : " Im Bereich Gesundheit und Wellness versuchen wir verstärkt ,
Ärzte anzusprechen " , sagt Hageney . Bei den Computerspielen haben jedoch nach
wie vor Studenten und Schüler den Durchblick . Die von Meome.de ernannten
Fachleute stellen ausgewählte Artikel in ihr Portal und empfehlen Webseiten
anderer Anbieter . Das Jura-Portal ermöglicht zum Beispiel den Online-Besuch
eines Repetitors , das Gartenportal weist den Weg zum Pflanzendoktor . Wer keine
Antwort auf seine Frage findet , kann sich auf dem Expertenmarktplatz direkt per
E-Mail an einen Ansprechpartner wenden . Dass der Mensch schneller sein kann als
der Computer , zeigt das direkte Eingreifen des Anti-Virus-Experten von Meome.de
im Mai dieses Jahres . Für weniger Versierte führten Links zu Seiten von
Herstellern von Antivirus-Programmen und zu einem Virus-ABC . Obwohl alle Fragen
und Antworten durch die Hände von Redakteuren gehen , übt Meome.de keine Zensur
aus . Hageney befürchtet dennoch keine sexistischen , rassistischen oder
politisch extremen Beiträge : " In der Userschaft hat sich gezeigt , dass man
solche Inhalte nicht will . " Die gleiche Erfahrung machte auch die Konkurrenz .
" Die Community macht uns auf solche Einträge aufmerksam , und die löschen wir
dann " , sagt Agnieszka Krzeminska von Wer-weiss-was.de . Auf das Prinzip der
Gegenseitigkeit setzen Wer-weiss-was.de und Expertenseite.de . Wer sein Wissen
zur Verfügung stellt , profitiert von dem Knowhow der anderen . Bereits rund
42800 so genannte Experten für rund 207000 Themen sind auf das Tauschgeschäft
bei Wer-weiss-was.de eingegangen . Wer die Öffentlichkeit nicht scheut , kann
auch nach dem Prinzip der Mailgruppen eine Frage ins Experten-Forum zur
Diskussion stellen oder bei den moderierten Themenbrettern vorbeischauen .
Expertenseite.de stellt die beste Frage und die beste Antwort direkt auf die
Einstiegsseite . Infosphinx.de geht noch einen anderen Weg : Auf dieser
Plattform beantworten Experten kostenlos Fragen . Für die gute oder schlechte
Qualität der Antworten erhalten die Fachleute Punkte . Reich wird man als
Cyber-Experte nicht . Meome.de zahlt den Guides eine monatliche Pauschale für
die Onlinekosten von 200 Mark . " Das macht überhaupt keinen wirtschaftlichen
Sinn " , sagt der Meome-Experte für Judentum , Samuel Laster . An kritischen
Tagen des jüngsten Nahostkonflikts registrierte er bis zu 4000 Klicks in seinem
Portal . Rund acht Stunden Arbeit investierte er zu dieser Zeit in das
Beantworten von Fragen und Analysieren der aktuellen Situation . Der 40 Jahre
alte Familienvater ist dennoch fasziniert von seiner Arbeit : " Ich hätte nie
gedacht , dass ich mich eines Tages mit indoktrinierten Marxisten über Judentum
unterhalten werde . " So viele Stunden Arbeit wie Laster steckt der
Office-Software-Experte Uwe Probst nicht in seine ehrenamtliche Funktion bei
Wer-weiss-was.de . Eine halbe Stunde täglich beantwortet er E-Mails oder
moderiert das von ihm betreute Expertenforum - ohne jede Vergütung . Ganz
umsonst war die viele Arbeit aber auch für ihn nicht : Ein fachkundiger Rat
eines Experten-Kollegen half Probst beim Streit mit einer Behörde . Web-Shopping
per Cashmouse Ab wieviel Bits Verschlüsselung ist der Datentransfer im Web
100-prozentig sicher ? Keiner weiss das so genau . Ein kleines Zusätzgerät für
PCs soll in Kürze Sicherheit ins Bezahl-Web bringen : die CashMouse . Die
deutsche Firma CpayS AG gab beim Elektronikunternehmen SCM Microsystems
insgesamt 150.000 der solventen Mäuse in Auftrag . Mit den neuen Geräten soll
man herkömmliche Geldkarten am PC aufladen und mit den aufgeladenen Bezahlkarten
dann im Internet Rechnungen begleichen können . Nach Einschätzung vieler Banken
ist der Einsatz von Geldkarten ein sicheres Verfahren für den Zahlungsverkehr im
Web . Das Ganze sei nicht komplizierter als an der Tankstelle , wo man mit der
Kreditkarte die Benzinrechnung bezahlt , verspricht der Hersteller .
Weihnachtsgeschenke tauschen Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe ,
sondern auch die Zeit unliebsamer Überraschungen . Nicht jeder bekommt das
geschenkt , was er verdient , und noch seltener das , was ihm gefällt . Deshalb
richten unter anderem der Berliner Tagesspiegel und das Stadtmagazin Zitty ab
heute eine Geschenkebörse ein . Unglücklich Beschenkte können hier unter der
Rubrik " Geschenke rein " weihnachtliche Blindgänger zum Tausch anbieten und mit
Hilfe eines Mal-Moduls sogar abbilden . Auf der Geschenke-raus-Seite lassen sich
fremde Angebote einsehen und eigene Tauschabsichten anmelden . Die
Geschenkebörse soll nach Aussagen der Betreiber bis Mitte Januar geöffnet
bleiben . Wer bis dahin immer noch keinen Tauschpartner gefunden hat , nimmt an
einer großen Tombola teil . In geheimer Ziehung wollen die Macher der Website
dann mit mildem Zwang die restlichen Geschenke zueinander bringen . ATI :
Mainboard-Chipsatz mit integrierter Grafik Der Grafikkartenspezialist ATI (
Halle 9 , Stand C63 ) bringt einen Mainbord-Chhipsatz mit integrierter Grafik
auf den Markt . Die Northbridge S1-370-TL ist für Slot 1 und Socket-370
ausgelegt und unterstützt einen Frontside-Bus mit 60 , 100 oder 133 MHz .
Entwickelt wurde der Chipsatz von ArtX - der Hersteller wurde kürzlich von ATI
übernommen . Der Chipsatz zeichnet sich durch eine integrierte T&L-Unit für
3D-Geometrieberechnungen sowie einen 128-Bit-Speicherinterface aus . Die
Grafikleistung lässt sich durch einen zusätzlichen Bildspeicher erhöhen . Der
S1-370-TL bietet keinen AGP-Port , lässt sich aber mit PCI-Grafikkarten
kombinieren . Erste Mainboards sollen im Mai/Juni in den Handel kommen . Mit
einem Computerspiel gegen rechte Schläger So geht es los , zumindest virtuell :
Wieder haben brutale Hooligans zugeschlagen . Auf einem Fußballspiel letzte
Woche in Berlin bekamen sich zwei rivalisierende Fan-Gruppen gewaltig in die
Haare . Ergebnis : Ein Toter , wahrscheinlich der Sänger eine Berliner Rockband
, und mehrere Dutzend Verletzte . Möglicherweise gehörte der Tote zur
rechtsextremistischen Szene und türkische Fans haben sich an ihm gerächt . Die
Ermittlungen laufen noch . Mit dem Computerspiel Dunkle Schatten 3 - Tod in der
Südkurve will die Bundesregierung digital gegen Rechtsextremismus ,
Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus vorgehen , und setzt dabei auf den
Lerneffekt . Cornelie Sonntag-Wolgast , Stastssekretärin im
Bundesinnenministerium , stellte den Titel am gestrigen Donnerstagabend in
Berlin vor . Der Clou des Spiels : Der Kommissar vor dem Bildschirm kann die
Ermittlungen aus deutscher und aus türkischer Perspektive führen . Viele
Situationen erhalten dadurch einen völlig neuen Dreh . Immer aber muss der
Spieler Entscheidungen treffen , Farbe bekennen , Stellung beziehen . Kann man
am Computer überhaupt Demokratie und Toleranz lernen , wie es die Autoren
behaupten und die Bundesregierung gerne wahr haben will ? Rechtsextremistische
Schläger werden sich wohl kaum zwei Stündchen vor den Computer setzen , um mal
eben die Perspektive ihrer Opfer kennenzulernen . Aber vielleicht hält es
Jugendliche ab , in die nationalistische Szene abzudriften , so dürfte zumindest
das Bundesinnenministerium hoffen . Als Zielgruppe hat das Ministerium an
Berufs- und Realschulen , Gymnasien , aber auch an " junge Erwachsene in der
Bundeswehr " gedacht . Ein Argument jedenfalls dürfte viele für das Spiel
interessieren : Dunkle Schatten 3 - Tod in der Südkurve kann man kostenlos
online bestellen . Terminplaner im Praxistest c't-Autor Volker Jungbluth hat auf
seiner Web site einen Fragebogen zu Terminplaner-Software eingerichtet , mit dem
die Erfahrungen von Benutzern dieser Produkte erkundet werden sollen . Die
Ergebnisse fließen in einen Produktvergleich ein , der demnächst in c't
erscheint . Projektmanagement-Software zu gewinnen Das herstellerunabhängige
Managementsoftware-Informationszentrum informiert über Produkte und Trends zu
den Themen Projektmanagement , Unternehmensführung , Workflow-Anwendungen ,
Zeit- und Prozeßmanagement . Auch wer zusätzliche Informationen zum
Projektmanagement-Schwerpunkt in c't 4/98 sucht , wird dort fündig . Die Website
beschreibt detailliert die benutzten Testprojekte , an denen sich die
Testkandidaten bewähren mußten . LetsBuyIt.com unter Zugzwang Die gerichtliche
Auseinandersetzung zwischen dem Co-Shopping-Anbieter LetsBuyIt.com und Cnited (
unter anderem order8.de ) geht in die dritte und höchstwahrscheinlich
entscheidende Runde . LetyBuyIt hat gegen die am Montag dieser Woche von Cnited
zugestellte einstweilige Verfügung Berufung eingelegt ; zuvor hatte das
Landesgericht Hamburg einen Widerspruch abschlägig beschieden . Der Streit
zwischen den beiden E-Commerce-Unternehmen eskaliert : Am 10.August nimmt sich
das Oberlandesgericht Hamburg der Sache an . Cnited wirft seinem Konkurrenten
LetsBuyIt vor , unter anderem gegen das deutsche Rabattgesetz und das Gesetz
gegen den unlauteren Wettbewerb zu verstoßen . " Die Chancen stehen zu unseren
Gunsten " , äußerte sich Cnited-Vorstandsmitglied Dirk de Pol heute gegenüber
c't . Demgegenüber geht LetsBuyIt-CEO Martin Cole in die Offensive und fordert
die Bundesregierung auf , das alte deutsche Rabattgesetz sofort abzuschaffen .
Wirtschaftsminister Werner Müller macht ihm Mut : Auf einen Zeitpunkt wollte
sich der Minister allerdings nicht festlegen . Ganz gleich wie sich die Richter
entscheiden werden , LetsBuyIt muß jetzt erst einmal sein Geschäftsmodell ändern
und hat seine Rabattstaffelung außer Kraft gesetzt . Je mehr Käufer ein
bestimmtes Produkt erwerben wollen und sich im Web organisieren , desto
preiswerter wird es - das gilt ab heute nicht mehr . Künftig erhält eine
Käufergruppe nur einen genau festgelegten Preisnachlass . Gänzlich unbeeindruckt
von den Querelen zeigt sich die LetyBuyIt-Aktie : Nach einem guten Börsenstart
zu einem Ausgabepreis von 3,5 Euro pendelt das Papier zwischen 5 und 5,6 Euro .
Hintergrund : Sinn und Unsinn eines Börsenganges Wissen Bänker mehr als wir ?
Helmut Krüger , Investment-Manager bei der Gold-Zack AG aus Mettmann , lies sich
auf der CeBIT in die Karten schauen - auf dem Euqity-World-Forum im Obergeschoss
der Halle 18 . Der Beteiligungsmanager , der außerdem Startups beim Gang an die
Börse berät , referierte eine gute halbe Stunde lang über die größten Fehler der
Newcomer - und natürlich darüber , wie man 's nach seiner Ansicht richtig macht
. Zuerst aber musste der geduldige Zuhörer eine Analyse der Börsenlandschaft vor
dem März 2000 über sich ergehen lassen . Damals , so Krüger , seien
Neuemissionen nichts anderes als bessere Pferdewetten gewesen , statt
professionellen Managern leiteten eloquente Talkmaster die Unternehmen und die
Führungsriege erinnerte mehr an " Jugend forscht " denn an erfahrenes Management
. Recht hat der Mann , aber wirklich neu ist das nicht . Derartiges Stochern im
Nebel konnte ja nicht lange gut gehen . Die Sektlaune ist verflogen , und die
Gefühlslage der Börsianer schwanke heute zwischen kollektiver Depression und
blankem Entsetzen . Die Irrationalität treibe neue Blüten , selbst gute
Nachrichten führten zu Ausverkäufen . Und Entwarnung könnte er , Helmut Krüger ,
leider auch noch nicht geben : " Die dramatische Trennung von Spreu und Weizen
wird noch anhalten . " Erste Unternehmen am Neuen Markt denken sogar über ein
Delisting nach . Aber ein Investment-Bänker wäre kein Bänker , wenn er die
Zukunft der Börse nicht in rosigem Licht sähe . Denn die Vorteile eines
Börsenganges liegen für Unternehmen auf der Hand : Aktien vergrößern das
Eigenkapital , erweitern damit die unternehmerische Handlungsfreiheit und
steigern auch den Bekanntheitsgrad der Firma , führt Krüger weiter aus . Konkret
heißt das : Außerdem müsse die Geschäftsidee einen echten Wettbewerbsvorteil
bieten ; Me-too-Kandidaten , die Ideen lediglich kopieren , bleiben demnächst
außen vor . Wissen Bänker mehr als wir ? Eine Prognose wagt Investmentbanker
Krüger am Ende seines Vortrages dann doch noch : Die Boomphase damals sei
genauso übertrieben wie das Blutbad der letzten Monate . Die Zukunft der Börse
sehe rosig aus . Hätten Sie 's gewußt ? Internet-Broker eQ macht den Laden dicht
Den Deutschen scheint die Lust am Internet-Handel mit Aktien und anderen
Wertpapieren vergangen zu sein . Das bekommen jetzt auch die Online-Händler zu
spüren . Die finnische eQ online wirft das Handtuch und schließt den deutschen
Geschäftsbetrieb . Es sei sehr unwahrscheinlich , unter den gegenwärtigen
Marktbedingungen Profitabilität zu erreichen , äußerte sich der Vorstand der
Online-Bänker nach seiner heutigen Sitzung in Frankfurt am Main . Auf der
anderen Seite wolle man auch nicht einseitig die Kosten reduzieren , da dadurch
das hohe Serviceniveau gefährdet würde , meint Vorstandssprecher Morgen Walke
Scior . In Finnland gehe es dem Unternehmen mit über 24.000 Kunden und einem
Marktanteil von neun Prozent aber nach wie vor gut . eQ ist nicht der erste
Internet-Broker , den unter anderem das Gemetzel am Neuen Markt und die
allgemein schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dazu zwingen , den
Kundenbetrieb einzustellen . Im April dieses Jahres musste Systracom die Tore
schließen . Der Bank drohte die Zahlungsunfähigkeit und in naher Zukunft die
vollständige Aufzehrung des vorhandenen Eigenkapitals . Trotzdem gibt sich der
Online-Broker optimistisch und will sogar die 2.600 deutschen Kunden der in
Konkurs gegangenen Finnen übernehmen . Bei den Kunden von eQ online handele es
sich um eine technisch interessierte Klientel , die sehr gut zu uns passen würde
, erklärte Consors-Sprecherin Stephanie Schleidt gegenüber dpa . Wollen Kunden
wechseln , übernimmt Consors die Depot-Übertragungskosten . Neuer Online-Dienst
im September Der besonders unter Fachleuten aus der Computerszene geschätzte
Informationsdienst CNet ( http://www.cnet.com ) will im September mit einem
neuen Online-Dienst ans Netz gehen . " Snap! Online " soll weit über das
gewohnte Themenspektrum von CNet hinausgehen und auch über Sport , Reisen ,
Gesundheit und Finanzen berichten . Der Neuling stünde damit in direkter
Konkurrenz zu Yahoo ( http://www.yahoo.de ) , Pointcast (
http://www.pointcast.com ) oder AOL . Ein Team von rund 30 Redakteuren wird nach
Angaben von CNet für die Aktualität von " Snap! Online " ( http://www.snap.com )
verantwortlich zeichnen . Schon jetzt seien über hundert CNet-Experten mit der
Vorbereitung des neuen Dienstes befaßt . Kurz nach Bekanntgabe der Pläne gab die
CNet-Aktie allerdings um 15 Prozent nach . Denn die hohen Anfangsinvestitionen
dürften dem Unternehmen zunächst einmal rote Zahlen bescheren , und Analysten
schätzen , daß sich Snap! frühestens im dritten Quartal 1998 amortisieren wird .
CNet hält nach wie vor daran fest , Snap! für Benutzer kostenlos anzubieten .
Besucher werden jedoch beim ersten Login ihre Postleitzahlen-Kennung angeben
müssen , die der Dienst dann für die gezielte Verbreitung auch regionaler
Werbung verwenden will . Immer mehr Entlassungen bei US-Dot-coms Mehr als 10.400
Entlassungen soll es im Dezember bei den einstigen Lieblingskindern der Börse
gegeben haben , berichtet das Wall Street Journal in seiner jüngsten Ausgabe ,
19 Prozent mehr als im Vormonat , als bereits 8.789 Internet-Spezialisten den
Hut nehmen mussten . Nach katastrophalen Verlusten an der Börse und enttäuschten
Umsatzerwartungen versuchen viele Unternehmen der New Economy , durch
Personalkürzungen wieder in die Nähe der schwarzen Zahlen zu kommen oder
zumindest die drohende Pleite abzuwenden . In der ersten Jahreshälfte fielen die
Entlassungen noch recht moderat aus : Von Januar bis Juni standen 5.097
Internet-Fachleute plötzlich auf der Straße . Als dann aber ab Mai die
Börsenkurse in den Keller sackten , verdunkelte sich auch der einst so rosige
Arbeitsmarkt für Web-Profis . Insgesamt mussten sich in diesem Jahr 41.515
Arbeitnehmer aus 496 Dot-coms einen neuen Job suchen , schreibt das Wall Street
Journal und beruft sich dabei auf Studien der Personalberatung Challenger , Gray
& Christmas . Englisch-Übersetzer im Westentaschenformat Per Tastatur gibt der
Benutzer die englische oder deutsche Vokabel ein , und Deutsch/Englisch
Professor Plus zeigt die entsprechende Übersetzung auf dem sechszeiligen Display
. Wer bereit ist , knapp 350 Mark auszugeben , braucht im Ausland gar nicht
selbst den Mund aufzumachen ; das Aussprachemodul liest für ihn Sätze wie "
Sorry , I've lost my ticket " vor . Rund 2200 dieser lebenswichtigen Phrasen
beherrscht der vielsprachige Winzling . Darüber hinaus kann man auch eigene
Sätze formulieren und vorlesen lassen . Die Satzmelodie wirkt dann jedoch
stärker abgehackt als bei den bereits vorhandenen Phrasen . Deutsch/Englisch
Professor Plus ohne Sprachausgabe ist mit 229 Mark etwas preiswerter . In beiden
Versionen werkelt ein RISC-Prozessor ; Fehler bei der Eingabe korrigiert eine
automatische Rechtschreibkorrektur . Praktisch bei ausgefallenen Fachausdrücken
: Ein Benutzerlexikon nimmt rund 900 eigene Einträge auf . Die sprachlichen
Fähigkeiten des digitalen Übersetzers lassen sich durch zusätzliche ROM-Karten
für 79 Mark erweitern . Die Bookman-ROM-Karte Deutsch/Italienisch zum Beispiel
enthält etwa 400000 deutsche und italienische Wörter und Redewendungen .
Kostenlos websurfen in der Bücherei Deutschland geht in die Internet-Offensive
und spendiert 1000 Bibliotheken einen Internet-Zugang . Einfache Büchereien
würden so zu Medienkompetenzzentren ausgebaut , sagte Arend Flemming ,
Verbandsvorsitzender des deutschen Bibliothekenverbandes , am heutigen
Donnerstag , dem 28. September , in Essen . Die neu einzurichtenden Netzzugänge
sollen dazu dienen , Besuchern gratis Online-Recherchen zu ermöglichen . Da
bereits mehr als 40 Prozent der rund 2000 deutschen Buchtempel einen Webzugang
anbieten , rückt damit das von Bundeskanzler Gerhard Schröder propagierte
politische Ziel , möglichst allen Menschen einen Zugang zum weltweiten Netz zu
ermöglichen , in unmittelbare Reichweite . Und überhaupt : Wo kann man schon
kostenlos im Web surfen , wenn nicht in der Bücherei um die Ecke ? Für die
Bibliothekare dürfte sich die Aktion deshalb wie eine
beschäftigungskonsolidierende Maßnahme auswirken . Ging der Personalbestand in
den Neunzigerjahren bundesweit um zehn bis 15 Prozent zurück , wird die gute
alte Stadtbibliothek für viele Besucher durch einen kostenlosen Internet-Zugang
wieder an Attraktivität gewinnen . Auch auf diese Weise wirkt das Internet als
Jobmotor . Weniger Investitionen für neue Computer Die schlechten
Konjunkturaussichten in den USA schlagen auch auf die Investitionspolitik der
Unternehmen durch . Wer weniger Geld verdient , kann auch nicht mehr so viel
ausgeben wie früher . Viele Unternehmen haben deshalb angekündigt , die Ausgaben
für neues Computer-Equipment im nächsten Jahr zurückzufahren . Dabei fing alles
so gut an : In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres gaben
US-amerikanische Unternehmen 1,99 Billionen US-Dollar für neue Technologie aus .
Ein respektabler Anstieg , denn im gleichen Zeitraum des vorangegangenen Jahres
flossen nur 1,58 Billionen Greenbacks in Computer , Software , Telekommunikation
& Co. Spätestens als Alan Greenspan , Chef der Federal Reserve Bank , auf seiner
letzten Rede vor einer sich abkühlenden US-Konjunktur warnte , war auch dem
optimistischsten Amerikaner klar : Amerika ist auch nicht mehr das , was es
einmal war . Wenn es im vierten Quartal des Geschäftsjahres nicht so gut läuft ,
sei das besonders signifikant , sagt Thomas Kraemer , Analyst bei Merrill Lynch
& Co . Dann sei die Gefahr groß , dass Budgets eingefroren oder zurückgefahren
würden . Vor genau dieser Situation stehen Wirtschaftsgiganten wie Ford Motor ,
Eastman Kodak oder Whirlpool Corp. , die ihre Ausgaben im Jahr 2001 drastisch
beschneiden wollen . Aber : Erfolg verwöhnt , und sehr großer Erfolg trübt
anscheinend vollkommen den Blick für die Realitäten . Nur so ist es zu erklären
, dass IT-Manager schon in Tränen ausbrechen , wenn die Gewinne voraussichtlich
im nächsten Jahr nicht mehr ganz so kräftig sprudeln wie bisher , schreibt das
Wall Street Journal in seiner jüngsten Ausgabe . Offensichtlich für viele
Herstellern schon ausreichend Grund , sich Sorgen zu machen . Jagd auf Kunden
von eQ online in vollem Gang eQ online wirft das Handtuch . Zum 31. Juli dieses
Jahres stellt der finnische Online-Wertpapierhändler seinen Geschäftsbetrieb in
Deutschland ein , und 2600 Kunden suchen einen neuen Broker . Nach Gesprächen
mit über 60 potenziellen Partnern sei jetzt eine Vereinbarung mit der Consors
Discount-Broker AG geschlossen worden , ließ der Vorstand von eQ online heute
mitteilen . Consors hat vor , Kunden den Wechsel durch ein attraktives
Willkommenspaket zu versüßen , denn jeder eQ-Kunde entscheidet letztlich selbst
, welchen Internet-Broker er demnächst mit seinen Wertpapier-Transaktionen
beauftragen will . Woraus das Willkommenspapier im Detail besteht , wollte
Consors im Gespräch mit c't jedoch noch nicht verraten . Demgegenüber schenkt
comdirect eQ-Tradern reinen Wein ein : Ausserdem übernimmt comdirect in voller
Höhe die Depotübertragungskosten . Aktiengeschäfte übers Internet Zwei deutsche
Institute , die Direkt Anlage Bank und der Discount-Broker Consors , kündigten
zur CeBIT Home ihren Einstieg in das Wertpapiergeschäft via Internet an . Ihr
entscheidender Vorzug gegenüber den Diensten der großen Banken besteht in
drastisch niedrigeren Gebühren . Dafür gibt es allerdings keine Beratung . Die
Direkt Anlage Bank , die Anfang September mit dem neuen Service starten will ,
bietet zunächst nur den Online-Handel mit deutschen Wertpapieren an . Einen
Rund-um-die-Uhr-Service , der wegen der Zeitverschiebung sehr wünschenswert wäre
, bietet Consors allerdings noch nicht : Um 18 Uhr deutscher Zeit ist Feierabend
. Nähere Informationen : ( http://www.diraba.de ) ( http://www.consors.com )
Telekoms Skyper : Jetzt küss' die Alte ! Der Funk-Mehrwertdienst Quix (
http://www.quix.de ) wurde durch die Liebesgeschichte zwischen Nicole und
Rüdiger bekannt . Freunde helfen dem schüchternen Jungen per Funk mit
romantischen Sprüchen aus Romeo & Julia auf die Beine . Die nette Geschichte hat
wohl auch die Deutsche Telekom inspiriert . T-Mobil präsentiert auf der CeBIT
HOME Skyper , das praktischen Taschen-Display für eilige Nachrichten von
Freunden , Reiseangeboten , regionalen Veranstaltungen , Sport und vielem mehr .
Skyper soll am 10. Oktober für einen Preis von 149 DM in die Läden kommen . Die
monatliche Gebühr für die insgesamt zwanzig verfügbaren Programme beträgt 19,90
DM . Durch den neuen Konkurrenten motiviert hat Quix wiederum die Preise gesenkt
. Quix Basic gibt es ab sofort für 79 DM , Quix News ab 179 DM . Für die Basis-
und Zusatzdienste , die Voicebox und dpa-Schlagzeilen fallen keine monatlichen
Gebühren an . Sicherheitslücke bei Bank-24-Konten Kunden der Deutschen Bank 24 ,
die ihre Bankgeschäfte per Web erledigen , setzen ihre Konten unter Umständen
der Gefahr unbefugter Einblicke aus . Kunden , die zum Beispiel ihren
Arbeitsrechner für private Kontotransaktionen benutzen und anschließend ihren
Arbeitsplatz verlassen , laufen Gefahr , dass neugierige Kollegen anschließend
von dort aus in ihren Konten herumspionieren . Dazu genügt schon ein einfacher
Klick auf den Back-Button oder die History-Liste des benutzten Internet-Browsers
. Danach können Schnüffler und Spione alle Banking-Funktionen nutzen , die keine
TAN-Eingabe erfordern . TAN-pflichtige Operationen bleiben vor ihrem Zugriff
geschützt . Der " Session Key " einer Sitzung wird nämlich in der Browser-URL
gespeichert , und Web-Browser pflegen sämtliche URLs einer Internet-Surftour in
ihrer History-Liste sowie im Browser-Cache aufzubewahren . Unangenehme
Konsequenz : Sogar nach einem Neustart des Rechners können sich neugierige
Zeitgenossen noch Zugang zu fremden Konten verschaffen . Glücklicherweise kann
man das Problem aussitzen , denn der " Session Key " ist nur eine begrenzte Zeit
aktiv . Wer vor seinem Rechner zehn Minuten lang ausharrt , ohne eine
Banking-Funktion zu nutzen , kann ihn anschließend beruhigt verlassen - nach
dieser Zeit verliert der aktuelle Key seine Gültigkeit . Lucent hat zu viele
säumige Kunden Lucent Technologies , neben Nortel Networks der größte
amerikanische Telekomausrüster , hat seine Rücklagen für säumige und
zahlungsunfähige Kunden verdoppelt . Es ist nicht das erste Mal , dass Lucent
sein aus Greenbacks bestehendes Ruhekissen aufstockt ; im gleichen Zeitraum des
Vorjahres hatten die Rücklagen noch wesentlich niedriger gelegen . Eine
agressive Verkaufspolitik manövrierte den Spezialisten für optische Netze in die
Bredouille . Um die Umsätze anzuheizen zeigten sich in der Vergangenheit die
Verkäufer von Lucent anscheinend äußerst großzügig , wenn es um
Zahlungsmodalitäten oder um die Vergabe von Krediten ging . Jetzt dämmern ihnen
die Konsequenzen : Im Durchschnitt muss das Unternehmen nicht mehr 89 , sondern
ganze 102 Tage warten , bis Kunden ihre Schulden endlich begleichen . Und manche
Kunden zahlen vielleicht überhaupt nicht , denn der Konjunkturmotor in den USA
läuft zur Zeit nicht mehr so rund wie in den letzten Jahren . Zusätzlich habe es
Missverständnisse zwischen dem Verkaufs-Team und der Finanzabteilung gegeben ;
zum Beispiel seien Kredite falsch verbucht worden , erklärte das Unternehmen .
Der ehemalige Lucent-Chef Rich McGinn hatte bereits im Januar des noch laufenden
Jahres 2000 eine Modernisierungsoffensive angekündigt . Eigentlich sollte diese
Kurzzeit-Initiative bereits zum Jahreswechsel erste Erfolge zeitigen . Leider
machte der Telekommunikationsausrüster in den letzten Wochen eher durch negative
Schlagzeile von sich reden . Unter anderem eine Gewinnwarnung drückte den Kurs
der Aktie um zehn Prozent auf 14 US-Dollar . Ob der Netzwerkspezialist nun das
Schlimmste überstanden hat , ist strittig . Lucent-Chef Schacht jedenfalls macht
in Optimismus und sieht Licht am Ende des Tunnels . Experten aber äußern sich
weiter skeptisch . Lucent sei zwar auf dem Wege der Besserung , sagt zum
Beispiel Paul Silverstein , Analyst bei Robertson Stephens , aber weitere
Enttäuschungen sollten Anleger in Zukunft nicht ausschließen .
Weihnachtsgeschenke umtauschen Nach dem Kaufrausch vor Weihnachten kommt jetzt
der Tauschrausch nach dem Fest . Für alle Heiligabend-Gefrusteten hat RTL eine
Tauschbörse für Weihnachtsgeschenke eingerichtet . Paßt die neue Krawatte nicht
zum Hund oder die sicher lieb gemeinte Zimmerpflanze nicht mehr aufs
Fensterbrett ? Neue Edutainment-CDs auf der CeBIT HOME Neben einer Unmenge an
Action- und Ballerspielen , die es vor allem auf den adrenalinhaltigen
Nervenkitzel abgesehen haben , konnte man auf der CeBIT HOME auch die neuesten
Edutainment-Titel ausprobieren . Heureka Klett ( http://www.klett.de ) zeigte in
Halle zwei Demos seines musikalischen Abenteuerspiels Opera Fatal , eine hybride
CD-ROM , die im November dieses Jahres für 98 DM auf den Markt kommen soll . Im
Opernhaus ist die Hölle los , denn die Partitur für die Aufführung ist gestohlen
worden . Auf der Suche nach den Noten muß der Maestro viele Probleme lösen , und
der Spieler lernt eine ganze Menge über musikalische Stile , Harmonielehre oder
Komponisten - mit vielen Musikbeispielen . Frisch aus dem Brenner präsentierte
Navigo seine " Welt der Wunder " , die CD-ROM-Version der sonntäglichen
Fernsehsendung auf Pro7 . Moderator Henrik Hey gibt einen Einblick in die Welt
der Wale , die Geheimnisse des menschlichen Körpers , Dinosaurier und den
Weltraum . " Welt der Wunder " läuft auf Macs und Wintel-PCs und soll 39 DM
kosten . " Life in the Universe " soll an den großen Erfolg von " Eine kurze
Geschichte der Zeit " anknüpfen , " Mind Revolution " erklärt die Arbeitsweise
des menschlichen Gehirns . Der Ravensburger Verlag hat eine große
Käpt'n-Blaubär-Serie angekündigt . Auf der CeBIT HOME war aber leider erst der
Käpt'n-Blaubär-Bildschirmschoner ( 29 DM ) zu bewundern . Cornelsen Software aus
Berlin zeigt eine Vorabversion seiner interaktiven Weltgeschichte " Historica "
. Das Produkt wird gerade aus dem Italienischen übersetzt und überarbeitet . Der
zweite Teil enthält englische Schreibübungen für Kinder ab sieben Jahren und
kostet 98 DM . Zusammen mit den Schulbuchverlagen Klett , Schroedel und
Westermann will Cornelsen außerdem den Internet-Dienst " Bildung Online " auf
die Beine stellen . Das Angebot richtet sich in der Einführungsphase in erster
Linie an Lehrer und Pädagogen . Der Dienst kann ab Ende des Jahres unter der
Adresse http://www.b-o.de erreicht werden . Mitten unter den Action-Spielen in
Halle drei hatte sich als einer der wenigen EMME interactiv kulturellen Themen
verschrieben . Die meisten Titel laufen nur auf Windows-PCs und kosten zwischen
80 und 90 DM . Kodak meckert über Windows XP Windows XP grenze die Auswahl des
Anwenders ein und leite sie auf die von der Redmonder Firma bevorzugten
Geschäftswege , zum Nachteil anderer Service-Anbieter . Microsoft-Sprecher Jim
Cullinan konterte mit demselben Argument . Kodak wolle seine Software in Windows
XP haben , um " einfach alles , was mit Bildern zu tun hat , selbst zu machen "
. So versuche Kodaks Treiber per Voreinstellung , die eigene Software zu starten
, sogar , wenn die angeschlossene Kamera von einem anderen Hersteller stamme .
Der Treiber war von Microsoft nicht signiert worden und wird daher nicht mit
Windows XP geliefert . Laut Kodak-Sprecher Sanzio hat Microsoft ohne Begründung
abgelehnt , den Treiber zu signieren und auch die Erfordernisse dafür nicht
spezifiziert . Die Kodak-Programme starte der Treiber auch nur , wenn eine
Kodak-Kamera angeschlossen sei . Windows XP enthalte eine Liste mit von
Microsoft bevorzugten Services für Web-basierten Fotodruck , erklärte der
Sprecher . Microsoft plane eine Abgabe von den Firmen einzufordern , die auf
dieser Liste erscheinen wollen . Cullinan bestätigte das , ohne weitere
Einzelheiten zu nennen , wies aber darauf hin , dass die Anwender diese Liste
beliebig ergänzen könnten . Kodak hofft noch , dass Microsoft den Treiber in XP
integriert . Microsoft hingegen verweist auf andere Vertriebswege , etwa über
PC-Hersteller , und deutete an , die Zeit sei mittlerweile zu knapp für den
Einbau des Kodak-Treibers in das neue Microsoft-System . Suns UltraSparc-III-CPU
mit 900 MHz Der Server- und Unix-Spezialist Sun hat angekündigt , die
Workstation Sun Blade 1000 ab Oktober mit einer 900-MHz-Version des
UltraSparc-III-Prozessors auszuliefern . Der Chip wird von Texas Instruments im
0,15-Mikrometer-Kupferprozess mit Low-K-Dielektrikum gefertigt . Zusammen mit
Texas Instruments will Sun dann auch bald in den Gigahertz-Bereich vorstoßen .
Zertifizierungssystem von EU-Kommision gebilligt Nach zweijährigen
Untersuchungen hat die EU-Kommision heute ein Zertifizierungssystem für den
elektronischen Geschäftsverkehr gebilligt , das die Echtheit digitaler
Unterschriften bestätigen soll . Eine Reihe internationaler Großbanken hatte
1999 ein Identrus genanntes Joint Venture gegründet , das Infrastruktur und
Technologie zur sicheren Transaktionsübermittlung bereitstellen soll . Dies
führt nach Ansicht der EU-Kommision nicht zu einer erheblichen Einschränkung des
Wettbewerbs . Das Identrus-System führe insbesondere zu keinem Ausschlußrisiko ,
da es allen offenstehe , heißt es in einer Mitteilung der Kommission . Die
geringen Anteile der mittlerweile 21 Anteilseigner gewährleisten , dass kein
Unternehmen allein die Kontrolle über Identrus habe . Online-Modeshops
unrentabel C&A plant keine Wiederbelebung des vor einem Jahr geschlossenen
Online-Shops . Das erklärte der Chef von C&A Deutschland , Dominic Brenninkmeyer
, am heutigen Montag in Düsseldorf bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für
das abgelaufene Jahr . Der Kunde wolle Mode anfassen und ausprobieren , man sehe
, im Unterschied zu anderen Produkten wie Büchern , bei Bekleidung keinen Markt
im Internet , teilte ein Sprecher auf Anfrage mit . Es habe sich bei dem
C&A-Online-SHOP ohnehin nur um einen Pilotversuch gehandelt , der nach einem
dreiviertel Jahr wegen Unrentabilität eingestellt werden musste ; inwieweit der
Online-Umsatz jedoch prozentual unter den Erwartungen gelegen hat , konnte der
C&A-Sprecher nicht sagen . Auch die amerikanische Wal-Mart-Kette bietet seit
einiger Zeit keine Mode mehr im Internet an . Code Red erwacht Die monatliche
Attacke des Code-Red-Wurms habe bislang ungefähr 800.000 Server betroffen ,
melden US-Nachrichtenagenturen . Das US-Verteidigungsministerium sprach von
einigen Störungen der Netzwerke . Einen Zusammenbruch habe es jedoch nicht
gegeben . Obwohl es gestern so ausgesehen hatte , dass der Angriff des Wurms in
diesem Monat kaum den Umfang des Vormonats erreichen würde , kam es in der
letzten Nacht doch zu einer hohen Anzahl von neu infizierten Rechnern . Der vom
FBI befürchtete Totalzusammenbruch des Internet blieb jedoch aus . Zum " Code
Red " siehe auch in Telepolis : I survived Code Red - Medienhype um einen Wurm
Microsoft holt bei Web-Servern gegenüber Apache auf Nach der aktuellen Analyse
von Netcraft hat das Open-Source-Projekt Apache gegenüber Microsofts Internet
Information Server Marktanteile verloren . Dies liege aber im vergangenen Monat
hauptsächlich daran , dass zwei große US-Webhoster von Solaris auf
Microsoft-Systeme umgestellt hätten , schreibt Netcraft . Apache ist mit mehr
als 58 Prozent noch immer unangefochtener Marktführer , verlor aber 4,3 Prozent
gegenüber dem Vormonat . iPlanet , die Allianz von Sun und AOL , die iPlanet
Enterprise und verschiedene Netscape-Server vertreibt , verlor fast zwei Prozent
und kam auf 4,3 Prozent Anteil . Schachduell : Pocket PC unterliegt Das
Schachprogramm " Pocket Fritz " , das auf Windows-CE-Rechnern läuft , hatte im
Kampf gegen die Spitzengroßmeister Michael Adams und Peter Leko noch keine echte
Chance . Nur einen halben Punkt aus vier Partien konnte es beim Chess Classic
Mainz 2001 erreichen - was immerhin dem Niveau eines Internationalen Meisters
entspricht . Der Name des von Chessbase vertriebenen Programmes ist etwas
irreführend : Pocket Fritz beruht nicht auf dem Code des bekannten PC-Programmes
Fritz , sondern auf dem des mehrfachen Computerschach-Weltmeisters Shredder von
Stefan Meyer-Kahlen . Dieser meinte im Vorfeld in einem Interview , " ein halber
Punkt wäre super " . RWE Powerline will 300.000 Kunden in drei Jahren Für
Michael Laskowski ist der 2. Juli ein besonderer Tag : Der Geschäftsführer der
RWE-Tochtergesellschaft Powerline machte wahr , worüber die Branche bereits seit
Jahren redet - das Internet aus der Steckdose . Anfang dieser Woche hat die RWE
Powerline GmbH den kommerziellen Betrieb der neuen Technik in den
Ruhrgebietsstädten Essen und Mülheim aufgenommen . Das Unternehmen ist damit
bundesweit der erste Anbieter in einem Geschäft , von dem sich künftig auch
andere Stromversorger zusätzliche Gewinne versprechen . In drei Jahren sollen es
im gesamten Versorgungsgebiet der RWE zehn Prozent oder 300.000 Kunden sein ,
sagt Pressesprecher Andreas Preuss . " Wir werden bis Ende 2001 noch in weiteren
Städten den Internet-Zugang über die Steckdose anbieten . " In Konkurrenz steht
Powerline vor allem mit dem TV-Kabelnetz , das die Telekom unlängst an die
US-Gruppe Liberty Media verkauft hat . Doch die Aufrüstung des maroden Netzes zu
einem hochmodernen und multimediafähigen Breitbandnetz wird nicht nur
Milliarden-Summen verschlingen , sondern auch Zeit in Anspruch nehmen . Gernot
Koch , Geschäftsführer der Fourier Consulting GmbH in Köln , sieht deshalb gute
Chancen , dass RWE mit Powerline zu einem wichtigen Marktspieler werden könnte :
" Wenn man sich jetzt aufs Gas stellt , stehen die Chancen gut . " An der
technischen Machbarkeit von Powerline zweifeln nur noch die wenigsten . Und
Powerline soll noch mehr können : Nämlich die Hausgeräte über das Internet
steuern - ob Heizung , Kühlschrank oder Licht . Diese Telematikdienste sind die
eigentlichen Vorteile der Technik . Auch die RWE-Konkurrenten haben diese
Möglichkeiten erkannt . Noch in diesem Herbst will Oneline ihren Feldversuch
abschließen und in ausgewählten Städten in Norddeutschland an den Start gehen .
Die EnBW plant für September in der ostwürttembergischen Stadt Ellwangen die
Markteinführung . Dann werde sich zeigen , wie groß der Bedarf bei den Kunden
nach der schnelle Datenkommunikation sei , meint Firmensprecher Klaus Wertel .
Unternehmensberater Koch sieht hingegen ein ganz anderes Problem auf die Branche
zukommen . In Deutschland seien die Grenzwerte für die elektromagnetische
Verträglichkeiten Hightech-Uniform für Soldaten Wissenschaftler der US-Army
entwickeln eine Hightech-Uniform , berichtete das Boulevard-Blatt Daily
Telegraph : So genannte Nano-Partikel im Stoff sollen Farbe und Textur der
Umgebung erfassen und das Aussehen der Uniform entsprechend verändern können .
Der Träger kann E-Mails empfangen und bekommt genaue Informationen über den
eigenen Standort und den der Gegner . Mediziner sollen den Gesundheitszustand
überwachen und schon im Vorfeld entscheiden können , welcher Soldat wie
behandelt werden muss . Nach dem Bericht wird der Helm der Wunderuniform
Laserschutz , Computerdisplay , Zielsensoren und natürlich das
Hightech-Äquivalent zur überkommenen Gasmaske enthalten . Der Pressesprecher des
US Army Soldier Center in Natick erwartet , dass die neue Uniform um das Jahr
2010 einsatzbereit sein wird . Vermutlich werden Infanteriegefechte dann eher
mit Störsendern als mit Gewehren ausgetragen - auch ein Fortschritt . Mehr dazu
in Telepolis : Die Uniform wird zur Aderpresse , der Soldat zum
Versuchskaninchen . Telekom übernimmt Mehrheit an kroatischer
Telefongesellschaft Die Deutsche Telekom übernimmt die Mehrheit an der bislang
staatlichen kroatischen Telekom HT . Die kroatische Regierung habe dem Verkauf
von weiteren 16 Prozent der Aktien an den Bonner Konzern zugestimmt ,
berichteten die Zeitungen am Dienstag in Zagreb . Ein Telekom-Sprecher
bestätigte die grundsätzliche Einigung . Die Detailverträge würden jetzt
ausgearbeitet . Außerdem sei noch eine Zustimmung des Aufsichtsrates des Bonner
Konzerns erforderlich . Damit kontrolliert die Telekom künftig 51 Prozent . Mit
etwa 11000 Angestellten ist die HT eine der wichtigsten Firmen in Kroatien .
Tualatin statt Crusoe Niedriger Stromverbrauch ist eine der Hauptforderungen auf
dem Markt für Pizzabox-Server . Kein Linux mehr auf Desktop-Rechnern von Dell
PC-Hersteller Dell wird keine Desktop-Rechner mit vorinstalliertem Red-Hat-Linux
mehr anbieten . Eine Sprecherin der Firma begründete dies gegenüber heise online
mit der geringen Nachfrage , schloß aber nicht aus , dass künftig wieder
alternative Betriessysteme angeboten werden , sofern genügend Kunden dies
wünschen . Auch für Speziallösungen stünde Linux nach wie vor zur Verfügung .
Schon vor einiger Zeit hatte Dell die Meinung geäußert , Linux' Stärken lägen
eher im Server- und Back-Office-Bereich , sodass dieser Schritt eigentlich nicht
überraschend kommt . Im Dezember vergangenen Jahres hatte Dell noch in ein
Desktop-Linux investiert und sich finanziell bei der Firma Eazel engagiert , die
eine benutzerfreundliche Desktop-Oberfläche für Linux entwickelten wollte . Nach
der Pleite von Eazel im Mai dieses Jahres scheint sich das Management von Dell
aber andere Prioritäten gesetzt zu haben und wendet sich daher nun auch von
Linux auf Dell-Desktops ab . Rückgang beim PC-Absatz in Europa Die Verringerung
von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr sei der Schwäche im Einzelhandel
zuzuschreiben . Die Marktforscher-Kollegen von IDC hatten dagegen dem PC-Markt
in Westeuropa noch ein leichtes Wachstum von einem Prozent bescheinigt . In den
drei größten Märkten dieser Region belief sich der Absatzrückgang in Deutschland
auf 11,9 Prozent . In Großbritannien wurden 7,3 Prozent weniger Computer
verkauft , während in Frankreich ein Zuwachs um genau diesen Wert konstatiert
wurde . IDC hatte zumindest ein ähnliches Verhalten in den einzelnen Ländern
festgestellt und vergleichbare Verhältnisse angegeben , wenn auch der Rückgang
in Großbritannien und Deutschland nicht ganz so massiv ausgefallen sein soll .
Fußball-WM der Roboter In Seattle beginnt mit dem RoboCup die fünfte
Fußball-Weltmeisterschaft der Roboter . Über 100 Teams aus 23 Ländern werden
eine Woche lang ihre kybernetischen Schützlinge gegeneinander antreten lassen .
Die Teams werden in vier Gruppen aufgeteilt : zwei nach "Spieler"-Größe , eine
Gruppe für vierbeinige Sony-Roboter , und auch reinen Simulationsprogrammen wird
ein Vergleich ermöglicht . Grundregel ist autonomes Verhalten : Die
Roboter-Mannschaften werden während des Spieles von externen Rechnern
funkgesteuert , Eingriffe der Betreuer sind nicht erlaubt . Auch die einzelnen
Mannschaftsmitglieder vieler Teams " verständigen " sich über Funk . Letztere
ermöglichen über einen Spiegel Rundumsicht . Es ginge ja nicht nur um Fußball ,
heißt es , zumal die Roboter sowieso keine Füße haben , sie bewegen sich auf
Rädern und verfügen über eine separate Schußvorrichtung , sondern um künstliche
Intelligenz beziehungsweise ein Probierfeld für diese . Der Anwendungen gebe es
viele für die weiterentwickelten Roboter , von medizinischen Operationen und
Brandbekämpfung ist die Rede . Derzeit steckt man sich jedoch noch geringere
Ziele : In 50 Jahren sollen humanoide KI-Kicker den menschlichen Weltmeister
besiegen : Ein an die 60er Jahre erinnerndes Szenario , als das
Lieblingsspielzeug der universitären KI-Forscher noch Schach hieß und ähnliche
Erfolge angekündigt wurden . Zwar wurde hier der menschliche Weltmeister schon
von einem Programm geschlagen , jedoch war dafür nichts weniger als künstliche
Intelligenz verantwortlich . Ob angesichts der Tatsache , dass die heutige
Roboter-Generation nicht einmal die Schußstärke variieren kann , der angestrebte
Zeitrahmen von 50 Jahren realistisch ist , darüber lässt sich nun pfleglich
streiten . Sollte es jedoch wirklich zu einem Mensch-Maschine-Wettkampf im
Fußball kommen , könnte das Problem des Foulspiels zu einer neue Herausforderung
werden . Man stelle sich einen zum Schiri schielenden und gegebenenfalls
gnadenlos holzenden Roboter vor ... Prototyp des VIA KT266A im Test Der
taiwanische Chiphersteller VIA hat unter dem Namen KT266A eine neue Revision des
KT266-Chipsatzes für den AMD Athlon und Duron vorgestellt . Die technischen
Daten haben sich nicht geändert : Der KT266A unterstützt DDR-Speichermodule (
Double Data Rate ) nach PC1600- und PC2100-Norm und kann den Frontside-Bus mit
100 oder 133 MHz ( FSB200 , FSB266 ) takten . Alle Messungen durchgeführt mit
256 MByte Hauptspeicher , Grafikkarte mit Nvidia GeForce 2 GTS Der
Geschwindigkeitsvorsprung von drei bis vier Prozent bringt den KT266A knapp an
die Spitze der DDR-Chipsätze für AMD-Prozessoren . Er liegt damit vor dem
AMD-761 und SiS735 und noch deutlicher vor dem ALi Magik 1 . Vom letzteren hat
der Hersteller ALi zwar auch eine schnellere Revision angekündigt , doch zu
sehen ist davon noch nichts . Bleibt zu hoffen , dass die Mainboard-Hersteller
ihre Produktion schnell auf den KT266A umstellen und die damit bestückten Boards
für die Kunden kenntlich machen . Fujitsu und NEC mit Produktionsstopp Die
Chiphersteller Fujitsu und NEC haben angekündigt , die Halbleiterproduktion in
mehreren japanischen Fabriken zeitweilig einzustellen . Fujitsu wird noch in
diesem Monat in drei Produktionsanlagen fünf Tage Pause einlegen . Die
betroffenen 5.000 Angestellten sollen währenddessen 90 Prozent ihres normalen
Gehaltes beziehen . Bei NEC dauert der Produktionsstopp in drei südjapanischen
Anlagen bis Freitag . Eine weitere Fabrik wird erst am kommenden Mittwoch wieder
in Betrieb genommen . Insgesamt 2.700 Mitarbeiter müssen zu Hause bleiben , für
80 Prozent ihrer Bezüge . Grund sei die deutlich gesunkene Nachfrage , die sich
in einer mageren Auslastung der Fabriken von weniger als 70 Prozent
niederschlage , teilten die Firmen mit . Betroffen von dem schwächelnden Partner
ist auch Siemens mit deutlichem Kursrückgang der Aktie . Einkaufs-Flops bei Sun
Sun Microsystems hat eingeräumt , mit drei Firmenkäufen Flops gelandet zu haben
, meldet der Newsdienst CNet unter Berufung auf Dokumente , die Sun bei der
US-Handels- und Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission ( SEC )
eingereicht hat . Der Erwerb des von Sun als " Information Appliance Pioneer "
bezeichneten Startups Diba im Jahr 1997 , des Storage-Herstellers Encore im
gleichen Jahr sowie des Software-Unternehmens NetDynamics 1998 hätten sich als
unglücklich herausgestellt , hieß es bei Sun , wohl in Vorbereitung auf die
jährliche Aktionärsversammlung am 7. November dieses Jahres . Die
Diba-Technologie zur Einbindung von Java in Set-Top-Boxen wurde nach
anfänglicher Euphorie einer " Strategieänderung " geopfert ; Encores
Storage-Lösungen hat Sun zugunsten eines Deals mit Hitachi aufgegeben ; und der
Einsatz von NetDynamics Softwareprodukten sei wegen finanziellen Kürzungen nicht
mehr geplant . Auch die Übernahme von Cobalt Networks habe nicht alle Hoffnungen
erfüllt . Sun macht dafür die allgemeine Rezession verantwortlich . Das FBI gibt
Sicherheitstipps Das SANS-Institut hat in Zusammenarbeit mit der
US-Bundespolizei FBI eine Liste der 20 am häufigsten ausgenutzten
Sicherheitslücken in Computersystemen veröffentlicht . Das Institut führt in den
Top Twenty sieben allgemeine Probleme , sechs Windows-Verwundbarkeiten sowie
sieben Lücken unter Unix auf . Die Liste der bekanntesten Software-Fehler sei
erstellt worden , um die häufigsten Ursachen für erfolgreiche Angriffe bekannt
zu machen . Einige Tools zur Ermittlung von Sicherheitslücken würden zwischen
300 und 800 mögliche Verwundbarkeiten anzeigen , doch die in der Liste
aufgeführten seien für die weitaus meisten Probleme verantwortlich . Transmeta
setzt auf Embedded Devices Die Chipschmiede Transmeta plant , den
Crusoe-Prozessor verstärkt in Embedded Systems unterzubringen . CEO Mark Allen
sagte , in einem Jahr könnte der Umsatz in diesem Segment vergleichbar mit dem
des Notebook-Markts sein . Die Vorteile des Marktes für Embedded Systems lägen
in den langfristigen Verträgen , sagte Analyst Dean McCarron von Mercury
Research . Es seien hier durchaus gute Geschäfte zu machen . Dennoch sei der
Start des Crusoe im Notebook-Markt nicht schlecht gewesen . Dafür bricht
Transmeta nun anscheinend ein zweiter Markt weg , in dem die Firma hoffte , den
Crusoe-Prozessor platzieren zu können : Die Hersteller von ultrakleinen Servern
mit den Transmeta-CPUs stecken in der Krise . Transmeta jedenfalls gibt sich
trotz schlechter Nachrichten optimistisch . Die neue Roadmap wollen die
Prozessorbäcker noch in diesem Monat vorstellen . Herz aus Titan und Plastik
implantiert An der Universität Louisville wurde das erste vollständig künstliche
Herz erfolgreich implantiert . Es besteht aus Titan und Plastik und hat in etwa
die Größe einer Grapefruit . Das " AbioCor " genannte Kunstherz der Firma
ABIOMED arbeitet völlig autark . Die Stromzufuhr wird von einem internen
Controler geregelt . Der interne Akku wird über Induktionsspulen von einem
externen Akku aufgeladen , sodass keine Anschlüsse oder Kabel aus dem Träger
ragen . Um ungefähr 60 Tage soll damit das Leben des Patienten verlängert werden
, der sonst innerhalb der nächsten 30 Tage verstorben wäre . Das rund 75.000
Dollar teure AbioCor reagiere auf Änderungen der Belastung des Körpers und sende
ständig Daten über seinen Zustand an einen externen Überwachungsmonitor ,
erklärte einer seiner Erbauer . AbioCor wiegt ungefähr ein Kilogramm . Die
interne Stromversorgung reicht für eine halbe Stunde , die externen Akkus müssen
alle 4 Stunden aufgeladen werden . Mehr in Telepolis : Künstliches Herz anstatt
biologischem Herz Kurzarbeit im Silicon Valley Die schwächste Woche seit Beginn
der ökonomischen Krise in den USA führte im Silicon Valley zu umfangreichen
Sparmaßnahmen . Viele Firmen baten nach US-Medienberichten ihre Angestellten ,
sich eine Woche freizunehmen - oder ordneten dies an . HP-Mitarbeiter sollen
freiwillig acht Tage freinehmen oder auf zehn Prozent Lohn verzichten . Um
Entlassungen vermeiden zu können , werden von einigen Firmen auch ungewöhnliche
Sparideen umgesetzt ; so soll teilweise nur noch von Montag bis Donnerstag
gearbeitet werden , ohne Lohnausgleich . Greenpeace weiterhin im Clinch mit Elf
Im Streit um den Domainnamen " www.oil-of-elf.de " hat Greenpeace jetzt Berufung
gegen das Urteil des Landgerichts Berlin eingelegt . Die
Umweltschutz-Organisation hatte auf Internetseiten , die über diese URL
erreichbar waren , über die Mitverantwortung des Elf-Konzernes für
Umweltskandale in Rußland berichtet . TotalFinaElf hatte den Rechtsstreit um die
Domain in erster Instanz gewonnen . Greenpeace transferierte die Seite daraufhin
auf die eigene Homepage . Mit dem Berufungsverfahren rechne man gegen Ende
dieses Sommers , erklärte ein Greenpeace-Sprecher und bekräftigte nochmals , daß
man alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen werde . TotalFinaElf hatte nur
gegen die Verwendung des Domain-Namens geklagt , nicht etwa gegen den Inhalt der
Internetseite . Oracle setzt auf indische Programmierer Der Löwenanteil des
Geldes soll in Oracles indische Software-Entwicklungs-Zentren fließen , um
besser von der großen Anzahl preiswerter Programmierer profitieren zu können .
Schon Anfang Juni hatte Oracle Pläne zum Ausbau seiner Entwicklungszentren in
Bangalore und Hyderabad bekannt gegeben . Die Waffen des Widerstands Zum
Beispiel Kampagnen gegen die Globalisierung organisieren . Einer der Kreuzzügler
wider international agierende Konzerne , Han Soete , nennt das " eine sehr
pragmatische Entscheidung " . So zumindest zitiert ihn heute das Wall Street
Journal . Soete , der beruflich Web-Design lehrt , gehört zu den Initiatoren des
" Summer of Resistance " . Organisiert wird dieser über verschiedene
Internetseiten , auf denen unter anderem zu gewaltlosen Demonstrationen in
verschiedenen Städten Europas aufgerufen wird , etwa in Göteborg , wo es
trotzdem zu Ausschreitungen kam . Soete meint , dass die Kampagne gegen
Globalisierung ohne das Internet , also ohne die Technik der Unternehmen , gegen
die sich der Protest eigentlich richtet , unmöglich wäre . " In allen
Revolutionen haben die Leute die Waffen ihrer Feinde benutzt " , sagte Timothy
Genot , ein Mitarbeiter von Soetes unabhängiger Mediengruppe " IndyMedia " , mit
leisem Anklang an Marx' " Totengräber des Kapitalismus " . Keine Gratis-Dienste
mehr von 1&1 Ab 1.9.2001 werden die kostenlosen Angebote des
1&1-Applikations-Portals gestrichen . Ein Sprecher des Unternehmens begründete
das mit Inkompatibilitäten des für die Gratisdienste zuständigen Mailservers zu
neu gekaufter Technik . Er verwies auf die kommerziellen Angebote , die die
bisher kostenlosen Inhalte ja sowieso mit abdecken würden ; daher sei auch nicht
geplant , das Gratis-Portal zukünftig wieder zur Verfügung zu stellen . Der
PCI-Bus der Zukunft heißt " Arapahoe " Im Verein mit IBM , Microsoft , Compaq
und Dell bastelt Chiphersteller Intel an einem Nachfolger des PCI-Busses namens
" Arapahoe " . Dies gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt .
Während einer Tagung der PCI-SIG stellte das Konsortium die Spezifikationen des
offenen Standards vor . " PCI lebt weiter in Arapahoe " , sagte
PCI-SIG-Präsident Tipley . Während PCI die gestellten Anforderungen heute und in
den nächsten Jahren erfülle , seien doch schon Anwendungen absehbar , die von
den Vorteilen Arapahoes profitierten . Viele technische Einzelheiten waren
allerdings noch nicht zu erfahren ; so soll der serielle Bus , der als " Third
Generation I/O " schon früher von Intel angedeutet wurde , skalierbar sein und
mit einem Datendurchsatz von bis zu 2,5 Gigabit pro Sekunde arbeiten . Der
Code-Red-Wurm tritt seit gestern anscheinend in mutierter Form auf . Während der
Anti-Viren-Software-Hersteller Symantec von CodeRed.v3 spricht , den man noch
analysieren müsse , ist in diversen Newsgroups vom Auftauchen eines Code Red II
zu lesen . Der Wurm verfügt über einen geänderten IP-Scanning-Algorithmus , um
Rechner zu finden , die noch infiziert werden können . Er generiert Zieladressen
, die zur Hälfte aus dem gleichen Class-A-Netz stammen wie der befallene Rechner
( zum Beispiel 192.x.y.z ) und zu drei Achteln aus dem gleichen Class-B-Netz (
192.168.x.y ) , was zu einer stärkeren Verbreitung im jeweiligen lokalen Netz
beiträgt . Die restlichen IP-Adressen werden zufällig erzeugt . Weiterhin nistet
sich Code Red II als " Explorer.exe " ins Stammverzeichnis der Laufwerke C: und
D: ein , kopiert die Datei " cmd.exe " als " root.exe " ins Skripte-Verzeichnis
und startet danach das betroffene System neu . Vermutlich ist der Wurm überdies
in der Lage , die Windows File Protection abzuschalten . Fujitsu-Siemens rüstet
Lufthansa mit Notebooks aus Die Lufthansa wird 3500 Cockpits mit
Lifebook-Notebooks von Fujitsu-Siemens ausstatten . Die Rechner sollen
hauptsächlich zur effizienteren Berechnung der Antriebskraft genutzt werden und
Informationen zu allen Lufthansa-Maschinen , Flughäfen sowie Wetterbedingungen
enthalten . Mit Hilfe von speziellen Update-Terminals will Lufthansa sie vor
jedem Start aktualisieren . Auch zu Schulungszwecken , zur Flugvorbereitung und
als elektronische Bibliothek würden die Notebooks eingesetzt .
Halbleiterindustrie liegt danieder Der Bericht des Industrieverbandes
US-amerikanischer Halbleiterhersteller Semiconductor Industry Association ( SIA
) weist für den Juli einen weltweiten Umsatzrückgang von 37,2 Prozent zum
Vorjahresmonat aus . Gründe dafür seien die allgemeine Rezession und hohe
Lagerbestände , sagte SIA Präsident George Scalise . In der SIA sind mehr als 90
Prozent der US-amerikanischen Chip-Hersteller vertreten . Der Rückgang ist mit
mehr als 50 Prozent zum Vorjahreszeitraum besonders in den USA drastisch ,
während in Asien nur knapp 30 Prozent und in Europa 34 Prozent weniger verkauft
wurde . Der Quartalsvergleich zeigt ein Minus von 20 Prozent zum ersten Quartal
2001 . Nach Angaben des Verbandes ist die Talsohle aber damit erreicht .
Schrumpfende Lagerbestände und eine bessere Auftragslage sollen zu
Stabilisierung im dritten und Wachstum im vierten Quartal führen - im Vergleich
mit dem jeweils vorherigen Quartal . Nachdem sich die Prognosen des Verbandes in
der Vergangenheit allerdings häufig als sehr optimistisch erwiesen , sind
Analysten skeptisch . Es gebe keine Anzeichen für eine Verbesserung der
Marktbedingungen , sagte Analyst Tim Mahon vom Investmenthaus Credit Suisse
First Boston gegenüber CBS . Die Kapazitätsauslastung der Branche läge noch weit
unterhalb des normalen Niveaus . Oracle schließt Sicherheitslücke
Datenbank-Spezialist Oracle hat einen Patch veröffentlicht , der ein kürzlich
entdecktes Sicherheitsloch stopfen soll . In Oracles Datenbank-Server 8i kann
ein Angreifer einen Buffer Overflow provozieren und damit die volle Kontrolle
über die Datenbank , unter Windows sogar über das gesamte System übernehmen ,
fand COVERT Labs heraus . Verantwortlich dafür ist der TNS-Listener , der über
ein API die protokollunabhängige Netzwerk-Kommunikation bei Datenbankabfragen
steuert . Mit an bestimmte Kommando-Strings angehängtem Code wird dann der
Stacküberlauf provoziert . In der neuesten Version 9i soll das Problem nicht
mehr auftreten . Taxiruf per SMS Um ein Taxi zu ordern , ist in der Regel ein
Anruf nötig . In Irland soll das demnächst auch per SMS möglich sein . Der
Taxi-Unternehmer City Cabs und die Startup-Firma E-Taxi wollen sich dabei zu
Nutze machen , dass die Iren begeisterte Kurznachrichtenschreiber sind , die
offenbar die mehr oder weniger zeitraubende Eingabe einer kurzen Sprachnachricht
vorziehen . Der getippte Taxiruf wird nach Angaben der Betreiber von einer
Zentrale entgegengenommen und automatisch zu einem Taxi in der Nähe
weitergeleitet . Die beiden Unternehmen planen weiterhin , den Fahrgästen ein
kombiniertes Web- und SMS-Portal zur Verfügung zu stellen . Diese könnten dann
nicht nur ihre Kinokarten vom Taxi-Rücksitz aus bestellen , sondern auch gleich
noch ein bisschen surfen . Sony-Rückrufaktion halb so teuer Dies berichtet heute
die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den japanischen Hersteller .
Obwohl der Verlust durch die Produktionspanne wohl geringer als erwartet
ausfällt , strafte die Börse den japanischen Hersteller heute ab ; die
Sony-Aktie fiel um 4,48 Prozent . MobilCom testet Bezahlen mit dem Handy Ab
Oktober möchte MobilCom das Bezahlen per Handy ermöglichen ; ein Test über drei
Monate mit 1000 Kunden soll die Stabilität des Systems gewährleisten . Die
Transaktionen sollen in Sekundenschnelle vorgenommen werden , sofern Verkäufer
und Käufer Kunden der MobilBank sind - die Telefongesellschaft hatte das
Geldinstut zusammen mit der Landesbank Baden-Württemberg Anfang dieses Jahres
gegründet . Eine Bezahlung in einem Online-Shop erfordert bei dem System die
Übersendung der Handynummer , sodann kommt der Betrag als SMS zurück . Diesen
muss man an die MobilBank schicken , die den Auftrag dann verbucht und
Bestätigungen an den Überweisenden und den Empfänger schickt , erklärte ein
Sprecher von MobilCom . Er hob hervor , dass keine vertraulichen Daten wie
Kreditkartennummern mehr versendet werden müssten . Auch Transaktionen zwischen
Privatpersonen sollen kein Problem sein ; wenn der Empfänger bei einer anderen
Bank ist , wird eine normale Überweisung durchgeführt . Handy-Besitzer , die
diesen Service nutzen wollen , müssen sich allerdings für die Bankgeschäfte eine
zweite PIN merken . Schlechte Zeiten für Telefonkartensammler Der europäische
Markt für Telefonkarten wird auch in den nächsten Jahren Umsatzeinbußen
hinnehmen müssen , schreibt das Marktforschungsunternehmen Frost & Sullivan in
der Studie " The European Prepaid Disposable Calling Card Market " , die für
3000 Euro bei dem Unternehmen zu beziehen ist . Ab 2007 jedoch solle der Markt
auf diesem Niveau bleiben ; die zentrale Aufgabe bestünde nun darin , " den
Rückgang zu managen " . Das zunehmende Bewußtsein um die hohen Mobilfunktarife
sowie intelligente Kombinationslösungen würden langfristig zu einer
Stabilisierung führen , verhaltener Optimismus sei daher angebracht , resümiert
die Studie . Janus-Konzept für UltraSparc V Gerade erst ist der UltraSparc III
mit 900 MHz fertig , da rührt Sun schon die Werbetrommel für seine übernächste
Prozessor-Generation . Der UltraSparc V soll zwei Seelen in seiner Brust haben
und wahlweise mit SMT ( Simultanious Multithreading ) oder ILP ( Instruction
Level Parallelism ) arbeiten . ILP , wie beispielsweise in Intels Itanium
verwendet , eignet sich besser für Workstations , die in einzelnen Threads hohe
Rechengeschwindigkeit benötigen , während SMT , bekannt aus den Vorhaben für den
ursprünglich geplanten Alpha-EV8-Prozessor , für Serveranwendungen mit vielen
Threads günstiger ist . Diese Zweigleisigkeit vergrößere zwar den Prozessorchip
( das Die ) , doch in erträglichem Maße , da viele Baugruppen von beiden
Betriebsmodi genutzt würden , hieß es bei Sun . Die avisierte Taktfrequenz liege
jenseits der 1,5-GHz-Marke . Man darf vor allem auf die SMT-Umsetzung gespannt
sein ; die Messlatte wird wohl IBMs Power4-Prozessor darstellen . Mehr zum
UltraSparc V will Sun im Oktober auf dem Microprocessor Forum in San Jose
verraten . CodeRed/SirCam : Virtuelle Würmer und reale Schädlinge Die virtuellen
Würmer und ganz realen Schädlinge CodeRed und SirCam rasen durch das Internet .
Beide allerdings profitieren dabei von Unvorsichtigkeit - nur sind dieses Mal
nicht nur die Anwender , sondern zumindest bei CodeRed auch die Administratoren
unvorsichtig . Der Server-Wurm CodeRed existiert mittlerweile in vier Versionen
. CodeRed.v2 verfügt über eine nur leicht geänderte Scanroutine und verhunzt
keine Webseiten mehr , trat aber schon während der ersten Verbreitungswelle im
Juli auf und unterscheidet sich ansonsten nicht von der Ur-Version . Vor einigen
Tagen tauchte CodeRed.v3 auf , auch CodeRedII genannt . Dieser verbreitet sich
mittels eines anderen IP-Scanning-Algorithmus noch schneller und installiert
zudem eine Hintertür auf den betroffenen Servern . Diese kann außerdem nicht
einfach dadurch entfernt werden , dass man die angelegten Dateien ( "
Explorer.exe " , " Root.exe " ) löscht . Einzelheiten dazu gibt es bei eEye .
Die neueste Form des CodeRed-Wurms , Version vier , soll zusätzlich DoS-Attacken
gegen Windows-98-Rechner ausführen . Dabei wird der betroffene Computer mit
einer Vielzahl von ARP-Requests gequält , was zu einer hohen Prozessorauslastung
führt und den Rechner zeitweise unbenutzbar macht . Allen CodeRed-Varianten
gemeinsam ist , dass sie eine Sicherheitslücke in Microsofts Internet
Information Server ( IIS ) ausnutzen , die mit einem seit Juni verfügbaren Patch
geschlossen werden kann . Alle CodeRed-Versionen befallen laut eEye nur unter
Windows 2000 betriebene Server , NT 4 soll abstürzen , wenn der Wurmcode
ausgeführt wird . Network Associates ( NAI ) schätzt nach einer Hochrechnung die
Anzahl gegenwärtig durch CodeRed infizierter Hosts auf 250.000 bis 300.000 .
Damit hat der zweite Ausbruch von CodeRed den ersten überflügelt . Dieser Wurm ,
der unter anderem private Dateien verschickt , ist schon seit einigen Wochen
bekannt , breitet sich aber noch immer rasend schnell aus . Nach US-Berichten
soll er ein geheimes Dokument des ukrainischen Präsidenten , das auch einen
Zeitplan seiner Auftritte an verschiedenen Orten enthielt , an den Betreiber
einer ukrainischen Webseite verschickt haben . Da wundert es nicht , wenn SirCam
bereits in der Sophos-Liste der meistverbreiteten Viren und Würmer mit 65
Prozent weit vor dem mit zehn Prozent zweitplatzierten "Magistr"-Virus liegt .
Siehe dazu auch : Computer gegen Kramnik : Wird " Fritz " benachteiligt ?
Schach-Exweltmeister Garri Kasparow kritisiert auf seiner Webseite mit harschen
Worten die Konditionen des geplanten Matches zwischen seinem Nachfolger Wladimir
Kramnik und dem Computerprogramm Fritz . Kasparow hatte 1997 in einem ähnlichen
Wettkampf gegen den Großrechner Deep Blue unter deutlich schlechteren
Bedingungen den Kürzeren gezogen . Gewinnt Kramnik , bekommt er die gesamte
Summe , bei unentschiedenem Ausgang erhält er 800.000 und im Falle einer
Niederlage noch 600.000 US-Dollar . Kramnik , der das auf einem Rechner mit acht
Prozessoren laufende Fritz-Programm nicht für schwächer hält als
Kasparow-Bezwinger Deep Blue , möchte zeigen , dass die Menschen nach wie vor am
besten Schach spielen können . Kasparow hingegen hält die Matchbedingungen für
unfair und den Vergleich mit seinem verlorenen Match offenbar für unzulässig .
Der Weltmeister sei vor allem dadurch , dass er lange vor dem Match eine Kopie
des Programmes erhalten soll , im Vorteil . ChessBase-Mitinhaber Frederic
Friedel bestätigte gegenüber heise online , dass Kramnik die aktuelle
beta-Version von Fritz7 bereits erhalten habe . Das Programm dürfe funktional
tatsächlich nicht mehr verändert werden . Kramnik bekomme jedoch das im
Wettkampf verwendete Eröffnungsbuch des Programms nicht . Trotzdem würden
ungefähr 70 Prozent der Varianten aus der Verkaufsversion des Buches stammen .
Während des Matches dürfen dann nach den vereinbarten Bedingungen zwischen zwei
Partien nur noch maximal zehn Züge im Eröffnungsbuch geändert werden . Die das
Programm benachteiligenden Konditionen seien vom Veranstalter Braingames
verlangt worden . " Wir fühlen uns geschmeichelt , dass Braingames Fritz für so
stark hält " , kommentierte Wüllenweber . Schach-Tiger gewinnt
Großmeisterturnier Das Programm Chess Tiger hat ein Großmeisterturnier in
Argentinien mit zwei Punkten Vorsprung gewonnen . In elf Partien ließ es nur
drei Remis zu und schlug acht Gegner . Das für rund hundert Mark im Handel
erhältliche Programm lief dabei auf einem handelsüblichen Pentium III mit 866
MHz und 256 MByte Speicher . Schachfans können auf der Web-Site der Firma
ChessBase alle Partien nachspielen . Es ist das erste Mal , daß ein kommerziell
erhältliches Programm auf einem ganz normalen PC bei Turnierbedenkzeit einen
solchen Erfolg erzielt . Was macht eine europäische Internetseite europäisch ?
Ein von der EU gefördertes Projekt " Multilingual Digital Culture " soll
herausfinden , was Webseiten " europäisch " macht und wodurch sie sich auch
innerhalb Europas unterscheiden . Für die MuDiCu genannte Studie werden Surfer
zu verschiedenen Themen befragt . Erste Ergebnisse besagen , dass im Süden
Europas , wo langsamere Netzanbindungen üblich sind , einfachere Seiten
bevorzugt werden , während in Ländern wie Deutschland auch komplexere Lösungen
toleriert werden - kein besonders sensationelles Ergebnis . Verblüffend einig
sind sich die Befragten allerdings in der Ablehnung von animierten GIFs , Video-
und Audiofiles , was an der Studie beteiligte Web-TV-Firmen nachdenklich stimmen
dürfte . IBM mit neuem Partner für LC-Displays Nach dem Ende einer zwölfjährigen
Zusammenarbeit mit Toshiba will IBM bei der Fertigung von Monitoren mit
LC-Display jetzt mit der taiwanesischen Firma Chi Mei Optoelectronics ( CMO )
zusammenarbeiten . Das für Ende August erwartete Ende der gemeinsamen Produktion
von IBM und Toshiba wird mit unterschiedlichen Geschäftsstrategien begründet .
CMO möchte einen Teil der Produktionsstätten übernehmen . Die meisten Ingenieure
und Arbeiter sollen in der Fabrik im japanischen Himeji weiterbeschäftigt werden
. Ein Verkaufspreis für die Anlagen wurde jedoch noch nicht vereinbart . Neuer
Wurm verbreitet sich über PDF-Files Erstmals ist ein Wurm aufgetaucht , der die
im Internet zur Anzeige von Dokumenten beliebten PDF-Dateien zu seiner
Verbreitung nutzt , teilte der Antiviren-Hersteller McAfee mit . Die gute
Nachricht zuerst : Der " Peachy " genannte Wurm nutzt aus , dass in Adobes
Acrobat ausführbare Dateien eingebettet werden können . Im Reader fehle der Code
dafür völlig , es sei somit keine Gefährdung für Anwender des Anzeigeprogramms
gegeben , sagte eine Adobe-Sprecherin . Peachy tarnt sich als Spiel , das eine
Reihe von Bildern anzeigt und den Benutzer zu einem Doppelklick auf eines
auffordert . Geschieht das , startet ein VB-Script , das die
Outlook-Verzeichnisstruktur nach E-Mail-Adressen durchsucht und sich an die
ersten 100 gefundenen verschickt . Mehr dazu in Telepolis : Der erste PDF-Wurm
wurde entdeckt Microsoft reagiert auf CodeRedII Microsoft reagiert auf die
schnelle Verbreitung des Wurms CodeRedII und stellt ein Tool bereit , das den
Schädling entfernen kann . CodeRedII verbreitet sich mittels eines anderen
IP-Scanning-Algorithmus als beim Original noch schneller und installiert zudem
eine Hintertür auf den betroffenen Servern . Diese kann nicht einfach dadurch
entfernt werden , dass man die angelegten Dateien ( " Explorer.exe " , "
Root.exe " ) löscht . Das Microsoft-Programm entfernt nun die vom CodeRedII
angelegten Dateien , startet das System neu , schaltet das Mapping für das
Verzeichnis " /Scripts " oder " /MSADC " aus und bietet die Option , die
Webserver-Software IIS komplett zu deaktivieren . Microsoft weist darauf hin ,
dass das Tool nur CodeRedII entfernen kann und weitere eventuell bereits
angerichtete Schäden nicht behoben würden . Chinesisches Verschlüsselungstool
für Windows Die chinesische Staatsfirma National Computer Software & Technology
Service Corp. ( CS&S ) hat eine Verschlüsselungssoftware entwickelt , die
künftig bei jedem in China verkauften Windows mitgeliefert werden soll ,
berichtet das Wall Street Journal . Dies geschehe , so Jack Gao , Präsident von
Microsofts chinesischer Niederlassung , damit " die Anwender sich besser fühlen
" . In China hatte es selbst in staatlichen Zeitungen Spekulationen gegeben ,
dass Windows nicht genügend gegen Datenspionage gesichert sei , was von
Microsoft aber abgestritten wurde . Die Initiative zum Einsatz des
Verschlüsselungstools ging von Microsoft aus . Gao bestritt jedoch einen
Zusammenhang mit besagten Spekulationen : " Wir sehen einen Bedarf und versuchen
, etwas zu tun " . Die Verschlüsselungssoftware wird ungefähr ab dem
Jahreswechsel allen in China verkauften Windows-2000- und Windows-XP-Versionen
beiliegen . Um sie zu aktivieren , müssen die Nutzer allerdings noch eine "
security card " von CS&S erwerben . Die japanische und die US-Regierung haben
den Konsolenbauer Sony aufgefordert , die Playstation 2 weiterhin nur in Japan
zu produzieren . Grund ist die Eignung einiger Chips für den Einsatz in Waffen
wie Systemen zur Raketensteuerung , die ebenfalls auf schnelle Verarbeitung
umfangreicher Grafikdaten in hoher Qualität angewiesen sind , wie BBC News schon
im April berichtete . Sony hatte geplant , Teile der Produktion an taiwanische
Firmen zu vergeben , da die eigenen Kapazitäten nicht ausreichen , um die große
Nachfrage zu befriedigen . Acer und Asustek rechneten für das dritte Quartal
2001 mit Aufträgen über 300.000 bis 400.000 Einheiten pro Monat . Laut DigiCom
traf Microsoft bereits Anfang 2000 die Entscheidung , die XBox in Taiwan
herzustellen . Boris Schneider-Johne , PR Manager Xbox & Games von Microsoft
Deutschland , dementierte dies . Microsoft habe noch keine Fabrikation im Raum
Asien angekündigt . Verwirrspiel um CD-Haltbarkeit Nach dem Bericht einer
Nachrichtenagentur sollen Ingenieure des Chemie-Multis Bayer herausgefunden
haben , dass die Lebensdauer von CDs nur knapp bemessen ist . Der Grund : die
feine Aluminium-Reflexionsschicht der CDs reagiert mit Sauerstoff- und
Wassermolekülen . Das mit der Zeit entstehende Aluminiumhydroxid sei
durchsichtig und sorge dafür , dass die CDs nicht mehr lesbar seien . Auf
Nachfrage von heise online wollte die Bayer AG diesen Sachverhalt so nicht
bestätigen . Burkhard Reitze , Experte für die Herstellung optischer
Datenspeicher im Leverkusener Technikum des Geschäftsbereichs Kunststoffe ,
sprach von Interpretationsfehlern : " Sie machen ja auch keinen Crashtest für
Autos , indem sie mit dem Panzer drüberfahren " . Bayer bereite derzeit ein
Pressestatement zu diesem Thema vor . Details könne er aber vorab noch nicht
nennen . Auch der geschäftsführende Leiter des Institutes für organische Chemie
der Technischen Universität Braunschweig , Henning Hopf , der mit einer
Schätzung der maximalen Lebensdauer einer CD von 25 bis 30 Jahren zitiert wurde
, ließ gegenüber heise online verlauten , es handle sich bei der Wiedergabe
seiner Ausführungen um " ein Missverständnis " . Hartmut Spiesecke , Sprecher
des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft , hält die Agenturmeldung
für falsch , es handle sich um ein typisches " Sommerloch-Thema " . CDs seien
wesentlich sicherer als Festplatten . Sie würden versiegelt und seien luft- und
wasserdicht . " Die Aluminiumschicht ist bei normalem Gebrauch geschützt " . Der
Technikausschuß des Verbandes , der regelmäßig CDs prüfe , habe noch nie
diesbezügliche Probleme festgestellt . Der ebenfalls zitierte Leiter der des
Deutschen Musikarchives Berlin , Ingo Kolasa , sagte auf Anfrage von heise
online , er rechne bei Audio-CDs mit einer Verfallsdauer von 50 bis 100 Jahren .
Genau wisse das aber niemand . Das Problem ist in Fachkreisen bekannt . Die
haben Nitrofarbe benutzt , die sich durch das Aluminium frisst . Microsofts
Hotmail-Server vom CodeRed befallen Nachdem es den Patch , der den verwundbaren
Internet Information Server gegen den Wurm CodeRed immunisiert , schon seit
einiger Zeit gibt und Microsoft nicht müde wurde , darauf hinzuweisen , hat der
Wurm dennoch auch firmeneigene Server des Freemailers Hotmail befallen . Alle
Schäden seien behoben und alle Server überprüft worden , sagte
Unternehmenssprecher Jim Desler . E-Mail-Konten von Hotmail-Kunden seien nicht
betroffen gewesen , dennoch nehme man diesen Vorfall sehr ernst . Aber nicht nur
Microsoft selbst gehört zu den prominenten Opfern , die immer noch von CodeRed
belästigt werden . Auch der Online-Dienst " The Wire " der US-Nachrichtenagentur
AP wurde von dem Wurm befallen . " Der Dienst ist immer noch gestört " , sagte
ein AP-Techniker am Donnerstagnachmittag in Frankfurt . Neben dem Patch für den
IIS gibt es auch ein Programm von Microsoft , das den Wurm entfernen und auf
Wunsch die Webserver-Software abschalten kann . Dieses Feature zielt
offensichtlich auf die zahlreichen Windows-Anwender , die den Internet-Server "
aus Versehen " , zum Beispiel über die Serverversion von Windows 2000 ,
installiert haben . Gartner : Aus der HP-Compaq-Fusion wird nichts Nach
Analysten , Anlegern und Medien hat nun auch das renommierte
Marktforschungsinstitut Gartner Zweifel am Sinn der Übernahme von Compaq durch
HP angemeldet . Gartner bezweifelt zudem , dass es bei angekündigten Abbau von
15.000 Arbeitsplätzen bleiben werde , und rechnet mit umfangreicheren
Entlassungen . Zudem würden beide Firmen weiter Marktanteile an Dell und IBM
verlieren , die Hauptkonkurrenten im PC-Geschäft . Die noch erforderliche
Zustimmung der Aktionäre zu der Fusion ist gleichfalls zweifelhaft , weil die
gefallenen Aktienkurse den Gesamtwert der Übernahme erheblich drückten . Auch
die Kartellbehörden müssen dem Handel noch zustimmen . Das
Gemeinschaftsunternehmen wäre der größte Computerhersteller der Welt . HP-Vize
Brennan verbreitet hingegen nach wie vor Optimismus . Man dürfe die Fusion nicht
nur unter Aspekten der Kostenreduzierung oder PC-Herstellung betrachten .
Brennan verwies auf die anderen Geschäftszweige Druckerherstellung ,
IT-Infrastruktur und Serviceleistungen , die erheblichen Anteil am Umsatz hätten
. Oracle 9i mit Veritas-Schnittstelle Oracle unterstützt jetzt offiziell die
Filesystem-Lösung des Backup-Spezialisten Veritas . Der gemeinsam entwickelte
Oracle Disk Manager ( ODM ) vereinfache die Datenbank-Administration , teilte
Veritas mit . Zusätzlich seien die Hochverfügbarkeitslösungen der Firma
integriert worden . Anwender des Veritas Cluster Server könnten die Vorteile von
Oracle Parallel Server nutzen und umgekehrt . Auch Sun und Microsoft verwenden
Filesystem-Lösungen , die kompakteres Speichern der Datenbanken ermöglichen .
Glasfaser-Spezialist Corning in Schwierigkeiten Die US-Firma Corning ,
Hersteller von Glasfasern und Photonik-Komponenten , will 1000 Mitarbeiter
entlassen und drei Fabriken schließen , um sich dem schrumpfenden Markt für
optische Netze anzupassen . Die endgültigen Geschäftszahlen will Corning am 25.
Juli bekannt geben . Besonders im Bereich für photonische Technologien sei die
Nachfrage stark gesunken , hieß es bei Corning . Bereits im Februar waren 2000
Arbeiter entlassen worden . Nach Ansicht des Unternehmens wird die Flaute im
Telekommunikationsmarkt noch bis mindestens Ende 2001 oder gar Mitte 2002
anhalten ; im zweiten Halbjahr dieses Jahres liege man wahrscheinlich noch unter
den Prognosen der Analysten . Windows-XP-Aktivierung entschlüsselt Die
Übermittlung einer aus der Rechnerhardware und dem CD-Key gebildeten Produkt-ID
an Microsoft sorgt bei potenziellen Windows-XP-Nutzern für Verunsicherung .
Bislang war unbekannt , was hinter der Nummer für die telefonische Aktivierung
steckt . Die erst im Juni gegründete Berliner Firma Fully Licensed GmbH hat
inzwischen herausgefunden , welche Informationen in der Produkt-ID stecken .
Zwar gehen zehn Hardware-Merkmale in die Identifikationsnummer ein ,
Rückschlüsse daraus auf die im Rechner verwendeten Teile sind jedoch nicht
möglich . Persönliche Daten werden mit der ID nicht übermittelt . Der Firma
zufolge können bis zu drei Hardwarekomponenten ausgetauscht werden , bevor XP
eine neue Registrierung verlangt . Fully Licensed bietet ein Programm zum
Download an , das die Produkt-ID analysiert ; auch der Quelltext dazu liegt
offen . Man arbeitet nach eigenen Angaben an einem Programm , das " dem Anwender
mitteilen wird , welche Hardwarekomponenten noch veränderbar sind , bevor eine
weitere Aktivierung notwendig wird " . Microsoft Deutschland konnte dies "
leider nicht so kurzfristig kommentieren " . Ersten Tests in der c't-Redaktion
zufolge arbeitet das Programm wie angegeben - allerdings , wie auch von Fully
Licensed beschrieben , nur mit dem Release Candidate 1 von XP . Die Produkt-ID
der älteren Beta-2 interpretierte die Software nicht korrekt . Zockt Bobby
Fischer im Internet ? Nach einem Bericht der britischen Zeitung Sunday Telegraph
spielt Schachlegende Robert " Bobby " Fischer im Internet Chess Club ( ICC )
3-Minuten-Blitzpartien . In einem Interview sagt der ehemalige
Kasparow-Herausforderer Nigel Short , er habe alle acht gespielten Partien
verloren . Short , der den seit 29 Jahren nur einmal in Erscheinung getretenen
Fischer trotz seiner 58 Jahre für einen stärkeren Blitzspieler als Kasparow hält
, hat angeblich im Chat mit seinem mysteriösen Gegner deutliche Hinweise auf
dessen Identität erhalten . " Ich bin zu 99 Prozent sicher , dass es Fischer war
" , gab Short dem Blatt zu Protokoll . Fischer , der nach dem Gewinn der
Schach-Weltmeisterschaft 1972 nur 1992 ein Match gegen den zu diesem Zeitpunkt
schon lange nicht mehr zur Weltspitze gehörenden Ex-Weltmeister Spasski spielte
, lebt in äußerster Zurückgezogenheit . Von Zeit zu Zeit sorgt die Exhumierung
seiner Legende für kleine Schlagzeilen in der Presse . Dem Amerikaner , der in
der Vergangenheit mit gelegentlichen antijüdischen Tiraden und
Verschwörungstheorien von sich reden machte , ist die Rückkehr in die USA
verwehrt , weil er 1992 im boykottierten Jugoslawien spielte . IBM senkt Preise
für Microdrives IBM hat die Preise für Microdrive-Festplatten um mehr als 30
Prozent gesenkt . Die Preissenkung gelte nicht automatisch auch für Deutschland
, sagte Pressesprecher Michael Kiess gegenüber heise online , bei IBM
Deutschland würde erst in den nächsten Tagen darüber entschieden . USB-Maus am
300-Meter-Kabel Netzwerkspezialist Black Box hat nach eigenen Angaben eine
USB-Verlängerung entwickelt , mit der sich 45 Meter bei schnellen
Hochleistungsgeräten mit 12 Mbps wie Kameras und mehr als 300 Meter bei
langsamer Peripherie mit 1,5 Mbps wie Tastaturen oder Mäusen ohne
zwischengeschaltete Hubs überbrücken lassen . Die USB X-Tender genannte Hardware
besteht aus Sende- und Empfangsmodul . Jedes X-Tender-Paar unterstützt zwei
USB-Kanäle über eine Verbindung mit einem Kategorie-5-Kabel . Derzeit habe die
Firma aber nur sechs der USB-Erweiterungen am Lager , sagte Frau Ilnitzki von
Black Box Deutschland gegenüber heise online . Gruner + Jahr schließt Tochter
für Internet-Services Die erst im Juli 2000 gegründete G+J KontorVisions GmbH
wird geschlossen , gab Gruner + Jahr bekannt . KontorVisions sollte sich als "
Full-Service-Provider " für das Internet etablieren und " maßgeschneiderte
Content-Management-Lösungen " anbieten . Als Grund für die Schließung wird die
schlechte Marktlage genannt ; auch mittelfristig sei profitables Arbeiten nicht
möglich gewesen . Gruner + Jahr hatte zweistellige Millionenbeträge in die Firma
investiert . IG Metall gegen freiwilligen Lohnverzicht bei HP Hewlett-Packard
kündigte vor einigen Tagen ein Programm zur Kosteneinsparung an : Die Arbeiter
werden " anonym und unverbindlich " befragt , ob sie bereit seien , auf 10
Prozent des Lohns oder 8 Tage Urlaub oder auch auf 5 Prozent des Lohns und 4
Tage Urlaub zu verzichten . Niemandem , der dies nicht wolle , entstünden
Nachteile , hieß es bei HP . Die Firma , die im baden-württembergischen
Herrenberg produziert und ihre deutsche Zentrale in Böblingen hat , handelte
sich trotzdem Ärger mit der IG Metall Stuttgart ein . Die Gewerkschaft hält das
Vorhaben von HP für " peinlich und abstrus " . Das Unternehmen sei weit davon
entfernt , in die Verlustzone zu geraten , auch wenn die ehrgeizigen
Wachstumsziele im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich nicht erreicht würden
. Die IG Metall vermutet , dass mit dieser Maßnahme Einfluss auf den Börsenkurs
genommen werden soll . Der sofortige Rückgriff auf das Einkommen der
Beschäftigten signalisiere den Anlegern eine Kompensation zurückgehender Gewinne
ohne Beeinflussung des Eigen- oder Fremdkapitals . Die Gewerkschaft zeigte sich
über das negative Beispiel besorgt . Der Griff in die Taschen der Beschäftigten
verführe die Unternehmen dazu , " den erfolgreichen Weg der
Innovationskonkurrenz zu Gunsten kurzsichtigen Lohndumpings zu verlassen " und
empfiehlt allen Beschäftigen bei HP , den Gehaltsverzicht abzulehnen . PixelNet
im Aufwind Die Wolfener PixelNet AG , die sich mit e-Photography befaßt ,
schreibt nach vorläufigen Berechnungen im zweiten Quartal schwarze Zahlen . Der
Gewinn vor Steuern beläuft sich nach einer Börsenpflichtmeldung auf 250.000 Euro
vor Steuern . Der Erfolg beruhe auf der " konsequenten Durchführung der
Restrukturierungsmaßnahmen bei dem Tochterunternehmen Photo Porst AG " und der
erfolgreichen Anpassung an die dynamische Marktentwicklung . Photo Porst und
PixelNet hätten zu dem positiven Ergebnis gleichermaßen beigetragen , während
die anderen Tochterfirmen es geringfügig belasteten . Microsoft will " napstern
" Softwaregigant Microsoft sucht neue Verbündete im Internet-Musikgeschäft : Der
im April gestartete Service MSN Music wird mit PressPlay zusammenarbeiten ,
einem Joint Venture von Sony und Universal Music , gab Microsoft bekannt .
Bereits Anfang Juni hatte es entsprechende Gerüchte über Verhandlungen zwischen
Microsoft , Sony und Universal Music gegeben . PressPlay wird Musik dann auch im
Windows-Media-Format zur Verfügung stellen , nachdem der Versuch , ein eigenes "
Blue Matter " genanntes Format zu etablieren , gescheitert war . Noch in diesem
Sommer will das Gemeinschaftsunternehmen seine Leistungen anbieten . Weitere
Einzelheiten wurden nicht genannt ; Experten erwarten aber , dass die Nutzer
einen monatlichen Festbetrag von zehn bis 15 US-Dollar zahlen müssen , meldet
Reuters . Die Kräftekonzentration im Music-On-Demand-Markt schreitet also fort ,
nachdem kleinere und vor allem kostenlose Anbieter und Tauschbörsen mit immer
größeren Schwierigkeiten zu kämpfen haben . Hauptkonkurrent des neuen Joint
Ventures dürfte AOL Time Warner und RealNetworks sein Neuer Chip für
Telekommunikation IBM und Boeing-Tochter BSS ( Boeing Satellite Systems ) haben
nach eigenen Angaben den bisher leistungsstärksten Digitalen Signal-Prozessor
für Satellitenkommunikation entwickelt . Er soll Zehntausende von
Telefongesprächen gleichzeitig verarbeiten können . Eingesetzt wird der neue
ASIC-Chip in einem Satelliten der Firma Thuraya , der bereits im November 2000
in den Orbit gebracht wurde . Nach einer mehrmonatigen Testphase soll jetzt der
Betrieb aufgenommen werden . Thuraya , ein Unternehmen mit Sitz in den
Vereinigten Arabischen Emiraten , möchte damit " die Telekommunikationsstruktur
in über 20 Ländern " verbessern . Hauptziele sind dabei der Nahe Osten und das
Gebiet der ehemaligen Sowjetunion . Datenpanne auf Fidschi Ein peinliches
Eingeständnis mußte laut Prawda der Finanzminister der Fidschi-Inseln , Solomone
Kotobalavu , machen : Sämtliche Finanz-Aufzeichnungen des Landes aus dem Jahr
2000 sind wegen einer Computerpanne verloren gegangen . Er verteidigte sich
damit gegen Pressevorwürfe , das Verschwinden der Akten solle Korruption und
Mismanagement verschleiern . Ein Fehler im Rechenzentrum der Regierung hätte im
Februar alle Daten vernichtet . Der Vorfall wurde bekannt , als der
Finanzminister nicht , wie üblich , am ersten Juli seinen Bericht vorlegte ,
sondern um Aufschub bat . Nun müssen alle betroffenen Behörden die Daten des
letzten Jahres erneut eingeben . Anti-Viren-Software F-Prot für Linux Die
Anti-Viren-Software F-Prot gibt es in der Version 3.10a jetzt auch für Linux .
F-Prot soll nach Angaben des Herstellers auf allen x86-kompatiblen Maschinen
unter Linux 2.2.x oder höher laufen und derzeit 73 Trojaner , Backdoors ,
Rootkits und Denial-of-Service-Programme aufspüren können . Die F-Prot-Engine
ist die gleiche wie in der DOS-Version , sodass auch Schädlinge für andere
Betriebssysteme erkannt werden . Windows XP : Microsoft einigt sich mit Kodak Im
Streit zwischen Microsoft und Kodak um die Bildbearbeitung in Windows XP haben
sich die Kontrahenten gütlich geeinigt . Kodak hatte sich bitter über Microsoft
beklagt , weil der Betriebssystemhersteller die Bildbearbeitungssoftware des
Kameraherstellers nicht unterstützen wollte . Unter anderem deswegen hatte
US-Senator Charles Schumer versucht , die für Oktober geplante Einführung von
Windows XP wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken zu verhindern . Microsoft
erklärte sich nun bereit , die Kodak-Software zu unterstützen . Kodak sei ein
wichtiger Geschäftspartner ; man begrüße das Feedback der Firma , das zur
Verbesserung der Fähigkeiten von Windows XP beim Umgang mit Digitalfotos
beitrage , sagte Sprecher Jim Cullinan . " Wir sind glücklich , dass unsere
Kameras mit Windows XP zusammenarbeiten " , setzte Kodak-Sprecher Anthony Sanzio
die gegenseitigen Freundlichkeiten fort . Man wolle gemeinsam mit Microsoft die
Möglichkeiten der digitalen Fotobearbeitung voranbringen . Indes habe man noch
keine endgültige Übereinkunft erzielt , die Gespräche mit Microsoft würden
fortgeführt , sagte Sanzio weiter . Beim Anschluss einer Kodak-Kamera soll ein
Fenster mit einer Auswahlliste geeigneter Software erscheinen . Kodak möchte in
solchem Falle jedoch das eigene Programm lieber direkt starten . Kodak wird
Microsoft den eigenen Kamera-Treiber zur Prüfung vorlegen und hofft laut Sanzio
auf Zustimmung . Schlechter E-Mail-Support deutscher Unternehmen Eine Analyse
der Unternehmensberatung Mummert & Partner bescheinigt vielen deutschen Firmen
einen nachlässigen Umgang mit E-Mail-Anfragen . Oft würden E-Mails sehr spät
oder gar nicht beantwortet . Dies weise auf nachlassende Kundenbindung hin ,
heißt es in der Studie . Demnach konnten von 104 Versicherungen nur knapp die
Hälfte fachliche Fragen per E-Mail beantworten ; nahezu ein Drittel antwortete
gar nicht . Die angeschriebenen 107 Energiedienstleistern beantworteten nur jede
zweite Anfrage , die Qualität der Antworten war nur bei ungefähr 30 Prozent
akzeptabel . Noch schlechter sieht es bei den 94 getesteten Kreditinstituten aus
, 60 Prozent der Antworten wurden als schlecht beurteilt , 30 Prozent
antworteten überhaupt nicht . Man habe einfache Fragen zum Produkt gestellt und
auch den technischen Support getestet . Die Antworten seien mit einem
Bewertungsraster qualitativ beurteilt worden , erklärte Sprecher Jörg Forthmann
gegenüber heise online . Selbst bei Fragen , die einen möglichen
Vertragsabschluss wahrscheinlich erscheinen ließen , sei die Rücklaufquote nicht
höher gewesen . Die Gründe lägen , so Forthmann , in der geringen
Investitionsbereitschaft der Unternehmen auf diesem Gebiet , der fehlenden
firmeninternen Infrastruktur für Anfragen und schlechter Schulung des Personals
. Daher sei es nicht verwunderlich , dass auch Anfragen per Post oder Fax nicht
mehr Antworten ergäben . Diese seien aber qualitativ besser , wohingegen E-Mails
schneller beantwortet würden . Linux-Spieleentwickler Loki in Schwierigkeiten
Loki Software , bekannt für Spieleportierungen nach Linux , hat Gläubigerschutz
nach Chapter 11 des US-Konkursrechts angemeldet . Dabei handelt es sich um eine
Art Offenbarungseid für Firmen ; Schätzungen zufolge schuldet Loki dem
Herstellter Activision 330.000 und der Firma Prolix 100.000 US-Dollar . Es
handele sich nicht um eine Liquidation , sondern um eine Reorganisation , sagte
Firmenpräsident Scott Draeker . Der Schritt erlaube faire Verhandlungen mit den
Gläubigern und gleichzeitig die Fortführung der Arbeit . Loki setzt
hauptsächlich Windows-Spiele nach Linux um , plante aber auch die Portierung von
Business-Software und hatte erst kürzlich eine Zusammenarbeit mit Nokia
angekündigt . KDE 2.2 erschienen Der Unix- und Linux-Desktop KDE ist jetzt in
Version 2.2 verfügbar . Die KDE-Entwickler haben nach ihren Angaben besonders
Stabilität und Geschwindigkeit verbessert . Wichtige Neuheiten sind die lange
versprochene IMAP-Unterstützung bei KMail , einige neue Klassen , ein
Printing-Framework mit Plugin-Unterstützung , die neue Applikation KPersonalizer
sowie Verbesserungen am Browser Konqueror und der Multimedia-Unterstützung . Die
lange Liste der Änderungen und Neuheiten gibt es auf der KDE-Webseite . Auch von
KOffice soll es noch im August eine neue Version geben ; Release Candidate One
kursiert schon seit einiger Zeit . Intels HDCP-Chiffrierung geknackt ? Der
niederländische Kryptographie-Experte Niels Ferguson behauptet , Intels
HDCP-Kopierschutz geknackt zu haben . Bei der " High-bandwith Definition Content
Protection " handelt es sich um ein
Hochgeschwindigkeits-Hardware-Chiffrierverfahren für die digitale
Videoschnittstelle DVI , welches verhindern soll , dass ein Benutzer das
Interface zu illegalen Kopierzwecken anzapft . Auf der HAL 2001 hatte der
anerkannte Experte Ferguson bekannt gegeben , dass er mit vier Computern und 50
Displays nur zwei Wochen gebraucht habe , um den Master-Schlüssel zu finden .
Wenn dieser Schlüssel bekannt würde , verlöre HDCP jede Schutzfunktion , weil
damit jeder beliebige andere HDCP-Schlüssel zu generieren sei . Er habe seine
Ergebnisse und die Entscheidung , diese nicht zu publizieren , an Intel
übermittelt . Obwohl der Konzern ihn nicht mit einer Klage bedroht habe , sei
eine Veröffentlichung zu riskant , schreibt Ferguson auf seiner Homepage und
verweist auf das US-Gesetz " Digital Millennium Copyright Act " ( DMCA ) und die
rechtlichen Fährnisse um den SDMI-Hack . Intel sieht das alles gelassener . Es
hätten schon einige Leute behauptet , HDCP geknackt zu haben , beweisen konnte
das jedoch noch niemand , sagte Sprecher Oswalt gegenüber Securityfocus , wollte
aber Fergusons Entscheidung , seine Ergebnisse zurückzuhalten , nicht
kommentieren . Einigung über Internet-Radio Webcaster MusicMatch hat mit der
Musikindustrie ein Lizenzierungsmodell ausgehandelt , um weiterhin sein
Web-Radio betreiben zu können . Bob Ohlweiler , Vizepräsident von MusicMatch ,
erklärte , die Vereinbarung werde Zweideutigkeiten und Unstimmigkeiten vermeiden
. Der Vereinbarung zufolge erkennt die RIAA MusicMatch als " nicht interaktiv "
an . Das Gesetz definierte allerdings " interaktiv " nicht genau . Kaum Hoffnung
für Technologie-Aktien Seit einiger Zeit befindet sich der Hightech-Markt in
einer Krise ; Meldungen über fallende Aktienkurse , Entlassungen , Kurzarbeit
und ähnliche Hiobsbotschaften machten die Runde . Auch im zweiten Halbjahr ist
nach Ansicht von Analysten keine Erholung in Sicht , schreibt das Wall Street
Journal . Gemäß einer Untersuchung der US-Investmentbank Merrill Lynch planen 72
Prozent der in die Studie eingehenden 50 US- und 15 europäischen Firmen keine
Erhöhung ihrer Investitionen in der zweiten Jahreshälfte . Nur 18 Prozent
kündigten eine Steigerung an . Auch andere Prognosen sind nicht besser .
Analysten von Goldman Sachs erwarten eine Verringerung der technischen
Investitionen um 24 Prozent . Ins gleiche Horn stößt Vikram Capoor , leitender
Direktor des Working Council for Chief Information Officers . Laut Capoor habe
sich das Budgetwachstum für Technologie-Investitionen bei den dem Council
angehörenden Firmen auf sechs Prozent in diesem Jahr halbiert . Zudem handele es
sich dabei eher um Ausgaben für Instandhaltung als um neue Initiativen .
Sparmaßnahmen seien deshalb an der Tagesordnung , so würden auch die Händler
angehalten , Kosten zu senken . Software zur Ausgabenkontrolle allerdings
verkaufe sich derzeit sehr gut . Datenbank verschluckt Atomwaffen-Material
Wissenschaftler des Moskauer Kurtschatow-Instituts haben nach eigenen Angaben
fatale Fehler in amerikanischer Software zur Verwaltung spaltbaren Materials
entdeckt , meldete die Washington Post . Das Institut erhielt die Software , die
auch jahrelang das Rückgrat des amerikanischen Systems zur Kontrolle nuklearen
Materials bildete , vom Los Alamos National Laboratory , um die große Menge
atomwaffentauglichen Materials aus dem Erbe der Sowjetunion sicher verwalten zu
können . Bei einer angenommen Nutzung des Programms über zehn Jahre könne eine
zum Bau von mehreren tausend Kernwaffen ausreichende Menge spaltbaren Materials
aus der Datenbank " verschwinden " , errechneten die russischen Wissenschaftler
. Anfang 2000 informierten sie ihre Kollegen in Los Alamos darüber . Beide
Probleme wurden laut dem US-Blatt von Los Alamos und Microsoft bestätigt . Die
zu ergreifenden Maßnahmen werden nun nicht billig : Der bisherige Schriftwechsel
mit den russischen Wissenschaftlern , die bislang zu einer weiteren
Stellungnahme nicht zu erreichen waren , ist inzwischen auf der Webseite des
Center for Defense Information abrufbar . Die Zukunft der Arbeit Das Fraunhofer
Institut Arbeitswirtschaft und Organisation hat eine Studie zum Thema " Die
Zukunft der Arbeit " durchgeführt . Zu diesem Zweck wurden 516 " internationale
Experten " aus Industrie- und Dienstleistungsunternehmen befragt . Spätestens in
drei Jahren werde beispielsweise " als Standardausrüstung von Büroarbeitsplätzen
der WWW-Zugang , E-Mail und das mobile Telefon erwartet " . Weiterhin gehen die
Experten davon aus , dass die Telearbeit stark zunehmen und Arbeitsverträge
häufig befristet abgeschlossen werden . Allgemein sei eine " Virtualisierung und
Flexibilisierung der Arbeit " zu erwarten . Die Studie wird ab Mitte August
käuflich zu erwerben sein . Linux für Hollywood IBM bringt Linux nach Hollywood
: Mit einer Linux Digital Studio Solution genannten Komplettlösung aus
Workstations und Servern mit dem freien Betriebssystem drängt Big Blue in den
Markt für Animationstechnik . Der anpassbare Quellcode und ein geringer
Ressourcenbedarf , der zu signifikant höherer Leistung führen könne , seien für
die Special-Effects-Studios sehr interessant , zählt IBM in einer Mitteilung die
Vorteile von Linux für die Filmschaffenden auf . Linux ist allerdings schon
länger populär in Hollywood und wurde für die Produktion von " Shrek " und
anderen Filmen erfolgreich eingesetzt . Bereits seit zwei Jahren liefert SGI
Linux-Workstations an die Filmindustrie . Auch Hewlett-Packard beispielsweise
oder Sun haben schon geraume Zeit Erfolg mit Linux in diesem Markt .
Speicherleck in NNTP-Implementierung von Windows In der Implementierung des
Network News Transport Protocol ( NNTP ) von Windows NT 4 und Windows 2000
steckt ein Fehler . Laut Microsoft kann eine auf bestimmte Weise verstümmelte
Newsgroup-Nachricht bewirken , dass angeforderter Speicher nicht wieder
freigegeben wird . Es sei dem Angreifer aber nicht möglich , den Rechner zu
übernehmen oder an Daten zu gelangen , grenzt Microsoft den Schaden ein .
Betroffen von dem Fehler sind die Serverversionen von Windows 2000 und NT 4 ,
die NNTP unterstützen . Einen Patch für NT ab Service Pack 6a und für Windows
2000 mit Service Pack eins oder zwei gibt es auf Microsofts TechNet-Seite .
Patch-Checker von Microsoft Microsoft hat ein Programm veröffentlicht , mit dem
Systemadministratoren ungepatchte Software identifizieren können . Sollte ein
noch nicht eingespielter Patch für einen dieser Kandidaten existieren , weist
die Software auf diesen Umstand hin . Das Tool vergleicht die Registry-Einträge
, die Versionsnummer und die Checksumme der entsprechenden Dateien mit den
Datenbankeinträgen , um herauszufinden , ob ein Patch installiert wurde .
Anscheinend möchte es Microsoft damit unwahrscheinlicher machen , dass sich
künftig Würmer wie Code Red massiv verbreiten , obwohl bereits Patches für die
entsprechenden Sicherheitslücken vorliegen . Auch für Privatanwender von NT 4
und Windows 2000 soll es mit dem Microsoft Personal Security Advisor ( MPSA )
bald ein Programm zur Analyse der Sicherheitseinstellungen geben . Fujitsu mit
Produktionsdrosselung Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu hat heute bekannt
gegeben , dass er die Fabrikation von Flash-Speicher drosseln will . Das meldet
die Nachrichtenagentur Reuters . Der japanische Konzern ist der weltgrößte
Hersteller von Flash-Karten für Mobiltelefone . Die Produktionsverringerung soll
am 14. August beginnen und vier Wochen dauern . Betroffen seien Chips mit acht
Megabit oder weniger , sagte ein Fujitsu-Sprecher . Die Produktion von
Flash-Speicher im Juni hatte bereits 20 Prozent unter der vom März gelegen , wie
das Unternehmen Anfang Juli bekannt gab . Die Preise für derartige Speicherchips
waren in letzter Zeit dramatisch gefallen . Eine japanische Wirtschaftszeitung
hatte zudem gemeldet , dass das Unternehmen noch in diesem Monat eine Chipfabrik
in Oregon schließen wird , die zu einem Joint Venture mit AMD gehört . Fujitsu
gab dazu jedoch noch keinen Kommentar ab . Toshiba und Hitachi hatten ebenfalls
schon zeitweilige Einschränkungen der Produktion in diesem Sommer angekündigt .
Intel senkt die Preise Chipfabrikant Intel hat deutliche Preissenkungen bekannt
gegeben . Die Preissenkungen gehen der in wenigen Wochen erwarteten Einführung
des Tualatin voraus , dessen Preis Intel aber noch nicht verraten wollte . Diese
Tabelle listet nur die gesenkten Preise , ansonsten gilt die bisherige
Preisliste weiterhin . Wie immer handelt es sich um OEM-Preise bei der Abnahme
von 1000 Prozessoren oder mehr . Die Straßenpreise können erheblich davon
abweichen . Arcor und die Bahn gründen Tochtergesellschaft Die Deutsche Bahn AG
und Arcor haben sich über die Zukunft der Bahnkommunikation geeinigt . Die
Unternehmen gaben nach monatelangen Verhandlungen die Gründung der Arcor DB
Telematik GmbH bekannt . Die DB AG hatte 1996 ihre Telekommunikationsaktivitäten
in die DBKom Gesellschaft für Telekommunikation ausgelagert . Aus dieser und der
Mannesmann-Tochter CNI wurde 1997 das Gemeinschaftsunternehmen Mannesmann Arcor
gegründet , an dem die Bahn derzeit mit 18,2 Prozent beteiligt ist . Die
Zustimmung zum geplanten Börsengang der mittlerweile von Vodafone übernommenen
Firma hatte die Bahn , die über ein Vetorecht verfügt , von der Rückgabe der im
Besitz von Arcor befindlichen Telematikanlagen abhängig gemacht . " Für die Bahn
ist es essentiell , durch einen Börsengang von Arcor mit ihren
Telematik-Aktivitäten nicht unter Fremdbestimmung zu geraten " , erklärte
Bahnchef Hartmut Mehdorn . Die neue Gesellschaft wird nach Angaben eines
Arcor-Sprechers sämtliche Serviceleistungen im Bereich der Telematik übernehmen
. Dazu gehören unter anderem Zugfunk , der Bau von Telekommunikationsanlagen in
Stellwerken sowie Wartung und Entstörung von bahninternen Fernmeldeeinrichtungen
. Die Anlagen selbst übernimmt die Bahn , über den Kaufpreis schweigen sich
beide Seiten allerdings aus . " Arcor erhält durch die Ausgründung des
Bahntelematik-Geschäfts eine kräftige Finanzspritze " , meinte der
Arcor-Vorstandsvorsitzende Stöber dazu . Die Beteiligung der DB AG an Arcor
bleibt erhalten , allerdings entfällt als Bestandteil des Vertrages das
Vetorecht . Mit der Unterzeichnung des Vertrages sei im Oktober 2001 zu rechnen
. Wenn die Bahn die Telematik GmbH 2005 unter ihre Führung nehme , werde Arcor
sein Kerngeschäft erheblich ausgebaut haben . Der Anteil der bahnspezifischen
Dienstleistungen an Arcors Gesamtumsatz betrug im vergangenen Jahr 25 Prozent .
Der Umsatz bleibe hier allerdings relativ konstant , man sehe in anderen
Bereichen größeres Wachstumspotenzial , erklärte ein Sprecher der Firma im
Hinblick auf die geplante Umwandlung in eine Aktiengesellschaft . Sammel-Patch
für den Internet Information Server ( Update ) Microsoft hat einen Patch für den
Internet Information Server ( IIS ) bereitgestellt , der fünf Sicherheitslücken
der Versionen 4.0 und 5.0 schließen soll . Eine deutsche Version des Patches ist
zumindest für Windows 2000 erhältlich . Der Patch behebt neben der vom Code Red
für DoS-Angriffe ausgenutzten Schwäche einen Fehler im IIS-5.0-WebDAV , das sehr
lange inkorrekte http-requests nicht richtig behandeln konnte , was ebenfalls
DoS-Attacken erlaubte , einen IIS-5.0-Fehler in der Behandlung inkorrekter
MIME-Header , einen Buffer-Überlauf im SSI-Anweisungen ausführenden Code und
einen Bug in der Rechteverwaltung des IIS 5.0 . Verfügbar ist der Sammel-Patch
für Windows NT 4 ab Servicepack 5 und Windows 2000 mit Service Pack eins oder
zwei , Service Pack drei enthält ihn bereits . Ob die XML-Datenbank , die der
Patch-Checker HFNetChk benutzt , ihn ebenfalls schon enthält , konnte Microsoft
Deutschland nicht sagen . Inktomi will verstärkt in Unternehmensnetze Der
amerikanische Suchmaschinentechnik-Anbieter Inktomi hat eScene Network
übernommen . eScene bietet Streaming-Media-Anwendungen und -Services an . Diese
will Inktomi in neu vorgestellte Softwarepakete integrieren , die das
Datenmanagement in verteilten Netzwerken verbessern sollen . Inktomi will
künftig außerdem mit eRoom und Netegrity zusammenarbeiten . eRoom befaßt sich
unter anderem mit " digitalen Arbeitsplätzen " , die Zusammenarbeit über
Netzwerke in einer virtuellen Umgebung ermöglichen sollen . Netegrity ist
bekannt für sein Netzwerkmanagement- und -Kontrollsystem SiteMinder . Inktomi
hatte bereits im August vergangen Jahres eine Allianz gegründet , um einen
Standard für Web-Caching und das Verteilen von Inhalten in Internet wie Intranet
zu schaffen . Als Mitglieder bekannten sich zu Content Bridge bislang neben
Mitgründer AOL auch beispielsweise Sun , Hewlett-Packard , Compaq oder Nortel .
Obgleich der angepeilte Markt noch entwicklungsfähig ist , zweifeln Analysten
angesichts des Fehlens von Cisco , Network Applications oder Marktführer Akamai
nicht nur am Erfolg dieser Allianz , sondern auch an dem der erneuten Bemühungen
von Inktomi . Xerox soll Ausgleichszahlungen leisten Ein Gericht im
US-Bundesstaat Illinois stellte fest , dass die Gesamtsumme der Zahlungen von
Xerox falsch berechnet worden sei . Dies führe zu niedrigeren Sätzen , als die
staatlichen Regelungen vorschreiben . Ein formelles Urteil wird in einigen
Wochen erwartet . Der Klage zufolge hatte Xerox zu niedrige Zinsen für die
Berechnung der Ausgleichszahlungen angesetzt , die das Unternehmen an Frührenter
ausbezahlt hat . Xerox verteidigte seine Kalkulation und kündigte an , in
Berufung zu gehen . Ein Sprecher nannte die erwartete Summe " spekulativ " ; die
Anzahl der von dem Gerichtsbeschluss betroffenen Fälle wäre noch nicht bestimmt
anzugeben . Das Urteil kommt für die Firma zu einem ungünstigen Zeitpunkt ,
nachdem die finanziellen Engpässe des letzten Jahres gerade einigermaßen
überwunden schienen . Hoax-Autor fordert eine Million Die Internetseite Joke a
Day hatte im Juni eine Viruswarnung herausgegeben und aufgefordert , die Datei "
aol.exe " als gefährlichen Virus sofort zu löschen . Viele Leser der Seite
verschickten die " Warnung " , und der damit neuentstandene Hoax breitete sich
ähnlich schnell aus wie der nur wenige Tage ältere um die Datei " sulfnbk.exe "
. Er sorgte allerdings nicht nur für Erheiterung , da einige unbedarfte Anwender
die Datei tatsächlich löschten . Der Virenscanner-Hersteller Symantec nahm
daraufhin die Meldung in seine Hoax-Liste auf und handelte sich " Ärger " damit
ein . Symantec zeigte sich wenig kooperativ , zwar wird jetzt tatsächlich Owens
Urheberschaft auf der Hoax-Seite erwähnt , ein Link zur Seite des Spaßvogels
fehlt jedoch . Auch die geforderte Million hat er anscheinend noch nicht
erhalten . Microsoft möchte neue Beweisaufnahme Im Anti-Trust-Verfahren gegen
Microsoft hat ein Anwalt des Software-Konzerns jetzt eine erneute Anhörung vor
dem Berufungsgericht beantragt . Microsoft bat das Berufungsgericht um eine
erneute Prüfung , ob die Verquickung des Internet Explorers mit dem
Betriebssystem Windows 98 gegen die Anti-Trust-Gesetz verstoße . Es seien
wichtige Beweise übersehen oder falsch interpretiert worden . Von der
beanstandeten Code-Vermischung könne keine Rede sein , es seien lediglich
verwandte Funktionen dicht beieinander gespeichert worden , erklärte der Anwalt
; zudem solle der Internet Explorer künftig über die Systemsteuerung
deinstallierbar sein . Im Juni hatte das Berufungsgericht gegen Microsoft
entschieden und festgestellt , die Verzahnung von Internet Explorer und Windows
sei rechtswidrig und diene der Ausnutzung des Betriebssystem-Monopols zur
Bekämpfung der Browser-Konkurrenz . Britannica.com schränkt kostenlosen Zugriff
ein Nach vielen anderen Firmen plant jetzt auch Britannica.com , kostenlose
Dienste einzuschränken und grundsätzlich Geld für den vollen Zugriff auf die
Encyclopaedia Britannica zu verlangen . Die Umstellung soll noch in diesem Monat
erfolgen . Nach finanziellen Schwierigkeiten im letzten Jahr hatten die
Betreiber Maßnahmen zur Effizienzsteigerung angekündigt , um schneller die
Gewinnzone zu erreichen . Zu dem neuen Angebot gehören neben dem werbefreien
Volltextzugriff auch erweiterte Abfragemöglichkeiten und neue Datenbanken .
Viele Ressourcen der Seite seien aber weiterhin frei , kündigte Britannica.com
an . Dazu gehören der Internet-Guide , Merriam-Webster's Collegiate Dictionary ,
News und Zeitschriften-Artikel . Von der eigentlichen Encyclopaedia Britannica
bekomme der nicht zahlende Anwender immerhin noch die ersten Absätze zu sehen .
Der Volltextzugriff auf die Enzyklopädie war bisher kostenlos möglich ,
allerdings mußte der Benutzer dann Werbebanner ertragen . Für den Zugang ohne
Werbeeinblendung wurde schon immer ein Obolus von 50 US-Dollar pro Jahr
gefordert . Zahlende Nutzer des reklamefreien Service erhalten die neuen
Dienstleistungen ohne Aufpreis ; sie sollen in den nächsten Tagen per E-Mail
über den Zugang zu dem neuen Angebot informiert werden . Endemann korrigiert
Prognose Der Internet-Dienstleister Endemann!! hat seine Geschäftsprognose stark
nach unten korrigiert . Dies läge an zwei ursprünglich einkalkulierten
Großaufträgen , die dann doch nicht zustande kamen sowie einer Etatstreichung
bei einem Großkunden , teilte eine Sprecherin des Unternehmens mit . Durch
Rationalisierungsmaßnahmen und Umstrukturierungen sei der Gewinn im zweiten
Quartal 2001 mit 430.000 Mark gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres
dennoch gestiegen . Im ersten Quartal dieses Jahres hatte man noch ein negatives
Ergebnis . Die endgültigen Halbjahreszahlen sollen im August bekannt gegeben
werden . Nortel mit Rekordverlust Der Einbruch sei besonders durch die im
zweiten Quartal um 78 Prozent geringeren Einnahmen aus dem Unternehmensteil für
photonischen Komponenten und 30 Prozent aus dem Teil für Netzwerk-Infrastruktur
verursacht worden ; aber auch alle anderen Firmenteile hätten große Einbußen
gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres zu verzeichnen , heißt es bei Nortel
. Nortel Networks hofft jedoch , bald wieder in die Gewinnzone zu kommen . Die
Restrukturierungen seien gut verlaufen , meinte Firmenchef Roth . PC-Umsatz
weltweit gesunken Der PC-Absatz weltweit ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,9
Prozent zurückgegangen , meldet das Marktforschungsinstitut Gartner Dataquest .
Grund für den Rückgang ist die Krise in den USA , wo 6,1 Prozent weniger PCs
verkauft wurden . In Europa hat der Absatz hingegen um 8,1 Prozent zugenommen ,
ermittelte das Londoner Marktforschungsunternehmen Context . Als einziger der
großen PC-Hersteller konnte Dell Zuwächse von 15 Prozent in den USA und 20
Prozent weltweit verzeichnen , IBM , Compaq und HP mußten Absatzeinbußen in Kauf
nehmen . DeTeWe will angeblich 300 Mitarbeiter entlassen Die Berliner
Telekommunikations-Firma DeTeWe will in den nächsten Tagen ungefähr 300
Mitarbeitern kündigen , meldet der Berliner Tagesspiegel . Die Kündiungen sollen
hauptsächlich das Kreuzberger Stammhaus betreffen , in dem rund 450 Mitarbeiter
tätig sind ; aber auch die Tochterunternehmen blieben nicht verschont . Schon
Ende Mai habe der Vorstand der Belegschaft die Schließung der gesamten Berliner
Konstruktionsabteilung sowie weitere Sparmaßnahmen angekündigt , schreibt das
Blatt . DeTeWe selbst wollte gegenüber heise online zu dem Bericht keine
Stellung nehmen und lehnte jeden Kommentar ab ; der Vorstand sei erst am
Dienstag wieder zu sprechen . " Big Brother " für Autoknacker Ein jugendlicher
Autodieb wurde in Großbritannien von einem Gericht in Stratfort zu permanenter
Überwachung verurteilt , meldet die Londoner Times . Über die Aufnahmen von in
britischen Innenstädten installierten Kameras können die Gesichter der
Delinquenten automatisch identifiziert werden . Auch mehrmalige Anrufe täglich
zur Verifizierung des Aufenthaltsortes gehören zu dem Programm . Eine
Stimmerkennung soll Schummeleien dabei verhindern . Bis jetzt sind nur im
Londoner Stadtteil Newham Kameras aufgebaut worden , doch soll das System
schnell ausgebaut werden . Die für die Umsetzung des Pilotprojektes
verantwortliche Rachel Pitkeathley rechnet mit ungefähr 2.000 bis 2.500 " Kunden
" pro Jahr . Neuer E-Mail-Wurm verschickt persönliche Dateien Der Wurm verfügt
auch über einen eingebauten SMTP-Server . Sollte der Wurm auf einem Rechner
aktiv werden , auf dem dieser nicht funktioniert , nutzt er einen der drei
öffentlichen SMTP-Server " doubleclick.com.mx " , " enlace.net " oder "
goeke.net " . SirCam ist eine 130 kB große Delphi-Anwendung , die als
E-Mail-Anhang mit unterschiedlichen Namen und doppelter Extension verschickt
wird . Es besteht laut Symantec eine Eins-zu-20-Chance , dass er am 16. Oktober
Laufwerk C: löscht . Die großen Hersteller von Virenscannern bieten bereits
Updates ihrer Programme an , die SirCam entfernen können . Weitere Hinweise zu
Viren und Würmern gibt es auf der c't-Antivirenseite . Siemens-Gruppe vor
schlechten Nachrichten Nächste Woche werden die Gesellschaften der
Siemens-Familie im Deutschen Aktienindex ( DAX ) die wahrscheinlich schlechten
neuen Quartalszahlen präsentieren . Infineon macht am Montag den Anfang mit den
Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2000/2001 . Im Juni hatte die
Firma bereits hohe Verluste angekündigt . Mit einer Kapitalerhöhung hoffte man ,
diese auffangen zu können . Die allgemeine Schwäche des Handymarktes könnte
ebenfalls das Ergebnis belasten . Siemens hatte in den letzten Monaten
bekanntgegeben , mehr als 10.000 Stellen in verschiedenen Bereichen abbauen zu
wollen . Auch das Netzwerkgeschäft ist im Zuge der weltweiten Rezession in die
Verlustzone geraten , meldet der Focus . Auch Bauelemente-Hersteller Epcos , an
dem Siemens mit 12,5 Prozent beteiligt ist , hat unter der Handy-Flaute zu
leiden . Das Münchener Unternehmen wird seine Quartalszahlen am Donnerstag
bekanntgeben . US-Justizministerium will härter gegen Computerkriminalität
vorgehen Der US-Justizminister Ashcroft gab die Bildung von zehn spezialisierten
Einheiten zur Bekämpfung der Computerkriminalität bekannt . Am Rande einer
Konferenz in Silicon Valley sagte er , man müsse ein Zeichen setzen ;
Computerkriminelle seien nicht immun gegen strafrechtliche Verfolgung . Die
Attacken gegen das Weiße Haus und die Verbreitung von Viren und Würmern wie "
Melissa " und " ILOVEYOU " hätten gezeigt , dass Handlungsbedarf für die
Justizbehörden bestünde . Ashcroft kritisierte die Wirtschaft , die nicht
genügend mit den Behörden zusammenarbeite . Computer-Angriffe würden nicht dem
FBI gemeldet , weil die betreffenden Unternehmen um ihre Reputation fürchteten .
Ein Verbrechen , das nicht gemeldet würde , gebe dem Angreifer die Chance , ein
zweites Mal zuzuschlagen . IBM will mit virtuellem Help Desk sparen Auch die
Anwender des Programmes werden nach seiner Ansicht insgesamt eine ähnliche Summe
einsparen können . Diesen Service will IBM einer Anzahl großer Firmen für einen
Preis von 25 bis 30 US-Dollar pro Monat und Anwender anbieten . Ungefähr 7.000
bis 10.000 Mitarbeiter sind derzeit mit Aufgaben beschäftigt , die dann das neue
System übernehmen wird , das 10.000 oder mehr Kunden betreuen soll . IBM rechnet
damit , dass Virtual Help Desk die Anzahl der Service-Anrufe auf rund 20 Prozent
reduzieren kann . Die Problemanalyse wird mitprotokolliert , um den
Service-Mitarbeitern von IBM die nötigen Informationen schnell zugänglich zu
machen , falls der Anwender trotz allem das Problem nicht selbst lösen kann .
Disketten in Afghanistan verboten Nachdem kürzlich die Nutzung des Internet
untersagt wurde , sind jetzt Disketten auf dem Index gelandet . Als "
unislamisch " gelten fortan auch Schach- und Kartenspiele , Lippenstift ,
Krawatten , Modejournale , Musikkassetten und -instrumente sowie Perücken aus
menschlichem Haar . Die Grenzposten wurden angewiesen , solche Dinge zu
beschlagnahmen . Satellitenschüsseln darf ebenfalls kein Afghane mehr besitzen .
Zumindest für 's TV hätte damit aber auch niemand etwas anfangen können , denn
Fernsehen war schon vor langer Zeit abgeschafft worden . Mobiltelefone der
vierten Generation In Japan geht alles schneller . Damit wolle die Regierung die
Führung bei der Festlegung der internationalen Standards dieser Technik
übernehmen , mit deren Einführung man um 2010 rechnet , schreibt das Blatt . Die
4G-Mobiltelefone sollen Daten 10.000-mal schneller als jetzt aktuelle Handys
übertragen und in der Lage sein , Videos in hoher Qualität wiederzugeben . Emmy
für FireWire Den Preis erhalte die Firma für die Entwicklung der
FireWire-Schnittstelle , die für den Anschluß von Digitalkameras gerade bei
Fernsehproduktionen häufig verwendet wird . Auch im Bereich der privaten
Videobearbeitung hat Apple mit Software wie iMovie und Quicktime einen Fuß in
der Tür . Schachduell Computer-Mensch in Dortmund Alle sechs Partien des
anlässlich der Dortmunder Schachtage ausgetragenen Matches zwischen dem
Schachprogramm Fritz und Großmeister Robert Hübner endeten remis . Fritz , das
auf einem 1-GHz-Dualrechner lief , hatte niemals echte Gewinnchancen , während
Hübner in einer Partie den möglichen Sieg ausließ . Hübner , der
Schachprogrammen sehr kritisch gegenübersteht , ist einer der Spitzenspieler in
Deutschland und gehörte vor 20 Jahren der Weltelite an . Vor einem Jahr hatte er
in Dortmund noch kurzzügig gegen ein anderes Programm verloren . Die Partien zum
Nachspielen gibt es bei Chessgate , Bilder und weitere Informationen beim
Fritz-Hersteller Chessbase . Infineon erwartet Verluste für das Gesamtjahr Das
entspricht einem Rückgang von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und
von 23 Prozent zum vorherigen Quartal . Es gebe keine eindeutigen Anzeichen für
eine Markterholung , daher rechne man auch für das vierte Quartal und das
gesamte Geschäftsjahr mit Verlusten , heißt es bei Infineon . HPs Cooltown wird
teilweise Open Source Hewlett-Packard will die Quellen einiger Komponenten
seiner Cooltown-Software freigeben . Cooltown ist ein Projekt , das das Internet
für praktische Alltagszwecke überall nutzbar machen soll , beispielsweise an
Busstationen zur Fahrplanauskunft . Coolbase , ein Unterprojekt , das unter
anderem Komponenten wie Webserver für Embedded Systems und APIs für die
Kommunikation mit verschiedenen Geräten beinhaltet , soll nun komplett unter die
GNU General Public License ( GPL ) gestellt werden , sagte Bruce Perens , HPs
Verantwortlicher für Open Source und Linux . Es handele sich dabei um rund
150.000 Codezeilen . Sicherheitsloch bei Schweizer E-Mail-Anbieter Der
drittgrößte Schweizer Internet-Provider Swissonline hat ein Sicherheitsproblem :
Rund 250.000 E-Mail-Konten lagen dadurch seit Monaten offen , berichtet die
Sonntagszeitung . Das Blatt hatte eine CD zugespielt bekommen , auf der sich
185.000 E-Mail-Adressen mit einem Datenbankcode befanden , über den sich das
zugehörige Passwort herausfinden ließ . Dadurch konnten E-Mails der betroffenen
Konten gelesen oder manipuliert werden . Swissonline hat die Sicherheitslücke
bestätigt und schnelle Abhilfe angekündigt , jedoch müsse man erst die Fakten
prüfen . Experten gehen laut der Sonntagszeitung davon aus , dass die Mailserver
einer Generalüberholung unterzogen werden müssen . Neben Prominenten haben auch
viele Banken , Ämter und Botschaften ihre E-Mail-Konten bei Swissonline . Siehe
dazu auch 250.000 Mail-Accounts standen weit offen in Telepolis . Fusion von GMD
und Fraunhofer endgültig vollzogen Die zunächst umstrittene Verschmelzung der
GMD mit der Fraunhofer Gesellschaft ist jetzt rechtlich abgeschlossen . " Alle
Rechte und Pflichten der früheren GMD sind auf die Fraunhofer Gesellschaft als
Rechtsnachfolgerin übergegangen " , heißt es in einer Mitteilung . Nachdem die
GMD zunächst in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt worden war , übernahm
Fraunhofer sämtliche Anteile . Die fachliche Zusammenarbeit habe sich
außerordentlich schnell entwickelt ; auch bei der Zusammenführung der Verwaltung
sei ein Konsens gefunden worden , meint die Fraunhofer Gesellschaft . Die GMD
hatte gegen die vom Bund initiierten Fusionspläne zunächst heftigen Widerstand
geleistet . Domain-Abzocker ermittelt Von einer " Deutschen
Internet-Domainregistrierung " wurden in den letzten Wochen viele Domaininhaber
zur Zahlung eines dreistelligen Betrages aufgefordert . Der mutmaßliche Betrüger
wurde jetzt ermittelt , schreibt der Internetprovider Snafu . Snafu war von
Kunden auf den Abzockversuch aufmerksam gemacht und auch selbst für seine eigene
Webseite zur Zahlung aufgefordert worden . Die Firma schaltete ihren Anwalt ein
, der eine Unterlassungsaufforderung verschickte , sagte eine Sprecherin . Jetzt
befasst sich die Kriminalpolizei wegen Offertenbetrug mit dem 47-jährigen ,
gegen den mittlerweile rund 25 Strafanzeigen vorliegen . Kommissar Hollander ,
der den Fall bearbeitet , betonte gegenüber heise online , es sei nicht nötig ,
dass alle , die ein solches Schreiben erhalten haben , Anzeige erstatten .
Unbedingt melden sollten sich hingegen jene , die die Rechnung bezahlt haben .
Betroffene können eine Kopie des Schreibens mit beigelegter Bitte um
Strafverfolgung an folgende Adresse schicken : Polizeiinspektion Vechta Hd .
Bahnhofstraße 9 49377 Vechta Musikumsatz durch Internet-Verkauf soll rasant
wachsen Das Unternehmen geht damit von einem durchschnittlichen jährlichen
Wachstum von 44 Prozent aus . Der Anteil der Online-Musikverkäufe am
Gesamtverkauf soll von derzeit sieben auf 32 Prozent im Jahr 2006 anwachsen .
Die Prognose wird begründet mit der Schaffung von Rechtssicherheit durch das
Napster-Urteil . Die großen Musikfirmen seien nun dabei , eigene
kostenpflichtige Internet-Dienste einzurichten . Chipdesigner ARM verdient gut
ARM hatte erst kürzlich ein neues Prozessordesign vorgestellt . ARM kann damit
wieder einmal die anderen Chip-Schmieden übertrumpfen . Kein Wunder also , dass
der Aktienkurs der Firma erst einmal um 18 Prozent stieg . FairAd stellt
Geschäftsbetrieb ein Die Firma FairAd , die ihre Kunden für das Anschauen von
Werbebannern beim Surfen bezahlte , hat den Geschäftsbetrieb eingestellt . Erst
im Juli war der härteste Konkurrent CyberProfit vom Markt verschwunden , bereits
im Februar mußte AllAdvantage die Segel streichen . FairAd war in der
Vergangenheit durch verzögerte Auszahlungen aufgefallen , verbreitete jedoch
noch im Mai vorsichtigen Optimismus . Die Firma habe den Geschäftsbetrieb schon
am 14. August eingestellt , zunächst aber nur die Geschäftspartner informiert
und keine offizielle Meldung herausgegeben , erklärte ein Sprecher gegenüber
heise online . Wie es weitergehe , wisse noch niemand , man bereite aber eine
Pressemitteilung vor . Texas Instruments verbucht schweren Umsatzeinbruch Der
Grund für die schlechten Geschäftszahlen sei die allgemeine Rezession , hieß es
bei TI . Für das dritte Quartal erwartet man einen weiteren Rückgang des
Umsatzes von zehn bis 15 Prozent . Viele Halbleiterkunden reduzieren nach
Angaben des Unternehmens ihre Lagerbestände wegen der schwachen Nachfrage ihrer
eigenen Produkten weiter . " Dies ist ein schwerer Abschwung , aber wir sehen
einige Stabilisierungsanzeichen " , erklärte Konzernchef Tom Engibous . Scott
McNealy im Clinch mit Steve Ballmer Microsofts CEO Steve Ballmer hat angekündigt
, die Strategie " Software as Service " werde in den nächsten Jahren keinen
Profit abwerfen . Man arbeite hart , um die Sicherheit von Passport , einer
Schlüsselkomponente des HailStorm-Projekts , garantieren zu können , meinte
Ballmer in seiner Keynote auf dem Internet Summit der Zeitschrift Industry
Standard . Details nannte er nicht , erwähnte aber , der Dienst werde für den
Anwender eher komfortabel als risikovoll sein . HailStorm , erster
veröffentlichter Bestandteil von Microsofts .NET-Strategie , soll "
benutzerzentrierte Web-Dienste " über eine Plattform für XML-Tools realisieren .
Scott McNealy , Chef des Unix- und Server-Spezialisten Sun und ausgewiesener
Microsoft-Kritiker , attackierte Ballmer daraufhin heftig : .NET sei nur am
Anfang kostenlos , irgendwann wolle Microsoft bestimmt Geld dafür . Ob Microsoft
überhaupt in der Lage sei , die auf Microsoft-Servern gespeicherten Zugangsdaten
zuverlässig vor Angriffen zu schützen , stellte er in Frage und damit auch die
Sicherheit des Passport-Systems : Die Windows-Plattform sei so unsicher , dass
Anwender des Dienstes den Diebstahl oder die Zerstörung ihrer Daten riskieren
würden . Die Datenbank und das Atomwaffen-Material Microsoft und das
US-Energieministerium halten Berichte über die Gefährdung der Sicherheit bei der
Verwaltung spaltbaren Materials durch einen Serverbug für übertrieben , meldet
NewsFactor Network . Das Center for Defense Information hatte vor einiger Zeit
einen Schriftwechsel mit russischen Wissenschaftlern veröffentlicht , die
mehrere Fehler in Microsofts SQL-Server gefunden hatten . Dem Autor des
Berichtes über die Entdeckung der Bugs , Bruce Blair , werfen Microsoft und das
Energieministerium in einer gemeinsamen Erklärung Übertreibung vor . Die Fehler
seien trivial gewesen und behoben worden . " Es gingen keinerlei Daten verloren
, nichts ist verschwunden " , sagte Steve Murchie , Microsofts Produktmanager
für den SQL-Server . Man habe das Problem aber sehr ernst genommen und sofort
ein Bugfix angeboten . Im SQL-Server 7.0 habe man allerdings kein wirkliches
Sicherheitsloch gefunden . Auch von Seiten der National Nuclear Security
Administration ( NNSA ) musste Blair Kritik einstecken . Die Systeme in Russland
und den USA seien völlig unterschiedlich und voneinander getrennt , sagte Rick
Ford , ein Sprecher der NNSA , im Interview mit NewsFactor Network . " Das
Energieministerium und Microsoft behaupten , das Problem sei trivial , aber
Insider halten es für äußerst empfindlich " , konterte Blair . Es sei versucht
worden , das Problem unter den Teppich zu kehren und die Russen , die die Fehler
den US-Behörden meldeten , mundtot zu machen . Streit um Online-Shop Mediantis
Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre hat erneut die Liquidierung der
Mediantis AG gefordert . Das Anlagevermögen liege derzeit über der
Marktkapitalisierung des Unternehmens , hieß es bei der SdK . Es sei zweifelhaft
, ob das Mediantis-Geschäftsmodell jemals aufgehe . Daher lohne sich eine
Liquidierung für die Aktionäre . Einem Antrag auf Erweiterung der Tagesordnung
um diesen Punkt bei der Hauptversammlung , die heute stattfand , war aber nicht
stattgegeben worden . Für das gesamte Jahr 2001 wurde angekündigt , den Verlust
um rund 60 Prozent zu reduzieren . Vorstandssprecher Georg Heusgen äußerte auf
der Hauptversammlung , da sei deutlich der Weg zur Profitabilität zu erkennen .
Das sieht der Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre , Öfele , nicht
so . Er sprach gegenüber heise online von Fehlern im Management und im Umgang
der Firma mit ihr anvertrautem Geld . Seine auf der Hauptversammlung als Antrag
zur Tagesordnung gestellte Forderung , Mediantis aufzulösen , habe bei den
anwesenden Kleinaktionären starken Beifall gefunden . Darüber abgestimmt wurde
jedoch nicht , da dies kein Punkt der Tagesordnung gewesen sei . Compaq nutzt
nicht Suns Java Virtual Machine Nach anderen großen Computerherstellern gab nun
auch Compaq bekannt , auf jedem verkauften Windows-XP-Rechner eine Java Virtual
Machine ( JVM ) von Microsoft vorzuinstallieren . Damit scheint Suns Offensive ,
seine aktuelle Java-Version 1.3.1 von PC-Herstellern mit XP installieren zu
lassen , gescheitert zu sein . Grund für dieses Vorgehen der PC-Hersteller ist
aber sicher nicht nur der von den Sun-Programmierern verschlafene
Fertigstellungstermin , sondern mehr noch eine kleine Besonderheit : Während
eine im Browser integrierte JVM über das "APPLET"-Tag aufgerufen wird , springt
das Java-Plug-in bei " OBJECT " ( Internet Explorer ) oder " EMBED " ( Netscape
4.x ) an , so nachzulesen bei Sun . Obwohl andere Browser das Plug-in auch bei "
APPLET " aufrufen , müsste jede Webseite , die Java-Applets enthält , für die
neue Syntax umgeschrieben werden und fortan in zwei Versionen auf dem Server
liegen , einer mit " APPLET " und einer anderen mit " OBJECT " und " EMBED " .
Der Siemens-Konzern ist vor allem wegen der Krise im Telekommunikationssektor im
dritten Quartal überraschend tief in die roten Zahlen gerutscht . Allerdings
waren dafür vor allem Sondereffekte verantwortlich : Ohne das negative Ergebnis
von Infineon hätte der Umsatz sogar um 23 Prozent zugenommen . " Differenzierte
Ergebnisse " und ein sich abschwächendes wirtschaftliches Umfeld prägten die
Lage des Konzerns , heißt es bei Siemens . Siemens rechnet für das laufende
Geschäftsjahr wegen der schlechten Konjunktur damit , unter dem Konzernergebnis
des Vorjahres zu bleiben . An den angestrebten Renditezahlen für 2003 jedoch
wolle man festhalten . Netzwerk-Chef und Siemens-Vorstand Roland Koch musste
sein Amt abgeben . Pierer kündigte zudem weitere drastische Sparmaßnahmen an .
Hier sei auch rechtzeitig reagiert worden . Dagegen deutete er an , dass die
Unzufriedenheit mit der Netzwerk-Abteilung größer sei . US-Mobilfunker behaupten
sich gegen den Branchen-Trend Die US-Mobilfunkbetreiber AT&T Wireless und Nextel
meldeten entgegen dem allgemeinen Trend im Telekommunikationssektor gute
Ergebnisse . AT&T Wireless hatte nach eigenen Angaben im zweiten Quartal 668.000
neue Abonnenten gewonnen . Die Gesamtkundenzahl zum Quartalsende lag bei 16,4
Millionen . Das Unternehmen erwartet für das dritte Quartal über 700.000
Neukunden . Nextel sprach von 485.900 neu gewonnenen Kunden im zweiten Quartal .
T-Online verteilt auf seinem Stand in Halle 6.2a der IFA CD-ROMs mit der neuen
Version 4.0 seiner Software-Suite . Der Provider hat seine komplette
Programm-Sammlung überarbeitet ; sämtliche Anwendungen bieten jetzt ein
einheitliches Look & Feel . Der Browser auf Basis des Internet Explorer 5
besitzt eine Art Multi Document Interface : Außerdem verfügt der Browser über
einen integrierten Download Manager . Der E-Mail-Client räumt mit einigen der
Schwächen seines Vorgängers auf . So verwaltet er jetzt mehrere Benutzerprofile
und durchsucht Nachrichten im Volltext . Das Online-Banking-Programm beherrscht
jetzt Terminüberweisungen , Daueraufträge und das Auslesen von Geldkarten . Der
ISDN-Speedmanager ermöglicht Kanalbündelung ; den zweiten B-Kanal schaltet er
automatisch oder auf Anforderung des Benutzers zu . Neu ist der zum MSN
Messenger und zu ICQ kompatible Instant Messenger TOM ( T-Online Messenger ) .
TOM steht wie der ISDN-Manager auch für Anwender , die keine T-Online-Kunden
sind , zum Herunterladen bereit . T-Online-Nutzer können dort das gesamte Paket
bekommen oder die CD bestellen . Alternativ soll die Scheibe auch in den
T-Punkten zum Abholen bereitliegen . ZIP-Drive exhumiert Iomega will den
schwächelnden Absatz von ZIP-Laufwerken mit massiven Preissenkungen wieder
ankurbeln . Der Chef des krisengeschüttelten Unternehmens , Werner Heid , sagte
gegenüber einem amerikanischen Magazin , die Preise für das 100-MB-Laufwerk
könnten bald von derzeit 85 auf 50 US-Dollar fallen . Die Laufwerke sollen über
große Handelsketten vertrieben und mit Iomegas "ActiveDisk"-Software
ausgeliefert werden . Analysten zweifeln am Erfolg des Konzepts und sehen
ZIP-Laufwerke auf dem absteigenden Ast . Die Konkurrenz in Gestalt der CD-RW
habe sich etabliert , während man bei Iomega damit beschäftigt gewesen sei , die
Produktlinie zu verjüngen . Die Firmenstrategie ist richtig , sagte er und
prophezeite eine Rückkehr in die Gewinnzone für das Jahr 2002 . Sharp bringt
Linux-PDA Sharp hat auf der IFA mit dem SL 5000 ein Linux-PDA vorgestellt .
Neben einer Schedule-Software sind auf dem SL 5000 auch Java , E-Mail-Client ,
Browser und MP3-Player installiert . Der Datenaustausch mit dem PC erfolgt über
eine Synchronisationssoftware für Outlook und eine Docking-Station mit USB- und
serieller Schnittstelle . Die Bedienung kann wahlweise über das Touch-Display
oder eine Mini-Tastatur erfolgen , die sich hinter dem Bediener-Panel versteckt
. Gateway verbaut nur noch Intel-Chips Computerhersteller Gateway wird zukünftig
keine Prozessoren von AMD mehr verwenden , will das Wall Street Journal erfahren
haben . Ein Gateway-Sprecher habe erklärt , die Konzentration auf weniger
Zulieferer diene der Senkung der Produktionskosten . In den gleichzeitig
vorgestellten drei neuen Low-cost-PC-Produktlinien für Heimanwender und kleine
Firmen werkeln ausschließlich Intel-Chips . Die krisengeschüttelte Firma ist
nicht der erste Hersteller , der auf AMD-CPUs verzichtet . IBM war bereits auf
Intel umgeschwenkt ; Micron PC LLC hatte im vergangenen Monat angekündigt ,
keine AMD-Chips mehr zu verwenden . IBM erwartet Umsatzexplosion im
Biotech-Markt Die sich rasant entwickelnde Bioinformatik benötigt unter anderem
Hochleistungsrechner als " Number Cruncher " , zum Beispiel bei der Untersuchung
von Chromosomen . Schlechte Noten für Internet-Lebensmittelhändler In der morgen
erscheinenden Ausgabe der Zeitschrift " Test " bekommen
Internet-Lebensmittelhändler schlechte Noten von der Stiftung Warentest . Es
wurden bei zwölf Online-Anbietern von Frischeartikeln und Tiefkühlware 60
Bestellungen von insgesamt über 1000 Produkten aufgegeben . Nur zwei der Händler
bekamen das Prädikat " gut " . Probleme gab es vor allem mit der mangelnden
Übereinstimmung von bestellten und gelieferten Artikeln . An der Pünktlichkeit
der Online-Händler war hingegen wenig auszusetzen , fast alle Lieferungen
erfolgten innerhalb der versprochenen Zeit . Auch die Preise der Artikel seien
mit normalen Ladenpreisen vergleichbar - allerdings kommt noch eine Liefergebühr
von fünf bis 15 DM hinzu . Die Informationspolitik der Händler wurde ebenfalls
bemängelt . Da im Unterschied zum Einzelhandel keine Deklarationspflicht für
Inhaltsstoffe u.ä. besteht , waren über Zutaten , Herkunft und Güteklasse der
Produkte nur höchst unvollständige Informationen zu bekommen . Intel stellt
Chip-Infos bereit Chiphersteller Intel hat heute beim VDI-Kongress " Elektronik
im Fahrzeug " in Baden-Baden angekündigt , Telematik-Entwicklern über das Intel
Telematics Design Center Programme , Bibliotheken und Software-Werkzeuge
kostenlos bereitzustellen . " Die steigende Nachfrage nach Telematik-Geräten und
Applikationen durch die Verbraucher hat zu einem bedeutenden Interesse von
Seiten einiger Hersteller und Service-Provider geführt " , sagte Pat Kerrigan ,
Marketing-Direktor der Intel Telematics Operation . Gartner-Analyst Thilo
Koslowski hält laut CNet den Einstieg in den wachsenden Markt für einen klugen
Schachzug , da alle Autohersteller an Telematik-Lösungen bastelten . Es sei kein
Risiko , die Informationen freizugeben . Im Erfolgsfalle aber würden Entwickler
Intel-Soft- und Hardware verwenden . Wurm Nimda mit " Eieruhr " Der als sehr
gefährlich eingestufte Nimda-Wurm enhält offenbar eine Funktion , die die
Verbreitung des Schädlings per E-Mail nach zehn Tagen erneut aktiviert . Nachdem
seit der ersten Nimda-Schwemme nun diese Zeitspanne vertrichen ist , rechneten
einige Antiviren-Experten mit einer erneuten Ausbreitungswelle . Bislang ist es
jedoch noch relativ ruhig um den elektronischen Bösewicht . Nimda verschickt
sich von einem infizierten Rechner an die E-Mail-Adressen aus Browsercache und
Adressbuch und deaktiviert dann die E-Mail-Verbreitung zeitweise . Die anderen
Infektionsmechanismen arbeiten jedoch weiter . Nimda hatte seit seinem ersten
Auftreten am 18. September rund 450.000 Windows-Rechner befallen . So können Sie
sich schützen ; allgemeine Hinweise zum Schutz vor Viren und Würmer finden Sie
auf den Antiviren-Seiten von c't Ein kleiner Schritt für die Börse , ein großer
für Linux : So könnte man Ankündigungen von IBM vermelden . Die Securities
Industry Automation Corporation ( SIAC ) , nach eigener Angabe " das
technologische Nervenzentrum der Wall Street " , setzt jetzt das für den
Newsletter-Versand an Broker zuständige Programm ARTMAIL auf IBM-Mainframes
unter Linux ein . Das E-Mail-Programm , das bisher in einer Umgebung von 180
Sparc-Maschinen von Sun lief , wurde dafür nach Linux portiert . Der Auftrag ist
laut IBM im einstelligen Millionenbereich angesiedelt und wird als erster
Schritt zur Akzeptanz des freien Betriebssystems in der Finanzwelt angesehen .
Mit der Entscheidung für IBM und Linux habe man die Verfügbarkeit erhöht bei
gleichzeitiger Kostensenkung . Auch im Tennis geht es um Geld . Durch den
Einsatz von Linux sei man flexibler im Umgang mit Zugriffsspitzen während
wichtiger Spiele , sagte ein Manager der US Tennis Association . IBM ist seit
mehreren Jahren für den Internet-Auftritt des Turniers verantwortlich . Startup
kauft Corels Linux-Abteilung Das Softwarehaus Corel hat seine Linux-Distribution
an das Startup-Unternehmen Xandros verkauft . Nach den ersten Berichten , die
Aufgabe der Linux-Abteilung werde noch diese Woche erfolgen , gaben die Kanadier
den Verkauf nun offiziell bekannt . Über den genauen Preis wurden keine Angaben
gemacht , amerikanischen Nachrichtagenturen zufolge soll Corel zusätzlich zum
Kaufpreis fünf Prozent Anteile an Xandros und zwei Prozent an Global Linux
Partners bekommen . Bereits im letzten Jahr hatte es Gerüchte gegeben , Global
Linux Partners wolle Corels Linux-Distribution übernehmen . Mit einem
geschätzten Marktanteil von 25 Prozent der verkauften Distributionen für
Desktops liegt Corel-Linux auf dem zweiten Platz hinter Red Hat . Das im
kanadischen Ottawa ansässige Startup Xandros wird die meisten Entwickler von
Corel übernehmen und kündigte eine " lebensfähige " Distribution mit umfassender
Ausstattung für Anfang 2002 an . Die Entscheidung liege gleichermaßen im
Interesse der Anwender und Aktionäre , sagte Corel-CTO Rene Schmidt .
Evolutionäre Schachprogramme Die KI-Forscher haben das Probierfeld Schach noch
nicht ganz aufgegeben : Verteiltes Rechnen auf den Rechnern möglichst vieler
Internet-Nutzer soll die notwendigen Kapazitäten erschließen . Das System
basiert auf genetischen Algorithmen , die aus den erfolgreichsten " Individuen "
guter Populationen durch Kreuzung und Mutation neue Programme erzeugt .
Mutationsrate und Kreuzungshäufigkeit können dabei vom Anwender verändert werden
, das eigentliche Spielverhalten jedoch nicht . Grundgerüst ist eine einfache
Alpha-Beta-Baumsuche , die jedoch nicht alle Züge auf einer bestimmten Tiefe
weiterverfolgt , sondern nur einige . Welche , entscheidet die Evolution ,
ebenso , wie die Züge sortiert und die entstehenden Stellungen bewertet werden .
Die Anzahl der pro Zug zu untersuchenden Stellungen wurde auf 100.000 beschränkt
. Die Spielstärke der generierten EvoChess-Individuen wird dabei von einem
Standard-Schachprogramm überprüft , das die Schöpfer des Projektes in Java
erstellten . Mehr sei aus Gründen des Bedenkzeitverbrauches nicht zu machen ,
sagte Wolfgang Kantschik , einer der Verantwortlichen des Projektes , gegenüber
heise online . Ziel sei es herauszufinden , wie weit man die Spielstärke mit
diesem Verfahren steigern könne . Wie auf der EvoChess-Webseite zu lesen ist ,
glaubt man aber nicht daran , eine Spielstärke jenseits guter Vereinsspieler
erreichen zu können . Schachmeister gegen Set-Top-Box Heute ab 18 Uhr spielt am
IFA-Stand des Lübecker Decoderspezialisten galaxis Schach-Vizeweltmeister Alexej
Schirow gegen ein auf einer Set-Top-Box der Firma laufendes Schachprogramm einen
Schaukampf . Die Partien werden für die Zuschauer auf eine Leinwand in der Halle
4.2 übertragen . Eingesetzt wird dabei der mehrfache Computerschach-Weltmeister
" Shredder " des Hamburger Computerschachspezialisten Chessbase . Es handele
sich um die normale PC-Version , galaxis habe nur eine eigene Oberfläche dafür
entwickelt , erklärte ein Sprecher gegenüber heise online . Die Set-Top-Box
verfügt über einen mit 766 MHz getakteten Celeron-Prozessor und 128 MB RAM ,
wovon 16 MB für die programminternen Hashtables zur Verfügung stehen . Geplant
sind vier Partien mit einer Bedenkzeit von wahrscheinlich 20 Minuten pro Spieler
; allerdings erhält Schirow nach jedem Zug noch zehn Sekunden Zeitbonus .
Außerdem wird der Vize-Weltmeister noch zwei oder drei Ein-Minuten-Blitzpartien
gegen den indischen Großmeister Abhijit Kunte über das Internet spielen .
Grafik- und Musiksoftware im Sonderangebot Der Versender Zweitausendeins bietet
zunehmend Anwendungssoftware zu ungewöhnlich günstigen Preisen an . Für 39,95 DM
gibt es dort jetzt die " Micrografx Graphics Suite Special Edition 2 " , ein
Paket aus einer Bildbearbeitung ( Picture Publisher 7 ) , einem Zeichenprogramm
mit über 50 Import- und Exportformaten , einem Programm zur Erstellung von
3D-Objekten sowie Bibliotheken mit Illustrationen , TrueType-Zeichensätzen ,
3D-Objekten und Browser-PlugIns . Gegenüber der 700 DM teuren Original-Suite
fehlen einige im Privatgebrauch selten benötigte Bestandteile , wie der
Flow-Charter für Flussdiagramme , die Netzwerkunterstützung , einige Paletten
mit technischen Symbolen sowie DXF-14- und DWG-Level-3-Importfilter . Ein
PC-Tonstudio mit 16 Audio- und 32 Midi-Spuren , zahlreichen Effekten ,
speicherbaren Reglerfunktionen und 1300 fertigen Sounds wird für günstige 19,90
Mark angeboten . Außerdem sind das Notensatzprogramm Toccata für 10 DM und eine
Wave-Bibliothek mit 10.000 Sound-Samples auf 8 CDs für 20 Mark zu haben . ATI
kündigt neue All-in-Wonder-Karte an ATI vervollständigt seine aktuelle
Produktpalette : Nach den neuen Radeon-Chips 7500 und 8500 , den neuen
Grafikkarten gleichen Namens und dem Mobility Radeon 7500 kündigte das
kanadische Unternehmen nun auch die erwartete "All-in-Wonder"-Karte ( AIW ) an .
So bezeichnet ATI traditionell seine zu Multimedia-"Wundern" erweiterten
Grafikkarten . Die All-in-Wonder Radeon 8500 DV fällt vor allem durch die beiden
externen Fire-Wire-Ports auf , die sie auch für Digital Video tauglich machen .
Außerdem gibt es den üblichen Stereo-TV-Tuner , Video-Ein- und Ausgänge und
einen DVI-I-Ausgang , der allerdings per Adapter auch zum Anschluss des
VGA-Monitors dienen muss . Wie schon beim Vorgängermodell All-in-Wonder Radeon
fehlt ein vollwertiger zweiter Monitorausgang . Zweischirmbetrieb ist so nur
eingeschränkt mit Monitor oder Flatpanel und TV-Gerät möglich . Einen neuen Look
soll die Software-Oberfläche erhalten , die TV-Empfang , Personal Videorecording
inklusive Timeshift , Digital- und Analog-Video-Capturing sowie DVD-Wiedergabe
vereint . Neu ist auch die Funk-Fernbedienung für den USB-Port . Erstmals
verzichtet ATI auf Windows-98-Support , unterstützt dafür aber von Beginn an
neben Windows ME und Windows 2000 auch Windows XP . Die AIW Radeon 8500 DV soll
voraussichtlich im Herbst für knapp unter 1000 DM in die Läden kommen . IBM
präsentiert neue Server-Marke und Unix-Strategie IBM nimmt die Überarbeitung
seiner S/390-Mainframes zum Anlass , alle Server-Produkte in vier Linien unter
der neuen Markenbezeichnung eServer zu bündeln . Ganz , wie es neuzeitliche
Schreibweisen offensichtlich notwendig machen , schreibt IBM bei den neuen
Server-Linien übrigens offiziell das kleine " e " mit einem Kringel - wie beim "
Klammeraffen " @ . Am gestrigen Dienstag stellte der Konzern als erste
tatsächliche Neuschöpfung die eServer zSeries 900 vor , hinter der sich die
lange erwartete siebte Generation ( G7 ) der S/390-Rechner verbirgt . Zu den für
die zSerie ( hinter dem " z " verbirgt sich " zero downtime " ) angebotenen
Betriebssystemen gehört aber auch Linux . Außerdem will IBM die mit
Intel-Technik bestückten Server Netfinity und Numa-Q zukünftig durch die eServer
xSeries ersetzen . Hier stellte IBM auch die neue 24-Wege S80 Turbo vor . Deren
Taktrate schnellte von 450 auf 600 MHz , der Speicherausbau ist auf 96 GB
möglich . Die Business-Maschine AS/400 soll später zugunsten der eServer iSeries
aus dem Programm fallen . Zukünftig sollen IBM-Server-Kunden mehr für die
tatsächlich genutzte Software- und Hardwareleistung bezahlen , weniger für die
maximal mögliche - ein Zahlungssystem , das man mit der monatlichen Begleichung
der Stromrechnung vergleichen kann . Außerdem sollen interne Umstrukturierungen
Marketing und Vertrieb der Serverlinien verbessern . IBM stellte darüber hinaus
auch seine Unix/Linux-Strategie etwas klarer dar . AIX sei immer noch das
strategische Unix-Betriebssystem mit industrieller Ausrichtung . Die
Software-Hersteller sähen AIX als wichtig an . Zusätzlich wird aber ein starkes
Linux-Umfeld aufgebaut , also etwa Linux auf PowerPC . Als umsatzstarkes
Betriebssystem werde Linux sich im IA-32-Bereich erweisen . Im Projekt Monterey
hat IBM AIX auf den IA-64 portiert , eine Beta-Version ist ausgeliefert . Die
Verwandschaft zu Linux repräsentiert IBM durch AIX L(inux) . In der Version AIX
5L ist die Linux-Umgebung auch mit den GNU-Tools für IA-64 realisiert . IBM
hofft , mit diesen Massnahmen im boomenden Bereich der Unix- und Intel-Server an
den Marktanteilen von Sun , Hewlett-Packard , Compaq und Dell knabbern zu können
- ein Vorhaben , das Marktkenner zur Zeit allerdings eher skeptisch beurteilen .
Bertelsmann forciert Breitband-Multimedia Die Bertelsmann Broadband-Group ( BBG
) forciert die Nutzung breitbandiger Telekommunikationstechniken wie ADSL (
Asynchronous Digital Subscriber Line ) für ihre weltweiten E-Commerce- und
Medien-Aktivitäten . Laut Werner Lauff , Geschäftsführer der zur neu gegründeten
E-Commerce-Gruppe gehörenden BBG , strebt der Konzern in ganz Europa die
schnelle Einführung des interaktiven Fernsehens an . Damit möchte Bertelsmann
die " Konvergenz von Technologie , Telekommunikation und Television " voran
treiben , wie sie dem neuen operativen Leiter der BBG , Patrick D. Cowden ,
vorschwebt . In Deutschland laufen bereits kabelgebundene Tests . Die Teilnehmer
an den Pilotprojekten haben die Möglichkeit , sich ihr Programm am Fernsehgerät
individuell aus TV-Produktionen , Spielfilmen , Musikvideos und Dokumentationen
zusammen zu stellen . Lauff kritisiert allerdings , dass die Privatisierung des
Kabelnetzes in Deutschland nur schleppend voran gehe und deshalb die Entwicklung
interaktiver Dienste behindere . Weitere Versuchsgebiete in der Schweiz ,
Spanien , den Benelux-Ländern und Skandinavien sollen folgen . Zu den Partnern
der BBG im " Broadband Content Delivery Forum " zur Standardisierung weltweiter
Multimediaformate zählen Unternehmen aus den Bereichen Inhalte ,
Unterhaltungselektronik und Netzbetreiber . Darunter finden sich namhafte Firmen
wie AltaVista , AT&T , BBC , British Telecom , Hewlett Packard , NBCi , Nortel ,
Qwest , Sun und Telstra . Umfassendes Wörterbuch der deutschen Sprache im Aufbau
Am Dienstag wird in Berlin ein erstes Zwischenprodukt eines " nationalen
Jahrhundertprojekts " vorgestellt : Die Berlin-Brandenburgische Akademie der
Wissenschaften präsentiert eine Demoversion ihres umfassenden " Digitalen
Wörterbuchs der deutschen Sprache " ( DWDS ) . Das Projekt wird durch ein
prominent besetztes Kuratorium begleitet , dem unter anderem Bundespräsident
Johannes Rau , Richard von Weizsäcker und Hans-Magnus Enzensberger angehören .
Das geplante Internetangebot soll jedem Interessierten kostenlos zur Verfügung
stehen , solange die Finanzierung aus öffentlichen Quellen gesichert bleibt ,
erklärte Ralf Wolz von der Akademie der Wissenschaften gegenüber c't .
Gesamtumfang und Abfragemöglichkeiten dürften das digitale Wörterbuch aber
insbesondere für Wissenschaftler , Journalisten und andere Sprachberufler
interessant machen . Interessierte können an der Vorstellung der vorläufigen
Version des Wörterbuchs teilnehmen ; sie findet am morgigen Dienstag um 10:30
Uhr im Akademiegebäude , Raum 327 , Am Gendarmenmarkt ( Jägerstrasse 20/23 ) in
10117 Berlin statt . Aldi-TV-Karte : Aus Mono wird doch noch Stereo Wer im
Zeitraum seit Mitte Dezember bei Aldi eine Lifetec-Stereo-TV-Karte mit der
Platinen-Revisions-Nummer 94V-00041 erworben hat , die nur Mono-TV liefern kann
, sollte bei Medion beharrlich auf Umtausch bestehen . Das Unternehmen hat der
c't-Redaktion jetzt eine tatsächlich stereotaugliche Platine desselben
Herstellers zukommen lassen , die sich nur wenig im Layout , aber deutlich in
der Bestückung von der Mono-Karte unterscheidet . Wichtigstes zusätzliches
Bauteil : der Stereo-Sound-Decoder Philips TDA9820 , der aus dem Tuner-Signal
den analogen TV-Ton für die Soundkarte liefert . Die neue Platine trägt auf der
Rückseite die Nummer 94V-00103 , ist ebenfalls mit dem Video-Decoder Conexant
Fusion 878A bestückt und arbeitet mit der TV-Software TV Capture Card zusammen .
Unsere anonymen Testkäufer hatten wie viele andere Leser auch nach Rücksendung
ihrer Mono-Exemplare kommentarlos die gleiche Platinen- und Software-Version
zurückerhalten , die folglich wieder kein Stereo-TV liefern konnte . Inzwischen
habe man dieses " Versandproblem " behoben , heißt es jetzt aus dem Unternehmen
. Reklamierende Kunden können ihr falsch bestücktes Exemplar unfrei an Medion
schicken und umtauschen lassen - was sich allen empfiehlt , die ihre Karte nicht
bereits beim Aldi-Markt zurückgegeben haben . In Kürze will Medion auch eine
neue Version der zur Karte gehörenden TV-Software TV Capture Card auf ihrer
Web-Site anbieten , die c't vorab testen konnte . Diese bietet im wesentlichen
keine neuen Features , scheint aber stabiler zu laufen als die in Ausgabe 3/2001
von c't getestete Vorgängerversion . Aldi-TV-Karte , die Dritte ... Wer seine
Stereo-untaugliche Lifetec-TV-Karte bei Medion umtauscht , sollte sich auf
ärgerliche Überraschungen einstellen . Zunächst sollte man die Reklamation
telefonisch vorbereiten und dann auf die avisierte Zusendung der neuen Karte
warten , weil diese von Medion bereits vielfach ohne Kabel und Software
verschickt wurde . Außerdem sollte man den Sound genau kontrollieren ( zum
Beispiel per Kopfhörer ) , denn c't-Testkäufer und etliche Leser mussten bereits
erleben , dass ihre neuen Platinen immer noch keinen Stereo-Ton liefern . Die
von Medion verschickten Austauschkarten weichen offenbar in vielen Fällen von
dem Muster ab , das der Aldi-Hardware-Lieferant der c't-Redaktion als
tatsächlich Stereo-taugliche TV-Karte präsentierte . Statt des TDA9820
demoduliert ein TDA9821 den Stereokanal . Die Verknüpfung mit dem Mono-Signal
des Tuners scheint jedoch nicht zu funktionieren . Das könnte nach Einschätzung
von Philips-Technikern an kritischen Bauteil-Toleranzen oder schlecht
eingestellten Arbeitspunkten liegen . Auf aktuellen TV-Karten anderer Hersteller
sitzt auch wegen dieser Probleme in der Regel ein einziger Chip , der die
Dekodierung und Schaltung des Stereo-Tons leistet . Die Aldi-Karte benötigt
dafür drei Bausteine , die über ein Widerstandsnetz verbunden sind . Medion hat
für das Problem derzeit keine Erklärung , richtete aber für den Umtausch
defekter Karten eine spezielle Hotline-Nummer ein ( 01805/567812 ) . Den
Umtausch kann man auch per Fax ( 01805/654654 ) oder email (
pc-support@medion.com ) abwickeln . Microsoft verknüpft Visual Studio mit SOAP
Anlässlich der Entwicklerkonferenz Tech Ed 2000 in Orlando präsentierte
Microsoft die neuen Eigenschaften von Visual Studio in der siebten Auflage .
Zuvor beschrieb Bill Gates wieder einmal seine Vorstellungen von der via
Internet vereinten digitalen Welt . Insgesamt sei eine Entwicklung zu erwarten ,
die das Internet " profitabler " gestalten wird , das heißt vor allem
effizienter für Wirtschaftsunternehmen nutzbar . Klar , dass Microsoft sich
seinen Teil vom Kuchen sichern will , indem es seine neuen Entwicklerwerkzeuge
in Visual Studio 7 eng mit XML und SOAP ( Simple Object Access Protocol )
verzahnt und die Fähigkeiten von Visual Basic um weitere Internetfunktionen
erweitert . Denn schließlich hat Microsoft ein ureigenes Interesse , SOAP , das
von dem Softwarekonzern aus Redmond mitentwickelt wurde , als Standard zum
Objektaustausch im Internet zu etablieren , bevor das WWW-Konsortium ( W3C )
darüber entscheidet . Für Visual Studio 6 ist bereits ein SOAP-Toolkit auf der
Microsoft-Site verfügbar . Die Alpha-Version von Visual Studio 7 soll im Sommer
dieses Jahres erscheinen , die Beta im Herbst . Microsoft bringt eigenen
Firewall Am Rande der Tech Ed 2000 in Orlando wurde es bereits am Montag
inoffiziell bekannt , nun kann man es auch auf Microsofts Internet-Site
nachlesen : Microsoft entwickelt einen Sicherheits-Server mit dem Namen Internet
Security and Acceleration Server 2000 ( ISA ) . Das Produkt ist laut Microsoft
für den Einsatz mit Windows 2000 optimiert und stellt die Weiterentwicklung des
Proxy-Servers für Windows NT dar . ISA soll Firewall- , Caching- , Überwachungs-
und Verwaltungsfunktionen vereinen und eine komfortable Oberfläche bieten .
Microsoft-typische Wizzards sollen ihren Teil dazu beitragen , die Arbeit des
Netzwerkadministrators zu vereinfachen . Das Firewall-Modul beispielsweise
bietet nach Angaben von Microsoft unter anderem dynamische Paket-Filter , Daten-
und Anwendungs-bezogene Filter sowie Intrusion Detection . Die
Beta-3-Testversion steht seit heute zum Download bereit , ebenso wie das
dazugehörige Software Development Kit ( SDK ) , mit dem die ISA-Funktionen
erweitert werden können . Intel-Chef plädiert für Internetsteuern Nach einem
Bericht des Wall Street Jouurnal offenbarte Intels Chairman Andrew Grove ( 63 )
vor dem Joint Economic Committee des US-Repräsentantenhauses ungewöhnliche
Ansichten zur Internetbesteuerung . Im Gegensatz zu vielen anderen
amerikanischen Wirtschaftsgrössen hält er Internetsteuern für notwendig , um
wettbewerbsschädigende Steuerungerechtigkeiten in den USA zu verhindern . Ohne
entsprechende gesetzliche Regelungen könnten Produkte wie beispielsweise Bücher
per E-Commerce ohne Besteuerung vertrieben werden , während sie im üblichen
Handel aber mit Besteuerung verkauft werden müssten . Grove bezeichnete seine
Überlegungen zwar vorsichtig als " in einem sehr frühen Stadium " , dennoch
drängten sie sogar die nachfolgende Anhörung von Bill Gates in den Hintergrund ,
der sich in der weltweit kontrovers geführten Debatte über die steuerliche
Behandlung von Internetdiensten klar gegen jede Form der Besteuerung wendet .
Außerdem hält Grove neue Bundesgesetze zum Schutz der Privatsphäre für
erforderlich . Er schlägt vor , die persönlichen Daten von Internetnutzern als
persönliches Eigentum unter entsprechend hohen Schutz zu stellen und nicht
freiwilligen Vereinbarungen der Netzbetreiber und Dienstanbieter zu überlassen .
Ohne Bundesgesetze drohe außerdem ein Wildwuchs der Gesetzgebung in den
Einzelstaaten . Holtzbrinck-Gruppe beteiligt sich an Internetdienstleister Die
Münchener Holtzbrinck-Tochter networXs AG steigt mit 25,1 Prozent beim
Nürnberger Software- und Internetspezialsiten dataConcept ein . DataConcept ,
Anbieter der Internet-Immobilienbörse immowelt und der Jobbörse jobonline sowie
entsprechender Branchensoftware , erhält einen zweistelligen Millionenbetrag und
die Unterstützung des Medienriesen Holtzbrinck bei der Vermarktung ihrer Dienste
. Damit soll bei dataConcept mittelfristig der Gang an die Börse vorbereitet
werden . NetworXs sieht die Beteiligung als langfristige strategische Maßnahme
zum Ausbau der eigenen Investmentbereiche E-Content , E-Commerce und E-Services
. An einen möglichst lukrativen Ausstieg nach dem Börsengang werde deshalb nicht
gedacht , teilte networXs-Vorstand Konstantin Urban mit . Weltweiter Run auf
neue Telekom-Aktien Das erstmals über den pan-europäischen Raum hinaus auf die
USA und Japan erweiterte Angebot wecke vor allem bei deutschen Kleinanlegern
großes Interesse , meldet das Blatt in seiner heutigen Ausgabe . Über 50 Prozent
der bisherigen Nachfrage komme aus dieser Interessentengruppe , die die Telekom
als Schwerpunkt für die Neuausgabe anvisiert . Etwa 20 Prozent entfalle auf
Orders aus Japan und den USA . Ein Telekom-Sprecher erklärte , momentan dürfe er
zum Stand der Zeichnung neuer T-Aktien nichts sagen , die Informationen in dem
Zeitungsbericht des Handelsblatt seien aber wohl nicht von der Hand zu weisen .
TV-Karte von Plus kann nur Mono-Ton Das lässt den unbefangenen Interessenten
zweifellos eine Stereo-TV-taugliche Karte mit Radioempfang erwarten . Doch dem
ist so nicht . Die Verpackung versucht diesen Anschein auch gar nicht weiter zu
unterstützen . Dort wird die Karte als " TV-Tuner FM Stereo " bezeichnet , was
etwas deutlicher anzeigt , dass die Karte zwar das Radio-Signal in Stereo
bereitstellt , nicht aber den TV-Ton . Letzte Zweifel beseitigte ein Labortest
der c't-Redaktion , der die Typhoon-Karte eindeutig als Mono-TV-Karte entlarvte
. Die Optionen zur Ton-Einstellung in der mitgelieferten GlobeTV2-Software von
KNC One ( Version 2.0.6.60 ) bleiben wirkungslos . Lediglich die Mute-Taste
schaltet den Ton tatsächlich ab . Aufgrund ihrer Bestückung kann die Platine
auch gar nicht mehr leisten . Es fehlt ein Soundchip , der aus dem vom
Philips-Tuner bereitgestellten vollen Monosignal und dem zweiten gesendeten
Kanal den linken und rechten Stereokanal extrahiert . Auch von einer diskreten
Schaltung , wie sie auf der Aldi-Karte ersatzweise mit äußerst mäßigem Resultat
versucht wurde , kann man auf der Typhoon-Platine nichts erkennen . Dennoch
kommt die Karte in einem Karton mit der Produktnummer " 50687 " daher . Unter
dieser Nummer findet man auf der Typhoon-Website merkwürdigerweise eine TV-Karte
, die durchaus Stereo-TV bietet und auch klar und deutlich einen Soundchip
erkennen lässt . Erste Plus-Kunden ließen bereits per E-Mail an die
c't-Redaktion ihrer Enttäuschung freien Lauf . Wer beim Kauf eine voll
stereotaugliche TV-Karte erwartet hatte , sollte versuchen , das Produkt
schnellstmöglich zurückzugeben . Irritationen über Vorrechte an neuen
Telekom-Aktien Bevorrechtigte Interessenten sollen trotz der Überzeichnung von
der dritten Tranche der Telekom-Aktien die volle von ihnen gezeichnete Anzahl
erhalten . Das meldet das Düsseldorfer Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe
unter Berufung auf Bankenkreise . Ein Telekom-Sprecher bezeichnete dies als
reine Spekulation . Über die Zuteilung sei noch gar nicht entschieden . Die
Zuteilungsmodalitäten und der Preis für die Aktien würden erst nach Ablauf der
Zeichnungsfrist festgelegt . Interessenten , die beim Börsengang der
Telekom-Tochter T-Online nicht die gewünschte Zahl an Aktien erhalten haben ,
haben eine Nummer bekommen , mit der sie bei der Zuteilung der neuen T-Aktien
allerdings bevorzugt werden sollen . Neue Telekom-Aktien bisher um 58 Prozent
überzeichnet Rund zwei Drittel der nachgefragten Papiere seien aus Deutschland
geordert worden , der übrige Teil aus Europa und Übersee . Europäische
Privatanleger , die in der Frühzeichnerphase Aktien geordert haben , erhalten
einen Preisabschlag von 3 Euro . Gemessen am Tageskurs von 66,60 Euro entspricht
das einem Nachlass von 4,5 Prozent . Der Handel mit den neuen Aktien beginnt am
19. Juni . Comdex : Toshiba kündigt Internet-Server an Nachdem Toshiba bereits
im Juli eine Kooperation mit Connex , Western Digitals kleiner kalifornischer
Server-Abteilung , bekannt gab , will das Unternehmen nun auch eigene
Server-Appliances für kleinere Unternehmen auf den Markt bringen .
Server-Appliances steht als Begriff für eine Kategorie vergleichsweise günstiger
Server , die spezielle Aufgaben im LAN oder Web übernehmen . Toshibas erste
Schöpfung dieser Art wird den Namen Magnia SG10 tragen und soll die typischen
Anforderungen für den Internetanschluss und -auftritt kleinerer Unternehmen
erfüllen . Neben der Unterstützung der Kurzstreckenfunktechnik Bluetooth und
anderen drahtlosen Netzwerktechniken soll der Server auch Möglichkeiten zur
Fernwartung und -installation durch Toshiba mitbringen - das alles unter einer
Linux-Version von Red Hat . Toshiba will die Preise für seine Server Appliances
unter denen der Konkurrenten ansiedeln , um in diesem umkämpften Sektor Fuß zu
fassen . Apple G4 fliegt als Web-Server ins All Das junge amerikanische
Satellitenunternehmen Skycorp plant den Transport eines Apple G4 ins Weltall ,
um ihn als ersten Web-Server im All einzusetzen , heißt es in einem Bericht von
SpaceViews , einer Internetzeitung über Weltraumforschung . Der Rechner solle an
Bord eines Versuchssatelliten , der im nächsten Jahr vom Space Shuttle
ausgesetzt werde , auf eine Umlaufbahn um die Erde gelangen . SkyCorp
modifiziere dafür mit Unterstützung von Apple die Standardtechnik des G4 , um
sie weltraumfähig zu machen . Der Web-Server solle nach der Platzierung im All
umfangreiche Testdaten bereitstellen . Interessenten könnten auf die Daten
während der Überflugphase über kabellose Netzwerkprotokolle zugreifen . SkyCorp
habe dazu auch eine eigene Variante von Apples AirPort für drahtlose Netze
entwickelt , weiß SpaceViews zu berichten . Zweck des Ganzen soll aber nicht
etwa die Überprüfung der Weltraumtauglichkeit von Apple-Rechnern sein , sondern
Tests der Technik von Skycorp , Satelliten erst im Weltraum zusammenzubauen .
Playstation-Stopp verspäteter Aprilscherz Ein nettes Gotcha , über das sich Sony
allerdings nicht besonders amüsiert zeigte , brachte das Playstation-Magazin PSM
: Statt dessen sollten sie angeblich als " Low-End-DVD-Player " weiterverwendet
werden . Außerdem verzichte Sony auf den für Oktober geplanten Verkaufsstart der
Playstation 2 in den USA . Dies habe Ken Kutaregi , Präsident von Sony Computer
Entertainment , auf einer überraschend einberufenen Pressekonferenz in Tokio
bekanntgegeben . Kutaregi habe die Gelegenheit auch dazu genutzt , einen
Ausblick auf die zukünftige Playstation 3 zu geben . Bei PSM findet sich sogar
ein " erstes Bild " der Konsole , die demnach wie ein gewöhnlicher PC aussehen
würde - nur mit blauem PS3-Aufruck . Jürgen Krenz-Göllinger , PR-Manager von
Sony Entertainment , beeilte sich auf Rückfrage zu versichern , dass der Bericht
eine " reine Internetente " sei . Die gesamte Meldung sei frei erfunden .
Offensichtlich sorgte sie aber doch für einige Unruhe und Arbeit in den
Presseabteilungen von Sony . Ganz unmöglich erschien der Bericht wohl auch
vielen c't-Lesern nicht , wie entsprechende Anrufe in der Redaktion
demonstrierten . Schmunzeln werden aber sicherlich alle , die in letzter Zeit
von den technischen Problemen mit der neuen Playstation gehört haben . Notebooks
mit Savage-Grafikchip von S3 Der Savage IX ist die strom- und platzsparende
Variante der Desktop-Grafikbeschleuniger der Savage-Reihe von S3 Graphics , der
Grafikabteilung von SONICblue ( ehemals S3 ) . Zukünftig wird der in
0,18-µm-Technik gefertigte 3D-Chip mit seinem integrierten Framebuffer von bis
zu 16 MByte in Notebooks von Sony , NEC und Micron bunte 3D-Bilder auf die
Displays zaubern . Entsprechende Vereinbarungen gab das Unternehmen heute in
Taipei bekannt . NEC plant den Einbau des Savage IX mit acht MByte in seine für
den amerikanischen und japanischen Markt bestimmten VersaLXi- und
VersaPro-Notebooks . Auch Sony stattet eine Reihe amerikanischer und japanischer
Vaio-Modellvarianten der XR- und SR-Serie mit dem 8-MByte-Mobile-Chip aus . In
Europa bringt Sony das Vaio PCG-SR11K mit dem 3D-Beschleuniger auf den Markt .
Micron will seine Transport-Notebook-Modelle GX und GX+ mit der
16-MByte-Variante des Savage IX bestücken . Lucent erwägt Ausgliederung à la
Infineon Das Wall Street Journal berichtet von angeblichen Überlegungen des
Lucent-Chefs Richard McGinn , den Bereich Mikroelektronik seiner Firma
auszugliedern . Andere Insider des Unternehmens wollten dies aber nicht
bestätigen , meldet die Zeitung in ihrer Online-Ausgabe . Über den Deal werde
von Börsenanalytikern schon seit Monaten spekuliert , da die Abteilung zu den
langsamer wachsenden Produktionsbereichen bei Lucent gehöre . Ausserdem stehe
Lucent nach einem glanzlosen ersten Quartal unter Druck , dem fallenden
Aktienkurs und den Angriffen der Mitbewerber wie Cisco und Nortel durch
grundlegende Änderungen der Geschäftspolitik entgegen zu wirken , heißt es in
dem Bericht der Wirtschaftszeitung . SIGGRAPH : Neue Spezifikation für OpenGL
Die Spezifikation für OpenGL 1.3 steht seit gestern auf der OpenGL-Website zum
Download bereit . Mit der neuen Version greifen OpenGL-Erfinder SGI und die
Kommission zur Weiterentwicklung der Programmierschnittstelle ( ARB ) technische
Fortschritte der Grafikhardware in den letzten drei Jahren auf . Die
Vorgängerversion 1.2 stammt noch von Mitte 1998 . Neben SGI gehören 3Dlabs ,
Apple , ATI , Compaq , Evans & Sutherland , Hewlett Packard , IBM , Intel ,
Microsoft und Nvidia dem ARB an . Zahlreiche neue Funktionen sollen den Kern der
für die meisten PC- und Workstation-Plattformen verfügbaren Grafik-Bibliothek
erweitern . Insbesondere vereinfacht sich der Umgang mit komplexen Texturen ,
wie sie moderne 3D-Anwendungen verarbeiten . OpenGL 1.3 unterstützt Cube map
texturing , mit dem Programmierer zum Beispiel Lichtreflexionen realistischer
darstellen können . Vier neue Texturmodi ( Add Environment , Combine Environment
, Dot3 Environment und Border Filtering ) erweitern die Gestaltungsmöglichkeiten
bei der Oberflächengestaltung gerenderter Objekte . Zusätzlich werden sich mit
OpenGL 1.3 auch komprimierte Texturen verwalten lassen . Erste Implementierungen
der neuen Spezifikation sollen noch in diesem Jahr erscheinen . Neben den
ARB-Mitgliedern haben unter anderen Matrox und Xi Graphics bereits die
Unterstützung von OpenGL 1.3 angekündigt . Zwei deutsche Linux-Cluster unter den
Top500 ( Update ) Zweimal im Jahr veröffentlichen die Universitäten Knoxville
Tennessee und Mannheim eine Liste der 500 schnellsten Supercomputer . In der
Anfang November anläßlich der Supercomputer-Konferenz in Dallas vorgestellten
sechzehnten Top500 tauchen erstmals auch zwei deutsche Selfmade-Anlagen auf ,
die damit zugleich die einzigen europäischen Schöpfungen mit Leistungen über 55
Gigaflop/s sind . Der an der Universität Chemnitz aufgebaute Linux-Cluster CLIC
schafft mit seinen 528 Pentium-III-Prozessoren ( 800 MHz ) auf Asus-CUBX-Boards
143 Gigaflop/s , was für Platz 126 in der Top500-Liste reicht . Jeder Knoten ist
als vollwertiger Rechner mit 512 Megabyte RAM , 20,4-Gigabyte-Festplatte und
einer Grafikkarte ausgestattet . Die Einheiten dieses Clusters sind mit
herkömmlicher 100-Megabit/s-Netzwerktechnik verbunden . Der Kepler-Cluster an
der Universtät Tübingen vereint lediglich 196 Pentium-III-Prozessoren mit 650
MHz auf Dual-Boards mit BX-Chipsatz . Die 98 Knoten verfügen jeweils über 1
Gigabyte RAM , aber keine eigene Festplatte . Ein zentrales RAID-System stellt
650 Gigabyte Festplattenkapazität zur Verfügung . Die Kommunikation zwischen den
Knoten erfolgt über ein Myrinet-Hochgeschwindigkeitsnetz mit bis zu 1,28
Gigabit/s . Im Linpack-Benchmark des Top500-Konsortiums erreichte Kepler 96
Gigaflop/s und landete damit auf Rang 215 der aktuellen Top500 . Linux-Cluster
aus herkömmlichen Workstations und normalen PC-Komponenten liegen wegen ihrer
vergleichsweise kostengünstigen und skalierbaren Rechenleistung im Trend .
Comdex : 3dfx steigt aus Kartenproduktion aus Nur zwei Jahre nach der Übernahme
der Kartenschmiede STB vollzieht der Grafik-Pionier 3dfx eine erneute Kehrtwende
. Die nächste Generation seiner 3D-Grafikchips wird das Unternehmen nicht mehr
in selbst produzierten Karten für Desktop-PCs verbauen . Die hauseigene
Kartenfabrik in Juarez , Mexiko , wird geschlossen . Selbst die lange
angekündigte Voodoo5-6000-Karte wird nicht mehr auf den Retail-Markt kommen .
3dfx zieht damit die Notbremse . Für das zweite Geschäftsquartal hatte das
Unternehmen im August einen erneuten Umsatzeinbruch von über 36 Prozent
ausweisen müssen - und für das dritte Quartal anscheinend die Hoffnung
aufgegeben , diesen Trend umzukehren . Die Ursache für diese Misere dürfte in
den zahlreichen Verzögerungen bei der Einführung der Voodoo4- und Voodoo5-Karten
liegen . 3dfx hatte dadurch über ein halbes Jahr lang keine aktuellen
Grafikchips auf dem Markt - eine Chance , die sich Konkurrenten wie Nvidia und
ATI auf dem schnelllebigen Grafikmarkt nicht entgehen ließen . Allerdings wird
es deshalb 3dfx auch nicht leicht haben , unter den Kartenproduzenten
Lizenznehmer für seine aktuellen 3D-Chips zu finden . Das scheint auch Alex
Leupp , Präsident und CEO bei 3dfx , begriffen zu haben . 3dfx wird sich zu
einem Unternehmen für visuelle Kommunikationstechnik entwickeln , wie sie in
Set-Top-Boxen , Spiele-Konsolen , Mobiltelefonen oder Handhelds zum Einsatz
kommt . Erste Leistungsmessungen mit Nvidias GeForce3 Nvidia demonstriert seinen
neuen Grafikchip GeForce3 zwar schon mit spektakulären 3D-Szenarien , gibt sein
Renommierstück aber auch drei Wochen nach der Präsentation noch nicht für Tests
frei . Wie man hört , erreichen Kartenhersteller noch keine akzeptable Ausbeute
lauffähiger Boards und auch die Stabilität und Leistung der Treiber lasse noch
zu wünschen übrig . c't führte daher auf einem der Entwicklungsmuster , mit dem
Kartenhersteller und Spieleentwickler bereits seit Monaten arbeiten , einige
Messungen durch . Im Vergleich zu einer GeForce2 Ultra , die ebenfalls über 64
MByte DDR-DRAM mit 460 MHz Datenrate verfügt , kann der GeForce3 in den meisten
Tests deutliche Vorteile verbuchen . Ebenfalls sehr einheitlich sind die
Ergebnisse beim DirectX-8-Test 3DMark 2001 , bei dem der
57-Millionen-Transistor-Chip in den Spieleszenen um rund 15 Prozent besser
abschneidet als sein Vorgänger . Lediglich bei Szene2 schwankt seine Leistung .
In der Einstellung high schafft er zwar einen Vorsprung von beachtlichen 42
Prozent , fällt dafür aber bei low mit nur 9 Prozent fast auf den Wert der
GeForce-2-Ultra-Karte zurück . Noch uneinheitlicher schneidet der GeForce3 bei
dem DirectX-7-Test 3DMark 2000 ab . Während er in den Helikopter-Szenen bis zu
42 Prozent mehr Frames berechnet , liegt er bei der Adventure-Szene praktisch
auf dem Niveau seines Vorgängers . Die leistungssteigernden Maßnahmen wie
Z-Buffer-Kompression und vorgezogener Z-Test sind also bei OpenGL- und
DirectX-8-Spielen spürbar , scheinen aber in DirectX-7-Tests nicht in jedem Fall
zu funktionieren . Eventuell sind die 8 Lichtquellen und die anspruchsvollere
Beleuchtung in den Adventure-Szenen ( specular gouraud , limited fall of ranges
) für den Chip oder für den Treiber noch ein Hindernis . Die bis zu 53.000
Polygone in der Helikopterszene scheinen dem GeForce 3 dagegen zu schmecken .
Die Ergebnisse in den DirectX-8-Szenen des 3DMark 2001 lassen den von Nvidia
getriebenen Aufwand im Ansatz gerechtfertigt erscheinen . Während der GeForce2
Ultra hier teilweise auf ruckelnde 26 Bilder pro Sekunde zurückfällt , hält sich
der GeForce3 wenigstens bei Werten von 33 Bildern pro Sekunde oder mehr . Der
Abstand sollte aber noch etwas deutlicher ausfallen . Ob Nvidia durch
Treiberoptimierung noch mehr herauskitzeln kann , bleibt abzuwarten . IBM stellt
weitere eServer vor Nach der Einführung der neuen Servermarke eServer ( mit
eingekringeltem e ) und der Vorstellung der eServer zSeries folgte am heutigen
Montag ein weiterer neuer Rechner unter der neuen Kunst-E-Marke . Der neue
Unix-Server eServer pSeries 680 wird nach IBMs Angaben ab 17. November als
Nachfolger des RS/6000 S80 ausgeliefert . Als 24-Wege-SMP-System mit 600 MHz
Taktfrequenz soll er 60 bis 65 Prozent schneller arbeiten als sein Vorgänger .
Dazu trägt auch die Verdoppelung des Cache-Speichers auf 16 MByte bei . Mit
Hilfe seiner Silicon-on-Isolator-Technik ( SOI ) schafft es IBM , die höhere
Leistungsaufnahme der schnelleren Chips ohne Änderungen am Server-Design oder am
Kühlsystem zu kontrollieren . Innerhalb eines Jahres will IBM auch eine
32-Wege-Variante ( Kodename Regatta ) anbieten . Die Popularität des Internets
ließ jedoch die Nachfrage nach Hochleistungsrechnern wieder stark wachsen . IBM
zeigt sich zudem mit der Präsentation des eServer pSeries 680 bislang
unbeeindruckt von den Namenstreitigkeiten mit der Firma Technauts aus North
Carolina , die für sich die Vorrechte an der Marke eServer beansprucht .
Nvidia-Grafikchip für mobile Workstations Grafikspezialist Nvidia erweitert
seine "Go"-Familie für mobile Rechner . Der neue Chip soll als Quadro2 Go auf
den Markt kommen ; seine Leistungsdaten ermöglichen nach Ansicht von Nvidia den
Grafikprofis , auf mobilen Workstations mit OpenGL-Anwendungen wie 3D Studio Max
R4 , AutoCad oder SolidWorks zu arbeiten . Als erster Hersteller will
Fujitsu-Siemens den Quadro2 Go in einer neuen Notebookserie namens Celsius
Mobile H einsetzen , die im kommenden Herbst erscheinen soll . AOL verkündet
Details zu Flatrate und neuen Preismodellen Wie bereits angekündigt , stellte
AOL heute Mittag in Hamburg sein neues Tarifmodell vor . Vier Tarife für
unterschiedliche Nutzungsumfänge haben AOL-Mitglieder ab dem 1. August 2000 zur
Auswahl . Mit dem zukünftig als AOL Classic angebotenen Abrechnungssystem bleibt
es bei der bisherigen Grundgebühr von 9,90 Mark im Monat und 3,9 Pfennig pro
Minute . Die Einwahlgebühr von 6 Pfennig entfällt allerdings . Bei den neuen
Angeboten verzichtet AOL auf Grund- und Einwahlgebühr , führt aber
Mindestnutzungszeiten ein . Mit AOL Start verlangt das Unternehmen zehn
Mindeststunden und 2,8 Pfennig pro Minute , sodass für 16,80 Mark im Monat zehn
Stunden gesurft werden kann . AOL Top kombiniert 30 Mindeststunden mit einem
Minutenpreis von 2,2 Pfennig , was mindestens 39,60 Mark pro Monat bedeutet .
Wer noch mehr Zeit online verbringen will , kann die bereits heute Morgen
gemeldete neue Flatrate für 78 Mark monatlich bei einjähriger Laufzeit buchen .
Dabei fallen über die Monatsgebühr hinaus keine weiteren Kosten an . Ob eine
Dauerverbindung nach einem gewissen Zeitraum automatisch gekappt wird ,
unabhängig davon , ob gerade eine Kommunikation stattfindet , ist nach Angaben
von Firmensprecher Alexander Adler noch nicht endgültig entschieden - klar sei
bislang nur , dass die Verbindung nach 20 Minuten ohne jede Datenübertragung wie
auch im bisherigen Tarifmodell beendet werde . Uwe Heddendorp , Vorsitzender der
Geschäftsführung AOL Deutschland , nutze die Gelegenheit auch zur erneuten
Kritik an der Telekom-Preispolitik . Plus-TV-Karte : Umtausch oder Geld zurück
Vergangene Woche bot Plus eine TV-Karte von Anubis an , die laut Werbung TV- und
Radioempfang in Stereo bieten sollte . Doch die Karte kann aufgrund ihrer
Bestückung den TV-Ton nur in Mono liefern - es fehlt der notwendige
Stereosoundchip . Bei Plus und Anubis sucht man seitdem nach den Ursachen für
diesen peinlichen Vorfall . Jochen Doerr , Manager bei Plus , und Dominique Bonk
, einer der Anubis-Geschäftsführer , erklären den Vorfall mit Missverständnissen
und Pannen bei der Auftragserteilung und -abwicklung . Anubis habe Plus
ursprünglich eine Stereokarte ohne Radio angeboten . Plus wollte jedoch eine mit
Radioempfang . Ein neues Anubis-Angebot habe keinen Hinweis mehr auf
Stereo-TV-Empfang enthalten , was aber wohl in der Werbeabteilung bei Plus
niemand bemerkt habe . Soweit läge der Fehler bei Plus . Doerr sicherte deshalb
gegenüber heise online allen unzufriedenen Käufern zu , die TV-Karte gegen
Erstattung des Kaufpreises über die gesamte Garantiezeit in den Plus-Filialen
zurückzunehmen . Doch auch bei Anubis hat man anscheinend geschlafen , weil die
extra für Plus gefertigte Mono-TV-Karte mit Radio in Kartons mit der
Produktnummer " 50687 " der Stereo-TV-Karte landeten . Die Kartons zierten
außerdem fälschlicherweise "Testsieger"-Labels zweier Computerzeitschriften ,
die diese aber nur für die Stereokarte vergeben hatten . Deshalb habe Anubis
Mitte letzter Woche die Produktzuordnungen auf seiner Website geändert ,
erklärte Bonk , und beeilte sich , ein Austauschangebot nachzuschieben :
Plus-Kunden biete man an , ihre Mono-TV-Karte mit Radio gegen die besagte
Stereo-TV-Karte ohne Radio kostenfrei auszutauschen . Anubis hatte mit den
Änderungen seiner Website bei aufmerksamen Plus-Kunden für zusätzliche
Verwirrung gesorgt . Zuvor wurde unter " 50687 " noch die Stereo-TV-Karte ohne
Radio dargestellt , die nun aber nach Aussagen Bonks die Nummer " 506870 " trage
und derzeit nicht auf der Anubis-Site zu finden ist . Käufer der Plus-TV-Karte
haben nun die Wahl : die Mono-Karte mit Radio behalten , in ihrer Plus-Filiale
zurückgeben oder bei Anubis Radiofunktion gegen Stereo-TV tauschen . Surfen per
Stimme kommt in Schwung In den USA wird das Browsen über Sprachbefehle am
Telefon offenbar immer beliebter . Mit dem amerikanischen Telekom-Giganten
WorldCom , der gerade die Übernahme von Sprint gegenüber den amerikanischen
Kartellwächtern vertreten muss , kündigte jetzt ein weiterer Telefonriese an ,
in Allianz mit PhoneRun gegen Ende des Jahres Webinhalte über das Telefon
anzubieten . Das Voice Portal solcher Dienste ermöglicht den Benutzern , nach
Anwahl einer gebührenfreien Servicenummer per Spracheingabe durch entsprechend
aufbereitete Informationsangebote des Internet zu browsen und sie abzuhören .
Der als Phonecasting bezeichnete Service basiert auf einem Netzwerk
Internet-gestützter Audiokanäle für Nachrichten , Unterhaltung und Shopping .
Bei bereits bestehenden Angeboten dieser Art können ohne Tastatureingaben
Informationen zu Aktienkursen , Wetterberichte , Kinoprogramme ,
Verkehrsinformationen und ähnliches abgerufen werden . Anders als bei den
bekannten WAP-Diensten für Handys ist Phonecasting von jedem Telefon aus nutzbar
und nicht auf bestimmte Netze beschränkt . Momentan sind die meisten dieser
Dienste noch kostenlos . Nach Einführung und Ausweitung des eigenen Systems
schließt WorldCom aber entsprechende Gebühren nicht aus , insbesondere für
kommerzielle Nutzer . Giganten schmieden Streaming-Allianz Compaq , Intel und
Microsoft investieren in Digital Island , ein führendes Unternehmen für
E-Business-Dienstleistungen über eigene Server-Farmen und
Hochgeschwindigkeitsnetze . Die Firma mit Sitz in San Francisco betreibt bislang
Serverfarmen in 25 Ländern . Digital Island wird mit Unterstützung der drei
Weltkonzerne seine Infrastruktur erheblich ausbauen , um breitbandige
Übertragung von Audio- und Videodaten ( von Digital Island broadcast-scale
streaming media genannt ) per Internet zu ermöglichen . Auf diesen Servern
werden Microsofts Windows Media Services unter Windows 2000 arbeiten . Kurzum ,
ein wunderschöner Deal für alle Beteligten . Supercomputer für ( fast )
jedermann " Darf es auch etwas mehr sein ? " Diese Frage könnte demnächst der
heimischer IBM-Händler stellen , wenn Kunden bei ihm das nächste Serversystem
ordern . Wie ASCI White bestehen die RS/6000 SP-Anlagen aus einzelnen
Rechner-Einheiten ( Nodes ) zu je 16 IBM-Power3-II-Prozessoren , die über
Hochleistungsswitches mit Bandbreiten von 500 Megabyte pro Sekunde verbunden
sind . So viel Leistung fordert ihren Preis : 119.000 US-Dollar soll jede
Einheit kosten . Dafür erhält der Käufer zusätzlich zur Hardware ein
umfangreiches Softwarepaket zur dynamischen Steuerung der Prozessorauslastung
und Auftragsbearbeitung sowie zur Fehlererkennung im System . Das Geschäft mit
Highend-Servern zahlt sich für IBM jedenfalls aus . Bei einem Marktanteil von
fast 25 Prozent geht es der Serverabteilung des Konzerns offenbar prächtig ,
obwohl Big Blue im zweiten Quartal insgesamt über vier Prozent weniger Hardware
absetzen konnte , als im Vergleichszeitraum des Vorjahres - eine der Ursachen
für den Umsatzrückgang des Konzerns . Fehlerhafte Gainward-Grafikkarten im
Umlauf Dem Grafikkarten-Produzenten Gainward sind etwa 500 falsch bestückte
GeForce2-MX-Karten " durchgerutscht " . Dies bestätigte Hans-Wolfram Tismer ,
Sprecher der Europa-Niederlassung des taiwanischen Herstellers in Grafelfing ,
gegenüber c't . Diese Grafikkarten seien auf der automatischen SMD-Anlage aus
einem falsch beschrifteten Bauteile-Gurt bestückt worden . Die interne Kontrolle
prüfe jetzt auch bei höheren Auflösungen , teilte Tismer mit . 300 der
fehlerhaften Karten konnte Gainward unmittelbar bei einem britischen
OEM-Hersteller einsammeln , aber rund 200 gelangten ab Mitte November in den
europäischen Einzelhandel . Inzwischen haben bereits etliche Betroffene von dem
Angebot des Herstellers Gebrauch gemacht , die Karte kurzerhand auszutauschen .
Allerdings bietet Gainward diesen Umtausch nur auf direkte Nachfrage an . Wer
glaubt , eine der unscharfen Grafikkarten erwischt zu haben , sollte schnell
handeln und sich per E-Mail an sales@gainward.de wenden . Denn bei Gainward
läuft die Produktion der mit 5,5-Nanosekunden-Speicher bestückten Karten
demnächst aus . Ab Anfang Februar will das taiwanische Unternehmen seine
GeForce-Karten mit 4,8-Nanosekunden-Chips bestücken , die mit entsprechend
höheren Taktfrequenzen arbeiten können . DAB-Empfänger für digitales Radio mit
USB Mit der DR Box 1 ermöglicht Terratec den Empfang von digitalem Radio im
DAB-Standard , das bereits in allen Ballungsräumen ausgestrahlt wird und in
wenigen Jahren das heutige UKW-Radio ablösen soll . Am USB-Port eines PCs
eröffnen sich allerdings eine Reihe zusätzlicher Möglichkeiten : Da die DR Box 1
auch mehrere Programme gleichzeitig empfängt , lässt sich während der Aufnahme
ein anderes Programm abhören . Zudem werden programbegleitende Daten wie Titel-
und Programminformationen sowie Zusatzdienste wie Wettervorhersagen und
Börsendaten ausgewertet und gegebenenfalls im HTML-Format angezeigt . Die DR Box
1 soll im April für deutlich unter 1000 Mark in den Handel kommen .
Spracherkennung für Linux , Call-Center und Software-Entwickler IBM ändert seine
Strategie in der Vermarktung von Spracherkennungssoftware . Bisher sind die
Aktivitäten des Unternehmens in diesem Bereich vor allem durch Produkte wie Via
Voice 98 geprägt , die auf den Endanwender zielen . Dazu kündigte W.S. Osborn ,
Generalmanager von IBM Voice Systems , sieben neue Softwarepakete an . Die
Programme und Tools sollen die Spracherkennung auch auf bisher nicht
unterstützte Plattformen ausdehnen und für Unternehmen gedacht sein , die ihre
Produkte oder Dienstleistungen mit Spracherkennung ausstatten wollen . Bereits
Ende dieses Monats will IBM ViaVoice Dictation für Linux ausliefern , dessen
Development-Kit in einer Beta-Version seit Ende letzten Jahres im Web steht .
Das Paket soll für 60 US-Dollar in den Handel kommen . Im Herbst soll der
WebSphere Voice Server erscheinen , eine Sammlung von Tools für Call Center ,
die Web-gestützte Sprachanwendungen auf der Basis von Windows NT nutzen wollen .
Der Voice Server wird VoiceXML und Protololle wie das Wireless Application
Protocol ( WAP ) und Voice over IP ( VoIP ) unterstützen und soll rund 15.000
US-Dollar kosten . Mit CallPath Enterprise Foundation 6.3 versprach Osborn auch
eine vollständige Anwendung für Call Center , die Telefon und Web verbinden soll
. Embedded Via Voice , Multiplatform Edition , ein
Java-Software-Entwicklungspaket , soll nach den Vorstellungen IBMs den
Durchbruch der Spracherkennung für Geräte wie Handhelds und Mobiltelefone
bringen . Abgerundet werde die Produktpalette durch Spracherkennung und
Sprachausgabe von Texten für AIX sowie Java-Beans . Osborn wollte keine
konkreteren Angaben zu den Erscheinungsdaten und Preisen der einzelnen Produkte
machen . Nähere Angaben zu den Plänen für den deutschen Markt waren bei IBM
Stuttgart auf Grund des heutigen Feiertags in Baden-Württemberg noch nicht zu
erfahren . Neue AOL-Klage trifft 1&1 Der Hamburger Online-Dienst AOL geht jetzt
auch gegen seinen Konkurrenten 1&1 mit Sitz in Montabaur vor . Angeblich sei der
monatliche Aufschlag von 14,90 DM auf die ISDN-Grundgebühr verschwiegen worden .
Bei 1&1 wurde die Werbung inzwischen vorsorglich geändert . Vorstand Gauger
behält sich aber rechtliche Schritte gegen die Verfügung vor . AOL-Sprecher
Alexander Adler bestätigte den Vorgang , wollte aber keine weiteren Erklärungen
dazu abgeben . " Diese ganzen Rechtsgeschichten gehören nicht in die
Öffentlichkeit " , lautete sein Kommentar . AOL hatte in der erbitterten
Auseinandersetzung mit der Telekom beziehungsweise der Regulierungsbehörde immer
wieder behauptet , dass nur T-Online von der Telekom die notwendigen Kundendaten
erhalte , die zur Abwicklung eines Sonn- und Feiertagstarifs erforderlich wären
. Gegen den T-Online-Tarif bemühte AOL gerichtliche Instanzen , eine endgültige
Entscheidung steht aber noch aus . Überraschenderweise hatte mit 1&1 ein
weiteres Unternehmen ein solches Angebot mit vergleichbaren Konditionen wie bei
T-Online in sein Angebot aufgenommen - und damit AOL düpiert . Immatrikulation
per Internet Ein Pilotprojekt der hannoverschen Hochschul-Informations GmbH (
HIS ) erlaubt der Uni Trier die Vereinfachung der Immatrikulation per Internet .
Seit kurzem können zukünftige Studenten der zulassungsfreien Fächer ein
Online-Formular ausfüllen und damit den Verwaltungsvorgang beschleunigen . Keine
Portokosten , weniger Papierkrieg und mehr Zeit für die persönliche Beratung der
Studenten erhofft sich Rainer Theis , Leiter des Studentensekretariats der
Hochschule in Trier , durch das neue Verfahren , das in den ersten zwei Wochen
bereits 20 zukünftige Studenten genutzt hätten . Nach einer Testphase soll das
System auch auf die Uni-intern zulassungsbeschränkten Fächer ausgedehnt werden .
Die Online-Einschreibung in Trier per Java-Applet verlangt jedoch etwas Geduld .
Die Startseite des Einschreibeformulars benötigt eine gehörige Ladezeit ohne
weitere Hinweise für den Interessenten . Außerdem wird die Anmeldung erst durch
die fristgerechte Abgabe des unterschriebenen Formular-Ausdrucks und der
notwendigen Nachweise wirksam , sei es auf dem Postweg oder persönlich - denn
das System unterstützt zur Zeit noch keine elektronische Signatur . Die Daten
der Studenten werden zunächst zwischengespeichert und erst in die Verwaltung
übernommen , wenn die notwendigen Unterlagen vollständig vorliegen . Die HIS ist
ein Unternehmen des Bundes und der Länder mit dem Auftrag zur
Softwareentwicklung für Hochschulen und Universitäten . Kosten fielen deshalb
durch den Einsatz der Online-Einschreibung in Trier nicht an , erkärte Theis .
Andere Hochschulen zeigen ebenfalls Interesse an dem neuen System . Die
Fachhochschule für Wirtschaft und Technik in Flensburg erwägt für 2001 die
Einführung der elektronischen Immatrikulation . Einige Universitäten wie
beispielsweise die Uni Göttingen bieten aber schon seit längerer Zeit eigene
Online-Formulare mit vergleichbarem Service an . Amazon verärgert Kleinanbieter
in den USA Durch die Ankündigung einer drastischen Erhöhung der Monatsgebühr für
Anbieter in seinen zShops und Auktionen hat Amazon in den USA zahlreiche
Kleinanbieter verärgert . Bisher verlangte Amazon.com 9,99 US-Dollar pro Monat
für die Einstellung von bis zu 3.000 Angeboten . Branchenbeobachter sehen die
Gebührenerhöhungen als Indiz für die geänderte Marktpolitik des Unternehmens .
Offensichtlich will Amazon in den USA zukünftig verstärkt mit kommerziellen
Anbietern ins Geschäft kommen , um sich deutlicher von den Angeboten des
Online-Auktionshauses eBay abzusetzen . Als deutliches Anzeichen für diese neue
Richtung wird auch das bei Amazon.com seit kurzem eingesetzte Listing-System
eingeschätzt . Anbieter können jetzt für bevorzugte Platzierung in den Auktions-
und zShop-Listen zahlen - dabei werden zusätzlich Artikel , für die schon Gebote
vorliegen , höher platziert als solche , bei denen dies noch nicht der Fall ist
. Davon merkt der Amazon.com-Besucher aber nur etwas , wenn er die
"Featured"-Sortierung wählt . Kleinanbieter kritisieren aber schon , dass sie
unter Umständen für die Präsentation eines Artikels mehr bezahlen müssen als sie
letztlich einnehmen können . Beim deutschen Ableger Amazon.de ist von
entsprechenden Neuerungen noch nichts zu sehen , laut Amazon-Sprecherin Ina
Röpcke sind sie auch nicht geplant . Amazon werde in Deutschland auch weiterhin
keine Gebühren für die Aufnahme von Anbietern in die Auktions- und
zShop-Standardlisten verlangen - auch wenn sich das Unternehmen in seiner
Gebührenordnung das Recht dazu ausdrücklich vorbehält . Compaq baut
ASCI-Superrechner Compaq stürmt mit großen Schritten an die Spitze der Top500
unter den Supercomputern . Gerade erst verkündete das Unternehmen den Bau des
schnellsten zivil genutzten Superrechners für das Pittsburgh Supercomputer
Center , jetzt steigt der Konzern auch in die Advanced Strategic Computer
Initiative ( ASCI ) des amerikanischen Energieministeriums ( DOE ) ein . Im
Auftrag der National Nuclear Security Administration ( NNSA ) , einer
Unterabteilung des DOE , wird Compaq ab September den nächsten Schritt auf dem
Weg zum 100-Teraflop-Rechner vorbereiten , der ab 2004 die vollständige
Simulation von Atomtests ermöglichen soll . ASCI Q wird die gigantischen Ausmaße
des ASCI White von IBM weit übertreffen , der zur Zeit am Lawrence Livermore
National Laboratory ( LLNL ) installiert wird , und mit seinen 12,3 Teraflop/s
noch gar nicht in der aktuellen Supercomputer-Liste auftaucht . Mindestens 375
Compaq-Alpha-Server GS320 mit rund 12.000 EV68-Prozessoren sind für die neue
Rekordleistung erforderlich . Die Anlage wird eine Stellfläche benötigen , auf
der man fünf Basketballfelder unterbringen könnte , und mit mehr als 6000
Kupfer- und Glasfaserleitungen verkabelt . Ein Festplattenarray mit 600 Terabyte
Kapazität vervollständigt das 200-Millionen-Dollar-System , das dem LANL die
Aufrüst-Option auf zukünftige Prozessoren ( EV7 und EV8 ) lässt . Derart
erweitert könnte Q im Jahr 2004 bis zu 100 Teraflop/s erreichen . Das
ASCI-Programm des DOE entstand unter dem Druck , möglichst schnell auf
Atomwaffentests verzichten zu können . Deshalb wird die benötigte Rechenleistung
von 100 Teraflop/s über die Kopplung von gewöhnlichen auf dem Markt erhältlichen
Rechnerkomponenten angestrebt - was den beteiligten Herstellern IBM , Intel ,
SGI und jetzt auch Compaq äußerst lukrative Aufträge und umfangreiche
Synergie-Effekte verspricht . Compaq , das durch die Übernahme von Digital
Equipment seit 1998 auf dem Supercomputermarkt vertreten ist , konnte mit seinem
Konzept für Q die Mitbewerber Sun und SGI ausstechen . IBM und OpenTV
kooperieren Set-Top-Boxen mit der IBM-Chipsatz-Familie STB03xxx können zukünftig
mit der iTV-Software von OpenTV laufen . Die Chipsätze rund um IBMs
PowerPC-Prozessor vereinen die wesentlichen Hardware-Komponenten zum Aufbau
einer interaktiven Set-Top-Box , die erweiterte Dienste in digitalen TV-Netzen
ermöglicht . Der Fernsehzuschauer kann zum Beispiel Zusatzinformationen
einblenden , per Internet E-Mails versenden und direkten Kontakt mit den
Programmanbietern aufnehmen , etwa für die sofortige Bestellung eines gerade
gezeigten Produktes oder zur individuellen Programmgestaltung über einen
Pay-TV-Kanal . Derzeit zähle OpenTV 34 Hersteller digitaler Empfänger als
Lizenznehmer und 45 terrestrische , kabel- und satellitengestützte TV-Netze in
50 Ländern , die das Betriebssystem unterstützen . Der neue Grafikchip von
Nvidia bricht alle Rekorde Offizielle Angaben sind zwar noch rar , es zeichnet
sich aber bereits ein deutliches Bild von Nvidias nächstem Grafikchip NV20 ab .
Die Taktfrequenz des NV20 wird voraussichtlich bei bis zu 300 MHz liegen ,
Speicherhersteller wie Infineon oder Samsung arbeiten bereits an entsprechend
schnellen DDR-DRAMs . Der NV20 entspricht weitgehend dem Grafikchip für die
X-Box und verfügt als vollwertiger DirectX-8-Grafikchip über eine
programmierbare Geometrieeinheit sowie drei Textureinheiten pro Pipeline . Ein
weiteres Merkmal wird voraussichtlich eine Funktion für gekrümmte Oberflächen (
curved surfaces ) sein . Ähnlich wie Konkurrent ATI ( Hyper-Z ) wird Nvidia
Funktionen einsetzen , um die Zugriffe auf den Speicher zu reduzieren . Dazu
kommen Kompressionsalgorithmen , interne Speicher für den Z-Buffer und
Funktionen für das Ermitteln nicht sichtbarer und verdeckter Bildteile (
occlusion detection ) in Frage . Insgesamt erwartet die Grafikbranche von dem
Chip gerade bei hohen Polygonzahlen und komplexen Geometrien einen kräftigen
Leistungsschub im Vergleich zum Geforce2 Ultra . Aber auch die Leistungsaufnahme
wird aufgrund der hohen Transistorzahl und der hohen Taktfrequenz deutlich auf
bis zu 15 Watt zulegen . 3dfx will im gleichen Zeitraum ebenfalls einen
DirectX-8-Chipsatz auf den Markt bringen , hat in der Vergangenheit aber
mehrfach seinen Zeitplan überschritten und sehr viel Renomee eingebüßt . Nvidia
kann den Preis des NV20 dadurch relativ frei gestalten . Der Preis von
NV20-Grafikkarten dürfte bei 1000 DM und mehr liegen . Funk-Maus vom
Kaffee-Röster Normalerweise sollten sich in Kaffeeregalen keine Mäuse tummeln .
Der angekündigte Preis von 50 Mark für eine drahtlos am Rechner angeschlossene
Maus läßt aufhorchen . Das Exemplar von Tchibo soll mit einem Scrollrad und zwei
zusätzlichen frei programmierbaren Tasten versehen sein . Die Reichweite der
Verbindung von der 1-Kanal-Maus zum Rechner gibt der Kaffee-Röster mit einem
Meter an . Außerdem sollen unter der Marke " TCM " auch 120-Watt-PC-Lautsprecher
für 40 Mark , ein Staubschutzhauben-Set für 10 Mark und diverse PC-Fachbücher in
die Regale neben den Kaffeebohnen in allen Tchibo- und Eduscho-Fillialen Einzug
halten . Die Aktivboxen sollen sogar magnetisch abgeschirmt sein . Wie bei
Tchibo üblich können die PC-Zubehör-Teile auch über den Versand bezogen werden -
wenn es soweit ist . " Erstverkaufstag ist der 20. September " , teilte
Alexandra Grabner , Sprecherin des Unternehmens , mit . Texas Instruments
gewinnt mit DSPs Bei Texas Instruments sieht man nach dem am 30. Juni
abgelaufenen zweiten Quartal des Geschäftsjahres zufriedene Gesichter ; und die
Aussichten für das nächste Quartal sind günstig . Gegenüber dem Vorjahresquartal
bedeutet das eine Steigerung des Umsatzes um 18 Prozent und des operativen
Gewinns um mehr als 36 Prozent . Auch der Vergleich mit dem ersten Jahresquartal
fällt günstig aus : Der Umsatz stieg seit Ende März um 1,1 Prozent , der Gewinn
um 12 Prozent . Den Löwenanteil des Umsatzes macht TI nach wie vor mit seiner
Halbleitersparte . Insbesondere bei den digitalen Signalprozessoren ( DSP ) und
ihre analogen Begleitbausteine , wie sie für Mobiltelefone benötigt werden ,
konnte der Konzern , der diesen Markt weitgehend dominiert , weiter zulegen . Im
Vergleich zum Vorjahresquartal verbuchte TI in diesem Bereich 40 Prozent mehr
Umsatz . Für die Zukunft setzt man bei TI entgegen den Absatzprognosen einiger
Marktanalysten weiterhin auf einen rasch wachsenden Mobilfunkmarkt . Die
Nachfrage bleibe hoch , der Markt heiß , erklärte Bill Aylesworth , Chief
Financial Officer des Unternehmens , und prophezeite eine Welle des Austauschs
alter Mobiltelefone . Ebenso optimistisch schätzt Aylesworth die
Geschäftsentwicklung der Festspeicherabteilung ein . Hier wird nach rund einem
Jahr des Umsatzrückgangs für das dritte Quartal erstmals wieder eine Steigerung
erwartet . Außerdem plane der Konzern den Ausbau seiner schnell wachsenden
Chipproduktion für digitale Netze . Das würde die Kasse für weitere Aufkäufe in
diesem Bereich kräftig füllen , da alle Speicherhersteller zur Zeit glänzende
Geschäfte machen und entsprechend hoch gehandelt werden . Hybrider Videorecorder
von JVC Der Videospezialist JVC stellt in Halle 8 , Stand C26 , eine Kombination
aus digitalem Festplattenrecorder und S-VHS-ET-Recorder vor . Das HM-HDS1
genannte Gerät dürfte vor allem sammelwütige Videofans interessieren , die den
Aufnahmekomfort eines digitalen Recorders nicht missen möchten , ihre Aufnahmen
aber auch langfristig archivieren wollen . Die beiden Komponenten arbeiten in
Aufnahme und Wiedergabe völlig unabhängig . Ein spannendes Video anschauen und
gleichzeitig eine Nachrichtensendung auf die Festplatte bannen ist also möglich
. Der digitale Recorder bietet den typischen Komfort inklusive
Timeshift-Funktion zur Wiedergabe während der laufenden Aufzeichnung . Eine
spezielle Software regelt den Transfer zwischen Festplatte und S-VHS-Band und
erlaubt einfache Schnittoperationen wie das Entfernen von Werbepausen . Alle
Einstellungen erfolgen per Fernbedienung am Fernsehschirm . Der Prototyp ist mit
einer 20-GByte-Harddisk ausgestattet , was je nach eingestellter Auflösung und
MPEG2-Kompression für 7 bis 20 Stunden Video reichen soll . Bei JVC denkt man
aber darüber nach , dem deutschen Publikum eine 40-GByte-Platte zu spendieren .
Angesichts des anvisierten Verkaufspreises von knapp 3000 DM könnte das die
Kaufentscheidung erleichtern . Das Gerät soll im Sommer auf den Markt kommen .
Europäer wünschen sich intelligente Weiße Ware Das MORI-Institut führte im
Auftrag von Motorola in Deutschland , Großbritannien und Italien eine Studie
unter jeweils rund 1000 privaten Verbrauchern und Büro-Angestellten durch .
Erfragt wurden Hoffnungen , Wünsche und Ängste , die die Zielgruppen angesichts
der laufenden IT-Revolution hegen . Demnach erhoffen sich die Befragten in allen
Ländern , insbesondere in Deutschland , vor allem bedienungs- und
umweltfreundlichere Haushaltsgeräte . Trotz einer generell hohen Verunsicherung
über die Fortschritte der Informationstechnik gibt es offensichtlich einen
Bedarf an kostengünstiger intelligenter Weißer Ware . Vor allem in Deutschland
wurden Geräte gewünscht wie der Küchenherd , der unterschiedliche Garverfahren
steuern kann , die mit nur einem Knopf bedienbare Waschmaschine , die Wäscheart
und Verschmutzungsgrad selbst erkennt , und der Rauchmelder , der Brandgefahr
auch über Handy oder ähnliche Dienste signalisiert . Weiterentwicklungen in der
Bürowelt werden nach den Ergebnissen der Studie eher skeptisch beobachtet . Den
Heim-PC mit Zugriff auf das Büro wünschten sich nur 21 Prozent der Befragten .
Das Büro-Telefon , mit dem sich der Aufenthaltsort des Mitarbeiters ermitteln
läßt , und das Faxgerät mit verbesserten Speicherfunktionen schnitten in der
Studie noch schlechter ab . Intel goes East Craig Barrett , Intels CEO ,
kündigte in Moskau an , dass sein Unternehmen ein Software-Entwicklungszentrum
im russischen Nishny Nowgorod aufbauen werde . Zunächst sollen über 100
Entwickler eingestellt werden . Dabei greift Intel zunächst auf Sofware-Experten
der Region um die Stadt zurück , die bereits in den letzten sieben Jahren als
freie Mitarbeiter für Intels Microcomputer Software Labs ( MSL ) tätig gewesen
seien . In den nächsten drei bis fünf Jahren könnte das Zentrum auf bis zu 500
Mitarbeiter wachsen , erwartet Barrett . Die russischen Programmierer sollen vor
allem an Intels Performance Libraries arbeiten , einer Sammlung von
Software-Bibliotheken , auf die in der digitalen Signalverarbeitung , der
Spracherkennung , bei der Bildverarbeitung und in der linearen Algebra
zurückgegriffen wird . Außerdem setzt Intel die Performance Libraries an
zentraler Stelle bei der Entwicklung aufwendiger 3D-Effekte und in
Entwicklungstools für den noch für dieses Jahr erwarteten Itanium-Prozessor ein
. Insgesamt erhofft sich Barrett von seinen neuen Angestellten Produkte , die
die Entwicklung leistungsfähiger E-Business-Anwendungen auf Intel-Plattformen
ermöglichen . E-Mail-Flut über witch.de-Server Am Freitagabend hat es begonnen :
Offenbar wurden über den Server der SpeyerNet AG , Betreiber der Suchmaschine
witch.de , massenhaft unleserliche E-Mails mit nicht zu öffnendem Anhang
verschickt . Dabei wurde anscheinend auf die Mailing-Liste von witch.de
zugegriffen . Die erbosten E-Mail-Antworten Betroffener verstärkten die Flut ,
weil auch diese E-Mails anscheinend weiter verteilt wurden . Einige Betroffene
in Bayern und Baden-Württemberg haben bereits Anzeige erstattet . Am
Samstagvormittag hat Speyer-Net den Vorgang gegenüber einigen Opfern telefonisch
bestätigt . Andere Betroffene berichten , dass es seither nicht mehr möglich
gewesen sei , Verantwortliche bei SpeyerNet zu erreichen . Inzwischen ist man
bei McAfee Virus Support Analyst mit der Untersuchung der E-Mails befasst . Dort
wurden nach Auskunft von Dirk Kollberg bisher keine aktiven Inhalte in der
auslösenden E-Mail entdeckt . Diese hätte sich demnach allein über die
Mailingliste von witch.de verbreitet und die Lawine von E-Mails und Remails im
Netz ausgelöst , wobei nicht auszuschließen sei , dass dabei auch verseuchte
Post aktiviert wurde . SpeyerNet hat inzwischen nach Angaben der betroffenen
Firma Internet-Design-Roessel für heute Nacht oder morgen früh eine offizielle
Erklärung angekündigt . Speicher-Interface : Kurswechsel bei Intel Entgegen
allen bisherigen Ankündigungen will Intel nun doch einen Chipsatz für den im
Herbst erwarteten Pentium 4 ( Codename Willamette ) entwickeln , der SDRAM-133
unterstützt . Die Option für DDR-SDRAM werde geprüft , erklärte Intel-Sprecher
George Alfs . Der bisher offiziell namenlose Chipsatz soll einen 400-MHz-FSB
erhalten und bis spätestens Ende 2001 auf dem Markt sein . Bisher wollte Intel
die neue Prozessorgeneration nur über den Tehama-Chipsatz i850 gleich
zweikanalig mit teuren Rambus-Modulen verbinden . Doch nun beugt sich die
Chipschmiede offensichtlich der Situation auf dem Speichermarkt und den
drängenden Wünschen ihrer Kunden . Kostengünstige Systeme lassen sich mit Rambus
deshalb nicht produzieren und aktuelle Pentium-III-Systeme mit Rambus zeigen in
der Praxis allenfalls geringe Leistungsvorteile gegenüber SDRAM . Marktanalysten
beurteilen die Entscheidung als richtungsweisende Wende für Speicher- , Board-
und Systemproduzenten . Intel sieht die neuen Pläne weit weniger dramatisch :
Jedenfalls hält Paul Otellini , General Manager der Intel Architecture Group ,
RDRAM nach wie vor für die Speichertechnik der Wahl , wenn es um höchste
Performance geht . Von Intel wird es zunächst für den Pentium 4 auch nur
i850-Boards geben , während VIA bereits einen passenden Chipsatz für DDR-SDRAM
angekündigt hat . Shenwei-I - die ( fast ) unschlagbare Macht Der Wettbewerb um
den schnellsten Supercomputer erhält mit China offensichtlich einen neuen
Mitstreiter . Stolz wurde am Dienstag aus Peking die Inbetriebnahme des ersten
Supercomputers aus eigener Entwicklung vermeldet . " Shenwei-I " ist sein
klangvoller Name , was übersetzt " unschlagbare Macht " bedeutet . Damit würde
er in der aktuellen Bestenliste der Universitäten Mannheim und Tennessee
immerhin Rang 35 einnehmen , wobei diese aber noch nicht IBMs jüngste Schöpfung
ASCI-White berücksichtigt . Für ein Land wie China , das wegen der
Exportbeschränkungen für Hochtechnologie zum Beispiel nicht vom modularen
Konzept IBMs zur Skalierung von Supercomputer-Leistung profitieren kann ,
leistet der Rechner trotzdem wertvolle Dienste . Bereits in der einjährigen
Testphase wurden seine Fähigkeiten in der Wetter- , Erdbeben- und Genforschung
eingesetzt . Inzwischen sind die Reserven des Rechners angeblich auch anderen
Nutzergruppen geöffnet worden . Über eine mögliche militärische Nutzung schweigt
sich das Bejing-Zentrum aus . Sollte sich der Name als Programm erweisen , dann
dürfte dieser chinesische Hoffnungsträger wohl nur den Auftakt zu weiteren
leistungsfähigeren Eigenentwicklungen des Landes darstellen . Für November wurde
schon einmal die Inbetriebnahme eines weiteren Supercomputer-Zentrums in
Shanghai angekündigt . PC-TV mobil Analoge USB-Tuner haben die meisten
Hersteller von PC-TV-Hardware schon länger im Programm . Doch nun sehen Firmen
wie Pinnacle und Hauppauge die Chance , durch erweiterte Funktionen und externe
DVB-Empfänger das abflauende Desktop-Geschäft durch mobile Mutimedia-Hardware zu
beleben . Pinnacle stellt in Halle 9 , Stand B71 , mit seinem Bungee-Projekt
einen neuen analogen Tuner am unelastischen USB-Kabel vor , der mit den
Funktionen eines digitalen Videorecorders ausgestattet ist . Im MPEG2-Format
aufnehmend soll das Gerät selbst Time-Shift ermöglichen , die Funktion zum
Abspielen während laufender Aufzeichnung . Hauppauge geht am Stand A50 nahezu in
Sichtweite seines Konkurrenten noch einen Schritt weiter und präsentiert mit
WinTV-Nova-USB den ersten DVB-Tuner zum Anschluss an die Satellitenschüssel .
Das fertige Produkt soll ebenfalls Time-Shift bieten , dürfte aber unterwegs
mangels frei zugänglicher digitaler Satelliten-Anschlüsse wohl noch seltener zum
Einsatz kommen als der analoge Bungee . Darüberhinaus benötigen die kleinen
Kästen eine eigene Stromversorgung aus dem Steckernetzteil , was den Nutzen auf
Reisen weiter einschränkt . Der Zielgruppe des schicken Notebook-Trägers
angepasst sind lediglich die Preise : Pinnacle peilt für Bungee die
Markteinführung im Juni zu rund 800 Mark an , Hauppauge will seine USB-Nova Ende
Mai für knapp 500 Mark auf den Markt bringen . Dem Desktop-Anwender bleibt der
USB-Komfort bei der Installation . Bei gleichzeitiger Aufnahme und Wiedergabe
wird es darüberhinaus noch ruckeliger , wenn die Player-Software den USB-Treiber
ins Stolpern bringt und die Bildqualität trotz MPEG-Kompression weit unter
VHS-Niveau drückt . Weitere Aldi-TV-Karte mit Stereo-Schwäche Aus München
erhielt die c't-Redaktion ein Exemplar der in den Aldi-Süd-Märkten seit gestern
angebotenen TV-Karten . Das Produkt kommt nun unter dem Aldi-Süd-Label Tevion
als MD 9415 in die Regale . Der Aufdruck verspricht Stereo-TV- und
Stereo-Radio-Empfang . Die Platine entspricht der Lifetec-Variante mit
zusätzlicher Bestückung für die Sound-Decodierung . Auch die mitgelieferte
Software unterscheidet sich nicht grundsätzlich . Diese bietet die Ton-Optionen
" Stereo " , " Stereo zweiter Kanal " und " Mono " . Eine erste Hörprobe
lieferte mit der Einstellung " Stereo " tatsächlich eine stereoähnliche
Wiedergabe des TV-Tons . Doch nicht nur dem geschulten Hifi-Fan fallen die
erheblichen Pegelunterschiede zwischen den Kanälen auf . Der linke Kanal dringt
deutlich lauter ins Gehör als der zudem dumpfer klingende rechte . Offenbar
gelingt wie schon bei den im Norden verkauften Lifetec-Karten die Decodierung
des PAL-Tons nicht immer einwandfrei . PAL liefert auf der ersten
Tonträgerfrequenz ein komplettes Monosignal , auf der zweiten nur den rechten
Kanal . Üblicherweise sorgt auf stereotauglichen TV-Karten ein spezieller
Soundprozessor für die richtige Aufteilung dieser Tonsignale in linken und
rechten Stereo-Kanal . Bei den Medion-Karten soll eine Schaltung aus einem
separaten Demodulator für den zweiten Tonkanal und mehreren
Operationsverstärkern den linken Kanal aus dem vom Tuner bereitgestellten
Mono-Signal extrahieren . Nach Einschätzung von Philips-Technikern reagiert
diese Schaltung aber außerordentlich sensibel auf Bauteil-Toleranzen . Dieses
Problem führt offenbar bei dem c't vorliegenden Exemplar zu den beschriebenen
Pegeldifferenzen und zu dem Effekt , dass auf dem linken Kanal auch der Ton des
rechten deutlich zu hören ist . Insgesamt ist der TV-Sound der Karte damit weit
von dem entfernt , was man guten Gewissens als Stereo-Ton bezeichnen würde .
Medion behauptet , über ein Gutachten des TÜV Produkt Service zu verfügen , das
der neuen Karte Stereo-Fähigkeit , aber auch " schlechte Kanaltrennung "
bescheinigt . Bei von c't gemessenen +6 dB für das Übersprechen des rechten auf
den linken Kanal mag die Redaktion jedenfalls nicht mehr von Kanal-"Trennung"
reden . TV-Karten mit sauberem Stereo-Ton liefern hier Messwerte unter -40 dB .
Solches Pseudo-Stereo bieten auch die Exemplare , die Medion zuletzt als Ersatz
für stereountaugliche TV-Karten im Aldi-Nord-Bereich verschickte . c't weiß von
insgesamt drei verschiedenen Bestückungsvarianten der Platine , die Medion unter
dem Label Lifetec in Umlauf brachte und die vergleichbare Probleme mit dem
TV-Ton zeigten . Aldi-Nord-Kunden berichteten von bis zu vier erfolglosen
Umtauschaktionen , die Medion allerdings überwiegend schnell und unbürokratisch
abwickelte . Auch c't konnte per Kauf und Umtausch noch kein voll
stereotaugliches Exemplar auftreiben . Die Tevion-Karte ist inzwischen Medions
vierte Bestückung für den kritischen Schaltungsentwurf , der mit dem
PAL-Tonsignal nicht klarkommt . Witch.de sieht sich selbst als Spam-Opfer Die am
Freitag ausgelöste Mailflut über den Server der SpeyerNet AG wurde über die
Mailingliste von witch.de verbreitet . Dies hat Lutz Karolus , Vorstand des
Unternehmens , gestern Nacht in einer Pressemitteilung und gegenüber c't
bestätigt . Die zahllosen automatischen Remails verstärkten den Effekt , sodass
nach kurzer Zeit die Mailserver der meisten witch.de-Kunden hoffnungslos
überfüllt waren . Die Originalmail war anscheinend in einer asiatischen Sprache
verfasst , deren Zeichensatz üblicherweise nicht installiert ist , sodass die
Nachricht für die meisten Empfänger unlesbar blieb . Auch andere Provider sollen
nach Karolus Angaben angegriffen worden sein . Karolus ist sich sicher , dass
von den Servern seines Unternehmens keine Viren verbreitet wurden , geht aber
davon aus , dass die zur Zeit umlaufenden Würmer wie LOVELETTER auf einigen
betroffenen Rechnern aktiviert wurden . Auch Trittbrettfahrer könnten ihren
Anteil dazu beigetragen haben , das Ausmaß des Angriffs zu erhöhen . Inzwischen
sind auch Experten des BKA in Wiesbaden und des LKA in Mainz mit dem Angriff
befasst . Die Polizei in Ludwigshafen hat Ermittlungen aufgenommen . " Witch.de
wurde mit dem Angriff zu einer Zeit getroffen , als der größte Teil der
EDV-Spezialisten des Unternehmens im verlängerten Wochenende weilte " , erklärte
Karolus . Die hausinternen Sicherheitsvorkehrungen , die
Administrationsmaßnahmen nur speziell Berechtigten erlaubt , hätten in diesem
Fall eine schnelle Reaktion behindert , sodass die Server erst am Samstag vom
Netz genommen werden konnten . Seitdem arbeiteten alle Exerten bei SpeyerNet
ununterbrochen an der Lösung des Problems , erklärte Karolus , womit er auch die
späte öffentliche Reaktion seines Unternehmens entschuldigt . Bei SpeyerNet wird
eine vollständige Neuinstallation des Systems vorgenommen . Karolus rechnet
damit , dass die ersten Web-Dienste bereits heute Nachmittag wieder verfügbar
sein werden . Der Mailservice soll frühestens im Laufe des morgigen Tages wieder
bereit stehen . US-Klage gegen AOL wegen Werbe-Pop-Ups In den USA ist eine Klage
des Anwalts Andrew Tramont wegen angeblich unzulässiger Werbeeinblendungen bei
AOL von einem Bundesrichter zugelassen worden . Er verlangt die Rückzahlung von
Online-Gebühren , die AOL-Nutzer in den vergangenen sieben Jahren entrichtet
haben . AOL-USA konnte noch keine näheren Angaben zu Reaktionen auf die Klage
machen . Der Online-Dienst verweist aber auf die Möglichkeit , die Pop-Ups
abzuschalten - was Anwalt Tramont allerdings nicht gelten lassen will , da es
diese Möglichkeit erst seit kurzer Zeit gebe . Alexander Adler , Sprecher von
AOL-Deutschland , wollte zu dem Vorgang keine Stellung nehmen . Google wird neue
Suchmaschine bei Yahoo Im Laufe des nächsten Monats wird Yahoo die Suchmaschine
auf seinem amerikanischen Internet-Portal wechseln . Statt Inktomi werden
Yahoo-User im Consumer-Bereich dann den Newcomer Google in Anspruch nehmen ,
wenn sie eine Suchanfrage starten . Im Corporate-Bereich für Business-Kunden
bleibt Inktomi weiterhin für Yahoo tätig . Nach Einschätzung von Farzad Nazem ,
Chef der Entwicklungsabteilung bei Yahoo , bietet Google derzeit die beste
Suchtechnologie an . Dies lasse sich aus den Rückmeldungen von Anwendern und
eigenen Tests entnehmen . Yahoos CEO , Jeff Mallett , lobt die
Kundenorientierung des Suchsystems bei Google , das Websites nach ihrer
Beliebtheit im Web gewichtet . Yahoo hat das Recht , die Google-Suchmaschine
auch auf seinen lokalen Angeboten zu implementieren . Firmenmitbegründer David
Filo rechnet damit , dass die Umstellung in Europa innerhalb der nächsten drei
Monate vollzogen werde . Das Unternehmen betreute bisher mit seinen 5000
Computern 76 verschiedene Websites . Geschäftsführer und Mitgründer Larry Page
erwartet eine Verdreifachung der Suchanfragen auf bis zu 30 Millionen pro Tag .
Um diesen Ansturm bewältigen zu können , will Google zukünftig auch
Itanium-Rechner mit bis zu 64 Gigabyte Arbeitsspeicher einsetzen . Für Inktomi ,
von Yahoo erst 1998 als Nachfolger für Altavista auserkoren , bedeutete diese
Nachricht prompt einen erheblichen Einbruch an der Börse . Der Aktienkurs
purzelte im Laufe dieses Tages bislang auf rund 115 US-Dollar , was einem
Kursverlust von 18 Prozent entspricht . Am Ergebnis Inktomis wird sich nach
Einschätzung von Börsenkennern aber nicht viel ändern , da der inzwischen wenig
lukrative Suchdienst ohnehin vom expandierenden Netzwerk-Service-Angebot des
Unternehmens zunehmend in den Hintergrund gedrängt werde . Speicherpreise werden
weiter steigen Micron , einer der größten Hersteller von Speicher-Chips , hat
den Preis für 64-Megabit-Chips auf über 8 US-Dollar angehoben . Bisher wurden
solche Chips weit unter dieser Marke angeboten , nach koreanischen Quellen im
April noch für durchschnittlich 6,57 US-Dollar . Damit steigen die
Einkaufspreise der langfristigen Vertragspartner von Micron deutlich an , was
die bisher vor allem nachfragebedingte Preisentwicklung der letzten Zeit auf den
Speicher-Spot-Märkten weiter anheizen dürfte . Micron will sich offensichtlich
seinen Anteil am boomenden Speichergeschäft sichern , zumal Kipp Bedard ,
Microns Vice President of Corporate Affairs , bei seinen Kunden die Tendenz
ausmacht , Speicherchips in höheren Stückzahlen zu lagern , um möglichen
Nachschubproblemen zum Jahresende vorzubeugen . Andere Chipproduzenten dürften
ähnliche Pläne hegen , weil die Produktionskapazitäten allerorts voll
ausgelastet sind . Das Rohmaterial für ein 64-Megabyte-Modul kostet die
PC-Speicherhersteller somit bereits rund 130 Mark . Es ist zu befürchten , dass
der Endverkaufspreis für ein solches Modul in absehbarer Zeit auf über 200 Mark
klettert . Virtuelle Rekonstruktion macht Historie lebendig Vor 1000 Jahren barg
das Kloster in Cluny in Frankreich die damals größte Kathedrale der Christenheit
. Nur noch spärliche Reste sind von dem Bauwerk erhalten . Dennoch können heute
Menschen durch diese Kirche gehen , denn seit rund zehn Jahren bauen Architekten
und Computerspezialisten mit Hilfe von CAD-Programmen historische Gebäude auf ,
die es so gar nicht mehr gibt . So wie neue Gebäude am Computer im Vorhinein
dreidimensional dargestellt werden können , lassen sich auch alte Bauwerke
wieder aufbauen . Dazu baute ein Team von Architekturstudenten der Technischen
Universität ( TU ) Darmstadt 14 im November 1938 von den Nationalsozialisten
zerstörte deutsche Synagogen wieder auf . Die Ergebnisse wirken absolut
fotorealistisch . Dabei war das Material , das als Basis für die
Rekonstruktionen diente , äußerst spärlich : Wenige Baupläne , alte Ansichten
von Postkarten oder Fotos und die Aussagen von Zeitzeugen bildeten die Grundlage
, sagt Projektinitiator Marc Grellert . Die Darmstädter um Professor Manfred
Koob sind in dieser Technik führend . Beim Kloster Lorsch am Rhein hielten sich
die Darmstädter im Wesentlichen an einen alten Merian-Stich . Den genauen
Grundriss ermittelten sie jedoch mit Hilfe von Geo-Radar : Ein Fahrzeug , das
einem Rasenmäher ähnelt , sendet Radarwellen in den Untergrund und fängt die
Reflexionen auf . So wird der Grundriss dort sichtbar , wo verbliebene
Fundamente unter der Grasfläche liegen . Ist der Grundriss ermittelt , wird die
Höhe als dritte Dimension anhand alter Pläne und Bilder sowie der damaligen
Baulogik nachvollzogen . Auch noch existierende Bauwerke können heute mit Hilfe
des Computers fernab von ihrem realen Standort erlebt werden . Beispiel dafür
ist der Dom in Siena in Italien , der momentan auf der Expo 2000 in Hannover zu
sehen ist . Unter Leitung von Christian Knöpfle vom Fraunhofer-Institut für
Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt wurde die Kirche im Auftrag des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung naturgetreu und bis ins Detail
nachempfunden . Der Intarsienschmuck des Fußbodens , die berühmte Kanzel von
Nicola Pisano oder die farbenprächtigen Deckenmalereien können Besucher nun auch
anderswo bewundern als nur in Siena . Neu dabei ist , dass der Betrachter in
Echtzeit interaktiv durch das Bauwerk wandeln kann : Ein so genannter Avatar ,
eine vom Rechner generierte Kunstfigur , agiert als virtueller Reiseführer und
erläutert , was zu sehen ist . Auch wenn sie im Computer wieder auferstanden
sind - die Bauwerke längst vergangener Tage beziehungsweise ihre Daten müssen
gepflegt und modernisiert werden . Denn neue Rechnergenerationen und neue
Programmversionen sorgen schnell dafür , dass die mühsam gesammelten Daten
veralten , weiß Professor Manfred Koob aus Erfahrung . Seine ersten Projekte
sind zehn Jahre alt , und nur regelmäßige Datenpflege stellt sicher , dass auch
morgen Menschen virtuell die Kathedrale von Cluny besichtigen , durch den
römischen Papstpalast , das Kloster Lorsch oder von den Nazis zerstörte
Synagogen wandeln können . Sonst gehen die Gebäude ein zweites Mal verloren -
wenn auch nur virtuell . Intel bringt Low-Cost-Video-Paket mit PC-Kamera Intel
ergänzt seine Videoangebote um ein neues Low-Cost-Angebot . Das Bundle umfasst
eine USB-Kamera sowie umfangreiche Software und soll für 49 US-Dollar auf den
Markt kommen . Damit erhält der Käufer ein umfassendes Paket , das die
wesentlichen Einstiegsbereiche für Video am PC abdeckt : Bildtelefonie , mit
Video-Schnappschüssen und Ton angereicherte E-Mail , Audio- und Video-Capturing
sowie Verwaltung von Videoclips , Snapshots und Tonsequenzen . Ein Rechner mit
MMX-Pentium ab 166 MHz , 32 MByte RAM und Windows 95/98 sollen für die
Installation genügen . Christian Anderka , Sprecher von Intel Deutschland ,
konnte noch keine Aussage dazu machen , ob und wann dieses Angebot auch in
Deutschland zu erhalten sein wird . Hier zu Lande sind derzeit nur das Intel
PC-Camera Pack und das Intel PC Camera Pro Pack auf dem Markt , die einige
zusätzliche Features und hochwertigere Kameras umfassen . 3Com meldet Verlust
und Umsatzrückgang Das entspricht einer Steigerung von rund 67 Prozent gegenüber
dem Geschäftsjahr 1999 . Pro Aktie machte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2000
1,88 US-Dollar Gewinn . Die Ursachen für die negative Entwicklung von Gewinnen
und Umsätzen sieht Eric Benhamou , Chef von 3Com , in der laufenden
Umstrukturierung seines Unternehmens . 3Com zieht sich derzeit aus dem Geschäft
mit Analogmodems und bestimmten LAN- und WAN-Produkten zurück , gleichzeitig
reduziert der Netzwerkhersteller seine Belegschaft . Zukünftig wolle man sich
stärker auf die rasch wachsenden Bereich Breitband-Technik , Mobilfunk und
Internet-Telefonie konzentrieren , sagte Benhamou . Er fühle sich durch das
Ergebnis des letzten Quartals , das einen geringeren Verlust ausweise als
erwartet , ermutigt , die Umbauarbeiten an seinem Unternehmen weiter
voranzutreiben . Man wolle die Umstrukturierung planmäßig im Laufe des
Geschäftsjahres 2001 abschließen . Allerdings rechnet 3Com nicht damit , im
laufenden Geschäftsjahr wieder in die Gewinnzone zu kommen . Als Zeichen der
Umorientierung auf neue Geschäftsfelder präsentierte 3Com den Kauf des weltweit
ersten unabhängigen Internet-Radios Kerbango . IBMs neuer Supercomputer bricht
alle Rekorde Den Titel des schnellsten Rechners der Welt trägt seit heute der
IBM RS/6000 ASCI White . Der von IBM im Auftrag der amerikanischen Regierung
entwickelte Supercomputer vereint insgesamt 8192 Prozessoren in 512
Rechnereinheiten mit jeweils 16 IBM Power3-III CPUs über Hochleistungsswitches
zu einem System , das 12,3 Teraflops leisten soll - zwölf Mal mehr , als der
gerade erst im Münchener Leibniz-Institut eingeweihte Hitachi SR8000 F1 , der
als Europas schnellster Rechner gilt . Der ASCI White ist damit bereits 1000 Mal
leistungsfähiger als IBMs Deep Blue , der 1997 Schachgenie Kasparov schlagen
konnte . Für die Endmontage des Rechners dürfte man im Lawrence Livermore
National Laboratory ( LLNL ) in Livermore , Kalifornien , einige bauliche
Erweiterungen vorgenommen haben . Schließlich benötigt die Anlage die Fläche von
zwei Basketballfeldern , wiegt mit 106 Tonnen ungefähr so viel wie 17
ausgewachsene Elefanten und beansprucht 1,2 Megawatt elektrischer Leistung - so
viel wie rund 1000 Haushalte . Über 3000 Kilometer Kabel sind in ASCI White
verdrahtet und gigantische Kühlanlagen erforderlich , um diese Leistungsaufnahme
zu kontrollieren . Die Entwicklung von ASCI White dürfte deshalb auch
Fortschritte bei kleineren Systemen bewirken , die typischerweise in der
Klimaforschung , der Datenverschlüsselung oder beim Design komplexer technischer
Systeme eingesetzt werden . Der Rekordrechner wurde im Rahmen des
US-ASCI-Programms zum Aufbau von Supercomputern aus vielen vergleichsweise
gewöhnlichen Einheiten entworfen , in das auch andere Firmen wie SGI und Intel
involviert sind . Das US-Department of Energy wird die geballte Rechenleistung
des ASCI White nutzen , um wesentliche Faktoren der Wirkung von Atomwaffen , wie
beispielsweise Alter und Design des Sprengkopfs , zu simulieren . Nach Ansicht
von David Cooper , Chief Information Officer des LLNL , reicht die
Rechenleistung des Systems aber noch nicht aus , um vollständig auf
Nuklearwaffentests verzichten zu können . Dazu wären 100 Teraflops erforderlich
, die nicht vor 2004 zu erwarten seien . Demnach wird es leider noch einige Zeit
dauern , bis auch die USA den Vertrag über den Stopp von Atomwaffentests
unterzeichnen und endlich auf unterirdische Explosionen verzichten . HP bringt
neue Unix-Server Auch HP fordert wieder ein größeres Stück vom Kuchen des
boomenden Unix-Servermarkts . Nachdem erst kürzlich IBM seine neuen eServer
angekündigt und wenig später die pSeries eingeführt hat , sieht sich HP offenbar
in Zugzwang , um sein enttäuschendes letztes Quartalsergebnis zu verbessern .
Mit 2000 neuen Angestellten wird die Serverabteilung kräftig vergrößert , um
neue Produkte zu entwickeln und zu vermarkten . Mit dem jetzt vorgestellten
L-class-3000 will HP einen Lowend-Unix-Server für Internetdienste auf dem Markt
platzieren . Der Rechner kommt mit bis zu vier PA-RISC-8600-Prozessoren daher ,
die mit 550 MHz Takt arbeiten und über das bereits mit der N-class eingeführte
schnelle Bussystem kommunizieren . HP behauptet , dass der L3000 in
einschlägigen Benchmarks besser abschneide als vergleichbare Systeme von IBM
oder Sun . Der L3000 wird mit einer "Partitioning"-Software ausgeliefert , die
es ermöglicht , mehrere Versionen des Betriebssystems gleichzeitig auf dem
Server laufen zu lassen . Und HP arbeitet daran , weitere Software-Hersteller zu
finden , die das hauseigene Unix HP-UX unterstützen . Den Absatz seiner Server
will HP auch über ein neues Preismodell ankurbeln . HP-Kunden können zum
Beispiel L3000-Systeme zunächst überdimensioniert erwerben , zahlen aber neben
einer vergleichsweise geringen Grundgebühr nur für die tatsächlich genutzte
Hardware - bei Vollsystem-Preisen zwischen 40.000 und 160.000 US-Dollar
sicherlich keine schlechte Idee , die allerdings auch schon die Konkurrenten
hatten . DVB-Recorder mit Wechselplatte Der kleine luxemburgische Spezialist für
Satellitenequipment FTA Communication Technologies wagt , was die großen der
Branche bisher meiden wie der Teufel das Weihwasser : Er verspricht Zugang zu
aufgenommenen DVB-Daten . FTA demonstriert in Halle 4.2a , Stand 14 , eine Reihe
von Satelliten-Receivern im Prototyp-Stadium mit Festplatte und optionalem
Common Interface ( CI ) . Ein Gerät der evo-07-Serie will FTA mit einer
wechselbaren Festplatte ausstatten ( evo 07 R ) . Die Platte soll man problemlos
in Windows-Rechnern auslesen können ; das FAT-Dateisystem werde für weitgehende
Kompatibilität sorgen . Das Wechselrahmensystem sei mit jeder handelsüblichen
Festplatte nutzbar und könne man leicht auch in Desktop-Rechnern nachrüsten ,
versicherte das Unternehmen . Zwar ist die Zugriffsoption nicht besonders
komfortabel gelöst . Dennoch können Video-Fans über FTAs kostengünstige Lösung
ohne Eingriffe ins Gerät und ohne Probleme mit unformatiert genutzten
Festplatten aufgenommene DVB-Filme im PC weiter verarbeiten und wieder mit der
Box abspielen . Da dieses Verfahren natürlich auch für illegale Kopierzwecke
herhalten könnte bleibt abzuwarten , ob FTA OEMs findet , die sich auf das
Risiko folgenreicher Streitigkeiten mit der TV-Industrie einlassen wollen . FTA
denkt aber auch an eine eigene Vermarktung der DVB-Recorder . Erste Testprodukte
sollen im Herbst zur Verfügung stehen . Intel will Itanium-Funktionen
patentieren Intel hat über 20 neue Patente beim U.S. Patent and Trademark Office
( USPTO ) angemeldet , die die Funktionen der Itanium-spezifischen Befehle
betreffen . Dazu gehören Titel wie LOADRS instruction and asynchronous context
switch oder Processor and instruction set with predict instructions . De facto
entspricht das dem Versuch , den Instruction-Set des Highend-Prozessors vor
unerwünschter Nachahmung zu schützen . Branchenkenner bezweifeln sogar , dass
Intel an einer Lizenzierung seiner neuen Patente interessiert sei . Vielmehr sei
zu vermuten , dass der Konzern in bewährter Manier lediglich sein 64-Bit-Knowhow
gegen das Klonen durch Konkurrenten schützen wolle . Intel hat in seiner
32-jährigen Geschichte immer wieder versucht , Konkurrenten durch langwierige
Lizenz- und Patentrechtsverfahren vom Markt zu drängen - oftmals mit Erfolg .
Auch Erzrivale AMD bekam das zu spüren , als es sich die Rechte zur Entwicklung
seines ersten x86-kompatiblen Prozessors Am386 zwischen 1985 und 1991 erst vor
Gericht erkämpfen musste . Inzwischen geht AMD selbst im Servergeschäft eigene
Wege . Aldi-TV-Karte kann nur mono Wer um die Jahreswende eine Lifetec-TV-Karte
bei Aldi erworben hat , sollte sich die Platine einmal genau anschauen und beim
Fernsehempfang gut hinhören . Bereits kurz vor Weihnachten offerierte Aldi die
TV-Karte Lifetec LT 9415 . Laut Verpackungsaufdruck bietet diese Karte
Stereo-TV- und -Radio-Empfang . Die Karte sollte knapp 100 Mark kosten - das sah
nach einem günstigen Angebot aus , denn schließlich muss man für entsprechende
Hardware anderer Hersteller weit mehr bezahlen . Das Produkt ist in einigen
Aldi-Filialen immer noch als Restposten zu finden , mancherorts inzwischen für
nur noch 70 Mark . Doch schon beim Auspacken dürften viele Käufer
Ungereimtheiten bemerkt haben . Fehlt da nicht der den FM-Eingang verlängernde
Adapter , mit dem der Anschluss an Kabel oder Hausantenne erst möglich wird ?
Und warum sieht die Karte ganz anders aus , als das auf der Verpackung
abgebildete Produkt ? Fragen , denen auch c't im Rahmen eines Tests von
TV-Karten mit Radio nachgegangen ist . Schnell stellte sich im Labor heraus ,
dass die von uns erworbene angeblich Stereo-TV-taugliche Karte nur Mono-TV
liefern kann . Eine Audio-Kanaltrennung von 0 dB spricht für sich . Grund für
den Mangel : Die Karte ist nicht für Stereo-TV-Empfang bestückt ; es fehlt vor
allem der notwendige Sounddecoder-Chip , ohne den der verwendete
Brooktree-Videodecoder nur Mono-TV bietet . Wer nicht gerade über HiFi-geschulte
Ohren verfügt , wird unter Umständen noch gar nicht bemerkt haben , dass aus
seinen PC-Lautsprechern auch bei stereofonen Sendungen links und rechts dasselbe
Tonsignal dringt . Die auf vielen Schreibtischen eng neben dem Monitor stehenden
Boxen machen es oftmals nicht leicht , Stereo- und Monosound zu unterscheiden -
da muss man schon genau hinhören . Bei Medion , zuständig für den Support der
Aldi-Hardware , schienen jedenfalls noch nicht besonders viele Reklamationen
aufgelaufen zu sein , als c't Mitte Januar wegen des Mangels nachfragte . Unklar
bleibt , in welche Gebiete Aldi die falsch bestückten Karten ausgeliefert hat .
Im Großraum Hannover konnten wir jedenfalls mit mehreren Testkäufen in
unterschiedlichen Aldi-Filialen kein Exemplar mit den auf der Verpackung
beschriebenen Eigenschaften auftreiben . Immerhin verspricht Medion den Umtausch
der Mono-Karten gegen stereotaugliche Platinen . Entsprechende Kontaktaufnahme
ist per Telefon ( 01805/633466 ) , Fax ( 01805/654654 ) oder E-Mail (
pc-support@medion.com ) möglich . Set-Top-Boxen-Entwickler in Nöten Für einige
Entwickler von Set-Top-Boxen mit erweiterten Multimedia-Funktionen ( DVD ,
Internet , interaktives Fernsehen ) scheint die auf der IFA als marktöffnender
Standard umjubelte Multimedia Home Platform ( MHP ) zu spät zu kommen . Neben
der Hildesheimer MetaBox AG , die schon seit längerer Zeit für Schlagzeilen in
der Wirtschaftspresse sorgt , stecken die Paderborner Axcent AG und die in Bad
Vilbel ansässige Multimedia Technologies AG in der Krise . Axcent hat den
MediaTV-Receiver entwickelt , den Grundig als Personal Videorecorder ( PVR )
Selexx vermarktet . Der wegen seines bedienerfreundlichen Konzepts oft gelobte
DVB-Recorder fand jedoch bisher nicht genügend Abnehmer . Von den für das erste
Halbjahr 2001 anvisierten 10.000 Geräten konnte Grundig noch nicht einmal 6.000
Stück absetzen . Bei Axcent betrachtet man Grundig inzwischen wohl als den
falschen Partner . Die Nürnberger haben offenbar genug eigene Probleme , die sie
an offensiven Vermarktungsstrategien und marktgerechten Preisen hindern .
Ursprünglich wollte die Axcent AG auf der IFA die zweite Generation ihres
MediaTV-Konzepts vorstellen , doch dazu kam es nach dem am 17. August gestellten
Insolvenzantrag nicht mehr . Aber für MediaTV2 gibt es schon einen neuen Partner
: Die Lamaqq GmbH präsentiert auf dem Astra-Stand in Halle 1.2a einen
entsprechenden personalTV-Recorder . Axcent gibt sich wohl auch deshalb
optimistisch , Investoren für eine Auffanggesellschaft finden zu können . Auch
über die Multimedia Technologies AG hört man in Branchenkreisen , sie sei in
extremen Zahlungsschwierigkeiten . Tatsächlich haben die
MultiMedia-Technologies-Töchter Multimedia Online AG , MultiMedia Systems AG ,
MultiMedia Electronics GmbH und MultiMedia Sales GmbH bereits Ende Juli
Einzel-Insolvenzanträge gestellt . Voraussichtlich wird die MultiMedia
Technologies AG ihre insolventen Töchter auffangen , sofern sich neue Investoren
finden . Eigentlich wollte die AG auf der IFA ihr MediaPortal der zweiten
Generation demonstrieren , trat dann aber kurzfristig zurück . Immerhin gibt es
für das Gerät bereits einen neuen Vertriebspartner . Auf dem Stand der Hamburger
SM Electronic GmbH findet man das MediaPortal jetzt unter der Marke " Skymaster
" ( Halle 2.2a , Stand 05 ) . Dessen ungeachtet präsentieren andere Hersteller
wie Nokia ( Mediaterminal ) , Micronik ( MovieNet 1500 ) , Galaxis ( x-treme )
oder Fujitsu Siemens ( Activy ) ihre aufgebohrten DVB-Receiver . Doch überall
zeigt man sich sehr verhalten , wenn es um die Einschätzung der derzeitigen
Marktchancen für diese Geräte geht . Micronik zum Beispiel siedelt den
MovieNet-DVR vorsichtshalber vorrangig im Business-Bereich an , wo es mit seinem
LAN-Connector vorhandene Netzwerkressourcen nutzen kann . Die gleiche Zielgruppe
sieht auch Galaxis für x-treme und den nur im Hinterzimmer zu bestaunenden
Prototyp einer MHP-Box auf Linux-Basis . Kaum ein Hersteller rechnet offenbar
damit , in naher Zukunft größere Stückzahlen der neuen Receiver-Klasse an
private Endkunden absetzen zu können , zumal viele der neuen Funktionen bisher
nur einer Minderheit bekannt sind . Die Nachrichten über insolvente Mitbewerber
dürften die Sorgenfalten der Produktmanager noch ein wenig vertiefen . Neue
Design-PCs aus der Wintel-Welt Nachdem andere Hersteller wie Compaq mit dem iPaq
oder IBM mit dem NetVista schon viel früher dem Trendsetter iMac gefolgt sind ,
glaubt nun auch Dell mit Designversuchen den Umsatz steigern zu können . Seit
Montag bietet Dell mit dem GX 150 den ersten PC der angekündigten neuen
OptiPlex-Serie an . Auffallendste Merkmale : Das schlanke Gehäuse zum Aufklappen
und das elegante Grau der Verkleidung . Für 2319 Mark erhält man einen Rechner
mit 800-MHz-Pentium-III , i815e-Chipsatz , 128 MByte SDRAM-133 , 20 GByte
Festplatte und Grafikkarte Nvidia TNT2 Pro . Neben modernem Design setzt Gateway
auf verstärkte Integration . Mit dem Profile 3cx präsentiert das Unternehmen auf
gateway.com einen All-in-One-Rechner , dessen Technik ganz im geschwungenen
Gehäuse des 15-Zoll-TFT-Displays untergegracht ist , und den zwei graue Blenden
zusätzlich aufpeppen . Für knapp 2000 US-Dollar erhält der Käufer einen
866-MHz-Pentium-III-Prozessor , Onboard-Grafik , Modem , 20 GByte Festplatte ,
128 MByte SDRAM , ein DVD-Laufwerk sowie Windows ME und MS Works . Ob Design-PCs
oder All-in-One-PCs den Umsatz der Hersteller tatsächlich nennenswert steigern
können , bleibt zweifelhaft . Letztendlich bezahlt der Käufer für den schönen
Schein drauf . Vergleichbare Ausstattung in herkömmlichen Gehäusen ist deutlich
billiger erhältlich und Kompaktgehäuse mit Minimaßen schränken die
Ausbaumöglichkeiten drastisch ein . PCs im Displaygehäuse sind außerdem
spätestens dann lästiges Beiwerk , wenn das wertvolle Display an einem anderen
Rechner leuchten soll - sofern das überhaupt möglich ist . Tiscali dreht in
Deutschland auf Der italienische Kommunikationskonzern Tiscali macht einen
weiteren Schritt zur Integration seiner frisch erworbenen deutschen Töchter
Addcom und World Online in das eigene Angebot . Ab heute kostet die
Online-Minute bei allen drei Internet-Providern 2,45 Pfennig . TiscaliNet
rechnet die Internet-Nutzung jetzt sekundengenau ab . Zukünftig wollen die drei
Unternehmen unter dem gemeinsamen Namen Tiscali operieren . Wann die Markennamen
World Online und AddCom aufgegeben werden , konnte Tiscalis Pressesprecherin
Alexandra von Brockhusen noch nicht sagen . Tiscali hat sich zum Ziel gesetzt ,
eine führende Position im deutschen Providermarkt zu übernehmen - dabei soll
wohl auch das Einstiegsangebot helfen , das Neukunden den Internet-Zugang für
einen halben Pfennig pro Minute anbietet . Allerdings gilt dieser Preis nur für
die ersten fünf Surfstunden im Februar . Flatrates : Sonne über dem Ruhrgebiet
Das Kommunikationsunternehmen Versatel Deutschland bietet wieder einen
Internet-Zugang zum Pauschalpreis an . Privatkunden zahlen 99,90 Mark für den
unbeschränkten Zugang zum Internet per ISDN - andere Zugangsarten gibt es nicht
, denn das Flatrate-Angebot ist mit dem im Preis enthaltenen
Versatel-ISDN-Anschluss gekoppelt . Derzeit kann das Unternehmen den
ISDN-Anschluss jedoch nur in wenigen Städten in Nordrhein-Westfalen
bereitstellen ; im Verlauf des ersten Quartals sollen Ahaus , Arnsberg ,
Bielefeld , Bochum , Coefeld , Dorsten , Dortmund , Gelsenkirchen , Greven ,
Hagen , Haltern , Herne , Lüdinghausen , Marl , Meschede , Münster ,
Recklinghausen , Rheine , Soest , Stadtlohn , Steinfurt , Sundern und Werne an
das Netz angeschlossen sein . Eine flächendeckende Verfügbarkeit in diesen Orten
kann der Provider nicht garantieren ; Interessenten können über eine kostenlose
Hotline ( 0800/0444444 ) erfahren , ob in ihrer Straße ein Direktanschluss
möglich ist . Versatel war im letzen Jahr mit seinem bundesweiten
Flatrate-Angebot für Privatkunden unter dem Label " Sonne " gescheitert . Die
Sonne-Flatrate war bereits im September des letzten Jahres untergegangen , das
Sonnet-Portal stellte die Firma dann Mitte Dezember ein . Internet-Provider
Nextra stellt ISDN-Flatrate-Angebot ein Flatrate-Angebote scheinen nicht nur bei
Privatkunden , sondern auch bei gewerblichen Nutzern auf " zu viel " Interesse
zu stoßen . Trotz des eigentlich recht hohen Preises von 179 Mark pro Monat
stellt Nextra , eine Tochterfirma der norwegischen Telenor-Gruppe , dieses
Flatrate-Angebot ein und kündigt allen Flatrate-Kunden zum Ende der jeweiligen
Vertragslaufzeit . Zum 1. März will der Provider jedoch den Preis für die
restliche Vertragslaufzeit noch einmal kräftig erhöhen : Statt 179 Mark soll der
Zugang dann mehr als 440 Mark pro Monat kosten . Zudem darf der Kunde nur noch
einen B-Kanal für seinen Internet-Zugang benutzen ; bisher war im Angebot die
Bündelung von zwei ISDN-Kanälen zur Erhöhung der Surfgeschwindigkeit möglich .
Auch feste IP-Adressen teilt der Provider ab Anfang März nicht mehr zu , die
Kunden müssen mit dynamischen Adressen vorlieb nehmen . Die Flatrate-Kunden
selbst können den Vertrag zum Beginn der Preiserhöhung kündigen . Nextra
begründet die Einstellung des Angebots mit " Schwierigkeiten bei wichtigen
Zulieferern " . Weiterhin sei " der nicht kalkulierbare Zickzack-Kurs der
Deutschen Telekom " Grund für die Vertragsänderung . Surfen für 1,8 Pfennig pro
Minute Der Internet-Provider surfino bietet ab sofort einen
Internet-by-Call-Zugang mit Anmeldung für minutengenau abgerechnete 1,8 Pfennig
pro Minute an - den ganzen Tag über . Als reinen Internet-by-Call-Anbieter kann
man surfino jedoch nicht bezeichnen : Zu Vertragsbeginn wird eine Vorauszahlung
in Höhe zehn Mark fällig . Die weiteren Leistungen des Providers können sich
sehen lassen : Zudem will der Provider die Nachrichten nicht nur per POP3 zur
Verfügung stellen , sondern auch über ein Web-Frontend oder per IMAP - die Daten
verbleiben dabei auf dem Server des Providers und lassen sich mit gängigen
E-Mail-Clients bearbeiten . Weiterhin erhält der Kunde 15 MByte Speicherplatz
für seine Homepage . AktivPlus light für Analoganschlüsse Seit heute gibt es nun
eine kleinere AktivePlus-Variante für die Benutzer analoger Telefonanschlüsse .
Für rund fünf Mark Aufpreis werden jedoch nur Orts- und Ferngespräche günstiger
- für billigere Verbindungen zu Mobiltelefonen oder Anschlüssen im Ausland
verlangt die Telekom weiterhin einen Aufpreis von knapp zehn Mark . Gleichzeitig
senkt die Telekom die Preise für Fernverbindungen bei AktivPlus : In der
Nebenzeit kosten Ferngespräche statt sechs nun fünf Pfennig pro Minute , in der
Hauptzeit neun statt zwölf Pfennig . Free-PC-Anbieter scheitern Gerade schien
die Idee des werbefinanzierten PC sich auch in Deutschland auszubreiten , da
geben die Vorreiter in den USA auf . Microworkz , einer der Free-PC-Pioniere ,
hat laut einem Bericht von CNet die Geschäftstätigkeit eingestellt . In einer
E-Mail erklärte der Chef , Rick Latmann , dem Newsmagazin , dass die Firma
geschlossen sei . Die Homepage des Unternehmens zeigt nur noch ein Logo , wo
früher Informationen über die Firma und ihre Produkte zu finden waren . Auch das
Konzept von Free-PC , einem anderem Vorreiter der Idee vom " werbefinanzierten
PC " , ist nicht aufgegangen . Gestern wurde bekannt , dass der
Billig-PC-Anbieter eMachines das Unternehmen durch einen Aktientausch übernommen
hat . Free-PC wird nach Angaben des Käufers zwar als Marke weiterbestehen ,
kostenlose PCs soll es jedoch nicht mehr geben . Hier zu Lande gerät das
Geschäftsmodell gerade in Verruf : Gegen die Berliner Firma Solution by
Connecting ( SBC ) , die einen " nahezu kostenlosen PC " nach Zahlung einer
Anmeldegebühr von 39,90 DM versprochen hatte , ermittelt jetzt der Staatsanwalt
. Nach Angaben der Polizei haben etwa 3.000 Personen den Betrag bezahlt . Die
Konten der Firma sind inzwischen gesperrt , die Polizei fand bei der
Durchsuchung der Geschäftsräume keinerlei Unterlagen , aus denen Verhandlungen
mit Werbepartnern hervorgehen . Verband : T-DSL ist zu günstig Die Preise für
T-DSL liegen deutlich unter den Kosten , die die Telekom dafür aufwenden muss -
das behauptet zumindest der Breko-Verband ( Bundesverband der regionalen und
lokalen Telekommunikationsgesellschaften e. V. ) in Bonn . Wie die Organisation
heute mitteilte , hat die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (
RegTP ) einen Antrag zur nachträglichen Regulierung der Entgelte für die
T-DSL-Produkte der Deutschen Telekom angenommen . Der Breko-Geschäftsführer
Rainer Lüddemann bewertet die Entscheidung der RegTP als äußerst positives
Signal in Richtung Chancengleichheit auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt .
Lüddemann hält gerade die DSL-Technik auf Basis der Teilnehmeranschlussleitung
entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Telekom-Mitbewerber . Er wirft der
Telekom vor , mit den bisher unregulierten Dumpingpreisen für den schnellen
Internet-Zugang frühzeitig eine marktbeherrschende Stellung im DSL-Markt
erreicht zu haben . " Die Telekom erwirtschaftet systematische Verluste , um
gezielt die Mitbewerber auszugrenzen " , erklärte der Verband in einer
Mitteilung . " Hier geht es einzig und allein darum , koste es was es wolle ,
Wettbewerber von einem Zukunftsmarkt fern zu halten " , meint der
Breko-Geschäftsführer . Eine Entscheidung in dieser Sache erhofft sich der
Verband noch im Frühjahr . Der Deutschen Telekom liegt der Antrag nach Angaben
vorn Telekom-Sprecher Ulrich Lissek bisher noch nicht vor . Lissek meinte
gegenüber heise online , dass er jedoch den Eindruck habe , der Verband wolle
ein Produkt verteuern . Das sei nicht im Sinne des Wettbewerbs . Für eine
detaillierte Stellungnahme müsse die Telekom den Antrag jedoch erst prüfen .
Günstiger surfen bei Yahoo Yahoo Deutschland senkt die Preise für den
Internet-Zugang : Ab dem 3. Mai soll das Surfen den ganzen Tag über 2,89 Pfennig
pro Minute kosten . Bereits Anfang März hatte Yahoo angekündigt , die
Zusammenarbeit mit Arcor zu beenden und den Internet-Zugang stattdessen über
Gigabell zu realisieren . Das neue Angebot ähnelt dem des Internet-Providers
comundo : Mit gerade einmal um einen hundertstel Pfennig niedrigerem
Minutenpreis und einer Einwahlgebühr von fünf Pfennig ist der Zugang auf den
ersten Blick etwas billiger als bei Comundo - wenn nicht Yahoos ungünstige
Taktung von drei Minuten wäre . Schneller surfen wird bei der Telekom günstiger
Die deutsche Telekom senkt ab heute , wie bereits mehrfach vermutet , den Preis
für den schnellen Internet-Zugang per T-DSL . Die bisher gemeldeten Preise haben
sich jedoch nicht ganz bestätigt : Besitzer eines ISDN-Anschlusses mit XXL- oder
T-Net-300-Tarif zahlen knapp zehn Mark Aufpreis , Kunden eines
Standard-ISDN-Anschlusses werden mit 14,89 Mark zur Kasse gebeten . Auch die
schon vermutete Bündelung mit analogen Anschlüssen bietet die Telekom jetzt an .
Doch der Aufpreis von 29,89 Mark schreckt eher ab : Der Preisunterschied von
Analog-Anschluss plus T-DSL zu einem Standard-ISDN-Anschluss mit T-DSL beträgt
nur noch etwas mehr als zehn Mark . Die einmalige Bereitstellungsgebühr bei
Selbstmontage senkt die Telekom auf rund 100 Mark ; die Vertragslaufzeiten der "
verbilligten " Varianten T-Net 300 und T-ISDN XXL verlängern sich auf zwölf
beziehungsweise sechs Monate . Surfen im Dunkeln TalkNet will am Tag der
Sonnenfinsternis ( 11.8.99 ) für 24 Stunden einen kostenlosen Internetzugang
ohne Telefongebühr anbieten . Gleichzeitig hat die Firma angekündigt , am Tag
danach ihre Preise für den Internet-by-Call Zugang auf 4,8 Pfennig pro Minute zu
senken - abgerechnet allerdings im ungünstigen 3-Minuten-Takt . Aufpassen müssen
Kunden , die schon eine TalkNet-Verbindung konfiguriert haben : Für die
kostenlose Aktion muss der Benutzername " sonne " heißen , das Kennwort ist "
gratis " . Die Einwahl erfolgt über die Telefonnummer 01050/019251 Auch ein
neues Kontingent-Angebot bietet TalkNet ab dem 12.8.99 an : Wer zwischen 20 und
8 Uhr monatlich 2000 Minuten ( 331/3 Stunden ) im Internet surft , soll dafür
nur 59,90 Mark bezahlen - 2,99 Pfennig pro Minute . Homepage der Welfen gehackt
Prinz Ernst August und seine Frau Caroline freuen sich über die Geburt ihrer
Tochter Alexandra - aber sicher nicht über das Bild , das Hacker in ihre
Homepage eingefügt hatten . Prinz Ernst August war in die Schlagzeilen geraten ,
nachdem er sich Anfang des Jahres mit einem Regenschirm gegen einen
Presse-Fotografen zur Wehr gesetzt hatte . Heute Morgen wurde der Hack
anscheinend entdeckt und das Bild entfernt . Flatrate für 565 Mark versteigert
Die deutsche Telefongesellschaft ( DTG ) hat über eBay einen unbeschränkten
Internetzugang inklusive Telefonkosten versteigert . Das höchste Gebot am
Freitag lag unter 100 Mark ; über das Wochenende explodierte der Preis jedoch :
565 Mark bezahlt der Meistbietende jetzt pro Monat an die DTG . Das entspricht
einem Minutenpreis von circa 1,3 Pfennig . Der Vertrag sieht eine
ausschließliche Nutzung durch Privatpersonen vor und ist auf ein halbes Jahr
beschränkt . Eva Strezel , die für die DTG zuständige Pressesprecherin , sagte
c't gegenüber , dass weitere Versteigerungen geplant seien . Eine Versteigerung
sei eine gute Möglichkeit , den Marktpreis für eine Flatrate zu ermitteln . Sie
erwartet bei den nächsten Versteigerungen aber fallende Preise . AOL verschiebt
schnellen Online-Zugang AOL Deutschland verschiebt die Einführung eines
schnellen Internet-Zugangs per ADSL auf Anfang 2001 . Die Tochter des
weltgrößten Online-Dienstes wollte ursprünglich im Herbst dieses Jahres
ADSL-Zugänge anbieten . " Wir sind noch in der Alpha-Phase " , erklärte
AOL-Sprecher Carsten Meincke gegenüber c't . Zum geplanten Preis für den
schnellen Zugang wollte Meincke sich nicht äußern , er werde jedoch "
konkurrenzfähig " sein . Falls AOL mit der Deutschen Telekom zusammen arbeite ,
dann werde die Geschwindigkeit des AOL-ADSL-Zugangs dem der Telekom entsprechen
, sagte Meincke . Allerdings verhandele AOL auch mit anderen Netzbetreibern über
die Nutzung ihrer Datenleitungen . Internet tagsüber für 1,9 Pfennig pro Minute
Die AOL-Gruppe will dem ab 8. Mai tagsüber einen Internet-Zugang für 1,9 Pfennig
inklusive Telefonkosten anbieten . Der neue Dienst CompuServeOffice soll dafür
in den Abend- und Nachtstunden deutlich teurer sein und zwischen 18 und 9 Uhr
4,9 Pfennig pro Minute kosten . Die Abrechnung erfolgt im eher ungünstigen
Drei-Minuten-Takt . Für die Einwahl bedient sich der Provider - anders als beim
Online-Dienst AOL - keiner speziellen Software , sondern setzt auf offene
Internet-Standards . Somit können auch Nutzer von Linux oder OS/2 diesen Zugang
nutzen ; Windows-Anwender benötigen nur das DFÜ-Netzwerk . Nach Angaben von
AOL-Pressesprecher Frank Sarfeld fallen für den anmeldepflichtigen Zugang keine
Grundgebühren an ; auch wird kein Mindestumsatz verlangt . Zu eigenen Angeboten
für den gestern genehmigten XXL-Tarif der Telekom konnte Sarfeld noch keine
Angaben machen . Mit 1,9 Pfennig tagsüber wird CompuServeOffice tagsüber zum
günstigsten Zugang . Mobilcom bietet zwar auch einen Tarif zu diesem Preis an ,
verlangt jedoch eine Mindestabnahme von 20 Stunden im Monat . Massenabmahnungen
für Flatrate-Nutzer Die Medien-Info Center GmbH , Anbieter der so genannten
Erotik-Flatrate , hat Ende letzter Woche etwa 2000 Kunden wegen zu langer
Nutzung des Internet-Pauschaltarifs abgemahnt . In einer E-Mail an die
betroffenen Kunden nannte Geschäftsführer Martin Hinsch Mehrfacheinwahlen unter
der gleichen Kennung als eine Ursache für überlange Nutzung . Nach Berichten von
c't-Lesern sollen einzelne Kunden mehr als 1500 Stunden pro Monat online
verbracht haben . Der Provider bezieht seine Informationen aus Log-Dateien der
deutschen Telekom , deren Netz er benutzt . Medien Info Center will allen
betroffenen Kunden in den nächsten Tagen eine Aufstellung über die Einwahlzeiten
zur Verfügung stellen . Anhand dessen sollen die Kunden entscheiden , ob ihre
Einwahlkennung von Dritten missbraucht wurde oder ob sie einen anderen Grund für
die überhöhte Nutzung der Flatrate erkennen können . Das Unternehmen kann nach
eigenen Angaben nicht selbst feststellen , von welchem Anschluß die Einwahlen
stattgefunden haben . Diese Daten seien zwar bei der Telekom verfügbar , diese
müsse sie jedoch nur den Ermittlungsbehörden zur Verfügung stellen . Betroffene
Kunden müßten Anzeige gegen Unbekannt stellen , wenn sie sich die vermehrte
Nutzung nicht erklären könnten . Unter Umständen ist allerdings der Provider
selbst Mitverursacher eines Großteils der vermeintlich zu hohen Nutzungsdauer :
Die Provider-eigene Software baut nach Angaben von Anwendern unter Windows 2000
selbsttätig eine Verbindung mit ISDN-Kanalbündelung auf . Zudem verschickte
Medien Info Center die zur Nutzung der Flatrate notwendigen
Aktivierungsschlüssel teils per E-Mail , teils per Post . Dabei sollen auch
Fehler aufgetreten sein : Für eine Stellungnahme zu den Abmahnungen stand der
Provider am heutigen Montag bislang nicht zur Verfügung . Teilzeit-Flatrate für
59 Mark Einen Internet-Pauschaltarif speziell für Privatanwender will der
Provider AddCom zum 1. August anbieten . Für 59 Mark sollen die Kunden am
Wochenende und an bundesweiten Feiertagen sowie in der Woche von 18 Uhr abends
bis 9 Uhr morgens ohne weitere Kosten das Internet nutzen können . Außerhalb
dieser Zeiten verlangt AddCom einen Minutenpreis von 3,88 Pfennig . Vorgesehen
sind von AddCom zunächst 10.000 Kunden , von ihnen verlangt der Provider eine
Einrichtungsgebühr von 39 Mark . Interessenten sollen sich ab morgen online für
die Flatrate anmelden können . Anders als Mitbewerber verlangt AddCom keine
lange Vertragsbindung : Eine Kündigung soll jederzeit zum Monatsende möglich
sein . Flatrate-Massenabmahnung ein " Warnschuss " Die in der vergangenen Woche
von Medien Info Center verschickten Abmahnungen wegen zu langer Nutzung des
Internet-Pauschaltarifs seien vor allem als Warnung gedacht gewesen , hieß es
heute von der Firma . Martin Hinsch , Geschäftsführer des Providers , gab
gegenüber c't jedoch keine komplette Entwarnung : Wer seine Zugangsdaten an
andere weitergebe , handele gegen die Vertragsbestimmungen . Er habe selbst
schon in einigen Foren gesehen , dass Kunden ihre Zugangsdaten veröffentlicht
hätten . Laut Hinsch hat nur ein kleiner Teil der Flatrate-Kunden eine Abmahnung
erhalten ; insgesamt surfen nach seinen Angaben etwa 40.000 Kunden über die
Erotik-Flatrate . Zur Frage nach der Bezahlung der überzähligen Stunden meinte
Hinsch jedoch : " Wir wollen gar nichts abrechnen . " Mit den Logdateien , die
den Kunden in den nächsten Wochen zugehen sollen , würden diese jedoch auch eine
Aufrechnung über die entstandenen Kosten bekommen . Abmahnkosten oder eine
Vertragsstrafe wolle die Firma den Kunden nicht berechnen . Der Rest der
Zugangsdaten sei mit der Post verschickt worden . In Zukunft wolle Medien Info
Center die Einwahldaten nur noch mit der Post verschicken . Das
Windows-2000-Problem mit der automatischen Kanalbündelung sei dem Provider
bekannt , so Hinsch weiter . Hinsch gab gleichzeitig das Ende des Erotik-Portals
bekannt : Es werde zwar weiterhin eine Portalseite geben , doch diese solle eher
im Bereich Entertainment oder Lifestyle angesiedelt sein und eine erhöhte
redaktionelle Betreuung erhalten . Damit einher gehe auch eine Preissenkung für
die Nutzer der Flatrate . Einen genauen Preis wollte Hinsch zwar noch nicht
nennen , jedoch soll er " unter dem Preis der Großen " liegen . Genaue Daten
werde die Firma im Lauf dieser Woche mitteilen . NGI-Flatrate-Angebot " vorerst
" eingestellt Die Einwahl in das Internet über den Internet-Provider Next
Generation Internet ist seit gestern Abend zum wiederholten Mal nicht möglich .
Heute erklärt der Provider nun , dass er das Flatrate-Angebot vorübergehend
nicht aufrecht erhalten könne . Aufgrund technischer Probleme der Deutschen
Telekom AG sei eine Einwahl über die Rufnummer 01910-6440 zur Zeit leider nicht
möglich , schreibt NGI in einer Erklärung auf seinem Web-Server . Eine neue
Einwahlnummer soll ab 4. Oktober geschaltet werden - jedoch nicht für Kunden des
Flatrate-Angebots . Diese will NGI erst über diese neue Einwahlnummer ins Netz
lassen , wenn " ein technisch einwandfreier Betrieb gewährleistet ist " . Der
Web-Server der Firma wird nicht mehr von der Deutschen Telekom gehostet - diese
Aufgabe überlässt NGI offenbar seit gestern dem Web-Hoster Cybermantec . Die
Konfiguration des Servers lässt zu wünschen über : Sämtliche Dateien des
NGI-Web-Angebots sind von jedermann einsehbar . So kann man etwa ersehen , dass
alle Dateien am 2. Oktober kurz nach 22 Uhr auf diesem Server erstellt wurden .
Teles erweitert Web-Hosting-Geschäft Teles hat den Regensburger Web-Hoster ABC
Telemedia AG übernommen . Mit der Tochtergesellschaft Strato und Telemedia ist
die Teles nach eigenen Angaben mit mehr als 600.000 Domains weltweiter
Marktführer . Allerdings steht die Telemedia-Übernahme unter Vorbehalt : Der
Aufsichtsrat der Teles AG muss dem Kauf noch zustimmen ; nach Angaben von
Teles-Vorstand Sigram Schindler wird dies jedoch im Lauf des Januar erfolgen .
Die ABC Telemedia AG ist nicht im Endkundengeschäft tätig , sondern bedient
knapp 900 Provider , unter anderem die Billig-Hoster www-discount und NetBeat .
T-Online-by-Call für ISDN-Kunden Die Telekom-Tochter T-Online hat zum
Jahresanfang eine neue Tarifvariante ohne Freistunden und Grundgebühr eingeführt
: Zum Minutenpreis von sechs Pfennigen ist neben dem Internet-Zugang auch der
Zugriff auf die Angebote des Online-Dienstes T-Online inbegriffen . Die
Abrechnung erfolgt minutengenau über die Telefonrechnung . Die Telekom öffnet
den anmeldepflichtigen T-Online-by-Call-Zugang ausschließlich über ISDN , Kunden
mit analogem Anschluss gehen leer aus . Für eine reine Internet-Nutzung gehört
das Angebot nicht gerade zu den günstigsten ; die Zusatzdienste mögen den
Aufpreis jedoch für einige Nutzer rechtfertigen . Helge Cramer Hersteller von
Konsolen-Umschaltern fusionieren Zwei der größten Hersteller von
Server-Management-Systemen , die Cybex Computer Products International und Apex
Inc. , schließen sich zur Avocent Corporation zusammen . Die bisherigen
Produktfamilien unter den Markennamen Apex , Cybex und Polycon bleiben zunächst
erhalten ; auch der Support für bestehende Produkte soll weitergeführt werden .
Standard für schnellere Analog-Modems in Sicht Die International
Telecommunication Union , besser bekannt unter dem Kürzel ITU , hat die ersten
Details zum kommenden Modem-Standard V.92 bekannt gegeben . V.92 sieht demnach
vor , die maximale Datenrate von Surfer in Richtung Provider auf bis zu 48 kBit
pro Sekunde zu steigern - von Provider zu Sufer bleibt es bei 56 kBit pro
Sekunde . Außerdem soll der Verbindungsaufbau beschleunigt werden sowie die
Möglichkeit bestehen , das Modem " on hold " zu setzen , wenn ein eingehender
Anruf signalisiert wird . Ein weiteres Protokoll , V.59 , soll Störungen
zwischen den Modems minimieren und damit für einen möglichst hohen
Datendurchsatz sorgen . Weitere Steigerungen der Übertragungsrate möchte die ITU
durch das neue Kompressionsverfahren V.44 erreichen : Die von der amerikanischen
Hughes Network Systems entwickelte LZJH-Kompression soll die Daten um bis zu 25
Prozent besser komprimieren als das derzeitige V.42bis-Protokoll . Die ITU
verspricht sich vom Einsatz all dieser Techniken Download-Raten von bis zu 300
kBit pro Sekunde . Internet per Prepaid-Card Die Elmshorner Telefongesellschaft
Talkline will ab August eine Prepaid-Karte für Internet-Nutzer anbieten . Zum
Start muss der potenzielle Surfer eine CD mit 500 Online-Minuten für 24,95 Mark
kaufen . Später soll das Konto mit Folgekarten für 19,95 Mark jeweils um weitere
500 Minuten aufgestockt werden können . Einzigartig ist diese Idee jedoch nicht
: Bereits seit knapp drei Monaten bietet das Frankfurter
Telekommunikationsunternehmen Intelserv eine solche Karte an . Nach Angaben des
Intelserv-Produktmanagers Matthias Löffler hat die Firma bereits mehr als
100.000 dieser Karten verkauft . Motorola will Iridium retten Motorola ist
optimistisch , den angeschlagenen Satelliten-Netzbetreiber Iridium doch noch
retten zu können . Allerdings sollen sich alle Investoren an der Sanierung
beteiligen . Motorola , mit 18 Prozent der größte Anteilseigner , habe in den
letzten zwei Wochen konstruktive Gespräche mit den Beteiligten geführt , sagte
gestern Firmensprecher Robert Growney . Zu Details hielt er sich aber noch
bedeckt . Der Finanzbedarf ist aber weitaus größer . Der Aktie von Iridium hat
das Gerücht trotzdem gut getan : Sie stieg um 20 Prozent auf 6,75 Dollar . Linus
Torvalds überflügelt Bill Gates Das Time-Magazine hat die Internet-Gemeinde zur
Wahl der wichtigsten Menschen des 20. Jahrhunderts aufgerufen . Zurzeit liegt
Linus Torvalds , Begründer von Linux , vor dem Microsoft-Chef Bill Gates .
Chancen auf den Titel haben aber beide nicht : Mit je über 500.000 Stimmen
streiten sich Yitzhak Rabin und Elvis Presley um den Thron . Linus Torvalds
liegt mit 18.000 Stimmen rund 4.000 Stimmen vor Bill Gates , aber abgeschlagen
auf dem 15. Platz . Callahan hält an NetCologne-Übernahme fest Die
Callahan-Gruppe will nach Angaben des Handelsblattes weiterhin den Kölner
Stadtnetzbetreiber NetCologne übernehmen . Befürchtungen über die Einflussnahme
der Deutschen Telekom auf die Telefongesellschaft will das Unternehmen nach dem
Bericht ausräumen : Die Telekom sei vertraglich von wettbewerbsrelevanten
Informationen über das operative Geschäft ausgeschlossen , sagte
Callahan-Partner David Colley dem Handelsblatt . Die britisch-amerikanische
Gruppe hatte sich kürzlich einen 55-Prozent-Anteil an den Kabelnetzen der
Deutschen Telekom in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gesichert .
Weiter heißt es , dass die Übernahme-Verhandlungen noch einige Wochen dauern
werden . Nächste Preview von Communicator 6 verfügbar Die AOL-Tochter Netscape
stellt die dritte Preview der Browser-Suite Communicator 6 auf ihrem ftp-Server
zum Download bereit . Die für Windows , Macintosh und Linux erhältlichen
Varianten sind nur in englischer Sprache verfügbar . Grundlegende Neuigkeiten
weist die Version - die sich mit der Versionsbezeichnung Mozilla/5.0
Netscape6/6.0b3 meldet - nicht auf , die Entwickler sollen vor allem an der
Stabilität gearbeitet haben . Gleichzeitig will Netscape noch am heutigen
Mittwoch mit einem Redesign der eigenen Website online gehen . Das neue Design
soll an Netscape 6 angepasst sein und einfachere Bedienung bieten . Kostenlose
.de-Domain Eine völlig kostenlose deutsche Domain bietet das deutsche Provider
Network ( DPN ) an - jedoch ohne unmittelbaren Nutzen : Der einzige Vorteil
besteht in der Sicherung des Domainnamens . Um Domain-Grabbing zu verhindern ,
darf jeder Nutzer nur eine kostenlose Domain beantragen . Die Einrichtung
erfolgt über den eigens eingerichteten Server www.expressoweb.de . Der Anwender
wird als Besitzer der Domain ( admin-c ) eingetragen , DPN stellt notwendigen
DNS-Einträge bereit . Für eine Weiterleitung auf eine bestehende Homepage
verlangt DPN 2,99 Mark im Monat - immerhin ohne Einrichtungsgebühr . Das
Weiterleitungspaket enthält zudem fünf E-Mail-Adressen . Internet-Zugang ab 1,9
Pfennig ( Update ) Die Hamburger Freenet AG sorgt mit einem neuen bundesweiten
Gebührenmodell für Aufsehen : In dem ab morgen ( 6. April ) geltenden "
Powertarif " , bei dem die Kunden allerdings mindestens 20 Stunden pro Monat
bezahlen müssen , kostet die Online-Minute rund um die Uhr 1,9 Pfennig - auf dem
Web-Server nennt Freenet noch die alten Preise , die zum 1. März eingeführt
wurden . Der ebenfalls minutengenau abgerechnete anmeldepflichtige
Internet-by-Call-Zugang von Freenet soll ebenfalls ab dem 6. April 2,5 Pfennig
kosten . Bei den genannten Online-Verbindungen fallen keine zusätzlichen
Telefongebühren an . Freenet-Chef Eckard Spoerr räumte gegenüber dpa jedoch ein
, dass der Provider mit dem Internet-Zugang kein Geld verdiene . Die Gewinne des
Unternehmens müssten künftig vielmehr aus der Bannerwerbung und den Provisionen
beim elektronischen Handel kommen . Wochenendaktion : Surfen für 1,5 Pfennig pro
Minute Am nächsten Wochenende ( 8. und 9. Juli ) startet der Internet-Provider
AdOne eine Sonderaktion : Samstag und Sonntag kostet die Onlineminute bei den
Kaarstern nur sekundengenau abgerechnete 1,5 Pfennig . Auf die sonst übliche
Einwahlgebühr von 99 Pfennig verzichtet der Provider , die Zwangswerbung über
eine AdOne-eigene Software bleibt dem Surfer jedoch nicht erspart . Nach dem
Wochenende gilt aber wieder der normale Tarif - und bei dem wird man durch die
hohe Einwahlgebühr bei einem kurzen E-Mail-Check eine Mark los . Günstiger
surfen mit Grundgebühr Der Hallstädter Provider ecore senkt die Minutenpreise
für seinen sekundengenau abgerechneten Internet-Zugang auf bis zu 1,7 Pfennig
pro Online-Minute . Werktags zwischen 9 und 18 Uhr fallen aber pro Minute 2,6
Pfennig an . Der Smart City genannte Tarif gilt jedoch nicht bundesweit -
Details zu dem versorgten Gebiet stellt der Provider unter einer eigenen
Webseite bereit . Zur Nutzung des Zugangs muss der Surfer Kunde bei ecore sein .
Der günstigste Tarif des Providers nennt sich " German Local " und kostet pro
Monat 29 Mark . Dabei erhält der Kunde zusätzlich zum Zugang eine .de-Domain und
zehn MByte Speicherplatz für seine Homepage . Die hohe Grundgebühr ist
allerdings für einen reinen Surf-Zugang nicht mehr so recht zeitgemäß - unser
Tarifrechner iTarif findet dafür deutlich günstigere Angebote . Schulen bekommen
günstige Siemens-Computer Die Siemens AG will nach Ende der Sommerferien
gebrauchte Computer günstig an Schulen in Nordrhein-Westfalen abgeben . Auch
mittelständische Unternehmen sollen von dieser Aktion profitieren und preiswert
zu einem Netzwerk kommen . Bei den Rechnern handelt es sich um Geräte , die
Siemens von Banken , Versicherungen und Behörden zurücknimmt . Sie seien maximal
zwei Jahre alt . Der Preis für diese Rechner soll bei einem Drittel des
damaligen Neupreises liegen . Was auf den ersten Blick wie eine günstige
Entsorgung alter Rechner aussieht , relativiert sich bei näherem Hinsehen : Die
Computer werden von der Siemens-Tochter Siemens Anlagenbau und Technische
Dienstleistungen überprüft und mit neuen Tastaturen und Mäusen ausgestattet .
Zudem ist in dem Paket die Installation eines Netzwerks in der Schule enthalten
. Diese Vernetzung erfolgt aber per BNC-Kabel ; dadurch ist die Bandbreite auf
nicht mehr zeitgemäße 10 MBit/Sekunde beschränkt . Bei den Monitoren handelt es
sich um 15 oder 17-Zoll-Geräte . Auf Wunsch und natürlich gegen Aufpreis kann
ein schnelleres Netzwerk zum Einsatz kommen . Um den Schulen weitere Anreize zu
bieten , soll auch Leasing des Netzwerkes möglich sein . Lebenszeichen vom
Flatrate-Anbieter NGI Der Internet-Provider Next Generation Internet gab heute
eine neue Stellungnahme zur nach Angaben des Unternehmens vorläufigen
Einstellung seines Internet-Pauschaltarifs ab . Die bisherige Einwahlnummer sei
danach nicht mehr verfügbar und die neue stehe nicht zur Einwahl für
Flatrate-Kunden zur Verfügung , heißt es in einer Mitteilung von NGI . Bisher
nutzte der Provider für die Einwahl das Netz der Deutschen Telekom . Jetzt
setzen die Hamburger auf das Netz von Mediaways , über die unter anderem auch
AOL und Comundo die Zugänge zum Internet realisieren . NGI schiebt die Schuld an
der Einstellung der Flatrate auf die Deutsche Telekom , mit der keine Einigung
zu erzielen gewesen sei . Weiter schreibt die Zeitung , dass eine vorab
vereinbarte Abschlagszahlung von 615.000 Euro offenbar nicht ausgereicht habe .
Von früheren Angaben über technische Probleme bei der Deutschen Telekom , die
Telekom-Sprecher gegenüber c't bereits dementierten , ist nun auch bei NGI nicht
mehr die Rede . Nutzer der normalen NGI-Tarife ( NGI-by-Call und NGI Premium )
gelangen über die neue Einwahlnummer nun wieder ins Internet . Den Kunden des
Flatrate-Tarifs bleibt derzeit nur das Ausweichen auf einen
Internet-by-Call-Anbieter . Von einer Erstattung der Gebühren - wie sie in einer
früheren Stellungnahme des Anbieters noch anklang - ist in der aktuellen
Mitteilung von NGI nichts mehr zu finden . Arnold Stender , Leiter Vertrieb und
Marketing bei Mediaways , bestätigte gegenüber c't einen Vertrag mit dem
Hamburger Provider . Darin enhalten sind nach seinen Angaben jedoch nur die
Dienste NGI-by-Call und NGI Premium . Über das Flatrate-Angebot habe man mit NGI
noch keine Einigung erzielt , erklärte Stender weiter . Der Hamburger Provider
ist seit Tagen für eine Stellungnahme per Telefon nicht zu erreichen . Auch die
Hotline ist offensichtlich überlastet , sodass die Kunden ebenfalls keinerlei
Informationen über den Weiterführung des Angebots bekommen . Nokia stellt
Bluetooth-Set für Handys vor Der Handy-Hersteller Nokia stellt mit dem
Connectivity Pack ein Set zur drahtlosen Verbindung zwischen Handy und Notebook
auf Bluetooth-Basis vor . Besitzer des Nokia-Handys 6210 sollen mit dem Paket
bis zu zehn Meter Entfernung zwischen Notebook und Handy überbrücken können .
Damit sind die gleichen Anwendungen wie bisher mittels der üblichen Kabel- oder
IrDA-Schnittstellen möglich , jedoch mit höherem Komfort : Da Bluetooth im
Gegensatz zu IrDA keine Sichtverbindung voraussetzt , kann das Mobiltelefon etwa
einfach in der Jackentasche verbleiben . Den Bluetooth-Adapter integriert Nokia
im Akku des Handys . Die maximale Bereitschaftsdauer verringert sich durch die
geringere Kapazität der Energiequelle allerdings von 260 Stunden auf maximal 170
Stunden , die Gesprächsdauer sinkt ebenfalls von 4,5 auf maximal vier Stunden .
Die größtmögliche Dauer einer GSM-Datenverbindung gibt Nokia mit 100 Minuten an
. Für die PC-Gegenstelle will Nokia dem Connectivity Pack einen
Bluetooth-PC-Card-Adapter beilegen ; der Aufrüstsatz für das Handy soll jedoch
auch einzeln erhältlich sein . Bereits verkaufte Nokia-Telefone benötigen ein
Software-Update , um auf den Bluetooth-Adapter zuzugreifen . Das Paket soll im
ersten Quartal des nächsten Jahres in Asien und Europa erhältlich sein ; Preise
für die Produkte sind noch nicht bekannt . Hickhack um Internet-Pauschaltarife
geht weiter Wie Uwe Heddendorp , Chef von AOL Deutschland , erklärte , könnten
sich " nur mit einer echten Flatrate die breiten Massen den Zugang zum Internet
leisten " . Der Deutschen Telekom warf er vor , die Kosten für den
Internet-Zugang für die Nutzer künstlich hoch zu halten . Die Telekom bietet
seit Mitte Dezember eine Großhandelsflatrate an , doch stößt das Angebot bei
ihren Mitbewerbern nicht auf uneingeschränkten Beifall . Heddendorp kritisierte
, die derzeitige Flatrate der Telekom sei nur ein Scheinangebot . Der Weg zur
übergeordneten regionalen Vermittlungsstelle , den die Online-Dienstleister
bezahlen , werde weiterhin im Minutentakt abgerechnet . Telekom-Sprecher Stephan
Broszio weist die Vorwürfe von AOL zurück : Erste Opfer im
Telekommunikationsmarkt Die Telefongesellschaft Star Telecom zieht sich vom
deutschen Markt zurück . Bereits am vergangenen Wochenende hatte die Deutsche
Telekom angekündigt , den US-Anbieter wegen offener Rechnungen in zweistelliger
Millionenhöhe unverzüglich vom Netz zu nehmen . An Donnerstag dieser Woche
sollen nun endgültig alle Strippen zu Star Telecom gekappt werden . Mit dem
Rückzug sind zahlreiche kleine Partnerfirmen des US-Anbieters in die Klemme
geraten . Grund hierfür ist nach Ansicht des Verbandes der Anbieter von
Telekommunikations- und Mehrwertdiensten VATM vom Dienstag auch die Deutsche
Telekom , die den rund 60 Wiederverkäufern mit insgesamt 500.000 Kunden kaum
Zeit für das Umschalten auf andere Anbieter gelassen habe . Auch der
Flatrate-Anbieter Nextra , der die Einstellung seines ISDN-Pauschaltarifs mit "
Schwierigkeiten bei wichtigen Zulieferern " begründete , arbeitete über Star
Telecom . Es müsse für ein geordnetes Verfahren gesorgt werden , das den Kunden
ermögliche , zu einem neuen Anbieter übergeleitet zu werden , sagte
VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner am heutigen Dienstag gegenüber dpa . Er
forderte ein Einschreiten der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
. Die Telekom müsse zwar nicht in jedem Fall " Millionen verbrennen " , man
könne aber auch nicht alles auf dem Rücken der Telefonkunden austragen . Für die
Telekom sei der Zeitraum von drei Tagen für einen Anbieterwechsel völlig
unkritisch , sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage . Auch bei den
Festnetzgesellschaften Mannesmann Arcor und bei Colt Telecom ist dies innerhalb
weniger Tage möglich . Verwirrung um Telekom-Wunschtarif Die Deutsche Telekom
hat Anfang März die Struktur für den kostensenkenden Wunschtarif Select 5/30
geändert . Vor allem Vielsurfer nutzen diesen Tarif ( 30 Prozent Rabatt auf fünf
Rufnummern zu einem Grundpreis von fünf Mark monatlich ) gern , um für 2,1
Pfennig pro Minute den im Ortsbereich ansässigen Provider zu erreichen . Eine
Mailingaktion der Telekom hat nun bei vielen für Verwirrung gesorgt . In dem
Brief ist von einer Verkürzung der Tarifzeit für Regional- und
Deutschlandverbindungen auf die Zeit von 7 bis 18 Uhr die Rede . Der für Surfer
interessante City-Bereich wird jedoch mit keinem Wort erwähnt . Nach Auskunft
der Telekom-Pressestelle kostet eine Zeiteinheit im City-Bereich weiterhin 8,4
Pfennig - demnach bei einer Taktung von vier Minuten ab 18 Uhr rechnerisch 2,1
Pfennig pro Minute . Das gilt jedoch nur für ISDN-Kunden ; für Kunden mit
analogem Telefonanschluß beginnt die günstige Surfzeit wie bisher erst ab 21 Uhr
. Compuserve unterbietet sich selbst Die AOL-Tochter Compuserve Deutschland
stellt ihren neuen Pro-Tarif vor , der den Internet-Zugang tagsüber weiter
verbilligt : Mit 1,7 Pfennig pro Minute unterbietet Compuserve damit sogar das
eigene Angebot Compuserve Office , das mit 1,9 Pfennig pro Online-Minute zu
Buche schlägt . Beim Pro-Tarif rechnet Compuserve im Minutentakt ab , beim
Office-Tarif dagegen im ungünstigen 3-Minuten-Takt . In den Abendstunden ( 18
bis 9 Uhr ) liegt der Tarif mit 2,7 Pfennig pro Online-Minute knapp über
gängigen Internet-by-Call-Angeboten . Compuserve verlangt eine Anmeldung unter
www.compuserve.de , die Preise gelten erst ab Bestätigung durch den Provider .
Die Abrechnung übernimmt Compuserve nun selbst - der Kunde muss am
Lastschriftverfahren teilnehmen und sieht den abgerechneten Betrag für den
Internet-Zugang nicht mehr auf der Telefonrechnung . Telekom-Mitbewerber klagen
über Telekom-Lieferfristen Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und
Post ( RegTP ) hat Mitte Februar ein Missbrauchsverfahren gegen die Deutsche
Telekom eingeleitet . Gegenstand des Verfahrens sind möglicherweise
diskriminierende Vertragsbedingungen der Telekom für Mietleitungen , so genannte
Carrier-Festverbindungen ( CFV ) . Zusätzlich untersucht die Behörde die
Lieferfristen der Telekom . Auch Beschwerden der Internet-Provider QSC und
KKF.net haben nach Angaben des RegTP-Sprechers Rudolf Boll zur Einleitung des
Verfahrens geführt . riodata ist nach eigenen Angaben für den Aufbau eines
eigenen Datennetzes auf die Mietleitungen der Telekom angewiesen . Endkunden
sind nach Angaben des Unternehmens nicht direkt von den Lieferverzögerungen
betroffen - allein auf einen schnellen Internet-Zugang per xDSL-Technik müssten
sie dadurch verzichten . Telecom-Konzern Tiscali verlässt Hamburg Der
italienische Telekommunikationskonzern Tiscali verlässt den Standort Hamburg zum
Ende des Monats . Rund 100 Mitarbeiter verlieren dadurch ihren Job . Tiscali
hatte vor kurzem die Internet-Provider Addcom und World Online übernommen . "
Die Integration der drei Unternehmen und die damit einhergehende
Restrukturierung erfordert auch Einsparungen im Personalbereich " , sagte der
Chef von Tiscali Deutschland , Joachim Schlange . Der Firmensitz für das
Endkundengeschäft soll nach München verlagert werden , World Online in Frankfurt
soll den Geschäftskundenbereich betreuen . Erst Ende Februar hatte Tiscali
europaweite Entlassungen angekündigt . Flatrate ab 66 Mark im Monat Der
Betreiber der Erotik-Flatrate , die Medien Info Center GmbH , stellt am heutigen
Freitag zwei neue Tarifmodelle vor . Die Fun-Flat-66 genannte günstigere
Variante hat eine Laufzeit von 10 Monaten und kostet 66 Mark pro Monat . Die 75
Mark pro Monat teure Fun-Flat-75 hat eine Laufzeit von fünf Monaten . Bei beiden
Tarifmodellen fällt der gesamte Betrag für jeweils fünf Monate im Voraus an .
Eine Provider-eigene Software lenkt den Surfer nach der Einwahl auf ein neues
Lifestyle-Portal . Die bisherige erotik-orientierte Startseite soll in den
nächsten Wochen abgeschaltet werden . Flatrate-Kunden , die zum alten Preis von
89 Mark im Monat surfen , können online in einen der neuen Tarife wechseln - die
alten Tarifen bietet der Provider jedoch weiterhin an . Bei Kanalbündelung
kostet die Benutzung des zweiten ISDN-Kanals zur Erhöhung der Datenrate 2,7
Pfennig pro Online-Minute . Neue Flatrate in Deutschland Zum zweiten Mal macht
ein Provider in Deutschland den Versuch , einen Internet-Zugang zum
Pauschalpreis inklusive Telefongebühr anzubieten . Internet Professional will
für eine Flatrate von 149 Mark im Monat den unbegrenzten Zugang ermöglichen ;
für die Zeitspanne zwischen 19 und 7 Uhr beträgt die Pauschale nur 99 Mark . Im
Preis enthalten sind fünf EMail-Adressen und eine kostenlose Faxnummer . Die
Firma wolle erst einmal die Resonanz testen , werde aber mit Anfragen förmlich
überrannt , sagte Geschäftsführer Björn Olaussen . Die Einwahl erfolge über das
Internet-Backbone der deutschen Telekom . Man gehe nun davon aus , über eine
Erhöhung der Kapazitäten nachverhandeln zu müssen . Den Betrieb im ersten Monat
bezeichnete Olaussen als Test - eventuell müsse später das Datenvolumen
beschränkt werden , wenn zu viele Anwender die Flatrate als Standleitung
verstünden . Schon jetzt müssen alle Anwender den beim Provider installierten
Proxy benutzen . Der erste Versuch , in Deutschland eine Flatrate einzuführen ,
war zu Beginn des Jahres gescheitert . Mobilcom hatte den Ansturm falsch
eingeschätzt und mußte das Angebot im Februar einstellen . Internet-Zugang
ganztägig für 2,48 Pfennig Der Münchener Internet-Provider Addcom gibt die
unterschiedlichen Tarife in der Haupt- und Nebenzeit auf . Den Preis für die
bisher knapp vier Pfennig teure Online-Minute tagsüber senkt AddCom auf den
Preis der Nebenzeit : 2,48 Pfennig . Dieser Preis gilt auch für Nutzer der
AddCom-Flatrate , die Surfen zum monatlichen Pauschalpreis zwischen 18 Uhr
abends und 9 Uhr morgens sowie am Wochenende erlaubt . Außerhalb der
Flatrate-Zeiten zahlt man nun ebenfalls 2,48 statt wie bisher 3,88 Pfennig pro
Minute . Internet plus Aktien kostenlos " Holen Sie sich ein Stück vom Internet
- kostenlos " . So wirbt derzeit Free4u.de für einen Gratis-Internetzugang . Als
Belohnung verspricht der künftige Internet-Provider seinen Usern eine
Firmenbeteiligung . Die Angabe einer E-Mail-Adresse auf der Homepage reicht aus
, um sich bis zu 10.000 kostenlose Aktien zu sichern . Das Papier wird
allerdings noch an keiner Börse der Welt gehandelt . Hinter der Aktion steckt
kein gänzlich Unbekannter . Beim Inhaber der Site handelt es sich um Farrukh
Khan , der seit mehr als zehn Jahren eine Firma besitzt , die Software für die
Druckvorstufe herstellt . Im Gepräch mit c't kündigte er den Start des
Internet-Zugangs für Mitte September an . Die Telefonkosten müssten die Anwender
allerdings selber tragen . Derzeit melden sich nach Khans Angaben etwa 5.000
User täglich an . In etwa einem Jahr will Khan das Unternehmen an die Börse
bringen . Erst dann wird sich zeigen , ob die Aktien , die Khan Units nennt ,
etwas wert sind oder lediglich den Aufbau einer Adress-Datenbank beschleunigt
haben . Bis dahin soll das Internet-Angebot durch Werbung finanziert werden .
Vielleicht kommt auch alles ganz anders . Wenn der Preis stimmt , ist Khan auch
durchaus bereit , wie er c't bestätigte , die Web-Site zu verkaufen . Zweite
Flatrate unterm Hammer Bei eBay kam zum zweiten Mal eine Flatrate der Deutschen
Telefongesellschaft ( DTG ) unter den virtuellen Hammer . Der Wert des
Internet-Dauerzugangs ist nach der ersten Versteigerung in der Vorwoche sogar
noch gestiegen . Schnuffel-LE , so das Pseudonym des Meistbietenden , will der
DTG 755 Mark pro Monat für seinen permanenten Internet-Anschluss ( inklusive der
Telefonkosten ) zahlen - immerhin etwa 1,75 Pfennig pro Minute . Michael Melzer
, Vorstandsvorsitzender der DTG , kündigte gegenüber c't weitere
Flatrate-Auktionen an . Eine Verpflichtung , den Anschluss auch wirklich ein
halbes Jahr zu nutzen , verneinte er . Der erste Ersteigerer einer Flatrate ,
ein Privatmann aus München , könne jederzeit die Nutzung beenden . Man würde ihm
dann nur die bisherigen Leistungen berechnen . Gerichtsurteile im Internet Das
Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz stellt eine Volltext-Datenbank seiner
Urteile und Beschlüsse im Internet zur Verfügung . Bisher wurden die im
wesentlichen in Eigenarbeit der Richter erfassten Texte nur auf CD-ROM
veröffentlicht . Der OVG-Präsident Prof. Dr. Karl-Friedrich Meyer verspricht
sich von der Online-Veröffentlichung eine zügigere Bereitstellung neuer
Schriftstücke . Vor allem aber haben nun auch die Bürger direkten Zugriff auf
die bis jetzt fast 4.000 Urteile des Gerichts . NGI gibt Details zum
eingestellten Flatrate-Angebot bekannt Der Internet-Provider NGI hat ein
Hotline-Telefon geschaltet , um seine Kunden über den Fortgang des vorläufig
eigenstellten Flatrate-Tarifs zu informieren . Kunden , die den Vertrag mit dem
Hamburger Provider kündigen möchten , sollten die Kündigung schriftlich an die
folgende Adresse richten : Next Generation Internet AG Paulstr. 5 20095 Hamburg
. Der Provider besteht nach Wardes Angaben nicht auf einer Kündigungsfrist oder
der Einhaltung der Mindestvertragslaufzeit . Wer NGI-Kunde bleiben wolle , dem
biete der Provider an , sich unter der Einwahlnummer 019161 und dem neuen
Benutzernamen <NGI-Nr>@NGI.de und dem alten Passwort zum Preis von 1,89 Pfennig
pro Online-Minute ins Internet einzuwählen . Eine Grundgebühr wie beim Tarif
NGI-Premium , für den Kunden den gleichen Minutenpreis zahlen , erhebe NGI in
diesem Fall nicht , erklärte Warde weiter . Zudem versicherte er , dass NGI den
Flatrate-Kunden die Gebühren für die Zeit zurück erstatte , in der den Kunden
die Einwahl zum Flatrate-Tarif nicht möglich ist . Die Nicht-Erreichbarkeit der
Pressestelle erklärte Warde mit völliger Überlastung der Firma . Bei der
telefonischen Hotline gehen nach seinen Angaben etwa 3000 Anrufe pro Stunde ein
. Die Berichte über die Außenstände der Firma gegenüber der Deutschen Telekom
wollte Warde nicht kommentieren . Flatrate : Preissenkungen bei Surf1 Der
Bitburger Provider Silyn-Tek ( Surf1 ) senkt wieder den Privatkundenpreis für
seinen Internet-Pauschaltarif . Mit 139 Mark im Monat ist man jetzt schon dabei
- allerdings bei einer Vertragslaufzeit von mindestens einem Jahr und einer
Einrichtungsgebühr von 129 Mark . Bei einer Vertragslaufzeit von mindestens
sechs Monaten kostet die Flatrate 159 Mark monatlich plus einmalig 149 Mark .
Für einen Zugang mit monatlicher Kündigung sind dagegen 179 Mark pro Monat und
199 Mark für die Freischaltung fällig . Der Geschäftsführer von Silyn-Tek ,
Nylis G. Renschler , kündigte zusätzlich weitere Dienste an : Voraussichtlich ab
Mitte April sollen Nutzer der obigen Flatrate-Tarife mehrere E-Mail-Adressen ,
Webspace und eine .de-Domain ohne zusätzliche Kosten erhalten . Den derzeit
günstigsten Tarif für eine Flatrate bietet Surf1 seit Ende Dezember über ein
Prepaid-Modell an : Der gesamte Betrag von 1237 Mark für ein Jahr ( 99 Mark
monatlich plus 49 Mark Einrichtungsgebühr ) ist dabei vor Vertragsbeginn fällig
. Die Preise für Kontingent-Angebote senkt Surf1 ebenfalls : 100 Stunden
Internet sollen ab Februar nur noch 135 statt derzeit 169 Mark kosten ; das
20-Stunden-Paket ( bislang 39 Mark ) wird immerhin noch um vier Mark billiger .
Im Surf-Basic-Tarif , bei dem nur die genutzen Stunden bezahlt werden müssen ,
kostet die Minute ab Februar nur noch 3,4 Pfennig ; allerdings ist auch hier
eine Einrichtungsgebühr von 40 Mark zu entrichten . VIP-net : Der Bremer
Provider VIP-net stellt ab sofort seine Flatrate ein . Auf der Webseite des
Unternehmens heisst es lapidar : Die Geschäftsführung der Firma war heute morgen
für eine Stellungnahme nicht zu erreichen . Im gerade abgeschlossenen
Providertest von c't ( erscheint in c't 2/2000 ) überzeugte die Flatrate von
VIP-net nicht : Die Übertragungsraten lagen nur bei etwa 6 KByte pro Sekunde ,
mehr als ein Fünftel der Einwahlversuche war erfolglos . T-DSL-Stau : Alcatel
will " helfen " Der Elektronikkonzern Alcatel will der Deutschen Telekom bei der
Bereitstellung von neuen T-DSL-Anschlüssen helfen . Die Telekom hat nach eigenen
Angaben zwar bereits 700.000 Bestellungen für den schnellen Internet-Zugang ,
mehrere hunderttausend Kunden warten jedoch noch auf die Lieferung der
notwendigen Hardware . Die Telekom setzt bisher auf Siemens und ECI als
Lieferanten für die DSL-Hardware . Trotz bestehender ADSL-Standards verstehen
sich Komponenten verschiedener Hersteller nicht unbedingt miteinander : Die an
einer Vermittlungsstelle angeschlossenen DSL-Kunden müssen immer mit einem Modem
vom Lieferanten der Vermittlungsstellenhardware ausgestattet werden . Alcatel
bezeichnet sich selbst als Weltmarktführer für die DSL-Technik . In Deutschland
habe man jedoch bisher nur Hardware an den Netzbetreiber Callino geliefert ,
meinte Veronika Hucke , Sprecherin von Alcatel , gegenüber heise online . Hucke
bestätigte , dass Alcatel bereits in Gesprächen über Lieferungen mit der Telekom
sei . Alcatel produziert neben den ADSL-Modems , die beim Endkunden installiert
werden , auch die für die Vermittlungsstellen notwendige Hardware .
Kompatibilitätstests mit Geräten anderer Hersteller laufen nach Huckes Angaben ,
bisher hätten sich " keine Probleme ergeben " . Internet-Professionell kündigt
neues Flatrate-Angebot an Der mehrfach gestrauchelte Internet-Provider
Internet-Professionell will wieder im deutschen Flatrate-Markt mitmischen . In
einer schriftlichen Pressemitteilung kündigte das Hamburger Unternehmen heute
eine so genannte " Guaranteed Flat " mit festen Einwahlports an , ohne
allerdings konkrete Einzelheiten zu nennen . Telefonische Nachfragen waren nicht
möglich - der Anschluss war laut Telekom-Ansage " vorübergehend nicht erreichbar
" . Der Provider hatte seine Einwahlports am 16. Juni 2000 abgeschaltet .
Ehemaligen Kunden klagen zudem über unberechtigte Abbuchungen . Die Firma soll
sogar ein Inkassounternehmen eingeschaltet haben , um von ihren Ex-Kunden Geld
einzutreiben . Einige dieser Kunden haben eine Mailingliste eingerichtet , in
der sich Betroffene über die ihrer Meinung nach ungerechtfertigten Praktiken des
Providers austauschen . Drahtlos napstern Der schwedische Software-Hersteller
Pocit Labs kündigt eine Software für Taschencomputer mit Bluetooth-Modul an ,
über die diese mittels des Kurzstreckenfunknetzes Informationen teilen können .
Bis zu 54 Teilnehmer sollen gleichzeitig Dateien austauschen oder miteinander
spielen können . Die Firma will die BlueTalk genannte Software auf dem
Bluetooth-Kongress in Monte Carlo vorstellen ; der Vertrieb soll jedoch erst im
nächsten Jahr starten . Breko-Verband : Entscheidende Phase im T-DSL-Streit Der
Streit um den angeblich zu günstigen DSL-Zugang der Deutschen Telekom geht nach
Angaben des Breko-Verbands in eine entscheidende Phase . Nach Auffassung von
Breko-Geschäftsführer Rainer Lüddemann hat es die Telekom im Rahmen der heutigen
zweistündigen Anhörung vor der Regulierungsbehörde nicht erreicht , den Vorwurf
der Errichtung von Markteintrittsbarrieren zu entkräften . Auch die
Argumentation , die zugrunde liegende Marktabgrenzung sei zu eng , habe nicht
überzeugen können . Telekom-Sprecher Hans Ehnerts wollte zu dem laufenden
Verfahren gegenüber heise online keine Stellung nehmen . Flatrate mit
gravierenden Sicherheitsmängeln Der Bremer Provider Internet Professional , der
seit vorgestern eine Flatrate für den Internetzugang anbietet , hat seinen
Web-Server nicht ausreichend gesichert . Unter anderem gibt die Datei auch
Auskunft über Kontonummern , Zugangskennungen und Passwörter . Der
Geschäftsführer von Internet Professional , Björn Olaussen , wollte sich heute
morgen in einem Telefonat mit c't nicht zu dem Vorfall äußern . Nach dem Anruf
war der Server allerdings für eine Stunde nicht mehr erreichbar . Geändert wurde
aber nur die Einstiegsseite ; die Anmeldedaten waren danach weiterhin für
jedermann einsehbar . Die Nachfrage nach der Flatrate ist offensichtlich größer
als erwartet . Internet Professional wollte innerhalb des ersten Monats 80
Anwender freischalten . Bis heute morgen hatten sich aber bereits mehr als 1000
Interessenten angemeldet . Schon gestern abend war der Server unter der Last der
Anfragen zusammengebrochen . Neue Flatrate schon geplatzt Jetzt ist das Angebot
erst einmal eingestellt . Dazu der Geschäftsführer , Björn Olaussen : " Wir
wollten das Angebot erst mal mit unseren Kunden testen - und nicht gleich
mehrere tausend User anbinden . " Mehr als 2500 User haben sich bei dem Provider
für die Flatrate angemeldet ; der Web-Server und das Call-Center waren völlig
überlastet . Dazu kam die Anbindung über das Bremer Landesbreitbandnetz : Der
Leiter des Zentrums der Netze , Dr. Wolf-Dieter Schwill , sprach von einem
Mißbrauch des Netzes . Deshalb wurde der Zugang zu diesem Rechner gesperrt .
Heute abend soll die Web-Seite der Firma wieder erreichbar sein - unter einer
anderen IP-Adresse . Über einen zweiten Anlauf denkt die Firma noch nach ; in
etwa vier Wochen soll eine Entscheidung fallen . Ein Problem bleibt jedoch : Die
Passworte der Nutzer aus der öffentlich einsehbaren Textdatei . Wir empfehlen ,
diese Passworte zu ändern , falls sie aus Bequemlichkeit noch für andere
Accounts benutzt werden . Internet-by-Call für 2,49 Pfennig Der Frankfurter
Provider Claranet bietet ab sofort den Internet-Zugang in der Nebenzeit für 2,49
Pfennig pro Minute an . Werktags zwischen 8 und 18 Uhr berechnet die Firma 3,79
Pfennig pro Online-Minute ; die Abrechnung erfolgt im Sekundentakt . Auch auf
eine Anmeldung verzichtet ClaraNet . Ars Electronica : Linux ist Kunst Die
Juroren der Ars Electronica haben den Programmierern von Linux den ersten Preis
im Bereich Netzkunst verliehen . Stellvertretend für alle , die in den
vergangenen Jahren an dem Projekt Linux gearbeitet haben , erhält der Finne
Linus Torvalds den mit 100.000 ATS ( etwa 14.000 Mark ) dotierten Preis . Die
Jury begründet ihre Entscheidung damit , dass das Betriebssystem Linux als
erstes Produkt aus dem Cyberspace des Internet Auswirkungen auf die reale Welt
hat . Eine interessante Frage will die Jury mit dieser Auszeichnung noch
aufwerfen : Ist Sourcecode selbst ein Kunstwerk ? FreeIn ist Out Der ( teilweise
) kostenlose Internet-Zugang des Suchmaschinenbetreibers Altavista wird zum 15.
Januar des nächsten Jahres eingestellt . Altavista bietet derzeit noch zehn
Minuten kostenlosen Zugang pro Tag , jede zusätzliche Minute kostet 4,9 Pfennig
. Ab Mitte Januar soll der Zugang durchgängig 2,9 Pfennig pro Minute kosten ,
die kostenlosen Freiminuten sollen dann wegfallen . Das Geschäftsmodell hat nach
Angaben von Altavista zu wenig Resonanz bei den Unternehmen gefunden , denen
eine Sponsorenschaft für den freien Internetzugang angeboten worden war . Diese
Umstellung steht nach Angaben des Unternehmens nicht im Zusammenhang mit dem von
AltaVista in den USA verhängten Stopps für den dortigen Free Access . Ursache
dafür sei der Konkurs des entsprechenden Providers , wovon in gleicher Weise
auch die Suchmaschinen Lycos und Excite mit ihren US-Services betroffen sein
sollen . Samsung kündigt GPRS-Handy an Der Elektronikkonzern Samsung kündigt mit
dem SGH-Q100 ein Mobiltelefon an , das Daten nach dem GPRS-Standard mit bis zu
115 kBit/s überträgt . GPRS ( General Paket Radio Service ) erlaubt die
permanente Verbindung mit dem Internet , die Gebühren werden nach den bisher
bekannten Tarifmodellen der Netzbetreiber nach Volumen berechnet . Eine
Infrarotschnittstelle ermöglicht den drahtlosen Kontakt mit dem PC oder Notebook
. Eingebaut sind ein Personal Information Manager mit Kalender , To-Do List und
Alarmfunktion , einen WAP-1.1-kompatiblen Browser und die Schnell-Text-Funktion
T9 . Das SGH-Q100 soll im ersten Quartal 2001 im Handel erhältlich sein , den
Preis gab Samsung noch nicht bekannt . Bisher bietet noch keiner der deutschen
Netzbetreiber GPRS flächendeckend an , und auf absehbare Zeit werden auch nicht
alle die maximale Übertragungsrate ermöglichen . Das Samsung-Handy ist eines der
Ersten , die Daten so schnell übertragen können - zur CeBIT 2001 wird die
Vorstellung weiterer Geräte erwartet . Internet-Provider Tiscali weiter auf
Einkaufstour Der italienische Internet-Provider Tiscali ist auf dem Weg zum
europäischen Schwergewicht : Er will im ersten Quartal 2001 den Konkurrenten
Liberty Surf übernehmen . Bisher halten Europaweb ( Gruppe Bernard Arnault ) und
die britische Kingfisher jeweils 36,47 Prozent an Liberty Surf . Die restlichen
27 Prozent der Aktien befinden sich in privatem Besitz , Tiscali will jedoch
auch diese noch übernehmen . Tiscali zahlt für jede Aktie von Liberty Surf 0,365
neue eigene Aktien sowie 2,13 Euro und will den restlichen Aktionären das
gleiche Angebot unterbreiten . Weiterhin ist der Provider in Norwegen ,
Großbritannien , Spanien , Schweden und Deutschland aktiv - das deutsche Portal
ist jedoch seit Ende letzen Jahres nicht mehr aktiv . Nur drei Tage nach D2
Vodafone begrüßt auch T-Mobil , die Mobilfunk-Tochter der Deutschen Telekom ,
ihren 20-millionsten Kunden . Damit reklamiert das Unternehmen die
Marktführerschaft für sich - zumindest bei den Zuwachszahlen will T-Mobil D2
Vodafone im letzten Jahr überholt haben . Auch für das laufende Jahr erwartet
T-Mobil-Geschäftsführer René Obermann noch einmal kräftige Zuwachsraten : " Sie
werden zwar sicherlich nicht mehr auf dem Rekordniveau des Vorjahres liegen ,
der Januar mit 800.000 Neukunden stimmt uns aber sehr optimistisch . " Gerade
mit neuen Datendiensten will T-Mobil weitere Kunden für sein T-D1 Netz gewinnen
. WinFax Pro 10.0 angekündigt Symantec kündigte die Version 10.0 des
Faxprogrammes WinFax Pro an . Zu den Neuerungen zählt nach Herstellerangaben vor
allem die Option , Faxe per E-Mail zu verschicken . Auch die Nutzung vorhandener
Adressdatenbanken sei verbessert worden : WinFax Pro 10.0 soll nun auf
vorhandene Daten aus Outlook Express zugreifen können . Zur Verbesserung der
Übertragungsqualität von Bildern benutzt die neue Version automatisch den
Foto-Modus , der jedoch die Übertragungszeit verlängert . Zur Abwehr von
unerwünschten Werbefaxen dient die Sperre des Absenders - Faxe von bekannten
Fax-Spammern werden in Zukunft nicht mehr angenommen . WinFax Pro 10.0 soll ab
Ende März zum Preis von 99 Mark im Fachhandel verfügbar sein ; das Update kostet
69 Mark . Gruppensurfen mit Mobilcom Während die Deutsche Telekom die Nutzung
eines T-DSL-Anschlusses am liebsten auf einen Benutzer beschränken würde ,
liefert das Büdelsdorfer Telekommunikationsunternehmen Mobilcom für einen
DSL-Anschluss bereits Hardware für den gleichzeitigen Anschluss von mehreren
Rechnern mit . Nach Angaben von Mobilcom-Sprecher Torsten Kollande ist eine
gemeinsame Nutzung durch mehr als einen Anwender in den Allgemeinen
Geschäftsbedingungen abgedeckt . Die Nutzer müssten sich dann eben die
verfügbare Bandbreite ( 768 kBit/s im Download , 128 kBit/s beim Upload ) teilen
. Mobilcom trennt die Verbindung nicht nach einer bestimmten Zeit , der Zugang
lässt sich somit quasie wie eine Standleitung benutzen . Anfragen aus dem
Internet versanden im Router - er leitet sie nicht an einen der internen PCs
weiter , die schließlich nur über eine " private " IP-Adresse verfügen . Das im
Router enthaltene Web-Interface zur Konfiguration ist nicht frei geschaltet ,
die dafür notwendigen Zugangsdaten fehlen . Bisher bietet Mobilcom die mit einem
Festnetzanschluss gekoppelte DSL-Flatrate nur in Berlin , Dortmund ,
Frankfurt/Main , Hamburg , Köln , München , Nürnberg und Stuttgart an . Der
ADSL-Zugang kostet monatlich pauschal 99 Mark , die Vertragslaufzeit beträgt
mindestens 6 Monate . Für die Bereitstellung des DSL-Anschlusses fällt eine
einmalige Einrichtungspauschale in Höhe von 199 Mark an . Zusätzlich entstehen
Kosten für die Bereitstellung des Ortsnetzanschlusses : Die monatliche
Grundgebühr für den analogen Anschluss beträgt 29 Mark , beim
ISDN-Mehrgeräteanschluss 39 Mark . Dell-Europachef tritt zurück Jan
Gesmar-Larsen , Präsident von Dell Europa , hat überraschend seinen Rücktritt
erklärt . Ein Zusammenhang mit dem enttäuschenden Geschäftsverlauf des
PC-Direktversenders in Deutschland bestehe nicht , erklärte Dell-Pressestelle
auf Nachfrage . Gesmar-Larsen wolle sich nach mehr als 20 Jahren in der
Informationstechnik-Branche mehr um seine Familie kümmern . Er stehe aber Dell
für besondere Aufgaben weiterhin zur Verfügung . John Legere , bisher
Dell-Präsident für Asien und Pazifik , soll die Regionen Europa , mittlerer
Osten und Asien ab Herbst zusätzlich übernehmen . Dunkle Wolken über
Sonnet-Flatrate ( Update ) Der Flatrate-Anbieter Sonnet trennt seit einigen
Tagen die Nutzer seines Internet-Pauschaltarifs sonne nach genau einer Stunde
vom Netz - egal , ob gerade ein Download stattfindet oder nicht . Schon vor
einigen Tagen hatte Sonnet für Unmut bei den Kunden gesorgt , als der Provider
die AGBs änderte : Danach wird die Verbindung nun schon gekappt , wenn fünf
Minuten keine Daten übertragen werden . Bisher hatte Sonnet die Leitung erst
nach 12 Stunden gekappt , ein bei Flatrate-Anbietern durchaus üblicher Zeitraum
. Per E-Mail erreichten die Redaktion Aussagen der Sonnet-Hotline , die diese
gegenüber Lesern machte . Aber auch eine massive Überlastung des Dienstes , wie
sie schon bei anderen Flatrate-Anbietern zum Scheitern geführt hat , soll
erwähnt worden sein . Nach Angaben der Pressesprecherin des Unternehmens ,
Britta Kaula , führte ein Fehler im Authentisierungssystem zu einer Trennung
nach kurzer Zeit . Dieser Fehler soll nun behoben sein , genaue Informationen
werde Sonnet heute abend in einer Pressemitteilung bekannt geben . Surfen ohne
Zeittakt : British Telecom macht s vor British Telecom will ab dem kommenden
Frühjahr Telefonleitungen zum Internet-Provider für einen Festpreis anbieten .
Den Provider werden die Briten zwar weiterhin bezahlen müssen , doch die Preise
für die Leitungen könnten manchen Power-User zum Umzug nach Großbritannien
bewegen : Wer nur nachts oder am Wochenende surfen möchte , soll dafür gerade
mal knapp 22 Mark im Monat bezahlen . Tagsüber an Werktagen permanent online zu
sein , kostet etwa 84 Mark . Die " Anytime Internet Option " ist für 109 Mark zu
haben . Selbst die Rechnungsstellung für die Provider übernimmt BT , wenn das
denn überhaupt notwendig wird : Preise für " letzte Meile " in Frankreich
festgelegt Die französische Regulierungsbehörde , l'Autorité de Régulation des
Télécommunications , hat gestern die Preise für den Zugang zur letzten Meile
festgelegt . Danach kostet die Konkurrenten der France Télécom die Miete der
kompletten Leitung maximal 28,32 Mark pro Monat , einmalige Kosten dürfen bis zu
211,10 Mark betragen . Will die Telefongesellschaft dem Kunden nur schnelle
Internet-Dienste zur Verfügung stellen , so zahlt sie für die entbündelte
Leitung 11,92 Mark pro Monat . Die Deutsche Telekom will für die Vermietung der
letzten Meile in Deutschland ab April monatlich 34,03 Mark verlangen , bisher
liegt der Mietpreis bei 25,40 Mark . Die Telekom hatte die Preiserhöhung auch
mit Verweisen auf die internationale Situation begründet . Ihre Konkurrenten
bezeichnen eine Summe von 15 Mark als " realistische Kostenkalkulation " . Eine
Entscheidung der Regulierungsbehörde steht noch aus . Schweiz : Warnung vor
schadhaften ISDN-NTBAs In einer von beiden Unternehmen herausgegebenen
Mitteilung beschränken die beiden Unternehmen den Fehler jedoch auf zwischen
Oktober und Dezember 2000 ausgelieferte und bei Kunden installierte Geräte .
Zudem seien nur etwa 300 bis 600 der aus diesem Zeitraum stammenden Geräte mit
dem Fehler behaftet . Nach Angaben von Siemens habe es sich herausgestellt ,
dass in einigen Produktionsserien fehlerhafte 230-V-Anschlussstecker eingebaut
wurden . Ziehe man das Stromkabel aus einem fehlerhaften ISDN-Netzabschlussgerät
heraus , könnten Metallstifte im Gerät abbrechen und im Stromkabel
steckenbleiben . Die Berührung dieser Metallstifte könne zu gefährlichen
Stromstössen und damit zu Unfällen führen . Es bestehe indessen keine Gefahr ,
wenn man - wie beim Umgang mit elektrischen Geräten üblich - zuerst das
Stromkabel aus der Wandsteckdose herausziehe und auf diese Weise das Gerät vom
Stromkreis trenne . Siemens Schweiz und Swisscom wollen via Anzeigen eine
Produktwarnung veröffentlichen und zusätzlich ab Samstag , 6.00 Uhr ,
Informationen unter der Schweizer Hotline-Nummer 0800857456 bereit stellen . In
der Zwischenzeit rät Swisscom ihren ISDN-Kunden , keine Manipulationen an ihrem
Netzabschlussgerät vorzunehmen und insbesondere das Stromkabel nicht aus dem
ISDN-Gerät herauszuziehen . Internet-by-Call ab 2,75 Pfennig Dieser Preis gilt
von 19 bis 8 Uhr morgens und am Wochenende , dazu kommen zusätzlich 2,75 Pfennig
pro Einwahl . Tagsüber kostet der Zugang 3,75 Pfennig pro Minute . Jeder Kunde
erhält 15 MByte Speicherplatz für die eigene Homepage und 5 E-Mail-Adressen . In
dem Spartarif genannten Paket muss der Kunde einen Umsatz von mindestens 20 Mark
erreichen . Im Normaltarif ohne Mindestumsatz berechnet die Firma sechs Pfennig
pro Minute plus sechs Pfennig pro Einwahl . Damit eignet sich der Provider eher
für längere Surfsessions am Abend - für den kurzen E-Mail-Check sind die Preise
durch die nur minutengenaue Abrechnung und die Einwahlgebühr zu hoch . Handshake
e. V. testet Flatrate Für 75 Mark im Monat will der Handshake e. V. einen
unbegrenzten Internet-Zugang inklusive Telefongebühren anbieten . Jede Einwahl
kostet allerdings 48 Pfennig , der Nutzer muss Mitglied im Verein sein . Für die
Gebühr von 80 Mark im Jahr erhält das Vereinsmitglied zusätzlich eine eigene
.de-Domain und unbegrenzten Webspace . Die Einwahl ist derzeit nur zwischen 0
und 9 Uhr möglich , später sollen die Zeiten auf 21 bis 9 Uhr ausgedehnt werden
. Eine kommerzielle Nutzung des Zugangs ist ausgeschlossen . Automatisch günstig
telefonieren Least Cost Router helfen Telefonkosten sparen - Besitzer von
ISDN-Anlagen können sich die Ausgabe für solche Geräte aber sparen . Viele
Telefonanlagen enthalten bereits Funktionen , um automatisch den günstigsten
Anbieter für ein Ferngespräch zu wählen . Besitzer von Telefonanlagen von
Ackermann , Agfeo , Detewe und Kapsch können sich jetzt von
http://www.least-cost-routing.com die notwendigen Tabellen für ihren
Vorwahlbereich aus dem Internet laden . Für Agfeo-Anlagen bietet auch
http://www.billiger-telefonieren.de LCR-Tabellen an . Sicherheitsprobleme bei
Strato-Domains Aufmerksame c't-Leser haben bei dem Internet-Dienstleister Strato
AG Sicherheitslöcher gefunden . Unberechtigte Dritte konnten Linklisten und
Gästebücher auf Strato-Webservern ohne Wissen der Domain-Besitzer anlegen . Sie
hätten damit den Domain-Betreibern unseriöse oder gar strafbare Inhalte
unterjubeln können . Einmal aktiviert können diese Foren nur durch Löschen des
entsprechenden Verzeichnisses mit einem ftp-Client deaktiviert werden . In der
vergangenen Nacht haben Techniker von Strato das Sicherheitsloch geschlossen .
Die unbefugt angelegten Seiten befinden sich unter den Links
www.domainname.de/forum/index.html www.domainname.de/gaestebuch/
www.domainname.de/kleinanzeigen/ www.domainname.de/links/links.html Alle
Besitzer von Strato-Domains sollten die betreffenden Links auf ihren Servern
überprüfen . Betroffen sind davon auch Nutzer der Strato-"Web-Visitenkarte" mit
1 MegaByte Speicherplatz , die eigentlich keine interaktiven Programme benutzen
dürfen und diese erweiterten Möglichkeiten meist gar nicht kennen . Ein weiteres
Ärgernis bei Strato : In den einzelnen Verzeichnissen liegen dann aber nur
Dateien , die die Besitzer selbst in einem Download-Verzeichnis zum Abruf
freigegeben haben . Ein eventuell vom Besitzer eingerichteter Passwortschutz
wird durch den ftp-Zugriff jedoch umgangen . Nach Aussage von Markus Schrodt ,
Leiter Internet Services bei Strato , ist dies ein Problem der verwendeten Sun
Solaris-Version , diese solle Ende September gegen eine neuere Version
ausgetauscht werden . Billige Internet-Zugänge gestört Zugangsprobleme plagen
die Nutzer der in den vergangenen Wochen gestarteten Billig-Internet-Anbieter .
Viele dieser Firmen nutzen eine über RSLCOM geschaltete 01804-Nummer mit einer
einmaligen Einwahlgebühr von 48 Pfennig . In den vergangenen Tagen hörten viele
Anwender dort nur das Besetzzeichen oder einen Ansagedienst . Unklar war
obendrein , ob selbst der erfolglose Anwahlversuch bereits 48 Pfennig kostet .
Die deutsche Telekom hatte vor kurzem die Bedingungen für die 01804-Nummern
geändert : Die Telefongesellschaften müssen nun pro Gesprächsminute 6 Pfennig an
die Telekom bezahlen . Damit werden die darauf basierenden Pseudo-Flatrates und
Billig-Angebote zu einem Verlustgeschäft . Die Augsburger Federle EDV ( Internet
für 1 Pfennig pro Minute , 48 Pfennig pro Einwahl ) hat jetzt ihren Kunden eine
E-Mail geschickt , in der sie RSLCOM vorwirft , die Anzahl der Verbindungen
absichtlich zu limitieren . Dafür gebe es Beweise . RSLCOM verstoße damit gegen
eine Zusatzbestimmung im Vertrag . Die Einwahlprobleme liessen sich nicht auf
technische Schwierigkeiten zurückführen . Geschäftsführer Robert Federle sagte
gegenüber c't , die eigenen Log-Dateien liessen erkennen , dass sich ein
Anwender nur in das Internet einwählen kann , wenn kurz zuvor ein anderer seine
Verbindung beendet hat . Technische Probleme könnten das nicht sein ; es könnte
sich dabei nur um eine künstliche Limitierung der RSLCOM handeln . Federle : "
Wer einen schlechten Vertrag macht , hat einen schlechten Vertrag verdient . "
RSLCOM-Sprecher Andreas Hoschke versicherte demgegenüber , eine künstliche
Limitierung gebe es nicht . Die Leitungen seien durch Angebote weiterer
Internet-Service-Provider einfach überlastet . An den Einwahlproblemen werde
gearbeitet . Hoschke bestätigte , dass die Gebühr von 48 Pfennig pro Einwahl
auch dann fällig werde , wenn keine Verbindung zustande komme . Auf Grund der
hohen Quote an Fehlversuchen werde die deutsche Telekom jedoch versuchen , diese
Zustand bis heute Abend zu ändern . Die Pressestelle der deutschen Telekom
konnte das bisher noch nicht bestätigen . Neuer Flatrate-Versuch angekündigt
Eine echte Flatrate - also Internet-Zugang zum Pauschaltarif inklusive
Telefonkosten ohne " Einwahlstrafe " - soll am 1. Oktober an den Start gehen .
Der Internet-Provider Silyn-Tek Communications will noch keine genauen Details
zu dem Angebot machen , sondern erst am 15. September alle Informationen auf
seiner Website bekannt geben . Sogar der Preis ist noch unbekannt - er soll
zwischen 200 und 400 Mark liegen . Wahrscheinlich wird es eine Beschränkung der
Nutzeranzahl geben , um das Netz nicht vollständig zu überlasten . Ein
Pressesprecher teilte aber immerhin mit , dass auch eine kommerzielle Nutzung
erlaubt sein werde . Bisher sind alle Versuche gescheitert , in Deutschland eine
allgemein zugängliche Flatrate unter Einschluss der Telefongebühren einzuführen
. Ein Feldversuch mit 300 Nutzern läuft seit einigen Tagen bei ecore . Auch dort
ist über den Preis noch keine Entscheidung gefallen ; er soll später zwischen
199 und 299 Mark liegen . Diskussion um Internet-Regulierung Experten aus aller
Welt diskutieren seit heute morgen in München über Filtermöglichkeiten für das
Internet . An der bis Samstag stattfindenden Internet Content Summit nehmen etwa
300 Vertreter aus Politik , Wirtschaft und Medien sowie Verbraucherschützer teil
. Die Bertelsmann Stiftung stellt dort ihr " Memorandum zur Selbstregulierung im
Internet " vor . Es soll praktische Empfehlungen für Regierungen , Industrie und
Nutzer enthalten und die Entwicklung einer neuen Verantwortungskultur im
Internet fördern . Das neue Rating-System soll auf dem etablierten RSACi-System
beruhen . Dieses wird bereits im Microsoft Internet Explorer und Netscape
Navigator eingesetzt und bewertet bisher über 120.000 Web-Seiten . Mehr in
Telepolis : Die große Filteroffensive Neue Tarifmodelle bei Comundo Der
Internet-Provider Comundo senkt den Minutenpreis für seinen Internet-Zugang auf
bis zu 1,8 Pfennig pro Minute . Allerdings setzen die jetzt eingeführten
Tarifmodelle eine Mindestnutzung voraus . Im Tarifmodell Comundo Profi muss der
Kunde mindestens 25 Stunden pro Monat surfen , der Mindestpreis beträgt somit 27
Mark pro Monat bei einem Minutenpreis von 1,8 Pfennig . Das Tarifmodell Comundo
Plus setzt eine Mindestabnahme von 15 Stunden voraus , der Preis für die
Online-Minute beträgt 2,2 Pfennig . Monatlich muss der Kunde in diesem
Tarifmodell also mindestens 19,80 Mark an den Provider überweisen . Beide
Angebote haben eine Mindestlaufzeit von drei Monaten , ein Wechsel zwischen den
Modellen ist jeweils zum Ende des Abrechnungszeitraums möglich . Die
Mindestnutzung muss jedoch ausserhalb dieser kostenlosen Tage stattfinden .
Weiterhin erhält der Anwender einen E-Mail-Acount mit Fax und Anrufbeantworter
sowie 100 MByte Speicherplatz für seine Homepage . Der Minutenpreis für
Internet-by-Call bleibt mit 2,5 Pfennig pro Online-Minute unverändert . "
Gewinnbeteiligung " für Anrufe im Viag-Mobilnetz Nutzer des Prepaid-Tarifs Loop
vom Viag Interkom erhalten künftig Geld , wenn sie einen Anruf aus dem deutschen
Festnetz oder von einem anderen Mobiltelefon entgegen nehmen . Drei Pfennig pro
angefangener Minute schreibt Viag dem Kunden auf ein spezielles Konto gut - wenn
auf diesem Konto zwei Mark zusammen gekommen sind , wandert dieser Betrag
automatisch auf das Loop-Konto des Kunden . Der Viag-Kunde muss sich dabei im
Viag-Netz aufhalten ; wenn er in das Netz des Roaming-Partners D1 eingebucht ist
, gilt die Regelung nicht . Viag ist damit zwar der erste deutsche Anbieter mit
einer Art " Gewinnbeteiligung " , folgt mit diesem Werbegag jedoch ausländischen
Mobilfunkern : Die Telecom Italia hat ein solches Verfahren schon vor etwa zwei
Jahren eingeführt . Viag gibt dem Kunden damit allerdings nur einen kleinen Teil
des Geldes weiter , das die Firma für den Anruf erhält . Bei Anrufen aus einem
Fremdnetz bekommen die Netzbetreiber von der Gesellschaft , über die der Anrufer
telefoniert , eine sogenannte Terminierungsgebühr . Die Höhe der Gebühren machen
die einzelnen Anbieter untereinander aus - das führt dazu , dass sich auch die
Endkundenpreise für Anrufe in die Mobilfunknetze von Anbieter zu Anbieter
unterscheiden . So berechnet etwa die Deutsche Telekom für Anrufe in die E-Netze
höhere Minutenpreise als für Anrufe in die D-Netze . Die Höhe der
Terminierungsgebühren geben die Anbieter nicht bekannt , als groben Anhaltspunkt
kann man davon ausgehen , dass zwischen 20 und 30 Pfennig pro Minute in der
Kasse des Netzbetreibers des Anrufers bleiben . Den Rest kassieren die Betreiber
der Mobilfunknetze . Hannover vier Tage ohne T-DSL Seit Samstag klagen
T-Online-Nutzer aus dem Bereich Hannover über massive Störungen beim
Internet-Zugang über den schnellen Breitbandzugang der Deutschen Telekom . Die
Telekom-Hotline gab nach Angaben von Lesern unterschiedliche Auskünfte , bis
wann denn der Fehler behoben sein sollte : Die Nutzung des T-Online-Zugangs war
nur per ISDN oder analogem Modem möglich , dafür verlangt T-Online jedoch
Minutengebühren von den Kunden , die eine reine DSL-Flatrate gebucht haben .
Einigen Kunden gelang zwar in den letzten Tagen eine DSL-Verbindung , doch
entsprach die Geschwindigkeit des Zugangs teilweise nicht den Erwartungen . Ein
Leser beschrieb den Zustand : " Ein 14.4er-Modem ist zur Zeit schneller als der
DSL-Zugang . " Nach Angaben von Walter Genz , Sprecher der Deutschen Telekom ,
ist die Störung seit dem heutigen Mittwochmorgen 9.15 Uhr behoben . Es habe sich
um einen " Fehler im Breitband-POP " gehandelt , der deswegen so schwer
einzugrenzen gewesen sei , weil die Einwahl teilweise noch möglich war - wenn
auch meist nur mit sehr geringer Bandbreite . Einzelne DSL-Kunden aus Hannover
berichteten gegenüber c't sogar , bei ihnen sei von einer Störung des Zugangs
nichts zu bemerken gewesen . Ein kurzer Test der c't-Redaktion bestätigte
jedenfalls die Aussage von Genz : Über einen bis gestern gestörten T-DSL-Zugang
in Hannover gelang der Zugriff wieder mit voller Bandbreite . Mobilcom
demonstriert UMTS-Anwendungen Das Telekommunikationsunternehmen MobilCom gab
heute einen Einblick , wie man sich die multimediale Zukunft der mobilen
Kommunikation vorstellt . Das mobile UMTS-Handy von heute hat jedoch noch die
Ausmaße eines Kleintransporters - diesen stellte MobilComs Partnerfirma Ericsson
für die Demonstration zur Verfügung . Mobilcom zeigte eine Videoschaltung in die
Firmenzentrale , ein gemeinsames Tetris-Spiel mit einem Kollegen im Büro und ein
aus dem Internet geholtes Video - auf die UMTS-Killerapplikationen muss man wohl
noch warten . Mobilcom will mit UMTS-Tests im nächsten Jahr zunächst in
Ballungszentren wie dem Ruhrgebiet und Großstädten wie Hamburg , Berlin oder
München beginnen . Zum offiziellen Netzstart Mitte 2002 will man eine
Netzabdeckung für 30 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung schaffen , Ende
2003 sollen es bis 50 Prozent sein . Ein Vertrag mit Ericsson soll dafür sorgen
, dass zum Marktstart ausreichend Endgeräte für MobilCom-Kunden zur Verfügung
stehen . Das Unternehmen rechnet damit , dass ein UMTS-Mobilfunkkunde 2005 im
Monat etwa 50 Euro , also rund 100 Mark , für seine mobile Kommunikation ausgibt
. MobilCom-Chef Gerhard Schmid zeigte sich optimistisch : UMTS werde bis
2008/2010 die bisherige GSM-Technologie ablösen . Das künftige
Mobilfunk-Multimedianetz soll bis zu 200-mal schneller sein als die heutigen
GSM-Netze und das gleichzeitige Übertragen von Sprache , Daten und Bildern
ermöglichen . Internet-Zugang zum Preisrätseln Während die Preise für den
Internet-Zugang weiter fallen , sorgen Provider mit immer neuen Tarifmodellen
für Verwirrung . Ein heilloses Durcheinander kündigt der Wuppertaler Provider
Klaus Daten- und Telekommunikationstechnik ( KDT ) ab 1. April an : Zum einen
gibt es zwei verschiedene Grundtarife . Im PrivateNet-Tarif kostet die
Online-Minute zwischen 18 und 9 Uhr 2,3 Pfennig , zu den übrigen Zeiten 3,3
Pfennig pro Minute . Diese Preise gelten jedoch nur bei einer Verbindung über
eine 019xx-Nummer in 23 Ortsnetzen im Bundesgebiet . Die bundesweite Einwahl
über eine 0800-Nummer kostet 4,5 Pfennig tagsüber und 3 Pfennig am Abend und an
Wochenenden . Ferner will KDT demnächst etwa 80 lokale Einwahlknoten
installieren - dort zahlt der Anwender nur die Telekom-Verbindungsgebühren , die
sich mit Hilfe des Telekom-Wunschtarifs Select 5/30 auf bis zu 2,1 Pfennig pro
Minute am Abend senken lassen . Zusätzlich fällt im PrivateNet-Tarif eine
monatliche Grundgebühr von 9,90 Mark an - aber nur dann , wenn der Surfer den
Zugang länger als fünf Stunden im Monat nutzt . Doch nicht genug der Verwirrung
: Im KDT BusinessNet-Tarif zahlt der Anwender keine Grundgebühr , dafür aber in
der Nacht 0,5 Pfennig Aufschlag pro Minute auf die Preise des PrivateNet-Tarifs
. Erfolgt der Zugang über einen der 80 lokalen Einwahlknoten , dann verlangt KDT
den Aufschlag auch tagsüber . Zur Auflösung des Knotens im Gehirn die folgende
Tabelle : T-Online gibt Software-Version 3.0 frei Seit einigen Tagen verschickt
die Telekom-Tochter T-Online die neue Zugangssoftware für ihren Online-Dienst .
Zumindest Kunden des schnellen T-DSL-Zugangs sollten die Software installieren ,
bevor die Telekom , wie angekündigt , wieder die Software ihrer Einwahlrouter
umstellt . Neue Treiber für den T-DSL-Zugang erhalten jedoch nur die
Windows-Anwender , denn die Macintosh-Version auf der CD trägt noch die
Versionsnummer 2.2 . Ob die CD auch an Kunden verschickt wird , die per Modem
oder ISDN den Zugang zu T-Online herstellen , ist nach Angaben der Pressestelle
noch nicht entschieden . Wer die Software jedoch nicht zum Online-Banking nutzt
und auch auf das E-Mail-Programm verzichtet , braucht sich nicht zu sorgen :
Dramatische Neuerungen bringt die neue Version nicht mit sich . CD-Versand mit
Sonderaktion überlastet Die gestrige " Happy-Hour " des Online-Shops cd4you ist
ins Wasser gefallen . Statt günstiger CDs bekamen viele Anwender nur
Fehlermeldungen vom Server präsentiert . Andere gaben nach langem Warten
entnervt auf . Alle CDs aus dem Angebot des Online-Shops sollten von 9 bis 19
Uhr nur 9,99 Mark kosten , doch schon diese Ankündigung konnte cd4you nicht
einhalten : Auf der Einstiegsseite wurden die Surfer darüber informiert , dass
aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nur eine Auswahl von 999 CDs angeboten werden
könne . Außerdem dürfe jeder Kunde nur zwei CDs kaufen . Doch damit nicht genug
: Wer sich dann nach langem Warten auf die Übersichtsseiten für eine CD
entschieden hatte , bekam seinen Einkaufskorb teilweise erst nach 10 Minuten zu
sehen . Zwischenzeitlich , so berichteten Anwender , sei auf der Homepage sogar
die Meldung erschienen , der Shop sei kurzzeitig nicht erreichbar . cd4you ist
wie auch buecherwurm.de eine Tochtergesellschaft von Primus-Online , einem
gemeinsamen Tochterunternehmen von debis und Metro . Eine ähnliche Aktion (
US-Bücher zum Umrechnungskurs von 1 Mark für 1 Dollar ) bei buecherwurm.de hatte
kürzlich zu einem ähnlichen Flop geführt . 01804-Kostenfalle ausgeräumt
Vergebliche Einwahlversuche in das Internet über die Vorwahl 01804 sollen in
Zukunft kostenfrei sein . In den vergangenen Tagen hatten sich viele Anwender
darüber beklagt , dass die Einwahl nicht möglich war . Es kamen jedoch
Verbindungen zustande , die jeweils mit 48 Pfennig zu Buche schlugen . Mehrere
Provider bieten Internet-Zugänge über diese Rufnummer an , die sie über das
Telekommunikationsunternehmen RSLCOM geschaltet haben . RSLCOM-Pressesprecher
Andreas Hoschke teilte c't heute mit , die Technik sei gestern Abend so
umgestellt worden , dass die vergeblichen Einwahlversuche nicht mehr berechnet
würden . Der Geschäftsführer einer der betroffenen Firmen , Robert Federle ,
versicherte darüber hinaus gegenüber c't , die Telekom wolle sich bei vielen
vergeblichen Anwahlversuchen kulant zeigen . Telekom-Sprecher Walter Genz
dementierte diese Darstellung . Die Telekom sei nicht für Kapazitätsprobleme bei
anderen Telefongesellschaften zuständig , sagte er . RSLCOM müsse genügend freie
Leitungen zur Verfügung zu stellen , damit den Anwendern solche vergeblichen
Einwahlversuche erspart blieben . Das Telekommunikationsunternehmen KomTel will
Anfang Dezember in Schleswig-Holstein einen schnellen Internet-Zugang per
ADSL-Technik anbieten . Zum Start am 1. Dezember kann das Unternehmen jedoch nur
Flensburg , Schleswig , Rendsburg , Neumünster und Lübeck bedienen , die weitere
Städte in Schleswig-Holstein sollen später folgen . Die Geschwindigkeit der
Zugänge sollen die Kunden selbst wählen können , die Telefongesellschaft will
verschiedene Angebote mit Download-Geschwindigkeiten von 128 , 256 , 384 , 512
sowie 768 kBit/s anbieten . Für alle Angebote stellt die KomTel einen
Flatrate-Tarif in Aussicht : Der Preis steigt von 10 Mark pro Monat für die
langsamste Anbindung in Schritten von 10 Mark auf 50 Mark pro Monat für die
schnellste Variante mit 768 kBit/s . Alternativ sollen die Kunden einen
minutenbasierten Tarif buchen können ; die Preise liegen zwischen 2,9 und 4,9
Pfennig pro Minute - in Schritten von einem halben Pfennig pro
Geschwindigkeitsstufe . Voraussetzung für das DSL-Angebot ist ein
Telefonanschluss bei dem Flensburger Unternehmen , der mit 30 Mark zu Buche
schlägt . Für die Bereitstellung des DSL-Angebots verlangt der Provider weitere
30 Mark monatlich . Die Laufzeit des Vertrages beträgt 12 Monate .
US-Repräsentantenhaus verabschiedet Signaturgesetz Trotz der Blockade durch die
US-Regierung hat das amerikanische Repräsentantenhaus das umstrittene Gesetz zur
digitalen Signatur verabschiedet . Der Senat plant jedoch eine eigene Version ;
nach deren Verabschiedung werden sich die Juristen noch zusammensetzen müssen ,
um diese beiden Versionen zu vereinen . Mit großer Mehrheit ( 356 zu 66 Stimmen
) passierte das Gesetz in einer erneuten Abstimmung am Dienstag das Haus - bei
der ersten Abstimmung hatte sich die notwendige Zweidrittel-Mehrheit noch nicht
gefunden . Weiterhin massive Probleme bei Strato Bei der Berliner Strato AG ,
nach eigenen Angaben größter Webhoster in Deutschland , häufen sich die Pannen .
Täglich erreichen uns E-Mails von Strato-Kunden , die sich über technische
Ausfälle der Web- und E-Mail-Server sowie nicht funktionierende ftp-Zugänge
beklagen . Außerdem sei die kostenpflichtige Support-Hotline völlig überlastet ;
Anfragen per E-Mail blieben häufig unbeantwortet . Prof. Dr.-Ing. Sigram
Schindler , Vorstandsvorsitzender der Strato-Muttergesellschaft Teles ,
bestätigte gegenüber c't die technischen Probleme . Durch den Umzug des Partners
XLink seien viele Kundenserver derzeit nicht erreichbar . Man überlege , gegen
XLink rechtliche Schritte einzuleiten . Schindler räumte ein , dass insbesondere
der Support bei Strato unter Personalknappheit leide . Man plane aber für das
kommende Quartal Personalaufstockungen , um eine bessere Verfügbarkeit der
Hotline zu gewährleisten . Schindler bestätigte außerdem den Bericht in c't
25/99 ( S. 49 ) wonach Strato bei Nichtverfügbarkeit bestellter Domains die
bezahlten Gebühren nicht automatisch zurückerstattet . In Zukunft wolle Strato
die Gebühren erst einziehen , wenn die Domain freigeschaltet wird . Kostenloser
Internet-Zugang durch " Abarbeiten " Die Ludwigshafener Firma HostFactory will
ab September eine von dem Provider selbst so genannte " kostenlose Flatrate "
anbieten - die Surfer sollen sich den Zugang jedoch " erarbeiten " . Ein
spezielles Einwahlprogramm soll die Kunden zunächst auf eine Webseite lenken ,
auf der sie etwa 10 Minuten pro Tag Aufgaben erledigen müssen . Dazu gehören
nach Angaben von Hostfactory beispielsweise der Eintrag von 20 Web-Adressen in
eine Suchmaschine , die Beschreibung eines interessanten Internet-Projekts oder
das Verfassen von zwei News-Meldungen . Wie der Geschäftsführer des Unternehmens
, der 19-jährige Daniel Wolffram , gegenüber c't bestätigte , sollen Anfang
September die ersten 500 Kunden über den Zugang im Internet surfen können . Der
Content , den diese Kunden produzieren , soll Firmen zur Schaltung von Anzeigen
im Internet-Angebot von Hostfactory bringen . Befürchtungen , dass die Firma mit
den Kundendaten Geld verdienen wolle , trat Wolffram entgegen : " Wir zeichnen
das Surfverhalten nicht auf , die Kundendaten werden nicht weitergegeben " . Der
Jungunternehmer will mit der " kostenlosen Flatrate " vor allem Aufmerksamkeit
für ein weiteres Angebot der Firma machen : So sollen zu jeder Stadt in
Deutschland Informationen abgerufen werden können , die man sich sonst mühsam
aus einzelnen Suchmaschinenergebnissen heraussuchen müsse . Die Firma , derzeit
sozusagen " GmbH in Gründung " , verhandelt nach Angaben von Wolffram mit
verschiedenen Partnern . Er nannte neben den Meinungsportalen ciao.com und
dooyoo.de auch die Internet-Provider Surf1 und Sonnet , über deren Infrastruktur
die Internet-Zugänge für die Kunden geschaltet werden sollen . Surfen für 2,5
Pfennig pro Minute Abgerechnet wird jedoch jetzt im ungünstigeren Minutentakt -
bei dem vorherigen Tarifmodell mit 2,9 Pfennig pro Onlineminute hatte der
Anbieter noch sekundengenau abgerechnet . In dem Zugang sind zehn
E-Mail-Adressen mit jeweils 10 MByte Speicherplatz im Postfach sowie 15 Mbyte
Speicherplatz für die eigene Homepage enthalten . Arcor zieht bei DSL-Preisen
nach Die Telefongesellschaft Mannesmann Arcor senkt nur kurz nach T-Online den
Preis für den schnellen Internet-Zugang per ADSL-Technik . Der im Download 768
kBit schnelle Flatrate-Zugang kostet ab 15. September 49 Mark . Für
DSL-Einsteiger steht eine 128 kBit schnelle Variante für 39 Mark pro Monat
bereit . Die Upload-Geschwindigkeit ist bei beiden Varianten auf 128 kBit
beschränkt . Voraussetzung für die Arcor-DSL-Flatrate ist ein Arcor-DSL-ISDN
Anschluss zum Monatspreis von 59,90 Mark . Den einmaligen Bereitstellungspreis
für den DSL-Anschluss senkt Arcor von 229 Mark auf 50 Mark . Bei Einwahl von
anderen Festnetzanschlüssen wird ein Minutenpreis von 3,3 Pfennig zzgl. 6
Pfennig je Einwahl berechnet . Regulierungsbehörde senkt
Zusammenschaltungsgebühren Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und
Post hat für die Wettbewerber der Deutschen Telekom neue Entgelte für die
Netzzusammenschaltung festgelegt . Danach werden die Gebühren für Telefonate ,
die die Unternehmen durch das Netz der Telekom leiten müssen , ab dem 1. Juni
2001 nicht mehr entfernungsabhängig berechnet , sondern nach der Anzahl der
Zusammenschaltungspunkte . Die Regulierungsbehörde bestätigte damit Meldungen
vom Wochenende . So liegen die Durchleitungstarife im Ortsnetzbereich bei 1,9
Pfennig pro Minute in der Hauptzeit und 0,83 Pfennig in der Nebenzeit . Um in
den Genuss dieser Gebühren zu kommen , müssen die Telefonfirmen an mindestens
475 Punkten mit dem Netz der Telekom-Netz verbunden sein . Für Ferngespräche
gilt ein Entgelt für 1,9 Pfennig ( Hauptzeit ) beziehungsweise 1,24 Pfennig (
Nebenzeit ) pro Minute . In diesem Bereich sind wie bisher 23
Netzzusammenschaltungspunkte erforderlich . Durch die Abkehr von der
entfernungsabhängigen Tarifierung der Entgelte werden Telefonfirmen mit höheren
Investitionen in die Infrastruktur belohnt . Eine weitere Senkung der
Telefontarife für den Endverbraucher erwarten Marktbeobachter aufgrund dieser
Änderung jedoch nicht . 1&1 kündigt DSL-Zugang für 29 Mark monatlich an Der
Internet-Provider 1&1 will ab Mitte September einen schnellen Internet-Zugang
per ADSL-Technik für einen Pauschalpreis von 29 Mark im Monat anbieten . Die
Firma benutzt dafür - wie auch für ihre Internet-Zugänge per Modem und ISDN -
die Infrastruktur der deutschen Telekom . Voraussetzung für die Nutzung des
Angebots ist ein T-DSL-Anschluss der Telekom , der mit mindestens 55 Mark
Grundgebühr pro Monat zu Buche schlägt . 1&1 unterbietet damit die bisher
günstigsten Flatrate-Angebote von T-Online und Mannesmann Arcor , die monatlich
49 Mark kosten . Im Unterschied dazu ist mit dem 1&1-Pauschalpreis jedoch nur
ein Datenvolumen von 1 GByte abgegolten , jedes weitere MByte kostet neun
Pfennig . Ab einem Datenvolumen von 1,22 GByte rechnen sich daher die
volumenunabhängigen ADSL-Flatrate-Zugänge der Konkurrenz für den Nutzer besser .
Aus 1&1 wird " United Internet " Die 1&1 AG will sich zu einer Internet-Company
umformen und ihren neuen Schwerpunkt auch im Namen zum Ausdruck bringen . Der
Aufsichtsrat beschloss am 11. Januar , die Gesellschaft zum 1. März in " United
Internet AG " umzubenennen . Das Unternehmen soll das Dach für die
Internetfirmen bilden , an denen 1&1 beteiligt ist . Die außerordentliche
Hauptversammlung am 22. Februar muss der Umstrukturierung noch zustimmen . Drei
Servicecenter sollen die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Firmen
koordinieren , zu denen unter anderem die neue Tochter 1&1 Internet AG , die
AdLINK Internet Media AG , GMX sowie Schlund+Partner gehören . Für das laufende
Jahr plant die United Internet AG Börsengänge einzelner Beteiligungsfirmen und
den Zukauf weiterer Unternehmen . Geschäftsfelder , die nicht in die neue
Strategie passen , will 1&1 nach und nach aufgeben . Dazu gehören die
Vermittlung von T-Online-Verträgen und Compaq-Produkten . Den Mobilfunkbereich
will 1&1 weiterhin abdecken , allerdings soll die Vermittlung von D2-Verträgen
auslaufen . Die neuen Partner wollte 1&1 auch auf Nachfrage nicht nennen .
Fernseher mit Internetzugang Die in Staßfurt ansässige TechniSat Teledigital
will in diesem Jahr einen Fernseher mit Internetzugang auf den Markt bringen .
Den Zugang zum Internet sollen die Geräte nach Angaben des Herstellers über ein
integriertes Modem herstellen . Weitere technische Details gab die Pressestelle
des Unternehmens noch nicht bekannt . Ein integrierter Computerbaustein soll das
Surfen im World Wide Web per Fernbedienung möglich machen . " Das Gerät wird im
Herbst auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin vorgestellt und kommt
dann in den Handel " , berichtet Vorstandsmitglied Manfred Wolff . Wolf geht
davon aus , dass vorerst etwa jeder fünfte in Staßfurt gefertigte Fernseher mit
dem Internet-Zugang ausgerüstet wird . Der Mehrpreis pro Gerät werde bei etwa
500 DM liegen . " Das ist wesentlich günstiger als ein Computer " , betont das
Vorstandsmitglied . Derzeit sei eine Kooperation mit den Sparkassen in
Vorbereitung , um über die Geräte zum Beispiel das Homebanking zu ermöglichen .
Dauersurfen wird erschwinglicher WestSurf bietet jetzt einen Internet-Zugang
inklusive Telefonkosten zum Pauschaltarif an . In der Testphase sollen 2.500
Anwender zwischen 21 und 9 Uhr zu einem Pauschalpreis von 74 Mark im Monat
surfen können . Zur Zeit werden nur Anmeldungen entgegengenommen ; der Start
soll nach Angaben der Firma in der nächsten Woche erfolgen . Auch die
gescheiterte Flatrate von Internet Professionell lebt wieder auf : Zu einem
Preis von 129 Mark soll der Zugang zwischen 20 und 9 Uhr unbegrenzt möglich sein
. Geschäftsführer Björn Olaussen sagte gegenüber c't , dass es sich um einen
Test mit einer beschränkten Teilnehmerzahl handle . Weitere Anmeldungen möchte
er derzeit nicht entgegennehmen . Der Handshake e. V. hat die Einwahlzeiten
seiner Flatrate ausgeweitet . Jetzt ist die Einwahl bereits ab 21 Uhr möglich .
Der Preis bleibt mit 75 Mark im Monat gleich . Alle Flatrates sollen über eine
01804-Nummer laufen . Damit fallen pro Einwahl 48 Pfennig an . Iridium kann
seine Schulden nicht bezahlen Der Satellitennetzbetreiber Iridium steht am Rande
der Insolvenz . Die Chase Manhatten Bank erklärte mittlerweile , sie wolle
Iridium keinen Spielraum mehr gewähren . Rettung kann offensichtlich nur noch
von Motorola kommen . Internet für " aktive Radiohörer " gratis Wer Radio hört ,
soll gleichzeitig kostenlos im Internet surfen können . Das ist zumindest der
neue Plan des Hostfactory-Geschäftsführers Daniel Wolffram , der schon mit
seiner Idee der " Flatrate zum Abarbeiten " Aufsehen erregt hat . Diese Links
sollen einen einfachen Online-Kauf der gerade gespielten Musik ermöglichen .
Schließt der Anwender den RealPlayer , so soll die Software die
Internet-Verbindung nach wenigen Minuten beenden . Für die erste Zeit rechnet
Wolffram mit 10.000 Kunden für diesen werbefinanzierten Zugang . Der Radiosender
Radioaktiv-FM sendet derzeit nur über das Internet , allerdings hat er sich um
eine lokale UKW-Lizenz im Münchener Raum sowie einen Kabelplatz in Berlin
beworben . Radiosender dürfen pro Stunde maximal 12 Minuten Werbung ausstrahlen
; diese Zeit nutzt der Sender jedoch nach Wolfframs Angaben nicht aus . Zum "
kostenlosen Internet-Zugang durch Abarbeiten " teilte Wolffram mit , bereits
knapp 2000 Kunden nutzten dieses Finanzierungsmodell . Weitere Kunden sollen im
Lauf des Monats freigeschaltet werden . Surfen für einen halben Pfennig Der
Internet-Provider World Online senkt in einer zeitlich befristeten Aktion den
Minutenpreis für sein Internet-by-Call-Angebot von sonst 2,6 Pfennig auf 0,5
Pfennig . Der Preis von einem halben Pfennig pro Online-Minute gilt jedoch nur
für die ersten 100.000 Neuanmeldungen - und zudem nur die ersten zehn Stunden
pro Monat bis Ende des Jahres . Wer den Zugang nach den vergünstigten Minuten
nicht mehr nutzt , dem entstehen keine Kosten dafür . Schnell , aber wenig
surfen bei SurfEU Der Internet-Provider SurfEU bietet ab sofort einen DSL-Zugang
für eine Grundgebühr von 19,90 Mark an . Diese Monatspauschale deckt jedoch nur
das eher magere Download-Volumen von 500 MByte ab - jeder weitere Download
belastet das eigene Konto mit fünf Pfennig pro MByte . Die Geschwindigkeit des
Zugang entspricht mit 768 kBit/s in Download-Richtung und 128 kBit/s in Richtung
zum Provider dem Standard für Privatkundenangebote im DSL-Markt . Der Provider
stellt 10 E-Mail-Adressen und 15 MByte Speicherplatz für die Homepage des Kunden
bereit . Zu den Kosten für den Internet-Provider kommt jedoch noch eine weitere
Gebühr für die Nutzung des T-DSL-Zugangs der Deutschen Telekom hinzu : Diese
Preise gelten jedoch nur bei Bestellung bis Jahresende , die Telekom hatte
bereits zur Einführung dieser Tarife eine Erhöhung der Nutzungsgebühren zum
Jahreswechsel angekündigt . Im Vergleich mit dem Pauschalangebot von T-Online -
49 Mark pro Monat ohne zeitliche Begrenzung oder Beschränkung des
Download-Volumens - steht das Angebot nur gut da , wenn es kaum genutzt wird .
Den Preis des T-Online-Flatrate-Angebots erreicht man bereits bei einem
Gesamt-Download-Volumen von knapp 1,1 GByte im Monat . Ein weiterer Reseller des
Telekom-DSL-Zugangs , der Internet-Provider 1&1 bietet für eine Monatspauschale
von 29 Mark bereits ein Download-Volumen von einem GByte an - allerdings kostet
der Download jedes weiteren MByte bei 1&1 neun Pfennig . AddCom kündigt
Flatrate-Nutzern Der Internet-Provider AddCom kündigt den Nutzern seines
Flatrate-Angebots zum Jahresende den Vertrag . Davon betroffen sind 5000 Kunden
, die derzeit für einen Pauschalpreis von 79 Mark pro Monat im Internet surfen
können . Nach Angaben von AddCom lässt der Carrier seinerseits den Vertrag
auslaufen , der speziell für die Nutzer des Flatrate-Angebots geschlossen worden
war . Baader nannte den Vertrag gegenüber c't einen " ganz guten Deal " . Einen
Teil der Verluste , die durch die Flatrate-Kunden entstanden seien , trage
AddCom , den anderen Teil jedoch der Carrier , dessen Namen sie nicht nennen
wollte - AddCom kauft Leistungen bei Nextra und Colt Telecom ein . Erstes
Bluetooth-Headset von Ericsson Der schwedische Kommunikationsspezialist Ericsson
stellt sein erstes Bluetooth-Produkt vor . Ab Mitte Februar soll das schnurlose
Headset HBH-10 erhältlich sein - allerdings nur in einem 399 Mark teuren Paket
mit einem Ericsson-Handy T20s und dem Bluetooth-Adapter DBA-10 , der an die
Unterseite des Mobiltelefons angesteckt werden muss . Dazu kommt zudem ein
E-Plus-Laufzeitvertrag . Das Headset ist nach Angaben des Herstellers nur 30
Gramm schwer , der Akku des Gerätes soll " mindestens einen Arbeitstag
durchhalten " . Zum Entgegennehmen eines eingehenden Gesprächs drückt man einen
Schalter am Ohrhörer ; abgehende Gespräche leitet man durch Drücken dieses
Knopfes und anschließendes Sprechen der Telefonnummer ein . Das Telefon muss
sich dabei innerhalb der Bluetooth-üblichen Entfernung von zehn Metern befinden
, nach Angaben von Ericsson erlaubt das Set auch das Telefonieren im fahrenden
Auto . Bluetooth-Adapter für die USB-Schnittstelle Der Elektronikkonzern Siemens
will im Mai einen Bluetooth-Adapter für die USB-Schnittstelle auf den Markt
bringen . Nach Angaben von Siemens ist der neue Adapter das erste vom Bluetooth
Certification Board zertifizierte Gerät für die USB-Schnittstelle . Der Adapter
soll sich über die USB-Schnittstelle mit Spannung versorgen und unter den
Betriebssystemen Windows 98 , ME und 2000 laufen . Er dient etwa zur drahtlosen
Synchronisierung von Adressdatenbanken mit anderen Bluetooth-fähigen Geräten
oder dem Internet-Zugang über Mobiltelefone oder spezielle
Bluetooth-Basisstationen . AOL bessert Schülertarif nach Der Online-Dienst AOL
Deutschland bessert seinen Schülertarif nach . Statt einer Stunde Surfen am Tag
für zehn Mark pro Monat soll der neue Tarif für 19,90 Mark jeden Wochentag
zwischen 14 und 18 Uhr freien Zugang zum Internet bieten . Die Telefonkosten
sind in diesem Tarif enthalten , außerhalb der freien Zeit berechnet AOL 3,9
Pfennig pro Minute für die Verbindung ins Internet . Das Angebot setzt weiterhin
einen normalen AOL-Acount ( etwa den der Eltern ) voraus . An Schulen verschenkt
AOL jeweils 50 kostenlose Acounts - allerdings muss die Schule selbst für die
TCP/IP-Verbindung sorgen oder die mindestumsatzfreie Schulvariante des
AOL-Top-Tarifs für 2,2 Pfennig pro Online-Minute wählen . Die Lehrer surfen bei
AOL etwas teurer : Bei dem AOL-Start-Tarif vergleichbaren Konditionen zahlen sie
für 2,8 Pfennig pro Online-Minute ; zumindest entfällt aber die zehnstündige
Mindestnutzung . Sonntags kostenlos telefonieren bei Mannesmann Arcor Ab dem 1.
August sollen Arcor-Kunden sonntags kostenlos telefonieren können - zumindest ,
wenn sie ihren Telefonanschluss direkt bei den Eschbornern haben . Der Happy
Sunday getaufte Tarif kostet fünf Mark Aufpreis im Monat . Ausgenommen sind -
wie beim XXL-Tarif der Deutschen Telekom - Telefonate zu Sonderrufnummern ,
Mobilfunkanschlüssen und ins Ausland . Ebenfalls zum 1. August stellt Arcor
einen neuen Internet-Tarif vor : Mit Internet by Call local sollen sich die
Kunden des XXL-Clones auch kostenlos in das Internet einwählen dürfen .
T-Online-Kunden surfen in Japan billiger Der Online-Dienst T-Online gab heute
eine Kooperation mit dem japanischen Internet-Provider Nifty bekannt . Das erste
gemeinsame Projekt soll es den Kunden der beiden Unternehmen ermöglichen , sich
bei Auslandsaufenthalten in das Netz des jeweiligen Partners einzuwählen . Wie
auch in anderen Ländern bedient sich T-Online bisher in Japan des
internationalen Roaming-Unternehmens iPass , welches seinerseits Kooperationen
mit Internet-Providern in mehr als 150 Ländern abgeschlossen hat . Dafür wird
eine Roaming-Gebühr von zehn Pfennig pro Minute berechnet . In Japan sollen sich
T-Online-Kunden in Zukunft jedoch ohne Mehrkosten in das Nifty-Netz einwählen
können - es gilt dann derselbe T-Online-Tarif wie in Deutschland , allerdings
zuzüglich der Telefongebühren der jeweiligen japanischen Telefongesellschaft .
Einen Termin für den Wegfall der Roaming-Gebühr konnte ein Telekom-Sprecher
jedoch auf Nachfrage von c't noch nicht nennen . Japan ist freilich weit
entfernt - weitaus interessanter für die meisten T-Online-Kunden dürfte der
Internet-Zugang im nahe gelegenen europäischen Ausland sein . T-Online ist durch
verschiedene Kooperationen in Frankreich , Österreich , Spanien , Portugal und
der Schweiz vertreten . Dennoch bietet Deutschlands größter Online-Dienst den
Zugang in diesen Ländern bisher nur über iPass - die Kunden zahlen weiterhin den
Roaming-Aufschlag von zehn Pfennig pro Surfminute . Immerhin enthält die
aktuelle T-Online-Software 3.0 - die übrigens seit kurzem unter www.t-online.de
zum Download bereit steht - eine Datenbank der im Ausland benötigten
Einwahlnummern : Der Anwender muss nur wissen , wo er sich befindet , und ein
entsprechendes Profil für den Zugang anlegen . Surfen per Kabel Gleich zwei
Kabelnetz-Betreiber wollen ihren Kunden Internet-Zugänge über das Fernsehkabel
anbieten . Die Mainzer PrimaCom will am Mittwoch in Leipzig den regulären
Betrieb starten . Unter 100 Mark im Monat soll der Internet-Zugang mit bis zu
768 kBit/s für Kabelkunden im Leipziger Stadtteil Paunsdorf kosten . Unklar
bleibt noch , ob neben dieser Pauschale weitere Kosten auf die Anwender zukommen
. Genaue Preise und weitere Konditionen will der Anbieter erst am Mittwoch
bekannt geben . Noch nicht ganz so weit ist Ost-Tel-Com aus Steinpleis bei
Zwickau . Vorerst können nur wenige Testbenutzer per Kabelmodem im Internet
surfen . In etwa acht Wochen soll der Testbetrieb abgeschlossen sein . Wer in
den umliegenden Orten Werdau , Fraureuth oder Leubnitz wohnt , kann sich an dem
Pilotbetrieb noch beteiligen . Zu den Preisen für den Internet-Zugang hält sich
Ost-Tel-Com aber vorerst noch bedeckt . Internet ab 3,8 Pfennig pro Minute Die
Networking People GmbH in Augsburg bietet ab sofort den Internet-Zugang zwischen
21 und 5 Uhr für 3,8 Pfennig pro Minute an . Der Provider rechnet die Onlinezeit
sekundengenau ab ; die Einwahl erfolgt über eine kostenlose 0800-Nummer .
Networking People nennt diesen Tarif " Internet-By-Call " , verlangt jedoch eine
Einrichtungsgebühr von 14,95 Mark . 16 MegaByte Speicherplatz für die eigene
Homepage sowie 5 E-Mail-Adressen sind in dem Paket enthalten . Die
Vertragslaufzeit beträgt mindestens einen Monat . Noch günstiger surfen kann man
im Einzugsbereich eines der 84 Einwahlpunkte von Viag Interkom , die jedoch
nicht flächendeckend zum Ortstarif erreichbar sind . Über diesen Provider bietet
neben DellNet inzwischen auch Sony einen " kostenlosen " Internet-Zugang an .
Durch Optionstarife der deutschen Telekom kostet so die Onlineminute abends nur
2,1 Pfennig . Philips stellt GPRS-Handys vor Der Elektronikkonzern Philips
stellt drei neue Handys für GPRS vor , die einen schnellen mobilen
Internet-Zugang ermöglichen sollen . Das Fisio 610 werde im Mai erhältlich sein
, die Modelle Fisio 312 und Xenium 9660 ab dem vierten Quartal . Diese
GPRS-Mobiltelefone sollen nach Angaben von Philips " eine bis zu viermal
schnellere Übertragung von Informationen im Vergleich zur herkömmlichen
kabellosen Datenkommunikation " ermöglichen . Laut Philips bietet das 90 Gramm
schwere Fisio 610 eine Standby-Zeit von 150 Stunden sowie bis zu zweieinhalb
Stunden Sprechzeit . Das integrierte Modem des 799 Mark teuren Modells erreicht
man vom PC aus nicht über eine drahtlose Anbindung , dafür ist ein Kabel
notwendig . Das Xenium-Handy soll hingegen mit einem IrDA-Anschluss ausgestattet
sein , Philips kündigt auch eine Bluetooth-Option für das Gerät an . Preise für
die Modelle Fisio 312 und Xenium 9660 nennt Philips noch nicht . Noch ein
Internet-Zugang zum Preisrätseln Unter der Überschrift " Internet ab 1,9 Pfennig
" kündigt der Berliner Provider Transmedia zum 1. April eine " enorme
Preissenkung " an . Transmedias Preisrätsel beruht auf einer Rabattierung für
Vielsurfer . Die nicht rabattierten Minutenpreise sind unter Berücksichtigung
der Grundgebühr mit 2,9 Pfennig zwischen 20 und 8 Uhr sowie am Wochenende und
3,9 Pfennig für die übrige Zeit nicht besonders günstig . Zusätzlich aber gibt
es Rabattstufen je nach Nutzungsdauer : Von 25 bis 49 Stunden 0,25 Pfennig , von
50 bis 99 Stunden 0,5 Pfennig , von 100 bis 199 Stunden 0,75 Pfennig und
schließlich ab 200 Stunden 1 Pfennig pro Minute . In der Summe zahlt also
beispielsweise ein Vielsurfer , der den Zugang 250 Stunden im Monat je zur
Hälfte werktags und im günstigen Zeitbereich genutzt hat , einen Betrag von
426,15 DM - und wäre offensichtlich mit einem Flatrate-Angebot billiger
davongekommen . Bei geringer bis mittlerer Nutzung verdirbt die Grundgebühr die
Bilanz . Sonne am Wochenende - Gewitter über Sonnet-Flatrate Der
Flatrate-Anbieter Sonnet verwehrt seit Freitag Abend einigen seiner Kunden die
Einwahl . Auf Nachfrage erklärte die Sonnet-Hotline den Kunden , dass sie gegen
die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ( AGB ) verstoßen hätten und deswegen
fristlos gekündigt würden . Am Anfang dieser Woche soll den ehemaligen Kunden
ein Brief mit der Kündigung zugehen . Einige Betroffene erklärten auch ,
zeitweise eine Kanalbündelung aktiviert zu haben - ein Leser erwähnte die
Fehlkonfiguration seines Acer-ISDN-Adapters , ein anderer hatte beim Test des
neuen ISDN-CAPI für Linux versuchsweise die Kanalbündelung eingeschaltet .
Andere Sonnet-Kunden hingegen können sich nicht so recht erklären , wie sie mit
ihrem Analoganschluss überhaupt eine Kanalbündelung aufgebaut haben sollen ...
Eine Weitergabe ihrer Zugangsdaten an Dritte schließen alle Sonnet-Kunden , die
sich mit uns in Verbindung gesetzt haben , aus . Eine Mehrfacheinwahl lässt der
Provider zudem nicht zu , indem er die Telefonnummer des Kunden bei der Einwahl
überprüft . Die Kanalbündelung hatte der Provider erst in einer aktualisierten
Version seiner AGB am 21. Juli verboten . Kunden , die den Vertrag mit Sonnet
noch unter den " alten " AGBs abgeschlossen haben , hatten einem Monat Zeit ,
diese neuen AGBs anzuerkennen . Das Verbot der Kanalbündelung betrifft einige
von ihnen gar nicht - das aber scheint sie nicht vor der fristlosen Kündigung
bewahrt zu haben . Erst vor wenigen Tagen hatte Sonnet technische Probleme , die
zu einer Trennung des Flatrate-Zugangs nach genau einer Stunde führten . Der
Flatrate-Provider Medien Info Center hingegen , der vor einigen Wochen rund 2000
Kunden wegen Mehrfacheinwahlen abgemahnt hatte , kündigte diesen Kunden bisher
nicht - die Abmahnung erfolgte nach Angaben der Firma aus " formaljuristischen
Gründen " . Einige Sonnet-Kunden vermuten nun , dass ihnen die Kündigung
ausgesprochen wurde , weil sie sich selbst eher zu den Power-Usern zählen und
oft mehr als 10 Stunden am Tag online sind . Die Kosten für den Provider
übersteigen bei solch langer Nutzung schnell die Einnahmen . Die aktuellen
Sonnet-AGBs verbieten zwar die Nutzung der Flatrate als Ersatz für eine
Standleitung , sehen jedoch für diesen Fall keine Kündigung , sondern die
Inrechnungstellung der tatsächlichen Nutzungsentgelte vor . Eine Stellungnahme
von Sonnet war bislang noch nicht zu erhalten . Sonnet-Flatrate : Weiterhin
wolkig mit einzelnen Niederschlägen Der Flatrate-Anbieter Sonnet verteidigt die
fristlosen Kündigungen , die er gegenüber einigen seiner Kunden ausgesprochen
hat . Mirko Windmüller , Marketing Manager Sonnet , erklärte gegenüber c't ,
dass alle Gekündigten sich " der Gründe für die Kündigung bewusst sein sollten "
. Definitiv hätten alle Betroffenen gegen die geltenden Allgemeinen
Geschäftsbedingungen ( AGB ) verstoßen ; wem seiner Meinung nach zu Unrecht
gekündigt wurde , der solle sich an die in der schriftlichen Kündigung
angegebene E-Mail-Adresse wenden , meinte Windmüller . Sonnet werde dann eine
Einzelfallprüfung vornehmen und eventuell die Kündigung wieder zurückziehen .
Als Beispiel nannte Windmüller einen Kunden , dessen Abrechnungsdaten auf eine
verbotene gewerbliche Nutzung der Flatrate schließen ließen - der Kunde habe die
Flatrate jedoch nur privat genutzt und für die Rechnung aus steuerlichen Gründen
sein geschäftlich genutztes Konto angegeben . Als weitere Beispiele für
fristlose Kündigungen nannte Windmüller Kunden , die zwischen 30 und 35 Stunden
pro Tag im Internet verbracht hätten . Zwar überprüft Sonnet bei der Einwahl die
verwendete Telefonnummer , doch Windmüller kann sich vorstellen , dass mehrere
PCs am selben ISDN-Anschluss unter einer Telefonnummer gleichzeitig über die
Sonnet-Einwahldaten am Internet angeschlossen sind . So könne der Kunde durchaus
eine Nutzungszeit von über 24 Stunden pro Tag erreichen . Sonnet habe jedoch
niemandem gekündigt , bei dem eine solche Mehrfacheinwahl nur wenige Male
aufgetreten sei . Zu der Zahl der Kündigungen wollte Windmüller sich nicht
konkret äußern . Sie liege über 5 , aber unter 1000 ; Juristisch fühlt sich der
Provider auf der sicheren Seite , auch bei Kunden , die ihren Vertrag nach den
alten AGB abgeschlossen haben . Selbst in diesen sei die Kanalbündelung nie
explizit erlaubt gewesen . Eine anteilige Rückerstattung der im Voraus bezahlten
Flatrate sei derzeit nicht geplant , darauf hätten die Kunden bei AGB-Verstößen
keinen Anspruch . Wer sich freiwillig zielgerichtete Werbung beim Surfen
anschaut , soll dafür Geld bekommen . Vor wenigen Tagen gestartet , hat der
Anbieter AdOne nach eigenen Angaben jetzt schon über 10.000 Anmeldungen auf
seiner Homepage erreicht . 60 Pfennig pro Onlinestunde bietet AdOne , wenn der
User eine ständig aktualisierte Werbung in der Größe 80 mal 640 Pixel auf seinem
Bildschirm zulässt . Wer weitere Nutzer für AdOne wirbt , bekommt ein paar
Pfennig , wenn diese mit AdOne-Werbung online sind . Die dazu notwendige
Software , die in einem eigenen Fenster neben dem Web-Browser die Werbe-Banner
einblendet , will das Unternehmen jedoch erst im Oktober veröffentlichen .
SaveBySurf folgt dem gleichen Konzept und will sogar eine Mark pro Stunde
bezahlen . Die Software ist ebenfalls noch nicht fertig und auch das klein
gedruckte auf der Homepage muss man sich auf der Zunge zergehen lassen : Wenn
SaveBySurf nicht genügend Inserenten findet , dann gibt es eben weniger Geld .
Die Firma novaville will für eingeblendete Werbung gleich den gesamten
Internet-Zugang der Anwender bezahlen . Genaue Konditionen stellt das
Unternehmen auf der DigiMedia ( 22.9.1999 bis 25.9.1999 in Düsseldorf ) vor .
Für alle diese Angebote muss der interessierte Surfer persönliche Daten an die
Werbetreibenden übermitteln . Neben dem Haushaltseinkommen sind das vor allem
die Hobbies . Damit wollen die Unternehmen sicher stellen , dass die Anwender
nur die Werbung bekommen , die sie auch interessiert . Allgemeine
Geschäftsbedingungen ( AGB ) finden sich bisher noch nicht auf den Servern der
Anbieter . BreisNet : Stadtnetzbetreiber wird verkauft Das Freiburger
Telekommunikations-Unternehmen BreisNet soll wegen wirtschaftlicher Probleme
verkauft werden . Dies beschlossen die Aufsichtsräte der BreisNet und der
Stadtwerke Freiburg am gestrigen Mittwoch . Die BreisNet ist ein
Gemeinschaftsunternehmen der stadteigenen Stadtwerke und der britischen
Telekommunikationsgruppe MacTel . Freiburgs Oberbürgermeister Rolf Böhme ( SPD )
als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke und von Breisnet sagte , dass die
Alleinstellung der BreisNet bei dem starken Preisverfall und der gleichzeitigen
Konzentrationsbewegungen für die Zukunft wenig aussichtsreich sei . Breisnet
arbeitet seit Oktober 1998 als regionaler Telekommunikations-Anbieter . Während
MacTel angeblich bereit gewesen wäre , seinen Anteil zu übernehmen , erschien
den Stadtwerken angeblich das Risiko zu groß . Ein Käufer sei noch nicht
gefunden , hieß es . Netcologne : Letzte Meile kostet 14,80 Mark Der Kölner
Stadtnetzbetreiber Netcologne hat wie angekündigt mit Mannesmann Arcor einen
Vertrag über die Vermietung von NetCologne-eigenen Anschlüssen in der Region
Köln abgeschlossen . Gerade einmal 14,80 Mark verlangt Netcologne dafür ; die
Deutsche Telekom berechnet für die Vermietung der Kupferdoppelader derzeit 25,40
Mark - möchte den aber gerne erhöht wissen . Mit diesem deutlich niedrigeren
Preis , der nach Angaben des Arcor-Vorstands-Vorsitzenden Elmar Hülsmann " für
beide Unternehmen wirtschaftlich ist " , möchte Netcologne " im anstehenden
Entgeltverfahren vor der Regulierungsbehörde eindeutig Position beziehen " . Die
Deutsche Telekom hat bei der Regulierungsbehörde einen Antrag auf Erhöhung der
Gebühren für die letzte Meile auf mehr als 34 Mark eingereicht ; die RegTP muss
die Gebühr vor dem 1. April neu festsetzen . Die Arbeitsgemeinschaft RegioNet ,
ein Verbund von neun regional tätigen Telekommunikationsunternehmen , übt
scharfe Kritik an den Telekom-Vorstellungen : Dies sei " eine schallende
Ohrfeige für den sich ohnehin nur zaghaft entwickelnden
Telekommunikationswettbewerb im Ortsnetz und eine insgesamt große Gefahr für den
Fortbestand des liberalisierten Marktes " , urteilten heute die Geschäftsführer
der RegioNet-Mitglieder in Berlin . Der AG RegioNet gehören BerliKomm ( Berlin )
, EWE TEL ( Oldenburg ) , HanseNet ( Hamburg ) , ISIS ( Düsseldorf ) , KomTel (
Flensburg ) , Mnet ( München ) , NetCologne ( Köln ) , tesion ( Stuttgart ) und
versatel ( Dortmund ) an . Nach Angaben von EWE TEL-Geschäftsführer Wolfgang
Lude würde die Anhebung des Mietpreises der letzten Meile für die Oldenburger
Gesellschaft bedeuten , dass sich die Kosten für einen privaten ISDN-Kunden erst
nach über 15 Jahren amortisierten , die Kosten für einen analogen Anschluss nie
. Deshalb erwartet die AG RegioNet , dass sich im Sinne des Wettbewerbs und im
Interesse der Kunden die Bedingungen für die neuen Anbieter gerade in Bezug auf
die letzte Meile verbessern und nicht verschlechtern . " Nur so kann der
Wettbewerb auch endlich im Ortsnetz fruchten " , erklärten die neun
Geschäftsführer übereinstimmend . Zweimal 250.000 warten auf T-DSL Die Telekom
kommt mit dem Ausbau ihres schnellen Breitbandnetzes nicht hinter den
Kundenanforderungen hinterher . Noch Mitte Dezember hatte Telekom-Sprecher
Stephan Broszio einen Rückstau von 250.000 T-DSL-Anschlüssen eingeräumt , heute
gab er gegenüber heise online die doppelte Zahl zu : 300.000 Anschlüsse habe die
Telekom jedoch bereits geschaltet , so Broszio weiter . Mit bis zu 2,6 Millionen
angeschlossenen T-DSL-Kunden rechnet die Telekom zum Ende des Jahres . Bisher
schiebt die Telekom die Schuld am Rückstau vor allem auf die Zulieferer .
Siemens und ECI wären ihren Lieferverpflichtungen nicht nachgekommen , hieß es
immer wieder von der Telekom . Nun will sie mit weiteren Hardware-Herstellern
verhandeln , um den Rückstau abzubauen . Flatrate-Angebot mit Kanalbündelung ab
220 Mark Der Webspace-Provider Ocram-Service bietet einen pauschal abgerechneten
Internet-Zugang ab 220 Mark pro Monat an . Bei einer zwölfmonatigen Laufzeit
beträgt die Einrichtungsgebühr 231 Mark , während sich die monatlichen Kosten
auf 220 Mark belaufen . Wer sich nur drei Monate an den Provider binden möchte ,
zahlt 261 Mark Einrichtungsgebühr und 231 Mark pro Monat . Nach Ablauf der
Mindestlaufzeit ist der Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende
kündbar . Die Einwahl kann per Analogmodem oder per ISDN erfolgen -
ISDN-Kanalbündelung ist im Preis enthalten . Die Firma nutzt den Backbone der
Deutschen Telekom und stellt auf Wunsch kostenlos eine feste IP-Adresse zur
Verfügung . Alle zehn Stunden trennt der Provider die Leitung , um einen
Standleitungsbetrieb zu verhindern . Ocram-Service erlaubt ausdrücklich den
Betrieb eines LANs mit bis zu drei vernetzten Rechnern ; bei der mindestens 278
Mark teuren Flatrate-Version für Firmenkunden ist die Anzahl der Rechner im LAN
unbeschränkt . Webseiten und AGBs sowie die Bestellformulare für die Angebote
des Providers wurden nach Angaben von Ludwig Vester , der sich als freier
Mitarbeiter der Firma bezeichnet , in " großer Eile " erstellt . AOL startet
Schülertarif AOL Deutschland startet zum 15. April seinen auf der CeBIT
angekündigten Schülertarif . Unter dem Motto " AOL macht Schule " können Schüler
für 10 Mark monatlich werktags zwischen 8 und 18 Uhr eine Stunde ohne
zusätzliche Kosten im Internet surfen ; die Telefongebühren sind in dem Betrag
enthalten . Die Telekom hatte Mitte Februar ebenfalls einen speziellen
Tagestarif für Schüler angekündigt . Voraussetzung bei AOL ist ein normaler
Vertrag mit dem Online-Dienst für 9,90 Mark Grundgebühr . Zudem müssen die
Interessenten sich auf eine Stunde ( zum Beispiel jeden Tag von 12 bis 13 Uhr )
festlegen - Surfen ausserhalb dieser festgelegten Zeit kostet den normalen
AOL-Tarif von 3,9 Pfennig pro Minute plus sechs Pfennig pro Einwahl .
AOL-Sprecher Frank Sarfeld machte gegenüber c't " abrechnungstechnische Gründe "
für diese Beschränkung verantwortlich . Die in letzter Zeit aufgetretenen
Einwahlprobleme sollen nach Angaben von Sarfeld beseitigt sein : AOL habe in den
letzten Wochen massiv in die Einwahltechnik investiert , sodass ein
Besetztzeichen bei der Anwahl zu AOL nun eine Ausnahme sein sollte . Surfen ab
2,4 Pfennig , aber mit Werbung Die Vartex Media Marketing GmbH , besser bekannt
unter AdOne , hat die Tarife für ihren teilweise durch Werbung finanzierten
Internet-Zugang gesenkt . Die sekundengenau abgerechnete Online-Minute kostet
werktags zwischen 18 und 9 Uhr sowie am Wochenende und an bundesweiten
Feiertagen 2,4 Pfennig , in der übrigen Zeit verlangt AdOne 4,8 Pfennig pro
Minute . Zur Einwahl benötigt der Surfer jedoch eine Einwahlsoftware , die nur
für Windows-PCs bereit steht . Diese präsentiert dem Surfer während der
Online-Verbindung eine Navigationsleiste mit einem Werbebanner . Weitere
Kündigungen bei Flatrate-Kunden Die Medien Info Center GmbH kündigt Kunden ihres
Flatrate-Angebots fristlos wegen angeblichen Verstoßes gegen ihre Allgemeinen
Geschäftsbedingungen . Per Post ging einer noch unbekannten Anzahl von Kunden
heute ein Brief zu , in dem ihnen als Kündigungsgrund der " Missbrauch des
Zugangs als Standleitung im Monat September " genannt wurde . Da dies in den AGB
ausdrücklich untersagt sei , müsse man den Zugang leider sperren , hieß es
weiter . Einige Betroffene , die sich bei der c't-Redaktion gemeldet haben ,
bestreiten den Vorwurf ausdrücklich . Sie seien lediglich täglich mehrere
Stunden online gewesen . Da Medien Info Center den Kunden auf ihrem Web-Server
Log-Dateien über ihre Internet-Nutzung bereit stellt , können einige ihre
Angaben auch belegen . " Der AGB-Verstoß ist vorgeschoben , die wollen nur die
kostenintensiven Vielsurfer loswerden " , schrieb ein Kunde an c't . Eine
Stellungname des Unternehmens war nicht zu erhalten ; eine Mitarbeiterin teilte
mit , die Geschäftsführung befinde sich in einer Besprechung und sei heute nicht
mehr zu sprechen . Surf1-Flatrate : 399 Mark im Monat Der Internet-Provider
Silyn-Tek will ab 21. September Anmeldungen für einen unbeschränkten
Internet-Zugang inklusive Telefonkosten entgegennehmen . Vorerst sollen 5000
Kunden für 399 Mark pro Monat surfen können . Dieser Preis gilt für eine
Vertragslaufzeit von 12 Monaten ; 359 Mark soll die Flatrate betragen , wenn die
Anwender sich für 2 Jahre an den Provider binden . Neben der Einrichtungsgebühr
von 149 Mark fallen keine weiteren Kosten an - zumindest für Privatkunden . Für
gewerbliche Anwender schlägt der Provider noch die gesetzliche Mehrwertsteuer
drauf . Eine eigene E-Mail-Adresse oder Speicherplatz für die eigene Homepage
sind in dem Preis nicht enthalten . Spätestens nach 24 Stunden wird die
Verbindung unterbrochen . Damit will Silyn-Tek verhindern , dass eine IP-Adresse
dauerhaft genutzt wird . Eine Anwendung für eine permanente IP-Adresse wäre ein
Web-Server . Tarifänderungen sind laut der Flatrate-Homepage auch während der
Vertragslaufzeit möglich . Bei Vorauszahlung der Gebühren gewährt die Firma
einen Preisnachlass von 5 Prozent ( 10 Prozent bei zweijähriger Laufzeit ) .
Internet und Strom aus einer Hand Einen Internet-Zugang zum Nulltarif bietet der
Internet-Provider VossNet an - sofern der Nutzer auch seinen Strom über VossNet
bezieht . Der Zugang zum Netz erfolgt aber leider nicht über die Steckdose ,
sondern über die Telefonleitung . Dabei fallen für die Kunden trotz Einwahl über
eine 0800-Nummer die City-Gebühren der Telekom an . Obendrein können die
günstigeren Optionstarife der deutschen Telekom bei dieser Einwahlnummer nicht
benutzt werden . Der Strom ist jedoch vergleichsweise billig : Bei einer
Grundgebühr von 9,90 Mark im Monat kostet die Kilowattstunde nur 18 Pfennig .
Damit erweist sich VossNet bei Vergleichen der Stromtarife als aktuell
günstigster Anbieter . Ungewöhnlich ist jedoch die einmalige Verwaltungsgebühr
von 60 Mark . Die Vertragslaufzeit beträgt mindestens ein Jahr , danach gilt
eine Kündigungsfrist von ebenfalls einem Jahr . Den Strom kauft VossNet von
verschiedenen Herstellern ein . Innerhalb der nächsten drei Wochen sollen die
ersten Kunden beliefert werden . Eine .de-Domain mit 10 MegaByte Speicherplatz
gibt VossNet kostenlos dazu . Auch drei E-Mail-Adressen sind in dem Paket
enthalten . Zu viel Andrang auf Billig-Provider Nach einem Bericht hier im
Newsticker wird der Internet-Dienstleister NetBeat Internet Service offenbar von
der Nachfrage überrannt . Laut RIPE hat NetBeat in den vergangenen vier Wochen
zirka 1500 Domainanmeldungen registriert . Die Menge scheint aber den Service
des Unternehmens zu überfordern : In einem Forum auf dem NetBeat-Server schlagen
die Anwender virtuell auf die Firma ein . Nichts funktioniere dort , die
telefonische Kundenhotline sei nie zu erreichen und auf E-Mail reagiere die
Firma auch nicht . Telefonische Nachfragen der c't-Redaktion waren ebenfalls
erfolglos ; es antwortete nur ein Anrufbeantworter . Unüblich ist auch die Form
der Domain-Anmeldung beim DENIC : Alle Domains werden von NetBeat auf die eigene
Firma angemeldet . Die Vergaberichtlinien für Domains stellen jedoch klar , dass
der eigentliche Besitzer einzutragen ist . Laut Kommentaren im Forum soll der
Anwender sich selbst ein Ripe-Handle anlegen und dann im Kundenmenü dieses
Handle auf seine Domain umschreiben . Ein Abfrage der Domaindaten ergab , dass
bis jetzt noch keiner der Kunden das gemacht hat . Auf seiner Web-Seite gelobt
der Provider Besserung : Seit heute sollen alle Kunden den vollen
Funktionsumfang ihres Acounts nutzen können . Als Entschädigung , so heißt es
weiter , " erhalten alle bisher bei uns registrierten Kunden einen Monat
zusätzlich , der nicht berechnet wird . " Konsolenumschalter für USB und Monitor
Lindy Elektronik ( Halle 11 , Stand A17 ) stellt zur CeBIT einen Umschalter für
USB-Geräte und Monitore vor . Bis zu vier Rechner - PCs oder Macs - können sich
mit dem Switch einen Monitor und die USB-Peripherie teilen . Zur Verbindung von
Rechnern und Umschalter dient neben dem Monitorkabel nur ein USB-Kabel . Der
Switch selbst enhält einen aktiven USB-Hub für drei Geräte und Anschlüsse für
Monitor sowie PS/2-Maus und -Tastatur . 976 Mark inklusive Mehrwertsteuer soll
das Gerät ohne Kabel kosten . Der erste verfügbare USB-Monitor-Switch , der
ServSwitch USB von Blackbox , zeigte sich im Test zwar funktionsfähig , jedoch
ergibt es wenig Sinn , neben Tastatur und Maus andere USB-Geräte wie etwa ein
ZIP-Drive oder einen Scanner über den Switch zu schalten . Zudem bleiben alte
Rechner ohne USB-Anschluss sowie der iMac - der keinen Monitorausgang besitzt -
außen vor . Auch das Betriebssystem muss USB-Unterstützung bieten : In vollem
Umfang ist dies nur bei neueren MacOS-Versionen ( ab 8.6 ) sowie Windows 98 und
dem demnächst verfügbaren Windows 2000 der Fall . Die Staatsanwaltschaft
Hannover stellte heute ihre Ermittlungsergebnisse im Kampf gegen illegale
Telefonstuben vor . Nach den Ermittlungen gingen die Täter immer nach dem
gleichen Muster vor : Sie mieteten unter falschem Namen Wohnungen an und ließen
sich von der Deutschen Telekom gleich zwei ISDN-Anschlüsse verlegen . Die "
Telefonisten " bauten dann morgens eine Standleitung in den Libanon auf und
vermittelten Gespräche aus illegalen libanesischen Telefonstuben über den
zweiten Kanal des ISDN-Anschlusses über Hannover in alle Welt . Die "
Arbeitszeit " der Telefonisten betrug meist etwa 15 Stunden pro Tag , sie
erhielten dafür täglich 100 Mark . Die libanesischen Anrufer mussten etwa einen
Dollar pro Minute zahlen . Ins Rollen gekommen waren die Ermittlungen im
November 99 , als die Deutsche Telekom bei der hannoverschen Staatsanwaltschaft
Anzeige erstattete . Die Betreiber der Anschlüsse hatten nach der Sperrung der
Anschlüsse sofort die Wohnungen verlassen und die offenen Rechnungen an die
Telekom nicht bezahlt . " Die Telekom hat zu spät reagiert " , so
Kriminalhauptkommisar Ralph Fischer , Leiter des Fachkommisariates , dazu .
Insgesamt ermittelte die hannoversche Polizei 152 Beschuldigte , sie konnte 68
Personen festnehmen . Vier Täter sind derzeit noch flüchtig - die letzte
Festnahme gelang der Polizei erst Anfang Januar auf der spanischen Sonneninsel
Teneriffa . Die bisher 53 Verurteilten haben insgesamt Haftstrafen von mehr als
90 Jahren erhalten . Die meisten der in den Fall verwickelten Personen stammen
aus dem Nahen Osten , so Oberstaatsanwalt Wolfgang Burmester , doch seien auch
hannoversche Vermieter beteiligt : In einem Fall sei ein Hausbesitzer zwar
zunächst gutgläubig gewesen , hätte jedoch später mit den Betreibern gemeinsame
Sache gemacht und sich am Geschäft beteiligt . Dem Mann wurde sein
Achtfamilienhaus eingezogen ; zudem verurteilte ihn der Richter zu einer
Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten - das Urteil ist jedoch noch nicht
rechtskräftig , da der Mann Revision eingelegt hat . Obwohl schon vorher in
anderen Städten illegale Telefonstuben ausgehoben wurde , bezeichnete
Kriminaloberrat Reinhard Cichowski , Leiter der Kriminalfachinspektion , den
hannoverschen Vorgang als " ohne gleichen " . Zwar hätten die Täter nach einer
ersten Durchsuchung von 170 Objekten am 19. Januar 2000 noch versucht , weitere
Telefonstuben in Stuttgart oder Wiesbaden zu eröffnen , doch sei die Polizei mit
Hilfe der Deutschen Telekom , die im Lauf der Untersuchungen ihre internen
Alarmsysteme verfeinert haben soll , den Betrügern schnell auf die Spur gekommen
. Nur zwei bis drei Tage dauere es inzwischen , bis eine illegale Telefonstube
entdeckt werde . " Wir haben es geschafft , das Phänomen der Telefonstuben
nachhaltig zu zerschlagen " , so Cichowski weiter . Er bemängelte weiterhin das
Verhalten der Kommunikationsunternehmen : Diese sollten beim Erstkontakt mit dem
Kunden sensibler sein . Eine telefonische Bestellung wäre zwar sehr
kundenorientiert , dennoch sollten sich die Unternehmen von den Bestellern
Personaldokumente vorlegen lassen , um deren Identität zu prüfen . Trotz
Wettbewerb um den Kunden sollten die Firmen vorsichtiger sein : " Die
Sicherheitsüberprüfung bleibt auf der Strecke " . Musik-Handy von Sony Sony
stellt zur CeBIT eine erweitere Version seines gerade mal ein halbes Jahr alten
Handys CMD-Z5 vor . Beim 110 Gramm schweren CMD-MZ5 stellt der Hersteller vor
allem die musikalischen Fähigkeiten in den Vordergrund . So soll das Telefon bis
zu zwei Stunden Musik auf dem integrierten 64-MByte-Memory-Stick speichern
können . Das Telefon wandelt über den optischen Eingang eingehende Musikstücke
selbst in das Sony-eigene Kompressionsformat ATRAC3 um . Weiterhin spielt es
Musik vom Memory Stick ab - um Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden , will
Sony dem Memory Stick des CMD-MZ5 den Kopierschutz Magic Gate spendieren . Der
Handy-Teil bietet kaum Unterschiede zum immer noch erhältlichen Vorgängermodell
CMD-Z5 : Anrufe signalisiert das Gerät auf Wunsch per Vibrationsalarm ; eine
erweitere Anrufbeantworter-Funktion soll etwa nur bestimmte Gruppen von Anrufern
durchstellen und alle anderen beim Anrufbeantworter auflaufen lassen . Die
Gesprächszeit gibt Sony mit 1,5 Stunden an , die Stand-By-Zeit mit etwa 130
Stunden . Für den Internet-Zugang bietet das Gerät neben einem WAP-Browser auch
" echtes Internet " mit dem Mobile Explorer von Microsoft . Auch eine
E-Mail-Funktion ist eingebaut . Dazu enthält das Sony-Handy einen Terminplaner
mit Erinnerungsfunktion . Die Sony-Pressestelle scheint sich jedoch noch nicht
sicher zu sein , welche Zielgruppe sie mit dem Handy ansprechen will : Zum einen
kann man das Handy " einfach an trendige Aktivlautsprecher anschließen " ,
andererseits kann " mit dem Microsoft Mobile Explorer jede Minute außerhalb des
Büros sinnvoll genutzt werden " . Die Nutzerzahl der zweiten Gruppe dürfte
jedoch größer sein - immerhin will Sony dafür einen Preis verlangen , der sich "
an ähnlichen Geräten von Siemens orientiert " , wie aus der Pressestelle
gegenüber heise online verlautete . Internetzugang : Pauschaltarife sinken Das
Angebot stammt von Inetservice , wo man zu diesem Preis außerdem bis zu fünf
EMail-Adressen und 10 MByte Speicherplatz für die private Homepage bekommt . Der
bundesweite Zugang erfolgt quasi zum Ortstarif der Telekom - abgerechnet wird
aber im Gegensatz dazu stets minutengenau über COLT Telekom ; das ist vor allem
bei kurzen Besuchen im Internet etwas günstiger . Wie ein automatischer
Providerwechsel anhand der Tageszeit zu bewerkstelligen ist , hat c't in Ausgabe
4/99 auf Seite 224 aufgezeigt . Binnen drei Monaten will Inetservice auch eine
Flatrate anbieten - also einen Pauschaltarif inklusive Telefongebühren . Preise
wurden noch nicht verraten , auch sollen davon vorerst nur das Ruhrgebiet und
der Südwesten Deutschlands profitieren . Die bundesweite Flatrate werde es zum
Jahresende geben , teilte die Firma mit , jedoch zunächst nur für Surfer , die
seit mindestens drei Monaten ihre Kunden seien . Damit wolle man den erwarteten
Ansturm auf das Angebot ein wenig zügeln . TalkLine senkt Preise für
Internet-Zugang Die Elmshorner Telefongesellschaft TalkLine hat zum 15. Mai 2000
die Preise für ihren Internet-Zugang gesenkt . Der mit 1,8 Pfennig geringste
Minutenpreis gilt weiterhin für das werbefinanzierte adweb-Angebot , das jedoch
auf 15 Stunden pro Monat beschränkt ist . Ebenfalls 1,8 Pfennig berechnet
TalkNet in ausgewählten deutschen Städten - allerdings mit einer Grundgebühr von
9,90 Mark und nur in der Zeit zwischen 18 und 9 Uhr sowie am Wochenende . In der
übrigen Zeit fallen 2,8 Pfennig pro Minute an . Wer nicht in einer der
neuerdings talkcities genannten Städte ins Netz geht , muss einen Aufschlag von
einem Pfennig pro Minute zahlen . Das weiterhin angebotene talknet-by-call ist
mit 3,8 beziehungsweise 4,8 Pfennig eher teuer - dafür hat der noch nicht bei
talknet angemeldete Anwender in der ersten Surfsession 100 Freiminuten . Surfen
mit Werbung ab 1,825 Pfennig Für nur einen Pfennig pro Minute bietet AdOne einen
Internet-Zugang an - wenn auch mit einigen Haken : So muss der Anwender den
Zugang über eine spezielle Software herstellen ; diese lädt Werbebanner aus dem
Internet und präsentiert sie dem Surfer . Zudem fällt pro Einwahl eine Gebühr
von 99 Pfennig an und der Anbieter trennt die Verbindung nach zwei Stunden . Der
rechnerische Preis für eine zweistundige Surfsession beträgt somit 2,19 Mark
oder 1,825 Pfennig pro Minute . Ein nur wenige Sekunden dauernder E-Mail-Check
schlägt durch die hohe Einwahlgebühr mit einer Mark zu Buche . Anfang Januar
hatte Andras Bach , Projektleiter bei AdOne , ein System angekündigt , das "
mittelfristig die gesamten Online-Kosten des Websurfers durch eingeblendete
Werbebanner refinanzieren soll " . Ganz so weit ist AdOne noch nicht , wie Bach
heute zugab : " Wir wissen selbst , dass die 99 Pfennig Einwahlgebühr nicht der
Gipfel der Benutzerfreundlichkeit sind . " Es spräche jedoch alles dafür , dass
AdOne den Tarif noch weiter optimieren könne . Für die nächste Zeit könne er
sich durchaus vorstellen , einen absolut kostenfreien Internet-Zugang anzubieten
. Kein Internet bei Internet-Professionell Kunden des Flatrate-Anbieters
Internet-Professionell kommen weiterhin nicht über ihren Provider ins Internet .
Leser berichten , dass die Firma bei ihnen trotzdem weiter die monatlichen
Beträge abbuche . Derzeit lässt sich nicht einmal die Homepage des Unternehmens
abrufen , um Informationen über die Wiederaufnahme des Dienstes zu bekommen -
eine Webseite mit einer Meldung zum Ausfall vom 16. Juni ist jedoch immer noch
erreichbar . Geschäftsführer Björn Olaussen erklärte gegenüber c't , dass die
Firma in Verhandlungen mit verschiedenen Telekommunikationsanbietern über die
zukünftige technische Abwicklung des Dienstes stehe . Die Firma peile eine
Wiederaufnahme des Dienstes zu Anfang September an , sagte Olaussen , der Termin
sei jedoch nicht sicher . Clinton lockert Krypto-Exportbeschränkung US-Präsident
Bill Clinton hat beschlossen , die Bestimmungen zum Export starker
Verschlüsselung zu lockern . Er folgt damit einer Empfehlung des " President's
Export Council Subcomittee on Encryption " vom vergangenen Monat . Weitere
Details will das Weisse Haus erst im Laufe des Abends bekannt geben . Die
Anzeichen für diese Lockerung hatten sich in den vergangenen Tagen abgezeichnet
. Die US-Software-Industrie will ihre Verschlüsselungsprodukte auch in den
befreundeten Ländern verkaufen . Auch im E-Commerce spielt sichere
Datenübertragung eine Schlüsselrolle . Das hatte anscheinend starken Druck auf
den Präsidenten ausgeübt , der mit seiner Entscheidung nun den Realitäten des
Marktes folgt . Internet-Zugang bundesweit zum Ortstarif Auch Lycos bietet seit
heute einen Internet-Zugang an , bei dem der Anwender nur die Telefongebühren
tragen muss . Ähnliche Dienste gibt es bereits von DellNet oder Sony , jedoch
ist Comundo von Lycos im Gegensatz zu diesen bundesweit zum Ortstarif erreichbar
. Wie Lycos-Pressesprecherin Ginie Volckmer mitteilte , befindet sich der Dienst
bisher allerdings nur in einem " Beta-Test " . Die Einwahl bei Comundo erfolgt
zum City-Tarif der deutschen Telekom über eine bundeseinheitliche Telefonnummer
. Flatrates werden billiger Der Internet-Provider Silyn-Tek senkt zum 1.
Dezember die Preise für seine Flatrate-Angebote . Damit kostet der unbeschränkte
Internet-Zugang ( inklusive Telefonkosten ) den Internet-Surfer noch 189 Mark
pro Monat , wenn er sich für drei Jahre an den Provider bindet . Bei
24-monatiger Laufzeit zahlt man jedoch 239 Mark im Monat , bei 12-monatiger
sogar 299 Mark . Zusätzlich wollen bisher Unbekannte im deutschen Providermarkt
in diesen Markt einsteigen . Über die Qualität der Angebote sind derzeit noch
keine Aussagen möglich . Die Firma Freeprovider kündigt an , ab 1. Januar einen
Flatrate-Zugang für 120 Mark pro Monat anbieten zu wollen - ein Tarif , bei dem
jedoch eine zusätzliche Finanzierung durch Werbebanner erfolgt , wie der
Anbieter auf seiner Homepage schreibt . Zudem wird eine Anmeldegebühr von 50
Mark fällig ; Anmeldungen will die Firma ab Mitte Dezember entgegennehmen . Den
Vogel schießt die Firma NetAndGo ab : Sie will ab 1. Februar für nur 89 Mark pro
Monat unbegrenztes Surfen ermöglichen . Die Anmeldung soll ab 1. Dezember
möglich sein . InWestNet : Flatrate für 148 Mark im Monat Der Kölner
Internet-Provider InWestNet senkt ab sofort den Preis für unbeschränkten Zugang
zum Internet inklusive der Telefonkosten von 188 auf 148 Mark im Monat . Eine
E-Mail-Adresse sowie 20 MByte Webspace für die eigene Homepage sind in dem
Angebot enthalten . Allerdings fällt eine Einrichtungsgebühr von 299 Mark an .
Dieser Vertrag kann monatlich gekündigt werden . Die von dem Provider bisher
angebotene Flatrate für 188 Mark im Monat hatte eine Mindestlaufzeit von einem
Jahr ; der gesamte Betrag musste im Voraus bezahlt werden . An einer Regelung
für Altkunden , die bereits den Betrag für ein Jahr bezahlt haben , wird nach
Angaben des Providers gearbeitet . Intel und Mitsubishi bauen UMTS-Chips Der
weltgrößte Chiphersteller Intel und Mitsubishi , unter anderem Produzent von
Mobiltelefonen , kündigen heute in Japan eine Zusammenarbeit für die Entwicklung
von Chips für UMTS-Telefone an . Zunächst wollen die Unternehmen den japanischen
Markt mit den Chips beliefern , die für nächstes Jahr erwartet werden ; eine
Ausweitung des Geschäfts nach Europa ist jedoch nicht ausgeschlossen .
Technische Details gaben die Unternehmen noch nicht bekannt , es ist jedoch zu
erwarten , dass Intels StrongArm-Prozessor die Grundlage für die Entwicklung
bilden wird . Telekom plant T-DSL-Flatrate Die Deutsche Telekom will zur
Jahresmitte ein weiteres Preismodell für den Internet-Zugang über T-DSL anbieten
. Für " unter 100 Mark " sollen Surfer beim Internet-Zugang mit 768 KBit/s nicht
mehr auf die Uhr schauen müssen . Später soll die Geschwindigkeit bei über 1
MBit/s liegen . T-Online will weiterhin mehr auf E-Commerce und weniger auf das
klassische Entertainment setzen . Ron Sommer , der Vorstandsvorsitzende der
deutschen Telekom , sagte dem Wirtschaftsmagazin Capital , dass man mit Hilfe
weiterer Partner aus den Bereichen Tourismus und Bildung gute Chancen habe , in
einigen Jahren AOL weltweit zu überholen . Weiter meinte Sommer , dass der
Konzern eine kurzzeitige Durstrecke bei den Gewinnen durch die teure
Expansionstrategie bewusst in Kauf nehme . Schnelles Wachstum sei für die
Telekom wichtiger als eine aufpolierte Bilanz . Surfen ab 1,9 Pfennig Der
Internet-Provider Callino senkt zum 1. August den Preis für den Internet-Zugang
auf 1,90 Pfennig pro Online-Minute . Der Mindestumsatz für den minutengenau
abgerechneten Tarif surf callino plus beträgt 5,70 Mark - also genau fünf
Stunden pro Monat . Pressesprecher Martin Eulitz bestätigte gegenüber c't auch
die Senkung des anmeldefreien Tarifs surf callino : Ebenfalls ab dem 1. August
kostet die minutengenau abgerechneten Online-Minute den ganzen Tag über 2,9
Pfennig . ADSL-Angebot mit Internet-Pauschale in Dortmund Der Dortmunder
Stadtnetzbetreiber Dokom will seinen Direktkunden schnelles Internet-Surfen per
ADSL-Technik anbieten . Ende November beginnt die Firma mit einem Pilotversuch ,
der sich jedoch auf die Innenstadt von Dortmund sowie einen Bereich rund um den
dortigen Technologiepark beschränkt . Erst im nächsten Jahr will Dokom weitere
Bereiche erschließen . Mit 800 kBit/s beim Download ist die Geschwindigkeit des
Zugangs etwas ungewöhnlich , während die Upload-Geschwindigkeit mit 128 kBit/s
der der Mitbewerber gleicht . Neben den Kosten für den
DOKOM-ISDN-Komfortanschluss , der mit 29 Mark pro Monat zu Buche schlägt ,
verlangt der Stadtnetzbetreiber für die Nutzung von ADSL eine monatliche
Grundgebühr von 19,90 Mark ; einen pauschal abgegoltenen Internet-Zugang über
diese Leitung bietet die Firma für weitere 49 Mark an . Analoganschluss bei
Hansenet wird günstiger Die Hamburger Telefongesellschaft HanseNet senkt ihren
Preis für analoge Telefonanschlüsse auf monatlich 24,90 Mark . Bisher hatte das
Unternehmen zwar auf Wunsch einen Analoganschluss verlegt , doch den Kunden
39,90 Mark pro Monat berechnet - den Preis für einen Hansenet-ISDN-Anschluss .
Die Preissenkung tritt für Altkunden automatisch zum 1. Februar in Kraft . Nach
Angaben des Unternehmens telefonieren Hansenet-Kunden tagsüber innerhalb
Deutschlands für maximal 11,9 Pfennig pro Minute bei sekundengenauer Abrechnung
. Hansenet mietet die " letzte Meile " zum Kunden bei der Deutschen Telekom ,
wie die meisten anderen Stadtnetzbetreiber auch . Dafür zahlt die Firma derzeit
29,46 Mark ( 25,40 Mark plus Mehrwertsteuer ) - legt bei einem analogen
Anschluss also 4,56 Mark drauf . Vor einigen Wochen hatte die Deutsche Telekom
angekündigt , nach Auslaufen der bis Ende März befristeten Regelung eine höhere
Miete von den Mitbewerbern zu verlangen . Ob der von der Telekom vorgeschlagene
Betrag von 39,47 Mark von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
so festgelegt wird , ist jedoch noch offen . Hansenet-Sprecherin Etta Schulze
erwartet eher eine Senkung der aktuellen Miete ; Hansenet schätze die Kosten für
den Anschluss per Kupferdoppelader auf 17 bis 20 Mark . Tagsüber ab 2,9 Pfennig
surfen Der Frankfurter Onlinedienst germany.net senkt zum 1. Juni die Preise für
seinen Internet-Zugang . Im anmeldefreien Internet-by-Call kostet die
Onlineminute ab Juni den ganzen Tag über 3,9 Pfennig . Für alle angemeldeten
germany.net-Teilnehmer sinkt der Preis auf 2,9 Pfennig . Die für den günstigsten
Tarif gültige Einwahlnummer wird erst ab dem 1. Juni bundesweit freigeschaltet .
Eine Einwahlgebühr erhebt die Firma nicht , beide Tarifmodelle rechnet
germany.net minutengenau ab . Internet von der Tankstelle Der Mineralölkonzern
Shell wird Internet-Provider . In Zusammenarbeit mit dem niederländischen
Unternehmen WorldOnline bietet Shell den Internet-Zugang über eine bundesweite
Einwahlnummer zu den Ortstarifen der deutschen Telekom an . Die Kosten liegen
tageszeitabhängig zwischen drei und acht Pfennig pro Minute , abgerechnet in
Einheiten zu zwölf Pfennig . Eine Zugangssoftware für Windows liegt an allen
Shell-Tankstellen aus ; alternativ ist sie auch auf dem Portal 12move.de
verfügbar . Notwendig ist die Software jedoch nicht , auch Anwender anderer
Betriebssysteme sollen den Zugang nutzen können . Günstiger surfen mit Comundo -
eine Zeitlang Der Internet-Provider Comundo senkt die Preise für den
Internet-Zugang auf 2,5 Pfennig pro Minute - zumindest bis Ende August . Die
Abrechnung erfolgt im Minutentakt . Der Anbieter verlangt eine Anmeldung , die
Einwahlsoftware steht nur für Windows bereit . Notwendig ist diese jedoch nicht
, Comundo unterstützt auch die Einwahl per DFÜ-Netzwerk , die Anmeldung nimmt
der Provider inzwischen ebenfalls online entgegen . MIC kündigt allen
Flatrate-Kunden Die Medien Info Center GmbH will die Verträge mit allen Kunden
ihres Flatrate-Angebots kündigen - teils fristlos wegen angeblichen Verstoßes
gegen ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen , teils fristgerecht zum Ende der
Laufzeit . " Das Produkt ist nicht wirtschaftlich " , gab der Geschäftsführer
Frithjof Geißler gegenüber c't zu . Die fristlosen Kündigungen , über die heise
online bereits vergangene Woche berichtete , erklärte Geißler mit dem Missbrauch
der Zugänge als Standleitung . Es gebe eine " interne Definition des Begriffs
Standleitung " , so Geißler weiter , die sich unter anderem an der Zeit zwischen
Trennung der Verbindung und deren Wiederherstellung orientiere . Die Online-Zeit
der Kunden sei nicht alleine ausschlaggebend . Viele Kunden hatten gegen die
Kündigung protestiert und angegeben , anhand der Protokolle beweisen zu können ,
dass sie die Verbindung keineswegs durchgehend aufrecht erhalten hätten . Bei
den noch laufenden Verträgen werde die Firma auch weiterhin das Nutzerverhalten
überwachen und gegebenenfalls weitere fristlose Kündigungen aussprechen ,
kündigte Geißler an . Auch die Kunden könnten vorzeitig aus dem Vertrag
aussteigen , wenn sie zu einem anderen Anbieter wechseln wollten . Eine neue
Flatrate werde die Medien Info Center GmbH erst wieder anbieten , wenn sich die
Rahmenbedingungen geändert haben und für Anbieter eine pauschale Abrechnung
möglich sei - hier hofft auch Geißler auf die Politik und die
Regulierungsbehörde . Systems : Werbefinanzierter Compaq-PC Die Ibex AG stellt
auf der Systems ihre Version des Free-PC vor . Die Firma bietet in
Zusammenarbeit mit Compaq PCs zum Leasing an , wobei der Anwender die Raten
durch Betrachten von Werbung vermindern kann . Beispielsweise soll ein Klick auf
ein Banner 20 Pfennig bringen , das Lesen einer E-Mail eine Mark und das
Ausfüllen eines umfangreichen Formulars sogar 2,50 Mark . Die mögliche Ersparnis
will die Firma aber offenbar vom Werbeaufkommen abhängig machen . Im November
werde es wohl noch nicht möglich sein , den Nulltarif zu erreichen , hieß es auf
der Pressekonferenz . Die Leasing-Raten hingegen stehen fest : Nach zwei Jahren
kann der PC gegen ein neueres Modell ausgetauscht werden ; allerdings beginnt
auch die Vertragslaufzeit dann von Neuem . Zur Ausstattung gehören derzeit neben
dem Betriebssystem Windows 98 die Anwendungen Word 2000 , MS Encarta und MS
Works ; auch die Software für den Internet-Zugang ist dabei . Highspeed-Zugang
zum Internet Auch der Mindener Provider KKF.net springt auf den SDSL-Zug auf :
Ab Dezember bietet die Firma unter dem Namen Speedconnect in Hannover und Minden
symmetrische SDSL-Zugänge mit bis zu 1,5 MBit/s an . Anders als QSC liefert
KKF.net auch gleich den Internet-Zugang mit . Der monatliche Grundpreis für die
1,5-MBit/s-Strecke liegt bei 463 Mark , eine 768-KBit/s-Strecke kostet 347 Mark
. Dazu kommt jedoch noch eine Volumengebühr von 160 Mark pro GByte . Als
Einrichtungspauschale berechnet KKF.net 580 Mark bei 3-jähriger Laufzeit ;
kürzere Laufzeiten werden teurer . Erst Anfang nächsten Jahres soll die
europäische Version von SDSL standardisiert werden . Diese soll im Gegensatz zur
derzeitigen US-Technik die Möglichkeit bieten , an diesem einen Anschluß neben
Datendiensten einen ISDN-Basisanschluß zu betreiben . Die augenblicklich von KKF
verwendete Technik ermöglicht dieses nicht - zum Telefonieren ist weiterhin ein
Anschluß bei einer Telefongesellschaft notwendig . Streit in der
Regulierungsbehörde Nach einem Bericht des Handelsblattes wird Arne Börnsen ,
Vizepräsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) ,
seinen Posten zum Jahresende verlassen . Die Zeitung nannte einen Streit
zwischen Börnsen und seinem Chef , Klaus-Dieter Scheurle , als Grund für den
Bruch . Harald Dörr , Pressesprecher der Regulierungsbehörde , wollte zu den
Rücktrittsgerüchten nicht Stellung nehmen . Börnsen hatte Anfang der Woche
erklärt , die Regulierungsbehörde könne aufgelöst werden , da sich der
Wettbewerb schnell entwickelt habe . Der Verband der Anbieter von
Telekommunikations- und Mehrwertdiensten ( VATM ) kritisierte diese Meinung
jedoch : Der Wettbewerb habe sich nur auf Grund der gesetzlich vorgesehenen
Regulierung so weit entwickeln können . Von einem sich selbst tragenden
Wettbewerb könne heute noch nicht gesprochen werden . Der Geschäftsführer des
VATM , Jürgen Grützner , befürchtet für das nächste Jahr einen noch stärkeren
Druck der Telekom auf den Wettbewerb als bisher . Das bedeutet für die
Verbraucher weiter fallende Preise - ob alle derzeit auf dem Markt vertretenen
Telefongesellschaften überleben werden , ist fraglich . Motorola stellt neue
GPRS-Handys vor Der Handy-Hersteller Motorola stellt weitere Modelle für den
schnellen mobilen Internet-Zugang per GPRS vor . Das Talkabout 192 GPRS verfügt
laut Motorola unter anderem über " animierte Bildschirmschoner und Symbole " .
Interessanter dürfte das Motorola V-series 66 sein : Nach Firmenangaben wird es
das kleinste zusammenklappbare Tri-Band-Handy mit GPRS-Funktion auf dem Markt
sein . Es verfüge über ein eingebautes FM-Radio und wähle Telefonnummern per
Sprachbefehl . Mit dem V-series 120 soll in Zukunft auch ein Telefon mit
integriertem MP3-Player zum Portfolio des Unternehmens gehören . Zu Preisen oder
Verfügbarkait auf dem deutschen Markt äußerte sich das Unternehmen bisher nicht
. Der auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vorgestellte Personal
Interactive Communicator Accompli 009 hingegen soll im Juni auf dem deutschen
Markt erhältlich sein . RWE startet Internet per Stromkabel im Sommer Die
Essener RWE Powerline , eine 100-prozentige Tochter des
Energieversorgungsunternehmens RWE , will im Sommer einen schnellen
Internet-Zugang über das Stromkabel anbieten . Mit einer Geschwindigkeit von bis
zu zwei MBit/s sollen die Kunden über die Stromleitung im Internet surfen . Zum
1. Juli startet das Unternehmen nach Angaben eines RWE-Sprechers in den Städten
Essen und Mühlheim , weitere Städte sollen später dazukommen . Die Hardware
kauft RWE Powerline beim Schweizer Kommunikationskonzern Ascom ein - die
Unternehmen gaben heute den Abschluss eines langfristigen Liefervertrages
bekannt . Der RWE-Sprecher bezifferte die Anzahl der im Vertrag vereinbarten
Geräte " im sechsstelligen Bereich " , der Vertrag habe eine Laufzeit von "
mehreren Jahren " . Endkundenpreise sowie die ersten Produkte für
Privathaushalte und kleine Unternehmen will RWE Powerline auf der CeBIT in
Hannover vorstellen - allerdings ist dies nicht das erste Mal , dass Powerline
auf der CeBIT präsentiert wird . Bereits im letzten Jahr gab RWE zur CeBIT den
Start eines Powerline-Modellversuchs bekannt . Nach der CeBIT beginne Ascom aber
nun mit der Fertigung der Powerline-Modems , so der RWE-Sprecher . Der Konzern
rechnet damit , dass etwa 15 Haushalte pro Ortsnetzstation gleichzeitig im
Internet surfen könnten . Sie teilen sich dabei die maximale Geschwindigkeit von
zwei MBit/s , Up- und Download-Geschwindigkeit sind bei der Ascom-Technik gleich
hoch . Bisher krankte die Powerline-Technik vor allem an der Störstrahlung .
Nach Angaben des RWE-Sprechers werden die Ascom-Geräte die in der
Nutzungsbestimmung 30 festgeschriebenen Grenzwerte einhalten . Diese Bestimmung
liege derzeit als Vorlage dem Bundesrat vor , dieser müsse ihr noch zustimmen .
Die Rückkehr der Bildtelefonie mit UMTS Ab 2002 soll der Mobilfunkstandard der
dritten Generation in den Regelbetrieb übergehen . Doch noch fehlen die
Anwendungen , die die potenziellen Nutzer auch zur Nutzung des schnelles mobilen
Netzes bringen . Nachdem sich Bildtelefonie im Festnetzbereich nicht
durchgesetzt hat , soll sie nun in UMTS-Handys wieder aufleben . Mit UMTS (
Universal Mobile Telecommunication Systems ) können Handys bis zu zwei Megabit
pro Sekunde übertragen . Das wäre bis zu 200 Mal so viel wie bisher , was genügt
, um Bilder in Videoqualität zu senden und zu empfangen . UMTS arbeitet im
Vergleich zu derzeit üblichen Mobilfunktechnologien flexibel : Es trennt
automatisch Sprache und Daten und passt die Datenrate entsprechend an . Es gibt
bereits Ideen , wie das Handy der Zukunft aussehen muss : Die Design-Studie " SX
45 " ermöglicht die " Face-to-Face-Kommunikation " zwischen zwei Anwendern . Das
Gerät besitzt ein großes Farbdisplay , das zugleich als Bedienoberfläche dient .
Eine intuitive Navigation sollen so genannte Softkeys an beiden Seiten
ermöglichen . Ein Sensor , der den Anwender an seinem Fingerabdruck erkennt ,
macht Geheimnummern oder PIN überflüssig und verhindert so den Missbrauch beim
Einsatz des Geräts . " Die Technik passt in das Gerät noch nicht rein " , sagt
Axel Schafmeister , Pressesprecher bei Siemens in München . Voll
funktionstüchtig ist nach Angaben von Siemens bereits ein Prototyp eines mobilen
Videotelefons . Es wiegt 130 Gramm und verfügt über einen
Zwei-Zoll-Farbbildschirm und zwei Miniaturkameras , die wahlweise das Filmen der
Umgebung oder des Telefonierenden gestatten . Eine integrierte Freisprechanlage
erlaubt das Sprechen während einer Videoverbindung . Die ersten marktreifen
Video-Handys soll es von Siemens jedoch frühestens im kommenden Jahr geben .
Auch der finnische Hersteller Nokia geht davon aus , dass mit UMTS-Handys
Videokonferenzen unterwegs möglch sind . Dazu sollen die Geräte der " dritten
Generation " Nokia in Düsseldorf zufolge elektronische Postkarten mit Fotos und
Videoclips verschicken . Allein am konkreten Modell fehlt es noch : " Es sind
aber Design-Studien vorgesehen " , sagt Nina Lenders , Sprecherin von Nokia .
Was es können sollte , wissen die Nokia-Entwickler : Beispielsweise sollten sich
Handy-Besitzer künftig auf der Straße Trailer in Form von Videoclips zu
aktuellen Kinofilmen ansehen können . Vom niederländischen Elektronikhersteller
Philips werde es frühestens zur Cebit 2002 Prototypen mobiler Bildtelefone zu
sehen geben , sagt Sprecher Klaus Petri . Dabei sei die Bildtelefonie nur eine
Option für die UMTS-Handys . Nicht alle Modelle würden automatisch mit diesem
Feature ausgerüstet . Das sei vor allem am Anfang noch zu teuer . " Die Kids
wollen vielleicht nur spielen und ein billiges Gerät haben . " Handys mit Bild
werden sich deshalb vermutlich zunächst nur an Geschäftsleute richten . Sicher
ist dem Telefon-Hersteller Alcatel in Stuttgart zufolge , dass die neuen
UMTS-Endgeräte in ihrer Anfangsphase über den jetzigen Preisen herkömmlicher
GSM-Handys liegen werden . Das liege zum einen an der geringeren Stückzahl und
zum anderen an der höheren Funktionalität der Geräte . Anders als für die
stationären Bildtelefone , vor denen man still sitzen bleiben muss , um für den
Gesprächspartner erkennbar zu sein , dürfte für die mobilen Geräte ein "
Massenmarkt " vorhanden sein : GPRS-Erstling von Alcatel Das französische
Kommunikationsunternehmen Alcatel will ebenfalls ein GPRS-Handy auf den Markt
bringen . Der Hersteller stellt beim One Touch 502 vor allem die WAP-Funktionen
in den Vordergrund : So soll der Anwender bis zu zehn verschiedene WAP-Gateways
im Gerät abspeichern können , auch ermöglicht das Handy das Speichern von bis zu
zehn WAP-Bookmarks . Das grafikfähige Display des Gerätes soll bis zu acht
Zeilen Text darstellen können . Alcatel gibt das Gewicht des Telefons mit 103
Gramm an , für Fax- und Datendienste ist ein Modem eingebaut . Zusätzlich
enthält das Gerät laut Hersteller einen Organizer , der als Terminplaner und
Kontaktmanager dient . Zu Preis , Verfügbarkeit sowie Laufzeiten des Akkus
konnte Alcatel noch keine Auskünfte erteilen . Internet-Flatrate von Web-Hoster
Netbeat Der Regensburger Web-Space-Provider Netbeat will im April einen
pauschalen Internet-Tarif zum Preis von 89 Mark pro Monat anbieten . Auf den
ersten Blick sieht das Angebot nach einem Weiterverkauf der Callando-Flatrate
aus : Beide sollen 89 Mark pro Monat kosten , bei Anmeldung bis Ende März fällt
keine Einrichtungsgebühr an und das Transfervolumen ist auf drei GByte
beschränkt . Wolfgang Glaser , Geschäftsführer von Netbeat , erklärte gegenüber
c't jedoch , dass es sich um ein eigenes Angebot handelt . Dauersauger müssen
bei der Netbeat-Flatrate aufpassen : Downloads oberhalb des im Preis enthaltenen
Transfervolumens berechnet der Provider mit 29 Mark pro GByte . Für einen
Aufpreis von 50 Mark pro Monat bekommt der Kunde zusätzlich eine eigene
.de-Domain mit 500 MByte Speicherplatz , er muss jedoch mit einer einzigen
E-Mail-Adresse auskommen . Support für das Hosting-Angebot will die Firma 24
Stunden am Tag liefern . Billiger Internetzugang für Kölner Schüler
Minderjährige Kölner Schüler sollen ab August für 25 Mark monatlich bis zu 60
Stunden im Internet surfen können - also umgerechnet für etwa 0,7 Pfennig pro
Minute . Dies bietet der Kölner Stadtnetzbetreiber Netcologne Familien an , die
bereits einen ISDN-Anschluss des Unternehmens haben . Nicht genutzte Stunden
verfallen , allerdings dürfen auch Familienmitglieder den Zugang mit benutzen .
Die Hürde des PC-Kaufs will Netcologne zusammen mit anderen Kölner Unternehmen
durch einen speziellen Schüler-PC tiefer setzen ; dieser soll auch " zu äußerst
günstigen monatlichen Gebühren zur Miete angeboten werden " . Telefonieren mit
Microsofts MSN Messenger 3.0 Microsoft hat eine neue Version des MSN Messenger
veröffentlicht . Er beherrscht nun unter anderem File-Sharing , das Versenden
von Nachrichten an Handys und Pager . Gimmick am Rande : Die neue Version kann
die Emoticons wie :-) als kleine Grafiken anzeigen . Der Versionssprung auf 3.0
erklärt sich aber wohl vor allem aus der Telefonie-Integration : Einer Technik ,
die kostenlose Telefongespräche über die Soundkarte im eigenen PC zu normalen
Telefonanschlüssen per Internet ermöglicht . Allerdings muss der
Telefonanschluss , den man erreichen möchte , in den USA oder Kanada liegen .
Microsoft stellt die Verbindung zu den Telefonanschlüssen jedoch nicht selbst
her , sondern bedient sich bei der Firma Net2Phone - damit kommt Microsoft dem
Instant Messenger-Marktführer AOL zuvor , der Ende letzten Jahres ebenfalls eine
Kooperation mit Net2Phone angekündigt hatte . Telekom liebäugelt angeblich mit
AOL Nach einem Bericht des Handelsblatts will die Deutsche Telekom AG beim
weltweit größten Online-Dienst AOL einsteigen . Telekom-Chef Ron Sommer soll
sich in den letzten Wochen mehrfach in den USA mit AOL-Chef Steve Case zu
Gesprächen getroffen haben . Die Telekom wäre durch die Beteiligung auf einen
Schlag im Ausland vertreten - das seit Monaten erklärte Ziel . AOL könnte seinen
eigenen Online-Dienst über das Kabelnetz der Telekom verbreiten und dadurch in
Deutschland massiv neue Abonnenten gewinnen , was in diesem Jahr noch nicht
gelang . AOL konnte nur um 100.000 Benutzer zulegen , die Telekom-Tochter
T-Online aber über 600.000 . Telekom-Sprecher Jörg Lammers wollte zu dem Artikel
in einem Gespräch mit c't keine Stellung nehmen : " Es handelt sich um
Marktspekulationen , an denen wir uns nicht beteiligen . " Die AOL-Pressestelle
war zu keinerlei Auskunft bereit . T-Online-Vorstand schrumpft weiter Nachdem
erst vor wenigen Wochen der 43-jährige Wolfgang Keuntje seinen Posten als
Vorstandschef des kundenstärksten Online-Dienstes in Europa niedergelegt hatte ,
tritt nun ein weiteres Mitglied der Führungsriege ab . Der Vorstand
Produktmarketing bei T-Online , Ralf Eck , hat nach Angaben von T-Online um die
Auflösung seines Vertrages mit sofortiger Wirkung gebeten . Eck hatte erst im
Januar die operative Verantwortung für den Bereich Produkt-Marketing bei
T-Online übernommen . Nach Angaben der Financial Times Deutschland war
Telekom-Chef Ron Sommer mit Ecks Leistungen unzufrieden . Burkhard Grassmann ,
bisher Leiter der Unternehmenskommunikation im Zentralbereich
Konzernkommunikation , soll dem Aufsichtsrat in seiner nächsten Sitzung als
neuer Vorstand Produktmarketing der T-Online vorgeschlagen werden . Systems :
d-box 2 mit integriertem Modem Auf der Systems kündigte die 100-prozentige
Tochterfirma der KirchMedia-Gruppe die Version 2 ihrer d-box an . Anfangs wird
die d-box freilich nur zum Fernsehen geeignet sein . So zeigt sich auch hier der
schon von xDSL her bekannte Weg : Internet-Zugang soll die d-box erst im Laufe
des nächsten Jahres lernen . Der Rückkanal bleibt jedoch mit dem Modem weiterhin
schmalbandig . Ein Java-fähiger Browser soll dann der ganzen Familie vor dem
Fernseher das gemeinsame Surfen ermöglichen . Zuerst sollen jedoch
Geschäftskunden in den Genuss der Box kommen : Schulungen , Event-TV oder auch
Sparten-TV sollen den Weg für die Box frei machen . Ende des Jahres will die
Firma die ersten Geräte ausliefern , die anders als bei der ersten Version von
drei Firmen hergestellt werden , nämlich Nokia , Philips und Sagem . Über Preise
wollte Schöberl noch keine Auskünfte geben . Weitere Lizenzen für Ortsnetz per
Funk Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) hat 161
weitere Lizenzen für den drahtlosen Teilnehmeranschluss per Wireless Local Loop
( WLL ) vergeben . Von den 14 Firmen , die insgesamt 503 Bewerbungen eingereicht
hatten , waren nur ArcTel , Callino , Deutsche Landtel , FirstMark
Communications , Tele 2 sowie Viag Interkom erfolgreich . Die Bewerbungen hat
die Regulierungsbehörde nach eigenen Angaben anhand der Kriterien Fachkunde ,
Leistungsfähigkeit , Versorgungsgrad sowie technische und geschäftliche Planung
bewertet . Bei ansonsten gleicher Eignung soll der Bewerber den Zuschlag
bekommen haben , der insgesamt einen höheren Versorgungsgrad sicherstellt . Bei
den jetzt vergebenen Frequenzgebieten handelt es sich überwiegend um
Versorgungsbereiche in ländlichen Regionen , aber auch um einige
Frequenzzuteilungen in Großstädten wie Berlin , Frankfurt am Main , Hamburg ,
Potsdam und Stuttgart . Nach Angaben der Regulierungsbehörde haben damit in
allen Landkreisen beziehungsweise kreisfreien Städten in der Bundesrepublik
mindestens zwei miteinander konkurrierende Unternehmen Frequenzzuteilungen
erhalten , die zum Aufbau von Punkt-zu-Mehrpunkt-Richtfunkanlagen für die
drahtlose Teilnehmeranschlussleitung geeignet sind . Die Frequenzen ermöglichen
den Unternehmen , die so genannte letzte Meile zum Endkunden drahtlos zu
überbrücken , um Sprachtelefonie und andere Telekommunikationsdienste mit
höheren Bitraten anzubieten . Die Regulierungsbehörde verspricht sich davon eine
Belebung des Wettbewerbs im Ortsnetz . Internet-by-Call : Neue Preisrunde Die
Internet-Provider reagieren auf die Preisoffensive von MSN . Die Preise für
anmeldepflichtige Internet-by-Call-Zugänge fallen für Verbindungen in den
Abendstunden auf unter drei Pfennig pro Minute . Alle Anbieter haben die
Preissenkungen zum 1.März angekündigt . Addcom senkt den Preis für den
Internet-Zugang auf 2,9 Pfennig für die Zeit zwischen 18 und 9 Uhr - also auch
für Frühaufsteher ein erfreulicher Tarif . Tagsüber kostet der minutengenau
abgerechnete Zugang 4,9 Pfennig . Den auf den ersten Blick günstigsten
Minutenpreis stellt der Ibbenbürer Provider InetService in Aussicht : Zwischen
18 und 8 Uhr kostet der Zugang 2,86 Pfennig pro Minute . Allerdings verlangt der
Provider eine Grundgebühr von fünf Mark im Monat . Tagsüber liegt der Zugang mit
4,76 Pfennig pro Minute preislich im Mittelfeld ; die Abrechnung erfolgt
ebenfalls nur pro Minute . Surfer , die in einer der so genannten " nikocities "
wohnen , kommen mit den neuen Tarifen von nikoma abends am günstigsten weg :
Ebenfalls zum 1. März senken die Hamburger die Tarife auf 2,89 Pfennig pro
Minute ( ab 18 Uhr ) sowie 3,49 Pfennig tagsüber bei sekundengenauer Abrechnung
. Allerdings muss der Kunde mindestens 20 Internet-Stunden pro Monat bezahlen ,
ob er sie nun nutzt oder nicht . Der Zugang kostet bei 2,9 Pfennig pro Minute
also mindestens 34,80 Mark pro Monat zuzüglich " Einwahlstrafe " von sechs
Pfennig pro Verbindung . Den günstigsten Provider finden Sie mit unserem
Tarifrechner iTarif . DNS-Probleme blockierten E-Mail bei T-Online Mehrere
c't-Leser berichten von Schwierigkeiten beim Zugriff auf die E-Mail-Server von
T-Online . Dies wurde von T-Online bestätigt , angeblich habe es DNS-Probleme
mit bestimmten Mail-Servern gegeben . Gleichzeitig jedoch verwies T-Online auf
eine schon länger bestehende Ausweichmöglichkeit . So sollen Kunden in Zukunft
statt pop.btx.dtag.de als Server für eingehende Mail ( POP3 ) pop.t-online.de
verwenden ; analog dazu ist mailto.t-online.de als Server für ausgehende Mail (
SMTP ) zuständig . Für den Zugriff auf den News-Server sollen die Kunden in
Zukunft nur noch die Adresse news.t-online.de verwenden . SMS per ISDN-Telefon
Der beliebte Kurznachrichtendienst SMS ( Short Message Service ) soll nach
Angaben von Ascom nicht mehr auf die Mobilfunknetze beschränkt bleiben . Zur
CeBIT will der Schweizer Hersteller schnurlose ISDN-Telefone vorstellen , mit
denen der Anwender auch im Festnetz SMS versenden und empfangen kann .
Allerdings müssten die Netzbetreiber entsprechende Übertragungsprotokolle im
ISDN freischalten . Ascom verhandelt darüber nach Firmenangaben derzeit mit den
wichtigsten deutschen Netzbetreibern ; die Carrier würden nur zwei bis drei
Wochen zur Freischaltung der Protokolle benötigen . Breitband-Internet bei
Hansenet Die Hamburger Telefongesellschaft Hansenet will ab Anfang März einen
Breitband-Zugang zum Internet anbieten . Dieser soll in Download-Richtung " 30
mal schneller im Vergleich zu ISDN " sein , einen ISDN-Anschluss enthalten und
dabei " knapp über 100 Mark " kosten . Der Datentransfer über die somit 1.920
kBit/s schnelle Breitbandleitung soll ebenfalls im Preis enthalten sein .
Weiterhin soll " eine größere Anzahl Freiminuten zum Abtelefonieren für
Ortsgespräche und für nationale Ferngespräche " enthalten sein . Bereits Anfang
2000 wollte Hansenet zusammen mit der Bertelsmann Broadband Group ein
Pilotprojekt zum Abruf von Fernsehsendungen oder Filmen über ADSL starten .
Hansenet-Sprecherin Etta Schulze bestätigte gegenüber heise online , dass dieser
Zugang " etwas damit zu tun hat " . Weitere Angaben wollte Schulze nicht machen
; sie verwies stattdessen auf in der kommenden Woche folgende genauere
Informationen des Providers . Insolvenzverfahren gegen Internet-Provider NGI
eröffnet Das Amtsgericht Hamburg hat das Insolvenzverfahren gegen den
Internet-Provider Next Generation Internet eröffnet . NGI ist einer der an einem
Flatrate-Angebot gescheiterten Internet-Provider . NGI hatte Ende Dezember
selbst das Insolvenzverfahren eingeleitet . NGI-Pressesprecherin Marlene Salm
wollte sich zu dem Insolvenzverfahren nicht äußern , der " laufende Betrieb "
sei von dem Verfahren jedoch " nicht betroffen " . Inwestnet stellt
Flatrate-Angebot ein Der Kölner Provider Inwestnet hält sein Flatrate-Angebot
für den Internetzugang nicht länger aufrecht . Als Grund für die Einstellung
führt Inwestnet angebliche Sicherheitsmängel am Backbone an , der von dem
Aachener Provider Ginko betrieben wird . Ginko-Geschäftsführer Dr. Klaus Langner
sagte dazu auf Nachfrage von c't , diese Begründung treffe nicht zu . Inwestnet
hatte den Zugang inklusive Telefongebühren zum Pauschalpreis von 148 Mark pro
Monat angeboten . Außerdem zahlten die Kunden eine einmalige Einrichtungsgebühr
von 299 Mark . Eine Rückerstattung für die Ausfallzeit wird in der E-Mail
angekündigt . Weiter heißt es : " Wir bemühen uns derzeit , Ihnen Alternativen
zu bieten , um weiterhin auf einem hohen Niveau Ihre Surfleistungen
entgegenzunehmen . " Mehrere Anfragen der Redaktion nach konkreteren
Informationen beantwortete Inwestnet nicht . Internet by Call mit Kanalbündelung
Ab 1. Juni will die POP GmbH aus Hamburg als erster Anbieter Internet by Call
mit Kanalbündelung anbieten . Bis zu 16 ISDN-Kanäle sollen so für eine maximale
Datenübertragunsrate von 1 MBit pro Sekunde sorgen . Jeder Kanal wird mit 5,8
Pfennig pro Minute abgerechnet ; eine Grundgebühr wird nicht erhoben . Der
normale Surfer wird sich eher mit 2 ISDN-Kanälen zufriedengeben , wenn es denn
mal schneller gehen soll - zudem treten dann nur geringe
Synchronisationsverluste auf . Die Übertragungsrate liegt dadurch bei circa 15
kByte pro Sekunde . DENIC muß Schadenersatz leisten Das DENIC ist im Streit um
die Vergabe eines Domainnamens erstmals zu Schadensersatz verurteilt worden .
Die deutsche Zentralstelle für die Registrierung von Domainnamen ( kurz DENIC )
hatte sich nach einer mündlichen Gerichtsverhandlung geweigert , den Domainnamen
foris.de auf den Rechteinhaber des Markennamens Foris zu übertragen . In seiner
Urteilsbegründung führte das Landgericht Magdeburg aus , daß dem DENIC seit der
mündlichen Verhandlung am 21.5.1999 bekannt sei , daß die FORIS Marketing GmbH
keine Rechte an dem Markennamen Foris hat . Die Domain sei auf die Klägerin ,
die Foris Beteiligungs AG , zu übertragen . Zusätzlich müsse das DENIC
Schadenersatz für die Zeit seit dem 22.5.1999 zu leisten . Zur Höhe der
Schadenersatzforderung wollte sich der Kläger nicht äussern . Das Urteil wird
morgen rechtskräftig . Die DENIC-Geschäftsführerin Sabine Dolderer erklärte ,
daß die Domain auf die Foris Beteiligungs AG umgetragen werde , sobald die im
Urteil geforderte Sicherheitsleistung gezahlt sei . Das DENIC werde aber auf
jeden Fall in Berufung gehen . Eine private Vergabestelle könne nach ihrer
Aussage keine Prüfungsstelle für Namensrechte sein ; die Prüfung sei nach den
Vergaberichtlinien des DENIC die Aufgabe des Antragstellers . Den
Schadenersatzforderungen sieht man daher gelassen entgegen . Das Urteil des
Gerichts kann auf den Seiten des Landgerichts Magdeburg nachgelesen werden .
MIC-Flatrate-Zugang nicht mehr erreichbar ( Update ) Der Flatrate-Anbieter
Medien Info Center scheint sein Dienst komplett eingestellt zu haben . Die
Einwahl in das Netz ist auch Kunden mit noch laufenden Verträgen nicht mehr
möglich . Bei Messungen der c't-Redaktion gab es heute Morgen um 2.15 Uhr den
letzten erfolgreichen Connect . Auch der WWW-Server des Providers ist nicht mehr
erreichbar . Nach Angaben von MIC-Geschäftsführer Frithjof Geißler hat die
Deutsche Telekom " die Leistungen nicht mehr erbracht " . Zu weiteren Auskünfte
war er am Telefon nicht bereit , die Firma wolle jedoch im Lauf des Tages noch
eine Pressemitteilung mit weiteren Informationen herausgeben . Flatrate-Angebot
wird etwas billiger Die erste Flatrate ist noch gar nicht gestartet , da fallen
schon die Preise . Ursprünglich sollte der unbeschränkte Zugang zum Internet bei
Silyn-Tek 399 Mark im Monat kosten - Telefonkosten inklusive . Jetzt nennt die
Firma neue Tarife : Bei einer Laufzeit von 12 Monaten 359 Mark ( zzgl. 149 Mark
einmalige Einrichtungskosten ) , bei 24 Monaten 259 Mark ( 129 Mark
Einrichtungskosten ) , bei 36 Monaten 199 Mark pro Monat ( 99 Mark
Einrichtungskosten ) . Diese Preise gelten jedoch nur für private Nutzung .
Kommerzielle Anwender sollen zwischen 299 und 399 Mark zuzüglich Mehrwertsteuer
bezahlen . Der Provider betont , dass Preissenkungen an die Kunden weitergegeben
werden sollen . Anmeldungen nimmt Silyn-Tek bereits entgegen , der Start der
Flatrate ist zum 1. Oktober geplant . Größter Web-Dienstleister vor dem Verkauf
? Die Vorstände des Web-Hosters Strato sind nach einer dpa-Meldung heute für
zwei Wochen beurlaubt worden . Damit bahnt sich anscheinend aber nicht nur ein
Wechsel an der Firmenspitze an : Nach c't zugegangenen internen Informationen
aus dem Unternehmen will Teles das gesamte Aktienpaket an Bertelsmann verkaufen
. Weiter heisst es , dass alle Mitarbeiter hinter den Vorständen stehen und
einen Verkauf an Bertelsmann mit dem Lahmlegen des gesamten Betriebes
beantworten würden . Markus Schrodt , Leiter Internet Services bei Strato ,
versicherte demgegenüber , die Fortführung des technischen Betriebs sei
gewährleistet : " Wir werden sicherstellen , dass der Betrieb nicht nur
weitergeführt , sondern planmäßig ausgebaut wird . " Zu dem anstehenden
Besitzerwechsel wollte Schrodt sich nicht äußern . Der nach eigenen Angaben mit
260.000 Domains größte Web-Hoster in Deutschland befindet sich erst seit Ende
1998 im Besitz von Teles . Auch bei Bertelsmann hieß es " Kein Kommentar " .
Tiscali übernimmt Internet-Provider AddCom AddCom bietet neben dem
Internet-Zugang ein " umfassendes Entertainment-Portal " mit einem
Freemail-Angebot , einem Online-Shop für CDs , Videos und Computerspiele sowie
einer Filmdatenbank und einem Internet-Spielemagazin . Mitte Dezember hatte
AddCom den Kunden gekündigt , die bei dem Provider mit einem Flatrate-Tarif im
Internet surfen . Erst Anfang des Monats hatte Tiscali den niederländischen
Provider World Online endgültig übernommen . Telekom : Preissenkungen im Jahr
2000 Telekom-Chef Ron Sommer hat am Abend des Montag , 20.12.1999 , neue Tarife
für Februar 2000 angekündigt . Darüber hinaus erklärte Sommer , daß die deutsche
Telekom an weiteren Beteiligungen interessiert sei . Zwar bilde zunächst Europa
den Ausgangspunkt der weiteren Internationalisierung , aber das ehemalige
Staatsunternehmen suche auch nach einem starken Partner in Nordamerika . An den
von der Financial Times berichteten Spekulationen über eine Beteiligung an dem
französischen Mobilfunkbetreiber Bouygues Telecom wollte sich Telekom allerdings
nicht beteiligen , so die Pressestelle . ISDN-Spezialist AVM macht gute
Geschäfte Das Internet boomt - und einige Firmen verdienen gut am Geschäft mit
der für den Zugang notwendigen Hardware . Die Berliner Firma AVM , vielen
bekannt als Hersteller der ISDN-Adapter der Fritz!-Reihe , konnte nach eigenen
Angaben das Geschäftsjahr 2000 mit einer 20-prozentigen Umsatzsteigerung
abschließen . AVM bezeichnet sich selbst als den weltweit größten Hersteller von
ISDN-PC-Controllern - allerdings will die Firma in Zukunft auch im ADSL-Markt
mitmischen . Zur CeBIT stellt AVM eine interne PCI-Karte für den PC vor , die
das bei ADSL bisher übliche Modem ersetzen soll . Gleichzeitig arbeitet sie aber
auch als ISDN-Karte . Nach den Plänen der Deutschen Telekom , den
ADSL-Endgerätemarkt zu öffnen , sieht AVM gute Absatzmöglichkeiten für eine
solche Karte . AVM-Geschäftsführer Johannes Nill erklärte bereits : "
Insbesondere im ADSL-Bereich stehen wir in Gesprächen mit den Netzbetreibern
über die Lieferung von Endgeräten . " Weiterhin will AVM auf der CeBIT eine
interne PCI-Karte vorstellen , die eine Kabelverbindung zum ISDN-Abschluss
überflüssig macht - auch AVM setzt dabei auf die Nahbereichsfunktechnik
Bluetooth . Auf den Markt kommt die Karte jedoch erst im dritten Quartal . VATM
hält Telekom weiterhin für marktbeherrschend Der Verband der Anbieter von
Telekommunikations- und Mehrwertdiensten ( VATM ) hat ein Gutachten zur "
Marktbeherrschung und Marktabgrenzung auf Telekommunikationsmärkten "
vorgestellt . Die Studie bestätigt nach Meinung des VATM die eigenen Auffassung
zur Regulierungspolitk : Im jetzigen Stadium des Wettbewerbs könne nicht darauf
verzichtet werden , Telekom-Preise erst genehmigen zu lassen , bevor der Konzern
sie einführen dürfe . Preisdumping , Quersubventionierung und
Behinderungspraktiken seien ansonsten Tür und Tor geöffnet . Als Beispiel führt
der VATM die DSL-Angebote der Deutschen Telekom an . Erst Anfang Februar war auf
Antrag des Breko-Verbandes ein nachträgliches Missbrauchsverfahren in Gang
gekommen - die Telekom habe jedoch bis dahin schon einen DSL-Marktanteil von
über 90 Prozent erreicht , betonte der Verband . GPRS-Handy mit
MS-Betriebssystem Der britische Mobiltelefon-Hersteller Sendo will im Herbst ein
mobiles Smartphone auf den Markt bringen . Das Z100 Smartphone soll in den in
Deutschland und USA üblichen GSM-Netzen arbeiten , MP3- sowie WMA-Audiodateien
abspielen und einen Personal Information Manager ( PIM ) enthalten . Laut
Hersteller basiert es auf der Smartphone-Plattform " Stinger " von Microsoft .
Das Handy soll 99 Gramm wiegen und über 65.000 verschiedene Farben im Display
darstellen können . Es soll zudem mit USB- und RS-232-Ports ausgestattet sein
sowie über eine IrDA-Schnittstelle verfügen . Einen Preis teilte der Hersteller
noch nicht mit . DSL-Flatrate von Arcor startet im Juni Mannesmann Arcor bietet
ab 1. Juni eine Flatrate auf DSL-Basis zum Preis von 49 Mark im Monat an .
Voraussetzung für den Internet-Zugang mit 128 KBit/s ist allerdings ein so
genannter Power-Anschluss von Arcor , der einen ISDN-Komfortanschluss enthält .
Dieses Paket kostet immerhin 90 Mark im Monat . Derzeit kann das
Telekom-Unternehmen das Angebot erst in einigen Stadtgebieten von Hamburg ,
Berlin , Hannover , Düsseldorf , Köln , Essen , Frankfurt , Stuttgart , Nürnberg
und München bereitstellen . Bis Jahresende plant Arcor den Ausbau auf 100 Städte
bundesweit . Gleichzeitig stellt Arcor eine nicht näher spezifizierte Erhöhung
der Geschwindigkeit in Aussicht - Berichte über eine Beschleunigung auf 256
KBit/s ab Juli wollte die Pressestelle jedoch noch nicht bestätigen . Kostenlos
surfen mit Werbung Der Internet-Provider Talkline bietet am 3. Oktober - dem Tag
der deutschen Einheit - einen kostenlosen Internet-Zugang an . Der Surfer muss
dabei jedoch Werbung ertragen , die ein spezielles Programm auf seinen Desktop
überträgt , und sich zuvor für den normalerweise 1,8 Pfennig pro Minute teuren
und auf 15 Stunden pro Monat beschränkten Tarif Talknet Adweb anmelden .
Hintergrund : Flatrates erstickten an Telekom-Gebühren Mit Medien Info Center (
MIC ) und Sonnet haben diese Woche zwei weitere Provider ihren Flatrate-Tarif
eingestellt . Die Abschaltungen erfolgten abrupt und ohne Einhaltung der
Kündigungsfristen . Die Kunden erhielten keine Benachrichtigung ; über Nacht
wurde ihr Zugang abgeklemmt . Viele dürften dies erst in den kommenden Tagen
bemerken . Die ehemaligen Kunden der beiden Provider fürchten jetzt um ihre
bereits bezahlten Gebühren . MIC gibt an , diese anteilig ab dem Ausfall am 21.
September zurück zu zahlen . Allerdings müssten sich die Kunden mit ihren
Forderungen schriftlich an die Medien Info Center GmbH , Lessingstraße 10 ,
21629 Neu-Wulmstorf , wenden . Ralf Lauterbach , Geschäftsführer der
Versatel-Tochter Sonnet , versicherte gegenüber c't , die bezahlten Gebühren für
die nicht erbrachte Leistung ab dem 21. September zu erstatten . Die Buchhaltung
scheint jedoch bei beiden Firmen nicht reibungslos zu funktionieren . So teilte
uns ein Leser mit , dass er seinen Sonnet-Vertrag wegen massiver Einwahlprobleme
zum 15. September gekündigt habe . Trotz Kündigungsbestätigung sei ihm aber am
21. September ein weiterer Monatsbeitrag abgebucht worden - also an dem Tag , an
dem Sonnet die Flatrate ganz einstellte . Ein anderer Leser berichtete , MIC
habe ihm Mitte September wegen eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen
gekündigt . Am folgenden Tag habe der Provider dennoch eine weitere Monatsgebühr
eingezogen . Nach der Einstellung der beiden Tarifmodelle bleibt bei den Kunden
ein schaler Nachgeschmack : Welcher der billigen Flatrate-Anbieter hat noch eine
Zukunft ? Neben AOL und T-Online nimmt nur noch NGI neue Kunden an . AddCom
beschränkt sein Pauschangebot auf 5000 Teilnehmer und gibt an , das Kontingent
sei derzeit ausgeschöpft . Alle Flatrate-Anbieter zahlen an die Telekom
zeitabhängige Gebühren , während sie von ihren Kunden nur einen Pauschalbetrag
kassieren . Vielsurfer bedeuten für diese Provider also ein Minusgeschäft . Legt
man die Gebühren für den Anschluß für Online-Dienste-Anbieter ( AfOD ) zugrunde
, zahlen die Flatrate-Anbieter derzeit durchschnittlich 1,5 Pfennig für jede
Minute , in der ein Kunde seinen Zugang nutzt . Sie schreiben also bereits rote
Zahlen , wenn die Surfer im Schnitt drei Stunden täglich online sind . Kleinere
Provider ohne eigene Infrastruktur müssen für die Nutzung der
Telekom-Internetplattform noch tiefer in die Tasche greifen . Versatel gibt an ,
die Sonnet-Kunden hätten den Zugang durchschnittlich fünf Stunden am Tag genutzt
. In wenigen Monaten sei so ein Verlust im " zweistelligen Millionenbereich "
aufgelaufen , so Sonnet-Geschäftsführer Lauterbach . Sonnet hat angekündigt ,
erst wieder eine Flatrate anzubieten , wenn sich das Geschäftsmodell für die
Firma auch rechnet . Mit anderen Worten : Erst wenn die Telekom ihre
AfOD-Gebühren massiv senkt oder diese Leistung zum Pauschalpreis (
Großhandels-Flatrate ) anbietet , können auch kleinere Firmen einen
Flatrate-Tarif einführen . Bis dahin bleibt der Pauschaltarif ein Privileg für
große Provider , die Verluste ausgleichen können , oder für Mitbewerber der
Telekom , die selbst Telefonanschlüsse anbieten und für die letzte Meile zum
Kunden nicht zeitabhängig bezahlen müssen . Ein erster Lichtblick ist das
Verfahren , das die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post gegen die
deutsche Telekom angestrengt hat . Wie auch immer dieses Verfahren ausgeht , es
wird nicht die Abkehr von der zeitabängigen Tarifierung durch die Telekom
bedeuten , die viele Provider fordern . Ein Sprecher der Regulierungsbehörde ,
Rudolf Boll , sagte gegenüber c't : " Im Moment kann niemand die Telekom dazu
zwingen , eine Großhandels-Flatrate anzubieten . " 179-Mark-Flatrate für Firmen
Der Internet-Service-Provider Nextra , eine Tochtergesellschaft der norwegischen
Telenor-Gruppe , bietet für Firmen einen ISDN-Zugang zum Pauschalpreis von 179
Mark pro Monat an . nextra_call.flat umfasst neben dem ISDN-Zugang mit
Kanalbündelung ( 128 KBit/s ) eine feste IP-Adresse , eine eigene .de-Domain ,
100 MByte Webspace , eine eigene POP3-Mailbox sowie eine 24-Stunden-Hotline .
Die Benutzung an einem lokalen Netzwerk ist ausdrücklich gestattet . Die
Einrichtung kostet einmalig 179 Mark . Firmen , die Internetzugänge für externe
Mitarbeiter einrichten wollen , bietet der Provider einen speziellen Tarif
namens nextra_call.corporate an . Bei Abnahme von 100 Accounts schlägt jeder
Zugang mit Einrichtungskosten von 11,60 DM und einer Monatspauschale von 127,60
Mark zu Buche . Auch bei diesem Tarif ist Kanalbündelung möglich .
Werbefinanziertes Internet im Probebetrieb Der werbefinanzierte Internet-Zugang
wird in Deutschland langsam Realität . In einem Versuchsprojekt sollen
Mitglieder des Landesverband Berlin-Brandenburg des deutschen
Jugendherbergsverbandes 10 Stunden im Monat kostenfrei surfen können , wenn sie
einwilligen , sich gleichzeitig " in einem kleinen separaten Werbefenster "
Werbung anzuschauen . Bisher ist das Angebot auf Mitglieder beschränkt , die
schon mindestens fünf Jahre dabei sind . Anfang des nächsten Jahres soll es dann
allen DJH-Mitgliedern zur Verfügung stehen . Dahinter stehen einerseits die
Firma Novaville , die das Konzept des werbefinanzierten Internet-Zugangs
entwickelt hat , und andererseits regionale Telefonanbieter , die den Zugang zum
Netz bereit stellen . Tatsächlich handelt es sich um ein Ratenkaufangebot , bei
dem der Kunde obendrein einen Preselection-Vertrag unterschreiben muss . Die
monatlichen Raten belaufen sich auf 29,90 DM über einen Zeitraum von drei Jahren
; in der Summe zahlt der Käufer also 1077,40 Mark . Dazu kommt die Verpflichtung
, einen Preselection-Vertrag für 24 Monate mit Mannesmann Arcor oder GigaBell
abschließen zu müssen . Alle Rufnummern , die mit einer Null beginnen , werden
dann über diese Anbieter geleitet . Auch der Internet-Zugang soll über diese
Provider erfolgen . IPC Archtec kassiert dafür offenbar eine Provision , die
einen weiteren Teil der Kalkulation bildet . Pressesprecher Claus Seifert
deutete lediglich an , dass auch über Bannerwerbung zur Finanzierung des
Angebots nachgedacht wird . Als " Komfort-PC zum Dumpingpreis " preist GigaBell
das Angebot . Der " Volks-PC " soll mit 400 MHz-Celeron-Prozessor , 64 MByte
Arbeitsspeicher , einem 56k-Modem und 8,4-GByte-Festplatte ausgestattet werden ;
das Betriebssystem ist Linux . Um den Komfort genießen zu können , muß der Kunde
sich allerdings Maus und Monitor selbst hinzukaufen . NGI startet Internet per
ADSL zum Pauschaltarif Der Internet-Provider NGI bietet nach einem für
Geschäftskunden ausgelegten ADSL-Angebot nun auch ab 139 Mark pro Monat einen
pauschal abgerechneten schnellen Internet-Zugang für Privatkunden an . NGI
verlangt dafür eine Einrichtungsgebühr von 399 Mark . Derzeit ist das Angebot
nur in Hamburg erhältlich , " in Kürze " soll es auch in Köln , Düsseldorf ,
Berlin und München zur Verfügung stehen . Die Leitungsgeschwindigkeit
unterscheidet sich von üblichen ADSL-Angeboten für Privatkunden , die meist bei
768 kBit/s in Download- , beziehungsweise bei 128 kBit/s in Upload-Richtung
liegen : In Download-Richtung steht nach Angaben von NGI 1 MBit/s zur Verfügung
, in Richtung zum Provider sind es immerhin noch 256 kBit/s . Der Preis von 139
Mark pro Monat gilt jedoch nur bei einer Vetragslaufzeit von zwölf Monaten , bei
einer Vertragsdauer von sechs Monaten erhöht er sich auf 159 Mark .
Komplettausfall bei Strato Selbst die Strato-Homepage war zeitweise nicht
erreichbar . Die Elektrofirma ABB hatte Wartungsarbeiten an der
unterbrechungsfreien Stromversorgung durchgeführt , die nach Angaben eines
Strato-Sprechers nicht mit XLink abgesprochen waren . Durch den unvermittelten
Absturz müssen alle Server erst einen Filesystem-Check durchführen , bevor die
Domains wieder verfügbar sind . Strato hofft , dass dieses in Lauf des
Nachmittags der Fall sein wird . Einige Domains sind bereits jetzt wieder
erreichbar , so auch eine Heise-Domain . Am längsten müssen wohl die Kunden
warten , die die höchsten Preise bezahlen : Die Daten dieser Präsenzen sind nach
Strato-Angaben häufig über mehrere Server verteilt . Schmalspur-Flatrate für 20
Mark Der Internet-Provider WebX bietet für 19,95 Mark pro Monat eine
Schmalspur-Flatrate an . Zwar ist die Onlinezeit nicht beschränkt , doch darf
der Kunde nur 70 MByte Transfervolumen verursachen . Ein weiteres Angebot für 59
Mark hebt das Transferlimit auf 250 MByte an . Bei Providern , die im Zeittakt
drei Pfennig pro Minute kassieren , könnte man für 20 Mark rund elf Stunden im
Internet surfen und mit ISDN knapp 300 MByte aus dem Internet laden . Wer nicht
aufpasst und die Grenzen überschreitet , dem knöpft WebX pro MByte 35 Pfennig ab
- bei anderen Providern liegen Preise für dieses Datenvolumen teilweise deutlich
niedriger . WebX-Geschäftsführer Andreas Strohbach kündigte gegenüber c't jedoch
eine Preissenkung für das zusätzliche Transfervolumen an . Zum stündlichen Check
des E-Mail-Postfachs oder zum Plausch im IRC dürften 70 MByte pro Monat
ausreichen - längere Download-Sessions sind mit dieser Beschränkung jedoch
praktisch unmöglich . Preissenkungen für Prepaid-Flatrate Der Bitburger Provider
SilynTec senkt den Preis für den Internet-Pauschaltarif mit Vorauszahlung
Surf1-n-go . Die Flatrate muss für die gesamte Laufzeit vorab bezahlt werden ;
der günstigste Monatspreis liegt bei 69 Mark mit einer Laufzeit von zwölf
Monaten . Da SilynTec eine Aktivierungsgebühr von 49 Mark verlangt , steigt die
Gesamtbelastung auf 877 Mark oder monatlich rund 73 Mark . Damit liegt Surf1
rund fünf Mark unter dem Preis der T-Online-Flatrate . Wer die 877 Mark auf ein
Sparkonto mit drei Prozent Verzinsung bringt und monatlich knapp 80 Mark für
eine Flatrate mit kürzerer Vertragslaufzeit abhebt , legt dabei etwa 50 Mark
drauf , ist jedoch bei der Auswahl seines Providers flexibler . Ein weiteres
Angebot läuft nur sechs Monate und kostet 79 Mark pro Monat zuzüglich 49 Mark
Einrichtungspauschale . Hier schneidet das Sparbuchmodell besser ab : Nach einem
halben Jahr verbleiben knapp 60 Mark auf dem Konto . D2 : Wie das Unternehmen
heute mitteilte , geht der Auftrag zu gleichen Teilen an die Systemlieferanten
Ericsson und Siemens . Den kommerziellen Netzstart plant D2-Mannesmann ebenfalls
im Jahr 2002 , die Lieferung der ersten Netzkomponenten erwartet der
Netzbetreiber bereits " in den nächsten Monaten " . Erste Testnetze wollen die
Lieferanten zusammen mit dem Netzbetreiber bis Anfang 2001 in Düsseldorf - dem
Hauptsitz von Mannesmann Mobilfunk - aufbauen , für erste Pilot-Anwendungen
wollen sich die Unternehmen jedoch bis Mitte des Jahres Zeit lassen . Flatrate
ab 99 Mark pro Monat Der Bitburger Internet-Provider Silyn-Tek senkt erneut die
Preise für seine Surf1-Flatrate : 99 Mark im Monat soll der unbeschränkte Zugang
zum Internet kosten - allerdings nur bei einer Mindestlaufzeit von einem Jahr .
Zusätzlich ist jeweils eine Einrichtungsgebühr von 49 Mark fällig . Der Haken :
Der gesamte Betrag für das Paket wird im voraus fällig . Nach Ablauf der
Zeitspanne endet der Vertrag automatisch . Silyn-Tek gibt allerdings an , später
eine Möglichkeit zur Verlängerung anbieten zu wollen . Anmeldungen für dieses
Angebot will Silyn-Tek erst ab 30. Dezember auf seiner Homepage entgegennehmen .
Ab 15. April 2000 will der Provider seinen Flatrate-Zugang auch über Kaufhäuser
vertreiben . AOL kündigt neue deutsche Zugangssoftware an Der Online-Dienst AOL
will Ende Februar die deutsche Version seiner neuen Zugangssoftware zum Download
bereitstellen . Der Funktionsumfang von AOL 6.0 ähnelt der amerikanischen
Version : So soll etwa mit AOL Anywhere nicht nur mit einem PC ein komfortabler
Zugriff auf AOL-Inhalte geboten werden , sondern auch beispielsweise mit einem
Palm , einem WAP-Handy oder speziellen Surfterminals . Neben Modem und
ISDN-Adapter unterstütze die neue Version weitere Zugangstechniken , etwa per
ADSL , Kabelmodem oder Satellit . Adressbuch und web-basierter Terminplaner
sollen nur online verfügbar sein . Die Neuerungen bei der Bedienoberfläche sind
hingegen eher bescheiden : Der E-Mail-Client ermöglicht nun das Sortieren der
eingegangenen Nachrichten nach Absender , Art , Betreff und Datum , der Benutzer
soll eigene Nachrichten mit HTML-Tags " verschönern " können . Im Adressbuch der
neuen Version lassen sich zu einem Kontakt mehrere Mobiltelefon- und Faxnummern
sowie E-Mail-Adressen abspeichern . Faxe und SMS-Nachrichten soll der Anwender
direkt aus dem Adressbuch heraus verschicken können . Schneller surfen mit
Komprimierung Der Internet-Provider Addcom hat in seinen Einwahlroutern die
Datenkompression freigeschaltet . Damit soll beispielsweise bei
ISDN-Kanalbündelung ( 128 kBit/s ) die Datenübertragungsrate auf bis zu 240
kBit/s steigen . Diese Verbesserung ist allerdings nur bei gut komprimierbaren
Daten zu erzielen . Reale Internet-Seiten enthalten hingegegen oftmals Bilder im
JPEG- oder GIF-Format , die sich nur noch wenig komprimieren lassen . Wegen der
darin enhaltenen Bilder ist die Dokumentation recht grafiklastig : Nur knapp 12
Prozent des insgesamt über 3 MByte großen Paketes besteht aus Text in
HTML-Seiten , der Rest aus erklärenden Grafiken . Verzichtet man auf den
Download der Grafiken , so lässt sich durch die Komprimierung eine Zeitersparnis
von knapp 50 Prozent erzielen - mit Grafiken beträgt der Gewinn nur knapp 10
Prozent . Dagegen verliefen Besuche des Heise-Newstickers subjektiv spürbar
schneller . Da die wenigen Grafiken nur einmal geladen werden müssen , kommt
hier die Textkomprimierung voll zum Tragen . Windows-Anwender müssen zur Nutzung
im DFÜ-Netzwerk bei den Eigenschaften der Addcom-Verbindung die
Softwarekomprimierung aktivieren . Bisher haben nur wenige Provider die
Datenkompression freigeschaltet , so etwa die Firma Net&Beyond .
Verbraucherzentrale warnt vor Dialer-Programmen Zwar ist ihr Einsatz üblich ,
etwa beim Bezahlen von Programmen oder Waren im Internet , gefährlich sind aber
versteckte Dialer-Programme . Schon in einer einzigen Surf-Nacht könnten auf
diese Weise Telefonkosten von 2.500 Mark entstehen , warnt die
Verbraucherzentrale Berlin . Bei einigen Versionen fehlt demnach ein eindeutiger
Hinweis auf die Verbindungskosten . Manche Programme weisen erst nach mehreren
Seiten beiläufig auf die Kosten hin . Andere wiederum nisten sich den Angaben
zufolge derart tief in das Betriebssystem ein , dass selbst professionelle
Anwender sie erst nach Stunden wieder entfernen können , meinte die
Verbraucherzentrale gegenüber dpa . Eine überhöhte Rechnung sollte zunächst
nicht bezahlt werden , so die Verbraucherzentrale . Stattdessen sollte man
Aufklärung über die einzelnen Rechnungsposten verlangen . Wer unwissentlich in
eine solche Kostenfalle getappt ist , benötigt nach Angaben der
Verbraucherzentrale jedoch die Bildschirmausdrucke der einzelnen Internetseiten
als Beweis . Besitzer von ISDN-Karten des Berliner Herstellers AVM etwa können
sich mit dem Freeware-Programm CapiDog von Shamrock-Software vor überhöhten
Rechnungen schützen . Das Programm zeigt den Belegungs-Zustand der B-Kanäle auf
einem ISDN-S0-Bus als Taskbar-Symbol an und meldet in einem Fenster bei
ankommenden und oft auch bei abgehenden Verbindungen die beteiligten Rufnummern
. Da CapiDog inoffizielle herstellerspezifische Funktionen des Treibers benutzt
, eignet sich das Programm nur für ISDN-Karten von AVM mit einem CAPI-Release ab
3.08 . T-Online kündigt Preissenkungen an Ron Sommer , Chef der Deutschen
Telekom , kündigte heute auf der Hauptversammlung des Konzerns in Köln eine
Preissenkung für den T-Online-eco-Tarif auf 2,9 Pfennig pro Minute an . Kunden
der Telekom-Wunschtarife ISDN-XXL und ISDN-300 will die Telekom für einen
Aufpreis von 9,90 Mark den breitbandigen T-DSL-Zugang zur Verfügung stellen .
Siehe auch den ausführlichen Bericht zur Telekom-Hauptversammlung : Telekom-Chef
hält T-Aktie für unterbewertet CNN : Cyberangriff auf jugoslawische Regierung
angeordnet Wie CNN berichtet , hat der amerikanische Präsident Bill Clinton die
CIA ( Central Intelligence Agency ) angewiesen , neue Wege zur Destabilisierung
der jugoslawischen Regierung zu finden . Auch das Internet soll benutzt werden ,
um Milosevic zu schaden . Newsweek hingegen berichtet sogar davon , daß Hacker
im Auftrag des Pentagon in ausländische Banken eindringen und Konten des
jugoslawischen Präsidenten manipulieren sollen . Angeblich besitzt Milosevic
Konten in Griechenland , Rußland und Zypern . Sonderaktion : Surfen ab 1 Pfennig
pro Minute Der Hamburger Internetprovider Point of Presence will parallel zu den
Sonderaktionen verschiedener Telefongesellschaften in den nächsten Tagen über
eine Hamburger Einwahlnummer den kostenlosen Zugang zum Internet anbieten . Nach
Angaben des Providers stehen dazu 1000 Einwahlports zur Verfügung . Für den 26.
und 27. Juni 1999 sowie den 3. und 4. Juli hat Viag Interkom Ferngespräche für
2,9 Pfennig pro Minute angekündigt . 1 Pfennig pro Minute - allerdings nur von
21 bis 24 Uhr . Tagsüber billig surfen Drei Pfennig pro Minute zuzüglich 24,80
DM Grundgebühr pro Monat soll der Internetzugang bei der Verlagsgruppe Rhein
Main ( Main-Rheiner ) ab 1. Juli kosten . Wer mehr als 20 Stunden im Monat
tagsüber online ist , surft damit trotz der Grundgebühr preiswerter als mit dem
günstigsten Call-by-Call-Zugang . 10 MByte Platz für die eigene Homepage ist in
dem Preis enthalten . Abonnenten einer der mehr als 20 angeschlossenen Zeitungen
zahlen eine verminderte Grundgebühr von 19,80 DM - gewerbliche Anwender hingegen
49 DM . Für nachtaktive Surfer bieten andere Anbieter eventuell günstigere
Konditionen : Ab 3,9 Pfennig pro Minute ist bundesweit die Einwahl möglich ;
DellNet bietet Internetzugänge sogar ab 3 Pfennig an - jedoch nicht bundesweit .
Die Sonderaktion einiger Telefongesellschaften läßt sich aber auch für diesen
Provider nutzen . Eine Liste der 84 Einwahlpunkte findet sich in der
DellNet-Zugangssoftware . Die Callahan-Gruppe will nach dpa-Berichten den Kölner
Stadtnetzbetreiber Netcologne übernehmen . Die britisch-amerikanische Gruppe
hatte sich kürzlich einen 55-Prozent-Anteil an den Kabelnetzen der Deutschen
Telekom in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gesichert . Das
Bundeskartellamt hat gegen eine Übernahme des Kölner Telefon-Ortsnetzbetreibers
NetCologne durch die Callahan-Gruppe große Bedenken . Dem Bundeskartellamt liege
noch keine Anmeldung des möglichen Deals vor , sagte Sprecher Stefan Siebert am
Montag in Bonn . Daher könne auch noch nicht über eine Genehmigung oder ein Veto
gesprochen werden . Auch der Präsident der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post , Klaus-Dieter Scheurle , äußerte sich bereits
kritisch zu der Fusion . Ein solcher könne die " ohnehin düstere "
Wettbewerbslage im Ortsnetz verschlechtern . Callahan sei von der Telekom , die
das Ortsnetz dominiert , nicht wirklich unabhängig . Werner Hanf , der Chef der
Netcologne , reagierte verärgert auf die Äußerungen zu den Fusionsplänen . "
Interessierte Kreise versuchen die Verhandlungen gezielt zu stören " , sagte er
dem Kölner Stadt-Anzeiger . Das Ganze sei " angezettelt " worden von
Mitbewerbern , die die Kölner Telefonfirma zu einem Anhängsel der Telekom
abstempeln wollten - mit dem Hintergedanken , bei einem Scheitern der
Verhandlungen vielleicht selbst noch in Köln zum Zuge zu kommen . Die Stadt- und
die Kreissparkasse Köln hatten zusammen mit den Kölner Gas- , Elektritäts- und
Wasserwerken Netcologne 1994 gegründet . Nach eigenen Angaben betreibt das
Unternehmen derzeit rund 65.000 Telefonanschlüsse und besitzt ein eigenes
Glasfasernetz von 2000 Kilometern Länge . Neue internationale PGP-Version Die
internationale Version 6.5.1 des Verschlüsselungsprogramms Pretty Good Privacy
liegt nun zum Download bereit . Wie in der US-Ausführung fehlt das Programm
PGPDisk ; neue Funktionen sind nicht hinzugekommen . Im Gegensatz zum Vorgänger
6.0.2i scheint das Outlook-Plugin jedoch einwandfrei zu arbeiten - es ist also
keine Handarbeit notwendig . Ermittlungen gegen Free-PC-Anbieter Einen " nahezu
kostenlosen PC " verspricht die Berliner Firma Solution by Connecting ( SBC )
ihren Kunden seit Monaten ; sie kassierte 39,90 DM Anmeldegebühr , lieferte aber
bisher nicht . Mittlerweile interessiert der Fall die Polizei . Am vergangenen
Montag seien die Wohnungen der beiden Geschäftsführer durchsucht worden , teilte
die Pressestelle der Berliner Polizei heute auf Nachfrage von c't mit . Unter
der Überschrift " Eine gigantische Abzocke " hatte die Zeitschrift Computer-Bild
einen Bericht veröffentlicht , in dem frühere SBC-Beschäftigte der Firma einen
beabsichtigen Betrug an bisher fast 15.000 Kunden vorwarfen . Die neue
Geschäftsführerin Beatrice Leipert wies am Dienstag gegenüber c't den
Betrugsverdacht zurück . Die versprochenen PCs würden ausgeliefert , sobald die
Verträge mit den Werbepartnern unter Dach und Fach seien . Einen Termin konnte
sie jedoch nicht nennen . Günstiger Surfen bei Mannesmann Arcor Mannesmann Arcor
senkt zum 1. Juni die Preise für den Internet-Zugang auf bis zu 1,9 Pfennig für
die Onlineminute . Im dem Arcor Online Power genannten Tarif fällt jedoch eine
Grundgebühr von 19,90 Mark pro Monat an ; zudem kostet die Onlineminute Montag
bis Freitag tagsüber 2,9 Pfennig . Durch die hohe Grundgebühr rechnet sich das
Angebot nur für Vielsurfer , die mehrere Dutzend Stunden pro Monat im Netz
verbringen - und das vor allem abends oder am Wochenende . Gelegenheitsnutzer
finden über unseren Service iTarif deutlich günstigere Preise . T-Online :
Details zu Flatrate und neuen Preisen Deutschlands gößter Onlinedienst T-Online
hat heute die ab dem 1. Juni geltenden Preise für den Internet-Zugang bekannt
gegeben . Bereits gestern hatte Ron Sommer einen Preis von 2,9 Pfennig pro
Minute für den eco-Tarif in Aussicht gestellt , allerdings keine weiteren
Details genannt . Heute nun teilte T-Online mit , dass bei diesem Tarif die
bisher gewährten zwei Freistunden entfallen ; die Grundgebühr von acht Mark wird
dennoch beibehalten . Das grundgebührenfreie T-Online-by-Call wird 3,9 Pfennig
pro Minute kosten . Ab Juni bietet T-Online zudem ISDN-Kanalbündelung zur
Erhöhung der Surfgeschwindigkeit an - womit dann allerdings auch die doppelten
Gebühren fällig werden . Den Preis für die Flatrate gab T-Online , wie heute
morgen schon berichtet , mit 79 Mark an . Jeweils nach 24 Stunden
kontinuierlicher Verbindung zu T-Online erfolgt eine automatische Trennung -
nach Angaben der Telekom ist eine sofortige Wiedereinwahl aber möglich . Die
Laufzeit des Vertrags mit Pauschaltarif beträgt mindestens ein Jahr ; wie im
eco-Tarif ist eine Hardware-Versicherung für den PC im Preis enthalten .
Telekom-Flatrate schon unterboten Der Hamburger Provider Next Generation
Internet ( NGI ) will ab Juni eine Flatrate für 77,77 Mark pro Monat anbieten .
Der Provider verlangt ebenso wie die Telekom keine Anmelde- oder Einwahlgebühr ;
im Unterschied zum rosa Riesen besteht NGI aber zu Gunsten des Kunden nur auf
einer Vertragslaufzeit von vier Monaten . Ein recht pfiffiges Angebot haben die
Hamburger für Surfer mit dem Bedürfnis nach mehr Geschwindigkeit : Wer
Kanalbündelung zur Erhöhung der Datenrate benötigt , zahlt für den zweiten Kanal
zusätzlich den normalen Call-by-Call-Minutenpreis von NGI . Den hat der Provider
im gleichen Atemnzug auf minutengenau abgerechnete 2,49 Pfennig pro Minute
gesenkt . Nur 1,79 Pfennig pro Minute sollen ab Juni Nutzer des Premium-Tarifs
zahlen , der jedoch 9,95 Mark Grundgebühr pro Monat kostet . Anmeldungen für
diese Angebote nimmt der Provider ab heute nachmittag auf seiner Homepage
entgegen . Deutschlandweite Flatrate ab 99 Mark Der Internet-Provider
canaletto.net steigt wieder in das Flatrate-Geschäft ein . Für Geschäftskunden
stehen drei verschiedene Varianten zur Verfügung ; aber auch Privatleute können
laut Anbieter die Tarife nutzen . Die mit 99 Mark pro Monat günstigste Version
Canaletto.net_Flat 64 ermöglicht die deutschlandweite Einwahl per Modem oder
ISDN-Adapter über eine 0800-Nummer , zusätzlich enthält sie einen WWW-Server mit
zwei .de-Domains und zwei GByte freiem Traffic für die Server . Die
Kündigungsfrist des Angebots beträgt drei Monate , für die Einrichtung verlangt
der Provider einmalig 99 Mark . Eine Nutzung mit einem lokalen Netzwerk erlaubt
der Provider ausdrücklich , das Flatrate-Angebot kann somit auch von mehreren
Rechnern aus genutzt werden . Nach Angaben der Pressestelle des Unternehmens
besteht canaletto.net nicht auf Firmenkunden , auch Privatpersonen können das
Angebot nutzen . Eine Verdoppelung der Übertragungsgeschwindigkeit bietet das
189 Mark teuere Angebot Canaletto.net_Flat 128 , dazu erhöht der Provider das
freie Übertragungsvolumen für insgesamt fünf .de-Domains auf vier GByte . Die
Einrichtungsgebühr beträgt 189 Mark , die Kündigungsfrist ebenfalls drei Monate
. Wer ein Shopsystem benötigt , muss zum 249 Mark pro Monat teuren Angebot
Canaletto.net_Flat 128 Plus greifen . Die Kündigungsfrist beträgt auch hier drei
Monate , die Einrichtung kostet jedoch 249 Mark . Der Anfang des Jahres viel
diskutierte Werbeblocker von Siemens steht in einer neuen Version zum Download
bereit . Mit dem Versionssprung auf 1.2 wird der Webwasher aus dem
Produktangebot des Konzerns gestrichen : Neuer Hersteller ist die Webwasher.com
AG , an der neben Siemens unter anderem die Schweizer Invision AG , ein
Tochterunternehmen der Metro-Gruppe , beteiligt ist . Für Privatanwender sowie
schulische Einrichtungen bleibt die Software kostenfrei , gewerbliche Anwender
müssen hingegen dafür bezahlen . SDSL-Flatrate in Hannover und Minden Der
Mindener Provider KKF.net bietet ab Dezember 1999 einen schnellen
Internet-Zugang zum Pauschaltarif per SDSL in Hannover und Minden an . Die
Preise dafür richten sich nach der Übertragungsrate : Sämtliche Traffic- und
Telefongebühren sollen in dem Paket enthalten sein . Europaweiter Routenplaner
online web.de bietet ab sofort online einen europaweiten Routenplaner an .
Zwischen Start- und Zielpunkt berechnet die Software bis zu drei Zwischenstops ;
bei unklaren Ortsnamen ( Hannover/Hannoversch-Münden ) fragt die Datenbank nach
. Wer eher reist als rast , wird sich über die Möglichkeit freuen , neben der
schnellsten auch die kürzeste Strecke abfragen zu können . Mail-Server offen wie
ein Scheunentor Ein neuer E-Mail-Server des Internet-Providers NGI stand seit
der Lieferung des Systems für Angriffe aus dem Internet weit offen . Der
Lieferant des IBM RS/6000-Servers , CriticalPath , hatte das vom Hersteller
gesetzte root-Passwort " ibm " der Maschine nicht geändert , sodass die weit
verbreitete Kenntnis dieser Defaulteinstellung genügte , um per telnet Zugriff
auf alle auf dem Server gespeicherten E-Mails zu erlangen . Der Provider
erklärte gegenüber c't , an dem neuen System seien noch Wartungsarbeiten
vorzunehmen gewesen . Deshalb habe die Maschine noch nicht hinter dem
NGI-Firewall gestanden und der telnet-Zugang sei noch freigeschaltet gewesen .
Internet-Provider NGI vom Netz getrennt Die Datenleitungen des
Flatrate-Anbieters Next Generation Internet sind derzeit gestört . Nach Angaben
des Providers handelt es sich um eine vorübergehende Störung . Die Deutsche
Telekom arbeite bereits an der Behebung - man hoffe , im Lauf des Tages wieder
online zu sein . Ericsson stellt erstes PDA-Handy vor Der Handy-Hersteller
Ericsson bringt mit dem R380s das erste Smartphone - eine Kombination aus Handy
und PDA - heraus , das auf der Symbian-Plattform EPOC basiert . Der Handy-Teil
arbeitet in den in Deutschland genutzten 900- und 1800-MHz-Netzen , ist
WAP-fähig und enthält ein Modem , welches über die Infrarot-Schnittstelle mit
einem PC verbunden werden kann . Der Akku des 164 Gramm schweren R380s soll mehr
als 100 Stunden Bereitschaft oder über vier Stunden Gesprächsdauer ermöglichen .
Das R380s soll in wenigen Wochen auch in Deutschland erhältlich sein ; den
genauen Termin will der Hersteller Anfang Oktober bekannt geben . Der derzeit
anvisierte Preis von 1499 Mark könnte nach Angaben der Ericsson-Pressestelle
eventuell noch nach unten korrigiert werden . Bislang war das Betriebssystem
EPOC vor allem in PDAs wie Revo oder Serie5mx Pro von Psion zu sehen . Die
nächste Generation von PDAs wird ohne GSM-Telefonie nicht mehr auskommen .
Motorola und Palm entwickeln ein Tri-Band-GSM-Telefon auf Basis des Palm OS und
Handspring will ein Springboard-GSM-Modul für den Visor-PDA liefern .
Bundesweiter Netzausfall bei E-Plus Das Mobilfunknetz von E-Plus ist am
Freitagmorgen bundesweit abgestürzt . Seit 8.15 Uhr konnten sich viele Kunden
des Mobilfunk-Anbieters E-Plus nicht mehr in das Netz einbuchen . In einer
Pressemitteilung gab das Unternehmen bekannt , dass rund ein Viertel der Kunden
von dem Ausfall betroffen sei . Nach Angaben der E-Plus-Pressestelle ist der
Fehler seit kurzem behoben , es könne jedoch noch einige Minuten dauern , bis
sich alle Kunden wieder in das Netz einbuchen können . Kostenloser
Internet-Zugang in Großbritannien Die kanadische Telefongesellschaft North
American Gateway Inc. will in Zusammenarbeit mit dem britischen
Internet-Provider CallNet PLC ab 1. November 1999 einen kostenlosen
Internet-Zugang in Großbritannien anbieten . Auch die Telefonkosten des "
CallNet0800 " genannten Dienstes will die Firma übernehmen . Normalerweise
liegen die Telefongebühren im Königreich umgerechnet zwischen 1,80 und 6 Mark
pro Stunde . Um die Kosten für dieses Angebot wieder einzuspielen , werden die
Anwender des Dienstes angeregt , bei Ferngesprächen die Vor-Vorwahl von North
American Gateway zu benutzen . Internet-Zugang : Der Hamburger Provider Next
Generation Internet ( NGI ) senkt zum 1. März den Preis für seinen bundesweiten
Internet-Zugang . Im anmeldepflichtigen Call-by-Call kostet die sekundengenau
abgerechnete Minute Internet dann nur noch 3,29 Pfennige - also einen
Hundertstel Pfennig weniger als bei Microsofts MSN . Ende März sollen auch NGIs
Premium-Kunden in den Genuss einer Preissenkung kommen : Die Grundgebühr sinkt
auf 9,95 Mark , die Onlineminute soll dann 2,79 Pfennig kosten . Betrachtet man
die reinen Minutenpreise , so kommen noch andere Provider für einen günstigen
Internet-Zugang in Frage : So verlangt beispielsweise NDH zwischen 18 Uhr und 9
Uhr nur 2,6 Pfennig pro Minute . Etwas verwirrend ist allerdings , dass die
Kölner die Grundgebühr von 9,90 in Euro angeben - da sind also jeden Monat knapp
20 Mark fällig . Tagsüber kostet der Zugang 3,9 Pfennig pro Minute . Ins Netz
geht s aber auch schon für nur 1,9 Pfennig - zumindest verspricht das Talkline .
Die Elmshorner Telefongesellschaft will ab dem 15. März bundesweit mit dem
zunächst im Berliner Raum erprobten Modell des werbefinanzierten
Internet-Zugangs zunächst 100.000 Privatkunden 15 Stunden im Monat surfen lassen
. Surfen zum Ortstarif Anders als bei DellNet , Comundo oder Friendfactory ist
bei Mirado die Bündelung von zwei ISDN-Kanälen zum schnelleren Surfen möglich .
Da Mirado selbst keine Rechnung stellt , bekommt der Kunde die Kosten für den
Internet-Zugang auf seiner monatlichen Telefonrechnung präsentiert . Die Einwahl
in einen der Mirado-Einwahlports wird von der Telekom im üblichen
12-Pfennig-Raster abgerechnet ( bei Select5/308,4 Pfennig ) ; nur die Länge für
eine Tarifeinheit variiert mit der Tageszeit . Die Liste der Einwahlknoten
ähnelt allerdings stark der Liste von DellNet - neu ist der kostengünstige
Internet-Zugang nur für Surfer , die die Städte Marienberg ( 03735 ) ,
Neu-Isenburg ( 06021 ) , Ottweiler ( 06824 ) , Losheim ( 06872 ) oder Starnberg
( 08151 ) zum Ortstarif erreichen . AOL im Sonderangebot Nach einer Meldung des
Nachrichtenmagazins " Der Spiegel " plant AOL ab August einen Pauschaltarif für
die Unternehmensmarken AOL und CompuServe für unter 20 DM monatlich . Dieser
Zugang soll den Anwender wie auch in Großbritannien nur die Telefonkosten kosten
. Dazu die Pressereferentin von AOL Deutschland , Britta Döring : " Wir werden
noch in diesem Jahr einen Pauschaltarif anbieten - aber den Zeitpunkt und die
Preise geben wir bekannt . " Die geplante Einführung des kostenlosen Dienstes "
Netscape Online " in Deutschland wollte die Sprecherin nicht bestätigen . Zu
Berichten über einen in Verbindung mit einem Zugangsvertrag kostenlosen PC sagte
sie lediglich , darüber werde bei AOL Europe nachgedacht - konkrete Pläne gebe
es jedoch nicht . Die Berliner Strato AG , nach eigenen Angaben größter
Web-Hoster Europas , bietet jetzt unter www.strato-boerse.de eine Plattform für
den Handel mit den von ihm gehosteten Domains an . Angebote können für sechs
Wochen gratis zur Versteigerung ausgelobt werden . " Bei Annahme eines Angebotes
oder nach Ablauf der 6-Wochen-Frist fallen für den Verkäufer DM 9,90 Gebühren je
Domain für die Einstellung an " , heißt es dazu in einer Pressemitteilung , die
Strato über den Originaltext-Service der dpa an alle Redaktionen verbreiten ließ
. Kein Wort verrät die irreführende Bekanntmachung indes über den tatsächlichen
Profit , den der Web-Hoster aus seinem neuen Geschäftsfeld zu schlagen gedenkt .
Aufschluss darüber gibt erst das " Kleingedruckte " , die Allgemeinen
Geschäftsbedingungen , die jeder Teilnehmer an der Domainauktion anerkennen muss
: Zusätzlich zu der erwähnten Gebühr für den Verkäufer verlangt Strato einen
Anteil von 5 Prozent an dem erzielten Verkaufspreis . Obendrein muss sich der
Käufer verpflichten , mit Strato einen Vertrag über ein so genanntes "
PowerWeb-Paket " zum Preis von 9,95 DM pro Monat abzuschließen . Schneller
surfen bei T-Online Deutschlands größter Online-Dienst T-Online will die
Datenkompression für ISDN in seinen Einwahlroutern freischalten . Nach Angaben
von T-Online waren Tests mit der bisherigen Hardware in der Vergangenheit
negativ verlaufen - nach dem erfolgreichen Abschluss einer Versuchsreihe mit
neuer Hardware will der Provider die Datenkompression voraussichtlich im ersten
Quartal des nächsten Jahres freischalten . T-Online-Nutzer , die die
Zugangssoftware in der Version 3.0 einsetzen , sollen automatisch in den Genuss
des Datenkompression kommen ; die Softwareversion 2.0 unterstützt die
Datenkompression noch nicht . Bisher bieten nur wenige Internet-Provider
Datenkompression bei ISDN an , unter anderem AddCom , Claranet , Planet Interkom
und Net&Beyond - meist allerdings bei deutlich geringeren Preisen für die
Online-Minute als bei T-Online . Lothar legte Strato lahm Die Pannenserie bei
einem der größten deutschen Webhoster reisst nicht ab : Der Orkan Lothar
beschädigte am zweiten Weihnachtstag die Kühlrippen der Klimaanlage des
Rechenzentrums beim Strato-Dienstleister XLink . Die Server mussten auf Grund
der Überhitzung heruntergefahren werden . Kunden-Domains waren von dem Ausfall
ebenso betroffen wie auch die für Stunden nicht erreichbare Strato-Homepage . Am
härtesten traf es die E-Mail-Dienste : Der Schaden an den für die E-Mails
zuständigen Server stellte sich in der Nacht zum Montag als schwerwiegender
heraus als zunächst angenommen - Strato orderte noch in der Nacht eine
Ersatzmaschine . Vorstandsmitglied Rochus Wegener erklärte auf Nachfrage von c't
, alle Dienste seien ab sofort wieder verfügbar . Weiterhin kündigte er
Schadenersatzklagen gegen den Betreiber des Rechenzentrums an . Auch sollen
Altkunden im nächsten Jahr durch ein Bonus-Programm für mehrere Serverausfälle
in den vergangenen Wochen entschädigt werden . Über die Details der
Entschädigung , so Wegener , müsse jedoch noch entschieden werden . Derzeit
versucht Strato mit eher ungewöhnlichen Methoden die Kunden zu beruhigen :
Mitarbeiter der Firma geben Informationen und Statusberichte in einem externen
Forum heraus . Schneller surfen übers Handy Im Netz der T-Mobil läuft seit
gestern ein erster Versuch zur schnelleren Datenübertragung zu Handys und
mobilen Computern . GPRS stellt allerdings nur eine Zwischenstufe dar .
Flatrate-Zugang über NGI wieder gestört Der Internet-Zugang über den Provider
Next Generation Internet , der bereits vor zwei Tagen zeitweilig unterbrochen
war , ist schon wieder außer Betrieb . Nach den Flatrate-Pleiten und -Pannen in
den vergangenen Wochen mehren sich die Gerüchte , dass die Telekom dem
Flatrate-Anbieter die Leitungen gekappt habe , weil er zahlungsunfähig sei . Die
Firma selbst stellt die Lage jedoch anders dar : Es sei wiederum eine Leitung
gestört und die Techniker arbeiteten fieberhaft an einer Lösung , sagte eine
Mitarbeiterin zu c't . Wann die Einwahl für die Kunden wieder möglich sein wird
, könne sie noch nicht sagen . British Telecom wegen Pauschaltarifen unter
Beschuss Die British Telecom bekommt wieder einmal Druck von der britschen
Regulierungsbehörde OFTEL . Im Zielfeuer der Kritik stehen diesmal die
Kombipakete BT Surf Together und BT Talk and Surf Together , deren Einführung
die British Telecom für Anfang Dezember plant . Durch das Kombipaket BT Surf
Together sollen die Kunden des Konzerns zum monatlichen Obulus von 15 englischen
Pfund ( knapp 50 Mark ) Preisrabatte auf nationale und internationale Gespräche
sowie Verbindungen zu den Mobilfunknetzen erhalten ; weiterhin plant die British
Telecom in diesem Tarifmodell einen unbeschränkten Internet-Zugang am Abend
sowie am Wochenende . Das Paket BT Talk and Surf Together enthält zum Preis von
20 Pfund ( etwa 65 Mark ) zusätzlich unbeschränkte lokale Gespräche , allerdings
ebenfalls nur am Abend sowie am Wochenende . Die Regulierungsbehörde begrüßt
zwar in ihrer Mitteilung von dieser Woche günstigere Preise für die Verbraucher
, hebt jedoch auch hervor , dass nur ein effektiver Wettbewerb den Interessen
der Verbraucher diene . Bei den genannten Produkten bestehe jedoch der Verdacht
, dass der Ex-Monopolist seine marktführende Position missbrauche und die Kosten
für die Internet-Nutzung über die Telefongespräche subventioniere . Die formelle
Untersuchung der OFTEL dreht sich jedoch ausschließlich um den Preis der
Produkte - nicht gegen die Angebote selbst . Flatrates : Preissenkungen bei
Surf1 Der Internet-Provider Silyn-Tek ( www.surf1.de ) senkt seine
Flatrate-Preise stärker als angekündigt um bis zu 40 Prozent . Gleichzeitig
reduziert der Anbieter die langen Vertragslaufzeiten . Statt bis zu 36 Monaten
müssen sich Kunden künftig nur noch maximal 12 Monate binden . Zusätzlich gibt
es Verträge mit einem und 6 Monaten Laufzeit . Die teuerste Variante ist die
Kurzzeit-Flatrate mit einmonatiger Kündigungsfrist : Neben der einmaligen
Einrichtungsgebühr von 399 Mark wird eine monatliche Gebühr von 209 Mark erhoben
. Die günstigste Variante sieht eine Laufzeit von mindestens einem Jahr vor und
kostet 189 Mark im Monat zuzüglich 199 Mark Einrichtungskosten . Bei einer
sechsmonatigen Laufzeit berechnet Silyn-Tek 199 pro Monat und eine Gebühr von
299 Mark für die Einrichtung . ecore kündigt seinen Flatrate-Kunden Einer der
ersten Anbieter einer echten Flatrate in Deutschland , die ecore AG aus
Hallstadt , hat ihren Flatrate-Kunden zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt .
Für Beobachter kommt der Schritt nicht überraschend . Schon seit einigen Wochen
nimmt der Provider keine Anmeldungen mehr entgegen . Auslöser waren nach Angaben
der Betreiberfirma Differenzen mit dem Telekommunikationspartner Telepassport .
Die Kündigung bedeutet für ecore jedoch nicht den Ausstieg aus dem
Flatrate-Markt : Die Rolle des Telekommunikationsanbieters soll in Zukunft
Talkline übernehmen . Ein neues Flatrate-Angebot soll noch im Januar vorgestellt
werden . ecore stellt zudem eine Regelung für Altkunden in Aussicht .
Multitalent für kommunikative PCs Der Aachener Grafik- und ISDN-Spezialist Elsa
stellt ein kommunikatives Multitalent vor : Das MicroLink ISDN Office bietet
nicht nur einen ISDN-Adapter und zwei Ports für analoge Endgeräte , sondern
dient zusätzlich als Anrufbeantworter und erlaubt den autarken Faxempfang bei
ausgeschaltetem PC . Mit vier MByte Flash-Speicher ausgestattet , soll das Gerät
bis zu 70 Seiten Fax oder 15 Minuten Sprachnachrichten aufnehmen können . Zur
Verbindung mit dem PC steht neben der üblichen seriellen Schnittstelle auch ein
USB-Port zur Verfügung . Das MicroLink ISDN Office soll ab Februar für 499 Mark
erhältlich sein ; Elsa gewährt nach eigenen Angaben sechs Jahre Garantie auf das
Gerät . Neue Flatrates von Mobilcom Die Telefongesellschaft Mobilcom AG , die
Ende 1998 mit ihrer Flatrate als Vorreiterin einer Welle in Deutschland
gescheitert ist , will im zweiten Quartal 2000 wieder einen unbeschränkten
Internet-Zugang zum Pauschalpreis anbieten - diesmal allerdings nur für Kunden
mit Mobilcom-Ortsnetzanschluss . Als Preise für die Flatrate will Mobilcom 49
Mark von Kunden mit analogen Anschlüssen und 69 Mark von ISDN-Kunden verlangen .
Eine Volumenbegrenzung soll es nach Angaben von Pressesprecher Stefan Arlt nicht
geben . Außerdem stehen jedem Kunden 15 MByte Speicherplatz für die eigene
Homepage sowie 25 E-Mail-Adressen zur Verfügung . Im Verlauf des zweiten
Quartals will Mobilcom dann ein weiteres Flatrate-Modell für 99 Mark pro Monat
anbieten : Der Download soll per DSL-Technik mit 384.000 bps die sechsfache
ISDN-Geschwindigkeit erreichen , der Upload bleibt jedoch auf 64 kbps beschränkt
. Das notwendige DSL-Modem stellt Mobilcom kostenlos zur Verfügung . Im Lauf des
Jahres will das Unternehmen sein Angebot auf etwa ein Dutzend weiterer Städte
ausdehnen - derzeit ist es nur in Berlin , Dortmund , Frankfurt , Hamburg , Köln
, München , Nürnberg und Stuttgart verfügbar . Werbefinanzierte Flatrate für
unter 40 Mark Der Bitburger Provider Silyn-Tek kündigt zum Herbst des Jahres
eine Flatrate - also den unbeschränkten Zugriff auf das Internet für eine
Monatspauschale inklusive Telefonkosten - für unter 40 Mark pro Monat an . Die
Kosten will Silyn-Tek durch Werbung teilweise refinanzieren . Details zu dieser
Flatrate will der Geschäftsführer des Providers , Nylis G. Renschler , erst zu
einem späteren Zeitpunkt bekannt geben . Schon am Montag dieser Woche hatte
Renschler angekündigt , dass sein Unternehmen ab August 2000 auch ein
ADSL-Angebot anbieten wolle . Neben einer Flatrate ist auch an per IP-Volumen
oder Onlinezeit abgerechnete Tarifmodelle gedacht . Details zu dem Angebot sind
noch nicht bekannt - bislang hat Renschler noch keine weiteren Informationen
herausgegeben . Billiges Surfen ging daneben POP richtete parallel zur
Sonderaktion von Talkline ( Ferngespräche für 1 Pfennig pro Minute ) eine
Einwahlnummer in Hamburg zum Surfen ohne Online-Gebühr ein . Daraufhin sperrte
Talkline diese Nummer . Die Sperrung richtete sich nicht ausschließlich gegen
POP - Talkline hatte diverse Sonderrufnummern in seinen Telefon-Switches
blockiert . Dazu gehörten neben Mobilfunk- und 0190er-Nummern eben auch bekannte
Einwahlpunkte von Internet-Providern . POP hatte zwar um 22 Uhr eine neue
Einwahlnummer eingerichtet , konnte diese jedoch in den verbleibenden zwei
Stunden der Talkline-Aktion nicht mehr wirkungsvoll bekanntmachen . Trotz des
Fehlschlags will POP weiterhin parallel zu Sonderaktionen von
Telefongesellschaften einen kostenlosen Internet-Zugang anbieten . So auch am
kommenden Wochenende , wenn Ferngespräche bei Viag Interkom 2,9 Pfennig pro
Minute kosten sollen . Eine Sperrung von Internet-Einwahlpunkten ist nach
Aussage von Dr. Roland Kuntze , Fachpressesprecher von Viag Interkom , dabei
nicht geplant . Andernfalls will POP aktualisierte Einwahlnummern kurzfristig
auf seiner Homepage bekanntgeben . T-Online für D1-Nutzer kostenlos T-Online
will allen T-Mobil-Kunden ( D1-Netz ) ab dem 1. September einen kostenlosen
Internet-Zugang anbieten . Die mobilen Surfer sollen dann nur noch die
Verbindungsgebühren im D1-Netz bezahlen , die gleichzeitig auf 39 Pfennig
gesenkt werden . Derzeit kostet die Verbindung tagsüber 68 Pfennig . Die
Pressesprecherin von T-Mobil , Andrea Vey , bestätigte auf Nachfrage , daß der
neue Preis auch für Zugänge anderer Provider im D1-Netz gelten soll . Das sind
neben AOL unter anderem 1&1 , Debitel , IBM Global Network , ID-Net , IS
Internet Services und UUNet . Jeder T-Mobil-Kunde soll sich auch ohne
Grundgebühr über das Festnetz in T-Online einwählen können . Diese Verbindungen
sollen dann allerdings 9 Pfennig pro Minute kosten - und damit 3 Pfennig mehr
als sonst bei T-Online . Dazu kommen noch die bei T-Online üblichen 6 Pfennig
pro Einwahl . Für Vielsurfer könnte sich der normale Grundbetrag von acht Mark
durchaus lohnen , da darin bereits zwei Freistunden enthalten sind . Taiwan :
Stromausfall legt Chip-Produktion lahm Ein neunstündiger Stromausfall hat heute
Nacht weite Teile Taiwans lahmgelegt , darunter nach ersten Meldungen auch
Chipsatz-Produzenten wie UMC , SIS und VIA . Die Lager der Distributoren sollen
zwar gut gefüllt sein , aber der zu erwartende Lieferengpass dürfte die Preise
für Chipsätze trotzdem in die Höhe treiben . Viele Produktionsanlagen sollen
immer noch stillstehen oder nur mit halber Kraft arbeiten . Auch unser
taiwanisches Büro berichtete von immer noch andauernden Stromschwankungen . Auch
der taiwanische Premierminister blieb im Fahrstuhl stecken und mußte befreit
werden . Über die Ursache des Ausfalls spekulieren die Medien noch . Anfänglich
wurde hinter dem totalen Leistungsausfall ein Sabotageplan der Chinesen vermutet
. Das alarmierte taiwanische Militär fand dafür jedoch keine Anhaltspunkte .
Möglicherweise war aber auch ein umgefallener Hochspannungsmast die Ursache .
Andere Quellen sprechen von einem fehlgeschlagenen Jahr-2000-Test .
Versteigerung kostenloser .de-Domains Der Online-Messeguide
www.cebit-hannover.de bietet vom 1. Februar an 1001 kostenlose .de-Domains mit
Weiterleitung auf eine bestehende Homepage an . Die Firma verlangt jedoch nicht
nur die Einbindung ihres Werbebanners , dieses muss pro Monat auch mindestens
1000 Mal abgerufen werden . Zudem bekommt nicht jeder , der sich für dieses
Angebot anmeldet , auch wirklich eine kostenlose Domain : Falls mehr als 1001
Anmeldungen eingehen , so erhalten die Web-Angebote mit den meisten Zugriffen
den Zuschlag . Wer keine Banner mehr auf seiner Web-Seite anzeigen möchte oder
die 1000 Zugriffe nicht schafft , der soll für die Domain pro Jahr 69 Mark
bezahlen - für .de-Domains gibt es aber deutlich günstigere Angebote .
Großhandels-Flatrate vorerst gesichert Die Deutsche Telekom muss nach einem
Beschluss des Verwaltungsgerichts Köln vorläufig allen Online-Diensten eine
Großhandels-Flatrate anbieten . Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post ( RegTP ) hatte Mitte November entschieden , dass die Telekom zum 1.
Februar Internet-Zugangsanbietern ihr Netz auch zum zeitunabhängigen Tarif zur
Verfügung stellen muss . Nur einen Tag vor dem festgelegten Termin ist der
Antrag der Telekom auf vorläufigen Rechtsschutz gegen diese Verpflichtung von
den Richtern abgelehnt worden , wie das das Gericht heute in Köln mitteilte .
Das Gericht hat damit keine Entscheidung über die Sache getroffen - es hat
einzig entschieden , dass die Angelegenheit nicht in einem Eilverfahren ,
sondern in einem Hauptsacheverfahren entschieden wird . Laut Verwaltungsgericht
begründeten die Richter dies damit , dass der Fall schwierige Fragen des
Telekommunikationsrechts aufwerfe , die sich in dem vorliegenden Eilverfahren
nicht eindeutig beantworten ließen . Die Telekom wollte mit dem Antrag
verhindern , dass die Regulierungsbehörde der Telekom neue Tarifmodelle
vorschreiben darf . Nach Ansicht von Telekom-Sprecher Stephan Broszio stellt der
Beschluss der RegTP einen Eingriff in betriebswirtschaftliche Angelegenheiten
der Telekom dar ; das Telekommunikationsgesetz gibt diesen nach seiner Ansicht "
nicht her " , erklärte er gegenüber heise online . Am bislang vorgestellten
Angebot der Großhandelsflatrate halte man dennoch fest , betonte Broszio . Das
Angebot der Telekom stieß bisher bei den Mitbewerbern jedoch auf wenig
Gegenliebe . Um ihren Kunden bundesweit eine Flatrate anzubieten , müssten sie
in rund 1600 Teilnehmervermittlungsstellen der Deutschen Telekom für jeweils
4800 Mark monatlich einen Primärmultiplexanschluss ( 30 B-Kanäle ) mit insgesamt
knapp zwei MBit/s Bandbreite mieten . Die Einwände der Konkurrenz gegen das
Telekom-Angebot hatte der Konzern aber scharf zurückgewiesen .
InWestNet-Flatrate endgültig geplatzt Der Kölner Provider InWestNet übergibt
seine Kunden an den Bitburger Flatrate-Anbieter Silyn-Tek . Vor mehr als zwei
Wochen hatte InWestNet seinen Kunden mitgeteilt , dass der Zugang für maximal 72
Stunden auf Grund von Wartungsarbeiten abgeschaltet werde . Eine Einwahl war
jedoch seitdem nicht mehr möglich . Von InWestNet wurden die Kunden nur
vertröstet : Man arbeite an einer Lösung , hieß es . Die nun bekannt gewordene
Lösung wirft jedoch Fragen auf - zu sehr unterscheiden sich die Angebote der
beiden Provider : So ist zum Beispiel der Preis bei Silyn-Tek für eine dem
InWestNet-Angebot ähnliche Flatrate mit monatlicher Kündigungsfrist mit 179 Mark
etwa 30 Mark teurer als bei InWestNet ( 148 Mark ) . Zudem ist bei dem Kölner
Unternehmen eine .de-Domain im Angebot enthalten . Zwar hat InWestNet angegeben
, dass alle Kunden " zu den gleichen tariflichen Konditionen weiter surfen "
können , doch weitere Angaben zu dem Ablauf sind noch nicht bekannt . Sigrid
Jürgensmann , Pressesprecherin von InWestNet , verweigerte gegenüber c't weitere
Informationen und verwies auf die Angaben auf der Web-Seite . Auch die
Pressestelle von Silyn-Tek konnte nur eine konkretere Aussage machen : So
bestand beim InWestNet-Angebot eine Beschränkung des Download-Volumens auf fünf
GByte pro Monat , die nun wegfällt . Auf jeden Fall sollen die Neukunden nicht
benachteiligt werden , über genaue Konditionen stehe man jedoch noch in
Verhandlung mit InWestNet . Preissenkungen bei VIAG Interkom Die
Telefongesellschaft VIAG Interkom senkt zum 1. April ihre Festnetztarife für
Kunden des Preselect-Angebots : Ferngespräche sollen tagsüber ab 1. April 14
Pfennig pro Minute kosten . Doch das dürfte bei den Kunden , die in der Hoffnung
auf günstige Ferngespräche einen VIAG-Preselection-Vertrag abgeschlossen haben ,
nur für wenig Freude sorgen : Beim Call-by-Call über VIAG Interkom gelten die
gleichen Preise . Zudem kostet ein Ferngespräch über einen günstigen
Call-by-Call-Anbieter nur etwa die Hälfte des VIAG-Tarifs . Verbindungen in
andere Mobilfunknetze lässt sich VIAG mit jetzt 79 Pfennig pro Minute recht
teuer bezahlen . Auch den Genion-Tarif senkt VIAG leicht : Falsche Richtpreise
bei Atrada und Primus-Online Die Shopping-Site Atrada hat bei einer
Verkaufsaktion anlässlich der CeBIT überhöhte Preisempfehlungen für
Digitalkameras angeführt . Gemeinsam mit dem Würzburger Technikversender
Technikdirekt hatte Atrada als " CeBIT-Sonderangebot " für die Verkaufsart "
PowerBuying " am 1. März fünfzig Digitalkameras Sanyo VPC-Z-400 mit einer
Preisempfehlung von 1499 Mark pro Gerät offeriert . Der Begriff " PowerBuying "
bezeichnet Gruppenkäufe , bei denen die Kunden auf das Mengenrabatt-Prinzip
setzen . Als Orientierungshilfe für die Preisgestaltung werden die Produkte mit
Richtpreisen versehen . Auf der Technikdirekt-Homepage lautete die
unverbindliche Preisempfehlung für die Sanyo-Kamera 749 Mark . Nachfragen bei
Sanyo ergaben , dass es sich bei dem Gerät um ein Auslaufmodell handelt .
Sanyo-Produktmanager Stefan Kohl sagte gegenüber c't : " Der Richtpreis für
diesen Typ Kamera wurde zuletzt im August 1999 festgelegt - damals lag er bei
1299 Mark " . Der von Atrada angeführte Preis sei in keiner Weise mit dem
Hersteller abgesprochen , hieß es zudem . Kohl kündigte eine Überprüfung der
Preisangaben bei Atrada an . Atrada selbst lehnte die Verantwortung für die
Preisgestaltung ab . Das CeBIT-Sonderangebot sei zwar auf den firmeneigenen
Shopping-Sites veröffentlicht , Atrada stelle aber lediglich die Plattform für
den Verkauf zur Verfügung , erklärte Firmen-Sprecher Tilo Timmermann gegenüber
c't . Weitere c't-Stichproben ergaben , dass auch beim Konkurrenten Primus ein
fantasievoller Umgang mit Preisempfehlungen an der Tagesordnung ist . So wurde
auf der Primus-Auktion ein PC Maxdata Artist mit einer unverbindlichen
Preisempfehlung von 5500 Mark angeboten . Maxdata hingegen gab für den Rechner
3800 Mark an . Auf der Shopping-Plattform Primus-Tronix gab es einen Prozessor
Pentium MMX mit 233 MHz für 98 Mark , für den Intel angeblich 1184 Mark als
Preis empfiehlt . Bei Intel ist das Produkt aber schon längere Zeit nicht mehr
gelistet . Der Straßenpreis für den Prozessor beträgt bei diversen
Computer-Versandhäusern derzeit rund 120 Mark . Lycos Europe übernimmt
französische Web-Community Damit hofft das Internet-Portal in den Kernmärkten
Deutschland , Frankreich und Großbritannien eine Position unter den größten drei
Internet-Anbietern einnehmen zu können . Das gemeinsame Unternehmen soll von
erheblichen Synergien profitieren . So könne etwa das Community-Know-how von
MultiMania für das gesamte Netzwerk von Lycos Europe genutzt werden . Lycos
kündigte zudem an , die hohe Kundenbindung der Community-Site effizienter
vermarkten zu wollen . Nach Unternehmensangaben sollen sieben Lycos Europe
Aktien für je drei MultiMania-Aktien getauscht werden . Forsa-Umfrage :
Netznutzer wollen nicht zahlen Ein Großteil der Internet-Nutzer in Deutschland
will nicht für Informationen oder Unterhaltung aus dem Netz bezahlen . Das hat
eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Zeitung Die Woche ergeben . Demnach lehnen 69
Prozent der User kostenpflichtige Informationen und Unterhaltungsangebote
generell ab . Vier Fünftel der Internet-Nutzer mit Handy wollen sich kein
UMTS-Telefon für den multimediafähigken Mobilfunk anschaffen . Und für fast die
Hälfte ( 46 Prozent ) der Befragten ist bei 50 Mark monatlich die Grenze für
Grundgebühr und Internet-Nutzung via Handy erreicht . 41 Prozent der
Interviewten können sich hingegen vorstellen , bis zu 100 Mark monatlich für
Gebühren auszugeben . Über 100 Mark monatliche Kosten halten allerdings nur 13
Prozent für vorstellbar . 17 Prozent bezeichneten ihre Erfahrungen mit Einkäufen
im Internet als sehr gut , 41 Prozent immerhin als gut und acht Prozent als eher
schlecht . 34 Prozent der Befragten hatten sich noch gar kein Bild vom
E-Commerce gemacht . Als besonders störend beim Einkauf im Internet empfinden 71
Prozent die unsichere Zahlung mit Kreditkarte und 39 Prozent die unkalkulierbare
Lieferung der Ware . Die von Bertelsmann , RTL Newmedia und Gruner + Jahr
gestartete Auktions-Plattform Andsold hat offenbar die Erwartungen der
Gesellschafter nicht erfüllt und fusioniert daher zum 30. November 2000 mit dem
erfolgreicheren Wirtschaftspartner eBay . Der selbständige Betrieb von Andsold
wird dabei eingestellt . Joachim Guentert , Deutschland-Sprecher von eBay ,
teilte c't mit , dass die registrierten Mitglieder von Andsold die Möglichkeit
erhalten , sich bei eBay anzumelden . Damit würden sie den direkten Zugang zum
weltweit größten Online-Marktplatz erhalten . Bereits im Mai hatten Analysten
von Forrester-Research Bertelsmann geraten , das Versteigerungsunternehmen
Andsold zu verkaufen und sich auf die Kernkompetenz Content zu beschränken .
Bertelsmann-Vorstand Klaus Eierhoff zeigte sich damals jedoch noch optimistisch
. Zwar räumte er einen Vorsprung der Mitbewerber eBay und Ricardo ein ,
gleichzeitig betonte er aber , Andsold sei auf Aufholjagd . Mit der Fusion wird
eBay zur " bevorzugten Auktions-Plattform " von RTL World und Gruner + Jahr .
Zusätzlich zu der Online-Kooperation ist die Ausweitung der Zusammenarbeit auf
interaktive Dienste wie WAP sowie digitale Breitbandmedien geplant .
E-Mail-Verspätungen bei Microsoft Angestellte von Microsoft in Seattle
beobachteten in der letzten Januarwoche , dass E-Mails , die sie vom
Firmenaccount aus weggeschickt hatten , teilweise vier Tage lang unterwegs waren
, bis sie ihre Empfänger erreichten . Ein Testlabor von Microsoft habe im Rahmen
eines Versuchs riesige E-Mail-Dateien über das firmeneigene
Internet-Mail-Gateway verschickt , gab Microsoft-Sprecher Adam Sohn gegenüber
US-Nachrichtenagenturen als Begründung für die Verzögerungen an . " Der Test
geriet wohl ein bisschen außer Kontrolle " , räumte der Sprecher ein . Der
Netzwerk-Traffic von Microsoft sei durch die Test-Mails um 600 Prozent
angestiegen , was einen immensen Rückstau der ausgehenden E-Mails zur Folge
hatte . Es sei jedoch keine E-Mail verloren gegangen , versicherte Sohn . Die
E-Mail-Verspätung tauchte just in der Woche auf , als auch Angreifer mit
DoS-Attacken auf Microsoft losgingen . Ihre Angriffe zielten auf Router im
Microsoft-Netzwerk , an das die DNS-Server des Konzerns angeschlossen sind .
Durch die wiederholten Angriffe wurden viele Surfer davon abgehalten , auf
Microsofts Webseiten sowie auf die Seiten von MSNBC.com und Hotmail.com
zuzugreifen . Zuvor hatte Microsoft eine mehrstündige Unerreichbarkeit der
Websites zu beklagen , die nach Angaben von Firmensprechern auf den Fehler eines
Mitarbeiters bei der Router-Konfiguration zurückging . Rob Enderle , Mitarbeiter
der Giga Information Group im kalifornischen Santa Clara , schätzt , dass drei
technische Pannen in Folge schon ein ernsthaftes Marketing-Problem für Microsoft
darstellen . " Viele Verbraucher wissen zwar nicht , ob bei einem
Microsoft-Produkt oder bei etwas anderem der Fehler jeweils auftauchte , aber
sie wissen , dass mit Microsoft etwas nicht in Ordnung ist " , kommentierte
Enderle . Brüssel will Junk-Mails bekämpfen Die Europäische Kommission will
gegen die immer größere Flut unerwünschter Werbe-E-Mails vorgehen . Solange die
User nicht sicher sein könnten , dass ihre Privatssphäre im Netz in angemessener
Weise respektiert werde , sei es unwahrscheinlich , dass das Internet als
Job-Maschinerie in Gang komme , heißt es in der am heutigen Freitag in Brüssel
vorgelegten Untersuchung . Daten von Verbrauchern würden bei den verschiedensten
Registrier-Vorgängen im Internet gesammelt . Ausgehend von solchen Informationen
könne eine einzige Web-Marketing-Firma täglich rund eine halbe Milliarde
personalisierter Werbe-Botschaften über das Internet verschicken , kommentierte
der zuständige Kommissar Frits Bolkestein , Chef der Generaldirektion
Binnenmarkt , die Ergebnisse der Studie . EU-Kommissar Erkki Liikanen hatte
zuvor eigenhändig schlechte Erfahrungen mit unerwünschter E-Mail-Reklame gemacht
: Über Weihnachten versuchte der Chef der Generaldirektionen Unternehmen und
Informationsgesellschft , sich aus dem Mail-Verteiler von sechs Unternehmen
auszustreichen . Dabei fand der Finne heraus , dass Firmenseiten häufig keinen
Ansprechpartner für solche Anliegen angeben . Die von der Werbewirtschaft
favorisierte Opt-out-Lösung sehe in der Praxis so aus , dass der Netznutzer
kostbare Zeit damit verbringe , unverlangt eingesandte Firmen-Zuschriften zu
stoppen , kritisierte der Kommissar . In einer öffentlichen Anhörung zum Thema
Privatsphäre machte sich Likkanen daraufhin für eine Opt-in-Lösung stark . Dabei
ist die kommerzielle Verbreitung von E-Mails in Massensendungen nur noch dann
zulässig , wenn der Adressat zuvor um Aufnahme in den Informations-Verteiler
gebeten hat . Die EU-Kommission will nun untersuchen , ob die bestehenden
EU-Richtlinien zum Datenschutz ausreichen , um unerwünschte Mails zu verhindern
. Die Kommission erwägt , die strengen Schutzmassnahmen , die 1997 gegen
unerwünschte Telefonanrufe erlassen wurden , auf E-Mails und
SMS-Kurzmitteilungen sowie auf andere Formen der elektronischen Kommunikation
auszudehnen . Die Kommissare bedauern , dass die EU-Mitgliedsländer die
Datenschutzrichtlinien unterschiedlich umsetzen . Deutschland , so beschloss die
Kommission , soll jetzt vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt werden , weil
die Regierung immer noch keine Umsetzungsbestimmungen für die
Datenschutzrichtlinie von 1995 in Brüssel vorgelegt habe . Hacker verstellen bei
Internet-Auktion die Uhr Ist es wirklich schon so spät ? Diese Fragen stellten
sich am Freitag morgen die Teilnehmer bei IEZ-Auktionen . Hacker , so die
Erklärung der Firma , hatten sich über Nacht am System zu schaffen gemacht und
die Auktionsuhr um 20 Jahre vorgestellt . Damit waren laufende Versteigerungen
plötzlich beendet und Bieter erhielten per EMail die Nachricht , daß sie
erfolgreich gesteigert hätten . Zwar heißt es in den Teilnahmebedingungen des
Auktionshauses : " Wenn Sie mitbieten und gewinnen , müssen Sie den Artikel
abnehmen . " Doch IEZ-Geschäftsführer Thomas Zeller versichert , die besagten
Meldungen über erfolgreiche Gebote seien nicht verbindlich . Abfall-Auktion im
Internet Ebenso wie PCs , Fernsehgeräte oder Autos können künftig auch Abfälle
und Wertstoffe über das Internet gehandelt werden . Unter der Web-Adresse
www.clickwaste.de haben die Saarbrücker RAG Umwelt GmbH und ihre Bottroper
Tochterfirma Clickwaste eine Internet-Auktion für Abfälle und Wertstoffe
gestartet . Hier können nach dem Prinzip einer umgekehrten Versteigerung Abfälle
und recycelbare Stoffe an Entsorgungsunternehmen in Deutschland veräußert werden
. In der Regel sucht sich der Müllerzeuger dabei den preisgünstigsten Entsorger
aus . " Bei Kunststoffen , Metallen oder anderen Wertstoffen kann der
Müllanbieter unter Umständen aber auch Geld für den Abfall bekommen " , sagte
Clickwaste-Content-Manager Hans Hermann . Die Versteigerungsdienstleistung ist
für die Abfall-Erzeuger kostenlos , der Entsorger hingegen muss drei Prozent der
Entsorgungssumme an die Auktionsbetreiber abführen . " Clickwaste versteht sich
als Marktstand für Müll-Geschäfte " , erläuterte Hermann auf Nachfrage von c't .
Für die Rechtmäßigkeit der Transaktionen übernehme die Handelsplattform keine
Verantwortung . So sei es grundsätzlich auch denkbar , dass gefährliche Stoffe
auf der Netzauktion verschoben würden . Allerdings müssen Verkäufer und Käufer
vor dem Handel die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Auktion bestätigen .
Dort gebe es einen Passus , der Käufer und Verkäufer dazu verpflichtet , die
gesetzlichen Bestimmungen zu beachten , so Hermann . Gericht stoppt
Auktionsmissbrauch Im Rechtsstreit um die Versteigerung von Tonerkartuschen auf
einer Internet-Auktion hat das Amtsgericht Hamburg-Altona entschieden , dass
Auktionsangebote einen rechtsgültigen Auftrag zur " Erteilung des Zuschlags "
bedeuten . Der Streit rankte sich um die Versteigerung von Druckerkartuschen bei
www.hardware.de . Ein Teilnehmer hatte mit einem Gebot von 30 Mark den Zuschlag
für drei Tonerkartuschen der Marke Hewlett-Packard erhalten . Der Verkäufer der
Ware , die Hamburger Firma Copy-Fill , weigerte sich jedoch , den Toner
auszuliefern . Der Betrag von 10 Mark pro Kartusche sei zu gering ,
argumentierte der Anbieter . Außerdem sei der Zuschlag nicht als
Kaufverpflichtung , sondern nur als " Kaufangebot " zu verstehen . Das
Amtsgericht Hamburg Altona entschied anders . Die Urteilsbegründung , die c't
vorliegt , besagt , dass " für den Vertragsabschluss keine zusätzliche
Annahmeerklärung des Warenanbieters erforderlich ist " . Wenn der Anbieter die
Infrastruktur des Auktionshauses nutzt , erteilt er dem Auktionator eine "
Bevollmächtigung " . " Der Warenanbieter weiß , dass der Auktionator einen
Zuschlag erteilen wird " . Copy-Fill muss nun die Tonerkartuschen ausliefern und
die Prozesskosten tragen . Wie c't berichtete , soll vor der Zivilkammer des
Landgerichts Münster am 3. Dezember ein ähnlicher Fall entschieden werden . Hier
geht es allerdings um höhere Beträge . Für 26350 Mark war bei der
Internet-Auktion Ricardo ein neuer VW Passat Variant TDI mit 110 PS versteigert
worden . Der Anbieter will nun das Auto , das im regulären Handel etwa 45000
Mark kostet , nicht an den Höchstbietenden ausliefern . Nach Angaben des
Pressesprechers am Landgericht Münster , Jürgen Brocki , behauptet der
Autohändler , sein Versteigerungs-Angebot sei " nicht ernst gemeint " gewesen
und eine " Veröffentlichung im Internet " habe kein Kaufangebot dargestellt .
Rundfunkgebühr für alle im Gespräch Die Medienreferenten der Länder überlegen ,
in Zukunft alle erwachsenen Bürger eine Rundfunkgebühr zahlen zu lassen . Sie
wäre niedriger als die derzeitige Rundfunkgebühr von 28,25 DM pro Monat , da
mehr Bürger zahlen müssten . Die allgemeine Abgabe könne mit Hilfe des
Einwohnermelderegisters erhoben werden , erläuterte der CDU-Medienexperte , der
zugleich Vorsitzender des CDU-Fraktion im baden-württembergischen Landtag ist .
Dadurch verringere sich der Anteil der " Schwarzseher " . Zudem werde auch der
Verwaltungsaufwand für die Erhebung sinken . Auch der Landesbeauftragte für den
Datenschutz in Niedersachsen , Burckhard Nedden , unterstützt den Plan . " Wo
mehr als 90 Prozent der Haushalte einen Fernseher , ein Radio oder einen PC
haben , muss man nicht mehr per Rasterfahdnung nach Empfangsgeräten suchen " ,
erklärte Nedden gegenüber c't . Gibt es eine allgemeine Bürgerabgabe , dann
müssten nur noch Daten von Bürgern gespeichert werden , die das
öffentlich-rechtliche Informationsangebot nicht nutzen oder soziale Gründe
geltend machen können . " Das ist ein Beitrag zur Datenvermeidung " , sagte
Nedden . Werbung von Internetfirmen oft stillos und anstößig Immer mehr Menschen
finden Werbekampagnen von Internet-Firmen stillos oder anstößig . Wie der
Deutsche Werberat in Bonn mitteilte , heimsten Internetfirmen , die in
klassischen Medien wie Zeitung oder Fernsehen Werbung schalten , von allen
werbetreibenden Branchen die meisten Proteste ein . 21 Prozent der Eingaben
betrafen Web-Firmen , dies bedeutet gegenüber der ersten Hälfte des Jahres 1999
eine Verdoppelung von Werbekritik für diesen Wirtschaftszweig . Mit den
Unmutsäußerungen über die werblichen Fehltritte der Dot.com-Wirtschaft ist auch
die Anzahl der Eingaben beim Deutschen Werberat insgesamt gestiegen . 401
Proteste lagen vor , das sind 31 Prozent mehr Beschwerden als im
Vorjahreszeitraum . Im ersten Halbjahr 1999 hatte der Werberat über 253
Werbemaßnahmen zu entscheiden . Als Begründung für die geballte Kritik an
Internet-Unternehmen führte der Werberat an , dass Webfirmen häufiger als andere
Werbetreibende auf provozierende Bildmotive zurückgreifen würden , um rasch
Marktbedeutung zu erlangen . Daher komme es öfter zu sexistischen oder
rassistischen Entgleisungen , die gegen die Menschenwürde verstoßen . Zudem sei
die Werbung der Internetfirmen häufig unprofessioneller hergestellt als die der
anderen Branchen . So habe etwa ein Internet-Reiseunternehmen mit der Abbildung
eines halb nackten Mannes geworben , der mit zwei leicht bekleideten Asiatinnen
im Bett liegt . Der Werbetext dazu lautete : Sie sagen uns , was Sie zahlen
wollen . Hier handele es sich um eine die Würde der Menschen verletztende
Darstellung , stellte die Schiedsstelle fest . Der Deutsche Werberat ist eine
Institution der werbenden Wirtschaft . Zum 13-köpfige Gremium gehören Vertreter
aus der Wirtschaft , aus Werbeagenturen und aus " werbungdurchführenden Medien "
. Der Werberat arbeitet nach dem System eines Schiedsrichters . Stimmt er mit
der zu einer Werbung geäußerten Kritik überein , erhält das verantwortliche
Unternehmen eine Mitteilung . Wer seine Werbung trotz der Beanstandung durch den
Werberat nicht zurückzieht oder korrigiert , erhält eine öffentliche Rüge . 1999
gaben 93 Prozent der Unternehmen der Beanstandung durch den Werberat nach . In
100 der 401 kritisierten Werbekampagnen konnte der Werberat die Kritik nicht
bestätigen . So warb etwa ein Elektrokonzern für seinen Kundenservice im
Internet mit dem Bild eines bärtigen Mannes , der Kopfhörer und Brille trägt .
Die Beschwerdeführerin war der Auffassung , die dargestellte Person erinnere an
das Foto von NS-Verbrecher Adolf Eichmann , das aus Anlass des
Eichmann-Prozesses Anfang der sechziger Jahre um die Welt ging . Der Werberat
widersprach dieser Auffassung . Das Bild sei mit der Aufnahme aus dem
Gerichtssaal nicht in Zusammenhang zu bringen , so die Begründung . Im Falle
einer sozialen Einrichtung allerdings teilte der Werberat die Kritik und
übermittelte sie an das Unternehmen . Ein Bürger protestierte gegen die
Spendenwerbung der Sozialeinrichtung , die mit dem Text warb : Diese Werbung
diskriminiere ältere Menschen , so der Protest . Unter den anstößigen
Werbemaßnahmen war auch die umstrittene Plakatwerbung des Musiksenders Viva ,
auf dem ein Mädchen in anzüglicher Pose den Betrachter auffordert : " Kauf mich
" . Nach zahlreichen Protesten hatte der Sender das Plakat zurückgezogen .
Ricardo.de soll " Schweigegelder " angeboten haben Das Hamburger
Online-Auktionshaus Ricardo hat nach Angaben des Spiegel dem Verein der
Hamburger Auktionatoren , einem Zusammenschluss konventioneller Versteigerer , "
Schweigegeld " angeboten . Jeweils 111000 Mark sollten die neun Vorsitzenden des
Vereins der Auktionatoren erhalten , damit sie bei einem kürzlich beendeten
Rechtsstreit nicht in Berufung gehen . Zwei Auktionatoren scherten jedoch aus
und verweigerten das Geschenk . Sören Krause , Investment-Manager bei Ricardo ,
widerspricht teilweise der Darstellung des Spiegels . Die einstweilige Verfügung
, die der Verein der Auktionatoren beim Hamburger Landgericht erwirken wollte ,
konnte Ricardo jedoch mit Rückendeckung der Hamburger Wirtschaftsbehörde
abwehren . " Verkaufstätigkeiten im Internet sind keine erlaubnispflichtigen
Versteigerungen nach § 34b der Gewerbeordnung " , hatte die Behörde Ricardo
mitgeteilt , das Landgericht stimmte dieser Einschätzung zu . Laut Spiegel ist
die Versteigerung neuer Waren rechtswidrig . Ricardo sieht das ganz anders : "
Es bestehen keine Zweifel daran , dass Ricardo im Einklang mit der gültigen
Rechtsauffassung handelt " . Die Prozessbegründung des Landgerichts , die c't
vorliegt , gibt beiden Seiten Recht : Neuwaren dürfen zwar nicht versteigert
werden , wer es aber trotzdem tut , handelt nicht sittenwidrig , solange er sich
damit keinen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil verschafft . Amazon.de wird
Shopping-Portal Auch die deutsche Filiale der Internet-Buchhändlers Amazon wird
zu einem Gemischtwarenladen . Heute gab das Unternehmen bekannt , seine Homepage
in ein sämtliche Produktsparten umfassendes Einkaufsportal umwandeln zu wollen .
Ab morgen , so teilte Amazon.de-Sprecherin Ina Röpke c't mit , will amazon.de
ähnlich wie die US-Site amazon.com ein breites E-Commerce-Angebot bereitstellen
. Neben der Buchhandlung soll es ein Auktionshaus und Internet-Geschäfte geben ,
in denen auch andere Unternehmen und Privatpersonen Waren feilbieten können . "
Jeder kann dann bei Amazon Deutschland alles verkaufen und alles kaufen " ,
kündigte die Sprecherin an . 21 Artikel-Kategorien soll die Auktion zunächst
umfassen . Unter den Firmen , die ihre Teilnahme am Handel angekündigt hätten ,
sei auch der Computerhändler Vobis , sagte Röpke . Intel-Knödel und Windows-Bier
Einem Bericht der Petersburger Times zufolge sollen in Russland seit einigen
Wochen "Intel"-Knödel , "Windows"-Bier sowie "Windows"-Zigaretten im Handel sein
. Die westlichen Markennamen aus dem Computerbereich versprechen den Verkauf der
Nahrungs- und Genussmittel anzukurbeln - so Andrej Solonin , der Chef der
Brauerei , die das Windows-Bier herstellt . Er setzte hinzu : " Wir haben keine
Angst vor Microsoft , eine Klage wäre kostenlose Werbung für uns . " Solonin
betonte , die Brauerei habe " Windows " den russischen Bestimmungen gemäß als
einen Namen für Lebensmittel und Alkohol registrieren lassen . Dabei habe es
keinerlei Probleme gegeben . Datenschutzklage gegen Toys'R'Us Der Konzern hatte
zwar immer betont , keine vertraulichen Angaben über seine Kunden weiter zu
geben , im Verzeichnis des E-Commerce-Usertrackers Coremetrix wurden jedoch auch
Daten von Toys'R'Us gefunden . Da die Kunden von Toys'R'Us nicht wussten , dass
Informationen über sie weitergeleitet wurden , konnten sie auch die auf dem
Coremetrix-Server angebotene Möglichkeit nicht nutzen , die Informationen aus
dem Datenverzeichnis zu löschen . Aufgespürt hatte die heiklen Daten die Firma
Interhack aus Ohio , ein Anbieter von Sicherheitstools für Internet-Anwendungen
. Bei den umstrittenen Informationen handelt es sich um Namen- und Adressdaten
von Kunden , die den Service des Internet-Shops seit August 1998 nutzten . Eine
Gruppe verärgerter Toys'R'Us-User reichte nun gestern beim Bezirksgericht in San
Francisco eine Sammelklage gegen den Spielzeughändler ein . Die
US-Regulierungsbehörde FTC ( Federal Trade Commission ) hat angesichts der sich
häufenden Fälle von heimlicher Datenweitergabe eine Verschärfung der
Bestimmungen gefordert . Demnach sollten Online-Händler in Zukunft dazu
verpflichtet sein , ihre Kunden über den Umgang mit vertraulichen Daten zu
informieren . Dies verbucht die Regulierungsbehörde FTC als Teilerfolg ihrer
Bemühungen : Immerhin hatte sie festgelegt , dass die Daten nur dann verkauft
werden dürften , wenn der Käufer sich verpflichte , die vormals gültigen
Kundenvertragsklauseln des Online-Spielzeugladens weiter einzuhalten . Die
Disney-Tochter Toysmart.com hatte ihren Kunden in den Geschäftsbedingungen
zugesichert , keine Daten an Dritte weiterzugeben oder zu veräußern . Das
US-Konkurs-Gericht muss nun in einem Anschlussverfahren über die Rechtmäßigkeit
der FTC-Regelung entscheiden . Ein Ergebnis dieser Verhandlung steht noch aus .
Altavista bietet Rechtschreibkonverter Über kurz oder lang stellen die meisten
Online-Anbieter auf die neue Rechtschreibung um . Davon zumindest geht die
Suchmaschine Altavista aus , die auf ihren deutschen Seiten unter dem Motto "
Alles was Recht ist " reformerisches Schreiben lehrt und einen " Reformkonverter
" für Webseiten anbietet . Hier können Internetseiten angegeben werden , die an
die neue Schreibung angepasst werden sollen . Der Konverter verwandelt die
Rechtschreibung automatisch , wobei die Änderungen jedoch markiert sind . Es ist
daher sinnvoll , HTML-Titles weiter in alter und neuer Schreibweise einzugeben .
Wirtschaft protestiert gegen geplanten EU-Verbraucherschutz Führende deutsche
Medien- und Wirtschaftsverbände haben sich heute in Brüssel gegen die geplante
Neuregelung der Gerichtszuständigkeit in Verbrauchersachen ausgesprochen . Nach
der von der EU geplanten Neuregelung der internationalen Gerichtszuständigkeit
für Verbrauchersachen kann der Gerichtsstand für Verbraucherverträge künftig am
Wohnort des Verbrauchers liegen , wenn der andere Vertragspartner in dem Staat ,
in dem der Verbraucher seinen Wohnsitz hat , eine berufliche oder gewerbliche
Tätigkeit betreibt oder eine solche auf irgendeinem Wege auf diesen Staat
ausrichtet und der Vertrag in den Bereich dieser Tätigkeit fällt . Diese
Regelung zielt vor allem auf einen besseren Verbraucherschutz bei
Online-Geschäften . Gegen diese Regionalisierung des Gerichtsstandes
protestierten heute in Brüssel Medien- und Wirtschaftsverbände mit einem
Rechtsgutachten . Würde Art. 15 der geplanten Verordnung über die gerichtliche
Zuständigkeit in Zivil- und Handelssachen in Kraft treten , so müsste jeder
kommerzielle Anbieter , der eine weltweit abrufbare Website im Internet
eingerichtet hat , künftig damit rechnen , in jedem beliebigen europäischen
Staat von einem Verbraucher verklagt werden zu können . Dies ist nach Auffassung
der Wirtschaftsverbände , darunter der Bundesverband der Deutschen Industrie e.
V. ( BDI ) und der Deutsche Multimediaverband ( dmmv ) , nicht akzeptabel . Dem
Verbraucherschutz beim E-Commerce förderlicher sei es , wenn
Online-Schiedsstellen eingerichtet würden , hieß es in der gemeinsamen
Presseerklärung der Verbände . Die Rechtmäßigkeit von Dienstleistungen im
elektronischen Geschäftsverkehr könne am besten von nationalen Instanzen am
Ursprungsort überwacht werden , betonte ein Sprecher der Verbände . Die
E-Commerce-Richtlinie solle daher ohne Einschränkungen des
Ursprungslandsprinzips verabschiedet werden . Wal-Mart und Amazon wollen
angeblich zusammenarbeiten Der amerikanische Supermarktkonzern Wal-Mart und der
Internet-Einzelhändler Amazon.com wollen eine Art " strategische Allianz "
eingehen , berichtet die Londoner Zeitung Sunday Times unter Berufung auf gut
unterrichtete Kreise . Sollte es zu der Allianz kommen , würde der in Seattle
ansässige Internetbuchhändler Amazon der E-Commerce-Verwalter von Wal-Mart . Im
Gegenzug erhielte Amazon die Möglichkeit , sich in den 4500 Wal-Mart-Läden
weltweit zu präsentieren . Neben der Option , sich in den Wal-Mart-Filialien
anzusiedeln , soll Amazon auch eine bisher nicht näher spezifizierte "
Cash-Injektion " erhalten . Dass Wal-Mart einen Anteil an Amazon erwirbt , hält
das Blatt allerdings für unwahrscheinlich . Nach Informationen der Zeitung werde
die Allianz von den beteiligten Unternehmen binnen sechs Wochen offiziell
bekannt gegeben . Die Kooperation mit Wal-Mart wäre nicht die erste Allianz von
Amazon . Schon jetzt arbeitet das Unternehmen mit dem Spielehändler Toys'R'us
zusammen . Toys'R'us übernimmt dabei das Einkaufsmanagement , während Amazon für
die Webseitengestaltung , die Lagerhaltung und den Kundenservice verantwortlich
zeichnet . Hintergrund der neuerlichen Kooperationsbereitschaft könnten auch
jüngste Pleitegerüchte sein . Ravi Suria , Analyst bei Lehman Brothers , meinte
, dass Amazon möglicherweise einem Konkurs entgegen gehe , wenn es dem
Unternehmen nicht bald gelänge , einen Finanzpartner zu finden . Viele Europäer
nehmen Datenschutz nicht so wichtig Die meisten Verbraucher in Europa haben
nichts gegen die Verwendung ihrer persönlichen Daten für Marketingzwecke
einzuwenden . Dies hat eine Studie des amerikanischen Software Unternehmens NCR
( Nation Cash Register ) aus Dayton/Ohio ergeben . Der Studie zufolge hoffen die
meisten europäischen Kunden allerdings auf Vorteile , wenn sie der
Datenweitergabe zustimmen ; erwartet würden vor allem Preisnachlässe ,
Bonuspunkte oder ein individueller Service . Grundlage der NCR-Studie sind rund
6000 Interviews mit Verbrauchern in Deutschland , Großbritannien , Frankreich ,
Italien , den Niederlanden und der Schweiz . Die Spanier stehen der
Datenweitergabe ziemlich unbefangen gegenüber . Die Befragung ergab , daß drei
Viertel nichts gegen die Nutzung ihrer Daten für Marketingzwecke einzuwenden
hatte , sofern damit bestimmte Vorteile verbunden sind . Im Gegensatz dazu sind
Niederländer eher skeptisch : Hier sprechen sich lediglich 25 Prozent für eine
Weiterverwendung ihrer Daten aus . Insgesamt seien besonders junge Kunden bis 25
Jahre weniger kritisch : 80 Prozent dieser Gruppe in Großbritannien und Spanien
haben überhaupt keine Vorbehalte gegen den Gebrauch ihrer Kundendaten . Ein
weiteres Resultat der Studie : Die meisten Unternehmen seien nicht in der Lage ,
zielgruppengerechte Angebote zu machen . Jeder der Befragten werde nahezu
täglich von unerwünschten Angeboten belästigt . Besonders stark betroffen seien
die Franzosen : Hier berichtet fast ein Drittel der Befragten von zehn oder mehr
ungebetenen Kontakten pro Woche . Headhunter jagen Ingenieure Siemens sucht
verzweifelt Elektro-Ingenieure und Informatiker . Noch in diesem Jahr will der
Konzern bundesweit 3700 Ingenieure und Naturwissenschaftler neu einstellen ,
kündigte Siemens-Sprecher Hans Walter Jakobi in Frankfurt an . Gesucht würden
vor allem junge Elektrotechnik-Spezialisten , die sich zudem in Informatik oder
Kommunikationstechnik auskennen . 1997 schon habe sich jedes sechste Unternehmen
aus der Elektroindustrie über einen " erheblichen Mangel " an qualifizierten
Fachhochschul- und Hochschulabsolventen beklagt , so Jakobi . Laut einer Studie
des Computerkonzerns IBM fehlen auch im Elektrohandel derzeit 75.000
qualifizierte Arbeitskräfte . Der Softwarehersteller SAP sieht im
Fachkräfte-Mangel bereits Wettbewerbsnachteile für Deutschland . Headhunter
ringen miteinander um die wenigen jungen Fachkräfte , die dem Arbeitsmarkt zur
Verfügung stehen . " Es gibt einen richtigen Kampf um den Nachwuchs " , so
Jakobi . Auch ausländische Firmen suchten in Deutschland nach geeigneten
Fachkräften . Informatikstudenten aus Frankfurt berichten , Firmenvertreter
würden bereits in die Fachschaft kommen und für ihre Unternehmen werben . Einige
Firmen lockten dabei sogar mit Prämien . Auch Sigmar Gleiser von der Zentralen
Arbeitsvermittlung ( ZAV ) in Frankfurt erlebt die starke Nachfrage nach
Arbeitskräften im Bereich der Informationstechnologie : " Es gibt dreimal so
viele Stellenangebote wie Absolventen " . Gleichzeitig aber weist die ZAV darauf
hin , daß es derzeit in Deutschland noch etwa 55.000 arbeitslose Ingenieure gibt
. " Der Wettbewerb um die jungen Kräfte wird sich noch verschärfen " , erwartet
ZAV-Mitarbeiter Wolfgang Henniger . Allerdings : Wenn die günstige
Arbeitsmarktlage nun alle Abiturienten veranlasse , Elektrotechnik und
Maschinenbau zu studieren , drohe bald wieder eine " Ingenieurs-Schwemme " . Am
liebsten surfen Berliner Berliner surfen deutschlandweit am meisten , hat eine
Studie des Emnid-Instituts ergeben . Zwischen dem 9. und 16. August 2000
befragte das Bielefelder Umfrage-Unternehmen im Auftrag des Online-Brokers
Avanza 3017 Frauen und Männer . Dabei stellte sich heraus , dass von den
Hauptstädtern 36,6 Prozent regelmäßig im Internet surfen . Damit liegen die
Berliner weit über dem Bundesdurchschnitt von 29 Prozent . 7,8 Prozent der
Befragten gaben an , demnächst online gehen zu wollen . Bundesweit sind es 9,5
Prozent . Während auf Bundesebene 60,8 Prozent dem Internet kritisch
gegenüberstehen , hegen in Berlin nur 55,6 Prozent Vorbehalte . Besonders von
Westdeutschen wird gern auf das World Wide Web zugegriffen : Hier nutzen 30,9
Prozent das Internet . In den ostdeutschen Bundesländern sind hingegen nur 22
Prozent im Netz . Der Emnid-Befragung zufolge wird das Netz auch immer noch mehr
von Männern genutzt : Von den befragten Frauen besaßen knapp 23 Prozent einen
Internet-Anschluss , bei den Männern waren es 36 Prozent . Damit müssen die
weiblichen Surfern hier zu Lande noch einiges gegen den amerikansichen
Internetnutzerinnen aufholen : In den USA stellen die Frauen nach einer jüngsten
Untersuchung bereits die Mehrheit im Internet . Am häufigsten klicken die
Jüngeren im Netz herum . Etwa jeder zweite ( 49,9 Prozent ) der 14- bis
29-jährigen surft . Die Dreißigjährigen hingegen sind nur noch mit rund 40
Prozent dabei . Bei den Vierzigjährigen gehen noch einmal fünf Prozent weniger ,
knapp 35 Prozent , regelmäßig ins Netz . Von den Fünfzigjährigen besitzt nurmehr
jeder Fünfte ( 23,1 Prozent ) einen Online-Zugang . Internet-Nutzung im Handwerk
wird gefördert Erst vier bis sieben Prozent der Handwerksbetriebe engagieren
sich im E-Commerce , bemängelte heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
dem Bundeswirtschaftsministerium der Zentralverband des Deutschen Handwerks . 18
Datenbanken zu handwerkerspezifischen Themen sollen das Webangebot unterfüttern
, vor allem mit Informationen zur Betriebsführung , zu Patent- und
Forschungsfragen und zum Marketing . Unterfüttert werden sollen die
Datenbestände von den rund 800 Betriebsberatern der Handwerksorganisation . Ziel
ist es , schrittweise alle 850.000 Betriebe und die Organisationen des Handwerks
unter " handwerk.de " für jedermann auffindbar zu machen . Dazu werden zunächst
die bereits existierenden dezentralen Internet-Auftritte von Kammern und
Fachverbänden miteinander vernetzt und systematisch ausgebaut . Darüber hinaus
wird " handwerk.de " als das marktbündelnde Portal für Leistungen und Dienste
des Handwerks auch eigenständige Dienstleistungen für Kunden , Betriebe und
Organisationen anbieten . Besonders weit verbreitet ist die Internet-Nutzung bei
den Informationstechnikern , im Bau- und Ausbaugewerbe , bei den
Elektrotechnikern und im KfZ-Handwerk . Dabei betreibt die Mehrzahl der Betriebe
über das Internet Informationsrecherche oder ruft Produkt- und
Firmeninformationen anderer Betriebe ab . Demgegenüber würden " die Chancen
einer Präsentation von Angeboten über eine eigene Homepage noch von zu wenigen
Betrieben wahrgenommen " , sagte der Generalsekretär . Wearables im Feldversuch
Im kanadischen Toronto haben die drei Kommunikationstechnik-Unternehmen
Xybernaut , IBM und Canada Bell den ihren Angaben nach weltgrößten Feldversuch
für mobile Kommunikationstechnik gestartet . Zwei Monate lang sollen die
technischen Außendienst-Mitarbeiter von Canada Bell , dem größten TK-Anbieter in
Kanada , ihre Inspektions- und Wartungsarbeiten mit Hilfe des " Mobile Assistant
IV ( MA IV ) " vornehmen . Dabei handelt es sich um einem tragbaren
internetfähigen Kleinstrechner , der per Spracheingabe zu bedienen ist und an
der Jacke oder am Gürtel befestigt werden kann . Zur Ausrüstung gehören eine
Tastatur und ein Mini-Flachbildschirm , der durch ein Headset ersetzt werden
kann . Die Leitung des Versuchs liegt beim Mobile Communications Centre ( MCC )
von Canada Bell . Die Dienststelle will feststellen , ob die tragbare
Rechnerausrüstung dazu taugt , die Arbeit des Außendienstes zu erleichtern .
Sollte sich das System im Feldversuch als markttauglich erweisen , werde der
Mobile Assistant in den freien Handel kommen , kündigten die beteiligten
Unternehmen an . Warnung vor Desinformation beim E-Commerce Beim Einkaufen im
Internet werden Kunden oft falsch oder unzureichend informiert , warnte gestern
der US-amerikanische Verbraucherverband Consumer Federation of America . Eine
Studie des Verbands ergab , dass bei Suchmaschinen für Preisvergleiche größte
Skepsis angebracht ist . In der Rangfolge der Suchergebnisse erhielten zahlende
Anzeigenkunden oft einen bevorzugten Platz . Viele Preise würden ohne
Transportkosten angegeben . Der Verband empfiehlt den Internet-Shoppern , sich
nie auf nur eine Suchmaschine zu verlassen , um günstige Angebote zu ermitteln .
Außerdem tadelt der Verbraucherverband , Internet-Einkäufer würden oft ohne ihre
bewusste Zustimmung auf andere Webseiten umgeleitet . Bestimmte Websites machten
sogar für das gleiche Produkt unterschiedliche Preisangaben , je nachdem , wie
und woher der User auf die Site kommt . Spielbergs Web-Entertainment-Firma gibt
vor dem Start auf " Das Internet bietet als Unterhaltungsmedium ein unbegrenztes
Potential " , hatte der Regisseur Steven Spielberg noch vor kurzem erklärt .
Doch noch bevor sein Entertainment-Unternehmen Pop.com mit dem Ausbau eines groß
angekündigten Internetdienstes begann , gab die Firma ihre Internetpläne jetzt
wieder auf . Als Allianz von Spielbergs DreamWorks Filmstudios , die
beispielsweise auch " Chicken Run " oder " American Beauty " produzierten , und
Ron Howards Firma Imagine Entertainment hatte der Firmenplan bereits vielfach
für Aufsehen gesorgt . Umso mehr als die Firma auch vom Microsoft-Mitgründer
Paul Allen und dem früheren Disney-Manager Kenneth Wong mitfinanziert war . Auch
die Schauspieler Eddie Murphy und Steve Martin hatten ihre Mitarbeit in Aussicht
gestellt . Insgesamt umfasste die Crew des Projekts 80 Angestellte . Diesen
wurde nun zum Ende nächster Woche gekündigt . Die Nachricht über die
Selbstaufgabe von Pop.com sorgte vor allem in Hollywood , dem Sitz des
Unternehmens , für Aufregung . Zukunftsängste wurden laut angesichts der
unverhofften Krise im Internet-Entertainment-Bereich . Das Internet bedroht den
Zwischenhandel Während im Internet das Business-to-Consumer-Geschäft nicht recht
in Schwung kommen will , soll der Business-to-Business-Handel dem traditionellen
Zwischenhandel bereits mächtig zu schaffen machen . Über die Hälfte der 1300
befragten Führungskräfte erwarten , dass der E-Commerce den direkten
Hersteller-Kunden-Kontakt verstärken und dadurch nach und nach den
Zwischenhandel ausschalten werde . Vor allem Unternehmen mit einem hohen Anteil
an Dienstleistungen rechnen mit dem Wegfallen von Zwischenhandelsschritten .
Unternehmen , deren Geschäftsmodell auf dem Vertrieb von physischen Produkten
fußt , gehen demgegenüber wesentlich weniger häufig von einschneidenden
Veränderungen aus . Die Umgehung des Zwischenhandels wird am meisten in den
Branchen erwartet , die unterstützende Aufgaben im Electronic Commerce
übernehmen . Dazu gehören Mediendienstleister ( 75,6% ) oder auch Logistik- und
Transportunternehmen ( 73,4% ) . Am wenigsten häufig gehen Manager in
Versicherungsunternehmen davon aus , dass sich die Vertriebswege ändern ( 26,1%
) . Die Ansicht , das Internet werde die Handelsstrukturen umkrempeln ,
veranlasst aber nicht alle Unternehmen , das Web auch für die eigene
Firmenkommunikation zu nutzen . Fast die Hälfte der Firmen , die vom Wegfall
bestehender Handelsstufen ausgehen , haben bislang noch keine eigenständigen
Internet-Pläne gefasst . Computerhandelskette Comtech gerät ins Trudeln Mit dem
Computer- und Telekommunikations-Großhändler Comtech steht nach Informationen
der Branchenzeitschrift ComputerPartner jetzt die nächste PC-Handelskette vor
dem Aus . Ähnlich wie zuvor Escom und Schadt scheitere auch Comtech an falschen
Verkaufskonzepten , hieß es unter Berufung auf interne Unternehmensquellen . Zum
30. Juni 2001 werde die Comtech-Zentrale schließen . Die Mitarbeiter würden
entlassen . 1996 hatte Comtech im Zuge des Konkurses der Escom AG 90 der 110
deutschen Escom-Filialen übernommen . Auch die Firma Schadt hatte damals Teile
von Escom erhalten . Nun steht nach Escom und Schadt Comtech selbst zur
Disposition . Bei Comtech in Waiblingen war für eine Stellungnahme niemand zu
erreichen . Mails werden nicht beantwortet , auch die telefonische
Bestellhotline des Unternehmens ist nicht besetzt . Comtech gehört seit 1999 zu
75 Prozent der MobilCom AG in Rendsburg-Büdelsdorf . Mobilcom-Sprecher Matthias
Quaritsch war zu keiner Stellungnahme bereit . Einzelheiten zu Comtech werde es
am Dienstag , den 13. Februar auf der Bilanzpressekonferenz der MobilCom AG
geben , erklärte Quaritsch gegenüber heise online . Nach Angaben von Quaritsch
beschäftigt die Firma Comtech derzeit rund 100 Mitarbeiter . Dass die
Mitarbeiter auf Jobsuche seien , konnte er nicht bestätigen . Der
Mobilcom-Konzern sei bestrebt , seine Organisation zu verbessern , meinte
Quaritsch . Branchenbeobachter gehen aber schon davon aus , dass die MobilCom AG
sich vom PC-Geschäft verabschiedet , um nur noch den Telekommunikationsmarkt zu
bedienen . Amazon.com will Geld für Buchempfehlungen Jetzt können sich die
Verleger ihre Amazon-Empfehlungen auch kaufen , berichtet das Wall Street
Journal . Wenn das Buch zusätzlich noch einen bevorzugten Listenplatz im
Firmen-Rundbrief erhalten soll , der per E-Mail an Kunden verschickt wird ,
belaufen sich die Empfehlungskosten pro Buch auf bis zu 10.000 US-Dollar ,
teilte Amazon.com den Verlagen mit . Wer seine Titel zudem noch auf der Website
des Internet-Buchhandels hervorheben will , kann ein " Empfehlungspaket " für
17.000 US-Dollar erwerben . Rezensionen , Listenplätze und die Aufnahme in den
Amazon-Newsletter hingen in der Vergangenheit unter anderem von Leserbewertungen
oder der Anzahl der verkauften Bücher ab . Diese Lesermeinungen würden auch
weiterhin in die Empfehlungslisten einfließen , teilte Amazon.com mit .
Allerdings könnten die Verleger ihre Titel jetzt auch gezielt in solche Listen
einstreuen . Um solche Informationen zu finden , muss der Leser allerdings
eigens einen extra für solche Informationen angelegten Link anklicken . Der
deutsche Zweig des Internet-Buchhändlers teilte demgegenüber auf Nachfrage mit ,
es sei auch in Zukunft nicht vorgesehen , aus Rezensionen , Nennungen und
Newsletter-Erwähnungen Kapital zu schlagen . " Bei Amazon.de gibt es keine
bezahlte Platzierung " , versicherte Amazon.de-Sprecherin Martina Frühwald
gegenüber heise online . Amazon.com dagegen versucht nicht zum ersten Mal , mit
Empfehlungen Einnahmen zu erzielen : Vor einiger Zeit hatten sich
US-Verbraucherschützer gegen die sogenannte " kooperative Werbung " zur Wehr
gesetzt . Hierbei wurde den Verlagen die Möglichkeit geboten , gegen Geld auf
die Güte der Buchempfehlungen Einfluss zu nehmen . Auch damals sollte eine
bezahlte Aufbesserung des Rangs in der Liste der " von Amazon empfohlenen Bücher
" bis zu 10.000 US-Dollar pro Titel kosten . Bank-24-Kunden mit 7 Billionen DM
im Soll Bei der Bank 24 in Bonn ist in der Nacht vom 6. auf den 7. April ein
spektakulärer Rechenfehler aufgetreten : Alle in Euro geführten Depotkonten
wiesen plötzlich ein Minus von -7.902.343.433.862,49 DM auf . Ob der Fehler in
der EDV der Bank 24 liege oder beim Rechenzentrum der Bank in Eschborn , darüber
mochte Pressesprecherin Nicole Völker noch keine Angaben machen . Sicher sei
jedoch , daß den Kunden keinerlei Sollzinsen berechnet würden . Heute abend noch
würden alle falschen Kontostands-Meldungen korrigiert . Laut Völker sind die
falschen Saldo-Angaben auf die Euro-Abrechnung der Depotkonten zurückzuführen .
Fernabsatzgesetz : Käufer soll Rücksendekosten bei Kleinaufträgen tragen Im
Streit über die verbraucherschützenden Regelungen des Fernabsatzgesetzes hat der
Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat am heutigen Mittwoch
einen Kompromiss vorgeschlagen . Danach soll ein Anbieter im Bestellhandel per
Brief , Telefon oder Internet bei einem Warenwert bis 80 Mark dem Kunden , der
von seinem Widerspruchsrecht Gebrauch macht , die Rücksendekosten auferlegen
können . Ursprünglich sah das vom Bundestag bereits beschlossene Gesetz vor ,
dass der Verkäufer immer die Rücksendekosten zu tragen hat , wenn der Käufer die
Ware binnen zwei Wochen zurückschickt . Der Bundesrat wollte mit der Anrufung
des Vermittlungsausschusses eine Ausnahme von dieser Regel für den Buchhandel
erreichen . Mit seinem Einigungsvorschlag greift der Vermittlungsausschuss
dieses Anliegen aus Gründen der Gleichbehandlung für alle Branchen mit
geringfügigen Bestellwerten auf . Weiterhin gilt aber , dass der Anbieter der
Ware die Kosten der Rücksendung immer zu tragen hat , wenn die gelieferte Ware
nicht der Bestellung entspricht oder schadhaft beim Käufer eintrifft .
Übernehmen der Bundestag ( am Donnerstag ) und der Bundesrat ( am Freitag ) den
Vermittlungsvorschlag , dann könnte dieser gemeinsam mit den anderen Regelungen
des Fernabsatzgesetzes am 30. Juni in Kraft treten . Die Umsetzungsfrist für
diese Regelung nach europäischen Recht ist eigentlich bereits am 4. Juni
ausgelaufen . Rechtsradikale Internet-Domains erst registriert , dann gelöscht
Nicht der hauseigene Begriffs-Suchdienst , sondern Hinweise im
Online-Kundenforum hatten Strato auf das fragwürdige Hosting neo-nazistischer
Domains aufmerksam gemacht . Auf Nachfragen , wie es dazu kommen konnte , dass
rechtsradikale Domains problemlos angemeldet und aufgeschaltet werden können ,
entgegnete Strato-Sprecher Sören Heinze , es gebe keine juristische Grundlage
dafür , das Hosting dieser und ähnlicher Adressen zu verweigern . Das Denic ,
für die Registrierung von .de-Domains zuständig , scheint da etwas anderer
Ansicht zu sein : Nach seinen Angaben wurde der Domain-Name am Donnerstag
letzter Woche eingetragen . " Ohne die beiden Sachbestände vergleichen zu wollen
, können wir erst handeln , wenn es eine eindeutige etwa mit der Pädophilie
vergleichbare Rechtslage gibt " , erklärte Heinze dagegen . Rechtlich unklar sei
zudem , " ob Strato oder das Denic letztlich für die Aufnahme von Domains
verantwortlich ist " , erklärte Heinze weiter . Vom Netz genommen habe Strato
die fraglichen Domains " aus Pietätsgründen und um Missbrauch zu vermeiden " .
Unterdessen gibt es Hinweise auf weitere von Strato gehostete Internetadressen
mit rechtsradikalen Bezeichnungen wie etwa www.blitzkrieg.de . " Gern würden wir
auch diese Domains sperren , da es aber keine eindeutigen rechtsradikalen
Symbole auf der Site gibt , fehlt uns dafür die Handhabe . " Das Denic habe
selbst erst am Montag von der am 3. August zugelassenen Adresse
www.heil-hitler.de erfahren . " Wir haben die Adresse sofort gelöscht " , sagte
Herzig . Amazon.com verwirrt mit browserabhängigen Verkaufspreisen Wer zur
gleichen Zeit wie andere Kunden beim gleichen Anbieter das gleiche Produkt kauft
, rechnet in der Regel damit , den gleichen Preis zu zahlen wie alle anderen .
Nicht so bei Amazon.com . Auf der US-Plattform des Internet-Medienshops zahlten
Käufer unterschiedliche Preise für das gleiche Produkt , ergaben Stichproben der
amerikanischen Zeitschrift Computerworld . Die Preise stiegen und fielen mit dem
Browser , den der Kunde nutzte , um auf das Buchhandelsportal zu surfen . Wer
etwa mit einem Netscape-Webbowser auf die Amazon-Site gelangte und dort die
komplette Serie des Science-Fiction-Klassikers " Planet of the Apes " als
DVD-Video in seinen Warenkorb packte , zahlte 64,99 Dollar . Kam der Käufer
hingegen mit dem Microsoft-Internet-Explorer auf die Site , kostete das Video
74,99 Dollar . Solche Preisdifferenzen wurden noch bei anderen DVD-Produkten
beobachtet . So wurden auch für das Video " Men in Black " unterschiedliche
Preise ausgewiesen - und auch hier war für die Preisangabe der Browser
ausschlaggebend , den der Kunde benutzt hatte . Darüber hinaus aber differierten
die Preisvorschläge in Abhängigkeit davon , über welchen Service-Provider ein
Surfer ins Internet gelangte . Zudem berücksichtigte der Online-Shop , ob der
Interessent das erste Mal oder bereits zum wiederholten Mal bei Amazon einkaufte
: Vom Netscape-Browser aus sollte das Men-in-Black-Video 25,97 Dollar kosten ,
während ein Internet Explorer-Nutzer 23,97 Dollar berappen sollte . Wieder
anders sahen die Preise aus , nachdem der Cache der für die Bestellung benutzten
PCs geleert und alle Cookies ausgeschaltet waren : Jetzt kostete das Video den
Netscape-Surfer 25,97 , den Explorer-User hingegen 27,97 Dollar .
Amazon-Sprecherin Patty Smith begründete die unterschiedlichen Preise mit Tests
, die zur Verbesserung der Kundenansprache veranstaltet würden . " Da wir wissen
, dass Kunden verschieden auf unsere Warenpräsentation reagieren , sind wir
permanent bemüht , das Fine-Tuning unseres Marketings zu verbessern " , erklärte
die Sprecherin . Unterschiedliche Käufertypen würden daher phasenweise auf
verschiedene Preise stoßen . Welche Kriterien für die Preisfestlegung gelten und
wie lange die Tests dauern sollten , mochte die Amazon-Sprecherin allerdings
nicht sagen . Kunden , die das Gefühl hätten , zuviel gezahlt zu haben , könnten
binnen 30 Tagen einen Antrag auf Rückgängigmachung des Kaufes stellen , erklärte
sie . US-Verbraucherschützer kritisieren die flexible Preisgestaltung . Im Fokus
der Kritik steht dabei weniger das unverbindliche Preissystem selbst als
vielmehr die Tatsache , dass Amazon den Kunden die Preisvergabepraxis nicht
erklärt . " Wer keinen Arg hegt , dass er mehr zahlt als andere , wird sich auch
nicht beschweren " , bemängelte etwa US-Börsenanalyst Alan Alper . Selbst wenn
der Kunde weiß , dass er beim Einkauf flexibel zur Kasse gebeten wird , bleibt
das Preis-Prinzip fragwürdig . Immer darüber zu spekulieren , ob man mehr zahlt
als andere , trägt nicht unbedingt zum Einkaufskomfort bei , meinte der Analyst
. " In Deutschland wird es keine browserabhängigen Preise geben " , erklärte
indes Amazon.de-Sprecher André Schirmer . Die Vorschriften der hier zu Lande
geltenden Rabattgesetze ließen für diese Art Preis-Fein-Tuning keinen Spielraum
, so die Begründung . Barnes&Noble.com entlässt Mitarbeiter Der amerikanische
Online-Buchhändler Barnes&Noble.com , an dem der deutsche Medienkonzern
Bertelsmann beteiligt ist , hat im letzten Vierteljahr des Jahres 2000 einen
unerwartet geringen Umsatz und starke Verluste verbucht . Um die Ausgaben zu
verringern , will der Web-Buchhändler 350 Mitarbeiter entlassen , das sind 16
Prozent der Belegschaft . Ein Betrieb in New Jersey und eine Logistik-Filiale in
Kentucky würden als erste geschlossen , erklärte Marie Toulantis von
Barnes&Noble auf der Bilanzpressekonferenz . Analysten waren von rund 507
Millionen ausgegangen . Rechenfehler bei Bank 24 aufgeklärt Die Fehlbuchungen
bei den Depotkonten der Bank 24 , einer Tocherbank der Deutschen Bank , sind
aufgeklärt . Aufgrund eines Computerfehlers der Bank 24 waren Depotkonteninhaber
plötzlich um mehrere Billionen DM ins Soll geraten . Von der Panne seien 55 bis
80000 Wertpapierdepots betroffen , teilte die Bank 24 mit . Die seit Dienstag
bekannten Fehlbuchungen seien inzwischen korrigiert worden , die Kontostände
allesamt wieder richtiggestellt . Das Versagen der EDV sei auf die
Euro-Umstellung zurückzuführen . Es handle sich um ein Programmiererversagen ,
für das die Kunden auf keinen Fall in Form von Soll- oder Habenzinsen zur
Rechenschaft gezogen würden , versicherte das Geldinstitut . Mehr
Verbraucherschutz beim ECommerce Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin
will den Verbraucherschutz auf das Internet als Vertriebsweg zuschneiden . "
Wenn Waren und Dienstleistungen im Internet bestellt werden , können
Verbraucherinnen und Verbraucher sie in der Regel nicht vorher prüfen " ,
erklärte sie . Ebenso wie bei Haustürgeschäften müsse daher auch bei
elektronischen Bestellungen ein Widerrufsrecht gelten . " Die Willenserklärung
des Verbrauchers wird erst wirksam , wenn er sie nicht binnen einer Frist von 7
Werktagen widerruft " , heißt es in dem Gesetzentwurf . In diesem Zeitraum
können elektronisch abgegebene Bestellungen ohne Angaben von Gründen
zurückgezogen werden . Ist die Ware schon bezahlt , muß der Verkäufer die
Kaufsumme binnen Monatsfrist zurückerstatten . Weiterhin enthält der Entwurf
Regelungen über unverlangte Warensendungen , unerbetene Werbung und über die
Verbraucherrechte beim Mißbrauch von Kredit- oder EC-Karten . Demanch handelt es
sich bei unverlangt zugesandten Produkten oder Verträgen um eine
Wettbewerbswidrigkeit . Wenn der Verbraucher zur Warensendung schweigt , stellt
dies keine Annahmeerklärung dar - selbst wenn der Absender erklärt , er werde
Schweigen als Zustimmung bewerten . Zudem ist der Empfänger nicht zur
Rücksendung verpflichtet ; auch dann nicht , wenn ihm dies durch Beilegung von
Rückporto nahegelegt wird . Der Gesetzentwurf kann auf der Web-Site des
Bundesjustizministeriums eingesehen werden . Wirtschaft will " Bündnis für
Innovation " 70 deutsche Topmanager haben Bundeskanzler Gerhard Schöder gestern
ein Memorandum für eine branchenübergreifende Modernierungskampagne übergeben .
Die " Initiative D21 " , auch " Bündnis für Innovation " genannt , schlägt eine
Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik vor , um neuen Technologien in
Deutschland schneller zum Durchbruch zu verhelfen . Zu den Unterstützern des
Memorandums gehören Unternehmen wie IBM , Hewlett-Packard , Siemens , Intel und
die Telekom . Gegenwärtig zähle Deutschland beim Übergang in die
Informationsgesellschaft nicht zu den führenden Nationen , erklärte IBM-Chef
Erwin Staudt als Sprecher der " Initiative D 21 " . Dabei biete die
Informationsgesellschaft gerade in Deutschland enorme Chancen für neue
Arbeitsplätze , bessere Bildung , für die Erschließung neuer Märkte und für
effizientere Verwaltungen mit mehr Bürgernähe . Die Unterstützung der Industrie
soll nicht theoretisch bleiben . IBM , Hewlett-Packard , Siemens , Intel und die
Telekom stellten Computer für Schüler zum Preis von unter 1000 Mark in Aussicht
. Die Ergebnisse dieser Diskussionen werden im November auf einem Kongreß in
Berlin präsentiert . " Wir werden dazu alle politischen Parteien einladen ,
damit daraus eine Bewegung für ganz Deutschland entsteht " , kündigte Staudt an
und ließ verlauten , der Kanzler habe die Initiative positiv aufgenommen .
Serverausfälle bei Internet-Auktion EBay Im kaliformischen Online-Auktionshaus
EBay ist erneut zweimal der Server ausgefallen . Die häufigen Ausfälle deuteten
darauf hin , daß das Unternehmen sein überdimensional rasches Wachstum nicht gut
verkraftet habe . Diese Einschätzung äußerten Analysten gegenüber dem Wall
Street Journal . Jetzt kündigte das Auktionshaus an , es werde Personal
aufstocken und das Equipment verbessern . So seien die Klickraten bei EBay in
der letzten Woche im Vergleich zur Vorwoche dramatisch gesunken , berichtet die
amerikanische Börsenzeitung . Auch dies ist für die Analysten ein Grund für
vorsichtige Warnungen . Hinzu komme , daß EBay im letzten Quartal in erheblichem
Umfang investierte , um andere Auktionen aufzukaufen , darunter auch das
deutsche Web-Auktionshaus Alando . Die Kaufsumme haben EBay-Aktionäre bis heute
nicht erfahren . Innenminister : " Virtuelle Verwaltung " bietet direkten
Kontakt " Der moderne Beamte hat einen anderen Zugang zu Menschen und flexiblere
Kommunikationsmöglichkeiten " , erklärte Bundesinnenminister Otto Schily am
heutigen Freitag während einer Chat-Diskussion im Deutschen Pavillon auf der
Expo . " Virtuelle Verwaltung - rasant oder riskant ? " , lautete das Thema des
moderierten Internet-Gesprächs über Chancen , die das Internet für die
Verwaltung bieten kann . Bald werde es möglich sein , " Gesetzestexte ins
Internet zu stellen , um Teilhabe zu ermöglichen " , sagte der
Bundesinnenminister . " Bis 2003 soll der Bürger seine Fragen an die Regierung
direkt übers Internet richten können " , stellte Schily zudem in Aussicht .
Bevor es dazu komme , müssten sich die Behörden allerdings fragen , wie sie mit
der Flut direkter Anfragen zurecht kommen wollten , gab der Innenminister zu
bedenken . Um peinlicher Stille oder Selbstgesprächen im Chat vorzubeugen ,
standen dem Bundesinnenminister vorbereitete Diskutanten zur Seite . Dazu
gehörten der Gießener Politikwissenschaftler Claus Leggewie und der ehemalige
Bürgermeister der Stadt Frankfurt und Bundesverkehrsminister a.D. Volker Hauff .
Zudem hatte sich ein Politik-Kurs eines Hamelner Gymnasiums auf den Chat
vorbereitet . Insgesamt beteiligten sich mittels 6 Servern etwa 100 Bürger an
dem Gespräch . Unklar sei , wer sich bei Volksentscheiden durchsetzen werde ,
sagte er . Zudem gebe es noch eine Reihe ungelöster Probleme wie die
Geheimhaltung der Wählerstimmen-Herkunft und die Übertragungssicherheit , meinte
Schily . Das Hauptaugenmerk der Fragesteller im Chat , die zum Teil unter
antikisierenden Nicknames wie " Antigone " oder " Heldensaga " auftraten , galt
der Chancengleichheit im Internet . Da nicht alle Bürger über einen Netzzugang
verfügten , tauge das Web nicht als demokratisches Medium , lauteten die
Bedenken . " Das Internet gibt denen , die sich sowieso beteiligen , noch mehr
Möglichkeiten dazu " , sagte der Politikwissenschaftler Leggewie . Im Verlaufe
der Diskussion gab der Bundesinnenminister auch seine persönlichen
Internet-Nutzungsgewohnheiten preis : " In den Ferien nutze ich zum Beispiel
ganz selbstverständlich E-Mail und das Netz " , gab er an . Unter
www.staat-modern.de soll die Diskussion fortgeführt werden . Domain-Grabbing von
Anti-Rassismus-Adressen Wer diese Adressen anwählt , landet nicht bei der
Initiative gegen rechte Gewalt im Netz , sondern beim Verkaufsangebot der
Grabber . Interessenten können per Mail ein Gebot für die fraglichen URLs
abgeben , ein direkter Kontakt ist nicht vorgesehen . Die Gründungsmitglieder
der Initiative Gesicht zeigen , zu denen der Chef des Bundespresseamtes
Uwe-Karsten Heye und der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland ,
Paul Spiegel , gehören , gingen auf den ihnen angebotenen Handel nicht ein .
Stattdessen registrierten sie für sich die Domain initiative-gesicht-zeigen.de .
Informationen über die Anti-Rassismus-Kampagne finden sich seither auf dem
Web-Server Server in dieser Domain . Auch unter der gegrabbten Adresse findet
der User einen Text vor , der angibt , die Domain sei das Werk einer
wohlmeinenden Aktion : " www.gesichtzeigen.de ist eine private Initiative von
jungen Menschen " . 50 Familien testen vernetzten Kühlschrank Fünfzig dänische
Familien testen seit Anfang September , ob Kühlschränke als Informations- und
Kommunikationsstation taugen . Organisiert wird der Feldversuch von e2Home ,
einem Joint-Venture-Unternehmen von Ericsson und Electrolux . Als
Service-Provider und Netzwerk-Operator fungiert die Tele Danmark . Mit dem
Praxistest will e2Home " grundlegende Hemmnisse " ausräumen , die der Nutzung
von internetfähigen PCs im häuslichen Alltag entgegenstehen . Studien im Vorfeld
des Feldversuchs ergaben , dass viele Menschen die Bedienung von PCs zu
umständlich und die Suche nach Informationen zu zeitraubend finden . Daher
verfüge der jetzt getestete Kühlschrank über eine einfache Benutzeroberfläche
mit wenigen selbsterklärenden Elementen . Für den Feldversuch wurden 50 Familien
ausgesucht , die einen repräsentativen Querschnitt der dänischen Bevölkerung
darstellen sollen . Ein halbes Jahr lang werden diese Familien den so genannten
Screenfridge einsetzen und dabei feststellen , ob der Kühlschrank sich im
Küchenalltag bewährt . Als Funktionen bietet der Fridge einen Familienkalender ,
elektronische Merkzettel und ein " Kommunikationsmodul " , das Telefon , E-Mail
, SMS , Video-Mail , Voicemail und ein Adressbuch beinhaltet . Der Feldversuch
endet am 31. Januar 2001 . Protestaktion " Schulen gehen vom Netz " " Hamburger
Schulen gehen vom Netz " heißt die Protestaktion eines freien Zusammenschlusses
von Netzwerkadministratoren an Hamburger Schulen . Mit stundenweisen
Netzausfällen , schwarzen Homepages , leeren Seiten und einer Protestnote an die
Hamburger Behörde für Schule , Jugend und Berufsbildung wollen die für die
Pflege der Websites und Server zuständigen Pädagogen darauf aufmerksam machen ,
dass die für diese Dienste vorgesehenen Stunden nicht mehr ausreichen . In einem
im Netz veröffentlichten Schreiben der Initiative fordern die Lehrer zusätzliche
Personalressourcen für die Systembetreuung an Schulen . Es genüge nicht , die
Hardware zu installieren . " Computer und Netze , die nicht gewartet werden ,
sind nichts wert " , erklärte Peter Haupt-Cramer , ein Sprecher der Initiative .
" Einige der protestierenden Lehrer werden in nächster Zeit Dienst nach
Vorschrift machen " , kündigte er an . " Dann werden die Zuständigen sehen , was
man in dieser Zeit schaffen kann . " Jörg Wollnack , ein Elternvertreter aus
Hamburg , bewertete die Aktion als ein neuerliches Zeichen fehlender
Leistungsbereitschaft von Lehrern : " Selbst wenn die Lehrer etwas mehr leisten
müssen , kommen sie lange nicht auf die Jahresarbeitszeit von anderen
Arbeitnehmern " , sagte er . Die " Horrorvision " der virtuellen Gesellschaft "
Es besteht die Gefahr , dass die Schüler die Rückbindung der digitalen
Informationen an die soziale Wirklichkeit verlernen " , sagte der
Wissenschaftler gegenüber dpa . Statt junge Menschen via Internet zu "
Techno-Eremiten " auszubilden , müsse die reale Kommunikation im Zentrum der
Unterrichtskultur stehen , fordert Sandbothe . Das Internet könne eine wertvolle
mediale Ergänzung zum Unterrichtsgespräch abgeben , nicht aber dessen Ersatz
sein . " Die virtuelle Gesellschaft , die sich nur noch in der Welt des
Digitalen abspielt , ist eine Horrorvision , die letztlich unsere soziale
Gemeinschaft zerstört " , meinte Sandbothe , der sich bei seinen Ausführungen
auf eine Studie der Humboldt-Universität in Berlin beruft . Demnach zeigen 2 bis
3 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland Suchterscheinungen und laufen
Gefahr , den Bezug zur Wirklichkeit außerhalb des Netzes zu verlieren .
Sandbothe , der eine pragmatische Medienphilosophie entwickelt hat , sieht
dennoch gute Chancen , das Medium Internet als Bereicherung aufzufassen .
Während beim Fernsehen das Bewusstsein , dass Bilder und Töne etwas mit der
tatsächlichen Welt zu tun haben , weitgehend verloren gegangen sei , biete das
Internet dem Nutzer aktive Gestaltungsmöglichkeiten . Diese bestehen zum
Beispiel darin , dass der User im Web mit anderen kommunizieren oder auch etwas
einkaufen könne . Anders als das Fernsehen sei das Internet daher " ein
Instrument , mit dem wir Wirklichkeit kooperativ gestalten und handelnd
verändern können " , sagte Sandbothe . Eine Gefahr für die Interaktivität des
Internet sieht Sandbothe allerdings in der zunehmenden Kommerzialisierung des
World Wide Web . Damit verkomme das Netz zum Unterhaltungsmedium , das wie das
Fernsehen Scheinwelten entwerfe und eine Flucht aus den realen Seinsbezügen
leichtmache . Gegensteuern könne man hier , indem Schulen und Universitäten
Medienkompetenz vermitteln , so Sandbothe . Ricardo versteigert
Internet-Wertpapiere Vom 13. Dezember an versteigert das Hamburger
Internet-Auktionshaus Ricardo.de die Top 10 Indexzertifikate ( WKN 354119 ) ,
die von der Commerzbank in Kooperation mit der BSL Asset entwickelt wurden .
Bestandteile des Internet-Wertpapiers sind Amazon , America Online ( AOL ) ,
Excite@Home , Cisco Systems , Level 3 , Qualcomm , Qwest , Yahoo und Sun
Microsystems . Mit dazu gehören auch Aktien des Ricardo-Konkurrenten eBay . Das
Zertifikat hat keinen Ausgabeaufschlag , so dass die parallel gehandelten
Börsenkurse direkte Vergleichsmöglichkeiten bieten . " Der Internet Top 10 Index
hat sich in den letzten zwei Jahren mehr als verdreifacht und weist eine
deutlich höhere Wertentwicklung auf als die Indizes des S&P 500 und des Nasdaq
Composite " , sagte Wolfgang Klosterhalfen vom Vorstand der BSL Asset Management
AG . Anklage gegen MP3-Tauschsite Der Verband der Musikverleger in den USA , "
Recording Industry Association of America " ( RIAA ) , wirft dem kalifornischen
"MusicShare"-Unternehmen Napster vor , Copyright-Verstöße zu fördern . Napster ,
ein erst vor fünf Monaten im Silicon Valley gegründetes Unternehmen , stellt auf
seiner Website eine Anwendung bereit , die Chat-Features mit einer
Download-Funktion für MP3-Dateien verbindet . User der Site können sich so
wechselseitig ihre MP3-Archive zugänglich machen und Musik-Dateien austauschen .
Nach Angaben der RIAA sollen bei Napster zeitweise mehr als 70.000 Songdateien
verfügbar gewesen sein . Bis zu 1000 User hätten sich zu Spitzenzeiten
gleichzeitig in den Chat eingeloggt . Die meisten der auf Napster gehandelten
MP3-Dateien seien Raubkopien gewesen , klagt nun der Verband , dem
Branchengrößen wie BMG , EMI , Warner Music und Sony angehören . In dem
Tauschforum hätten auch Bestseller-Titel von Michael Jackson oder den Backstreet
Boys zum kostenlosen Download bereit gestanden . Napster , so der Vorwurf der
RIAA , habe durch Bereitstellen der Tauschplattform Beihilfe zu serienweiser
Copyrightverletzung geleistet . Mit 100.000 Dollar für jeden raubkopierten Song
, der über Napster gehandelt worden ist , fordern die Kläger das für
Copyright-Verletzungen größtmögliche Strafmaß . Der Prozess wird vor dem
Bezirksgericht Northern District of California geführt . Napster zeigte sich
völlig überrascht von den Vorwürfen . Eine Sprecherin des Unternehmens erklärte
gegenüber dem amerikanischen Musikinformationsdienst Webnoize , man habe
Software für gesetzestreue User entwickeln wollen . " Was Napster vorgeworfen
wird , ist in Newsgroups wie alt.music.mp3 alltäglich " , kommentierte ein
Napster-User die Anklage . Der Prozess steht in einer Reihe ähnlicher
Auseinandersetzungen . Die beiden zuletzt gefällten US-Gerichtsentscheide
sprachen die Angeklagen davon frei , für illegale Aktivitäten auf ihren Sites
verantwortlich zu sein . Portal-Overkill : Schon wieder ein E-Stadttor für
Berlin Viele Verleger scheinen zu glauben , dass Berlin dereinst vielleicht noch
einmal abgeschnitten werden könnte vom Rest der Welt . Dies würde jedenfalls
erklären , warum so viele Verlage ihre elektronischen Rosinenbomber starten und
die Berliner Luft mit einer Online-Luftbrücke durchschneiden . Auch der Axel
Springer Verlag ist jetzt mit einem Internet-Portal ein Berliner im Netz . Da
Berlin.de schon vergeben ist , heißt dieses digitale Einfallstor in die Stadt
nun Berlin1.de . Wie das " offizielle Portal vom Land Berlin " , Berlin.de , das
Gruner+Jahr-Portal BerlinOnline , dem die Berliner Zeitung sowie das
Stadtmagazin Tip zuliefern , wie ferner der Stadt-Server MeineStadt.de/Berlin ,
die Hochglanz-Postille Prinz.de , der Stadtinformationsdienst Berlin-Info oder
MeinBerlin mit Tagesspiegel und Zitty will auch das Springer-Portal " eine
Mischung aus aktuellen Informationen sowie Service- und Unterhaltungsangeboten
für die Hauptstadt " anbieten . Die Betreibergesellschaft des Portals , die
Ullstein GmbH , eine 100-prozentige Springer-Tochter , teilte mit , dass es im
Detail um " Sport , Stadtleben , Reise , Familie , Musik und Wohnen sowie
Bezirke und Behörden " gehen soll . Dies ist genau der " City-Life-Content " ,
wie das Magazin Prinz das nennt , den auch die anderen Berlin-Sites bieten . Bei
der Finanzierung setze Berlin1.de vor allem auf den regionalen Werbemarkt ,
heißt es bei Ullstein - auch darin sind sich diese Portal-Betreiber mit allen
anderen einig . Spannender als die immer gleichen Hauptstadt.de-Verlautbarungen
bleibt da schon die Frage , wer sich Berlin in Kombination mit den sieben neuen
Domain-Namen sichern wird . Denn jetzt erst ist doch die wahre Luftbrücke in die
Hauptstadt möglich : Berlin.aero . Kein Zufall ürbrigens , dass ausgerechnet der
Berliner Webhoster Strato die Zeichen der Zeit erkannt hat und mit den so
genannten @Domains daherkommt . Demnach soll es jetzt noch mehr
Kombinationsmöglichkeiten für Hauptstadtsites geben . Der ursprüngliche
Domainnamen soll dabei durch ein Präfix , das mit einem Klammeraffen
angeschlossen wird , erweitert werden : Berlin.aero@aero.de , oder was ? Mit so
viel neuer Luft jedenfalls könnte das Gerangel um den elektronischen Luftraum
über Berlin getrost in eine neue Runde gehen . Comtech wird in MobilCom
eingegliedert Die Computerhandelskette Comtech mit Sitz in Waiblingen wird nicht
, wie ursprünglich befürchtet , vollständig aufgegeben , teilte die MobilCom AG
als Mutterkonzern des PC-Händlers mit . Auch die Hauptverwaltung von Comtech
soll mittelfristig ebenfalls nach Büdelsdorf verlegt werden . Derzeit prüfe die
MobilCom die Rentabilität der einzelnen Comtech-Filialen . Dabei gehe man davon
aus , dass mehr als die Hälfte der Standorte erhalten werden könne . PCs und
Zubehör sollen auch weiterhin zum Comtech-Sortiment gehören . Ziel der
Zentralisierung des Vertriebs sei es , sich optimal auf das UMTS-Geschäft
auszurichten , teilte die MobilCom mit . Die Neuordnung von Comtech wird
voraussichtlich Ende des zweiten Quartals 2001 abgeschlossen sein . Die
Hobby-Industrie und das Urheberrecht im Internet Schluss mit dem
Strickmusterdiebstahl per Internet : Gegen den Online-Diebstahl von
Stick-Schnitt- , und Strickmustern will die US-amerikanische Hobby Industry
Association ( HIA ) Front machen . Über 4.000 Mitglieder haben sich hier
zusammengeschlossen , um für das geistige Eigentum an Häkel- und Klöppel-Designs
einzutreten . Ebenso wie Musikdateien und Bilder dürften auch
Handarbeits-Patente und Bastel-Anleitungen nicht länger unrechtmäßig
heruntergeladen und verbreitet werden , fordert die Vereinigung . Eine
internationale Aufklärungskampagne zum Thema gestohlene Handarbeitsmuster im Web
ist in Vorbereitung . Mit dazu gehören wird ein Set von aufpoppenden Warnungen ,
kündigt die HIA an . Oft würden sich Handarbeitsmusterdiebe damit herausreden ,
sie hätten nicht gewusst , dass ihr Tun unrechtmäßig sei . Dagegen sollen die
Hinweise helfen . Stickmuster-Designer , Flaschenschiff-Konstrukteure und
Blumengesteck-Liebhaber hätten viel mehr unter dem Ideen-Klau im Netz zu leiden
haben als große Musik-Stars , meint die HIA . Immerhin könnten Musiker ja auch
noch Einnahmen aus Tourneen und Konzerten beziehen . Wenn die
Informationskampagne keine Früchte zeige , will sich die im Bundesstaat New
Jersey ansässige HIA für einen Handarbeits-Copyright-Schutz stark machen . Die
sogenannte " Graswurzel-Industrie " , die von Blumengesteck-Ideen und
Häkeldeckchenmustern lebe , müsste sich nun auf ähnliche Schlachten einstellen ,
wie sie die Musikindustrie mit Napster bereits geschlagen habe , so Brandt .
Handarbeitsläden wie Pegasus Originals , ein Shop für Stickzubehör im
süd-kalifornischen Lexington , verdienten nach eigenen Angaben bis 40 Prozent
weniger pro Jahr , seit sich das Internet in weiten Kreisen der Bevölkerung
durchgesetzt hat . Recherchen der HIA ergaben , dass die meisten raubkopierten
Handarbeits- und Bastelanleitungen in Europa , Russland und Korea zirkulieren .
Mitunter würden die aus dem Netz gefischten Raubkopien sogar ausgedruckt und im
Straßenverkauf gehandelt . Selbst Passwort-geschützte Ideen-Pools seien schon
geknackt worden . " Viele Leute kaufen sich einmal eine Anleitung , um sie
danach auf ihrer Website kostenlos weiterzuverteilen " , kritisierte Brandt .
Alan Weintraub , Spezialist für geistiges Eigentum bei den Marktforschern von
Gartner , hat festgestellt , dass die meisten Gerichte wesentlich wohlwollender
mit Diebstahl umgehen , sobald sich herausstellt , dass er im Internet begangen
wurde . " Viele meinen immer noch , dass alles , was man im Internet macht ,
nicht so schwerwiegend ist " , kommentiert Weintraub . Web-Auktionshäuser
fusionieren Das Bertelsmann Internet-Auktionshaus Andsold kooperiert mit der
Online-Auktion Versteigern.de . Von Ende März an wollen die beiden Unternehmen
gemeinsam unter der Web-Adresse Andsold.de auftreten . Der Sitz des gemeinsamen
Unternehmens ist Hamburg . Als Begründung für die Fusion führten die
Auktionsbetreiber an , dass auch bei Internet-Auktionshäusern langfristig nur
Großunternehmen marktbeherrschend sein könnten . Mit dem Zusammenschluss von
Andsold und Versteigern.de könnte sich die Anzahl der Versteigerungsobjekte auf
der Bertelsmann-Plattform verdoppeln . Bisher brachte es der Mediengigant auf
rund 30.000 Auktionsangebote , während das Berliner Startup-Unternehmen
Versteigern.de rund 60.000 Versteigerungsofferten verzeichnete . Zum Vergleich :
Auktionshäuser wie Ricardo offerieren derzeit rund 340.000 Produkte .
Verbraucherschutz : Fernabsatzgesetz nimmt letzte Hürde Nach dem Bundestag hat
nun auch der Bundesrat dem neuen Fernabsatzgesetz für den Bestellhandel per
Telefon , Fax oder Computer zugestimmt . Kerngedanke des Gesetzes ist ein
verbesserter Verbraucherschutz durch eine EU-weite Rechtsanpassung . Bei einem
Warenwert bis 80 Mark dürfen die Verkäufer dem Kunden allerdings die
Rücksendekosten abverlangen , die bei der Rückgabe anfallen . Der Bundesrat
billigte mit seiner Zustimmung zu dem Gesetzesentwurf den Kompromissvorschlag
des Vermittlungsausschusses . Nutzerverhalten im Netz : Die Frauen überholen die
Männer Mit 50,4 Prozent haben in den USA im Mai erstmals mehr Frauen als Männer
das Internet genutzt . Dies ergab eine Studie des Internet-Forschungsinstituts
MMXI in Nürnberg . Auch in Europa steigt die Zahl der Frauen , die online gehen
. Eine Anlyse des Hamburger Informationsinstituts Ipsos ergab , dass 40 Prozent
der deutschen Internetzugänge Frauen gehören , während 60 Prozent von Männern
angemeldet sind . Knapp 80 Prozent der Deutschen sind demnach nach wie vor nicht
" drin " . Unterdessen holen im Netz nicht nur die Frauen die Männer ein ,
sondern auch die Deutschen die Amerikaner . Dies ergab eine Untersuchung , die
von der British American Tobacco in Auftrag gegeben wurde . Befragt wurden
jeweils 3000 Personen zwischen 18 und 29 Jahren in Deutschland und den USA . 66%
der Deutschen und 63% der US-Amerikaner sind am PC als Alltagsmedium nicht
interessiert , lautet das Ergebnis . Jeder fünfte amerikanische
High-School-Absolvent ( 20% ) und auch jeder fünfte Befragte mit
Realschulabschluss ( 20% ) in Deutschland macht regelmäßig zu Hause vom PC
Gebrauch . Von den Gymnasialabsolventen nutzen 34 Prozent das Internet . In den
USA gehören 49 Prozent der Befragten mit College-Abschluss und 54 Prozent der
Post-Graduate-Absolventen zu den PC-Usern . Vom vielzitierten Verschlafen der
New-Economy in Deutschland kann nicht mehr ernsthaft die Rede sein , so die
Analyse der Untersuchung . Darüberhinaus ergab die Erhebung , dass junge Leute
im Alter von 18 bis 29 Jahren in Deutschland und den USA gleichermaßen
regelmäßig vom Handy Gebrauch machen ( je 25% ) . Auch zur neuen Generation X
ohne Zugang zum Internet gehören hier wie dort mehrheitlich Menschen ohne
höheren Bildungsabschluss . Serverausfall bei Online-Auktion E-Bay Erneut
blockierte ein Serverausfall beim kalifornischen Online-Auktionshaus E-Bay am
Freitag den Zugang zur Webseite . In Folge der Panne verlor der E-Bay-Kurs
gleich 10 Prozent an der Börse ( Nasdaq ) und betrug nur noch 83 Dollar . Ende
April 1999 wurde die Aktie noch mit 234 Dollar gehandelt . Schon im Juni war der
Börsenkurs des Unternehmens aufgrund eines Serverausfalls um 70 Prozent
eingebrochen . Mit diesen Zahlen gehört E-Bay zwar zu den wenigen
Internet-Unternehmen , die schwarze Zahlen schreiben , der Börseneinbruch zeigt
jedoch , wie fragil die Börsenexistenz junger Web-Unternehmen ist . Trotz der
spektakulär hohen Umsätze halten Analysten die wiederholten Computerausfälle bei
E-Bay für eine Folge zu schnellen Wachstums . Das Unternehmen habe rasch
expandiert , könne aber den damit verbundenen Verwaltungsmehraufwand noch nicht
reibungslos meistern . IT-Kenntnisse verbessern Berufschancen Die Mehrheit der
Bundesbürger sieht gute Berufschancen bei Unternehmen aus dem Bereich
Informations-Technologie . Wie der Fototechnik-Hersteller Minolta per Umfage
ermittelte , meinen 63 Prozent der Befragten mit Abitur oder Hochschulabschluss
, dass Firmen aus der Branche anspruchsvolle Jobs zu bieten haben . Grundlage
der Studie war eine Umfrage unter rund 1000 Bürgern . Rund 53 Prozent der
Befragten sind der Meinung , dass im IT-Bereich neue Arbeitsplätze in
Deutschland geschaffen werden . Jeder Dritte verspricht sich darüber hinaus
entscheidende Impulse für die gesamte Wirtschaft . Während knapp die Hälfte (
43,3 Prozent ) der Interviewten davon ausgeht , dass sich mit Hilfe von
IT-Anwendungen effektiver arbeiten lässt , ist nur ein Viertel ( 26,6 Prozent )
der Meinung , dass IT-Lösungen das Leben angenehmer machen und " für mehr
Lebensqualität " sorgen . Dem widerspricht eine von den VDI-Nachrichten in
Auftrag gegebene Untersuchung . Hier zeigte die Mehrheit der Befragten eine
positive Einstellung gegenüber den Neuen Medien . Von den rund 1000 befragten
Schülern ab 14 Jahren empfindet die Mehrheit Technik primär als Erleichterung
und Chance . Die meisten Schüler verbinden mit dem Stichwort " Technik " Zukunft
, Fortschritt und Chancen , heißt es . Gefahren und Bedrohungen , die von
technischen Entwicklungen ausgehen , stehen nur für eine Minderheit im
Vordergrund . Im Einzelnen ermittelte die VDI-Studie , dass 85 Prozent der
Jungen und Mädchen meinen , Technik verändere die Welt und erleichtere
langfristig das Leben . Dazu passt , dass 60 Prozent der Befragten davon
ausgehen , beruflicher Erfolg hänge auch davon ab , wie intensiv man sich mit
Technik und technischem Fortschritt beschäftigt . Schlechte Noten geben 52
Prozent der 14- bis 20-Jährigen den Lehrern . Die Schüler behaupten , Lehrer
hätten erhebliche Schwierigkeiten im Umgang mit technischen Geräten . Die Lehrer
sehen das anders , ergab eine parallel durchgeführte Befragung von 350 Pädagogen
. Die technische Kompetenz der Lehrer werde erheblich unterschätzt , sagen sie .
Die Hälfte der Befragten arbeitet eigenen Angaben zufolge bereits mit dem
Internet und Online-Diensten . 14 Prozent planen den baldigen Einstieg . Lehrer
nutzen die elektronischen Medien für den Abruf von Informationen , den Austausch
von E-Mails und für die Unterrichtsvorbereitung . Allein darin , dass die
Ausstattung der Schulen mit neuen Technologien zu wünschen übrig lässt , sind
sich die Lehrer und Schüler einig . 18.000 DM für entgangenes Schnäppchen Der
Streit um die Rechtsgültigkeit von Internet-Auktionen ist in eine neue Runde
gegangen . Nach dem Landgericht Münster befasste sich am heutigen Donnerstag nun
die nächsthöhere Instanz , das Oberlandesgericht Hamm , mit der
Auseinandersetzung um eine Autoversteigerung im Internet . Zu einem
abschließenden Urteil kam es dabei allerdings noch nicht . Fürs erste schlug das
Gericht den Beteiligten einen Vergleich vor . Der Streit dreht sich um die
Versteigerung eines VW-Passats auf der Internetauktion Ricardo.private . Für
23.000 Mark hatte ein Bieter den Zuschlag für einen nagelneuen VW-Passat
erhalten . Mit der Begründung , das Auto sei doppelt soviel wert , weigerte sich
der Anbieter , den Wagen nach der Versteigerung auszuliefern . Der Käufer
bestand jedoch auf Lieferung zum Versteigerungspreis und zog vor Gericht . In
erster Instanz wurde der Streit vor dem Landgericht Münster zu Gunsten des
Autohändlers entschieden . Insgesamt sah der Münsteraner Richter
Internetauktionen als " Aufforderungen zur Abgabe von Kaufangeboten " an - nicht
als Verkaufsverpflichtung im rechtlichen Sinne . Das Urteil hatte bei
Auktionsbetreibern und Surfern für Furore gesorgt , denn seit dem Entscheid
schien klar , dass Internetauktionen dem Kunden keine ausreichende Sicherheit
bieten , auch einen Anspruch auf die ersteigerte Ware zu haben . Ein
abschließendes Urteil des Oberlandesgerichts Hamm steht derzeit noch aus . "
Anders als das Landgericht Münster vertritt das OLG die Rechtsauffassung , dass
bei einer Internetauktion sehr wohl ein wirksamer Kaufvertrag zustande kommt " ,
erklärte Peter Clemen , Pressesprecher des OLG Hamm gegenüber heise online .
Anbieter und Bieter seien nach Ablauf der Versteigerung Kaufvertragspartner im
rechtlichen Sinne . Der Richter schlug den Beiteiligten zunächst einen Vergleich
vor : Demnach soll der Anbieter des Wagens dem Käufer 18.000 Mark als
Entschädigung für das entgangene Schnäppchen zahlen . Wird der Vergleich
akzeptiert , ist der Streit beigelegt und das OLG fällt kein Urteil in dieser
Sache . Lehnen die Beteiligten den Vergleich ab , entscheidet das OLG . Auch bei
der Anhörung in Hamm verteidigte der Anbieter des Wagens sein Verhalten mit der
Begründung , er hätte sich vor dem Geschäft nicht mit den Einzelheiten von
Internet-Auktionen vertraut gemacht . Daher habe er einen zu niedrigen
Startpreis für das Auto verlangt . Die Klägerseite widersprach dieser
Argumentation und verwies darauf , dass das Höchstgebot für den Wagen nach sechs
Tagen und 963 Geboten zu Stande gekommen sei - Zeit genug also , um sich die
Handelsbedingungen klar zu machen . E-Home Berlin : Die Küche von Morgen
Heimvernetzung verhelfe zu mehr Sicherheit im Alltag , zu Einsparungen bei der
Energie und zu mehr Komfort im täglichen Leben , versprechen die Hersteller von
Heimvernetzungslösungen dem Verbraucher . Lothar Stoll , Leiter des Bereichs
smart home bei Siemens , prognostizierte bei der Messe-Eröffnung am heutigen
Donnerstag , dass insbesondere der Dienstleistungsmarkt sich stark entwickeln
werde ; Energiemanagement , Telelearning oder Gesundheitsvorsorge könnten damit
effektiver gestaltet werden . Standen früher die automatisierten
Einkaufsfunktionen im Vordergrund , betonen die Anbieter nun besondere
Dienstleistungen wie die ständige Verbindung von Händler und Kunden . Einige der
präsentierten Geräte sind mit einem Chip ausgestattet und können online vom
Hersteller auf Fehler analysiert werden . Bei größeren Ausfällen werde der
Defekt dabei online erkannt - der Monteur könne beispielsweise das benötigte
Ersatzteil gleich mitbringen , so die Verheißung der Anbieter . " Der
Kühlschrank , der sich selbst befüllt , wird aber wohl Illusion bleiben " ,
schätzt Manfred Salat vom Messeveranstalter . " Ein Handicap der Hausvernetzung
in Deutschland besteht darin , dass hierzulande die meisten Menschen zur Miete
wohnen " , meint Salat . In den USA machten die Eigenheimbewohner 70 Prozent der
Bevölkerung aus . In Deutschland hingegen wohne die Mehrheit der Menschen zur
Miete . Daher unterscheide sich in beiden Ländern auch die Bereitschaft , zu
vernetzten Wohnlösungen zu greifen . Noch immer blockierten auch die
unterschiedlichen Bussysteme die Entwicklung , erklärt Salat . Wenn aber immer
mehr Menschen Anstoß nehmen an den vielen verschiedenen Fernbedienungen in ihrem
Haushalt , werde der Druck zur Vereinheitlichung wachsen . Vor allem
Sicherungssysteme für Häuser oder Energie-Einsparmöglichkeiten durch
computergesteuerte Heizungen und Lüftungssysteme fänden auch bei deutschen
Besuchern Anklang , heißt es seitens der Messeorganisation . Wenn es an der
Haustür klingelt , zeigt die Überwachungskamera das Bild des Besuchers auf dem
Bildschirm , so ein Angebot . Der TV-Hersteller Loewe Opta bezieht bei der
Kontrolle von Grundstücken und Hausgeräten auch das altbekannte Fernsehgerät als
Kontroll- und Steuer-Station mit ein . Ein komplettes E-Home mit Anwendungen für
jeden Wohnbereich gebe es allerdings aus Kostengründen auf der Ausstellung nicht
zu sehen , erklärt Salat . Vielmehr stünden einzelne Anbieter mit ihren "
E-Hausprodukten " im Vordergrund . Mit einem regelrechten Besucheransturm
rechnen die Veranstalter allerdings wohl nicht . Das zumindest deutet das
Lockangebot " freier Eintritt " auf der Homepage an . Angebotsschwund bei eBay
Seit das Internet-Auktionshaus eBay eine Anbietergebühr für das Einstellen von
Auktionsware erhebt , ist es zu einer drastischen Verringerung der
Versteigerungsangebote auf der Web-Seite gekommen . Die Provision muss
unabhängig vom Verkaufserfolg gezahlt werden . Je nach Startpreis für die
Versteigerung der Ware beträgt sie 25 Pfennig bis eine Mark . Die Einführung der
Gebühr hatte unter Auktionsteilnehmern zu Protesten geführt :
Unterschriftenaktionen und Boykottaufrufe sollten eBay dazu bewegen , die
Gebührenforderung zurückzunehmen . Unternehmenssprecher Joachim M. Guentert
sagte auf Nachfrage von c't , eBay werde " auf jeden Fall " an der Provision
festhalten . Der Rückgang der Auktionsangebote sei eingeplant und erwünscht , um
die Qualität des Angebots zu steigern , betonte Guentert . Über die Gebühr von
eBay freuen sich offensichtlich die Konkurrenten des Auktionshauses : Sie werben
um die abtrünnigen eBay-Kunden und verzeichnen Mitgliederzuwachs . Die Bremer
Versteigerungsplattform eHammer kommt sogar mit einer eBay-ähnlichen
Seitengestaltung daher ; eBay will dagegen juristisch vorgehen . " Quotenossi "
als Auktionsphantom c't-Leser , die sich am Montagmorgen bei der Internetauktion
Ricardo umsehen wollten , bemerkten , dass der Server des Hamburger
Auktionshauses über mehrere Stunden hinweg nicht ansprechbar war . Claus C. etwa
konnte aufgrund des Serverausfalls nicht bei den Live-Auktionen mitbieten .
Obwohl in der fraglichen Zeit eigentlich keine Auktionen stattfinden konnten ,
waren jedoch fast sämtliche Artikel versteigert , als der Serverausfall
schließlich behoben war - wie C. zu seinem Erstaunen feststellte . Noch mehr
überraschte ihn die Tatsache , dass die meisten Artikel in der fraglichen Zeit
von einem einzigen Bieter , der sich " Quotenossi " nannte , zu erstaunlich
günstigen Preisen erworben worden waren . Das Pseudonym " Quotenossi " war C.
schon länger aufgefallen , da sich der Bieter mit diesem Decknamen morgens immer
dann engagierte , wenn bei der Live-Auktion nicht viel Kundenverkehr herrschte .
Zudem hatte Quotenossi oftmals ohne Veranlassung in Zehn-Mark-Schritten geboten
, statt den Kaufbetrag in den sonst üblichen Fünf-Mark-Sprüngen zu erhöhen .
Ricardo-Sprecher Matthias Quaritsch räumte auf Nachfrage von c't ein , dass es
sich bei " Quotenossi " um einen Mitarbeiter des Unternehmens handle . " Ricardo
hatte am letzten Montag Serverausfall , doch anders als die Kunden von außen
hatten die Mitarbeiter Zugriff auf die Plattform " , sagte Quaritsch und betonte
, es sei nicht ungewöhnlich , dass Ricardo-Mitarbeiter mitsteigerten . Bisweilen
geschehe dies sogar auf Aufforderung des Auktionators , der sich ansonsten
alleingelassen fühle . Wal-Mart und AOL Europe beteiligen sich an
Preisvergleicher Der 1962 in Arkansas gegründete amerikanische Kaufhauskonzern
Wal-Mart und die europäische Sektion des Internetdienstleisters America Online
beteiligen sich gemeinsam am britischen Preisvergleichsdienst ShopSmart . Die
beiden Unternehmen übernehmen zusammen 22,5 Prozent der ShopSmart-Aktien . Für
die Aktienbeteiligung wird kein Geld fließen . Vielmehr bieten AOL und Wal-Mart
ShopSmart Werbung und Sachleistungen an . Wal-Mart wird darüber hinaus seinen
hauseigenen Preisvergleichsdienst Valuemad aufgeben und stattdessen ShopSmarts
Dienste anpreisen . Wal-Mart besitzt in England 240 Asda-Kaufhäuser . Hier
sollen CD-ROMS mit AOLs Zugangssoftware verteilt werden . ShopSmarts
geschäftsführender Direktor Nicholas Lovell gab an , dass die Vereinbarung
zunächst für drei Jahre gelten soll . In Deutschland erhoffen sich die
Verantwortlichen des US-Handelsriesen Wal-Mart sicher auch eine
Imageverbesserung von der Kooperation mit einem Preisvergleichsdienst . Zudem
sperrt sich die Wal-Mart-Führung nach wie vor gegen den in Deutschland üblichen
Tarifvertrag . Noch im vergangenen Monat hatten 500 Beschäftigte deutscher
Wal-Mart-Filialen mit Streiks gegen die Entlohnungspraktiken des Konzerns
protestiert . Von gewerkschaftlicher Seite wird eine Anhebung der Löhne und
Gehälter der Wal-Mart-Beschäftigten um vier Prozent und eine Einmalzahlung von
140 Mark gefordert . Zuletzt kündigten die Wal-Mart-Verantwortlichen eine
außertarifliche Einkommenserhöhung um jeweils zwei Prozent an . Bahn geht gegen
Internetdienst für Gruppenreisen vor Die Deutsche Bahn wirft dem
Internet-Gruppenreisedienst Kartenfuchs Wettbewerbsverzerrung vor und will die
Betreiber zur Einstellung ihres Netzangebots bewegen . Reisende können bei
Kartenfuchs ihre Reisewünsche mit Zielort und Datum in ein Webformular eintragen
. Aufgrund dieser Angaben prüft der Gruppenreisedienst , ob es weitere
Interessenten für die Route gibt und lotet die entsprechenden Mengenrabatte für
einen gemeinsamen Fahrkartenkauf aus . Kartenfuchs bietet seine Dienste
kostenlos an . Nach Angaben der Betreiber handelt es sich bei dem Service um
eine private Initiative , die noch kein Einkommen erwirtschaftet . " Zur Zeit
prüfen wir , ob es im Internet einen Markt für Bahngruppenreisen gibt " , sagte
Pascal Bernhard , ein Vertreter des Unternehmens , gegenüber c't . Der
Reisedienst war erst im August online gegangen . Schon zwei Wochen nach dem
Start warf die Deutsche Bahn AG dem Netz-Neuling vor , die geschäftlichen
Interessen der Bahn zu beeinträchtigen . Gleichzeitig habe sich die Bahn für
eine Kooperation interessiert , geben die Betreiber von Kartenfuchs an .
Außerdem verweisen sie darauf , dass die Bahn selbst auf ihrer Homepage ein so
genanntes Get-Together-Forum unterhält und auf den Gruppenreiseservice
Sparscheibe verweist . Die Zusammenarbeit kam nicht zustande . Die Bahn habe
mitgeteilt , dass die gewerbliche Organisation von Gruppenfahrten ihren
künftigen Geschäftsinteressen widerspreche , so Kartenfuchs . Im selben
Schreiben habe der Konzern rechtliche Schritten gegen den Gruppenreisedienst
angekündigt und eine strafbewehrte Unterlassungserklärung beigelegt . Demnach
soll Kartenfuchs die Vermittlung von Gruppenfahrten einstellen und auf seinen
Seiten nicht länger auf Fahrplandaten der Bahn zurückgreifen . Bis Ende der
Woche soll sich Kartenfuchs zum Schreiben der Bahn äußern . Solange diese Frist
andauert , wolle die Deutsche Bahn AG keine weiteren Stellungnahmen abgeben ,
sagte die Pressesprecherin der Bahn AG , Stella Pechmann . Die Betreiber von
Kartenfuchs kündigten an , nicht auf die Forderungen der Bahn eingehen zu wollen
. " Würde die Logik der Bahn gelten , müssten Tankstellen und Autohändler gegen
Mitfahrzentralen vorgehen " , führte Kartenfuchs-Sprecher Bernhard zur
Begründung an . Primus Online übernimmt Onlinehändler Avitos Die Kölner
Metro-Tochter Primus Online übernimmt mit 80 Prozent die Mehrheit an Avitos ,
einem Online-Händler für IT-Produkte aus Gießen . Primus Online will damit
Primus Tronix stärken , die IT-Sparte des Online-Händlers . Primus Tronix hofft
, mit der Übernahme von Avitos im zweiten Quartal 2001 erstmals schwarze Zahlen
zu schreiben . Auch nach der Übernahme bleiben die Webshops der beiden
IT-Händler vorerst getrennt , sagte Avitos-Sprecher Peter Mohr gegenüber heise
online . Logistik und Warenwirtschaft sind weiterhin in Hessen ansässig ,
kündigte Avitos an . Auch zur Investitionshöhe schweigen sich die Firmen aus .
Primus Online gehört zu 51 Prozent der Metro-Gruppe ; 49 Prozent hält die
Schweizer BHS AG . Auch Sotheby's geht online Seit dem 11. Januar versteigert
auch das traditionelle Auktionshaus Sotheby's Waren im Netz . Sotheby's
Internetangebote peilen allerdings eine andere Zielgruppe an als E-Bay , Ricardo
und Konsorten . So bietet das Auktionshaus keine Neuwaren an , sondern will in
erster Linie Antiquitäten verkaufen . Zu den ersten Angeboten im Internet gehört
die Urkunde der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 . Anders als
bei den meisten Auktionssites muss der Bieter bei Sotheby's neben seinem Namen
und seiner Adresse auch eine gültige Kreditkartennummer für die Registrierung
angeben . Sotheby's betrachtet es zudem als einen besonderen Service , dass die
Adressen von unterlegenen Bietern vom Auktionshaus an Anbieter vergleichbarer
Waren weitergegeben werden können . Auch darin liegt ein Unterschied zu anderen
Auktionsdienstleistern . LetsBuyIt erstattet ( vorerst ) kein Geld zurück Der
finanziell angeschlagene Internet-Händler LetsBuyIt.com kann unzufriedenen
Kunden , die Waren zurückgeben wollen , derzeit kein Geld zurückzahlen .
Besorgte c't-Leser , die von ihrem Rückgaberecht Gebrauch machen wollten ,
fanden zudem in den letzten Tagen bei LetsBuyIt keinen Ansprechpartner für ihre
Anliegen . " Wir sind nicht pleite " , versicherte Christian Magel ,
Marketingleiter bei LetsBuyIt in München , auf Nachfrage von heise online .
Allerdings habe LetsBuyIt.com in den Niederlanden , dem Stammsitz des
Unternehmens , einen Antrag auf Zahlungsaufschub gestellt , um in Ruhe nach
neuen Investoren Ausschau zu halten . Dieses so genannte Moratorium gewähre dem
Unternehmen nun einen befristeten Gläubigerschutz - allerdings darf der
Co-Shopping-Anbieter für die Dauer des Moratoriums keine Bestellungen annehmen .
Damit nicht genug : Der Marketingleiter ist aber zuversichtlich , dass später
alle Kunden ihr Geld zurück erhalten . Die Gehälter der rund 65 festangestellten
Mitarbeiter von LetsBuyIt in Deutschland werden weiter ausgezahlt , erklärte
Magel . Ob die Zukunft des Unternehmens und damit auch die Arbeitsplätze
gesichert seien , hänge aber vom Ergebnis der Investorensuche ab . Strafanzeige
gegen Ricardo.de Wegen des Verdachts auf Betrug erstattete ein Kunde des
Hamburger Internet-Auktionshauses Ricardo Strafanzeige gegen das Unternehmen .
Seit Wochen schon wird den Web-Versteigerern vorgeworfen , bereits verkaufte
Waren nur mit großer Verzögerung oder überhaupt nicht auszuliefern . Außerdem
würden Geldrückerstattungen über Gebühr hinausgezögert . ( Siehe dazu Ausgabe
3/2000 der c't , S. 69 ) Gleichzeitig hieß es , Ricardo benötige noch weitere
zwei bis drei Wochen , um den Auftragsrückstau zu beseitigen . Für eine aktuelle
Stellungnahme war heute bei Ricardo kein Sprecher erreichbar . Amazon.com und
ToysRus.com gründen Online-Spielzeugladen Toys'R'us will dabei von Amazons
Erfahrungen als Online-Verkäufer profitieren . Amazon hingegen setzt auf das
Know-How und die starke Markposition von Toys'R'us in Sachen Spielzeug . Die
Kooperation beschränkt sich zunächst auf den Online-Verkauf von Spielzeug und
Videospielen . Ab Frühjahr 2001 werden auch Produkte für den Baby-Bedarf
angeboten , kündigte ein Amazon-Sprecher an . Die gemeinsame Website soll noch
im Herbst 2000 online gehen . Im Einzelnen sieht die Zusammenarbeit vor , dass
Marketing und Vertrieb der beiden Unternehmen gebündelt werden sollen .
Toys'R'us übernimmt dabei das Einkaufsmanagement , während Amazon für die
Webseitengestaltung , die Lagerhaltung und den Kundenservice verantwortlich sein
soll . Amazon kommt zudem in den Genuss einer nicht näher bezifferten
Einmalzahlung , eines monatlichen Festbetrags sowie einer Umsatzbeteiligung an
den Geschäften , die über die neue Site abgewickelt werden . Außerdem erhält
Amazon Bezugsrechte für fünf Prozent der Toys'R'us-Aktien . Online-Auktionen :
QXL zögert vor der Übernahme von Ricardo Beim Internet-Auktionshaus Ricardo geht
es tief her : Noch unbestätigte Berichte über ein mögliches Platzen der Fusion
mit dem englischen Online-Versteigerer QXL haben dazu geführt , dass der
Aktienkurs des Hamburger Versteigerungsunternehmens gestern um 17 Prozent fiel .
Doch jetzt sorgt eine Äußerung der Londoner Versteigungsfirma QXL für Trubel :
Nach Abschluss der Übernahmegespräche mit dem Hamburger Auktionshaus habe QXL "
gewisse Informationen über die Ricardo.de AG erhalten " . Jetzt gelte es den
Einfluss dieser Neuigkeiten auf die geplante Übernahme zu prüfen , ließ der
QXL-Vorstand verlauten . Über den genauen Inhalt der zu prüfenden Informationen
wurde noch nichts bekannt . Ricardo stellte zwar einen Kommentar in Aussicht ,
war jedoch bislang zu keiner Stellungnahme bereit . Es könne vielleicht eine
Verzögerung der Fusion geben , doch zu Stande kommen werde sie auf jeden Fall ,
sagte Ricardo-Sprecher Matthias Quaritsch gegenüber der Financial Times
Deutschland . Demgegenüber ließ QXL-Chef Jim Rose verlauten , dass es "
ernsthafte Probleme " mit der Übernahme gebe . Das Zusammengehen von QXL mit dem
deutschen Konkurrenten Ricardo war in Analystenkreisen allgemein begrüßt worden
. Anders hätten die beiden Unternehmen keine Chance gegen den US-Konkurrenten
eBay , hieß es im Mai allenthalben . Anders die Anleger : Sie schienen die
geplante Fusion der beiden Auktionshäuser nicht zu honorieren . QXL-Anleger
waren vielfach der Ansicht , dass die Summe , die QXL für Ricardo zu zahlen
bereit wäre , zu hoch sei . Mittlerweile werden jedoch Zweifel laut am
Geschäftsmodell von QXL und Ricardo . Denn anders als eBay versteigern QXL und
Ricardo vor allem Waren im Auftrag anderer Firmen . Dabei fallen Kosten für
Lager und Logistik an . eBays Versteigerungen hingegen sind im wesentlichen wie
Kaufkontaktbörsen organisiert . Über Lieferung und Transport müssen sich Käufer
und Verkäufer einigen , für eBay fallen dabei keine Kosten an . Unklar ist , ob
solche Zweifel für die plötzliche Zurückhaltung von QXL verantwortlich sind .
Sicher ist hingegen , dass auch das Auktionshaus QXl bislang keine schwarzen
Zahlen schrieb . Möglicherweise spielt der niedrige Aktienkurs von QXL eine
Rolle , weil er QXL selbst zu einem potenziellen Übernahmekandidaten macht .
Auch dies könnte ein Grund dafür sein , die Fusion mit Ricardo platzen zu lassen
. Würde die geplante Fusion der beiden Internet-Auktionshäuser scheitern ,
könnte QXL nach Ansicht von Analysten zum potenziellen Übernahmekandidat für
finanzstarke US-Firmen wie Yahoo oder eBay werden . Domain-Grabber lenken ein
Dies teilte der Inhaber einer der fraglichen Adressen c't per E-Mail mit .
Nachdem heise online am 8. September über das Grabbing berichtet hatte , wurden
die fraglichen Adressen als Umleitung für die Berliner Aktion zur Verfügung
gestellt . Auch der Vatikan hat die Zeichen der Zeit erkannt : Er steigt in den
elektronischen Handel mit Weihnachtsgeschenken ein und verkauft unter der
Adresse Vaticanbookstore katholische Aufmerksamkeiten , berichtet die römische
Zeitung La Republica . Wer auf der Suche nach kleinen Geschenken sei , könne zum
Beispiel für drei US-Dollar Kalender mit Bildern vom Papst , Motiven aus dem
Petersdom oder mit Michelangelo-Skulpturen bestellen . Für nur zwei US-Dollar
sei eine Paperback-Version mit den schönsten katholischen Gebeten zu haben .
Bezahlt werden kann mit Kreditkarte oder per Nachnahme . Wer etwas mehr Geld
ausgeben will , darf zwischen einer Miniatur-Ausgabe einer Jubiläums-Glocke in
Bronze für 26 US-Dollar oder einem Kugelschreiber in Luxus-Schatulle für 69
US-Dollar wählen . Fans des Papstes dürften sich an der 17 US-Dollar teuren CD
Abba Pater mit der Stimme des Pontifex erfreuen . Johannes Paul singt darauf
unter anderem das " Vater unser " . Raubkopien dominieren bei Online-Auktionen
Nach einer Studie des US-Branchenverbandes Software and Information Industry
Association ( SIIA ) sollen mehr als 90 Prozent der auf Web-Auktionen
angebotenen Software raubkopiert sein . SIIA-Mitarbeiter nahmen zwischen dem 31.
März und dem 3. April Software-Angebote auf eBay , Yahoo , Amazon.com und
FairMarket in Augenschein . Letzteres ist ein Verbund von Auktionsplattformen ,
zu denen etwa Exite@Home gehört . Die Hauptaufmerksamkeit der SIIA-Fahnder galt
populären Programmen von Herstellern wie Macromedia , FileMaker , Corel und
Adobe . Insgesamt waren von den rund 1500 kontrollierten Angeboten 1300 illegal
: 544 unrechtmäßig kopierte Programme entdeckten die Beobachter bei eBay , 478
Raubkopien fanden sich bei den Yahoo-Auctions , und 343 mal wurden die Fahnder
bei Exite@Home fündig . Stimmen die Zahlen der SIIA , dann ist der Anteil der
Raubkopien auf Internet-Auktionen gegenüber dem letzten Jahr nochmals um fünfzig
Prozent gestiegen . Im August 1999 hatte eine SIIA-Studie ergeben , dass 60
Prozent der auf Auktionen im Internet gehandelten Software raubkopiert sind .
Microsoft allerdings gehört nicht mehr dazu , seit der Verband sich im
Kartell-Prozess nicht zugunsten des Software-Tycoons äußerte . " Wir stellen nur
die Plattform zur Verfügung , die Verantwortung für den Handel liegt beim
Verkäufer " , sagte etwa der Sprecher von eBay Deutschland , Joachim M. Guentert
. Er kündigte an , eBay-Deutschland werde gemeinsam mit der BSA eine Strategie
gegen Softwarepiraterie erarbeiten . Murdoch steigt bei LetsBuyIt.com ein
LetsBuyIt bietet Internet-Nutzern die Möglichkeit , sich zu
Einkaufsgemeinschaften zusammenzuschließen , um Gruppenkäufe zu tätigen . BskyB
ist nicht der einzige Sender mit Anteilen an der Einkaufssite : Auch Pro Sieben
ist bei LetsBuyIt beteiligt . 58 der Stammaktien an Pro Sieben hält der
Münchener Kirch-Konzern , der Rest liegt beim Handelsunternehmen Rewe . BskyB
will gemeinsam mit LetsBuyIt eine Einkaufssite im Netz aufbauen . Beide
Unternehmen planen darüber hinaus eigene Verkaufssendungen , die exklusiv über
die Sky-TV-Kanäle ausgestrahlt werden sollen . In Deutschland droht unterdessen
ausgehend von Herstellerklagen ein Verbot des Handelsprinzips Gruppenrabattkauf
( c't berichtete ) . Für Pressesprecher Engel wird die Geschäftsidee von
LetsByIt davon aber nicht beeinträchtigt . Sex im Web nur noch auf Platz 3 Eine
Studie des amerikanischen Softwareherstellers SurfWatch hat ergeben : Jede
dritte Internet-Kontakt während der Arbeitszeit ist privater Natur . Der
URL-Auswertung zufolge haben sich aber die Interessen der Internet-Surfer
drastisch verändert : Erst an dritter Stelle finden sich Internet-Seiten mit
erotischen Inhalten . SurfWatch erklärt die Interessens-Verlagerung der Benutzer
damit , daß Politik und Erotik seit der Clinton-Lewinsky-Affäre näher
zusammengerückt seien . Das Liebesleben des US-Präsidenten habe zu einer
Vervierfachung der Besuche auf Nachrichtenseiten geführt . Laut SurfWatch halten
sich die Surfer inzwischen doppelt so lange bei einer Internet-Adresse auf als
noch vor einem Jahr . Die Firma produziert Software , mit der Datenpakete
statistisch ausgewertet werden können . " Vor allem größere Firmen wie
Versicherungen überprüfen die Effektivität der Mitarbeiter " , erläutert Tai
Truong von der deutschen SurfWatch-Vertretung . Denkbar sei aber auch ein
Einsatz an Schulen , denn " mit diesen Anwendungen könnten Lehrer leichter
kontrollieren " . Microsoft entert die Heimautomation Erstmals hat Microsoft an
der Fachmesse CEDIA teilgenommen , der zweitgrößten Ausstellung für
Consumer-Elektronik in den USA . Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der
Custom Electronic Design & Installation Association ( CEDIA ) , einer
Vereinigung von Anbietern und Dienstleistern rund um Heimelektronik . Microsofts
Exponat , das die eigene Technik Universal Plug & Play zur Vernetzung von
Hausgeräten und Unterhaltungselektronik praktisch demonstrierte , war ein
elektronischer Grill , der den Zustand von Steak und Würstchen live auf den
heimischen Fernseher meldet . Der stand neben solchen Schaustücken wie einer
Wing's Little Giant getauften System-Leiter , die mit 34 möglichen
Konfigurationen dem Installateur eine standfeste Plattform bieten soll . Mit
Spannung beobachteten Branchenkenner aus dem Bereich Heimautomation , wie sich
Microsoft auf der Messe verhielt , denn noch immer ist unklar , welche
Automatisierungslösungen sich überhaupt bei den Verbrauchern durchsetzen werden
. Vielfach herrscht jedoch die Erwartung , dass das Auftauchen des
Branchenriesen diesem Markt mehr Gewicht verleiht . Abseits von Kuriositäten wie
dem Grill könnten auf Windows fußende Lösungen eine größere Akzeptanz bei den
Verbrauchern genießen , haben doch viele Anwender schon im Büro Erfahrung mit
Microsoft-Produkten . Andererseits bringt das auch Kritiker auf den Plan : " Ich
vertraue Windows nicht mal Textverarbeitung an , schon gar nicht die Steuerung
meines Zuhause " meint etwa David Massarelli , Installateur der Firma Select
Audio Video in Florida . Microsoft-Sprecher Alex Popoff verkündete indes , es
gebe in diesem Sektor keine große Abhängigkeit von Windows . Stattdessen hält
man die Verwendung offener Internet-Protokolle für den besseren Weg , um diesen
Markt schnell zu erschließen . Brutal-Unterhaltung wird an Kinder vermarktet Die
Behörde stützt ihren Report , der auf eine Initiative von US-Präsident Bill
Clinton im Jahr 1999 zurückgeht , auf eigene Unterlagen der einschlägigen
Hersteller von elektronischen Spielen , Videos und Musik . Danach richteten sich
von 118 elektronischen Spielen , die als gewaltverherrlichend eingestuft wurden
, 83 in ihrer Kundenansprache direkt an Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren .
Bei 60 dieser Spiele führten die Marketingpläne auch Kinder als Interessenten
auf . 23 der untersuchten Hersteller wollten ihr Produkt besonders in
Jugendmagazinen bewerben . Auch von den 44 verbotenen Videos wurden 35 so
vermarktet , dass dabei gezielt Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren
angesprochen waren . Ausdrücklich als Käufergruppe vorgesehen waren Kinder und
Jugendliche in 28 von 44 Vertriebsplänen . Angesichts der Tatsache , dass
Maßnahmen zur Kontrolle des Zugangs zu jugendgefährdendem Material bisher wenig
erfolgreich sind , mache sich die gezielte Ansprache der Kinder und Jugendlichen
für die Firmen durchaus bezahlt , so die FTC . Die Kommission empfiehlt , die
Selbstregulierung der Firmen auszubauen . Einen Gesetzesvorschlag machte sie
nicht . Mehr dazu in Telepolis . Gericht untersagt Gruppenkäufe Das Landgericht
Köln hat dem E-Commerce-Unternehmen Primus-Online verboten , weiterhin im
Internet das so genannte Power-Shopping anzubieten . Beim Power-Shopping handelt
es sich um Gruppenkäufe . Je mehr Kunden sich für ein Produkt interessieren ,
desto billiger werden Waren , verheißen die Betreiber der Gruppenkaufsites .
Allerdings erfolgt der Preisnachlass in festen Schritten und endet bei einem
bestimmten Limit . Kläger in dem Verfahren war die Zentrale zur Bekämpfung
unlauteren Wettbewerbs mit Sitz in Frankfurt/Main . Nach Ansicht der Richter am
Kölner Landgericht handelt es sich bei den Gruppenkäufen um übertriebene
Lockangebote . Die Kaufentscheidung des Verbrauchers werde durch ein "
sittenwidriges Ausnutzen der Spiellust " befördert und " unsachgemäß beeinflusst
" . Es bestehe die Gefahr , dass das Urteil der Verbraucher durch den "
unsachgemäßen Anreiz " getrübt werde , so die Begründung , die insgesamt auf den
Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung hinausläuft . Mit ihrem Urteil gegen das zur
Metro-Gruppe gehörende Unternehmen Primus-Online bestätigten die Kölner Richter
eine bereits am 13. Oktober 1999 ergangene einstweilige Verfügung . Bei
Verstößen gegen die Entscheidung droht dem Kölner Unternehmen jetzt das übliche
Ordnungsgeld von bis zu 500.000 DM . Primus-Online-Sprecher Rene Hingst erklärte
gegenüber c't , das E-Commerce-Angebot werde trotz der richterlichen
Entscheidung weiter online bleiben . " Wir werden Berufung einlegen und das
Urteil anfechten " , kündigte er an . Primus-Online ist nicht das erste
Unternehmen , das mit dem Rabattgesetz , das aus dem Jahr 1933 stammt , in
Konflikt gerät . Auch die Firma Letsbuyit hatte eine einstweilige Verfügung
gegen ihr Stufenpreismodell kassiert und sich in einem Prozess vor dem
Oberlandesgericht Hamburg mit dem Vorwurf auseinandersetzen müssen ,
gesetzeswidrige Preisnachlässe anzubieten . Einen Monat später hob das
Oberlandesgericht die Verfügung jedoch wieder auf . Einige E-Commerce-Firmen
haben aufgrund der besonderen rechtlichen Situation mit Bedacht keinen
Firmensitz in Deutschland , obwohl sie auch deutsche Kunden beliefern . So
erklärte CoShopper-Pressesprecher Karsten Göbel gegenüber c't : " CoShopper.com
würde gern seinen Fimensitze nach Deutschland verlegen , aber solange das
Rabattgesetz gilt , wird in dieser Hinsicht nichts passieren . " Kein Vertrauen
ins Weihnachtsshopping per Web Die Erfahrungen mit dem
Internet-Weihnachtsshopping in den letzten Jahren waren offenbar schlecht - und
dies prägt die Erwartungen der Nutzer : Sie rechnen bei Weihnachtseinkäufen im
Netz mit erheblichen Problemen , ergab eine Online-Umfrage des
Marktforschungsunternehmens Mummert + Partner . Verbraucher haben wenig
Vertrauen in den Online-Einkauf , bilanziert die Studie . Knapp zwei Drittel der
befragten Surfer gehen davon aus , dass ähnlich wie im letzten Jahr kein Verlass
auf die E-Weihnachtsverkäufer sein wird . Insgesamt befragten die Marktforscher
1.253 Internet-Nutzer . Viele Anwender sind zudem der Ansicht , die
Schwierigkeiten der Online-Shops würden nicht allein durch erhöhtes Aufkommen im
Weihnachtsgeschäft verursacht . Für 62 Prozent der Befragten besteht das größte
Hindernis in technischen Problemen . 38 Prozent befürchten Engpässe bei der
Paketauslieferung von Online-Bestellungen . Unsicherheiten im Zahlungsverkehr
bereiten 29 Prozent der Befragten Kopfzerbrechen , und knapp ein Viertel rechnet
sogar damit , falsche Produkte geliefert zu bekommen . 45 Prozent der
Internetnutzer beklagen die Unübersichtlichkeit des Warenangebotes in Webshops .
Selbst Amazon-Gründer Jeff Bezos musste im eigenen Vertrieb mit anpacken .
US-Experten gehen daher davon aus , dass es auch in diesem Jahr aufgrund hoher
Nachfrage erneut zu Ausfällen in der Logistik bei europäischen und
amerikanischen E-Commerce-Anbietern kommen wird . Digitaler Engel statt großem
Bruder Bis Ende des Jahres 2000 will der nordamerikanische
Internet-Dienstleister Applied Digital Solutions den Prototyp einer in den
menschlichen Körper zu implantierenden Datenübertragungseinheit entwickeln . Die
als Digital Angel bezeichnete Sende- und Empfangseinheit soll mit einer
elektromechanischen Energieversorgung ausgestattet sein , die den notwendigen
Strom für das Gerät aus Muskelbewegungen des Körpers gewinnt . Die Einheit soll
an das satellitengestützte " Global Positioning System " GPS angebunden werden ,
das den Träger des Geräts jederzeit lokalisieren könne , erklärte Applied
Digital Solutions . Chefentwickler Peter Y. Zhou sieht unterschiedliche
Anwendungszwecke für den implantierbaren Sender : Das Sicherheitsproblem beim
E-Commerce könne damit ebenso gelöst werden wie die Aufgabe einer effizienter
Überwachung von Strafgefangenen oder teuren Kunstwerken . Wegen seiner enormen
Sensibilität und der großen Übertragungsleistung soll die neue Technik aber vor
allem im medizinischen Bereich zum Einsatz kommen und bestimmten Risikopatienten
implantiert werden . ( Erläuterungen zu dem Projekt finden sich in einem
Telepolis-Beitrag . ) Die Forschungsvisionen von Applied Digital Solutions
treffen sich mit den Prognosen von Sun-Chef Scott McNealy , der auf der eben
beendeten Consumer Electronics Show in Las Vegas die totale Vernetzung forderte
. " Alles , was einen elektronischen Herzschlag haben kann , sollte verbunden
werden " , sagte der Workstation-Tycoon . Er selbst habe kein Problem damit ,
seinem Kind einen Computerchip zu implantieren , um ständig darüber informiert
zu sein , wo es sich befinde . Auch sein Auto will McNealy aus
Sicherheitsgründen mit einem Chip ausstatten . Journalisten , die dem
Sun-Wagenlenker Kontrollwahn vorwarfen , entgegnete er : Bereits vor einiger
Zeit hatte McNealy Schlagzeilen gemacht mit seiner Äußerung : " Es gibt keine
Privatsphäre , findet Euch damit ab . " Die Realität hinkt den Sun-Visionen
allerdings noch hinterher : Online-Auktionen : Wer anbietet , muss auch liefern
Erstmals hat heute ein deutsches Gericht rechtskräftig bestätigt , dass Kunden
einer Internet-Auktion auf Auslieferung der Ware zum vereinbarten Preis dringen
können . Das Amtsgericht Sinsheim stellte fest , dass beim Handel über ein
Online-Auktionshaus zwischen dem Anbieter und dem Meistbietenden ein gültiger
Kaufvertrag abgeschlosssen wird ( Az 4 C 257/99 ) . Damit gab der Richter dem
Meistbietenden einer Web-Auktion Recht , der fünf Monitore zum Preis von je 1000
Mark ersteigert hatte . Der Anbieter , der mit dem auf der Auktion erzielten
Preis nicht einverstanden war , muss jetzt die Geräte ausliefern . Das
Sinsheimer Urteil schafft für Teilnehmer an Internet-Auktionen erste
Rechtssicherheit . In einem vergleichbaren Verfahren vor dem Landgericht Münster
steht das Urteil noch aus . Hier dreht sich der Prozess um einen Auto-Händler ,
der sich aus ähnlichen Motiven weigert , einem von ihm im Netz versteigerten VW
Passat Variant herauszugeben . Ähnlich wie in Sinsheim pochen auch die
Klägervertreter in Münster auf die Nutzungsbedingungen des Auktionshauses .
Diese seien beiden Seiten vor Abschluss des Handels bekannt . Die Entscheidung
des Münsteraner Verfahrens wird noch für Januar erwartet . Phonetisch arbeitende
Suchmaschine Der Internet-Dienstleister Speyer-Network hat eine Suchmaschine
programmiert , die phonetisch arbeiten soll . Dies verbessert die Suchergebnisse
bei Wörtern , für die zwei Schreibweisen möglich sind . Bei Wörtern , für die es
seit der Rechtschreibreform zwei oder mehr Schreibweisen gibt , etwa "
Mayonnaise " und " Majonäse " werden für beide Varianten Web-Seiten angezeigt .
Weitere Pannen bei Bank 24 Offenbar ist es bei der Bank 24 , einer auf
Internet-Banking spezialisierten Tochter der Deutschen Bank , erneut zu
Fehlbuchungen gekommen . Ein Kunde des Geldinstituts berichtete c't , auf seinem
Konto seien Buchungen vorgenommen worden , die er nicht selbst veranlaßt habe .
Ein anderer Kunde berichtete von einer Fehlbuchung , deren Betrag aus den
Ziffern seiner Geheimnummer gebildet worden war . Die Bank 24 hat die
Vorkommnisse bisher nicht bestätigt . Das Geldinstitut war heute zeitweilig
nicht erreichbar ; Anrufe wurden elektronisch mit dem Satz beantwortet : " Zur
Zeit werden Optimierungsmaßnahmen an unserem System vorgenommen " . Da es sich
bei der Bank 24 um eine Direktbank handelt , ist mit dem Internet-Banking eine
wesentliche Dienstleistung ausgefallen . Bereits Ende vergangener Woche hatte
die Bank 24 für Schlagzeilen gesorgt , weil Depot-Konten plötzlich Fehlbuchungen
in Höhe von mehreren Billionen DM aufwiesen . Kunden berichteten c't weiterhin ,
der Online-Service der Bank sei schon seit März häufig ausgefallen . Internet zu
teuer und zu kompliziert Hohe Kosten und zu komplizierte Technik sind für viele
Menschen die Hauptgründe dafür , nicht ins Netz zu gehen . Dies geht aus einer
Studie hervor , die im Auftrag der ARD/ZDF-Medienkommission durchgeführt wurde .
Drei Viertel der Nicht-User geben an , dass das Internet für sie interessanter
wäre , wenn Rechner und alles , was sonst noch zum Internetanschluss gehört ,
billiger wären . Mehr als 60 Prozent der Offliner sind davon überzeugt , dass
ein technisch einfacherer Zugang sowie mehr Bedienerfreundlichkeit zu einer
größeren Verbreitung des Internet beitragen würden . 71,4 Prozent der
Bevölkerung über 14 Jahren nutzen das Internet nicht . 1999 betrug der Anteil
der Nicht-User noch 82,3 Prozent . Trotz allem wissen aber auch die Offliner
relativ viel über das Internet . Mehr als drei Viertel von ihnen hat das Netz
schon genutzt oder zumindest eine Vorstellungen vom World Wide Web . Viele sehen
im Internet aber keinen konkreten Nutzwert für sich . Dennoch gehen 71 Prozent
der Nicht-User davon aus , das Internet werde sich ebenso in der Gesellschaft
etablieren wie die klassischen Medien Fernsehen , Hörfunk und Print . Die Studie
steht auf den Web-Sites des Bayerischen Rundfunks und des ZDF zum Download
bereit . Computer in Schulen : " Mehr Schaden als Nutzen " Gemeinsam mit der
Kinderschutzbewegung Alliance for Childhood haben sich rund 80 namhafte
amerikanische Pädagogen , Mediziner und Kinderrechtsexperten gegen den Einsatz
von Computern an öffentlichen Schulen in den USA ausgesprochen . In einem in
Kalifornien veröffentlichten Report sprach sich die Allianz dafür aus , die
Computerisierung an Schulen zu stoppen und die Umsetzung bereits aufgestellter
Pläne auszusetzen . " Die Vernetzung und Computerisierung amerikanischer Schulen
ist ein dringendes Anliegen - aber nicht für die Kinder , sondern für die
High-Tech-Firmen , die ein vitales Interesse daran haben , neue Märkte zu
erobern " , heißt es in dem Report . Insbesondere für jüngere Schüler im Vor-
und Grundschulalter berge das rechnerunterstützte Lernen sogar Risiken . So sei
der Anteil an fettleibigen Kindern deutlich gestiegen , seit vermehrt Computer
an Schulen eingesetzt werden . Zudem würden Kleinteiligkeit und Textlastigkeit
vieler Computer-Aufgaben die kindliche Aufnahmefähigkeit überfordern . Die
ständige Konfrontation mit vorgefertigten Computer-Produkten unterdrücke die
kindliche Kreativität . Da Rechner nur in Einzelarbeit eingesetzt werden können
, würden die sozialen Fähigkeiten der Heranwachsenden verkümmern . Allein der
Umstand , dass der frühzeitige kritische Umgang mit dem Medium Computer
trainiert werden könne , spreche für den Einsatz von Computern in der Schule . "
Mit Bauklötzen zu spielen ist für kleinere Kinder eine wesentlich größere
intellektuelle Herausforderung als ein Computer " , erklärte Alison Gopnik ,
Psychologe an der Wittenberg University of California-Berkeley , anlässlich der
Veröffentlichung des Reports . Der Report empfiehlt den Grundschulen , zur
traditionellen Lernweise zurückzukehren . Ältere Schüler hingegen sollten beim
Umgang mit Rechnern auch die ethischen und sozialen Auswirkungen des Mediums
reflektieren . Dazu gehöre es , sich bewusst zu machen , dass die meisten
Menschen auf der Erde keinen Zugang zum Internet haben . Vertreter der
High-Tech-Industrie werten die Ablehnung des rechnergestützten Lernens als
eindimensionale Technik-Dämonisierung . " Kindliche Computer-Fertigkeiten und
Kreativität müssen sich nicht zwangsläufig ausschließen " , sagte etwa Larry
Carr von der Silicon Valley Manufacturing Group . " Wir brauchen die
Rechnererziehung an Schulen , damit wir später ausreichend qualifizierte
Studenten haben , die problembewusst mit Computern umgehen können " , so Carr .
Die Vize-Präsidentin von Sun Microsystems , Kim Jones , widersprach dem Vorwurf
, das Engagement von High-Tech-Firmen im Erziehungssektor sei profitorientiert .
Ihre Firma habe bei Aktionen wie dem Netztag von 1996 , bei dem 12000
kalifornische Schulen vernetzt wurden , keinen Gewinn erzielt , erklärte sie .
Ein ums andere Mal wird die Auseinandersetzung um die Schulrechner auch als
Beitrag zum amerikanischen Wahlkampf angesehen . Immerhin gehörten die "
Classroom Computer " zum Programm des derzeit noch amtierenden Präsidenten Bill
Clinton . Die Ausgaben für Technik in Schulen haben sich während seiner Amtszeit
verdreifacht . Der Report prangert jedoch vor allem die Ausgaben für teure
unerprobte Technik an . Göttinger Student wehrt sich gegen Pornovorwurf Der
Göttinger Student , dem vorgeworfen wurde , unter www.unigoettingen.de
pornografische Inhalte angeboten zu haben , ist offenbar zu Unrecht verdächtigt
worden . Er selbst habe niemals Inhalte unter diese Webadresse hinterlegt ,
erklärte der Examenskandidat gegenüber c't . Zudem seien die fraglichen Pornos
nach seinem Antrag auf Löschung der Domain auf die Site gelangt . Der Leipziger
Provider , bei dem die Site gehostet war , hat diese Darstellung inzwischen
bestätigt . " Nach Ihrer Kündigung hatten wir es versäumt , die Domain von
unserem Namensserver zu löschen " , teilte die Firma dem Studenten mit . Ein
neuer Serverbetreiber habe dann unter derselben IP-Nummer pornografische Inhalte
angeboten , so der Provider . " Der Vorgang stellt sich jetzt anders dar " ,
räumte auch Uni-Sprecher Frank Woesthoff ein . Anders als gestern angegeben will
die Universität Göttingen nun keine Strafanzeige gegen den Wirtschaftsstudenten
stellen . Stattdessen habe die Uni " den Vorgang zur Anzeige gebracht " , sagte
Woesthoff . Inzwischen ist die fragliche Seite nicht mehr zu erreichen . Die Uni
Göttingen will sich nach diesem Vorfall alle für sie relevanten Internetadressen
sichern lassen . Internet-Auktion gefälschter Rolex-Uhren verboten Auf den
Web-Seiten des Hamburger Internetauktionators Ricardo.de dürfen keine
gefälschten Rolex-Uhren mehr versteigert werden , entschied heute die 33.
Zivilkammer des Landgerichts Köln . Bei den Versteigerungen der nachgemachten
Markenuhren handele es sich um einen Verstoß gegen das deutsche Markenrecht ,
erklärt das Gericht in der Urteilsbegründung . Das Markenzeichen Rolex ist seit
1913 geschützt . " Rolex-Produkte werden nur durch offizielle Juweliere verkauft
und sind nicht im Internet erhältlich " , heißt es auf der Homepage der Firma
Rolex . Mit dem Urteil entsprach das Landgericht Köln einer Klage von mehreren
Schweizer Firmen , die die Original-Uhr vertreiben . Die fraglichen
Versteigerungen fanden auf Ricardo-private statt , einem Auktionsbereich , in
dem nicht Ricardo selbst , sondern private Anbieter versteigern . Dennoch machte
das Kölner Urteil die Auktionsfirma und nicht den Anbieter für den Handel
verantwortlich . " Ricardo stellt im Internet nicht nur die Plattform bereit ,
sondern tritt auch selbst als Anbieter auf " , erläuterte der Pressesprecher des
Landgerichts , Heinz-Georg Schwitanski , die Rechtsauffassung des Gerichts .
Ricardo bestimme die Laufzeit des Angebots und verdiene mit dem Handel auf der
Auktionsplattform Geld . Daher sei Ricardo auch für unlautere Angebote
verantwortlich , entschieden die Richter . Ricardo-Sprecher Matthias Quaritsch
widersprach dieser Auffassung : " Nicht wir selbst , sondern Mitglieder von uns
haben versucht , die Uhren zu verkaufen " , erklärte Quaritsch gegenüber heise
online . Ob die Hamburger Online-Auktionsfirma Berufung einlegen wird , ist zur
Zeit noch offen . " Solange uns das Urteil noch nicht vorliegt , können wir dazu
nichts sagen " , meinte Quaritsch . Vor kurzem erst hatte ein US-Gericht
entschieden , dass eBay nicht dafür verantwortlich gemacht werden könne , wenn
über seine Web-Auktionen illegal kopierte Tonträger versteigert würden .
Rabattgesetz und Zugabeverordnung abgeschafft Wie bereits angekündigt , hat das
Bundeskabinett heute die Aufhebung von Rabattgesetz und Zugabeverordnung
beschlossen . Die Abschaffung dieser Bestimmungen diene der Modernisierung
wettbewerbsrechtlicher Rahmenbedingungen für deutsche Anbieter , heißt es dazu
von der Bundesregierung . Das Rabattgesetz und die Zugabeverordnung sind oft als
Fossilien der deutschen Gesetzeslandschaft bezeichnet worden . Beide
Bestimmungen wurden Anfang der 30er Jahre zum Schutz des Verbrauchers erlassen .
Damals hatte der Kunde kaum Möglichkeiten , Preise zu vergleichen . Um die
Verbraucher vor unseriösen Fantasiepreisen zu schützen , wurde daher das
Rabattgesetz verabschiedet . Es hinderte die Händler daran , den Preis für ein
Produkt extrem hoch anzusetzen , um dem Kunden anschließend saftige Rabatte zu
gewähren , die den Eindruck erweckten , es handle sich um ein Schnäppchen .
Daher sieht das Rabattgesetz vor , dass kein Anbieter mehr als drei Prozent
Preisnachlass bieten darf . Auch die Zugabeverordnung diente seinerzeit dem
Verbraucherschutz . Händler sollten die Verbraucher nicht durch Zusatzleistungen
in die Irre führen dürfen , lautete damals die Begründung . Die Zugabeverordnung
untersagt das Anbieten oder Gewähren von unentgeltlichen Zugaben im
Geschäftsverkehr . In den Zeiten der neuen Medien und des E-Commerce haben
Verbraucher allerdings andere Möglichkeiten , Preise zu vergleichen . Bislang
waren nur drei Prozent Rabatt erlaubt , nach Abschaffung des Gesetzes ist
anzunehmen , dass die Unternehmen künftig höhere Rabatte vergeben werden . Die
Initiative , die Gesetzgebung zu ändern , geht auf verschiedene
Wirtschaftsverbände zurück . Diese hatten im Juni bei einer Anhörung deutlich
machen können , dass die restriktiven Regelungen der Preisfestlegung nicht zu
den Handelsbedingungen im Internet passen . Die Auswirkungen des Rabattgesetzes
bekamen schon einige Online-Anbieter zu spüren . Beispielsweise hatten Gerichte
in Köln und Hamburg die Geschäftspraktiken von LetsBuyIt.com und Primus-Online
untersagt . Das so genannte Co-Shopping im Internet verstieß nach Auffassung der
Richter gegen das deutsche Rabattgesetz . Allein die Mittelständler befürchten
nun , dass sich ohne Rabattgesetz die Kluft zwischen den Großen des
Einzelhandels und dem Mittelstand weiter vergrößern könnte , weil
Großunternehmen mehr Rabatte gewähren können . Berechtigte Interessen von
Verbrauchern und Mitbewerbern würden auch ohne das Rabattgesetz gewahrt , heißt
es dazu vom Kabinett . Immerhin gebe es auch weiterhin das Gesetz gegen den
unlauteren Wettbewerb , das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (
Kartellrecht ) und die Preisangabenverordnung . Internet-Auktionen dürfen sich
Auktionen nennen Auch Online-Auktionsfirmen dürfen ihre Veranstaltungen
rechtmäßig " Versteigerung " und " Auktion " nennen . Dies hat gestern das
Landgericht Wiesbaden in einem Musterprozess entschieden . Das Verfahren drehte
sich um die Klage des Bundesverbandes Deutscher Kunstversteigerer . Dieser
wollte der Internet-Auktionsfirma ExtraLot.com verbieten , sich Auktion und
Versteigerung zu nennen . Die Bezeichnungen müssten klassischen Auktionshäusern
vorbehalten bleiben , argumentierte der Verband , der Web-Auktionen für eine
Bedrohung des herkömmlichen Auktionshandels hält . Die Kunstversteigerer im Netz
hingegen warfen dem Verband " Besitzstandswahrung auf Kosten der Kunden " vor .
Die Wiesbadener Richter entschieden zugunsten der Online-Versteigerer und wiesen
die Klage der traditionellen Kunstversteigerer ab . Ob der Bundesverband das
Urteil nun in zweiter Instanz anfechten wird , ist noch offen . T-Online gibt im
Prozess um Werbe-Mails klein bei In einer Auseinandersetzung um unerwünschte
Werbe-E-Mails hat die Telekom-Tochter T-Online klein beigegeben . Der Münchner
Anwalt Olaf Jansen hatte gegen unaufgefordert zugeschickte T-Online-Werbung
Klage eingereicht . Noch bevor es vor dem Oberlandesgericht München (
Aktenzeichen 8 U 4220/00 ) zu einer mündlichen Verhandlung kam , verpflichtete
sich T-Online , dem Kläger keine unaufgeforderten Werbe-Mails mehr zuzuschicken
. Jansen soll in Zukunft nur noch dann Junk-Mails bekommen , wenn er " der
jeweiligen Sendung zugestimmt hat oder sein Einverständnis vermutet werden kann
" , berichtet der Stern . Bei der umstrittenen Zusendung handelte es sich um
Informationen zum Börsengang , erklärte T-Online-Sprecher Stephan Broszio
gegenüber heise online . Von dieser Ausnahme abgesehen habe T-Online
ausschließlich Mitteilungen an Newsletter-Abonnenten verschickt , erklärte
Broszio . Laut EU-E-Commerce-Richtlinie vom Februar 2000 , die heute auch vom
Bundeskabinett umgesetzt wurde , müssen unverlangt versandte Werbe-E-Mails klar
als solche erkennbar sein . Unternehmen dürfen keine Werbung an Adressaten
schicken , die sich in ein entsprechendes Opt-Out-Register eingetragen haben .
Darüber hinaus können die EU-Mitgliedstaaten auch Opt-In-Systeme verbindlich
machen . Hierbei ist der Versand von Werbe-E-Mails nur dann zulässig , wenn der
Empfänger ausdrücklich zustimmt . Die wenigen bisher ergangenen
Gerichtsentscheidungen zum Thema Spam belegen , dass deutsche Gerichte dazu
tendieren , unaufgefordert zugesandte Werbung als unzulässige Belästigung
anzusehen . Online-Auktionshandel via Treuhandkonto Gemeinsam mit der Deutschen
Bank 24 bietet die Internet-Auktionsplattform eBay ihren Kunden ein
Treuhandkonto für den Versteigerungshandel an . Hier soll die Kaufsumme
zwischengelagert werden , bis die Ware ausgeliefert ist . Die Kosten für den
Treuhand-Service betragen beim eBay-Angebot 2,5 Prozent der Kaufsumme ,
mindestens aber drei Mark . Ab einem Warenwert von 1000 Mark fällt eine
zusätzliche Versicherungsgebühr an . Das Treuhand-Prinzip sieht vor , dass der
Verkäufer die Lieferung der versteigerten Produkte so lange hinauszögern kann ,
bis die Kaufsumme auf dem Service-Konto eingegangen ist . Abheben darf der
Anbieter das Geld aber erst dann , wenn auch die Ware ordnungsgemäß beim Kunden
angekommen ist . Auch eBay-Wettbewerber wie etwa Ricardo oder Atrada bieten
ihren Kunden einen solchen Service an . Obwohl die Auktionshäuser ihren Kunden
den Handel über die Treuhandkonten empfehlen , findet das Prinzip in der Regel
nur bei privaten Versteigerungen Anwendung . Dort , wo etwa Ricardo als
Versteigerer und Verkäufer zugleich auftritt , ist der Treuhandservice nicht
vorgesehen . Katastrophenstimmung im E-Handel Die meisten der heute bestehenden
E-Commerce-Plattformen im Internet werden bis Ende 2001 wieder verschwunden sein
. Dies ergab eine Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens
Forrester Research . Die Studie führt als Begründung für den Niedergang der
Online-Shops wackelige Finanzierungskonzepte , Kapitalflucht von Investoren und
wachsende Konkurrenz im elektronischen Handel an . Viele E-Händler legen ihre
Angebotspalette zu breit an und verzichten damit auf eine dem Verkaufen im Netz
angepasste Warenauswahl . Zudem würden Online-Shop-Betreiber oft Notwendigkeiten
für Serviceleistungen und für die im E-Commerce gebotene Schnelligkeit
unterschätzen , so die Studie . " Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen , dass
die Flitterwochen im Online-Handel vorbei sind " , sagte Forrester-Sprecher Joe
Sawyer in Cambridge , Massachusetts . Die Ergebnisse der Forrester-Studie
stützen die Aussagen der Marktforschungsgruppe Gartner Group . Bank 24 : Pannen
sind Einzelfälle Laut Bank 24 handelt es sich bei den gestern gemeldeten
neuerlichen Pannen im Internet-Banking-Service um Einzelfälle . Die Sprecherin
der Bank , Nicole Völker , versicherte : Konkrete Informationen zu den
bekanntgewordenen Sicherheitslücken und Fehlbuchungen waren nicht zu erhalten .
Probe aufs Exempel für Hightech-Wohnen Der deutsche Milliardär Otto Beisheim ,
Gründer des internationalen Handelskonzerns Metro , will im Dorf Hünenberg im
Schweizer Kanton Zug ein Hightech-Reihenhaus errichten . Hier soll eine
vierköpfige Familie drei Jahre lang probewohnen und dabei beobachtet werden
können , teilte Contract Media am Mittwoch in Zürich mit . Fünf Tage die Woche
wird die Familie von Web-Kameras gefilmt , und Zuschauer können das Leben der "
WWW-Musterfamilie " über das Internet mitverfolgen . Nur nachts und am
Wochenende werden die Kameras abgeschaltet . Will die Familie nicht beobachtet
werden , kann sie sich in eine nichtvernetzte Hälfte des Doppel-Reihenhauses
zurückziehen , erklärte ein Sprecher des Projekts . Derzeit befindet sich das
Haus noch im Rohbau . Doch Anfang Oktober , so der Plan , wird ein Ehepaar mit
zwei Kindern für drei Jahre in das mit neuer Wohn-Technik ausgestattete
Reihenhaus einziehen . Nach Angaben von Contract Media haben bislang schon vier
Familien Interesse an dem Projekt bekundet . Beisheim , der selbst in der
Steueroase Zug lebt , will mit dem Internet-Haus zeigen , wie der Alltag mit
Zukunftstechnologien aussehen kann . Projektpartner ist unter anderem Cisco ,
Martkführer bei Internet-Routern . Der Name der Web-Seite für das
Internet-Familienleben steht nach Angaben von Contract Media noch nicht
endgültig fest , könnte aber www.futurelife.ch lauten . Datenschützer drehen
Amazon den Rücken zu Zwei amerikanische Datenschutz-Organisationen , die
Bürgerrechtsplattform Electronic Privacy Information Center(EPIC) und die
Filtersoftwarefirma Junkbusters , haben ihre Geschäftsverbindungen zum
Internet-Buchhändler Amazon abgebrochen . Hintergrund ist eine Änderung der
Datenschutzerklärung des Web-Buchhändlers , wonach dieser unter bestimmten
Umständen den Verkauf von Kundendaten nicht ausschließt . Die
Geschäftsbeziehungen bestanden vornehmlich darin , dass EPIC und Junkbusters
Links auf ihrer Website hatten , über die Kunden zum Internet-Buchhändler
Amazon.com weitergeleitet werden konnten . Als Gegenleistung erhielten sie eine
Umsatzbeteiligung an allen Geschäften , die auf diese Weise abgeschlossen wurden
. Zudem kritisierte er , dass Amazon seinen Kunden keine Opt-Out-Möglichkeit
einräume , womit sie die Weitergabe ihrer Daten verhindern könnten . Amazon
wolle sich lediglich die Möglichkeit für unterschiedliche Transaktionen
offenhalten . Falls es zur Weitergabe von Daten komme , würden die Kunden in
jedem Fall noch gesondert informiert . Dabei würde ihnen dann auch die
Möglichkeit eingeräumt , die Weitergabe ihrer Daten zu verhindern , kündigte
Curry an . Die liebsten Internetangebote der Deutschen Die Deutschen rufen im
Internet gern Webseiten auf , hinter denen die großen Namen stehen . T-Online ,
Microsoft und Lycos waren im September die beliebtesten Webseiten , die von
einem Internetzugang zu Hause in Deutschland abgerufen wurden , berichtet
Nielsen NetRatings in einer heute veröffentlichten Studie . Diese bleiben der
Site im Schnitt rund 15 Minuten treu . Spitzenreiter unter den Webseiten , auf
denen User am längsten verweilten , ist GMX . Die Ergebnisse anderer
Reichweiten-Messer bestätigen den Trend , dass auch im Web der bekannte
Markenname lockt . Auf der langen Liste der Anbieter , die die IVW (
Informationsgesellschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.
) angeschlossenen sind , stehen GMX oder die Suchmaschine Fireball im Oktober
vor den Angeboten der klassischen Medien . Auch hier dominieren aber die großen
Namen . Die IVW zählt einen Visit , wenn ein Nutzer Kontakt mit einer bestimmten
Webadresse aufnimmt . Pageimpressions sind bei der IVW die Summe der Abrufe
inhaltlicher Angebote des Internetauftritts durch User . Beide Messwerte
zusammen vermitteln laut IVW einen Eindruck von der Intensität , mit der ein
redaktionelles Angebot genutzt wird . Gezählt werden die Abrufe auf den Servern
der Anbieter . Eine einheitliche Datenbasis wie bei der Messung von
Einschaltquoten gibt es im Bereich der Neuen Medien allerdings noch nicht . Die
Anbieter von Reichweitendaten wenden verschiedene Methoden an . MMXI Europe etwa
hat nach dem Zufallsprinzip Internet-Nutzer ausgewählt . Den Versuchspersonen
wurde eine Software auf den Computer überspielt , die die Computerbenutzung nach
Personen und Zeit erfasste . Ähnlich funktionierte auch die Erhebung von Nielsen
NetRatings . Dabei ruft er etwa 700 einzelne Webseiten auf . Durchschnittlich
bleibt er eine halbe Stunde pro Sitzung im Internet . " W-Commercler " geben
mehr Geld aus Die " W-Commercler " , die Online-Shopper zur Weihnachtszeit ,
geben in diesem Jahr offenbar so viel Geld aus wie nie zuvor . Ein Großteil
dieses Geldes entfällt laut BizRate auf die Angebote von Internetauktionen .
Insgesamt wurde auf Versteigerungen im Internet 60 Prozent mehr Geld ausgegeben
als im letzten Jahr . Dazu passt , dass eBay nach einem Bericht der
Internetagentur Jupiter Media Metrix mittlerweile auch 60 Prozent mehr Kunden
hat als Amazon.com . " Es ist ganz deutlich , dass die Verbraucher inzwischen
die Erleichtungen im Online-Shopping begrüßen " , kommentierte Chuck Davis von
BizRate.com das Ergebnis . Verkehrte Welt : Insgesamt geht es der New Economy
schlecht , die Konsumenten lassen sich jedoch von den Horrormeldungen nicht
abschrecken und greifen beim Online-Shopping tief in die Tasche . So tief , dass
Jupiter Media Metrix dem Offline-Einzelhandel im Weihnachtsgeschäft wieder
Einkommenseinbußen voraussagte . In Deutschland ist das Vertrauen in den
E-Commerce allerdings offenbar weniger ausgeprägt . Das jedenfalls legt eine
Online-Umfrage der Unternehmensberatung Mummert + Partner nahe . Derzufolge
gehen knapp zwei Drittel der befragten Surfer davon aus , dass kein Verlass auf
die E-Weihnachtsverkäufer ist . Die Schwierigkeiten würden aber keineswegs nur
durch den erhöhten Datenverkehr der Weihnachtszeit verursacht , sondern vor
allem durch dauerhafte technische Probleme . 38 Prozent der Befragten
befürchteten zudem Engpässe bei der Paketauslieferung von Online-Bestellungen ,
und 29 Prozent misstrauen generell dem Zahlungsverkehr im Internet . Angesichts
der Erfahrungen im letzten Jahr bestellten sogar die E-Einkäufer aus den USA
ihre Geschenke früher als im letzten Jahr , hat Jupiter Media Metrix
herausgefunden . Auch BizRate geht davon aus , dass der US-W-Commerce in diesem
Jahr bereits einige Tage früher als zuvor begann . Haushaltswaren und
Gartenprodukte konnten ihren Anteil am W-Commerce dabei am meisten steigern ,
teilweise um bis zu 250 Prozent . Alles in allem machen die Produkte dieser
Sparten sieben Prozent der Weihnachtseinkäufe aus . Auch die Spielzeugverkäufer
können respktabele Gewinne verzeichnen . Nachdem im letzten Jahr die
US-Online-Shops die weihnachtsliche Bewährungsprobe verpatzt hatten , werten
auch in diesem Jahr viele den W-Commerce als Probe aufs Exempel für den
E-Commerce . Insgesamt sei der Handel im Netz gut angelaufen , geben auch
hierzulande die Internet-Händler an . Konkrete Zahlen wollten die Shops
allerdings bislang kaum nennen . US-Anbieter von Co-Shopping gibt auf Wieder hat
ein Internet-Händler , der sich auf die Verkaufsform " Powershopping " oder "
Co-Shopping " kapriziert hatte , aufgegeben . Mit MobShop , einem
Startup-Unternehmen aus San Francisco , wirft jetzt sogar ein Pionier im Bereich
Gruppenkäufe das Handtuch . Anfang Januar war bereits MobShops Konkurrent
Mercata offiziell Pleite gegangen . Auch in Europa steht es nicht gut um die
Gruppenkaufsites im Internet : Das niederländische Unternehmen LetsBuyIt.com
etwa hat Ende Dezember einen Antrag auf Zahlungsaufschub nach niederländischem
Recht gestellt . Seither darf LetsBuyIt keine Ware mehr ausliefern und keine
Geschäfte mehr tätigen . Auf der Internetseite des Unternehmens sind derzeit
keine Bestellungen möglich . Wie die Firma LetsBuyIt.com , bekannt durch ihre
Fernsehwerbung mit Comic-Ameisen , hatte auch Mercata viel Geld in Werbung
investiert , um sich bekannt zu machen . Aus Kostengründen wurden jedoch bereits
vor einiger Zeit 35 der 100 Mitarbeiter entlassen . Zu den Geldgebern für
MobShop gehörte auch Netscape-Begründer Marc Andreessen . Je mehr Käufer sich
für ein Produkt zusammenfinden , desto niedriger werde der Preis , versprechen
die Betreiber der Gruppenkauf-Sites . Etown schließt die virtuellen Stadttore
Anders als angekündigt , hat der US-amerikanische Internet-Einkaufsratgeber
Etown.com nun doch alle noch verbliebenen knapp 80 Mitarbeiter entlassen . Dem
Unternehmen ist das Geld ausgegangen , eine Neufinanzierung sei nicht in Sicht ,
hieß es zur Begründung . Ursprünglich beschäftige Etown.com mehr als 100
Angestellte . Für Etown-Geschäftsführer Robert Heiblim handelt es sich nicht um
eine Geschäftsaufgabe , sondern um einen zeitweiligen Rückschlag . Er hoffe
weiter auf eine Finanzspritze , ließ er wissen . Nichtsdestotrotz sind die
Domain Etown und die Daten des Unternehmens bereits an den Elektronikversender
BestBuy.com übergegangen . Dieser gehörte zur Gruppe der Etown-Investoren .
Bekannt geworden war das Internet-Unternehmen Etown vor allem durch seine
repressive anti-gewerkschaftliche Unternehmensführung . Im letzten Jahr wurden
28 Mitarbeiter entlassen , die sich für die Gründung einer Dot.Com-Gewerkschaft
stark gemacht hatten . Die Gewerkschaft Northern California Media Workers legte
daraufhin bei der Bundesbehörde National Labor Relations Board Beschwerde ein .
Die Etown-Geschäftsleitung bestritt jedweden Zusammenhang zwischen Entlassungen
und Gewerkschaftsengagement . Die Mediengewerkschaft warf dem Unternehmen auch
vor , die Belegschaft mit drohenden Unternehmensverlusten eingeschüchtert zu
haben . Für den Fall , dass eine betriebsinterne Gewerkschaftsvertretung gewählt
werde , habe Etown den Mitarbeitern mit der Schließung der Firma gedroht .
Internet-User wollen keinen Schnickschnack Demnach wollen Internetnutzer vor
allem E-Mails verschicken , Dateien herunterladen und nach Computer- , Software-
und Reise-Informationen fahnden . Während Nachrichten im Internet hoch im Kurs
ständen , nähmen Onlinespiele , Sex- und Erotikangebote keine Spitzenplätze auf
der Liste der beliebstesten Sites ein . Auch privat wollten sich Internetnutzer
hauptsächlich informieren . Fernsehen und Internet rückten daher voraussichtlich
auch nicht so eng zusammen wie oft vorausgesagt . Für die Online-Studie 2000
befragte die Wiesbadener Marktforschungsfirma ENIGMA 1.005 Online-Nutzer über 14
Jahren in Deutschland . Nach über einem Jahrzehnt zählt das Internet in
Deutschland zum Alltag . Insgesamt haben derzeit 28,6 Prozent der
bundesdeutschen Bevölkerung ab 14 Jahren Zugang zum Netz . Die meisten
Internetnutzer seien formal gut ausgebildet und jung . Auch in Zukunft sei nicht
von einer gleichmäßig verbreiteten Netznutzung in allen Bevölkerungsschichten
auszugehen . Der typische User werde daher männlich , jung , studiert und
berufstätig bleiben . " Von den Unter-30-Jährigen ist jeder Zweite inzwischen
online , bei den Über-60-Jährigen nicht einmal jeder Zwanzigste " , heißt es in
der Studie . Mittelfristig dürfte sich der Anteil der Internetnutzer an der
Gesamtbevölkerung in Deutschland bei 40 bis 45 Prozent einpendeln . Nicht länger
ist der Zugang zum Netz nur an den PC gekoppelt . 8 Prozent besitzen ein Handy
mit WAP-Funktionen . Jeweils 1 Prozent der Onliner könnten über ein
internetfähiges Fernsehgerät , einen Organizer oder eine Spielkonsole auf das
Netz zugreifen . Im Jahr 2000 bewegten sich die Onliner häufiger und länger im
Netz als in den Vorjahren . Gleichzeitig sei eine Nutzungsverschiebung in die
Abendstunden zu beobachten . Diese gehe aber nicht zu Lasten der klassischen
Medien , betonen die Autoren der Studie . Vielmehr profitierten die klassischen
Medien Fernsehen und Radio und das Internet wechselseitig voneinander . Sieben
Homepages ruft der Anwender je Internetsitzung durchschnittlich auf . Männliche
Nutzer kommen dabei mit rund 8 Seitenabrufen auf einen höheren Schnitt als
Frauen . Pro Sitzung bleiben die Surfer rund 91 Minuten im Netz . Gegenüber dem
Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von acht Minuten . Online-Buchhändler
gegen Fernabsatzgesetz Der Geschäftsführer des Verbandes , Christian Russ ,
sagte gegenüber dpa , das neue Gesetz werde die Kosten für
Internet-Buchhandlungen in die Höhe treiben . Kleine und mittlere Betriebe
würden dadurch in den Ruin getrieben . Das Fernabsatzgesetz legt die Bedingungen
für den Einkauf via " Fernbestellung " fest und bezieht sich auf Brief- ,
E-Mail- oder Telefonverkäufe . Vor allem darf der Verbraucher die Waren bei
Nichtgefallen binnen 14 Tagen zurückgeben und erhält den Kaufpreis zurück . Die
Kosten für die Rücksendung müssen die Händler zahlen . Die Arbeitsgemeinschaft
der Verbraucherverbände ( AGV ) hatte das neue Gesetz als einen " Meilenstein
des Verbraucherschutzes " gewürdigt . Nach Einschätzung des Bundesverbands der
Versandbuchhändler hingegen gefährden die Portokosten die Existenz des
Internet-Buchhandels in Deutschland . Die Branchenvertreter befürchten , dass
sich die Anzahl der Rücksendungen mit dem neuen Gesetz drastisch erhöhen wird .
" Wenn es nichts kostet , bestellen die Leute fünf Bücher und schicken vier
zurück " , meint Geschäftsführer Russ und betont : " Bei einer
durchschnittlichen Buchsendung kostet das Porto 20 Mark " . Während andere
Branchen die erhöhten Kosten über den Preis der Waren auf die Kunden umlegen
könnten , sei dies den deutschen Buchhändlern auf Grund der Preisbindung nicht
möglich . Zugleich erklärte Russ , dass der Internet-Buchhandel mit
dreistelligen Zuwächsen derzeit der größte Wachstumsmotor der Branche sei . FDP
und CDU sprechen zwar von einem " unnötigen Eingriff in die Vertragsfreiheit " ,
Regierungsvertreter gehen allerdings davon aus , dass die Zustimmung erfolgen
wird . Bundesweiter Netzausfall bei E-Plus Wer gestern zwischen 15 und 23 Uhr
sein E-Plus-Handy benutzen wollte , erhielt keine Verbindung : Das
Mobilfunk-Netz E-Plus war im gesamten Bundesgebiet für mehrere Stunden tot .
Ursache des Zusammenbruchs war der Versuch , eine neue Software zu installieren
. Diese sollte den E-Plus-Gesprächsaufbau verbessern . " Stattdessen legte sie
den Betrieb lahm " , erklärte E-Plus-Pressesprecherin Dorothee Werry . Auch
heute hieß es in Mobilfunk-Newsgroups , das Einbuchen bei E-Plus sei vielerorts
noch langwierig , telefonieren sei nicht möglich , und wer angerufen werde ,
erhalte eine Störungsmeldung . " Hier handelt es sich aber nur noch um
vereinzelte Ausfälle " , sagte die Sprecherin . Der mehrstündige und
flächendeckende Zusammenbruch eines Mobilnetzes stellt ein Novum dar in der
Mobilfunkgeschichte . " Die Kommunikation unserer Kunden ist aber nicht
zusammengebrochen " , betonte Dorothee Werry , " darauf deutet das hohe
Gesprächsaufkommen in den Call-Centern während des Netzausfalls hin " .
Anscheinend hatten viele Kunden noch einen Festnetzanschluß in Reserve .
Apple-Agentur soll Mac-Magazinen gedroht haben Eine von Apple Computer
beauftragte Werbeagentur hat in jüngster Zeit offenbar mehrfach versucht ,
leitende Redakteure von Macintosh-Publikationen unter Druck zu setzen . Dem
amerikanischen Nachrichtendienst ZDNet News zufolge soll die US-amerikanische
Werbeagentur TBWA/Chiat/Day , die Apple-Anzeigen produziert , Gespräche mit
mehreren Chefredakteuren und Herausgebern geführt haben . Apple mache sich
Sorgen über Veröffentlichungen , die " Gerüchte " über das Unternehmen Apple ,
seine Manager , seine Produkte oder ähnliche Themen enthielten , soll die
Agentur den verantwortlichen Jorunalisten mitgeteilt haben . Nur derjenige , der
in seinen Veröffentlichungen keine solchen Gerüchte mehr über Apple verbreite ,
könne langfristig weiterhin mit Apple-Anzeigenaufträgen rechnen . Software auf
Internetauktionen in der Regel illegal Nach einer Studie des
US-Branchenverbandes Business Software Alliance , BSA , soll mehr als 90 Prozent
der auf Web-Auktionen angebotenen Software raubkopiert sein . Der
Branchenverband vertritt Softwarehersteller wie Microsoft , Adobe , Macromedia
und Symantec sowie Vertreter verwandter Branchen . Ziel der Vereinigung ist es ,
Software als geistiges Eigentum zu schützen . Bereits Mitte April hatte der
US-Branchenverband Software and Information Industry Association ( SIIA )
ähnliche Zahlen bekannt gegeben . Auch SIIA will ermittelt haben , dass mehr als
90 Prozent der auf Web-Auktionen angebotenen Software raubkopiert worden sei .
Grundlage der Studie der BSA war die Überwachung von Auktionshäusern wie Ebay ,
QXL und Ricardo.de . Gegen zwölf Personen aus dem Bundesgebiet erstatteten die
Ermittler Anzeige . Mit einem Blick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft
warnte die BSA vor dem Kauf von Software auf Internetauktionen . Raubkopien
seien meist am niedrigen Preis zu erkennen . Illegal seien in der Regel auch
Zusammenstellungen von Programmen verschiedener Hersteller auf einer CD . Wer
via Internet gefahrlos Software kaufen möchte , sollte die Websites bekannter
Computerhändler , Versand- oder Kaufhäuser nutzen , empfahl der Branchenverband
. Bezogen auf den Softwarehandel insgesamt betrage der Anteil raubkopierter
Versionen 36 Prozent . Internethandel nicht einmal ein Prozent vom Gesamthandel
Im letzten Halbjahr kaufte der aktive deutsche E-Shopper durchschnittlich für
1214 Mark über das Internet ein . Dies geht aus einem von Infratest Burke
veröffentlichten " Internetshopping-Report 2001 " hervor . Gegenüber 1999 hat
sich der E-Commerce-Anteil am Gesamtumsatz des Handels im Jahr 2000 verdoppelt .
Online-Auktionshäuser Ricardo und QXL fusionieren Das Hamburger
Internet-Auktionshaus Ricardo fusioniert im Rahmen eines Aktientauschs mit dem
Londoner Versteigerungsunternehmen QXL . Ricardo ist am Neuen Markt notiert ;
QXL an der Londoner Börse und an der amerikanischen NASDAQ . Die geplante Fusion
wird zwei der größten Online-Auktionshäuser Europas vereinen , heißt es bei den
neuen Partnern . " Dabei gibt es aber sicherlich noch einige doppelt gezählte
Mitglieder " , räumte der Ricardo-Sprecher ein . Als gemeinsamen Namen einigten
sich die beiden Unternehmen auf QXL ricardo plc . Sitz des Unternehmens wird
London sein . Quaritsch kündigte für August überarbeitete Versionen der Websites
der beiden Unternehmen an . Ricardo-Aktionären wird ein Aktientausch im
Verhältnis von einer Ricardo-Aktie zu 42,6 QXL-Aktien angeboten - einschließlich
einer Prämie von 27 Prozent gegenüber dem gestrigen Ricardo-Schlusskurs . Das
neue Unternehmen soll an der NASDAQ , in London und vermutlich auch am Neuen
Markt notiert sein , meinte Quartisch . Internet-Wirtschaft überprüft
Sicherheitssiegel Der Verband der deutschen Internet-Wirtschaft , das Kölner "
Electronic Commerce Forum " ( eco ) , hat die Initiative " eco TRUST Forum " (
eTF ) gegründet . Mit dem Projekt wollen die im eco organisierten Internet
Service Provider und Online-Unternehmen gemeinsame Grundsätze für die Herausgabe
und den Einsatz von Gütesiegeln für Websites entwickeln . Nur Anbieter , die bei
der Güteprüfung den von der Internet-Wirtschaft festgelegten Anforderungen
genügen , sollen den Qualitätsstempel " eco TRUST " tragen dürfen . Unterstützt
wird die eTF-Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ,
vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) , vom
Bundesverband der Deutschen Industrie und dem Bundesverband Deutscher Banken .
Insgesamt stehen rund 150 Unternehmen hinter dem Projekt , darunter auch die
Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände und zahlreiche Hightech-Firmen .
Dieser sogenannte " eco Code of Conduct " wird Vorgaben für
Anwenderfreundlichkeit , Datensicherheit , Datenschutz , Gebrauchstauglichkeit ,
Qualitätsmanagement und Prozessoptimierung enthalten . Mit diesen Vorgaben soll
der Verbraucher die Sicherheit der Sites besser einschätzen können . Rio als
Zugabe bei Compaq Mit einem MP3-Player als Dreingabe kurbelt Compaq in den USA
und in der Schweiz den Verkauf von Home-PCs an . Wer einen Presario PC 5000 ,
56000S oder 5700T kauft , erhält einen Rio PMP 300 dazu - ohne Aufpreis . Der
PMP 300 gilt zwar inzwischen als Auslaufmodell , bringt es aber mit 32 MByte
immerhin auf eine halbe Stunde Musik in guter Klangqualität . In Deutschland
gilt das Paket-Angebot nicht . " Wenn wir einen MP3-Player verschenken sollen ,
dann wird der PC teurer und weniger interessant . " ARD/ZDF-Studie : Wird das
Internet Alltagsmedium Nr. 1 ? Das entspricht 17,7 Prozent der Bevölkerung ab 14
Jahren . In den nächsten zwei Jahren soll die Anzahl der Surfer auf rund 32
Prozent ansteigen , dann werden 20 Millionen regelmäßig das Internet nutzen .
Dies geht aus einer Online-Studie des Wiesbadener Marktforschungsinstituts
Enigma hervor . Auftraggeber der Untersuchung waren ARD und ZDF . War der
typische User bisher männlich , formal gebildet und zwischen 20 und 39 Jahre alt
, so zeichnet sich 1999 ein Wandel ab : Jetzt sind mehr ältere , formal
niedriger ausgebildete und nicht berufstätige Menschen im Netz . Der Anteil der
20- bis 39jährigen sank seit 1998 von 63 auf 52 Prozent ab . Im Gegenzug stieg
der Anteil der über 50jährigen von 9 auf 17 Prozent . Weiterhin gilt jedoch ,
dass die Mehrheit der Nutzer ( 65 % ) männlich ist . Allerdings stieg der Anteil
der Frauen von 28 Prozent 1998 auf 35 Prozent 1999 an . Obwohl immer mehr
Menschen berufliche Gründe fürs Surfen anführen , argumentiert die Mehrheit der
Anwender mit den " vielen Möglichkeiten " des Internets ( 80% ) oder damit ,
dass man " einfach neugierig " gewesen sei ( 70% ) . 59 Prozent der Anwender
geben an , dass sie " gerne auf dem neusten Stand der Technik " sind . Von den
genutzen Anwendungen steht nach wie vor das Versenden von E-Mails mit 89 Prozent
an erster Stelle . Anders als früher nimmt die Informationsbeschaffung einen
weniger wichtigen Rang ein . 77 Prozent der Befragten nannten stattdessen "
zielloses Surfen im Internet " als Nutzungsschwerpunkt . Darüber hinaus nehmen
das Downloaden von Dateien ( 74% ) , der Abruf von Reiseinformationen ( 71% ) ,
von PC-Neuigkeiten ( 65% ) oder von aktuellen Nachrichten ( 62% ) einen hohen
Stellenwert ein . 20 Prozent der Nutzer gehen täglich online . Im Schnitt wird
an 3,9 Tagen je Woche gesurft . Am Wochenende beträgt die Online-Dauer
durchschnittlich 85 , werktags 82 Minuten . Mehr und mehr halten Onlinedienste
Einzug in die deutschen Privathaushalte . " Wie wirkt sich die Vielfalt an neuen
medialen Angeboten auf die Rezeption der klassischen Medien aus ? " , lautete
eine für die Sendeanstalten zentrale Frage der Untersuchung . Das Ergebnis :
Inzwischen müsse das Internet ebenso wie das Fernsehen oder das Radio als
Massenmedium angesehen werden . Das Internet sei aber " kaum als Medium der
Massenkommunikation anzusehen , da der Umgang bisher und wohl auch zukünftig
eher individualkommunikativ geprägt ist " . Da das Verhalten der Internetnutzer
sich von dem des Fernsehkonsumenten unterscheidet , wird die Onlinenutzung den
Fernsehkonsum nicht verdrängen , heißt es in der Stude . Allerdings geben schon
jetzt 28 Prozent der Onlinenutzer an , weniger fernzusehen als früher . Die
komplette Studie kann als PDF-Datei abgerufen werden . Geldautomaten streikten
wegen Router-Ausfall In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover sind
heute morgen in der Zeit von 6 bis 8.30 Uhr sämtliche Geldausgabeautomaten der
Stadtsparkassen ausgefallen . Die Sprecherin des Geldinstituts , Gudrun
Eisenhauer , sprach sogar von einem Ausfall der Automaten in ganz Niedersachsen
. Ursache der Panne sei ein Fehler beim Rechenzentrum der Sparkassen , der
Datenverarbeitungsgesellschaft ( dvg ) in Hannover-Laatzen . dvg-Sprecher
Matthias Gärtner betonte allerdings , dass nur in Hannover Geldautomaten
ausgefallen seien . Während dieser Zeit seien die Geldautomaten nicht
funktionsfähig gewesen . Hotline zum Jahr-2000-Problem Das Bundesamt für
Sicherheit in der Informationstechnik bietet ab heute eine Hotline zum
Jahr-2000-Problem an . Der Service versteht sich als " Hilfe zur Selbsthilfe " ,
berichtet Michael Krüger , einer der sechs Berater , die heute in Bonn ihre
Arbeit aufnehmen . Die Computerspezialisten sind von Montag bis Freitag von 9
bis 17 Uhr unter der Telefonnummer 0180/5952000 oder per Fax unter der Nummer
0190/660900 zu erreichen . Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit ,
Mail-Anfragen zu stellen . Krüger zufolge besteht durchaus Nachfrage für das
Beratungsangebot : " Es geht rege los , wir haben gut zu tun " . Weitere
Informationen über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sind
unter www.bsi.de zu finden . Amazon.com investiert in Sotheby's Amazon möchte
mit Hilfe von Sotheby's in den Handel mit Buchraritäten einsteigen . Das für
seine Expertisen bekannte Auktionshaus soll dem Online-Buchhandel mit
Echtheitszertifikaten und Qualitätsgarantien zur Verfügung stehen . Im Gegenzug
hofft Sotheby's , Amazon werde die Internet-Präsenz des Auktionshauses
verbessern . In Kürze soll ein gemeinsamer Web-Auftritt das Geschäft besiegeln .
eBay.de wird nach US-Vorbild renoviert Der deutsche Zweig des
Online-Auktionshauses eBay rückt enger an seinen US-amerikanischen " großen
Bruder " heran : Um die Web-Versteigerungen weltweit zu vereinheitlichen ,
wollen die Betreiber die Datenbestände der beiden Unternehmen zusammenführen und
die Features der deutschen Site an den Standard von eBay.com anpassen . Die
Vereinheitlichung hat in den letzten Tagen zu Unregelmäßigkeiten bei den
Internet-Versteigerungen geführt : So konnten User die von ihnen eingestellten
Auktionsangebote nicht mehr einsehen und bekamen keinen Überblick über ihre
bisher abgewickelten Geschäfte . Darüber hinaus kam es durch die Zusammenlegung
mit eBay.com zur Veränderung von Mitgliedsnamen , weil die Endungen " de " und "
com " vertauscht wurden . Auch die Auszeichnung der Waren geriet durcheinander :
DM-Preisangaben wurden plötzlich zu Dollar umgemünzt . Darüber hinaus hatten
einige Mitglieder phasenweise trotz ihrer Registrierung keinen Zutritt zur
Versteigerungsplattform . Der Nutzen der neuen Features ist umstritten : Viele
User halten die Aufteilung der Site für unübersichtlich und die Einteilung der
Produktkategorien für nicht nachvollziehbar . Auch die neu eingeführten "
Sicherheitsfeatures " haben für Unmut gesorgt : User , die sich mit einem
Freemail-Account anmelden wollen , müssen nun ihre Kreditkartennummer angeben ,
um mitsteigern zu können . eBay-Sprecher Joachim Guenthert bezeichnete die neuen
Funktionen als " marktnotwendig " und " konsumentenfreundlich " . So könnten
Verkäufer ihre Angebotsbeschreibungen auch nach Eröffnung der Auktion noch
verändern - ein Umstand , den User allerdings eher als " neue Unverbindlichkeit
" werten . Auch im Bewertungssystem gibt es Veränderungen : Künftig werden die
Bewertungen eines eBay-Mitglieds für ein anderes nur noch einmal gewertet , auch
wenn die betreffenden Teilnehmer mehrmals miteinander Geschäfte abschließen .
Anbieter und Käufer erhalten zudem die Möglichkeit , die über sie abgegebenen
Bewertungen wiederum zu kommentieren . Auch eine Verkürzung des
Auktionszeitraums auf 10 Tage steht an . " In Kürze werden alle wieder Zugriff
auf ihre Artikellisten haben " , kündigte der eBay-Sprecher gegenüber c't an .
Er wies darauf hin , dass zusätzlich zu den Veränderungen in Erscheinungsbild
und Regeln der deutschen Auktions-Site auch noch ein Umzug der eBay.de-Betreiber
aus Berlin in den Europapark Drei Linden im Bezirk Potsdam stattgefunden habe .
Bei einer so komplexen Aktion seien Umstellungsschwierigkeiten nicht zu
vermeiden gewesen , erklärte Guenthert . Immer mehr Surfer bleiben immer länger
im Netz Zu Hause haben die Menschen in den USA in diesem Jahr im Schnitt 23
Prozent mehr Zeit mit Surfen verbracht als im letzten Jahr , ermittelte das
Internetinstitut Nielsen/NetRatings , das sich auf die Messung der Netznutzung
spezialisiert hat . Im Schnitt verbrachte der US-Surfer zu Hause im Oktober 2000
zehn Stunden und vier Minuten im Internet . Zum Vergleich : Im Oktober 1999
waren es acht Stunden und 13 Minuten . Aus der Sicht von Nielsen/NetRating
deuten die Ergebnisse der Erhebung auch für die Zukunft auf einen
kontinuierlichen Anstieg der Nutzerzahlen hin . Entsprechend der Anzahl der
Internet-User wuchs auch die Anzahl der Page-Views : Während der amerikanische
Surfer im Oktober 1999 im Schnitt 524 Seiten im Internet besuchte , waren es im
Oktober 2000 bereits 720 Seiten . Insgesamt sei die Anzahl der Seitenabrufe um
37 Prozent gestiegen , gab das Institut an . Am längsten verweilt der Surfer auf
Webportalen mit Freemail-Angeboten , Chatoptionen und mobilen
Kommunikationsdiensten , sagte NetRating-Sprecher Allen Weiner . Für ihn ist
dies ein Hinweis darauf , dass das Internet ins Zentrum der Lebensgestaltung
vieler Menschen gerückt sei . Viele Internetangeobte hätten sich bereits bei den
Surfern etabliert , meinte Weiner . Dieser Trend mache es neuen Angeboten im
Netz schwer , die nötige Aufmerksamkeit der Internetuser zu gewinnen . Anders
als bisher behauptet gehörte der Bertelsmann-Konzern nicht zu den Geschädigten
der Nazi-Diktatur , sondern zu den Profiteuren . Das gab am Montag , 17. Januar
2000 , eine von Bertelsmann selbst eingesetzte Kommission von Historikern
bekannt . Diese Äußerung hatte Zweifel an der Rolle des Konzerns in der Nazizeit
heraufbeschworen . Ende 1998 kündigte der Düsseldorfer Soziologe Hersch Fischler
an , er werde seine kritischen Forschungen zur Geschichte des Verlags
veröffentlichen . Wie c't damals berichtete , erschienen Einzelheiten aus den
Recherchen Fischlers zur Verlagsgeschichte . Weitere Nachforschungen wurden in
Aussicht gestellt . Erst nachdem die junge Welt sowie die Schweizer Zeitung Die
Weltwoche verschiedene Forschungsergebnisse des Soziologen verbreitet hatten ,
kündigte Bertelsmann an , die Nachforschungen von einer unabhängigen
Expertenkommission vertiefen zu lassen . Bis heute sind die Archive des Konzerns
für Forschungen nicht frei zugänglich . Nach einem Jahr Forschungstätigkeit
wurden nun in München erste Ergebnisse der von Bertelsmann eingesetzten und von
Saul Friedlaender angeführten Historikerkommission bekannt gegeben . Der Verlag
sei nicht wegen seiner " oppositionellen Haltung " geschlossen worden , sondern
wegen " unrechtmäßiger Papiereinkäufe " , stellte das Untersuchungsgremium fest
. Inzwischen ist bekannt , dass Bertelsmann im Zweiten Weltkrieg mehr als ein
Viertel der Buchproduktion für die Wehrmacht verlegt hat . Neben dem Gütersloher
Stammhaus waren im Baltikum , in Böhmen und Mähren über 100 Druckereien mit der
Herstellung von Soldatenlektüre beschäftigt . Eine Zusammenfassung der
Untersuchungsergebnisse findet sich auch auf der Homepage von Bertelsmann . eBay
erhöht Gebühren Wer über das Internetauktionshaus eBay verkaufen will , muss
künftig tiefer in die Tasche greifen . Vom 31. Januar 2001 an werden die
Gebühren für Anbieter , die Provisionen für erfolgreich verkaufte Artikel sowie
die Preise für die Aufnahme von Produkten in die so genannte " Galerie " kräftig
angehoben . Bei einem Startpreis von einer bis zwei Mark für eine zur
Versteigerung bei eBay angebotene Ware muss der Verkäufer statt wie bisher 25
Pfennig künftig 35 Pfenning berappen . Soll die Versteigerung bei zwei Mark
beginnen , kostet das Einstellen ab Februar 50 Pfennig . Bisher waren hier 25
Pfenning zu zahlen . Für Produkte , die für den Startpreis von zehn Mark
feilgeboten werden sollen , zahlt der Anbieter bald eine Mark statt 50 Pfennig .
Auktionen , die bei 50 Mark starten , schlagen nach der neuen Gebührenstaffelung
mit einer Angebotsgebühr von zwei Mark zu Buche , bisher musste der User hier
eine Mark zahlen . In vielen Fällen verdoppeln sich nach der neuen
Gebührenregelung die Preise . Auch bei der Provision langt eBay in Zukunft
kräftiger zu : Für ein Höchstgebot von einer Mark bis 100 Mark beträgt die
Provision statt der bisher üblichen 3 Prozent nun 4 Prozent des Höchstgebotes .
Einzelheiten der Preisgestaltung sind bei eBay nachzulesen . eBay begründete die
Preiserhöhungen damit , dass die Anforderungen an die Technik und den Service
gestiegen seien . Mit den Mehreinnahmen werde man die Kapazität der Plattform
sowie den Kundenservice ausbauen , kündigte das Unternehmen an . Vor einem Jahr
hatte die Einführung der Gebühren heftige Proteste unter den Usern ausgelöst und
zu einem zeitweiligen Angebotsschwund auf der Internetauktion geführt . Neue
Gebührenstruktur bei Ricardo Auch eBay-Konkurrent Ricardo strickt an einer neuen
Gebührenstruktur : Ab dem 22. Januar sind auch bei Ricardo Einstellgebühren für
Auktionen fällig . Die so genannte Eröffnungsgebühr orientiert sich am
Startpreis der Auktion : Für Produkte , deren Versteigerung bei einem Preis
zwischen einer und neun Mark starten soll , kostet das Einstellen 15 Pfennig .
Waren , die zum Startpreis zwischen 10 und 99 Mark angeboten werden , kosten den
Anbieter 50 Pfennig . Soll die Versteigerung eines Produktes bei über 100 Mark
anfangen , zahlt der User eine Mark . Die Gebühr wird nur dann erhoben , wenn
eine Auktion ohne Zuschlag zu Ende geht . Ist die Versteigerung erfolgreich ,
kassiert Ricardo vom Anbieter stattdessen eine Provision . Diese beträgt je nach
Höchstgebot zwischen 0,5 und 3 Prozent des Warenpreises . Ricardo wolle mit der
Einführung der Einstellgebühren die Qualität des Angebots heben , teilte das
Unternehmen als Begründung für die Kostenerhöhung mit . Bundeskabinett regelt
Datenschutz bei Telekommunikation Das Bundeskabinett hat gestern die Umsetzung
der Telekommunikations-Datenschutzverordnung beschlossen . Die Verordnung regelt
den Schutz persönlicher Daten der an der Telekommunikation Beteiligten und
bestimmt , in welchem Ausmaß und zu welchem Zweck Anbieter von
Telekommunikationsdienstleistungen , Unternehmen und gewerbliche Nutzer
persönliche Daten erheben , verarbeiten und speichern dürfen . So heißt es in
der Verordnung etwa , dass keine Telefonverbindungen von Personen offenbart
werden dürfen , die sich anonym an soziale Beratungsstellen wie Telefonseelsorge
oder Gesundheitsberatungen wenden . Zudem will die Neuregelung Telefonkunden
besser vor Telefon-Terror schützen . So können die Netzbetreiber bei
Fangschaltungen zur Abwehr belästigender Anrufe untereinander Daten austauschen
. Wird jemand am Telefon belästigt , so kann der Anbieter der
Telekommunikationsdienstleistung auf schriftlichen Antrag hin Auskünfte über die
Anschlüsse erteilen , von denen die Anrufe ausgehen . Jeder
Telekommunikationskunde hat die Möglichkeit , die Anzeige seiner Rufnummer zu
unterdrücken und eine automatische Weiterleitung zu verhindern . Anbieter von
Telekommunikationsdienstleistungen dürfen gespeicherte Verbindungs- und
Bestandsdaten nur zur Beseitigung von Störungen verwenden . Die Einrichtung des
Anschlusses darf nicht von der Angabe persönlicher Daten abhängen , die für die
Kundenbetreuung nicht erforderlich sind , besagt die neue Verordnung . Auf
Verlangen des Kunden hat der rechnungsstellende Diensteanbieter die bei ihm
gespeicherten Verbindungsdaten vollständig zu löschen . Ein
Einzelverbindungsnachweis ist dem Kunden auch nur dann zuzustellen , wenn dieser
schriftlich darum gebeten hat . Bei Anschlüssen in Betrieben und Behörden ist
die Mitteilung über die geführten Gespräche nur dann zulässig , wenn der Kunde
schriftlich erklärt hat , dass seine Mitarbeiter im Betrieb informiert worden
sind und neue Mitarbeiter zusätzlich informiert werden . Verschiedene Daten
dürfen künftig länger gespeichert werden , um das häufig langwierige
Abrechnungssystem zwischen den Firmen sicherzustellen . Mit der Verlängerung der
Speicherhöchstfristen erhalten die Unternehmen mehr Zeit , um entsprechende
Informationen auszutauschen . Begründet wird diese Regelung mit der häufig
kostengünstigeren Rechnungsstellung und Versendung im Ausland . Auch für die
Bezahlung von Waren und Dienstleistungen per Handy fordert die Verordnung einen
sicheren datenschutzrechtlichen Rahmen . Bundeswirtschaftsminister Werner Müller
begrüßte die Entscheidung des Bundeskabinetts für die neue Verordnung : " Die
Novelle garantiert einen wirksamen Schutz personenbezogner Daten in offenen
Netzten und berücksichtigt gleichzeitig die berechtigten Interessen der
Telekommunikationsanbieter , innovative Dienstleistungen anzubieten " . Der
Bundesrat muss der Verordnung allerdings noch zustimmen . Den gesamte Text des
Beschlusses kann man auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und
Technologie als Datei im PDF-Format bekommen . Boo.com pleite : Warnsignal für
E-Commerce-Firmen Die britische Boo.com Group , bis dato ein ambitionierter
Internet-Händler für Sportartikel , ist pleite . Neben dem französischen
Geschäftsmann Bernard Arnauld ist auch die italienische Benetton-Familie an dem
Unternehmen beteiligt . Expertenkreise sehen das Scheitern von Boo.com als
Auftakt für weitere Zusammenbrüche in der Internet-Szene an , wie das Wall
Street Journal in seiner Ausgabe vom 18. Mai berichtet . So sagt etwa eine
Marktuntersuchung von PriceWaterhouseCoopers voraus , dass innerhalb der
nächsten sechs Monate jeder vierten Internet-Company in Großbritannien das Geld
ausgehen wird . Boo.com hatte vergeblich versucht , einen Käufer zu finden .
Beobachter machen für das Scheitern unter anderem das geringe Interesse von
Anlegern an Business-to-Consumer-Geschäften verantwortlich , sehen allerdings
auch bei Boo.com selbst Ursachen : Wie es in der Wirtschaftszeitung heißt ,
seien überzogene Marketingausgaben und der sehr aufwändige Reisestil der Manager
mit ausschlaggebend gewesen . Abgespecktes Übernahmeangebot für
Online-Auktionshaus Ricardo Das britische Internet-Auktionshaus QXL und das
Hamburger Versteigerungsunternehmen Ricardo schließen sich nun doch zusammen .
Nachdem die beiden Unternehmen sich in der vergangenen Woche zu Gesprächen
zusammengefunden hatten , einigte man sich auf ein neues Tauschverhältnis für
eine Ricardo-Aktie . Ursprünglich hatte das Londonder Auktionsunternehmen für
jedes Ricardo-Papier 42,6 eigene Aktien geboten . QXL-Chef Jum Rose ließ aber
vor einigen Tagen verlauten , dass " ernsthafte Probleme " mit der Übernahme
bestünden . Die scheinen nun ausgeräumt : Jetzt lautet die Offerte 34 QXL-Aktien
je Ricardo-Anteil . Ricardo-Aktionäre werden nach der Fusion einen Anteil von
rund 37 Prozent am Kapital des gemeinsamen Unternehmens halten , hieß es von
Ricardo . Universität verlangt Computerkenntnisse Wer an der University of Texas
in Arlington studieren will , muss künftig in einer Aufnahmeprüfung
Computerkenntnisse unter Beweis stellen . " Studenten sollten eine minimale
Computer-Akzeptanz zeigen " , forderte Dana Dunn , Studienberaterin an der
Universität . Der Test fragt Grundkenntnisse im Bereich der Textverarbeitung und
Tabellenkalkulation ab . Darüber hinaus sollen die Studenten mit E-Mail klar
kommen , im Internet recherchieren können und sich im Online-Suchsystem der
Universitätsbibliothek zurechtfinden . Die Teilnahme am Test kostet 45 Dollar .
Viele Schulen und auch die Universität Texas selbst bieten Vorbereitungskurse
für die neue Aufnahmeprüfung an . Angeregt sind die Aufnahmetests von der
staatlichen Bildungsbehörde für Universitäten . Die Bildungsplaner entschieden ,
Computerkenntnisse seien grundlegend für moderne Arbeitsplätze . Libri.de
stattet Buchhandlungen mit Internet-Terminals aus Medienwirksam zur Frankfurter
Buchmesse , die heute beginnt , führt der Online-Buchshop des Grossisten Libri
Internetstationen in Buchhandlungen ein . Bis Anfang 2001 sollen 200 Terminals
aufgestellt werden . Mit dem kostenlosen Surfangebot will Libri.de die
Beratungsleistung des klassischen Buchhandels mit den Online-Shops verbinden .
Bereits jetzt können sich Kunden von Libri.de per Internetbestellung Bücher
zuschicken lassen oder diese auf Wunsch in einer Partnerbuchhandlung abholen .
Die ersten Libri-Netz-Terminals stehen in den Hamburger Buchhandlungen Thalia ,
Weiland und Heymann-Bücher . Die Nutzung des Angebots sei auch nicht auf
Buch-Themen beschränkt , sondern die Buchhandlungsbesucher könnten " frei
herumsurfen " . Online-Auktionen sollen Handel mit Raubkopien verhindern Die
Business Software Alliance hat sich dafür ausgesprochen , die
Geschäftsbedingungen für den Handel mit Software bei Internet-Auktionen zu
verschärfen . Die in Washington D.C. ansässige Allianz vertritt
Softwarehersteller wie Microsoft , Adobe , Macromedia und Symantec . Ziel der
Vereinigung ist es , Software als geistiges Eigentum zu schützen . Als
Begründung für den Vorstoß , die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ( AGB ) der
Web-Versteigerungen zu präzisieren , führte die BSA an , dass inzwischen bis zu
90 Prozent der auf Online-Auktionen gehandelten Software raubkopiert sei . Die
von der BSA vorgeschlagenen Richtlinien verbieten ausdrücklich jeden Handel mit
raubkopierter Software und kündigen eine regelmäßige Überprüfung der bei den
Auktionen gelisteten Software an . Zusätzlich sehen die Bestimmungen vor , dass
die Auktionsbetreiber fortlaufend vor Raubkopien warnen sollen . Nach den
Vorstellungen der BSA gilt es dabei insbesondere auf die von Raubkopien
ausgehende Virengefahr , auf das Fehlen von Support und die nicht vorhandenen
Garantieleistungen hinzuweisen . Als einer der ersten Internet-Auktionatoren hat
der Online-Händler Amazon die von der BSA vorgeschlagenen Bestimmungen in seine
AGB aufgenommen . Die BSA geht davon aus , dass andere Auktionsplattformen sich
diesem Beispiel anschließen werden . In den USA hat die BSA bereits gegen 13
vermeintliche Raubkopie-Händler geklagt . Sollte sich der Verdacht erhärten ,
dass die Angeklagten Raubkopien vertrieben haben , müssen die Beschuldigten laut
BSA mit Strafen von bis zu 150.000 US-Dollar rechnen . Rekordergebnis von
Online-Auktionator eBay Im Unterschied zum Co-Shopping sind Online-Auktionen
offensichtlich ein profitables Geschäft . Während ein Co-Shopping-Anbieter nach
dem anderen in Schwierigkeiten gerät , verkündete die US-amerikanische
Web-Auktionsfirma eBay mit ihren Geschäftszahlen vom 4. Quartal 2000 eine
rasante Steigerung von Gewinn und Umsatz . Mit dem Rekordumsatz geht ein
Rekordgewinn einher : eBay übertraf mit dem Quartalsergebnis die Prognosen von
Branchenexperten . Das Auktionsunternehmen mit Hauptsitz im kalifornischen San
Jose führte den Ertragszuwachs auf einen weiterhin schnellen Anstieg der
Userzahlen sowie auf die Expansion in neue Vermarktungsbereiche und geografische
Regionen zurück . Vor wenigen Tagen eröffnete eBay eine Plattform in Italien und
Österreich und gab eine Mehrheitsbeteiligung an einem Auktionsunternehmen in
Süd-Korea bekannt . Auch die Zahl der registrierten Nutzer von eBay ist im
vierten Quartal 2000 um 3,5 Millionen auf 22,5 Millionen gestiegen . Zum
Vergleich : Im letzten Quartal 1999 waren es 41 Millionen . eBay kündigte auch
für die Zukunft ein starkes Wachstum an . AOL bietet Settop-Box an Der
Online-Dienst AOL beginnt ab heute mit dem Verkauf von Internet-Settop-Boxen für
den US-amerikanischen Markt , berichtet das Wall Street Journal . Bei den Boxen
handelt es sich um TV-Zusatzgeräte , mit denen der Fernsehzuschauer während des
Fernsehens im Internet surfen , chatten oder E-Mails versenden kann . " Dies ist
der Anfang vom Anfang für die Transformation des Fernsehens " , erklärte Barry
Schuler , der Vorsitzende der AOL Interactive Services Group . Auch Microsoft
und deutsche TV-Hersteller wie Grundig , Schneider oder Loewe entwickelten
bereits Settop-Boxen . Allerdings ließ die Qualität der Geräte bisher zu
wünschen übrig . AOL will aber auch dann an der Entwicklung der Settop-Boxen
festhalten , wenn der Erfolg der Geräte noch auf sich warten lassen sollte ,
erklärte der Firmensprecher . Immerhin sei das Gerät eine Schlüsselentwicklung
für den Konzern , der sich vom Online-Dienst zum " Medien-Giganten " entwickeln
wolle . Anders als seine Mitbewerber kann AOL auf eine rosige Auftragslage
vertrauen : Experten gehen davon aus , dass es AOL mit dieser Kapital- und
Medienkonzentration gelingen könnte , die Schwächen der bisher entwickelten
Settop-Boxen zu überwinden . Die interaktiven TV-Systeme krankten bislang daran
, dass es zu wenige geeignete Programme gibt . Darüber hinaus hatten
unzureichende Eingabelösungen für den Internet-Zugang und eine schlechte
Bildqualität für Unmut unter den Usern gesorgt . Diese Misstände will AOL nun
mit seiner Medienmacht beseitigen : Zum Konzern gehörende Sender wie Court TV ,
Entertainment Television , The Weather Channel oder CNNfn haben mit der
Entwicklung eines speziellen Programms für User von Settop-Boxen begonnen . CNet
kauft ZDNet Der amerikanische IT-Informationsdienst CNet hat den Konkurrenten
ZDNet übernommen . Auch der deutsche Ableger ZDNet.de gehört damit zum
kalifornischen Unternehmen CNet ; zudem sind die amerikanische Zeitung
Computershopper samt deren Website sowie die Online-Weiterbildungssite Smart
Planet nach Abschluss der Übernahme im Besitz von CNet . Nach der Übernahme
bleiben den ZDNet-Aktionären noch rund 35 Prozent der Aktien an dem gemeinsamen
Unternehmen . Mit der Übernahme ist der US-IT-Dienstleister , der neben dem
Internet-Nachrichtendienst beispielsweise auch E-Commerce-Angebote und
TV-Sendungen produziert , jetzt in 23 Ländern vertreten . Bereits im letzten
Jahr hatte CNet beispielsweise den Preisvergleichsdienst mySimon übernommen .
US-Armee will mit Hollywood kooperieren Die amerikanische Armee verspricht sich
von der Film- und Unterhaltungsbranche Unterstützung bei der Ausbildung ihrer
Soldaten . Überall da , wo es um die Simulation von Flügen , Schießübungen und
anderen Kriegssituationen geht , könne die Armee von Hollywoods Kreativität
profitieren . Das erläuterte gestern Abend der Sekretär der US-Streitkräfte ,
Louis Caldera , vor Journalisten in Los Angeles . Mit Hilfe von virtuellen
Realitäten und multimedial inszenierten Erfahrungen aus der Filmbranche könne
die Qualität der Rekrutenausbildung entschieden verbessert werden , sagte
Caldera . Im Gegenzug wolle die US-Armee auch etwas für die Filmbranche tun . So
kann Hollywood für Kriegsfilm-Einstellungen auf die technische Ausstattung der
Streitkräfte zurückgreifen . US-Justiz stoppt Netz-Universität Das
Justizministerium des US-Bundesstaates Kansas hat den Betrieb der
Online-Hochschule " Monticello University " gestoppt . Die Netz-Uni hatte mit "
Online Degree Programs " geworben , die zu staatlich anerkannten Abschlüssen
führen würden . Die Zertifikate seien in Kansas , aber auch in anderen Staaten
akzeptiert , behauptete der Autor der Lerneinheiten , Leslie Edwin Snell .
Snells berufliche Herkunft sei nicht bekannt , sagte ein Sprecher des
Justizministeriums , nachdem die Site " Monticello.edu " vom Netz genommen war .
Der Fall hat in den USA eine Diskussion über die Zuverlässigkeit von
Online-Lernangeboten ausgelöst . " Solche Fälle verstärken Vorurteile gegenüber
Online-Unterricht " , meint Ellery Berryhill vom amerikanischen Institut für
Computer-Wissenschaft . " Seriöse Internet-Angebote müssen sich jetzt umso mehr
anstrengen , um gegen diese Vorurteile anzukämpfen . " Trotz Dot.Com-Krise immer
mehr Internetnutzer Obwohl die " Dot.Com-Manie " inzwischen vorbei ist , steigt
die Anzahl der Netznutzer weiterhin an , ergab eine Studie von
Nielsen/NetRatings . Demnach hatten im November 2000 über 56 Prozent der
US-Bürger Zugang zum Internet . Im gleichen Monat des Vorjahres waren es 43
Prozent . Die Anzahl der Page-Views stieg im November diesen Jahres sogar um 32
Prozent an . NielsenRatings wertet dies als Anzeichen dafür , dass die User die
Inhalte der Webseiten genauer auswerten als in der Vergangenheit . Besonders
Yahoo profitierte von den gestiegenen Nutzerzahlen . Auch America Online konnte
im November mehr User verzeichnen . Im Schnitt verweilten die User dabei knapp
44 Minuten im Monat auf den Servern . Nur wenige Webangebote schaffen es , die
Aufmerksamkeit der Surfer für mehr als 20 Minuten im Monat auf sich zu ziehen .
Einzig Yahoo , das Portal von Microsofts MSN und der Online-Versteigerer eBay
überschritten im November die magische Ein-Stunden-Marke . Absoluter
Spitzenreiter , was die Nutzungsdauer angeht , ist eBay : Im Schnitt bleiben die
User zwei Stunden im Monat auf der Site . Microsoft-Auktion gestartet Jetzt ist
auch der Redmonder Software-Riese im Auktionsgeschäft . Unter auctions.msn.com
findet sich ein gewöhnliches Auktionsangebot mit Computern und Zubehör sowie den
üblichen Sammlerrubriken . Die Microsoft-Auktionsseite ist aber Teil eines
branchenweiten Versuchs von mehr als 100 Auktionswebsites , dem
US-Auktions-Marktführer eBay Paroli zu bieten . An dem Auktionsnetz sind neben
Microsoft auch Excite@Home , Dell und Lycos beteiligt . Die Einträge auf den
jeweiligen Auktionen werden vernetzt , was dem Versteigerer eine stärkere
Verbreitung des Angebots sichert . Internet-Auktionshaus eBay macht s den
Dot.Coms vor Das US-amerikanische Online-Auktionshaus eBay hat seinen Gewinn im
vergangenen Quartal versechsfacht . eBay gehört damit zu den wenigen Dot.coms ,
die sich ohne Probleme am Markt behaupten und wirtschaftlich arbeiten . Die
Analystenerwartungen für die Quartalsbilanz konnte eBay sogar übertreffen . Nach
Angaben von eBay habe sich auch die Zahl der Auktionsnutzer mehr als verdoppelt
. Yahoo nimmt Gebühren für Firmeneinträge Erstmals erhebt der
Suchmaschinenanbieter Yahoo für die Aufnahme eines Firmeneintrags in sein
Listing eine feste Gebühr . Bisher war das Anmelden einer Site kostenlos , jetzt
müssen Unternehmen für ihre Einträge eine Gebühr von 199 US-Dollar zahlen .
Allerdings mussten auch in der Vergangenheit Firmen , die binnen einer Woche in
der Suchmaschine gelistet sein wollten , bereits 199 US-Dollar zahlen . Diese
ehemals freiwillige Aufnahmegebühr ist jetzt obligatorisch . Auch weiterhin gilt
: Die neuen Tarife sind Bestandteil des so genannten Business-Express-Pakets von
Yahoo und gelten ausschließlich für Seiten aus dem Business-to-Business-Bereich
. Derzeit sind in diesen Sparten und Unterverzeichnissen rund 600.000 Sites
aufgeführt . Private Homepages bleiben weiterhin kostenlos , allerdings müssen
deren Inhaber dafür auch unbestimmt lange auf das Erscheinen ihrer Site im
Katalog von Yahoo warten , ebenso wie etwa Medien- und Nachrichtenseiten . Die
Redakteure der Suchmaschine tragen die Listings per Hand ein . Dabei entscheiden
die Yahoo-Mitarbeiter , was in den Katalog passt und was nicht . Eine Garantie ,
aufgenommen zu werden , gibt es nicht - auch nicht für Business-Express-Kunden .
Yahoos Unterscheidung zwischen gewerblichen und nicht-gewerblichen Einträgen ist
allerdings umstritten . Anders als Yahoo nehmen die Konkurrenten Looksmart und
das von Netscape betriebene Free Open Directory Gebühren für alle Einträge ,
gleichgültig , ob sie von Unternehmen oder Privatpersonen stammen . Eine Prüfung
binnen Wochenfrist kostet hier 79 US-Dollar . Wieder andere Anbieter wie der
Suchdienst Goto.com ermöglichen es den Unternehmen , für ihre Position im
Listing zu zahlen . Auch bei Google , einem Suchdienst , den Yahoo nutzt , gibt
es jetzt das Angebot , sich als " Sponsored Link " eintragen zu lassen . Solche
Einträge stehen in der Trefferliste dann möglichst weit vorne . Richter :
Versteigerung im Web ist keine Auktion Bei Versteigerungen im Internet kommt
kein gültiger Kaufvertrag zustande . Das hat heute die 4. Zivilkammer des
Landgerichts Münster in einem Grundsatzurteil festgestellt . Geklagt hatte ein
Mann aus Hessen , der im Juli 1999 auf einer Autoversteigerung beim
Netz-Auktionshaus Ricardo.de einen Wagen ersteigert hatte . Nach der
Versteigerung wollte der Anbieter nicht ausliefern , weil ihm der Preis von
23000 Mark für einen Neuwagen vom Typ VW Passat Variant zu gering erschien . Das
Auto sei mehr als doppelt so viel wert , führte er an . Der Käufer argumentierte
mit den Geschäftsbedingungen von Internet-Auktionen und klagte auf Auslieferung
des Wagens . Der Münsteraner Richter Wolfgang Hagemeister entschied den
Streitfall zugunsten des Verkäufers . Da der Wagenhändler dem Auktionshaus keine
rechtlich gültige Vollmacht erteilt habe , sei ein Angebot im Internet nur als "
Aufforderung zur Abgabe von Kaufangeboten " und nicht als Verkaufsverpflichtung
im rechtlichen Sinne aufzufassen . Um einen rechtsgültigen Kaufvertrag
abzuschließen , hätte der Verkäufer das Höchstgebot noch einmal ausdrücklich
akzeptieren müssen , führte der Richter weiter aus . Da es dazu aber nicht
gekommen sei , gebe es keine bindende Vereinbarung zwischen dem Anbieter und dem
Kläger . Der Autohändler darf seinen Wagen nun anderweitig verkaufen , und der
Kläger hat die Kosten des Verfahrens zu tragen . Im Verlauf der Verhandlung
äußerte sich der Richter mehrfach grundsätzlich zur Rechtsstellung von
Online-Auktionen . Diese seien nicht gleichzusetzen mit traditionellen Auktionen
. So gebe es im Netz keinen " Zuschlag " , sondern nur eine zeitliche Frist . "
Das Zeitlimit bei Online-Auktionen erinnert eher an ein Glücksspiel als an
seriöse Verkaufshandlungen " , sagte Hagemeister in der Urteilsbegründung . "
Die sogenannten Internet-Auktionen sind keine Auktionen , sondern eine Plattform
, wo Geschäftskontakte angebahnt werden können " . Das Urteil dürfte wegen der
großen Bedeutung von Online-Auktionen in weiten Kreisen für Aufsehen sorgen .
Das Urteil steht im Widerspruch zu einer anderen Gerichtsentscheidung , die
dieser Tage in Sinsheim gefällt wurde . EBay kauft Berliner Web-Auktionshaus
Alando Die US-Firma EBay , Marktriese unter den Internet-Auktionatoren , hat die
Berliner Gebrauchtwaren-Auktionshaus Alando geschluckt . Mit dem Kauf des erst
im März von den drei Brüdern Marc , Alexander und Oliver Samwer gegründeten
Unternehmens will das US-Unternehmen jetzt auch auf dem deutschen Markt Fuß
fassen . Einzelheiten über das Geschäft wurden bisher noch nicht bekannt gegeben
, doch Alando-Gründer Alexander Samwer erklärte : " Für EBay hatten wir
gegenüber anderen deutschen Netz-Auktionen den Vorteil , daß wir
Gebrauchtwaren-Auktionen von Privat zu Privat anbieten , während ansonsten
vorwiegend Neuware versteigert wird . " Alando wird seinen Namen behalten ,
Organisation und Verlauf der Auktionen sind aber von EBay beeinflußt . Auch bei
der Neugestaltung der Homepage hat der Marktführer offenbar Modell gestanden .
Dell geht unter die Auktionatoren Der weltweit agierende PC-Direktanbieter Dell
will im August mit Web-Auktionen auf den Markt gehen . Versteigert werden sollen
PCs und Zubehör aus Restpostenbeständen und Ausschußproduktionen . Die Angebote
stammen aus dem Sortiment von Dell , es sollen aber auch andere PC-Händler
anbieten können . Auch Privatleute mit gebrauchten Rechnern will Dell als
Anbieter zulassen . Angesichts der Kurzlebigkeit von PC-Generationen gehöre es
zum Kundendienst , Verramsch-Möglichkeiten anzubieten , heißt es bei Dell . Dem
Unternehmen gehe es darum , verschiedene Formen von Online-Kunden-Kontakt zu
erproben , erklärte Dave Dix , ein Sprecher von Dell . So wird die Versteigerung
neben anderen ECommerce-Angeboten auf der Homepage des Unternehmens stehen .
Verbraucherorganisation E-Commerce-Geschädigter gegründet Der Umbau des
Internet-Auktionshauses eBay nach US-amerikanischem Vorbild hat bei den
Teilnehmern der Versteigerungen für erheblichen Wirbel gesorgt . Käufer und
Verkäufer , die sich aufgrund der Umstellung benachteiligt fühlten , haben sich
nun zusammengeschlossen und die Verbraucher-Organisation Geschädigter im
Internet ( VOGI ) gegründet . Zahlreiche Suchlisten hätten nach der Umstellung
der Auktionssite stundenlang nicht funktioniert und beinahe 30.000 Auktionen ,
die am 16. 7. , dem Tag der Umstellung , ausliefen , hätten keine Angebote
erhalten , so der Vorwurf der verärgerten Auktionsteilnehmer . eBay kündigte
unterdessen an , alle Provisionen für die Verkäufe am Umstellungstag zurück zu
erstatten . Dies verbuchen die VOGI-Gründer schon als einen Teilerfolg . Dennoch
will der Verein sich weiter um Entschädigungen bemühen . Noch immer sei
ungeklärt , wie diejenigen entschädigt werden sollen , die ihre Waren am 16.
Juli zu Spottpreisen abgegeben hätten . Abseits von den jetzt aktuellen Anliegen
im Streit um die Veränderungen bei eBay will die VOGI auch in Zukunft
E-Commerce-Geschädigte und Ratsuchende beraten und gegebenenfalls Rechtsbeistand
vermitteln , kündigen die VOGI-Gründer an . Verbraucherzentrale und TÜV prüfen
Internetsites Der TÜV in Essen und die nordrhein-westfälische
Verbraucherzentrale in Düsseldorf haben heute gemeinsam ein Gütesiegel für
Internetseiten vorgestellt . Das Zertifikat soll das bisher kaum vorhandene
Kundenvertrauen in den E-Commerce und das Online-Banking stärken . " Im
virtuellen Kaufhaus des World Wide Web müssen Verbraucher mit Brief und Siegel
sichergehen , dass beim Anbieter keine vertraglichen Fallstricke lauern " ,
erläuterte Karl-Heinz Schaffartzik vom Vorstand der Verbraucher-Zentrale NRW auf
einer Pressekonferenz in Düsseldorf . Nach Ansicht der Verbraucherzentrale
gehören umfassende Verbraucherinformationen und ausreichender Datenschutz zu den
E-Commerce-Standards . Überdies muss der Kunde die Bestell- und
Preis-Bedingungen des Shops eindeutig erkennen können und zuverlässig über die
Lieferzusagen informiert sein . Sollte es zu Beschwerden oder Reklamationen
kommen , hat der Kunde ein Anrecht darauf , genau Bescheid zu wissen , wer der
Ansprechpartner ist und wie die Zuständigkeiten verteilt sind , fordert die
Verbraucherzentrale . Die RWTÜV Anlagentechnik in Essen hat diesen
Kriterienkatalog zum Anlass genommen , um das Beurteilungsverfahren TÜV Online
Check zu entwickeln . " Die Kosten für das Siegel hängen von der Größe des Shops
ab und betragen von 5.000 Mark aufwärts " , erklärte Joachim Kesting vom TÜV
gegenüber c't . Bei großen Shops seien durchaus " ein paar 10.000 Mark denkbar "
, meint der Leiter der Zertifizierungsstelle . Will ein Shop den " Online-Check
" bestehen , muss er sich einem Elchtest unterziehen : Das in der
Fernabsatzrichtlinie festgeschriebene Rückgaberecht wird ebenso ausprobiert wie
die Reaktionsschnelligkeit der Hotline und die Bearbeitungszeiten für E-Mails .
" Erst wenn der Shop alle diese Aufgaben zufriedenstellend gelöst hat , kann er
sich mit dem Zeichen schmücken " , erklärt Helga Zander-Hayat , Fachfrau für
E-Commerce bei der Verbraucherzentrale . Die nordrhein-westfälische
Verbraucherschutz-Ministerin Bärbel Höhn begrüßte die Initiative als einen "
Meilenstein " , der Maßstäbe für den E-Commerce setzen soll . Bisher
zertifiziert der Prüfdienst allerdings nur Shops , deren Betreiber selbst als
Verkäufer und Anbieter der bei ihnen gehandelten Waren agieren . Daher können
sich Online-Buchläden mit dem Siegel schmücken , während Internetauktionen ,
Gruppenkaufsites und Reisevermittlungen nicht erfasst sind . Gerade die
Dienstleistungen dieser Unternehmen geben Verbrauchern aber oft Anlass , sich zu
beschweren . Auch für diese E-Commerce-Anbieter werde es alsbald ein TÜV-Siegel
geben , kündigte TÜV-Mitarbeiter Kesting an . Schon zur CeBit hatte der TÜV
Essen ein Prüfsiegel für Internetseiten vorgestellt . Nach Angaben von Kesting
tritt der Prüfdienst mit dem neuen Siegel aber nicht in Konkurrenz zu sich
selbst . Während für das jetzt vorgestellte Online-Check-Siegel nur wenige
Wochen Prüfzeit notwendig seien , setzt das Siegel TÜViT hundert Personentage
Prüfzeit voraus . Inklusive der drei Routineprüfungen pro Jahr belaufen sich die
Kosten für das TÜViT-Siegel auf " Summen im sechsstelligen Bereich " - erheblich
mehr also als das jetzt vorgestellte Zertifikat kostet . Zu den
TÜViT-Siegel-Kunden gehörten bislang vor allem Banken aus arabischen Ländern ,
erklärte der Trusted-Site-Verantwortliche von TÜViT , Hans Günter Siebert ,
gegenüber c't . Auktionator Ricardo tief in den roten Zahlen Das Hamburger
Internet-Auktionshaus Ricardo hat bei stark steigenden Umsatz- und Kundenzahlen
auch seine Verluste drastisch vergrößert . Die Börse reagierte mit einem
Kursrutsch um mehr als sieben Prozent . Ausgehend von ihrem Höchststand im
Februar von 222 Euro hat die Aktie inzwischen mehr als 80 Prozent verloren . "
Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit dem Jahr " , versicherte Vorstandschef
Christoph Linkwitz dennoch . Ricardo will künftig weniger selbst als Verkäufer
auftreten , sondern mehr zwischen Käufern und Verkäufern vermitteln und dafür
Provisionen und Gebühren kassieren . Da das so genannte B2C-Geschäft fast
ausschließlich auf Kommissionsbasis abgewickelt werde , entstünden dabei weniger
finanzielle Risiken durch Lagerkosten , gab Linkewitz an . Das
Plattform-Geschäft , bei dem Ricardo als Vermittler zwischen Käufer und
Verkäufer agiert , werde auch die tragende Säule des neuen Unternehmens
QXLricardo sein . Das veränderte Geschäftsmodell habe im vierten Quartal des
Geschäftsjahres 99 das Wachstum gestoppt und zu leicht rückläufigen Umsätzen
geführt . Die aktuelle Entwicklung zeige aber , dass der Strategiewechsel Erfolg
habe , erklärte Linkwitz . Am 2. Oktober sollen die QXL-Aktionäre auf einer
Hauptversammlung das öffentliche Tauschangebot für die Ricardo-Aktionäre
beschließen . QXL will für eine Ricardo-Aktie 34 eigene Aktien anbieten .
Milliardenverluste durch Kreditkartenmissbrauch im Web Dies ergab eine
Untersuchung des amerikanischen Finanz-Forschungsunternehmens Meridien Research
. Solange es den Web-Händlern nicht gelingt , Techniken zu finden , die vor
Kreditkartenmissbrauch im Internet schützen , müsse man mit einer weiterhin
ansteigenden Anzahl von Kreditkartenbetrügereien beim Online-Bezahlen rechnen ,
warnt der Bericht . Zwar sei die derzeit handelsübliche Sicherheitstechnologie
noch nicht vollständig ausgereift , sie könne aber durchaus schon zur Abwehr von
Kreditkartenmissbrauch beitragen , heißt es in dem Bericht . Bisher setzen
allerdings nur rund 30 Prozent der Internet-Händler irgendwelche Techniken zur
Bekämpfung von Online-Betrügereien ein . Dabei mangelt es nicht an spektakulären
Hacker-Einbrüchen : Vor kurzem noch gelang es Hackern , in die Datenbank der
Firma Egghead.com einzubrechen . Inzwischen bemühen sich auch die
Kreditkartenfirmen selbst darum , die Verlässlichkeit der Karten als
Online-Zahlungsmittel zu verbessern . So führten im letzten Jahr die Firmen
American Express , MBNA und Discover erstmals eine Art Einwegkreditkarten ein .
Um die Übermittlung der Kreditkarten-Nummer sicherer zu machen , wird dabei für
jeden Kauf im Internet eine zufallsgenerierte Einwegnummer mit Verfallsdatum
verwandt . Diese wird nach der Autorisierung durch den Internet-Händler
unbrauchbar und ist damit nur für eine Transaktion gültig . Je nach Bedarf
könnten die persönlichen Angaben , die auf dem Chip gespeichert sind ,
ausgetauscht und erneuert werden . Obwohl solche Verfahren das Online-Bezahlen
sicherer machen könnten , erfreuen sie sich in den Vereinigten Staaten bisher
keiner großen Beliebtheit . Ein Sprecher von Meridien Research forderte daher ,
dass so lange weiter über sichere Bezahlverfahren geforscht werden müsse , bis
ein Standard das Vertrauen der Webhändler genieße . Systemausfall bei
Online-Auktionator eBay Das Internetauktionshaus eBay hat mit Serverproblemen zu
kämpfen . Für mehrere Stunden waren am heutigen Montag zentrale Features der
Web-Auktion nicht verfügbar . Zu den Gründen für den Ausfall konnte
eBay-Sprecher Joachim Guentert noch keine Angaben machen . Er kündigte jedoch an
, dass alle Auktionen , die während des Systemausfalls und in der Stunde danach
ausgelaufen wären , ohne Zusatzgebühren um 24 Stunden verlängert werden . eBay
will europäischen iBazar schlucken Das kalifornische Internetauktionshaus eBay
will die französische Auktionsplattform iBazar schlucken . iBazar wurde im
Oktober 1998 in Paris gegründet und ist inzwischen auch in Belgien , Brasilien ,
Italien , den Niederlanden , Portugal , Spanien und Schweden vertreten . Mit der
Übernahme von iBasar ist eBay außerhalb der USA in neun Ländern vertreten ,
darunter auch Australien , Japan und Südkorea . Die Fusion der beiden
Auktionsplattformen soll im Rahmen eines Aktientauschs vonstatten gehen . Vorab
sind aber noch verschiedene Genehmigungen von Anteilseignern und Regierungs-
sowie Regulierungsbehörden erforderlich . Geht es nach den Vorstellungen von
eBay , soll der Coup im zweiten Quartal 2001 abgeschlossen sein . Der endgültige
Kaufpreis werde aber erst am Übernahmetag ermittelt , teilte eBay mit .
Verwirrung um das Internet-Auktionshaus eHammer Ab sofort könnten keine
Auktionen mehr eingestellt werden . Auslaufende Auktionen würden früher beendet
. Der für eHammer zuständige Mitarbeiter habe das Unternehmen verlassen , teilte
eine Webstate-Mitarbeiterin heise online mit . Sie selbst könne die Schließung
der Plattform nicht bestätigen . Auch der jetzt für eHammer verantwortliche
Sprecher sei derzeit nicht erreichbar . Die Webstate-Mitarbeiterin meinte
allerdings , dass dies , wenn da schon was im Internet stehe , wohl auch den
Tatsachen entspreche . eHammer sei zu keiner telefonischen Stellungnahme bereit
; man werde nur noch Anfragen per E-Mail beantworten , dies könne aber noch
mehrere Tage dauern , so die Auskunft weiter . eHammer war im Februar 2000
gegründet worden . Das Unternehmen rekrutierte seine Kunden vor allem unter
abtrünnigen eBay-Mitgliedern , die keine Auktionsgebühren zahlen wollten .
Ursprünglich kam die Bremer Versteigerungsplattform eHammer sogar mit einer
eBay-ähnlichen Seitengestaltung daher . eBay hatte sich dagegen jedoch
juristisch zur Wehr gesetzt . DoubleClick entlässt zehn Prozent der Mitarbeiter
Der weltweit größte Online-Werbevermarkter DoubleClick entlässt zehn Prozent
seiner Mitarbeiter und wird voraussichtlich weniger Gewinn machen als erwartet .
Nach den Kündigungen werden noch 1.850 Angestellte bei DoubleClick arbeiten ,
gab das Unternehmen bekannt . Grund für die Entlassungen sei das Dot.Com-Sterben
. International für Aufsehen gesorgt hatte der US-Werbevermarkter vor allem
durch seinen umstrittenen Umgang mit Datenmaterial . Ursache der
Auseinandersetzung war vor allem DoubleClicks Plan , eine zugekaufte
E-Commerce-Datenbank mit selbst gewonnenen Surfer-Profilen zusammen zu führen .
In Deutschland unterhält die Firma Büros in Düsseldorf , Frankfurt , Hamburg und
München . Außerhalb der USA werde der Aufbau des Unternehmens jedoch
unangetastet bleiben , kündigte DoubleClick an . In den Vereinigten Staaten
hingegen soll die Vermarktungsagentur in zwei Teile aufgeteilt werden : Eine
Abteilung werde sich künftig um Kunden mit bekannten Internet-Markennamen
kümmern , während die Sektion " Audience Network " nach Themen geordnete Sites
betreuen soll . Dieser Abteilung obliegt auch das umstrittene Targeting , die
speziell auf bestimmte Adressaten zugeschnittene Werbung . Dortmunder ist
Weltmeister im Computerschach Der neue Computerschach-Weltmeister heißt Stefan
Meyer-Kahlen . Mit seinem Programm Shredder konnte sich der Dortmunder im
Paderborner Heinz Nixdorf Museum gegen 29 Konkurrenten aus elf Ländern
durchsetzen . Das Titelverteidiger-Schachprogramm " Fritz " kam auf den dritten
Rang hinter " Ferret " aus den USA . Eine Entscheidung über die Vorherrschaft
zwischen Mensch und Computer ist in dieser Weltmeisterschaft nicht gefallen .
Von den fünf Spielen " Mensch gegen Maschine " gingen drei Remis aus . Raphael
Vaganian konnte sich gegen den Vizeweltmeister-Schachomputer " Ferret "
behaupten , während Ivan Sokolov gegen den Ex-Weltmeister " Fritz " verlor . Die
Computerschach-Weltmeisterschaft findet alle drei Jahre statt und wurde zum
zweiten Mal in Deutschland ausgetragen . Veranstalter waren die Universität
Paderborn , die International Computer Chess Association ICCA und das Heinz
Nixdorf Museumsforum . Auktionsbetrüger soll über 100 Käufer geprellt haben
Monatelang konnte bei eBay ein Auktionsbetrüger nach Angaben der Kripo
unbehelligt Geschäfte machen . Mehr als 100 Geschädigte haben sich inzwischen
bei der Kriminalpolizei in Kassel gemeldet und Strafanzeige gestellt , teilte
Polizeisprecher Ulrich Walther mit . Seit April hatte Wolfgang P. nach Angaben
der Polizei hunderte Drucker , Motherboards und andere IT-Geräte auf der
Internetauktion versteigert und dann Vorkasse für die Geräte verlangt . In über
100 Fällen sei die Ware allerdings nie bei den Käufern angekommen . Zunächst
habe P. vorgegeben , seine Logistik sei aufgrund eines Festplattendefekts
zusammengebrochen . Danach habe er eingeräumt , die versteigerte Ware nicht
liefern zu können . Per Rundschreiben verständigten sich die Geschädigten und
erstatteten Anzeige bei der Kriminalpolizei . Diese hat inzwischen den PC des
Anbieters sichergestellt . Gewöhnlich wird jedes Geschäft auf der
Auktionsplattform mit einer Teilnehmerbewertung abgeschlossen . Obwohl P.
bereits mehrfach nicht geliefert hatte , konnte etwa Marc T. jedoch noch Ende
August ein Motherboard für 365 Mark von ihm ersteigern . Auch hier verlangte P.
wieder Vorkasse , ohne die Ware anschließend zu liefern . Auf Nachfrage von c't
, warum P. trotz der Teilnehmerbewertung weiter versteigern konnte , räumte
eBay-Sprecher Joachim Guentert ein , dass es dem fraglichen Anbieter gelungen
sei , unter mehr als 20 wechselnden Identitäten aufzutreten . Bereits im
Frühjahr habe man P. ein " virtuelles Hausverbot " erteilt . Danach habe er sich
jedoch wiederum unter einer anderen E-Mail-Adresse angemeldet . Im Juni hat eBay
aufgrund solcher Begebenheiten seine Aufnahmebedingungen verschärft . " Jetzt
können nur noch Freemail-Kunden an Auktionen teilnehmen , die bei der Anmeldung
auch ihre Kreditkartennummer angeben " , sagte der eBay-Sprecher . Im Netz
ordern , in der Apotheke abholen Wer in einer Apotheke Arztrezepte vorbestellen
möchte , um sich beim Abholen das Warten zu ersparen , kann sich an den Kölner
Internetdienst mein-Gesundheitszentrum wenden . Neben der Vorbestellung von
Rezepten bietet die Site etwa 500 Gesundheitsartikel an , die per Mausklick
geordert und hinterher in der Apotheke abgeholt oder von dort ausgeliefert
werden können . Rund 500 Apotheken haben sich bislang auf dieser
E-Commerce-Plattform organisiert , teilte das Unternehmen Vitabase als Betreiber
der Homepage mit . Um in den E-Commerce-Dienst aufgenommen zu werden , zahlen
Apotheker einmalig 900 Mark . Der monatliche Beitrag darüber hinaus beträgt "
unter 200 Mark " , erklärte Grainne Fay von Vitabase . Der Internetdienst
erspare es den Apothekern , sich eine eigene Homepage zuzulegen , so Fay . Über
die Eingabe der Postleitzahl seines Wohnortes kann der User feststellen , ob
eine Apotheke in seinem Umkreis auf der Plattform vertreten ist . Bisher sind
die Angebote allerdings noch sehr dünn gestreut . Online-Shop zahlt
Verbindungsgebühren für Einkaufsbummel Ein traditionelles Bekleidungsgeschäft
käme nicht so schnell auf die Idee , Eintritt für den eigenen Laden zu nehmen .
Im Internet jedoch zahlt der Besucher von E-Commerce-Angeboten sehr wohl
Gebühren , wenn er sich in einem Shop umschaut - Telefonkosten und
Online-Gebühren . Diesen Widerspruch will der amerikanische Bekleidungsversender
Lands' End aufheben . Wer in Deutschland auf den Seiten von Lands' End surfen
will , kann sich eine Software herunterladen , mit der die Angebote des
Bekleidungsanbieters gebührenfrei ( ohne Telefon- und Online-Kosten ) angeschaut
werden können . Die vergleichsweise hohen Onlinekosten in Deutschland sind noch
immer ein Haupthindernis für die Entwicklung des Mediums , ergab kürzlich die
W3B-Studie " Electronic Commerce im WWW " . 86,6 Prozent der Befragten hielten
niedrigere Telefongebühren für einen " sehr wichtigen " Punkt , der im Hinblick
auf eine positive Entwicklung des Internet dringend geregelt werden müsste . "
Kunden sollten das Angebot ohne Druck studieren können " , meint auch Frank
Kriegl , Marketing Direktor von Lands' End . Service-Provider für das "
Freesurf-Angebot " ist das Neu-Isenburger Internet-Systemhaus Rate One . Die
Software ist für Windows-Nutzer standardisiert . Mac- und Linux/Unix-User können
die Verbindung manuell als DFÜ-Einwahl installieren . Wer über ein Netzwerk und
ISDN-Router kommt , hat allerdings das Nachsehen und zahlt weiter Gebühren .
Verlässt der User die Site von Land's End , erscheint ein Hinweis , dass nun
wieder gebührenpflichtige Inhalte abgerufen werden . Das Freesurf-Angebot im
Hintergrund laufen zu lassen , um damit die eigenen Anschlussgebühren zu sparen
, soll daher nicht ohne Weiteres möglich sein . Lands' End ist ein weltweit
tätiges Versandunternehmen mit dem Schwerpunkt auf amerikanischer
Freizeitbekleidung . Datenschutz durch Videokontrolle und Genomanalyse gefährdet
Der niedersächsische Landesbeauftragte für den Datenschutz , Burckhard Nedden ,
hat heute seinen Tätigkeitsbericht für die Jahre 1999/2000 vorgestellt . Nedden
rechnet für das kommende Jahr auf Landes- und Bundesebene mit einer Novellierung
des Datenschutzrechts . Da die Videotechnik immer kleinere Geräte produziere ,
kommt es nach Ansicht des Datenschutzbeauftragten immer häufiger dazu , dass
Menschen ohne ihr Wissen in überwachte Bereiche gelangen . Solche Kontrollen
stellen einen Verstoß gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung dar ,
warnt Nedden . Auch die Entwicklung der Genetik birgt Gefahren für das Recht auf
informationelle Selbstbestimmung . Die Genomanalyse dringe in einem bisher nicht
gekannten Ausmaß in den Kernbereich der Persönlichkeit ein . Nedden kritisierte
zudem , dass der Wunsch der Bürger , zeitaufwändige Behördengänge durch "
Electronic Government " zu verkürzen , zu schleppend verwirklicht werde . Der
niedersächsichen Landeshauptstadt Hannover bot er an , die den Datenschutz
betreffenden Lösungen daraufhin zu untersuchen , ob diese dem Bürger
verlässliche Datensicherheit anbieten . Die Polizei forderte Nedden auf , einmal
erhobene Daten nach einer bestimmten Frist wieder zu löschen . Wenn der
Zusammenhang der Erhebung keine Aussagekraft mehr habe , sollten persönliche
Daten vernichtet werden . An die politischen Entscheidungsträger in
Niedersachsen richtete Nedden schließlich den Appell , die Diskussion über die
Schaffung eines Akteneinsichts- und Informationszugangsgesetzes rasch und
unvoreingenommen zu führen . Der Bürger müsse in seinem Willen zu mehr
Beteiligung ermutigt und nicht behindert werden . Nedden ist gemeinsam mit
anderen Datenschützern im " virtuellen Datenschutzbüro " organisiert . Unter
www.datenschutz.de pflegt diese Organisation eine Plattform für Fragen des
Datenschutzes . Ermittlungen im Fall DoubleClick eingestellt Die amerikanische
Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission ( FTC ) hat bei ihren Ermittlungen
gegen die Datenschutzpraktiken des Online-Werbevermarkters DoubleClick keinen
Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen feststellen können . Am Montag stellte
die Kommission ihre Ermittlungen im Fall DoubleClick ein . Aufgenommen hatte die
FTC die Untersuchung im Februar 2000 . Auslöser des Verfahrens war eine
Ankündigung der weltweit größten Online-Marketingagentur DoubleClick , eine
Datenbank aufzubauen , in der nutzungs- und personenbezogene Daten von
Konsumenten zusammengeführt würden . Für dieses Vorhaben wollte DoubleClick mit
der Marktforschungsfirma Abacus fusionieren . DoubleClicks Ziel war es , all
diese Informationen in der neuen Datenbank zusammenzuführen . DoubleClick
missbrauche das Internet als große Datensammelmaschine , warnte etwa Jason
Catlett von der privaten Datenschutzorganisation Junkbusters . Obwohl die
Marketing-Firma damals rasch von den Fusionsplänen abrückte , sensibiliserte der
Fall US-Surfer für das Thema Datensicherheit im Netz . Nach Auffassung der FTC
hat DoubleClick nicht gegen die Datenschutzrichtlinien verstoßen . Trotz des
Votums der FTC sei keineswegs alles geklärt , warnt unterdessen Catlett . Fast
eineinhalb Jahre nach der geplanten Fusion mit Abacus kann DoubleClick jetzt mit
dem Aufbau einer Datenbank beginnen , in die das umfassende Datenreservoir von
Abacus einfließt . So kommen die von DoubleClick zusammengetragenen
Informationen über Surfer nun doch noch mit den Offline-Daten von Abacus
zusammen . Anders als ursprünglich vorgesehen , bleiben die kombinierten Profile
allerdings anonym . Nach Bekanntwerden der Entscheidung der FTC kündigte
DoubleClick sogleich einige neue Trigger-Angebote an : Dazu gehört die so
genannte " Predictive Mail " , eine Kombination aus E-Mail und Direktvermarktung
. Die Kartellbehörde FTC betont , dass DoubleClick seine Datenschutzpolitik
fortan in den Geschäftsbedingungen offen legen werde . Nach dem
"opt-out"-Verfahren könne der Kunde auf Wunsch sein Cookie anonymisieren und
selbst über die weitere Verwendung seiner Daten entscheiden . In Deutschland
wäre das Vorgehen von DoubleClick gesetzeswidrig . Laut
Teledienstedatenschutzgesetz ( TDDSG ) dürfen nutzungs- und personenbezogene
Daten hierzulande nicht zusammengeführt werden . Will ein Anbieter trotzdem
Daten erheben , benötigt er dazu die ausdrückliche Einwilligung des Konsumenten
. Deutschland Europameister im E-Commerce 51 Prozent der Deutschen mit
Internet-Anschluss haben im Dezember 2000 mindestens ein E-Commerce-Angebot
genutzt , teilte das US-Marktforschungsinstitut Nielsen eRatings.com mit . Im
Vergleich zum November konnten die Einkaufs-Websites im Dezember einen
Besucherzuwachs von 35 Prozent verzeichnen . In Deutschland brachte der
weihnachtliche E-Commerce die größten Zuwachsraten . An zweiter Stelle bei der
Nutzung von E-Commerce-Angeboten lagen die Franzosen . Im Vormonat waren es 4,79
Millionen . Durchschnittlich surfte jeder Deutsche mit Netzanschluss im Dezember
17-mal im Internet . Die Nutzungsdauer dabei betrug insgesamt rund acht Stunden
und 15 Minuten , etwa zehn Minuten mehr als im November . shopping24.de ,
mytoys.de und eBay konnten am meisten vom weihnachtlichen
Online-Schaufensterbummel profitierten . Teilweise stiegen die Besucherzahlen
dieser Sites um 30 Prozent an . Eine spezielle Software misst dabei die
Bewegungen der Surfer in den Privathaushalten im Internet . Zugriffe über
Rechner am Arbeitsplatz werden dadurch allerdings nicht erfasst . An der
Untersuchung im Monat Dezember beteiligten sich den Angaben von Nielsen zufolge
5.392 Nutzer . Probleme mit Auktionsverlängerung nach eBay-Systemausfall Anders
als zunächst angekündigt hat das Internet-Auktionshaus eBay.de nun doch nicht
alle Auktionen kostenlos verlängert , die am gestrigen Dienstag von einem
Systemausfall in der Zeit von 11.40 bis 16.45 Uhr betroffen waren . Um 24
Stunden verlängert wurden nur solche Versteigerungsvorgänge , die zwischen 11:40
und 15 Uhr ausgelaufen wären , teilte eBay-Sprecher Joachim Guentert mit .
Aufgrund eines noch bestehenden Problems mit der Datenbank sei das
Versteigerungsunternehmen aber nicht in der Lage gewesen , Auktionen zu
verlängern , die zwischen 15 und 16:45 Uhr zu Ende gegangen wären . Als
Entschädigung bot eBay den betroffenen Kunden nun die Rückerstattung von
Gebühren an : Zurückgezahlt werden dabei die Angebotsgebühren sowie die Kosten
für besondere Einstelloptionen und Hervorhebungen . Sollte es in der fraglichen
Zeit bei einzelnen Versteigerungen trotz der Störungen zum Verkauf gekommen sein
, müssen die Verkäufer für diese Transaktionen keine Provision an eBay zahlen ,
erklärte Guentert . eBay-Regionalangebot in Hannover Das Web-Auktionshaus eBay
hat anlässlich der Cebit 2000 sein Angebot an regionalen Auktionen um einen
Marktplatz in Hannover erweitert . Mit dem neuen Stützpunkt in Norddeutschland
gibt es derzeit sieben deutsche eBay-Umschlagplätze , darunter Köln , Hamburg ,
München und das Ruhrgebiet . Die regionale Ausrichtung der Auktionsplattform
soll den Transport von sperrigen oder zerbrechlichen Gütern erleichtern . Zudem
wollen die Auktionsbetreiber auf diese Weise Produkte vermittelbar machen , die
der Kunde vor dem Kauf lieber persönlich in Augenschein nehmen möchte . Auch
eBays Wettbewerber setzen auf die Lokalisierung des Angebots , so etwa das
Regensburger Auktionshaus Offerto . Webauktionen : Ricardo buhlt um
eHammer-Kunden Die Hamburger Internet-Auktion Ricardo.de bemüht sich um die
Kunden der auslaufenden Auktionsplattform eHammer.de . Wenn eHammer am Montag ,
26. Februar , den Betrieb einstellt , sollen möglichst viele Kunden zu Ricardo
wechseln . Die Homepage von eHammer ist daher ab heute mit der von Ricardo
verlinkt . Bei der Verlinkung der Plattformen handele es sich um eine " bloße
Empfehlung " und nicht um eine Übernahme , betonte Matthias Schmidt-Pfitzner vom
Vorstand der Ricardo.de gegenüber heise online . Um welchen Betrag es sich dabei
handelte , wollte Schmidt-Pfitzner allerdings nicht mitteilen . Ein Zustrom
neuer Auktionskunden , bei denen es sich vor allem um private Ver- und
Ersteigerer handelt , würde Ricardo auch deshalb gut passen , weil die Hamburger
Auktionatoren nicht länger selbst als Verkäufer auftreten wollen . Ebenso wie
eBay will auch Ricardo nur noch die Plattform für Geschäfte zur Verfügung
stellen . Das Auktionsangebot werde zu diesem Zweck komplett neu gegliedert und
die Site neu gestaltet , kündigte Schmidt-Pfitzner an . Heikler Punkt der
Kooperation könnten die Auktionsgebühren sein : Anders als bei eHammer müssen
die Teilnehmer bei Ricardo Gebühren zahlen . Hier könnte sich bemerkbar machen ,
dass eHammer seine Kunden vor allem unter abtrünnigen eBay-Mitgliedern
rekrutierte , die keine Auktionsgebühren zahlen wollten . Nach Ansicht von
Schmidt-Pfitzner wird es jedoch in Zukunft keinen florierenden Auktionsplatz im
Netz geben , der ohne Gebühren auskommt . Bundeswahlleiter : Online-Wahlen noch
zu unsicher " Wahlen sind eine Massenveranstaltung , da kommt es bei den
High-Tech-Geräten auf die Bürgerakzeptanz an und nicht auf das Prestige " ,
warnte Hahlen . Solange das Problem der geheimen Wahl nicht gelöst sei , werde
es die Online-Wahl auf Bundesebene nicht geben , erklärte der Bundeswahlleiter .
Ungelöst sei derzeit noch das Problem , wie der Wähler sich im Internet
einerseits eindeutig identifizieren , andererseits aber geheim bleiben könne .
Unklar sei zudem , wie die via Internet abgegebenen Voten aufgehoben , zugleich
aber vor Missbrauch und Manipulation geschützt werden könnten . Die für eine
Online-Wahl erforderlichen Gerätekomponenten seien derzeit wegen ihrer
Kompliziertheit noch nicht allgemein akzeptiert : " Die auf der CeBIT
versammelte High-Tech-Mannschaft muss noch hart arbeiten , bis die Wahlsysteme
von den Bürgern angenommen werden " , sagte Hahlen . Auch der Potsdamer
Verwaltungswissenschaftler Werner Jann sprach sich für einen kritischen Umgang
mit dem Thema Online-Wahl aus : Insgesamt müsse bei der Diskussion um
Online-Wahlen mehr auf die nicht intendierte Wirkung von neuer Technik geachtet
werden . Für viele Menschen sei das , was die IT-Industrie an Wahltools
präsentiere , derzeit noch unverständlich und nicht nachvollziehbar .
Unterdessen sprach sich Brigitte Zypries , Staatssekretärin im Bundesministerium
des Innern , erneut für die baldige praktische Anwendung der Online-Wahl aus .
An Universitäten und auf Personalratsebene habe es bereits erste erfolgreiche
Online-Wahlen gegeben . " Die Erkenntnisse dieser Versuche werden jetzt in
weiteren Versuchen erprobt " , kündigte Zypries an . Auch der Wahlleiter des
Landes Brandenburg , Arend Steenken , forderte eine rasche praktische Einführung
von Online-Wahlen . Angesichts der Tatsache , dass heute in deutschen
Millionenstädten schon 15 bis 20 Prozent der Voten per Briefwahl abgegeben
würden , gebe es ein große Nachfrage nach mobilen Wahlformen , sagte er . Apple
I unter dem Hammer Im Auktionshaus La Salle Gallery in San Francisco soll am 29
Juni einer der ersten Apple-Rechner versteigert werden . Der von Steve Wozniak
und Steve Jobs zusammengeschraubte " Apple I " stammt aus dem Jahr 1976 .
Insgesamt gibt es nur 200 Rechner dieses Typs . " Apple I wird als Meilenstein
der PC-Geschichte betrachtet " , versichert Auktionator Risley Sams , der den
Mindestpreis für das Sammlerstück bei 40000 Dollar angesetzt hat . Steve Jobs
selbst will den Rechner nicht zurückkaufen . Dazu habe er es zu schwer gehabt ,
ihn loszuwerden , ließ er gegenüber dem Auktionshaus verlauten . Gebote werden
am 29. Juni ab 11 Uhr Ortszeit entgegengenommen . Im Online-Auktionshaus Ebay
werden derzeit die angeblichen Markenrechte für den Begriff " Y2K " versteigert
, der im englischen Sprachraum allgemein als Kurzform für das " Jahr 2000 "
verwendet wird . Anbieter ist ein Computerhändler aus Rehlingen , der sich die
Y2K-Patente beim Deutschen Patentamt in München unter den Nummern 39843267 und
39801394 habe sichern lassen , erklärte Karel Dörner von Ebay . Das Auktionshaus
habe als Echtheitsnachweis eine Kopie der Rechte-Bescheinigung erhalten , hieß
es weiter . Zur Stunde hat das Patentamt die Rechtevergabe noch nicht bestätigt
. Die Marken-Eintragung gilt nach Angaben von Ebay unter anderem für Parfüm ,
Kosmetika , Edelmetalle , Schmuck , Bekleidung , Computersoftware , Spielzeug ,
Turngeräte , Getränke , Gesundheits- und Schönheitspflege . Bei Dienstleistungen
und Beherbergungen greife sie ebenso wie bei Rechtsberatungen und in der
Forschung . Wenn diese Angaben zutreffen , gibt es kaum eine Branche , in der
der Begriff " Y2K " noch frei verwendet werden darf . Versicherungen im Internet
: " Herrn Kaisers Albtraum " Die Zukunft der Versicherung liegt in der
mehrgleisigen Kundenbetreuung , hat das Kölner Marktforschungsinstitut
psychonomics in Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleister Ploenzke in einer Studie
zum Umgang mit Versicherungen im Internet ermittelt . Während für den konkreten
Vertragsabschluss der persönliche Kontakt zum Vertreter oder in der
Geschäftstelle unverzichtbar bleibt , wünschen sich die Kunden immer häufiger
Kundenbetreuung über Telefon und E-Mail . Die Untersuchung verknüpft die
Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter rund 1.800 Versicherungskunden
in Deutschland mit einer Online-Befragung unter rund 500
Versicherungsinteressenten . 32 Prozent der Befragten nannten als
Haupthinderungsgründe , Versicherungen online abzuschließen , fehlende
persönliche Beratung . 30 Prozent der Interviewten würden prinzipiell keine
Versicherung übers Netz abschließen . 28 Prozent gaben an , die Policen
weiterhin beim Vertreter unterschreiben zu wollen . Die Unsicherheit der
Datenübertragung war für 23 Prozent ein Argument gegen einen
Versicherungsabschluss online . Bei kleineren und stark standardisierten
Verträgen wie etwa Reisegepäck- , KFZ- , oder Haftpflicht-Versicherungen sollen
sich sogar 60 Prozent der Netznutzer einen Online-Abschluss vorstellen können .
Die Verlagerung von Versicherungsabschlüssen ins Netz muss nicht unbedingt die
ganze Branche durcheinander wirbeln : 63 Prozent der Befragten erhoffen sich von
einem Versicherungsabschluss im Netz einen Preisvorteil . Knapp die Hälfte der
Befragten führte die Möglichkeit , via Mausklick vom Vertrag zurückzutreten ,
als Argument für einen Online-Versicherungsabschluss an . Eine Untersuchung des
Meinungsforschungsinstituts forit ergab zudem , dass Internetnutzer vor allem
auf Vergleichsdienste und Versicherungssuchmaschinen setzen . Trotz der raschen
Preis-Leistungsvergleiche werden sich aber auch im Netz mittelfristig die
klassischen Versicherer behaupten , so die Prognose von forit . Voraussetzung
dafür sei allerdings , dass die Unternehmen rechtzeitig eine IT-Strategie
verfolgten . Beiseite gedrängt werden durch die Vergleichsmöglichkeiten im Netz
vor allem zweitklassige Anbieter , heißt es in der Studie . Google verknüpft
Werbung mit Websuche " AdWords " , hinzugefügte Wörter , so nennt der
Suchmaschinenbetreiber Google seine neue Strategie , Werbung online und in
Echtzeit zu verkaufen . Werbeeinblendungen , die Suchbegriffen als gesponserte
Links zugeordnet werden sollen , können nun online gebucht und per Kreditkarte
gezahlt werden . Wer einen sogenannten " sponsored Link " einrichten möchte ,
gibt auf der Google-Seite AdWords eine Überschrift , zwei Zeilen Text , die URL
seiner Homepage und den direkten Link ein , der neben dem Suchergebnis
eingeblendet werden soll . Überdies muss der Werbekunde auch die Suchbegriffe
definieren , bei denen seine Werbung erscheinen soll . Als zusätzliches Feature
hat der Kunde die Möglichkeit , Negativwörter zu definieren , bei denen seine
Werbung keinesfalls angezeigt werden soll . Je nach Plazierung kostet die
Suchmaschinenwerbung zwischen 10 und 15 Dollar pro Tausend Ausgaben . E-Commerce
interessiert Frauen weniger als Männer Anders als es das Klischee der permanent
shoppenden Frau nahe legen würde , verhalten sich die Frauen beim E-Commerce
deutlich zurückhaltender als die Männer . Das ergab eine Internetumfrage des
Hamburger Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß . Für die Erhebung befragte
das Institut in einem Zeitraum von rund einem Monat 69.655 Internet-Nutzer ,
rund 20.000 davon waren Frauen . Während von den Männern 26,4 Prozent der
Befragten angaben , schon einmal online eingekauft zu haben , hatten von den
Frauen nur 18,6 Prozent Erfahrungen mit dem Einkauf im Web . Die weiblichen
Kunden seien skeptischer , was die Sicherheit der Daten und den Zahlungsverkehr
im Internet angehe , ermittelten die Marktforscher . 70,7 Prozent der befragten
Frauen halten die unsichere Übertragung von Kreditkartennummern für das größte
Sicherheitsproblem beim Online-Einkauf . Von den Männern teilen diese Meinung
66,8 Prozent . Im Vordergrund beim Internet-Shopping steht für die Frauen vor
allem die Unabhängigkeit von den Ladenöffnungszeiten . Als weitere Verlockungen
des E-Commerce wurden die mögliche Zeitersparnis sowie die Voraussetzungen für
ein Einkaufen ohne Warteschlangen und Parkplatzsuche genannt . Männer dagegen
interessieren sich beim Internetshopping vor allem für Preisvergleiche und
Produktinformationen . Generell zeigten sich die befragten Frauen oft an
Produkten interessiert , die bislang wenig im Internet angeboten wurden . So
möchten Käuferinnen im Vergleich zu Käufern doppelt so häufig Modeartikel und
Kleidung bestellen . Ähnliches gelte für Kosmetik , Wäsche und Schmuck , so das
Ergebnis . Männer kaufen demgegenüber bevorzugt Computerzubehör und
Unterhaltungselektronik ein . Erstmals beträgt der Anteil der Frauen unter den
Internet-Nutzern in Deutschland über 30 Prozent , ergab die Untersuchung zudem .
Der Anteil der Frauen unter den Nutzern im Herbst 2000 lag bei 31,1 Prozent . Im
Vorjahreszeitraum waren es 22,5 Prozent . Gründerwettbewerb Multimedia 1999
eröffnet Zum dritten Mal prämiert das Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie die besten Multimedia-Geschäftsideen des Jahres . Im Frühjahr sollen
dann die besten hundert Geschäftsideen ausgezeichnet werden . Die ersten 20
Preisträger erhalten je 20.000 Mark , weitere 80 Business-Pläne sollen mit je
10.000 Mark prämiert werden . Deutschland hinke , was die Neuen Medien angeht ,
immer noch hinterher , betonte Siegmar Mosdorf , Parlamentarischer
Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft- und Technologie , der in Bonn
den Wettbewerb eröffnete . So habe sich der Abstand zur USA bei der Zahl der
Internet-Anschlüsse im letzten Jahr noch vergrößert . Während in Deutschland
neun von 100 Einwohnern Internet-Zugänge haben , sind es in den USA 27 .
Deutschland müsse sich angesichts dieser Zahlen anstrengen , sagte Mosdorf .
Internetauktion geht vom Netz Ende August wird das US-amerikanische
Internetauktionshaus Auctions.com seine virtuellen Tore schließen . Da die
Web-Versteigerung einem Medienverbund gehörte , verfügte sie über
außergewöhnlich gute Werbebedingungen . Insgesamt konnten Kunden über 39
verschiedene Online-Auftritte von Zeitungen auf die Handels-Plattform gelangen .
Die Firmenaufgabe überrascht auch vor dem Hintergrund , dass Marktforschungen
Internetauktionen als zukunftsträchtige E-Commerce-Formen einschätzen . David
Israel von Classified Ventures erklärte zur Begründung für den Geschäftsschluss
, das Auktonsgeschäft sei zu unspezifisch und daher uneffektiver als andere
Firmenzweige . Daher wolle sich die Finanzierungsgesellschaft verstärkt um
erfolgreichere WWW-Filialen kümmern . Das sollen der Autoverkauf Cars.com und
die Wohnungs- und Immobilienvermittlung HomeScape.com sein . Nach Angaben von
Classified-Ventures-Sprecherin Bess Gallanis muss Auctions.com vom Netz gehen ,
weil das Unternehmen mit dem Marktführer eBay nicht mithalten kann . Auch mit
dem Angebot von eBay könne man nicht konkurrieren , erklärte die Sprecherin . So
habe Auctions.com rund 219 Angebote unter der Rubrik " Bücher und Manuskripte "
, eBay hingegen habe allein für die Rubrik Bücher 261.335 Auktionen anbieten
können . Auctions.com ist nicht das einzige Dot.com-Unternehmen , das vom Netz
geht . Erst vor kurzem haben die Geschäftsaufgaben von Toysmart and Boo.com für
Schlagzeilen gesorgt . Die Erfahrung des letzten Jahres habe gezeigt , dass die
Online-Vermittlung von Autos keine Aussicht auf profitable Geschäfte bietet , so
die Begründung . Streit um bayerischen virtuellen Marktplatz Im Streit um einen
in Bayern geplanten virtuellen Marktplatz hat die bayerische Landtags-SPD jetzt
das Bundeskartellamt eingeschaltet . Bei dem Vorhaben der CSU-Staatsregierung
entstehe eine Art Quasi-Monopol , das den freien Wettbewerb verletze , erklärte
der SPD-Wirtschaftssprecher Heinz Kaiser dem Präsidenten des Bundeskartellamtes
. Auch die Grünen forderten die Landeskartellbehörde und das Innenministerium
auf , die fraglichen E-Commerce-Pläne kritisch unter die Lupe nehmen . Der
virtuelle Marktplatz steht im Zusammenhang mit einer " High-Tech-Offensive " ,
die laut Staatskanzlei das Ziel verfolgt , sämtliche Angelegenheiten des
täglichen Lebens per Internet erreichbar zu machen . Als Betreiber der Site ist
ein Konsortium der Firmen Siemens und SAP vorgesehen . Wettbewerbsrechtlich
problematisch sei , dass das Konsortium die Bedingungen für den Marktzugang ,
die Nutzungs-Standards und sogar die Preise auf dem virtuellen Marktplatz frei
festlegen könne , kritisierte Kaiser . Der Grünen-Abgeordnete Martin Runge
erklärte unterdessen , Siemens und SAP würden bei dem Konzept einseitig
bevorzugt : " Während die beiden Großunternehmen quasi eine Lizenz zum
Gelddrucken erhalten , müssen die regionalen Betreiber mit hohen Einstiegskosten
und unsicheren Ertragsaussichten kämpfen . " Nach Angaben der SPD sollen
regionale Anbieter auf dem virtuellen Marktplatz " Lizenzabgaben " von bis zu
1,50 Mark pro Einwohner ihres Gebietes zahlen und zusätzlich einen Teil der
erzielten Einnahmen an das Konsortium abführen . Die Staatskanzlei wies die
Vorwürfe zurück . Das Konsortium aus Siemens und SAP habe sich in einer
europaweiten Ausschreibung gegen mehr als zehn weitere Bewerber durchgesetzt .
Von einem wettbewerbswidrigen Eingriff in das Marktgeschehen könne keine Rede
sein , hieß es in der Mitteilung . Y2K-Markenrechte : Wirksamkeit fraglich Unter
den Nummern 39843267 und 39801394 sind die drei Zeichen Y2K und die
ausgeschriebene Auflösung year two kilo beim Patentamt in München eingetragen -
und zwar als Wort-Bildmarke " Y2K - YEAR TWO KILO " , dies bestätigte Walter
Guth , Leiter der Abteilung Markenschutz beim Deutschen Patentamt in München .
Bereits im Januar 1998 hat sich Andreas Hauerwaas die Wort-Bild-Rechte auf die
Jahr-2000-Bezeichnung gesichert . Unklar ist zur Zeit noch , welche
Verbietungsrechte sich aus dem Markenschutz ableiten lassen . Nach Angaben des
Deutschen Patentamtes ist nicht der Begriff Y2K gesichert , sondern das mit "
Y2K - year two kilo " eingetragene Wort-Bild-Zeichen . " Das ist ähnlich wie bei
einem Logo " , erklärte Guth , " Markenschutz bezieht sich grundsätzlich auf die
Marke in ihrer eingetragenen Form " . Ein Markenname ist überdies nur dann
lizensiert , wenn die Zeichenfolge in nicht beschreibenden Zusammenhängen
verwendet wird . " Rechte aus Marken gelten nur für ähnliche oder gleiche
Zeichen , die für ähnliche oder gleiche Waren und Dienstleistungen verwendet
werden " , erläuterte Guth und verwies auf § 23 des Marken Gesetzes , in dem
festgelegt ist , dass sich Verbietungsrechte aus der Marke nicht auf eine
Verwendung des Namens eines Dritten und auch nicht auf die Verwendung eines mit
der Marke identischen oder verwechselbaren Wortes als beschreibende Angabe oder
als Name erstrecken . " Die Verwendung des mit der Marke identischen oder
verwechselbaren Wortes oder Bildes ist nicht per se verboten " , erklärte Guth .
" Erst wenn die Verwendung gegen die guten Sitten verstößt , wird es kritisch .
" Unklar ist zudem , ob die Markenrechte überhaupt auf Dauer geschützt bleiben .
Bei der Eintragung werden zwar mögliche Schutzhindernisse der Markenanmeldung
überprüft , davon unberührt sind aber bereits bestehende Urheber- oder
Verwendungsrechte . Die Bieter bei Ebay sind derzeit noch zurückhaltend :
Bislang hat noch niemand ein Angebot abgegeben . Die Veranstalter der
Online-Auktion sind aber zuversichtlich . Eigentlich wollte das Auktionshaus
erst in einigen Wochen Gebühren für seine Dienste erheben , für die
Y2K-Versteigerung verlangen die Auktionatoren aber schon jetzt eine
Vermittlungsprovision . Bertelsmann empfiehlt Filter für behütetes Surfen an
Schulen Die Bertelsmann-Stiftung stellt im Rahmen des Deutsch-Amerikanischen
Dialogs in Gütersloh einen Katalog mit Empfehlungen für den verantwortlichen
Umgang mit dem Internet an deutschen Schulen vor . Nur 11 Prozent der deutschen
und 7 Prozent der amerikanischen Lehrer halten eine missbräuchliche
Internetnutzung an ihren Schulen für ein großes Problem , hat eine von
Bertelsmann in Auftrag gegebene Studie des Instituts für Demoskopie in
Allensbach ergeben . " Aber sobald das Internet schneller und weiter verbreitet
ist als heute , werden sich die Lehrer zunehmend unsicher fühlen " , prophezeit
Marcel Machill , Projektleiter Medienpolitik bei Bertelsmann . Um einem
möglichen Missbrauch des Internet entgegen zu treten , schlägt die
Bertelsmann-Stiftung eine " Kombination verschiedener Sicherheitsmaßnahmen " vor
: Es gelte , die Medienkompetenz bei Lehrern , Schülern und Eltern zu verbessern
. Gleichzeitig empfiehlt die Stiftung , Verhaltensrichtlinien für den Umgang mit
dem neuen Medium zu erstellen und Filtersysteme einzuführen . Der
Allensbach-Befragung zufolge nutzt in den USA jeder zweite Lehrer das Internet ,
während sich in Deutschland jeder sechste Pädagoge im Netz tummelt . 95 Prozent
der Schulen in den USA und 33 Prozent der deutschen Schulen sind ans Internet
angeschlossen . In der Regel sind Rechner mit Internetzugang für Schüler nicht
frei zugänglich : An 84 Prozent der deutschen und 70 Prozent der
US-amerikanischen Schulen wird der Zugang zu Computern mit Internetanschluss
überwacht . 36 Prozent der Lehrer in den USA und 18 Prozent der Lehrer hier zu
Lande geben zudem an , bestimmte Seiten zu sperren oder eine Filtersoftware zu
installieren . Acht von zehn amerikanischen Schülern müssen spezielle Regeln
unterzeichnen , bevor sie in der Schule Internetzugang erhalten . Damit
verpflichten sich die Kids , bestimmte Surfregeln einzuhalten und akzeptieren
die bei Regelverstößen vorgesehenen Sanktionen . Häufig ist für den Vertrag auch
die Unterschrift der Eltern erforderlich . In Norwegen und Großbritannien setzen
sich viele Pädagogen mit Eltern und Schülervertretern zusammen , um
Verhaltensrichtlinien für die sinnvolle Nutzung der neuen Medien im Unterricht
zusammenzustellen , berichteten Lehrer aus England und Norwegen auf dem Kongress
. Anders als ihre Kollegen in den USA , in Norwegen und in Großbritannien setzen
die deutschen Lehrer häufiger auf Spielregeln nach eigenem Ermessen . Die
Internetnutzung laufe auf Vertrauensbasis und über mündliche Instruktionen
berichten 17 Prozent der deutschen Lehrer . Während in den USA bei 43 Prozent
der befragten Schulen eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern
erforderlich ist , bevor ihre Kinder ins Netz dürfen , kennen hierzulande nur 5
Prozent der Schulen diese Praxis . 57 Prozent der befragten deutschen Lehrer
berichten sogar , dass die Eltern gar nicht gesondert vom Einsatz neuer Medien
im Unterricht informiert werden . Auch an deutschen Schulen sollten "
Verantwortungsrichtlinien entwickelt werden , die der spezifischen Schulkultur
gerecht werden " , forderte daher Ingrid Hamm von der Bertelsmann-Stiftung . "
Anders als in anderen Ländern werden in Deutschland die Eltern zu selten mit der
Nutzungsproblematik konfrontiert " , bemängelt auch Marcel Machill . Als
Ergänzung zu den Nutzungsverträgen mit Verhaltensrichtlinien für das Internet
rät die Bertelsmann-Stiftung den Pädagogen , Filtersysteme einzusetzen . Das von
der Bertelsmann-Stiftung mitverantwortete Filtermodell der Internet Content
Rating Association ( ICRA ) unterstütze die Beaufsichtigung der Schüler , indem
Internetseiten mit bestimmten Inhalten nicht geladen werden könnten . Vor allem
US-Pädagogen kritisieren an den Filtersystemen jedoch die Möglichkeit zur Zensur
und zur Manipulation von Informationen . In Deutschland meinen 13 Prozent der
Lehrer , dass Filter einen verantwortlichen Umgang mit dem Internet regelrecht
verhindern . Die deutschen Lehrer hingegen können sich nicht vorstellen , wie
ein solches System angesichts der Fülle des Angebots im Internet technisch zu
realisieren sein soll . Debitel und Elektronikhändler bauen auf mobiles Surfen
Das Telekommunikationsunternehmen debitel hat gemeinsam mit Elektromärkten wie
Saturn und dem Fachhandelsverbund EP:ElectronicPartner ein Joint Venture für
mobiles Internet gegründet . Nach der Versteigerung der UMTS-Lizenzen wolle man
nun den Markt für das mobile Internet vorbereiten und ein gemeinsames Portal für
den gesamten Bereich der mobilen Kommunikation bereitstellen , teilten die
Unternehmen auf einer Pressekonferenz in Berlin mit . Auch die ehemaligen
Alando/eBay-Deutschland-Gründer Marc Oliver und Alexander Samwer sind an der
Allianz mit dem Namen Jamba! beteiligt . " Wir wollen das Internet aufs Handy
bringen " , erklärte Alexander Samwer gegenüber c't . Innerhalb weniger Jahre
werde das Handy den PC beim Internetzugang ablösen , hoffen die am Joint Venture
beteiligten Unternehmen . Jedes Handy , das über die Vertriebskanäle der Partner
verkauft wird , soll für den Nutzer so eingestellt werden , dass Jamba! die
Startseite abgibt . Auf dem Portal erwarten den User dann 180 Wap-Dienste und
rund 400 SMS-Kanäle mit City-Angeboten und Börsendiensten . Auch ein
Bundesliga-Life-Ticker mit Tor-Benachrichtigung per SMS gehört dazu , erläuterte
Samwer . Noch krankt das mobile Internet allerdings an den zu geringen
Übertragungsraten . " Doch Ende 2001 wird ISDN-Geschwindigkeit Standard sein " ,
hofft Samwer und erklärt : " Wir gehen jetzt in das Busines rein und wachsen mit
. " Jamba! werde seine Dienste mit jeder neuen Generation der Mobilfunknetze
weiterentwickeln , von GSM über GPRS zu UMTS , betont auch debitel-Vorstandschef
Peter Wagner . Er nimmt an , dass Angebote wie WAP-Seiten und Techniken wie GPRS
im Jahre 2003 bereits mehr als ein Drittel des europäischen Mobilfunkmarktes
ausmachen werden . Derzeit beschäftigt die Jamba! AG 40 Mitarbeiter . Die
Verbundgruppe der Elektronik-Fachhändler ist mit zehn Prozent beteiligt ; die
übrigen Anteile liegen in den Händen der ehemaligen Auktionshausgründer .
Letsbuyit.com treibt frisches Geld auf Der angeschlagene niederländische
Internet-Händler Letsbuyit.com hat einen Aufschub des drohenden Konkurses
erwirken können . Wie das Unternehmen mitteilte , wurde der am Freitag letzter
Woche gestellte Antrag auf Eröffnung eines Anschlusskonkurses zurückgezogen .
Eine entsprechende Anhörung vor dem Landgericht Amsterdam wurde abgesagt . Dies
ist John Palmer und Rolf Hansen , den beiden erst im Dezember neu eingesetzen
Vorständen des Unternehmens , nun offenbar in letzter Minute gelungen . Auch Kim
Schmitz , unter anderem als Gründer und ehemaliger Chef der Sicherheitsfirma
dataprotect bekannt , ist mit seiner Venture Capital Firma Kimvestor unter den
Financiers . Die Kimvestor AG hatte laut einer Börsen-Pflichtmeldung
LetsBuyIt.com am gestrigen Mittwoch einen " Letter of Intent " zukommen lassen .
Darin brachte Kimvestor ihr Interesse zum Ausdruck , sich in größerem Umfang an
der zukünftigen Finanzierung von LetsBuyIt beteiligen zu wollen . Noch vor Ende
Februar sollen Gelder fließen . Beide Unternehmen einigten sich darauf , noch
bis Ende Januar einen entsprechenden Vertragsentwurf auszuarbeiten .
LetsBuyIt.com-Chef John Palmer sagte , angesichts der vorhandenen Unterstützung
durch Investoren sei das neue Management zuversichtlich , die Geschäfte wieder
aufnehmen zu können . Angesichts dieser Umsatzentwicklung gebe es auch für die
Zukunft Anlass , von einem Aufwärtstrend auszugehen , meinte Palmers . Weitere
Einzelheiten zu den Geldgebern waren bei LetsBuyIt.com nicht zu erfahren . Wer
den Internet-Händler telefonisch zu erreichen versucht , landet in einer nicht
endenden Warteschleife und wird mit automatischen Ansagen abgespeist . Das im
April 1999 von dem Schweden Johan Stael von Holstein gegründete
Sammelkauf-Unternehmen hatte Ende Dezember 2000 einen Antrag auf ein vorläufiges
Moratorium nach niederländischem Recht gestellt , weil es seinen
Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte . Hintergrund der
Finanzprobleme waren imense Werbeausgaben , die sich das Unternehmen leistete ,
um seinen Markennamen bekannt zu machen . Auch Deutschland-Chef Hansen kam von
Pro Sieben zu LetsBuyIt . Bis Mai 2000 waren in 14 europäischen Ländern
LetsBuyIt-Vertretungen eingerichtet . Nach dem Börsengang wollte die
Unternehmensführung in die USA , nach Asien und Lateinamerika expandieren . Auch
für Australien war bereits ein Geschäftsführer eingestellt . Seit Ende Dezember
steht das Unternehmen unter der Verwaltung einer Amsterdamer Kanzlei . Zu den
Gründen , warum das Unternehmen trotz der großen Bekanntheit des Namens nicht
auf die erhofften Umsätze kam , ist sicher auch der Umstand zu rechnen , dass
LetsBuyIt dem Kunden - anders als in der Werbung angekündigt - keineswegs die
billigsten Angebote für den Interneteinkauf macht . Viele Kunden halten auch die
langen Lieferfristen für unattraktiv . Für die These , dass das Geschäftsmodell
insgesamt nicht gut bei den Verbrauchern ankommt , spricht überdies , dass mit
den Web-Unternehmen Mercata und Mobshop auch andere Firmen mit dem
Verkaufsmodell Sammeleinkauf gescheitert sind . Höhere Gebühren für Auktionen
auf Amazon.com Verkäufer , die auf den Auktionen des Internetbuchhändlers Amazon
aktiv sind , müssen sich auf neue Bedingungen und Gebühren einstellen . Der in
der Stadt Seattle im US-Bundesstaat Washington ansässige Web-Händler Amazon
forderte seine Kunden auf , bei ihren Geschäften den fimeneigenen "
Payment-Service " zu nutzen . Amazons Bezahlsystem ähnelt " PayPal " bei
eBay.com . Auch Yahoo.com bietet mit seinen Kunden mit " PayDirect " ein
spezielles Bezahlverfahren an . Gegen eine Gebühr stellen diese Systeme ein
Verfahren bereit , um Kreditkarten online zu akzeptieren . Anders als bei Amazon
können die Kunden bei eBay und Yahoo die Zahlungsmodalität aber weiterhin frei
auswählen . Amazon kassiert für sein Zahlungssystem 25 Cent pro Vorgang . Um den
Payment-Service in Anspruch nehmen zu können , muss der Kunde dabei über ein
Bankkonto in den USA verfügen - eine Bedingung , die Kunden aus anderen Ländern
benachteiligt und die gar nicht zum weltumspannenden Handel im Web passen will .
Branchenbeobachter nehmen jedoch an , dass Amazon.com sich durch die Einführung
des Zahlsystems Vorteile bei den Banken erhofft . Auch weiterhin könnten alle
Kunden jedes beliebige Zahlungssystem anwenden , betont der Internet-Buchhändler
allerdings . Doch wer darauf bestehe , andere Systeme einzusetzen , müsse damit
rechnen , dass ihm bestimmte Vergünstigungen verloren gingen , ließ das
Unternehmen wissen . Insgesamt vervierfachte Amazon seit dem Sommer 2000 die
Anbietergebühren für die Versteigerungen und für die so genannten zShops .
Zusätzlich zu den Gebühren für das Zahlungssystem kassiert Amazon bei
erfolgreichen Verkäufen eine Provision . Diese ist abhängig vom Höchstpreis der
Auktion . Für Versteigerungen unter 25 US-Dollar muss der Kunde 5 Prozent
hinblättern . Zum Vergleich : Konkurrent eBay hat seine Provision soeben von 3
auf 4 Prozent hochgesetzt . Die US-Verbrauchersite AuctionWatch.com berichtet ,
viele Nutzer würden gegen die Kostensteigerung protestieren . " Früher dachte
Amazon noch , sie könnten eBay einholen , aber solche Maßnahmen machen klar ,
dass es ihnen auf das Auktionsgeschäft nicht mehr so ankommt " , kommentiert
Rosalinda Baldwin , Herausgeberin des Verbraucher-Newsletters " The Auction
Guild " . Amazon-Sprecherin Lizzie Allen erklärte hingegen , mit den Neuerungen
folge man den Wünschen der User . Auch die Internetauktionen Yahoo und der
deutsche Anbieter Ricardo führten Anfang des Monats Anbietergebühren ein . Wie
bei eBay und Amazon müssen die Verkäufer nun auch hier allein für das Einstellen
von Angeboten zahlen . Verbraucherschutz beklagt Datenmissbrauch im Internet Die
weltweite Verbraucherschutzorganisation Consumers International hat den
Missbrauch von Kundendaten auf Internetseiten beklagt . Wie die Londoner
Dachorganisation von weltweit 263 Verbraucherschutzorganisationen in einer
Untersuchung feststellte , beachten zwei Drittel von 750 getesteten Anbietern
den Datenschutz nicht in einem ausreichenden Maße . Zentrale Mängel seien , dass
zu viele überflüssige Personendaten für den jeweiligen Zweck erfragt würden .
Den Kunden werde dabei oft keine Wahl gelassen , ob sie mit weiteren Nachrichten
vom Anbieter versorgt werden wollen . Auch die Angaben über die Verbleib der
persönlichen Daten sind oft schwammig . Bei Formulierungen wie " nur für
geschäftliche Zwecke " bleibe unklar , ob die Daten an Dritte weitergegeben
würden . Die meisten Informationen werden auch länger als nötig und weit über
den eigentlichen Zweck ihrer Abfrage hinaus gespeichert . Auch auf
ausdrücklichen Wunsch müssen Kunden von Webangeboten oft wochenlang warten , bis
ihre Daten gelöscht werden . Nur zehn Prozent der Internetseiten für Kinder
weisen ihre minderjährigen Surfer darauf hin , dass die Eltern über die
abzugebenden Daten informiert werden sollen . Trotz strengerer Bestimmungen in
der Europäischen Union stammten die Seiten mit dem besten Schutz persönlicher
Daten aus den USA , ergab die Studie , die in voller Länge abrufbar ist . "
Consumers International " appellierte an Internet-Händler , die Missstände zu
beheben und Datenweitergabe wie die Speicherung der Informationen auf das
Nötigste zu reduzieren . Den Einkäufern im Internet empfahl die
Verbraucherschutzorganisation , sich für das Internetshopping und andere
Geschäftsvorgänge eine separate E-Mail-Adresse anzulegen und einen
Internetserver zu wählen , mit dem anonymes Surfen im Netz möglich ist . Zudem
sollten sich Internet-Kunden vor Bestellungen über ihre Rechte informieren .
Wohnen mit Hightech : Modellhaus zu besichtigen Wer im Urlaub das Atomium in
Brüssel bestaunen will und sich darüber hinaus für High-Tech-Anwendungen in Büro
und Wohnhaus interessiert , kann sich von heute an im Vilvoorde in der Nähe der
belgischen Hauptstadt umsehen . Dort steht das Multimedia-Modellhaus " Living
Tomorrow 2 " , ein Gemeinschaftsprojekt von 96 Unternehmen - darunter Microsoft
, Philips , Xerox , das Media Lab des MIT und Netzwerkspezialist 3Com . Dem
belgischen Wohnentwurf zufolge wird der Mensch der Zukunft seine Kinder per
Webcam beaufsichtigen und seinem Kitchen-Computer die Einkaufsliste diktieren .
Schon während der Bestellung informiert der Küchenrechner den User über das
Müllaufkommen , das mit dem gewünschten Produkt ins Haus kommt , und macht
Vorschläge , wie der zu erwartende Abfall optimal getrennt werden kann . Anders
als in vergleichbaren Zukunftsentwürfen spielt in Belgien der intelligente
Kühlschrank keine Rolle . Er habe sich aufgrund des aufwändigen Barcode-Systems
nicht bewährt , meint Projektgründer Peter Bongers gegenüber c't . Nicht nur der
Küchenrechner , sondern auch die allgegenwärtigen TV-Leinwände , die Alarmanlage
, die Klimaanlage , der Whirlpool und das künstliche Herdfeuer lassen sich per
Sprachbefehl in Gang setzen . Für den Fall , dass die Stimme versagt , befindet
sich in jedem Raum zusätzlich ein Touch-Screen-System zur Nachkontrolle . Im
Prototyp des " Office of the Future " präsentiert Xerox aufwändige
3-D-Bildbearbeitungs-Anwendungen , darunter einen " Virtual 3-D-Scanner-Desk " ,
auf dem physische Objekte per Drag&Drop zu virtuellen werden . Bei der
weltweiten Kommunikation per Fax sollen Kopierer mit integriertem
Übersetzungsprogramm weiterhelfen , während die Arbeitssuche in Zukunft mit
einem mulitmedialen Bewerbungsberater optimiert werden soll , den die
Zeitarbeitsfirma Randstad entwickelt hat . Ausgefeilte Videokonferenzschaltungen
und multimediale Archivsysteme runden die Vision vom Zukunftsbüro ab . Für die
Sicherheit sorgt ein biometrisches Gesichtserkennungsverfahren . Die Zahl 2
hinter dem Namen zeigt an , dass Living Tomorrow sich ständig in der Entwicklung
befindet , erklärte er . Alles , was sich in dieser Zeit als fragwürdig erwiesen
hat , muss bei der nächsten Version außen vor bleiben . Doch nicht nur die
technische Entwicklung mache alle fünf Jahre ein " neues Haus " notwendig . Auch
die Ansprüche der User seien schnelllebig . Amazon : Mehr Umsatz , mehr Kunden ,
mehr Verluste Gleichzeitig konnte der Online-Einzelhändler seine Umsätze von
Januar bis September 2000 massiv erhöhen und das internationale Geschäft stark
ausgebauen . Mit dem Umsatz stiegen auch die Verluste : Analysten hatten einen
Verlust von 33 Cents pro Aktie unter Herausrechnung einmaliger Belastungen
erwartet . Verantwortlich für das Umsatzplus ist vor allem der Verkauf von
Elektronikerzeugnissen in den USA . Amazon gilt als einer der wichtigsten
Gradmesser für den Erfolg der New Economy . Die Zahl der Auslandskunden stieg um
225 Prozent auf 3,9 Millionen an . Auslandschef Diego Piacentini bezifferte den
Anteil des internationalen Geschäfts am Amazon.com-Umsatz auf rund 23 Prozent .
Amazon verbuchte diese Einkünfte in früheren Geschäftsberichten als normale
Umsätze , musste die entsprechenden Zahlen allerdings nach unten korrigieren ,
als die Aktienkurse der Partner an der Börse einbrachen oder die entsprechenden
Firmen sogar pleite gingen . Amazon zeigt sich aber optimistisch , dass die SEC
keinen Anlass habe , gegen Amazon vorzugehen : Buchhaltungsexperten seien sich
immerhin bis heute nicht sicher , wie solche Geschäfte abzurechnen seien . Man
habe zu " konservativen Methoden " gegriffen und gehe davon aus , den richtigen
Weg beschritten zu haben . Anklage wegen gefälschter Markenartikel im Internet
Weil sie über das Internet gefälschte Markenartikel verkauft haben sollen ,
stehen in Columbia im US-Bundesstaat South Carolina ein Mann und eine Frau vor
Gericht . Sie sollen über die E-Commerce-Site Fakegifts.com Imitate von
Luxusartikeln wie Rolex-Uhren oder Montblanc-Füller vertrieben haben . Obwohl
der Vertrieb gefälschter Markenprodukte über das Internet schon eine lange
Tradition hat , gehen Rechtsexperten davon aus , dass dies der erste vor Gericht
verhandelte Fall ist . Sollte sich herausstellen , dass die beiden Angeklagten
zudem ein kriminelles Netzwerk organisert haben , könnte das Strafmaß sogar noch
höher liegen , hieß es in einem Bericht des Wall Street Journal . Das
Unternehmen wirbt mit dem Spruch : " Wir bieten Ihnen bei über 1.500 Replica den
garantiert niedrigsten Preis " . Auch die Fälschungen können aber zum Teil
durchaus mehrere hundert US-Dollar kosten . Umstritten ist , inwieweit auch die
E-Commerce-Plattform für den Handel verantwortlich gemacht werden kann . In
Kalifornien entschied kürzlich eine Richterin , dass die Internet-Auktion eBay
nicht haftbar ist , wenn bei den Versteigerungen gefälschte Sport-Memorabilia in
Umlauf kommen . eBay war von mehreren Kunden verklagt worden , die
Baseballkappen , Sammelkarten und Trikots mit gefälschten Unterschriften von
Sportstars ersteigert hatten . Rechtsanwalt James Kraus , der die getäuschten
Käufer vertritt , will gegen das Urteil beim nächst höheren Gericht Berufung
einlegen . Nach seiner Ansicht ist eBay verpflichtet , die Echtheit von
Erinnerungsstücken von Experten bezeugen zu lassen . Das Urteil der Richterin
verglich er mit einem Freibrief für Betrüger . Internet-Marktplatz LetsBuyIt
wieder eröffnet Nach zweimonatiger Zwangspause wegen Geldmangel hat der
Internet-Marktplatz LetsBuyIt.com am Montag seinen Versandhandel wieder
aufgenommen . In Deutschland , Großbritannien , Frankreich und Schweden können
sich damit erneut Kunden zu Einkaufsgemeinschaften zusammenfinden . Anders als
ursprünglich vorgesehen , will LetsBuyIt sich jetzt auf solche Warengruppen
beschränken , die stark nachgefragt sind im Internet . Dazu gehören Computer-
und Telekommunikationsbedarf , Haushaltsgeräte , Spiele und Sportartikel . John
Palmer , Vorstandsvorsitzender bei LetsBuyIt.com , kündigte an , dass in Zukunft
der Kundendienst im Vordergrund stehen soll . Auch die Rückstände bei der
Beantwortung von Kundenanfragen würden dabei aufgearbeitet , versicherte er .
Gebührenpflichtige Behördenvorgänge in den USA online Alsbald sollen Amerikaner
lästige Amtsgänge auch dann im Internet erledigen können , wenn dabei Gebühren
anfallen oder Geld ausgezahlt wird , kündigte die US-Regierung gestern in
Washington an . Pay.gov wird das regierungsamtliche Web-Portal heißen , und die
Adresse soll vermitteln , dass hier auch kostenpflichtige Behördendienste
stattfinden . Pässe zu beantragen soll ebenso zu den Angeboten von Pay.gov
gehören wie das Auszahlen staatlicher Fördergelder an Studenten , erklärte
US-Staatssekretär Stuart E. Eizenstat als Sprecher des Projekts in einer
Pressekonferenz . Bislang erscheint unter der Webadresse nur " Pay.gov Coming
soon " . Ab Oktober 2000 aber soll der Dienst starten . Darüber soll mit dem
neuen Dienst auch die Effektivität der Verwaltung gesteigert werden . So könnten
einige Amtszweige wie etwa der Verkauf von Camping-Lizenzen oder
Nationalpark-Karten möglicherweise sogar vollständig ins Netz verlagert werden .
Im großen Stil gespart werden kann jedoch erst dann , wenn auch Teile der
personalintensiven Steuerverwaltung ins Netz verlegt werden . Dies sei jedoch
schwierig , solange die Sicherheitsprobleme im Web nicht gelöst sind und
Hackerangriffe drohen , erklärte der Sprecher . Die 20 Entwickler der Site
stammen aus dem " Treasury's Financial Management Service " . Sie garantieren ,
dass der Dienst den derzeit bekannten Sicherheitsstandards voll und ganz
entspricht . Dennoch regt sich bereits erster Widerstand gegen die neue
Online-Behörde . " Neben dem Sicherheitsrisiko gibt es noch den
Big-Brother-Einwand " , meint ein Gegner des Projekts . Immerhin kann die
Regierung mit dem neuen Dienst Informationen bündeln und weiß damit mehr über
die Staatsbürger . Bundesregierung : Internet soll Diskussion neuer Gesetze
vereinfachen Die deutschen Bundesministerien wollen künftig stärker via Internet
kommunizieren . In der heute aktualisierten Version der " Gemeinsamen
Geschäftsordnung der Bundesministerien " ( GGO ) heißt es , dass besonders die
Beratung über Gesetzesentwürfe effektiver und übersichtlicher gestaltet werden
kann . Daher wollen Bund , Länder und Kommunen Gesetzesentwürfe künftig per
Internet verschicken und damit ihre Zusammenarbeit verbessern . Auch die Bürger
sollen sich per E-Mail zu den im Web veröffentlichten Gesetzesentwürfen äußern
dürfen . Insgesamt könnten damit Interessen und Wünsche der Länder und Kommunen
schneller ermittelt und in das geplante Gesetz eingearbeitet werden . Ebenso
sollen Kosten , die das Gesetz verursacht , im Internet künftig für Bund ,
Länder und Kommunen getrennt ausgewiesen werden , um so die Auswirkungen für die
unterschiedlichen Haushalte transparenter zu machen . " Verwaltungsabläufe sind
zukünftig schneller und einfacher , denn die Ministerien konzentrieren sich auf
Kernaufgaben und die Hierarchien werden flacher " , heißt es beim
Bundesinnenministerium hoffnungsfroh . eBay verlangt Provision , gibt Garantie
Als erste Online-Auktion räumt eBay seinen Kunden eine Geld-zurück-Garantie ein
. Geht es um teurere Artikel , empfehlen die Internet-Auktionatoren sichere
Zahlungs- und Versandformen wie Nachnahme . Die Geld-zurück-Garantie umfasst
alle Auktionen , die nach dem 1. September beginnen . Sie soll auch gelten ,
wenn der gelieferte Artikel wesentlich von der Beschreibung des Verkäufers
abweicht . Ebenfalls zum 1. September führt das Online-Auktionshaus
Vermittlungsprovisionen für seine Dienste ein : Sie betragen für Versteigerungen
unter 1000 Mark drei Prozent , darüber sinken sie auf 1,5 Prozent .
Spielehändler eToys gibt auf Dies teilte die in Los Angeles ansässige
Gesellschaft am Montagabend nach Börsenschluss mit . Nicht einmal zwei Jahre
sind seit der Gründung im Mai 1999 vergangen . In dieser Zeit aber avancierte
eToys neben Amazon.com zum bekanntesten amerikanischen Web-Einzelhändler .
Phasenweise waren die Aktien des Unternehmens mit 80 US-Dollar notiert . Gewinn
gemacht hat eToys allerdings nie . Die Trendwende sollte das Weihnachtsgeschäft
bringen , aber das fiel auch im letzten Jahr wieder schwach aus . Jetzt kündigte
die Gesellschaft an , am 8. März werde die eToys-Website geschlossen . Um die
Pleite abzuwenden , hatte eToys nach " strategischen Alternativen " gesucht . Es
gelang aber nicht , Investoren zu finden . Diese Summe übersteige die eigenen
Vermögenswerte sowie mögliche Einnahmen , die im Zuge einer strategischen
Transaktion entstehen könnten , ließ eToys zudem wissen . Zuvor war das
Unternehmen von der Nasdaq informiert worden , dass es nicht mehr die
Vermögenswertvoraussetzungen der Börse erfülle . eToys rechnet daher mit einer
baldigen Streichung der Börsennotierung . Schon jetzt sind offenbar die
Verantwortlichen für den Internetauftritt des Spielehändlers entlassen . Denn
hier ist immer noch von Niederlassungen in Los Angeles , San Francisco , im
US-Bundesstaat Virginia und in London die Rede . Auch in den USA sind schon
jetzt die meisten Filialen dicht und auch hier wurde bereits ein Großteil der
Mitarbeiter entlassen . Nicht nur eToys ist in existenziellen Schwierigkeiten ,
sondern sogar der US-Marktführer unter den Spielehändlern , Toys'r'Us , kann
online nicht selbstständig bestehen und wickelt den größten Teil seiner
Online-Geschäfte inzwischen über Amazon ab . Andere Mitbewerber wie Toytime.com
oder Disneys Toysmart wurden zuvor ebenfalls schon geschlossen . Deutscher
Internet-Preis für E-Commerce-Logistik Bundeswirtschaftsminister Werner Müller
und Telekom-Chef Ron Sommer vergaben heute auf der CeBIT den " Deutschen
Internet-Preis für den Mittelstand " . Dreimal 100.000 Mark hatte der
Wirtschaftsminister gemeinsam mit privaten Sponsoren für E- und
M-Commerce-Unternehmen mit " erfolgreichen und innovativen Logistikkonzepten "
ausgelobt . Die Preise gewannen der Computerversand Alternate.de und der
E-Logistik-Anbieter IVU.de , der sich vorwiegend mit Autovermietungen befasst .
Außerdem wurde der E-Commerce-Logistiker www.logeon.net ausgezeichnet .
Insgesamt hatten sich 125 Unternehmen an dem Wettbewerb beteiligt . Ausgewählt
wurden die Preisträger vom Projektträger Multimedia beim Deutschen Zentrum für
Luft- und Raumfahrt . Das Internet sei längst keine Modeerscheinung mehr ,
sondern Alltag , sagte Bundeswirtschaftsminister Müller in seiner Festansprache
. Die Technologieunternehmen hätten Wachstumsraten wie keine andere Branche .
Gleichzeitig würden die Mythen der New Economy zu Recht entzaubert . Trotz
Turbulenzen an den Börsen glaubt Müller jedoch nicht an einen Niedergang der
Internet-Wirtschaft . Mit dem Internet könne man Überproduktionen entgegenwirken
und sinnlose Lagerbestände abschaffen , führte er aus und betonte , dass es für
die Wirtschaft jetzt darauf ankomme , diese Kostenvorteile zu nutzen . In der
Branche Internet gehe die Nutzung durch Wirtschaft und Verbraucher jedenfalls
steil aufwärts , meinte Müller . Die Nutzung von Internet-Diensten habe im Jahr
2000 gegenüber dem Vorjahr um 59 Prozent zugenommen . Bei mobilen Anwendungen
sei Deutschland sogar an den USA vorbeigezogen . In den Feldern
Telekommunikation und Informationstechnik sei 2000 die Zahl der Erwerbstätigen
um vier Prozent auf rund 800.000 angestiegen . " Kein anderer Wirtschaftssektor
weist diese Wachstumsraten auf , und das Potenzial ist enorm " , betonte der
Bundeswirtschaftsminister . Telekom-Chef Ron Sommer forderte unterdessen : "
Internet-Lösungen machen erst dann Sinn , wenn am Ende auch etwas beim Kunden
ankommt . " Die Telekom gehört neben dem Bertelsmann-Konzern , der Net@G und
Energis.ision zu den Sponsoren des Preises . Lokalzeitungen gründen
Internet-Jobbörse 88 Lokalzeitungen wollen die Stellenanzeigen ihrer
Printausgaben bündeln und unter einer gemeinsamen Adresse im Internet verfügbar
machen . Gefüttert wird die Jobbörse Versum.de unter anderem von der Berliner
Morgenpost und dem Hamburger Abendblatt aus dem Springer Verlag . Auch
Regionalblätter aus den Verlagen Holtzbrinck , DuMont Schauberg sowie Madsack
beteiligen sich an dem Angebot . Bereitgestellt wird die Plattform durch die
Firma Internet Service Marketing in Düsseldorf . Den Angaben der Betreiber
zufolge sind derzeit über 60.000 Stellenangebote gelistet . Die Nutzung der
Angebote ist kostenlos . Finanziert werden soll die Jobbörse durch
Online-Werbung . eBay.de ohne Gebühren für Angebote Das Online-Auktionshaus eBay
berechnet heute bis Mitternacht keine Einstellgebühren . Damit kann Ware , die
zur Versteigerung angeboten werden soll , gratis auf der Plattform gelistet
werden . Die Gebührenbefreiung bezieht sich allerdings nicht auf besondere
Hervorhebungen des Angebots wie etwa Fettdruck oder die Auflistung einer Ware
unter den " Top-Angeboten " . In einer Mitteillung hieß es , mit den
Ausnahmekonditionen wolle sich das Unternehmen für die " Unterstützung bei der
Einführung des neuen eBay " erkenntlich zeigen . Die Umstellung der Webseite
nach Vorgaben der US-Mutterfirma hatte in den letzten Tagen zu erheblichen
Protesten unter den Auktionsteilnehmern geführt . Etliche User hatten erklärt ,
zur Konkurrenz abwandern zu wollen . E-Bay mit Gewinneinbußen Das
Online-Auktionshaus E-Bay musste im jüngsten Geschäftsquartal Gewinneinbußen von
rund 70 Prozent hinnehmen . Börsen-Analysten machten die Investitionen des
Auktionshauses für den Rückgang verantwortlich . Im Juni hatte E-Bay die
deutsche Online-Auktionsfirma Alando geschluckt . Zudem hatte E-Bay in den
letzten Monaten häufig mit Serverausfällen zu tun - auch darin wird ein Grund
für den rückläufigen Gewinn gesehen . Laut E-Bay wurden in dieser Zeit mehr
Auktionen durchgeführt . CyberRadioTV beantragt Insolvenzverfahren Beim
deutschen Internet-Fernseh-Unternehmen CyberRadio scheint die Luft raus zu sein
. Nachdem das Unternehmen seine rund 80 freien und festen Mitarbeiter schon seit
Monaten nur unregelmäßig oder gar nicht mehr bezahlen konnte , hat der Vorstand
der CyberRadio AG am Freitag das Insolvenzverfahren beantragt . Erst Mitte 1998
war das Unternehmen zunächst als CyberRadio in Hamburg gegründet worden . Mitte
1999 dehnte die Firma ihre Ambitionen in Richtung Internet-TV aus . Sie bezog
ihren Sitz in Hamburg unmittelbar neben den Studios von ZDF und RTL , nannte
sich fortan " CyberRadioTV " und warb damit , als " erster Nahsender der Welt "
die Zeit des Fernsehens zu beenden . Geplant war ein 19stündiges
Live-Unterhaltungsprogramm über das Internet . Derzeit werden jedoch vielfach
vorproduzierte Beiträge abgespielt . Langfristig sollte in jedem größeren Land
der Welt eine CyberRadio-Filiale eröffnet werden . Die amerikanische Dependance
CyberRadio.com musste jedoch bereits kurz nach ihrer Gründung den Sendebetrieb
aus Geldmangel und aufgrund von Lizenzproblemen wieder einstellen . Obwohl die
deutsche Sendestation von CyberRadio im Rahmen des Streaming-Media-Programmes
der Telecom seit Mitte 1999 kostenlos Server für den Internet-TV-Betrieb zur
Verfügung gestellt bekam , blieb die Finanzierung des Unternehmens darüber
hinaus brüchig . Das Interesse an Internet-TV-Werbespots und Bannern hielt sich
in Grenzen , und die Einnahmen reichten bei weitem nicht aus , die Fixkosten zu
decken . Das Insolvenzverfahren sei " rein vorsorglich " eingeleitet worden ,
teilte der Vorstandsvorsitzende der CyberRadio AG Olaf Kriewald in einem Fax mit
. " Der Sendebetrieb geht in vollem Umfang weiter . " Die drohende Pleite des
deutschen Internet-TV-Betriebs ist indes nicht singulär . Auch der
US-Internet-TV-Sender Pseudo.com hat inzwischen seinen Sendebetrieb aufgegeben .
User dieses Dienstes hatten sich unwillig gezeigt , Plugins herunterzuladen und
über schlechte Netzanbindung und mangelnde Bildqualität geklagt . Insgesamt
scheint der Versuch verschiedener Start-Ups , sich neben den großen
Fernsehgesellschaften auf dem Markt zu etablieren , immer weniger
erfolgversprechend . Mit Pseudo.com muss in diesem Jahr bereits der zweite
Internet-TV-Sender aufgeben . Auch die Firma DEN hatte im Juni aus finanziellen
Gründen die Segel gestrichen . Datenschutzbeauftragte gegen " unnötige Eingriffe
in das Fernmeldegeheimnis " Am kommenden Freitag beschließt der Bundesrat über
die Telekommunikationsdatenschutzverordnung ( TDSV ) . Entgegen den Ratschlägen
der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder sowie des
Wirtschaftsausschusses sieht der Vorschlag des Innenausschusses vor , sämtliche
Verbindungsdaten zum Zweck der Verbrechensbekämpfung ein halbes Jahr lang
aufzubewahren . Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates beschloss , diese
Regelung leicht modifiziert fortzuschreiben : Dieser Vorschlag soll nun nach
Ansicht der Innenminister der Länder revidiert werden : Abweichend vom
Wirtschaftsausschuss hat der Innenausschuss des Bundesrates die Empfehlung
abgegeben , dass sämtliche Verbindungsdaten grundsätzlich 6 Monate lang
vorgehalten werden . Dahinter steht die Überlegung , die Menge der Daten zu
vergrößern , auf die Sicherheitsbehörden im Bedarfsfall zugreifen könnten .
Dieser Plan stößt auf die Kritik der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der
Länder Baden-Württemberg , Bayern , Berlin , Brandenburg , Bremen , Hamburg ,
Mecklenburg-Vorpommern , Niedersachsen , Nordrhein-Westfalen , Rheinland-Pfalz ,
Schleswig-Holstein . In einer gemeinsamen Erklärung der Datenschutzbeauftragten
der angegebenen Bundesländer heißt es : Sie erfolgt nicht zur Abwicklung des
Telekommunikationsverkehrs , sondern dient nur als vorsorgliche Datensammlung
für eventuell in der Zukunft stattfindende Zugriffe der Sicherheitsbehörden .
Die Datenschutzbeauftragten verweisen darauf , dass im Einzelfall eine
Verkürzung der Speicherungsdauer vertraglich durchsetzbar ist . Kriminelle
könnten sich solche Vertragsmöglichkeiten zu Nutze machen und die Speicherung
ihrer Daten unterbinden . Aus diesen Gründen halten die Datenschutzexperten die
verlängerte Speicherung für ein ungeeignetes Mittel , um Strafverfolgung
effektiver zu gestalten . Insgesamt vergrößere sich durch die längere
Speicherungsdauer das Risiko eines Datenmissbrauchs , kritisieren die
Datenschutzexperten . Eine längere Speicherung schaffe " gewaltige
Datenfriedhöfe " , die unnütz und teuer seien und unnötige Eingriffe in das
Fernmeldegeheimnis darstellten . Foren-Provider all4free stellt seine Dienste
ein Ohne seine Nutzer zu informieren , hat das werbefinanzierte Bielefelder
Internetprojekt all4free.de am 26. September seine Dienste eingestellt .
Website-Besitzer konnten über all4free Gästebücher einrichten und diese in ihr
eigenes Angebot einbinden . Die Einträge blieben dabei auf der Site von all4free
. " Technische und personelle Gründe " und " die damit einhergehende
Kostenexplosion " seien für das Ende des Dienstes verantwortlich , heißt es auf
der Homepage von all4free . " Unser Gästebuch wurde zu oft von rechtsradikalen
Kräften missbraucht " , gab Geschäftsführer Christoph Königer gegenüber c't an .
Die Erlöse aus der Werbung reichten nicht aus , um die Kosten für das Personal
zu decken , das zur kontinuierlichen Überprüfung der Foren notwendig sei .
all4free-Nutzern , die weiterhin ein Gästebuch auf ihrer Site führen möchten ,
bietet Königer eine automatische Konvertierung ihrer Gästebucheinträge zum
Foren-Provider ForumRomanum an . Auch dieser Dienst ist für die Kunden kostenlos
und finanziert sich durch Werbung . Für den Übergang zum neuen Anbieter reicht
es , die E-Mail-Adresse des Gästebuch-Inhabers anzugeben . forumromanum
generiert daraufhin Passwort und IP , und der User kann wie bisher seine
Gästebucheinträge einsehen und verwalten . An diesem " ein-Klick-Datentransfer "
üben einige all4free-Nutzer Kritik . E-Mail-Adressen seien in ihrer Struktur oft
ähnlich aufgebaut . Daher könnten sich Unbefugte leicht Zugang zu den
Gästebüchern verschaffen , so der Einwand . all4free-Geschäftsführer Königer
versicherte hingegen , bei forumromanum würden alle Gästebücher " von Hand
nachgeprüft und die angegebenen E-Mail-Adressen auf ihre Richtigkeit hin
gecheckt " . Wer seine Daten nicht an das forumromanum weitergeben will , kann
per E-Mail die Löschung seiner Einträge anordnen oder darauf dringen , den
Datensatz zurückzuerhalten . Nach Königers Angaben hatte der Gästebuch-Dienst
all4free 40.000 Nutzer . Einzelhändler wollen Online-Shops Konkurrenz machen
Deutsche Einzelhändler wollen den Internetfirmen beim Online-Shopping mit
eigenen Angeboten Konkurrenz machen , kündigte der Präsident vom Hauptverband
des Deutschen Einzelhandels ( HDE ) , Hermann Franzen , auf einer
Pressekonferenz in Düsseldorf an . " Der stationäre Einzelhandel nimmt die
Herausforderung an und wird ihnen den elektronischen Markt nicht kampflos
überlassen " , erklärte Franzen . Nach einer Verbandsumfrage unter rund 1500
Unternehmern verfügen bisher 68 Prozent der Händler über einen Internetanschluss
. Zur Spitzengruppe der Netznutzer gehörten die Elektronik-Fachhändler , von
denen über 90 Prozent regelmäßig ins Netz gehen . Insgesamt hatten 41 Prozent
der befragten Betriebe eine Internetseite , auf der sie ihr Warenangebot
präsentieren . Noch wird das Internet vorwiegend für E-Mail-Kontakte , als
Recherche-Instrument und für das Online-Banking genutzt , ergab die Umfrage .
Der Hauptverband der Einzelhändler rechnet jedoch damit , dass das Netz in
zunehmendem Maß auch für den Ein- und Verkauf von Waren eingesetzt werden wird .
Diese Summe entspräche rund 0,5 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes .
Trotz der E-Commerce-Euphorie werden damit auch in diesem Jahr keine
beträchtlichen Einzelhandelsumsätze über das Internet erzielt . Vor allem bei
Büchern , Musik und Software habe sich der Internet-Einkauf schon neben den
klassischen Vertriebswegen etabliert , so Franzen . Zugleich warnte der
Einzelhandelsverband seine Mitglieder vor einem unbesonnenen Umgang mit dem
Medium Internet . Nur mit schlüssigen E-Commerce-Konzepten werde der Händler
Gewinne machen . Mittelständler sollten sich daher " nicht unüberlegt und
überhastet mit eigenen Angeboten ins Internet stürzen " , warnte der HDE . eBay
: Weiterhin menschliche Nieren im Angebot Schon seit geraumer Zeit verbietet das
kalifornische Internet-Auktionshaus eBay den Handel mit menschlichen Organen .
Dennoch fungiert es immer noch als Kontaktplattform für Organhändler . Anbieter
der dubiosen Ware nutzen den Umstand aus , dass Verbotenes im Auktionsangebot
aufgelistet bleibt , und veröffentlichen auf diesem Weg ihre E-Mail-Adressen .
So kann der Handel unschwer an der Auktion vorbei abgewickelt werden . 99
Treffer ergibt das Suchwort Niere , englisch " Kidney " , derzeit bei eBay . 22
dieser Angebote bezeichnen offenbar menschliche Organe . Wer bei eBay
mitsteigern will , erhält die Nachricht : " The item is invalid or no longer in
our database " . Hintergrund sei eine US-Gerichtsentscheidung aufgrund einer
Klage von zwei Auktionsteilnehmern , die Waffen versteigern wollten . Danach
habe eBay zwar die Waffenversteigerung sperren , nicht aber das Angebot löschen
dürfen . " Bei uns in Deutschland gelten andere Regeln und wir können die
Angebote löschen " , so Samwer . eBay will angeblich Sotheby's kaufen Das
traditionsreiche Auktionshaus Sotheby's ist angeblich in Gefahr , vom
Online-Auktionator eBay geschluckt zu werden . Nach Informationen der Zeitung
macht eBay sich mit dem Übernahmeangebot eine Krise bei Sotheby's zu Nutze .
Seit Wochen wird Sotheby's beschuldigt , mit dem Konkurrenten Christies , einem
zweiten Auktionshaus mit ähnlich großer Tradition , im Vorfeld von
Versteigerungen Preisabsprachen getroffen zu haben . Der Vorstandsvorsitzende
von Sotheby's sowie einige leitende Manager sind aufgrund der Anschuldigungen
bereits zurückgetreten . Das für seine Kunst- und Antiquitätenauktionen bekannte
Auktionshaus Sotheby's könnte eBays Bestrebungen unterstützen , sich im Handel
mit höherpreisigen Produkten zu etablieren . eBay : Sotheby's-Übernahme nur ein
Gerücht Eine Sprecherin der deutschen eBay-Niederlassung sagte gegenüber c't ,
in Deutschland sei von solchen Kaufabsichten nichts bekannt . Russel Brady , ein
Sprecher der eBay-Zentrale im kalifornischen San Jose , sagte auf Nachfrage von
c't : " Grundsätzlich kommentieren wir keine Gerüchte und Spekulationen " . Um
mehr handle es sich bei den Berichten nicht . Microsoft entwickelt für Tony
Blairs Internet-Projekt Ebenso wie die Bundesregierung will auch die britische
Regierung bis 2005 alle internetfähigen Regierungsdienste ins Netz verlegen . Am
gestrigen Dienstag wurden der Öffentlichkeit zwei Anwendungen vorgestellt : ein
elektronisches Steuerformular und eine Software für britische Bauern , die bei
der Regierung Finanzhilfen beantragen wollen . Beide Anwendungen stammen von
Microsoft . Die Vorstöße in Richtung digitale Verwaltung sind Teil des von der
Regierung Blair angestoßenen Projekts Government Gateway . Auch in Zukunft werde
man weiter bei Microsoft einkaufen , sagte Blairs E-Beauftragter Andrew Pinder
bei der Präsentation der neuen Anwendungen . Mehr und mehr britische
Verwaltungen würden das Betriebssystem Windows 2000 nutzen , und
Microsoft-Produkte versetzten viele Privatleute und Firmen in den Stand ,
reibungslos mit der Regierung zu kommunizieren , sagte Pinder . Insgesamt werde
das Government Gateway künftig rund 200 Regierungsanwendungen und 500 regionale
Verwaltungsdienste anbieten . Die Bürger sollen dann mit einem zentralen
Passwort überall Zugang haben . Obwohl der Abschluss des E-Government-Projekts
derzeit noch nicht in Sicht ist , überlege die britische Regierung bereits , ob
sie die Microsoft-Anwendungen später nicht an andere Länder verkaufen könne . "
Es wäre überflüssig , wenn andere nach uns die gleichen Grundlagen noch einmal
erforschen würden " , kommentierte Pinder . Jugend und Medien : Fernsehen ist
dominant Jugendliche schauten auch im Jahr 2000 lieber fern , als Radio zu hören
oder vor dem Computer zu sitzen . Befragt nach dem für sie wichtigsten Medium
nannten 34 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen als Erstes das Fernsehen . 1998
war noch für 37 Prozent der Heranwachsenden das Fernsehen das bedeutendste
Medium . Ebenfalls seit 1998 haben Computer und Internet in der Gunst der
Jugendlichen um drei Prozent zugelegt . Im Jahr 2000 waren das Radio und der
Rechner mit Internetzugang für jeweils 23 Prozent der Jugendlichen das
wichtigste Medium . Nur jeder Zehnte der 1.200 befragten Jugendlichen findet
Zeitungen und Zeitschriften am wichtigsten . 61 Prozent der Zwölf- bis
19-Jährigen sitzen täglich vor dem Fernseher . Auf stolze 118 Minuten Sehdauer
pro Tag bringen es die Jugendlichen dabei im Schnitt . Zum Vergleich : 1992 lag
die Sehdauer bei 99 Minuten , 1998 bei 117 . Nach den Daten der Fernsehforschung
geht die Fernsehnutzung leicht zurück , was auf eine gewisse Fernsehmüdigkeit
bei älteren Jugendlichen in den neuen Bundesländern zurückgehen soll . Die
Fernsehnutzung in der Gesamtbevölkerung lag im Jahr 2000 bei 203 Minuten täglich
; 1999 waren es 198 Minuten . Die stärksten Fernsehtage sind weiterhin Freitag
bis Sonntag . Insgesamt hat sich die Bedeutung des Fernsehens nach den
Erkenntnissen der Medienforschung des Südwestrundfunks ( SWR ) in den
vergangenen Jahren etwas verringert . Der heimische Rechner werde in den
kommenden Jahren das Radio auf den dritten Platz verdrängen , so die Prognose .
Seit 1998 haben die Hörfunkprogramme dem Bericht zufolge drei Prozent Zustimmung
eingebüßt . Rund 60 Prozent der befragten Jugendlichen nutzten den Computer oder
das Internet , das sind zwölf Prozent mehr als noch vor zwei Jahren . 92 Prozent
der Zwölf- bis 19-Jährigen hören mehrmals in der Woche Musikkassetten oder CDs .
In einem Buch lesen der Untersuchung zufolge nur noch 36 Prozent der
Jugendlichen an mehreren Tagen in der Woche . Geld für Deine Daten Die Hamburger
Firma Cocus bietet sich mit dem Dienst iFay als Zwischenhändler für persönliche
Daten an . Statt die Informationen über Surfer auf dubiosen Wegen zu sammeln ,
geht Cocus in die Offensive und bittet ganz direkt um Auskünfte - gegen
Beteiligung . Von den Erlösen aus dem Verkauf der Daten sollen 40 Prozent an
diejenigen fließen , die ihre Adresse und Interessen preisgeben . Wer mehr
Informationen über sich verrät , macht sein Profil interessanter und kann auf
mehr Anteile aus der Versteigerung der Datensätze rechnen - so die Logik der
neuen Geschäftsidee . Pro Verkaufsvorgang könne man mit fünf bis zwanzig Mark
rechnen , verspricht Cocus . Neben den Basisdaten wie Name und Anschrift geht es
bei der Erhebung um Einkommens- und Wohnverhältnisse , Konsumgewohnheiten und
Hobbys . Cocus bündelt die gesammelten Adressen nach den Vorgaben der Firmen ,
die sich die Angaben für Werbung und Marketing kaufen , zu so genannten Clustern
. Die Firma verspricht dabei volle Transparenz für den Kunden : Für jeden
Versteigerungstag erhält der Teilnehmer , dessen Daten zum Verkauf anstehen ,
einen Hinweis und kann die Gebote und Käufer beobachten . Die Nutzung seiner
Daten zu Werbezwecken könne der Teilnehmer jederzeit pro Interessenmerkmal oder
generell für die Zukunft widerrufen . Käufer von Datensätzen dürften diese nicht
an Dritte weitergeben . So sollen die iFay-Teilnehmer eine gewisse Kontrolle
über ihre Daten behalten ; man könne jederzeit prüfen , bei welchen Unternehmen
die eigenen Angaben gelandet sind . Einen Missbrauch durch erfundene Personen
oder Mehrfachanmeldungen fürchtet Cocus nicht : Jede Bankverbindung könne nur
einmal benutzt werden . Fangfragen und " Standardverfahren aus der
Marktforschung " würden Bluffs aufdecken , überdies seien solche erdachten
Profile in der Regel uninteressant und brächten damit keinen nennenswerten
Gewinn , weil sie sich schlecht verkaufen . Sabine Wosikowski , bei Cocus
zuständig fürs Marketing , ist auch zuversichtlich , dass man Schlaumeier
erwischt , die einfach die Daten vom Nachbarn eingeben : " Teenage Amateur "
strippt für " Pro-Kind " " Allerlei nützliche Dinge des Alltags " wolle der
Internetdienst Usefulthings bieten , hieß es in der Pressemitteilung des
Unternehmens . Beim Besuch auf den Webseiten dieses Anbieters stellte sich
heraus , dass auch Abbildungen spärlich bekleideter Frauen in Aktpose zu den "
Gebrauchsgegenständen " zählten . " Teenage Amateur " und " Blonde Cheerleaderin
strippt " lauteten die Titel der Bilder . Gleichzeitig befanden sich auf den "
nützlichen " Seiten Werbebanner von " Pro-Kind " , einer ehrenamtlichen
Privat-Initiative gegen Kinderpornografie . Auch im redaktionellen Teil tauchte
" Pro-Kind " auf . So sollte ein Teil der Erlöse einer Usefulthings-Auktion an
die Initiative gehen . Pro-Kind-Sprecherin Anja Wiesemann zeigte sich überrascht
von den Bildern auf den Seiten ihres Kooperationspartners . Sie kündigte an ,
die Betreiber der Site zur Rede stellen zu wollen . Ina Seckler von Usefulthings
betonte auf Nachfrage von c't , ihr Internetdienst wolle der guten Sache helfen
und stünde in einem guten Einvernehmen mit " Pro-Kind " . Die ehrenamtliche
Organisation zahle nichts für die Banner und erhalte überdies einen
Spendenanteil . Klagen per E-Mail Das Finanzgericht Hamburg will vom 2. August
an die Einreichung von Klagen und den Austausch juristischer Schriftsätze per
E-Mail erproben . Am ersten deutschen Feldversuch , so das Gericht in einer
Mitteilung , sind die Hamburger Finanz- und Zollverwaltung sowie die
Steuerberater- und Rechtsanwaltskammer beteiligt . Bis dahin wollen sich die
Versuchsteilnehmer noch zu Einzelheiten bedeckt halten . US-Grundschullehrer
befürworten PCs im Unterricht Grundschullehrer , Pädagogen und
Kinderschutzexperten in den USA führen eine kontroverse Auseinandersetzung über
den Einsatz von Computern in Schulen . Die Alliance for Childhood hatte
angeführt , dass die Vernetzung von Schulen mehr den Interessen der
Zulieferunternehmen zugute komme als den Kindern . Demgegenüber vertreten die
Grundschullehrer die Ansicht , viele Schüler würden durch Rechner besser
motiviert . Für Lang ist der Rechner eine neue Art von Büchern . " Kinder
entwickeln am Rechner mehr Enthusiasmus und können im Netz auf mehr anregende
Dinge stoßen als in Schulbüchern " , sagte auch die Texanerin Judy Curtis , die
28 Jahre lang selbst Grundschulkinder unterrichtete und jetzt in der
Lehrerausbildung tätig ist . Die Alliance for Childhood hatte in ihrem Report
die schulischen Ausgaben für teure unerprobte Technik angeprangert . Auch diesen
Einwand können viele Grundschullehrer nicht nachvollziehen . " Früher war der
Rechner bloß ein Spielinstrument , heute ist er schon ernsthaft einsetzbar " ,
meint etwa Candy Atwood , ein texanischer Techniklehrer . Wie er vertreten viele
Lehrer die Ansicht , dass es zu früh ist , die computergestützten Lernlösungen
wieder ad acta zu legen . Immerhin seien sie doch gerade erst eingeführt worden
. Dem Einwand der Kinderschutzbewegung , Rechner unterdrückten die kindliche
Kreativität , hielten die Lehrer entgegen , dass die Beschäftigung mit dem
Internet auch die Webseitengestaltung umfasse . Nicht nur Bleistift- und
Tintezeichnungen seien kreativ , argumentierten die Lehrer .
Pädagogikprofessoren ermittelten hingegen , dass Webseiten-Design eine
grundsätzlich andere kreative Erfahrung sei als herkömmliches Zeichnen . " Die
Bildschirmerfahrungen bringen die Kinder ab von der realen physischen und
sozialen Welt " . Die Studie hatte Kindern im Computerzeitalter zunehmende
Fettleibigkeit attestiert und ermittelt , dass der rechnergestützte Unterricht
bei jüngeren Kindern zu Stress , Nervosität und Augentränen führen könnte . Auch
dies mochten die Grundschullehrer dem Zeitungsbericht zufolge nicht bestätigen .
Wo Rechner maßvoll in den Unterricht eingebunden würden , hätten sich noch keine
negativen Folgen gezeigt , gaben die Lehrer an . E-Government soll die
Verwaltung verändern " Die Verwaltung wird sich mit dem Einsatz moderner
Computertechnik strukturell verändern " , prophezeite die Staatssekretärin im
Bundesministerium des Innern , Brigitte Zypries , anlässlich der Eröffnung der
Messe " Moderner Staat - Moderne Verwaltung " in Berlin . Der Einsatz moderner
Kommunikationstechnik schaffe mehr Transparenz und biete den Bürgern mehr
Teilhabe an Verwaltungsvorgängen . Schon heute gebe es mehrere Fälle für
Verwaltungsdienstleistungen , die in elektronischer Form erledigt werden könnten
, so Zypries . So biete das Statistische Bundesamt den Unternehmen die
Möglichkeit , ihre Daten online einzugeben . Die Personalratswahl in Brandenburg
und die Sozialwahl der Techniker Krankenkasse seien vorbildlich für die
Entwicklung der E-Demokratie . " Wahlen per Internet sind zusätzliche Angebote
zur Wahlteilnahme " , sagte die Staatssekretärin . Von der Möglichkeit , unter
finanzamt.de Steuererklärungen online einzureichen , hätten bereits 160.000
Bürger Gebrauch gemacht . Bis 2005 sollen alle internetfähigen Dienstleistungen
zu dem Portal Staat-modern zusammengefasst werden . Ein Teil dieses Portals
werde bereits zur CeBIT präsentiert , kündigte Zypries an . Schon jetzt findet
sich unter dieser Webadresse ein Verzeichnis der Bundesbehörden , die online
erreichbar sind . " Aber niemand will mit der Bündelung von Verwaltungsadressen
im Internet einen neuen Zentralismus einführen " , versicherte die
Staatssekretärin . Großbritannien und Deutschland führend in der Netznutzung
Seit einigen Jahren wird das Internet kommerziell genutzt . Aber nicht überall
in Europa haben sich die Unternehmen in gleicher Weise auf die neuen Medien
eingestellt : Während Deutschland und Großbritannien führend sind bei der
Internetnutzung in Firmen , hat sich die neue Technik in Belgiens oder
Frankreichs Firmen weit weniger durchgesetzt . Dies ergab eine Erhebung im
Auftrag des United Parcel Service , bei der rund 1.500 Manager befragt wurden .
Der Umfrage zufolge kam es in jedem europäischen Land zur Neueinstellung von
Fachkäften für den Bereich Internet . In Großbritannien etwa haben 84 Prozent
der Betriebe das Internet eingeführt und 70 Prozent davon stellten zu diesem
Zweck neue Fachkräfte ein . In Deutschland haben von den befragten Unternehmen
zwischen 57 und 62 Prozent Anschluss ans Netz . Jedes dritte deutsche
Unternehmen hat dabei einen eigenen Bereich für die neuen Medien eingerichtet .
Über ein Drittel der Firmen in Großbritannien haben für ihre Vernetzung eine
Allianz mit einem Technologiekonzern geschlossen . Eher zögerlich , was die
Einführung des Internet in Unternehmen angeht , sind die romanischen Länder
Frankreich , Spanien und Italien : Hier hat rund jedes fünfte Unternehmen noch
keine Anstrengungen unternommen , online zu gehen . In Deutschland hingegen
ignoriert nur jedes zehnte Unternehmen die Anforderungen des Internet . In
Großbritannien zeigt sich indes nur jede zwölfte Firma unbeeindruckt von den
Möglichkeiten der neuen Technik . Die meisten befragten europäischen
Wirtschaftskapitäne sehen Großbritannien in einer Vorreiterrolle beim E-Commerce
. Italien , Spanien und Belgien hingegen billigt dies niemand zu . Aufgrund des
hohen Vernetzungsgrades geben die meisten Manager gründungswilligen
E-Commercelern den Rat , Großbritannien als Firmen-Standort zu wählen .
Deutschland erhielt bei dieser Frage nur halb so viele Stimmen wie England . Nur
wenige Dot.coms werden überleben Die Erhebung im Auftrag von UPS , nach der
Deutschlands und Großbritanniens Firmen führend bei der Internet-Nutzung sind ,
dürfte die Unternehmen der Internet-Ökonomomie nicht besonders erfreut haben .
Dann als ein Ergebnis der Umfrage wird ihnen eine düstere Zukunft prophezeit :
Mehr als die Hälfte der europäischen Manager gehen davon aus , dass viele der
neu gegründeten Dot.coms und Startup-Unternehmen nicht mehr lange bestehen
werden . Besonders kritisch sehen die Briten die zukünftige Entwicklung : Hier
befürchten 82 Prozent eine Pleitewelle unter den Startups . Nur sechs Prozent
der Manager in Großbritannien halten die Firmengründungen der New Economy als
Geschäftsmodelle für erfolgreich . Von den Managern aus Deutschland gehen 56
Prozent davon aus , dass nur wenige der Neugründungen am Markt bestehen können .
In Spanien sind immerhin noch 44 Prozent dieser Meinung . Wer von den Dot.Coms
die prophezeite Pleitewelle überlebt , hat nach Ansicht der Befragten allerdings
eine rosige Zukunft . 33 Prozent der deutschen und 41 Prozent der spanischen
Manager rechnen mit einem längerfristigen unternehmerischen Erfolg der New
Economy . Insgesamt halten nur 18 Prozent der Europäer die New Economy für eine
temporäre Erscheinung . Vor allem die belgischen und französischen Unternehmer
gehen davon aus , dass etablierte Unternehmen der Old Economy auch in Zukunft
keine Umsatzeinbußen durch neugegründete Firmen hinnehmen müssen . Von den
befragten Deutschen und Briten waren 10 Prozent dieser Meinung . Im Juli soll
bei der Jugendgemeinderatswahl der schwäbischen Stadt Esslingen erstmals auch
online gewählt werden können . Ein hochkarätiges Wahlgremium aus Mitarbeitern
der Stadt Esslingen und der Fachhochschule organisiert das Vorhaben in
Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe Internetwahlen aus Osnabrück . Spannend
ist die Frage , ob es dem Wahlteam gelingen wird , sicherzustellen , dass
einerseits jeder nur einmal wählt , die Wahl aber andererseits anonym und geheim
bleibt . Sollte die Online-Wahl erfolgreich sein , könnte sie ein Vorbild für
weitere Projekte auf kommunaler Ebene abgeben . Im Stuttgarter Innenministerium
hieß es , das Projekt nehme eine wichtige Vorreiterrolle im Bereich der
kommunalen Selbstverwaltung ein . In Köln ist unterdessen eine
Seniorenvertretungswahl via Internet in Vorbereitung , berichtet Ludger
Ahrens-Beck , Leiter des Wahlamtes der Stadt Köln . Dass sich mit der
Online-Wahl die Wahlbeteiligung erhöht , ist seiner Meinung allerdings
unwahrscheinlich . " Es gehen aber immer nur so viele Leute zur Wahl , wie von
der Politik überzeugt sind . " Auktionator eBay versteigert Menschen Erstmals
sind bei eBay , einem amerikanischen Internet-Auktionshaus , Menschen zur
Versteigerung freigegeben . Seit dem 27. April bietet ein Händler 16
Kommunikations-Ingenieure zum Verkauf an . An den Kauf der menschlichen Ware
sind jedoch bestimmte Bedingungen geknüpft : Die 16 Männer dürfen nur als Gruppe
und nur in der Region des Silicon Valley verkauft werden . Zudem muß der Käufer
ein interessantes Internet-Projekt vorweisen können , bei dem die Gruppe zum
Einsatz kommen soll . Lohnzahlungen für die 16 Ingenieure sind in der Kaufsumme
bereits enthalten : Einer der zu versteigernden Ingenieure soll als Direktor
bezahlt werden , und drei erhalten Managergehälter . Weiterhin gehören sieben
Techniker und fünf Web-Administratoren zum Team . Ein Gebot für die Gruppe gibt
es bisher nicht . Daten aus US-Atomwaffenlabor geklaut Von den Rechnern des "
Los Alamos National Laboratory " in New Mexico , USA , sind geheime Daten über
amerikanische Atomwaffen auf einen allgemein zugänglichen Rechner überspielt
worden . Bill Richardson , ein Sicherheitsbeamter der amerikanischen Regierung ,
bezeichnete den Vorfall als " schwere Sicherheitspanne " . Wen Ho Lee steht seit
März im Verdacht , für China spioniert zu haben . Bisher reichte die Beweislage
allerdings nicht für eine Anklage aus . Der Zeitung zufolge kann man ihm nun
möglicherweise nachweisen , größere Datenmengen auf einen nicht im staatlichen
Sicherheitssystem registrierten Computer überspielt und unter einem anderen
Namen deponiert zu haben . Es sei aber noch ungeklärt , ob auf diesem Weg
bereits geheime Verschlußsachen ins Ausland gelangt sind . Die chinesische
Regierung dementierte heute , Spione beauftragt zu haben ; entwendete Daten
seien Washingtons Problem . Das Forschungszentrum hat bereits mehrere
Wissenschaftler wegen Spionageverdachts entlassen . Richardson erklärte , die
US-Regierung habe ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt , seitdem der Verdacht
bestehe , daß China Informationen über amerikanische Atomwaffen erhalte .
Allerdings habe sich der gebürtige Taiwanese Wen Ho Lee verdächtig verhalten und
sich offensichtlich nicht um Sicherheitsstandards gekümmert . Die Republikaner
in Alabama schlagen aufgrund des Vorfalls eine Gesetzesänderung vor :
Ausländische Wissenschaftler sollen US-Kernforschungslabors nur dann noch
betreten dürfen , sofern dies nationalen Sicherheitsinteressen dient .
Internet-Flop Boo.com verkauft Der Online-Shop Boo.com , einer der ersten
E-Commerce-Pleitiers , ist für 372.500 Dollar an den Internet-Dienstleister
Bright Station verkauft worden , berichtete die Sunday Times . Die beiden
Boo-Gründer , das schwedische Model Kajsa Leander und ihr Jugendfreund Ernst
Malmsten , werden dem Bericht zufolge entlassen . Die Technik von Boo.com soll
an andere Business-to-Business-Interessierte verkauft werden . Online-Auktionen
: Fahrrad wird zum Telefon Bei den Privatauktionen des Hamburger
Auktionsunternehmens Ricardo gibt es nach einem Softwareupdate technische
Probleme . So wurden nach Wiedereinspielung der Daten die Beschreibungstexte für
die auf den Privatauktionen eingestellten Produkte vertauscht , weshalb etwa ein
Fahrrad im Beschreibungstext zum Mobiltelefon wurde . Versteigerungen waren
durch den Bug verunmöglicht . Unregelmäßigkeiten gab es auch bei der
Auktionsplattform auXion aus Gera . User hatten sich beschwert , dass einzelne
Features blockiert seien und der Seitenaufbau hake . Auch hier hieß es , man
bemühe sich , den technischen Fehler heute noch zu beheben . Unterdessen sorgt
bei Ricardo der so genannte geheime Mindestpreis immer wieder für Unmut bei den
Usern . So kann es vorkommen , dass Bieter , obwohl sie das Höchstgebot
abgegeben haben , die von ihnen ersteigerten Produkte am Ende doch nicht
erhalten , weil der von ihnen gebotene Höchstpreis niedriger ist als der vom
Anbieter gesetzte Mindestpreis , unter dem er nicht verkaufen möchte .
Ricardo-Sprecher Quaritsch erklärte aber , dass der " geheime Mindestpreis " ein
" Anbieterfeature " sei , das von alters her zur Verkaufsform Auktion dazugehöre
. Kinderpornografie : T-Online arbeitete dem BKA zu Bei der Fahndung nach den
Konsumenten kinderpornografischer Inhalte auf einer Homepage bei T-Online haben
das Bundeskriminalamt und T-Online eng zusammengearbeitet . Telekom-Sprecher
Frank Domagalla sagte gegenüber c't , T-Online sei von einem Kunden auf die
fragliche Site mit dem Namen " Fresh Prinz " aufmerksam gemacht worden und habe
diese dem Bundeskriminalamt bereits Anfang Juli angezeigt . Das BKA habe darum
gebeten , die Site nicht vom Netz zu nehmen , um feststellen zu können , wer
darauf zugreife . Nach dem Telekommunikationsgesetz sind Internetprovider wie
T-Online bei Straftaten im Internet zur Zusammenarbeit mit der Polizei
verpflichtet . " Wir haben auf Anfrage der Staatsanwaltschaft alle
erforderlichen Adressen und Verbindungsdaten herausgegeben " , berichtete
Domagalla . T-Online registrierte einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung
zufolge die erstaunliche Anzahl von über 500.000 Zugriffen auf die Seite " Fresh
Prinz " . Über die in den Log-Files von T-Online gespeicherten IP-Adressen
konnte das BKA dann einen Ring verdächtiger Personen ausmachen und
Hausdurchsuchungen veranlassen . " Die Telekom hostet rund 277.000 Homepages ,
doch dies ist in diesem Jahr der erste Fall von Kinderpornografie " , führte
Telekom-Sprecher Domagalla aus und widersprach damit Berichten , die davon
ausgehen , dass Kinderpornografie ein für Provider ständig aktuelles Problem ist
. Auch der Internetprovider AOL ist in die Fahndung involviert . IP-Adressen
werden bei jeder Einwahl ins Internet neu vergeben . Daher kann eine Person
mehrere Internetadressen haben . " Hinter tausend IPs müssen also nicht
zwangsläufig tausend Personen stecken , es können auch nur zehn sein " , betonte
AOL-Sprecher Meincke . Für die Verbreitung von Kinderpornografie drohen in
Deutschland bis zu fünf Jahre Haft . Vor wenigen Tagen erst wurde ein 32 Jahre
alter Kinderporno-Sammler vom Landgericht Darmstadt zu zwei Jahren Haft auf
Bewährung und einer Geldbuße von 7000 Mark verurteilt . Strafbar ist auch der
Besitz von einschlägigen Bildern , zum Beispiel durch Download und Abspeichern
auf der lokalen Festplatte . Wer unabsichtlich auf eine Internetseite mit
Kinderpornografie-Inhalten stößt , wodurch solches Material in den Browser-Cache
geraten kann , muss hingegen keine Strafverfolgung befürchten . Der Tausch von
Bildern und Kontaktadressen spielt sich vor allem in einschlägigen Newsgroups ab
, die als Kinderporno-Foren missbraucht werden . Die Polizei hat dabei oft das
Nachsehen , da die schiere Fülle im Internet eine umfassende Kontrolle unmöglich
macht . Daher beruhen die Fahndungen oft auf zufälligen Entdeckungen . Seit
Anfang des Jahres unternimmt auch das BKA in eigens dazu eingerichteten Büros in
München , Stuttgart und Wiesbaden sogenannte " verdachtsunabhängige Recherchen "
. Allein in Wiesbaden seien 20 Leute mit dem Surfen nach verdächtigen Sites
beschäftigt , erläuterte BKA-Pressesprecher Norbert Unger aus Wiesbaden . Im
ersten Halbjahr 2000 sind diese Einheiten 619mal auf verdächtige Inhalte
gestoßen . In 549 Fällen davon ging es um Kinderporografie . Rembrandt bei eBay
gefälscht ? Seit Ende der 80er Jahre stehe das Werk auf einer Liste dubioser und
gefälschter Bilder , die das Dezernat " Kunst und Antiquitäten " im
Landeskriminalamt Baden Württemberg führe . Die Experten , auf die sich die
Anbieter des Gemäldes bei eBay berufen , seien schon häufiger mit zweifelhaften
Expertisen in Erscheinung getreten . Auf Nachfrage von c't bestätigte der
Pressesprecher des Landeskriminalamts Baden Württemberg Horst Haug : Aufgrund
der ungesicherten Anbietesituation der Internet-Auktion hegen wir die starke
Vermutung , dass es sich um eine Fälschung handelt . Anbieter des Gemäldes sei
eine Gemälde-Börse , die von der Firma PDM Computer GmbH betrieben werde .
Obwohl eBay nicht für das Angebot verantwortlich sei , habe sich das
Auktionshaus davon überzeugt , dass namhafte Experten die Echtheit des Gemäldes
bestätigten . Apple I kein Hit unterm Hammer Nur eines von vier antiken
Apple-Modellen , die bei einer Versteigerung in San Francisco angeboten wurden ,
hat einen Käufer gefunden . Ursprünglich lag der Startpreis für die Rechner bei
40.000 Dollar . Das Auktionshaus La Salle Gallery mußte jedoch von dieser
Vorgabe abrücken , um überhaupt einen der aus der Werkstatt von Steve Wozniak
stammenden Rechner loszuwerden . Ein Londoner Sammler erhielt mit einem Gebot
von 18.000 Dollar den Zuschlag . Auch bei den restlichen drei Maschinen waren
die Käufer nicht bereit , sich auf das von der La Salle Gallery geforderte
Mindestgebot einzulassen . Insgesamt gab es für die drei Computer zusammen
Gebote von 90.000 Dollar . Hier rückte der Anbieter der drei Rechner , ein
ehemaliger Apple-Angestellter , aber nicht von seinen Preisvorstellungen ab ,
und die Rechner blieben in seinem Besitz . Online-Shopping zu Weihnachten immer
beliebter Immer mehr Bürger nutzen für ihre Weihnachtseinkäufe das Internet ,
ergab eine Studie von MMXI Europe . Demnach verzeichneten die Internet-Händler
in Deutschland im vergangenen Dezember 500.000 Besucher mehr als im Monat zuvor
. Dies entspricht einem Plus von knapp zehn Prozent . Im Vergleich zum Dezember
1999 habe sich die Zahl der Nutzer von Shopping-Sites im Internet um das
Dreieinhalbfache erhöht , ermittelte das Marktforschungsinstitut . Für die
Untersuchung wurde das Nutzungsverhalten von 3500 Internet-Surfern beobachtet .
Während im Dezember 1999 jeder Dritte online bummelte , war es ein Jahr später
jeder Zweite . Auch die Dauer des Besuchs auf E-Shopping-Sites erhöhte sich :
1999 verweilte der Surfer rund 16,4 Minuten bei E-Commerce-Angeboten . Zur
Weihnachtszeit 2000 blieb der Nutzer den E-Shops im Schnitt bereits 41,8 Minuten
treu . Damit haben die Surfer in diesem Jahr fast dreimal so viel Zeit beim
Online-Bummel verbracht als im Jahr zuvor . Vor allem traditionelle
Offline-Unternehmen wie Tchibo oder Neckermann haben mit ihren Filialen im Netz
deutlich an Beliebtheit gewonnen , erklärte Thomas Pauschert , Geschäftsführer
von MMXI Deutschland . Dennoch hat sich die Hitliste der deutschen
Internet-Händler nicht geändert : Autokauf im Internet bleibt die Ausnahme Der
Autoverkauf über das Internet wird auch in Zukunft die Ausnahme bleiben , so das
Ergebnis einer Befragung von 7000 Verbrauchern in Europa und den USA .
Herausgeber der Studie ist die Beratungsgesellschaft Cap Gemini Ernst & Young .
Während sich in Großbritannien und Frankreich nur 0,1 Prozent der Verbraucher
einen Autokauf über das Internet vorstellen können , wären in Deutschland
immerhin 0,7 Prozent der Befragten bereit , online ein Auto zu ordern . Führend
in der Bereitschaft zum Internet-Autokauf sind mit 1,6 Prozent die Amerikaner .
Vergleichsweise klick-freudig zeigen sich auch die Italiener - hier können sich
immerhin 1,3 der Verbraucher einen Autokauf per Mausklick vorstellen . Trotz der
gering ausgeprägten Kaufbereitschaft dürften Autokonzerne und Händler das
Internet nicht vernachlässigen , warnen die Berater von CapGemini Ernst & Young
. Denn für potenzielle Kunden sei das Netz inzwischen eines der wichtigsten
Informationsmedien . 54 Prozent der Autonutzer wollen sich in den nächsten zwölf
Monaten im Internet über neue Produkte informieren . Im Fokus der Recherche
steht dabei für die Meisten die Suche nach dem günstigsten Preis . Haupteinwand
gegen einen Autokauf über das Internet ist der Wunsch nach persönlicher Beratung
und einem Ansprechpartner für Reparatur-Service . Darüber hinaus vermissen die
Verbraucher im Netz das Einkaufserlebnis : Online könne das Auto nicht in
ausreichendem Maße in Augenschein genommen werden . Zudem sei keine Probefahrt
möglich , bemängelten die Befragten . Über die Hälfte der Verbraucher in
Deutschland führte zudem Unsicherheiten im Online-Zahlungsverkehr als Hemmnis an
. Insgesamt gab die Mehrheit der interviewten Automobilisten an , vollauf
zufrieden zu sein mit den Fahrzeughändlern vor Ort . " Die Zunahme der
Händlerbeliebtheit ist ein Ergebnis des in den letzten Jahren optimierten
Kundenbeziehungsmanagements der Händler zur Verbesserung ihrer
Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Marktneulingen , insbesondere den
Internet-Auto-Sites " , kommentierte dazu Michael Schulte , Leiter des Bereichs
Automobil und Manufacturing bei Cap Gemini Ernst & Young . Mehr ( breite )
Auffahrten für die Euro-Datenautobahn Das Marktforschungsinstitut Forrester
Research sagt einen gewaltigen Anstieg der Nutzung breitbandiger Internetzugänge
in Europa voraus . Gleichzeitig werde sich die Internet-Landschaft dramatisch
verändern ; viele kleinere Anbieter könnten vom Markt verschwinden . Tatsächlich
hatten im letzten Jahr lediglich 0,2 Prozent der Haushalte einen solchen
Anschluss . Mit zunehmender Konkurrenz sänken nun aber die Preise , was zu einer
Verdoppelung der Nutzerzahlen führen werde . Während Internet-User heutzutage
vor allem schneller im Web surfen wollten , sollen in einigen Jahren neuartige
Inhalte , wie etwa " Video on demand " , den Bedarf für
Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge ankurbeln , heißt es in der Studie , für
die Vertreter von 59 führenden Internet-Firmen aus 17 Ländern befragt wurden .
Düster sieht dagegen die Zukunft für viele kleinere Anbieter von
Breitband-Netzanbindungen aus . Für die Erweiterung der Bandbreite und die
Installation neuer Technik seien enorme Investitionen nötig , die praktisch nur
von den Big Playern geleistet werden könnten . Etablierte
Telekommunikationssriesen und ihre verbündeten Internet-Serviceanbieter ( ISP )
würden reine Breitband-Anbieter , kleinere Kabelfirmen und unabhängige ISPs
verdrängen , sagt Forrester Research voraus . Vorreiter der Entwicklung seien
die skandinavischen Länder , die 2005 mit bis zu 40 Prozent Breitband-Zugängen
aufwarten könnten , gefolgt von den Niederlanden ( 28 Prozent ) und Deutschland
mit voraussichtlich 25 Prozent . Der größte Anteil der Anschlüsse werde mit
ADSL-Technik erfolgen , heißt es in der Studie . Palm mit hohen Lagerbeständen
Die Geschäfte bei Palm Computing laufen deutlich schlechter als erwartet . Der
Marktführer für PDAs verbuchte im April erstmals einen Rückgang der Umsätze von
gut 20 Prozent im Vergleich zum traditionell ohnehin schon schwachen
Januar-Geschäft , wie Palms Finanzchefin Judy Bruner auf einem Treffen mit
Investoren bekannt gab . Die Marktanalysten von Lehman Brothers erwarten als
Konsequenz weitere Preissenkungen , die Palms Umsatz und Gewinn erheblich
schmälern könnten . Die Aktien des Unternehmens wurden deshalb von " Strong Buy
" auf " Buy " zurückgestuft , der Kurs brach um weitere 15 Prozent ein und liegt
jetzt um mehr als 90 Prozent unter seinem Höchststand vom November letzten
Jahres . Elektrosmog : US-Neurologe reicht Milliardenklage ein Dr. Christopher
Newman hat einen bösartigen Gehirntumor und für ihn ist eines klar : Schuld sind
die jahrelang von ihm benutzten Handys . Der inzwischen 41-jährige Newman wirft
den Unternehmen vor , sie hätten nicht auf die mögliche Gesundheitsgefahr ihrer
Produkte hingewiesen . In der Vergangenheit waren ähnliche Klagen stets mit dem
Argument abgewiesen worden , es gebe keine hinreichenden Beweise für die
Gesundheitsschädlichkeit der Handy-Nutzung . Darauf verweist auch Birgitt Kriese
, Pressesprecherin von Motorola Deutschland : Bei Motorola herrsche angesichts
der Milliardenklage keineswegs Krisenstimmung , man sei aber bemüht , mit
weiterer Forschung Licht ins Dunkel zu bringen und die Konsumenten besser
aufzuklären . Dazu arbeite man mit der deutschen Forschungsgemeinschaft Funk
zusammen , die auf ihrer Homepage verschiedene Studien zum Thema Elektrosmog
bereithalte . Einen entsprechenden Hinweis sucht man in den
Bedienungsanleitungen der Motorola-Handys allerdings vergeblich . Trotzdem
wurden die amerikanischen Handyhersteller nach einer neuen Richtlinie der
Cellular Telecommunications Industry Association ( CTIA ) dazu verpflichtet ,
die Strahlungswerte ihrer Geräte zu veröffentlichen - um sich damit vor
Schadensersatzklagen zu schützen . Microsoft wird heute auf der
DemoMobile-Konferenz im kalifornischen La Jolla seine nächste Windows-CE-Version
für stiftbediente Organizer vorstellen , die vor allem Unternehmen ansprechen
soll . Das bisher unter dem Codenamen Merlin bekannte Betriebssystem heißt nun
Pocket PC 2002 , beruht nach wie vor auf Windows CE 3.0 und läuft - wie bereits
in c't 18/2001 berichtet - nur noch auf ARM-Prozessoren . Die selbstauferlegte
Prozessor-Monogamie bietet eine Menge Zündstoff , da einige OEM-Partner wie
Casio bisher MIPS- oder SH3-Prozessoren eingesetzt hatten . Zudem führte
Microsoft die Vielfalt unterstützter CPUs stets als Vorteil gegenüber
Hauptkonkurrent Palm an , der seinem bis dato einzigen Prozessorlieferanten
Motorola auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist . Doch Microsofts
Produkt-Manager Matt Taylor versucht zu beschwichtigen : " Wir unterstützen zwar
nur eine Prozessorarchitektur , die aber von verschiedenen Herstellern
lizenziert wird . " Pocket PC 2002 ist lediglich ein Zwischen-Update und bietet
keine dramatisch veränderte Oberfläche , wie es beim Wechsel von WIndows CE 2.1
auf 3.0 der Fall war . Die Icons sind jetzt etwas bunter und erinnern stark an
Windows XP . Die Oberfläche lässt sich mit Skins weitgehend anpassen , der
"Today"-Bildschirm ist übersichtlicher und bietet mehr Platz für die
eigentlichen Informationen . Über zusätzliche Symbole in der Taskleiste kann man
jetzt schneller auf die Audio-Eigenschaften , eingegangene Nachrichten oder
anstehende Termine zugreifen . Aus der Kritik am mangelhaften Taskmanagement der
Vorversion hat Microsoft zwar Konsequenzen gezogen , die aber zu kurz greifen .
Mit dem jetzt standardmäßig vorhandenen Smart-Minimize-Button werden Anwendungen
lediglich in den Hintergrund befördert , wo sie aber weiterhin Speicher belegen
, was wiederum zu Lasten der Performance gehen kann . Die bei der ersten
Pocket-PC-Generation lediglich auf CD mitgelieferte Worterkennungssoftware
Transcriber befindet sich jetzt vorinstalliert im ROM . Eine weitere neue
Texteingabevariante ist der Block-Recognizer , ein offensichtliches
Graffiti-Imitat das Palm-Anwendern den Umstieg erleichtern soll . Im
Office-Bereich hat sich außer der hinzugekommenen Rechtschreibprüfung für Pocket
Word kaum etwas getan . Auch bei den PIM-Anwendungen von Mobile Outlook sind die
Änderungen wenig dramatisch : So kann man Adressen jetzt auch nach Firmen
sortieren und im Kalender werden die Teilnehmer von Meetings angezeigt , was
eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte . Um so mehr tut sich in
puncto Connectivity : Der E-Mail-Client bietet eine bessere Integration mit
Mobile Outlook und erlaubt das Antworten mit einer aufgezeichneten
Audio-Nachricht . Die auch in Microsofts IM-Client enthaltene My-Text-Funktion
erleichtert mit frei definierbaren Textbausteinen die tägliche Korrespondenz .
Der optisch runderneuerte Microsoft Reader bietet jetzt DRM5-Verschlüsselung ,
für Sicherheit sollen auch der verstärkte Passwortschutz ( 7-stellige
alphanumerische Passwörter ) und eine Schnittstelle für Virenschutzprogramme
sorgen . Als einziger hierzulande verkaufter Pocket PC lässt sich Compaqs iPAQ
auf das neue Betriebssystem aufrüsten , da das Gerät Flash-ROM einsetzt . Als
weitere Features werden ein 16-Bit-Farbdisplay und ein Lithium-Polymer-Akku
genannt . HP stellt neue Pocket PCs vor Die Handheld-Familie von Hewlett-Packard
bekommt Zuwachs : Beide Modelle besitzen ein reflektives Display mit 16-Bit
Farbtiefe und nutzen Microsofts heute vorgestelltes Betriebssystem Pocket PC
2002 . Die neuen Jornadas sind schneller , leichter und ausdauernder als ihre
Vorgänger und dürften das wohl am schlechtesten gehütete Geheimnis des Jahres
sein . Schon vor Wochen zirkulierten erste Fotos im Internet , auch ein Teil der
Spezifikationen war bereits vor der offiziellen Vorstellung bekannt . Mit einem
206 MHz Intel StrongARM-Prozessor schließen die HP-Geräte performancemäßig zur
Konkurrenz von Compaq auf . Eine USB-Schnittstelle ermöglicht den schnellen
Datenabgleich mit einem Desktop-PC . Ein austauschbarer
1200-mAh-Lithium-Polymer-Akku soll die Geräte bei ausgeschalteter
Hintergrundbeleuchtung bis zu 14 Stunden am Leben erhalten . Im Härtetest mit
PocketTV ( MPEG-1-Videoplayback ) und mittlerer Leuchtstärke hielt ein uns
vorliegendes Vorseriengerät immerhin 3 Stunden 18 Minuten durch . Mit ihren 32
MByte Flash-ROM sind HPs neue Pocket PCs ohne Eingriff in die Hardware auf
zukünftige Betriebssystemversionen aufrüstbar . Davon werden 8 MByte von der
Safe-Store-Funktion in Beschlag genommen , die dem Anwender die Möglichkeit gibt
, wichtige Dokumente und Programme permanent so zu speichern , dass sie auch bei
völlig entladenen Batterien nicht verloren gehen . Das Display ist noch etwas
heller als beim iPAQ vom Noch-Konkurrenten Compaq und auch bei direkter
Sonneneinstrahlung noch gut lesbar . Statt eines Drehrads wie bei der aktuellen
Jornada-Generation befindet sich an der linken Gehäuseseite nun eine Art
Wippschalter , mit dem man nach oben oder unten scrollen kann . Der integrierte
CompactFlash-Slot ist weiterhin nur als Typ 1 ausgelegt und damit nicht in der
Lage , IBMs Minifestplatten zu beherbergen . Auf der Begleit-CD findet man neben
Outlook 2002 und ActiveSync 3.5 auch eine Java-Umgebung , einen VPN-Client von
Certicom sowie einen komfortablen Taskmanager . Compaq bringt Pocket PC mit 64
MByte Speicher Zur CeBit will Compaq ( Halle 1 , Stand 4 H2 ) eine neue Version
seines "iPAQ"-Pocket-PCs und ein ergänzendes Expansion-Pack ankündigen , mit dem
sich zwei PCMCIA-Karten gleichzeitig mit dem Gerät nutzen lassen . Entsprechende
Gerüchte bestätigte jetzt Compaq-Produktmanagerin Ute Lauer gegenüber c't : " Es
wird ein neues Modell geben , den iPAQ H3660 " . Die Markteinführung ist
hierzulande für Mitte April geplant . In den USA wird das Gerät voraussichtlich
599 Dollar kosten und auch in Deutschland wird man tiefer als bisher in die
Tasche greifen müssen , wie Ute Lauer indirekt bestätigte : " Wir werden beide
Modelle parallel anbieten , eine Preissenkung für das ältere ist nicht geplant "
. Neben dem zusätzlichen Speicher soll der iPAQ H3660 auch einige Probleme
seines Vorgängers beheben . So klagten Anwender über störende Geräusche bei
Nutzung des externen Lautsprechers und Staubpartikel zwischen den
Displayschichten . " Compaq hat eine zusätzliche Schutzschicht um den Bildschirm
konstruiert , wodurch Staub nicht mehr so leicht eindringen kann " , versicherte
uns Lauer . Andere Kritikpunkte , wie die Unfähigkeit des iPAQ , mehr als einen
Tastendruck gleichzeitig zu verarbeiten - wichtig vor allem für Vielspieler -
oder die Begrenzung der Darstellung auf 4096 Farben bleiben jedoch bestehen .
Eher für Geschäftskunden interessant ist das ab Ende April optional erhältliche
Dual-PC-Card-Expansion-Pack , für das ebenfalls noch kein deutscher Preis
feststeht . Mit ihm kann man zwei PCMCIA-Karten gleichzeitig am iPAQ betreiben ,
etwa eine Funk-LAN-Karte und eine Minifestplatte , wie das Microdrive von IBM .
Ein CompactFlash-Adapter soll bereits im Lieferumfang enthalten sein . Damit dem
iPAQ nicht so schnell die Puste ausgeht , besitzt das Expansion Pack eine eigene
Batterie . Was Compaq nun ankündigt , hat eine andere Firma bereits realisiert :
Das Cypaq bietet praktisch alle oben beschriebenen Features und ist schon jetzt
erhältlich . Man arbeite mit Hochdruck an der Integration von Bluetooth und es
werde zukünftig auch Geräte mit integrierter Speichererweiterungsmöglichkeit
geben . Konkrete Termine nannte die Compaq-Managerin jedoch nicht .
Videoschnittsoftware mit DVD-Ausgabe Ulead will noch vor der CeBIT ( Halle 9 ,
Stand B11 ) die deutsche Version seines Videoschnittprogramms Video Studio 5.0
auf den Markt bringen ; Ende April soll auch ein Plug-in für die Ausgabe auf DVD
verfügbar sein . Die vor allem für Einsteiger konzipierte Software werde eine
automatische Szenenerkennung , erweiterte Möglichkeiten zur Titelgestaltung und
erstmals auch einige Langzeit-Videoeffekte besitzen , um etwa Helligkeit ,
Kontrast und Farbsättigung zu korrigieren , erklärte Ulead . Zudem sei das
Programm speziell für den Intel Pentium-4-Prozessor optimiert . Das schon bisher
reichhaltige Repertoire an Überblendungen hat Ulead nochmals erweitert . Sogar
Bild-in-Bild-Effekte wie bei Nachrichtensendungen oder die von
Formel-1-Übertragungen bekannten Split-Screens sollen sich nun mit der Software
realisieren lassen . So umgeht VideoStudio 5.0 die Dateigrößenbeschränkung von
FAT32 , indem es beim Überspielen eines Videotapes auf den Computer alle 4 GByte
automatisch eine neue Datei anlegt . Die interessanteste Neuerung ist aber
zweifellos das DVD-Plug-in , das die erstellten Filme für die Ausgabe auf DVD
vorbereitet . Damit lassen sich Einleitungs- und Begrüßungstexte , Auswahlmenüs
und Navigationsschaltflächen anlegen , die für Interaktivität wie bei
professionellen Hollywood-DVD-Produktionen sorgen . Ein direktes Brennen auf DVD
wird jedoch erst mit einer späteren Programmversion möglich sein , zur Zeit
benötigt man dafür noch ein seperates Brennprogramm wie Sonics DVDit! ( siehe
c't 6/2001 , S. 218 ) . Den erweiterten Funktionsumfang nutzt Ulead übrigens zu
einer Preiserhöhung von zuletzt 139 Mark auf nunmehr 199 Mark ; ein Update
schlägt mit 129 Mark zu Buche . Anwender , die sich schon jetzt die neue Version
zulegen , können das DVD-Plug-in später kostenlos aus dem Web herunter laden .
VideoStudio 5.0 setzt mindestens einen Pentium-II mit 300 MHz und 64 MByte RAM
voraus , als Betriebssysteme kommen Windows 95 , 98 ( SE ) , ME , 2000 oder NT 4
mit SP6 in Frage . Preisbrecher : MPEG-2-Videoschnitt wird erschwinglich Mit
einer MPEG-2-Schnittlösung für lediglich 999,- Mark stößt Fast in eine für
diesen Bereich völlig neue Preisdimension vor . Die ab sofort ausgelieferte
PCI-Karte mit dem klangvollen Namen DVD-Master soll Echtzeit-MPEG-2-Capturing
von analogen Videoquellen ermöglichen und mit einem selbstentwickelten
Schnittprogramm sowie DVD-Autorensoftware ausgestattet sein . Im Lieferumfang
befindet sich laut Fast zudem eine sogenannte Breakout-Box , die alle Anschlüsse
gut erreichbar aus dem Gehäuse führt . Die busmasterfähige Karte arbeitet mit
einer variablen Datenrate von 2 bis 10 MBit/Sek und unterstützt neben MPEG-2 (
IBP ) auch die Aufzeichnung im MPEG-1 Format . Die Videosignale werden über
Composite- und S-Video-Anschlüsse erfasst und können auf gleichem Wege wieder
ausgegeben werden . Die Schnittlösung setzt als Betriebssystem Windows 98 voraus
und erfordert mindestens einen Pentium II mit 400 Mhz sowie eine
DirectDraw-kompatible Grafikkarte . Um DVDs erzeugen zu können ist zusätzlich
ein entsprechender Brenner notwendig . Das einzige auf dem Markt erhältliche
Gerät , der DVR-S201 von Pioneer , kostet allerdings 10.000,- Mark ( ohne
Mehrwertsteuer ) . PageMaker noch nicht am Ende Adobe hat überraschend Version 7
seines DTP-Programms PageMaker angekündigt . Verbesserte Importfilter ,
Kompatibilität mit aktuellen Macintosh- und Windows-Betriebssystemen ,
zusätzliche Optionen beim PDF-Export und eine Möglichkeit zum Verbinden von
Layout und Datenbankinhalten zählen zu den wichtigsten Neuerungen . Die deutsche
Fassung soll im Sommer zum Preis von 1820 Mark verfügbar sein , das Update
schlägt mit etwa 300 Mark zu Buche . Vor zwei Jahren hatte Adobe mit InDesign
ein von Grund auf neu entwickeltes und weitgehend modulares DTP-Programm
vorgestellt . Die meisten Beobachter hielten PageMaker deshalb für ein
Auslaufmodell . Abgesehen von sporadischen Filterupdates zeigte der weltweit
drittgrößte Softwarehersteller wenig Engagement für sein altgedientes
Publishing-Werkzeug . Jetzt aber feiert die aufgrund ihrer einfachen Bedienung
immer noch vielfach eingesetzte Software ein Revival . Auf den aktuellen Stand
gebracht hat Adobe die Importfilter : Word 2000 und 2001 , Illustrator 9 ,
Photoshop 6 ( inklusive Ebenen ) , PostScript-Level-3- und PDF-Dateien in
Version 1.3 und 1.4 . Umsteigewillige Anwender wird die Möglichkeit zum
Konvertieren von Microsoft-Publisher-2000- und QuarkXPress-4.1-Dateien freuen .
Dank mitgeliefertem Acrobat Distiller 5.0 lassen sich jetzt kompaktere
PDF-Dateien erstellen und durch so genanntes " tagging " kann man die
Darstellung für kleine Bildschirme wie etwa bei Palm-Organizern optimieren . Neu
ist auch die DataMerge-Funktion , die beispielsweise Serienbriefe , Einladungen
, Visitenkarten und ähnliche personalisierte Layouts ermöglicht . Hinzu kommen
zahlreiche Fehlerbehebungen , die nach Angaben von Adobe für mehr Stabilität
sorgen . Windows CE : Die nächste Generation Die nach einem schottischen Whiskey
benannte Betriebssystemrevision steht ab sofort zum Download bereit . Ohne eine
schnelle Internetanbindung dürfte es aber ein Weilchen dauern , die 400 MByte
auf den heimischen Rechner zu laden . Alternativ kann man die " Technology
Preview " für 8.95 US-Dollar auf CD oder DVD bestellen . Entwickler bekommen mit
der zweiten Beta einen unter Windows 2000 sowie XP laufenden Emulator , der das
Testen von Software auch ohne entsprechende Hardware ermöglicht . Die Software
belegt gut zwei GByte Plattenspeicher und ist auch sonst nicht gerade
ressourcenschonend . Mit dem " Rapid Development Program " wiederum versucht
Microsoft eine symbiotische Verbindung zu seinen Kunden aufzubauen . Die
Teilnehmer verpflichten sich zu intensiven technischen Rückmeldungen und
bekommen dafür frühzeitigen Zugriff auf neue Codeelemente . Talisker soll vor
allem den Aufbruch in eine drahtlose Zukunft markieren . Neben Bluetooth findet
jetzt auch der Wireless-LAN-Standard 802.1x Unterstützung . Microsoft will hier
mit dem " Extensible Authorization Protocol " für mehr Sicherheit sorgen , etwa
durch Passwortschutz , Nutzung von Zertifikaten oder OEM-spezifischen Lösungen .
Die mit der nächsten Windows-CE-Version ausgerüsteten Geräte sollen sich
automatisch in das jeweils verfügbare Netzwerk einklinken können , den
Administrationsaufwand gibt Microsoft selbstbewusst mit " Null " an . Weitere
Verbesserungen von Talisker : Erweiterte Echtzeitkommunikation per Instant
Messaging und Voice over IP , die Unterstützung von Microsofts aktuellen
Multimediatechniken DirectX 8 und Windows Media 8 , ein Webbrowser , dessen
Funktionsumfang etwa dem Internet Explorer 5.5 entspricht und Lokalisierungen
für den chinesischen und koreanischen Markt . Sony bringt neuen Multimedia-PDA
mit Palm OS Seit einigen Monaten verkauft der japanische
Unterhaltungselektronik-Gigant Sony auch so genannte persönliche digitale
Assistenten ( PDAs ) . Doch der Erfolg will sich nicht so recht einstellen . Mit
dem jetzt in Japan vorgestellten Nachfolgemodell Clié PEG-N700C ( Detailansicht
) soll das anders werden . Das Gerät soll Musik und Videos abspielen können ,
eine im Vergleich zu anderen mit Palm OS betriebenen PDAs doppelt so hohe
Bildschirmauflösung besitzen und doch nicht mehr als 160 Gramm auf die Waage
bringen . Mit seinem 33-MHz-Dragonball-Prozessor , 8 MByte RAM ,
USB-Schnittstelle und dem Memory-Stick-Erweiterungsschacht können sich auch die
anderen technischen Werte sehen lassen . Der neue Clié ist 71 mm breit , 118,5
mm hoch und misst 16,8 mm in der Tiefe ; das Gerät ist damit größer als ein Palm
V , aber kleiner als ein iPAQ-Pocket-PC . Im Inneren werkelt ein Palm OS 3.5 .
Inwieweit jetzige Palm-Programme davon profitieren , war zunächst nicht in
Erfahrung zu bringen . Der Bildschirm des Vorgängermodells hatte wegen seines
schlechten Kontrasts und der geringen Leuchtdichte wenig Anklang gefunden . Bei
der Softwareausstattung kann der neue Sony-PDA mit einigen Zusätzen zu gewohnten
Palm-OS-PDAs aufwarten : Ein Webbrowser , ein Bildbetrachter sowie
Abspielsoftware für Musik und Videos gehören zum Lieferumfang , außerdem Tools
zum Konvertieren von Musik in das Sony-eigene ATRAC-3-Format und zum Aufnehmen
von Fernsehsendungen . 11 Stunden Laufzeit bei fortgesetzter Musikwiedergabe
soll der Clié bieten , allerdings nur bei ausgeschaltetem Display ; ansonsten
ist der eingebaute Lithium-Polymer-Akku schon nach etwa drei Stunden am Ende .
Ein optionaler 128-MByte-Memory-Stick speichert je nach Komprimierungsgrad zwei
bis vier Stunden Musik . Mac- und Linux-User haben von all dem übrigens nichts :
Die mitgelieferten Tools und auch die Synchronisationssoftware laufen nur unter
Windows 98 , 2000 und ME . In Japan soll das Gerät bereits am 7. April zum Preis
von 50.000 Yen ( ca. 900 Mark ) in die Läden kommen . Zugleich kündigte Sony ein
Bluetooth-Modul für den Clié an , das ab Juni für 15.000 Yen verfügbar sein soll
. Ob und wann man den neuen Sony-PDA auch in Deutschland kaufen kann , ist noch
nicht bekannt . Gestern erst hatte Handspring einen besonders flachen Palm-Clone
vorgestellt , der jedoch mit einem Monochromdisplay ausgestattet ist . Palm
Computing soll angeblich zur CeBIT neue Modelle , darunter den m505 mit
Farbdisplay , ankündigen . Sony setzt auf Transmeta- und AMD-CPUs Nach IBM hat
jetzt auch Sony angekündigt , den Crusoe-Prozessor von Transmeta in einem seiner
Notebooks einzusetzen . Der Markt verlange nach Geräten mit längerer
Akkulaufzeit , zitiert der Branchen-Informationsdienst AsiaBizTech einen
hochrangigen Sony-Mitarbeiter . Ausserdem werde man erstmals auch für Notebooks
geeignete AMD-Prozessoren in einem Teil der Produktpalette einsetzen . Bisher
hatte sich Sony ausschließlich auf Intel-CPUs verlassen . Die Meldung kommt
nicht ganz überraschend , besitzt der japanische Elektronik-Konzern doch eine
finanzielle Beteiligung an Transmeta . Das für den Herbst angekündigte
Nachfolgemodell des VAIO C1 Mini-Notebooks werde mit dem Crusoe-Prozessor
ausgestattet sein und deshalb eine mindestens doppelt so lange Akkulaufzeit
bieten , heißt es . Die Rechenleistung bewege sich in etwa auf dem Niveau eines
Pentium III mit 400 MHz . Auch die von Intel in Frage gestellte Kompatibilität
wurde bei internen Testreihen bestätigt . AsiaBizTech spricht in diesem
Zusammenhang auch von der Möglichkeit , dass Sony eine eigene angepasste Version
des Crusoe-Prozessors entwickeln könnte . Der bevorstehende Einsatz von AMD-CPUs
in der VAIO Note F-Reihe diene dagegen der weiteren Senkung der
Produktionskosten . Die Ende des Jahres auf den US-Markt kommenden
All-in-One-Geräte würden damit auch im Preis konkurrenzfähiger . Eine offizielle
Bestätigung seitens Sony gibt es bislang allerdings nicht . Linux soll Windows
den PC-Desktop streitig machen Eine Gruppe führender Hardwarehersteller und
Softwareentwickler will Linux nun auch als Desktop-Betriebssystem etablieren .
Das Ziel : Mit einer einheitlichen und leicht zu bedienenden Benutzeroberfläche
sowie mitgelieferten Büroanwendungen die Monopolstellung von Microsoft
aufzubrechen . Unterstützt wird die Initiative unter anderem von IBM , Compaq ,
Hewlett-Packard und Sun Micrososystems . Bisher konnte Linux seinen Erfolg im
Serverbereich ( ca. 25 Prozent Marktanteil ) noch nicht so recht auf den Desktop
übertragen . Ein wesentlicher Grund dafür war die mangelnde
Benutzerfreundlichkeit . Doch das soll sich jetzt ändern : " Bis Ende des Jahres
werden wir ein Desktop-Betriebssystem haben , das sich mit Windows absolut
messen kann " , ist sich Mike Boiche , Chef der Eazel Corporation , sicher . Die
Firma entwickelt Software unter der Bezeichnung Nautilus , die die
Gnome-Benutzeroberfläche noch einfacher machen soll . Unterstützung kommt auch
von prominenter Seite : Sun beispielsweise kündigte jetzt an , die
Gnome-Benutzeroberfläche auch für das eigene Betriebssystem Solaris einsetzen zu
wollen . Letzten Monat hatte man bereits die Absicht bekundet , den Source-Code
von StarOffice für Linux offen zu legen . Hewlett-Packard sieht unterdessen
Linux als drittes " strategisches " Betriebssystem neben Windows und dem eigenen
HP-UX während IBM Linux als eine Option für seine Thinkpad-Notebookreihe
anbieten will . Compaq wird dem Bericht zu Folge eine Linux-Version seines
iPaq-Taschen-PCs präsentieren , ebenfalls mit Gnome als Benutzeroberfläche .
Abgerundet wird die Linux-Offensive mit einer Rede des Vorstandsvorsitzenden von
Dell , dem größten PC-Hersteller in den USA , der zuletzt auch auf Linux als
drittes Standbein gesetzt hatte . Softwareentwicklung im 24. Jahrhundert
Unvorstellbar , dass ein Vertreter dieser martialisch auftretenden Kriegerrasse
aus dem Star Trek-Universum sich mit Warmduscher-Tätigkeiten wie Programmieren
abgeben könnte . Das nach einem berühmten klingonischen Mathematiker benannte
Tool befindet sich zwar noch im Entwicklungsstadium , eine Betaversion lässt
sich aber schon jetzt herunterladen . Var'aq sei eine interpretierte
Programmiersprache , ähnlich wie PostScript , erklärt Connors , bis jetzt lasse
sich damit aber nur wenig anstellen , wie beispielsweise die Ausgabe des
ominösen ersten Satzes " Hello World " . Das Programm sei letztlich ein
Fanprojekt , das " spekulativ zeige , wie eine Programmiersprache auf einem
klingonischen Computersystem ausehen könnte " . Connors , der sich in der
Vergangenheit auch mit Science Fiction-Rollenspielen beschäftigt hat , spricht
selbst zwar kein Klingonisch , will mit Var'aq jedoch die klingonische Kultur
bereichern , wie er auf seiner Website verkündet . Dazu arbeitet er eng mit dem
Institut für klingonische Sprache zusammen . Sein Wunschtraum ist es , Var'aq
eines Tages auf einem PalmPilot lauffähig zu haben . Und vielleicht werden wir
dann auch einen Klingonen sagen hören : " Heute ist ein guter Tag zum
Programmieren " . Be gibt den Online-Vertrieb auf Am 16. Oktober schließt der
Online-Vertrieb des amerikanischen Softwareherstellers Be Inc. endgültig seine
Pforten . Das BeDepot werde zugunsten des Direktvertriebs durch verschiedene
Distributoren eingestellt , heißt es in einer Mitteilung an die Kunden . Man
könne sich so wieder auf die eigentliche Aufgabe der Softwareentwicklung
konzentrieren . Be Inc. ist vor allem durch sein Multimedia-Betriebssystem BeOS
bekannt geworden , hatte zuletzt aber mit finanziellen Problemen zu kämpfen .
Beobachter vermuten deshalb auch einen Zusammenhang mit den zuletzt vorgelegten
schlechten Zahlen für das zweite Quartal ( c't berichtete ) . Be erklärt die
Zahlen mit der jüngsten Änderung seiner Geschäftsstrategie : So werde die
Desktop-Version von BeOS 5 kostenlos zum Download bereit gestellt , während der
Direktvertrieb für die Pro-Version gerade erst anlaufe . Sobald entsprechende
Geräte ausgeliefert würden , sei mit einer deutlichen Verbesserung der Umsätze
zu rechnen , glaubt Be-Präsident Jean-Louis Gassée . Be versucht die
bevorstehende Schließung seines Online-Vertriebs als vernünftige
Outsourcing-Maßnahme darzustellen . Man wolle den Distributoren und
Wiederverkäufern keine Konkurrenz mehr machen und die Entwicklung eines "
unabhängigen Marktes " fördern , heißt es in einer offiziellen Mitteilung . Die
Kunden werden unterdessen an die E-Commerce-Website BeBits und lokale
Distributen verwiesen . In Europa wird BeOS 5 Pro unter anderem von Koch Media
vertrieben . Elektronische Organizer boomen Gegenüber 1999 legten sie um etwa
163 Prozent zu , während mit Desktop-PCs 16 Prozent weniger Umsatz gemacht wurde
. Der Marktanteil der Handspring-Organizer scheint nach anfänglichem Hoch wieder
zurückzugehen . Mit 11,2 Prozent liegt die Firma deutlich hinter Palm Computing
, die mit 68,8 Prozent die dominierende Stellung verteidigen konnte . Auf dem
Vormarsch ist dagegen Compaq ; der Hersteller erreichte mit den iPAQ-Pocket-PCs
4,6 Prozent Marktanteil . Ebenfalls in den Top Five : NEC ( 4,6 Prozent ) ,
deren Handheld-PCs sich offenbar besser als erwartet verkaufen , und Hewlett
Packard mit 4,3 Prozent . Bei den Angaben handelt es sich allerdings nicht um
verkaufte Stückzahlen , sondern um Umsatzanteile . Handspring ist dadurch bei
dieser Markterhebung etwas im Nachteil , da fast alle Geräte des amerikanischen
Herstellers im unteren Preissegment angesiedelt sind . Der leichte Abwärtstrend
bei Palm wiederum könnte auf die Einführung des niedrigpreisigen Modells m100
zurückzuführen sein . Pocket PCs mit Windows CE als Betriebssystem sind dagegen
im Vorteil , da sie überwiegend mit Farbdisplays ausgestattet sind und zu
vergleichsweise hohen Preisen angeboten werden . Comdex : Die Pocket PCs gehen
online It's showtime : Pünktlich zur Comdex in Las Vegas haben mehrere Anbieter
von Pocket PCs Lösungen vorgestellt , um ihre Geräte internetfähig zu machen .
Der französische Handyhersteller Sagem kündigte ein Kombigerät an : Der Wireless
Assistant 3050 bietet alle Features eines Pocket PC und ist zugleich ein
vollwertiges GPRS-fähiges Dualband-GSM-Telefon ( 900 und 1800 MHz ) . Das Gerät
soll weniger als 200 Gramm wiegen , ein Graustufendisplay haben und etwa 2000
Mark kosten . Sagem plant jedoch , seinen neuen Sprössling über die üblichen
Kanäle bei gleichzeitigem Abschluss eines Mobilfunkvertrages verbilligt
anzubieten . Die Markteinführung ist für das erste Quartal 2001 vorgesehen . Mit
dem Gerät soll man im Web surfen , SMS-Nachrichten und E-Mails verschicken sowie
WAP-Angebote abrufen können . Entsprechende Anwendungen werden bereits
mitgeliefert . Man muss jedoch davon ausgehen , dass die GPRS-Netzbetreiber in
der Anfangsphase nicht viel mehr als 20 kBit/s erreichen werden . Über die
Stand-by- und Sprechzeiten des Geräts von Sagem gibt es bislang noch keine
Angaben . Einen anderen Weg verfolgen Casio und Hewlett Packard , die auf den
CDPD-Standard setzen . Diese Technik ist bisher nur in den USA verfügbar und
ermöglicht Datenübertragungen mit bis zu 19,2 kBit/s . Auch hier besteht eine
ständige Verbindung zum Internet . Casio stellte auf der Comdex den Pocket
Spider vor , ein etwas klobiges CDPD-Modem mit Schnittstelle für
Compact-Flash-Slot , vor . Für die Jornada-Pocket-PCs von Hewlett Packard wurde
dagegen das Minstrel 540 wireless modem von Novatel entwickelt , das auf die
Rückseite der Geräte aufgesteckt wird . Die Kombinationen aus Pocket PC und
Zusatgeräten wiegen allerdings teilweise deutlich über 300 Gramm und sind damit
nur noch bedingt Westentaschen-tauglich . Echtzeit-Video mit Final Cut Pro 2.0
Apple hat eine neue Version seines Videoschnittprogramms Final Cut Pro
angekündigt . In Amerika soll die Software zum Preis von 1000 US-Dollar
erhältlich sein , ein Upgrade kostet 250 US-Dollar . Ein deutscher
Auslieferungstermin steht noch nicht fest . Mit Final Cut Pro 2.0 könne man auf
einem Power Mac G4 bis zu 30 Prozent schneller arbeiten , rührt Apple nun die
Werbetrommel ; auf einem Dual-Prozessorsystem liege der Geschwindigkeitszuwachs
sogar bei 70 Prozent . Erreicht werde dies durch eine neue Rendering-Engine ,
die auf QuickTime 5.0 aufsetzt . Im Verbund mit Spezial-Hardware wie der
RTMac-PCI-Karte von Matrox sei zukünftig auch die Echtzeitbearbeitung von Video
auf bis zu drei Spuren möglich . Neben zahlreichen Verbesserungen der
Arbeitsoberfläche und Bedienung biete das neue Final Cut Pro mehr als 75
eingebaute Filter und Effekte . Dazu hat Apple eine Schnittstelle für
After-Effects-Plugins eingerichtet , die den Funktionsumfang des Programms
nochmals erweitern . Verbessert hat Apple auch den bisher nicht sehr
überzeugenden Titelgenerator , der nun ohne großen Aufwand Rolltitel erzeugen
kann . Der mitgelieferte Media Cleaner 5 EZ sorgt für eine reibungslose Ausgabe
in Web-Streamingformaten und auch im Audio-Bereich liegt mit Peak DV ein
zusätzliches Tool bei , das die Bearbeitung komfortabler gestaltet und die
Einbindung von VST-Plugins ermöglicht . Final Cut Pro 2.0 setzt einen PowerPC
mit mindestens 300 MHz , 192 MByte RAM , Mac OS ab Version 9.1 und QuickTime 5.0
voraus . In der Classic-Umgebung von Mac OS X soll das Programm zunächst nicht
laufen , zumindest werde dies nicht nicht offiziell unterstützt , erklärte Apple
. Compaq erweitert Handheld-Familie Die Pager der kanadischen Firma Research in
Motion ( RIM ) werden demnächst auch unter Compaq-Label erhältlich sein . Wie
der Computerinformationsdienst C|Net berichtet , werden die E-Mail-fähigen
Geräte die iPaq-Produktfamilie des PC-Weltmarktführers erweitern . Die
ursprünglich BlackBarry getauften Pager treten damit in direkte Konkurrenz zum
hauseigenen iPaq-Taschen-PC , der mit Windows CE läuft , aufgrund überraschend
hoher Nachfrage aber fast nirgendwo verfügbar ist . In einer ganz anderen Liga
spielt dagegen der iPaq H1100 , eine Compaq-Version des BlackBarry 957 Pagers .
Mit einem wesentlich größeren Bildschirm , eingebauten Organizerfunktionen ,
einer Intel 386 CPU , 5 MByte Flash RAM , einer Mini-Tastatur und integriertem
Funkmodem hat das Gerät dem Vernehmen nach auch die Herzen führender
Compaq-Manager erobert . Ob die Geräte jemals auf den deutschen Markt kommen
werden ist allerdings zweifelhaft . Linux-PDAs liegen voll im Trend Der
iPaq-Taschen-PC von Compaq scheint sich zum Darling der Linux-Community zu
entwickeln . Zur LinuxWorld in San Jose sollen gleich zwei Lösungen vorgestellt
werden , das Open-Source-Betriebssystem auf den Organizer mit Stift-Bedienung zu
portieren . So hat Century Software jetzt einen Fenstermanager und eine
komplette grafische Entwicklungsumgebung für den iPaq vorgestellt . Die Software
setzt auf der HardHat-Linux-Distribution von Montavista auf und belegt insgesamt
weniger als 8 MByte Speicher . Enthalten sind auch ein Internet-Browser ,
Touch-Screen-Fähigkeit und Handschriftenerkennung . Als Fenstermanager kommt
Microwindows zum Einsatz , das die Farbfähigkeiten des Organizers voll ausnutzt
. Wie bereits berichtet , plant Compaq selbst eine iPaq-Version , die auf Linux
basiert und Gnome als Benutzeroberfläche verwendet . Eine weitere Linux-Variante
setzt wiederum auf X-Windows , befindet sich allerdings noch im
Entwicklungsstadium . Weitere Organizer , die mit Linux-Unterstützung aufwarten
können , sind der Agenda VR3 sowie der Helio von VTech . Letzterer benutzt
PocketLinux als Betriebssystem . Neuigkeiten , wenngleich keine guten , gibt es
auch von GMate , die den Auslieferungstermin ihres Linux-Handhelds YOPY erneut
verschoben haben . Neuer Termin : Ende des Jahres . Zum ersten Mal müssen
Besitzer eines Palm-Organizer jetzt für ein Betriebssystem-Update ins
Portmonnaie greifen . Neu sind unter anderem eine Tagesansicht , die alle
aktuellen Aufgaben und Termine anzeigt , eine Befehlsleiste , eine schnellere
Synchronisation mit dem Desktop-Computer sowie die Fähigkeit , selbige auch per
Infrarot durchzuführen . Das Update ist für die Modelle Palm III , Palm IIIx ,
Palm V , Palm Vx und Palm VII erhältlich . Besitzer eines Palm Vx bekommen die
Betriebssystem-Version allerdings kostenlos . Die deutsche Ausgabe des Updates
soll im Laufe der nächsten Woche verfügbar sein . Comdex : Internet für ( fast )
alle Palm-PDAs Überall hin mitnehmen konnte man die kleinen Organizer schon
immer , doch unterwegs im Internet surfen oder E-Mails verschicken , das war
nicht ohne weiteres möglich . Palm Computing will das mit seinem zur Comdex
vorgestellten Mobile Internet Kit ändern . Hinter dem klangvollen Namen verbirgt
sich allerdings ein reines Softwarepaket : Enthalten ist ein Update auf die neue
Betriebssystemversion 3.5 , ein Programm zum Versenden und Empfangen von
SMS-Nachrichten sowie die Standard-Version von MultiMail , einem
POP3/IMAP4-E-Mail-Client . Im Gegensatz zur Pro-Version ( siehe c't 17/00 , S.
76 ) kann diese allerdings keine Anlagen herunterladen und beschränkt
Textnachrichten auf 60 KByte , wie Palm selber anmerkt . Das Mobile Internet Kit
setzt einen Palm III , IIIx , IIIxe , IIIc , m100 , V oder Vx sowie 660 KByte
freien Arbeitsspeicher voraus . Um überhaupt mit einem Palm-Organizer ins
Internet zu kommen benötigt man allerdings ein geeignetes datenfähiges
Mobiltelefon sowie ein Verbindungskabel oder eine Infrarotverbindung zwischen
den Geräten . Die Konkurrenz ist allerdings schon einen Schritt weiter : Pocket
PCs mit Microsofts Windows CE-Betriebssystem besitzen standardmäßig einen
Webbrowser und E-Mail-Client . Comdex : Streaming Video und Audio für Pocket PCs
Die von Microsoft-Chef Bill Gates im Rahmen seiner Comdex-Keynote angekündigte
Technology-Preview des Windows Media Players für Pocket PCs steht ab sofort zum
Download bereit . Mit der noch experimentellen Version können Besitzer der
Mini-Rechner jetzt auch Streaming Video und Audio beispielsweise über das
Internet empfangen oder entsprechende Video- oder Audio-Dateien abspielen , die
auf dem Pocket PC gespeichert wurden . Auf der Serverseite werden die Windows
Media Services unter Windows 2000 vorausgesetzt . Die jetzt vorliegende Version
des Windows Media Players lässt sich lediglich auf den iPAQ-Pocket-PCs von
Compaq installieren , nächsten Monat sollen dann auch Geräte von Casio und
Hewlett-Packard unterstützt werden . So kann man sich demnächst wohl die
Tagesschau auf dem Nachhauseweg in der U-Bahn anschauen , was bisher eher in
Science-Fiction-Filmen als im Alltag zu bestaunen war . Selbst andere , dem
neuen Media Player vergleichbare Programme für Streaming Video wie PocketTV und
ActiveSky ermöglichten solche Anwendungen zwar schon eine Zeitlang , erregten
damit allerdings auf Grund der bislang zu geringen Datenübertragungsraten im
Mobilfunkbereich eher wenig Aufsehen . Neue Spekulationen um Microsoft Office
für Linux Ist es nur ein unhaltbares Gerücht oder tatsächlich ein ernsthaftes
Projekt ? Paul Thurrott von Wininfo behauptet jedenfalls , er habe Informationen
, wonach eine Firma im Auftrag von Microsoft dabei sei , die Office-Suite " und
andere Programme " des Konzerns aus Redmond auf Unix zu portieren . Das
offizielle Dementi ließ nicht lange auf sich warten : " Wir arbeiten zwar mit
Microsoft zusammen , an diesem Gerücht ist aber überhaupt nichts dran " , so der
leitende Produktmanager Ohad Eilon gegenüber c't . Man besitze tatsächlich die
geeignete Technologie , um Windows-Anwendungen nach Linux zu portieren . Die
Kooperation mit Microsoft beschränke sich zur Zeit aber auf den Internet
Explorer sowie den Windows Media Player . Paul Thurrott bleibt dagegen bei
seiner Version . Er habe bei seinem jüngsten Besuch in Israel mit zwei
Programmierern der Firma gesprochen , die an der Portierung mitwirkten ,
erklärte er gegenüber c't . Ihn amüsiere es , dass jetzt alles dementiert werde
und Mainsoft gleichzeitig Pressemitteilungen veröffentliche , in denen man auf
den eigenen technologischen Vorsprung in diesem Bereich und eine gute
Zusammenarbeit mit Microsoft verweise . Schon früher hatte es immer wieder
Gerüchte um israelische Programmierer gegeben , die angeblich Microsoft Office
auf Linux portierten . Neuer Compaq Pocket-PC mit Graustufendisplay Compaq hat
einen neuen Pocket PC vorgestellt : Der iPaq H3100 kann mit einer 206 MHz Intel
StrongARM-CPU , 16 MByte RAM , USB-Schnittstelle sowie einem
Stereokopfhörerausgang aufwarten und läuft mit Windows CE 3.0 . Der
wiederaufladbare Lithium-Polymer-Akku ermöglicht eine Laufzeit von bis zu 14
Stunden , heißt es bei Compaq . Der neue iPaq kommt im selben Metallic-Gehäuse
wie sein großer Bruder , der bereits seit einigen Monaten erhältliche iPaq H3650
Pocket PC , ist aber mit einem Gewicht von 164 Gramm etwas leichter . Preis und
Verfügbarkeit sind noch nicht bekannt ; in den USA soll das Gerät zunächst
allerdings nicht erhältlich sein . Als Software liefert Compaq die üblichen
Pocket-Versionen von Outlook , Word und Excel sowie eine Schrifterkennung mit .
Mit den handflächengroßen stiftbedienten Minicomputern kann man aber nicht nur
Aufgaben , Termine , Adressen und Telefonnummern speichern , sie sind zugleich
MP3- und Video-Player , Diktiergerät und E-Book-Reader . HP will Pocket PCs
günstiger machen Hewlett-Packard hat seinen neuen Lowcost-Pocket-PC nun auch
offiziell angekündigt . Gestern hatte Microsoft bereits auf seinen Presseseiten
im Internet Fotos des Geräts veröffentlicht . Dabei fällt auch ein
Digitalkameraaufsatz auf , über den es aber noch keinerlei Informationen gibt .
Der HP Jornada 525 soll ab Mitte April zum Preis von 799 Mark in den Handel
kommen und wäre damit der preiswerteste Pocket PC mit Farbdisplay . Der
vergleichsweise niedrige Preis macht jedoch einige Kompromisse notwendig . So
ist das Gerät lediglich mit 16 MByte RAM und einem 256-Farben-CSTN-Display
ausgestattet . Das Gehäuse wird nicht wie bisher aus einer Metalllegierung ,
sondern aus silberfarbenem Plastik bestehen . Das Gerät soll 230 Gramm wiegen ,
was immer noch doppelt so schwer ist wie ein Palm V . Neben den üblicherweise
mitgelieferten Mini-Versionen von Outlook , Word , Excel und Internet Explorer ,
dem MP3-Player sowie dem E-Book-Reader legt HP dem Neuling auch noch einen
WAP-Browser , Pocket Money , Stadtplansoftware , einen Instant Messenger sowie
eine Vollversion von Outlook 2000 bei . Ein Hauch von Hollywood AIST zeigt auf
der CeBIT ( Halle 9 , Stand C53 ) eine runderneuerte Version seiner
Profi-Schnittlösung " MoviePack " . So lotst einen das Programm nun in vier
Arbeitsschritten durch die Filmerstellung , wobei immer nur die jeweils
benötigten Werkzeuge , Befehle und Fenster zur Verfügung stehen . Die
Videoerfassung hat AIST mit Batchcapturing und automatischer Szenenerkennung
erheblich komfortabler gestaltet . Neben der Timeline-Darstellung gibt es nun
auch eine Storyboard-Ansicht , bei der Video-Clips unabhängig von ihrer Länge
mit einer Miniatur des Anfangsbildes dargestellt werden . Hier kann man die
Szenen auch zurechtschneiden ( trimmen ) und Überblendungen vornehmen . Für
komplexere Überlagerungseffekte , bei denen MoviePack seine Stärken so richtig
ausspielen kann , kann man aber jederzeit in die Timeline wechseln . Eigentlich
selbstverständlich , aber in der aktuellen Version " vergessen " : Beim
Verschieben , Löschen und Trimmen eines Videoclips soll MoviePack künftig auch
die Tonspur mit berücksichtigen ; bisher blieb diese unverändert an Ort und
Stelle . Ebenfalls neu ist die Bearbeitung des Lautstärkepegels über ein
sogenanntes Gummiband direkt in der Timeline . Professionelle Trimmwerkzeuge und
noch mehr Effekte sollen das Programm auch im Profi-Bereich attraktiver machen .
So gleicht der " Motion Stabilizer " verwackelte Bilder aus , neu hinzukommen
soll ein Morphing/Warping-Filter , Alpha-Masken werden ein exaktes Freistellen
von Objekten erlauben und der Texturgenerator erzeugt nun auch Wolken- , Holz-
und Marmorstrukturen . Besonders interessant sind die zusätzlichen Plug-ins ,
die teilweise nur dem teureren MoviePack eXtreme beiliegen . Ein echtes
Highlight : Mit dem MotionTracker kann man beispielsweise ein Werbevideo auf die
Seitenwand eines fahrenden LkW projizieren . Wenig spektakulär , für die
tägliche Arbeit aber enorm wichtig sind die nach Herstellerangaben erheblich
verbesserten Vorschaumöglichkeiten . Dank DV-Overlay können jetzt auch komplette
Animationen direkt im Video Control Fenster angezeigt werden und beim Scrubben
in der Timeline wird der aktuell sichtbare Inhalt des Arbeitsfenster als
externes Preview bereit gestellt . Ob man auch die Stabilitäts- und
Performanceprobleme der aktuellen Version behoben hat , wird wohl erst ein
ausführlicher Test zeigen . MoviePack 4 wird auch Skins unterstützen , mit denen
man unter anderem die Farben der Fenster und Menüleisten verändern oder mit
einer Struktur versehen kann . Einige vorgefertigte Oberflächen sollen bereits
beiliegen , der mitgelieferte Skin Parser ermöglicht das Erstellen eigener
Motive . Im Rahmen der Neuentwicklung verändert AIST auch seine Produktpalette .
Das bisherige MoviePack wird zu MoviePack Pro und soll wie bisher für etwa 1800
DM über die Ladentheke gehen . Eine etwas abgespeckte Variante , die MoviePack
Video Edition , wird bereits für 800 DM zu haben sein , jedoch maximal
TV-Auflösungen beherrschen . Die High-End-Version MoviePack eXtreme soll 2800 DM
kosten . AIST plant auch , alle Programme im Paket für einen Aufpreis von etwa
200 DM mit einer OHCI-kompatiblen FireWire-Karte anzubieten . Filme schneiden
wie im Studio Das Programm soll über die Website des Herstellers bezogen werden
können und 99 DM kosten . Zurzeit gibt es lediglich eine 30-Tage-Demo auf den
amerikanischen Pinnacle-Seiten . Währenddessen arbeitet Pinnacle mit Hochdruck
an der Nachfolgeversion , die voraussichtlich im Mai das Licht der Welt
erblicken wird . Studio unplugged 2.0 soll endlich auch Videoeffekte und Filter
bieten , etwa zur Farbkorrektur , für Zeitlupen und Zeitraffer oder zum Zoomen .
Sogar dreidimensionale Bild-in-Bild-Effekte seien dann möglich , verspricht der
Hersteller . Erweitern will man aber auch die Audiofähigkeiten : So sollen sich
MP3-Dateien importieren lassen , bei überlappenden Videoclips überblendet das
Programm auch die Tonspuren automatisch , und dank Insertschnitt soll man
zwischendurch die Kameraeinstellung wechseln können , während der ursprüngliche
Ton im Hintergrund weiterläuft . Das Programm soll nicht nur wie bisher unter
Windows 98 ( SE ) und ME , sondern auch auf Windows 2000 und der demnächst
erscheinenden XP-Variante laufen . Der Preis steht noch nicht fest .
Videoschnittlösung für Einsteiger Der bislang eher für seine Musik-Software
bekannte Hersteller MAGIX Entertainment drängt auf den Markt der
Videonachbearbeitung am PC . Auf der CeBIT ( Kooperationsstand mit Darim , Halle
9 , D36 ) stellt die Firma eine Vorabversion ihres neues Schnittprogramms "
video deLuxe " vor , die am 23. April zum Preis von 99 Mark in den Handel kommen
soll . Die Software soll dank Drag&Drop-Prinzip auch von Einsteigern leicht zu
bedienen sein und bildgenauen Videoschnitt ermöglichen . Damit man sofort
loslegen kann , liefert MAGIX zwei CDs mit lizenfreien Musik- und Filmclips mit
. Auch biete video deLuxe eine große Auswahl an Effektfiltern und Überblendungen
unter anderem zur Farbkorrektur , heißt es bei MAGIX . Komfortabel sind auch die
Nachvertonungsmöglichkeiten des Programms . So gibt es etwa eine Art
Karaoke-Funktion ; und beim Aufsprechen von Kommentaren fürs neueste
Urlaubsvideo senkt video deLuxe automatisch die Lautstärke des Originaltons ab ,
ein Feature , das derzeit kaum eine andere Videoschnittsoftware bietet .
Vielfältig sind die Input- und Outputmöglichkeiten : Die Szenenerkennung von
video deLuxe teilt Aufnahmen automatisch in mehrere Dateien auf . Hersteller
verlangen Mondpreise für PC-Aufrüstung An den großen Markenherstellern wie Dell
, Compaq und IBM scheint der Preisverfall der letzten Monate spurlos
vorbeigegangen zu sein . Für zusätzlichen Speicher , größere Festplatten oder
schnellere Prozessoren zahlt man hier locker mal das Dreifache der Preise im
allgemeinen Computerhandel . Vor allem Firmenkunden liegen nach einem Bericht
des Inquirer zunehmend im Clinch mit den Herstellern . Ein Beispiel aus dem
deutschen Dell-Onlineshop verdeutlicht die Situation : Will man zum Beispiel den
Dimension 4200 Allround PC von 128 auf 512 MByte Arbeitsspeicher aufrüsten ,
muss man rund 700 DM auf den Tisch legen . Doch Online-Versender verkaufen ein
128-MByte-SDRAM-Riegel ( PC 133 , CL3 , Markenhersteller ) für unter 70 DM -
eine Preisdifferenz von mehr als 250 Prozent . Ähnlich sieht es bei Festplatten
aus : Eine 60 GByte Ultra-ATA 100 ( 7200 rpm ) statt der in der
Standardkonfiguration enthaltenen 10 GByte U-ATA 100 schlägt mit gut 460 DM zu
Buche . Die Differenz auf dem freien Markt liegt bei nicht einmal 200 DM . Doch
Dell steht nicht allein - auch Compaq , Hewlett Packard , IBM , Sun und andere
Markenhersteller verlangen deutliche Preisaufschläge , die meist mit
zusätzlichen Garantieansprüchen und mehr Serviceaufwand begründet werden . Aber
das ist wohl nur die halbe Wahrheit . Tatsächlich kommt hier eine
Mischkalkulation zum Tragen , die teilweise günstige Grundkonfigurationen
ermöglicht , bei Sonderwünschen der Kunden aber unbarmherzig das Portemonnaie
leert . Den Käufern nun einfach zu raten , ihre Marken-PCs in Eigenregie
aufzurüsten , ist allerdings problematisch . Erstens können sie dadurch ihre
Garantieansprüche verlieren , zweitens ist nicht sicher , dass die
Zusatzkomponenten auch einwandfrei funktionieren . Manche Hersteller benutzen
nämlich speziell angepasste Mainboards , deren BIOS nur bestimmte
Speicherkonfigurationen unterstützt . Mit Millionen in den Weltraum Doch nicht
jeder kann sich einen Kurztrip auf die Internationale Raumstation ( ISS )
leisten . Für den erst 27-jährigen Internet-Tycoon Mark Shuttleworth ist das
nötige Kleingeld offenbar kein Problem . Der Südafrikaner bereitet sich derzeit
Berichten zufolge in einem russischen Raumfahrtzentrum bei Moskau auf die Reise
vor . Schon der erste Weltraumurlaub hatte zu einer Verstimmung zwischen Russen
und Amerikanern geführt . Die NASA vertrat den Standpunkt , dass der Besuch ein
inakzeptables Sicherheitsrisiko für die reguläre Besatzung der ISS darstelle .
Bei einem Treffen der fünf an dem Projekt beteiligten Organisationen im
kanadischen Quebec hatte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Yury Koptev
noch vor wenigen Tagen zugesagt , dass man vor Fertigstellung des Projekts im
Jahr 2006 keinen weiteren kommerziellen Besucher zur ISS hochschicken wolle .
Allen Beteuerungen zum Trotz trainiert Mark Shuttleworth bereits im russischen
Trainingszentrum Zvezdny für den Aufenthalt im All . Die Schwerelosigkeit an
Bord der ISS und die enorme körperliche Belastung beim Hinflug erfordern eine
mehrmonatige Vorbereitung . Üblicherweise legen die Raumfahrtagenturen auch
extrem hohe Maßstäbe bei der Auswahl geeigneter Kosmonauten an . Microsofts
mobile Visionen Auf der CeBIT hat Microsofts Vizepräsident Juha Christensen (
Foto ) heute weitere Details der .NET-Strategie seines Konzerns für eine ständig
vernetzte , aber kabellose Zukunft vorgestellt . Genau hier will Microsoft mit
seinem Mobile Information Server und einer speziellen Outlook-Version einhaken .
Per WAP kann sich dieser sogar ins Firmennetzwerk einwählen , zu Terminen
einladen und auf die im Exchangeserver gespeicherten Adressbestände zugreifen .
Eine entsprechende Demonstration auf der restlos überfüllten Pressekonferenz
scheiterte zunächst am überlasteten D1-Netz , lief dann aber reibungslos und
erstaunlich schnell , trotz einer maximalen Datenrate von 9,6 kBit/s . Für den
nächsten Schritt hat sich Microsoft strategische Partner wie T-Mobil und Siemens
mit ins Boot geholt . Der zweitgrößte deutsche Mobilfunkbetreiber wird ein
webbasiertes Infoportal für Unternehmenskommunikation aufbauen , später sollen
auch ganze Anwendungen verfügbar sein . Doch nicht nur Server-seitig engagiert
sich Microsoft , ein weiterer Schwerpunkt sind mobile Endgeräte , mit denen der
Anwender auf die neuen Services zugreifen kann . Hier kann man auf neue Pocket
PCs mit integrierter Handyfunktion und GPRS verweisen , die ebenfalls auf der
CeBIT debütieren , unter anderem von Mitsubishi , Sagem und Siemens .
Entsprechende Produkte wurden bislang von Samsung , Sendo und HTC ( kleines Foto
) angekündigt . Und für Handys ohne Microsoft-Betriebssystem hat man unlängst
den Mobile Explorer 3.0 vorgestellt , der HTML , cHTML und WML ( WAP ) anzeigen
kann . Mobil , vernetzt und von Microsoft Auf einer Pressekonferenz durften
Journalisten heute Prototypen und Vorserienmodelle von Samsung ( links ) , Sendo
( rechts ) und HTC bestaunen . Während das bereits gestern vorgestellte und
angeblich schon im Sommer verfügbare MultiMobile von Siemens ( Mitte ) jetzt
offenbar Andromeda heißt und in Wirklichkeit ein mit Handyfunktionen und GPRS
aufgewerteter Pocket PC ist , wollen die anderen Geräte vor allem eins sein ,
das " am einfachsten zu bedienende Multimedia-Handy " . Im Unterschied zu den
Pocket PCs werden die Geräte einhändig über Tasten und Drehrädchen bedient und
nicht per Stift . Als Texteingabemethode kommt vermutlich T9 zum Einsatz .
Hinsichtlich Verfügbarkeit und Preisen hält sich Microsoft noch bedeckt : " Wir
werden auf den Markt kommen , wenn die Geräte zu einem vernünftigen Preis
produzierbar sind , auf jeden Fall aber noch vor Jahresende " , erklärte
Vizepräsident Juha Christensen . Dank der Zusammenarbeit mit führenden
Mobilfunkbetreibern weltweit , unter anderem T-Mobil , France Telecom und
Vodafone , würden die Geräte stark subventioniert angeboten . Christensen preist
Stinger als ideale Plattform für mobile Kommunikation . So werde man mit den
Geräten nicht nur im Internet surfen , sondern auch alle Aufgaben , Termine und
Kontakte jederzeit zur Verfügung haben . Die Leistungsfähigkeit von Windows CE
demonstrierte Christensen mit gestreamten Audio- und Video-Files , die
ruckelfrei und in guter Qualität zu hören und sehen waren . Auch einen
Flash-Player sowie ein Multimedia-Actionspiel präsentierte Microsoft den
beeindruckten Pressevertretern . Weniger Glück hatte man bei der Vorführung
einer Kontaktaufnahme zwischen Pocket PC und Ericcson-Handy per Bluetooth , da
der Akku des Pocket PCs von Casio fast leer war , ein häufiges Problem bei der
aktuellen Gerätegeneration . Mit einem HP Jornada 525 Pocket PC samt
CompactFlash-Bluetooth-Steckkarte von Socket ließ sich dagegen problemlos auf
einem der neuen HP Deskjet-Tintenstrahler drucken . Die kabellose Zukunft rückt
damit ein ganzes Stück näher . Speicherriesen im Miniformat Der britische
Speicherproduzent RiTDATA will als weltweit zweiter Hersteller Festplatten im
CompactFlash-II-Format auf den Markt bringen . Mit 1,1 und 1,6 GByte sollen die
Speicherkapazitäten sogar über denen des bisherigen Alleinanbieters IBM liegen .
Mit einer durchschnittlichen Zugriffszeit von 11 Millisekunden und einer
maximalen Übertragungsrate von 6 MByte pro Sekunde lägen die RiTDATA-Platten
auch von der Performance her an der Spitze . IBMs Microdrives können hier " nur
" mit 12 ms und 4,2 MByte/s aufwarten . In punkto Stromverbrauch gibt es so gut
wie keinen Unterschied , wenn man dem Datenblatt der neuen Minifestplatten
glauben darf . Die maximal 20 Milliampere im Standby-Modus und bis zu 250 mA im
Normalbetrieb liegen allerdings deutlich höher als bei
CompactFlash-Speicherkarten , die ohne bewegliche Mechanismen auskommen . Diese
sind dafür aber auch verhältnismäßig teuer . In der zweiten Augusthälfte werde
man die Festplatten in geringen Stückzahlen über RiTDATAs Online-Shop ordern
können , die Massenproduktion laufe dann im September an , meinte Patrick
Finance von RiTDATA Europa . Während sich die Konkurrenz also noch im
Ankündigungsstadium befindet , hat IBM schon massenweise Microdrives verkauft
und steht kurz vor der dritten Evolutionsstufe . Doch ganz so rasant scheint die
Entwicklung nicht weiter zu gehen . Man habe " gerade entschieden " , dieses
Jahr keine neue Gerätegeneration auf den Markt zu bringen , da man im Moment
keine Nachfrage für Microdrives mit höherer Kapazität sehe , betont Manfred
Berger , europäischer Marketingdirektor für IBMs Minifestplatten . Dies könne
sich allerdings ändern , wenn Camcorder-Hersteller statt konventioneller
Bandkassetten moderne Festplattentechnik einsetzen würden . Die Datenmengen bei
der Aufzeichnung von Video im MPEG-2- oder MPEG-4-Format stellten für die
Microdrives überhaupt kein Problem dar , meint Berger . Auch sind nach Bergers
Worten höhere Kapazitäten von bis zu 6 GByte technisch durchaus machbar , wie
man im Labor bereits unter Beweis gestellt habe . Im nächsten Jahr zu erwartende
Produkte dürften aber eher die Hälfte an Speicherkapazität bieten , deutete der
Manager an . Die neue Konkurrenz macht Berger überhaupt nicht nervös :
Tatsächlich hatten Firmen wie Halo schon vor Monaten eigene Minifestplatten in
Aussicht gestellt , verfügbar sind diese bisher aber nicht . Frühjahrsputz in
der Adobe-Videokollektion Nachdem Adobe vor wenigen Tagen sein
Profi-Videoschnittprogramm Premiere 6.0 auf den deutschen Markt gebracht hat ,
kündigte das Unternehmen gestern eine neue Ausgabe seines
Video-Special-Effects-Tools After Effects an . Die nunmehr fünfte Version des
Programms bietet noch mehr Spezialeffekte , eine stärkere Verzahnung mit anderen
Adobe-Produkten , neue Werkzeuge zur Vektorbearbeitung , dreidimensionale
Animationen und zusätzliche Ausgabeformate . Im Lieferumfang befinden sich noch
mehr Effekte , die durch ihre zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten zum
Experimentieren einladen : Mit " Radio Waves " lassen sich beispielsweise
synthetische Polygonwellen erstellen , das "Vegas"-Plug-in soll Scheinwerfer-
und Blitzlichter simulieren und " Colorama " bringt die Farben eines Videos zum
Pulsieren . Darüberhinaus kann man Ebenen , Kameras und Lichter dreidimensional
animieren . Neu ist die Möglichkeit der hierarchischen Verknüpfung , wobei ein
Objekt zentrale Eigenschaften wie Position oder Skalierung etwa von einer
übergeordneten Ebene " erbt " . Mit sogenannten " Expressions " lassen sich hier
auch komplexe Zusammenhänge formulieren , die Programmierung erfolgt in
JavaScript . Das teurere Production Bundle kann zudem mit
Vektor-Zeichenwerkzeugen aufwarten , die neben der Erstellung von Pinseln auch
das dynamische Retuschieren von Videomaterial erlauben . Mehrere neue
Ausgabeformate sollen After Effects zusätzlichen Käuferschichten schmackhaft
machen : Im professionellen Film- und HDTV-Markt erhofft man sich mit
16-Bit-Farbtiefe pro Kanal eine breitere Akzeptanz , während Webdesignern dank
direkter Ausgabemöglichkeit von Flash-Dateien nun ein weiteres Animations-Tool
zur Verfügung steht . After Effects 5 setzt als Betriebssystem Windows 98 , 2000
, ME oder Mac OS ab Version 9.04 voraus ; von einer Version , die direkt unter
dem Ende März erscheinenden Mac OS X läuft , ist bisher nichts bekannt . Mit
einem Preis von 2.600 Mark beziehungsweise 5.500 Mark für das Production Bundle
ist die Software jedoch nichts für Gelegenheitsanwender . Die deutschsprachige
Version soll voraussichtlich im dritten Quartal in den Handel kommen . Moderner
Verkehrslotse Sensationelles war bei Compaq während der CeBIT auf dem
Riesenstand in Halle 1 nicht zu finden . Der iPAQ-Pocket-PC mit 64 MByte
Speicher war durch eine Indiskretion bereits vor der CeBIT bekannt geworden .
Eine Komplettlösung namens Tegaron Scout auf Basis des iPAQ weckte dennoch das
Interesse der Redaktion . Das schon einige Wochen erhältliche Navigationssystem
für den Straßenverkehr enthält eine spezielle Halterung und Ladeschale für den
iPAQ mit integriertem GPS-Receiver . Es ist damit in der Lage , exakt die
jeweils aktuelle Position des Anwenders zu bestimmen . Über ein angeschlossenes
GSM-Handy wird diese zusammen mit dem gewünschten Fahrtziel per SMS an den
Tegaron-Server übermittelt , der im Gegenzug eine Routenbeschreibung sendet ,
ebenfalls per SMS . Inwieweit diese Methode angesichts überlasteter Netze und
oft verspätet ankommender Text-Nachrichten zuverlässig ist , wird wohl erst ein
Test ergeben . Pro Fahrtziel fallen Kosten von zwei Mark an , die großen
deutschen Mobilfunkbetreiber erstatten dafür die regulär anfallenden SMS-Kosten
. Auf der anschließenden Odyssee durch den Straßendschungel lenkt die auf dem
iPAQ laufende Software den Autofahrer durch entsprechende schematische
Darstellungen und Sprachkommandos . Tegaron nutzt dabei nach eigenen Angaben
auch die an vielen Autobahnen angebrachten Sensoren zur Stauwarnung und kann so
gegebenenfalls eine Alternativroute vorschlagen . Ausprobieren ließ sich dies
jedoch nicht , da in der CeBIT-Halle 1 angeblich kein GPS-Signal zu empfangen
war . Deshalb lief bei Compaq lediglich eine Demo . Und die neigte sich während
der Vorführung schon bald ihrem Ende zu , wie uns die junge Dame von Compaq
signalisierte : " Denn gleich kommt der Vorstandsvorsitzende von
Daimler-Chrysler " . Der dürfte wohl kein Problem damit haben , die gut 2000
Mark für das Komplettpaket beziehungsweise 1030 Mark ohne Pocket PC aufzubringen
. Und mit der Tegaron-Lösung wäre er vielleicht auch pünktlich zum Compaq-Stand
gekommen ... PDA-Marktanteile : Palm und Psion runter , Compaq rauf Nach einer
Erhebung des amerikanischen Marktforschungsinstituts Gartner wurden in Europa im
zweiten Quartal 2001 deutlich weniger Handheld-Computer verkauft als im Quartal
zuvor . Während die Steigerungsrate im letzten Jahr noch 123 Prozent betrug ,
ist jetzt nur noch ein Zuwachs von sieben Prozent gegenüber dem zweiten Quartal
2000 zu verzeichnen . Größter Verlierer ist der (Noch-)Marktführer Palm , dessen
gleichnamige Organizer statt 59,5 nur noch 32,2 Prozent der europaweiten
Handheld-Verkäufe ausmachen . Mehr als versechsfacht hat dagegen Compaq seinen
Marktanteil und liegt mit seinen vor allem bei Firmenkunden populären
iPAQ-Pocket-PCs bei 30,2 Prozent und damit auf dem zweiten Platz . Zulegen
konnte auch Casio von 0,9 auf 3,9 Prozent . Besser als Palm erging es dem
Palm-OS-Lizenznehmer Handspring . Mit jetzt 8,2 Prozent konnten die Kalifornier
den Marktanteil ihrer Palm-OS-basierten Geräte nahezu verdoppeln . Weiterhin auf
dem absteigenden Ast befindet sich dagegen Psion mit seinen Tastatur-Organizern
, die nur noch auf 9,8 Prozent kommen . Bei den meisten anderen Herstellern wie
etwa IBM und Hewlett-Packard gab es wenig Veränderungen . Das von Psion
entwickelte EPOC verliert auch hier etwa die Hälfte seines Marktanteils und
bringt es gerade noch auf zehn Prozent . Seybold : Adobe will Zusammenarbeit
erleichtern Am ersten Tag der Seybold-Konferenz in San Francisco hat Adobe ein
nach eigener Aussage " revolutionäres " Redaktionssystem vorgestellt , das die
Verwaltung von Bildern und Texten in großen Arbeitsgruppen erleichtern soll .
InScope arbeitet auf einem zentralen Server und nutzt Webtechnologie , um
plattformunabhängiges Arbeiten zu ermöglichen . Das bisher unter dem Codenamen
Stilton bekannte Tool soll nun die kompletten Arbeitsabläufe in einem
Unternehmen organisieren und visualisieren , so dass Probleme frühzeitig erkannt
und behoben werden können . Die Kommunikation zwischen einzelnen Mitarbeitern
und Arbeitsgruppen werde dadurch ebenfalls verbessert , versichert Adobe . Durch
seine " offene Architektur " und " Flexibilität " könne das Produkt an praktisch
alle Arbeitsabläufe angepasst werden . Daraus ergibt sich auch , dass es keinen
festen Preis für InScope geben wird . Adobe vertreibt das Produkt über geprüfte
Systemintegratoren , der Preis richtet sich nach dem notwendigen Aufwand zur
Anpassung der Software . Grau in Grau : Neuer Pocket PC in Deutschland Pünktlich
zum Weihnachtsgeschäft hierzulande will Compaq einen neuen Pocket PC auf den
Markt bringen : Mit seinem 206-MHz-Prozessor , 16 MByte RAM und einer
umfangreichen Softwareausstattung soll das Gerät ab Ende November für 999 Mark
über die Ladentheke gehen , erklärte Compaq am heutigen Dienstag . Die Aussage
über die Verfügbarkeit ist jedoch mit einer Prise Vorsicht zu genießen , hatte
Compaq doch schon bei der Farbversion mit enormen Lieferproblemen zu kämpfen .
Branchenkenner führen dies auf eine chronische Komponentenknappheit zurück , die
vor allem LCD-Displays betrifft . Pocket PCs sind handflächengroße Minicomputer
, die mit einem Stift bedient werden und Microsofts Windows CE 3.0 nutzen . Der
Marktanteil der Geräte ist jedoch vergleichsweise gering , Palm Computing hat
hier mit seinen Organizern eindeutig die Nase vorn . Neue AS/400 und RS/6000
Server IBM bietet neue Server-Modelle der AS/400- und der RS/6000-Baureihe an .
Preislich soll der 64-Bit-RISC basierte Server mit fast 10000 US-Dollar knapp
2000 Dollar überhalb dem 150er-Modell liegen , das iX in der Ausgabe 2/98
testete . Der mit dem Unix-Derivat AIX ausgestattete SMP-Server soll ab 19900
US-Dollar erhältlich sein . System/390 durchbricht Schallmauer Mit 1040 MIPS
stellte der IBM S/390 Enterprise Server G5 einen neuen Rekord für Rechenleistung
eines Einzelrechners auf . Weitere Informationen über die System/390-Architektur
sind in iX 10/98 zu finden , die ab dem 10. September am Kiosk liegt . Panasonic
bringt DVD-RAM-Laufwerk Panasonic präsentierte ihr erstes DVD-RAM-Laufwerk mit
SCSI-Schnittstelle . Es kann Medien nach der jüngsten DVD-RAM-Book Version 1.0
mit bis zu 5,2 GByte Kapazität und PD-Cartridges lesen und beschreiben . Das
interne Laufwerk ist mit zwei Lasern ausgestattet . Der erste mit 650 Nanometer
Wellenlänge tastet den 0,74 Micrometer Spurabstand der DVD-Oberfläche ab , der
zweite mit 780 Nanometer Wellenlänge liest die CD-Formate . Die
Datentransferrate soll im DVD-RAM-Betrieb 1385 KByte/s und beim Einsatz von
DVD-ROMs bis zu 2770 KByte/s betragen . IBM verfügt nun auch über ein
64-Bit-Betriebssystem . Um die neuen Features auszuschöpfen , bietet IBM den
RS/6000 Enterprise Server Model S70 an . Er besitzt den 64-Bit-PowerPC RS64 ,
der in der AS/400 E-Serie unter dem Namen Apache vor kurzem eingeführt wurde .
Die S70 ist auf bis zu 12 Prozessoren und maximal 16 GByte Hauptspeicher
erweiterbar . Als erste 64-Bit-Anwendung ist Oracles-Datenbank verfügbar . Kampf
um DVD Hewlett-Packard , Sony , Philips , Ricoh , Yamaha und Mitsubishi
Chemicals wollen noch in diesem Jahr die DVD+RW auf den Markt bringen und dem
DVD-Konsortium unter Führung von Toshiba einen Schlag versetzen : Mit 3 GByte
hat die DVD+RW mehr Kapazität als die DVD-RAM ( 2,6 GByte ) . Toshiba hat
bereits rechtliche Schritte wegen der Verwendung der Bezeichnung DVD angekündigt
. Sony behauptet dagegen , das Kürzel sei nicht geschützt . Darüber hinaus
sammeln Sony und Philips , die im Standardstreit um die DVD vor Jahren gegen
Toshiba unterlagen , Verbündete im Kampf um einen DVD-Audio-Standard : Eine
Schicht soll weiterhin von herkömmlichen CD-Playern abgespielt werden können ,
während eine weitere Schicht eine DVD-ähnliche Kapazität aufweist . Nikolaus
Ebbinghaus Festplatte mit 47 GByte Seagate Technologie liefert derzeit erste
Testexemplare der Festplatte Elite-47 ( ST 446452W ) mit einer Kapazität von 47
GByte für 2995 Dollar an OEMs aus . Das 5,25 Zoll große Laufwerk soll eine
Drehzahl von 5400 U/min , eine MTBF von 800.000 Stunden und eine
UltraSCSI-Schnittstelle besitzen . Die Produktion größerer Stückzahlen soll im
ersten Quartal 1998 erfolgen . GIF-Datei als Netscape-Killer Auf dem Mac kann
davon sogar das ganze System und nicht nur die Anwendung betroffen sein . Der
Internet-Explorer ist davon nicht betroffen . Das Problem taucht auf , wenn das
erste Bild des GIF-Archivs deutlich kleiner ist als die folgenden . Netscape
zeigt die ersten Bilder noch ordnungsgemäß an , die weiteren verursachen
vermutlich einen Buffer-Überlauf , da die Bildgrößen nicht mehr überprüft werden
. Microsofts Internet-Explorer schneidet in solchen Fällen die Übergrößen
einfach ab . Zum Ausprobieren : ein Testbild ist unter anderem auf dem Server
der Unix-AG zu finden . Lotus eSuite für Suns NC Das Java-basierte Office-Paket
eSuite von Lotus ist nun auch für die JavaStation von Sun verfügbar . Ein
ausführlicher Testbericht der eSuite auf einem IBM-NC stand in der iX 6/98 Seite
82-86 . Uno-e/First-e : " Supermarkt für Finanzdienstleistungen " im Internet
Manuel Galatas , Vorstandsvorsitzendes von Uno-e und Gerhard Huber ,
Vorstandsvorsitzender von First-e unterzeichneten heute die Verträge . Dazu
werde man die Strategie als " Supermarkt für Finanzdienstleistungen " umsetzen
und den Kunden Finanzprodukte wie Girokonten , Geldmarktkonten , Brokerage und
IPO-Dienste anbieten . Dazu käme die Möglichkeit , Baukredite , Versicherungen
und ähnliche Produkte verschiedener Anbieter zu vergleichen , um eigene
Finanzentscheidungen zu vereinfachen . In Spanien läuft das Geschäft von Uno-e
seit April 2000 . Der Expansionskurs soll durch Ausweitung des Geschäfts auf
Lateinamerika und die USA forciert werden . Noch in diesem Jahr sollen außerdem
weitere europäische Länder folgen . Eine Vereinbarung von Uno-e/First-e mit der
Overseas Union Bank in Singapur wurde bereits abgeschlossen . In absehbarer Zeit
soll die UnoFirst Bank zudem an die Börse gebracht werden . Sparkassen starten
mit eigenem Discount-Broker Die Sparkassen-Gruppe steigt nach langem Hin und Her
in den Aktienhandel per Internet ein . Der Vorstand des Deutschen Sparkassen-
und Giroverbandes ( DSGV ) entschied sich heute nach längerem verbandsinternem
Streit zu diesem Schritt , um ein Abwandern vor allem der jüngeren Kundschaft zu
bereits etablierten Discount-Brokern zu verhindern . Bisher hinkten die
Sparkassen beim Online-Banking hinterher . Erst kürzlich hatten mehrere große
Sparkassen die Verbandsspitze wegen der noch nicht gegründeten eigenen
Internet-Bank scharf kritisiert und eigene Konzepte entwickelt , auf deren Basis
eine Online-Bank errichtet werden sollte . Vor allem Zweigstellen in ländlichen
Gebieten und die von ihnen dominierten Landesverbände hatten sich dagegen
kritisch über eine Internet-Bank geäußert . Das neue Internet-Portal soll als
zentrale Anlaufstelle für die Kunden im Netz dienen . Eingehende Kundenanfragen-
und Aufträge werden dann zur Bearbeitung an die Sparkassen vor Ort
weitergeleitet . Die Wertpapierkonten der Kunden werden laut Sparkassenverband
beim Online-Broker geführt ; die zur Deckung der Wertpapiergeschäfte notwendigen
Geldkonten können bei den Sparkassen verbleiben . Neben dem Online-Geschäft soll
das traditionelle Schaltergeschäft als gleichwertiger Vertriebsweg bestehen
bleiben . Darüber hinaus will die Sparkassen-Finanzgruppe mit www.sparkasse.de
ein Internet-Finanzportal für Privatkunden und einen virtuellen Marktplatz für
Geschäftskunden einrichten . Zusätzliche Impulse könnten sich durch die mit AOL
geschlossene Kooperation ergeben . Telekom übernimmt angeblich Cable&Wireless
Die Deutsche Telekom steht offenbar kurz vor der Übernahme des britischen
Telefonkonzerns Cable&Wireless ( C&W ) , heißt es in diversen Berichten der
Wirtschaftspresse unter Berufung auf Telekom-Kreise . Die Deutsche Telekom wurde
schon häufig mit C&W in Verbindung gebracht . Nach Meinung von Branchenexperten
wäre eine Übernahme von C&W für die Telekom durchaus sinnvoll . C&W ist die
zweitgrößte Telefongesellschaft in Großbritannien und einer der größten
Internet-Carrier in den USA . Mit der Übernahme eines solchen Unternehmens
könnte der Telekom doch noch der Einstieg in den globalen
Telekommunikationsmarkt gelingen . Gerüchte , wonach die Telekom noch in dieser
Woche ein Angebot für den amerikanischen Telefonkonzern Sprint abgeben will ,
der nach den gescheiterten Fusionsplänen mit WorldCom als Übernahmekandidat in
Frage kommt , halten sich ebenfalls hartnäckig . Mit den derzeit prall gefüllten
Taschen kann der rosa Riese jedenfalls noch für einige Überraschungen sorgen .
Kuddelmuddel bei UMTS-Bewerbern in Europa In Holland startete heute das
Bieterverfahren für die UMTS-Lizenzen . Kurz vor Beginn der Auktion zogen
Hutchison Whampoa ( Hongkong ) und die Nogenta Swedisch Acquisition , Tochter
der britischen NTL , ihre Bewerbungen zurück , teilte ein Sprecher des
niederländischen Verkehrsministeriums in Den Haag mit . Zum Kreis der Bieter
gehören nun noch die ehemals staatliche Telefongesellschaft KPN , Libertel ,
eine 70-prozentige Tochter von Vodafone AirTouch , Dutchton , eine Tochter der
France Telecom , Versatel und das Konsortium 3G Blue , dem auch die Deutschen
Telekom angehört . Nach Meinung von Marktbeobachter wäre eine Kooperation
zwischen KPN und Hutchison in Holland nur möglich gewesen , wenn beide
Unternehmen dem holländischen Verkehrsministerium befriedigende Auskunft über
ihre Stellung in dem Bieterverfahren gegeben hätten . Ansonsten hätte ein
Ausschluß gedroht . Dies könnte auch der Hintergrund für einen möglichen Rückzug
von KPN , in Deutschland vertreten durch E-Plus , aus dem Kreis der Bieter hier
zu Lande sein . Nach den bestehenden Reglement in Deutschland darf ein
Unternehmen nur einmal an der Auktion mitbieten . Durch die Kooperation der drei
Telekom-Konzerne wäre E-Plus in Deutschland jedoch gleich zweimal vertreten , da
das Hutchison-Unternehmen Auditorium Investments Germany hier eine UMTS-Lizenz
ersteigern soll . In einem vergleichbaren Fall mußte Orange seine Bewerbung in
Deutschland zurückziehen . Die Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Deutschland
beginnt Ende Juli . Kaum Interesse an Green Card in Norddeutschland Eine
dpa-Umfrage bei Unternehmen in Schleswig-Holstein und Hamburg ergab nur mäßiges
Interesse der Informations- und Technologiebranche an der Green Card . Die
Initiative der Bundesregierung wird jedoch grundsätzlich positiv beurteilt .
Anscheinend haben gerade kleinere Unternehmen , die überwiegend auf dem
deutschen Markt agieren , mit ausländischen Experten ihre Probleme : Da wäre vor
allen die sprachliche Hürde , denn eine Firma , die beispielsweise
deutschsprachige Webseiten erstellt , habe mit einem Fremdsprachler wohl einige
Schwierigkeiten . Außerdem entspreche es nicht umbedingt der Philosophie einiger
Unternehmen , wenn sie von vornherein wüssten , dass der Mitarbeiter nach
einigen Jahren wieder gehen müsste . Trotzdem läuft den meisten Unternehmen die
Green-Card-Initiative zu schleppend . Deren Wachstum sei derzeit nur von der
fehlenden Möglichkeit begrenzt , entsprechend qualifizierte Leute einzustellen .
Zunächst sollen 10.000 , bei entsprechendem Bedarf bis zu 20.000 Fachkräften
eine Arbeitserlaubnis erhalten . Teles gründet Internet-Akademie Etwa 80.000 bis
100.000 qualifizierte Internet-Arbeitskräfte fehlen allein in Deutschland pro
Jahr , betonte Teles-Sprecher Herbert Beinlich gegenüber c't . Teles möchte nun
Internet-Spezialisten speziell für den Mittelstand ausbilden , um den
Unternehmen den Zugang zum E-Commerce zu vereinfachen . In der Ausbildung soll
das hierzu nötige Handwerkszeug vermittelt werden . Teles plant , 15 bis 20
verschiedene Kurse zum Selbststudium anzubieten . In dem ca. ein Jahr dauernden
Studiengang müssen 8 bis 10 Fächer mit einer Prüfung abgeschlossen werden . Es
besteht jedoch auch die Möglichkeit , einzelne Kurse nach eigener Wahl zu
belegen . Alle Kurse müssen aber mit einer Prüfung abgeschlosen werden , um ein
entsprechendes Zertifikat zu erwerben . Zur Anerkennung der Zertifikate und zum
Zwecke der Förderung der Akademie stehe die Firma derzeit in Verhandlungen mit
einigen große Firmen wie Cisco und Microsoft , aber auch mit staatliche Stellen
wie dem Arbeitsamt , erklärte Beinlich . Nach derzeitigen Stand müssten die
Prüfungen in Berlin abgelegt werden . Die TIA will jährliche Absolventenzahlen
im fünfstelligen Bereich erreichen . Der Betrieb soll im dritten Quartal 2000
beginnen , 2001 ist eine Studentenzahl von über 10.000 Studenten anvisiert . Die
Finanzierung der Akademie möchte Teles über Gebühren erreichen - in welcher Höhe
sie liegen sollen , gab das Unternehm bislang aber nicht bekannt . Bereits im
Mai 1999 hatte die Teles AG die Weichen für eine Internet-Ausbildungsfirma mit
der Übernahme der auf IT-Weiterbildung spezialisierten SPC-Gruppe gestellt .
Alcatel : Mit Handys und Netzwerkausrüstung zum Erfolg Dem lange Zeit
kränkelnden französischen Elektronikkonzern Alcatel beschert offensichtlich der
Mobilfunkboom eine Zukunftsperspektive . 1997 lagen die Verkaufzahlen noch bei
drei Millionen . Mit unterkühltem Techno-Look und zusätzlichen Funktionen will
Alcatel nach eigenen Angaben Geschäftskunden und gehobene Käuferschichten
anlocken . Die neuen Modelle sollen zuerst in Asien auf den Markt kommen . Ab
2001 könnten die ersten Geräte mit dem Übertragungssystem GPRS ( General Packet
Radio Service ) ausgeliefert werden . Auch die Herstellung von Mobiltelefonen
nach dem UMTS-Standard ( Universal Mobile Telecommunications System ) sei fest
eingeplant . Aber auch von der Infrastruktur für den Mobilfunk möchte Alcatel
offensichtlich profitieren : Im Bereich für Vermittlungstechnik gilt die
Partnerschaft zwischen Alcatel und der Deutschen Telekom als besonders eng .
Schleswig-Holstein entscheidet über Multimedia-Campus Ein so genannter
Multimedia-Campus ( MMC ) in Schleswig-Holsten soll die qualifizierte Ausbildung
von Fach- und Führungskräften für die Informationsgesellschaft gewährleisten .
Nach dem Wettbewerb zwischen Kiel und Lübeck um den Zuschlag für den MMC ist die
Standortfrage zugunsten Kiels so gut wie entschieden . Den Ausschlag für Kiel
gibt wohl nach einer von der Landesregierung in Auftrag gegebenen Studie die
breitere Industriebasis und bessere Infrastruktur der Landeshauptstadt und des
Umlands im Informations- und Kommunikationsbereich gegenüber Lübeck . Die
endgültige Entscheidung will die rot-grüne Landesregierung am morgigen Dienstag
bekanntgeben . Vier Säulen sollen den MMC bilden . Die wichtigste ist eine
international ausgerichtete Akademie für neue Medien , in der in einem 18 Monate
dauernden Aufbaustudiengang für Kommunikationstechnik neben technischen auch
künstlerische Aspekte vermittelt werden sollen . Englisch soll die Hauptsprache
des Studiums mit einem 6- bis 8-wöchigen integrierten Auslandsaufenthalt sein .
Die Auswahl geeigneter Bewerber möchte die Akademie über ein noch näher zu
spezifizierendes Qualifikationsprofil treffen . Die zweite Säule des MMC soll
das Fach Electronic Business auf Hochschulniveau sein . Einschlägige
Fachdisziplinen des IT-Bereichs sollen mit kommunikativen , kulturellen und
managementrelevanten Fächern zu einem Master-Studiengang zusammengefaßt werden ,
wie aus einem c't vorliegenden Projektentwurf hervorgeht . Diesen Studiengang
sollen Interessierte bereits zum kommenden Wintersemester beginnen können . Als
Abschluß ist ein Master of New Media möglich . Als dritte und vierte Säulen sind
ein IT-Gründungszentrum und ein IT-Unternehmenspark geplant . Die
Landesregierung möchte die Finanzierung des Projekts als Public-Private
Partnership realisieren . Beteiligte Unternehmen sind beispielsweise Mobilcom ,
der britische Energiekonzern TXU und die Landesbank Schleswig-Holstein .
Öffentliche Fördergelder sollen aus Landesmitteln und einem EU-Strukturfonds
fließen . Des weiteren denkt die Landesregierung daran , die Finanzierung aus
eigenen Einnahmen des MMC wie etwa Studiengebühren zu bestreiten . Über deren
Höhe wollte sich Haack jedoch noch nicht äußern . Elektronikfehler führte zu
Seilbahn-Unglück am Nebelhorn Das Seilbahn-Unglück am Nebelhorn im Allgäu ist
nach jüngsten Erkenntnissen auf einen Fehler in der Elektronik zurückzuführen .
Menschliches Fehlverhalten liegt nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kempten
nicht vor . In einer heute c't zur Verfügung gestellten Erklärung der
Kriminalinspektion Kempten heißt es , dass am vergangenem Donnerstag eine
Spannungsschwankung in der Stromversorgung der Bahn aufgetreten war , die jedoch
keine sicherheitsrelevante Bedeutung hatte . Sie führte nur dazu , dass die
Gondeln für kurze Zeit stehen blieben . Um den Grund für die Spannungsschwankung
festzustellen , wurde in der Kommandostation ein Messsystem installiert . Wider
Erwarten hat der Messaufbau wichtige Informationen für die elektronischen
Steuerung der Bahn verändert , wodurch ein falsches Geschwindigkeitsverhalten
simuliert wurde , heißt es in dem Untersuchungsbericht . Nach Auskunft eines
Sachverständigen sind Messungen auch während des Betriebs notwendig und Stand
der Technik . Das Messgerät sei ordnungsgemäß und technisch korrekt installiert
worden . Auch sei die Bahn vor dem Unglück in technisch einwandfreiem Zustand
gewesen , alle Sicherheitseinrichtungen hätten funktioniert . Das Unglück
ereignete sich nach der Installation des Messgeräts am Donnerstagnachmittag
letzter Woche an der Mittelstation in Seealpe in 1280 m Höhe . Drei Mitarbeiter
der Bahn hatten unabhängig voneinander vor dem Aufprall noch den Nothalt
betätigt . Die Gondel aus dem Tal und die andere von der Bergstation waren
zeitgleich auf voneinander unabhängigen laufenden Seilbahnen in die Station
eingefahren und gegen die Puffer geprallt . Durch die Wucht des Aufpralls
stießen sie anschließend an begrenzende Betonteile im Einfahrtsbereich . Bei dem
Unglück wurden insgesamt 32 Menschen verletzt , von denen sich vier derzeit noch
mit Knochenbrüchen noch im Krankenhaus befinden . Es war der erste Unfall in der
70-jährigen Geschichte der Nebelhornbahn . Startschuß für Multimedia-Campus in
Kiel Die rot-grüne Landesregierung von Schleswig-Holstein entschied sich am
heutigen Dienstag - wie erwartet - offiziell für Kiel als Standort für den neuen
Multimedia-Campus ( MMC ) . Dies teilte Ministerpräsidentin Heide-Simonis nach
einer Kabinettssitzung mit . Den Ausschlag für Kiel gegenüber Lübeck gaben
letztendlich die Standortvorteile , besonders die Konzentration von
Software-Unternehmen und das Leistungsspektrum der Hochschulen . " Dieses
Projekt wird einen bedeutenden Akzent für das wirtschaftliche Zukunftsprofil
Schleswig-Holsteins setzen " , betonte Simonis . In den nächsten Tagen werde ein
Gründungsmanagement in Zusammenarbeit mit der Landes- und einer Investitionsbank
eingesetzt . Gemeinsam mit den Projektpartnern in Kiel und den Unterstützern aus
der Wirtschaft werde rasch eine Trägergesellschaft gegründet , die alle weiteren
Schritte zügig vollziehen soll , betonte Wirtschafts- und Technologieminister
Bernd Rohwer . Im Sommersemesters 2001 soll der MMC den Studienbetrieb aufnehmen
. Image-Gewinn für Mittelstand durch Internetauftritt Kleine und
mittelständische Unternehmen verstärkten ihre Bemühungen , mit eigenen Webseiten
im Internet präsent zu sein , um so vor allen eine Verbesserung des
Kundenservices und des Images ihres Betriebes zu erreichen , so eines der
Ergebnisse einer Studie von Dr. Andreas Kaapke vom Institut für Handelsforschung
der Universität Köln . Der Einzelhandel bescheinigt mit 35 Prozent dem
Online-Geschäft einen hohen Stellenwert , beim Großhandel liegt die Zahl nur bei
10 Prozent . Auf die Frage nach der zukünftigen Bedeutung der Vermarktung im
Internet liegen die Zahlen deutlich höher : 40 Prozent der Unternehmen
beauftragten externe Internetdienstleister mit der Erstellung ihrer Webseiten ,
nur 16 Prozent übernahmen diese Aufgabe selbst . Defizite bestehen jedoch bei
der Aktualisierung der Seiten . Nur 40 Prozent der Unternehmen kümmern sich
einmal pro Monat darum , nur 10 Prozent aktualisieren ihre Seiten täglich . Die
Bekanntmachung des Internetauftritts erfolgt zu 60 Prozent durch Angaben auf
Briefbögen und Visitenkarten . Preise von Produkten finde man auf den Webseiten
bislang recht selten . Nach Ansicht von Kaapke liegt das daran , dass sich die
Firmen nicht unbedingt einem Preis-Qualitäts-Wettbewerb stellen wollen . Dies
äußert sich auch durch die mangelnde Möglichkeit , online zu bezahlen , die nur
10 Prozent der befragten Unternehmen anböten . Überwiegend werde immer noch die
klassische Rechnung verwendet . Der Grund für die schleppende Entwicklung der
Online-Geschäfts liegt nach Auskunft der Unternehmen in der mangelnden
Sicherheit und Störanfälligkeit des Internets . 30 Prozent gaben logistische
Probleme an . Im Vergleich zum herkömmlichen Handel kann der E-Commerce nach
Auskunft der Unternehmen bislang nicht überzeugen . Durch das Fehlen von
Beratung , Einkaufserlebnis und sozialer Interaktion beim E-Comnmerce könne
dieser bislang nicht die gleiche Leistung wie der normale Handel erbringen .
Forum für Schiffbau am Computer gegründet Das heute in Rostock gegründete
Anwendungs- und Entwicklerforum ProVR hat sich viel vorgenommen : Der zunehmende
Wettbewerbsdruck im internationalen Schiffsbau erzwinge eine effektivere
Arbeitsweise in der Planung , Konstruktion und Fertigung maritimer Anlagen sowie
den Einsatz neuer Medien in der unternehmensübergreifenden Kommunikation und im
Marketing , heißt es in der Konzeption . Der Virtual-Reality-Technik ( VR )
komme eine Schlüsselstellung im Schiff- und Anlagenbau zu - vor allem zur
Erhöhung der Effektivität der Planungs- , Entwurfs- und Konstruktionsphase . Die
Nachteile von altherkömmlichen Konstruktionsweisen und kostspieligen Modellen
sollen durch gezielt an die Bedürfnisse der maritimen Industrie angepasste
Technologien vermieden werden . An dem ProVR-Forum des Zentrums für Graphische
Datenverarbeitung ( ZGDV ) sind die Werften Mecklenburg-Vorpommerns ,
Engineering-Dienstleister , Systemzulieferer und Forschungseinrichtungen
beteiligt . Vorrangige Aufgabe des ProVR soll die Verbesserung der Marktchancen
der beteiligten Unternehmen durch effektiven Einsatz der neuen Technologien sein
. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählt die Vereinigung unter anderem die
Bündelung von Kompetenzen unterschiedlicher Spezialisten und den
Know-how-Transfer zwischen den Unternehmen über ein Netzwerk , um von
verschiedenen Standorten aus an einem Schiffsmodell arbeiten zu können . Dies
soll durch den Einsatz moderner Kommunikationstechniken zwischen den beteiligten
Unternehmen wesentlich verbessert werden . Das Forum plant , regelmäßige Treffen
und Informationsveranstaltungen durchzuführen , um die Hauptakteure aus
Anwendung und Systemtechnik mit Softwareherstellern und Instituten aus Forschung
und Entwicklung zusammenzubringen . Gemeinsam wollen die Beteiligten an der
Förderung und Entwicklung innovativer Techniken arbeiten . Hauptziel ist es
dabei , die Entwicklungszeiten zu verkürzen und die Wettbewerbsfähigkeit im hart
umkämpften Schiffbau-Markt zu sichern . In einem vom Bundesforschungsministerium
geförderten Pilotprojekt auf der Aker-MTW-Werft habe sich sich bereits gezeigt ,
dass die " Tele-Kooperation " und die VR-Technik der Virtual Reality effektiv
genutzt werden könnten . eBay zieht sich von Auktionen " mit Hammer " zurück Das
Internet-Auktionshaus eBay möchte seine bereits seit mehr als einem Jahr
andauernden Anstrengungen verstärken , mehr hochwertige Kunst und Antiquitäten
über das Internet zu verkaufen . eBay erhofft sich damit , seine
Einnahmesituation erheblich zu verbessern . Versteigerungen " mit Hammer " soll
es zukünftig in den Räumen von Butterfield in Chicago nicht mehr geben . Die
Auktionsgalerie von Butterfield soll in ein Internet-Auktionsbüro umgewandelt
werden . Grüne planen Parteitag im Internet In Diskussionsforen sollen
Parteimitglieder über Debattenbeiträge beraten können . Diese Beratungen soll
jeder , der über einen Internetanschluss verfügt , mitverfolgen können . Ein
parallel zu den Beratungen tagendes Präsidium soll dann über die Ergebnisse
abstimmen . Zum Schuz gegen mehrfache Stimmabgaben werden nur einmal gültige
TANs ( Transaktionsnummern ) , vergleichbar zu den TANs beim Internet-Banking ,
an die Mitglieder vergeben . In Chat-Rooms sollen Nicht-Mitglieder eigene
Beiträge und Kommentare abgeben können . Die Partei will damit verstärkt das
Interesse an den neuen Medien wecken . Außerdem würden in einem großen
Bundesland wie Baden-Württemberg bei einem virtuellen Parteitag für die
Delegierten zum Teil erhebliche Anfahrtswege entfallen , hieß es bei den Grünen
. Auch eine wesentlich flexiblere Zeiteinteilung wäre für die Teilnehmer möglich
. Themen des Internet-Parteitags sollen aus dem Bereich neue Medien und
Familienpolitik kommen , jedoch muss der Landesvorstand darüber noch entscheiden
. Gateway kann Gewinn deutlich steigern Computerhersteller Gateway hat im
zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres deutlich mehr verdient . Die
Gewinnspanne konnte damit um 23,3 Prozent verbessert werden . Mit einem Gewinn
pro Aktie von 0,37 US-Dollar lag man damit 0,01 US-Dollar über den Erwartungen
der Analysten . Mit einer Steigerung von 40 Prozent im Bereich " beyond the box
" , also dem , was nicht direkt aus dem PC-Geschäft resultiert , konnte Gateway
sein Jahresziel bereits im zweiten Quartal erreichen . Dieser Geschäftsbereich
soll auch künftig weiter forciert werden , betonte Finanzchef John Todd , der
sich zufrieden mit den Ergebnissen zeigte . Die US-Börse allerdings reagierte
verhalten auf die Quartalszahlen . Vor Bekanntgabe stieg die Gateway-Aktie auf
71 US-Dollar . Im nachbörslichen Handel gab sie jedoch auf 70,75 US-Dollar
leicht nach . o.tel.o will mit großen Plänen aus den roten Zahlen Das Kölner
Telekommunikationsunternehmen o.tel.o hat die Schallmauer von einer Millionen
privater Telefonkunden durchbrochen , sagte Firmensprecher Christian Ehrentraut
am heutigen Freitag auf einer Pressekonferenz . 250.000 neue Kunden konnten
allein in den letzten sechs Monaten hinzugewonnen werden . Über das
Nettoergebnis gab er zwar keine Auskunft ; o.tel.o schreibt aber nach wie vor
rote Zahlen . Die gesamte Arcor-Gruppe möchte aber im nächsten Jahr die
Gewinnzone erreichen . Seit der Übernahme durch Mannesmann Arcor im April 1999
konzentriere man sich ausschließlich auf Privatkunden und kleinere Unternehmen .
Ehrmanntraut sieht die Basis für den Erfolg in Telekommunikationsangeboten für
den Massenmarkt aus einer Hand . Derzeit bietet o.tel.o in 10 Städten
ISDN-Ortsanschlüsse an . Ab Herbst sollen Kunden von o.tel.o für Festnetz und
Mobilfunk nur noch eine Rechnung erhalten , kündigte o.tel.o Vertriebschef
Siegfried Römer an . o.tel.o werde dann als Service-Provider für D2 fungieren .
Auch in den Bereichen Internet und Mobilfunk will o.tel.o sein Angebot erweitern
. Dazu sollen unter anderem registrierte Internetzugänge , Internet by Call und
Unified Messaging Services gehören . Durch die neu hinzugewonnenen
Kooperationspartner amway und des Berliner Energieversorgers Ares verspricht
sich o.tel.o weitere Impulse : amway soll künftig Angebote von o.tel.o an seine
100.000 selbständigen gewerbetreibende Kunden verkaufen . Über Ares sollen
o.tel.o-Kunden künftig auch Strom bekommen können . Im Gegenzug vertreibt Ares
dann o.tel.o-Produkte . Als " Dank für den Erfolg " will das Unternehmen seine
Preselect- und ISDN-Kunden morgen bundesweite Ferngespräche für einen Pfennig
pro Minute führen lassen . Eine Entscheidung des Eigentümers Vodafone über einen
Börsengang von Arcor soll in den nächsten Wochen fallen . Die zum
Vodafone-Konzern gehörende Mannesmann AG hatte vor wenigen Tagen angekündigt ,
49 Prozent des Kapitals der italienischen Festnetzgesellschaft Infostrada dieses
Jahr an die Börse zu bringen . Microsoft : MSN startet durch Die meisten Firmen
bauen jedoch auf Angaben von Rating-Agenturen und nicht auf Besucherzahlen , die
von einem Anbieter selbst herausgegeben werden . In unabhängigen Rankings auf
dem US-Markt wird MSN hinter AOL und Yahoo auf Platz drei geführt . Einige
Marktbeobachter meinten daher , man solle eine genauere Prüfung der Zahlen von
Microsoft abwarten . Möglicherweise sehe Microsoft nur die Zahlen von Ländern ,
in denen MSN zu den dominanten Anbietern gehöre . Noch vor einem Jahr sei das
Microsoft Network weit davon entfernt gewesen ein sogenannter Komplettanbieter
für Internetdienste zu sein , erklärte Brad Chase , Vize-Präsident der Microsoft
Consumer Group , zu der auch MSN gehört . Aber man sei auf einem guten Weg . Die
Zahl der Besucher wachse rasant . Allein im zweiten Quartal habe MSN 800.000
Benuzter hinzugewonnen . Zu den Geschäftszahlen trugen in erster Linie die
Produktionsbereiche Halbleiter , Verbrauchselektronik und Komponenten bei ,
teilte Philips mit . Das Wachstum bei den Halbleitern betrug 60 Prozent . Erst
vor kurzem hatte Philips angekündigt seine Investitionen in diesem Bereich zu
verstärken und hatte eine fertige Anlage von IBM gekauft . In den folgenden zwei
Jahren plant Philips mindestens 50 Prozent seines Busines-to-Business-Geschäfts
( B2B ) über das Internet abzuwickeln . Der Konzern verspreche sich , über den
E-Commerce seine Transaktionskosten um etwa 30 Prozent zu reduzieren , teilte
eine Firmensprecherin mit . Der Internet-Anteil am B2B-Geschäft von Philips
liegt derzeit bei nur 5 Prozent . Dies sei unter anderem nötig , um die
Ausbildung der weltweit 40.000 Angestellten zu verbessern . Des weiteren
verspreche sich Philips durch den E-Commerce seine Kunden besser über Produkte
sowie deren Verfügbarkeit und Lieferzeiten informieren zu können . AOL und
Citigroup schließen Pakt für Online-Banking AOL und die Citigroup haben eine
langfristig angelegte Allianz angekündigt , um über den Online-Dienst das
gesamte Spektrum von Finanzdienstleistungen der Citigroup anzubieten .
Eingebunden werden soll das Angebot der Citigroup in AOL selbst und daneben in
die AOL-Sparten CompuServe , Digital City und AOLTV . Die Citigroup möchte dafür
neue Bezahl- und Geldtransfermöglichkeiten speziell für das Internet entwickeln
sowie als " Verrechnungsstelle " für Transaktionen über AOL fungieren . Zugriff
auf Angebote der Citigroup sollen AOL-Kunden ab dem Herbst erhalten . Weitere
Angebote sollen im Laufe der Zeit folgen . Im Gegenzug sollen die Citigroup und
ihre Partner Werbung für AOL machen . Sternenbeobachtung via Internet Zwei
vollautomatische Instrumente mit 80 cm Spiegeldurchmesser sollen an
Observatoriumsstandorten in Texas und Südafrika aufgestellt werden . Die
gezielte Positionierung der Teleskope über Roboter-Steuerungen und ihre
Vernetzung untereinander sollen Beobachtungen des gesamten Himmels ermöglichen .
Ab 2002 soll das Netzwerk der ferngesteuerten Instrumente zu einem wesentlichen
Teil Schülern zur Verfügung stehen , um einen Beitrag zur Verbesserung des
Physik- und Informatikunterrichts zu leisten . Besonders Einübung in den
sinnvolle Umgang mit dem Internet und den Einsatz von Computern im
naturwissenschaftlichen Unterricht sind Ziele des Projekts . Zunächst sollen
Oberschüler in den Genuss der Nutzung kommen . Nach entsprechender Ausbildung
des Lehrpersonals sollen dann auch jüngere Schüler mit den Teleskopen arbeiten ,
um frühzeitig Interesse an Physik und Astronomie zu wecken . Das gewonnene
Bildmaterial soll dann mit entsprechender Software von den Schülern
weiterverarbeitet und ausgewertet werden . Der Zugang zu den Teleskopen werde
aber passwortgeschützt sein und nur unter qualifizierter Anleitung erfolgen .
Software und Lernprogramm sind an das internationale Projekt " Hands-On Universe
" ( HOU ) angelehnt , an dem auch die Göttinger Sternwarte beteiligt ist .
Bertelsmann schluckt angeschlagenen Online-Musikhändler CDnow Das Gütersloher
Unternehmen erklärte am heutigen Donnerstag , es bezahle drei US-Dollar je
CDnow-Aktie in bar . Mit der Übernahme will Bertelsmanns seine Position als
weltweites Unternehmen für Internet-Inhalte und E-Commerce stärken , betonte
Klaus Eierhoff , Vorstandsmitglied von Bertelsmann . CDnow gilt als einer der
Pioniere im E-Commerce mit Musik . Zum Unternehmen gehört außerdem der
CDnow-Videoshop und der interaktive Bereich CDnow Media , der unter anderem
tägliche Nachrichten und Interviews mit Künstlern anbietet . Marktbeobachter
sehen in der Übernahme ein weiteres Anzeichen für das Ende vieler junger
Internet-Unternehmen , der so genannten Dot.Coms . Klassische Anbieter , die ihr
Heil zusätzlich im E-Commerce suchen , scheinen ihnen nach und nach im Internet
den Rang abzulaufen . Mobilfunkspezialist Ericsson mit satten Gewinnen Damit
verbesserte sich der bereinigte Gewinn je Aktie um 90 Prozent auf 0,07 Euro .
Ericsson gilt als weltweiter Marktführer in der mobilen Netzwerk-Infrastruktur
und liegt hinter Nokia und Motorola auf Platz drei bei der Herstellung von
Mobiltelefonen . Besonders Erfolgreich war Ericsson im Geschäft mit den
Netzbetreibern . Mehr als zwei Drittel der Einnahmen stammen aus diesem Segment
. Nicht ganz so schön sieht es allerdings bei den Geräten aus , mit denen die
Verbraucher konfrontiert sind . Ein von Ericsson eingeleitetes Aktionsprogramm
durch eine veränderte Einkaufspolitik bei den Bauteilen für Mobiltelefone sowie
eine Straffung der Modellpalette und verbesserte Herstellungsprozesse sollen
hier Abhilfe schaffen . Ericsson hofft damit wohl , bei Handys zu den beiden
Hauptkonkurrenten aufschließen zu können . Ericsson hatte in letzter Zeit
verstärkt in die Entwicklung des " mobilen Internets " investiert und im zweiten
Quartal mehrere neue Produkte vorgestellt - darunter ein Mobiltelefon mit GPRS (
das allerdings erst Ende dieses Jahres lieferbar sein soll ) und
Bluethooth-Produkte . Besonderes Wachstumspotential sehen die Schweden im Aufbau
der UMTS-Netze , die nach Firmenangaben schneller als erwartet vonstatten gehen
soll . Für den künftigen Geschäftsverlauf erwartet Ericsson eine
Umsatzsteigerung von mehr als 25 Prozent sowie eine Umsatzrendite von etwa 10
Prozent . PDA-Hersteller Handspring steigert Umsatz und macht Verlust Bei den
Gewinnen sieht es allerdings noch nicht besonders rosig aus : Das Ergebnis
übertraf jedoch die Erwartungen von Analysten , die mit einem Verlust von 19
Cent pro Aktie gerechnet hatten . Handspring wurde 1998 von den Erfindern des
Palm-PDA als eigenständiges Unternehmen gegründet . Das erste Produkt von
Handspring , der Visor , der ebenfalls mit dem Betriebssystem PalmOS läuft , ist
seit September 1999 auf dem US-Markt und wird seit Mai auch in Deutschland
vertrieben . Eine der Besonderheiten des Gerätes ist die von Handspring
entwickelte Springboard-Schnittstelle , die im Gegensatz zu den PDAs von Palm
Erweiterungsmöglichkeiten für die elektronischen Organizer bietet . Donna
Dubinsky , Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzende bei Handspring zeigte sich
allerdings außerordentlich erfreut über die Geschäftszahlen . Die
Steigerungsraten im Wachstumsmarkt für Organizer zeigten , dass die Akzeptanz
für den Visor und die Springboard-Plattform vorhanden sei . Nach heftigen
Spekulationen in den letzten Tagen hat die Deutsche Telekom den lang ersehnten
Einstieg in den amerikanischen Telefonmarkt endlich geschafft . Für einen
Anteilsschein sollen Voicestream-Aktionäre 3,2 Telekomaktien und zusätzlich 30
US-Dollar in bar erhalten . Voicestream mit Sitz in Bellvue ( Washington ) ist
einer der führenden nationalen Mobilfunkanbieter in den USA . Im Gegensatz zu
seinen Konkurrenten arbeitet das Unternehmen mit dem auch in Europa üblichen
GSM-Standard , allerdings im 1900-MHz-Band . Anfang des Jahres fusionierte das
1994 gegründete Unternehmen mit den beiden Gesellschaften Omnipoint und Aerial
Communications . Im Vorfeld der Übernahme bekanntgewordene Ansichten einiger
US-Senatoren , wonach der Einstieg eines Konzerns mit Staatsbeteiligung in den
US-Telekommunikationsmarkt blockiert werden solle , trifft schon auf heftigen
Widerstand der EU-Kommission . Einzelheiten der Übername will Telekomchef Ron
Sommer am heutigen Montag auf der Expo in Hannover bekannt geben . Siehe dazu
auch den Hintergrundbericht Der lang ersehnte Sprung der Telekom über den großen
Teich und die Meldung Aktionärsschützer raten zum Abwarten bei der Telekom .
Trotz Absatzwachstum schwierige Zeiten für PC-Hersteller Aus den Statistiken der
am gestrigen Montag veröffentlichten Studien zweier Marktforschungsunternehmen ,
International Data Corporation ( IDC ) und Dataquest , ist zu entnehmen , dass
sich das Wachstum im Computermarkt zunehmend abschwächt . Beide
Marktforschungsunternehmen kommen zu sehr ähnlichen Zahlen . Danach legte der
weltweite Computermarkt im zweiten Quartal um 18 Prozent zu , im Gegensatz zu
Wachstumsraten von 26,9 Prozent im Vergleichsquartal des Vorjahres . Bereits
vier Quartale hintereinander sind die weltweiten Steigerungsraten größer als die
in den USA - der Grund für die Steigerungen soll laut den Marktforschern vor
allem von verbesserten wirtschaftlichen Verhältnissen in China , Japan und
Lateinamerika zu suchen sein . Auf dem US-Markt für Heim-PCs sind die Anzeichen
einer Übersättigung dagegen nicht mehr zu Übersehen , meinen die Analysten .
Allerdings entwickelt sich der Markt der Rechner für Firmenkunden schwierigier
als derjenige für Heim-PCs . Im zweiten Quartal wuchsen die Absätze von PCs an
Unternehmen um 11,5 Prozent gegenüber 32,6 Prozent im gleichen Zeitraum des
Vorjahrs - unter anderem durch Marktsättigung und eine zögerliche Akzeptanz des
Betriebssystems Windows 2000 , erklären die Marktforscher diese Zahlen . Absolut
gesehen spielt Westeuropa keine große Bedeutung bei den Steigerungen der
Absatzzahlen . Immerhin 6 von 10 PCs werden aber in den USA und Europa verkauft
. Um das Wachstum anzukurbeln , versucht die Industrie , die Kunden davon zu
überzeugen , sie müssten öfter ihre Computer-Systeme erneuern . Compaqs iPaq ,
der e-Vectra von Hewlett-Packard oder die NetVista-Serie von IBM müssen hierfür
als Beispiele herhalten . Weltweit war Compaq der Computerhersteller Nummer 1
mit einem Wachstum bei den Verkaufzahlen im zweiten Quartal von etwa 5,8 Prozent
. Allerdings verliert der Konzern aus Texas zunehmend Marktanteile , vor allem
an Dell , die um 24,6 Prozent zulegen konnten . In den USA konnte Dell seinen
Vorsprung als Nummer 1 der PC-Hersteller von 16,2 auf 18,7 Prozent weiter
ausbauen , während Compaq als Nummer 2 sogar verlor : Der Marktanteil ging von
17 auf 14,5 Prozent zurück . Zur Zeit wächst allerdings kein anderes
Computerunternehmen so schnell wie Hewlett-Packard , das den weltweiten Absatz
um 34,2 Prozent steigern konnte . Auf dem US-Markt konnte das Unternehmen sogar
um 44 Prozent zulegen und seinen Marktanteil von 8 auf über 10 Prozent
verbessern . IBM hingegen musste mit weltweit minus vier Prozent und mit minus
18 Prozent in den USA Federn lassen . Selbst Apple mit seinen gerade erst
vorgestellten neuen Modellen wie dem Cube , neuen iMacs und neuen G4-Rechnern
konnte sich dem Börsentrend nicht entziehen . Die Frage nach der Zukunft des PCs
bleibt weiter offen . Bislang sind zwar Rückgänge in den Wachstumsraten zu
verzeichnen , doch war 1999 auch ein ausgesprochen gutes Jahr für die
Computerhersteller . Zur Zeit findet eine Verschiebung der weltweiten Absätze
von den zum großen Teil gesättigten Märkten USA und Westeuropa zu den
asiatischen und lateinamerikanischen Ländern statt . Die Industrie muss sich
allerdings immer wieder etwas Neues einfallen lassen , um Kunden von der
Notwendigkeit eines " besseren " PCs zu überzeugen . Ob das mit den Versuchen
gelingt , Apples iMac-Erfolg nachzumachen , ist inzwischen fraglich : Einige
Hersteller wie Compaq und Dell haben ihre iMac-Plagiate bereits weitgehend vom
Markt genommen . Auf der anderen Seite geraten die klassischen PC-Hersteller
durch Surf-Terminals , Settop-Boxen und Internet-fähige elektronische Organizer
immer mehr unter Druck , zumindest im Privatkundengeschäft . Nach c't
vorliegenden Informationen soll laut vorläufigen Zahlen von IDC der deutsche
Computermarkt mit 9,2 Prozent im zweiten Quartal gegenüber dem Vergleichsquartal
des Vorjahres nur unterdurchschnittlich wachsen . Die am gestrigen Montag
veröffentlichten Statistiken für das gesamte PC-Geschäft kamen dagegen zu dem
Ergebnis , dass die weltweiten Absatzzahlen für das zweite Quartal 2000 um 18
Prozent stiegen ( im zweiten Quartal 1999 betrug das Wachstum allerdings
weltweit noch 26,9 Prozent ) . Größter Verlierer in Deutschland ist mit ca.
337.000 verkauften Computern Marktführer Fujitsu-Siemens . Die Verkaufszahlen
bei den PCs des Herstellers gehen im zweiten Quartal um 7,5 Prozent zurück , der
Marktanteil sinkt von 27,1 auf 23 Prozent . Das Unternehmen verliert an
Deutschlands Nummer 2 , Compaq - die Texaner können hier zu Lande ein sattes
Verkaufsplus von 22,3 Prozent erzielen und erreichen einen Marktanteil von 14,6
Prozent . Maxdata hät sechs Prozent des Geschäfts und damit Platz 3 auf der
Rangliste der PC-Verkäufer in Deutschland . Beim Viertplatzierten , IBM , sieht
es hier zu Lande nicht ganz so düster aus wie auf dem US-Markt : Mit einem Minus
von 1,7 Prozent bei den verkauften PCs sinkt der Marktanteil von 6 auf 5,4
Prozent . Deutlich zulegen kann Hewlett-Packard , auf der deutschen Rangliste
auf Platz 5 . Das Unternehmen setzt 17,1 Prozent mehr PCs ab , der Marktanteil
steigt leicht von 5 auf 5,3 Prozent . Dell kann in Deutschland seine weltweit
guten Verkaufszahlen nicht erreichen - das Unternehmen kommt auf ein Plus bei
den Absatzzahlen von fünf Prozent , der Marktanteil geht etwas von 5,2 auf 5
Prozent zurück . Überproportional zulegen können Toshiba und Apple . Allerdings
hat Apple mit rund 35.000 verkauften PCs im zweiten Quartal nur einen
Marktanteil von 2,4 Prozent ( im 2. Quartal 1999 waren es 1,9 Prozent ) . Einen
Anteil von 27,3 Prozent am deutschen Computermarkt haben in Deutschland die
vielen kleineren Hersteller . Bei ihnen sind die Verkaufszahlen jedoch mit einem
Minus von 6,6 Prozent zugunsten der großen Computerbauer rückläufig .
Japanisches Handy-Internet kommt über AOL Der japanische Mobilfunkriese NTT
DoCoMo und der weltgrößte Online-Dienst AOL verhandeln über eine Kooperation für
ein System , mit dem man per Handy überall auf der Welt ins Netz kommt . NTT
DoCoMo , Mobilfunktochter des größten japanischen Telefonkonzerns NTT , will
seine in Japan bereits erfolgreiche Technologie des i-mode in das Projekt
einbringen . i-mode ist mit dem WAP-Standard vergleichbar . Es handelt sich um
speziell aufbereitete Webseiten , die mittlerweile von mehr als 340 japanischen
Firmen angeboten werden . Sie navigieren durch ein Angebot von fast 7000
i-mode-Seiten , lesen Zeitung , chatten , fragen den Kontostand ab oder arbeiten
mit E-Mails . i-mode basiert auf CHTML , einem kompakten Derivat von HTML . Die
Übertragungsraten liegen bei 9,6 KBit pro Sekunde . Allerdings wird NTT DoCoMo
möglicherweise den Verkauf von Handys mit i-mode vorerst einschränken müssen ,
da bereits Kapazitätsprobleme auftreten . Das Unternehmen war dem Ansturm nicht
so recht gewachsen : Bereits 16 Totalausfälle des Dienstes hatte das Unternehmen
zu verzeichnen . Wöchentlich kämen etwa 170.000 neue Kunden hinzu , hieß es in
Japan . Die Erfahrungen der Japaner mit UMTS könnte die noch relativ geringe
Übertragungsgeschwindigkeit bereits ab Mai 2001 steigern . NTT erhielt in Japan
bereits Ende Juni eine UMTS-Lizenz und will in einigen großen Städten ab Mai
2001 mit einem UMTS-Mobilfunknetz an den Start gehen . Bereits vor kurzem
einigten sich die drei Konzerne NTT DoCoMo , Hutchison Whampoa und KPN Mobile
über eine Zusammenarbeit bei Mobilfunknetzen der dritten Generation in Europa .
AOL seinerseits hat bereits einen Deal mit AT&T abgeschlossen , um Zugriff auf
den Online-Dienst übers Handy zu ermöglichen . Und Gateway entwickelt spezielle
Surf-Terminals auf Basis des Crusoe-Chips von Transmeta für AOL , um den Zugang
ohne PC zu bieten . Infineon boomt mit Speicherbausteinen Vor allem die starke
Nachfrage im Kommunikations- und Speichergeschäft sei hierfür verantwortlich ,
hieß es bei dem Unternehmen . Laut Firmenangaben tragen ein verbessertes
Preisgefüge sowie die erhöhte Produktion aufgrund ausgebauter
Fertigungskapazitäten maßgeblich zu den guten Ergebnissen bei . Allerdings
musste Infineon im Jahresvergleich bei einigen Sparten Gewinnrückgänge hinnehmen
. So stieg der Umsatz im Geschäftsbereich " Mobile Kommunikation " zwar wegen
der starke Nachfragen nach GSM- und GPRS-Mobilfunksystemen um 31 Prozent im
Vergleich zum Vorjahresquartal , der Gewinn ging aber um 14 Prozent zurück .
Andere Unternehmensbereiche konnten dies aber ausgleichen . Ohne die Übernahme
eines israelischen Spezialisten für Breitbandkommunikations-ICs wäre der Erlös
sogar noch höher ausgefallen . Glanzlicht im dritten Quartal ist aber der
Bereich " Speicherprodukte " , der überdurchschnittlich zulegen konnte . Laut
Firmenangaben ist Infineon führend bei den 256-Megabit-DRAM-Chips und stellt die
kleinsten 128-Megabit-SDRAM-Chips her . Für das vierte Quartal erwartet Infineon
weiter hohe Steigerungsraten aufgrund anziehender Speicherpreise . Telekom
steigert Gewinn nur durch Sondereinnahmen Das Unternehmen führt an , gestiegene
Kosten bei der Kundenwerbung im Mobilfunkbereich seien hierfür verantwortlich .
Dies werde zum dritten Quartal geschehen , berichtete das Handelsblatt . KPN
fasst Internet-Aktivitäten in KPN-Telecommerce zusammen Unter dem Namen
KPN-Telecommerce will der niederländische Telekomriese KPN seine
Internet-Aktivitäten von Oktober an in einer eigenen Gesellschaft zusammenfassen
, teilte das Unternehmen mit . Unter dem neuen Dach sollen die Internet-Töchter
Planet Internet , XS4A11 , Planet Belgium , HCCnet und Het Net sowie Callcenter
und Mediengeschäfte zusammenkommen . KPN verspricht sich von diesem Schritt
unter anderem mehr Transparenz für Kunden und Aktionäre . Ein Börsengang von
Telecommerce sei angestrebt , ein Termin steht aber noch aus . Vor kurzem erst
hatte KPN , zu deren Mobilfunktochter KPN Mobile auch E-Plus gehört , eine
Kooperation mit NTT DoCoMo und Hutchison Whampoa geschlossen , um im
europäischen Mobilfunkmarkt ein kräftiges Wort mitzureden . Nokia mit dickem
Gewinnplus und leicht getrübten Aussichten Der Absatz des Handy-Marktführers
schoß bei den Mobiltelefonen um 67 Prozent in die Höhe - anders als beim
Konkurrenten Ericsson , der gerade in diesem Bereich so seine Probleme hat . Für
die folgenden Monate plant Nokia daher auch , weitere neue Handymodelle auf den
Markt zu bringen , um seine Position bei den Mobiltelefonen noch weiter
auszubauen . Für das dritte Quartal erwartet Nokia allerdings beim Gewinn pro
Aktie in etwa nur das Niveau des dritten Vorjahresquartals , bedingt durch die
Entwicklungskosten und die Kosten für die Markteinführung der neuen Handys sowie
durch " saisonale Effekte " , wie es bei Nokia hieß . Im vierten Quartal soll
dann der Gewinn pro Aktie wieder auf dem Level des zweiten Quartals 2000 liegen
. Die Börse strafte die Aktie aufgrund dieser Zukunftsaussichten mit
Kursabschlägen von zeitweise über 20 Prozent ab . Web-Infos zur Berufsausbildung
von Gesamtmetall Mit neu gestalteten Internet-Seiten brachte heute der
Arbeitgeberverband Gesamtmetall unter www.it-berufe.de Informationen zur
Ausbildung in der Informationstechnologie ins Web . Die seit 1997 betriebene
Website wurde weitgehend von Auszubildenden der Firmen Siemens und Pironet neu
entworfen . Die Seite soll interessierten Schülern , Studenten und
Auszubildenden einen Überblick über Berufsbilder des IT-Sektors bieten . Dazu
gehören die Ausbildungsberufe des Fachinformatikers in der Anwendungsentwicklung
und der Systemintegration sowie der Systemelektroniker . Auch über die
kaufmännischen Berufen des IT-Bereichs - Informatik- und Systemkaufmann - soll
informiert werden . Die einzelnen Berufe werden mit Ausbildungsinhalten ,
Voraussetzungen und Zukunftsaussichten vorgestellt . Unentschlossene können
online einen kleinen Test machen . Damit sollen sie herauszufinden können , für
welchen der neuen Berufe sie am ehesten in Frage kommen . Fraglich ist
allerdings , ob man nach Beantwortung der 21 einfachen Fragen in zwei Tests -
etwa danach , für welches Produkt man gerne Werbung machen würde - wirklich
abschließend entscheiden kann , welchen Beruf man in Zukunft ergreifen möchte .
Etwas mehr Gedanken sollten sich potenzielle Auszubildende vielleicht schon
machen - vor allem , da bei mehreren Versuchen , die Tests mit unterschiedlichen
Antworten zu absolvieren , öfters identische Ergebnisse herauszukommen scheinen
. Microsoft trommelt mit Verlosung für Windows ME Unter www.winmesweeps.com
startete die Verlosung des Windows-98-Nachfolgers Millennium Edition ( ME ) .
Als Hauptpreis winkt ein 3-Tagestrip für zwei Personen nach Redmond , um den
Entwicklern von Microsoft mal etwas auf die Finger zu schauen . Die Reise
beinhaltet einen Besuch des " digital home " und des Museums von Microsoft sowie
eine Digitalkamera , um die Erlebnisse im Bild festzuhalten . Für Verpflegung
und Privatvergnügen muss man allerdings selbst aufkommen . An der Lotterie
dürfen jedoch nur Einwohner aus den USA und Kanada teilnehmen . Falls ein
Kanadier als Gewinner ermittelt wird , muss er sich einem Test unterziehen , in
dem seine mathematischen Fähigkeiten geprüft werden . Fällt er durch , gibt 's
auch keinen Preis . Warum keine Bewohner aus anderen Ländern teilnehmen dürfen ,
bleibt offen . Vielleicht fängt Microsoft bereits an zu sparen , um den jüngsten
Wertverlust der Aktien zu kompensieren - oder die Software , mit der die
Lotterie gesteuert wird , stürzt bei zu vielen Teilnehmern einfach ab . Ob das
Autogramm von Gates mehr als ein nettes Erinnerungsstück wird , bleibt zudem
fraglich . Derzeit wird seine Unterschrift bei Autogrammsammlern mit etwa 20
Mark gehandelt . Zum Vergleich : Eine Unterschrift von Michael Schumacher bringt
bereits 220 Mark , für ein Autogramm von Elvis Presley muss man 1600 Mark
hinblättern . Koalition will Informationsfreiheitsgesetz Zum ersten Mal in der
Geschichte der Bundesrepublik gibt es den Koalitionsvertrag im Internet - noch
bevor die Parteimitglieder selbst davon Kenntnis genommen haben . Überraschend
ist die Ankündigung eines Informationsfreiheitsgesetzes : " Durch ein
Informationsfreiheitsgesetz wollen wir unter Berücksichtigung des Datenschutzes
den Bürgerinnen und Bürgern Informationszugangsrechte verschaffen . " Hier
konnten sich die Bündnisgrünen , die schon vor Jahren einen Gesetzesentwurf
vorgelegt hatten , erfolgreich durchsetzen . Grund und Anlaß für diese Bemerkung
sind hochaktuell : " Die notwendige Anpassung des deutschen Datenschutzrechts an
die Richtlinie der Europäischen Union soll kurzfristig umgesetzt werden . " Die
Förderpolitik soll ein besonderes Gewicht bei der Medien- und
Kommunikationswirtschaft auf kleine und mittlere Unternehmen und die Entwicklung
des Software- und Dienstleistungsbereichs legen . Medienkompetenz soll als
Schlüsselqualifikation verwirklicht werden . Das soll in einer "
Innovationspartnerschaft mit der Wirtschaft und mit den Ländern " realisiert
werden . Zudem strebt die Koalition eine Bildungspartnerschaft aus Bund ,
Ländern , Gemeinden und Wirtschaft an , um die Bildungseinrichtungen mit
zeitgemäßer Informations- und Kommunikationstechnik auszustatten . Beim
Stichwort " Aufbau Ost " ist der Unterpunkt " Verstärkung der industriellen
Basis bei Förderung des Übergangs in die Dienstleistungs- , Wissens- und
Informationsgesellschaft " zu finden . Das bleibt der einzige Hinweis darauf ,
daß die Zuständigkeit der IT-Politik dem Bundeswirtschaftsministerium
zugeschlagen werden könnte . Weiteres wird sich in den nächsten Tagen
entscheiden . Christiane Schulzki-Haddouti Lesen Sie dazu in Telepolis :
Schlaglichter auf die künftige IT-Politik Magneto-optische Medien mit 9,1 GByte
Sony Electronics stellt mit dem SMO-F561 die nächste Generation seiner
magneto-optischen Laufwerke ( MO ) vor . Es soll 9,1 GByte auf einem
5.25-Zoll-Medium speichern - das ist fast doppelt so viel wie beim
Vorgängermodell . Zusätzlich will Sony die Übertragungsrate um etwa 20 Prozent
erhöht haben . Die Kapzitätssteigerung konnte laut Hersteller durch eine Technik
Namens magnetically-induced super resolution erzielt werden . Dadurch soll es
den Laufwerken möglich sein , magnetische Aufzeichnungen zu lesen , die kleinere
Maße besitzen als der Spot des Lasers . Trotz der höheren Speicherdichte kann
das Laufwerk aber auch ältere Medien lesen und beschreiben . Selbst die
650-MByte-Medien der ersten MO-Generation soll es noch verwenden können . Die
Scheiben rotieren mit 3000 Umdrehungen pro Minute . Das Laufwerk speichert die
Daten in einem 8 MByte großen Cache zwischen und liefert sie über einen
Fast-SCSI-Anschluss an den Windows-PC oder einen Mac aus . Den Listenpreis für
das OEM-Gerät gibt Sony mit 2.600 US-Dollar an , die unter eigenem Namen
angebotenen Laufwerke sollen 2.850 US-Dollar kosten . Preissenkungen bei Apple
Nachdem bereits im Herbst vergangenen Jahres die Preise für das
500-MHz-PowerBook und den Cube reduziert wurden , hat Apple pünktlich zum
Jahresbeginn erneut die Preise im hauseigenen Internet-Store gesenkt . Besonders
stark fiel dies beim Spitzenmodell , dem Power Mac G4/500 , aus : Dieser ist nun
für 6.599 Mark zu haben - ganze 1.200 Mark günstiger als zuvor . Unverändert
blieben dagegen die Preise der iMacs und iBooks . Insider vermuten darin bereits
die ersten Räumungsverkäufe , um Kapazitäten für die neuen Modelle frei zu
machen , die zur MacWorld Expo ( 9. bis 12. Januar ) in San Francisco erwartet
werden . Pizzabox-Web-Server mit Windows 2000 IBM hat mit der Netfinity A-Series
neue Web-Server in extrem flacher Bauweise vorgestellt . Die mit
vorkonfiguriertem Windows 2000 ausgestatteten " Pizzaschachteln " sind nur 4,5
cm hoch und wie ihre Vorgänger dazu gedacht , bei größeren Unternehmen in Racks
gestapelt zu werden . Unter der Bezeichnung Netfinity A-100 soll es in den USA
ab Juli drei Modelle geben . Die Einstiegskonfiguration mit einem Prozessor
kommt mit einer 10/100-MBit-Schnittstelle , 512 MByte Speicher und einer
Festplatte mit 9,1 GByte Kapazität . Der Preis wird mit " unter 6000 US-Dollar "
angegeben . Die High-End-Variante mit zwei Prozessoren verfügt über 2 GByte
Speicher , zwei 18-GByte-Festplatten zum gespiegelten Einsatz und einen
zusätzlichen Gigabit-Ethernet-Anschluß . Ob und wann die Server auch in
Deutschland erhältlich sein werden , wollte IBM noch nicht verraten . Die
vorinstallierte Software hat Microsoft beigesteuert . Ein abgespecktes und durch
Tests optimiertes Windows 2000 bildet die Basis . Es erreicht angeblich eine
Geschwindigkeitssteigerung von bis zu 70 % gegenüber einem normalen Web-Server .
Laut IBM macht dies der hauseigene Netfinity Web Server Accelerator durch
Caching von häufig abgerufenen Inhalten möglich . Durch die besonders
benutzerfreundliche Gestaltung soll es möglich sein , den Web-Server direkt aus
der Packung nach nur 30 Minuten in Betrieb zu nehmen . Das Landgericht Bonn hat
die Klage eines Chatraum-Betreibers abgewiesen , der ein virtuelles Hausverbot
gegen einen Chatter erwirken wollte . Das Gericht entschied , dass ein Chatraum
prinzipiell einem öffentlichen Lokal gleichzusetzen ist und demnach auch die
gleichen Regeln für ein Hausverbot gelten . Ein willkürlich ausgesprochenes
Hausverbot falle nicht mehr in den Bereich des Hausrechts . Jeder habe das Recht
auf Zutritt , und ein virtuelles Hausverbot sei erst dann gerechtfertigt , wenn
der Kunde den Betriebsablauf störe . Dabei verwiesen die Richter auch auf die so
genannte " Chatiquette " , an die sich Chatter im Internet freiwillig halten und
nach der Beleidigungen und rassistische Ausfälle verboten sind . Das ( nicht
rechtskräftige ) Urteil kann unter dem Aktenzeichen 10 O 457/99 beim Landgericht
Bonn eingesehen werden . SAP , Siemens und Software AG verbünden sich Die
Bildung eines der zehn größten IT-Dienstleister und des fünftgrößten
SAP-Beratungszentrums in Deutschland haben sich SAP , Siemens und die Software
AG auf die Fahnen geschrieben . Die SAP Systems Integration GmbH ist zu 60
Prozent in der Hand der SAP ; 40 Prozent liegen bei der Software AG . Die drei
Anteilseigner an den Fusionskandidaten wollen mit der neuen Gesellschaft einen
IT-Dienstleister mit " umfassendem Leistungsangebot für den gesamtem
Lebenszyklus von IT-Lösungen " schaffen . Dabei will man sich an eine möglichst
breitgefächerte Klientel wenden : Finanzdienstleister , Gesundheitswesen ,
Handel , Industrie , Medien , Telekommunikation sowie Ver- und Entsorger sollen
auf der Kundenliste des Unternehmens stehen . Die SAP SI soll noch in diesem
Jahr an die Börse gehen ; SAP beabsichtigt aber auch langfristig die Mehrheit an
dem Unternehmen zu halten . Auch sehen die Beteiligten in der neuen Gesellschaft
" gute Voraussetzungen für eine zügige Internationalisierung " . Allerdings
machte bei diesen Verhandlungen die Telekom das Rennen und übernahm damit den
größten unabhängigen IT-Dienstleister der Branche in Europa . In diesem Licht
erscheint das Bündnis mit SAP und der Software AG als strategischer Auftritt
gegen Telekom & Co. Amiga entwickelt PDA-Software Sharp arbeitet derzeit am
Projekt Zaurus , einem neuen linux-basierten Stift-PDA mit herausziehbarer
Tastatur , der noch in diese Jahr in Europa auf den Markt kommen soll .
Anwendungen für diesen Linux-Handheld sollen in Suns Java geschrieben werden .
Amiga hat im Rahmen der Partnerschaft zugesichert , Programme und Inhalte zu
programmieren , die man über ein drahtloses Netzwerk , das Internet oder einen
stationären PC auf den PDA übertragen kann . Ob und wann der neue Sharp-PDA
wirklich in die Läden kommt , ist allerdings noch recht ungewiss . Auf der CeBIT
gab es immerhin schon einen ersten Prototypen mit japanischem Betriebssystem zu
sehen - wie die Vergangenheit gezeigt hat , ist dies aber nicht immer ein Garant
für eine Markteinführung . Für die Amiga-Fans ist diese Situation nicht neu ,
denn die warten immer noch auf den für das erste Quartal 2001 angekündigten
AmigaOne . TV im Internet von der Telekom Die Deutsche Telekom und die
US-Softwarefirma RealNetworks wollen ihre Zusammenarbeit weiter intensivieren .
Ziel der Bemühungen ist der Aufbau des Telekom Broadcast Network ( TBN ) , über
das - ähnlich dem amerikanischen Real Broadcast Network - Fernseh- und
Radio-Programme im Internet verfügbar gemacht werden sollen . Die Telekom will
dazu ihre vorhandene Infrastruktur ausbauen , während Real die benötigte
Software liefern wird . Der Rosa Riese plant Programme wie den Nachrichtensender
N24 oder die Fußball-Bundesliga live im Internet per Videostreaming zu
übertragen und möchte so eine Spitzenstellung in Europa einehmen . Für die
Zukunft sind auch interaktive Video-Dienste geplant . Empfangen können soll man
diese Inhalte dann mit dem frei erhältlichen RealPlayer . Schon seit Anfang 1999
erprobt die Telekom das Live-Streaming per Internet : Den Anfang machte n-tv ,
dessen Sendungen inzwischen live im Internet zu verfolgen sind . Offensichtlich
zufrieden mit den Ergebnissen vereinbarte die Telekomunikationsfirma bereits im
November 1999 eine erste Zusammenarbeit mit RealNetworks , um sich im Markt des
Video-Streaming zu etablieren . Sicherheitslücken in Filemaker Die Softwarefirma
Blue World hat drei Sicherheitslücken in der neuesten Version der
Datenbankanwendung Filemaker Pro 5 Web entdeckt . Dadurch werde es jedem
Benutzer im Web ermöglicht , alle - also auch die eigentlich geschützten - Daten
einer Datenbank einzusehen und per E-Mail an Dritte zu verschicken . Ursache der
Probleme sei der überarbeitete Web Companion , der Datenbanken auch im Internet
verfügbar macht . Um persönliche Daten , wie beispielsweise eine
Kreditkartennummer , nicht jedermann zugänglich zu machen , existieren in
Filemaker zahlreiche Sicherheitseinstellungen . Die neu hinzugekommen Funktionen
wie XML-Support und E-Mail-Unterstützung missachten diese allerdings . So soll
es möglich sein , durch bestimmte Anfragen an die Datenbank geschützte Felder
per XML sichtbar zu machen , per E-Mail zu verschicken oder unter falschem Namen
Spam-Mails zu versenden . Die wie ihr Produkt als Filemaker firmierende
Herstellerfirma erklärte , binnen einer Woche einen Patch bereit stellen zu
wollen . Memorex bietet schwarze CD-Rohlinge an In der Nacht sind alle
CD-Rohlinge schwarz ; wer das auch am Tag möchte , kann nun auf die neuen
Rohlinge von Memorex zurückgreifen , die eine schwarze Unterseite haben . Damit
sollen , so der Hersteller , vor allem Besitzer einer Playstation angesprochen
werden , deren CDs ebenfalls eine schwarz eingefärbte Unterseite besitzen . Den
Kopierschutz der Playstation kann man damit allerdings nicht umgehen , denn der
ist unabhängig von der Farbe der CD . Memorex bietet die 700-MB-Rohlinge im
Zehnerpack für 29,90 Mark inklusive Jewel-Cases an . In einem ersten kurzen Test
in der c't-Redaktion gab es Probleme mit einem Sony-Brenner ( CRX-100e ) : Die
Rohlinge waren trotz eines erfolgreichen Brennvorgangs in keinem Laufwerk lesbar
. Laut Memorex liegt dies an einem Fehler in Sonys Firmware , an dessen Behebung
der Multimedia-Konzern bereits arbeite . Apple klagt wegen Vorabveröffentlichung
zu neuen Macs Gestern hat Apple nach eigenen Angaben eine Strafanzeige gegen
Unbekannt beim Superior Court in Santa Clara eingereicht . Inzwischen wird
bereits spekuliert , wer die Informationen aus Apples Entwicklungslabors an die
Öffentlichkeit weitergegeben haben könnte . Besonders aufgefallen sind die
Postings auf der "Gerüchte"-Site von AppleInsider , die unter dem Pseudonym
worker bee veröffentlicht wurden . Der oder die Personen , die sich hinter
diesem Decknamen verbergen , hatten etwa drei Wochen vor der offiziellen
Produktvorstellung durch Apples Chef Steve Jobs genaue Details und Fotos der
Doppelprozessor-Macs und des G4-Cube sowie der neuen Maus und des Keyboard
publiziert . Der kalifornische Computer-Hersteller ist sich sicher , dass derart
detailierte Informationen nur von einem Mitarbeiter kommen konnten . Die
Betreiber von "Gerüchte"-Sites wie AppleInsider , MacOSRumors oder MacInTouch
weisen derweil die Schuld von sich . " Sie haben das Recht , jede Information zu
veröffentlichen , die sie legal erworben haben " , erklärte Sydelle Pittas ,
Rechtsanwalt von MacInTouch . Sollte sich jedoch herausstellen , dass einer der
Teilnehmer im Diskussionforum illegal an diese Informationen gelangt ist ,
könnten die Betreiber zur Herausgabe der Log-Dateien gezwungen werden , die
erste Hinweise auf denjenigen enthalten könnten , der die Informationen auf den
Web-Sites gepostet hat . P=NP=Minesweeper ( Update ) Bereits Mitte letzten
Monats hatte der ukrainische Mathematiker Anatoly D. Plotnikov angegeben ,
möglicherweise einen Lösungsansatz für das Problem der NP-Vollständigkeit
gefunden zu haben . Nun behauptet auch der Mathe-Professor Richard Kaye der
University of Birmingham in London , einer Lösung nahe zu sein : Seiner Meinung
nach liegt die Lösung im populären Denkspiel Minesweeper . Bei Minesweeper
versucht der Spieler herauszufinden , in welchen Feldern der Spielmatrix (
virtuelle ) Minen plaziert sind . Wenn es nun jemandem gelänge , alle möglichen
Platzierungskombinationen für die Minen auf einem überdimensional großen
Spielfeld per Algorithmus zu bestimmen , habe man laut Kaye auch die Lösung des
P=NP-Problems . NP-vollständige Probleme sind nicht in polynomiellem Zeitaufwand
lösbare Probleme . Besonders die theoretischen Informatiker und Mathematiker
interessieren sich für dieses Phänomen , denn solche Aufgaben gelten bisher als
von Computern nicht in vertretbarer Zeit lösbar . Sobald aber eines dieser
Probleme per Algorithmus gelöst werden könnte , ließen sich alle Probleme dieser
Klasse per Rechner lösen . Bis es eine Lösung des mittlerweile rund 30 Jahre
alten Problems gibt , werden sicher noch ein paar Jahre vergehen - falls sich
nicht die Lösung von Plotnikov als richtig herausstellt . Interessierte sollten
aber angesichts des ausgesetzten Preisgelds vielleicht doch die Augen offen
halten und gegebenenfalls die Bemühungen nach einer eigenen Lösung intensivieren
. EU setzt Untersuchung gegen Microsoft fort Die EU-Kommission wird ihre im
Februar begonnene Untersuchung von Windows 2000 ungeachtet des Urteils im
amerikanischen Kartellrechtsprozeß fortsetzen . Wettbewerbskommissar Mario Monti
erklärte , die eigenen Untersuchungen seien völlig unabhängig vom amerikanischen
Verfahren . Man werde aber morgen eine Stellungname zum Urteil von Richter
Thomas Penfield Jackson abgeben . Die EU hatte im Februar begonnen , Beschwerden
von Kunden und Mitbewerbern nachzugehen , wonach Windows 2000 das europäische
Wettbewerbsrecht verletzt . Microsoft habe Windows 2000 so ausgelegt , dass
dessen Produkte nicht mit Systemen anderer Wettbewerber kommunizieren können ,
und auf diese Weise versucht , seine Marktdominanz auch auf die
Server-Betriebssysteme auszuweiten . Eine Antwort des Software-Riesen steht
bisher noch aus , wird aber für Mitte April erwartet . Sollten sich die Gerüchte
bestätigen , so könnte die EU-Kommission eine entsprechende Änderung von Windows
2000 fordern . Wyse-Terminals für Web-Surfer Wyse Technology , Marktführer im
Bereich der so genannten Thin Clients , will seine Produktlinie nun auch für den
Heimanwender anbieten . Thin Clients sind stark vereinfachte Rechner , die -
ähnlich den füheren Terminals - Programme und Daten zum größten Teil über das
Netzwerk beziehen und so nur eine sehr kleine oder gar keine Festplatte
benötigen . Wyse plant nun , solche Computer als Internet-Terminals für den
Heimanwender auf den Markt zu bringen . Dank des eigenen Betriebssystems soll es
laut Hersteller sogar möglich sein , Video- und Audio-Inhalte per
Streaming-Technik zu empfangen . Diese Anwendungen haben sich bei den bisherigen
Desktop-Rechnern aufgrund mangelnder Bandbreite im Internet noch nicht
durchsetzen können . Die Lösung des Problems wollte Wyse nicht bekannt geben ,
erklärte aber , dass sich Blazer , so der offizielle Name der Rechner , bereits
im Beta-Test befinde und in etwa 90 Tagen auf den Markt kommen solle .
Stromausfall legt Online-Bank lahm Der Online-Aktienhandel der Comdirekt Bank
wurde gestern durch einen Stromausfall in Frankfurt außer Betrieb gesetzt . Wie
Andreas Bartels , Pressesprecher bei Comdirekt gegenüber c't bestätigte , seien
von dem Stromausfall die Server für den Online-Handel sowie das automatische
Callcenter in Frankfurt betroffen gewesen . Der Betrieb ging in dieser Zeit
ausschließlich auf traditionelle Art weiter , Orders mußten in dieser Zeit über
die Kundenbetreuer aufgegeben werden . Warum die vorhanden Notstromaggregate den
Ausfall nicht verhinderten , ließ sich bislang nicht klären . Durch die Ausfälle
sei es ebenfalls zu Verzögerungen bei der Aktualisierung des Orderbuchs gekommen
. Bartels betonte aber , dass die Käufe trotzdem zu den Werten stattfinden
würden , zu denen die Orders gestern aufgegeben wurden . Der Fehler sei durch
die Bank zu vertreten und der Kunde werde deshalb keinerlei Nachteile haben .
"Liebesbrief"-Lawine legt das Netz lahm Wie ein Lauffeuer verbreitete sich der
am Donnerstag entdeckte E-Mail-Wurm LoveLetter um die Welt , legte Mail-Server
und Firmennetze lahm , zerstörte Dateien und verursachte zeitweise massive Staus
im Internet . Betroffen waren zahlreiche Großunternehmen sowie Behörden und
Regierungen , die teilweise ihre Netze außer Betrieb nahmen , um die weitere
Verbreitung zu stoppen . Im Schneeballsystem verschickt sich der Wurm selbst an
offenbar unbegrenzt viele Adressaten , die er im Adressbuch eines Nutzers findet
, sobald der Empfänger die E-Mail mit dem Betreff " I LOVE YOU " öffnet . Er
verwendet dabei den Namen des Geschädigten als Absender . Außerdem überschreibt
er bestimmte Dateien mit seinem eigenen Code und ändert Systemdateien .
Betroffen sind ausschließlich Rechner , die unter Windows laufen . Detaillierte
Angaben zu den lokalen Auswirkungen und eine Anleitung , wie sich der Wurm von
Hand entfernen lässt , hat heise online bereits heute nachmittag veröffentlicht
. Besonders hart traf es die Niedersächsische Landesregierung : Hier wurde der
hauseigene E-Mail-Verteiler infiziert , der daraufhin fleißig weitere Kopien des
Programms im Namen der Regierungsvertreter verschickte . Das Bundesamt für
Sicherheit in der Informationstechnik erklärte , der Wurm habe sich vor allem in
Redaktionen und Nachrichtenagenturen breit gemacht , wo er wichtige Bilddateien
zerstört habe . Teilweise wurde in Firmen sogar per Lautsprecherdurchsage vor
dem Öffnen der betroffenen E-Mails gewarnt . In Hamburg war unter anderem der
Axel-Springer-Verlag betroffen und stellte sich sicherheitshalber schon auf
Notausgaben des " Hamburger Abendblatt " ein . Beim Hamburger Verlag Gruner+Jahr
war nach Angaben der Pressestelle die Verwaltung beeinträchtigt . Zu den
weiteren Opfern zählten zahlreiche große Firmen wie der weltgrößte Hersteller
der Druckbranche , die Heidelberger Druckmaschinen AG , sowie der Reisekonzern
TUI , die Kieler Werft HDW und auch die Expo-Gesellschaft . Sie fuhren nach der
Viruswarnung ihre Rechner herunter und waren damit per E-Mail zeitweise nicht
mehr erreichbar . Meldungen über massenhafte Ausfälle kamen aus der Schweiz ,
Österreich , Skandinavien und am Nachmittag auch aus den USA . Unter anderem
meldete Dänemarks Parlament " Folketing " in Kopenhagen , dass alle Abgeordneten
die Mail bekommen hätten . In Großbritannien wurde das britische Unterhaus
heimgesucht . Die Fraktionsvorsitzende der regierenden Labour-Partei , Margaret
Beckett , sagte : Auch in der c't-Redaktion versuchte das Programm sein Unwesen
zu treiben . Mittlerweile sind für viele der etablierten Virenscanner Updates
verfügbar , so dass sie das Virus erkennen und entfernen können . Die Gefahr ist
allerdings noch nicht gebannt , nachdem die Welle auch nach Amerika geschwappt
ist und dort mit Aufnahme des Geschäftsbetriebs ähnliche Auswirkungen wie
hierzulande hervorrief . Der aktuelle Fall zeigt , wie verletzlich das Internet
trotz aller Firewalls , Anti-Viren-Programme und ähnlichen Sicherheitsmaßnahmen
noch immer ist . Es steht zu befürchten , dass Nachahmer in nächster Zeit nur
leicht modifizierte Versionen des LoveLetter in Umlauf bringen werden , die
womöglich noch gefährlicher sein werden . E-Mails mit Anhängen sollte man sehr
vorsichtig handhaben und im Zweifel besser löschen . Im März 1999 hatte der
E-Mail-Wurm Melissa , der sich in ähnlicher Weise verbreitete , für massive
Probleme gesorgt . Der mutmaßliche Programmierer von Melissa wurde schnell
gefasst und steht inzwischen unter Anklage . MP3-Tauschbörse Napster holt zum
Gegenschlag aus Napster , Anbieter einer MP3-Tauschbörse im Internet , hat heute
seine Argumente gegen die vor etwa drei Wochen durch die Recording Industry
Association of America ( RIAA ) und die National Music Publishers Association (
NMPA ) beantragte einstweilige Verfügung veröffentlicht . Eine Anhörung des
Falls ist aber erst für den 26. Juli vorgesehen . Als Verteidiger hat das
kalifornische Unternehmen unter anderem David Boies verpflichtet , der schon im
Kartellprozess gegen Microsoft als Chef-Ankläger und Anwalt des
US-Justizministeriums aufgetreten ist . In dem über 40-seitigen Schriftstück
stützt sich Boies Argumentation auf Aussagen des Audio Home Recording Act ( AHRA
) von 1992 . Darüber hinaus könnten MP3-Dateien auch per E-Mail oder FTP
ausgetauscht werden , erklärte Boies . Napster sei nur eine bequemere Art ,
bereits üblichen Verhaltenssweisen nachzugehen . Die Musik-Industrie ist
jedenfalls anderer Meinung als Napster : Apple gibt Update auf MacOS 9.0.4 frei
Apple hat letzte Nacht das deutsche Update für MacOS 9 auf die Version 9.0.4
freigegeben . Das Update kann man über das Kontrollfeld " Software aktualisieren
" oder als 16 MByte große Komplettinstallation für den späteren Offline-Einsatz
von Apples Web-Seite bekommen . Voraussetzung für die Aktualisierung ist ein
installiertes MacOS 9 , 9.0.2 oder 9.0.3 . Die Änderungen in der neuen Version
betreffen den Firewire- und USB-Support , das Netzwerk- und Power-Management
sowie verbesserte Audio- und Grafikfunktionen . Benutzer eines iMac DV ,
PowerMac G4 oder eines G3 PowerBooks ( Firewire ) müssen anschließend den
DVD-Player in der Version 2.2 installieren , den Apple separat anbietet . Danach
wird Solectron für die Dauer von vier Jahren Hauptlieferant von Nortel . Nach
Abschluss der Transaktion werden die Herstellung und Bestückung von Platinen
sowie der Reparatur-Service zukünftig durch Solectron durchgeführt . Die
Verkaufs- und Outsourcing-Maßnahmen sind Teil einer Strategie , die Nortel
bereits im Januar 1999 vorgestellt hatte . Ziel der Bemühungen ist es , das
Unternehmen schlanker und flexibler zu machen und so schneller auf die
Anforderungen des Marktes reagieren zu können . Bereits im letzten Monat hatte
Nortel sein Engagement im Bereich der optischen Netzwerke durch den Kauf der
Firmen CoreTek und Xros verstärkt und hofft so , den Vorsprung des Markführers
Lucent zu verkleinern . Viele Netzwerk-Hersteller sehen ihre Zunkunft in der
Photonik , also den rein optischen Netzen . Obwohl der Vertrag zwischen Nortel
und Solectron als " der größte jemals geschloßene Versorgungsvertrag in der
Elektronik-Branche " gilt , wird es nicht Nortels letzte Anstrengung sein ,
durch Investitionen , Aufkäufe anderer Firmen und Umstrukturierungen ein
möglichst großes Stück des Marktes für optische Netze zu erobern .
Verfassungschutz sorgt sich ums Internet Der am 4. April 2000 durch
Bundesinnenminister Otto Schily vorgelegte Verfassungschutzbericht 1999 weist
dem Internet eine besorgnisserregende Rolle zu . Dem Bericht zufolge nutzen
extremistische Randgruppen aus dem In- und Ausland immer stärker das weltweite
Datennetz zur Kommunikation , Organisation und Selbstdarstellung . Wie es heißt
, hat sich etwa die Zahl der deutschen Seiten rechtsextremer Prägung von rund
200 im Vorjahr auf aktuell etwa 330 erhöht . Mittlerweile erstrecken sich die
zweifelhaften Angebote auch auf den Vertrieb von indizierter Musik im MP3-Format
und die Pflege von " Schwarzen Listen " , in denen Adressen und Telefonnummern
unliebsamer Zeitgenossen für Interessierte zugänglich sind . Sogar zwei
Mordaufrufe unter Aussetzung eines Kopfgeldes sind letztes Jahr übers Internet
verbreitet worden . In diesem Fall konnte der Täter allerdings ermittelt und
verhaftet werden . Weil es weltweit verfügbar ist und einen hohen Grad an
Anonymität erlaubt , bildet das Internet nach Meinung der Verfassungsschützer
das ideale Sprachrohr auch für illegale Gruppierungen . Webseiten lassen sich
auch vom Ausland aus anlegen und pflegen . Eine Strafverfolgung ist schwer ,
wenn nicht sogar unmöglich . Die Überwachung von E-Mail gestaltet sich nicht nur
technisch aufwändig , sondern bringt auch rechtliche Probleme mit sich . Solche
Faktoren machen es den Gruppen , für die der Verfassungsschutz sich interessiert
, ziemlich leicht - sie können für ihre Projekte in einer Weise und mit einer
Effizienz werben , die bei konventionellen Medien unmöglich wäre . Weltweite
Koordination und Organisation werden , wie es heißt , überhaupt erst durch das
Internet praktikabel . Der Verfassungsschutzbericht legt nahe , gerade bei der
momentan vorherrschenden Internet-Euphorie auch die Schattenseiten eines
weltweiten Datennetzes im Auge zu behalten . Quark dementiert Dongle-Probleme
Quark Europa dementiert die vor einigen Tagen gemeldete und von Quark
Deutschland bestätigte Dongle-Knappheit . Die Lieferverzögerungen seien
ausschließlich auf die große Nachfrage nach Austausch-Dongels zurückzuführen und
nicht auf eine hohe Zahl defekter Dongles . Quark bietet seinen Kunden seit
kurzem den kostenlosen Austausch von älteren ADB-Dongles an . Drake betonte ,
dass die Kunden ihre alten Dongles erst nach Erhalt der neueren USB-Versionen
einschicken müssten und so in keiner Weise in der Nutzung des Programms XPress
eingeschränkt würden . Warum der technische Support in Deutschland vor wenigen
Tagen eine andere Auskunft gegeben hatte , konnte er nicht erklären . "
Wahrscheinlich gab es da ein Problem in der internen Kommunikation " lautete die
abschließende Begründung des Marketingleiters . Man sei bemüht , die
Liefersituation so schnell wie möglich zu verbessern und denke auch über neue
Wege des Softwareschutzes für die kommende Version 5.0 des Layout-Programms nach
. Computerumsätze weiterhin rückläufig Das rückläufige Geschäft mit
Firmen-Kunden in Europa bereitete den PC-Herstellern auf der ganzen Welt
Kopfschmerzen . Die Spätfolgen des Millennium-Bugs machen sich nun in schwachen
Verkaufszahlen für das erste Quartal 2000 bemerkbar . Zwar ist der Absatz im
Vergleich zum Vorjahr noch um 5,6 Prozent gewachsen , aber das Wachstum hat sich
gegenüber dem Dezemberquartal auf die Hälfte verlangsamt . Einer Analyse von
Dataquest zufolge war das erste Quartal 2000 damit das schlechteste der letzten
zwei Jahre . Zuvor hatte das Wachstum in Europa zwischen 19 und 26 Prozent
gelegen . Die PC-Hersteller sehen mit dem Sinken der Umsätze ihre Felle davon
schwimmen und versuchen die Käufer mit immer niedrigeren Preisen zu locken . Im
Markt der Heimanwender scheint diese Rechnung aufzugehen , im sonst so
lukrativen Handel mit Firmenkunden allerdings nicht . Einige Große der Branche
mussten so Verluste bei den Marktanteilen hinnehmen : Compaq behauptet zwar
weiter seine Führungsposition , verlor aber 1,9 Prozentpunkte . Fujitsu Siemens
- nach Compaq die Nummer Zwei - verlor 1,2 , IBM sogar 2,2 Prozentpunkte . Die
Experten bei Dataquest sind sich allerdings sicher , dass es in diesem Jahr
wieder aufwärts gehen wird . " Viele Firmen haben zwei oder drei Jahre alte
Geräte , die jetzt nach und nach ausgetauscht werden " , kommentierte Seabrook .
Außerdem sei Windows 2000 auf dem Vormarsch und löse mehr Investitionen in neue
Hardware aus . Nach der "Liebes"-Attacke : Kritik an Microsoft Dass sich der
Internet-Wurm " ILOVEYOU " so schnell ausbreiten konnte , liegt vor allem an der
Microsoft-Monokultur , die man insbesondere in Firmennetzwerken vorfindet . Eine
solche Monokultur ist extrem anfällig für Attacken dieser Art . Betroffen waren
bei der aktuellen Wurmattacke tatsächlich nur die Computeranwender , die voll
auf die Produkte Microsofts gesetzt haben . Windows bot die Grundlage für die
Schadfunktion des faulen Love-Letters . Das Microsoft-E-Mail-Programm Outlook
ermöglichte , dass sich der Virus in Windeseile von Asien über Europa nach
Nordamerika verbreiten konnte . Das Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik ( BSI ) sieht deshalb den weltgrößten Softwarekonzern in der
Pflicht : " Microsoft muss endlich etwas gegen Schwächen seines Betriebssystems
sowie seines Mailprogramms Outlook machen " , forderte am Freitag der beim BSI
für Viren-Abwehr zuständige Experte Frank Felzmann . " Das Microsoft-Problem ist
die enge Verzahnung des Windows-Betriebssystems mit den Office-Programmen wie
Word und PowerPoint sowie dem E-Mail-Programm Outlook " , kommentierte der
c't-Virenexperte Norbert Luckhardt in einem dpa-Interview . In der Kombination
mit einfach zu beherrschenden , aber mächtigen Programmiersprachen wie im
aktuellen Fall Visual Basic Script werde Viren-Programmieren eine " ideale
Plattform " geboten . In diese Kerbe schlägt auch Michael Zboray , der
Technologie-Chef des renommierten Marktforschungsinstituts Gartner Group . Er
warf Microsoft vor , seine Programmier-Werkzeuge mit einer " falschen
Sicherheits-Einstellung " zu verbreiten . " Wir müssen davon weg kommen , dass
aggressive Komponenten über Dokumente der Textverarbeitung Word , des
Kalkulationsprogramms Exel oder den Internet Explorer verbreitet werden können "
, forderte Zboray . Microsoft sieht sich zu Unrecht auf die Anklagebank gesetzt
. " Windows und Outlook wurden nur deshalb als Angriffsziele gewählt , weil sie
die populärsten Programme auf dem Markt sind " , sagte Bernhard Grander von der
deutschen Microsoft GmbH . " Der Virus hätte im Prinzip auch für andere
Programme wie Lotus Notes von IBM geschrieben werden können . " " Im Prinzip
haben wir es mit dem Konflikt Sicherheit gegen Bequemlichkeit zu tun . " Ein
Microsoft-Sprecher in den USA wies die Kritik an den " aktiven Inhalten " in
Microsoft-Programmen zurück , die im aktuellen Fall für die Virenattacke
missbraucht wurden : " Wir haben die Scripttechnologie in unsere Produkte
eingebaut , weil unsere Kunden uns aufgefordert haben , dies so zu tun . "
Offensichtlich könne diese Technologie missbraucht werden . Über diesen Punkt
gehen die Meinungen aber ebenfalls weit auseinander . Der Karlsruher
Virenexperte Christoph Fischer beschuldigte am Freitag Microsoft , " nur aus
Marketinggründen " darauf zu verzichten , die vorhandenen Sicherheitsfunktionen
bei der Auslieferung auch zu aktivieren , da strenge Sicherheitseinstellungen
Nachfragen der Kunden verursachten . " Wenn alle Schutzmaßnahmen eingeschaltet
sind , fallen Support-Anfragen an , und die kosten Geld . " Deshalb liefere
Microsoft seine Produkte mit einer laschen Voreinstellung aus . " Ein
Otto-Normal-Anwender ist total überfordert , wenn er selbst eine angemessene
Einstellung der Sicherheitsfunktionen vornehmen soll . " Das Problem beschränkt
sich übrigens nicht nur auf Microsoft Outlook . Zwar benötigt " ILOVEYOU "
dieses Programm , um sich zu verbreiten , aktiviert werden kann der Wurm aber
auch von anderen Windows-Mail-Clients , sofern der Windows Scripting Host
installiert ist . Potentiell gefährdet sind also alle , die Windows 98 einsetzen
oder den Internet Explorer 5.x auf einer beliebigen Windows-Version installiert
haben . Siehe auch Warnung vor ILOVEYOU-Trittbrettfahrern Musik-CDs legal
kopieren dank EMI und Roxio Die Softwareschmiede Roxio und der Musikkonzern EMI
Recorded Musik wollen gemeinsam eine Plattform für den Download von Musik aus
dem Internet entwickeln . Einzelheiten zum Starttermin oder den angepeilten
Download-Preisen wurden allerdings noch nicht bekannt gegeben . Die Anwender
sollen nach der Angabe von Nutzername und Kennwort in einen geschützten Bereich
gelangen , in dem die von EMI vertriebenen Musiktitel zum Download bereit
stünden . Um das Angebot zu nutzen , sei allerdings eine spezielle Software
notwendig , die aus dem Hause Roxio kommen soll . Sie soll neben dem Download
auch das Erstellen von Audio-CDs aus den EMI-Dateien beherrschen . Die
Partnerschaft zwischen EMI und Roxio spiegele laut den Unternehmen den Wandel
wider , der sich im Musik-Bereich derzeit abzeichne . " Die Kernidee ist , neue
Einnahmequellen für Künstler und Autoren zu schaffen und es Anwendern zu
ermöglichen , ganz legal eigene Audio-CDs zu brennen " , erklärt Jay Samit von
EMI Recorded Music . Die Individualbücher kommen Die buch.de internetstores AG
aus Ibbenbüren bietet mit den Individualbüchern - deren Konzept im letzten Jahr
auf der Buchmesse von IBM vorgestellt wurde - einen neuen Service für ihre
Kunden an . Diese können sich in Zukunft ihre Bücher aus einem vorgegebenen
Fundus selbst zusammenstellen . Bisher steht lediglich ein Liederbuch zur
Auswahl , ein Kinderbuch soll aber in Kürze folgen . Der in Zusammenarbeit mit
dem Schott-Verlag angebotene Fundus bietet Liedgut aus unterschiedlichen Genres
: Volksmusik , Kinderlieder , Songs , Kanons und vieles mehr ist zu finden .
Nach dem Ablauf des Einführungsangebotes soll der Preis um jeweils 5 Mark
angehoben werden . Mit diesem Angebot möchte sich buch.de einen neuen Markt
erschließen . " Der zeitgemäße , interaktive und persönliche Aspekt des
Individualbuches verspricht zu einem wirkungsvollen Instrument der
Umsatzsteigerung und Kundengewinnung zu werden " , schätzt
buch.de-Marketingvorstand Albert Hirsch die Entwicklungschancen der persönlichen
Books-on-Demand ein . Zusätzlich plant die Online-Buchhandlung die
Individualbücher auch in Geschäften verfügbar zu machen . Dazu sollen in
zunächst rund 60 Filialen der Kette Phönix-Montanus Internet-Terminals
installiert werden , um die Bücher auch Kunden ohne privaten Internetanschluss
anbieten zu können . Nortel auf Einkaufstour im Software-Land Nortel Networks ,
weltweit zweitgrößter Anbieter von Telekommunikationsequipment , hat mit
Zustimmung der Aktionäre die Übernahme von Architel Systems abgeschlossen .
Durch einen Aktien-Tausch im Verhältnis von einer Architel-Aktie für 0,38
Nortel-Papiere wurde das Software-Unternehmen mit einem Tochterunternehmen des
Netzwerk-Spezialisten verschmolzen . Beide Unternehmen erhoffen sich , durch den
Zusammenschluss vor allem Service-Providern neue Möglichkeiten bieten zu können
. Während Architel seine Erfahrung aus dem Bereich der Operations Support
Systems - die hauptsächlich für das Managment und die Kontrolle eines Netzwerkes
zuständig sind - mitbringt , verfügt Nortel über das Know-how auf Hardware-Seite
. Vor allem im Bereich der optischen Netzwerke war das kanadische Unternehmen in
der Vergangenheit bemüht , den Branchenprimus Lucent einzuholen . MP3 für das
Wohnzimmer Samsung bietet mit seinem Audio-System SP-2450 das nach eigenen
Angaben erste Hifi-Gerät mit integriertem MP3-De- und Encoder an . Die
Kompaktanlage integriert einen mobilen MP3-Player über eine Dockingstation und
bietet so die Möglichkeit , MP3-Dateien auch ohne Computer zu generieren .
Aufnahmen aus dem eingebauten Radio können ebenso wie Stücke von eingelegten CDs
on-the-fly in MP3-Stücke umgewandelt werden . Die portable Einheit verfügt
zusätzlich über einen USB-Anschluß , über den die Titel auch vom heimischen PC
aus auf die 32 MByte große Smart-Media-Karte kopiert werden können . Den Preis
für die komplette Anlage gibt Samsung mit 1099 Mark an . Die European Imaging
and Sound Association ( EISA ) , eine Multimedia-Organisation aus Europa , der
40 Audio- , Video- und Foto-Magazine aus 20 europäischen Ländern angehören , hat
das Audio-System mit dem begehrten EISA-Award als " Europas
Internet-Audio-Produkt des Jahres 2000/2001 " ausgezeichnet . Der Mac als
Fernsehsender Den bislang nur für Mac OS X Server , Windows NT und Linux
erhältlichen QuickTime Streaming Server gibt es nun auch für Mac OS 9.0.4 . Im
Rahmen des Darwin-Projekts hatte Apple den Quellcode des Streaming-Servers frei
verfügbar gemacht , und so dafür gesorgt , dass die Software auf allen wichtigen
Plattformen verfügbar ist . Die aktuelle Version 0.5rB kann auf der Web-Seite
des Marlin-Projekts in Form eines etwa 3 MByte großen Archivs herunter geladen
werden . Apples QuickTime Streaming Server ermöglicht die Live-Übertragung von
Bild- und Tondateien über das Internet . Da die Daten im QuickTime-Format
gesendet werden , reicht zum Empfang der ebenfalls kostenlos erhältliche
QuickTime-Player aus . Zusammen mit der Videoschnittsoftware iMovie kann so
jeder Mac-Anwender seinen privaten " Fernsehsender im Internet " gründen .
Bistümer warnen vor Windows 2000 Die katholischen Bistümer Limburg und Berlin
wollen Windows 2000 vorerst nicht einsetzen und haben auch ihren Pfarreien davon
abgeraten . " Das ist eine Vorsichtsmaßnahme , weil ein Programmteil von einer
Firma entwickelt wurde , deren Geschäftsführer bekennender Scientologe ist " ,
sagte der Limburger Diözesan-Sprecher Michael Wittekind : " Wir trauen den
Scientologen nicht über den Weg . " Weil Scientology öffentlich erklärt habe ,
in deutschen Unternehmen Fuß fassen zu wollen , habe das Bistum erhebliche
Bedenken . Nach Darstellung Wittekinds wurde die Empfehlung bereits Anfang Mai
vom Verband der Diözesen Deutschlands verabschiedet . Auch Behörden , unter
anderem die Dienststellen des Freistaats Bayern , wollen den Einsatz des
Microsoft-Betriebssystems vom Ergebnis einer Überprüfung durch das Bundesamt für
Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) abhängig machen . Das BSI soll
herausfinden , ob die in Windows 2000 enthaltene Defragmentierungssoftware
Nutzer-Daten ausspionieren könnte . c't hatte im November 1999 aufgedeckt , dass
diese integrierte Software-Komponente von der Scientology-nahen Firma Executive
Software stammt . Über die Modalitäten der Überprüfung verhandelt das
Bundesinnenministerium seit Wochen mit dem Softwarekonzern . Umstritten ist , ob
und inwieweit das BSI Einblick in den Quellcode von Windows 2000 nehmen darf .
Microsoft hatte es bisher abgelehnt , den deutschen Beamten die Programmquellen
vorzulegen . Das BSI hatte demgegenüber im Vorfeld erklärt , eine seriöse
Prüfung sei ohne vollständige Einsichtnahme nicht möglich . Am Mittwoch sagte
ein BSI-Sprecher , er rechne noch im Juni mit einer Einigung über die
Prüfungsmodalitäten . Comeback eines Klassikers : Neues vom Amiga Nachdem die
Firma Amiga im April auf der Messe Amiga2000 in St. Louis ein neues
Multimedia-Betriebssystem in Verbindung mit einem passenden PC präsentierte ,
sind in den letzten Monaten etliche Entwicklungs- und
Distributions-Kooperationen geschlossen worden . Sie sollen den gleichnamigen
Computer wie Phönix aus der Asche emporsteigen lassen . Wie schon aus alten
Amiga-Zeiten bekannt , lesen sich die Mitteilungen sehr euphorisch , die
wirkliche Einführung der neuen Geräte läßt allerdings noch immer auf sich warten
. Das Compuquick Media Center und Software Hut haben sich bereit erklärt , die
neue Hardware sowie das bereits erhältliche Software Development Kit ( SDK ) in
Amerika zu vertreiben . Für den europäischen Markt ist die Kooperation mit der
Eyetech Group sicherlich interessanter : Sie organisieren den Vertrieb in
England und Irland und haben mit dem EZTower Mk5 die erste Entwicklungshardware
im Angebot . Der in einem PC-Tower-Gehäuse untergebrachte Rechner kombiniert
einen kompletten Amiga 1200 mit einem PC der Pentium-Klasse . Beide Rechner sind
eigenständig nutzbar , im Normalbetrieb soll die AMD-K6-CPU allerdings nur als
eine Art Co-Prozessor für den Amiga dienen , der diese Hilfe wohl auch nötig hat
. Er ist immer noch mit einem Motorola 68020 ausgestattet , der den
Anforderungen moderner Applikationen nicht mehr ohne weiteres entsprechen dürfte
. Das Amiga-SDK kann man inzwischen online von diversen Anbietern auf der
Amiga-Homepage bestellen , unter anderem auch bei einigen deutschen Händlern .
Die angekündigte Java-Unterstützung ist mittlerweile integriert und von Sun nach
ausgiebigen Tests zertifiziert worden . Neben den Entwicklungswerkzeugen enthält
das SDK auch das Amiga Operating Environment für Linux , in dem aktuelle und
zukünftige Amiga-Applikationen gestartet werden können . Die Kompatibilität zu
älteren Software-Titeln soll durch eine Software-Emulation erreicht werden .
Aber auch Besitzer eines Amiga Classic sollen das neue System nutzen können :
Nach Auskunft eines Amiga-Mitarbeiters könnten Besitzer eines alten Amiga das
Betriebssystem mit einer PowerPC-Karte auf ihrem Rechner nutzen . Den Kern des
Next Generation Amiga bildet ein virtueller Prozessor - der Amiga Foundation
Layer ( AFL ) . Die für diesen Prozessor in der Assembler-artigen Sprache VP
geschriebenen Programme werden zunächst auf dem Rechner des Entwicklers in
Zwischendateien übersetzt . Auf dem Rechner des Anwenders werden sie dann durch
die jeweilige Portierung des AFL in den Maschinencode des verwendeten Prozessors
übersetzt und nativ ausgeführt . Dadurch sollen die Applikationen genauso
schnell laufen wie direkt für eine bestimmte Plattform entwickelte Software .
Amiga plant , eine breite Basis von Prozessoren zu unterstützen , unter anderem
den x86 , PowerPC , AMD , MIPS , ARM und SH4 . Portable CD-Player weit beliebter
als ihre MP3-Pendants Die Beliebtheit von digital komprimierter Musik im
MP3-Format hin oder her : Offensichtlich beschränkt sich der Einsatz von MP3
größtenteils noch auf das Abspielen von Musik am Rechner . Denn nach einer
Untersuchung des Marktforschungsunternehmens NPD Intelect haben 1999 noch immer
die herkömmlichen Musikmedien wie CD , Mini-Disc und Kassetten die Oberhand
behalten . Der Absatz von portablen MP3-Playern konnte zwar gesteigert werden ,
hat die CD-Player bei weitem nicht überholen können . Zwei Drittel des Umsatzes
im Bereich der portablen Musik-Geräte entfielen auf digitale Produkte , unter
denen sich mittlerweile auch die MP3-Player tummeln . Analoge Geräte wie zum
Beispiel Sonys Walkman mussten sich mit dem verbleibenden Drittel des Marktes
begnügen . Bei den Digitalen legten aber vor allem die tragbaren CD-Spieler zu :
Mit einem Zuwachs von 41 Prozent lagen sie noch vor der Mini-Disc , deren
Verkäufe immerhin noch um 37 Prozent gesteigert werden konnten . Einen Grund
hierfür sehen die Analysten in den ebenfalls gestiegenen Verkaufzahlen bei
CD-Brennern . Auslieferung des neuen Apple-Keyboards verzögert sich Grund dafür
ist , dass die neuen Media Keys zum Einstellen der Lautstärke und dem Auswerfen
der CD bei älteren Macs mit USB-Anschluss nicht funktionieren . Um die Funktion
der neuen Tastatur zu gewährleisten , sei ein Betriebssystem-Update nötig ,
erklärte Apples Pressereferent Frank Limbacher auf Nachfrage von c't . Man wolle
deshalb zunächst die Verfügbarkeit der neuen Version abwarten , um dann ein voll
funktionsfähiges Produkt zu verkaufen . Systems : Yamaha zeigt 16X-CD-RW-Brenner
Der Unterhaltungsmulti Yamaha präsentiert auf der Systems 2000 erstmals seinen
vor knapp einem Monat angekündigten CD-R/RW-Brenner CRW2100 . Mittlerweile ist
laut Yamaha neben der ATAPI-Version auch die SCSI-Variante erhältlich . Die
Preise sollen bei etwa 700 Mark für den IDE- sowie bei etwa 750 Mark für den
SCSI-Brenner liegen . Externe Modelle mit SCSI- oder FireWire-Interface , die
vor allem für Macintosh-Anwender interessant seien dürften , sollen in etwa zwei
Monaten in den Handel kommen . Die beiden externen Varianten sollen etwa 900
Mark kosten . Systems : Massenspeicher im Petabyte-Bereich Der japanische
Elektronikgigant Sony , momentan eher durch die in Deutschland anstehende
Auslieferung der PlayStation 2 in den Schlagzeilen zu finden , zeigt sich auf
der Systems 2000 in München von einer anderen Seite : Diese enorme
Speicherkapazität entspricht 11.744.051 GByte oder 18.790.481 voll beschriebenen
CD-Rs . In dem PetaSite 8200 getauften ausbaufähigen Gerät , das in der
Grundfassung etwa die Größe zweier Kühlschränke aufweist , kommen maximal 56.158
DTF-2-Kassetten zum Einsatz , die ein Roboterarm in bis zu 828 Bandlaufwerke
einlegt . Anschluss an den Rechner findet die Datenhalde dagegen auf recht
gewöhnliche Weise über ein Wide-SCSI- oder Ethernet-Interface . Systems : Erster
CD-Foto-Kopierer vorgestellt Die französische Firma O'Dixion zeigt auf der
Systems 2000 den nach eigenen Angaben ersten CD-Kopierer , der auch gleich die
Label vervielfältigt . Das Gerät enthält neben einem 40X-CD-ROM-Laufwerk und
einem 16X-CD-Brenner , der über einen automatischen Lademechanismus mit Medien
versorgt wird , auch eine per USB angeschlossene Foto-Kamera und einen
Label-Drucker . So soll der Anwender auf Knopfdruck bis zu 50 Kopien vorhandener
CD-ROMs inklusive einer aufgedruckten Fotokopie des Original-CD-Labels
anfertigen können . Das DM 100 getaufte Gerät kann mittels des
Internet-Protokolls TCP/IP und eines beliebigen Web-Browsers angesteuert werden
. Es arbeitet daher plattformunabhängig . Der große Bruder DM 100 repro kann
darüber hinaus auch als Stand-alone-Lösung über ein LC-Display bedient werden .
Billig ist diese komfortable Art des CD-Kopierens allerdings nicht : Knapp
10.000 Mark verlangt der Hersteller für die reine Netzwerk-Version DM 100 . Die
auch ganz ohne Rechner benutzbare Variante DM 100 repro kostet knapp 14.000 Mark
. Die Markteinführung ist für Dezember 2000 oder Januar 2001 geplant .
Multilevel-Recording ermöglicht CD-R mit 2 GByte TDK will in Zusammenarbeit mit
Calimetrics in diesem Jahr ein neues CD-Recording-Format auf den Markt bringen ,
das die dreifache Datenmenge auf einer CD unterbringen soll . Außerdem würde
damit eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 36X möglich , erklärte der
Hersteller . Die neuen Laufwerke sollen auch die bisherigen CDs lesen sowie
konventionelle CD-R- und CD-RW-Medien beschreiben können . Erste Prototypen der
ML-Recorder sollen noch dieses Jahr auf den Markt kommen und nur unwesentlich
teuerer als zurzeit verfügbare CD-Writer sein , da das neue
Aufzeichnungsverfahren mit derselben Laseroptik auskommt . TDK sieht die neue
Technik nicht als Ersatz für die DVD , sondern vielmehr als Übergangslösung ,
bis auch DVD-Recorder zu erschwinglichen Preisen erhältlich sind .
Informatik-Studium soll modernisiert werden Fachleute sind sich einig : Das
forderte zumindest der Präsident der Gesellschaft für Informatik , Prof. Dr.
Heinrich Mayr , auf der letzten Tagung des Verbands . Das Programm trage
wirkungsvoll dazu bei , den Fachkräftemangel der IT-Branche in Deutschland zu
beheben , erklärte Mayr . Entscheidender sei es , wichtige Voraussetzungen in
den Studiengängen zu verankern . Dazu zähle Professionalität in den Methoden der
Informatik ebenso wie betriebswirtschaftliches Denken und kommunikative
Fähigkeiten . Der Bundeskanlzer könne so ein bedeutendes Zeichen setzen und
verhelfe der Bundesrepublik dazu , ihre Führungsrolle in der Informationstechnik
zu behaupten . Intel stellt XML-Beschleuniger vor Intel hat heute mit dem
Netstructure 7210 XML Accelerator und dem Netstructure 7280 XML Director zwei
auf Hardware basierende XML-Beschleuniger angekündigt . Die beiden Geräte sollen
laut Intel verschlüsselte XML-Transaktionen im Vergleich zu gängigen Servern um
das 50- beziehungsweise 150-fache beschleunigen . Um die Datensicherheit bei
Transaktionen zu gewährleisten , verfügen beide Geräte über Ver- und
Entschlüsselungs-Hardware , mit der bis zu 600 Aufträge pro Sekunde verarbeitet
werden sollen . Der 7280 XML Director ist darüber hinaus in der Lage ,
sogenannte Quality of Service-Kriterien ( QoS ) zu erfüllen , indem er Anfragen
überwacht und gegebenenfalls bei falscher oder zu später Antwort die Anfrage an
einen anderen Server weiterleitet . Intel verspricht , dass beide Boxen
transparent in das Netzwerk eingefügt werden können und deshalb keine Änderugen
an den bisherigen Applikationen notwendig seien . Der Prozessor-Hersteller will
damit weiter in den Bereich des E-Commerce vordringen . Intels Experten zufolge
sei XML der kommende Standard im Bereich der B2B-Transaktionen . Ergänzend zur
neuen Hardware hatte Intel bereits Ende April den Ausbau seines
E-Business-Networks angekündigt , um diesem Trend Rechnung zu tragen . Ab Mitte
des Jahres sollen beide Geräte im Handel erhältlich sein . Preise wurden noch
nicht bekannt gegeben . Senioren erkunden das Internet " Drin sein " wollen
mittlerweile alle , auch Menschen die jenseits der 50 und nicht mit dem Computer
aufgewachsen sind . Die Aktion ist Teil einer vom Bund unterstützten
Info-Kampagne . Die Eröffnung ist gleichzeitig der Startschuß für vier
Informationstage zum Internet und zu anderen neuen Techniken , die sich gezielt
an " ältere " Menschen richten . Als " älter " gelten in diesem Fall Alle ab 50
, da ab diesem Alter besonders wenig Menschen einen Zugang zum Internet haben .
Dabei stehen ihnen Internet-kundige Tutoren und Berater zur Seite . In derselben
Zeit finden im Vortragssaal der Stadtbibliothek im Ständehaus
Einführungsvorträge und Vorführungen zum Internet statt . Dort , sowie in der
IHK am Friedrichsplatz , wird es zusätzlich die Gelegenheit geben , frei im
Internet zu surfen , E-Mails zu verschicken oder in einem zweistündigen
Schnupperkurs die Grundelemente des Internets kennenzulernen . Alle Angebote
sind frei zugänglich und kostenlos . Das Internet und andere neue
Informationstechniken werden immer wichtiger , in Deutschland benutzten aber
1997 nur drei Prozent der über 55-jährigen einen PC . In der Gruppe der über
60-jährigen hatte nur 1 Prozent Erfahrung mit dem Internet . Viele der älteren
Menschen interessieren sich aber für das weltweite Datennetz , haben allerdings
nur sehr selten die Gelegenheit es auszuprobieren , hieß es auf der
Eröffnungsveranstaltung . Dabei biete gerade das Internet für nicht mehr so
mobile Ältere zahlreiche Chancen , erklärte der Karlsruher Oberbürgermeister
Heinz Fenrich . Die Entwicklung des Internet in Deutschland stehe erst am Anfang
und Ältere dürften davon nicht ausgeschlossen werden . CDU benennt
Internet-Sprecher Nachdem die CDU das Bundesland Nordrhein-Westfalen bereits zum
Internet-Standort Nr. 1 in Deutschland machen will , möchte sie nun auch
Deutschland im weltweiten Vergleich nach vorne bringen . Dazu wurde Thomas
Heilmann von der Werbeagentur Scholz&Friends , der bereits den
nordrhein-westfälischen CDU-Chef Jürgen Rüttgers in Fragen des Internet beriet ,
nun zum Internet-Sprecher der CDU Deutschlands berufen . Gemeinsam mit
Generalsekretär Ruprecht Polenz soll er eine Kommission leiten , die ein so
genanntes deutsches Internet-Entwicklungsprogramm erarbeiten soll . Das starke
Wachstum des Internet und der Benutzerzahlen in den letzten Jahren ist laut
CDU-Bundesvorstand Grund zur Annahme , dass " der Wettbewerb von Unternehmen ,
Wirtschaftsräumen und Nationen um Wohlstand und Zukunftschancen wesentlich bei
der Nutzung des Internets entschieden " werde . Deshalb könne sich die Regierung
nicht erlauben , weitere Fehler zu begehen . Als Sofortmaßnahme forderte die CDU
deshalb den Stopp der Haushaltskürzungen bei Bildung und Forschung sowie die
Bündelung von Zuständigkeiten in der Regierung . Deutschland habe gute Chancen
im weltweiten Wettbewerb zu bestehen , aber derzeit bestehe noch sehr viel
Nachholbedarf . Die Internet-Nutzung liege unter dem europäischen Durchschnitt ,
die Online-Kosten sind immer noch zu hoch und die neuen Technologien seien im
Bildungswesen noch nicht hinreichend verankert . Auch eine deutsche
Internet-Politik gebe es bisher noch nicht , meint die CDU . Besondere Kritik
fand in diesem Zusammenhang auch die Green-Card-Initiative der Bundesregierung .
Sie sei kein Zeichen des Aufbruchs , sondern der Ohnmacht . Wenn es nach den
Plänen der Christ-Demokraten geht , werden in Zukunft sogar " alle Interessenten
, vor allem die Gemeinde der Internet-Nutzer , eingeladen , auf einer speziellen
Website an der Meinungsbildung zur Zukunft der Kommunikation in Deutschland
mitzuwirken " ( die Adresse der entsprechenden Webseite gab die Partei
allerdings noch nicht bekannt ) . Die CDU möchte so zum einen vom Sachverstand
der Masse profitieren und zum anderen Nicht-Mitglieder an der Diskussion
beteiligen . Auch der Wahlkampf soll sich zunehmend in das Internet verlagern .
MacWorld Expo : G4 mit bis zu 733 MHz ( Update ) Statt der bisherigen drei gibt
es nun vier G4-Modelle mit Taktraten von 466 , 533 , 667 und 733 MHz . Ein
zweiter Prozessor ist nur noch als Build-to-Order-Option für die
533-MHz-Variante in Apples Online-Store zu haben . In den beiden Top-Modellen
arbeitet ein G4+ alias PowerPC 7450 , der im Unterschied zum Vorgänger über
einen integrierten 256 KByte großen L2-Cache sowie einen externen 1 MByte
umfassenden L3-Cache verfügt . Apples Profi-Linie basiert nun auf einem
Motherboard mit 133 MHz Speichertakt , vier statt bisher drei PCI-Slots und
einem AGP-4X-Grafikslot . Den kleinsten G4-Rechner bietet Apple nach wie vor
serienmäßig mit der Rage-128-Pro-Grafikkarte von ATI an , die übrigen drei mit
einer GeForce 2 MX von Nvidia . Die Modelle bis 667 MHz sind mit
CD-RW-Laufwerken ausgerüstet . Wer nach wie vor DVD-Videos mit seinem Power Mac
anschauen möchte , muss zur Build-to-Order-Variante mit DVD-ROM-Laufwerk greifen
und dafür auf den CD-Brenner verzichten . Das 733-MHz-Modell kommt standardmäßig
mit dem neuen DVD-R-Drive von Pioneer , das Apple SuperDrive tauft . Damit
lassen sich neben CDs auch Video-DVDs brennen , die in handelsüblichen
DVD-Playern abgespielt werden können . Erstmals baut Apple auch einen
Audio-Verstärker ein , der mit 2x10 Watt Ausgangsleistung passive Lautsprecher
versorgt . Die beiden kleineren Konfigurationen mit 128 MByte Speicher und 30-
beziehungsweise 40-GByte-Festplatten sollen ab sofort zu Preisen von 4499
respektive 5999 Mark erhältlich sein . Die größeren beiden mit 256 MByte RAM und
60-GByte-Platte wird es laut Jobs im Februar für 7499 beziehungsweise 9299 Mark
zu kaufen geben . Hierzulande muss man laut dem deutschen Apple Store aber noch
bis März auf die Top-Modelle warten . Ellison präsentiert Netzwerk-Computer
Larry Ellison - Chairman von Oracle und reichster Mann der Welt - startet einen
neuen Versuch , den PC in seiner jetzigen Form in Rente zu schicken . Mit der
neu gegründeten Firma New Internet Computer Co. ( NIC ) setzt er jetzt seine
bislang von der Industrie verschmähte Idee vom Netzwerk-Computer in die Praxis
um . Der nach der Firma benannte NIC ist mit einem 266-MHz-Cyrix-Prozessor der
Pentium-Klasse , 64 MByte RAM , 4 MByte Flash Speicher , 24-fach-CD-ROM , 10/100
base-T Ethernet , zwei USB-Ports und einem 56k-Modem ausgestattet . Eine
Festplatte oder ein Wechselmedium ist nicht vorgesehen . Als Betriebssystem
kommt ein spezielles Linux 2.2 zum Einsatz , als einziges mitgeliefertes
Programm steht Netscape 4.7 auf der Liste . Ein Monitor ist im Paket noch nicht
enthalten , kann aber auf Wunsch mitgeordert werden . Der Preis des
Netzcomputers liegt bei 199 US-Dollar beziehungsweise 376 US-Dollar mit Monitor
. Gestartet wird der Rechner ausschließlich über das eingebaute CD-ROM-Laufwerk
, im Unterschied zum bisher propagierten Konzept wird die Software nicht aus dem
Netz geladen . Der Einsatzzweck des NIC beschränkt sich demnach momentan auf
Surfen und E-Mail . Die Firma plant allerdings , auf künftigen CD-ROMs weitere
Applikationen mitzuliefern . Ellison will den Computer zunächst nur an Schulen
verkaufen . Ab Mitte Juni soll aber auch eine Version für Endanwender angeboten
werden . Bis dahin können spendenfreudige Privatpersonen oder Firmen auf der
Internetseite des Unternehmens den NIC als Geschenk für eine unterversorgte
Schule kaufen . Auf der offiziellen Präsentations-Show in Dallas will Ellison
1100 dieser Geräte an eine lokale Schule als Spende übergeben . Die Leitung der
Firma NIC übernimmt Gina Smith , die zuvor als Radio- und Fernseh-Moderatorin
beschäftigt war . Durch ihre Erfahrungen in einer Radio-Talk-Show über
Computer-Probleme habe sie die richtigen Ideen , ein wirklich einfaches System
zu entwickeln , erklärte Ellison . Smith selbst ist überzeugt , dass der NIC "
der am einfachsten zu bedienende Computer der Welt " sei . Etappensieg für
Microsoft im Java-Streit Nach einer Entscheidung von US-Richter Ronald Whyte hat
Microsoft Suns Copyright für Java nicht verletzt . Damit folgte der Richter
einer Eingabe des Softwareriesen vom September vergangenen Jahres . Weiterhin
unberührt bleibt aber die zuvor erneut in Kraft gesetzte einstweilige Verfügung
des Richters . Sie verbietet es Microsoft unter anderem , Produkte mit einer
Java-Implementierung zu vertreiben , die Suns Kompatibilitätstests nicht besteht
. Der endgültige Ausgang des Prozesses läßt sich durch dieses Urteil allerdings
noch nicht vorhersehen . Noch steht eine Entscheidung zu Suns Vorwürfen aus ,
das Redmonder Unternehmen verschaffe sich durch die laut Lizenzvereinbarung
verbotenen Änderungen des Java-Standards unfaire Vorteile und gefährde die
Zukunft der plattformunabhängigen Sprache . Entsprechend gelassen gibt sich
Java-Erfinder Sun : Der Richter besteht nach wie vor darauf , die Entscheidung
dieser Frage in einer Gerichtsverhandlung zu fällen , da beide Seiten eine
plausible Auslegung des Lizenz-Vertrags eingericht hätten . Ein Termin für die
Verhandlung steht noch nicht fest . Microsoft greift nach dem Fernsehen der
Zukunft Microsoft will nun auch im stark umkämpften Markt des interaktiven
Fernsehens Fuß fassen . Eine Partnerschaft mit dem Elektronik-Hersteller
Matsushita und der aus dem Bereich des digitalen Fernsehens stammenden
britischen Firma Pace Micro , die der Softwaregigant heute auf einer Konferenz
der US-TV-Kabelnetz-Betreiber angekündigt hat , soll den Weg dazu ebnen . Die
Strategie der drei Unternehmen umfasst zwei Punkte : Web TV , das die
Komponenten der Hard- und Software für den Endanwender unter einem Namen
zusammenfasst und auf Windows CE basiert , und Microsoft TV , das hauptsächlich
aus der Server-Software für Netzbetreiber besteht . Microsoft plant , seine
Dienste in vier Varianten anzubieten : Microsoft TV Basic Digital , die
Client-Software für Set-Top-Boxen , den Microsoft TV Server , der unter Windows
2000 eine Grundlage für das interaktive Fernsehen bilden soll , den Microsoft TV
Access Channel Server , der die Set-Top-Boxen mit interaktiven Inhalten
versorgen soll und Microsoft TV Advanced , das bereits für die nächste Version
der Set-Top-Boxen gerüstet sein und diese mit Diensten wie Netzwerk-Spielen oder
digitaler Video-Aufzeichnung versorgen soll . Mit dieser letzten Variante plant
das Redmonder Unternehmen wohl bereits die Unterstützung der für Ende nächsten
Jahres angekündigten eigenen Spielkonsole , der X-Box . Experten sehen im Markt
um das Fernsehen der Zukunft trotzdem ein enormes Potential : Mode auf (
Computer- ) Abwegen Stephen Fitch , Absolvent des MIT Media Lab , hat eine
Lederjacke mit eingebautem Computer und Display entwickelt . Nach den
Vorstellungen des Entwicklers sollen so auch Privatpersonen die Möglichkeit
haben , als Werbeträger zu fungieren . Ob es sich dabei um Werbung für das
Lieblingsgetränk , Hundefutter oder Musik handelt - alles scheint machbar . Die
Film- und Fernsehindustrie denkt bereits darüber nach , Filmtrailer oder
Musikvideos über das 6-Zoll-Display unter das Volk zu bringen . Der Computer ist
mitsamt Pentium III , Festplatte mit 1 GByte Kapazität und drahtloser
Internetanbindung in das Innenfutter der Jacke eingenäht . Über einen
integrierten Infrarot-Sensor soll die Körperwärme der umstehenden Personen
erfasst und so darauf geschlossen werden , wie viele Menschen die Präsentation
verfolgt haben . Das Projekt wurde im Auftrag von Microsoft entwickelt , den
Vertrieb plant Fitch aber durch die eigens dafür gegründete Firma HardWear . Der
Erfinder hofft , dass die von ihm entwickelte Jacke langfristig in
Massenproduktion gehen wird . Neue AOL-Software für den Mac Der Online-Dienst
AOL Deutschland hat heute die nächste Generation seiner Zugangssoftware für den
Macintosh angekündigt . Die Version 5.0 des Programms soll ein überarbeitetes
Design und etliche Funktionserweiterungen im Vergleich zur Vorgängerversion 3.0
aufweisen . So soll die Software in Zukunft eigenständig erkennen , welche
Modem- oder ISDN-Hardware angeschloßen ist und den Benutzer bei einer
Erstinstallation noch besser unterstützen . Neu ist auch die Einwahl über eine
bundesweit einheitliche Rufnummer . Die Willkommen-Seite wurde überarbeitet und
soll nun auch aktuelle Nachrichten sowie Chat-Themen und -Zeiten anzeigen . Das
Programm wird nach Angaben von AOL ab sofort Benutzern der Vorgängerversion 3.0
und ab dem 19. Juni allen Internetnutzern zum kostenlosen Download angeboten .
Erst Ende Juli soll eine CD-ROM fertiggestellt sein , die dann unter der
Freecall-Nummer 0800/5111222 angefordert werden kann . c't im Fernsehen :
Com.p@ss über Kosten bei der Telefon-Auskunft Die wöchentliche Computer- und
Multimedia-Sendereihe führt ihre Tests in Zusammenarbeit mit c't durch . Früher
war sie einmal kostenlos - die Telefonauskunft . Das allerdings ist schon lange
vorbei . Heute kostet der Anruf bei der Auskunft bis zu vier Mark . Und die
Qualität dieser Dienste lässt oftmals sehr zu wünschen übrig . com.p@ss hat die
Auskunft getestet . Mit erstaunlichen Ergebnissen . Weiteres Thema : Die
Musiktauschbörsen im Internet . Hat die Musikindustrie erneut das Nachsehen ?
Aufgewacht scheint sie jedenfalls zu sein : Keines der Majors wollte
zurückstehen , von Vivendi/Universal bis Sony kündigten sie alle eigene Pläne
zum Online-Vertrieb von Musik an . Im Studio begrüßt Moderator Mike Carl
c't-Redakteur Georg Schnurer . Weitere Wiederholungen der Sendung gibt es bei
hessen fernsehen am Montag , 13. August , um 23.45 Uhr , und im Berliner
Fernsehen B1 am Dienstag , 14. August , um 8.30 Uhr . IBM sieht trotz Fehlern
optimistisch in die Zukunft Lou Gerstner - Chairman und CEO von IBM - gestand
gestern in einer einstündigen Rede vor Analysten Fehler in vergangenen
Produktstrategien ein . Trotzdem sehe er für dieses Jahr ein lukratives Geschäft
für IBM voraus . Vor allem im Bereich der Festplatten habe es Probleme gegeben .
Hauptursache sei dabei der Bereich der schnellen Server-Platten : Trotzdem ist
der IBM-Chef überzeugt , dass der Markt der Speichermedien nach wie vor einen
der Hauptmärkte der Firma darstellt und in Zukunft bis zu 75 Prozent der
Hardware-Verkäufe ausmachen wird . Der Bereich der Desktop-PCs hatte ebenfalls
stark gelitten . IBM prophezeit aber , mit der vor kurzem angekündigten
NetVista-Reihe die Umsätze wieder nach oben korrigieren zu können . Für den
Server-Markt hat Big Blue ebenfalls Neuigkeiten : Heute will das Unternehmen
neue Produkte auf Basis der S80-Server vorstellen . Durchweg positiv gestalte
sich der Bereich der Internet-Dienstleistungen . Hier sieht Gerstner die Chance
, dass sich die Aufträge dieses Jahr verdoppeln werden . MP3-Tauschbörse sperrt
335.435 Benutzer Das Unternehmen Napster hat nun auf die Beschwerden der Band
Metallica reagiert und wie gefordert 335.435 Benutzer von der
Online-MP3-Tauschbörse ausgeschlossen . Napster hatte zunächst keinen Kommentar
zu der Übergabe abgegeben , sich nun aber doch für den sicheren Weg entschieden
. Napster gestand ein , dass " möglicherweise auch einige unschuldige Benutzer
gesperrt worden sein könnten " , da die Liste von Metallica erstellt wurde und
nicht in allen Fällen überprüft werden konnte . Man stehe aber vollständig zu
den eigenen Vertragsbedingungen und dem Gesetz , wonach Verbreitung von
Raubkopien illegal sei . Ob die Sperrung der Nutzer den erhofften Erfolg bringen
wird , ist allerdings fraglich : Die MP3-Sammler können sich auf einfache Weise
einen neuen Account generieren und in Zukunft unter anderem Namen Musikstücke
tauschen . Für diesen Fall hat Metallica noch etwas in petto : Die ebenfalls bei
der Untersuchung durch ein Online-Consulting-Unternehmen gesammelten IP-Adressen
der Nutzer sind bisher noch nicht veröffentlicht worden . Sie würden teilweise
eine Sperrung einzelner Netz-Zugänge unabhängig vom Namen erlauben und außerdem
möglicherweise die Identität der Nutzer verraten . Siehe auch Telepolis :
Napster gibt klein bei CSU will Open Source und Gesetze gegen
Internet-Kriminelle Ähnlich wie die US-Justizministerin und die Bundesregierung
sieht Bayerns Justizminister Manfred Weiß unter dem Eindruck der jüngsten
Wurm-Attacken sofortigen Handlungsbedarf , möchte aber auch einen nationalen
Alleingang wagen . Das Computerstrafrecht müsse umgehend überarbeitet werden ,
um hinreichenden strafrechtlichen Schutz vor solchen Angriffen zu gewährleisten
. Einen entsprechenden Bundesratsvorstoß hat das bayerische Kabinett bereits
gestern beschlossen und will nun mit Nachdruck auf eine Gesetzesänderung
hinwirken . Welche Vorschläge in der Bundesratsinitiative gemacht werden sollen
, gab die bayerische Landesregierung bislang allerdings nicht bekannt . Auch Dr.
Martin Mayer - forschungs- und medienpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe
im Bundestag - sorgt sich angesichts der jüngsten Ereignisse um die Sicherheit
im Internet . Als Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der
Beratung der europäischen IT-Initiative eEurope setzt er allerdings an anderer
Stelle an : Hauptursache für die erfolgreichen Attacken sei demnach Microsofts
Betriebssystem , da der Quellcode geheim gehalten werde . Nur dadurch könnten
sich laut Mayer unbekannte Hintertüren und Fehler in sensible Systeme
einschleichen . So sei eine vernünftige Vorbeugung gegen Computer-Viren
unmöglich . Besonders bedenklich sei weiterhin , dass sich in den bisherigen
Plänen der EU kein einziger Punkt mit der Sicherheit in der IT-Branche befasse .
Einwohnermeldeamt jetzt auch " drin " Wer schon immer mal wissen wollte , wohin
der ehemalige WG-Partner mit der Gitarre verschwunden ist oder aus sonst einem
wichtigen Grund eine bestimmte Personen sucht , bisher aber nie die Zeit hatte
ins Einwohnermeldeamt zu laufen , der kann jetzt EWOMA mit dieser Aufgabe
betrauen . Für eine Gebühr von durchschnittlich 12 DM kann man auf der
Internetseite der Firma eine oder mehrere Anfragen in Arbeit geben . Benötigt
werden dazu die letzte bekannte Adresse der gesuchten Person sowie ihr
Geburtsdatum . Sobald die Anfragen dann an die zuständigen Einwohnermeldeämter
weitergeleitet wurden und eine Antwort vorliegt , wird die aktuelle Adresse der
Person per E-Mail an den Auftraggeber verschickt . Zwar verlangt die Firma in
ihren Online-Formularen keine Begründung für die Suche , die AGB enthalten aber
einen Satz , nachdem generell ein berechtigtes Interesse vorliegen muß . EMI
will Musik über das Internet vertreiben Die Abteilung EMI Recorded Music der EMI
Group will ab dem 1. Juli 100 Alben und 40 Singles ausgewählter Künstler im
Internet zum Download anbieten . Stars wie zum Beipiel Janet Jackson , Pink
Floyd , die Spice Girls , Tina Turner und auch Frank Sinatra wird es dann im
WMA-Format ( Windows Media Audio ) zu hören geben . Das Brennen der Songs auf
eine Audio-CD soll problemlos möglich sein . Der Schritt von EMI zeigt die
vorherschende Marschrichtung der Musik-Industrie : Weg von traditionellen
Handelswegen und hin zum wesentlich effektiveren Internet-Vertrieb . Auf der
Seite der Benutzer hat sich das Verfahren des Music on Demand ebenfalls
etabliert , leider aber in einer Form , die der Musik-Branche ein Dorn im Auge
ist : MP3 . Zwar hat das platzsparende Musik-Format erheblich zur Realisierung
der Übertragung von Musik im Internet beigetragen , im gleichen Umfang hat es
aber nach Ansicht der Labels auch zur Verbreitung von Raubkopien gedient . Geld
verdienen wollen die Platten-Labels aber natürlich auch im Internet . EMI-Chef
Ken Berry erklärte , dass sich die Preise pro Musikstück an den Preisen für
herkömmliche CDs orientieren werden . Neben EMI planen auch Sony Music und BMG
Interactive den Einstieg in den Online-Handel . Apple kauft DVD-Softwareschmiede
Apple übernimmt die Firma Spruce Technologies , die sich mit
DVD-Authoring-Software für Windows einen Namen gemacht hat . Das in San Jose
ansässige Unternehmen , das sich als weltweit führend im Bereich DVD-Authoring
bezeichnet , hat 55 Mitarbeiter . Von Spruce Technologies stammen unter anderem
das Einsteigerprogramm SpruceUp für Windows ME/2000 sowie die Profi-Lösung
DVDPerformer . Mit der Übernahme wolle Apple seine Position im Bereich des
DVD-Authoring stärken , hieß es auf Nachfrage von heise online . Den Grundstein
dafür hatte Apple im April 2000 mit dem Kauf des deutschen Softwarehauses
Astarte gelegt . Im Januar dieses Jahres präsentierte Steve Jobs dann die
Programme iDVD und DVD Studio Pro . Der Kauf von Spruce Technologies könnte
bedeuten , dass Apple in Zukunft auch Windows-Software anbieten will - diese
Frage ließ Pressesprecher Georg Albrecht allerdings unbeantwortet . Nachdem
Anfang März das japanische Unternehmen Daikin mit dem Konkurrenten Sonic
Solutions fusioniert hat , bleiben nun also nur noch zwei " Big Player " im
Wettbewerb um die beste DVD-Authoring-Software . Apple kündigt professionelle
Videoschnittlösungen an Auf der momentan stattfindenden Konferenz NAB2000 der
National Association of Broadcasters hat Apple zwei neue Videoprodukte für den
Macintosh vorgestellt . Die in Zusammenarbeit mit Matrox entwickelte
Videoschnittkarte RTMac ermöglicht auf einem G4-Rechner die Echtzeitbearbeitung
und -wiedergabe von Video im DV-Format . Anschluß an die Außenwelt soll die
Karte über Composite- und S-Video-Ports finden und auch als Grafikkarte für
einen zweiten Monitor dienen . Ebenfalls im Sommer soll die auf professionelle
Anwender ausgerichtete TARGA Cine-Schnittkarte der Firma Pinnacle Systems
erhältlich sein . Laut Firmenangaben ermöglicht die ausschließlich für den Mac
produzierte Karte die unkomprimierte Bearbeitung von "Standard-Definition"- und
"High-Definition"-Video und wird ebenfalls von Final Cut Pro unterstützt . Der
Preis für ein komplettes System wurde mit " unter 10.000 US-Dollar " angegeben .
Neue Version von Apples Videoschnitt-Software Apple kündigte heute das Update
auf die Version 1.2.5 seiner Videoschnittsoftware Final Cut Pro an . Zu den
Neuerungen sollen die Unterstützung des Bildformates 16:9 und des
YUV-Komponentensignals zählen . Im YUV-Format werden die Farbkomponenten eines
Videosignals im Gegensatz zum Composite-Video-Format als getrennte Signale über
drei Leitungen übertragen . Dadurch liefert das Format eine wesentlich bessere
Bildqualität , was es zum Standard in der professionellen Videobearbeitung
gemacht hat . Ebenfalls neu ist die Funktion " make refence movies " . Kommt zum
Beispiel eine Szene doppelt vor , so werden die Informationen nur ein einziges
mal im Film abgelegt und können zu einem späteren Zeitpunkt erneut abgerufen
werden . Dadurch läßt sich die zu speichernde Datenmenge erheblich verringern .
Das Update soll für Besitzer der Version 1.2 kostenlos sein und ab nächsten
Monat zum Download bereit stehen . Microsofts Spielkonsole X-Box : Viel Lärm um
( noch ) nichts Auf der Spielemesse Electronic Entertainment Expo ( E3 ) sorgt
Microsoft - nach eigenen Aussagen " auf vielfachen Wunsch der Fan-Gemeinde " -
mit viel Glamour und Getöse für einen furiosen Auftritt der Spielkonsole X-Box .
Ein speziell für solche Anlässe konstruiertes mobiles und chrom-blitzendes
Theater sorgte zusammen mit dem X-Box-Maskottchen Raven schon bei der Ankunft
für Aufsehen . Ursprünglich hatte Microsoft gar nicht geplant , die X-Box auf
der Messe zu präsentieren , schließlich dauert es noch etwa eineinhalb Jahre ,
bis die neue Spielkonsole in die Läden kommt . Nun können auf der Spiele-Messe
bis zu 12 Personen gleichzeitig eine 2-minütige Multimedia-Show zur X-Box
genießen . Auch der Rest von Microsofts Gepäck für die Spielemesse kann sich
sehen lassen : Vorgestellt werden sollen 16 neue PC-Spiele und zwei neue
Hardware-Zusätze . Unter den Spielen befinden sich Titel wie MechWarrior 4 ,
Combat Flight Simulator II , Crimson Skies und Age of Empires II . GameVoice ,
ein Teil der neu vorgestellten Peripherie , soll es Spielern ermöglichen , mit
ihren Mitstreitern auf der ganzen Welt per Sprache zu kommunizieren .
Sprachsteuerung der Spiele sei ebenfalls möglich , erklärte Robbie Bach , Chef
der Spiele-Entwicklungsabteilung bei Microsoft . Die Zukunftschancen der X-Box
sieht Bach sehr positiv . Microsoft werde die Führung im PC-Spiele-Bereich
weiterhin behalten und auf die Spielkonsolen übertragen . Die beiden
Spieleplattformen - PC und Konsole - stünden dabei nicht in Konkurenz zueinander
, erklärte er . Je nach Spiel eigne sich das eine oder andere Gerät besser .
Durch die Einführung der X-Box werde sich Microsofts Engagement für den
PC-Spiele-Markt nicht ändern , betonte Bach . Fast alle namenhaften Firmen
hätten bereits ihre Unterstützung angekündigt , darunter Electronic Arts ,
Midway , Konami und Namco . Die Unterstützung der Spieleprogrammierer zu
gewinnen dürfte auch das eigentliche Ziel des bombastischen X-Box-Auftritts auf
der E3 sein . Deutsche Playstation 2 kommt im Oktober Ab dem 26. Oktober diesen
Jahres hat das Warten ein Ende : Sonys neue Spielkonsole Playstation 2 wird dann
endlich in den Kaufhausregalen zu finden sein . Der Preis der Konsole soll hier
zu Lande 640 Mark betragen . Die japanische Ausgabe von Sonys neuer Konsole
unterzog c't in Ausgabe 9/2000 einem ausführlichen Test . Laut Sonys Angaben
wird die in Deutschland verkaufte Version der PSX 2 über einen
Festplatten-Anschluß verfügen , der in der japanischen Version noch nicht
integriert war . Ein Sprecher des Unterhaltungskonzerns betonte aber , dass
dieser Anschluß von Anfang an eingeplant gewesen und nicht als Antwort auf
Microsofts X-Box zu sehen sei . Die Redmonder " Daddelkiste " war die erste ,
die mit einem Anschluß für eine externe Festplatte angekündigt wurde . Die
Markteinführung der X-Box plant Microsoft - ebenso wie Nintendo für seinen
N64-Nachfolger Dolphin - für Ende 2001 . Sorgen machen muß sich Sony also nicht
. Entsprechend siegessicher gibt man sich : " Das wird der größte Start in der
Geschichte der Unterhaltungselektronik . " , sagte Marketing-Vizepräsident
Andrew House . Bergbau light : Virtuelle Grubenfahrt im Internet Die Deutsche
Steinkohle AG ( DSK ) hat das nach eigenen Angaben weltweit erste virtuelle
Bergwerk im Internet veröffentlicht . Neben Bildern und Texten finden sich auch
kleine Filme , die im Stil der Sendung mit der Maus die Arbeiten und Werkzeuge
der Bergleute anschaulich erklären . Wenn man tagtäglich im Internet surft , mag
das Auftauchen eines virtuellen Bergwerks etwas anachronistisch wirken ; einen
Besuch ist es aber allemal wert . Schließlich sollte jeder wissen , woher ein
Teil des Stroms für Computer , Internet & Co eigentlich kommt . Photo-CDs im
DVD-Player abspielen Photo-Riese Eastman Kodak und die Chipschmiede LSI Logic
wollen zukünftigen DVD-Playern den Umgang mit PhotoCDs beibringen . Alle Geräte
, die LSIs neuen Chip verwenden , sollen dann neben herkömmlichen
DVD-Video-Scheiben auch die digitalen Photo-Alben von Kodak auf dem Fernseher
ausgeben können . Neben der obligatorischen Dia-Show soll auch eine
Thumbnail-Vorschau und Bildrotation möglich sein . Der Chip wird sich nach
Aussagen der beiden Partner in die von der Firma C-Cube - vor kurzem von LSI
aufgekauft - entwickelte ZiVA-5-Reihe eingliedern , eine bei Herstellern immer
beliebter werdende Single-Chip-Lösung zur Verarbeitung von Audio- und
Video-Daten . Ob es ein Update für bereits auf dem Markt erhältliche DVD-Player
mit den Vorgängern dieses Chips geben wird , ist noch nicht bekannt . Bislang
setzen JVC , Samsung , LG Electronics und Hitachi auf ZiVA-Chips . Die aktuelle
Variante beherrscht neben DVD-Video auch DVD-Audio , SuperVCD , Video-CD ,
Audio-CD und MP3 . Vor etwa zehn Jahren hatten sich die Produktexperten bei
Kodak die PhotoCD als digitalen Bildträger für jederman ausgedacht . Anstatt
Abzüge auf Papier zu ordern , sollte der Kunde die Bilder auf eine CD-R in
proprietärem Format speichern lassen . Durch die gesalzenen Preise für die
Medien , das Erstellen der normalen Papierabzüge und die passenden Player blieb
der PhotoCD allerdings der Siegeszug verwehrt . Dank der guten Qualität konnte
sich die Technik aber bis heute im Profi-Bereich halten . Nun könnte die PhotoCD
doch noch Einzug ins Wohnzimmer halten - wenn auch mit zehn Jahren Verspätung .
Neue CD-RW-Schreibtechnik von Philips Philips stellt eine neue Schreibtechnik
vor , die zukünftig in allen CD-RW-Brennern zum Einsatz kommen soll . Das
sogenannte Thermo-Balanced Writing ( TBW ) soll durch die dynamische Steuerung
des Laserschreibstroms die Datenintegrität bei allen (wieder-)beschreibbaren
Medien verbessern . Einen wirksamen Schutz gegen andere Probleme des Brennens ,
wie beispielsweise den Buffer-Underrun , bietet diese Technik jedoch nicht . Die
TBW-Schreiber arbeiten in einem von zwei Modi . Zum einen können sie eine
interne Medienliste benutzen , anhand derer sie die jeweils passenden Parameter
für einen optimalen Brennvorgang ermitteln . Kommt ein Medientyp nicht in dieser
Liste vor , so wird der Rohling nicht mit voller Brenngeschwindigkeit
beschrieben oder einfach abgelehnt . Der Nutzer soll so bei jedem zur Verfügung
stehenden Medium die maximale Brenngeschwindigkeit einsetzen können , ohne
Kompromisse bei der Zuverlässigkeit eingehen zu müssen . Alle PCRW 804K
8X-CD-RW-Laufwerke , die von Dezember 2000 an gefertigt werden , seien ebenso
wie der neue 12x-CD-RW-Brenner mit dieser Technik ausgestattet , hieß es bei
Philips . Spielend spenden Sega bietet ab sofort das Dreamcast-Spiel Toy Racer
für 19,95 Mark im Handel an . Das Besondere neben dem geringen Preis : Jeweils 3
Mark gehen an die Organisation Herzenswünsche e. V. in Münster . Herzenswünsche
ist eine bundesweit tätiger Verein , der schwer kranken Kindern und Jugendlichen
lang ersehnte Wünsche erfüllt . Das Rennspiel bietet laut Sega erstmals die
Möglichkeit , auch im Internet gegen menschliche Gegner anzutreten . Das
ungewöhnlichste Vehikel dürfte allerdings die fahrbare Zahnpastatube sein . Auf
den Rennstrecken sind zahlreiche Hilfsmittel wie Bleistiftraketen oder Reißnägel
veteilt , die als Waffen gegen Mitstreiter eingesetzt werden können . Die Rennen
finden in den Zimmern eines virtuellen Hauses statt . Da die Helden dieses
Spiels allesamt Spielzeuge sind , erscheint die Kulisse aus der
Froschpersepktive . Handy-Riesen mit gemeinsamen Sicherheits-Standard Genauere
Informationen zu den Hintergründen - beispielsweise vorgesehene Protokolle oder
Verschlüsselungsfunktionen - gaben die beteiligten Firmen allerdings noch nicht
bekannt ; bis Ende Mai dieses Jahres wollen sie allerdings erste Entwürfe
vorlegen , die dann auch technische Details enthalten sollen . Grund für die
Zusammenarbeit ist offensichtlich die Einsicht , dass proprietäre Entwicklungen
den Firmen mehr schaden als nutzen : Um eine möglichst weite Verbreitung zu
gewährleisten , sei es notwendig , dass alle an einem Strang ziehen , erklärte
Jan Ahrenbring , Vize-Präsident von Ericsson . Der Anfang sei mit WAP bereits
geschafft , was jetzt noch fehle , sei das Vertrauen der Kunden , erklärte
Ahrenbring weiter . Mit der zunehmenden Verbreitung von Mobiltelefonen werden
auch neue Anwendugsbereiche denkbar . So planen die drei Konzerne zum Beispiel
auch kleinere Transaktionen , wie etwa das Bezahlen von Tickets oder eines
Parkautomaten , über das Handy abzuwickeln . Apple kauft deutsches DVD-Team
Apple hat auf der in Las Vegas stattfindenden Konferenz der National
Associotaion of Broadcasters die Übernahme der DVD-Abteilung des Karlsruher
Unternehmens Astarte bekannt gegeben . Die Firma entwickelte bislang vor allem
Software für die Erstellung von DVDs und entsprechenden Inhalten . Astarte
behält nach dem Verkauf des DVD-Bereichs wohl nur die Abteilungen , die als
Dienstleister für Web-Präsenz und DVD-Produktionen auftreten . Weitere
Einzelheiten konnte Astarte auf Nachfrage von c't noch nicht mitteilen :
Genauere Informationen soll es erst nach dem Ende der Konferenz am 13. April
geben . Mit der Übernahme der DVD-Abteilung von Astarte will Apple
offensichtlich seine Position im Markt für professionelle Video-Lösungen weiter
ausbauen - gestern bereits hatte Apple in Las Vegas neue Hardware für
Videoschnittlösungen angekündigt . Compaq führt im Markt für Linux-Server Nach
einer Studie von IDC führt Compaq den weltweiten Linux-Server-Markt an . Mit
18.000 verkauften Servern , die unter Linux laufen , liegt der
Computerhersteller im vierten Quartal 1999 deutlich vor IBM ( 7.000 Server ) ,
Hewlett-Packard ( 5.400 Server ) und Dell ( 5.200 Server ) . Compaq erreichte
einen Marktanteil bei Linux-Servern von 25 Prozent . Mit einer Steigerungsrate
von 166 Prozent ist der Bereich der Server mit dem Open-Source-System das am
stärksten wachsende Segment der Branche . Für Mai hat Compaq die Markteinführung
einer neuen Generation der AlphaServer geplant und erhofft sich dadurch eine
weitere Stärkung seiner Position . Die Gunst der Unternehmen scheint der Pinguin
jedenfalls zu haben : IDC hat ermittelt , dass 71 Prozent der befragten
Unternehmen davon ausgehen , dass ihre Linux-Server 99,99 Prozent der Zeit
laufen - also gerade mal 53 Minuten pro Jahr ausfallen . Fluggesellschaften
starten eigenes Online-Reisebüro Elf europäische Fluggesellschaften wollen noch
dieses Jahr ein gemeinsames Online-Reisebüro eröffnen . Auf der Web-Site des
noch nicht benannten Unternehmens soll der Surfer Angebote vergleichen und so
den schnellsten oder günstigsten Flug auswählen können . Beteiligen wollen sich
unter anderem die Lufthansa , Air France , British Airways , Alitalia und KLM .
Die Lufthansa-Sprecherin Sabine Tusl erläuterte , die Kunden könnten Flüge ,
Mietwagen , Versicherungen und später auch Hotels online buchen .
Last-Minute-Angebote und Auktionen solle es auf der neuen Seite aber nicht geben
. Eine Verschärfung des Preiskampfes befürchte die Lufthansa nicht . Ebenso
unbesorgt blickt Stefanie Schröder von British Airways auf das gemeinsame
Vorhaben : Verglichen wird sowieso . Beide Flugunternehmen wollen ihre
bisherigen Web-Seiten beibehalten und weiter ausbauen . Um eine unverzerrte
Darstellung der Angebote zu gewährleisten , soll die gemeinsam gegründete Firma
die Web-Site eigenständig verwalten . Damit treten die Fluglinien in direkte
Konkurenz zu anderen Anbietern im Internet , wie beispielsweise Flug.de . Aber
auch dort sieht man dem Schritt mit Gelassenheit entgegen . Hildebrand Müller ,
Sprecher der Online-Flugvermittlung , sagte der c't-Redaktion , er erwarte davon
eine Belebung des gesamten Online-Reise-Marktes . Das Engagement der Fluglinien
unterstreiche die Ernsthaftigkeit des Internet-Geschäfts . Eine unmittelbare
Konkurrenz sehe er darin nicht , denn Flug.de biete mit über 450
Fluggesellschaften eine weit größere Auswahl und werde auch weiterhin als
Vertriebspartner der elf Fluglinien fungieren . Negative Reaktionen
traditioneller Reisebüros gab es bisher nicht . Infoseek bietet neue
Suchfunktion Als das nach eigenen Angaben erstes Unternehmen im Internet bietet
Infoseek eine neuartige Suchfunktion auf seiner Website an . Mit mark & seek ist
es möglich , die Datenbank des Dienstes nach weiteren Informationen zu einem im
Fenster des Web-Browsers markierten Begriff durchsuchen zu lassen . Da es sich
bei dieser Funktion nicht um ein spezielles Programm handelt , das als
eigenständige Anwendung , unabhängig vom Web-Server , in den Browser des Surfers
integriert wird , ist dies natürlich nur auf Seiten von Infoseek selbst möglich
. Mit mark & seek setze Infoseek seine Stratgie fort , die Surfer bei der Suche
über das Web zu unterstützen . Seagates BigMäc mit 40-GByte-Scheiben ( Update )
Festplattenhersteller Seagate bringt in seiner neuen U-Series 40 GByte an Daten
auf einer Magnetscheibe unter . Das entspricht 32,6 GBit pro Quadratzoll - eine
neue Rekorddichte bei Festplatten . In den USA sind die neuen Platten ab sofort
erhältlich , in Deutschland ist es in etwa zwei Wochen soweit . Die deutschen
Preise sollen sich in etwa am Vorserienmodell orientieren , stehen aber bislang
noch nicht fest . Die Scheiben der Festplatten sollen mit 5400 Umdrehungen pro
Minute rotieren . Kapazitäten von 20 , 40 , 60 und 80 GByte sind momentan
angekündigt ; höhere Kapazitäten seien zwar möglich , aber zurzeit aufgrund
mangelnder Nachfrage noch nicht geplant . Seagate ist die erste Firma , die 40
GByte pro Magnetscheibe unterbringt . Konkurrent Maxtor könnte allerdings recht
bald aufschließen . Deren Low-Cost-Platte 531DX ( siehe c't 12/01 , S. 162 )
beispielsweise kommt ebenfalls mit einer einzigen Scheibe aus . Mit nur einem
Lesekopf kommt sie auf eine Kapazität von 15 GByte , ein zweiter Kopf würde die
Kapazität auf einen Schlag verdoppeln . Der Weg zu 40 GByte wäre dann auch nicht
mehr weit . DVD-Brenner endlich separat erhältlich Pioneer liefert seinen
DVD-Brenner DVR-A03 nun endlich auch als Retail-Version aus . Wer bislang seine
privaten Videoaufnahmen auf eine DVD-R schreiben wollte , musste zwangsläufig
auch einen PowerMac G4 mit dazu kaufen . Wer das nicht will , kann nun für 900
Euro den Brenner inklusive Zubehör kaufen . Im Paket enthalten sind 2 DVD-R- und
5 CD-R-Medien sowie die Authoring-Software myDVD , die Brenn-Software
InstantCD/DVD sowie die Player-Software PowerDVD . Sämtliche Programme laufen
nur unter Windows , Mac-Software liefert Pioneer nicht mit . Der DVR-A03
beschreibt DVD-R(G)-Rohlinge ( " DVD-R for General use " ) mit 2XDVD ,
wiederbeschreibbare DVD-RW-Medien mit 1XDVD . CD-Rs beschreibt er mit 8XCD ,
CD-RWs mit 4XCD . Dabei entspricht 1XDVD einer bei DVDs üblichen Transferrate
von rund 1.35 MByte/s , 1XCD einer Transferrate von 150 KByte/s . Protestaktion
zur Apple Expo abgesagt Die vor wenigen Tagen von einer britischen
Mac-Anwendergruppe angekündigte Protestaktion auf der Apple Expo in Paris ist
abgesagt worden . Apple hatte nach der Ankündigung mit der Gruppe Kontakt
aufgenommen und sie zu einem offenen Gespräch eingeladen . Die Protestierer
teilten mit , sie begrüßten diesen Schritt und hofften , damit den Grundstein
einer lang anhaltenden Beziehung zu Apple zu legen . Verärgert sei man aber
darüber , dass es erst zu einer Protest-Ankündigung habe kommen müssen . Die
Gruppe hatte angekündigt , die morgige Eröffnungsrede von Apple-CEO Steve Jobs
zur Eröffnung der Apple Expo zu stören . Für weitere Unruhe sorgte inzwischen
die Mitteilung von Apple , dass die Keynote nicht live im Internet übertragen
werden soll . Mac-Anwender aus Europa und Asien sehen darin die implizite
Behauptung , sie seien Apple den Aufwand einer Übertragung nicht wert .
Elektronische Organizer bald kostenlos ? Die Marktforscher der amerikanischen
Gartner Group sehen für elektronische Organizer ( PDA ) rosige Zeiten voraus :
Die Studie kommt zu dem Schluss , dass , obwohl die Hersteller die Geräte mit
immer mehr Funktionen ausstatten , die Preise weiter sinken werden . Ein PDA mit
einem Listenpreis von 500 US-Dollar werde zum Jahresende 2003 neben einem
Farbdisplay eine Anbindung an Nah- und Weitverkehrs-Funknetze bieten und sogar
über Spracherkennung verfügen . Auch 70 Prozent der Mobiltelefone sollen bis
dahin einen Internetzugang haben . Einen negativen Trend sieht das
Berater-Unternehmen in der zunehmenden Anzahl zueinander inkompatibler Geräte .
" In den kommenden Jahren werden PDAs , Smart Phones , Organizer und
Mini-Notebooks , die wahrscheinlich alle unterschiedliche Betriebsysteme und
Anwendungen haben werden , den Anwendern Kopfschmerzen bereiten " , erklärte Ken
Dunlaney , Vize-Präsident der Gartner Group . Gerade die Anbieter der drahtlosen
Dienste müssten dann die Unterstützung auf einige wenige mobile Plattformen
beschränken , um die Kosten nicht in die Höhe zu treiben . Sun präsentiert
eigenen Video-Server Sun Microsystems hat auf der Konferenz der National
Association of Broadcasters seinen Sun StorEdge Media Central Streaming Server
angekündigt . Der Server soll auch zusammen mit Suns eigener Hardware als
integriertes System angeboten werden und basiert auf dem offenen Standard des
Real Time Streaming Protocol ( RTSP ) , das zum Beispiel auch RealNetworks für
seinen RealPlayer verwendet . Vorerst wird die Software als zugrundeliegendes
Audio-/Video-Format nur Apples QuickTime bieten ; Sun plant aber durch
Java-Plug-Ins bald auch weitere Standards zu unterstützen . Ab nächsten Monat
soll die Software zu einem Preis ab 2995 US-Dollar über Suns Web-Site erhältich
sein . Die Zahl der Streaming-Angebote im Internet sei von 36.000 im Jahr 1998
auf etwa 108.000 in diesem Jahr gestiegen und werde auch in Zukunft stark
anwachsen , erklärte Paul Donovan von der Multimedia Research Group im Rahmen
der Vorstellung von Suns Streaming-Server . Bis Ende 2000 sollen mehr als
250.000 Web-Sites Audio-/Video-Angebote liefern . Auch der Markt des
Video-on-Demand und des Pay-per-View wachse weiter und damit die Notwendigkeit
leistungsfähiger Hard- und Software . Durch die zunehmende Verfügbarkeit
breitbandiger Internetzugänge sähen mehr und mehr Firmen ihre Zukunft im Bereich
der Videoübertragung per Internet . Und so sieht offensichtlich auch Sun - als
traditionsreicher Anbieter von skalierbaren und zuverlässigen Servern - eine
Chance , in diesen wachsenden Markt einzusteigen . Nicht vergessen sollte man
vielleicht auch ein pikantes Detail am Rande : Durch die Kooperation mit AOL ,
die nach der Übernahme von Netscape durch den Online-Dienst geschlossen wurde ,
bietet sich Sun mit dem neuen Streaming-Server natürlich als idealer Partner für
AOL an - vor allem , nachdem der weltgößte Online-Dienst nach dem Zusammenschluß
mit Time Warner auch auf entsprechende Audio- und Video-Inhalte des
Mediengiganten zurückgreifen kann . Das Büro im Internet - bald auch in
Deutschland Der Leipziger Kabelnetzbetreiber PrimaCom AG will Mitte April einen
Pilotversuch starten , bei dem zunächst 50 Surfern Office-Anwendungen via
Internet zur Verfügung gestellt werden sollen . Die Bezahlung der Dienste soll
auf Basis der Nutzungsdauer oder einer monatlichen Pauschale stattfinden . Damit
würde PrimaCom durch die Unterstützung der amerikanischen Firma LightPC.com zu
einem ersten deutschen Application Service Provider ( ASP ) , der eine komplette
virtuelle Büroumgebung für Endkunden anbietet . In den USA haben bereits einige
Firmen ihr Glück mit normalen Anwendungen über das Internet versucht ; in
Deutschland hat sich zumindest ein Interessen-Konsortium gebildet , das sich
allerdings vorerst auf Unternehmenskunden konzentrieren will . PrimaCom will im
Verlauf dieses Jahres das Modell weiter ausbauen und zur Marktreife bringen .
Der Kabelnetzbetreiber ist nach eigenen Angaben mit über 930.000 Kunden die
drittgrößte private Kabel-TV-Gesellschaft in Deutschland . Geplant ist außerdem
der Ausbau des Netzes , um fünf weitere Großstädte in Deutschland versorgen zu
können . Einstweilige Verfügung gegen Napster beantragt Die Recording Industry
Association of America ( RIAA ) und die National Music Publishers Association (
NMPA ) haben bereits gestern vor dem Bezirksgericht in San Francisco eine
einstweilige Verfügung gegen die Online-Tauschbörse Napster beantragt . Bereits
im Dezember vergangenen Jahres hatten die beiden Verbände der Musik-Industrie
heftige Kritik am Online-Unternehmen geäußert und Klage eingereicht . Darin
warfen sie Napster vor , der Musik-Piraterie Tür und Tor zu öffnen : Die meisten
der auf Napster gehandelten MP3-Dateien seien Raubkopien , klagte die RIAA , der
Branchengrößen wie BMG , EMI , Warner Music und Sony angehören . Seitdem wird
kontrovers diskutiert : Napster besteht darauf , selbst keine Copyright-Verstöße
begangen zu haben und auch seine Nutzer davor zu warnen . Zuletzt scheiterte das
Unternehmen aber bei dem Versuch , sich als Online-Provider einstufen zu lassen
und sich damit in den Schutz der Haftungsbeschränkung des 1998 verabschiedeten
Digital Millenium Copyright Acts ( DMCA ) zu begeben . Napster-Anwender beteuern
, ihr Kaufverhalten habe sich durch die Online-Tauschbörse kaum geändert und
werden dabei sogar teilweise durch Studien der Musikindustrie gedeckt . Die
Plattenfirmen und Künstler sind anderer Meinung : Sie gehen mit zunehmend
härteren Maßnahmen gegen die Musikangebote im Internet und den damit angeblich
einhergehenden Umsatzschwund vor . Und es geht doch : Gameboy-Emulator für
PalmOS-Handhelds Die Firma Gambit Studios bietet einen Gameboy-Emulator für
PalmOS-Handhelds unter dem Namen Liberty an . Die für rund 17 US-Dollar
erhältliche Software wurde laut Firmenangaben komplett in Assembler geschrieben
und soll dadurch der schnellste Gameboy-Emulator für den Palm sein . Da es
bisher noch keinen Palm-Handheld gibt , der auch Gameboy-Spielmodule akzeptiert
, müssen die Spiele über eine Zusatzhardware zunächst am PC ausgelesen werden .
Wer darauf verzichten möchte , findet auch im Internet frei erhältliche Spiele ,
unter denen sich Klassiker wie Pac-Man , Pong oder Breakout finden . Liegen die
Spiele erst einmal auf der Festplatte können sie mit dem beiligenden Konverter
in das vom Emulator benötigte Format gebracht und per HotSync auf dem Handheld
installiert werden . Um die Performance zu steigern , rät Gambit zum Einsatz
eines Übertaktungsprogramms . Diese Programme nutzen die Eigenschaften des
PalmOS aus , den Prozessortakt per Software-Befehl zu ändern , was normalerweise
nur für Stromspar-Funktionen benötigt wird . Ein Öffnen des Gerätes ist also
nicht nötig . Spiele , die ausschließlich für den GameBoy Color konzipiert
wurden , lassen sich mit dem Emulator nicht spielen . Graustufen-Spiele können
dafür auf einem Farb-Palm nachträglich mit einer frei definierbaren Farbbelegung
eingefärbt werden . Neue iBooks auf der Apple Expo Apple-Chef Steve Jobs
präsentierte in seiner Eröffnungsrede zur Apple Expo in Paris zwei überarbeitete
iBook-Modelle . Apples Consumer-Notebook ist nun in den Farben Indigo ( Blau ) ,
Key Lime ( Giftgrün ) und Graphite ( Grau ) zu haben und wurde um einen
FireWire-Anschluss sowie einen Composite-Video-Ausgang erweitert . Das neue
Top-Modell iBook Special Edition verfügt zusätzlich über ein eingebautes
DVD-Laufwerk , mit dem sich auch Video-DVDs anschauen lassen . Die iBooks in Key
Lime soll es ausschließlich in Apples Internet-Store zu kaufen geben . Power
Macs mit Radeon-Grafikkarte Verbesserungen im Detail gab es auf der zur Zeit
stattfindenden Apple Expo in Paris für die Mac-Desktop-Linie : Besonders der
Cube profitiert von der neuen Build-To-Order-Option , da sich die dort verbaute
Grafikkarte nicht wie in den Power Macs vom Anwender durch ein anderes Modell
ersetzen lässt . In Apples Internet-Store ist die neue Konfiguration bereits
erhältlich . Update auf WinOnCD 3.8 nun doch möglich ( Update ) Nachdem Roxio
lange Zeit kein Update auf WinOnCD Version 3.8 für Käufer der Vorversion zur
Verfügung stellen wollte , hat man sich nun doch zu einem entsprechenden Angebot
entschlossen . Das Unternehmen teilte mit , dass in Kürze sämtliche Besitzer der
" Power Edition " des CD-Brennprogramms in Version 3.x ( nicht wie zuvor in
Aussicht gestellt nur Besitzer der Version 3.7 ) die Möglichkeit haben , für 69
Mark auf die aktuelle Release 3.8 aufzurüsten . Bestellen kann man das Update
bereits über die Web-Page des Herstellers . Der bisher schon sehr beachtliche
Funktionsumfang des Programms ist in Version 3.8 noch weiter gewachsen . So
bietet es jetzt unter anderem mehr Möglichkeiten bei der Erstellung von
Video-CDs , kann Rohlinge überbrennen und bis zu sieben Stunden Musik auf einer
CD unterbringen . Im Paket ist neben WinOnCD auch die Backup-Software BackMeUp ,
Adaptecs Packet-Writing-Software DirectCD , ein CD-Emulator sowie ein
Video-CD-Player enthalten . Wiederbeschreibbare CD mit 1,3 GByte Sony plant ,
Anfang April die ersten Geräte zum Lesen und Beschreiben der so genannten Double
Density Discs auf den Markt zu bringen . Auf der CeBIT wird man die ersten
Muster in Halle 13 , Stand C18 bestaunen können . Auf der neuen CD-R-
beziehungsweise CD-RW-Variante sollen bis zu 1,3 GByte Daten Platz haben . Sony
will die höhere Kapazität des Datenträgers durch nur minimale Änderungen der
CD-Spezifikationen erreichen , sodass der Herstellungsprozess von Medien und
Laufwerken nur geringfügig angepasst werden muss . Unter anderem wurden der
Spur- und Pit-Abstand veringert , um mehr Informationen unterbringen zu können .
Folglich können die neuen Laufwerke zwar herkömliche Medien lesen , die neuen
DD-R/RW-Medien sind aber nicht in handelsüblichen CD- oder DVD-ROM-Laufwerken
nutzbar . Sony sieht die DD-Medien nach eigenen Angaben als Übergangslösung ,
bis DVD-Brenner in die Preisregionen der aktuellen CD-Writer rutschen . Auf der
Webseite des Electronic Privacy Information Center ( EPIC ) wurde der
Kryptographiebericht 2000 veröffentlicht . Die Studie liefert Informationen über
die politische Haltung einzelner Länder zum Thema Verschlüsselung und bewertet
die Ergebnisse in drei Stufen , wobei die Sicherheit der Daten im Vordergrund
steht . Die Ergebnisse bezüglich der einzelnen Länder hat man nach einer
dreistufigen Farbskala zusammengefaßt : Rot steht für sehr restriktiv , Grün für
völlig liberal und für nicht eindeutig zuzuordnende Haltungen steht Gelb .
Deutschland wurde dabei für die letzten drei Jahre als liberal eingestuft .
Frankreichs Kryptographie-Politik bewertete EPIC wie im Vorjahr etwas schlechter
als die der Bundesrepublik mit " Gelb/Grün " . Die Regierung hatte beschlossen ,
die Anwendung und den Import von Verschlüsselungs-Software zu legalisieren ; der
Export bleibt allerdings auf schwache Kryptographie beschränkt . Zuvor war
jeglicher Einsatz von Verschlüsselungs-Techniken verboten , solange man nicht
vorher eine Lizenz der Regierung erworben hatte . Besonders schlecht schnitt
China ab : Bisher musste jegliche Verschlüsselungstechnik bei der chinesischen
State Encryption Management Commission ( SEMC ) registriert werden . Diese
Haltung hat China mittlerweile teilweise aufgegeben , was sich aber wohl erst im
Bericht des nächsten Jahres wiederspiegeln dürfte . Nach einer Mitteilung der
SEMC vom März diesen Jahres soll nur noch starke Kryptographie
registrierungspflichtig sein . Mehr dazu in Telepolis : Nur noch wenige Staaten
beschränken die Benutzung starker Verschlüsselung Samsung baut mit Microsoft "
Smart Phones " Der koreanische Elektronikhersteller Samsung und der
Software-Riese Microsoft entwickeln gemeinsam die nächste Generation von
Mobiltelefonen . Die bereits im letzten Oktober angekündigte Zusammenarbeit im
Rahmen eines gemeinsamen Projekts von British Telecom und Microsoft soll noch in
diesem Jahr erste Früchte tragen . Für Herbst 2000 erwarten die beiden
Unternehmen die Markteinführung der ersten Feature Phones , die mit Microsofts
Mobile Explorer ausgestattet sein sollen . 2001 dann wollen beide Firmen
ausgebaute Versionen der Mobiltelefone ( Smart Phones ) vorstellen , die eine
angepasste Version von Windows CE 3.0 benutzen sollen . Der Mobile Explorer ist
ein vom Betriebssystem unabhängiger Browser , der per Mobilfunk den Zugriff auf
WAP- und HTML-Inhalte sowie auf E-Mails und Personal Information Manager
ermöglichen soll . Mit Windows CE 3.0 , das Teil der Microsoft Smart Phone
Plattform ist , sollen dann weitere Funktionen durch Programme von
Drittanbietern hinzukommen und so den Funktionsumfang eines Handhelds ins
Mobiltelefon integrieren . Prototyp speichert 150 GByte auf einer CD Die
Physiker der Laser Group der Technischen Universität Berlin haben eine neue
Technik zum Beschreiben von CDs entwickelt , die es ermöglichen soll , bis zu
150 GByte pro Scheibe speichern zu können . Im so genannten mikroholografischen
Verfahren sollen die Informationen nicht nur wie bisher nebeneinander , sondern
durch Ausnutzung des Volumens auch dreidimensional gespeichert werden . Dabei
erzeugt man zunächst mit Hilfe eines Laserstrahls kleine Gitter auf der
Reflexionsschicht der CD . Nach Angaben der Forscher der Universität kann man
durch den Einsatz von Lasern mit unterschiedlichen Wellenlängen auch mehrere
solcher Gitter überlappend in einer Ebene erzeugen . Trotzdem seien sie
anschließend separat auslesbar . Um die Speicherdichte weiter zu erhöhen könne
man auch mehrere Datenebenen übereinander legen - eine ähnliche Technik kommt
zurzeit bei gepressten DVDs zum Einsatz . Auf der diesjährigen Fachmesse LASER
2001 ( 18. bis 22. Juni ) in München soll das Projekt vorgestellt werden . Erste
Prototypen der 150-GByte-CD und entsprechender Laufwerke seien zwar im Labor
bereits funktionsfähig , sollen aber nicht präsentiert werden , erläuterte
Susanna Orlic von der TU Berlin gegenüber heise online . Wann aus den
Forschungen ein marktreifes Produkt entstehe , ist laut der Physikerin schwer
einzuschätzen . Vor allem mangele es derzeit noch an interssierten
Industriefirmen , die das nötige Kleingeld für eine Vermarktung mitbringen .
Einige Firmen , beispielsweise Imation , forschen aber auch an eigenen
holografischen Speicherverfahren , die bald zu einem fertigen Produkt gereift
sein sollen . Steuergesetz bremst Aufbau der Informationsgesellschaft PCs an
Mitarbeiter zu verschenken ist in Deutschland nicht so einfach . Nachdem in den
vergangenen Wochen und Monaten mehrere Firmen - unter ihnen Ford - angekündigt
hatten , ihre gesamte Mitarbeiterschaft gegen eine symbolische Monatsgebühr oder
sogar gänzlich kostenlos mit modernen PCs und Internetzugang auszurüsten , waren
zumindest die Pläne von Ford durch das Steuergesetz verhindert worden . Durch
den geldwerten Vorteil , den die Angestellten als Privatperson durch das
Geschenk erhalten , ist laut Gesetz eine Versteuerung notwendig , sofern man
sich nicht der Steuerhinterziehung strafbar machen will . Jörg Tauss ,
SPD-Mitglied des Deutschen Bundestages , hat Bundeskanzler Schröder und die
Finanzministerien aufgefordert , ihre Entscheidung über den Stopp der
Schenkungsaktion von Ford noch einmal zu überdenken . Im Zeitalter der
Informationsgesellschaft sei es notwendig , moderne steuerrechtliche
Rahmenbedingungen zu schaffen , erklärte Tauss . Er wertete die Pläne des
Automobilkonzerns Ford als positiv und vorbildlich . Die Firma unterstütze damit
nicht nur die Weiterbildung der eigenen Angestellten , sondern auch die der
gesamten Familie , was nicht zuletzt dem Staate zu Gute käme . Ford sollte
deswegen nicht noch zusätzlich zur Kasse gebeten werden , forderte Tauss . Neuer
Weltrekord bei der Festplattenkapazität Festplattenspezialist Seagate hat heute
die nach eigenen Angaben weltweit größte Festplatte vorgestellt : Die Barracuda
180 bringt ganze 180 GByte an Daten in einem 3,5-ZOLL-Gehäuse halber Bauhöhe
unter . Auch die übrigen Daten des neuen Fisches im Teich können sich sehen
lassen : Ganze 47 MByte/s soll das Laufwerk über die Ultra160-SCSI-Schnittstelle
übertragen können . Die Leitungsaufnahme liegt laut Seagate bei weniger als 10
Watt im Leerlauf . Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Platte beträgt 7.200 RPM .
Ein neu entwickeltes Rotational Vibration Protection System soll die Bewegungen
der Festplattenscheiben relativ zum Gehäuse beobachten und die Servoelektronik
der Festplatte mit Korrekturinformationen versorgen . Die XXL-Festplatte soll im
ersten Quartal 2001 erhältlich sein und zunächst etwa 2200 US-Dollar kosten .
RWE demonstriert Surfen via Stromkabel Nach dem erfolgreichen Start der im
Februar angekündigten Feldversuche stellt der Essener RWE-Konzern nun seine
Powerline-Technik zur Datenübertragung über das Stromnetz der breiten
Öffentlichkeit vor . Dazu hat RWE heute ein Demonstrationshaus eröffnet , das ab
April auch der Öffentlichkeit zugänglich sein und Einblicke in die neue Technik
zur Datenübertragung bieten soll . Den Einsatzzweck von Powerline Communications
sieht RWE nicht nur im schnellen Surfen im Internet , sondern auch in der
Telefonie sowie der Vernetzung von Haushaltsgeräten . Jede Steckdose im Haus
soll mittels eines Adapters zur Schnittstelle für Datendienste werden .
RWE-Vorstandsmitglied Rolf Bierhoff betonte : Der Energieversorger plant bereits
Anfang 2001 die neue Technik auf den Markt zu bringen . Trotzdem wollte RWE-Chef
Manfred Remmel zu den Kosten für den Endverbraucher noch nicht Stellung nehmen .
Denkbar sei aber ein monatlicher Festpreis für die Nutzung der Dienste .
Internet-Safe soll Rechtsverbindlichkeit schaffen Die HypoVereinsbank ,
Mannesmann und IXOS-SOFTWARE gründen gemeinsam unter dem Namen memIQ ein
Unternehmen , das nach eigenen Angaben erstmals in Deutschland die vertrauliche
Archivierung von elektronischen Dokumenten im Internet für Privatkunden anbieten
wird . Das elektronische Archiv läßt sich für verschiedenste digitale Dokumente
wie Rechnungen , Kontoauszüge , Quittungen oder Verträge nutzen . Es soll im
Bereich des E-Business einer bequemen , rechtsverbindlichen und jederzeit
nachvollziehbaren Dokumentation dienen . Die im Safe deponierten Dateien werden
verschlüsselt und digital signiert , um dadurch dem Nutzer und dem Absender zu
garantieren , dass das Dokument unverändert und vor unbefugtem Lesen geschützt
ist . Das System soll alle Vorgänge rund um eine Bestellung im Internet
automatisch dokumentieren und strukturiert abgelegen . Weitere
Einsatzmöglichkeiten ergeben sich für Firmen : Rechnungen , Kontoauszüge und
andere Dokumente , die bisher aus rechtlichen Gründen per Post verschickt werden
mussten , können in Zukunft digital in das Archiv gelegt werden . Die drei
Partner wollen in den kommenden zwei Jahren insgesamt 60 Millionen in das
Projekt investieren und im Frühjahr 2001 damit auf den Markt gehen . Der
Pilotbetrieb mit ausgewählten Nutzern soll bereits im vierten Quartal dieses
Jahres gestartet werden . Ein zügiger Ausbau des neuen Service innerhalb Europas
sei vorgesehen , heißt es . Pilze kompostieren CDs Spanische Wissenschaftler des
Centro de Investigaciones Biológicas , einer Einrichtung der spanischen
Forschungsgemeinschaft CSIC ( Consejo Superior de Investigaciones Científicas )
, wollen einen Pilz entdeckt haben , der CDs zersetzt . Das meldet das spanische
Online-Wissenschaftsmagazin Ciencia digital . Der Pilz der Art Geotrichum
ernähre sich vom im Polycarbonat enthaltenen Kohlen- und Stickstoff und zersetze
so den durchsichtigen Kunststoff . Experten sehen darin eine erstaunliche
Entdeckung , denn bislang galt Polycarbonat als recht unverwüstlich . Andere
sehen in diesem Pilz aber eine Bedrohung , denn durch die Zersetzung des
Polycarbonats leidet natürlich auch die datentragende Schicht der CD . In ihren
Augen ist der Pilz ein garstiger CD-Fresser , der etlichen Backups und
Datensammlungen den Garaus machen könnte . Hierzulande hat man vor ihm
allerdings wenig zu befürchten : Ein Experiment hat gezeigt , dass der Pilz erst
ab 30 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent Appetit
auf CDs bekommt . Comdex : USB 2.0 in den Startlöchern ( Update ) Auf der
momentan in Las Vegas stattfindenden Computermesse Comdex präsentieren mehrere
Hersteller ihre Produktpalette an USB-2.0-Controllern und -Peripherie . Die
ersten externen Laufwerke kommen beispielsweise von der Firma QPS Inc. Die
Geräte der QPS-Que!-Reihe sind mit CD-RW-Brenner , DVD-RAM-Laufwerk oder als
sogenanntes M3 Dual Drive , das Festplatte und CD-ROM-Laufwerk in einem Gerät
integriert , erhältlich . Orange Micro demonstriert erneut Erweiterungskarten
für Windows-PCs und Macs . Die OrangeUSB getaufte PCI-Karte bietet vier externe
und eine interne USB-2.0-Schnittstelle . Abgerundet wird die Palette durch einen
4-Port-USB-Hub , der ebenfalls für die neue Version des Standards vorbereitet
ist . USB 2.0 soll die Bandbreite des bisherigen USB-Standards um den Faktor 40
erhöhen . USB 1.1 , der bisherige Standard , überträgt 12 MBit pro Sekunde .
Version 2.0 überholt dann mit angepeilten 480 MBit pro Sekunde sogar Apples
FireWire-Standard ( alias IEEE 1394 ) - Insider vermuten , dass der
Computerlieferant aus Cupertino deshalb noch keine eigenen Pläne zur
Unterstützung des USB-2.0-Standards bekannt gegeben hat . Philips reagiert auf
schlechtes Weihnachtsgeschäft Die Umsätze der Computerbranche zur Weihnachtszeit
fallen ungewöhnlich schlecht aus . Kaum ein Hersteller , der nicht in das
allgemeine Klagen über die schlechten Verkaufszahlen einstimmt . Nach den Großen
der Branche wie Intel , AMD oder Apple gesellt sich nun auch der erste
Komponenten-Hersteller zu dieser Runde . Philips , weltgrößter Hersteller von
CD-RW-Laufwerken , hat auf die schlechten PC-Verkäufe reagiert und das
Auftragsvolumen bei seinem philippinischen Zulieferer Ionics um ganze 40 Prozent
von 450.000 auf 268.000 Geräte reduziert . Philips erklärte , dass die Hälfte
der CD-RW-Laufwerke als Einbaugeräte in Computern verkauft würden . Entsprechend
sei dieser Bereich vom schlechten Weihnachtsgeschäft der Branche betroffen .
Eine Drosselung der Produktion sei deshalb notwendig gewesen . Die verbleibende
andere Hälfte der Geräte werde dagegen im Einzelhandel verkauft . Hier erfreue
man sich noch immer ungebremster Nachfrage , meinte der Philips-Sprecher Hans
Driessen . Zulieferer Ionics zeigte sich von der Situation recht unbeeindruckt .
Vizepräsidentin Judy Qua erklärte , der Gewinn des Unternehmens werde durch die
Reduzierung nicht negativ beeinflusst . Analysten warnen dagegen , dass der
Umsatz der Firma durch die Auftragsstornierungen um etwa 19 Prozent sinken werde
. Portabler CD-RW-Brenner mit wählbarer Schnittstelle Iomega , Spezialist für
Speicherlösungen , liefert nun seinen portablen CD-RW-Brenner Predator in den
USA aus . 
